f ^ Nummer 27. Prttflu, Km 8. Juli 1900. XI. Jahrgang. PettauerZeitung. Erscheint jeden Sonntag. Preis fslr Pettau mtt Zustellung in« Hou«: Monatlich SO h, vierteljährig K 2.40, halbjährig K 4.80, ganzjährig K 9.—, mit Poftversendung Im Inlande: Monatlich Sü Ii. vierteljährig X 2 60, halbjährig K 5.—, ganzjährig K 9.50. — Einzelne Nummern 20 h. Handschriften werden nicht zurückgestellt, «nlündigungen dilligst berechnet. — Beiträge find erwünscht und wollen längsten« bi« Freitag jeder Woche eingesandt werden. Der Grazer Deutsche akad. Oesangbereln in Pettau. Der 30. Jnni und der 1. Juli waren für Pettau wahre Festtage. Der .Deutsch« akademische Gejangvere» in Graz" halte zum Ziele seiner heurige» Sängerfahrt Pettau gewählt und der diesem Vereine eigenthümliche frische Zug drückte allen Veranstaltungen der zwei Tage sein Ge» präge aus. Der PeUauer Männergesangverein zog unter Vorantragung seiner Fahne und den Klängen der vollständige» Capelle des Pettauer Musik» vereine» Sam»tag um 3 Uhr nachmittag» zum Bahnhose. Dort hatten sich zum Empfange der aesammte Aestausschutß mit dem Bürgermeister Ornig und Gymuasialdirector G u b o an der Spitze, der Gemeinderalh. der Turnverein u. s. w. und ein überaus zahlreiche» Publikum ei«ge« funden. Der «Schnellzug suhr, während die Musik einen flotten Willkomnitn-Marsch spielte, in den Bahnhos und nach den ersten Herrchen Begrüßungen der vielen persönlich Bekannten brachte der Pettauer Männergesangverein den lieben Gasten sein .Grüß Gott!" Der Deutsche akademische Gesangverein erwiderte mit seinem Wahlspruche. tan Gaudeamus, die Fahnen wurden grüßend geschwenkt und mit klingendem Spiele gieng e» in die im reichste» Flaggenschmncke prangende Stadt. E« war ein stattlicher Zug, der sich durch die Bahnhofallee, Ungarthorgasse. Florianiplatz, Bismarckgaffe, Hauptplatz, Herren, gaffe und Bürgergasse zum „Deusche» Berein»-hau»" bewegte. Überall wurden die Gäste mit Sllem Jubel begrüßt und schöne Frauen und lädchen warfen au« den Fenstern den Sängern Blumen. Im Hofraume de» neuhergerichteten Berein»hause» war gedeckt uud »ach der Fahrt mundete ein« Labung doppelt gut. Nachdem hier die Quartine bestimmt morden waren, würd« die Platzmusik vor dem Las« Osterberger besucht. Alxnd» war im Stadttheatcr Conzert de» Grazer .Akademischen". Das Hau» war aus-verkauft und stürmische Heil-Rufe schollen der lieben Sängerschaar — e» waren rund 60 Mann — entgegen, al» sich der Borhang um '/«8 Uhr hob. Der Berei» stand unter der Leitung seine» ausgezeichneten Sangnieister« B. Zack. Au» dem 12 Nummer» enthaltendrn Programm eine Au«wahl zu treffen hinsichtlich guter oder besserer Wiedergabe der Lieder, ist mit Rücksicht auf die durchweg» vorzüglichen Leistungen einfach »n-möglich. Wenn etwa« vielleicht hervorgehoben werde» darf, so ist die» eine alte Specialität de» Grazer Akademischen Gesangvereine», sein „Pia-nissimo". Herr S ch u l l e r wußte ebeuso sehr durch seine schöne, angcnehme und umfangreiche Baritonstimui«, wie durch seinen schönen Bortrag und reine Aussprache seine Zuhörer zu ent-flammen. Da« Programm setzte sich in folgender Weise zusammen: .König Ring" von Franz Mair; .Liebrosinch«»", ein altitalischeS Volkslied von Ja» Gall, vom Bereine mit vollendeter Zartheit wiedergegeben; .Beim welsche» Wein" von Karl Hirsch; b«i diesem flotten Trinklied glänzte da« erstemal der Solist, welcher hierauf einige Lieda au» dem .Eliland" sang. Er hatte eine glückliche Auswahl getroffen »nd brachte in zioei Abtheilungen die schönsten Lieder au« dem genannten Werke. Stürmischer Beifall wurde ihm zutheil. In dein darauffolgenden Preischor für den vom deutschen Kaiser gestifteten Wanderpreis: .Der Ritter und sein Lieb" von Erwin Schnitz Sigte der Berein in hervorragender Weis« seine ortragSkunst. Da» .Minnelied" au« dem Jahre 1240 von Adam d« la Hale, für Männerchor eingerichtet von A. Zander, errang mit Recht den größte» Beifall. Wie ein zarter Hauch drang der Sang zu den andichtm lauschenden Zuhörern; dieser im feinsten Pianifsimo gehaltene Chor ist fürwahr ein Meisterwerk der Chor» gksaiigSkunst de« D. A. G.-B. ES solgte die „Gothentreue" von Ha»S Wagner. dann H. Schulter mit der zweiten Reihe seiner Sliland Lieder, dar-auf die Horaz'sch« Ode „Ad kontern Banduaium" von Karl Löwe. Sehr freuten wir un« in dem nächsten Chöre die Lieder von Einil Maria Strininger vertont zu hören: .Leichtsinnige Wan-derung", ein Sang ans frohe» Burschentagen, sür Männerchor, Soli und Clavier von HanS Wagner. Da« sind so die rechten Lieder sür einen akademischen Gesangverein. Nach der .Mond-nacht" an» dem .Eliland" von Dub«» kam al« Letzter Chor .Deutsche» Reiterlied" von M. Plüddema»». worin d«r Grazer Akademische Gesangverein seine ganz« Begeisterung und sein« ganze Stimmgewalt loslegte. Nach dem sünsten Chorliede überreichte der Obmannstellvcrtreler de» Pettauer Männergesang-vereine«, Herr Han« P e r k o. dem Sangmeister Zack einen Lorbeerkranz mit schwar-roth-goldenen Bänder». Die gesammte Zuhörerschaft zollte der junge» Sängerschaar begeisterten Betsall, der sick nach der ätzten Nummer kaum legen wollte. Unmittelbar »ach dem Concerte im Stadt-theater wurde in den Saal de» .Deuschen Heim" gezogen, wo der Festcommer» stattfand. Der Saal ist für Pettauer Verhältnisse nicht klein, diesmal aber konnte» nur zwei Dritthcile der Einlaß Begehrenden Platz finde». Fünf Mit-glieder de» Deutsche» akademischen Gesangvereine» erschiene», so wie beim Einzüge i» voller Wich». Herr med. Pollak übernahm da« Präsidium und eröffnete den Cvmmer». Dann folgte» die officielle» Begrüßungen: Bürgermeisters Ornig mit den Gemeinderäth«n und Stadtamt beamten, Bezirksrichter Dr. Gla« mit alle» Gerichts-adjuncten, Gymuasialdirector G u b o mit den Professoren, Oberlehrer S t e r i » g mit den Lehrern und Lehrerinnen. StudenienkjeimauSlchnß. Pettauer Männergeiangverein mit Obmannstell» Vertreter P e r k o an der Spitze, Pettauer Turu» verein mit Vorstand Dr. T r e i t l an der Spitze. Pettauer Musikverein mit Vorstand Schulsiuk und Musikdirektor HänSgen, Ortsgruppen deS SchuIvereineS und der Südmark und alle deutschen Vereine von Pettau, Vorstand de« D. A. G.-V, Ehrenmitglied P o st l, Sangmeister Zack, Bürgermeister F e r s ch » i g und Bezirk»-richter Meixner von Rohitsch, Bürgermeister Kautzhammer von Frieda» K., ferner alle A. H., Active» und Jnactive» des D. A. G.-B., sowie alle erschienenen Gäste insbesondere die Frauen und Mädchen. (Brausende Heil-Rnse.) Als erster Redner begrüßte Bürgermeister Ornig »amen» des GemeinderatheS und der Stadt den Deusch-acad. Gesangverein. Hierauf sprach Ritter von Temnitzka vom D. A. G.-V.. der An-reger der Fahrt nach Pettau, der an Dr. Karl Sander eri»nerte u»d wehmuthsvoll ehrende Worte dem unvergeßlich«» Andenke» desselben widmete. Er schloß mit einem Heil der deutschen Siadt Pettau und ihre» deutschen Bewohnern. Hieraus richtet Direktor Gubo au den Akade-mischen Gesangverein seine Worte, welche Haupt» sächlich in der Würdigung seiner künstlerischen Thätigkeit gipfelte». Danu betrat der Pettauer Mänuergesangverein das Podium uud Obmann» Stellvertreter P e r k o richtete von dort au« in schlichte» herzliche» Worten seinen Willkomm«»» grüß an d«n Deutsch-akademischen Geja»gverei». Nach Absingung eine» beifälligst aufgenommene» Chors sprach Herr Dr. T r e i t l im Namen d<« Deutsche» Turnvereines Pettau den Dank für die Einladung aus und schloß mit dem Wunsche, das« den Gästen au« Graz der Aus-enthalt in Pettau eine angenehme Erinnerung sein mög«. StadtamtS-Borstand Eberhartinger begrüßte den Deutsch akademischen Gesangverein nomen« de» Studentenhtim>An»schnsse». Er wie» auch aus tue vollständig isolirte Lage Pettau» in nationaler Beziehung hin, gab aber der Znver» ficht Raum, das» der von de» slovenische» Wogen umspülte Fel» widerstaiidsfähiggenng sei» werde, »m die Stürme auszuhalten. Aus diesem Felsen wird nun als Sch»tzw«hr ein Deutsch«« Studentenheim errichtet und der Deutsche akademisch« Gesang-verein hat sich als Ziel seiner Fahrt Pettau geivählt, um hier zu Gunsten diese» Studentenheim« z» singen. Sowie seinerzeit ganz freiwillig die Grazer Hochschüler hier zu demselben Zwecke „Die Räuber" aufführten, ebenso sreiwillig stellte sich anch der „Deutsche akademische Geiangverein" in die Dienste der deutsche» Sache. Dass die Deut» schen Pettaus dem Verein« mit der vollste» Be» geisterung und Zuneigung gegenüberstehen, beweise der Besuch deS Concerte« and de» Commerses; denn was in di« Theater nnd diesen Saal hinein» gegangen ist. da« ist — hineingegangen I Endlich regte der Sprecher a», der Deutsche akadrinifche Gesangverein möge einmal in Graz sür da« deutsche Studentenlieim in Pettau sein« Lieder er» schallen lassen. Mit einem kräftigen „.Heil dem Grazcr Akademischen!" seitens dcs Studenten-heim-AuSschusst» schloß er. Al» letzter Redner trat Ehrenmitglied und Vorstand P o st l auf, der in launigen und herzliche,, Worte» den Dank der Grazer an all« Pcttauer, insbesondere an den FestauSschusS u. f. w. zum Ausdrncke brachte. Er war selbst genug okt FestaiiSschußinitglied, um zu wissen, wie der heutige FestauSschusS sich denkt: „Wenn's nur schon wieder fort wären!" Die Anregung seine» Voirrdner« werde im Schoße seines Vereines ernstlich iu Erwägung gezogen werd«». Wenn schon die einzelnen Reden z»r Heb»ng der Stimmung beitrngen, so geschah die« auch durch zwei vom P-ttaner Männergesangvereine mit seinen Dame» ge>u»gene gemischte Chöre an» Hosmann'« „Waldsräulein", welche meisterhaft ?um Vortrage gebracht wurde» uud reich«» Bei» all fand«». Nach dem letzten Redner schloß ined. Pollak den offirielleu Theil de» Eommerse« und übertrug das Hosviz-Präsidium dem Stadt-amt«vorsta»de Eberhartinge r. Wir »olle» un« darauf beschränke» seftzustcllen. das« die Stimmung in diesem Theil« de« Eommerse« keine«weg« sank: Solovorträge von Dr. L n k a «. Gesammtchöre de« deutsch-akademischen Gesang-vereine«. Kärntner- und Steirerquartette icdurch-weg« vollendete Genüsse lösten einander ab und al« der Hospu-Präse« un, halb 2 Uhr früh da« „Imtium fidelitatis" wrfünbete, war'« thatsächlich erst ei» Initium und keine«fall« «in Finis! Das« sämmtliche Theilnehmer aber im Verlauf« der Nacht doch irgendwann heim gekommen sein müsse», bewies der Besuch de« Frühschoppen« im Bolttgarten am nächsten Vormittag. Die Damen Pettau» gaben den Grazer Gästen eine» Fest-Frühschoppen. bei dem die meisten übrigen Festtheilnehmer erschienen und der an Reichhaltigkeit de« Gebotene», an fröhlicher Stimmung nicht« zu wünschen übrig ließ. Fräulein Gubo au« Pellau und Dr. Neu-hold au« Graz sammelten für da« .Deutsche Studentenheim" 120 Kronen. Krotestbersammlung. Über Einladung de« Handel«gremium« ver-sammelte» sich Mittwoch den 4. d. M. die deutschen Bürger der Stadt Pettau im Berein«-hause", um ihrer Entrüstung gegen die hemi-tückische Kampse«wcise de« „Slovenski Gospodar" Au«druck zu geben. Der Gremialvorstand Herr S ch u l s i n k begrüßte die zahlreich Versammelten und verwie« auf die stet« wachsende Erregung der Bevölkerung über die Angriffe de« „Gospodar" vom 14. Juni, wodurch da« Gremium endlich Veranlassung ge-funden habe, sich mit der Angklcgcnheit zu be-schäftige» nnd dir Versammlung einzuberufen. Nachdem Herr S ch u l f i n k zum Vorsitzen-den und Herr S ch a l o n zum Schriftführer gewählt wurden, ergreift Herr Schulkink neuer-ding« da« Wort. Der Redner venme« aus die Thatsache, das« die deutsche Bevölkerung in Pettau feit Jahren und allwöchentlich in den slovenischen Blättern angegriffen wurde. E« sei selbstverständ-lich überflüssig, alle diese wüste» Schimpfereien auf-uwärme». Wenn einzelne angegriffen werden, zmüfsen sie sich vertheidigen, da hat die Öffentlichkeit nicht« mitzureden, nun aber sei die ge-sammte deutsche Bevölkerung der Stadt Pettau eine« Verbrechen« beschuldigt worden, die Gesammt-heit sei daher auch verpflichtet, zur Abwehr »u schreiten. In Nr. 24 de« „Gospodar" wurde die deutsch« Bevölkerung von Pettau der Brand-teguug beschuldigt. Die Übersetzung der dieabe-züglichen Notiz lautet: „Deutsche Bosheit. E« wird davon gesprochen, das« da« dem Gregorec gehörige Wohn- und Wirtschaftsgebäude bei Pettau von böswilliger Hand aus dem ge g-nerisch -nationale» Lager angezündet worden ist. Traurige Zustände im nationalen Kampfe! Die Untersuchung wird ergeben, ob diese entsetzliche Nachricht aus Wahrheit beruht." Dieser Artikel involviert ein Bergehen und e« sei Pflicht der Versammelten, die Bestrafung de« Verfasser« zu verlangrn, denn nicht nur. das« die deutsche Bevölkerung in dieser Notiz aus da» gemeinste verleumdet werde, auch der Bauer werde aus die gefährlichste Weise auf-gehetzt, wodurch mit Rücksicht aus die am Lande herrschende Armut unter Umständen die schreck-lichsten Folgen entstehen könnten. Redner bean-tragt nun folgende Resolution: „Die heute den 4. Juli 1900 im „Deutschen Heim" zu Pettau versammelten deutschen Bürger aller Klassen der Stadt Pettau aeben hiemit ein-stimmig ihrer tiefsten Entrüstung Ausdruck über die Notiz des „Slovenski Gospodar" vom 14. Juni d. I., Nr. 24, worin die Deutschen geradezu beschuldigt werden, den Brand d«S G r«g o rec'schen Gebäude« bei Petlau in der Nacht vom Psingst-Sonntag zu« Montag gelegt zu habe». Die Ber-sammelten «rannen die Absicht, dir dieser Meldung de« „Slovwiaki Gospodar" inuewohnt, welche dahiu geht, die sloveuische Landbevölkerung gegen die deutsch« Stadtbevölkerung aufzuhetzen. Wenn nun auch der „Slovenski Goapodar" in der gebildeten Elaste kaum über Leser verfügt, so sind doch die aufreizenden Worte in diesem slovenisch-clericaleu Blatte geeignet, die leichtgläubige und minder gebildete Masse der Landbevölkerung so weit zu beeinflussen, das« sie diese Verdächtigung für wahr hält. Da sich nun tbatsächlich durch die zunehmende Verhetzung der Landkxvölkerung eine immer steigende Beunruhigung der Stadt-bevölkeruug wahrnehmbar macht uud solche bö«-willige Verleumdungen — systematisch fortgesetzt — die furchtbarsten Folgen haben könne», da weiter« die Deutschen eine derartige Beleidigung unmöglich ruhig hinnehmen können und dürsen, ergeht an den Vorsitzenden die Aufforderuug, von dieser H,NrüslungSku»d^tb»»g die k. k. Bezirk«haupt-Mannschaft Pettau und d«n löbl. Gemeiuderath der Stadt Pettau mit dem Ersuch«n umgehend zu verständigen, das« gegeu ei» derartig gewissen-lose« Vorgehen de« „Slovenaki Gospodar" da« Geeignete veranlasst werde, das« aber «»«besondere weg«» des Artikel« „Deutsche Bo«heit' in Nr. 24 vom 14. Juni 1900 die berufene Staat«geioalt gegen die genannte Zeitung behus« nachstchtSloser Bestrafung und Widerrufung der schändlich hinau«-gestreuten Verleumdung einschreite." Diese Resolution wird nach kurzer Debatte einstimmig angenommen. * * * Wir erhalten folgende Zuschrift: »Der Ge-fertigte hält sich au« freiem «»triebe zu der Erklärung ver p f li ch te t, das« er n i e-mal«, auch nur im Entfernt«sten d«m Verdacht« Raum gab. das« sein Hau« von „deutscher" Seite in Brand gesteckt wurde. Der Gefertigte hatte seit dem Bestand« seiner Gastwirtschaft stet« sowohl Deutsche, al« Slovene» zu Gäste», welche ihm immer gleich lieb und wert waren und auch ihn durch treue Anhüng-lichkeit ehrten. Er sühlt sich daher veranlasst, so weit e« in seinen Kräften steht, den vor-bemerkt« n böswilligen Au« st reu-un gen und Verdächtigungen umso mehrschärsstenSentgegenzutreten, da ihm bisher auch nicht da« geringste Verdachtmoment gegen irgend eine Person bekannt ist." I- Gregore tz. Loealnachrichten. (Sie Sloitnenbliitttr uni »er „Stajerc".) Wie vorau«zusehen war, sind die slovenisch-clericalen Blätter über d«n „Süyerc" ganz au« dem Häu«-chen und da sie am Inhalte nicht« zu mäkeln wissen, so stürzen sie sich auf die inserierenden Geschäftsleute und „nageln sie an." Fürchterlich! Nachdem ein Kaufmann seinen Name» im „Sugerc" 12000-mal unter der Landbevölkerung verbreite» ließ, kommt die „Südsteirische" und der „Gospodar" mit der großen Neuigkeit, das« dieser oder jener Geschäft«mann im „Stajerc" inseriert. O Du weise .Südsteirische"! Da» weiß ja ohnedies bereits jeder Bauer iu Unterfleiermark, denn es ist un« gelungen, bei einer Auflage von 12000 bereit« eine Abonnenteuzahl von 7000 zu erreiche». „Gospodar" und „Südsteirische" zu-sammengenommeu haben aber nicht einmal 3000 Abnehmer! Und während in der Verwaltung de« „Stiere" täglich 20—30 Abonnementaiisträge direkt von Bauern einlangen, hat der „Gospodar" bereit« über 100 Abnehmer verloren. E« ver-säume also niemand, im Stajerc" zu inserieren, dem einzigen Blatte, welche« unter dem Land- Volke wirklich verbreitet ist und vom Bauer ver- standen wird. r» fiiser Stau) Z»sef-Oy»,asia«s) in Pettau bringt au« der Feder d«« Herrn Director Andrea« Gubo einen hochinteressanten Rückblick ans die bi«herigen Schick-sale de« Pkttauer Landesgymnasium«. Wir ent-nehme demselben folgend« Daten: Nachdem der Gemeiuderath der Stadt bereit« im Jahre 1SS4 beschlösse» hatte, eine Mittel-schule in Pettau zu errichte», wurde endlich nach längeren Verhandlung«« mit dem L^ndesausschusse und der Regierung am 31. Juli 1869 ein llberein-kommen abgeschlossen, welche« folgende Bestim-munge» enthielt: Der steiermärk. Lande«fo»d übernimmt die Besoldungen der Lehrer und Diener, die Zulagen, Penstonen und Remuneration?» derselben gegen dem. das« di« Oberleitung der Schule, sowie die Ernennung und vorschrist«mäßige Be-Handlung der Lehrer und Diener dem La»de«auS-schusse zusteht und das« die Uuterricht«yelder in den Lande«fond einzubeziehe» sind. In diesen hat auch die Staat«subve»tio» jährlicher 3b00 fl. ein-zufließen. Die Stadtgemeinde Pettau besorgt und bestreiket di« Beistellung und «daplierung de« Schulgebäude« mit den nöthigen Lokalitäten, der Beleuchtung und Beheizung der für Schulzwecke bestimmten Räumlichkeiten, di« Anfchaffnng der ei forderliche» Lehrmittel (Tunrngeräth«) und alle sonstigen laufenden Au«logen Für die erste Ein-richtung der Schule und erste Anschaffung von Lehrmitteln zahlt die Stadtgemeinde 5000 fl. an den LaudeSfond. Zur Rachschaffung von Lehr-Mitteln und Bestreitung der Unterrichwerforderniffe bezahlt die Stadtgememd«. vom Schuljahre 1890 angefangen, jährlich 600 fl. an den LandeSfond. Die Anflöfung de« landsch. Real-Untergymuasium« kann nur durch einen übereinstimmenden Beschluß de« steierm. Landtage« und der Stadtgemeinde Pettau erfalgen. In diesem Falle sind die vor-haodenen Lehrmittel und Sammlungen der Stadt-gemeinde Pettau al« deren Eigenthum zur freien Verfügung zurückzu stellen. Der Bertrag ist feiten« de» Lande« unterzeichnet von St. Graf GleiSpach, Lande«hauptmann. Dr. v. Kaiserfeld, Laude«haupt-mann-Stellvertreter und Dr. Johann Fleckh. Lande«au«fchuß; seiten» der Stadtgemeinde Pettau von Dr. Franz Sttafella, Bürgermeister und von den Gemeinderäthen: Konrad Fürst, Anton Weinhardt, vitu« Sellinschegg. Georg Goriupp, Johann Bratanitsch, Franz Rodoschegg. Josef Zistler, Joses Bratschto. Dr. Krause, Ludwig Bauer, Johanu Sima, Ernst Eckl, Franz Strohmayer. Der Lehrkörper bestand außer dem Direktor Antou Fichna (Fichten^, au« dem wirk-lichen Lehrer Peter Ztonönik und Rudolf Gaup-mann, serner au« dem provisorischen Religion«-lehret Andrea« Kraner. Schon im zweiten Schul-jähre (68 Schüler) envie« sich die Anstalt al« lebensfähig. Die Stadtgemeinde Pettau erwarb nun durch Kauf (29000 fl. ö. W. und 70 Du-caten) da« in der Herrengasie Nr. 39 (29) ge-legene Hau« de« k k. Rittmeister« Karl Fila-ferro zum Zwecke der Adaptierung für da« steiermärkische landschaft. Real-Untergymnostum So wurde da» Pettauer Gymnasium gegründet, welche« sich zu einer au»gezeichneten Bildung»-stätte entwickelte, aber l«id«r auch zu «inem Zank-apfel politischer Parteien. Herr Direktor Gubo schildert un« in feffelnder Sprache die verschieden-artigen Bemühungen, welche im Laufe der Jahre gemacht wurden, deulscherseit« um die Anstalt auszugestalten und al« La»de«iastitut zu erhalten, slovenischerseit« um sie in die Hände de« Staate« zu spielen und dann zu utraquisieren, bi« e« endlich der außerordentlichen Thattraft de« Bürgermeisters und LandtagSabgeordneten Herrn Josef O r» i g im Vereine mit a»deren wohlgesinnten Mitglie» . dern de» Landtage« aelang, die Lande«vertretung von der Nothivendigkeit der Ausgestaltung de« Pettauer Gymnasium» zu überzeuge». Der von dem Reclor ver Universität. Professor T a n n e r, verfaßte und in der Sitzung vom 22. Februar 1898 vorgetragene Bericht und Antrag de« kombinierte» Finanz- und Unterricht«-auSschusse« würdigt vollend« die Gründe de« Antrage« Kokoschinegg-Ornig und hebt die Wohl« Meinung de« k. r LandeSschulrathe« in der Ange. legenheit hervor, die dieser in einer Note an den LandcSanSschus« zdn: Ausdrucke brachte. „«« bestehe nämlich sür ihn (Landf«schulroth) umso weniger ei» Grund, sich gegenüber den Bestrebungen der Stadtgemeinde Pettau ablehnend zu verhalten, al«, wie e« scheint, eine staatliche Beihilfe zur Deckung der au« der Vervollständigung der Anstalt vorenthaltenen Koste» nicht beansprucht werde» soll. Der k. k. Landesschulrath begrüßt vielmehr die geplante Errichtung der Ober-Gymnasialclassen mit umso größerer Freude, al« di» Gemeinde Pettau durch die Ausgestaltung ihrer Mittel-schule, die den Rame» Kaiser Franz Josef-Ober-gymnasium führen soll, nicht bloß ihrer opfer-willigen BildungSfreundlichkeit, sondern auch ihrer vaterländischen Gesinnung ehrenden An«druck gibt." .Ein selbständige« Untergymiiastum, setzte der Berichterstatter fort, ist eine Anstalt, die sich auf die Dauer nicht holten kann" und wie« die« ziffermäßig an der Abnahme der neu eintretenden Schüler in den letzten Jahren nach. Nachdem er die rühmenswerte Opferwilligkeit der Pettauer Stadtgenieinde und besonder« den überaus gün-stigen Umstand hervorgehoben hat, das« da« »eue Gymnasium in unmittelbarer Verbindung mit einem Studentenheim und dem weit bekannten kulturhistorischen Museum, dessen Wert auf 20000 fl. beziffert wird." sei« wird, wie« er »och daraus hin, das« „Pettau al« eiue kleine Stadt mit gesundem Klima und mäßigen Leben«, mittelpreiseu sich für eine Mittelschule trefflich eigne", hierauf wurde der Antrag Kokoschinegg-Ornig vom Landtage ohne Debatte angenommen. Dem Jahresberichte entiiehnien wir weilerS sol-gende statistische Daten: Die Gesammtzahl der Schüler im Schuljahre 1899/1900 war 183. Darunter neu aufgenommen 60. Während be« Schuljahres ausgetreten sind 39 Schüler. 28 Schüler stammen aus Pettau. 99 au« anderen Orten de« Lande«, 12 au« anderen Kronländern, 2 au« Ungarn und einer au« dem Auslande; 81 ivaren deutscher. 00 slovenischer und ein Schüler italienischer Nationalität. Me (Klassifikation zeigt abgesehen von der überraschend großen Zahl der Schüler mit IN. Fortgang«-klaffe sehr gute Unterrichtserfolge. IS Schüler erhielten Vorzug«zeugnisse, 92 ein solche« mit l. Classe, 13 wurden zu Wiederholungsprüfungen zugelassen, 12 erhielten II. und 9 Schüler III. ForMa»g«claffe Besonder« hervorzuheben ist der Erfolg der II. Elasfe, in welcher sämmtliche Schüler da« Lehrziel erreichten. iDer Mäniiergrsangvrrciu Petta«) unter-nimmt aw 15. d. M. eine Spritzfahrt nach Friedau zum Besuche be« dortigen Bruderoereine«, gleichzeitig mit dem Luttenberger Mäunergefang-vereine. Abfahrt mit dem Nachmittag«-Eilzuge. Sängerfreunde al« Theilnehmer sind willkommen I nach prltau.) Sämmtliche Ange-stellte der Südbahn-Werkstätte in Marburg, bei-läufig 2600 Personen, unternehmen am 29. d. M. mit zwei Sonderzügen einen Ausflug nach Pettau. (Der letzte „Gospodar41;) wurde wegen Angriffen gegen Pettauer Kaufleute über Ver-langen der Beleidigten und unter Intervention des Rechtsanwalle« Herrn Dr. Eduard Glantschnig ronsiScirt. (Für jene Abonnenten des „Stajerc"), welche wenig Gelegenheit haben, das Blatt den Bauer» zu vertheilen, übernimmt die Verwaltung de« ,,Stiere" selbst die Verkeilung. Eine Corre-spondenzkarte genügt zur Verständigung. — 3 — (Vtrschönrrnnß»- nn> Fremdenverkehr»-Verein.) Derselbe veranstaltet Sonntag den 8. Juli ein Concert der vollständigen MusikvereinScapclle im Schweizerhause. Ansang 5 Uhr Nachmittag. Eintritt 40 Heller. Familie 1 Krone. Militär und Kinder 20 Heller. Da» Eoncert findet bei jeder Witterung statt. (Her Zweiaverein prttan ita Verbände« alpenländischer Handrlsanzkstrllter) unternimmt Sonntag de» 15. d. M. einen Ausflug nach Schleiuitz bei Maiburg, wozu auch die Gönner de« Bereine« eingeladen sind. Die Fahrt ist für Mitglieder kostenlos. Die Theilnehmer versammeln sich um */»2 Uhr Nachmittag mit Abzeichen am Bahnhofe zur Fahrt nach Pragerhof. von dort per Wagen nach Schleiuitz. Rückfahrt um 7 Uhr abends. Gäste sind willkommen und werden er-sucht, wegen Beistellung der Fahrgelegenheit«» Pragerhof-Schleinitz und retour sich bi« längstens Mittwoch den 11. Juli beim Obmanne Herrn Franz Fasching anzumelden. < durch Ertrinkt«.) FranzP r o h a « k a. Lehrjuuge bei Herrn Aloi« K u k o w e tz. wurde am 1. d. M. um 2 Uhr nachmittag« beim Baden nächst der Mühle vom Wasser fortgerissen und ertrank. Der Leichnam wurde am 3. d. M. in Sabofze« au« der Drau gezogen und nach vollzogener AgnoScierung am dortigen Ott«fried-hose beerdigt. ch»rathe» gewaltsam zu Stande gebracht, unbekümmert darum, ob da» Volk, von welchem sie geivählt wurden, im wirt-schaftlichen Kampfe, im harte» Kampfe nm seine Existenz zugrunde geht. Ja. man fühlt sich förm-lich gezwungen, an den Kops zn greifen, ob an-gestcht« solcher Thatsachen diese böhmischen BolkSver-trete* »och ihre fünf Sinne beisammen habe» Au» dem Munde hunderttaujender von Ge-werbetreibenden haben e» diese tschechischen Helden vernommen, das» dieselben die eheste Geuehmi» g»ng der Abänderung der genannte» Paragraph? de« HansiergesetzeS seitens de» Abgeordnetenhauses erwarten und trotz gliedern haben die« die Handvoll tschechischer Fanatiker vereitelt, einzig und allein aus tschechisch-nationalem Fanatismus. In banger Erwartung sieht der Gewerbe-stand nun der weiteren Entwicklung entgegen, wa» da noch werden soll. Die Regierung unent-schlössen, die Gesetzgebung durch parteipolitischen und nationalen Hader uneinig und bi» in den Grund zerklüftet, der Gewrrbestand am Abqrunde feine» Bestände», so sieht e» in Oesterreich au». Wie lange derarartige Verhältnisse noch möglich sind, ist wohl leicht abzusehen. Und wa« die logische Folge derartiger Zustand« sein wird, liegt um so klarer auf der Hand, al» ja solche Zu-stände die tiefgehendste Anarchie im Volke, deflen Wohl und Wehe in solch' frivoler Weise prei«-gegiben wird, »ach sich ziehen mnß. Wäre e» angesichts solcher desolater Zu-stände nicht besser, wenn die Regierung sich zu einem raschen Eulschluss aufraffen würde und «inen derartigen Körper, wie eS unser Reichs-rath ist, der infolge vorgeschrittenst«» Marasmus absolut keine Lebensfähigkeit mehr erlangt, kurzer Haut» einsargen und die Bildung eine» neue», vielleicht radikaleren, aber nmlomehr arbeitsfähigeren Parlamentes durch Ausschreibung von Neuwahlen voruehmeu würde? Oder glaubt man, das» mit einem solchen, in allen Gliedern lahme» und vollkommen lebensunfähig gewordenen Parlamente überhaupt noch etwa» ausgerichtet werden kann? Vom Standpunkte des gewerblichen Interesse» müsse» wir diese Frage ganz entschieden verneinen. Unter den gegebenen Verhältnissen kann in wirtschaftlicher Beziehung — und die» wäre wohl im eminentesten Staat»interesse ge-legen — gar nicht» erreicht werden. Da» g e-w e r b l i che Interesse erheischt heute mehr denn je «ine gesunde, den technischen Forlschritten so-wohl, sowie «ine dem Zeitgeist? entsprechende Wirtschaftspolitik, inSbesouder« in gewerblicher Beziehung. Diese liegt aber auch im eminenten Interesse de« Staates, weil derselbe auch infolge deS wirtschaftliche» Niedergänge» deS Mittelstandes einer Auflösung entgegen-geht. Die», glauben wir, wäre die erste und wich-tigste „SlaatSnothwendigkeit". Jnsolange aber hier nicht Wandel geschahen wird, insolange man dem rapiden wirtschaftlichen Niedergänge maß-gebenderseiti» unthätig zusieht und hiefür nicht« andere« al» höchsten» tröstende Worte und den Z 14 hat. aber nicht de» Muth findet, in solche Verhältnisse «ntschieden einzugreifen, insolange der Gewerbestand dem heute mehr als je ausgearteten Speculantenthum schutzlos preisgegeben bleibt, insolange hat auch der Staat das Recht verwirkt, vom Gewerbeslande irgend welchen Beitrag zu seinem Haushalte, beziehungsweise zu seinem Be-stände zu v«rlangen. Darum sott mit dem durch und durch kranken Köiper, an dem jeder HeilnngSversnch vergebliche und verlorene Mühe ist. Nur die N e u g «st a l-tung de» Parlamente» kann vielleicht »och in später elfter Stunde wieder gut mache», wa» bisher versäumt und an dem arbeitenden Mittelstande verbrochen wurde. Der Gewerbestaud muß daher ganz «ntschieden auf die eheste Auslösung de» gegenwärtigen Par-lamente» beharre», wenn überhaupt die wirtschaftlichen Reformen noch von Nutzen sein sollen. Ei» alle» Sprichwort sagt: „rasche Hilse ist doppelte Hilf«' und die braucht der Gewerbe-stand ganz Oesterreich», soll derselbe nicht der vollständigen wirtschaftlich«» Auflösung entgegen-gehen. Ein Großtheil de« Gewerbestaude« ist ohne-hin seit dem vergeblichen 20-jähriacn Existenz-ringen der Gewerbetreibenden wirtschaftlich von staatüwegeu zu Grunde gerichtet und in die große Armee der Proletarier hinüber gedrängt worden. Soll auch der heute noch bestehende dahiukommen ? DieLosuug de»G«werbesta ndeS muss daher die Auflösung de» gegenwertigen »ichtSwerten un-produktive n Parlament«« sein DaSseb« bedarf einer Erneuerung undAuffrifchungdurchNeuwahlen. Nur von einem neuen BolkShaufe kann der Gewerbe stand möglicher Weife di« Erfüllung feiner Exi-stenzförderung erhoffen. Darum Auflösung des Parlamente« und Neuwahlen! Humoristische Wochenschau. Letzten Donnerstag begab ich mich nach Marburg, um den „Slovenski Gospodar" zu konfiscieren. Dir Klage hatte ich fix uud fertig in der Tasche, nur die Ehrenbeleidigung fehlte »och, aber ich hoffte selbe bestimmt i» den Spalten de« liebenswürdige» Blatte« zu finden. Zu DiotiyfoS dem Tyrannen schlich Möros, den Dolch im Gewände! Da die Klage vor 6 Uhr überreicht werde» mußte, wenn die EonfiScation noch Donnerstag ersolgen sollte, so war et nothwendig, rechtzeitig ein Exemplar der Preßbestie herbeizuschaffen. Ich begab mich also in die Ver» waltung de« „Gospodar" und frug scheinheilig, »m welche Stunde ich 20 Exemplare erhalten könnte. 20 Exemplare verlangte ich darum, weil diese lieben Leutchen ganz den Kopf verliere», wenn sie einmal ausnahmsweise 20 Stück ihre» Käse« blatte« absetzen. Eine holdselige Ladenma insell, mit welcher ich die Ehre hatte, zn sprechen, ver-sicherte mich, die zweite Form sei leider noch nicht in der Maschine, (o je die schäbige Auflage) aber in einer halben Stunde könnte ich die Blätter haben und ich erhielt sie endlich sauber in Papier eingemacht uud mit Spagat umwuiideu, ohne das» jemand ahnte, dass der Herausgeber der „Pettauer Zeitung" und Mitredacteur de« „Stajere" beim „Gospodar" auf Besuch war. Nun gieng'S im Laufschritte in ein nahe« Eaf6-hau«, wo eiuer von 20 mit fliegender Hast durch-studiert wurde. Hurrah! Richtig haben die lieben Leute sämmtliche Pettauer Inserenten de« „Suyerc" „angenagelt." Abermal» Laufschritt zum Herrn Dr. Glantfchnig und dann zum Strafgerichte! Herzlichen Glückwunsch geehrte Herren College» in Marburg! Der Übergang von einer Preßhestie zur andern ist leicht. Da» Marburger Regierung»-organ, „Südsteirische Post" genannt, macht ven Kaufleule» in seiner letzte» Rummer eine glän-zende Reklame, wenn auch in etwas drastischer Form. Jedermann in Uutersteiermark weiß, was «S bedeutet, von der „Südsteirische»" beschi mpft zu werde»; ei ist die« soviel al« ein Adelsbrief und eine kräftige Anempfehlung bei allen an-ständigen Lenten und deren gibt eS Gottlob noch viel mehr al« wie Abonnenten der „Südsteirische»". Plüß-Stauser-Kitt, da» Keste zum Kitte» zerbrochener Gegenstände, ä 30 und 50 Pfg., emfiehlt: Ädolf Z t l l i N s ch t 9 g, pettau. >000000000000000* PETTAU, Buchhandlung •ich aller empfiehlt Journal«, _________, _______B. werke, Bücher tu den Original-Laden _____Besorgung Zeitschriften, Lieferungs- preisen ohne jedweden Aufschlag für Porto u. dg. Zeitschriften, Lieferung«-werke werden regelmässig zugestellt Auch Musikalien werden schnellstens besorgt. WTI.HTiI.Hf BLANKE, PETTAU. 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Und frage» Sie dann nach dem Preise Ob e« nicht gar zu theuer wär', Dann tönt e« ringsherum im Kreise: So billig war'ö noch nie aus Ehr', Da» beste Radel in der That, Da» ist und bleibt da» Styria-Rad! Niederlage: BrNder Slawitieh, Petta«. — 6 — uM'iniiiu«iM, ur "»' Buchdruckerei Wilhelm ßlaake, JPettau, Hauptplatz 6 eingerichtet mit Motoren-Betrieb, Äsn neuesten Maschinen und modernsten Lettern, empfiehlt sich zur Uebernahme aller ßudidrnck-Jirbeiten, aß: Geschäftsbriefe, Rechnungen, Quittungen, Facturen, Tabellen, Circulare, Prospecte, Preiscour ante, Adresskarten,Brief köpfe, Einladungskarten, Liedertexte, Programme, Yisitkarten, Tangordnungen, Statuten, Speisen- und Getränke-Tarife, Yerlobungs-und Vermählungskarten, Placate, Sterbeparte, Jahresberichte etc. Uebernahme des Druckes von Broschüren und Werken. Mgene Buchbinderei. ninimiii '• - » 4TATÄTÄ STsXTX XtXIXiX 3*- r H- ZI 3U_ S £ 2?— K «— 1L 5f- El ir %— 9- Fleijch-Preise in Heller. Snu in Kleischer» verghau« Äafp« Roffdr «arl Petovar Antonie Peflerl Maria Limenberyer Johann Weihenfinn Hugo Z « «iabffeisch || tat» »IM «He if« «1 T 1 1 L SJ -6 s° o a O) | <4 g ?* 3»_ 5> Danksagung. Der pettauer Männer-Gesang-Verein erlaubt sich hiermit Allen, die anläßlich des Besuches des Grazer deutschen academischen Gesangvereines zum Gelingen des Festes beigetragen haben, den besten Dank zu sagen, insbesondere der löbl. Stadt-gemeindevertretung, den hochverehrten unter-stützenden Mitgliedern und den geehrten Damen für die Veranstaltung des höchst gelungenen Frühschoppens. Pettau, am 6. Juli 1900. Die Uereiaileitaag. velttdSxnm«»- «ad Treadci-Uerkebrf'UereiR ia Pcttaa. iiir ftemde Sommerparteien werden z? möbline Aodnungen tn der Umgebung Venau sogleich gesucht. Antrage find an die Leitung der Fremdenverkehrs-Abtheilung, Herrn Jwf «tpalll. )n richten. Z. 8867. Kundmachung. Am 19. Juli 1900 8 Ahr Früh wird in Frieda» eine Pferde-Prilmiining staltfinden. Laut der Kundmachung der k. k. Gesellschaft für LandeSpferdezucht in Graz werden a) für Mutterstuten mit Saugfohlen....... 490 Kronen b) für junge Stuten mit 3 und 4 Jahren .... 240 . c) für 2 jährige Stntfohlen.......... 220 „ d) für 1 jährige Stutfohlen ..........170 „ Zusammen 1120 Kronen vertheilt werden. Außerdem kommen noch silberne Staat«medaillen. Diplome und ehrende Anerkennungen zur Bertheilung. Für Pferde, welche zur Prämiirung vorgeführt werden, müssen Biehpäsfe beigebracht werden. Bi« aus die 1-jährigen Fohlen find sämmtliche Pferde an der Trense vorzuführen. Die Pserdezüchter werden auf diese Prämiirung aufmerksam ge-macht und eingeladen, sich daran zu betheiligen. Stadtamt Pettau» am b. Juli 1900. Der Bürgermeister: I Grnig. — 10 — O » LV^ht i n dea Diite! 'Mseclcn em"* ech. 'N der Tla$d)C! '*>as ist diewahrhaftuntrügliche, radicale^ilfe gegen jede und jede Insecten-Plage. Petti,: ifef a»fi«ir. a«z Behrtalk Lepsscha. Brlktr IRaaiftttr. I. fflitgtftaatr. 8. SiWtUf. F. «. vchM>». «vilf ««»wschegg. R. Wratschk» Frieda»: AleiS Marti«;. „ Oih«. Diermayr. »ansbitz: Vialca- K viese« & Sohn. «i»d..F«istritz: F. Stie,er S-Tohn 8r««z S»P>ik. . «ase» & S, Stieg« & P. a«»t«b,rfcr. 8«t( Sopatsch. ». Piater BAD Bewährte Heil statte tiaMagat^liedcH seAlittttttttllftlli u. Nierenleiden, ftiekerhamruhi; Proepecte durih d«n Dirtctor. Südbahnatation: Pöltech ach. R«h«n-iü{ehl. PRACHTVOLLER twpfcataxtfc*, SOMMER AUFENTHALT.«*« ___ Hauptvertretung: J.Trojan, Graz, Landhaus. - ijg^——— ~ i Clavier-Niederlage Leihanstalt Berta Volckmar staatlich geprüfte Musiklehrerin Marburg, obere Herreug&8se54, Parterreiocali täten (gegenüber dem f. I. TtaatSgymnasium) empfiehlt ta «rSflter Haiwahl neue kreuzsaitige Mignon, Stutz-u. Salonflügel, Concert-Pianino in Rustholz politieri, amerikanisch matinuss, gold graviert, __U schwarz imit. Ebenholz, sowie >ium) M WWSWMWMSZ Warml«lhung. Der der Stadtgemeinde Pettau eigenthümliche WEIN-KELLE im Steufh&as-Ctob&ude ist vom 1. 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Das geschah zwar banste, denn Doktor Ernst Hildebrandt und Oskar von Helm hatten überhaupt grundverschiedene Ansichten, trotz-dem — oder vielleicht gerade, weil sie lnnigc Frennd-schast verband. Nur war der Meinnngsanstansch selten so heftig gewesen wie heute. Und worum ? Ueberfliisstge Frage eigentlich, wenn man dem jüngeren in das ausfallend hiibsche, lebensprühende Gesicht blickte — natürlich wieder um eine grau. Salb ärgerlich, halb belustigt, denn sehr ernst konnte OSkar von Helm eigentlich nie werden, sah dieser aus den Gefährten. »Weih der Himmel, was in dieser korrikten Seele sür ei» Widerspruchsgeist steckt!' rief er. .Mit welchem Rechte machst Du mir eigentlich Vorstellungen? So viel ich weiß, bist D» weder mein Bater. noch meine Mntter, weder Vormund, noch Bruder, sondern nur —" .Nur Dein Freund,' fiel ihm der junge Arzt mit ernster Be-tonung in die Rede, .nnd als solcher sage ich Dir: Wen» Du diese Frau heiratest, gehst Du seelisch zu Gruude. Frau Eva Wernitzkh ist nur eine schöne Sülle, ohne jeglichen Sern. Was Du dafür hältst, ist Schein: ste ist kokett und herzlos und —' .Halt!' rief Oskar aufspringend. .Ich leide diese Sprache nicht. Ich liebe Eva ausrichtig.' Der andere zuckte die Achseln, dann huschte über da» ernste Gesicht ein leise» Spottlächeln. Wie oft hatte die» leicht ent-stammte Herz wohl schon .aufrichtig' zn lieben geglaubt. .So beweise eS,' entgegnete Hildebrandt. .Bleibe der schö»en Witwe einige Zeit sern, und wenn Du dann noch dasselbe Gefühl sür sie hegst, will ich Dir glauben. D« bedarfst einiger Zeit der Ruhe »nd Erholung: da Fra» Eva in ein Modebad geht, ist eine Trennuttg »na«ssällig. Ist Deine Liebe echt, wird sie die kurze» Woche» doch sta»dhalte». Oder glaubst Du, ihr diese Prnsnngs-zeit nicht zumute» zu dürfen?' Oskar s»hr a»s. Der kleine spöttische Beigeschmack der letzten Worte war ihn, nicht entgangen »Ich liebe Eva über Zeit und Ewigkeit,' versicherte er mit mehr PathoS, al« nötig gewesen wäre, und Ernst lächelte wieder sein gutes, erustrS Lächeln dabei. Wer die Stärke seiner Liebe mit solchem dramatischen Nachdruck in die Welt posaune, ist noch nicht völlig in ihrem Bann; um so leichter war es, ihn aus den Banden der koketten grau zu lösen, die eine so gefährliche Macht auf de» junge» Man» ausübte. „Also Tu versprichst mir. Dich erst ernstlich zu prüfen,' bat Ernst, die Hand ans de» Arm des Freunde» legend Oskar lachte. Er lachte immer, wenn der junge Arzt so ein-dringlich um Dinge bat. die ihn eigentlich absolut nichts angingen, aber die» Lächeln stand den schönen Züge» ganz besonders giu. ES ist kein Wunder, daß sich alle Weiber in ihn verlieben, dachte Ernst, neidlos das liebenswürdige Gesicht betrachtend. Schön! Pah! Das konnte» huudert sei», aber so lächeln, mit solche» Augen sich in die Seelen hineinschmuggeln, das brachte kein an> derer fertig. .Schade!" sagte er. .Wa» ist schade?' fragte Oskar. .Daß Du keine Eltern mehr besitzest.' Oskar schnitt eine kleine Grimasie. »Dieser unmotivierte, tragische AnSrus soll mir wohl wieder eine moralische Verkommenheit vor Ange» siihrr«, natürlich!" rief er lustig, .leider bin ich schon so verderbt, daß mir gä»zlich da» Verständnis für meine tranrige Lage mangelt. Gieb's endlich auf, alter Junge, meine LebenSansichten von Grund ans zn reformieren. Du kriegst eS doch nicht fertig. Ich kann einfach nicht a»ders. als das vielgeschmähte Erde »dasein ganz famos zu finden, ich bin jung, g^t fituiert »nd schließlich — ob auch elternlos — doch im Besitz eines Echntzengels, der, wenn er auch manchmal herzhaft brummt, wie eben jetzt, meine dumme» Streiche gütigst korrigiert oder — verzeiht. Ernst, Freundchen, ist denn das letzte heute gar zu schwer? Ist den» mein Verbreche, w-rklich »»sühnbar?" Er sah dem Goiährte» übern- !ig tt ie Au®f)i, drehte sein goldenes Bärtchen »nd griff nach einer tLigau-* Ernst seufzte E« war gar Nicht möglitk- .nit dem schönen Schmetterling ein »rnsteS Wort zu reden, «ei jedem derartigen Versuch entfaltete er seine glänzenden Flügel und statterte davon. Ein scherzhaftes Wort und die ernsteste Sache war abgethan. Der junge Arzt, von einer peinlichen Gewisseichoftigkeit »nd Pflichttreue durchdrungen, verstand uoerhaupt de» Freund in vielem Dinge» nicht So war es vor allem eins, was Hildebrandt im höchsten Grade mißbilligte: Oskars Berusslosigkeit. Für die Lffi zierslaufbahn bestimmt, mit allen Gaben, dir eine» guten Lol date» bedinge», ausgestattet. hatte der ju»ge Helm das Unglück gehabt, mit dem Pferde zu stürzen und sich den Arm derartig z» verletzen, dar. er die militärische Carriere ausgeben mußte. Ernst Hildebrandt, der »ach Empfang dieser Narf,richt bestürzt »» dem Frettiide geeilt war. fand statt des Trostbedürftigen einen sehr wohlgelaunte» Menschen, der ans dcS Doktors bekümmerte Frage: »Was nun?' seelenvergniigt die überraschende Antwort gab: .Nichts!' .Du kannst doch nicht nur Deinem Vergnügen leben?' war seine Entgegnnng. Aber Oskar hatte ihm aiiSkinandergesetzt, daß er sich sür be-sähigt hielt, sein Leben sehr befriedigend auch ohne Berns zu ge-stalte», de» er sich »och dazu erst mühsam schaffen müsie, indem er alle Vorstellungen vom Wert der Arbeit rnndweg als Phrase erklärte. Hildebrandt schüttelte bedenklich den Kops, »nd er hätte ihn noch bedenklicher geschüttelt, wenn ihm gesagt worden wäre, daß die Ideen von der „schönen Ungebimdenheit' hauptsächlich Frau Eva» krausem Lockeitkopf entstammten, die etwas herausk'rdernd geäußert hatte, sie beanspruche die Liebe und das Interesse ihres zukünftige» Gatten „uneingeschränkt". So war es immer gewesen und so war es anch heute: der gut mütige. pedantische Ernst predigte tauben Ohren, nnd er mußte schließlich froh sein, daß er von dem unzugänglichen Freunde wenig stens das Versprechen erhielt, vorläufig keine» e»tscheide»den Schritt zu thu». Er muß sort, er vinß andere Eindrücke erhalten, sagte sich Hildebrandt besorgt, als er sich von ihm trennte, und Oskar sah ihm belustigt nach. .Der gute Junge! Eigentlich hak er seinen Berns als ttinder-uuchme verfeylt! Jetzt denkt er. meine Pläne durchkreuzt zu haben. Pah. was weiß dieser nüchterne Mensch von Liebe?" Und er klingelte seinem Tiener und befahl ihm, da» schönste Rosenbouauer. das in der ganze» Stadt aufzutreibeu war. zu be« sorge». Er sühlte de» inneren Traug. sich für das abgezwungene Versprechen durch doppelte Liebenswürdigkeit bei Frau Eva schad-los zu halten. • » Oskar von Helm ging mit verschränkten Armen in seinen hüb-scheu Zimmern, in denen es augenblicklich grausam liederlich anS-sah, ans nnd ab nnd pfiff. Er war sehr wohlgelannt, das sah man dem f •' 1je» Glicht deutlich an. Er lächelte immer, wenn sein Blick ans Fritz, den Diener, fiel, der mit Packen beschäftigt war, und Fritz schmunzelte dann als Entgegnung wieder. Es war eigentlich kein Grund zur Heiterkeit da, wenigsten» kein sichtbarer sür Fritz, aber der freute sich doch immer, wenn er seine» hübschen, fidelen Herrn betrachtete, der stet» über eine offene Börse nnd ein lnstigeS Wort verfügte. Als er aber aus die für einen Diener gewiß berechtigte Frage: „Befehlen der; gnädige Herr auch, daß der Krack eingepackt wird/ ein schallendes Gelächter erhielt, da wurde er doch etwas nach-denklich. Was war denn bei dieser Frage zu lache»? Als wohlerzogener Diener sprach er das natürlich nicht ans. aber er grübelte viel darüber, ohne jedoch des Rätsels Lösung zn finden. Die Sache verhielt sich nämlich folgendermaßen: Oskar ging sozusagen in die Verbannung, und daß er, der — nun, er konnte es sich offen eingestehen — verwöhnte Liebling der Damen dies freiwillig that, machte ihm ebensoviel Spaß. Das kleine Dorf nebst dazn gehörigem Gute Ramelingen, wo er „zur Erholung-feine vier Wochen abzusitzen gedachte, schien ein schauderhaftes Nest zu sei»; sein glücklicher Besitzer war ein Herr Hollmann, den Oskar persönlich kannte, da er mit desien Gattin in einer weitläufigen verwandtschaftlichen Beziehung stand. Hier hatte er sich nun als Pensionär angemeldet. Trotzdem er schon längere Zeit in keinem näheren Verkehr mit der Familie gestanden hatte, wußte er doch noch zu gut Bescheid mit den dortigen Verhältnissen. Keine Bahn in der Nähe, die nächste Stadt stundenweit entfernt, nicht 'mal ein Pastor im Ort, keine Güter meilenweit ringsum, wo ein Umgang möglich war --es mußte ein Eldorado an Langeweile fein. Es war doch eine glänzende Idee, dem guten Ernst, der natürlich erwartete, er würde durch interessante Gesellschaft Hals über Kops Frau Eva vergeffeu, beweisen zu können, daß seine Gedanken ausschließlich bei ihr weilten. Er hätte ebensogut in ein Bad gehen könne»; aber das wollte er nicht. Der Verlauf so einer Reise war ihm zu bekannt. Und wenn er sich zehnmal vorgenommen hatte, zurückgezogen zu leben, man wurde doch unversehens in eine Unterhaltung gezogen. Hub wen» es der harmloseste, älteste Herr der Welt war und, laut Badeliste. ohne den geringsten weiblichen Anhang, ohne Damen ging es schließlich doch nicht ab. und natürlich waren auch junge, hübsche darunter, mit denen man natürlich einen Ton reden mußte. Und wen« dann natürlich mit der Zeit ein paar Worte mehr wur-den, so nannten das rohe Gemüter nach ihrer plumpen Ausfassung gleich: Kurmacheu! .Ja. ja. Freundchen,' schmmyelte er in sich hinein, „schade, (»tntrnl dcr Infanterie von TreScko» f. (TOIt *Ht.) Dir neue Rheinbrücke bei W«rm6. «Mit Xf{t.) daß ich nicht Dein verblüfftes, ehrliches Gesicht sehen kann, wenn Du meinen ersten Brief erhältst." Nun war der eine, nicht allzugroße Koffer sertiggepackt, Fritz sah förmlich bekümmert in den so wenig geleerten Kleiderschrank und schüttelte dann wehmütig den Kopf. „Auf so lange Zeit man bloß die paar Sachen »nd so 'ne Menge Bücher." Das war »»normal für seinen Herrn »nd vetriibt überlegte er, daß der gebrochene Arm doch schlimmer auf den Patienten ein- __wirkte, als er anfänglich geglaubt hatte. Doktor Hildebrandt brachte den Abreisenden selber auf die Bah». Als er ihm ein eindringliches „Amüsiere Dich gut!" mit auf den Weg gab, antwortete Oskar mit einem wahrhaft dlaboli-schen Lächeln, wa« jedoch dem Abschiede nichts von feiner Herzlichkeit raubte. Fauchend trug der Zug den jungen Mann feinem neuen Aufenthaltsorte z». Sein vorläufiges Ziel war eine sehr kleine Station. Mißtrauisch musterte er das einzige dort hal-tende Gesährt mit einem bejahrten Schimmel, dem ei» jugendlicher Rosse-lenker fortwährend gut zuredete. nicht durchzu-gehen, obgleich der Schim-melgreis auch nicht da» leiseste Verlangen danach verriet. OSkarS Verdacht bestätigte sich: daS war Ramelinger Fuhrwerk, dem die schöne, aber wie eS schien, etwas schwierige Pflicht oblag, den Gast ans das Gut zu befördern. Gottergeben stieg er in das Wägelchen, und gottergeben ließ er, einmal darin, alles übrige über sich ergehen. Es ergab sich, daß der ehrwürdige Schimmel doch nicht so übetrieben friedfertig war, als er fich gezeigt hatte. Beherzt lief er den Waldweg ent-lang und zwar mit besonderer Hartnäckigkeit über Wurzeln »nd Steine, wobei der bejammernswerte Wagen verschiedene tiefe Ein-blicke in sein zerrüttetes Innere gestattete. Einmal muß es doch ein Ende haben, dachte Oskar stöhnend, und richtig, „einmal" hatte es denn mich ein Ende. Aufatmend sah er endlich ein Dörschen vor sich: Ramelingen. Man fuhr den Garten entlang, ehe man in den Hof einbog. Das sah ja sehr ansprechend an». Blühender Flieder, grüne Rasen-flächen, Sonnenschein darüber. Neugierig schaute Oskar durch die Zweige einer Birke ans den Hos. WaS für ein hübsches Bild: ein junges Mädchen, Hühner, Enten nnd Tauben fütternd Wie das alles flatterte, schluckte, schnatterte »nd gluckste nnd sich überstürzte nnd gierig die Futter-wenderin umringte. Und inmitten der gesiederten Schar das schlanke, jugendliche Geschöpf mit dem anmutige», blouden Kopf: die Mamsell natürlich. Vor den, einfachen, aber gemütlich und freuudlich auSseheudeu Herrenhaus«? hielt der Wagen. Oskar wurde vo» einer älteren, munteren Dame, Fra» Hollmann, mit herzlichen Worten will- komme» gC' heiße». Der sonst so gewand-te Mann wurde ver legen. Ihm kam plötz-lichzumBe-wußtsein, daß er ver-gessen hatte, ob er die Tante D» oder Sie anzureden habe. Jr-gendeinFa-milienfest, bei dem es + 107 * ♦ rgsflflitncn war und wo er mit verschiedenen ent Meit Bruderschaft getrunken haltc. tauchte ihin Iitnisse aus. Vorsichtig wartete er die Anrede der liefe aber dieselbe Taktik befolgte, so drohte daS r Weife objektiv vt werden, die ihn befürchten nicht mehr vom Fleck zu kommen. Ta nahte die Erlösung ans diesem »»persönlichen stalt eines noch sehr jugendliciie» Mädchens, das iöpsen nnd hochroten Wangen ins Zimmer stürmte, tr zu. Sie schüttelte dem Verblüfften kräftig dir mit der den Backfischen eigenen Mischung von Keck' Rast. Nach d«m Gtmälde vo» H Lindknschmitt. 'hig. „Tante. Tu — Du hast doch uicht etwa Besuch?' fragt» er ängstlich. „Besuch? Nei». Du weißt wohl, LSkar, wie abgeschlossen wir hier wohnen. Aber solche» Leben finde ich schrecklich. Ich habe jetzt einige junge Mädchen zum Erlernen der Wirtschaft hier" Dir Dame lachte vergnügt. «Nicht wahr. Oskar, das ist eine Ueberraschnng für Dich. Die jungen Damen sind alle ans g»ten Familie»; ich glaube, sie versprechen sich sehr viel von dem nencn Hausgenosien. Nun, Oskar, wa» sagst Du dazu?' „Ich — ich," stotterte der junge Mann. «Ach, und eine davon ist bildschön," fuhr die redselige Dame vergnügt fort, ahnungslos, was für Schreckbilder ihre Worte bei dem Neffen her« vorriefen, .eine Generaltvchter — nnd reich, reich? Oskar, hörst Du nicht?" .Tante!" flehte O»kar, «bleiben die alle hier — so lange ich mich in Ramelingen anf-halte?' „Gewiß," nickte die laute fröh-lich. .Da hast Dn ein reiches Feld zur Bethätigung Deiner Galante-rieu. Den armen Mädels ist eine kleine Unterhal-tuug zu gönnen, sie haben hier gar kein Vergnügen. Und ich bin auch nicht so, daß ich an jeder kleinen Neckerei Anstoß nehme.' Oskar stöhnte. Bier Wochen lang fünf junge Mädchen unterhalten! Und alle hier im Hause! DaS ist ja schlimmer als eine ganze Ball-saison, dachte er schreckensbleich. „Ja, wie ge-sagt," fuhr Frau Hollmann »»be-irrt fort, «Fräulein Rosa von Pranken ist eine vorzügliche Par-lie, Oskar, wenn Du die —' Da sprang OS-kor auf, von ei-nem plötzlichen Entschluß getrie« ben. Er mußte der »ukeruehmeuden Dame ihre HciratSpläne von vornherein zer-stören, sonst konnten die unliebsamsten Situationen daraus entstehen. «Tante!' sagte er langsam nach heroischer Selbstüberwindung und mit einer Miene, die die ganze Wichtigkeit dieses Geständ-nisies zum Ausdruck brachte, .ich muß Dir etwas verraten: Ich bin ein Weiberfeind." «Wie?' rief die Tante, ungläubig das hübsche, offene Geficht betrachtend, «was bist Du?' «Ein Weiberfeind,' wiederholte er, befriedigt über die Wirkung, die seine Worte hervorriefen. Und der Heuchler setzte der er-staunten Dame auseinander, daß jedes junge weibliche Wesen ihm von jeher einen unbegreiflichen Widerwillen eingeflößt habe nnd alle Bemühungen feiuerfeits, diese Antipathie zu bekämpfen, vergeblich gewesen sei. - Jtmitier tnrner. -»-t 108 Di« Wurf des schottische» Sta>t»schwtrl«». Die «, aufbewahrten Kro»r«llq»i«n der schottischen Kbnig« wurden >,, (ante Reliquie bereichert, den lange vermißte« (Kurt de» Jt — Noch der Schlacht von Dunbar waren di« gesamte» Stcliqi Schloß von Sdinburg nicht für sicher genug hielt, auf dir geschafft worden, deren Commandant Sie #. vglloh diese bh den Erstürmung de» Platz«» von seiner Frau entfernen «nd | Sinn,ff vergroben lieft. AI« mehrere Jahr« fpSier di« «eq-, zurückgegeben wurden, behielt vgilotz be» Schw«rtg»rt ,»>>< in einer Eartenumfriedung eingemauert fand. Seither Man liquie im v«sltz der direkten Nachkommen Ogiloy» g«bli«d„ der Krone zum ««schenk gemacht haben. TlimmungSwechsrl. .Warum heirat«» Sie eigentlich „j> Um «in«n Man» wie Sie ist e» doch schad«." — .Aber ick t Früultln Lilly ' — .Was? ®i« sind verheiratet? Wie sch-' Mißvtesiaiidnis. «pf«l stehle»!' AIS Ersatz für Kopfsalat In den Somm«rmonat«n eiflmt kaniich« Pflückfalai. Liese Sorte macht keinen eigentlich', kdnnte sie sür «in« Art vindesolat halt«», boch lft b«i ihr Vrtn; d«r *M/itt«r nAtig, d«nn dirs« sind an und für sich zart. D^ di«s«m Pfiücksalat ist, daß «r lang« stellt, ohn« in Samrn ,;i Zur gründlich«,, Beseitigung von ttulrant und Ära« i »nd Pflaster mische man K0—«0 Liter Wass«« mit 2<> Psd >-und 2 Pfund Schwefel, lasse e» ausbrause« »nd gieße boim! Fliege, im Stall. Die besten und sichersten Fliegern-, Ansicht eine» bautechnisch«» Fachmann«» di« Schwalbe», den, Möglichkeit dirch Anbringung von Breitche» an der Tritt ui seil. Da» maisenhafte Auftreten der Fliegen wirb durch 11 dringend«», direkte» Sonnenlicht gefdrdeet. Liegt ein Stail soll man die Sonnenstrahlen durch ein weit vorspringende,.' dem Stalle vorgelegten gedeckten Gang abhalten. . In noi» Stallungen trete» bie Fliegen mtnber massenhaft auf. vnchöbanmholz. Da» meiste vuchibaumholj wirb a«i ber lürkei eingeführt! «» ftnb«t v«rw«»b»ng z« Holzschnitte! Instrument«», «aßstlibrn, «eberschiffch«» nnd «ehnlichem i»ülb«r de» Osten» sind j«doch ziemlich «rfchäpft und darum nach ki»«m «»tspr«chenben Ersatz, »in solcher ist g«fn»ben da» zum Vilberbruck verwendete Holz, wohl aber für die ®f große Aengen Such»baumholz v«rschli»g«n, und zwar i» bi, Dogholz »nd Perfimonholz, von dem di« tonn« 18 bi« J* Die Stück« haben gewöhnlich 120 bi« 150 Millimeter im sinb 3 bi» 3,6 Meter lang: sie werden in de» europüifche» >. von '(50 Millimeter geschnitten I» England soll diese» Ho! bistrikt«» da» t«»«r« vuch»baumholz zum groß«» Zeile vertu1 «hat,»«. falinbru Da» *rfit lft ein «roße» Rund, 8on den »lpen komm' lit Ja# F»>etf Ist Qtftlfl und getan». Mut Lombardei fahrt mein ?->» <*««*« bricht »er» Wut »°,,d ert)i«ibf, du mein Bor, > «Sur Sommert^i, «m «aidetran». «»Ifieh, derselbe Rame n/ Iultu» Zalck- ?»<>>> Homonqm. Vexierbild. a>tl»ranche die Radel, Tazu auch den Traht. Und lüge zusammen Damit manche *nbt| Wie meine «oltegen An jener «tadl, lic mit mir oiciche» Wnmt« I» Periie» bat. 3-tnvfc Aktisiich»«. flolaende Setter: ilithmul, teuern, M-itabnr, llDrlmp, l'ttanel. Criltti. Neguiu», richtig geordnet und dann stet» ei» Wort unter» andre aeilellt. bilden die Snlnng«. und Sndbuchslaben. von oben nach unten gelejen, link» benRa->»tn eine» lpanlichen Maler«, recht» den «ine» üal. Musiker». (So (fl ber Danke«? AiiS b«r Zchult. Professor: „Wann wiegt her Mensch am schwer« ftfnV" Schüler: „Weint er einem auf bic Hühneraugen tritt.' l*i„ Vorschlag zur Wille. Vrbonkel (auf dem Krankenlager): „Mit der ikrbschasl ist t« also diesmal noch nicht», mein lieber Neffe — ich w«rb« Wicbei gesund.* Neffe; .'.Ich, Cnfcl, konntest Du Dich nicht wenigst«»» eine Zeillang tot stellen, damit mir mein« Gläubiger wieder Kredit grben >' j Auslösungen an» vorigst Nummer: De» Homonym«: Monroe. — De» Loaogrivh»! Birke. Ie« Patinbrom»: «tl»», Salta. — m TlllC 'HcKlff Vftfeftrtlltlt. veraniwoelllche Redaktion von Itrnfl Pleiskee. aedeuckt und h< von «reiner 4 fifriffet in Stuttgart. Mädchen: ,.As> der «chcim ch aber nnch frischt tl|ahre »ach langem Leide» entschlafen. Der Verstürbe«« «rsrnit« sich be» größten Vertrauen» de« hochseligei, Kaiser», da« er burch seine miil> •arischen unb ritterlichen Tugenden auch vollauf vrrbiente. Neue Rheinbrütk« bei WormS. Zwischen den beide» Rheinusern bei Worm» bestanden bi«her nur zwei Verbindungen, ein Teafektboot süt den Eisenbahnverkehr unb ein« Schiffbrücke, beide versagte» bi«weile», zumal bei t'ochwaster oder »i»gang. Ui wurde daher enblich It»05 mit dem vau einer großen Straßenbrücke begonnen, bie nun (Snbe März, festlich eingeweiht worden ist. Die schöne „itruil Ludwig.Vrücke' zeigt eine MittelÜflnung von 10G Meter unb zwei Skiicnvffnungen von ie »4 Meter lichtet Weite. Rast. „Do sag'» b' Stadilent, im Wasser seien Baeillen unb tausenb anbete» Zeug: I' aber fug' doch, über so a Wasserl gehl »i;. unb aus bö» laß i' nix komme!' so dhilvsopliiett der Sepp und Ichlürst in, langen Züge» am veigbrunne» da» kültliche Naß. tfin weiter Weg liegt iitnler de» beiden vur« scheu und e« ist ein tüchtige« Stück Arbeit, mit einer schweren Last aus dem Rücken stundenlang bergauf unb bergab z» klettern. Da schmeckt so ein frischet Trunk doppelt gut unb ei» Viertelstündchen Rast Ist wohlverdient. Ob. M.