SS Dreiundvierzigster Jahresbericht der deutschen Staats-Oberrealsclmle in Triest. c 5 Veröffentlicht am Schlüsse des Schuljahres 1912-1913. TRIEST. Im Selbstverläge der k. k. Stants-Oberrealachulc. 1913. &------------ - , M Dreiundvierzigster Jahresbericht der deutschen Staats-Oberrealschule in Triest, veröffentlicht am Schlüsse des Schuljahres 1912-1913. Inhalt: Depressions- und Invasionsgebiete der Volksbewegung in den österreichischen Alpenländern. Vergleichende statistische Studie zu den Volkszählungsergebnissen vom 31. Dezember 1900 und 1910. Mit 2 Karten. Von Hans Bernt. Schulnachrichten vom Direktor Dr. Artur Brandeis. TRIEST. Im Selbstverläge der k. k. Staats-Oberrealschule. 1913. INHALT. Suito Depression»- und Invasion.sgebiete der Volksbewegung 111 den österreichischen Alpenländern. Vergleichende statistische Studie zu den Volkszählungsergehnissen vom 81. Dezember 1900 und 1910. Von Hans Bernt.....................................1 I. Der Lehrkörper und die Lehrfächerverteilung.........................49 II. Die Lehrverfassung........................................... . . 52 III. Themen der Aufsätze in den oberen Klasson...........................G8 IV. Die Lehrmittel ... . .....................................72 V. Unterstützungswesen. 81 VI. Reifeprüfungen .....................................................84 VII. Chronik der Schule..................................................88 VIII. Körperliche Ausbildung der Schüler ... 98 [X. Die wichtigsten Verfügungen der Vorgesetzten Behörden . . 102 X. Statistische Notizen.................................................104 XI. Verzeichnis der Schüler........................................... 108 XII. Verzeichnis der Lehrbücher für 1918-1914............................114 XIII. Kundmachung bezüglioli des nächsten Sohuljahres....................118 Das Anstaltsgebäude: Hauptfront. Das Anstaltsgebäude: Gartenfront. Depressions- und Invasionsgebiete der Volksbewegung in den östeueiriiisriien Alpenländern. Vergleichende statistische Studie zu den Volkszählungsergebnissen vom 81. Dezember 1900 und 1910 Von Hans E?ei'nt. Die Volksbewegung setzt sich aus zwei Faktoren zusammen, der „natürlichen“ Bewegung der Bevölkerung, d. h. der Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen, und der „Wanderbewegung“. Aus beiden Arten der Bewegung resultiert die „tatsächliche“ Volksbewegung. Den richtigen Einblick in den Gang der Volksbewegung im Verlaufe eines Dezenniums gibt uns nicht das absolute Zahlenmaterial, sondern nur das relative. d. h. das prozentuelle Ziffernmaterial und nur dieses allein ist vergleichbar. Trägt man die von der k. k. statistischen Zentralkommission veröffentlichten Ergebnisse der Volkszählungen 1900 und 1910 in Karten ein, so erhält man interessante Einblicke in den Verlauf und die Höhe jeder der drei Arten von Volksbewegung. I. Die natürliche Volksbewegung und ihre Veränderungen. Die „natürliche“ Bewegung war in den letzten 10 Jahren (1900—1910) auf weite Gebiete der österreichischen Alpenländer hin gleichmäßig. — 1. Den größten Geburtenüberschuß finden wir an der Adria; in den Görzer Vorbergen beginnend, reicht dieses ^Gebiet des Überschußmaximums von der Fur-lanischen 'Tiefebene an der Küste bis zur Südspitze Istriens und umfaßt — geographisch gesprochen — auch Inneristrien südlich vom Tschitschenboden. Es sind die politischen Bezirke l Gürz Land (+ 14-8%), Sesana (+ 14-2%), Gradišča und Mon-f'alcone (+• 20'1%, größte Zunahme im Alpenlande überhaupt), Capodistria (+ 17-1%), Parenzo (+ 17-9°/A Mitterburg (+ 18-6%) und Pola (+ 16-1%)- Die hievon umschlossenen Stadtgebiete von Triest (mit Gebiet) und Rovigno weisen nur ca. die halbe „natürliche“ Volkszunahme auf (+ 84%, + 10-3%). — 2. Daran schließt sich östlich ein Gebiet, welches Innerkrain und das südliche Steiermark umfaßt, wo der Geburtenüberschuß zwischen 10°/0 und 14% beträgt; es besteht aus den politischen Bezirken Voloska (+ 12-2°/0), Adelsberg (-Ml-5%), Loitsch (+ 12-3%)» Laibach Land (+ 13-9%), Gottschee (+ 12 4%), Littai ( + 10 7%), Gurkfeld (+12-3%), Rann (+12-1%), Cilli Land (+11-7%), Gonobitz (+ 10-1%), Pettau Land (+ ll-ö%) und Marburg Land (+ 105%) und aus dem Inselbezirke Veglia ( t 11-8%). Der oststeirische anschließende Grenzbezirk Luttenberg weist im I. Dezennium nur 8-7%) die eingeschlossenen 2 unterkraini-schen politischen Bezirke Rudolfswert 9,tr>%) und Tschernembl weisen nur 6-8% Geburtenüberschuß auf, der Inselbezirk Cherso— Lussin nur 7-6%. — 3. Im südöstlichen Tirol liegt ein kleineres Gebiet höherer natürlicher Volkszunahme, gebildet durch die politischen Bezirke Trient Land (+ 11*9°/A Wälschmetz (+ 12-9%)j Borgo (+ 10%) und Primiero (+ 15-2%, Maximum); hiezu gehört auch der Bezirk Ampezzo (+ 9'9%,), dessen Zusammenhang auf dem Boden Italiens zu suchen ist. — 4. Der politische Bezirk Feldkirch, das Gebiet der Rheinebene (im geographisch weitesten Sinne) steht mit il‘7% Geburtenüberschuß isoliert da. — 5. Hingegen liegt im Zentrum der österreichischen Alpenländer ein großes Gebiet hoher natürlicher Volkszunahme, das außer dem ganzen Kronlande Salzburg Teile von Oberösterreich, Nordosttirol, Oberkärnten und öberkraiu umfaßt; es sind dies die 12 politischen Bezirke Braunau am Inn (+ 106%), Salzburg Land (+ 10'4%), Hallein und St. Johann im P. (+ 10'8%), Kufstein (+ 12-2%), Kitzbühel (+11-4%,), Zell am See (+ 11-6%), Tamsweg (+ H'1%,), Spittal (+ 11-2%), Hermagor (+ 10-9%), Villach (+ 111%) und Radmannsdorf (+ 1.4-3%, Maximum). — Ein 6. derartiges Gebiet ist das Mur- und Mürztaler, das seine Fortsetzung in Niederösterreich im Semmering- und Wechselgebiet findet; es besteht aus den 8 politischen Bezirken Judenburg (+ 10-2%), Leoben (+ 10870), Bruck a. d. Mur (+ 11-6%), Mürzzuschlag (+ 122%), Neunkirchen (+ 11'9%), Wr. Neustadt Land ( t- il'5%), Lilienfeld (+ 13-3%, Maximum) und Baden (+ ll.,5%). — Das 7. Gebiet besteht aus den politischen Bezirken Bruck an der Leitha (+ ll‘3°/0) und Gänserndorf (+ ll*7°/0); es ist durch die politischen Bezirke Mödling (+ 8-4%) im Süden und Mistelbach (+ 9-4%) im Norden von dem obersteirischen und südmährischen Gebiet hoher natürlicher Volksbewegung getrennt. Das südmährische Gebiet, wozu auch der böhmische polit. Bezirk Pilgram u. a. (+ ll>2"/0) gehören, reicht bis an die Nordgrenze Niederösterreichs (Bezirk Datschitz + 9°/oi Mähr. Budwitz + 10'l°/0, Znaini Land + 11-3°/«, Nikolsburg + 1070/0, Göding + 15'4°/0 u. a.). — 8. Der nordwestliche G-renzbezirk Niederösterreichs Gmünd (+ 11-9°/0) gehört zu dem Böhmerwald-gebiete, das ebenfalls (auf böhmischer Seite) hohe natürliche Volksbewegung aufweist (polit. Bezirk Wittingau +12-1%, Budweis + 11*2°/0, Krumau + ll*B°/0, Prachatitz + 10-4w/0 u. a.). Diesen 8 Gebieten mit hoher natürlicher Volksbewegung stehen Gebiete mit niederer gegenüber, als deren oberste Grenze ich 7-5°/0 (die durchschnittliche Oberösterreichs als die kleinste von allen Alpenkronländern) annehme. Solche Gebiete sind: 1. Das Viertel ob dem Manhartsberge, bestehend aus den politischen Bezirken Hietzing (+ 7'2°/0), Tulln (+ 3-6°/o> Minimum), Korneuburg (H- (r3'J/0), Oberhollabrunn und Krems (+ 4*H°/0), Horn (+ 5-2#/0), Zwettl (+ 6-3°/0) und Waidhofen an der Thaya ( + <>%), ferner den 5 böhmischen polit. Bezirken Neuhaus (61°/0), Kamenitz an d. Linde (~h 6'l°/0), Tabor (-1- G-8°/0), Selčan (+6-1"/«) un) in Südtirol und Osttirol, 4. Bezirk Völkermarkt (+6-3u0) in Unterkärnten, 5. Bezirk Tschernembl (+6,8°/0) in Unterkrain, 6. Inselbezirk Lussin—Cherso (+ 7-6°/0) in Istrien. So bleiben 9 größere und kleinere Gebiete mittlerer natürlicher Zunahme (zwischen 7-6°/0 und 9'9°/0) und zwar: 1. in Vorarlberg, westlich vom Arlberg, bestehend aus den 2 politischen Bezirken Bregenz (+8-9"/()) und Bludenz (+8'4u/0)> 2. als Ost-Südumrahmung des „natürlichen“ Depressionsgebietes in der Mitte Tirols, gebildet durch die 4 politischen Bezirke Bruneck (+8-2%), Bozen Land (+8'9(,/(.), Cles (+88%) und Tione (+ 7-7°/0); 3. der Bezirk Rovereto Land (+9'7u/o) in Südtirol ; 4. ein großes Gebiet, das vom Böhmerwald bis Oberkrain reicht und das zentralalpine Gebiet hoher natürlicher Zunahme im Osten berandet; es besteht aus den 22 politischen Bezirken a) Kaplitz (+ 9-2°/0) in Südböhmen, Rohrbach (+8-l°/o), Urfahr (+ 8-670), Linz Land (+90/0)> Freistadt (+9,4ü/0)i Perg ( f-8'7u/0) und Pöggstall (+ 8°/0), d. i. der Südflügel des Böhmerwaldes (oberösterreich. Granitplateau), b) den Bezirken Schärding und Ried (+7-7°/0), d. i. das Hausruckviertel (Innviertel) als Verbindungsstück, c) den nordalpinen Bezirken Vöcklabruck (+9,3°/0)) Gmunden ( + 9-9°/0)> Gröbming (+9'70/0) und Murau (+9'5°/0)) d) den Unterkärntner Bezirken St. Veit (+ 8-5"/0) und Wolfsberg (+8%), e) den südalpinen Bezirken Klagenfurt (+9-6°/0), Tolmein (+9 5°/0), Krainburg (+ 9-l°/0) und Stein (+9'9°/o)i f) dem sw.-steirischen Bezirke Windischgraz (+9-70/,,) und g) einem Flügel auf der Nordseite der Niederen Tauern und des Wiener Waldes vom Ennstal bis zur Donau, d. h. den Bezirken Liezen (+ 7*9°/,,), Scheibbs (-)- 9'6°/o) und St. Pölten (+ 8'3°/0); 5. ein Gebiet östlich vom Manila rtsberge (Wiener Becken), die Bezirke Mistelbacli (+9'4°/0)t Floridsdorf Umgebung (+ 9'7°/0) auch Grofl-Wien (+ 9-4"/o) > 6. der politische Bezirk Mödling (+ 8-4°/0); 7. der südoststeirische politische Bezirk Luttenberg (Murfeld) (+8-7u/0); 8. der politische Bezirk Rudolfswert in Unterkrain (+ 9*ö°/0); 9. Stadt Triest mit ihrem Territorium (+8-1°/q). Hier wäre auch der südmährische Grenzbezirk Datschitz (+ 9%) zu erwähnen. Einer getrennten Besprechung bedürfen die 19 Statutar-städte des Alpengebietes. Acht von ihnen weisen im Jahrzehnt 1900—1910 einen Bevölkerungsrückgang auf u. zw. Waidhofen an der ^bbs (—2-4°/0) und Steyr (—1’7%) in einem Gebiete geringer natürlicher Zunahme, Klagenfurt (—4'3°/o) und Ro-vereto (— 8-5%) in Gebieten mittlerer, Cilli (— 17%) und Pettau (—21‘5°/0)) Laibach (— 3'9°/0) und Görz (—8-70/0) — ebenso Prag (—0°/o)) Kremsier (—0*4°/,,) und Troppau (—4’l°/0) — in Gebieten hoher natürlicher Volkszunahme. Vier autonome Städte weisen eine natürliche Zunahme unter l°/0 (ebenso Iglau, + 0,7°/0), drei weitere eine Zunahme bis 5'8u/() auf u.zw. Graz (+B-8°/0) in einem Gebiete geringer, Linz (+0-5°/0) und Bozen (+ 5'5°/o) in Gebieten mittlerer (ebenso Iglau + 0’7°/o)> Salzburg (+0'10/o)j Marburg (+03°/0) und.Trient (+ 3-l"/0) in Gebieten hoher natürlicher Zunahme (ebenso Brünn + 3‘2°/0, Olmütz +1'7°/0) Ung. Hradisch + lu/0> Znaim +4 40/,, und Friedeck + 61°/0). Wien (+9-4"/0) gehört zu einem Gebiete mittlerer, Triest (+ 8-l°/0) und Rovigno (+ 10'3(,/0) werden von dem Gebiete sehr hoher, Innsbruck (+192°/Q) von einem mit niederer (im Minimum ein Maximum!) natürlicher Zunahme umschlossen. Welche Veränderungen erfuhr die „natürliche“ Volksbewegung im I. Dezennium (1900—1910) gegenüber dem X. Jahrzehnt (1890—1900) V Der Vergleich läßt sich ziffernmäßig in doppelter Weise durchführen. I. Vergleicht man die prozentuellen Ergebnisse der „natürlichen“ Bewegung für die beiden Jahrzehnte, so ergeben sich folgende Differenzen: 1. Die Geburtenüberschüsse verringerten sich in den letzten 10 Jahren in 17 (bzw. 23) polit. Bezirken und drei autonomen Städten in folgenden Gebieten: a) im mittleren Inntal (Bez. Innsbruck Land, Differenz 8%, d. i. das Rückgangsmaximum!), b) im Bez. Volosca (—3°/0) und dessen südlicher Fortsetzung, im Inselbezirk Lussin—Cherso (—2*l°/0), c) im Unterkrainer Bez. Rudolfswert (—0-2%), d) in Untersteiermark im Bez. Gonobitz (—O5u/0), e) im Westen Mittelsteiermarks, in den Bez. Voitsberg (—l-l°/0) und Deutschlandsberg (—1’2%)> f) in der östlichen Mittelsteiermark in den Bez. Feldbach ( - 06%) und Radkersburg (—0'3%), g) im Bez. Melk (—1'2%), h) im Bez. Mödling (—1-3°/0), i) im Viertel unter dem Manhardsberge in den Bez. Oberhollabrunn (— 0‘8°/0), Korneuburg (—0-3%), Floridsdorf (—2-3%), Gänserndorf (—0'3fl/0) und dem Stadtgebiete Wien (—2'2°/0), lc) im Viertel ob dem Manhardsberge in den Bez. Zwettl (—0-5%) und Waidhofen an der Thaya (—0-9%) sowie in den angrenzenden Bez. Kamenitz an der Linde (—0-2"/0) und Neuhaus (—0-4%, Böhmen), Datschitz (—0'7°0, Mähr. Budwitz (—0'2°/o) un(i Trebitsch (—1-2"/0, sw. Mähren), ferner l) Im südmährischen Grenzbezirke Nikolsburg (—0-4%), ebenso in den Stadtgebieten von Wr, Neustadt (—1*2%) und Marburg (—0-7°/0). 2. Die Zunahme der Geburtenüberschüsse blieb unter 1% Differenz, war also minimal in folgenden Gebieten: a) in den Bez. Littai (+1%) un(l Stein (+ 0-50/0)> b) in den mittelsteirischen Bez. Leibnitz (+0’9%) und Windischgraz (+0-l%) unc* dem angrenzenden Unterkärntner Bez. Völkermarkt (+0-5%), c) im Bez. Urfahr (+ 0 7()/0), d) im Bez. Steyr Land (+ 0'4°/0), e) in den Bez. Bruck an der Leitha (-t-0'8%), Tulln (+0'5%), Krems (+0 7°/0)> Horn (+0'6u/0), Mistelbach (+0-2°/0)» ferner Auspitz (+0-4%), Znaim Land (+0'7%) und Stadt (t 0-3°/0), sodann in den südböhmischen Bez. Krumau (+0'7%), Budweis (■hO’2%) und Wittingau (4-0-9%), durch welche ein Zusammenhang zwischen dem „natürlichen ’ ' tiete“ Mittel- Mähren hergestellt wird, während die drei Teilgebiete nördlich der Donau zu einem kompakten Ganzen verbunden werden, was gleichfalls bezüglich der drei Teilgebiete in Mittelsteiermark eintrifft; das „natürliche Depressionsgebiet“ in Ostkrain findet so seine natürliche Erweiterung, die übrigen vier (Innsbruck Land, Volosca—Lussin—Oherso, Urfahr, Steyr Land) haben lokalen Charakter. Diese Depression ist numerisch geringfügig, denn sie bedeutet in 14 Bezirken (und der Stadt Marburg) eine Differenz von 01% bis 1%, in 4 Bez. (und Wr. Neustadt) von 1'1% bis böhmens und dem im nördlichen und im sw. — f, — 2°/0, in 2 Bez. (und Wien) von 2,l°/0 bis 3°/0, in 1 Bez. (Innsbruck Land) von 8% im Rückgänge und in 19 Bez. (und Znaim) von Ol°/0 bis l°/0 im Vorschreiten des Geburtenüberschusses. 3. Diesen „natürlichen Depressionsgebieten“ stehen Gegenden mit hohen prozentuellen Differenzen gegenüber u. zw.: a) die Rheinebene im weiteren Sinne (Bez. Feldkirch + 4’2°/0), h) im nw. Tirol die Bez. Imst (+ &'l°/0) und Schlanders (+4,7%) als westliche Umrandung des Innsbrucker Depressionsgebietes, c) als östliche Umrandung die Osttiroler Bez. Brixen (+ 5-3"/0), Bruneck (+5-9°/0), Ampezzo (+4’4"/0) und Lienz (+4H/0), deren Fortsetzung nach Osten der Bez. Spittal (+4'2°/0), nach Norden — nördlich der Hohen Tauern — die Bez. Tamsweg (+ ö'S0/,,), St. Johann im P. (+ 6'9°/0) und Hallein (+ 4-3°/o) bilden, d) die Unterinntaler Bez. Kufstein (+ 4*7°/0) und Kitzbühel (+ 4-9°/0)i e) in Südtirol die Bez. Wälschmetz (+ 6-l°/0) und Trient Land (+5‘2u/0), f) der Bez. Gmünd (+4'l°/0), *) die Bez. Gradišča und Monfalcone, d. i. die fur-lanische Tiefebene (+ (!-4"/0), Je) ganz West- und Inneristrien, d. s. die Bez. Pola (+ 7-8w/0, Steigerungsmaximum!), Mitterburg (+ 4-7°/o)i Parenzo (+4’l0/0j, Capodistria (+ 6’8°/0), Stadt Ro-vigno (+4,3°/0) und Triest mit Gebiet (+ 5*3°/0), l) Bez. Primiero in Südtirol (+ 5-6"/0). So erhalten wir räumlich zwei grolle Gebiete differentiell hohen 0/0-Geburtenüberschusses, das Gebiet der Hohen Tauern und das istrische, und neun lokale, kleine Gebiete. Im groben übrigen Alpengebiete differiert die prozentuelle Steigerung des Geburtenüberschusses zwischen 1'1% und ;3-9u/0 (auch für Graz). — 4. In den Städten Waidhofen a. Y. (08% Differ.), Cilli (0*l°/o), Pettau (ll'5°/?), Görz (3-2u/0) und Rovereto (0 9°/0) wurde der natürliche Rückgang der Bevölkerung kleiner, in Laibach (Differ. 2-2°/0) aber größer. 5. In den Städten Linz (Differ. 0 7°/0), Salzburg (21°/o)» Innsbruck (29’3°/p), Bozen (8’6%) |ln, Gonobitz 100:94 8, Rudolfswert 100:98-3, c) im niederösterreichischen Depressionsgebiete im Bez. Mödling 100:86-6, Melk 100:74*1, Wien u. Floridsdorf 100:80-7, Gänserndorf 97-3, Korneuburg 95 und Ober-liollabrunn 85 3, Nikolsburg 96-3, Zwettl 93, Waidhofen an der Thaya 87-‘2, Neuhaus 93-9, Kamenitz an der Linde 96-2, Datschitz 92-4, Mähr. Budwitz 98-2 und Trebitsch 91-4, d) in den Stadtgebieten Marburg 100:29-2, Wr. Neustadt 4G-1, Brünn 964. Diese „natürliche“ Depression hielt sich somit in 13 polit. Bezirken (und in der Stadt Brünn) über 90, in sechs (und in Wien) zwischen 90 und 80, in drei über 74-1 (Melk), worauf in weitem Abstande der Bez. Innsbruck Land (39-6) und die Städte Wr. Neustadt (46-1) und Marburg (29-2) folgen. Ich fasse die drei getrennten Gebietsteile in Steiermark und jene fünf in Niederösterreich, Südböhmen und Südmähren zu zwei großen Einheiten zusammen, da sie zu Einheiten durch Gebiete verbunden werden, in denen die Vermehrang der Geburtenüberschüsse verhältnismäßig gering ist (unter 110). 2. Diese Gebiete sind: a) isoliert die Bez. Urfahr (100:109’1) und Steyr Land (107-3), b) die polit. Bez. Völkermarkt in Kärnten (108-5), Windischgraz (100 7) und Cilli Land (110) in Untersteier, Stein (105 6), Littai (110) und Gottschee (109-6) in Krain, welche mit den durch sie verbundenen vier polit. Bez. Voitsberg, Deutschlandsberg, Gonobitz und Rudolfswert eine geschlossene Depressionseinheit bilden, c) die polit. Bez. Bruck an der Leitha (107-6), Mistelbach (102-3), Auspitz (103-7), Znaim Land (106-3) und Stadt (107"4), ferner Prachatitz (102-4), Krumau (106-4), Budweis (101-4) und Wittingau (108), wodurch einerseits das erwähnte große Depressionsgebiet nördlich der Donau gebildet, andererseits dieses mit dem großen böhmischen verbunden wird. 3. Diesen stehen Gebiete verhältnismäßig hoher Steigerung der Geburtenüberschüsse gegenüber, wo eine Erhöhung von 100 auf 150 und mehr eintrat, a) Solche isolierte kleine Gebiete sind die polit. Bez. Gmünd (152-2), Hietzing (175-2) in Niederösterreich, Bez. Schärding (174-4) in Oberösterreich, Hartberg (177-7) in Obersteiei-mark, Feldkirch (156-1) in Vorarlberg, Triest mit Gebiet (297) und Capodistria (166-4), Bez. Pola (194-7). b) Die übrigen polit. Bez. hoher Geburtenüberschußsteigerung geben ein grotles Gebilde, das den Depressionsbezirk Innsbruck Land (100:39-6) umgibt, u. zw. mit Bezirken, welche die Maximalsteigerung aufweisen, welche Erhöhung nach allen Seiten hin nachläßt; so konstatieren wir gegen Westen im Bez. Imst 100:!.645-4, Landeck 215-5 — Sclilanders 2806—Meran 240-7, Reutte 173, gen Südost und Nordost im Bez. Brixen 467*8 und Bruneck 352*4, Schwaz 180-8 und Kitzbühel 176-3, Bozen Land 182-8 — Trient Land 176-8 —Wälschmetz 190-9 und Ampezzo 181-1, Kufstein 162-5, Cavalese 168—Primiero 158-2 — Borgo 157-5 — Rovereto Land 161-3, in der östlichen Fortsetzung im Bez. Lienz 259-7 — Spital 175-7 — St. Johann im P. 273 2—Tamsweg 209-7, in den östlich anrainenden Bez. Murau 167-1 — St. Veit 160'1 — Klagenfurt Land 1563 — Villach 1548 — Radmannsdorf IGO'6 — Tolmein 202-4, in den nördlich angrenzenden Bez. Hallein 165*8 und Gmunden 1504. So steht sieben isolierten Bezirken hoher Steigerung der prozent. Geburtenüberschüsse ein großer derartiger Komplex gegenüber, der aus 30 polit. Bezirken besteht, fast ganz Tirol (exkl. Südwesten, Bez. Cles 141-3, Tione 1184 und ßiva 136), Salzburg (exkl. Bez. Zell am S. 148 als Einschluß, Bez. Salzburg Land 123 als Rand) und Kärnten (exkl. Hermagor 1241 und Wolfsberg 136'5) und noch je einen angrenzenden Bez. von Oberösterreich (Gmunden), Krain (Radmannsdorf; und Küstenland (Tolmein) umfaßt. Es ist also das Hochalpengebiet das Land der größten natürlichen Volkszunahme, der höchsten prozentuellen Geburtensteigerung. 4. Die Rückgänge der „natürlichen Volksbewegung“ sanken in dem Stadtgebiete Cilli von 100 auf 99-4, Rovereto auf 78 9, Waidhofen a. Y. auf 76, Pettau auf 65 2, Görz auf 53-3, der Rückgang stieg in der Stadtgem. Laibach von 100 auf 238-3. II. Die Wanderbewegung und ihre Veränderungen. Ab- und Zuwanderung sind naturgemäße Vorgänge, hervorgerufen durch örtlich verschiedenartige Höhe von Arbeitsangebot und Nachfrage; sie gleichen lokalen Kräfteüberschuß und -mangel aus. Dennoch gibt es eine Reihe von polit. Bezirken, kleinen Gebieten, wo die Wanderbewegung im I. Dezennium unter l°/0 der Bevölkerung beträgt, also Stabilität herrscht, die Menschen durch Eigenverbrauch beschäftigt werden. Diese Gebietsteile sind: q) Bez. Bregenz (— 02%), b) Bez. Landeck (+ O-60/0) und Schlanders (— 01°/0) im nw. Tirol, c) Bez. Schwaz (+ 0-2°/J im nö. Tirol, d) Bez. Cavalese (— 0-7°/0) im sö. Tirol, e) Bez Hallein (— 1%)> f) Bez. Klagenfurt Ld. (— 1%), g) Insel-bez. Cherso—Lussin(— 0-7%), A Bez. Linz Ld. (—0'4°/0)> '0 ^ez-Horn (—0-8%)! k) Bez. Liezen (+ 0'2%) und Leoben (+0-6°/(,), l) die Nordoststeiermark, d. h. die polit. Bezirke Hartberg (— O-3°/0), Feldbach (— 0-80/„), Leibnitz (— 0-5°/0) und Rad-kersburg (— 0-4u/0)> außer diesen 16 polit. Bezirken auch die Stadtgeniein de Steyr (+ 0'8°/0). Naturgemäß ist auch in den wirtschaftlich schwächeren Alpenländern die Zahl der Bezirke, welche (in den letzten 10 Jahren) eine E i n Wanderung aufzuweisen hatten, weit geringer (31) als jener, wo eine Abwanderung stattfand, und stellt nur kleine Räume lokaler Natur dar u. zw.: a) die Bez. Kufstein (2-6°/0) und Kitzbühel (1-4%), b) Bez. Riva 2,4°/0)> c) Ampezzo ^2'4u/ft), d) Lienz (3-4°/0), e) Wels (4-3u/0)j f) Volosca (1'3%) mit normaler Röhe der Einwanderung, g) Bez. Feldkirch (7-l°/0), h) St. Johann im P. (5-6°/0), i) Villach (58°/0) nebst Bez. Radmannsdorf (l-3°/0) mit höherer, k) Bez. Pola (25-9°/0) mit abnormal hoher Einwanderungsziffer. Doch gibt es in den Alpenländern zwei Einwanderungsgebiete von einer Größe, wie sie selbst in den Sudetenländern nicht gefunden werden können, u. zw. a) in der Mitte von Tirol, b) im niederösterreich. Alpen-vorlande, Wiener Becken und Mur-Mürzgebiete. Ersteres umfaßt, Stadt und Bez. Innsbruck (Stadt 10*2°/(J, Bez. 14-9°/0) und Bez. Meran (13'6°/0) mit hoher, die Bez. Brixen (2'8°/0) und Bozen (2’4°/o) östlich anschließend mit normaler Zuwanderung, einschließlich der Stadt Bozen (19'9°/0)- Das letztere besteht aus zwei Zentren, 1. den Bezirken St. Pölten (12°/0) — Hietzing Umgebung (lfi-2°/0) und 2. Bruck an d. Mur (H'4%) — Graz Ld. (10°/0), welch ersteres durch den Bez. Tulln (8'5°/0) gegen N., das Stadtgebiet Wien (8'2%) gen ü., Bez. Baden (8'5°/0) und das Stadtgebiet von Wr. Neustadt (13'5°/0) gen S. erweitert wird; daran schließen sich die polit. Bez. Amstetten (3-40/o) mit der Stadt Waidhofen an d. Ybbs (12-2%), Melk (3-90/.) im W., Korneuburg (4'80/o) und Floridsdorf (4(y(l) sowie Mödling (3*3°/0) itn 0., Lilienfeld (l^/o),Neunkirchen (1-9%), Mürzzuschlag (l'2°/0) und Weiz (2'4°/0) im S. nebst der Stadt Graz (4-l°/<>)- Einwanderung zeigen auch alle anderen autonomen Städte der Alpenländer, Salzburg und Rovigno 9-3°/0> Marburg 13-5%! Linz 14'8°/0, Rovereto und Trient 17'6 (bzw. 17-7)°/0, Laibach 18°/0, Cilli 20°/0, Triest mit Gebiet 2O5u/0, Klagenfurt 23-3°/0, Görz 25-6u/o und Pettau 31°/„, ähnlich Iglau (5-5°/0), Znaim (ll*6°/0) und Brünn (11'8°/0), die man ebenso wie die nächstliegenden Einwanderungsbezirke Budweis (l-l°/c>) uud Brünn Ld. (trl°/0) zum Vergleiche heranziehen kann. Der Wanderverlust hielt sich in 32 polit. Bezirken in normalen Grenzen, d. i. zwischen lu/0 und 5"/0, die folgende 15 Gebiete bilden: a) Bez. Bludenz (B-(j°/0), Reutte (2 3°/0) und Imst(2,9°/0) Nordwesttirol, b) Bez. Tione (4'4°/0) und Wälsch-metz (2'4"/0) in Südwesttirol, r.) Bez. Rovereto Ld. (3*4°/0) und Borgo (2*3°/0) in Südosttirol, d) Bez. Bruneck (2'2°/0) in Osttirol, e) Bez. Zell am See (4*2°/0), Spittal (1’2%) und Tams-weg (2'8°/u) im Tauemgebiete, f) Bez. Gradišča—Monfalcone (l-8"/0), d. l. die Isonzoebene, q) Bez. Tolmein (l-G°/0), h) Bez. Laibach Ld. (2-30/,,), i) Bez. Deutschlandsberg (3-6°/0), k) Bez. Judenburg (2-80/A l) Bez. Scheibbs (4%)> nl) Bez. Wr. Neustadt Land (4'9°/0), ni Bez. Zwettl (4'8 d. h. das Görzisch-Istrische Karstgebiet, a) Bez. Braunau am Inn (6‘2(l/o), f) die Bez. Gröbming (6-l°/n), Murau (7*3°/0), St. Veit (7'1%), Wolfsberg (5-5°/0)) Voitsberg (7'5°/0), Völkermarkt (5'9°/0) und Krainburg (8-6%) einerseits, Marburg Ld. (6-2%), Luttenberg (ljü/n), Pettau Ld. (8-7%), Oilli Ld. ((f8°/0), Rann (7,2°/0), Littai (84%) und Gurkfeld (8-3%) anderseits, ein Gebiet also, das vom Dachstein bis zu den Julischen Aljien reicht und die südliche Steiermark nebst dem anrainenden Krainer Lande umfaßt, g) die Bez. Pöggstall (7‘6%), Perg (7%), Freistadt (7-9%), Gmünd (ö-6°/o) und Waidhofen an der Thaya (6'6°/0) einerseits, der Bez. Oberhollabrunn (5-4%) anderseits gehören dem großen ost-böhmisch-westmährischen Auswanderungsgebiete an (Bez. Kru-mau, Kaplitz, Pracliatitz, Pisek, Mühlhausen, Tabor usw., Bez. Neuhaus, Datschitz, Mähr. Budwitz, Znaim Ld., Trebitsch, Iglau Ld usw.). Von einer Depression kann bei der Wanderbewegung gesprochen werden, wo selbe mehr als 10% beträgt; dies ist bei neun polit. Bezirken der Alpenländer der Fall u. zw. isoliert in den Bez. Rohrbach (10%), d. h. im Mühlviertel, Stein (ll°/0), Windischgraz (11%)—Gonobitz (104%) und im Inselbezirk Veglia (11-3%), welche das große Auswanderungsgebiet als Maximale ausfüllen (ähnlich Moldauthein—Wittingau und Humpoletz im sö. Böhmen, Nikolsburg—Mähr. Kromau und Tischnowitz—Neustadtl im s. Mähren); ein großes Depressionsgebiet aber liegt in Unterkrain (Weißkrain), bestehend aus den vier polit. Bez. Loitsch (10-8%), Gottschee (13 8%), Rudolfswert (12-5%) und Tschernembl (12-7%) wie es ähnlich in Böhmen vorhanden ist (Bez. Schüttenhofen, Strakonitz, Blatna, PHbram, Selčan, Rokitzan usw.). Von den autonomen Städten gehört zum Ausvvanderungs-gebiete keine einzige. Versuchen wir nun, die Veränderungen in der %-Höhe der Wanderbewegung des I. Jahrzehnts gegenüber jener in den Jahren 1890—1900 zahlen- und raummäßig festzustellen, so kann dies wiederum durch Beobachtung der Prozentualdifferenz und der Wanderverdichtung (oder -Verdünnung) geschehen. Bei beiden Vergleichs wegen ergeben sich 7 Arten der Bewegungsänderung. I. Bei Feststellung der Differenz zwischen der prozentuellen Höhe der Ein- und Auswanderung der beiden Dezennien (d. i. der Prozentualdifferenz) können wir vor allem Gebiete konstatieren, für die die Schwankung weniger als 1 beträgt; in diesen Gebieten blieb also die Bewegung stabil. Dies ist der Pall: a) im polit. Bez. Feldkirch (— 07), b) Bez. Imst (— 03), c) Bez. Kufstein (+ 03) und Schwaz (+ 06), d) Bez. Bozen Ld. (+ 08), e) Bez. Tione (+0-8), f) Stadt (+4-5) und Bez. (—06) Rove-reto und Bez. Borgo (+ 02), also besonders in Tirol (Südtirol), g) Bez. Adelsberg (—04) und Loitsch (—07), h) Bez. Tscher-nembl (— 04), i) in der Untersteiermark, d. h. in den pol. Bez. Gurkfeld (+0-2, Krain), Cilli Ld. (+03), Pettau Ld. (—0-02) und Luttenberg (+01), k) Bez. Liezen (+0-4), l) Bez. Braunau am Inn (+ 02), m) im oberösterreich. Granitviertel und im nördlichen Niederösterreich, d. h. in den polit. Bez. Rohrbach (+ 01), Kaplitz (—06), Freistadt (—0-02), Zwettl (+ 0 3), Waidhofen an d. Thaya (+04), Hom (+0-8), Pöggstall (—0-9), Oberhollabrunn (+ 0-4), Mistelbach (+ 0-02) und Neuhaus in Böhmen (—0'3), n) Bez. Wr. Neustadt Ld. (4 0 9). Die Zeichen + und — bezeichnen eine Besserung oder Verschlechterung in der Wanderbewegung. II. Neben diesen Fällen einer Bewegungsstabilität fallen drei Arten eines Fortschrittes auf: 1. In einigen Bez. trat an Stelle einer Aus- eine Einwanderung, allerdings sporadisch, u. zw. u) im Bez. Landeck (+ 43 Prozentualdifferenz), b) Bez. Kitzbühel (+ 5-l), c) Bez. Ampezzo (+ 9^9), d) Bez. Lienz (+ 6-4), e) Bez. Villach (4- 8-1), f) Bez. Wels (+ 6-3), g) Bez. Weiz (+5-2), h) Bez. Voloska (+3-5) und i) im Stadtgebiete Steyr (+ 235). — 2. Die Einwanderung wurde größer, u. zw. in den Städten Wr. Neustadt (+ l-2), Rovigno (+8-7), Triest u. Gebiet (+9-7), Görz (+2-1), Laibach (+1), Klagenfurt (+91) und Trient (+ 1-2), also — mit Ausnahme der erstgenannten — in allen südlich gelegenen Städten, ferner isoliert in den polit. Bez. Baden (+1), St. Johann im P. (+4-6) und Pola (+20 7), dann in drei größeren Räumen u. zw. a) im Herzen Tirols (Bez. Meran + 5-9, Brixen + l-8, Innsbruck Ld. + 12-6), b) im Herzen Niederösterreichs, südlich angelehnt an das Gebiet der Wanderstabilität, die Bez. Melk (+ 1*6), St. Pölten (+ 7), Tulln (+13) und Korneuburg (+ 4 2), c) im Zentrum der Steiermark (Bez. Bruck an d. Mur + 8’3, Graz Ld. + ß l). — 3. Die Auswanderung hat sich relativ verringert in 40 polit. Bezirken, u. zw. isoliert in den Bez. Reutte (+ 3-5), Ules (+ 2'9) und Wälschmetz (+2-1), Cavalese (+4-8) und Primiero (+4-5), Bruneck (+2), Tolmein (+ 2*1), Gradišča—Monfalcone (+ 6*7), Lussin—:Cherso (+ 6-5), Rann (+ 3), Laibach Ld. (+ 2) und Littai (+ 3-7), Steyr Ld. (+ 34) und Kirchdorf ( + 3), ferner in drei größeren Räumen, gebildet durch die polit. Bezirke a) Schärding (+ 2-5), Ried (+ 1) und Vöcklabruck (+ 2-3), b) Spittal an d. Drau (+ 7-7), Hermagor (+ 2*9), Klagenflirt Ld. (+ 1*9) und Völkermarkt (+ 4'3), c) Hartberg (+ 2*2), Feldbach (+ 3*5), Radkersburg (-)- 6*2), Leibnitz (+ 32), Deutschlandsberg (+ 2-9) und Marburg Ld. (+23), also im Hausruckviertel, Ober- und Südkärnten und Mittel- und Oststeiermark. So erstreckte sich die Besserung in der Wanderbewegung auf 9 autonome Städte und 04 polit. Bezirke der Alpenländer, der eine Verschlechterung in 10 Städten und 44 polit. Bezirken gegenübersteht. Diese dreifache Aufwärtsbewegung offenbart in ihrer Gesamtheit drei große Gebiete: 1. Das größte liegt wiederum im Tirolisch-Kärntner Hochalpenabschnitte; vom Ortler bis zu den Steiner Alpen, von der Solsteinkette bis zu den Dolomiten, vom Tännengebirge bis zu den Julischen Alpen ausgreifend, umfaßt es 17 polit. Bez. und die Stadt Klagenfurt (Maximum der Bewegung + 12-6 Innsbruck Ld., Minimum + 1-8 Brixen), — ein 2. in Mittel- und Oststeiermark umfaßt 9 Bezirke (Max. + 83 Bruck a. M., Min. + 2-2 Hartberg), — з. ein anderes in Oberösterreich 6 polit. Bezirke und die Stadt-Steyr (Max. +23-5 Stadt Steyr, Min. +1 Ried), — 4. ein kleineres im Herzen Niederösterreichs vier Bezirke (Max. I 7 St. Pölten, Min. + 1*3 Tulln); 28 pol. Bez. und sieben autonome Städte stellen isolierte, kleinere Gebiete einer aufsteigenden Wanderbewegung dar. III. Daneben gibt es drei Arten einer rückschreitenden Wanderbewegung: 1. Die Einwanderung nahm prozentuell ab, и. zw. a) in den Städten Innsbruck (— 15*1), Bozen (— 1*7), Salzburg (— 14), Linz (— 8-7), Graz (— l(i'7), Marburg (— 9*2), Pettau (— 9'6) und Cilli (— 4-2), b) in einzelnen Bezirken, u. zw. Riva (— 1*8), Leoben (— 142), Radmannsdorf (— 1) und Am-stetten (— 1'4) mit der Stadt Waidhofen an d. Ybbs (— 12-3), c) in einem zusammenhängenden größeren Raume im Semmering —Wiener-Wald—Wiener Becken-Gebiete, d. h. in den pol. Bez. Mürzzuschlag (—1*9), Neunkirchen (—1*9), Lilienfeld (—2-7), Mödling (—B*4), Hietzing (—2'8\ Floridsdorf (—12*9) und der Stadt Wien (— 3). — 2. Der Fall, daß an Stelle einer Ein- eine Auswanderung trat, trifft nur in kleinen Räumen zu und mit Ausnahme der Bezirke Schlanders (— 7 8) und Judenburg (—41) nur im Norden der Alpenkronländer, u. zw. a) im Bez. Bregenz (Prozentualdifferenz — 4' I), b) Bez. Zell am See (—4*8), c) im Salzkammergut in den pol. Bez. Salzburg Ld. (—6*7), Hallein (—6*6) und Gmunden (—6-2), d) Bez. Urfahr (—5) und Linz Ld. (—4-8), e) Bez. Krems (—3-4), f) im Marchland (Bez. Bruck an der Leitha — 7*5, Gänserndorf — 14'4). — 3. In 24 polit. Bezirken ist eine %-Steigerung der Auswanderung zu vermerken, u. zw. u) vereinzelt in den Bez. Bludenz (—2'4), Trient Ld. (—2*5), Veglia (— 4*1), Scheibbs (— 3-7), Eferding (— 2-4) und Perg (— 3'4) sowie im böhmischen Grenzbezirke Krumau (— 1*4), b) in kleineren Gebieten, welche durch die polit. Bez. Krainburg (— 3-1) und Stein (—1*2), Gottschee (—1-3) und Rudolfswert (—4*1), ferner im südmährischen Grenzgebiete Mähr. Budwitz (—3), Znaim Ld. (—2-4) und Mähr. Kromau (—2-2) gebildet werden, c) in zwei großen Räumen, deren erster, die küstenländische Depressionszone, aus den pol. Bez. Görz Ld. (— 1*5), Sesana (— 1-3), Gapodistria (—1*6', Parenzo (—2-5) und Mitterburg (—2-7), der zweite — die obersteirisch-unterkärntnerisohe Depressionszone — aus den acht pol. Bez. Gröbming (— 42), Tamsweg (— 2), Murau (—2-7), St. Veit (—1-5), Wolfsberg (—28), Voitsberg (—2-2), Windischgraz(—5-5) und Gonobi tz(—3-4) besteht. Der Bez.Gmünd (—1-9) gehört dem innerböhmischen Depressionsgebiete an (Bez. Wittingau —2, Moldauthein —2, Pisek —2'2, Pribram — 09, Hoi'owitz — 4-2, Kladno — 24, Schlan — 3-1, Tabor — 1*8, Beneschau — 02, Kuttenberg — 5-3, Ledeč — 3-3 und Humpoletz — 1*4). Fassen wir die Ergebnisse aller drei Arten einer rückschreitenden Wanderbewegung zusammen, so ergeben sich außer sechs autonomen Städten und neun isolierten kleinen Gebieten des Rückganges (1—2 pol. Bez.) vier große derartige Flächen, deren kleinste, in Oberkrain, drei pol. Bez. (Rückgangsmaximum nach der Prozentualdifferenz Krainburg — 31 Minimum Radmannsdorf — 1), die nächste, im Küstenlande, fünf pol. Bezirke (Max. Mitterburg — 2*7, Min. Sesana —13), die dritte, die vom Salzkammergut über die Obersteiermark und Unterkärnten bis in die westl. Untersteiermark reicht, 13 pol. Bez. und eine Stadt (Salzburg) umfaßt (Max. Bez. Leoben —14'2, Min. St. Veit —1*6), die vierte, größte, welche den Nordrand der Alpen, das Alpenvorland und Semmeringgebiet umfaßt, durch 14 pol. Bez. und drei Städte (Linz, Wien, Waidhofen an d. Th.) gebildet wird (Max. Bez. Gänserndorf —144, Min. Bez. Amstetten — 1-4). Messen wir die Wanderbewegung an sich selbst, so sind jene Bezirke, wo an Stelle der Aus- eine Einwanderung trat und umgekehrt, von vornhinein von der Betrachtung auszuschalten. Die Verdichtung der Einwanderung erfolgte in acht autonomen Städten und 14 polit. Bezirken, u. zw. traten an Stelle 100 Zugewanderter (im X. Dezennium) im I. Jahrzehnt in den Städten Görz 108-9, Rovigno 1501'G, Klagenfurt 164,3, Laibach 105-7, Triest mit Gebiet 190-4, Rovereto 102-7 und Trient 107-4, in Wr. Neustadt 109 3 und dem angrenzenden Bez. Baden 113-2, in den vereinzelten Bez. St. Johann im P. 542-3, Pola 497-5 und Kufstein 112-7. Daneben bestehen die drei bereits genannten größeren Gebiete einer relativen Verdichtung der Einwanderung u. zw. a) Bez. Bruck an d. M. (statt 100 jetzt 365-9) und Graz Ld. (2022), b) Melk (1631), St. Pölten (240-2), Tulln (117-3) und Korneuburg (829-3, Maxim.), c) Innsbruck Ld. (643-1, Maxim.), Brixen (267), Bozen Ld. (1542) und Meran (176-7). Somit war relativ die Steigerung der Einwanderung in den Bezirken weit größer als in den autonomen Städten. Eine andere Art von Besserung in der Wanderbewegung haben wir in der relativen Verringerung der Auswanderung zu erblicken; so traten an die Stelle von 100 Ausgewanderten im I. Dezennium in den vereinzelten Bezirken Reutte 39-5, Bruneck 51-6, Tolmein 66'7, Gradišča—Monf’alcone ‘23-7, L u s s i n— Ch er so 9-1, Kirchdorf 40-3 und Steyr Ld. 00'1, ferner in den drei kleineren Gebieten a) Oles 644, Wälschmetz 53-7 und Tione 85 4 (Südwesttirol), b) Cavalese 12-2, Primiero 63 3 und Borgo 92-3, c) Rohrbach 98‘7, Schärding 61'1, Ried 82, Braunau 97 2 und Vöcklabruck 56-7 (Max.). Dann gibt es drei große Gebiete, wo die Auswanderung relativ nachließ, u. zw. a) in Ober- und Unterkärnten, Untersteier u. Innerkrain, d. h. in den pol. Bez. Spittal (statt 100 jetzt 13-8, Rückgangsmaximum), Hermagor (67'9), Klagenfurt (34’3), Völkermarkt (57-0), Oilli Ld. (96-3j, Rann (704), Gurkfeld (97-7, Rückgangsminimum), Littai (69’6) und Laibach Ld. (53’2), b) in der Ost- und Mittelsteiermark, d. i. in den pol. Bez. Wr. Neustadt Ld. (848), Hartberg (12-2), Feldbach (19 2), Radkersburg (5-5, R.-Max.), Luttenberg (97-9, li.-Min.), Leibnitz (145), Deutschlandsberg (55) und Marburg Ld. (69-6), c) im nördlichen Niederösterreich, d. h. in den pol. Bez. Mistelbach (99’5, R.-Min.), Oberhollabrunn (93-7), Horn (47-5, R.-Max.), Zwettl (94'3), Waidhofen an d. Th. (94‘9) und den vier südmährischen Grenzbezirken Nikolsburg (91-7) und Auspitz (99'3), Datschitz (89 7) und Iglau Ld. (84 4), ferner in Fortsetzung in den sö. böhmischen Bez. Kamenitz an d. L. (58'4), Pilgram (95-2) u. a. im Bereiche des böhmisch-mährischen Höhenzuges bis hinauf zum schlesischen Bez. Jägerndorf (64'2). Hier im n. Nieder Österreich ist also der Rückgang der Auswanderung relativ am geringsten. Fassen wir also die drei Arten der fortschreitend günstigen Wanderbewegung räumlich zusammen, so erhalten wir, abgesehen von isoliert bleibenden Bezirken und Städten, vier große Räume, deren erster — Zentrum und Nordosten Tirols — 14 polit. Bez. umfaßt, deren zweiter, von Lienz bis Rann, von St. Johann bis Tolmein reicht und 13 pol. Bez. und zwei Städte (Klagenfurt, Laibach) einschließt, deren dritter quer durch die Ostalpen von Rohrbach in Ob.-Öst- bis Pettau sich erstreckt und 21 Bez. und zwei Städte (Steyr, Wr. Neustadt) umfaßt und deren vierter mit neun niederösterreich. Bez. seinen Anschluß in Südostböhmen und Südwestmähren findet. Diesen gegenüber stehen 10 Städte und 11 polit. Bezirke, wo die Einwanderung relativ zurückging. Diese „Verdünnung“ ging nicht überall gleich weit. So traten an die Stelle 100 Eingewanderter im X. Dezennium im 1. in den Städten Linz 63-1, Salzburg 40, Graz 498, Marburg 596, Pettau 76-4, Cilli 82-7, Innsbruck 40 3 und Bozen 92*1, in den vereinzelten Bezirken Radmannsdorf 57-1, Leoben 3-9 (Rückgangsmaximum), Riva 57-7 und Feldkirch 91-2, im Bez. Amstetten 708 und der Stadt Waidhofen an d. Ybbs 49-8. Im niederösterreich. Rückgangsgebiete ging die relative Verminderung der Einwanderung im Bez. Floridsdorf von 100 bis auf 23-5 (R.-Maxim.), Stadt Wien 73-2, Hietzing 85-1 (R.-Min.), Mödling 34-l, Lilienfeld 42, Neunkirchen 49-2 und Mürzzuschlag 39-2. In 32 pol. Bez. nahm die Auswanderung zu. Die „Verdichtung“ der Auswanderung ging in den verstreuten Bezirken Bludenz von 100 bis 293-5, Imst 111*3, Trient Ld. 154-2 und Rovereto Ld. 119*6, Eferding 222-1, Scheibbs 1246-9, Veglia 157-6 und Pottau Ld. 100-2. Daneben finden wir drei große Gebiete mit Auswanderungssteigerung, u. zw. a) in Unterkrain und im Küstenlande, d i. in den 12 pol. Bez. Stein (von 100 auf 112-1), Krainburg (157 6), Görz Ld. (129-3), Sesana (115-8), Capodistria (145-6), Parenzo (191-7, Steig.-Max.), Mitterburg (138-3), Adelsberg (104-6), Loitsch (107-4), Gottschee (110-6), Rudolfswert (148-5) und Tschernembl (102-8, Steig.-Min.), b) in Obersteier und Unterkärnten, d. h. in den acht pol. Bez. Gröb-ming (311-7), Murau (153 6), Tamsweg (348-1, Steig.-Max.), St. Veit (126-4, Steig.-Min.), Wolfsberg (206-8), Voitsberg (142-7), Windischgraz (201-3) und Gonobitz (147-7), c) im Böhmerwaldgebiete, d. h. in den vier polit. Bez. Perg (196-1, Steig.-Max.), Freistadt (100-3, Steig.-Min.), Pöggstall (113-7) und Gmünd (151-2), den südböhmischen Bez. Kaplitz (107 8), Krumau (117-3), Wittingau (124-1), Neuhaus (1041) u. deren Fortsetzung im Innern Böhmens bis nördlich über Prag hinaus (Schlan 567-2); ähnlich liegen die Verhältnisse in Mähren, wo das Gebiet gesteigerter Auswanderung an zwei Stellen die Grenze Niederösterreichs berührt ( a) Bez. Mähr. Budwitz 147-2, Znaim Ld. 137-6, Mähr. Kromau 127, Trebitsch 102-5 u. a., b) Bez. Göding 103, Gaya 105-1, Ung. Hradisch Ld. 1385, Ung. Brod 128-8 u. a.). Im Norden und Süden also, wo die Auswanderung prozentuell hoch ist, ist deren Verdichtung geringer, in der Mitte der O s t a 1 p e n, wo jene prozentuell niedrig ist, ist diese relativ höhe r. Fassen wir also die drei Arten eines Rückganges, der ungünstigen Wanderbewegung, zusammen, so vollzog sich dieser in drei großen Räumen, wovon der im Süden 13 pol. Bezirke, der in der Mitte der Ostalpen 12 polit. Bez. und eine Stadt (Salzburg) umfaßt, der nördliche aber, der aus 12 polit. Bez. und zwei Städten (Wien, Waidhofen) besteht, an das groiie Wanderrückgangsgebiet in Böhmen und in Mähren anschließt. Darin nun, daß nur in 8 Städten und 14 Bez. die Einwanderung, in 32 Bez. die Auswanderung größer wurde, hingegen in 10 Städten und 11 Bez. die Einwanderung und in 40 Bez. die Auswanderung nachließ, erblicke ich eine Gesundung der "Wanderbewegung, die Anbahnung eines Bevölkerungsausgleiches, der umsomehr zu begrüßen ist, je intensiver er vor sieh geht. III. Die „tatsächliche“ Volksbewegung und ihre Veränderungen. Das Ergebnis der „natürlichen“ Volksbewegung und der ..Wanderbewegung“ ist die „tatsächliche“ (faktische) Volksbewegung. Dieselbe läLit sich in doppelter Hinsicht als genauer bezeichnen, 1. weil sie auf die kleinste politische Einheit, den Geri c hts bezirk zurückgeht, 2. weil sie die Bewegung der Zivilbevölkerung allein darstellt. Besprechen wir zuerst die Ergebnisse der faktischen Bewegung der Zivilbevölkerung in den Jahren 1890—1900: I. Wir finden eine Reihe von Gerichts bezirken, wo das Endergebnis negativ, ein Volks Verlust ist, u. zw. vereinzelt (Montafon —3-l"/0, Cles —lu/0 und Fondo —ö'3%> Stenico — 0’2°/(i und Vezzano —0'4"/(l, Mattsee —1'8%> Radstadt — 0'5°/u, Schwanenstadt —1'4%, Atzenbrugg —0-2Mariazell — 12‘l°/0, Frolmleiten —0'l('/0, Arnoldstein —6’3%, Flitsch — 4-9°/0, Senosetsch —2'9°/0> Cherso —2-3°/0 und Lussin —0-4°/()) und gruppiert in kleineren und größeren Gebieten, welche auftraten : a) in Nordwesttirol: Ger.-Bez. Bruneck .... — 0-l% Ger.-Bsz. Reutte ....—1-6°/0 „ Telfs.........— 0-2% „ Silz..........-1-6% „ Imst............— 0'7ll/o » ßied ...........— 4-2°/o „ Nauders . . . . — 5-0°/0(Max.) „ Glurns — 1'0% „ Schlanders ..— l*8°/0 = 8 Ger.-Bez. b) in Osttirol: Ger,-Bez. Fügen — 2,5l’/0 „ Zell am ZiIler — 0-1% „ Windisch- matrei .......— l-9"/0 = 17 Ger.-Bez. 11 Enneberg .., — 3-2% T) Taufers .-5-47« r> Welsberg . . — 1-5% 7) Sillian .-2-3®/0 n Sarntal . .. .-8-47,, (Max.) fl Klausen.... • —1'2% j) Buchenstein -6-770 Y) Fassa ■ —1-&7« Oavalese. . . -0-77o Primiero ,-2-47o n Oembra — 4-97« n Civezzano... —0-47o r> Persen -09% und der Fortsetzung in Oberkärnten : Ger,-Bez. Winklern . . . — G y°/0 (Max.) „ Obervellach . — 4'7°/0 „ Gmünd — 5'8% „ Greifenburg. — 07% „ Kötschacli .. — 1'8% = 5 Ger.-Bez. cj im Mühl- und Inn-vierte 1: Ger.-Bez. Leonfelden. . — 2'4% „ Aigen — 4-(>u/0(Max.) „ Hasbach .... — 41°/0 „ Lembach ... — 4'1 % „ Rohrbach . . . — 3-4u/o „ Neufelden. . — 2'3% „ Engelhartszell ...............— 1-6% „ Raab — 3-2% „ Schärding . —06% „ Feuerbach . . — 2-6% „ Waizcn- kirchen — 2'2% „ Eferding ... — 2-0% „ Grieskirchen —05% „ Obernberg ..— l'5°/0 „ Mauerkirchen ............— 04% = 16 Ger.-Bez. mit Fortsetzung im südböhmischen Gebiete. d) im Kamm erg au: Ger.-Bez. Frankenmarkt ...............—(Max.) „ Mondsee .. . . — 07% „ Thalgau . . .. —1'0°/0 - 3 Ger.-Bez. e) im Steyrgau : Ger.-Bez. Enns — 2-8% „ Steyr Land— 6'9% Stadtbez. Steyr .. —18'6°/0(Max.) Ger.-Bez. Grünburg. .— 4-l°/0 = 3 Ger.-Bez. + 1 Stadtbez. f) im Kampgau: Ger.-Bez. Weitra — lO"/0 „ Großgerungs — 02°/(| „ Unterweißenbach ............—1‘3% „ Ottenschlag —4'0%(Max.) „ Pöggstall 02% 2 Gföhl .........— 0-5% — 6 Ger.-Bez. g) im Wechselgebiete: Ger.-Bez. Aspang — 0^% „ Kirchschlag . — 2-2% (Max.) „ Pöllau — 1-2% 2 Voran 0-1% = 4 Ger.-Bez. h) im oberen Ennstal : Ger.-Bez. Gröbming . . —1*2% „ Irdning — 0\3% „ Oberwölz ... — 20% (Max.) = 3 Ger.-Bez. i) in der Oststeiermark: Ger.-Bez. Fehring ... . — 0'4% „ Feldbach ... — 1-2% „ Kirchbach . . — 1'8% „ Wildon —1-0% „ Stainz — 1'4% „ Mureck — 4-0%,(Max.) „ Radkersburg — 2'6% „ Oberradkers- burg.........-1-8% „ St Leonhard in W. B. .. . — 2-7%, = 9 Ger.-Bez. k) in Mittel- und (Jnter-kärnten und der Weststeiermark : Ger.-Baz. Feldkirchen . — 2-8% „ Rosegg — 2-3 % „ St. Veit — 1-8% „ Eberstein .. — 7-3%(Max.) „ Bleiburg.... —5-9% „ Eberndorf . ■ — 3'4°/0 „ V ölkermarkt — 4-7% Ger.-Baz. St. Paul . . ..— 1 '2°/,, Ger.-Bez, Möttling . .. . — 6'6% „ Eibiswald... — (rO°/0 „ Tschernembl—8-3% „ Mahrenberg . — 0-4% „ Seisenberg .. — 7'3°/0 „ Arnfels .... .—1'4% » Weixelburg- = 11' Ger.-Bez. Fittich.......“ *4% „ Littai..........— 2-4% l) in der östl. Südsteier- ” • • • ■ ■ • 4^/o mark- » Gurkfeld----------— Ob% maUi- „ Nassenfuß...— 0% Ger.-Baz. Gonobitz ... — 2-0% „ Ratschach ..— l*7°/0 „ Windischfei- — stritz —1-8% = 17 Ger.-Bez. „ Rohitsch ... — 6*2% (Max,) „ St. Marein .. — 31 % „ Drachenburg — 5-fi°/0 in) und n) im Thaya- = 5 Ger.-Bez. ’ gebiete: . . , tt , Gar.-Baz. Dobersberg . —1'2% m) in Mittel--und Unter- Waidhofen a. kram (Weiukrain): ^ rp}( ___q.^0// Ger.-Bez, Kirchheim . —11-7% (Mai.) und „ Bischoflack . — 21% „ Geras ............-0-8% „ Oberlaibach. — 21°/0 n Retz..........— 2-0 % „ Laas —1-5% » Haugsdorf .. — 3-5% „ Loitsch . ... — 4-5% „ Zirknitz .... — 2-0% = 5 Ger.- Bez. „ Reifnitz — 0'7% mit Fortsetzungen in Süd- „ Gottschee ... — 2-3% mähren und Ostböhmen. Es sind somit 127 Gerichtsbezirke und die Stadt Steyr passiv. Sie alle stellen (ausgen. Ger.-Bez. Imst) die Hauptmasse des „Depressionsgebietes der Volksbewegung“ dar, denn in ihnen allen muß die „Abwanderung“ g r ö ß e r gewesen sein als die „natürliche Zunahme“. Diese Depressionsgebiete lassen sich vergrößern, ver- binden und ausfüllen durch weitere 28 Ger.-Bez., wo die „faktische“ Volksbewegung unter + 1% bleibt, wo die Abwanderung also fast ebenso groß war wie die natürliche Zunahme 1. Das Depressionsgebiet in Nordwesttirol wird erweitert durch den Ger.-Bez. Mieders (+03%), ihm sind durch den Ger.-Bez. Mal& (+01%) die Ger.-Bez. Glos und Fondo angegliedert. 2. Das lokale Südtirols (Ger.-Bez. Stenico und Vezzano) findet gegen W. und 0. eine Erweiterung durch die Ger.-Bez. Condino (+1%)—Val di Ledro (+0-2%) und Noga-redo—Villa Lagarina (+0-7%), ebenso 3. lokal der Ger.-Bez. Mattsee durch den Ger.-Bez. Obei’ndorf (+08%). 4. Das Osttiroler—Oberkärntner Depressionsgebiet wird gegen 0. vergrößert durch die Ger.-Bez. Hermagor (+1%)> Paternion (+ 0*3°/0) und Spittal a. Dr. (+ 0’5°/0), 5. das Krainer gegen W. durch die Ger.-Bez. Wippach (+ l°/0) und Adelsberg (+0‘4°/0), die den Depressionsbezirk Senosetsoh umschließen und angliedern, und im Innern durch den Ger.-Bez. Großlaschitz (+O5°/0'i, während der Ger.-Bez. Lichtenwald (+0,6°/0) die Brücke bildet zum südoststeirischen Depressionsgebiete. 6. Das Unterkärntner vermehrt der Ger.-Bez. Ferlach (+08°/0) und verbinden der Ger.-Bez. Leibnitz (+O4°/0) mit dem in der Oststeiermark, die Ger.-Bez. Murau (+ 0'6°/0)—Friesach (+ O 50/0) mit dem Ennstaler. 7. Das Depressionsgebiet im Wechselgau wird erweitert durch die Ger.-Bez. Friedberg (-t-O90/0) und Hartberg (+O80/0) und durch die Ger.-Bez. Weiz (+09%,) und Gleisdorf (+0'7°/0) einerseits der Depressionsbezirk Frohn-leiten, andererseits das südoststeirische Depressionsgebiet an-geschlossen. 8. Der Ger.-Bez. Ried (+ 0-l°/0) verbindet den Bezirk Schwanenstadt und den Attergau mit dem Mühl—Innviertler, 9. die Ger.-Bez. Neuhofen (+O7°/0) und Weyer (+1°/0)— Windischgarsten (+O80/Ö) vergrößern das Depressionsgebiet im Steyrgau, ebenso 10. die Ger.-Bez. Grein (+0 5°/0) und Spitz (+ O70/o) das im Kampgau und 11. der Ger.-Bez. Oberhollabrunn (+0'B°/0) jenes im Thayagebiete. Mit diesen erfahrt das Depressionsgebiet für das X. Dezennium eine Erweiterung auf 155 Gerichtsbezirke (nebst der Stadt Steyr). II. In den Jahren 1900—1910 hingegen erfährt die Zahl der Ger.-Bez., wo die Abwanderung größer war als die natürliche Volkszunahme, eine Verminderung auf 5(5, also um mehr als die Hälfte, dagegen sinkt die Zahl jener Bezirke, wo die Wanderbewegung fast gleich groß war der natürlichen Bewegung, nur auf ‘22 Ger.-Bez., so daß im I. Dezennium die „Depressionsgebiete“ im weitesten Sinne 78 Ger.-Bez. (die Hälfte) umfassen; dies bedeutet einen großen Fortschritt in der Volksbewegung. Die Stadt Steyr blieb ein Teil des Depressionsgebietes. Im I. Dezennium blieb vom Depressionsgebiete in Nordwesttirol nur der Ger.-Bez. Ried (—2'l°/0) passiv, vom Südtiroler der Ger.-Bez. Condino (—O-6°/0i neu), vom Osttiroler—■ Oberkärntner sind nur vier isolierte Reste, die Ger.-Bez. Fügen (—0'4°/0), Fassa (—0‘4°/p), Hermagor (—1-3°/0, neu), Windisch-matrei (—4'9°/0) und Winklern (—l'4°/o), von jenem im Steyrgau nur Stadt (—4-2°/0) und Ger.-Bez. Steyr Land (—2’9°/0), vom Ennstaler die Ger.-Bez. Oberwölz (—1'4°/0) und Oberzeiring (— 0, neu) übrig, die Depressionsgebiete im Attergau, im Wechselgebiet und in der Oststeiermark sind ganz verschwunden. Isoliert finden wir noch drei passive Gerichtsbezirke, u. zw. Mautern (—5H°/9), Gutenstein (—O'P/o1 un(i Voitsberg (—2%'). Größere Depressionsgebiete gibt es wieder: a) i m Mühl vier tel allein: Ger.-Bez. Aigen — 3'40/0 Haslach .... — 3-9°/0(Max.) ,, Neufelden .. — 0-6% „ Rohrbach... — 3-6 °/0 „ Leonfelden.. — 1'8% = 5 Ger.-Bez. mit der Fortsetzung in Südböhmen. b) im Kampgau: Gsr.-Bez. Unterweißenbach .................— 0-9°/0 „ Grein...........— 0-2% „ Gföhl — <>1% „ Ottenschlag . -- 2-4°/0(Ma«,) „ Zwettl — 0-7°/o „ Großgerungs — O'4°/0 = 6 Ger.-Bez. c) in Unterkärnten und Südsteiermark : Gsr.-Bsz. Gurk........— 2-3°/0 „ Althofen ... . — 44°/0 „ Eb erstein . .. — 0-9% _ Völkermarkt—3-2% „ Eberndorf...— 0% „ St. Paid . . . .— l'l°/0 „ Eibiswald . . — l'2°/0 „ Mahrenberg . — 2-3°/0 „ Windisch- graz ..........— 4'3°/0(Max.) „ Gonobitz ... — 0'3°/0 „ St. Mar ein .. — 2,4°/0 „ Eisenkappel. — 1'8% Ger.-Bez. Oberburg .. . — 2'70/0 „ Egg -28% „ Stein — 0°/0 „ Krainburg . . — O-8°/0 = 16 Ger.-Bez. d) in Unterkrain: Ger.-Bez. Zirknitz . ... — 3'7°/0 „ Reifnitz — ‘^l0/,) „ Großlaschitz —1'2% „ Gottschee ... — l*l°/0 „ Möttling .... — 0-9°/o „ Tschernembl—9-3% „ Seisenberg .— 11'2°/0 (Man.) „ Weixelburg- Sittich — 2'3°/0 „ Rudolfswert. — 1'0°/q = 9 Ger.-Bez. e) in Istrien (neu): Ger.-Bez. Senosetsch .. — 4-2°/0(^ax') „ Sesana — 0'8% „ Castelnuovo. — 0-4% = 3 Ger.-Bez. /') im Thayagebiete: Ger.-Bez. Dobersberg . — 0-l°/0 „ Raabs — 4f>°/0 und „ Haugsdorf .. — 3’8°/0 Retz..............—1-5% = 4 Ger.-Bez. mit Fortsetzung in Südmähren. Auch im I. Dezennium finden die einzelnen Depressionsgebiete ihre Erweiterung durch jene Bezirke, wo die faktische Volksbewegung unter +1% bleibt, wo demnach die Auswanderung fast ebenso hoch war wie die natürliche Volkszunahme, u. zw. 1. der Ger.-Bez. Ried (nw. Tirol) durch den Ger.-Bez. Nauders (+01%)) 2. der Ger.-Bez. Hermagor (Oberkärnten) durch den Ger.-Bez. Kötschach (+O’70/0). 3. Das Mühlviertel-Depressionsgebiet wird vergrößert durch den Ger.-Bez. Ottensheim (+0,2°/0), 4. jenes im Kampgau durch die Ger.-Bez. Perg (+0-3°/0) und Weitra (+0'5°/0) und durch den Ger.-Bez. Spitz (+0-6%) wird der passive Bezirk Mautern angegliedert. 5. Das im Thayagebiete ist vermehrt um den G-er.-Bez. Oberhollabrunn (+0-2%), 6. das Unterkärntnor-Südsteirische durch die Ger.-Bez. Bischoflack (+0-7%) und St. Leonhard (t-0-2%)> welch’ letzterer auch den G-er.-Bez. Voitsberg anschließt, 7. das Weißkramer, welches außerdem durch den Ger.-Bez. Laas (+1°/0) mit dem nordistrischen Depressionsgebiete verknüpft wird, durch den Ger.-Bez. Treffen (+0-2%). Die anderen 10 Gerichtsbezirke stellen neue kleine lokale Depressionen dar oder Reste früherer größerer, u. zw. der Südtiroler Bez. Cembra (+0-9%), Gmünd (+0-8%), Ebreichsdorf (+ 0-8%), Atzen-brugg (+ 0'l°/o)> Kirchschlag (+0-l%), St. Gallen (+06%), St. Leonhard in W.-B. (+ 0-5%), Flitsch (+ 0-3%), Cherso (+ 0'9°/o) und Veglia (+0-5%). III. Diesen Depressionsgebieten stehen in beiden Dezennien Gebiete gegenüber, wo eine „faktische“ Volksbewegung von mehr als 10°/0 aus natürlicher und Wanderbewegung resultiert. Solche größere Gebiete hoher faktischer Volksbewegung waren für das X. Dezennium: a) das Rheingebiet: Ger,-Bez. Liesing- Ger.-Bez. Bregenz.... +14-2% Hietzing . . . + 81-1% „ Dornbirn.. +18-4%(Max.) Stadt Wien + 22-8% „ Feldkirch . . + 12 2% Ger.-Bez. Pottenstein . +21-2% „ Schwechat . + 20-9% b) im Salzkammer gut: Purkersdorf + 29-4% Ger.-Bez. St. Gilgen.. +12,1% „ Ivlosterneu- „ Ischl + 100% (Man.) bürg + 30-9% „ Aussee........+ lS-P/o « Floridsdorf. + 490% (Max,) . _ Großenzers- c) im Linzer Becken: dorf......+ 121°/ Ger.-Bez, Urfahr...+ 22-6% „ Marchegg '. + 12-4°/" Stadtbez, Linz .'.'.'.'.'.'+ 230%(Max.) 9) Semmeringgebiete: Ger.-Bez. Wels +100% Stadtbez. Wr.Neustadt+14-3% Ger.-Bez. Neunkirchen+ 16-9%(Max.) d) im Ybbsgebiete: „ Gloggnitz .. + 11-4% Ger.-Bez. Amstetten..+18’6%, ,, . n, . . . „ Waidhofen . + 102% /«) in Übersteiermark: Stadtbez, Waidhofen . + 21-3% (Max ) Ger -fiez' Knittelfeld .+ 14-5% „ Leoben .... +27-6% (Max.) e) im Traisen gebiete : Bruck a. M. + 179% Ger.-Bez, Melk........+14-7% „ Eisenerz ...+ 13-0% „ St. Pölten .. + 13'3°/o „ Kindberg . . + 22'0% „ Lilienfeld . . + 17-4%(Max,) , . , " /ov t) im Salz ach gebiete : f) im Wiener Becken: stadtbez. Salzburg .. . + 20-8% Ger.-Bez, Baden .....+ 160% Ger.-Bez. Salzburg . . . + 26'8% (Max.) „ Mödling. ... +27-1% „ Hallein . .. . + 17'7% k) an der Westküste Istriens : Ger.-Bez. Pirano + 103% kleinere ferner folgende: a) Stadtbaz. Innsbruck .4-14-3% Ger.-Baz. Innsbruck . + B6*4°/0 Ger.-Boz. Buje .............+ 10-3% „ Parenzo ... . + 183% (Max,) „ Rovigno .. . 4- 11-6% b) Gar.-Bez, Werfen . Saalfeld en +14-8% 4 10-8% c) Ger.-Baz, Villach .. . . + ll*2°/0 „ Kronau .... + 34-2% isoliert ferner die Stadtbezirke: Marburg.................4- 23-9% Görz.....................+ 14-1% Rovereto................4- 13-7% Bozen...................4- 16-9% und die Ger.-Bez.: Pola.....................+ 23-6% Voloska ..................4-15-3% Meran.................. .4 22-6% d) Stadibei. Graz + 23-6% Ger.-Bsz. Graz Umgebung c) Stadt Triest . . Vororte Triest f) Ger.-Baz. Arco, „ Riva . ,4-12-3% + 100% , 4 32-8% ,4-10-3% 4-13-0% Trient ................4-15-3% Klagenfurt..............4-15-4% Laibach ..............4-151% Kufstein 4-144% Tüffer................4-10-7% Neumarktl in Kr.. . .4- 103% Diese höhere tatsächliche Volksbewegung umfaßte somit 16 Stadtgebiete und 52 Gerichtsbezirke. Hiezu kann man noch jene Bezirke rechnen, wo die faktische Volksbewegung zwischen 9% und 10% betrug. Dann umfaßt das Etschbuchtgebiet au!.ier dem Ger.-Bez. Meran und der Stadt Bozen auch den Ger.-Bez. Bozen (4-9%), jenes im Linzer Becken noch den Ger.-Bez. Mauthausen (4-9-1%), der Ger.-Bez. Iiainfeld (4-9-3%) verbindet jenes im Wiener Becken mit dem Traisengebiete, zur Stadt Görz kommt noch der Ger.-Bez. Görz (4- 9%), so daß im besten Palle 56 Gerichtsbezirke hieher zu zählen sind. IV. Im I. Dezennium findet man in 15 Stadtbezirken und in 88 Gerichtsbezirken eine „faktische“ Volksbewegung von mehr als 10% und für 3 Stadt- und 11 Gerichtsbezirke eine solche zwischen 9% und 10%, sodaß hieher 18 Städte und 99 Gerichtsbezirke, also fast die doppelte Anzahl, gerechnet werden müssen. Wir können nun folgende größere Gebiete hoher faktischer Volkszunahme im I. Jahrzehnt unterscheiden: a) im Rheingebiete b) das Mittelinntaler (dasselbe): Gebiet (neu): Ger.-Bsz, Bregenz.. . .4- 11-9% Ger.-Bez. Telfs 4-19-7% „ Dornbirn ... 4- 22-6% (Max,) „ Innsbruck . . 4- 24-4% „ Feldkirch ..4-15-2% Stadtbaz. Innsbruck . .4-30-6°/0(Max,j Ger.-Bez. Mieders .. . . +14-6°/0 „ Hall + 24-5% „ Schwaz „. . . + ll-6°/0 c) im Etschgebiete (Vintschgau): Gar.-Bez. Lana + 14 3ü/o „ Meran + 27-6°/0 (Max.) „ Bozen + 14-6°/o Stadibez. Bozen + 26’l°/0 Gar.-Baz. Kaltem . . . . + 12-l°/0 d) das Salzburger Gr e b i e t : Gar.-Baz. Salzburg .. . + 20'4°/0 (Max.) „ Hallein + 13-3% Stadtbaz. Salzburg . . . + 9-8°/0 e) im Linzer Becken: Gar.-Baz. Urfahr + 14'3°/0 „ Linz...............+ 15-8°/0 Stadibez. Linz..........+ 16'l°/0 (Max.) Gar.-Bez. Wels + 15 6% f) im Ybbsgebiete: Gar.-Bez, Amstetten . . + 18 9°/0 (Max,) „ Waidhofen .+ 10'3°/0 Stadtbaz. Waidhofen . + 9'8°/0 (/) das Unterinntaler und Tauernbahngebiet (neu): Ger.-Bez. Kufstein . . . + l9‘3°/0 „ Kitzbühel . .+ ll*2°/0 „ Hopfgarten . + 161°/0 „ Lofer + 106% „ Saalfelden . .+ 31-4% „ Werfen .... + 21'5°/0 „ St. Johann im P + 15-8% „ Gastein ... . + 26’8% „ Obervellach + 16’2% „ Spittal a. Dr. + 23-3% „ Millstatt ...+ 17'1% „ V illach + 25-7°/0 „ Rosegg .... + 11-0% „ Klagenfurt . + 13-1% Stadtbez, Klagenfurt . + 19,4°/0 Ger.-Bez. Kronau . . .. + 33-0%(Max.) = 15 Ger.-Bez. + 1 Stadtbez., h) vereinigtes Mur-Mürztaler-, Sernmering-undWienerWaldgebiet und Wiener Becken: Ger.-Bez, Mautern.... + ll'0°/0 „ Knittelfeld . + 12’9% „ Leoben ... . + ll-2°/0 „ Eisenerz ... + 12’3°/0 „ Bruck a. M.. + 26-9% „ Kindberg .. + 14-9% „ Birkfeld ... + 134% „ Mürz- zuschlag ... + 11-8% „ Rottenmann + 17-4% „ Mariazell ... + 25'2°/0 „ Aspang . . . . + 18-G°/o „ Gloggnitz . . +17’6°/0 „ Neunkirchen+ 11'6% Stadtbez. Wiener Neustadt ... + 15‘5% Ger,-Bez. Lilienfeld . . -b 17,4°/0 „ Hainfeld .. . +12'4% „ St. Pölten . . + 28-l% „ Melk + 12-0% „ Mödling .. . + 18‘3°/o „ Baden + 16-2% „ Pottenstein . + 27’6% „ Purkersdorf + 24-3% „ Liesing- Hietzing ... + 274% „ Kloster- neuburg. . .. + 297% (Max,) „ Tulln + 12-7% „ Neulengbach ...........+ 12-2% Stadt Wien 447-8% Ger.-Bez. Korneuburg +16-0% „ Hainburg . . + 10-9% „ Großenzers- dorf........+ 13-8% „ Wölkersdorf+14-3% „ Marchegg . . + 16-0% = 30 Ger.-Bez. + 2 Städte, i) in der Isonzoebene (neu): Ger.-Bez, Cervignano.+ 17-8% Ger,-Bez. Gradišča .. . + 10-7% „ Monfalcone . + 33'8% (Max,) k) an der Westküste Istriens: Stadt Triest + 19 0% Vororte Triest . . . + 626%(Max.) Gebiet von Triest +15-9% Gsr.-Bez. Capodistria + 13 9°/0 Ger,-Bez. Pirano . . „ Montona , „ Parenzo. Stadfbez. Rovigno. Ger.-Bez. Rovigno „ Dignano . + 109% .+ 18-9% . + 17-4% . + 17-2% + lü-1% Pola + 43-2% = 8 Bez. + 3 Städte, fei'ner folgende kleinere Gebiete: a) Stadtbsz. Graz ........+ 10-2% b) Stadt Laibach GBr.-Bez. Graz + 19-0% Ger.-Bez. Laibach c) Stadt Trient + 18-2% Ger.-Bez. Trient + 11‘4% sowie die einzelnen Stadtbezirke: Marburg + 12-2% Görz Pettau + 140% ßovereto und Gerichtsbezirke Voloska + 210% St. Gilgen Gmünd + 13-2% Ampezzo Windischgarsten. . . . + 11-3% Landeck Vöcklabruck , + 13-8% Lienz Tüfler + 11-6% Riva 13-8% ■150% + 19-8% Die Ger.-Bez. Kastelruth (+ 9-6%), Neumarkt (+9%) und "Walschmetz (+ 9'8%) erweitern das Etschgebiet, Buje (+94%) füllt das westistrische, der Ger.-Bez. Mitterburg (+ 9-6%) stellt die Verbindung mit dem Ger.-Bez. Voloska her, die Ger.-Bez. Görz Land (+9 9%) und Komen (+9'3%) bilden die Brücke zu der Stadt Görz und zum Isonzogebiete, die Ger.-Bez. Aflenz (+ 9%) und Friedberg (+ 92%) vergrößern das obersteirischniederösterreichische Gebiet, nur die Ger.-Bez. Brixen (+ 9-3%) und TamsWeg (+ 9 2%) bleiben isoliert. Die mittlere „tatsächliche Volksbewegung“ bewegt sich zwischen + 1% und + 9%. Diese läßt sich in zwei Gruppen zerlegen, deren eine Gebiete mit Volkszunahmen von 1% bis 5% umfaßt, die andere alle Gebiete mit einer Volkszunahmo von 5% bis 9%. Eine solche normale niedere faktische Bevölkerungszunahme zeigten in den Jahren 1890—1900 88 Gerichtsbezirke, u. zw. vereinzelt die Ger.-Bez. Landeck (+ 2%), Tione (+2-7%)) Kastelruth (S'T0/*), Ampezzo (1*2%), Lienz (2-3%), Millstatt (4-3%), Gurk (3-0%), Alitenau (4%)> Attensheim (l-2°/p)i St. Florian (4’5%), Litschau (4-(J%), Gutenstein und Ebreichsdorf (je 5%), Birkfeld (1-8%), Fürstenfeld (2%)» Liezen (2-7%), Neumarkt (2'8%), Bregenzerwald (3-2%), ferner nach größeren oder kleineren Gebieten gruppiert: a) in Mitteltiro' r.-Bez. Passeier..... , Sterzing......... , Brixen........... • • 1-5% • • 3-7% • • 20% b) in Nordosttirol: die Ger.-Bez, Kitzbühel. . . . 3-5% „ Hopfgarten . . . 1 • 1 °/0 „ Rattenberg . . . 3-5% c) im sö. Tirol: dis Ger,-Bez. Borgo.......1'3% „ Levico 4’9% „ Rovereto .... 3-8% „ Trient............3'2°/0 n Mori................1-8% d) im Salzburger Tauerngebiete: die Ger.-Bez. Gastein.....1’6% „ St. Johann .. . 3-6% „ St. Michael .. . 2,l°/0 e) im Innviertel: die Ger.-Bez. Braunau 4-3% „ Mattighofen . . 3-4% „ Wildshut 2-1% „ Neumarkt .... 4-9% f) in Obe rösterreich: die Ger.-Bez. Haag........1‘4% „ Lambach 1'5% „ Kremsmünster 2-9°/0 „ Kirchdorf 1 ‘5% g) im Aistviertel: dis Ger.-Bez. Freistadt 1‘3% „ Prägarten 1 -8% » Perg................2-9% n Haag ...............4-4% h) im Wachaugebiete : die Ger.-Bez. Persenbeug . . . 20% „ Ybbs...........3-7% „ Mank............30% „ Kirchberg a. d. Pielach........2*7 % i) im n w. Nieder-österreich: Ger.-Bsz, Zwettl..........3-5% Allentsteig .... l'l°/0 Horn................11% Raabs...............20% r T) n k) im nö. Nieder-Österreich: die Ger.-Bez, Ravelsbach . . . 4'9% „ Kirchberg am Wgr 3'5% „ Stockerau 4-8% „ Mistelbach .... 4-4% „ Poysdorf 3-9% „ Zistersdorf.... 4-8% l) in Ober Steiermark: die Ger.-Bez. Oberzeiring . .. 2'6% „ Mautern 1'9% ni) im K o r a 1 p e n g e b i e t e: die Ger.-Bez, Voitsberg 1'2% „ St. Leonhard .. 2 2% „ Deutschlandsberg .........3-8% n) in Untersteiermark: die Ger.-Bez. Luttenberg.... 2'5% Friedau 2-9% Pettau..........1-7% Marburg 3-7% Windiscli- graz............3-8% o) im Karawankengebiete u. in d. Julischen Alpen: dis Ger.-Bez. Tolmein ^'8% „ Radmannsdorf.................2-6% Krainburg .... 1'3% Eisenkappel. . . 1'7% Oberburg 2-0% Franz............34% Idria...........4'8% din Ger,-Bez. Stein . . .. 2'5% g) am Tschitschen- „ Karfreit.........1'3% boden: n Oanale...........1.-2% die Ger.-ßez. Monfalcone . . . 4’6% „ Komen..............3’6% „ Sesana.............2-0% p) in Ostkrain: n Gebiet von die Ger,-Bez. Landstraü .... 3-2°/0 Triest.............2’5% „ Rudolfswert... 4'5% „ Capodistria.... 4‘7°/0 „ Treffen 2'4°/(l „ Castelnuovo . . 2-l% „ Illyr.Feistritz. . 40% In dem folgenden Dezennium 1900—1910 sind es 1.14 Ger.-Bez. und das Stadtgebiet von Gilli u. zw. wieder einzelne Bezirke (Montafon + 2'4%, Primiero + 4'9%, Greifenburg r 1‘5%, Tarvis 2-9%, Taxenbach l'8°/0, Abtenau 3-4%, Mank 4'4°/0, Geras 1'2%, Frohnleiten 2’4%, Karfreit 4'3%, Oanale 4'2°/0, Drachenbnrg 2-9%, Stadt Cilli 3'4%) auch wieder kleinere und größere zusammenhängende Gebiete u. zw.: . a) im nw. Tirol: die Ger,-Bez, Levico.......4'6% die Ger,-Bez. Bregenzer- n Person.............2'1% * 1/') im Inn- u. Hausruck- » feu.tte..........4;8% viertel: ...........q.oo/ die Ger.-Bez. Lembach ..... 1’4% ” /o „ Eferding 21% b) in Nordosttirol: „ Waizenkirchen 2-2% die Ger.-Bez, Mittersill 4'7% „ Engelhartszell . 3-9% „ Zell am Ziller. . 4-6% „ Peuerbach .... 4-0% „ Bruneck..........&'0% » Raab...............3’0% „ Enneberg 3-6% » Schärding. . 4'5% „ Taufers..........3-6% » Haag...........22 % „ Walsberg 3'8% „ Obernberg .... 4‘0% „ Buchenstein. . . 2-6% „ Ried...............2-6% „ Klausen...........47% „ Schwanenstadt 1‘7% c) in Südwesttirol: » £ri®sklJc^en • • 1*% «% : SÄtwIS » £°“do ...........Jffr Frankenmwkt 14« „ Val di Ledro .. 36% rj>) im St.eyrgebiete : d) in S ü d t i r o 1: dis Gar--Bez- Kirchdorf 1 7% die Ger.-Bez. Mori.......3-4% * Grünburg 8-2% „ Arco.............4-6% » Weyer..............1-6% n Vezzano...........40% /^ j m Ennsgebiete: e) in Südosttirol: die Ger.-Bez. Enns..........23% die Ger.-Bez, Borgo......4-4% „ St. Florian .... 2 6% die Ger.-Bez, Neuhofen 42% » Haag..................4-6% i) im Aistgau : dis Ger.-Bsz. Freistadt 2'7% „ Prägarten 1 '9% h) im nw. Nieder-österreich : die Gsr.-Bsz. Schrems 4‘1% ,, Waidhofen a. Th..............1-6% ferner l) die Ger.-Bez. Kirchberg am Wgr 4-6% „ Ravelsbach.... 1’6% „ Langenlois .... 4-7% m) im nö. Nieder-Österreich : die Ger.-Bez. Zistersdorf.. . . 3-2% „ Poysdorf 2-8% „ Laa...................3'5% n) in der Wachau: die Ger.-Bez. Pöggstall 2'7% „ Persenbeug . .. 2'4°/0 o) in Ober Steiermark: die Ger.-Bez. Aussee........l-2% „ Gröbming 42% „ Irdning 3-3% „ Liezen................3'6% „ Murau.................1'6% _ Neumarkt 4'7% „ Obdach ...........2-0°/0 „ Friesacli 2’3°/0 „ Feldkirchen .. . 2-6°/0 p) in der Oststeiermark: die Ger.-Bez. Hartberg 4-0°/0 „ Pöllau...............34°/o „ Vorau...............4’2°/o „ Fürstenfeld . .. 4'3°/o die Ger.-Bez. Fehring • 2-4% 7) Feldbach .... • 1-8% 77 Kirchbach.. . . . 1-5% n Arnfels • 1-2% 77 Leibnitz ■ 4-7% n Wildon • 3-8% n Deutschlands- berg . 1-6% r> Stainz • 1'9% Mureck . 1-8% 77 Radkersburg . • 2'6«/0 77 Luttenberg.. . • 3-7% r) Oberradkers- burg . 1-6% n Friedau • 3-6«/0 77 Pettau • 2-1% 77 Rohitsch • 4'4°/0 Windisch- feistritz • 1-5% q) im Karawank gebiete : en - die Ger.-Bez. Ferlach • 4-8% n Neumarktl .. . • 4-0% ■ r) im Bacher-Savegebiete : die Ger.-Bez. Bleiburg ■ 4'2°/0 n Schönstein . . . . 2-6% n Franz • 3'7°/0 77 Littai • 4-7% 77 Nassenfuß. . . . • 2.1% • 21% n Gurkfeld s) im Gebiete des Birnbaum e r - u. Tarno-waner Waldes: die Ger.-Bsz. Kirchheim .... 4-2°/0 „ Idria................4'0% „ Haidenschaft. . 4-l°/0 „ Wippach 2-5°/0 „ Adelsberg B‘l°/0 „ Loitsch 30°/0 „ Oberlaibach ... l'5°/0 Ähnlich steht es bezüglich der 61 Ger.-Bez., wo die tatsächliche Volkszunahme über 5°/0 beträgt (im X. Dez.). Vereinzelt blieben die Ger.-Bez. Bludenz (8'2°/0), Strigno (5‘5°/0), Ala (6%)) Golling (8'l°/o)> Lofer (6°/0), Tarvis (6-7%), Klagenfurt Ld. (8°/o), Althofen (5'2°/0), Wolfsberg (6'9°/0), St. Peter in der Au (7'470), Aflenz (8'8°/0), Rottemann (8‘6°/0), Schrems (7°/0), Wr. Neustadt (8-l°/o)> Mürzzuschlag (7-2%), Eggenburg (7-7°/Q), kann (5’1°/q), Laibach Ld. (8-9°/0)> Haidenschaft (7%), Veglia (H'4°/0j sowie die Stadtgebiete von Rovigno (6‘6°/0) und Pettau (7’8°/0). Kleinere zusammenhängende Gebiete mittlerer Zunahme bildeten: a) in Nordtirol: Ger.-Baz. Schwaz. ......7-3°/0 Hall...............6-6% Steinach 6-7% b) in Mitteltirol (Etschtal) : die Ger.-Bez. Lana.....7‘9% „ Kaltem 8’7°/0 Neumarkt 5-2 % „ Wälschmetz . . . 8’8°/0 c) im Pinzgau: die Ger.-Bez. Mittersill ^'2% „ Zell am See .. 8-8% „ Taxenbach .... 8'0°/0 d) im Traungebiete : die Ger.-Bez, Vöcklabruck .. 6'4°/0 „ Gmunden .... 7*8% e) im Murwinkel : die Ger,-Bez. Schladming . . . (r8°/0 „ Tamsweg f>‘2°/0 f) im Erlaf-Trai- s engau: die Ger.-Baz. Gaming ...... 7‘3°/0 „ Scheibbs 6'?% „ St. Gallen 7't>% g) im Kremser Hau: die Ger.-Bez. Langenlois.... 6-6°/0 „ Krems...........6'3% „ Mautem.........7 • 1 °/0 „ Herzogenburg . 5-4°/0 li) im T u 11 ner Becken: die Ger.-Bez. Tulln.....7'8ü/0 „ Neulengbach . . 6*4°/0 i) im n. Marchfeld: die Ger.-Bez. Korneuburg. .. 8-5°/0 „ Wolkersdorf... 6'lü/o „ Matzen................7’l°/o k) im Thaya-March-Winkel : die Ger.-Bez. Eeldsberg 7'2% „ Laa............... l) im Leithagebiete: die Ger-Bez, Bruck a. L 6’9% „ Hain bürg 8'8u/0 m) im oberen M u r t a 1 : die Ger.-Bez. Judenburg... . 8‘6°/0 „ Obdach 6-2 % n) in Untersteiermark: die Ger.-Bez. Cilli Stadt.... 5'10/0 „ Cilli Ld 6-2% o) in der F r i a u 1 e r T iefe b ene : die Ger.-Bez. Cormons 7'7°/0 „ Gradišča.......... „ Cervignano ... 5-8°/0 p) in Inneristrien: die Gar.-Bez. Pinguente .... 7-5°/0 „ Montona 7'2°/0 „ Mitterburg .... 6'8°/0 „ Albona 7’0°/0 „ Dignano 7-4% In den nächsten 10 Jahren (1900—1910) wiesen 69 Gerichtsbezirke eine „faktische“ Volkszunahme zwischen 5°/0 und 9% auf, u. zw. die einzelnen Ger.-Bez. Bludenz (5'7°/0), Rattenberg (7'lu/o)> Sillian (o-5°/0), Stenico (5-5°/0), Golling (7-8%), Zell am See (7'8°/0), Patemion (8'8°/0), St. Veit (7-5°/0), Wolfs-berg (5'8°/0), Lussin (8'9°/0), Albona (7‘6°/0), ’Pinguente (6‘8°/0), Oormons (6°/0), Illyr. Feistritz (7,2°/0), Cilli Ld. (6-8°/0), Marburg Ld. (80/0), Judenburg (5-7%), Mauthausen (5'20/0)t St. Peter in der Äu (5-8%), Wr. Neustadt Ld. (6'9°/0), Litschau (81°/0), Krems (7'4°/0)> Herzogenburg (6-6°/0), Feldsberg (7-9°/0), ferner in kleinere Gruppen vereint: a) im Vintsohgau: die Ger.-Bez. Glums......6'5°/0 „ Schlanders .... 6'3°/0 b) in der Mitte Tirols: die Ger.-Bez. Steinach B'6% „ Sterzing 8'50/0 „ Passeier 6'4% „ Sarntal 7'40/0 c) in Südtirol: dis Gar.-Bez. Ala..........ö‘7% Rovereto Ld.. 7'9% rv7ü/ n „ Villa Lagarina f>-7°/0 d) im sö. Tirol (Dolomitengebiet): die Ger.-Bez. Strigno.7'(»°/0 „ Cavalese.......ö‘l°/0 „ Civezzano........5'4% e) im Inn-Salzach -geb iete: die Ger.-Bez, Braunau....^‘7% Wildshut.......7'7°/0 Oberndorf......5-7°/0 Mattsee........5'5°/0 Neumarkt.......7-4°/0 Thalgau........5-3°/0 /') im Salzkammergut (Traungau): lie Ger.-Bez, Kremsmünster Lambach .. Gmunden .. Ischl....... Schladming Radstadt.. . St. Michael. 7-5% 5-1% 8-97« 7-9% 7-1% 5-6% 7-1% g) im Erlach -Traisen-gebiete : diB Ger.-Bez. Scheibbs .&'6°/o „ Gaming............5'6°/0 „ Ybbs.............. „ Kirchberg an d. Pielach..........8'7% h) im oberen Thaya- gebiete: die Ger.-Bez, Allentsteig . . . 5-9°/0 » Horn..................Wo „ Eggenburg B-7% i) im n. M ar c hf e 1 d : die Ger.-Bez. Stockerau 7-0°/0 „ Mistelbach .... 6’4°/0 „ Matzen...........8'2% lc) im Leithagebiete: die Ger.-Bez. Bruck a. L... . 7*3°/0 „ Schwechat .... 6'5°/0 Z)in der Oststeiermark: die Ger.-Bez. Gleisdorf ö‘5°/0 „ Weiz --------------6-8% m) im Savegebiete: die Ger.-Bez, Ratscliach .... 6’3°/o „ Lichtenwald .. 7-l°/o „ Rann.............5'60/0 „ Landstraß 7'0°/0 n) in den Julischen Alpen: die Ger.-Bez, Radmannsdorf 7*l°/0 „ Tolmein 7-4°/u Beobachten wir nun, welche Veränderungen in der „tatsächlichen Volksbewegung“ zwischen dem X. und I. Jahrzehnt vor sich gegangen sind. Vorweg sind jene 19 Gerichtsbezirke zu nehmen, wo das faktische Ergebnis der Volksbewegung positiv war, aber in den letzten 10 Jahren negativ wurde; es sind dies 12 einzelne Bezirke: Mautern (Differenz der Prozente 9-2), Raabs (D. 6-5), Zwettl (D. 42) und Gutenstein (D. B'l) in N.-Ö., Grein (D. 0'7) in O-.Ö., Hermagor (D. 2'3) in Kämt., Oberzeiring (D. 2-6), Voitsberg (D. 32) und Windisohgraz (D. 8'1) in Steiermark, Großlaschitz (D. 1*7) und Rudolfswert (D. 5-5) in Krain, Condino in Südtirol (D. 1-6), ferner in drei kleinen Gruppen die Ger.-Bez. Gurk (5’9) und Althofen (9'3), Sesana (2-8) und Castelnuovo (2-5) am Tschitschenboden, Eisenkappel (3-5) — Krainburg (2-1) — Oberburg (4’7) im Gebiete der Steiner Alpen. Umgekehrt verwandelte sich die „faktische Volksbewegung“ in 91 Gerichtsbezirken aus einer Abnahme in eine Zunahme, u. zw. in den einzelnen Ger.-Bez. Montafon (D. 55), Rad stadt (D. 6-1), Mattsee (D. 7-3), Schwanenstadt (D. 3-1), Grünburg (D. 7-3), Weitra (D 1-5), Geras (D. 20), Waidhofen a. Tli. (D. 2*1), Pöggstall (D. 2 9), Atzenbrugg (D. 03), Enns (D. 5-l), Mariazell (D. 37‘3), Frohnleiten (D. 2-5), Arnfels (D. 2 6j, Drachenburg (D. 8-5), Rosegg (D. 13 3), Blei bürg (D. 10‘1), Laas (D. 2'5) und Flitsch (D. 5*2), ferner in kleineren und größeren Gebieten, bestehend aus den Ger.-Bez.: a) im nw. Tirol: Diff. der % Reutte.................. 6'5 Imst.................... 4-3 Silz.................... 4-7 Telfs................. li»-9 (M. Sp.) Schlanders.............. 8'1 Glurns.................. 7'5 Nauders................. 5-l b) in Osttirol u. Ober-k ärnt en: Zell am Ziller. Bruneck ............ Enneberg............. Taufers............ Welsberg........... Sillian............ Kötschach.......... Greifenburg. ..... Obervellach.. . . .. 20-!) (M. Sp.) Arnoldstein 7'2 Buchenstein 9-3 4-7 51 6-8 90 5-3 7-8 2-5 2-2 Diff. der u/0 Klausen.................. 59 Sarntal................. 158 c) i m s ö. Tirol: Cavalese................ 5-8 Primiero.. ............. 7’3 (M. Sp.) Cembra ................. 5-8 Civezzano............... 5'8 Persen................... 30 d) i m s w. T i r o 1 : des...................... 41 Fondo.................... 71 e) in Siid t i r o 1: Vezzano.................. 44 Stenico................. 5p7 /') im w. S a 1 z k a m m e r -gut: Thalgau............ (5-3 (M. Sp.) Mondsee... ......... 4-8 Frankenmarkt.... 3'2 Anmerkung: M. Sp. = Maximalspannung. g) im Inn- u. Hausruck-viertel: Diff. der % Mauerkirchen .... 38 Obernburg.............. 55 Raab.................. 6-2 Schärding 51 Engelfartszell .... 5T) Peuerbaeh 6'6 (M. Sp,) Leinbach............... 55 Waizenkirchen . . . 4-4 Eferding............... 44 Grieskirchen ‘2 3 h) im Wechselgebiete: Aspang.... .......... 19-2 (M, Sp.) Kirchschlag 2'3 Voran.................. 43 Pöllan................ 4'6 i) im oberen E n n s t a 1 : Gröbming 5-4 Irdning............... 3-6 Ic) in der Mittel- u. Oststeiermark : Fehring........... Feldbach.......... Kirchbach......... Wildon............ Stainz......... ... Mureck............ Der faktische betr. 10 Bezirken in Diff. der °/0 Radkersburg....... 5-2 St. Leonhard W. B. 32 Oberradkersburg . 3'4 l) in Südoststeiermark: Windischfeistritz Rohitsch......... m) am Südfuße Tauern : Gmünd............ Feldkirchen...... St. Veit . ...... 3-3 10-6 d e r 6-6 5-4 . . 9-3 (M. Sp.) n) im krainischen 2-8 30 3-3 4-8 3-3 5-8 (M. Sp.) S a v e g e b i e t : Gurkfeld.............. 2-7 Nassenfuü ............. 21 Ratschach 8*0 (M. Littai................ 7-l o) am Ostende der Julischen Alpen: Bischoflack 28 Oberlaibach 3-6 Sp.) Loitsch. 7-5 Kirchheim 15-9 (M, Sp.) p) auf den Inseln: Cherso............... 32 Lussin.............. 9‘3 Bevölkerungsrückgang betrug in den seiner Steigerung gegenüber dem X. Dezennium nach der Prozentualdifferenz zwischen 0'2 und 8 9 und verteilt sich auf vereinzelte Bezirke, nur Reifnitz und Seisenberg (Differenz l-4, 3-9) liegen beisammen; es waren im I. Jahrzehnt die Ger.-Bez. Haugsdorf (— 0‘3), Großgerungs (— 0'2), Rohrbach (—02), Mahrenberg (—1-9), Senosetsch (— 13), Zirknitz (-- 1-7), Tschernembl (—l’O) und Windischmatrei (—3-0). Relativ genommen, stieg also die Volksabnahme von je 100 Abgängigen: im Ger.-Bez. Rohrbach .................auf Haugsdorf.............. Tschernembl . ......... Senosetsch............. Seisenberg............. Zirknitz.......... Großgerungs............ 105-9 108-fi 112-0 144-8 153-4 185-0 200-0 im Ger.-Bez. Mahrenberg.................auf 5750 „ Reifnitz.................. „ 300-0 „ Windischmatrei „ 257'9. Für 26 Gerichtsbezirke und das Stadtgebiet Steyr kann man im I. Jahrzehnt eine Besserung konstatieren dahin gehend, daß die Volks ab nah me kleiner wurde Diese Besserung läßt sich durch die Prozentualdifferenz ausdriicken, welche für die Ger.-Bez.: Retz ... . . . 0-5 Weixelburg— Sittich... 04 Dobersberg . . . 14 Egg 1-7 Unterweißenbach . . . . . 0-4 Möttling 5-7 Winklern . . . 4-8 Fassa 11 Oberwölz . . . 0-6 Ried in Tirol 21 Gottschee . . 1-2 Fügen 21 für Gföhl 04 und für Stadt Steyr .. . . 14-4 und „ Ottenschlag 1‘6 „ Bez. „ . . . . 40 für Gonobitz. . 1-7 und „ St. Marein 0-7 für die Ger.-Bez.: Völkermarkt . 1-5 Aigen . . 1-2 Eberstein . . . 6-4 Haslach .. 02 St. Paul 01 Leonfelden ... 06 Eberndorf. .. 3-4 Neufelden .1-7 Eibiswald je Relativ gesprochen, vermindert sich der Volksverlust von 100 Abgängigen: im Ger.-Bez. Weixelburg—Sittich auf 95 8 „ Retz.............. „ Oberwölz.......... „ Unterweißenbach „ Egg............... „ Ried in Tirol .... „ Gottschee......... „ Fassa............. „ Winklern......... n Fügen............ „ Möttling.......... „ Dobersberg.............. für Gfühl auf 20 „ Ottenschlag .. „ 60 für Gonobitz .. „ St. Marein für Aigen auf 73 9 .. „ 95-1 für • • n Steyr. Aigen .... Haslach . .. Leonfelden Neufelden . 75 26-1 für Stadt Bez. auf 15 „ 77-4 Völkermarkt Eberstein. . . St. Paul Eberndorf . . Eibiswald .. 750 70 69-2 62-2 50 47-8 26-7 22-6 16 136 8-3 . auf 22-6 V 420 . auf 68-1 • 77 12-3 ft 91-7 * ft 0 * ft 20. In 70 Gerichtsbezirken und 9 Stadtgebieten läßt sich im I. Dezennium ein Rückgang der faktischen Volksbewegung im Vergleiche mit dem X. feststellen derart, daJJ die tatsächliche Bevölkerungszunahme kleiner wurde. Dies traf ein: Prozentual- Relativer Rückgang von je 100 Zugewachsenen auf Differenz 1. für folgende Einzelbezirke (bzw. Städte): Stadt Waidhofen an dor Ybbs „ Graz „ Marburg „ Cilli „ Laibach „ Rovereto 11-5 13-4 11-7 1-7 13 4-5 4(i 43-2 5t 667 91-4 67‘2 Ger.-Bez. St. Peter in der Au „ Schreins „ Mattighoten „ Kindberg „ Schönstein „ Neuinarktl in Krain „ Stein „ Treffen „ Cormons „ Pinguonte „ Buje „ Veglia. „ Innsbruck „ Steinach „ Levico „ Ala „ Tione 1-6 •2-9 i-0 7-1 7-4 6-8 ‘2-5 '2-2 1-7 0-7 0-9 6-9 12-0 1-1 0-3 0-3 »■8 78-4 58-G 70-6 67-7 26 38-8 0 8-3 77-9 907 91-3 7-6 67 83-6 93-9 95 70-4 ‘2. in den kleinen Gebieten: a) <5er. Bez. Arco „ Jliva 5-7 07 44-7 94-6 Gardaseenorilufer b) Ger.-Bez. Haidenschaft „ Idria 2-9 0-8 586 83-3 Tarnowancrwald c) Ger.-Bez. Tarvis „ Kronau 12 43-3 96-5 Triglavgebiel d) Ger.-Bez. Spitz Melk 0-1 2-7 85‘7 81-6 Wachau c) Gor. Bez. Mittersill „ Zell am See „ Taxenbach 2-5 10 G-2 65-3 88-6 22 5 Pinzgau f) Ger.-Bez. Bregenz „ Bregenzerwald „ Bludenz 2-3 0-7 2-5 83-8 78-1 69-5 Vorarlberger Kalkalpengebiel s 3. in folgenden größeren Gebieten: a) im Salz, kam mergut: Ger.-Boz. Salzburg Land Stadtbez. Salzburg Ger.-Bez. Hallein . n Golling „ Abtenau „ Ischl „ Aussoe Pro28n'.ual- Oiffereiu Relativer HDckyang von je 100 Zugewachsenen auf (-4 110 4-4 0 fi 0-6 8-1 11-9 7C-1 47-1 75-1 96-3 85-0 49-4 9-2 (Min.) (Max.) b) im Linzer Donaubecken: Ger.-Bez. Linz Land 6-1 7-2-1 (Min.) Stadtbez. Linz (»•9 70 Ger.-Bez. Urfahr 8-3 68'8 Ottenslieim 10 1G-7 Mauthausen 3-9 57-1 Perg 26 10-3 (Max.) 11 St. Florian 19 57-8 c) im kärntneri soh-steir ischen Tauern- gebiete und westlich vom Wiener Walde: Ger.-Bez. Lilienfeld blieb gleich =100 Scheibbs 1:1 830 Gaming 17 767 St. Gallon 70 7-9 (Max.) Eisenerz 0-7 94-6 (Min,) Leoben 1G-4 4ü(i Knittel leid 1-6 89 Judenburg 2-9 66-8 Obdach . . 4-2 823 St. Leonhard in Kärnten 20 91 Wolf'sberg 11 84-1 11 Doutsohlandsberg 2-8 395 (l) im Wiener Bocken und Leithagebiete: Ger.-Bez. Klosterneuburg 1-2 961 (Min.) Purkersdorf 51 82-7 Stadt Wien 50 78-1 Ger. Bez. Liesing Hietzing 4'0 87-1 Schwechat 14-4 31-1 Mödling 8-8 67-5 Ebreichsdorf 4-2 160 (Max.) Wr. Neustadt Land 1-2 85 2 11 Neunkirchen 5-3 68-6 e) im Vi ertel unter dem M&nhartsberge: Ger.-Bez. Eggonburg 20 74-0 (Min.) Langenlois 71-2 Havelsbach .... 3-4 30 6 (Max.) Oberhollabrunn 0-4 33-3 Laa 1-8 66 Poysdorf 11 71-8 11 Zistersdorf 1-6 66'7 Hingegen können wir für 10 Städte und 143 Gerichtsbezirke eine faktische Steigerung der Volkszunahme konstatieren. Wir wollen diese Steigerung wieder in derselben Weise zu bestimmen versuchen, indem wir a) die Differenz der Zunahmeprozente angeben (absolute Steigerung), b) berechnen, wie viel Zugewachsene in jedem Bezirke im I. Jahrzehnte an Stelle von 100 im X. getreten sind (relative Steigerung). Eine Zuwachssteigerung trat ein: a L» a) vereinzelt in den Ger. Bez.: === Landeck 101 605 Val di Ledro 3-4 1.800 Male 2-5 2.600 Wälsohmetü 1-0 111-4 Ampezzo 9-2 866-7 Laibach Land Ü-l 168-5 Lienz 12-4 63!)-l Stadt Innsbruck lü'3 214 „ Wr. Neustadt 1-2 108-4 Litsohau 176-1 Feldsborg 0-7 109-7 St. Gilgen 6-6 154-5 b) in den kleinen Gebieten : 1. Rheinebene: 4-2 122-8 „ Feldkirch 30 124-6 2. Dolomiten: Ger. Bez. Borgo 31 338-5 „ Strigno 2-1 138-2 3. Aistgebiet: Ger.-Bez. Prägarten 0-1 105-6 „ Freistadt 1-4 207-7 4. Kampgebiet: Ger. Bez. Horn 40 463-6 „ Allentsteig 4-8 536-4 5. Oberkärntner Drau gebiet: Ger. Bez. Spittal a. Dr. • 21-8 4.660 (Max.) „ Millstatt 12-8 397-7 „ Paternion 8-5 2.933-3 Villach 14-5 229-5 (Min.) (Tauernh.- Gebiet.) 6. Salzach Innviertel: Ger.-Bez. Braunau 1-4 1326 (Min.) „ Wildshut 5'6 366-7 712-5 (Max.) „ Neumarkt 2-5 151 (.Wirk. d. Tauernb.?) • n 1> c) in den größeren Gebieten: 1. Südosttirol (Etschgebiet): Ger.-Bez. Trient Land 1 8-2 356-3 Stadt Trient 2-9 119 (Min.) Ger. Bez. Nogaredo—Villa Lagarina 5-0 814-3 (Max.) „ Kovereto Land 1 41 207-9 „ Mori 16 188-9 2. U n t e r s t e i e r m a r k (S a v e g e b i o t): Ger.-Bez. Cilli Land 0-6 109-7 . Franz 03 108-8 „ Tüffer 0-9 108-4 (Min.) „ Liohtenwald j (i-5 1.183-3 (Max.) „ Rann 0-5 109-8 „ Landstraß in ltrain 3-8 218-8 3. Im Gebiete der Windisolien Bühel: Ger.-Bez. Leibnitz 1 4-3 1.175 (Max.) Marburg Land 4-3 216-2 (Min.) „ Pettau Land 0 4 123-5 Stadt Pettau 6-2 179-5 Ger. Bez. Friedau 0-7 124-1 „ Luttenberg .... 1-2 148 4 In Ober und Oststeiermark (Fischbacher Alpengebiet): Ger.-Bez. Gloggnitz 6-2 154-4 . Mürzzuschlag 4-6 163-9 „ Weiz 755-6 „ Birkfeld 11-3 727-8 „ Allenz 0-2 102-3 (Min.) „ Bruck a. M 90 150-3 Graz Umgebung 6-7 1545 „ Gleisdorf 4-8 785-7 500 „ Friedberg 8-3 1.022-2 (Max.) „ Fürstenfeld 2-3 215 ( Wirk. d. Aspangb.?) d) an den Hauptverkehrslinien im Etsch-, Inn-, Salzach-, Gasteiner und Murtale : Ger.-Bez. Neumarkt an der Etsch 3-8 173-1 „ Kaltem 3'4 139-1 n Bozen Land 5-6 162-2 Stadt Bozen 9-2 154-4 Ger. Bez. Lana 0-4 181 Meran 5-0 12-2-1 „ Passeier 4-9 426-7 „ Kastelruth ß-9 259-5 Bi-ixen 7-3 465 „ Sterz ing 4-8 229-7 (Max.) Mieders 143 4.866-7 Hall 17'9 371-2 Schwaz 4-3 158-9 n Kattenberg 202-9 Ger.-Bez. Hopfgarten a 150 1.463-0 „ Kufstein 4-9 134 ,, Kitzbühel 7-7 320 „ Lofer 46 176-7 ,, Saalfelden 20-6 290-7 „ Werfen 7-1 149-3 „ St. Johann im P 12-2 438-9 „ Gastein 25-2 1.675 „ St. Michael 6-0 338-1 „ Tamsweg 30 148-4 „ Schladunng 0-3 104-4 (Min.) „ Murau 1-0 266-7 „ Neumarkt in Stink 1-9 167-9 „ Friesach 1-8 460 c) im Bereiche der Karawankenbahn und der istrischen Bahnen sowie in der Friauler Tiefebene : Gor. Bez. Klagenfurt Land 51 163-8 Stadt. Klagenfurt 40 126 Ger.-Bez. Ferlach 4'0 600 „ Radmannsdorf 4-5 273-1 „ Karfreit 30 330-8 „ Tolmein 36 194-7 „ Canale 30 iföO „ Görz Land 09 110 Stadt Görz 5-7 140-4 Ger.-Bez. Gradišča 3-2 142-7 ,, Oervignano 120 3069 „ iMonfalcone 734-8 „ Komen 5-7 268-3 Stadt Triest 9-1 191-9 Vororto Triest 190-9 Gebiet Triest 636 Ger.-Bez. Wippach 1-5 250 „ Adelsberg 2-7 775 (Max.; „ lllyr. Feistritz 180 „ Capodistria 9-2 295 7 Pirano 2-6 125-2 ,, Montona 3-7 151-4 „ Pnrenzo 0-6 103-3 (Min.) „ Mittorburg 28 141-2 „ Volosca 5-7 137-3 „ Albona 06 108-6 148-3 Stadt Hovigno 10-8 263-6 Ger.-Bez. Dignano 2-7 136-5 ,, Pola 19-6 ISIS !') im Alpenvorlande vom Hausruck bis zur March, im Marchfeld und Wiener Beckcn : Ger.-Bez. Vöcklabruck 7-4 215-6 ,, Ried 2'5 2.600 (Max) „ Haag in O.-Ö 0-8 151-4 - b Lambach ... 340 Wels 5-6 156 N euhofen 3-5 600 Kremsmünster 4-6 258-6 Kirchdorf 02 113-3 Gmunden . 1-1 114-1 W indischgarsten 10-5 1.412-5 Weyer .... .1: (>•6 160 Liezen .... •£ 0-9 133-3 Rottenmann . . j»' 8'8 202-3 Mautern . . . 9-1 578-9 Waidhofen a. Y. Land 0-1 101 Haag in N.-Ö 02 104-5 Amstetten 0-3 1016 Ybbs 1-6 143-2 Persenbeug 0-4 120 Mank 1-4 146-7 Kirchbei'c an der Pielach 6 0 3222 St. Pölten 14-8 211-3 Neulengbach 5-8 190-6 Hainfeld 3-1 1333 Herzogenburg 1-2 122-2 Kirchberg am Wagram 1-0 128-6 Krems 11 117-5 Tulln 4-9 162-8 Stockerau 2-2 1458 Korneuburg 7-5 188-2 Mistelbach 2 0 145-4 Wolkei'sdorf 8-2 234-4 Gänserndorf Matzen 11 115-5 Großenzersdorf 1-7 1140 Marchegg 3-6 129-0 Hainburg 21 123-9 Bruck a. L 0-4 105-8 Baden 02 101-3 Pottenstein 6-4 130-2 (Min.) Fassen wir die Ergebnisse der Veränderungen in der „tatsächlichen Volksbewegung“ im I. Jahrzehnt kurz zusammen, so kommen wir zu folgender Übersicht: I. Wir linden einerseits einen II. anderseits einen Rückgang, Fortschritt, joder ist dreifacher Art: 1. In 91 Ger. Bez. verwandelte sich die Volksabnahme in eine Zunahme, 2. in 26 Ger.-Bez. und einer Stadt (Steyr) wurde die Volks ab-nahme geringer, 3. in 143 Ger.-Bez. und 10 Stadt-bez. wurde die Volkszunahme g r ö 13 e r, somit läßt sich für 260 Ger.-Bez. und 11 Stadtbez. eine fortschreitende, Bewegung: «) in 19 Ger. Bez. verwandelte sich die Volks z u nähme in A fall ahme, b) in 1(J Ger.-Bez. wurde die Volks a b nähme größer, c) in 70 Ger.-Bez. und neun Stadt bez. wurde die Volks Zunahme kleiner, für 99 Gor.-Bez. und 9 Stadtbez. eine rll ckschreitonde I konstatieren. Darin, daß die extreme Zunahme- und Abnahmebewegung (a, b, 3) nur in 172 Ger. Bez. und 10 Stadtbe/,. fortdauert die entgegengesetzte aber (c, 1, 2) in 187 Ger. Bez. und 10 Stadtbez. einsetzte, erblicke ich den Beginn einer ausgleichenden Volks beweguug, die nur zu begrüßen ist. Die Extreme dieser 6 Formen der Volksbewegung werden dar gestellt: I. nach der Prozentual- II. nach differenz : dielitunj 1. durch die Ger.-Bez. Mariazell (+87-3) und Atzenbrugg (+0'3), 2. durch den Stadtbez. Steyr(+14-4) und die Ger.-Bez. Weixelburg-Sittich und St. Paul (+01), 3. durch die Triest. Vororte (+29 8) uud die Ger.-Bez. Prägarten und Waidhofen a. Y. Land (+0-1), u) durch die Ger.-Bez. Althofen (—9-3) und Grein (—0-7), b) durch die Ger.-Bez. Seisenberg (— 3-9) und Großgerungs (—0'2), c) durch die Ger. Bez. Leoben (—1G*4) und Spitz (—01), Der Ger.-Bez. Lilienfeld, wo die Volksbewegung in den beiden letzten Jahrzehnten die gleiche blieb, stellt den Ruhepunkt dar. Die Bewegungspole sind daher: I. für die fortschreitende Bewegung der Ger.-Bez. Mariazell (+37-3), für die rückschreitende Bewegung der Ger.-Bez. Leoben (—10-4), die Spannung beträgt 53'7, II. für die tatsächliche Volks zu nähme : die Ger.-Bez. Mieders (100:4.8667) und Stein (100:0), für die tatsächliche Volks ab nähme: die Ger. Bez. Mahrenberg (100:575) und Eberndorf (100:0). der relativen V e r-, bzw. Verdünnung: 2. durch die Ger.-Bez. Eberndorf (100:0) und Weixelburg Sittich (100:96-8), 3. durch die Ger.-Bez. Mieders (100:4.866-7) und Waidhofen a. Y. Land (100:101). b) durch die Ger.-Bez. Mahrenberg (100:575) und Rohrbach (100:105-9), c) durch die Ger.-Bez. Stein (100:0) und Kronau (100:96-5). IV. Die Wanderbewegung (nach G e r i c h ts bezirken). Ich habe jetzt zuletzt, bei der Besprechung der absoluten und relativen Verdichtung der „tatsächlichen“ Volkszunahme mehrmals durch Bemerkungen auf augenfällige Erscheinungen in Gregenden neuer Bahnbauten hingewiesen. Eine genauere, verläßliche Feststellung ist für diese Gebiete leider nicht möglich, weil die Angaben der k. k. statistischen Zentralkommission die polit. Bezirke, nicht aber die Gerichts bezirke, die kleinste Einheit, betreffen. Ich halte die Daten der natürlichen Volksbewegung, d. h. der Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen, für die polit. Bezirke für genügend aufklärend, da in dieser Beziehung die Divergenz der prozentuellen Angaben für die einzelnen Gerichtsbezirke desselben politischen nicht so groß ist. Anders steht die Sache für die „Wanderbewegung“. Da sind wiederholt krasse Divergenzen nachweisbar (z. B. Landeck, Mödling). Betrachten wir die Angaben der k. k. statist. Zentralkommission für die „natürliche Bewegung“ nach polit. Bezirken als Durchschnitt, was ja wirklich der Fall ist, und schließen wir aus diesen Angaben und den uns bekannten über die „tatsächliche Bewegung“ zurück auf die wahrscheinliche Höhe der „Wanderbewegung“ für jeden einzelnen Gerichtsbezirk. Der Fehler wird nicht gar zu groß sein. Vor allem kann man verläßlich feststellen, daß in allen jenen Gerichtsbezirken, wo „tatsächlich“ eine Volks ab nähme resultiert, die Ab- oder Auswanderung größer sein mußte als die „natürliche“ Volkszunahme; wir haben hier also eine „tatsächliche Depression“ der Volksbewegung vor uns als Folge einer wirtschaftlichen Depression. Hi eher sind auch alle jene Ger.-Bez. zu zählen, wo die Ab-, bw. Auswanderung wahrscheinlich manchmal größer als 10°/0 war, aber „tatsächlich“ durch höhere „natürliche“ Volksbewegung doch noch eine kleine Volks zu nähme resultierte. So ergeben sich für beide Dezennien folgende „tatsächliche Depressionsgebiete“: 1890 — 1900 : 1900- -1910 : Auswanderung Uber 10°/0 Auswanderung-unter 10°/0 Auswanderung über 10°/0 Auswanderung unter 10°/„ Ger.-Bez. Mieders Telfs Ger.-Bez. Reutte Silz Nauders Ried Glurns Schlanders 1. im nw. Tirol: 1. aufgelöst Ger.-Bez. Ger.-Bez. Ried F ondo Cles 2. in SOdtirol: 2. verschwunden Sarntal Buchenstem Cembra Primiero Kötschach Winklern Obervellacli Gmünd Fügen Zell a. Ziller Bruneck Enneberg Taufers Welsberg Sillian YVindiscli- matrei Klausen Fassa Cavalese Civezzana Persen Greifenburg 3. in Osttirol ui;d 3. aulgelost in OberkArnten: vereinzelte Ger.-Bez. Cembra Primiero 1 Winklern Windisch-| matrei Gmünd Ger.-Bez. Fügon Cavalose Eberstein Völkermarkt Bleiburg Eibiswald Mahrenborg Feldkirchen Eosegg St. Veit St. Paul Eberndorf Arnfels 4. in Mittel- 4. nach D. und und S. verschoben Unterkärnten: Gurk Althoten Mahrenberg Windischgraz Gonobitz St. Marein Egg Obernburg Eberstein Völkermarkt Eberndorf Eisenkappel St. Paul Eibiswald Krainburg Stein Kirclilieim Oberlaibach Loitsch Zirknitz Laas Gottschoe Groülaschitz Reifnitz Möttling Tschernembl Seisenberg Weixelburg Littai Egg Katsch ach Castelnuovo Bischoflack Nassen fut! Gurltfeld S. in Unter- 5. ziemlich krain: unverändert geblieben Oberlaibacli Laas Zirknitz Gottschee Großlaschitz Reifnitz Tschernembl Rudolfswert Seisenberg Weixelburg Nassenfuü Gurkfeld Möttling 1890 - 1900: 1900- - 1910: Auswanderung über lü°/0 Auswanderung unter 10% Aus Wanderung über 10% Auswanderung unter 10% Ger.-Bez. Drachenburg St. Marein Rohitsch Windisch-feistritz Gonobitz Ger.-Bez. G. in Unter-steiermark G. verschwunden Ger.-Bez. Ger.-Bez. St. Leonhard in W. B. Oberradkers- burg Radkersburg Mureek Fehring Feldbach Kirchbaoli Wildon Stainz 7. in Mittelsteiermark : 7. verschwunden Gröbming Irdning Oberwölz 8. in Obersteiermark : 8. nach S. verschoben: Oberwölz Oberzeiring Thalgau Frankenm arkt Mondsee 9. im Thalyau: 9. verschwunden Steyr Land Stadt Steyr Grünburg 13. im Steyrgair 10. ve. kleinert Steyr Land Stadt Steyr Enns Aigen Ronrbach Lembach Haslach Leonfelden Neufelden Mauerkirchen Obern borg Engelhartszell Feuerbach Raab Schärding Eferding Waizen-kirchen 11. im Mühl- u. Innviertel: 11. verkleinert, u. zw. auf das Mühlviertel beschränkt Aigen Robrbach Haslach Leonfelden Neufelden Unterweißen-baoh Sch re ms Großgerungs Ottenschlag Pöggstall Gfölil 12. im Kampgau: 12. vergrößert Unterweißenbach W eitra Ottenschlag Grein Großgerungs Zwettl Gfölil Dobersberg Waidhofen a. Th. 13. im otieren Thayagebiete: 13. verschoben nach o. Raabs Dobersberg • (1 eras Retz Haugsdort 14. im mittleien Thayayebiete: 14. verkleinert Rotz Haugsdorf 1890 —1900: i 1900 — 1910: Auswanderung | Auswanderung über 10% | unter 10% Auswanderung über 10% Auswanderung unter 10% (rer. Bez. Mattseo Oanale Senosetsch Mariazell Ger.-Bez. Montafon Eadstadt Schwanen- stadt Flitsch Frohnleiten Birkfeld 15. einzelne 15. einzelne Ger.-Bez. : Ger.-Bez. neu neu neu neu 16. Istrische 16. verschoben Inseln: nacb Veglia 17. SQdwesttirol: 17. verschwunden 18. Wechsel- 18. verkleinert gebiet: auf 1 Einzelbezirk 19. teilweise neu: Gailtal 20. Isonzotal (neu): (vergrößert) Ger.-Bez. Haidenschaft Albona Veglia Gutenstein Ger.-Bez. Condino Voitsberg Mautern Cherso Lussin Stenico Vezzano Aspang Kirchschlag Kirchschlag Kötschach Hermagor (neu) Arnoldstein (neu) Canale Cormons (neu) 53 Ger.-Bez. 1 ,, + 1 Stadtbez. ‘3 (tP1vBrZ' Summe: Summe: 45 Ger.-Bez. 24 Ger.-Bez. +1 Stadtbez. = 1*26 Ger.-Bez. + 1 Stadtbez. 69 Ger.-Bez. + 1 Stadtbez. Es ist somit eine wesentliche Verbesserung eingetreten, indem die Anzahl dieser passiven Bezirke auf die Hälfte sank, mehrere (5) Depressionsgebiete ganz verschwanden, andere 2 sich auflösten, nur jenes im Kampgau hat sich vergrößert und vertieft, das in Weißkrain blieb ziemlich unverändert, 4 wurden kleiner, 4 sind in ihrer Lage etwas verschoben. Wohl ist die Zahl jener Gor.-Bez., wo weiters Aus- oder Abwanderung eintraf, in beiden Dezennien weit größer, doch betrachte ich diese als sine natürliche Erscheinung für die Alpenländer, nicht als eine Depression. Hingegen ist die Zahl jener Ger.-Bez., wo von einer Wanderindifferenz gesprochen werden muß, d. li. wo man die Ein- oder Auswanderung geringer als l°/0 einschätzen muß, in beiden Jahrzehnten gering gewesen. 1890 - -1900: 1900- -1910: Wauderbewegung voii + l°/0 bis — 1% Wanderbewegung von I 1% bis — 1% Ger.-Bez. Laudeck Ger.-Bez. Imst 1. Oberimital: 1. Vintschgau: Ger.-Bez. Glurns Schlanders Ger.-Bez. Passeier Mittersill Taxenbach Zoll an See St. Johann im I’. 2. Pinzgau: 2. Kaisergebirge: KitzbUhel Lofer Tamsweg Schladming 3. im Mur-Enns- 3. Leibnitzer Feld: Wildon Leibnitz St. Gallen Allenz Gaming Scheibbs Ybbs 4. im Yhbs- und Salzagebiete: 4. Liesingtal: Leoben Mautern Herzogenburg Kirchberg am Wagram Ravelsbach 5. am Manhards-berge: 5. Nördliche Oststeiermark : (neue Aspang-bahn) Vorau Fürstenfold Fehring Hartberg Gleisdorf Radkersburg Großenzers- dorf Marchogg G. am Marchfeld (Donauauen): G. am Manhards-berge: Allontsteig Eggenburg Kirchberg am Wagr. Horn Langenlois Stockerau Ala Lienz Vöcklabruck Wolkersdorf Gloggnitz Althofen Tolmein Taffer Pirano Dignano Strigno Tarvis Schreins Hainfeld Judenburg Wolfsberg Schönstein Gebiet von Triest Stadt Bo vigno 7. einzelne Ger.-Bez.: 7. einzelne Ger.-Bez.: Steinach Kastelruth Ampozzo St. Voit Tüffer (alt) Mürzzuschlag Hainfeld (alt) Hainburg Neumarkt in Tirol Trient Land Rosegg Parenzo Lambach Neunkirchen I Mank Kirchberg an 1 d. fiel. 86 Ger.-Bez. +1 Stadtbez. Summe: 87 Gor. Bez. Die Zahl der indifferenten Bezirke ist zwar unverändert geblieben, jedoch haben sich die Gebiete der Wanderindifferenz völlig geändert, nur drei Ger.-Bez. blieben (Tüff'er, Hainfeld, Kirchberg am Wagram). Wenn auch in beiden Dezennien meist einzelne Bezirke indifferent blieben, so sind doch drei größere Gebiete zu vermerken, im X. Dezennium jenes im Gebiete der Ybbs und steirischen Salza, im I. jenes in der Oststeiermark und am Manhartsberge, das auf das Doppelte (von drei auf sechs Ger.-Bez.) vergrößert wurde. Im I. Jahrzehnte trat Indifferenz an Stelle der Abwanderung (u. zw. der Wanderdepression) in den Ger.-Bez. Glurns und Schlanders, Rosegg, St. Veit, Wildon, Radkersburg und Fehring, an Stelle der Einwanderung in den Ger.-Bez. Eggenburg und Langenlois, Neunkirchen, Leoben (Invasion), Parenzo, in den übrigen ‘25 Ger.-Bez. an Stelle normaler Abwanderung. Umgekehrt finden wir an Stelle der Indifferenz im X. Jahrzehnt in folgenden I. Depression in dem Ger.-Bez. Althofen, Einwanderung in den Ger.-Bez. Landeck, Lienz (Invasion), St. Johann im P. (Invas.), Vöcklabruck, Ybbs, Wolkersdorf, G-roßenzers-dorf und Marchegg, Gloggnitz, Stadtbez. llovigno, in den übrigen 26 6er.-Bez. normale Abwanderung. Somit gleichen sich Besserung (von normaler Abwanderung oder Depression zur Indifferenz) und umgekehrt ^ erschlechterung wieder ziemlich aus (‘27: BO G-er.-Bez.). Wo die Einwanderung größer als 1 °/0 einzuschätzen ist, sprechen 'vir von Einwanderungsgebieten und -bezirken. Die Scheidung von den Jnvasionsgebieten wurde vorgenommen, weil ich erst eine Einwanderung über 10°/0 oder größer als die natürliche Volkszunahme als Invasion (Überflutung) betrachte. Vergleichen wir vor allem die Einwanderungsund Invasionsgebiete der beiden letzten Dezennien: lfJOO: 1900- 1910: Einwanderung Invasion Einwanderung Invasion Ger.-Bez. l'oldkirch Bludenz Ger.-Bez. Bregenz Dornbirn 1. Rheingebiet: 1. verkleinert Ger.-Bez. Bregenz Feldkirch Ger.-Bez. Dornbirn Sterz ing 2. ßrennergehiet: 2. verringert Sterzing Brixen Schwaz (Innsbruck 1 | Land I Stadt Inns 1 bruck J 3. Mittleres Inntal: neu gebildet, Schwaz Telfs Innsbruck Land Mieders Hall Stadt Innsbruck Kufstein 4. Unterinutal: vergrößert Kufstein Hopfgarten Bozen Land Kaltem Willsohiuetz Lana Meran Stadt Bozen 5. Mitteltirol: verkleinert Bozen Land Kaltem Lana Meran Stadt Bozen lliva Arco G. Gardasee-gebiet: verkleinert und verringert Riva Golling Saalfelden SalzburgLand StadtSalzburg Hallein Werfen 7. Saliach-gehiet verkleinert Hallein SalzburgLand Stadt Salzburg 8, Im Zuge der neuen Tauernbahnlinie : last ganz neu gebildet (Wirkung der lauernbahn?) Oborvellach Millstatt Saalfeldon W erfen Gastein St. Johann _Villach Kronau im r. Spittal a. Dr. Villach Kronau 1890 — 1900: 1900- - 15>1<> : Einwanderung Invasion Einwanderung Invasion Ger.-Bez. St. Gilgen Ischl Gmunden Aussee ' Ger.-Bez. 0. im Salzkam-mergut: aufgelöst, infolge Sättigung trat A b Wanderung ein Ger.-Bez. St. (Jilgen Vöcklabruck fier.-Bez. Klagenfurt Land Stadt Klagenfurt 10. im Klaqen-furter Beckan: 10. gleich Klagenfurt Land Stadt Klagen furt Urfahr Mauthausen Stadt Linz Linz Land Wels 11. im Linzer Becken: 11. verringert Urfahr Linz Land Kremsmünster Stadt Linz Wols Judenburg Bruck a. M. Eisenerz Leoben Kindberg 12. in Obersteiermark : Judenburg Graz Umgeb. Stadt Graz 13. Grazer Feld: 12.,13./14. verbunden, teilweise verschoben Eisenerz Gloggnitz Bruck a. M. Birkfeld Neunkirchen Stadt Wr. Neustadt 14. Schwarzaugebiet : Aspang Weiz Stadt Graz Graz Uingeb. Stadt Wr. Neustadt Waidlioi'ou Land St. Peter in der Au Stadt Waidhofen Arastetten 15. im Yhbstal: 15. u. 16. ausgedehnt auf das Marchfeld u. Traisengebiet, verbunden u. kompakter geworden, Invasionsgebiet teilw verschoben Waidhofen Land Ybbs Lilienfeld Stadt Wiiid-hofen Amstetten Melk Mau tern Krems Langenlois Eggenburg Neulengbach Lilienfeld Baden Korneuburg Melk St. Pölten Pottons tein Tulln Klosterneuburg Hietzing Liesing Mödling Floridsdorf Stadt Wien Schwechat 16. im Wr. Becken u. nt). Alpenvorland: Neulengbach Baden Stadt Wien Wolkersdorf Großenzers-dorf Marchegg St. Pölton Mariazell Pottenstein Tulln Hietzing Klosterneuburg Korneuburg Liesing Mödling isoliert Krems Stadt Laibach 17. im Laihacher 1/. vergrößert Laibach Land Stadt Laibach Stadt Triost Vororte Triest 18. Triest 16. vergrößert Gebiet Triest Stadt Triest Vororte Triest Parenzo RovignoLand 19. Westistrische Kllste: 19. verschoben Rovigno Land Stadt Rovigno Pola 20. SQdistrien: 20. vergrößert Lussin Pola i 1890- 1900: Einwanderung Ger.-Bez. Rotte Neumarktl in Krain Voloska Stadl, Görz 37 Ger.-Bez. 28 Ger.-Bez. + 18 Städte G5 Ger.-Bez. + 18 Städte Ger.-Ucz. Invasion I Ger.-Bez. Stadt Trient j 2'.- »ii^Blne Stadt | Rovereto I Stadt Marburg „ Pottau Cilli 1 £>00 — 1910: I Einwanderung j Invasion Ger -Bez. Gmünd in N. ö. Windisch-garsten Voloska Landeck Ger.-Bez. Stadt Trient Stadt Rovereto Lienz StadtMarburg „ Pettau „ Cilli Rottemnaun Stadt Görz Monfalcono 11 Ger.-Bez. I 84 Ger.-Bez. + 8 Städte + IG Städte 75 Ger.-Bez. + 19 Städte Invasionsbezirke in beiden Dezennien waren Dornbirn, Innsbruck Land und Stadt, Lana und Meran, Stadt Bozen, Salzburg Land und Stadt, Werfen, Graz Umgebung, Kronau, Stadt Klagenfurt, Stadt Linz, Wels, Stadt Waidhofen a. Y., Amstetten, Melk, St. Pölten, Pottenstein, Tulln, Hietzing, Liesing, Klosterneuburg, Mödling, Stadt Laibach, Stadtu. Vororte l'riest, Pola, ferner die Städte Trient, Rovereto, Marburg, Pettau, Cilli und Görz, Einwanderungsgebiete in beiden Jahrzehnten die Ger.-Bez. Feldkirch, Schwaz, Kufstein, Bozen Land und Kaltem, St. Gilgen, Klagenfurt Land, Urfahr, Judenburg, Eisenerz, Waidhofen a. Y. Land, Krems, Lilienfeld, Neulengbach, Baden, Rovigno Land und Voloska, d. h. 19 Ger.-Bez. und 15 Stadtgebiete bzw. 17 Ger.-Bez. In den fünf Bezirken Saalfelden, Villach, Bruck a. M., Korneuburg und Rottenmann stieg die Einwanderung zur Invasion, in den fünf Bez. Sterzing, Riva, Bregenz, Hallein, Linz Land und den Städten Graz und Wien sank die Invasion zu einfacher Einwanderung herab. Von den 10 im I. Dezennium neu auftretenden Invasionsbezirken sind vier im X. Depressionsgebiete gewesen (Telfs, Mieders u. Mariazell über 10°/0 Auswand., Birkfeld unter 10°/0), vier gehörten zu Gebieten geringer Abwanderung (Hall, Gastein, Spittal a- Dr. und Monfalcone), zwei waren indifferent (St. Johann im P. und Lienz), von den im I. Dezennium neu hinzugekommenen 19 Einwande-i'ungsbezirken (+ Stadt Rovigno) waren drei Ger.-Bez. Depressionsgebiet (Obervellach, Aspang und Lussin, über l.O°/0), sieben Gebiete geringerer Abwanderung (Brixen, Kremsmünster, Millstatt, Hopfgarten, Weiz, Laibach Land und Windiscligarsten), neun indifferente Bezirke (Vöcklabruck, Gloggnitz, Ybbs, Wölkersdorf, Groüenzersdorf u. Marcliegg, Gebiet Triest, Gmünd in N.-Ö. und Landeck sowie die Stadt Rovigno). Ich muß hier wiederum hinweisen auf die großen Veränderungen in den Gebieten, welche die neuen Bahnen durchziehen, bes. in dem Zuge der Tauernbahn, wo an Stelle einer mehr als 10°/o Auswanderung (z. B. Bez. Obervellach) teilweise eine erhebliche Einwanderung, teilweise auch Invasion trat. Der westlich anliegende, bisher indifferente Pinzgau verwandelte sich infolge Anziehung von Menschen material in ein Auswanderungsgebiet. Im Zuge der Aspangbahn wurde die Abwanderung teilweise zum Stehen gebracht (jetzt indifferent), teilweise trat auch Einwanderung ein. Auch die neue Vintschgau- und Pyhmbahn liil.il, in unserer Karte der wahrscheinlichen Wanderbewegung streckenweise Spuren zurück (Glurns— Schlanders jetzt indifferent, Windiscligarsten u. Kremsmünster Einwanderungsgebiet u. ä.). Von den Invasionsbezirken des X. Dezenniums sind im I. vier verschwunden (Leoben indifferent geworden, bei Arco, Kindberg und Schwechat normale A b Wanderung eingetreten), von den Einwanderungsgebieten 14 Ger.-Bez., u. zw. wurde Mautern Depressionsgebiet (unter 10%)) Bludenz, Wälschmetz, Golling, Ischl, Gmunden, Aussee, Mauthausen, St. Peter in der Au und Neumarktl in Krain wurden Bez. mit normaler Abwanderung, die Bez. Neukirchen, Langenlois, Eggenburg und Parenzo indifferent. Zu vermerken ist vor allem die Umwandlung des Einwanderungsgebietes im Salzkammergut in ein Abwanderungsgebiet ; hier war also mit dem X. Jahrzehnt eine Übersättigung eingetreten. Wenn im I. Dezennium die Zahl der Einwanderungsgebiete von 37 Bez. nur auf 41 Bez. + 3 Städte stieg, die Invasion nur von 28 Bez. auf 34, von 18 Städten hingegen auf 1(5 sank, wenn somit die Gebiete der gesamten Einwanderung nur von 65 Ger.-Bez. auf 75, von 18 Städten auf 19 anwuchsen, so ist diese Ausbreitung unerheblich gegenüber der groiien Verringerung der Depressionsgebiete von 126 Bez. (+ 1 Stadt) auf 69 (+ 1 Stadt). Ich finde dadurch meine Ansicht nur bekräftigt, daß in der Volksbewegung der Alpenländer sich ein Ausgleich einzustellen beginnt. Diese Volksbewegung in nationaler Hinsicht zu verfolgen, wird Aufgabe einer nächsten statistischen Untersuchung sein. Der Verfasser dankt der Direktion der k. k. statistischen Zontralkoiumissiou für die Bewilligung, ihre Karten als Grundlage dor 2 beigegebenen verwenden zu dürfen, ferner der Vorgesetzten Bohörde und der Direktion der Buchdruckeroi des österreichischen Lloyd für die weitgehende Unterstützung, welche die Drucklegung dieser Arbeit möglich machte, und Prof. Itichard Lorchenfelder für seine Hilfe bei Ausführung der beiden Karten. Schulnachrichten. i. Der Lehrkörper und die Verteilung der Lehrfächer und Ordinariate. rS} Ti NJ Name, Titel und Charakter Lehrfächer Klassen Wöchentl. Stunden s d ® cd OT .5 3 ’n CÖ La S ° 1 Dr. Artur Brandeis, Direktor. Englisch Via 3 — 2 Ignaz Bergmeister, Professor. Deutsch Gesch. u. Geogr. Ia I a, IV a, IV b fi 12 Ia 3 Johann Bernt, Professor, Kustos des geogr.-hi st. Ilabinettes. Deutsch Gesch. u. Geogr. III a II a, III a, Va 4 12 lila *4 TToratius Chizzola, Professor, Kustos d. Lelirerbibl. Italienisch la, lla, lila, V, VI, VII 20 — 5 Klemens Emptmeyer, Professor, Vill. Rangsklasse, Kustos desKabinettes f. Freihandzeichnen. Freihandzeichnen I b, III a, IV b. Va, Vib, VII 19 — 6 Leopold Höss, Pro fessor, VIII. Kangsklasse, Kustos des Kabin, für Chemie. Chemie Analyt. Chemie iVa va, VD, via, VI o 3 Kurse 13 6 — Vinzenz Hruby. Professor, VII. Rangsklasse. Französisch Englisch Vb, Via, VI b, VII Va 12 3 — 8 Augustin Kofler, Professor. Mathematik Naturgeschichte Geom. Zeichnen I b, II b la, II), lla, IIb, VII II b im 1. Semester 0 11 2 — 9 Richard Lerchenfelder, Professor. Freihandzeichnen Modellieren lla,llb, lllb, IVa, Vb, Via 2 Kurse 20 4 lla 10 Dr. Ludwig Lusner, Professor. Deutsch Französisch Italienisch Va III b, V a II b, IV 3 8 7 V a ll Dr. Hugo Mioni, Weltpriester, Professor. Kathol. ßelig. Exhorte I a—VII IV a—VII 25 2 — 12 Dr. Edgar Mojsisovics von Mojsvar, prov. Lehrer. Französisch Italienisch IIIa, IVa 111 b 10 3 IVa * Mitglied der Prüfungs-Kommission für nllgomoino Volks- und Bürgerschulen in Triest. ** Mitglied dor l’nifungs-Kotnmissionon fiir ullgomeino Volks- und Bürgerschulen in Triest, öörz und Cupodistria. Zahl Name, Titel und Charakter Lehrfächer Klassen | Jl o P 13 Gustav Naser, Professor. Mathematik Naturgeschichte Geom. Zeichnen Ib, IIb Ia, 1 b, II a,llb, VII II b im II. Semester 6 11 2 14 Johann Rajakowitsch, Professor, VIII. Rangsklasse, Kustos d. pbys. Kab. u. Verw. d. Georgstift Mathematik Physik Phys. Schüler-Übungen Stenographie Va, VII III b, IV b, vn 1 Kurs 2 Kurse 9 9 2 4 15 Johann Siegel, Professor, VIII. Rangsklasse. Mathematik Physik IVa, Vb, VI b IV a, VI b 12(11) 8 l(i Anton Stephanides, Schulrat, VII. Rangsklasse. beurlaubt — -- 17 Adolf Thnnnabaur, Professor, VII. Rangsklasse. Deutsch Geschieh te Gesch. u. Geogr. 1II b Ib 111 b, Via, VI b 4 2 10 18 Dr Karl Vogl, Professor, Kustos d. naturhist. Kabinettes. Mathem atik Naturgeschichte Geom. Zeichnen Naturw. Sohüler-übungen 1 a, III b Va, VI), Via, VIb III b 1 Kurs l> 8(10) 2 2 19 Dr. Edwin Zellweker, Professor, Kustos d. Sohülerbibl. Deutsch IVb, Via, VIb, VII 14 20 Sebald Riedel, Turnlehrer Turnen I a—VII 26 21 Gino 0a Fano, supplier. Lehrer u. Assistent. Mathematik Geom. Zeichnen Darstellende Geometrie Assistent!', geom. Zeichnen 111 ;i III a, IV a, IV b VII II a, 11b, III b 8 8 2 6 22 Dr. Herrn. Leinbacher, supplier. Lehrer u. Assistent. Mathematik Chemie Geom. Zeichnen Schreiben Turnassistent II a IV b II a I a, Ib lla, II b, IV a, IV b, VII 8 8 2' 2 10 2!S Josef Meindl, suppl. Lehrer, Kustos des geometr. Kabinettes. Mathematik Physik Darstell. Geom. IV b, VI a III a, VI a Via 8(7) 7 8 24 Albert Mühlbacher, supplier. Lehrer u. Assistent. Freihandzeichnen Assistent für Zeichnen la Ib, lla, HD, lila, IVa, IV D, VII 4 25 25 Anton Muxel, suppl. Lehrer. Deutsch Italienisch I b, II a I b im I. Semester 11 4 VH VI b Hib Via Ib ji Vorstand 26 27 2rf 20 80 31 82 83 Name, Titel und Charakter Josef Napotnik, suppl. Lehrer. Karl Pirker, supplier. Lehrer u. Assistent. Dr. Friedrich Schürr, supplier. Lehrer. Heinrich Šonc, Weltpriester, Konsistorialrat. Vinzenz Springer, supplier. Lehrer. Dr. Hermann Trattner, supplier. Lehrer. Karl Gustav Melzer, Turnlehrer. Max Bertisch, Probekandidat seit 20. Mai 1913. Lehrfächer Französisch Slowenisch Darstell. Geom. Assist f. geom. Zeichnen Deutsch Italienisch Exhorte Deutsch Englisch Deutsch Gesch. u. Geogr. Geographie Assistent f. Turnen Klassen IV b I h, II b, III b V a, V b, VI b IlIa,IV a,IVb, VII I b. II a I b' im II. Semester I a—III b IV a, V b Vb, VI b, VII II b, II b, V b, VII I b I a, 1 b, III a, 111 b Akatholische Religionslehrer. Dr. Otto Kühne, evang. Pfarrer A. B. Josef S chalaudek, evang. Pfarrer H. B. Dr. Israel Zoller, Vize-Rabbiner. Evangelische Religion A. B. Evangelische Religion H B. Mosaische Religion I + II, III v+vi+\ ebenso I—VII je 1 Stunde ■O g £2 ft” ö 11 11 4 7 9 5~ 11 2 IV b I b Vb llb 2,1 1 2,1 1 Nebenlehrer. Georg Metzger, Lehrer an der k. k. Knabenvolksschule Via Annunziata II und III IV- VII Dienstpersonal. Maschinist: Franz Zorzut. Schuldiener: Vinzenz Kosmina, Ferdinand Trobec. Aushilfsdiener: Georg Ban. Vorstand II. Die Lehrverfassung. a) Übersicht über die Lehrgegenstände und ihre wöchentliche Stundenzahl. (Nach dem Normallelirplane vom 8. April 1009 mit Ausnahmo der Sprachen.) Gegenstand I II K 1 in a s IV s e V 1 VI | VII .§ a .S _3 Kathol. Religionslehre . . 2 2 2 2 2 2 1 13 Evang. Religionslehre A. B. 2 1 4 H. H. e b e n s o 4 Mosaische Religionslehre . 1 1 1 1 1 1 1 7 Deutsche Sprache .... 6 5 4 4 3 3 4 2!) Französische Sprache — — 5 3 3 3 3 17 Italienische Sprache i Slowenische Sprache 1 ' 4 4 3 3 3 3 3 23 Englische Sprache •i) . . . — — — — 3 3 3 9 Geographie. . . . 2 2 2 2 I 1 l 10 Geschichte a 2 2 2 3 2 1 3 1« Mathematik 3 3 3 4 4 I. Sem. 4 II. „ 3 5 20 (•25) Naturgeschichte 2 2 — 1 2 I- n * II. „ 3 3 n (12) Chemie — — — 1 3 3 2 — 8 Physik — — 3 2 — 4 4 13 Geometrisches Zeichnen — 2 2 3 3 3 2 15 Freihandzeichnen . . .. 4 4 4 3 3 2 3 23 Schönschreiben 1 — — — — — 1 Turnen 2 2 2 2 2 2 2 14 Summe . . . 28 28 32 33 32 33 33 219 Freie G e s e n s t Ä ii cl ft Naturhist. Übungen3). . . Physikalische Übungen 3) . Analytische Chemie (3 Kurao). Gesang (2 Kurs# a 2 St., 1 Kurs a 1 St.) Stenographie (2 Kurse a 2 St.) °) . Modellieren (2 Kurse a 2 St.)7) 2») 2 2 2+2‘) 2 2 _ 2 2 2 6 5 4 3 4 L - 1 - 2 o *) Gemäß Erl. des Min. für Kultus und Unterricht vom 29. August 1010, ZI. 29119, ist vom Schuljahre 1910-11 tur ullo Schüler entweder Italienisch oder Slowenisch nach Wahl der Kltern oder deren Stellvertreter obligat. Dies« Einrichtung trat im abuolau-fenon Schuljahre für die III. Klasse in Kraft; daher entfiel auch der )$. slow. Freikurs. 2) Für die Schüler der 3 oberen Klassen ist Italienisch oder Englisch obligat. Minist.-Erl. vom 4. Mai 1880, ZI. 8123. a) Die Einführung je einos Kurses für naturhistorischo, bzw. physikalische Schülerübungon wurde mit Statth.-Erl. vom 1. November 191*2, ZI. VII—1575—12. genehmigt. *) In den I. Kurs können Schüler von der 5., in den II. von der G. Klasse an eintreton. 5) Der Gesangsunterricht wurde in U Abteilungen erteilt: I. Abteilung (I. Kl.), II. Abteilung (II. u. III. Kl)., Miinnerchor (IV.—VII. Kl.) Minist.-Erl. vom 10. September 1911. ZI. W883. a) In den 1. Kurs können Scliülor von der 4., in den II. von der ß. Klasse an eintreten. 7) Eingeführt gemaU Minist.-Erl. vom 11. März 1912, ZI. 50020/11. b) Lehrstoff nach Klassen und Gegenständen. I. Klasse. Katholische Religionslehre: Die katholische Glaubensund Sittenlehre; die Sakramente; Liturgik: Die kirchlichen Zeiten und Feste. Deutsche Sprache: Wiederholung' und Erweiterung- des bei der Äufnahmsprüfung geforderten grammatischen Wissens nach Maßgabe der Bedürfnisse des fremdsprachlichen Unterrichtes und des Aufsatzunterrichtes. — Richtiges und sinngemäßes Lesen kleiner erzählender Gedichte, von Märchen, Sagen, Fabeln und Erzählungen. Erklärung, Besprechung und freie AViedergabe des Gelesenen. — Auswendiglernen und Vorträgen von kurzen Gedichten, ausnahmsweise von prosaischen Stücken. Im Semester 6 Schul- und 3 Hausarbeiten. Italienische Sprache (mit italienischer Unterrichtssprache): Formenlehre des Artikels, Substantivs, Adjektivs, Pronomens und der regelmäßigen Verba. Praktische Übungen in der Orthographie. Lektüre aus den „Nuove letture italiane“, p. I. Mündliche und schriftliche Übungen. 5 Schul- und 2 Hausarbeiten in jedem Semester. Italienische Sprache (mit deutscher Unterrichtssprache): Aussprache, Formenlehre nebst einigen Regeln aus der Satzlehre. Diktate, schriftliche und mündliche Nacherzählungen, Konversationsübungen. Lehr- und Lesebuch der ital. Sprache (I.) von Baroni-Segatini. 4 Schularbeiten und 3 Diktate. Slowenische Sprache: Formenlehre. Lektüre aus Sket-Wester, „Slov. čitanka“ (I.). Memorieren und Vortragen poetischer und prosaischer Stücke. Im I. und II. Sem. je 5 Schul-und 2 Hausarbeiten. Geographie, 2 Stunden wöchentlich. Geographische Vor-und Grundbegriffe ; die Hauptformen des Festen und Flüssigen in ihrer Verteilung auf der Erde, sowie die Lage der bedeutendsten Städte und Staaten der einzelnen Erdteile in übersichtlicher Weise Stete Anwendung der Karten. Geschichte, 2 Stunden wöchentlich. Altertum: Ausführlichere Darstellung der Sagen. Die weltgeschichtlich wichtigsten Personen und Begebenheiten, hauptsächlich aus der Geschichte der Griechen und Römer. Mathematik: Dekadisches Zahlensystem, metrisches System, Grundoperationen mit unbenannten und einnamigen ganzen und Dezimalzahlen, Vorübungen in einfachen Schlußrechnungen. Vaterländische Münzen. Römische Zahlzeichen. Rechnen mit mehrnamig benannten Zahlen. Vorübungen für das Bruchrechnen. In jedem Semester 3 Schulaufgaben; außerdem von Stunde zu Stunde kleine Übungsaufgaben. Naturgeschichte: Zoologie. I. Sem. und in den ersten 4 Wochen des II. Sem.: Beschreibung der wichtigsten Arten der Säugetiere und Vögel; im Rest des II. Sem.: Beschreibung einer Anzahl von phanerogamen Pflanzen, mit Erörterung der allgemeinen Merkmale an denselben. Geometrie: Grundbegriffe der Geometrie und anschauliche Erklärung der elementaren Körperformen: Würfel, Prisma, Pyramide, Zylinder, Kugel und Kegel. Erläuterungen der wichtigsten ebenen geometrischen Gebilde und ihrer Merkmale auf dem Wege der Anschauung. Inhalt von Quadrat. Rechteck, Würfel und Quader. Freihandzeichnen: Zeichnen einfacher Ornamente, stilisierter Blütenformen. Einfache Gefäße, und andere Objekte nach der Natur. Material: Bleistift, Tusche und Farbe. Erklärungen über die Anwendung und Bedeutung der Ornamente. Schönschreiben: Im I. Semester die deutsche und lateinische Schrift, im II. die Rundschrift. II. Klasse. Katholische Religionslehre: Die christliche Liebe, die christliche Gerechtigkeit. Liturgik. Die religiösen Handlungen. Deutsche Sprache: Grammatik: Wiederholung und Erweiterung des grammatischen Lehrstoffes der I. Klasse nach Maßgabe der Bedürfnisse des fremdsprachlichen Unterrichtes und des Aufsatzunterrichtes. — Lektüre: Ausdehnung des Lesestoffes auf Darstellungen geschichtlichen, natur- und erdkundlichen Inhaltes und auf umfangreichere Gedichte. Memorieren und Vortragen. — Schriftliche Arbeiten: Im Semester 6 Schul- und 3 Hausarbeiten. Etwas umfangreichere Nacherzählungen ; Umbildungen einfacher Lesestücke nach gegebenen Gesichtspunkten; verkürzende Zusammenfassung ausführlicher Erzählungen. Italienische Sprache (mit italienischer Unterrichtssprache): Formenlehre der unregelmäßigen Verba, Lektüre aus den „Nuove letture italiane“, p. II. Schriftliche Arbeiten wie in der I. Klasse. Italienische Sprache (mit deutscher Unterrichtssprache): Erweiterung der Formen- und Beginn der Satzlehre. Schriftliche und mündliche Übungen. Lehr- und Lesebuch der italienischen Sprache (II.) von Baroni-Segantini. 5 Schularbeiten in jedem Semester. Slowenische Sprache: Vervollständigung der Formenlehre, Ausführliches über das Zeitwort. Das Wichtigste aus der Satzlehre. — Lektüre aus Sket-Wester, Slov. čitanka I. Memorieren und Vorträgen poetischer und prosaischer Stücke. Im I. und IT. Sem. je 5 Schul- und 2 Hausarbeiten. Geographie, 2 Stunden wöchentlich: Der scheinbare Sonnenlauf unter verschiedenen Breiten. Kugelgestalt und Größe der Erde. Vertiefende Lehre vom Globus. Asien, Afrika, Südeuropa und das britische Inselreich. — Kartenskizzen (lediglich zu Übungszwecken). Geschichte, 2 Stunden wöchentlich : Mittelalter und Neuzeit bis zum westfälischen Frieden. Die weltgeschichtlich wichtigsten Pei’sonen und Begebenheiten mit besonderer Rücksicht auf die Geschichte der österreichisch-ungarischen Monarchie. Mathematik: Rechnen mit Brüchen. Schlußrechnung, einfache Zinsrechnung. In jedem Semester 3 Schulaufgaben; außerdem von Stunde zu Stunde kleine Übungsaufgaben. Geometrie: Symmetrie, geometrische Orte, Dreiecke, Vierecke, Vielecke, Kreis, Prisma, Pyramide, Kegel, Zylinder, Kugel. Naturgeschichte: 6 Monate Zoologie: Die wichtigsten Vertreter der übrigen Wirbeltiere und der wichtigeren Ordnungen der Wirbellosen mit besonderer Berücksichtigung der Meeresbewohner. — 4 Monate Botanik: Beschreibung und Vergleichung einer Anzahl von Sporen- und Samenpflanzen: Besprechung der wichtigeren Familien. Geometrisches Zeichnen: Übungen im Gebrauch der Reißinstrumente. Konstruktionszeichnen im Anschluß an den behandelten Lehrstoff und unter besonderer Berücksichtigung einfacher ornamentaler Formen. Freihandzeichnen: Perspektivisches Freihandzeichnen nach Kombinationsmodellen in Einzel- und Gruppendarstellungen; Zeichnen einfacher Flachornamente und stilisierter pflanzlicher Motive. Zeichnen nach der Natur. Material: Bleistift, Farbe und Kreide. Die Grundsätze des Perspektivzeichnens nach der Anschauung. Entwicklung und Zweck der Ornamente. III. Klasse. Katholische Religionslehre: Liturgik: Die heiligen Urte. Geschichte der Offenbarung des alten Testamentes. Deutsche Sprache: Zusammenhängende Behandlung der Wortlehre (Wortbiegung und Wortbildung) und die Lehre vom einfachen Satze. — Ausdehnung des Lesestoffes auf einfache lyrische und größere epische Gedichte, Beschreibungen (Schilderungen) und umfangreichere Erzählungen. — Im Anschlüsse Sprechübungen. — Auswendiglernen und Vortragen. — Im Semester 4 Schul- und 2 Hausarbeiten. Beschreibungen (Schilderungen) verschiedener Art und Inhaltsangaben. Französische Sprache (Lehrstoff der I. und II. Klasse des neuen Lehrplanes): Einzelne Sätze, dann zusammen- hängende Lesestücke; sprachliche und sachliche Erklärung derselben. Französische Fragen und Antworten über das Gelesene. Nachsprechen der vom Lehrer vorgesprochenen Sätze. Grammatik gelegentlich der Lektüre, später systematisch. 7 schriftliche Arbeiten, abwechselnd Diktate und Schularbeiten. Stoff der letzteren: Niederschreiben eines durchgearbeiteten Stückes, Fragen und Antworten in französischer Sprache über Gelesenes. Italienische Sprache (mititalienischer Unterrichtssprache): Syntax. Lektüre aus den „Nuove letture italiane“, p. III. 4 Scliul-und 2 Hausarbeiten im Semester. Italienische Sprache (mit deutscher Unterrichtssprache): Ergänzung der unregelmäßigen Formenlehre und Fortsetzung der Satzlehre. Erweiterung des Wortschatzes. Lektüre: Mad-dalena, Raccolta di prose moderne 4 Schul- und 2 Hausarbeiten. Slowenische Sprache: Zusammenfassende Behandlung der Wortlehre und der Lehre vom einfachen Satze. Lektüre aus Sket, Slov. ßitanka III. Eingehende Behandlung, Memorieren und Vorträgen prosaischer und poetischer Lesestücke. Im I. und II. Sem. je 4 Schul- und 2 Hausarbeiten. Geographie, 2 Stunden: Die in der II. Klasse nicht behandelten Länder Europas (mit Ausschluß der österreichisch-ungarischen Monarchie), Amerika und Australien nach denselben Gesichtspunkten wie in der II. Klasse, insbesondere auch rücksichtlich der Erklärung der klimatischen Verhältnisse. Geschichte, 2 Stunden: Neuzeit vom westfälischen Frieden bis zur Gegenwart. Die wichtigsten Personen und Begebenheiten mit besonderer Rücksicht auf die Geschichte der österreichisch-ungarischen Monarchie. Mathematik: Abgekürztes Rechnen, Einübung der 4 Grundoperationen mit algebraischen Zahlen und Ausdrücken. Das Quadrieren und Kubieren, die Quadrat- und Kubikwurzel. In jedem Semester 3 Schulaufgaben ; außerdem von Stunde zu Stunde kleine Übungsaufgaben. Geometrie: Ähnlichkeit, flächengleiche Figuren, Flächenverwandlungen. Flächen- und Körperberechnung. I'liysik: Allgemeine Eigenschaften der Körper, Wärmelehre, Magnetismus, Elektrizität, Akustik, Optik, Himmelserscheinungen (über das ganze Schuljahr verteilt). Geometrisches Zeichnen: Ausdehnung der in der II. Klasse begonnenen Konstruktionen auf den obigen Lehrstoff der Geometrie. Freihandzeichnen: Perspektivisches Freihandzeichnen nach Holzmodellen und Modellgruppen mit Bleistift, Farbe und Kreide. Zeichnungen nach der Natur und kunstgewerb-liclien Objekten. Zeichnen nach ornamentalen Gipsmodellen. Zeichnen und Malen nach Flachornamenten der antikklassischen Kunstweisen. Blumenrnalen nach Vorlagen und nach der Natur. Einfache Stilleben. Erklärungen über Farbengebung und Farbenharmonie. IV. Klasse. Katholische Religionslehre: Geschichte der Offenbarung des neuen Bundes. Deutsche Sprache: Gra m m a t i k: Zusammenfassende Wiederholung der Formen- und Satzlehre. Das Wichtigste aus der Wortbildungslehre. Grundzüge der Prosodie und Metrik.— Lektüre wie in der III. Klasse. Außer den im Lesebuche enthaltenen Stücken: Kleists Novelle „Michael Kohlhaas“. Memorieren und Vortragen. — Aufsätze: In jedem Semester 4 Schul- und 2 Hausarbeiten. Stoff teilweise noch wie in der III. Klasse; außerdem Beschreibung von bestimmten Vorgängen; Schilderungen; Übungen im Herausheben der Disposition größerer Lesestücke und im Disponieren passend gewählter Stoffe. Französische Sprache (Lehrstoff der ;3. und 4. Klasse des neuen Lehrplanes): Sprachliche Erklärung des Sprech- und Lesebuches von Bechtel, Mittelstufe. Französische Fragen und Antworten über das Gelesene. Die wichtigsten unregelmäßigen Yerba; Bildung des Adverbs; unregelmäßige Pluralformen; Übersetzungen aus dem Deutschen ins Französische im Anschlüsse an den Lesestoff. In jedem Semester 4 Schulaufgaben. Stoff derselben: Beantwortung französischer Fragen über das Gelesene und kleine freie Nacherzählungen. Italienische Sprache: Fortgesetzte syntaktische Übungen, Lektüre aus den „Nuove letture italiane“, p. IV. In jedem Semester 4 Schul- und 2 Hausarbeiten. Lektüre: Manzonis „I promessi sposi“. Geographie: ‘2 Stunden: Lage, physische und politische Geographie der österreichisch-ungarischen Monarchie mit Ausschluß des statistischen Teiles als solchen, jedoch mit eingehender Beachtung der Produkte der Länder, der Beschäftigung, des Verkehrslebens und der Kulturverhältnisse der Völker. — Kartenskizzen (zu Übungszwecken). Geschichte: ‘2 Stunden: Geschichte des Altertums bis zum Untergange des weströmischen Reiches. Mathematik: Allgemeine Arithmetik: Erläuterung der Operationsgesetze und ihres Zusammenhanges, vertieftes Verständnis des dekadischen Zahlensystems und einfachste Übungen mit anderen Systemen. Maße, Vielfache, Brüche; Gleichungen des ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten; Verhältnisse, Proportionen; reine Gleichungen zweiten Grades. Graphische Darstellung der linearen Funktion und ihre Benützung zur Auflösung von Gleichungen des ersten Grades. Planimetrie: Wiederholung und Vertiefung des früher behandelten Lehrstoffes. Lösung von Konstruktionsaufgaben. Rechnungsaufgaben im Anschluß an den übrigen Lehrstoff. 13 Schulaufgaben im Semester, Hausübungen von Stunde zu Stunde. Physik: Vom Gleichgewicht und der Bewegung, von den Flüssigkeiten und den Gasen. Zusammenfassende Wiederholung der Himmelserscheinungen und ihre Erklärung aus dem koper-nikanischen System. Chemie: Experimente über Lösung und Ausscheidung der Körper, chemische Synthese und Analyse. Über Atomgewichte, Wertigkeit und chemische Formeln. Grundzüge der Kristallographie. Chemie der Metalloide und Metalle mit ihren wichtigsten gegenseitigen Verbindungen, Besprechung der hiebei in Betracht kommenden Minerale und Gesteine, sowie der besonders für Handel und Industrie bedeutendsten organischen Verbindungen. Die 6 Kristallsysteme. Geometrisches Zeichnen: Darstellung der Kegelschnittslinien auf Grund ihrer Brennpunktseigenschaften. Tangenten in einem Punkte und von einem Punkte außerhalb. Lagenbeziehungen. Anschauungsmäßiges Zeichnen von Grund- und Aufriß einfacher Körper in besonderen Lagen gegen die Rißebenen. Geometrische Festsetzung der Begriffe Grund- und Aufriß für Punkte, Linien usw. Ermittlung der Länge und Tafel-neiguug von Strecken sowie der Gestalt geradliniger, in projizierenden Ebenen liegender Figuren. Darstellung ebenflächiger Körper in gedrehten Stellungen. Zeichnen von Seiten- und Schrägrissen solcher Körper. Schnitte mit projizierenden Ebenen. Netze ebenflächiger Körper, einfache Schattenkonstruktionen für solche Körper bei Parallelbeleuchtung. Freihandzeichnen: Weitere Entwicklung im Zeichnen und Malen von Naturformen und Gruppenbildern. V. Klasse. Katholische Religion: Allgemeine Glaubenslehre: Die Apologie der katholischen Kirche. Besondere Glaubenslehre: Die Lehre von Gott. Die Christologie. Deutsche Sprache: Literaturgeschichte von den Anfängen bis einschließlich Wieland. — Lektüre: a) Auswahl aus dem Nibelungenliede. Inhaltsangabe der Gudrun, kurze Auswahl aus dem Minnegesang und der Spruchdichtung in Übersetzungen. Volkslieder, Proben aus Hans Sachs, kurze Proben aus dem Messias, Klopstocks Oden in knapper Auswahl; Wielands Oberon in Bruchstücken mit verbindender Inhaltsangabe. — b) Stücke aus Homers Ilias und ausgewählte Balladen aus der neueren Literatur. Sprechübungen. In jedem Semester 5 Aufsätze. Französische Sprache: Lektüre und Nacherzählung von Stücken erzählenden Inhaltes. Lektüre einiger Fabeln von La Fontaine. Wiederholung der Formenlehre in französischer Sprache, besonders der Zeitwörter. Gebrauch des Artikels und der Hilfsverba. Übersetzungen aus dem Deutschen. In jedem Semester 4 Schularbeiten, bestehend in Nacherzählung gelesener oder vorgelesener Stücke. Italienische Sprache: Le origini della lingua. Poesia dialettale; scuola poetica siciliana; il dolce stil novo; Dante Alighieri: vita e opere. II Petrarca; il Boccaccio; i prosatori e i poeti minori del Trecento. Capolavori del Settecento e deli’Ottocento: Commedie di C. Goldoni, II Giorno di G. Parini e Tragedie di A. Manzoni. In jedem Semester 3 Schul-und 2 Hausarbeiten. Englische Sprache: Aussprache; Formenlehre; Substan-tivum, Adjektivum, Adverb, Pronomen, regelmäßiges Verbum, starke Verba. Von Weihnachten bis Schluß des Jahres 6 Schularbeiten (Diktate, Beantwortung von Fragen, Umformungen, N aclierz ählungen). — (iO — Geschichte (3 St.) und Geographie (1 St.): Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit bis zum westfälischen Frieden (die österreichische Geschichte besonders hervorgehoben). Geographie : Allgemeine Übersicht Europas. Länderkunde Süd-und Westeuropas. Amerika und Australien im Überblick. Mathematik: A. Arithmetik: Potenzen und Wurzeln. Die Gleichungen des zweiten Grades mit einer (und leichteste mit mehreren) Unbekannten. Gleichungen höherer Grade, die sich auf quadratische zurückführen lassen. Irrationale, imaginäre und komplexe Zahlen, soweit das Lösen jener Gleichungen auf sie führt. Graphische Darstellung der quadratischen Funktion und ihre Verwendung zur Auflösung quadratischer Gleichungen. Logarithmen. B, Geometrie: Planimetrie und Stereometrie. In jedem Semester ü Schulaufgaben, außerdem kleine Hausübungen von Stunde zu Stunde. Naturgeschichte: Botanik: Morphologie der Pflanzen, Grundzüge der Anatomie und Physiologie mit praktischen Übungen. Systematische Vorführung der wichtigeren Familien der Krypto- und Phanerogamen mit besonderer Hervorhebung der Nutzpflanzen. Chemie: Geschichtliche Einleitung. Chemie der Metalloide, Entwicklung der wichtigsten neueren chemischen Theorien, die Metalle und ihre Verbindungen, mit Hervorhebung der technisch wichtigen Entwicklung des periodischen Systems. Darstellende Geometrie: Im engen Anschluß an den Unterricht in der IV. Klasse systematische Durchführung der Grundaufgaben der darstellenden Geometrie über Punkte, Gerade und Ebenen mittels Auf- und Grundriß unter gelegentlicher Benützung des Kreuzrisses oder anderer Seitenrisse. Anwendung dieser Konstruktionen zur Lösung zusammengesetzter Aufgaben, insbesondere zur Darstellung regelmäßiger Prismen und Pyramiden von vorgeschriebener Gestalt und Lage samt ihren Schatten, zur Ermittlung ebener Schnitte von Prismen, Pyramiden oder anderen ebenflächigen Körpern, ferner zur Aufsuchung der Durchdringungsfigur zweier solcher Körper in einfachsten Fällen. Freihandzeichnen : Figurales Zeichnen. Der menschliche Kopf erklärt und gezeichnet nach guten Vorbildern und Gipsköpfen. Übungen in der Landschaftsmalerei. Skizzierübungen von Vorgeschrittenen im Freien nach der Natur. VI. Klasse. Katholische Religionslehre : Besondere Glaubenslehre. Die Gnade; die Sakramente. Die katholische Sittenlehre. Der letzte Grund des sittlich Guten. Das göttliche Gesetz. Die Pflichten und die evangelischen Räte. Das Gewissen. Tugend und Sünde. Pflichten des Christen gegen Gott, sich selbst und den Nächsten. Der Tod des Christen. Deutsche Sprache: Literaturgeschichte: Von Lessing bis zu Schillers Tod. Lektüre nach dem Lesebuche: a) Lessing, Herder, Sturm und Drang, Goethe bis 1805, Schiller, b) Zeitlich nicht gebundener Lesestoff: Proben moderner Prosa, Reden. Gelesen und besprochen wurden folgende Werke: „Minna von Barnhelm“, „Götz“, „Egmont“, „Räuber“, „Kabale und Liebe“, „Maria Stuart“, „Jungfrau von Orleans“, „Wilhelm Teil“. Eichendorff „Aus dem Leben eines Taugenichts“. — Memorieren und Vortragen. Redeübungen, ln jedem Semester 5 Aufsätze. Französische Sprache: Wiederholung der unregel- mäßigen Verba. Syntax des Artikels; die Eigennamen; Apposition und Teilungsartikel. Kasuslehre. Gebrauch der Hillsverba und der Tempora. Übereinstimmung der Zeiten. Übersetzungen ins Französische. Lektüre: Musterstücke erzählender Prosa nach Bechtels Chrestomathie. A. Daudet, Lettres de mon moulin. Wiedergabe des Gelesenen in französischer Sprache. In jedem Semester 4 Schularbeiten. Italienische Sprache: L’ultimo periodo del Rinascimento: Nicolö Machiavelli storico e politico; Francesco Guicciardini. Lodovico Ariosto: lettura di grau parte dell’ „Orlando Furioso“ (ed. scol.); alcuni prosatori; G. Vasari, B. Cellini: la „Vita di se stesso“ (ed. scol.). Torquato Tasso: lettura dell’ „Aminta“ e della „Gerusalemme liberata“ (ed. scol.). La prosa e gli studi scientifici del Seicento: G. Galilei; la storia civile e religiosa ; i predicatori; la satira e l’eroioomica nel Seicento; il Marini e il Secentismo. In jedem Semester 3 Schul- und 2 Hausarbeiten. (Siehe Abschnitt IV) Englische Sprache: Wiederholung der Formenlehre; unregelmäßige Verba; Partizip und Gerundium ; Accus, cum. infi-nitivo; Passivum; Anwendung der verschiedenen Zeiten. Nach der Grammatik von W. Swoboda. — Lektüre prosaischer und leichterer poetischer Stücke aus W. Swoboda, English Reader. Im Anschlüsse Sprechübungen. Schriftliche Nacherzählung. In jedem Semester 4 Schularbeiten. Geschichte (2 St.) und Geographie (1 St.): Geschichte der Neuzeit vom westfälischen Frieden bis zum Wiener Kongreß mit spezieller Rücksicht auf die österreichisch-ungarische Monarchie und besonderer Hervorhebung der kulturgeschichtlichen Momente. Länderkunde Nord-, Ost- und Mitteleuropas (mit Ausschluß der österreichisch-ungarischen Monarchie); Afrika und Asien im Überblick. Mathematik: a) Algebra: Logarithinische und Exponentialgleichungen. Arithmetische und geometrische Progressionen. Zinseszinseu- und Rentenrechnung, b) Geometrie: Goniometrie, ebene Trigonometrie, sphärische Trigonometrie. 3 Schulaufgaben in jedem Semester; außerdem von Stunde zu Stunde kleine Übungsaufgaben. Physik: Allgemeine Eigenschaften der Körper. Mechanik, Wärmelehre. Chemie: Einleitung zur organischen Chemie. Petroleum, Fettkörper, Verarbeitung der Fette, Kohlenhydrate, Gärung, Cyanverbindungen, aromatische Verbindungen. Bei der Entwicklung der neueren chemischen Theorien wurde besonders auf technisch wichtige Produkte Rücksicht genommen. Naturgeschichte: Zoologie: Das Bemerkenswerteste über den Bau des Menschen und die Verrichtungen seiner Organe mit diätetischen Winken. Behandlung der Klassen der Wirbeltiere und der wichtigeren Gruppen der Wirbellosen auf Grund ihres äußeren und inneren Baues, mit gelegentlicher Rücksichtnahme aiif entwiiklungsgeschichtliche Verhältnisse und auf die lokale adriatische Fauna. Sezierübungen und mikroskopische Übungen. Darstellende Geometrie: Darstellung des Kreises in Normalrissen, Schlagschatten auf Ebenen für Parallelbeleuchtung, Schrägriß des Kreises. Ableitung der konstruktiv wichtigsten Eigenschaften der als Normal- oder Schrägriß aufgefaßten Ellipse aus den entsprechenden Eigenschaften des Kreises. Darstellung von Zylindern und Kegeln (hauptsächlich Drehzylindern und Drehkegeln) und daraus zusammengesetzten Körperformen auch im Schrägriß. Berührungsebenen an lvegel-und Zylinderflächen. Ebene Schnitte, Netze und leichtere Fälle von Durchdringungen dieser Flächen. Schattenkonstruktionen für Parallelbeleuchtung; Ableitung der konstruktiv wichtigsten Eigenschaften dieser Schnittlinien. Die Kugel: Darstellung, ebene Schnitte, Tangentialebenen; Eigen- und Schlagschatten derselben bei Parallel- und Zentralbeleuchtung. Freihandzeichnen: Zeichnen nach Köpfen in Hochrelief, nach Masken und Büsten, eventuell nach der Natui'. Wiederholung und Fortsetzung des Stoffes aus den vorhergehenden Klassen. Aquarellmalerei und Federzeichnen. Stilleben. VII. Klasse. Katholische Religionslehre: Kirchengeschichte. Von dem Tode des letzten Apostels bis auf xinsere Tage. Entwicklungsgeschichte der katholischen Glaubenssätze. Deutsche Sprache: Lektüre: Einführung in das Verständnis der zweiten Blütezeit der deutschen Literatur (Fortsetzung) auf Grund der Lektüre prosaischer Schriftwerke und schwieligerer epischer und lyrischer Gedichte Leasings, Herders, Goethes und Schillers; Lektüre von Goethes „Hermann und Dorothea“ und „Iphigenie auf Tauris“; Schillers „Wallenstein“, „Die Braut von Messina“; Sophokles, „König Oedi-pus“; Grillparzers „König Ottokar“, „Weh dein, der lügt“; Hebbels „Agnes Bernauer“ ; Hesse „Unterm Rad“; Keller „Die drei gerechten Kammacher“; Ibsens „Ein Volksfeind“. Außerdem wurde unter der Leitung des Lehrers Goethes „Tasso“ gelesen, abgesehon von der Privatlektüre der Schüler. Redeübungen. — Aufsätze: Im I. Semester 5, im II. 4, abwechselnd Schul- und Hausarbeiten. (Themen siehe Abschnitt IV.) Französische Sprache: Wiederholung des Gebrauches der Fürwörter. Gebrauch der Zeiten. Konjunktiv nach Verben und nach Konjunktionen. Bedingungssätze. Syntax des participe passe. Präsenspartizip und Verbaladjektiv. Infinitiv. Die Negation. Partizipialkonstruktion. Verkürzung der Nebensätze durch den Infinitiv. Übersetzungen ins Französische. Lektüre längerer prosaischer Stücke. Pailleron, Le monde oii l’on s’ennuie. A. de Müsset, Pages choisies. Wiedergabe des Gelesenen in französischer Sprache. — Im Semester 4 Schularbeiten. Italienische Sprache: Lettura deir„Inferno“. — L’Ar-cadia; Pietro Metastasio e il melodramma; riformatori, econo-misti, storici; la commedia del Goldoni; i Gozzi, il Baretti. — II Giorno e le Odi del Parini; tragedie dell’Alfieri. — La poesia del Monti, i Sepolcri e le liriche minori del Foscolo; il Manzoni e il romanticismo italiano; Giacomo Leopardi; romantici minori; Giovanni Prati; Giosue Carducci. — Im ersten Semester 5, im zweiten 4 schriftliche Arbeiten. Englische Sprache: Englische Syntax: Artikel, Substantiv, Adjektiv, Pronomen, Präpositionen, Konjunktionen, nach der Grammatik von Sonnenburg-Kellner, Lektion 36 bis zum Schlüsse. Übersetzungen ins Englische. Kursorische Wiederholung der Grammatik. Lektüre ausgewählter Stücke aus dem Lesebuche von Nader und Würzner. Gh. Dickens, A. Christmas Oarol. Im Anschlüsse Sprechübungen. Schriftliche Nacherzählung. — In jedem Semester 4 Schularbeiten. («eschichte lind (»eographie: Abschluß der Geschichte der Neuzeit vom Wiener Kongresse bis zur Gegenwart. Zusammenfassende Behandlung der Geschichte der österreichisch-ungarischen Monarchie. Geographie der österreichisch-ungarischen Monarchie, mit besonderer Berücksichtigung der Oro- und Hydrographie, der Geologie, der Klimatologie und der Wirtschaftsgeographie. Stellung im Weltverkehre. Bürger künde : Verfassung und Verwaltung der öster-reichisch-ungarischen Monarchie, mit besonderer Berücksichtigung der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Wesen und Funktionen des Staates. Staatsbürgerliche Rechte und Pflichten. Mathematik: A. Algebra: Die Kombinationslehre: der binomische Lehisatz; die Wahrscheinlichkeitsrechnung, die Lebensversicherung. B. Geometrie: Die Elemente der höheren Analysis. Die analytische Geometrie der Ebene. Wiederholung des gesamten Lehrstoffes der Oberklassen mittels zahlreicher Übungsaufgaben. 3 Schularbeiten in jedem Semester. Außerdem von Stunde zu Stunde Übungsaufgaben. Physik: Astronomie, Magnetismus, Elektrizität, Wellenlehre, Akustik, Optik. Naturgeschichte: I. Semester: Mineralogie: Grundzüge der Kristallographie, Böschreibung der wichtigsten Minerale nach vorliegenden Exemplaren, mit besonderer Berücksichtigung ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften sowie ihrer Verwendung. II. Semester: Grundzüge der Geologie. Darstellende Geometrie: Darstellung der Kugel, ihrer ebenen Schnitte und Berührungsebenen; Konstruktion der Eigenschattengrenze und des Schlagschattens auf Ebenen für Parallel- und Zentralbeleuchtung. Darstellung der Drehflächen, deren Achsen zu einer Rißebene senkrecht stehen, Berührungsebenen und ebene Schnitte. Die Grundbegriffe der Perspektive, soweit sie zur Darstellung eines durch Normalrisse gegebenen ebenflächigen Gegenstandes erforderlich sind. Wiederholung und Ergänzung des behandolten Gebietes der darstellenden Geometrie an zusammengesetzten Aufgaben, die sich besonders auch auf praktische Anwendungen beziehen. Freihandzeichnen: Wiederholung und Fortsetzung des Stoffes aus den vorhergehenden Klassen und in voller Ausführung. Religionsunterricht der evangelischen und israelitischen Schüler. Evangelische Religion A. B. I.—II. Klasse: Kurze Geschichte der evangelischen Kirche bis zur Neuzeit, Unterscheidungslehren. Kirchenlied. III.—IV. Klasse: Bibelkunde des Alten Testamentes. Memorieren von Sprüchen und Kirchenliedern. V.—VII. Klasse: Bibelkunde des Neuen Testamentes. Ausführliche Behandlung der Bergpredigt. Evangelische Religion II. B I.—II. Klasse: Bibi. Geschichte des Alten Testamentes- III.—IV. Klasse: Kirchengeschichte. V.—VII. Klasse: Einleitung in das Alte Testament. Mosaische Religion : I.—VII Klasse: Biblische Geschichte: Die Geschichte der Israeliten von der Schöpfung bis zur Emanzipation, mit spezieller Berücksichtigung der Juden in Österreich. Hebräisch: Lesen, Grammatik, ausgewählte Bibelstellen. Glaubens- und Pflichtenlehre: Wesen und Eigenschaften Gottes. Ritual- und Speisegesetze. Feier- und Fasttage. Pflichten gegen Gott, gegen den Nächsten, gegen sich selbst, gegen die Gemeinde und den Staat. Turnen. Freiübungen: In den unteren Klassen einfache Arm-und Beintätigkeiten, Rumpfbeugen, Gehen mit Armtätigkeiten. Holzstabübungen, Entwicklung der Ausfälle; in den oberen Klassen: Spreizübungen, Auslagen und Ausfälle, Schreiten und Hüpfen zu verschiedenen Schrittstellungen. Eisenstabübungen, Hantelübungen, Liegestützübungen, schwedische Übungen. Ordnungsübungen: Unterklassen: Taktmarsch und Taktlauf, einfache Reihungen, Kreisen, Schwenken, Drehen während des Gehens. Oberklassen: Schwenken in größeren Reihen, Staffeln, Aufzüge, Dauer- und Wettlauf. Gerätübungen: Hoch- und Weitsprung mit Steigerung der Höhe, respektive der Weite in den oberen Klassen: Sturmhoch- und Stabhochspringen (IV.-VII. Kl.). Leitern: Auf- und Abwärtssteigen vor- und rücklings (I. und II. Kl.); an den wagrechten Leitern das Hangeln und Hangzucken (III, IV. Kl.), in den Oberklassen im Beugehang, der Spannhang, ferner an den schrägen Leitern die Liegestützübungen. Reck: Streckhang, Hangeln, Hangstand; Felgabschwung (I., II. Kl.), Knie- und Feigaufschwung, Knieumschwung, Ellbogen* und Oberarmhang (III., IV. Kl.). In den Oberklassen schwierige Übungsverbindungen der Übungen aus der Unterstufe, Sturzhang, die Dauerübungen, Felgüberschwung, Sitz-vvellen, Felg- und Knieaufschwung aus dem Hangschwingen, Recksprünge. Barren: Sitzarten, Vorbereitung des Schwingens im Streck -stütz, Überdrehen in einfacher Form (I., II. Kl.). Schwingen im Stütz auch mit Beintätigkeiten, Liegestütz, Wende, Kehre, Flanke, Stützein und Stützhüpfen (III., IV. Kl.). In den Oberklassen: Spreizen, Kreisen, Ein- und Ausgrätschen, Kippen, Stemmen. Schaukelringe: Hangstand, Biegehang (II. Kl.), Schwingen im Beugehang, Kreisschwingen, Überdrehen (111. Kl.), Schwengel, Schwingen mit Halbdrehungen, .Ellbogenhang (IV. Kl.); in den Oberklassen das Ringspringen, Knieaufschwung, Schwimmhang und Schwimmwelle, .Dauerbeugehang. Das Massentauziehen. Spiele: Schlaglaufen, Barlauf in verschiedenen Arten, Stafettenlauf, Katze und Maus, Dritten Abschlagen, Hase im Nest, Letztes Paar herbei, Kreiswurf ball, Wanderball, Kriegsball, Grenzball, Ball über die Schnur, Schleuderball, Deutscher Schlagball, Prellball, Faustball, Jägerball, Kreisfußball. Relativ-obligates Italienisch. Siehe den Lehrplan der IV. Klasse- Freigegenstände. Stenographie (‘2 Kurse zu 2 Stunden): I. Kurs: Wortbildung«- und Wortkürzungslehre. Diktate, bestehend aus einzelnen Wörtern oder einfachen Sätzen. Leseübungeii unter Benützung von Kriegs Stenographischem Lesebuch. II. Kurs: Wiederholung der deutschen und der fremden Vor-und Nachsilben. Verbindung der Partikeln. Satzkürzung. Diktate. Naturgeschichtliche Schülerübuiigen (1 Kurs für Schüler der V. und VI. Klasse): Im I. Semester: Mikroskopieren. Anatomie der G-rundorgane des Pflanzenreiches. Im II. Semester: Übungen im Pflanzen bestimmen an selbstgesammeltem Material. Beobachten physiologischer Vorgänge (Heliotropismus, Geotropismus, Blattstellung). Pflanzengeographische Studien. Physikalische Schülerühungen (1 Kurs für die VII. Klasse): Qualitative und quantitative Versuche aus den verschiedensten Gebieten, besonders aus der Optik, der Wärmelehre und dem Galvanismus. Analytische Chemie (?3 Kurse zu 2 Stunden): lvork-behandlung, Glasbehandlung. Untersuchung fester und flüssiger anorganischer Verbindungen. Lötrohranalyse. Maßanalyse. Analyse organischer Substanzen. Darstellung von Athern, Estern, Ohloral, Nitroprussidnatrium, Alkoholen, Milchzucker, Butter, Anilin, Azetaldehyd, Azetamid, Azeton, Harnstoff. — Eiweißreaktionen, Nachweise verschiedener organischer Körper. — Molekulargewichtsbestimmung des Äthers. — Versuche über Sauerstoff, Kohlendioxyd, Wasserstoff, mit Knallgas und Leuchtgas. Spektroskopische Untersuchungen. Wegen Zuweisung eines Arbeitsplatzes im Laboratorium müssen sich alle Schüler, sowohl jene, welche schon im Vorjahre gearbeitet haben, als auch jene, welche neu eintreten, mit Beginn des nächsten Schuljahres mit einer schriftlichen Erlaubnis ihrer Eltern bei dem Kustos melden. Modellieren (2 Kurse zu 2 Stunden): I. Kurs: Behandlung der verschiedenen Materialien. Nachbildung von einfachen Gipsmodellen und Übergang zu freien Naturformen. II. Kurs: Nachbildung von einfachen Reliefs, auch Kopfreliefs. Vollplastik zumeist von Tierformen. Anfertigen von Gipsgüssen. Gesang (2 Kurse zu 2, 1 Kurs zu 1 Stunde): I. Kurs: Vorübungen zum Notensingen im Sinne der Methode „Max Battke“. Einstimmige Lieder. Gelegentliche Belehrungen über Takt, Tonart, Vorzeichen und Vortragsweise. II. Kurs: Ein- und zweistimmiges Notensingen. Ein-und zweistimmige Lieder. Gelegentliche Belehrungen über Takt, Tonart, Vorzeichen und Vortragsweise in größerem Umfange. III. Kurs: Mehrstimmiges Notensingen. Tonbildungsübungen. Drei- und vierstimmige Männerchöre. Gelegentliche theoretische Belehrungen. III. Themen der Aufsätze in den oberen Klassen. aj Themen aus der Unterrichtssprache. Y. a Klasse. Die Kraniche als Rächer des Ibykus. (S.) — Seemanns Freud und Leid. (H.) — Mein Lieblingsspaziergang. (S.) — Der Winter — ein Feind der Armen. (H.) — Die Treue als leitender Grundgedanke der alten Volksepen. (S.) — Wer an den Weg baut, hat viele Meister. (S.) — Die Verkehrsmittel einst und jetzt. (H.) — Über den Wert der körperlichen Ausbildung. (S.) — Meine erste größere Reise. (H.) — Eine Stunde in der Schwimmschule. (S.) V. b Klasse. Selbstbiographie eines Esels. (S.) — Die bunte Gewandung des Herbstes ist nicht das Sterbekleid, ist das Schlafkleid der Natur. (H.) — Der Gang nach Canossa und seine geschichtliche Bedeutung. (S.) — Das Kaiserin Elisabeth-Denkmal in Triest. (H.) — Mein Lieblingscharakter im Nibelungenlied. (S.) — Ein Frühlingsfest im XIII. Jahrhundert. (H.) — Die Osterferien und wie ich sie verbrachte. (S.) — Die Hansa. (S.) — Der Frühling auf dem Karste. (H.) — Meine Ferienpläne. (S.) VI. a Klasse. 1. Die Jagd nach dem Glück. (S.) — 2. Ein Tagebuchblatt. (H.) — 3. Tellheim und liiccaut. (S.) — 4. Der Strand zwischen Barcola und Miramar. (H.) — 5. Das Erwachen der Stadt. (S.) — 6. Weißlingens Sinnesänderung. (S.) 7. Capodistria. (H.) — 8. Niobe. (S.) — 9. Ursprung und Zweck des Sportes. (H.) — 10. Das Wunderbare in der „Jungfrau von Orleans“. (S.) VI. b Klasse. 1. Wege zum Lebensglück. (S.) — ‘2. Die Bodenbebauung des Karstes. (H.) — 3. Die Vorfabel der „Minna von Barnhelm“. (S.) — 4. Ein Brief an einen Freund. (H.) - 5. Goethe in Straßburg. (S.) — 6. Der Hof des Bischofs von Bamberg. (S.) — 7. Die Salinen von Zaule. (H.) — 8. Der Apollo vom Belvedere. (S.) — 9. Die Glocke im Menschenleben. (H.) — 10. Schuld und Sühne der Jungfrau von Orleans. (S.) VII. Klasse. 1. Die Straßenkarte eines Landes ist das Porträt seiner Wohlfahrt. (James Watt.) (S.) — 2. Odoardo Galotti. (H.) — 3. Krieg und Frieden. (S.) — 4. Moderne und antike Elemente in Goethes „Iphigenie“. (H.) — 5. Das Wesen eines Kulturvolkes. (S.) — 6. a) Historische Erinnerungen beim Anblick von St. Just, b) Über meine Lektüre. (S.) — 7/ Rückblick und Ausblick. (H.) — 8. Die Bedeutung der Buchdruckerkunst. (S.) — 9. Ein Thema nach freier Wahl. (H.) b) Themen der deutschen Redeübungen. V. b Klasse. Deutsches Leben im XIII. Jahrhundert (Cicin), Wallenstein (Hanslich), Parzival (Hendel), Polarfahrten in alter Zeit (Hesse), Die Messiade (Kossovel), Der Einfluß des Turnens auf den menschlichen Körper (Kuščer), Die Schlacht bei Lissa (Mayer), Beowulf (Miliö), Die Entstehungsgeschichte Triests (Molini), Vater Radetzky (Mossetig), Laudon (Mühlbauer), Elektrische Übertragungen (Polakovics), Der Torpedo (Potrebin), Unsere Kriege in den Jahren 1864 und 66 (Sbisä), Ferdinand Cortez (Schroll), Entdeckung des Franz-Josef-Land es (Strauss), Die Bewässerungsanlagen in Ägypten (TainSek), Das Unterseeboot (Visnovic), Der sächsische Prinzenraub (Voämera), Die Nibelungen (Weiss), Die Basilika S. Giusto (Wolf), Die Entwicklung des geistlichen Dramas (Zager), Die Renaissance in Italien (Zhelizh), Wegweiser der Schiffe (Kreisel). VI. a Klasse. Gerstenbergs „Ugolino“ (Aichholzer), Les-sings „Philotas“ (Casa), Goethes „Die Laune des Verliebten“ (Gerne), Über Urgeschichte (Cumin), Lessings „Der junge Gelehrte“ (Curti), Lessings „Miss Sara Sampson“ (Kaučič), Klin-gers „Sturm und Drang“ (Pinter), Über Kohlendioxyd (Scha-manek), Lessings „Nathan“ (Tolloy), Moses Mendelssohn (Weiss), Schillers „Demetrius“ (Drašlar), Land und Leute in Japan (Fässer), Hero und Leander (Kaučič), Über Alchemie (Krischmann). VI. b Klasse. Goethes „Achilleis“ (Kenda), Lessing „Über das Epigramm“ (Koroschitz), Goethes „Groi.ikophta“ (Zvete-remich), Schillers „Fiesco“ (Zenta), Klingers „Zwillinge“ (Zorn), Goethes „Stella“ (Zetko), Lessings „Nathan“ (Strčič), Lessings „Miss Sara Sampson“ (Hoenig), Goethes „Die Mitschuldigen“ (Pollak), Schillers „Don Carlos“ (Laibert), Lessings „Philotas“ (Prašelj), Lessings „Der junge Gelehrte“ (Pirker), Goethes „Reineke Fuchs“ (Zanini), Schillers „Demetrius“ (Wiegele), Schillers „Geisterseher“ (Talkner), Schillers „Turandot“ (Masek). VII. Klasse. Schiller als Komiker (Oenčič), Goethes Singspiele (Danelutti), Schiller als Übersetzer (Fonzari), Richard Wagner (Homann), Hebbels „Moloch“ (Jerkič), Schiller als Historiker (Luzzatto), Schillers Prosa (Medicus), Über Winckel-mann (Morpurgo), Schillers dramatische Fragmente (Perlmutter), Lessings „Miss Sara Sampson“ (Reiss), Uber das Radium (Ribarič), Kleists „Der zerbrochene Krug“ (Rittmeyer), Wie wir Schiller heute sehen (Rawicz). Redeübungen aus dem Gebiete der Physik und Mathematik. VI. a Klasse. Entwicklung der Luftschiffahrt (Aeroplane) [Weiss], Redeübungen aus dem Gebiete der Mathematik. VII. Klasse. 1. Die Auflösung der unbestimmten Gleichung xl \ y~ — zl nach Fermat und Kronecker (Medicus). 2. Die Auflösung der biquadratischen Gleichung x* -'tpx'1 + + qx+r=0 nach Euler (Perlmutter). 3. Berechnung der Reihen; cos a + cos 2 a +______+ cos na und sin a + sin 2 n +___ i sin na (Rawicz). 4. Die Auflösung der gemischt quadratischen Gleichung Ax2±_Bx±_C=0 auf trigonometrischem Wege (Krawanja). 5. Die Berechnung der «ten Einheitswurzeln auf trigonometrischem Wege (Medicus). 6. Die Regula falsi und die Newton’sche Näherungsmethode zur Auflösung von Gleichungen höheren Grades (Perlmutter). 7. Das Minimum der prismatischen Deviation (Pragelj). c) Themen aus der italienischen Sprache. V. Klasse. La liberazione di Lucia. — Esercito invasore. — Le furie d’un fiorentino spirito bizzarro. — La novella del falcone. — La domenica dei Triestini. — 11 barbero benefico. — II racconto del mutilato. — La brigata spendereccia. — In un castello medievale. — I tre primi atti del Conte di Gai’-magnola. — La paura dei fantasmi (racconto). VI. Klasse. Dove non entra il sole, entra il medico. — aj Villiclie triestine. b) II vino nuovo. — „Una pratica ribalda E peggior di gran lunga ch’il gran diavolo“. — Svaghi inver-nali: a) in cittä; b) in campagna. — Scuola vecchia, scuola nuova. — II vagheggino. — a) Cittä assediata. b) Cittä, espu-gnata. — Lodovico Ariosto nelle sue Satire. — Olindo e Sofro-nia. — Aminta. VII. Klasse. Beati i paesi, che posseggono un loro monu-mento di gloria e di bellezza. — Leggendo i giornali (impres-sioni della gueria balcanica). — a) Lo scopo della vita. b) La ruota. — Ciö che si brama, mai difficil non sembra. — a) II fascino dell’ignoto. b) Le tribolazioni aguzzano il cervello. — a) Dopo la lettura della „Mirra“ di Vittorio Alfieri. b) Beethoven (davanti al quadro di Leonello Balestrieri nella galleria Revol-tella). — II vino e il gioco. — a) Le miserie d’una grande cittä. b) La vita d’un uomo ehe si fece da sö. — Vincenzo Monti e Ugo Foscolo. — a) Oause ed effetti dell’emigrazione. b) La letteratnra d’un popolo 6 lo specchio piü fedele della sua vita. d) Themen italienischer Redeübungen. V. Klasse. Buda: Vapore ed elettrioitä. — Hanslich: E. de Amicis. — Mosettig: La novella d’Andreuccio da Perugia. — Sbisä: La canzone di Legnano di G. Carducci. — Zager: Giotto di Bondone. VI. Klasse. Casa: Pierluigi da Palestrina. — Cumin: I oastellieri istriani. — Rizzi: Francesco Ferruecio. — Weiss: I capolavori di Leonardo. — Pollak: Storia della bicicletta. — Tal kn er: Aleksandro Volta. — Zorn: Giulietta e Romeo. — Zveteremich: La Cappella Sistina. VII. Klasse. Fonzari: Radiografia e radiotelegratia. — Miloch: I motori a scoppio. - Pavanello: Poesia futurista. — Perlmutter: Galileo Galilei. IV. Die Lehrmittel. I. Lehrerbibiiothek. Kustos: Professor Horaz Chizzola. 1. Z xi w a c h s durch Ankauf: Goedeke-Goetze, Grundriß zur Geschichte der deutschen Dichtung; IV., VIL, VIII. u. IX. Band (Dresden 1905, 1906, 1910, 1912). — Hollem an, Lehrbuch der anorganischen Chemie, X. Aufl. 2 Bände (Leipzig, 1912). — Ost, Lehrbuch der chemischen Technologie, VII. Aufl. (Hannover, 1911). — Ulzer-Frankel, Anleitung zur chemischen technischen Analyse (Berlin, Springer, 1897). — Claude - Auge, Petit Larousse illustre (Paris, 1913). —Werunsky, Österreichische Reichs- und Rechtsgeschichte 7. Lief. (Wien, 1894-1912). — Hatzfeld-Darm estete r, Dictionnaire general de la lan gue framjaise, 2 Bände (Paris, Delagrave). — Martin Hagen, Atlas biblicus (Parisiis, 1907). —- A. Schein dl er, Praktische Methodik für das höhere Unterrichtswesen, I. Band (Wien, 1912); II. Band: J. Müllner, Methodik des geographischen Unterrichtes (Wien, 1912); III. Band: J. Lan gl, Methodik des Unterrichtes im Zeichnen (Wien, 1912). — Andrees Allgemeiner Handatlas, Ausg. für Österreich-Ungarn (Wien, 1912). — Grieb-Schroer, Dictionary of the English and German Languages, XI. Aufl. — Graetz, Die Elektrizität und ihre Anwendungen, XVI. Aufl. (Stuttgart, 1912). — Na pravnik, Vollständig gelöste Maturitätsaufgaben aus der Mathematik (Wien, 1907). — Rosenberg, Experimentierbuch für den Unterricht in der Naturlehre, I. u. II. Band. (Wien, 1910, 1912). — v. Siemens, Lebenserinnerungen, III. Aufl. (Berlin, 1908). — Meyer-Lübke, Romanisches etymologisches Wörterbuch, V. u. VI. Lieferung (Heidelberg, 1912, 1913). — Scrit-tori d’Italia (Bari, Laterza): Lirici marinisti, a cura di B. Croce, 1910; G. B. V i c o, L’ autobiogratia, il carteggio, ecc., a cura di B. Croce, 1911; U. Foscolo, Prose, a cura di V. Cian, vol. I., 1912; C. Gozzi, Memorie inutili, a cura di G. Prezzolini, 2 vol. 1910; T. Boccalini, Ragguagli di Par-nasso ecc., a cura di G. Rua, 2 vol. 1910, 1912; M. Bandello, Le Novelle, a cura di G. Brognoligo, 4 vol. 1910, 1.911; T. Folengo, Opere italiane, a cura di U. Renda, 2 vol. 1911, 1912; M. Cocai, Le Maccheronee, a cura di F. Lazio, vol. I., 1911; V. Gioberti, Del rinnovamento oivile d’Italia, a cura di F. Niccolini, 3 vol. 1911, 1912; S. Caterina da Siena, Libro della divina dottrina, a cura di M. Fiorilli, 1912; F. de S an c ti s, Storia della lefcteratura italiana, a cura di B. Croce, 2 vol. 1912; M. Polo, II Milione, a cura di D. Olivieri. — Sc h ein dl er, Verhandlungen der V. Konferenz der Direktoren der Mittelschulen in Niederösterreich, Wien 1913. — Leuchtenberger, Vademecum für junge Lehrer, Berlin, 1909. — Hughes, Mißgriffe beim Unterricht, übers, v. H. Zell, München, 1910. — Weimer, Der Weg zum Herzen des Schülers, München, 1907. 2. Zeitschriften: Verordnungsblatt für den Dienstbereich des k. k. Ministeriums für Kultus und Unterricht, 1913. — Zeitschrift für das Realschulwesen (mit Beilagen), 1913. — Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen, 1913. — Germanisch-romanische Monatsschrift, 1913. — Mitteilungen und Abhandlungen der k. k. geographischen Gesellschaft, 1913. — Geographische Zeitschrift, 1913. — Die Naturwissenschaften, 1913. — Zeitschrift für den physikalischen und chemischen Unten’icht, 1913. — Historische Zeitschrift, 1913. — Österreichische Rundschau, 1913. — Deutsche Kunst und Dekoration, 1912/13. — Anzeiger der k. k. Akademie der Wissenschaften, mathem.-naturwissenschaftliche Klasse, 1912 (Geschenk). — Verhandlungen der k. k. geolog. Reichsanstalt, 1913 (Geschenk). — Bollettino statistico mensile del Comune di Trieste, 1913 (Geschenk). — Telegramma meteorologico, 1913 (Geschenk). — Zeitschrift für körperliche Erziehung, 1913 (Geschenk des Ministeriums für Kultus und Unterricht). — Mikrokosmos (1911-,1912). — Festschrift aus Anlaß der Enthüllung des Kaiserin Elisabeth-Denkmals in Triest, Triest, Lloyd, 1912 (Separatausgabe und Geschenk des „Triester Tagblatt,:<). 3. Geschenke: E. Mazelle, Rapporto annuale deli'i. r. Osservatorio marittimo di Trieste per il 1908, Trieste, Lloyd, 1912 (i. r. Osservatorio marittimo di Trieste). — Sauer, Grillparzers Gespräche und die Charakteristiken seiner Persönlichkeit, II. Abt., Wien, 1911 (1863—71), (k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht). — Statistica della navigazione e del com-mercio marittimo nei porti austriaci per l’anno 1911 (Handelskammer in Triest). II. Schülerbibliothek. Kustos: Prof. Dr. Edwin Zellweker. u) Deutsche Abteilung: 1. Zuwachs durch Ankauf: Bruckner, Dalmatien; Briefe Friedrichs des Großen; Borinsky, Lessing; Schiller, Gespräche; Schubert, Geologie der Adria; Wey e r, Taschenbuch der Flotten; Ho 11 e b en, Deutsches Flotten wesen ; Tunkl, Seewesen; Anzengruber, Seegeschich-ten; Ulil and, Werke; liedin, Von Pol zu Pol; Ziehen, Anschauungsmaterial zu Goethes Ital. Reise; Reuter, Aus meiner Festungszeit; Leut wein, Kämpfe mitWitboi; Gne-ricke, Die Belagerung von Magdeburg; Mayr, Über die Erhaltung der Kraft; Schneider, Vulkanausbrüche; Boeder, Aus dem Leben der Ägypter; Sch inner er, Grundzüge der Gotik; Platter, Ein Lebensbild; Lion, Pfadfinderbuch. 2. Zuwachs durch Schenkung: Von der Lloyd-Druckerei: Festschrift zur Enthüllung des Klisabeth-Denkmals in Triest; von Herrn Direktor Leopold Wagner: Kaiser-Gallerie; von der VI.a Klasse : Eckstein, Der Kampf zwischen Mensch und Tier; Bö Ische, Der Stammbaum der Tiere; Thompson, Bingo. b) Italienische Abteilung: Zuwachs durch Ankauf: Ga spari, Ilracconto; Ferrari, II ridicolo; Fucini, Le veglie di Neri; Fucini, All’ aria aperta; Salgari, II figlio del Corsaro. c) Slowenische Abteilung: Zuwachs durch Ankauf: Gangl, Zbrani spisi; Milčinski, Pravljice; Aškerc, Izlet v Carigrad; Lah, Uporniki; Remec, Veliki punt; Trunk, Bodi svoje sreče kovač. III. Historisch-geographische Lehrmittelsammlung. Kustos: Hans Bernt, k. k. Professor. a) Zuwachs durch Ankauf: Siedle, Relief (geographische Grundbegriffe), Wandkarte zur Kulturgeographie Europas; Gu t j ah r- G a e bl er, Sprachenkarte von Deutschland ; G a e b 1 e r, Holland, Belgien und Luxemburg; Ottosen, Dänemark, IV. Island und Grönland; Bai dam us, Wandkarte zur Geschichte der Völkerwanderung; Freitag, Generalkarte von Dalmatien, Bosnien und Herzegowina; Schaufuß, Geographische Produktensammlung II. b) Zuwachs durch Schenkung: Kaiser, Istrien und Dalmatien (üsterr. Lloyd); Heide ri c h, Isocliromenkarte von Öst.-Ung. (Exportakademie Wien); 2 Salzkammergutbilder der österr. Staatsbahn (Prof. Dewaty und Prof. Bernt); Art a r i a, Eisenbahnkarte von Öst.-Ung. 1908 (Direktion der Realschule). c) Aus dem Inventar des Mädehenlyzeums der Soli ulschwestern übernommen: Baldamus, Wdk. des riirn. Reiches; Rothaug, Europa, Ost.-Ung., Alpenländer, Karstländer, Sudetenländer; Umlauft, Asien, Nordamerika, Südamerika, Australien; Freitag, Mitteleuropa; Ga e bl er, Mittel- und Südeuropa; Kinz, Kartenskizze von Osterr.-Ung.; Bamberg, Geolog. Karte von Deutschland; Kozenn, Palästina der biblischen Geschichte; Cicälek-Rothaug, Weltverkehrskarte; Osbahr, Wirtschaftsgeographie der Erde; Kiepert, Mitteleuropa; Haard t, Öst.- Ung.; K ü m m e r 1 y, Schweiz; Sydow-Habenich t, Planigloben; Stadtplan von Triest; 4 Lehmann, Kulturgeschichtliche Bilder; (i Lohmeyer, Wandbilder f. d. geschieht]. Unterricht; 15 Wandbilder österr. Denkmäler, die Karlskirche; Müller, 2 Wandtafeln zur Erklärung der Formen der Erdoberfläche; 9 Fraa.s, Naturerscheinungen der Erde; 14 Wünsche, Land und Leben; 3 Hölzel, Geogr. Charakterbilder, 4 Tafeln, ,,Rassentypen11; 3 H e i l m a n n, Geogr. Charakterbilder aus Österr.-Ungarn; 82 Skioptikonbilder für Geschichte, 154 für Geographie; 8 Texthefte zu den Wandbildern; 3 Wandschränke; 10 Kartenständer; 40 Bilderrahmen (Bambus). d) Abstriche infolge Un brauchbarkeit, Abnützung u. s. w.: 4 historische, 19 geogr. Wandkarten, 2 geogr. Wandbilder, 32 Bilderrahmen, 1 Wandschrank, 1 Kartenhalter, 1 Stereoskopapparat. Derzeitiger Bestand: 201 Nummern: 50 histor. Wandkarten, 134 geogr. Schul- und Spezialkarten, 1 Relief, 211 histor. Bilder, 173 geogr. Bilder, 298 Skioptikonbilder, 4 Globen, 34 Texthefte, Atlanten und Bildwerke, 83 Bilderrahmen und Einrichtungsstücke (zusammen 988 Stücke). Der Kustos dankt allen Schülern, besonders denen der V.a Klasse, welche ihn bei der Übersiedlung und Wiederaufstellung der Lehrmittelsammlung unterstützt haben. IV. Münzensammlung. Kustos: Hans Bernt, k. k. Professor. Stand: 515 Münzen und Medaillen, 10 Papiernoteu. V. Physikalisches Kabinett. Kustos: Johann Rajakowitsch, k. k. Professor. a) Zuwachs durch Ankauf: Fallmaschine nach Weinhold, chinesischer Treppensteiger, Kraftmesser für Zug und Druck, Mikrometerschraube, 4 Pyknometer, 4 Meßzylinder, keilförmiges Glasgefäß, Luftreaktionsrad, Apparat zur Messung der Spannkraft der Dämpfe mit 3 graduierten Torricelliröhren mit Tropfhahn nach Krupka, Apparat zum Nachweis des Unterschiedes zwischen Gasen und Dämpfen, Dewar-Flasche, Herons rotierende Dampfkugel, Tableaux „Die Herstellung des Thermometers“, Hufeisenmagnet, 2 resonierende Leydner Flaschen, Kanalstrahlenröhre nach G-oldstein, Wehneltunterbrecher, Röntgenrohr mit Regeneriervorrichtung, Apparat zur Veranschaulichung der Wirkungsweise des Bleiakkumulators. Äj Aus dem Inventar des Mädchenlyzeums der Schulschwestern übernommen: Sanduhr, Quecksilberpresse, Briefwage, Pendelapparat (3 Bi-filarpendel aus Messing, 1 Pendel aus Holz), Kapillarröhrchen auf Holzstativ, 3 Trichterröhren zum Nachweis des hydrostatischen Druckes, Apparat zum Nachweis des gleichmäßigen Druckes in Flüssigkeiten, Kommunizierende Röhren auf Eisendreifnß, Hydraulische Presse, Quecksilberregen, Handspritze, Heronsbrunnen, Birnbarometer, Feuerspritze, Blasebalg, Dampfmaschine,Hei Liluft-motor, 2 Stahlmagnete (in Stabform), Modell eines Schifiskompasses, Elektrisches Doppelpendel, Glockenspiel auf Universalstativ, 4 Geißlerröhren auf Holzstativ, 1 Halter für Geißlerröhren, B Geißlerröhren ohne Halter, Röntgenröhre (klein) und Barium-platinzyanürschirm, Galvanoplastischer Apparat, Induktionsapparat (klein), Telegraph nach Morse, Unterbrechungsrädchen, Galvanometer, 2 Akkumulatoren, Induktionsspule mit Eisenkern, , Winkelspiegel, Apparat zum Nachweis der Sammellinsenfälle, Mikroskop (System Reichert), Photographischer Apparat. c) Zuwachs durch Schenkung: 2 Wasserturbinen (Lucich V.a, von Gruber III. b), 1, kleiner Gasherd (Mechaniker Frausin), 2 kongruente parabolische Hohlspiegel aus Stanniol mit Kohärer und Funkenzieher zum Nachweis der Reflexion von elektrischen Wellen (angefertigt von Fonzari, VII.), Gleichstrommotor ( Waller, III. b). Die Sammlung von Wandtafeln erfuhr eine Bereicherung durch folgende Zeichnungen : Wechselstrommaschine (Morterra, VII.), Aeromeohanik (Gniden, V.a), Reflexion einer Wellenbewegung an einem dichteren Medium (Medicus, VII.), Reflexion und Brechung von Planwellen (Rawicz, VII.), Transversale Schwingungen einer Punktreihe (Frausin, VII.), Reflexion der Kugelwellen (Lenček, VII.), Interferenz zweier Wellenbewegungen bei ungleichen Wellenlängen (Medicus VII.), Interferenz von transversalen Wellenbewegungen (von Mirkovič, VIL), Reflexion einer Wellenbewegung an einem dünneren Medium (Homann, VII.), Empfangsstation für drahtlose Telegraphie (Gruden, V.a), Funkentelegraphie, der Tesla-Apparat (Calucci, V.a), der Durchgang der Elektrizität durch Gase (Gruden, V.a). Der Kustos dankt allen, welche das Kabinett bereichert haben, aufs beste. Bei den manuellen Arbeiten wurde der Kustos am meisten vom Schüler der VII. Klasse Richard Fonzari unterstützt, dem auch hier der beste Dank für seine opferwillige Betätigung ausgesprochen werden möge. VI. Kabinett für Chemie. Kustos: Leopold Höß, k. k. Professor. a) Zuwachs durch Ankauf: Zylindrisches Dewarsches Gefäß mit Ständer. — Dewarsohe Schale mit Ständer.— Demonstrationswage mit Zubehör, Glaskolben für Gaswägungen und Schutzkasten. — Lampenwiderstand und Beruhigungswiderstand. — Schmelzofen zur Herstellung von Kalziumkarbid. — Reagenzien, Verbrauchsgeräte und Werkzeuge. b) Zuwachs durch Schenkung: Kabelmuster von dem Schüler der V. b R. Cicin. — Monokliner Schwefel von Herrn A. Schlechta, Der Kustos spricht den Schülern Korosehitz (VI. b), Bäthge, Grilc (V. a), Mosettig (V. b), Kleinschuster und Deljak (IV. a) für die von ihnen geleistete Hilfe seinen Dank aus. VII. Naturhistorisches Kabinett. Kustos: Dr. Karl Vogl, k. k. Professor. a) Zuwachs durch Ankauf: 8 anatomisch-zoologische Tafeln von Pfurtscheller. — 8 ana-tomisch-zoologische Tafeln von Leutemann. — 10 histologischmikroskopische Präparate von Siegmund. — 1 Schädel von Ursus maritimus. — 1 Skelett von Pelias berus. — 2 Glaswannen, 2 Präparierwannen, verschiedene Reagenzien zum Mikroskopieren. b) Durch Übernahme aus dem Inventar des Mädchenlyzeums der SchulschWestern: a) Stopfpräparate: Meerkatze, Krallenäffchen, Fuclis mit Jungen, Dachs, Igel, Hamstergruppe, Eichhörnchen, Ichneumon, kleines und großes Wiesel, Steinadler, Sperber (Männchen und Weibchen), Hühnerhabicht, Turmfalke, Schwarzspecht, Buntspecht, Amazonenpapagei, Mandelkrähe, Wacholderdrossel, Buchfink. Zeisig, Star, Nebelkrähe, Elster, Eichelhäher, junger Flamingo, Bläßhuhn, Seetaucher, Birkhahn, Flamingo, Fasan, Waldkauz, Kanarienvogel, Drosselpärclien samt Nest, Mauerseglerpärchen, Lerchen, im Nest, Kohlmeise, Blaumeise, Sperling, Stieglitz, Edelfink, Nachtigall, Mehlschwalbe, Bachstelze, Gold-annner, Rotkehlchen, Kuckuck, Finkensperber, Auerhahn, Sumpfohreule, Kolkrabe, Nordseetaucher, Wildente. fl) Spirituspräparate: Hauskatze, Taube, Biene, Maikäfer, Bandwurm, Tierleben im Teiche, Flußkrebs, Smaragdeidechse, Libelle, Feldchampignon. y) Skelette: Hauskatze, Fledermaus, Haushuhn. 6) Somatologie: Ein menschliches Skelett, ein Oberschenkel, Unterschenkel und Oberarm, Zähne, Gehörknöchelchen, Gehirn des Menschen (Spirituspräparat). e) 45 zoologische Tafeln, 20 botanische Tafeln. VIII. Kabinett für Geometrie. Kustos: Josef Meindl, k. k. Supplent. 1 Dreieck (60°—30°). — 1 Tafellineal. — 1 Feldwinkelmesser nach Schiifner mit Dreifußstativ, Diopter und Senkel. — 1 Kasten zur Aufbewahrung von Schülerzeichnungen. • IX. Kabinett für Freihandzeichnen. Kustos: C. Emptmeyer, k. k. Professor. 7 Gipsabgüsse (Stier von Barwig, Widderkopf, Anatomie von Michelangelo, Anatomie von Brenek, Ziege, Adorant, Diskuswerfer); 7 Stopfpräparate (Bienenfresser, Mauersegler, kleiner Buntspecht, Elster, Pfefferfresser, Meerschweinchen, Siebenschläfer), 6 Glas- und Tongefäße. X. Turn- und Jugendspielgeräte. Kustos: Sebald Riedel, k. k. Turnlehrer. a) Aus dem Inventar des Mädchenlyzeums der Schul-schWestern übernommen: Turngeräte: 1 Gestell mit 39 Holzstäben, 1 Gestell mit 40 Paar leichten Hanteln, 4 Paar Ringe, 1 Rundlauf, 2 Reckstangen mit Gerüste, 3 Leitern, 2 Barren, 1 Gestell mit öS Keulen, 4 Sprungbretter, 4 Sprungständer, 1 Schwebebaum, 4 Kokosmatratzen. b) Gegenwärtiger Bestand an Spielgeräten: 46 Tamburine, 1 kleiner Vollball, 4 große Vollbälle, 4 Seelen für Fußbälle, 1 kleiner Faustball, 4 Schleuderbälle, 9 Hüllen für Fußbälle, 1 Hülle für Faüstball, 11 Schlaghölzer, 1 Prellball-gestell, 23 Stöckel mit Fahnen, 3 große Spielständer. XI. Musikalien und musikalische Lehrmittel. Kustos: Georg Metzger, k. k. Lehrer. 20 Gesangbücher zum Gebrauche beim katholischen Gottesdienste, „Sursum corda“ von Fr. Wagner für dreistimmigen Chor mit Klavierbegleitung; „Die Erziehung des Tonsinnes“ von M. Battke; „Tonsprache—Muttersprache“ von M. Battke; „Primavista“ von M. Battke; „Elementarlehre der Musik“ von M. Battke; „Musikalische Grammatik“ von M. Battke; „Clior-gesang-Schule für Mittelschulen“ von Wagner-Langer, i. und 2. Teil; „Wandtafeln für den elementaren Gesangsunterricht“ von M. Battke, 1. und 2. Serie; „Tonleiterkamm“ von M. Battke; „Österreichische Volkshymne“ von J. Haydn für Salonorchester; „Largo“ von G. F. Händel für Salon- und kleines Orchester; Lortzing, „Undine“; Schubert, „Trois marches mili-taires“; Lehar, „Zigeunerliebe“ ; Bellini, „Norma“; Strauß, „Fledermaus“; Mendelssohn-Bartholdy, „Hochzeitsmarsch“ aus dein „Sommernachtstraum“; 25 Notenständer aus Eisen. Aufwand für die Lehrmittel. 1. Einnahmen: a) ordentliche: I. Aufnahmstaxen a K 4'20 von 133 neu aufgenommenen Schülern...............................K 558-60 II. Lehrmittelbeiträge a 3 K von 49(i Schülern „ 1488-— III. Taxen für Zeugnis-Duplikate ä 4 K von 17 Schülern............................................. 68’— IV. Barrest ex 1912................................„ 127-28 Zusammen . . K 2241-88 b) außerordentliche: I. Außerordentliche Dotation von K 200-— zur Anschaffung einer Demonstrationswage für das chemische Laboratorium, bewilligt mit K. U. Min.-Erl. vom 4. Juli 1912, ZI. G993 (Statth.-Erl. vom 16. Juli 1912, ZI. VII-282-12). II. Außerordentliche Dotation von K 2000’— zum Zwecke der Ergänzung der Lehrerbibliothek, verteilt auf die Jahre 1913, 1914 und 1915, bewilligt mit K. U. Min.-Erl. vom 27. November 1912, ZI. 5026 (Statth.-Erl. vom 17. Dezember 1912, ZI. VII-281/1-12). III. Eine Spende des Externen Alfons Chiste von K 50'— für das physikalische Kabinett, die schon im Vorjahre verwendet wurde. 2. Ausgaben: Die ordentliche Dotation wurde pro 1913 in nachstehender Weise auf die Lehrmittelsammlungen verteilt (genehmigt mit Statth.-Erl. vom 9. Juni 1913, ZI. VI1-508-13): I. Lehrerbibliothek...............................K 400-— II. Schülerbibliothek.............................„ 150-— III. Histor.-geogr. Kabinett.......................„ 250-— IV. Naturhistor. Kabinett..........................„ 250-— V. Kabinett für Chemie...........................„ 450-— VI. „ „ Physik.................................500-— VII. „ ,, darstellende Geometrie . . . „ 91-88 VIII. „ „ Freihandzeichnen.................„ 150-— K 2241-88 Außerdem verfügte die Lehrerbibliothek über die 1. Rate von K 700--- der oberwähnten außerordentlichen Dotation. V. Unterstützungswesen. Allgemeiner Unterstützungsfond. 1. Einnahmen: a) Rest, aus dem Vorjahre: Im Einlagebuch der Postsparkassa (Nr. 2,02 ') Aus dem Reinerträge der Schttlerakadomie von 408 K 40 li wurden 300 K zur Abzahlung des vom österreichischen Lloyd erworbenen Gig verwendet, der Rest von 108 K 40 li floß dem Unterstützungsfondo zu. 2. Ausgaben: a) An Rei s e u n t e rs t ü tz un g e n für die Schüler Kretzschmar und Scliamanek (V a) in den Hauptferien 1912 auf Beschluß der Schlußkonferenz vom 5. Juli 1912....................K 50- b) An Unterstützungen: den Schülern Schlechta (VI b) 50 K, Cotič (III a), Welzl (IV b) je 40 K, Ciak (III b) MO K, Lausegger August (V a) und Richard (Ib) je 25 V Draälar (Via) und Palminiello (Ha) je 20 K r) An Postbestellgebühr................... Zusammen . . Aktivrest . . . Zusammen . . 3. Vermögensstand am Ende des Schuljah a) Laut Rentenbuch der Postsparkasse Nr. 859 J. 13UU1V 1 .... 5 „ 4-2y0 Feberrente Nominale . . . 1 ,, 4°/o österr. Kronenrente Nominale c) Barrest........................... Zusammen Georgstiftung. Einnahmen: Barrest ex 1912................. Zinsen vom 1. November 1912 „ 1. Mai 1913 . . . Zusammen . Ausgab en: Ankauf von 10 Stück Zeichenblatthaltern 2 Kg. Plastellin...................... Ankauf von Schulbüchern und Atlanten Ankauf von 2 Reißzeugen................. Postbestellgebühren..................... Zusammen Barrest. . ^) . K 250-— • n —•06 . K 300-00 * TI 176-56 .K 476-62 es 1912/13: K 200-— • 11 1000-— • n 200-— >■ „ 175-80 --•76 .IC 1576-56 K —•38 190-— 190*— . K 380-38 . K 25-— 5-20 312-40 30-60 — 12 . K 373-82 • n 7-06 K 380-38 Spenden: Die Eltern des verstorbenen Schülers Pitteri (IV b) schenkten der Georgstiftung eine größere Anzahl von Schulbüchern, wofür ihnen an dieser Stelle bestens gedankt wird. Marco-Brunner-Stiftung. Einnahmen: a) Barrest......................................X Im Einlagebuch der Postsparkasse Nr. 2,068-117 ,, b) Zinsen vom 1. Nov. 1912 und 1. Mai 1912 . Zusammen . . . K Ausgaben: Beihilfen zur Schulgeldzahlung an folgende Schüler: Tomaselli Otto (Ib), Schusser Max (IIb), Stepischnig Eduard (III b) und Dobnik Rudolf (Va; je 20 K..........................K Barrest . . . . K Im Einlagebuch . „ ~K —■60 47-04 80-— 127-64 80-— —•60 47-04 127-64 Die Direktion spricht im Namen der bedürftigen Schüler allen Spendern den herzlichsten Dank aus. VI. Reifeprüfungen. Bei (len mündlichen Reifeprüfungen des abgelaufenen Prüfungsjahres fungierten als Vorsitzende, und zwar im Sommertermine 1912 der Direktor der Staatsrealschule in Pola Herr Dr. Rüdiger So 11a, im Herbsttermine 1912 Herr Landesschul-inspektor Dr. Robert Kauer und im Februartermine 1913 infolge Verhinderung des Herrn Landesschulinspektors Dr. Robert Kauer der Direktor der Anstalt. Die Prüfungen fanden statt: vom 6.—10. Juli 1912, am 28. September 1912 und am 21. und 22. Februar 1913. Ergebnis der Reifeprüfungen. Sommer termin 1912 : Zur Prüfung haben sich gemeldet Öffentliche Schüler 37 Privatsten Extern« 1 Vom Sommertermin wurden zurückgewiesen . . 2 — — Während der Prüfung traten zurück — — 1 Reif mit Auszeichnung 5 — Reif 27 — — Reprobiert auf '/2 Jahr . . 2 — — ji h ^ n Herbsttermin 1912: 1 Zur Prüfung haben sich gemeldet 2 — 2 Während der Prüfung traten zurück — — 1 Reif mit Auszeichnung — — — Reif 2 — — Reprobiert auf '/a 'Jahr — — 1 Februartermin 1918 : Zur Prüfung haben sich gemeldet 2 — 8 Während der Prüfung traten zurück — — — Reif mit, Auszeichnung — — Reif 1 — 1 Reprobiert 1 — ‘2 Verzeichnis der im Jahre 1912/13 für reif erklärten Abiturienten. N n m e Geburtsort Alter Studien- dauer Gewählter Beruf Arming Julian Triest 17 7 Exportakademie Aulinger Zeno n 17 7 Technik Bousquet Egon 11 20 9 Universität Buchler Hans 11 17 7 Kriegsmarine Dolenz Marius 18 7 Unbestimmt Erne Alois 11 17 7 Mod. Philologie Fischer Kurt Meißen (SaChSBIl) 20 9 Exportakademie Germek Franz Triest 22 8 Beamter *Gerolimich Hermann Lussinpiccolo 17 7 Marine Jasbitz Adelchis Triest 20 8 Beamter Jast August V in 7 Kaplanek Konrad Ragusa 19 7 Unbestimmt *Kavöiö Marius Triest 20 7 Handelshochseh. Revol tella Kiegerl Adolf Klagenfurt 20 7 Beamter Mankoč Igor Triest 17 7 Technik Marolt Rudolf 18 7 Unbestimmt Meiler Bruno 11 17 7 Musik Morterra Gas ton 11 19 8 Beamter *Nadrag Ferdinand Unier-šiSka (Krain) 17 7 Technik Obermüller Ivo Zara 19 7 Marine Pajnič Viktor Triest 17 7 Unbestimmt Pohl Gustav Berndorr (Steiermark) 17 7 Marine Premuda Wilhelm Fiume 18 7 Technik Prighel Adolf Triest 18 7 Beamter Sablich Guido Cilli 17 7 Kunstwissenschaft Scherling Thomas Triest 20 8 Beamter Sieber Ernst iZuckmantei Böhjnen) 18 8 Unbestimmt Šimenc Josef Fiume 19 7 Beamter Singer Leo Triest 19 8 Gewerbeschule Škodnik Michael 11 20 7 Marine Tautschnig Peter 11 19 8 Beamter *Tomsche Heinrich 11 17 7 Bodenkultur Ukmar Alfons » 20 7 Universität Ulcigrai Hektor 11 19 7 Unbestimmt ♦Winternitz Paul 11 17 7 Technik Zahn Josef 11 19 7 Beamter Die mit * bezeichneten Abiturienten wurden als „reif mit Auszeichnung“ erklärt. Schriftliche Reifeprüfung im Jahre 1913. Sommertermin : 9. bis 12. Juni. Zur Reifeprüfung meldeten sich 32 öffentliche Schüler der VII. Klasse und 1 Privatist. Themen: Deutsch: 3 Themen zur Auswahl. 1. Reisen führt zur Heimatkunde und Heimatkunde in Österreich unfehlbar zur Heimatliebe. (Stelzliamer.) 2. Literaturkenntnis und Bildung. 3. Ohne die Freiheit, was wärest du, Hellas, Ohne dich, Hellas, was wäre die Welt! (W. Müller, (Irieehenlieder.) Französisch: Aus 0. Francilion, Le Francais Amüsant, 8. 120: Un brave. (Nacherzählung des vorgelesenen Textes.) Englisch: Aus Plate, Lehrgang der englischen Sprache, I. Teil, S. 190. Übersetzung des Stückes: Frederick the Second and his Page. Italienisch: 3 Themen zur Auswahl. 1. Oercate in voi quelle virtü che vi faranno vincere le battaglie della vita. 2. Paganesimo e cristianesimo. 3. Le forze della penna sono troppo maggiori che coloro non estimano che quelle con conoscimento provato non hanno. (Boccaccio, Decamerone, VIII. 7.) Darstellende Geometrie: 1. Bestimme die Durchdringung eines Kreiszylinders, dessen Basis in der Kreuzriüebene liegt, mit einem Kreiskegel, dessen Grundfläche in II, ist, und der den Zylinder vollständig durchdringt. Konstruiere sodann den Schatten für die gewöhnliche Diagonalbeleuchtung. 2. Für die geographische Breite von Triest (des Schul-ortes) soll eine Sonnenuhr auf einer vertikalen Wand konstruiert werden. Die Wand streicht von Osten nach Westen und ist eine sogenannte Südwand. 3. Zeichne das perspektivische Bild einer geraden quadratischen Pyramide, welche auf einer regelmäßigen sechsseitigen Platte ruht. VIL Chronik. I)as neue Anstaltsfjsebäude. Das Jahr 1912 bedeutet in der Geschichte der Anstalt einen bedeutsamen Wendepunkt. Nachdem die Staatsrealschule in den ersten Jahren ihres Bestandes zweimal ihr provisorisches Domizil gewechselt hatte,1) übersiedelte sie in den Sommerferien 1876 in das neuerbaute Staatsschulgebäude am Leipziger Platz, wo sie durch 36 Jahre verblieb. Ihr Raumerfordernis scheint von allem Anfänge nur unvollkommen befriedigt worden zu sein; im Laufe der letzten Jahre aber gestaltete sich ihre Lage immer schwieriger. Das Anwachsen der im selben Hause untergebrachten Schulen, die Angliederung eines Realgymnasiums an das bestehende humanistische Gymnasium und von Bürgerschulklassen an die Knaben- und Mädchenvolksschulen führte geradezu zu einer Raumnot, unter der besonders die Realschule zu leiden hatte, da sie nicht in gleichem Maße wuchs, ja sogar einen Teil des ihr bis dahin zufließenden Schülerkontingentes an das Realgymnasium abgab. Wiewohl sich dieser Frequenzverlust vorerst nur durch die Auflassung der C-Abteilungen in den ersten Klassen fühlbar machte, so mußte doch die Realschule den Raumansprüchen der rascher wachsenden Schwesteranstalten weichen und auf manches dringende Erfordernis (wie z. B. einen zweiten Zeichensaal, einen Hör-saal für Naturgeschichte, eine würdige Unterbringung der Sammlungen, ein Sprechzimmer für den Parteienverkehr u. a. m.) verzichten. Der obligate Turnunterricht mußte vollends alle die Jahre außerhalb des Schulgebäudes in gemieteten Turnhallen erteilt werden. Durch die mit dem K. U. Min.-Erl. vom 4. Juli 1912, ZI. 30.285 genehmigte, von der Statthalterei mit Erlaß vom 13. Juli 1912, ZI. VII—257/16—12 angeordnote Verlegung der Staatsrealschule in das von der Unterrichtsverwaltung neu-angekaufte Gebäude in der Via Pasquale Besenghi Nr. 14 wurde all den leidigen Zuständen mit einem Schlage ein Ende bereitet und die Anstalt gewann nach langen Jahren räumlicher Beschränkung ejidlich ihre volle Entwicklungsfreiheit. ’) Sie war von 1870-1874 in dem Normalschulgebäude Via Santa Lucia Nr. 1, von 1874—1876 im ßalli’schen Hau« Via Laznaretto vecohio nnd Via Belpoggio untergebracht. Siehe Jahresbericht vom Jahre 1894 95 S. VI f. Das neue Schulgebäude verdankt seine Entstehung dem Konvente der Schulschwestern in Marburg a. d. Drau, der im Jahre 1908 eine Lehr- und Erziehungsanstalt für Mädchen darin eröffn ete. Dieselbe umfaßte ein seohsklassiges Lyzeum mit Internat, an welches sich ein Handelskurs und eine Wirtschaftsschule angliederten. Die Begründung der Anstalt und die Errichtung des Hauses war das großangelegte Werk der seither verstorbenen Oberin, Schwester Rafaela Kovačič, welche die Pläne bis ins kleinste ausarbeitete, die Lage des Hauses, die Raumverteilung, die innere Einrichtung und Ausschmückung in allen Einzelheiten entwarf und bestimmte. Wiewohl nun das Gebäude anderen Zwecken zu dienen hat, erkennt man doch überall das klarblickende Walten seiner Erbauerin, die nicht bloß die Errungenschaften der modernen Bau- und Maschinentechnik mit richtiger Auswahl zur Anwendung brachte, sondern die gegebenen lokalen und klimatischen Verhältnisse mit der Bestimmung des Hauses in jene vollkommene Harmonie brachte, wie sie nur einer bedeutenden Veranlagung in solchem Grade gelingen konnte. Das Areale, auf dem das Schulgebäude errichtet ist, umfaßt drei Parzellen, die unter den Einlagezahlen 2196, 2317 und 2447 (Chiarbola inferiore) im Grundbuche für Triest-Stadt eingetragen sind und nach dem Protokolle einer gerichtlichen Schätzung vom 20. Juni 1908 einen Flächenraum von zusammen 1746’98 Quadratklaftern bedecken. Das Gelände ist von der Via Pasquale Besenghi gegen Südosten etwas geneigt und schließt gegen die tiefer liegende Nachbarrealität mit einer Terrassenmauer ab. Das Hauptgebäude ist nahe dieser Grenzmauer errichtet und gegen eine störende Verbauung des Vorterrains so ziemlich gesichert. Es besteht aus dem südöstlichen Haupttrakt in der Ausdehnung von 45 m und 2 Seitenflügeln vonje 30 m Länge, zwischen welchen eine Freitreppe zum Haupteingang im Halbstock emporführt. Das Haus ist so glücklich orientiert, daß der nördliche Seitenflügel, der den Turnsaal und die Kapelle enthält, die übrigen dem täglichen Unterrichte gewidmeten Räume gegen den unmittelbaren Anfall der Bora schützt. Die Durchführung des Baues, dessen Leitung in den Händen des Architekten und Stadtbaumeisters Alois Ernst Müller lag, wurde von dem Bauunternehmer Franz Ferluga besorgt. Die Grundaushebungen begannen im Herbste 1907, im Sommer 1908 kam das Gebäude unter Dach und am 1. Oktober desselben Jahres wurde es von den Schulschwestern bezogen. An den Bauarbeiten waren folgende Firmen in hervorragendem Maße beteiligt: Der Eisenbetonbau wurde von Ed. Ast & Oo. in Graz, die elektrischen Kraft- und Beleuchtungsanlagen von Louis Patz & Co. in Wien, die Anlage der Zentralheizung, der Wasserspülung«- und Badeeinr i ch tung von Karl N i e s s e n in Passing bei München durchgeführt. Die Eternitbedachung stammt von der Portlandzement-Fabriksaktiengesellschaft Lengenfeid in Triest, der Altar der Kapelle und die Holzplastiken aus der Werkstatt des Bildhauers Ferdinand Perathoner in St. Ulrich in G-röden, Tirol.1) Für die Zwecke der Staatsrealschule mußten in der inneren Raum Verteilung umfangreiche Veränderungen und Herstellungen vorgenommen werden, die unter der Leitung des k. k. Baurates Viktor Krall von der Baufirma Cipriano de Nardo in den Hauptferien 1912 durchgeführt wurden. Die notwendigen Ergänzungen der Beleuchtungsanlagen und die Stromzuleitung zu Versuchszwecken besorgte die Firma Cima-d o r i, Mauro & Co. in Triest. Das Gebäude besteht aus Kellergeschoß, Tiefparterre, Halbstock und zwei Stockwerken; über dem Haupttrakt ist ein Dachgeschoß aufgesetzt. Die Decken sind aus Eisenbeton, die Zwischenwände zum Teil aus Ziegeln, zum Teil aus Korkstein hergestellt. Das Kellergeschoß enthält die Maschinenräume, welche den Diesel-Ölmotor mit Akkumulatorenbatterie, eine elektrische Nutzwasserpumpe und die Zentralheizung beherbergen. Daneben finden noch ein Kohlenkeller, eine Tischlerwerkstätte und einige Kellerräume Platz. Im Tiefparterre, das früher die Küche, die Wirtschaftsräume und die Wäscherei einschloß, mußten die bedeutendsten Umgestaltungen durchgeführt werden. Die Küche (rechter Seitentrakt) wurde durch eine Zwischenwand in zwei immer noch stattliche Räume geteilt, deren einer das Schülerlab oratorium, der andere die Sammlungen des chemischen Instituts aufnahm. Ein anstoßender Raum dient dem Kustos als Arbeitsstätte. In ähnlicher Weise wurde nach Entfernung der Wasch- und Bügelmaschinen der linke Seitentrakt zur Aufnahme der Apparatensammlung und des Laboratoriums der Physik hergerichtet. Der Haupttrakt enthält die Hörsäle für Chemie und Physik und 3 Klassenzimmer. Außerdem befinden sich dort ein Materialraum mit Destillierapparat für Chemie und der Raum zur Aufbewahrung der Spielgeräte. Der Halbstock, den man vom Schulhofe durch den Haupteingang betritt, umfaßt im Haupttrakt das Vorhaus mit ') An der Inneneinrichtung wirkten noch folgende Firmen mit: L. Bat tan, Wien (Maler- und Anstreicherarbeiten), J. C ah arij a, Nabre-sina (Steinmetzarbeiten), Giacomo Pitt, Triest (Schlosserarbeiten), F. Pototschnigg, Marburg (Tischlerarbeiten), L. itabitsoh, Triest (Zimmermannsarbeiten), .1. Schwetz & Comisel, Triest (Spenglerarbeiten), Gebrüder Serravalli & Pontello, Laibach (Kunststeinarbeiten), Ed. Steiner & Söhne, Triest (Qlaserarbeiten). dem Sprechzimmer und einem Raum für den Schuldiener, die Direktionskanzlei und das Konferenzzimmer, 2 Klassenzimmer und die Lehrerbibliothek, im rechten Seitentrakt 2 große Lehr-säle, im linken Seitentrakt den Turnsaal, an dessen Stirnseite eine Bühne angebaut ist, so daß der Saal auch als Festraum benützt werden kann. Der I. Stock beherbergt im Haupttrakt den Modellzeichensaal für die oberen Klassen und 5 Lehrzimmer, im rechten Seitentrakt einen II. Zeichensaal für die unteren Klassen von besonders großen Dimensionen; er war als Schlafraum für die Zöglinge der Schulschwestern bestimmt. An ihn schließt sich das Kabinett der Zeichenlehrer. Der linke Seitentrakt wird vollständig von der prächtigen Kapelle eingenommen, die durch zwei Stockwerke gehend mit ihrem elektrisch beleuchteten, mit Grödner Holzplastiken geschmückten Renaissance-Altar das Prunkstück der Anstalt bildet, ein Denkmal des frommen und künstlerischen Sinnes seiner Schöpferin. Das II. Stock w e r k enthält im rechten Seitentrakt einen dem II. Freihandzeichensaal gleichgestalteten geometrischen Zeichensaal mit Kabinett, im Haupttrakt 2 Lehrzimmer, das naturhistorische Kabinett mit dem Hörsaal und die historisch-geographische Sammlung. Nach der Hofseite zu über dem I. Zeichensaal befindet sich eine Bäderanlage mit Duschen, Wannen- und Dampfbad. Die Dachkammern dienen der Aufbewahrung der Programmsammlung, des Archivs und ähnlichen Zwecken. Alle Räume sind licht, luftig, entsprechend hoch und mit harten Böden versehen. Die Unterrichtsräume, zumeist nach Südosten gelegen, sowie die Balkone längs der Zeichensäle bieten unvergleichliche Blicke auf den Karst, die Bucht von Muggia und die istrianische Küste. Für gute Ventilation, regulierbare Beheizung und künstliche Beleuchtung ist trefflich gesorgt und auch sonst ist allen hygienischen Anforderungen bestens Rechnung-getragen. In weniger gutem Zustande befindet sich das alte Wohnhaus der einstigen Campagna, das gegenwärtig einige Dienerwohnungen und einen freundlichen Raum zur Aufnahme einer Schülerherberge umfaßt. Der unverbaute Teil des Areals zerfällt in drei Parzellen, von denen die größte, der Schulhof, als Spielplatz hergerichtet wurde, ein unschätzbarer Vorteil bei dem großen Mangel an solchen Plätzen in Triest. Von einer kleinen Anlage umgeben steht dort nahe am Tor das Pförtnerhäuschen. Eine zweite Parzelle zwischen dem Nebenhause und einem an das Hauptgebäude angeschlossenen Warmhause soll nach und nach zum botanischen Schulgarten ausgestaltet werden. An der Südostseite des Schulgebäudes endlich dehnt sich ein schmales terrassenartiges Grundstück aus — der künftige Sommerturnplatz. Wie aus diesem kurzen Überblick hervorgeht, ist im neuen Hause allen Bedürfnissen der Anstalt in ausreichendem Maße Genüge geleistet. Sie verfügt neben den 13 Klassenzimmern über ein eigenes Lehrzimmer für den Unterricht in den Landessprachen, über 3 große Zeichensäle, einen Turnsaal, über 3 Hörsäle für den physikalischen, chemischen und naturgeschichtlichen Unterricht und entsprechende Räume zur Aufbewahrung der Bücher urtd Sammlungen. Daß 8 von den 14 Lehrzimmern nicht über 30—36 Schülern Raum gewähren, ist eigentlich nur ein Vorteil, da hiedurch der Uberfüllung der Klassen und der ganzen Anstalt ein Damm gesetzt ist. Die Möglichkeit, den Gottesdienst in der eigenen Kapelle, den Turnunterricht und die Jugendspiele innerhalb der Anstalt abzuhalten, gewährt der Schule eine innere Geschlossenheit und äußere Unabhängigkeit, die nicht anders als fördernd auf die erziehlichen Aufgaben dieser Bildungsstätte wirken können. Die ruhige, staubfreie Lage, das schmucke und reinliche Aussehen des Hauses und der Innenräume verfehlen nicht ihren wohltätigen Einfluß auf den Ordnungs- und Schönheitssinn der Jugend. Glücklicherweise sind auch die anfangs befürchteten Nachteile des für viele Schüler beschwerlicheren Schulweges weder im Schulbesuche noch in der Frequenz der Anstalt zum Ausdruck gekommen. Der Berichterstatter weiß sich demnach in voller Übereinstimmung mit dem Lehrkörper, wenn er nach den Erfahrungen des ersten Schuljahres der Befriedigung über das neue Heim in Worten des Dankes an die hohe Unterrichts-Verwaltung und an die k. k. Statthalterei als lokale Schulbehörde hiemit geziemenden Ausdruck gibt. * * * 1. Im abgelaufenen Schuljahre traten in der Zusammensetzung des Lehrkörpers nachstehende Veränderungen ein. Es schieden aus : Der provisorische Lehrer Dr. Oskar Benda, der zum wirklichen Lehrer an der Staatsrealschule in Aussig ernannt wurde (K. U. Min.-Erl. vom 31./8. 1912, ZI. 30812 = Statth.-Erl. vom 7./9. 1912, ZI. VII—1208/1—12), Professor Albin Dewaty, dem vom Unterrichts-Mini-sterium ein Dienstpostentausch mit dem Professor am Staatsgymnasium in Landskron Ignaz Bergmeister bewilligt wurde (Statth.-Erl. vom 29./3. 1912, ZI. VII—291/3—12), Professor Di'. Julius. Wetterni k, dem eine Lehrstelle au der II. Staatsrealschule im II. Wiener Gemeindebezirke verliehen wurde (K. U. Min.-Erl. vom 20./6. 1912, ZI. 26.491. — Statth.-Erl. vom 29,/7. 1912, ZI. VII—1047-12); ferner die Supplenten: Hermes Fezzi, der zum wirklichen Lehrer am Staatsgymnasium in Triest ernannt wurde (K. U. Min.-Erl. vom 22./6. 1912, ZI. 21.784 = Statth.-Erl. vom 29./7. 1912, ZI. VII— 216/16— 12), und Dr. Karl Pirjevec, der mit Erlaß des Landesschulrates für Görz und Gradišča vom 12./9. 1912, ZI. G. S.—-657—12 in gleicher Eigenschaft zur Dienstleistung dem Staatsgymnasium in Görz zugewiesen und bald darauf zum provisorischen Lehrer daselbst ernannt wurde. Der Zeichen-Assistent Johann Kratky und der Gesanglehrer k. k. Übungsschullehrer Alois Pfurtscheller verzichteten auf ihre Wiederverwendung. Zu Beginn des- II. Semesters gingen ferner ab: Professor Augustin K o f 1 e r, der mit K. U. Min.-Erl. vom 21./1. 1913, ZI. 51.590 ex 1912 (= Statth.-Erl. vom 13./2. 1913, ZI. VII—255—13) der Staatsrealschule in Jägerndorf zur Dienstleistung zugewiesen wurde, und Supplent Anton Muxel, dem eine wirkliche Lehrstelle am Staats-Reform-Realgymnasium in Kufstein verliehen wurde (K. U. Min.-Erl. vom 8./1. 1913, ZI. 50.742—12). In den Lehrkörper traten ein: Professor Ignaz Bergmeister zufolge des oberwähnten Diensttausches, Professor Johann Siegel an Stelle des Professors Dr. Wetternik und der provisorische Lehrer Dr. Edgar Mojsisovics von Mojsvar vom Staats-Realgymnasium in Pola, der an Stelle des Supplenten Fezzi der Anstalt zur Dienstleistung zugewiesen wurde (K. U. Min.-Erl. vom 7./9. 1912, ZI. 18.032 = Statth.-Erl. vom 18./9. 1912, Zi. VII—700/4—12). Zu Beginn des II. Semesters trat Professor Gustav Naser vom Staatsgymnasium in Pola gemäß dem obzitierten Erlasse an die Stelle des Professors Kofler. Als Nachfolger des mit 30. Juni 1912 abgegangenen Theologie-Kandidaten Adolf Matuschek wurde vom 1. Juli an der Pfarrer Dr. Otto Kiili n e mit der Erteilung des evangel. Unterrichtes A. B. betraut (Statth.-Erl. vom 16./7. 1912, ZI. VII—520/4—12). Die Supplenten Josef Meindl, Josef Napotnik und Dr. Hermann Trattner wurden mit Statth.-Erl. vom 16./10.1912, ZI. VII—1390/1—12, der Supplent und Assistent Karl Pirk er mit Erlaß vom 28./1. 1913, ZI. VII—1390/3—12 in gleicher Diensteseigenschaft wiederbestellt. Mit dem ersterwähnten Erlasse wurde der Probekandidat Dr. Hermann Lembacher zum Supplenten und Turnassistenten ernannt. Ebenso wurde dem Katecheten Konsistoriairat Heinrich Hone die Abhaltung der 2. Exliorte neuerdings übertragen (Statth.-Erl. vom 30./10. 1912, ZI. VII—1503—12). Als Supplenten, bzw. Assistenten wurden neu bestellt: Gino Da Pano, Anton Muxel und Vinzenz Springer mit dem obzitierten Statth.-Erlasse und vom II. Semester ab der Probekandidat an der Staatsrealschule im XIII. Wiener Gemeindebezirke Dr. Friedrich Schürr an Stelle des nach Kufstein ernannten Supplenten Muxel (Statth.-Erl. vom 24./2.1913, ZI. VII—294/1—13). Endlich wurden Albert Mühlbach er zum Supplenten und Zeichenassistenten und Karl Gustav M e 1 z e r zum Turnassistenten bestellt (Statth.-Erl. vom 5./11. 1912, ZI. VII—1390/2—12). Mit dem Stenographie-, bzw. Modellier unterricht wurden auch in diesem Jahre die Professoren Johann Raj ako witsch und Richard Lerchenfelder betraut (Statth.-Erl. vom 22./11. 1912, ZI. VII —1576—12); dem ersteren wurde auch die Abhaltung der mit Statth.-Erl. vom l./ll. 1912, ZI. VII—1575— 12 neueingefiihrten physikalischen Schülerübungen und dem Professor Dr. Karl Vogl jene der naturgeschichtlichen Übungen übertragen. Den Gesangunterricht erteilte der k. k. Volksschullehrer Georg Metzger (Statth.-Erl. vom 22./1L 1912, ZI. VII— 1576/1—12). Vom 20. Mai ab wurde der Lehramtskandidat Max Berti s c h der Anstalt zur Ablegung des einfachen Probejahres zugewiesen und der fachmännischen Leitung des Professors Johann Ra jako witsch unterstellt (Statth.-Erl. vom 2./6.1913, ZI. VII—795/1—1913). 2. Professor Johann Raj ako witsch wurde mit K. U. Min.-Erl. vom 16./7. 1912, ZI. 26.119 in die VIII. Rangsklasse befördert (Statth.-Erl. vom 2./9. 1912, ZI. VII—588/2—12). 3. Dein Schulrate Professor Anton Stephani des wurde vom K. U. Ministerium mit Erlaß vom 29./10. 1912, ZI. 46.771 (= Statth.-Erl. vom 22./11. 1912, ZI. VII—1319/2—12) aus Gesundheitsrücksichten ein Urlaub bis zum Schlüsse des I. Semesters bewilligt und seine Vertretung durch die Supplenten Gino Da Pano, Josef Meindl und KarlPirker genehmigt. Die Verhinderung des geschätzten Lehrers dauerte auch im II. Semester an. Der Supplent Albert Mühlbacher mußte wegen Ableistung einer Waffenübung den Unterricht vom 28. März bis 23. April unterbrechen. 4. Am 4. Oktober fand wie alljährlich ein Pestgottesdienst zur Feier des Ah. Namensfestes Seiner Majestät des Kaisers statt. Am 19. November wurde für weiland Ihre Majestät die Kaiserin Elisabeth ein Trauergottesdienst abgehalten. 5. Am 19. April fand in den Räumen des Triester Vereines „Austria“ die diesjährige, von den Abiturienten veranstaltete Schüler-Akademie statt, welcher Herr Landesschulinspektor Dr. Robert Kauer mit Gemahlin anwohnten. Zur .Darstellung gelangten der I. Akt von Grillparzers „Der Traum ein Leben“ und der Einakter „Eine Tasse Tee“ von Nuitter und Derley durch Schüler der VII. und der VI. a Klasse. Die Frauenrollen übernahmen in dankenswerter Weise die Damen Fräulein Valerie Eberl und Fräulein Lola Jensen. Den musikalischen Teil des Programmes besorgte das Schülerorchester des Staatsgymnasiums und der Staatsrealschule unter der bewährten Leitung des Herrn k. k. Übungsschullehrers Alois Pfur ts cheller. Zur Aufführung gelangten Bellinis Ouvertüre zur Oper „Norma“, die „Fleder-maus“-Ouvertüre von Johann Strauß und Mendelssohns Hochzeitsmarsch aus dem „Sommernachtstraum“. Der Schüler der VII. Klasse Georg Waldemar Medicus brachte zwei Klavierstücke sehr wirkungsvoll zu Gehör. Professor Dr. Karl Vogl, der auch die dramatischen Aufführungen einstudiert hatte, glänzte mit dem Vortrage dreier Balladen von Franz Karl Ginzkey, für welche Aufmerksamkeit der Dichter, der einst dem Triester Hausregimente als Offizier angehört hat, in einem herzlichen Schreiben dankte. Don SchhiLl der sehr gut besuchten und allseits freundlich aufgenommenen Veranstaltung bildete das wirkungsvolle Keulenschwingen von Schülern der VII. Klasse unter der Leitung des Turnlehrers Sebald Riedel. Den Vorträgen folgte ein Tanzkränzchen, bei dem ein Teil der Regiments-Kapelle des Infanterie-Regimentes Nr. 32 die Musik besorgte. Für die kostenlose Überlassung der Festräume ist die Anstalt auch diesmal dem Vorstande des Vereines „Austria“ zu großem Danke verpflichtet. Über den ansehnlichen Ertrag des Abends, der zum Teile dem Unterstützungsfonde zufloß, zum Teile der Anschaffung eines Ruderbootes gewidmet wurde, wird an anderer Stelle (S. 81) berichtet. Dort wird auch der aus Anlaß der Schülerakademie eingelaufenen Spenden dankend gedacht. 6. Am 27. April fand die erste Kommunion und die Firmung von Schülern der Anstalt zum erstenmale in der festlich geschmückten Anstaltskapelle in besonders feierlicher Weise statt. Seine bischöfliche Gnaden Dr. Andreas Karlin erschien selbst in der Anstalt und zelebrierte das Hochamt unter Assistenz der hochwürdigen Herren Pfarrer der Basilika von St. Just Mons. G. Buttignoni und Religionsinspektor Mons. A. Lupetina. Nach der Spendung der hl. Sakramente des Altars und der Firmung hielt der hochwürdigste Herr Bischof eine die Schüler sowie die Angehörigen der Firmlinge und Kommunikanten tiefergreifende Ansprache, auf welche der Schüler der I. Klasse Otto Tomaselli dankend erwiderte. Den Kirchengesang und die Musik besorgten Schüler der Anstalt, deren Leitung Herr Revident Karl B i biza in freundlicher Weise übernommen hatte, wofür ihm an dieser Stelle nochmals gedankt sei. 7. Herr Landesschulinspektor Dr. Robert Kauer unterzog die Anstalt in der Zeit vom 26. April bis 17. Mai einer eingehenden Inspektion, über welche am letztgenannten Tage unter seinem Vorsitze eine Konferenz abgehalten wurde. Herr Landesschulinspektor Franz M a t e j č i 6 wohnte am 22., 2i3. und 24. April dem slowenischen, Herr Hofrat Nikolaus Ravalico am 11. und 12. Juni dem italienischen Sprachunterrichte bei. Am 9. und 10. Juni besuchte der bischöfliche Kommissär Mons. A. Lupetina den katholischen Religionsunterricht in einigen Klassen. Mit K. U. Min.-Erl. von 14. April 1913, ZI. 13.956, wurde an Stelle des im Oktober verstorbenen Fachinspektors für das Freihandzeichnen Schulrates Eduard Brechler der Professor an der Staatsrealschule in Zara Bruno Bersa Edler von Leidenthal mit der Funktion des Fachinspektors für diesen Gegenstand an den Mittelschulen des Küstenlandes betraut. 8. Der Gesundheitszustand der Schüler war im abgelaufenen Schuljahre im ganzen befriedigend. Von ansteckenden Krankheiten traten einige sporadische Fälle von Scharlach, Masern und Mumps auf; ein Typhusfall blieb völlig vereinzelt. Am 27. November 1912 fand die augenärztliche Untersuchung der Schüler durch den Amtsarzt der k. k. Statthalterei Dr. G. Germonig junior statt. Am 5. April 1913 verschied nach kurzem Krankenlager der fleißige und brave Schüler der IV. b Klasse Oliver Pitteri an Blinddarmentzündung, aufrichtig betrauert von seinen Lehrern und Mitschülern. An dein Leichenbegängnis beteiligten sich mehrere Vertreter des Lehrkörpers und die Schüler der Klasse, welcher der Verstorbene angehört hatte. Am 9. April wurde in Anwesenheit der Angehörigen, der Lehrer und Mitschüler des so früh Dahingeschiedenen vom Katecheten Dr. H. Mioni eine hl. Seelenmesse in der Anstaltskapelle gelesen. 9. Das Schuljahr wurde infolge der Herstellungen im neuen Schulgebäude mit Bewilligung der k. k. Statthalterei vom 29. Juli 1912, ZI. VII—749/9—12, am 1. Oktober eröffnet. Das hl. Greistamt fand am 3. Oktober statt; der Unterricht begann am 5. Oktober. Da der 6. Juli auf einen Sonntag fiel, wurde vom Herrn Minister für Kultus und Unterricht mit Erlaß vom 13. Juni 1913, ZI. 27.849 (Statth.-Erl. vom 20. Juni 1913, ZI. VII—902/6—13) der Schulschluß ausnahmsweise für den 5. Juli angeordnet, an welchem Tage das Dankamt und die Zeugnisverteilung stattfanden. VIII. Körperliche Ausbildung der Schüler. 1. Dank der eifrigen Fürsorge, weiche die Militär- wie die Schulbehörden dem Unterrichte im SchieJ3wesen entgegenbrachten, fand im abgelaufenen Schuljahre dieser Zweig der körperlichen Ausbildung eine erhöhte Pflege. Schon vom Oktober an begannen die allwöchentlichen Übungen, die am 19. Oktober mit einem instruktiven Besuche des Hafenkastells von Triest unter der kundigen Führung des Referenten für das Jugendschießen beim Kommando der 55, Infanteriebrigade Herrn Majors von Bisenius eröffnet wurden. Der Unterricht, für welchen sieh 65 Schüler der beiden obersten Klassen gemeldet hatten, lag in den bewährten Händen des Herrn Oberleutnants Stephan von Patay und nahm durch das ganze Schuljahr einen ungestörten Fortgang. Er fand seinen Abschluß in dem am 2. Juni abgehaltenen Preisschiehen für sämtliche staatliche Mittelschulen Triests auf der Militär-Schießstätte in Basovizza, für welches das k. k. Landwehrkommando in Graz und Herr Landes-Oberschützenmeister kaiserliaher Rat Ludwig Pollack in Triest eine Reihe wertvoller Beste gestiftet hatten. Das Schießen nahm in Anwesenheit des Herrn Kommandanten der 55. Infanteriebrigade Oberst Hinke, des Herrn Majors von Bisenius und des kais. Rates Pollack einen festlichen Verlauf, zu dem die Darbietungen der Kapelle des 32. Infanterieregiments nicht wenig beitrugen. Von der Staatsrealschule beteiligten sich 47 Schüler, von denen zwei, Fonzari Richard (VII) und Kovačevič Johann (Via), je zwei Preise davontrugen. Es ist eine angenehme Pflicht der Direktion, an dieser Stelle dem indes von Triest geschiedenen Herrn Feldmarschallleutnant Krauß von Elislago für die wohlwollende Förderung des Jugendschießens den wärmsten Dank auszusprechen. Ein Gleiches gebührt den Herren Major von Bisenius, kais. Rat Pollack und Oberleutnant von Patay für ihre von bestem Erfolge gekrönten Bemühungen. 2. Ebenso erfreulich war die Weiterentwicklung, die das Schülerrudern nahm. Auf Grund des Übereinkommens mit der Ruderabteilung des Turnvereins „Eintracht“ konnten in diesem Jahre mit einigen der schon im Vorjahre ausgebildeten im ganzen 13 Schüler am sportlichen Rudern teilnehmen. Die Ausbildung unter der Leitung des Turnlehrers Herrn Sebald Riedel machte so gute Fortschritte, daß das Wagnis unternommen werden konnte, eine Rudermannschaft, bestehend aus den Schülern Fonzari Richard, Meller Richai'd (VII), Aicholzer Josef (Via) und Kenda Julian (VI b), mit ihrem Steuermann Bii tilge Egon (V a) zur Teilnahme an der XXXII. Großen Ruderregatta in Wien am 14. und 15. Juni d. J. zu entsenden. Der Klinkervierer wurde in selbstloser Weise von dem Wiener Ruderklub „Pirat“ zur Verfügung gestellt, der in seiner sportlichen Freundschaft so weit ging, die Schüler mit ihrem Mentor Herrn Riedel während ihres Wiener Aufenhaltes in ihren Klubräumen gastlich aufzunehmen, wofür dem genannten Klub auch an dieser Stelle von ganzem Herzen gedankt sei. Gelang es diesmal auch nicht, den Sieg davonzutragen, so kann doch berichtet werden, dati das Boot der Triester Staatsrealschule als zweites nur einen Meter hinter dem Sieger durchs Ziel ging. Besonderer Dank gebührt für die Ermöglichung dieser Veranstaltung dem hohen Ministerium für Kultus und Unterricht, das mit Erlaß vom 12. Juni 1913, ZI. 24.501, zu dem Zwecke eine Unterstützung von 200 K bewilligte. Die übrigen Kosten wurden in opferwilliger Weise durch eine Sammlung im Lehrkörper aufgebracht. Außer dem sportlichen fand auch das maritime Rudern in diesem Jahre eifrige Pflege. Die Direktion erwarb unter günstigen Bedingungen vom Österreichischen Lloyd ein Gig, welches mit Bewilligung des k. u. k. Seebezirkskommandos unter dem ärarischen Stapeldache am Molo S. Teresa eingestellt wurde. Den Ruderunterricht erteilte ein k. u. k. Bootsmannmaat als Instruktor unter Aufsicht des Supplenten Josef Me in dl. Um die Herrichtung und Instandhaltung des Bootes erwarb sich Herr k. u. k. Ober-Maschinenwärter Richard Binko dankenswerte Verdienste. Weitere 9 Schüler konnten auf diese Weise Ruderunterricht genießen, wofür die Anstalt dem k. u. k. Seebezirkskommando zu innigem Danke verpflichtet ist. 3. Laut Zuschrift des Militär-Stationskommandos vom 28. Februar 1913, Exh. Nr. 187, wurde die Benützung des Exerzierplatzes der Großen Kaserne als Jugendspielplatz „bis auf weiteres“ eingestellt. Ein Ersatz konnte nur in dem Schulhofe gefunden werden, dessen Anlagen zu diesem Zwecke größtenteils entfernt werden mußten. Der so gewonnene Raum (etwas über 30 in im Geviert) bietet immerhin eine ansehnliche Spielfläche, wenn auch die ernsteren sportmäßigen Spiele wie Fußball, Hockey usw. ausgeschlossen bleiben müssen. Gespielt wurde seit Ende April an 3 Nachmittagen der Woche, und zwar je einen Nachmittag von der I. und II., einen von der III. und IV. und einen von der V.—VII. Klasse. Die Leitung lag in den Händen der Herren Prof. Lerchenfelder, Prof. Höß und Dr. Lembacher. Am 22. und am 25. Mai wurden unter Leitung des Prof. Dr. E. Z e 11 w e k e r und des Supplenten V. Springer die ersten Versuche im Geländespiel gemacht, an denen sich jedesmal 80—90 Schüler der IV.—VII. Klasse beteiligten. Das erste Spiel fand zwischen Barcola und Opčina, das zweite zwischen Banne und Trebič statt. Der Anklang, den diese Vei’suche bei der Jugend fanden, ermutigt zu einer planmäßigen Ausgestaltung, die im kommenden Schuljahre in Angriff genommen werden soll. 4. Ausflüge und Besichtigungen fanden bei günstigem Wetter das ganze Jahr hindurch statt. Insbesondere unternahm Prof. Dr. Vogl mit den Schülern der beiden V. Klassen, die an seinen naturgeschichtlichen Übungen teilnahmen, wiederholt Spaziergänge und Fahrten zu botanischen Studien. Prof. Dr. Zellweker bemühte sich erfolgreich um die Einführung der Wandervogel-Bewegung und verfügt bereits über eine ansehnliche Schar wanderlustiger Scholaren. Unter den größeren Exkursionen seien erwähnt: ein Besuch der Ziegelwerke von Fiumicello unter Führung des Prof. Hott (24. April 1913), die Besichtigung des Stabilimento Tecnico Triestino (19. Januar 1913), der Worfle S. Rocco (22. April 1913) und des Maritimen Observatoriums (11. März 1913) unter Leitung des Supplenten Me in dl, die Besichtigung des Dampfers der Austro-Americana „Kaiser Franz Joseph I.“ (30. Dezember 1912) und eine Fahrt nach Pola am Tage des Maiausfluges zur Besichtigung von Marineanstalten, beide geleitet von Prof. Raj a ko witsch. Die Direktion ergreift gerne die Gelegenheit, um an dieser Stelle dem k. und k. Hafenadmiralate in Pola, dem k. und k. Seebezirkskommando in Triest, der Direktion des Observatoriums, der Direktion der „Austro-Americana“ und dem Direktor der gräflich Khevenhüller’schen Ziegelwerke, Ingenieur Fischer, und ihren Organen für das bewiesene Entgegenkommen den wärmsten Dank im Namen der Anstalt auszusprechen. Der 24. Mai wurde von der Direktion zum Zwecke der Veranstaltung von Ausflügen freigegeben. Die beifolgende Tabelle gibt eine Übersicht der unternommenen Fahrten. Maiausflüge am 24. Mai 1913. Klasse I Zahl der Schüler 1 Weg und Ziel Dauer Begleitende Lehrer I a 89 Fußwanderung über den Monte Cal nach Lipizza und Basovizza. 1 Tag Bergmeister I b 24 Mit der Balm nach St. Daniel, zu Fuß nach Branica und Erzelj und zurü.k nach St. Daniel. 1 Tag Dr. SchUrr II a SO Bahnfahrt nach Reifenberg; Fußwanderung durch das Branicatal nach St. Daniel. 1 Tag Lerchenfelder II b 25 Gemeinsam mit 11 a. 1 Tag Dr. Trattner III a 24 Bahnfahrt bis Podbrdo, Fußmarsch im Bacatal bis Sta. Lucia. 1 Tag Bernt III b 28 + 8 (VI») Seefahrt nach Rovigno; Besichtigung der deutschen zoologischen Station. 1 Tag Dr. Vogl IVa 14 Bahnfahrt nach Lupoglava; Aufstieg auf den Monte Maggiore. 1 Tag Dr. Y- Mojsisovlcs Höß IV b 12 Mit der Bahn bis Divača; zu Fuß nach St. Kanzian, Rodik-Herpelje. 1 Tag Napotnik V a 12 Bahnfahrt bis Rodik; zu Fuß nach St. Kanzian; Besuch der Grotte; Fußmarsch nach Triest. 1 Tag Dr. Lusner Vb 11 Mit der Bahn nach Prvačina; Fußwanderung nach Wippach-Haiden-schaft und zum Ursprung der Udl. 1 Tag Springer Via — Siehe III b und VII. — — j VI b 12 Bahnfahrt nach Görz; zu Fuß auf den Monte Santo. 1 Tag Siegel VII 29 Dampferfahrt nach Pola. Besichtigung der Stadt, des Marinearsenals, des Marinemuseums und eines Kriegsschiffes. Rückfahrt per Bahn. Es beteiligten sich an dem Aus-tiuge Schüler der V. b, VI. a, VI. b una VII. Klasse 1 Tag Rajakowitsch IX. Die wichtigsten Verfügungen der Vorgesetzten Behörden. 1. Austritt während des Schuljahres: Schüler einer Mittelschule, die im Laufe des Semesters von ihrer Lehranstalt austreten, ohne — wie etwa in einem Übersiedlungsfalle der Eltern — ihre Studien noch in demselben Semester an einer anderen Lehranstalt unmittelbar fortzusetzen, treten nach den Bestimmungen der Verordnung vom 18. Oktober 1850, Z. 9134, in die Kategorie der an keiner Mittelschule eingeschriebenen Privatschüler über und können im nächstfolgenden Semester nur auf Grund einer aus allen obligaten Lehrgegen-ständen abzuhaltenden Aufnahmsprüfung und gegen Erlag der für eine solche Aufnahmsprüfung vorgeschriebenen Prüfungstaxe von 24 K, sowie der Aufnahmstaxe zur Fortsetzung ihrer Studien an einer Mittelschule wieder aufgenommen werden. (Min.-Erl. vom 6. Oktober 1878, Z. 13510.) 2. Neue Ferien Ordnung: Die Hauptferien an den Mittelschulen dauern vom 16. Juli bis 15. September. Zur Vornahme der Reife-, Privatisten- und Aufnahmsprüfungen entfällt die Erteilung des Unterrichtes in den letzten zehn Tagen vor Beginn der Hauptferien. Das I. Semester schließt mit dem letzten Samstage vor dem 16. Februar. Das II. Semester beginnt mit dem darauffolgendon Sonntage, doch ist der Montag und Dienstag noch schulfrei. Die Weihnachtsferien dauern vom 24. Dezember bis einschließlich 2. Jänner. Die Osterferien dauern vom Mittwoch vor bis einschließlich Dienstag nach dem Ostersonntage. (K. U. Min.-Erl. vom 5. April 1912, ZI. 14822.) 3. Wiederzulassung zum Schulbesuche bei Diphtheritis: Ein von der Diphteritis geheilter Schüler kann erst drei Wochen nach Ablauf des lokalen Krankheitsprozesses unter Beibringung des ärztlichen Attestes wieder zum Schulbesuche zugelassen werden. — Einem eventuell mit einem Diphtheritiskranken zusammenwohnenden Schüler kann nach dessen Genesung und nach vollzogener Reinigung und Desinfektion der Wohnung auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses sofort der Schulbesuch wieder gestattet werden. (Statth.-Erl. vom 12. April 1885, Z. 7489.) 4. Obligater Unterricht in den Landessprachen: Vom Schuljahre 1910-1911 ist an der Staatsrealschule in Triest entweder Italienisch oder Slowenisch nach Wahl der Eltern oder deren Stellvertreter für alle Schüler obligat. Die Schüler sind in die bestehenden Parallelabteilungen so einzureihen, daß bei der Erteilung des Unterrichtes in der einen Abteilung die Kenntnis der Sprache bereits vorausgesetzt, während in der anderen mit der Erlernung begonnen wird. In der Oberrealschule hat wie bisher das Englische als Wahlgegenstand neben dem Italienischen, bzw. Slowenischen zu verbleiben. Das Stundenausmaß aller Sprachfächer ist aus der Tabelle auf Seite 52 zu ersehen. (K. U. Min.-Erl. vom 29 August 1910, ZI. 29119.) Repetenten und von anderen Mittelschulen, an denen das Italienische bzw. Slowenische kein obligater Lehrgegenstand ist, an die Mittelschulen mit deutscher Unterrichtssprache in Triest übertretenden Schülern kann die k. k. Statthalterei auf ihr Ansuchen die Frist zur Ablegung der Prüfung aus dem obligaten Italienischen bzw. Slowenischen auf ein Semester oder höchstens auf ein Schuljahr erstrecken. (Statth.-Erl. vom 27. November 1911, ZI. VII-1466/1—11.) X. Statistik der Schüler. Nachtrag zum Schuljahre 1911-1912. KLASSE. . . I II III IV V VI VII Summe a b a b a b a b a b Zu einer Wiederholungsprüfung' zugelassen . . Entsprochen haben . . . Nicht entspr. haben oder nicht erschienen sind. . — 2 2 1 1 5 4 1 — 1 1 3 8 2 2 3 3 4 4 10 10 — 31 28 3 Zu einer Naohtragsprüfung zugelassen Entsprochen haben . . . Nicht entspr. haben oder nicht erschienen sind. . 1 1 — — — — 2 2 1 1 1 1 1+1 1 +1 2 1 1 — 8+1 8 5+1 Demnach ist das Endergebnis für 1910/1911: Zum Aufsteigen vorzüglich geeignet (oberste Klasse mit vorzüglichem Erfolg beendet) geeignet (mit gutem Erfolg) im allgemeinen geeignet . nicht geeignet (mit nicht genügendem Erfolg) . . Ungeprüft 1 40 1 8 86 3 6 83 1 8 1 25 2 10 1 35+1 8 2 1 22 5 9 2 8 27 2 1 1 25 5 +1 1 29 4 27 3+1 1+1 a 82 7 1 3 84 11 365+1 17 62+1 5+l+la_ Summe . . 50 45 42 38 42+1 38 33 31+1 34 .!W+l +la 40 87 460+3+1^ Schuljahr 1912-1913. KLASSE . . 1 II III IV V VI VII Suniffl6 u i b a | b a b a b a b a b 1. Zahl. Zu Anfang 1912/1918. . . Während des Schuljahres eingetreten Im ganzen also aufgenomm. Darunter: Neu aufgenommen) aufgeatiegon und zwar | Repetentin . Wieder aufgenom-j aufgsstiegen men und zwar | Repotenteu . Während des Schuljahres ausgetreten 49 1 51 1 44 1 46 2 87 1 37 3 41 2 34 26 25 1 30+1 1+1» 80 M 482+2 13+1» 50 52 45 48 38 40 48 34 26 26 81+1 +1» 80 32 H l%+2jj! 47 3 3 50 2 3 3 89 8 2 8 86 4 5 3 1 30 4 4 8 29 8 1 4 1 88 6 4 27 8 4 1 22 3 1 4 1 20 1 2 2+la 2 24 i-l 8 1 1 26 3 1 1 80+1 1 136+1» 5 821+2 83 83 Schülerzahl zu Ende 1912-19B . I öffentl. Schüler. Darunter außerord. „ 1 Privatisten . . 47 47 49 49 43 43 43 48 34 84 89 39 3G+1* 86 1 30 30 25 26 24 24 ao-H io i i 29 29 32-1-1 32 1 161+3*+'* 461 1 3 Summe . . 47 49 43 j 43 84 89 36+1 30 25 24 !10+1 +lft 29 32 1 1 (61+3+18 * Ein Sohfiler wurdo im II. Somestor Privatist. — la uuUoroid. Scliftlor. a | b a | b 2. Geburtsort (Vaterland). Triest samt Gebiet . . . Das übrige Küstenland. . Andere Provinzen Österreichs .................... Ausland (inkl. Ungarn) . . Summe Muttersprache. Deutsch . . . Slowenisch . . Serbo-kroatisch Italienisch (ladin.-friul.) Ungarisch. . . Andere Sprachen Summe . 4- Religion. Römisch-katholisch . . Griechisch-orthodox . . Evangelisch ( Heftdf Anglikanisch............. Mosaisch................. Konfessionslos .... Summe . Lebensalter. 10 Jahre 11 „ a * 5 2 1 1 14 10 12 11 29 32+1 32 24 401 +3 30 25 63 40 21 10 48 87 99 _78, 201 190 *) An den naturgeschichtlichcn Übungon nahmen 12 Schüler dor V., an don physikalischen lOHchülor der VII. Klasso teil. KLASSE . . I 11 III IV V VI VII Summe a b a b a b a 1 b a b a b 10. Geldleistungen derSchüler. Schulgeld zu zahlen ( I. Sem. 17 14 19 12 10 13 18 9 6 9 13+1 10 14+1 164+2 Mrcn rerpfliditet im . 1 II. „ 1S3 9 21 17 12 15 2i+r 11 9 10 14+1 ■ +» 17 8+1 m+r+ia Halb befreit . J jj’ ®em-Ganz befreit . TJ' ®em- 1 J-L‘ I! — — — — 1 — — — — — 2" 1 — 4** 31 37 24 35 24 27 26 21 19 16 16 19 18 316 34 40 22 28 22 24 17 19 16 14 13 13 24 286 , , . fl. Sem. (WO 560 760 480 420 fr>0 720 360 240 360 580 420 600 6700 Im ganzen betrag ) du Schulgeld im j jj 520 3G0 840 680 500 600 840 410 360 400 660 680 360 7240 Summe, . . 1200 920 1(500 1160 920 1120 1560 800 600 7G0 1240 1100 960 13940 Die Aufnab ms tax e K 4'20 zahlten 47 48 2 7 4 7 4 4 1 3 4 1 1 183 Den Lehrmittelbeitrag a 8 K zahlten .... 50 52 44 48 38 40 44 88 26 26 32 30 33 496 Duplikat-Taxe it. 4 K . . 17 fteifezeugnisdaplikat ii 12 K . . . . II. Stipendien. Anzahl j I. Sem. 1 2 2 2 1 1 1 1 1 1 1 14 der Stipendisten | II. „ 1 2 1 2 1 — — 1 1 1 1 — 1 12 Gesamtbetrag ( I. Sem. 100 200 185 200 100 — — 150 lbO 150 100 118 bO 1503 der Stipendien | II. „ 100 2«) 85 200 100 — — 150 150 150 100 — 50 1285 Summe . 200 400 270 400 200 — — 800 300| 300 200 118 100 2788 * 2 Privatisten sind zur Prüfung nicht erschienen. ** Ein Halbbofroiter hatte des Schulgeld vor seinem Eintritt bereits gezahlt. XI. Verzeichnis der öffentlichen Schüler, . u. 7. Aufl. — Nuovo libro di letture italiane, parte IV., ult. ediz. — Maddalena, Prose e poesie ad uso dei Tedeschi. — Sket-Wester, SloV. čitanka, 4. Teil, 2. Aufl. — Bechtel, Französisches Sprech- und Lesebuch, II. Teil, 5. Aufl. — Heiderich-Kozenn, Geographischer Schulatlas in 84 Karten, 39.—42. Aufl. — Dr. F. Heiderich, Österr. Schulgeographie, III. Teil, 2. Aufl. — Mayer, Lehrbuch der Geschichte, Oberstufe. I. Teil, 6. Aufl. — G a j d e c z k a, Arithmetik und Algebra für die oberen Klassen, 7. Auflage. — G a j d e c z k a, Übungsbuch, 8. Aufl. — Rosenberg, Lehrbuch der Physik für die unteren Klassen, 3. Aufl. — Hans Huber, Leitfaden der Chemie und Mineralogie für die IV. Kl., 3. Aufl. — Mandl, Lehrbuch der Geometrie für die oberen Klassen. — Mandl, Übungsaufgaben, — Schiffner, Geom. Zeichnen. V. Klasse. — König Artur, Lehrbuch für den katholischen Religionsunterricht in den oberen Klassen der Gymnasien und Realschulen, 9.—13. Auflage. — Bauer, Jelinek, Pollak und Streinz, Deutsches Lesebuch für Realschulen, V. Teil, 2. Aufl. — Jelinek, Pollak und Streinz, Leitfaden der deutschen Literaturgeschichte, I. — Dr. G. V i d o s-sich, Compendio della storia della letteratui'a italiana, 1. Aufl. — 0. Chizzola, Prose e Poesie dei sec. XIII, XIV, 2. Aufl., parte I. — Briani-Bertagnolli, Prose e Poesie dei sec. XV, XVI. Bechtel, Kurzgefaßte Grammatik der französischen Sprache. — Bechtel, Übungs- und Hilfsbuch für die Oberstufe der Realschulen, 3. Aufl. — Bechtel, Französische Chrestomathie, 7. Aufl. — Swoboda, Elementarbuch der engl. Sprache für Realschulen, 1. Aufl. —Dr. F. H ei deri cli, Osterr. Schulgeographie, 4. Teil, 1. Aufl. — Hei der ich, Geographischer Schulatlas in 84 Karten, 39.—42. Aufl. — Dr. M ay e r, Lehrbuch der Geschichte, Oberstufe, 2. Teil, 5. u. 6. Aufl. — Putzge r, Historischer Schulatlas, 22.—32. Aufl. — Gr aj d e c z k a, Arithmetik und Algebra für die oberen Klassen, 7. Aufl. —■ Gajdeczka, Übungsbuch, 8. Aufl. — Mandl, Lehrbuch der Geometrie für die oberen Klassen. — Mandl, Übungsaufgaben. — Greve, 5stellige Logarithmen. — R. v. Wettstein, Leitfaden der Botanik, 3. u. 4. Auflage. — Schwaighofer, Bestimmungstabellen für einheimische Samenpflanzen. — Hein-melmayr, anorganische Chemie, 5. Auflage. — Barchanek, Lehr- und Übungsbuch der darstellenden Geometrie, 3. Aufl. — Heller, Aufgaben und Beispiele aus der darstellenden Geometrie, I. Teil, 3. Aufl. VI. Klasse. — K ö n i g Artur, Lehrbuch für den katholischen Religionsunterricht in den oberen Klassen der Gymnasien und Realschulen, 9.—13' Auflage. — Bauer, Jelinek, Pollak u. Streinz, Deutsches Lesebuch für Realschulen, VI., 2. Auflage. — Jelinek, Pollak u. Streinz, Leitfaden der deutschen Literaturgeschichte, II. — Dr. G. Yidossich, Com-pendio dolla storia della letteratura italiana, 1. Aufl. — Brian i-Bertagnolli, Prose e Poesie dei secoli XY, XVI. Ariosto-Tasso, Schulausgaben, Mailand.— Bechtel, Grammaire fran-oaise, 5. Aufl. — Bechtel, Übungs- und Hilfsbuch für die Oberstufe der Realschulen, 3. Aufl. — Bechtel, Französische Chrestomathie, 7. Aufl. Choix de Nouvelles modernes, (i. Bändchen, Velhagen-Klasing. Moliöre, L’avare, Tempsky. — Swoboda, Lehrbuch der englischen Sprache für Realschulen, II. Teil, English Reader. — Swoboda, Schulgrammatik der modernen englischen Sprache. — Heide rieh, Österreichische Schulgeographie, 4. Ted, 1. Auflage. — Gajdeczka, Arithmetik und Algebra für die oberen Klassen, 7. Auflage. — Gajdeczka, Übungsbuch, 8. Auflage. — Mandl, Lehrbuch der Geometrie für die oberen Klassen. — Mandl, Übungsaufgaben. — Greve, osteilige Logarithmen. — Dr. Mayer, Lehrbuch der Geschichte, Oberstufe, 3. Teil, 4. Aufl. — Putzger, Historischer Schulatlas, 22.-—32. Aufl. —Heidericli-Kozenn, Geographischer Schulatlas in84 Karten, 39.-42. Aufl. — Rosenberg, Lehrbuch der Physik für die oberen Klassen der Mittelschulen, Ausgabe für Realgymnasien und Realschulen, 5. Aufl. — Schmeil-Scholz, Leitfaden der Zoologie, 1. Auflage. — Hemme lmayr, Organische Chemie, 5. Aufl. — Barchanek, Lehr- und Übungsbuch der darstellenden Geometrie, 3. Aufl. — Heller, Aufgaben und Beispiele aus der darstellenden Geometrie, H. Teil, 3. Aufl. VII. Klasse. — König Artur, Lehrbuch für den kathol. Religionsunterricht in den oberen Klassen der Gymnasien und Realschulen, 9.—13. Aufl. — Jelinek, Pollak und Streinz, Deutsches Lesebuch für Realschulen, VII., 2. Aufl. — Jelinek, Pollak und Streinz, Leitfaden der deutschen Literaturgeschichte, III. — Dr. G. Yidossich, Compendio della storia della letteratura italiana, 1. Aufl. — Gentille, II Seicento e il Settecento. — Briani-Bertagnolli, Prose e poesie dei secoli XV, XVI.— Dante, Divina Commedia, Ausg. Barbera. — B echt el, Grammaire franqaise, 5. Auflage. — Bechtel, Übungsbuch, Oberstufe, 3. Aufl. — Bechtel, Chrestomathie, 7. Aufl. — Zola, Le cercle de fer. Tempsky, Corneille, Le Cid, Velhagen-Klasing. — Swoboda, Literary Rea-, der. — Dickens, A Christmas Carol, Velhagen-Klasing. Shakespeare, The Merchant of Venice, Velhagen-Klasing. — Hannak, Osterr. Vaterlandskunde für die oberen Klassen, 16. und 17. Aufl. — Heiderich-Kozenn, Geographischer Schulatlas in 84 Karten, 39.—42. Aufl. — Dr. Mayer, Lehrbuch der Geschichte, Oberstufe, 3. Teil, 3. Aufl. — Putz-ger, Historischer Schulatlas, 22.-32. Auflage. — Gajdeczka, Arithmetik und Algebra für die oberen Klassen, 7. Auflage. — Gajdeczka, Übungsbuch, 8. Auflage. — Greve, östellige Logarithmen. — Dr. Scharizer, Lehrbuch der Mineralogie und Geologie, 4. Aufl. — Rosenberg, Lehrbuch der Physik für die oberen Klassen der Mittelschulen (Ausg. für Realgymn. und Realschulen, 5. Aufl. — Barchaneli, Lehr- und Übungsbuch der darstellenden Geometrie, 3. Aufl. — Heller, Aufgaben und Beispiele aus der darstellenden Geometrie, II. Teil, 3. Aufl. Evans- Religionslehre. — Für die I. und II. Klasse: Müller, Biblische Geschichte. — Für die I—IV. Klasse: Aust, Lehrbuch der Kirchengeschichte (A. K.), 7. Aufl. Biblisches Lesebuch für evang. Schulen (A. K.). — Witz, Der Heidelberger Katechismus (H. K.). — Liederschatz, Ausgewählte evangelische Kirchenlieder. — Für die III. und IV. Klasse: Die Bibel nach der deutschen Übersetzung Dr. Martin Luthers. — Für die V.—VII. Klasse: Hagenbach, Leitfaden zum christlichen Religionsunterricht für die oberen Klassen höherer Anstalten. Mosaische Religionslehre. — Leopold Breuer, Israelifische Glaubens- und Pflichtenlehre. — Daniel Ehr mann, Biblische Geschichte. Stenographie. — Lehrbuch der Stenographie von Emil Krams all, 9. (6., 7., 8.) Auflage. Empfehlenswerte Wörterbücher für die oberen Klassen: Pfohl, Französisches Wörterbuch (Verlag F. A. Brockhaus, Leipzig); Thieme-Kellner, Englisch-deutsches W örterbuch (Verlag Viehweg, Braunschweig). XIII. Kundmachung bezüglich des Schuljahres 1913-1914. Die Einschreibung in die L Klasne wird am 29. Juni sowie am 14. September, die Einschreibung neuer Schüler in die II.—VII. Klasse am 17. September vormittags in der Direktionskanzlei erfolgen. Letztere können nur nach Maßgabe der verfügbaren Plätze aufgenommen werden. Auinalimsprütungcn für die T. Klasse linden am 30. Juni und 1. Juli und am 1(5. September, für die höheren Klassen am 18. September statt. Jene Schüler, welche der Anstalt im abgelaufenen Schuljahre bereits angehörten, haben sich, wenn sie ihre Studien daselbst fortsetzon wollen, am 15. September im Sprechzimmer zu melden und unter V orweisung des letzten Jahreszeugnisses und 2 Nationale, den Lehrmittel- und Jugend spie 1-B e i t r a g, sowie das T i n t e n g e 1 d im Gesamtbetrage von 1 K 40 h zu entrichten. Die Wiederholungs- und Nachtragsprüfungen finden am 10. September um 8 Uhr statt. Der Eröffnungsgottesdienst wird am 18. September um 8 Uhr abgehalten. Die neu eintretenden Schüler müssen, von ihren Eltern oder deren Stellvertretern begleitet, zur Einschreibung erscheinen und hiebei vorlegen: ä) den Tauf-, resp. Geburtsschein, b) das Impfungszeugnis, c) die schriftliche Erklärung eines Arztes, dal.S sie mit der granulösen Augenkrankheit nicht behaftet sind, d) das letzte Schulzeugnis, e) zwei sorgfältig ausgefüllte Nationale (Formulare beim Schuldiener). Jeder Schüler, welcher in die erste Klasse eintreten will, muß: 1. das 10. Lebensjahr zurückgolegt haben oder doch bis Ende Dezember vollenden ; 2. bei der Aufnahmsprüfung aus der deutschen Sprache, dem Rechnen und der Religionslehre genügende Kenntnisse an den Tag legen. Gefordert wird: In der Religion jenes Maß von Wissen, welches in den ersten vier Jahreskursen der Volksschule erworben werden kann. In der deutschen Sprache Fertigkeit im Lesen und Schreiben, Kenntnis der Elemente aus der Formenlehre und einige Übung im Diktandoschreiben und Analysieren der Redeteile und der wichtigeren Satzteile. Im Rechnen entsprechende Übung und Gewandtheit in den vier Grundoperationen mit ganzen Zahlen. Für die Aufnahme in eine höhere Klasse wird gefordert : 1. das entsprechende Lebensalter; 2. der Nachweis der notwendigen Kenntnisse durch ein legales Zeugnis über das letzte Semester, eventuell durch eine Aufnahmsprüfung. Für eine solche Prüfung ist die gesetzlich bestimmte Taxe von 24 K zu erlegen. Alle Schüler der V. Klasse haben eine schriftliche Erklärung ihrer Eltern oder deren Stellvertreter vorzulegen, in welcher ausdrücklich gesagt ist, ob der Schüler den Unterricht in der englischen oder italienischen Sprache in den Oberklassen besuchen soll. Jeder neu aufzunehmende Schüler hat bei der Aufnahme eine Taxe von 4 K 20 h, sämtliche Schüler haben einen Lehrmittelbeitrag von 3 K, den Jugcndspielbcitrag von 1 K und das Tintengeld von 40 h, im ganzen 8 K 60 ll zu entrichten. Das Schulgeld beträgt 80 K jährlich und muß im Betrage von 40 K in den ersten 6 Wochen eines jeden Semesters erlegt werden. Arme Schüler, welche einen guten Fortgang sowie ein gutes sittliches Betragen an den Tag legen, können von der Zahlung des Schulgeldes befreit werden. Den Schülern der ersten Klasse, die im I. Semester das Schulgeld spätestens im 3. Schulmonate zu entrichten haben, kann die Zahlung gestundet werden, wenn sie dürftig sind und bei einer 2 Monate nach der Aufnahme abzuhaltenden Konferenz im Betragen eine der beiden ersten Noten, sowie in allen Obligatfächern wenigstens die Note „genügend“ ausweisen. Die Stundungsgesuche sind 8 Tage nach der Schüleraufnahme einzureichen, die definitive Befreiung erfolgt erst nach Schluß des Semesters für diejenigen, die im Betragen die Noten „sehr gut“ oder „gut“ und in jedem Gegenstände mindstens die Note „genügend“ erhalten haben. Triest, 5. Juli 1913. Dr. Artur Brandeis, k. k. Direktor. f.-' ' M! •;!. ,, ■ • >'v .if. ' s.. ■ ■ :■ . : . ■ • .11 ■ .'•! . ; : . ■ : J ■ 'v. ■ o.i " - : ■ ■ Ui , ;f[uI <• ; ■ • ■ - ’3 ': . . ■ ' , , . ■ <1 ■: u • •!' ■ ■ (.1; f '■ : Buchdmckerei des österr. Lloyd,, Triest.