Nr. 1ß0. Samstag, 17. Juli 1886. 105. IahrnMst. Mbacher Zeitung. Pr«»umts»»l!»«sprt«e: Mit Pofiveisenbung: ganzjährig st, l5, balbjährig fi. 7.5«. Im «omhtoii: «an,l<,yfj« s>. ii^ halbjäh^ 5.50, Yllr ^ie Zustellung in« Hau« ganzjährig st, '. — Inltltioneaeblir: Für »leine In>«ate bis zu < Zeilen 2L ll.. grühcre pr. Zeile « lr.! bc, öfteren Wicdcrholunssen pr. Zelle 3 lr. Dle „?a!bach» Zeituny" erscheint täglich mit Ausnahm? der Sonn und sstieriage. Die «d«l»«ftra«»o» befindet fich »ahnhofftlahe i^. die Medallion Wienerftrahe 's., — Nnfr«nli«lt Vries« werden Nlchl angenommen unb Vionuscri^le nicht zurllllgeftelll. Unülichei Hheil, Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichneten! Diplome dem Major des Infanterieregiments Freiherr von Vancr Nr. 84 Johann Czech den Adelstand mit dem Ehrenworte «Edler» allergnädigst zn verleihen gernht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 10. Juli d. I. dem Hofrathe und Stellvertreter des Präsidenten der Wiener Polizeidirection Anton Ritter Weiß von Weißen-stamm in neuerlicher Anerkennung seiner ausgezeichneten Dienstleistung das Comthnrkrcn'z des Franz-Ioseph-Ordens aNerguädigst zn verleihen gernht. Se. k. uud k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 10. Inli d. I. den mit der Leitung der Wiener Polizeidirectiun betrauten Hofrath Franz Freiherrn von Krauß zum Präsiden -ten der Wiener Polizeidirection allergnädigst zu erueuneu geruht. ' Taaffe 'n. ,'. Nichtamtlicher Mil. Aus dem Lager der „schärferen Tonart". Wir,,. 15, Juli. So hätte denn der Deutsche Club glühende Kohlen auf den Häuptern seiner deutsch-liberalen Gegner gesammelt. Plenrr und Sturm. Herbst uud Tm„ci5zczuk haben Grnnd „„d Ursache, sich renig ans die Brust z» schlagen uud alles zu revocieren, was sie in den verflossenen Monate,» ,md besonders in den letzten Wochen liber die Bedentlichkeit und Inopportunität jener Partei-blldung gesagt haben. Ihr Auge war getrübt, ihr Gehörnerv war gelähmt, die politische Einsicht hatte ste ganz verlassen. Riesengroß nnd gewaltig sind die Erfolge des Deutschen Clubs: eine Wendung ist eingetreten, und die hat er herbeigeführt; das System hat stch geändert, und das ist sein Verdienst; nicht dein Vertrancn Sr. Majestät nud dem Rufe des Minister-Präsidenten verdanken die Minister Gantsch und Bac-quehem ihre Berufung, soudcrn der Deutsche Club war me Woge, die sie hiuangctragen hat auf die Höhen der Macht; zwei andere Räthe der Krone führen nur mehr eine Scheinexisteiiz, nnd wieder war es diese furchtbare Partei, welche ihre Stellnng nntergraben hat; die Tage des Grafen Taaffe selbst sind gezählt, und der sie gezählt hat. wer kann es anders sein. als der siegreiche, unüberwindliche, allmächtige Deutsche Clnb? Und da hat es ein Dr. Sturm gewagt, sciue Gründuug ciu Uuglück zu uenueu; da hat ciu Dr. Plcner den Muth gefuudcn. ihm die Regierungsfähig-kcit abzusprechen? Jubelnd sieht heilte der Officmsus dieser gottbegnadclen Partei das Alte zusammenbrechen und ucues Leben aus deu Ruinen blühen. Des allmächtigen Gottes Gewalt verleiht auch dem schwachen Arme Rieseustärke, und ein neues Wuuder hat der Herr gewirkt, nm für jene zu zeugen, die mau die Schwachen und dir Ohumächtigen nannte. Was sind Iosua's Leviten gegen die Posauuenbläscr der schärfsten Tonart? Kaun man die Zerstörung einer alten, armseligen Stadt, wie es Jericho war, mit den» Zusammensturz ciues Staatssystcms vergleiche»? Es wäre ciue erhebende Geschichte, wenn sie nicht gar so lustig wäre. Der selige Münchhausen kann bei den Herrschaften in die Schule gehen. Du bist todt, sage« sie zum Cabiuct. mausetodt, schreiben zugleich die Nekiologe, machen selbst das Testament uud vertheilen die Erbschaft. Dir Phantasie erschlägt zuerst das Ministerium, uud die Phantasie dichtet sodann ein Epos zur Verherrlichung der lzlorreichen Sieger. Auf diese Art will man der unbequemen Kritiker aus dem deutsch-österreichischen Lager los werden, so hofft man die enttäuschten Wählerschaften aufzumuliteru, so die Zweifel nnd Bedenken zn beseitigen, die sich jetzt anch schon dort geltend machen, wo vor kurzem noch großen Worten nnd starken Phrasen Zanberkraft beigelegt wurde. «Einen Erfolg wollt ihr», so lönt es von ihren Lippen, «habt ihr den Staar auf beiden Augen. Kleingläubige, dass ihr unsere mächtigen Errungenschaften nicht seht? Mehr gehalten haben wir. als versprochen, in einem Jahre eine Arbeit geleistet, welche die «Staatspartei» in einem Lustrum nicht zu lmväl tigen vermochte; der Staatswagen ist umgeworfen, der Lenker vom Bocke geschleudert, die frühereu Insasscu fielen heraus; was bedarf es da mehr. als die Car-rosse wieder aufzurichten und die Leitseilc in die Hand zu nehmen?» Vor kurzem gieng eine heitere Geschichte, die sich in Madrid zugetragen hat. durch alle Blätter der Welt. Ein Prophet hatte für den Frohulcichnams' tag den Untergang der Erde in Aussicht gestellt. Da lief das Volk znsammcn. und in der Nacht, die dem lctztcu der Tage voraugicng, waren die Straßen, Plätze nnd öffentlichen Gärten mit Menschen gefüllt. Man blickte zum Himmel hinan nnd zu den Sternen, die bald ihre ewigen Bahnen verlassen und anf diesen ärmsten der Weltkörper herunterfallen müssten. Aber der große Bär und der kleine Bär und all das andere himmlische Gethier blieb auf seinem Platze; nur Wolken zogen her und zogen hin — doch was für Wolken! Wie ein Drache sah die eine ans. schnappte nach dem Monde, uud schon war er verschwunden ; die Gestalten der Apokalypse nahmen andere an. und jeglicher wollte am Firmamente anderes erblicken. Schließlich sah jemand gar den Heiland, umgeben von den Heerscharen der Engel, nnd gleich schwuren hundert andere, sie hätten das Wunder ebenso geschaut. Diese Geschichte, mögen sich die Dinge mm zugetragen haben oder nur das Prodnct eines speculativen Reporters sein. scheint auf die leitenden Kreise des Deutschen Clnbs einen gewaltigen Eindruck gemacht zu haben. Was die Madrider trafen, das treffen wir auch. sagten die würdigen Herren, und mm wird nicht nur das Lescpublicum des Cluborgans, sondern anch die verehrte Wählerschaft auf die Zeichen des Himmels verwiesen. welche das Ende des Systems Taaffc unzweideutig verkünden. Damit muss sich der deutsch österreichische Club zufriedengeben, angesichts solcher Beweise jede Kritik verstummen, nnd angesichts solcher Erfolge kann man den Herren Herbst uud Plener, den Männern der Regierung wie den Männern der Majorität nur zurufen: Hut herab, vor dem Deutschen Club! Es war aber auch die höchste Zeit, dass diese Partei sich mit den kolossalen Errungenschaften ausweise, denn abgesehen von dem Gifte der Skepsis, das auch schon fromme Gemüther zu verderbe» begann, hätte der Thatendrang jener, die noch in jungen Jahren den Kranz der Unsterblichkeit nm ihre Schläfen winden wollen, unfehlbar zu Complicationen nnd Krisen geführt. So hat gewiss Herr Prade in Reicheuberg am verflossenen Samstag noch nicht gewusst, dass das Ministerium Taaffc gestürzt sei, sonst hätte cr wahrscheinlich nicht so hart übei die Actionsunfähigleit des Deutschen Clubs geklagt und dem gebornen Führer Dr. Heilsberg den Affront angethan, ihn unter das Commando des Antisemiten-Häuptlings stellen zu wollen. Dafür war Herr Steinwender von der Situation umso besser unterrichtet. Seitdem der kurzsichtige Correspondent eiues baierischen Blattes gefunden hat, der Herr Professor besäße einen Imperatoren-Schädel, scheint dieser vom Impcratorenwahn erfasst worden zu sein; in Krems vertheilte er wenigstens die Portefeuilles, als ob es Brombeeren wären, setzte Minister ab und andere ein. so dass das verehrliche Publicum von seiner hohen Macht einen hohen Begriff bekommen Feuilleton. Von der Fnrcht. Ich bin in einem Fechtsaal nnd halte, bis zur Hilfte entkleidet, einen scharf geschliffenen Säbel in der Rechten. Mir gegenüber steht ein Mann. genan in denselben Verhältnissen: entkleidet nnd die Waffe in "er Hand. Wir follcn nns fchlagen. Uns zn beiden Seiten stehen die Secnndanten: die einen mit Säbeln bewaffnet, nm dem Duell im geeigueteu Momente Einölt zu thnn — die anderen, ihre Chronometer in der Hand, um die Zeit des Zwcikampfci zn controlierrn. 9ln Hiutcrgrnnde kramen auf zwei Tischen die bcidcu Aerzte ihre Utensilicn ans! die Schwämme zum Aus-^ascheil der Wunden, die erst geschlagen werden sollen, die Nadeln zum Vernähen derselben. Die Situatiou ist äußerst gespannt. Der Kampf foll bis znr Erschöpfung geführt werden. Einer von nns, vielleicht auch beide werden als Krüppel diesen Saal verlassen; einer von uns, vielleicht anch beide werden diesen Boden mit unserem Nlnte tränken. Und doch stehen wir alle beide, nnsere Cigarretten Weiter rauchend, so rnhig da, während die Zeugen ihre Me" Anordnungen treffen, als hätten wir nicht fcharfc ^tahlklingen in der Hand. fondern weiche Sammt-"reifen, nnd als müssten wir im nächsten Augenblick Mcht einander zu todten, sondern nns gegenseitig zu streicheln suchen. Und dennoch ist mein Gemüth nicht frei von jeder Furcht, und wohl auch meines Gegners Brust nicht. Wir fürchten nicht die Verwundung, nicht den Tod; daranf sind wir gefasst. Doch wissen wir, dass derjenige von uus beiden diese blutige Partie gewinnt, der sein kaltes Blut, seine Ruhe bis'zum Schloss bewahrt, kurzum derjenige, der sich nicht fürchten wird. Ich weiß, dass ich mich nicht fürchten darf, uud fürchte, dass ich fürchten werde. Ich fürchte also, mich zn fürchten. Die letzte ConsePlcnz des menschlichcu Muthes ist also doch die Furcht. Der Mensch ist im allgemeinen feig. uud der Culturmensch der feigste aller Menschen. Angst. Schrecken. Zagen. Abscheu. Schauder. Eutsetzen — alle diese mannigfachen Arten der Furcht, sie beherrschen den Menschen weit häufiger uud intensiver als die Thiere, ja. man muss sagen: auch den muthigsten Menschen häufiger nnd intensiver — als die furchtsamsten Thiere. Anf den ersten Anblick sieht diese Ausstellung ein wenig paradox aus; bei näherer Prüfung zeigt sich aber ihre Nichtigkeit in unzweifelhafter Weise. Die Forscher, die sich nenestens mit der physiologischen Er-gründung der Furcht abgegeben haben, so der italienische Gelehrte Mosso und ncucsteus der Franzose Charles Richet, haben den Weg der Induction eingeschlagen und sind beide zu dem Schlüsse gelaugt, die Furcht sei in letzter Auslösung nichts als eine instinctive Beschütz nng des Ichs gegen den Tod. Dieser Schluss trifft in der That zu. Nur möchten wir den Satz deutlicher formuliere»,. Etwa so: Die Furcht ist das Ahnen einer Gefahr und das gleichzeitige Trachten, dieser Gefahr zu wehren. Daraus folgt nun. dass das weniger mtell'gente ^ndividnum sich' minder häufig und minder intensiv fürchtet als das intelligentere. Der Mensch kann eine Gefahr instinctiu ahucn, wie das Thier; er kann ihr Vorhandensein aber auch aus gegebenen Umständen vermuthen, ja sogar zuweilen ihr Nahen sicher berechnen: Vermmftleistungcn, wie solcher das Thier nicht fähig ist. Das Thier hat also weniger Anlass zur Furcht als der Mensch; denn jenem gebietet nur der Instinct, sich zn fürchten, den Menschen können aber nebst dem Instinct auch Vcruunstschliisfe dazu nöthigen. Und je weiter der geistige Horizont des Menschen, je reicher sein Wissen, je fchärfer fein Denken, desto mehr Gefahren vermag cr zu erleunen und desto richtiger kann er die Größe derselben ermessen; folglich mufs der civilisicrte Mensch sich öfter und mehr fürchten, als der minder civilisicrte. Die Maus geht in die Falle, weil sie nicht ahnt. dass sie sich darin «lefanacn nimmt. Ein Indianer oder Singhalese wird. wenn man eine seiner Größe entsprechende Falle aufstellt, nicht hineingehen, weil er sich fürchtet, darin stecken zu blcibeu; wohl aber wird er über die Bühne e"'^ Theaters ruhig hiuschreitcn. während der Culturmensch dies ohne einen Führer nicht ohne Grauen thuu wird. denn cr weiß, dass es da Versenkungen gibt, m die er hinabstürzen kann. .„ . , . .., Kurzum, mit dem Kreis des W.sftns dehnt sich auch der Kreis des Fürchtens aus. Und es gibt leinen Laibacher Zeitung Nr. 1«0 1328 17. Juli !«««. musste. Merkwürdig contrastierte damit nnr die Bescheidenheit, welche er sofort nach vollzogener Aufhellung des Cabinets zur Schau trug. Der Deutsche Club begnügt sich nach ihm damit, das Cabinet des Grafen Taaffe umgebracht zu haben; er hegt keinen weiteren Ehrgeiz und ist bereit, anf seine Rechte auch zu Gunsten eines Veamtenministeriums zn verzichten. Hilfreich soll der Mensch sein, edel und gut, und all dies ist der Herr Abgeordnete in hohem Grade. Wir wissen nicht, ob zur Stuude irgend ein Auserkorener sich auf die Mission vorbereitet, einem Ve-amtcuministerium nach moderner Construction und deutsch.natioualen Idealen vorzustehen, die Erklärungen des Herrn Professors müssten ihn mit Zuversicht erfüllen, wenn dieser seine Versprechungen nicht in demselben Athemzuge ganz absonderlich eingeschränkt haben würde. Zu diesem Zwecke erfand der geniale Mann den Unterschied zwischen dem wirklichen und dem angeblichen Staatsinteresse. Das erstere deckt sich mit dem Programm des Deutschen Clubs, das letztere wurde nur construiert, um demselben Ungelegenheiten zu bereiten. So weit also ein Beamtenministerium im Sinne der äußersten Linken vorzugehen gewillt wäre. kann es anf Unterstützung hoffen, sollte es aber eines der «angeblichen Staatsinteressen., als da sind Erhaltuug der Wehrkraft und damit der Großmachtstellung des Reiches, Sicherung einer starken und imponierenden auswärtigen Politik, auf seine Fahne schreiben, dann würden sich Herr Steinwender und seine Gesinnungsgenossen in die unangenehme Lage versetzt sehen, ihm Opposition machen zu müssen. 3er Herr Abgeordnete leugnet nuu einmal, dass Oesterreich eine Großmacht sei, und wenn dieser Mann weiter findet und es ausspricht, dass zwi» schen dem Interesse des Staates und jenem des deutschen Voltes in Oesterreich ein Unterschied besteht — muss man da nicht im vorhinein jed's Ministerium auf das tiefste beklagen, das auf die Unterstützuug solchn Patrioten angewiesen wäre? Es ist in der That ein Glück, dass die gütige Vorsehung diesen Politikern nicht nur ein Gehirn, sondern auch eine Zunge verliehen hat, und dass sie dieses ihr Talent nicht vergraben. Herr Steinwender hat deutlich gesprochen, viel deutlicher als jener Dr. Theodor Starkl in Radkcrsburg, dessen ausgezeichnete Bekanntschaft wir noch hoffentlich im Parlamente machen werden. Dort, wo man ernstlicher und in loyaler Absicht auf eine Wendung der Dinge glaubt und das Ministerium Taaffe für eine Artischocke hält, die blattweise verspeist werden kann, wird sicherlich die Ankün-digung Steinwenders nicht geringes Entsetzen hervorgerufen haben. Nicht dass seine Theorien über Staats-Interessen, die Großmachtstellung und Wehrkraft des Reiches die gedachten Kreise überraschen könnten, aber seine Hilfe-Anerbietung, die ist eben das Entsetzlichste an der Sache. Nichtsdestoweniger heißt es da, einen raschen Ent-schluss fassen, denn' nicht umsonst hat der Deutsche Elub das Cabinet Taaffe gestürzt. Jetzt heißt es. sich mit dem großmüthigen Sieger, der für sich selbst nichts beansprucht, auseinanderzusehen. Geschieht es nicht, dann. fürchten wir, werden seine Propheten und Wunderthäter wieder neues Leben dem Cadaver einflößen und das abgeschlachtete Ministerium auferstehen von den Todten. Der Deutsche Club kö'unte jetzt als Sieger die Regierung übernehmen; er will es nicht und ladet andere dazu ein; wenn sie sich nicht finden, wird es seine Schuld sein, dass alles beim alten bleibt? Die Herren Steinwender nnd Consorten rufen gegenwärtig Portefeuilles aus, zum ersten, zum zweiten, zum dritten — findet sich niemand, so stellt man sie vielleicht wieder an die Adresse des Grafen Taaffe zurück. Darum zugegriffen, ehe es zu spät wird! Politische Uebersicht. (Auszeichnung des Statthalters Grafen Schön born.) Se. Majestät der Kaiser haben dem Statthalter von Mähren, Grasen Dr. Friedrich Schönborn, das Großkreuz des Franz-Iosef-Ordeus verliehen. Ist dich' hohe Auszeichnung au uud für sich als ein besonderer Beweis kaiserlicher Huld uud Gnade anzusehen, so qcht mau wohl uicht irre, weuu mau derselben uuter deu gegebeueu Verhältnissen auch eine uicht zu unterschätzende politische Bedeutuug beimisst. Dcutsch-nationale uud radical-czechische Blätter wussteu iu deu letzteu Wochen uicht genug über Meiuuugsverschiedeu-heiteu zwischen den Miuisterfträsideuteu und dem Statthalter vou Mähren zu berichten, und die Gerüchte für bare Münze nehmend, beeilte man sich, auf Seite der Opposition die Angriffe gegen den Grafen Schöuboru zu verdoppeln uud zu verschärfen. Der Act kaiserlicher Huld ist wohl eiu so unzweifelhaftes Dementi aller verschiedenen Versioueu. Intriguen und Combinationen, wie denn Graf Schöuborn in der That durch seine Haltung weder einer Partei den Aulass gab, ihn als ihren Gesiunuuqsgeuosseu zu reelamiereu, noch viel weniger je ein Gegensatz zwischen seinen Anschauuugeu und denen des Ministerpräsidenten bestand. Es ist' in der letzten Zeit Mode geworden, von einer Schwenkung der Regieruug, von Differenzen im Schoße des Cabinets, partiellen Krisen und dergleichen zu sprecheu. Wir würden den wetterkuudigen Auguren ratheu, weniger deu Zug der Wolken und den Flug der Vögel zu beobachte» uud dafür ernster die Lage der Dinge selbst ins Auge zu fassen; sie werden dann bald zu der Ueberzeugung gelangen, dass nicht das Ministerium Taaffe seiue Principien nnd Ansichten geändert hat. uud dass eiue Fructificieruug vager Gerüchte auch tc.ttijch den Zweck verfehlt. (Steiermark.) Die Statthalterei in Graz hat die durch den Tod des Abgeordneten Nozidar Raic erforderlich gewordene Wahl eines Reichsrathsabge-ordneten für den Landgemeiudeubezirt Pettau-Lutten-berg-Rohitsch auf Montag den 30. August ausgeschrieben. (Annexion Bosniens.) In der unerträglichen Sommerszeit unterhält sich der «Pesti Naplu» sehr eingehend mit der Annexion von Bosnien uud der Herc?goviua. Es sei höchst wahrscheinlich, dass mau die Annexion, da die Zeit hiezu jetzt eben ganz gut passe, durch die Bosnjaken werde ausrufen lassen uud sodann die fertigen Thatsachen den beiden Parlameuteu mittheilen werde. Diese werden dauu Reguicolar-Deputa-tionen entsenden, um über die lüuftige Stelluug der occupierten Provinzen gemeinschaftlich einen Entwurf auszuarbeiteu; uud während die Reguicolar-Deputa-tionen berathen, könnten die bisherigen provisorischen Zustände bei absolutistischem Regierungssysteme in Bosnien erhalten bleiben. Diese Zustände köuuen auf diese Weise fortdauern, so lauge mau eben wolle, uud weun Gladstone Irland noch einmal glücklich machen will, so könne er sich getrost auch auf das Beispiel der bosnisch-hercegovinischen Provinzen berufen. — Es ist immerhin interessant genug, dass der «Pesti Naplo» die «Annexion» ausspricht, ohne darüber zu erschreckeu. (Der Eiu fall türkischer Freischärler in Montenegro) hat ein diplomatisches Nachspiel. Vojvode Stanko Radouic, der die auswärtigen Ge-schiiste des kleiueu Fürsteuthums besorgt, rcclamierte in Couswutinopel, und Said Pascha qab der Pforte tiefstes Bedauern bezüglich der Vorfälle kund und versicherte, dass alle Maßnahmen getroffen seien, nm in Znkuuft ähnliche Zwischeufälle zu vermeiden. Da aber Montenegro, wie alle Welt, weih. dass die Pforte in den albauesischen Bergen gar wenig zu sagen hat. so hat es das Fürsteuthnm vorgezogen, selbstäudig Vorsichtsmaßregeln zu treffen. Es wird an, Flusse Tara eine Reihe vou Befestigungen errichten, welche mit ständigen Garnisonen, eiue bis dahiu iu deu schwarzen Berqeu nicht gekmmte Einrichtung, versehen werden. (Die englischen Parla mcntswah len) nahen ihrem Ende, und die Couservativen nähern sich der absolute» Majorität. Sie erreichen dieselbe, wenn von den noch ausstehenden 39 Wahlen 28 zu ihren Guusten ausfalleu. Dann sind sie die Herren der Lage uud brauchen sich um die Guust der liberalen Unio-nisteu uicht mehr zu bewerben. Ais jetzt ist allerdings Lmd Hartingtou. der angesehenste Führer der liberalen Uniouistcn, der meist umworbene Mann, und er fehlt in keiner der Ministerlisten, die nun wie Pilze auftauchen. (In der serbischen Skupschtiua) dürfte die Wahlpvüfuug zu stürmischen Auftritten führen. Schon vor der Wahl des Verifications-Ausschusses kam es vor dem Slupschtiua-Gebäude zu einer Balgerei zwischen Geudarmeu nnd oppositionellen Abgeordneten, weil lchtere ohue legale Wahlscheine uud ge» waltsam iu die Skupschtiua dringen wollten. Die liberalen Vertreter Krzmmwvic und Kundouic suchten um eiue Audienz an, um dem Könige ihre Beschwerden vorzubringen. (Ausweisung der fra nzösischen Priu -z e n.) Die Ausweisung des Herzogs vou Anmale aus Fraukreich ist bereits vollzogen, der Herzog ist nach England abgereist. Mml darf kaum darau zweifeln, dass nun auch die anderen Mitglieder des Hauses Orleans dem Beispiele ihrer hervorrageudsten Mitglieder folgen uud fern dem Vaterlande Aufenthalt nehme" werdeu. (Bulgarien.) Aus Sofia wird gemeldet, dass voraussichtlich jede Vrräuderuug im Cabiiute bis zum Begiuue der nächsten Sobranje-Sesswu unterbleiben werde, und dass selbst den eventuell dann zu erwar-teudeu Modifikationen des Ministeriums keiue größere politische Bedeutung inuewohnen dürfte, da Fürst Alexander in voller Würdigung der herlimriMude» Veroieusle, die sich Ministerpräsident Karavelov in der letzten Krise um das Land erworben hat, denselben au der Spitze der Regieruugsgeschäfle zu belassen entschlossen ist. TlllMcuiglcitcll. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Grazer Morgeupost» meldet, dem Ortsschulrathe von Gams zur Herstelluug von Adaptierungs- uud Vcr' bessernugsarbeiten an dem Schulgebäude 100 fl. z" spelideu geruht. — (Auszeichnungen von Journalisten) Zwei unserer Wiener Collegen wurden iu den letzten Taqeu von Sr. Majestät ausgezeichnet. Dem Realitäten- Menschen, die muthigsten nicht ausgenommen, der sich nicht täglich hundertmal — immer unwillkürlich und zumeist unbewusst — fürchten würde. Immer unwillkürlich und zumeist uubewufst! Wir betonen diese Worte mit Nachdruck, denn in ihnen ist das Wesen der Furcht ausgedrückt. Der Beweis hiefür wird sich aus dem Folgenden von selbst ergeben. Die Furcht äußert sich auf zweierlei Weise: sie lahmt und macht unbeweglich, oder sie belebt und verleiht außergewöhnliche Kräfte. Mancher, von Furcht erfasst, bleibt wie festgebannt auf einem Fleck stehen, bleich und verstört; seine Beine knicken zusammen, er kann sich nicht von der Stelle rühren und fühlt seine Kräfte schwinden. Andere wieder entfliehen und fliehen mit einer Geschwindigkeit uud einer Ausdauer, welcher sie unter normalen Umständen iu keiuem Falle fähig wären. Von allen anderen Anzeichen (Haarsträuben, Erblassen, Zittern, Sprachlosigkeit, Gänsehaut) abgesehen, übt die Furcht, so leise sie auch sei, auf den Rhythmus des Herzschlages bedeutenden Einfluss aus. Ein unerwarteter Knall, das plötzliche Bellen eines Huudes genügt ja, Herzpochen zu verursachen. Bei größerer Furcht wird aber der Herzschlag gelähmt, uud zuweileu, währt diese Lähmung so lange, dass der Tod darüber eintritt. Ein Beispiel dafür, dass man vor Furcht oder Schrecken sterben kann, ist in der «Laibacher Zeitung, erst kürzlich erzählt gewesen. Der italienische Gelehrte Mosio berichtet über einen ähnlichen Fall. der sich bei der Wiedererobernng Ofens zugetragen. Marcello Do- nato schreibt hierüber Folgendes: «In den Reihen des christlichen Heeres zeichnete sich ein juuger Krieger durch besondere Tapferkeit ans; mitten im Schlachtengewühl fiel er, tödlich getroffen, nieder. Nach dem Gefecht ritt der schwedische Geueral Raisciac dahiu, um zu schauen, wer dieser Held gewesen. Er öffnele das Visier des Todten und erkannte darin seinen eigenen Sohn. Ohne ein Wort zu sprechen, stürzte der General todt auf die Leiche seines Kindes. Der Schrecken hatte ihn getödtet.» Richet hatte vou semem Vater den folgenden Fall gehört: Der berühmte Chirurg Default wollte auf der Klinik eine Operation vornehmen. Das Chloroform war damals noch uicht bekannt. Er ertärtc seinen Hörern im voraus den Hergang der Operation und bezeichnete dann mit dem Nagel die Liuie, vou welcher ab das kranke Glied abzunehmen war. Noch ehe man ein Messer darau setzte, stieß der Patient ciueu tiefen Seufzer aus uud starb. — In Troyes ist im vorigen Jahre der Mörder Gaguy guillotiniert worden; bei der Obduction zeigte sich sein Herz ausgedehnt und von Blut gefüllt, während sonst bei Enthaupteten das Herz zusammeugeschrumpft uud ganz blutleer ist. Der Mann war also noch v>.r dem Fallen des Messers vor Furcht gestorben. Minder tragische Fälle vou Syukope — so ueuuen dle Aerzte die von der Furcht verursachten abnormalen Erscheiuuugeu — ereigueu sich alle Tage. Leute, in deren Hand ein Revolver zufällig losgieng, blieben darnach ganz ruhig; später, als sie ihn- Blouse durch- löchert sahen, wurden sie ohnmächtig vor Furcht, sich verwuudet zu haben. Die gewühulichen Auzeicheu der Furcht wie das Erbleichen, die Geläh'utheit. die M-quugslostgkeil. das Ohrensausen, der Schwindel si»d la ebenfalls Syukupal-Erscheinungen. Die Furcht ist also zuweilen eiu gefährliches und Ms em unangenehmes Gefühl. Darum will sich a»ch memand fürchteu. Freilich ist dies uoch keiu voller Beweis dafür, dass die Furcht cine nnwillknrlichc Empfindung sei. Mau kauu ja zuweilen auch Unangenehmes, ja Gefährliches wollen. Ich will mir nicht die gesunde Hand abhacken, aber ich könnte es wollen; »ud wollte ich es. so könnte ich es auch thun. So sehr man sich aber auch anstrengt, sich zu fürchteu, uia" bringt es mcht zustaude, weun die dazu erforderliche" Umstände fehlen; und sind diese vorhanden, so fürchtet man sich, so wenig man es auch wolle. Dies ist ml" der Beweis der Uuwillkurlichkeit des Fürchtcus Ma" muss also Nichet Recht geben, wenn er die'Furcht «e»len unwillkürlichen Reflex, nennt. Er ist ab"' kaum im Recht, weun er dem Epitheton «unwillkürlich' auch das andere «bewusst. hinzufügt. Wohl kaun die numer uuwilllürliche Furcht bewuss't kommen aber sie mu)s es mcht. Der Soldnt im Gefechte weuu er die K"Z'l" au sich vorbeisausen hört, zieht den Kopf weg-Nlchet fuhrt dieses Beispiel als Beweis für die nothwendige Bewusstheit der Furcht au. Aber es beweist gerade das Gegeiltheil. Der Soldat weiß ja, dass die Kugel, die schon an ihn, vorbeigepsissen. lhm nicht mehl sch.',v,l kaun uud dass das Wegziehen des Kopfes >"" Lllidacher Zeitung Nr. M) 1329 17. Juli 1tW. besitzer Edgar Spiegl ist der Adel taxfrei verliehen worden. Der «Nealitäteubesitzer» Spiegl ist identisch mit dem Leiter des Wiener «Extrablatt», der sowohl in dieser Eigenschaft als anch durch seine erfolgreiche Thätigkeit für die Wiener «Coucordia» sich hervorragende Verdienste erworben hat. Auch einem anderen Wiener Journalisten, dem Mitarbeiter des «Fremdcnblatt» Herrn Dr. Marcel! Frydmann, wurde dnrch seine Ernennung zum Regic-rungsrath eine wohlverdiente Auszeichnung zuthcil. — (Die Schwester erschossen.) Ein entsetzliches Ereignis, welches eine Familie in tiefe Traner ve»> sehte, hat sich chevorgcstern nachmittags zu Michle bei Prag zugetragen. Der 10 Jahre alte Schnltnabe Wladimir Krnta, Sohn des bctannten Gewehrfabrikanten Herrn Sylvester Krnka, des bekannten Erfinders des nach ihm benannten Gcwchrsystems, nahm in einem nnbcwach-ten Augenblicke einen scharf geladenen Revolver von der Wand und drückte die Schnsswaffc in der Meinnng, dass sie keine Patronen enthalte, gegen seine fünf Jahre alte Schwester ab. Der Schnss gteng los, und das Lind stürzte unter einem jähen Aufschrei todt zu Boden. Die Kugel war durch deu Kopf gedrungen. Die Leiche wnrde in das Pathologisch-anatomische Institut der deutschen Uuivcrsität übertragen. Von dein tranrigen Vorfalle wurde bereits die Staatsanwaltschaft in Kenntnis gesetzt. — (Ein Heirats-Capit el.) Die poetische Ansicht, dass alle Ehen im Himmel geschlossen werden, zählt bekanntlich auch noch in unserer prosaischcu Zeit viele Anhänger und namentlich Anhängeriuuen. Jedoch schon die allgemeine Zeitströmung ist einer so schwärmerischen Auffassung nicht günstig; und besonders ist es die Statistik, diese echt moderne, nüchterne Wissenschaft, welche durch ihre ncncsten Entdeckungen jener sentimentalen Illu^ sion die Existenzberechtigung ein- für allemal entzöge» hat. Sie hat nachgewiesen, dass nicht sowohl der Rath-schluss des Himmels, als die — Höhe der Gctrcidepreise von maßgebenden« Einstnss auf die Ehefrequenz ist, nnd dass sich die himmlische Mitwirkung hicbei auf den mehr oder weniger erheblichen Antheil, den Regengüsse, Sommerhitze nnd andere kosmische Einflüsse an dem Ernteausfall haben, reduciert. Vielleicht sind nnseren Leserinneu ein paar Daten über die Ehcsrcqnenz nicht ganz unwillkommen. Die verlockende Anssicht, recht bald nnter die Hanbc zn kommen, ist in zwei Ländern an» größten: in Russlaud nud Serbien. In Serbien kommen durchschuitt-lich auf 10 00U Einwohner 115, in Rufsland 100 bis 105 Ehcfchlicßnngen jährlich. In diefen beiden Ländern silld also, wenn wir von besonderen socialen Ursachen absehen, entweder die Männer sehr leicht dnrch weibliche Reize danernd zu fesseln, oder die Frauen verstehen es, durch einen außergewöhnlichen Auf-waud vou Anmuth oder — Koketteric deu ersteren dcu Ehestaud in höchst begehrenswertem Lichte erscheinen zu lassen. Dass die Ungarinnen mit Erfolg bemüht siud, ihren serbischen und russischen Schwestern die Palme streitig zn machen, kann nicht wundernehmen. In Deutschlaud scheinen es nur die Sächsinucn zn sein, welche die Neigung zum Familienleben bei den Männern in besonderem Grade rege zn machen verstehen (85 bis 90 Heiraten jährlich aus 10 000 Einwohner). Freilich scheinen auch ihre Reize nicht immer dauernd zu fesseln. Denn Sachsen ist derjenige deutsche Staat, der die höchste Frequenz der Eheschließungen und zugleich — der Ehescheidungen aufzuweisen hat. In Oesterreich, Italien, der Schweiz sind die Aussichten immerhin noch passabel; ausdrücklich zu warnen aber ist vor Griechenland, Schwe- den und Irland. In dem letztgenannten Lande kommen! nur etwa 47 Heiraten jährlich auf 10000 Einwohner; ein Ergebnis, welches bei der viclgerühmten melancholischen Schönheit der Irländeriunen zu denken gäbe, wenn nicht die uuglücklichen socialen uud politischeu Verhältnisse der schönen Smaragd-Insel diese Erscheinung mehr als zur Genüge erklärten. — (Eine Tnrnerfahrt.) Ueber tausend Turner aus Sachsen werden heute mit vier von Dresden vi», Tetschen auf der Nordwestbahn verkehrenden Scparatzügen Wieu berühren, um über die Verbinduugsbahu und Süd-bahu nach Graz, dem Reiseziel der vierten sächsischen Alpenturnfahrt, zu gelangen. In Graz werden die deutschen Tnrncr heute abends 7 Uhr festlich begrüßt, und wird zn ihren Ehren ein Gauturufest veranstaltet werden. Ursprünglich war Laibach als Reiseziel bestimmt, nnd ein Theil der Turner wollte dann zn Schiffe von Trieft aus einen Ausflug nach den griechifchen Inseln und selbst bis Athen unternehmen. Dieses Project ist aber später aufgegcbeu wurden. — (Selbstmordversuch eines Kindes) Der zehnjährige Vollsschülcr Stefau Braslof iu Prag stürzte sich vorgestern aus der elterlichen Wohnnng vom dritten Stockwerke in den Hofraum hinab und erlitt schwere änßcrc nnd innere Verletzungen, Das Kind, welches nach dem Sturze noch bei Bewusstsein blieb, gab an, dass ein schlechtes Schulzcuguis sowie Furcht vor Strafe seitens des Vaters Ursache des Selbstmordversuches sei. — (Phäuomen.) Wie man aus Eibiswald in Stcicrmart berichtet, wurde am l der Kindheit ist sie lieblich, iu der Zeit des Er» blilhlus reizend, in der der Reife begeisternd und im Greisen» alter ehrfurchtcrrlgend. «Was wir liebe,,!» ist ein vielnesprochener Toast. Dabei drnlt der eiue an den Ordru, der ihm wiutt. uud der audcre an die Frau seines Frcnndcs, ein schuldloses Herz an ein an» deres, das ihm entgegenschlägt, und ein leiderfillltes vielleich« an eine kaum geschlossene Gruft. Uud dabei perlt lieblich der Wein, uud die Gläser klinge» harmonisch zusammen. Die Welt! Was ist die Welt? Dem einen reicht sie von einem Dorfe zum andern; dem zweiten ist ihr Gürtel der Acquator, nnd der Astronom durchsucht sie mit seinen Tuben und weiß, dass er an keine Grenze lommt. Am besten ist der daran, dessen Welt ein trautes Stubchen, eine Wiege und zwei treue, warme Augen. Zuweilen freilich hat sie danu auch in einem Sarge Platz. Mütter, die ihr Tochter habt. wahret euch Anmuth und Wilrde, auf dass die Freier eurer Tochter nicht verscheucht wer. dcu, wenn sie nach euch schauen, um zu rrsahien, wie jene einst sein werden. Nesser in einer Sprache reden, als in mehreren schwätzen zu können. Eine Welle! Dem einen ist sie fliehendes Wasser, dem an« dcru Erfrischung, dem dritten — Vergessenheit. Wacl heißt denn leben anderes, als immer wieber Abschied nehmen von dem, was wir lieben. Nicht ob du unter forschenden Vlicten erröthest, kennzeichnet ein Vergehen. Es errölhet bei Tage und im Menschenlreise ost nichis als deine Erziehnng. Erst, wenn du vor dir allein er schrickst, dann hast du gesündigt. Wenn du auch »ausend Dinge in, Kopse hast, das, was du im Herzen hast, wirst du doch darüber nicht vergessen. Man soll immer seine eigene Gesinnung uud seine eigene Andewäschr haben. Dir Schönheit ist der Stern, der manchem Weibe zum Unter-gange leuchtet. «Die» Treue, heißt es — sie ist weiblich; der Wanlelmuth ist ein Mann. Man taun einen sehr schönen Schnurrbart haben und dabei doch nichts sein, als ein großes Kind. Local- uud Proviuzial-Nachrichlcu. — (Reform der Lehrer-Vildungsanstal ten.) Ueber die vor einigen Tagen im t. k. Unterrichtsministerium zu Ende geführte Enquete zur Reform der Lchrcr-Bildungsanstaltcn kommen uns noch folgende Mittheilungen zu: Das Organisationsstatut der Bildungsanstalten für Lehrer und Lehrerinnen an Volts- uud Bürgerschulen erhielt eine Modification, dahin gehend, dass der Unterrichtsstoff in den verschiedenen Jahrgängen eine Verschiebung erlitt. Die der Enquöte-Commission vorliegenden Berichte ergaben, dass aus methodischen Rücksichten eine solche Verschiebung empfehlenswert sei, und die praktischen Erfahrungen der einberufenen Fachmänner stimmten hiemit durchaus überein, so dass der diesbezüg liche Referentenentwurf ohne jede Aenderung augenommen wnrdc. Absolut ausgeschlossen ist bei den nunmehr einzuführenden Aenderungen eine Herabdrüctung des Bildungsniveaus der Lehrcandidaten. Den zweiten und wesentlichsten Punkt der Verathungen bildete die Lehrer-besähigungs-Prüfung. Diefelbe soll in Zukunft vorwiegend eine praktische Prüfuug sein, während der angehende Lehrer bisher nach zweijährigem Probedienst sein schon einmal durch ein Reifezeugnis nachgewiesenes Wifsen durch eine neuerliche theoretische Prüfung documentieren musste. Für die Folge wird der anzustellende Lehrer nur noch eine Prüfung zu bestehen haben und diese sich auf seine Tüchtigkeit im Unterrichtertheilcn, also auf pädagogischem Gebiete, beschränken. Durch diese Maßregel, deren Ein-führuug demnächst in das Schulgesetz aufgenommen werden soll, wird mancher tüchtigen jungen Lehrtraft ein Alp vom Herzen genommen, denn während der ztvei Probejahre kann man sich in die prattifche Lehrthät «gleit recht gut einleben, aber, ohne sein Wissen vernachlässigt zu haben, doch manchen Lehrsatz und manche Regel der Lehrer-Bildungsanstalt — wenigstens in ihrer genauen Formulierung — vergessen. Das wird für die Folge fvmit lein Hindernis zur Erlangung des Lehrbefähigungs-Zeugnisses mehr bilde». Auch wurde die Errichtung von Vnrgerschullchrcr-Cursen für die staatlichen Lehrer-Äil-bungsaustaltcu beschlossen. gefährlich werden kaun, weil der Kopf immnehr in die Flugbahn eincs audercu, erst kommenden Geschosses gerathen könnte. Er weiß also, dass das Wegziehen des Kopfes nichts nützt und nnr schaden kaun. Uno doch Hut ers. Folglich kein Zweifel »lehr, dass er unbewusst handelt; denn bei bcwusstem Handeln müsste er das Gegentheil thun. Und Richets Theorie von der Bewnsstheit der Furcht wird noch entschiedener widerlegt durch die folgende Anekdote, die er selbst erzählt: Der Marschall ^urenue stand mitten im Kugelregen. Um ihn her sielen dicht die Geschosse und schlugen die Kanonenkugeln ein. Er zitterte am ganzen Leibe, doch war sein geistiges Ich von muthigstcr Kampflust erfüllt. Und er brach iu den Nnf aus:' «Du zitterst, Cadaver? Wie würdest du erst beben, wenn du w nsst e st, wohin ich dich führe!» Und er stürmte hinein in das wildeste Gewühl der Schlacht. Dnrch das Wort «wem, du wusstest, hat aber der Marschall die Theorie Richets Lugen gestraft. Sehr zntresfend behauptet Richet dagegen, dass das beste Mittel, die Furcht zn bekämpfen, die Gewohnheit fei. Ma» kann sich zur Courage trainieren, wie zum saufen, Schwimmen n. s. w. Der Lnftschisser in seinem fachen, der Dachdecker in seiner schwindeligen Höhe, "er Grubenarbeiter in seinem unheimlich tiefen uud Mstrren Schacht, der Toreador vor dein wuthschuau-«enden Stier, sie fürchten uicht die ihrem Leben drohende Gefahr, denn sie siud an diese letztere durch Uebung gewöhnt. Und dass es nur die Gewöhnung sei. welche Uegl'» Filrchl wappnet, ist leicht bewiesen. Der muthigsle Dachdecker wird vor dem gehetzten Stier, der unerschrockenste Grubenarbeiter wird im Luftschiffe eine klägliche Furcht empfinden; ja. an diese Gefahren sind sie eben nicht gewöhnt. Einer höheren Kategorie gehört das zweite Mittel an, das sich gegen die Furcht anwenden lässt. Es ist der Wille, die von der Furcht dictierten Handlungen zu unterlassen, die Entschlossenheit, sich den Eingebungen der Furcht zn widersetzen. Die Soldaten, die der Feind mit Gewehrfeuer empfängt, möchten alle am liebsten zurücklaufen. Das Pflichtbewufstfeiu, die Vaterlauosliebc. der Mannesmuth, wohl auch die Hoffnung auf Belohnung für drn Muth erwecken aber iu ihnen den Willen, die Furcht niederzukämpfen. Ist dieser Wille stärker, als die Emotion der Furcht, dann ist der Soldat tapfer; in, entgegengesetzten Falle w>rd cr feige sein. Ersteres ist erhaben, letzteres kläglich — aber beides ist menschlich und darum begreiflich. Freilich ist nicht jedem und nicht jedem ist immer der eigene Wille nnterthan. Ob man satt oder hungrig, ob man müd oder frisch, ob man krank oder gesund ist. nnd tausend andere Dinge bestimmen cutscheidend die Energie oder die Schwäche des Willens.... Wozu hat die Natur die Fnrcht geschaffen? Zu welchem Vchufe ist dieses sonderbare nnd odiose Gefühl den Menschen und Thieren von der Natur eingeimpft worden? Richct antwortet daraus wie folgt: «Die Furcht ist. wie der Schmerz, eine schützende Empfindung. Sic zcigt uns. wo die Gefahr ist; ja, noch mehr: sie verleiht uus dcn Hass der Gefahr, nnd sie nöthigt nns, der Grfahr zn entfliehen.. In der That lässt nns die Furcht die Gefahr schon viel früher ahnen als w,r sie durch die Vernunft zu erkennen vermöchten. Wie, wenn wir im Walde plötzlich in emem Dickicht das blutdürstige Raubthier erblicken, Men Mr da erst stehen bleiben und erwägen: das Ytaubtyier. es kaun auf uus zukommen, uns zerfleischen, folglich müssen wir ihm zu entfliehe» suchen? Nem — so blch-schnell auch der Gedanke arbeitet, die Gefahr würde mit jedem Augenblick in geometrischer Progression wachsen. Darum wird nicht viel überlegt. Die Filrchl zwingt uns, zu laufen oder uns zn verkriechen, und wir sind gerettet. Kommt es ja fast täglich vor, dass man in der Furcht sich gegen etwas schützt und erst nach der Rettung mit Schrecken der Größe der Gefahr inne wird, in der man geschwebt. Darum ist die Furcht dem Menschen das, was der Rose die Dornen sind: ein Mittel zum Schuhe. Die Dornen siud das Hässlichste an der Rose, nnd auch die Furcht ist das Schöufte nicht im Innern des Menschen. Aber sie sind beide znm Nutzen da. indem sie dem Verderbe,, wehren wollen. Das höchste Verderben für del, Mcnschcn ist der Tod. Und so ist die F,ircht ein Schutz gegen deu Tod. Gleichwohl soll dieses Gefühl, das uns d'e Natur eingeflößt, bekämpft werdcu. damit es nicht überwuchere. Die Furcht, den sittlichen Bedingungen unseres Daseins untergeordnet, ,st d s Menschen nicht unwürdig — wie alle Natultrietie. wenn sie geregelt und gemäßigt werden durch me nrr nunst »,uo die sittlichen Potenzen des Menschen Laibllcher Zeitung Nl. 160 1330 17. Juli !^<). — (Personal Nachricht.) Herr Hofrath Rudolf Graf Chor in sky hat sich heute nachts mit dem Eil^ zuge auf seinen neuen Dienstposten nach Graz begeben. Zum Abschiede hatten sich auf den« Bahnhofe Herr Landespräsident Baron Winkler sowie mehrere Beamten der Landesregierung eingefundeu. — (Vom Tage.) Montag schon treten wir in die letzte Iuliwoche ein, welche im Durchschnitt die größte Wärme innerhalb des Jahres zu bringen pflegt; trotzdem haben wir uns heuer noch nicht über Hitze beklagen können. Constant steht das Quecksilber einige Grade unter dem Normale, und wenn es ja einmal einen Aufschwung nehmen will, so drückt ein mehr oder minder ausgiebiger Regen allsoglcich den Stand wieder herab. Unbeständig und kühl — das ist der Charakter der heurigen Sommerwitterung, und dieses äußert sich am meisten bei der Vegetation. Schon hat die Tageslänge um eine Viertelstunde abgenommen, und die Garben auf den Getreidefeldern zeigen uns an, dass die schöne Jahreszeit ihren Zenith überschritten hat; in den Gärten aber prangt noch alles in frühsommerlicher Frische. Selbst die Kastanien, deren Laub stets zuerst sich zu bräunen beginnt, zeigen noch keine Spur des Verwelkens. In den Gärten und Anlagen ist dem Flor der Rosen jener der Nelken gefolgt — die Nelke ist jetzt auch die Blume des Tages, die jeder im Knopfloch trägt. Im Hochgebirge ist der Sommer zur Regentschaft gelangt. Auch dort hat die Sonne bereits dem Alpellrasen einen Flor prächtiger Blüten entlockt. Die Alpenrose blüht nur mehr auf ihren obersten Standorten; dagegen sind das Alpenveilchen, zahlreiche Steinbrecharten, der stengellose Enzian, das Edelweiß und viele andere jetzt im vollsten Erblühen be« griffen. Diese Hochsommerherrlichkeit in bequemer Weise zu genießen, etwa in den herrlichen Gegenden Oberkrains, dürfte in der nächsten Woche Gelegenheit geboten sein, denn die Witterungslage lässt endlich eine Reihe schöner Tage erwarten. — (Congrua-Regulierung.) In Ergänzung der Durchführungsverordnung vom 2. Juli 1885 zudem Gesetze vom 19. April 1885, betreffend die povisorische Aufbesserung der Dotation der katholischen Seclsorgegeist-lichkeit, wird der Betrag der Decanats - Auslagen, welche in den nach diesem Gesetze einzubringenden Einbekennt-i nissen als Ausgabsftost anzuerkennen sind, unbeschadet der Prüfung der Frage, ob den betreffenden Decanats-amts-Pfarren eine Congrua-Ergänzung aus dem Religionsfonds, beziehungsweise aus der staatlichen Dotation desselben, im Sinne des bezogenen Gesetzes überhaupt gebürt, in Krain, beziehungsweise in der Diöcese Laibach, folgendermaßen festgesetzt: 1.) mit 150 fl. für die Decanatsämter: Radmannsdorf, Kramburg und Stein; 2.) mit 120 fl. für die Decanatsämter: Morautsch, Lack, Treffen, Gottschee, Littai, Mottling, Reifniz, Wippach, Ober-Laibach, Haselbach, St. Marein, Adelsberg. Idria und Zirkniz; 3.) mit 100 fl. für alle übrigen Decanatsämter. — (Aus Bad Rohitsch.) Von der Direction der Curanstalt Rohitsch - Sauerbruun erhalten wir folgende Zuschrift: Soeben wird uns die ill« höchsten Grade überraschende und unliebsame Mittheilung gemacht, dass in Laibach das Gerücht circuliere, es sei in unserem Curorte ein Chulerafall mit tödlichem Ausgang vorgekommen. Wir können mit unserem Ehrenworte versichern, dass an diesem Gerüchte auch nicht das geringste wahr ist, dass weder ein Cholerafall noch sonst überhaupt eine ernstliche Erkrankung, am allerwenigsten aber ein Todesfall sich ereignet hat. und überhaupt der Gesundheitsstand im Curorte ein ganz vorzüglicher, tadelloser ist. — (Telegraphenstation Veldes.) Wie uns von der k. k. Post- und Telegraphen-Direction in Trieft mitgetheilt wird, hält die Telegravhenstation Veldes vom 15. Juli an bis zum Saisonschluss complete« Tag-Dienst. — (Maturitäts-Prüfung.) Von Samstag den 10. bis inclusive Donnersstag den 15. Juli fand am hiesigen t. t. Obergymnasium unter dem Vorsitz des Herrn Landcsschulinspectors Jakob Smolej die mündliche Maturitäts-Prüfung statt. Von den 44 Schülern, die sich zur Prüfung gemeldet hatten, erhielt 1 ein Zeugnis der Reife mit Auszeichnung, 32 Schüler erhielten die einfache Reife; 4 Schüler wurden auf zwei Monate, 1 auf ein Jahr reprobiert. Die übrigen traten vor der Prüfung zurück. — (Cholera-Nachrichten.) Aus Trieft wird uns telegraphiert: Von gestern (Donnerstag) mittags bis heute mittags find acht Erkrankungen, wornnter ein Militär, und drei Todesfälle an Cholera vorgekommen. Unter den letzteren befindet fich eine bereits früher erkrankte Person. — In Finme sind in den letzten 24 Stnnden 6 Ertrantungs- und 2 Todesfälle infolge von Cholera vorgekommen. Unter den Erkrankten befinden sich ein Soldat uud ein Finanzwachmann. — (Schadenfeuer.) Aus Idria schreibt man uns: Am 12. d. M. nachmittags brach beim Besitzer Johann Tratnik in Idria Feuer aus, welches das Wohnhaus sammt Inhalt einäscherte. Der Schaden beträgt über 1000 ft. Das Feuer entstand infolge unvorsichtigen Gebarens mit glühenden Kohlen, indent zwei ohne Auf- sicht zu Hause gelassene Kinder des genannten Besitzers mit denselben spielten. — (Ertrunken.) Am 10. d. Mts. ist der des Schwimmens unkundige, 17 Jahre alte Bursche Peter Lisoric aus Kravlek bei Gurkfeld beim Baden in der Save ertrunken. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, 16. Juli. Das heute erschienene «Verordnungsblatt für das k. k. Heer» veröffentlicht das nachfolgende Handschreiben an den Landes-Commandierenden von Ungarn. G. d. C. Varon Edelshein, > Gyulai: «Lieber General der Cavallerie Freiherr von Edels-heim - GYnlai! Indem Ich, Ihrem Ansuchen willfahrend, Ihre Uebernahme in den wohlverdienten Ruhestand anordne, spreche Ich Ihnen für Ihre vieljährigcn, im Kriege wie im Frieden mit Hingebung geleisteten ausgezeichneten und hervorragenden Dienste, insbesondere auch eingedenk Ihrer um die Ausbildung Meiner Cavallerie erworbenen Verdienste, Meine volle Anerkennung aus und verleihe Ihnen als sichtbares Merkmal derselben taxfrei das Großkreuz Meines Leopold-Ordens mit der Kriegsdecoration des Ritterkreuzes. Ischl, 13.Juli 1886. Franz Joseph m.i.,.. Ferner hat Se. Majestät der Kaiser den General-Cavallerie-Inspector, General der Cavallerie Nikolaus Grafen Pejacevi^ von Veröcze unter dem Ausdruck Allerhöchster Zufriedenheit über dessen bisherige erfolgreiche Thätigkeit zum commandierenden General in Budapest ernannt. An die Stelle des letzteren tritt FML. Leopold Prinz Croy, bisher Commandant der zehnten Infanterie-Truppendivision in Iusefsladt, während Generalmajor Ludwig Ianski dazu bestimmt ist. das Truppencommando in Iosefstadt zu über« nehmen. Wicn, 16. Juli. Der Landtag von Tirol wurde zur Berathung über die Regulierung des Etsch-Flusses auf den 22. Juli einberufen. Graz, 16. Juli. Alle Vergnügungszüge nach und vou Trieft und Fiume wurden eingestellt. Paris, 16. Juli. Das Leichenbegängnis des Erz-bischofs Guibert hat in feierlicher Weise' stattgefunden. Unter den Theilnehmern waren der Cnltusmimster, Mac Mahon und zahlreiche Senatoren und Deputiert«! der Rechten. Auch Präsident Gre'vy ließ sich vertreten — Das Duell zwischen dem Kriegsminister MldLllreiuty findet wahrscheinlich erst morgen statt. Der Senats-präsident intervenierte persönlich, um dasselbe zu verhindern oder doch zu verschieben. Paris, 16. Juli. Die Streitsache zwischen dem Senator Lareinty und dem Kriegsminister Boulanacr wird wahrscheinlich heute durch Duell Mlsgetragen Der Minister beauftragte seine Zeugen, als Waffen'Pistolen vorzuschlagen. Madrid, 16. Juli. Der Senat hat nach kurzer Debatte die Vorlage inbetreff der Civillifte aenehmiat London, 16. Juli. Reuters Office erfährt aerücht-weise, dass zwischen England und Amerika' Unterhandlungen über den Abschluss eines Vertrages, betreffend die Auslieferung von Dynamit-Verbrechern, schweben sollen. Petersburg, 16. Juli. Als ein Eisenhändler gestern eine Partie alten, vom Fiscus gekauften Artillerie-Materials vom Wagen abladen ließ, entlud sich eine für bereits entladen gehaltene Granate, wodurch 16 Personen, darunter vier Kinder, getödtet und mehrere andere verwundet wurden. Constautinopel, 16. Juli. Die Pforte hat den russischen Torpedobooten die Durchfahrt durch die Dardanellen gestattet. Washington, 16. Juli. Präsident Cleveland erließ eine Verordnung, in welcher er die in den verschiedenen Regienmgs-Departements angestellten Beamten vor der Benützung ihrer amtlichen Stellung zur Con-trolierung der in ihren Bezirken herrschenden politischen Strömung warnt. _______ Angekommene Fremde. Am 14. Juli. Hotel Stadt Wien. Lederer und Rosenberg, Kaufleute, Wien. — Reisenancr, Reisender, Graslih. ^ Satter, Reisender, Fünf-tirchen. — Iovanovic, Kaufn,., Nrcla. — Dr. Moretta, Advo^ cat, Dalmalien. — KraM, Reisender, Oraz. — Schwarz Fabrikant, Littai. — Demscher, Kaufm., Eisnern. — Schint, Besitzer, Sagor. — Velcich, Prwatier, sammt Nichten ; ssranner, l. l. Hauptmann, und Rovelll Maria, Private, sammt Familie, Trieft. — Leli Amalic, Private, sainmt Schwester, Fiumc. -Vlasich Louise, Private, sammt Tochter, Wrz Hotel Elefant, v. Schiwihhofen, Privatier; Kaufmann, Wersch--liala, Marusich, Werchheuner und Äarenja, Kausieute, Wien. — Reiniger, Forstbeainter sammt Sohn, Eben. — Lutmann, Fabritsdireetor, sammt Frau, Gratwciu. — Schick, Reisender, (Uraz, — Straszer, Reisender, Siofot. — Pfurtfchcller, Kauf. ,nann, Vulvmes. — Dr. v. Rozyhi, Privatier, K^ralau. — Dr. Singer, Advocat, sammt Frau, Steinamangcr. — Auto-novic, t. l. Pustvfftcial, sammt Frau, Zara. - kalanouic Anna, Private, Oradista. — Mletnz, kaufm., Altemnarlt — Do-mladis, Bescher, sammt Familie, Feistriz. — Dralta l l Vc-zirlshauptmaun, Radmannsdorf. - Muhic, Kaufm 'sammt Frau, Plcsce. - Kapetteti, Professor; Kavallieri. Kauf»,., sammt Fanlllie, und AscuW, Kaufm., Trieft. — Saßi Marie Private, Fiume. — Versa v. Leideuthal, l. f. Forsteleve, Ter-iwvo. — Doszcnbacher, Privatier, Pvla. — Zencovich, Privatier, sammt Tochter, Sessana. Hotel Vaierischcr Hof. Lahaincr, Privatier, Voitsberg. — kro -bmh, Privatier, Nenlnarttl. Rasthof Siidlialiuhof. Weinberg, Reisender. Wien. — Iereb, Beamter, und Fritsch, Nanunternehmer. Trieft. — Sheszlal, k. k. pensionierter Officier, Wrz. — banner, t. k. Marine-Beamter, und Kallmus, l. k. TcleaMfthenbeamler, sammt Eohu, Pola. Gasthof Sternwarte. Crnivee, Privatier, Prussecco. — Dr. Dereani, Privatier, Wien. — Voic, Kaufm., Reifuiz. Am 15. Juli. Hotel Stadt Wien. Goldsand, Kaufmann, Wien. — Ionle, Kaufmann, Laxnibnrg. — Leuartw, Kaufmann, Leobn» -Lieb von Krcchuer, l. l. Oberst, Klassensurt. -. Hanglovsly, IlMmcnr, Sissel. ^ Obraczay, l. l. Oberstlienlcnanl, Neu-stem. — Tahudi, Priester, Eisnern. — Iessenko, Proschor; Mahlovic, t. l. Polizei-Concipist; Maraugoni und Eaacr. Privatiers, Trieft, «u . ^ Hotel Elefant, von Manussi, l. f. Hauptmaun; Nowal, Erzieher; Taucher. Krans, Treo nnd Rliscnthal, Kaufleute, Wieu. — Gosicl, Reisender, Prag. — Lindner, Reisender, Innsbruck. — Leibl, Gutsbesitzer. Iara. — Mcnciuqcr, Advucatcns Gattin, Gurtfcld. — von Candolini uud vuu Zelles, Privatiers, Pöl> tfchach. — Franceschi, Kaufmann, Sluria. — Morpurqo Anna, Private, fammt Familie; Graudi nnd Varoggi, Pri< vaticrs, Trieft. - — Skodnil, l. Ta>,alfabrits.Director, Fiume. — Cisculti, Privatier, fammt Familie, Pola Hotel Vairischer Hof. Mariucik, Händler, Trieft. Verstorbene. . ,.^/" ).?'F"«!'' ^"""ä ^°p< Hausbesitzer und Klein-vlehstccher, 59 I., Pütersdamm 47, Lebcrentartnng «, l ^"^'c>A"l'- Franz Wochinz. Uhrmacher. 40 I., Rosennasse 13, Lungen» und Darmtubcrcnlusc. Im Garnisonssvitale: D e n 1 5 I u l i. Kassian Moldavau, Infanterist, 23 I., Lungeutubel-culose. In der Spitalsfiliale: Den 15. Juli. Anton/jlmdra, TaMM'rs-Sohn, l3I., Ecclampfte. Lottozichuna, vom 14. Juli. Vrttnn: 41 80 24 60 79. Meteorologische Beobachtungen in ^aibach. ^Z 5-3 -«l- ZZ wind , «"sich» 33Z ^5.^? Z' _______^ 7'U. Mg^ 736.08 ia.4' M. schwäch "bewollt^ ' 1l!, 2.N. 734,«0 21,8 O. schwach heiter 0.00 9 . Ab. 734.34 17,2 O. schwach mondhrll Morgens bewollt, nachmittags Aufheiteruug, llare Mout» uacht. DaS Tagesmittel der Wärme 16,5", um 0,U" unter den» Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglii. ^ Farbige seidene faille ssranyHize, Surah, 8atin mervoilleux, Atlasse, Damaste, Nipse und Tassete fi. 1'35 per Meter ?>« u ? <<> v»,. »,!d CtUclen ,oNslei >»« Hang d.,s Scidcufal'r,sD^//Vu''s'',«.^»« <,. l, H°s.icf > » 2"'al'leV'a 5'^ > W ., "^ audcreu NcKvandten Namen die tief W » e7' nv r^K^,!"" '"" Hinscheiden ihres tu- > « ren, unveraessl.chen Gatten, des wohlaeborurn Herrn > » Josef voll Anrcitcr » > Cdlcn zu Zirufeld und Neidhcim > W l. l. Pustcontrolor i. P. D > welcher «estern um 9 Uhr abends, versehen mit den W > Aalen ^ > > « >> .^ Leichenbegängnis des theuren Vcrblicheuru > 3 ürZe a.!Nw.t.'""^' ^"^"""« "°" '" ")"" > W Laibach am 16. Juli 1886. M Maßstab 1:75000 Preis fter Vlatt 50 lr., in Taschensor.nat auf Leinwand gespannt «0 fr. Z!l. u. MüuMlir H Fe,l. Omlls,«rg.^ Hj,llslslamll>lNg in Aaibach. Llnbllchcr Zeitling Nr. 1l><> 1331 17. Juli 188«. Course an der Wiener Börse vom 111. Juli 1886. N°c,, ^ °ssi i uen Co.Mw.. Veld W», Staats-Anlchen. ,»«, "' "> ^taalslose 25« st, I8i 50 - -'«"^ ü°/, aanze 500 ^ 141 »0 141 ?o !^!>' ^'"^l°lc . . 10« „ Is,» - ,W'5<> >l°mo-N!!!tt"»Ichci»c , ' per k'l, 55 — '—- ^"„^^.-^»ldrcnte. steuerfrei . N8N0II9I« ^Nlcrr. Noteurcnte, sleucrsrei , 102-102 15 »nq Goldrcnlc ^«/„ . . . . 105.-5« >05l!s. « ^apl^lciltr 5»/n ... !>4 <>4«>, « W>l'..Ä!,l. ill, ll. ö, w, E. 15,« ^> i!>5'i», « ^slbahn'^norliiitcn . . i«u 8«x,i z« « «l«l,(Ung.OIll'nhn) '28-5U12!»- " >' „ V0!» I, IÜ7U . 1Ü.-7512«! 2,', .s. ,^'"".>i^'! ?I„l. k!U«fl,ö.w, 12^0122' c, ^Y"h-Ncg.^'o^. ^^ ,00 „ . li!5l»n fl !i M.) ^°b«dmi,che.......,,!.-------- M>^ ' ' '- ' '!^'^ ^.,7 °b«bstenc,chi!che , . . . 105 50 _._ ü^" "'" sch>-.......105-50 10.. 25 5°'° ,""l'sche '"lb slavonische , ,05 i!0 105 «l« Geld Ware s>!"/i, lemes« Vauat .... io5zoi«5s,o 5 <"« ungarische...... 105>20i05eo Andere össentl. Nnlehen. T>,'»au.U!cg./,"/» Gold. ,2l0 tlo, i!> 5>« „ « 4"/^ . l»7 — »7-50 dll'. Prlin>il-»>Cchuldverschr. !!"/>, 100 25 100-75 Ols!,HyV>,'!^!c>,l,'N!,I !«j.5'/,"/<, UN 25 - - O^il., z>0 Uu», <>»»', 8!c»dc!.crldit'»lct>cnges. >» ^ lsl i» U.1«>!» v>!,l, 5>/,"/n —'— —- — Pri»)rit0'Ol>liga,<> gy ^n!iz>Iac K>>>!" l'lldwig» Bahn ^«!, ib«i uou !N»-8o „ «^ 5°n.....182 K0 — — Unq.«gaNz. Bahn.....101 »owlio Diverfc Lose (P« Stück), (licbiOol« luo fl...... I?«»—178-50 ,-^.n>l>. i< 5« 14 «n Mudols'l'ole IU N..... ,8 ?» 19 25 kalm-^'l'sl' 40 .'« 5« Windilchgläl) Vosc X« fl, . . 4,5043 — Bllul.Actien Uc» Stllcl). ?i»glo-Ocslc,r. Vanl 20« sl. , i,<-?5!is> — Vanlvcrei», Wicncl, !<»0 sl. , ,03 <»« io<-.^<, Bd,!ll.^A!,f!,.Ocst.^!00fl.S.4U"/<, !^^» 2522!» 75. <ä,d!.°A»s!,s.Ha!>d.U,O. !l!«s>. 27?-2<»!z!7?-l!U «.ilrdill'aül, Allg u,!g, züwjl. . ^4-252«4-75 T.cp!,'sil»,»l'l»,l, A!l,,.2»u II. . ,80—I!»l>50 c^l,U'!^Ges.,VNcl».lös!,5«UlI. 537—540 — ^ypl>l^-ln>b., tzst. i!0l>u. ^5"/c,«. — — — — ^'.Nll-crb,, ost. ^UUjl. ^>.5U"/o E, L2»»5»2«-5lu rau- Ü00 fl, . 21X-—2>8 5>> ,, Sl,l',l, 1I1.lt. 18?« ^OU sl.H. 2UU^2«U-25 stcldlnaudi'iitoldl!. 10UU fl, liAt. 22«7 2^?v Fl>i,!,«^»sc'>iayn ^00 ll. Silber 220-5>u«2l'— Kii!ij!irchc>!»i'>,llscl!iilb.2«l)ii,S. i«ü >!0i<,4-«u ^c>liz,zlarI^'l!dw!g^!U,i!00sI.^!Ui. —'— — — (^vci^üösl^che» N,1j) i!^» ,>, Sllb« . in,;—1«<><0 Prag-Dilfcr >iijc!tt>. ll.u sl. Silb. ! 25— 27 — Äudrlj'i c>yn 2u« jl. Hildcr , l»3-5') ll»4 — Siebcndlllgcr «ilse»!>. ^u sl. , —— —---Elnlliec,,,,-!!^.,!.:, .'^^ ü, 0, W, . «»4(,^32-8u Oeld wnre Silbbahn »on fl. Silber . . ll4 5« »15 — Slld<«c>rl,d .«erb » ",200sl.p<,rt»<«tle!lschüft ,»» fl, . —— — — llnss,-aal,z, Eisrnl', n»0 sl. Si!bc> !??-?b >?» l.0 Ung. Nurdi'sll'.ib» ^!»» fl. Silbel ,?z-- I?5l»0 Uug,wcftb.ll)il,c,b.Gla,>2U0!l.V. l?75'5<> Industrie Nctlcn (per StUck). «igybi und Kmdbelg, Hisen» n»b Slahl-Ind, i» W,en 10« il. , —— — — HijcubHbnw.'^cih^, 1. w, sl, 10"/« —-— — — „^ldcmiihl", Papi^rf. U. «U.'O. N4>— «i-50 D!l»,l.,,!«O>,-!sll!ch., oilerr.'Hlpinc «» — »-< 40 4»lagc> lt,j>,-!!°.,.^!,-I. ^0l< sl. , lb»- - lb» — Kalgo°Tn>j, ^iscnr.'sf,. 10!) sl. , —-— —' — Wafsnis.'H.. Ol Juli 1 $Wf' "^m^W^^ vorletzte zwei ausserordentlich grosse mysteriöse I Wt IIbIF^ und antispiritistische I ^aW Extra-Vorstellungen ¦DBn yO\ ienstag letzte Vorstellung. ^P| (2875) I Echter Burgunder-Wein f I nicht zu vergleichen mit anderen unter dem Namen im Handel vorkommenden ^ ~ Weine., (Weine, die duroh fremde Zusätze einen eigenthümliohen 7J 1 Genohmaok besitzen, was bei solohen Weinen nioht vorkommt: }4 \ Adtninistration der «Weinlaube» in Klosterneuburg); ist sowohl als Dessert- M C wein anzuempfehlen, als auch für Blutarme, Schwächlinge und Reconvales- \d f cenlen besonders nützlich; schützt durch seinen Gehalt an Tannin vor Diarrhöe C # und wird als tonisches, stärkendes und wahrhaft diätetisches Mittel empfohlen. ^ r 1 Flasche 60 kr., leere Flaschen werden mit ß kr. rückgekaust. ^ r dieser Wein, in einem frischen, lustigen, trockenen Keller ausbewahrt, ist stets ^ r von gleich guter Qualität am Lager der (2871) 3—1 Q ? Apotheke Piccoli „zum Engel" £ ) in Laibach, Wienerstrasse. r Apotheke Piccoli ,zum Engel' in Laibach, Wienerstrasse verkauft die gangbarsten Mineralwässer zu folgenden Preisen: (üiesBliiibler Ptuhstoin 1 Flasche 24 kr., Marienbilder Krenzhninn 1 Flasche 28 kr., Karlsbader Mülilbriinn 1 Flasche 514 kr., Kromlorfcr St^]>lianie-(|iielJe 1 Flasche Ü2 kr., HYikrtezy-Bitt.ei'waHHer 1 Flasche 22 kr., SeHern-Wanner 1 Flasche 24 kr. P^* Alle nicht geführten Wässer werden prompt besorgt und zum Selbstkostenpreise berechnet. (2(iH2) 3-H l MWfc^ ^ Apotheke \ \Wm- ^TrUöczyf 1 * «ffl/^P^ lieben dein liatlihause in Laibaeli j[ j! U*^W^ 'rjC zugleich homöopathische Apotheke fr JJ V jfflffr ^^^^K. ' ' ' ''J^^^Km 2 ® "* ll i1 111 ^HI ^^^^^^^Hi ? 5 2. lü J .55 HH^i^fc- fc H ? q. L i 1 j pür die Scmmer-Saison worden anempfohlen: ÜJ I U* kftftnooft UI1K sr'sc'iesl('n 'iebirgs-Himbeeren r-rzeugt, mit Soda- I] j nimue6rS«TX, wasser oder einigen Tropfen hallerischer Säure gemischt, r T pi))I ein angenehm schmeckendes, kühlendes Getränke. '/» ky 4.r> kr., 1 ktj L J 80 kr. sammt (ilas. [J i Sommersprossen-Salbe ^JrHSS'Ä |j erhält den Teint stets weiss, glatt, rein und /.art und gibt dem Gesichte . II eine jugendliche Frische. 1 Tiegel öü kr., Glycerinseife dazu 12 kr., zu- JJ J sammen fi!> kr. (2209) 9 ^ Ü Uiihnoraiinon Tinnfnr Das 1)este und siclierste Mlt(el Keßc" \\ J nUnriördlJyeri- l IllUlUr. Hühneraugen sowie gegen Verhärtung lil ) der Haut ata Fusse. Dieselbe hat den grossen Vortheil, dass sie einfach mit J1 J einem Pinsel auf den leidenden Theil ausgestrichen wird, worauf nach-kurzer [II ={ Zeit die leidenden Theile von Verhärtungen jeder Art schmerzlos befrei» (^ sind. Ein Fläschchen sammt Gebrauchsanweisung und Pinsel 40 kr. Ueber ^ i. diesr aus^ey.cichneie Tinctur sind iiiim viele Danksagungen zuKek«inui«u. «^ ? InCPPfplinillx/Or dalmatinisches, das besle und sicherste Mittel ^ J |IIOöL»lCll|JUIVOI , 7Mr Kä„7,liclien Vernichtung und Ausrottung allen Un- J-J Ü Key.ioscr.s, Fliegen etc. Zu 20 kr. und 40 kr. Kin Zersfäubungs-Anparat M kr- !|V J |^** Diese. Ai-likol sowie ulle anderen hier nicht, angeliihrlen uj il l)Ofi'«hmlen Spe.cinliliiien werden zu den billigsten Preisen verkauft ^ J und mil. täglicher POBt im frischesten Zustande versandt. ^PI^,