Wichtig siir jedermann, besau- ders für das reisende Publikum. Die We SesterreichWe Allgemeine Wgllversicherungs-öesellschssl in Wien I., V-merninarkt Ar. 3, als die älteste und bedeutendste die Unfailversicherungs-örauche be¬ treibende Sesellschast österreich-Ungarns, gewährt zu niederen Urä¬ mien und lehr kulanten Sedingungen vestung gegen Utifälle aller strt welche einzelnen Personen, sei es in oder anher ihrem kleruse, >n kaufe oder auswärts, sowie aus Keilen innerhalb der grenzen oon ganz kuropa, zu lande oder zu Wasser Mosten sännen. stnster allen jenen Unfällen, die im gewöhnlichen leben stets Vorkommen, find insbesondere in die Uerstcheruug inbegriffen auch Unfälle bei Sergtonren, beim Inrnen oder sonstigen leibesübungen, bei Übungen der freiwilligen feuerwehr, bei Zagden, beim kislaufen, ferner Unfälle, welche dem versicherten durch die stchnld anderer zugesügt werden, also: lUord, lotschlag, fahrlässige lötung oder verlehung usw. Vie öesellschaft, welche über Sewährleistungsfonbs von mehr als 20 Mlionen Kronen verfügt, hat an Schaden bereits an 40 Mionen Kronen ausbezahlt. Vie stnstalt übernimmt auch Versicherungen: gegen die folgen gesetzlicher siaftpslicht, gegen wasserleitnngsschöden, sowie Kinder- Unfallversicherungen. stähere stuskvnfte und prolnekte über Versicherungen werden von dn öeselllchaft unentgellM^ d ' Ankündigmrg, anderseits uin sofortige Mitteilung, sobald eine Ver¬ sicherung abgeschloffen wurde. Der S n d h e i in - A u ssch uß. s-IML SücifrücNts I I °" lieiert in dentsr siusliist lv->m sv-im - °mpi<>m«n.> Das äeutsche Lekrerkeim in Lovrana. vas Lekrerkeini in Lovrana. Merdebucklein unči Meiser. (Erster Prospekt.) Tusammengesteitt von liucl. 6. veer;. v^eis eine Rrone. vas kemerträgriis ist äem Züäheimforiäe gewiämet. Verlag cies Le krerkeim-Ausschuss es in Lsibsck. Oruck von Ig. v. ltleinmszir L se6. Lamberg. M// Zülltieimgruh ruvor! knälich kann ich äem Aunsche so vieler entsprechen, inäem ich äas Süäheim-Aerbebüchlein, äas Zugleich ein Züäheim-Aeiser sein soll, als sammelnäen, aber auch al; Mhrenäen Koten in äie Lanäe senäe. Unsere Züäheim- kerichter wollten chn schon lange selten unä wollten ihn kören, aut äah äie begeisternäe keäe Nahrung erhaltet auch all äie erholungsbeäürftigen Schwestern unä krüäer im Amte sehnten sich nach äem Küchlein, äas von äem schönen keim an äer Aäria erzählen unä ihnen äen Uleg 2u äemselben weisen sollte. I)a ist nun äas Schriitchen. 6s war nicht leichte Arbeit," aus äer Ztoikülle just äas herausrugreifen, was jeäer wissen soll, äer Mr äas Keim tätig ist oäer in seinen käumen keilung sucht, gibt man ruviel, so verwirrt man,' gibt man ru wenig, so beirrt man. kei allem muhte eine; beachtet weräen: äer Äeiser soll seine Tätigkeit auf äie 2eil, äa man noch nicht in Lovrana ist, beschränken, kenn weilt man t* einmal „clrunten", so finclet man sich bslä rurecht; ru- äem liegen im Lekrerlreime alle kekelle auf, cieren äer Kurgast beciars. Vie Anfertigung cler Küchleins Kat vielleicht, genau ausgerechnet, nicht ganr eine Krone gekostet. Lauciert jecloch cleswegen mit äem Ankäufe nicht! ver Preis soll ja auch einen Lei! rn jenem Zchatre biläen, äen wir mit Liker sammeln, cia es gilt, unser Äerk äer vollenäung ruruMren. — klückauf clenen, clie mit äem Äeiser rur Häria wallen, glückauf unseren 8e- richtern, clurch äie clss Äerbebüchlein äen großen 6e- öanken ins Keich trägt! p. liatbcick, vor äer tUeümacht IY0Y. i. Hu; Ser «ezcdicbte ae§ Lehreweimes. vas Lehrerheim i» Lovrana ist eine Schöpfung des veutschösterreichischen Lehrerbunäes (Mitglieäerrahl rund 20.000). Es hieh vor dem Einkäufe „Villa Clise". Ursprünglich war es als Lvohnhaus, später als Pension benutzt worden. Erbaut wurde er im ^ahre 190Z. ver Oeäanke rur Erwerbung eines Lehrerheimes entsprang im krainischen Lehrervereine. In der Kaupt- verrammlung vom 6. Männer 1904 stellte äer Verfasser äieres Küchleins äen Antrag rur Errichtung eines 6e- nesungsbeimes für kranke Lehrer. VIsogleich wurden von Laibach aus äie Sammlungen eingeleitet, ver kleine Verein fühlte sich jeäoch für eine so grohe Lat žiu schwach,' er überlieh äsher äie Ausführung äes Veäankens äem veutschöslerreichischeu Lehrerbunäe. Vieser griff äie lläee auf äer vunäeshsuptversammlung ru Marburg (1904) mit Heller kegeisterung,- äer äamalige Obmann 5. Kehler setzte sich mit Eiter ein. Einige Stellen au; Peer?' da¬ maliger Slläheimreäe: „Mer mit jenen vrmen unseres Standes lüblt, denen äer schwere verus ein tückisches Leiden gebracht hat, ein Leiden, das nur der Süden mit reinen milden Lüften heilen kann; wer mit jenen Mit, die gottverlassen in fremden Ländern umkerirren, losgerissen von den Lieben in der Heimat, der Habsucht preisgegeben, der Lange¬ weile, clem Locle verfallen: äer wird ermessen können, was ein Lebrerbeim im Süden für unsere Standes- genossen bedeutet... Dort, wo des Meere; blaue Melle um die Lorbeerbaine spielt, wo der sanfte Much des Südens die Sorge von der Stirne KW, wo der Früh¬ ling herrscht, wenn im Norden die Stürme brausen: - dort wollen wir ein Mus bauen kür unsere kranken Müder und Schwestern im Hinte. Dort soll derMeund neben dem freunde wohnen, dort soll er pflege finden, Mrsorge, Anregung, Verkehr mit Kollegen, ein gastlich Vach, ein heim im wahrsten Sinne des Mortes... Vie Lehrer, die selbst das, was der gesunde hörper heischt, im harten Mmpfe rm erringen gewohnt sind, werden wohl ver¬ geblich für den welken hörper offene Hände finden, ver vienstherr kann den kranken Mann nicht brauchen: der ein mitleidig herx im Misen bat, denkt an jeden andern eher als an den Lehrer. So müssen wir uns denn selbst das schaffen, was uns als Ledsnke mit Mgeisterung erfüllt: wir müssen Zeigen, was wir ver¬ mögen, wenn es gilt, den kranken Umtsbruder, die hin¬ siechende Schwester ?u retten." „Also die Lehrer voran für das Lehrerheim!" . . . „Mir Lehrer im Süden haben die vot der kranken Mitsgenossen, die über den Mrst rogen, wenn der Most de; Nordens an den kranken Lungen ru mehren 7 ärobte, in bunäertfgcher Lestalt vor uns geseben unä treten äarum in vollster Überzeugung kür unsere Iciee ein ... Menn äer genesene Amtsbruäer äereinst aus äem SUäen in äie noräische keimst ^urückkebrt unä im Lisenbabnwagen über äie Draubrücke käbrt, blickt er binab auf äie kreunäliche Staät unä erinnert sieb mit inniger Dankbarkeit äes tsges, äa in ibren Mauern kollegentreue äas kettungsbeim geschahen bat. — »Das Lebrerbeim im Zlläen', unter äiesem Kennworte wirä äie Zchulgeschichte Österreichs äen Lebrertag in Marburg kestbslten."- kn äer kial griff slsbalä ein überaus reger Sammel¬ eifer um sich; aus allen teilen äes Deiches strömten Laben, AI; nun gar äas Küchlein „Sechzig ^abre auf äem kaisertbrone" ein keinerträgnis von 5V.OVO fronen lieferte, konnte an äie Verwirklichung äer läee geäacki weräen. ks wuräe äie erwabnte Dilla Llise um 70.000 Kronen erstaliäen. große Oeräienste erwarben sieb in äieser Tieit äer kunäesobmann M. Streb!, Lebrer Leißler, äer Leiter äes Knabenbortes in Marburg k. Lassareck, ?achlebrer k. kruche, Direktor k. Lmmer in Abbaxia, Lebrer krückner äortselbst unä ?rau Löckl in Lovrana. Der Deschluß 2um Ankäufe wuräe in äer kunäesaus- rchußsitrung vom l. Dovember 1908 gefaßt. Als erster Last rog äas kunäesausscbußmilglieä August kobl ein. Cr übernabm äie Aufsicht über äie Einrichtung unä kewirtschaktung bis Ostern 1909. Don äa an konnte äas heim äem geregelten betriebe übergeben weräen 2. Narum wurde Lovrana gewählt? Vie Küste von Lovrana wird gegen Vörden durch den Monte maggiore geschützt; gegen Süden und Osten liegt das Meer, varan; ergibt sich der Schlich auf mildes Klima. 6in Schulbeispiel! Vie üppige Vegetation ist der beste beweis für die günstige Lage. 6s mußte ein Ort ge¬ wählt werden, der den Nordländer nicht ?.u sehr verweich¬ licht, ihm aber dennoch einen milden Minter bietet. 6in aMuheißer Sommer wäre für Käste, die aus nördlichen Klimaten kommen, unerträglich, ver pflanrenreichtum um Lovrana beugt diesem vbelstande vor. ver Ort ist von uns aus leicht ?u erreichen und verursacht wenig Reisekosten. Lovrana ist ruhig, staubfrei, naturkrisch. Mer sich unterhalten will, benütrt die elektrische Straßen¬ bahn nach Mbaxia. (Zshrldauer '/2 Stunde, Fahrpreis 40 h.) In Abbaus sind fast täglich Kontierte, im Minter gibt es Lheater und vnterhaltungsabende ver¬ schiedenster dlri. — In Lovrana wird in allen öffentlichen Lokalen deutsch gesprochen. Lovrana besitzt eine deutsche Schule, der jeweilige Lehrer ist Hüter unsere; Heime;. Vie hadereit in Lovrana dauert von Mai bi; Lude Oktober. 6in hau; in Lovrana kann da; ganre ^jahr hindurch ausgenütrt werden — lauter Vorteile, die anderwärt; nicht in dem Maße rulreffen. Kaisnücber Kat Seis schreibt über Lovrana: „Lovrana liegt sünl Kilometer von Mbaria, an (ter söge nannten „österreichischen Kiviera", clie seit den letzten rwei verennien äes vorigen Zakrknnderts den wettkampt mit den gottbegnadeten italienischen und sranrösischen Küstenstrichen mit entschiedenem krkolge autgenommen bat. 5llr den lebhaften Zuspruch, dessen sich Lovrana seit dem Zastre 1897 erfreut, mögen die folgenden amtlichen Daten über den Fremdenverkehr sprechen. ks verweilten bier (vom l. Oktober bis 36. September gerechnet): lrn Zastre l897 252 Personen, >898 582, >899 7Z2, >900 767, 1901 1180, 1902 1699, 1903 2025, >904 2254, 1905 2286, 1906 2977 und im Zabre 1907 3877 Personen, wobei aber bemerkt werden must, dast die stnrahl der in Lovrana verfügbaren Wohnungen trotr der enormen Kaulust derreit kaum im Uerhältnisse mit dem sich von (jahr rn .lahr steigernden Iremdenrueuge siebt. wer sich dsber für eine der beiden stauptreiten strüh- jsbr vom ?ebruar-Mai, Sommer von Ouli—September) eine passende Wohnung sichern will, möge schon frühzeitig darnach Umschau halten." (stllso war ein eigenes Heim un- bedingt nötig. st.) Über das Wims von Lovrana schreibt sterr Seis i „Lovrana — 14° 16' L. v. streenwich, 45° 17' streite und 15 82 Meter über deni Meere gelegen — wird unter den an der österreichischen stiviera gelegenen Orten mit stecht als der relativ wärmste bezeichnet. Lovrana bekommt nämlich last nie etwa; von der Wirkung der Lramontsna, das heistt jene; eisi'gkalten Nordwindes ru spüren, der im Winter durch den Einschnitt des Karstes bei klastua kegelförmig sui das Meer berunterstürrt. Die mittlere Monatstemperatur von Lovrana beträgt au! örund der Daten der meteorologischen öeobachtungsstation und langjähriger privatbeobschtnngen im Miner -j- 5'2°, lebrusr -j- 6°, Märr -j- 9°, Llpril -st 13'5°, Mai -st 17°, ü"»i -st 20'5", Wi -st 22'1°, stugust st 22'3", September -st >9°, Oktober -st 14'2°, November -st 19'3", Derember -st 6'4" 0. Vie mittlere (jskrestemperatur ist -p lZ'Y" 6. Sie stellt sich Kötter, als die der europäischen Linnenkurorte Krco, kardone, Lries, Locarno, Lugano, Meran, Montreux, pallanra und ttevev. In den Sommermonaten, wo da; Lagesgestirn bereits in den vschmittagsstunden ttinter dem Monte maggiore ver¬ schwindet und der Maestral stets die erwünschte Mkichlung bringt, ist Lovrana KUKler, al; da; noch lange den Sonncn- strattlen ausgeselxte Mbaxia, als Lire», Kries und Meran und beträchtlich küttler als die Kurorte an der französischen und italienischen Kiviera. Durch die ausgleichende Wirkung des Meeres sind die Lemperalurextreme geringer als an den klimatischen winter- ststionen des öinnenlandes. In den Wintermonaten sinkt die Lemperatur nur selten auk den Nullpunkt tterab und da auch nur etwa in der 2eit vor Sonnenaufgang oder bei tteltiger Lora. wenn der Kimmel klar ist, so sendet die Sonne bald nach Mttgang ikre mild- wsrmenden Strattlen kerab und laltt uns vergessen, daß oben in den Karstgebieten, nur wenige Kilometer von Lovrana entkernt, der Winter sein starres Kegiment mit furchtbarer Strenge übt. Die mittlere ^attresleuchtigkeit beträgt 72°/„; koke Lutt- leuchtigkeit lallt urit Schirokko (80.), niedere LuMeuchiigkeit mit Lora (KIO., (MO.) Zusammen. Vie Windrichtungen — gegen den Molo von Lovrana berechnet — sind folgende: KL (Lramontsna), nur selten Ittttlbar. KIKIO. (Lramon- tana-öreco), gewöknlick als Lora bezeichnet. KIO. (Lreco), ebenfalls als Lora bezeichnet. OklO. (Lreco-Levante). 0. (Le¬ vante). 080. (Levante-Schirokko). 80. (Schirokko). 880. (Ostro- Schirokko). 8. (Ostro). 88W. (Ostro-Larbino). 8V. (garbino, such Libeccio). >V8VV. (Ponente-Larbino). V. (Ponente). ^VKIW. (Ponente-Maestro). KI>V. (Maestro, auch Maestral). KIKU (Maestro-Lramontana). Lramontana ist minder steif als Korins, Das Lramontana- Metter ist irisch und scharf uncl f>at gröbere Kalte und Luftfeuchtigkeit als Kora-Metter. Klarer Kimmel ocler leichte öewölkung. Ole Kora, clie clirrch den Sturz der in der kalten Karst¬ region ankgespeicherten Luit in die Kldria entstellt, ist unter allen Minden cler känkigste. Sie bält oft mebrere Lage an, doch erreicht sie liier nie die enorme Starke, die sie au! den Karstköben, in 2engg oder in Lriest so gefürchtet macht. Der Schirokko nimmt, was seine Häufigkeit betrifft, den /.weiten Kang ein. kr ist ein äquatorialer Lnttstrom, der olt 10 bis >5 Lage anbält und im Sommer Lrockercheit, im Minter Kegen bringt. Lr gebt fast immer in Sturm über, der das Meer tief auiwüblt. Vie durch das UnMuten der olt drei Meter boben Mellen an den Klipperi entstebende Brandung bietet ein unvergleichlich grobartiges Schauspiel, ver Schirokko tritt in den letzten drei Monaten der Fabres am baldigsten aul. Mäbrend seiner Dauer steigt im Minter das Lbermo- meter nicht selten auf -f- 18 bis 20" 6. Ostro und Oarbino folgen fast immer dem Schirokko und sind von Kegen begleitet. Maestral berrscht bier im Sommer gewöbnllch in den ersten Dachmittagsrtunden, er bringt Kublung und mabige Feuchtigkeit; er endet in der Kegel mit Sonnenuntergang. Der mittlere Luftdruck in dem"IS'82 Meter Uber dem Meere gelegenen Lovrana beträgt 760'1 Millimeter. kbbe und ?Iut sind meist deutlich erkennbar; die mittlere lklutböke beträgt 0'4 Meter." r. Mr welche Leihen eignet sich ein Autenchalt in Lovrana? in erster Linie Mr Katarrhe verschiedenster Art, also Mr die bekannten Lebrerkrankbeiten. Oas 6aä im Meere beruhigt die Nerven.* kine therapeutische An¬ stalt steht uns rnir Verfügung. Vie Meeresluft erzeugt Appetit; daher ist Lovrana auch Mr Magenleidende geeignet. ?ür Abspannung, Überarbeitung, Schwäche nach überstandenen Krankheiten, Mutarmut findet man Heilfaktoren verschiedenster Art: Spaziergänge am Meeresrtrande, der Aufenthalt aus äen Klippen, wahrten mit dem kost oder äem vampier, Partien ins Lebirge, Sonnenbäder. ?ür Zerstreuung ist im heim und im nahen Abba^ia gesorgt, knien idyllisch schönen Aufenthalt bietet der Naturpark „Loqua" hiuter dem Lehrerheime. Ausflüge: nach Medvea, aus den Monte maggiore, nach Moscbenice, in das Üehänge, ru den Inseln, nach Mime, vortore, huccari, in die Adelsberger kirotte. Alles Nähere erfährt man im heim durch die Ver¬ waltung. — Mr vorgeschrittene Leiden ist Lovrana un¬ geeignet.** * Analyse äes Wassers: Kochsalz. — 20'027, ghlormag- nesium — 3'073, Kittersair 2'554, Schwefelsaurer kalk — l'154, ghiorkalium — 1'040, Kromnatrium — 0'520, koblensaurer kalk — 0'381, Kieselsäure — 0'010 unä or¬ ganische Substanzen - 0'045 8ramm. Mittlere Temperatur äes Wassers: lm Männer 7'3°, Februar 7'5", Marr 0'4°, April 13 3°, Mai 17'8°, Ami 23'1°, Atli 2tz'5°, August 25'2°, September 20'l", Oktober lb>°, November 12'5°, Dezember 0'5°. Nus äem Küchlein: «ver 5ommer- unä Äinterkurort Lovrana». ** Die soliclarische Weigerung äer pensionsbesitrer unä wobnbausvermieter, Personen, äie mit tuberkulöse oäer sonstigen Infektionskrankheiten behaftet sind, bei sich aufrunehmen, bietet übrigens äie sicherste gewähr, äah man hier au! äas gewissen- Im „düstrer" Mr Lovrans ist über Hranksteiten, Mr äie sich äer Kurort eignet, lolgenäes rm lesen: ,,^Is Hranksteiten, welche Mr unser Hlima unä äen gebrauch von Zeebääern passen, wären ru bezeichne»: Vie Ivlgemeinerkrankungen äes Körpers, als ZkroMIose, Hstachitis, allgemeine Hnämie, spezielle grkrankungen cier gekäste äes Hespirationstraktes, äes veräauungs- traktes, äer Verven sowie äer Leschlechtsspstäre beim weiblichen Leschlechte. Vie meisten MIe, welche in äie genannten Hranksteitsgruppen fallen, weräen bei einem Msentstalte rur richtigen ^astresreit unä bei kurgemästem Leben, wenn nicht Heilung, so äoch nachstsltige kesse- rung kinäen. 6s sei auch gleich stier erwästnt, äast sich Hekonvalesrenten nach schweren, erschöpkenäen internen Erkrankungen oäer nach äurchgemachten schweren chirur¬ gischen Lingrikken unter äem kinklusse äer Seeluft unä äer geistigen unä körperlichen Huste aukkallenä rasch erstolen unä kräftigen. (Vas äie genannten Hranksteitsgruppen betrifft, so ist äer ginflust äer Zeelukt, äer warmen oäer kalten Seebääer, äer Hulentstalt im dreien Mr ZkroMIose, Hstachitis, Anämie ein eviäent günstiger unä wirä äie Hussteilung wesentlich beschleunigt. Unäers stestt äie 8ache bei Hranksteiten äes He- rpirationstraktes,- es kann äaster nicht einäringlich genug Kälteste bestrebt ist, jeäe von susten kommenäe ätnstecknngsgelabr sbrurvenäen unä äen günstlgen Lesunäbeitsrnstanä sul seiner stöbe ru erkalten. «ver 5ommer- unä Äinlerkurorl Lovrana». 14 äavor gewarnt weräen, Kranke, welche an ausgesprochener Lungentuberkulose lelcien, clie bereits über äas Staäium äer Infiltration binausgebt, ferner lalle mit beginnender Kavernenbiläung, Hämoptoe oäer lieber in äas kiesige Iljina ru senäen, äa äerartige Franke bereits nach kurzer Leit äes llufenthaltes, besonäers< bei Eintritt von Schirokko, sich unwohl filblen, mit Membeschweräen, llppetitmangel, Schlaflosigkeit unä beäeutenä erböbtem Hustenreiz 4U Kämpfen baben. kesonäers rasch stellt sich äie Verschlechterung bei bereits siebernäen Franken ein, cleren hesinäen sich hier rapicl verschlechtert. Lungenspitxenkatarrhe jeäoch, chronische kronchial- katarrbe, Kehlkopferkrankungen, anher äenen tuberku¬ löser Natur, Kekonvalesxenten nach Lungenentrünäungen, Kranke mit Kippenfellentxünäungen, äie äas akute Staäium bereits überwunäen baden, wenn auch noch flüssiges 6x- suäat vorbanäen ist, Kranke mit alten Kippensellexsuäaten mit Schwartenbiläung finäen hier rasche kesserung unä Heilung, insbesonäere saugen sich frische kxsuäate unter äer Einwirkung äer Seebääer rasch aus. lür solche Krankheiten wären äie Monate Märx bis Mitte vexember als llufentbaltsreit anruraten, sowie äer gebrauch äer freien Seebääer in äen Monaten ^juni bis knäe Sep- tember. Insbesonäere ergaben sich erhebliche Kesultate bei stunäenlsugem llufenthalt auf äer See in äer Kuäer- barke, in äen kühleren Monaten um äie Mittagszeit, späterhin vor- unä nachmittags. Vas llufhören äes Hustenreizes, äie leichtere Expektoration, äer beäeuteuä IS (Z vermehrte Appetit, der gute Schlsk geben solchen Franken bald wieder den glauben an sich selbst unci die Hoff¬ nung aus baldige genesung Zurück. Asthmakranke sollen clen Aufenthalt in Lovrana überhaupt möglichst meiden, cienn sowohl bei bronchia¬ lem als auch bei nervösem Asthma muhten cierartige Leidende schon oft nach wenigen klagen äes hiesigen Aufenthaltes clen Ort verlassen. gerzleidende fühlen sich, mit Ausnahme äer Früh- jahrs- und gerbslregenzeiten, wohl; es wirken sowohl die warmen Seebäder, Aohlensäure-Ksder als such der ermöglichte lange dauernde Aufenthalt in der frischen Lust, sowie die nur minimale Steigungen sufweisenden Spaziergänge von Lovrsna nach Ika und südwärts von Lovrsna nach Medvea, welche eine ausgiebige 8e- wegung des Patienten, ohne ihn zu ermüden, erlauben, sehr wohltätig. Auch Aranke mit Verdauungsstörungen finden bei gebrauch der Seebäder und den günstigen klerrainbildungen zur Bewegung im Freien baldige Lesserung. Neurastheniker mit leichten Arankheitskormen werden sich hier wohl fühlen, schwerere Formen jedoch sollten den Aufenthalt hier nicht nehmen, da erkahrungsgemäh eine Besserung sehr schwer zu erzielen ist. Frauenleiden werden im grossen und ganzen leider viel zn wenig dem Aurgebrauche von Seebädern zu¬ gewendet, obwohl nach vielfacher grfahrung gerade diese für Frauenleiden eine ausgedehnte Oerwendung finden sollten. Alte gxsudate, die einem jahrelangen Ib gebrauche von Moorbädern tromen, sad man bier rasch verschwinden, frischere Halle in einer für solche Er¬ krankungen verdältuirmässig sebr kurzen 2eit ausbeilen. g^rtege wird, wenn sie bereits böbere grade er¬ reicht bat, im diesigen Klima ausnadmslos rasch schlechter. Skrofulose und Mämie sincl grosse gruppen, für deren tüufentdalt Lovrana in jectem Halle günstig wirkt. Der plufentdalt solcher Kranker ist üas gan/e ^adr dinüurch nutzbringend und ist der Einfluss üer im Minter warmen, im Sommer kalten Seebäder vom besten Erfolge begleitet, beweis sinä ja auch die glänzenden Resultate der Seedospize an der Küste von grado und Kovigno." 4. Vie Lage üe; redrerdeimes. (genu man mit der elektrischen Strassenbadu Mst- tuglie Lovrana die Endstation erreicht dal, weist zur rechten Seite eine Ezfel den Aeg gegen das gebirge. Man steigt über einige Stufen und kommt nach einer Minute zur Dilla garintdia. Dort zweigt ein Steig nach rechts, ein breiter Hussweg nach link-s ab. diuf beiden (gegen gelangt mau /.um Ledrerdeim. Mer rasch ge¬ borgen sein will, wadle den Steig, wende sich also nach rechts. Nach einer Minute kündet schon eine Lasel den garteneingang rum Keime an. Es ldront auf einem Plateau, nach allen Seiten bin von dichten gestanden alter Nussbäume eingedüllt. Dadurch gewädrt es im Sommer küble Plätzchen. HUr den Nordländer ist das ein wichtiges Moment, denn er verträgt nicht die Hitze des Sommers im Süden, schläft daher in sonnigen Lagen unruhig uncl verliert obendrein cien Uppetit. Vas Lehrer¬ heim ist frei von äer Kelsenplage. Vie Höhenlage setzt es dem kühlenden hauche cies Meeres und äer umgeben- äen Karten aus, äie Kebirgswanä schützt es vor äer kora. Im Minter lallt äer Sonnenstrahl ungekinäert äurch äas entlaubte geäst; sul äer großen Lerrasse ist vom Sonnen¬ aufgänge bis 12 vhr mittags Sonne; von äa an werden äie ärei Seitenbalkone beschienen. In äen kommenden Serien wirä bereits ein Sonnendaääach zur Verfügung gestellt werden. Vie Lerrasse ist für alle Käste äes Lehrerheimes Zugänglich. Sie gewährt einen Ausblick über äen ganzen O"ärnero. Links drüben ist Zäume, nach Süäosten hin das velebitgebirge. Vie Inseln veglia und Kherso schließen den Horizont ab. 2lur rechten Hand verschwindet äie istrische Küste im Dunstkreis. Va5 Innere üe; Lehrerheimes. Menn man vom Zußsteige her äurch äen Karten in das Haus gelangt, gewahrt man Zunächst einen langen klang, kechts ist äie Kanzlei äer Trau Verwalterin. Meilers befindet sich ebenerdig ein 5amilienzimmer für solche, äie das Stiegensteigen nicht vertragen, varan anschließend ist äer große Speiseraal. Außer äen kßstunäen wirä er zurzeit als Lesezimmer benützt. Links ist äie Küche. Kine Lreppe führt nach unten in äie Aufbewahrungsräume; nach oben in äas erste Stockwerk. Dort sinä äem Meere drei große Ammer zugewenäet; nach voräwesten liegen 2wei kleine kinzelzimmer (ksuchzimmer). Im zweiten Stockwerke sinä äie wimmer so wie im ersten Stockwerke angeoränet. hier ist auch ein Daäe^immer mit Duschen. Im ganzen sinä im Lehrerheime äermslen 15 Limmer mit Z 45 m höhe, äarunter 8 Familienrimmer, ciie gleichzeitig von niedreren Personen bewohnt weräen können, hohe spanische (Länäe (verschiebbar) biläen ciie Mgrenrung. im Lekrerheime können bis aut weiteres gleichzeitig 22 Laste untergebracht weräen. (Dach Lollenäung äes Anbaues Z5 Laste.) Die Einrichtung besteht in äer Pegel aus: kett, Dachtkästchen, Lisch, puhebett, Pasten, iLaschtisch unä Z Sesseln, ätul äer Lerrasse unä äen Daikonen sinä Strecksessel, Fauteuils, im Karten Lisch- eben mit Stühlen, Hängematten unä Lehnsessel, Im Lesezimmer liegen 6 Lagesblätter, mehrere illustrierte Zeitschriften unä alle österreichischen Schulblätter auf. Dort ist auch eine Dücherei. (Leiter; sinä rmr Zer¬ streuung mehrere Spielutensilien, ein Leäenkbuch, Diläer, Photographien unä eine Lhronik äes Lehrerheimes vor- hanäen. Das hau; ist in allen päumen elektrisch be¬ leuchtet. Die (Wasserleitung spenäet frisches Ouellwasser. Legen ?euersgelshr sinä ^wei ?euerlöschapparste auf¬ gestellt. Line De^imalwage läßt äie Lewichts^unahme kontrollieren, lm Lesezimmer ist eine Hausapotheke angebracht. tz. Preise im Lehrerheim. I wimmer (Dett) für IDitglieäer, äie ärei ^jahre äem Dunäe angehören, 1 p, für Dichtmitglieäer unä solche IDitglieäer, äie aus eigenem Lerschuläen weniger als ärei Hahre beim Dunäe sinä, 2 p. Dei letzteren kann eine 20 Lrmähigung aus s X plstrgreisen. Mitglieäer (über ärei ^lahre) können vom Ouartiergelä gänzlich befreil weräe». — Vie Verköstigung besteht aus sunt Mahlzeiten: 3,) Frühstück (Kaktee, Milch, Kakao oäer Schokolaäe mit 2 Moten), b) vormittagsjause (Schinkenbrot, vutterbrot, Lier oäer Obst), o) Mittagessen (Suppe, Vorspeise, vraten mit Z öemüsen, Obst - oäer: Suppe, Kinäveisch, Mehlspeise, Obst), ä) vachmittagsjause (wie Frühstück), o) Ubenäessen (vraten mit Oemüse, Kare, getrocknete Früchte). Vas Frühstück wirä in äss Ämmer gebracht: äie übrigen Mahlreiten weräen gemeinsam eingenommen. Für äie Verköstigung ist täglich äer ketrag von 4 X ru entrichten. Line Lrmähigung oäer vefreiung finäet unter keinen vmstänäen statt, vichtgenossene Mahlreiten weräen, wenn sie rechtreitig abgemeläet wuräen, nicht berechnet. Msklüglern wirä eine Xeiserehrung mitge- geben. Vie Kreise kür Linrelspeisen erscheinen in äer nachstehenäen Liste angegeben. - Im Sommer wirä grcches gewicht auf vegetarische Kost gelegt, weil sie allgemein ruträglich erscheint. Immerhin sinä jeäoch täglich rwei Fleischspeisen in äer Liste, gewöhnlich wirä äer Speise- rettel tagsruvor im Linvernehmen mit äen öästen be¬ stimmt. Lwar entscheiäet bei äieser hochwichtigen par¬ lamentarischen veratung äie Mehrheit; allein es weräen auch Sonäerwünsche nach Möglichkeit berücksichtigt. Stänäige LIbmachungen hinsichtlich äes Kreises sinä nicht gestattet. Im Lehrerheim gibt es keine vnterschieäe; jeäer Last hat seinen volle» Klatr. Kang unä Keichtum äürsen in keiner Meise rutage treten. Kaffee oker Lee k I'—. Schweirer Frühstück: Kaffee oker Lee mit König unk Kutter k '86. Kraftfrühstück: I Sla; Milch, Z Stück Zucker oäer König, kierkotler unä l Klaschen Kognak k '60. binrielprsise kür Ms Licigeskost: 1. Frühstück.- Z2 2. Oormittagsjause. - 20 Z. Mittagessen.„ 2'— 4. Dachmittagsjause.„ - 28 5. Nachtmahl.. i 2V Tagespreis . k 4'— Leim Hausärzte ist für clen ersten kesuch der Detrsg von 2 k, für jeden folgenden l k ru ent¬ richten. — Für die Bedienung wird wöchentlich l k eingehoben. Dafür entfällt das übliche Lrinkgeld. Mer beim Abschiede dennoch etwas spenden will, kann es tun, und rwar derart, daß er in die daru bestimmte Dllchse einen beliebigen ketrag hinterlegt. Der Inhalt wird von der Verwaltung an das Dienstpersonale ver¬ teilt. 6s wird ersucht, unmittelbar kein Lrinkgeld ru verabreichen. 7. Nie erlangt inan eine Hufnahmslratte? ittusrug aus den Zackungen: „In dem Lehrerheime linden in der Kegel, und rwar in erster Linie nur ordentliche Mitglieder des Deutschösterreichischen Lehrer- bundes Mitnahme. Das Lehrerheim dient denselben als Erholungsstätte nach einer überstandenen Krankheit oder als Mttenthaltsort in Fällen, als das Derweilen im 5üden ärztlicherseits angeraten wurde, kranke, deren Leiden einer Zpitalsbehandlung bedarf oder eine Mi- steckungsgefshr kür die Mitbewohner in sich schlicht, Leim Mittagm-Me. sind von der Ausnahme ausgeschlossen. — Über die Ausnahme in das Lehrerheim entscheidet der Lehrer- heimsusschuß, in dringenden ballen cier Leiter des- selben. Den gesuchen ist beiruschließen: a) ciie 8e- stätigung des Landes- oder ^weiglehrervereines, daß der kewerber mindestens drei ^jahre Mitglied de; Deutschösterreichischen Lehrerbundes ist oäer nicht 6e- legenbeit batte, äem Kunde so lange anrugehören; b) ein ärztliches Zeugnis neuesten Datums. Die nächsten Oerwandlen von Mitgliedern (Hinder in äer Hegel aus¬ genommen) können nur Aufnahme finäen, wenn ge- niigenä Haum vorbsnäen ist. Auch sie müssen sich mit einem besonäeren Aufnahmsscheine ausweisen, ge¬ gebenenfalls werden auch Dichtlebrer aut unbestimmte ^eil in äas Lehrerheim ausgenommen. Außerhalb äes Hauses wohnende kundesmitglieder können über Ansuchen im Heime verköstigt werden und haben dann auch das Hecht, das Lesezimmer ru denütren." Demnach gliedert sich die Heihentolge der Aufnahms- bewerber nachstehend: 1. Mitglieder, die dem Kunde bereits drei ^lahre an¬ gehören oder ohne eigenes verschulden später ein- getreten sind (junge Lehrkräfte). — (Ouartiergeld > H, berw. Ermäßigung oder kesreiung.) 2. Mitglieder, die noch nicht drei ^jahre im Kunde sind, obwohl die Möglichkeit rum keitrilte vor¬ handen war. (Ouartiergeld l H.) 24 Z. Angehörige der Mitglieäer, wenn sie nicht Lehrer oäer Lehrerinnen sinä, unä Lehrkräfte, äie keiner anäeren inlänäischen Lehrervereinigung als äem l). ö. L. 8. angehören. 5inä sie Mitglieäer äes D.ö.L. 6., so fallen sie unter l unä 2. (Ousrtiergelä 2 8,' bei Angehörigen äer Mitglieäer Ermäßigung bi; ru l 8 gestattet.) 4. Nichtlehrer, äie überäies mit Mitglieäern äes l). ö. hunäes in keinem Derwanätschaftsverhällnisse stehen. (Ouartiergelä 2 8.) Vie Aufnahme erfolgt nach vorstehenäer Aeihung. Dem Kesuche sinä rur Deckung äer Manipulationskoslen 90 Heller in Marken anruschließen. öesuch unä Bei¬ lagen sinä nicht ru stempeln. „Eingeschriebene" 2u- senäung! Anschrift: „An äen Lehrerheim-Ausschuß in Laibach", (lm internen Verkehre heißt er „8üäheim-Aus- schuß".) krleäigungsfrist 14 Lage. In äringenäen Fällen empfiehlt es sich, sofort ab- Anreisen, ohne erst äie krleäigung abruwsrten: aller- äings läuft äer Aufnahmsbewerber soäann Defshr, ge¬ gebenenfalls abgewiesen ru weräen, sobalä ein an- steckenäes Leiäen festgestellt wirä oäer äas Haus besetzt ist. Menn es nicht mehr möglich ist, äen orännngs- mäßigen Meg einruhalten, so kann äie LIerwsttung im kinverstänänisse mit äem 8üäheim-LIertrauensmanne in Lovrana unä äem Hausärzte auf 6runä äer Destim- mungen äie Aufnahme gegen nachherige Genehmigung äes Züäheim-Ausschusses gewähren. In jeäem Falle haben jeäoch jene 6äste Dorrug, äie äen sstrungsmäßig vor- gereichneten (Lieg einschlugen. Mitglieäer äes hunäes, gegen die ärztlicherseits kein kedeuken vorliegt, werden unter allen vmständen in das Südheim ausgenommen oder bei Überfüllung in äen umliegenden Hausern billig unter- gebracht. Aufnahmsbewerber, Mr die sich das hlima in Lovrana nicbl eignet nnd die daher in das SUdheim nicht ausge¬ nommen werden können, erhalten eine harte, mit der sie in einem südlicher gelegenen hnrorte hrmäßigungen genießen. üeder Last, dem die Aufnahme bewilligt wurde, erhält eine Auttiahmskarte, die die Unterschritt des Leiter; oder dessen Stellvertreters im „Üeschättsiührenden Ausschüsse" trägt. Vie angegebene Irist kann über ein begründetes Ansuchen, das vom Hausärzte begut¬ achtet werden muß, verlängert werden. - Vie hntriehung der harte ertolgt nur in dem ?alle, als sich der 6e- silrer im Sinne der hansordnung etwas Zuschulden kommen ließ. Vas gilt auch kür Vichtmitglieder. s. Vie lheise nach Lovrana. Zunächst suche mau durch den k. k. verirksschulrat bei der Zuständigen hisenbahndirektion um eine ^ahrt- ermäßigung an. (vird diese nicht bewilligt oder gebricht es an Zeit rum hinreichen, so beschatte man sich ein hundreisehekt. houte: (Vien-6rar-Adelsberg-Ziume- ?ola (Schiff)-vivacca-Lriest-6örr-St. Veit a. d. 61.- St. Michael - Selrtal-Amstetten-(Vien. Preis des Heltes für die Z. HIasse des Schnellruges h 69 (bv Lage gültig). Hs ist angereigt, die Heise in vtten ru unter¬ brechen, aus daß man nicht rusehr ermüde, ver hlima- wechsel erreugt nämlich an und für sich im hörper Reiseskizze. (^mslelgsnl) 27 eine förmliche hevolution, die clen Ankömmling anfangs schwächt, (viese hrise ist eine gute Vorbedeutung auf Heilung.) Vie Lagfabrt ist cier vachtkabrl vorrurieben. heiseplan: Mien ab 8 Ubr 45 Min. früh. (Pro¬ viant mitnebmen! Links sitzen!) Urar an 12 Ubr 59 Ivin, mittags. (Miltagsstation.) Urar ab l Ubr 2V Min. mittags. 5t. Peter an 7 Ubr 29 Min. abends. (vacbt- mabl. hier umsteigen!) 8t. Peter ab 8 Ubr 40 Min. abends. (Hechts sichen!) Abbsria-Mattuglie an 10 Ubr abends. (Vie btation vor Abbaria-Mattuglie beiftt (jurdani.) Vie elektrische 5tratzenbabn, die auch einen Uepäckswagen fiibrt, ist gleich neben dem Ausgange. Vicht basten; es ist genügend Zeit! Vie harte bi; Lovrana (Endstation) kostet l h 40 b. 5mr größere Gepäckstücke Aufschlag von etwa 40 k bis l h. Uin Magen kostet >2 bis lb h. In der Lramwsv recht; sichen! herrlicher Ausblick auf Abbsria. Hein Umsteigen bis rum Ziele! Heine birgst vor Unfällen!) Abbaria- Msttuglie ab 10 Ubr 15 Min. abends. Lovrana (End¬ station) an ll Ubr abends. Menn man die Ankunft rechtzeitig angemeldet bat man kann es ja von Mien oder Urar au; telegrapbisch tun —, so wird man in der Endstation erwartet. Losungswort „Lebrerbeim". Anschrift für die Anmeldung: „Lebrerbeim in Lovrana". vacb den 8atrungen ist der Antritt in das Lebrerbeim nicht eber gestattet, als bi; der hausarrt nach eingebender Untersuchung die Aui- nabmskarte unterfertigt bat; da dies in so später btunde nicht möglich erscheint, so wird der Ankömmling runäcbst ZV) 28 (Z in einem nahegelegenen bürgerlichen kasthoie billig uncl gut uniergebracht. Da; Aepäck wird sofort in das Südheim geschafft. Aäste, äie bei Lag ankommen, können sich gleich nach der Ankunft rum vausarrte vr. Keil verfügen. Ordinationsstunden nm ll Uhr vor¬ mittags. Mr die Nachtfahrt ist der Schnellrug ru wählen, der um d Uhr abends von (Vien abfährt. Ankunft in Lovrana (Endstation) ll Uhr vormittags. Mhrordnung analog der obigen. Den Bewerbern um Aufnahme in das Südkeim seien noch folgende Minke unseres »ansarrtes vr. Max l(eil mitgeteilt: „An Lungenspitrenkatarrh krkrankte, bei welchen sich, wenn auch nur geringe abendliche Lemperatur- steigerungen reizen, mögen die Aeise nicht eher an¬ treten, bevor diese Erscheinungen, eventuell durch eine mehrtägige vettruhe, geschwunden sind, kei den Erkrankungen der Atmungsorgane ist es nicht ange- reigt, die Leit von Anfang Männer bi; knde Männer als veginn des Aufenthaltes in Lovrana rn wählen. Vie Ausnahmswerber für das Südheim werden gebeten, die Aerepte über gebrauchte Medikamente mitrubringen: wo es tunlich ist, wäre auch eine Mankheitsskirre des behandelnden Arrtes an den hausarrt in Lovrana ru übermitteln. Mr die Leit von Mitte November bis knde Märr möge man sich jedenfalls auch mit warmer Minterkleidung versehen. Mr die Sommermonate ist ein leichter Strandanrug sowie öadewäsche für die Meerbäder in Vorrat ru halten." Oie Ankunki im Lei>rerkeim. Z) 29 9. Vie fiausoraittlng. 1. Nicht gestattet ist: L) äas eigenmächtige Mitnehmen von Familienange- hörigen; k) äas Willkürliche Manschen äer rmgewiesenen wimmer - o) äas kreie Ausspucken; ä) äas Wochen in äen wimmern ; 6) äas galten von hnnäen nnä anäeren Lieren; s) äas Aufstellen äer Fahrrääer in äen Limmern nnä an! äen Sängen; ss) äas Singen nnä Musizieren in äen wimmern, nnä rwar in äer Segel vor 9 (Ihr trüb, von 12 bis 2 Uhr mittags nnä ab 7 llhr sbenäs. (Übrigens steht es äer Serwsltung tret, innerhalb nnä außerhalb äer gezogenen grenzen äas Musizieren unä Singen ^u gestatten oäer auch rm verbieten.) Nicht gestattet ist ferner )eäes Lärmen im Hause sowie äas Stören äer Nachtruhe, äas allüu laute Sprechen auf äen Sängen nnä Stiegen, äas Lürüuschlagen, jeäes auf¬ fällige Seräusch sowie äas Stören äer Nachtruhe nach 9 Uhr abenäs unä tt) äas hauchen in allen Säumen äes Hauses mit Ausnahme äer Mohnrn'mmer. (Für Saucher weräen besonäere Limmer angewiesen.) 2. keim Kernehen äes angewiesenen ^imniers haben sich äie käste im keisein äes Serwalters (äer Serwalterin) von äem Sorhanäensein unä äem 2!ustanäe äer Sin- richlungsgegenstänäe, von äen krisch überzogenen Letten, von cien gereinigten gläsern, lensterlaäen usw. ^u über¬ zeugen. Huch baden äie Kurgäste ihre Damen unä äie sonst vorgeschriebenen Daten am Lage äer Ankunft in äas Meläebuch einrutragen. Z. In jeciem wimmer muh ein Inventarverzeichnis bangen. 4. Die wimmer sinä rein ru ballen, äie Einrichtung ist ^u schonen. Die Derschwenäung von Äasser unä Licht ist bintanAubalten. Decker Kurgast ist kür 8e- schäcligungen, äie ibm rur Last fallen, ersatzpflichtig. 5. Die Bettwäsche wirä alle rwei Äschen, äie jeäem Kurgaste rur Verfügung stebenäen xwei Lanätücher weräen nach Ablauf von sieben Lagen gewechselt. b. Dem Dienstpersonale obliegen folgenäe Derrich- tungen: Das Herrichten äer Letten, äas Keinigen, Leihen unä Lüften äer Ammer, äas Keinigen äer Äaschgeräte unä Geschirre sowie äas putren äer Kleiäer unä Schube. Ls wirä ersucht, äem Dienstpersonale unmittelbar kein Lrinkgelä ?u verabreichen. Äer beim Äeggange seine Attrieäenbeit äem Dienstpersonale gegenüber in klingenäer IDUnrie bekunäen will, möge äas Lrinkgelä in äie äsxu bestimmte Lüchse binterlegen. Das Dienstpersonal äark nur mit Zustimmung äer Verwaltung ru Lotengängen oäer sonstigen Verrichtungen außer äem Lause verwenäet weräen. ?ür äie Leäienung bat jeäer Kurgast pro Äocbe l K an äie Verwaltung ru entrichten. Me veschweräen gegen äas vienstpersonal sinä äirekl bei äer Verwaltung vollbringen. kesebweräen gegen clie Verwaltung sinä Lnnächst äem vertrauensmanne, nnä wenn äies nicht wirkt, dem 8üäkeim-Msschusse in Laibach schriftlich mitLuteilen. 7. Vie Verwaltung übernimmt nur äie Haftung für (vertgegenstänäe, äie ibr persönlich übergeben wuräen. 8. Vie vaustore weräen im 5ommer um IS vbr abenäs, im (Vinter um 9 vbr abenäs geschlossen, vei späterem Eintreffen ist für äas Öffnen äer vetrag von 20 Vellern Lu entrichten. 9. Ieäer neueintretenäe Kurgast bat sich nach äer Einkunft in Lovrana äem hsusarrte vorrustellen unä wäbrenä äes Llufenthaltes äessen Unoränungen L» fügen. lv. vurch äie Annahme äer Llutnahmskarte ver¬ pflichtet sich äer Inhaber Lnr Einhaltung obiger 6e- stimmungen. (vieäerholte verslöhe gegen äie hausoränung haben äie knl'ehung äer vufnahniskart« Lllr Folge. In äringenäen Fällen steht es äem vertrsuensmanne frei, äiesbeLllglich sofort rn verfügen unä nachträglich äie Genehmigung äe; Züäheim-Flusschusses einLubolen. II. Für äie Einhaltung äieser vausoränung ist äie Verwaltung verantwortlich. ver Züäheim-Ffusschuh ist berechtigt, weitere 8e- stimmungen rlu treffen, äie jeäoch mit äen vorrtehenäen nicht im (viäerspruche stehen äürsen. 10. vas Leven IM Levrerveim. Ieäer Ankömmling wirä sofort in äen Familien¬ kreis geschlossen, ks herrscht im heim ein echt kol¬ legiales Verhältnis, ein trauliches öeisammensein, äas alle Ztanäesunterschieäe beiseite stellt. Sonäerwünsche sinä äer Lierwaltung sofort mitzuteilen. Vie heilere Laune im hreise äer Käste, äie gute pflege, clie reine Luft, äie herrliche Lanäschatt wirken alsbalä wohltuenci auf cien Last, lla sich Mitglieder äesselben Stanäes zusammenlinäen, so fehlt es niemals an Gesprächsstoff,' bei schönem Meller wercien gemeinsame Ausflüge unter¬ nommen. An kalten Lagen wirci für warme Ammer gesorgt. Linser Hausarzt ist überaus zuvorkommenä er besucht clas heim jeäen /weiten Lag, um sich von äem ^ustanäe äer Käste unä äen hygienischen Kor¬ kehrungen im Hause zu überzeugen. Osr Verlciut Lines Zoinrnertages: s) 6e- trachtung äes Sonnenaufganges von äer Lerrasse aus. h) Mach äem Irührtttck ein Morgenspaziergang am Meeresstranäe. o) hernach kormittagsjause, vurchsehen äer eingelangten kriefschatten. ä) Lim 10 Lihr 8aä (Liegen in äer Sonne, Schwimmen bis zum hetz), o) Meiner Spaziergang in äer Stranäallee. L) In äie Hängematte; äort Lesen äer Lagesblätter. K) Lini l Lihr Mittagessen, h) Mittagschläfchen. 1) Ausflug mit äem Schiffe.)) Abenä- essen. kl) Spaziergang am Meeresstranäe, Ausruhen auf äen Hüppen. (Kar oft ist ein Lieä aus Lehrer- Kehlen über äie vom Monäe beschienene Meeresiläche geglitten.) „Oer Lrietträger kommt!" Osr Verlaut eines V?intertage;: g,) Um Halb 8 Uhr Frühstück, h) Um halb 9 Uhr Ulanäerung im 6e- länäe. v) Um 10 Uhr Uormittagsjause, vurchsehen äer Kriefschstten. cl) Zpariergang aut äer Keichsstrahe. «) Mittagessen, k) Zonnen auf äer Lerrasse, äabei Lesen äer Leitungen, x) Ausflug nach Abba^ia (ru Fuh aut äem wunäerschönen Ztranämege hin, mit äer Lramcvav Zurück), b) ZlranäkonLert in Abbaxis. i) Nachtmahl, lc) PIsuäerstünächen, 8pie1e, Ueburtstags-, Namenstags- feier, Ueäenktage. An schlechten Lagen in äas nahegelegene, vor¬ nehm eingerichtete Kaffeehaus „Ouarnero" oäer Ler- strenung im Lesezimmer. (Zpiele verschieclenster Art, Kücherei, Leitschritte».) li. ^ostenüverzchlag für einen vierwöchigen Mfenthatt. 1. Fahrt, clurchschnittlich hin unä Zurück . K b0' — 2. guartier täglich 1 K.„ 28' — Z. Für äen haussrrt 5' — 4. Für Keäienung.„ 4' — 5. Für Kost täglich 4 K.. >12' — 0. Kääer, Fahrten, Uergnügungen, Ke heirung „ 40'— Zusammen . K 249' — Lritt eine Befreiung vom O»artiergelüe unü eine Einschränkung bei Punkt 6 ein, so ergibt sich äie Zumme von runä 2S0 alles in allem, ln Hotels unä Pensionen cvüräe sie sich minäestens veräoppeln. 3 Vas Ouarnerobad ist unseren Mitgliedern mit kalber Karte (a ZV b) Zugänglich. Nur in den Monaten 5»li und August tritt die Heschrsnkung ein, daß sich cler ermäßigte Preis aus die Zeit von ll bis l vbr mittags nicht erstreckt. Unbemittelte Mitglieder mögen sich an ciie Landes- lebrervereine wenden, damit äie Post 5 von dort aus gedeckt werde. Vie Südbeimverwaltung kann keinen Nachlass gewäbren, da die Lebensmittelpreise im Süden koch sind. Vas Heizmaterial wird rum Selbstkostenpreise ab¬ gegeben. Vie vebeirmng des Lesezimmers wird von der Verwaltung besorgt. Im Winter wird diese; wimmer immer warm gebalten, so das; die vebei^ung der Wobn- raume eingeschränkt werden kann. 12. Statistik. Sie setrt mit Ostern 1909 ein, weil das Lebrerbeim erst von diesem Zeitpunkte an regelrecht betrieben wurde. Vom 1. Zpril bis l. llovembor 1909 wobnten im Hause UV Löste. 2b kamen aus Steiermark, 18 „ „ Mäbren, 17 „ „ Kärnten, 14 „ Krain, 12 „ „ Niederösterreich, II „ „ vöbmen, 7 „ „ Schlesien, 4 „ „ Oberösterreich, 1 „ „ Salrburg. ^sm untern Balkon. (Ion diesen waren 62 Damen (darunter 7 Lehrersfrauen) und 48 Herren. 23 Käste blieben länger als 1 Monat, 6 länger als 2 Monate. hesetrung in den einzelnen Monaten: In 7 Monaten 180 Käste mit insgesamt 2465 Lagen. Da 29 Käste länger als einen Monat im Heime verblieben, so wählen sie bei cler obigen Monats- recbnung rweimal mit; viele greifen auch bei kürzerer Dauer von einem Monate auf den anderen über. Daraus erklärt sich die Steigerung von ll0 auf 180. In der 2eit vom l. bis 15. August war die he- sucherrahl am höchsten. Sieben Käste muhten auswärts wohnen. Unter den 110 kästen waren 89 Mitglieder des Hundes, 21 Dichtmitglieder. Don den kewerbern wurden 5 nach Lussinpiccolo empfohlen, 4 erhielten harten für portorö. Don den 89 Mitgliedern wurden HZ von der kntrichtung des Ouartiergeldes vollständig befreit. 3* Homana und seine Umgebung. a) Umschau in Lovrana. Das Lehrcrheim liegt, von Abbazia aus genommen, im Villenhalbteil vor Lovrana. Der ansehnliche Ort erinnert mit seinen engen Gassen an italienische Städte. Wohltuend tritt indes allerorts Sauberkeit zutage. Die Bewohner sind bieder und dem Kurgaste gegenüber sehr zuvorkommend. Echte Kollegialität betätigt der italienische Oberlehrer, Herr Pegam. Er hat uns in unseren Bestrebungen wiederholt unterstützt. Als Vizebürgermeister besitzt er bedeutenden Ein¬ fluß. Auch der Obmann der Kurkommission, Herr Kaiser!. Rat Eder und der Vertreter der Quarnerogesellschaft, Herr Direktor W a k tor, sind uns stets freundschaftlich zur Seite gestanden. Wir sind überall gerngesehcne Gäste. — Wollen wir den Ort unseres Aufenthaltes näher kennen lernen, so wandern wir am besten zur Ankunftsstelle, zur Endstation der elektri¬ schen Straßenbahn zurück. Von dort führt die Reichsstraße gegen Süden. In etwa fünf Minuten sind wir im Mittel¬ punkte der Stadt. Um den ziemlich mächtigen Turm der Pfarrkirche gruppiert sich Lovraua. Rechts vom Turme ist das Gemeindehaus, ein stattliches Gebäude. Wenn wir hinauf gegen das Gebirge wandern, so kommen wir zur deutschen Schule. Sie ist mit einem Kostenaufwande von rund 50.000 L aufgeführt worden. — Links vom Turme abzwei¬ gend, führt die Neichsstraße im Bogen zum Hafen hinab. Unterwegs sind gute Wiener Gastwirtschaften. Gegenüber dem Hafen, rechts oben, befindet sich die Post, quer über die Straße hinüber das Kaffeehaus. Von dort erreichen wir in drei Minuten die Villa Carmen, die Wohnung unseres Haus¬ arztes Dr. Max Keil. — Wir kehren um. Wollen wir nicht auf dem gleichen Wege in das Heim zurück, so zweigen wir beim Kirchturme, dem natürlichen Orientierungspunkte, links ab und wenden uns dem Gebirge zu. Die breite Straße führt zum Friedhöfe und dann in die Ortschaften des Geländes. Nach fünf Minuten Steigung müssen wir sie jedoch diesmal verlassen. Wir gehen nach rechts und gelangen nach mäßiger Steigung (Tafeln weisen den Weg) zum Haupteingange des Lehrerheimes. b) Zpariergänge unü Numiige. 1. Der Strandweg unter dem Hotel Lodrann. Vom Lehrerheim durch die Gartenpforte zum Fußsteige und dann hinab zur Endstation der elektrischen Straßenbahn, von wo aus wir bei der Ankunft zu unserem Hanse hinanstiegen. In der Richtung weiter bis zum Meeresstrande. Dort mündet der Weg zunächst bei dem Quarnero-Bade. Hier beginnt der Strandweg. Er zieht sich gegen Abbazia hin. Leider ist er noch nicht ansgebaut, so daß wir nach einer Viertelstunde schon am Ende sind. Allein das soll uns nicht hindern, ihn bei schönem Wetter täglich aufzusuchen. Der Ausblick ist entzückend. Zu unseren Füßen plaudert die See oder sie zischt grollend in die ausgenagten Klippen. Die Bäume neigen sich traulich über die Felsenfährte, ein trefflicher Schutz vor dem sengenden Strahl; im Winter schütteln sie ihr Laub in die Fluten. Wie angenehm ist es da, sich im Hellen Sonnenschein zu baden! Bänke, just an den schönsten Punkten angebracht, laden zur Rast ein. Und abends, ach abends, wenn der Mond auf dem Wellenspiegel schaukelt, da ist es geradezu märchen¬ haft, hier zu weilen oder hinab zu den Klippen zu steigen und im stillen Rauschen des Meeres zu träumen ... 2. Nach Medven. Im Sommer ein Morgenspaziergang, im Winter, Herbst und Frühling eine vortreffliche Nachmit¬ tagspartie. Vom Lehrerheim durch das Tor im ersten Stock- Werke auf die Straße, dann nach links, abwärts, geradeaus fort in die Stadt. Hier führt die Reichsstratze dem Meere entlang; in einer halben Stunde ist man am Ziele. Unter¬ wegs rechts und links Villen, prachtvolle Bauten. Allmählich werden sie spärlicher und hinter der Straßenmauer öffnet sich der Ausblick auf das offene Meer. Die Küste von Veglia grenzt es ab. Im Süden greift die Insel Cherso herein. Wenden wir den Blick nach rechts, so gewahren wir den Abhang des Monte maggiore. Ein herrlicher Farbenkontrast! Hinter dem lichtgrünen Geäst die hellrote Erde. Einen solchen Gegensatz hat der Nordländer noch nicht gesehen. — Die Gastwirtschaft Medvea liegt am Ausgange einer Schlucht, die unmittelbar vom Monte maggiore herniederfällt. Ein überaus romantisches Gehänge! Wer würde es hier neben den lieblichsten Reizen der Natur vermuten? Wie von Zyklopen gespalten öffnet sich das Gebirge als gähnender Rachen, aus dem ein Bach dem Meere zustürzt. Rechts die jähe Mauer mit ihrem zerklüfteten Gestein, links der steile Hang, auf dem mühsam zartes Grün hinanklimmt, im Hintergründe der breite Sockel des Riesen, auf dessen Haupte um die weithinleuchtende Tonsur die Krippel des Hochgebirges lagern, ein grüner Saum von Buchenbeständen. Nur ein Streifen ist es, der sich von dem grauen Mantel abhebt, den der Beherrscher bis hinab zum Strande der Adria wallen läßt. Oder Karst über dem Blau des Meeres, über dem saftigen Grün des Gestades! Wer Sinn für Farben hat, sieht trunken in das Gemisch. — Der Bach hat in den tausend und abertausend Jahren sich einen Mündungsboden ge¬ schaffen, über den die Natur alsbald einen Teppich warf. Am untersten Rande desselben liegt die Gastwirtschaft Med¬ vea, das Ziel unseres Spazierganges. Eine ausgesprochene Bucht! Kein böses Lüftchen hat hier Zutritt; nur der milde Hauch des Meeres streicht ungehindert über den begnadeten Fleck Erde. Wer der Ruhe bedarf, der walle alltäglich hieher. Dort auf der Sandbank stört nichts den majestätischen Frieden; nur das Rauschen der Welle dringt herein und wiegt den Fremdling in wonnigen Schlummer. Es scheint, als wachte der Gigant über das Heiligtum, das er hier am Ausgange seiner Behausung verborgen. — Was die Natur verschwenderisch geboten, haben die Menschen fürsorglich durch ihre Einrichtungen ergänzt. Die Gastwirtschaft ist vor¬ trefflich geführt. Der Pächter spricht deutsch. (Näheres im Ankündigungsteile.) Dermalen ist die Niederlassung eine Idylle im ausgesprochensten Sinne. Ob sie es in ihrer Ein¬ fachheit bleiben wird? Setzen wir unsere Wanderung auf der Reichsstraße fort, so gelangen wir zunächst nach Draga-St. Marina und bald hierauf nach Moschenize. Bis hieher begleitet uns üppige Vegetation. Dann kennzeichnen allmählich kahle Flä¬ chen den Strich der Bora, die alles Keimende hinwegblüst. 3. In die Loqua. Ein Naturpark im ausgesprochensten Sinne. Wir treten wieder aus dem Tor im ersten Stock¬ werke auf die Straße, gehen links einige^ hundert Schritte gegen Lovrana und wenden uns sodann rechts über Treppen gegen das Gebirge. Nach etwa zehn Minuten sind wir am Ziele. Der Park stellt eine Terrasse im Gehänge vor. Die mannigfachsten Bäume und Sträucher haben sich hier zu¬ sammengefunden, alte morsche Recken neben jugendlichem schlanken Geäst. In der Mitte dieses „botanischen Gartens" ist ein Teich, in dem sich Trauerweiden spiegeln. Ringsum Nuheplätzchen, lauschige Plätzchen, die, wenn sie sprechen könnten, vielleicht mancherlei erzählten, was man gerne im Herzen verschließt. — An Sommernachmittagen ist es in der Logua kühl, während drunten am Strande die Sonne blen¬ det. Da flüchtet sich jeder hinauf und sinnt und sinnt im grünen Busch ... 4. Nach Jka. Wir sind durch Jka gefahren als wir von Abbazia herüberkamen. Die letzte Bucht vor Lovrana. Sic ist nicht so schaurig-ernst, wie die von Medvea, aber gleicher¬ maßen geschützt. Darum drängen sich hier die Häuser und 40 Häuschen. Gegen das Meer springt eine vornehme Restau¬ ration vor. Die Schiffe landen vor ihr. Wir können also auf dem Seewege herüber und auf dem Landwege zurück. Die Meerfahrt dauert eine Viertelstunde, der Spaziergang eine halbe Stunde. Es empfiehlt sich, die Partie nachmittags zu unternehmen, so daß mau im Sonnenschein durch die Wellen rauscht und in der Abendkühle heimwärts wandert. 5. Zum Strandkonzcrt i» Abbazia. Cs findet fast täglich statt, in der Hauptsaison vor- und nachmittags. Wir wählen den Nachmittag, da wir im Sommer den Vormittag im Bade verbringen, im Winter aber unseren Morgenspazier¬ gang nach Medvea oder in das Gelände unternehmen. Wie nach Jka so auch nach Abbazia die Hinfahrt mit dem Schiffe, die Rückkehr zunächst auf dem Strandwege zu Fuß und daun mit der elektrischen Straßenbahn. Diese Wanderung gehört zu den schönsten, die der Süden bietet. Links der tosende Wellenschlag, rechts zierliche Villen, duftende Gärten, Lor¬ beerbüsche, Nischen, sonderbare Felsengebilde. Ein Märchen¬ zauber umfängt jeden, der zum erstenmale diesen Pfad betritt. Mit einem ungeheuren Geldaufwande wurde der Strand¬ weg einerseits dem Meere, anderseits den Klippen abgerun¬ gen. Bald drückt er sich in die felsige Lehne, bald schwingt er sich über Höhlungen hinweg oder führt über das zackige Ge¬ stein. Dabei bietet er keinerlei Anstrengung. Auf feinem Sande schreitet man ruhig dahin. Nur einmal gibt es eine kleine Steigung, fünf Minuten kaum. Neue Bilder tauchen auf, im Blutrot strahlt der Süden und sachte, mit leisem Lispeln streicht sein Zephir dir durchs Haar. — In Abbazia selbst wetteifern Kunst und Natur um den Rang. Alles, was Menschen an Herrlichkeit schaffen können, wurde in einen prächtigen Rahmen gefügt, den ein gütiges Geschick hier ge¬ schaffen. Der Park — er grenzt an den Landungsplatz — ist der schönste Edelstein in diesem Diadem. Drunten am Meeresstrande zeigt er seine Blumenpracht, gegen die Straße zu bietet er den dichten Hain, lind dahinter gucken zierliche Lei äer Dachmittagsjause. Häuschen herfür, ragen die Paläste empor. „Hier waltet der Reichtum/' sagt sich der Südheimgast, „hier drückt es mir die Brust ein". Erleichtert kehrt er darum zurück, nachdem er den Weisen der Kurmusik gelauscht hat. Wohl haust der Millionär in einem größeren Heim als es das unsere ist, aber er atmet dieselbe Luft und läßt von derselben Welle sich kosen. Nur eines muß er entbehren: die ungezwungene Fröhlichkeit, das traute Beisammensein im Kreise gleich¬ gesinnter Seelen. 6. Zur Aurora-Höhe. Sie ist über Abbazia. Von ihr aus überblickt der Wanderer den Quarnero und das vor¬ gelagerte Gestade. Der Aufstieg ist bequem. Man fährt nach Abbazia und wendet sich von dort nach links gegen das Ge¬ birge. Nach fünf Minuten ist man vor der deutschen Schule angelangt. Sodann nach rechts. In einer halben Stunde hat man das Ziel erreicht. Von dort nach rechts zur Station Mattuglie und dann auf dem „geraden" Wege nach Volosca, von wo aus wir bis Lovrana die Straßenbahn benützen. — Was die Aurora-Höhe vor uns ausbreitet, zeigt das Dorf Veprinaz in einem größeren Umkreis. Der Aufstieg erfolgt von derselben Ausgangsstelle. Tagespartie. Veprinaz liegt 518 Meter über dem Meeresspiegel. 7. Auf den Monte mnggiorc. Eine tüchtige Bergpartie! Man kann zwar bis zur Schutzhütte fahren. Doch wer wird Bergpartien mittelst Wagen unternehmen!. Die Wege von Lovrana und Jka aus sind markiert. Der Aufstieg von der Gastwirtschaft in Medvea ist nicht zu empfehlen. Auch die anderen zwei Wege können nur von ziemlich ausdauern¬ den Bergsteigern genommen werden. Das Kronprinzessin- Stephanie - Schutzhaus liegt 927 Meter über dem Meere. Von dort gelangt man auf der Reichsstrahe zum höchst¬ gelegenen Dorfe Istriens, nach Velika Ucka (995 Meter über dem Meere). — Der Sattel des Monte maggiore liegt 124V Meter über dem Meere. Die Kuppe selbst 1376 Meter. Zu unseren Füßen die blaue Adria mit den Jnselkolossen, dem grünen Saum, aus dem die Häuschen blinken, hinter uns ein ödes Land, mit der Mulde des Lepic-Sees, den Dolmen und Kahlköpfen des Karstplateaus und in weiter Ferne die glänzenden Zinnen der Julischen und Venetiani- schen Alpen. Zwei Welten! Streicht auch die Sehnsucht über die Felsen hinweg zu den Lieben in der Heimat, so beflügelt doch der Gedanke an unser Heil den Fuß zur Rückkehr in das Paradies, in dem unser Südheim liegt. 8. Nach Lussinpiccolo. Unsere zweite Heilstation im Süden. Wir haben mit Pensionen und Gastwirtschaften Vereinbarungen getroffen, nach denen unsere Mitglieder be¬ deutende Ermäßigungen genießen. Die diesbezügliche Karte wird vom Südheim-Ausschusse zugemittelt. In Fällen, da sich das Klima von Lovrana für Bewerber um einen Platz im Lehrerheim nicht eignet, bieten wir als Ersatz die Legiti¬ mation für Lussinpiccolo. Die Kosten des Aufenthaltes sind denen im Lehrerheime gleich. Indes nicht nur die für Lussin Empfohlenen sollten die Meerfahrt wagen, sondern auch die Gäste des Südheimes. Die Insel ist überaus interessant, die Fahrt gänzlich gefahrlos, der Ausflug sehr lohnend. Wer sich vor den vier Stunden fürchtet, die er auf dem Schiffe zubringen soll, benütze bis Pola das Automobil, das täglich in der Früh durch Lovrana fährt. Von dort aus erreicht man mit dem Schnelldampfer Lussinpiccolo in 2V- Stunden. Mittel gegen die Seekrankheit: Reichlich essen, auf dem Schiffe mit dem Kopfe gegen die Fahrt liegen, Zucker, mit Zitronensaft oder mit einigen Tropfen Koryphin (in jeder Apotheke um 1 L erhältlich) getränkt, in den Mund nehmen, wenig gehen, wenig stehen, womöglich auf dem Verdecke bleiben. — Für jede Meerfahrt sind warme Kleider mit¬ zunehmen. Auf dem Seewege bis Lussin gibt es mancherlei zu sehen. Rechts steigt die istrische Küste steil empor; da und dort schneidet ein tiefer Fjord ins öde Land. Links starrt uns lange Zeit die steinige Abflachung der Insel Cherso entgegen. Allmählich bekommt sie einen grünen Anflug. Wir rauschen vorüber. In der Ferne steigt ein Zuckerhut aus dem Meere herauf, der Berg Ossero, ein treuer Wächter für Cherso und Lussin, die an der Stelle nur durch eine sehr enge Meeresstraße getrennt sind. An mehreren Sandbänken vorüber gleiten wir plätschernd in die schöne Bucht von Lussinpiccolo. Der Ort baut sich amphitheatralisch auf. Ab¬ steigequartier Hotel Dreher in der unmittelbaren Nähe des Landungsplatzes. — Einen guten Imbiß bekommt man auch in der Wiener Frühstückstube. (Am Strandwege gelegen.) Pension in der Villa Mizzi und bei Lindinger. Überall Er¬ mäßigungen für unsere Mitglieder. (Die Karte vorweisen!) Was soll sich der Ausflügler in Lussin ansehen? Zu¬ nächst Cigale, die reizende Bucht gegen Westen. Man geht vom Landungsplätze nach rechts am Strande fort und biegt dann zum Sattel hinauf. Die neuangelegte breite Fahr¬ straße führt zur Bucht. Schon auf der Höhe des Überganges weitet sich der Ausblick: das offene Meer liegt vor uns; nur das Gestade von Sansego greift an einer Stelle herein. San¬ sego hat eine Sandbank, die dereinst Tausende an sich locken dürfte. — In Cigale fällt uns der üppige Pflanzenwuchs auf, ein Beweis für das gute Klima. Wir hatten die Ab¬ sicht, hier ein zweites Südheim zu bauen. Bei der ent¬ scheidenden Sitzung herrschte jedoch die Meinung vor, lieber das bestehende Haus in Lovrana zu vervollständigen. Immer¬ hin soll uns aber Cigale nicht entschwinden. Wir werden in jeder Weise Sorge tragen, unseren Mitgliedern den Auf¬ enthalt zu ermöglichen. Wer in Lussinpiccolo nächtigt, kann sich am nächsten Tage den Ort Lussingrande ansehen. Der Name ist im Laufe der Zeit hinfällig geworden, denn Lussinpiccolo ist grande geworden und Lussingrande ist Piccolo geblieben. Damit ist auch seine geringe Bedeutung gekennzeichnet. Auf der Insel Lussin gibt es noch mancherlei zu sehen; entsprechende Hinweise enthalten die „Führer", die in der Buchhandlung am Landungsplätze und in der Kanzlei der Kurkommission erhältlich sind. Der Kurgast findet viel Zer¬ streuung — ich erwähne nur noch die interessante Sternwarte. Der jetzige Leiter wird unter Vorweisung einer Empfehlung von uns seinen geheimnisvollen Turm gern öffnen. Jn- gleichen werden unseren Mitgliedern in der Apotheke Reich Auskünfte aller Art bereitwilligst erteilt. — Allen, die mit schweren Katarrhen (soweit die Ansteckungsgefahr ausgeschlos¬ sen ist) behaftet sind, empfehlen wir den Winteraufenthalt auf Lussin. Es ist für entsprechenden Komfort vorgesorgt, die Preise sind niedrig, überall finden wir freundliches Ent¬ gegenkommen. Das Klima ist göttlich. S. Ein Ausflug nach Arbc. Seit die Kommune Wien sich anschickte, auf der Insel ein Sanatorium zu errichten, ist Arbe bekannt geworden. Auch der slawische Lehrerverband ließ einmal verlauten, daß er nach unserem Rezepte in Arbe ein Südheim gründen wolle. In letzter Zeit ist von beiden Projekten nichts mehr zu hören. Es ist begreiflich, daß die anfängliche Begeisterung für Arbe nachgelassen hat; denn, so romantisch auch das Wahrzeichen der venetianischen Seeherr¬ schaft erscheinen mag, es bietet dermalen wenig Anhaltspunkte für einen ständigen Aufenthalt. Der Verkehr ist mangelhaft, der Komfort fast Null, das Klima nur stellenweise günstig, allenthalben besteht Malariagefahr. Im Winter streicht die schneeige Luft vom Velebitgebirge hernieder — keine gute Zu¬ tat für den Kranken. Aber des Ausfluges ist Arbe wert. Die Fahrt selbst bietet wenig, wohl aber ist der Ort recht interessant. Wie Festungsbautcn steigen die Häuser aus dem Meere herauf, um die Einfahrt abzuschnüren. Drinnen in der Bucht grüßt uns im weiten Bogen ein Kranz von Pinienwäldern, aus¬ gehend von dem Stadtwalde, der zu den schönsten Beständen dieser Art gehört. Hie und da sticht ein einsames Landhaus aus dem Grün, Anfänge einer neuen Kuransiedelung. Der Besucher schlendert durch die echt italienischen Gassen, schreibt ein paar Ansichtskarten und sehnt sich wieder zurück nach dem Oer Mschieä vor, Lovraria. 45 belebten Strande von Lovrana, wo moderne Kultur auf einem sonnigen Fleck ein gemütliches Plätzchen geschaffen. 1V. Eine Fahrt längs der kroatischen Küste. Droben auf dem Karstplateau, unweit Mattuglie, thront Častna, so recht im Pfiff der Bora. Hier hat sich eine Lehrerbildungs¬ anstalt etabliert. Sie soll das Gehänge mit Lehrern ver¬ sorgen, die im Sturme wetterfest geworden sind. — Uns gegenüber ist Fiume. Von der Terrasse unseres Heimes aus gesehen, liegt es da wie eine Ansichtskarte. Wir fahren hin¬ über — natürlich mit dem Schiffe. Empfehlenswerte Gast¬ höfe: „Beim Tiroler" auf dem Hauptplatze (vom Landungs¬ plätze geradeaus gegen das Gebirge), Hotel „Deal" (vom Landungsplätze links, gegen den Bahnhof). Sehenswert ist der Friedhof, empfehlenswert der Aufstieg zum Wallfahrts¬ orte Tersatto. Alles Nähere im Führer für Fiume. — Um wenig Geld kann die kroatische Küste bis Zengg befahren werden. Der Dampfer wendet sich zunächst nach links und biegt sodann in eine hochinteressante Bucht ein. Porto rö (Königshafen) nennt sich der Platz. Wie in einem Neben- schächtclchen liegt linkerhand, in den aufsteigcnden Felsen gehauen, B u c c a r i. Wer Zeit hat, lasse sich in einer Barke hinübcrführen. Buccari ist das interessanteste Städtchen weit und breit. — In Porto r ö (Kraljeviča) bestehen für unsere Mitglieder Abmachungen. Sowohl im Hotel „Liburnia" sowie im Hotel „Zagreb" erhalten wir Ermäßigungen. Auch die Apotheke und der Kurarzt und endlich der Badebesitzer kommen uns entgegen. Wir empfehlen daher Porto rö als Badeort. Schon seit einigen Jahren haben sich Lehrerfamilicn niedergelassen und jedesmal wurde uns berichtet, man habe sic freundlich ausgenommen und das Bad hätte wunderbar gewirkt. Porto rö bietet zwar nicht die große Sandfläche wie Grado; aber im Kurerfolge steht es deswegen nicht zurück. Das Wasser ist rein, Sand wurde hinreichend aufgeschüttet; was es Grado voraus hat, das sind die schattigen Plätzchen, die Ausflüge, die geringere Gelsenplage und die gutbürger¬ liche Gemütlichkeit. Auf der Weiterfahrt kommen wir nach Cirkvenica. Ein Stelldichein der ungarischen Nobelwelt! Unter Berufung auf uns freundliche Aufnahme im Hotel Crnkovič. Wir fühlen uns nicht so behaglich wie in Porto rö. — Als Ziel setzen wir uns die alte Bischofsstadt Zengg. Dann zurück zum öster¬ reichischen Gestade, nach Laurein, in unser liebes Lehrerheim! 11. Nach Pola. Der österreichische Kriegshafen! Da gibt es für den Binnenländer doch sicherlich viel zu sehen. Mit dem Automobil oder Schiffe hin, mit der Bahn über Divacca, St. Peter, Mattuglie zurück. Eine Tour von zwei Tagen. In Pola erteilt Auskünfte der Direktor der k. k. deutschen Staats¬ volksschule Friedrich P ri e g er, auf der Insel Brioni unser Vertrauensmann, der k. k. Lehrer Karl Ludwig. Er ist der Leiter der dortigen einklassigen deutschen Volksschule. — Wer noch einen Tag dazuschlagen kann, wähle den Rückgang über Triest. Entweder mit der Bahn bis Herpelje und von dort nach Triest oder mit dem Schiffe direkt. Unser Vertrauens¬ mann, Herr k. k. Fachlehrer Franz Wotzel, ist in der k. k. Staatsbürgerschule auf dem Leipziger Platze zu treffen. Vor der Reise möge man sich von der Buchhandlung Schimpfs in Triest den Führer kommen lassen. 12. In die Adelsberger Grotte. Eine Tagespartie. Bei einer größeren Anzahl von Besuchern wird unter Berufung auf uns eine Ermäßigung bezüglich des Eintrittsgeldes ge¬ währt. Es ist Wohl selbstverständlich, daß jeder Südheimgast das Naturwunder betrachtet, will er doch nach seiner Rückkehr im Unterrichte nicht nur die wiedererlangte Gesundheit betätigen, sondern auch über all das Herrliche im Süden berichten. Reich an körperlicher Kraft, reich an Eindrücken verschiedenster Art, scheidet er aus dem Zauberlande, das ihm bisher verschlossen war. So erfüllt das Lehrerheim zu Laurein nicht nur den physischen Zweck, sondern auch einen bedeu¬ tungsvollen psychischen, es ist eine Schule, ein Treibhaus für tiefes Fühlen und lebensvolles Schaffen. ir. Hur üem geäenkvuche aer Lelmrkeimer. i. Zu Laurciu a» dcr Adria, den s». Februar 1909. Als mein Fuß dieses Haus betrat, als mein Blick über das weite Meer hinwegglitt, als meine Lungen an dein Odem der Adria sogen, da ward es in der Seele klar: Hier muß unser Herzensgcdanke die feste Form bekommen; dieses Haus wird unser Heim, wird zum Denkmal der Treue, zur Burg werktätiger Freundschaft, Mögen im Norden die Stürme dräuen, mag der Erbfeind an dem siechen Körper rütteln — es gibt einen Rettungshort: das Lehrerheim zu Laurciu, Freundlich öffnet es die Tore einem jeden, der seiner bedarf, der zu uns gehört. In seinen Räumen wohne allzeit der Friede, schimmere die Zuversicht auf Rettung und von seinem Giebel flattre die Fahne des einigen Bundes, weithin kündend die Worte: „Durch eigene Kraft geschaffen zur Erhaltung der eigenen Kraft!" — T'eerz, erster Referent für das Lehrerheim im Süden. 2. Du ruhest unvergänglich schön," Von jungfräulichem Hauch umweht. Am Abhang grünbelaubter Höh'n In stiller hehrer Majestät. Und von dir streift der Blick entzückt Hin übers alte, heil'ge Meer, — Wen einmal nur dein Reiz beglückt, Wünscht sehnend stets zu dir sich her. — Laurciu, 5. April 1909. Josef Kermetter, Lehrer aus Leifling, Kärnteu. 3. Ein Lehrerheim im Süden! — ein großer Gedanke, dessen rasche Verwirklichung der Tatkraft und Opferwilligkeit der deutsch¬ österreichischen Lehrerschaft ein glänzendes Zeugnis ausstellt. Möchte jeder Besucher im „Heime" sich heimisch fühlen und als schönste Erinnerung von hier mitnehmen — die erhoffte, wieder¬ erlangte Gesundheit! Lt. April IMS. Ar. Kcrrtoncirrer aus Laibach. 4. Das waren liebe, schön verträumte Stunden, Als ich im trauten Lehrerheim gewesen; Und an der Seite froher guter Wesen Hab' die Zufriedenheit gefunden. Lebt wohl nun, da wir scheiden müssen, Ihr guten Freunde und Kollegen! Und kommt nach Sonnenschein der Regen, Der schöne Traum, er wird's versüßen. Lovrana, 17. Mai 1909. Moritz Mooer, Oberlehrer in Neustist bei Olmüh. 5. Durt drobn im tiafen Böhmerwald, Schön is er, oba z'rauh is er holt, Hot's mi derwischt und krank bin i worn, Nach Süden, in unser Heim biir i gfohrn. Echte Kollegen, lusti und fidel, A gnati Knchl, bei meiner Seel, A nett's Häusl, a reine Luft am Meer, Uud a schöns Wetter: Wos willst du nv mehr? Das Lekrecheim (Seitenansicht). 4Y Im Heim, do Hots mir so gsolln, Daß i Ham hob nimmer wolln; Aber gsund bin i worn, das dank i euch schön Und wünsch', es möcht allen so geh'n. Laurcin, 5. Juni IMS. Adolf Maurer, Fachlehrer in Luditz, Böhmen. 6. Am wunderschönen Meercsstrand Das traute Lehrerheim entstand, Wo Ostreichs deutsche Lehrer nun Nach Müh' und Krankheit können ruh'n. „Heil allen!" ruf ich dankbar aus Die bcigetragen zu dem Haus, Zum Denkmal, das „aus eig'ner Kraft" Sich schuf Deutschöstreichs Lehrerschaft. Laurei», S. Juli 1S0S. 7. Zircrnz Kaas> Lehrer in Marburg. Die Sonne kehrt in Wolkenreine Bom Flutenrand ihr Antlitz her Und überglüht mit ihrem Scheine Den Himmel und das blaue Meer. Nun streift sie schon den Saum der Welle, In goldner Spur verlöscht der Brand, Bald zeigt die letzte rote Helle, Wo flammend ihre Scheibe stand. In vollem Leuchten untertauchen, Verklärend, was noch weilen mag, O schönstes, seligstes Verlangen Und höchste Gunst im Erdentag! zu Juli isos. Albine Sever, Lehrerin in Peggau, Steiermark. 4 8. Du „Lehrerheim" am Adriastrand Bist mir so lieb, weil stammverwandt. Du bietest Ruh und Labe dar Der arbeitsmüden Lehrerschar. Biel Dank für das, was du beschert! Es war der weiten Reise wert. In manch' erquickender „Zwischenstund" Erzählt daheim von dir mein Mund. — 14. August isos. Manie Kzibukk« aus Brünn. 9. In Winterstürmen im fernen Böhmerland Wirst du vor mir ersteh'», du Heim am Felsigen Meeresstrand. Bei weißer Flocken Fall nnd doch im Sonnenschein, Ob dir des Himmels Blau werd' ich dich seh'n und Dank dir weih'n. Dann malt Erinnerung mir auch das liebe Bild Von jener, die zum Heim dich macht. Die hier gesorgt, gewaltet muttermild. — Dann werd' ich grüßen alle, die nun weit Jetzt geh'n den gleichen Weg der Pflicht. Ob auch so ferne, sind wir doch vereint. Genossen einer wundersel'gen Sommerzeit. LS. August wog. Knnestine H'aviis, Fachlehrerin tu Gcorgswalde, Böhmen. 10. Ich soll mich von dir trennen. Du schönes, blaues Meer — Werd' ich es denn nur können? — Der Abschied fällt mir schwer! SI In deine blauen Fluten Taucht' ich mich ach so gern — Ich werde dein gedenken Gar oft in weiter Fern'. Anch dich werd' ich vermissen, Du trautes Haus am Strand, Dein will ich oft gedenken In meinem Heimatland! Du „Lchrerheim", du trautes, Dir bringe ich zum Schluß Und alleu, die drin wohnen, Den schönsten Abschiedsgruß! 10. September 1909. Anna Kanälen, Jndustrielehrerin. 11. Was redliches Streben erhofft, unermüdliches Wirken ge¬ schaffen, kann nur dann so schön fortgcdcihen, wenn trauliches Zusammenhalten mit dem ewig göttlichen Frohsinn unser Heim zn einer wirklichen Heimat gestalten für diejenigen, die her- gcpilgert sind, nm ganz zu gesunden. Wenn irgendwo, so hier seid und fühlt euch einig! Lovrana, im August iso». Stefanie Kandt. 12. Von des Meeres Zauber umschlungen, Von den kosenden Lüften durchdrungen, Gesunde jeder im traulichen Heim! 28. September 1909. Anna Kafelkerger, Lehrerin in Marchtrenk, Oberösterreich. 4* S2 13. Die Kranken suchen Heilung hier, Erfrischung alle Müden, Auch wer das Reisefieber hat, Der wandert nach dem Süden. Für Krankheit und für Müdigkeit Find't man hier Heilung immer; Doch für das Reisefieber, seht. Da reicht die Wirkung nimmer. Wer einmal hier war an dem Strand Mit seinem goldnen Frieden, Kehrt immer wieder gern zurück Zu unserm „Heim" im „Süden". 2S. September isog. Mcrrgaritcr Mayer, Lehrerin in Aigen, Steiermark. 14. Aus allen Landen kommen wir her An das vielgepriesne blaue Meer! Die Krankheiten, die uns so Plagen, Die uns des Lebens Freude versagen, Tie möchte jeder gerne verlieren — Drum tut er's mit 'm Baden probieren. Wenn ihr es nicht könnt vertragen, So sollt ihr euch nicht lange Plagen; Denn hört, es gibt ein Mittel! Hilft's nicht ganz, so doch ein Drittel. Nehmt Kummer, Trübsinn und was noch schmerzt, Und packet es in ein Bündel beherzt. Hängt einen Stein um das seltsam Paket, Werft's in das Meer hinein und ich wett', 's kommt aus den Tiefen wohl nimmer; Verschlungen hat es ein Haifisch, ein schlimmer. Dann seid ihr froh und seid gesund Und werdet mit der Zeit auch kugelrund. Frohsinn, Heiterkeit und lustige Launen, Die kommen, daß ihr nur werdet staunen. Die Nerven, die werden wie Drähte aus Eisen — Und so könnt ihr getrost wieder heimwärts reisen. Im Oktober IMS. Kedrvrg Schneider.'. Fachlehrerin aus Bautsch. 15. Ich sah von „nnserm Heim" das Meer Und blickte wonnetrunken in die Weite; In tausend Formen, reich und hehr. Lag vor mir da das südliche Gebreite. Inmitten aller dieser Pracht Thronst, Südheim, du, am zierlichsten Gehänge, Und drinnen hält die Liebe Wacht, Nichts stört die Ruh', kein müßiges Gedränge. Dann sah ich euch im trauten Raum, Begrüßtet froh den wandernden Gesellen. Wie heimisch war's! Ihr glaubt cs kaum, Wenn ich von keinem „Kranken" mag erzählen. Nur der Erholung fand geweiht Ich dieses Haus, so einzig schön gefunden. O daß es fürder noch gedeiht Und alle, die es suchen, ganz gesunden! Dich grüß' ich, Südheim, freudewarm, In unvergeßlich lieblichem Gedenken! Ihr Brüder, Schwestern, Arm in Arm Laßt allwärts Gunst dem Edelwerke schenken! Zur Erinnerung an den 4. Oktober 1909. Job. HicrucH, Schuldirektor i. R. in Vöcklabruck. Wenig Mut und trüben Sinn Bracht ich mit ans meinem Wien! Krankheit nnd erzwnngne Ruh' Ließen frohen Sinn nicht zu. Aber hier der Sonue Schimmern Und des Meeres blaues Flimmern Hat Genesung mir gebracht Utid mich frisch und froh gemacht. Hab' erkannt, daß eigne Kraft, Die das Gute in uns schafft, Nicht erstorben ist im Leben; Mög' sie „neues Heil" uns geben! 2. Oktober bis 1. November 1909. Mcrrie ScHrvauz, Bürgerschuldirektorin aus Wien. 17. Die schönste Aufgabe edler Menschen ist es, ihren armen Mitmenschen zu helfen, damit sie wieder gesund an Leib und Seele an ihre Lebensarbeit gehen können. Darum „Dank und Heil" diesem schönen Heim und den guten Menschen, die es so liebe- und segensvoll gestaltet haben! 2. Oktober bis 1. November 1909. Kcrrntine HUondein, VolkSschullehrerm aus Wien. 18. Gar ost saß ich am Meercsstrand, Sah zu dem Wellentreiben. Tie Wogen stießen au das Land, Mir winkend, noch zu bleiben. Sah von der Fern' ein Schifflein nah'n, Still auf des Meeres Wellen, Sah schaukeln auch den leichten Kahn, — Wie leicht kann er zerschellen! Und drüben auch in weiter Fern' Sah ich den Hafen liegen, Dorthin lenkte der Schiffer gern. Das Schiff ans Land zu schmiegen. Ja, Schiff, Wellen, Hasen, die drei Sind Bilder meines Lebens, Sie zieh'n an meinem Äug' vorbei, Betracht sie nicht vergebens. Das Schifflein, wißt, das bin ja ich In meines Lebens Tagen, Der Krankheit Wellen schwachen mich Und machen mir oft Plagen, Der Hafen, das ist's Lehrerheim, Dahin kann ich mich flüchten. Es will der Krankheit bösen Keim Im Altfange vernichten. Auch ich kam Hilfe suchend her, Verlebt hier schöne Stunden, Das Abschiednehmcn fiel mir schwer, Als Heilung ich gefunden. Am Ig, Mai 1SVS, Iranz KaMcr, Schulleiter in Klein-Bressel. 19. Um des Lebens höchstes Gut Nun wieder zu erstreben Und bereits gesunk'nen Mut Von neuem zu beleben, Zog von weiter Ferne her Manch kampfesmüder Recke Durch Stadt und Land zum weiten Meer Auf des Karstes öder Strecke. Ein Paradies tut hier sich auf Zwischen Stein und blauen Wassern, Es tut sich auch den Armen auf Wie einstens nur den Prassern. Drin steht ein liebes trautes Heim, In dem du sollst gesunden. Und dich des holden Friedens freu'n, Den sonst du nicht gefunden. Da erstarken sicher Leib und Geist Zu neuem Kampf und Ringen, Und was du schon verloren heißt, Wird frischen Mut's gelingen! Drum mög' dies schöne Werk erblüh'» Und weiterhin gedeihen, Ihr mögt ihm euer reges Müh'n Auch fürderhin noch weihen! Aus eigener Kraft, Durch Einigkeit errafft. Es immerdar dich lehret, Was Einigkeit gewähret. Als stolze Burg es blicke Dereinst ins weite Meer, Ein Symbol sei's eu'res Glückes: — Einigkeit, — Die braucht ihr doch so sehr! IL. Mai IW9. Wii'Helm Micki', Oberlehrer in Pöls ob Judenburg. 57 (Z Rasselnd und klappernd und rüttelnd jagt das pustende Dampfroß Über die Höhen des Karst's, hinab zum Gestade des Meeres. Jetzo blitzet der Strahl durch die Enge; die schwebende Fläche Zittert herauf und grüßet, beglückend den Mann aus dem Norden. Weither kam er gepilgert, zu finden am Strande Genesung, Mut sich zu holen und Kraft und die Frische zu weiterer Arbeit. - Schon hat Mattuglie gerufen der Schaffner; ich eile zur Tramway, Schleppend die Habe: die Tasche, den Schirm und die Binde des Schnurrbarts. „Endstation!" sag' ich und zahle die Krone und vierzig fürs Fahren. Knirschend und kreischend auf kühnlichen Kurven ächzt das Ge¬ fährte. Linkerhand glänzet das Meer und zur Rechten winket der Abhang. Glücklich gelandet! Nach sechzig Minuten begrüßt uns Lovrana. Herrlicher Ort und herrliches Heim, umrauscht vou den Büschen! Liebreich empfängt uns des Hauses sorgliche Mutter und öffnet Tor und Tür zu dem Heim und fraget gleich dieses und jenes. — Mütterchen hinter den Bergen versteht es füglich nicht besser. — Mittag ist's bald, es kommen Kollegen; manch bläßliches Fräulein Huschet herein und machet den Knix der "neuen Vermehrung: „Glücklicher Mann, Sie setzen den Fuß auf sonnige Pfade!" — Tam und noch tam vernimmt man, es eilet schon alles zum Saale, Essenszeit ist's, Gemurmel nun geht durch die harrende Reihe... Dampfend und brodelnd und schimmernd schon steht die Supp' auf dem Tische. „Heute ist Freitag! Marie, nicht wahr, es gibt heute Fische?" —ss— 14. Sitte. I. Ieäer Süäheimgast wirä ersucht: u) für äar Ulbum rein kilä ru rpenclen, b) einen keitrag r:um geäenkbuche ru wiämen, o) clem Süäheim-äfusschusse in Laibach bekanntrugeben, wie er äen Liuienchall im Heime verbracht bat unä war er rur grgäiiüung äer Einrichtungen vorrchlägt, ä) für cien SUäheimfonä; tätig xu rein. in der hunäesausscbubsitrung am ZI. Oktober 1909 wurcle äer keschttch geksht, äar Lebrerbeim ^u vergröbern, hiexu rinä neue Mittel nötig, ks ergebt äaber an alle, äie äar Merk würäigen, äie herrliche Litte, ru äesren Oervollstänäigung beirutragen. keiträge mögen an äen Zahlmeister Hari kruche, Fachlehrer in Mien, lZ/4, Lebetnergasse 14, gerenäet weräen. Mir wollen etwas Oroster, etwas Saures schatten unä äar Mort, äar äen Ankömmling beim kintritte in unser heim grübt: „Hur eigener Kraft!" bis rur Oollenäung äer geäankenr bringen. Möge jeäer, äer äieses Küchlein gelesen bst, es immer wieäer bervorbolen, äamit er äer Lat äes kunäes geäenke unä iür äieselbe wirke! 5tolr siebt unser Haus ins Meer hinaus wie eine kurz, äie äem ?einäe lrotrt. greift einmütig rusammen; es gilt kaum ru schatten, äamit alle krüäer unä Schwestern unseres Stanäes, äie äes heil; beällrien, äasrelbe auch iinäen. Mir können nicht aui halbem Mege stehenbleiben, nacbäem wir unsere Kratt gekühlt unä erprobt haben. Oas heim an äer äläria ist unä bleibt ein herrliches Dokument äer kollegentreue. Sy Zur Sammelarbeit empfehlen wir folgende, aus äer Praxis enluommene Fälle: I. Sammlungen bei Lehrer- Zusammenkünften, 2. bei kerurkslehrerkonlerenren, 3. bei Festlichkeiten, 4. im Familienkreise, 5. bei cier Marnra- feier, b. vor äem Ohristbanme (Oersteigerung von 6e- winsten), 7. bei äer Lehrbefähignngsprllfung; 8. Oer- Kauf von 8üclheimartikeln (harten unä Marken); 9. Oer¬ steigerung äes krautsckuhes; 10. Provision bei Oermittlung von geschälten ; ll. Donorar für Überstunäen; 12. prüsungs- taxen; 13. Süäheimsteuer bei äer Ernennung, Oorrücknng, Llblegung eines kxamens; 14. statt äer Kran^spenäcn; 15. kiewinste beim Kartenspiel; 1b. Spenäen seitens äer Ortsschulräte, Oemeinäen unä Sparkassen; 17. 1 X vom Konferenügeläe; 18. SchrHtstellerhonorare; 19. Strafgelä beim Tlusgleich vor gericht; 20. Erbschaft,' 21. äas Orträgnis bei Gesellschaftsspielen; 22. Reinertrag von Msturafestrchrilten; 23. wenn Inspektoren in Schnlhäusern bewirtet weräen; 24. für Oorträge; 25. nach äer glück¬ lich Uberstanäenen Inspektion; 2b. Metten; 27. Samm- lung nnter kekannten; 28. bei äer Xbschieässeier; 29. Schülerkonitert; 30. Oerkauf äes (Oerbebüchleins. hie^u 30 konkrete Fälle reger (Oerbesrbeit für äas Süäheim; I. In peuerbach gab es eine ZuxIottCrie Zu¬ gunsten äes Lehrerheimes im 8üäen. — 2. In Laibach erteilte äer Lehrer 6. einem Kinäe, äas äer Schule krank¬ heitshalber längere Zeit ferneblieb, vachstunäenunler- ricbt. Vas konorcir hielür floh äem Sitäheimlonäe ^u. — 3. 6ei einem Oastmahle gab es einen klsck im Liscti- tuclie. Man sammelte kür äas Süäheim, um äie Daus- krau xu versöhnen. — 4. Krof. 8. in 8. tat das Selübde, nach der Senesung dem Lehrerheim eine Zpende xu- kommen xu lassen. 6. wurde gesund und mit ihm äie 8lldheimkasse. — 5. Vie „blätter kür den Abteilungs- Unterricht in Laibach" vermitteln äen Verkauk von küctiern. jedesmal fliehen 5°/» dem Züdheim xu. — b. In Königswart gab es ein Quodlibet. 6s warf uns 5 K xu. — 7. 6in Junggsssllenkrcinxckisn in 6. ergab 10 8 kür das Zlldheim, ingleichen eine hochxeit, bei der der brautschuh gefüllt wurde. — 8. Hus Visenx kamen als 6rinnerungsxeichen an den Eodestag der lvutter >0 8. — 9. Vie Sraxer lvaturanten sammelten das eine 5-chr <00 8 kür das Züdheim, das xweite ^labr klog eine Festschrift hinaus, deren Keinerträgnis grohen- teils unserem Fonde xuklieht. Huch Leitmeritx stellt sich ein. — lv. In v. wurde nach einer „glücklich über¬ standenen Inspektion" für das Zlldbeim gesammelt. HIs erster muhte der Inspektor in die Lasche greifen. — ll. 2u 6. fand ein Xollegentag statt, 6r verewigte sich in der bpenderliste. — 12. 6s wurde um ein Ouantum (Vein gewettet. Der Mti lieh es für das Slldheim in Seid umwandeln. — 13. vichtbenlltxte LIntwortmarken schob ?., der sich von „Freunden" das Rückporto nicht bexaklen lieh, dem Züdheim xu. — 14. Frl. v. 8., k. k. vbungs- schullehrerin in L., hielt bei einer Lehrerkonkerenx einen Vortrag, ver k. k. Landesschulrat xahlte die Keise. Vas Seid kam in den Südheimkonds. — IZ. In 6. fand die Einweihung der neuen Zctiule statt, bei dem Fest¬ mahle wurde der kranken Kollegen gedacht und es gab ein Sammelergebnis Mr äas Süäbeim. — 16. Oer Lebrer- verein vöchling faftte äen Keschins;, bei cier Hus^ablung äer tionkeren^geläer sofort 1 k für äas Süäbeini ab- ^ugeben. — 17. Hn einer Schule wuräe äas irsstspisl „Knläigung äer ^ugenä" aufgeMbrt. Kon jeäer Eintritts¬ karte fielen 10 b liir äas Süäbeim ab. — 18. Herr Lebrer vaviä Ocherbauer veranstaltete mit seiner Sängerschar in Iuäenburg Zugunsten äes Süäbeimes ein Konrert. Oer k. k. keLirksbauptmsnn war Protektor. — 19. ?r1. Lsche- bull in St. Paul (Kärnten) leistete als ZüäbCimrekerentin örostartiges. ?sst in jeäem Monate kam ein ansebn- licher betrag. — 20. In v. gab es einen Mucbtfröblickien Zckiulbeginn, äer such Mr äie Süäbeimkssse fröblich war. — 21. kei einer ZonnwenäMisr in L. blitrten rablreicbe Kronen in äen SüäbeimsZckel. — 22. Inspektor M. spenäete LiasckenmcirkenköftL Mr äas Süäbeim. — 2Z. Prof. p. verlangte Mr jeäen in Lebrervereinen oäer in kerirkslebrerkonferen^en gehaltenen Vortrag alsLrsatr Mr äie kClSS8p65SN eine Sammlung Zugunsten äes Süä¬ beimes. — 24. In 5. (Kärnten) wenäete Tachlebrer iv. äas keugelä seines sachfälligen Kegners äem Süäbeim ru. (500 k.) Lin äbnlicher ?sll wuräe auch aus Mäbren gemeläet. — 25. kei einer Ulctturli-SeäenkkLMr wuräe Mr jeäes ^abr (25 Ilabre) l k gespenäet. — 26. Vas Kärntner vLkrLrquintLtt brachte äem Süäbeim mebr als 1000 k. — 27. Oberlebrer (v. in l). wiämete äie Laxe bei äer Prüfung eines privstschülers äem Süäbeim. — 28. vom kürgersÄiullekrerkurss in Leitmerit? kam eine beäeutenäe Spenäe. — 29. Vermittlungssolä bei einer geschlichteten kkrenangelegenheil. — 30. (Ion einem L.--(I. ein Sammelergebnis aus Freude darüber, dah die Kollegin h. gsnsssa aus dem Zücllieim ?urück- gskommen. IS. ürganisation äes Süaheim Nusscftusses. zr^/rrer / ^o^ü/er/urzrezr azr uzr<7 Lürger- ^r/ru/ezrMzr^r/agezr Mr /Car^zr^z'^ezr / 7^6r/?Q/7z>r Mr L'/e/^ezr - 7/zr/er- /agzrer77e/zzra^QttQ§/ U7Kzr^Q/6zr^r/ T'a^ci/rezrLa/FzrLser. Erläuterungen (Vro8pekte) über Ken Vekrerkau8verein unk 8eine vinricktungen, in8be8onkere über kie Zweige Ker Ver8ickerung83N8taIt (Ver8ickerung einer 8umme kür Ken ^.b1eben8t3ll, einer Altersrente, einer Kinker3U88teuer U8W.) 8owie 3U8tükrkcke Ver2eickni88e Ker Verlag8- werke Ke8 Vereine8 (mit Ink3lt8- unk ?rei83ng3ben) werken 3ut Wun8ck ^ekermann von Ker genannten Kanzlei in Wien k08tenfrei ruge8enket. ! L> SievSn k»i»Siss Lssrünlisl 1863 ^svriks-^xpo^l k'rsislisle si-stis Xsin ^o» v^enn Sie bei uns kaufen. ^i-stlilssslge k'ianos, Vi^elk^i-rnoniurns, sile onekssie^-Insii'uniSnis. 8estsn6telle uncl äslten. Kunstvolle Nepsi-itu^sn. keink. 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