Nr. 213. Donnerstag, i ^. September 1908. 127. Jahrgang. Mbacher Mum PrännmeratlouSpleiS : Mit i,»> und ^rirriuc,^ Die «ldminiftratlon befindet ^ sich Milloi!5sliahe Nr. 20; die Medallion Dalmatingasie Nr, lv. Vprechstunden bei «ebaltion °°n » bi« <(> llbl s oolmittag«. Unfrnnlierle Vrir!e wrrbcn nichl angcnommen, VianuNrivte mch, z»rullgestelll. Telephon-Nr. der Uedaltion 52. Amtlicher Heil. Den 15. September 1908 wurde in der l. l. Hos< und Staats» druckcrei das I^XXII. und I^XXV. Stiict der rutheuischen, das I^XXVII. Stück der polnischen nud ruthcnischcn, das I^XXVIII, Stück der polnischen und das I^XXXI V. Stück der ruthenischcn und slovcnischeil ^lusssabe des Reichsgcschblattcs des Jahrganges 1908 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 15. Sep» tember l!>08 (Nr. 212) wurde die Weiterverbreitung folgender Preß >rzeussnisse verboten: Nr. 37 «Dorfbotc» vom 10. September 1908. Nr. 214 «Arbcitcrwillc» vom 10. September 1908. Nr. 4686 «II U»,x/ottinn> vom 6. September 1908. Nr. 3b .It.aclillä,lm List?» vom 4. September 1908. Nr. 248 «Don» vom 7. September 1908. Nr. 2b «Ii»«it»ll6 llpiktolv» Uom 9. September 1908. Nr. 30 «Der freie Arbeiter» vom 25. Juli 1908 (Verlin). Nr. 424 «Vinolli-lnlsll«; Aoviii)'» vom 5. September 1908. Nr. 36 ««n,rlin8k6 i.iZt^» vom 5. September 1908. Nr. 18 «rruletkr» vom 10. September 1908. Nr. 106 «Gebirsssbotc, vom 10. September 1908. Nr. 3? '^«l-väulc)'» vom 9. September 1908. Nr. 36 «/emlk i ^Volll» vom 4. September 1908. Nr. 37 «Der Sozialdemolrat» vom 11. September 1908. Das in italienischer Sprache ohne Angabc des Druclortes und der Druckerei erschienene nnd in Spalato verteilte Flug» blatt «UUa'Uni». Vichtanrtlicher G^l'. Die Begegnung Ährenthal-Izvolstij. Das „^reindenblatt" führt alls, der syinpa-ihische Einpfang, dor Herrn v. Izvolskij in Oester-reich znteil lverde, niag ihni (Gelegenheit bieten, zn erkenneil, das', die össelltliche Meillnilg in niiserolll ^ande seine Politik lind die Zielo seiller staatsniän-nisclien Tätigkoit in der richtige,, Weise zli lvür-digen lveiß. Man kennt nnd schätzt den russischen <^>ast als einen aufrichtigen ^riedei,sfrennd, der in der glücklichsten Weise die Interessen seines Lan-doö so zn wahren versteht, daß or zligleich don all-stemeineil cliropmschon Intorossvn nnd dor 3acho d^ W^'ltfriod.'nc' dantVn5worlo Tionslo loistol. ^^'slorroich Nnqarn nnd .'Itichland habon län^oro '^oil hiiwnrch ^chnltor ail ^chnltor dio ))ioforin-at'tion in don nmzodonisch<'>^ Vilajoton a,oloit>.'t. ^llio dor (^'inoinsliinon prcit'tischon ''lrboil hat sich oino ^nna'h<'riiiui anch dor prinzipiclloii >'lnschannn^ iidor dio dom Woltfri^'don all-in fördorlich^' )x'han!> !nnq dor ^ril'ntfraqon orc^'don. Tioso ^'lnnaholiinlj lnill',l.ia sich anf dom '^odon dor nnoinsioschra'ntlon :'lnorlonnnnq dor torritorialon Intoqritäj dor Tiir-koi, oinoo (^rlindsaboo, dor soil Mnrzsloci. nnd dnrch Mnr^stoq oin ^»oinoinbosiv dcc' politischen Tent'ono in (5'nropa qeioordon ist. ^lnch alc' dio Entonto n,achlv' ,',nsinnston dor Intornationalisiornna, dec> ina^odcinischoil Probloino von ihror fiihrondon Nolle ^liri'icktraton, lvnrdo diosor nnontbohrlicho l^rnildsatz in die none Phase der Orienipolitik liin-nbergetraqen, nnd vollende die jiinqslen ^roimmso in dor Tiirkoi haboi^ die 'Anschannmion dor beiden Mächte wieder enqor znjaininonsiihren nu'isson. Tie-ser Paralleliomnc' dor Ttellnng der deiden Mächto ',nin Orieitt. soivie die Tatsache, das; die nenesto, biohor nnqostorte Elttwicklnna der türkischen ^n-siändo noch nicht ,',n dofinitwon ^'esnltaton an^qo-reift ist. innsse» beiden flächten den l^edanfen nahelegen, das; eine harnionische >tooperation. wie sie sich in den letzten fahren '.weifellos als nützlich erwiesen hat, anch hente noch die richtiqe Methode ist, sowohl nm den besonderen Interessen der beiden Staaten, als anch dem allgemeinen ^iele der ^riedenserhaltunl-, ain besten '.n dienen. Die „^leno ^reie Presse" erinnert anläßlich dor Ministerkonferen'. in Vnchlmi daran, das^ bei nn<> der (^'rnndsatz. die besten Vo'.iehnnqen ',n .^'ns'.land ^ii pflogen, ,ne anfqeliobon lrorden sei. Wenn anch die Entente nicht mehr besteht, so be sieht doch das richtige Princip, oon dem ans man ',n ihr stelanqt ist lind dao dnrch die projektierte ^andschafbahn oon seiner Nichtigkeit nichte oer-lrren zliaben kann. Oesterreich Ungarn nnd Nns? land haben in be.^nq anf den Orient wichtige, gleich- lanfendc Interessen, ^ie haben sie ab<'r anch sonst. Unsere Monarchie ist oine ^riedeuomacht nnd gc-liört dem Treibnndo an, dessen friedenwahrendc Tendenz Herrn von Izvolskij sehr genau bekannt ist. Die ^ricoonsliobo Nlis'.lands aber hat er selbst nachdrücklich betont, nnd man darf diese seine Nichning al5 eine der Bürgschaften gegen die Verwirklichung gowissor vager nnd ^ngloich nnprakti-schcr Pläne betrachten, an denen allerdings, wie e5 scheint, anch französische 3taatbmänner, dar-nitter insbesondere der klarblickende Cl^mencean, feinen (befallen finden. 5>lnch hier treffon sich also Oostorreich-Ungarn nnd Nlis'.land in den gloichcn Bestrebungen und Bedürfnissen. 3io branclien leine formelle Entente, nm in gnter ^renndscliaft miteinander ',n leben und Vege?,n finden, anf denen fie eine Ttrecko lvcit niiteinander gehen können. Tie branchen dazn nur jedes fich felbcr treu zu fein. Die „Noichspost" schreibt: Die ^nsannnenkunft der (5hefe< der Anslvärtigen Aemter von Oesterreich-Ungarn lind Nns;land verdient alo erfreulicher Bewei5 dafi'ir verzeichnet ',u werden, daß die ursprünglich nicht unbedenkliche Anffassnng der politischen Absichten de5 Nevaler Monarilienbesnehs einer milderen Allschalinilg deo Verhältnissen '.lvi schen Wien nnd Petersburg gewichen ist. (5o ist engenehm, annehmen ^n dürfen, das', keines der aktnellen Theinen, bei deren Besprechung die beiden Minister wohl vornehmlich die osteuropäische klarte anf dom >tonforen',tisch ausbreiten Iverden. nnlöobare Probleine fiir die verantwortlichen Minister Oesterreil-l>Ungarn5 und Nns'.lando enthält. In der oriontalischon ^age ist nichts vorhanden, worüber nichl ein klares nnd klärendem Wort gesprochen werden könnte. Dieo .'>n ermöglichen, ist der Vorzug der Begegnung vou Bnchlan, die unter der gastfreundlichen Patronan'. eineo ersahrenen Diplomaten, des berufenen Mitsprecherd in allen fragen, des Botschafters (trafen Berchtold, vor sich geht. Feuilleton. Aus dem Leben eines Bergfahrers. 3ur Erinnerung an Franz Kadilnil von Fr. Ia^orvln. Hl. ^ebst der 3ehnsn>ht, in Lottos freier uiiatnr c.l> weilen, kennzeichneten >tadilnik als Tonristen Uvei Momente: Tie fast ans .kindliche gemahnende ^ü'bo zn dor Alponflora nnd der Ehrgeiz, seine ^rknrsionen anf einen möglichst hohen Prozentsatz der Teehöhe nnd der >tilometerentfernnng zn brin-ilen. ^^^fl^s^^ilierloeise maehte siel, dieser Ehrgeiz "st seit dem I. 1.^!>iadilnik lien aller-?w^H ^, z^^',, ersten Jahren einige .'lieiseberichte über !l'iiie Tonren in Drnck erscheine»^, kümmerte sich "bor übrigens wonig lim >tilometor nnd Toohöhew "nzahl. Wie den Anfzeichnnngen alio feinem Nachlasse zn entnehinon! ist, gab er l vom Jahre 1.^5)« angefangen» nur die Jahreszahl und den Namen 5"' znrückgologten Partien an, nnd fo ging e<> bei uahc 40 Jahre hindurch. Im Jahre !^!Nl aber f'ndet sich plötzlich bei jeder Partie anch die Tee lwhe angeführt und am Jahresschlüsse die „Bilanz" "l'5gewiesen. Im ^sten Iahro seiner „Neorganisa l'"n" ist die Gesamtzahl der erreichten Teehöhe ""'t 5»7.tX>i Meter, im Jahre 1tt!>7 scholl mit 21 ^.!slegeben; im folgenden Jahre ist ausier der Tee !l"l)e auch die >lilonletorzahl angemerkt. Teino ^"ureu im Iahro 1.^^ beliefon sich auf 5».^>? >iilo-'"^''r nnd 7.i.2l,<> Meter Toehöhc. . Eine Episode aus dieser Heit drännt mich zu "ueni kleinen Verweilen bei diesein Jahrgange. Ich slchc es noeh ganz deutlich vor mir, mit welcher Wonne >tadilnik welliger geübten Bergfexen berich-tete. er habe heute zweitausend nnd so viel hnndert Meter „Hügel" erstürmt. Tein Teehöhenforcier-Weizen blühte eine Zeitlang lvnch ganz ungestört. 'Aber dann schössen seine Jünger überraschend schnell ill „Teehöhen" einpor. Dieo war der Neif. der anf die Blülen seines Ehrgeizes fiel. Er schien fich mit der Erkenntnis schwer abfinden zn können, das? es nur dao Necht der Jugend fei, die weiter der Teehöhe emporznkliinmen, während dao kilter Ttnfe anf Ttnfe '>nrückklettern nnis'... . Unter den vielen „^'»rös'.en" zählte er seit dem Jahre !tt!><» aneh meiilo Noiligkoit zli soinen >ioilknrreilten. Unvergeßlich bleibt mir nnsere Jahresbilanz !.^l>« auf dem (^ros^kahlenberge. Es hatte sich nämlich oine ''lrt festlichen Branches eingebürgert, das'. >tadil-!>if am Nenjahrstago obon anf der ltadil-nik war, streng doniber zn wachen, das'. >ladilnik au diesem Tage als erster dao tränte Ttübchen in der Mesnerei betrat und im (hedenkbnche als erster seine Nenjahrsgratnlation allen nln ihn versammelten „Berggeistern" entgegenbrachte. Waren ab und zu etliche „Wildlinge" zngegeu, die die >>öhe vor >tadilm'f erstiirmten. so fand man für sie ein entsprechend wirkendes (^'genmittel: man machte sie einfach unsichtbar. Am Neujalnstage l<^!>li beabsichtigte ich nnn, >iadilnik. meinem ^ehr meister in der Alpinistis, eil^e kleinc Ueberraschung zu bewiten. Ieh verstand es, die strenge Ueber-wachung der I^ii'-irii insoferne zu umgehen, als ich als erster einen kleinen NonjahrsgrlM >»i EhreA >ladilnik ins Blich eintrn^. Mit stolzer Freude las ich sodann meine Bilan', vor. derei, Zisfer sich auf 7.".M.'» Meter Teehöhe belief. Do legte sich ein Tchatten anf die ^üge ineines Rivalen, denn seine Bilanz betrng nnr 7^>.^!)<) Meter, also fast nm 2<» Bieter >veniger als die meinige. .>tndilnif verabschiedete sich diesmal ans^ergewöhnlich friih von nns. Ich ilahm lnir dieseil Vorfall so zn herzen, daß ich im nächsten Jahre die Teehöhen meiner Tonren überhanpt nicht mehr kontrollierte, was zur ^olge hatte, das; ich fortan das ^orrieren nn-tnlioß. Am liächston Nonjahrstago hatte >iadilnik meiln' vorjährige Kisser sogar iiberholt. To loaren wir wieder gnte ^rellnde gewordeil - aber kamn ließ ich mich als besiegt erklären, so traten schon viele andere Teehöhen- nnd >lilometerfresser an meine Ttelle... An der Hand der Anfzeichnungen >ladiluiks läßt sieh die Zeit seiner Tonren mit einiger Ticher heit feststellen. Vie schon erwälmt. machte die für das Jahr 1tt!>!> ausgewiesene Bilan'. 52^ >tilo-ineter lind 75..O52 Meter Teeliöhe an->. I,n nähten Jahre sind i,'^.'; >tiiolneter und 70.710 Meter Teehöhe verzeichnet < in diesem Jahre besuchte er tne Pariser Ansslellnng >. Die loeiteron Tonren Nullen sich wie solgt: im Jahre 1<><>, ^^lU >lilo,neter und ll^l l>.i1 Meter Teehöhe, im Jahre U>s>^ ^2^>7 >t,lo-meter u"d lll>.2!>l Meter Teehöhe, im Jahre NilN 5>:i5>,l Kilometer nnd ««.li:^ Meter Teehohe. nn ^ahre lMU ^'i5. Kilometer nnd 1l»7..H5> Meter Teehöhe, im Jahre 1!>l>5, lllXX» >iilo,neter nnd tadilnik seine Touristik im Jahre l!»05. und zwar, wie wir sehen, mit verhältnismäßig sehr geringem Ergebnis. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 218. 1976 17. September 1908 Das „Illustrierte Wiener Ertrablatt" lonsta-! tiert, das; 05 im jetzigeil Moilleilte, wo das Balkail-problenl durch die Umwälzung in der Türkei zu existieren aufhört, alich nicht die Spur eiiler>ton-fliktinöglichleit zluischeil Oesterreich-Ungarn und Rußlaild gede. Zunschcn Wien un,d Petersburg bestailden Meiiluugsversäiiedellheiten-, mit dem Wegfalle dos ^Anlasses sind auch diese geschwunden und eö kam die absolute Harmonie der Interessen zum Vorschein, die in allen übrigen politischen Angelegenheiten den historischen Grundzug der österreichisch-russischen Beziehungen bildet. Politische Uebersicht. Laib ach, 16. September, Der „Popolo Noinauo" mißbilligt, wie man aus Rom schreibt, lebhaft die in einem Teile der italienischen Presse entstandene Diskussion über B o 5 n ien - H erce g o v i il a. Mauclx italienische Blätter führen in dieser Angelegenheit eine wunderliche und nachteilige Polemik. Dieselben Organe, die jahrelang das Bedürfnis fühlten, Europa darauf aufmerksam zu machen, daß Oester-reichllngarn den Vormarsch gegen ^alonichi unternehmen werde, sprechen jetzt von Annerionsplänen, an'welche die mit Italien verbündete Macht gar nicht denke. (5s wäre, wie das Blatt betont, sehr wünschenswert, mit diesem lächerlichen System der Behandlung der auswärtigen Politik aufs (Geratewohl und in phantastischer Weise, das der Würde und dm allgemeinen Interessen des Laudes Eintrag tut, endlich zu brechen. Auf Einladung des Ministers Prade fand am 14. d. M. im Deutschen Hause zu P r a g eine B e -ratung ber führeilden Abgeordneten der deuts ch e n, L a n d t a g, s p a rtei e n statt, i'lber die folgendes .ttommuniau^ ansgegeben wurde: Minister Prade leitete die Verhandlungen mit einer Ansprache ein, woranf eine Besprechung folgte, welche die politische Lage im allgemeinen, insbesondere mit Rücksicht auf die jüngsten Vorkommnisse nnd die Erörterung jener Schritte um-fcßte, welche zum Schutze der nationalen Nechte der Deutschen im neuen Landtage erforderlich sind. Hiebei gelangte die Anschauung zum einmütigen Ausdruck, das; die Erfüllung der wiederholt aufgestellten Forderungen des deutschen Volkes, be-tieffend die nationale Sonderung, in erste Reihe zu stellen und das; ihnen der Vorrang vor allen sonstigen dann im Landtage allenfalls zu verhau-delnden Angelegenheiten einzuräumen sei. Bei den Erörterungen trat zutage, das; unter den Versammelten in allen lvesentlichen Belangen das vollste Ein vernehmen herrschte. Die „Zeit" konstatiert, das; sich Enropa wieder zn beruhigen beginne. Im Osten habe sich das Gewölk verzogen und uun lverde auch in: Westen der Himmel klar. Wenn, sich die Verstimmung legt, die in den letzten Wochen zwischen B e r l i n nnd Paris geherrscht habe, so dürfte wohl bald auch der besonders unfreundliche Zug weichen, den eben jetzt wieder die d e u t s ch - englis ch e nBe -z i e h u ll g e >l aufzuweisen hatten. Die Beweisfüh-nmg Bülows iil dem vom „Standard" veröffentlichten Interview sei eine so aufrichtige nnd überzeugende, das; sie auch in England ihren Eindruck nicht verfehlen wird; um, so mehr, da sie mit der Ausgleichung der in der Marokkofrage entstandenen und in England sehr übel vermerkten Gegensätze zusammenfällt. Wie aus Kairo berichtet, wird, äußerte sich die Rückwirkung der Wiederherstellung der türkischen Verfassung auf die Stimmung in A e g y p t e n auch in der außerordentlich lebhaften Beteiligung der Bevölkerung an der Feier des Jahrestages der Thronbesteigung des Sultans, des« sen Prestige durch das erwähnte Ereignis in hohem Maße gestiegen ist. Zur Freude des Festtages trug die Eröffnung derHedschasbahn bis Medina bei, für deren Bau aus Aegypten sehr viel beigesteuert wurde und an deren Einweihung eine größere Anzahl Aegypter teilnahm. Es ist nicht allein das religiöse Moment, das den Mohammedanern die Vollendung der Hedschasbahn so wichtig erscheinen läßt, ebenso sehr spielen politische Erwägungen mit, da man eine Stärknng der Türkei aus der engeren Verbindung Arabiens mit den Zentralgebieten erwartet. Es kam bei dem erwähnten Feste auch der Wunsch nach konstitntionellen Einrichtungen neuerdings zum Ausdruck. Daß die Inngtürken aus Rücksicht auf England, auf dessen Sympathien sie offenbar fortgesetzt sehr großen Wert legen, gegenüber diesen Bestrebungen der Aegypter eine schroff ablehnende Haltung einnehmen, hat in vielen Krei-sl.ii starke Enttäuschung und Verstimmung hervorgerufen. Tagesneuigleiten. —»(Eine Menschenjagd in Italien.) Von einer furchtbaren Tragödie, die in Cotigliano stattfand, wird aus Neapel berichtet: Ein Mann namens Loffredo, der mit seinem Nruder, seiner Schwester und anderen Verwandten, die zusammen mit ihm ein Geschäft besahen, einen langwierigen Rechtsprozeß führte, zog plötzlich in der Gerichtsverhandlung einen Revolver hervor und gab auf seine Schwester einen Schuß ab, der sie tödlich verwundete. Dann feuerte er auf seinen Schwager, seinen Vetter und seinen Vruder, bahnte sich mit der Waffe in der Hand einen Weg auf die Straße und dem die ihm folgende Menge Ve-> drohenden gelang es, ins Freie zu entkommen. Einen Schutz» mann, der den Nasenden zu fassen suchte, schoß er mitten durch die Vrust. Da man nach seinem Entlommen leine Spur von Loffredo finden konnte, wurde die Bevölkerung organisiert und in mehreren Abteilungen auf die Suche geschickt. Einer dieser Trupps entdeckte den Mörder, der sich hinter einem Gebüsch verborgen hielt. Ein Revolverschuß knallte sogleich aus dem Versteck und eine laute Stimme warnte jeden, näher zu kommen. Als die Verfolger trotzdem herankamen, tötete er einen, erlag aber dann selbst den Nevolvcrschüssen, die in den Busch abgegeben wurden. — (Sollen die Frauenlleidcr Taschen haben?) Um der Lösung dieser brennenden Frage etwas näher zu treten, hat eine bekannte englische Zeitschrift eine Rundfrage veranstaltet. Das Ergebnis ist ein energisches ..Nein". Allerdings stammt die Mehrzahl der Damen, die eine Antwort eingeschickt haben, aus Vühnenlreiscn, und es ist daher leicht verständlich, daß diesen die Harmonie ihres Acußeren über die praktischen Bedürfnisse des Alltags geht. Darüber sind sich alle einig: Die Taschen verderben die Fasson jedes Rockes. Miß Maud Allan, die bekannte Var-fußtänzerin, gesteht: „Ich verliere allerdings durchschnittlich täglich ein Taschentuch, aber eine Tasche gebrauche ich darum nicht. Wenn schon, dann auf ,chinesische Art'. Chinesische Damen tragen nämlich ein kleines Täschchen in ihrem weiten Aermel. Das wäre die einzige Möglichkeit." Lady de Bathe, die sich als Schauspielerin unter dem Namen einer Mrs. Lcmgtry bekannt gemacht hat, ist ebenfalls der Ansicht, daß sich eine Kleidertasche mit der heutigen Mode nicht vereinigen läßt. Die einzige, die in Anbetracht der verlorenen Taschentücher für die Wedereinführung einer Meidertaschc das Wort erhebt, ist Fräulein Eva Moore. Mrs. Griffith Vrewer ruft mit Humor aus: „Lieber leine Taschen als leere Ta> schen! Aber führt sie nur ruhig wieder ein. dann werdet ihr schon sehen, wie überflüssig sie sind." Die Schriftstellerin Miß Winifred Graham führt in ernsthafter Erörterung aus, wie die Tasche erst in den Unterrocl verbannt wurde, wie nun aber mit der Einführung der Directoireröcke der Unterrocl samt der Tasche verschwunden und anderseits mit der Kleidertasche auch wieder die Taschendiebe von der Bildfläche verschwunden seien. Im Winter, so meint sie. bietet der Muff ja einen Platz für das Taschentuch. Andere Damen sind geradezu begeisterte Anhängerinncn der Handtaschen; diese sind ihnen zum unentbehrlichen Toilettegegenstand geworden, so daß sie die in die Kleider eingenähten Taschen gern dem anderen Geschlecht überlassen. Um zu zeigen, wieviel brauchbarer ein Handtäschchen im Vergleich zu einer Kieidertaschc ist, gibt Miß N. de Silva eine launige Aufzählung all der Sächelchen, die sie in ihrem Handtaschen zu tragen pflegt, als da sind: die Börse, Kneifer, zwei Taschentücher, ein Taschenmesser, ein Päckchen Haarnadeln, ein Scheckbuch, etwas Riechfalz, drei Kragcnlnöpfe, ein, Füllfederhalter, ein Schlüsselbund, ein Fläschchen mit Aspirin, ein Notizbuch, zlvei Schildpattlämme. eine Automobilbrille, ein Nadeltästchen. Fräulein de Silva ist noch lange nicht am Ende, wohl aber unser Platz. — (Die Opfer der Menschenfresser.) Der ..Lolalanzeigcr" meldet aus Brüssel: Mit dem Dampfer „Leopold Wilde" vom Kongo eingetroffene Berichte über den schon früher gemeldeten Untergang des Dnmpfers „Wild-brucl" besagen, daß die Passagiere und die Mannschaft des Schiffes nicht ertrunken sind, sondern sich auf die Insel Ulavala gerettet hoben, dort aber ermordet und aufgefressen wurden. Sechs Eingeborene wurden gchentt. — (Die Oper im drahtlosen Telephon,) Aus Newyorl ist der Erfinder des De Forest-Systems drahtloser Telephonic soeben m England eingetroffen; er hat eii,cn vereinfachten Apparat seines Systems konstruiert, durch dcn jedermann in einer Entfernung von 80 englischen Meilen von irgend einem Opernhause den Gesang durch seinen Telephon-Apparat genießen können wird. „Der Apftarai wird so billig sein, daß die Anschaffung lein Opfer bedcu- Der Weg zum Leben. Roman von Erich Gdenstein. (57. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Volfgang harte eben seine Toilette beendigt, als Fran Thomas an seine Tür klopfte. Verstörten Blickes überreichte sie ihm, Marthas Brief uno teilte ihm ihr Verschwinden mit, während ihre Augen ängstlich fragend auf ihm ruhten. Wolfgang war sprachlos, Eher hätte er des Himmel» Einsturz erwaNet. als diesen Schritt Marthas . . . Innner noch sah er ihr r»on Muck strahlendes Antlitz vor sich, wie er es gestern gesehen, hört? ihre in Zärtlichkeit bebende stimme, als sie ihm für seine Liebe dankte ... Dann fiel ihm ihre seltsame, lxinahe feierlich? Art ein beim Abschied. Hatte sie da schon den Gedanken gehabt, von ihm zu gehen? Oder was war später geschehen, das sie zu diesem Entschluß trieb? Frau Thomas folgte ihm besorgten Blickes, wie er hcftig erregt und ihre Anwesenheit völlig vergessend im Zimmer auf und ab ging. Tie sah, wie sein Gesicht immer blässer wurde, die senkrechte Falte zwischen den Brauen immer tiefer. Schmerz, Zorn und Enttäuschung arbeiteten in seinen Zügen und trieben ihm Schweißperlen auf die Stirn. Sie seufzte leise. Und so leise dieser Seufzer war, Wolfgang traf er wie eine körperliche Berührung, die ihn ill die Wirklichkeit zurückrief. Er blieb stehen, fuhr sich mit der Hand über die Stirn, als wollte er dort envas wegwischen, dann sehte er sich entschlossen neben Frau Thomas, nahm ihre >?and und sagte: „Es nützt nichts, ich muß beich ten. Nenn ich Ihnen alles gesagt habe, wird mir leichter sein." Und er schilderte seine Liebe zu Martha Toro-landt nnd alles, was sich zwischen ihm und ihr begeben hatte. Als er die Worte wiederholte, welche Martha am vergangenen Abend gesprochen hatte, bebte seine Stimme und er brach iäh ab ... Frau Thomas sprach kein Wort. Sanft strich sic über sein Haar, und die Hand, welche die seine drückte, zitterte in warmem, Mitgefühl. Ihm war, als säße da neben ihm seine eigene Mntter, in deren Schoß er als >tnabe all seine kindischen Schmerzen hatte ausweinen dürfeil. Was ihn gleich zu Anfang an diese Frau gefesselt hatte, ihre warme, feinfühlige Mütterlichkeit, war ihm nun eine Stütze, cm der er sich aufrichten konnte. Sie sprachen dann lange und eingehend über Martha und ihre vermutlichen Pläne und kamen überein, daß es nutzlos sein würde, ihr nachzuforschen. So wie sie war. fest ill allen einmal gefaßten Beschlüssen, würde sie sicher ihre Maßregeln so getroffen haben, daß keine Spur zu ihr leiten konnte. Wolfgang klammerte, fich an die Hoffnung, daß ihre Liebe stärker sein würde, als ihr Entschluß, sich von ihm zu trennen, aber Frau Thomas schüttelte deir Kopf. „Ich kenne Martha von Kindesbeinen an, sie würde lieber sterben, als tun, was ihr unrecht scheint. Wir dürfen nur auf einen Zufall rechnen." Wolfgang seufzte. . Ein Zufall! Nie wunderlich auch oft die Zufälle des Lebens ill der Menschen Schicksal eingreifen . . . darauf baueil . . . wie schrecklich aussichtslos. Camilla sollte um jeden Preis geschont wer-dcu. Mali beschloß, ibr mitzuteilen, daß ein plötzlich mifgetauchter Onkel Marthas diese zu sich verlangt habe . . . Frau Thomas nahm es auf sich, ihr died plausibel zu machen. Dann packte Wolfgang plötzliche Verzweiflung. Mit Martha hatte er ja alles verloren . . . alles! Was war ihm das Leben ohu? sie? In alle Plane seiner Zukunft war fie eingefügt wie der feste Mit-tclpuukt, um den sich alles übrige scharte. Nun war ihm, als sei der Boden unter seinen Füßen eingestürzt. „Nun bin ich tausendmal ärmer als früher", schluchzte er, den.^opf in den Händen vergrabend, und unfähig, sich länger zu beherrschen. „Nun habe ich nichts mehr . . . nicht einmal die Hoffnung auf die Zuknnft." „So dürfen Sie nicht reden," sagte Frau Thomas, ihre Stimme klang streng, „das wäre feige! Nicht um ein Weib, uni> wäre es das beste, geliebieste, dreht sich die Welt. Auf ihrem Wege liegeu tausend Aufgaben, Sie dürfen nur die Hände darnach ausstrecken. Die höchste Weisheit des Lebens besteht darin, seine Enttäuschungen zn Para-lysiereil durch Tätigkeit. Denken Sie an Elaudia und Margit, an all die Armen, denen Sie hier Trost nnd Stütze geworden sind!" Da hob Wolfgang den Blick und murmelte: „Ich danke Ihnen, daß Sie mich daran mahnten. Gestern noch sagte ich Martha: Der Weg zum Leben führt nicht durch die Liebe, sondern durch die Arbeit. Ich werde ihn gehen." (Fortsetzung folgl,) üllibachcr Zeitung ^ii. 213, __________1^7?________________________________________17. September 1908. let; der Empfangsapparat kann mit einem Kostcnauflvand von «0 Mart installiert Nxrden. Allcs, was der Abonnent zu tun hat. ist die Errichtung einer Flaggenstange auf seinem House. Die Kosten des Telephon-Anschlusses an die Oper scllen nicht mehr als 4 Mart im Monat betragen," Die Versuche haben vollauf befriedigt und bei dreißig englischen Meilen Entfernung den Klang der Stimme klar, voll und rein übermittelt. LolaI- und Provinzial-Nachrichten. Die Ausstellung des Landesverbandes für Fremdenverkehr. Das neugeschaffene Departement siir Fremdenverkehr im l. t. Ministerium für öffentliche Arbeiten legt ein besonderes Gewicht auf Rellamcausstellungen auf dem Gebiete des Fremdenverkehrswesens. Derzeit ist Oesterreich bei der Kunst, und Gewerbe ai'sstellung in Petersburg hervorragend beteiligt und bringt dort namentlich auch eine spezielle Abteilung für das Fremdenverkehrswesen, worin sich Bilder und Photographien aus Gegenden aller österreichischen Provinzen vorfinden, zur Aufstellung. Namentlich ist dcr Katalog, der vom Ministerium für öffentliche Arbeiten herausgegeben wurde und auch Artikel und Illustrationen von Krain enthält, ein Mustcrstück eleganter und praktischer Reklame. Gerade in einer Zeit nun. wo die Tore der großen Petersburger Ausstellung sich auftun, fügte es sich durch einen Zufall, daß zahlreiche slavische Journalisten als Teilnehmer des in Laibach tagenden Achten slavischen Iourna> listcnlongrefses in unserer Stadt Aufenthalt nahmen — und diese günstige Gelegenheit tonnte dcr lrainischc Landesverband für Fremdenverkehr wohl nicht vorübergehen lassen, lveshalb er beschloß, auch hier eine kleine Ausstellung für Fremdenverkehr zu veranstalten. Als originell und überaus glücklich muß die Idee bezeichnet werden, die Ausstellung in dem großen Saale des „Mestni Dom" zu arrangieren, im Lolale selbst somit, in welchem während der zweitägigen Kongreßdauer die Sitzungen des slavische» Journalistcnlongrcsses abgehalten wurden. So waren denn die Journalisten während der ganzen Zeit ihres offiziellen Hierwcilens von dcr Reklame des lrai-nifchen Fremdenverkehrswesens geradezu umlagert und haben die reichlich gebotene Gelegenheit auch benützt, sich die Ausstellung bis in die lleinsten Details anzusehen und die zahlreichen Rellamcschriften mitzunehmen. Die Ausstellung hatte, obwohl deren Besichtigung nach Schluß des Kongresses dem Publikum während der ganzen borigen Woche freistand, in ihrer ganzen Anlage einen internen und spezifische» Charakter, indem sie lediglich den einen Zweck verfolgte, anläßlich des Iournalistcnlongresses den versammelten Gästen möglichst klares und erschöpfendes Vild der Entwicklung und des gegenwärtigen Standes unseres Fremdenverkehrswesens vor Augen zu führen. Um den Eindruck der interessanten Ausstellung zu cincm nachhaltig-dauernden zu gestalten, wurde jedem Gaste eine fthr nett adjustierte Nolle mitgegeben, die folgende Reklame-schriften enthält: Das Alvum von Krain nut 4« Ansichten der schönsten Gegenden unseres Kronlandes mit beschreibendem Tcrt in slovcnischcr und deutscher Sprache, einen kurzen, «ichillustierten Prospelt mit Texten in allen slavischen, Sprachen, ein speziell für diesen Zweck herausgegebenes Album mit dem Titel ..Das Land Krain und seine National-sachten" i» slovcnischer, böhmischer und französischer ^brachc mit prächtigen Abbildungen der einzelnen National-echten sowie der charakteristischen trainischen Gegenden und ""vllslypen und reichen Rellamcnotizen, ferner den illustrieren Jahresbericht des Landesverbandes pro 1907. endlich ^e lehterschienene Nummer des offiziellen Fachblattcs unsers Landesverbandes für Fremdenverkehr „I'i-oinct in tt^tili,,,« mit einer illustrierten Extrabeilage, letztere in böhmischer Sprache, einen Führer durch Krain in Wort und Mb darstellend. An der Veranstaltung der Ausstellung nahmen unter anderen teil der krainische Lanbesausschuß, dic Stadt Lai-bach, der Slovenischc Alpenverein, die Hoflieferantenfirma ^athian. der Maler R a « i c a . die Photograpl>en " krthold und Paulin , die Rahmenerzcugcrfirmcn ^ ötzl und Pirich , Kartonagefabrilant Ivan V o n a <"-. Vuchdruckerei Dragotin Hribar und das Konsortium des Hochblattes .,1'rnniot, in j?nnt,ilna". Das eigentliche Arrangement wurde durch den hiesigen Mö'belfabrilanten Hoflieferanten Johann Mathian und b«n atllb. Maler Raüica in effektvoller Weise durchgeführt. Die Ausstellung hatte eine so bedeutende Ausdehnung, baß der g^ße Saal des ..Mestni Dom" fast in seiner ganzen Zangen- „nd Breitenausdehnung von den Ausstellungsgegenständen okkupiert war, so bah nur in der Mitte und °"' ^r an der Frontseite befindlichen Estrade dcr Raum 'Ur die Sitze der Kongreßteilnehmer freiblieb. (Schluh folgt.) Unsere Schweiz an dcr kroatischen Grenze. Reiseslizzen von Fr. Pirc. (Schluh.) Von Mandli weiter gewinnt die Gegend zusehends cin freundlichcrec' Gepräge, Die Straße ist auf einer Stelle von cincm dcr kroatischen Schlucht entspringenden Wasser abgerissen; ein kleiner Umweg überseht das Wasser, und bald geht's wieder auf schöner, ebener Straße gegen Ple^c'e zu. An mehreren Stellen sieht man im Wciterschreiten Stein-irümmer, die sich von den steilen Böschungen der kroatischen Berghänge losgelöst haben. Diese Erscheinungen sollen insbesondere auf dem lrainischen Gebiete nicht zu den Seltenheiten gehören. Man erzählte uns spater, daß sich namcnt lich nach cincm größeren Regen von den Bcrghängen Aurgi. Schneebcrg und von dcr Morawihcr Krempe sehr oft kolossale Felsblöcle loslösen und donnernd ins Tal stürzen. Dasselbe Spiel wiederholt sich nach größeren Schnecfällen b« den überhängenden Schneemasscn und im Frühjahre bei den schmelzenden Lawinen. Die mit dem Höhcnzuge des Krainer Karstplatcaus parallel dahinziehende kroatische Gebirgskette erscheint gegenüber dein Ricsencinsturze etwas eingesunken, hebt sich aber gleich bei dcr Ortschaft Mandli bedeutend hervor, so daß sie uns stellenweise höher und abschüssiger als ihr Gegenüber in Krain erscheint. Nach einigen lurzgewundcncn Krh-rcn. etwa in der Entfernung von zwei Kilometern gelangen wir endlich nach Plc«5c. einer idyllisch gelegenen Ortschaft, die dant dcr romantischen Umgebung, ihrer vorzüglichen Gebirgslufi und der vortrefflichen Unterkunft im weitrenommierten Restaurant <^op allmählich zu einer der beliebtesten Sommerfrischen cmporblüht. Wir waren nicht wenig erstaunt, zu erfahren, wie viele, aus allen Gegenden Kroatiens stammende Sommergäste unter dem gastfreundlichen Dache gegenwärtig verweilen. Das Restaurant Oop steht besonders wegen dcr vorzüglich zubereiteten Forellen auch bei unseren Reisenden in hohem'Ansehen. Von Ple^c weiter bis Osivnica (3-5 bis 4 Kilometer) wechselt die Szenerie dcr beiden Grenzufer. Die wilde Moraviher Gebirgskette wird vielseitig von teils abgerutschten Hängen, teils von durch Wildbäche und Erosion abgelösten Hügeln verdeckt, die als die äußersten Grenzposten vorwiegend mit Wald bewachsen, stellenweise auch sonst kultiviert erscheinen. Das kroatische User hingcgcn, wic schon bei einer früheren GelegenlM erwähnt, steigt steil zu einem respektablen Höhenlamme auf. Vemerlcns-wcrt ist der malerisch gelegene Wipfel von Sv. Gora (594 Meter) mit einem idyllisch gelegenen Wallfahrtslirchlein. Hieher pilgern am Klein-Frauentag die Blinden aus Karl-stadt und Fiume sowie aus vielen sonstigen Landstrichen von Kroatien. Unter diesen Sondcrwallfahrcrn lentte vor Jahren besonders ein Einheimischer (aus Zagolek) die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich. Er trug mit klangvoller Stimme selbstlomponierte Legenden und urwüchsige Volkslieder vor. die als reicher Schatz dcr Vollssagen und der Etymologie hätten verwendet werben sollen. Leider hat man, wie mir Herr Prof. Malnar mitteilte, deren Wert zu spät erlannt; zwar sucht man nach dem Sänger, aber er hat seine Lieder schon unter oem grünen Rase» verstummen lasseil. Gegenüber dcr Sv. Gora erhebt sich ein zweiter beachtenswerter Gipfel, der Hrib. auf dem gleichfalls ein Kirchlein steht. Die Straße von Ple,^e zieht in kleineren Kehren meist in südwestlicher Richtung bis Zamost. wo sie nach Uebersetzung der Brücke wieder das lrainischc Ufer beinahe ln si.böstlicher Richtung bis Osivnica fortseht. Der Wanderer von Plc^-e nach Osivnica sei nach Zu» riicklegung des ersten, Kilometers besonders auf den Rückblick aufmerksam gemacht. Es wird ihm wohltun, sich an dcm Wechsel dcr bisherigen Szeneric weiden zu können. Ebenso möge er auf der Brücke, die die beiden Grenzlänber verbindet, eine kleine Rückschau halten. Im Ost und im Nordosi erblickt er wieder die wildromantischen Felszacken und zerrissen vornüber geneigten Felswände der Morawitzcr Höhenzügc. die. soweit es die Fernsicht gestattet, nach Norden hinüberziehen und in den Göttenitzer Schneebcrg verlaufen. Das nur kurze Zeit durch Kultur verdeckte Reich der wilden Romantik der Unterlrainer Grenzausläufcr erschließt sich wieder in ihrer vollen Pracht. Hingegen übt die hier in einen Bogen verlaufende Gebirgskette der kroatischen Grenze einen freundlicheren Eindruck gegenüber ihren nordwestlichen Dislokationen, insbesondere aber ihren Nachbarn in Krain, Und wieder steht, lnapp vor dcr Brücke, der in bunten Landcsfarbcn prangende Grenzpfahl vor uns, noch einige Schritte über die hochangeschwollene ('-abranta. und wir be-g'iihen unsere liebe heimatliche Scholle an ihrer äußersten Grenze. „Nvn^t,, Ixu«. Aäi-iM.'" das ist der erste Gruß unserer Landslcule, als wir hinüber (nach Sela) kommen. Seltsamerweise ist dieser Gruß mit seiner Sonderaussprache und seinen Akzenten im ganzen ^abranlatal „landesüblich". — (T i t c lve rle i hu n g.) Seine Majestät der Kaiser hat. wie man uns aus Wien meldet, dem Direktor des Staatsgymnasiums in Gottfchee. Herrn Peter Wol 8 -egger, anläßlich der von ihm erbetenen Versehung in den bleibenden Ruhestand taxfrei den Titel eines Regicrungs-rates verliehen. — (Todesfall.) Der ehemalige lrainische Landes-schulinspclior Herr Hofrat Josef K u m a n ist am 15. d. M. in Draga bei Lobrana plötzlich verschieden. Die Leiche wird nach Laibach überführt werden; die Beisetzung ersolgt morgen zu einer noch festzusehenden Stunde. — Die zahlreichen Schüler des Verblichenen sowie die Lehrerschaft in Krain, mit dcr er seinerzeit als Landesschulinspeltor in langjährigem Kontakte gestanden, werben dessen Heimgang aufrichtig bedauern. — (L a i b a ch e r G e m e i n d e r a t.) I» der grstcrn abends abgehaltenen ordentl. Sitzung des Laib. Gemeinde-rates gelangte der Bericht des ersten Stadtlommissärs Albin Semen über die Aufsicht des Lebensmittelmarktes im Jahre 1907, bczw. in der ersten .Hälfte des laufenden Jahres zur Verhandlung. Als Referent fungierte Vizebürgermeister Dr. Ritter von Blei we is, welcher die wesent-lickstcn Stellen des instruktiven Berichtes zur Vorlesung brachte und hieran die von dcr Polizeisettio» formulierten Anträge knüpfte. Der unsere Marltverhältnissc in ein-^ gchcndcr Weise behandelnde Bericht d«s Stadtlommissärs Semen, auf den wir noch ausführlicher zurückkommen wollen, wurde genehmigend zur Kenntnis genommen und weiters beschlossen, die Stelle eines Marltinspeltors mit den Bezügen der 9., bezw. 8. Rangsllasse sofort auszuschreiben und womöglich schon mit 1. Jänner 1909 zu be-schen. Bei Besetzung dieser Stelle soll in erster Linie auf hiezu qualifizierte Tierärzte Rücksicht genommen werden. Beim Kuratorium der landwirtschaftlich-chemischen Versuchsstation in Laibach soll die bereits angeregte Reorganisierung dieser Anstalt urgicrt und der öffentliche Charakter derselben angestrebt werden, damit die Anftalt die Berechtigung erhalte, im Sinne des Gesetzes vom 16. Jänner 15W. R. G. Nl. Nr. «9 s-x 1897. giltige Zeugnisse über Lcbensmittel auszustellen. Bei diesem Anlasse wurde auch das Gesuch der hiesigen Kleinviehstecher, betreffend die Abschaffung der im Monate Juli l. I. dekretierten Maximal-tcrife für Kalbfleisch, der Erledigung zugeführt. Bekanntlich wurde durch die erwähnten Maximaltarife der Preis des Kalbfleisches für die erste Qualität mit 1 X 40 l,. für di« zweite Qualität mit 1 X 20 Ii und für die dritte Qualität mit 1 X 8 I> festgesetzt. Mittlerweile seien die Preise für Kälber wieder gestiegen, so daß die Fleischer bei den festgesetzten Tarifen mit Verlust arbeiten zu müsse» erllären. Da die amtlichen Erhebungen ergaben, bah der Preis für lcbende Kälber in dcr letzten Zeit tatsächlich bedeutend gestiegen ist, beschloß dcr Gcmeindcrat. die oberwähnten Maximllltarise bis auf weiteres außer Kraft zu sehen und die Regelung der Kalbflcischpreise vorläufig der freien Kon-lurrcnz zu überlassen. Der Bericht über die Tätigkeit des Feuerwehr- und Rettungsvcreincs im zweiten Quartale 1908 wurde zur Kenntnis genommen und der selbständige Antrag des Gemcinberates Paddel, betreffend die Verlängerung des Straßenlanals in dcr Icnlogasse, dem Siadt-magistrate zur weiteren Amtshandlung abgetreten. Die restlichen Veratungsgegensiändr wurden von der Tagesordnung abgesetzt und sodann die öffentliche Sitzung um 7 Uhr abends geschlossen. " (Aus dem Volls schul dien ste.) Der l. l. Bezirksschulrat in Littai Hai die bisherige Lehrerin in Äillichberg Fräulein Marie Habe zur provisorischen Lehrerin und Leiterin der einllassigen Volksschule auf dem Hl. Berg ernannt. — Der l. l. Lanbesschulrat für Krain hat im Einvernehmen mit dem lrainischcn Landcsausschusse genehmigt, daß die mit einer Parallelabieilung ausgestattete viertlassigc Volksschule in Waitsch bei Laibach zu einer stnfllassigen Volksschule mit zwei Parallelabteilungen erweitert werde. — Der k. l. Lanbcsschulrat für Kram hat im Sinne des tz 15 der definitiven Schul- und Unterrichts-mdnung die Einführung des ganztägigen Unterrichtes in der ersten Klasse der zweillafsigen Volksschule in Zagorje. Schul-bczirl Abclsberg, mit Beginn des Schuljahres 1908/1909 genehmigt. — Der l. t. Bezirksschulrat in Kiainvurg hat an Stelle des krankheitshalber beurlaubten Oberlehrers H; l o r -p i t erging sich in Ausführungen über die Wichtigkeit des länderverbindenden Schienenrosses, das heute Hunderttausenden Arbeit und Brot verschafft. — Einen besonderen Glanzpunkt der Veranstaltung bildeten die Zither- und Gesangs-vortrage des Grazer Konzertensembles Ruderer in stei-rischen Nationaltrachten, das mit seinem reichen Repertoir rauschend« Beifallskundgebungen erzielte. Die Gesellschaft wird auch heute abends im Hotel „Stadt Wien" auftreten. — Erwähnenswert sind noch mehrere humoristische Tolo-vorträge sowie die humoristischen Gesangspi<-cen der .Herren Vajda und Telaoc, die stürmischen Anklang fanden. — Musik- und Gesangsvorträge sowie humoristische Intermezzos aller Art folgten einander in angenehmer Abwechslung; auch der Tanz blieb nicht aus, und so hielt die heiterste Stimmung bis in die spätesten Nachtstunden an. — (Eine Wasserleitung für Vrezje.) Der bekannte Wallfahrtsort Vrezje in Qberliain, der bis jetzt unter Wassermangel stark zu leiden hatte, bekommt im nächsten Frühjahre zusammen mit den Ortschaften Vrbnje, Gorica, Dvorsta Vas, Ober- und Unter-Otol, Moänje, Nc,^e, Ornivec und Dobro Polje eine Wasserleitung, zu deren Baukosten, die auf rund 160.000 X präliminiert sind, der Staat 40 und das Land Krain 25 Prozent beiträgt, während der Rest von den interessierten Gemeinden aufzubringen sein wird. Die Wasserleitung wird sich an die Rabmannsdorfer Wasserleitung, deren Quelle sich oberhalb Vigaun befindet, anschließen, zu lvelchem Zwecke auf dem zwischen Vigaun und Radmannsdorf liegenden Hügel Ledev-nica zu dem bereits bestehenden Reservoir ein neues dazu gebaut wird. Vom Reservoir geht, wie man aus den vom Laibacher Ingenieur und Architekten .Herrn Konrad Lach -n i t verfaßten Plänen ersieht, ein Rohr direkt nach Vrbnje und Gorica, während ein zweiter Rohrstrang bis Unter-Otol führt, wo er sich in zwei Teile teilt, deren einer nach Mo.^nje geleitet wird, der andere aber die Ortschaften (>ni-vec, No,;e, Brezje und Dobro Polje verbindet. Die Vczirts-hauptmannschaft in Radmannsdorf hat auf Grund der vom Landesausschusse übersendeten Pläne im Sinne des Wasser« N'chtsgesetzes für Krain v. 15. Mai 1872, Z. 16. L. G. Nl., die lommissionelle Begehung auf den 21. d. M. ausgeschrie-txn. Die Pläne samt dem Kostcnvoranschlaae liegen bis zum genannten Zeitpunkte bei der bezeichneten Behörde zu jedermanns Einsicht auf. — (Eine G a t te n m ö r de r i n.) Der Holzhändler Johann Petriö in Gumni^e bei Hlofljica lebte seit längerer Zeit in Unfrieden mit seiner Gattin Agnes. Als er diesertage nach Hause kam, fand er sie wieder in trunkenem Zustande. Da er sie ordentlich hernahm, wurde das Weib derart in Wut verseht, daß sie ihm mit einem Küchenmesser tcdliche Verletzungen beibrachte, denen Petri<" am anderen Tage erlag. Die Mörderin wurde dem Gerichte eingeliefert. — (Eine Apfelblllte) wurde gestern im Garten der Frau Johanna KavÄc-, Hausbesitzerin an der Poljana-strahe, gepflückt und uns zugesendet. Die Blüte, ein sehr schön entwickeltes Exemplar, ist jedenfalls für die jetzige Jahreszeit eine Seltenheit. — (Der Ausschuß des sloven ischen kaufmännischen Vereines „Merkur") ladet seine Mitglieder zu einer Zusammenkunft ein, die Samstag, den 10. d. M.. um 9 Uhr abends in den Restaurationslola-litäten des „N'arodni Dom" stattfindet. Auf der Tagesordnung steht eine Aussprache über die Veranstaltung von Unterrichtstursen, Vortragen, Gesangs- und Tanzabenden in der heurigen Wintersaison. Bei dieser Gelegenheit wird der Ausschuß auch die Meinung der Mitglieder über die Verfassung des Unterstützungsfondsstatutes einholen, die er der nächsten Hauptversammlung zur Genehmigung vorlegen wird. — (II. österreichischer Vrauerlongreß i n P r a g.) Vom Schutzverbande Alpenländischer Brauereien erhalten wir folgende Zuschrift: Der am 13. d. M. in Prag abgehaltene zweite österreichische Vrauerkongreß hatte einen massenhaften Besuch aus allen Kronländern, insbesondere auch aus den Alpenländern, aufzulveisen und wurde bei seiner Tagung von den Spitzen der Behörden, darunter den Vertretern der Ministerien des Handels, der Finanzen, der öffentlichen Arbeiten und des Ackerbaues wärmstens begrüßt. Die von den Herren Dr. Hrach und Dr. Äeurle erstatteten ausgezeichneten Referate wiesen auf das schlagendste die iri den letzten Jahren eingetretene bedeutende Verschlechterung in der Lage der österreichischen Brauindustrie nach. welcher nur durch den endlich erfolgten Zusammenschluß der Brauereien und durch die Besserung der Verlaufsbedingun-gen gesteuert werden kann. — Die in der jüngsten Zeit in den meisten Provinzen, darunter insbesondere im Haupt-lonsumlande Böhmen mit vollem Erfolg durchgeführte Vier-prcisregulierung wurde mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. — Zum Zwecke der Ausgestaltung des Kundenschutzes, welcher den Vierabsatz auf gesunde, den bisherigen dcmoralisierenden Kundenfang ausschließende Grundlagen zu stallen ermöglicht, wurde die Errichtung eines Reichsver-bcmdes beschlossen. — (Die Ausstellung in F a e n z a) und die Laibacher Erdbebenwarte. Anläßlich der 300sten Wiederlehr des Geburtstages des großen Physikers Evan-gelista Torricelli. des bekannten Erfinders des Quecksilberbarometers, wurde in dessen Geburtsstadt Faenza in Mittelitalien eine allgemeine Ausstellung veranstaltet, die auf allen Gebieten sehr Sehenswürdiges bietet. Besonderes Interesse erregt das daselbst aufgestellte lolossale Barometer, das gegenwärtig das größte Instrument der Welt genannt werden darf. Dessen Höhe beträgt 14-86 Meter. Der Durchmesser der Varometerröhre beträgt 20 Zentimeter, der des unteren Bassins, in lvelcheö die Röhre mündet, 2-5 Meter. Zur Füllung dieses Riesen-Barometers mußte statt des scnst gebräuchlichen Quecksilbers eine spezifisch leichtere Flüssigkeit, nämlich Olivenöl in Verwendung kommen. Die vom Luftdrucke getragene Qelsäule hat eine Höhe von N 2 Metern. — In der physikalischen Abteilung, die auch für meteorologische und seismische Instrumente bestimmt ist, sind u. a. Barometer verschiedener Konstruktionen, Hygrometer, Niederschlagsmesser, Anemometer untergebracht. Seismische Instrumente haben bisher das Observatorium in Florenz und die Erdbebenwarte Laibach aufgestellt. Letztere stellte zahlreiche Originaldiagramme von mehreren an der Laibacher Warte registrierten Neben sowie mehrere Apparate eigener Konstruktion aus. Darunter sind zu erwähnen: ein Stoßmesser mit mechanischer Registries rung für technische Zwecke, ein photographisch registrierendes Horizontalpendel sowie Modelle einer neuen Type von Erdbebenmessern „Luckmann-Pendel" für mechanische Registrierung mit magnetischer Uebertragung und ein solches für photographische Aufzeichnung. Außerdem liegen die Monatsschrift „Die Erdbebenwarte" und die „Neuesten Erdbebennachrichten" zur Einsicht auf. Außer den vom .Herrn Obersten v. Hollegha lürstlerisch ausgeführten Ucber-sichtstarten über die Ausdehnung der Schütterzonen und der Intensität der im letzten Dezennium in Laibach gefühlten Beben werden die aufliegenden mustergültigen Wochen- und Tagesberichte der Erdbebenwarte gewiß viel Interesse im Kreise der Fachgelehrten erwecken. Uebersichtslurvcn, welche die Schwanlungen im Verlaufe der Bodenunruhe, der Sonnenfleckentätigleit und der meteorologischen Erscheinungen darstellen, vervollständigen das Bild, das Zeugnis gibt von der vieljährigen regen wissenschaftlichen Tätigkeit dieses Institutes. Dadurch wird nicht nur dem Fachmann, sondern auch dem Laien die Möglichkeit geboten, Einblick zu gewinnen in die Feinheit und Vervollkommnung der seismischen Instrumente sowie zu ersehen, daß der lrainische Vcden seismisch im Laufe dcs letzten Dezenniums so sorgfältig und gründlich studiert ist wie sonst wohl kaum ein anderes Gebiet in Europa. Aus diesen zehnjährigen Beobachtungen läßt sich auch ersehen, wie wenig Grund vorhanden ist, sich hinsichtlich der Sicherheit des Laibacher Bodens zu beunruhigen. Danl dem Entgegenkommen der italienischen Eisenbahnen, die der Warte eine bedeutende Ermäßigung für die Güterbeförderung und für den Personenverkehr gewährte, sowie danl der weitgehendsten Zuvorkommenheit des Ausstellungslomitees war es unserem mit bescheidenen Mitteln ausgestatteten Institute möglich geworden, sich an der Ausstellung würdig zu beteiligen. — Die Instrumente wurden von Herrn A. Flooh, der eigens zu diesem Zwecke mehrere Tage in Faenza weilte, in der physikalischen Abteilung, wo sie einen ansehnlichen Raum einnehmen, aufgestellt. I'.. — (Vereinswesen.) Das l. l. Lanbespräsidium für Kram hat die Bildung des Vereines „I'ronwvo^»« k'llxilno dru^tvc»" mit dem Sitze in Gobe^ic"-, Vezirl Krain-burg, nach Inhalt der vorgelegten Statuten im Sinne des Vereinsgesetzes zur Kenntnis genommen. —s>. " (Genossenschaftswesen.) Die l. k. Landesregierung für Krain hat die abgeänderten Statuten der Genossenschaft des Metallgewerbeö in Laibach genehmigt. —r. * (Zur Volksbewegung in Krai n.) Im po-Mischen Bezirke Rudolfs wert (48.970 Einwohner) senden im zweiten Quartale des laufenden Jahres 51 Trauungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 386. die der Verstorbenen auf 206. barunter 06 Kinder im Alter von der Geburt bis zu 5 Jahren. Ein Alter von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 57. von über 70 Jahren 6ü Personen. An Tuberkulose starben 37, an Lungenentzündung 13. an DiplMritis 7. an Scharlach 10, an Masern 2. an Typhus 3, an Keuchhusten 6. durch zufällige tödliche Beschädigung 5, durch Selbstmord 1 Person; alle übri^ gen an sonstigen verschiedenen Krankheiten. Ein Mord oder Totschlag ereignete sich nicht. —r. — (S a n i t ä t 6-W och c nbe r i ch t.) In der Ait vom 30. August bis 5. September l. I. kamen in Laibach 24 Kinder zur Welt (31-20 pro Mille), darunter 1 Totgeburt; dagegen starben 26 Personen (33-80 pro Mille), und zwar: an Masern 1. an Ruhr 1, an Tuberkulose 5> (2 Ortsfremde), infolge Schlagflusses 1 und an sonstigen Krankheiten 18. Unter den Verstorbenen befanden sich 11 Ortsfremde (42-30 A) und 20 Personen aus Anstalt^ (76-01^). Infeltionserlranlungen wurden gemeldet: Rilc)r 1 und Rotlauf 2 (alle drei vom Lande ins Landesspitm überführt). — (Die Laibacher Verein stapelte) konzertiert heute unter Leitung des Herrn Konzertmeisters I. Marcu z z i von 4 bis '/.7 Uhr abends im Schweizerhause. Eintritt frei. — (K or r i g e n da.) Im gestrigen Feuilleton wurde irrtümlicherweise der Absatz, der an den Schluß des Artikels gehört, an erster Stelle abgedruckt. Weilers ist in der zweiten Spalte des Feuilletons in der 4. Zeile von oben statt „Vratatal" richtig „Vrata" zu lesen. — Die Rettig-Schul-bänte werden nicht, wie es im gestrigen Berichte über die Ausstellung „Das Kind" heißt, vom Tischlermeister Jakob Vurgar in Laibach, sondern von der Tischlereifabril Franz Burger in Unter-Ki^la angefertigt. ßaibacfjer ßeitung Kr. 213. ___________1979______________________________________________17. September 1908 — (.ttur liste.) In ii,rapina Töplitz sind in der Zeit oom .",, bis 11. September 200 Personen zum Ünrgcbrauche eingetrofftn. " (Arbeitcrtransportc) Diesertagc sind ab-sscssanc,en: nach Amerika 1^> plainer, 10 Kroaten und 40 Wazcdonicr; znriiässclchrt sind 190 .Nroatcn nnd .Nraincr, Nach Tirol sind 102 und nach Wien 17 Arbeiter abgefahren. * (Ein teuer bezahlter Scherz.) Zu Beginn dieses Monates wollte der Besitzer und Pferdehändler Johann Virant aus Grm bei Sittich vor der Abfahrt des Personcnzuacs am Unt.'rlrainer Vahnhoft seinem ssrcunde. dem Besitzer Martin Voh aus Grohluvv. die Peitsche nehmen. Noh stieß den Freund von sich, worauf eine Balgerei entstand, der durch cincn Sichcrhcitswachmanu ein Ziel gesetzt wurde. Als sich die beiden in den Personenzug begeben wollten, bemerkte Virant den Abgang seiner in der Westentasche verwahrt gewesenen Brieftasche, worin sich ein Betrag von 1400 X befand. Es wurden sofort Erhebungen cingo lcitet und auch ein bereits im Pcrsonenzug befindlicher vorbestrafter Bursche untersucht, jedoch tonnte bibher trotz allen Bemühungen die Brieftasche nicht zustande gebracht werden. " s(5in bettlerisches Kleeblatt.) Vorgestern abends verhafteten zwei Sicherheitswachmänncr in der Echcllcnburggasse einen holländischen Matrosen namens Anton Böllers aus Haag, ferner den 80jährigen Auslrcick)er Kcrl Mörtl. geboren in Marburg, zuständig nach Bruggcn in Närntcn, der schon wegen Dicbstählc fiinfundzwanziamal in verschiedenen Orten Kerterstrafen abgebüßt hatte und in der Zwangsarbeitsanstalt zweimal interniert gewesen war. endlich die .Wjährige. in Agram geborene und nach Rann zuständige Anna Pletarsli. Alle drei wurden dem Gerichte überstellt. * (Ein zweiräbriqer Wagen) wurde am Samstag vormittags der Besitzerin Maria Karc in dcr Karungasse entführt. " (Tierquälerei.) Ein 14jährigcr >tnabe in der Tirnauer Vorstadt hat dicscrtage eine Katze gefangen, sie am Halse mit einem Spagat angebunden und aufgehängt, Der herzlose Knabe schlug sodann auf das arme Tier solange los, bis es verendete. Der Bursche, dem seine Noheit wohl in dcr empfindlichsten Weise ausgctrieben wer^ den sollte, wurde der Polizei angezeigt. " (Verloren) wurde: eine goldene, mit Brillanten besetzte Brosche, eine goldene Damenuhr nebst solcher Hals-lcttc, eine einfache goldene Damenuhr nnd eine silberne Damentaschcnnhr. " sO e f u n d c n) wurde: ei» altes Portemonnaie mit einem größeren Geldbeträge, ein lleincr Geldbetrag nnd eine Tamcnboa. — (Richtige Zeit.) Die Landhausuhr wurde gestern nachmittags richtig gestellt, .heute beträgt deren Fehler —5 Sekunden. Telegramme des k. k. Telegraplien-Korrespondenz-Onreaus. Die Kaiscrmauüvcr in Nnssarn. Veszvrim, K'>. September. Seine Majestät der Baiser ist, obwohl die Rückkehr vom Manövcrfelbe für 2 Uhr angesagt war, erst um 3 Uhr nachmittags in die ^ladt Ncszprim zurückgekehrt. Dcr Monarch fühlte sich auf "lm Manu'verfeldc so wohl, dah er seinen Aufenthalt vcr-Angern tonnte. Um M Uhr fand das Diner statt. Veszvrim, 1l». September. Das Befinden Seiner -"^jestä't des Kaisers ist, trotzdem er noch gestern etwas hustete, l)eute ausgezeichnet. Ans dem Manövcrfcldc hat sich bkl Monarch sichtlich erholt. Er befand sich während des Mutigen Diners in bester Laune. Nach dem Diner zog der Baiser mehrere anwesende Offiziere in Gespräch. Morgen w'ro sich wr Monarch abermals auf das Manövcrfeld K-^ben. Entgegen den Gcpflogcnl)eitcn früherer Jahre, wird jedoch der Monarch auch morgen nicht in zeitlicher Morgenstunde, sondern erst gegen 9 Uhr vormittags ausfahren. Doch beabsichtigt er, immerhin fünf bis sechs Stnnden den militärischen Operationen beizuwohnen. Die Truppeu opc Ncrcn lMle die ganze Nacht hindurch, so daß es nicht aus-3lschlosscn erscheint, daß schon morgen die großen Gefechte stattfinden werden. Die Begegnung anf Schloß Buchlan. Wien, 1s>. September. Die auf Nuchlau stattgehabte V. September, Die baltcriologische Untcrsuchnng bcr Dejcltc des gestern nachmittags in Tarno-pol unter choleraverdächtigcn Erscheinungen verstorbenen russischen Emigranten hat endgültig ein Eholcraoerdacht ausschließendes Resultat ergeben. Die Obduktion bcr Leiche findet heute statt. Berlin, 1s!. September, Dcr Parccvalballon wurdc aus scincr heutigen Fahrt durch einen Defekt zum Sinken gebracht. Er hätte nach dem Dornstätter Felde fahren sollen, um dort dcm Kaiser vorgeführt zu werden. In der Näl)c des Bahnhofes Grunewald brach die linke Stabilise rungsfläche und ein Rahmen riß ein großes Loch in den Ballon, so daß das Gas entwich. Der Ballon klappte zu^ sammcn und fiel auf das Dach einer Villa. Er wurdc gegen 12 Uhr von dcr Mannschaft des Luftschiffcr^Aataillons fortgeschafft. Die Bemannung der Gondel blieb wohl behalten. Petersburg. 1(!. September. Die Geheimpolizei nahm gestern in allen Stadtteilen umfangreiche Hausdurchsuchungen vor. wobei drei Bomben und eine große Menge Dynamit entdeckt wurden. Etwa 100 Personen, vornehmlich aus besseren Ständen, wurden verhaftet. Acht Bezirks-lomitce5 der sozialrcvolutionärcn Partei und das Zentral bureau des russischen Eisenvahnarbeiter-Verbanbes wurden aufgehoben. Lc Maus. 10. September. Wilbur Wnccht unternahm heule vormittags einen Flug in der Dauer von ?.l) Minuten 18 zwei Fünftel Sekunden und fchlug damit feinen eigenen und den auf dcm Kontinente aufgestellten Rekord. K o n st a n l i n o pc l, 16. September. „Ledant Herald" veröffentlicht ein Glückwunschtelegramm des Königs Eduard a» den Sultan folgenden Inhalts: „Ich bitte Eure Majestät, meine aufrichtige» Glückwünsche anläßlich Ihres ersten Geburtsfcstcs nach Wiederherstellung der Verfassung zu genehmigen. Es ist aller Grund vorhanden, zu hoffen, daß mit cinem aufgeklärten und hervorragenden Premicr das Qttomanische Rcich nur gedeihen kann. Der Name Eurcr Majestät wird in Zukunft in der ganzen Welt berühmt sein." Oran, 18. September. Unier den Eingeborenen von Eiarez herrscht Aufregung infolge des Gerüchtes, baß die Eingeborenen massenhaft zum Militärdienst herangezogen werden sollen. Der französische Verwaltungsbeamte in der Gemeinde Crcsscl. der die Leut< beruhigen wollte, wurde mit Steinen beworfen. Berittene Jäger sind abgegangen, um die Ruhe wieder herzustellen nnd die Ruhestörer festzunehmen. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Ieit vom b. bis 12, September 1908. Es herrscht: die «ohlranlheit im Bezirke Nbelsberg in der Gemeinde DorillM (1 Grh,); die Mändc bei Pferden im Bezirke Adelsberg in der Ge. mciude Dornen« (4 Geh.); der Motlauf der Echweine im Bezirke Gotischer iu den Gemeinden Altlag (2 Geh.), Malgcrn (1 Geh), Ncifnch (3 Geh); im Bezirke Gurlfclb in den Gemeinden Arch (1 Geh.), Gurlfcld (2 Geh); im Bezirke Laibach Umgebung in den Gemeinden Oberlaibach s4 Geh.), Vrblenje (1 Geh.); im Be» zirle Nudolsswcrt in dcr Gemeinde Hönigstein ,1 Geh.)', die Schweinepest im Bezirke Gurlsrlb in den Gemeinden Catej (1 Geh). Hl. Kreuz (l! Geh.), Zirkle (4 Geh); im Vezirle Laibach Stadt li Geh); im Bezirke Laibach Umgebung in der Gemeinde Moste (1 Geh.). Erloschen ist: der Milzbrand im Vezirle Krainburg in der Gemeinde Predasscl (l Geh,); der Nollaus der Schweine im Bezirke Gottschee in bcr Gemeinde Dane '1 Geh); im Vezirke Gurlfelb in der Ge» mcinde Landstraß (3 Geh.); im Bezirke jtrainburg in den Gemeinden Alllacl <1 Geh.), Flbdnig (3 Geh.); im Bezirke Laibach Umgebung in den Gemeinden Horjul s3 Geh,), Ober» laioach (1 Geh.); im Bezirke Littai in den Gemeinden Poliz (1 Geh), Halna (I Geh); im Bezirke RadmmmSborf in den Gemeinden Görjach (4 Geh.), Karncr-Vellach lii Geh.), Reifen (2 Geh.', Pelocs (2 Geh.); im Bezirke Rudolfswert in der Gemeinde Neudegg (1 Geh.). A. ü. e>5regierung für Arain. Laibach. am 12. September 1W8. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 13. September. Mihelcic, Pfarrer, Zaplcma. — Vodopivec. Kadett; Dr. Hohnjec, Professor; Puseujal, Re» visor; Dr. Korosrc, Neichsratsabgeordneler, Marburg. — Vabrsch. ürfm, Proßnitz, — Milon, Rsdr,, Innsbruck. — Weinbecher, Karp, Ritschel, Rfdc,; Randalph, W,m. — Aljaz, Pfarrer, LenaMfcld,— Zumcr, Gorjan, Rotwcintlamm. — Bun> tich; Cizcl, Profrssor. Görz. — ttnoll, Pfarrer, Kolovrat. — Vilman, Geistlicher, Amerika, - Kozelj, Kaplan, Grafenbrunn. — jiniza, St. Peter — Ärcjha, s. Frau. Achy. - Schasfer, lkfm., Sittich. — Salcc, s. Tochter, Selzach. — Äassnn, lifm., Pari«. — Wcchlo. ssabritant, Viclitz. — Pollal, WeMrchen. — Agrcz, Iohannisthal. — Prcslcr, Pfarrer, Nann, — Varbii, Widem. — Dr Malisz, Wien. — Goritar, Kaplan, Steier-mark. — v. ssichtenan, Nndolfsweri, Am 14. Septrinber. Oberwaldcr, Domschale. — Kuudir. Privat, Nbbazia. - Pcgan, Notar; Vaebler, Pro« fessor. Idria, — Bcrnil. St. Peter. — Goriöel, Lehrer, Sittich. — Put, Kfm.; Lavrrntii, Graz. — Quarantotto, Advokat; Mehner, Njd.; Silvio, Kfm.; Dr, Gofat. Memmger, Sentit, Trieft. — Korcut, ttfin,, Lichtenwald. — Engelsberger, Kfm., Gurlfeld. — Taisne, Paris. — Aia.ner, Beamter, St, Polten, ^-Aajfar, Bezitlsrichter, Tschernembl. — Telavc'iö, Gurlfeld. — Plcsto, Lehrerin. Krainburg. — Kebler. Rfd,, Graz. — Oset, Franz. - liws, Marburg. - Plcsit, Pncfter. Küstenland, — Epstein, Mew. — Hermann, Rsd., Berlin. — itabnyn, s. Frau, Galizien. — Dekleva, Teobo. — Dr, v. Pellegrini, s. Frau, Zara. — Mütter, ilfm.. Crefeld, — Walde, Kfm.; Nofsert, Nsd., Stuttgart. — Werner, Nsd., Prag. — Schiffrer, Pfarrer, Zalina, — Potolar, Obcrlaibach. — Olivicri, Kfm., Zrng. — Atlas, Nsd.. Budapest. — Huppert, Vockel. Grau, Guttmann, Grünzweig, E,ch, 3tsde.; Gulterrr, llfm., Wien. Hotel Elefant. Am Ib. September. Vetti, Gutsbesitzerin, s. Fam.; ltals, Provillntosfizicr; Lichtensteiger, Student; Wcnblenner, Professur; Tomicich, Epstein, Me., Trieft. — Zmaii, Lehrerin, Sarajevo. — Neumann, Schmidlin, jlfite,, Ngram. — Fischer, Kfm.. Innsbruck. - Schuh, Nfm, Daubitz. — Antal, Ksm., Budapest. — Iitte, Kfm., Grottau. — Prossinagg, l. n. l. Oberleutnant, Görz. — Wallisch, l. u. l, Leutnant, Laibach. — Eisenhut, Oberlehrer, Weihenfels. — Krij, Kaufmannsgattin, s. Sohn, Prezid. — Wels, Private, Abbazia. — Dr, Dugwen, Privat, s. Gemahlin, Nizza. — Saltor, Obertommissär, s. Ge« mahlin, Nlidolftwcrt. — Susa, Bescher, Senosetsch. — Gröger, Fabrikant, s. Grinahiin, Sternberg. — Dr. Havrde, s. Gemahlin, Prag. — Vilfnn, Notarsgattin, Radmannsdorf. — Rauscher, ssiuth, Beamte; Hausncr, Weiß, Schlirikauer, Eber, Iungwirt, Liut, Tweral, Konz, Blan, Fcrdinaild, Sa'zer, Trrttwer, Äurt» hard, Ulbrich. Kaß, Cesca, SzinnicS, Sotz, Mein, ftflte,, Wien. — Barrels, k. u. l. Hmiplmmm; Thalhammcr, Professor, samt Nrudrr; Swoboda, Prosessorswitwc; Rcinifch, Oberingenieur; Zitnil, Wechsler, Kfltc,. Graz. Verstorbene. Nm 14. September. Karl Rom, Hausbesiper, 66 I., Polanadamm 12, ^popll,xi» eyrebn. — Theresia Silnoniii, Hausirrerstochter, 2 Tage, Ilovca 5»U, Lebensschwäche, A in Ib. September, Johann Zupan, Kondukteurs' söhn, 3 Mon., Ravuilargasse 4, ^»tai-rd. iutv»t,. «^ut. Im Zibilspitale: Nm 12. September. Alois Leöjal, Bergmann, 42 I., ^loribuncin» sälllt, Am 13. September. Johann Aljas, Taglühner, 34 I, ^'i!l»«s<>ul. pulm. Für Mlüdlebewobner, Benmte et«. Gegen Ver- dauunpsbeschwerden und alle die Folgen einer Ritzenden Lebensweise und angentrengter geintiger Arbeit »ind die echten „MoII'h Nridlitzpalver" verwdge ihrer, die Verdauung nachhaltig- regelnden und milde auflösenden Wirkung ein geradezu unentbehrliche« Hausmittel. Eine Hchachtel K 2—. Täglicher PoHtversand gegen Nachnahme durch Apotheker A MOLL, k. u. k. Hoflieferant, WIKN, I., Tiichlauben 9. In den Apotheken der Provinz verlange man ausdrücklich MOLL'h Präparat mit dtauutu ScbuUmarke und Unt«r»clinst. Bit- id Rodizeiss Seiden gr piufcn it. {Roben in aflen Kreistagen, fotme stet« bo8 Neueste in jdjtoaräer, lüci&cr n. farbiger „^ennebetd-«ctoe" D. K l-fto bis K 2270 p. Wct. — Örnnfo ». f<^ott bcrjofU in« Sgaui. dufter ltmßc^enb. (s)M71) 1J-9 3: Die große Mode ,,1908'V — Dnchesse Messaline----- ferner tmbUWt: Radium, Louisine, Taffet, Chiffon, Duchesse, Crgpe de Chine Eolienne, Voile, Myrtenseide, Damast, Brocat, Broche, Gaze, Moire, Schotten, Chine, Pekin :c. Sei! F«l. Henneberg, Zürich loslief. 3. 3». b. Äcijerin ö. $eutfrt)lcmb. Sdbadjer Settling 9!t. 213. 1980 17. ©cptcmöcr I908. Meteorologische Beobachtungen in ilaibach. _______Seeböbc' W6'2 m, Mittl. Luftdruck 736 0 mm._______ z zß ß; zz «^ .«^... kW 1^ ^ U. vi. 740 4 15 ?! SW. mähig bewülkt " 9 U. Ab. 741-01 11 8! windstill teilw. bew. 17 I 7U. ss >741-9j 7 b! SO. schwach > Nebel j 0-2 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 12 1", Normale 14 8°. Wettervoraussage für dcn 17. September für Lteier» marl, Kärnten und Krain: Trüb, mäßige Winde, kühl, unbestimmt; für Trieft: Schönes Wetter, mäßige Winde, mähig warm, gleichmäßig anhaltend. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte sgcqrimdet uo» dc>- Kram, Lparlassc <«!»?>. (Ort: Gebäude der l. l. Swats-Oberrealschnle.) Uage: Nördl.Vn'ite 46'W'- Östl. Länge von Greenwich l4°3l'. Vebenberichte: Am 11. September gegen 15 Uhr' 45 Minuten Nahbebenaufzeichnung in Messina. — Am 14. September gegen tt Uhr -45 Minuten Nahbebenaufzeichnung in Rocca di Papa, Die Äodennnruhe** blieb in den letzten 24 Stunden unverändert: 4.Tetl!ndcnpendel «schwach» und «mäßig start», 7'Sctuttdenpendcl «schwach», 12-Selundeupendel «sehr schwach». * Die Icilaugabe» beziehen sich auf miüclcurupäische jjcil nnd wc>l>r„ vo» Mi!!cr„acht bis M!!!cr»acht 0 Uhr bi« 24 Uhr gezähX, '^ Nie B o d c n n n r n !> e wirb i» sulncndcn StÄrlcgradc» llalsisizierl! Ausschläge bis zu 1 MÜIimclcr «jclir jchwach», uon l l>>« 2 Milliüleler »schluach», vou 2 bis 4 Willimclcrn «niämn starl», vuu 4 bis 7 Milüüictcrn »start», lwu 7 vis 10 Willimclci» »schr swrl» lind iibcr 10 Äli>liü>c!cr »n,,s>cr' ordentlich starl». — Allgcmcine Bodc»»,l>>ll>e» bcdcnlrt gleichzeitia ausiretende 'starfi', llünihe au allen ^e,,dc!n ; Jeden Freitag und ¦ Fasttag sind frische Seefische 1 bei A. Stacul zu haben. Danksagung. Für die während der Krankheit und anläßlich des Hinschcidcns unseres unvergeßlichen Gatten nnd Bruders, Herrn Actrl! Mom ! bewiesene Teilnahme, für die Beteiligung an dem Leichenbegängnisse sowie für die schönen Blumen« spenden sprechen wir hiemit unseren herzlichsten und j innigsten Danl aus. Die trauernden Hinterbliebenen. Wtlles!(.ll.!l.LmiMM3s!ßli. Maßstab 1: 75,000. Preis per Blatt 1 K in Taschenformat auf Leinwand gespannt 1 K 80 !>. 3«. ll. Aeimlllil ! N AlllllttliZ Vchhlllllllllill! in AarbacH. Danksagung. Für die anläßlich des Mlrliens meines innigjtgelieliten, engelsgutell Gemahles, Herrn Uonmn Waschica k. k. Hofrates i. R. mir allseits erwiesene hevzliche Teil-nähme bitte ich alle Frennde nnd Bekannten nieinen innigsten Dank entgegenzunehmen. (3778) Zdenka Wafchira. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kurslilatte) vom 16. September 1908. Tic notierten Kurse verstehen sich in Kroncnwähnmg. Die Notierung sämtlicher Nltien und der ,,Liucrscn Lose" «ersteht sich per Stücl. Oeld Ware NUgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4",, lonvcr. stcucrsrei, Kronen (Mai-Nuv.) per Kmse . , 9S 35 96 bb detto (Iünn.-Iuli) per Kasse 86 2b 96 45 4'2«/„ ö. W. Noten (Febr.-Aug, per Kassc......99 15 99 35 » 2"/„ ö, W. Silber («pril-Olt.) per «asse......99 ll> 9» 3b I8«0er Etaatslosc 500 ft. 4"/^ l52 25156 25 I8»i0er .. 100 fl. 4"/„2 25 l»«4«r ,, 10 ' st. . , 2«u f>n ^«4^l! l8S4cr ,, 50 fl. ' .2«o^o,i«4l)0 Dom.-Pfllndbr. il 120 sl. b"/„ 295-294-- Staatsschuld d. i. Neichs- rate vertretenen König' reiche nnd Länder. Osterr. Golbrente steuerfr., V old per »asse .... 4"/„N5 90X6 lo i^sterr. Rente in Kronen«, stfr., per Kasse.....4"/„ 98 4« 9s «0 dett« per Ultimo . . . 4"/„ 96 40 8«-6< c>st. Investitlo,'«-Rente, stfr., Kr, per «asse . . Z'/^/. »7 15 87 85 Gislnbll!,n>z »7'2<1 Vorarlberaer Bahn. stfr,. 40« und 2000 Kronen . . 4"/„ 96 05 9705 1» 5<»«><»schultw»schl»il>nng»n »tgefttniPl'tl Elstnb«hn>Aktlln «Usabeth-N, 2„N fl. KM, 5'///< von 4W Kr.....4ö0 - 4«l'— detto Linz-BudwciS 200 fl, ö. W. S, 5>/<"/n - - - ,431'-434'— detto Ealzblira-Tirol 200 fl i>. W, S, ü"/„ . . . 422'- 424'— «remstal-Vahn 200 u, 2000 Kr. 4"/„........19«'—jl»l'— Gelb Ware Po« Zl»n<« zur Zahlung ill>«> n««mll» ListnbaljN'Priorität» ßbliga4 8«>ß^ 39 n« Franz Ioseph-Äahn Cm 1884 .div. Ct.) Silv. 4"/„ . . . 96 «l> 97 «s Galizischl, Karl Ludwig - Bahn (diu. St.) Eilb. 4"/„ . . . 9b'8N 96 80 Una.-aaliz. Bahn 200 fl. T. 5"/« »03 2i> <04'25 t»et!o 400 u. 5000 »r. 3>/l"/n 86 !i5 87 25 Vorarlberaer Bahn 0 4"/„ unssar. Rente in Kronen- währ, stfr. per Nasse . . 92'sk 93-u detto l» bo f! 18b 50189 50 Thcis,.Rea,-Lose 4"/„ . . . .,44^5>48 25 4"/„ ungar. Grundentl,-Oblig. 93'- 8.'!ü5 4"/„ lroat. u. slav. Grbentl.-Obl, »3 50 94H0 Andere öffentliche Nnlehen. Pllsu, Landc^AnI, idiv,) 4"/« «0'45 9145 Bosn.-Hcrcea, Eisenb. -Landes- «nlehen sd 4>/,"/„ . . 98-— 9S-- 5"/„ Tonan Ress, Anleihe 1878 ,03-- - - Wiener Verlehrs-Anl. . . 4"/„ 96tü 9? lb dettü 1!)<1<1 4"/„ 96 ,5 97 15> Vlnlehen der Stadt Wien . . inn ?l, 5 detto sInv.A,)u,I.i!)02 86- 97'- Börsebau Nnlchcn vcrlosb, 4"/„ 85 b' 96 b« Russische Staatsani, U. I. 190« f. l«0 Kr, p, K, . . 5« „ 93-05 96 55 detto per Ultimo . . 5"/„ 86 — 96 üo Vulg. Ctaats-HypothelarÄnI, 1892......6"/n «2055121 55 Geld Ware Bulg. Staat« - Goldanleihe 1907 f. 100 Kr. . . 4>/,n/n 87-3b 88 35 Pfandbriefe usw, Vlldcnlr,,nlll,,üst, i, !><>I,ul.4"/„ 9K-- 86-— Vühm, Hnpothelenb. ucrl, 4"/<> 97 30 8.<<-ü!> Zentral-Bod. Kred, Äl., üsteir., 45 I, verl.....4'/,",n 102'- — - detto <>5 I, verl. , . . 4"/n 87 25 88-25 ilred. Inst,, iisteir., f.Verl,-Unt. u. üsfcntl, Arb, Kat. ^. 4"/„ 9560 96-60 Lanbcsb, b. Kön, Galizien und Ludom. 57>/, I. rüctz. 4"/« 93 7b 94'7b Mähr. Hhpothelenv. vcrl, 4«/„ 86 60 97 60 N.-üsterr, Lande6-Hnp.-Unst.4"//i"/n 8« bn 8» 50 dctto K.-Schuldsch. vcrl. »'/,"/<> 88bn 88-50 dctto veil......4"/» 86-75 97-75 Ostcrr,-ungar. Ban! b« Jahre ucrl, 4"/„ «. W..... 98-50 9!>-5>) detto 4"/n Kr......9<>'80 8!» 20 Spar!,, Erste «st., «0I. verl. 4"/» 99-- — - Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Östcrr, Nordwestb. 200 fl. S, . 103-25 —-- Ttaatsbahn b<>0 ssr..... 40> - 407'— Lüdbahn ^ 3^/„ Jänner-Juli 500 ssr, spcr Et.) . . . 278-65 280 ^5 Slidbahn il 5"/, ^00 fl. S. o. O, 120-50 I2l 50 Diverse Lose. Yti;in«licht fost. 3"/o Bodeulrcdlt-Lose Cm, l880 267-- 273'' dctto Em, 188!» 261-50 2«? b« 5"/„ Tonau-Negnl,.Loie 10« fl 256- 262» Serb. Präm.Änl,p. 100 ssr,2"/„ 103 b« 1N9-5« Vnl>trziu»llche Lost. Ui!dap,-Basllila u b2'9^ Noten Kreuz, iinn. Oes. V. 5 fl. 26-75 28'75 Nudolf-Losc lN fl...... 68-- 72'- LlllM'Losc 40 fl, KM - , - 23I-- 241--lürl. E.-B, Anl-Präm.-Oblig. 400 Fr, per Kc>sse . . . ^86-- 187'- detto per Medio . . . 185-50 l 86-50 Gelb Warc Wiener Komm, Losc u, I, 1874 430- 5N0-^ Oew. Ech. d, .'!"/<> Priim,'Schuld v. Bodenlr.-Unst, Vm, 188!» ?i b0 7b'b0 Aktien. Pranupllrt'Zlnttmehmnngen. Aussig Teplincr Eiscnb. 500 fl. 2422-— 24üi'- Vl'limischc Nurddahn 150 fl. , 4U4-- 405'- Vnichtichrndcr ltüb, 50« sl, KM, !>8N0'— g!»«'- dctto süt, II, 200 fl. pcr Ult. 10«2 — 1070'— Tuüll» - Lampsschiffahrls - Ocs., 1., l, l, priv,, 500 fl, KM, I0N8-— ^Nti'— Lur.'BodcnIiacker «t.-B.'!00kr, 55»-— bs.y-- Fcrbinllndö'N°rbli.lY«N sl,KM, b130-- 5150'-Kaschau Obcrbcrgcr Eisc»I>ah» 200 sl, S....... 362'- 866'bN Ucmb,- l'- Östcrr, Nurdwestliah» 200 sl, S, 452 — 45?,'50 detto (lit. I!) 20N sl, S, V, Ult, 451'7b 455 75 Prass-Durcr Viscnb, 1<>ofl,al>nst, 223'— 224- Ltaalsciscnt,, ^00 fl, S, pcr Ult, 683 2b UU4'25 Lüdbahn 200 fl, Silbcr pcr Ult, 120'— 121 — Lüdnorddeutscnr Verbindunnüb, 2«0sl,KM...... 401-— 403^75 Transport-Ocs,, intern., U.-V. 200 Kr........ 114— 11»-— Ungar. Westbahn (Maab-Graz) 2»« fl. T....... 406-— 410- Wr, Lolalb.-Ultlen Ges. 200 fl, 205— 210'— Banken. Ansslo-Österr. Vllnl, 120 sl. . 297'— 288'— Hanlvercin, Wiener per Kasse ^ -— ^»^ dctto per Ultimo b!?'I>« k«8'bc> Bodeulr-Anst, «st,, :i00 Kr. , >««>!-— iu70'- ttcntr,.Vud..Klcdl>i, »st . llttU sl. 530'— b»4'-,Nrcdita»stal! für Handel und Oewcrbc, 160 sl., per Kassc -'— —'- dctlo pcr Ultimo «41'10 642 10 Nrcditlillül, „na. allg,, 20» fl. 7><4-— 745 — Trpositcnbaul, alla., 200 fl. , 4b4'— 4b6'— (tslomptc - Ocscllschaft, nieder- ostcrr,, 400 Kr..... 586-— 587'bo Giro- n, Kassciiveicin, Wiener, 20« fl........ 45k'- 45?'- Hhpotticlcnuani, Ust, 200 Kr. 5"/s, 287'— 289'-Ländcrbanl, »sterr., 200 sl., per Kasse....... —-— —>- dctto pcr Ultimo 4^850 432'50 „Mcrlur", Wcchselstul>,-Altien- „ Ocsellschaft, 200 fl. , . , 586'- 60«-- Osterr,.unnar. Nanl 140« Kr. 17b«-—17S0-- weld Warc Unwübanl 2N0 fl...... 544'— 545' — UlNimlmnl, böhmischr l«0fl. . 245- 246'- Vcrlchrsbanl, alln., 140 fl,. . 84,'— 341'— Induslr!e'ZlnltlNt!,«nnglN. AaussüsrNsch,, allss, üsl., 100 fl. 1!!?-— t40-— Vrül,ri Kuh!cul,crab,-«cs. Kiofl. 720'- 724'--ltiscndahiwcrlchr«-Anstalt, öst., 100 fl........ 402'- 404'5O Vlscubahnw-Lclhg., crst«, 1l»«fl. 2ii'— «n«'— ,,Elbcmi!l!l", Papiers, u. V.-G, 100 fl........ 198'— 200-— (tlcltr, Gcs,, allg, üstcrr., 200 fl. 398'— 40«'— ltleltr.-Ocscllsch,, intern. 200 fl. 58»' - 58550 Elcltr.-Ocsclllch,, Wr. in Liqu. 2282b 22'.» 2b Hirtcnbcrncr Patr-, Zündh. u, Mct,-Fabril 400 nr. . . 946'- 850 — Licsinncr Braucrci in« fl. . . 23<-— 2^4-— Montan-(«cs,, öst, alpine 100 fl. «k?-— «Ü8-— ,,Po!di-Hüttc", Tiegclgukstahl- ss.-A,-«. 200 fl..... 480'— 434— Prllgerltiscii-Indnstiic-Gescllsch. 20« fl........ 2663'—^673'— Nima- Muranh Salgo-Tarjaner ttisenw. 10« fl..... b>'»7'2b 558^5 3alg»Tarj. Steinkohlen 100 fl. 594'— b!»«-— „Schlüsslmühl". Pnp>erf.,200!l. 300'— —'— „Schodnica". «.-«, f. Petrol.- Industrie, 5><><» Kr. . . . 473-— 48»-— .,C!curcrmühI",Papicrf,u,V.G. 43»' - 440 — Trifailcr Kuhlcuw-G, 70 fl. . 273'— 2?«- — Tüll. Tabalrcgic-Ves. 20U Fr. per Kassc...... —-— —-— detto pcr Ultimo . . . 400— 4on 50 Wasfcns, wcs,, Vstcrr,, 10« fl. . 5KN- 55ü 50 Wr. Baugesellschaft, 10« fl. . . 148'-- 150'— Wienerbcrgc Zicgclf.-Vllt.-Gcs. ?,?-— 720 — Devisen. zurze Zich»«n nnd Kcheck«. AmstcrdN!!!....... 198'4b I9«'?a Leutschc Banlplätzc , . . . 117 .<,?^ ii7'5?' Italicnische Banlplähc . . . 85'25 85 42> ti752' Italicnischc Baolnotc» ... 95 15 8535 Nubcl-Noten....... 2-51" 2 5ü'- Ivon Rcnt«.,^.'.d^HfseiTepHoHiiitc», Aktien, JT« CV JÄÄ»y«Ä? i Privat-Depots (Safe-DepoHits) I Löwen etc., I>oviw