ikaibacher Zeitung. Nr. K',2. «. >>. h»lbj, 5,^». ßü» dl« Anstellung l»« H»n» ha!»«!.»«»», 1»ttt d« P,figa»zj. fl. l», hal»j. si. 7^0. Donnerstag, 17. Juli 1873. Amtlicher Theil. aVe. l. und f. Apostolische Majestät haben auf Grund eines vom Minister ocs lais. Hauses und des »eußcrn erstatteten allerunterthänigsten Vortrage« mit Allerhöchster Entschließung vom ^8. Iuui d. I. die Erhebung der bisherigen Consularagentie in Brest zu einem Honorar« Vizeconsulat allergnäbiast zu genehmigen und den der« zeitigen Gerentcn Eduard Le Pomellec zum unbe« solbeten l. und l. Vizeconsul daselbst mit dem Rechte zum Bezüge der tarifmäßigen Eonsulargebühren huldreichst zu ernennen geruht. Nichtamtlicher Theil. Vom Tage. Die „Nllg. Ztg." empfängt über dieWahlbewe-gung nachfolgenden Eorrespondcnzbericht aus Wien: «In der Nahlbeweaung ist eine kleine Pause eingetreten, die von den Journalen zu Kombinationen über den Beginn der Wahlcampagne redlich benutzt wird. In den leitenden Kreisen scheint man darüber noch nicht vollends schlüssig geworden zu sein, und daher sind all« diesfalls vorliegenden, mitunter sehr bestimmt lautenden Meldungen verfrüht zu nennen. Die Ausschreibung de« Termins für die Wahlen ist eine Sache, die reifliche, Erwägung bedarf, da hei der Vielgeftaltigleit unserer localen und vor allem wirtschaftlichen Verhältnisse die Bestimmung des Tages für die Wahlen mitunter nicht ohne Ginfluß auf die Vetheiliguna an denselben bleibt. So mußte auch jede Regierung und jede Partei bei der Wahlcampagne dem Zeitpunkt, in dem die Ernte einge« heimst wird, aus Rücksicht für die Landbevölkerung Rechnung tragen, während ein feudales Regime vor nicht allzu langer Zeit die Wahlen in einem wichtigen Landtag bis nach der „Saison" verschob, um dem Groß, arundbesitz eine starte Nethciliauna mvalich zu mache». Was die Landtage betrifft, fo liest es sich ganz seltsam, wie ein Glatt im Tone, als halte es eine ganz außer, ordentlich« Entdeckung gemacht, meldet: die Landtage würben „auch" Heuer ordnungsmäßig einberufen werden. An letzterem war nie zu zwcifeln. da doch auch die Regierung allen Werlh darauf legen muß, daß die Kron-länder ihre Budgets und sonstigen ^andeSangelegenheilen rechtzeitig in Ordnung bringen. Die Landtagssession selbst dürfte im ganzen ebenso verlaufen wie die letzte im Herbste des Vorjahres, nur in Prag wird es mög» lichcrweise etwas lebhafter werden, vorausgesetzt, daß der von dem jungczechischen Organ geforderte Eintritt der Czechen in den Landtag leine leere Spiegelfechterei, son» dern von dieser Seite ernstlich gemeint ist. Bringt man Übrigens diese neueste Kundgebung mit den jüngst charat« leristcrten Vroschüren, die für das Aufgeben der Passt-vitittspolitil eintrete!», in Zusammenhang, so wird man darin einen neuen Beleg für die damals ausgesprochene Ansicht finden: dah die Iungczechen diesmal nichts als die Plänkler find, welche das Gros der Partei unter bcn verschiedensten Formen zur Sundernng des Terrain« und zur Bearbeitung der Massen vorausschickt. In den czechischen Kreisen scheint sich etwas w»e ein vollstlindi' ge« Ausgeben der Pass!vitat«golitil und eine ReichSralh«. beschickung »au» pkraiio vorzubereiten — m, Moment, das. bei allcr Befriedigung, die cs als erster Triumph der dlrecten Wahlen erregen mühte, die Verfassung«. Partei doch zur größten Vorsicht bestimmen mnß." — Die „Mont. Revue" will über den Stand der Verhandlungen betreffend die Banlfrage erfahren haben, daß aller Wahrscheinlichkeit nach ix kurzer Zeil die Verständigung zwischen den Regierungen beider Vttichshälstln erfolgt sein werde. Es handle sich mit lei. ^ui Worte mehr um die Eventualität einer ungarischen ^""l, sondern um die Verlängerung de« Privilegiums ^ bsltritichlschen Nationalbanl und Anerkennung ihrer Stetlu.^ auch in Ungarn, volläufia auf 10 Jahre. In "est soll ein Organ der Nationalbanl für den Verkehr ber ungarischen Regierung mit der Bank etabliert werden, welche« in allen wichtigen Angelegenheiten, ^um Beispiel in der Normierung des Zinsfußes, in der Fixierung der belehnbare,, Papiere, nur im Einverstänb. nlsse mit der wiener Dlrecton vorgehen lönnte, so daß l"lde Organ« für alle wichtigen Angelegenheiten einen «lnhellllchen Körper zu bilden hätten ^ . .?^'« der vslerreichlscheu Finanzvlrwaltung wird « ..^. !".. rr am 14. d. stattgefungenen Sitzung der Nationaloersammluna in Versailles wurde ein Antrag tingebracht »uf B e r t a g u n g d« Nationalversammlung vom 27. Juli an und auf Ernennung einer Permanenzcommission. Der Iufti;nlw'.. ster beantragte, die Permanenzcommission mit dem Rechte zur Genehmigung der Einleitung gerichtlicher Versolgun-gen wegen Beleidigung der Nationalversammlung auszustatten. An der Debatte hierüber belheiliglen sich Arago und Gambetta, welcher die Redefreiheit vollständig gewahrt wissen will. Im Verlaufe der weiter« Debatte wiederholte sich die Aufregung. Schließlich wird die Dringlichkeit de« Antrage« angenommen. — Iule« gaore verlangte die Regierung über ihre innere Politik zu interpellieren. Sudann wird in die zweite Nerathung des Gesetzentwurfes über die Reorganisation der Armee eingegangen. Im italienischen Parlament theilte am 12. d. M. der neue Ministerpräsident Minghetti die Ernennung de« jetzigen Ministeriums mit. Im Senat fügte er dieser Ankündigung die Worte bei: .Der Fra-gen, welche da« neue Ministerium beschäftigen, sind viele «seuilletM. Eine Fürstin. historisch« Novelle von Theobald König. (Fortsetzung.) Der Fürst biß sich aus die Lippen, aber er bezwang sich und entgegnete: „Ich weiß das. Majestät, und darum war eS meine Absicht, meine Gemahlin hier nicht länger als nothwendig zurückzuhalten. Sie sehnt sich nach Münster, wo ihre Yreunde sie sehnsüchtig erwarten." „Ah so. Eure Gemahlin hat Freunde! Nun wohl, lieber Oalyzin. so rathe ich Euch in Eurem und Eurer Gemahlin Interesse, sie nicht länger von diesen Freunden zurückzuhalten — die Sehnsucht dorthin scheint schon einen sehr nachtheiligen Einfluß auf ihre Gesundheit ausgeübt zu haben. Die Fürstin war einer Ohnmacht nahe — fte wankte. Dennoch wollte sie ihrer unoerhofften Feindin den Triumph nicht gönnen, sie durch ein Wort niedergeschmet» tert zu haben, und mit fast Übermenschlicher Anstrengung bewahrte sie ihre Fassung. Gleichzeitig aber legte es sich wie ein eisiger Reif um ihr Herz, als sie hörte, wie ihr Gemahl die Partei ihrer Feindin nahm, um — seine Gtellnng nicht zu gefährden, und sie war fest entschlossen, jetzt nie mehr, weder feinen »ilten noch Drohungen G«h«r zu geben und ihm in seine Sphäre zu folgen. Aber sie s,llte keine Gelegenheit mehr finden, gegen den Wunsch und Willen ihres Gatten aufzutreten. Am folgenden Morgm trat der Fürst zu ungewohn» ter Zeit in das Gemach d«r Fürstin, seine Miene war kalt und streng. „Amalie, du Haft wiederholt den Wunsch ausge« sprachen, wieder ganz deinen Freunden und deinen Nei» gungen. die dich leider in eine ganz andere Sphäre führen als in die meinige, zu leben. Visher habe ich dir widerstrebt, jetzt gebe ich dir die erwünschte Freiheit — un« sere Wege gehen van jetzt an weit auseinander." „Das heißt eine Scheidung?" fragte die Fürstin gepreßt, und doch athmete ihr Herz bei dem Gedanken erleichtert auf. „Warum «in« Scheidung? Es würde da« nur un> nutzer Weise neues Auffehen erregen", entgegnete der Fürst gleichmülhig. «Meiner Anficht nach kann man sich auch ohne Scheidung vollständig frei geben, und das zu thun bin ich gesonnen. Wir betrachten uns von dieser Stunde an als gegenseitig frei, niemand hat das Recht, dem an« deren über sein Thun und Treiben Vorwürfe zu machen. Betrage dich als vollkommen unabhängig. Amalie, nur vergiß nie. welchen Namen du trügst." »malie war kaum eines Wortes mächtig, dennoch fand sie die nölhige Fassung, kalt und ruhig zu erwidern: «Es bedarf dies wohl leiner Ermahnung." ..So weit ich Sie jetzt kenne, nicht." versetzte der Fürst. ..Aber Sie sind jung und schön. Sie besitzen lau« send Eigenschaften, die eine andere Frau nicht besitzt, und — man kann sich ändern. Doch lassen wir da«, ich er- öffne Ihnen nur noch, daß von dem Tage an, wo Sie vergessen konnten, daß Sie die Ehre meine« Namens zu bewachen haben, jegliche Unterstützung von meiner Seite aufhört, während Sie bis dahin «in reichliche« Einkommen beziehen." Die Fürstin entgegnete nicht«, nur ein Vllck stolzer Verachtung traf den Sprecher. Dieser fuhr indessen unbekümmert fort: „Ordnen Sie gleich Ihre Sachen. Fürstin, ich werde »efehl geben, daß die Relselalesche in der Mit-tagsstunde bereit ist. Sie fortzuführen. Haben Sie bi« dahin nicht alles geordnet, fo geben Sie Ihre Vefehle. daß das Übrige nachgesandt wird." „Stien Sie unbesorgt, Fürst Oalyzin. «s h.darj so großer Vorbereitungen nicht, um einen Plgh zu verlassen, der mir vollständig fremd ist." ..Ich erwartete das. Leben Sie wohl, meine Wünsche für Ihr ferneres Wohl nehmen Sie mit " Er verbeugte sich höflich und verließ dann das Gemach. Einen Augenblick lauschte Amalie angestrengt, ob er nicht mehr zurückkehren werde. Aber sein Schritt verhallte. Rasch erhob sie sich, mit zitternder Hand schob sie den R.egel vor die Thüre. und dann sank ftc gebrochen an Le,b und Seele auf das Sopha und ver-grub das Gesicht, bitterlich weinend, in die weichen Polster. Sie hatte den Mann nicht geliebt, aber sie halte stet« ,hre Pflichten als Gattin erfüllt, und nur in dem Einen Punkte lolmle fie ihm nicht folgen, fi« konnte sich nicht m da« Treiben stürzen, das er liebte. Da« war ihr Verbrechen. Und au« diesem Grunde verbannte er 1145 die ftn«nziell«n stehen jedoch in erster Reihe. Ich lege jetzt tem Programm vor; seinerzeit werden wir aber der Kammer mchlt.f O ^ stände der Kammer nicht cm^zeig'. d>< Krlsis nxd d,« Grundsatz' des li:uel! Eabilu»^ zu eröUlcn. Dle großen polillzchen Frayen sind jetzt gelöst, hkule ist es nochwendig, alle Aufmerlsamkr t auf die Ordmmq der Verwaltung des Landes zu lichte. Blenders ist es nölhia, unser Fi» nanzwesen n ' Rücksicht aus s,> ^lsordernissr der Ministerien te>> .'^icg.ö u.,d üc öffentlichen Vanten so wie den Zwang?curs des Papiergeldes in« Auqe zu fassen. Wir wollen, ohne Ersctütlciunaen herbeizuführen. Fürsorge lnstc,', dah diese A ^»leaenheiten geregelt wer« den." Nach diesen Mitteilungen wurde das Parlament durch königliches Drciet vertagt. General Velurde ist in Alcoy eingerückt; die Haupturhebcr des Allfstandes entkamen. Die Internationalen sehten in löartagena einen Wohlfahrtsausfchuß ein. — Die Vtldu.ia eines Ministeriums aus dem Centrum unk dür Vinlcn ist wahrscheinlich; dle Rechte wird ein Tadelsoolum gegen Pl y Margall beantragen. Die Mannschaft des Linienschiffes „Mmanza" soll zu den Insurgenten übergegangen sein. — Puycerda ist seit 13. d. von den Carlisten belagert und vertheldigt sich heldenmüthig. Die Zahlung der ..Alabama" - Entschadi« gungssumme an Amerika ist. dem „Economist" zufolge, mit unerwarteter Leichtigkeit vor sich gegangen. Sie ist, wie das Finanzorgan glaubt, noch nicht völlig beendigt, aber der größte Theil der Summe soll abge« führt sein.____________________________________^ Vom österreichischen Handclslammertag. ! In der oierten Sitzung wurde die Specialdebalte über dle Anträge der ersten Scction fortgesetzt. Punkt 3 im Wortlaute: „Der versammelte Han« delslammertag miii,e anstreben, dah die bestehenden gi. llalen der priv. Nalionalbanl je nach Verhältnis und Wichtigkeit de« Pl^e reicher dotiert werden." wurde ohne Debatte anainommen. Ueber Punkt 5> des Sectionsantrage«, wörtlich fol-gendermaßen lautend: „Es mögen von der prio. Natio« nalbanl Darlehcn auf Induftrieactien ertheilt werden, für welche erforderlichen flallcs zur weiteren Sicherstcl. lung der Bank noch zwei accreditierle Firmen zu garan-t'eren Hütten," entspinnt sich «ine längere Debatte. Schließlich wird der Seclionsantrag mit Auslas. sung der Worte: ..erforderlichen Falles" und mit fol. gendem, von Portheim (Prag) beantragten Zufatze an. »«nommmen: „Diese Garantie ist durch Acceple z» "NM. welche von den Garanten einzureichen waren." Punkt 5 wird nach einiger Debatte im Wortlaute: ,,«s wögen bei der löscomplierulig von Wechseln und insbesondere von Domicilen die möglichste» Erleichterun. gen eintreten, z. V. daß bei directen Wechseln zwei Fio wen genügen und daß bei Domicilen nicht zwei Firmen aus demselben Kammerbezirle sein müssen, daß fcrncr auch die Filialen berechtigt seien, wiener Domicile zu escomptieren," angenommen. Punkt <> enthält folgende Fassung: »Die pcio. Nationalbant sei anzugehen, daß den bestehenden soliden Provin^banlen, gewerblichen Aushilfslafscn'. Spar- und Vorschußveremen in ausgedchnlcrem Maße als bisher der Reescomple von Wechseln bewilligt werde, damit diese Gelder den Kreisen dcS kleineren Handels- und Gewerbestandes zugänglicher als bisher gemacht werden." Punkt 7 des ScclionSllntrageS, im Wortlaute: „(äs v!0ge die priv. Nationalbank, im Falle Hilfscomit6s in den Grönländern gegründet »erben, dieselben in Anbetracht d-r dortiqen einenthümlichen Verhältnisse von der Per-pstichtunss besrllen, ihic Waranticerklärulig ausschließlich in Acrepten zu leisten, und andererseits auch von den! ^ Garanten eine Einzahlung von 20 pCt. nicht fordern. soiid:»!> ^u^cstlhen. oaß cmc ciewöl'nlichc juristisch b'ndende <örllüru!lg auch genüg«-," ruft eine lebhafte Debatte! hervor. Vei der Abstimmung erklären sich 1 l Stimmen, für und l l gegen den Punkt ?. Punkt 8 wird in fol.! gender Fassung angenommen : ,.<ös sei zu erwirken, daß j den Sparkassen unttr ^wissen feftzus^Uc^ben Eoulelen ^ in allen Städten Cisleithaniens von der Regierung das' Recht eingeräumt werde. Credilvereilic mit solidarischer! Haftung zu bilde" ; daß weiter diesen von den Spar» lassen gegründeten ^redltvcseinen so wie auch jenen, die bereits bestehen, ein Kredit von der prio. Nationalbanl behufs iöecomplicrung ihlcr Wechsel bewilligt melden, möge." , Punkt !> wild in dci ursprünglich beantragten Form! genehmigt: .Der Hanl»?lt>tammcrlag mü^e an die h. z Reglerung das Ansuchen stellen, daß d»c politischen ^andes-behbrocn der Provinzen nmächligt werden, die it»»ldung von Creoilvereincn zu gliiehmigen." Gagesneuigkeiten. — Se. lais. Hoheit der Kronprinz Rudolf! ! traf am 1b. d. von einer Partie auf den Oroßglockner in ! ! der Station St. Veit an der Kronprinz Nudolsbahn ein. Nach ^ einem Dejeuner, das um 12 Uhr eingenommen wurde, er» folgte die Weiterfahrt nach Oberfteier. Die ganze Partie war von herrlichster Witterung begünstigt — jgur Weltausstellung.) Die ,Pr." erfährt aus vertrauenswürdiger Quelle, daß der Sultan von der Idee, Wien während der Welluusstellungsdauer zu besuchen, definitiv abgelommen ist. Angeblich motiviert der Sultan seiner Umgebung das Aufgeben dieses ehedem mit Bor» liebe gehegten und desprochcncn Planes mit der Ueberbutde von häuslichen Geschäften, welche ihn gerade im gegenwär« l ligen Augenblicke zu Hause festhalten. — (Cholera.) Die „allgemeine wiener mediz. , Zeitung" bringt in ihrer neuesten Nummer vom 14. d. M. folgendes Vulleli«: ,rnie5er - im "achten Moment rollte das Fuhrwerk, von zwei pläch. l'Ntn Rossen gezogtü, rasselnd »der das Pflaster. " <' ; Maximum der Wärme -s- 2tt 2" <>'. den 30. u« 2 Uhr nachmittag«, das Minimum ^- 3 tt"(,'. den 1. um 6 Uhr morgens. Die Tageswärme war weg» des am 31. Mai eingetretenen starken Schneesalles in den ersten 3 Tagen bebeulend unter dem Normale, und zwar den 1. um volle 12 6"; den 2. morgen« war nach er, folgler Aushciterung große Reisgefahr, glücklicherweife trat Nebel ein; am 6. und 7. hob sich die Temperatur etwas Über das Noimale, war jedoch von tt. bis 14. wieber unter demselben. Erst m der 2. Monathälfte stellte sich du normale Wärme ein. Da« Monalmütel des Barometerstandes war 735-51 Millimeter. Der höchste Stand 740.V4 Millimeter den 21. nm 10 Uhr abends, der tiefste 726 01 Millimeter den 7. 2 Uhr nachmittags. — Der Dunftdruck beträgt 10b Millimeter. — Dlc Zeuchliglett 74 tt in Perzenten des Malimu»« von 100, ihr Mmlwnm war 3b de» 9. und 23. um 2 Uhr nachmittags. O< gab 10 Negenlage; der Niederschlag de« Monat« beträgt 00 00 Milllmeler. sein Maximum binnen 24 Stunden war 23 lid MlUlmeler den 25. — an Blättern, 3 an Diphtheritis, 1 an Scharlach und 1 an Keuchhusten, zusammen an Infeclionslranlhellel, 26 Per» sonen, was das Pwe gegen das Vorjahr um 29 Sterbe« fiille erklärlich macht. Von diesen 105 Verstorbenen waren 52 Erwachsene und 53 Kinder; 61 waren männlichen und 44 weiblichen Geschlechtes, d^er Pelsonen im Kindesalter und das mänN' liche Geschlecht mehr an der Sterblichkeit participierend. Der Oertl ich teil nach starben im Civilspitale 30 Personen, im Elisabech-Kmderspitale 4 Kmder, am Kastell, berge 2 Männer, im Vnsurgungshause 2 Weibcr. im In, quisitionShause 1 Mann, in der Stadt und den Vorstädten 65 Persouel,. im Vaibachfluße ertrunken ein Mann Das Alter betreffend, so wurde todtgeboren 1 Kind, im 1. Lebensjahre starben 18 Kinder, vom 2. bis 14. Lebensjahre 34 Pcrsm.cn, vom 14. bis 20. Jahre 3, vom 20 dl« 30, Jahre 7. vom 30. bis 40. Jahre 6, vom 40. bis 50. Jahre 12, vom 50. bis 60. Jahre 8, vom 60, bis 70. Jahre 9. vom 70 bis 80 Jahre 5, vom 80 bls 90 Jahre 2 Personen. — Die Todesursache betreffend, so wurdc lodtgedo-len ein Kind weiblichen Geschlechtes. Im 1. Lebensjahre starben 18 Kinder, und zwar an Masern 5, an Blattern, Convulfionen und Lebensschwäche je 2; an Trismus, Lungenöden, Entlastung, Atrophie, Zehrsieber, HydrocephaluS und Keuchhusten je 1 Kind. Zwischen dem 2. und 20. Jahre starben 37 Personen, und zwar an Masern 11, an Abzehrung 6, cn Diphtherilis 3, ferner Lungenentzündung, Halsentzilndnng. Erschöpfung d?r Krilfte, Keuchhusten. Brustwassersucht, zufällige Verletzungen, ! Lungenödem, Blattern. Wasserkopf und Schal lach je 1 Per« son, an Lungenlahmung, Eonvulsionen und Gehirnläbmung je 2 Personen; den Tod durch Ertrinken erlitt 1 Person. Vom 20. bis 60. Jahre starben 33 Personen, und zwar an Tuberculose 13, an Marasmus, Erschöpfung der Kräfte, Tetanus, Wassersucht und Blattern je 2 Personen; an Brighl'sch?r Krankheit, Blulzersetzunss. Pericardial« «fsudat, Herzaneurysma, Leberkrebs, Gehirnlähmung, pleu-ritisches Hfsudat, erlittene Verletzungen, Schlagfiuß, Oedär-mutterlrebs und todtgefundcn je 1 Person. Ueber 60 Jahre alt starben 16 Personen, und zwar an Marasmus 7, an Lunaenlähmung 3, sterbend Über« bracht, Entartung der Eingeweide, Lungenödem. Pyämie, Tuberculose, Erschöpfung der Kräfte je eine Person. Die Haupt to desursachen waren: Infectwns» tranlheiten mit 26 Todesfällen, d. i. 24 62 pCt. aller Ver» storbenen, und zwar 16 an Masern, 5 an Blattern, 3 an Diphtheritis, 1 Fall an Scharlach und 1 Fall an Keuch» husten; Masern ergaben 16 1 pCt. aller Slerbefälie; hierauf kommt Tuberculose mit 14 Fällen, d. i. 13 4 M.. und Auszehrung mit 6, d. i. 75 pCt. Ueber die Kr ankeu be wegung des Monats Juni d. I. im CidilsPitale liegt folgender Bericht vor: Verbliebe» sind mit Ende Mai d. I. 257, zugewachsen im Monate Juni 217, Summe 474 Kranke; davon find im Monate Juni 209 in Ab, all gekommen, gestorben sind 30, Summe des Abganges 239 ; verblieben mit Ende Juni d. I. noch 235 Kranle in Behandlung. Es Narben demnach 6 4 pCt. des Krankenstandes und 12 5 pCt. des Abfalles. Len Krantheitscharakter de« Monats Juni im Civil« spitale betreffend, ist folgende« zu erwähnen: H. Medizinische Äbthe»luug: Typhusse kamen im Monate Juni 5 zur Behandlung, darunter 3 schwere Fälle von Flecktyphus, sämmllichc wurden geheilt. Intermittierende Fieber und Magenkatarrhe waren häufig. Die Sterbefälle trafen meist luberculose Individuen. d. Chirurgische Ablheilung: Vorherrschend in diesem Monate waren Verletzungen; der Heiltrleb war etwas günstiger als im vorigen Monate. c. »btheilung für Hautlranle und Syphilis. Vom Monate Mai verbNeben 4 Kranke (1 Mann, 1 Weib und 2 Kinder); neu zugewachsen: im Hause selbst er« lranllen 2 (1 Mann und 1 Weib), in da« Haus wurden 2 Männer üvervracht, zusammen 8 Kranke; davon sind b l,2 Männer, 1 Weil, und 2 Kinder) genesen, gestorben sind 2 Personen (1 Munn und 1 Weib); folglich veibl«b mit Ende Juni noch 1 Kranker (1 Mann) in Behandlung. An Masern sind im Laufe dieses Monat« im Hause selbst 2 Kinder erkrankt und mit Schluß de« Hl,'„,ilS noch in Behandlung verblieben. ä. Irrenablheilung: Unter den Neuaufgenom« menen befindet sich ein Kino vou 7 Jahren mit öfters im Tage sich wiederholenden epileptischen Anfällen, die Blöd» sinn im Gefolge haben. Unter deu Verstorbenen war ein Idiot. 6. Gebärhaus und gynäkologische Ab« lhcilung: Epidemische oder endennfche Krankheiten kamen bei Erwachsenen nicht, wohl aber bei 2 Kindern Masern vor. Im k. l. Garnisonsspitale war die Kranken» bewegung im Monate Juni d. I. folgende: Mit Ende Mai d. I. sind Kranke verblieben 82, zugewachsen sind 114, zusammen 196. Davon wurden gehnl: 79. blieben unge< lieilt 26, sind gestorben 2, zusammen 107. Verbleiben mit Ende Juni d. I. 89 Krank? Pas Perzentual.VerlMnis der Erkrankten zum ^ocostande der Gain'.son ist 5 pCt. Der herrschende Krantheilecharaller war der enlzund-llllairrhalische der Alhmungsorgane. Gestorben sind vom l. k. Infanterieregimente 2 Infantensten, einer an Pyo» lhorar, der andcre an pleuritischem Exsudat. — (Von der wiener Weltausstellung.) Das Präsidium der lrnmischen Landwirthfchaftsgesellschaft erhielt am 16. o. folgendes Telegramm au« Wien: „Se. Majestät der Kaiser verweil! en während der fUr dcn 15. d. 10 Uhr vormittags angeordneten Besichtigung der zweiten Gruppe (Landwirlhschafl) längere Zeit bei der lrainischen landwirthschaftlichen Eollectwausstellung und hörten mit großem Interesse den Erklärungen des diesseitigen Vertre» ters Dr. Ritter von Oulmannsthal-Benvenutti Über Torf-Produktion, statistische Arbeiten (diese in aufliegenden 4 voluminösen Bänden, versaht von ifranz Scholl» mayr) und Weinbau zu!" — Se. Majestät der Kais« begaben sich dann in die Äbtheilung für Mahlproducle und schenkten auch den Erzeugniss-n der H. R i et er'fchen Mühle in Pally bei Heidenschaft besondre Aufmerksamkeit. — (Auszeichnung.) Das akademische Professoren« collegium in Wlen hat dem Herrn Arthur Slra s se r aus Adelsberg fllr eine nach der Natur modellierte Figur den Neuling'schen Preis zuerkannt. — (An der F. Mahr'schen Handelslehranstalt) werden die öffentlichen Prüfungen an nachbe» zeichneten Tagen abgehalten werden, und zwar am 20ten Juli l. I. von 8 bis 10 und von '/,11 bis 7,1 Uhr mit den Eleven der Nochenichule und am 27. d. von« bis 11 Uhr mit den Hieven der G r e m »als chul e. — (Schulwesen.) Die Gemeindeiepräjenlanz von Bischoflack beschieß, die ^ehrergehalte vorn 1. Ollober l. I. an mit 800 fl., 700 fl., 600 st, und 500 ft. festzusetzen. — (Das gestrige Militärconcert) im Casinogarten war schwach besucht. Die laufende Woche war bisher der Timmuse nichts welliger als freundlich gewogen. Die Ursache mag darin zu suchen se«n, daß man sich den Besuch des ^asinogartens stir Sametag d5n 19. d. vor, behält, an welchem Tage die philharmonische Gesellschaft zum Aorlheile des Tonhalle«Baufondes ein: große Liedertafel arrangiert. — (Aus Veldes.) Die Situation in Veldes hat sich freundlicher gestaltet; während vor acht Tagen nur ein« kleine Zahl von Naturfreunden die dortige herrliche Sommeiflisch? genossen, bevölkert sich die Pelle Krams nun tagtäglich mehr, Gäste kommen zahlreich, um an den Ufern des malerisch gelegenen Secs und in seimn Fluthen Genesung und Erholung zu finden. Der Wunsch nach com-fortadlen Wohnungen und billiger Bedienung tritt immer mehr in den Vmdecgruno, und es wäre endlich an der Zeit, wenn entweder tue Hauöeigenthümer m Beides ocer eme fremde unternehmungslustige Kraft die gewiß lohnende „Veldesfrage" in die Hand nehmen würbe. — (EineVersammluug vonLandw i rlhen) wird am 20. d. in Geldes zusammentreten, um den Vortrage» des Herrn Professors Povse au« Görz und des Herrn Dr. Nazlag aus Laibach Über Düngerwirlhschafl, Rinder- und Bienenzucht beizuwohnen. — (FUr Lehrerinnen.) In de« reizend gelegenen Kurolle Rohujch iu Sl,»ermatl ist an der dortigen Volt«, schule eine Leh<«muenstrlle zu besehen. Die Bezllge bestehen in 400 fl. Gehall, 25 "/^ Quacliergeldbeltrag und einer Remuneration von 50 st, fllr die Unterrichtsertheilung in weiblichen Arbeiten. Wir wollen mit dieser Notiz die hier domicilierenden Lehramlscandidatinnen aus obige Lehrstelle aufmerksam machen. Neueste Post. K op e l, l, asten, 14. Juli. Von gut unlcirrich« teter Seite o rlaulet, Prinz Arthur von Entlaub wttde hier erwartet und sich um die Hand der Prinzrssm Thyra bewerben. Konstantinopel, 15. Iull. Die Pfotte und die russische Rsqierunq vereinbarten die Herstellung einer Telegraphen-Nerbindunaslinte zwischen dem Kaukasus und der asiallschen Tüllci. Diese Linlt ist nun uollllldct und wird dem Perlehre übergeben. Telegraphischer Wechjelcucs uom 16. Juli. Pavier-Rente 68 15. - (Hilber-Rente 73'—, - 1860er Ataats-Nnlehen 101-75. - Valll'Nctien 985. — d,t-«ct 3 60 Lämmerne« pr. „ — 20!- - Kuluiuy ^ ! 3 70 3 72 Hählldrl ?r. Sills - ttb' . . . Ers»äpsl8__ ^«»ftekonlmene fremde. ?lm ie, ^''- Kf.n.. Oraz, Pirz, Doktor, Neumarltl. - Frl.Zchal P^ liate, ^'aci, ' »»<«> «>«»s«»t. Nodrat, Trebit. — Verthold. Kilnsller, samiltt Frau, ^eitz. — Nittcr v. Dziembaiöl, und Vidmar. Wien. - Frail Viauello, Trieft. - Schnell, Fabrikant, Ncu Haus. — Schwarz, Graz. - Schraml, Sleinbrilck. Ietovec, i'aibach. »>««^> ««^«»p». Obres«, Zirlniz. — Hirschl, Wien. Forannti, ,, Familic, (^ividale. «»«»>»»«?>>«>»> »,,s. Sbuelz, Ochsenhändler,Tlirst. — Oftmöka, Vrlilldoll Prieza, s, Frau, i'tlner, ^'eoben F,»«,»»«.«. ^adlix, s. Frau, «rauer, «lanensurt. — Klordoschel, (^ichäftSm., Frahlau, - Groß, Agent, wiaz Püvvit Ober sölsler. Obcrtrain. ^ ^ , , «^»«Me«» A«,» «l«»,. Kraft, Vittncr, Luct Stör ncmar, Techniler, und Mayer, Wirn, ' «it«>>>»vv»,'te. Halezli, l. l, Hauptmann. Marbur«. ... ^, ^ _____^ ^5« H« ^1 * " ! ^l: «, U. Mg. 7^7.u^ -7>lb.4 Ö, schwach z.Hillsle dem. 16. 2. N. 7«« 7« f22« O. mäßig z.Hälfle bew. 0.x. 10 „ Ab., 740 s,« ^ 4 l«.« O. schwach z.Hälfte brw.' Wechselnde Vewülkung. Merkliche Ablilhlung bei mäßigem Ostwlnd Wetterltuchlrn i» West. Das TageSmitlcl der Wärme l 1tt3". um Ott' unter dem Normale. lai v, Kleinmatzr ^«HHtz.s.<«^,.i^.. 5U,<«, 15. Iull. Die Börse war wieder sehr flau silr d«e meisirn Oaltungc» von Papieren mit saft einziger Aufnahme der S!ºal«sonl>« und der ?latil»lalbaut'actie, ^Vl fT Vk» l'.i'l. Neue Gründe fllr diese Hallung traten nicht hervor, man hat e« eben mtt FoNwirlung der bereits seit längerem wuchelndcn tiesen Erschütterung de« Lredit« ,„ thuu leidlich hielten sich noch Eisenbahnacuen, da hier wenigsten« nicht jene« Drängen nach Losung bestehender Lugagement« auftrat, welche« Vanlpapiere so ungünstig beeinftußt. H«ld Ware Mai- ) ^ (..... ^'0 169.50 «leditanftal!.......227.- ^?.50 <»eld «ja« Creditanstalt, ungar.....119— 121.— , Depositenbank......81 — 83.- ' «2«cºmpteanftalt......1030.-1040..., ßranco-Vanl......74, 75—^ Handelsbank.......10?. 10<«. ^ ! Lilnderl'llnlenverein.....123.— 125.— ! Nº:,allalbanl......5«2 - 9^4.- ' Oesterr. allg. Vanl .... 12«.- 130.— Oefterr. VanlgeseUschast - - 200.-201..! Unioubaul ......l30. 181.-. V«tin«b«,l ......46.- 47^__ Vtil«hl«dllul.......134—135.-1 Vctlen von Ke<»»sport N:>ter»«h, munge» Veld Ware' »lf»lb-Vºhn . . .. , 159. - 160.- ! K»rl.Lud»iq-«ahll .... 225— 226.— ! Donau»Dampfschiff' ^ HtseMchaft 578 — b8<).. «U,abetb-««ftb«chn. .225- 226. .' «lijab«H.Val,n (Llu,-Vndn,nf« ! «trnle) ... . 193. 194.« Ferd,sünb4-H5!^<,hn ^115 2120 — Frauz-Iostph-Bahn. . . 216.— 217__ l'mib- Uudolfs-«º^u......161.^ 162 - ! SlaatObahn.......340-341. ^ Gudbahu........I«950 190.— Theiß-«ºt)n.......21«.— 2,9. Uugansche Nnrdoftbahn . . ,117,50 118.50 Ungarische Oftkahn . . 76.50 77.H0 i Tramway.Gefellsch......252.-254.— ! Pfaudbrlefe. Nllgem. öfterr. «odencttdlt . . 100.— 100.l>0 ^ dto. in 33 Jahren 87.- «7.50 Nationalbanl U. W.....90.- 90.25 > Unq. vodencredtt.....80 50 lti — ! Prioritäte». j Llisabttb,-«. l. 'or . . 8 ^ W ,. 8 ^ 91 ^ ^reuß. Kassenschein, 1 „ 67 „ , ,. 67i ^ ,Wer . l09 « ^ 109 ^ 50 « Krainische Orundentlastungs-Obligallonrn. Privatnoliernng: Geld 89 50, Ware ?05<1