.VI R T. Montag am K^. Jänner R853 Die ^,nl.»cher Zeitung" erscheint, mit Ansu.lime der Sonn- und Feierwge, täglich, und kostet sammt den VeÜagcn im Comptoir qanzjälniq i! jl l>. l b i.> l.ri a -i ss >«» sr ...i. frei qa„,jäl,ri>,, »nter Krc,,,l'«n° >md gedruckter Ndress. 15 ss, h a, b j rl 1 7 ss 1 , ^. I, >r" t.,^.lü ?,., ^ ^ <" en.ncht.n, W,t der Po,. »>°r.°. ma,ige M>Ma,t,m!, ^ kr sur zw.ma.i.e^ kr, ,i,r dreim„,i<,e 5 fr, E, W, ^nU.c bi/ 2 Zeilen^ . ss ü" 8 M> ^ fi^" Nl m.77.,1" s"'"'< M^'" '^ ^"' 3" dies,,, Gebühren ist ,,.ch dem „Pro«„or,sche„ G.,.^c vom .!, Member <8Z0 s,,r Inserti.nsstämpe," noch <0 lr. snr ci.,e jedes„w " l!n challnng h , . z ",chne '»'<"!ch°,»rn. 'Almtiicker Theil. <^e. k. k, apvstol. Majestät haben mit allerhöchst.!^ Entschließung vom 8. Jänner d, I., Aller' höchstihrem Hof- imd Burgpfarrer, Dr. Iohan,, Kiltschker, die Titular-Abtei zur heilige» Jungfrau Maria von Pagr«ny allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 3. December u. I., den Sec-tionorath und Ober-Bandirector in Verona, Alois Nitter v. N e grell i-M oldelb e, znm Vorstande der zn errichtende» Direction für Eisenbahnbaute!', im lomb.-venet. Königreiche mit dem Charakter und den Bezügen eines Ministerialrathes allergnädigst zu ernennen geruht. Veränderungen in der k. f. Armee. Major Stephan Simic, des Ognliner 3, Gränz-Infantene-Regiments, wurde mit dem Charakter und der Pension eines Oberstlieutenants in den Ruhestand versetzt, und dem penfionirten Major. Norbert Ritter v. Andrüssy, der Oberstlieutenants - Charakter ml !>n nore« verliehe». Nichtamtlicher Theil. Die österr. Nationalbank. il. " Die Geschäftsergebnisse der priuil. National-bank im letztabgelanfcnen Jahre bilden den augenscheinlichen Beweis, daß sowohl die speciellen Verhältnisse dieser wichtigen Anstalt als unserer finanziellen Zustände im Allgemeinen sich entschieden imd stetig znm Besseren gewendet haben. Wir wollen die 3'ffern selbst sprechen lassen. Der Münzstand der Bank betrug: Ende December 1881 . . 42,827.666 fl. 18^ kr. Ende December 1832 . . 43,247.363 „ 48 „ Derselbe hat somit zug^ nommen um .... 419.709 fl, 29^ kr. Der Vanknotemnnlauf be- —— trug: Ende December 1881 . . 213,636.319 ss. - kr. Ende December 1882 . . 194.943,236 „ — „ hat demnach im Laufe des Jahres 1832 sich verrin- ge« um.....2l»,«93,2«I fl, — kr. Diese Verringerung ist namhaft, sie beträgt beiläufig 10 Percent des Banknotenumlaufes vom December 1831 und führt uus dem Zustande eines geregellen Geldwesens immer näher. In Folge derselben stellt sich jetzt das Verhältniß des Barfondes zur Nolen-circulation ungefähr wie 1:4'/„. Hätte die Bank nicht diesen Weg, sondern den umgekehrten eingeschlagen; hätte sie um die aus dem Umlaufe gebrachten zwanzig Millionen edles Metall aufgekauft, so hätte sich wohl obiges Verhältniß sM>. stiger gestaltet, wenn man die Voraussetzung g^^„ lassen könnte, daß die Durchschuittscurse des Silbers lind Goldes im Jahre 1832 unverändert dieselben geblieben wären. Allein diese Voraussetzung scheiß uns ttiiglich, ja unmöglich; ei» so höchst bedeutender Silberaufkauf hätte nach den umwandelbar giltige» Gesetze» der Coucurrenz nicht verfehlt, das Metall-Agio bedeutend i» die Höhe zu treiben, ganz dem Zwecke der definitiven Negulirung unseres Geldwesens entgegen. Nicht der Hinblick auf die künftige Bestimmung der angeschaffte» Metalloorräthe, sondern die sichere Aussicht auf lohnenden Verkauf würde im Augenblicke die Preise der edlen Metalle bestimmt haben. Es heißt die Natnr der Menschen u»d der Geschäfte »erkennen, wenn ma» von dcr gedachte» Operation einen auderu Erfolg erwairet, Aber es gibt auch einen andern gewichtigeren Gründ, welcher dagegen geltend gemacht werden kann. Es ist nnwahl, daß die Masse der Werchzeichc» m daS Unbestimmte vervielfältigt werde» könne, wenn nur für ein bares Deficit ron gleichem Werthe gesorgt werde. Denn während das edle Metall, geprägt oder umgeprägt, dem Weltmärkte angehört, bleiben die Werihzeichen in der Regel und znm überwiegend größten Theile auf den Kreis des Landes eingeschränkt, in welchem sie ausgegeben wurdeu. Eine übertriebene Vervielfältigung derselbe» überfüllt die Adern der Circulation, macht sie stocke» und trägt daher Verwirrung in sämmlliche Kreise des geschäftlichen Verkehrs. Wenn auch als ausgemacht angesehen werden kann, daß Oesterreich derzeit, wo alle Elemente nnd Bedingungen seiner Wohlfahrt sich mit verstärkter Gewalt nähern und regcn, ein bedeutend größeres Quantum an Um» laufsmitteln als vor dem Jahre 1848 nicht bloß ertragen kann, sondern sogar bedarf, so dürfte doch „ur eine Stimme darüber herrschen, daß die Menge der, während der verhängmßvollen Jahre 1848 und 1849 ausgegebeneu Werthzeiche» zn groß war, um nicht eine namhafte Verringerung iu Anspruch zu uehme». Diese sowohl bezüglich der Bank- als der Staats-uoten bereits zum großen Theile thatsächlich durchgefühlte Verringerung hat noch die günstige Folge, daß, wenn künftig das Bedürfniß größerer Metallaufkäufe sich geltend machen sollte, das Metall-Agio dnrch sie schon namhaft reducirt, somit die Mögliche keit, Metall zn erwerbe», bedeutend erleichtert erscheint. Solchergestalt ist der Weg zum Ziele durch die Reduction der Noten in jeder Beziehung geebnet. Wahrhaft ausgezeichnet sind die GebarungS-resnltate der Bank im Jahre 1832 bezüglich ihres Verhältnisses zum Staate ausgefallen. Die Rückzahlungen dcr Finanzverwaltung an die Bank betrugen während dieser Periode 18,307.671 st. 39^ kr. CM,, somit ist ungefähr der achte Theil, oder mehr als 12 Percent der Schuld des Staates an die Bank ausgeglichen worden; die Gesammtziff« derselben ist von 148.867.9«0fl. 3l»/5 kr. auf 130,660.278fl. 32^ kr. herabgegauge». Daß daS Eöcomptgeschäft gegen das Vorjahr nicht beschränkt worden ist, und daß die Bank während der Dauer der Geldklemme demselben eine namhafte Erweiterung gab, ist eine bekannte Thatsache, die bereits ftüher durch die dttrcffeuden Ziffer» der letzten MonatSbantauSweise klar hervortrat. Darüber hinauszugehen, verboten die Rücksichten der Klugheit und der Bestimmung der Bank, welche der Geldverkehr unseres Staates zu vermitteln berufe» ist. Mit Schluß des Jahres 1832 verblieben 18.819 Effecte» >m Werthe von 32,347.474 st. 4 kr. in den Vorräthen der Ba»k. Einen großen Aufschwung hat uenerlich das An-weisungsgeschäft gewonnen; sowohl die Zahl als der Gesammibettag der von der Ba»kce»ttalcasse auf die Baukfilialcassei, und umgekehrt ausgestellte» Anweisungen bewährten den bedeutenden Umfang dieses für den Verkehr aller Kronländer linter sich so söider- samen Geschäftes. G c ft e r r e i ch. Trieft, 14. Jänner. An Bord des heute aus Dalmatien hier eingelroffene» Lloyddampfers „Varon Kübeck" befand sich dcr Vetter des Fürsten Danilo. Herr Georg Petrowich Niegusch, Vicepräsident deS montenegrinischen Senats. Er begibt sich dem Vernehme» nach i» einer besonder» Mission über Wien nach Petersburg. Fürst Danilo hatte sich am 6te» nach Grahovo verfügt, um mit dem dortigen Woj-wodeu Jacob Wojalich, der neulich mit dem Kreuze des russischen St. Anuenordens 3. Classe decorirt wurde, über die Vorbereituuge» zum Kampfe gegen die von der Herzegowina ans heranziehenden türkischen Truppen Rücksprache z» nehme», Omer Paschn war an der Spiye seines gewaltigen Heeres am 7. >» Skntari eingelroffen, und der Angriff gegen Montenegro sollte binnen 4 bis 3 Tagen beginnen- Die Lzernagorzen waren übrigens gnten MutbeS »»d bereit, den mächtigen Feind i» ihre» Schluchten zn empfange». — Der Geueraladjutaiit Sr. Maj. des Kaisers, Generalmajor Kellner v. Köllenstein, und der Statthalter von Dnlmatieü, Generalmajor von Mamula, sind in Cattaro eiugetroffeil.' In unserm Hafen liegen heute 7W Schiff,, dar. unter 308 langer Fahrt, und 43« Küsteu^chlzeiige; wir erwähne» dieß deßhalb, weil wohl selten so viele Segel anf unserer Rhede vereinigt waren. Unter den Schiffen langer Fahrt befinden sich 121 dstenleichische 96 griechische, 18 englische, 14 neapolitanische, 11 türkische, 8 dänische, 3 samiotische, 4 holländische, 4 serbische, 4 norw,-schwedische, 3 walachische, 3 ionische, 2 amerikanische. 2 ftcmzdsische, 2 preußische, 2 hanseatische, 1 l»asilia»isches, 1 mecklenburger, 1 moldan'schts und 1 Haitier. Trieft, 13. Jänner. Aus Montenegro verneh« men wir nachträglich, daß der Angriff auf das Land-chcn gleichzeitig von Albanien und der Herzogewina aus erfolgen soll, — Im Umkreise von Grahovo wurden Lanfgraben aufgeworfen, »m die türkische Ca-oallerie in ihrer Operation zn hinder». Di« Montenegriner sowohl, als die Bewohner vo» Grahovo zeigen einen wahre» Todesmulh, und erkläre» sich entschlossen, wie sie sagen, zur Aufrechthaltung ihres Rechtes das Aeußerste zu wage». Wien, 13. Iä»»er. Heute Abend fand die erste Versammlung der Bienenzüchter und Bienenfrennde im Locale der t. k. Landwirthschaftgesellschaft Statt. Die Verhandlung wnrde von Sr. Durchlaucht dem Fürsten v. Sch,rarze„berg, der anch den Vorsitz statt 5eS abwesenden Präsidenten der Gesellschaft, Sr. Hoch-wiuden den Prälaten vo» Wr.-Nenstadt, führte, eröffnet. Als Hauptzweck dieser Versammlung wurde die Erörterung der Frage, warum die Bienenzucht in Oesterreich so tief gesunkeu ist und welche Mittel zur Hebuug derselben anzuwenden siud, angekündigt. Nach» dem sich eine lebhafte Discussion darüber eutspvlmen hatte, trennte sich die zahlreiche Versammlung, und eS wurde die »ächste auf Donnerstag, den 27. d. M., festgesetzt. — Nach einem annäherungsweise genau verfaß» tt» Verzeichnisse gibi es i» Wien und der Umgebung Ä8 circa 300 Schriftsteller, von denen sich widmen: der Theologie 12, der Nechtsgelehrsamkeit 30, Geschichte 18, Statistik 30, Oeconomie 15, Baukunst 10, Arz-neiknnde 40, Naturgeschichte 20, Mathematik 15, schöne Literatur 100, Astronomie 3, Musik 12, Jugend- und Erbanungsschrifteu 30, Handels- und Gewerbekuude 13, Journalistik sammt Ccitik 120, die übrigen zertheilen sich einzeln in verschiedene Fächer, als: Gartenkunst, Erziehuugskuude, Archäologie u. s. w. — Die hiesige Handelskammer hat bei dem Umstände, als dnrch die vom Ministerium der Kammer znr Fortführung ihrer Bibliothek bewilligten Summe» die Möglichkeit geboten ist, sich mit deu neueste» Erscheinungen anf dem Gebiete der Volkswirthschaft und Statistik bekannt zu machen, eine Commission ernannt, welche über die für die Kammer - Bibliothek auzuschaffeude» Bücher entscheiden wird. — Bezüglich der eintretenden Perehelichung eiucs Beamten wurden vvn Seite des Handelsministeriums folgende Grundsätze festgesetzt: Jeder Beamte muß seine vorhabende Verehelichuiig, unter Namhaftmachuug seiuer Braut, 14 Tage früher schriftlich seinem Amts-vorstande melden. Beamte, welche nach ihrer definitiven Eigenschaft in der Hauptstadt eines Kronlandes nicht mindestens eine Iahresbesoldung von 600 fl., und außer der Hauptstadt nicht mindestens eine solche von 300 st. beziehen, bedürfen zu ihrer Verehelichuug der besonderen Bewilligung der Behörde, welcher das Ernennungsrecht zusteht, und müsseu zu diesem Behufe ein anderweitig gesichertes Einkommen znr Ergänzung der obigen Beträge nachweisen, — Bezüglich der Nebe»befchäftigi!»ge» der k, k. Beamten siud im Allgemeinen die folgenden Grundsätze festgesetzt worden: Die Beamten und Diener dürfen sich keiner Nebenbeschäftigung und keiner Unternehmung von was immer für einer Art widme» oder sich an derselben betheile», welche nach ihrer Beschaffenheit oder Beziehung anf die Stellung des Ve-amten und Dieners die Voraussetzung einer Befangenheit in der Ausübung ihres Amtes oder Dienstes begründen kann, oder dem Aussaude oder der äußern Ehre der Beamte» und Diener, oder dem Range der ersteren widerstreitet, oder die Zeit des Beamten und DienerS auf Kosten der genauen Erfüllung seines Berufes in Anspruch nimmt. Ueber die Zulässigkeit einer Nebenbeschäftigung für einen Beamten oder Diener entscheidet, unter Freilassung des Necurses an die höhere Behörde, der unmittelbare Amtsvorgeseyte. — Der Nachweis über die beim hiesigen Haupt-zollamte im November v. I. verzollte» Waren zeigt gegen den gleichen Monat des Jahres 1831 eine Znnadme der beim hiesigen Hauptzollamte stattgehabten Eingangsverzolliing beim Kaffeh um 13.930 Zpfd., beim Zlickermehl für Raffinerien um 339,338 Zpfd,, beim Wein um 27.444 Zpft)., uud bei den Baumwollgarnen um 43,678 Zpfd.; dagegen eine Vermin-dernng beim Olivenöl um 82.487 Zpfd. nnd bei der Baumwolle um 12.430 Zpfd. Dieses Ergebniß stimmt Mit jeuem des vorhergegangeneu Monates ziemlich übereil,. Die bedeutende Zunahme beim Zuckermedl wurde vorzüglich durch die Eiuzabluug früherer Cre-ditsrateu herbeigeführt. — Die Zolleinnahme stellte sich gegen deu gleichen Monat des Vorjahres bei der Eiufuhr um 91.281 Guloeu höher, dagegen bei der Ausfuhr um 383 fl. niedriger. Wiens Ausfuhr ist gerade i» den feineren Fabrikaten überwiegend; nur bei den Leinen-, Seiden-, Galanterie- uud Eisenwa-reu machte sich das eutgegengesetzte Verhältniß bemerkbar. Uebrigeus ist bei den Eisenwaren die Ausfuhr feiner Sorte» in Zunahme begriffen, und auch Naumwollwareu feinster Art beginnen im Auslande den fremden Mitbewerb zu bestehen. ^- Vo» den in Oesterreich ursprünglich aufgestellt gewesene» 13 Grnndentlastungsbezirks-Commis-sionen, siud bereits 4 anfgelöst worden. ^ I" Folge eil,« Verstäüdigliug des kaiserlich russischen Departements des Finanzwesens, sind im Gräuzzollverkehr mit Oestreich von Seite Rußlands nene Erleichteruugen bevorstehend, — Die königliche böhmische Gesellschaft der Wis-schaft in Prag hat beschlossen, die Biographie ihres verdienstvollen Mitgliedes, des verstorbenen Professors Fr. Lad. Celakowsky durch den Druck zu veröffentlichen. Dem ordentliche» Mitgliete der Gesellschaft, Hrn. Dr, I. Hanus, ward der Auftrag zn Theil, diese Lebensgeschichtc zn ve> fassen. Da derselbe darin zngleich ein Bild der ganzen Periode des Neuerwa-chenS und Vlühens der böhmische» Literatur zu geben gedenkt, so bittet er alle Freunde uud Vekauuten Ce-lakowsky's, ihn dnrch gelegenheitliche Mittheilung aller dahin einschlägigen Daten gefälligst unterstützen zu wolle». — Die Nepräsenlanz der Sladtgemeinde Vökla-brnck hat mit Beschluß vom 20. December v. I, auf die der k- k. Stadt Vöklabruck, als gewesene Grundobrigkeit, über mehrere unterthäuige Nealitäteu aus dem Staatsschatze gebührende Entschädigung für die anfgehobeuen Veränderuugsgebühreu gänzlich Verzicht geleistet. — Der Curort Ischl wird, dem Vernehmen »ach, im Frühjahr mit der Residenz mittelst eines electri-schen Telegraphen in Veibindung gesetzt werden. — Die durch den Hr». Major v. Gottschlig in Arabien angekauften 10 Pferde werde» zur Verbesserung der inländische» Pferderace verwendet, und siud für die kais. Gestüte in Lipizza und Vabolna bestimmt worden. — Adermals schied ein würdiger Veteran der kaiserl. Armee ans dem Leben. Se. Ercellenz der k, k. Feldmarschall-Lieuteuauc uud zweiter Inhaber des k. k. Großfürst Michael von Rußland 26. Li-»ien-Iuf. Reg., Anton Schick v. Siegeuburg, starb am 10. d. M. iu Preßburg iu seiuem 27. Lebensjahre, und wurde am 12. mit allen m>litärischeu Ch-renbezeiglmgeu zu Grabe getragen. Se. k. k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Ernst führte das Commando bei dieser Leichenfeierlichkeit. — Ans Reichenberg theilt die „Bohemia" folgende Geschichte mit, welche zu den vielen Beispielen von colossalem Aberglauben eiu ueueS Prdbche» liefert. Zwei Tuchmachergeselle», durch Zufall iu den Besitz eines alten Zanbevbnches gelangt, erfuhren auö demselbeu, daß auf dem Berge Tollen st eiu (zwischen Haida und Numburg) ein Schal; vergrabe» liege. Derjenige, der ihn hebe» wolle, müsse sich volle vier Tage vorher durch strenges Fasten uud Gebet auf das Werk vorbereiten, nnd von dieser Zeit an bis zn dem Augenblicke, wo der Schatz gefunden sei» wird. daS festeste Stillschweigen beobachten. Auch das klemste Wdrtcheu, währeud dieser Zeit gesprochen, mache alle unternommenen Anstrengungen fruchtlos. Weiter war in dem Buche dir Veschreibuug deo Ortes, der Hüter des Schatzes u, s, w,, zu leseu. Die beide» Tuch-machergeselleu, gierig, auf solche Art z» Reichthum z» gelcmge», kamen den Instructionen des Zauberbuches rücksicyllich der Vorbereitung durch Bete» uud Fasten gewissenhaft nach, und machten sich sofort die letzten Feiertage, versehe» mit Haue, Meißel, Hammer uud Heimatscheine», anf den Weg. Ohne ein Sterbenswörtchen zu lispeln, gelangten sie stumm nud still au deu Ort. wo der Schatz licgeu sollte, und machten sich eben daran, de» Stein, welcher »ach der Beschreibung de» Eiugaug verschloß, wegzuwälzeu. Tie Wucht deö Vteiues war aber zu groß für die Kraftanstrengungen der ausgehnngertc» Schatzgräber, der Stein fiel nieder uud zerquetschte dem Einen die Hand, so daß er vor Schmerz laut aufschrie. Beioe waren, da das Schweigen gebrochen worden, der zuversichtlichen Ueberzeugung, daß der Schatz für sie verloren sei, uuo uuter Verwünschungen deö Andere», der sich ritterlich gehalten hatte, nnd in seiner Einbildung schon das Schnauben des Ungeheuers, daS deu Schatz hütete, gehört haben wollte, begäbe» sie sich auf den Heimweg. In Waruödorf, wo Beide übernachten wollten, erregte ihr Aussehe», oie Instr»me»te die sie mit sich trugen, vorzüglich aber der mit Bl»t befleckte Heimatscheiu des verwundeten Schatzgräbers, die Aufmerksamkeit des Wirthes, der sie als verdächtige Individuen verhaften ließ. Mittelst Schubeo nach Neichenberg eingeliefert, wurde» sie einvernommen uud gaben ihre Abenteuer in der eben erzählten Art zu Protocol!. — Ans Hermännssadt schre,dt der „Sieb. B.": Am 29. December v, I. sind die beide» k. k. Gensd'armen Neubert und Laza um 1 Uhr Nachmittags auf der Straße zwischen Sillye und Medoes ei» Opfer ihrer Meuschenfreundlichkeit und Pflichter-fülluug geworden. Die genannten Gensd'armen es-cortirten nämlich den aufgegriffene» Militärdeserteur I. Andreas, uud gestatteteu aus Menschenfreundlichkeit dreie» der Verwandte» desselben, ihn eine Strecke WegeS begleiten zn dürfe». Nnr zu bald stellte es sich jedoch heraus, daß ein Complott zwischen diese» vier Individuen im Spiele war. Die Geusd'armen waren kaum eiue Stunde von dem Orte entfernt, wo sich die Verwandten der Escorte beigesellt hatten, als dic Meuterei vor sich ging. Ein Geuöd'arme blieb ^ nämlich mit zwei dieser Individuen eiue kleine Strecke ! WegeS zurück, uud diesen Augenblick benutzte der im ! Vorsprunge befindliche Deserteur mit dem dritte» Ver- . wandten zur Ausführung des meuterische» Planes. ' Uuter dem Norwaude, er müsse sich an seiuer Fuß- z bekleidung etwas richten, wußte der Deserteur den ,< bei ihm befindlichen GenSd'arme» zu bewege», ihm die Handschellen zu lösen, uud iu diesem Augenblicke z stürzte die meuterische Rotte zu gleicher Zeit über die Z gegen einen solchen meuchlerische» Augriff unvorbe- « reiteteu Geusd'arme» her, »nd beide wurden auf eine gräßliche Art ermordet. Nachdem die Thäter dieses Verbrechen verübt hatten, eigueteu sie sich die Barschaft der Ermordete» an. — Diese schauderhafte That briugt alle»tbalbe» die größte Entrüstung hervor. Durch die Thätigkeit der Sicherheitsbehörden sind die angedeuteten 4 Individue» bereits aufgegrif-fen, uud wege» des ihnen zur Last fallenden Verbrechens dem k. k. Kriegsgerichte in Karlsburg, vor welchem sie bereits ein vollständiges Geständnis? der ihnen zur Last fallenden That abgelegt haben sollen, » übergebe» worde». - — Das „Echo du Moüt-Vlauc" will wisse», daß der hl, Stuhl kürzlich cm sämmtliche katholische Großmächte Europa's ei» Ruudschreiben gerichtet habe, worin er die Nothwendigkeit darthut, die Interessen der katholischen Einwohner Bosniens und der Herzegowina zu schützen. — Nach der „Gazzetta dn Midi" treiben im Süden Frankreichs nicht allein die Bäume, sonder» mau hat i» der Umgebung von Marseille Eude December reife Birne», sogenannte Cr^mesines gepflückt. Im Quartier Samt-Marcel findet ma» an den Re« ,^ be» schon völlig ausgebildete Trauben. Alle Früh« ^ lingsblumcu blühe» so kräftig, wie im Mai i» allen g Gärten. I — Am 7. d. Morgens wnrde die Hinrichtung V des GatleumörderS Herbold aus Hombressen anf der « kleine» Forste vor der Stadt Cassel vollzogen. Her- D bold war in Folge des WahrsprücheS der Geschwor- W »en auf Todtjchlag zn fnnf nnd zwanzig Jahren Eisenstrafe verurtheilt worde», »»0 hatte a»f die Appellation verzichtet. Sein Vertheidiger, der Obergerichts- ^ anwalt Peters, erhob aber die Nichtigkeitsbeschwerde, , da er die Strafe für zu hoch gegriffen hielt, uud auch ^ der Staatsprocurator legte Cassation ein. Die N>ch- » tigkeit wurde für gerechtfertigt erklärt, nachdem Her- H bold bereits mehrere Monate Eisenstrafe verbüßt hatte. Ein nenes Verfahren wurde »»»mehr gege» ihn eingeleitet, in Folge dessen andere Geschworene „vorschlichen Mord" auosprachen, n»d das Gericht auf Todesstrafe erkannte. — Das „Morning Chronicle" hatte zuerst die Mittheiluug gemacht, daß die Bildersammlung deS verstorbene» Herzogs vo» Orleans im Lanfe dieses Monats zur Versteigerung komme» solle, »nd zwar mit dem Zusätze, daß diese Versteigeruug in London Statt fiudeu werde, u»d daß I, k. H. die Herzogin zu diesem Opfer ans Sorge für die Snbsistenz ihrer Kinder gezwungen sei. Das „Chronicle" erklärt diese Nachricht für irrig. Die Bilder werdeu wirklich versteigert, aber nicht in London, sonder» in Paris. — Bei de» Ausgrabungen i» Ninioeh hat man im Schatzhause uuter verschiedene» bros<'nburss, 3. Jänner. Gestern wurde» im hiesige» Nothhause je»e !00s» fl. CM. vertheilt, welche Se. k. k. apostolische Majestät, bei Allerhöchstchnl' H«> Anwesenheit den Armen der Stadt allergnädigst zu schenken geruht haben. Es wurden im Ganzen 167 Arme bedacht, die nach dem Verhältnisse il»er Bedürftigkeit 1—14 fl. CM- erhielten. Den Hilflosen deS städtischen Armenhauses wurden 40 st. C. M. zugewendet. D c tt l I ch l a » d. Berlin, 13. Jänner. Das „C- B.„ hat eine Mittheilung ans Nenenburg, nach welcher eine end-^ liche Vutscheiduug über das Schicksal dieses Landes auf diplomatischem Wege zu erwarten wäre. Der Ioha»»iter-Orden ist nicht selbst säcnlarisirt, sondern nnr die Güter der Valley Braodcubuig, u»d diese nicht 1808, sondern durch Edict vom 30. October 18l0 nud Urknnde vom 23, Jänner 1811 eingezogen worden sind, Znm Andenken an diese Valley wurde der evangelische, preußische Iohauniter - Orden am 23. Mai 1812 gestiftet. Der jetzt von Sr. k Hoheit dem Prinze» Carl bewohnte Palast wnrde vom Sohne des Markgrafen Albrecht von Brandenburg, Prinzen Carl, erbant, und 18!0 ebenfalls ein-gezog.n, 1812 jedoch dem Plinze» Heinrich verliehen, der ihn inzwischen »icht bewolMe, so daß il'» '»zwischen nicht bewohnte, ft daß ib» k. Vel)örde» bis <826 benutzte». Ans «Vchloß Sonuenburg, nahe bci Küstrin, winden jedoch die eigentlichen Ritter geschlagen- Der letzte Heermeister der Valley war Prinz Ferdinand und dessen Coadjutor Prinz Heinrich, deßhalb wurden diese Prinzen auch die ersteu Großmeister des nene» Ordens. Vreslau, ?. Jänner. Der hiesige Studeuteu-verein für Rechtswissenschaft hat höhere» Ortes die Errichtung eines juristischen Seminars beantragt, und es yac in Folge dessen der Cultusminister das Gutachte» der hiesigen juristischen Facultät über die Einrichtung des Seminars gefordert, während er i» der Sache selbst die Sliftuug eines solchen billigte. Der geheime Iustizrath, Prof. Abegg, hat in eiuer Siz-zuug dee Vereines mitgetheilt, daß die Facultät ihr Gutachten bereits abgegeben habe. Um eine möglichste Gleichmäßigkeit mit ähnlichen Instituten zu erzielen, sind dem Plane für das juristische Seminar die Statuten des historischen, philologischen und theologische» Seminars zu Gruud» gelegt worden. Es soll demnach unr derjenige im Seminar Aufnahme finden, der wenigstens schon 1 Jahr die Rechtswissenschaft studiert, und dnrch eine größere Arbeit oder eine Prüfung eine Tüchtigkeit i» seinem Fache dar-getha» hat. Die Zahl der Mitglieder ist auf 12 beschränkt. Zur Erhaltung dieser B,ldn»gsa»stalt sollen 300 Thlr. jährlich verwendet werden, welche z» Prämien für Preisaufgabe» oder z»r U»ttrstütz»»g der Mitglieder dicneu mögen. Die ordeulliche» Professoren der Facultät leite» die Uebnngen des Seminars, Jeder vorzugsweise i» der Disciplin, welche er gewöhnlich docirt. Daher soll das Seminar in 4 Abtheilungen zerfalle», welche sich durch die Art des Studiums des romische» nud deutsche» Rechts charak-tmsiren, also in 1) >>i,^ historisch-romanistische, 2) dogmatisch.romauistische, 3) historisch-germanische und 4) eine dogmatisch-germanische Abtheilung. — Wic zu erwarten steht, dürften die vorstehende» Bcstim-munge» die Billigung des vorgesetzten Ministeriums erhalte», u»d die hiesige Universität würde dann die e'l'i'ge i» Preußen sein, welche ei» juristisches Seminar besüße, und dadurch de» Eifer chrer Nechtscan-didaten bewiese. Dresden, 11. Jänner. Den heute Nachmittag auf der sächsisch-böhmischen StaatSeiseubahu vo» Bodcu-bach nach Dresden abgegangenen Wiener Postzug hat im Dorfe Obervogelsaug ein Unfall getroffen, veranlaßt durch eine» unmittelbar vor dem Passiren des Zuges oom Berghange herab in das Geleis gestürzte» grosim Stein, Obwohl Locomotive, Tender uud mchrere Wagen vom Geleise, beziehungsweise vo» der Nah» hmc,l> gerathen sind, so haben doch weder die Reisenden, „och das dienstthuende Personal irgend eine Verletzung erlitten. Auch soll Einrichtung getroffen sei,,, daß der regelmäßige Verkehr weitere Unterbrechung nicht erleide. Schwerin, 8. Jänner, Dem Vernehmen »ach soll dic dem meckleuburg'scheu Landtag am 10. December v, I, durch ein allerhöchstes schweriu'schl's Rescript verheißene „Revision der seit dem 1. März 1848 veränderten Slädteverfassnng, und zwar auch mit Berücksichtigung der schon vor dieser Zeit eingeführte» schädlichen Einrichtungen," schon i» uaher Znkuuft dergestalt erfolge», daß sämmtliche Bürgeransschüsse aufgelöst und nach einem zu erlassenden neuen, den ständischen Gliederungen entsprechenden Wahlgesetz recoustruirt werden. Frankfurt, 11. Jänner. Sicherem Vernehme» nach hat vor Kurzem die Vundesmilltärcommission den Vcuat um Completiruug des Trüppencouiiugcnis der freieü Stadt Frankfurt aufgefordert. Seit einiger Zeit wird nun die Verstärkung des Lruieubatail-lons eifrig betriebe». Das Gerücht wegen Errichtung vou Vundesca-serne», welches seit einige» Wochen mit besonderer Hartnäckigkeit verbreitet wird, hat so wenig Grund, wie ein anderes, wonach das hiesige (5o»tiuge»t auf-gelöst würde, wie Einige wissen wolle», a»ö dem Grn»de, weil Frankfurt a»f eigene Koste» die Kasernen herrichte», dagegen von der fernere» Stellung ei»eo Truupeücoriiingeüts liberirt sei» soll. Däne m a rk Kopenhagen, 8. Iä»ner. Se. Maj. der König vo» Hannover ist dem Londoner Tractate in Betreff der Integrität der dänisch?» Monarchie beigetrete». Die Mehrzahl der deutschen Regierunge» — mit AuSuahme Vaierns, Braunschweigs und weniger anderer — hat bereits der Einladung zu eiuem solchen Beitriitc Folge gegeben. Schweiz. Der große Rcuh des Cautous Zürich war am 7, Jänner außerordentlich versammelt, um die Ertheilung der Concession für eine Eiseubah» vou Schaff-Hause» über Andelsiuge» nach Winterthur (zum An« schlnsse an die Zürich-Nomanohor»er und Wiuterthnr-Rorschacher Bah») und den mit Schaffhause» dieß-falls abznschließenden Staatsvcttrag zn berathen. Nach dem Coucessiousgesuche muß biuueu fü»fz>h» Monate» mit dem Ba» begönne», u»d darf rine Concur« renzbah» nach Schaffl,a»sen dreißig Jadre laug nicht bewilligt werde». Die Concession ist ertheilt. Die „Freibnrger Zeitung" bringt ei»e Mittheilung über zwei Feste, welche am erste» Sonntag die-, ses Jahres a»S Aulaß imd zur Feier der überaus milde» Witterung auf »och uubeschnecten Schwarz« wälder Berge» stattgefunden habe»-, eine Prozession in der Pfarrei Kapoel, 2!>»0 Fi,ß über dem Meeresspiegel, m:d ein Fest für die Schuljugend drr Gemeinde Saig, abgehalte» auf dem Hochfürst (3000 Fust über dem Meeresspiegel) uud zahlreich vo» Alt uud Iuug aus den benachbarte» Orte» besucht. I r a n k r e i ch. Paris, 10. Iäuner. Der Kaiser empfing heute >» den Tuilerieu den Gesandten der Ver. Staate» und die Vertreter mehrerer denlsche» Staaten, um die iieuen Beglaubigungsschreiben derselbe» entgegen zu nehme». Nach einem so ebe» erlasseueu Decrete habe» künftig folgende militärische Anstalten: daS Invali-den-Hütel, die polytechnische u»d special-militärische Schnle; daS militärische Piytaneum (früher 5<>I!^ «ium ll(!<:!ü'), die Cavallerie-, Generalstabs-, Artillerie- u,,d Genie-, feruer die militäiärztliche» und militärische» Avbtbekerschnleu das Prädicat ,,kai» serüch" anznuehmen. Um den Nmig der Prinzen »nd Prinzessinnen, welche Verwandte des Kaisers, aber nicht Milglieder der kaiserl. Familie siud, zu regeln, hat der Kaiser entschiede», daß dieselbe» unmittelbar nach dem als Körper erscheinenden diplomatische» Corps, und wcn» dasselbe nicht vereinigt ist, nach den Gesandte» der fremde» Mächte ihre» Platz einzunehmen haben. Der Marineminister hatte de» Ingenieur Legrand nach Algerien geschickt, um Nachforschungen in den Wäldern dieser Coloine anzustellen, iu wie weit dieselbe» der Marine Hilfsquelle» für Holz liefer» könne». Ans einem von Legra»d eingesandten Berichte geht hervor, daß allerdi»gS nutzbare Waltun' gen i» Algerien vorha»den si»d, aber nur an schwierigen Stellen, wo sie den Verheerungen der Araber haben entgehen können , und daß man weder auf der eine» Seite verzweifeln darf. Holz für die Marine aus Algerien zu ziehe», noch auch auf der andern Seite „prächtige Bäume zu sucheu hat, wo es nnr Rniue» von Wälder» gibt." Der Polizcimiinster hat verfügt, daß künftig kein unter polizeiliche Ueberwachung gestelller Veruriheil« ter ohue seine besondere Genehmigung sich in den kaiserliche» Residenzen Fo»lai»ebleau (Stadt und Bezirk), Compi,'gue (Stadt und Bezirk) uud Pau (Stadt uud Bezirk) aufhalte» darf. DaS Pariser Zuchtpolizeigericht hat 3 Personen, 2 CommiS, ei»en Arbeiter, eine» Rentier u»d einen Wei»hä»dler zu verschiedene» Geld- und Gefängniß-strafen wegen Beleidigung des Staatsoberhauptes verurtheilt; die Urtheile laute» auf 300 und 800 Franken Geldstrafe u»d auf 1, 3 und 6 Monate Gefängniß, Das Gerücht, nächstes Frühjahr werde eine große Vrpeditio» gegen die Cabyle» gemacht, ist wieder verbreitet. Angriffe auf lsolirte Militärs komme» in der letzte» Zeic wieder ziemlich häufig vor. I» einer d>r letzte» Nächte wurde im Faubourg St. Antoine ei» Artillerist vou vier Individuen angefallen. Er macht« Gebrauch von seinem Säbel, u»d verwundete einen seiner Angreifer. Eine herannahende Patrouille zwang dieselbe» zur Flucht, ohue daß mau sie erreichen konnte. S p n n i e n. Madrid, 3. Jänner. Das Preßgeseß ist er-schie»e» ; die wichtigste Verfügimg desselben ist, daß Preßvergehe» künftig den Schwurgerichten entzogen uud de» ordeulliche» Gerichten überwiesen werden. Begleitet ist dasselbe von einem erklärenden Circular des Ministers dcS Innern, in welchem die Absicht des Cabiuets: die Verhandlungen über die Revision der Verfassuug sich vollkommen frei bewege» zu lass,», ausgesprochen ist. Nur zwei Puncte: der Bestand teS Thrones der Königin Isabella II. und das Repräsen-tatirsystem dürfe» nicht erörtert werde». VrM'litlNmirn und Irland. Voüdl,,,, 10. Jänner. „Morning Chronikle" läßt sich i» eiuer Pariser Corrcspondenz weitläufig über die Absicht der französische» Negierung aus, Cherbourg zur Wiege des vom Kaiser schon m Bor-deaur angedenttte» Unternehmens zu machen: eine große Anzahl vo» Dampfer» zur regelmäßigen Fahrt nach verschiedene» Hafen Amerika's zu bauen. Es sei klar, daß das Uriteruehmen einen mchr politische» als commerciellcn Charakter habe. Wäre der Zweck irgend ei» Handelsvorfheil, so hätte man nicht Cherbourg gewählt, dessen Lage, von jedem Gesichtspunct ans, höchst unbequem sei und lediglich den Vortheil habe, daß man oo» dort aus England belästigen könne. Vor Jahre» sei vo» der Iuli-Negiernng derselbe Plan entworfen, aber die Absicht damals besser verhüllt wor-deu, indem man Havre zur Ansgangsstation wählte. Aber selbst damals seien die Danipfer kaum fertig gewesen — mehrere hätten keine einzige Oceanfahrt gemacht — als sie offen i» die Kriegsflotte aufgenommen worden seien. Dasselbe werde ohne Zweifel auch jetzt geschehe». Alle Welt i» Paris sehe das Unternehme» als eine Demonstration gegen England a». Telegraphische Depeschen. - Hamburg. 13. Jänner. Zuverlässige» Nachrichte» a»S Kopenhagen zu Folgc. 'st der dan» sche Reichstag aufaelöst worden. - <5opcnhaaen. "- 3""""- Das Volks, thiug verwarf die Verlegung dcr Zollg^änze von der Eider bis ,,»r Elbe mit 3« aeae» 43 stimmen. - Florenz. <2. Jänner. Heute wurden zahlreiche 3eugeu i» dem Prozesse Petracchi'S vernommen. -Paris, 14. Jänner. Der heutige „Moniteur" bringt zahl, eiche Beförderungen nudOrdenSverleihungen. Se. Maj, der Kaiser hat einer Staatsrathssiyung zum Behufe der Prüfung deS Livilpensionögesetzes präsidirt-Es circuliren neuerdings Gerüchte von Veränderungen im Ministerium der auswärtige» Angelegenheiten und des Krieges, doch scheinen sie wieder unbegründet zu sei». Druck uud Verlag von I. v. Kleinmayr und F. Vamberg i» Laibach. Verantwortliche Herausgeber uud Redacteure: I. v. Hleimnayr und F. Bamberg. HnIjattH zur RmM^wv^eitMA Telegrahftischer Eours«Vericht der Staatspapiere vom !Z. Jänner 1853 SwatsschuldVerschieilmnfte» zu 5 pCt, <>>> liM,> 95 5/8 dctt° „ ^ 1/2 . „ 35 l/2 StaatsschuldVirsch, V, Iahte 1850 mit N>!ck,ahlu»l, „ ^ „ , 82 Staatsschuldl'crschriil'ilNgc!! zu 2 ,r,sl!ci,'>mtVci>°sU!!g v.I. !839, sin 2^0 ss, l3U !/8fiir !0>>fi, Li!w,n ^............ 95 13/16 5°/. 1852........... . . 959/lU Va»f°Actie», vr. Stück !372 fl. >>, «, M. Altitii dcr ,!?aiscr Frrdlolinds-?>ort>b,ih» yi ,<10N ff, C, M....... '^13 ft, u>(5. M. Nctien dcr Wicn Glo^nntzcr-Giftn' bahu zn ZNN fl. C, M.....?83 3/4 ff. i» V. M. Ncticn dcr ViidwciS-Linz-IGimmdncr Vah» zu 250 fl. C. M........326 fl.in V. M. Wlchsc! - Cours vom >3 Jänner l853 Amsterdam, fur lUl» Thalcr(lurrcitt, Rthl. < 30 O. 2 Mmi.it. A»i,«!'»l,,, >>,r !«»!» ^!,!lde» (i,,r,, G,,!!>, 108 3/4 Bf, llso, ssra,,sf»>l a,M,, >,nr ,20 ss. si,dd. Vcl ) ei>„!-Wähv, im 25 !/2 ,1. Fuß, M,,d, > !U8 Vs. 2 !l!^,,,.tt. »^im!>!l>,i, si>v >!'«! TH»Iir V,n,.,i, Mb!, 1!!! Vf. 2M°,^1'. ^iv°n,°, fi,r 300 To«c>i»ische li^, Gold, M! 1/2 Bf. i !!«i.',,a'. L.nw,, fi.r l Pfund Stcrli«. G.ldc» ^ ^H ^d ^Mmi.t. Mailand, fi,r 30!» OrNcrreich, Lire, Gnld, 108 Bf, 2 Mo» t. Warstille, s,,r W<» ^a„fl„, - ^">d, 127 Bf. L Mmutt. 'iiaris, s,,r 300 Frarfci, , . „!d. >2?l/4Bf. 2 Äii.'»i,!. Gold- >i»d Sill'cr-Viiiirse vo>,> 15, Ian, !8«3, Vri.i, Geld, Kais, Mi,»z-D!!«tn> Agio .... — 14 l/l dclto Ra»d- dtu „ . . . . 14 l!n!cl »! niArea „ . . . . — 13 1/i Naftol>>,',!sd'>,'r's „ . , . . — 8.30 Souvcrai,,sdV'r's „ . . . . — >4 5i; 3!uß. Inivcrial „ . . . . — 8,53 Frii'dl'ichsd'or'S „..,.— 9 Ena,l, SovcvaiinzH „ . , . . — !N,41 Sill'craa,,'» ,.„.,,, — 81/4 S. K. Lottoliehllngell. In Trie st am 15». Jänner l 853: till. 5l. «U 3^. 85. D>c nächste Ziehuüq w rd am 26, Jänner ^853 in Trieft gehalten «rcrcen. Getreid - Durchschnitts - Preise in Laidach am >2, Iaimcr !853. Marktpreise, Magazins-Ein Wiener Metzcn ^'^' ^^^^________I ft- ! t>-. jj si. ! kr^ Weizen ... ,,cl .... I 42 I 40 _______________________________________^.______ d^r hier Älügekuotlüenen »ud Abgcreisteu Den 14. Iäliüer 1853. Se. Ercellcnz Hr. Glas v. W^sersheiinb, k. geh. Räch u„d Känimerer, ._ »,id Hr, Ioh.!un La-ser, Kaufinaiin, beide r>«n Wien. — H,'. Bare» o. Osteu-Hacken, k, niss Tiiul. Rati'; — Hr, v. Man, derstem, k. russ, Garde - Capiiäi,; — H^. Kei seoam, Seiteohäüdle,; — Hl. Tr>>bocii, — u»d ^i'. ?ini! broft, beide Handelsleute, u. alle 5 von Wien „och Trieft, — Hr, Ag^mis, Hdüdel^assenc, ron Wien »ach Pal»!a,'»ova, — Hi-, Oustai Nößler, Obnbel^.-anus.-.'issessc^rj — Hr. M^ttec» Lep,s,q,ch, t. k, I," <^m>i,r; — Hr. I^halin Iasinöki, Theatcrdireccor; — Hr. Aittoii C^ndußi, H^ütelZüia»!,; — Hr. C^'l Schwabe, Handelsageiit, — und Hr. Au^nst Nö. dia/i', Privatier, alle 6 vc>» Trieft nach Wien — Hr. Ernst Harlma»!!, Kaufmann; — Fr. Sofie Corn, __ und Fr. Ernie„e^ilde Corci, dcide, Privle, u. alle 3 ven Trieft nach Grafenbing. — H>. Vraj. kovich, Handelsmann, von Cilli, — Hr. Gustau?ld^!f Uhlich, H.n>delö,üa!ln, von Trieft nach Gral), — Hr, Wallstein, Handelsmann, rc>ü Graß nach Trieft, — H^ Fe,mo Grirci, Geschaftsr^isender, von Mailand »ach Wie» Z 53. «^l^ ^ ^g Verpachtungs, zugleich Licilasions- Vm, dc.n t. k, Bc^ksge.ichle Omkfcld, als M'ha>idlun^>N!?am w.^d l,.»«,c dekan.t yemach,: Haitisch, al« V°rmm,d der Ioh«.„ Du.rmq'schen Pupillen uon GoNza, >«. 7. ^ W. 2 «, !in die VervochilN'g der 3!eilaßrc,'li ä'i!,i, namcnüich der zu Grniza, ei»e Viettllstn^dc v^in der ül'cr Gu>i' seid nach Aa,ram fiihrcndei, (iommelcialstioßcgelegenln, im Griindbucke d»r He!lsch>!f, Thür,>->,,>,-^)al< 5,i!äl s'inm! dazu ge!>ön,qcn Uel c>l^!itc!g,ii„te,!, l c» Wohn-' und WlrlhschaflsZcdäudeü, dann dcr in den Wein geinten ^lendrenruz, 3/ßrcfck lind 3.!l'li'U»>^ aele-geneo Belglealiiäie» s,>mm> WeinieUexi, cui s>ck? auscii'andcr folgende Ial,re, >ßcrutig dcr Verlaßfahinissc, namcnilich bei l26 öst. (5imer Wein cl« 18^,8, l'e, !4i öst. Wein )r Ochsen, 5 Kühc, 3 ^al^incn, 2 Oechscln, 6 Schafe, 5 Pfeide, 3 Mast ^ unc, 10 Zlichljchwtinc, 3(1 vl>lle Birneüßöcke, ^ei,eidl» und Fuilervoüäthe / »eist den üdugcn W>,tl sch,,f sg^-ralbsä'aüen qewiUiget, u»d die T>!gsa!)ur>g zui '^eiau^lunli dcs ^<>ches auf den 24., r.r Wei»-Ulld li)eireidlrol,a^!e ans Oen 25,, deZ ubxqen Mo-bilars und zur 3p>:chtung aus den 26, t. M in lote Vl'ii.a ai.l),laumt nolte', wozu tie Kauf» lustigen hieimii eiligel^cn weiden, K. k. L'czirks^encht Gu>k,,>d am 8. Iä'nnn 1853, Der k. k. Bezirksrichter: Schul! er, 3 43. (3) Kundmach u n g. ! Die gefertigte Administl'ation beehlt sich hiermit, zul Kenntniß zu bringen, daß bei dem hochgräflichen Eisengußwerke Waldeüstein in Unter-kälüten auch j tzt, wie zuvor, Bestellungen auf jede Art von Eisenguß angenommen und ausg'fü'hrt werben, und erlaubt sich besonderö darauf aufmerksam zu machen, daß bei d.r minmchngen Einrichtung und öusdchnung der daselbst befindlich.« Masannemverkstätte ganze Walzwerke, Schwungräder, Getriebe, Wasserräder, Krahne, Scheercn , Cylinde >' ge-bläse, Pressen von j.der ?llt ui>0 Dime»! sion, so wie kleine und mittlere Drehbänke, Bohrmaschinen, Holländer für Papier-fadriken, nebst einzelnen M a s ch i n c n b e st a n d-theilen nach den neuesten und solidesten,Con-structionln, in dcr möglichst kürzesten Zelt und zu möglichst billigsten Preisen geli>f»rt w>rden. Weitere Auskunft über Preise, Lieferzeit und allfälligc ConstrulNon ertheilt entweder das Eisen-gußwcrk Waldc»stei„ oder die Administration dcr gräflich Hcn-1 ckel von Donncrs,luirck'scken Güter und Gewerkschaften zu WoM'erg in Karinen. Wolfsberg am 30, December l852. Wohnung, bestehend c>us Z Zimmern, Küche, Speis, Keller, Dachkammer, Holzlege, nöthigcüfalls auch mit einem Stalle auf 2, 3 oder ^ Pferde, Fut-terdehältniß, Wagenremisen:c., ist mit Georgi zu vergeben, an der Wiener-straße Nr. 79. Anzufragen im Kaffeh-hause daselbst. Indem Haus Nr, 82, v^'U-vi,-! der evangelischen Kirche, sind Wohnungen zu vermischen: Im ersten Stock eine Wohnung mit 5 Zimmern, Küche, Speis, Holzlege uno Keller; Z Zimmer davon sinc» gassenseits. Im zweitei^Slock eine Wohnung mit 5 Zimmern, Nüche, Speis, Holzlege uno Keller. Im dritten Stock eine Wohnung mit ä Zimmern, Küche, Speis, Holzlege uno Keller, Näheres beim Eigenthümer, links zu ebener Erde, __________ Ant 0 n^T r e 0. Z 61. (2) Ein Mädchen oder eine Witwe, tin Alter von beiläufig 25 bls 30 Jahren, mit angenehmem Aeußern, solidem und gefälligen Benehmen, welche im Schreiben und Rechnen kundig und der krainlschen und deutschen Sprache mächtig ist, wird als Kleinoerschleißenn im k. k. Tabak-Haupt-Verlag zu Laibach aufzunehmen gesucht. Nähere Auskunft ertheilt aus Gefälligkeit Frau Ant. Koß im Hause des Verlages, 2. Stock. 3, 41, (2) Bei IlN v Klcinmayr s» Fedur Namberss i» Laibach >st M habe,,: Kabbalistisch- astronumisches Lotto-Orakel, > um die herauszukommenden f li n f N u m-mern im Zahlenlotto zu berechnen. Nebst ^ e > nem Lotto ^ Traumbüchlein. Preis 15 tr. Z. 50, 3) Bei der Fran; N ei se r'schen Vcrlassenschaftsmassa werden in loco Szamabor in Croatien, am 20. Jänner d. I. und an den folgenden Tagen aus freler Hand 100 Euncr Slibovitz, 1000 Eimer gute alte Weine, 700 Me^en Hafer, 300 Metzen Gerste, 80 Melzen Halden 30 Mehen Weizen, mehrere Ochftn , 'Pferde , Kühe, Kallnnen, T^;en ^ver^ schiedene Wagen und Wirthschaftsgcräthe, Heu, Stroh und verschiedene Wemgelchirre llcitando veräußert werden, wozu Kauflustige höflichst em- i. 57. (1) . ~ Allllil, j Von den seit neuester Zeit so allgemein »elieliten tiansiia-rent-^ein»lten Fenster-ISouletten, «li«; siel» elienso «9iinh ilire Klc^aiix mid »atieriiibfliffkrit, aBs «Inrelt Hire IBilli^keit aiisxeleh-nen, sind beim Cnter%elelBne1en neue grosse I'aHhien. in ^aii/, origineller Manier und in allen Farlien gemalt, angeKoEinmen. JLiberi Trinher9 Handelsmann.