An den LWWcn Mäscr. Zeivol dlc Btbcl/so durch den Ehrwirdtgen D-MartmLuchcr seligen vcrtcmscht/nun in wenig ia< ren daher allhiem Franckfurtvndanderßwoviclmalsgedrucktwor- dcn/darumb mancher gedcnckcn möchte/wirthetcn thörlrch/daß wir vns dises Wercks auffsncuw/Mlt so schwerem koste vnderstün- den/da wir doch zu besorge/sonderlich dieweil on dasTeutscher Bi¬ beln genug vorhandcn/ob auch vnscre Excmplaria vns möchten ab- gehen/So haben wir doch nichts desto weniger drscs Werckauß son- ocrlichcn beweglichen vrsachen nicht können vnderlasscn: Erstlich/ diewerl die Bibcl/so da in sich Helt die Sehrrssten Mose/der Prophe tcn vnd Apostcln/das einige Buch ist/dardurch Gottes gebcimniß offenbart wcrdcn/dcrglcichcn kcinenic in die Welt komm/ vnd dcrhalben wol wehrt ist/daß kein kosten/ flclß/mühenocharbcrt/daran gespart werde. Vnd darnachdaruinb/diewellwirauchvormalsaußsol- chem bcdcncken die Bibelgcdruckt/vnd befunden/daß cs vielen guthcryigenLeuten gantz wolgefallen/ Welche vnsbcwcgt/darnachzutrachten/wie solch GottseligWerckauffsncuwe/mitgrössercm flciß/ auch sonst zierlicher denn zuvor/widcrumb möchte an tag gebracht werden. Damit aber der Christliche Laser denselben vnsern angewendten flciß in jetziger Franckfurter Bi¬ bel crkcnne/iOo haben wir crstlich/so vil drc Figuren bclangt/diealtcn mit den Leisten (dieweil sie vielen mißfallen) hinweg gcthan/vnd an derselben statt gautzneuwe/schöne/künstliche (wie denn cm so edel theuwer Werck desselben wol wahrt) zurichtcn lassen/Durch welche wir sonderlich dem gemeinen Mann/vnd der likbenjugend/die Histonen desto eigentlicher vnd vcrstendigcrfürdie Augen stellen/ vnd cynbildcn haben wöllen. Darnach haben wir auch kurtze Argumenten oder Summaricn ober alle Capitcldurchaußdarzugcsctzt/damtteinjegklicher/soer wil/den jnnhalt vieler Bücher vn d Capitel in einer geringen zeit vbcrlauffcn/fasscn/vnd in gedachtniß behalten möge.Letztlich haben wirauch ein Re¬ gister Mit sondcrm flciß colligieren vnd ordncn lasscn/damit den jcnigen / so in der eil etwas suchen wöl- lcn/auch denen so kuryer gedachtniß flnd/möge gedienet werden. Wae nun den Textan jm selber/auch die Concordantzen ncbezu / belangt/haben wir mr'eganßem flciß dem Excmplar/sovonobgedachtcmD.Martin Luther/scligcrgcdachtniß/lctztlich/Anno 1747. corrigiert/vnd in Truck verordnet wordcn/nachgcfolgct/darvon auch gar nichts gewichcn/ohn allem wo im selbigen gcmeldten Exemplar etwas mangelhafft gcwesen/wie denn solche ein jegklichcr wirdt bc- flndcn/dcr die sce vn ser Exemplar gegen obgcmeldtem Excmplar/deß jars 1547. confericrcn vnd ver¬ gleichen wirdt. Dieweilaber leyder allweg Leut gefunden werdcn/die ein solch vnd dergleichen arbeik(vnangese- hcn auß was trcuwcr Meinung die beschicht) ehe vnd lieber tadeln vnd verschreycn /denn verbesscrn/ha den wirallcrlcy bcdcnckene gchabk/auffdaß vns in dssem wichtigen Wercksolchenitauch begegne.Da- mit aber dem allem möchte Vorkommen wcrdcn/vno vnser arbeit vnd flerß in gebürlichcn wirden bleibe/ hatvnöfürrahtsamangcsehcn/gedachtWerckauch etlichen Hochgelchrten/fürtrcfflicheTheologen/ dcr Augspurgischcn Confcssion zugethan/zu besichtigen zu vberschrcken/welches denn auch geschehen. Vnd haben demnach gedachte Herrn Theologi jncn solch arbeit vnd Werck dermassen gefallen lassen/ daß fle es auch andern gerühmet/ Also/daß auch dessen der Durchleuchtig/Hochgeborn Fürst vnd Hcrr/HerrChristoff/HertzogzuWürtenbergvnd Tegk/Grafzu Mümpelgart/rc. bericht worden/ Dcrhalbendennjre F-G- jrnichtallein nichthaben lassen zuwtderscyn/solchcBibclvnter derselben Brustbild vnd Wapcn in Truckpublicierrzu werden /Sondern jr F. G. haben auch sich gnedigklich erbottcn/eine stattliche anzalvnserer Exemplar injren F.G. Kirchen bestellen zu lassen. Dcrhalben langt an alle(hochs vnd niders Stands)frorne/friedliebende/vnparteyische Christen/ vnser hochflerssig bitteu/Siewöllen diese vnser arbctt dermassen verstehen/auff vnd annemmen/wiees in der warheit geschehen.Vnd wo hicrinen villeicht etwas vbcrsehcn worden (wie den nichts on mangel vnd tadel gefunden wirt)das jenigc vns auffdiß mal zu gut Halken/Das sind wir vmb cm jeden nach vn serm vermöge in aller vnderthcnigkcit vn gcbürzu verdienen gcneigt/vnd vns noch weiter zu verbessern vrbütig. Der Allmcchtig ewig Gokt/der Vatter aller Gnaden vnd Barmhertzigkeit/verleihe daß diß sein Werck zu fürderung ferner Ehr/zu außbreitungscinesNamens/vndzum erkenntniß sei¬ nes Sons/möge dicnstlich/nützlich/vttd fürdcrlich seyn/ durch Christum IhesumvnsemHERM/Amcn. )( nj Borrcdc auffvao alte Testament. «- Ao Alte Testament Hal- b^WM^NM tenetliche geringe/Alsdas demLudlschcn ^MW Volckaltein gegcben/vnd nun fort auß sey/vnd nur von vergangnen Geschichte schreibe/Meynen/sie haben ge- ""S am neuwen Testament/vnd geben für eitel Geistli- X > che sinn im Alten Testament zu suchcn/wie auch Orige- iE Hieronyrnus / vnd viel hoher Leut mehr / gehalten * haben. Aber Khristus spricht Zohan.5. Forschet in der ^hs«.x. Schrifft/denn dieselbige gibt Jeugkniß von mir. Vnd Sauet Paulus gebeut Ti- mothco/Er solle anhalten mit lesen der Schrifft. Vnd rühmet Roman, i. wie das Christus vnd Euanglciumseyvon Göttin der Schrifft verheissen. Vnd i. Korinth iz. sagt er/ r^e 'Apostel /Petrus Khristus sey nach laut der Schrifft von Davids Geblüte kommen/ gestorben/vttd !ns mdasaltTcsta vom Tod ausserstande«. So weiset vns auch Sankt Petrus mehr denn ein mal m-nt. enhinder in die Schrifft. Das alt Te- Damit sie vns je lehren/die Schrifft deß Alten Testaments nicht zu verachten/ fta. reue sol man mt sondern mit allem flciß zu lesen/weil sie selbst das neuwe Testament so mächtigklich sieZ le'ftn. ''0'^" gründen vnd bcwärcn durchs alte Testament/vnd sich darauffberuffcn.Wie auch Ncuwe Te- Sanct Lucas Actor. 17. schreibet / Dast die zu Thessalonich täglich forscheten die Actor,.?. ßament, Schrifft/ob sichs so hielte/wie Paulus lehrete.So wenig nun deß neuwen Testa¬ ments grundtvnbewcssungzu verachten ist/so thewer ist auch das alte Testament zu achten.Vnd was ist das neuwe Testament anderst/denn ein öffentliche predigt vnd Verkündigung von Khristo/durch die Sprüche im Alten Testament gesetzt/ vnd durch Khristum erfüllet? Niemand sol (^^Aß aber die jemgen/so es nicht besser wissen/ein anleytung vnd vnterricht ha sichärgernanderelir ^^ben nützlich drinenzu lcsett/Habe ich dlse Vorrede nach meinem vermögen/ SchnffE oa mir Gott gegcben/gestellet.Bitte vnd warne treuwlich einen jegklichen from¬ men Meisten / dast er sich nicht stosse an der cmfeltigen Rede vnd Geschlcht/so jm offt begegnen wirt / Sondern zweiffele nicht dran / wie schlecht es jmmer sich anse¬ hen laßt/cs scyen eytel Wort/Werck/Gericht vnd Gcschicht/der hohen Göttlichen Maiestet/Macht vnd Weißheit.Denn dist ist die Schrifft/die alle Wessen vn Klu gen zu Narren ma cht/vnd allein den kleinen vnd Albern offen stehet/ wie Khristus Die Schrifft sagt/Matth. n.Darumb laß dein dünckel vnd fühlen fahren/vnd halte von dieser mstth.». Schrifft/als von dem allerhöhesten / edelsten Heyligthumb /als von der aller rei- dc» Aibew offen, chesten Fundgrubttt/die nimmermehr gnug austgegründct werden mag/Auff daß du die Göttliche Weißheit finden mögest/welche Gott hie so alber vnd schlecht für- legt/daß er allen Hochmut tempffe.Hie wirstu die Windeln vn die Krippen finden/ da Khristus innen ligt/Dahin auch der Engel die Hirten weiset. Schlecht vnd ge¬ ringe Windeln sind es/Aber thcuwer ist der Schatz/Khrrstus/dcr drinnen ligt. L»ce r. Alte Testa¬ ment ist eiu Gesetz¬ buch. Neun» Testa¬ ment «st em Gnaden buch. - O wisse nu/Daß dtß Buch em Gesetzbuch ist /Has da lehret/wasmanthunvndlassensol.Vnd danebenanzeygtExcmpel vnd Geschichte/wie solche Gesetze gehalten oder vbcrtreltcn sind. Gleich wie das neuw Tcstamet ein Evangelium oder Gnadcnbuch ist/vnd lehret/wo mans nemmen sol/daß das Gesetz erfüllet werde. Aber gegeben lvcrden/dic da Gesetz vnd Gcbott sind/das fleisch zu regieren / sintemal in diesem leben der Geistnitvollkomcnwirt/noch eitel Gnade regieren kan/Alsosind s - . auch im alten Testament / neben den Gesetzen / etliche Dcrhctssunge vnd Gnaden- Tc. sprüchc/dannt die heyligcn Dättcr vnd Propheten vndcr dem Gesetz im Glauben Khristi/wie wir/erhaltcn sind/Doch wie deß ncwk Testaments eigentliche Haupt- lehre ist/Gnade vnd Friede durch Vergebung der Sünde in Khristo verkündigen/ Also ist deß altenTcstaments eygentlichc Hauptlchr/Gcsctze lehren/vn Sünde an- zeigcn/vnd guts fordern-Solches wisse im alten Testament zu warten. Nd daß wir zu erst auffMoscs Bücher kommcn/der lehret in seinem ersten !. JoBuch/wic alle Kreatur geschaffen sind/Drrd (das seines schreibens meiste vr- Was Moses fach ist)wo die Sünde vnd der Tod Herkommen scy/Ncmllch durch Adams '^E»stc^uch rct cr/Wohcr die hülffe wider komcn solt/dic Sünde vnd Tod zuvertreiben/Nem- ^'cr^nnq ist für lich/nit durch Gesetz noch cygen Werck/wctl noch kein Gesetz war/Sondcrn durch deß Weibes Samcn/Khristum/Adam vnd Abraham verheissen. Auffdaß also der Glaube von anfang der Schufst durch vnd durch gepreiset werde vbcr alle Werck/Gcsctzc vnd vcrdicnst.Also hat das erste Buch Mose fast ettcl Excmpcl deß Dnd ist fast ein Euangclisch Buch. alte Uesiamem. Aber gleich wie im neuwen Testament/nebe der gnaden lehre/auch vil ander lehre gegeben werden/dic da Gesetz vnd Gcbott sind/das fleisch zu regieren / sintemal in diesem leben der Geist nit vollkomcnwirt/noch eitel Gnade regieren kan/Alsosind s - . auch im alten Testament / neben den Gesetzen / etliche Dcrhctssunge vnd Gnaden- sprüchc/dannt die heyligcn Dättcr vnd Propheten vndcr dem Gesetz im Glauben Khristi/wie wir/erhaltcn sind/Doch wie deß newk Testaments eigentliche Haupt- lehre ist/Gnade vnd Friede durch Vergebung der Sünde in Khrtsto verkündigen/ Also ist deß altenTcstaments eygentlichc Hauptlchr/Gcsctze lehren/vn Sünde am zcigcn/vnd guts fordern.Solchcs wisse im altcn Testament zu warten. Wo fände e^Nddaßwir zu erst auffMoscs Bücher kommcn/der lehret in seinem ersten l. v"' alle Kreatur geschaffen sind/Dnd (das seines schreibens meiste vr- Was MoscS fach ist)wo die Sünde vnd der Tod Herkommenscy/Ncmllch durch Adams fall/auß deß Teuffcls boßhcit.Abcr bald darauff/che den Moses Gesetz kompt/lch- rct cr/Wohcr die hülffe wider komcn solt/dic Sünde vnd Tod znvcrtrcibcn/Ncm- istfä« lich/nit durch Gesetz noch cygen Werck/wctl noch kein Gesetz war/Sondcrn durch deß Weibes Samcn/Khristum/Adam vnd Abraham verheissen. Auffdaß also der Glaube von anfang der Schufst durch vnd durch gepreiset werde vbcr alle Werck/Gcsctzc vnd vcrdicnst.Also hat das erste Buch Mose fast eitel Excmpcl deß Glaubens vnd Dnglaubens/vud was Glaube vnd Vnglaube für Früchte tragen/ Ärnach im andern Buch/da die Welt nun voll vnd in der blindtheit versum l l. — ckenwar/daßmanschicrinchtmehrwußte/wasSündewar/oderwo Tod IüdenGot- herkommcnscy/bringet Gott Mosen hcrfür mit dem Gesetz/vnd nimpt ein besom "^olck. Vers Dolck an/die Welt an inen wlder zu erleuchten / vnd durchs Gesetz die Sünde wider zu eröffncn.Dnd verfasset also das Dolck mit allerlcy Gesetzen/vnd sondert sie von allen andern Völckcrn.Läßt sic eine Hütten bauwcn/vnd richtet einen Got¬ tesdienst an/Bestcllct Fürsten vnd Amptlcute/vnd versorget also sein Dolck / bcy- dc mit Gesetzen vnd Leuten auffs aller feinest/wie sic/bcyde leiblich fürder Welt/ vnd Geistlich für Gott/sollcn regiert werden. .e Heb.n-a >1 c. Dom Abcndmal Khrisii. Vom Abcndmal LbrisTi von exnsetzung/gedächtniff/ brarch vnd m'stbravch desselbigen/Matthrsb-Mar. »4.c Luc i, b Acror r d 10 a , Lorrnlh.,o.b.i,. Von dem grossen Abendmal/daczu viel geladen wur¬ den wnd wenigkamen/Marrh.n.a Loc.14 b.Item/von dem grossen Adendmat Gottes vnddestLambs / dar;» dl«selbigeo berussen weroen/Apoc.;.b.,9 a. Jesaiei;», Don Abgöttern) vnd Götzen. Alle Abgötterev vn Göye sind em greuwel vor Gott/ Deut 7-c.8.b.ir.a.r; a.;i.b 4-Reg.i?.b.Ezech s b.s.b.ii b 14 a is.c rr.a.;;.c.Sap.'4 b-Gxrach.iz.b.Baruchs.a. Bilder vn Abgöttische Göye zu machen vn habc/wer- denverbotren/auch alle Göyenmacber werde verflucht vomHERR^Exod 10 a.;4 b.Leuit.,9.a is.b.c.Dev. rr.a.7 b. Iesa.4o.c 44 b.46 a Jere-lo.a-b z» c. Ezech. »4.« Hosee8.a 1;.» Habac.r.a Gap ,4 b 1 Lorrnrh ,o b. Grrass vnddrauwung Gorres vmb dec Abgörterey wtUen/Exod.;r.c.Nlrm.i5.a.Deu.4 c.8.b ,;.a.r9.c-Iud. ro.a-4 Reg ^.b.Iesate i.sz.b. Jer ,s.b >9 b. Ezech.s.b. »4.b i.LoriNth.s b Gal x b Ephes; a. Abgöcrere)' vn Götzendienst wirr vilfeltig von Gott Verwiesen/dedi.atiwer/beklagt/vnd gescholren/Deut,,. c.Iudlc.r.b Psalinlos-Icsaie,9.4.4, c Jerem „ b.-z.b. Eieb ^4 a.r:-a.Amosk b Sap.n b.Acror.? b. Roin,. d Hinweg;u thun/;u zerstören vü austzureuten verm» ncrvnd gcborren/Gcn.;? 4 Exod.ri b. Deut.7 a.„ a. Iosr4 b Iad -o a.' Reg 7.a.4-^eg.u.b. wirr gelobet inderSchrri7t'4 Reg.18 a r.pac.;; b. Abiathar der Priester enrran aus; den hende Sauls/ i.Reg.rr.c. Floch;u David gen Regtla /i;.a Hielt« mir 2idonl»/;.Reg,-a.Ward vom priestcrthvm verstossen/ r.c.Nach dem Wort/, Reg i e. AbivanernHauptman vest Geschlechts BenIamiu/ Num.,-a. Abigail ein klug werb dest Gottlosen Na bals/i.Reg. rr a .ward nach Nadals rod vermählt dem RänlgDa- vld/iz.d. Abigail die Schwester Davids ward beschlaffen von Amasa/irem Bruoer7r.Rcg.17-c. Ablhu vnd Navab/Aarons Gän/wurden durchs fev- tververzehrer/Leuit.io.a.Nvm.rs.e. Abimelech/der Gon Gedeons/Iud.S.c. erschlecht-70. seiner Brüder/vnd kam schendtlich vmb/9-a r.Regc., Abiinelech/Lönrgzu Gerar/nimpt,m Garam zum Werb/Gen.ro.a.Macht Bündniß mir Abrahamu, .c. Abimelech macht Lü»rdtnlß mir Isaac/Gen.rs.c, Abiram embört sich wider Mosen,darnin verschluckt snderErdboden/Nirm.,6.c.Deut.tt.a.psaltn.,o6.b. Ablsag von Sunem ward geleget zum Röntg Dauid/ ;.Reg.,.a. ward begertvomAdoniazum Weib/r-b. Abisaiein GonLervIa/Dauid« Gchwester/i-Reg.r. ft.,s.b 19 ro.b r;.b. Abiud ein Gon Serubabels/Matthib. wirtgenant Hanania/l.par;.a. Abta ein Son Rehabeam/Ränig inInda/;.Reg.,4.4. ,x .a. r-paral.,;. Hat nach,m gelassen Assa/;. Reg n a. Matth.,, a. Abner der Felvhauptmann Gauls machet Ißbostth zum Röntg vber Israel/i.Reg.r a. ward in die fluche geschlagen/r.b.BeschlLfftRtzpamga.Verbindtsich mir DaUlv/ward vmbgebracht von Ioab/;.c. Abra/ein Dienstmagr Iudirh/Iud.io.a. Abrain der Gon Tharah nimpr ,m Sarai zum weib/ Gen.,,. b.Äcuchtaußnach Gokresbefehl vonseim HeyF mar inn« Land Lanaan/u.a. Leucht in Egypren/,r.b. Leuchtwolberahrcn widerumb inLanaan/i; a. Erret¬ ter auß der ^elndhänd Lot seinen Bi »der ,4b Empfe- her Verheissung ernes Gainens, x.a 17 b ,8.a. Beschlösse die Agar/lS.a Empfehet Verheissung vn Bundtzeichen/ vnd wlrr genain Abraham 17 a. Bitt für die Sodomi- ter '8.b. Isaac wirt !M gcborn/r, a. Schickt aust setne» RnechcIsaacernweibzu nemen/r4.aGkikbt rz.a.wirc geprlsen/Eccl.44 b Wirt genannt em Vati er viler vnv aller Gläubigen,Gen.i7 a Llaiek,.a.Marth ; a. Lucs ,;.a.,9-a.Ioan.8 c.Rom.4-a o.a.Gal ;.a-Von >m vnsei- nem Samen list Iosr4-a-Lsate4,.b.;t.a.E;ech.z4.b. Marrl).L.b.Accor.7.c.Hebr.rl.b. Abrahams GerechLlgkcLt. Abraham ward in aller Versuchung treuw vn gläubig an Gokt erfunden/im zur Gerechtigkeit gerechnet/Gen. ,5 a-Nehem.9.a. Gxrach44-b. Judiths.c.t.Mach.r.v. Rom.4 a.Gal-z.a.Iacobr.b. Abrahams Kinder. Genes'S.a.Matrh;.».Luc.;aIohan.8.c. Rom.9. a. Gal.;.a.4-c. Absalom ein Gon Daaids/r,Reg.;.a.Erschlegt seine» Bruder/vnfleuchtzu seineVerter Thalmai/,;.c. ward wiverum beruffr/,4 c Greller nach jerns Vatters Reicht ts.a.Beschläffr seines Vatters Wetber/rü-b. nach weiß- sagung/,r.b.Ram v,nb vom Ioab/,8.b. Abweichen vom böftn/vnd gu-- ttöthUN. Tobl'e4.b.Iobr.a.8.a psal. za-b.Iesa ls.c.i.petn';. r.Tim. ri Achab vnd Ledekias falsche Propheten/ werden ver- brennt/Ierem 19- c. Achab ward versteinigt/Ios7.c.,.par.r avemThak Achor/7.c.,;.a.Esaie6;.b.(vfeer.c. AchiorcinHaoprmannder Ammoniten/Judith r a. ward gegebetndieHend der Jüden/s.b.wardcrnIud genost-,4.a. 2tchis schenckt dem Dauid die statt Liklag/, Reg.r^a. Achsa/Lalcbs Tochrer/ward vermehlt dem Arhntel/ Iosuerz.b. Adam wirtgeschassen/Gen.l.c.wict gesetzt inn« Pa- radeiß/ vnd vcrbott geben/r.b.Ward durchs Weib ge¬ bracht in vngehorsam/vn außtriebcn/;.a. Stirbt / 5. a. In was elend Menschlich Geschlecht durch stin vngehoi: samgebrachtsev/Eccles4oc. Adonias steuer nach Davids seines Vatters Reich/ ;.Reg.,.a.Aks er aber Abtsag zum Weib begert/ward ergerovtet/>r.b. Adonibesekwardgefangen/Iudic.ra. Adorä Davids Rentmeister/r.Reg.ro.b. Nachmals RehabeamsRentmetster/watdversteinigr/;.Reg.„.b^ AdramelechmirhülssseinsBrudersSarrezerschlegk sein Varrer Sanherib zu rod/4.Reg.,9.c. Don Affterreden oder verleumbden. Levit., 9.b. Psalm.,k.a.lor.a- prouerb.u d.ts.c.ro.rs» Rom.,.c.r.Locinrh.6.a. Agabus propheriert von känssriger Theurung/Act. „. bGaget/dast Paulus gefangen/vndin dieHändedeu Feinde vberlieferrwerde/ilb. Agag der AmalechtteAönrg ward gefangen von A§« nig Register. «kg SauI/».Reg. cz.c.ward getödtet/»z.c.Nach weissag/ NvM.r4. b. Agar die Dienstmagd Sara gebieret Isinaelen/Gen. »s.b.wirtaaßgetriebenmit srem Gon/r>.b.Die Agare» «er werden außsrem Land vertrieben durch die Rübe- niten/».p»ral. 6. Aggeus prophetiert wider die Jüden/Aggei »a-Liß Estez.d. -Agrippa verhöret paulum/Actor.rS.s. Ahab ein Gottloser RönigIstaels/;.Reg.»s.,8.b.Gi- get wlder die Gyrer/ro.b. Verbinder sich mir Benhadad dem Röntg Syrie/ro.d.Handlet Tyrannisch gegen Na- bokh/r».a.ward erschossen/vnd sem Blut vonHunden auffgeleckt/rr.c.Nach dem wort Helie/ri.c. Seine kinder kamen vmb/4.Reg.,c>.a nach dem wort/;. Reg.r».c-4. Reg.?.a .wider Ahab.Liß Mich s.b. Ahaliab/ein RunstreicherWerkmeister am Hcxlig- thumb,Exod.;rb. Ahas einsonIotham/ein Gottloser Rönig in Juda/ 4.Reg.»s.a.r.par.»8.a.Esa.7.a.Matr.i.b.Wirtgeneslt Helieftr/Luce ;. d. Leßt nach sm sein Son Röntg LZechi- am/l. Par.;. Matth.,.b. Ahasiaetn SonAhabs/ward königinIsrael/;.Reg. rr.c. Fragt rahrs denBaalzebub vnd starb/4-Reg.». b. Ahasia ein Son Iorams regiert in Juda/ 4. Reg. 8. c/ Flohe vor Ioab gen Megidvo/vnd starb/s-c. Laßt nach »m sein Son Röntg Ioas/i.paral.;. Ahasuerus der persen Rönig rüst ein herrlich Mahl/ Hester ».».Nimpt sm die Hester zum weib/r.b. Laßt nach ,m Darium/setnen Gon/Dan.sa. Ahias der SonAhirob was Priester deß HERRN: t.Reg.,4. a. Wirt genannt Ahim elech/ri.a. Ahias der Prophet zu Sxlo zerreißt den Mantel in >r. theib; Reg.n.c.wetfsaget dem Weib Ierobeams/14. a. Schreibt prophece^en/r.parals.c. Ahieser ein Hauptmann der Daniten/Num.,.». Ahtkam errettet Jeremiam vo>n Tod/Ierem.rs.d. Ahlmaaz ein GonDadokdeßpriesters/r-Reg,x.c. Ahimelech der Priester gibt Dauiden Schaubrot vn das Schwert Goliaths/,.Reg.rl.a.ward erstochen/rr.b wirtgenannt Ahias/>4.a. Ahira ein Hauptmann deß Geschlechts Naphthali/ Num.».a. Ahitophel/ein klugerRahtsfreund Dauid hielts mit Absalom/r.Reg.,;.c.Gibtein Gottlosen Raht/»s.b,Er- hencket sich selbß/»7. c. Ax ward verbrennt/vnd sr Rönig erhench't/Ios 8 cd Alchimus der EydbrüchigIüd kam mit ltstzum prte sterthumb/rMach.7c.r.Mach.>4-c. Starb gähes tods/ r.Machab.s.e. Alexander der Griechen Rönig/nach dem er Darium geschlagen/thetlrerdasReich/».Machab.» »LlßDan. 7,c.8,c.»»a. Alexander der Son Antiochi verbindt sich mit Ionst- ta/i. Mach-,o.g.Streit mir Demerrio/ro,d. ward ent- hauptet/n.b. Alexander der Rupfferschmid sbfellig vom glauben/ ».Tim.t.b.Beweißr Paulo vtl vbels/r.Tim-4-b. VonAllmusen vnd Mittigkeit gegen den Armen vnd Dürfftlgen. Deut.iz.apsal.ur.aIesa.zZ.b.Dan 4.c.pro.'s.b.r».b r8.c.Syrachrs.b.;z.b.Tob.4.a.ir.a. Mats-aio.a-zc. Luc.»».a.»r.c.»s.a. Act.io.a. Rom.,r.b.».Lor.i6.b.r.Lor. -.».Johan.z.b. Jacob.;. a.Hebr.,;.a. Vom glelßnerischen Allmosen geben/Matth-s.a- Straffvnd verweiß deren so nicht Allmosen geben/ noch mittherlt habS/Deut.»l.».Iob.ro.».zl.b.E»cch.»a.e prouerb.ri.b Matth.r? b. Alpheus ein Vatter Jacobi deß Apostele/Mattno.» Marc,;.b.L»c.s.b.Actor.».b. Dom Altar. VomBrandopfferaltar/Exod. »7.s.;8.a.Num.7. a. r-Reg.r4-b; Reg.,8.c.4.Reg.>s.b.r.paral.l.a.4.a.,;.a. Eßdre;.a.Ezech.4;.b.,.Mach.4d. VomReuchaltar/Exod.;o.a.;7.b4o.». Der Gläubige Altsrist Lhrtstus/Esa zs.». Heb.»;.». Dom Alter. Die alten sol man ehren vnd nicht verspotten/ Leuit. -.c4.Reg.rc. Sap.4-a.Spr.;8.a. AmalekderSons sönEsauward geboren/Gen.zs.a. streit widerIsrael/Exod.t7.b.Num.l4.d.wardgeschla gen/»4-d. ».Reg.14.e- ward außgereutet/»;.». nach dem wortExod.l7b.Num.r4b, Deut,rz.bwardabermal» geschlagen/»,Regzo.h. Atnasa/Abigail Dauids Schwester Son/».p»rak.r 4.a.SchlegtvieLdomite/i4.a.ward gefangen vn erschlagen/»4-a. Läßt nach sm sein so» Röntg Asariam/ »5.awirt genannt Leui/Luce;.d. Amasias der Priester zu Bethel verklagt den prophe tenAmos/Amos 7 b. AminadabeinSon Aram/Matth».». Laßt nach sm seinSonNahasson/Num.».a.7.b.»o.b. Ammon ein Son Lorhs vnd seiner Tochter/Gen. »-> c. Die Ammoniten sol Israel ntt beleidigen/Deut.r.b Söh len ewiglich ntr in Tempel komen/r;.a werden geschla¬ gen von Israel/Iud.»,.c.r.Reg.8.a.»o.b.»r.c. wider Ainon wirr propheriert/pssl. 8;.».Ierem.4s. »>Ezech.r».d.rz.a.Amosi.b.Teph.r.b. Amnon / der Son Dautds/schwechet seine Schwester Thamar/r.Reg.»;. b. Darumb ward er von Absalom/set- nem Bruder/erstochen/i;.c. Amon ein son Mansste/RZnig in Iuda/ward erschla- gen/4.Reg.r,.b.Ließnachsm semGon RönigIosiam/ rr.a. Amori/ein Gon Lanaan/Gen.,o.b. DieAmoriteweh ren Israel durch sr Land znziehen/Num.ri.b. Ittd.7. b. Amos der Prophet ward vertrieben/Amos7.b. Amrt ein Gottloser Röntg in Israel/;. Reg.,s. b- wi¬ der Amrt/Mtch.s.b. Anamelech ein Abgott Gepharvaim/4-Reg'7-^ Ananias verkaufft den Acker mit betrug/Actor.z. a. Anantas wardgesaudt/paulum zu vnderweisen/Act. §.b. Anathoth/einStatt deßLands BenIamin/Ierem. »>a. Daraußlstbüreiggewesen Jeremias / Jer.,. a-rs. a. vnd der Priester Ablarhar/;.Reg.r.cDie Anathothtter wolren Jeremiam nicht Hören/Ierem.»l.c. Andreas ward berüffr von Christo/Matth.4 b. Luc. s.b.Ioan.id. Andronicus/ein Statthalter Antiochi / ward getödtet/ -.Machab-4.d. Annas ein Schwäher Laiphe/war oberster Priester/ Ioan.»8.». VonAnbätern. Anbetensolmanallein Gott/Svrach ;r>.b. Exod.Z4» b.;.Reg.8e.4.Reg.l7.b.Osee»;.a. Baruchs.». Matr.4. b.Luc.4.a.Iohan.4.b.Apoc.,4.b.rra. Angenem vor Gott/wer^Saps.d.Syrach ».b.Iudlth 8.b. Tob.ir.a.Actor-»o.c. Rom.b.b.»4.b.».Ttm.r ». z-s. prouerb.;.». Anruffen den Namen deß HERRN. Alle die den Namen deß HERRN in treuwen vnd warheiranruffeu/werden erhöret/Gen.rs.b-De«t.;r.». ;.Reg.8.c.»8.d.r.par.ro.a.psal.ro.llz.b.,45. Rlag Jerem.;.». Ioelr-a. Zeph.;.b.Aach.,;.b.Acrox.r.h.-,. b. Rom.io.b.i,Lor.l.a.r.Ttm.r.b.Baruchr.b.;.». Anruffen Gort de HERRN in der zeit der not/angst v»dtrübsals/r.Reg.rr.a.;.Reg.8.c.Sap.ll.c.Gyrachr.a. 4s.b.48.b.zo.b.Tob.;.a.psal.;.a.z.a.»8.a.;,.c.5o.a.8».a.8s. a.y-,.ior.li8.a.i;8.a.i45.,.paral.»r.a. Jesa-Zk b zS.b. Jer. »A.b.Iottel.a.Bar.r.b.;a.pro.».b.GuchGebett. Dom Antichrist vnd seinem Reich. Psalm s.b.Esaiöri.a.Ezech.rß.». Dan.7.b.c. 8.c.«.d. ».».Fach », b.Matkh.r4.a.Marc.»;.b. Ioan.x.b.Actor. ro.c.r.Thesf.r.a.».Tim.4a.r.Tim.;.r.petrir.b.».Ioan. r.c.4.a.r.Ioan.,.a.Iudei.a.c.Apoc.l;.b.»4.»7.,j>.b.ro. Anriocha höretdiepredrgt von LhristoAcr.„.b.,;.a. Antiochus der fürnem/ein son AnriochiMacrt zeucht wider Egypte/i.Machib.plündert den Tempel/vnver. wüstet die Statt Ierusalem/i.Machab.».b.r. Mach.;.». Stellet den Göyen auffden Altar deß Herrn/».M»ch. » a.Stirbt/s.b.i.Müch s.d. LtßDan.8,b.»l.b. Antiochus Evpator/einSon deß obgemeldt^nAn- tiochi/ward Rönig/,. Mach. s.b.Zeucht mit Heerskrafft inIudeam/s.c.warderschlagen/7.a.Lißr.Mach.»o. b. Apollo et« wolberedter vn Schrlffrgelehrter Mann/ Actor.»8.b. Apollonius ein fürgeseyter in Sxria/ward getödtet/ i.Mach.r.».»o.g. Don Aposteln Khrtsti. -Die Apostel werden erwehler a uß den ISngern/Luc. s.b, werde« Register. a b werde gesandt das Reich Gottes zuverkündigen in Ivvea/rl^akth »o b Luce 9.a.r4 a. Behren wider/ s a werden gesandt das Euangelion zu predige in dec g.rntzenwelc/Matt.r8.b Mac i6 b.Lucer4-a.Ioan. »; b ro b.Ackor.».a.,o.c. Die Apostel vnd Propheten habe gehabt den Geist Gories/Erov.4 b.r.Reg r;.a Dan-9 a.^ach.7.b.Mar. »o.b.Mar »; b.Ioan i4.b.Act.i.a.i.Lor.r.b.r Lor.»;.a. » Thes4-a r.Ti,n.;.b.».per.,.b.r.per.».b. Aposteln Christ» schütteln den staub von Füssen/wo mandasworr vom Reich nicht annunpr/Matth.»o.b Mar-s a Luc.- a Act ,;.d.»8.a. Christus der groß Apostel/Hebr.;.a> Von falschen Aposteln. r Lor.»».b Apoc.r. Arad der Lananitc känig streit wider Israel/Nam. »»a- Arain derauchBan, genant/einson Hezron/Hatge« borenAmminadab Matth » a Luc.;.d. Agullazelngutkhäkccpaul,/Acr.»8.a. Don Arbeit. Arbeit vis mühe ist auffgelegr allen menschen/Gen. ; b Erod io b.;4.b Deut-r a Tob. r.b.psal.»r8.a pro« uerb s a.io.a »4-a Ioh.r,.a Acror.»8.a ro a.c.Cor-4 b Ephes4 b.i.Thesr a.4.b.r.Thes.;.b. Der ArbeiterlstselnsLonswirdig Leu 19 a Deut. r4.b.»k a.Eccl ? b ;4.c.Tob.4-b.Ierem.rr.c.Malach. ; a Luc.'o.a.» Lor.9-b.Iacob; a Arbeit macht nir reich/sonderGottes Segen/Gen. ;.b r6.a.;o.b. Deut-8.a.Eccles.u.a.Iob ar.a pro.lo.a. Von nutz vnv lob der Hand vnd Feldarbeit prouer. ,r.i;.»4.r4.r8. Archelaus regiert an statt seines Vatters Hcrodis/ Mattb-r.c. Anstarchus eingefehrt vndMitgefangener Pauli/ Acror-rs cro.a.r7.aColos4. Von Armen vnd jrem tröst. Dcut.io b » Reg.r.a.Eccl.»» a «; a rx.a.prouer.»;.«. r'.b::.a.r8.aEsaier;.a.6sb.Msrrhr.».8.a. Mar.ro. c-Luc.s b.rs.b. Arphaxad der Meder Bönig ward von Nebvcad- Nczarvberwunden Judith» a. Arasces/der Perser vnd Meder Bönig / sigct wider Demcrrium > Mach -4-a. Arrhasastha dec Bänigzupersen/empfehr Verklag bneffe wlDer die Jüden». Esdre 4 a. Schreibt wider/ hetßrhtnverndenBauwdeßTempels/4-b. Vergön¬ net Israel den Tempel ;u bauwen/r.EsSce 7 a. Schi¬ cket ein Mandat in all sein Reich/Hester;. Asahel ward von Abner erftochen/r.Reg.r. b. Assaph ein berüinrer sengerDauidsa.par.^ b '7-a. Assariaein Son Ainasie,Bönig »nIuda/wardauß- setzig/4.Rcg.rk.a r.paral rs.d. Laßt nach sm seme son BönigIorhan/4-Reg , z.c.». paral ;a.w»rr genannt Vsia/r.paral.»-k.b.Gsia/Marth.r b. Martha/Luc.;d. Assaria der Prophet ward gesandt zum'BöntgAssa/ r.par.'kb. Asia kam vndcc die gewalt der Römer/,.Mach.8.a. In Asien wlrr gepredigt Gottes Morr / Actor.isa. Asnarh gebrerer dem Joseph den Ephraim vn Ma naßen/Genes.4» d.4s.b. Assaeinson Abiam/etnfcoinec känigin Iuda/thut abdieGänen/; Reg lk-a-Suchrhülftbeim Syrer/vn starb/»; b.Lreß nach im sem Son/Rönlg Josaphat/». par;.a. Asserhaddon/nach dem er sein Vatter Sanhenb er- stach/ward er Bönig an sein statt/4 Rcg.»s.c. Esa ;7« V.,.Esd»4.a- Assur cin Son Sem deß Sons r7oah/vnd aufenger deß Assyrischen Reichs / Gen.»o.a.».par.».a. Assur ein ruht Veßzorns Gotres/Esa.»o.a.wider Assyrien wirt propheriert/Num.r4 b. Esa.'o.c.>4 c.»7.c.;o.d.;l b. Arhalia ein Tochter Isebel vnd Ahabs/ern Gottloß werbIoram deß Bönigs in Iuda'4 Reg s-c. Bringt vmb gar nahe allen Räniglichen Stammen Dauids/ ,».a Regiert sechß sar rn Iudea/r par.rz.c.ward auch vmbbracht/4.Reg.»».b- Athenobius ward gesandt zum Simon/». Mach >k e. Athniel nimpt Calebs seinsVatters Bruders Toch ter zu wetb/Ios'k b.ward Richter in Israel/Ivd.;a. Don Auffruhr/ Embörung/ vnd jrcr straff. Num.lS.a.ro.b.Jud.s.d.'r.a.r.Reg ro.a-; Reg.» .a. Hefter r.c.Actor.kv.»s.c.rz.a. Von Aufferstehung der Todtcn. Von gemeiner Aufferstehung der Todtcn/vnd erkla« rungdeßFletschs/Exod.;.b.Iobi4.a.»9.b.r».c.Esars.c. 6s.c.E;ech.;7.a.Dan.;.c.»r.b.Ioner.a.Feph.; b. Sap. r b r.Mach.7 b. Matth.rr.c. Luc ro.c Johan, kc»». b. Acror.r4.b.».Lor.ira.r. Lorinth.a.b. Lol.z.a. phü.;. a. 4.b.».THes4.b r.Timoth.r.a.Apoc.ro. Von Aufferstehung derTodten lnSünven Joh 5 b. Rom. Philip.;, a. Apoc-ro.b. Von Augen. Augen sol man verhüten vor allem eiteln vnd bösen/ Genes.;.a s.a.;4 a.;9.a r.Reg.»».a.i;.a.Eccles.9,a.rk.b. 4r.Matrh.;.c.Jesale;;.b.E;ech.l8.a. Don Augen Gottes. Die Auge Gottes stehen allzeit offen vber allewege der Menschen /r. paralip.»s.b.Iob ;4.psalm-;4- >19. prouer.»k.Ierem.»ü.e.;r.a Tach 4-b.Syrach»k b.»7.b.i. per.;.aHebr.4.b. Augustus der Reyser ließ beschütz? das ganye Land/ Luc.r.a. VomAußsatz. wieAußsayerkenntwerde/Leult.i;.a>4.d. Gott strafft mir A»ßsatzExov.4.a Nu»n.»r.b.4. Reg 5-a Matth.8.aLuc.»7.b. Von absönderung der Außsetzigen/Leair.»;d.ttu'n. r»4 Regtz-a. B. > Aal/ein Abgott der Samariten/;Reg.»L.b- Ba als Bergkirchen werden zerstört/Iud.s.c. Ba- «lspfaffen werde eins rheils erschlagen/;. Reg. »8.d 4.Reg.»o b.r;. c. Baalzebub der Abgott A- karon ward rakrs gcfragt/4. Reg.».». Baalzebub / ein Fürst der Tenffel/Matth.»r.b. Babel ward gebauwen/Gen.u.a. ward verworrn/ vnd genannt Babel/n.a. Babylonische sibentzigiarige Gcfangkniß wirtpro- pherierr/Leuit.rs.b.Deur.4 c r8.d-4.Reg ro.b.Esaie k. c.7 d.Ier.»; d.is.b.ro a.r5.b.E;ech.7.c.»r.b.rr.a. Mich. 4.b.Habac».a.Bar.6.a. wirk erstattetZ4.Reg.r4. rx. r.paral;s.b. Außgangwirdt verheissenvnd prophetiert/Leuit. rs.d.Deut.4.«.;o.a.;Reg.8.e.r.par.s.c.Esaie»4.a. 40. a.4;.b.48b.Iec. »I. a»r.c.»6.c. -4 b.rz. c. r7.c.r9> b.;o. a. ;».a.;r.e 46-d.Ekech.ll.a Dan.9.b.Bar.6.a.Wirterftat rer/».Esdre».r.Vrsachder Gefancknuß/4.Reg.»7.a> wider Babylott/psal.»;7-a.Esa.i;.b.i4.b.rt.a.47.a. Jerem.rk.fko.a-k» a. Baruch 4-a.Apoc.r4-a.is. b.»7.»8. Von Babylon sol man fliehen vnd außgehen/Iesaie 48.b.Ierem.k».fr.Lor.s b.Apoc.»8. Bacchides ein meineidygerwüterich/i.Machab.7.a Erwürget auß gchetß Demetrß Judam Machabeum/ Baena vnd Rechob wärdengehencht/r.Reg.4.b. Bacsa ein Gottloser könig in Israel zeucht wider As- sa/den Bönig Juda/; Reg.»k b-ward sampr all seinem Geschlecht außgereutet ls-a.nach dem worrIehu/rk-v. Balak der Moabiter Bönig schicket Bortschaffr zu Blleam/Num.rr.a Iosr4.a. LißIud.u.c. Wich.s.a. Apoc.r. b- Vom Bann der Gläubigen. Bannen vnd außschliessen sollen die gläubigen alle so ärgerlich lehre oder leben/prouer.rr.a. Matth. ,8.b. Rom.l6.b.l.Lor.k.a.r.Lor.r.a.r.Thes.r.a.»Ti>n.r.a.c-.a r.Tim.r.b;.a.Tit.;.b r.Iohan.l.a.S»ch Gesellschaffr/ Bündtniß. Vom Bann der phariseer/Joan-9.b. »r.d.»s.a. Barak/ ein Richter in Israel/ vberwindt Sissaram/ Iud-4-b. Bar/ehu ward.mir blindtheit geschlagen / Act.»;, a. VonBarmhertzigkeit vnd erbärwbd. Von der Barmheryigkeit vn güte Gottes gegen den Gläubigen /Genes.i8.b. Exod-s-a. 9-c. »» a. ro.a- ;4-a. Num.ro.s.Deut.4 c.za.7 b.lo.b.r7-a.;o.a.;r.d.r.Reg. 7-b.»r b-r4.b ; Reg 8.b.4-Reg.ro.a.r. Esdre9.a. Sap. ,».a.Ecclesr.a.;.a.»7 b.»8.a psal.;r.a.;s.a.8s.a.»o;.»;s. ;»4k-a.Esa.;o.c r4.a.kr.b.Iec.»r.c.i8.b.;8.b. Ezech-iLa. ; b-Hoseer.c.Iohelr.b.Ione4.a.Matth. »».c.»8.b. Lu¬ ce».e.s..b.;o.a.Leult.»s.a.Ier.4 a.s.b.s d. E- ;ech.44.b.Acr.7.e.Rom.r b Phil.;.a.Lol.r.a.Ephes.».b Bethsaida/einLurtstalt Andreevnphllippi/Ioh. Von Barmhertzigkeit derGIäubigen gegen ixen Ne hesten vnd deren belohnung/' Reg.»;.«.» Paral.»8.b. psal.4».a.»»r.a.protter; a »4-b.'s.b.»;.c.Esa.;8.b.Hos. 6.a.Mich.6.aZachar.7.a.Eccles;.a.»8.a.;r. Matt.;.«. P.«.lo.d.i8.c.rx.b. Mar.5>.bLuc.L.c.io.c.d. Rom.»»ab. Gal.s.a Lol; b.l.Tun.k a. Von Vnbarmheryigkelrvnd irer straffe/Exsdi.b. Deut.rz.b-Iud 8.c.».Reg.»r.a.Eccl.»r.».Iobro.b.pro- »erb-n.a Esaie57. a. Amos»a. Matth. »8. c.rs.c« Luce »s.b.Iacobr.a. Barnabas bracht das Gelt vmb de Acker denApo- steln/Acc-4.c.Führet Paulum zun Äposteln/s.c. ward gesandt gen Antiochien/ii.b.RehretwidergenIerttsa, lem/»» b.Harr ein span mir paulo/,;.a. Ward durch die Gletßnerey Petri verfähret/Gal.».b. Barrabas der Mörder/wirt ledig gelassen / Matth. r7.b Mar.1r a-Lucerz b. Barfillaiversorgetden RSnigDauidmit Speiß/r. Reg >7.c.Beleltet in an Iordan/iy c. Dauid befihlr/ daß Barsillais Rindern gut« beschehe/z-Reg.» a. Barslllai/vmb vas erselnGeschlechtregister nit an- zeigen mochtward er vom priesterthumb verstossen/». Este». c. Nehem.7 .d. Barrimeus ward sehend gemacht/Mar io.c. Baruch / em Son Nerie/Ierem.;»b. Schreibt ein Buch/dasward verbrent/;s.b.c.Gchreibtein anderst/ das wardverlesen/4l.a Baruch» a- Basmath/ein Tochter Salomons / vnd Havßfrauw Ahlinaas/;.Reg.4.a. Bathseba/die Tochter Eliam/Vrias Ehweib/ward vom David beschlaffen/vn empficng/r. Reg.n.a. Das kind ward kranck/vnd starb/»» b.ward Daulds Ehe- wetb/vndgebarimSalomon/ir.c.,.par.;.a.Matt.»a. Von Bäumen. Der Mensch wirt ein Baum genant vnd vergleicht/ psa'.i a.Iesaier.a.ak.d.Ier.u.c.>7.b.E;ech.;».a. Dan. 4.b.Matth.;.a.7-b.'r.c.Luc;.a.»;.a. Der Baum wirvt an seiner frucht erkannt/also auch derMensch/Sxrachr7.a.Matth.7 ^b.lr.c.Luc.6.d.Ro-- man >».b. Beelsamptseinem Tempel werden zerstörer/Beel. Von begierd vnd gelüst deß Fleisches. Begierdwirtverbotten/vbertretten vnd gestrafft/ Lxod ro.b.Num.n.a.r».« Ios7.c Eccles.<8 b.4».d.Iob zl.prouetb.s.b.lz.b.March.s.b-Mar.H-b.Rom.?. a»;. b r Lor.io.a. Behemoch/das vngeheuwer Thier/wirdt beschrie- ben/Iob4o.a.4».a. Belsa;er scher die Hand schreiben/Dan. 5 a. ward srwürger/vnd kam sern Reich in die Hand Darh'/;.c. Bekanntnuß der Sünden zu Gott. Gort die Sünd demütig bekennen/ vnd mit rettwen beichten erlangtver;elhung/;.Reg 8.a.».Esce8.a.Ne- hem-s a.Ioblz.a psal.;» » x..a »o--.a.Bar.».b.».b.;.a. 4 b.E;ech.»s.c. Dan.s a Iudith7.c.GebetrManasse/ prouer.»8.a.Marrh.; a.Luc.»r-b.i8.a.». Joh.r.a.Num. k-b Josua 7.c.».parair».a. Bekennen Gottvnd Lhristum vor den Menschen/ Psal-sa.lo7.a1oL>. m. a-Iesaie »r. a- Sprach 4l.b.4»a. Matt.io. c. Marc.8.c.Luc.5>.c.»r.a.Ioh.s.c.ir.b.Acror. 4.a.»4 b.Rom.io.a phll.r.a.r.Timoth.r.a. Tltum».b. ».Johan r.c.Apoc.z a. Berehrungwtl Gott/vn nitden Tod deß Sünders/ Deut.;o a.r paral.s;o.a.Ierem. 4 a. »;.b.E;ecl,.i8 d. zz.b Zach » a.Malach z a. Hosee»4-a.Joel» b. Sxrach »7 b ».pet-z.b. Benaias/ein Hauptman der;woGwardien/Lrethi vnd pierhi/r.Reg.ro.b.Ein heimlicherRahtgeber Da- uids/r;.c. 1. paral »r.b. nachmals ein Feldhauprmann Salomons/;.Reg. r.c. Lenhadad der SonTabrimonHelt Bündtnustvnd Glauben am Rönig Assa/;.Reg.»k.b. Belagert Sama- rlen/ro.a-4 Rcg.s.c.Ligtkranckvndstirbt/8.b. BcnhadadderSon HasaelwardRönigzu Syrien/ 4>Reg.»; b. Beherrschet Israel/»;. BenIaminderSonIacobswardgeborn/Gen.;x.c. Beniamiten mißhandlen das werb deß Leuiten/Iud. »s.c.werden gestraffr/»o.b.c. Berechias/Such Gealrhiel. BeruffderKHrtstcn. Matth.o.a.Luc.5.c.Roman.8.b.l.Lor.i.Ephes4.a. Lol.;.a.».THess.» a.4.a.». Thess».a.».b.». Ttmoth.s. a. ».petrt».a.r.b.;.a.».petril.a Hebr,;.fl.<).b. . Be;aleel/etn kunstreicher werctmelster deß Taber- vsckeis/Exod. z», azzb. i.d.»».b.WardbewelNLt/Maith.il b-Luc.ro.b. Die Bethsemiten wurden harr gestrafft ». Reg s.b. Berhuel/ein Son Nahas, vnd Varrer Rebeca/Gen. rr.b. Bethulia ward belagert von Holoferne / Judith 7.». Bigihan vnd Theres wurden erhencktHestrb. Bileam ward gedlnger Israelzu fiuchen/Nnm.»». a. r;.a.Lehrer argernust /Apoc.r. b. kam vmb/Num.»;. a. Ios.»».b.r.per » a. Brlha/eineDienerinRahels/gebieretden Dan vnd Nephihallm/Gen.zo.a. VonBlindtheit. Gott schlegt mit leiblicher Blindlheir/Genesls.b. 4. Reg.s b.r. Mach.;.c.»o c-Act.s.a- iz. a. DieBltndenwerdensehend/Matrh.s.c.ro.b. Mar. L.b.io e.Luc.»8 c Ioan.s a. Von GeistlicherBlindtheit/ Deut.»8.a. psirlm. Esaies.b44.b.5s b.Hos.r.b.Sap.r.b.Iohan.»r.d.Rom. ».b il.c.» Lor.4-a. Von Lilnven f»hret»/Iesa.4».a. E;ech.»4a. Matth. »5.a »; b-Luc.s.d. Llindt vnd verfinstert im Heryenseyn/Marc.zb.s. b.8.b.Rom.» b.».Lor.4.a.Esshes.4.b. Vom Blut. Blutsol man niressen/Genessa. Levit.;. b.7b»7.b. is.b.Deur.»r.c.»;.b.l Reg i4 d.Act.»;.a. Von Biutdürstigen/psal 5k-a-5s.a. pro.i.a.s. a »s a. VnschüldigBIui so! man nicht vergiessen/Deut-r^b. r-Reg »s-a.pro s.a.Ierem.».d.r».a. Iona r-4-a. Von vnschuldigem Blutso vergossen worden/Gen-4 a.»5>.a.».par.»4.a.psal.s.a.7rr.a.94.Iesaie »a-xs.a.Ie- r.'in.r.d 7-a.ls a.rr a.E>ech.? a. Marth.r;.c.Lvce»i.e» Acror.7 e.Apoc.6 a. Das vnschutdig vergoßene Blut schreyet vmb Rach ?» Gott im Himel, vn Gottwirts mt vngerochenlassen/ Gen.4 a 4.Reg »4.psal4L.a.7s a.Heb.i».c. Apoc s.a. »s.a.Ioelz.b. LlucChristi wascht/reinigt/vnd erkauffr vns vö al¬ ler Sünde/Acr.»o.c.».Lors b.7-b.». Petr.».b.Hebr. sb. »o.b.Iohan.l.a.Apoc.i.a 5 a. Vom Blurfiust ward das Weib gereinigt/Matt.s.a. Bohasder Son Salomon vermehlet ;m die Rurh/ Rurh4a. Von dcmBuch Gottcs/deßLcbcns/vnd der Lebendigen. Von denen so in das Buch deß Lebens geschrieben/ vndwelche Nl-br darrnn/sondernindie Erve gcschrie- ben/vn daraust sollen vertilgt werden/Lxod.zr.c. psal. ss.a.izs a Esa-4 a Jerem l7.c.E;ech.,;.b.Daniel.»r.b. Zach t-a Mal ;.b.Syr.»4 b-Lvc »c> c philtp.4.a.Hebr. »».c.Apoc.».a.r a.>; a. Don der Buß. Von Buß thun vnd beßerung bey reiten/Job8.«. Esa.».a.;k b.Ier.4 b.7.a 8 a- n a- Ecrlesrr.a. Syr x a. »8 b Matth.;.a-4.a »» c »r.d r».c Marc.i.a.» b Luc.;.a» x.c »o c »;.a r4 d.Acr.17 c is.b-r.petriz.b. Apoc » a.z a. Baruch » d ;.c.4.b.Tob.».b. Buß;u rhunglbr Gott;eit vnd statt/Esa ;o.a.Ier. »8.a.Sap.>».a.»».a.lü.c.Luce 1; a Rom.r.a-Apoc.».a, Ain der erste Son deß Menschen wirdt geboren/ Genes 4 a. Erwürget seinen Bruder Abel / 4 a. Sap.io.a.l.Ioh.z.b. Laiphas der Hohepriester gibt rahtwider Lhrt stum/Ioh.n V.,8. a-Verbeut den Aposteln;» predigen/ Acror-4 b. Laleb/etnSonHe;ron/,.par.r.Einverkundlschaff- terdest Land» Lanaan/Num.»;.a.»4. Fordert vnd er¬ langt die LandschaffrHebron/Ios.»4. b.ri.b. Iud-l.bi. Paral. 7 c. Lhana/ein Statt Galilee/da Lhristus waßer ;u wein gemacht har/Ioh.».a. Lhanaan/der Gon Ham/ward verflucht/ Genessb. io.b,l.pgr.r.xkimptiM exn VN bauwerseitt Landschaffl/ Geoe§ Acglstcr. Gen,o.b.VonIob vnd preist dest Lands/Deut-,,.c Gei ne Landschaffcwirr verheissen Abraham vnv seine>n Samen Gen.ir.a 'z a i; b 17 a :s a.;;.a.Exod ; b Le- nir.ro c.Deur.y.a.wtirgeleistcr/Ios; b warum Gott VieLananircnaustircm Land vertrieben Habe/Leuir. »Z.b Deur.s.a.iZ.b.ro b. warnmb er sie nach vnd nach/ vir nicht elnsmals/verrrieben Habe/Deur 7-a.Iud r.a. ;.a was nir vingebrachr ward zinßbar Pein AönigIs, rael/r.paral.8. Vonbeschreibung vn austkheliungdesz Lands/Gen.lv.a.Exod r; c Num r6.a ;; c ;4 a Jos.,;. a.,4.a.i;.a.,s.a.'7.a 18 b.iy.a E;ech.47-c. Dest Lananeischen Weibs Tochter ward vom Teuf- fel erlöstr/ Matr.,;.b. ?aCapernaum/in der SrattGalilee/fieng Christus gnzupredigen/Markh 4. a.Luc 4 b Machrgesundt dest Hauptmanns Lnechr/Marrh 8 b. wirdrgenannc sein Srarr/r>.a.wirdr beweiner/iic. Lephas/Suchperru». Don Kcrcmonicn dcrIüdcn. AllefreCeremonienvn eusserliche Gottesdienst sind nir mehr penn ein deurung vnd scharren best waren vn Selstlichen/Erod ,;.a.Nunt.i;.a Deur.is.a. Ezech.ro. e. r.Cor.io.a.V r Cor.;.a.Hebr 74 8 a.9 b.io.a. widerdre glaublosen Ceremonien/ psalm4y.Ef.rie , b.4; a oa a Jerem.j b.7 c 4 b. Hosee s.a. Amos;.a. Mlch.s a-Mal r a r a b Zach.7 a.Marrh 94 Johan. 4.b Acc.i;.a.Rom.8.a Ephesr b.Col r.a. Lhamos ein Abgocr dec Moabicer/Num.r, c.Distm bauwer Salomonern Teinpel/zReg.u. a ward wider ;erstärer/4- Reg r; b. Lhlneam zeucht mir Dauid gen Jerusrle r.Reg rsd. Lhonenia/SuchJechonia I.hoiakin. Lrispus der äbersr der Schulen gl«u br in den Herrn/ 2lcr.i8.a- Ward samprdem Gaio geraustr von paulo/r. Lorinrh,.b. Don Khn'sto Jesu. Verheissung vö Chrttto Jesu/waren Gott vnd Men- sche Luc.4 V Ioh ; b-Acr; b Gal; b-, per ,.b G.n. ;.b rr.b.49 b Deut. 18. b.r Reg 7 b.psal r a rra 4; a. s9.91b.129 c.44.Iesaier.b.7.c.y a.,, a.;o c.,r.b 40 a. 4: a.4; b-4y.a ;i.a.x;.b So.a si.b sr b.Ierem.,-c r; b. ;,.b.;;.c E;ech.;7-c Dan.r e.y.c Mich ; a Hag.r a oach. y.b.Malach;o.a. Christus von ewigb'eit/vnd Gorr selbst'psal. r? a-Ie< sa.9.a.49.a.Ier.;:.e.;; c.Mich.;.a. Iohan.i4.8 b.14 a. Rom.94.:.Lor.;.b.Phil r.a Col.r.a. C:t ; a. Hebr.l.b. «z.a r.Iohan 5 b.Apoc». Christus Jesus ist der einige ewige/eingehorne Gon dest Allerhöchsten vnd lebendigen Gorres vest Varrers/ psalm. r.a Hosee u.a.Sap r b. Marih;.8.b. 14 c.,5 b. 174.rs.e- Marc.,4.4-c ; a.Luc ,.c 4V 9 b.rr.e. Ioan. ,.a-c.;.b ;.b.s.e.8.b.Act.8 c 9-b.Rom., b.; b.8.a.Ephes. 4.a Co!.i.b Heb.».«.; b.i.Iohan.4-b.2ipoc ,. Christus / em Lrechrder Hexden/;u erleuchten alle Menschen/r-Reg rr.c-Iesa r a.y.a.zz.a.ar.a 49 a.psal. ;s.a »l9.a.Matlh.4.Luc r.c.Ioan.,. a ;.b.8.a s. a.,r d. Acr.i; d r.Iohan.i.a.Apoc.ri. Christus ist Gottes worr/psal.-07. Johän, 4. Hebr , a Apoc.iy. Irein/diewelstheit Sottcs/pro.84-Sap.84. Eccles. »4.au.Lorinrh.i.c. LkristusIesus der einige Mittler /Versühner/vnd Fürsprech zwischen Gorr vnv den Menschen / Job.io.d. ,4 a.Acr.z.a Rom.;.b 8.c.Galar.; b. Eph r b.z.a Lol. r.b-'-CiM.r.a.Heb 84.9 b -r.c.i.Johan r.a 4 a. Durch Christum allein haben w:r em sichern Zugang zaGorrdem Varrer zu kommen/Johan 10.b ,44.Acr. r4-Rom.;.a Ephes.r.b.; b.Hebe 104 Christus Jesus warer Gorr vnS Mensch/von vns - rer Sund wege vargeben/gelirren/g' storben / vndmir seinem Blurfürvnsgnnggerhan Esr.;; b Johan.;.b. 2icr.r b- Rom r b; b-; a.04.84 1 Lor.; b Ga!.,.a.;.c. Ephes.l a r b.Lol i.b.r.Tim.i.b r a.i Thes^.. b Clt.r.a. r.per., c.r.c.; b 4.K.1 Johan,4 Hebr.y.c.Apoc.,. Christus Jesus ist kommen/die Sünder selig zu ina- chen/:c.;urbustberusten Matih y.a.Luce;.c.Acr.z.a. 44.,.Tim i.b Christus tn vns/vnd wir in im ' sexn vnd bleiben sol- ten/Iohan ü.e.iz.a.i.Lorinrh r.c r.Lorurrh iz.a Ephes. z.b i.Iohan r.a.;.b.4-b. Christus har vns em Fürbtld vnd Exempel gelassen/ nachzufolgen seinen Luststapffen/Ioh.,;.b. Rom s. b. r.Lor.;.b.phll.r.a i per.r c.4 b. Lhnstus ein ewiger prleiter vnd Hier vnserer See- , len/decvnsfürGolrvertrirr/psalm no.a Esa.4o4 b. Mtch.;.a. E;ech ;7.c.?ach.i;.b.Ioh.io.b.r.per.r.b z a. Heb.r. b-z4.74uo.au;. b. Christus em Bstdnust seines Vatters/Sap 74. r.Cor-4a.C. l l b.Hebr 14 Christus ein Herr vnd Rönig vberalle Rönige vnv Hcrrn-E;ech.;7 c Dan.ir.b. psal.r.a.rz.a. Col r.a.i.Ti- morh s.b. Apoc.i.a 17 auy a. Christus ein Lamb Gorres/Esa.;;.b Ioan.i.cu.Lox. ;.b Apoc.4 a 174.Such Reich Christi. Lhrstus ist aufferstanden von Todren/vnd anfsse- fahren gen Hiinel/vö vnserGerechrigkeir wegen/Luce 4 a. Ioan.6.d.i4 a ro a.Aer.r.b ;.b i;.c.Rom.4 b.s.a. 8 b c.r.Cor.ir b.Ephesi.b 4-a.psaIm >s.a. Christo ist allergewalr gegeben / vnd alles vnder- worff.n was imHunelvnSauisErdenist/Marr.r8 b. Luce iv.b. Joh ;.b.i;4.rs.c.l.Loc.l.;.b Ephefu.b.phih r.a Hebr.r.a psal-S a.i'o.a. Christus ein gebornerSon DauiVs/Matth i c.94. b.i;.v.ro.b.ri4.rr.c Luc; c.i8.c.Act.r;.c.Rom.i4.r.b. r.TlM r a. plach verheissung/r Reg.7.b. psal. 8 a.sy4. ,;r.a.Esab Er ch.;4c.Hos;.a. Chrstus empfangen vom Heiligen Delst/Matth.i a. Lucel.b.Esaie7 c Christus geboren von Maria der Jungkfrauwen/ Makrk.i.a r.a Lucer.a Johan » a Gal.44 Esaie7-c. Iere>n.;t4.E;ech.44 b. Christus geboren zu Berhlehem/Mat.r.a. Luce r a. Johan 7-c.Mich ; a. Christus onallemackeldersänd vnd schuld/Esa.;;.b. Lucer; a.r.Loc.;.b 1 perr.r.c.i Joh.z a.Hebr; « 7.0. Christus ward beschnitten Luce r.b. Christus ward im Jordan geraussr> Matrk ;.a. Lhriitus hargclehrt vngepredlgr/Mar.^.a ; s 74. Christushargursgerhan^llen dürsftlgen/Marr.4. g.8 a 94.c. Christus ward verklaret'Matth ,74 Luce 9 c. Lhrlltus ward verrahren,Such Judas. Christus har gelirren vnderdem Heidnischen Lands pflegerponrio Pilato/Maith ia c 17 c -0 b:-5.a.r7.b. Mar.8 c 9 c Luc.17 c.i84 4 c.Ioh.19 b.Acc.Z.c.i.perr. r.c. Esa ;r.a T en.l.Fach.;.a. Christus istgecreuylgrwokdö/Mat.!7.e. Mar.i; b. Luc.'./.c.Ioh iy.c d.Acr.r.c Ist vorgesagr vnd bedeu- der/Num.ri a Marrbao.b. Job.; b 8 c ir.c.r.Lor.iz.a. Christus ürgestorben'vnd begraben/Marrheir7 e. Mara; b c Luc.-; c.Ioh.iy.c d-Roin.;.a 6. r.8.c.,.Cor. b.r.Cor ; b.i Thess;.a.Ist vorgesagr/psal.44.Esa. zz a.b.Dan y.c Marrh is.c.ro b. Chrt!>r»slltabgestigen zttrHell/Acr r.c.iz.b. Ephcs. 4 a.l.pek., b4.a. Istvorgesagr/ EsrieH: a ^ach.y b. Lhrlstus iit ain dritten rage auffei standen von Tcds tcn/Matth.r8 a Mar.1s4.Lvc c Ioh.ro a Act.r.c. is p.i; c 17 a. Rom 4 b.8.a.4 a i.Cor.i;.b. r. Tun r.a. Istvorgesagc vndbedeut Jone r.a.Psalm.44.54.is.a. 49 b.Marlh.ir.b iü.c.17.c.ro bLl/ar L.c.y. c io,d. Luce n c 18 c Johan r b. Lhirstusist auisgefahrenznnH'mmeln/Marc.is.b. Lucer4.a.Ioan.; c s.e Acr.'.g i.Cor.,4. Epkes4-a per z.b.Heb;.b.psaIm.S74> Christus sirzr zur gerechten Gortes/Matrh.s a. Lucs rr e.Acr-7-e. Rom.8.c Ephesl.a.4 a.phil.r.a.Lol ; a i. pet ; b Hebr.i.a.r.a y c.ir a Psalm.«09.c. Chnstus wirr wider komen zu richten die lebendigen virddierodren/Marrh is.c.r4.c.rr c Luc 17 c.ri c Joh. 5 c.Acror i.a io.d.i7.c.Ro>n.r4.r.Cor ; a.i Thess4 b.r. Thesl.a r.Tlm.4.b.i.per.44.He.9.c.Apo.i.a.Mal ;.a. Christen werdengenennralleGlaubigen/2lct.tt4.b. C audiusL) sias derGberhauprman zuIernsalem/ schici r Paulum zum Felice / Vogt zu Cesarien Act.r; e. Cleoparra/cineTochrerprolomei/ward vermahlet dein Aiexandro/l.Machab.io.c.ward fm genommen/ vnd geben Demerrio/n b. Lores derRonig zu persen vergünet den gefangnen Iscaelirenin Iudeam zu ziehen/r.par.zs b i.Esrer a. Nach dem geherß Gottes/Esa 4Z a. Gibt inc wider die Geschirr so vormals NebucadNezai hinweg geführek harr Este, a.Dan.i.a. Cornelms/der Hauptman von Cesanen/wirrbekeh» rer/Äcc.io.a. DonKrcutzvndLcldcn. Lrenrz vn widerwerrigkeir begegnet all. n >. echrglan» bigen/Gen.4 «.r7.c;7-c d.r.Regus a.Eccles.r a psal. ;;.o.pro.r4.a.Matt.io.b ir a.,6.0.44.Mar.,; a.Luc. ,4-c.r,.b Johan.,;.b is.a Lcr.y a.Gal 4 c.i Thiss; a, r.Tlm ; b.i.pe«r.4 b Das Lreuywirr vö Gorranffgelegt/ Pen Gläubigen zugurem/r.Reg.74 Iob;.a ;; a pro ;.a Jerem.^ch. r.Machab 6 b.'.Lor.'i.a 1 per 4 b.Heb.ir a.Zlpoc.z.a. DurchCreutzkomptmanzuetkaninsiGotiesHeri- ligkclfvndewigerGlott/Exed i b.r.par.;; a Jud S b. a q Pros. Register. Pronerb s.Makth.7 ü.Lttc.r4.H.Ioha»a-.c.Act.,4 b. Rom.8.b.r.Lor.4.b.5.a.phiI.r.a.r.Thes.t.a Heb r a.rr.b Das Lreuy sollen wtr tragen mir gedulr vn freuden/ rNertt.5 a.1o b. Johann- b.is.a. Act ; b rs.b r.Lor.S.a. Lol i.b.Heb.ro.c.Iacob.r.b.l.petr.4-b. Durch Lreuy bewaret Gort die Glaubig§/Ecclesr7. ».pro.r7.b.i7.a.r.Thessr a.c Pet r a. Tros) in Lreuy vnd leiden/4. Reg 24.» -Job t.apsrl. 8x>.c.pro.i8 a-Esa rs.Tren z a.Matth 5 a.Iohan.15 b. »s.c.l.Lor.io.a.r.Lor.i.a. Lusan Risarhaim/der Bönig Sxrie/herrschet vber Istaelachrisrlang/Iud.;a. Agon/ein Abgott der philister/r Regum;». ^^«^i.rNach »o.g. / Damaris höret paulum/vnward gläubig/ Act-l^c. Damascus/der Syrer Hauptstatt / ward gewunnen vöTiglatpitnesser/a-Regisa. Wider Damasco wirdt prophetlert/Esa.Z.a r? a.Ierem.4s.d.Amosr.er. VonDanckbarkctt. Danckbar sol man seyn vmb bewistne gutthat / Gott wnd den Menschen deren ingedenck seyn/vnd nrmmer- «nehrvergessen/Gen.4 a.8.b.i4.b.r; a.r4.c rs.a.Erod. »r.a.Leult rz b-Num >k.b.;l.b.Deuter-4.a s.a 8 b.Iud. x.a.r Reg i4 d ;'.b.r.Reg lo a.i4.b.l9.b.;.Reg.r.a.> Pa ral.zo a r.paral 15 a.-o.c.l.Hestery.b- Eccles-i^.b;r.b. ;;.a.Tob 5> b rr b i.Mach ; e Matt «.c.Marc.5.a Luc. r8 c.Iohan.n c Rom s.b.r Lor.s.a. Epbes.z.a. Philip, 4.a.Lot r.a.; b.r Thefs5.b.r.Thesst.s.l.Tt>n 4.a. Vndanckbarkeit. Vonvndanckbarkeitvndsrer straff/Gen;i.a-4o.a. Exod.r.a. Deut.r;.a.Iudlc.r.a.6.a-8.a.rr.a r.Reg >o.b. rr.a.r5-a.r.Reg.l4.c.r.paral.r4.b.pro.t7.a.Esa.l a-5 b. Jerem.r.b. Ezech.'S.e.Hoseeio. a >z. b. Mich.s.b. Gap. rs.b.r.Mach.ls.b.Matth.n.b.Luc.l7.b.I»h.u.d.Roni. »uc-r Tim.; a. Dametn so» Iacobs/Gen.;o.a. Das Geschlecht Dan suchreineeinErbrhell/Iosi8.b.Srreirett wider Lesen/ vnd erobern sie. Daniel wirt genannt Beltsazar/Danielr.a. Leget Traume auß/r.d.4.c. ward in den geheiyten ivfen ge- worffen;.c.wardgeseytelnRegenrdeßgantzL Reichs Babei/sa. Wardgeworffen in dieLöuwengrub/s.b. Beel errettet Susannam. Darius oer sonAhasuerus/Dan.y.a.nimpt eyndas Reich Babel/5-a.Lastr ein Gorrslasterlich mandat auß gehen/s.a. Darius ernenwertden befelch Lores Estes.a. Darius ward vom Alexandro Macedone erschlas gen/l-Mach»a. Dachau vn Abyrom auffruhre wider Mostn/Num. is a.Deur.ri.a. Dauid/ein Son Isai(der Jesse genannt wirt/Matt. » a-)ward vom Samuel Bönig gesalbr/i.Reg.is.b. Er, würgt einLouwin/einBüren/vndven GoIiakh/17 c.e. Verbindet sich mir Ionatha/ir> a.ro,a r;.b.istt Schauw- broc/rr.a Stellet sich vor dem Bönig Achis vnsinnlg/ ri.b. Fleucht mir Vartervnd Mutter gen Mizpe/rra. Schneit ein zipffelvon Sauls Bleidern/r4. Sandte;» Nabal/rz.a. Nrmpt Saul den Spleß/rs.b. Fleucht zu Achis/dem Bönig zu Gach/r^ a .ward gekröner zu He-- bronvberInda r.Reg.r.a. Flucher demIoab/;.c.Ge-- wan die Burg Zionvnd ward gesalbetvberdas ganye IstaeI/5 a i.paralip.ii.a iz c-Nach dem wort Ionathe, r Reg.r;.a.vnd Sauls/r4.a.Begeht ein Ehebruch vnd Todschlag/rReg.n.b.Reuwer/ir.b.Fleucht vor seinem Son Absolom/iz b.Im ward gewehrer in Brteg zu zie- Hen/i8.a. ward wider eyngestyt/iy b, Verschloßstine Bebsweiber/ro a- Schüttdem Herrn daswasseraust/ r; b.Fehlet das Volck/r4 a Bauffr2lraphna die Scheu» neab/ra.b.Gchaffc Vorraht zumHause Gottes/i Par. r;.b. Mrdnet Amptleute/i.p»ral r4 a-rz a.r».a.27 b. r8.c.Lestrnachimsernson Salomon/;.Reg.i.d Srrrbr/ Vndwirtbegraben/r.b.Wirtgeprlsen/Eccles47.a. Deborazeuchtmir Rebecca zum Isaac/Genes 24 f. Stirbt/;; b. Debora ein Prophetin vnd RichterinIud.4. a. Debir wirrexngenommen/Ios.io.c. Iud.» a. Delila/einBeyschlaffSimsons/vertiehtsu den Phi- listern/Iud.rs.a. Demetrius / derSon Seleuci/regiert Tyrannisch/«. Mach.7.a.Verbindersich^mirIsnarha/ro-a. wardan immelne>dig/i8.e. Demetrius der Stlberschmid embört sich wider parr lum/Act-'-.b. Von Demut vnd Nichtigkeit. Ware Demutvndkleinachtnng seinselbß flchtGokL an/Gen.ib.b.ry.b a» b.Eyod.i b-a b.Iud c,.b.>.Reg « b r.a r.Reg-s.b.r. paral ir ;r.c.;;.a. ;4-c- psal ;4 «. Proi „ a.is.c.l8.b.ir.a rz.b.rs a Esa.;7.a.57.6S.b.Ierem.i.a. Ione;.a.Eccles;.b-7.b,o.b.;5 c.Iudic.4 b-y.b Matth. ;.a.5.a.8.a.tl.c.>5.b.i8.a.ro.b r>.a r;.b.Mar y.b.lo.e-LuF cei d y d.i4.a.i5.b.>8.a rr d-Johan.i;.a. 2lcr.ro. c. Rom. r.b.rr.b.r.Lor.4.b.r5^aphll.2.a.Lolz.a.rPet.z-a.Jacobi i.b.4.a.Heb.u.b.2lpoc.4.a.iz- a. Don Diebstall. Diebstal wirbt verbotten/vbertretten/vnd gestrassr/ Gen.zr.b. Exod ro.b.21 t> 22.a. Leuit.ry.a. Plumer 5 a. Deut.5d.24a.Ios.7.cTob.2.b.pro.s.Hos.4ar.Mach<> rr e.Matth.rs.b.Iohan.ri.a r.Lor.s b. » Diana ward verehrt;» Epheso/vn im ganyen Asra/ Acr rs c. Diua/ein Tochter Iacobs/Gen.;o.b.ward vom Si-r chem geschwecht/;4-a. Dionysius von Athen x>ard glaubig/Act.,7.c. Doeg Sauls Bnechk/verrieht den Priester Abime- lech/r.Reg.22.a. Erwürgt die Priester deß rr.b. Dorcas ward vom Tod ausserweckt/Act 9 d. Drusllla/deß LandvoUts Haußfrauw/ hört die prev Vigrpauli/Act.rac. S ^^Bron ward gebauwen/plum.i; b. Wardge- wunnen/Ios.io.d.rz b Ward gebe den Leuiten/ ^^_.2..b,.paral.7a.wtrdt genannt RiriarhArba/ Iosrr b. Evom ein BruderIacobs/vn ein Gon Isaacs/wirt genannt Esau/Gen 25 b- Die Edomiten wehren Israel durchirLandzuziehenNlMtro.c.werden geschlagen/ vnd zinszbar dem Hauß Israe!/r.Reg.S a.Fallen ab vo Istael/vnd machen inen ein Ränig/4.Reg.8.c.werden harr geschlagen von Iuda/>4.ü.» parat.r5.a. Gtrettei» wtderIuda/rS a. wider Edomwtrtprophetiert/PlnM.r4.b. psal r;s. b.Esa.rr a.;4.a. Ierem-4?.b. Tren.4.a.E;ech.25.b.r.v zz.bzs.aAmos r.b.Obad.r.a.Guch Esau. Vom Ehestände. Gen.r.c.2.c.; b.8 b.y a.rr.a 24 f.28.a.2A.b.Leuit.r?.a. De»r.7.a.i2.a 2;.«. Ios2;.a. Iud.;.i4.r. Esrey.2.Este 1;» EstL2.b.pro.l8.b.Malach r.c.Eccles.25.a.4o b. Tob.s. b.7.a. Marr.8.a ro.d.22.a.Lnc.r4.c.Ioh.2.a.i.Lor-7-a. s a.i.Tim;.a.Ttr.i.a.Hebr.i;.a Such Gcheldbriess. Von Geistlicher Vermahlung zwischen Gott vnd de» Glä»blge/Lanr.Esa.5o.a.54.a.S2.a. Ierem.;i-a- Ezech. rs.c.Hos.r.a.Matr.s b 22.d.25.V.Mar.r.b.Luc.5 c.Ioh. z.c.r.Lor.na.Apoc rr.iy.a- Vom Ehebruch. Ehebruch verbotren/vbertretten/vn gestraffr/Gen. ro.a.rs.a Erod 20 b. Leuir.iZ.a ro.b.Nuin ;.b. Deut-;- b.2r.c.Iuv.>s a 2.Reg.»l.b.lr.a.Iob24.a.;>.a.pro 5.S.7. Ier.5.b.Hos.4.b.Mlch.5 a.Gap ; b Matth 5 i4 a.is a. Ioh.8.a r Lor.s.d i.Lhess4 a Hebr.i; a.Iacob.4.a. Von Geistlichem Ehebruch psal.7;.b.Esa-54 a.57 a. Jerem-Z a.»;.c.Hos.r.b.Such Hurerey. Von Ehr. Festliche Ehr vnd gewalr sol man fliehen / L7um.,s.^. Iud.s.i.Reg io.b r.Reg.15 b ; Reg i.e.2. paral.20 a r. Hest.;.b.Eccles.o b-ro.c n.a. Jerenr-s-d Marth s a 8.a. s.a r7.a.2o b Mar.i.c.5.c.7.a.8 b s-aao b Luc.rr.e Jo-- Han s a.8.b <2.d.Äcr.ro.c.Gal s.a. Phil r.a » Thessr.a. Gortes Ehr vnd preist sol man m allen dinge suchen/ Ios.7.b. March.s a.Ioh.s.c.l7.a. 2lcr.; a cr.a.r.Lor.s, a.co.c phil.r.b.Tit.2 a. Egbarhanis w-rr beschriebeu/Iudith.r.a. Egypten ward starch geplagt/Exod.7.b.8.a-s-a m. bn a.Nach dem worr/;.a b. Eayprische Gefangknust wirt vsrgesagt/Genescz.b. Hebran/Exod.r.a Acc.7.a Aust>ug vnerlösungIstaels wirtverheissen/Gen 15 b-4o.a.48.d 50 b.Exod.; b.s «. wirdtgelelstet/vnd ziehen auß mit sooooo. Mannern/ ,2.d.r;.b.»4.a Num-;; a c.Deut.ls.a.Hosr; a. DecEgyptischenerlösung/alsder grösten gutthat/ wirroffrmals gedacht/Exo.2o.a.Leuir.22.a rs.d. Deur. 4 a 5.6.7.a.is.a.Iudic. r.a.s.a.r.Reg.ro.b^.Reg.iy.a. Mich.6.a8c. Egyprus ward gewunnen vom Bönigs a»st Babel, 4Regr4.aIetem.4sa, Dis LieEgxptsrziehenwiderIudam/r.par.n.«. Egyptusward bekrieget von Anttocho/i.Mach.,.«. In Egypten flöhe Christus vordem Herodc/Mat.r. Eglon/dteGtartward gewunnen/Iosueio.a. Eglon der Moabirer Rönig/herrschet '8.sar vber Is- rael/vnvwarderschlagen/Iudic., c. Ehud/ein Richter in Israel/Iud.z.b. , DomEydschwercn. Bey frembden Göttern sol man mehr Eyd schwer«/ sonder allein bey Gott dem höchsten/vnd seinem Na¬ men/Exod.rr.b.r;.b. Deur.s b.io.b.Ios.r;.«.; Reg.'o. a psal.14.as;. Esr.is.c.4;.c.s;.c.Ierem.4.a.;.a.s.b.lr. c.Zcph ».».Matth ;.r; b.Heb.s b. Die frommen haben auch beim Namen Gottes ge- schworen/Gen.,4 b.r» c.;i.e.47.c. Iosr.b 9 b. Este la.«, Iobr7.a-Rom.1a.1Tor r a n.b.Gal.'.b. Gorrschwerer bey pn selbst /Genes.rr.b Exod.;:.«. Numa4.b Esaie 4o.c 45 a.49 c.x4.«.Ierem.rr.« 5r.a- Arnos «a.Heb.s.b. Wider das falsch vnd leichtfertigschwcren/Erodro. b Leuir.5 c.l9.a r4 a.Hosee4 b.Zach 8.c.Malach.z b.^. « Ecclesr;.b.r7.b.Matth 5 Jacob ;.b. Von meineid vnd treuwlose / Exod.8.c.s>c. Leuit.z.c. ,.Reg.i9 « z.Reg.S.c. r.p«r.;s.a.».Machab.s.e.7.b.il.e. »; c.,.Machab.4 a.ir.a.Zach.5 «.Matth rs.b. Von mancherley Exdsform.n/Genesrr.b.r4 a 4:4. 47.c.;.Reg.l9.a.Iudtthl.a.Icre,n.r5.b. Von Eyffer. Von gutem vnd Göttlichem eyffer / Gen.;4-b.Exod. zr.c Num.rz. «.Iuv.ro.«. t.Reg.n.b.l>.c.;.Reg l8.b.»9 «. 4 Rea.loc.l.Machr.d.Mstt.rl.b.Iohan.r.a.Acr.s.ft. Philip.;.«. Elam ein Son Sem, Gen.ro. b.'widerdieElamiten/ Esa:r.a.Ierem.45>.e.E;ech;:.c.Dan.8.a. Eldad vnd Medad propheriern inr Lager/Num.rr.c. Eleasarein Son A«rons/Exod.s.b.:8.a.Theilet«uß sampt Josua das Land Lanaan/Iosuci4 «.Nach dem befehl Goltes/Nnmer.;4.b. ward geweiherzum prie- ster/Leuit 8 a. ward nach seines VatrersrodHoher- prlester/Num.roc. Deur.ro. aGrarb/vnv ward begra- ben/Iosue:4 c. Nachst« ward Hoherpriester sem Son pinehas/Exod.s.b. Eleasar/der Gon Gaura/erwürgt den Elephanten/ vndkamvmb/r.Mach.s.d. Eleasar enrhelt sich vor den» schein dest böstn/r.Ma- chab.sb.c. ElieinpriesterzuSylo/l.Reguittl«. Seine Rinder werden gescholten,-r b.Gtsrb/4-b. Elrab ein Hauplmann dest Geschlechts Sebulon/ Num.r.a. Eliaklm ein Gon Joste/ward Rönigin Juda/vnd genanntIeho>aklm/4.Reg.r;.d.Such Ieho»«klM. Eliaklm der son Helkie, ward Hofmeister dest Rolli¬ ges E;echle/«n start Gobn«/4.Reg.i8.b.Esa.rr.b. Elias ward gespeiset durch die Rabcn z.Reg.17 a. Erwecket ein Todten 17.b.Metzger die Baalspfaffen/ ,8.d. Floch für Isebebls a-Ward gesandt gen Damasts/ Hasaesdazum Röntg vber Syrien zu stlben/isb.wirr gesandt;uii» Ahab/ri.b. Bringt dasFeuwer ausfdie fünfftz'ger 4 Rcg.«.b.wirr im Wetter gen Himmel ge¬ zuckt,r.bwirtge^ehcn tnder Verklärung Lhristt/Mat. »7.bLuces.c. Eliasaph ei» Hauptmann der Gaditer/Num. r. Eliastb decHohepriesterbauwtdie rhor Jerusalem/ Nehem.z.a n.a. Eliasiretn SonMofis/Exod.l8.a.l.p«r.r4.a.w«rd beschnitte»/Erod4.c. Llimas der sauberer erblindet/Act.»;.«. Elimelech ein Ehemann Nacmi/Ruth r«. Elisawirtgesalbtzuermpropheten/z-Reg 's b nach befehl/ls-b.Gehet durch den Iordan/4.Reg--.b.Macht das wasser süß/r.c. Erweckt das verstorbene Rind zum lebend- Reinigt Naeman vom Austsatz /zb. Schlecht die Syrer mir blmdthcit/s.b. Verkündiget künffrige woifelle/7.a.wirrkranckvndsttrbt/tz.b. Elisama/ein fürst dest geschlechrs Ephraim/Na-l.«. Elizabeth die Haustfrauw Zacharie empfehl in srcm alter/Luc.,.«.Gebiert Ioanncm den Täuffer/i.d. Lliznretn Fürst decRubeniten/Nnm.«.«. LUa/ein könig inIscacl/wirr erschlagen/;. Reg. iS.«. Ellon/ein Richter m Israel/Iu dar b. Elad ward gebauwer/4-Reg 14 b. Ramin die Hand derGyrer/'s.a. Eneas ward gesmrdt gemacht/Act.s.b. Von Engeln. Von Engc!n//rernakur/ampt vndwesen/Gen.lS.b. rL.a.b. 'S a.b. r-.b. r8.a.48.«. Exod.iz.a. 14 b. r;.b.;;.«. Num.rr.c. Ios;.b.Iuv.6.b.i;.a.r.Reg.r4b;Reg.'s.S. 4.Reg i.a.is.c.rr.b. ps«l.;4 «.9l b.ioz.b. Esa.s.a.;7.v. Dan.zd.s.c. 8.b. s.c.'o.b.ir.b. Tob.; «.ro.a. Iudtc >;.«. Bar.s.a.r.Machzb.n.a.Marrh.i.a.4-a.ic-.c.,8 a. r6.d. Luc.r.ab rr.d. Actor.'.« ;.b.8.b.lo.b.rr.a.lü.c.Lol.r.b. Heb-'.b l.pet.; b. VomFalldcrEngeI/Iob4.a >; b.Es«.»4«.b.Lzech. »8.b.Iohan.'8 a.r.Pet.r.a.Iudei b. Von bösen Engeln/SuchTeussel. Epaphra/sin rreuwer DienerLhristi/Lol.l.a. Epaphrodirus/cin mitstreuer pauli/phil.r.b. Ephesus nimptan die predigt Pauli/Act.19 a- Ephraim ein Son Josephs, Gen.41.0.ward vo I.r- cob/stinem Großvattcr/an Rindsstakt angenommen/ 48.«. Die Ephraitcn empfahendas Erbtheil/Ios.iü.a. EmbörestchwiderIephthah/Iud.lr.aBcy Ephraim werde verstandcdieGeschlechtIsrael/Esa.7.b.Hos5.a. Lphron/vmb daß ste Inda den pass; vcrsagten/wur- den sie geplündert / vnd «uff den bode» geschleisst/'. Mach z-d.r.Mach.ir.b. Erasthus.em Rentmeister der Statt Torimh/Rom. l6.br.Tlm.4b.ward mit Timotheo gesandt gen Ma- cedonien/Actis.c. Don ärgernuß vrw /rcr straff. Daßwirden Nechsten nicht ärgern/wever mit Lehr noch leben/Leuit.4.b. Num.p b.r.Reg lr.b. ».Este 8.«. pro.r8.b r.Mach.s b. Matrh.ir.«.l7.c.'8.«. Marc.yd. Luc.i7.a.Rom.'4.b.l.Tor.8.«,io.c.r.Cor.6.b.Ephef.4. b.'.THesszb. Alles das vns ärgert/sollen wir meiden / Erod.;4.b. Deur.7«';.«March z.'sa.Mar.sd.Rom.'s.b. Don Erstlingen. Alle erste Geburt der Egypter wirk erschlagen/Eco. n.«.,r.c.Alleerste Geburt wirt Gott gcherliget/Exod. tz.a.rr.c.;4.b.Lenir.r7.b.-7um.;.d.8,b.'Deut.i;.b.'.Reg. ».Luc rb. Von recht vn frcyheit der Erstgebornen / Gerr.49.«. Deutr'.b.r.par.rl.«. Die Erstgebornen werden verworffen,Gettes48.b. 49-a.Rom-s a. Von erstlingen dec Früchten/Exod.r;.b.;4.h. Leuit. r;.a.plum.'8.b.Dem.'8.«.rs.a.r.par.;i.«.Nehem.lo.b. prouerb.z.b. Esalas/cin Son Amos,-Es«. ' Wirt berusst vndge¬ sandt, s. EsaudersonIsaacwittgeborn/Gen.rs.b.verkaussc sei» Erstegburt/rz.b.Heb.'r.b.wacd betrogen von stl- nebruderIacob/r7.b NimptM die TochterIsmsels/ r8.«.;6.a.5euchrIacobentgegemit4oo.Mäncrn/;r.a. Begnadet seinen Bruder Jacob/;;.«. widerEsau;« streiten ward Israel verborten/Deut.r.a. Such Edom. Esra der Gchrisstgelehrt zeachc aust Babylonien/ Este 7.«.Gchcidetdic Hcydnischenweiberaust Israel/ s b-ro a b. Verlaß das Geseybuch/Nehc.8.«. wirr ge- nanntIozadak/rparal.7. Esterward vermähletdem RönigAsuero/Est.r.b. Erholt die Jüden beim leben/8.a. DomEnangclio. Das ist/vonder tröstlichen vnd gnadenreichen pre¬ digt von Lhristo/Gen.z.bEsa.zz.azz.b.sr.a.b. Marth. ,.«.n.«.r8.«.Mar.,s.«.Lu..r.a.r4.«.Iohan.;.b.s.d.8.b. >->.b. rr.c. Rom.'.«.; b.S.a.r.b. ' Lor.r.b.iz.a.b.r.Lor.;. «.Gal.r.b.Ephes.l.a.r.Tim.r.a.L.TiMt.a.r.«. Euilmerodach ward nach NebucadNezar/seinem Vatrer/Röntg;u.Babel/4.Reg.r;.Ierem.5r.e. EupatoretnsondeßGottlosenAntiochi/r.Mach.lo.« Eurychos der Jüngling ward vom tov ausserweckt/ Act-ro.«. Ezechias/ein Gon dest Gottlosen Ahabs / ein fromer Rönig in Iuda/4-Reg. ls.b Zerbricht die Ehrin schlan¬ gen/^. Feit ab vom Assyrier/r8.Ge»dt Bottschaffr zuin Propheten Esaia/l9.aEsa.z7aLigrtödltchkr«nck/4, Reg ro.«.Esa ;S.«.W'rtgeprisen/49.«. F- Von Fasten vnd Abbruch. Rmahnnng zu waren» fasten/das ist/;» messi- gein abbruch vn nüchterkeir/Ioel r.b.Eccls.z'.b. ;8.a.M«rth.6 «. Luc.'l.d. Rom.,;, b. l.Lor.8.«. r.Lor.s.a.Ephesz.a.'.THesr.a.Tit.r.a.'.pet.«. b.za.GuchTrunckenheit. Don Fasten der Züdcn. Voin Fest der Ostern/Such Osterfest. Von» Pfingstfest oder wochenfcst/ Exod-r;.c.;4.b. Num.rZ.a.Leut.is.b.Ioanz.a.Ac.r.g.ro.b. a iij Von» Fest Wgisier. Vom Fest deß Denckblasens oder Drommetenfeft/ Lcuic.r;.c.Nnm.r9.a.r.par.z.a. VomFest der demüti- gungoderversühnung/Leuir-l6.c.i;.c.V7«m.r9.a. Vom Lauberfest oder Fest der Tabernackel/Exod. rz.e.Leuit.rz.d. Vsum.r9». Deut.l6.b.;l.a.l. Esre;-»-r. Esre8.r.M»ch.l.c.lo.a.Iohan.7-a. Vom Festdeß Gabbaths/Guch Gabbath. VomFestdeß Neuwmonats/Num.r8.a. i.Reg.ro.a. Ezech.4?. b. wider die Fest der Iüde/Esa.1.66.». Amos z-b.S.a.Malach.r.b. Von Feinden. Den Feinden sollen wir gurs rhun/Snch Lieb. Den Feind nie ver»chtS/l.Reg.l4-b.r7.».r.Reg.:l.b. z-Reg.ro.c-4.Reg.14». Dem versahneten Feind nit baldguts vertranwen/ ,.Reg.r4.i6.-.Reg z.a c.l Machab.lr.c.d. Felix ein LandpflegerIudee/Act.r;.c.r4.c. Festusetn Landpfleger Iudee/Act.r4.c.r;.».r6.c.27. Vom fleisch. Das Fleisch sampt seinen gelüsten vnd begirdensol- lenwir creuylgen/remmenvis tödren. Eccl.i8.b- Rom. 5. ».8.a.i;.b Gal.;.b. Ephes4.b.z.» Lolosz-a. Tir.r.».«. per.r.b.4.a. Heb.ir. b. Such begierd. Von Fluch vnd Segen. Gen.;.b.8.b.9b.i4.f.r7.a. b.48.b.Num.5.b.Dcut.li.c. L7.b.r8.a.;ob. Dan.9-b. Iud.9.c.l.Reg.i7.a.r.Reg.r». z.a.r6.a.4-Reg.r.c. Vlehem z-b Pco.rs.c. Iere-r9.c-;l.a. 48.b-49.b.sach.8.b- Von Furcht. Gott so! man allein fürchten vnd für äugen haben/ vnd alles inim/Gen.rr.b.;i.d.Exod.l.b.ro.b. Deur.4 a. 6. ».io.b.l;.a. Iosr4.b. Iudic.6.b.4.Reg.i7-r. par.ro.b. Iobl.a-r8.a- Psalm, rz.b. 27. ».;;.a.;4.».iit.a.lir».ir8.a. Pro-r.;.s.l4.a.«;.c.is.c.rr.a.r4.a- Ecclesir.b. Esaie8.a. 41.4.4z.a.zi.a.Ier.lo.azr.e. Ecclesl b.r a io.b.iz.b.rz.». ;;.b.;4-b.48.b.M»rth.lo.c.Luc lr a.l.pet r.z b. Vonnuy/fruchtvndpreiß/derfurchrGottes/psalm. »oz-b.lrx.».lr8.».pro.lo.i4 d.19 c.rr.a. Menschen furcht verbotten. Die Gläubigen sollen sich für den Mensche nicht ent¬ setzen noch fürchten/Exod.i.b.l4.b.Num.,4.a Deur.ro. a. ri.a.r.Par.ro.Iobr.a.psal.r7.»rs.a.n8.a.prouer.lo. Lsa.8.a-;o.b.4l.b.4;.a.44-a.;«.b.6a.a. Jer i a 1; c.zo.b. Ezech.r.c.z.bMatr.lo.c.Marc.iz.a.Luc ».». Ish.iü.a. Act-4-b.r.c.Rom 8 c.Heb.lz.a l.pec.z.b. Vonvngottöforcht. Rein forchr Gotte» ist für sren augen/Gen ro.b. Job b. a.rl.a.psal.zs.a.Esaie47.b.Iere.? c.s.b pro-l-Rom. ;.».Luc.'8.».,.THes.z.».Eccles8.b.Gup.r.». Gottschlegrmtt furchr/zaghaffc vndschrecken/Gen. zr.a. Exod.rz.b.Leuit.rs.c. Deut.r.n.c.r8.».Iosr a-ro.a. Iud.4b.7.c.l.Reg.7.b.4.Reg.7.a.'.par.l5.a.r.par.>4. 17 b.ro.b. psal.io b. Es».r7.».Ier.49.a.Iud.r4.b.';a.». Mach-z-a-r-Mach-lb. Von Fragen. Vnnützvndfürwitzige fragen sol inan meiden/Gen. z.a.pro.r5.a.Ecclesz.b.Eccles.7.b.Makth.r4.a.IoI,.rl. c-Rom.lr.a.Act.l-a.l.Tim.l.a.s ar.Tim.r.b.Tlt.z.a. Vomfreyen willen vnd ruchtigkeit Mensch licherkrafft. Gen.s.a.8.b.Num.5.a.l4-a.rr.a. Deut.8a.i.Reg.r.a. s-c. Psal.;;-b.;7-a.lr7.a. pro.lo.lü.a.is » ro.a rl ».17.». Ier.lo.c.l7.b.r4.b.;l.e. Tren z.a. E;ech.z6.b Mich.;.«. Matth.6.a.Luc.l;.a.Iol)att.z.a.s.e. Acr.l6.c. Rom.6 b. 7.b.8.a.r>.b.il.b.l.Lor.lr.a.r.Lor.;.a.Ephes.r.a.phil.l.c. r.a.Tir.z.a.l.pet.l.c.Heb.iza. Von Frcyheit der Gläubigen. I0H.8 c.Rom.6.a.8.a.l.Lor.6.b.8.a ->.a.lo.b.r.Lor.z. b.Gal.r.b-4.c.5.a.Lol.r.a Tit.l b l pe.i.a.r.b r.pet.r.». Von Freystgtten der Iüdcn. Exod.rl.a.^um.zt.».Deut.4.d.lsb.Ios.ro.b. ;-Reg. l.L.r.d. Von Fried vnd wolsmndt. Von eufferltchem vndzeitlichem fried Gcn.iz a r6.b. 4z.aLeuic.r6.». Num.s.b.u.a. 4-Reg.18.c- psaim.i;;.». r47.pro.6.l7.a.t8.b.ro.a-Iere.rs.b.Eceles.8.a.lo.b.rra. r8.b-Mattl).r.lr.b.Mar.9.V.Luc.i.e.Ioh.l7.b.ALt io.c. Rom-ir.b.iz.c. i.Lor.i». ;.a.>4 c. r.Lor.ll.iz.b. Ephcs4- ».Phil.r.a.r.Tiin.r.b.i.pet.;.».Heb. ir.b.Iac.z.b. Von inerltchem Fried so da ist zwischen Gorr vnd den glaubigen/Es».r.y.a.'l.b.66b. Hosr.c.Mich-4-a. Sach. 9.b.Luc.r.c.r4.c. Johan.l4b.i6.c.ro.b.Act.»o.c. Rom. z. Ephesr.b phil.4 a.Vom falschen fried/den die selbß- lauffenden Propheten verk»ndtgen/Ierem.s.b.8.b.t4<. c.rz.c.r7.b.r8.b.c.r9.d.E;ech;l.b.rr.c. VonFrembdlingen. Den Frembdlingen sol man guts th»n/Genes>8.a. Exsd.rr.c.rz.a. Leuir.l9.c r9.c.Num.l;.b. Deut.lo.b l4. b-r4.b.r6.b.E;ech.rr.».47.c.Aach.7.b. Frcmbdling vis Bilger sind wir in dieser xeit/Gen '5. a.47.a.l.par.zo.b.psaim.;9.a.lro.a.r.Lor.ra.phll.;.». l.per.r.b.Hebr.ll.b. Von Freunden. Von waren vndfalschen Freunden/Deat.,;.a.;;.».r. Reg.;.a-lz.a.l?.a.ro.a.psal.rr b pro.l4.a.i8-b.r7.a.Ier. 9-a.1r.a 4l a-Dan.r.b.rr. b;7-a.Matth. io.d. G. Aal emb5rksichwidcrAbiinelechIud.9c.Ga« belus kam mir Raphaelen zur Hochzeit Tobte/ Tobte 9 b. , Von Gaben nemmcn» Gaben vnd Geschencknit nemen am Gericht/Erod. r;.a.Deut.l7.a-r7.b.l.Reg.8.a.ir.a. ;.Reg.i;.a.4-Reg.z. c psal.lz.a.pro.l; c.i8.b.Esa l.z.c. Ezech.lz c.rr.a.Eccle. 8.» ro.b-ALt.ro.c. Gabriel erscheint dem Propheten Daniel/ Dan.8.b. 9 e. Dem Priester racharte/Luc.l.b.Dec Jungfrauwe» Maria/Luc.l.c. Gad ein Gon Iacobs/auß Lea/Gen.zo.a.zz.c. Die Gaddire empfahen sr Ecbrheil/rstum.zr. a-De». ;.b Jos»; c. Gad der Prophet warnet Dautd/daßer mr blieb im Land der Moabiter/» Reg-rr.Verkündigt Dauid Got¬ tes ;or«/r4.a. Gaiuswardgetauffr/l.Lor.'.b. ward gefange/Act. ,9 c.Belcitetpaulumin Asiemro.a.BeherbergerPau¬ lum vnd dieganyeGemein/Rom.l6b. Galiiea nimpt Christum anff.Ioan.4-d. In Galilca sehet an Christus zu predigen/Matth-4 a. Gallion ein Landvogr ÄGaie/Acr.18. b. Gamaliel/ein frommer Gesetzgelehrter/Act x d.rr.a. Gamslie! ein Hauptmann der Manasiten/r/lum .l.a. Gaser durch pharaon zerstörr/vn seiner Tochter zur heimsteuwergeben/wardgcbauwet z-Reg-9.b. Don Gasthalturrg der Armen vnd Frcmbdlmgen. EsaiezZ.b.Mart.rz.d.Luc ^.b Rom.ir.b. «.Tim.;.», '.per-a a ; Johan.i.a.Hed.rz.b Iac.i.c. Exempel der Gastfrexen/Genesl8.a.i9 a-r4-c. Iud. ,;.a.il.a.b.l9.a.;-Reg.l7-b.4.Reg.4 ».Job i.a.zi ».Tob. r.b.Lüc io.d.l9.a-Ackor.l6.b.r8.a. Von vngastligkelt/ Deut.r4.b.Iud.8.a.l9-b.l.Reg.rk.Esaie >6.». Sap-l9-b. Vom Gebett. Wen/wie/wenn/wo vis was wir bitten/schrexen vnd ruffen sollen/lstum.il.a.Deur.z.c. Iud.io b. i.Reg.l b.r. Reg rr.a.z.Regz.a.Esa.z.a.s.a.Amos 7a.Eccles.18.». ;s.c Tob.;.».b.Iud.4. Matt.6.».7.».i8.c.ro.b.ri.b.rx.». rs.c.Marc ll.l;.c.Luc.ll.».i8.».rr.d. Io»n-4-b 9 c.14 b. ';.b.i6.c.Act-i.b.r.d.4-c.io.».i4.b.Rom 8.c.ir.b.l Lorin. »4 b.Ephes6.b.Col.4 ».l.Thess5 b. i.Tim.r.a. l.perr ;. ».Iohan.;.a.Heb.i;.b.Iac.l.».4.».x b.Apocal.is a.rr.». Gott erhört das ruffen/schreien vnd bitten der Ar¬ men/elenden/kummerhafften/gedrengren/vnd aller G!a»bigen/Gen.i6.b.rt.b. Exod.r.b.z.a.s.a.rr.c. Deut. 4 e.iz.». i.Reg.7.b.9-b.lr.b. r.Reg.rr.». ;.Reg.l;.a.i7.a. ,8.».4.Reg.iz.a.rs.».r.paral zr.c.;;.». Judith;.»-4.b- Eccles4.a.ri.a.;z.c.48.a.psai.4.».z.a.9.a.i8.a.rr ».50.» zx ».86.il8.».i45.Esare;o.c.;5.».b.Iere»u.r9-b. Jener.». Zach.iz.». Der vngchorsamen/vnbnßfertigen gebett vn ruffer» wilGotrnltcrhören/Deur.l.d.z.c. Iud.io.b.i.Reg 8.b. Eccles;4.b.psat.i8.c pro.lz.a.rl.b.r8.a.Esaiel.Ierem. 17 c ii a i4.b.i5.b,E;ech.8.c.Mlch.;.a.Zachar-7.b.Heb. ,r.».Iohan.9 b. Gebetrs formen der Hexligcn/Gen.zr ». Exod zr.b. L7um 14 b.Deut 9.b ;,Reg.8.b 4-Reg.ro a.r.par.6.14. ro.a.i.Esr.9-Neh.i.Gap.9.».Eccles.rz » ;6.».zo.b.Bar. l.b r.b.z.a.Tob.z.» i; ».Ind.9 a.l6 c.Nehem.i a. Esam z;.a.;7-».b.64. b.Ier.i6.c.zr c.Tre.z. D»n.9.b.Ioner.a. Von Gcdult. Gott istVultmükig/vnd langsam zu zorn/GeneU». Exod.z4a.Vsum.l4b.psal, 8s-,vrc.l44.Ecc!cs8. Esrie zo.c.Io- Mister. ;o.c. Jone 4tt.v74h.14.Sap. 'o. 4.15.4. Matt.l8.c. Rom. r.a.l.Tim.i.b.r.pek.;.4. Von gedulr der Gläubigen in allerlei Creuyvndlei-» den Gen.,:.4. r.Reg.is.b. Job i.b r.4.7.4 pro».;.14.d. »,.b.ls.d.r;.b Eccles.i.c.r.a.5-n>>8.a Tob.r.b. r.Mach 6. b.Marrh 5. Rom 5.4.1:15 a.: Cor.6.4.Gai-5 b. Ephes. 4 a.i.Tdess>.b r.Tbess.i.a l.Tim.s.b.r.Tim.r.a.i.per. i.4.:.c;b. 4.4.:.perr.ia.Hebc.lv.c.11.4.1:. 4. Iacob-k.a. 2lpoc I.i; 14. Von vngednlrvndsrerstraff/Erod.l4.a.,5c 16.4.17. S-Num »l.a.l4.a.ri.4.Iob;.4 pro.ir.a.Eccles: 4. DonGcsalignen. Die Gefangnen sol man trösten/Gen 4:.b l.Reg.;o. b.Cob l b-Ierem zi a Marth rz.b.Acr.lr.a. r.Tlm.i.b. Heb >; b. Gehasi ein diener Elisa/4-Rcg 4 b wardaussetzig/5.c Don Gehorsam. Gort vnd seinem Wort sol man für allem gehorsam sexn/Irem nuy vndbetohnung derselbigen/Gen.ir.a. 17 b rr.b.rü b. Erod-I.b 15 c.i9 a.rv.a :;.a. Leuit.ro. b. ra.a. Deu.4 4.7 b io-4-n c.i;.4 i?-b >8.4.:4.b i7.a.:8 4. Iosrr.a.i.Reg >r.b.i;.b.4.Reg lo.a b.r.par.?. pro.i.i:. a.Eecles4.a. Esare 48.4.5, a. Ierem.7 a.ll a-i7.d.;5 b. Dan ; b.Hosi;.b. Eccleszt 6- :.Mach.7.4. Malr.47. 8.9.15 4.17 c.:; a.Luc.5 4 »o b Ioan.r.a. Acror.4.b.5v. Rom.is.t» phil-r 4 ,.THes4 4.5 b- DonDngchorsanr. VonVngeh0isam vndsrer lrraffGen.; ä.i9 b-Leui. to b rs.b. vtum.14-c.16 b.ro.b. Deul.i:.c.i7.4 >8.b.:7 b. rs b-i-Reg ir b.i;.b.i5 b :8.b.:.Reg i6.a.; Reg ii.a.>;.b. 14-4.ro d.: par.7 ro.c Esr.r4.b-Ier.li. 4.1; c.l7.a.:c.b. z>.b.Iove: a.Matt.i4 b i? 4 Act.7 c.Ro.r 4. Gal; b. Dom Geist Gottes. Der Geist Gortes wirt verheissen / gegeben /vnd ist im Menschen Job;:.a. Psalm.51- Esare44 a.59.c.6i.a. Erech.li.a ;6.c.;9-c Joel: c.i.Reg 10 4 Nehe 9 d-Sap. 1.4 10.4. Marrh.;. Luceii.4.r4d. Ioan.;.4.s.d.7.ci4-b. i>.b.is.4. Acr.:.d-7 e.Rom.8 b.l.Cor.r.b; b. 6 b-i-.a r. Lor i b.;.a Ephes4 b.i.Thess4 4.5.b.r.TlM.i.4.r.Pet. i.b i.Io4n.4.a.Iacob4.a. Der Geist Gorres lehret vnd versichert die Heryen/ Erod 4 a psal.;r.a. Esa^4-a.Matth.10.b. Mar.i;.b. Lnc.ir.b.:i.b.Ioh.s.e.i4.b.i5.b i6.4.Rom.8.b.:.Lor.l.b. 5. a.Ephes.i4.b.r.Ioan.;.b DreGeistsol man bewaren ob sie anff Gott sind/Iud. ib.<.Lor.i4.b.i.Lhess5.b.i.Io4n.44. Don Gertz vnd Kargheit. Ios7.c-l.Reg 8.a.r5.; Reg.rr.4 4.Reg.5 c- Psalm.;6. pro.l.,l.ir.l5.c.:8.b ;o.EccIe!.r.4 4 b 5.b.c- Esa.> b 5§.b. Jerem.s.b 8.b.Ainos Z.a.Mich 6 b.Osee 9.4 Aba;a. Eccles.,4 a.rr>.4.;'.4 zr.a.Tob 5.4.r.Machab.4.b.,o b. Marr.6.:6.4.r7.4.Mar.8,c.Lu.»r.b.Ioan.ir.4 Acr 5.4. r4.c.l.Lor.6.b.Ephes5 4 phll.4.b.Lot ;.4. i.ClM.6.4. Tic i.b.Heb.i; 4. Don Gelübden. Gen r8.b Lenlt.r7.4.plum.s.4.:i.4.;o.4.b. Deu.L; b. t.Reg l.b.r Reg. r4 b l.par.4 vsal.75 4. Eccl.5 a.Bar. 6. c.Äctor.i8.b ri c.Von GottlosenGelübden/Iud.u.c.i. Reg r5.M4tkh.>4.4.Acr.r;.v. Von Gerechtigkeit. Gerecht vndon Sünde ist kern Mensch vor Gott/ Gen.s.a.8.b.E.rod.;4.4.k7um.l4b.;.Rcg.8.c. r.par.s. Iob.4.b.c>.4.;5.a.psal.l44.5l.4.5;.l4;.4.pro.ro.4. Eccl- 7. Esa-64 c.Ierem.r.c.;o.b.Mlch.7-b.N4k l.a.«ap >r. b Eccles.7.4. Marth.s.Lnc.17.4. Gal.;.a. Ephes.r.a.l. Johan r a. Such Sund. Christus ist vnser Gerechtigkeit vn gerechtmachung für Gort/durch gnad vnd glauben/Gen.ic.a. Esa.45,b. ;;.c.Iereitt.r;.b;;.c. Dan.9 b. Abac r.a. Lach s.b. 2scr. ,o.c.i;.c. Rom.i.b.;.b.5.b.lo.4. i.Lora.c. Gal-r.b ; c.5.4. phll.z a.Tlt.; 4-, pet.;.b. wider die Gerechtigkeit deß Gesetz« / Matt ;. Rom. r.a.io.a.phil.z.d.Hcb o c-Apoc.;. Gergesener bitte Jesun» d;er vösnett;iehe/Mat.8b. Gerson ein son Leui/Nuin.; b.Vom Ampr derGer- soniren; b-4 c.GcrsoneinsonMosis/Exov.l8.a i.par. 244-ward beschnltren/Exod.r.b. Don Gcslchten/gehördcn/vnd er^ schcmttngcn. Ios5.b.4.ReguiN7.a r.Machab ;.c.5.a io c.ii.a. Gtbcon^er errette sr leben mir Ust,Jos.--.4. werden belagert/io.a. Vmb srentwillen werden erhenä't die Söne Sauls/r.Reg rl.a. Gideon/ern Hauptmann vnd Richter in Israel/Iud. a.b.7.a. Gilgal/ein LagerstattIsraels/Ios4 b. ?suGilgal ward das Volckbeschnitten / vnd Ostern gehahen/5-b. Fochaußvon dannen/die Glbeonrter;uerretren/>o.b. Rehrt wider/iob. Dom guten Gewissen. Eines guten reine Gewissens für Gott vn den Men» schen sollen sich die Christen befleissigen / Act.r;.a :4 b. Rom.9.4.1; 4 i Cor.8.a.r.Cor.l.b.4.a i. Tlm.l.b.z.a.r. TiM.i.a.l.per.; Heb.p.b.io.b.tz.b. Dom bösen Gewissen. Gäp 17 a.Rom.r.b.r.Cor.6.b.lo.c.l.Tiin.4.a.Tit.l.b. Hebr.io.4. Dom Giallben. Von kraffr vnd wtrckung deß waren vnd lebendigen Glaubens/Makt.9.4 ri.b.Mar.is.b.Luc.,8 c. Joh-Va. ;.b.ü.c.7.b.8.d.>l.b.l4 4 ro c.Ac.r.a.lv.d.it.a.lS.c. Rom. i.a.z.b.Gal ; c.Ephesr b Hcbr.l, a. DerGlaub vndware elkenrnisiGottes Worts vnd werck« machrallein from vnd selig Gen.15.4- Esa-5;-a. Mar.la.b. Luc.l.c.8 e r;-d.Ioan-5-b.l7.b. Act.,; a-ls.c. Roin ;.b.4 b.io.a.phil; a.i pet.r.a Hebr.4-4. Die Gläubige errettet ec 4uß gemeinem verderben/ vnd vmbkomen der Gottlosen Welt/ Gen.6 b.7-a >9 b. Erod.8.4.9.b.lo b.ll.4.r7um.l6.c Ierem ;9 b.Dan-6-c. r.pet-r.a. üch der Hexden glauben sicht Gottod.;.b.il.a.>r d-4-Reg 25 psaim.105. Ier.4o.a. Don. »ab, Godolias wolt Verwarnung nicht glauben/darumb ward er er stochen/4.Reg.r6.Ierem.4l.4. Goliakh der philister/streir wider Israel/l.Reg.,7.d. ward vmbbracht/i7.e. Gomorra/Such Sodom. Don Gott. Gott ist ein einiger/wasentlicher/on denkein andrer/ Erod.;.b.Deuter.4.d.6.a.7-b.io.b.;o.4.;r.d.2. Reg7-c. ;.Reg.8.b.l8.d.l.par >8.b. Sap.ir.b. Esa.;7-b.4;.b.44. a.45.b.46 b 55 b.Hos.l;.4.Mar.lr.c. Iohan.,7 a r-Cor. rr.a Gal ;.b.Ephes.4.aa Tim.r.a. Göttliche drexheitbedeut vnd an;eiget/G'en 1 c.,8.4. Exod ; b.4.a psal ;r.a.Efa.6,a.;4.b.48.b.6i.a. Matt. ;.io.d.i7.a.r8.b.Luc.4.b.Ioban.;.a.l4 4 >5 a i6.b. Gott ist ein ewiger Gokt/Hat weder anfang noch en-- de/sonderntstdasselbst/Genesri.c.Erod '5-b.Iob;6.b. Esa.4.a-4;.b.44.4.48.b.57.b. Dan.a.c. Rom.is.b. Heb. i.b.Apoc.l.rl.::. Gott ist alimechtig/vn ist sm nichts vnmüglich/Gen. I7.4 »8.;5.b.4;.b.48.a. Num.li.a. l.Reg.,4.e.r.par.>4. Sap.il.b. Job 4r.a.Esa-4o.c.46.b. 50.4.56.4. Ierem;r. c.7ach.8.c.Makth.l9 c.Mar.i.9.d.lo.c.l4e.Luc.l.d.»8.a. Ephes; b 2lpoc.i6. Gort wirckr/schickt/versorgt/ordnet/richt vü regiert alle ding nach seinem wolgefaUen/Gen.45 4.50. b. Dcu. 8 a.i.Reg.9.b.Sap 'r.b.Tob.7.b. Job9.4. i2.a.psalm. Iv;.4.n4.4.1:7.4 Pro.lo.l9.a.ro.a.ri.4.Eccles.;.c-Esa.rs. 4.45.4.Ierem.io.b.r7.4.Dan.r.c.4.d. Matr.6.,o.b.ll.c. Luc.ir.a.Ioan.5.4 Rom.9 b r.Cor.;. Phi!.:.4. Heb.;.a. Apoc.4 Gort wetß/hörer vnd sicht alle ding/Erod.;.4. Deur.;i.b i.Reg.r.4.i6.a. i.par.:9.b.r. paral. rä.b. Job r8.4.;i.a.4r.a.psal.7-b.z8.b.pro.5.,5.a.;4. Esa.:9 4.40. L.45.b.48.b.Ier.l.a.7.b.i7.b.r;.e.zrb.E;ech.ii.a. Eccl. ,6.b.i7 a r;.c.;9.a.Matth.6.r> a.Mar.r b 14 a b- Luca ir.b.Iohatt l.d.7.4.8.4.l; b i: c.Act '5-4. Roman.8 b.i. Thess.r 4-i.Ioan.;.4,Heb.4,a.Apoc.r. 4 iiis Gott Register. Gatt lehrt seine glaubigen/vnv mässen all von Gott geichretwerden/Exod.4.b.Iobn.a.i;.a.psal.,7.b.r5 a 4o.a.Esaier8.c.;o.a.48.a-Z4 n Ierem.;,.e.Nehem.s b. Matth.» a,c-.a.Ioan.s.c.,s.a. Acr.,s.a. ».Lor.r.b,4 c. ».THes4.a.Tik.r.4.,.Iohan.r.b.Hebr.8.a. Gorrvnalleswz Göttlich lst/magaustkrassrmensch- lichervernunfft/vndonossenbarung/nichterkentwer- dett/Exod.;;.b.;.Reg.;.a.Iob;r.a.psal.94-«sa.,444.b.Ierem.;4.b.Matth.u.a.l;.b.,s a. Luc. 8.4.ro.a.i4.a.Ioan.l.4.;.a.6.d.e.8.c.,4.b.,7.4. Actus.a. Rom , b-n a-, Lor r.a.Gal.l b.t.Ioan.r.b.Apoc.;. Gott isteinHER-R vnd Schöpsser Himels vnd der Erden/Gen.l.a.Exod.ro.a.t.par.zo.b.Eccle.lS.a.pstal. 8S.Lsal'e;7.b.4r.a.44.c-4t-K-U7atrl>tt.c.IoKN.i.a.Act. 4.c.l4.b.l7.c.i.Lor.8.a.Ephes;.b.Lol.>.b.Heb.,.b.;.a. Gott ist vnermestlich vn vnverschlrestlich allen rhalb/ z.Reg S.c.r.paral.s.a.Iob».». psalm >;8.a.Lsaies.a. ss.4.Ierem.:;.e.Ainos5>a.Gap.».a.Act.7.d. Gort verspricht sichzu styneinGotr/dasist/Heyland vndtrostIsraels/vnallerderen/sojn anruffen Genes. 17.a. Exod.s.a.ro.a.rr-.d- Leuit-ro.a. psalm. >8.442.«. Esare;o.c.Ieccm.zr.a.;r.e.E;ech.;7-c.Iohan.ro.b. Gott ijt ein Vatter aller Glaubigen/Deut.zr a. psrl. ,2; a pro , Jercmg b.Mal.l a.Matt.s.,8.ba ,.Lor. 8 a r.Lor.l.a.Ephesz.b 4-a r.Thess: b- Gott thutguts aller Welt aust lautern gnaden /vnd vmbseines Namens/das ist/vm sein selbst willen/Den. 4.4.7.b.t.Reg.,r.a.4-Rcg.is.b. psat.r;.4.7S.b.,0S.l4;. Ejare4; a.4S a Ezech.ro. e.^ c.Ephes., 4. Gort ist treuw vndwarhafft/Exod.;44. Num.rzb. Deuter.7.b.?r a.r.Reg.,5.c. Esate4?.b.Johan z-c.b.b. Rom z-4 l.Lor.> 4 >o.b.:.THessz.a r.TtMoth.r.a. Trt.,, a-, Johan.i.ar.b.Heb.la.b. Von Gottes Barmhertzigkeit/Zedult/lreb/wcistheit vnd worr/Guch jedes an seinem ort. Von Gottesdienst. Vom waren Gottesdienstvn Gottes geselligen wer- Äen/Exod.l9.a.ro.a.r;.a.b. Deut.x.a.b.io.». Iosnr.a.e. ».Reg>5.4.psal.r.44o a-59. Pro.;.l4d.rz.b. Esa.l.zS-a. Jer.rr.s.Ezech.^.a.b.Hosr.a.o.b.Mich.s.a.Tach.r.a.?. a.7.b.8.c.Matth.z.Luc.t.a ; a Joh.ir.a.Rom.rr.b.lz.b. »4.b.phtl.;a Jacob.,.c. warer Gottesdienst erfordert das Hertz vnd den Wille»/ De»t.;.a.6.,2.r>.rü.r8.;o.4. Iosrr-a-i.Reg.n.b. Eccles.7.a.Isaiers.b.s4 a.Matth.lZ.a b.rr.c.Ioh.4-d. Such dienen. Vom falschen Gottesdienst/Snch Abgöttsrey. Von Götzendienern vnd Verehrern der Bilder. psiü.,o6.Act.7.d.,4b.BeeIl. Von Gottlosen. Der Gottloß schmeichelt,in selbst/spricht in seine,« Gottlosen wesen: Gott sicht es nichr/Gott weiß es nir/ Esist keinGott/rc. Deut.rs b. Jobrr.a.Sxrns.b.rz.c. psal >o.a.>4.a.;;.a.7;.s s4-a- Jesa. rs.b-47.b. Jer.rz.d. E;ech.9.c.Teph.,.b.pro.,z.a.Matth^4.d. Von den gedancken/wort vir werck der Gottlosen wi- derdlcfromen/Sap.r.b.psal.lo.b.„.a.,r.a.l4.a.pro.4. Der Gottlosen glück vnd wolstand bringt ein Ver¬ wunderung den Glaubigen/Iob r,.a. psal-7;.a.Eccles 7.Ierem.>r.a. Abac.r-a. Vber den Gottlosen gehet vnglück/ das er vber Ve» fronten;ugerüst/>.Reg.,7.v.e.;>.a.Hest.7.b.psalm.7.b. s. a.;5.a.;7.a.pro.rs.c.Eccles.,o.4. Esag; a.Iere.48.a. Dan;.c.Eccles.r7.b.Iudlrh,;.a.Beel/Äpoc.,8. Den Gottlosen begegnet das sie fürchten/Job--.4. pro.l.io.Esa.ss.a. Vonvnversthener vnd vberfelliger strassvnd ver- derbederGotstosen/Gen.7 a.>4.b.!9.b.;4.c.E,rod.l4.c. Leuit.ro.b. Num.,>.a.,6.c. Ios.lo.b.n.a. Iud-4.b.7.c.8. b.,s.b.l.Reg.;o.b.r.Reg.,;.c.;.Reg.,s a.>8.d.ro.c.Iob4. 4.r.a.8.a.l;.b.i8.a.roa.r7.4.;s.a.psal., a.Z7b. pro.i.o. io.c.,r.b.Esa.;.c.47.b.Ier.>5.a. Dan.z-c. >Mach.r.b.4. b.c.Matth.-4.d.Luc.,r.d.,s.b.,7.c.i.Thcssz.a. Vom Gesetz. Das erst Gesetz vnd verbott wirtgeben / Gencs:, b. Wirt vbertretten vnd dawider gesündiget/z.a. Das Gesetz der zehen Gebotten Gottes wirdt geben Most/ Exod.ro. a.Deut.z.a. Die Geseytafflen werden geben/Exodzl.b.Deüt.z.bwerdcnzerworffen/Exod. zr.b.Deut.s.b.AndereTafflen werden geben/Exodz4. 4. Deut.ro. 4. VonNatur/2impt vnd wrrckung/dest Geseys/Rom. z.b.4.b.zch.7.a.Ga!.;.a.r Tlm.,.s.Heb.7.b. D4s Gesetz Gottes mag man on den Geist nit erfül¬ len/Deat4.e.psal.„8.a.L»c.,8.c.Ack.l>.a.Rom.8.b. Lhristus ist kommen das Gesey zu erfüllen / Matt s» Von straffvnd belohnung deren die Gottes Gesetz halten oder vbertretten/Guch gehorsame. Die vberrretterdest Gesetzes werden verflucht/Gen. z.b.Deut.r7.b.r8.d.Dan.,y.b Gal z.a. Zlllevbertrettung wirdt verziegen durch Christum/ GuchGünd. Das Leremonisch Gesey wirt auffgehebt durch Lhri- stum/Matth.n.b. Mar.iz.c.Acr.y.c.iza. Rom.s.b.7.b. 8.4.Gal.?.b.4.4.Ephesr.b.Col.r.b.r.pet.i.b. Hebr.8 b. Das Gesey wirt verlesen/Deu.;.ir.;i.a.Ios8.d.4.Re. r;.a.^ehem.8.a.s.a.r.Machab.8.b. .Daseinig/neuwvnd grösttGeseyder Lhristen/ist dieLieb/Matth.5.7.rr.c.Iohan.>z c. Rom.iz.b.Galat.z» b.s.a.r.Tim.i.a. Voncxtest'eit der Menschen sayungen/Guch Lehr. Von der Schl ifft Göttliches Worts. Von herkommen/glaubwirde vnd brauch der heili¬ gen Schrrffr/Exod.,7.a.z4.a.Den.4.a.,7.4.zl.c.Iosr.b. Esa 8.b.;o.a.Ier.;c> a.;s.a.Mat.44.rr.c. Luc.4 b.r0 c. Ioan.;.c.lo.c.ro.a.Acr.t;.c.>7.c.Rom.t.4.4.4 z a-,; a.,. Lorin s b.io.a.iz.a.r.Lhessr b.r.Tim.;.b.r pct.»-b.;.b. Heb.4.a.2ipoc.,. VonGcscllschafft. Guter Geselischaffrsol man sich fleissm vorböser sich rnitfleisthüten/Gen.rs.a.Lcut^.c. Num.io.b.rs.b.Ios. r;.a.r.par.>x>.a.Iob.;>.b.psal.r6.a.;7.4.pro.t.4.6.l44. ro.c.rr.c.rz.b 14.4 Eccles4.Ier.rs b. Eccless.c.8.4. 5>.b.l:.b.>;.a.Tob.l.b.Mat.7.Act.i5>.c.r,Lor.sb.Ephes 5.a.:.Ttm.4.a.2lpoc.>8. Von gutdüncken vnd guter Meinung. Nir thun was vns gut dünckt sondern was Gott ge¬ boxte Hat/Lemt.ro.a.öüum.iz.c.Deu.44.rr.a.rs.b.l.Re. is.b.r.Reg.M4n dem sechsten thut/fie sind gut oder bost/>.Reg.8.b. Esa ;7.c. Zach r-a. M4tth.i5.d.2lct.9.s-,.Lor 8.«. Einem jedenwirdtGott geben vnV vergelten nach seinewercken gutsoderböst r.Rcg rs.a.;.Reg.8.b Job z>.4.;4.b.psal.6r.pro.x.ir.a.:4 b. Ierem.,7.b.z,.d.;r.b. Ezech.5>.b.i8.b.r4.c.;;.b.G7r.r,.a.i6.b. Matth.rs.c.rz.d. Rom.r.4.i4.a.i.Lor.z.b.r.Lor.5.a.Ephessa. Lol;.b.i, Pet.,.c.2ip0c.r.ro::. H. ' Ad.rd der Edomit/ein Widersacher Salomons/ ;.Reg.rr.c. Hadaveser/derRönigzu Zoba/wardgeschla- gen/r.Reg.8.a. Ham/ein Gon Ploah/Genz.b.s. ward verflucht/s-b. Hamanmach dem ercrhöcht/ward er ein tövrlicher feind derILden/Hest.;.a.warSerhenckt/7.a.Destglei-> chen stinezehen Gön/s-b. Hananiwardgefank zu Assa/de Rönig Iuda/r.par. »s.b.Item zu Baesa dem Rönig Israels/;. Reg.«.b. Hanania/ein Gon Gerubabel/Guch Gerubabel. Hananias prophetiert widerIeremiam/Iere.r8.a° Hannagebiert den Propheten Gamuel/r.Reg ,. Hanna die Prophetin preiset Gott den Herrn/Lu r.c. Hannas der HohepriestersandtIesum zu Laipham/ Iohan.,8.b. Hanoch ward von Gott Hingenommen/Gen.s.b. Hanoi»der 2lmmoniterRönig schmechtdieBotten Dauids/r.Reg.io. Hara»/ein drudcr Abrahams/vnd ein Vatter Lors/ Gen.» b. Hasael/Benhadad dcst SyrischenRZnigsRnecht/ ward Rönig vber Gyricn/4.Reg.8.h. nach befehl/;.Re. ly.b.Gchlug Israelin allenjren Landmarchen/io.c.ir. b.,;.a.wieweistgesagt/4.Reg.8.b.Gtarb/>z.b. Hassen das böst,vn lieben das gnt/psalm.97.a.;4.b. ,7.a.,.pet.;.a.Iesa.7.c.2lmos5b.Rom.,r.b.pro.x. Hasor die Hauptstatt/ward gewannen vnd verbren- ner/Iosna. Von dem Hcyltgthumb der Iüdm. DasHetliglhttmbvndalle bereitschaffc dcstMo5ar- schenGottesdienst wirt gemacht/Exod.;L.a ;7.a.;8.a. b Nach befehl Gottes/Exod.r>.a.:L.a.r7.a. wirr au ff- getlcht.'4o.a.wirteyngewelher/Leuit.s.a. Von Hcv- Register. Von Hcydcn. Von benrffungder Heiden, Gen.49.b- Numer.r4.b- DeUt.;r.d.r.Regr;.a.;.Reg.8.d. psal-r.a.rr.a.68-7:.8<5. ?7- Esaie r.,l.b.,8.,9.b.r;.a.r7.brr9.c.;5.a.4,.b.4;.c.45.c. 49.c.5,.a 54 a.55.a 56 a 6o.b.ü5.c ss.c.Ierem.9 d ,r.,a.c. Hosee i.b.Ioelr.c.Mlch.4-a.8eph.;.b.Z>ach.r.a r.c.9 a. Matkh.r.a.8.v.r,.d rr.a.Ioan.,o b.Act 8.b.,o.d » Tor. ,r.a Ephes.r.b DerHexden sirtvnd breuchsolmannit nachfolgen/Leuit.,8.a.ro.a. Heliodorusder Hofmeister Seleuci/rvolte entführen VenSchaydeßTempels r.Mach.;.a. Helkanazem Vatter Samuels/,.Reg»a. Von der Hell vnd verdammst. Sonach dieserzeir bereit «st dem Teuffelzvnd allen Gorrlosen/Sap 5-a Iob,o.a;a.b. Esa.r4.a.;o.d.aL.d- Dan.7-c Marrhei; a 5 b. s.a.8.b.,; e.,8.a rr.b.r;.e.,5-c. Marc. 9 d. Luc.;.a.ls.b Hebao.c. Jerema.b.» perrrar Apl>c>«).a.r«.a. Heinor ward erwürgt vöSimeon vstLeui/Gen;4-c. VonHcndaufstcgcn. Gen.48.b-Erod.r9-b Leuit.i.a.; a Nam.r7.b Mar. »o.b.Acr.a a 8 b.i;.a.is » Iim 4-H.5 b r.Tlm i.a. Herode» der Äscalonlt/rödtvievnschüldigen Rind/ vndstlrbr/Matth r.c. HerodesAntippadersön Herodls/ein Vierfärst in Galilea Luc.;.a tädretIoannemdenTäuffer/Mstth. ,4a. Vereinbart sich mir pilarozLuc.r;.a.Acr.4 c. Herodes/em Son Ariirobuli / rödrer Jacobum / vnd fieng pekrum/Act.rr.a Srarb/ir.b. HerodtaszeinTochrecArlstobuli/brichtehlichetreuw nnr-res Manns Bruder/ Marth.14 a. Von Herren vnd Frauwen. Irem Ampt vnd gewalr gegen Rnecht vn Mägden/ vir dem Haustgesrnd/ Ecod.rr.a.b.Leulk.is.a r;.a.Deur. r.b >; b r4-a.Iob;t a pro.rs a.Ierem.;4.b Ecclef7.b. ;;.c.4r.b.Ephes6.a Tol ; b. Vorn Herhcn dcst Menschen. Deß Menschen Heryistvnvem vnd böß von Natur/ Such Gerechcigkeir. Las Hertz wirr heilig vnd rein durch Thristum/psal. 50 Johan 1; a ,5.0 ,7 b. Acr.is.a., Tor s b-Ephes; a ,. per , b » Johan i.a.Heb , b 9 c.»o b. Voir dem neuwen heryen vir neuwen Geist der gla»-» bigen/ Dcurer.;o.a Jerem 4 b.zi.e. E;ech.ii.b.,8.d.;s.c. psalm.5,.b.Act.r.a. Gorr sicht an Heryvnd willen / nicht blosse wort vnd werck,Gen-4 a.rr.b.Erod.rl.a.Deut.rs.b.Marth.ir.a. Marc.,r.c Luc.ri.b r Tor S a. Ern gan y Hertz fordert Gott/, n ;u suchkssürchten / vir lieben Deur.4-c.s a «o b ;c>.a.Ios.rr.a.,.Regum7 b.4. Reg.rr.a.r.par.s.;4.a.psal.N9.a.pro.;.Ier.r9.dSap. » a S^r.» v.r b. Matth-rr.b.Marc.ir.c.Luc.io.c. Hesrom/ein Son Pere;/Genes46.a Marth.i.a.Laßt »ach>m Aram vnd wirt genannt Iephu nne/i.Par.4. Heua ward gemachrau ß deß Manns Ripp/Genr.c. bei ßr an die verborre frucht/;.a. wargenanr Heua/;-b. Helkiasfind das Gesetzbuch 4 Reg rr.a r.Par ;4-a. Hliirencus ein falscher Apostel Lhrlsti/r.Tlm.r.b. Von Hlreell/Dicnern vnd Lchrerrr. IremAmprvnd erwehlungzvnSwiesiesexn sollen/ Ioan -0 b.rl.b. Act., b.s.a.„.b.,4 b.ro.c,.Lor.;.a.4.a. »a.a.r.Lor ;.a.4.a.r.Lor.l.a.;.a.4 a.5.a.6.a- Ephes.;a. Lol.r.c l.Tim ; a-4 a.r.Tim.4 a.Tik.l.b.t.per 5 a. Hiram der Rönig zu Trro/sclnckcholydemkönig Da urd/r.Rcg.5 b VnddemRönigSalomonz;.Reg.5-a. Hirainzein künstlicher werckmelsterlmErtz;.Re.7.d. Hebab ern Son Reguelzvi» Schwager Mosis/Num. ,o.c Seine Rinder wohnen vnderIuda/Iud.i.b. De¬ ren verschonet der Rönig Saul/i.Reg.,5.a- Von Hoffart vnd vbcrmuth. Hoffart wirr verdorren/vbertretten/vnv gestrafft, Gen.;.a.i,.a.Exod.5.a.'4.a.,.Reg.l7.a.4.Reg.i8.ci9.a. Ecclesio.a.rz.ch tz.b Tob.4-b.Iud.9.b.i;.a r.Mach s.a. Iob,7>a.rr «.pro.s.a n.» i;.a.i5.c.«s.a.,8.b rr a.rs.a. Esa.b.,o.b.,4.b. Jerem 48.a 49.b c. E;ech.r8.a. ;>-b. Dan 4 d.5.c.Äpoc.,. Malach-r.b. Luc i.d.,o.a.,4.c. i8.a.rr.b.Acr.»r.b.Roni.il.b.r.Tlm.;.a.l.pet.5 b- Von hoffnung/trost/vnd Zuversicht. Die Hoffnung der gläubigen sol gericht seyn auff kein zeitlich dtng/sondern allein auff Gorr vnd sein ewige« wort/Gen.r6.a.Iud.7.c.l.Reg.4.a.»7.b.rr.b.;. Reg.ro» b ,.paral ro.a.r5.a.r5.b.;o b.r paral.,6.b.ro.a. Gap.;. Ecctes.r.a.»4 ^.;; b.Z4.a.Iud.x.b.uMach.r.a.8.b psai. 9.b.rr.a.;l.b.4o.a.6r.S7.7t.9,.-.tt4.a.,4i.a.,45. pro.;.v, ,8.a.rr b.r8.c ;o. Esa-rs.a- ro b.zo b.;i.a.;7 b-4y.c. Jer. r b.7.a s d ,7 V rr.b.;9 b Tren;. Ezech.rob. Hos.ir». Mich.7.b Nah.i.a. Marr.,o.c.,r.a. Rom.x a 8 b.r.Lor. ;.a Lol '.a., Thess, a.i.Tim.r.b s.a.i.pet i.a Heb z a. Die Hoffnung derGotklssen/vn alles deß sie sich rrö- sten/isthinfellig vnbeltendlg vndzergengklich/4 Reg. ,.b. Sap.5 b Ecclesz a.l.Mach r.b. Job 8 «. >4 a.rv.a. pro io.au.a.rz b.Esa.r8.c.;o a.57.a.Ierem.9.c.7i b. Holofernes/NebucadNezarsHauptmanzwardauß. gesandtwiderIsraet/Iudlrh r.a.LästertGorr/s.a. lagertBekhulien/7.a ward mir seinem eigen Degen enthauptet/,; a- Sein Haupt ward auffdie Gtarrmau« wer gesteckt/^ ». Der gany Assyrisch Hauff nimpr die fiuchr/lk-a. Hosea ward Rönig in Israel/4 Reg.,r c. ward samt dem Volck geführt in Assyrien/,7.a-Hosea/SuchIosua. Hulva/ein Prophetin rn Iuda/4-Reg.rr.b. VouHurcrey. Hurerey vffanderevnlaurerkeitwirt vcrboiten/be- gangen vti gestrafft/Gen a.a.10 c.;4.a.;8.c. Erod rr b. Leult.i8.b.>9 b.ro b r1.a Num.r5 a De»t.rr.c.r;.b Iud. ,9-a.c i.Reg.r b.Eccl r;.c.r5.a.Tob 4.a.pro.r.5-7 rr b. r;.c.r9.Eccles7. E5cch.rr.a.Acr.i5.c.Rom.,.c.i.Tor.5.b. a.,o.a-Lph 5-a. Tol.; a.,.Thes.4.a i.Tim , a.Heb.,; a. Von Gcistllchcr Hurcrcy. GeistlicheHurerey lst Abgötrerex/Erod ;4.b Deut. ;l.b.Iud.r.a.8 c Esa.l.57 » Jer.z.a Ezcch.s.a.tü.c Hos. ,.a.r.a.4.b.Apoc>S. Husai/ein rreuwer Freundt Davids/erkündiget dis Anschläge Absaloms/r.Reg.>5c.»7.b. ^^^»Abes in Gilead ward von Israel vberzogen/ Iud-ro.b.werden belagert/,.Reg.n a. .Bewei- stn Barmhertzlgkelt an Saul vnd seinen Sö-r (I^^nen/z, b. Jabin der Lanamt^rRonig bringt Israelin seins Hand/Iud 4.a wardgedemüriger/4.b. Jacob dersonIsaacs wirtgeboren/Gen-rtb-Rauffk ab seine Bruder Esru sein erstegeburr/rz.b. Enyeuchr EsaudenSegen/r7-?eucht zum Laban/r8.a. Sichrdis Letter/vndrhut gclübd/r8.b. Diener Laban vmb seins zwo Töchter/^ b.Rehrr wider in sein Heimer/p.b.Rm- get mit dem Engel Goties/;r c. wirr genannt Israel/ ;r.c.;5.b.; Reg.i8. Schickt die Göne in Egvpren/4r a. Teucht Mit all seinem Gesmd - das ist/mir 70.Menschen in Eg^Pten/46 a Deut ,o.b NimptIosepbs Sön auff an kinvsstart/48. a. Benede^er seine zwölff Sä ne / vnd starb/49 a. ward begraben;» seinen Varrern in La- naan-5o b. Nach verheissttng/47 c. vnd nach Geborr/ 4s.wlrt geprelset/Eccles44 a. Such Israel. Jacob der Son Zebedei/wirdt berusst/M»tth.4.e. Wardgerödk/Act.ir a. Iahel sticht Sisseram mit einem Nagel durch den Schlaff Iud-4b. Jatr/ein Richter in Israel/Iud.io a. Jarrus Tochter wa rd vom rod ausserweckt/Marc z. c.Luc.8 c. Joannes vndIambres/zwen falsche prophete pha- raons/r.Tim; a- Jaschub/ein Son Isaie deß propheten/Esr?«- Jastrv erkauffr Vaö prlesterrhumb/r.Machab 4-ch wardgetädt/5-a. Jason/darumb erpaulum vnd andere Brüder beher¬ berget/ward er vberfallen-Act,7.a. Eb;an/ein Richterin Israel/Iud,r.b. Icaboth der Son pinehas ward geboren/, Reg.4 b Jebusieln Gon Lanaav/Genes.ro.b. wohnetvndcc Iuda/Ios,5.c.Iu0.>.b. Jebus ward genannt Ierusalen4Iosa5.ir.Iud.l9-b. r.paral,r.a. Israel mocht nicht eräbern die Jebusiter/Iud l b. Wurden erobert vom Dauid/r.Reg 5 a. Jechonias ein Sons sonIosie/RönigtnIuda/ward gefangenz4.Reg.r4 a- Nach der Prophecex/Iere.rr.e, wirtgenanntLhomcnias/Ierem rr.e. Jehosakim/oderIoaklm/vorhrn genannt Eliakün/ ein Son Iosie/ward Rönig in Iuda/4 Reg.rz.d Esc. 1. verbrannt das predlgbuch Ieremie/Ierem.zö.c. wirr genannt MelchizLuc.;.c.StarbZ4.Regumr4.Nach,in ward Rönigsein Gon Ichosakin/4.Reg.r4. Jehosakln/derson Jehoiakiin ward Romain Juda/ 4.Reg 24 wardgefürttnLabxlonie/r4 wardaußdem kercker gelassen vnd erhocht/r? wlrt genaür Neri Luc. ;.c wirr genanntThonia/Ier.rr.e.VndIechomas/;7-a. Nächst» wardkönigsein Verrer Marrhauta/4. Ich»/ Register. Jeku ver SonHanani/derprophet/strafftdenRö- nigIosaphat/r.paral.is.a. warv gesandt zuBaesan/ dein Rönrg Israels/zRegumizd. ward von /m er-- würg 'k i^.a. JehuderGon Josaphat deß Sons Aimsi/wardge- falberzumRönigvber Israel/anßzureuten dasHanß 2lhabs/4Reg.s.a. Nach befehl/z.Reg.rsb. Bringet vmbIfebel/4.Reg.? c.Bringrvmbdie7o.Rinder A-- habs/io.a.Erwürget dieBrüder Abasia /deßRönlgs Iuda/io.b.ErwürgroieBaalspfaffen/io.c.starb/lo.c. Jephrhah/ein Hurenkind vü Richter inIsrael/Iud. u.a-u.a.wirtgeprisen/Heb.n.d. Jephunne/ein Varker Laleb/vnd son Hezron/i Par. 4 Jercinias der Prophet was bkrtig vo Anatot / Jer. is d ward berufst vndgesandt/i.a. Ward verfolget/ ,8.c.ro.b.-6 b.;r a.;7-b.;8.a.Fand gnade beim Nebucad Rezar/zsbward ledig gclassen/^-o.a. Beklagt den R5 nig Iosiam/r.par.;; c. Jericho warderobertvn verbrennt/Ios.c/.b.wlrdt wider gebauwen/z.Reg.is.b.wrrdtgencnnr palmcn-- starr/Deul;4 a.r.par.r8. Jerobeam der Son Nebath/ein knecht Salomons/ wardeinFeindIsraels/pReg ir.c r.par.iz a.wardRo nigvberdiezehengeschlechr/4Reg.ii.b. nachdeniwort Ahie/ucRichrerauffdie Ralber vnd falsche Gorres-- dienst/ir.c. Diese Thar wtrt gescholten vnd verwiesen/ ; Reg.i4.b.i5.b 1s.b 4.Reg i.a ; a >o. c.tz a.^.b.i, b.17. b.r;.b.Sein Hand erstarrer/z.Reg.tz.a. ward gesundr/ ,;.a Srarb/i4.b. Setn Same ward außgereutet/izb- Aach dem wort/la- b-wtder Jerobeam/Amos 7. a- Jerobeam/derSon Ioasz wardRöniginIsrael/4. Reg.r;.« 14 b.Starb/i4 b. Jerusalem ward gewonnen vöIuda/Ind.i.a.ward von Sott erwehlet zur Start der wohnung/;.Reg.8.a. r par.s.a.7.a.wirtgcnanrIebtts/Such Iebus?Wirt genannr Galem/Psal.7sa. wider Jerusalem vnd,re Exnwohner/4Regai.a. r;.a.Esa r a.;.a.4.a.z a.8.a.rr.a rs.a.;4.a.s;.a.Ierem. 4 b.7.a.';.b.>7.c.io. b- ri.b.rzch.rk.a.;r.a-?4.a ;8.a ;s.a« Ezech.;.b.4 a ? a.io.c.iz.a.rl.a.rr.b.rpc.Zeph ;.». welche Geschlecht Jacobs zu Jerusalem gewöhnet haben/, paral >o.a.Nehem.n.a. Jerusalem ward belagert von den Röntgen Syrie vnd Israels/4.Reg..a.Tob. »;.c Baruchs a Gal-4.c.Heb.,, b.ir.c.Apoc r a„ a. Jesse ein Vatter Dauids/Marrh.i.a. wirdr genenn t Isar/t Regum is.a.wirtgenennct Aahas/r.^eg,7.0. r.paral r a. Jesus ein Son Jozadek/war Hoherpriester/Aggei 1. a.r.a Eccles45>.a. Jethro ein Priester tn Midian/Exod.r.b. ward ein Schwäher Mosi/r.b.;aRompt;u Most in die wütte/ 18 a.Gibt einen rreuwcn vnGäcrlichen Raht/is.b.wlrt genannr ReguelExod.r.b. Iczear ein VarrerRorah/dcß Auffrührers/Aum.,s. a.wirtgenannr2lmmlnadab/r.par 7 a. IoabeinSon Zeruia/r. Rega b. Ersticht de Abner/ ;.b-Versühnet durch oieThecuitinden Absalom/>4 b. ErstlchrdenAmasa ro.a. ward auchselbs erstochen/ z.Reg.r.c.nachgeheiß Dauids/r.c. Joachim ein äberster Priester/Iudtth «5 d. Ioahas einsonIehu,Röntg inIsrael/4 Re.io.c.,;.» Ioahas ein Son Josie ward deß Reichs entsetzt/vnd geführt in Egypten da starber/4-Reg 14V- DieGe-- fancknißward vorbedeut/L;ech-i-> a Wrrdt genannt Johanna/, par.4a Aach sm ward Rönig sein Bruder Eltakim/4-Reg rpd. Ioanna das Weib Lhuse folget Christo nach/Luce L.a. Ioan s ein Son Mattathie/vnd Bruder Jude Ma- chabei/kam vmb/i.Mach.y c. IoanesderTauffer/einSonZacharie/Luc.i.d.pre-- digervnrauffer/Mar.;.« Schickt die Jünger zu Lhrl-- sto/ii.award enrl)aupr/i4a. Ioaiies hieß Hellas/,i b. Ioannesder Son Zebeder / ward bLrüffr/Mart.4.c. Ward sonderlich geliekr vö Lhcrsto/Ioh.iz.b.is c ro.a. ri.c.Schrerbr was er gesehen bat/is.d.ri.c.i.Iohan r.a. Joannes Marcus zeucht mir Paulo vnd Barnaba/ Ack.ir.b. weicht von -nen/,4b. Semerhalb wurden sie pneins/lza. Ioas ein Gon Aha sie ward im vmbbringcn deß R» nigklichen Samens allein erretteti4 Rcg.il. a- ward gekrönter Röntg in Juda/n. b. Ram viubvon seinen Dienern/,:.b.Aachfm ward sein So» Rönig:Amasta/ paral. 4a-rparal.:4.c. Ioas ein Gon Ioahas/Ränig in Isracl/4.Regi4ch Streit wider Amasiam/zerreiß der Statt Mauwcr/ vnd plündert den Tempebvnd starb/i4-a.b. Jochebed eine Murrer Aaron vnd Mose/Epod.s.b. Anmrse.Erhelt Mosen beim leben/Exod.r a- Ioeletn vnartigerGonSamuels/i.Reg.L.a. wirbt genannl Geni i.par.7.a. Ionadab der Son Rechab ward genoinen aufs den wagen Iehu/4.Reg 10.b. Io/ava der Priester ließ Zlrhaliam erwürge/4-Reg. h. b.Gtarb/r.parr4.b. . Ionas prophetiert/4.Reg.r4.b.ward inns Meer gewoiffen/Ione r b. ward von, Fisch vcrschluckr/i.b. Marth-ir.c. Jonathas derson Sauls schlegtdie Philister/,.Reg. 14a.14 b.Ward durchdasVolckerrerrerauß der Hand Gauls/i4.e. Verbindet sich mir Dauid/,8.a.ro.brz.a. ward erschlagen/;,.a. Ionarhas der Gon Mattathie/ein Hauptmann der Jüde/i.Machab s.c.VerblndetsichmitDemetrio/wa. ward gefangen/ir.d» Seme Göne wurden gefangen/ 1; b- Ioram einsonIosaphat/Rönigin Iuda/;.Reg.ir.c^ Erwürget sechß semer Lrüder/r.paral.ri.a-Starb/4. Reg.8.c.r.par.n b. Ioram einRönigln Isracl/4.Regum i.b.z.a. Zeucht wider Hasael/den Rönig Gyrie/8.c. Als er von Syrien geschlagen/ließ er sich Hellen zu Jesreei/s.b. Grarb/s-c. Iorvansteherstill/Ios4b.psal.n4.a. Iosizphat der Gon Affa ward Ränig in Iuda/;.Reg. rr.c Schickt Lehrer auß inalle Starre Iuda/r par.i7. b. Verbinder sich mit dem Gottlosen Ahab/i8.a. Ward daruinb gestrafft vom Propheten/,?.». Verbinder sich mir Ahasia -o.c. Grirbr/:i.a. Ließ nach fin sein Son/ Rönig Ioram/i.par.z.a. Joseph der Gon Jacobs wirdt geboren/Geneszo b. Har Lraum/;7.a.Ward von seinen Brüdern verkaufst den Ismaeliten/;7 d. Psalm.loz.a.wirdt fälschlich ver¬ klagt vndgefangen/Gen.zsb. wirr außgelassen/4,.a. ward ein Herr Oeß ganyen Egypren/4i.c. Im ward vermahlet die Tochter potlphars/4'.c. Gibt sich seinen Brüdern zu erkeniien/4; a.Gkirbr/zo.b. SeineGebein werden geführt auß Egypten-Erod-14b. werden be¬ graben in Sichem/Iosue 14. c. IosepheinGemahlderIungfrauwenMarie/Mat. i. b.FlcuchrlnEgypren-r.b. Joseph/genannt Larsabas /verkaufst den Acker/ Acr 4 c.wacd Mir Matlhiafürgestelier/i.b. Iosias/ein Son Amon/ein frommer Rönig in Inda/ 4.Reg.ri.b.rr.a.SeinGeburrwardwcißgesagf,z Reg. 14a. Verlißr das Gefetzbuch/rs. Helt das Gsterfeff/4, Reg.r; c.wardgeschossen/vnd stirbr/z? c wirdt hertz-- ilchbeklagt/r.par.zz.c.Aachsm ward sein GonRöntg/ IoahasZ4.Reg.r4c. IosuastreirerwiderdenAmelech Erod 17 b. wirdt außgesendt/außzuspehendasLandLanaan/Aum-i;.». Rühmet dem Volck das LandLansan/i4.a. wirdr an Moses staitgeseyt zumRegenten r7.b. Deut.; c Ios.i a Schicket Gpaherauß/r.a.Gehet durch denIoc dan/z.b.RichrerzwLlffSreittanffzlk Gilga!/4.a. Der EngeljGorteserschelnerfm/rb. Gibt den Fluch vnd Segen 8 d- Zeucht auß von GUgal/zu erretten die Gi-> beoniten/ro.a.Rehretwider/nach dem ers errettet hat/ genGiigal/io.b. Schlechrein vnd dreyfsig Ränigeur. b-LmpfechrseinErbtheil/is.c. Srirbr/L4.c.Iudicum r.a. Iothain regiertfür Asaria vber Iuda/4.Reg.iz.s. Aach seinem Tod ward er Rönig/iz. c. IothanderSon Jerubaal/ward allein nicht ent¬ hauptet vnder allen seinen Brüdern/Iudic? a. Redet wider die Gichemicen/Fluchet/vnd fiohe/?.b. Der Fluch ward erfüllet/Iudic-s.c. Isaacward verhelffen/Genes.iz a 17 b.18.a- wirdt geboren/ri-a. wirdr geopfferr/rr.a. Nimpr Rebecain zum welb/r4 f. Verbinder sich mir Abimelech/rs.c.Schi¬ cker Lsa» auffdas Ge,agd/r7.a.Srirbr/;z.c. IssischareinSo» Iacobs/außLea/Gen.;o.a. Isar/einVarrer Lauids/r Regum i6 a.i7.b ro.c.r. Rcgumr;.a.Rurl)4.a. wirdr genannr Jesse / Mar¬ thel, a. Isboserh war zwey far Rönigin Israel/r.Reg.r.a. ward Dssurden)uilederstochen/4.a. Istber Register. Mbel eknGottloß «eib deß Gottlosen Ahabs/;.Re. »s b -i-b. Bringt vmb die Propheten deß HEXERN/ , 'S.». Dröwer dem Propheten Ella den Tod/i->.a. ward von Hunden zerrlssen/4. Reg. 19 c. Nach dem Wort/;. Reg.r,.c. Ismael der Son Abrae/auß der Agar/wtrt geborn/ Genesis.b.Stirbr/rz.a. Ismael der Son rierhanie erwürgt Godoliamvnd andere Jüden/Ierem 41 a. Israel ward genannt der vormals Jacob Such Ja¬ cob. Israel em exgenthumb vnd Erbvolck Gorres/ Erod ;.a b-r a s.a.>9.a.Leurr.r9.a c.Deur.4 b.d '7. a. 9.b.io.b >4.a.r6.b ,r.a i Reg.to.a.rr.b.r.Reg 7-c.;.Re. L.e.Lsale>9 c.4;.a.Ierema;.b. Ecclesi7.b. Diezehen GeschlechrIsraelsrrenen sich vö Hause Dautds/;.Re. »r. b.Nach dem wort Ahle/deß Propheren/n.c.werden geführt in Aisxrten/4.Reg »k c >7.« SuchBabel-Nach dec Weissagung Deut.4.c.Viel auß Israel ziehen den Leui re nach genIerusalem r.paral n.b. wider v«e ze¬ hen Geschlechr/Such Samari». Christus der warIs-- rael/Esaie49.a. Ware Israeliten welche^Iohan.i d.Rom.r.b.9.a. Gal.« b/öeph.;.b Acr.i;.c d- Irhaicin rreuwer freund Dauids/r.Regaz.b.ward crwchlerzu>nHauprmanna8 ». IthamareinSonAaron/Exod. ;8.b.ward;uprie ster geweiher/Le»ir.8a. Jubalein VattecalIerSairenspiel/Gen.4 b. Iudas/vec Son Jacobs,ward geboren/Genes.r9.c. BeschlLffrvnwissend semes Sons weib /dte Thamar/ ;8.b.wlrtBürgfür seinen Bruder BenIamin/4;.a. Das Regimentvnd Gberkeir gehört an Iuda/49 a b. Deut.;;.a.I»dicumi a.r. Reg.^.b r.par.s.a. wider Iuda vnd Jerusalem Such Jerusalem. Daß das Jüdische Volek vor dem Jüngsten Tag zu Christo bekehrt werden Deur-4.c. Jerem zl.a.b.c d.e. Ezech.;7-c.Johan.io.b Rom n.c. Judas Machabeusward erwehletzü Haupt seiner Brüder,i.Machab.r.e. Streitet Mannlich/;.4-5.7.d. r.Mach.8.a lo b-n a.ir.i;a4.i5.Ram vmb/t.Mach s.l». IudasIscharrorhward erwehlrzü Apostel Christi/ Matt-io.a Vberkomprmitden phariseernLacerra. Verricht Christum den pE^i^lTr/Matth.rs. b.Mar. »4-d Johan.>8.a. nach Weissagung/Psalm 4 b.;4 a. ,08 a. Joh.a.e iraa;b.c.Rcuwetvn Hencke ßchselbß/ Marrh 17». Act.». b. Judas vö Galileen ward zerstreuwet sampt seinem anhang Acr.z d. Judas vnd Silas werden Mit Paulo vnd Barnaba gesandt gen Annochien/Acrorum 15 b.c. Judith em reiche vn fromme Witrwe zu Bethulien/ Judith 8aBrlngrvm den Holofernem/tj.ab.Sttrbt/ »s.a. Julius Helt sich wo! mir Paulo/ Actor. r7- a. Dom Jüngster, Tage. Pom Jüngsten Tag vnd Gericht Gottes / so zu ende der Welt Christus halten wirr/ psalm. ,s. b.50. a. Esaie r.a.i; a r7-a. ss.c.d Ierem.;o. c. Danie!.7.b.Zeph.l. 6. Malach z-b Matth ir.c.d.i; o.e is.c r4 a r5.b.Mar.i;. a-Lucc 17.be. Acrorumia;-i7.c.Rom. r.a.i. Corinth» »x.a.r Lormrh.z. a. ».Tl)essal.4.b.L.a.r.Thessal.r.b.r a. Tirum rb.r.petti;.ab.Hebr.9.c, Jude i.b.c.Apocal.i. a.ro.a. K. Ahat ein Son Leui/Num.;b. Pom Ampt der Raharirer/z.c-4-a.b. Von Kauffcn vnd verkauffen. Gen.r;. s- b.;;. b. Leuittei t9.cr5.b- Deuter.iz. a.rz.b, r. Regumr4.b.Eccles.7-a r7-aprouer. ti.aas.b.rob.c. Es».r;.b.z8.b.Jerem.9-a. Ezech.45.b- Mich.6-b- Matt. 7.a.Luc.l4.bt.Lor.7.c.l. Thes-4.a. Regt!» wirt von Philistern belägett/vnd von Dauid errettet/r.Reg.r;.». Rerckermelster zu philippis ward bekehret/Actor. »s.c. Rewra/ein Weib Abrahams nach dem Tod Sare/ Genesis rz.a. Von Kindern vnd jungen Leuten. Von Rindern/ stein Ampt/vnd pflicht gegen Vatter vndMutter/vndsten Elkei-n/Genes4.a.9 b.rr a.r7.a» -8.a.Z7.a.Exod to.b.r,.b.Leuir. »9. a- c. ro. b. ria-Num. zo.a Deuter.5.b.rt.b.r7 b.Iudic.,4 a.,. Regumr. c d-;. s. S.a.r.Regym rS.a»; Regum r.b. 4-Regum r. c, »r. ar,. a.rr.a. r.paralip.?4> a. Sccleflast.;. a.b. s. c. 7- b. s. ». n. a r;. b.r5.a.;:.b. Tobte 1. a. 4.» >4. b.Iobi.a 8.».;r.a» prouerbioruml. a. 4-a.s. a io.a.,;.a.i5.b.,9.c.ro.c.rr.b. r;.b.r8.a;o.a.Ieremie;5.b. Ezech.rraMatth.4 aza» tv.d.iz a »9 a b.Marci lo.b.Lucer.d.i8.b.Acrorum7.b. rr.a.Ephes.s.a.Lolos.z.b.i.Timoth.z a.r.Tlmorh.r.b.;. a.t.perz.a. Von Kindern Gottco. welches Rinder Gottes sexn / Job ». a. r. a. ;.a. 8.a. Psal.8r.a 89 a Hos».b.Sap.z.a.tr.a c.Matth.z a.Luc« s c.ro.c.Johan.i.a.'l.d.lr.c. Galat.;.«.»..». Ephesi. a. 5. a phil.r.a Rom 8 b.9 a.r.b.r.Lor.ü.b.l.pet.t.a.Heb tr. a.,.cJohan ; a.5 a. Apoc. ri.c. Rinder deß Liecht« vnd deß Reichs/welche/ Matth. ,;.d.Luc.is.a.Iohao.»r.c.Ephes.5.a.i.Thessal.5. »Jo¬ han.r.a. Von den Rindern dieser Welt/ der boßheit/ deß Vn- glaubens/der Finsterniss vnd deß Teuffels/ Marrha;. d.Luc i6.a ro.cIoan.L.d.Ephes.r.a.z a.Col z a r.per, r.a>.Johan.;.a. Von Belials Rindern/Deut.i;.b.Iud 19 c.i Reg i.a. r.b.rz.a.r.ReguM IS. b.ro. a. z.Regnm r». b. r.par.,;.».t. Lorinrh.s d. Von der Kirchen/Gemeind vnd Volck Gottes. Dic R irch der Gläubigen wirdt gebore durch Gotte» Wort/prouer.9.a. Iohi.a.;.aRom.8. b. 9. a.Gal.;.c. a.Ephes.ca Tir l.a.t.per.l.c.iIoh.5 a.Iac.r.b.c. Die Rirchenhat stn Christus erobert vnd erkaufst durch sein Blut/Actor.ro.c.i. Lorinrh.s c.7 b. Ephesi. 4.a.Lol l.b.r.pet.r.c.Hebr. 9.b.iIohan.>.b.Apoc.l.a 5. a.»4 »- Der Rirchen Haupt ist Christus / Hosi.b.». Cor.rr. b. Ephesa b.4 5.d.Lolossl.b r.b. Dec Rirchen Glieder sind allerlex Menschen / Iü- denvndHexden/Ls»le4;.a. Ioan.io.b.r.Lorinrh.ir.a. Ephes;.a. Gorr wohnetallzeit mit schuyvndschirm bey seiner Rtrche/Erod.l;.c.r9.d.Leuir.rs.aP7um.r5.b.Deut.7.c. r; a.;i.a.;.Reg.s.a. psal.9o.a.i;r b.jEsaie4;.aIer.4S, d. Matrhet18 b.r8.bIohan.l4 a b r.Corinth.s.b. DleRlrchlstnarungschüldrg>reDienern/Deut.»r.b i4.b.is.b r5.a. t.Esr.7-a Matt.lo.a.Luc.,o.a.Rom.'5.c, , Corinth.9 » Galar-s.a.Phil.r.b i Thes. 5.b Heb.i;.a. DieRtrchsol bitten für,re Prediger/Acror.4.c.rr.a. Roman,!.c.Ephes.s.b.phil>.c.Loloss4.a.r.Thess.;.a. Hebr. ,;b. Der Rirchen Schlüssel vnd gewalt werden verheis- sen/Marrh.is. b. werden geleistet/ Johan. ro. b. wer- dengebrancht/Matlh.<8.b.Act r.d.GuchBann. LiriarhArba/Guch Hebron. Ris/einVattcr Sauls/deß ersten RZnigs Israels/ r. Reg 9 a r.Reg.r1. b-Act r;. b. Von Klcrder reissen. Gen ;7.d-44. bIos7.a Iud.11. d. i.Reg 4 b.r.Reg. r; c. Hest 4.a.i.Mach.r.a.; d 4-c.Es» ;7-a. Iohel.r. b. Rletdensolinan die nackenden/4.Reg r.b.Esa.;8.b. Matth.r5.c d. Actor 9 d. wider den vberfluß vnd vnmaß der Rleider / Gen, z.c-Eccles.n.a. Don Knechten vnd Mägden. Gen.lS.a.r.b-4 ;o c.;i.a.;9 a.b.Exod.ri.a.4.Reg.Z.c. Ecclesio.c.r5.a.prouerb.io.a.i4 a i7-a 19.» r9-a- Luce ir.d.i.Cortnth.7.b.Ephes.s.». Lol zb.Ttm.s.a.Tst.r. a.i.petr.a. Rorah/Dathan/rm Adiron/embören sich wider Mo- fen/^lum.is.a werden gestraffr/is b.c. VonKranckheit. LeiblichesRranckheit offrmals einstrassderSünd/ Exod.l5.c.Leuir.r6.b.r7um.ir.a.Deut.7.b.28.b.r.Rec,, r4.b.4.Reg.5 c.r.par.r,.bIohan.5 b. DteRranckensolmanhetmsuchenvnd trösten Gen. 48m 4.Reg.L.c.i;.b.Ecc!es.7.c.;S.aIobr.b.psaIm»4o» ».Eccles-7.a. Matth r5.c.d. Johan n.a.ir.b.r.Cor.i.a. wie sich die Rrancken in ster Rranckherr vnd ab- fchievauß dteserzetrgehaltenhaben/Gettes.49 a 50.b. Denr.;i.a.b.IosuLi;.a.i.Regnmir.a.;.Reg.r.a.r.par» zr.c.Tobte4.a.Esa.;8.a.i.Mach.r.d.e, Von Kriegen. Rrieg sind ein strassder Sünd/Leuit.rs c.d.Devt.rß, d.eIud.r.b.;.» 4.a.s.a.io.a.b.i; a. Esa.5.c.Ier.5.b c. wie sich dieGläubigen in Rrtcgßnor gehalst/ Exod° ,7-b.i Reg.r7.b- r.par. ,r.». 14.aa8-a.ro. a.;r.a. b. I»V, ,,b.L/a.<,i,Msch.z.a.b.4 a b 7.d.rMach,s.b.c. Auß Register. Aufi was vrsach die gläubigen Rrieg angehebr ha- ben/Gen.»4.b Iudus.cuo.Iosue lo.au.Reg.zo.a.b. Gotrstreiretallzeltfürvteseinen/lehcr Vie auch stret- ten/Exod.»4.b. Deur.».d.;.b.r.Reg.l7-v.e.r.paral.ro.a. psalu8.0.-44.a.Esate;o.b.Such Sieg. wider das Gottlose Rriegen / proaerbtorum». a. Such Todschlag. Von Königen vnd Fürsten. Von Römgen vnv»rem ampr vn gemalt/ Deut.,7.b. r. Regum 8.b.;.Reg.r.a »o-au.paral.s.auo.b.Sap.s. s. u.a.Eccl.to.a.Iob;4».pfal»o.prouer.,4.v.,s.d.»S. b.ro.a c.rz.a rs.b.rs a ;» a Jerem-rr. Rönigin Arabie komptzu Salomo/z-Reguo.a.r.p» ral. s.a. Match» r-a. Luc. »,.c. L. Aban empfecht vnd beherbergt denRnechtA- D Ms brahams/Gen.r«. c.Dingertm den Jacob zum ^^LiRnechi/rsb-VerfolgetdenIacob/z-.b.c. Lacht« ward gewunnen/Iosueio.c. ward herrlich erbauwen/r. paral »».». Von der Laden oder Archen deß Bundtö Gottes. Die Lade deß Bundes wirdr gemachr-Exod. »5. a. wirdr geführt gen Grlgal/Iosue 4. b- Von dannen gen Silo/-8.a.Von dannen tnns Lager wider die Philister/ ,Reg.4.a. Vondanentn die Hand der phlltster/4-b. Von dannen tndas Haust Dagon/?.«. Von dannen gen Be-hsemes/s.b. Von dannen gen Rtriathiearim tnns Hai»ßAbtnadab/7 a Von danengen Mlzpa/7-a- »o b. Von dannen gen GUgabn.b. Von dannen genNobe/ r, a.VondannengenGlbeon/,.paral rr.c.r.paral.r.a. Von danne tn das Haust Obededom/r. Reg.s.a. b. Von Pannen gen Sion / s.bu; cu.paralus. Von dannen gen Jerusalem/antrort/; Reg.8 a » Paral-5 a. was in der Lade gewesen sey/Exodus, c. Deutuo.a. ;».c;-Reg8.a.r.paral.r a Hebr s a. Lats ward von Dantrern bestritten/gewunnen/ge- bauwt/vnv genannt Dan/Iudu8.c.wirt genannt Le- sem/Iosue,s c. Lamech der erste so zwey Weiber gehabt/Gen 4. b. Lazarus ltgr vor deß Reichen Thür. Luc. ,s. b-c. Lazarus war aufferweckr vom rod/Ioh.»». c. Ward Verfolgt von Juden/,r-a- Lea ward vermahl et dem Eryvatter Iacob/Genes. »s.b.Gebterrun Rlnder/zo b. Lebbeus/mitdem Zunamen Taddeus/ein Jünger Christi/Matth. ,o.a.wtrdtgenannrIudas/ern Son Iacobs/Luc.s.b. Vom Leben vnd wandel der Gläubigen. Das Leben derGlaubigen sol gestalt sey« nach Gott/ vnd gleichförmig dem Leben vnd der Lehr Lhristi/Ge nes,7.a.Exod.ro.a.Leutt.ll.c.ls.a ro.a c r,.a. Matth, zbuic. Luc.s.c. Johur. c.i;.b 15 b.ri.c. Rom s. a.8.b. ,z.b.,5.a.Ephes.r.b 4 a b.z.a.phrltp l.c.r.a.Lolos.r.a. ; a. , Thess4.a.Tttum r.b. ;.b.».petri»,b.r.;.b.4a.-. Ioan.,.bu. »Heb.-r». Vonettelkett vnd küryedeß Menschltchen Lebens/ Gen ; bu.Regum-4 bu.p»r.;o.b.Iob;.b.7.».8 » 9. b. iz.b.,4.a Psalm.;s.a.89.a.lol.».,or.bu4; a-Ecclesr.;-7. a. Esa.4o.a.Sap.r.b.z.a Ecclesl4.bu8.a 4o a.Tob.4, b. Lucur b.Eph. 5.». r.petu.c. Iacobu.b. 4-b- Heb az a. Vom ewigen Leben/Such Seligkeit. Von Lehr der Menschen. Lehr vnd Gebott der Menschen/so ferrn ste als not¬ wendig zur Seligkeit gehalren/werdc verworffen vnd verdampt/Exod r; b.Deut.4.aur.c. ,;.».Iosu ».psal. ,,.a pro-z a.;o.a. Esate8.b. r9 b.Ierem.r b r;.d.Zach. x.a. Mstth.7 a.l5 a. »s a b.>7 a.r4-a. r8.b. Mar.7 a. Lucus.c. Johan lr.b.Actoruz.b.ro. c. Rom. ,s. b. »Lor. 7-b.Ephes4-a.phil.;.a.Lolossr.a.l.Tim.l.a. 4».s.». r-Timolhu.b.r.b ; b TttttM ».bu.Iohan.r.c.z.a.r.Ioh- ».Hebruz b. VonLemvndLcuiten. Leutward geborn/Genesr9.c.Erwürget sampt sei¬ nem Bruder Simeon die Sicheinrren/r4.c. Straff dec that/4o.a. Von wohnungen/gebür vn erhaltung der Leviten/ Leuit. la-buzc. Nurn.-8. c.rz. a. Deut. ro. a. 1 r. b. »4. b- l8u;> rs.s. Iosu;.b.a. l8.a.r,.r. paral. r,,».xrehemuo.b. >za. Ezech. 4-b- b.Eccles. >7. c, Vom ampt vnd pflicht derLeuiten / L7um. ».d.;. 4-4' 8u8.a.c.De»tlo.b.Iosue;.au.paraltp.7>duo.a. r. par. ,§.b.Ezech.44.c.d. Die Leuiren ntmpr Gottfär alle Erst Geburt der Rinder Ifrae!s/Num-;.8.a.b. Die Leuiren straffen das vbel deß auffgerichten Ra!« bes/Exod;r.c. Die Leuire werden vertrieben außIsrael/r.par.n.b Libnawirr gewunen/Ios-o.c. Felletab von Juda/ 4. Reg.8. c.wirr bestritten vom Aßxrter/ls a. Lydia die purpurkramerin glaubt in de HERR??/ Accor, is.b. Von Liebe vnd frcundtlichkeit. Vondereyfferigen Lieb Gottes gegen setneGlaubt- gen/Exod.ro.a.;4.b.Deuter.4.b.s b 7-b.Iosue r4.b. c. Eccles4.a.prouer.8 b.Ierem.;, a.Ioan ;. b. ,o.au;. a. »z.aus.c.Rom.z a.Gal.r.b.Ephcsr.b.5.a ».Ioan.4.a. b. Lieben Gott. Gott sollen mir lieben vor allen dingen/Gen. rr. a. b. Exod.ro.a.Deuter.z.a suo.b.ll.a b.c. ;o. a. Iosue rr.». Ecc!es7.c.;4.b. Matthuo. d. rr. c. Marci »r.c. Luc 7>d. loc.Iohan.rl.b.Rom.z.a. 8.cu. Corus, bu. Johan. 4,b, ».Timu.a. Liebe deß Nächsten. Von Brüderlicher Liebe/Genur a.Leuit.ls.b.Deut. 5. a.rl.a.i.Regu8.a Eccles.r5.a.psalu;r.a pro«er.lo.b. Matthes, ls.b.rr.c. Johan.-;.b.cuz.a.Romur.buz.au. Loru;.aGaIat 5bEphes.4.b.5.a. philip.r.a.Lol.;. bu. Thess4.au.Clmorhu.au petri4au.Iohanz.a.d.4.b. Hebr.»;. s. Lieben den Feind. Auch den Feind sol man Iieben/Exod-r;.au.Reg.r4.a rs a.zo.b r.Regus.c. 4-Reg.s.b.Iob;, b prouerb.rx.b. Matrh.5.Luc.s.c.r;.c.Ackor.7.e.Romur.b> Vom Liecht deß Herrn/vnd vom wandel der Glaubt gen in demfelbtgen/psalm.;s.b.58.8s.nr.au,->. Ess ter. 58b.protterb.4- Job 4. r4.a-Matth4.5s. Luc. 8bul.c. Ioanu.a.;.b.8.a.9.aur.c.d.Romu;. b.r. Lor-4.a.s.b. E- phes. 5.a.phil.r.bu.Thess.5.a.r.peru.bu. Johuar». Von liegen. Gen;a 47 c;s.b.Le»ttu9.c.r.Regu.»bus.a.4 Reg. 5 c.Sapu.b.Eccles7.a.ro.c.r5 Sus.a.prouerb.s aur.b Hos4-a. Johan. 8.d. Actor.z a. Ephes.4.b.Lolos.;.a, SuchZeugnuß. Lyßas/ein Feldhauptmann Anttocht/l. Mach.z.c. machet Bünvnust mit den Jüden/S.e. Wirt gefangen/ vnd außgeherß Demetrß erschlagen^.a. Von Loß vnd Loßwerffen. Leuitus.a Num.l7.a rs.e.;; c.Ios7 b. i8.b. 1. Reg. ,o.bu4.e.r.paral.r5.a.r.Esdrsu.a.prous.du8.b.E)ech. r-.Ione » b. Acror. l.b. Loth ward errettet auß Sodom/Genuy.b.r. pet. r.a. Setn Werb ward zur Salyseul/Genus b.Luce »7 c.Be ßhlteffsetne zwo Töchter/Genu;». c. Lucas der Evangelist /ein Artzt/Col.4. b. Wohnet vnd wandelrmttpauIo/Actus.a.b r.Ttm 4-a. Lucifer feilet vom Htmmel/Esau4 b. Lus ward genannt BethEl Gen.r8.b. M. ^^vAacha/etnTochter Thalmat/deß Rönigs n» n» VR Gesur/ein Mutter Absalom/r.Reg.z.a. Macedonia bereiter ein Sceur den Armen ^^I^sszuIerusalem/Romul.c.r Lor.8.s. GenMa- cedomen ward Paulusberüffr/Acrorus a. Maecha/ein Tochter Abisalom/vnd Mutter Abiam/ deß Rönigs Iuva/z-Reguz-a- Wirt genannt Michata/ r.paraluza. Magdalena von den ftben Teuffeln entbunden/nach folger Lhristo/Luc.8. ».Steher beim Lreuy deß Herrn/ Ioanu5>.c.Lhrtstv« erscheinet ir/Marus.b. Makeda ward gewunnen/Ios. ro.c. Malcho hieb Petrus ein Gc ab/Ioan.8.a. Von Man vnd Himmelbrot. Exodus.b.Numul». Deut.8.a.Iosuerb.Sap.»s.c. ps»lm.78Ioan.s.c. Manasse/dererst Son Iosephs/wirr geboren/Gen. 4t.V>48.b. Manasse Register. Mavasseein Gottloser Gon deff frommen Ezechie/ »rstlich cm Gottloser/ nacl)mals em frommer Rönig in Iuva/4-Rcgum ri.a.r. p«r.;».c.;;. a. Jerem.iz. a ward geführer gen Babel, reuwer vnd kam wider zum Reich/ »paral. ;;.a. Ließ nachim Amon/ 4-Reg. »»b.Matth. r s-wrrt geoennr Herr/Luce;d. Dom Mann. Vom Ampt vnd gewalr deß Mans geg? dem Weib/ Genesi.c.;.c.;9.b Num ;.a ;.b ;o.b Deu.rr.a b.c.r4.a. Lccle.7 b.9.a.r; b.rs.a.prouer.;.a.,8.b.;i.b.Eccles.9.a. MaIach.rb.c.i.Lormrh.7. a.»».a.Ephes;.b.Lolossz. b. Tlt r a.i. Petri;a. Mardachai ein Pfleger Hester/ward geführt in Ba- bylonien/,. Hest.r.a. Rtager Vas verderben der Jüden/ 4 a.ward vomRönigerhLH«r/»Ramwider genIe- rusalem/,. Esc. r.a. Nehem. 7 ». Maria empfeher den Englischen gruß/Lnc.,.b. Gli¬ chet heim Eli;aberh/vn preiset Gott/,.c.Zeucht mir Jo¬ seph gen Bethlehem zur beschayung/ r.a Zeucht mir Jo seph IN Egyptcn/Matt.r.aRehrer wider von dannen tn» Land Israel/r. Kinder Christum im Tempel/r. Maria falber die Küß deß HERRN / Marthel rs». Luce 7.d. Ioh»ii.lt.a.'r a. Martha beherberget den HERRN / Luce »0. d.Hak festen Glauben / Ioan „ b. Mathan/dcrLaalspflrffwardcrwüvger/^Regum »i b , paral rz.b. MathanlaeinVatterIehoiakimwardRöniginIu da/4 Regum r4.a.wirdrgenennrZedekia/».paral.z.b. Leßr nach >m den SonSealchieI/;.b. Matharhias der Priester eyfferr/ i.Mach.r.b.c.d. Streitet Ritterlich/ vnd ermahnet seine Sön zu Hal¬ tung dergesayen Gottes/rde. Matrheusderpublican wardberüffr/Mattheis a. »oa.wirdt genannt Leut/ ein Son Alphei/ Marcir.b. Luce; c. Matthias ward crwehletzum Apostel/Act i.b. Meden nemmen eyn das Reich Babel/Da niel;.c. Melchisedek/ein Priester vsi Rönig zu Salem/ Gen. ,4 b Heb.y.a. Menahcm ein Röntg in Israel/ 4. Reg.,;.b. Menelausein verrahrer seines Vatrerlands/ward mir gewalr Hoherpriester/r.Mach4.d.Srarbschendr, lich/»; a. DonMenschen. Der Mensch ist erschaffen nach dec Bildnrrff Gottes/ Gena.c.r.a z.a.L>.a.Gap.r.b.Ecclesl7.s.t.Lor.n.a.»5 d. Ephes4.b.Lol.;.a.Iacob;.d.Iob»o.a. psal »19 e. Der Mensch wirr verflucht/ Genes;b wirdr wider gebcnedeyerln Lhristo/Genesu a.rr.b.Gal.; b. Vonwidergeburt deß Menschen Mart.,S.a. Ioan. ,.a.; a.4.b.7.c.'.7.a.Luce9.c. Don Müssiggang vnd ttägheit. r.ReguMll.a.prouer.s.aao.a.irb.iz.a 18 a ro.a-rue. r4.b.re.b.rS.c.E)ech.,s.e.Eccleszt.b.z;.c.Rom.»r.b. N Abel/ver vndanckbsre Mann/genoss seines werbes/r. Regum Naborh/darumb erdem Rönig den Wein¬ berg versagreward erversteinigr/z.Reg.ua' Nachfolgung Gottes. Gott dem Herrn sollen wir allzeit getreuwlich nach-s folgen/a »hangen/ vnd nachwandeln/ Genes; a. Deur. »d.>;.a.Iosue 14 b.r4.;. Regum 4. s.a.»4.a »s. b. 4. Re¬ gum r;a.r.paral.i;.;4.c. Nachfolgung Christi vnsers Herrn/Matthel 4.9. a. ,o.c.,s.c.»9.b.Marci 8.c. lo.b.Luce 9.e.,4-c. iS. b. Ioan. 8.b.,o.b.,r.b.,.Lorinth.4.a.,o.c. Ephesra.». petrir.c, Philip.;.b.Hebr. s. b. Nadab vnd Abihu wurden durchs Fevwcr verze ret/ Lek*r.io.a.isa.Nnm.;.a.;6.e. Nadab /etn Rönig in Israel/;. Regum »4. c-Ranl vmbazc. Naeman/deß Syrers Hauptmann/wsrd gereinigt vom Aussatz/4-Regum; b Luce4.c. Naemiein Weib Elimclechs/Ruth,.a. Nahas cin Varrer Adigarl/ der Schwester Davids/ r.Reg.,7-c. Such Jesse. Nahas einRönlgderAmmoniten/streitetwiderJa bis/i.Reg,.a.Stirvt/r.Reg.,o.a. Nahesson der Gon Amminadab/ein Fürst vnHaupk mann vom Geschlecht Iuva/Num.i.a.r.a.7.b. Nahorein Großvatter Abrahams/ Gen-mb. Nahvm predigt wider Nitteue/ r.;. b N-ithüN Register. Nachamein Gon Daurds/r.Reg.?.b. Wirt genannt Aa Harkan/Luce; d. Na'han der Prophet wirdt gestrndt ;um Rönig Da- md/r Rvg.7-a.!r.a. Narbanael waidgesthen vö Lhrlsto/Ioh.r d. Lhrt- fius offenl aret sich, ein mächtiger Rönig zuBabebem« pfekergewalr vberalleReich/Ierem.r7.a. Nimpr e^n Vas Land Egspki/4 Reg.r4 «.Jerem.4s b. Zeucht wi- derIerusalen>/4.Reg.r4 a-rr a.Ier.zo-a.Nacdrvelsia- gung/Esir ?.c.Ier r?.b R'chterdasgüldeneLrldr auff/ Dan.;.a wohnet sib.tt>arvnder den wilden Thieren/ 4-b.wirr spörillch beweinet/Esaie >4-a. Wirt auch ge¬ nannt NebucadRe;ar/Ierem b. NebusarAdan/einHofmeitlerNebucadtterarsfüh. ker Judam in Bab)-lon!en/4.Reg.rx. Jerem.zob;r.b. Nscho/ein Rön,g Eg; pti/4 Reg.r; d r.par.;s.a. Neemias/eln welnjchenck Arrhasastha/r.Nehe.r.a. wirdt gesandt IN Iudeam/r.a. jstach fernem Gebürr/r. wlttgenanntHa«hirfarha/8.a. Z?chustan/Such Schlang. Don Mrd vndvcrgunst. Gencsrs.b. r7.d;v.a ?7 aErod.i.a-rv b.Lemt.is.c. ptum ir.a ;? c. Deur.l9 b.l Reg.l8 a. Sap.r c. Eccles. ,4 a rS.a prouer.io.b. Ezech.rS.b Dan.s a. Amosi-a. Lucei?.c.Ioan.ir.a.Gai 5 b. vrarkaneel/ern Hauprmann deß Geschlechts Isa- schar Num.i.a. plicanor/etn ^etdhauptmais L^sie/i Mach;.c Vnd ein Feldhauptmann Demerris 7 c Dräuwerden Tem- pel zu verbrennen 7.S. Ward erschlagen / 7.0. ».Ma¬ chab.,xc. Nicodemus/eln heimlicher Jünger Lhristi/Ioün.;. a-7-c »s.d. Nimrod ein gewaltiger Jäger Genesio.a. Nlntue waldgebauwcnvon, 2lssur/Gen.>o a. Reu- wet vbersre Sünde/Ione; a wird» verkett, n die vers blendten Iüoen. Mar ,r.v. Von zerschletyung Ninive/ Nakum i r ; Zeph r b-Tob 14 b. Noah einson Lamech/Gen x.b. Ein Prediger Gött¬ licher Geiechrigkelt/r.perr.r.a. Lauwer den Ratten/ Gen s a Gehet rn Ratten/7 a Geher auß dem Ratten/ 8 l» Empfeherden Gnadenbundrsampl dein Leichen/ K.b. Nobewary eingenommen / vnd Vteh vnd Lent da- ktnn eru-urger/l.Reg-rr.b. O. Bed/ein Son Boas r«n der Ruth / Ruth 4 -^^Matth.r.a. DonObcrkcit. Von eynftyung/Recht/Ampt vn gewalt/ordenlichee Ebeikeir vndRegenren/Gen 9 a. Lrod-i b x a.,8.b »i. a Leuik ra b. Num.n.b c.i?.a r7.b.D-ur.l.b.i7.a 19 c. Ios.i.b Iud r a. 1 Reg 10 b-; Rg ; ar. par.19 b Job r^.;4 a. pfal 8r. pro.8.a I'.b ir-b IS b.ro.a.»8.b.-9 a.;l. «r-Ecclefio.a-Es-r i.b ;.a.io a.;» a Jerem 5 arr a.r7.b. Ercch rl.a.4; a b Dan.r.b Hofi;.b.Mtch.; a-Sap.i.a. a s. Eccles.7a.1oa. »7.b ro.b;r.a Matthen» b rs.a. Lucero b- Ioan.; c.>9 a. 1-Lor.15.bc. Rom.irb.iza.l. peir r b.Hcb >; b.SuchRänig/Rlchrer. Gg/derRönig;u Bafan/warV erschlagen/Num.r». e Deut;-b;i a. L>n/der Son pelerh / emböret sich wider Mosen/Nn- mer is.a. Gnesiphors wünschet Paulus Barmheryigkeir/r. Gun i a. n rI.a.Deur.l, a >7.a.Ecrtes.z;.b.L)ech 4z.c. Ma- lach.' b. Ängcneme Opffer werden vom Himmel angs-ündt/ Eenes 4.a.8.b.';.b. Lenlt.9 Iud s b-i; b. r.Regnm >8.d. ,.pal rr.r.par.7 a.r.Mach.l c.r.a. Von den täglichen Gpffern/Exod.rs.d.Leuit.-.a. jgtiiin r8 a 1 E>re;.a. was Opffer «eder reit bestimpr sex/Num.-Sr-. Eplferiualcr werden nur freuden gehalten/Gcnesi ZI e. Exod.>s.a.;r ». ttum r^.a. Devt.».r7.a. '-Reg l », s.c.lö.a i.Reg.,k b.;.Reg l,a.;.'.par ;o.c. Von Gpfferde» Rinder lÄencs.rr b. Leuir.18 b.rv.a-. Deut.li.c.Iüd 11.d 4.Reg ; a.is.a.«7 r-par rs.a psalitt »»L Esa 57 a Ierem.,9.a E;ech.>s.c ro d-r;.d. Von Gpffern der Gottlosen/ Genesi4 a-'.Reg ,x e. psalm.4o.a.,o b.;>.b.pro i;.a.r'.a.Eccles4. Esa.l.a.4;. c ai b-üs a-Jerem « c.7-d.i4 b Hosee 5.0. s a. S b.» a. Rinos;.b Mkch.s a Mal.i b Ecclesz4 e.Äiatth s a. Mar.ir.c Heb.io a. » Von waren/GeisAichen/vn Gott wolgefelligen Gpf- fern/ psal-4 a 17 b 4o.a ;o a ;> b.ns.b pro.n.a.Esa. ;s a.Ierem 7.a Hos.s.b.Mich.o a Eccies.;5.a.Matth. L.a.s a.rr.a Rom 1r a.phll.4 b Hcb i;.b. Lhrisi us das wäre vn d vollkomne Mpffer der Gläu¬ bigen Geues.rr.v.Eja r; b Joh >7-b. r.Lor.; b. Ephes. r-a l Johan.r a.4.b.Heb l a-5-b 9 c.ic> a. Greb vnd Sebwerden gefangen vnd eulhäuptet/ Iud.7c.Lsa.loc. VonOrm. Wer Eren hat ;u hören der höre/Matth.n-b iz s. Mar.4.a 7 b Luc 8 0.14 c Äpoc.r ;.i;. Gien vnd Augen haben / vnddoch nicht hören noch sehen wällen Psalm ;k.Ejä ;o a.Jerem x c s.b 7 b.n.a. Ereci .ir a Lacli 7 b Malih >; a.Mar.S.a-Act 7-o.rS. c preuei b.r8 a.b Gsiae der Priester/nimpt Achiorn in sein Haust/ Iuv s.b.StechrGoltesHüIffem;iet 7 c. Dom Osterfest. Von eynseyung vnd brauch dcßFests der Gstern/ Exod.ir.,; K.rz b ;4 b.Leuit.r;.a L7um s.a r8.b. Deur^ >ü a Jost b. 4.Reg.r;.c r.par.?o.a.;s.a.Esres. E;cch. 45.c.Marr.rs.a.Marc.i4 a Luc.rr.a. Das wäre Osterlamb istLhrlstus/Esa tz b Ioh.i.e» ». Lor.sb.». petr.».c.Apoc. ,;.g.,4.a. ^^pAgiel/ein Hauptmann der Asieriten L7um., IN Pastkur derpriester/schlegrvndstöchr Jere« -Miam Jerem ro a. Paulus ein Iud/destgefchlechts BenIamin/ Ron. n a Phil ; « Geboren vndaufferzogenzu Thar- so/Act.rr.a DmchächtetdieLhristen/2lct s-a.Gal.r b. i.Tim.i.b. Wirkwundeibarlich bekehret/Acr.s «- Paulus em Lehrer der Hexden/Rom.n b.i;.b Gak. r.a 1 Tim.r a r Ti>n > b predlg rzuAntlochia/Act 1;. b. ZuIconien i4.a. LuL)stlls.ia b.Lu Thessakonica/ 17 a ?rr Berrhea/>7 b. Lu Athen, 17 b- Lu Lorinthen/ »8.a.widerstehet Petro vnder Augen/Galat.r.d.warv berüffrgen Macedonien 2lcr.is.a. Ward gefangen/ri. d Waid geführergen Lesarten,-z.c ward geführt gen Rom/r7 r8. Paulus hat niemand beschweret/ Act.ro.c. - Lor.n. b ir.b » Thessr b r.Lhess.z.a. wlttgenenner Saulus/ 2lcr-7.e.s a >; a. pekak ein Son Remaiia/nach dem er pekahia er¬ schlagen harre/ ward Röntg vber Israel/4-Reg.n-c. Rriegr wider Ahas/Esa.7 a. Schlegt in Iuda iroooo. Mann/r.par.»8 » pekahia/ein Son McnaherN/warpRöntglnIsraei/ 4-.Reg.iF b. Perser nemmen eyn das ReichBabel/Dan r c.xiach der Prophecex/Esale ri.a Icrem.;o a.F».« b. VonPcrsoncnanschcn. Person sol man nicht ansehen am Gericht/rc Exov^ rr.a Leuir lo b.Deuter.i b.io.b. i-Reg is.a r Par i?.a. Sap s a-Eccles;?.c.Iob;4 a prouerd.ik.a »4.b.»S.c. Maith.ri.b.Act 'o.c Rom.» a. o.b Gal-r.a. Eptzess «. Lolossiz-b i per.» c.Iacob.r.a. Petrus wiriberüsit Marrh.4.BekennetLhrtst»im/ «s.b. Verleugner Christum vn »euwet/ro.f Mache» de« La»nengesundt/2lct ;.a paulusthursm widerstandt/ Eat r.b. ward lnGefängnist giworffeniAcror.ir.a. Pr.diger vndredei/2lct.i b r b.;.b.io c.Wird» gena» Rk ^simon/Mat th.4 d. >0 a Ioan.ro a Wirr genannt Le- pkas Ioan.1 d '.Lor.i.b.;.b.9 a.Gal r.ü wirrgenan« GtMonIonasSomMaklh.is.aIohan.ri.b. Don Pfand ncn mm. Lpsd.rr.c, Devter.r4b,Igbrr.K,r4.a.prover.-sd. Register. pstaras ward geplaget vmb Sara/Abrahäms wei- des willen/Genes.«r.b. Pharao har Träum/Genes4».b. Die Träum werden außgelegr/4».b. Pharao braucht gewalt wider Israel/vnd bringt sie kn harte dienstbarkeit/ Exodu b.Wll Gott nicht hären/ verstockt sich selbß/Exod.7-b 8.b.9 b. » Reg s.a. Ers rrinckr Mlt all seinem Heerzug / Erod»4-b. pharaons Tochter ward vermahlet dem Rönig Sa« lsmon/;.Reg.;.a. Pharao Necho fieng denRönigIoahas/4.Reg.r;.d. Verlor am Assyrier/ra-a. phanseervndpublican bäten im Tempel/L».»S. a. phariseer ladet Christumzum Mahl/Luc.^.v. phariseer werden harr gescholten / Matt;a.7.a.,s. a.r;.a.Ioan.8.d.Lcr.7.e.r;.a.ph,l.;.a. phygelas vnd Hermogenes weichen von paulo/r. Timorh » b. phllippus warderwcstlet/Act.s a. prediget zu Ga- marien/8.a.Täuffer den Amptmann/8.c. Beherberget paulum/n.a. phstippusward berüffc in die zal der Jünger/Ioan. » d.ward em Apostel Christ,/Matt ro a. Begeret ven Vatterzu sehen-Ioan 14 a. phtUster verfolgen Israel/Iud.;.a.»o.a.«k.b. « Reg. 44.0.7.1; a.'7.a.r; a.r8.a.r9.a.;«.a.r.Reg 5 b.ri.b Die Philister werden geschlagen/Iudtc.z c. i.Reg.7 b.»;.a. ,4»b.»7.0.18 c.19.a r; a.r.Reg.5 b.8.a.4-Reg.i8.a.wider dre philister/Esaieu-pc.Ierem.^.a.Ezech.rr.b. Amos ia.5eph.r.a.?ach.sa. pilarus vnd Heroves werden Freunde/Lucer;.a. verdampk den vnschülVigen zum Tod/Maltheir7.c. Johan 19 b. pinehas ein Son Eleazar/Exod s.c. Versühnet den Herrn mir seinem eiffer/vnv empfeher das ewige prte- sterthum/ Numer.rrb. Iosuerr. b. Iud.ro. Eccies45-c. Psalm.«o;.Malach-r.a. pinehas/em Son Heli/«. Regum »a Ram vmb sei¬ ner Sünden willen vmb/4 b. pnuel wucden von Gideon gestrafft darumb daß sie sm das Bror versagt Harren/Indic.8.».b. Von Priestern. Vom Ampt vnd pflicht der Priester deff Gesetzes/ Lrod.rs d ;o.a.Lemt.«o.a.rr.rr.r4.a. Num z.4 a »->.». »8.a.Deut.rr.a.i Reg.r.da par.7.c.r.par.rs.b. Ezech. 44 c Heb.s.a.lo a- Priester oder predigersolle nicht Weinsüchtig seyn/ sondern wissen zu vnderschelden dem Volek/ zwischen dL heiligen vnd vnhetligen / rcmen vnd vnreinen / Leutr. «o.a Ezech.rr.c.44.c.o.r.par.»s b.Esaler8.a.;4 a.Ma¬ tast) r.a. Von Kleidung/Zierdevnd weihung/der Priester/ Exod.r8 a-rs a.;s 4o.Le»lt.8.a. Von bösen Priestern vnd ster straff/Nvm.is. »Reg. r.c.; b rr.b.r.Reg.r.c. Esa.z c.Icrem.r.b.8.b. Hos.4 a. z.fl. Nlalach' a-l.Machab 7.a- Vom prtesterthumbder glaubigen/Exod.'s a.psal. a. Esaieo« a 6s.d.Ierem.;;.d.Hosee4.a. Rom-«r.a. ,.pet.r a.Apoc.i.a 5 a. Chrlstus/derware vn ewige Priester/,.Regum r.d. psal,09 a. Jerem;; c. Zachar.s.b. Heb-rbzar-asb. 7.a.8.b.§.a-lo.a. Von Propheten. Vom Amptder Propheten vnd prediger/, .Regum ir.b.Esaiek8.a.««.a. Jerem r a-Ezech; a.z;.a. Act.;.b. Such Hirt. Von falschen verführischepropheten/vn srer straff/ auch daß mans nicht hören sol/Deuter.«; a-,8. b.;;.b.;. Reg »; c.,8.d.rr.a-4 Reg 10 c-Nehem-io b. Prou.r8.b. Esa.rr.b.;8.b.reur.l;.a.«8.b. ;.Reg <8.c. Jere. ,;r8.rNlch.;.a.Matt.7.r4.a.Ioan.»o.a. »Tlm.;.a.4.a. r. Tim;.a.Tir.i.br.per.r.»Ioan.4.a.Jude «a. Der groß Prophet vnd Lehrer Christus wirdr ver- Hetsten/Deu».,8.b.wirdrgele,stvnd bezeuget/Marth. ;.a»;.e.Lac.7.b.Ioan.4.b.ü.a. prolemeus ward bekrieget vom Anttocho/».Mach ». b,Macht frevovschaffk mir Alexandra/dem do» Ana tiochi/Rriegt wider Alexandern/vnd stirbt/n-a. prolemeus Macer tödrer sich selbß/r Mach «o b. Publius beherberget paulum/Acr.»8. a. pul derkönig Assxrte zeucht widerIsrael/4 Reg n b DonBündtniß. Mit Gottlosen soll? sich die Gläubigen nicht verbin- d?-Exod.r; c.;4.b.Deu.7.a.ro.b.;.Reg.ro d wirt vber- trerrenvnd gestraffr/Iud.i.c.;.Reg.ro.c r parai.»9.a. Das Volck macht Lündtntß mit Gott/Ios.r4.c-4. Reg r;.a r.paral.»z.r;.b.Nehem »o b. Gott machetBünvtniß mit dem Volck/Genes 17.a. Exod.«s a.Deut.z a.Ierem ;« e. Vom neuwen Lund/ Jerem.;». e.Heb.8.b. «ob. Lhnftus das einig vnd wäre Bvndyeichen der gläu« bigea/Es»4r.a.49.b.Lucer.c.d. R. /T^HAdba wirt beIägert/r.Reg.u.a.,.par.«.a.V)irt o^V^gewunnen/r.Reg.ir c. Von Rach. Die Rach vnd widergelrung ist Gottes / vnd seiner Diener/der Gberkeit/Veßhalben sie allen verdorren/ Gen.isb.Leuir.19b. Deur.;r.e. Ecclesrb a Iud,th8.c. Psalm 7-a y b.pro.»7.b »o b.»4.b.r8.c Esa.44 b 48 c. 49.a 54 a.Ezech.rz » b. Nahum, a. Mar.s.a. Luc.9.c. »8 a Rom «r.b Galar; a- Ephes-4-a-« Thess4.a.; a r. Tim 4-b ». pet.;.a.Heb >0 c.Such verzerhung. Rabsakes einHauptmann Sanhertbs/ 4-Reg.i8 b. Esaie;s.;7.a.b. Rachel hüt der Schafsres Vatters/Gen r o b.ward dem Jacob zum werb geben:9 c. Grilr srein Varrer dre Bilder/;».b.c.Seirbrander Geburt BenIamin/zz.c. Raguelein Schwester Tobie/Tob.7-a. Rahab die w> rnn zu Jerrho/beherbergt die Rund- schaffrer Iosua Iosuer a Jacob.r.b ward sampr >rcn verwandten errettet/Ios6.b. ward vermählet dem Salmon/».paral.r.a. Marth.l.a. IrGlaubwtrdrge- rühmer/Heb», d. Ram/SuchAram. Raphael der Engel Gottes/ein Aryt vnd Geleites mann Tobre/Tov.z.b s.b.u.b. Vom Naht vnd Rahtschlägen. In zweiffelhaffren Sachen sol man Gott/sein Wort/ vnd propheren/rahrsfragen Genesis rz b. Exod.,8.b. Leu,t.r4.b. Num 9 a.15 c 27.0. Devr » c.»7 b r,.a. Jos 9-b. Iud I a,8 c.ro.r«a. »Reg.io.b.r;.a;o.a.r.Regr.a- z b.rr.a.; Reg '4-a rr a-4 Reg.;.a.8.a d.rr b.r par.18. Psalm.»19 b pro.;.a. Esa.8 d 9.a rr a 45 b ;o.a. Jerem.;7.a.4r.a.Ezech.»4.a. Zach.7». Eccles8.b.sb. 17 4 4;. b.Tob. 4 b.Luce»s.c. Beiden Todren/Zäuberern /vnd falschen Propstes ten sol man n,rRastt suchen/Lemr.»9 c rL.a Deur.,8 a. » Reg.r8 a ;.Reg.rr.a.4 Reg.ua ; a.r paral.«8.a. Esa. 8-b.Dan-r.a-4 a.z-a. Gott bricht böse rahkschleg Gen.,» a ;7.d ro b.Num. rr.r.Reg.,r «7 b Nehem-4 Hest.7 b.Iobz b.psalm r.a. r».b.;; a b.Esaie7.b.»9.».Matth.r7.e.Acror.r.b.sa r^» b.r7 c Razis ein standhaffrer Jüd/tädt sich selbß/r. Mach. >4-d. Rebeca/ein Tochter Bethvels/Gen.rr.c. wardver mähletdemIsaac/r4.f.GebterrZwilling/;r c- Rehab/ein Vatter Ionadab/deß Freundes Jehu/ deß R-önigs Israel/4.Reg.,o.e.Die Rechabtten sinvg« horsamsrem Varter/Ierem.;r a. Reguel/Süch Jerhro. RehabeamderSonSalomons/wardRöniginJu^ da/; Reg.»r a.Von>m fallen dre zehen Geschlechte Ist» raels/ir b Gott verbot sm wider die zehenGeschlechr z» ziehen/r.par.u.a ward vöm Sisak/ dem Rönig Egy- pti/bekrieget/,r.a Srarb/;.Reg.'4 c.w,rtgenant R»B boam/Matt » a Ließ nach sm Abiam/;.Reg.»r a. Von Khristi vnd Gottes Reich. Vom ewigen/Geistlichen/vnd inerlichen Reich Got- tes Gen.49 b Num.r4.b.».Reg.r.l>.7 b.».par.,8.d r<>. a psal-r a.4 b. 9.b rr.c.7» a.'09 a.144 b Esa s a ".;r b. 4o.a4r.a Ier.;;.c.Ezech.;4.c.;7.c. Dan.r.e.4 a-7-c 9 c. Hos.;.a.Mich-4 a r »-^ach s b. Mattst.»;.Luc.» c ir.e. rr.c.rz.a.Iohan.L.b «r b.ib.c.i.Tlm.i.b.Heb.» a r a. Don Reichen. Wie sich die Reichen distr Weltgegen den Armen zu b y hal'en halt?« pflichtt'gvttdschiildlgseyen/Leukt.rz.d.Deuter. I. b.iz ü Eccles4 a 7.c.ii.b.r9.b.;i.a.Iob;l. b Psalm ar. Prouerb.r4d.l7. a. r9.b rl K.rr tr.18. c.;o.a. Eccles, n. a. Lsaie;; a.Matth.s.a.s c.Lnce>4.b.is.i8.c.Acr.r.d.4 c. »Timor, ab. Voneitelkeit vnd Verachtung der Reichthumb/vnd das darauff nicht;» hoffen/ psai. ;9-» 49 5> a-prouer. ro a.il.a.d.is b rr.b.r;.a.r8.a.b.;c).a.Eccles x.a.a.Esa-r. Jeremie i^ a rr.c.Erech ^.c.Tephan.l.c.Eccle.x. a.io.a» Il. b 14 a l7.a.r> a. Macrh. 9 » iz.a.iK.c. Luce8 b.li. b.l. Timoth.a b Iacobr r. b. Von vnv wider dre Gottlosen Reichen/i-Regnm r; a. Job ro.b.r^.prouerblorum rr. b. c. r8.a. b. Ecclesiastes a.a.Esaiex.p.b Jerern.i; c.Anros s.a.8 a- Habacuc;.». Luc.a.c.ia.c.Iacobl? a. Gucjzvon Geiy. Reson ein Widersacher Israels/; Regum » c. Rezin/RönigzuSyrien/zeucht außsampt dem Rö¬ ntg Israel wider Iudam14.Reg.ls.». Esaie7 a ward VMbbrachr/4 Regum,s.b. Don den Richtern. VonAmpt vnd g> walt der Richter/ Exod.18c.r1. b. rr.r; Leult.19 d 14.b Deuter, i.b17.18 b.rz.a.17 b.Ios 7 c > Regum s a n.» r Par >9 b Eccles-o 41a Psalm. Lr-Prouerbioruin 8 a :4 b r8.c Esaiex a.10.a Jeremie zd. Luc >8 a.rz.a Ioan.7.b.8.b.Iacob.r.a.Such Gber- kcyt/ Vrrheilen. Richter in Israel haben geregtert 45o.Iar/Actorum Gott ist ein Richter aller Welt/ vnd widergilr scdem nach seinem wege/guts oderböses/Genes 18.c. Deuter. ro.c.Iob ;4.b pszim 7.b 94 Esaien.a.Ecclzz.c.Mat- thetia.c.r;.c.d Rom.r.a r.Tlmoth.4.b.Hebr.ir.c. Rt;pa/ Gauls Rebsweib/wardvom Abner beschlaf fen/r.Reg.;. a. Verhüt die Leichnam der gehenckren/ r».b. Rodochusetn Verrahter/r.Machab.tz.c. Römer verbinden sich mir den Jüden/ i.Machab.«. S '4-b. Von Lob derRömer/8 a- Das dte Römer Jerusalem vnd den Tempel zerstö- renwerden/Num.r4 b. Esaier-a-s.b.Daniel 9. c.n.d. Luce19.sIoan.li. d. Ruben dec erste SonIacobs/wardgeboren/Genes ro c B.stecketdas Bett seines Valters/zr-c.Darumb verlor er sein erste Gcburr/49 a.i paralip.a.a. Begerk zu errercen seinen Bruder-Joseph ;7.c Verbürget sich semem Varrer BenIamin 41.c. Dte Rubemren wer¬ den erftlicl) in ireRuweyngesyt/ Numerl;r. Deuker. ;.b 19 a.Ios l.b.1? b. werden auch vor andern vbel ge- schlagen'4 Regum 10.c.Vnaußirem Land vertriebe/ vnd hinweg gefünret /15 c. Nach der weyssag/ Genes 4s.a. Richten ein Altar auff/ Josu.rr.b.Grrelten wider die Hagarener/i. paral. s.b. Ruth ein Moabltln/Ruth.i. a.Wardein Eheweib Boas/vndMktrerObev/Ruch.4.l.paral.r.a.March. i.a. Don Reuwen. warem Reuwen/widerkehr/vnd besserung/ist ver¬ sprochen Gnad vnd Verzeihung/ Deuter. 4-c.;o.a.z, a. r.paral.7 to.a. Jobn b.rr.b.prouerbiorumr8.b.Lsat'. , zo.c z.b.Ier-t b.i8.a r9.b ;i E;ech.;.b.is.c.i8.c.zz.a b. Hosi4.a.IoheIr.b Jone;-b.Fach i.a.Ack.z b. Exempel warerReuw/Iudicum 10 b.r.Regum >r b. r4.b r.par ir.a.;;.b.Ione; b. Judith a-.b-Matth-rs.c. Luce7-d i; c.i7 b.i9.a.rr.e.r;.d.Actoc.r d. Exempel falscher Reuw/Genes4br7.c. Exod. 8. a. 9.c.lo.c.Iosue7 c.Iudlc.i.b.i.Regum 15.0.14.;. Regum i;arl.c.Gapient.5.a.i.Mach.6.a.r.Mach.s.b.Marth. r7.a.Acrorum8.b.Heb.ir.b. Dom Sabbach. En.r.a.Exo.i6.c.ro.b.r;.b.zi.b.;4.a ;5.a.Lem't'. I9.a.r; a-i5.a Num.izc.rZ.b.Deuter. z.b.Esate a ;8.c.ss. d. Jeremie 17. c.Ezech.ro.b.c.rr.a. Nehem.i;.a.l.Mach.i.d.r.c.r.Mach. rza.Mak. >r.a.ti>arc.r.c.,.a.s.a.Luc 4.b.6.a.l;.b.i4.a.Ioan.5.». 7.b-9.b.2sct.i;.d l5 b.18 a.ro a. Galar.4.a Lol.r.b.Heb. 4. Sacbartas/der Son Jeroboams/ ward Röntg in Israel/ 4. Reg. 14 b »5 a. Sacharins ein son Joiada/oder Barachte/ward ver stelnlgr/r.par 14. Marrh-r;. c. Gacharlascln VatrerIoannisdeß Tauffers/Luc. r.a. Gaduceer leugnen die Ausserstehußg Vök Todtcn? Matlh.rr c.Act.4 a ;r.a. Luc.ro.c.Mar.ir. c. Gallum dec Son Jabes/nach dem ec Sachartam er, schlagen/ward ecRöntgtn Israel/ vnd, auch erschla¬ gen^ Regum,5b. Sallum etn Son Joste deß Röntgs Iuda/l.paraltp. z.b. Galmanassar zeucht erstmals wider Samaria/vnd führet Israel sampr sreni Rönig Hosea gen Assyrien/ 4.Reg.,7.a Abermals/ >8.a. Esre4». Salmon/etn GonNahasson/ hat geboren den Boas von der Rahab/l para! r.a Matth 1 a. Salome/ein Mutter Ioannis vnd Jacobi/der Sön Febedei/ Marc.15.c-1s.» SuchFebedeus. Salomons/ deß Sons Daulds/Geburr vnd Name wtrtverheissen r.Reg 7 b 1 paral-r;.».Wittgeboren/ vnd vnrer die Hand Nathans gerhan/r.Reg.z.b ir.c. ward gesalbt zum Rönig vber Israel/;.Reg.i.d Gort erscheinet im zu Glbeon von dem begerer er wetßhetr/ z.a r.paral l.b Enrscheldet dte zwey Weiber/; Van sei¬ nen Ampileuten/Herrligkeit/haußhaltung / vn Weiff- hetr/4.r. paraiip 9-a. Verbindet sich mit Hiram dem Rönig Tyri/;. Regum 5 Bauwer den Tempel/Such Tempel. Gchencket Hu am zwenrztg Starr/;. Reg9b. Fu sm kompt dte Rönigin von Gaba/lo a B-ruwet eine Höhe dem Lhamos/n. a. Machet zinsbar dieLa- naniten/r.paral.8.a.ward;umandernmalA önigge- lälber/i paral.;o c.Sla» b/;. Regum li.d.Ließ »ach sin seinen Gon Röntg Rehabeam 14 .c. Samaria/ nachmals etn Hauptstatt derzebenGe¬ schlecht Israels ward gebauwen/;. Regum is, b ward von Syrern belagert/ ro». Abermals von Syrern be- lagerr/4.Reg s.c.ward vom Assyrier biß rns dritte zar belagerc/gewunnen /vnd hingeführer/17 a- wivec"Sam«riamwirtprophetiert/Esaie8.a. s b. E;ech.:;.Hos8 i;.Amos;.b Mich.,.». Samaria woir ntchr annemmen Gottes wort/ Luce §. e.Nam anGotrcs worr Actor.S.a. Der Samaritan erbarmet sich deß verwundten/Ln- ce-o.d. G>. 'narrtln red mit Christo beym Brunnen/Iohan- NiS4-a. Samgarein Richter tn Israel / schlecht sechst hun¬ dert Philister/ Iudlc.; c. Samuel ward geboren/t. Reg. ».ward bracht dem HERRN zu Silo ,. ward beruffen/;. b. Berüffr das Volch gen Mtzpa/vnd bittet für sie/7.4. Setzer seine Sönzü Richtern/ 8.a Bezeuget seine vnstrafltgkelt/ »r.a. Er würget den Agag/15 c. Gttrbk/rz.a. Saneballar/der Statthalter zu Gamarien/verhin¬ dert denBauw deß Tempels Nehem. 4 » s. Sanherlb/der Assyr ter Rönig/zeuchtwiderdie Statt Iuvavnd gewinnet sie/4.Reg 18.br. par.zr.aLesterc Gort/Esaie;s. Ram vmb/4^RegttMi9.c.Lsale;7.d. Nach dem worr/ro. c.p.b ;;.a ;s.b. Sapphira leugtdcm heyligen Geist/ Actor.za. Gara/ein Tochrer Raguels/ward vermahlet de To¬ bi»/Tobie 7. b. Sarai ein Weib Abrahams/Genes »i. e wardge- nannt Sarah/l7.b wardgeführet zum Abtmelech/ro. a.Starb/r;.a- Sarrezer/Guch Adramelech. Saul geborn auß dem Geschlecht NenIamin/suchet die Eselin/1. Regum 9 a ward von Samuel gesalber zumRömg vberIsrael/io a n b Ac.»;.b Nach befelch/ i.Reg.9.Schlecht dle Ammoniter/il b GpfferrBrand- opffer/i; b.warvngehorsam verstimme Gotres/iz ». ward verstossen vom Reich/,;. b ,5. c. rS. b. Lin böser Geist besaß sn/ls.b.l8.c.l9.» Verfolget den Dauid/i8.b. ,9 b.r; b Eiwürgtdie Priester deßHerrn/rr.c. Suchet Raht bey den Toste/rS b-Erstach sich s lbs/;, a ward begraben/b. Seine Sön werden erhenckt/ r. Regum ri.a.b. Saulus verhütet die Rieider/ Actorum 7. e. Such Paulus. Sceua deß Hohenpriesters Sön beschweren Vie Teussel/Accor. l,.b. Dom Schatz der Gläubigen. Die Gläubigen suchen nicht srrdische/sondern Himlst sche Schatz/ Gap. 7-b.Syrach l.b r9.b-Tobie ir.a.pro. 8 a l5.a b.;.Reg.; b. r.par.l.b Es»-;;- b.Marth.s.»A.par»l.;.b. wirdt ge^ nanntSalathiel/Marrh., b. Seba vnd Greb wurden erwürgr/Iud -7 c. Gebah vnd Zalmuna/bevde Rönig der Ml dianiten/ Iudrc S.b. Seba ein Auffcührcr'ward enkhauptet/r-Rea.ro.b. Sebena/ Such Sobna. Sebul ward ein Vogt zu Sichem/Iud , c. Sedechias/eln falscher Prophet Ahabs- z Reg rr.b. r.paral.,8 b ward verbrannr/Iereu, rs c. Seleucus/ein Röuig in Asien/r.Machab z.«t. Von Seligkeit vnd ewigem Leben. Seligkeit wirt erlanget durch den Glauben vngne- VigerwahlGottes Esa-rz.a. !lfatth.:o.b.,s.c. Mar 10. e.Johan z b.z.c.ro.c.Äct r-b.iz.a b.m.c. Rom.r.b,o.a. Ephes, a.r.a.'.THes; a , Tycsr.b r.Tim.l.a b. Tlt.i. a.; a.l.per, b.Heb 5 a b. Von frölichem vnd herrlichem wesen der Seligen/ Sap.;.a-r a Esr ix.a.zo d.^y.c 20.64.« Iercm.;, a.b- Dan ir.a b Matth.,; d »s.c.:z.c.Mar. rr.c.Luc s.c.rü.c. rr.b.Iohan.is.b.i7.a.Ro!n.8.c.,.Cor.r.a ,z.c r.Lor.rr.a. » Trmorh 4.V » perr-i-a ; a.Heb.,o.d.,;.d. Jacob.,.b. 2poc.r.;.r,.rr. Seina,a der Prophet.ward gesandt;» Rchabeam/ z.Reg rr.c.r.paral „ a.ir. Semehas/eln falscher prophet/wardgestraffr/Ie- rem-rs-d. Von Scnfftmütigkcit vnd Rcuwe. Nuin.„.a.Ios.7.c.'.Reg.7x. ;Reg.,r.s. Eccles,, pro. »s.a.Marrh;.a.„.c.Gal.6.a.Eph.s4 a- Gerah zeucht außmrr Hecrskrassc wider Iudam/r. paral 14. Sergius Paulas bcgert von Paulo das Wort Got^ tes zu Horen/ Acr.,;.a. Slchem/decSonHemor/schwecht Dinam/Gcn.;4> „.ward gestrafft/ ;4- c. Gicbein ward zerstört/Ind.s.e. ward wider ge-s bauiver/z-Reg tr.c. Wirtgenannt Slchar/Isan.4 a. DonSigvndTmmrph. AllerSigkomptaileinvon Gott Gen 14 b. Epod. 17 e. Deuter.r.c. Iosueu a- Iudrc 7 a. i.Regun,,4 a. »7.d.r.paral.i4.,6.b.r4.c.r; c. Psalm.i,8.b. prouerb.r,. c.Iuds-b. Wenlg sigen wldervlel Gen '4 b-Iud 7.a.Ios„.a. ,.Reg.i4 a.r.par.,;.,4 r4-c.,.Mach ; b. Nach eräberrernSigwirdt gehaltenfreudvndTrr^ Ulnph/Numer.z, c.Iudirh ,i.f.»4. ,-Regum,S.a. r.Ma-- chab.;.a. Gihon/der Amorirer Rönig / wolc Israel nit g estat^ tendurchseinLand zu ziehen Nu.r,.b.Deut.r.c. ward geschlagen vnd vberwunden/Num/u.c. Silas ward gesandt Mlt Paulo genAntiochien/Act. rz.b Reiser mit paulo/iz c.,s. Bleibt )uBerrhoen/,7.b. Romptgen Cormth/r Csr.r.c. Silo, su Si lo was dte Lad Gsttes/Iosue lZ.c.ro.c.r. Reg.1a.4 a Zu Silo ward gehalten eruTagdest gan-- tzen Israels/vmb der Rndcnitcn willen/Iosrr.b.Gilo ward zerstört/l.Reg 4 a Jerein 7-b. rs.a. Güuauus/etn Bischoff;» Lorinth/r.Corr.c. Grmet fiuchec dem Rönig Dauid/r.Reg rs.ab.^rnbt gnasbeim Daurdns b. wardauß Davids befehl er- schlagen'z.Reg.r.bd. Simeon ward geboren/Gen.rs d. Erwürget sampt Lem die Sichemiten/;4.c. Darumb wurden sie vom Varrer gestrafft^s-a. ward ern Bürg gclasfei» in E- gypten ^r b. SrmeonmmptChristum auffdle Arm/Luc.r c. Grmon vonBethanrenbeherbergerden Marth. r6.a.Mar.i4.a.Luc.7.a.IoaN.ir.a. SrmonderZäuberer/ ward verbannt/Act.8.a.b. Simon derbruderIude MachabeiwardemHaupk- mann derIüden/i.Machab.i;.a.,4.a b. ward sampk seinen zweyen Göncn erschtagen/rs.c. Ließ >. Machab. r.d^rb,o.g.r.Mach.i4.b. Slmon/derBeniamtt/verrrchtde Schatzdesz Tem¬ pels/,.Machab ;.a-4-a. Simon-von Lxren rregt Chri sto das Creuy nach/ Matth.r7 c.Mar. iz.b.Lucer; c. Glmn/samprder Moabltln/warderstochen/NuM. rz.b. Gimri der Rönig Israel verbrannt sich selbst/;.Reg. >s.a. Slmson ward geboren/Iud i; b. Nach verhelstung/ ,;.a.WerbetzuTlmnath/vnd zerreißt den Löwen/14. a-Beleidiget die philister/'k.a Ram vmb/is.c. Slphrrer verrieh^e den könig Dauld/,.Reg.r;.c.rc>.a. Grphra vndpua/zwoGorrsfürchtlge Hebammen/ Exod. ,b. Sxrta Herlschct vbcr Israel/Iudlc.; a b.Wardge- schlagen/vndDauld vnderrheiug/r.Reg.S.a. Heissen den Ämonrren wider Danld/io.b.'werden rn die flucht geschlagen/io.b Ziehen wider Israel/;. Reg.ro. a-wer- dengeschlagen/ro.c.Gtreiten widerIsracl/4.Reg.-7.s. werden mit bllndthel c gesch!agen/v»f geführt gen Ga-- marien/6 a b.FliehenderschreekrvonGorr/7-a Ziehen wider Israel i;.a. Rommen vnderdre Hand lssuc/4. Reg.is a widerSxrien wirtprophetlert/Esaie^.a. Jerem 4-, d.Amos 1 a. Gisak der kömg Egxpti führt hin dre schätz dest Tem¬ pels vnd dest Röntgs/;.Reg >4 c.r.par.,,. Sissaracln FeldhauplmannIabln/Iud.4 a. RaM vmb/4 b. Go/ein RZNig l'n EgxpteN/4 Reg.,7.4. Gobna der Verrahrer/ward seines Amps entsetzt/ Esa rr d wrrtgenannt Gebena/4 Reg.8.c. Sodom vnd Gomorra werden bekrieget/ SLN 4.a. werden vmbkehrer/,s b.Nach dem wort/ls.b. DerSodomirerSund erzchlr/vnd vrsach/res ver-- derbcns/Ez.-ch.is.e. Sodoma vnd Gomorra strassvnd verderben/allen ungläubigen vno vnbußferrtgen zum Exempelbekal-- ren/Esa.,; b.Iere.4s c;o.e E>ech.,s e. Gap.lS.b.Gxr, ,s.a.Luc.i7.c.t.Lor.lo.b.r.per.r.a.b.I)Zd.,.v. VonSorgftltlgkeit. Wider sorgfeltigkerr aller nocrurfft / Leibs vn See!/ Exov.;4.b.Leu>t.rx b.Deut.Z.a.Iob 7.a.ps;5.c.i4x.b. pro lo.a e.,;.b. March.-z-to.a 1; c.,6 a. Luc 8.a.lr.b.,4. b.rl.p.i.Loc 7.c.phll.4.a.».pet.z.a.Heb.i; a. Sorobabel ein sou Sealrhiel Nehem „ a. Mat r a. Luc.;.b. Erneuwert den Tempel dest HEDrRN / Este ; Lccles4s.b. Wirdtgenannt Berechias/Nehem s.b. Diserhatgeboren dettAbiuo/Mallh.» a. Sosiparer/ erntreuwer Gefert Pauli/ Act.ro. a. Gosthenes/ ern öbersrer der Schul,ward geschlagen/ Act'L.b. Von Ssiciß. Von Speisen/so Gott den Juden verkokten/Exov. :,.c rr.c Leult.;.b 7.b.ri.a.i7.b.is.c.rr.c.Deuterar.b.i4, a.i.Reg.14. d. E;cch.44-d- Von fre) helt der Speist Gen.,.c.;.c.y.a. Mat.iz.a.b. Luc.io.a.2lct.io.a >5.c Ronr.14, Cor.s.io.c.Colossr.b» Tit.i.b.Hebi;.a. Speist vnd Tranckso! man mit dansssaguttg messen/ Leuir.r;.d. Deurcr.8 b. l.Regum s.b. Matth'4 b.,;.c. rs.c.Mar.S.a-Luc.s.b.Iohan.s.a. Act.i7.c.,.Lor.,o.c. ,.Tim.4a. Die Hungerigen so! man speisen/Deutrza. I»d.8.a, ,.Rcg.rr.;i.a.r.Reg.,s a Matth r; c.d. Srephanus ward erwehlt/Acr.s a .ward verklagt/ s.b. Veraiitwortung/7. ward verstcinlgt/7. e. Vor; stmidkfcsic / künheit vnd tapfferkcit der Gläubigen. i.Reg.,;.b.,7 d.r.Reg«m,r.a.; Reg.,8.a. 4 Reg-; b. Gap.tch. Iud ,; «---Mach., e.r.Mach.s.c.7. Dan.z.c« Matth.,4 a- Act.4.a » Thessua. Von Straffond Warnung. Von Brüderlicher Straff/warnung vnd vermah-> nung/Gen;7 c.Leuit.rs b.psal,4l.a prouerb.,.a.s a. ,o.b n.a.i;.c.i5.c.,7.b.c.rr.a.r4.b.r5.K.r7.a.r8.c.rs.a.Ec^ cles7-a.Hos.4.a.Eccl.l9.b.roa.rl.a.;r.b.Mat.'8.a. L». ,7.a Gal r.b s-S.r.TlM.z.a.r.Tim r b.Heb.z b.Iac.z.b. b tH Strass Acgistcr. Straffderbösendienetzu furcht vnd Warnung den guten/Deut.i; b ry b-ls b-r».c.pro.»9.c.»».b.Ecclesr;.c. Acr.z.a.».Tim.;.b. Der straffer sol vnsträfflich seyn / Matt.?.». Luc s. d.Iohan.8.a.t.Tim.;.a.Tit.,.b. Suchoth/vmbvaß sie Gtdeonspeiß versagten/wur- denhartgestraffr/Iud.8.b. Sunamitin auß erwerben Elisa/gebiert einen son/ 4. Reg-4.b. Sonn vndMon wurdenerschaffen/Gen.i.b. Stund still/Iosue .o b. Sonnen scharren gehet hinderstch/4. Reg.ro.a. Verlevret 1 reo schein/Matth.r?d. Mar >'L.c. Lucerzd. Don Sünd. Don vrsprvngvnd Herkommen der Sünd/Den.rb. z.aRom.xb.14 c.l.Lor.iL.c. Sünder find alle Menschen/Gen.s». Job ,4 a. »rb. plal.i4.a.s.a.pro.rr.b. Lsa.4;-c.k;.a.s4.a.Rom.;r.». Such Gerechtigkeit. Sünd kan kein Mnsch/sondem allem Gokk/verzechen. Exod-;4-a. psalm.'sb.;; ü rt.a.»o;.Esaie4;.c.44.c. Jeren» ;l.e.;;.b.Mich.7-c.Dan.9.b.Syrachr.a.Marth. 5. a.Mar.r.a.Lucz.c.Such Bekannten. Daß ein stder sein eigen Sünd vnd missethat tra- gen/vnd ketnerfürdenandern stehenwerde/auch nicht der Sonfürden Varrec/noch der Vatter für den Son/ Deurer.r4.b- 4.Regunrr4.a.r.paralip.r5.a.Genes.i8.c. Num.ia.b.psalm.c>r.Ierem;r c.;;.c. Ezech.;.b.i4 b.,8. c.Matth.»s.c.r;.a d. Roman.r.a.l4.a.i.Lor;.» Lor.;. a.Galar.§.s.Loloss;.b.prouerb.5s.a.n.a.i.Regutt».rs. Ephesö». Sünde scheidenvns von Gott/vnd verbergen sein Angesicht vorvns/daßernichterhöret/Deut.zl.b.zrb. Esa. i.8.a.57.a.5sa.64.a.d.Ierem.r.b.;;.a. E;ech.;?.c. womit einersündiget/damic wirrer gestraffr/Exod. ,8.a Sap.nb.Rom.i.c. Sündwirt nachgelassen vnd verziegen durch Lhri- stum/Esa;; Dan s.c.Matth.r.s.a.ri.c.ro.e.r6.c. Mar. ».». Luc.r4.d.Iohan.i.c.Actor.to.d.l;.Roman.4.c.;.a. ».Lorinrh.ü.b.u a.r.Lorinth r.c Galat.l.a.Lol ..b.r.b. ».Tim.l.b.Tir.r.b l.pet.l.c.r.c.; b.4-a.l.Joan.l.b.r,;.a. Heb.l-a s b-Apoc.l.a. Von der Sünd in Heiligen Geist/Mattharc. Mar. z.c.Luce.r.a r.Iohan.s b.Heb.s.a. Von Sünden so zu Gott vmb rach schreyen/Gen-4,a. »8.b.Exod.»».c. Eccles.;;.a-Iacob.;.«. Sünden wider vns begangen/sollen wir verzeihen/ Such Verzeihung. T. Vom Geistlichen Tempel vnd hanß Gottes/welche« die Gläubigen sind / r.Reg-7-b. prouerb-s». Hag.r.a. Matth.?.»« b. Johan.rb. ».Lorinlh.;.b.6 c. ».Corinth. 8 b.i;.c.L«c.8.b.r;.a.»r.c.r.LortNth.4.a « b.Ephesl ü.a.».THeffr.c.r.pet.;.aApoc.r. Deß Teuffels gewalr ist von Gott/; -Reg.rr.b.r.par. ,8.b.Iobl.a.r a.Matth.8.b.Mar ra-Ephesr-a.Colos ,.b »Tim.r.b. Von verlierung seins gewalts durch Lhristum/Gen. z.b. » Reg.»?. Esa s.a.i4.b.r?.a.;r.a.2ach.;.a. Matth. ,r c.Luc.io.b.il.b.Iohan.ir.c.Lolosl.b r b t-Tim » d ». Johan.;.».Heb.r.bApoc.»r.ro. Die Teuffel werden außgetrieben/M»tth.8.b.s.c.,r. b.i7.b.<.Lu.4.c.8.as.d.»o.b.»z.a. Acror.;.b.»ö.b. Jacob, »b. Die Teuffel haben erkannrnißGottes/Matth.S.b, Mar.».b; b;.a.Luc-4.c.8.c.Act.»9 b.Iacob.r.b. Thabira ward aufferwecker vom Tod/Act.sd. Thaddeus/Such Lebbeus. Thalrnai einRönig;»Gesur/r.Reg.»;.c. Thamar ward schwanger vö Juda srem Schweher/ Sen.;8.c.Gediert Perez vnd G»rah/;8.c.4s.b. Thamar ward beschlaffen von Amnon srem Bru» der/>Reg.»;.b. Thamar/ein Tochter Absoloms/L.Reg.»4e. Thara/ein Vatter Abrahams/Gen.»» c. Thebezward belagert vnd gewunnemIud s.e. Thekoitin/ein wunder kluges weib / trat für David/ r.Reg.»4.». Theuvas/darumb seinsach nicht auß Sott/gieng er zugrundt/Acr.s.d. Thibni/etn Röntg inIsrael/;.Reg.is.b. Thiglatpillesser zeucht wider Israel/vnd fürts ein» thetls in Assyrien/4-Reg.i;.c. Thola/ein Richter in Israel/Iud.io.a. Thomas der Zwilling wolt mit Christo biß in tod/ Johan, ii.a.wasvngläubig/ro.c. Timotheus ward erschlagene. Mach.»o.c. Timotheus ward beschnttten/vnd reiset mit Paulo/ Act.lS.a ward von Paulo gesandt gen Macedonien/ »o.d. Titum den Heyden wolt Paulus nicht lassen beschnei» den/Gai.».». ward ein Brschoffzu Lreta/Tir.».a. Tobias ein fromm Mann/Tob.».a.wardbiindt/r. h-ward wider sehend/»».b. Dom Tauff. Gneynsay/brauch/vffbedeutung deß Tauffs/ 6) ^Matth;.r8-b. Mar.is.b.Luce;.». Johan.;.». >^^Act.t.a.r8.a.s b.lo.a.»6.b.i8.a.is.». Roms». i.Lor.l.b.lr.a.Gal;.c.Ephes4.a ;.b.Lolos.r.b. Tit.;.».» pet.;.b. Dom Tempel. Wenn/wie lange zett/vnd in was Form/der"Tempel gebauwrwordesey/z.Reg.s.?.» par.;-4- Verheissung/ ».Regum 7-b.ward gebauwetdurch hülff der Heyden/ ;.Reg-x-ward eyngewcihet/; Reg-8.r-paral.7- ward entweihet durch denAhas/»-paral.r8.c. ward wider geheiliger durch Ezechiam/r-. ward entweihet vnd widergeweihetdurch Manasse/;; b. ward verbrant/ 4-Reg.r;.b. Nach den» vorgesagr/r paral.7.ward wi¬ der gebauwer/». Este l.;.4-x.ü.s. ward beraubt vnd angezündt/l.Machabeorumi.c. ward entweihet/l-d. ward geseubertvndgewethet/4-d.e.r. Machab.ro. a. ward auff den boden hingeschleiffr vnd verbrannt/ Nach dem vorgesagt/Marrhet »4.«. Mar.»;.». Luce is-d rt.a-Actor.7-e. Wider den Tempel ward prophe- ttert/Leuir.rs.c.;.Reg.s.b.4.Reg.ri.a r.paral.7. psal. 7;.«. Lsaiess.a, Ierem.7 ».rs,», Amos».Mich z.b. Sachar.u.a. Dom Tod vnd Sterben. Der Tod ist ein straff der Sünd/Gen.».b.;.b. Rom ;, b.s.b »Lorinrh.tz.eLphes.r.a. Coloss.r.b. ».Timorra. Iacob.t.b. Der Tod/auch ziel vnd tagdeßTodes/ist auffgelegk allen Menschen/Deut.;t.b.Ios.r;.b.t.Reg rs.Iob 14.a. psal 88.Eccles;.a.8.a.l7.s.4l.».Iohan.7.c.8.b. Rom. z.b.s.b.Hebr.sc. Die stund deß Todes ist vngewiß vnd verborgen/ Eccless.Matlh.r4 d.Luc.lr.d. » Thessz.a Iacob-4-b. VonRlagvndBegrabniß derTodten/Genes; b.r;. rz.».;r.c.;7.d.47.c.4s.c.5o.a.Leuik.lo.i9.c. Numer.rs.b. ro.c Deut.,4-a.r8.c.i.Reg.t;.c.l6.a r;.a-;>.c.r.Reg.i.a-r. a.;.d.io.a.tr.c.l4.a.ts.a.rl.b.;.Reg.»;.c.4-Reg.rr.c. Ec- clesr.c.rL.a.;8.b.Tob.».b.4.a.i.Mach.,r.d.»;.b.Iob».». Ierem.;4 a.Marrh.s.c.Luc-7.b.Acr 8-a.s-d. Die Todren werden aufferweckr/,-Reg. »?.c. 4. Reg. 4-d »;.b.Matth.9.c.r7-d.Mar.z.c. Luc.7-b.8.e.Iohan. »».bc-Acr-s-d-ro-a. Dec leiblich Tod der Gläubigen ist ein schlaff/ Deut. ;t.b. Marth s.c. Johan.,» b. Acror.7.e.»;.c. ».Lor.u.c.«. Thess.4». Den ewigen Tod hat Christus mit seinem Tod »ver¬ wunden/Esa. r;.». Hos.»;.c.Rom.s.a. ».Lorlnrhudr. Tim.r.b. Heb.r.b.Apoc.r». Von dene so ßchsetbßgetobt Haben/Iudas.c. ».Reg. Mgrstcr. ».Aeg.'7-e.; Rcgvln,s,g,r.N7achab.t».b.«4d. Matth. »..^egumr;.c. »7 a Acr.»s.c. Marth.rs.b. Lsaierr.b. r.Machabza. 4.e.«o.b.'zö. Den Todscblag/Mordk/vnd Blutvcrgicsscn. Gen-4 y.a.;7 d Exod r.b.ro.b.rr.a. Leu.r4b.Num. »4.b;k b c Deuk-Z.b IS a r».a.r7 c. Iosroa.Iud.sa-1. Reg 18 d r Reg-4-b ; Reg r a 4.Reg xandrinischer Rriegflma/1/1.Mach. »I.d Verriebt Iudam/n e. Ward ineincivig am Si- won/>;.b.Ecmordr Anrlochuin/denso»Alexanorr/iz-c. Von träumen. Don Versuchung. Gottsol man nicht versuchen / Exod «44.17. a. Lenk, s.b Judith 8.bMatth.4 a I Lorinrh 10 a. Gott versucht die semen daß ers beware/Genesrr.a. Lrodizc-isa rc> b. Deut 8.a «;.a. Iud.r b ;.a. r.par. ;r c Jobi b.Eccles; b.Esa.;o4.Sap.; a Ecclesr.g.i7. b.Tob.r.b.Rom r a-r petr r.a.Iacob.i.a. Don Verzechen. Lem Nechsten so wider vns gesündiget/sollen wir verzeihen Eccles.r8,a.Marrh.5.s.lii.b.Luc.i7.a.Ephes; 4.b.;.a.Lot;.b. Von Vieh. Viek/vK vnvernünfftige Tkrer/sol man nicht ;u Kart Halren/Gen.;; b-Exov rz d.Num.».c.Leurer.5.b.«4.b, Ii.bprouerb.ir.g. ' Durch Traum vnd Gesichte handelt Gott mir »en Gläubige Gen ro.a.18 b.;,.c.;7 a.40 b 4< a 4« a. Nu- mer an b.r; ;«.a.Esa 5. b r8 b. Ezech.is.e. Dan 5 a Gsee 4 b-Habac.; a Eccles 19 a.r;.a.;i.b.;s b. Judith.»; a-« Mach m gescheidcn/Hclr.i.a.b. Don Verdienst vnscrcr Wcrckcrl. Deut.» a. Matrh.ir a »s c.ro.a.rz a- Luce «;.c.«7.b. Joban >4-a »;.a.Roman.z.b.4.a.8 a § b.u.a. Gal.-.c. ;.g.Ttt ; a. Don Datter vnd Muttcr/vnd den Eltern. VomAmpt vnd gcwalr Vatter vnd Mutter gegeir sreRindcrn/Gcn.»8.b r«.b.:4.a r;.a.; ;..a Exod «o a.i». c.»;.b r» b Levit »s c Nu ;c>.a Deut 4 a s b «I b r».c rr. b ?r c.Ios4 h.i.Reg r.d.;.b.; Reg.i.a r a Job i-a;r.a. psal-78.a prou.'.a-4.a 5 a« d «; c. »s.d.,- b ro rr a.r; b. r7.c.rs Eccles.a ;; c 4r.b. Tob.i.a 4.Güsan i. a-i Mach r e.r.Mach.s c.Matth «o d.Acr.lo.Ephess, a Lol ; b r. Tun.; a.Tlt.r a. Von versto.'kung vnd vechernmg sein selbß/auß ei- gcnem mukwulen vnd vnglanben/Erod 7 a-L.b s a. Deut.rs b.i.Reg 6.a.4.Reg <7.2 par.;s.a. Nehem.s-v. Jobri.a.rr.a psal 78.V.95 Eia-;c- a 05 b. Jere.z.a.s.a. ,7-a E;ech.r.a.;.b.L§ch.7.b.Act-7 e.Ronr.r.a. i.Tor.ls. «.Sxrachiüb. Von Verharrung in gutem. Gen.,,.a.Iobr a Proaerb.;.r4a. E;ech.,8 c ;;.c. Ec- ekesr a.«.b.;4.b.Matth ,0 b.i;.b.r4 a Luc s e. Johan. L c.Acror.r.d.tt.b.l; d.i4.b.r.per r.v.i. Ioaa r.c. Heb z. Apoc.r. VonVcrrähtercy. Vs» Verrählerexvndjterstraff/ Gen z7.d.Ivd.».c. VonVnPcrthancn. Von Ämpt vnd pflicht der Vnderrhanen vnd deß ge¬ meinen Volcks/Exod.io.rr.c. Num »s.b. Iosue» b < b. Baruchi.b pro i;.b.ro a.r4.b.r5.a Eccl.8.a »o b Jer. ry.b Marth ,7 c.rr.b. Luc.ro b Rom Cor.7.ll.a.»4 c-Ephesr-b.Col z-b. ».Ttm.r.a;,a.;.a.Tit.r.a.'.per.;.a. Von ftommen Weibern vnd jremlob. Fromme Gortsfürchtige Weiber sind em Gab Got- tes/werden denfrommen;uthetl/pro.»4.a »8 b.»9.b ;'. Sprach.s.c^.b.rz.ara.aza.a. Eph-k b.Tol.;.b.».Tun. r.a.Tit.r.a.».per.;.a. Vom Weingarten deff HER^EN/vnd von ferner verwüstung/Iesa » ; b.Ierem.r.c.»r.b.E;ech.»;.a »7-a- Psalm.8o.a.Iob.>5.b.Marrh.ro.K.rt.c.d,Mar.»r.a.Lu. rv.a.Iohan»; a. VonWeißheit. Vonvrsprung vnd eigenschaffc/preiffvndnutzbar- reit/Gättllcherweißhett/Deut.ch.a r9.a.Iobr8^a.?r.b. pfal.r a ; b 4 e s 8.9 ».is.a.rx a.b.Eccle -x s.b.Ierein. L.b.Sap ü.a.?.« s-b.io. Eccles.l-4.b r9 b.r».a.r4-rs a. Lu-»» b.Rom.»l.c.l.Lorinth.».c.r.d;b.Lol.r.a. Jacob, i.az.b. VonMenfch!icherweißheit/Exod.».a pro.i;.a.»4 b. Eccles.,. Efa.5c.l5b. Jerem.zr.c. Matth.»».c. Rom » b. r.b.r.Lor.».c.;.c.Iacob.;.b. Vom Willem Dem willen Gottes sollen wir ergeben vnsern wrl- len/,.Rcgum; b r Regum io.b.,; c.,.Mach;.e.Marth. 6.rü.c.Mar.l4.c. Lurr.v. Acrorum >8.b.r».b. Hebr.ü.a» Iacob.4 b. Voneigenwrl!igen/dasist/von denen Vie nicht wol¬ len gehorchcn/noch die Warnung Gorres annemmcn/ vndfo!gLN/Leuir.:s.b.».par.;o.aPsal.8».pro ,. Jeia. ;o.a-b.4r.c.s5.b.üs.a. Jerem r c.7-a b 8.b.l,.a.»z b >8.b. ,5>.c.r5.a.rs.e.z,.e ;; c 44.a.E;ech.ro.b.d.2ach 7 b. Verwrlligungvndfürneminen rechnet Gott für dis that/Genef.ro.a.r.Regumrr.bar.az.Reg.r».b.c. Such Kery. VonWittwen. Den Witwen foi man gurs thun/Exod.rr.c. Deut.,s. H.r4.b.rc>.b.»7.b Eccle.4.a. Judith.»s c.Iob »4.0.;».a. E^a.,.a.Iere.rr.a.oach.7.b.Mal.;.a.Mar.rzd.».Tim» z.aIacoba.c. Vom Wort Gottes. Das wort Gorres fol man alle zeirfüc äugen haben/ Deur-4.a.s.a tl.c.Num.ir.c.pfal.i.a.pro ;.a 4.K.6.7-6. Vom Wort Gottes fol man nrr weichen / De»r.4.az. g.,7.b.r8.b.Iofl.a.r;a.pro.4.Efaie;o.c. Das worr Gottes fol man ntt nur hören vnd reden/ sondern von herrzen glauben vnd halten/ Deur.;a.s.a. ;».c. Efa.rsb. E;ech;;d.Matth.5.7.»;-a.r8.b. Luce 6.d. u.c.i:.d.Iohan.,;.b.Hebr.4.a.Iacob.i.c. Von Verachtung Göttlich« worts vnd deren straff/;. Reg.,; a 4 Reg.»7.a.r.par.;o.b.;s b Pro.,.r8.a- Efaie ,8.c ;o b.sx b-ss.a.Ier.r.b.;.c.7.b.,s b.is.b.rx.a.Erecj). ;;.d.Marth.io.b.,t.c.ro.a.Luc.,o.b. Act.»;.d.,8.a. Rom. ».c.r.Thesf.r.b.Heb.ra.Suchgehorsame. Dem wort Gorres sol man nichts;» noch von thun/ Devr.4-a.lr b r8.b pro.;o.a.Gal ;.b.Apoc.rr. Das worr Gorres bestehet lnewigkeir/Num.r;.b. Tob.i4.a.psal.;;.b.li7.a.n9.f. Efa 4o.a.4l-b.5l.a.;4.a. MarrI).;.r4.c.Mar.lz.c.Luc.,s.c.r,.c.i.pet.,.c. Von Wucher vnd vbernutz. Exod rr.c.Lemt.rr c Deur.i>.a.r;.b. Neh.x.a b. psal« »z.a pro.rr.r8.Ier.i;.b.E»ech.»8.s.rr.a Luc.s,c.»s.a. ?. Acharia« ward Ränig inIfrael^Reg.»;.«. Zacharias pcophetiertzunzeite Darif/Zach.,.». Zacheus beherberget Christum den HERR)'»/ Luce,s». Zadok/ver Gon Abfathar/ ward Hoherprtester/;. Regumr.d. Zalmunavnd Geba/die Rönigeder Midiamten/ wervettgefangeir/Iud.s.b, ÄonZauberey. Lxod.7.a.s.b.rr.b. Levit.»9.c.ro.a.N«m.;;.d.Det»r. ,8.b.,.Reg.r8.4.Reg.»7.r,.a.Iob.;.a. Esa» 44 c 47-b. Ier.lo.a.Dan.r.a.Mich.5.b.Matr.;.a.Eccles.;4 S.Acr. L.a.tz.s »s b-rs b-Gal-k-b Apoc.,8.r». Zebedeus/ein Vatter Jacobi vnd Johanis/Matth. 4 b.Gein Weib Salome bitt für steSöne den AEN/rs.b. VonZehenden. Von Zehenden vnd frem brauch / Gett.l4.b r8 b. Le- uit.r7.c Num.»8 c.Deu »r.a.»4 b.rs.b.r,Reg.3,b, r.par» zr a Nehem.»o.b.Heb.7.a. Von Zeichen. wunderzeichen gefchehen/daff man darauff erkenne Gorres Allmechtigkeit/Warheit/Gerechtigketr vn gü- re/Erod.4-a.7.b.is.b.Iof;.b.;. Reg.i;.a.»7.b.»8.c.rc> b-Actor.s.b. r. Lorinth.lza, ».Timorh.t.b. Hebr.ro, c» Such liegen. Don Zcugniß deß Gewissens. Vnfer Gewissen vberzeugt vns.in gutem vn bösem/ Sap.l7.».Rom.8.b.x>.a.r.Lor.l.c.;.b.,.Tim.4.b. Siba der knecht Gaul« ward verordnetzum Schaff¬ ner Mephibofeths/r.Reg s.a Im ward geschenct'r al¬ les Gur feines Herrn/is.a.Zevcht entgegen dem Rönig Dauid/is.b. Ledekia ein Bruder Jehofakim ward Rönig io Io- da/4 Reg.,4.Ierem.;7.a. ward abfelltg/gefangen/ vnd gen Babel geführt/4-Reg.r;.a.Ierem.;s».5r.a° Nach demfm vorgefagt/Ierem.r7.d.;7.c. Ezech.rr.a^ i7-c.2l.d.;r.a. Zstlag ward gescheucht dem Röntg Dauid/l.Reg.r7. ».ward angezündt von den 2lmalechiten/;o.a. Z-pora ward vermahlet dem Mosi/Exov.r.b. Be- schnellsten Son/H.c. Von Jom. Von Zorn vnd was vbels darauff folget/Genes4 ff. Iob;.a.pron.,r.b.l4.d.i5.b.»7.b.,s a.r7.a.rs. Eccles.7. Ecclef.r;.b.r8.a.;o.a Marth.;.Luc,4.c.Gal.;.b.Epheff 4-b.Lol ; a.Ttr i.b.Iacob.r.c. Dic Zornfchelllgen vnd aufffeyigen sol man fliehen/ Gen.r7.c.Iofr.b.prouerb.:r.c.r9.Efaie;.s.Ecclef.8.b, Matthr. Von Jungen. Vor bösen Zungen soll man sich hüten /Levit. 10 b. Deur.rr c. Iob;.b.psalm.4,.a kr.a.,rc>.a.!4r.a. prou 4. ,o.b.„.>r.b.i5.a.is.d.>7.c.i8.ro.c.r,.c.;o a-Eccl-x a- Gap. ,.b. Eccles;.b.7.a.s.bu.b.i4.a.l!).a.rr.b.r;.ä.r;.b.r8.;r, a.,.Lor.i;.c.i.pet.r.».Iacob.r.b.;.a.4.b. Guter/warhafftiger/nützer vnd gehorsamer red/söl- len sich die Gläubigen beflelssen/Exod-rr.d. Eccles7.c. psalm.>5.pro.'z.a.,4b.r;.b.r9.Ecclesr.s,Mant/.z.»,c. Lphes.4.b.5.a.Lol.z.aa-per.;.a, Ende deß Registers vber die Bibch ^ao Erste BucI Dost. - I.Lap. wieGott m sechst ragen alle Leeaturen / Himmel / Erden / Gönn /Mo» / Sternen/ Land/ Grast /allerlei Thier/so im Wasser / Luffr / vndauff Erden leben mögen/folgend« auch den Meiischen/erfchaffen har. M Anfang sthuff Hott > Himmel vnd Erden. Vnd die Erde war wüst .rndlär/vttdcswarfinstcrauffdcrTicffe/vndVcr"Gelst 1 Gottco schwebt auff Vcm Wasser. ^^-Nd Gott sprach: Es werde liecht. Vnd es ward ^A'Hrecht. Vnd Gott sahe/daß das Liecht^ gut war. "" b , - Da scheidet Gott das Liecht vom finstcrniß/ vnd ImS.AE ' ncnnct dao Liecht Tag/vnd dieFinsterntß Nacht. Da i. ward auß abend vnd morgen der erste Tag. 8^^ Gott sprach:Eo werde ein Feste zwischen den wassern / vnd die sey ein vnter- Feste. c>^scheid zwischen den wassern. Da machet Gott die Feste/ vnd scheidet das wasser vnler der Festen/von dem wasser vbcr der Festen. Vnd es geschach also. Vnd Gott ii. ncnnct die Fcstcn/Himmel.Da ward auß abend vnd morgen der ander Tag. Himmel. h^,Nd Gott sprach: Es sam le sich das wasser vnter dem Himmel an sondere örter/ A.Hdaß inan das trocken sehe. Vnd es geschach also. Vnd Gott nennet das trocken/ Erpe. ^^Erde/Vnd die samlung der Wasser nennet er/Meer. Vnd Gottsahedaßeo Mer. gut war. v Vnd Gott sprach: Es lasse die Erde auffgehen Graß vnd Kraut/daß sich besa- Graß, me/vnd fruchtbare Väumc/da em ieglichcr nach seiner art frucht trage/ vnd habe sei- Kraut, nen cygencn Samen bcy jm selbö auffZrden. Vn es geschach also. Vnd die Erde ließ Baume- auffgchen Graß vud Kraut / daß sich besamet ein jegliche nach seiner art /vnd Bäu- me/die da frucht trugen/vu jren eygcn Samen bey sich selbö hatten/ ein jeglicher nach seiner art. Vnd Gott sähe daß es gut war. Da ward auß abend vnd morgen der ui. dritte Tag. A Vnd Vögel. Gewürm. Thier auff LrLcu. Nd Gott sprach: §6 werden Liechter an der Feste deß Himmels/die da schelden JeiteA Ä^tag vnd nacht/vnd geben zetchen/zetten/tage vnd iare/vnd seyen Liechter an der GlcnG Feste deß Hnnels/daß sie scheinen auffErden. Vnd es geschach also. Vnd Gott Somcr» Sonn, machet zwei) grosse Liechter / das groß Liecht / das den Tag regiere / vnd ein kleiner Herbst. Mond. Liccht/das die Nacht regiere/ dazu auch Sternen. Vnd Gott setzt sie an die Feste deß Winter. Sterne. Himmels / daß sie schienen auffdte Erde / vnd den Tag vnd die Nacht regierten / vnd schadeten Liecht vnd Finsterniß.VndGott sähe daß es gut war.Da ward auß abend vnd morgen der vierdte Tag. n i x. Nd Gott sprach: Es errege sich das Wasser mit bebenden vnd lebendigen Thie- A^ren/ vnd nut Gevögel / das auffErden vnter der Feste deß Himels fliege. Vnd Gott schuss grosse Wallfischc/vnd allerley Thier/das da lebt vnd webt/vn vom Wasser erreget ward/ein ieglichs nach seiner art/ vnd allerlei) gefiderts Gevögel/ein ieglichs nach seiner art. Vnd Gott sähe daß cs gut war. Vnd Gott segenet sie/vnd spr ach:Seyt fruchtbar vnd mehret euch/ vnd erfüllet das wasser im Meer / Vnd das Gevögel mehre sich auffErden. Da ward auß abend vndMrgen der fünffte Tag. v. Vnd Gott sprach: Die Erde bring hcrfür lebendige T^r/ein ieglichs nach seiner o art/Vieh / Gewürm/ vnd Thier auffErden/ein ieglichs nach seiner art. Vnd es ge- Vieh/ schach also. Also machet Gort die Thier auff Erden / ein ieglichs nach seiner art /vnd wäs das Vieh nach seiner art/ vn allerlei) Gewürm auff Erden nach seiner art. Vnd Gott siche daß cs gut war. b^Nd Gott sprach:Laßt vns Menschen machen/cin Bild/das vns gleich sey/die da ^^herrsihen ober die Fische im Mecr/vn ober die Vögel vnter dem Himel/ vn vber das Vieh / vnd vber die gantze Erde / vnd vber alles gewürm das auff Erden kreucht. Vnd Gott schuffden Menschen Im zum Bilde/ zum Bilde Gottes schuffer in/ Vnd er schuffsie ein Männlin vnd Frauwlin/vnd Gott segnet sie/ vnd sprach zu inen: Seyt fruchtbar vnd mehret cuch/vnd füllet die Erden/vn macht sie euch vnderthan. ,^auw"Ä Vnd herrschet vber Fisch im Meer/ vnd vber Vogel vnter dem Himel/vnd vber alles Thier/das auff Erden kreucht. Ach Vnd Gott sprach: Sche / ich gebe euch allerley Kraut/ das sich besamet auffder Speise gantzen Erden / vnd allerlei) fruchtbare Bäume/vnd Bäume die sich besamen/zu em fürdic Mett, wer spersc/vnd aller Thier auffErden/ vn alken Vogeln vnter dem Hrmel / vnd allem E"' Gewürm/ das da lebet auffErden/ daß sie allerlei) grün Kraut essen. Vnd es geschach also. Vnd Gott sähe an alles was er gemacht hatte. Vnd sihe da/es war sehr gut. Da ward auß abend vnd morgen der scchßtc Tag. vr. j I. Lap. Von Göttlicher ruhe vnd heiligunge deß ßbenden tages/vnd wte Gott den Menschen in den Lustgarten deß paravyß eyng^seyc/ >>n auch allen Thleren Namen zu geben befohlen/vleHeu« clscj'affen/vndalsoden Ehestandrecstltch geordnet. Lso ward vollendet Hrmmel vnd Erden/ mit jrem gan- Gott heiliget tzcn Heer. Vnd also vollendet Gott am sibenden tage seine Wcrck/ die deuS.bbat). er machte/vnd ruhetc am sibenden tage von allen seinen Wercken/die Ebre4. erwachet. Vnd segnete den sibenden tag vnd heiliget in / darumb daß WsWKM er an demselbigcn geruhet hatte von allen fernen Wercken/ die Gott schuffvnd machet. Also ist Himmel vnd Erden worden / da sie geschaffen sind/zu der zeit / da Gott der HERR Erde vnd Himmel machte / vnd allerley Bäume auffdcm Felde / die zu¬ vor nie gcweßt waren auff Er dm/ Vnd allerlei) Kraut auff dem Felde / das zuvor nie gewachsen war. Denn Gott der HERR hatte noch Nicht regnen lassen auffErden/ vlid war kem Mensch/der das Land bauwae / Aber em Nebel gieng auffvon der Er¬ den/ vnd feuchtet alles Land. Vnd Adam. II. Lap. 2 Mensch. Gott der HERR machet den Menschen auß eim Erdenkloß/vnd er blicß t Lorcyn den lebendigen athem in seine Nasen / vnd also ward der Mensch ein le¬ bendige Seele. v ^^Nd Gott der HERR pflanhet einen Garten in Eden/gegen dem Morgen / vnd Paradiß c>^sctzct den Menschen dreyn/den er gemacht hatte. Vnd Gott der HERR ließ auffwachsen auß der Erden allcrley Bäume/lustig anzuschen /vnd gut zu essen / vnd den Baum dcß Lebens mitten im Garten/ vnd den Baum dcß Erkcnntniß gutes vnd böses. Vnd es gieng auß von Eden ein ström zu wässern den Garten/vn thcilet sich da¬ selbst in vier Hauptwasser. Das erst heißt - Pison / das fleußt vmb das gantze Land (> Hcuila/ vnd daselbst findet man Gold / vnd das Gold dcß Landes ist köstlich / vnd da M gru?c'sMl!dcft das fleußt vmb das gantze Morenland. Das dritte wasser heißt" Htdckcl/das fleußt i^d für Assyrien. Das vicrdte wasser ist der Phrath. b Gottes Gott der HERR nan» dnl Mcnschcn/vnd satztfn in den Garten Eden/ daß W das wässerig Scbo-lAdam (>i^cr/n bauwetvndbewarct. Vnd Gott der HERR gebot dem Menschen/Vttd ?us"c'ss^b"""'^' S' sprach:Du solt essen von allcrlcyBäumcn im Garten/Aber von dem Baum dcß ^dek/) Isidas Erkenntniß gutes vnd böses soltu nicht essen/ Denn welches tagcs du davon issest/ §/mau'Äs" wirstudeßtodes sterben. hMe." L^Nd Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut daß der Mensch allein scy/Zchwil (phrmk?-M-rist e^jm ein Gehülsten machen/' die vmb in sey. Denn als Gott der HERR gemacht SyriÄsmaEÜ hatte von der Erden allcrley Thier anffdcm Felde/vnd allerlcy Vögel vnterdem phrateshe.^ Himmel/ bracht er sie zu dem Menschen / daß er sehe wie er sie nennet / Denn wie der fvmb >« s-y) Da» Mensch allcrley lebendige Thier nennen würde/so solten sie heissen. Vnd der Mensch sich ^Mmsche» gab einem ieglichcn Vieh vnd Vogel vnter dem Himel/ vnd Thier auffdem fclde/ sei- hANAn ncn Namcn/Aber für den Menschen ward kein Gehülsten funden/die vmb in were. vndnehrm/rc. Da ließ Gott der HERR einen ticffcn schlaff fallen aust den Menschen/vnd er entschliess. Vnd nam seiner Rlben eine/vnd schloß die stett zu mit fleisch. Vnd Gott der HERR bauwet ein Weib auß der Ribe/ die er von dem Menschen nam/vn bracht Heua. sie Zu im. Da sprach der Mensch: Das ist doch bcin von meinen deinen/vnd fleisch Eynsetzung Ephes5. von meinem flcisch/man wirt ste Männin heissen / darumb / daß sie vom Manne ge- derheiligmEhe. D- nomen ist. Darumb wirt ein Mann seinen Vatter vnd seineMutter verlassen/vnd an seinem Weibe hangen/vnd sie werden scyn ein fleisch. Vnd sie waren beyde nacket/ dcrMnschvndsemWklb/vnV 'schämettnsichmchk. s 1- 1- »q-schi»-». 11 Von dem Fall Adam vnd Heua / durch Verführung der Schlangen / vnd welcher gestalt sis von Gott verwegen gestrafft/ deß werb« Same/ Lhrtstus/verherssen/vnd der Mensch auß vem paradxßvertrleben wirk. Nd die Schlange war listiger denn alle Thier auff dem Felde/die Gott der HERRgcmachthatte/vndsprachzudcm Weibe: Za/solt Gott gesagt haben/Zr solt nicht essen von allerley Bäume im Garten r Da sprach das Weib zu der Schlangen: Wir essen von den früchten der Bäume im Garten / Aber von den früch- tcn deß Baums mitten im GartenhatGott gesagt/Effctnicht da- von/rührets auch nicht an/daß jr nicht sterbet. , Da sprach die Schlang zum Weibc:Zr.werdet mit Nichte deß tods sterbe/sondern ^rfüh Gottwelß/daß/welches tages ir davon cffct/so werde euwere äugen auffgechan/vnd Hcuam. werdet seyn wie Gott/vn ivtffcn was gut vn böß ist. Vnd das Weib schauwet an/daß Fatt ^e- demBaum gut zu essen wcre/vn lieblich anzuschcn/daß ein lustigerBaum were/ o VN Ad^/ rc. weil er klug mächte/vnd nam von der frucht/vnd aß/vnd gab jrem Man auch davon. A ii Vnd Adam. I. Buch 111. Lap. ^WxÄW EM a Vnd er aß. Da wurden -r bcyder augcn auffgethan/ vnd wurden gewar/ daß sie na^ b^c ESAdam t! et waren/ vnd" flochten Feigcnbletter zusammen / vnd machten jnenschürhe. ' - - -- f > (Stechen) Plagen /oren- tzigen vir mar- tcrn.Dcllnss gehet es auch/ Christus Zer¬ tritt de Teuf- fel seine topff/ (das ist/ sei» Reich deß Ts dcs/Günd vw Hellc)sostichS pldcr Tcuffek tu die Versen/ (dasist/ertöd tet vnd mar¬ tert M vnd die seine leiblich.) g ( Heu» ) Hak heißt leb/^Da¬ her komet He¬ nn / oder Ha¬ un/leben ödes lebendige. h (Röcke vor? fei!en)Mer-> etc diese liebli¬ che anzeigng/ . - ---- - », VottkckleidcS --RI verderbte sic yörcten die flicke Gottes deß HERRN/dcr im Garten gieug/da der tag o^rüle worden war/vud" Adam versteckt sich mitscmem Weib für dem Angesicht wick vnsei» r.-r-Ut evtvö fiencht Lottes deß HERRN VN ter die Baume im Garte.Vn Gott der HERR d rieffAdam/ äntl-hen/End f7rdem Luangcüo/ Md sprach zu jm: Wo bistu k Md er sprach: Ich höretc deine stimme im Garten/ vnd tm-iEvE vndsterbmlchtt furchte ttüch/dcnn ich bin nacket/ darumb verstecket ich mich. Vnd er sprach:Wer hat MKMb sAdam)Hcißtm-ff dirs gesagt / daß du nacket bist k Hast» nicht gcffen von dem Baum/ davon ich dir ge- ERR zum WeibelWar- Ebrnsch mcnscb/dar hpt/vl! solecst nicht davon eff'N k Da sprach Adam: Das Wcib/das du mir zugcsellet der vorhmM sagenwo Adamfte- hast/gab mir vö Pern baum/vn ich aß. Da sprach Gott der HERR zum Weibe:War- ^bst-EvK het/vnd tv.dcru-nb. hgflzz das gcthankDas Weib sprach:Die Schlang betrog mich also/daß ich aß. dc»svl/rc-. MeuksinL^ sprach Gott der HERR Zu der SchlangeMiewcil dusolchs gethan hast/scy- , falle»/ VN können E (Z^c) stu verflucht vnter allem Vieh/vn vnter allen Threren auff dein felde.Auffdei- ge Edt ver- sinGruch^!chchsen ULM Bauch soltu gchen/vnd Erden essen dein lebculang. Vnd ich Wil feindtschafft se- Lak^dieche^t tzen Zwischen dir vnd dem Weibe/vnd zwischen deinen; Samenvnd wem Samen» A.MbUb rÄ'SyrÄsN * Dcchlb sol dir den kopffzertrettcn/ vnd du wirst in in die Versen stechen. Straffe mch"im HENvuo MHNd Zum Weib sprach er: Ich wil dir vil schmertzen schaffen wenn du schwanger vnd Cr-«k v. ^u"7lMu c^Awrrst / Du solt mit schmertzen Kinder geberen / vnd dein will so! deinem Mann AdE."a uuchV»^ vmerworffen ftyn/ vnd er so! dein Herr seyn. Crcattwm Erlasst» zu Adaur sprach er: Dieweil du hast gehorchet der stick deines Weibes/vnd sind. Doch thüc cr A^geffett von dem Baum/düvon ich dir gcbot/vnd sprach: Du solt nicht davon cs- Tons WM»/dm cr sm / Verflucht fty der acker vmb deinet willen/ mit kucker soltu dich davon nch- -hnk ^en dein lebcnlang/ Dorn vnd Distelnsol er dir tragen/vndsolt das Krautauffdem seudcuzusigeorc. fe!de essen. Im schweiß deines angesichts soltu dein Brot essen / biß daß du wider zu (Derselb )Diß ist Erden werdest/davon du gcnomen bist/dcnn du bist Erden / VN solt zu Erden werden, v^d vc?lEm!g vvü cd Adam hieß sein Weib § Hcua/darumb / daß sie ein Mutter ist aller lebend!- REdAsocts2' ^Agcn.Vnd Gott der HERR machet Adam vnd seinem Weibe Röcke von fetten/ w-lwm / 2 ^s von Zog sie an. Vnd Gott der HERR sprach: Sihe/Adam ;st worden als vnser einer/ ^"fth!a>.gm^valc vnd weiß was gut vnd böß ist:Nun aber/ daß cr nicht außstrecke seine Hand / vnd bre- AÄ'Mch'Ettab ehe auch von dem Baum deß lebens / vnd effe/vnd lebe ewiglich. LLNN ließ in Gott der HERR auß dem Garte Eden/ daß er das Feld bauwet/da- Mw 2'^ er genommen ist. Vnd treib Adam auß/vnd lagert vor den Garten Eden den ' vnHcuavnordnnng ' --- an, nc» nachdem fall gesehen vn gcfä lt ha- ben/ ist schäm vn bötz gewißen gefolgt/da- rumb decken ste sich. Vir ist durch dise fei- genblettcr angezcigt Gcsetzlchre vueusscr liche strcht/damic wil die elend natur nach Lemfattdiesündedc- cken/ vnd kau sie doch nit recht decke/vilwe Niger rvegnetricn/dc» Gott kompt vn straf fec dre fände mit der predigt vn grausanie straffen/deckc sic also auff. Aberdabey gibt cruchGorcdievcrhcis fmrg von deß Weibs samen/derdcrschlan genRopffzertreccen sol.Diesersame nim- rnctLiesnndewcg. b (Tagküle) Das Ivar vurb den abend/ iven die Hitz vcrgan- geist/bcdcm/dznach gechancr sände das gewissen angst leidet USommk/vK sic yörcten die flicke Gortes deß HERRN/dcr im Garten gieug/da der tag wider tälevnergni- -e, . ^>1 c»- /- - . rkcdz Hertz: Wrewol sich auch die blöde na Mm. Mst. Ilil.Lap. ; dcn Kherubim mit einem blossen hanwenden Schwcrdt/ zu bcwaren den weg zu dem Daum deß Lebens. 1111. Lap. Von der gebürt Rains vnd Habels / vnd wie hernach der GottloßAain ^l'nen froisien Bru^ der Habel vmbbrlngt/vn verflucht wirr.Von ven Nachkämllngen RalNS/blß auffLamech/vnd wre Adam einen andern Son/ Seth genannt/erzeuget. Kain. Habel. Hcbre«. LMMWHNd Adam erkannte seln Weiß Hcna/dnd sie ward schwangcr/vnd gebar den Kain/vnd sprach: Ich habe" den Manu/ » den HERRN. Vnd sie sirhr fort / vnd gebar Habel seinen Bruder/ vlld Habel ward ein Schäfcr/Katn aber ward eilt Ackermann. Es begab sich aber nacb etlichen tagen/ daß Kain dein HERRN tm" Opffcr bracht von dcn fruchten dcß Feldes/ vü Habel bracht auch von dell Erstlingen § seiner 5)erde/vnd voli /rem feiten. Vnd der HERR sähe gnädiglich an Habel vnd sein Opffcr/abcr Kain vn sein Opffcr saye er nit glradiglich an. Da ergrünet Karn sehr/ vnd sein gcbcrdc verstellet sich. Da sprach der HERR zu Kain: Warumb ergrimcstuk vnd waruntb verstellet sieb dein gcberdc k Ists nicht also ? wenn du fromb bist/ so blstu angcncme/btstu aber nicht from/ so riihet die Sünde für der thür. Aber laß du jr nit b (Tbür) Ekreisch lamecthürso vii/als das osten stehet / o- der austgcthan wirt/ Mar. 7. Hepherah/ thu dich aust/rc. vnd ist die mcinung/^Dic süudcligt vnd ruhet/ wie ein Ochstlmliat vnd ruhet / Aber sie ligtm der thür/das stt/sie wirt osten stc- hen/od ostenl'ar wer¬ den / ob der unter wol eine tcitlaua si¬ cher dai'inqctec/als scy dlesnntccod/otcr schlast e. - ' c (Rrdr nur Habel) Has ist/schäm hal¬ ben mutt cr sich eus-- serlicb stellen vnd re¬ de nunc sein em Bru¬ der / dieweil er ge¬ strafft ward / Ober ivol im herum ,n ru tödren gedarbt. Also rst.AmuallerHcuch- lcr vnd falscher Hei¬ ligen Vatter. Kain cs begab sich/da sic auffdem fclde waren/ crhub sich Kain wider seinen brm schlcgt Habel I^Adcr Habcl/Vnd schlug jn tod. Da sprach der HERR zu Kam: Wo ist dein Brn- rVanh.r;. der Habel k Er sprach: Ich weiß Nlcbt/ sol ich meines Bruders Hüter scyn k Er Äan z. aber sprach: Was hast» gethan k Oie stime deines Bruders Blut schrcyct zu mir von yxx Erdcn.Vnd nun verflucht scyestu auffder Erdcn/dic jr maiil hat auffgethan/vnd vb?r "chm Bruders blut von deinen Hande cmpfangen.Wcn du den acker bäumen wirst/ t ii.vmw ^^^^^^dermögcnnichtgebcn/vnstätvttdflüchtrgsoltuseynattffErdcn. b Kain aber sprach zu dem HERRN: Meine sündc ist grösser dmn daß sie mir ver¬ geben werden möge/Sihe du treibest mich heut auß dcmLandc/vnd muß mich für deinem Angesicht verbergen/vnd muß vnstat vnd flüchtig scyn auffErden. So wirt Mirs gehen/daß mich todschiage wer mich sindct.Abcr der HERR sprach zu im: Nein/ sondern wer Kain todschlegt / das sol sibcnfeltig gerochen werden. Vnd der HERR macht ein Zeichen an Kain/daß jn niemand erschlüge/wer jn fünde. Also gieng Kain A rij von Mam. I.VuM V.Qp. vondem Angesicht deß HERRN /vnd wohnet im Lande Nod/ienseitEden /gegen dem morgen. Kains Ge- Nd Kain erkantc sein Weib/die ward schwanger/vnd gebar dm Hanoch. Vnd schlecht. T^er bauwet eine Statt/die nennet er nach seines Sons namen/Hanoch.Hanoch ^abcr zengete Irad. Zrad zengete Mahuiael. Mahuiael zeugete Methusael. Methusael zeligete Lamech. Lamech. FWmech aber nam zwcy Weiber/eine hieß Ada/die ander Alla. Vnd Ada gebar Ada. c^d^abal/von dem sind herkomen die in Hütten wohnetm/vnd Vieh zogen. Vnd sein Bruder hieß Dbal/von dem sind Herkommen die Geiger vnd Pfeiffer. Die Al¬ la aber gebar auch/nemlich den Thubalkain / den Meister in allerlei) Ertz vnd Eysen- wcrck.Vnd die Schwester deß Thubalkain war Naema. Vnd Lantech sprach zu seinen Weibern/ Ada vnd Alla:Ir Weiber Lamech/ho- Inla^. rct meine redc/vn mcrcket was ich sage/Zch hab einen Mann erschlagen mir zur wun- dcn/vnd einen Zünglingmirzur beulen. Kain solsiben mal gerochen werden/aber d (Fr'eng man ükt) Nicht daß Zuvor- nit auch Gottes Name iveee gepredigt/son¬ dern nach dem durch Rains Bosheit der Gottesdienst gefal¬ len war / ward er da¬ zumal wider auffge- richt/vnd,rgendcin I Altarlin gcbauwet/ dahin sie si'ch versam leten das wort Got¬ tes zu hören vnd zu beten. ( Göttlich leben ) j ist/Erwirt mit Gotteswortfüran- ' Lern fleißig vmbgan gen/vnd ein Prophet geweßt scyn/dcr al- lenthalben den Leu-> ° xttdchtlvn die straff neun hundert zwey vnd sechtzig iar/vnd starb, (s o dleSindsiut her¬ nach thct)vcrkündi- get/vnvil drüber ge-' Lamech siben vnd sibentzig mal. §^sDam erkantc abermal sein Weib/ vnd sie gebar einen Son/den hieß sie Seth/ Seth. HAdenn Gott hat mir(sprach sie)etnctt andern Samen gesetzt für Habel/den Kain erwürget hat. Vnd Sethzeuget auch einen Son/vnd hieß in Enos. Audcrselbigen Enos. Zeit fieng man an zu predigen von deß HERRN Namen. v.Lap. Erzeluttg deß Alters/er;eu.ckter Rinder vttd tödlichem absterbens/ deß ersten Menschen Adamsi seiner Sone vnd Nachkämlingett/vom Seth biß aufftälsah. W rst das Buch von des; Menschen Geschlecht. Da Gott den Menschen schuff/ machet er in nach dem gleichniß Gottes/ Linea WA vnd schuff sie ein Männlin vnd Freuwlin/ vnd segenet sie / vnd hieß L»E -ren Namen Mensch/zur zeit da sie geschaffen worden. ZA Vnd Adam war Hunden vnd dreißig-ar alt/vnd zeuget einen Sprach Son/der scirrem Bild ehnlich war/ vnd hieß jn Seth. Vnd lebet damach acht hun- Adam deniar/vnd zeuget Sone vnd Töchter/daß semgantzes alter ward neunhundert vnd dreiffrg -ar/vnd starb. --para!.«. H^Ech war hundert vnd fünff -ar alt / vnd zeuget Enos. Vnd lebet darnach acht Seth o^hmrden vnd siben -ar/vnd zeuget Sone vnd Töchter/daß semgantzes alter ward neun hundert vnd zwölffiar/ vnd starb. ward ncuntzig iar alt / vnd zeuget Kenan / vnd lebet darnach acht hundert vnd füufftzchen -ar/vnd zeuget Söne vnd Töchter / daß sein gantzes alter ward -°,, neun hundert vnd fünff-ar/vnd starb. iD Enan war sibentzig iar alt/vnd zeuget Mahalaleel/ vn lebet darnach acht hun- Kenan Modert vnd viertzig iar/vnd zeuget Söne vnd Töchter/daß sein gantzes alter ward neun hundert vnd zehen iar/vnd starb. ^Ahalalcel war fünffvnd sechtzigiaralt/vndzeugetZared/vnd lebet darnach Maha- Lacht hundert vnd dreißig iar/ vnd zeuget Söne vnd Töchter/ daß sein gantzes ^-cl kalter ward acht hundert fünffvnd neuntzig iar / vnd starb. lAred war hundertvnd zwey vnd sechtzig iaralt/vndzeugetHenoch/vnd lebet Jared ^darnach acht hundert iar/vnd zeuget Söne vnd Töchter/daß sein gantzes alter Enoch war fünffvnd sechtzig -ar alt/ vnd zeuget Methusalah. Vnd nach dem er Henoch Methusalah gezeuget hatte / bleib er in eim" Göttlichen leben drey hundert iar/ »E Goce öttenvttgtthanhm. vndzeuget Söne vnd Töchter/daß sein gantzes alter ward drey hundert fünff vnd E fechtzigiar. Vnd dieweil er ein Göttlich leben führet/nam in Gott hinweg/vnd ward Evre.», nicht mehr gesehen. Methu- Usch. Dost. VI. Qp. Mechu- ^^Ethusalah war hundert sibcn vnd achtzig jar alt/vnd zeuget Lamech/ vnd lebet Wrbnm viMdarnach siben hundert zweyvnd achtzig iar/vud zeuget Sone vnd Töchter/ sarkcr Smd Ä^daß sein gantzes alter ward neun hundert neun vnd sechtzig iar /vnd starb. ramcch ^ech war huirdert zwey vnd achtzig iar alt/vnd zeuget einen Son/vnd hieß in 777. H^Norch/vnd sprach : Der wirt vns trösten in vnser mühe vnd arbeit auff Erden/ ^die der HERR verflucht hat. Darnach lebet er fünffhundert fünffvnd nenntzig iar/ vnd zeugetc Sönc vnd Töchter / daß sein gantzes alter ward stben hundert sibcn vndstbcntzigiar/vnd starb. MH. war fünffhundert iar alt/vnd zeuget Sem/Ham vnd Iapheth. vi.Lap. Der Menschen vberschwengltche boßhelt gibt vrfacd ;ur Slndflat / vnd wirt dem frommen Noah von Gott befohlen wre er einen Rajien/ der Slndsturentrinnen/ bavwen sol -r AWMO A sich aber die Menschen befunden zu mehren auffEr^ den/vnd zcugetcn inen Töchter/dasahen die "Kinder Gottesnach den Töchtern der Menschcn/wie sie schön warcn/vnd namen zu Wei- 27wE d"Ä bern welche sie wölken. Da sprach der HERR: Die Menschen wollen ^"^7^ „o.farjur sichbmcmeuGelstmchtmchrstraffcnlaffcn/dcnnstesmdflclsch/Zch duß gegebcu. inen noch frist geben hundert vnd zwentzig iar. wurden / vnter dem Es waren auch zu den Zeiten Tyrannen auffErden/dcnn da die Kinder Gottes äl!?zein>cr HeiUn die Töchter der Menschen bcschlicffen/vnd inen Kinder zeugcten/wurden daraus ge- TnEnmÄ waltige in der Welt/ vnd bcrühmpte Leute. aber der HERR sähe/daß der Menschen boßhcit groß war auffLrden/vnd b alles tichten vnd trachten ircs hertzen nur böß war immerdar/da reuwet es in/ Lü chEsAL daß er die Menschen gemacht hatte auff Erden / vnd es bekümmert in in seinem her- mE tzcn/vnd sprach: Ich wil die Menschen/ die ich geschaffen habe / vertilgen von der Er- « den / von den Menschen an biß auff dasVieh / vnd biß auffdas Gewürme / vnd biß gar fi' auffdie Vögel vnter dem Himel/ denn es reuwet mich daß ich ste gemacht habe. Aber Ä N-ahsimvgnadfürdcmHMN. Noah (^!^Iß ist das Geschlecht Noah. Noah war ein srom Mann/vnd on wandel/vnd strack ^5 führet ein Göttlich leben zu seinen zeitcn/vnd zeuget drey Söne/ Sem/ Ham/ nüch Mtti'ne Mck-^ Iaphcth. Aber die Erde war verderbet für Gottes äugen / vnd voll freffels. Da sähe Gott auffErden/ vnd sihe / ste war verderbet/ denn alles fleisch hatte seinen weg ver¬ derbet auff Erden. v Da sprach Gott zu Noah.Alles fleisches ende ist für mich komen/denn die Erde ist voll freffels von iucn/vnd sthe da/ Ich wil ste verderben mit der Erden. Mache dir einen Kasten von Tennen Holtz /vnd mache Kammern drinnen /vnd verbiche ste mit Noah kästen. Bech/iunwendig vnd außwendig/Vnd mache jn also: Drey hundert elcn sey die lenge/fünfftzig elcn die weite/vnd dreyssig elen die hö¬ he. Ein Fenster soltu dran machen oben an/einer elen groß. Die Thür soltu mitten in seine feiten setzen. Vnd sol drey Böden haben/ cmen vnden/ den andern in der mitte/ den dritten in der höhe. Denn sthe/ich wil eine Sindflut mit waffer komm lassen auff Erden/zu verder¬ ben alles flessch/darinn ein lebendiger athem ist vnter dem Himel. Altes was auffEr- Sindflut ge- den ist sol vntergchen/Aber mit dir wil ich einen Bund auffrichten/ vnd du solt in den Aasten gehen mit deinen Sötten/ mit deinem Weibe/ vn mit deiner Söne Weibern. Vnd du solt in den Kasten thun allerley Thiervon allem fleisch//a ein par/Männ- lin vnd Freuwltn/daß sie lebendig bleiben bey dir. Von den Vögeln nach irer art/von dem Vieh nach seiner art/vud von allerley Gewürm auffErden nach seiner art .Von den allen sol je ein par zu dir hineyn gehen/ daß ste leben bleiben. Vnd du solt allerley A iiij Speise Noch. i.NuM vil. Lap. Speise zu dir nemmen / die man issct / vnd sott sic bey dir samlcn / daß sie dirvndjncu zur narung dasey. Dnd Noah the! alles wasjmGott gebot. vii.Lap. Noah gehet t'n den Rastvn na ch dem befehl Gottes/ vnd vslrtalles fletfch/st> ansterhalb deß Rastens/Mlk wasser verderbt vnd erfeufft. LMMD8 Nd der HERR sprach zu Noah / Gehe tu dcnIasken/ a. du vnd dein gantzcs Haust/denn dich hab ich gerecht ersehen für mir - zu dieser zcit.Äuß allerley reinem Vieh ntm zu dir ja siben vnb siben/ >^^AMoasMännlin vnd sein Freuwlin. Von dem vnreinen Vieh aberje ein par/dasMännlin vnd sein Freuwlin. Deffelbigen gleichen von den Vögeln vnlcr dem Himmel/ja siben vnd siben / das Mannltn vnd sein Freuwlin. Auffdaß Samen lebendig bleibe anff dem gantzen Erdboden. Denn noch ober siben tagcwli rchregenen laffen auffErden viertztg tage vnd vtcrtzig nacht/vnd vertilgen von dem Erdboden alles was das wesen hat/ das ich gemacht habe. Noah gehet H^r-Nd Noah rhct alles was jm der HERR gebot/Er war aber sechst hundert jar Manh.^. mdcnAastcn/ ^Aalt / da das wasser der Sindflttt auff Erden kam. Vnd er gicng in den Kasten Mtseilicu Gonen / Werbe / vnd seiner Sone Wcibern/für dem gcwasser der Sind- ssut. Von dem reinen Vreh/ vnd von dem vnreinen/von den Vögeln / vnd von allem Gewür m auff Erden/giengen zu jm in den Kasten bey paren /ja ein Mannlin vnd Frcuwlin/wre jm derHERR gebottcn hatte.Dnd da die siben tage vergangen waren/ kam das gemässer der Sindflut auffErden. N demsechßhundertcnjar deß alters Noah/am sibentzehenden tag deß andern Monden/ das ist der tag / da auffbrachen alle Brünne der grossen tieffen / vnd o^eheten sich auff die fenster deß Himels / vnd kam ein Regen auff Erden vicrtzig tage vnd vicrtztg nacht. Eben am selben tage gieng Noah in den Kasten mit Sem/Ham/vnd Zapheth/ n seinen Sönen/vn mit seinem Wetbe/vn seiner Söne drcyen Weibern.Dazu allerley Sup.w. Thier nach ferner art/aller!cy Vieh nach seiner art / allerley Gewürm das auffErden kreucht/nach seiner art/vnd allerley Vögel nach jrer art.Alles was fliegen kundt/vnd alles was fitttch hatte/das gimg alles zu Noah in den Kasten bey paren/von allem fleisch/ Boah. Nose. vi I. Lap. 5 fleisch / da ein lebendiger Geist innen war /vnd das waren Männlin vnd Freuwlin vor; allerley fletsch /vnd giengcn hineyn / wie deiin Gott im gcbotten hatte. Vnd der HERR schloß hindcr sm zu. ^^A kam die Sindflut vierhig tage auffErden/ vnd die wasser muchsen/vnd hu- Sittdflut am (^sbcn den Kasten auff/ vnd trugen in embor vber der Erden. Also nam das ge- wässer vberhand/vnd wuchß sehr auffErden / daß der Kaste auffdem gewäffer fuhr. vo/Chr°.cagc. NM Vnd Vas gemässer stund auffErden hundertvnd fünfftzig tage. VIII.Lap. Von nachlassung der SrnvDik/ vnd wie Noah mit allen Thieren/ so dan n» gewesen/wider-- umb auß dem Rassen geher/vnv die Göttliche Verheissung vernimpt/ daß Gort forthin die welk nicht mehr also wälle vertilgen. Thter/vlidarr alles Vtch/das mit im tn dem Kasten war/ vnd ließ Wind auffErden kommcn/vnd die Wasser fielen / vnd die Brunnen der Liessen wurden verstopfft/ sampt den fenstern deß Himels/vnd dem Regen vom Him- mard gcwchrct / vnd das gemässer verliess sich von der Erden im¬ mer hin/vnd nam ab / nach hundert vnd fünfftzig tagen. §^tM sibcntzehcndcn tag deß sibcndö Monden ließ sich der Kaste niderauffdas ge- Ararat, ^Gbirge Ararat. Es verliess aber das gemässer fortan /vnd nam ab biß auff den ze- hendcn Mond. Am ersten tag deß zehenden Monds sahen der Berge spitzen hcrfür. Nachviertzig tagen thet Noah das Fenster auffan dem Kasten/das er gemacht Rabe, hatte/vnd ließ einen Raben außfliegen/der flog immer hin vnd wider her/biß das ge¬ wäffer vcrtrockct auff Erden. Tauben. Darnach ließ er eine Tauben von sich außfliegcn/auffdaß er erführe ob das ge¬ mässer gefallen wcrc auffErden. Da aber die Taube nit fand da ir fuß ruhen kundt/ kam sic wldcr zu im in den Kasten / den das gemässer war noch auffdem gantzen Erd¬ boden. Da thet er die Hand herauß/ vnd nam sie zu sich in den Kasten. Da harret er noch andere siben tage /vnd ließ abcrmal eine Taube fliegen auß dem Kasten/die kam zu in; vmb vesper zett/vnd sche/ein" ölblat hatte sie abgebrochen/ , « vnd trugs in irem munde. Da vernam Noah/daß das gemässer gefallen were auff bedeut dasLuan//. Erdcn.Aber er harret noch ander siben tage/vnd ließ eine Taube außfiicgen/die kam sIin dieW/. Ve««.-. nickt wider zu im. v ^^^Noudcn/vertrocknete das gemässer auffErden.Da thet Noah das Dach von uanMunuchrc" 1 ckerzam siben vnd zwentzigsten tage deß andern Monden. A redet Gott mit Noah/vnd sprach: Gehe auß dem Kastcn/du vn dein Weib/ Zdctnc Söne/vn deiner Sone Weiber mit dir.AllerleyThier das bey dir ist/von allerley fletsch an vögeln / an Vieh / vnd an allerley gewürm/ das auff Erden kreucht/ das gehe herauß mit dir / Vnd reget euch auffErden/vnd seyt fruchtbar/ vnd mehret euch auffErden» Also gieng Noah herauß mit seinen Sönen/ vnd mit seinem Weib/ vnd - ' heit hat predigen las. scnMmn öle bedeut! ^o!lM sechßhunderstenvnd einem sar deß alters Noah/am ersten tage deß ersten barm^M» vnd M^^Nottdcn/vertrocknete das gemässer auffErden.Da thet Noah das Dach von uanMunuchrtt^' dem Kasten / vnd sähe daß der Erdboden trocken war. Also ward die Erde gantz tro- Ä redet Gott mit Noah/vnd sprach: Gehe auß dem Kastcn/du vn dein Weib/ vnd mit seiner Söne Weibern. Dazu allerlei) Thier/allerley Gcwürm/allerley Vö¬ gel / vnd alles was auffErden kreucht / das gieng auß dem Kasten / ein jeglichs zu sei- Gott segnet Noah vnd seme Göne / vbergibt i nen alle Thier auffErden / verbeut der Thie¬ ken Blut xu essen/vnd Menschen Blut;u vergiessen/ gibt den Regenbogen einem Bundsrei¬ chen keine Sindflur mehr kommen rulassen.Noahwlrttruncken/vnvvöm Ham beschamr/Aber von den andern Gönen bedeckt. ^WMNd Gott segnet Noah vnd seme Söne/vnd spracht Seyt fruchtbar vnd mehret euch/ vn erfüllet die Erde. Euwer forcht Gott seg- vnd schrecke sey vbcr alle Hier auffErden/ vber alle Vögel vnter dem Himmel / vnd vber alles was auff dem Erdboden kreucht / vnd alle ve/h°b Fisch im Meer ftyen in euwer Hände gegeben. Alles was sich reget vnd lebet/das sey euwcre sperse/ wie das grüne Kraut hab ichs euch alles gegeben. Alleine esset das Fletsch nicht/ das noch lebt in seinem blut. Denn ich wil auch eu- wcrs Leibs blut rechen / vnd wils an allen Thiercn rechen / vnd wil deß Menschen le- b nes gleichen. ZscwmcEvom E^s^Oah aber bauwet dem HERRN einen Altar/ vn nan; von allerley reinem Vieh !>üaL-y bös-?ne" M^vnd von allerley reinem gevögel/vn opffert Brandopffer auffdem Altar. Vnd gu'-g-n'M pusche/ Per HERR roch den lieblichen geruch/vnd sprach in seinem hertzen: Ich wil hinfurt Md der folgend?^ nicht mehr die Erde verstuchenvmb der Menschen willen/Denn das dichten deß M^sMche Menschlichen hertzen ist böse von jugend allff.Vnd ich wil hinfurt nicht mehr schlahen ftKEvns »ach alles was da lebet/wie ich gethan habe.So lange die Erden stehet/sol nicht auffhören ^mFattÄdMnvnd Samen vnd Erndte/ Frost vnd Hist/ Sommer vnd Winter/Tag vnd Nacht, snnd vn wider Gott 1° . scy/sondern gedenckt > SH esseyanvnsgcschaf fcn/wie äuge» vn an dcregliedmaß. L)a- gege aber lehret Got teswort/daß solcher zwciffel vnd finster¬ niß von Gott VK bö¬ se Neigungen / nicht von Gottgcschaffcn sey / sondern sey die wunde/die nach der sunde im menschliche geschlecht gefolgt ist/ vnd ist schreckliche Feindtschajft wider Gott/wie S-Pau- lus Visen schaden ncn netRoma.8. Vnd ka» kein Mensch in discr verwandten na rur Gottes gcsclzon -ffenbETÄdaß ben rechen an einem jeglichen Menschen/ als der sein Bruder ist. ^/EehrnksolÄ der Menschen Blut vergeuffet/ deß blut sol auch" durch Menschen vergossen Weltlich daß w.r gerecht vnd wcrdcn/dcun Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht.Scyt fruchtbar vnd Kh^rdt. Ach" vonwe^nn- mehret euch/vnd reget euch auffErden/daß euwer vil dranffwerdcn. gencrreinigkeit/son- dern durch glauben/ Larum/daß der So» Gottes Mittlcrist/ vn vnser wunden zu decket, a (Durch Mensche) Hie ist das weltlich Schwert eyugcscyt/ daß man die Mör¬ der ködtensol. Nd Gott sagte zu Noah/ vnd seinen Sötten mit jm: Sthe / Zch richte mit euch AtzHeinen Bund auff/vnd mit euwerem Samen nach euch/ vnd mit allem lebendi- gen Thier bey euch /an Vogel / an Vieh / vnd an allen Thieren auff Erden bey euch/von allem das auß dem Kasten gegangen ist/waserley Thier cs sind auffEr¬ den. Mah. ' Dose. ix.Lap. 6 Gottes dcn.Vnd richte meinen Bund also mit cnch auff/Daß hinfurt nicht mehr alles fletsch emkflunM vcr^ der Stndflut/vnd sol hinfort keine Sindflut Noah :c. mehr kommcn/die die Erde verderbe. Vnd Gott sprach.Das ist das Zeichen deß Bunds/den ich gemacht habe zwischen mir vnd euch/ vnd allem lebendigen Thier bcy euch hinfort ewiglich. Meinen Bogen Regenboge. Fa 54- hab ich gesetzt in die Wolckcn / der sol das Zeichen seyn deß Bunds /zwischen Mir vnd der Erden. Vnd wen es kompt/daß ich Wolcken vbcr die Erden führe/so sol man mei- 8 neu Bogen schell in den Wolckcn/ Alsdenn Wil ich gedcncken an meinen Bund/ zwi¬ schen Mirvlld Ench/vnd allcm lebendigen Thier/inallerley fleisch/Daß nicht mehr hinfurt cllle Sindflut komme/ die alles fleisch verderbe. Darumb sol mein Bogen in sprach 4Z. den Wolckcn seyn/daß ich in ansehe/vn gcdencke an den ewigen Bund zwischen Gott vlld allcm lebendigen Thier/ in allein fleisch das auffErden ist. Daffelbig saget Gott auch zu Noah. Diß scy das Zeichen deß Bunds / den ich auffgcrichtct habe zwischen Mir vnd allcm flcrsch auff Erden. (A^Ie Söne )?oah/die auß dem Kasten giengm/sind dise/Sem/Hanr/Zapheth/ Noah Sötte. <^^Ham aber ist der Vatter Kanaan. Das sind die drey Söne Noah/ von denen ist alles Land besetzt. ^^Oah aberfieng anvnd ward ein Ackermann/vnd pflantzteWeinberge. Vnd Noabtrun- olj da er deß Weins tranck / ward er truncken / vnd lag in der Hütten auffgedeckt. b^Da nun Ham / Kanaans Vatter / sähe seines Vatters schäm /saget crs seinen beydcn Brüdern draussen. Da nam Sem vnd Japhcth ein kleid/ vnd legten es auff jrc bcydc schulter/vnd giengen rücklings hinzu/vn deckten ircs Vatters schäm zu.Vnd jr Angesicht war abgewandt/daß sie jres Vatters schäm nicht sahen. Als nun Noah erwacht von seinem Wcin/vnd erfuhr/was jm sein kleiner Son Much vber gethan hattc/sprach er: Verflucht sey Kanaan/vnd scy ein Knecht aller Knecht vnter seinen Brüdern. Vnd sprach weiter: Gelobet scy Gott der HERR deß Sems / vnd Kanaan sey sein Knecht. Gott breite Japheth auß/vnd laß jn wohnen in den Hütten deß Sems/ Vnd Kanaan sey sein Knecht. Noah Oah aber lebet nach der Sindflut drey hundert vnd fünfftzig /ar/daß sein gantz alters, ^^lter ward/neun hundert vnd fünfftzig jar/Vnd starb. X. Lap. wie sich das Menschlich Geschlecht nach verSmdflnt gemehrt/ vnd was für Volckvon de» dreyen Sönen Noah/vnd sren Sönen/ nachmals Herkommen. WWW Zs? ist das Geschlecht der Kinder Noah / Sem / Ham/ Japhets Japhcth/Vnd sie zeugeten Kinder nach der Sindflut. Die Kinder Äras/. Japheth sind dicse/Gomer/Magog/Madai/ Jauan/ Thubal/ Me- scch / vnd Thiras. Aber die Kinder von Gomer sind diese / Aftenas/ Riphat/vndThogarma. DieKindervonZauansinddiese/Elifa/ Tharsis/Kithim/vnd Dodanim. Don diesen sind außgebreitet die Insulcn derHei- den in jren Landern/jegliche nach jrer Sprach/Geschlecht vnd Leuten. Hams ^^Ie Kinder von Ham sind dicse/Khus/ Mizratnr/ Put vnd Kanaan. Aber die Geschlecht. ^^Wnder von Khus silid diese/Seba/Heuila/ Sabtha/ Raema VN Sabtecha. Aber die Kmdcr von Raema sind diese/ Scheba vnd Dedan. Khus aber zeuget den Nmirod/ der ficng an ein gewaltiger Herr zu seyn auff Erden/vnd war ein gewaltiger Jäger für dem HERRN. Daher spricht man: Das ist em gewaltiger Jäger für dem H ERRN/wie Ntmrod.Vnd der anfang seines Reichs war Babel/ Erech/ Acad vnd Nimrod. Khalnc/lm Land Sinear.Von dein Land ist darnach komm der Affur/vnd bauwete Babel. Nlneue vnd RehobochIr / vnd Kalah/ darzu Reffen / zwifcheri Nineue vnd Salah/ Assur. Diß ist ein grosse Statt.Mizraim zeuget Ludim/ Anamim/ Leabim/ Naphthuhtrn/ Nineue. Pathru- Bavcl. I. Buff, x.Qip. Pathrusim/vud Aasluhlm / Von dannen sind kamen die Ptzilistim vnd Kapthorim. Kanaan aber zeuget Adon seinen ersten Son/vnHeth/Iebusi/Emori/Girgosi/ n 5)iut/Arki/Sini/Aruadi/Zcmart/vnd Hamarhi. Daher sindaußgebreitet die Ge- Kananiter- schlechte der Känaniter. Vnd jre grentze waren von Adon an/ durch Gerar / biß gen Sodoma. Gasa/biß man kompt gen Sodoma/Gomorra/ Adama/ Aboim/vnd biß gen Lasa. Das sind die Kinder Ham in -ren Geschlcchten/Sprachen/Landern/vnd Leuten. ^>Em aber/Iaphets deß grossem Bruder/zeuget auch Kinder/der ein Vatter Sems ^^ist aller Kinder von Eber.Vnd diß sind seine Kinder / Elam / Assur / Arphach- AgE. sad/Luv vnd Aram.Dic Kinder aber von Aram sind diese / Vz/ Hul/ Gether/ vnd Mas/ Arphachsad aber zeuget Salah. Salah zeuget Eber. Eber zeuget zween « Söne/eimr hieß" Pclcg/darum daß zu serncr zeit die Welt Zerrheilt ward/deß Bru- (Pcleg) der hieß Iaketan/vnd Iaketan zeuget Almodad/ Saleph/Hazarmapheth/ Žarah/ z?rthett»ns^ E Hadoram Vsal/Drkela/Obal/Abimacl/Seba/ Ophir/ Hcutla/vnd Iobab. Das sind alle Kinder von Zaketan.Vnd jr wouung war von Mesa an/biß man kompt gen Sephar/an den Berg gegen dem Morgen. Das sind die Kinder von Sem/ in jren Gcschlechtcn/Sprachen/Landcrn/vnd Leuten. Das sind nun die Nachkommen der Kinder Noah/in ircn Geschlechten vnd Leuten/Don denen sind außgebreitet die Leu¬ te auff Erden nach der Sindsiut. Von vermessenem bauwen desi Thurns ;u Babel /vnd wie die Sprachen darüberverwirs ret.Vom Gestblechte Gem/blßauffAbraham/vnV wie derselbtgattßLhaldea gezogen/vnv mir denfeM-'n ZN Haran gewöhnet. S hatte aber alle Welt etnerlcp Jungen vnd Sprache. Da sie nunzogen gegen morgen/fundcn sic ein eben Land/im Lande Sincar/ vnd wohncten daselbst. Vnd sprachen vnter einander: Wol Sinear. auff/laßt vns Agcl streichcn/vn brennen.Vnd namen Aigel zu Stein/ vnd Thon zu Kalck/vnd sprachen: Wolauff/ Laßt vns eine Statt vnd Thum bauwcn/deß spitze biß an den Himmel reiche / daß wir vns einen Namen ma- Thum chm / Denn wir werden vtllcicht zerstreuwet in alle Länder. zu^abel. Da fuhr der HERR emidcr/daß ersehe die Statt vnd Thum/die die Menschen Kinder bauwcten. Vnd der HERR sprach: Sitze / Es ist einerlei) Volek vnd emerley Sprach Babel. Nose. XI. Lap. 7 Sprach vnter jrien allen/vnd haben das angefangen zu thun/ sie werden nicht Mas¬ sen von allem das sie fürgenommen haben zu thun.Wolauff/laßt vns ernider fahren/ Verwirrung vnd jre Sprache daftlbs verwirren / daß keiner deß andern Sprache verneine. Also Sprach,», zcrstrcuwctsieder HERR von dannen in alle Länder/daß sie mußten auffhörendie Statt zu bauwen/Dahcr heißt jr Name" Babel/daß der HERR daselbst verwirret hatte aller Länder Sprache/ vnd sie zerstrcuwet von dannen in alle Länder. Sems (^XIß sind die Geschlechte Scm/Sem war hundert jar alt/vnd zeugetArphach- ^er »er- (^Lsad/zweyjar nach der Sindflut/vnd lebet darnach fünffhundert jar/vnd zeu- gct Sone vnd Töchter. , b ^s Rphachsad war fünffvnd dreissig jar alt/vnd zeugete Salah/vnd lebet darnach Linea Khrtr Aßwicr hundert vnd drey jar/ vnv zeugete Sone vnd Töchter. Salah. ^'Alah war dreyffig jar a lt/vnd zeugete Eber/vndlebet darnach vierhundert ' o^Avnd drcyjar/vnd zeugete Söne vnd Töchter. Eber. ^*Bcr war vier vnd dreissig jar alt/vnd zeuget Peleg/vnd lebet darnach vier hum (>Ndcrt vnd dreissig jar/vnd zeugete Söne vnd Töchter. Pcleg. Hl>'Eleg war dreissig jar alt/vnd zeuget Regu/vnd lebet darnach zwey hundert vnd ^Oneun jar / vnd zeuget Söne vnd Töchter. Regu. Egu war zwey vnd dreissig jar ält / vnd zeuget Serug / vnd lebet darnach zwey ^Achundert vnd siben jar/vnd zeuget Söne vnd Töchter. Serug. M^Erug war dreissig jaralt/vndzeuget Nahor/vnd lebet darnach zwey hundert t^Ajar/vnd zeuget Söne vnd Töchter. Nahor. L^AHorwarneun vnd zwcntzigjaralt/vndzeuget Tharah/vnd lebet darnach '4». ^hundert vnd ncuntzchen jar/ vnd zeuget Söne vnd Töchter. Tharah. Tharah war sibentzig jar alt/ vnd zeuget Abram/Nahor vnd Haran. (^^Iß sind die Geschlecht Tharah / Tharah zeuget Abram / Nahor vnd Haran/ Tharaho Ge Lot. (^sAber Haran zeugete Lot. Haran aber starb vor seinem Vatter Tharah/in ftp 1-^, Abram, nem Vattcrland zu Vr in Khaldca.Da namen Abram vn Nahor Weiber/Abrams Sarai. Weib hieß Sarai/vnd Nahors Weib Milca / Harano Tochter/ der ein Vatter war N-m*-. der Mlca/vnd der Ma/aber Sarai war vnfruchtbar/vnd hatte kein Kind. >vlrh l. Da nam Tharah seinen Son Abram/vnd Lot seines Sons Harano Son/vnd seine Schnur Sarai/ftincs Sons Abrams Wetb/vnd führet sie von Vr auß Khal- dea/daß er ins Land Kanaan zöge/Vnd sie kamen gen tzaran/vnd woneten daselbst» Vnd Tharah ward zwey hundert vnd fünffjar alt/vnd starb in Haran. XlI.Lap. Abram ;suchtmr't Lot vnd avdernftl'ne»;ügek)zrl'genauffVenbefeklGcktkes-vßH»rirnM Lanaan/ vnv wrrt dasselblge Land ,m vnd seinem Samen von dem HERRN verheissen. Von dannen zeucht er theuwrer zeit halben rn Egypten/vnd gibt für Sarai sex seine Schwesser/R§- nig Pharao nlmpt sie zu sich/wirr von Gott geplagt / vnd gibt sie »rem Mann wider. t iMWWNd der HERR sprach M Abram/ Gehe auß deinem Vattcrlanv / vnd von vcincr Freundtschafft / vnd auß deines Vatters Verheissung Hauft/ineinLanddasichdirzeigenwil. Vnd ich Wil dich zum grossen vo»«». Volck machen/ vnd Wil dich segnen /vnd dir einen grossen Namen ma- H DMMWchen/vn solt ein Segen ftyn.Zch wil ftgcnen die dich ftgencn/vn verflu- «-p» ? chen die dich verfluchen.Vnd in dir sollen geftgnet werden alle Geschlecht auffErdcn. zog Abram auß/wieder HERR zu jm gesagt hatte/ vnd Lot zog mit jm/A- Mam zem ^^j bram aber war fünff vnd sibentzig jar alt da er auß Haran zog. Also nam A-- hetauß Hamn m bram sein Weib Sarai/vnd Lot seines Bruders Son/ mit aller jrcr Habe/die sie ge- Wonnen hatten/ vnd Seelen die sie gezeuget hatten in Haran /vnd zogen auß zu rey- A -s sen in das Land Kanaan, Vnd als sie kommen waren in daffelbige Land/zog Abmm B dmch Mmm. l.BuK XIl.Lap. Sichem. durch/ biß au die stctt Sichem/vnd au den Hain More / denn es wohneten zu der zeit Kananiter. die Kananiter im Lande. Abram Witt Da erschein der HERR Abram/vnd sprach: Deinem Samen Wil ich diß Land ba^'audCm.aa.! hie gchen.Vn er bauwet daselbst dem HERRN einen Altar/derjm erschienen war. Dar- ,c 'el )-! c. Non dannen an einen Berg/ der lag gegen dem Morgen der Statt BethEl. BethEl/vn richtet seine Hütten auff/ daß er BethE! gegen Abend/ vn Ai gegen dem Morgen hatte.Vnd bauwet daselbst dem HERRN einen Altar/vn predigte von dem Namen deß HERRN.Darnach weich Abram ftrrner/vn zog auß gegen dem mittag. Thcuwmng ^S kam aber eine ^Hemmung in das Land. Da zog Abram hinab in Aegypten/1? zu Abramsz-it-n. er sich daftlbst/alö ein frembdlmg/ enthielte/ den die Theuwrung war groß Ge». r°. r-. Abram zcu- im'Lande. Dnd da er nahe bey Aegypten kam/ sprach er zu seinem Weibe Sarai: h-c m -LgM-u. weiß daß du ein schon Weib von angesicht bist / wenn dich nun die Aegypter scheu werden/so werden sie sagen: Dao ist sein Weib/vn werden mich erwürgen/vud dich bchaltem Lieber so sage doch/ du ftyest meine Schwester/ auffdaß mirs Veste baß gehe vmb deinen willen / vnd meine Seele bey dem leben bleibe vmb deinen willen. Gott verlcßt Als nun Abram in Aegypten kam/sahen die Aegypter das wcib/daß sie fast schön die s-incn Nicht. ;^ar. DuddieFürsten deß Pharao sahen sie/vnd preiseten sie für jm. Da ward siein deß Pharao hauß bracht/vn er thet Abram guts vmb iren willen/vn er hatte Schaf/ Rinder/ Esel / Knecht vnd Mägde / Eselin vnv Kamel. Aber der HERR plaget den Pharao mit grossen plagen/ vnd sein Hauß / vmb Sarai Abrams Weibs willen. Da rieffPharao Abram Zu sich / vnd sprach zu jm: Warumb hastu mir das ge- than k Warumb sagstu mirs nicht daß dein Weib were t Warumb sprachsiu denn/ sie wett dein Schwester k Derhalben ich sie mir zum werbe nemen wslt. Vndnunsihe/ Da Häsin dein Weib/ nrm sie vnd zeuch hin. Vnd Pharao befahl seinen Leuten vber jm/daß sic jn gcleiten/vnd ftin Weib/ vnd alles was er hatte» XIII. Lap. Abraham vndLok;fchcnwidenm,b auß 2legxpten mLansan / Haban- be^de so vü Vrchs/ daß sic nir wol bep emairScr ;u wohnen mögen raum haben / vnv sich derhalben thcricn mössen/ wrrtauch Abraham vnv sirnem Samen das Land vnv vec Görrltch Segen verheissen. Abram zie- Lso zog Aöram Herauffauß Aegypten Mit fernem Weß L hetwtder auß Egy- bewnd mit allem das er hatte/ VN Lot auch mit j'm/ gegen dem Mittag. pttttMLauaa». Abram aber war sehr reich von Dich/Silber vnd Gold. Dnderzog Gett.u. immer fort von Mittag biß gen BethEl / an die stett / da am ersten sei- ne AMe fischen BethE! vnd Ai / eben an den ort/ da er vorhin den Altar gemacht hatte/vnd er predigt allda den Namen deß HERRN. Lot. IHOr abcr/dcr mit Abram zog/ der hatte auch Schafvnd Rinder / vnd Hütten/ c^dvnd das Land mochts nicht ertragen / daß siebeyeinanderwohneten/dennsr Habe war groß/vNd kundten nicht bey einander wohnen.Dnd war immer zanck zwi¬ schen den 5)irten vber Abrams Dieh/vn zwischen den Hirten vber Lots Dich/so woh- Aanamtcr. nctcn auch zu der zeit die Kananiter vnd Pheresitcr im Lande. Pheresiter» Da sprach Abram zu Lot: Lieber laß nicht zanck seyn zwischen mir vnd dir/ vnd Zwischen meinen vnd deinen Hirten/denn wir sind Gebrüder. Stehet dir nicht alles Land offenkLieber scheide dich von mir/ wiltu zur lrncken/ so wil ich zur rechten / Oder wiltu Zur rechten/so wil ich zur lincken. Da Hub Lotscine äugen auff/vnd besähe die gantze Gegend arn Jordan / denn ehe der HERR Sodoma vnd Gomorra verderbet §-g«nd am war sie Wafferreich/biß man gen Zoar komet / als ein Garten deß HERREN/gleich wie Aegyptenland. Da erwehlet/mLotdie gantze Gegend am Iordan/vnd zog gegen Morgen, s Also scheidet sich ein Bruder vö dem andern/ daß Abram wontt im Lande Kanaan/ vnd Wrmn. DM- xilll.Lap. s vnd Lot in den Stätten derselben gegcnd/vnd setzt seine Hütten gen Sodom/ aber die Sodomiter. LrechAnte zu Sodom waren böß / vnd sündigten sehr wider den HERRN. nun Lot sich vor: Abram gcschetdcn hatte/ sprach der HERR zn AbramHeb Die ander deine äugen auff/vnd sihe von der stctt an/da duwohncst/gegen Mitternacht/ ^ss.mq v^Lcm Ge»..-, .k. gcgclt dem Mtttag/ gegelt dem Morgen / vnd gegen dem Abend / denn alle das Land das du sihcst / wil ich dir geben / vnd deinem Samen ewiglich. Vnd wtl deinen Sa¬ men machen wie den staub auffErden. Kan ein Mensch den staubauff Erden zelen/ der wirt auch deinen Samen zelen. Darumb so mach dich auff/bnd zeuch durch das Laud/ in die lcnge vnd breite / denn dir wil ichs geben. Also crhub Abram seine Hüt¬ ten / kam vnd wohnet im Hain Mamre / der zu Hebron ist / vnd bauwct daselbst dem Hain Mam- HERRN einen Altar. xmi.Lap. Lot wr'rdt m eroborung der Statt Sodom gefengklick hlnweggeführt/vnd Abram errettet ;n nur gewair. Mclchrfcdcck tregt Abram vnv sernem Volck tm widerkehreri wein vn Brot für/ Abram gl br im den Zebend von eroberter Beute / vnd wll mchts von deß Rönrgs von Sodom Gürernfür sich behalten. L LUMM Nd cs beqab sich zu der zelt dcß Königs Amraphel von Stnear/ Arioch dcß Könige von Elaffar/KedorLaomordeß Königes von Elam / vnd Thidcal dcß Königs der Heiden / daß sie kriegten mtt Bera dem Könige von Sodom/vnd mit Birsa dem Könige von Gomorra / vnd mit Sineab dem Kömge von Adama/ vnd mit Scmebcr dem Könige vonZeboim/vlld mit dem Könige von Bela/die heißt Zoar. Diese kamen alle zusamen in das Thal Siddim/da nun das Salhmeer ist/denn sic waren zwölffjar vlltcr dem Könige KcdocLaomor gcwcscn/vnd im dreytzehendcn jar wäret; sic von im abgefallcn.Darumb kam KcdorLaomor vnd die Könige die mit die Susim zu Ham/vnd die Emim in dem fcldc Kiriathaim/vn die Horitcr auffirem Susim. gcbirgc Seir/blß an die breite pharan/welche an die Wüsten stößt.Darnach wand- Emim. tcn sic vmb/vnd kamen an den Born Mffpat/ das ist Kades/ vnd schlugen das gantze Hatter. Land der Amalckitcr/dazu die Amoriter/ die zu HazezonThamar wohncten. zogen auß der König von Sodom/der König von Gomorra/der König von Adama/dcr König von Acboim/vü der König von Bela/ die Ioar heißt/ vnd rüsten sich zu streiten im Thal Slddim/mit KcdorLaomor dem Könige von E- lam / vnd mit Thidcal dem Könige der Heiden / vnd mit Amraphel dem Könige von Sincar/vud mtt Arioch dem Könige von Elaffar / vier Könige mit fünffcn/vnd das thal Siddim hatte vilThongrubcn. Aber die Könige von Sodom vn Gomorra wurden daselbst in die flucht geschla- gen/vnd llidcrgclcgt/ vnd was vbcrblcib flöhe auff das Gebirge. Da namen sie alte v Habe zu Sodom vnd Gomorra/vnd alle speise/vnd zogen davon. Sienamcnanch Lotgefatt- jm waren imvicrtzehenden jar/vnd schlugen die Riscn zuAstarothKarnaim/vnd Rrsen. die Susim zu Ham/vnd die Emim in dem fcldc Kiriathaim/vn die Horitcr auffirem Susim. gcbirgc Seir/blß an die breite pharan/welche au die Wüsten stößt.Darnach wand- Emim. , 7 ' - - - - -- Land der Anlalekitcr/dazu die Amoriter/ die zu HazezonThamar wohncten. von Adama/dcr König von Aboim/vü derKönig von Bela/ tue Ioar heißt/ lam / vnd mit Thidcal dem Kömge der Heiden / vnd mit Amraphel dem Könige von Sincar/vud mtt Arioch dem Könige von Elaffar / vier Könige mit fünffcn/vnd das thal Siddim hatte vilThongrubcn. Aber die Könige von Sodom vü Gomorra wurden daselbst in die flucht geschla- gen/vnd llidcrgclcgt/ vnd was vbcrblcib flöhe auffdas Gebirge. Da namen sie alle mit sich Lot / Abrams Bruder Son/vnd seme Habe / denn cr wohnete zu Sodom/ sm. vnd zogen davon. (A^A kam einer der entrunnen war/vnd sagets Abram an/dem außländer/der da O^Hwohnctim Hain Manrre dcß Amoriter/welcher ein Bruder war Escolvnd Mamre. Ancr/dicse waren mit Abram im Bund Als nun Abram höret/daß sein Bruder ge- Escot. fangen war/wapuet er seine Knechte/drey hundert vnd achtzchen in seinem Hause ge- Auer, born / vnd jaget jneu nach biß gen Dan / vnd therlet sich / fiel deß nachts vbcr sie mit seinen Knechten/ vnd schlug sie/ vnd jaget sie biß gen Hoba / die zur lincken der Statt Abram fehle- Damaskus ligt.Vnd bracht alle Habe wider/ dazu auch Lot seinen Bruder mit seiner h« vr-rAMge. Habe/auch die Weiber vnd das Volek. B tj Als Mmm. i.MO XV. Lap. Als er mm wider kam von der Schlacht deß KcdorLaomor/vnd der Könige mit jm/ gieng jm entgegen der König von Sodom/in das feld / das Königsthal heißt. a ^sBerMelchisedekdcrKöntgvonSalem^rugBrotvndWeittherfür. VnderEb".^ N?pffertc/^ ^Awar ein Priester Gottes deß höhesien/vn segnet jn/ vnd sprach: Gesegenet seysiu Melchift ftnfttvndchrc?Da Abram dem höhestm Gott/ der Hunmelvnd Erden besitzt/vnd gelobt sey Gott der welcher;/^ dmtlsi/der^Wclt höhest/dcr deine Feinde in deine Hand beschlossen hat.Vnd demselben gab Abram dm Mtt dem Eum'gclto gehenden volt allerlei). Salem Da sprach dör König von Sodom zu Abram: Gib mir die Leute/die Güter be- halt dir. Aber Abram sprach zu dem Könige von Sodom: Ich hebe meine Hände auff »Et. Zu dem HERRN/dem höhesren Gott/der Himel vnd Erden besitzt/daß ich von allem das dein ist/nicht einen Faden noch einen Schuchriemcn mmcn Wil / daß du nicht sa¬ gest/ du habest Abram reich gemacht / Außgenommen was die Jünglinge verzehret haben/vnd die Männer Amr / Escol/ vnd Mamre/die mit mir gezogen sind / die laß jrthetlnemmcn. xv.Lap. Abram beklagt sich/daß er keine Leibserben erzeuge/ vnd wirt >m von Gott vnzalbare Ver¬ mehrung seines Samens verheissen' wle auch verselbtge vierhundert sar tn einem frembden Lande zu vreneit gezwungen/ vbel gehalten/darnach mit grossem Gut a»ß;lehen/vnd das ver¬ heissen Land besitzen werde. Ach diesen Geschichten begab stchs / daß zu Abram ge- schach das wort deß H E RRN im Gesicht / vnd sprach: Förchte dich Gott ist nicht Abram/Ich bin dein Schrldt/vnd dein sehr grosser lohn.Abram vnd sprach aber: HERR HERR/Was wtltumir geben k Ich gehe dahin on Kinder/vnd mein Haußvogt / dieser Elieser von Damasco / hat ei¬ nen Son. Vnd Abram sprach weitenMir hasm keinen Samelt gegeben. Vnd sihe/ der Son meines Gesinds so! mein Erbe seyn. Abram wirt Vnd sche/der HERR sprach zu jm:Er sol nit dein Erbe seyn/sondern der von dei- 2^b?d wudsdmcl ucm leibe komcn wirt/der sol dein Erbe seyn.Vnd er hieß KN hinauß gehen/vnd sprach: Rom.4. dm Glaubm gc'."' Sihe gen Himel/Vttdzele die Sterne/kansru sic zelenk Vnd sprach zu jm.Also sol dein Ebr?u/ Same werden. Abram glarrbte dein HERRN/vn das rechnet er jm zur gcrechtigkeit. Nd er sprach zu jm: Ich bin der HERR / der dich von Vr auß Khaldca geführt Die drit- ^Hhat/ daß ich dir diß Land zu besitzen gebe. Abram aber spracb:HERR/ HERR/ Wobey sol Lchs mcrckcn daß ichs besitzen werde k Vnd er sprach zu jm:" Bringe (Btlttge)Opsscr. mir eine drcyjarige Kue/vnd ein drcyjärigeAgen/vttd ein dreyjärigenWider/vnd et- (Gevögel) ne Turtcltauben/vnd eine junge Tauben.Vnd er bracht jm solchs alles/vnd zertheilet § dieT cs mitten von cinander/vnd leget je ein theil gegen das ander vber/aber die Vögel zer- lhellct er nicht. Vnd das Gevögel fiel auff das Aß / aber Abram scheuchet sic davon. AZam schmcht sie Da nun die Sonne vntergangen war fiel ein ticffer schlaff auff Abram/vnd sihe/ -Mftt sic vm dm ver schrecken vnd grosse fittsterntß vberfiel jtt. Lram vcssörochc.? Da sprach er zu Abram:Das soltu wiffen/daß dein Same Wirt frembd seyn in 8 Smrnm^ mc? cmcm Lande das nicht sein ist/ VN da Wirt man sie zu dienen zwingen/ vnd plagen vier gang msthnckc" Sm hundert jar/Aber ich Wil richten das Dolck/dem sie dienen müssen.Darnach sollen sie außzichen mit grossem Gut-Vnd drr solt fahren zu deinen Vattern mit frieden/ vnd in sie vessölM würdl/ gutern alter begraben werden / Sie aber sollen nach vier Manns leben wider hiehcr " ftl^s?icdmE kommen/ denn die missethat der Amoriter ist noch nicht alle. Als nun die Sonne vn- gche/'cs Ech Är tergangcn/ vnd finster worden war / Sihe / da rauchete ein Ofen / vnd ein Feuwer- Lrlassm "vud doch fiamnrcn fuhr zwischen den stücken hin. ccMcwerdm. dem tage machte der HERR einen Bund mit Abram /vnd sprach: Deinem A^m"^c"mh-c ^ßSamenwilich diß Land geben/von dem Wasser Egypti an/biß an das grosse Lynwchncr. zum vlecdtc maldas Wasser Phrath/die Kcnitcr/die Kinisitcr/dte Kadmoniter/die Hithiter/die Pheresi- LMI vcr-c-!!cu Rrfin/die Amoriter/die Kananiter/ die Gergesiter/ die Jebusiter. Die Mam. Nose« xvi.Lap. 9 xvi. Lap. Dre vnftmchtbare Sirar gibt sre Magd Hagar dem Abram ;a einem weibe/vieselbige wirt schwanger/veracht sre Frauwe / fleucht mir vnwrllen vonsr/ wirr vom Engel widerumb ;u keh¬ ren gewisen / m rr anhangender rusagung / von Vermehrung sres Samens. Darnach gebiert sie einen Son den nennt sie Ismael. z. MMMArm/AbramsWetb/gevar sm nichts /Ste hatte aber SamiM eine Egyptische Magd/die hieß Hagar.Vlid sic sprach zu AbrannSi- Ab'a>n HaMjum hc/der HERR hat mich verschlossen/daß ich nicht gcbercn kan/ Lieber "' lege dich zumcincr Magd/obich dochvilleichtauß jrmich'bauwcn « t^FLd^möge. Abram der gehorcht der stimme Sarai. Danam Sarat/A- N^ne^ bramsWctb/jre Egyptische Magd Hagar/ vndgabsic Abram /rem Mannznm Weibe / nach dem sie zehen jar im Lande Kanaan gewöhnet hatten. Vnd er leget sich zu Hagar/die ward schwangcr.Als sic nun sahe/daß sie schwane Hagar, gcr war/achtet sie jrc Frauw geringe gegen sich. Da sprach Saraizu Abram: Du ' thuft vnrecht an mir/Ich hab meine Magd dir bcygclcgct/ Mn sic aber sihet/daß sie schwanger worden ist/muß ich geringe geachtet scyn gegen ir/Der HERR sey Richter zwischen mir vnd dir. Abram aber sprach zu Sarai:Sihc/dcine Magd ist vnter dei¬ ner gewalt/thu mit jr wie dirs gesellt. v (^^A sie nun Sarai wolt demütige/flöhe sic von jr:Aber der Engel deß HERRN Hagar flie- fand sie bcy einem Wafferbrunn in der Wüsten/ nemüch/bey dem Brunn am h» von Sarm. Wege zu Sur/dcr sprach zu jr.Hagar/ Saral Magd/wo kommest« herkvnd wo wilt Du hink Sie sprach: Ich bin von meiner Frauwen Sarai geflohen. Vnd der Engel Dcß HERRN sprach zu jr: Kehre vmb wider zu deiner Frauwen/vnd demütige dich vnter jrc Hand. Vnd der Engel deß HERRN sprach zu jr: Ich wil deinen Samen also mehren/ daß er vor grosser menge nicht sol gezclet werden. Weiter sprach der Engel dcß HER¬ REN zu jr: Sche du bist schwanger worden/ vnd wirst einen Son gebcrcn / deß Na- mensoltubIsmaclhcisscn/Darumb/daßdcrHERRdcinelcnderhörcthat. Erwirt ° ein wilder Mensch scyn / seine Hand widerjcderman / vnd jedermans Hand wider jn/ (>miael) vnd wirt gegen allen seinen Brüdern wohnen. Vnd sie hieß den Namen dcß HERRN/ der mit jr redet / Du Gott sihest mich/ denn sie sprach: Gewißlich hie hab ich gesehen den/der mich hernach angesehen hat/ Darumb hieß sic den Brunncn/Ein Brunnen dcß Lebendigen / der Mich angesehen hat/welchcr Brunn ist zwischen Kades vnd Barcd. Salats ^^Nd Hagar gebar Abram einen Son /vnd Abram hieß den Son/den jm Ha- Ismael ge- gebar/Ismael.Vnd Abram war sechst vnd achtzig jar alt/ da jm Hagar den xvn.Lap. Abram wirt vom HERRN Abraham/vnd Sarai Sara/genennet / vnd »'nen Vermehrung ,'res Sameos/sampr dem Lande Lanaan rugesagt. Das Blmdzeichen der Beschneidung wrrdk exngesem/Isaac auß der Sara/vnd in,m der Segen/ verheissen / wirr auch Abraham in dem/ss «r von Ismaels wegen geberen/ erhört. Ls nun Mram neun vnd neuntztg jar alt war/ erschein jm der HERR / vnd sprach zu jm: Ich bin der Allmcchtige Gott/wan- MM dck für mir / vnd sey fromb. Vnd ich wil meinen Bund zwischen mir /WMMANvnddirmachen/vndwildichfastsehrmehren. Da fiel Abram auff sein Angesicht. weiter mit jm/vn sprach: Sihe/ Ich bins/vn hab meinen Bund c>NiNit dir/vnd du solt ein Vatter viler Völcker werden/ Darumb soltu nicht mehr D rij Abram Abraham. l.NuV XVii.Lap. t " Abrmn heissen/ sondern Abrahmn sol dein Name seyn/ denn ich habe dich gemacht Aörcp 2)E/Abraham7- vilcrVölcker Vatter. Vnd wil dich fast sehr fruchtbar machen/vnd wil vondirVöl- te7w7wö^cA'-7 ckcr machen/vnd sollen auch Könige von dir kommen. AK^a^L^ Vnd ich wil auffrichtm metllen Bund zwischen mir vnd dir / vnd deinem Sa- Bund WEM seinem Na dir/bei) jrcn b Nachkomlncu / daß ein ewiger Bund sey/also daß ich dein Gottes Mit men Nicht en msec), ^ttsey / vnd deines Samens nach dir. Vnd Wil dir vnd deinem Samen nach dir gerichh dmNü dasRso geben das Land da dir ein Frembdling innen bist / ncmlich das gantze Land Kanaan/ ED-n.?M-s-- zu ewiger bcsitzung/vnd Wil jr Gott skytt. hiemtt dcntct / daß >r Gott sprach Zu AbrahanuSo ha lt nun meinen Bund/du vnd dein Same Lttt.r. hö^^cmanderß ^Lnacb dir/bcy jrcn Nachkommen. Das ist aber mein Bund/ den ir halten solt <^zwischm nur vnd cllch/vn deinem Sarnen nach dir/Alles was Männlich ist vn -7uq§t mr,ar d?r ter euch so! beschnitten werden. Jr solt aber die Vorhaut an euwerm fleisch beschnei- pr ^t77^I2 den/dasselb so! ein Zeichen seyn dcß Bunds zwischen mir vn euch. Ein jeglichs knäblm Ederlar h-ma-h ift Wens acht tag alt ist soltjr beschneiden bey euwem uachkomen-Desselben gleiche auch EZsäacgEm alles was gcsinds daheim gcborn/oder erkaufft ist vö allerlei) fremden/ die nit euwers samens smd/also so! mein Bund an cuwerem flasch seyn zum ewigen Bund.Vnd wo ein Knäblm nicht wirt beschnitten an der Vorhaut seines fleische / deß Seele sol auß- gerottet werden auss seinem Volck/darumb / daß cs meinen Bund vndcrlaffen hat. Gott sprach übermal zu Abraham: Du solt dein Weib Sarai nicht mehr n Sara. A^Sarai heissen/ sondern Sara so! jr Name seyn/ denn ich Wil sie segenen. Vnd Oe"' von jr wrl ich dir einen Son geben/ denn ich Wil sie segenen /vnd Völcker sollen auß jr werden / vnd Könige vber ml Völcker. Da fiel Abraham auff sein angesicht/ vnd lachet / vnd sprach in seinem hertzen: Sol wir / hundert jar alt/ ein Kind geborn Rsm.4. werdenvnd Sara namtzig jar alt/ gcberen. ^6^Nd Abraham sprach zu Gott: Ach daß Ismael leben solt für dir. Da sprach Asaar. c^Gott:Ia. Sara dein Weib sol dir einen Son geberen/den solt» Isaac heissen/ denn mit jm wü ich meinen ewigen Bund auffrichtcn / vnd mtt seinem Sarnen nach Ismael, jm. Dazu vmb Ismael hab ich dich auch erhöret/ Sihe / ich hab ju gcsegrret/ vnd wil jn fruchtbar rnachcn/vnd mehren fast sehr. Zwölff Fürsten wirt er Zeugen/ vnd wil jn zum grossere Volek machen. Aber nremen Bund wil ich auffrichten mit Isaac/den dir Rsm.s. Sara gcberen so! / vmb diese zeit im andern jar. Vnd er höret auss mit jm zu reden/ vnd Gott fuhr mrffvom Abraham. Abraham uam Abraham sauen Son Ismael / vnd alle Knechte die daheim geborn/ 887" lEpt vnd alle die erkaufft/vud alles was Manns Namen war in fernem Hause/vnd beschneit die Vorhaut an jrem fleisch / eben dcsselbigen tages / wie jm Gott gesagt hat¬ te. Vnd Abraham war neun vnd nermtzig jar alt / da er die vorhaut an seinem fletsch beschneit. Ismael aber sein Son war drcytzehen jar alt da seines flctsches vorhaut be¬ schnitten ward.Eben auffcmen tag wurden sie alle beschnitten/ Abraham/sein Son Ismael/vnd was Manns Namen in seinem Hause war/daheim geborn/vnd erkaufft von frembdm/ cs ward alles mitjm beschnitten. xvm.Lap. Drsx Manner erscheinen Abraham/vnd er speißt sie. Die zeit der empfengkniß vnd gebürt deß verheissenen Gons wirr sin bestim pt, Veß lacht Sara/vnd Wils darnach läugnen. Das vor^ stehend verderben der Start Sodom vnd vmbligender Gegend wirt Abraham verkündigt/da bltr er für die Einwohner von wegen etlicher Gerechten vntersnen. (Mder) Für einem feilt er nider/vnd re¬ det auch als mit ei¬ nem / vnd dych mit drcyc». L)a ist die Meeyfaltigkeit in Gottangczcigk. Nd der H L RR erschein jm im Hain Mamre / da er L saß an der thür seiner Hütten / da der tag am heissesten war. Vnd als erseine äugen auffhub/vndsahe/da stunden drey Männer ge- Ebre.» gen jm. Vnd da er sie sähe / liess er jnen entgegen von der thür seiner Hütten/ vnd bücket sich" nider auffdie Erden / vnd sprach: HERR/ hab - Maham. xvm.Lap. >° ».pet.;. c. Gen r«. Kom. A. hab ich gnade fanden für deinen äugen/ so gehe nicht für deinem Knechte vber. Man sol euch ein wenig Wassers bringen / vnd euwere süsse waschen / vnd lehnet euch vnter den Baum.Vnd ich wtl euch ein bissen Brots bringen/ daß ir euwer Hertz labet/ dar¬ nach solt jr fort gchen/dcnn darumb seyt jr zu euwrem Knecht kommen.Sie sprachen: Thu wie du gesagt hast. Abraham cylet in die Hütten zu Sara/ vnd sprach:Eyle vnd menge drey Maß Match Semclmäl / knete vnd backe tuchen. Er aber licffzu den Rindern/vnd holet ein zart gut Kalb/vnd gabs dem Knaben/der eylet vnd bercitets zu. Vnd er trug auffButter vnd Milch / vnd von den: Kalbe das er zubereitet hatte / vnd satzts Mn für /vnd trat für sie vnter dem Baum/vnd sie assen. (Ax A sprachen sie zu jm.Wo ist dein Weib SarakEr antwortet: Drinnen in dek Hütten. Da sprach er:Zch Wil wider zu dir komcn/so ich lebe/ sihe/ so sol Sara den; Weib einen Son haben. Das höret Sara hinder jm/hinder der thür der Hüt- ten.Vnd sie waren beyde/Abraham vnd Sara/alt vnd wol betaget/also daß es Sa- ranicht mehr giengnach der Weiberweise. Darumb lachet sie bcy sichselbs/vnd sprach:Nun ich alt bin/ sol ich noch Wollust pflegen/rnd mein Herr auch alt ist» Da sprach der HERR zu Abraham :Warumb lachet dcß Sara/vnd spricht: v Meyncstu daß warscy/daß ich noch gebcren werde/so ich doch alt bin k Solt dem 4-Reg.4. HERRN etwas vmnüglichseynkDmb diese zeit wrl ich wider zu dir kommen/^ so ich (So^lebe)^ lebe/so sol Sara eincir Son ha bcn.Da leugnete Gara/vnd sprach.Ich hab nicht ge- redet als cm Mesch, lachct/dcnn sie forcht sich. Aber er sprach.Es ist nicht also / du hast gelacht» A stunden die Männer auffvon danncn/vn wandten sich gegen Sodom/vnd Abraham gieng mit inen / daß er sie geleitet. Da sprach der HERR: Wie kan ich Abraham verbergen/ was ich thu k Sintemal er ein groß vnd mächtiges Volck sol (SorchlebcA^cs Khristus werden / vnd alle Völckcr auff Erden in jm gesegnet werden sollen. Denn ich weiß/ doch »A U wZ S" er wirt befehlen seinen Kindcrn/vnd seinem Hause nach jm/ daß sie deß HERRN we- Ek«» gehaltcn/vnd thun was recht vnd gut ist/auff daß der HERR auffAbraham kom- men lasse was er im verheissen hat. ,rl'^ Mm.sL Lrech-.-. Vnd der HERR sprach:Es ist ein geschrey zu Sodom VN Gomorra/das ist groß/ LÄdttdttEltcm vnd ire Sünde sind fast schwär.Darumb wil ich hinab fahren/ vnd sehen / Ob sie al- A-A les gethan habcn/nach dem geschrey das für mich kommen ist/Oder obs nicht also sey/ ^-rdc.», was wer- daß ichs wisse. Vnd die Männer wandten ir angcsichc/ vnd giengen gen Sodom. """ Abra- Ber Abraham bleib stehen für dem HERRN/vnd trat zu im/vnd sprach:Wiltu ^^dcntt den Gerechten mit den Gottlosen vmbbrtngcn k Es möchten vrlleicht fünff- ttr- tzig Gerechten in der Statt seyn/Woltestu die vmbbrtngen/vnd dem ort nicht ver¬ geben vmb fünfftzig Gerechter willen/ die drinnen wcrentDas sey ferme von dir/daß du das thust/vnd tödtest den Gerechten mit den Gottlosen/ daß der Gerecht sey gleich wie der Gottlose/das sey ferme von dir / der du aller Welt Richter bist / du wirst so nie richten. Der HERR sprach: Finde ich fünfftzig Gerechten zu Sodom in der Statt/ so Wil ich vmb irer willen allen den örtern vergeben. Abraham antwortet/vnd sprach:Ach sche/Zch habe mich vnterwunden zu reden mit dem HERRN/wiewol ich Erde vnd Aschen bin / Es möchten villeicht fünffweni¬ ger denn fünfftzig Gerechten drinnen seyn/Woltestudenn die gantze Statt verder¬ ben vmb der fünffe willenkEr sprach:Finde ich drinen fünff vn vicrtzig/so wil ich sie nit verderben. Vnd er fuhr weiter mit /m zu reden/vnd sprach: Man möcht villeicht vier- tzig drinnen finden. Er aber sprachHch wtl inen nichts thun vmb viertziger willen. Abraham sprach:Iörne nicht HERR/daß ich noch mehr rede/Man möchte vil¬ leicht drciffig drinnen finden.Er aber sprach:Fmde ich dreissig drinnen/ so wil ich inen nichts thun. Vnd er sprach: Ach sihe/Zch habe mich vnterwunden mit dem HERRN zu reden/man möcht villeicht zwcntzig drinnen finden. Er antwortetIch wil sie nicht -» verderbest vmb der zwentzig willen. Vnd er sprach: Ach Zorne nicht HERR/ daß ich B nij nur chor. i.BG x i x.Lap. nur noch einmal rcde/Man möcht villcicht zehen drinnen finden. Er aber sprach: Zch Wil sie nicht verderben vmb der zehen willen. Vnd der HW gieng hin/da er mit Abraham aufigercdt hatte/vnd Abraham kehret wider hin an seinen ort, xix.Lap. r«e«n Engel komen genSodom/ werden vsn Lot beherbergt / vnd von den Exnwohuern m»t- wMlger werfe gesucht vnd heraußbegert. Lor wirt von den Engeln mrt fernem Werbe vnd rweye» Töchrern außgefährr/Sodom verderbr/vnd Lors werb;u erner Saltzfeule verwandelr.Lots Töch¬ ter werden fchwunger von srem Vatter/ vnd geberen;ween SLne / M-ab vnd Ammon. Je zween Engel kamen gen Sodom deß abends. Lot aber saß zu Sodom vnter dem Thor / vnd da er sie sähe / stund er auff s-br- jnen entgegen / vnd bücket sich mit seinem angesicht auff die Erden. Vn sprach:Sihe/ HERR/ kehret doch eyn zum Hause euwers Knechts/ vnd bleibet vbernacbt/Laffet euwer Füsse waschen/sostehet jrmor- gens frü auff/vnd ziehet euwer straffe. Aber sie sprachen: Nein / sondern wir wollen vber nacht auffder Gaffen bleiben» Da nötiget er sie fast/vnd sie kchreten zu im eyn/ vnd kamen in sein Hauß. Vnd er macht inen ein Mal/vnd buch vngeseuwert Ku- chen/vnd sie affen. Der Sodo- HA Der ehe sie sich legten / kamen die Leut der Statt Sodom / vnd vmbgaben das mrc-r Stmd vnd ^^Hauß/iung vnd alt / das gantze Volck auß allen enden. Vnd forderten Lot/vnd sprachen zu jm: Wo sind die Männer/die zu dir kommen sind diese nacht k Führe sie hcrauß zu vns/vaß wir sie erkennen. Lot gieng herauß zu inen für die Thür / vnd schloß die Thür hinder im zu / vnd sprach:Ach lieben Brüver/thut nicht so vbel. Sihe/ ich habe zwo Töchter/ die haben noch keinen Mann erkennet/die wtl ich herauß geben vnter euch/vnd thut mit inen was euch gesellet / allein dlesen Männern thut nichts / denn darumb sind sie vnter die r. p«t,r. schatten meines dachs eyngegangen. Sie aber sprachen: Kom hieher. Da sprachen sie:Du bist der einige Frembdling hie/vnd wilt regieren.Wolan/wir wollen dich baß plagen denn sine. Vnd sie drungen hart auff den Mann Lot/ vnd da sie hinzu lieffen/vnd wölken ö die Thür auffbrcchen / griffen die Manner hinauß /vnd zogen Lot hincyn zu inen ins tzauß /vnd schloffen die Thür zu. Vnd die Männer für der thür äm Hause wurden mit blindtheit geschlagen/beyde klein vnd groß/biß sie müd wurden/vnd die thür nicht finden kundten. ^^Nd die Männer sprachen zu Lot.Hastu noch irgend hie einen Eiden/vnd Sone c^Avnd Töchter / vnd wer dich angehöret in der Statt / den führe auß dieser stctt/ denn wir werd? drese stett verderben/Darumb/ daß ir geschrcy groß ist für dem HER REN/der hat vns gesandt sie zu verderben. Da gieng Lot hinauß/ vnd redet mit sei¬ nen Eiden/ die seine Töchter nemmen soltenMachet euch auff/vnd gehet auß diesem vrt/ denn der HERR wirt diese Statt verderben. Aber es war inen lächerlich. ander schreck- Gott kt- zoms GES wider 0^5 Mach dich auff/ nim dein Weib vnd deine zwo Töchter/ die vorhanden sind/ d-e fünff Ahm ^?Ia'r daß du nicht auch vmbkommest in der missethat dieser Statt. Da er aber vcrzog/er- Dodoma vnd ^?,arn?hEah griffen die Männerjn/vn scm Weib/vn seinezwo Töchter / bey der hand/darum daß Sap.E"' eod/nach dcrWcle der HERR fern vcrschonet/vn führeten in hinauß/vttd liessen in aussen für der Statt.' rn-, ChÄ-gebnttr^ Vnd als er irr hatte hinauß gebracht/sprach er:Errette deine Seele/vnd sihe nit hinder dich/auch stehe nitm dieser gantzengegend/Auff dem Berge errette dich/daß du nicht vmbkommest. Aber Lot sprach zu inen: Ach nein HERR/ Sihe/dieweil dein Knecht gnade fanden hat für deinen äugen/so woltestu deine Barmhertzigkeitgroß machen/die du an mir gechan hast/ daß du meine Seele bey dem leben erhieltest/ Zch kan S-t. Msc. XIX. Lap. » kan mich nicht auffdcm Berge erretten/ es möcht mich ein vnfall ankommen / daß ich stürbe. Srhe/ da ist eine Statt nahe/darcyn ich fliehen mag/vnd ist klein/dasclbst wtl ich mich errettcn/Ist sie doch klein/ daß meine Seele lebendig bleibe. Idar heißt Da sprach er zn jm: Sihe / ich hab auch in diesem stück dich angesehen / daß ich K-!ck," die Statt nicht vmbkerc/davon du geredt hast.Eylc vnd errette dich daselbst/denn ich Amos4. karr nichts ihun brß daß du hineyn kommest. Daher ist diese Statt genennet Ioar. ^nd Sonn war auffgcgangen auff Erden/da Lot gen Ioar eynkam. Da ließ der HERR Schwefel vnd Feuwr rcgcncn von dem HERRN vom Hum Lots Weib mel herab auffSodonr vrrd Gomorra / vnd kcrct die Stätte vmb/die gantze gegcrrd/ vrrd alle Eynwohncr der Stättc/vnd was auffdem Lande gewachsen war. Vnd sein Weib sähe hindcr srch/vnd ward zur Saltzseulc. e ^sBraham aber macht sich dcß morgens frü auffan den ort / da er gestanden war für dem HERRN/vnd wandt sein angcsicht gegen Sodom vnd Gomorra / vnd alles Land der Gegend/vnd schäumet / Vnd srhe/ da gierig ein Rauch auffvom Lan- de/wie eirr Rauch vom Ofen. Denn da Gott die Stätte irr der gegend vcrderbet/ge- dachte er an Abraham/vnd geleitet Lot auß den Stätten die er vmbkchret/darinn Lot. Lot wohnete. Lot zog auß Ioar/vnd bleib auff dem Berge mit semen beyden Töchtern/ denn er furcht sich zu Ioar zu bleiben/vnd bleib also in einer Höle mrt seinen bey- den Töchtern. Da sprach die älteste zu deriüngstcn: Vnser Vatter ist alt / vnd ist kein Mann mehr auff Erden der vns beschaffen möge nach aller Welt weise / So kom / laß vns vnserm Vatter Wein zu trincken geben / vnd bey im schlaffen / daß wir Samen von vnserm Vatter erhalten. Also gaben sie irenr Vatter Wein zu trincken ln derselben nacht. Vnd die erste gieng hineyn/vnd legt sich zu jrem Vatter/vnd er wards nicht gewar da sie sich leget / noch da sic auffstund. Dcß morgens sprach die älteste zu der iüngsten:Sihe/ich hab gestern bey meinem Vatter gelegen / Laßt vns im diese nacht auch Wein zu trincken geben/daß du hineyn gehest/vn legest dich zu im/daß wir Samen von vnserm Vatter erhalten. Also gaben sie irem Vatter die nacht auch Wein zu trincken / vnd die jüngste macht sich auch auff/ vnd leget sich zu im/ vnd er wards nicht gewar da sie sich leget/ noch da sie auffstund. Also wurden die beyde Töchter Lots schwanger von irem Vatter/vnd die El- Moab. teste gebar einen Son / den hieß sie Moab / von dem kommen her die Moabiter / biß auff Abraham. i.BuK XX. Lap. auffden heutigen tag. Vnd die Jüngste gebar auch einen Son/ den hieß sie das Kind Ammon. Ammi/von dem kommen die Kinder Ammon/biß auffden heutigen tag. xx.Lap. Abraham zeucht in Gerar/vnd gibt für/ Sara sexe ferne Schwester /va nimpt ste der Aonig Abimelech zu einem Weibe / wirdr äder im schlaffdermassen angefochten / daß er sie wider gibt mitGefchancken. AbrahambittfürAbimelech/vndseinHaußwirtfruchtbar. Abimclech. Abraham em Prophet. Abraham ein Krcmbdlmg Zu Ge- rar. a (Gesehen) wc-rdu cm prophct Ädrayam jpracy^ch dacht/ vmacyr rst kern Gottes sorcht an diesen örtern/vnd sehc7h2cn/dAchs werden mich vmb meines Weibs willen erwürgen / Auch ist sie warhafftig meine Dreyfal verdienet habe mit — - . - - - - - mcmensündm. b (wandern) Gott l 7 ' ziehen / als werens vil/vnnd doch eilt Gott. xxi.Lap. Isaac wirt geborn/beschnitlen/ entwöhnt / vnd die Magd Hagar mit «rein Son auffgestos-- sen/werden auch vom HERRN bexder Söne halben Verheissung gethan. Abimelech vnd A- braham schweren einen Bund zusammen bex einem Brunnen/wachen Abraham gegraben hatte. Vnd Braham aber zog von dannen ms Land gegen Mlt- tag/vndwohmte zwischen Kadcs vnd Sur/vnd ward ein Frembd- lmg zu Gerar. Vnd sprach von seinem Weibe Sara/Es ist meine Gerar. Schwester. Da sandte Abimelech/der König zu Gerar/nach sr/ vnd ließ sie holen. Aber Gott kam zu Abimelech deß nachts im traum/vnd sprach zu jm:Sihe da/ Sen..-, du bist deß tods vmb deß Weibs willcn/das du genomcn hast/denn sie ist eines Man¬ nes Eheweib. Abimelech aber hatte sie nicht berüret/vnd sprach: HERR/wiltu denn auch ein gerecht Volek erwürgen? Hak er nit zu mir gesagt/Sie ist meine Schwester? Vnd sie hat auch gesagt/Er ist mein Bruder? Hab ich doch das gerhan miteinfelti- gem hertzen/ vnd vnschüldigen Händen. Vnd Gott sprach zu jm im trammIch weiß auch daß du mit einseitigem hertzen das gethan hast/darumb hab ich dich auch behüt/daß du nicht wider mich sHndige- test/ vnd Habs dir nichtzugegeben daß du sie berürtest. So gib nun dem Mann sein Weib wider/dcnn er ist ein Prophet/vnd laß in für dich bittcn/so wirstu lebendig blei- ben:Wo du aber sie nicht wider gibst/ so wisse/ daß du deß todes sterben mußt /vnd al¬ les was dem ist. (^hA stund Abimelech deß morgens frü auff/ vnd rieffallen seinen Knechten / vnd 8 ^LHsagetjnen dieses alles für iren ohren/vnd die Leute furchten sich sehr. Vnd Abi¬ melech rieffAbraham auch/ vnd sprach zu jm: Warumb hastu vns das gethan ? Vnd was hab ich an dir gcsündigct / daß du so eine grosse sündc wollest auffmich vnd mein Reich brmgeukDu hast mit mir gehandelt nit wie man handeln sol. Vnd Abimelech < sprach weiter zu AbrcharmWas hasw«gesehen/ daß du solchs gethan hast? Abraham sprach:Ich dacht/ villeichr ist kein Gottes forcht an diesen örtern/vnd ^n. --- Schwester/ denn sie ist meines Vatters Tochter / aber nicht meiner Mutter Tochter/ Da mich aber Gott äusser meines Vatters Hause ^wan- hiU!>uchl»d.^rr- Hern hieß/sprach ich zu jr:Die Barmhertzigkcit thuan mir/daß/wo wir hin kommen/ du von mir sagest/Ich sey dein Bruder. Da nam Abimelech Schafe vnd Rinder/ Knecht vnd Mägde / vnd gab sie A- braham/vnd gab jm wider sein Weib Sara/vnd sprach: Sihe da / mein Land stehet dir offcn/wone wo dirs wol gesellet. Vnd sprach zu Sara: Sihe da/Ich habe deinem Bruder tausend Silberlinge gegeben. Sihe/ das sol dir eine Decke der äugen seyn/ (Ire straffe) Ä-- fürallendiebeydirsind/vndallenthalben/vttddaswar "jre straffe. "iHgcuwerdenscü- Abraham aber betetzu Gott/da heilet Gott Abimelech vnd sein Weib/ vttdsei- wMcstrast?/Als ne Mugde/daß sie Kinder gebaren/ denn der HERR hatte zuvor hart verschlossen al- strafft/dasisteAbra- le Mütter deß HausesAbimelech/ vmb Sara Abrahams Weibes willen. Ham hatte Bruder genennet/vn krieget grosse wolthat. Maham. Msc. xxi.Lap. 12 L dcr HERR sucht heim Sara/wle ergcredt hatte/ vnd thct mit jr / wie er gercdt hatte / vttd Sara ward schwangcr/vnd ^ 4. gebar Äbraham einen Son in seinem alter / vmb die zeit / die sttt Gott Isaac gebo- E»e n.' gercdt hatte. Vnd Abraham hieß semen Son / der jm geboren war/ "7,^7-77/'.'.! Isaac den im Sara gebar. Vnd beschneit in am achten tage/wie im dcmiardaSovs- v-» >7. Gott gcbottcn hatte. Hundert iar war Abraham alt/da im sein Son Isaac gcborn ward. Vnd Sara sprach.Gott hat mir ein lachen zugeriebt / den wer cs Heren wirt der wirt mein lache. Vn sprach:Wcr dörfft das von Abraha sagcn/daß Sara kmder sen¬ get/ vnd hctte im einen Son gcborn in seinem alter k Vnd das Kind wnchß vnd wal d cntwchnct/Vnd Abraham macht ein groß Mal am tage da Isaac cntwchnct ward. H6^Nd Sara sähe den Son Hagar derAegyptische/den sic Abraham gcborn hat- Otz^tc/ daß er ein Spötter war / vnd sprach zu Abraham: Treibe diese Magd auß Ismael ein § nm ircm Son/dcnn dieser Magd Son sol nicht erben nut meinem Son Isaac. Das " ' /L wort gefiel Abraham sehr vbcl / vmb seines Sons willen. Aber Gott sprach m im: Laß dies nicht vbcl gefallen deß Knaben vnd der Magd halben / alles was dir Sara gejagt hat dem gehorche/ Denn in Isaac sol dir der Samen gencnnct werden / Auch Wil lch der Magd Sori zum Volek machen/darumb daß er demes Samens ist. v stund Abraham deß morgens frü auff/ vnd nam Brot vnd eine Flasche mit <>^Waffcr/vttd lcgcts Hagar auffircschuldtcr/vnd den Knaben mit/vnd ließ sie auß. Da zog sic hm/vnd gieng in der Wüsten irre bcy Bcrsaba. Da nun das Was¬ ser in der Flaschen auß warwarffsie den Knaben vntcr einen Baurn/ vttd gieng hin/ vnd satztc sich gegen vber von ferrns/ eins Bogenschuß weit/ denn sic sprach: Ich karr nicht Zusehen deß Knabcns sterben. Vnd sic satztc sich gegen vber/vnd Hube ire stimme auff/ vnd weinet. Da erhöret Gott die stime deß Knabcns.Vnd der (kngcl Gottes ricffvom Him¬ mel der" Hagar / vnd sprach zu ir: Was ist dir Hagar k Förchte dich nicht/ denn Gott hat erhöret die sttm deß Knabcns/da er ligt. Stehe auff/nrm den Knabcn/vnd führe (Hagar) in an deiner hand/dcnn ich wil in zum grossen Volck machen.Vnd Gott thctir die am gen auff/ daß sic eilten Wasserbrunn jähe / da gieng sic hin / vnd füllet die Flasche mit Wasscr/ vnd trenekt delt Knaben. Vnd Gott war mtt dem Knaben / der wnchß vnd dmm'ch wohnet in der Wüstcn/vn ward ein guter Schütze/ vnd wohnetc in der wüsten Dha- ran. Vltd seine Mutter tram im ein Weib auß Acgyptenland. a«rd7« auff TeE Da rnachten sich auffAbnuclech vn Phichol/sein Feldhanptman/pnd zogen wi- Eudbnmü .'.ch ^k> wol L>chr»br»K vek tN heisse». Mraham. i. BuH xxii.Lap. der in der Philister Land. Abraham aber psiantzt Bäume zu BerSaba/ vnd predi, get daselbst von dem Namen deß HERRN/ deß ewigen Gottes/ vn war ein Frembd- lrng in der Phrlister Lande ein lange zett. XXII.Lüp. Abraham Wirt versucht fernen Son Isaac ;u opffern/vnd als er solch» ;r» thun vorhat/wr'rk es sm vom Engel verbotkLN/vnveln wrver gerelgt/welchen er an s)att ferne« Sons fol opffsrn. Auch wirdt sm/ von wegen solches geborfams/dre verherffung mrt GZttllchem L/de bestättgst/ vnd Nahors ferne« Bruders fruchrbarkerr angefagr. Ach drescn Geschichten versuchte Gott Abraham/ vnd ä- sprach zu jm: Abraham. Vnd er antwortet: Hie bin ich. Vnd er Gott heis sprach: Mm Isaac deinen einigen Son/den du lieb hast/vnd gehe hin s"»m8»?, (Morija) m das Land" Morija / vnd opffere jn daselbst zum Vrandopffer auff Morga heiße Got- einem Berge/ den ich dir sagen werde. Da stund Abraham deß mor- Um. 4.' gmv n u auff VN gürtet seinen Esel/vnd nam mit sich zween Knaben/vnd seinen Son *' Faac/vnv spaltet Holtz zum Brandopffer/Macht sich auff/vnd gicng hin an den Effdcmfttben B-r- ort/davon jin Gott gesagt hatte. ßrcht?Aen!! L- Am dritten tage Hub Abraham seine äugen auff/ vnd sähe die stett von ferrne/ httss^s vmÄd" Dnd sprach zu seinen KnabcmBleibt jr hie mit dem Esel / Ich vnd der Knabe wötlen va mau d^cr ^^khin gchm/vnd wenn wir angcbettcr haben / wollen wir wider zu euch kommen. mir loben/bekÄtcnn!rzuv°! se acht gebar Mllca dem Nahor/Abrahams Bruder. VndscinKebßwetb/mitna-xr^^^^ men Rehuma/gebar auch/nemlich den Thcba/ Gaham/Thahas vnd Maacha. Nahors Ge- XXIII.Lap. Sara stirbtHebron r'm Lande Canaan / als ste hundert stben vnd zwenyig /ar alt worden. Abraham berrauret ste/vnd kavffr Ephrons Acker zur Begräbnisse. Ara war hundert vnd siben vnd zwenkig jar alt/vnd starb in der Hauptstatt/die heißt "Hebron/im Lande Kanaan. Da (Hebron) ' M kam Abraham/daß er sie klaget vnd beweinet. NNZ )^ Darnach stund er auff von seiner Leich/vnd redet mit den Kim^ ^v.crstatt.Den dern Heth/vnd sprach: Ich bin ein Frembdervnd Eynwohner bey euch/gebt mir ein Erbbegräbniß bey euch/daß ich meinen todten begrabe/der für mir NAE"' ww ligt. Da antworten Abraham die Kin der Hech/vnd sprachen zu jm: Höre vns/licber Herr/du bist einFürst Gottes vnter vns/B'egrabe deinen todten in vnscrn ehrlichsten Gen. ro. Gräbern. Kein Mensch sol dir vnter vns wehren / daß du in seinem Grabe nicht be¬ grabest deinen todten. stund Abraham auff/vnd bücket sich für dem Dolck deß Landes/nemlich für den Kindern Heth/vnd er redet mit jnen / vnd sprach: Gesellet cs euch / daß ich meinen todten/der für mir ligt/begrabe/So höret mich/vnd bittet für mich ge¬ gen Ephron/demSon Zohar / daß er mir gebe seine zwifache Hole/die er hat am ende seines Ackers. Er gebe mir sie vmb gelt/ so viel sie wehrt ist / vnter euch zum Erb- begräbnist/Denn Ephron wohncte vnter den Kindern Heth. Da antwortet Ephron der Hethiter Abraham/daß zuhöretcn die Kinder Heth/ Ephron. für allen die zu seiner StattThor auß vnd eyn gicngen/vnd sprach: Nein mein Herr/ sondern höre mir zu/Ich schencke dir den Acker/vnd die Höle drinnen dazu/vnd vber- gebe dtrs für den äugen der Kinder meines Volcks/ zu begraben deinen todten. v Da bücket sich Abraham für dem Volek deß Landes/vnd redet mit Ephron/daß zuhöretc das Volek deß Lands/vnd sprach :Wiltu mtrjn lassen/so bitte ich/Mn von . . o mir dasGelt für den Ackcr/dasich dir gebe/sowil ich meinen todten daselbst begra- ben. Ephron antwortet Abraham/vnd sprach zu jm: Mein Herr / höre doch nuch/ Das Feld ist vlcr hundert" Sckcl Silbers wehrt.Was ist das aber zwischen mir vnd mm, Gcu so dir t Begrab nur dcmen todten, mu Goc, ty»t. § Abraham MmhM. i.BuK XXim.Lap. Abraham gehorchet Ephron/vnd wug sm das Gelt dar/das er gesagt hatte/daß zuhöreten die KinderHcth/nemlich/vier hundert Šekel Silbers / das im kauff geng vnd geb war. Also ward Ephrons Acker/darinn diezwifache Höle ist/ gegen Manrre Actor. 7. vber/Abraham zum eigen Gut bestätiget/ mitderHölcu darinnen/vnd mit allen Bäumen auffdem Äcker vmbher/daß die Kinder Hethzusahen/vnd alle die zu seiner StattThor auß vnd eyn giengen. Sara beara- (c^Arnach begrub Abraham Sara sein Weib in der Hole deß Ackers/die zwifach Q^ist/gege Mamre vber/das ist/Hebron/im Lande Kanaan.Also ward derAcker vn die Hole darinnen bestätigt Abraham zum Erbbcgräbniß von den Kindern Hcch. XXIIII.Lap. Abraham befihlet fernem Rnechte;rr ferner FrennvtfÄaffr zn reyfen / vttd daftlbst fernem 8onIsaacernwelb;unemnren. L>erRnechr;euchkkrn/dlrteln reichen von Gott/vnv erlanget e-. Dar nach rhur er ferne werbunge/ wrrdrgewarr/ führet Rebecam Mit sich herm/vnd nrmpt sie IftaczumvOelbe. Abrahä sebi- Vraham war alt vnd wol besaget/ vnd der HERR Hat- ckcc ftmcn ältesten te jn gesegnet allenthalben.Vnd sprach Zu seinem ältesten Knecht feines So» zAa/z»fw" Hauscs/der allen seinen Gütern fürstund: Lege deine Hand vnter mei- «mc.Senes47' uc Hüffte/vnd schwere mir bcy dem HERRN/dem Gott deß Himmels vnd der Erden / daß du memem Son kein Weib nemmest von den Töchtern der Kananitern/ vnter welchen ich wohne/Sondern daß du ziehest in mein Vattcrland/vn zu meiner Frcundtschafft/vnd nemcst meinem Son Isaac ein Weib. Der Knecht sprach: Wic/wenn das Weib mir mt wolt folgen in dlß Land/ Sok ich denn deinen Son widcrbrmgen in iencs Land/darauß du gezogen bist k Abraham sprach zu im: Da hüt dich für/ daß du meinen Son mehr wider dahm bringest. Der HERR/der Gott deß Himcls/der mich von memes Vatters Hause genomcn hat/vnd von Meiner Hcymat/ Der mir geredt hat/vnd mir auch geschworen hat/vnd gesagt: Drß Land Wil ich deinem Samen geben/ Der wudt semen Engel für dir her senden/ Enael daß du meinem Son daselbst em Weib ncmestSo aber das Werb dir nie folgen wil/ Ec» auch so bist» dieses Eydcs quit/Allein bringe meinen Son nicht wider dorthin.Da legt der NE""' Knecht seine Hand vnter die Hüffte Abraham seines Herrn/vnd schwirr im solchs. Lso nam der Knecht zehen Kamel von den Kamelen seines Herrn / vnd zoch hm/ vnd hatte mit sich allerlcy Güter seines Hcrrn/vnd macht sich auff/ vnd zoch gen Mcffpotamian zu der Statt Nahor. Da ließ er die Kamel sich lägern aussen für der Statt bcy einem Waffcrbrunn/deß abends vmb die zeit/wenn die Weiber pflegten herauß zu gchen/vnd Wasser zu schöpffcn / vnd sprach: FD §RR/ du Gott meines Herrn Abrahams / begegne mir heut/ vnd thu barmher-- g -Mstzigkcitan meinem Herrn Abraham. Sihe/Ich stehe hie bey dem Wasserbrunn/ Gebet vno der Leute Töchter in dieser Statt werden herauß kommen Wasser zu schöpffcn. Wenn nun eine Dirne kommet/zu der ich spreche: Neig deinen Krug / vnd laß mich trincken/ Vn sie sprechen wirt: Trinckc/Ich wil deine Kamel auch trcncken/daß sie die scy/die du deinem Diener Isaac bescheret Hast/Vnd ich daran erkenne/ daß du barm- hertzigkcit an meinem Herrn gethan hast. Nd ehe er außgeredt hatte/ Sihe/ da kam herauß Rebeca/ Bethuels Tochter/ «wmf--. Rcbera Be- Anderem Son der Mlca war/welche Nahors/Abrahams Brudcr/Weib wäre/ r-u«lsToch»Lr. vnd trug einen Krug auff irer Achseln / Vnd sie war ein sehr schöne Dirne von angesicht/noch eine Iungkfrauw/vnd kein Man hatte sie erkannt/dtc steig hiiiab Zinn Brunnen/vnd füllet den Krug/vn steig herauff.Da lieff/r dcr Knecht entgegen/vnd sprach:Laß mich ein wenig Wassers auß deinem Krug Mncken.Vn sic sprach: Trmcke meili Herr. Vnd eilends ließ sic den Krug hernider auff ire Hand / vnd gab im zu mn- ckemVnd da sie /m zu mucken gegeben hatte/sprach sie: Ich wil deinen Kamelen auch schöpffcn/ Maham. Mst. xxim.Lap. §4 schöpffen/biß sie alle gctrincken.Vnd eilct/vnd goß den Krug auß Lu die Trcnckc / vnd liess aber zum Brunn zu schöpffcn/vnd scböpffet allen semen Kamelen. e Der Man aber wunderte sich ir/vnd schweig stül/biß er erkennet/ob der HERR zu seiner reise gnad gegeben hette oder ntt.Da nun die Kamel alle gctrunckcn hatten/ nam er ein gülden spangcn crns halben sckcls schwär/vn zwcn Armringe an jrc hcude/ zehen sekcl golts schwär/vnd sprach:Mcine Tochtcr/Wcn gchörcsiu aneDas sage mir doch/habcn wir auch raum m deineö Vatters Hause zu Herbergen k Sie sprach zu im: Ich bin Bcthucls Tochtcr/dcß Sons Mllca/dcn sic dem Mhorgcborn hat. Vn sagt weiter zu jm:Es ist auch viel Stroh vnd Futter bcy vns/vn raumo gnug zu Herbergen. Abra- Da neiget sich der branil/ vnd betet den HERRN an / vnd sprach: Gelobet scy dIckt?Gom^r HERR/der Gott meines Herrn Abrahams/der seine barmhcrtzigkcit vnd seine warheit nicht verlassen hat an mcrnem Hcrrn/Denn der HERR hat mich den weg gc- führet zu meines Herrn Bruders Haust. Vnd die Dune liess/ vnd jaget solches alles an in jrcr Mutter Halise. v Nd Rcbeca hatte eitlen Bruder/der hieß Laban/vnd Laban lieffzu dem Mann Laban Rebe- p^ussen bcy dem Brunn. Vnd als er sähe die spangcn vnd armringe an seiner Bruder. Schwester hcndc/vrid höret die wort Rcbcca seiner Schwester / daß sic sprach: Also hat mir der Mann gesagt/kam er zu dem Mann/ vnd sihe/ Er stund bcy den Ka¬ melen am Brunn. Vnd sprach: Kom hereyn du gesegneter deß HERRN/Warumb stchestu draussen k Ich habe das Hauß gcräumct/ vnd für die Karucl auch raum ge¬ macht. Also führet er den Mann mns Hauß/vnd zäunrct die Kamcl ab/ vnd gab inen Stroh vnd Futter/vnd Wasser zu Wäschen seine Füsse/vnd der Manner die mitjm waren/vnd salzte im Essen für. sprach aber: Ich Wil nicht csscn / bist daß ich zuvor meine fach geworben habe. ^.Sic antworten: Sage her. Er sprach: Ich bin Abrahame Knecht / vnd der ^^HERR hat meinen Herrn reichlich gesegnet/vnd ist groß worden/vnd hat im Schafe vnd Ochsen/ Silber vnd Gold/ Knecht vnd Mägde / Kamcl vnd Esel/gegc- ben/Dazu hat Sara/meines Herrn Werb/einen Songcborn meinem Herrn in seinem alter/ dem hat er alles gegeben was er hat. Vndmcin Herr hat einenEyd von mngenomen/vudgesagt:Dusoltmeinem Son kein werb nemen von den töchtcrn der Kanantter/m der Land ich wone/sondcrn zeuch hin zu meines Vatters hause/vn zu meinem Gefchlecht/daselbst nun meine Son ein Weib.Ich sprach aber zu meinem Hcrrn:Wte/wen mir das Weib nicht folgen Wilk Da sprach er zu mir:DcrHLRR/für dem ich wandele wirtseine Engel mit dir sende/ vnd gnad zu deiner rcysc geben/daß du meinem Son ein Weib nemmest von meiner Frcundtschafft/vnd meines Vatters Hausc.Aksdcn soltu meines Eids quit seyn/wcnn du ZU meiner Freundtschafft konnllcst/Geben sie dir nicht/ so bist» meines Eydes quit. Also kam ich hcutzum Brunn/vnd sprach: HERR Gott meines Herrn Abra¬ ham / Hast du gnad zu meiner rcysc gegeben/ daher ich gereysct bin/ Srhe/ so stehe ich (Span^Dicse hie bey dem Wasserbrunn/Wenn nun ein Iungkfrauw hcrauß kommet zu schöpften/ ?äsc7c§lAr^ vnd ich zu ir sprech: Gib mir ein wenig Wasser zu triucken auß deinem Krug/ vnd sie wirt sagen: Trincke du/ Ichwil deinen Kameln auch schöpffcn/dast die sey das Weib/ das der HERR lneincs Herrn Son bescheret hat. Ehe ich nun solche wort austgercdt hatte in meinem Hcrtzcn/ sihe/ da komet Re- Ma.nn^dÄc.L! beca hcrauß mit einem Krug auff irer Achselrl/vnd gehet hirrab zum Brunn / vnd schöpffct.Da sprach ich zu jr: Gib mir zu trineken. Vnd sie nam eylmds den Krug voll . /rcr Achscln/vnd sprach: Trirlckc/vnd deine Kamel wü lch auch trcnckcu. Also tranck tth/vnd sic trencket die Kamel auch. Vnd ich fraget sic/vnd sprach: Wcß Tochter bistuk Sieantwortct:Ich bin Ve- thuels Tochter/deß Sons Nahor/den Lm Milca geboren hat. Da hcnget ich ein« Spangen an jrc Stirn/vnd Armringe anjre Hendc. Vnd neiget mich/vnd betet C Lj dcn Maham. I. Buch XXIIII.Lap. O Ia/ich wiL mit /m. Also Liessen sie Rebeca ire Schwester ziehen mit irer Amen/ sampt Abrahams Knecht/vn seinen Leuten.Vnd sic segneten Rebeca/vn sprachen zu ir: Du bist Vnscr Schwester/ Wachse in viel tausend mal tausend /vnd dein Same besitze die Thor seiner Feinde.Also machte sich Rebeca auffmit jrö Dtrnen/vn setzt sich auffdie Kamel/vnd Zogen dem Manne nach.Vnd der Knechtnam Rebeca an/vnd zoch htn. Saac aber kam vom Brunnen deß Lebendigen vnd Sehenden / denn er woh- nete im Lande gegen Mittag/vnd war außgegangen zu beten auff dem Felde ^^vmb den abend» Vnd Hub seine Augen auff/ vnd sähe daß Kamel daher kamen. Vnd Rebeca Hub ire Augen auff/vnd sähe Isaac/ Da fiel sie vom Kamel/ vnd sprach zu dem Knecht: Wer ist der Mann/der vns entgegen kommetauff dem Felde k Der Isaac ist Knecht sprach: Das ist mein Herr/ Da nam sie den Mantel/vnd verhüllet sich. Vnd i«r der Knecht erzelet Isaac alle fache die er außgenchtct hatte. Da führet sie Isaac in die Hütten seiner Mutter Sara/Vnd nam die Rebcca/vnd sie ward sein Weib / vnd ge- wan sie lieb.Also ward Isaac getröstet vbcr seiner Mutter. dcnHERREN an/vnd lobet den HERRN/ den Gott meines Herrn Abraham/dcr mich den rechten weg geführet hat / daß ich seinem Son meines Herrn Bruder Toch¬ ter neme. ö Wir nun die/so an meinem Herrn Freundtschafft vnd Treuw bcweisenwolt/ ;!wo? mu (EH So sagt mirs: Wo nicht/so sagt mirs aber/ daß ich mich wende zur rechte oder Muttervn Bruder vmdteBraut.Dar- Ml l'cim!"E ve"/Ä ^)a antwortet Laban vnd Bethuel/vnd sprachen: Das komet vom H ERRN/ ouvon^^rLl^ darum können wir nichts wider dich reden/weder böses noch gutö. Da ist Rebeca für ternmcht recht >,t. sie/vnzeuch hin/daß sie deines Herrn son Weib sey/wie der HERR geredt hat. Da diese wort höret Abrahams Knecht/bücket er sich dem HERRN zu der Er- Ven/Vnd zog herfür Silber vnd gülden Kleinst vnd Kleider/vn gab sie Rcbcca/Aber c würys) Zöstli- jrem Bruder vnd derMutter gab er' Würtze.Da aß vnd tranck cr/sampt den Man- -hcMchtc. hse waren/ vnd bleib vber nacht allda. Eß morgens aber stund er auff/ vn sprach:Laßt mich ziehen zu meinem Herrn/ - Aber ir Bruder vnd Mutter sprachen: Laß doch die Dirne einen tag oder ze¬ hen bey vns bleiben/darnach soltu ziehen. Da sprach er zu inemHaltet mich nicht auff/ ? Denn der HERR hat gnade zu meiner rcyse gegeben. Lasset mich / daß ich zu meinem v Herrn ziehe. ^vuge.nmmIE Da sprachen sie: Laßt vns die Dirne ruffen/vn fragcn/was sie dazu sagt-Vnd Ehcg-gcbenftMvs rieffen der Rebeca/vnd sprachen zu inWtlttt mit disem Man ziehen k Sie antwortet/ auch gefragt werde» Ia/ich Wil mit im. Also Liessen sie Rebeca ire Schwester ziehen mit irer Amen/ sampt vmb ire» willen. /Nn snr Lit XXV.L'üp. Abraham nrmpt ein ander weib/vnd zeuget Rinder von fr. Vbcrgibt Isaac st in Gut /vnd den andern Säuen Gesthencke/daß sie vom Isaac in Morgenland ziehen. Abraha 'N strrbt / vnd wtttzu der Sara begraben.Die Namen der Rinder Ismaels/vnd wenn er gestorben. Isaac er? zeugrIacob vnd Esau Esau verkaufst seine Erstegeburt seinem Bruder vmb ein Essen. Wral-ams Vmham nam wider ein Werb / die Hieß Ketura / die Rinder von der gebar im Stmron vnd Jaksan / Medan vnd Midian/ Zesbak vnd ^^ura» SHUJŠAM Suah.Iaksan aberzeuget Seba vnd Dedan.Die Kinder aber von Dedanwaren/Assurim/LatusimvndLeumim. Die KinderMi- dran waren/ Epha/ Epher/ Hanoch/Abida/vnd Eldaa. Diese sind aüeRmder der Ketura. Vnd Abraham gab alle sein Gut Isaac/Aber den Kindern/die er von den Kebß Abraha stirbt Weibern hatte/gab er Gefthencke/vnd ließ sie von seinem Son Isaac ziehen/weil er uoch lebet/gegen dem auffgang in das Morgenland. ist aber Abrahams Alter/daß ergelebet hat hundert vnd fünffvnd siben- Genes, r;. rruwarrn^' tzig iar/ vnd nam ab/vnd starb in einen; rühigcm alter/da er alt vnd lebens satt Abrahas alter ar. Mrcham. Nose. x x v. Lap. >; Geschlecht. war/ vnd ward zu seinem Dolet gesamlet. Dud es begruben in seme Söne/Isaac vnd Ismael/ in der zwifachcn Holc auffdem Acker Ephron/ deß Sons Zohar deß Hethi¬ ters/ die da ligt gegen Mamrc in dem Felde/das Abraham von den Kindern Heth ge- kaufft hatte. Da ist Abraham begraben mit Sara seinem Weibe. Seaef.t-. A6^Ndttach dem tod Abraham segnete Gott Isaac seinen Son/Vnd crwohnete (>^bey dem Brunn deß Lebendigen vnd Sehenden. ^-^Iß ist das gcschlecht Ismaels Abrahams Son/den im Hagar gebar/die Magd auß Egyptcn/vnd das sind die namen derKmderIsmael/davonirege- schlecht gcnennct sind.Dcr crsrgcborn Son Ismaels/Nabaioth/Kedar/Adbe- el/Mtbsam/ Mistna/Duma/Masa / Hadar/ Thema/ Ictur / Naphis vnd Kedma. Diß ß nd die Kinder Ismael mit jren namen in jren Höfen vnd Stätten /zwölffFür- Fmaels sien vber ire Leute. Vnd das ist das alter Ismacls/izz. /ar/vnd nam ab/vnd starb/vnd .^cr/,;7 iar. ward gesam lct zu scincm Volck. Vnd sie wohnetcn von Heuila an biß gen Sur gegen i Egypten/wenn man gen Assyria gehet. Er siel aber für allen seinen Brüdern. snrbcEcmmr sooiar/nach dcr Wclc an- fang/ri;S. L i.para!.r. Rcbcca i-» Hcn/Warumbbm ich schwanger wordcn? Vndsiegicnghindcn HERRN zu fragen. ... ... .<.. i ... .... ...... r ... . . ps.^sr^k.^1^ Malach.i. Rom-s. IßistdasGeschlechtIsaacs/AbrahamsSon/Abrahamzeuget Isaac. Isaac -^acsGe¬ laber war viertzig iar alt/ da er Rcbeca zum Weibe nam/ die Tochter Bcthuel/' « deß Syrers von Mesopommia/ Labans/dcß Syrcrs/Schwcsier. Saac aber bäht den HERR)? fürscill Weib/ denn sie war vnfruchtbar / vn der ^"^aelemhm! HERR ließ sich crbittcn/vnd Rcbcca sein Weib ward schwanger/Vnd die Kin- uch w«nV gcE o^-dcr sticsscii sich mit einander injrcmLclb. Da sprach sie: Da Mirs also solt gc- ^'tonnne^wali- . ...... . Vnd dcr HERR sprach zu ir: Zwey Volck sind in deinem Leibe/vnd zweyerlcy Leute werden sich scheiden auß dciircm Lelbe/vnd ein Volck wirt dem andern vberlegen seyn. ° § Vnd der grösser wirt dem kleinen dienen. Da nun die zett kam/daß sie gebäm solt/ sihe/ da waren Zwilling in irem Leibe. Dcr erst dcr hcrauß kam war rötlich/gantz rauch wie ein Fell. Vnd sie nenneten in Esau. Zuhand darnach kam hcrauß sein Brudcr/dcr hielt mit seiner Hand die Versen Esau. deß Esau.Vnd hiessen in Jacob. Scchtzig iar alt war Isaac / da sie gcborn wurden. Jacob. Vnd da nun die Knaben groß wurden/ward Esau ein Jäger/vnd ein Ackermann/ Jacob aber ein fromb Man/vnd bleib in den Hütten. Vnd Isaac hatte Esau lieb/vnd aß gerne von seinem Wcydwerck / Rebeca aber hatte Jacob lieb. y Nd Jacob kochte ein Gericht/ Da kamEsauvom Feld/vndwar Müde/vnd ft-»- xAsprack Zlr Jacob: Laß mich kosten das rote Gericht / denn ich bin müde. Daher § Erstgeburt. heißt cr b Edom. Aber Jacob sprach: Verkaufst mir heut dein Erstcgeburt.Esau (Evom)HetßtrSst antwortet: Srhe/ ich muß dochsterbcn/was sol mir denn die Erstegeburtk Jacob Ebre.». sprach: So schwere mir heut. Vnd cr schwur im/ vnd verkaufst also Jacob seine Erst¬ geburt. Da gab im Jacob Brot vnd das Linsengericht. Vnd er aß vnd tranck/vnd stund anff/vnd gieng davon- A'so verachtet Esau seine Erstcgeburt. XXVI. Lap. Isaac zeucht Theuwru'rg halben gen Gcrar. Die verkelssung/ so Gott Abraham gethan/ wirt gegen fmwlverholr. Is-racglbtfür/RLbecasexsemeSchwester/nlmptruanGütern/vnv wrrdr verhalben von den Philistern nervischer weise angefochten. Abimelech heißt >n von dan¬ nen ziehen. Die Hirten zancken vmb den Brunnen/vnd Atumelech machtet» Bündrmß mrt Isaac. S kam aber em Theuwrungm das Land/vber die Theuwmng vorige/so zu Abrahams zetten war. Vnd Isaac zoch zu Abimelech/ der Philister König/ gcn Gerar. Da erschein im der HERR / vnd sprach:Icuch nicht hinab in Egypten / sondern bleibe in dem Lande/ das ich dir sage. Scy ein Frembdling in disem Lande/vnd ich wilmit dir scyn/ vnd dich segenen / Den dir vnd deinem Samen wil ich alle diese Ländcrgebm/vnd wil meinen Eyd bestätigen / den ich deinem Vatter Abraham S ist geschwo- Mar. i. Buch xxi I ii. Lap. geschworen Habe/ Vnd Wil deinen Samen mehren wie die Sterne an? Himmel/vnd Land§a KhristusI- wil deinem Samen alle diese Länder geben/Vnd durch deinen Samen sollen alle "cch!isftn^ Völckcr auff Erden gesegnet werdcn.Darumb/daß Abraham meiner stimme gehör- , samgewcsen ist/vnd hat gehalten meine Rechte/meineGebott/meineWeife/vttd meine Gesetz. Also wohnet Mac zuGerar:Vndwenn die Leute am selben ort fragten von Dener---. seinem Weibe/so sprach er: Sie ist meine Schwester/den er forchte sich zu sagen/ Sie ist mein Weib/sie möchten mich erwürgen vmbRcbeca willen/denn sie war schön vonangesicht. ^5Lo er nun eine zeitlang da war/sahe Abimelech/derPhilister Kömg/durchs Fen- 8 ^Mr/vnd ward gewar/daß Isaac schertzet mit seinem Weib Rebeca. Da rieffA- bimelech dem Mac/ vnd sprach: Sthe/ es ist dem Weib. Wie hastu denn gesagt/Sie ist meine Schwesters Isaac antwortet jm: Ich gedacht/Ich möchte villcicht sterben müssen vmb jrcn willen. Abimelech sprach: Warumb hastu vns denn das gethan k Es were leicht geschehen / daß jemand vom Volck sich zu deinem Weibe gelegt hette / vnd hcttest also ein schuldt auffvns bracht. Da gebot Abimelech allem Dolck/vnd sprach: Wer diesen Mann oder sein Weib antastet/ der sol dcß tods sterben. Nd Mac satte in dem Lande/vnd kriegt desselben jars Hundcrtfältig/Denn der ^^HERR segnet in. Vnd er ward ein grosser Mann/gicng vnd nam zu / biß er fast groß ward/daß er viel guts hatte an kleinem vnd grossem Vieh/vnd ein groß Gesinde. Darumb neideten in die Philister/vnd verstopffren alle Brünne/ die seines Vatters Knechte gegraben hatten zur zeyt Abrahams seines Vatters/ vnd fülleten sie mit Erden/ Daß auch Abimelech zu im sprach: Zeuch von vns/dcnn du bist vns zu mächtig worden. Macvon dannen/ vndschlugsein Gezeltanffim gründe Gerar/vnd r,. <^Kwohnet allda. Vnd ließ die Wafferbrünnc wider auffgraben/die sie zu Abra¬ hams zetten/seines Vatters/gegraben hatten/welche die Philister verstopfst hatten nach Abrahams tod/ Vnd nennet sie mit denselben namen / da sie sein Vatter mit ge¬ nannt Hatte-Auch gruben Isaacs Knecht im grunde/vnd fanden daselbst einen Brun lebendiges Waffers/Aber die Hirten von Gerar zanckcten mit den Hirten Isaacs/vn (Gstk) H-ißtbn- fprachenDas Wasser ist vnser/ Da hieß er den Brunn" Esck/darumb/daß sie im da vnrecht gethan hatten. Da gruben sie einenandern Brunn/da zancktcn sie auch r-cht chur. vber/darumb hieß er in Sitna.Da macht er sich von danm/vnd grub einen andern (Wws) H-ißt m- Brunn/da zanckten sie sich nicht vber/darumb hieß er in' Rehoberh/vn sprach: Nun ÄANA-ißt/ hat vns der H ERRraum gemacht/vnd vns wachsen lassen im Lande. ciu widerwcrttgcr. Arnach zöch er von dannen gen BerSeba. Vnd der HERR erschein im in der o (Rchsboth) Heißt nacht/vnd sprach: Ich bin deines Vatters Abrahams Gott / för chte dich »ichtc.kge>st. mcht/ Denn lch bitt Mlt dir/ vnd wll dlchsegenen / vnd deinen Samen mehren vmb meines Knechts Abrahams willen. Da bauwet er einen Altar daselbst/ vnd pre¬ diget von dem Namen deß HERRN. Vnd richtet daselbst seine Hütten auff/vnd seine Knecht gruben daselbst einen Brunn. Nd Abimelech gieng zu im von Gerar/vnd Ahusath/sein Frcundt/vnd Phichol A^sein Feldthauptmann. Aber Mac sprach zu inen: Warumb kompt ir zu mirk ^Hasset ir mich doch/vnd habt mich von euch getrieben. Sie sprachen: Wir sehen Bunde zwi-- mit sehenden Augcn/daß der HERR mit dir ist/oarumb sprachen wir: Es sol ein Eyd zwischen vns vnd dir seyn/vnd wöllen einen Bundtmitdir machen/daß du vns kei¬ nen schaden thust / gleich wie wir dich nicht angetastet haben / vnd wie wir dir nichts denn alles guw gethan haben/vnd dich mit frieden ziehen laffen/Du aber bist nun der gesegnete deß HERRN.Da macht er inen ein Mal/vnd sie assen vnd truncken. Vnd deßmorgens früe stunden sie auff/vnd schwur einer dem andern. Vnd Maclicßsie gchen/vud sie Zogen von /m mit frieden. Desselben Ml. Uose. XXVll.L«rp. ,6 ' Desselben tagte kamell Isaacs Kllechte/ vnd sagten /m an von dem Brunn/den sie gegraben hattcn/vnd sprachen zu jm: Wir haben Wasser fanden. Vnd ernanntjn v Saba/dahcr heißt die Statt BcrSaba biß auffden heutigen tag. Esan (^XA Esau viertzig jar alt war/nam er zum Weibe Judith/die Tochter Beri dcß Eyd/odn s 8^D Hethiters/vnd Basnmth/ die Tochter Llon deß Hethiter-. Die machten bey- Wa^r. vc/Isaac vnd Rcbeca/cytel hertzeleid. XXVII.Lap. Icrcob wl'rdt von Isaac/ seinem Vatter/ durch anjchickung der Mutter/für Es»u gesegnet/ darumbwirdrEsausemem Bruder gram/vnd ntmpk für/ /n rurödren/Aber dle Mutter heißt Jacob ;u >rem Bruder Laban ln Haran welchen. Nd cs begab sich/ da Isaac alt war worden/ daß seme Augen tunckcl wurden zu schcn/ricffer Esau/seincm grösser« Son/ vn sprach zu im:Mein Soll.Erabcrantwortetjm: Hie bin ich.Vnd l / er sprach: Sihe / ich bin alt worden/vnd weiß nicht wenn ich sterben sol. So nim nun deinen Zeug / Köcher vnd Bogen /vnd gehe auffs vF) Kld/vnd sähe mir ein Wildpret/vnd mach mir ein Effen/wieichs gern habc/vn bring mirö hercyn/daß ich csse/daß dich meine Seele segene ehe ich ster¬ be. Rcbeca aber höret solche wort/die Isaac zu seinem Son Esau sagt.Vn Esau gieng hin auffs Feld/daß er ein Wildpret jagct/vnd heim brechte. A sprach Rcbeca zu Jacob jrem Son: Sihe/Ich hab gehöret deine Vatter re- nut Esau deinem Bruder/vnd sagen:Bringe mir ein Wildpret/ vnd mach mir Effcn/daß ich csse/vnd dich segene für dem HERRN/ehe ich sterbc.So höre nu/mcin Son/mcine stime/was ich dich heissc.Gehe hur zu derHerd/vn hole mir zwcy gute Böcklin / daß ich deinem Vatter ein Essen davon mache / wie ers gerne hat/ das soltu deinem Vatter hineyn tragen/daß ers effe/auffdaß er dich segene für seinem tod. Jacob aber sprach zu seiner Mutter Rcbeca:Sihe/mein Bruder Esau ist rauch/ vnd ich glatt/So möchte villeicht mein Vatter miclxbegrciffen/ vnd würde für im ge- acht/als ich jn betriegen wolt/ vnd brechte vber mich einen Fluch/vnd nicht einen Se¬ gen. Da sprach seitw Mutter zu jm.Der Fluch sey auffmir/mein Son/Gehorche nur rneincr stimmc/gche vnd hole mir. ö Da gieng er hin vnd holet/vnd bracht seiner Mutter/da macht seine Mutter ein Essen/wie sein Vatter gertle hattc.Vn nanl Esaus/jrcs grösser» Sons/köstliche"Klei- dcr/die sie bcy sich im Hause hatte/vnd zoch sieIacob an/irem kleinern Son/Aber die Fell voll den Böcklin rhct sie jm vmb seine Hende/vnd wo er glatt war am Halse/vnd gab also das Essen mit Brot / wie sie es gemacht hatte / in Jacobo Hand jrcs Sons. Vlld er gieng hineyn zu seinem Vatter/vnd sprach: Mein Vatter. Er antwortet: Hie bin ich- Wer bistu/mcin Son k Jacob sprach zu seinem Vatter: Ich bin EsalU>ein crstgcborncr Son/Ich hab gethan wie du mir gesagt hast. Stehe auff/setze dich/vn jß von meinem wildprct/anffdz mich deine Seele segne.Isaac aber sprach zu seine Son: Mein Son/wie hastu so bald fundenkEr antwortetDer HERR dein Gott bescheret mirs.DasprachIsaaczuIacob/Trittherzu nleinson/dzichdichbcgreiffe/obduscyest mein son Esau oder nit. Also trat Jacob zu seinem Vatter Isaac/vn da cr/n begriffen hatte/sprach er:Die stim ist Jacobo stim/abcr die hende sind Esauo hende. Vn er kant jn nit/denll seine hende waren rauch wie Esauo seines Bruders hende. Vnd segnet jn. Vnd sprach zu jm:Bistu mein Son EsaukEr antwortet: Ia/ich bino.Da sprach cr So bringe mir her/mein Sorl/zu essen von deinemWildprct/Paß dich meine See¬ le segene. Da bracht ere jm/vnd er aß/vno trug jnl auch Wein hincyn / vnd er tranck. Vnd Isaac/scin Vatter/ sprach zu jm: Kom her / vnd küsse mich / mein Son. Er trat hinzu vnd küsset jn. Da roch er dell geruch seiner Kleidcr/vnd segnet jn/vnd sprach: Sihe/der geruch meines Sons ist wie ein geruch deß Feldes / das der HERR ge- K iih segnet Mac. I.WG xxvil.Lap. segnet hat. Gott gebe dir vom Tauw deß Himmels/vnd von der fettigkeit der Erden/ Isaac se vnd Korn vnd Weins die fülle. Völckcr müssen dir dienen/ vn Leute müssen dir zu fuß M?« fallcn.Sey ein Herr vbcr deine Brüdcr/vnd deiner MuttcrKinder müssen dir zu fuß Evre », fallen. Verflucht sey wer dir flucht/Gcsegnet sey wer dich segnet. H^sLs nun Isaac vollendet hatte den Segen vber Jacob/vnd Jacob kaum hinauß ^^gegangen war von seinem Vatter Isaac/da kam Esau sein Bruder von seiner Iaget/vnd macht auch ein Essen /vnd trugs hineynzu seinem Vatter/vnd sprach zu M: Stehe auffmein Vatter/vnd jß von dem Wildprct deines Sons/daß mich deine Seele segene. Da antwortet jm Isaac sein Vatter: Werbistu? Er sprach: Ich bm Esau/dein Erstgeborner ^on. Da entsatzt sich Isaac vber die maß sehr / vnd sprach: Wer ? Wo ist denn der Iagcr/der mir bracht hat/vnd ich hab von allem gesscn/ehe du kamcst/vnd hab in gesegnet / Er wirt auch gesegnet bleiben. Als Esau diese rede seines Vatters höret/schrey er laut / vnd ward vber die maß sehr betrübt / vnd sprach zu seinem Vatter: Segene mich auch/mein Vatter.Er aber sprach: Dein Bruder ist kommen mit list/vnd hat deinen Segen hinweg. Da sprach r,. er: Er heißt wol Jacob/denn er hat mich nun zweymal^vndertretten. MeineErste- "ur gebürt hat er dahin- Vnd sche/nun nimpt er auch meinen Segen- Vnd sprach: Hastu ko?odcr Jacob mir denn keinen Segen Vorbehalten? m'tflAncrtt^Vnd Isaac antwortct/vnd sprach zujm:Ich habe in zum Herrn vber dich gesetzt/vnd bed^-eattcglaubtgc/ stiue Brüder hab ich jm zu Knechte gemacht. Mit Korn vn Wein hab ich jtt Verse- Mum dic wclc /^3 hcn.Was sol ich doch dir nun thun/mcin Son ? Esau sprach zu seinem Vatter: Hastu ftlmttssmdkvn?töd denn nur einen Segen/mein Vatter?Segene mich auch/mein Vatter/Vnd Hub auff Ebre.». seine stime/vnd wcinct.Da antwortet Isaac sein Vatter/vnd sprach zu jm: Sihe da/ du wirst eine fette Wohnung haben auffErden/vnd vom Tauw deß Himels von oben her: Deines Schwerdts wirstu dich nchren/vnd deinem Bruder dicnen.Vnd es Wirt gcschehcn/daß du auch ein Herr/ vnd sein Joch von deinem Halse reissen wirst. Nd Esau war Jacob gram vmb deß Segens willen / damitjn sein Vatter gese- H^gnet hatte.Vnd sprach in seinem Hcrtzen: Es wirt die zeit bald kemen/daß mein ^^Vatter leyde tragen muß/ Denn ich wil meinen Bruder Jacob erwürgen. Da wurden Rcbeca angAgt diese wort jres grossem Sons Esau / Vnd schicket hin/ vnd ließ Ja cob/ jrem kleinern Son/ ruffen /vnd sprach zu jm: Sihe / dein Bruder Esau dräuwct dir/daß er dich erwürgen wil. ' Vnd nun höre meine stim/mein Son. Mach dich auff/vnd fleuch zu meinem Bruder Laban in Haran /vnd bleib eine weile bey jm / biß sich der grim deines Bru¬ ders wende/vnd biß sich sein Zorn wider dich von dir wende / vn vergesse was du an jm gethan Haff so wil ich darnach schicken/vnd dich von dannen holen lassen. Warumb solt ich cuwcr bcyder beraubt werden auffeinen tag? ^rM Rebeca sprach zu Isaac: Mich verdreußrzu leben für den Töchtern Heth/ I^WoIacob ein Weib nimpt von den Töchtern Heth/ die da sind wie die Töchter dieses Lands/ Was fol mir das leben? xxvm.Lap. IsäaeverschlcketIacoben/aassanregung derRebeca/;u srem Bruder Laban/mit befehl/ sich mit dessclbrgenTLchtern;» verhezzraren.Vnterwegen srher Jacob dleLexter/darandre En¬ gel suffvnv ab stlegen/vnd der HE.XR bestangersin die Verheissung/so er Abraham vnd Isaac gethan/vnd vertröstet/n seines bexstands/darauffdennJacob em Gelübd thut. Jacob zcucht W U AMÄ A ricffIsaac setnem Son Jacob/ vnd segnet jn / vnd L gcbot/m/vndsprachzuimrNim nicht cinWcibvon dcn Achtem Jacob. »Ä-r!md"ch"L' Kanaan/sonvcmmachdichauff/ vndzcuch inMcsopotamian zu von rechts wegen Bcthucl/deiner MutterVatter hauß/vn nun dir ein Weib daselbst von dcn Töchtern Laban/dcinerMutter bruder.Abcr der Allmäch- Df-- rigeGott Mob. Msc. xx vi ii. Lap. tige Gott segene dich / vnd mache dich fruchtbar / vnd mehre dich/ daß du werdest ein Haussen Völcker/Vnd gebe dir den fegen Abraham/ dir vnd deinem Samen mit dir/ daß du besitzest das Land/da du Frcmbdling innen bist/ das Gott Abraham gegeben hat. Also fertiget Mac den Iacob/daß er in Mcsopotamian zoch/zu Laban/ Bethu- els Son/in Syrien/ dem Bruder Rebeca/seiner vnd Esau Mutter. s Lö nun Esau sähe/ daß Mac Jacob gesegnet hatte/ vnd abgefertigt in Mesopo- ^ikttamian/daß er daselbst ein Weib neme/Vn das/in dem er in gesegnet/jm gebot/ vnd sprach : Du solt nicht ein Weib uemmcn von den Töchtern Kanaan/Vnd daß Jacob seinem Vatter vnd seiner Mutter gehorchct/vnd in Mesopotamian zoch/Sa- ^e auch/daß Isaac/setn Vatter / nicht gern sähe die Tochter Kanaan/gieng er hin zu Ismael/vnd nam vber die Weiber/die er zuvor hatte /Mahalath/ die Tochter Ist mael/dcß Sons Abrahams/dic Schwester Mbaioth/ zum Weibe. b <^lBcr Jacob zoch auß von BcrScba/vnd reiset gen Haran. Vnd kamaneinen ort/ da bleib er vber nacht/denn die Sonne war vntergangen/vnd er nam einen Stein deß orts/vtid legt in zu seinen Häuptcn/vnd legt sich an demselbigen ort schlas- Iohan.«. ftn. Vnd lm trauwmet. Vnd sihe / cm Leytcr stund auff Erden/die rüret mit der spi^- tzen an den Himmel.Vnd sihc/die Engel Gottes stiegen dran auff vnd nider. a (Deinen Samen) Hie wirt dem dritten Patriarchen Chri¬ stus verheissen / der Hcyland aller welk/ vildas künfftige E- uangclium von Chri slo in alle Landen predigen durch die Engel auffdcrLey^ Land §a Vnd der HERR stund oben drauff/vnd sprach: Ich bin der HERR/Abrahams '"kargcb,ldct. deLtteöVattersGott/vndMacsGott/dasLand/daduauffligest/wrlichdlrvttd (H-xr-g) hevl-5 deinen! Samen geben. Vnd dein Same solwerden wie der Staub auffErden/vnd . du solt außge breytct werden gegen dem Abend/Morgen/ Mitternacht vnd Mittag. "77 ^«7 Vnd durch dich vnd" deinen Samen sollen alle Geschlecht auff Erden gesegnet wer- Acol> vc^ den. Vnd sihe/Ich bin nut dir/vnd wrl dich behüten wo du hin zeuchst/vnd Wil dich chreTn/ daher 7-7 wider herbrmgen in diß Land. Den ich Wil dich nicht laffen/btß daß ichthu alles was '' ' ichdirgcrcdthabe. ' Da nun Jacob von seinem schlaffauffwachte/sprach cr:Gewißlich ist der HERR sAe an diesem ort/vnd ich wußts nicht. Vnd forchte sich/ vnd sprach: Wie heylig ist diese Msr stett/Hie ist nichts anderst denn Gottes Haust. Vnd hie ist die Pforte dcß Himmels. Dttd Jacob stund deß morgens frü auff/vnd nam den Stein / den er zu seinen Häup- BethEl. terr gelegt hatte / vnd richtet jn auffzu einem Mal/ vnd goß öl oben drauff/ Vnd hieß stch-r der.^mcl of. Lus. die stett BcthEl/vorhin hieß sonst die statt Lus. ^77 XXIX. Lap. ATU Nd 'Jacob thet em gelübd/vnd sprach:Ss Gelt wirt mit mir sevu/ vnd mich be- G-nes ^Ahütcn auffdem wege/dcn ichreise/vnd Brot Zu essen geben/ vnd klcider anzuzie- hen/vn mich mit friedö wider heim zn meinem Vatter bringe/So sol derHERR c ^mein Gott seyn.Vnd diser stein/ den ich auffgerichtet habe zu einem mal/sol ein Got- B"MS tes Hauß werden.Vnd alles was du mir gibst/deß wil ich dir den Abenden geben. Nichtsein Gott gcwc sensey/ Sondern er gelobt ein Gottes- dreilst auffiurichrcn/ da man predigen vnd beten solt/ L)a Wil er den zehendc Zugcbcn Len Predigern / wie Abraham dem Mcl- chisedck den gehenden gab. XXIX. Lap. Jacob kompt wm Brunne bey Haran/trencket Ladans Gchafe/glbt sich der Rahel ;u erken¬ nen wlrtvonLabanangenommen/vnddlentimsibeniarvmb Rahel. Im wirr aber Lea var-- geschoben/darumb er noch siben sar dient vmb Rahel. Lea gebiert sm vier Söne/vno Rahe! lsi vnfruchtbar. K A Hub Jacob seine Füsse auff/ vnd gteng in das Land .„das gegen Morgen ligt/ vnd sähe sich vmb / Vndsihe/dawarein D Bruun auffdem Felde/vnd sihe / drey Herde Schafe lagen dabey/ Den von dem Brunnen pflegten sie die Herde zu trcncken / vnd lag N ein grosser stein für dem loch deß Brunns.Vnd sic pflegten die Herd alle daselbst zu versamlcn/vnd den Stein von dem Bnmnlochzuwcltzen/vnd die Schafe trencken/vnd thaten alsdenn den Stein wider für das loch/an seine stätt. Vnd Jacob sprach zu inemLiebenBrüder/Wo scyt ir herkSie antwortcn:Wir sind von Haram Er sprach zu in en: Kennet ir auch Laban/den Son Nahork Sie antworten: Wir kennen in wol. Er sprach: Gehet es im auch wol k Sie antworten: Es gehet im wob Vn sihe/da kernet seine Tochter Rahel mit den Schafen. Er sprach: Es ist noch hoch tag/vnd ist noch nicht die zeit das Vicheynzutreiben/Trencket die Schafe/ vnd gehet hin/ vnd weidet sie. Sie antworten: Wir können nicht/ biß daß alleHerde zusammen gebracht werden/vud wir den Stein von dem Brunnloch wal- tzen/ vnd also die Schafe trencken. Rahel hütet Als er noch mit inen redet/kam Rahel mit den Schafen ires Vatters / denn sie der Schafts hütet der Schafe. Da aber Jacob sähe Rahel/die Tochter Labans/ seiner Mutter Bruder/vnd die Schafe Labans/ seiner Mutter Bruder/ trat er hinzu / vnd waltzet den Stein von dem loch deß Brunnens/vn mucket die Schafe Labans/seiner Mut¬ ter Brudcr/Vnd küsset Rahel/vnd weynet lam/vnd saget ir an / daß er /res Vatters Bruder were/vnd Rebeca Son.Da lieffsie/vud sagets irem Vatter an. Laban. Da aber Laban höret von Iacob/seincr Schwester Son / lieffer im entgegen/ n vnd hertzet vnd küsset in/vn führet in in sein Hauß.Da crzehlct er dem Laban alle dise sache.Da sprach Laban zu im:Welan/du bist mein Bein vnd mein Fleisch. Vnd da er nun ein Monat lang bey im gewesen war / sprach Laban zu Jacob: Wtewol du mein Bruder bist/soltestu mir darum vmb sonst dienentSage an/Was sol dein lohn seyns §ca aber hatte zwo Töchter/ die älteste hieß Lea/ vnd die iüngste Rahel/Aber Racbcl r. ^^i-ea hatte ein blöd Gesicht/ Rahel war hüpsch vnd schön. Vnd Jacob gewan LausLochtcr? ^die Rahel lieb/ vnd sprach: Ich Wil dir sibcniar vmb Rahel deine/üngste Toch¬ ter dienen. Laban antwortet: Es ist besser ich gebe dir sie/denn einem andern. Bkib bey mir. Also dieneteJacob vmb Rahel siben iar/vnd dauchten in als wcreno eintzele ta- ge/so lieb hatte er sie. Vnd Jacob sprach zu Laban: Gib mir nun mein Weib/denn die zeit ist hie daß ich bey lige. Da lud Laban alle Leute deß orts/vnd macht ein Hochzeyt- mal. Deß abends aber nam er seine Tochter Lea/vnd brachte sie zu im hmeyn.Vnd er § lag bey ir. Vnd Laban gab seiner Tochter Lea seine Magd Silpa zur Magd. Deß morgens aber/ Sche/ da war es Lea. Vnd er sprach zu Laban: Warumb Silpa. hastu mir das gechankHabe ich dir nicht vmb Rahel gedienert Warumb hast du mich Jacob hat den betrogenk Laban antwortet: Es ist nicht sitt invnscrmLarwe/daßmandieiüng- Fvchzc.c m.t Lca ste außgcbe vor der ältesten. Halte Mit dieser die Wochen auß/so Wil ich dir diese auch «7m i7.7ar.'" geben / vmb den Dienst/ den du bcy mir noch andere siben jar dienen solt. Jacob thet also/ Mo6. Mose, xx XI.Lap. 19 Jacob die Lemmer/ vnd thet die abgesonderte Herde zu den flecketen vnd schwartzen in der Herde Labans/vnd macht im ein eigen Herde/die thet er nicht zu der Herde La¬ bans. Wenn aber der laufft der frülinge Herde war/ leget er drse stäbe in die Rinnen für die äugen der Hcrve/daß sie ober den stäben cmpficngcn/Aber in der Spetlingcr läufst legt er sie nicht hineyn. Also wurden die Spetlingc deß Labans/aber die Frü- lmge deß Jacobs: Däherwardder Mann vbcr die maß reich/ daß er viel Schafe/ Mägde vnd Knechte/Kanrel vnd Escl/Hatte. XXXI.LüP. Jacob vermerkt mtftgunst seliics glücks/vnv wr'rdtfm von Gott befohlen widerhel'm m kehre«»: Darumbinacht er sich auffinlt allem so, m zustehet. Rachel fkrlr ,res Vatters Bilder. Laban lagt nach/vnd wirr im schlaffvermahnet freunvilichnnr fm;» reden. Laban vcrwetßt , m die flucht/suchr ferne Bilder/vnv findr sie nicht. Machen also einen Lundr mir einander / zie¬ hen ,re ftrafse/ vn d begegnen Jacoben Vie Engel. z Nd es kamen für jn die rede der Kinder Laöan / daß sie sprachen: Jacob hat alle onscrs Vatters Gutzu sichgcbracht. Vnd vonvnscrs Vatters Gut hat er solche Rcichthum zu wegen gebracht. Vnd Jacob sähe an das angesicht Laban/vnd sihe/cs war nicht gegen wie gesterrr vnd ehe gestern. Inft. 4°. ^^Nd der HERR sprach zu Iacob:Icuch wider in deiner Vätter Land/vnd zu dei- -2MN er Freundtschäfft/ Ich wil mit dir scyn. Da sandte Jacob hin/vnd ließ ruffen Rahel vnd Lea auffs Feld bey sernc Herde/ vnd sprach zu irren: Ich sehe enwers Vat¬ ters Angesicht daß cs nicht gegen mir ist wie gestern vnd ehe gestern/Aber der Gott meines Vatters ist mit mir gewesen. Vnd jr wiffet/daß ich auß allen meinen krcfften euwcrcm Vatter gedienethabe/ Vnd er hat mich gctcuscht/ vnd nun Zehen mal mein Lehn verändert/ Aber Gott hat im nicht gestattet daß er mir schaden thet. Wenn er sprach: Die Bundtcn sollen dem Lohn scyn/ so trug die gantze Herd bnn dtc. Wenn er aber sprach: Die sprcnckliche sol¬ len dem lohn scyn/so trug die gantze Herd sprenckliche.Also hat Gott die gütcr enwers Vatters im entwandt vnd nur gegeben. Dem; wenn die Zeit deß lauffs kam/hub ich meine äugen auff/vn sähe im träum/ vnd sihe/dic Böcke sprungen auffdic sprenckliche/fleckete vnd bundte Herde.Vnd der Engel Gottes sprach zu mir im traunuIacob.Vnd ich antwortet/Hie bin ich.Er aber sprach: Heb auffdeine augen/vn sihe/Die Böcke springen auffdie sprcnckliche/sieckc- tc vn bundte Herde/Denn ich hab alles gesehen was dir Laban thuttIch bin der Gott smeš»?, zu Beth§l/da du den stein gcfalbet haft/vn mir daselbst ein gelübd gethan/ Nu mach dich auff/vn zeuch auß disem Land/vnd zeuch wider in das Land deiner frenndschafft. Da antwortet Rahel vnd Lea/ vnd sprachen zu im: Wir haben doch kein Therk noch Erbe mehr in vnsers Vatters Hanse/ Hat er vns doch gehalten als die frembden/ Denn er hat vns vcrkanfft/vn vnser Lohn verzehret.Darumb hat Gott vnserm Vat¬ ter entwandt seinen Reichthumb zu vns vnd vnsem Kindern/Alles nun was Gott dir gesagt hat das thn. AlLso rnacht sich Jacob auss/vnd lud seine Kinder vnd Weiber auffKamelen / vnd Wführct weg alle sein Vieh/vnd alle seine Habe/die er zu Mesopotamia erworben Jacob Zeucht hatte/ daß er keme zu Isaac seinem Vatter ins Land Kanaan (Laban aber war gan- E gen seine Herde zu scheren)Vnd Rahel stal ires Vatters Götzen. Also" stal Jacob dem Laban zu Syrien das Hertz/damit/daß er im nicht ansagetdaß er flöhe. LLis siohe ervnd alles was sein war/ machte sich auff/vnd fuhr vber das Wasser/vnd richt sichnachdemBergeGilead. dermwaudemw-p M dritten tage wards Laban angcsagt/daß Jacob flöhe/Vnd er nam seine brü- iagcß ^derzu sich/vnd iaget im nach sibcn tagrcyse/vnd ereyletin auff dem Berge G:- D tcad/ Uacoö. l.BuK xxxi.Qp. Gott sorget lead / Aber Gott kam zu Laban dem Syrer im träum deß nachts/vnd sprach zu im: fürdi-semcn, Hüte dich/dast du mit Jacob nicht anderst redest denn freundtlich. Vnd Laban nahet o zu Jacob/Jacob aber hatte seine Hütten auffgeschlagen auffdem Berge. Vnd La¬ ban mit seinen Brüdern schlug seine Hütten auch auff auffdem Berge Gtlead. Da sprach Laban zu Jacob: Was hastu gcthan/daß du mein Hertz gestolen hast/ vnd hast menw Töchter entführet/als die durchs Schwert gefangen werekWarumb hasiü heimlich gcfiohen/vnd hast dich weg gestolcn/vnd hast mirs ltichtangesagt/dast ich dich hette gcleytet mit freuden/mit singen/mit Paucken vnd Harpffen k Vnd hast mich nicht lassen meine Kinder vn Töchter küssen/Nun du hast thörlich gethan. Vnd ich hette mit Gottes hülffe wol so vil macht/ daß ich euch köndt vbels thun / Aber eu- wers Vatters Gott hat gestern zu mir gesagt: Hüte dich/ daß du mit Jacob nicht an¬ derst denn freundtlich redest. H^KNd weil du denn ja woltcst ziehen/vnd sehnetest dich so fast nach deines Vatters c^Hause/Warumb hastu mir meine Götter gestolenkIacob antwortet/vn sprach zu Laban: Ich forchte mich/vnd dachte/du würdest deine Töchter von mir reissen. Bey welchem aber du deine Götter findest/der sterbe hie für vnsernBrüdern.Süche das deine bcy mir/vn nims hin (Jacob wußte aber nit daß sie Rahel gestolen hatte.) Da gicng Laban in die Hütten Iacob/vnd Lea/vnd der bcyde Megde/vnd fand nichts. Vnd gieng außder Hütten Lea indic Hütten Rahel/Da nam Rahel die Götzen/ vnd legt sie vnder die streuw der Kamc!/vn satzte sich drauff. Laban aber be¬ tastet die gantze Hütte / vnd fand nichts. Da sprach sie zu irem Vatter: Mein Herr/ zörne nicht/Denn ich kan nicht auffstehen gegen dir/Denn es gehet mir nach der Frauwen weise. Also fand er die Götzen nrcht/wie fast er sucht. A^KNd Jacob ward zornig/vnd schalt Laban/vnd sprach zu im: Was hab ich miß- ^^gehandelt oder gesündigct/daß du so auffmich erhitzt bistkDu hast alle meinen Haußraht betastet/Was hastu deines Haußrahts fundenk Lege das dar/für meinen vnd deinen Brüdem/daß sie zwischen vns bcyden richten. Drese zwentzig /ar bin ich bcy dirgcwesen/deine «Dchafe vnd Aigen sind nicht vnfruchtbar gewesen/die Wider Labckein deiner Herde hab ich niegeffen. Was die Thierzcrriffen/bracht ich dir mcht/Lch mußt cs bezalen/du forderst cs von meiner h aud/es werc mir deß tages oder deß nachts ge- vacers. stolen. Deß tages verschmacht ich für Hitze/vnd deß nachts für frost/vnd kam kein schlaffin meine äugen. Also hab ich diese zwentzig jar in deinem Hause gcdienet/viertzehen vmb deine Töchter/vnd sechß vmb deine Herde/vnd hast mir mein lohn zehenmal verendert. (F-rcht)Iac-,sne.r Wo nicht der Gott meines Vattcrs/der Gott Abraham/Vttd die forcht Isaac/ auff forM §arumbda? Weiner feiten gewesen werc/du hcttcst mich lär lassen ziehen. Aber Gott hat mein Isaac Eottförchttg elend vnd Mühe angesehen/vnd hat dich gestern gestrafft. v»d Gottes ^M^^tZVortet/vnd sprach zu Jacob: DteTöchtersittd meine Töchter/vnd o^dLe Kinder sind meine Kindcr/vnd die Herde sind meine Herde/vnd alles was Bund zwi- du > rhest/ ist mein/ Was kan ich meinen Töchtern heut/ oder /ren Kindern/thun / die LadÄ^ sie geborn habenk So komme nun/vnd laß vns einen Bund machen/ich vnd du/ der ein Izeugniß sey zwischen mir vnd dir. Da nam Jacob einen stein/ vnd richtet in auffx zu einem Mal/vnd sprach zu seinen BrüdermLeset steine auff.Vnd sie namen steine/ ^-ruu§ vnd machten einen hauffen/vnd affen auff de mselbigen Haussen. Vnd Laban hieß in e Jegar Sahadutha/Iacob aber hieß in Gilead. G'lc^httßüin.e». Da sprach Laban/ Der Hausse sey heute zeuge zwischen mir vnd dir ( Daher gchnuffe/vnd bedeut heißt man in Gilead) vnd sey eine Warte. Denn er sprach: DcrHERRsehe dareyn ^enMvon Gott zwischen mir vnd dir/wcnn wir von einander kommcn/wo du meine Töchter beleidi- heuffigmnerrMd. g(^/yher andre Weiber dazu ttimpst vber meine Töchter/ Es ist hie kein Mensch mit vns/sihe aber/Gott ist der Zeuge zwischen mir vnd dir. Vnd Laban sprach weiter zu - Jacob: Sihe/das ist der Hauffe/vnd das ist das Mal/das ich auffgenchtet habe zwi¬ schen Msö. Dose. xxxii.Lap. 2<- schen mir vnd dir. Derselb Hauff sey zeuge/ vnd das Mal sey auch zeuge/wo ich herü- ber fahre zu dir/oder du herüber fehrest zu mir ober diesen Haussen vnd Malzube- schedigen. Der Gott Abraham/vnd der Gott Nahor/vnd der Gottirer Vätter/ sey Richter zwischen vns. Vnd Jacob schwur im bey der furcht seines Vatters Isaac. Vnd Jacob opfferte auffdem Berg/vnd lud seine Brüder zum essen/ Vnd da sie gesscn hatten/blieben sie auff dem Berge vber nacht. Deß morgens aber stund Laban frü auff/küsset seine Kinder vnd Töchter/vnd segnete sie/vnd zoch hin/ vnd kam wider an seinen ort. pM <^L2lcob aber zoch seinen weg/ Vnd es begegneten jm die Engel Gottes. Vnd da er AWe sähe/ sprach er: Es sind Gottes Heere/Vnd hieß dieselbige stett Mahanaim. Mahanaim heißt Hcerlägcr. xxxii.Lap. Iacob schicket Bottou vndgeschettckevsrhkn;u Esau/der )'m entgegen rencht. Jacob theklt sei» Volek vnd Viel) «usi forcht in;wen hauffen/ermaner Gottfcmer verheissung/rmgrmitvem E ngel/ dec verrückt /m eine Hüffr/enderr M den ^smen/vnv segnet in. Acob aber schicket Botten für im Her zu seinem Bru- der Esau ins Land Seir/in der gcgend Edom/ vnd befahl inen/ vnd sprach .Also sagt meinem Herrn Esau/Dein Knecht Jacob leßtdw sagen:Ich bin biß daher beyLaban lang aussen gewest/vndHabe Rinder vnd Esel/Schafe/Knecht vnd Mägde/Vnd habe außge- sandt/ow meinem Herrn anzusagen/daß ich gnade für deinen äugen fünde. ^^Ie Botten kamen wider zu Iacob/vn sprachen: Wir kamen zu deinem bruder (^^Esau/vnd er zeucht dir auch entgegen mit vier hundert Mann. Da forcht sich Jacob sehr/vnd jm ward bange/Vnd theilet dasDolck/dasbey im war/vnd die Schafe/vnd die Rmder/vnd die Kamel/m zwey Heer/ vnd sprach: So Esau kompt auffdas eine Heer/vnd schlegt es/so wirt das vbrig entrinnen. Weiter sprach Jacob: Ocncszl. .^j^Qtt meines Vatters Abraham/ vnd Gott meines Vatters Isaac/ HERR/ der du zu mir gesagt hast: Zeuch wider in dein Land/vnd zu deiner Freundrschafft/ Erempel Ichwildirwolthun/Ich bin zu geringe aller barmhertzigkeit vnd aller treuwe die eures rechten du an deinem Knecht gethan hastlDcnn ich hatte nicht mehr weder diesen Stab/ da G vber diesen Jordan gieng/vnd nun bin ich zwey Heer worden) Errette mich von n der Hand meines Bruders/von der Hand Esau/ Denn ich förchte mich für/m/ daß er nicht komme/vnd schlage mich/ die Mütter sampt den Kindern. Du hast gesagt: Ich wil dir wol thun/vnd deinen Samen machen wie den Sand am Meer/den man nit zehlcn kan für der menge. er bleib die nacht da/ vnd nam von dem das er fürhanden hatte Geschenck (^seinem bruder Esau/zwey hundert Zigen/zwentzig Böcke/zwey hundert Scha- fc/zwentzig Wider/vnd dreiffig seugende Kamel mitjren Füllen/ viertzig Kühe / vnd zehen Farren/Zwentzig Eselin mit zehen Füllen. Vnd thet sie vnter die Hand seiner Knechte/ja eine Herde sonderlich/vnd sprach zu inen: Gehet vor mir hin/vnd lasset raum zwischen einer Herde nach der andern. Vnd gebott dem ersten/vnd sprach: Wenn Dir mein Bruder Esau begegmt/vnd dich fraget: Wen gehörest» an/vnd wo wilt du hin/vnd weß ists/das du für dir treibest? Soltu sagen: Es gehöret deinem Knechte Jacob zu/versendet Geschenck seinem HerrnEsau/vnd zeuchthindervns hernach. Also gebot er auch dem andern/vnd dem dritten / vnd allen die den Herden nachgiengcu/vndsprach:Wieich euch gesagt habe/so sagetzu Esau wenn jrimbe- gegnet.Vnd saget ja auch/Sihe/dein Knecht Jacob ist hinder vns. Denn er gedacht/ Ich wil jn versühnen mit dem Geschenck das vor mir her gehet/ darnach wil ich in sc¬ hm/ villeicht wirt er mich anncmmen. L Also gicng das Geschenck vor im her / Aber er bleib dieselbige nacht beim Heer. D ij Vnd Mwö. i.NuA XXXHHap. Vnd sttMd auffin der nacht / vnd nam seine zwey Weiber / vnd die zwo Megde/ vnd seine eilffKinder/vnd zoch an den furt Iaboc / nam sie/ vnd führet sie vber das Was- ser/daß hinüber kam was er hatte / Vnd bleib allein. xxxm.Qp. Jacob zeucht seinem Bruder Esau entgegen. Sie besprechen sich mit einander freundtlich/ vndwerden eins Estru erbeut sich alles guten gegen seinem Bruder- Jacob komptgcn Suchoth vnd Sslem/vnd wohnet daselbsi. MM Äwb Hub seme äugen auff/vnd sähe seinen Bruder^ EM Esaukomen nrrt vier hundert Mann. Vnd theilet seine Kinder zu Lea/ vnd zu Rahel /vnd zu beydcn Megden. Vnd stellet die Megde mit jren Kindern forn an/vndLea mitirenKindern hernach/vnd Rahel mit Joseph zu letzt. Vnd er gieng für inen her/ vnd neiget sich « tnttsrn dlß du Morgenröte anbrach.Vnd dacrsahe/daß er Ehi-istus s-^wmp^rmgen ^--^Hin Nit vbermocht / rüret er das gelenck seiner hüfft an/Vnd daö gelenck seiner Man NU. wcü^mmttm?au- hüfft ward vber dem ringen mit im vcrrenckt. Vnd er sprach: Laß mich gehen/denn sichÄb^Ädttk dle Morgenröte bricht an. Aber er antwortet: Ich laß dich nicht/du segenest wich vmbsiewtrdt. Dud denn. Er sprach: Wie heiffcstttk Er antwortet: Jacob. Er sprach: Du solt ttichtmehr '«"mMaümttA Jacob heiffen/sondern ^IsraEl/Dcnn du hast mit Gott vn mit Menschen gckcmpfft/ Gen-s.^ LNLTLvndbistobgclcgen. hm /0E duÄh' Vnd Jacob fraget in/vnd sprach:Sage doch/wie hcißestukEr aber sprach:War- nmg. umb fragcstu wie ich heisser Vn er segnete in daselbst.Vttd Jacob hieß die stett ^pniel/ (Israel) Denn ich habe Gott von angesichtgeschen/vnd meine Seele ist genesen. Vnd als er Iftackkommet von für Pnuclvber kam/gieng im die Sonne a;rff. Vnd er hincket an seiner hüfft / daher kmrpffnr odn Tn essen die Kinder Israel keine Spannader auffdcm gelenck der hüfft/biß auffden heu- mrch Sa^ cuW ligen tag.Darunib/daß die spannader an dem gelenck der hüfftJacob gerürct ward, oder Herr/vn Gara rin Fürstin os fraw hcißc/vnd Israelein Fürst oder kempffer Gottes/das ist/der mttGottnngct/vnd augcwint. Welches geschieht durch den » glaube/der so fest an L: Gottes Wort Helt/ Liß er Gottes zorn Vbcrwindc/vnGott zu eigen erlangt zum A gitcdigen Vatter. (Pniel) pn-cl /odcrpnuel/ schet) mal auffdic Erdcn/blß er zu seinem Bruder kanu Moder^rkcütmß/ Esau aber liess im entgegen / vnd hertzct in / vnd ficl im vmb den halß/ vnd küsset KmstrZ Arm" itt.Vnd sie weincten.Vnd hub seine äugen auff/vnd sähe die Weiber nut den Andern/ rech!erleünenv?e!- vnd sprach.Wer sind diese hey dirk Er antwortet: Eö sind Kmder/die Gott deinen; fahren,Sohatsdm Knecht bescheret hat. VnddieMegde traten herzu mitiren Kindern/vnd neigetcn sich für im, Lea trat auch herzu mitiren Kmdern/ vnd neigeten sich für im. Darnach rrat Ms6. Mse. XXXIIII.Lap. rj trat Joseph vnd Rahel herzu/vnd neigeten sich auch für im. Vnd er sprackWas wil- tu mit alle dem Heer / dem ich begegnet bin k Er antwortet: Daß ich gnade finde für meinem Herrn. Esau sprach: Ich habe gnug/ mein Bruder/ behalt was du hast. Ja¬ cob antwortet: Ach nicht. Habe ich gnade funden für dtr/so nim mein Geschenck von meiner Hand/Denn ich sähe dein angesicht/als sehe ich Gottes angestcht/ vn laß dirs wolgefallen von mir. Nim doch den fegen von mir an/den ich dir zubracht Hab/Denn Gott hat mirs beschert/vnd ich hab alles gnug. Also nötiget er in daß ers nam. v ^^Nd er sprach: Laß vns fort ziehen vnd reysen/ich wtl mit dir ziehen. Er aber (^sprach zu im: Mein Herr/du erkenncst/daß ich zarte Kinder bey mir habe/ dazu Vieh vnd seugende Küe/wenn sie einen tag vbertrteben würden/würde mir die gan- tze Herde sterben. Mein Herr ziehe vor seinem Knechte hin/ich wil^merlich hinnach treiben/darnach das Dich vnd die Kinder gehen können/biß daß ich komme zu mei- "rechtglcMgc» nem Herrn in Geir. Esau sprach: So wil ich doch bey dir lasten etliche vom Volck/das mit mir ist. Er Suchoth antwortet: Was ists von nötcne Laß mich nur gnade für meinem Herrn finden. Also Hütte», zog deß tages Esau widerumb seines Wegs gen Seir.Vn Jacob zog gen Suchoth/vn h-'l'gc» fahl? fta?ck E bauwct/m ein Hauß/vnd macht seinem Vieh hütten.Daher heißt die stett Suchoth. wEuNccs StatT'b Darnach zog Jacob gegen Salem/zu der Statt dcß Sichem/die im Lande §a- naan ligt/ nach dem er auß Mesopotamra korrren war/vnd machet sein Läger für der Statt. Vnd kaufft ein stück Ackers von den Kindern Hcmor deß Vatters Sichern/ vmb hundert groschen/ Daselbst richtet er seine Hütten auff. Vnd richtet daselbst ei- oder Schaft, nen Altar zu/vnd rieffan den Namen deß starcken Gottes Israel. xxxim.Lap. Dma/Iacobs Tochtcnwl'rt voir dcß Landherrn Gongeschwccht/ daranßdem Land grosser schad vnd BIntverglessen erfolgt. Ina aber/Lea Tochter / die sie Jacob geboren Hatte/ Dieses ge- Dina WWAM gieng herauf? die Töchter deß Landes zusthen.Da die sähe Sichcm/ ABNy'K Hemors Son deß Hethiters/der deß Lands Herr war /nam er sie -he2oftphvE»ffe vnd beschliess sie/ vnd schwechet sie. Vnd sein Hertz Hieng an ir/ vnd hatte die Dirne lieb / vnd redet freundtlich mit ir. Vnd Sichern sprach zu seinem Vatter Hemor: Nim mir das Meidlin zum Weibe. Vnd Jacob erfuhr / daß seine Tochter Dina geschendet war / Vnd seine Söne waren mit dem Vieh auffdem Felde/vnd Jacob schweig biß daß sie kamen.Da gieng Hemor Sichems Vatter herauß zu Iacob/mit im zu reden/In deß kamen die Söne Jacob vom Felde/ vnd da sie es höreten/verdroß die Männer/ vnd wurden sehr zor¬ nig/ daß er ein Narrheit an Israel begangen/vnd Jacobs Tochter beschlaffen hatte/ denn so solts nicht seyn. (A^A redet Hemor mit inen/vnd sprach: Meines Sons Sichems Hertz sehnet sich O^nach euwer Tochter/Lieber/gebt sie im zum Weibe. Befreundet euch mit vns/ Gebet vns euwere Töchter /vnd nemmet ir vnsere Töchter/vnd wohnet bey vrrs/das Land soleuch offen seyn/wohnet vnd werbet/vnd gewinnet drinnen. Vnd Sichern sprach zu ircm Vatter vnd Brüdern: Laßt mich gnade bey euch finden/Was ir mir sagt/daswilichgeben/fordertnur getrost von mir Morgengabe vnd Geschenck/ich wtls geben/wie irs heischet. Gebt mir nur die Dirne zum Weibe. v antworten Jacobs Söne dem Sichern vnd seinem Vatter Hemor/betrieg- (T^ltch/Darumb/daßireschwesterDinageschendetwar/vnd sprachen zu inen: Wir können das nicht thun/ daß wir vnsere Schwester einem vnbeschnitten Mann geben/Denn das were vns eine schände: Doch denn wöllen wir euch zu willen scyn/so ir vns gleich werdet/vnd alles was Männlich vnter euch ist beschnitten werde. Denn D ist wöllen Nacoö. i.BO xxxiin.Lap. wöllen wir vnser Tochter euch geben/vnd euwer Töchter vns nemmm /vnd bey euch wohuen/vnd ein Volck seyn: Wo jr aber nicht willigen wollet euch zu beschneidcn/So wollen wir vnser Töchter nemmen/vnd davon ziehen. Die rede gefiel Hemor vnd seinem Son wol/Vnd der Jüngling verzog nicht solches zuthun/denn er hatte lust zu der Tochter Jacob. Vnd er war herrlich gehalten vber allen in seines Vatters Hause. sie nun/ Hemor vnd sein Son Sichern / vnter der Statt thor / vnd cTZ^redten mit den Bürgern der Statt/ vnd sprachen: Diese Leute find friedsam bey vns/vnd wöllen im Lande wohnen vnd werben / So ist nun das Land weit gnug für sie/wir wöllen vns ire Töchter zu Weibern nemen/vnd inen vnser Töchter geben. Aber denn wöllen sie vns zu willen seyn / daß sie bey vns wohnen / vnd ein Volck mit vns werden/wo wir alles was Männlich vnter vns ist/ beschneiden/ gleich wie sie be¬ schnitten find. Jr Vieh vnd Güter/vnd alles was sie haben/wirt vnser seyn/ So wir nur inen zu willen werden/ daß sie bey vns wohnen. Vnd sie gehorchten dem Hemor vn Sichern seinem Son/alle die zu seiner Statt o Thor auß vnd eyn giengen/vnd beschnitten alles was Männlich war/das zu seiner Statt auß vnd eyngieng. Simeon vnd am dritten tag/da sie es schmertzet/namen die zwen Söne Iacob/Simeon LeuidürjtigeThat/ Leui/der Dina Brüder/ein jeglicher sein Schwert/vnd giengen in die Statt dürstiglich/vnd erwürgeten alles was Männlich war / vnd erwürgeten auch Hemor vnd seinen Son Sichern mit der scherpffe deß Schwerts. Vnd namen ire Schwester Dina auß dem Hause Srchem/vnd giengen davon. Da kamen die Sone Jacob vber die erschlagene/vnd plünderten die Statt/ Darumb/daß sie hatten ire Schwester geschendet.Vnd namen ire Schast/Rinder/ Esel/vnd was in der Statt vnd auffdem Felde war/ Vnd alle ire Habe/ alle Kinder vnd Weiber namen sie gefangen/vnd plünderten alles was in den Häusern war. Vnd Jacob sprach zu Simeon vnd Leui: Jr habt mir vnglück zugericht/ daß ich stincke für den Eynwohnern dieses Lands/den Kananitern vnd Pheresitern/ vnd ich bin ein geringer hauste: Wenn sie sich nun versamlen vber mich / so werden sie mich schlagen/also werde ich vertilget sampt meinem Hause. Sie antworten aber/Solten sie denn mit vnser Schwester/als mit einer Huren/Handelnk a c , , , . . ° - meines trübsals/vnd ist mit mir gewesen auffdem Wege den ichgezogen bin. heißt Gülden Har- Lande. Nun sinds Perlenporcen wor¬ den/proucrbior. ri. Circulus aureuu innaribustul§>vr EBechEl) Altar / vnv hieß die stctt ° LlBethLl/ dammb/ daß im daselbst Gottpffenbart LL' d°"mar da er flöhe für seinem Bruder. xxxv.Lap. Jacob nl'mpt den ftiueu alle frembde Götter/begrebet fte/vnd bauwet dem HERRN eknen AlrarzuBethel. Rachel Mrbt an dec gebürt BenIamm. Jacob wrrt Israel genannt. Ruben beschlosst seines Vatters Aebsrverb, dre Btlha- Nd Gott sprach zu Jacob: Mache dich auff/vnd zeuch gen BethEl/ vndwohnedaselbst/vnd mache daselbst einen Altar» dem Gott/der dir erschien/da du flohest für deinem Bruder Esau. sprach Jacob zu stimm hauß/vn zu allen die mit jm waren/ QLDTHut von euch die frembden Götter/so vntereuch sind/vnd reiniget euch / vnd endert euwcre Kleyder/ Vnd laßt vns auffseyn/vnd gen BethEl ziehet, / daß ich daselbst einen Altar machendem Gott / der mich erhöret hat zur zeit bawcc M Al¬ tar auß Got- Da gaben sie jm alle frembde Götter/die vnterjren henden waren / vnd ire" Q- ° renspangen/ Vnd er vergrub sie vnter eine Eiche/die neben Sichern stund/vnd sie zo¬ gen auß. Vnd es kam die forcht Gottes vber dre Stätte die vmb sie her lagen / daß sie den Sönen Jacob nicht nachjageten. Also kam Jacob gen Lus im Lande Kanaan/Lus her- die da BethEl heißt/ sampt allerem Volck das mit jm war / vnd bauwet daselbst ei- »ach war da er flöhe für seinem Bruder. Da Rahel waren/Ioscph vn BcnIamin.Die Gone Bilha / RaheloMagd/Dan vnd v A starb Debora / der Rcbcca Amme/ vnd ward begraben vnter BethLl/vm Debora , ter der Eichen/vnd ward genennet dre Klageiche. 8^Nd Gott erschien Jacob abcrmal/ nach dem er auß Mesopotamia komm war/ G-nes;r. c>^)pttd scgenet jn/vnd sprach zu jm: Du heissest Iacob/Aber du solt nicht mehr Ia- cod^hciffen/sondern Israel soltu heissen/vnd also heisset man jn Israel. Vnd Gott Israel» sprach zu jm: Ich bin dcrAllmcchtige Gott. Scy fruchtbar vnd mehre dich/Völcker vnd Völckcr Haussen sollen von dir komcn/vn Könige sollen auß deinen Lenden kom- ^nd Land/das ich Abraham vn Isaac gegeben habe/ wil ich dir geben/vnd nu u wtls deinem Samen nach dir geben. Also fuhr Gott auffvon jm/ von dem ort / da er v7rhust mit jm gercdt hatte. Jacob aber richtet ein steinern mal auff/an dem ort/ da er mit jm gcrcdthatte/vttdgoß'Tranckopfferdrauff/vndbegoßjnmitölc. VndIacobhteß - den ort/da Gott mit jm gercdt hatte/ BethEl. Rahel ^^»Nd sie zogen von BethEl / vnd da noch ein Feldwege war von §phrath/da ge- stirbc. c^dbar Rahel/vn cs kam sie hart an vber der gebürt. Da ee jr aber so sauwer ward s-seheuwirt. in der gcburt/sprach die Wchmutter zu jr: Förchte dich nicht/denn diesen Son wirstu auch haben. Da jr aber die Seele außgieng/ daß sie sterben mußte/hicß sic jn Ben (BenOni) e Oni/ Aber sein Vatter hieß jn" BenIamm. Also starb Rahel /vnd ward begraben Hußtme^schm-e an dem wege gen Ephrath/die nun heißt BcthLchem.Vnd Jacob richtet ein mal auff t vber jrem Grab/ daselb ist das Grabmal Rahel biß auffdiesen tag. BenIamin ) mich.4. Israel zog auß/vnd richtet eine Hütten auff jenseic dem Thum Eder. Vnd Aßt Ruben begab sich / da Israel im Lande wohnet /gieng Ruben hin / vnd schliess bey So»gcbo7n/daJa- TL^ Ma/setncs Vatters Kcbsweib/vnd das karnfür Israel. zkLKem 7da ^/^S hatte aber Jacob zwölff Sone. Die Sone Lea waren dise/Rubcn der Erst- ^S.AageborÄ c^o/geborn Son Iacob/Simcon/Leui/Iuda/Isaschar/vnd Sebulon. Die Sorte Naphthali. Die Sönc Silpa/Lca Magd/Gad vnd Äffer. Das sind die Sone Ia- cob/drc jm geboren sind in Mesopotamia. 8^Nd Jacob kam zu seinem Vatter Isaac gm Mamre in die Hauptstatt/die da Isaacs alter Isaac Hcbron/da Abraham vn Isaac fremdling innen gewesen sind.Vnd Isaac >ar. ft'rbt da hundert vnd achtzig jar alt/vttd nam ab/vnd starb. Vnd ward versamlet zu sei- nem Dolck/alt vnd deß Lebens satt/ Vnd seine Sone / Esau vnd Jacob / begruben jn. 60. ,ar ftlircs ---°" xxxvi.Lap. Lrzchlüng der Fürsten vnd Geschlechte/welche vom Estru herkommen/vnd welches Lstrlt von selnem Bruder abstcheldet. L O das Geschlecht Esau/der da heißt Edom. Esau Em Ge- MDEyvU nam Wcibcr von den Töchtern Kanaan.Ada die Tochter Elon deß Mn wcibc Hethitcrs/vnd Ahalibama die Tochter deß Ana/ die Neffe Iibeons deß Heuitcrs/vnd Basmath Ismaels Tochter/ Nebaiothe Schwe- ster. Vnd Ada gebar dem Esau Eliphas/aber Basmath gebar Re- guel. Ahalibama gebar Ichus/Iaelam vnd Korah. Das sind Esau Kinder/die jm geboren sind im Lande Kanaan. Semst-r. Esau nam seine Weiber/Söne vnd Töchter / vnd alle Seelen seines Hau- cd ses/scine Habe vnd alles Vieh mit allen Gütern/ so er im Land Kanaan erwor¬ ben hatte/vnd zoch in ein Land von seinem Bruder Jacob/Denn jre Habe war zu groß/daß sie nicht kundten bey einander wohnen/vnd das Land/ darinn sie Frembd- Esauist lmge waren/mocht sie nicht ertragen fürder menge jres Viehs» Also wohnet Esau !p»7al. d"" Gebirge Seir/vnd Esau ist der Edom. EsausGe- c^Dge Seir/vnso heissen die kinder Esau.Eltphas der Son Ada/Esaus weib.Re- sch'ccht. D tiij guel Könige m E- dom/rc. Zacoö. i.BG XXXVl.Lap. guel der Son Basmath/Esaus Weib. Eliphas Sone aber waren diese/Thema«/ Omar/Apho/Gaetham vnd Kenas. Vnd Thimna war ein Kebsweib Eliphas/ E- saus Son/die gebar /m Amalek. Das sind die Kinder von Ada/ Esaus Werb. Die Kinder aber Regne! sind dtesi/Nahath/Serah/Samma/Misa. Dao sind die Kin¬ der von Basmath/Esaus Weib. Die Kinder aber von Ahalibama/Esaus Weib/ der Tochter deß Ana/der Neffe Abeons/sind diese/die sie dem Esau gebar/Jeus/ IaelamvndKorah. Das sind die Fürsten vnter den Kindern Esau / Die Kinder Eliphas/deß ersten s Sons Esau/waren diese/der Fürst Theman/der Fürst Omar/der Fürst Jepho/ der Fürst Kenas/der Fürst Korah/der Fürst Gaetham/der Fürst Amalek. Das sind die Fürsten von Eliphas im Lande Edom/vnd sind Kinder von der Ada. Vnd das sind die Kinder Reguel/Esaus Son/der Fürst Nahath/der Fürst Serah/der Fürst Samma/der Fürst Misa. Das sind die Fürsten von Reguel im Lande der Edomi- ter/vnd sind Kinder von der Basmath/Esaus Weib. Das sind die Kinder Ahaltba- ma/Esaus Weib/ der Fürst Jeus/ der Fürst Iaelam/der Fürst Korah. Das sind die Fürsten von Ahatibama/der Tochter deß Ana/Esaus Weib. Das sind Esaus Kitt- dcr/vnd ire Fürsten/ Er ist der Edom. Kinder von Jacob Mph. Uosc. XXXVII. Lap. 2z aber wonet lm Lande / da fern Vatter etn fremd- lirig innen gewest wär/ ncmlich/im Lande Kanaan. Vnd das sind die Geschlechte Jacob. Joseph war sibcnlzehm jar alt da er ein Hirte 'Joseph, deß Viehs ward mit seinen Brüdern/Vnd der Knabe war bey den Kindern Bilha vnd Silpa/scines Vatters Weibcrn/vnd bracht für jrcn Vatter/wo ein böß gcschrey wider sie war. Actor 7- ^f(Sracl aber hatte Joseph lieber denn alle seine Kinder/ darnmb/daß er in im ^Aalter gezeuget hatte / Vnd machet jm einen bundten Rock. Da nun seine Brü¬ der stchen/ daß in ir Vatter lieber hatte denn alle seine Brüder/waren sie jm seindt/ vnd kundten jm kein freundtlich wort zusprechen. (^^Azu hatte Joseph einmal cnien Traum/vnd saget seinen Brüdern davon/ ^osephszwm ^^Da wurden sie jm noch fcinder. Denn cr sprach zu inen: Höret lieber/ was mir TrenmElcherdni doch getrcumet hat. Mich dallchte /wir bünden Garben anff dem Fcldc/vnd meine Garbe richtet sich auff/vnd stund/vnd cuwcre Garben vmbher ncigctcn sich gegen meiner Garben. Da sprachen seine Brüder zu im:Soltestu vnser König werden/ vnd vber vns herrschen? Vnd wurden jmnoch feindervmb semcstraums vnd seiner rede willen. v A^'Nd er hatte noch eine aridem Traum/dm erzelet er seinen Brüdcrn/vn sprach: c>^Sihc/Ich habe noch einen Traum gehabt. Mich daucht/die Sonne vnd dec dKond/vneilffSternm/neigtensichfürmir. Vnddadas seinem Vatter vnd seinen Brüdern gesagt ward/straffet jn sein Vatter/vnd sprach zu jm: Was ist das für ein Traum/ der dir getreumct hat? Sol ich vnd deine Mutter/ vn deine Brüder komm/ vnd dich an beten? Vnd seine Brüder neideten jn/Aber sein Vatter behielt diese wort. Sicbcm nun seine Brüder hingiengen zu weyden das Vieh jrcs Vatters in Sichern/ ' (^^sprach Israel zu Joseph: Hüten nit deine Brüder deß Viehs in Sichern? Kom ich wil dich zu jncn senden. Er aber sprach: Hie bin ich. Vnd er sprach: Gehe hin/ vnd sihe/obs wol stehe vmb deine Brüdcr/vnd vmb das Vlch/vnd sage mirwider/wie Hebron, srchs Helt. Vnd er sandte jn auß dem thal Hebron/ daß er gen Sichern gienge. Da fand jn ein Man/daß er jrr gicng auffdem Felde/ der fraget jn /vnd sprach: Wen suchest»? Er antwortct/Ich suche meine brüder.Liebcr sage mir an wo sie hüte. Der Man sprach: sie sind von danne gezogen/den ich hörete/daß sie sagten: Laßt vns gen Dothan gehen. Da folget Joseph seinen Brüdern nach/ vn fand sie zu Dothan. ^sLs sie jn nun sahen vor; fcrrne/ehc denn er nahe bey sie kam/ schlugen sie an / daß Joseph wöb ^^siejntödtcn/vndsprachen vmereinander:Sehet/ derTreumer kompt daher/ So kompt nun/vrrd lasset vns jrr crwürgcn/vnd in eine Gruben werffen / vnd sagen: Ein böses Thier habe jn gefressen. So wirt man schen/was seine Treume sind. G- r Da das Ruben hörct/wolt er jn außjren henden erretten/vrrd sprach:Laffet vns erreL- jn nicht tödten.Vnd weiter sprach Ruben zu jncn: Vergiesset nicht blut/sondern werf- «cIos-^. fetjnindie Gruben/die in der Wüsten ist/vnd legt die Hand nicht an jn. Erwoltjn aber auß jrcr Hand erretten/daß er jn seinem Vatter wider brechte. Als nun Joseph zu seinen Brüdern kam/zogen sie jm seinen Rock mit dem bund- tcn Rock auß/den er anhatte/vn namen jn/vn worffen jn in eine gruben/Aber diescl- bige grübe war lär/vn kein wasser drinnen. Vnd satzten sich nider zu essen. In deß Hu¬ ben sie jre äugen auff/vnd sahen einen Haussen Ismaliter komm von Gilead mit jren Kamelm/die trugen Würtz/Balsarn/vnd Myrrhen/vnd zogen hinab in Egypten. A sprach Juda zu seinen Brüdern: Was hilffts vns / daß wir vnsern Bruder Joseph vö sei- - ^erwürgm/vn sein blut vcrbergen?Kompt lasset vns jn den Ismaelitcn verkauf «m Brüder» i»«ne fen/daß sich vnscr hende nicht an jm vergreiffm/denn er ist vlsser bruder / vnser fieisch vmnÜch Äct-d.7» vnd blut. Vnd sie gehorchten jm. Vnd da die Midianiter/die Kauffleute/fürübcr rei- scten/zogen sie jnherauß auß der gruben/vndvcrkaufftcn jndenIsmaelitcn vmb Mntzig Silbcrling/die brachten jn in Egypten. AfLs nun Ruben wider zur gruben kam/ vnd fand Joseph nicht darinnen / zerreiß HAer sein Kleyd/vnd kam wider zu seinen Brüdern/vnd sprach:Der Knab ist nicht da/ Wo sol ich hin k Da namen sie Josephs Rock / vnd schlachten ein Agenbock/ vnd tunckten den Rock im Blut/vnd schickten den bundtenRockhin/vndlieffenjnirem Jacob ist * Vatter bringen/ vnd sagen: Diese haben wir funden/ Sthe obs deines Sons Rock fty oder nichtk Er kennet jn aber/vnd sprach: Es ist meines Sons Rock/ Ein böses Thier hat /n gefressen/ Ein reissend Thier hat Joseph zerrissen. Vnd Jacob zerreiß seine Klcyder/ vnd leget erneu Sack vmb seine Lenden / vnd trug leydc vmb seinen Son lange zeit. Vnd alle seine Sone vnd Tochter traten auff/daß sie jn trösten / Aber er wolt sich nicht trösten lassen/ Vnd sprach:Ich werde mit leyde hinunder fahren in die Gruben fd-FDastE zu meinem Gon. Vnd sein" Vatter beweinetjn. IoM Aber die Midiantter verkaufften jn in Egypten dem Potlphar / deß Pharao pst-im. LN-'ÄL KämmerervndHosmeist-r. Mph XXXVIII EÄl) Iuds/Iscobs Ssn/ii!mpt eines Lananlters Tochter;um wetbe/erxevget SZtt« von,'nbs^ schiesst hernach fernes Gons nachgelassene Wttwe/dre Thamar/vnd erzeugt von >rzwen Göns/ Perez vnd Gerah. -- S begab sich vmb dteftlblge zett / das; Juda Hmab zog sEenBrüdern/ vnd thet sich zu einem Mann von Odolkam/ hieß Hira. VndJuda sähe daselbst eines Kananiters Manns..parau. Tochter/der hieß Suha/vnd nam sie. Vnd da er sie beschlieff/ward sie schwanger/vnd gebar einen Son/den hieß er Ger. Vnd sie ward Juda Sötte, aber schwanger/vnd gebar einen Son/den hieß sie Onan. Sie gebar abermal einen Son/den hieß sie Sela/vnd sie war zu Khesib da sie jn gebar. num.--. Thamar. A^Nd Juda gab seinem ersten Gon Ger ein Weib die hieß Thamar/Aber er war c^böß für dem HERRN/darum tödtet jn der HERR. Da sprach Juda zu Qnan: , Lege dich zu deines bruders Weib/ vnd ninr sie zur Ehe/daß du deinem Bruder Sa- ma tiv V men erweckest. Aber da Quarr wußte daß der Same nicht sein eigen seyn solk/wenn er sich zu seines Bruders Weib leget ließ crs auff die Erde fallen/vn verderbets/ auff Mph. Mse» xxxvm.Lap. 24 daß er seinem Bruder nicht Samen gebe. Da gefiel dem HERRN vbel das er thct/ vndtödtetjnauch. Da sprach Juda zu seiner Schnur Thamar: Bleibe eine Wittwein deines Vatters hauß/biß »nein son Sela groß wirt/Dcn er gedacht/ vtlleicht möcht er auch sterben/wie seine Brüder.Also gteng Thamar hin/vnd bleib in ires Vatters Hause. v tlun vil tage verlausten waren/starb deß Suha Tochter/Iuda Weib.Vnd c^tznach den; Juda außgctrauret hatte/gicng er hinauffseine Schafe zu schären/ gen Thimnath/mtt stillem" Hirten Hira voll Sdollam. Da ward der Thamar an- (Hirte) wag gesagt: Sihe/deinSchwehcr gehet hinauffgenThimnath seine Schafe zu schären. Da legt sie die Wittwcklcidcr von sich/dic sic trüg/dccket sich mit einem Mantcl/vnd verhüllet fich/vnd satzte sich für die thür hcrauß an den weg gen Thimnath/Denn sie ha! m müssm weyvo sähe daß Sela war groß worden/vnd sie war im nicht zum Weibe gegeben. emc7frm".dc?mchc Da sie nun Iudasahe/mcuret er/cs werc eine Hur/Dcn sie hatte jr angesicht vcr- s- dccket/vn macht sich zuir am wcgc/vn sprach:Ltcber laß mich bcy dir ligen/ den er wu- sic nit daß seine schnür wcre.Sie alltwortet: Was wiltu mir geben daß du bcy mir li- geste Er sprach: Ich wil dir einen Jigcnbock von der Herd sende. Sie antwortet: So gib mir ein pfandt/btß daß du rmrs sendest. Er sprach: Was wiltu für ein pfandt daß ich dir gebekSie antwortcuDeinen ring vn deine schnur/vn deine stab/den du in den hendcn hast.Da gab ers ir/vn lag beyjr/vn sie ward von im schwanger.Vn sie macht sich auffvn gieng hin/vnd legt den Mantel ab/ vnd zoch ire Wittwckleider wider an. Juda aber sandte den Irgenbock durch seinen Hirten von Odollam/daß er das v e pfänd wider holet von dem Wcrbe/vnd er fandt sie nicht. Da fraget er die Leute des- §!w7chsduwjl^ selbigen orts / vnd sprach: Wo ist die Hur/ die aussen am wege saß? Sie antworten: Es ist keine Hur da gewesen. Vnd er kam wider zu Iuda/vnd sprach: Ich hab sie nicht fundcn/Dazu sagen die Leute desselbigcnom/es scykcinetzur da gewesen. Juda sprach: Sie Habs ir/ Sie kan vns dochia nicht schände nachsagcn/ Denn ich hab den Bock gesandt/so hastu sie nicht funden» ^^Ber drcy Monden ward Juda angesagt / Deine Schnur Thamar hat gehu- . c^Aret/Dazu sihe/sie ist von Hurerey schwanger worden.Iuda sprach: Bringet sie hersür/daß sie verbrannt werde. Vnd da mansie herfür bracht/schickt sie zu ircm vor/cheIoftph^ Schweher/vnd sprach: Von dem Mann bin ich schwanger/deß diß ist. Vnd sprach: Kennstu auch weß dieser Ring/vnd diese schnür/ vnd dieser stab/ist k Juda crkannts/ vnd sprach: Sie ist gerechter denn ich / denn ich habe sie nicht gegeben meinem Son Sela. Doch beschliesset sie nicht mehr» , paral.r. H^Md da sie geberen solt/wurden Zwilling in irem Leibe erfunden.Vnd als sie ietzt m-tch.'. O^gebar/that sich eine Hand Herauß/Da nam die Wchmutter vnd band einen ro¬ ten Faden darumb/vnd sprach: Der wirt der erste herauß kommen. Da aber der sei¬ ne Hand wider hineyn zoch/kam sein Bruder herauß. Vnd sie sprach:Warumb hastn vmb deine willen solchen Rissz gerissene Vnd man hieß in" perez.Darnach kam sein () Bruder herauß der den roten Fadel; vmb seine Hand Hatte/Vn man hieß in ° Serah. v-rez em FmeiM XXXIX. Lap. LS Iostph wirt von seinem Herrn lieb gehslten/vo» der Frauwen aber zu vnorventlicher liebe gsreiyt/ vnd da er ir nicht wolle zugefallen sexn/ durch ire falschheir gefangen. L WMW Ofeph ward hmaö in Egypten geführt/ vnd Potlpbar Mph ver. ein Egyptischer Mann/ deß Pharao Kämmerer vnd Hofmeister/ kcmffe»cm polhar Dfß ist kaufft in voll den Ismaclitcn/die in hinab brachten. Vnd derHERR ^7 geschehe Men j^r mit Ioscph/daß er ein glückseliger Mann wakd/vnd war in sei- 8ad°eÄa nco Herrn deß Egypterö hattß.Vnd sein Herrsche daß derHERR marbeschlteff. mit/m war/dennalleswas erthet/da gab der HERR glück zu durch itt/Also/daß er gnade fandfürseinemHcrrn/vndsetnDiener ward/der setztinvbcr sein Hauß/ vnd Nostph. l.BuM XXXlX.Lap. vnd alles was er hatte thet er vntcr seme hcnde. Vnd von der zeit an/da er jn vbcr sein Hauß vnd alle seine Güter gesetzt hatte/segncte der HERR deß EgyPtcwHauß vmb Josephs wrllcn/vnd war eitel Segen deß HERRN in allem was cr hatte/zu Hause vnd zu sildc. Darumb ließ er alles vnterJosephs henden was er hatte / Vnd er uam sich keines dings an dieweil er jn hatte / denn daß er aß vnd tranck. Vnd Joseph war schön/vnd hüpschvonangesicht. 8^^?d es begab sich nach diesem geschicht/daß seines Herrn Weib jre äugen auff Joseph warff/ vnd sprach: Schlaffe bey mrr. Er wegert sichs aber/and sprach zn jn'Sihc/ Mein Herr nimpt sich nichts an für mir/ was im Hause ist / vnd alles was er hat/das hat er vntcr meine hende gethan/Vnd hat nichts so groß in dem hauß Das er für mir verholen habe/ On dich/" in dem du sem Weib bist. Wie solt ich denn rum SoI muß! c! auch ein solch groß vbe! rhun/vn wider Gott sündigem Vnd sie treib solche wort gegen Io- ^cuÄuso'wolak siph täaltch/ Aber er gehorchet jr nicht/daß er nahe bey jr schlicff/noch vmb sic wcre. ^S begab sich der tage einen / daß Joseph in das Hauß gieng/sein Gescheffr zu s schlaffcusolt. ' o^/thttn/vnd war kein Mensch vom CZesinde deß Hansis dabcy / Vnd sie erwüscht der sich stimm Kleyd/vnd sprach: Schlaffe beymir. Aber er ließdasKlcyd injrer u ) flöhe/vnd lieff ZUM Hause herauß. Da sic nun sähe/daß er sein Kleyd in jrcr Hand ließ/vnd hinauß errtflohe/rieff sie dem Gesinde im Hause/vnd sprach zn inen: Sehct/Er hat vns den Ebmschcn Mann hereyu gebracht/oaß er vns zu scharr- den mache. Er kam zu mir hercyn/vnd wolt b y mir schlaffen. Ich rieffaber mit lauter strm/ Vnd da er höret daß ich ein gffchrcy machtc/ond rieff/ da ließ er sein Kleyd bey M'r/vnd flöhe/vnd liess hinauß. Vrrd sie leget sein Kleyd neben sich / biß sein Herr heim kam/vnd saget zu jm eben dicsilbigen wort/vndsprach: Der EbreischeKnecht/den du vns hcreyn gebracht hast/ kam zu mir hereyn/vn wolt mich zu schänden machcn.Da ich aber ein gcschrey rnacht/ vn ricff/da ließ er sein kleid bey mir/vn flöhe hinauß.Als sein Herr höret die rede seines Weibs/die sic jm saget/vn sprach:Also hat mir dein knecht gethan/ward er sehr zornig. Joseph ins ge nam jn sein Herr vnd legt jn ins Gefengkmß/da deß Königs gefangene inne '-5. fmgkmßgclegt. ^^lagen/Vnd er lagalldaim gcfengkniß. Äber derHERR war mrtjm/ vnd nei- get seine Hulde ZN jm/vttd ließ jtt gnade finden für dcm Amptmann vberdasGe- «msey/psql.^ fengkniß/ daß cr jm vrrter seine Hand befahl alle gefangene im Gefengkmß/auff daß alles was da geschach durchjn geschehen mußte. Denn der Amptmann vbcr das Ge- ftngkniß Mscph. Dose. Xl^.Lüp. 25 scngkniß / nam sich keines dingcs an / denn der HERR war mit Ioseph/Vnd was er thct da gab der HERR glück zu. , X^Lap. Joseph legt rweyen Befangene n sre Treu,ne auß/vnv geschähe wie er snen gesagt ha tte. begab sich darnach/daß sich der Schenck deß Königes in Egypten/vnd der Becker/versündigten anjrem Herrn dem Könige in Egypten. Vnd Pharao ward zornig ober seine beyde Kämmerer/vberdenAmptmann vbcr die Schencken/vnd vbcr den Amptmann vbcr die Becker/vnd ließ sie setzen in deß Hofmeisters Hauß ins Gcsengkniß/ da Joseph gefangen läge. Vnd der Hof¬ meister setzet Joseph vbcr sic/daß er men dienere. Vnd fassen etliche tage im Gc- fcugkniß. ^6^M es trcumet/tten bcyden/dem Schcnckett vnd Becker deß Königes in Egy- c^ptcn/m einer nacht einem jeglichen cm eygen Traum/vnd eines jeglichen Taum hätte seine bcdcutung. Da nun dcßmorgcns Joseph zujnenhineynkam/vndsahe daß sic tranrig waren /Fraget er sie/vnd sprach:Warumbseytjr heute so traurige Sic antworten: Es hat vns gctreumet/ vnd haben niemand der cs vns außlege. Jo¬ seph sprach: Anßlegcn gehört Gott zu/doch erzehlet mirs. Träume Da erzehlet der öberst Schenck seinen Traum Ioscph/vnd sprach zu jm:Mir hat gctreumet/ daß ein Weinstock für mir were/der hatte drcy Reben/vnd er grunete/ vnd Bcctcro. wuchß vnd blüwete/vnd seine Trauben wurden reiss/ vnd ich hatte den Becher Pha¬ rao in meiner Hand/ vnd nam die Bccr/vnd zudruckt sie in den Becher/vnd gab den Becher Pharao in die Hand. v Joseph sprach zu jm: Das ist seine deutung. Drey Rcben/sind drey tage/vber Joseph drey tage wirt Pharao dein Haupt erheben/vnd dich wider an dein Ampt stellen/ bcrsw?schcu- daß du jm den Becher in die Hand gebest/nach der vorigen wcise/da du sein Schenck wärest. Aber gedenck meiner/wcnn dirs wol gehet / vnd thu barmhertzigkeit an mir/ raoire Treu- daß du Pharao erinnerst/daß er mich auß diesem Hause führe/Denn ich bitt auß dem Lande der Ebreer heimlich gestolen/Dazu hab ich auch allhie nichts gethan daß sie mich eyngesctzt haben. (c^^A der öberst Becker sahe/daß die deutung gut war / sprach er zu Joseph: Mir c^Nhat auch gctreumet/ Ich trüge drey weisse Körbe auffmeinem Haupt/ vnd im obersten Korbe allerley gebacken Speise dem Pharao. Vnd die Vögel assen auß dem Korbe auff meinem Haupt. Vnd Joseph antwortet/vnd sprach: Dai ist seine deutung. Drey Körbe / sind drey tage / vnd nach dreyen tagen wirt dir Pharao dem Haupt erheben/vnd dich an den Galgen hencken / vnd die Vögel werden dein fleisch von dir essen. Vnd cs gcschach deß dritten tags/da begieng Pharao seinenIartag/ vnd erwa¬ chet eine Malzeit allen seinen Knechten. Vnd erhub das Haupt deß obersten Schen- . cken/vnd das Haupt deß öberstcnBeckers/vnter seinen Knechten/vnd setzet den öber- l flcn Schencken wider zu seinem Schenckampt/ daß er den Becher reichet in Pharao ?o5-"hs * Hand/Aber den öbersten Becker ließ er hencken/wie jnen Joseph gedeutet hatte.Aber der oberste Schenck gedacht nicht an Joseph/ sondern vergaß sein» x^i.Lap. Joseph wirt auß der Gefengknrsie ledig/ legt dem Rönig Pharao feinen Traäm auß/ vnd rvirdr em Verwalter vber Egyptm gesetzt. DreThenrnng vnd Hunger/davon er gesagt/ge-- heran. E Bnd imch Kraume I.BuK XPI.Lap. Pharao von nach Wkym jarm Hatte Pharao einen Traum/ a sip-ttEheru. wle er stunde am lvaffcr/vn sehe auß dem wasser stergcn siben schone fette Kühe/vn grenzen an der weyde im graß.Nach diesen sähe er an- der srben Küe auß dem wasser aufffteigen/ die waren heßlich vn ma- ger/ vnd traten neben die Küe an das vfer am wasser/ vnd die heßli- chcn vnd magere frassen die slben schönen fette Küe. Da erwachet Pharao. Vnd er schliess wider ein/vn jm treumct abermal/vn sahe/daß slben Ehern wuch¬ sen auß einem halm/voll vnd dick.Darnach sähe er siben dünne vn vcrsengete Ehern auffgehen/Vnd die slben magere Ehern verschlungen die srben dicke vnd volle Ehern. Da erwachet Pharao/vn merckt/daß ein Traum war.Vnd da es morgen ward/war sein geist bekümert/vn schickt auß/vn ließ ruffen alle warsager in Egyptcn/vn alle wer scn/vn erzelct inen seine Treum/Aber da war keiner der sie demPharao deute kundte. redet der oberste Schcncke zu Pharao/ vnd sprach: Ich gedcnck heut an mei- <^L ne sündc/Da Pharao Zornig ward vber seine Knechte/vnd mich mit Dem ober¬ sten Becker ins gcfengkniß Legt/ins Hofmeisters Hause/Da treumct vns beydcn in einer nacht/einem jeglichen sein Traum/ dcß deutung jn betraff. Da war bcy vns ein Ebreischer Iüngling/deß Hofmeisters Knecht/dem erzeleten wirs/Dnd er deutet vns Genera vuscre Treume/einem jeglichen nach seinem Traum .Vnd wie er vns dcutet/so ists er¬ gangen/ Denn ich bin wider an mein Ampt gesetzt/vnd jener ist gehenckt. sandte Pharao hm/vnd ließ Joseph ruffen/vnd liessen jn eilend auß dem <^^loch/ Vnd er Üeß sich beschären/ vn zoch andere Kleydcr an/vnd kam hineyn zu l^/Iosech Pharao. Da sprach Pharao zu jm: Mir hat ein Traum getreumct/ vnd ist niemand der jn deuten kan/ Ich hab aber gehöret von dir sagen/wenn du einen Traum hörest/ r^lm. (Bey mir nicht) so kanstu jn deutett.Ioseph antwortet Pharao/vn sprach: Das stehet" bcy mir nicht/ Gott Witt doch Pharao gutes weissagen. gedeutet hat/ o8kö». nc/Goctlsts/dct cs durch mich gcthä hat kau dirs auch thun. OatAloriairlOeo, nec kamen nezac miniüsriü iuum, Pharao sagt an zuIoseph: Mr treumete/ Ich stülide am vfer bcy dem Wasser/ « vnd sähe auß dem wasser steigen srben schöne fette Küe /vnd gicngcn an der weyde im Pharao Grase. Vnd nach inen sähe ich andere siben dürre/sehr hcßliche vnd magere Küe her- AÄ'm? auß stcigen/ich hab in gantz Egyptenland nicht so heßllche gesehen. Vnd die siben ma¬ gere vnd heßliche Küe frassen auff dte siben ersten fette Küe. Vnd da sie die hmeyn ge¬ fressen hatten/mercket mans nicht an jncn/daß sie die gefressen hatten/vn waren heß- lich/gleich wie vorhimDa wachet ich auff. Vnd Aoscph Nose. X^l.Lap. deutPha Vnd sähe abermal in meinem Traum Den Ehern auff einem Halm wachsen/ rws-meercu Ml vnd dicke. Darnach gicngen auff siben dürre Ehern/dünn vnd versenget/Vnd die Den dünne Ehern verschlungen die Den dicke Ehern/ Vnd ich Habs den Warsa- gern gesagt/ aber die könnens mir nicht deuten. 26 c < Oseph antwortet Pharao: Beyde Treume/Pharao/sind einerley/denn Gott ^^verkündiget Pharao was er für hat. Die Den scböne Küe/ sind Den jar/Vnd die Den gute Ehern/sind auch die Den jar/es ist einerley Traum. Die Den magere vnd heßltche Küe / die nach jenen auffgestigen sind/ das sind Den jar/ Vnd die Dm magere vnd versengte Ehern/sind Den jar theuwre zeit. Das ist nun / das ich gesagt habe zu Pharao/daß Gott Pharao zeiget/was erfürhat. Sitze/ Den reiche jar werden kommen in gantz Egyptenlande. Vnd nach den¬ selben werden sibcn jar theuwre zeit kommen/daß man vergessen wirdt aller solcher fülle irr Egyptenland/Vnd die theuwre zeit wirt das Land verzehren/daß man nichts wissen wirt von der fülle im Lande /für der theuwren zeit die hernach kompt/den sie wlrt fast schwär seyn.Daß aber dem Pharao zum andern mal getreumet hat/bedeut daß solches Gott gewißlich vnd eilend thun wirt. CV^ Vn sehe Pharao nach einem verstendigen vn weisen Mann/den er vber Egy- MAptenland setze/vnd schaffe/daß er Amptleute verordene im Lande / vnd ncmme den fülifften in Egyptenland in den srben reichen jaren/vnd samle alle Speise der gu¬ ten jarc die kommen werden / daß sie Gctreyde auffschütten in Pharao Kornhcuser/ zlmr Vorraht in den Stätten/vnd verwarens/auffdaß man Speise verordnet finde den; Lande in den srben theuwren jaren/ die vber Egyptenland kommen werden/daß nicht das Land für Hunger verderbe. Je rede gefiel Pharaovnd allen seinen Knechten wol. Vnd Pharao sprach zu , seinen Knechten: Wie kündten wir einen solchen Man finden/in dem der Geist Gottes seyk Vnd sprach zu Joseph: Weil dir Gott solchs alles hat kund gethan / ist kei¬ ner so verstendig vnd weise als du. Du solt vber mein Hauß scyn/ vnd deinem wort sol alle mein Volck gehorsam seyn/Alein deß Königliche Stuls Wil ich höher seyn den du. Joseph weiter sprach Pharao zu Joseph:Sihe/ich habe dich vber gantz Egypten- tvne hoch cr- land gesetzt/Vnd that seinen Ring von seiner hand/vnd gab jn Joseph an seine Hand/ chret nach ft-- vnd kleidet jn mit weiser Seiden/vn Hieng jm ein gülden Ketten an semen Halß.Vnd 1Z Md k" ließ in auffseinem andern Wagen fahren/vnd ließ vor jm her auß ruffen:Der ist deß g - -u r ^^b Vatter.Vnd setzt jn vber gantz Egyptenland.Vnd Pharao sprach zu Joseph: « Ich bin Pharao/on deinen willen sol niemand seineHand oderseinen Fuß regen in gantz Egyptenland. Vnd nennet jn den heimlichen Naht/ vnd gab jm ein Weib/ As- d,e s»! Echs nach die Tochter Potiphera/deß Priesters zu Sn. stt/,'ta!i''wöchmsc^ Uso zoch Joseph auß das Land Egypten zu besehen/vnd er war dreiffig jar alt da AmEst" s k er für Pharao stund / dem Könige in Egypten. Vnd fuhr auß von Pharao/ vnd zoch ist LnMar, durch gantz Egyptenland. Vnd das Land thetalso die Den reichen jar/vnd samleten sten gemacht alle speise der Den jar/so im Lande Egypten waren/vttd theten sie in die Stätt. Was wirt/ -st-m e- für Speise auffdem Felde einer jeglichen Statt vmher wuchß/das theten fie hineyn: fmgkAT Also schüttet Joseph das Getrcyde auff/ vber die maß vil/wie Sand am Meer/also/ daß er auffhöretzu zelen/denn man kunds nichtzelen. N Ift-ao'^t ^scph wurden zwen Söne geboren ehe denn die theuwre zeit kam/welche !ar zuvor ge- (>^gcbar jm Asnath/ Potiphera deß Priesters zu On Tochter.Vnd hieß den ersten ^vbs " Äanaffe/Denn Gott ( sprach er ) hat mich lassen vergessen alles meines vnglücks/ - So. -r. vn alle meines Vatters Hauses. Den andern hieß er d Ephraim/ Denn Gottlsprach vc^scssc».^ Geneft46. e^hat mich lassen wachsen in dein Lande meines elends. (Ephraim) Heißt A nun die Den reiche jar vmb waren im Lande Egypten/ da stetigen an die si- s^hse» Am theuwre jar zu komen/da Joseph von gesagt hatte. Vnd es ward eine theu- _^l)euwruttg werurig in alten Landen / aber in gantz Egyptenland war Brot. Da nun das gantze E ij Egypten- Uoscph. I.WK xi.ii.Lap. Egyptenland auch hunger leyd / schrey das Volek zu Pharao vmb Brot. Aber pha- rao sprach zu allen Egyptern: Gehet hin zu joseph/was euch der saget/ das thut. Als nun tm gantzen Lande theuwrungwar /thet Joseph allenthalben Kornheuser auff/ vnd verkaufe den Egyptern / Denn die theurung ward je lmgerie grösser im Lande. Vnd alle Land kamen in Egypten zu kauffen bey Ioseph/Denn die theuwrungwar groß in allen Landen. xi.ii.Lap. Die Brkder Josephs kommen in Egypten Vorn;u kauffen/vnd werden von /rem Brvder geängstigt. Iarobszchm A aber Jacob sahk/daß Getreyde tn Egypten feil war/» ^n'Acttyd'eE^^ sprach er zu seinen Sönen: Was sehet ir euch lang vmbk Sihe/jch kauffen/Acror. 7. höre es sey in Egypten Getreyde feil / ziehet hinab / vnd kaufft vns Getreyde/daß wrr leben vnd nicht sterben. Also zogen hinab zehen Brüder joscph/daß sie in Egypten Getreyde kaufften/Aber Ben¬ jamin /Zosephs Brüderlich Jacob nicht mtt seinen Brüdern ziehen/ Denn er sprach: Es möchte im ein vnfall begegnen. Also kamen die Kinder Israel Getreyde zukauffen/sampt andern/die mit/nen zogen/ Denn es war im Lande Kanaan auch theuwer. Ä5Bcr Joseph war der Regent im Lande/ vnd verkaufst Getreyde allem Volck im ^pLande: Da nun seine Brüder zu jm kamen/fielen sie für im nider zur Erden auff ir Antlitz. Vnd er sähe sie an/vnd kannte sie/vnd stellet sich frembd gegen sie / vnd re¬ det hart mit inen/vnd sprach zu inemWoher komptittSie sprachen:Auß dem Lande Kanaan/Spcise zu kauffen. Aber wiewol er sie kennet/kannten sie in doch nicht. Vnd Joseph gedacht an die Treume/die im von inen getreumet hatten/vn sprach G-»esz^. zu incmjr seyt Kundschaffer/vnd seyt komm zu sehen wo das Land offen ist. Sie ant¬ worten im:Nein/mcin Herr/deine Knecht sind komm Speise zu kauffen.Wir sind alte eines Mans Göne/wir sind rcdlich/vn deine Knechte sind nie Kundschaffer gewesen. Er sprach zu inemNcin/ Sondern ir seyt komm zu besehen wo das Land offen ist.Sie antworten im:Wir/deine Knecht/sind zwölffbrüdcr/eins Mans Söne irn Land Ka- naan/vn deriüngste ist noch bey vnserm Vatter/Aber der eine ist nit mehr vorhanden. Joseph sprach zu inen: Das ists / das ich euch gesagt habe/ Kundschaffer seyt ir/ Daran wil ich euch prüfen/bey dem leben Pharaoms/jr solt nicht von dannen komm cs komme denn her euwer längster Bruder.Smdet einen vnter euch hin/dcr euwern s Bruder hole /jr aber solt gefangen seyn. Also wil ich prüfen euwer rede/ob ir mit warhett vmbgehct oder nicht/Denn wo nicht/soseyt irbeydem leben Pharaonts Kundschaffcr- Vnd ließ sie bcysammen verwaren drey tage lang. Am dritten tage aber sprach er zu inen: Wolt ir leben/so thut also/denn ich förchte GottSeyt jr redlich/so laßt euwer Brüder einen gebundenkigen in euwerem gefeng- niß/jr aber ziehet hin/vnd bringet heim was ir gckaufft habt für den hunger/Vnd bringet euwern jüngsten Bruder zu mir/so wil ich euwern Worten glauben/daß ir nit sterben müsset. Vnd sie thcten also. H^je aber sprachen vnter einander: Das haben wir an vnserm Bruder verschul- Gesell / daß wir sahen die angst seiner Seelen / da er vns siehet/vnd wir wolten in nicht erhören/Darumb kompt nun diese trübsal vber vns. Ruben antwortet inen/ vnd sprach: Sagt ichs euch nicht/da ich sprach: Versündiget euch nicht an dem Kna¬ ben. Vnd irwoltkt nicht hörenk Nun wirt sein Blut gefordert. Sie wußten aber nit daß Joseph verstund/Denn er redet mit inen durch einen Dolmetscher.Dnd er wand sich von inen/vnd weinet. Da er sich nun wider zu inen wand/vnd mtt jnm redet/ mm er auß inen Simeon/vnd band in für iren äugen. Vnd -ßph. UW. xi^ii.Lgp. 27 ^^Nd Joseph thet befehl/daß man jre Säcke mit Getreyde füllet / vnd jr Gelt wi- (T^Adcr gcbe/einem jeglichen in seinen Sack/ dazu auch Zehrung auffdem weg. Vnd lnatt thet jncn also. Vnd sie luden jre Wahr auffjre Esel/vnd zogen von dannen» Da aber einer seinen Sack auffthct/daß er seinem Esel futter gebe in derHerberge/ward er gcwar seines Gclts daß oben im Sack lag/ vnd sprach zu seinen Brüdern: Mein Gelt ist mir wider worden/sche/in meinem Sackiß cs. Da entfiel jnenir hertz/vnd crschracken vnter einandcr/vnd sprachen: Warumb hat vns Gott das gethank e 2l sie nun heim kamen zu jrem Vatter Jacob/ ins Land Kanaan/ sagten sie inr Jacob, (^^alles was inen begegnet war / vnd sprachen: Der Mann/der im Lande Herr ist/rcdet hart mit vns/vnd hielt vns für Kundschaffcr dcß Lands.Vnd da wir jm ant¬ worten: Wir sind rcdlich/vnd nie Kundschaffcr gewcsen/sondcrn zwölffBrüder/vn- scrs Vatters Söne/einer ist nicht mehr vorhanden/vnd der jüngst ist noch bey vnscrm Vatter im Lande Kanaan. Sprach der Herr im Lande zu vns: Daran wil ich mer- cken ob jr redlich scyt / Einen euwer Brüder laßt bey mir/vnd ncmmct die notturfft für euwer Hauß/vnd ziehet hin/vnd bringet euwcrn jüngsten Bruderzu mir/so mer- ckcich/daß jr nicht Kundschaffcr/sondern redlich scyt/so wil ich euch auch euwcrn Bruder gcben/vnd möget im Lande werben. Vnd da sie die Säcke außschüttcn/fand ein jeglicher sein Bündlm Gelte in sei¬ nem Sacke. Vnd da sie sahen / daß es Bündlin jrcs Gelte waren/erschracken sie sampt jrem Vatter. sprach Jacob jr Vatter zu jncn: Jr beraubt mich meiner Kinder. Joseph ist (^^ntcht mehr vorhanden / Simeon ist nicht mehr vorhanden / BcnIamin wolt jr hinncmmcn.Es gehet alles vber mich.Ruben antwortet seinem Vattcr/vnd sprach: Wenn ich dir jn nicht wider bringe/ so erwürge meine zwcn Sone / gib jn nur in mei¬ ne hand/ich wil jn dir wider bringen. Ersprach:McinSonsolnicht mit euch hmab ziehen/denn sein Bruder ist tod/ vnd er ist allein vberblicbcn. Wenn jm ein vnsall auffdem wege begegnete/dajr auffretset/würdet jr meine grauwe Har mit hertzeleid in die gruben bringen. Xl.iii.Lap. Die Brüder Josephs reisen zum andern malm Egxplen/bri'ngen mit sich BenIamin / sren süngsien Bruver.Ioseph fragt nach feinem Vatter Iacob/vnd ladt feine Brüder zu gast. Hemmung aber druckte das Land.Vnd da es VM zehret war was sie für Getreyde auß Egypte gebracht hatten/sprach jrVatterzujnen:Aehetwiderhitt/vndkaufft vns ein wenig speise. Da antwortet jm Juda/ vnd sprach: Der Mann band vns das hart eyn/vnd sprach :Irsolt mein angesicht nicht sehen/es sey denn euwer Bruder mit euch. Ists nun/ daß du vnsern Bruder mit vns sendest /so wollen wir hinab ziehen / vnd dir zu essen kauffen: Ists aber/daß du jn nicht sendcst/so ziehen wir nicht hmab/ Denn der Mann hat gesagt zu vns: Jr solt mein angesicht nicht se- hen/euwer Bruder sey denn mit euch. Israel sprach: Warumb habt jr so vbcl an mir gethan/ daß jr dem Man ansaget wie jr noch einen Bruder habt? Sie antworten: Der Mann forschet so genauw nach vnsvnd vnser Freundtschafft/vnd sprach: Lebt euwer Vatter nochkHabtjr auch noch eincnBruderk Dasagten wirjmwieervns fraget. Wie kundten wir so eben wissen daß er sagen würde: Bringet euwcrn Bruder mit herniderk sprach Juda zu Israel seinem Vatter: Laß den Knaben mit mir ziehen / daß wir vns auffmachen / vnd reisen/ vnd leben/ vnd nicht sterben/ beyde wir vnd du/vnd vnser Kindltn. Ich wil Bürg für jnseyn/von meinen hendcnsoltujn for- dcrn.Wcnn ich dir jn nicht wider bringc/vnd für deine äugen stelle/ so wil ich meinle- E iij bcnlang NM). I.BuA XI^III.Lüp. benlang die schuld tragen / Denn wo wir nicht hetten verzogen/ weren wir schon wol zwey mal wider kommen. Dise Namen Da sprach Israel ir Vatter zu jnen.Muß es denn ja also seyn/so thuts.Vnd nem- der5n°,cht sind noch met von deß Lands besten Früchten in euwer Sacke/vnd bringet dem MannGe- schencke hinab/ein wenig Balsam/vnd Honig/vnd Würtz/vnd Myrrhen/vnd Dat- tcln/vnd Mandeln. Nemmet auch ander Gelt mit euch/ vnd das Gelt/das euch oben v in euwern Säcken wider worden ist/bringet auch wider mit euch/ vielleicht ist ein irr- thumb da geschehen. Dazu nemmct euwern Bruder/macht euch auff/vnd kommet wider zudem Manne. Aber der Allmechtige Gott gebe euch Barmhertzigkeit für dem Manne / daß er euch lasse euwern andern Bruder / vnd Benjamin/ Ich aber muß seyn wie einer der seiner Kinder gar beraubt ist. Jacobs SS- diese Geschencke/vnd das Gelt zwyfeltig mit sich/vnd BenIa- tt-z-chc>. zum ander» Da sähe sie malmEgyptm/rc. mit BenIamin /vnd sprach zu seinem Haußhalter: Führe diese Männer zu hauft/vnd schlachte/vn d richte zu/ Denrr sie sollen zu Mittag mit mir essen. Vnd der Mann chet wie im Joseph gesagt hatte/ Vnd führet die Männer in Josephs hauß. Je forchtcn sich aber/ daß sie in Josephs Hauß geführt wurden/ vnd sprachen: oA Dir sind hereyn geführt vmb deß Gelts willen/ das wir in vnsern Säcken vor¬ hin wider funden haben/daß ers auff vns brmge/vnd felle ein vrtheil vber vns/damit Geves. 4-» er vns nemme zu eigen Knccht§n/sau;pt vnftm Eftln. Darumb traten sie zu Josephs Haußhalter/vnd redterr mit jm für der Haußthür/ vnd sprachen: Mein Hcrr/Wir sind vorhin herab gezogen speise zu kauften / M da wir in die Herberge kamen/vnd vn- fere Säcke aufftheten/sihe/da war eines ieglichen Gelt oben in seinem Sack/mit völ¬ ligem gewicht /darumb haben wirs wider mit vns bracht/Haben auch ander Gelt mit vns herab bracht/Speise zu kauften/Wir wissen aber nicht wer vns vnser Gelt in vnser Säcke gesteckt hat. Er aber sprach: Gehabt euch wol/förcht euch nicht/euwer Gott vnd euwers Vat- o ters Gott hat euch einen Schatz gegeben in euwer Säcke/euwer Gelt ist mir worden. Vnd er ffchrct Simeon zu inen hcrauß/vnd führet sie in Josephs Hauß/gab inen Wasser/ daß sie jre Füsse wuschcn/vnd gab wen Eftln futter. Sie aber bereiten das Geschencke zu/blß daß Joseph tarn auff den Mittag/Denn sie hatten gehöret daß sie daselbst das Brot essen selten. nun Joseph zum Hause eyngieng / brachten sie im zu Hause das Geschencke Da wer- Ioseph fragt jren henden/vnd fielen für im nider zur Erden. Er aber grüsset sie freunde-^» 20^ lich/vnd sprach: Gehet es euwerem Vatter dem alten wol/von dem ir mir jagetetk Le- bet er noch k Sie antworten: Es gehet deinem Knechte/vnftrm Vattcr/wol/vnd lebet noch/vnd ncigeten sich/vnd fielen für im nider. Vnd er Hub seine äugen auff/ vnd sähe seinen bruder BenIamen/ftiner Mutter Son/ vnd sprach: Ist das euweriüngstcr Bruder/da ir mir von sagetet k Vnd sprach weiter: Gott scy dir gnädig/mein Son. Vnd Joseph eilete/denn sein Hertz entbrannt im gegerr stimm Bruder /vnd sucht wo er weinete/ vnd gieng in seine Kammer/ vnd ^oftph lebet weinete dast löst. Vnd da er sein angesicht gewaschen hatte/gieng er herauß/vnd hielt ssme brüder zu gast, sich fest/ vnd sprach: Legt Brot auff. Vnd mau trugjm besonders auff/ vnd ienen auch besonders/vnd den Egyptern/ die mit im asscn/auch besonders/Denn die Egypter dürften nicht Brot essen mit den Ebreern/denn es ist em greuwel für inen. Vnd man satzt sie gegen im / den Erstgebor¬ nen nach seiner Erstengcburt/vnd den längsten nach seiner iugend. Deß verwunder¬ ten sie sich vnter einander. Vnd man trug inen Essen für von seinem Ttsch/Aber dem BenIamin ward fünffmal mehr denn den andern/Vnd sie truncken/vnd wurden trun- ckenmitim. Joseph Mph. Mse- xum.Lap. rs xi^iiii.Lap. Joseph lcsset sekttLtt Brüdern nacheüen/vnd sie gefangen nemmen/machet snen gngst/vnd Juda redr von Memh andel für Joseph. ü Nd Joseph befahl fernem Haußhaltcr / vnd sprach: Fülle den Männern jre Säcke mit Spetse/so viel sie führen mögen/ vnd lege jeglichem sein Gelt oben in seinen Sack. Vnd meinen sit- bern Becher lege oben in deß jüngsten Sack/mit dem Gelde für das Getreyde. Der thetwiejm Joseph hatte gesagt. l^^Eß morgens/da es liecht ward/liessen sie die Männer ziehen mit jren Eseln. 0^5 Da stc aber zur Statt hinauß waren/vnd nicht ferme kommen/sprach Joseph zu seinem Haußhaltcr: Auff/vnd jage den Männern nach/vnd wenn du sie ergrcis- fcft / so sprich zu jnen: Warumb habt jr guts mit bösem vergoltene As nicht das/da mein Herr auß trincket / vnd damit er weissaget ? Jr habt vbelgethan. Vnd als er sie crgrciff/rcdct er mit jnen solche wort. Sie antworten jm: Warumb redet mein Herr solche wort? Es sey ferme von dei¬ nen Knechten ein solchs zuthun. Sthc/das Gelt/das wir funden oben in vnsern Sä- cken/haben wir wider brachtzu dir auß dem Lande Kanaan/vnd wie selten wir denn auß deines Herrn Hause gestolen haben Silber oder Gold? Bey welchem er funden wirt vntcr deinen Knechten/der sey deß tods/Dazu wollen auch wir meines Herrn Knechte scyn. Er sprach: Ja/ cs sey wie jr gercdt habt/ Bey welchem er funden wirt/ der sey mein Knecht/jr aber solt ledig seyn. Vndsie eiletcn/vnd legt ein jeglicher seinen Sack ab auffdie Erden/vnd ein jeglicher thet seinen Sack auff. Vndersuchte/vndhubamgröffestenan biß auff den v jüngstcn/da fand sich der Becher in BenIamins Sack. Da Missen sic jre Kleider/ vnd lud ein jeglicher auffseinen Esel/vnd zogen wider in die Statt. Juda giengmit seinen Brüdern in Josephs Hauß/denn er war noch da- ^i^sclbst /Vnd sic fielen für jm nider auff die Erden. Joseph aber sprach zu jnen: <2örc habt jr das thun dörffen? Wisset jr nicht daß ein solcher Mann/wie ich bin/er- rahten kündte?Iuda sprach: Was sollen wir sagen meinem Herm/oder wie sollen wir reden? Vnd was können Mr vns rechtfertigen? Gott hat die mtffethat deiner Knech¬ te funden. Sthe da/ Wir vnd der/bey dem der Becher funden ist/ sind meines Herrn Knechte. Er aber sprach .Das sey ferme von mir solche zuthun/der Mann bcy dem der Becher funden ist/sol mein Knecht scyn/Ir aber ziehet hinauff mit frieden zu eu- wercm Vatter. Juda re- trat Juda zu jm/vnd sprach: Mein Herr/ laß deinen Knecht ein wort reden d« für zo. ^^für deinen Ohrcn/metn Herr/vnd dein zom ergrüne nicht vber deinen Knecht/ denn du bist wie Pharao. Mein Herr fraget seine Knechte / vnd sprach: Habt jr auch einen Vatter oder Bruder? Da antworten wir: Wir haben einen Vatter der ist alt/ vnd einen jungen Knaben/in seinem alter geborn/ vnd sein Bruder ist tod/ vnd er ist Venes.4r. allein vberblieben von seiner Mutter/vnd sein Vatter hat jn lieb. Dasprachestuzu deinen Knechten: Bringet jn herab zu mir/ ich wil jm gnade erzeigen. Wir aber ant¬ worten meinem Herrn: Der Knab kan nicht von seinem Vatter kommen/ Wo er von jmkäme/würde ersterben. Da sprachcstuzu deinen Knechten: Wo euwerjüngster Bruder nicht mit euch herkompt/solt jr mein angesicht nicht mehr sehen. Da zogen wir hinauffzu deinem Knecht/meinem Vatter/vnd sagten jm an mei¬ nes Herrn rede. Da sprach vnser Vatter: Ziehet wider hin/vnd kaufft vns ein wenig Spctse.Wir aber sprachemWir können nicht hinab ziehen/Es sey denn vnser jüngster Bruder mit vns/so wollen wir hinab ziehen/ Denn wrr können deß Mans angesicht nicht schen/wo vnser jüngster Bruder nicht mit vns ist. Da sprach dein Knecht/mein Datter/zu vns: Jr wisset / daß mir mein Weib zwen geboren hat/ einer gieng hinauß E inj von mir Usstph. I.BuA Xl^V.LüP. von mir/vnd man saget/Er ist zurissen/vttd hab in nicht gesehen bißher. Werdet jr di- V-ttes Z7- sen auch von mir mmmen/ vndjm ein vnfall widerfehret/so werdetjr meine grauwe Har mit jammer hinvnder in die gruben bringen. Nun so ich heimkäme zu deinem Knecht/meinem Vatter/vnd der Knabe were nit mit vns/weil seine Seelean dieses Seele hanget/sowirtsgeschehen/wennersihet daß der Knabe nicht da ist/daß er stirbt/So würden wir/deine Knechte/die grauwen Har deines Knechts/vnsers Vatters/mit hertzenleid in die gruben bringen. Denn ^-5.4;. ich/ dein Knecht/bin Bürge worden für den Knaben gegen meinem Vatter/vnd sprach: Bringe ich jn dir nicht wider/so wil ich mein lebcnlang die schuld tragemDar- umb laß deinen Knecht hie bleiben an dcß Knaben statt/zum Knecht meines Herrn/ vnd den Knaben mit seinen Brüdern hinauffziehen. Denn wie sol ich hinauffziehm zu meinem Vatter/wenn der Knabe nichtmitmiristk Ich würde den jammer sehen müssen der meinem Vatter begegnen würde. xi^v.Lap. Joseph gibt sich seinen Brüdern zu erkennen/ schickt nach seinem Vatter/vnd derselbig wirt hoch erfreuwet/va ec vermmpt daß sein Son noch lebt. lmgcr enthalten/für allen Brüdern- LKML/') ZM dre vmb jn her stundm.Vnd er rleff: Laßt jedcrman von mir hmauß gehen. Vn stund kein Mcttjch beyjm/da steh Joseph mit seinen Brü- dernbekennete-Dttderiveinetlaut/daßesdieEgypter vnd das Gc- finde Pharao höreten/vnd sprach zu seinen Brüdern: Ich bin Jo¬ seph/lebet mein Vatter noch k Vnd seine Brüder kundtcnjm nicht antworten/so er- schracken sie für seinem angesicht. Er sprach aber zu seinen Brüdern: Trettet doch her zu mir. Vnd sie traten herzu / vnd er sprach: Ich bin Ioseph/euwer Bruder/ den jr in Egypten verkaufst habt. Vnd nun bekümmert euchmcht/vnd druckt nicht/daß ich darumb zorne/ daßjr mich hieher verkaufst habt/Denn vmb euwers lebens willen hat mich Gott für euch her gesandt. Denn drß sind zwey jar / daß thcuwer im Lande ist/vnd sind noch fünffjar/ daß kein psiügcn noch kein crndtcn seyn wirt. Aber Gott hat mich für euch her gesandt/daß er euch vbrig behalte auffErden / vnd euwcr leben errette durch eine grosse errettung. Vnd nun / jr habt mich nicht her gesandt/ sondern Gott/der hat mich Pharao zum Vatter gesetzt/vnd zum Herrn vberalle sein Hauß/ vnd einen Fürsten in gantz Egyptenland. ^EZlet nun/vnd ziehet hinauff zu meinem Vatter/vnd sagt jm: Das leßt dir Jo- , c^/seph dein Son sagen: Gott hat mich zum Herrn in gantz Egypten gesetzt / kom f^dett I ncoö herab zu mir / seume dich nicht/ Du solt im Lande Gosen wohnen/ vnd nahe bey mir Dacecr seyn/du vnd deine Kinder/vnd deine Kindskinder/dein klein vn groß Vieh/ vnd alles was du hast.Ich wil dich daselbst versorgen.Denn es sind noch fünff jar der theuwe- rung/auffdaß du nicht verderbest mit deinem Hause /vnd allem das du hast. Sthe/ euwcr äugen sehen/vnd die äugen meines Bruders BenIamin/daß ich mündlich mit euch rede.Verkündiget meinem Vatter alle meine Hcrrligkeit in Egypten/vnd al¬ les was jr gesehen habt. Eilet vnd kommet hernider mit meinem Vatter hieher. Vnd crfielseittemBruderBenIamittvmb denHalß/vndweynet/vnd Ben- 8 Jamm wcynet auch an seinem Halse. Vnd küsset alle seine Brüder/ vnd wcynet vbcr sie. Darnach redten seine Brüder mit jm. da das Seschrey kam in Pharao Hauß/daß Josephs Brüder komm weren/ ^-r. Ä dastIostphs c^Agefiel es Pharao wol/vn allen seinen Knechten. Vnd Pharao sprach zu Joseph: ZEr mttbriugm E^age deinen Brüdern: Thut jm also/ beladet euwere Thier/ ziehet hin/ Vnd wenn soll-». jr kommet ins Land Kanaan /so nemmct euwern Vatter/vnd euwer Gesinde/vnd kompt zu mir/Ich wil euch Güter gebt in Egyptenland/daß jr essen solt dasMarck im Lande. Joseph. Dose. xi^v.Lgp. 29 Lande. Vnd gebeut fnett/Thut jm also: Nemmet zu euch auß Egyptenland Wagen zu cuwcrn Kindern vnd Wetbern/vnd führet euwernVatter/vnd komet.Dnd sehet cu- wcrn" Ha»»ßraht nit an/Dcn die gütcr dcß gantze Lande Egypten solle»; euwer seyn. ä D»c Kinder Israel theten also. Vnd Joseph gab inen Wagen/nach dem bcfelch Pharao / vnd Zehrung auff den weg / Vnd gab inen allen/ einem jeglichen ein Fcycr- kauE?ndt A kleid/AbcrBenIai»»i»rgabcrdrcyhu»»dertSilbcrling/vndfünffFeycrklcyder.Vnd chcrtheuwrerAdZ scmem Vatter sandte er dabey zehen Esel mit Gut auß Egypte»; bclade»r/vnd zehen Eselin mit Getreyde/vnd Brot vnd Speise seinem Vatter auffden weg. Also ließ er seine Brüder/vnd sie zogen hin. Vnd sprach zu inen: Ianckct nicht auffden; Wege. H^tLso zogen sie hinauff von Egyptcn/vnd kamenino Land Kanaan zu jrenr Vat- ^^terIacob/vnd verkündigte»; jm/vnd sprachen:Ioseph lebet noch/vnd ist ein Herr tm gantzcn Egyptcnlandc. Aber sein " Hertz dacht gar vil anderß/denn er glaubet inen , nicht. Da sagten sic in; alle wort Joseph/die er zu inen gesagt hatte. Vnvda ersähe H-.ßt ÄÄ die Wagen/die im Joseph gesandt hatte in zu führen/ward der Geist Jacobo irco Vatters lebendig. Vnd Israel sprach: Ich hab gnug daß mein Son Joseph noch le- bct/Ich within vnd in sehe»; ehe ich sterbe. n°n Lrsdi.s. Num.rö. parat. 4' k.S. Jacob fclb stbcmüg rmchcm E- gnptci». «;us huietcat pu- XI Vs o^an / V äugen nichts anderst f thu/rc.I^exI'npuK. Habac. i. Es gehet Jacob zeucht mit den semen irr Eg^pten/vnd kompt sin Joseph entgegen/sn zu empfahen. anderst denn recht. Recht gehet anderst/ Srael zoch hin nut allem das er hatte. Vnd da er gen MU/W BcrSabakam/opffcrtc er Opffer dem Gottftmcs Vatters Isaac, Wh Vnd Gott sprach zu im deß nachts in» Gesichte: Jacob/Jacob. Er M sprach: Hiebirr ich. Vnd er sprach: IchbinGott/dcr Gott deines )) Vatters/Förchte dich nicht in Egypten hinab zu ziehen/Denn da¬ selbst wil ich dich zum grossen Volek machen. Ich wtl mit dir hinab in Egypten ziehen/ vnd wil auch dich herauffführcn/ Vnd Joseph fol seine hende auffdeine Augen legen. Da macht sich Jacob auffvon BerSaba/vnd die Kinder Israel führeten Ja¬ cob ircrr Vatter mit iren Kindlin vnd Weibern auffden Wagen/die Pharao gesandt hatte in zu führen. Vnd namen ir Vieh vnd Habe/ die sie im Lande Kanan erworben hatten/vnd kamen also irr Egypten / Jacob vnd alle sein Same mit im/seine Kinder/ vnd seine Kindokinder mit im/seine Töchter vnd seiner Kindstöchtcr/vnd alle sein Same/Dte bracht er »nit sich m Egypten. (^^Iß sind die Namen der Kinder Israel die in Egypten kamen. Jacob vnd seine Jacobs Ge, Sone. Der erstgeborne Jacobs Son/Rubcn.Die Kinder Ruben/ Hanoch/ schlecht. Pallu/Hczron vnd Kharmi. D»e Kinder Sirneon/Iemuel/Iamin/Ohad/Iachin/ Aohar/vnd Saul/dcr Son von den» Kanantschen Weibe. Die Kinder Leut / Ger- v son/Kahath vnd Merari. Die Kinder Iuda/Ger/Dnan/Gcla/Perez vnd Serah. Gcms 8 ^ibcr Ger vnd Dnan waren gestorben i»n Lande Kanaan. Die Kinder aber Perez/ E Hezron vnd Hamul. Die Kinder Isaschar/ Thola/Phua/Iob vnd Simron. Die Kinder Kinder Sebulon/ Sered/ Elon vnd Iahleel. Das sind die Kinder von Lea/ die sie Don Lea;;. Jacob gebar Msopotamia / mit seiner Tochter Dina / die machen allesampt/mit Sönen vnd Töchtern/drey vnd dreiffig Seelen. Die Kinder Gad / Aphion / Haggi/ Suni/ Ezbon/Ert/ Arodi vnd Areli. Die Kinder Affer/Iemna/Iesua/Iesui/Bria/vnd Serah ire Schwester. Aber die Km- Kinder ^r Bria/Hcber vnd Malchiel. Das sind die Kinder von Silpa/ die Laban gab Lea von Mpa feiner Tochter/vnd gebar Jacob diese sechhehcn Seele»;. Ge«es4r. Die Kinder Rahel/Iacobe Weib/Ioseph vnd BenIamin.Vttd Joseph wurden »Pargas- zboren m Egyptenland Manaffe vnd Ephraim/die im gebar Asnath/die Tochter Potiphera/deß Priesters zu On. Die kinder BenIamin/Bela/Bechcr/Asbcl/ Ge- ra/Naa- Z. i.Buctt xi^vi.Lap. ra/Naamau/ Ehi / Roß/ Mupim/Hupi m vnd Ard. Dao sind Kinder von Rahel/ Kind er die Jacob geborn sind/allesampt viertzehen Seelen: ,4" Die Kinder Dan/Husim. Die kinder Naphthali/Zahzeel/Guni/Zezer vn Sil- Kinder lem.Das sind die Kinder Bilha die Laban seiner Tochter Rahel gab/vnd gebar Za- Aha 7. cobdie siben Seelen. Alle Seelen die mitZacob inEgypten kamen/dieaußseinen Lenden kommen waren (außgenommen dieWciber seiner Kinder) sind alle zusam¬ men sechß vnd sechtzig Seelen. Vnd die Kinder Joseph/ die in Egypten geborn sind/ waren zwo Seelen/Also/daß alle Seelen deß Hauses Zacob/die in Egypten kamen/ waren sibentzig. er sandte Juda für jm hin zu Joseph / daß er jn anweiset zu Gosen / vnd ka- c>^men in das Land Gosen. Da spannet Joseph seinen Wagen an/vn zoch hinauff fernem Vatter Israel entgegen gen GosenDnd da er in sahe/fiel er vmb seinen Halß/ vnd weinet lang an seinem Halse.Da sprach Israel zu Ioseph:Ich wil nun gerne sicr- ben/nach dem ich dein Angesicht gesehen habe/daß du noch lebest. Joseph bracht alles Gelt zusammen das in Egypten vnd Kanaan fnndcn ward/vmb das Gctreyde das sie kaufften/vnd er thet alles Gelt in das Hauß Pharao. Da nun Gelt gebrach im Lande EgyptenvndKanaan/kamenalle Egyptcrzu Joseph/vnd sprachen: Schaffe vnsBrot/warumblcssestu vnsfürdirsterben/dar- umb/daß ivir on Gelt sindk Joseph sprach: Schaffet euwer Vieh her/ so wil ich euch vmb das Vieh geben/weil/r on Gelt scyt.Da brachten sie Joseph jr Vieh/Vnd er gab jncn Brot vmb/rc Pferde/Schafe/Rinder vnd Esel. Also ernchret er sie mit Brot das jarvmb alle jr Vieh. Da dasjarvmbwar/kamen sie zu /mim andern/ar/vndsprachenzu/m:Wir Möllen vnscrm Herrn nicht verbergen/daß nicht allein das Gelt/sondern auch alles Vieh/ dahin ist/zu vnserm Hcrrn/vnd ist nichts mehr vbrigs für vnserm Herrn / denn nur vnserc Leibe/vnd vnscr Feld. Warumb leffcstdu vns für dir sterben/vnd vnscr Feldk Kauffe vns vnd vnscr Land vmbs Brot/daß wir vnd vnscr Land Leibeigen seycn dem Pharao/ gib vns Samen/ daß wir leben / vnd nicht sterben / vnd das Feld nicht verwüste. c Also kaufft Joseph dem Pharao das ganh Egypten/Denn die Egypter verkauff- tcn ein /cgttcher seinen Ackcr/Dcnn die thcuwrung war zu starckvbcr sie. Vnd ward also das Land Pharao eigen. Vnd er thcilct das Volck auß in die Stätte /von einem ort Egypten biß ans andcr/außgcnommcn der Priester Feld das kaufft er nit/Demr cs war von Pharao für die Priester verordnet/ daß sie sich nchrcn sotten von dem be¬ nannten das er /nen gegeben hatte/darumb dorfften sie /r Feld nicht vcrkauffcn. Da sprach Joseph zu dem Volck: Sihc/ich hab heut gekaufft euch vn euwer Feld dem Pharao/ sihe/ da habt /r Samen vnd besäet das Feld / Vnd von dem Gctreyde c, sottjrdenfünfften Pharao gcbcn/vier theilsollen euwcrscynzubcsäcndasFeld/zu F» euwer Speise/vnd für euwer Hauß vn Kmder.Sie sprachen:Laß vns nur leben/vnd DiePrie gnadcfür dir/vnsermHcrrn/findcn/wirwöllen gerne Pharao leibeigen seyn. Also bcftc-E"' macht Joseph jnen ein Gesetz biß auff diesen tag/ vber der Egypter Feld den fünfften Pharao zu geben/Außgenommen der Priester Feld/das ward nicht eigen Pharao. Freyheit der AsLso wohnete Israel in Egypten/im Lande Goscn/vnd Hattens innen/ vnd wuch- pn-ster. Assen vnd mchretcn sich sehr. Vnd Jacob lebet sibentzehcn /ar in Egyptenland/daß sein gantz alter ward hundert vnd siben vnd viertzig /ar. Jacobs alter Jacob seinem Son Joseph/ bcy sc.ncn ^^vnd sprach zu jm.'Habe ich gnade für dir fundcn/so lege deine Hand vtttcr meine Am ftm!' hüfflcn/ daß du die liebe vnd treuw an mir thust/ vn begrabest mich nicht in Egypten/ sondern ich wil ligen bcy meinen Vättern/Vnd du sott mich auß Egypten führen/vnd in jrem Begrebniß begraben. Er sprach: Ich wil thun wie du gesagt hast. Er aber sprach: So schwere mir. Vnd er schwur jm. Da neiget sich Israel auffdcm Bette zunHäupten. LS-S VI /III ^44 LLÄL X V 11U Jacob demnach erseht schwach worden/glbterden SönenIoseph/ManaSe vnv Ephraim/den Segen. Arnach ward Joseph gesagt/ Srhe /dem Vatter lst kranck. Vnd er nam mit sich seine beyde Söne/Manaffe vnd E- ^^^MMIphraim. Da wards Jacob angesagt: Sihe/dein Son Joseph kom- niet zu dir/Vnd Israel macht sich starck/vnd satzte sich im Bette/vnd - sprach zu Joseph: Genes. r8.;L. Der Allmechttge Gott erschein mir zu Lus/im Lande Kanaan/ vnd segene mich/ vndsprachzumir:Sihe/IchMldichwachscnlassenvndmehren/vnd wil dichzum Jacob rech- Haussen Volcks machen / vnd wil diß Land zu cygen geben deinem Samen nach «Ephraim v»d GL«es4,. dir ewigklich. Sosollen nun deine zwcn Sone/ Ephraim vnd Manaffe/ die dir gebom Wcsö. I. NM xi^viil.Lap. geborn sind in Egyptenland/che ich hereyn kommen bin zu dir/mein seyn/gleich wie tauben vnd Simcon.Welche du aber nach inen Zeugest/sollen dein seyn/vnd genennt' werden wie jre Brüver/in irem Erbcheil. Vnd da ich außMesspotamta kam/starb mir Rahel im Land Kanaan/auff Rahel, dem weg/da noch ein Feldwegs war genEphrath/Vnd ich begrub sie daselbst an dem Wege Ephrath/die nun Bethlehem heiße. Israel sähe die Sone Ioseph/vnd sprach: Wer sind die k Joseph antwortet ^^scinem Vatter: Es sind meine Sone/die mir Gott hie gegeben hat. Er sprach: Ermgesiehcrzumir/daßtch sie segene. Denn die äugen Israel waren tunckel wor¬ den für alter/vnd kund nicht wol sehen. Vnd er brachr sie zu im. Er aber küsset sie vnd hertzetsie / vnd sprach zu Joseph: Sitze / ich hab dcinangesichtgcschen/deß ich nicht gedacht hette/vnd sitze/ Gott hat mich auch deinen Samen sehen lassen. Vnd Joseph nam sie von seinem Schoß/vnd neiget sich zur Erden gegen sein angesicht. Da nam sie Joseph beydc/Ephraim in seine rechte Hand/gegen Israels lincke 8 hand/vnd Manaffe irr seine lrncke hand/gegcn Israels rechte Hand / vnd bracht sie zu Jacob ft- im. Aber Israel streckt seine rechte Hand auß/vnd legt sie auffEphraims deß iüngsten kn7v»?Äras Haupt/vnd seine linckeauffManaffesHaupt/vndthet wissend also mit seinen hen-""^ den/ denn Manaffe war der erstgeborne. Vnd er segnet Ioscph/vnd sprach:Gott/für dem meine Vättcr/Abraham vn Isaac/gewandelthaben/Gott der mich mein leben- lang ernehret hat biß auffdisen tag/dcr Engel der nach erlöset hat von allem vbel/der „ segene die Knaben / daß sie nach meinem / vnd nach meiner Vatter/ Abraham vnd GcA"',.z,. ess« Jiaac/Namcn gcnennet wcrden/daß sic wachsen/vnd viel werden auffErden. 'ur- " (b^A aber Joseph sahe/daß senr Vatter dle rechte Hand auffEphraims Haupt le- (^tzget/gefiel esstn vbel/vnd fasset seines Vatters Hand / daß er sie von Ephraims Haupt auffManaffes Haupt wendet. Vnd sprach zu im: Nicht so/ mein Vatter. Di¬ scrist der Erstgeborner/lege dein rechte Hand auff sein Haupt. Aber sein Vatter we- gcrt sich/vn sprach: Ich weiß wol/mein Son/ich weiß wol. Dieser sol auch ein Volck werdcn/vnd wirt groß scyn/Aber sein j üngster Bruder Wirt grösser denn er werden/ vnd sein Same wirt ein groß Volck werden. Also segcner er sie deß tages/vnd sprach: Werin Israel wil jemand segencn/dcr sage: Gott setze dich wie Ephraim vnManas- se. Vnd fttzte also Ephraim Manaffe vor. K6H Nd Israel sprach zu Joseph: Sihe/ich sterbe/vnd Gott wirt mit euch seyn/vnd « c^wirt euch wider bringen in das Land cuwcr Vättcr. Ich hab dir ein" stück Lan- des gegeben auffer deinen Brüdern / das ich mit meinem Schwert vnd Bogen auß nm» t cr M der Hand der Amoriter genommen habe. xi^ix.Lap. Jacob bemffl ferne Söne/fegener sre/ sagt snen was sser sedem/ vnd feinen nachkommenden/ >- rnkünffrrgilch widerfahren fol/vnd strrbr. WMM W Jacob öerieff seine Söne / bnd sprach: Versamlet , ßLvWptte euch/daß ich euch verkündige was euch begegnen wirt in künfftigen Mob ft- n7'rnch/Ä» Zes Zetten.KomptMhauff/vnd höretzu/rKinder Jacob/vnd höret eu- NffA». WIN bcodcs vollI!» weren Vatter Iffael. " Ruben mein erster Son/ Du bist meine krafft / vnd meine erste rcich gegcb?» HiZ macht/der öberst im Opffer/vnd der öbcrst im Reich. Er fuhr leichtfertig dahin / wie bedc./t d-e Synags- Wasser/du sott nicht der Oberst seyn/ Denn du bist auffdeines Vatters Läger gestie- ?Z/d; RÄZ'fft/ gen/daselbst hastu mein Bette besudelt mit dem auffsteigen. WZLWs Die Brüder/Simeon vnd Leui/ jre Schwerter sind mördische Waffen. Mine " HE? v»T»T Seele konnne nicht in /ren Raht/vnd meine Ehre scy nicht in iren Kirchen / Denn in mch. ' ' /rem Zorn haben sie dm Ma mr crwürgct/vn in ircm mutwülen haben sie den Ochsen verderbet. »paral,,, Joseph begrübt fernen Vatter lm Lande Canaan? Er aber trmbtm Eqfpten-r'nd beft'chtftlnen Brnvern/vaß sre >em Sebetn inrr sich sollen hmwcg fuhren. Leibliche Reich auff Ephraim. g Ben) amin star bat erfüllet der Aonig Saul/vnd die Bür¬ ger zu Baba/Ju, drc-ro. Iss-- ->. verderbet.Verflucht sey jr zorn/daß er so hefftig ist/vn jr grim/ daß er so störrig ist/Ich wll sie zertherlen m Jacob/ vnd zcrstreuwm in Israel. ,.püral.L. Vda/Du bzsts/dich werden deine Brüderloben/dcineHand wirt deinen Fein- dcrr anffdem Halse scyn/ für dir werden deines Vatters Kinder sich neigen. Iu- ^^da ist cln junger Löwe/dn bist hoch kommen/ mein Son/ durch grosse Sig/ Er hat nidcr geknict/vnd sich gclägcrt wie ein Löwe/vnd wie ein Löwin/Wer Wil sich wi- derjnanfflchncnk Es wirt das "Scepter von Juda nicht entwendet werdcn/noch ein Meister von Hlcfth^n der Se, cbrikug seinen Füffcn/bißdaß der Held komme/ Vnd demselben werden die Völcker anhan- vöIud5g!borusrlt ' PN* Er wirt sein Füllen alt den Weinstock bindcn/vn seiner Eselin Son an delt edlen l,^ J-Han.,'7. Rebcn/ErwtrtscinKlcidimWcin waschcn/vnd scincnMantelin Wcinbccrblut. g'lü7kscu!/^ü, v,,d r «l r. Augen sind rötlicher denn Wein/vnd seine Aecne weisser denrr Mllch. N' mu vnv Scbulon wtrt am anfuhrt dcß Meers wohnen/vnd am anfuhrt der Schiffe/ ^h^sLer Md reichen an Sidon. v.,Mg d,»g war. Isaschar wirt ein beinern Esel seyn/vnd sich tägern zwischen die Grentzen. Vnd er sähe die ruwe/ daß sic gut ist/vnd das Land/daß cs lustig ist/ Er hat aber seine schul- tcrn geneigt zu tragcn/vltd ist ein zinßbar Knecht worden. A söÜsi?» "T ?/-u Dan wtrdt Richter scyn rn seinem Volek/ wie ein ander Geschlecht in Israel, mc^mch^ebn- Dan wirt ein Schlartgc werden auff dem wege/vnd eilt Otter auff dem steige /vnd t7r'ckvonznttta>cnr Dclö Pferd in die Versen beissen/ daß sein Reuter zu rück falle. HERR/ ich warte auff UL^egek-en'N dun Heyl. Alk dz Sebulonsoit " Gad/Gcrüst/wirt das Heer führen/vnd wider herumb führen. gm S^^ZÜd Von" Affer kompt sein fett Brot/Vnd er wirt den Königen zu gefallen thun. vmnMe"- wohü? ' Naphthali ist ein schneller Hirscb/vnd gibt schöne rede. wU^stÄ Oscph f wirt wachsen/ er wirt wachsen / wie an einer quelle/ die Töchter wetten Ast»r.m. Wl cynhcr im Regiment. Vnd wicwoljn die Schützen erzürnen/ vnd wider jn krie De» stgm D m hae ^^gcn/vnd verfolgcn/so bleibt doch sein Bogen fest/vn die arm semer hende starck/ durch die hende dcß mächtigclt in Jacob/ auß men sind kommen Hirtcn/vnd steine in hatseine» seaem c: Israel. Von deines Vatters Gott ist drr gcholffen/ vnd von den Allmächtigen bist du gesegnet/mit Segen oben vom Himel herab/mitsegen von der tieffe die Hunden ligt/ 2^. mit segen an Brüsten vnd Beuchcn.Dlc segen deines Vatters gehen stercker denn die drhaeM GE fegen meiner Vorältern(nach wundsch der hohen in der Welt) vnd sollen komm auff delandmnmgehabt. das Haupt Ioseph/vnd auffsie Schenkel dcß Nastr vnter seinen Brüdern. nehali scge» § BcnIamin ist ein rclffcndcr Wolff/ dcß morgens wirdt er raub fressen/ aber !avüÄ!a^A^' deß abends wirdt er den rallb außthcllcn. die zwölffStänllneIsraclalte/vnd das ists/das jr Vatter mit jnen gc- <^^redthat/da er sie segcnet/cincn jcgklichen mit einem sondern Segen. vo» lc,bl.cb'm ^acob be ^nd er gebotjnen/vnd sprach zu ncn: Ich werde versamletzu meinem Volck/ Mtmäs-lin begrabt mich bey mcme Vätter/inder Höleauffdem Acker Ephron/deß Hethiters/ Ür in der zwtfachcn Höle/dic gege Mamre l'gt/irn Lande Kanaan/ die Abraham kauff- te sampt dem Acker von Ephrön dem Hethiter/zürn Erbbegräbnis). Daselbst haben tezuEckstcui^^at- sie Abrahant begrabcn/vnd Sara sem Weib. Daselbst haben sie auch Isaac begra- bcn/vndRebeca sem Wew.Daselbst hab ich auch Lea begraben in dem Acker vnd der '^'E Höle/oie von den Kmdern Hcth gckaufftist. '"M-ch warun Gc, Jacob Dnd da Jacob vollendet hatte dtegebottanscineKinder/theterseitteFüssezu- sttrbrim ,4^- sammcn auffö Bette/vnd verschlcd/vnd ward versamlet zu seinem Volck.Da siel Io- m!ftAd//'vu?d2 !ccs / nach /n- seph auff seines Vatters angcsicht/vnd wcynet vber jm/vnd küsset jn. fang der Welt rrn. far/ vor Christ» gebar, Nd Joseph befahl seinen Knechten/ den Letzten / daß siesemcn Vatter salbcten. Vnd die Eitztc salbetcn Israel/biß daß viertzig tage vmb waren/ Denn so lang waren Pie Salbetage/ vnd W dieEgypter bewetnetenin sibcntzig tage» c"- IosephsBrü der bitten sn/cr wolle siren vergeben was sie wideren gcthan habeit- Ä nun die leidtage außwarcn/rcdct Joseph mit Pharao Ge, sinde/vnd sprach:Hab ich gnade für euch funden/so redet rnit Pharao/vn sprecht: Mein Vatter hat einen Eyd von mir genomen/vn gesagt: Sihe/ svp.^ ich sterbe / begrabe mich in meinem Grabc/dao ich mir im Lande §anaan gegraben habe.So witich nu hin auff zichen/vn meinen Vatter bcgrabi/vn widcrkornen.Pha- rao sprach: Zeuch hinauff/vnd begrabe deinen Vatter/wie du jm geschworen hast/ Also zoch Joseph hinauff/seinen Vatter zu begraben / Vnd es zogen mit/nr alle Knechte Pharao/dic Eltesten seines Hauses / vnd alle Westen dest Landes Egypten. Dazu dasgantze Gesind Josephs / vnd seine Brüder/vnd das Gesinde seines Vat- tcrs/Allein jre Kinder/Schafe vnd Ochsen/ liessen sie im Lande Gosen» Vnd zogen auch nlitjm hinauffWagen vnd Reysigen / vnd war ein fast grosses Heer. Da sie nun an die Tennen Atad kanten / die ienseit dem Jordan ligt/da hielten sieeinsehr grosse vnd bittere Klage/Du der trug vber seinem Vatter leyd siben tage. Vnd da die Leute im Lande/die Kananiter/die Klage bey der Tennen Atad sahen/ sprachen sie: Die Egypter halten da grosse Klage. Daher heißt man den ort der Egy- pterKlage/wclchcr ligt/enseit dein Jordan. Jacob Lm lckd Vnd seine Kindcr thctcn wie er inen befohlen hatte / vnd führeten in inns Land 2^.7 Änaa-»begrabc/rc. Aanaan/vnd begruben in in derzwifachcn HoledcßAckers/die Abraham erkaufft hatte mit dem Acker/zum Erbbcgrabniß/von Ephron/dem Hethitcr/gcgcn Manire. Als sie in nun begraben hatten/zoch Joseph wider in Egypten mit seinen Brüdern/ n vnd mit allen die mit jm hinauff gezogen waren semen Vatter zu begraben. Je Brüder aber Joseph forchtcn sich/da ir Vatter gestorben war / vn sprachen: Joseph möcht vns gram scyn/ vnd vergelten alle boßheit / die wir an im gcthan haben. Darumb liessen sie jm sagen: Dein Vatter befahl für seinem tod/ vnd sprach: Also solt ir Joseph sagemLiebcr/vcrgib deinen Brüdern die missethar / vnd ire sünde/daß sie so vbctan dir gethan haben.Lieber/so vergib nun disc miffcthat vns/dcn Dienern deß Gottes deines Datters.Abcr Joseph weinet da sic solchs mit im redeten. Vnd seine Brüder gicngcn hin/vnd sielen für jm nider/vnd sprachen: iDih Vwir sind deine deine Knechte. Joseph sprach zu snen: Förchtet euch nicht/ Deü ich bin vnter Gotter gedachtets böse mit mir zu machcn/abcr Gottgcdachts gut zu machen/daß er thet wie cs jetzt am tage ist/zu erhalten viclVolcks.So fürchtet euch nun nicht/ich wil euch versorgcn/vnd euwere Kinder/Vnd er tröstet sie/vnd redet freundtlich mit jnen. Lso wohnet Joseph in Egypten mit seines Vatters Hause/ vnd lebte hundert vnd Josephs alter HAzehen jar. Vnd sähe Ephraims Kinder brß ins dritte Glied. Deffclbigcn gleichen »°- M. Num.;-. die Kinder Machir/Manasscs Son/zeugeten auch Kinder auffIoscphs Schoß. Lbre.... Vnd Joseph sprach zu seinen Brüdern: Ich stcrbe/vnd Gott wirdt euch hermsu, M ldcn/vnd auß diesem Lande führen m das Land/ das er Abraham/Isaac vnd Jacob/ geschworen hat. Darumb nam er einen Eyd von den Kindern Israel/vnd sprach: Wenn euch Gott hcimsuchen wirt / so führet mein Gebeine von dannen. Also starb n Ioseph/da er war hundert vnd zehenjar alt. Vnd sic salbetcn jn/ vnd legtenjn irr eme Lade in Egypten. Ende des; Ersten Buchs Mose. Genes. 4s. Die Rr'nver »n Israel mehrcn sich in Egypten also sehr/dsß sie der Röni'g helßrrödtenvnv ertrencken. dfr/son'ik,m in EgY ...^ Kmder Israel/die mit Zacob m Egypttn ka-'""^'^"^ men/ein jeglicher karu mit seinem Hause hineyn. Ruben/ D Simeon/Lcui/ Juda/ Isaschar/ Sebulon/ BcnIamm/ M Dan/ Naphthali/Gad/Affer, Vnd aller Seelen die auß R) den Lenden Jacob kommen waren/der waren sibentzig. Joseph aber war zuvor in Egypten. Da nun Joseph gc, storbenwar/vndalleseine Brüder/vnd alle die zu der zeit gelebt hattcn/wuchscn die Kinder Israel/vnd zeugeten Ktndcr/vn mchreten sich/ vnd A kam cm neuwer König auffin Egypten/der wußte nichts von Joseph. Vnd sprach zu seinem Volck: Sihe/deßVolcks der Kinder Israel ist viel/vnd mehr ..- " '7 , - 7 '- wo sich ein krieg erhübe/möchte sie sich auch zu vnsern Feinden schlahen/ vn wider vns ren dicnstcn drucken solten/Denn man bauwete dem Pharao die StättePuhon vnd Racmscs zu Schatz Häusern. Aber je mehr sie das Volck druckten/je mehr sich es mch- e rct vnd außbreitet. Vnd sie hielten die Kinder Israel wie ein Greuwel. Vnd die Egy- pterzwungen dleKinderIsraelzu dienst mit vnbarmhertzigkcit/vnd machten jncnir Leben sauwer/mit schwerer arbeit/im Thon vnd Ageln/ vnd mit allerley frönen auff dcmFeldc/vnd mit alierleyarbeit/dieflejnenaufflegten mit vnbarmhertzigkcit. dap. Nd der König in Egypten sprach zu den Ebresschen Wehmüttcrn / deren eine ^Hhieß Siphm/vnd die anderPua: Wenn jrden Ebreischen Werbern hclfft/vnd aussdemSmlsch t/daßeinSonist/sotödtetjn/istsabcreineTochtcr/solaßt ucverEbrcertSk«» sie leben: Aber die Wchmüttcr forchtcn Gott/ vnd thetcn nicht wie der König zu Egy- pten/nm gesagt hatte/ sondern liessen die Kinder leben. wurden jr sehr vrel/ daß jr das Land voll ward. Rahe , Rönigs "das denn Wir/Wolan/ wir wöllen sie mit listen dempffen/daß jr nicht so viel werden/ Den wo sich ein krieg erhübe/möchte sie sich auch zu vnsern Feinden schlahen/ vn wider vns ps7m7;. streitcn/vnzum Landaußziehen.Vn man satzte Frönvögte vbersie/die sic mitsibwä- Racmscszu Schatz Häusern. Aber je mehr sie das Volck druckten/je mehr sich cs meh pterzwungen dleKinderIsraelzu dienst mit vnbarmhertzigkcit/vnd machten jncnrr Wams II. Buch' ii. Lap. gebeut alleIü Da rieffder König in Egypten den Wehmüttcrn/vnd sprach zu /nemWarumb chut ir das/daß ir die Kinder leben laffetk Die Wchemüttcr arrtworten pharao:Die Ebreischen Weiber sind nicht wie die Egyptlschen/denn sie sind harte Weiber/ ehe die Wchemüttcr zu inen kompt haben sie geborn. Darumb thet Gott den Wehmüttcrn guts/vnddas Volckmchretsich/vndward sehr viel. Vnd dieweil die Wehmütter Gott forchten/bauwet er inen Häuser. Da gebot Pharao alle seinem Volck/ vnd sprach: Alle Sone / die geborn wer- den/werfft ins Wasser/vnd alle Töchter laßt leben. 11. Lap. Dü Mose gebsrn/wl'rt er auffvas Wasser gelegt. Die Tochter Pharao nrmpt inherauff/vik leßtsu erziehen. Nachmals erschlegr er einen Egyprer/fieuchr lnsLanvMldlan/vndnimptSt- poram/veß Priesters Tochter. Mirler well ryssenote Rinder Israel zum HERRN. M, Nd es gieng Hin ein Mann vom Hause Leut / vnd nanr ä -4. "-««-s"! )MUWl eine Tochter Lcut/vnd das Vcib ward schwanger/ond gebar einen r^^or Chnsti gr- Son/vnd da sie sahe/daß ein feilt Kind war/vcrbarg sie irr drey Mon- Exod.-r.' burs/,5S8.,ar/von den. Vnd da sie in nicht lenger verbergen kund/macht sie einKästlin Me»Ecm/^r?s Rohr/vnd verklelbcts mit Thon vndBech/vnd legt das Kind '-psratr;- dreyn/ vnd legt in in den Schilffam Vfer deß Wassers. Aber seine Schwcstcr stund von ferrne/daß sie erfahren wolt/ wie es im gehen würde. Vn d dle Tochter Pharao gieng hermdcr/vn wolt baden im wasser/vn ire Jungk- Aor.-^ frauwcn gicngen an dem rande deß Wassers. Vn da sie das kästlirr im schilffsahe/sand sie ire Magd hin/ vnd ließ es holen. Vnd da sie es auffcher/ sähe sie das Kind/vn sihc/ das Knäblin weinet. Da iamert es sie/vnd sprach.Es ist der Ebreischen Kindlin eins. Da sprach seine Schwester zu der Tochter Pharao: Sol ich hingehen/vnd der Ebreischen Weiber eine ruffen/die da seuget/daß sic dir das Kindlin seugekDteToch- ter Pharao sprach ZU jr: Gehe hin. Die Iungkfrauw grcng hin/vnd rieff deß Kindes Mutter. Da sprach Pharao Tochter zu jr: Nun hin das Kmdlin/vnd ftuge mirs/Ich « wil dir lohnen.Das Weib nam das Kmd/vn seugtt es.Vnd da das Kmd groß ward/ ' bracht sie cs der Tochter Pharao/ vnd es ward ir Son/ vnd hieß in" Mose/Dcnn sie ft gemge^nemitch/ sprach: Ich hab in auß den; Wasser gezogen. dem asscr. Zciten/da Mose war groß worden/ gieng er auß zu seinen Brüdern / vn sa- Actsr.7. Mhe ire last/vn ward gewar/ daß ein Egypter schlug fern er Brüder/ der Ebreischen/ cincn.Vnd er wand sich hin vnd hcr/vnd da er sähe/ daß kem Mensch da war / er¬ schlug er den Egypter/vnd bescharrct in in den Sand. Auffeincn andern tag gieng er n auch auß/ vnd sähe zwen Ebreische Männer sich mit einander zancken / vnd sprach zu dem vngcrecbtcn: Warumb schlegestu deinen Nehestenk Er aber sprach:Wcr hat dich zum Obersten oder Richter vber vns gesetzt k Wiltu mich auch erwürgen/wie du den Egypter erwürget hast k Da forcht sich Mose /vnd sprach: Wie ist das laut wordenk 5Nose fleucht es kam für pharao/der trachtet nach Mose/daß cr in crwürgct/Aber Mose flo- für Pharao. he für pharao/vnd hielt sich NN Lande Midian/Vttd wohnete bey einem Brunnen. Priester aber in Midian hatte sibcnTöchtcr/dic kanrett wasser zu schöpften/ <^LDvn füllcten die Rinnen/daß sie ires Varters Schafe trerrcketen.Da kamen die Hirtcn/vnd stiessen sie davon.Aber Mose macht sich auff/vnd halffinen/vnd trcricket ire Schafe.Vnd da sie zu irem Vatter Reguek kamen/sprach er: Wie seyt ir heute st) bald komm k Sie sprachen.Ein Egyptischer Mann errettet vns von den Hirten/ vnd schepffete vns/vnd trenckct die Schafe.Er sprach zu seinen TöchtermWo ist ertWar- umb habt ir den Mann gelassen/ daß ir iunicht ltrdet mit vns zu effcnk , g Vnd Mose bewilligt bey dem Man zu bleiben. Vnd er gab Mose seine Tochter (S-rftm) Heißt Apora / die gebar einen Son / vnd er hieß in b Gerson. Denn er sprach: Ich bitt ein Inf. ' ÄLr?'" Frcmbdling worden im frembden Lande.' (Vnd sie gebar noch einen Son / den hieß ett 1« er Elie- Mse Udse. III.Lgp. zz Dcruff n v §tieser/vnd sprach: Der Gott meines Vatters ist mein Helffer/vnd hat mich von ( Eu-ftr ) Hc.ßt ft'.wng-n der Hand Pharao errettet.) smc mein Hast ifÄ Ange zeit aber darnach starb der König in Egypten. Vn die Kinder Israel seuff- ' A^tzctcn vber jre arbeit/ vnd schrtchcn/vnd jr schreycn ober ire arbeit kam für Gott. EM ... Vnd Gott erhöret jr wchklagen/vnd gedacht an seinen Bundt mit Abraham/ Isaac vnd Iacob/Vnd ersähe drcyn/vndnamsichjreran. 111. Lap. Gott erschcmt Moft ün Busch / gibt sich,m;n erkennen/mit befehl/was er bex dem RZm'ge vnvdemVolcksol uußnchten. L Oftabcr hütet der Schaft Zcthro / ftnicö Schwchers/ dcß Pricsicrv in Midian/vnd «reibe die Schaft cnhmdcr in die Dü< stcn/vnd kam an den Bergk Gottes Horeb. Lctor-7. ^^)?d der Engel dcß HERRN erschein NN in einer feuwrige Flam- cxAmcir auß dem Bnsch/ vlw ersähe daß der Busch mit Fcuwcr brante/vnd ward doch nit verzchrct/vnd sprach: Ich Wil dahin/ vnd besehen diß groß Gesicht/warumb der Busch nicht verbrennet. Da aber der HERR sähe/ daß er hin- gierig zu sehen/ricffjm Gott auß dem Busch/vnd sprach: Mose/Mose.Er antwortet: Hiebmiä> Er sprach .Tritt nicht hcrzu/zcuch deine Schuch auß von deinen Füssen/ Zss Denn der ort /da duauffstchcst/ ist ein hcylig Land. Vnd sprach weiter: Ich bin der mar? Gott deines Vatters/der Gott Abraham/der Gott Isaac/vnd der Gott Iacob.Vnd Ebre'«. Mose verhüllet sein Angcsicht/Dcnn er forchte sich Gott anzuschauwen. Gotthelt NddcrHERRsprach:IchhabgeschendaselendmcinesVolcksinEgypten/vn Gott redet scme ^crkc.ft ^^habe jr gcschrcy gehöret vber dte/so stc trerbcn/ich hab jr lcyd erkant/vnd bin her- §usch/äß T-IftÄ r« d!r"ftmm nidcr gcfahrcn/daß ich sie errette von der Egypter Hand/ vn sie außführ auß di- "löst.» Ee. scm Landc/irr ein gut vnd weit Land/in em Land/darinnen Milchvnd Honig fleußt/ Ncmkch/ an den ort der Kananttcr / Hethiter / Amoriter/ Pheresiter/Heuiter/ vnd Actor.7- Jebusiter. Weil denn nun das geschrey der Kinder Israel für mich komm ist/ vnd hab Mose beruff. auch dazu gesehen jre angst/wie sie die Egypter ängsten / so gehe nun hin / Ich wil dich zu Pharao scnden/daß du mein Volck/dic Kinder Israel/auß Egypten führest. Mose sprach zu Gott: Wer bin ich/daß ich zu Pharao gehe/vnd führe die Kinder Israel auß Egypten k Er sprach: Ich wil mit dir scyn.Vnd das sol dir das Zeichen seyn/ daß ich dich gesandt Habc/Wenn du mein Volck auß Egypten geführet hast/ werdet jr L Gott opffcrn auff diesem Berge. Mose sprach zu Gott: Sche/wen ich zu den Kindern Israel komme/vnd spreche zu jnen: Der Gott euwer Vätter hat mich zu euch gesandt/ Vnd sie nur sagen werden: Wie heißt sein Name? Wassol ich jnen sagen? Gott sprach iss zu Mose: Ich werde seyn/der ich seyn werde. Vnd sprach: Also soltu zu den Kindern Israel sagen:" Ich wcrds seyn/der hat mich zu euch gesandt. o n mr't Zeichen/ rl'chtinauffmltferrnerenbefehIsworten/vndMosemmpr vrlsub vonsemem Schweher/daß er möge ;n seinem Volck ziehen. MWM Oft antwortet/vnd sprach: Slhc / sie werden mir nicht glaubm/noch meine stimc hörcn/sondern werden sagen: Der HERR Et dir nicht erschienen. Der DERR sprach zu jm: Was ist/das du in Assollc^- deiner Hand hast k Er sprach: Em Stab. Er sprach: Wirff jn von dir cL/Ä 'rv§ auff die Erden. Vnd er warst jn von sich/DawardcrzurSchlan- gen. Vnd Most fiohe für w. Aber der HERR sprachzujm: Streck deine Hand auß/1. vnd erhasche sie bey dun Schwantz. Da strc cket er seine Hand auß/vnd hielt sie/vnd sic ward zum Stab in seiner Hand. Darumb werden sie glauben / daß dir erschienen scy der HERR/der Gott jrer Vätter/ der Gott Abraham / der Gort Isaac/ der Gott Jacob. Nd der HERR sprach weiter zu jm: Stecke deine Hand in deinen Busem. Vnd i1. ^^er steckt sie in seinen Busem/vnd zog sie herauß/ Sche/ da war sie außsttzrg wie Schnee. Vnd er sprach: Thu sie wider in den Busem. Vnd er thct sie wlder in den Bustm/vnd zocb sie herauß/Sihe/da ward sie wider wie sein ander Flcisck.Wen sie dir nun nicht werden gläuben/ noch deine stimme Horm bey einem Zeichen/ so wer¬ den sie doch glauben deiner stimme bey dem andern Zeichen. ^E^Enn sie aber diesen zweyen Zeichen nickt gläuben werden/noch deine stimme m. x^^hören/so mm deß Wasstrs auß dem Strom/vnd geuß coauff das trocken Land/fo wrrt dastelb Waffer/dao du auß dem Strom genommen hast/ Blut werden auffdcm trocken Land. ^D^Qst aber sprach zu dem DERRN .Ach mein DERR/ich bin je vnd je nicht wol 8 ujEHbercdtgewcst/sini der zett du mit deinem Knecht geredt hast/Denn ich hab ein Mose o^^schwcrc Sprach/vnd ein schwere Jungen. Der DERR sprach zujm: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Oder wer hat den siummen/oder tauben/oder 82' sehenden / oder blinden / gemacht? Hab rchs nicht gekhan/der DERR ? So gehe nun s^»ch 45". hin/ Ick Wil mir deinem Mund seyn/vnd dich lehren was du sagen solt. Mose sprach abenMein DERR/senve welche du senden wilt.Da war der DERR sehr zornig vber Mose/vnd sprach: Weiß ich den nickt daß dein Bruder Aaron/auß dem Stamm Lem/beredt ist? Vnd sihe/er Wirt herairß gehen dir cmgegen/vnd wenn Infts 7. er dich sihet/witt er sich von hertzcn frcuwen. Du ftlrzu un reden / vrrd die wort in sei¬ nen Mund legen/vnd ich Wil Mit deinem vnd scmcm Munde styn/vnd euch lehren 2^.7. was jr thun solt/vnd ersol für dich zumVolck rcdcn/er sol dein Mund ftyn/vnd du solt sein Gottseyn.Vnd diesen Štabnim in deine Hand/damtt du Zeichen thun solt. Oft gieng hin / vnd kam wider zu Iethro seinem Schweher/vnd sprach zu jm: ^Lieber laß mich gehen/daß ich wider zu meinen Brüdern kome/ die in Egypten ^^sind/vnd sehe ob sie noch lcbenIethro sprach zujm: Gehe hin mit frieden. Auch sprach der DERR zu nn in Mdian: Gehe hin/vnd zeuch wider rn Egypten/Denn Moft zie die Leute sind tod/ die nach deinem leben stunden» Also nam Mose sein Werb/vn seine " Sone/ ost. Most. V. Lap. ?4 Sötte/ vnd führet sie attffeinem Esel/ vnd zoch wider in Egyptenland/ vnd nam den Stab Gottes in seine Hand. . Vnd der HERR sprach zu Mose: Sthe zu/wcnn du wider in Egypten kommest/ daß du alle die Wunder thust für Pharao/dte ich dir in deine Hand gegeben habe.Ich aber Wil fein Hertz vcrstocken/daß er das Volek nicht lassen wirt. Vnd solk zu /m sagen: So saget der HERR: Israel ist mein crstgcborner Son/vnd ich gebiete dir/daß du meinen Son ziehen laffcst/daß er mir diene: Wirst du dich deß wegern / so Wil ich dei¬ nen crstgeborucn Son erwürgen. Nd als er vnterwegen in der Herberge war / kam im der HERR entgegen / vnd JAwolt jn tödten. Da nam Jipora einen Stein / vn beschneit ircm Son die Vor- haut/vnd rüret im seine Füsse an/vnd sprach: Du bist mir cin «Blutbreutgam. (Bl» ) Da ließ er von im ab.Sie sprach aber Blutbreutgam vmb der Bcschueidung willen. AA ^^NddcrHERRsprachZuAaron:GehehittMosecntgegenül die Wüsten. Vnd E^Kblmdaßdü U^er gieng hin/vnd begegnet im am Berge Gottes/vud küsset in. Vnd Mose sagt muß mnü' Aarorr alle wort deß HERRN/der in gesandt hatte/vü alle Zeichen die er im be- v»gc^th^alsdI fohlen hatte.Vnd sie giengen hin/vn versamletcn alle Mesten von den Kindern Isra- el. Vnd Aaron redet alle wort/die der HERR mit Mose gcrcdt hatte / vn thct die bei- «berveß sftys vE/ chen für dem Volek. Vnd das Volek glaubcte/ vnd da sie höreten / daß der HERR die Kinder Israel heimgesucht/ vndir elend angesehen hette/neigeten sie sich/vn beten an- t Adam beschnctde las 7c 7- , sen/biß cs chun muß. V.Mj). Most vnd Aaron gehen ;um Rönige wie inen ver HL'A'Tr befohlen hatte- Dec Ränig aber wirt erzürnr/vnV befchwarer das Volck noch hertec denn zu vor. L Arnach gieng Most vndAaronhtneyn/vnd sprachen ZU Pharao: So sagt der HERR / der Gott Israel: Laß mein Volck ziehen/daß mirs ein Fest halte in der Wüsten. Pharao antwortet: Wcr ist dcrHERR/dcß stimme ich Heren müsse/vnd Israel ziehen Pharao we- lassen k Ich weiß nichts von dem HERRN/wilauch Israel nicht las- Na^lZm senziehen. Sie spracherr: Der Ebreer Gott hat vns gemffen / So laß vns nun hin ziehen drcy tagreyse in die Wüsten /vnd dem HERRN/ vuscrm Gott/opffcrn/daß vns nicht widerfahre Pesiilentz oder Schwert. Da sprach der König in Egyptcn zu inen: Du Mose vnd Aaron/warumbwoltjr das Volck von seiner arbeit frcy machend Gehet hin an euwere dienst. Weiter sprach Pharao: Sihe/deß Volcks ist schon zu viel un Lande/vnd ir wolt sie-noch feyren heissen von /rem dienst. ^^Arurnb befahl Pharao desselben tages den Vögten deß Volcks/vn ircn Ampt- Pharao be- ^L^leuten/vnd sprach: Irsolt dem Volck nicht mehr Strosamlen vnd geben/daß schwart Israel her- sie Ziegel brennen/wie brß anher/ laßt sie sclbß hingehcn / vnd Stro zusammen lesen. Vnd die zal der Ziegcl/die sie bißher gemacht haben / solt jr men gleichwol aufflegen/ vnd nichts mindern/Deun sie gehen müffig/darumb schrcycn sie/ vnd sprechen: Wir wollen hmziehcn/ vnd vnserm Gott opffcrn. Man drücke die Leute mit arbcit/daß sie zn schaffen haben/vnd sich nicht kehren an falsche rede. Da giengen die Vögte deß Volcks vnd jre Amptlcute auß/ vnd sprachen zum Volck: So spricht Pharao: Mair wirt euch keilt Stro geben/gehet /r selbß hin/vn samlet euch Stro/wo -rs sindet/Aber von cuwer arbeit sol nichts gemindert werden. L Da zerstrcuwet sich das Volck ins gantze Land Egypten/daß es stoppeln sanrlet/ damit sie Stro hetten. Vn die Vögte triebe sie/ vn sprachen: Erfüllet euwer tagwerck gleich als dajr Stro hattet. Vnd die Amptleute der Kinder Isracl/wclche dieVögw Pharao vber sie gesatzt hatten/wurden gcschlagen/vn ward zu /neu gesagt: Warmnb habt jr weder hem noch gestern euwer gesatzt Tagwerck gethan wie vorhin k K iiij Dagien- Trcmpcl ii.BuA vi. Lap. eines Tyran- gtengen hineyn dieAmptleut der Kinder Israel/ vnd schryen zu Pharao: Warumb wiltu mit deinen Knechten also fahren ? Man gibt deinen Knechten « kein Stro/vnd sollen die Aegel machen die vns bestimpt sind/Vnd sihe/deineKnechte werden geschlagen/vnd dein Volck muß«sünder seyn.pharao sprach: Ir seyt müssig/ kabc» v»d Münder müssig seyt jr. Darumb sprecht jr: Wir wollen htnzieheu/ vnd dem HERRN opffern. de So gehet nun hin/vnd frönet. Stro sol man euch nicht geben / aber die anzahl Ziegel solt/r reichen. Da sahen dieAmptleute der Kinder Israel/daß ärger ward/diewetl man sagt: Jr solt nichts mindern von dem tagwcrck an den Ziegeln. Vnd da sie von Pharao gicngcn/begegnttensie Misse vnd Aaron/vnd traten gegen sie/ vnd sprachen zu inen: Der HERR sehe auffeuch/ vnd richte es/ daß ir vnsern geruch habt stinckend gemacht für Pharao vnd seinen Knechten/ vnd habt inen das Schwerdt in ire Hände gegeben vnszutödten. x^Ose aber kam wider zu dem HERNN/vnd sprach: HERR/ Warumb thustuso M vbel an diesem Volek ? Warumb hastu mich her gesandt k Denn sint dem/ daß ^^ich hineyn bin gangen zu pharao/mtt im zu rede in deinem Namen / hat er das Volek noch härter geplagt / vnd du hast dein Volck nicht errettet. Der HERR sprach zuMose: Nun solm sehen was ich Pharao thun werde.Denn durch eine starcke Hand Exs». muß er sie lassen ziehen / Er muß sie noch durch eine starcke Hand auß seinem Lande von sich treiben. vi.Lap. GottgibtMoft ftkrnern berr'cht/gtbt sich,'in >u crkormen/vnd sendt/n;u strmem Volck/vnd vemBo- ttlge sbermals. Dre Güjchlechr der Arnder Israel werden gezehlt. Nd Gott redet mit Mose/ vnd sprach zujm: Ich bin der z HERR/vnd bitt erschienen Abraham/ Isaac vnd Iacob/daß ich ir All- (Mcht offenbart) mächtiger Gott scytt wolt / aber mein Name/ HERR/ist inen - nicht of- D-e Patriarchen ka fenbart worden. Auch hab ich meinen Bundt mit inen auffgericht/ daß Alcreinselchoffenr- ich Mm geben wtl das Land Kanaan/das Land jrer wallfahrt/darinn ' arIt'der'.^von sic Frembdling gewesen sind. Auch hab ich gehöret die Wehklage der Kinder Israel/ §ange7/wodurch welche die Egyptcr mit frönen bcschwären/vnd hab an meinen Bundt gedacht, ^cschehm-st Darumb sage den Kindern Israel: Ich bin der HERR /vnd Wil euch außfüh- rcn von euwern Lasten in Egypten/vnd wil euch erretten von euwerm frönen/vnd ich wil euch erlösen durch einen außgereckten Arm/ vnd grosse Gerichte. Vnd wil euch annemmenzumVolck/vndwtleuwer Gottseyn/ daßirserfahren sott/ daß ichder s HERR bin/euwer Gott/der euch außgeführet hab von der Last Egypti/ vnd euch bracht in das Land/darüber ich hab b meine Hand gehabcn/ daß tchö gebe Abraham/ schworca/vt sup. Isaat/vnd Iacob/das wil ich euch geben zu eigen/ Ich der HERR. Mose sagt solches he" Mwern Israel/ aber sie höreten in nicht für seufftzen vnd angst / vnd für harter arbeit. Da redet der HERR mit Mose/vnd sprach: Gehe hincyn/vnd rede mit Pharao/ dem Könige in Egypten/daß er die Kinder Israel auß seinem Lande lasse. Mose aber redet für dem HERRN/vnd sprach :Sihe/die Kinder Israel hören mich nicht/wie solt mich denn Pharao hören? Darzu bin ich von vnbeschnitten Lrppen.Also redet der Ex-v 4. HERR mit Mose vu Aaron/ vnd thetjnen befehl an die Kinder Israel/vnd Pharao/ den König in Egypten/daß sie die Kinder Israel auß Egypten führeten. Kinder Ru- Iß sind die Häupter in jeglichem Geschlecht der Vättcr. Die Kinder Ruben/^«<-4-. ^^deßersten SonsIsracl/sind diese:Hanoch/pallu/Hezron/Kharmi.Das sind Kurdcr Si- Geschlechte von Ruben. Die Kinder Simeon sind diese: Iemuel / Iamin/O- had/ Jachin/ Johar/vnd Saul/der Son deß Kananischen Weibes. Das sind Si¬ meons Geschlechte. Dißsind 'AckhGtc Moše. v II. Lap. ;; d^cm (§^?bsind die Namen der Kinder Leni in iren Geschlechten/ Gerson/Kahath/ Lent Ge- Lmi Äl- (^zMcrari/AberLcuiwardhuudertvndsibenvnddrcißigiar alt. Die Kinder te. ,;7, >ar. Gerson sind diese/Libni vnd Simei in iren Geschlechten. Die Kinder Kahath sind AmÄ. diese/Amram/IeZear/Hebron/Vsiel. Kahath aber ward hundert vnd drey vnd Kahath alter »p»«-,;, dreifftgiar alt. Die Kinder Meran sind diese/Maheli vnd Musi. DassinddieGe- '«r/Mmrs. schlechte Lcui in iren Stämmen. Ainram/ Vnd Amram nam seine Mume Jochebed zum Weibe / die gebar im Aaron vnd Aaron vnd 2larö.nMo Mose/Aber Amram ward hundert vnd sibcn vnd dreißig iar alt. Die KinderJeZe- Mosegcborn/an. ^7 ,a7 ' ° ar sind diese /Korah/Nepheg/ Sich«. Die Kinder Vsiel sind diese/ Misael/Elza- ^^58?^^'^' phan/Sithri. Eliscba / Aaron nam zum Weibe Eliseba/ die Tochter Aminadab / Nahassons Schwe- stcr/dic gebar im Nadab/Abihu/Eleasar/Ithamar. Die Kinder Korah sind diese/ Elcasar. Affir/Elkana/Abiaffaph / Dao sind die Geschlechte der Konter. Eleasar abcr/Aa- Pinchas. ronsSon/der nam von den Töchtern Putiel ein Weib/die gcbarim den Pinchas. 2c;or. 7. Das sind die Häupter vnter den Vättern der Leuiter Geschlechten. Das ist der Aaron vnd Mose/zu den der HERR sprach: Führet die Kinder Is- rael auß Egyptenland mit irem Heer.Sie sinds die mit Pharao/dem Könige in Egy¬ pten/ redeten / daß sie die Kinder Israel auß Egypten führeten / nemlich / Mose vnd Aaron. Vnd deß tages redet der HERR mit Mose in Egyptcnland/vnd sprach zu im: IchbiuderHERR/rede mit Pharao/dem Könige in Egypten/alles was ich mit dir rede. Vnd er antwortet für dem HERRN: Sihe/ich bin von vnbeschnitten Lippen/ wie wirt mich denn Pharao hören? Exod.4. VII. Lap. Mose vnd Aaron gehen ;nm RZmge/thun Zelchen/vnd verwandeln Wasser in Blrrt vor Sn. DerRömg aberist vngehorsam vnd verstockt. B Er HERR sprach zu Most/ Sthc/ Ich hab dich einen Gott gesetzt vber Pharao / vnd Aaron/dein Bruder / sol dein Pro- D phetseyn.Dusoltredealleswaeich dir gcbietenwerd/aberAaron/ dein Bruder/sols für Pharao reden / daß er die Kinder Israel auß N seinem Lande laße. Aber ich wil Pharao Hertz verhärten/daß ich meiner Zeichen vnd Wunder viel thu in Egyptenland. Vnd Pharao wirdt euch nicht hörcn/auffdaß ich meine Hand in Egypten beweise/vn führe mein Hcer/mein Volck/ Die Kinder Isracl/auß Egyptenland durch große Gerichte. Vnd die Egypter sollens innen werden/daß ich der HERR bin/ wenn ich nun meine Hand außstrecken vber Egypten/vnd die Kinder Israel von inen wegführcn werde. Mos 1 ^v^Ose vnd Aaron thcten/wie inen der HERR gebottcn hatte. Vnd Mose war Aaro^stcr. ^Machtzig iar alt/vnd Aaron drey vnd achtzig iar alt/da sie mit Pharao redeten. o^Vnd der HERR sprach zu Mose vnd Aaron: Wenn Pharao zu euch sagen wirnBcweiset cuwcre Wunder/so soltu zu Aaron sagen: Mm deinen Stab/vn wirff jn für Pharao/daß er zur Schlangen werde. (Ä^A gicngen Moje vnd Aaron hincyn zuPharao/vn thcten wie inen dcrHERR Mose Stab c^LHgebotten hatte. VndAaron warff seinen Stab für Pharao/vnd für seinen wutMSchlgnLc. Knechtcn/vnd er ward zur Schlangen. Da fordert Pharao die Weisen vnd Iäube- rer/Vlld die Egyptischen Iäuberer theten auch also mit jrem beschweren.Ein jeglicher warffseinen Stab von sich/da wurden Schlangen drauß / aber Aarons Stab ver- Emoth.;. schlang jre Stäbe. Also war das Hertz Pharao verstockt/ vnd höret sie nicht/ wie den der HERR gcrcdt hatte. b dcrHERRsprachzuMose: Das Hertz Pharao isthart/erwegert sichdas c^Volck Zli laßen. Gehe hin zu Pharao morgen/ Sihe/er wirt ans waßer gehe/ so tritt ge- i.-Mge li.LuA vm.Lap. wasser in blut tritt gegen lm an das Vfcr deß Wassers/ vnd nim den Stab m deine Hand/der zur Schlangeti ward/vnd sprüh zu jm: Der HERR/der Ebrcer Gott/ hat nach zu dir ge- sand/vndlassen sagen .Laß meinVolck/daß mirs diene in der Wüsten/aber du hast bißhcrnichtwöllen hören. Darumbspricht der HERR also: Daran soltuerfahren/ dass ich der HERR bin. Srhe/ ich Wil mit dem Stabe/den ich in meiner Hand habe/ das Wasser schlahen/das in dem Strom ist/vnd cs so! in Blut verwandelt werden/ daß die Fssche im Strom sterben sollen/ vnd der Strom stiucken/ vnd den Egypter» wirt ekeln zu trincken deß Wassers auß dem Strom. i.Plage/wasi Vnd der HERR sprach zu Mose:Sage AaronNim deinen Stab/vnd recke dei- ftrm Blut verwa'p ne Hand auß vber die Wasser in Egypten/vber jre Bache vnd Ströme/vn See/vnd vber alle Waffersümpffe/daß sie Blut werden/vnd sey Blut in gantz Egyptenland/ bcydeinhültzernvnd steinern Gcfässcn.Mose vnd Aaron thaten wie inen der HERR gebotten hatte/vnd Hub den Stab auff/ vnd schlug ins Wasser / das im Strom war/ für Pharao vnd seinen Knechtcn/vnd alles Wasser im ström war in blut verwandelt. Vnd die Fische im ström sturben/vnd der ström ward stinckend/dass die Egypter nicht 7». trincken kundten deß Wassers auß dem strom/vnd ward Blut in gantz Egyptenland. Vnd die Egyptischen Zauberer theten auch also mitjrem beschwercn.Also ward ^p- '7- das Hertz Pharao verstockt/vnd höret sie nicbt/wie denn der HERR gercdt hatte.Vnd Pharao wandt sich/vnd gieng heim / vnd nams nicht zu hertzcn. Aber alle Egypter gruben nach Wasser vmb den Strom her zu trincken/Denn deß Wassers auß dem Strom kundten sie nicht trincken/vnd das wäret siben tage lang/ daß der HERR den Strom schlug. VIII. Lap. pharss sihet also viel Lerchen vnd plagen von FrZschett/Rröten/Leusen/vnd andern, vn;i- fer/daß er bewrllrgr das Volck ziehen zu la Isen. Als aber die straff nachläßt/ ist er widerumb verstockt wie zavor. n V,aae/5rS WZWM Er HERR sprach zu Mose/ Gehe htneyn zu Pharao/ ä scheLerAötm. vnd sprich zu jm: So sagt der HERR: Laß mein Volck / daß Mirs die- ne. Wo dudichdeßwegerst/Sihe/sowilich alle deine Grentzemit Fröschen plagen/ daß der Strom sol von Fröschen wimmctn/Die sollen herauffkriechen/ vnd kommen in dein Hauß/in deine Kammer/ auffdein Läger/auffdein Bette/auch in die Häuser deiner Knechte/vnter dein Volck/ in deine Backöfen/vnd in deine Teige/ vnd sollen die Frösche auff dich/ vnd auffdem Volck/vnd auffalle deine Knechtc/kriechen. Vnd der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deine Hand auß mit der'- ptn. 7«. -»x. ucm Stabe vber die Bäche/ vnd Ströme/ vnd See / vnd laß Frösch vber Egypten¬ land kommen. Vnd Aaron recket seine Hand vber die Wasser in Egypten/vnd kamen Fröschehcrauff/daß Egyptenland bedeckt ward. Da theten die Iäuberer auch also Svp.,7- mit jeem beschweren/vnd liessen Frösche vbev'Egyptenland kommen. fordert Pharao Mose vnd Aaron/vn sprach:Bittet den HERRN für mich/ O^daß er die Frösche von mir vnd von meinen; Volck ncmme/so Wil ich das Volck lassen/daß cs dem HERRN opffere.Mose sprach.Hab du die ehre für mir/vnd stimme mir/wenn ich für dich/ für deine Knechte/vn für dein Dokck/bittcn sol/daß die Frösche von dir vnd von deinem Hause vertrieben werden/ vnd allein im Strom bleiben. Er sprach: Morgen. Er sprach: Wie du gesagt hast/ auff daß du crfahrest/daß niemand tst/wie der HERR vnser Gott/so solle die Frösche von dir/von deinem Hause/von dei¬ nen Knechten/ vnd von deinemVolek/genomen werden/vn allein im Strom bleiben. Mose bittet Mo giengen Mose vnd Aaron von Pharao/vnd Mose schrey zu dem HERRN/ für Pharao. Der Frösche halben/wie er Pharao hatte zugesagt. Du der HERR that wie Moses ge¬ sagt hatte/vnd die Frosche stürben m den Häusern/in den Höfen/vnd auffdem Felde. 7 Vnd sie Ill.Mge Mse. Viii.Lip. ;6 Lcch. sie häufften sie zusammen/ hie einen Haussen/ vnd da einen Haussen / vnd das Land stanck davon. Da aber Pharao sahe/daß er lasst kriegt hatte / ward sein Hertz verhertct/vnd höret sie nicht/wie denn der HERR gcrcdt hatte. O^Nd dcr HERR sprachzuMose: Sage Aaron/Recke deinen Stab auß/vnd ^Sschlag in den Staub auffErden/daß Leuse werden in gantz Egyptenland.Sie chcten also/vnd Aaron recket seine Hand auß mit seinem Stab/vnd schlug in den Staub auff Erden/vnd es wurden Leuse an den Menschen vnd an dem Vieh/ Aller Staub deß Lands ward Leuse in gantz Egyptcnlande. Die Iäubcrer theten auch also mitjrem beschweren/ daß sie Leuse herauß brechten/Abcr sie kundten nicht. Vnd die Leuse waren bcyde/an Menschen vnd an Vieh. Da sprachen die Iäuberer «. zu Pharao: Das ist Gottes Finger. Aber das Hertz Pharao ward vcrstockt/vnd hö¬ ret sie nicht/wie denn der HERR gesagt hatte. «vlr der HERR sprach zu Moft'Machc dich morgen frü auff/vnd tritt für Pha- m I^Srao/Sihe/cr Wirt ans wasser gehen/ vnd sprich zu jm:So sagt der HERR: Laß z.fcr. mein Votck/daß es mir diene.Wo lncht/Sche/so wü ich allerley" vnzifer lassen (Vnzsser)Äasdre körnen vber dich/deine Kuccht/dcin Volck/vn dein Hauß/daß aller Egypter Hauser/ vnd das Feld/vn was darauffist/voll vnzffers werden sollen.Dn wtl deß tags ein son- ders thun nrit dem Lande Gosen/da sich nrcirr Volck enthclt/dz kein vnzifer da sey/auff ^LndnE^Re! daß du innen wcrdcst/daß ich der HERR bin auffErden allenthalben. Vnd wil eine ftr/Bre!!üer' v.r der" crlösung setzet; zwffchen meinem vnd deinem Volck:Morgen sol das Zeichen geschehen. dasTumÄ'E ssp.»s.,-. VndderHERRthatalso/Vndeskam viel vnzifcrs inPharao Hauß/inseiner verderb«. Knechte Häuser/ vnd vber gantz Egyptenland/Vnd das Land war verderbt von dem vnzifer. Da fordert Pharao Mose vnd Aaron / vnd sprach: Gehet hin/ vnd opffert cuwerem Gott hie im Lande. Mose sprach: Das taug nicht/ daß wir also thun/ denn wir würdet; der Egypter greuwel opffern vnserm Gott/dcm HERRN. Sihe/ wenn wir denn der Egypter grenwel für ircn Augen opfferten / würden sie vns nicht steini¬ gen k Drey tagreiß wollen wir gehet; in die Wüstcn/vnd dem HERRN vnserm Gott opffern/wie er vns gesagt hat. Pharao sprach: Ich wil euch lassen/ daß jr den; HERRN euwerem Gott opffert in der Wüstcn/allein daß ir nicht ferr;;er ziehet/vnd bittet für mich.Mose sprach:Si- he/wenn ichhinaußvondir komme/so wil ich den HERRN bitten/daß diß vnzifer von Pharao vnd seinen Knechten/vnd seinem Volck / genommen werde morgen deß tages/Allein teusche ivich nicht mehr/ daß du das Volck nicht lassest dem HERRN zu opffern. Vnd Mosegieng hinauß von Pharao/vnd bäht den HERRN. Vnd der HERR that wie Mose gesagt hatte/vnd schaffte das vnzifer weg von Pharao/von seinen Knechten/vnd vor; seinem Volck/daß nicht eines vberbleib. Aber Pharao ver¬ hextet sein Hertz auch dasselbe mal/vnd ließ das Volck nicht. IX.Lap. Es kompt ein groß Sterben vber alles Vieh/ darnach gcsihwer/ Blakern /Drüse vnv Hagel, Pharao verheißt Vas Volck Ziehen zu la ssen/vnd Helts nicht. V Mac ErtzSRR sprach zuMoft: Gehe hmeyn zu Pharao/ pcstilmtz. VN sprich zu in;: Also sagt der HERR/der Gott der Ebrecr:Laß mein Volck daß sie mir dienen: Wodu dich deß wegcrst/vnd sie weiter auffhcltest/Sihe/so wirt die Hand deßHERRN seyn vber deinVich auffdem Felde/vber Pferde/ vber Esel/ vber Kamel / vber Ochsen/ vber Schafe/mit einer fast schweren Pesttlentz. Vnd der HERR wirt ein besonders thun zwischen dem Vieh der Israeliter/vn der Egyptcr/daß nichts sterbe auß allem das die Kinder Israel habcn.Vnd der HERR bestimpt eitle zeit/vnd sprach: Morgen wirt der HERR solches auffErden thun- Vnd der VI. Ulage II. BG IX. Lap. bese schwär- Vnd der HERR that solches deß morgens/ vnd starb allerley Vieh derEgypter/ Aber deß Drehs der Kinder Israel starb nicht eins. Vnd Pharao sandte darnach/vnd sche/es war deß Viehs Israel nicht eins gestorben. Aber das Hertz Pharao ward ver¬ stockt/ vnd ließ das Volck nicht. sprach der HERR zu Mose vnd Aaron: Nemet euwere Fettste voll Ruß auß (^^dcm Ofen/vnd Mose sprenge in gen Himmel für Pharao/ das vber gantz Egy¬ ptenland steube/ vnd böse schwache Blatern aufffahrcn / beyde an Menschen vnd an Vieh/ingantz Egyptenland.Vnd sre namen Ruß auß dem Ofen/ vn traten für Pha- rao/vnd Mose sprenget jn gen Himmel. Da fuhren auffböse schwache Blatern / bey¬ de an Menschen vnd an Vieh/ also/ daß die Iäuberer nicht kundten für Mose stehen/ für den bösen Blatern/Dcnn es waren an den Iäubern eben so wol böseBlatern/als an allen Egyptern. Aber der HERR verstocket das Hertz Pharao/ daß er sie nicht hö- ret/wie denn der HERR zu Mose gesagt hatte. der HERR zu Mose: Mache dich morgen frü auff/ vnd tritt für Pha- b r^^rao/vnd sprich ztt im: So sagt der HERR/der Ebreer Gott: Laß mein Volck daß mirs diene / ich wtl anderß dißmal alle meine Plage vber dich selbst senden / vber deine Knechte / vnd vber dein Volck / daß du innen werden solt / daß meines gleichen nicht ist in allen Landen/Denn ich wil ietzt meine Hand außrecken / vnd dich vnd dein Volck mit Pestilentz schlahen/daß du von der Erden solt vertilget werden. Vnd zwar darumb hab ick dich erweckt/daß meine krafft an dir erscheine/vnd mein Name ver- R-m.» kündigt werde in allen Landen. Du trittest mein Volck noch vnter dich/vnd wilts nit lassen-Sihe/Ich wil mor¬ gen vmb diese zeit einen sehr grossen Hagel regnen lassen/ deßgleichen in Egypten nicht gewesen isi/smt der zeit sie gegründet lst/bißher. Vnd nun sende hin/vnd verware dem Dieh/vnd alles was du auffdem Felde hast/ Denn alle Menschen vnd Vieh/ das auff dem Felde funden wirt/ vnd nicht in die Häuser versamlet ist / so der Hagel auff sie fei¬ let/werden sterben. Wer nun vnter den Knechten Pharao deß HERRN wortförch- tet/dcr ließ seine Knechte vnd Vieh in die Häuser fiieheu/Welcher Hertz aber sich nicht kehret an deß HERRN wort/ liessen ire Knechte vnd Vieh auffdem Felde. Maae/ DasprachderHERRzuMosc:ReckedeinehandauffgenHtmel/dasteshage- hagel/rc. le vber gantz Egyptenland/vberMenschcn/obcrVteh/vnd vber alles Kraut auff dem Felde in Egyptenland. Also recket Mose seinen Stab gen Himmel / Vnd der HERR ließ donnern vnd hageln/daß das Feuwer auff die Erden schoß. Also ließ der HERR Hagel regnen vber Egyptenland/daß Hagelvnd Feuwer vnter einander fuhren so grausam / daß deßgleichen in gantz Egyptcnland nie gewesen war /sim der zett Leut drinnen gewesen sind, Vnd der Hagel schlug in gantz Egyptcnland alles was auff o dem Felde war/beyde Menschen vnd Vieh/vnd schlug alles Kraut auff dem Felde/ vnd zerbrach alle Bäume auffdem Felde. On allein im Lande Gosen / da die Kinder Israelwarcn/dahageltsnicht. A schickt Pharao hin/vnd ließ Mose vnd Aaron ruffen/vnd sprach zu tuen: Ich hab das mal mich versündiget/ der HERR tst gerecht/ Ich aber vnd mein Volck jttjd Gottlosen. Bittet aber den HERRN / daß auffhöre solch donnern vnd ha¬ geln Gottes/so wil ich euch lassen/daß jr nicht länger hie bleibet. Mose sprach zu jm: Wenn ich zur Statt hinaust komme / wil ich meine Hcnde austbreyten gegen dem H ERRN/so wirt der Donner auffhörcn/vttd kem Hagel mehr seyn/ auff daß du inen werdest/ daß dre Erde deß HERRN sey/Ich weiß aber/daß du vnd deine Knechte euch noch nicht förchtet für Gott dem HERRN. Also ward geschlagen der Flachß vnd die Gcrsten/Dcnn die Gersten hatte gcschoffct/vnd der Flachß knoden gewonnen / Aber der Weitz vnd Rocken ward nicht geschlagen/denn es war spat Getreyde. So gicng nu Mose von Pharao zur Statt hinauß / vnd breitet seine Hande ge¬ gen dem HERRN/vnd der Donner vnd Hagel hörctcn auff/vnd der Regen troff nicht VIII. Plage. Usst. X. Lap. Z7 nicht mehr aufs Erden. Da aber Pharao sahe/daß der Regen vnd Donner vnd Ha¬ gel auffhöret/versündiget er sich weiter/vnv verhertet sein Hertz/ er vnd seine Knechte. Also ward deß Pharao Hertz verstockt/daß tt die Kinder Fraelrricht ließ/wtedmn derHERRgeredt hatte durch Most. X. Lap. Gott plagt Egxpten mtt Heuwschrecken vnd Lmsternisse. Pharao verbeut Msse nicht mehr;u jm r» kommen. z Nd der HERR sprach zu Mose/Gehe hrnepn zu Pha- > Denn ich hab sein vnd seiner Knechte Hertz verhertet / auff daß ich diese meine Zeichen vnter jnen thu. Vnd das du ver kündigest für den ohrcn deiner Kinder vnd deiner Kindskmder / was ich in Egyp- ten außgericht habe / vnd wie ich meine Zeichen vnter jnen beweiset habe/daß jr wißet/ Ich bin der HERR. sap.,--. Also giengen Mose vnd Aaron hincyn zu Pharao/ vn sprachen zu jm:So spricht der HERR / der Ebreer Gott: Wie lang wcgcrstu dich für mir zu demütigen / daß du mein Volck laßest mir zu dienen k Wegerstu dich mein Volck zu laffen/Sihc/so Wil ich morgen Heuwschrecken komm laßen an allen orten / daß sie das Land bedecken /also daß man das Land nicht sehen könne/vnd sollen freßen was euch vberig vnd errettet ist für dem Hagel/ vn sollen alle euwcre grünende bäume fressen auffdem Felde. Vnd sollen erfüllen dein Hauß/aller deiner Knechte häuscr/vnd aller Egypter häuser/deß- gleichen nit gesehen haben deine Vättcr vnd deiner Vätter Vätter/sint der zeit sie auff Erden gewesen biß auffdiesen tag. Vnd er wandt sich/ vn gieng von Pharao hinauß. Da sprachen die Knecht Pharao zu jm: Wie lang sollen wir damit geplagt seynk Laß die Leute ziehen / daß sie dem HERRN irem Gott dienen / wiltu zuvor erfahren daß Egypten vndergangen sey? Mose vnd Aaron wurden wider zu Pharao bracht/ v der sprach zu jnen: Gehet hin vnd dienet dem HERRN euwcrem Gott. Welche sind sie aber die hin ziehen sollend Mose sprach.Wir wollen ziehen mit jung vnd alt/mit Sönen vnd Töchtern/mit Schafen vnd Rindern/Denn wir haben ein Fest deß HERRN. Er sprach zu jnen: Awe ja/der HERR scy mit euch / solt ich euch vnd euwer Kinder dazu ziehen lassen? Sehet da/ob jr nicht böses fürhab t ? Nicht also / sondern jr Männer ziehet hin/vnd dienet demHERRN/denn das habt jrauchgesucht. Vnd man stieß sie herauß von Pharao. Da sprach der HERR zu Mose: Recke deine Hand vber Egyptenland / vmb die vm. Plage/ Heuwschrecken/ daß sie auffEgyptenland kommen / vnd fressen alles kraut im Lande Heuwschrecken. auff/ sampt alle dem / das dem Hagel vberblteben ist. Mose recket seinen Stab vber Egyptenland/Vnd der HERR treib einen Ostwind ins Land den gantzen tag vnd die gantze nacht/ vnd deß morgens führet der Ostwind" die Heuwschrecken her: Vnd sie kamen vber gantz Egyptenland/vn liessen sich nider an allen orten in Egypten/ so sehr ZL ^uws^eck-.t vil/daß zuvor deßgleichen nie gewesen ist/ noch hinfurt seyn wirt / Denn sie bedeckten E Kre-sch/ das Land vn verfinstertens. Vnd sie frassen alles kraut im Lande auff/ vnd alle früch- te auffden Bäumen/die dem Hagel waren vberblteben / vn liessen nichts grünes vbe- rig an den Bäumen vnd am kraut auffdem Felde in gantz Egyptenland. Da fordert Pharao eylend Mose vnd Aaron/vnd sprach: Ich habe mich versün- m d; diget an dem HERRN euwerem Gott/vnd an euch/ vergebt mir meine süttde dißmal auch/vn bittet den HERRN euweren Gott/daß er doch nur diesen Tod von mir weg- neme. Vnd er gieng auß von Pharao/vnd bat den HERRN. Da wendet der HERR einen sehr starckcn Westwind/vnd Hub die Heuwschrecken auff/vnd warffsie ins Gchilffmeer/ daß nicht eine vberig bleib an allen orten Egypti. Aber der HERR ver¬ stockt Pharao Hertz / daß er die Kinder Israel nicht ließ. G Der HERR iX.Wagc. il.LuK xi. Lap. Finstermst. (^^Er HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand gen Himmel/daß so finster wer- ^-^de in Egyptenland / daß mans greiffen nrag. Vnd Mose recket seine Hand gen Himel/Da ward ein dick Fmsterniß in gantz Egyptcnland / drey tage / daß niemand den andern sähe / noch auffstund von dem ort da er war in dreyen tagen / Aber bey al¬ len Kindern Israel war es liecht in iren Wohnungen. Da fordert Pharao Moftn/vnd sprach: Ziehet hin/vnd dienet dem HERRN/ allein euwer Schafe vnd Rinder laßt hie/laßt auch euwer Kinder mit euch ziehen. Mose sprach: Du mußt vns auch Opffer vnd Brandopffer geben / daß wir vnserm Gott dem HERRN thun mögen. Vnfer Vieh sol mit vns gehen/ vnd nicht eine kiauw dahinden bleiben/ Den von dem vnsern werden wir nemen zum dienst vnsers Gottes dcß HERRN/dcn wir wissen Nit womit wir dem HERRN dienen sollen / biß daß wir dahin komen. Aber der HERR verstockt das Hertz Pharao/daß er sie nit lassen wolt. Vnd Pharao sprach zu jm: Gehe von mir / vnd hüte dich / daß du nicht mehr für meine äugen komcst/ Denn welches tages du für meine äugen kommcft/soltu sterben. Mose antwortet:Wie du gesagt hast/ich wil nicht mehrfür deine äugen kommen. xi.Lap. Der HERR zeigt Mose noch eine straffe an/ die er vber Egxplen Völle gehen lassen / mit be- fehl/daßvie Israeliter von denEgxprerngüldenevndstlberneRlelnoreetttlehnett/vnd-ne» cmragen sollen. der HERR sprach zu Mose/Ich wil noch eine x.Plage/alle Plage vber Pharao vnd Egypten kommen lassen / darnach wirdt er Erstegcbmtsolstcr- euch lassen von hinnen / vnd wirdt nicht allein alles lassen /sondern euch auch von hinnen treiben. So sage nun für dem Volek/ daß em eine jegliche von jrer Nehestin/Exov.;..». Silbern vnd Gülden Gefeß fordere/Denn der HERR wirdt dem (GrosseEann) Volck gnade geben für den Egyptern. Vnd Mose war sehr ein" grosser Man in Egy- Das lagt er darum b ptenland für den Knechten Pharao/vnd für dem Volck. irEermcht'gctöd'lct No Mose sprach: So sagt Der HERR: Ich wll zu Mitternacht außgehenitt A^habEsichmüs ^^Egyptcnland/Vtrd alle Erftcgeburt in Egyptcnland sol sterben / von dem ersten aTuhrsAchtt^ Soll Pharao an / der auff seinem stul sltzt/ biß an den ersten Son der Magd/ die hindcr derMülerst/vndalle Erstegcbutt vnter dem Vieh/vnd wirt ein großge- schrcy seyn in gantz Egyptenland/deßglachcn nie gewesen ist/nocb werden wirt. Aber bcy allen Kindern Israel sol nicht ein Hund muckcn/bcyde/vnter Menschen vn Vieh/ auffdaß jr erfahret?wie der HERR Egypten vnd Israel scheide.Dcnn werden zu mir herab kommen alle diese deine Knechte/vnd mir zu süssen fallen/vnd sagen:Ieuch auß duvnd alles Volck das vnter dir ist. Darnach wil ich außziehen. Vnd ergicngvon Pharao mit grimmigem zorn. Der HERR aber sprach zu Mose: Pharao höret euch nicht/ auffdaß vtl wunder geschehen m Egyptenland. Vnd Mose vnd Aaron haben diese wunder alle gethan für Pharao/Aber der HERR verstockt jm sein Hertz/daß er die Kinder Israel nicht lassen wolt auß seinem Lande. xn.Lap. Der HERR befihltden brauch deßcpsterlambs/vnddervngestuwertenBrot/vndschlegt in der nacht alle Erstegeburr in Egxpken/darumb auch Pharao das VolckIsraet auß den, Lande treibt. Dienstes- Er HERR aber sprach zu Mose vnd Aaron in Egyp-ä. stem sind qchaltcn tenland: Dieser Mond sol bey euch der erst Mond seyn/vnd von jm Oster- faug/r^Ar solt jr dre Mond deß jars anhcben. Saget der gantzen gemein Israel/ stigebui-t/rzo/. 5 MW WM vnd sprecht: Am zchenden tage dieses Monden nemme ein jeglicher AMs,--. MEME ein Lamb/wo ein Haußvatter ist / ja ein Lamb zu einem Haust: Wo jr aber Passah- Uost. XII. Lap. ;S Dpffcr. aber in einem Hause zum Lamb zu wenig sind/so nemmeers vnd sein nehesm Nach¬ bar an seinem hause/biß jr so vil wirt/ daß sie das Lamb auffessen mögen. Jr solt aber ein solch Lamb nemcn/ da kein fehl an ist/etn Männlin/vn eines jars Masvass^laK alt/von den Lcmcrn vnd Aigen solt jrs nemen.Vnd solts behalten biß auffden viertze- hcndcn tag dcß Monden / Vnd ein jegliche häufflin im gantzen Israel sots schlachten zwischen abcnds.Vnd solt seines blute nemcn/ vnd bcyde Pfosten an der thür/ vnd die dcrfürvnögc-xffert oberste schwelle damit bestreichen/an den Hausern da sie es innen essen. Vnd solt also fletsch essen in dersclbigcn nacht/am feuwergebrahtcn/vn vngcseuwert brot/vn solt cs mit bitter fassen essen. Ir solts nit roh cssen/rroch mit wasser gesottö/ sonder am feuwcr gebrahterr/scin Haupt mrt seinen schenckcln vn eyngcweide.Vn solt nichts davon vber- lassen brß morge/wo aber etwas vbcrblctbt biß morgen/soltjro mitfeuwervcrbrcncn. Also solt jrs aber effen/Vmb euwre Lenden solt ff gegürtet seyn/vn cuwrc Schuh an cuwcrcn süssen haben/vnd stabe in euwrcn Händen/vnd solts essen/ als die hinweg Psalm.,;-. cylcn.Dcnn cs ist dcß HERRN Passah.Dcnn ich Wil in dersclbigcn nacht durch Egy- ptcnlandgehen/vndalleErstegeburt schlagen in Egyptcnland/beyde vnterMcn- v schcn vnd Vieh/pnd wil meine straffe beweisen an allen Göttern der Egypter/Ich der Sebre u. HERR.Vnd das blut sol cuwcr Zeichen scyn/an den Häusern darmn ir seyt/daß/wcnn ich das blut sehe / für euch vbergehe/ vnd euch mcht die plage widerfahre/ die euch ver¬ derbe/ wenn ich Egyptcnland schlage. Tage der H6^Nd solt diesen tag haben zum gcdächtniß/vnd solt in feyren dem HERRN zum Lxod^;4. ^N^Festff vnd alle euwre nachkommen/zur ewigen weise.Stben tag foltff vngcseu- wert Brot essen / nemlich / am ersten tage solr jr anffhören mit geseuwertem Brot in cuwren Häuscrn.Wer geseuwert brot jsset/vom ersten tag an biß auffden sibcndi/deß seele sol aüßgerottct werden vöIsracl.Der erste tag sol heilig seyn/dz /r zusamen komt/ vnd der sibcnd sol auch heilig scyn/daß jr " zusammen komet, kein arbeit solt ff drinnen thun/on was zur speise gehört für allerley fielen/ daffelb allein möchtff für euch thun. Das .st / Si- soiic» L-Utt.r;. Vnd haltet ob dem vngefiuwerten Brot / Denn eben an demselbigen tage habe ^ir?vkd Orülas ich cuwer Hecrauß Egyptenland geführet/Darum soltjr diesen taghalten/vnd alle A" TAUT euwre nachkomen zur ewigen weise.Am Viertzehenden tage deß mondcn/deß abends/ solt ff vngcseuwert Brot essen/ biß an den em vnd zwentzigsten tag deß monde an den Ra7a/wci^s hI abend/daß man siben tage kein geseuwert Brot finde in euwern Häufirn-Denn wer geseuwert Brot jsset/ deß Seele sol außgcrottet werden von der Gemeine Israel / es scycinFrcmbdlingcr oder Eynhermischer im Lande. Darumb so esset kein geseuwert Brot/sondern eytel vngcseuwert Brot/ m allen cuwren Wohnungen. e Nd Mose fordert alle Ehesten in Israel/ vnd sprach zu jnemLeset auß/vnd nem- Z^Amet Schafe/jederman für sein Gesino/ vnd schlachtet das Passah. Vnd nemet ein büschel Isopen/ vnd tuncket in das Blut in dem Beckcn/vnd berüret damit die vbcrschwelle/ vnd die zwen Pfosten/ vnd gehe kein Mensch zu seiner haußthür her- auß biß an den morgen / Denn der HERR wrrt vmbher gehen / vnd die Egyptcr pla- gen:Vnd wenn er das blut sehen wirt an der vberschwclle/vn an den zweyenpfosten/ wirt er für der thür vbergeben / vnd den Verderber mt in cuwer Häuser komm Lassen zu plagen. Darumb so halt diese weise für dich vnd deine Kinder ewiglich. Vnd wenn ff ins Land komet/das euch der HERR geben wirc/wre er geredt hat/ so haltet diesen Dienst. Vnd wenn euwere Kmder werden zu euch saqenWas habt ff dafür einen DienstkSolt ff sagemEs ist das Passahopffer deß HERRN/dcr für den Kindern Israel vbergieng in Egypten/da er die Egyptcr plaget/vnd vnscr Häuser er¬ rettet. Da neiget sich das Volck vnd bücket sich. Vnd die Kmder Israel gierigen hin/ vnd theten wie der HERR Mose vnd Aaron gebottcn hatte. Nd zur Mitternacht schlug der HERR alleErstegeburt in Egyptcnland/ vo dem x.plage/alle Apersten Son Pharao an/dcr auffscinem Stul saß/biß auffden ersten Son deß ErsteMuremEgy ^gefangenen im gcfengkntß/ vnd alle Erstegeburt deß Viehs. M» gulage». G ij Da Auszug ii.BuK xii.Qp. stund Pharao auff/vnd alle seine Knechte in derselben nacht/vnd alle Egy- l> ^irac auß gy- pter/vnd ward ein groß geschrey in Egypten/ denn es war kein Hauß da Nit ein Todtcr innen wcre.Vnd er fordert Mose vnd Aaron in der nacht/vnd sprach:Macht euch auff/vlw ziehet auß von meinem Volek/ jr vnd die Kinder Israel/gehet hin/ vnd dienet dem HERRN/wte jr gesagt habt.Nemet auch mit euch euwer Schafe vn Rin- der/wie jr gesagt habt/gehet hin vnd segnet mich auch. Vnd die Egypter drungen das volck/daß sie es eylcnd auß dem lande trieben/Den sie sprache:Wir sind alle deß tods. Vnd das Volck trug den rohen Teig / ehe denn er verseuwert war / zu irer speise/ gebunden in ircn Kleidern / aufs jren achseln. Vnd die Kinder Israel hatten gethan Ex-v ;«. wie jnen Moses gesagt hatte/vnd von den Egyptcrn gefordert silbern vnd gülden Gc- rehte/vnd Kleider. Dazu hatte der HERR dem Volck gnade gegeben für dm Egr>- pkern/daß sie inen leiheten/vnd entwandtens den Egyptern. ^lLso zogen auß die Kinder Israel von Racmses gen Sucboth / sechßhundert tau- n»mer..^ ^ß^send Mann zu fuß / on die Kinder. Vnd zoch auch mit/nen vilPöbelvOlck / vnd Außzug Schaf/ vnd Rinder / vnd fast vil Viehs. Vnd sie buchen auß dem rohen Teig / den a»ß EgAe»/ 'ie auß Egypten brachtcn/vngeseuwerte Kuchen/ Denn es war nicht geseuwert/ weil re auß Egypten gestoffen wurden/vnd kundten nicht verziehen/ vnd hatten jnen sonst keine Zehrung zubcrcitet. Die zeit aber/die die Kinder Israel in Egypten gewöhnet haben/ ist vier hundert L vnd dreißig jar / Da dieselben vmb waren / gicng dasgantze Heer deß HERRN auff DieKin- einen tag auß Egyptenland. Darumb wirt diese nacht dem HERRN gehalten/ daß er sie auß Egyptcnland geführet hat/ Vnd die Kinder Israel sollen sie dem HERRN §ewe- halken/sie vnd ire Nachkommen. der HERR sprach zu Mose vnd AaromDiß ist die weise Paffah zu halten/ Weise (Passah*) Passah Frembder sol davon cffen.Aber wer ein erkauffter Knecht ist/den beschnei- Passah zrr L be malt / vnd denn cffe er davon. Em Haußgenoß vnd Miedling sollen nicht davon durch 'Lgyptcnland cssill. In einem Hause sol maus effcn / Ir solt nichts von seinem fleisch hinauß für das Mug Mc Echeg!- Hauß tragen/Vnd soll kemBem an jm zubrechcn. Die gantze Gemeine Israel sol burt tod. Bedeut a- ber Christus sterben s0ilYbkyUN. wtt elE» mNt So aber ein Frembdling bey dir wohnet / vnd dem HERRN das Passah halten sctt'm wil/der beschneide alles was Männlich ist/ Alsdenn mache er sich herzu/daß er solchs 2TMl/Mschl7 thu / vnd fty wie ein Eynheimischcr deß Lands / Denn kein vnbcschmttener sol davon kechtmE^Meng" effemEinerley Gesetz fty dem Eynheimischen VN dem Fremdlingen der vnter euch wo- uek.Vn alle kinder Israel theten wie der HERR Mose vnd Aaron hatte gcbottcn.Al- odcrLstem. " so führet der HERR auffeinen tag die kmder Israel auß Egyptenland mir jrem Heer. XIII. Lap A sprach Mose zum DolckGedenckt an diesen tag/an dem jr de»! auß Egypkcn/altß dem Diensthause/gegangenseyt/daß der HERR euch mit mächtiger Hand von hinnen hat außgeführt/Dar- (Abrb)2tbrbrstdce Moud/dr wir April hcisftu/dcuu die E- hreer heben fr neuw I ar au nach s natur/ wen alle ding wider new grünet bn wach set/vud sich richtiger. Maruni htistcr auch ^-lenstsnouorum, Laß denn alles ncuw Wirt. b (Vngesenwert bror) So hart wirt der Sauwerceig vcr bolten/dzman-adas s lauter Enangeliurn nachts w^'72 umb solru rn't sauwcrteig effcn.Heut seyt jr außgegange in de Mond "Äbib.Wen dich ^7/ n71"7a7ferstehung nun der HERR bringen wirt in Das Land der H ananiter/ Hethiter/ Amoriter/Hcui- Z^vieSpauc ter/vttIebnsiter/ das er deinen Vätterngeschwore hat dir zu gebe ein Land/da milch get Du ist solch essen vnd Honig innen fleußt/ So soltu discn dienst halte in discm Mond. Siben tage soltu glaubt an Ch^stunn vngeseuwert Brot effen/vnd am sibendm tage ist deß HERRN Fest/Darumb soltu sibeu Der HERR befiklt stn alle Erstgeburt;u belllgen/fuhret selu Volck ln Vas verbeissen LanV/ Jedoch durch dte wüsten/deß rage« mir der LVolckenseule/deff nachrs mrc derFeuwecseule- Nd der HERR redet mit Mose/ vnd sprach/Hepltge mir alle Erstgeburt / die allerlei) Mutter bricht bey den Kindern Is- Gesetz !D rael/ bcyde vnter den Menschen vnd dem Vieh / denn sie sind mein. Kerley sprach Mose zum Dolck:Gedenckt an diesen taa/an dem ir den! HER, KWcn Asst. XIII.Lap. W Recht, scheu rage vngcseuwert Brot essen / daß bei) dir kein sauwcrteig noch geseuwert Brot gesehen werde an allen deinen orten. Vnd solt cuwcrn Söncn sagen/an demselbigen tage: (Solches halten wir) vmb dcß willcn/das vns der HERR gcchan hat/ da wir auß Egypten zogen. Darumb sol dirs seyn ein Zeichen in deiner hand/vnd ein denckmal für deinen äugen / auffdaß deß HERRN Gesetz scy in deinem munde / daß der HERR dich mit mächtiger Hand auß Egypten gcführct hat. Darumb halt diese weisezuscincrzeitiärlich. Alle erste ^^.Enn dich nun der HERR ins Land der Kananiter bracht hat/wie er dir vnd V^dcincn Vättern geschworen hat/vud dirs gegeben / So soltu außsöndern dem HERRN alles was die Mutter bricht/vnd Erstegeburtvntcr dem Dich/das ein LucMännlin ist / Die Erstcgcburt vom Esel soltu lösen mit eun Schafe / Wo du es aber Am?.s, nicht löscst/so brich jm das genick / Aber alle erste Menschen gebürt vntcr deinen Kin¬ dern soltu lösen. v Vnd wenn dich heut oder morgen dein Kind wirt fragemWas ist das? Soltu jm 'agen.Dcr HERR hat vns mit mächtiger Hand auß Egypten von dem dicnsthause go 'ührct.Dcnn da Pharao hart war vns loß zu lassen/erschlug der HERR alle Erstcge- )urt in Egyptcliland /von der Menschen Erstengcburt an biß an die Erstcgcburt deß Viehs. Darum epffcr ich dem HERRN allös was die Mutter bricht/das cm Männ- lin ist/vnd die Erstcgcburt meiner Kinder löse ich. Vnd das sol dir cin Zeichen in deiner Hand scyn/vnd ein Denckmal für deinen äugen / daß vns der HERR hat mit mächti¬ ger Hand auß Egypten gcführct. Der Kin A nun Pharao das Volck gelassen hatte / führet sie Gott nicht auffder strasten derIsracl rci- der Philister Land/die am «ehesten war/ Den Gott gedacht/Es möchte das Volck gereuwcn/wenn sie den streit sehen/vn wider in Egypten vmbkehren.Dar- umb führet er dasVolck vmb anffdie straffe/durch die Wüste am' Schilffmeer/Vnd - die Kinder Israel zogen ° gerüstet auß Egyptenland. Vnd Moses nam mit sich das Josephs Gebeine Ioseph/denn er hatte einen §yd von den KindernIsrael genommen/vnd ge- d?m wÄnd v»" 8-n^.' sprechen: Gott wirt euch heimluchen/ So führet meine Gebein mit euch von hinnen. - Also zogen sic auß von Suchoth / vnd lägcrten sich in Etham / fern an der Wü- dc^hM . Lor.'!». sten/Vnd der HERR zog für inen her/deß tages in einer Wolckenseulen/daß er sre den Wolck vnd ^^^4. ^ch^n weg führct/vnd deß nachts in einer Feuwcrseulen/ daß er inen lcuchtet/zu rei- sen tag vnd nacht. Die Wolckseule weich nimmer von dem Volck deß tages / noch die Fcuwerseule deß nachts. dzse» / lasse» w,ra», ' ' dere suchen/obs sen x/' I I I I daßstebeyfünffhauf X I I I t . UI FllI fcngezogen/odcrbcy a. -I. ^4 fünffc» nebcnandcc f Aangc sind / oder rvL Pharao exlt dem Volck Gottes nach. DerHERR beschirmet die fernen/ vnd erseafft den solchcsünffesey.^)en Feind mrt aller ferner macht lm Meer. von der fünffren rie- Nd der HERR redet mit Mose/ vnd sprach / Rede mit LLLL den Kindern Israel / vnd sprich: Daß sie sich rumb lencken / vnd sich verstch^m"»»^^ Wlägern gegen dem Thal Hiroth/zwischen Migdol vnd dem Meer/ gegen BaalIcphon / vnd daselbs gegen vber sich lägern ans Meer. Z Denn Pharao wirt sagen von den Kindern Israel: Sie sind verjr- rcr nn Lande / die Wüste hat sie beschlossen. Vnd ich wtl sein Hertz verstecken / daß er jnen nachjage/vnd wil an Pharao vnd an alle seiner macht ehreynlegcn/vnddie Egypter sollen innen werden daß ich der HERR bin. Vnd sie thäten also. Pharao da es dem König in Egypten ward ungesagt/ daß das Volck war geflohen/ Israel AZward sein Hertz verwandclt/vnd seiner Kncchte/gegen dem Volck/vnd sprachen: «acy» Warumb haben wir das gcthan/daß wir Israel haben gelassen/daß sie vns nit dieneten k Vnd er spannet semen Wagen an / vnd nam sein Volck mit jm / vnd nam sechß hundert außerlesen Wagen/ vn was sonst von Wagen in Egypten war/vnd die HäuptLeute vber alle sein Heer. Den der HERR verstockt das Hertz Pharao/ deß Kö- G tij mgs Wams. II. BM xi lil. Lap. nigs in Egypten / daß er den Kindern Israelnachjaget. Mer die Kinder Israel wa- ren durch eine hohe Hand außgegangen. Vnd die Egypter tagten inen nach / vnd erey-» leten sie(da sie sichgelägcrt hatten am Meer)mit Rossen vnd Wagen/ vnd Reutern/ vnd allem Heer deß Pharao/im ^hal Hiroth / gegen VaalAphon. . da Pharao nahe zu inen kam/huben die Kinder Israel ire äugen auff/ Vnd Israel c-^sihe/die Egypter zogen hinder inen her. Vnd sie forchten sich sehr/vnd schryen zu dem HERRN / vnd sprachen zu Mose: Waren nicht Graber in Egypten / daß du vns mußtest wegführen/daß wir in der Wüsten sterben? Warumb hastu vns das ge- than/daß du vns auß Egypten gcführet hastk Isto nicht das/das wir dir sagten in Egypten: Höre auff/ vnd laß vns den Egyptern dienen k Denn es were vns je besser D- den Egyptern dienen/dcnn in der Wüsten sterben. Mose sprach zum Volek : Förchtet (Hel!7 Hülste, euch nicht/stehet fest/vn fthetzu/ was für ein" heil der HERR heut an euch thun Wirt/ Denn diese Egypter/die ir heut sehet/werdet ir nimmermehr sehen ewiglich. Der HERR wirt für euch strciten/vnd ir werdet still seyn. DcrHERR sprach zu Mose?WasschreyestuzumirkSage den Kindern Israel/ sap-4. Mer^e htt-m crch- daß sie ziehen. Du aber heb deinen Stab auff/ vnd recke deine Hand vber das Meer/ zap- vnd Hale cs von cinander/daß die Kinder Israel hineyn gehen/mittcn hindurch auff dem trocken. Sihe/ Ichwil das Hertz der Egypter verstocken/daß sie euch Nachfolgen/ Gott-S ^oEbloß Ew Wil ich ehr eynlegen an dem Pharao/ VN an aller seiner macht / an seinen Wagen Go» vnd Reutern. Vnd die Egypter sollens innen werden / daß ich der HERR bin / wenn ich Ehr eyngclegt hab an Pharao/ vnd an seinen Wagen vnd Reutern. erhub sich der Engel Gottes/der für dem Heer Israel herzoch/vnd macht sich Engel die Wolckseule macht sich auch von ircm angesicht/vnd trat A.ES. hinder sie/vnd kam zwischen das Heer der Egypter vnd das Heer Iftael.Es war aber ' ein finster Wolcken/vnd" erleuchtet die nacht/daß sie die gantze nacht / diese vnd jene/ (ErleuchreoDas nicht Zttsannnen kommen kundten. '^leuchten mdcr dl- Da nun Mose seine Hand recket vber das Meer/ließ es der HERR hinweg sah- Kinder ckmWokkc». durch einen flarckcn Ostwmd/die gantze nacht/vttd macht das Meer trockm/vnd Istaelgehe.» die Wasser Heileren sich von einander. Vnd die Kinder Israel giengen hineyn'/ mit- tcn ins Meer auffm trocken/vnd das wasser war inen für Mauwrcn/ zur rechten vnd zur lmckcn. Vnd die Egypter folgeren/ vnd giengen hineyn inen nach alle Roffz Pha¬ rao/ vnd Wagen vnd Reuter/ mitten ins Reer. Als Mras Mse. xv.Lap. 40 ÄE ^sLsnundieMorgenwachekam/schauwetdcrHERRattffdcrEgyptcrHeerauß Mick,'»ro- ^^dcrFcuwcrseulenvndWolcken/vndmachteinschreckenittjrcmHcer/vndsticß Der HERR Ebr^." die Räder von ircn Wagen/stürtzet sie mit vngestüm. Da sprachen die EgyptenLaßt ^der§-»werse»le». vnoflichevonIsracl/DcrHERRstreitetfürsiewiderdieEgypter. AberderHERR sprach zu Mose: Recke deine Hand auß vber das Meer / daß das wasser wider hcrfal- le vber die Egyptcr / vber jre Wagen vnd Reuter. Da recket Mose seine Hand auß vber das Mecr/Vnd das Meer kam wider für morgens in seinen stram/vnd die Egy- pter flohen jm entgegen. Also stürtzet sie der HERR mitten ins Meer / daß das wasser widerkam/vnd bedeckt Wagen vnd Reuter/vnd alle macht deß Pharao/ die jnen nachgcfolgct waren ins Meers/ daß nicht einer auß jnen vbcrblctb. Aber die Kinder Israel giengen trocken mitten durchs Meer / vn das wasser war inen für Mauwren zur rechten vnd zur liucken. Also halffder HERR Israel an dem tage von der Egyptcr Hand. Vnd sie sahen die Egypter tod am vfcr deß Meers / vnd die grosse hand/dic der HERR an den Egyptcrn erzeigt hatte.Vnd das Volck fürchtet Den HERRN/ vnd gläubten jm vnd semcm Knecht Moje. xv.Lap. Most vnd das Volck Israel singen dem HERRN ein Lobgesang/kommen gen Mara/ vnd wirr daselbst das brrrer wasser süß. z sang Mose vnd die Kinder Israel -rß Lied -em Most Lied. We».' WMjWUHERRN/vndsprachen: nul dem HERRN singen/Denn er hat ein herrliche that gcthan/Rossz vnd Wagen hat er ins Meer gestürtzt. 0^0 Der HERR ist mein sterck vnd Lobsang/vnd ist mein Heyl. Das ist mein Gott/Ich wtlin preisen.Er ist meines Vatters Gott/Ich wil in erheben. Der HERR ist der rechte Kriegßmann/HERR ist sein Name/Die Wagen Pha¬ rao vnd seine macht warst er ins Meer. Seine außerwehltcn Häuptlcuteversuncken im Schilffmeer/dte tieffe hat sie bedeckt/sie fielen zu grundt wie die steine. HERR/ deine rechte Hand thut grosse wunder / HERR / deine rechte Hand hat die Feinde zuschlagen. Vnd mit deiner grossen Herrligkcit hastu deine widerwcrtigcn gestürtzt/Denn da du deinen grim außlieffest/verzchrct er sie wie stoppeln. Durch dein blasen theten sich die Wasser auff/ vnd die flut stunden auffhauffen/ die tieffe wallet von einander mitten im Meer. L Der Feind gedacht: Ich wilinen nachiagen vnd erhaschen /vnd den Raub auß- theilen/Vnd meinen mut an inen külen. Ich wil mein Schwerdt außzichcn/vnd meine Hand sol sie verderben. Da lteffestu deinen Wind blasen/vnd das Meer bedeckt sie/vnd sunckenvnter wie Bley im mächtigen wasser. HERR / wer ist dir gleich vnter den Gottern k Wer ist dir gleich / der so mächtig/ heilig schrecklich/ löblich vnd wunderthätig/seyk Da du deine rechte Hand außrecktest/ verschlang sie die Erde. Du hast gclcttet durch deine Barmhertzigkeit dein Volck/das du erlöset hast/ vnd hast sie geführt durch deine stcrcke zu deiner heiligen Wohnung. Iss». Da das du Völcker höreten/erbcbeten sie/ angst kam die Philister an. Da crschrackcn die Fürsten Edom /zittern kam die gewaltigen Moab an/alle Eynwohncr Kanaan wurden feig. Laß vber sie fallen erschrccken/vn furcht durch deinen grossen arm/daß sie erstarr G iiij renwie Numn. ii. MH xv. Lap. renwiediesteine/biß dein Volek HERR hindurch komme/biß dasVolck hindurch komme/das du erworben hast. Bringe sie hineyn vnd pflantze sie auff dem Berge deines Erbtheils/den du HERRdirzurWohnunggemachthast/zudeinem Heyligthumb HERR/das deine Hand bereitet hat. Der HERR wirdtKömgseynimmervndewig/Dennpharaozoghineynins o Mer mit Rossen vnd Wagen vnd Reutern/Vnd der HERR ließ das Meer wider vber sie fallen. Aber die Kinder Mac! giengen trocken mitten durchs Meer. H6^Nd MirIam die Prophetin/Aarons schwester/nam eine paucken in ire Hand/ c^vttdalleWctbcrfolgetenirnach hinauß mit paucken am Reygen. VndMir- Iam sang inen für: Laßt vns dem HERRN singen/Denn er hat eine herrliche that gethan/Mann vnd Roffz hat er ins Meer gestürtzt. /^^Ose ließ die Kinder Israel ziehen vom Schilffmeer hinauß zu der Wüsten num.;,. Sur. ösMSur/vnd sie wanderten drcy tage in der Wüsten daß sie kein wasser funden. Mara/ cmar«) bie- ^^Da kamen sie gen" Mara / Aber sie kundten deß Wassers zu Mara nicht tritt- 2t cken/denn es war fast bitter/ Daher hieß man den ort Mara. Da murret das Volck xZ wL chedurch das Creutz miver Mose / vnd sprach: Was sollen wir trincken k Er schrey zu dem HERRN / vnd barl.cheErlö- auch 'süsse werden! der HERR weiset im einen Baum/den thet er ins wasser / da ward es süß. 21 AchAANti» ^^Aselbst stellet er inen ein Gesetz vnd ein Recht/vnd versucht sie/vn sprach:Wir- (^LTstu der stimme deß HERRN deines Gottes gehorchen/vnd thun was recht ist für im/vnd zuohren fassen seine Gebott/vnd halten alle seine Gesetz/so wll ich der kcanckheit keine auffdich legen/die ich auff Egypten gelegt habe/Denn ich bin der HERR dein Artzt. XVI. Lap. Das Volck wtrdt vngevültig/murretder Gpet'ft halben/vnd Gott stttdt /ne» deßabettds wachreln/vnd morgens das Man. Mm. Wasserkrmpz ncn/vnd ßbmtzjgPa!mcnbckume/vnd Icigerten sich dasclbst ans wasser. Von Elim zogen sie / vnd kam diegantze Gemeine der Kin- SiniZ.Maii der Israel in die Wüsten Sin/die da ligt zwischen Elim vnd Si- V nai/am fünfftzehendcn tage deß andernMonden/nach dem sie auß Egypten gezogen waren. K^Nd murret die gantze Gemeine der Kinder Israel wider Mosen vnd Aaron Murren <^ALn der Wüsten/vnd sprachen:Wolt Gott wir weren in Egypten gestorben durch deßVokks wr des- HERRN Hand/da wir bey den Fleischtöpffen fassen / vnd hatten die fülle Brot zu effen/Denn jr habt vns darumb außgeführt in die Wüsten/daß jr diese gantze Ge¬ meine Hungers sterben lasset. Da sprach der HERR zu Mose :Sihc/ich wil euch Brot vom Himmelregnen lassen / vnd das Volek sol hinauß gehen / vnd samlcn täglich was es deß tages darff/ daß ichs versuche/obs in meinem Gesetze wandele oder nicht.Deß sechßten tages aber sollen sie sich schicken/ daß sie zwyfeltig eyntragen / weder sie sonst täglich samlen. Mose vnd Aaron sprachen zu allen Kindern Israel: Am abend soltir innen wer¬ den daß euch der HERR auß Egyptenland geführet hat/ vnd deß morgens werdet ir deß HERRN Herrligkeit sehen / Denn er hat euwer murren wider den HERRN ge¬ höret. Was sind wir / daß ir wider vns murret k Weiter sprach Mose: Der HERR wirt euch am abend Fleisch zu essen gcben/vnd am morgen Brots die fülle / Darumb daß der HERR euwer murren gehöret hat/daß ir wider in gemurret habt / denn was sind wittEuwer murren ist nicht wider vns/sondern wider den HERRN» Vnd AM. Mdfi'. XVI. 4l ö Vnd Mose sprach zu AaromSage der ganheu gemeine der KinderIsracl/Kom- mct hcrbcy für den HERRN/denn er hat euwer murren gehöret. Vnd da Aaron also redet zu der gantzcu Gemeine der Kinder Israel / wandten sie sich gegen der Wüsten/ Vnd sche / die Herrltgkett deß HERRN erschien in einer Wolcken. Vnd der HERR sprach zu Mose: Ich hab der Kinder Israel murren gehöret/Sage jnen: Zwischen abend soltjr Fleisch zu essen haben/vnd am morgen Brots satt werden/vnd innen werden daß ich der HERR euwer Gott bin. Wach¬ tel». Man. Num.tt. psalm^S. Snp.ls. Iohan.§. l.Lor.lo. ».Cor. s. Nd am abend kamen Wachteln herauf! vnd bedeckten das Heer. Vnd am mor- ^Agcn lag der thauw vmb das Heer hcr/vn als der thauw weg war/Srhe/da lags in der Wüsten rund vnd klein/wic der Reiffauff dem Lande. Vnd da es die kin- der Israel sahen/sprachcn sie vntereinander:Das ist "Man. Denn sie wußten nicht « was es war. Mose aber sprach zu jnen: Es ist das Brot das euch der HERR zu essen NschM AÄ gegeben hat. Dao isto aber das der HERR gcbetten hat/ein jeglicher samle deß/ so vtl er für sich essen mag / vnd ncmme cm Gomor auff em jeglich Haupt / nach der zal der Seelen in seiner Hütten. sn"dm/vÄ HE Vnd die Kinder Israel theten also/vnd samlcten/clner vil der ander wenig/Aber W» m,ch g7gÄ da mano mit dem Gomor maß / fandt er nicht drüber der vil gesamlet hatte / vnd der nicht drunder der wenig gesamlet hatte/Sondern ein jeglrchcr hatte gesamlet so vtl er für sich essen mocht. Vnd Mose sprach zu jnen: Niemand lasse etwas davon vber biß morgcmAber sie gehorchten Mose nicht / Vnd etliche liessen davon vber biß mor- gen/da wuchsen Wärme drinnen / vnd ward stinckend. Vnd Mose ward zornig auff sie. Sie samleten aber desselben alle morgen/so vil ein jeglicher für sich essen mocht/ wenn aber die Sonne heiß schien vcrschmeltzt es. deß sechßtentagssamlctcnsiedeßBrotszwyfeltig/jazweyGomorfürei- <>^nen. Vnd alle Obersten der Gemeine kamen htneyn vnd verkündigteno Mose. Änd er sprach zu jnemDao ists/dao der HERR gesagt hatMorgen ist der Sabbath/ der heyligcn ruhe deß HERRN. Was jr backen wolt das backet / vnd was jr kochen wolt das kochet/Was aber vbrig ist/ dao laßt bleiben/ daß es behalten werde biß mor¬ gen. Vnd sie bestens bleiben biß morgen/wie Mose gebotten hatte/da wardo nicht stinckend/vnd war auch kein Wurm drinnen. Da sprach Mose: Esset das hcut/denn es ist der Sabbath deß HERRN/ jr wcrdeto heut nicht finden auff dem Felde. Scchß tage solt/r samlcn/aber der sibend tag ist der Sabbath/ darinnen Wirts nicht seyn. Aber MN. II. BUK XVI.LüP. Aber am sibenden tage gicngcn etliche vom Volck hinauß zu samlen/vnd stunden nichts. Dasprach derHERRzuMose:Wielangwegert ir euch zu halten mein Ge¬ bote vttd Gesetz k Sehet / der H ERR hat euch den Sabbath gegeben / darumb gibt er euch am sechsten tage zweyer tage Brot/So bleibe nun ein/eglicher in dem seinen/ vnd niemand gehe herauß von seinem ort deß sibenden tags. Also feyrete das Volck deß sibenden tags. Vnd das Hauß Israel hieß es Man/Vnd es war wie Koriander Man. Samen /vnd weyß / vnd hatte einen schmack wie Semel mit Honig. Mose sprach: Das ists/ das der HERR gebottcn hat/ Fülle ein Gomor da- Man o^Avon/zu behalten auffeuwer Mchkommcn/auffdaß man sehe das Brot/ damit 7^- ich euch gcspeiset habe in der Wüsten/da ich euch auß Egyptcnland führete.Vnd Mo- sc sprach zu Aaron: Nun ein Krüglin / vnd thu ein Gomor voll Man dreyn / vnd laß es für dem HERRN zu behalten auffeuwere Nachkommen/wie der HERR Mose ge- bottenhat. Also ließ es Aaron daselbst für dem ^Jeugniß zu behalten. Ml dcm ort / da man Vnd die Kinder Israel affen Man viertzig iar / biß daß sie zu dem Lande kamen/ Israel kKrcdN 2 da sie wohnen solten / biß an die grentze deß Lands Kanaan affen sie Man. Ein Go- Aan°gcssen. rm^mV" mor aber ist das zehende kheil eins Epha. XVII.Lüp. In Raphidun zancket das Volck mit Mose vmb wasser/dasselb gibt fnen der HERR auff anruffung Mose auß einem Leise. Darnach erhebt sich der streit wider Amalek / so rafft Mose mltauffgehabenenhandettrumHERRN/vndIsrgelerhkeltedenSkg. Nd die ganse gemeine der Kinder Israel zog auß der^ Wüsten Sm/jre tagreise/ wie inen der HERR befahl / vnd lägertcn sich in Raphidim/ Da hatte das Volck kein waffer zu trincken. Vnd mcht sie zanckten mit Mose/vnd sprachen: Gebt vns waffer/daß wir tritt- ckcn. Mose sprach zu inen: Was zancket ir mit mir t Warumb ver- nnm.-o. sucht ir den HERRN ? Da aber das Dolck daselbst dürstet nach waffer / murrcten sie wider Mose / vnd sprachen: Warumb hast» vns lassen auß Egypten ziehen / daß du vns/vnser Kindcr/vnd Vieh/durst sterben liessest? KMDse schrey Zum HER RN/vnd sprach: Wie sol ich mitdemVolckthun. Es IMfehlet nicht weit/sie werden mich noch steinigen. Der H ERR sprachzujm: Gehe Amalck Uoft. xvii.Lap. 42 ßlsiuvi- Gehe vorhin für dem Dolck/vnd mm etliche Eltesien von Israel mit dir/vrid nim dei- LAchlü! mn Stab in deine hand/damit du das wasser schlugest/ vnd gehe hin. Sihe/ Ich wil Uv .4. daselbs stehen für dir auff einem Felß in Horeb / da soltu den Felß schlagen / so wirdt pLVs -r. W"ss"' hcrauß lauffcn / daß das Volek trincke. Mose thet also für den Eltcsten von ^Lsr.w.' Isracl/Da hieß man den ort" Massa vnd Meriba/vmb deß zancks willen der Kim « der Isracl/vnd daß sie den HERRN versucht/vnd gesagt hatten: Ist der HERR vm ter vus oder nicht? (M-nr,»)« v kam Amalck / vnd streit wider Israel in Raphidtm. Vnd Mose sprach zu ZEk. (^DIosiza: Erwchlc vns Männer / zeuch auß vnd streit wider Amalck/ Morgen wil ich auff dcß Hügclö spitzen stehen vnd den Stab Gottes in meiner Hand haben. Vnd Josua thet wie Mose im sagct/daß er widerAmalckstritte. Moseabcrvnd Aaron/vud Hur/giengcn auffdie spitzen deß Hügels. Vnd dieweil Mose seine Hände cmbor hiclt/sigtc Israel/Wciin er abcrscine Hände nidcr ließ/ sigte Amalck. Aber die h^M Hände Mose waren schwär/ darumb namen sie einen stein vnd legten /n vntcr in/ daß st»dschwar. er sich drauffsatzt.Aaron aber vnd Hur vndcrhicltcn im seine Han de/airffjeglicher sei- Amalck tcn ciner/Also blieben seine Hände stciff biß die Sonne vntcrgicng.Vn Josua dcmpsi mrt verltl, set Amalck vnd sein Volek durch deß Schwerdts scherffe. Vnd der HERR sprach zu MoscSchrcrbe das zum gedächtniß in ein Buch/vnd bcsihls in die ohrcnIosua/Denn ich wilden Amalck vnter dem Himmel außtilgen/ daß man sein nicht mehr gcdencke. Vnd Mose bauwet einen Altar / vnd hieß jn/der HERR^Mssi. Dettnersprach:EöisteinMalzcichcnbcydcmStuldeßHERRN/ - daß der HERR streiten wirt wider Amalck von Kind zu Ktndskind, E) XVlll.Lap. Jetdro/Moses Gchweher/bn'ngt >m Weib vnd Rinder/Vnd da er fthet / daß'Mofe mlt arbeir/alle Sachen ;urlchren/allM vil beladen/gtbt er jn» einenRahr die Bürde ;u lelchrern/vns zeuchrrvlderumb in sein Land. »da Jethro der PncstermMldian/ Moses Schive- her/höret alles was Gott gechan hatte mit Mose vnd seinem Volck ^Sa"n.^. Israel/ daß der HERR Israel hctte auß Egypten geführt/ nam er Zi- Icthw pora/ Moses Wcib/die er hatte zu rück gesandt/sampt iren zween Sö- ftm' u Eydm ncn/Der einer hieß GcrsoM/ denn er sprach: Ich bitt ein Gast worden Exod.r.^ " m frembdcm Lande / Vnd der ander E licscr/ denn cr sprach: Gott meines Vatters ist mein hülffe gewesen / vnd hat muh errettet von dem Gchwerdt Pharao. (^^A nun Iethro / Moses Schweher/vud seine Sone / vnd sein Weib/zu im ka- (^znrcn in die Wüsten/ an den Berg Gottes/da cr sich gelägcrt hatte/licß cr Mo¬ se sagcmIch Iethro/dein Schweher/bin zu dir kommen/ vnd dein Wcib/vnd jre bey- de Sone mit jr. Da gicng jm Mose entgegen hinauß/vnd neigt sich für im/vnd küsset hi- Vnd da sie sich vnter einander gegrüsset hatten / gierigen sie in die Hütten. Da er- zehlet Mose seinem Schweher alles was der HERR Pharao vnd den Egypternge- than hatte Israels halben/vnd alle die mühe die jncn auffdem wcge begegnet war/ vnd daß sie der HERR errettet hctte. Iethro aber freuwet sich alle dcß guten/ das der HERR Israel gethan hatte/daß er sie errettet hatte von der Egyptcr hand.Vrrd Iethro sprach: Gelobt sey der HERR/ Gocc/daß er Israel der euch errettet hat von der Egyptcr vnd Pharao Hand / der weiß sein Volck von der Egypter Hand zu erretten. Mn weiß ich/daß der HERR grösser ist denn alle Götter/ darumb daß sie hohmut an inen geübt haben. Vnd Iethro/Moscs Gchweher/nam Brandopffer/vü opffcrte Gott/Da kam Aaron vnd alle Eltcsten in Israel mit Mo¬ se Schweher das Brot zu essen für Gott. . ö Eß andern morgens satzt sich Mose das Volck zu richten/ vnd das Volck stund O^Z vrnb Mose her von morgen an biß zu abend. Da aber sein Schweher sähe alles Ucchro li.BG xvm.Lap. Mose schwä- Ms was er mit dem Volck thet/sprach er:Was ist das du thust mit dem Volek k War- umb sitzest» allein / vnd alles Volek stehet vmb dich her von morgen an biß zu abend? Mose antwortet jm:Das Volek kompt zu mir/vnd fraget Gott vmb raht / Denn wo sie was zu schaffen haben komm sie zu mir/ daß ich richte zwischen einem jeglichen vnd seinem Nehestcn/vnd zeige inen Gottes Rechte vnd sein Gesetze. Zethroraht. Sein Schwchersprach zu jm:Esistmchtgutdasduthust/dumachestdrchzu müd / dazu das Volck auch das mit dir ist/das gescheffte ist dir zu schwär/ du kansts al, lein nicht außrichten.Aber gehorche meiner stimm/ ich Wil dir rahten / vnd Gott wirk mit dir seyn. Pflege du deß Volcks für Gott/ vnd bringe die Gescheffte für Gott/vnd stelle inen Rechte vnd Gesetze/daß du sie lehrest den weg darinn sie wandeln / vnd die wcrck die sie thun sollen. Sihe dich aber vmb vnter allem Volck nach redlichen Leuten / die Gott fürchten/ Deut, warhafftig/vnd dem Geitz feindt sind/die setze vber sie/etliche vber tauscnd/vber hun¬ dert/vber fünfftzig/vnd vbcr zehen/daß sie das Volck allezeit richten: Wo aber ein grosse Sache ist/daß sie diesclb an dich bringen/ vn sie alle geringe Sachen richtcn/so wirt dirs leichter werden/vnd sie mit dir tragen. Wirst» das thun/ so kanstu außrich- ten was dir Gott gebeut/ vnd alle diß Volck kan mit frieden an seinen ort kommen. Mose gehorcht seines Schwehers wort/vnd thet alles was er saget/ vnd erweh- let redliche Leute auß gantzcm Isracl/vn macht sie zu Häupter vber das Volck/ etliche vber tausend/vber hundert/vber fünfftzig / vnd vber zehen / daß sie das Volck alle zeit richten/Was aber schwäre Sachen weren zu Mose brcchten/vnd die kleinen Sachen sie richten, Also ließ Mose seinen Schwcher in sein Land ziehen. XlX.Lap. D^s Volck Israel kompt mit Mos: an den Berg Sinai/der HERR erscheint Mose auffdein Berge/vnd befidlt jm/was er dem Voick solte fürhalte». M dritten Mond nach dem außgang der Kinder W Simi. racl auß Sgyptmland/kamen ste dieses tagest» die Wüsten Sinai/ denn sie waren außgczogen von Raphrdim/vnd wolten in die Wü- DIMDM sten Sinai/ vn lägcrten sich in der Wüsten daselbst gegen dem Berge. (ENMW Vnd Mose steig hinauff zu Gott. d^'Nd der HERR rtcff im vom Berge/vnd sprach: So sozusagen zu dem Hause Deur.-^r^ c^Iacob/vnd verkündigen den Kindern Israel/Ir habt gesehen was ich den Egy- pttrn gethan habe / vnd wie ich euch getragen habe auffAdcler flügeln / vnd hab euch zu mir bracht: Werdet jr nun meiner stimme gehorchen/ vnd meinen Bund halten/so solt jr mein Eygenthumb seyn für allen Völckcrn / denn die gantze Erde ist mein / vnd - p-t jr solt mir ein Priesterlich Königreich vnd ein heiliges Volck seyn. Das sind die wort/ die du den Kindern Israel sagen solt. Mose kam vnd fordert die Eltesten im Volck/ vnd legt jnen alle diese wort für/die der HERR gebotten hatte. Vnd alles Volck antwortet zu gleich/ vnd sprachen: Alles was der HERR geredt hat wöllen wir thun. Vnd Mose sagt die rede deß Volcks dem HERRN wider. Vnd der HERR sprach zu Mose :Sihe/Ich wil zu dir kommen in einer dicken Wolcken/auffdaß diß Volck meine wort höre die ich mit dir rede/vnd gläube dir ewiglich. Vnd Mose verkündigt dem HERRN die rede deß Volcks. Er HERR sprach zu Mose: Gehe hin zum Volck/vnd heilige sie heut vnd mor- / daß sie jre Kleider waschen / vnd bereit seyen auff den dritten tag/ Denn am dritten tage wirdt der HERR für allem Volck herab fahren auff den Berg Sinai. Vnd mache dem Volck ein gehägevmbher/vnd sprich zu jnen .Hütet euch/ Ebre.». daß jr nicht auffden Berg steiget/noch sein ende anrüret/Denn wer den Berg anrü- ret/ sol deß Todes sterben. Keine Hand sol jn anrüren/ sondern er sol gesteiniget/oder mitGe- HM. Most. XIX. Lap. 4? mit Geschoß erschossen werden/es sey ein Thier oder Mensch/so sol er nit leben.Wcnn cs aber lange dohncn wirt/denn sollen sie an den Berg gehen. Mose steig vom Berge Mose heM zum Volek/ vnd heiliget sie / vnd sie wuschen jre Kleider. Vnd er sprach zu /nen: Seyt s" das bereit auffden dritten tag/vnd keiner nahe sich zum Veibe. Ebre.». ^lLsnundcrdrittetagkam/vndmorgenwar/dahubsicheittdotttternvndblitzen/ Gesetz richt pAÄ.' ^j^vnd ein dicke Wolckcn auffdem Berge / vnd ein dohn einer sehr starcken Posau- nen/Das gantze Volck aber das im Läger war crschrack.Vnd Mose führet das Volek auß dem Lägcr/Gott entgegen/ vnd sie traten vnden an den Berg. Der gantz Berg aber Sinai rauchct/darumb daß der HERR herab auffden Berg fuhr mit Fcuwer/ vnd sein Rauch gicng auffwie cinRauch vom Ofen/daß der gantze Berg sehr bebete. Vnd der Posaunen dohn ward jmer stercker.Mose redet/vn Gott antwortet/m laut. Als nun der HERR hcrnider kommen war auffden Berg Sinai/oben auffseine spitzen/fordert er Mose oben auff die spitze deß Bergs/vnd Mose steig hinauff. Da sprach der HERR zu jmSteig hinab/vnd zeuge dem Volck / daß sie nit herzu brechen zum HERRN / daß sie in sehen / vnd vil auß inen fallen. Dazu die priester/diezum HERRR nahcn/sollcn sich heiligen / daß sie der HERR nicht zuschmcttcre. Mose aber sprach zum HERRN: Das Volck kan nicht auff den berg Sinai stei¬ gen/ Denn du hast vns bezeuget/ vnd gesagt: Mache ein gehage vmb den Berg / vnd heilige in.Vnd der HERR sprach zu im: Gehe hin/steige hinab/du vnd Aaron mit dir solt Hcrauffsteigen/Aber die Priester vnd das Volck sollen nicht herzu brechen/daß sie hinauffsteigen zu dem HERRN/daß er sie nicht zuschmettere. Vnd Äose steig hervn- ier zum Volck/vnd sagts inen. xx.Lap. Dem Moloch Samen ;u geben/ warsager heimmsirchen/vnd allerlex vnordentltche vns kenschherr/ lvLrr verdorren. Gott redet alle diese wort / Zch bm der HERR x.Gebott ps-l'rI -7- dem Gott/ dcr ich dich auß kgyptenland uuß kcni Dimsihause gc. Lemr.rs. führet habe.Du solt kein ander Götter nebö mir haben. Du solt dir kein Bildniß noch irgend ein Gleichniß mache/ weder deß das oben Dem. .4. im Himmel/noch deß das vnden auffErden/oder deß das im wasser vnder der Erden ist. Bete sie nicht an/vnd diene inen nicht/Denn ich der HERR dein Gott/ bin ein eyfferiger Gott / der da Heimsucht derVätter miffechat an den Kindern biß in das dritte vnd vierdte glied/die mich haffen.Vnd thu Barmhertzigkeit an vilen tausenden/die mich lieb habcn/vnd meine Gebote halten. Lemt rs. Du solt den Namen deß HERRN deines Gottes nicht mißbrauchen/ Denn der March r. HERR Wirt den nicht VNgestrafft lassen / der seinen Namen mißbraucht. Exrd.:;. Gedencke deß Sabbaths tags/daß du in heiligest. Sechß tage soltu arbeiten/ L cch.ro. vnd alle - dein ding beschicken / Aber am sibenden tage ist der Sabbath deß HERRN Da-istE-rrD deines Gottes/da soltu kein werck thun/noch dein Son/noch dein Tochter / noch dem thmhck. Knecht/noch dein Magd/noch dein Vieh/noch dein Frembdlinger/ der in deinen tho- rcnist. Denn in sechß tagen hat der HERR Htmmelvnd Erdengemacht/vnd das Meer / vnd alles was drinnen ist / vnd ruhete am sibenden tag. Darumb segenet der HERR den Sabbath tag/vnd heiligetin. Maktb ,< solt deinen Vatter vnd deine Mutter ehren/ auffdaß du lang lebest im Lam Eplwss.' (^LDde/das dir derHERR dem Gottgibt. rvarch.s.,5. Dusoltnichttödten. Du solt nicht ehebrechen. som.7 ,z. Du solt nicht stälen. Du solt kein falsch zeugntß reden wider deinen Nehesten. H Laß dich 8ehm 11. BuK X X. L«p. Gebott. Laß dich nicht gelüsten deines Nehesten Haust. Laß dich nicht gelüsten deines Mhcsten Weibes / noch seines Knechts / noch sei¬ ner Magd/noch seines Ochsen/noch seines Escls/noch alles das dein Nehester hat. A6^Nd alles Volcksahe den donner vnd blitz / vnd den dohn der posaunen/vnd den Werck (Z^Berg rauchen. Da sie aber solches sahen/ flohen sie/ vnd traten von fcrrne/ vnd Ampc sprachen zu Mose .Rede du mit vns/wir wollen gehorchen/vnd laß Gott nicht mit vns redö/wtr möchten sonst sterben. Mose aber sprach zum Vo!ck:Förchtet euch nicht/ * Denn Gott ist kommen/daß er euch versuchte/vnd daß seine forcht euch für äugen were/daß jr nicht sündtget.Also trat das Volck von ferrne.Aber Mose macht sich hin¬ zu ins tunckel/da Gott innen war. Vnd der HERR sprach zu jm: Also soltn Den Kindern Israel sagen: Jr habt gese- Altar hen / daß ich mit euch von Himmel geredt habe / darumb solt jr nichts neben mir ma- von erde», chen/ silberne vnd güldene Götter solt jr nicht machen. Einen Altar von erden mache mir/darauff du dein Brandopffer vnd Danckopffer/deine Schaf vnd Rinder/ opfferst. Denn an welchem ort ich meines Namens gedächmiß stifften werde / da wi! ich zu dir komm / vnd dich segenen. Vnd so du mir einen steinern Altar wilt machen/ Altar soltu jn nicht von gehauwen steinen bauwen/Denn wo du mit deinem Meffer drüber A sehrest/ so wirstu jn entweihen. Du solt auch nicht auff stuffen zu meinem Altar stet- gen/daß nicht deine schäm auffgcdeckt werde für jm. xxi.Lap. Dsr HERR gibt dcuRrchkernSayrmge vnd wLtse zu straffen/L>scneben»uch GrdNttttg von den Letbexgenen/vom Todfch!age/vnd andern fachen. Weltlich G Iß sind die Rechte / dle du jncn sott Belegen. setzvstdRtcht. Eeinen Ebreischen Kriecht kauffest/der sol dir sechßjar L. EDdienen / Im sibendm jar sol er frey ledig außgehen. Ist er on Lenst e ^^Wcibkommen/sosol er auch on Weib außgehen/Ist er aber mit Weib ksmmen/so so! sein Weib nntjm außgehen. Hatjm aber sein Herr ein Werb gegebm/vnd hat Sone oder Töchter gezeuget/ so sol das Weib vnd die Kinder seines Herrn seyn/er aber sol on Weib außgehen. Spricht aber der Knecht: Ich hab meinen Herrn lieb / vnd mein Weib vnd Kind/ich Wil nicht frey werden / so bring jn sein Herr für die Götter/ vn halt jn an die thür oder pfostm/vnd bore jm mit einem Pfriemen durch sein ohr/ vnd er sey sein Knecht ewig. Erkaufft jemand seine Tochter zur Magd/so so! ste nit außgehen wie die Knech- ^^te.Gefellet sie aber jrem Herrn mcht/vnd wil jr nicht zur Ehe helffen/so sol er sie zu lösen geben/Aber vnter ein frembd volck sie zu verkauffen hat er nicht macht/ dieweil er sie verschmähet hat. Verträumet er sie aber seinem Son /so sol er Tochter¬ recht an jr thun. Gibt er jm aber ein andere / so sol er jr an jrem futter/ decke vnd Ehe- schuld/nicht abbrechen. Thut er diese drcy nicht/so sol sie frey außgehen/on Lösegelt. E^.Er einen Menschen schlegt daß er stirbt/ der sol deß todes sterben. Hat er jm Todschla (KH^)aber nicht nachgestellet/ sondern Gott hat jn lasten ongefehr in seine Hände fal- Ge».r. len/so wil ich dir einen ort bestimmen dahin er fliehen sol. Wo aber jemand an seinem Aum.^ Mhesten fteffelt/vnd jn mit list erwürget/So soltu denselben von meinem Altar nemmerr/daß rnan jn tödte. E^äEr seinen Vatter oder Mutter schlegt/ der sol deß tods sterben. Wer einen Menschen stilet vnd verkaufft/daß man jn bey jm findet/der so! deß tods sterben. ^d§Er Vatter vnd Mutter flucht/der sol deß todes sterben. Wenn sich Männer mit einander hadern/vn einer schlegt dm andern mit einem MeltW Mst. XXI. Lap. 44 Z^echt. xjnem stem oder mit einer faust daß er nicht stirbt/ sondern zu bette ligt/ kompt er aufs/ daß er außgchet an seinem stabe / so sol der in schlug pnschüldig seyn / on daß er jm be¬ zale was er verscumet hat/vud das Artzgclt gebe. O^Er seinen Knecht oder Magd schlcgt mit einem stabe/ daß er stirbt vnter seinen (U>)händen/Der sol darumb gestrafft werdemBlerbt er aber einen oder zween ta- ge/so sol er nicht darumb gestrafft werden/ denn cs ist sein gelt. Enn sich Männer hadcrn/vud verletzen ein schwangerVeib/daß ir die frucht (U^labgchct / vnd jr kein schade widerfthrct / so sol man jn vmb Gelt straffen /wie vll dcß Wclbo Mann jm aufflegt/ vnd sols geben nach der Theidingsleute erkennen: A»'?.? Kompt jr aber ein schaden drauß/so sol er lassen Seele vmb Seele/ Auge vmb äuge/ watt'h.5. Jan vmbzan/HandvmbHand/Fuß vmbfuß/Brand vmbbrand/Wund vmb wund/Bculevnib beule. jemand seinen Knecht oder seine Magd in ein Aug schlegt vn verderbte/ Melder sol sic frcy loß lassen vmb das Auge. Dcssclbigcn glcichcn/wenn er seinem Knecht oder Magd ein Zan außschlegt/sol er sie frcy loß lassen vmb den Jan. ein Ochse einen Man oder Wcib stosset das er stirbt/ so sol man den ochsen (M^stcinrgen/vttd sein fleisch nicht essen/ so ist der Herr deß Ochsen vnschuldig/W aber der Ochß vorhin stössig gewcsen/vnd seinem Herrn ists angesagt/vnd er jn nicht verwaret hat/vnd tödtet drüber einen Mann oder Weib/so sol man den Ochsen siei- mgen/vnd sein Herr sol sterben. Wirt man aber ein Gelt auffjn legen/so sol er geben sein Leben zu lösen was man jm aufflegt. Desselben gleichen sol man mit jm handeln wenn er Son oder Tochter stosset. Stosset er aber einen Knecht oder Magd/so sol er /rem Herrn dreyffig silbern Šekel geben/vnd der; Ochsen sol man steinigen. O jemand eine Gruben auffchut/odcr grcbt eine Grube/vnd decket sie nicht zu/ «^)vnd fettet darüber ein Ochß oder Esel hineyn / so solo der Herr der Gruben mit Gelt dem andern wider bczalen/Das aß aber sol sein seyn. O^Enn jemands Ochse eins andern Ochsen stosset daß er stirbt / so sollen sic den W^lebcndigen Ochsen vcrkauffen/vnd das Gelt thcilen/ vnd das aß auch theilen: Ists aber kund gewesen / daß der Ochß stössig vorhin gewesen ist/ vnd sein Herr hat /n nit verwaret/ss sol er einen Ochsen vmb den andern vergelten/ vnd das aß haben, XXII.LüP. Vom Diebs?»!, vom schaden/so mit over on willen geschickt /auch wie man sich mit entle- Heren, oder verpfendtem Gut halten sol. Enn jemand einen Ochsen oder Schaf sttlt/ vnd schlachte oder verkauffts/ Der sol fünffOchsen für eine Ochsen wi- '-San,"-.' dergeben/vndvierSchaffüreinSchaf. Oj^Enn ein Dieb ergriffen wirdt daß er eynbricht/vnd wirdt M^drob geschlagen daß er stirbt/so sol man kein Blmgericht vbc?n lassen gehen. Zst aber die Sonne vber jn auffgangen/ so sol man das Blutge¬ richt gehen lassen. S sol aber ein Dieb widerstatten/hat er nichts / so Verkaufs man jn vmb seinen ^,Diebstal.Findet man aber bey jm denDiebstal lebendig/es sey Ochse/Esel oder Schaf/so sol ers zwyfeltig wider geben. - ^^Enn jemand einen Acker oder Weinberg beschädiget/daß er sein Dich läßt E^lschadenthun in eines andern Acker/ Der solvon dem besten auffseinem Acker vnd Weinberge widcrstatten. E^Enn ein Fcuwer außkompt / vnd ergreifst die dornen/vnd verbrennt die Gar- ^H^)ben oder Getrcyde das noch stehet/oder den Acker/sol der widerstatten der das Fcuwer angezündet hat, H ij Wenn MMK ll.WuK XXII. Lap. ^cht. jemand seinem Mchstm Gelt oder Gerehte zu behalten thut / vnd wirdt (M^demsclbigen auß seinem Hause gestolen/findet man den Dieb/ so sol ers zwyfel- LLg wider geben. Findet man aber den Dieb nicht / so sol man den Haußwirt für die (GStteo He sscw" Götter bringett/ob er nicht seine Hand hab an seines Nehesten Habe gelegt. d' einer den andern schüldiget vmb einicherley vnrecht/es sey vmbOchsen oder V nach GES Gesetz AX)Escl/ oder Schaf/ oder Kleider/ oder allerley das verloren ist / so sollen beyder kyRü"cki,'nchten Sache für die Götter kommen / Welchen die Götter verdammen / der solö zwyfeltig LS"SftmemNchestenwidcrgeben. Ichan.ro. OE^Enn jemand seinem Mhestcn ein Eset/oder Ochsen / oder Schaf/ oder irgend Vich/zu behalten thut/vnd strrbt jm / oder wirt beschädiget / oder wirdtjm weggetrieben/ daß niemand sihet/Sosol mansvnrerjnenauffeinen Eyd beydem HERRN kommen lassen / ob er nicht hab seine Hand an seines Nchesten Habe gelegt/ Vnd deß Gutes Herr sols annemmen/daß jener nicht bezalen müsse. Stilets jm aber ein Dieb/ so sol ers seinem Herrn bezalen. Wirdt es aber zerrissen / sol er zcugniß da¬ von bringen/ vnd nicht bezalen. OC^Enn jemand von seinem Nchcsten entlehnet/ vnd wirt beschädigt / oder stirbt/ (MHdaß sein Herr nicht dabey ist/so sol ers bezalen. D aber sein Herr dabey/sol ers nicht bezalen/weil ers vmb sein Gelt gedinget hat. O^KEnn jemand eine Iuugksrauw beredt/die noch nicht verträumet ist/vnd be- Devt». iM^schläfft sie/der sol jr geben jr Morgengab / vnd sie zum Weibe haben. Wegcrt sich aber jr Vatter sie jm zu geben/sol er Gelt darwegm / wie vil einer Zungkfrauwen zur Msrgengabe gebürt. Zauberinnen soltu nicht leben lassen.Wer ein Vieh bcschläfft/der sol deß to- Lemt..-. (^Kdcs sterben. Wer den Göttern opffert /on dem HERRN allein/Der sey ver-Le»^ bannet. XXIII.LüP weis; man wol was es fty. X-ö c (Fülle) Heißt er al- le harre Frücht/Als da stud Rorn/ Ger- stcu/Spfstl/Birn/da O mau speist vö macht, gebM. (Tlwene») Heisset solt heilige Leute für mir ftytt / Darumb solt jr kein fleisch essen dasauff dem Levtt.». da Mäftfftvff tranck Fel de von Thieren zerrissen ist/sondern für die Hunde werffett. Ezech.44. Don macht/ Als da sind Weintrauben/ öl. 'Ze Frembdlingen soltu nicht schinden / noch vnterdrücken / Denn jr seyt auch o Frcmbdlinge in Egyptcnlande gewesen. solt keine Wittwen vnd Waisen beleidigen/ Wirst« sie beleidigen / so werden rach.?. IZ^sic Zu mir schreyen/vnd ich werde jr schreyen erhören /so wirt mein zorn ergrim- ßent^ men/ daß ich euch mit dem Schwerdt tödte / vnd euwere Weiber Wittwen / vnd eu- were Kinder Waisen werden. A^KEnn du Gelt leihest meinem Velck das arm ist bey dir/ solku jn nicht zu schaden LeM.--. (Ltt^tt)Dnn- dringen/vnd keinen Wucher auffjn treiben. Dem.^. gcn vir wuchern sind du von deinem Mhesten ein Kleid zu pfänd ttimmest/solttt es jm wider Devt.'-4. Nwemr'du demm M^gebm ehe die Sonne vntergchct/ Denn sein Kleid ist sein einige Decke seiner Neu / mttdrEm haut/darlnn er schläffk. Wirt er aber zu mir schreyen/ so werde ich jn erhören/Denn LSLL ^gnädig. ^En Göttern soltu nrcht fluchen /vnd den Obersten in deinem Volck soltu nicht A-tor.r» lästern. Deine" fülle vnd threnen soltu nicht verziehen. ^Emen ersten Son soltu mir geben. So soltu auch thun mit deinem Ochsen Exos.»;. And Schafe / Stbcn tage laß es bey seiner Mutter seyn / am achten tage soltu von mattMcherlep Gesetz vnd Recht / vnd darneben verhelssnng/ welcher masset» va» Volck Israel der Fernde machcrg werden/vnd sre Land sollen besitzen. Du solt /c» Deut.». Recht. L -Lcult.is. Most. XXllI.Lap. 45 H V solt falscher anklage nicht glauben/daß du einem M Gottlosen beystandt thust/vnd ein falscher Zeuge seyest. M . Du solt nicht folgen der menge zum bösen/ vnd nicht antworten M für Gericht/ daß du der menge nach vom Rechten weichest. Du solt den geringen nicht schmücken in seiner fache. du deines Feindes Ochsen oder Esel begegnest/daßerirret/sosoltuim ^^dcnsclbcn wider zuführen. Wenndudcß/der dich hastet/Esel sihestvnter sei¬ ner Last Ligen/hüt dich/lass in nicht/sondern verseume gern das deine vmb seinen willen. Dcut.io. Lcmc.rr. Deut.«?. Lxod.rr.»;. Dcnt.ls. Exoo.rr. Lcuit.ls. Leuik.r;. Deut.ls. Exod.ir.i;. Exod.;4> Deuters. Exod.r». Z4- ;r- Deutk. für den Rin. dem Israel hergcsandt. Exod. (F^V solt das Recht deines Armen nicht beugen in seiner fache. Sey ferrne von falschen sachcn.Dcn vnschüldigen vnd gerechten soltu nicht erwürgen / Denn ich laß den Gottlosen nicht recht haben. (6A^V solt nicht Geschänck nemmen /Den Geschänck machen die sehenden blindt/ <^Zvnd verkehren die fachen der Gerechten. Frcmbdlingen solt ir nicht vnterdrücken / Denn ir wisset vmb der Frembd- «Ailingen Hertz / dieweil jr seyt auch frembdlinge in Egyptenland gewesen. Echß iar soltu dein Land besäen / vnd seine Früchte eynsamlen / im sibenden iar soltu es ruhen vnd ligen lassen/daß die Armen vnter deinem Volck davon essen/ Vnd was vberbleibt / laß das Wild auffdcm Felde essen. Also soltu auch thun mit deinem Weinberge vnd Olberge. v Echß tage soltu dein arbeit thun/ Aber deß stbenden tags soltu feyren/Auffdaß Kirchen Ochß vnd Esel ruhen / vnd deiner Magd Son vnd frembdling sich erqut- ^ee. cken. Alles was ich euch gesagt habe das haltet. Vnd anderer Gotter Namen solt jr nicht" gedencken/ Vnd auß cuwerem munde sollen sie nicht gehöret werden. <, Rcymal d solt ir mir Fest halten im iar/ nemlich / Das Fest der vngescuwerten D-iEW» soltu halten/daß dusibentagevngeseuwert Brot essest (wie ich dir ge- bottcn habe) vmb die zeit deß Mondes Abib / Denn in demselben bistu auß Egypten »0^ daA danc?-»! gezogen. Erscheinet aber nicht lär für mir. Vnd das Fest der ersten erndten der frücht !s^ ge§E 8- die du auff dem Felde gesäet hast / Vnd das Fest der eynsamlung im außgang' deß Umm 7 iars/wctkn du deine arbeit eyngesamlet hast vom Felde. '7^^ (b^^eywalimiarsollen erscheinen für dem HERRN dem Herrscher alle deine ^^0" ^^Mannsbilde. Du solt das Blut meines Opffers nicht neben dem Sauwer- tcigopffern/ Vnd das fette von meinem Fest sol nicht bleiben biß auffmorgen. ^7» MfA?« As erstling von der ersten frucht auff deinem Felde soltu bringen in das Hauß deß HERRN deines Gottes/ Vnd du solt dasBöcklin nicht kochen dieweil es Laubcrhü"mr"scst ansctncrMuttermilchist. '^7-7^ ?he/Zch sende einen Engel für dir her/ der dich behüte auffdem wege/vnd brin- ge dich an den ort den ich bereit habe. Darumb hüte dich für seinem angesicht/ Deß fars außgang vnd gehorche seiner stimme / vnd erbittere in nicht / Denn er wirdt euwer vber- 77^7^7'7 tretten nicht vergeben/vnd mein Name ist in jm.Mrstu aber seine stimme hören/vnd thun alles was ich dir sagen werde / so wil ich deiner Feinde Feind / vnd deiner wider- / rc wertigen Wtderwertigerseyn. ^s^/dusol7as Wenn nun mein Engel für dir hergehet/vnd dich bringet an die Amoriter/He- fEch77aNsge- thiter/Phercsiter/Kananiter/Heuiter/ vnd Iebusiter / vnd ich sie vertilge/so soltu ire Götter nicht anbcten / noch inen dienen / vnd nicht thun wie sie thun / sondern du solt Dcvt.?.z-. ire Götzen vmbrcissen vnd zubrechen/Aber dem HERRN euwerem Gottsoltir die¬ nen /so wirdt er dein Brot vnd dein Wasser segenen / vnd ich wil alle Kranckheit von dir wenden. Vnd sol nichts vnträchtiges noch vnfruchtbars seyn in deinem Lande/ vn d wil dich lassen alt werden. El §h tvll mein schrecken für dir her senden/vnd alles Votck verzagt machen dahin du körnest / vnd wil dir geben alle deine Feinde in die flucht. Ich wil Hörniffen H iii für dir Macl ll.BuA XXllil.Lap. sol mtt den str dir her seuden/die für dir herauß jagen die Heuiter / Kananiter vnd Hethiter. Ich Bund mache» Wil sie nicht auffein jar außstoffen für dir / auff daß nicht das Land wüst werde / vnd sich wilde Thier wider dich mehren/einzelen nach einander Wil ich sie für dir herauß stoffen/biß daß du wächsest/vnd das Land besitzest. Grentze deß wil deine Grentze setzen/das Schilffmeer/ vnd das Philister Meer / vnd die Exov.^ g-lobte»La»dö. (-^Wüsten biß an das waffer/ Denn ich Wil dir in deine Hand geben die Eynwoh- ^" 7* ner deß Lands/daß dusiesoltaußstoffenfürdirher. Du solt mit inen oder mit jren Göttern keinen Bund machen/sondern laß sic nicht wohnen in deinem Lande/daß sie dich nicht verführen wider mich / Denn wo du jren Göttern dienest/wirt dirs zum ärgerniß gerahten. xxim.Lap. Mose erzelet dem Volcke die wort deß HERRN/ bauwer einen Altar/vnd leßt Brandopf- ferdaranffopffern/sprengtmir dem Blut/verltßt das Buch SeßBunds/ vnd steigr mit Aaron/ Nadab/Abihu/vttdvenslbentzigEltesten deß Volcks/auffdenBergrnm HERRN» Nd zu Mose sprach er: Steig herauff zum HiMRN/ L du vnd Aaron / Nadab vnd Abihu / vnd die sibentzig Eltesten Israel/ vnd betet an von ferme/Aber Mose alleine nahe sich zum HERRN/ vnd laß jene sich nicht herzu nahen/vnd das Volek komme auch nicht mitjm herauff. Ose kam / vnd erzclet dem Volek alle wort deß HERRN/vlrd alle Rechte. Da Exov.^ antwortet alles Volek mit einer stim/vnd sprachen .Alle wort die der HERR gesagt hat/wöllen wirthun. Da schreib Mose alle wort deß HERRN/vnd macht sich deß morgens ftü auff/ vn bauwet einen Altar vnden am Berge mit zwölff Seulen/ nach den zwölffStammen Israel. Vnd sandte hin Jüngling auß den Kin¬ dern Israel/daß sie Brandopffer darauffopfferten/ vnd Danckopffer dem HERRN von Farren. Vnd Mose nam die helffte deß bluts/vn thcts in ein becken/dte ander helfft spren- Exod..^. get er auff den Altar. Vnd nam das Blich deß Bunds vnd laß es für den ohren deß " Volcks/Vn da sie sprachen:Alles was der HERR gesagt hat wöllen wir thun/vnd ge- Blut deß Horchen/Da nam Mose das Blut/ vnd sprenget das Volek damit/vn sprach:Sehet/ Bu»ds. Das ist Blut deß Bunds / den der HERR mit euch machet vber allen diesen Worten. (^^A stiegen Mose/Aaron/Nadab/vnd Abthu/vnd die sibentzig Eltesten Israel/ n k^LWiuauff/vnd sahen den Gott Israel. Vnter seinen füffen war es wie ein schöner « Saphir / vnd wie die gestalt deß Himmels / wcnns klar ist. Vnd er ließ" seine Hand N/tNumit nichtvbcr dieselben Obersten in Israel.Vnd da sie Gott geschäumt hatten affen vnd donner vnd blitz/wie jpUNckeN sie. wmd/ Vnd der HERR sprach zu Mose: Kom herauffzu mir auffden Berg/ vnd bleib daselbs/daß ich dir gebe steinern Taftln/vn Gesetz/ vnd Gebott/ die ich geschrieben ha be/die du sie lehren solt. Da macht sich Mose auff/ vnd sein Diener Josua / vnd steig auff den Berg Gottes / vnd sprach zuwen Eltesten: Bleibt hie / biß wir wider zu euch kommen / Sihe / Aaron vnd Hur sind bey euch / hat jemand eine Sache / der komme für dieselben. Da nun Mose auffden Berg kam/bedeckt eine Wolcke den Verg/vnd die Herr- ligkeit deß HERRN wohnete auff dem Berge Sinai /vnd decketjn mtt der Wolckcn sechßtage/vndrieffMoseamsibendentage außderWolcken. Vnddas ansehender Herrligkeit deß HERRN war wie ein verzehrend Fcuwerauffder spitze deß Berges für den Kindern Israel. Vnd Mose gieng mitten in die Wolcken / vnd steig Moses auff den Berg/vnd bleib auffdem Berge viertzig tage rkibt «»ff vndvkrtzigmcht. Der HERA KGkn Recht, Mst. xxv.Lap. 46 xxv. Lap. Der HERR befihlt Mose /vre er das HetUgthumbimt aller Mgehörvngsol anrichte». Lrod.z?. Ebres. Lade. Exov.?. V solt auch einen Gnadenstul machen von feinem golde/dritthalb elen solseine lcnge seyn/vnd anderthalb elen seine bmte.Vnd solt zween Kherubim machen ,..... -- ende / der ander an dem andern ende / vnd also zween Kherubim seyen an deß Gna- ' denstulo enden. Vnd die Kherubim sollen jre fiügel außbreiten oben vber her / daß sie mit jren flügeln den Gnadenstul bedecken / vn eins jeglichen antlitz gegen dem andern stche/Vnd jre antlitz sollen auffden Gnadenstul sehen/Vnd solt den Gnadenstul oben auffdie Lade thun / vnd in die Lade deß Zeugntß legen das ich dir geben werde. Von /Z- dem ort wil ich dirzeugcn/vnd mit dir redcn/nemlich/von dem Gnadcnstulzwischen » den zweyen Kherubim/der auffder Laden deß Augniß ist / alles was ich dir gebieten W2W wil an die Kinder Israel. g-Msse» z«chmv»v Hcbopsi fa- Nd der HERR redet mtt Mose/vnd sprach/Sage -en Kindern Zsracl/daß sic mir ein Hebopffer gcben/Vnd nemet dtescl- § den von jedcrman / der es williglich gibt. Das ist aber das Ncbopf- H ftr/ das jr von ine» nemcn solt / Gold/ Silber/ Ertz/gele Seydcn/ TGcharlacken/rosinrot/wctffcscydcn/digcnhar/rötlechtWtdcrfcll/ Dachßsell/Förnholtz/ölc zur Lampcn/Spcccreyzur salben vnd gu¬ tem Räuchwcrck/Ontchstctn vnd cyngefaste Stein zum Lcibrockvnzum Schildtlin. Vnd sic sollen mir ein tzctltgthumb machen / daß ich vntcr incn wohne / wie ich dir ein fürbtlde" dcrWohnung vn alles seines gerehts zeigen wcrdc/so solt irs machen, cs-a..,, ° ^^Dsoltaucheincn Gnadenstul machcnvonfcinemgoldc/dritthalbelensolseinc «naven ^^lcngc seyn/vnd anderthalb elen seine breite.Vnd soltzween Kherubim machen Khcru- vonttchtcmgolde/zubeydenendcndeß Gnadenstuls/daßein Kherub sey an diesem .-° cndc/dcrandcrandcmandcrncndc/vndalsozween Kherubim seycnandeß Gna- 4°. denstulö enden. Vnd die Kherubim sollen irc fiügel außbreiten oben vber her / daß sic mit lren flügeln den Gnadenstul bcdeckcn/vn eins jeglichen antlitz gegen dem andern stchc/Vnd irc antlitz sollen auffden Gnadenstul schen/Vnd solt den Gnadenstulobcn A- dem ort wil ich ° dirzeugcn/vnd mit dir redcn/nemlich/von dem Gnadcnstulzwischen Man die Kinder Israel. „ (AXBsoltauchcincn Tisch machen von Förnholtz/Iwo elen sol seine lengcscyn/ WVLZ e^üvnv ein elc sein breite/ vnd anderthalb cle sein höhe. Vnd solt jn vbcrziehen mtt feinem golde/vnd einen gülden Krantz vmbhcrmachcn/vnd eine leisten vmbher et-""°"' c ncr handbreit hoch/vnd einen gülden Krantz vmb die leisten her.Vnd solt vier gülden ringe daran machen an die vier ort anseincnvterfüffen/harkvnter der leisten sollen die ringe scyn/daß man stanzen dreyn thue/ vnd den Tisch tragc/vnd solt die stanzen vonFörnholtzmachen/vnd sie mitgoldevberzichen/daß der Tisch damit getragen werde. Dusoltaucb seine Schüffeln/Bccher/Kannen/ Schalen/auß feinem golde Schau- machen/ damit man auß vnd cyn schänckc. Vnd solt auffden Tisch allezeit Schauw- brot legen für mir. Leuchter. (§>V solt auch einen Leuchter vö feinem tichtcm golde mache / daran sol der schafft ZAmit rören/schalcn/kncuffcn vn blumcn/seyn.Scchß rörcn sollen auß dem leuch¬ tet zun selten außgehcn / auß jeglicher fetten drcy rören / ein jegliche röre sol drcy offen Schalen / Kncuffc vnd Blumen / haben/ Dao sollen scyn die scchß Rören auß dem Leuchter. Aber der Schafft am Lcuchtcr sol vier offen schalen mtt kncuffc vnd blumcn haben/vnd ja einen Knauffvnter zwo Rören/ welcher scchß auß dem Leuchter gehen, v 11. Lam- Denn beydc/jre Kneuffe vnd Rörcn / sollen außjm gehen / alles ein ticht lauter gold. p,». Vnd solt sibcn Lampen machen oben auff/ daß sie gegcnandcr lcuchtcn/vn liecht- A««".' schncutzcnvn leschschnepffc vonfeinem golde/außeinem'Kcntnerfeinesgoldessoltu c-E«) H W dasmachcn/"'k""d-E°'°-. Wohnung 11.Butz) XXVI. Lap. samptjrem dasmachen/mitallediesemGerehte. Vndsihezu/daßduesmachestnachjremBtl- de/das du auffdem Berge gesehen hast. xxvi.Lap. Vs» ve» Decken vnd wohnnnge/ von den Brettern/Rrgeln/zMeyen Färhängen/Lässsn/ Pfosten vnd Genien. Je Wohnung soltu machen von zehen Teppichen/ von „- weisser gezwirnter seyden/von geler seyden/ von scharlacken vnd rosili- A^iug. W rot/ Kherubim soltu daran machen künstlich. Die lenge eins Teppichs " MW sol acht vnd zwentzig elen seyn/die breite vier elen / vnd sollen alle zehen gleich scyn /vnd sollen ja fünff zusammen gefüget seyn / eine an die an¬ dern. Vnd solt schleufflin machen von geler seyden an jegliche Teppichs orten/da sie sollen zusammen gefügt seyn/ daß la zween vnd zween an jren orten zusammen gehefft werden / fünfftzig schleufflin an jeglichem Teppich/ daß einer den andern zusammen fasse. Vnd solt fünfftzig güldene heffte machen / damit man die Teppich zusamen heff- te/einen an dem andern/auff daß es eine Wohnung werde. (^^V solt auch eine Decke auß Jigenhar machen/zur Hütten vber die Wohnunge Decke vo (A^von eilffTeppichk. Die lenge eins Teppichs sol drcissig elen seyn/die breite aber Exo?^ vier elen/vnd sollen alle eilffe gleich groß seyn. Fünffsolm an einander fügen/vnd sechse auch an einander/daß du den sechßten Teppich zwyfeltig machest forn an der Fünfftzig Hütten. VndsoltaneinemjeglichenTeppichfünfftzig schleufflin machen an jren or- ten/daß sie an einander bey den enden gefüget werdemVnd solt fünfftzig eherne heffte HeM. machen/vnd die heffte in die schleufflin thun/ daß die Hütte zusamen gefüget / vnd ei- v ne Hütte werde. Aber das vberlenge an den Teppichen der Hütten soltu die helfft las¬ sen vbcrhangcn an der Hütten/auffbeyden feiten eine elen lang/daß das vbrige sey an der Hütten seitcn/vnd auffbeyden selten sie bedecke.Vber diese Decke soltu eine Decke Decke vo machen von rötlichen Widerfcllen / dazu vber sie eine Decke von DachßfelLen. ZLkL (^^V solt auch Bretter mache zu der Wohnung von Fornholtz die stehen sollen/Ie Bretter elen lang sol ein brett seyn/vnd anderthalb elen breit. Iween zapffen sol ein Exsv. Brett haben/daß eins an das ander möge gesetzt werden. Also soltu alle Bretter der Wohnung machen.Iwentzig sollen jr stehen gegen dem Mittag / die sollen viertzig sil¬ bern füsse vnden haben/ja zween süsse vnterjeglichem brett an seine zween zapffen/Al- soauff der andern feiten gegen Mitternacht sollen auchzwcntzig Brett stehen/vnd viertzigstlbem füsse/ja zween füffevnterjeglichembrctt/Aber hinden an der Woh- mmg/gegen dem Abend/soltuscchß brett machen/dazuzwey brett hinden an die zwo ecken der Wohnung/ daß ein jegliche der beyder sich mit seinem ortbrett v§ vnden auff gesclle/vnd oben am Haupt gleichzusammen kome mit einem klammer/ daß acht bret- ter seyen mit jren silbern füssen/der sollen sechtzehen seyn/ ja zween vnter einem brett. A6^Dsolt Riegel machen von Fornholtz/fünffe zu den Brettern auff einerseiten Riegel. <7^der Wohnung/vnd fünffe zu den brettern auffder andern feiten der Wohnung/ vnd fünffzuden brettern hinden an derWohnung gegen dem Abend.Vn solt dle Rie¬ gel mitten an den brettern durchhin stossen/vnd alles zusamen fassen/von einem ort zu dem andern. Vnd solt die Brett mit golde vberziehen / vnd jre rincken von golde ma- chen/daß man die riegel dreyn thu/vn die riegel soltu mit gold vberziehen. Vn also sol- tu denn die Wohnung auffrichten / nach der weise wie du gesehen hast auffdem berge. I Nd solt einen Fürhang machen von geler seyden/scharlacken/vnd rosinrot/vnd ^Hgezwirnter weisser seyden/vnd solt Kherubim dran machen künstlich. Vnd solt ^^jn hengen an vier seulen von Förnholtz/die mit gold vberzogen sind/ vn güldene knellffe/vn vier silberne füsse haben.Vnd solt den fürhang mit Hefften anhefften/vnd die Lade deß Zeugniß innwendig deß Fürhangs setzen / daß er euch ein vnterscheid sey Lade, zwischen dem Heiligen vnd dem Allerheiligsten. Vnd solt Wohnung Mse- XX vil.Lap. 47 lampt jrö Vnd solt den Gnadenstul thmi auffdie Lade deß zeugntß in dem Allerheiligsten/ Gnaden Dm Tisch aber setze äusser dem Fürhang/ vnd den Leuchter gegen dem Tisch vber/zn ftttiEb« Mlttagwerts der Wohnunge/daß der Tisch stehe gegen Mitternacht. Tisch. Vnd solt ein Thuch machen in die thür der Hütten/ gewircket von geler Seyden/ Leuchter, rossnrot / Scharlacken vnd gezwirnter weisser Seyden. Vnd solt demselben Thuch fünffSculcn machen von Förnholtz mit gold vberzogen / mit gülden Kneuffcn / vnd solt jnen fünffehrnc Füsse giessen. xxvn.Lap. Vom Alt»rr v ird seiner Angehsrunge. Vom Vorhofe der Wohnung«. Vom S>le vnd Lampe». opffcrs Altar „iilsctiicmGc rchtc. ExoV. ;S. Hose Mit seinen Vmb, hängen. Exod-z8. xxvm.Lap Von der Priester Rielvunge vnd Weihung«. kirche'oder Scifft/da hin das Volck Isra. elkommen/vndGoe- tes wort hören stke/ Mamit ste mehr per eygcn andacht Nach hin vn wider ließrn- auffBcrge/in grün¬ de vn andern örtern/ Eocrzuopssenn Vnd solt Nd solt etncn Altar machen von Förnholtz/ fünffelen lang vnd breit daß er gleich vierccket sey /vnd drey elen hoch. "Hör- « HUncr solril auff seinen vierccken machen/vnd solt inmitErtzvbcrZie- Ä^Ae «-'»e ' N Herr. Mache auch aschcn töpffc / schauffcln/ becken/kreuwel/kolpfam RneuM Mr nen/alle sirne gerchte soltu von Ertz machen. Du solt auch ein ehern Gitter machen/wiecin Netz/vnd vier chrne Ringe an scine vier ort/Du solw aber von vndcn auff vmb dcu Alcar machen / daß das Gitter reiche biß mitten an den Al¬ tar. Vnd solt auch Stangen machen zu dem Altar von Förnholtz/mit Ertz Herzo¬ gen / vnd solt die Stangen in die Ringe thun / daß die Stangen seyen an beyden sel¬ ten deß Altars / damit mau in tragen möge. Vnd soltfn also von Brettern machen/ daß er innweudig hol scy/wic dir auff dem Berge gczeiget ist. (A^V solt auch der Wohnung einen Hofmachen / einen vmbhang von gezwirnter (^Nvetsscr scyden/auffeiner feiten hundert elen lang gegen dem Mittag/vn zwcn- tzigSeulen/auffzwentzig ehren Füssen/vnd chrncKneuffe mit jren reissen von sil- ber. Also auch gegen Mitternacht sol seyn ein vmbhang hundert elen lang/zwentzig Sculcn auffZwentzig eherne süssen / vnd ire Kncuffc mit jren reissen von silber. Aber gegen dem Abend sol die breite deß Hofs haben einen Vmbhang / fünfftzig elen lang/ zehen Sculcn auff zehen süssen. Gegen dem Morgen aber sol die breite deß Hofs ha¬ ben fünfftzig elen/ Also daß der Vmbhang habe auffeiner feiten sünfftzchen clm/dazu drcy Sculcn auffdreyen süssen. Vnd aber sünfftzchen elen auffder andern seiten/da- zu drcy Seulen auff drcycn süssen. Thuch AlBer in dem Thor deß Hoss sol ein Thuch seyn zwentzig elen breit/ gewircket von lmThordeß ^^gLlcrscyden/scharlackcn/rosinrot/vn gezwirnter weisserscydcn/Dazu vier Sen lcn auffiren vier süssen. Alle Sculcn vmb den Hof her sollen silbern Reiffe vnd sil¬ bern Kneuffe vnd eherne Füsse haben. Vnd die lenge deß Hofs sol hundert elen seyn/ die breite fünfftzig elen/die höhe sünffelcn von gezwirnter weisser seyden/vnd seine süs¬ se sollen ehern seyn. Auch alle Gerehte der Wohnung zu allerley Ampt / vnd alle seme Nägel / vnd alle Nägel deß Hoss / sollen ehern seyn. Oel zur Ebeut den Kindern Israel / daß sie zu dir bringen das aller reimst lauter öl von ^«,-r»Ew Lampe«. ^ODlbäumen gestossen zur leuchten / daß man allezeit oben in die Lampen thu/ in ischwortMoed/ha. der Hütten deß bStiffts/äusser dem Vorhang/der für dem Zeugniß hangt. Vnd w^.wch E Aaron vnd seine Söne sollen sie zurichten/beyde deß morgens vnd deß abends für dem HERRN.Das sol euch ein ewige weise seyn auffeuwere Nachkommen vnter den 77 Kindern Israel. " Aarons ll.BuK XXVill.Lap. VN seiner So H-V ne Alecdcr vnd Schmuck, Nd solt Aaron / deinen Bruder / vnd seine Söne/zu s dir nemen auß den Kindern Israel / daß er mein Priester scy / nem- lich/Aaron vn seine Söne/Nadab/Abihu/Eleasar/vnd Ithamar. Z)M Vnd solt Aaron/deinem Bruder/Heilige Kleider machen/ die Herr- D lieh vnd schön seyen. Vnd solt reden mit allen / die eines weissen her- tzen sind/die ich mit dem Geist der weißheit erfüllet habe/ daß sie Aaron Kleider ma¬ chen zu seiner Weihe / daß er mein Priester sey. Das sind aber die Kleider die sie machen sollemDas Schiltlin/Leibrock/Sey- demock/Engcnrock/ Hut vnd Gürtel. Also sollen sie heilige Kleider machen deinem Bruder Aaron/vnd seinen Sönen/ daß er mein Priester sey. Dazu sollen sie nemen Gold/gelc S.ydcn/Scharlacken/rosinrot/vnd weisse Scyden. (AXEn Leibrock sollen sie machen von gold/geler scyden/scharlacken/rosinrot/vnd Leibrock. <^sgezwirnter weisser scyden/künstlich/Daß er auffbeyden achseln zusammen ge- Ex-v z-, fügt/vnd an beyden selten zusammen gebunden werde/Vnd seine gurt darauff sol derselben kunst vnd werck seyn/von gold/ geler scyden/ scharlacken / rosinrot/ vnd ge¬ zwirnter weisser scyden. Vnd solt zween Onicherstein ncmen/vn darauffgraben die Namen der Kinder n Israel/auffjegltchensechß Namcn/nach dem ordenjres alters.Das soltu thun durch die Steinschneider / die da Sigel graben/also/daß sie mit gold vmbher gefastet wer¬ den. Vnd solt sie auffdie schultern deß Leibrocks hcfften/ daß es Steine seyen zum ge- dächtnißfür die Kinder Israel/daß Aaron jre Namen auff seinen beyden schultern trage für dem HERRN zum gedächtniß. Vnd soltgüldene Spangen machen/vnd zwo Ketten von feinem golde/mitzwcy enden/ aber die glied in einander hengend / vnd solt sie an die Spangen thun. (A^As Amptschiltlin soltu machen nach der kunst/ wie den Leibrock / von gold/ge- Ampt- (^Klcrscydm/scharlackcn/rosinrotvndgezwtrnterweifferseyden. Vicrecketsoles seyn/vnd zwyfach/eine Handbrett sol seine lenge scyn/vnd eine handbreit seine brci- '«»seMt. te.Vnd solts füllen mit vier rigen voll stein/ Die erste Rige sey ein Sarder/Topascr/ Smaragd. Die ander/ ein Rubin/ Saphir/ Demand. Die dritte/ein Lyncurcr/ Achad/Ametist. Die vierdte/ein Türckiß/Onich/Iaspis. In Gold sollen sie gefastet seyn in allen rigen/vnd sollen nach den zwölffNamen der Kinder Israel stehen/gegra ben vom Steinschneider/ ein jeglicher seines Namens nach den zwölffStämmen. Vnd solt Ketten zu dem Schiltlin machen/mit zwey enden/ Aber die glied in ein¬ ander hengend / von feinem Gold / vnd zween gülden Ringe an das Schiltlin / also/ daß du dieselben zween Ringehefftest an zwo ecken deß Schiltlins/vnd die zwo gül¬ den Ketten in dieselben zween Ringe an den beyden ecken deß Schiltlins thust. Aber die zwey ende der zwo Ketten soltu in zwo Spangen thun/vn sie hcfften auffdie schul¬ tern am Letbrock gegen einander vbcr. Vnd solt zween andcr gülden Ringe machen/vttd an die zwo ander eckett deß Schiltlins heffren an seinem ort/innwendig gegen dem Leibrock.Vnd solt aber zween gülden Ringe machen / vnd an diezwo ecken vnden am Letbrob gegen einander heff- ren/da der Letbrock zusammen gehet/oben an den Leibrockkünstlich.Vnd man sol das SchiltlinmitseinenRtngkmiteinergelenschnuran die Ringe deß Leibrocks knüpf- fen/daß es auff dem künstlich gemachten Letbrockhart anlige / vnd das Schiltlin sich nicht von dem Leibrock loß mache. Also sol Aaron die Namen der Kinder Israel tragen in dem Amptschiltlin / auff , seinem hertzen/wenn er in das Heylige gehet/zum gedächtniß für dem HERRN alle- (LtE) Wasdas zeit. Vnd solt in das Amptschiltlin thun" Liecht vnd Recht / daß sie auff dem hertzen wMMt mch/mchr/ Aarons seyen/ wenn er eyngehet für dem HERRN / vnd trage das Ampt der Kinder ZLvKThÄm! Israelauff seinem hertzen für dem HERRN alle Wege. Du solt Narons Nose. xxix.Lap. 48 VN seiner solt auch dm Seydmrock vnterdenLeibrockmachen/gantzvongelersey- Lchmncr.^ oen.Vnd oben mitten in sol em loch seyn/vnd ein borte vmb das loch her zusam- Scyden- men gcfalten/daß nicht zureisse. Vnd vnden an seinen Saum soltu Granatöpffel ma k"» chcn/von gcler seyden / scharlacken / rosinrot / vmb vnd vmb / Vnd zwischen dieselben güldene schellen auch vmb vnd vmb / daß ein gülden schelle sey / darnach ein Granat- e Lccles.45- Stirn- klat. Enge- rock. Leuir. S. apffel/vnd aber ein gülden schelle/vnd wider ein Granatapffel/vmb vnd vmb/an den sauin desselben Scydenrocks. Vnd Aaron sol in anhaben wenn er dienet / daß man seinen klang höre wenn er auß vnd eyngchet in das Heilige für dem HERRN/auff daß er nicht sterbe. (AF^V solt auch ein Stirnblat machen von feinem golde/vnd außgraben/wie man (^L^die Sigel außgrcbt/die Heiligkeit deß HERRN. Vnd solts hefften an eine gele schnür / fernen an den Hut auff der stirn Aaron / daß also Aaron trage die missethat deß Heiligen/daß die Kinder Israel heiligen in allen gaben jrer Heiligung. Vnd es sol allwcg an seiner stirn scyn/daß er sie versöhne für dem HERRN. (^^V solt auch den Engenrock machen von weisser seyden/ vn einen Hut von weis- scr seyden machen /vnd einen gestickten Gürtel. Nd den Sönen Aaron soltu Röcke/ Gürtel vnd Hauben/machen / die herrlich vnd schön seyen. Vnd solt sie deinem Bruder Aaron sampt seinen Sönenan- ^^zichen/vnd solt sic salben / vnd jre Hände füllen / vnd sie weihen / daß sie meine v Priester scycn.Vn solt jnen leinen Ntderkletd mache/zu bedecken das fleisch der schäm/ ist emAmschespra von den lenden biß an die hüfften/Vnd Aaron vnd seine Söne sollen sie anhaben/ w'o^n.Mwa^as wenn sie in die Hütten deß Stiffw gehen/oder hinzu rretten zum Altar/daß sie die- nen in dem Heiligthumb/daß sie nichtjre missethat tragen/vnd sterben müssen. Das W-,h-d->, pastem sol jm/vnd seinem Samen nach jm/ein ewige weise seyn. XXIX.Lsp. Von ver Wechunge Aarons veß öbcrsten priesters/semer Ssne/vnd deß Altars. z As Os auch / das du jnen thun solt/ das; sie mir zu Aarons Priester geweihet werden: Mm einen iungen Farren/vnd zween Wi- SöneMi. der on wandel/vngeseuwert Brot /vnd vngescuwerte Kuchen mit öle L ^^^MM gemenget/vnd vngeseuwerte Fladen mit öle gcsalbet/Von Weytzen- mäl soltu solche alles machen/vn solw in einen Korb legcn/vnd in dem Korbe herzu bringen /sampt dem Farren vnd den zweyen Widern. Vnd solt Aaron vnd seine Söne für die thür der Hütten deß Stiffts führen/vnd mit wasser waschen / vnd die Kleider ncmmen/ vnd Aaron anziehen den Engenrock/ vnd den Seydenrock/vnd den Leibrock/vn das Schiltlin zu dem Letbrock. Vnd solt in gürten aussen auff den Leibrock / vnd den Hut auff sein Haupt setzen / vnd die heylige Kron an den Hut.Vnd solt nemen das Salböle/vnd auffsein Haupt schütten/vnd in salben. Vnd seine Söne soltu auch herzu führen/vnd den Engenrock inen anziehen/ vnd beyde/Aaron vnd auch sie/mit gürteln gürten/ vnd inen die Hauben auffbinden/ daß sie das Priesterthumb haben zu ewiger weise. Vnd solt Aaron vnd seinen Sönen die Hände füllen / vnd den Farren herzu füh¬ ren für die Hütten deß Stiffts/ vnd Aaron sampt seinen Sönen sollen ire Hände auff deß Farren Haupt legen. Vnd solt den Farren schlachten für dem HERR)? / für der Leun.«. thür der Hütten deß Stiffts/vnd solt seines Bluts nemen/ vnd auffdeß Altars Hör¬ ner thun mit deinem finger / vnd alles ander blut an deß Altars boden schütten. Vnd soltallesFettnemmen am Eyngeweyde/vnd dasNetzevberderLeber/vnddiezwo Nieren mit dem Fett das drüber ligt / vnd solts auff dem Altar anzünden. Aber deß Farren Fleisch /Fell vnd Mst / soltu aussen für dem Lager mit Feuwer verbrennen/ dennesisteinSündopffcr. Aber den Aarons ii.DrH xxix.Lap. VN seiner Sö ne chcilvomOpsfcr. a (Ein Feuwerdcß §ENNN)Äas lvort(einfeuwerdcß braucht Mose sehr viel/v»d rvirsollcnsgewoiicn dzersovil heisse/als ein opfferdeß RLM Als wenn du oö fcrruen ein fcu »versehest/vn fragest »vz ist das? so spreche rnan:Estst Gortes fenwer/dasist/man opffcrtdaselbsGott. ker Svneciröos clien/velaliam ti^urain. Ber den einen Wider soltu nemmen/ vnd Aaron sampt seinen Sönen sollen ire Le»st. s> ^^händc auffsein Haupt legen/Denn soltu in schlachten/vnd seines bluts nemmen/ vnd auffden Altar sprengen rings rumb. Aber den Wider soltu zulegen in stück/ vnd sein eyngeweyde vnd schenckel waschen/vnd soltsauff seine stück vnd Haupt legen/ vnd den gantzen Wider anzünden auff dem Altar / Denn es ist dem HERRN ein Brandopffer/etn süsser geruch/" einFeuwer dcß HERRN. andern Wider aber soltu nemmen / vnd Aaron / sampt seine Söne / sollen Hände auffsein Haupt lcgen/vnd soltjn schlachten/vnd seines bluts nemmen/ vnd Aaron vnd seinen Sönen auffden rechten Dhrknörbel thun / vn auffden Dau¬ men irer rechten Hand/vnd auffden grossen Zehe jrcs rechten süsses/ vnd solt das blut auffden Altar sprengen rings rumb. Vnd solt das blut auff dem Altar nemmen vnd salböle/vnd Aaron vnd seine Kleider/seine Söne vnd ire Kleider/besprengen/sowirt er vnd seine Kleider/ seine Sone vnd ire Kleider / geweihet. Darnach soltu nemmen das Fett von dem Wider/den schwantz/vnd das fett am eyngewcide/das Netz vber der Leber/vnd die zwo Nieren mit dem fett darüber/vn die rechte schütter (denn es ist ein Wider der fülle) vnd ein Brot vnd ein ölkuchen/vnd ei¬ nen Fladen auß dem Korbe deß vngeseuwerten Brots / der für dem HERRN stehet/ o vnd legs alles auff die Hände Aaron vnd seiner Söne/vnd webe es dem HERRN. Webevn Darnach nims von iren händen/vnd zünde es an auffdem Altar zum Brandopffer/ Zum süssen geruch für dem HERRN / Denn das ist ein Feuwer deß HERRN. Vnd solt die Brust nemmen vom Wider der fülle Aarons/vnd solts für dem HERRN weben/das sol dein theil seyn. Vnd solt also heiligen die Webebrust/vnd die Aarons Hebeschultern/die gewebet vn gehebet sind von dem Wider der fülle Aarons vnd sei- ner Söne/vnd solAarons vnd seiner Söne seyn/ewiger weise/ von den Kindern W vo» dem rael/ Denn es ist em Hebopffer / vnd die Hebopffer sollen deß HERRN seyn/ von den Kindern Zsrael an iren Danckopffern vnd Hebopffer». ^Ber die heiligen Kleider Aaron sollen seine Söne haben nach im/daß sie darin- nen gesalbet/vnd ire Hände gefüllet werdemWelcher vnter seinen Sönen an sei¬ ne stattpriesterwirdt/dersol siesiben tage anziehen/daß er gehe in die Hütten deß Stiffts/ zu dienen im Heiligen. aber nemmen den Wider der füllung/vnd sein fletsch an eim heiligen ort Lerrtt.s. (^Aochen. Vnd Aaron mit seinen Sönen sol desselben Widers fleisch essen sampt dembrot Narons Dost. XXIX. 49 Sön!Ävö dem Brot im Korbe / für der Thür der Hütten deß Stiffts/dcnn es ist vcrsünung da- opfftr. mit geschehen/zu füllen ire Hände/ daß sie geweihet werden / Kein ander sol es essen/ denn es ist heylig. Wo aber etwas vbcrbleibt von dem Fleisch der fültung/vndvon dem Brot/biß an den morgen/das solt du mit Feuwer verbrennen/vnd nicht essen lassen/denn es ist heylig. v Vnd solt also mit Aaron vnd seinen Sötten thun alles was ich dir gebottcn hab. Stben tage soltu ire Hände füllcn/vnd täglich einen Farren zum Sündopffer schlach „ tcn zur versünunge.Dnd solt den Altar" entsündigen/wen du in versünest/vnd solt in L ) salbcn/daß er geweihet wcrdeSibcn tag soltu den Altar versünen/vnin wcihcn/daß er scy ein Altar das Allerheyligste/wer den Altar anrüren wil/der sol geweihet scyn. täglich Nd das soltu mit dem Altar thun / zwcyiärige Lämmer soltu allwege deß tagcs Äusser. ^^darauffopffern/einLambdeßmorgens/daöanderzwischenabcnds. Vndzuci- p". Hin ist ncm Lamb ein zchenden Semelmäls/genrengt mit cim viertheil von eim Hin ge M e.n Hal, stossen öls/vn ein viertheil vom Hin Weins zum Tranckopffer. Mit dem andern Lam beMkyc. abends soltu thun/wie mit dem Speißopffer vn Tranckopffer deß morgens/ zu süssem gcruch/ein Feuwer dem HERRN.Das ist das tägliche Brandopffer bey eu- weren Mchkomcn für der thür der Hütten deß Sttffts für dem HERRN/ da ich euch zeugen/vnd mit dir reden wil.Daselbst wil ich den Kindern Israel erkannt vnd gehet- liget werden in meiner hcrrligkett/vnd wil die Hütten deß Stiffts mit dem Altar hei- ligen/vn Aaron vnd seine Sone mir zu Priester weihen. Vnd wil vnter den Kindern L-uLt rs. Israel wohnen/vnd jr Gott seyn/daß sie wissen sollen/Ich scy der HERR ir Gott/der srmch.-. Egyptenland führet/ daß ich vnterjnen wohne/Ich derHERRff Gott. XXX.Lap. Vom Altar der Räucherung/von dem eherne Handfasse/vnd wechung deß Salböls vnd Räuchwercks. V solt auch einen Räuchaltar machen zu räuchern/ KLAU Räuchal von Förnholtz / einer Elm lang vnd breit /gleich vierccket/ vnd zwo ML rar/Exod^7. Elen hoch/mit seinen Hörnem.Vttd soltin mit feinelnGoldevber- 'mAllerheyltZstm/ ztehen/sein Dach vn seine Wände rings vmbher/vnd seine Hörner. Vndsolteinen Krantz von Gold vmbher machen/vnd zwcn gülden 0) Ringevnterdem Krantzzubewensciten/daßmanstangen dareyn thue/vnd jn damit trage.Die stange soltu auch von Förnholtz machen/ vn mit gold v- berziehen. Vnd solt in setzen für den Fürhang/der für der Laden deß Jeugniß hanget/ vnd für den Gnadenstul/der auffdem zcugniß ist/von dannen ich dir werde zeugen. Täalick Aaron sol darauffräuchern gut Räuchwerck/alle morgen/wen er die Lam- ^rämh. pen zuricht/Desselbcn gleichen wenn er die Lampen entzündet zwischen abends / sol er Lemr.-b* solch geräuch auch räuchern/Das sol das täglich geräuch seyn für dem HERRN bey eu Ebre.9. jVern Nachkomen, Ir solt kein frembd geräuch darauffthun/ auch kein Brandopffer/ noch Speißopffer/vnd kern Tranckopffer/daranffopffcrn.Vnd Aaron sol auffseinen Hörnern versünen ein malim iar/ mit dem Blut deß Sündopffers zurversünung/ Solche vcrsünung sol iarlich ein mal geschehen bey euwern Nachkomen / denn das lst dem HERRN das Allerheiligst. nam . ,. der HERR redetnm Mose/vnd sprach: Wenn du die tzäupt dcrKinder Ist Israel zelest/so sol ein ieglicher dem HERRN geben die vcrsünung seiner Seele/ 2 auffdaßjnen nichteine Plagewiderfahre/ wenn sie gczelet werden. Essolaber « ein jegltcher/der mtt in der zal rst/ein halben Sckel gcben/nach dem Sckel deß Heilig- ( Gcra ) Šekel, thunrbs/ Ein Sckel gützwentzig" Gera / solcher halber Sekel sol dasHebopfferdeß r?. HERRN seyn. Wer in der zal ist/ von zwcntzrg jaren vnd drüber/ der sol solch Hcbopf- dc. vrcn^ln/ EM- 45. fer dem HERRN geben. Der reiche sol nicht mehr geben/vnd der arme nicht weniger/ I andern KeM II. MG XXX. Lap. Salböl. an dem halben Sekcl/ den man dem HERRN zurHebegibt/fürdieversünungirer Seelen.Vnd du solt solch gelt der vcrsümmg nemen von dm Krudem Israel/ vnd an den Gottesdienst der Hütten deß Sttffts legen/ daß es sey den Kindern Israel ein ge- dechtniß für dem HERRN/ daß er sich vber ire Seele versünm lasse. Ndder HERR redet mit Mose/vnd sprach: Dusoltauch ein ehern Handfaß Hckdfaß. A^machen mit einem ehern fuß/zu Wäschen. Vndsolts setzen zwischen der Hütten Exsd.rs.40. deß Stiffts vnd dem Altar/vnd wasser dareyn thun/daß Aaron vnd seine So¬ ne sre hende vnd Füsse darauß wäscben/wekr sie in die Hütten deß Stiffts gehen/oder zum Altar/daß sie dienen mit räuchern einem feuwer deß HERRN/auffdaß sie mt sterben. Das sol ein ewige weise seyn jm vnd seinem Samen bey iren ^?achkomen. Nd der HERR redet mit Mose/vnd sprach: Nim zu dir die besten Specerey/die A^edclsten Myrrhen/ fünffhundert (Sekel) vnd Kynnamet die helfft so viel/My ^^hundertvndfünfftzig/vnd Kalmesauch zwey hundert vndfünfftzig/vnd Ka- o sien fünffhundert/ nach dem Sekel deß Heiligthums/ vnd öl von ölbaum ein Hin/vn Heilig mach ein heiliges Salböl/ nach der Apotecker kunst. Vnd solt damit salben die Hütten deß Stiffts/vnd die Laden deß zeugniß/ den Dsch mtt alle seinem gerehte/den Leuchter mit seinem gerehte/ den Räuchaltar/ den Brandopffers altar mit alle seinem gerehte/ vnd das Handfaß mit feinem fuß. Vnd solt sie also weihen/ daß sie das Allerheiligst scyen/ Denn wer sie anrüren Wil/ der sot gcweihet seyn. Aaron vnd seine Sone soltu auch salben/ Vnd sie mir zu Priester wei¬ hen. Vnd solt mit den Kindern Hael reden/vnd sprechen: Diß öl sol mir ein heilige Salbe seyn bey euwcren Nachkomen.Auff Mcnschenleib sols nicht gegossen werden/ solt auch seines gleichen nicht machen / denn cs ist heilig / darumb sols euch heilig seyn. Wer ein solchs macht/oder einem andern davon gtbt/der sol von seinem Volck außge- rottct werden. LO-, Nd der HERR sprach zu MoseMim zu dir Spcccrey/ Balsam/Stacten/Gal- Räuch- ^Hben/vnd reinen Weyrauch/eine so viel als deß andern/vnd mache Reuchwerck darauß/nach Apoteckers kunst/ gemenget/daß cs rein vn heilig sey.Vod solts zu pulffer stossen/vnd solt desselben thun für das zeugniß in der Hütten deß Stiffts/von danen ich dir zeugen werde/ daß sol euch das Allerheilig ft seyn-Vn dessgleichenReuch werck solt ir cuch nit mache/sondern es sol dir heilig seyn dem HERRN. Wer ein solche machen wirt/ daß er damit reuche/der wirt außgerottet werden von seinem Volck. XXXI.Lüp. !Vss für er'» werckmer'ster ;u anrichtung allervon Gott befohlener fachen zubekuffen.Von Haltung deß Sabbaths/ vnd vbergebung der zwo steinern Tafel. der HSRR redet mit Mose/ vnd sprach: Sthe/ ^WM^^Ich hab mit namen bcruffen Bczalccl / den Son Vri/ deß Sons ^Mez ^AN^»Hur/vom Stam Juda/vnd hab jn erfüllet mit dem Geist Gottes/ mitweißheitvndverstandt/vndcrkcnntniß/vndmit allerley werck künstlich zu arbeiten am gold/silber/ertz/künstlich stein zu schneiden/ vnd eynzusetzen/vnd künstlich zimcrn am holtz/zu machen allerley werck. Vnd sihe/tch hab/mzugegebe Ahaliab/deu SonAhisamach/vom starnDan/vn hab allerley wei- Ahaliab. sen die weißheit ins Hertz gegebe/daß sie machen sollen alles was ich dir gebotten habe. Die Hütte deß Stiffts / die Lade deß zeugniß/ den Gnadenstul darauff/ vnd alle ge- Exov" z» rehte der Hütten. Den Tisch vnd sein gerehte/den feinen Leuchter vir alle sein gerehte. Den Räuchaltar/ dcn Brandopffersaltar mit alle seinem gerehte/das Handfaß mit seinem Fuß.Die Amptskleider/vnd die heiligen Kleider deß Priesters Aarons/vn die Kteiderseiner Sone zum priesterthumb. Das Salböl/vnd dasRättchwerckvon Specerey zum Heiligthumb. Alles was ich dir gebotten habe werden sie machen. Vnd der HERR redet mit Mvse/vn sprach:Sage den kindern Israel/vnd sprich: s Haltet -Hülden Mse. xxxi.Lap. 50 Kalb»o Haltet meinen Sabbath/Denn dcrselb ist ein Zeichen zwischen mir vrw euch/ auff em Sabbath. wcreNachkommcn/daßstwiffct/dastichderHERRbin/dereuchhcyliget. Darumb so haltet meinen Sabbath/denn er sol euch heykig seyn. Wer jn entheiliget / der sol deß todcs sterben / Dem; wer ein arbeit drinnen thut/deß Seel sol außgerottet werden von seinem Dolck. Sechst tage sol rnan arbeiten/ aber am srbenden tag ist Sabbath/ die heilige ruhe deß HERRN. Wer ein arbeit thut am Sabbathtage / sol deß todcs sterben. Darumb sollen dre Kinder Israel den Sabbath halten/dast sic jn auch ber¬ sten Nachkomen halten zum ewigeu Bund. Er ist ein ewig Zeichen zwischen mir vud Ersd. -°, pen Kindern Israel. Denn in sechst tagen machte der HERR Himmel vud Erden/ Senes-. M^E sibcnden tage ruhet er/vrw erquicket sich. n.Stcsi NddaderHERRaustgercdthattemrt Mose/auffdem Berge Sinai/gabcr vcu, Tafu». A^jm zwo Tafeln deß zeugrust/die waren stcincru/vnd geschrieben mit den; Fmger ^Gottcs. ;.Reg>r. Exod-;;. Aarons fall. Gegosi scaRal^. Ps-laos. 2kLr ten Brarrdopffcr/vtld brachten dazu Danckopffer / darnach satzt sich das Volckzu es- Uld mÄ» sokcm sen vnd Zlt tritlckcn/vnd stunden auffzu spielen. K>nch« E (^^Er HERR aber sprach zu Mose:Gehe/steig hinab/denn deiilVoick/das du auß küE/ lvas ffcfüL Egyptcnland gefürct hast/hats verderbt. Sie sind schnell von dem weggetrct- ten /den ich inen gebottcn habe/Sie haben inen ein gegossen Kalb gemacht/vlld hm RalE bens angcbcttct/vlld im geopffert/vnd gesagt: Das sind deine Götter Israel/die dich auß Egyptcnland geführet haben. Vnd der HERR sprach ZU Mose: Ich sche/ daß ein '"N/ d-ewcil Aaw» hals'starrtg Volck lst/Vlid nun laß mich/daßmein Zorn ober sie crgrimc/vnd sie auff- frcsse/so wil ich dich zum grosscl,Vo!ck macben. L Mose aber flehet fm den; HERRN seinem Gott/vnd sprach: Ach HERR/War- Mose ge umb wtl dem zom crgnmmen ober dein Volck/das du mit grosser ü afft vnd starcker N vas hast arrst Egyptcnland geführetk Marumb sollet; die Egypkcr sage;; / vnd spre- rlum.4. chen: Er har sie zu stem mrglück außgcführt/daß er sie erwürget im Gcbirge/vnd ver¬ tilget sie von dem Erdboden. Kcre dich von dem grimm deines zorns/ vndsty gncdig vberdte boßheir demesVolcks. Gedencke an deine Diener/Abraham/Isaac/vnd Gen.r5.rr.48 Iftael/denen du bcy drr selbst geschworen/ vnd jnen verheissen hast / Ich wü ettweren Samen mehren wie die Stern am Himmel/vnd alles Land/das rch verherssenha- be/wilich cuwerem Samet; geben/vr;d sollens besitzen ewiglich. Also gcrcuwer den HERRN das vbcl/das er dräuwckc selnctn Volck zu thun. Osc wand? sich/vtw sterg vom Berge/vnd hatte zwo Tafeln dest Zeugnist in sei¬ ner hand/dle waren gcschneoen auff beiden seiren/ vndGitt hatte sic selbst gc- zerbricht dre zwo Tafeln, II.BG XXXll.^p. wacht/vnd selber die Schnffe drcyn gegraben. Da nun Zosua köret deß Volcks gc, ^)rey c aß j w jauchtzeten/sprach er zu Mose: Es ist ein geschrcy im Läger wie im streit. Er antwortet: Cs ist nicht ein geschrcy gegen einander/ dere dieobiigcn vnd vnterli- gen/ sondern ich höre ein gcschrey eines Singentantzs. Als er aber nahe zum Lager kam/vnd das Kalb vn d den Reigen sahe/ergrimet er mitzorn/vnd warst die Tafeln auß seiner hand/vn zerbrach sic vntcn am Berge.Vnd nam das Kalb/das sie gemacht hatten/vnd verbrannts rnit Feuwer / vnd zumalmew zu Pulffer/vnd steubts auffs Wasser/ vnd gabs den Kmdcru Israel zu trincken. Nd sprachzu Aaron: Was har drr das Volckgcthan/ daß du so ein grosse süude e ^Hvbcr sie bracht hast t Aaron sprach: Mein Herr laß seinen zorn nicht ergrünen/ . du wciffest/daß dtß Volck böß lst. Sie sprachen zu mir: Mache vns Götter/dre für vns hcrgehcn / denn wir wissen mcht/ wie cs diesem Mann/Mose/gchet/ der vns auß Egyprenland geführet hat. Ich sprach Zu inen: Wer hat Gold / der reisse es ab/ vnd gebs mir/Vnd wh warffs inns Feuwer/darauß ist das Kalb worden. Sa- wort pkrca/ Da nun Mose daß das Volck' loß worden war(denn Aaron hatte sie lost Mbcißcschicr gemacht dlwch ein gcschwetz/ damit er sie fein wolt anrichrcn) trat er in das Thor deß Fr"so sagen: Lägers/vnd sprach: Her zu mir wer den HERRN angchörct. Da sam letcn sich zu im ^/losk^gge- alle Kinder Leui. Vnd er sprach zu jncn:So spricht der HERR der Gott IsracbGürte Straffe wacht von Gorccs ein jeglicher sein Schwert auff seine Lenden/vnd durchgehet hin VN wider/von einem der Abgötte- W.c die Menschen. Thor zum andern iM Läger/vnd erwürge cln jeglicher fernen Brudcr/Frennd VN Ne- hcstcn. Die Kinder Leui theten wie jncn Mose gesagt hatte/vn fiel deß tags vom volek L/«re"Äu?th^ drcy tausend Mann. Da sprach Mose: Füllet heut euwcrc Hende dem HERRN/ ein doch der Mtlnüg/als jeglicher an seinem Son vnd Brudcr/daß heute der Segen vbcr errch gegeben werde. ^^Eß morgcnssprach Mose zum Volek : Ir habt eine grosse Sünde gcthan mm em Schemcna scL c^^ich Wil hinauffsteigcn zu dem HERRN/ob ich villcicht errwre Sürrde verhütten ac^hw^ damchtö möge.Als nun Mose wider zumHERRN karn/sprach er:Ach/das Volck hat eirr grosse AdeT ' Sünde gethan/vnd haben jnm güldene Götter gemacht.) am vergib jucn zre Süm de/Wo nicht/so tilge mich auch auß deinem Buch/das du geschrieben hast. Der HERR sprach zu Mose:Wask Ich wil den auß meinem Buch tilgen/ der an Enget. Nonro euacl-t x« mir sündiget. So gehe nrrn hin/vnd führe das Volck/dahin rch dir gesagt habe. Sihe M. rh na-w xeccari 5m. mein Engel sol für dir hergehcn? Ich werde jre sünde wol hcimsuchen/wcnn mein Zeit keucht Me Uose. xxxm.Lap. d »m b^uipt heim zu suchen. Also straffte dcr HLM das Dolch / daß sic das Kalb hatten ge- mchW«- - macht/welch» Aaron gemacht hakte. XXXIII. v Roms. a L)en rücke» Mose Hütten deß Sriffts. Genes ». EroS.rz.zr. Deut 8. I°sr4- Engel fü Nk rct das volek. Las Volek tregt leiv/vird legr alle zierd von sich ab. Mose schlegt vke HLtte gvff/vnd der HERR rede mu sm ln einer wolekensenie. K Er HERR sprach zu Mose: Gche/zcuch von dannen/ du vnd das Volck/das du auß Egyptcnland geführt hast/ ins Land/ M das ich Abraham/Isaacvnd Jacob / geschworen habe / vnd gesagt: Deinem Samen wil ichs geben. Vnd wil für dir herscnden einen A Engel/vudaußstoffen die Kananitcr/Amoriter/Hethiter/phere-- siter/ Heuitcr vnd Iebusiter/ins Land / da Milch vnd Honig innen fleußt.Ich wil nicht mit dir hinauffziehen/den du brst ein halßstarrig Volck/ich möcht Aael dich vnter wegen aufffreffcn. Da das Volck diese böse rede hörct/trugen sie leide/ vnd m-t lezde. niemand trug seinen schmuck an im. Vnd der HERR sprach zu Mose: Sage zu den Kindern Israel.Ir ftyt ein halste starrig Volck/ich werde ein mal plötzlich vbcr dich komen/vnd dich vertilgen/ vnd nun legedcinenschmuckvondir/daßichwiffewaöichdirthunsol. Also theten die Kinder Israel jren schmuck von sich für dem Berge Horeb. Oft aber nam die Hütten/vnd schlug jie auff/austen ferrne für dem Lager/ vnd O^^hieß sie eine Hütte dcß Stiffrs/vnd wer den HERRN fragen wolt/mußte her-- ^-^auß gehen zur Hütten deß Stiffts für dus Lager. Vnd wenn Mose außgicng zur Hüttcn/so stund alles Volck auff/vn trat ein jeglicher in seiner Hütten thür /" vnd sahenjmnach/blß er in die Hütte kam. Vnd wenn .Mose in die Hütten kam/so kam Die wol die Wolckcnftulc hernider/vnd sturrd in derHütten thcür/vnd redet mit Mose. Vnd mchtvcrstchcn »och «kenscnle. alles Volek sähe die Wolckcnftule in der Hütten Thür steHen/vn stunden auff/ VN nci- k Colgttch geten sich/ein jeglicher in seiner Hütten Thür. Der HERR aber redet mit Moft/von angesicht zu angesicht/wie ein Man mit seinem freund redet/ Vnd wen er wider keret zum Läger/so weich sein dienerIosua/der Son Nun/dcrjünglW/mtauß der Hüttö. Most mit das Mose sprach zu de HERRN: Sihe/du sprichst zu minFüHre das VolckHin- allem nicht 2Hauff/vnd testestinichnichtwlssen/wendumitmrrftndenwllt/Sodudochge- 'b sagt hast:Ich kenne dich mit namen/ vndhast gnade für meinen Augen fundcn. N.kW^ickcnvnd Hab ich den gnade für deinen äugen fundcn/so laß mich deinen weg Nisten/ damit ich GotA'^^ dich kenne/vn gnade für deinen äugen finde/vnd sihe doch/daß diß volek dein volck ist. "s war. Er sprach: Mein angesicht sol gchcn/damit wil ich dich leiten. Er aber sprach zu crnem a»g<,-cho jm: Wo nicht dein Angesicht gchet/so führe vns nicht von dannen hinauf? Denn wo bey sol doch erkannt werden/daß ich vnd dein Volck für deinen äugen gnade funden habcn/on wenn du mit vns gehest k Auffdaß ich vnd dein Volckgerühmet werden für spnch^.^/.mnsch allem Volck/das auff dem Erdboden ist.DerHERR sprach zu MoftrWas du jetzt ge- §7." Abne^st a?- redt hast/wtl ich auch thun/denn du hast gnade für meinen äugen funden/vnd ich km- A^wZer siK' ne dich mit Namen. AE m der mmsch Er aber sprach: So laß mich deine Herrligkeit fthenVnd er sprach:Ich wil für '^7-77.» deinem Angesicht her alle meine güte gehen laffen/vnd wil lassen predigen dcßHER- RLN Namen für dir. Wem ich aber gnedig btn/dcm bin ich gnedig/vnd wcß ich mich erbarme/dcß erbarme ich mich. Vnd sprach weiter:" Mein Angesicht kanstu nicht ft- p^-ge»/ i-ß erko,». Hcn/Denn kein Mensch wirdt leben/der mich sihet. Vnd der HERR sprach weiter: Sihe/es ist ein raum bey mtr/da solt du auff dem Fclß stehcn/Wenn denn nun meine Herrligkeu fürüber gehet/ wil ich dich in der Felßkluffc lasten stehen/ vnd meine Hand sol oh dir halten/biß ich fürüber gehe. Vnd wenn reb meine Hand von dir thuc/ wirstu w^-ten Mir Hürden nach schcn/aber mein Angesicht kan man nrcht ftycn. "°"" Rom.s. Gebet. II.BucI XXXIIII.Lap. XXXIIII.Lap. Mose empfchet zwo andere Tafeln vom HERRN/vnd werden >m etliche Satzungen er¬ neuwert. Darnach kompr er vom Berge hlnab zum Volck/vnd sie erschrecken ob dem glany sei¬ nes Angesichts. der HERR sprach zu Mose: Hauwe dir zwo stet- . nern Tafeln / wie die ersten warm / daß ich die wort drauff schreibe/ die in den ersten Tafeln waren/welche du zerbrochen hast. Vnd sey morgen bereit/daß du frü auffden Berg Sinar steigeft/vnd daselbst zu mir wettest auff deß Berges spitzen. Vn laß niemand mit dir him auffsteigen/ daß niemand gesehen werde vmb den gantzcn Berg her/auch kein Schafnoch Rind laß weiden gegen diesem Berg. Vnd Mose hieb zwo steinern Tafeln/ wie die ersten waren. Vnd stund deß MM Mose ge- gens frü auff/vnd steig auff den Berg Sinai/wic jm der HERR gcbotten hatte/vnd pAl.ss. ,°z. nam die zwo steinern Tafeln irr seine Hand. Da kam der HERRhernider in einer Ierem.zr. a ... _ L^hab ich nut dir vnd mit Israel einen Bund gemacht. Vnd er war allda bey dem HERRN vicrtzig tage vnd vicrlzig nacht/vnd aß kein Brot / vnd tranck kein Wasser. Vnd er schreib auff die Tafeln solchen Bundt/die zehen Wort. > , ftaw^-lchrnmbral. jyer Silber vn Ertz hub/der brachte zur Hebe dem HERRN / Vnd wer Förnholtz bey L)cn cur opffer oder gab zu Gottesdienst heißt dammbeinHe- AHd'stracks welche Werber solche arbeit kmldtcn/ vnd willig dazu waren / die wirckten Jigenhar. ""Die Fürsten aber brachten Onich/vnd eyngefaste steine zum Leibrock vn Zum Schilt- örter / gegeu^Morl lin/vnd Spccerey/Vttd ölzun Liechtcrn vnd zur Salbe/vnd zu gutem Rauchwcrck. fiunptjrcm Gerehte. ommg 11.DUM XXXV.Lap. mit iren SeilemDie Kleider deß Ampts zum dienst im Heiligen / die heiligen Kleider Aarons deß Priesters/mit den Kleidern seiner Sone zum Priestcrthumb. gieng die gantze Gemeine der Kinder Israel auß von Mose. Vnd alle/die es L r^LTgcrnevnd willigltchgaben/kamen/vnd brachten das Hebopffer dem HERRN zum werck der Hütten deß Stiffts/vnd zu alle seinem dienst/ vnd zu den heiligen Klei¬ dern. Es brachten aber beide/ Mann vnd Weib/wcrs williglich thet/Heffte/Ohrrin- cken/Ringe vnd Spangen/vnd allerley gülden Gerehte / dazu bracht jedcrman gold .) zur h Webe dem HERRN. Vnd wer bey im fand gele Seiden/ Scharlacken / Rosin- K rot/weissc Seiden/Agenhar/rötlicht Widerfcll/vnd Dachßfell / der bracht es. Vnd jm fand/der brachte zu allerley werck deß Gottesdiensts. Vnd welche verständige Weiber waren/ die wirckten mit iren henden/vn brach- ImnÄcmMÄ ken ir Werck von gcler Seiden / Scharlacken / Rostnrot / vnd weisser Seiden/ vnd vor Hube.Webe aber heißt cs/ daß mans Ä^^ndEncag Zzsso brachten die Kinder Israel wi.lliglich/bcide Mann vnd Weib / zu allerley werck/ das der HERR gebotten hatte durch Mose/daß mans machen solt. No Mose sprach zu den Kindern Israel: Sehet/der HERR hat mit Namen be- Die Bczaleel. Haussen den Bezaicel/den «Bon Vri/deß Sons Hur/vom Stam Iuda/vnd hat in erfüllet mit dem Geist Gottes/daß er weiß/ verstendig/ geschickt / sey zu aller- ley werck/künstlich zu arbeiten am Gold/Silbcr vnd Ertz/Edclstein schneiden vn eyn- fttzen/Holtzzimmern / zu machen allerlei) künstliche arbeit. Vnd hat im sein Hertz vn- terwetset/sampt Ahaliab/dem Son Ahisamach/ vom Stam Dan. Er hat ir Hertz Ahaliab. mit weißhcit erfüllet / zu machen allerlei) werck/zu schneidcn/wtrcken / vnd zu sticken/ mit geler Seiden/Scharlacken/Rosinr ok/vnd weisser Seiden/ vnd mit weben/ daß sie machen allerley werck/vnd künstliche arbeit erfinden- XXXVI.LüP. Die Werkmeister srbel'teu/vnd als die Rinder Mae! allzu viel Gabe bringen/wirk-'nen ge¬ wehrt mehr zu geben/vnd werden die werck, so zur Wohnung deß zeugniß verferttgr/erzehlt. Aarbetten Bczaleel vnd Ahalmb/vnd alle . ner/denen der HERR weißhcit vnd verstandt gegeben hatte/zu wissen/ wje sie allerlei) werck machen selten zum dienst deß Heiltgthumbs/ nach U allem das der HERR gebotten hatte. Vnd Mose ricff dem Bezaleel vnd Ahaliab/vnd allen weisen Männern/ denen der HERR Weisheit gegeben hatte in fr Hertz / nemlich/ alle die sich willig dar erbotten / vnd hinzu traten/ zu arbeiten an dem Äercke. Vnd sie namen zu sich von Mose alle Hebe/die die Kin¬ der Israel brachten zu dem werck deß diensts deß Hciligthumbs/ daß cs gemacht wür- de/denn sie brachten alle morgen sre willige Gabe'zu jm. Da kamen alle weisen/die am werck deß Hciligthumbs arbeiten/ ein jeglicher sek ncs wercks/das sie machten/vnd sprachen zu Mose: Das Volck bringt zu viel/mehr denn zum werck dieses diensts not ist/das der HERR zu machen gebotten hat. Da ge¬ bot Mose/ daß man ruffen ließ durchs Läger / Niemand thu mehr zur Hebe deß Hei- ligkhumbs. Da höret das Volck auffzu bringen / denn deß dings war gnug zu allerley werck das zu machen war/vnd noch vbrig. A s Lso machten alle weise Männer vnter den arbeitem am werck die Wohnung/ze- Jehen ^Ahen Teppiche von gezwirnter weisser seiden/gelerfttden/scharlacken/ rostnrot/ Kherubim künstlich. Die lenge eines Teppichs war acht vnd zwentzig Elen / vnd die breite vrer Elen/vnd waren alle in erner maß. Vnd er hcfftet ja fünff Teppich zusam¬ men/ Uonung Mst. XXXVI. Lap. sampt jre mcn/cinen an den andern.Vn machte gele schleufflin an eines jeglichen Teppichs ort/ da sie zusammen gefügt wcrdcn/ia fünfftzig schlcufflin an einem Teppich / damit einer den andern faffet.Vnd machet fünfftzig gülden Hecklin/vnd füget die Teppich mit den Hccklin einen an den andern zusammen/daß eine Wohnung würde. Eilff er macht crlff Teppich von Jigenharen / zur Hütten ober die Äohnung. Tcp/>ch. A^Drcifftg Elen lang/vnd vier Elen brcit/alle in einer maß.Vnd füget ff fünffzu- sammcnauffctnentheil/vndsechßzusammenanffsandertheil. Vnd machteja fünfftzig schleufflin an jeglichem Teppich am ort/damit sie zusamen gehcfftet würden/ vnd macht ja fünfftzig eherne Hccklin/darmit die Hütten zusammen in eines gcfüget würde. Vnd machte eine Decke vbcr die Hütten von rötlichten Widcrfellen/vnd vber die noch eine Decke von Dachßfellen. Vrcttcr. ^d »iachtc Bretter zur Wohnung von Förnholtz/diostehen sollen/ Ein jeglichs ^Hzchen Elen lang/vnd anderthalb Elenbreit.Vnd an jeglichem zwcn zapffen/da- mit eins an das ander gesetzt würde. Also macht er alle Bretter zur Wohnung/ daß derselben Bretter zwentzig gegen Mittag stunden. Vn macht vicrtzig silbern füffe druntcr/vnter jeglich Brett zweit füffe/an seine zlven zapffen. Also zur andern feiten L der Wohnung gegen Mitternacht macht er auch zwentzig Bretter mit vicrtzig silbern füffen/vntcr jeglich brett zwcn füffe. Aber hindcn an der Wohnung gegen dem Abend macht er sechß Bretter/vud zwey ander hinden an den zwo ecken der Wohnung / daß ein jeglsths dcr bcyder sich mit seinem ortbrett von vnten auff gesellet/vnd oben am Häupt zusamen käme mit einer klammer/ daß der Brett acht würden /vnd scchtzchen silbern füffc/vnter jeglichem zwcn füffe. Rigcl. Nd er machte Rigcl von Förnholtz/fünff zu den brettern auff der eine feiten der J^Wonung/vnd fünffe auffder andern sctten/vnd fünff hindcn an gegen dem A- bend.Vnd machte die Rigel/daß sie mitten an den Brettern durchhin gestossen würden/von einem ende zum andern/vnd vberzog die Bretter mitGolde/Abcrjre Rinckcn macht er von Gold zu den Rigeln/vnd vberzog die Rigcl mit Golde. Mhäg . machte den Fürhang mit dem Kherubim daran / künstlich mit geler seiden/ Ä^scharlackcn/rosinrot/vnd gezwirnter weisser seiden. Vnd machte zu demselben vier sculen von Förnholtz/vnd vberzog sic mit gold/ vndjrc köpffe von gold/vnd goß dazu vier silbern füsse.Vn macht ein Thuch in der thür der Hütten vö geler seiden/ scharlacken/rosinrot/vnd gezwirnter weisser seiden gestickt / vnd fünffsculen dazu mit ffen köpffcn/vnd vberzog jre köpffe vnd reiffe mit goldc/vnd fünffeherne süsse daran. XXXVII. Lap. wt'evr'eLadedeßBünvs/derGnadenfful/TlschmltsetnemGc'tehrc/Leuchter/Lampen/Räuch'' glrar/heUige S»rlb vnd Räuchwerck/zugerichr worden. NdBezaleel machet dle Lade von Mmboltz/ dntthalb ^adc. Eten lang/ anderthalb Elen breit vnd hoch. Vnd vberzog sie mit fei- Lxod.rx. ncm /innwcndig vnd auswendig/ vnd macht jr einen gülden Krantz vmbhcr. Vnd goß vier gülden Rinckcn an jre vier ecken/auff jeglicher feiten zwcn. Vnd machte Stangen von Förnholtz / vnd vbcr- zog sie mit Golde/vnd thet sie in die Rinckcn an der Laden feiten/daß man sie tra¬ gen kunvt. Gnaden dm Gnadenstul von feinem golde/dritthalb Elen lang/vnd ändert- ft»-. Elen breit/Vnd macht zwen Kherrrbim von tichtem gold/an die zwey ende deß Gnadenstuls/ einen Khcrub an diesem ende/den andern anjcnenr ende.Vn die Kherubim breiten jre Flügel auß / von oben hcr/vnd deckten damit den Gnaden- stul. Vnd jre antlitz stunden gegen einander/ vnd sahen auff den Gnadenstul. Tisch. Vnd er machte den Tisch von Förnholtz/zwo elen lang/ein eien breit/vnd andert¬ halb Mommg II.BucI XXXVII.Lap. ianipt jrem HM Elm hoch/vnd vberzog in mit feinem Golde / vnd macht jm einen gülden Krantz vmdhcr. Vnd machtjm eine Leisten vmhcr einer handbreit hoch/vnd macht einen gül¬ den Krantz vmb die Leisten her.Vnd goß dazu vier gülden Rincken/vnd thet sie an die vier ort/an seinen vier füssen/hart an der leisten/ daß die stangen darinnen weren/da- mit man den Tisch trüge. Vnd macht die stangen von Förnholtz/vnd vberzog sic nut gold/daß man den Tlsch dannt trüge. Vnd macht auch von feinem golde das gerehte auff den tisch/schüffeln/bechcr/kannen vnd schalen/damit man auß vnd eyn schencket. auffde« l-sb. Nd machte den Leuchter von feinem tichten golde/daran waren der schafft mit Leuchter. H^rören/schalen/kneuffen vnd blumen. Sechß rören giengen zu seinen selten atrß/ ^^zu jeglicher seitcn drey rören/drey schalen waren an jeglichem ror mit kneuffen vnd blumen. An dem Leuchter aber waren vier schalen mit kneuffen vnd blumen / ja vnter zivo rörcn ein knauff/daß also sechß rören auß jm gicngen/vnd jre kneuffe vnd rören daran/vnd war alles auß tichtem feinem Gold. Vnd macht die siben Lampen Siben mitjren liechtschneutzen/ vnd leschschnepffen von feinem gold / auß einem Kcntncrfei- Lampe«, nes golds macht er jn vnd alle sein gerehte. Er macht auch den Räuchaltar von Förnholtz/cin Elert lang vn breit/gleich vier Rckrchal ecket/vnd zwo Elen hoch/mit seinen Hörnern. Vnd vberzog jn mit feinem golde/sein «ar. Dach vnd seine Wände rmgs vmbher/vnd seine Hörner/vnd machtjm ein Krantz vmhcr von golde/ vnd zwen gülden Rinckerr vnter dem Krantz / zu beyden selten/ daß man stangen darcyn thet/vnd jn damit trügen Aber die stangen macht er v-nFörn- Heilige holtz/vnd vberzog sie mit golde. Vnd macht dichcyligc Salbe vnd Rauchwerckvon reiner Specercy/nach Aporecker krinst. XXXVIII. G Vsm^randopssorAltar/vudaUeoelnerrugehöruttgL. Vour Vorhofe/wregrof;/vnd welcher gcftalr er;ugertchr. wreviel Gold/Srlber vnd Ery/«rndein Hellrgthumb vcrarbclkcr werden. a (VHelbertt) Diese ivttber wäre die an- d ichciacnlLVlttwen vndMeiöer/diemit fasten vnd beten für der Hütte Gott die- »reten/wic r.Reg. r. Nch!^- vnd reiffe von silber. Gegen dem Abend aber fünfftzig elcn/ mit zehen fallen/ vnd ze- Lnca?d^h2,§' hcn füssen/abcr jre kncuffe vnd reiffe von Silber. Gegen dern Morgerr aber fünfftzig p opbem. Hanna clcn/fünfftzchcn elcn auff jeglicher selten deß thors am Vorhof/ja nr lt drey sculen vnd drcycn süssen. Daß alle vmbheng deß Vorhofs waren von gezwirnter weisser seiden/ vnd die süsse der seulcn von crtz/vnd jre kneuffe vnd reiffe von silbcr/also/das ire köpffe vbcrzoge waren mitsilber/aber jre reiffe waren silbern an allen senlen deß Vor Hofs. Nd das Thuch m dem thor deß Vorhofs macht er gestickt von gelerfcidcn/schar- Thuch ^Hlacken/rosinrot/ vnd gezwirnter weisser seiden/ Zwcntzig elen lang/vn fünffelen ^hoch/uach der u?aß der vmbheng deß Vorhofs.Dazu vier sculen/ vnd via' süsse Nd nrachte den Brandopffers Altar von Förnholk/ Elen laiig vnd brelt/gleich vicrecket/vnd drey Elen hoch. Vnd machte vier Hörner die auß jmgiengcn/auff fernen vier ecken/vnd Exov^. ,S vberzog jn mit crtz. Vnd macht allerlei) gerehte zu dem Altar/aschen Aerchte töpffe/schauffeln/becken/kreuwel/kolpfannen/alles von Ertz. Vnd zudemL. macht am Altar ein Gittcr/wie ein Mtz/von Ertz vmbher/von vnten auff biß an die helfft dcß Alrars/vnd goß vier Rinckcn an die vier ort deß eherne Gitters zu stangen/ Dieselben macht er von Förnholtz/ vn vberzog sie mit Ertz/vn thet sie in die Rinckcn/ an den seiten dcß Altars/ daß man jn damit trüge.Vnd macht jn innwendig hol. b^Äd macht das Handfaß von Ertz/vnd seinen Fuß auch von Ertz/gegen den Hadfaß " Wcibcrn/dic für der Thür der Hütten deß Stiffts dlenctcii. Exor>.;°. Nd er machte einen Vorhof gegen Mittag mit einem vmbhang / hundert Elen Vmhäg ^^lang/von gezwirnter weisser seiden/ mit jren zwcntzig senken vnd Zwcntzig süssen Dorhofs. von crtz/aberjre kncuffe vnd reiffe von silber. Desselben gleichen gegen Mitter- von Mrsns Dssc. xxxvm.Lap. 54 Kleider. v§n Ertz/vnd jre Kneuffc von Silber / vnd jre Köpffe vberzogen/vnd /re Reisse Sil¬ bern. Vnd alle Mgcl der Wohnung vnd dcß Vorhofs rings rumb waren von Ertz. k (^^As ist nun die summa zu der Wohnung deß zeugntß/die erzelet ist/wie Mose Suma gesagt hat/zum Gottesdienst der Leuitcn/ vnter der Hand Ithamar/ Aarons/ ?udcr von dcß Priesters Son/die Bczalcel/dcr Son Vri/ deß Sons Hur/ vom Stam Juda/ machte alles wie der HERR Mose gebottcn hatte/vnd mitjm Ahaliab/derSonA- - hisamach/vom Stamm Dan/ein Meister zu schneidcn/zu wircken/vnd zu sticken mit gclcr Seidctl/Scharlacken/Rosmrot/vnd weisser Seiden. Suma 2Ülcs Gold/das verarbeitet ist in diesem gautzen Werck deß Heiligthums/das zur de^oids/sil. Webe gegeben ward/ist neun vnd zwentzig Zentner/stbcn hundert vnddreissigSe- ka7m dicftm kcl/nach dem sckcl dcß Heiligthumbs. Dcß Silbers aber/ das von der Gemeine kam/ -rar> war hundert Kcntncr/tauscnd sibcn hundert füttffvnd sibentzig Sckcl / nach dem se- Sckcl ist kcl deß Heiligthumbs. So manch Häupt/so manch halber Sckcl/nach dem Sckcl /.»halber gi.l deß Heiligthumbs/von allen die gczctet wurden / von zwentzig /aren an/ vnd drüber/ scchßhundert mal tauscnd/drey tausend/fünffhundcrt vnd fünfftzig. Auß den hundert Zentnern srlbcrs goß man die süsse dcß Heiligthumbs/ vnd die süsse deß Fürhangs/hundert süsse auß hundert Zentnern/ /a einen Zentner zum fuß/ Aber auß deli tausend/siben hundert/vnd fünffvnd stbentzig Sekel/wurden gemacht der Seulcn Kneuffe/vnd jre Köpffe vberzogen/vnd jre Reisse. Die Webe aber deß Ertzs war stbentzig Zentner/ zwcy tausend vnd vier hundert Sckcl/ Darauß wurden gemacht die süsse in der Thür der Hütten deß Stiffts/ vnd . der eherne Altar/ vnd das eherne Gitter daran / vnd alles gerehtc dcß Altars/ Dazu die süsse dcß Vorhofs rings rumb/vnd die süsse dcß Thors am Vorhofe/alle Mgel der Wohmmg/vnd alle Wgcl dcß Vorhofs/rings rumb. XXXIX. Von den Pnestetklerdern/vnd wie st« gemacht VStden. Der von der gelen Sctde/Scharlackm vnd rosinrot/ sie Aaron Amptklcidkr/zu dienen imHciligchumb/ivic der HERR Mose gebottcn hatte. macht den Lcibrock mit Golde/geler Seiden/Scharla- rcwrock. c>^cken/Rosinret/vnd gezwirnter weisser Seiden. Vndschlug das Gold/vnd schnctts zu faden/daß mans künstlich wirrten kundte vnter die gele sei- den/scharlackcu/rostut ot/vnd weisse seiden/daß mans auff beiden Achseln zusammen fügct/vnd ar; bcyden feiten zusammen bünde. Vird sein gurtwar nach derselben kunst vnd werck/von Gold/geler sciden/scharlacken/ rostnrot/vn gezwirnter weisser seiden/ Dnichcr wie der HERR Mose gebottcn hatte. Vnd sie machten zwcn Snicherstein vmbhcr ge- faffetmitgold/gegrabendurchdie Steinschneider/ mitdem Namen der Kinder Is- rael. Vnd hefftct sie auffdie schultern deßLeibrocks/daß cs steine scyen zum gcdächt- niß der KinderIst ael/wie der HERR Mose gebottcn harte. Schilt- Nd sie machten das Schiltlin nach derkunst vnd werck deß Leibrocks von gold/ > wölss sm? I^geler scidetl/scharlacken/rostnrot/vnd gezwirnter weisser sctdcn/daß es vierecket vnd zwifach war/einer Hand lang vn brert. Vnd fülleten cs mit vier rigen Stci- nen-Die erste rige war ein ^arder/Topaser vnd Smaragd. Die andcr/cin Rubin/ Saphir/vnd Denrant. Die dritte/ ein Lyncurer/ Achat/ vnd Ametist. Die vierdte/ einTürckiö/OmchervndIaspis/vmbhergefassetmit Gold in allen rigen. Vnd die steine stunden nach den zwölffNamen der Kinder Israel / gegraben durch die Stein- n schneider/ein jeglicher seines Namens/nach den zwölffStammen. Aettö vn machten am Schiltlin ketten mit zwey enden von fciircm Gold / vnd zwo SMgc>«. gülden Spangen/vnzwen gülden Ringe/vnd heffteten diezwen Ringeauffdie zwo " eckcu Aarons lI.BucI XXxix. Lap. Kleider. ecken deß Schiltlins/vnd die zwo gülden Ketten theten sie in die zwen Ringe anff den ecken deß Schiltlins/abcr die zwey ende der Ketten theten sie an die zwo Spangen/ vnd heffteten sie auff die ecken deß Lcibrocks gegcnandcr ober. Vnd machten zwen ander gülden Ringe/ vnd heffteten sic an die zwo ander ecken Gülden deß Schiltlins an seinen ort/daß es fein anlege auffdcm Leibrock. Vnd machten zwen ^nge. ander gülden Ringe / die theten sie an die zwo ecken / vnten am Leibrock / gegenander vber/da der Lerbrock vnten zusammen gchet/daß das Schiltlin mit seinen Ringen an die Ringe dcß Leibrocks gcknüpsstwürde/mit einer gelen Schnur/daß es auff dem Leibrock hart anlag/vnd nicht von dem Leibrock loß würde/ wie der HERR Mose ge¬ hörten hatte. Nk> er machte den Scidenrock zum Leibrock/gewirckt gantz von geler Seiden/ Seiden- H^vnd sein Lock oben mitten inne /vnd ein Borte vmbs Loch her gefakten / daß er ntt zurisse. Vnd sie machten an seinem Saum Granatöpffel von geler Seiden/ Scharlacken/Rosinrot/vnd gezwirnter weisser Seidcn/vnd machten Schellen von feinem Golde/die theten sie zwischen die Granatöpffel rings vmbher an Saum deß Seidenrocks/ia ein Granatapffelvnd eine Schellevmb vnd vmb am Saum / darin zu dienewwte der HERR Mose gcbotten hatte. machten auch die Engcnröck/ von weisser Seiden gewirckt / Aaron vnd sei- Enge, A^nen Sötten/vnd den Hut von weisser Seiden/vnd die schönen Hauben von Aor». weisser Seiden/vnd Vlderkleid von gezwirtcm weissen Leinwad/vnd den ge¬ stickten Gürtel von vngezwirnter weisser Seiden/geler Seiden/ Scharlacken / Ro- smrot/wie der HERR Mose gcbotten hatte. Ze machten auch das Stirnblat/nemlich/dic heilige Krone/von feinem Gold/ o ^^^vnd gruben Schlifft dareyn/Die Heiligkeit deß HERRTr. Vnd bunden eine ge- ^^irn- ^^le Schnur daran/daß sie an den Hur von oben her gehefftct würde/wie der Exos.r8. HERR Mose gcbotten hatte. L^sLso ward vollendet das gantze Werck der Wonung der Hütten deß Stiffts.Vnd ^ß^die Kinder Zsracl theten alles/wie der HERR Mose gcbotten hatte. Vnd brach- "er Won»n§ ten die Wohnung zu Mose/die Hütten vnd alle jre gerchte/Häcklin/Bretter/Riegel/ Seulcn/Füsse.Die decke von rötlichen Widcrfcllen/die decke vö Dacksfellen/vn den Fürhang.Die Lade dcß zeugniß mit iren stangen/den Gnadenstul. Den Dsch/vnd alle seine gerehte/vnd die Schauwbrot.Den fthönen Leuchter mit den Lampen zube- reit/vnd alle seinem gerehte/vnd öl zu liechten. Den gülden Altar/ vnd die Salbe vn gut Rauchwerck/das Thuch in der Hütten thür.Den ehernen Altar/ vnd sein eherne Gitter mit seinen stangen/vnd alle seinem gcrchte/das Handfaß mit seinem fuß' Die Vmbhcnge deß Vorhofs mit seinen seulen vn süssen / das Thuch im thor deß Vorhofs mit seinen scylen vn negeln/ vn altem gerehtc Mm dienst der Wonung dcr Hütten dcß Sttffts. Die Amptkletder deß Priesters Aaron/zu dienen im Hetltgthumb/vnd die Kleider seiner Söne/daß sie Priesterampt theten. Alles wie dcr HERR Mose gcbot¬ ten hatte/theten die Kinder Israel an allem diesem dienst. Vnd Mose sähe an alle d.ß Werck/daß sie cs gemacht hattcn/wie der H ERR gcbotten hatte/vnd segnet sie. xi,.Lap. DerHERRHeißtMose die Wohnung der Hü^en dessStrffts auffrlchten/vnd Vertun alle dinge in sre ordnnng stellen. Nd der HERR redet Mit Mose/Md sprach/Du solt die L Wohnung dcr Hütten deß Stiffts auffrichtcn am ersten tage deß er« i-altchs sem erdenk, sten Monden. Vndsolt dareyn setzen die Lade dcß zeugniß/vnd für setze». dre Lade den Furhang hengen. Vnd solt den Trsch darbrrngen / vnd M zubereiten/vnd den Leuchter darstellen/vnd die Lampen darauss 'setzen/ Wohnung. Mse. xi^Lap. Lontrafchtung des? Tabernackels Mösts/seinem Vorhofe/ sampt den Opffern vnd gestalt der tzeerläger der Kinder Is¬ raels vmb denLabcrnäckcl. Wohnung II. MA xi^.Lap. auffgericht. ^tzen. Vnd solt den gülden Räuchaltar setzen für die Lade deß Jeugkniß / vnd das Thuch in der Thür der Wohnung auffhencken. Den Brandopffers Altar aber soltu setzen herauß für die Thür der Wohnung der Hütten deß Stiffts.Vnd das Handfaß zwischen der Hütten deß Stifsts vnd dem Altar / vnd Wasser dreyn thun. Vnd den Vorhofftellen vmbher/vnd das Thuch in der Thür deß Vorhofs auffhengen. Weihung. Vnd solt die Salbe nemmen/vnd die Wohnung/vnd alles was drinnen ist/sal- Ex-v. ben/vnd solt sie weihen mit alle ircm Gcrehte/das sie heylig scy. Vnd solt den Brand¬ opffers Altar salben mit alle seinem Gerehte/vn weihcn/daß er allerheyligß sey. Seit auch das Handfaß vnd seinen Fuß salben vnd weihen» Vnd solt Aaron vnd seine Sone für die Thür der Hütten deß Stiffts führen/ E^r>. --- vnd mit Wasser waschen- Vnd Aaron die heilige Kleider anziehm/vnd salben/vnd weihen/daß er mein Priester scy» Vnd seine Söne auch herzu führen / vnd inen die b Cngenröcke anziehen/ vnd sie salben wie du st en Vatter gesalbct hast/ daß sie meine Priester seyen/ Vnd dise Salbung sollen sie haben zum ewigen Priesterthum bey jren Nachkommen.Vnd Mose thet alles wie im der HERR gebotten hatte. Wo ward die Wohnung auffgerichkct im andern jar am ersten tage deß ersten ^^Monds.Vnd da Mose sie auffrichtct/sctzet er die Füffe vnd die Bretter/vnd Ri- Npe.-.' gel/ vnd richtet die Seulcn auff.Vnd breitet die Hütten auß zur Wohnung/vnd leget die decken der Hütten obendrauff/wie der HERR im gebotten hatte. Vnd namdas zeugniß/vnd legets in die Lade/vnd thet die stangen an die Laden / vnd thct den Gna- denstul oben auffdie Lade.Vnd bracht die Lade in die Wohnung/vnd Hieng den Für- Hang für die Lade deßIeugniß/wiejmder HERR gebotten hatte. Vnd setzet den Tischin die Hütten deß Stiffts/in denWinckcl der Wohnung gegen Mitternacht Haussen für dem Fürhang. Vnd breitet Brot draufffür dem HERRN / wie im der HERR gebotten hatte. Vnd setzet den Leuchter auch hineyn gegen dem Tisch vber / in den winckel der Wohnung gegen Mittag/vnd thet Lampen draufffür den HERRN/ wie jm der HERR gebotten hatte. Vnd setzet den gülden Altar hineyn für den Fürhang/vnd räucherte drauffmit gutem Räuchwcrck/wie im derHERR gebotten hatte. Vnd Hieng das Thuch in die Thür der Wohnung / Aber den Brandopffers Altar setzet er für die Thür der Woh¬ nung der Hütten deß Stiffts/vnd opfferte drauff Brau dopffer vnd Speißopffer/ wie im der HERR gebotten hatte.Vnd das Handfaß setzet er zwischen der Hütten deß Stiffts vnd dem Altar/vnd thet wasser dreyn zu waschen. Vnd Mose /Aaron vnd o seine Söne/wuschen ire Hände vnd Füsse drauß /Denn sie müssen sich waschen wen sie in die Hütten deß Stiffts gehen/oder hinzu tretten zum Altar / wie im der HERR gebotten hatte. Vnd er richtet den Vorhofauff/ vmb die Wohnung vnd vmb den Al¬ tar her/vnd Hieng den Fürhang in das Thor deß Vorhofs. Also vollendet Mose das gantzeWerck. (^^A bedeckt eine Wolcke die Hütte deß Stiffts/ vnd die Herrligkeit deß HERRN num. <>. füllet die Wohnung. Vnd Mose kundt nicht in die Hütten deß Stiffts gehen/ weil die Wolcken drauffbleib/vnd die Herrligkeit deß HERRN die Wohnung füllet. Vnd wenn die Wolcke sich auffhub von der Wohnung / so zogen die Kinder Israel/ so offt sie reyseten: Wenn sich aber die Wolcke nicht auffhub/so zogen sie nicht/biß an den tag/daß sie sich auffhub. Denn die Wolcke deß HERRN war deß tagesauff der Wohnung/vnd deß nachts war sie feuwrig/ für den Au¬ gen deß gantzen Hauß Israel/so lang sie reyseten. Ende deß Andern Buchs Mose. Das Von ordnung vnd brauch der Brsndopffer/sie sexen gleich von grossem oder kleinen» Vieh/overauch von Vögeln. MderSMUricffUo se/vnd rcdt nilt jm vö der Hütten des; Sliffts/ vn sprachiRcdc mit den KindcmIsrael/vn sprich zu inen: Welcher vmer euch dem HERRN em Opffcr thun wil/ der thu cs von dem Vieh / von Rindern vn den Schafen, er ein Brandopffer thun vonRindern/so opffer R^)cr cill Mannltn / das on wandel sey / für der Thür der Hütten deß Stiffts/ daß cs dem HERRN angencme Exov. r-. jm. Vnd lege seine Hand auffdcß Brandopffcrs Häupt /so wirt es angencme scyn/vndjnvcrsüncn. Vnd sol das jung Rind schlachten für dem HERRN/vnddie Pricstcr/Aarons Söne/sollcn das Blut herzu bringen / vnd auff den Altar vmbhcr sprcngen/der für der thür der Hütten deß Stiffts ist. Vnd man sol dem Brandopf- fcr die Haut abzichcn/vnd es söl in stück zcrhauwcn werden. Vnd die Söne Aarons/ deß Priesters/sollen ein Fcuwcr auff den Altar machen/vnd Holtz oben drauff legen/ vnd sollen die stück/ nemlich / den Kopffvnd das Fett / auff das Holtz legen / das auff dem Feuwcrauffdem Altar ligt. Das Eyngeweide aber vnd die Schcnckel sol man mit Wasser waschen/vnd der Priester sol das alles anzündcn auff dem Altar zum Brandopffcr/das ist ein Feuwerzum süssen geruch dem HERRN. aber von Schafen oder Aigen einBrandopfferthun/so opffcr er ein Brand- M^Männlin/dasonwandcLscy/vndsoles schlachten zurseitcn deß Altarsgegen Schafmvü Mitternacht für dcm HERRN/ vnd die Priester/Aarons Söne/sollcn sein Blut T'scn- auffden Altar vmbhcr sprengcn.Vnd man sol es in stück zuhauwen / vnd der Priester sol den Kopffvnd das Fett auffdas Holtz vnd Feuwer / das auffdcm Altar ist/ legen. Aber das eyngeweide vnd die schenckcl sol man mit wasser waschen / vnd der Priester sol es altes opffern vnd anzünden allffdcm Altar zum Brandopffer. Das ist ein Fcu- wer zum süssen geruch dem HERRN. Brand- er aber von Vögeln dcm HERRN ein Brandopffcrthun/so thu crs von vpff-r von (M^Turtcltaubcn/ oder von iungcn Tauben. Vn der Priester sols zum Altar brin- gen/vnd sm den Kopff abkneipffen/daß cs auff dcmAltar angezündet werde/vnd sein Blut außblutcn lassen an der Wand deß Altars. Vnd seinen Kropff mit seinen Federn sol man neben dein Altar gegen dcm morgen auffden aschenhauffcn wcrffcn/ vnd sol seine Flügcl spalten/ aber lncbt abbrcchcn/ Vnd also sols der Priester auffdcm Altar anzündcn /auff dcm Holtz auffm Feuwer zum Brandopffer. Das ist ein Fcu- wer zum süssen geruch dem HERRN. II. Qp. wie die Speißopffer von Semmelmal/von gebackenem vnd anderer srt/ sollen zuberener werden. Enn eine Seele dem HERRN ein Speißopffer thun MU wil/ so sol cs von Scmmelmäl scyn / vnd sol öl darauff giessen /vnd Wcirauchdaraufflcacn/vnalsobnnaenzu denPriestern/Aarons U Söncn. Da sol der Priester scme Hand voll ncmctt von demselben Semelmal vnd öl/sampr dem gantzcn Weyrauch/vnd anzünden zum gedächtnlß auff dcm Alrar/ das ist ein Feuwer zum süssen ge- K ij ruch ^perp- -pffer. LirKm III. MH II. Lap. Recht. xuch dem HERRN. Das vbrige aber vom Speißopffer sol Aarons vnd seiner Sone seyn. Das sol das Allcrheiligst seyn von dm Feuwem dcß HERRN. er aber sein Speißopffer thun vom gebacken im Ofen / so nemme er Kuchen Speiß- WHvon Semelmäl vngescuwert/ mit öl gemenget/ vnd vngeseuwerte Fladen mit öl bestrichen. Waber dein Speißopffer etwas vom gebacken in der Pfannen/so sols vonvngeseuwertemSemmelmäl mitöl gemenget seyn/vnd soltsinstückzutheilen/ vnd öl darauffgieffen/so ists ein Speißopffer. Ist aber dein Speißopffer etwas anff Geröst dem Rost geröstet/so soltu es von Semmelmäl mit öl machen/vnd solt das Speiß- opffer/das du von solcherlei) machen wüt dem HERRN/ zu dem Priester bringen/der solszudem Altar bringen/vnd desselben Speißopffers Heben zum gedächtntß/vnd n anzünden auff dem Altar.Das ist ein Feuwer zum süssen geruch dem HERRN.Das vbrige aber sol Aarons vnd seiner Sone seyn. Das sol das Allerheiligst seyn von den Feuwem deß HERRN- §MleSpeißopffer/diejr demHERRN opffem wolt/soltjronSauwerteigma- ^ß^chen/Denn kein Sauwerteig noch Honig sol darunder dem HERRN zumFeu¬ wer angezündet werden / Aber zum ersten solt jr sie dem HERRN bringen / aber auff keinenAltarsollensiekomenzumsüssengeruch.Alle deine Speißopffer soltu stützen/ vnd dein Speißopffer sol nimmer on Saltz deß Bunds deines Gottes seyn/ Denn in alle deinem Opffer soltu Saltz opffem. O^äIltu aber ein Speißopffer dem HERRN thun von den ersten früchten/ solt du Speiß- (M^die Sangen/am Feuwer gedörret/klein zustoffen/vnd also das Speißopffer Deiner ersten früchten opffern/vnd solt öl darauffthun/ vnd Weirauch darauff legen/ so ists ein Speißopffer. Vnd der Priester sol von dem zustosscn/vnd vom öl mit dem gantzen Weirauch/anzünden zum gedachtniß.Das ist ein Feuwer dem HERRN. 111. Lap. von Danckopffern / vnd wre mit denselblgen / sie stxett von grossem oder kleinem Vieh/ sol gehandelt werden. Staber fern Opffer em Danckopffer/von Rin dem/es MU seyein Ochß oder ein Kue/sol ers opffem für dem HERRN/das on Danck- wandel sey.Vnd sol seine Hand auffdessclbcn Häupt legen/vn schlach- Äver»? A tenfür der Thür der Hütten deßStiffts. Vnd die Priester/Aarons Söne/solten das Blut auff dem Altar vmbher sprengen.Vnd sol vor¬ dem Danckopffer dem HERRN opffem/nemlich/ alles Fett am Eyngeweid / vnd die zwo Nieren / mit dem Fett das daran ist an den Lenden / vnd das Netz vmb die Leber/ an den Nieren abgerissen. Vnd Aarons Sötte sollens anzünden auffdem Altar zum Brandopffcr/auffdem Holtz/das auff dem Feuwer ligt. Das ist ein Feuwer zum süssen geruch demHERRN. E^Iler aber dem HERRN em Danckopffer von kleinem Vieh thun/es sey ein Danck- EH^Scheps oder Schaf/ so sols on wandel seyn. Ists ein Lämblin / sol ers für den HERRN bringen/vnd sol seine Handauffdeffelben Häupt legen/vnd schlachten für der Hütten deß Stiffts/vnd die Sone Aarons sollen fern Blut auff dem Altar vmb¬ her sprengen. Vndsol also von dem Danckopffer dem HERRN opffem zum Feuwer/ L nemtich/sein Fett/dcn gantzen Schwantz/von dem Rücken abgerissen/vnd alles Fett am Eyngeweide/die zwo Nieren mit dem Fett das daran ist an den Lenden/vnd das Netz vmb die Leber/an den Nieren abgerissen. Vnd der Priester sols anzünden auff Lpc-ft)Dasb°m dem Altar/zur a Speise deß Feuwers dem HERRN. ^mvcr aMefrch Staber sein Opffer cin Age/ vnd bringets für den HERRN / sol er seine Hand A» auff/r Häupt legen/vnd sie schlachten für der Hütten deß Stiffts/ vn die Sone ^^Aarons sotten das Blut auffdem Altar vmbher sprengm/vn sol davon opffem ein KHm Mse. IIII.Lap. 57 ^echt. eir, Opffer dem HERRN/nemlich/das Fett am kyngeweide/die zwo vieren mit dem Fett das daran ist an den Lenden/vnd das Netz vber der Leber/an den Nieren abge¬ rissen. Vnd derPrtestersolsanzünven anff dem Altar zur Speise deß Feuwers zum süssen geruch. Fett vnd 6VfLles Fett ist deß HERRN/ Das sey ein ewiger sitte bey euwern Nachkommen/ in M 4^allen euwern Wohnungen/daß jr kein Fett noch Blut esset. Lemt.7.'7« 1111. VonGünvopfferneines Priesters der gsntzen Gemern/ernes Fürstenoder Obersten/ vnd erncr sonderbaren Personen. der HERR redet nut Mose/vnd sprach/Rede mtk Kindern Israel/ v§w sprich : Wenn eine Seele sündigen würde Gebott deß HERRN/das sie nicht thunsolt/ Ncmlich/so cinPriester/dcrgesalbet ist/sündigen würde/ Sünd, daß er das Volck"ergert/dcr sol für seine Sünde/die er gethan hat/ (ErneMDastst o^fer nnes emm jungen Farren bringen / der on wandel sey / dem HERRN zum Sündopffer. Mit lehre» o^lebc» pri-sterö. Farren für die Thür der Hütten deß Stiffts bringen für dem HERRN/ undschuld'vrs^ vuo seine Hand auff deffelbm Häupt lcgen/vnd schlachten für dem HERRN.Vnd der Priester der gcsalbet ist/soldeß Farren bluts nemen/vnd in die Hütten deß Stiffts brngen/ vnd sol seinen fiugerindas blut tuncken/vnd damit sibenmal sprengen für den HERRN/für dem Fürhang im Heiligen. Vnd sol desselben bluts thun auff die Hömer deß Räuchaltars/ der für dem HERRN in der Hütten deß Stiffts stehet/ vn allV Blut giessen an dm boden deß Brandopffers Altars / der für der Hütten Thür deßStiffts stehet. Vnd alles fett deß Sündopffers sol er heben/nemlich/ das Fett am Eyrgeweide/die zwo Nieren/mit dem fett das daran ist an den Lenden / vnd das Netz vberder Leber/anden Nieren abgerissen/gleich wie ers hebt vom Ochsen im Danck- opffer/vnd sol es anzünden auffdem Brandopffers Altar. Aber das Fell deß Farren mit allem Fleisch/ sampt dem Kopffvnd Schmckeln / vnd das Eyngeweide / vnd den . Mst/das sol er alles hinauß führen äusser dem Läger/an eine reine stette/da man die Aschen hin schüttet/vnd sol es verbrennen auff dem Holtz mlt Feuwer. ^i^äEms eine gantze Gemeine in Israel versehen würde/vnd die that für jren au- Sünd- ^^)gen verborgen were/daß sie irgend wider cm Gebott deß HERRN gethan het- nm Gcman!! ten/vas sie richt thun solrcn/vnd sich also verschuldeten/vnd darnach irer Sünden Num.,5.' lltncn würden/ die sie gethan hctten / sollen sie einen jungen Farren darbringen zum Sündopffa*/ vnd für die Thür der Hütten deß Stiffts stellen. Vnd die Eltesten von der Gemeine sollen jre Hände auff sein Häupt legen für dem HERRN / vnd den Far¬ ren schlachten für dem HERRN.Vnd der Prlester/der gesalbet tst/ sol deß Bluts vom Farren in die Hütten deß Stiffts bringen/vttd mit seinem Finger darcyn tuncken/ vn sibenmal sptengen für dem HERRN/ für dem Fürhang. Vnd sol deß Bluts auff die Hörner deß Altars thun/der für dem HERRN stehet in der Hütten deß Stiffts/vnd alles ander Blut an den boden deß Brandopffers Altar giessen/der für der Thür der Hütten deß Stiffts stchet.Allcs sein Fett aber sol er Heben/vnd auff demAltaran- Zündm. Vnd sol mit dem Farren thun/wie er mit dem Farren deß Sündopffers ge¬ than hat/vnv sol also der Priester sie versühnen/so Wirts inen vergeben. Vnd sol den Farren äusser dem Läger führen vnd verbrennen/wie er den vorigen Farren ver- brant Hat/Das so! das Sündopffer der Gemeine seyn. Sünd- AK^Enn aber ein Fürst sündiget / vnd irgend wider deß HERRN seines Gottes Attila M>)Gebott thut/das er nicht thun solt/ vnd versihtts / daß er sich verschuldet / vnd wrrdt seiner Sünden innen die er gethan hat/Der sol zum Opffer bringen einen Agcnbock en wandel/Vnd seine Hand auff deß Vocks Häupt legen/vnd in schlack-. K iij Leu an MAM III.BuA IIII.Lüp. Recht. an der statt/ da man die Brandopffer schlachtet für dem HERRN / Das sey sein e Sündopffer.Da sol denn der Priester deß Bluts von dem Sündopffer nemmen mit seinem Finger/vnd auffdie Hörner deß Brandopffers Altar thrrn/vnd das ander Blut an den boden deß Brandopffers Altar giessen. Aber alles sein Fett sol cr auff dem Altar anzünden/ gleich wie das Fett deß Danckopffers / vnd sol also der Priester seine Sünde versünen/so Wirts jm vergeben. AE^ZEnns aber eine Seele vom gemeinen Volck versihct/vndsüttdiget/daßsie jr- Sünd- GH)gend wider der Gebott deß HERRN eines thut/das sie nicht chun solt/vnd sich 7^' also verschuldet/vnd ircr Sünde innen wirt/ die sie gethan hat/ die so! zum Opffer ei- »cn D-n. ne Agcn bringen on wandel/für die Sünde die sic gethan hat / vnd sol jre Hand auff dcß SündopffersHäupt legen/vnd schlachten anderstette deß Brandspffers. Vnd der Priester sol deß Bluts mit seinem Finger nemmen / vnd auff die Hörner deß Al- tars deß Brandopffers thun/vnd alles Blut an deß Altars boden gicsim. Alle sein Fett aber sol erabreisscn/wicer das Fett deß Danckopffers abgerissen hat/vnd sols anzündcn auff dem Altar zum süssen geruch dem HERRN / vnd sol also der Priester sie versünen/so Wirts jr vergeben. E^Irt er aber ein Schafzum Sündopffer bringen/so bringe er das eine Sie ist/ lege seine Hand auff deß Sündopffers Haupt/vnd schlach- es zunt Sündopffer an der ftette/da man die Brandopffer schlachtet. Vnd der Prüfer sol deß Bluts mir seinem Fmgcr nemmen/vnd auff die Hörner deß Brandopffcrs Altar thun/ vnd altes Blut an den boven deß Altars giessen/ Aber alle sein Fett so-er abreissm/wie er das Fett vom Scbasdeß Danckopffers abgerissen hat / vnd sols auff dem Altar anzündcn/zum Fcuwer dem HERRN/Vnd sol also der Priester versürm seine Sünde dle er gethan hat/so Wirts jm vergeben. V. Lap. Von msttchertey Sänd vnd Ächuldopffern. Enncrnc Seele sündigen würde/daß er einen Fluch höret/vnd er deß Zeuge ist/oder gesehen oder erfarcn hat/ vnd nicht angesagt/der ist einer mtffethat schüldig.Oder wenn eine Seele et- s.°men, was vnreines anrüret/es sey ein Aß eines vnreinenThiers/oder Viehs/oder Gewürrnes/vnd wüßte es mcht/dcr ist vnrun/vnd hat verschuldetDder wenn er einen vnremcn Menschm anrüret/ in waserley vnreinigkeit der Mensch vnrein werden kan/vnd wüßte es nickt/ vn Wirts rnnen/der hat sich verschuldet. Oder wen ein Seele schwerct/daß im auß )cm Mund entferet/schaden oder guts zu thun/ wie denn einem Mcnschell ein schwur entfarm mag/ehc ers bcdacht/vnd Wirts innen/dcr hat sich an der einem vc. schuldet. Wenns nun geschichk/daß er sich der eines verschuldet/ vnd erkennersich/ daß er daran gcsündigct hat/so sol er für seine schuld dieser semer Sünde / die ergethan hat/ dem HERRN bringen von derHerd ein Schafoder Agenmutrcr/zum Sündopffer/ so sol jm der Priester seine Sünde versünen. Ermag er aber nicht em Schaf/so bringe er dem HERRN für seine schuld/die er ^^gethanhat/zwoTurtelkaubcn/oderzwojungeTaubctt/dic erste zum Sünd- ^opffer/die ander zum Brandopffer. Vnd bringe sie dem Priefter/der sol die er- ö stezum Sündopffer machen/vnd ir dm Kopffabkneipffen hmderdem Genick/vnd nicht abbrechen/vnd sprenge mit dem Blut deß Sündopffers an die feite deß Altars/ vnd lasse das vbrige Blut außbluten an deß Altars boden. Das ist das Sündopffer. Die ander aber sol er zum Brandopffer machen/nach seinem Recht / vnd sol also der Priester im seine Sünde vcrsünen/dte ergethan hat/so Wirts jm vergeben. Vermag er aber nichtzwo Turteltauben / oder zwo junge Tauben / so bringe er für AirMc« Mse. V. Lap. ?s Kccht. für seine Sünde sein Opffer/ein zchmdcn thcil Ephi Semmelmälzum Sürwopffcr/ Er sol aber kein öl darauff legen/ noch Weirauch daranffthun / denn es ist ein Sünd- opffer.Vnd solo zum Priester bringen/Dcr Priester aber sol ein Hand vol davon rrerri- Sünd- men zum gcdächtniß/vnd anzündcn auff denr Altar/zum Feuwer dem HERRN/das cyffer. zst cm Sündopffer. Vnd der Priester sol also seine Sünde/ die er gethan Hat/ im vcr- sühucn/so Wirts jm vergebcn/vnd sol deß Priesters seyn/wie ein Spcißopffer. Schuld o^-Nd der HERR redet mit Mose/vnd sprach: Wenn sich eine Seele vergrcifft/ »pff-r. 4/Xdaß sie es vcrsihct/vnd sich versündigt an dem/ das dem HERRN geweihet ist/ sol sie jr Schuldopffer dem HERRN bringen / einen Wider on wandel von der tzerd/dcr zwcn sekel Silbers wehrt sey/nach dem sckcl dest Hetligthums/zum Schuld opffcr. Dazu was er gesündigt hatan dem gewciheten/sölcrwldcrgebcn/vuddas fünffte thcil darüber geben/vnd sols dem Priester gebcn/Dcr sol in versünen mit dem Wider deß Schuldopffcrs/so Wirts im vergeben. c Oc^.Enn eine Seele sündiget/vud thutwider irgerrd ein Gchott deßHERRN/ das (M^sie nicht thun solt/vud hats nicht gewußt/ die hat sich verschuldet / vnd ist einer nnffcthatschüldtg.Dnd sol bringen einen Wider von der Herd on wandel/der eines Schuldopffers wehrt ist/zum Priester / der solim seine vnwisscnheit versünen / die er gethan hat/vnd wußte cs rricht/so Wirts im vergeben. Das ist das Schuldopffer / das er dem HERRN verfallen ist. Nd der HERR redet mit Mose/vnd sprach:Denn eine Seele sündigen würde/ AHvnd sich an dem HERRN vcrgreiffcn/ daß er seinem neben Menschen vcrleug- net/was er im befohlen hat/odcr das im zu treuwcr hatid gethan ist/ oder daß er mit gewalt genommen / oder mit vnrecht zu sich bracht/ oder das verloren ist/ fänden hat/vnd leugnet solches mit einem falschen Eyd/wie cs der eines ist / darin ein Mensch wider seinen Nchesten sündc thut: Wenns nun geschicht/daß er also sündtget/vnd sich verschuldet/ so sol er wider geben was er mit gewalt gcnomen / oder mit vnrecht zu sich bracht/odcr was im befohlen ist/oder was er funden hat/ oder warübcr er den falschen Eid gethan hat/das sol er alles gantz wider geben/ Dazu das fünffte thcil darüber ge¬ ben dem deß gewest ist/dcß tages/weü er sein Schuldopffer gibt. Aber für seine schuld sol er dem HERRN zu dem Priester einen Wider von der Herd on wandel bringen/ der eines Schuldopffers wehrt ist/so sol in der Priester versünen für dem HERRN/ so Wirts im vergeben/alles was er gethan hat/daran er sich verschuldet hat. VI.Lüp. Von Gesetzen deß Brandopffecs / Spelßopffew vnd Sündopffers/was auch Aaron vnd seine . Söne am ragejrec Salbung sollen opßern. mM der HERR redet Mit Mse / vnd sprach / Gebeut Aaron vnd seinen Söncn/vn sprich: Diß ist das gcsttz deß Brand- opffers. ' opffcrs. Das Brandopffersolbrennen auff dem Altar die gantze nacht/biß an den morgen/Es sol aber allein deß Altars feuwer dar- auff brennen. Vnd der Priester sol seinen Lcmenrock anzrehen / vnd die leinen Mderwad an seinen Leib/vnd sol die Aschen auffhcben/die das Feuwer deß Brandopffcrs auff dem Altar gemacht hat/vnd sol sie neben den Altar schüttcn.Dnd solseine Kleider darnach außztehen/vnd andere Kleider anziehen/ vnd die aschcn hin- auß tragen äusser dem Läger an eine reine stette. DasFcuwer auff dem Altar sol brenncn/vnd nimmer vcrleschen / der Priester sol alle morgen Holtz darauff anzünden / vnd oben darauff das Brandopffcr Zürich- ten/vnd das Fette der Danckopffer darauffanzünden/ewig sol das Feuwer auff dem Altar brenncn/vnd nimmer vcrleschen. Dttd das ist das Gesetz deß Spetßopffcrs/ das Aarons Sötte opffertt sollen für K mi dem MK» m. KG vi. Lap. Recht. dem HERRN auff dem Altar. Es sol einer Heben seine Hand voll Semclmalsvom Gesetz Speißopffer/vnd deß öls/vnd den gantzen Weirairch/der auff dem Speißopffer ligt/ veß Spc.ß- vudsolsanzünden auff dem Altar zum süssen geruch/ein gedächtniß dem HERRN. Das vbrige abersollen Aaron vnd seine Sone verzehren/ vnd solo vngeseuwert essen an heiliger stette/im Vorhofder Hütten deß Stiffts. Sie sollen nichts mit Säumer- teig backen/den es ist jr theil/das ich inen gegebe habe von meinem Opffer/ Es sol inen das Allerheiligst sem/gleich wie das Sündopffer vn Schuldopffer/ Was Männlich ist vnter den Andern Aaron/sollens essen. Das sey ein ewiges recht euwren Nachkom¬ men an den Opffern deß HERRN. Es sol sie niemand anrüren / er sey denn geweihet. Nd ber HERR redet mit Mose /vnd sprach: Das sol das Opffer seyn Aarorw A^Hvnd seiner Söne/daß sie dem HERRN opffern sollen am tage seiner salbunge/ das zehendethcilEphi von Smiclmäl deß täglichen Spctßopffers/eine helfft deß morgens/ die ander helfft deß abends. In der Pfannen mit öl soltu es machen/vn geröstet darbrmgen/vnd in stücken gebacken soltu solches opffern zum süssen geruch dem HERRN/vnd der priester/dcr vnter seinen Sönen an seine statt gesalbt wirdt/ sol solchs thun.Das lst ein ewiges recht dem HERRN / Es sol gantz verbrant werden/ denn alle Speißopffer eines Priesters sol gantz verbrannt/vnd nichtgessen werden. Nd der HERR redet mit Mose/vnd sprach : Sage Aaron vnd seinen Senen/ Gesetz ^Hvnd sprichDtß ist das Gesetz deß SündopffcrsAn der stett/da du das Brand- deß.Sü»d- opfferschlachtest/soltu auch das Sündopffer schlachten für dem HERRN / das ist das Allerhetligst.DerPriester der das Sündopffer thut/sols essen an heiliger stett/ im Dorhof der Hütten deß Stiffts. Niemand sol seines Fleisch anrüren / er sey denn geweihet. Vn wer von seinem Blut ein Kleid besprenget/der solle das besprengte stück waschen an heiliger stett. Vnd das Töpffen/darinn es gckochet ist/ sol man zerbrechen. Isis aber ein ehern topff/ so sol man in schcuwren/vnd mit Wasser spülen.Was Män- - . lieh ist vnter den Priestern/sollen davon essen/Denn es ist das Allerheiligste/"Aber Httfihestu/dzMo- alle das Sündopffer/ deß Blut in die Hütten deß Stiffts bracht Wirt/zu versäum LndoKe^ im Heiligen/sol man nicht cssen/sondern mit Feuwer verbrennen. zweierlei) brauch deß i^ündopffcrs/fttzct/ Emes/daßmandas Vlutnicktiirdashei ltge bringet Mversü» ncn/solches mochte» sic essen. Das ander da man das Blut in das Heilige bringet zu vcrsünc'i,/Solchs müsse man nit essen/ sondern äusser dem lager alles verbreit- <, v«.. ncn. Davon in der EpissclandieLbre. r;.tzuorüanima- liuni lanZuis. Lt lux.cax.4» VII. Lgp. Von Gesetzen deß Schuld vnd Dnnckopffers / Von Gelübden vnd freiwilligem Dpffer/vo» wem/wre vnd wen» solche alle sollen gessen werden oder nicht. Verborr/dgß man Felßr vnd Blnr nicht essen sol. H Nddtßtst das Gesetz deß Schuldopffcrs/ vnd daslst IM das Allcrheiligst. Au der stctt/da mau das Brandopffer schlachtet / sol ^osetz AW man auch das Schuldopffer schlachten/vnd seines Bluts auff den Al- tar vmbhcr sprengen. Vnd alle sein Fett sol man opffern/ den schwantz "'vnd das fett am Eyngeweide/ die zwo Nieren mit dem Fett/ das daran « ist an den Lenden/vnd das Netz vber der Leber/an den Nieren abgerissen. Vnd der (LobopffrrE- Priester solö auff dem Altar anzünden zum Feuwer dem HERREN. Das ist ein SssÄLU Schuldopffer. oMh§wmnste Was Männlich ist vnter den Priestern sollen das essen an heiliger stett / den es ist ShiachchaR Lob bas Allerheiligst.Wie das Gündopffer/also sol auch vasSchuldopffcr seyn/aller bei- dm vii Rucbm Aie sol einerlei) Gesetz seyn/vnd sol deß Priesters seyn/ der dardurch versünet. Welcher cmSpcisiopffcr)kä- Priester /emands Brandopffer opffert/ deß sol desselben Brandopffers feil seyn / das mLl!lsseinsdas er geopffert Hat-Vnd alles Speißopffer/das im Ofen/oder auffdemRost/eder in der AU IZ Tobopf- Psancn/gebackcn ist/sol deß Priesters seyn der es opffert. Vnd alles Speißopffer/das f- ^/a« .ssAebm mit ölgcmenget oder treuge ist/sol aller Aarons Kinder ftyn/eines wie deß andern. ttm/LoN ^^ENd dlß ist das Gesetz deß Danckopffers/ das man dein HERRN opffert. Wöl- Gesetz Damkopff-rs. (^ien sieetn" Lobopffer thun/ so sollen sie vngeseuwerte Kuchen opffern mitölge- menget/ MKm Mse. vil. Lav. mcnget/vnd vngeseuwerte Fladen mit öl bestrichen/vnd geröstet Semelkuchen mit öl gcmenget. Sie sollen aber solches Opffer thun auffeinem Kuchen von gesemvertcm Brot/zum Lobopffcr seines Danckopffers. Vnd sol einen von den allen dem HERRN zur Hebe opffern/vnd soll deß Priesters seyn/ der das blut dcß Danckopffers sprenget. Vnd das Fleisch deß Lobopffers in seinem Danckopffer sol desselben tages gesscn wcr- den/da es geopffert ist/vnd nichts vbergelaffen werden biß an den morgen. ' 8 Nd es sey ein Gclübd oder frcywillig Opffer/so sol cs desselben tags/da es geopf- Das v- Ä^fert ist/gesscn werden/ So aber etwas vbcrblcibt auff den andern tag/sol mans tnae vom doch effcn/Aber was vom geopfferten Fleisch vbcrblcibt am dritten tage/sol mit Feuwcr verbrennet werden-Vnd wo jemand am dritten tage wirt essen von dem ge¬ opfferten Fleisch seines Danckopffers/ so wirt er nicht angenem seyn / der es geopffert hat/cs wirt jm auch nicht zugcrechnet werdcn/sondcrn es wirt ein Grcuwel seyn / vnd welche Seele davon essen wirt/die ist einer Missechat schüldig. das Fletsch/das etwas vnreins anrürct/sol nicht gcssen/sondern mit feuwer I^vcrbmrnet werden. Wer reines Leibs ist/ sol deß Fleisches essen/vn welche See- le essenwirtvon dem Fleisch deß Danckopffers/das demHERRN zugchöret/ d crsclbcn vnrcintgkeit sey auff jr/vnd sie wirt außgcrottet werden von jrem Volck-Vn wenn eine Seele etwas vnreines anrüret/ cs sey vnrein Mcnsch/Vieh/odcr was sonst greuwlich ist / vnd vom Ueisch deß Danckopffers jsset/ das dem HERRN zugehöret/ die wirt außgcrottet werden vonjrem Volck. Fett vnd NdderHERR redet mit Mose/vnd sprach: Rede mit den Kindern Israet/vnd Blut verbot- ^^sprich:Ir solt kein Fett essen von Ochsen/Lämmern vnd Jigen/Aber das Fett tcu mchc zu vom Aß/vnd was vom Wild zerrissen ist/ macht euch zu allerley nütz / aber essen Genes.-, solt jrs nicht. Denn wer das Fett jsset vom Vieh/das dem HERRN zum Opffer gege- Lemt.;..7. ben ist/dicsclb Seel sol außgerottet werden von jrem Volck. Irsolt auch kein Blut esscn/wcdcr vom Vich/noch von Vögeln/wojr wohnet/ Welche Seele würde irgend ein Blut essen/die sol außgerottet werden von jrem Volck. d" HERR redet mit Mose/ vnd sprach: Rede mit den Kindern Israel/ vnd Dene.», ^^sprich: Wer dem HERRN sein Danckopffer thun wit/der sol auch mit bringen waszum Danckopffer dem HERRN gehört.Ersols aber mit seiner Hand herzu Welches bringen zum Opffer deß HERRN/ nemlich/das sett an der brusi sol er brinqen/sampt ^ldcmpric der Brust/daß sie ein Webe werden für dem HERRN. Vnd der Priester sol dasfttt ' anzünden auff dem Altar / vnd die Brusi sol Aaron vnd seiner Söne seyn / vnd die rechte schuldem sollen sic dem Priester geben zur Hebe von jren Danckopffern. Vnd welcher vntcr Aarons Sönendas Blut der Danckopffer epffcrt vnd das Fett/deß sol die rechte Schulter seyn zu seinem thcil. Denn die Wcbebrust/ vnd die Hebeschul- tern/ Habich genommen von den Kindern Israel von jren Danckopffern/vnd hab sie dem Priester Aaron vnd seinen Sötten gegeben zum ewigen Recht. Diß ist die salbung Aarons vnd seiner Söne/ von den Opffern deß HERRN/ deß tags/ da sie verantwortet wurden Priester zu seyn dem HERRN/ da der HERR gebot am tage da er sie salbet/daß jm gegebö werden solt von den Kindern Israel zum ewigen Recht allen jren Nachkommen. Vnd diß ist das Gesetz deß Brandopffers/ deß Speißopffers/deß Sündopffers/ deß Schuldtopffers /der Fülleopffer /vnd der Danckopffer/das der HERR Mose gebot auff dem Berge Sinai / dcß tages / da er jmgebot an die Kinder Israel/zuopffern jrOpffer demHERREN in derWüsten Sinai. VIII. Lap. VS« Weihung der Prtester/Aarsns vnd ferner Söne. Von Salbung der wohnunge/vud aller ;v» gehsrunge/Deßglttchen auch von den Opffern Aarons vnd ferner Söne, Vnd LGm III.BucI VIII.Lap. der HERR redet mtt Most/vnd sprach/MmAa- ron vnd seme Söne mit im/ sampt jren Kleidern / vnd das Salböl/ " '' vnd einen Farren zum Sündopffer/ zwen Wider/ vnd einen Korb ^A^^AMmitvngeseuwertemBrot/vndversamlediegantze Gemeine für die Thür der Hütten deß Stiffts. Mose khet wie jm der HERR gR bracht auch herzu den andern Wider deß Fütleopffers/vnd Aaron mit sei- Fülle- AnenSönen legten ire hende auff sein Häupt/da schlachtet man in. Vnd Mose nam seines Bluts/ vnd thets Aaron auffden Knörbcl seines rechten Ohrs/ vnd auffdenDaumen seiner rechten Hand/vnd auffden grossen Jehen seines rechten Fus¬ ses. Vnd bracht herzu Aarons Söne / vnd thet deß Bluts auff den Knörbel ires rech¬ ten Ohrs/vnd auffden Daumen irer rechten Hand/vndauffden grossen Jehe ires rechten Fusses.Vnd sprengt das Blut auff den Altar vmbher. Vnd nam das Fett vnd den Schwantz/vnd alles Fett am Eyngeweid/vnd daß Netz vber der Leber/die zwo Nieren mit dem Fett daran/vn die rechte Schulter. Da¬ zu nam er von dem Korb deß vngeseuwerten Brots für dem HERRN einen vngeseu- werten Kuchen/ vnd ein Kuchen geöltes Brots /vnd ein Fladen/ vnd legets auff das Fette/vnd auff die rechte Schulter/Vnd gab das allesampt auff die Hände Aaron vnd seiner Söne/vnd webtszur Webe für demHERRN. Vnd nams alles wider von iren Händen/vndzüttdets an auff dem Altar/oben auffdem Brandopffcr / Denn es ist ein Fülleopffer zum füssengeruch/ein Feuwer demHERRN. Vnd Mose nam die Brust/vnd webt eine Webe für dem HERRN/ von dem Wider deß Fülleopffers / die ward Mose zu seinem theil/wie/m der HERR gebotten hatte. Vnd Kirchen Aosc. IX. Lap. ^cht. Nd Moše nam deß Salböls/ vnd deß Blute auffdem Altar/vnd sprenget auff T^Aaron vnd seme Kleider/auffseinc Söne/vnd auff/re Kleider/ vnd weihet also Aaron vnd seine Kleidcr/seine Söne vnd/re Kleider mitjm. Vndsprachzu Aaron vnd seinen Sönen: Kochet das Fleisch sür der Thür der Hütten deß Stiffts/ vnd esset es daselbst. Dazu auch das Brot im Korbe deß Fülleopffers / wie mir gebot- tcn ist/vnd gesagt : Daß Aaron vnd seine Söne sollens essen. Was aber vbcrbleibt vom Fleisch vnd Brot/ das solt /r mit Feuwer verbrennen. Vndsoltinsiben tagen nicht außgehenvon der Thür der Hütten deß Stiffts/ biß an dm tag/da die tage cuwers Fülleopffers auß sind/Denn siben tage sind euwer Hände gcsüllet/wie cs an discm tage geschehen ist/Der HERR hats gebottcn zu thun/ auff daß jr vcrsünct scyet. Vnd solt sür der Hütten deß Stiffts tag vndMcht bleiben sibcn tage lang/ Vnd solt auffdie Hut deß HERRN warten/ daß jr nicht sterbet/ Den also ist mirs gebotten. Vnd Aaron mit seinen Sönen thcten alles das der HERR ge¬ bottcn hatte durch Mose. IX. Lap. Wie Aaesn vnd'feme Sönefür sich vnd das Volck/ Sändopffer/ Brandopsset! vnd Danckopffer/ ;um ersten verrichr/vnd Vas Feuwer vom HERRN dle Brandopffer verzehret. Nd am achten tage ricffMose Aaron vnd seinen Sö- Süttd- «cn/vnd den Eltesten in Israel/vnd sprach zu AaronÄim zu dir ein lung Zum sündopffer/vnd einen Wider zum Brandopffer/ Brand- (/G^^^Mbcideonwandcl/vndbrtngsiefürdenHERRN. Vndredemitden Danck- Knwern Israel/ vnd sprich: Nenrmet einen Agenbock zum Sünd- opffer/vn ein Kalb vnd einSchaf/bcide eines /ars alt/vnd onwan- Spciß- del / zum Brandopffer / vnd einen Ochsen vnd einen Wider zum Danckopffer / daß -pff-r, jE dem HERRN opffcrn/ vnd ein Speißopffer mit öl gemengct / Den heut wirt cuch der HERR erscheinen. Aarons erste Opffer für sich vnd dasVolck. Vnd sic namen was Mose gebotten hatte für der Thür derHütten deß Stiffts/ vnd trat herzu die gantze Gemeine / vnd stund für dem HERRN^ Da sprach Mose: Das ists/das der HERR gebotten hat/das jr thun solt/so wirdt euch deß HERRN Hcrrligkeit erscheinen. Vnd Mose sprach zu AaromTritt zum Altar/ vnd mache dem Sündopffer vnd dein Brandopffer/vnd versüne dich vnd das Volek / Darnach ma¬ che deß Volcks Opffer/vnd versüne sie auch/ wie der HERR gebotten hat. 5^ Nd Aaron trat zum Altar/vn schlachtet das Kalb zu seinem Sündopffer. Vnd ASseinc Söne brachten das blut zu /m/vnd er tunckct mit seinem Finger ms Blut/ vnd thcts auff die Hörner deß Altars/vnd goß das Blut an deß Altars boden/ Aber das Fett vnd die Nieren/vnd das Netz von der Leber am Sündopffer/zündet er an auff dem Altar / wie der HERR Mose gebotten hatte. Vnd das Fletsch vnd das Fell verbrannt er mit Feuwer äusser dem Läger. L Darnach schlachtet er das Brandopffer/vnd Aarons Söne brachten das Blut zujm/vnd er sprenget es auff den Altar vmbhcr. Vnd sie brachten das Brandopffer zujm zustücket vn den Kopff/vnd er zündew an auffdem Altar/vnd er wusch das eyn- gcweid vnd die schenckel/vnd zündcts an oben auffdem Brandopffer auffdem Altar. Darnach bracht er herzu deß Volcks Opffcr/ vnd nam den Vock/dasSünd- opffcr deß Volcks/vnd schlachtet jn/vnd machte ein Sündopffer drach wie das vori- ge/vnd bracht das Brandopffer herzu/vnd thct/m sein recht. Vnd bracht herzu das Speißopffer/ vnd nam seine Hand voll / vnd zündete an auff dem Altar / äusser deß morgens Brandopffer. Darnach schlachtet er den Ochsen vn Wider zum Danckopffer deß Volcks/vnd seine Söne brachten jm das Blut/das sprenget er auff den Altar vmbhcr / Aber das Fett vom K iHm III.MO X.Lap. Rechte. Fett vom Dchsen/vnd vom Wider den schwantz/vnd das fett am eyngcweide/vnd die nieren/vnd das netze vber der Leber/ alles solchs fett legten sie auffdie brusi/ vnd zün¬ det das fett an auffdem Altar/Aber die brust/vnd die rechte schultet webet Aaron zur Webe für dem HERRN/ wie der HERR Mose gebotten hatte. M Aaron Hub seine Hand auffzum Volck/vnd segnet sie/vnd sieig herab/da er das Sündopffer/Brandopffer vn Danckopffer/gemacht hatte.Vnd Mose vn ^^Aaron giengcn in die Hütten vest Sriffts/ vnd da sie wider herauß giengcn/ se¬ gneten sie das Volek. Da erschein dre herrligkett deß HERRN allem Volck/Denn das Feuwerkam auß von dem HERRN/vnd verzehretauffdem Altar das Brandopffer vnd das Ictt.Da das alles Volck sahe/frolocketen sie/vud fielen auffjr antlitz. X. Lap. Nadab vnd Abih«/Aaron» SZne/werden vom Feuwer deß HERRN vermehrt. Den pries ftern blZssuugvoß Hauprs vnd Wem trmcken verborten/vnd inen >r rheil vom Gpffer besrimpr. V-m Bockveß SLndopffers/füc v»s Volek/ welchen sie solren gessen vno nlt verbrsnnr hüben. Nd dre Söne Aaroni/ Nadab vnd Mthu / namen eln jcgklicher seinen Mpff/ vnd thetcn Feuwcr drcyn / vnd legten Räuch- Nadab wcrck drauff/vnd brachten das frembd Feuwer für den HERRN/daß v!?eAas er jnen nicht gebotten hatte. Da fuhr ein Feuwer auß von dem HER- §-»wer. REN/vnd verzehret sie/daß sie stürben für dem HERRN. Da sprach num.'^' Mose zu Aaron:Das tsts/daß der HERR gesagt hat: Ich werde geheyligt werden an'' de, ren die zu mir nahen/vnd für altem Volck werde ich herrlich werden. Vnd Aaron schweig stille. Mose aber rieffMisael vnd Elzaphan/den Sönen Vsiel/Aarone Vettern/vnd sprach zu inen: Trett hinzu/vnd traget euwerc Brüder von dem Heyligthumbhin- auß für das Läger. Vndsic traten hmzu/vnd trugen sie hinauß mit freu leinen Ro¬ tten für das Lägcr/wic Mose gesagt hatte. Da sprach Mose zu Aaron vnd seinen Sönen / Eleazar vnd Ithamar: Ir sott cuwere Häupter nicht blöffen/lioch euwcre Kleider zerreiffen/daß ir nicht sterbet/ vnd di rzorn ober die gantze Gemeine komme / lastet euwere Brüder deß gantzen Hauses Israel weynen vber diesen Brand/den der HERR gethan Hat/Ir aber solt nicht auß- gehen von der Thür der Hütten deß Stiffts/ir möcht sierben/Dcn das Salböle deß HERRN ist auffeuch. Vnd sic theten wie Mose sagte. Die Priester (^>Er HERR aber redet mit Aaron/vnd sprach: Du vnd deine Söne mit dir solt sollen mr Wem oder ^^keincn Wein noch siarck Getränck trinckcn / wenn ir in die Hütten deß Stlffts rcrsauster sey». ^^^/^sidaß jp nicht siel bet/ Das sey ein ewiges Recht allen euweren Nachkomen/ Auffdaß ir kündt vnterschelden was heilig vnd vnheilig/was vnrein vnd rein ist/vnd daß ir die Kinder Israel lehret alle Rechte/die der HERR zu euch gercdt hat durch Most. Nd Mose redet mit Aaron/vnd mit seinen vbrtgen Sönen/Elcazar vnd Itha- 44. 4/Hmar: Nemmct das vberblicben ist vom Speißopffer an den Opffern deß HER- Tuü'm REN/ vnd (stets vngesäuwert bey denr Altar/ denn es ist das AllerheNigsi. Ir solts aberaii heiliger stett cstcn/Denn das ist dein Recht/vnd deiner Söne Recht/an dcnOpffern deß HERRN/Denn so ist mire gebotten: AberdieWcbcdrusi/vnd die Hebeschulter/solm vnd deine Söne vnd deine Töchter mit dir estcn an reiner stette/ Denn solch Recht ist dir vnd deinen Kindern gegeben an den Danckopffern der Kin¬ der Israel. Denn die Hebeschulter vnd die Webebrustzu den Opffern deß Fetts wer- 6 den gebracht/daß sie zur Webe gewebt werden für dem HERRN/Darumb rsts dem vnd deiner Kinder zum ewigen recht/wie der HERR gebotten hat. H6^»Nd Mose suchte den Bock deß Sündopffers/vnd fand in verbrant/ vn er ward c>NZornig vber Eleazar vnd Ithamar/ Aarons Söne/ die noch vbrig warcn/vnd sprach: Bcmc Nose. XI. Lap. 6, vn vnrci- sprach :Warumb habt jr das Sündepffer nickt gessen an heyliger stette/denn es das Allcrhcyltgste ist/vnd er hats euch gegeben/daß sr die miffethat der Gemeine tragen solt/daßsrsievcrsüttetfürdemHEMMSihc/sein^BlutistmtkomenmdasHcy- . « O-u- n»n ligehineyn/srsoltsimHcyligengessetthaben/wiemirgebottenist. Aaron aber sprach Mose:Sihe/Heut haben sie sr Sündopffer vnd ir Brandopffcr für dem HERRdr m«. geopffert/vnd es ist mir also gangen/wie du sihest/ vnd ich solt essen heut vom Sund- dem gessm morde., ü.ci». ^pster/solt das dem HERR)? gefallene Da das Moses hörct/ließ crs sm gefallen. ab7 hi.;e.m gebrach! ward/mußt man nit Xl.Lap. essen / sondern alles vcrbrenncn/Sup.4. s.Infr.rü. welche vl'erfüfflge Thier/ gross oder klem/welche Flsthe oder Vögel/rem oder vnrem sexen/vnd wre das tod Aass vervuremigr. ->, der HERR redet mit Mose vn Aaron/vnd sprach Reine vnvm Zu inen: Rcdctmit dcn Kindern Iftacl/vndsprccht: Dao sind die 2»-»""^'°''' ^ÄW^MiThrcr die sr essen solt vnter allen Threren auffErden. Alles was die klauwen fpaltct/vn widerkeuwet vnter den Thieren/ das solt sr essen. Was aber widerkeuwet/vnd hat klauwcn/vnd spaltet sic doch nicht/ als das Kamcl/das ist euch vnrein/vnd folts nicht essen. Die Kananichcn widerkeu- wcn wol/aber sie spalten die klauwen nicht/Darumb sind sie vnrcin.Der Hase wider .machr. kcuwet auch/aberer spaltctdie klauwen nicht/Darumbist er euch vnrein. Vnd ein Schwein spaltet wol die klauwen/aber es widerkeuwet nicht/ darum solo euch vnreirr seyn.Von diser fletsch solt sr nicht esscn/noch sr Aaß anrürcn/ den sie sind euch vnrein. Rein vn Diß sok sr essen vnter dem das in wassern ist.Alles was Floßfedern vnd Schup- vnreincFssch pcnhat in Wassern/im Meer vnd Bächen/solt sr essen. Alles aber was nicht Floß- federn vnd schuppen hat im Meer vnd Bächen/vnter allem das sichreget in wassern/ vnd allem was lebt im wasser /sol euch eine scheuwseyn/daß sr von sremfieischnichL esset/vnd für srem Aaß euch scheuwct. Denn alles was nicht Floßfedern vnd schup¬ pen hat in Waffern/solt sr scheuwen. Vnreine Vnd diß solt sr scheuwen vnter den Vögeln/daß srs nicht esset. Den Adeler / dett vsgcl. Habicht/den Fischar/dcn Gcycr/den Wcyhe/vnd was seiner art ist. Vnd alle Raben mit srcr art/den Strauß/die Nachteule/den Kuckuk/de Sperber mit seiner art.Das Kützlin/den Schwan/detr Huhu/die Fledermauß/ die Rordomel/ den Storck /den Reyger/dcn Heher mit seiner art/den Widhopff/vnd die Schwalbe. Alles auch was sich reget vnter den Vögeln/vnd gehet auffvier füffen/das sol euch ein scheuw seyn. Reine Doch das solt sr essen von Vögeln/ das sich reget vnd gehet auff vier süssen / vnd Dsgcl. nicht mit zwcyen beynen auffErden hüpffet/von denselbigen möget sr essen/als da ist/ « b" Arbe mtt seiner art/vnd Sclaam mit seiner art/vn d Hargol mit seiner art/vnd Ha- gab mit srer art. Alles aber was sonst vier süsse hat vnter den Vögeln /sol euch eine w-cwolgEm^ch scheuw seyn/vnd solt sie vnrein achten. Wer solcher Aaß anrüret/der wirt vnrein seyn biß auffden abend. Vnd wer dieser Aaß eines tragen wirt/solscine Kleyder waschen/ ^.-^7 vnd wirt vnrein seyn biß auffden abend. Vnreine i^^Arumb alles Thier das klauwen hat/vnd spaltet sie nicht/vnd widerkeuwet Namm z» g-bm». Thier. (^HNicht/dassol euch vnreinseyn/Weres anrüret/wirt vnreinseyn.Vndalles l!l!n'77md'Ldtt!! was aufftappen gehet/vnterden Thierendieauffviersüssengchen/soleuchvnrein seyn/Wer sr Aaß anrüret/wirt vnrein seyn biß auffden abend. Vnd wer sr Aaß tre- get/solscineKleyderwaschen/vnd vnreinseynbißauffdenabend.Denn solche sind euch vnrein. Diese sollen euch auch vnrein seyn vntcrn den Thieren die auff Erden kriechen: Die Wisel / die Mauß/ dre Kröte / ein seglichs mit seiner art. Der Igel/ der Molch/ die Eydex/die Blindschleick/vnd der Maulworff. Die sind euch vnrcin vtttcr allem das da kreucht. Wer sr Aaß amüm/dcr wirt vnrein seyn biß an dcn abend. Vnd al- L Les war- Aclne lll.BuK X I.L- v,.d Sü>we >mc vnreinigkeit der Kinder Israel. skusi» seinem volck. Vnd wenn er vollnbracht hat das versünen deß Heyligthum bs/vn d der Hütten Der lebendig deß Stiffts/vn deß Altars/so sol er den lebendigen Bock herzu bringen. Da sol denn Aaron seine beyde hende auffsein Haupt legerr/vn bekennen auff in alle miffcthat der Kinder Israel/vnd alle ire vbcrtrcttnng in allen iren sündcn/vn sol sie dem Bock anff das Haupt legen/ vnd in durch einen Mann/der vorhanden isi/in die Wüsten lausten laffcn/daß also der Vock alle ire nnffcthat auffim in ein wildniß trage/ vnd lasse in in die Wüste. ^^on sol in die deß Stifftsgehen/vndaußziehendie Leinen Kley- c^Ader/die er anzog/da er in das Heyligthumb gieng/vnd sol sie daselbst lassen.Vnd soßsein fieisch mit wasser baden an heyligcr stette/vnd sein eigen Kleider anthun. Vnd hcrauß gehen/vnd sein Brandopffer vnd deß Volcks Brandopffer machen/vnd beyde sich vnd das Volck versühnen/vnd das fett vom Sündopfferauff dem Altar attzündcn.Der aber den ledigen Bock hat außgeführt/sol seine Klcyder wästhen/vnd scm fieisch mit wasser baden/vnd darnach ins Läger kommen. Den Farren deß Sündopffers/vn den Bock deß Sündopffers/welcher Blut in das Heyligthumb zu versühnen gebracht wirt/sol man hinaus- führen für das Läger/ vnd mit feuwcr verbrennen/beyde ir haut/fleisch vnd mist. Vnd der sic verbrennet/sok seine kleidcr wäschen/vnd sein fleisch mit wasser baden/vnd darnach ins Läger komm. Fest der ^sVch sol euch das ein ewiges Recht seyn.Am zehenden tag deß sibenden Monden Lemc''^" ^^!oltir euwcrn Leib casteyen/vn kein werck thun/ er scy einheimisch oder frembder T vntcr euch. Denn an diesem tage geschieht euwer vcrsühnung/daß ir gereinigct wer- ^G-räer. det/von allen cuwern sünden werdet ir gereinigct für dem HERRN. Darumb sols euch der gröste Sabbath scyn/vn ir solt euwern leib demütigt. Ein ewig recht scy das. Es sol aber solche versümmg thun ein Pnestcr/den man gcwethet/ vnd deß Hand inan gcfüllet hat/zum Priester an seines Vatters statt.Vnd sol die Leinen Kleider an- thun/nemllch/die hcyllgcn Kleidcr/vn sol also versünen das heyligc Hcyligthum/vnd die Hütten deß Stiffts/vnd den Altar/vnd die Priester/vnd alles Volck der Gemein. Ebre. s. Das sol euch ein ewiges Recht seyn/daß ir die Kinder Israel versühnet von allen iren Sünden/im iar einmal.Vnd Mose thet wie im der HERR gcbotten hatte. XVII.Lap. Daß inan ker» Vtek) Zlrm Gpff^r in der wäffen schlachten/ sondern für der Thär d er hätten deß Sriffrs dem Priester vberantworten/ den Feldieuffeln nicht opffecn / vnd kein Blut / Aaß/ oder das vom wrlde ;errissen/essen sol. ä. WWW NdderHERRredetmttWose/vnsprach: SaqeÄa- Opffer ron vnd seinen Sönen/ vnd allen Kindern Israel/vnd sprich zu (Schülpig)Saß, dcrßwo gtthä inen: Das ists /i'das der HERR gcbotten hat.Welcher auß dem haust W^aß--L Israel ein Öchsen oder Lamb/oder Jigen/schlacht in dem Läger/odcr wcltenGottcsdienß aussen für dem Läger / vn nicht für die Thür der Hütten deß Stiffts g7!dn7c"?Go't7s! bringt/daß dem HERRN zum Opffer gebracht werde für der Wohnung deß HER- ^7^' "solche!! REN/ der sol deß Bluts"schüldig seyn / als der Blut vergossen hat/ vnd solcher Mensch sol außgerottet werden auß seinem Volck. Darumb Kst der iii.BuK xvii.Lap. Versühnung. Darumb sollen die Kinder Israel jre Qpffer/die sie auffdem freyen Feld opffern (pn-stkr) ^cht wöllen/fürden HERRN bringen/für die thür der Hütten deßStiffts/zum'prie- sie ftlbs anß eigener allda Dalickopffer dem HERRN opffern. Vnd der Priester sol das Blut aneac)t. Mar deß HERRN sprengcn/für der thür der Hütten deß Stifftö/vnd das fett anzünden zum süssen geruch dem HERRN. Vnd mit nicht /re Opffer hinfort den Feldteuffelnopffern/mitdenste Huren. Das sol jnen ein ewiges Recht seyn bey/ren Nachkommen. Darumb soltu zu inen sagen: Welcher Mensch auß dem Hause Israel/ oder auch ein Fremdlinger der vnter euch ist / der ein Opffer oder Brandopffcr thut/ vnd bringcts nicht für die thür der Hütten deßStiffts/daßersdem HERRN chu/ der sol außgerottct werden von seinem Volck^ Blut zu essen ^^.^d welcher Mensch/er sey vom Haust Isracl/oder ein Fremdlinger vnter euch/ verbot«». o^jrgcnd Blut jffet/widcr den Wil ich mein antlitz setzen/vnd Wil in mitten auß sei¬ nem Volek rotten. Denn deß Leibs leben ist im Blut/vnd ich Habs euch zum Mar , gegebcn/daß euwere Seelen damit versühnet werden/ Denn das blut ist die versüh- nung fürs leben. Darumb hab ich gesagt den Kindern IsraelKeine Seele vnter euch s so! Blut esscn/auch kein Frembdlinger der vnter euch wohnet. AA Vnd welcherMensch/er sey vom haust Israel/oder ein Frembdlinger vnter euch/ der ein Thier oder Vogel sehet auffder Jaget das man isset/der sol desselben Blut ver- gieffen/vnd mit Erden zuscharren.Dcnn deß Leibs leben ist in seinem Blut/so lang es lebet. Vnd ich hab den Kindern Israel gesagnIr solt keins Leibs blut effen/Denn deß Leibs leben ist in seinem Blut/Wcr es isset/der sol außgerottct werden. Vnd welche Seele ein Aast oder was vom Wild zerrissen ist /isset/ er sey ein Eynheimischcr oder Frembdlinger/der sol sein Kleid waschen/vnd sich mit Wasser badcn/vnd vnrein seyn biß auffden abend/so wirt er rein. Wo er seine Kleyder nicht Wäschen nochsich baden wirt/so sol er seiner missethat schuldig seyn. xvm.cap. Von den Graden oder Blutfreun dtstiraffr/ vnd wie ferr lelbkche vermlschNng verwe¬ gen zugelassen oder verdorren. Nd der HERR redet mr't Mose/ vnd sprach: Rede mit den Kindern Israel/vnd sprich zu inen: Ich bin der HERR euwer KHW^WNGott.Ir solt nicht thunnach dcnwercken deß Lands Egypten/da- ir gewöhnet habt/auch nicht nach den Wercken deß Lands Kanaan/dareyn ich euch führen wil. Ir solt auch euch nach jrer wei¬ se nicht halten/sondern nach meinen Rechten solt jrthun/vnd meine Satzung solt ir halten/ daßir darinnen wandelt/Denn ich bin der HERR euwer Gott. Darumb ^<,4. ,0 soltjrmeine Satzungehalten/vndmeine Rechte/Denn welcher Mensch dieselben thut/dcr wirt dadurch leben. Denn ich bin der HERR. Äs^Iemand sol sich zu seiner nchestenBlutfreundin rhun/irc schäm zu blöffcn/Den Verbot- ^Iich bin der H LRR.Du solt deines Vatters vn deiner Mutter schäm nit blossen/ t-»- Grau¬ es ist deine Mutter/darumb soltu ire schäm nit blossen. Dir solt deines Vatters Weibs büü"crw2- schäm nit blöffen/denn es ist deines Vatters schäm. Du solt deiner Schwester schäm/ die deines Vatters oder deiner Mutter Tochter ist/daheim oder draussen geborn / nit blossen. Du solt deines Sons oder deiner Tochter Tochter schäm nit blossen / denn cs ist deine schäm. Du solt der Tochter deines Vatters weibs/dic deinem Vatter geborn ist/vnd deine Schwester ist/schäm nit blossen. Du solt deines Vattern Schwester schäm nicht blossen / denn es ist deines Vattern »eheste Blutfreundin.Du solt deiner Mutter schwester schäm nit blöffen/denn cs ist deiner Mutter neheste Blutfreundin. Verbot- Du sott deines Vattern Bruder schäm nit blöffen/daß du sem Weib ncmest/den v7» V-' ste ist deine Wase.Du sott deiner schnür schäm nicht blossen / denn ste ist deines Sons Weib/ " Nabocccn Woft. xvm.Lap. Gradus Weib/darumb soltu lre schäm nicht blössen. Du solt deines Bruders Weibs schäm b-mvEd' nicht blossen/Denn sie ist deines Bruders schäm. Du solt deines Weibs/samptjr Tochter schäm nicht blösscn/noch jres Sons Tochter/ oder Tochter Tochter uemcn/ v jr schäm zu blöffcn/denn es ist ir nehesteBlutfreundin/vnd ist ein läster. Du solt auch deines Weibs Schwester nicht nemen / neben jr jrc schäm zu blössen/jr zu wider/ weil 66 Leuit.ro. 4R»'-7das Bo!e scha.,r-u. vervnrcinigt ist/vnd ich wtl jrc missethat an jnerr heimsuchen/daß das Land seine Eyn wÄÄaham ,77 wohner außspeye. Darumb haltet meine Satzung vnd Rechte/vnd thut dieser grem wel keine/ weder der Eynhcrmrsche noch der Frcmbdlinge vnter euch.Denn alle solche ftm Nam- dadn^h grcuwel haben die Leute dieses Lands gcthan/die vor euch warcn/vn haben das Land vcrvnreinigt/auff daß euch nicht auch das Land außspeye/wenn jr es vervnreiniget/ gleich wie es die Heyden hat außgcspeyct/dic vor euch warcn.Denn welche diese greu- wel thun / dere Seelen sollen außgerottct werden von jrcm Volek. Darumb haltet 7-77/7^ meine Satzunge / daß jr nicht thut nach den greuwlichcn sitten/ die vor euch waren/ daß jr nicht damit vervnreiniget werdet. Denn ich bin der HERR enwer Gott. XI x.Lap. MannlcherUx Gesetz vnd Gebott/ zu einem Gottftstgen ehtbarn Leben gehörig. m" Mose/vndsprach: Redemtt der gantzcn Gcincinc der Kinder Israel/ vnd sprich zu tuen: Jr solt heylig seyn/ denn ich bin hcylig / der HERR euwer Gott. Ein jeglicher förchte seine Mutter vnd seinen Vatter. Haltet meine Feyertage/denn ich bin der HERR euwer Gott. Irsolt euch nicht zu den Götzen wen- den/vn d solt euch keine gegossene Götter machcn/denn ich bin der HERR euwer Gott. Vnd wenn jr dem HERRN wolt danckopffer thun/so soltjr opffern / daß jm" ge- > fallen künde. Aber jr solt cs deffelbigen tags cssen/da jrs opffert/vnd deß andern tags/ ma-hcs wu- was aber auffden dritten tag vberbleibt/sol man mit feuwer verbrennen. Wirt aber !Lmch7ün77o7v jemand am dritten tage davon effen/so jßt er eingreuwel/ vnd wirdt nicht angeneme ^777'^^77 seyn/vnd derselbe Esser wirdt seine missethat tragen/daß er das Heyligthumb deß HERRN entheyliget/vnd solche Seele Wirt außgerottct werden von jrcm Volck. dachte weift Ten" Weltlich MZEun du dein Land eynerndest/soltuesnichtandenenden vmher abschneiden/ ^7^^!«» L-üi/'r- N^auch nicht alles genauw auffsamlen / Also auch soltu deinen Weinberg nicht §7^7^'2- -4. genauw lesen/noch die abgefallene Beer aufflescn/sondern dem Armen vnd frembd- durch -»w-re lingen soltu cs lassen. Denn ich bin der HERR euwer Gott. Lrad. ro. Jr solt Nicht stälen/noch ücgen/lwch fälschlich handeln einer mit dem andern. Zr rNtch 7 solt nicht falsch schweren bey meinem Namen / vnd enthcyligen den Namm deines Gottes. Denn ich bin der HERR. Tsb.4^ Du solt deinem Nehesten nicht vnrecht thun/noch berauben. Es sol deß Taglöh- ncrs lohn nicht bey dir bleiben biß an den morgen. Du WeitW lil. WO xix.Lap. Recht. Dusolt dem Tauben nicht fluchen. Du solt für dem Blinden kein anstoß setzen, s Denn du solt dich für deinem Gott fürchten. Denn ich bin der HERR. Exov. Jr solt nicht vnrecht handeln am Gerichk/vnd solt nicht fürziehen den geringen/ Dc»r... L noch den grossen chren/sondern du solt deinen Nchcften recht richten. Du solt kein verleumbderseynvnter deinem Volek /du solt auch nicht stehen wi¬ der deines Mhesten Blut. Denn ich bin der HERR. Du solt deinen Bruder nicht hassen in deinem Hertzcn/Sondern du solt deinen uratth.rr. Mheften straffen/Auffdaß du nicht feinet halben schuld tragen müssest. Du solt nicht rachgirig seyn/noch Zorn halten gegen die Kinder deines Volcks. marrh Du solt deinen Mhesten lieben wie dich selbs. Denn ich bin der HERR. Meine Satzung solt jr halten/ daß du dein Vieh nicht lassest mit anderlcy Thier Rom. zu schaffen haben. Vnd dein Feld nit besäest mit mancherlei) Samen. Vnd kein Kleid JA,»' an dich komme/das mit Wolle vnd Lein gemengt ist. Ad^Enn ein Man bcy einem Weibe ligt/vnd sie beschlefft/die ein leibeigen Magd/ EH^vnd von dern Mann verschmächt ist/doch nit erlöset/noch freyhcit erlangt hat/ das so! gestrafft werden/aber sie sollen nicht sterben/ denn sie ist nicht frey gewesen. Er sol aber für seine schuld dem HERRN für die Thür der Hütten deß Stiffts einen Wi¬ der zum Schuldopffer bringen. Vnd der Priester sol jn vcrsühncnmit dem Schuld- opffer für dem HERRN vbcr der fänden die er gethanhat/sowirtjm Gott gnädig seyn vber seine fände die er gethan hat. E^Enn jr ins Land kompt/vnd allerlei) Bäume pflantzet/davon nian jsset / solt jr (Vorhaut) Be. ^S^derselben^Vorhaut beschneiden/vnd jreFrüchte. Drei) jar soltjrsie vttbe- 2"d«7M harren! schnttten achten/daß jr sie nicht esset. Im vierdten jar aber sollen alle jre Früchte hey- C vtw gepreiset seyn dem H ERRN. Im fünfften jar aber solt jr die Früchte essen/vnd solt ,r ste achten für sre (ynsamlen. Denn ich bitt der HERR euwer Gott. vnbeschnttten :e. solt nichts urit Blut essen. Jr solt nicht auff Vogelgeschrey achten/ noch tage Leutt. -7. Wehlen. Jr solt euwer Har am Haupt nicht rundt vmbher abschneiden / noch euwern Bart gar abschären. Jr solt kein Mal vmb eines Lodten willen an euweren Leib reissen/noch Buchsta¬ ben an euch pfetzen. Denn ich bin der H ERR. Du solt deine Tochter nicht zur Hurerey halten/daß nicht das Land Hurerey treibe/vnd werde voll lasters. Meine Feyere haltet/vnd fürchtet euch für meinem Heyligthumb. Denn ich bitt der HERR. Jr solt euch nicht wenden zu den Warsagcm/vnd forschet nicht von dm Iei-Lcmt.ro. chendeutern/daß jr nicht an jnen vervnreimget werdet/denn ich bin der HERR eu¬ wer Gott. Für eim grauwen Haupt soltu auffstehen/vnd die alten ehren/Denn du solt dich fürchten für deinem Gott. Denn ich bin der HERR. Wenn ein Frembdling bey dir in euwerem Lande wohnen wirt / den solt jr nicht Exsv.u r;. schinden. Er sol bey euch wohnen wie ein cynhcimischcr vnter euch/vnd solt jn lieben wie dichselbs/Dennjr seyt auchFrembdling gewesen in Egyptcnlande. Ich bin der HERR euwer Gott. IrsoltmtvngleichhandelttamGcricht/mitderElen/mitGewicht/mitMaß/ DM. rechte Wage/rechte Pfundt/rechte Scheffel/rechte Kandten/sol bey euch seyn. Denn ich bin der HERR euwer Gott/der euch auß Egyptenland geführet hat/daß jr alle meine Satzung/vnd alle meine Rechte/haltet vnd thut.Denn ich bin der HERR. xx.Lap. Dem Moloch Samen;« geben/warsagerhetmzusuchen/vnd allerlsx vnSrdentlkche vukenschherr/wtrt verdorren. DnS WMA XX.§üp. 67 der HERR redet mit Mose/vnd sprach: Sage Lemt 'S. den Kindern Israel/Welcher vnter den Kindern Israel/oder ein psM.,°ü. ^HWDSMkIrembdlittgerderinIsraelwohnet/seines^Samcns dcmMolech Molech. gibt / der sol deß tods sterben / das Volck im Lande so! jn steinigem basist Vnd ich wil mein Antlitz setzen wider solchen Menschen/vnd wtl jn auß seinem Volck rotten/daß er dem Molech seines Samens gegeben / vn mein Hey- ltgthumb vervnreinigt/vnd meinen heiligen Namen entheyliget hat. Vnd wo das Volek im Lande durch die Finger sehen würde/dem Menschen/der seines Samens dem Molech gegeben hat/daß es in nicht tödtet/so wil doch ich mein Antlitz wider den¬ selben Menschen setzen/vnd wider sein Geschlecht / vnd Wil in vnd alle die im nach ge- huret haben mit dem Molech auß jrem Volck rotten. L-ukr. Wen»; ein Seele sich zu den Warsagern vn Jetchendeutern wenden wirt/daß sie . per... ^en nach huret/so wtl ich mein Antlitz wider dieselbe Seele setzen/vn wil sie auß irem Volek rottcn.Darum heiliget eucb/vn seyt heylig/den ich bin der HERR euwer Gott/ vnd haltet meine Satzung/vnd thut sie.Denn ich bin der HERR der euch heiliget. Wer seinem Vatter oder seiner Mutter fluchet/ der sol deß tods sterben / sein blut pro»«" °, siy auffim/daß er seinem Vatter oder Mutter geflucht hat. m-crl)..5. ^^^Er die Ehe bricht mit icmands Weibe/ der sol deß tods sterben / beyde Ehcbre- Straff deß Wucher vnd Ehebrecherin. Darumb daß er mit seines Nehesten Weib die Ehe ge- ^w'^emüchs N'b' brochenhat. beyschlaffens. b Wenn jemand bey seines Vatters Weib schlefft/daß er seines Vatters schäm ge- Dmr. .7, blössct hat/die sollen beyde deß tods sterbcn/Ir Blut sey auffjnen. Wenn iemand bey seiner Schnur schlefft/so sollen sie beyde deß tods sterben/dentt sie haben eine schände begangen/Ir Blut sey auffjnen. Wenn jemand beym Knaben schlefft/wte beym Weibe / die haben einen greuwel gethan/vnd sollen beyde deß tods sterben/ Ir Blut sey auffjnen. Wenn jemand ein Weib nimpt/vn jre Mutter dazu/ der hat ein läster vcrwirckt/ man sol jn mit feuwer verbrennen/vnd sie beyde auch / daß kein läster sey vnter euch. Exov rr. E^Enn jemand beym Vieh ltgt/der sol deß tods sterben/ vnd das Vieh sol man er- (M^würgen. Wenn ein Weib sich irgend zu einem Vieh thut/daß sie mit jm zu schaffen hat/die soltu tödten/vnd das Vieh auch/deß tods sollen sie sterben/ Ir Blut sey auffjnen. Enn jemand seine Schwester nimpt/seines Vatters Tochter oder seiner Mut- jre schäm beschauwet/vndsie wider seine schäm/das ist ein blutschande / Die sollen außgerottet werden für den Leuten jres Volcks. Denn er hat seiner Schwester schäm entblöffet/er sol seine miffethat tragen. Wenn ein Mann beym Weib schlefft zur zeit jrer Kranckheit/vnd entblöffet jre scham/vnd deckt jren Brunn auff/vnd sie entblößet den Brunn jres Bluts/die sollen beyde auß jrem Volck gerottet werden. e Einer Mutter Schwester schäm/ vnd deines Vatters Schwester schäm/ soltn Lemt .8. blöffen.Denn ein solcher hat seine «eheste Blutfreundin auffgedeckt/vnd sie sollen jre miffethat tragen. Wenn jemand bey seines Vattern Bruders Weib schlefft/der hat seines Vettern schäm geblöffct/sie sollen jresünde tragen/on Kinder sollen sie sterben. Wenn jemand seines Bruders Weib nimpt/das ist eine schendtliche that / sie sol¬ len oü Kinder seyn/ Darumb/daß er hat seines Bruders schäm geblöffet. ^'Qhaltetnunalle meine Satzung vnd meine Rechte/vnd thut damach/auff c^Adaß euch nit das Land außspeye/dareyn ich euch führe / daß jr drinnen wohnet. Vnd wandeltnttin den Satzungen der Hciden/die ich für euch Herwerpe außstoffen. Denn solche alles haben sie gethan/vnd ich hab einen greuwel an jnen gehabt. Euch aber sage ich-.Ir solt jener Land besitzen. Denn ich wil euch ein Land zum M Erbe KtrKen lil.BO xxi.Lap. Recht. Erbe geben / darinnen Milch vnd Honig fleußt. Ich bin der HERR euwer Gott/ der euch vö den Völckern abgesondert hat/daß ir auch absöndern solt das reine Vieh vom vureinen/vnd vnreine Vögel von den reinen/ vnd euwere Seele nicht vervnreintget L-E. am Vich/an Vogeln/vnd an allem das auffErden kreucht/ daß ich euch abgesondert habe daß cs vnreine sey.Darumb soltjr mir heylig seyn/Denn ich der HERR bin hey- Dem. »4^ lig/dcr euch abgesondert hat von den Völckern/daß ir mein weret. Wenn ein Mann oder Weib ein Warsager oder Jeichcndeuter scyn wirt/die sol- D-ut.is. len dcß tods sterben/man sol sie stcinigen/Ir Blut scy auff /neu. ' a (Arone) AuffE dic'^Ä^h^! Brotffes Gottes/ Darumb sollen sie heylig scyn. daß sic sich cnthteltc/ llchn spcK^m.^ verstossen ist/dcnn er ist heylig seinem Gott. Darumb solt du in heylig halten/denn er NmZÄmL opffert das Brot deines Gottes/Er sol dir heylig seyn/denn ich bin heylig/ der HERR dcreuchheyliget. ^srus^chvah» Venn eines Priesters Tochter anfehctzu huren/die sol man mit Feuwer verbren- heiß?von Tarče/ nen/Denn siehat/ren Vatter gcscbcndct. Match, r. als der vö - - - - - - — - aller fände rem vnd H heylig/vnd kein vir- ? hcyliges noch vnHc- > T'-Nd'vnd b^ßhctt ketnein todten kommen/vnd sol sich weder vbcr Vatter noch vber Mutter vervnreini- gen. Auß dem Heyligthumb sol er nicht gehcn/daß er nit enthcyltge das Heyligthumb seines Gottes/ Denn die heylige" Krone / das Salböl seines Gottes/ ist auff im. Ich EineIungfrauw sol er zum Weib nemmen/aber keine Vittwe/noch verstossene/ nemmcn/auffdaßer nicht seinen Samen enthcyltge vnterseinem Volck. Denn ich >,cn 7?a;arcum neu- dttt derHERR/derM hcyltgkt. mg^gchönderte.müh! ^^Nd der HERR redet mtt Mose/vnd sprach: Rede mit Aaron/vnd sprich:WennMm.;. tnetzmnEtrangelio/ Lochia« TltttM t. xxi.Lap. Gesetzauff Vie Personen ver prr'ester/vndwkedleselbige reinvnd vnbefleckt sexn sollen. Nd der HERR sprach zn Mse: Sage den Priestern/^ Aarons Söiicn / vnd sprich zu ler zmn Weib - bin dcrHERR/derinheyliget. oer^^^revcrnnr^tvsk/vuvfppclcmL»mo«/vnvspruy:^venn < Trm.;. vomGcN"^"" o^Aan jemand deines Samens in euwern Geschlechten ein fehl ist/der sol nicht her- (^nstewZnl.ch) tretten/daß er dasBrot seines Gottes opffere. Denn keiner an dem ein fehl ist /sol Massiädalleiley vn herzu tretten/er sey blind/lahm/mit einer seltzamen nasen/mit b vngewönlichem glid/ oder der an einem fuß oder Hand gebrechlich tst/oder höckericht ist/oder ein fell auff dem äuge hat/oder schcl tft/oder grtndicht/oder schebicht/ oder der gebrochen ist. tig/l Icckec :c das ei- Welcher nun von Aarons deß Priesters Samen einen fehl an im hat/ der sol nicht «Ui ft>r aaecw ver tretten/zu opffern die Opffer deß HERRN/ Denn er hat einen fehl/ darumb sol er zu den Broken seines Gottes nicht nahen / daß er sie opffere- Doch sol er das Brot seines LirAcn Dose. XXII.Lap. Recht, seines Gottes essen/beyde von demheyligm vnd vom allerheyligsten/aber doch zum fürhang sol er nicht kommen noch zum Altar nahen/weil der fehl an im ist / daß er nie cnthcyltge mein Heyligthumb/Denn ich bin der HERR der sie heyliget. Vnd Mose redet solches zu Aaron vnd seinen Sönen / vnd zu allen Kindern Israel. 6s XXII.Lap. welcher massen die Priester vnd »re Rinder von dem heiligen mögen essen/vnd andere gär nit/welche dar;» vnrein sind/vnv was für Vieh;»m Gpffer nicht tügllch. M der HERR redct mit Mose /V6 sprach: Sage Aa- r^Ä^DD ronvndseinen Sönen/daß sic sich "enthaltenvon demheyligmder « WWMM Kinder Israel/welches sie mir heyligen/vnd meinen heyligcn Namen mcht cmheyligen/denn ich bm der HERR. So sage nun inen auff ire stch hÄ-gl-ch Lha" Nachkommen: Welcher euwers Samens herzu tritt zu demheyligm/ das die Kinder Israel dem HERRN hcyllgen/vnd vervnreinigt sich also vbcr demsel- bcn/deß Seele sol außgerottct werden für meinem antlitz/dmn rch bin der HERR. dm.. §«»« rna vn» Welcher deß SamensAarons aussetzig ist/oder ein flußhat/der sol nicht essen von dem heyligen/biß er rein werde.Wer etwa einen vnretncn leib anrüret/odcr wel¬ chem der Same entgehet im scblaff/vnd welcher irgend ein Gewürm anrürct/das im vnrein ist/oder einen Menschcn/derim vnrcin ist/vnd alles was in vcrvm einigt/wel- che Seele der eins anrüret/die ist vnrcin biß auffden abend. Vndsol von dem hcyli- gen nicht essen/sondern sol zuvor seinen Leib mit wasser baden / vnd wenn die Sonne vntergangm/vnd er rem worden ist/dcn mag er davon essm/dmn es ist seine narung. Sxod.rr. Ein Aaß/vnd was von wilden Thicren zerrissen ist/so! er nicht essen/ auffdaß er nicht E;ech.44. daran werde/ Denn lch bitt der HERR. Darumb sollen sie meine Satze hal- ten/daß sie nichtsünde auffsich laden/vnd daran sterbm/wenn sie sich entheyligm. Denn ich bin der HERR der sie heyliget. v Kein ander sol von dem heyligcn essen/ noch deß Priesters haußgmoß/ noch tag- löhner.Wenn aber der Priester ein Seele vmb sein Gelt kaufft/der mag davon essen/ vnd was jm in seinem Hause gebom wirt das mag auch von seinem Brot effen.Wenn aber deß Priesters Tochter eins frembden Werb wirt/die sol nicht von der heyligcn Hebe essen. Wirdt sie aber eine Wittwen oder außgestoffen/vnd hat keinen Samen/ vnd körnet wider zu irs Vatters Hause/so sol sie essen von jres Vatters Brot/als da sie noch eine Magd war/Aber kein frcmbdlinger sol davon essen. Wers vcrsihet/vn sonst von dem heyligen jffet/der sol das fünsste theil dazu chun/ vn dem Priester geben sampt dem hcyligen/auffdaß sie ntt entheylige das heylige der ^KmderIsrael/daßsiedemHERRNHcben/auffdaßsiesichnicht mit misscthat vnd s schuld beladen / wenn sie jr gcheyligtes essen. Denn ich bin der HERR der sie heyliget. stMgt Mai^ H^Nd der HERR redet mit Mose vnd sprach: Sage Aaron vnd seinen Sönen/ fthr hart em was o^vnd allen Kindern Israel/ Welcher Israeliter oder Frcmbdlinger in Israel sein das 2'275!!^ Malach.7 ^pffer thun wil/cs sey irgend jr gelübd oder von frcyem willen/ daß sie dem HERRN L'd ai^2 Le»tt "n Brandopffer thun wöllen /das im von euch angeneme sey/ das sol ein Männlin vnd on wandel scyn/von Rindern oder Lämmern oder Agcn. Alles was einen fehl hat/solt jr nicht opffern/Denn es wirt für euch nicht angenem scyn. Im gebe Vnd wer ein Danckopffer dem HERRN thun wil/ein sonderlich gelübd/odcr (wandewgo Als von freyem willen/von Rindern oder Schafen/das sol on wandel seyn/daß cs ange- nein sey/es sol keine fehl habcn.Ists blind oder gcbrcchlich/oder geschlagcn/odcr dürr/ »dcrkcms daß e.,?» oderreudicht/oderschebicht/sosolt irsotchs dem HERRN nicht opffern/vnd davon kein Opffer geben auffden Altar deß HERRN. Ein Ochse oder Schafe/dasvngcwöhnlich glicd/oder'wandelbar gliedhat/ 7^772^ magst» von freyemwillenopffern/Aberangenemmags nitseynzumgelübd.Du solt -77.2^7""' M ii allch Kirchen III. Buch XXII. Lap. Recht. auch dem HERREN kein zerstossens/ oder zerriebene/ oderzerrissene/ oder das ver¬ wunde ist / opffcrn/ vnd solt in euwerem Lande solche nicht thun. Du solt auch solcher keine von eines Frembdlingen hand/neben dem Brot euwere Gottee/opffern/Denn ce taug nicht/vnd hat einen fehl. Darumb wirte nicht angencm seyn für euch. Vnd der HERR redet mit Mose/vnd sprach: Wenn ein Ochst oder Lamb/oder Age/geborn ist/so sol ee siben tage bey seiner Mutter seyn/vnd am achten tag vnd dar¬ nach mag mane dem HERRN opffcrn /so iste angenem. Es sey ein Ochst oder Lamb/ so sol maue nicht mit seinem jungen auffcinen tag schlachten. Wenn jr aber wolt dem HERRN ein Lobopffer thun/dae für euch angeneme sey/ so solt jre desselben tagce essen/ vnd solt nichts vberigs biß auff den morgen behalten/ Denn ich bm der HERR. Darumb haltet mein Gebott/vnd thut damach. Denn ich bin der HERR/daß jrmcinen heyligen Namen nicht entheyliget/vnd ich geheyliget werde vnter den Kindern Israel/ Denn ich bin derHERR der euch hcyliget/ der euch aust Egyptcnland geführet hat/ daß ich cuwer Gott were. Ich der HERR. xxin.Lap. Von den Feiertagen vnd Hohenfeften/Gabbath/ Gstern/Pfingsten/von der Fexer besser-- sten tags inr sibenden Monat/ vom tage der vecsühnunge/vnd dem Laubhütten ^est. Die Fcst deß Nd der HERR redet Mit Mose/ vtt sprach: Sage den L Kindern Israel/Vttd sprich zu jnen: Diß find die Feste deß HERRN/ Sab- die jr heylig vnd meine Feste heißen solt / da jr zusammen kommet. AA, Sechß tage soltu arbeiten/Der srbende tag aber ist der grosse heylige D-vr.r. Sabbath/ da jr zusammen kommet/kcine arbeit solt jr drinnen thun. Denn es lst der Sabbath deß HERRN/m allen cuwern Wohnungen. ^^Iß sind aber die Feste deß HERRN/ diejr heylige Feste heissen solt/da jr zusarn- Ast men komet.Am viertzehenden tag deß ersten Monden/ zwischen abends/ist deß Nwe». HERRN Paffah/vnd am fünfftzchcnden desselben Monden ist das Fest der vngeseu- l- wetten Brot deß HERRN. Da solt jr stben tage vngescnwert Brot essen. Der erste Passah, tag sol heylig unter euch heissen / da jr zusammen kommet/ da solt jr keine drenstarbeit NumÄ. thun/vnd dem HERRN opffcrn fbcn tage.Derßbende tag sol auchheylig herffen/da « jr zusammen kommet/ da solt jr auch kein" dienstarbelt thun. W-?ck der HERR redet mit Mese/vnd sprachSagc den Kindern Israel/vn sprich Garben tagEhm/^chrukg jnen: Wenn jr ins Land komet/ das ich euch geben werde /vnd werdete ernd- geopff-rt/weü zufiichcu/damaage- Len/ so soltjr eine Garben der Erstlinge euwer Erndtcn zu dem Priester bringen. Da sol die Garbe gewcbct werden für dem HERRN/ daß von euch angenem sey/ Solche diT,Wcl?verbot* sol abcr der Priester thun deß andern tages nach dem Sabbath. Vnd sol deß tagö/da ^^^chc»/kercn/ ^wcr Garben gewcbet wirt/eitt Brandopffer dem HERRN thun von einem Lamb/ das on wandelvnd järigsey/samptdem Speißopffcr/zwozehenden Semmelmäl mit öl gcmcnget /zum Opffer dem HERRN eins süssen gcruchs. Dazu das Tranck- opffcr ein vicrthetl Hin Wcine.Vnd solt kein neuw Brot noch Sangen/ noch Korn/ Hin ist Zuvor esscn/biß auffdm tag/ da jr euwerem Gott Opffer bringet. Das sol ein Recht jwM-2 seyn cuweren Nachkommen/in allen cuweren Wohnungen. jr zelen vom andern tage deß Sabbathe/ da jr die Webegarben ^^zbrachtct/siben gantzer Sabbath/biß an den andern tag deß sibenden Sab-^-- ' baths/ttcmlich/fünfftzigtagesoltjrzclen/vndneuw Speißopfferdem HERRN opss^Z^ fern/vnd solts aust allen cuweren Wohnungen opffern/nemlich/ zwey Webebrot von zwo zchenden Semmelmäl gescuwert vnd gebacken/zu Erstlingen dem HERRN. Vnd soltherzu bringen nebeneuwerem Brot siben järige Lämmer on wandel/vnd einen jungen Jarren/vnd zwen Wider. Dae sol deß HERRN Brandopffer/Speiß- opffer vnd Tranckopffer seyn. Das ist ein Opffer eines süssen geruchs dem HERRN: Dazu Drchcn Dose. XXlll.Qp. 69 Riecht. Dazu solt fr machen einen Jigcnbock zum Sündopffer/vnd zwey iärige Lämmer Dcü" MM Danckopffer / vnd der Priester sols Weben sampt dem Brot der Erstlinge für dem HERRN vnd den zweyen Lammern/Vttd sol dem HERRN hcylig vttd deß Prie¬ sters scyn. Vnd sol diesen tag außruffen/dcnn er sol vntcr euch hcylig heissen / da ft zu¬ sammen kommet/keine dicnstarbeit solt jr thun. Em ewigs Recht sol das seyn/bey euwern Nachkommen/tn allen cuwcrn Wohnungen. Wenn ir aber euwcr Land erndet/solt fts nicht gar auff dem Felde eynschneiden/ auch nicht alles genauw aufflesen/sondern solts den Armen vn Frcmbblingen lassen. Ich bin der HERR euwcr Gott. A^Nd der HERR redet mit Mosc/vnd sprach: Rede mit den Kindern Israel/vnd < !' c^sprtch: Am ersten tage deß stbenden Monden solt ft den heyligcn Sabbath deß Posaune Glasens zum gcdächtniß haltcn/daß ft zusammen komet/ dasoltjr keine dicnstarbeit num-s. thun/vnd solt dem HERRN opffcrn. )" s7ich Ncrsöne ^^Nd der HERR redet nut Mose/vnd sprach: Deß zchendcn tages in disem stbcn- Lmt. o^dcn Monden ist der Vcrsühnetag/ der sol bey euch hcylig heissen / daß ir zusam- mcnkommet/dasoltireuwcrnLeibcastcyen/vnddcmHERRNopffern. Vndsoltkci- ^ccrftcnGthat- ne arbeit thun an diesem tag/denn es ist derVersühnetag/daß ir vcrsühnctwerdet für vü» dem HERRN euwerm Gott. Denn wer seinen Leib nicht casteyet an diesem tage/der sol auß seinem Volck gerottet werden. Vnd wer dieses tages irgend eine arbeit chut/ Denwilich vertilgen außseinem Volck/darumb solt irkeine arbeit thun. Dasselcm 'dw r ewiges Recht seyn euwern Nachkommen/in allen euwern Wohnungen. Es ist euwcr grosser Sabbath/daß ir euwere Leibe casteyet. Am neundten tage deß Monden zu abend solt ft diesen Sabbath halten/von abend an biß wider zu abend- II11. A^ANd der HERR redet mit Mose/vnd sprach: Rede mit den Kindern Israel /vnd Laubhüt ^vnd die zeit der stben Feyer/ar machen neun vnd viertzig /ar. Da solt du die Po- cnnsaml-n/aochauff saunen lassen blasen durch alle euwer Land/am zehenden tag deß stbenden Monden/ eben am tage der Vcrsühnungc. Vnd/r soltdas fünfftzigst/arheyligen/vndsoltsein Erlaß/ar Erlaßrar heissen im Lande/allen die darinnen wohnen/denn es ist euwer Hall/ar/ DemDa sol ein/eglicher bey euch wider zu seiner Hab vnd zu seinem Geschlecht kommen/ Denn das fünfftzigst /ar ist euwer Hall/ar. Ir solt nicht säen / auch was von /m selber wächßt nicht erndten/ auch was on arbeit wächßt/ im Weinberge nicht lesen / Denn das Hall/ar sol vntcr euch heylig seyn. Ir solt aber essen was das Feld tregt. Das ist das Hall/ar/da /cdcrman wider zu den» seinen kommen sol. s Hk^Enn du nun etwas deinem Mhcstcn verkauffest/oder/m etwas abkauffcst/ sol Vomver W^keiner seinen Bruder vberforthcrlen/Sondern nach der zal vom Hall/ar an raufst soltu cs von /m kauffen/vnd was die /are hernach tragen mögen/so hoch sol er dirs ver- kauffcn. Mch der menge der /ar soltu den kauff stcigern/vnd nach der wenige der /ar soltu den kauff ringern/denn er sol dirs/nach dem es tragen mag/verkauffen. So vberfortheile nun keiner seinen Mhcsten / sondern förchte dich vor deinem Gott/ 'N)-ss.4. Denn ich bin der HERR euwer Gott. Darumb thutnach meinen Satzungen/vnd haltet meine Rechte/daß /r darnach thut/auffdaß /r im Lande sicher wohnen möget. Denn das Land sol euch seine Früchte geben/daß /r zu essen gnug habt / vnd sicher da¬ rinnen wohnet. Vnd ob du würdest sagen: Was sollen wir essen im sibenden /ark Denn wir säen Gottes nicht/so samlen wir auch kein Getreyde eyn. Da Wil ich meinen Segen vber euch im Segen, sechsten /ar gebicten/daß er sol dreyer /ar Getreyde machen/ das /r säet im achten /ar/ vnd von dem altenGctreyde esset biß in das neundte iar/daß /r vom alten esset biß wi- der ncuw Getreyde komet-Darumb solt/r^das Land nicht verkauffen cwiglich/Denn das Land ist mein/vnd /r scyt Frcmbdtinge vnd Gäste für mir / vnd solt in alle euwe- rcrn Lande das Land zu lösen geben. H^LEnn dein Bruder verarmet/vnd verkaufft dir seine Habe/vnd sein nehester M^lFrcundt kommet zu /m/daß ers löse/so sol ers lösen/ was sein Bruder verkaufft hat/ Wenn aber jemand keinen löser hat/vnd kan mit seiner Hand so viel zu wegen bringen / daß ers ein cheil löse / so sol man rechnen von dem /ar / da ers hat verkaufft/ M iiii vnd MlM m. Buch xxv.Lap. Recht. vnd dem Verkauffer die vberigen jar wider eynräumen/ daß er wider zu seiner Habe komme. Kan aber seine Hand nicht so vil finden/daß emo Heils jm wider werde/ so fol das er verkaufft hat in der Hand deß Kauffers seyn/biß zum Halljar/in demselben sol es außgehcn/vnd er wider zu seiner Habe kommen. L)^.Erein Wohnhauß verkaufft in Der Stattmauren/der hat ein gantz jar frist EH^dasselbe wider zu lösen/Das sol die zeit seyn/ darinnen er es Lösen mag. Wo ers Wie aber nicht löset/ehe denn das gantze jar vmb ist/so sols der Kauffer ewiglich behalten/ AUuA vndseine Nachkommen/vnd sol nicht Loß außgehen im Halljar. Istsaber ein Hauß auffdem Dorffe / da keine Mauwer vmb ist/das sol man dem Feld deß Lands gleich rechnen/vnd so! loß werden/vnd im Halljar ledig außgehen. (^^Ie Stätte der Leuiten/vnd die Hauser in den Stätten/ da ire Habe innen ist/ Der (^^mögen immerdar gelöset werden. Wer etwas von den Lcuiten löset/der sols pnester?ri- verlaffen im Halljar/es sey Hauß oder Statt das er besessen Hat/Denn die Heuser in Stätten der Leuiten sind ire Habe vnter den Kindern Israel. Aber das Feld vor ircn Stätten sol man nicht verkauffen. Denn das ist ir eygenthumb ewiglich. s/^HEnn dein Bruder verarmet/vnd neben dir abnimpt/so soltu in auffnemen als Exsv.rr. GHHcincn Frembdlingen oder Gast/ daß er lebe neben dir/ vn solt nicht Wucher von v im nemmen noch vbersatz/ sondern solt dich für deinem Gott förchten/auffdaß dein K Bruder neben dir leben könne.Denn du solt im dein gelt nicht auffWucher thun/noch Ed-r m m/wäst ^^uie speise auffvbersatz außthun.Denn ich bin der HERR euwcr Gott/der euch auß muß kauffm oder an" Egyptenland geführt hat/daß ich euch das Land Kanaan gcbe/vn euwcr Gott were. E^Enn dein Bruder verarmet neben dir / vnd verkaufft sich dir/ so soltu in nicht Exod.r«. Melassen dienen als einen Leibcygen/sondern wie ein Taglöhncr vnd Gast sol er Deut.',. ' bey dir seyn / vnd biß an das Halljar bey dir dienen / Denn sol er von dir loß außge- hen/vnd seine Kinder mit im/vnd sol wider kommen zu seinem Geschlecht / vnd zu sei¬ ner Vätter Habe. Denn sie sind meine Knechte/die ich auß Egyptenland geführt ha¬ be/ Darumb sol man sie nicht auffLeibeigen weise verkauffen. Vnd solt nicht mit der strenge vbcr sie herrschen/ sondern dich förchten für deinem Gott. Wilm aber Leibeigene Knechte vnd Mägde haben/so solt du sie kauffen von den Von leib Heyden/die vmb euch her sind/von den Gästen/die Frembdlinge vnter euch sind/vnd eigmAnccht. von jren Nachkommen/die sie bey euch in euwcrcm Lande zeugen. Dieselben soltjr zu eigen haben/vnd solt sie bcsitzen/vnd euwcre Kinder nach euch / zum eygcnthumb für vnd für/die solt jr Leibeigen Knecht seyn lassen/Abcr vber euwere Brüder/die Kinder Israel/ sol keiner deß andern herrschen mit der strenge. Enn irgend ein Frembdling oder Gast bey dir zunimpt/vn dein Bruder neben verarmet/vnd sich dem Frembdlingen oder Gast bey dir/oder jemand von semem stam/verkaufft/so sol er nach seinem verkauffen recht haben wider loß zu wer¬ den/Vnd es mag jn jemand vnter seinen Brüdern lösen/oder sein Vetter oder Vet¬ ters Son / oder sonst sein «ehester Blutfreundt seines Geschlechts/ oder so seine selbs Hand so vil erwirbt/so sol er sich lösen. Vnd sol mit seinem Kauffer rechen vom jar an/ da er sich verkaufft hatte/biß austs Halljar/vnd das Gelt sol nach der zal der jar seines verkauffens gerechnet werden/vnd sol sein Taglohn der gantzen zeit mit eynrcchnen. Sind noch viel jar biß an das Halljar/so sol er nach denselben desto mehr zu lösen ge- ben/darnach er gckaufft ist/Sind aber wenig jar vbrig biß ans Halljar / so sol er auch darnach wider geben zu seiner lösung/vnd sol sein Taglohn von jar zu jar mit eynrech- nen/vnd solt nicht lassen mit der strenge vber jn herrschen für deinen äugen: Wirdt er aber auffdiese weise sich nicht lösen/so sol er im Halljar loß außgehen / vnd seine Kin¬ der mit jm. Denn die Kinder Israel sind meine Knechte/ die ich auß Egyptenland ge¬ führt habe. Ich bin der HERR euwer Gott. solt euch keinen Götzen machen noch Bild/vnd solt euch keine Seulcn auff- Exov.„. NZrichten/noch keinen Malstein setzen in euwrem Lande/das jr dafür anbetct/den 5.' ich bin" KEen Dost, xx vi.Lap. 71 Recht, ich bin der H LRR cuwer Gott.Haltet meine Sabbach/vnd forchtek euch für meinem Hcyligthumb. Zch bin der HERR. xxvi.Lap. wlü herrlich Vie Rinder Ist ael/wenn sie Gottes Gebott kalten belohnet/vnv wie greuwlrch dl« vberrrettung derselbtgen sol gestrafft werde». Erdet jr in meinen Satzungen wandeln / vnd meine Verheissung ° b Gebotthaltenvudthun/sowilicheuch Regengeben zu seiner zeit/ deßTesetz«. vnd das Land sol sein Gewächß geben/vnd die Bäumeauffvem s^d jre Früchte bringen-Vn die drcschezett sol reichen biß zur Wein- crndten/vnd die Weinemdc sol reichen biß zur zeit der saat/vnd sol¬ let Brots die fülle haben/vnd solt sicher in cuwercm Lande wohnen.'Ich wil Fried ge¬ ben in cuwercm Lande / daß jr sehlaffct/vnd euch niemand schrecke. Ich wil die bösen Thier auß euwcrcm Lande thun/vnd sol kem Schrvert durch cuwerLand gehen. Jr solt euwcr Feinde jagcn/vnd sie sollen für euch her ins Schwert fallcn.Euwer fünffc sollen hundert jagen/vn cuwer hundert sollen zehen tausend jagen/ denn euwre Feinde sollen für euch her fallen ins Schwert. Vnd ich wil mich zu euch wenden / vnv wil euch wachsen vnd mehren lassen/vn wilmeinen Bundt euch halten.Vnd soltvon dem Firnen essen / vnd wenn das Muwc komet/ das Firnen wegthun-Ich wil meine » Lormth. Wohnung vntcr euch haben/vnd meine Seele sol euch nicht verwerffen. Vnd wil vn- tcr cucbwandeln/vn wil cuwer Gott seyn/so soltjr mein Volck seyn. Denn ich bin der HERR euwcr Gott/dcr euch auß Egyptcnland geführet hat/daß jr nicht jreKnechte werct/vnd hab euwcr joch zcrbrochen/vnd hab euch auffgericht wandeln lassen. ^^Ervet jr aber mir nit gchorchen/vnd nit thun diese Gebott alle/vn werdet mei- vnnd W^)ne Satzunge verachten/vn euwere Seele meine Rechte verwerffen/daß jr nit ' siuks/ E rhut alle meine Gebott/vnd werdet meinen Bundt lassen anstehen / So wil tch euch v auchso!chsthun.2chwilcuchhcimsuchenmitschreckett/schwulstvndfieber/daßeuch M«» I. die Angesicht verfallcn/vnd der Leib vcrschmachte/jr solt vmb sonst euweren Sattle» Maiach.r. jäen/vnd euwere Feinde sollen jn fressen. Vnd tch wil mein Antlitz wider euch stellen/ vn soltgeschlagen werden für cuwcrn feinden/vn die euch hassen/solten vber euch Herr* schcn/vnd solt fliehen da euch niemand jagt: So jr aber vber das noch nit mir gehor- chct/sowilichs noch stben mabmehrmachen/euchzu straffen vmb euwere süude/daß ich cuwcrn stoltz vnd halßstarrigkcit breche. Vnd wil cuwcrn Himel wie Eisen/vnd cuwcrc Erden wie Ertz machcn/vnd cuwer mühe vnd arbeit sol verloren seyn/daß eu¬ wcr Land sein Gewächß nicht gcbe/vnd die Bäume im Land jre Früchte nit bringen. Vndwojrmirentgegcnwandelt/vndmichnichthörenwolt/sowil ichs noch st- Dise straffen ben mal mehr machen/auffeuch zu schlagcn/vmb euwcr sündc willen. Vnd wil wilde Thier vntcr euch senden/die sollen euwere Kinder fressen/ vnd euwer Vieh zerreissen/ A vnd euwer weniger machen/vnd cuwer straffen sollen wüst werden. Werdet jr euch aber damit noch nicht von mir züchtigen lassen / vn mir entgegen wandeln/so wil ich euch auch entgegen wandeln/vnd wil euch noch stben mal mehr schlagen vmb euwer sünden willen/ vnd wil ein Rachschwert vber euch bringen/ das meinen Bundt rechen sol.Vnd ob jr euch in euwere Stätte versamlet/wil ich doch die -L Pestilentz vntcr euch senden/vnd Wit euch in euwcr Feinde hende geben. Denn wil ich euch den vorraht deß Brots verderben/daß zehen Weiber sollen euwer Brotinei- ncm Ofen backen/vnd euwer Brot sol man mit gewicht außwegen/vnd wenn jr effek solt jr nicht satt rvcrden. Werdet aber jr dardurch mir noch nicht gehorchen/ vnd mir entgegen wandeln/ so wilichaucheuchimgrimm entgegenwandeln/vndwileuchstben mal mehr straf¬ fen vmb euwere sünde/daß jr solt euwer Söne vnd Töchter Fleisch fressen. Vnd wil euwere Trämvung III.Buä> XXVi.Lap. vnd fluch deß euwere Höhen vertilgen/vnd euwere Bilder außrotten/vnd wil euwere Leichnam Eeftses/rc. auffeuwere Götzen werffen / vnd meine Seele Wirt an euch eckel haben/ vnd Wil eu¬ were Stätte wüste machen/ vnd cuwers Heyligthumbs Kirchen eynreiffen/ vnd wtl cuwcren süssen gcruch nicht riechen. .AsLsowilichdas Land wüste machen/daß euwere Feinde/so darinnen wohnen/ 4>!^sich dafür entsetzen werden- Euch aber wil ich vnter die Heyden streuwen/vnd das Schwert außzichcn hinder euch her/daß euwer Land sol wüste seyn / vnd euwere Statte verstöret. Alsdcnn wirt das Land im seineFeyere gefallen lassen/so lang es wüste ligt/vnd ir in der Feinde Land seyt/Ia denn wirt das Land feyren/vnd im seine Feyer gefallen laffen/so lang es wüste ligt. Darumb/ daß es nicht feyren kundt da irs soltet feyren lassen/da ir drinnen wohnetet. Vnd denen/ die von euch vberbleiben/ Wil ich ein feig Hertz machen in irer Feinde § Land/daß sie sol ein rauschend Blat iagen/vnd sollen fliehen darfür/als iaget sie ein (Vb-r dettander» Schwcrt/vnd fallen da sie niemand iaget.Vnd soleiner" vber den andern htttfallen/ m dcÄuchk/forcht gleich als für dem Schwcrt/vnd doch sie niemand iagt. Vnd ir solt euch nicht auffleh- Dndschrccke^ Eien dürffen wider euwere Feinde/vnd ir solt vmbkommen vnter den Heyden/vnd eü- wer Feinde Land sol euch fressen. O^äElche aber von euch vberbleiben / die sollen in irer missethat verschmachten in Feinde Land/auchin irer Vätter missethat sollen sie verschmachten. Da werden sie denn bekennen ire missethat/vnd irer Vatter missethat/damit sie sich an v (Gefallen) Das mir versündiget/ vnd mir entgegen gewandelt haben. Darumb Wil ich auch inen ent- ist/gleich w e fie lust gegftt wandeln/vnd wtl sie in irer Feinde Land wcgtrciben. Da Wirt sich ia ir vnbe- ckcl a7m!chcn Tch- fthnittens Hertz detttütigcn/vnd denn werden sie inen die straffe irer missethat b gesät- te» hatte»/also wer- deasie wider»,» lust tkN laUeN. a»deKaffc!v»ds7 Änd ich werde gedencken an meinen Bund mit Jacob/ vnd an meinen Bunde Gott ge- vns^s7c7m/dan^ mit Isaac/vnd an meinen Bundt mit Abraham/vnd werde an das Land gedencken/ hab wrftrl'crfluchtt das von inen verlassen ist/ vnd im seine Feyer gefallen lcßt/ dieweil es wüste von inen Hech7gtei7"" nu»d7v?n/o'rech! ligt/vnd sie inen die straffe irer missethat gefallen lassen. Darumb/daß sie meine V»d§"st.chgcda» Rechte verachtet/vttd ire Seele an meinen Satzungen eckel gehabt hat. Auch wenn -kc» vnd wort cmer sie schon in der Feinde Land siud/hab ich sie glcichwol nicht verworffen/ VN eckelt mich ft/Li7sichftchsau'ß irnichtalso/daßmitinen außftytt solt/vnd meinBundtmitinensoltnichtmehr gel- Vansp7ye»Ä7 ten/ Denn ich bitt der HERR ir Gott. Vnd Wil vber sie an meinen ersten Bundt ge- pfud-ch/habe vencken/da ich sie auß Egyptenland führct/für den äugen der Heyden/das ich ir Gott Attdcmt Gomdaß wcre/Ich der HERR. Danm.b'hab?7w!r Diß sind die Satzunge / vnd Necht/ vnd Gesetz/ die der HERR zwischen im vnd v7tt7ttscht7lUraf? den Kindern Israel gestellet hat auff dem Berge Sinai/durch die Hand Mose. feder missethat/sol¬ chen verstände zuge- ben/sonst lautets/als selten sie gefallen an der missethat haben. Lbensoists auch zu- verstehen/Demland gefallet seine Leysr. Dasist/Esspnchtt Gott hab rechtin der straffe/daß es wüste ligcnmuß/vmb deß Volcks willen/nach dem es sich sehnet- Solcher weise redet auch J esaia/ 40. ra8,iclett,xlactra Laccexra xcsna xxvn.Lap. Von Gelübden vnd Satzungen veß Lerbs. Daß man em Vreh / welchs dem HERREN ge^ lobt worden/ttlchr so! wechseln. Vom Hause oder stück ackers/ so dem HL geheyllget/ wie es geschätzt vndgeläßt mag werden. Daß man nichts verbanntes/es ßxen Menschen oder Vieh/ verkauften noch lösen/vnd den zehenden nicht verwechseln sol. M der HERR redet mit Mose / vnd sprach. Rcde mit /c dm Kindern Israel/vnd sprich zu inen: Wenn iemand dem HER- Sonde- M REN ein besonder Gelübd thut/ daß er seinen Leib schätzet/ so sol das 5»^°^ die Schätzung seyn: Ein Mannsbild zwcntzig iar alt / biß ins sich- De»t. . tzigste iar/soltuschätzen auff fünfftzig silbern šekel/ nach dem sckcl deß mo,-äeLpeLrl Heyligthunrs.Ein Weibsbild auffdreissig sckel.Von fünffiaren biß auffzwentzig iar/ soltuin schätzen auff zwcntzig šekel/ wens ein Mannsbild ist/ein Weibsbild aber auff zehen sekel.Don einemMonden an biß aufffünffiar/soltu in schätzen aufffünffsilbern «st hEa sckel/wcnns ein Mannsbild ist/ein Wcibsbtlde aber guff drey silbern sckel. Ist er aber Kirchcn Most. XXVII.Qp. Recht, sechtzig jar alt/vnd darüber/so soltu in schetzen aufffünfftzehen sckck/wens eln Manns bild ist/etrr Weibsbild aber auff zehen sekel. Ist er aber zu arm zu solcher schätzung/so sol er sich für den Priester stellen / vnd der Priester sol jn schetzen/ er soljn aber schetzen nach dem seine Hand/deß/der gelobt hat/erwcrbcn kam Gelübd ^DsSts aber ein vieh/das man dem HERRN opffern kan/ alles was man deß dem twnB'ch. ^>^HERRNgtbt/istheylig.Mansols nicht wechseln noch wandeln/ein gutsvmb eu: böses/oder ein böses vmb ein guts.Wirts aberjemand wechseln/ein Vieh vmb das ander/so sollen sie bcyde dem HERRN heylig seyn. Ist aber das Thier vnrein/daß k mans dem HERRN nicht opffern darff/so sol mans für den Priester stellen/vnd der Priester sols schetzen obs gut oder böß sey/vnd es sol bcy deß Priesters schetzen bleiben. Wils aber jemand lösen/der sol den fünfften vbcr die Satzung geben. Gelübd jemand sein Hauß heyliget/das dem HERRN heylig sey/das sol der Prie- dkß--us-s. EH^ster schetzen /obs gut oder bößsey/vnd darnachesder Priesterschetzet/sosols blelben: So es aber der / so cs gchcyligct hat/ wil lösen/ so sol er den fünfften thetl deß Gelts/vbcr das cs gescheht ist/darauffgeben/ so sols sein werden. Gelübd ^^§Errn jemand em stück Ackere von seinem Erbgut dem HERRN heyliget / so sol -m, Ackers, gescheht werde nach dem er tregt/Tregt er cm Homor gcrsten/ so sol er fünff- tzlg sekel silbcrs gelten. Heyliget er aber seinen Acker vom Halljar an/ so sol er nach sei¬ ner Wirde gelten.Hat cr jn aber nach dem Halljar geheyligt/ so sol jn der Priester rech¬ nen nach den vbrigcn jaren zum Halljar/vnd darnach geringer schetzen. Wil aber der / so jn geheyliger hat/ den Acker lösen/so sol er den fünfften theil deß Gelts/vber das er gescheht ist/darauffgeben/so sol er sein werden. Wil er jn aber nicht lösen/sondern verkaufft jn einen: andcrn/so sol erjn nicht mehr loser: / sondern derselb Acker/wem: er im Halljar loßaußgehet/sol dem HERRN heylig seyn/wie ein ver¬ bannet Ackcr/vnd sol deß Priesters Erbgut scyn. Wenn aber jemand einen Acker dem HERRN gehcyligt/den er gekaufft hat/vnd nicht sein Erbgut ist/so sol jn der Priester rechnen was er gilt biß an das Halljar / vnd er so! desselben tages solche schatzung geben/daß er dem HERRN heylig sey. Aber im Halljar sol er wider gelangen an dcnselben/von dem er jn gekaufft hat/daß er sein Erb gut im Lande sey. Alle wirderung sol geschehen nach dem sekel deß Heyligthumbö.Em sekel aber macht zwentzig Gera. (^^Ie Erstegeburt vnter dem Vieh/die dem HERRN sonst gebürt/sol niemand E^e'ch.4;. dem HERRN hcyligen/es sey ein Ochß oder Schaf/ denn es ist deß HERRN. Ist aber an dem Vieh etwas vnreins/so sol mans lösen nach seiner Wirde/vnd drüber geben den fünfften. Wil crs nicht lösen/so verkauffmans nach seiner Wirde. Wasver bkMAnsolkcinverbanntesverkauffen/nochlösen/daßjemand dem HERRN ver- vE ^Hbannet/von allem das sein ist/es sey Menschen/Vieh/oder Erbacker/Denn al- lcsverbanntc ist das allerheyligst dem HERRN. Man sol auch keiyen verbannten Menschen lösen/sondern er sol deß tods sterben. Zehende. Alle Zehenden im Lande / beyde von Samen deß Lands/vnd von Früchten der Bäume / sind deß HERRN / vnd sollen dem HERRN heylig seyn: Wil aber jemand seinen zehenden lösen/der sol den fünfften drüber geben/vi:d alle zehendcn von den Rindern vnd Schafen/vnd was vnter der Ruten gehet/das ist ein heyliger zehende dem HERRN/Man sol nicht fragen obs gut oder böß sey/man sols auch nicht wech¬ seln. Wirts aber jemand wechseln/so sols beydes heylig seyn/vnd nicht gelöset werden» Dißsind die Gebott/die der HERR Mose gebot an die Kinder Ist rael/ a::ffdem Berge Sinai. Ende deß dritten Buchs Mose. Da» Gumma der Kinder ^asilil.BuMWst. i.Lap. Mose vnd Aaron ;elen die Rinder Israel/ alle d^e;äm streit tüchtig sind/ vnd ordnen Haupts männer vber die rwölffSrömme. Leui wirt nicht gezelt/ vnd ;»r Wohnung der Hütten deß Sriffrs verordnet/wle denn der HERR befohlen hatte. ^ MW U M MMosc in der Wüsten Sinai/in der Hütten^"« °-- deß Stiffts/am ersten tage deß andern Monden/tm an-r.Ma-f. dem jar/da sic auß Egyptenland gegangen waren/vnd sprach:Nemmet die Summa dergantzen Gemeine der Kinder Israel/nach jren Geschlechten/vnd jrer Vätter Häuser vnd Namen / alles was Männlich ist/ von Haupt zu Haupt/ von zwentzig jaren an VN drüber/ was ins Heer zu Ziegen taug in Israel/ Vnd solt ste zelen nach iren Heeren/ du vnd Aaron / vnd solt zu euch nemmen ja vom Geschlecht einen Hauptmann vber seines Vatters Haust. (^^Iß sind aber die Namen der Hauptleute/die neben euch stehen sollen.Von Ru- Namen der Son Jedcur.Von Simeon sey Sclumiel der Son Auri-^'^A/ Sadai.Von Iuoa sey Nahcffon der Son Amminadab. Von Isaschar sey Netha- neel der Son Juar. Von Sebulon sey Eliab der Son Helon. Von den Kindern Jo¬ seph von Ephraim sey Elijama der SonAmihud. Von Manasse sey Gamltel der SonPedaZur.VonBenIaminscyAbidander Son Gideoni. Von Dansey A- hieser der Son AmmiSadai. Von Asser sey Pagiel der Son Ochran. Von Gad sey Eliasaph der Son Deguel. Von Naphthali sey Ahira der Son Enan. Das sind die fürncmesten der Gemeine/die 5)auptleute vnter den Stämmen jrer Vätter/die da Häupter vnd Fürsten in Israel waren.Vnd Mose vnd Aaron na¬ men sie zu sich/wie sie da mit Namen genennet sind. Vnd samleten auch die gantzen n Gemeine / am ersten tage deß andern Monden / vnd rechneten sie nach jrer Geburt/ nach jrenGeschlechten/vndVätter Häuser vnd Namen/von zwentzig jaren an vnd drüber/von Haupt zu Haupt/ wie der HERR Mose gebotten hatte/vnd zeleten sie in derWüsten Sinai. Aalderzwelff (^^ErKinder Ruben deß ersten SonsIsrael/nachjrer Geburt/Geschlecht/jrer I. GeschlcchtWael. Vätter Heuser vnd Namen/von Haupt zu Haupt/alles was männlich war/ Stam vonzwentzig jaren vnd drüber/vnd ms Heer zu ziehentochte/wurden gezelet zum Stamme Ruben/ sechst vnd viertzig tausend vnd fünff hundert. Der Kinder Simeon nach jrer Geburt/Gcschlechte/jrer VätterHeuser/zal vnd 11. Namen/von Haupt zu Haupt/alles was männlich war/von zwentzig jaren vnd drü- Simeon ber/vndtns Heer zuziehen tochte/wurden gezelet zum Stam Simeon/neunvnd fünfftzig tausend vnd drey hundert. Der Kinder Gad nach jrer Geburt / Geschlechte /jrer Vätter Heuser vnd Na- I l I. men/von zwentzig jaren vnd drüber/was ins Heer zu ziehen tochte/wurden gezelet Gad. zum Stam Gad/ fünffvnd viertzig taufend/fechß hundert vnd fünfftzig. Der Kinder Juda nach jrer Geburt/Geschlechte/jrer Vätter Heuser vnd Na- HH» men/von zwentzig jaren vnd drüber/was ins Heerzuziehen tochte/wurden gezelet Juda, zum Stam Iuda/vier vnd sibentzig tausend/vnd sechst hundert. Der Kinder Isaschar nach jrer Geburt / Geschlechte / jrer Vätter Heuser vnd * Namen/vonzwentzig jaren vnd drüber/ was ins Heer zu ziehen tochte/wurden gezelt Isaschar zum Stam Zsaschar/vier vnd fünfftzig tausend/vnd vier hundert. Der Hlunma Dost. i. Lap. der Km- Der Kinder Scbulon nachjrer Geburt / Geschlechte / jrer Vatter Hauser vnd d" - pacl. zwcntzig jaren vnd drüber / was mns Heer zu ziehen tochte/ wurden ge- V I. zclet zum Stanr Sebulon/slbcn vnd fünfftzlg tausend/vnd vier hundert. Scbulo. Der Kinder Joseph von Ephraim nach irer Geburt/ Geschlechte/jrerVätter V 11. Häuser vnd Namen/ von zwentzig jaren an vnd drüber / was ins Heer zu ziehen toch- Ephraim te/wurden gezeletzum Stanr Ephraim/ viertzig tausend/ vnd fünffhundert. VIII. Der Kinder Manaffe nach jrer Geburt / Geschlechte / jrer Vätter Häuser vnd Marias- Namen / von zwentzig jaren an vnd drüber / was tuns Heer zu ziehen tochte / wurden st zum Stam Manaffe gczclet/ zwey vnd dreyjsig tausend/ vnd zweyhundert. IX. Der Kinder BcnIamin nach jrer gcburt/Geschlechte/jrer Vätter Häuser vnd BcnIa- Namen/vonzwetttzigjarLnanvnddrübcr/waöinnöHeerzuziehentochte/wurden """ zum Stanr Benjamin gezclet/ fünffvnd dreyffig tausend/ vnd vier hundert. X» Der Kinder Dan nach jrer Geburt/ Geschlechte/ jrer Vätter Häuser vnd Na- Dan. men/von zwcntzig jaren an vn d drübcr/was inns Heer zu ziehen tochte/ wurden geze- let Mr Stanr Dan/zwcy vnd scchtztg tausend/vnd sibcu hundert. X l. Der Kinder Affcr nach jrer Geburt/ Geschlechte/ jrer Vätter Häuser vnd Na- Äffer. men/von zwentzig jaren an vnd drüber/ was inns Heer zu ziehen tochte / wurden zum Stanr Äffer gezelet/ein vnd viertzig tausend/ vnd fünffhundert. X11. Der Kinder Naphthali nach jrer Gcburt/Geschlechte/jrer Vätter Häuser vnd Naph- Namen / von zwcntzig jaren an vnd drüber / was inns Heer zu ziehen tochte / wurden D zum Stam Naphthali gezclct/drey vnd fünfftzig tausend/vnd vier hundert. Suma Dtß sind/die Mose vnd Aaron zelcten/sampt den zwölffFürsien Israel/ der ja dcß Es Is- einer vber ein Hauß jrer Vätter war.Vnd die suma der Kinder Israel nach jrer Vät- rael ondttLc, Hauser/von zwentzig jaren an vnd drübcr/was ins Heer zu ziehen tochte in Israel/ der war sechß mal hundert tausend/ vrrd drcy tausend/ fünffhundert vnd fünfftzig.A- Lrod -r. der die Lernten nach jrer Vätter Stam wurden nicht mit vnter gezelet. Stamm MWd der HERR redet mit Mose / vnd sprach: Den Stam Lern soltu nicht zelen/ 9 ^^noch jre Summa nemmen vnter den Kindern Israel/Sondcrn du solt sie orde- nm zur Wohnung bey dem Zcugniß/vnd zu allem Gerchtc/ vnd allem was darzu ge¬ hört/vnd sie sollen die Wohnung tragen vndalles Gerchte/vndsollen sein pflegen/ vnd vmb die Wohnung her sich lägern.Vnd wenn man rcysen sol/so sollen die Lauten die Wohnung abnemmen/Wcnn aber das Heer zu lägern ist/sollen sie die Wohnung auffschlahen/Vnd wo ein Fmnbder sich dazu machet/dersol sterben. Die Kinder Is¬ rael sollen sich lägern ein jeglicher in sein Läger/ vnd bey das Panir seiner schar / Aber die Lauten sollen sich vmb die Wohnung deß Jeugniß her lägern / auff daß nicht ein zorn vber die Gemeine der Kinder Israel komme/Darumb sollen die Lernten der Hut warten an der Wohnung deß Zeugniß. Vnd die Kinder Israel theten alles / wie der HERR Mose gcbotten hatte. 11. Lav. wledteGtLmmeder Rinder Israel sich mit,rem Heerlager vmb die Hütte deß Sttffres sollen schicken. 7Z . Nd dcr HERR redet mit Mose vnd Aaron / vnd x^derxi- lMWDI sprach:DlcKinderIsrael sollen für dcrHütten dcß Stifftsvmb-- s^mm>2s,<>-i. hcr sich lägern / eln jeglicher vnter seinem Panir vnd deichen / nach , NNUWL jrer Vätter Haust. l. o EgcnMorge sol sich lägern Juda mtt seinem Panirvn Heer/ DaoLä- V ^OdrHauptmannNahcffon/dcrSonAmminadab/vndsctn gmM-rgm. c^ccr/ an dcr summa vier vnd sibcntztg tausend / vnd sechß hundert. Neben jm sol sich lägern dcr StammFaschar/ Zr HauptmannNethanecl / dcr Son?uar/vnd sein Heer/an dcr summa/vter vnd fünfftzig tausend/vnd vierhundert. Dazu dc^'w' Wger IIII.BG II. Lap. bcr Mm- Sebulon/jr Hauptmann Eliab der Son Helon/ sein Heer an der summa / siben vttd fünfftzig kauftnd/vnd vier hundert/ Daß alle/die ums Läger Juda gchören/scyen an der summa/hundert vnd sechß vnd achtzig tausend/vnd vier hundcrt/die zu jrem Heer gehören/ Vnd sollen forn anziehen. Egen Mittag so! ligen das Gezelt vnd Panir Ruben mit jrem Heer/Ir Haupt-- 11. Elizur / der Gon Sedeur / vnd sein Heer an der summa / sechß vn d vier-- Dao M tzig tauftnd/fünffhlmdcrt. Nebenjm fol sich lagern der Stam Simeon/Ir Haupte mann Selumiel/der Son IuriSadai/ vnd sein Heer an der summa/neun vn fünff- tzig tausend/drey hundert. Dazu der Stamm Güd / Ir Hauptmann Eliasaph/der « Son ^Rcgucl/vnd sein Heer an der summa/fünff vnd viertzig tauscnd/ftchßhundert vnd fünfftzig.Daß alle/ die inns Läger Ruben gehören/seyen an der summa/hundert vnd ein vnd fünfftztg tausend / vier hundert vnd fünfftzig / die zu jrem Heer gehören/ Vnd sollen die andern im außzichen seyn. (^^Arnach sol die Hütten deß Skiffes ziehen mit dem Läger der Leuiten/mitten Werder ^^vnter den Lagern /vnd wie sie sich lägern / so sollen sie auch ziehen/em jeglicher Leu»-», an seinem ort vnter seinem Panir. plarm s-. ^^Egen Abend so! ligen das Gezelt vn Panir Ephraim mitjrem Heer/Ir Haupt- m. ^)tt'»ünnsolseynEltsama der SonAmrhud/vndseinHeeran dersumma/viertzig Das Lä- tausend vnd fünffhundert. Neben jm sol sich lagern der Stam Manaffe/Ir Haupt- s-r Ephm-m mann Gamliel/der Son PedaIur/ftin Heer an der summa / zwey vnd dreysstg tau- ftnd/vnd zwey hundert. Dazu der Stam BcnIamin/jr Hauptmann Abidan der Son Gldconi/ftinHccr an der suma/fünffvü dreiffig tauscnd/vn vier hundert.Daß alle/die ins Lager Ephraim gehören/seyen an der summa / hulwert vnd acht tausend/ vnd ein hundert/die zu seinem Heer gehören/ Vn sollen die dritten im außzichen seyn. -^j^Egen Mitternacht sol ligen das GcZelnmd Pamr Dan/mitjrem Heer / Ir IUI. ^^Hauptmann Ahieser/ der Sen AmmrSadai / sein Heer an der summa / zwey Das Lck- vndftchtzig tausend/vnd siben hundert.Ncbm jur sol sich lagern der Stamm Affer/jr Hauptman Pagie! / der Son Ochran/ sein Heer an der summa/ein vnd vicrtzig tau-' ftnd/vn fünffhundert.Dazu der Gram Naphchali/Zr Hauptman Ahira/der Son Enan/ sein Heer an der summa/drcy vnd fünfftzig tausend / vnd vier hundert. Daß alle/die ins Läger Dan gehören/seyen an der summa/ hundert siben vn fünfftzig tau¬ send/vnd ftchßhundert/ Vnd sollen die letzten seyn im außzichen mitjrem Panir. Das ist die summa der Kinder Israel nach jrer Vätter Häuser vnd Lager /mit Suma jrmHeeren/ Sechßhunderttausend/vnd drey tausend / fünffhundertvnd fünMig. 25 Rmde,- Mer die Leuitcn wurden nicht in die summa vnter die Kinder Israel gezclet/ wie der HERR Mose gebotten hatte.Vnd die Kinder Israel theten alles wie der HERR Mo- ft gebotten hatte/vnd lägerten sich vnter jre Panir/vnd zogen auß/ ein jeglicher in sei¬ nem Geschlecht/nach jrer Vatter Hauß. 111. Lap. Die Rinder Leut Werden ;um dienst der Won in? ge/ vnd Aaron mit seinen Säuen ;um prte- sterampt/verordnet. Zal vnd summa der Rinder Leut / vnd aller Erstengeburt der Rinder Is- rael/so eines Monats alt vnd drüber. M ist das Geschlecht Aaron vnd Mose/zu der zett/ z da der HERR mit Mose redetauff dem Berge Sinai/vnd diß sind Aarons M die Namen der Söne Aaron. Der Erstgeborne Nadab / darnach Jod' § D Abihu/Eleazar/vnd Ithamar. Diß sind die Namen der Söne Aa- 2^'..°. ron/die zu Priester gesalbct waren / vnd jre Hände gefüllet zum Prie-' sterchumb. Aber Nadab vnd Abthu stürben für dem HERRN/daß sie frembd feuwer opfferten für dem HERRN in der Wüsten Sinai/vnd hatten keine Sön.ELeasar aber vn Ithamar pflegte deß Priesterampts vnscr jrenlDatter Aarom Vnd 111. §üp. der Leui- Vnd der HERR redet mit Mose/vnd sprach: Bringe den Stam Leni herzu/vnd stelle sic für den Priester Aaron/daß sie jm vienen/vnd seiner vnd der gantzen Gemei¬ ne Hut warten für der Hütten deß Stiffts/vnd dienen am dienst der Wohnunge/vnd warten alles Gerehtcs der Hütten deß Stiffts/vnd der Hut der Kinder Israel/zu die¬ nen am dienst der Wohnunge. Vnd solt die Leutten Aaron vnd seinen Sönen zuord- ncn zum gcschänck von den Kmdern Israel / Aaron aber vnd seine Sone soltu setzen/ dass sie jres Pricsterthumbs warten / Wo ein frembder sich herzu thut/ der sol sterben. n»m.s. Vnd der HERR redet mit Mose/vnd sprach: Sihe / Ich hab die Leutten genom¬ men vnter den Kindern Israel/für alle Erstegeburt/ die da Mutter brechen vnter den v Kindern Israel/ also / daß die Leutten sollen mein seyn. Denn die Erstcngeburt sind mein /sirrt der zeit ich alle Erstegeburt schlug in Egyptcnland / da heyligct ich mir alle Erstegeburt irr Israel / von Menschen an biß auffdas Vieh / daß sie mein seyn sollen/ ^ch der HERR. Aal der H^Nd der HERR redet mit Mose in der Wüsten Stnai/vud sprach: Jele die Kitt- Ex" dAftaeu" ASdm KirrdernIsrael/eins Monden alt vnd drüber/ vnd nim die zal jrer Namen. ^^Vndsolt die Leuiten mir/dem HERRN/außsöndern für alle Erstegeburt der Kinder Israel/vnd der Leutten Vieh für alle Erstegeburt vnter dem Vieh der Kinder Israel. Vnd Mose zelet/wte im der HERR gebotten hatte/alle Erstegeburt vnter den Kindern Israel / vnd fand steh an der zal der Namen aller Erstengeburt was Männ¬ lich war / eines Monden alt vnd drüber / in ircr summa/My vnd zwentzig tausend/ zweyhundert vnd drey vnd sibentzig. Vnd der HERR redet mit Mose/vnd sprach: Nim die Leuiten für alle Erstege¬ burt vnter den Kindern Israel/vnd das Vieh der Leuiten für ir Vieh/daß die Lcuiten mein/deßHERRN/scyen/Aber das Löstgelt von zweyhundertdreyvndsibentzig vberlcngcn Erstengeburten der Kinder Isracl/vbcr der Leuiten zal/soltu ja fünff sckel nenmcn von Häupt zu häupt/ nach dem sckel deß Heyligthumbs (zwentzig Gera gilt Sckel einsekck) vnd söltdasselb Gelt/das vberlcng ist oberjre zal/geben Aaron vnd seinen Sönen. Da nam Mose das Lösegelt / das vbcrlenge war vber der Leuiten za! vo den Erstengeburten derKmderIsrael/tansend drey hundert/vnd fünff vnd sechtzig sckel/ nachdcmsckcl deß Heyligthumbs/vnd gabs Aaron vnd seinen Söncn/nachdcm wort deß HERRN/ wie der HERR Mose gebotten hatte. 1111. Lttp. D.;s 2smpL Aarsns vnd seiner Göne/aucb aller andern Lenken/von drexUg /aren vnd drüber wenydas Hcerauffbricht.Talvnd Gumma alleeLeuüen/Ver Rinder Raharh/Gerson vnd Merart/vondrexsstgsakenvnd drüber. Ndder HERR redet Mit Mose vnd Aaron/vnd sprach: L )?im die Summa der Kinder Kahathauß den Kindern Leni/ nach Geschlecht vnd ircr Vatter Hauser / vondreyssrg -arm an vnd drüber/biß ins fünfftzigstjar/alle die zum Heer tügen/daß sie thun diL werck in der Hütten deß Stiffts. Das sol aber das Ampt der Kinder Kahath in der Hütten deß Skiffes ftyn/ daß das Allerheiligest ist. Ot^.Enn das Heer auffbricht / so sol Aaron vnd seme Sone hineyn gehen/vnd den I. G?^)Fürhang abnemmcn/vnd die Lade deßAugntß dreyn winden/ vnd darauff Aarons « ryun die Decke von Dachßfellcn/ vnd oben drauffem gantz" gele Decke breitcn/vnd vn>? sthEs/daAe seine stangen dazu legcn.Vnd vber den Schauwrisch auch ein gele Decke breiten/vnd ' legen die Schüssel / Löffel / Schalen vnd Kannen / auß vnd eytt zu giessen / vnd -m >cMche hat n -y- das täglich Brot sol dabey ligcn/vnd sollen darüber breiten ein rosinrote Decke / vnd ha^c/WclAgcVR diesclb bedecken mit einer Decke von Dachßfellcn/vnd seine Stangen dazu legen. weß?/v7d" welcl?" Vnd sollen eine gele Decke nemmen/ vnd dreyn winden den Leuchter deß liechts/ wttß/ga,rtz wciß/rc. sime Lampen/mit seinen schneutzen vnd ncpffen/ vnd alle ölcgefaß die zunr Ampt gehören/vnd sollen vmb das alles thun eine Decke von Dachßfelten/vnd sollen sie auff Stangen legen. Also sollen sie auch vber dm gülden Altar eine gele Decke brei¬ ten/vnd dieselb bedecken mit der Decke von Dachßfellcn/vnd seine Stangen dazu thun. Alle Gerehte/damit sie schaffen im Heyligehumb / sollen sic nemmen / vnd gele Decke darüber thun/vnd mit einer Decke von Dachßfellcn decken / vnd auffStan- 8 gen legen. Sie sollen auch die Aschen vom Altar fegen/vnd eine scharlacke Decke darüber breiten/vnd allesein Gcrehte dazu legen/damit sie darauff schaffen/Kol- pfanncn/Kreuwcl/Schauffeln/Beckcn/mitallem Gerehte deß Altars/vnd sollen drüber breiten ein Decke von Dachßfellcn / vnd seine Stangen dazu thun. EH Enn nun Aaron vnd seine Sönc solche außgcricht haben / vnd das Hcylig- H. DHHchumb vnd alle sein Gerehte bcdcckt/wcnn das Heer auffbricht / Darnach sol- Kahachi len die Kinder Kahath hineyn gehen / daß sic es tragen / vnd sollen das Heyligthumb nicht aurühren/daß sic nit sterben. Das sind die Last der Kinder Kahath an der Hüt¬ ten deß Ampt Most. IIII.Lüp. 75 der Leut- tcn dcß Stiffts.Vnd Eleasar/Aarons deß Priesters Son /sol das Ampt haben/daß er ordne das öle zum Liecht/vnd die spccercy zum Räuchwerck/ vn das täglich Speiß- Etcasars opsscr/vnd das Salböle/Daß er beschicke die gantze Wohnung / vnd alles was drin- Amxt. nenist/imHcyligthumb vnd seinem Gerchte. Vnd der HEM redet mit Mose vnd mit Aaron / vnd sprach: Hr solt den Starn deß Geschlechts der Kahathitcr nicht lassen sich verderben, vnter den Lernten / Son¬ dern das solt ir mit inen thun/daß sre leben vnd nicht sterben/wo sie würden anrührcn das Allerheyligst. Aaron vnd seine Söne sollen hineyn gehen / vnd ein jeglichen stel¬ len zu seinem Ämpt vnd Last/Sie aber sollen nicht hincyn gehen zuschauwenvnbe- dacht das Hcyligthumb/ daß sie nicht sterben, 1111. Nd der HERR redet nut Mose/vnd sprachMim die summa der Kinder Gerson Gersoni- I^Aauch/nach wer Vatter Hauß vlrd Gcschlechte/von drcyssrg iaren an vn drüber/ kn Ampl. biß ins fünfftzlgst jar/vn d ordne sie allc/dic da zum Heer tüchtig smd/daß sie ein Ampt haben in der Hütten dcß Stiffts. Das sol aber dcß Geschlechts der Gersonitcr e Ampt scyn/daß sie schaffen vnd tragcn.Sie sollcir die Teppich der Wohnung vnd der Hütten dcß Gtrffks tragen/vnd seine Dccke/vn die Decke von Dachßfcllen/ die oben drüber tst/vlid das Thuch in der Thür der Hütten deß Stiffm/vnd die Vmbhcng deß Vorhofs/vnd das Thuch in der Thür deß Thors am Vorhof/ welcher vmb die Woh¬ nung vnd Altar hcrgchet/ vnd jre Seyle vnd alle gcrchtc jres Ampts /vnd alles was zuirem Amptgehöret. Mch dem wort Aaronvnd ferner Sone solallesAmptder Kinder Gersongehen/alles was sie tragen vndschaffcnsollen/vttdjrsoltzuschen/daß sie aller jrcr Last warten. Das so! das Ampt dcß Geschlechts der Kin der der Gersoni- ter seyn in der Hütten deß Stiffts /Vnd jr Hut sol vnter der Hand Zthamar scyn/deß Sons Aarons deß Priesters. V. Kinder Merari / nach irem Geschlecht vnd Vätter Häuser / soltu auch ord- Merari- (^Kncn/von drcyssrg jar an vnd drübcr/biß ins fünfftzlgst jar/alle die zum Heer tü- ter Amsst. gcn/daß sic ein Ampt haben in der Hütten deß Stiffts. Auff diese last aber sollen sie warten nach alle irem Ampt in der Hütten dcß Stiffts/daß sie tragen die Bretter der Wohnung/vnd Rigel/vnd Sculcn/vn Füffc-Darzu die Seulen deß Vorhofs vmb- hcr/vnd Füsse vnd Mgcl/vnd Seyle/mit alle jrcm Gerchte/ nach alle /rem Ampt/ei- nem jegliche,n solt jr sein theil der Last am Gerchte zu warten verordnen.Das scy das Amptder Geschlechte dcrKindcrMerari/alles das sieschaffen sollen in der Hütten deß Stiffts/vnter der Hand Zthamar/ deß Priesters/ Aarons Son. I. Mose vnd Aaron / sampt den Hauptleuten der Gcmeine/zeleten die Kinder Suma c^derKahathiternach jrcn Geschlechtenvnd Vätter Häuser/von drcyssrg jaren der Rahathi. jssjy prüber / biß ins fünfftzlgst / alle^die zum Heer tochten / daß sie Ampt in der Hüt¬ ten dcß Stiffts hcttcn/vnd die suma war zwey tausend sibenhundert/vndfünfftzig. Das ist die Summa der Geschlecht der Kahathitcr / die alle zu schaffen hatten in der Hüttendeß Stiffts/dieMose vnd Aaronzelcten/nach dem wort deßHERRN durch Mose. v Die Kinder Gerson wurden auch gezeletin jren Geschlechten vnd Vätter Hau- I1. ser/von drcyssrg jaren vnd drüber/brß ins fünfftzigst/alle die zum Heer tochten/daß sie Der Ger Ampt in der Hütten deß Stiffts hettcn/ vnd dre summa warzwey tausend sechß hum sonitcr. dert vnd drcyffig. Das ist die summa der Geschlechte der Kinder Gerson / die alle zu schaffen harren in der Hütten deß Strffts / welche Mose vnd Aaron zeleken nach dem wort deß HERRN. II I. Die Kinder Merari wurden auch gezelet nach jren Geschlechten vnd Vätter DerMe Häuser/von dreyssig jaren vnd drüber/brß ins fünfftzlgst/alle diezum Hecrtocbrcn/ raritrr. daß sie Ampt in der Hütten deß Stiffts hetten / vnd die summa war/ drey tausend/ vndzwey hundert. Das ist die summa der Geschlechte der Kruder Merarr/ die Mose vnd Aaron zeleten/nach dem wort deß HERRN durch Mose. N iij Die WGe llii.BG v. Lap. man äusser <^^Ie summa aller Leuiten/die Mose vnd Aaron/sampt den HäuptleutenIsrael/ Srnnck dcm Lager rhun ^^zeletcn/nachjrcn Geschlechten vnd Vätter Häuser/von dreyssig /aren vnd drü- allerLcuttek bcr/biß ins fünfftzigst/alle die eyngiengen zu schaffen / ein jeglicher sein Ampt/zu tra¬ gen die Last in der Hütten deß Sttffts / war acht tausend / fünfhundert vnd achtzig/ die gezelet wurden nach dem wort deß HERRN durch Mose/ein jeglicher zu seinem Amptvnd Last/wie der HERR Mose gehörten hatte. V. Lap. Welche man auss dem Läger thrm sol. Von einem Schuldopffer/vnd vom Exfferopffer defi Manns gegen fernem Werb. Nd der HERR redet nrtt Mose / vnd sprach: Gebeut den Kindern Israel / daß sie auß dem Läger thun alle Aussctzigen/ Welche vnd alle die Eyterflüsse haben / vnd die an den todten vnrein wor- ?em A- den smd/beyde Mann vnd Weib sollen sie hinauß thun für das Lä- ger / daß sie nicht jre Läger vcrvnreinigcn / darinnen ich vntcr jncn " wohne. Vnd die Kinder Israel thetenalso/vnd thcten sie hinauß für das Läger/wie der HERR zu Mose gercdt hatte. der HERR redet mit Mose/vnd sprach: Sage den Kindern Israel/vnd Schuld- I^sprich zu jnen.Wcnn ein Mann oder Weib irgend eine sünde wider einen Men- ^^schen khut / vnd sich an dem HERRN damit versündiget/ so hat die Seele eine E*' schuld auffjr.Vn sie sollen jre sünde bekennen/die sie gethan haben/vn sollen jre schuld versöhnen mit der Hauptsuma/vnd darüber das fünffte theil dazu thun/ vnd dem ge- bcn/an dem sie sich versclMdiget Habcn/Ist aber niemand da/dem mano bezale solte/ so sol mans dan HERRN geben für dem Priester / ober den Wider der Versühnung/ damit er versöhnet wirt. Desgleichen sol alle Hcbe/von allem das die Kinder Israel heyligcn / vnd dcm Priester opffern / sein seyn / Vnd wer etwas hcyligct/ sol auch sein seyn/vnd wer etwas dem Priester gibt/ das sol auch sein seyn. ker HERR redet mit Mose/vnd sprach: Sage den Kindern Israel /vnd g ^Ssprich zu jnen: Wenn irgend eins Manns Weib sich verlieff/vnd sich an jm per- Rüge o- sündiget/ vnd jemand sie fleischlich beschläfst / vnd würde doch dem Mann per- ^.Eyffcr. borgen für seinen äugen / vnd würde verdeckt / daß sie vnrein worden ist / vnd kan sie nicht vberzeugen / denn sie ist nicht drinnen begriffen / Vnd der Eyffergeist entzündet jn/daß er vmb sein Weib eyffcrt/sie sey vnrein oder nicht vnrein/So sol er sie zum Priester brlngen/vnd ein Opffer ober sie bringen / den Zehenden Epha Gerstenmäls/ vnd sol kein öl drauffgieffen/noch Weyrauch drauffthun/ Denn es ist ein Eyffcropf- fer vnd Mgeopffer/ das miffethat rüget. Da sol sie der Priester herzu führcn/vn für den HERRN stellen/vnd deß heiligen Wassers ncmen in ein erden gefäß/ vn staub vom boden der Wonung ins wasser thun. Vnd sol das Weib für den HERRN stellen/ vnd jr Haupt entblößen / vnd das Rüge- opffer/das ein Eyfferopffcr ist/auffjre Hand legen. Vnd der Priester sol in seiner Hand bitter verflucht Wasser haben/vnd sol das Weib beschweren/vnd zu jr sagemHat kein Mann dich beschlaffen/vnd hast dick) nicht von deinem Man verlausten / daß du dich verunreiniget hast/ Go sollen dir diese bitter verfluchte wasser nicht schaden. Wo du aber dich von deinem Mann verlausten hast/ daß du vnrein bist/vnd hat Wie jemand dich beschlaffen äusser deinem Man / So sol der Priester das Weib beschwe- ^5?-^ renmitsolchem Fluche/ vnd sol zujr sagen: Der HERR setze dich zum Fluch vnd zum m.. v-w schwur vnter deinem Volck/daß der HERR deine hüffte schwinden/vnd deinen bauch schwellen lasse. So gehe nun das verfluchte Wasser in demen Leib / daß dein Bauch schwelle/vnd deine Hüffte schwinde. Vnd das Weib sol sagen/ Amen/ Amen. Also sol der Priester diese flüche auffeinen Jedel schreiben/vnd mit dembittern Wasser Mge Mse. vi.Lap. 76 vda EH Nasser abwaschen/vnd sol dem Weib von dem bitter« verfluchtenWasser zu trincken geben/ vnd wenn das verfluchte bitter Wasser in sie gegangen ist / sol der Priester von irer Hand das Eyffcropffer nemen / vnd zum Speißopffer für dem HERRN Weben/ vnd auffdcn Altar opffern/Nemlich/sol er eine Hand voll deß Spetßopffers nemmen zujremRügeopffer/vnd auff dem Altaranzünden/vnd darnach dem Weibe das Wasser zu trinckcn geben. Vnd wenn sie das Wasser getruncken hat / Ist sie vnrein/ vnd hat sich an jrcm Mann versündigt/ So wirt das verfluchte Wasser in sie gehen/ vnd jr bitter seyn/daß jr der Bauch schwellen/vnd die Hüffte schwinden wirt/vn wirt das Weib ein Fluch seyn vnter jrem Volck.M aber ein solch Weib nicht vervnreinigt/ sondern rcin/so Wirts jr nicht schaden / daß sie kan schwanger werden. Dlß ist das Eyffergcseh/wcnn ein Weib sich von ircm Mann verlaufft / vnd vn- retn wirt. Oder wenn einen Mann der Eyffcrgcist entzündt/daß er vmb sein Weib eyffert/ Daß ers stelle für den HERRN / vnd der Priester mit ir thu alles nach diesem Gesetze. Vnd der Mann solvnschüldigseynan dermissethat/abcr das Weib soljre misscchat tragen. v I. L^Wir ziehen dahin an die stett/ davon der HERR gesagt hat / Ich wil sie euchge- Schwaz" bcn / So kock nun mit vns / so wollen wir das beste bey dir thun / Denn der HERR hat Israel guts zugesagt. Er aber antwortet: Ich wil nicht mit euch/sondern in mein Land zu meiner Frcundtschafft ziehen. Er sprachlicher verlaß vns nicht/dm du Mis¬ sest wo wir in der Wüsten vns lägern sollen/vnd solt vnser Auge scyn. Vnd wenn du mit vns zeuchst / was der HERR guts an vns thut das wollen wir an dir thun. DieWol Also zogen sie von dem Berge deß HERREN drey Tagreyse / vnd dre Lade deß das VM Bunds deß HERRN zoch für jnen her drey Tagrcyse/jncn zu weisen wo sie ruhen U7s8 cr; soltcn. Vnd die Wolck deß HERRN war deß tages vber jnen wenn sie auß dem Lä¬ ger zogen. Vnd wenn die Lade zoch/so sprach Mose:HERR/Stehe auff/Laß deine Feinde zerstremvet/vnd dre dich haffen/flüchtig werden für dir.Vnd wenn sie ruhet/so sprach er:Kock wider HERR zu der menge der tausend Israel. xl.Lap. Das Volck wrrt vngedültig/auß mühe der rexse/vnd murren wider Gott vnd Mosen/ bege- ren Fleisch ;u essen/vnd sind d. ß Man vberdrüssg worden.Mose stoher rn ängsten/Der HERR redr mir sm/vnd befihlr sibentzig Manner außzuiesen/ vnd ordnet sie ;n Regenten Der HERR läßt dem Volck Wachteln kommen in grosser manmge/ wre er denn -nen Fleisch ;u geben verheis¬ sen/ straff: sie aber harrtglich. Q Vnd Murren IIII. MO xi. Lap. dch Volcks. «EMM Nd da fich das Volck vngcdültig machet/geftcl cs tzbcl L für dm ehren dcß HERRN/ Vnd als der HERR hörcte/ergrimet sein Zorn/vnd zündet das Fcuwcr deß HERRN vntcr -nm an/ das verzehr ret die euffersten Läger. Da schrcy das Volck zu Mose/ vnd Mose bat den HERRN/da verschwand das Feuwer.Vnd man hteß die stctt Ta- Tabeera. becra/darumb/ daß sich vntcr inen deß HERRN Feuwer angezündet hatte. Denn das Pöbelvolck vntcr inen war lüstern worden / vnd saßen vnd weineten Fleisch, sampt den Kindern Mael/vnd sprachemWcr wil vns Fleisch zu essen geben k Wir ge- dcncken der Fische/ die wir in Egypten vmb sonst affcn/vn der Korbiß/Pfebcn/Lauch/ Zwibel vnd Knoblauch/Nun aber ist vnser Seele matt/Dennvnseräugen sehen nichts denn das Man. Man. Es war abcrMan wie Koriandersamcn/vü anzuschm wie Bedellion. Vnd das Exor>. Volek liess hin vnd her/ vnd sam lete/ vnd stieß mitMülen/ vnd zermbs in Mörsern/ vnd kochcts in Töpffen/vnd machet im Aschenkuchen darauß/vnd cs hatte einen schmack wie ein ölkuchc. Vnd wenn deß nachts der Thauw ober das Lager fiel / so ßel DasManmitdrauff. nun Mssc das Volck höret weinen vnter iren Geschlechten/einen-eglichen Mofeist <^^tn seiner Hütten thür/da ergnmmet der Zorn deß HERRN sehr/vnd Mose mM-Omv-r ward auch bange. Vn Mose sprach zu dem HERRN: Warumb bekümmerst» deinen Knecht k Vnd warumb finde ich nicht gnade für deinen Augen / daß du die Last dieses gantzcn Volcks auffmich legcstkHab ich i-un alles Volck empfangen oder gcborn/daß g du zu mir sagen magst:Trag cs in deinen Armcn(wie ein Amme ein kind trcgt)in das Land/das du -ren Vättern geschworen hast? Woher sol ich Fletsch ncmm/daß ich alle diesem Volck gebekSte weinen für mir/ vnd sprechen: Gib vns Fleisch/daß wir essen. Ich vermag das Volck nit allein alles crtragcn/dcnn es ist mir zu schwär.Vnd wtlt du also mit nur thun/so erwürge mich lieber/habich anderß gnade für deinen äugen fanden/ daß ich nicht mein vnglück so sehen müsse. Sibmtzig El ^^Nd der HERR sprachzu Mose: Samle mir sibentzig Maner vnter den Eltesien testencrwchl-t. c>^Mael/ die du weißt daß die Eltestm im Volckvnd seine Amptlcute sind/ vnd mm sic für die Hütten dcß Stiffts / vnd stelle sie dasclbs für dich. So wrl lch hernider kommen/vnd mit dir dasclbs redcn/vnd deines Geistes/der auffdir ist/ncmmcn/vnd auff sie legen / daß sie mit dir die Last deß Volcks tragen / daß du nicht allein tragest. Ndzum Volck soltn sagcmHciliget euch auffmorgm/daß ir Fleisch esset/ Denn A^Aeuwer weinen ist für die ohren deß HERRN komen/ die -r sprecht:Wcr gibt vns Fletsch zu essen k Denn cs gieng vns wol in Egypten. Darumb wirdt euch der HERR Fleisch gebcn/daß jr csset/nicht einen tag/ nicht zwcn/ntcht fünffe/nichtzehen/ nicht zwentztg tage lang/sondcrn einen Monden lang/btß daß euch zur Nasen außge- hc / vnd euch ein ekelsey/ Darumb / daßir den HERRN verworffen habt/ der vnter euch tst/vnd für im gcweinet/vnd gesagt: Warumb sind wir auß Egypten gegangene Vnd Mose sprach:Sechßhundert tausend Mann Fußvolcks ist deß darvntcr ich Mose bin/vnd du sprichst :Ich wil euch Fleisch gcben/daßir esset einen Monden lang. Sol man Schaf vnd Rinder schlachten daß inen gnug sey e Oder werden sich alle Fische dcß Meers herzu versamlen/daß inen gnug seyk Der HERR aber sprach zu Mose:Ist denn die Hand deß HERRN verkürtztt Aber du soltietzt sehen/ob meine wort können dir etwas gelten oder nicht. Nd Mose gieng herauß/vnd saget dem Volck deß HERRN wort/Dnd versam- Sibetzig I^letdiesibcntzig Männer vnterden Eltesten deß Volcks/vndstellet sievmbdie Männer Hütten her.Da kam der HERR hernider in der Wolckcn/vn redet mtt im.Vnd orwe^ nam deß Geistes der auffim war/vnd legt -n auffdie sibentzig ältesten Männer/Vnd Da der Geist auffinen ruhete/weiffagten sie/vnd höreten nicht auff. Es waren Wen Mse. xi. Lap. s° Männer waren aber noch zwen Männer im Läger blieben/der eine hieß Eldad/ der §wad. M"'"" (Zander Mcdad/vnd der Geist ruhet auffjnen / Denn sie waren auch angeschrie- Mdad. bcn/vnd doch nicht hinauß gegangen zu der Hütten/vnd sie weissagten im Läger. Da liess ein Knabe hin vnd sagets Mose an/vnd sprach: Eldad vnd Mcdad weissagen im Läger. Da antwortet Josua / der Son Nun / Mose Dicner/den er crwehlct hatte/ vnd sprach:Mein Herr Mose wehre jnen.Aber Mose sprach zu jm:Bistu der Eyfferer für mich ? Wolt Gott daß alle das Volek deß HERRN weissaget /vnd der HERR sei¬ nen Geist vber sie gebe.Also samlct sich Mose zum Läger/ vnd die Eltestcn Israel. Psalm s. fuhr auß der Wind von dem HERRN/vnd ließ Wachteln kommen vom Wachteln» Lxov w. stremvet sie vber das Läger/ hie ein Tagreyse lang/da ein Tagrcyse lang vmb das Läger her/zwo Elen hoch vber die Erden.Da macht sich das Volck auff denselben gantzen tag vnd die gantze nacht/ vnd den andern gantzen tag/ vnd samlete Wachteln/vnd welcher am wenigsten samlet/der samletzeherr Homor/vnd hencketcn sie vmb das Läger her. psalm.78. Da ^ber das Fleisch noch vnter jren Jänen war/vnd ehe es ausswar/da ergrim¬ met der Zorn deß HERRN vnter dem Volck / vnd schlug sie mit einer sehr grossen Pla¬ ge. Daher dicsclbige stette heißt / Lustgräber / darumb/ daß man daselbs begrub das Lustgräber» lüstern Volck.Von den Lustgräbern aber zoch das Volck auß gen Hazcrorh / vnd blie- benzuHazeroth. xn.Lap. MirIam vnd Aaron murren wider Mosen. MirIam wirk austeyig/ vnd durch die fürbitt Mose wlderumb rein. Das Volck zeucht von Hazeroth gen paran. Nd MtrIam vnd Aaron redet wider Mose/ vmb sei- MirIä nes Weibs willen/der Mörtnnen/die er genommen hatte/darumb/ vn'nd Aaron daß er eine Mörinne zum Weib genommen hatte / vnd sprachen: d'crMoftn^ Redet denn der H ERR alleine durch Moser Redet er nicht auch liM^^äWxdurchvnökVnddcrHERRhörets. Aber Mose war ein sehr" ge- ,« C) Engter Mensch vber alle Menschen auff Erden. dendkrKiÄmuß- 0^. Nd plötzlich sprach der HERR zu Mose/vnd zu Aaron/vnd zu MirIannGehet LLEU A^herauß /r drcy zu der Hütten deß Stiffts/Vndsie giengen alle drey herauß. Da kam der HERR hernider in der Wolckcnseule / vn trat in der Hütten thür/ 8oriam " vnd ricffAaron vndMirIam. Vnd die beyde giengen hinauß.Vnd ersprach:Höret Wie Gott Ebre. meine wort/ Ist jemand vnter euch ein Prophet deß HERRN / dem Wil ich mich kund h machen in einem Gesicht/oder wil mit jm reden in einem Traum. Aber nicht also mein Knecht Mose / der in meinem gantzen Hause treuw ist/Mündtlich rede ich mit jm/vnd er sihet den HERRN in seiner gestalt/ nicht durch tunckel wort oder gleichniß/ Warumb habt jr euch denn nicht gefürchtet wider meinen Knecht Mose zu reden? MirIä Vnd der zorn deß HERRN ergrimmet vber sie / vnd wandt sich weg / Darzu die auss-tzig. Wolcke weich auch von der Hütten. Vnd sihe / da war MirIam auffetzig wie der Schnee.Vnd Aaron wandt sich zu MirIam/vn wirt gewar daß sie auffetzig ift/vnd sprach zu Mose: Ach mein Herr/ laß die sünde nicht auffvns bleiben / damit wir när¬ risch gcthan / vnd vns versündiget haben / Daß diese nicht sey wie ein todes / das von seiner Mutter Leibe kommet/Es hat schon die helfft jres Fleischs gefressen. Mose aber schrey zu dem HERRN / vnd sprach: Ach Gott/Heyle sie.Der HERR sprach zu Mose : Wenn jr Vatter jr inns Angesicht gespcyet hctte/solt sie nicht siben tage sich schämen ? Laß sie verschliessen siben tage äusser dem Läger / Darnach laß sie wider auffnemmen. Also ward MirIam siben tage verschlossen äusser dem Läger/ Dnddas VolckzochnichtfürterbißMirIamauffgenommenward. Darnachzoch das Volck von Hazcroch/vnd lägerten sich in die Wüste Paran. Param O rj Mose gwölff Männer er¬ kunden das Land. IIII.WA XIII.Qp. Xlll.Lap. tNofe fchEMLtttterauß/dnsverherssenLnndruerkundt'gett/vttd alsdr'eselbl'genwchev kommen/erfchrecken-rer etltche das Volek / vnd machens zaghaffttg. der HERR redet mit Mose/vnd sprach: Senden Männer auß/dic das Land Kanaan erkunden / das ich den Kindern Israel geben wil/ Auß jeglichem Stamm jrer Vätter einen fürnem- liehen Mann. Mose der sandte sic auß der Wüsten Paran nach dem wort deß HERRN / die alle fümemliche Männer waren vnter den Kindern Israel/vnd hiessen also: Namen dere/ Sammua/dcr Son Iacur/deß Stamms Ruben.Saphat/der Son Hori/deß ^^LMd erkun, Stacks Simeon.Kalcb/der Son Iephune/deß Stacks Iuda.Igeal/der Son Io- ftph/deß Stams Isaschar. Hosea/dcr Son Nun/ deß Stams Ephraim. Palti/dcr Gon Raphu/dcß Stacks BenIamin. Gadicl/der Son Sodt/deß Stamms Se- bulon.Gaddi/der Son Susi/deß Stams Joseph von Manaffe. Ammie!/ der Son Gemalli/deß Stams Dan.Sethur/der Son Michacl/deß Stams Asser. Nahebi/ der Son Vaphsi/deß Stams Naphthali.Guel/der Son Machi/dcß Stacks Gad. Das sind die Namen der Manner/ die Mose außsandte zu erkunden das Land/Aber Josua, den Hosea/den Son Nun/nannke Mose Josua. en Kindern Israel/vnd sprich zu jnen:Wenn jrinnsLandeuwer NAWWU Wohnung komet/das ich euch geben werde/ vnd wolt dem HERRN Opffer thun/ cs scy ein Brandopffcr oder ein Opffer zum besonder» Gclübd/odcr einfrcywilligOpffer/odereuwerFestopffer/auffdaß jr dem HERRN ein süssen Geruch machet von Rindern oder von Schafen. L-mt-rs. Wer nun seine Gabe dem HERRN opffcrn wtl/der sol daö Speißopffer thutt/ * ein zchcnden Scmmelmäls gcmcnget mit öle eins vierdten thcils vom Hin / vn Wein zum Tranckopffcr/auch eins vierdten theils vom Hin/zum Brandopffcr oder sonst zum Opffcr/da ein Lamb geopffert wirt. Da aber ein Wider gcopffcrt wirt/ soltu das Spcißopffer machen zween zchcnden Scmmelmäls mit öle gcmenget / eines dritten thcils vom Hin/vndPein zumTranckopffer/auchdeß drittentheilsvomHin/das soltu dem HERRN zum süssen Geruch opffern. Wiltu aber ein Rind zum Brandopffcr/odcr zum bcsondern Gelübdopffer/oder zum Danckopffer/dem HERRN machen / So solt du zu dem Rind ein Spcißopffer thun/drey zchcnden Scmmelmäls gcmcnget nm öle eins halben Hin/vnd Wein zum Tranckopffcr/auch ein halb Hin / Das ist ein Opffer dem HERRN zum süssen Ge¬ ruch. Also soltu thun nnt einem Ochsen/mit einem Wider/mit einem Schaf von Lämmern vnd Jigen / Darnach die zal ist dieser Opffer / darnach sol auch die zal der Spcißopffer vnd Tranckopffcr seyn» Wer ein Eynheimischcrist/dersol solchs thun/daß er dem HERRN opffere ein Recht deß Opffer zum süssen Geruch. M ob ein Frembdlinger bey euch wohnct/odcr vnter euch bey euweren Freunden ist/vnd Wil dem HERRN ein Opfferzum süssen Geruch thun/ fthen- b der sol thun wie sic thun. Der gantzen Gemeine sey ein Satzunge / beyde euch vnd den Frembdlingen/ Ein ewige Satzunge sol das seyn euweren Nachkommen-das für dem HERRN der Frembdlingseywiejr. Ein Gesetze/ein Recht /sol euch vnd dem Frembdlingen seyn/der bey euch wohnet. Dem? 8?^ HERR redet mit Mose/ vnd sprach: Rede mit den Kindern Israel/vnd em 8. zu jtien-.Wenn jr inns Land kommet / dareyn ich euch bringen werde/ daß jr esset deß Brots im Landc/Solt jr dem HERRN ein Hebe gebcn/nemlich/eu- wers Teigs erstling solt jr einen Kuchen zur Hebe geben/ wie die Hebe von der scheuw- rren/ also solt jr auch dem HERRN euwers Teigs erstling zur Hebe geben bey euweren Nachkommen. Lemt.4. Nd wenn jr durch Unwissenheit diser Gebote irgend eins nit thut/die der HERR Opffer der zu Mosc gercdt hat/vnd alles was der HERR euch durch Mose gebottcn hat/ vE-nh»»«. von dem Tage an/da er ansicng zu gebieten auffeuwere Nachkommen / Wenn O iiij nun -Hpffcr IIII. BuK xv. Lap. der vnwissen- nun dje Gemeine etwas vnwiffend thet / So sol die gantz Gemein einen jungen Far- re« auß den Rindern zum Brandopffer machen / zum süssen Geruch dem HERRN/ sampt seinem Speißopffcr vnd Tranckopffcr/wie es recht ist / vnd ein Agenbock zum Sünhopffer. Vnd der Priester sol also diegantze Gemeine derKinder Israelver- sühnen/so Wirts inen vergeben seyn / denn es ist ein Unwissenheit. Vnd sie sollen brin¬ gen solch jre Gaben zum Opffer dem HERRN/vnd jre Sündopffer für dem HER¬ REN vber jre vnwissmhcit/so Wirts vergeben dergantzenGemeineder Kinder Is- rael/Darzu auch dem Frcmbdlingen der vnter euch wohnet/weil das gantze Volck ist in solcher vnwiffcnhcit. Wenn aber eine Seele durch vnwissenheit sündigen wirdt / die sol ein järige Age zum Sündopffer bringen. Vn der Priester sol versühncn solche vnwissende Seele mit dem Sündopffer für die vnwtssenheit für dem HERRN/ daß er sie versühne/so Wirts , jr vergeben werden. Vnd cs sol ein Gesetz seyn/das jr für die vnwiffenhett thunsott/ beyde dem Eynheimrschen vnter den Kindern Israel/vnd dem Frembdlingen/der vn- ter euch wohnet. « Wenn aber eine Seele auß "freffel etwas thut/es sey ein Cynheimischer oder Freffelcr. AdEmÄlsän! Frembdlinger/der hat den HERRN geschwächt/ Solche Seele sol außgcrottet wer- Habm/Wie d-rR den auß jrcm Volck/ denn sie hat deß HERRN wort verachtet/ vnd sein Gebott lassen «er vnd Notteu sän^ fahren / Sie sol schlecht außgcrottet werden. Die schuld sey jr. WoE GcftE AlLs nun die Kinder Israel in der Wüsten waren/funden sie einen Mann Holtz te- MliendE? '"n ^ß,sen am Sabbath tage. Vnd die jn drob funden hatten/da er Holtz laß/brachten Man der am sie jn zu Mose vnd Aaron/vnd für die gantze Gemeine. Vnd sie legten jn gefangen/ MAchH-ltz las- Denn es war nicht klar außgedruckt/was man mit jm thun solte. Der HERR aber sprach zu Mose: Der Mann so! deß tods sterben. Die gantze Gemeine sol jn steinigen äusser dem Läger. Da führet die gantze Gemeine jn htnauß für das Lager/vnd stei¬ nigten jn daß er starb/ wie der HERR Mose gebotten hatte. A6HM der HERR sprach zu Mose: Rede mit den Kindern Ismel/vnd sprich zu D^.». c^jnen/daßsie jnen Lepplin machen an denFittigm jrerKleider/vnter allen eu- weren Nachkommen/vn gele Schnürlin auffdie Lepplin an die Flttig thun. Vnd sol¬ len euch die Lepplin darzu dienen/daß jr sie anschtt/vnd gedencket aller Gebote deß HERRN/vnd tyut sie/daßjr nicht cuwers hertzen duncken nachrichtet/ noch euweren äugen nachhuret.Darumb soltjr gedencken/vnd thun alle meine Gebott/ vnd heylig ftyneuwc- Korah AM xvi.Lap. §; vnd seine ftyneuweremGott/ Ich derHERR euwer Gott/dereuchaußEgyptenlandgeführt hat/daß ich euwer Gott were/Ich der HERR euwer Gott. xvi.Lap. Von der Auffruhr Rorah/Darhan / Abrram / vnd ,rer Gesellschtrsstt /wider Mose vnd Aa^ ron / vnd derselbigen straffen. Das Volck murrer wider Mose vnd Aaron/vnd sterben an der plage/welche der HERR vnter sie geschicket/vleryehen tausend siben hundert Personen. -r MWU Nd Korah/ der Son Jezehar / des Sons KahatH / des Korah auss. ^0^' Sons Lcui/sampt Dathan vnd Abiram/den Sönen Eliab/vnd 5!'bAwiderMo, Ott/dcm Son peleth / den Sönen Ruben / die emböreten sich wider " ' Mose/sampt etlichen Männern vnter den Kindern Israel/zwey hun- dcrt vnd fünfftzig fürnemestenin der Gemeine/Rahtsherrn vnd ehr- liche Leute. Vnd sie vcrsamlttcn sich wider Mosen vnd Aaron / vnd sprachen zu inen: Ir machte zu vil/Dcnn die gantze Gemeine ist vberal heylig/ vnd der HERR ist vnter jnen. Warumb erhebt ir euch vber die Gemeine deß HERRNk Da das Mose hörct/fiel er auffsein Angesicht/pnd sprach zu Korah vnd zu seiner gantzen Rotte: Morgen wirt der HERR kund thun / wer sein sey/ wer heylig sey/vnd jm opffcrn sol.Welchcn er erwehlet/der sol jm opffern. Das thut/ nemmet euch Pfan¬ nen / Korah vnd seine gantze Rotte / vnd leget Feuwer drcyn / vnd thut Räuchwerck draufffür dem HERRN/morgen/welchen der HERR erwehlet/der sey heylig /Ir machte zu vil jr Kinder Leui. Vnd Mose sprach zu Korah:LieberhöretdochirKittderLeui/Istseuchzuwe- - nig/daß euch der Gott Israel außgcsöndert hat von der Gemeine Israel/daßjr im opffern sollet/daß ir dienet im Ampt der Wohnung deß HERRN/ vn für die Gemei¬ ne trettet ir zu dienentEr hat dich vn alle deine Brüder/ die ktnder Leut/ sampt dir/zu sich genommen / vnd ir sucht nun auch das priesterthumb / Du vnd dein gantze Rot¬ te macht ein Auffruhr wider den HERRN. Was ist Aaron/daß ir wider in murretk k Nd Mose schickt hin / vnd ließ Dathan vnd Abiram ruffcn / die Sone Eliab. I^Sie aber sprachen: Wir kommen nicht hinauff. Ist zu wenig/ daß du vns auß dem Lande geführt hast da Milch vnd Honig innen fleußt/ daß du vns tödtest in der Wüsten / Du mußt auch noch vber vns herrschen k Wie fein hast du vns bracht in ein Land da Milch vnd Honig innen fleußt/ vnd hast vno Ecker vnd Weinberge zu Erbthcil gegeben / Wiltu den Leuten auch die Augen außreiffcn k Wir kommen nicht hinauff. Da ergrimmet Mose sehr / vnd sprach zu dem HERRN: Wende dich nit zu irem . Speißopffer. Ich habe nicht einen Esel von inen genommen/vnd hab ir keinem nie kein leyd gethan. Vnd er sprach zu KorahDu vnd deine gantze Rotte soltmorgen für dem HERRN scyn/Du/sie auch/vnd Aaron.Vnd ein jeglicher nemme seine Pfanne/ vnd lege Räuchwerck drauff/ vnd trettet herzu für den HERRN / ein ieglicher mit fti- »- ner pfanne/das sind zwey hundert vnd fünfftzig Pfannen. Vnd ein ieglicher nam sei¬ ne pfanne/vnd legte Feuwer dreyn/ vnd thet Räuchwerck drauff/ vnd traten für die Thür der Hütten deß Stiffts/vnd Mose vnd Aaron auch.Vnd Korah versamlet wi¬ der sie die gantze Gemeine für der Thür der Hütten deß Stiffts. AtBer die Herrligkeit deß HERRN erschein für der gantzen Gemeine. Vnd der Straff vber ^AHERR redet mit Mose vn Aaron/vnd sprach: Scheidet euch von dieser Gemei- Arah vn- sc»»- ne/daß ich sie plötzlich vertilge. Sie fielen aber auffir Angesicht / vnd sprachen: Ach Gott / der du bist ein Gott der Geister alles Fleischs / Ob ein Mann gesündiget hat/ wiltu drumb vber die gantze Gemeine wütenk Nd der HERR redet mit Mose/vnd sprach.Sage der Gemeine/vn sprich:Wei- A^Hchet rings rumb von der Wohnung Korah vnd Dathan/vn Abiram.Vnd Mo- ft stund auff/vnd gieng zu Dathan vnd Abtram/ vnd die Eltesten Israel folge¬ ren im -Kwaff im.BuK xvi. Lap. vberKorah ren im nach /vnd redet mit der Gemeine/vnd sprach: Weichet von den Hütten dieser o Gotkloscn Menschen/ vnd rühret nichts au was ir ist / daß ir nicht villeicht vmbkomet in irgend jrer sünden eine. Vnd sie gicngen herauffvon der wohnunge Korah / Da- than/vndAbiram. Dathan aber vnd Abiramgiengenherauß/vnd tratenandie Thür irerHütten mit jren Weibern vnd Sömn/vnd Kindern. Dnd Mose sprach: Dabey sott jr mercken/ daß mich der HERR gesandt hat / daß ich alle diese Werck thet / vnd nicht auß meinem Hertzem Werden sie sterben/wie alle Menschen sterben / oder heimgesucht / wie alle Menschen heimgesucht werden / so hat mich der HERR nichtgesandt:Wirdtaberder HERR etwas neuwes schaffen/Daß die Erde jren mund auffthut /vnd verschlinget sie mit allem das sie haben / daß sie le¬ bendig hmvnter in die Helle fahren/ So werdet jr erkenen/ daß diese Leute den HER¬ REN gelästert haben. Nv als er diese wort hatte alle außgeredt/zmeiß die Erden vnter inen/vnd thet I^jren mund auff/vnd verschlang sic mitjrenHäusern/mit allen Menschendie Dem «. bey Korah waren/vnd mit aller irer Habe / vnd fuhren hmvnter lebendig in die Helle/mit allem das sie hatten/vnd die Erde decket sie zu/vnd kamen vmb auß der Gemeine.Vnd gautz Israel/das vmb sie her war/flohfürirem gcschrey.Dcn sie spra- chcn:Daß vns die Erde nicht auch verschlinge. Dazu fuhr das Fcuwer auß von dem HERREN/vnd fraß die zwcy hundert vnd fünfftzig Männer/die das Räuchwerck opfferten. Nd der HERR redet mit Mose /vnd sprach: Sage Eleasar / dem Son Aaron I^deß Priesters/ daß er die Pfannen auffhcbe auß dem Brand / vnd streuwe das ^^Feuwer hin vnd her. Denn die Pfannen solcher Sünder sind geheiliget durch sre Scele/daß man sie zu breytem Blech schlagc/vn den Altar damit behenge / Denn sie sind geopffert für dem HERRN/vnd geheiliget/vnd sollen den Kindern «Israel zum Zeichen scyn. Dnd Eleasar der Priester nam die ehernen Pfannen / die die verbrannten geopf- o ferthatten/vn schlug sie zu Blechen/den Altar zu bchengen/zum gcdächtniß der Kin¬ der Israel / daß nicht iemands frembdcs sich herzu mache / der nicht ist deß Samens Aaron/ zu opffern Räuchwerck für dem HERRN/Auffdaß im nicht gehe wie Korah vnd seiner Rotte / wie der HERR im geredt hatte durch Mose. (^^Eß andern morgens aber murrete die gantze Gemeine der KinderIsrael wider (^^Mosen vnd Aaron/vnd sprachemIrhabt deßHERRN Volckgetödtet. Vnd da sich die Gemeine versamlet wider Mose vnd Aaron / wandten sie sich zu der Hüt¬ ten deß Stiffts / vnd sihe / da bedecket es die Wolcken/ vnd die Herrligkeit deß HER¬ REN erschein.Vnd Mose vn Aaron giengen hineyn zu der Hütten deß Stiffrs. Vnd der HERR redet mit Mose/vn sprach:Hebt euch auß dieser Gemetne/Ich wil sre plötz¬ lich vertilgen. Vnd sie fielen auffir Angesicht. Vnd Mose sprach zu Aaron: Nun die Pfanne/vnd thu Feuwer dareyn vom Al- s»r> s. tar/vnd lege Räuchwerck darauff/vnd gehe eylend zu der Gemeine/vnd versühne sie/ Erschreckliche Denn das wüten ist vom HERRN außgegangen/ vnd die Plage ist angangen. Vnd straffcdcrAuffrüh- nam/wiejm Mose gesagt hatte/viid lieffmitten vnter die Gemeine (vndsihe/ Psalm.,--, die Plage war angangen vnter dem Volck) vnd räucherte/vnd versöhnet das Volek/ vnd stund zwischen den Todten vnd Lebendigen/ da ward der Plage gewehret. Dere aber/die an der Plage gestorben waren/ war viertzehen tausend / vnd siben hundert/ Viertze- Qn die so mit Korah stürben. Vnd Aaron kanr wider zu Mose für die Thür der Hüt- tauM M ten deß Stiffts/vnd der Plage ward gewehret. xvn.Lap. Vom grünen deß Stecken Aarons/dadurch an;u;eigen/daß Aaron mm prl'esterthnmb vom HERRoi erwehlt. Vnd der Stecken Uosc. xvii.Lap. 8 Nd der HERR redet mit Mose/ vnd sprach / Sage den Kindern Isracl/vnd nim von jnen zwölffStecken/von jeglichem KAWkW» Fürsten seines Vatters Haust einen / vnd schreib eins jeglichen Na- men auff seinen Stecken/Aber den Namen Aaron soltu schreiben auffden Stecken Leni/ Denn ja für ein Haupt jrer Vätter Haust sol cm Stecke seyn. Vnd lege sie in die Hütten deß Stiffts für dem Zcugniß/ da ich euch zeuge. Vnd welchen ich erwehlen werde/deß Stecke wirt grünen / Dastich das mur¬ ren der Kinder Isracl/daß sie wider mich murren/ stille. Mose redet mit den lindern Israel:Vnd alle jr Fürsten gaben jm zwölffStecken/ cin jeglicher Fürst einen Stccken/nach dem Hause jrer Vatter/vn der Stecke Aaron war auch vnter jren Stecken. Vnd Mose legt die Stecken für den HERRN in der Hütten dcst Zcugniß. Deß morgens aber da Mose in die Hütten deß Zeugniß gieng/ Aarons fand er den Stecken Aaron/deß Hauses Leui/gruncn/ vnd die blüt auffgangen/ vnd Smte gm- Manuln tragen. Vnd Mose trug die Stecken alle herauß von dem HERRN für al¬ le Kinder Israel/daß sie cs sahen/vnd cin jeglicher nam seinen Stecken. Ebre o. Der HERR sprach aber zu Mose:Trage den Stecke Aaron wider für das Zeug- niß/dast er verwarct wcrdc/zum Zeichen den vngchorfamcn Kindern/ daß jr murren von mir auffhöre/ daß sie nicht sterben. Mose thet wie jm der HERR gcbotten hatte. Vnd die Kinder Israel sprachen zu MoseSihe/ wir verderben vnd komm vmb / wir werden alle vcrtilget/vnd komcn vmb. Wer sich nahetzu der Wonung deß HERRN der stirbt/ Sollen wir denn gar vntergehenk XVIll.Lap. VomAmptvnd Dl'ettsteAarotts/sel'nerSZne/vndderLemten/gttchM^ö/nettVonVpffee vnd anderem zugehörrg. Nd der HERR sprach zu Aaron / Du vnd deine Sö- Ampcder nc/vnd deines Vatters Hauß mit dir/ solt die miffethat deß Heilig- -EEN. thumbs tragen/ vnd du vnd deine Sone mit dirsollet die miffethat euwcrs Priestcrthumbs trage/Aber deine Brüder/dest stams Leui deincsVatters/soltu zu dir nemen/daß sie bey dir seyen/vnd dir die- ncn/Bu aber vnd deine Sone mit dir für der Hütten deß Zeugniß.Vnd sie sollen dei¬ nes diensts / vnd deß diensts der gantzen Hütten/ warten / Doch zu dem Gerehte deß Heiligthumbsvnd zu dem Altar sollen sie sich nicht machen/daß nicht beyde sie vnd jr sterbet/Sondern sie sollen bey dir seyn/daß sie deß diensts warten an der Hütten deß Stiffts in allem Ampt der Hütten/ Vnd kein Frembdcr sol stchzu euch thun. So wartet nun deß diensts deß Heiligthumbs/vnd deß diensts deß Altars/Daß fort nicht mehr ein wüten komme vber die Kinder Israel. Denn sche/ich hab die Leut- ten/cuwere Brüder/gcnomen auß den Kindern Israel/vnd euch gegeben dem HER¬ REN zum geschänck/daß sie deß Ampts pflegen an der Hütten deß Stiffts. Du aber vnd deine Sone mit dir solt euwers Priestcrthumbs warten/ daß jr dienet in allerley geschcffte deß Altars / vnd innwendig hinder dem Fürhang / Denn euwer Priester- thumbgebe ich euch zum Ampt zum gcschäncke. Wenn ein Frembder sich herzu thut der sol sterben. Was die A^Nd der HERR sagt zu Aaron: Sihe/Ich hab dir gegeben meine Hebopffer von LE» fa? A^allem das die Kinder Israel heiligen/für dein Priesterlich Ampt vnd deinen vmsollE^ En"en/zum ewigen Recht. Das soltu haben von dem Allerheiligsten das sie opf- LE s' fern/alle jre Gabe mit alle jrem Speißopffer/ vn mit alle jrem Sündopffer/ vnd mit allejrem Schuldopffer / das sie mir geben / das sol dir vnd deinen Sönen das Aller¬ heiligste seyn/Am allerheiligsten ort soltu es effen/Was Männlich ist sol davon effen/ denn es sol dir heilig seyn. Ich hab Ampt im.BlH XViii.Lap. der Leuiten. 'Ich hab auch das Hebopffer jrer Gabe an allen Webcopffern der Kinder Israel dir vnd deinen Sönen vnd deinen Töchtern gegeben/sampt dir zum ewigen Recht. Das best Wer rein ist in deinem Hause so! davon essen. Allee beste öle/ vnd allen besten Most/ vo» Goa v?- vnd Korn jrer Erstling / die sie dem HERRN geben / hab ich dir gegeben. Die erste Fruchtalle deß/das in jrem Lande ist/das sie dem HERRN bringen/soldein seyn.Wer rein ist in deinem Hause sol davon essen. Alles verbanete in Isi-ael sel dein seyn.Alles das seine Mutter bricht vnter allem Erov.zH. fleisch/das sie dem HERRN bnngen/es sey Mensch oderVieh/sol dein seyn.Doch daß du die erste Menschen Frucht lösen lassest/vnd die erste Frucht eines vnreincn Viehs auch lösen lasscst.Sie sollens aber lösen wcnns eins Monden alt ist/Dnd solts zu lösen geben vmb Gelt/vmb fünffsckcl / nach dem seke! deß Heyligthumbs/ der giltzwentzig Gera. Aber die erste Frucht eines Ochsen oder Lambs/oder Aigen/soltu nicht zu lösen geben/denu sie sindheilig/Ir Blut soltu sprengen auffden Altar/vnd jr Fett soltu anzünden zum Opffer deß süssen Geruchs dem HERRN. Jr fleisch sol dein scyn/ wie auch die Webebrust vnd die rechte Schulter dein ist. Alte Hebopffer die die Kmdcr Israel heiligen dem HERRN/habe ich dir gegeben vnd deinen Sönen/vnd deinen Töchtern sampt dir zum ewige Recht / Das sol ein vnverwesenlich" Bund seyn ewig r.par.,;. ImEbr^Mosen vnd Aaron. Vnd das Volck hadert mit Mose / vnd spra¬ chen : Ach daß wrr vmbkommcn weren/da vnsere Brüder vmbkamen für dem HER¬ REN. Warumb habt jr die Gemeine deß HERRN in diese Wüste bracht/daß wir hie sterben mit vnserm Vreh k Vnd warumb habt ir vns auß Egypten geführt an diesen bösen ort/ da man nicht seen kan/ da noch Feigen/ noch Weinstöcke/ noch Granatöpf- fel sind/vnd ist dazu kern Wasser zu trincken k Oft vnd Aaron giengen von der Gemeine zur Thür der Hütten deß Stiffts/ ö^^vnd fielen auffjr Angesicht/vnd die Hcrrligkcit deß HERRN erschein inen/vnd ^^dcr HERR redet mit Mose/vnd sprach :Nim den Stab/vnd versamle die Ge- ° meine/du vnd dein Bruder Aaron/vnd redet mit dem Felß für iren Augen/der wirt' sein Wasser geben. Also soltu inen Wasser auß dem Felß bringen / vnd die Gemeine trencken/vndjrVieh. Mose zweif- Da nam Mose den Stab für dem HERRN/wie er im gebotten hatte.VndMo- fett rc. se vnd Aaron versamleten die Gemeine für dem Felß/vnd sprach zu inen: Höret ir VN- ' gehorsamen / Werden wir euch auch Wasser bringen auß diesem Felß ? Vnd Mose cr die Kinder Israel mit dem HERRN haderten vnd cr geheiliget ward aninen. «ftöästo Äriüi Nd Mose sandte Bottschafft auß Kades zu dem König der Edomiter/ Also leßt Bott- ^Hdir dein Bruder Israel sagen: Du weißt alle die mühe/die vns betretten hat/ xoxulus corruir, Daß vnsereVätter in Egypten hinab gezogen sind/vnd wir lange zeitinEgy- Edomttcr. pten gewöhnet haben / Vnd die Egypter handelten vns vnd vnftr Vätter vbel / Vnd wirschrycnzu dem HERRN/der hat vnftr Stimme erhöret / vnd einen Engel ge- sandt/vud auß Egypten geführet. Vnd sihe / wir sind zu Kades in der Statt / an dei¬ nen Grentzen. Laß vns durch dein Land ziehen / Wir wollen nicht durch Ecker noch Weinberge gchen/auch nicht Wasser auß den Brunen trincken / die Landstrasse wöl- len wir ztchen/wedcr zur rechten noch zur lincken weichen/biß wir durch deine Grentze kommen. EdomwilIs- Die Edomiter aber sprachen zu inen: Du solt nicht durch mich ziehen/oder ich I»s«. wel Nicht durch,re Wil dir mir dem Schwerdt entgegen ziehen. Die Kinder Israel sprachen: Wir wöllen grcntzelasscnziche». gedehnten Strasse ztchen/Vnd so wir deinesWaffers trtnckcn/wir vnd vnftr Vieh/sowöllenwirsbezalen/wirwöllcnnichtsdennnurzufußhindurch Ziehen. Er o aber sprach: Du solt nicht herdurchziehen. Vnd die Edomiter zogen auß inen entge¬ gen mit mächtigem Volck vnd starcker Hand. Also wegerten die Edomiter Israel zu vergünnen durch ire Grentze zu ziehen. Vnd Israel weich von jnen. Nd die Kinder Israel brachen auff von Kades/ vnd kamen mit der gantzen Ge- I^meine gen Hör am Gebirge. Vnd der HERR redet mit Mose vnd Aaron zu Hör. Horam Gebirge/an denGrentzendeßLandes der Edomiter/vnd sprach: Laß sich Aaron Aron Uose XXI. Lap. 86 stirbt, sich Aaron samlen zu seinem Volek/ Denn ersol nicht in das Land komm / das ich den Kindern 'Israel gegeben habe / darumb / daß jr meinem Munde vn gehorsam gewest seytbeydemHaderwasscr. Mm aber Aaron vnd seinen Son Eleasar/vnd führe sie auff Hör am Gebirge/vnd zeuch Aaron seine Kleider auß / vnd zeuch sie Elcasar an/ seinem Son/Vnd Aaron sol sich daselbst samlen vnd sterben. Da thet Mose wie im der HERR gebotten hatte / vnd stiegen auff Hör am Ge- Aaron stirbt/ bjrge für der gantzcn Gemeine.Vnd Mose zoch Aaron seine Kleider auß/vnd zoch sie Elcasar an/ seinem Sone. Vn Aaron starb daselbst oben auffdem Berge.Mose aber mstarr. vnd Elcasar stiegen herab vom Berge. Vnd da die gantze Gemeine sähe / daß Aaron dahin war/beweinetcn sie in dreißig tage/daogantze tzauß Israel. xxi.Lap. VOieverLanamter RZnigwrvee Israel streitet/vnd etliche gefangenhlnwegführet. Israel thutdemHLRRvlel«Gelübv/dersleerhöter/vnd gibtsttenvreLattanlterin sre Hände. Das Volekwirtverdroffen/vonwegenderlangenreise/murrerwiver Gott vnd Mosen. Der HERR strafft sie mieden feuwrigen Schlangen. Darauff begeren siegnad. vn Mose bitter für sie/Der wirr sm befohlen ein Eherne Schlangen auffzurichren / wer die ansehe / dem soltdas Grstr nicht schaden, vnd hie hebt sich an/wie die-Kinder von Israel wider die Heiden gestritten/ vndsre LLndereyngenommen haben. Arad. deß Volcks. Nun».>«. , Lorin- io. Sap. »s. M da der Lananiter/ der König Arad/der gcge Mik- tag wohnet/hörcte/daß Israel hercyn kommet durch den weg der Kundtschaffer/streit er wider Israel/vnd führet erliche gefangen. Da gelobt Israel dem HERRN einGelübd/vndsprach:Wcnndu diß Volek vntcr meine Hand gibst / so Wil ich ire Stette verbannen. Vnd der HERR erhöret die stimme Israel/ vnd gab die Kananiter/ vnd verbannten siesamptircn Stätten. Vnd hieß diestett^Harma. (A^A zogen sie von Hör am Gebirge auffdem Wege vom Schilffmeer/daß sie vmb der Edomitcr Land hin zogen. Vnd das Volck ward verdrossen auff dem We¬ ge/vnd redet wider Gott vnd wider Mosen: Warumb hasiu vno auß Egypten ge- führet/daß wir sterben in dieser Wüsten k Denn es ist kein Brot noch Wasser hie/vnd a (Hkr-wer) Heisst rntBaan. V (§euwn'ge)^)ar, umb heissen sie fcuw-- nge / daß die Leme Von inen gebissen/ durch >re Gißt feu- Da sandte der HERR^fcuwnge Schlangen vnter dao Volck/die bissen das vorhuA»^ Dolck/daß ein groß Voick tnFrac! starb. Da kamen sic-li Mosc/vnd spracht!,: Wir P n haben Hhrne mi.BuK XXI. L«p. Schlang, haben gesündigct / daß wir wider den HERRN vnd wider dich gercdt haben / Bitte den HERRN/daß er die schlangen von vns nemme. Mose bat für das Volek. Da sprach der HERR zu Mose: Mache dir eine Eherne Schlange/vnd richte sie zum Zeichen auff/Wer gebissen Ist/vnd scher sie an/der sol leben. Da macht Mose ein Ehrne Schlange;/ vnd richtet sie auff zum Zeichen / Vnd wenn jemand eine Schlange beiß/so sähe er die Ehrne Schlange an/vnd bleib leben. Resse der km- Nd die Kinder Israel zogen auß/vnd lägerten sich in Qboth. Vnd von Oboth 6 derIsrael/-c. A^Hzogen sie arrß/vnd lägerten sich in Jim/am Gebirge Abarim/in der Wüsten ge- gen Moab vber/ gegen der Sonnen auffgang. Von dannen zogen sie / vnd !ä- (Arnon) Ist der- gerten sich am Bach Sared. Von dannen zogen sie/ vnd lägerten sich diffeit am c Ar- selb hohe §elß/ der in non/welcher ist in der Wüsten/ VN herauß reicht von der grentze der Amoritcr/ Denn §olcke^ windcnvü Arnonist die grentze Moab/zwischenMoab vnd den Amoritern. Daher spricht man EsiS °BÄe/ in dem Buch von den streiten deß HERRN: Daß Daheb in Supha/ vnd die Bäche Buch vö ftLnLchen^7 am Arnon/vnd die quelle derBache/welchereichthinan zur Statt Ar/vnd lencket Mr-t hiß gen Ar.' sich/vttd ist die grentze Moab. Vnd von dannen zogen sie zum Brunnen/dab ist der Brunn/davon der HERR zu Mose sagte: Samle das Volck/Ich wil tuen Wasser geben. Da sang Israel dieses Lied/vnd sungen vmb einander vber den Vrunnen.Das ist der Brunn/den die Für- sten gegraben haben / die Edlen im Volck haben jn gegraben durch den Lehrer vnd jre (GtLbe)Mögöhie Stäbe. Vnd von dieser Wüsten zogen sie gen Mathana / Vnd von Mathana gen sA / wie im Isaia Nahaliel/Vttd von Mhaliel gen Bamoch / Vnd von Bamoth in das Thal/ das im An?uZtab EA Felde Moab ligt/ zu dem hohen Berge Prsga/öer gegen die Wüsten sihctl Pisga. danmrb/daßficdas Nd Israel sandte Botten zu Slhon/dem Könige der Amonter/vnd ließ imsa- ^'tzmdasVtth Ä^gen: Laß mich durch dein Land ziehen/Wir wollen nicht weichen in die Ecker ^^noch in die Weingärten/wöllen allch deß Brunwaffcrs nicht triucken/die Land S.HWS Land straffen wollen wir ziehen/biß wir durch deine Grentze kerp.cn. Aber Schon gestattet Sihon. den Kindern Israel den Zug nicht durch seine Grentze / Sondern samlct alle sein Volck/vnd zog auß Israel entgegen in die Wüsten/Vnd als er gen Iachza kam / ßreit er wider Israel. Israel aber schlug in nut der schcrpffe deß Schweres/ vnd nam scm LMnd eyn von o Arnon an biß an den Jabok/vnd biß an die Kinder Amon/Den die Grentze derKin- dcr Amon waren feste,Also nam Israel alle diese Stätte/ vn wohnete in allen stättm der Israel Most. XXI. Lap. s mmtSi her Amoriter/ zu Hesbon vnd allen ircn'Töchtern. Denn Hesbon die Statt war (TZ^o De»?^ Sihons/deß Königs der Amoriter/ vnd er hatt Zuvor mit dem Könige der Moabiter Imos^. gcstritten/vttd im alle sein Land angewonnen biß gen Arnon. herügend." ps»u >;r- Daher sagt man im Sprichwort: Komet gen Hesbon/daß man die Statt Si- hon bauwe vnd auffrichte.Denn Feuwer ist auß Hesbon gefahren/ ein siame von der Statt Sihon/dic hat gefressen Ar der Moabiter/vnd die Bürger der höhe Amon. Camoe. Weh dir Moab/du Volck Kamos bist verloren/ Man hat seine Sötte in die flucht ge- Iu°^. schlagen/vnd seine Töchter gefangen geführt/Srhon dem Könige der Amoriter. Ire ;R-g'u Hurtigkeit ist zu nicht worden/von Hesbon biß gen Dtbon/Sie ist verstöret biß gen Nopha/ die da langet biß gen Medba Also wohncte Israel im Lande der Amoriter. Lor. Mose sandte auß Kundtschaffer gen Iaeser/vnd gewonnen jre Töchter/vnd AL^namen die Amoriter eyn die drinnen waren.Vnd wandten sich/ vnd zogen hin- Oa. auff.dcss Weges zu Basan/ Da zog auß inen cntgegi Qg/der König zu Basan/ mit alle seinem Volck/zu streiten in Edrei. Vn der HERR sprach zu Mose: Förcht dich Israel nicht für jm/denn ich hab in in deine Hand gegeben mit Land vnd Leuten/Vnd solt «ogs niftimthun/wiedumitSihon/dcm Könige der Amoriter/gethan hast/der zu Heß bon wohnete. Vnd sie schlugen in vnd seine Söne/ vnd alle sein Volck/ biß daß keiner vberblcib/Vnd namen das Land eyn. Darnach zogen die Kinder Israel/vnd lägcr- tensichin dasgefildeMoab/jenscit dem Iordan/gcgen Jeriho. xxn.Lap. Von Balak/ der Moabr'rer RZnigc/vndBlleain/vein wsrsager. LNddaBalak/derSonApor/sähe/alleskvaöIsrael Balakver gethan hatte den Amoritern/ vnd daß sich die Moabiter sehr forchten MoMeer RömF. für dem Volck/das so groß war/vnd daß deli Moabitern grauwet für den Kindern Israel/Vnd sprachen zu den Eltesten der Mdianiter: Nun wirdt dieser Hausse auffretzen was vmb vns ist/wieein Ochß Krautauff dem Felde auffrctzet. Balakaber/derSonAporwarzu der zeit König der Moabiter. Vnd er sandte Botten auß zu Bileam/ dem Son Beor/" gen Pethor/dcr woh- net an dem Wasser im Lande der Kinder seines Volcks/daß sie jn forderten / vnd ließ * I<§r4. /m sagen: Sihe / cs ist ein Volck auß Egypten gezogen / das bedeckt das Angesicht der Erden /vnd ligt gegen mir. So kom nun vnd verfluch mir das Volck / denn es ist mir zu mächtig/obichs schlagen möchte/vnd auß dem Lande vertreiben. Denn ich weiß das/welchcn du segencst/der ist gcscgenet/vnd welchen du verfluchest/der ist verflucht. Nd die Eltcsten der Moabiter giengen hin mit den Eltesten der Mtdtaniter / vn A^hatten das Lohn deß Warsagens in iren Händen / vnd giengen zu Bileam eyn/ Bileam* vnd sagten jm dte wort Balak. Vnd er sprachzu inen: Bleibt hie vbcr nacht / so wilich euch wider sagen/wie mir der HERR sagen wirdt. Also blieben die Fürsten der Moabiter beyBtleam. v Vnd Gott kam zu Bileam/vnd sprach: Wersind die Leute die bey dir sind k Bi- Gott redet leamsprach zu Gott:Balak/der SonJipor/derMoabiterKönig/hat zu mir gesand/ «nr^ilcam. Sihe/Em Volck ist auß Egypten gezogen/vnd bedeckt das Angesicht der Erden/ So kom nun vnd fluch im/ ob ich mit jm streiten möge/vnd sie vertreiben.Gott aber sprach zu Büeam: Gehe nicht mit inen/verfluch das Volck auch nicht/denn es ist gesegnet. Da stund Bileam deß morgens auff/vnd sprach zu den Fürsten Balak: Gehet Hili in enwer Land/dcnn der HERR wils nicht gcstattcn/daß ich mtt euch ziehe. Nd die Fürsten der Moabiter machten sich auff/ kamen zu Balak/vndspra- Archen: Bileam wegcrt sich mit vns zu ziehen. Da sandte Balak noch grösser vnd ^^HerrlicherFürstendennjene waren* DadiezuBlleamkawen/sprachen sie zu P iij jm:Also Meams im.BG XXli.Lüp. Eselin. sm : Also leßt dir sagen Balak/dcr Son Upor: Lieber wehre dich nicht zu mirzuzie- Hen/Denn ich wil dich hoch chren/vnd was du mir sagest/das wtl ich thun. Lieber kom vnd fluch mir diesem Dolck. Bileam antwortet/vnd sprach zu den Dienern Balak: Wenn mir Balak sein Hauß voll silbers vnd golds gebe/so künd ich doch nicht vbergehen das wort deß HER¬ REN meines Gottes/klctnes oder grosses zu thun. So bleibt doch nun hie auch jr diese nacht/daß ich erfahre/was derHERR weiter mit mir reden werde.Da kam Gott deß nachts zu Bileam/vnd sprach zu sm: Sind die Männer kommen dir zuruffcn/So mach dich auff/vnd zeuch mit snen/Doch was ich dir sagen werde/ soltu thun. (A^A stund Bileam deß morgens auff/vndsattelt seine Eselin/vnd zochmit den Fürsten der Moabiter/ Aber der zorn Gottes ergrimmct/daß er htnzoch. Vnd der Engel deß HERRN trat in den weg/daß er sm widerstünde/Er aber reit auff sei- ner Eselin / vnd zwen Knaben waren mit im. Vnd die Eselin sähe den Engel deß HERRN im Wege stehen/vnd ein bloß Schwerdt in seiner Hand. Vnd die Eselin weich auß dem wege/vnd gicng auff dem Felde/Vileam aber schlug sie/daß sie in den wegsoltgchen. Da trat der Engel deß HERRN in den Pfat/ bey den Weinbergen/ da auff bey- den seyten Wände waren. Vnd da die Eselin den Engel deß HERRN sähe / drenget sie sich an die wand/ vnd klemet Bileam den Fuß an der wand / Dn er schlug sie noch mehr. Da gieug der Engel deß HERRN weiter / vnd trat an einen engen ort/ da kein weg war zu wetchen/wcder zur rechten noch zur lincken. Vnd da die Eselin den Engel deß HERRN sahe/fiel sie auff ire Knie vnter dem Bileam. Da ergrimmet der zorn Bileam/vnd schlug die Eselin mit dem Stabe. thct der HERR der Eselin den Mund auff/ vnd sie sprach zu Bileam: Was O^hab ich dir gethan/ daß du mich geschlagen hast nun drcy mal k Bileam sprach Ain«/ zur Eselin: Daß du mich Hönest/Ach daß ich setzt ein Schwerdt in der Hand hette/ich , wolt dich erwürgen. Die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht dein Esclin/darauff du geritten hast zu deiner zeit/ biß auff diesen tag i Hab ich auch se gcpflegct dir also zu thun k Er sprach: Nein. Da öffnet der HERR Bileam die Augen/daß erden Engel deß HERRN sähe D tm Wege stehen/vnd ein bloß Schwerdt in seiner Hand/vnd neiget vnd bücket sich mit seinem Angesicht. Vnd der Engel deß HERRN sprach zu sm: Warumb hastu dein Eselin geschlagen nun dreymal t Sihe/ich bin außgegangen/ daß ich dir widerstehe/ denn der weg ist für mir verkehret. Vnd die Eselin hat mich gesehcn/vnd mir drey mal gewichen/Sonst/wo sie nicht für mir gewichen hette/so wolt ich dich auch setzt erwür- get/vnd die Eselin lebendig behalten haben. Da sprach Bileam zu dem Engel deß HERRN: Ich hab gesündiget/denn ich Habs nicht gewußt / daß du mir entgegen stündest im wege. Vnd nun/sodirs nicht gesellet/wil ich wider vmbkehren. Der En¬ gel deß HERRN sprach zu sm: Zeuch hin mit den Mannern/ Aber nichts anderß/ denn was ich zu dir sagen werde/soltu reden. Also zog Bileam mit den Fürsten Balak. ^^ABalakhörete/daßBileamkam/zog er auß sm entgegen in die Statt der (^DMoabitcr/die da ligt an der Grentze Arnon/ welcher ist an der cuffersten gren- tze/vnd sprach zu sm: Hab ich nicht zu dir gesandt/ vnd dich fordern lassen k Warumb bistu denn nicht zu mir kommen k Meinestu ich kündte dich nicht ehren k Bileam ant¬ wortet sm:Sihe/ich bin komm zu dir/Aber wie kan ich etwas anderß reden/denn das mir Gott in den Mund gibt/das muß ich reden k Also zog Bileam mit Balak/vnd kamen in die Gaffenstatt. Vnd Balak opfferte Rinder vnd Schaf/vnd sandte nach Bileam/vnd nach den Fürsten die bey sm waren. Bileam Meams Segen vnd wt'sfas, gunz. ZM. xxm.Lap. ss xxm.Lap. Vüeam wirt vom Bslok bestellt/da» Volck Gottes m verfluchen/vnd er segnet st«. Nd deß morgens nam Balak den Büeam/vnd füret jn hin auff die "höheBaal/daßcrvon dannen sehen kundte biß zu RirchenBa-L ende deß Volcks. Vnd Bileam sprach zu Balak: Bauwe mir hie fr- bcn Altar/vnd schaffe mir her siben Farren/vnd siben wider.Balak thet wie jm Bileam sagt.Vnd beyde/Balak vnd Bileam/ opffcrten ja auff einen Altar einen Farren/vnd einen Wider. Vnd Bileam sprach zu Balak: Tritt bey dein Brandopffer/ Ich wil hingchen/ ob villeicht mir der HERR begegne/ (HERoon- daß ich dir ansage/was er mir zeiget/Vnd gicng hin eylend. .mnHZÄÄ Vnd Gott begegnet Bileam. Er aber sprach zujm: Siben Altar habe ichzugc- g-he."w?lch-r,mbc- richt/vnd ja auff einen Altar einen Farren vnd einen Wider gcopffert- Der HERR e7mch7s!kfluchE aber gab das wort dem Bileam in den Mund/vn sprach: Gehe wider zu Balak/ vnd L rede also. Vnd da er wider zu jm kam /Sihe/ da stund er bey seinem Brandopffer/ rer v-ß HENRn sampt allen Fürsten der Moabiter. E" c Bileam Da Hub er an seinen < Spruch / vnd sprach: Auß Syrien hat mich Balak / der ftgn-tIftael. Moabiter König/Holen laffen/von dem Gebirge gegen dem Auffgang/Kom/ verflu- ehe mir Iacob/Kom/schilt Israel. Wie sol ich fluchen/dem Gott nicht fluchet k Wie sol ich schelcen/dcn der HERR nicht schiltkDen von der höhe der Felsen sehe ich jn wol/vn Ms wen c."Go?^'- von den Hügeln schauwe ichjn. Sihe/DasVolckwirt besonders wohnen/vnd nicht Gottess-nch77a3 vnter die Heyden gerechnet werden.Wer kan zelen den Staub Jacob / vnd die zal deß vierdtcn (Heils Israel k Meine Seele müsse sterben deß tods der Gerechten/vnd mein ende werde wie dieser ende. (^^AsprachBalakzuBileam:Wasthustuanmirk Ich hab dichholen lassen zu fluchen meinen Feinden/vnd sihe/du segnest. Er antwortet / vnd sprach: Muß ich nicht das halten vnd reden / das mir der HERR in den Mund gibt k Balak sprach zu jm: Kem doch mitmiran einen andern ort/von dannen du feinende sehest/vnd doch nicht gantz sehest/vnd fluche mir jm daselbst. v Vnd er führet jn auffeinen freyen platz/auff der höhe pisga/ vnd bauwete siben Pisga. Altar/vnd opfferte ja auff einen Altar einen Farren vnd einen Wider/vnd sprach zu Balak: Trit also bey dein Brandopffer/ich wil dort warten. Vnd der HERR begegn netBileam/vnd gab jm das wort in seinen Mund/vnd sprach: Gehe wider zu Ba- Menschen liege/vnd lak/vnd rede also. Vnd da er wider zu jm kam / Sihe/ da stund er bey seinem Brand- opffer/sampt den Fürsten der Moabiter. Vnd Balak sprach zu jm:Washatvcr HERR gesagte sew'ß. Vnd er Hub an seinen Spruch/vnd sprach: Stehe auff Balak/ vnd höre/ mm zu ehren was ich sage/du Son Apor. Gottistnicht ein Mcufch/daß er liege / noch em g7!!rcyodcttalfth? Menschenkind/daß jn etwas gereuwe. Solt er etwas sagen/vnd nicht thun e Solt er etwas rcden/vnd nicht halten e Sihe/zu segenen bin ich herbracht. Ich segene/vn kans Jofr. »4. uit wenden.Man sihet keine' mühe in Iacob/vnd keine arbeit in Israel/ Der HERR mühe v»d arbm. seinGottist bcyjm/vnd das prometen deßKönigsvnterjm. Gott hat sie auß Egy- )Drom«edeßR§. pten geführt/seine freydigkeit ist wie eins Einhorns. Denn es ist kein Zauberer in Ja- cob/vndkeinWarsagcrin Israel. Zu seiner zeit wirdt man von Jacob sagen vnd von t-s/,rcöR°mgs/Ler Israel/welche wunder Gott thut. Sihe/das Dolck wirt auffstchcn wie ein junger Lö- Ha-tt"aru7b^v7. we/vnd wirt sich erheben wie ein Löwe. Es wirt sich nicht legen / biß es den Raub fres- A st^Mag a!«? se/vnd das Blut der erschlagenen sauste. LtÄWKm sprach Balak zu Bileam: Du solt jm weder fluchen noch segenen. Bileam antwortet/vnd sprach zu Balak: Habe ich dir mcbt gesagt/ Alles was der P iiij HERR Mcams mi.BuA XXim.Lap. HERR reden würde/das würde ich thun ? Balak sprach zu jur: Kom doch/ich Wil dich an einen andern ort führcn/obs villeicht Gott gefalle / daß du daselbst mir sie verflu¬ chest. Vnd er führet in auff die höhe deß Berges Peor/wclcher gegen die Wüsten st- Peor. hct. Vnd Bileam sprach zu Balak: Bauwe mir hie siben Altar/vnd schaffe mir si- ben Farren vudsiben Wider. Balak thct wie Bileam sagt/vud opffert ja auffeinen Altar einen Farren vnd einen Wider. xxim.Lap. Bileam karr nicht anderß denn do s Volck Gottes segnen/ Weissagt darneben vorn Reich Christi. HiEßmE A NUN Bileam sahc/daß es dem HERRN gefiel/ daß attczctt'ftyzngau" er Israel segnet/gicng er Nit hin/wie vormals/rmch den Jättbercru/ ^lleäö t-?Uttc?namen/ SondernrichtetscinAugesichtstrackszuderWüsten/hubauffsei- Ü?ffagu!.F- Aber der HE RA ne Attgen/vn sähe Israel/Wie sic lagen nach jren Stämen.Vnd der VN Hat' L,7Achmy Geist Gottes kam auff itt/vnd er hlib an seinen Spruch / VN sprach: mKndz recht Got Eg saget Bileam/der Son Bcor:Eö saget der Mann/dcm die Au- statNSetty! gen geöffnet sind/Es saget der Hörer Göttlicher Rede/der deß Allmächtigen offen- barung sihct/dem die Augen geöffnet werden wenn er nider kniet. Wie fein sind deine Hütten Iacob/vn dein Wohnung IsraebWie sich die Bäche außbrciten/wie die Gärten an den Waffcrn/wie die Hütten die der HERR pflantzet/ wie die Kedern an den Wassern. Es wirt Wasser aus/seinem Eymer fliessen/ vnd sein Same wirt ein groß Wasser werden/ Sein König wirdt höher werden denn Agag/ vnd sein Reich wirt sich erheben. Gott hat in auß Egypten geführt/ Seine freydigkeit ist wie eins Emhorns. Er wirt die Heyden/scine Verfolger/ fresscn/vn ire Gebeine zu- malmen/vnd mit seinen Pfeilen zuschmcttern. Er hat sich nider gelegt wie ein Löwe/ vnd wie ein junger Löwe. Wer wil sich wider in ausslehnen k Gesegnet sey der dich seg- net/Vnd verflucht der dir flucht. (^^A ergrimmet Balak im zorn wider Bileam/vnd schlug die Hände zusammen/ <^^vnd sprach zu im: Ich hab dich gefordert/daß du meinen Feinden fluchen sol- test/Vnd sihe/du hast sie nun drcy mal gesegnet. Vnd nun heb dich an deinen ort. Ich gedacht ich wolt dreh ehren/Aber der HERR har dir die ehre verwehret. Bileam antwortet im:Hab ich nicht auch zu deinen Botten gesagt/ die du zu mir sandtest/vnd gesprochen: Wen mir Balak sein Hauß voll silber vnd gold gcbe/so künd ich doch für deß HERRN wort nicht vber/ böses oder gute zu thun nach meinem Her- tzcn/sondern was der HERR reden würde/ das würde ich auch reden k Vnd nun sihe/ wenn ich zu meinem Volek ziehe/ so kom / so wil ich dir rechten / was diß Volck deinem Dolckthun wirdt zur letzten zeit. Nd er Hub an seinen Spruch/vnd sprach: Es sagt Bileam/ der Son Beor/ Es ÄHlagt der Mann/dcm die äugen geöffnet sind/Es sagt der Hörer Göttlicher rede/ vnd der die erkäntniß hat deß Höhcsten/ der die offcnbaruug deß Allmächtigen sihet/vnd dem die äugen geöffnet werden wcnn er mder kniet: Ich werde jn sehen/ Bileäs aber jetzt nicht/Ich werde jn schäumen/aber nicht vonnahe. Es wirt ein Stern auß Iacob auffgchen/ vnd ein Scepker auß Israel auffkomen / vnd wirt zuschmettcrn die st7 Fürsten dcr Moabiter/vnd verstören alle Kinder Seth.Edom wirdt er eynnemmen/ vnd Seir wirt seinen Feinden vnterworffen seyn/Israel aber wirt Sig haben. Auß Jacob wirt der Herrscher ksmen/vnd vmbbringen was vberig ist von den Stätten. a Vnd da er sähe die Amalcklter/ Hub er an seinen Spruch/vnd sprach:" Amalck Amale- Nvnttr^nHc" dlc ersten vttter den Heyden/Äber Zll letzt wirstttgarvmbkommen. dcn/so d.e Rinder Is Vnd da er sähe die Kenitcr / Hub er an seinen Spruch /vnd sprach: Fest ist deine Kcnitcr. SMl Wohnung/ vnd hast dein Nest in einen Felß gelegt/ Aber Q Kain/ du wirst verbrant vcrtli^/r.Res. V» werden/wmn Affur dich gefangen wegführen Wirt. Vnd Hub Nd der HERR redet mit Mose / vnd sprach: Pinchas / der Son Eleasar / deß Sons Aaron deß Pricsters/Hat meinen grim vö den Kindern Israel gewcndt/ durch seinen eiffcr vmb mich/daß nicht ich in meinem eiffer die Kinder Israel Deut. 4. I°s». Baal- pcor. Sittim. die auß Europa/als der grosse Alexander auch zu letzt vntcrgc, hen. Dn zeigt hie die Weissagung/dz alle Avuigreich anssEr» den eins nach dem an dern vntcrgche müst sen/ncbendcm2)olck Israel/wclchs ewig bleibct/vmb Christi willen. oft. xxv.Lap. 89 chc straff Vnd Hub abermal an seinen Spruch / vnd sprach: Ach/ wer wirt leben/ wenn w-gmd-rhu" Gott solche thun wirt k Vnd Schiffe auß Khitim werden verderben den Affurvnd (LlMm) Smv Eber/Er aber wirt auch vmbkommcn. „ Vnd Bileam macht sichauff/ vnd zoch hin / vnd kam wider an seinen ort/vnd Balak zog seinen weg. XXV. Cap. DasVolck Israel hurt mieden Moabitischen Weibern/vnd beten den Äaatpesr att/vnd werden gestrafft/vaßirec vier vnd rwennig tausend vmbkomen. Pinchas erstichtaußersteret, nen Mann mir einem Mrdranrrischen Weibe/sterHurerey halben. Nd Israel wohnet in Sittim/Vnd das Volek Hub an zu huren mit der Moabiter Töchtcr/wclche luden das volckznm M OpffcrjrcrGötter/VndaoVolck aß vnd betet jrcGötter an/vnd Israel henckete sich an den BaalPcor. Dacrgrimctdcß HERRN zorn vberIsracl/vn sprach zu Mose:Nim alle Obersten deß Volcks/ vn Hencke sie dun HERRN an die Sonne/auff daß der grimmige zorn deß HERRN von Israel gewandt werde. Vnd Mose sprach zu den Richtern Israel: Erwürge ein jeglicher seine Leute/die sich an den BaalPeor gehenget haben. Nd sihe/ein Mann auß den Kindern Israel kam/ vnd brachte vnter seine Brü- Erschreckt ^^der eine Midianitin/vnd ließ Mose Zusehen/vnd die gantze Gemeine der Kin- der Israel/die da wcinctcn für der Thür der Hütten deß Stiffts. Da das sähe Pinchas/ der Son Eleasar/ deß Sons Aarons/deß Priestcrs/stund er auff anß der Pinchas» Gemeine/vndnam einen Spieß in seine Hand/vnd gicng dem Israelischen Mann nach hineyn in den Hurcnwinckcl/vnd durchstach sie beydc / den Israelischen Mann vnd das Weib/durch jren Bauch. Da höret die Plage auff von den Kindern Israel. Vnd cs wurden gctödtct in der Plage vier vnd zwentzig tausend. ' n Psalm, iss. ».Lortttt. »o. ». Mach.r. ... Ssr»ch45. vmilgete.Darumbsage: Sihe/Ich gebe sm meinen Bund deß Fricdes/vnd er sol haben/vnd sein Same nach jm/den Bund eines ewigen Priesterthumbs / Darumb/ daßcrfürscinen Gottgeeiffcrt/vnd die Kinder Israelversüncthat. Simri. Der Israelische Mann aber / der erschlagen ward mit der Midianitin / hieß Simri/der"Son Salu/cin Fürst im Hause deß Vatters der Simeonitcr. Das Mi- Kasbi. dianitisch Weib/das auch erschlagen ward/hieß Kasbi/ eine Tochter Jur/der cm n»,».;,. wareinesGeschlechtsvnter denMidianitern. Nd der HERR redet mit Mose/vn sprach: Thut den Midianitern schadcn/vnd schlaget sie/Denn sie haben euch schaden gethan mitsrem list/ den sie euch gesiel- lct haben durch den Peor/vnd durch jrc Schwester §asbi/die Tochtcr deß Für¬ sten der Mldianiter/die erschlagen ist am tage der Plage vmb deß Peors willen / vnd die Plage darnach kam- XX VI. Clip. Die Rinder Israel werden widerumb ge;elt/vnd finden sich sechß mal hunderttausend/ siben hunderr/vnd drerssig. N Nd der HERR sprach zu Mose vndElcasar/ dem KmdcrKa- Son deß Priesters Aaron: Nim die Summa der gantzcn Gemet- ^^crdmgezelt. i ne der Kinder Israel/von zwentzig jaren vnd drüber/nach irer Vät- ter Häuscr/ alle die inns Heer zu ziehen rügen irr Israel. Vnv Mo- se redct mit jncn sampt Eleasar dcm Priester/ in dcm gcfilde dcr Moabiter/ Kumm IIII.LuK XXVl.Lap. der Moabiter/an dem Jordan gegen Jericho / die Mtttzig jar alt waren vttd drüber/wie der HERR Mose gcbottcn hatte/ vnd den Kindern Israel / die auß Egypten gezogen waren. Vbcn/ der Erstgeborne Israel. Die Kinder aber Ruben waren/ Hanoch / von I. c^dem das Geschlecht der Hanochiter kompt. Pallu/von dem das Geschlecht der Kinder Palluiter kompt.Hezron/von dem das Geschlecht der Hezroniter kompt.Kharmi/von Aube^ dem das Geschlecht der Kharmiter kompt. Dao sind dre Geschlecht von Ruben/ Vnd Exov!^ /re zal war drey vnd viertzig tauscnd/siben hundert vnd dreiffig. Aber die Kinder Pallu waren/Eliab/vnd die Kinder Eliab waren/Nemuel vnd Dathan vnd Abiram. Das ist der Dachau vn Abiram/die fürnemlichen in der Ge- Dathari meine / die sich wider Mosen vnd Aaron aufflchneten in verrotten Korah/ da sie sich wider den HERRN aufflehnetcn/vn die Erde jren Mund auffchet/vnd sie verschlang mit Korah / da die Rotte starb / da das Feuwer zwey hundert vnd fünfftzig Männer «-m fraß/vnd wurden ein "Zcichen.Abcr die Kinder Korah stürben nicht. s fthrcck^-chen/dE DieKindcr Simeon in /rett Geschlechten waren/Mmuel/dahcr kompt das Ge- 11. M Nhe? Z!!d1 schlecht der Mmueliter. Jamm/ daher kompt das Geschlecht der Jaminiter. Jachin/ Simeon hütete daher Geschlecht der Iachintter kompt. Serah/daher das Geschlecht der Sera- hiter kompt.Saul/daher das Geschlecht der Sauliter kompt. Das sind die geschlecht von Simeon/zwcy vnd zwentzig tausend/ vnd zwey hundert. Die Kinder Gad in jren Geschlechten waren / Ziphon/daher das Geschlecht der III. Ziphoniter kompt.Haggi/daher das Geschlecht dcrHaggiter kompt.Suni/daher das Gad. Geschlecht der Suniter kompt. Dsni/daherdas Geschlecht der Osniter kompt. Eri/ daher das geschlecht der Ertter kompt.Arod/daher das gcschlecht der Aroditcr kompt. Ariel/daher das Geschlecht der Arieliter kompt. Das sind die Geschlecht der Kinder Gad/an jrer zal/viertzig tausend/ vnd fünff hundert. Die Kinder Iuda/Ger/vnd Onan/welche beide stürben im Lande Kanaan. Es 11II. waren aber die Kinder Juda in sren Geschlechten /Sela/ daher das Geschlechte der Juda. Selaniter kompt. Perez/daher das Gcschlecht der Pereziter kompt. Serah/daher Genes, z?. das Geschlecht der Serahiter kompt. Aber die Kinder Perez waren/Hezron/daher das Geschlecht der Hezroniter kompt. tzamul/daher das Gcschlecht der Hamuliter kompt. Das sind die Geschlechte Juda / an /rerzal/ sechß vnd sibentzig tausend/ vnd fünff hundert. Die Kinder Isaschar in /ren Geschlechten waren/ Thola / daher das Geschlecht V. derTholaiter kompt.Phuua/daher das Geschlecht der Phuuaniter kompt.Iasub/da- Isaschar. her das Gcschlecht der Jabsubiter kompt.Simron/daher das Geschlecht der Simro- niterkompt. Das sind die Geschlecht Isaschar/an derzal/vier vnd sechtzig tausend/ drey hundert. Die Kinder Sebulon in /ren Geschlechten warcn/Sarcd/daher das Geschlecht v I. der Sarediter kompt.Elon/daher das Geschlecht derEloniter kompt. Iahelel/daher Scbulö. das Geschlecht der Iahclelitcr kompt. Diß sind die Geschlechte Sebulon/an/rer zal sechtzig tausend/vnd fünff hundert. (ZÄ^Ie Kinder Joseph miren Geschlechten waren /Manaffe vnd Ephraim. Die o Kinder aber Manaffe waren / Machir/ daher kompt das Geschlecht der Ma- VII. chiritcr. Machte zeugete Gilead/daher kompt das Geschlecht der Gileaditer. Diß Joseph, sind aber die Kinder Gilead / Hiescr/ daher kompt das Geschlecht der Hiescriter/He- lek/daher kompt das gcschlecht Der Helckitcr. Asriel/daher kompt das geschlecht der Asriclittr.Sichem/daher kompt das geschlecht der Sichimitcr.Smtda/daher kompt das gcschlecht der Smiditer. Hepher/daher kompt das geschlecht der Hcphertter. Ze- rr»m-7 laphchad aber war Hepher Son/vnd hatte keine Sone/ sondern Töchter/die hiessen Mahela/Noa/Hagla/Milca/vnd ^hirzaDas sind die geschlechte Manasse/an /rer zal/zwcy vnd fünfftzig tausend/vnd siben hundert. Die Km- Humum Mose. xxvi.Lap. aller stäm Die Kinder Ephraim in jren Geschlechten waren / Suthelah / daher kompt das VIII. Geschlecht der Suthelahiter. Becher / daher kompt das Geschlecht der Becheriter. Evbrep Thahan/daher kompt das Geschlecht der Thahanitcr. Die Kinder aber Suthelah Im. waren/Eran/daher kompt das Geschlecht der Erantter. Das sind die Geschlecht der Kinder Ephraim/ an jrer zal zwcy vnd dreißig tausend/vnd fünff hundert. Das sin d die Kinder Joseph in jren Geschlechten. IX. Die Kinder BenIamin injren Geschlechten waren/Bela/daher kompt das BcnIa- Geschlecht der Bclaiter.Asbel/daher kompt das Geschlecht der Asbeliter. Ahiram/ mm. daher kompt das Geschlecht der Ahiramiter. Supham/ daher kompt das Geschlecht der Suphamiter. Hupham/daher kompt das Geschlecht der Hupharrriter. Die Kin¬ der aber Bela waren /Ard vnd Naeman/daher kompt das Geschlecht der Arditer v vndNaelnanitcr. Das sind die Kinder VcnIamin in jren Geschlechten/an der zal fünff vnd viertzig tanscnd/vnd sechß hundert. X. Die Kinder Dan in ircn Geschlechten warm /Suham/ daher kompt das Ge- Dan. schlecht der Snhamiter.Das sind dle Geschlechte Dan in jren Geschlechten/vnd wa¬ ren allesampt an der zal vier vnd sechtzig tausend/vnd vier hundert. XI. DteKmdcr Asser in iren Geschlechten waren /Jemna/daher kompt das Ge- Affer. schlecht der Jemniter. Jeswi/daher kompt das Geschlecht der Jeswiter.Bria/daher kompt das Geschlecht der Brüter. Aber die Kinder Bria waren/Heber/daher kompt das Geschlecht der Hebriter. Melchiel/daher kompt das Geschlecht der Melchieliter. Vnd die Tochter Affer hieß Sarah. Das sind die Geschlecht der Kinder Asser/an jrer zal drey vnd fünfftzig tausend/vnd vier hundert. XII. Die Kinder Naphthali in jren Geschlechten waren / Iaheziel / daher kompt das Naph- Geschlecht der Iahezieltter. Guni / daher kompt das Geschlecht der Guntter. Jezer/ «hali- daher kompt das Geschlecht der Jezeriter. Sillem/daher kompt das Geschlecht der Sillemiter. Das sind die Geschlechte von Naphthali/an jrer zal fünff vnd viertzig Suma tausend/vnd vier hundert.Das ist die Summa der Kinder Israel/sechß mal hundert der Rinder tausend/ein Lauscnd/sibcn hundert/vttd dreißig. Vnd der HERR redet mit Mose/vnd sprach: Diesen soltu das Land außtheilen zum Erbe/nach der zal der Namen. Vielen soltuviel zum Erbe geben/vnd wenigen wenig. Jeglichen sol man geben nach jrer zal-Doch man sol das Land durchs Loß thei- e len/ nach den Namen der Stämme jrer Vätter sollen sie Erbe nemmen / Denn nach Num9oß soltu jr Erbe außtheilen/zwischen den vielen vnd wenigen. Nd das ist die Suma der Leuiten in jren Geschlechten/ Gerson/ daher das Gc- num A^schlecht der Gersoniter.Kahath/daher das Geschlecht der Kahathiter. Merari/ daher das Geschlecht der Merariter. Diß sind die Geschlechte Leui / Das Ge¬ schlecht der Libniter/das Geschlecht der tzebroniter/das Geschlecht der Maheliter/ das Geschlecht der Musiter/das Geschlecht der Korahiter. Amram. Kahath zeuget Amram/vnd Amrams Weib hieß Jochebed / eine Tochter Leui/ die jm geborn ward in Egypten/Vnd sie gebar dem Amram Aaron vnd Moscn/vnd jre Schwester MirIam. Dem Aaron aber ward geborn Nadab / Abihu / Eleasar/ Lemt.w. vndIthamar. Nadab abervndAbihustürben/dasiefrembdFeuweropffertenfür Su li r HERRN. Vnd jr Summa war dreyvnd zwentzig tausend/alle Mänlin/ von ei- r^Lcütten. nemMonden an vnd drüber. Denn sie wurden nicht gezelet vnter die Kinder Israel/ denn man gab jnen kein Erbe vnter dm Kindern Israel. Das ist die Summa der Kinder Israel/die Mose vnd Eleasar/der Priester/zele- ten im gefilde der Moabiter/an dem Iordan/gegen Jeriho. Vnter welchen war kei¬ ner auß der Summa/ da Mose vnd Aaron / der Priester/ die Kinder Israel zeleten Nrrm.,4- in der Wüsten Sinat/Denn der HERR hatte jnen gesagt: Sie solten deß tods ster¬ ben in der Wüsten/ vnd bleib keiner vber/ on Kaleb/ der Son Jephunne/vnd Josua/ der Son Nun. Gesetz von LWcr Iclaphehad. 1111. Buch xxvii.Lap. xxvn.Lap. Gesetz von Erbgut /SetTächter/Brsider/over Vetkern/wenn kerne Söne vorhanden.Iosua Mirt an Moses statt Verordner ;u ernein Hauptmann vber das Volck. M Nd die Töchter Zelaphehad/deß Sons Hepher/dcß Sons Gilead/dcß Sons Machir/deß Sons Manaffc / vnter den geschlechten Manasse/deß sonsIoscph/ mit namen Mahela/ Noa/ r?um.w. r--'. W Hagla/ Mlca/vnd Thirza/kamen herzu / vn traten für Mose/vnd Jos. .7, T für Eleasar den Pricster/vnd für die Fürsten vnd gantze Gemeine/ für der thür der Hütten deß Stiffts/ vnd sprachen: Vnser Vatter ist gestorben in der Wüsten/vn war nicht mit vnter der Gemeine/die sich wider den HERRN emböreten in der Rotten Korah/ sondern ist an seiner Sünde gestorben/ vnd hatte keine Söne/ Wammb sol dcnn vnsers Vatters Name vnter seinem Geschlecht vntergehen/ob er wol keinen Son hat k Gebet vns auch ein Gut vnter vnsers Vatters Brüdern. Mosebrachtjre fach für den HERRN. Vnd der HERR sprach zu im: DieTöch- Gesetz vö ter Iclaphehad haben recht geredt/ Du solt inen ein Erbgut vnter ires Vatters Brü- dem geben/ vnd solt ires Vatters Erbe inen zu wenden. Vnd sage den Kindern Israel:" Wenn jemand stirbt/vn hat nicht Söne/so solt jr sein Erbe seiner Tochter zu wenden/ Hat er keine Tochter/solt jrs setnenBrüdern geben/ Hat er keine Brüder / solt jrs sei¬ nen Vettern geben/ Hat er nicht Vettern/ solt jrs seinen nechsten Freunden geben / die jn angehören in seinem Geschlecht/daß sie cs eynnemen. Das sol den Kindern Israel ein Gesetz vnd Recht seyn/wie der HERR Mose gcbotten hat. Nd der HERR sprach zu Mose:Steig auffdiß Gebirge Abarim/vnd besihe das Abarim. AALand/das ich den Kindern Israel geben werde. Vnd wenn du es gesehen hast/ v soltu dich samlen zu deinem Volck/wie der» Bruder Aaron versamlet ist. Die¬ weil jr meinem wort vngehorsam gewesen scyt in der Wüste Jin/ vber dem Hader der Gemeine / da jr mich heiligen soltek durch das Wasser für inen. Das ist das Hader- (DekuherrltM) Wasser zu Kades in der Wüsten Jin. Vnd Mose redet mit dem HERRN / vndsprach: Näm.r». ZAIwmwttstA Der HERR/ der Gott ober alles lebendiges Fleisch/wolt einen Mann setzen vber die Lm ÄMTab Gemcinc/der für inen her auß vnd eyn gehc/vnd sie auß vnd eyn führe/ dastdie Ge- Nd der HERR sprach zuMose: Nirn Josua zu dir/den Son Niin/der ein Man Josua kö I^Hist in dem der Geist rst/vnd lege deine Hmde auff in / Vnd stelle in für den Prie- M" ster Eleasar/vnd für die gantze Gemeine/Vnd gebeut im für jrcn äugen/ vnd le- Vnd er soltrettcn für den Priester Eleasar/der sol für in rahtfragen durch die weise pe/crvnd alle Kinder Israel nutim/vttd die gantze Gemeine. ^rsagcetrick^wcü Mose thet wie im der HERR gebottcn hatte/ vnd nam Josua /vnd stellet in für stttOaggcamwör den Priester Eleasar/vnd für die gantze Gemeine/vnd legt seine Hand auff in/vnd tet/ vn das hat sollen " — sa seyn / so hab das Liechtglenffcvösich gegeben. Es habens aber hernach dieAo, nige also gebraucht/ wen» sie Gott vmb raht fragten/Als r. Neg.rL.vndzo. Vom Opffer vnd heften. Gemeine / da jr mich heiligen soltek durch das Wasser für inen. Das ist das Hader- A-so"dmwM- Der HERR/ der Gott ober alles lebendiges Fleisch/wolt einen Mann setzen vber die Nu^Aegcc"Att deßHENRN nicht scy wie die Schafe on Hirten, gleich wie man die Aömgeznsalben/orr wie man die Leyen zu cmpfahcn pflegt/ w lches alles muß -- . - . - eine wnse vnd ge- ge a deine Herrligkeit auff in / daß im gehorche die gantze Gemeine der Kinder Israel, xrengeya,cn. sol Yen Priester Eleasar/ dersol für in rahtfragen durch die weise b des Liechts für dem HERRN. Nach desselben Mund sollen auß vnd eyn ziehen/bey- Mose thet wie im der HERR gebottcn hatte/vnd nam Josua / vnd stellet in für ' , 7 > gebotjm/wie der HERR mit Mose geredt hatte. xxvm.Lap. Vom täglichen Gpffer/Branvopffcr veß Sabbaths/ Gpffer deß nenwen Monds / pastah/ vnv am tage der Erstlinge. NdderHLRRredet mit Mose/vnd sprach:Gebeut^ »Es Kindern Imel/ vnd sprich Minen: Die Opffer meines Brots/ welches mein Opffer deß süssen geruchs ist/solt jr halten zu seinen Exov!'w, zeltcn/daß-r mus opffcrt.Vnd sprich zu inen: Das sind die Opffer/ die -r denlHERRN opffern solt: Iärrge Lämcr/ die on wandel sind/ täglich MW Mst- XXVIII. Lap. 9, täglich zwey zum täglichen Brandopffer/ein Lamb deß morgens / das ander zwisch en abcndo/Dazu einen zehendcn Epha Semmelmäls zum Speißepffer / mit öl gcmcn- gct/das gestossen ist/cines vicrdten theils vom Hin. Das ist ein täglich Brandopffer/ das jr am Berge Sinai opffcrtct/zum süssen geruch/etn Feuwer dem HERR)?. Da¬ zu sein Tranckopffer/ja zu eineur Lamb ein viertheil vom Hin. Im Heyligthumb sol manden-Wemdeß Tranckopffcrsopffern dem HERRN. Dasander Lamb soltu (wem) Ist W zwischen abends machen/wie das Speißopffer deß morgens/ vnd sein Tranckopffer zum Opffer deß süssen gcruchs denr HERRN. xurum-nonöiiu- Brand- ^sMSabbathtagaberzwcyjärigcLammeronwandel/vndzwozehenden Sem- oMdeß sab. ^s^elmälö zum Spetßopffcr/nnt öl gemcnget/vnd sein Tranckopffer. Das ist das Ibri7c7er^m" Brandopffer emes jeglichen Sabbaths/vber das tägliche Brandopffer/samptsei- ^^öcc, ncmTranckopffer. Opffer ^sBer deß ersten tags euwer Monden soltjrdem HERRN ein Brandopffer opf- M-»vm ^I^sern/zwenjungeFarren/cinenwider/sibenjarigeLämmeronwandel. Vnd ja drey zehenden Semmelmälszum Speißopffer/mit öl gemengct/zu einem Farren/ vnozwozehcndenSemmelmälözumSpclßepffcr/mitölgemcnget/ zu einem Wi¬ der. Vnd ja ein zehenden Semmelmäls zum Speißepffer mit öl gemcnget/zu einem Lamb/Das ist das Brandopffer deß süssen gcruchs/ ein Opffer dem HERRN. Vnd 2 jrTranckopffersolseyn ein halb Hin Weins zumFarren/cindrittheil Hin zum Wi- der/ein viertheil Hin zum Lamb. Das ist das Brandopffer eines jeglichen Monden im jar. Dazu sol man einen Jigenbock zum Sündopffer dem HERRN machenvber das tägliche Brandopffer/vnd sein Tranckopffer. . Passah, Bcr am viertzehenden tage deß ersten Menden / ist daß Passah dem HERRN/ ^^Vn am fünfftzehenden tag desselben Menden ist Fest. Siben tage sol man vttge- Devr.t-r. Unwert Brot essen. Der erste tag sol heyltghctffen/daß jr zusammen kommet/Kein dienstarbett solt jr drinnen thun. Vnd solt dem HERRN Brandopffer thun / zwen junge Farren/einen Wider/sibenjarige Lämmer on wandel. Sampt jrem Spciß- opffer/drey zehendcn Semmelmäls mit öl gcmcnget zu einem Farren/vnd zwo zehen¬ den zu dem Wider/vnd ja ein zehendcn auff ein Lamb vnter den siben Lämmern.Da- -u einen Bock zum Sündopffcr/daß jr versünet werdet / Vnd solt solches thun am morgen vber das Brandopffer/welches ein täglich Brandopffer ist. Nach dieser wei¬ se soltjr alte tage dies>ben tage lang das Brot opffern/zum Opffer deß süssen gcruchs dem HERRN/vber das tägliche Brandopffer / dazu sein Tranckopffcr. Vnd der si- bende tag sol bey euch heylig heiffen/daß jr zusammen kommet / kein dienstarbeit solt jr drinnen thun. Nd der tag der Erstlingen/wenn jr opffert das neuwe Speißopffer dem HER- Lrstkng?^ ^^REN/wenn euwcre Wochen vmb sind/sol heilig heiffen/daß jr zusammen kom- met / kein dienstarbeit solt jr drinnen thun. Vnd solt dem HERRN Brandopf- ferthunzum süssen geruch/zwen junge Farren/einen Wider/sibenjärtge Lämmer/ sampt jrem Speißopffer/ drey zehenden Semmelmäls mit öl gemenget zu einem Farren / zwo zehenden zu dem Wider/ Vnd ja einenzehenden zueinem Lamb der siben Lämmer/vnd einen Jigenbock euch zu versünen. Diß solt jr thun vber das täg¬ liche Brandopffer mitseinem Speißopffer/on wandel sols seyn/ dazujre Tranck- opffer. xxix.Lap. V-odem Aestrvrß sibeovea rvoods/vod sei«» Opffer». Vnd der Ucsie IIII.MO XXIX. Lap. Nd der erste Lag deß siöenden Monden sol bep euch z heylig seyn/daß jr zusammen komme L / kein dienstarbeit solt jr drin- nenthun/Esisteuwerdrometen tag. Vnd solt Brandopffer thun Fest der zum süssen geruch dem HERRN/einen jungen Farren/einen Wi- der/Mcnjärige Lämmer on wandel. Dazu jr Speißopffer / dreyze- Semmelmäls mit öl gemengct zu dem Farren/zwo zehen- den zu dem Wider/ vnd ein zehenden auffein jeglich Lamb der siben Lämmer. Auch einen Agenbock zum Sündopffer/euch zu vcrsünen vber das Brandopffer deß Mon¬ den/vnd sein Speißopffer/vnd vber das tägliche Brandopffer mit seinem Speiß- opffer/vnd mit jrem Tranckopffer/nach jrem Rechten zum süssen geruch. Das ist ein Qpffer dem HERRN. Der zehende tag dieses Menden Monden sol bey euch auch heylig heissen/daß jr Lem-t.i-.rz. zusamen kommet/ vnd solt euwere Leibe casteyen/vnd kein arbeit drinnen thun/Son- dern Brandopffer dem HERRN zum süssen geruch opffern/Einen jungen Farren/ einen Wtder/sibenjärige Lämmer on wandel. Mitjren Speißopffern/drey zehenden Semmelmäls mit öl gemenget zu dem Farren/ zwo zehen den zu dem Wider / vnd ein zehenden ja zu einem der siben Lämmer. Dazu einen Agenbock zum Sündopffer/ vber das Sündopffer der versünung / vnd das tägliche Brandopffer/ mit seinem Speißopffer/vnd mit jrem Tranckopffer. Der fünfftzehende tag deß Menden Monden sol bey euch heylig heissen/daß jr zu- 6 sammen kommet/ Kein dienstarbeit solt jr drinnen thun/ vnd solt dem HERRN siben tagefeyren. Vndsolt dem HERRN Brandopffer thun/zum Opffer deß süssen ge- ruchs dem HERRN/Dreytzehen junge Farren / zwen Wider / viertzehenjärige Läm¬ mer on wandel. Samptjrem Speißopffer/drey zehenden Semmelmäls mit öl ge- menget/ja zu einem der dreytzehen Farren zwen zehenden/ja zu einem der zweyen Wi¬ der/ vnd ein zehenden ja zu einem der viertzehen Lämmer. Dazu einen Agenbock zum Sündopffer/vber das tägliche Brandopffer mit seinem Speißopffer/vnd seinem Tranckopffer. Am andern tag/zwölffjunge Farren / zwen Wider/ viertzehenjärige Lämmer on wandel/mit jrem Speißopffer vnd Trarrckopfferzu den Farren/ zu den Wtdern/vnd zu den Lämern/in jrer zalnach dem Recht. Dazu einen Agenbockzum Sündopffer/ Vber das tägliche Brandopffer/mit seinem Sperßopffcr/vnd mit jrem Tranckopffer. Am dritten tage eilff Farren/zwcn Wider/vtertzehenjarige Lämmer on wandel/ mitjren Speißopffern vnd Tranckopffern/zu den Farren/zu den Widern/vnd zu den Lämmcrn/in jrer zal nach dem Recht. Dazu einen Bock zum Sündopffer / vber das tägliche Brandopffer/mit seinem Speißopffer vnd seinem Tranckopffer. Am vierdten tage zehen Farren / zwen Wider / viertzehenjärige Lämmer on e wandel/sampt jren Speißopffern vnd Tranckopffern/zu den Farren/zu den Wi- dcrn/vnd zu den Lämmern/in jrerzalnach dem Recht. Dazu einen Agenbock zum Sündopffer/vber das tägliche Brandopffer / mit seinemSpeißopffer vnd seinem Tranckopffer. Am fünfften tage/ neun Farren/ zwen Wider/viertzehenjärige Lämmer/ on wandel/sampt jren Speißopffern vnd Tranckopffern/zn den Farren / zu den Wi¬ dern / vnd zu den Lämmern / in jrer zal nach dem Recht. Dazu einen Bock zum Sündopffer/vberdas tägliche Brandopffer/mitseinem Speißopffer/ vnd seinem Tranckopffer. Am sechsten tage achtFarren/zwen Wider/viertzehenjärige Lämmer on wandel/ samptjren Speißopffern vnd Tranckopffern/zu den Farren /zu den Widern/ vnd zu den Lämmern/ in jrer zal nach dem Recht. Dazu einen Beck zum Sündopffer / ober das tägliche Brandopffer/mit seinem Speißopffer/vnd seinem Tranckopffer. Am Äclübde. Mst. xxx. Lap. 92 Am sibenden tage siben Farren/ zwen Wider/vicrtzehenjärige Lämmer on wan- dcl/sampt jren Spcißopffern vn Tranckopffcrn zu den Farren / zu den Widern/ vnd zu den Lämcrn/in jrcr zal nach demRechte.Dazu einen Bock zum Sündopffer/vbck das tägliche Brandopffer/mit seinem Spcißopffer vnd seinem Tranckopffer. Am achten/sol der Tag der" Versamlung seyn/ kein Dicnstarbcitsoltsr drinnen thun. Vndsolt Brandopfferopffcrn/zumOpffcrdcßsüssengcruchsdem HERRN/ s,mg7aWdem einen Farren/cinen Wider/siben sänge Lämmer on wandel / sampt sren Spcißopf- fern vnd Tranckopfferrr/ zu den Farrcn/zu den Widern/ vnd zu den Lämmern/ in jrer ruäir« m»- zal/nach dem Recht. Dazu einen Bock zum Sündopffcr/vber das tägliche Brand- opffer/mit seinem Spcißopffcr vnd seinem Tranckopffer. Solchesoltjr dem HERRN thun auff euwer Fest/außgenommen/was irgelobt vnd frcywillig gebt zu Brandopffcrn / Spctßopsscrn / Tranckopffcrn/ vnd Danck- opffcrn. Vnd Mose sagt den Kindern Israel alles was jm der HERR gebottcn hart. Vor» Gelübden/wennste müsse« gehalten würden/over nicht. Nd Mose redet mtt den Fürsten der Stäme der Kinder Gelübde Wael/vnd sprach: Das ists/das der HERR gcbottcn hat. Wenn je- b dem HERRN ein Gelübd thut/ oder einen Eyd schwerct/ daß er seine Seele verbindet/Der sol sein wort uichtschwächen/sondern al- les thun/wic cs zu fernem Munde ist außgcgangcn. Wenn ein Weibsbild dem HERRN ein Gelübd thut/vnd sich verbindet/weil sie in ires Vatters hause/vnd im Magthumb ist/ Vnd jr Gelübde vn Vcrbündnrß/ das sie thut vber" jrc Scele/kompt für jren Vattcr/vnd er schweiget dazu/ So gilt alle jre Gclübd/vnd alle jre Vcrbündniß/dcß sie sich ober jre Seele verbunden hat: Wo aber ^ve7"fNn/od» jr Vatter wehret deß tags wen ers höret/ So gilt kein Gelübd noch Verbündniß/deß sonst Äa« >"7hu7 sie sich vber jre Seele verbunden Hat/Vnddcr HERR wirtjr gncdigscyn/wciljr znv!enstAaßUcl Vatter jr gcwchret hat. Hat sie aber einen Mann/vnd hat ein Gelübd auff sr/ oder cmferet jr auß jren Lippen cur vcrbündniß vber jre Secle/vnd der Mann hercts/ vnd schweiget desselben " tagcs stille/ So giltst gelübd vnd vcrbündniß / deß sie sich vbcr jre Seele verbunden 2 hat. Wo aber jr Mann wehret deß tagcs wenn ers höret/so ist jr gelübd loß/das sie auff jr hat/vnd dasvcrbündniß das st außjrcn Lippen entfahren istvberjre Seele/ Vnd der HERR wirt jr gnädig seyn. Das Gelübd einer Wittwen vnd verstossenen/alles wcß sie sich verbindet vber steSeele/dasgiltauffjr. Gelübde E^.Lnn jemands Gesinde gelobt/oder sich mit einem §yde verbindet vber settie dcß Gcsmbs. ^r^ZSecte/vnd der Haußhcrr hörets/vnd schwelget dazu/vnd wehretö nicht/So M alle dassclb Gclübd/vn alles weß sie sich verbunden hat vbcr seine Seele. Machte aber der Haußhcrr deß tagcs loß / wenn ers höret/ so gilts nichts was auß seinen Lip¬ pen gegangen ist/ das es gelobtoder sichverbundcn hat vbcr seine Scclc/denndcr Haußhcrr hats loß gemacht/vnd der HERR wirt jm gnädig scyn. Vnd alle Gelübd vnd Eyde zu verbinden den Lcib zu casteyen/mag der Haußhcrr krcfftigen odcrschwe- , chcn/ also / wenn er dazu schweiget von einem tage zum andern / so bekräfftigct er alle sein Gelübd vnd Verbündniß/die es auffsm hat/darumb daß er geschwiegen hat deß tagcs da ers höret. Wirt ers aber schwechcn nach dem ers gehöret hat / so sol er die rms- fethat tragen. Das sind die Sahunge/die der HERR Mose gebotten hat/zwischen Mann vnd Weib / zwischen Vatter vnd Tochter/ weil sie noch cm Magd ist in stes Vatters Hause. O. ij Die Israel sigt wider die liil.BG XXXl.Lap. ° xxxi.Lap. Dr'eRlttderIsrael streiten vud stgen wider die MrDlaniter/erschlagen alles was MLnnlrch/mttlampt »reo fünffRönigen. Bileam wert auch erschlagen. Von austchellung ver Benke. Midianiter erwürget/rc. Könige der Midiantttmf. Nd der HERR redet mit Wose/vnd sprach: Räche die Kinder Israel an den Midianitern / daß du darnach dich sam- HW lest zu deinem Volek. Da redet Mose mit dem Volck/ vnd sprach: Rüstet vnter euch Leute zum Heer wider die Midianiter / daß sie - dm HERRN rechen an dm Midianitern/AußjeglichemStam tausend/daß ir auß allen Stämmen Israel in das Heer schickt. Vud sie namen auß den tausenden Israel ja tausend eins Stamms/zwölff tausend gerüstet zum Heer. Dnd Möse schickt sie mit Pinchas/ dem Son Eleasar/ deß Priesters / ins Heer / vnd die heilige Kleider/vnd die Halldrometen in seine Hand. Vnd sie führeten das Heer wider die Midianiter/wie der HERR Mosegebottm hatte/vnd erwürgeten alles was Männlich war. Dazu die Könige der Midianiter crwürgeten sie sampt iren erschlagenen/ Ncmlich/Eui/ Rckem/Iur/Hur vnd Reba/ die fünff Könige der Midianiter/Bilcam/ den Son Beor / erwürgeten sie auch mit dem Schwert. Dnd die Kinder Israel namen gefangen die Weiber der Midianiter vnd ireKinder/allejrDieh/alleire Habe/vnd alle ireGüter/raubcten sie. Dnd ver¬ brannten mit Feuwer alle jre Statte h er Wohnung/vnd alle Bürge. Dnd namen allen Raub/vnd alles was zu nemmen war/bcyde Menschen vnd Dich/vndbrachtenszu Mose vndzuEleasardempriester/vndzuder Gemeine der Kinder Israel/Nemlich/dtegefangenen/vnd das genommen Vieh/vnd dasgcrattbt Gut/ins Läger auff der Moabiter gefilde / das am Jordan ligt gegen Jeriho. Dnd Mose vnd Eleasar der Priester/vnd alle Fürsten der Gcmeine/gien gen inen entgegen hinauß für das Läger. Mose ward zornig vber die Häuptleute deß Heers/die Häuptleute vber 8 AHtausmd vnd hundert waren/ die auß dem Heer vnd streit kamen / vnd sprach zu inen: Warumb habt ir alle Weiber leben lassen i Sihe / haben nicht dieselben Bileäs recht/ die Kinder Israel durch Bileams raht abgewendet sich zu versündigen am HERRN vber dem Peor/ vnd widerfuhr eine Plage der Gemeine deß HERRN (So erwürget nun alles was Männlich ist vnter dm Kindern/vnd alle Weiber die Männer erkant vnd beygelegm Habm/Aber alle Kinder die Weibsbilde feind/vnd nicht Männer er¬ kannt noch beygelegm haben / die laßt für euch leben. Dnd lägert euch äusser dem Läger siben tage/ alle die jemand erwürget oder die erschlagene angerürt haben / daß jr euch entmündiget am dritten vnd sibcnden tage/sampt denen die jr gefangen genom¬ men habt.Dnd alle Kleider vnd alle gerehte von Fellm/vnd alles Beltzwerck/vnd al¬ les hültzen gefäss/solt jr emsündigm. Dnd Eleasar/dcr Priester/sprach zu dem Kriegßvolck/das in streit gezogen war/ Das ist das Gesetz/welchs der HERR Mose gebottm hat/ Gold/Silber/Ertz/Eism/ An vnd Bley/vnd alles was das feuwer leidet/soltjr durchs feuwer lassen gehm/vnd reinigen/daß mit dem Sprengwasser entsündigct werde: Aberalleswas nichtfcu- Lemt wer leidet/soltjr durchs wasser gehen lassm/vndsolteuwere Kleider waschen am si¬ bcnden tage/sowerdetjrrein/ Darnachsoltjrins Lagerkommen. Nd derHERRredetmitMosc/vnd sprachÄim die Summa deß räubs der ge- DiePrie AHfangncn/beide an Menschen vn Dieh/du vn Eleasar der Priestcr/vn die Ober- ^b^sten Vatter der Gemeine/ vnd gib die hclffte denen/die ins Heer auß gezogen Z" -E v-v feind/vn die Schlacht gethan haben/ vn die ander hclffte der Gemeine. Vnd solt dem ' HERRN Heben von dm Kriegßleuten die ins Heer gezogen setnd/ja von fünff hun¬ dert eine Seele /bcyde an Menschen/ Rindern/ Eseln/ vnd Schafen/ von jrcr hclffte soltn Mßöeme. Aost. xxxi.Lap. soltu cs nemmen/vttd den; Priester Eleasar geben zur Hebe dem HERRN / Aber von der helffte der Kinder Isracl/soltu ja von fünsstzigcn nemmen ein stück guts / bcyde an Menschen/ Rindern/ Eseln/ vnd Schafen / vnd von allem Vieh/ vnd sotto den Lern¬ ten gcben/die der Hut warten/ der Wohnung deß HERRN. Vnd Mose vnd Eleasar/der Priester/ thcten wie der HERR Mose gebotten hat¬ te. Vnd cs waren der vbrigen Außbcute / die das Kriegßvolck geraubet hatte/scchß mal hundert vnd fünffvnd sibcntzig tausend Schafe / zwey vnsibcntzig tausend Rin¬ der/ ein vnd sechtzig tausend Esel. Vnd der Wcibsbitde die nicht Männer crkant noch bcygelcgen hatten/zwcy vnd dreyffig tausend Seelen. Vnd die helffte/die denen/so ins Heer gezogen waren/ gehort/war an der zal drey hundert mal vnd stben vnd dreyffig tausend/ vnd fünffhundert Schafe/ Davon wurden dem HERRN sechst hundert/fünff vnd sibcntzig Schafe. Item/sechst vnd dreyffig tausend Rmder. Davon wurden dem HERRN zwey vnd sibentzig. Item/ dreyffig tausend vnd fünffhundert Esel / Davon wurden dem HERRN ein vnd sech¬ tzig. Item/Menschen Seelcn/sechtzehe tausend Seelen / Davon wurden dem HER¬ REN zwo vnd dreyffig. Vnd Mose gab solche Hebe deß HERRN dem Priester Elca- sar/ wie jm der HERR gebotten hatte. v Mer die ander helffte/die Mose den Kindern Israel zutheiletvondenKriegß- leuten/nemlich/die helffte der Gemeine zustendig / war auch drey hundert mal vnd si- ben vnd dreyffig tausend/vnd fünff hundert Schafe/sechß vnd dreiffig tausend Rin- der/dreyssig tausend vnd fünff hundert Escl/ vnd sechtzehen tausend Menschen See¬ len. Vnd Mose nam von dieser helffte der Kinder Israel/ ja ein stück von fünsstzigcn/ beyde deß Viehs vnd der Menschen/vndgabödcnLeuiten/die der Hut warteten an der Wohnung deß HERRN/wie der HERR Mose gebotten hatte. Nd es traten herzu die Häuptleute vber die tausend deß Kriegßvolcks/nemlich/ ^Hdie vber tausend vnd vber hundert waren/zu Mose/ vnd sprachen zu jm: Deine Knechte haben die Summa genomcn der Kriegßleute/ die vnter vnscrn henden gewesen sind/vnd fehlet nicht einer/Darumb bringen wir dem HERRN Gcschencke/ was ein jeglicher fanden hat von güldenem gcrchte/ ketten/ armgestchnmde/rmac/oh- reurincken/vnd spangcn/daß vnser Seelen versühnet werden für dem HERRN. Vnd Mose nam von jnen/sampt dem Priester Elcasar/das Golt allerlei) Ge- rehts.Vnd altes Golts Hebe/daß sie dem HERRN hubcn/war sechtzehen tausend vnd siün hundert vnd fünfftzig Šekel/ von den Häuptleutenvbcr tausend vnd hundert/ Denn die Kriegßleute hatten geraubt ein jeglicher für sich. Vnd Mose mit Eleasar dem Priester nam das Gold von den Häuptleuten vber tausend vnd hundert/vnd brachtens in die Hütten deß Stiffts/ zum gedächtntß der Kinder Israel für dem HERRN. XXXII.Lap. Die Riuder Ruben vnd Gab bitten Mose vmb das Land Gilead disscic deß Iorvans/vnd Mose glbr es ,nen/vnd dem halben Stamme Manasse/auffgedmge. Je Kinder Ruben vnd dre Kinder Gad hatten sehr vrel Vieh/vud sahen das Land Iacscr vnd Gilead an für bequeme btt/enmndas stctte zu jrcmVtth/Vnd kamen/vnd sprachen zu Mose vnd zu dem lair- Mead. Prrcster Eleasar/vndzu den Fürsten der Gemeine : DasLand A- ; noch / Drbon / Iacser/ Nrmra/Hesbon/E ieale/Seban/Ncbo vnd Beon/das der HERR geschlagen hat für der Gememe Ifracl/lst bequeme zum Vieh/ Dndwlr/dcme Kncchtc/Habcn Vieh. Vnd sprachen weiter: Haben mr gnade für dir stunden / So gib diß Land deinen Kncchtcn zu cygen/ so wollen Mr nicht vber dm Jordan ziehen. Q iij Mose Dost IIII.WG XXXll.Lap. glbt ?!! Öse sprach zu /nen: Euwere Brüder sollen in streit ziehen / vnd fr Welt hie blei- vnd og^d-n" tz-Mbcn e Marumb wacht /r der Kinder Israel hertzen wendig / daß sie nicht hinü- Retter»/»- o^berziehenindasLand/ das inen der HERR geben Wirte Also theten auchem were Vättcr/ da ich sie außsandte von KadesBarnea/das Land zu schauwen/vnd da sie hinauff kommen waren biß an den Bach Escol / vnd sahen das Land / machten sie das Hertz der Kinder Israel wendig / daß sie nicht in das Land wolten / das /mn der HERR geben wolt. Vnd deß HERRN Zorn ergrimmet zur selbigen zeit/vnd schwur/vn sprach: Diese m» «4» LeMe/dieauß Egypten gezogen sind/von zwcntzig jaren/vnd drüber/sollen /a das Land nicht sehen/das ich Abraham/Isaac vnd Iacob/gcschworen habe/darumb/daß Lalcb. sie mir nicht treuwlich nachgefolgct haben/aussgcnomen Kalcb/den Son Iephunne/ Josua, deß Kcnisitcrs/vnd Josua/ den Son Mn / Denn sie haben dem HERRN treuwlich nachgefolgct. Also ergrimmet deß HERRN Zorn vber Israel / vnd ließ sie hin vnd her s in der Wüsten ziehen viertzig /ar/ biß daß ein ende ward alle deß Geschlechte/das vbek gethan hatte für dem HERRN. Vnd sihe/ /r seyt auffgetretten aneuwrer Vätter statt/daß der Sündiger desto mehr seyen/vn /r auch den zorn vnd grim deß HERRN noch mehr macht wider Israel: Denn wo /r euch von /m wendet/ so wirt er auch noch länger sie lassen in der Wüsten/Vnd /r werdet diß Volck alles verderben. (Ai^A traten sie herzu/vnd sprachen: Wir wöllen nur Schafhürten hie bauwett c^Dfür vnser Vich/vnd Stätte für vnser Kinder.Wir aber wöllen vnsrüsten fom an für die Kinder Israel/ biß daß wir sie bringen an iren ort. Vnser Kinder sollen itt den verschlossenen Stätten bleiben/vmb der Eynwohner willen deß Lands.Wir wöl¬ ken nicht heim kehren/biß die Kinder Israel eynnemmcn ein /eglicher sein Erbe. Denn wir wöllen nicht mit /neu erben /enseit deß Jordans/ Sondern vnser Erbe sol vns dis- seit deß Jordans gegen dem Morgen gefallen scym ß-^^Qsesprach zu /nen:Wenn /r das thun wolt/daß fr euch rüstet zum streitfür o^Mdem HERRN/So ziehet vber den Jordan für dem HERRN/wer vnter euch o^gerüst ist/biß daß er seine Feinde außtreide von seinem Angesicht / vnd das Land vnterthan werde für dem HERRN/Darnach solt ir vmbwendcn / vnd vnschül- dig seyn dem HERRN / vnd für Israel/ vnd solt dlß Land also haben zu eygen für dem HERRN: Wo /r aber nicht also rhun wolt/ Sihe/ so werdet /r euch an dem HERRN versündigen / vnd werdet cuwer Sünden innen werdcn/wenn sie euch finden wirdt. So bauwet nun Stätte für euwere Kinder/ vnd Härten für euwer Vieh / vnd thut was irgercdt habt. Die Kinder Gad/vnd die Kinder Rubm/sprachen zu Mose: Deine Knechte sol¬ len thun wie mein Herr gebotten hat. Vnsere Kinder / Weiber/ Habe/vnd alle vnser Vieh sollen in den Stätten Gilead scyn/Wirabcr/deine Knechte/wöllen alle gerüst zum Heer in den streit ziehen für dem HERRN/wic mein Herr gcrcdt hat. Da gebot Mose/rer halben dem Priester Elcasar/vnd Josua/dem Son Nun/ o vnd den öbersten Vättern der Stämme der Kinder Israel/vnd sprach zu /nen: Wenn ^»4- die Kinder Gad vnd die Kinder Ruben mit euch vber den Jordan ziehen/alle gerüst zum streit für dem HERRN/vnd das Land euch vnterthan ist/So gebet /nen das Land Gilead zu eygen: Ziehen sie aber nicht mit euch gerüst/So sollen sie mit euch er¬ ben im Lande Kanaan. Die Kinder Gad vnd die Kinder Ruben antworten/vnd sprachen: Wie der HERR redet zu deinen Knechten/ so wöllen wir thun. Wir wöllen gerüst ziehen für dem HERRN ins Land Kanaan/vnd vnser Erbgut besitzen diffeit deß Jordans. AlLso gab Mose den Kindern Gad/vnd den Kindern Ruben/vnd dem halben De«, HAStamnr Manasse/deß SonsIoseph/ das Königreich Sihon / deß Königs der Amoriter/vnd das Königreich Og/deß Königes zu Basan/das Land sampt den Su tten in dergantzen Grentze vmbhcr. Da bauweren die Kinder GadDtbon/ Atharoth/ Uepsen Msc. XXXIII.Lap. 94. d-^s Acharoth/ Aroer/ Atroth/Sophan/Zacser/Zegabeha/ Bethnimra vn Betharan/ Äxten i«s verschlossen Stätte vnd Schafhürten.Die Kinder Ruben bauwetcn Hesbon/Elea- E le/Kiriathaim/Nebo/BaalMeon/vnd änderten die Namcn/vnd Sibama/vnd ga¬ ben den Stätten Namen/ die sie bauweten. Machir. Vnd die Kinder Machir/dcß Sons Manasse/gicngen in Gilead /vnd gewon- nens/vnd vertrieben die Amoriter die drinnen waren. Da gab Mose dem Machte/ Zair. dem Son Manaffe/ Gilead/vnd er wohnet drinnen. Zair aber/ der Son Manaffe/ Nobah- gieng hin/vnd gewan ire Dörffer/vnd hieß sie HauothZair. Nobah gieng hin/vnv gcwan Knath mit sren Töchtern/ vnd hieß sie Nobah/nach seinem Namen. xxxm.Lap. Er;rh!nng der ganyen Rexse vttd LLger der Rinder Israel auß Sgypten / biß an« Lan» Lanaan. Dem Volck wirr geborken/wenn sie ln« Land Canaan kamen/ alte Einwohner rv ver, rretben/vnd das Land durcy da« Laß aoßrmheüen. As sind die Repsen der Kinder Israel/die ausi Egypten Di- Rechn 5"'-" LxMVZM land gezogen sind nach Irem Heer/durch Mosen vnd Aaron. Änd Mose beschreib ircn Auszug/wie sie zogen/ nach dem befehl dcß HER- rk-r>.'-. RCN/vnd sind nemlich diß die Reysm ircs Zugs: Sie zogen auß von Raeniscs am fünfftzehenden tag deß ersten Monden/ deß andern tags der Ostern/ durch ein hohe hand/daß alle Egypter sahen/Vnd begruben eben die Er- sregcburt/ die der HERR vnter sncn geschlagen hatte/Denn der HERR hatte auch an lrcn Göttern gcrichte geübt. Als sie von Raemscs außzogen/lägerten sie sich in Suchoth.Vnd zogen auß von Suchoth/vnd lägerten sich in Etham/welchs ligt an dem ende der Wüsten. VonE- tham zogen sie auß/vn blieben im grundt Hahiroth/welches ligt gegen DaalAphon/ vnd lägcrten sich gegen Migdol. Don Hahirothzogen sieauß/vnd gicngen mitten durchs Meer in der Wüsten/vnd reyseten Vrcytagreyse in der Wüsten Etham/vnd lägcrten sich mMarah.Von Marah zogen sic auß/ vnd kamen gen Elim / darin wa¬ ren zwölff Waffcrbrünnen/vndsibentzig Palmcn/vnd lägcrten sich daselbst. sxsv. .7 ,,. Don Elim zogen sic auß/ vn lägcrten sich an das Schilffmcer.Don dem Schilff- meer zogen sie auß/vnd lägerten sich in der Wüsten Sin.Von der WüstenSin zogen sie auß/vnd lagerten sich in Daphka.Don Daphka zogeii sie auß/ vnd lägcrten sich in Alus. Don Alus zogen sie auß / vnd lägcrten sich in Raphldim / Daselbst hatte das Dolck kein Wasser zu trincken. Don Raphidim zogen sic auß / vnd lägcrten sich in der Wüsten Sinai. 8 Don Sinai zogen sie auß/vnd lägerten sich in die Lustgräber. Don den Lustgrä- zogen sie auß/vnd lägerten sich in Hazeroch. Don Hazeroch zogen sie auß / vnd lägcrten sich in Rithma.Von Rithma zogen sie auß/vnd lägerten sich in RimonPa- rcz.VonRimonParez zogen sieauß/vndlägertensich in Llbna. Don Libna zogen sic auß/vnd lägcrten sich in Rissa. Don Riffa zogen sie auß/ vnd lägcrten sich in Ke- hclatha. Don Kehelatha zogen sie auß/vnd lägerten sich im Gebirge Sapher- Dom Gebirge Sapher zogen sie auß/ vnd lägcrten sich in Harada. Don Harada zogen sie auß/vnd lägerten sich in Makeheloth. DonMakehcloth zogen sie auß/vnd lägerten sich in Tahath. Don Tahach zogen sie auß/vnd lägcrten sich in Tharah. Don Tharah zogen sic auß / vnd lägerten sich s-ot.«- inMithka.DonMithkazogensieauß/vndlägcrtcn sich in Hasmona. Don Hasmo- na zogen sie auß/vnd lägerten sich in Moseroth. Don Moseroth zogen sie auß / vnd lägcrten sich in BmZackon. Von BneZackon zogen sie auß/vnd lägerten sich in Horgidgad. Von Horgidgad zogen sie auß / vnd lägcrten sichln Zachbacha. Don Zachbacha zogen sie auß / vnd lägcrten sich in Abrona. Von Abrona zogen sie auß/ Q riij vndlägcr- Reisen llll.NG xxxm.Lap. der Kinder ynd lägcrten sich ln Ezcongaber. Den EZeongaber zogen sie auß/vnd Werten sich in nm«. r°. Aen ins'g-läk'^ der Wüsten An/das ist/Kadcs. Von Kades zogen sie auß/vnd lägcrten sich an dem Berge Hor/an der Grcntze x. dcßLands Edom/da gieng der Priester Aaron auff den Berg Hor/nach dem befehl sti annomu» deß HERRN/vn starb daftlbst im mertzigsten jar deß außzugs der Kinder Israel anß Egoptcnland/im ersten tag deß fünfften Monden / da er hundert vnd drey vnd zwen- alter/»z. tzigjaraltwar. Vnd Arad/der König der Kananiter/dcr dawohnet gegen Mittag deß Lands Kanaan/Hörete daß die Kinder Israel kamen. Vnd von dem Berge Hör zogen sie anß/vnd Werten sichln Jalmona. Von Jalmona zogen sie auß / vnd'lagertcn sich in Phunon. Von Phunon zogen sie auß/ «. vnd lägcrten sich in Dboeh. Don Dboth zogen sie auß/ vnd lagerten sich in Igim/ am Gebirge Abarlm/in der Moabiter grentze.Von Igim zogen sie auß/vnd Werten sich in DibonGad.VonDibonGadzogen sie auß/vnd Werten sich in AlmonDibla- thaim. Von AlmonDtblathaim zogen sic auß/vnd Werten sich in dem Gebirge A- barlm gegen Nebo. Von dem Gebirge Abarim zogen sie auß/vnd Lägcrten sich in das gefilde der Moablter/an dem Iordan/gegen Ieriho.Sie lägcrten sich aber von Beth Isimoth/biß an die breyte Sittim/dcß gefildes der Moabiter. Israellol die ÄdderHERRrcdetmiLMoseindcmgcfildedcrMoabitcrandemIordange- §ynw"nerd-s lan A^gen Ieriho/vnd sprach:Rede mit den Kindern Israel/vnd sprich zu inen: Wenn des LEan vertret- den Jordan gegangen seyt in das Land Kanaan / so solt jr alle Eynwoh- ner vertreiben für euwcrn' angesicht/vnd alle jre Seulen/vnd alle jre gegoßene Bil- der/vmbbringcn/vno a ll. re Höhe vertilgen / daß jr also das Land eynnemmet/vnd drinnen wohnet/ Denn. uch hab ich das Land gcgeben/daß jrs eynnemmet. Vnd solt - LandKanaä dasLand außchcüen durchs Loßvntereuwere Geschlechte/Denen der viel ist/solt jr durchs Loß auß;»- pesto mehr zu cheilm/vnd denen der wenig ist/soltjr desto weniger zutheilen. Wie das Loß einem jeglichen daselbst felt/so sol ers habcn/nach den Stämmen jrer Vättcr. Werdet jr aber dre Eynwohner deß Lands nicht vertreiben für euwcrem ange- sicht/so werden elicb dte/so jr vbcrblciben lassct/zu dornen werden in euweren äugen/ vnd zu stacheln in euweren sciten/vud werden euch drcngen auff dem Lande / da jr in¬ nen wohnet. So Wirts denn gehen / daß ich euch gleich thun werde/was ich gedacht jnenzuchun. xxxim.Lap. Von den Grenyen deß Lands Canaan / vnd welchedasselbrge sollen außthetken. Nd der HERR redet mit Mose/vnd sprach: Gebeut L den Kindern Israel/vndsprichzujnen:Wcnnjr ins Land Kanaan Grentze kommet/so sol das Land/ das euch zum Erbtheil fettet im Lande Ka- naan/ seine Grcntze haben. Die ecke gegen Mittag sol anfahen an 2^5. der Wüsten An bey Edom/ daß euwerGrentzegegen Mittag scy vom ende deß Saltzmcers/das gegen Morgen ligt. Vnd daß dieselb Grentze sich len¬ de von Mittag hinauffgcn Akrabbim/vnd gehe durch Arrna/vnd sein ende von Mit¬ tag biß gen KadesBarnea/vnd gelange am Dorff Adar/vnd gehe durch Azmon/ vnd lende sich von Azmon an den Bach Egypti/vnd sein ende sey an dem Meer. Aber die Grentze gegen dem Abend sol diese seyn/nemlich/das grosse Meer.Das scy euwer Grcntze gegen dem Abend. Die Grcntze gegen Mitternacht sol diese seyn: Jr solt messen von dem grossen Meer an den Berg Hör/vnd von dem Berge Hör messen biß man kompt gen Ha- math/daß sein außgang scy die Grentze Jedada/vnd desselben Grentze ende gen Gi- phron/vnd scy sein ende am Dorff Enan. Das scy euwer grentze gegen Mitternacht. Vnd solt euch messen die grentze gegen Morgcn/vom DorffEnan gen ^epham. Vnd e Jos.». Deut. hettschttt.VndsollcnvntercuchsolcheFreystättescynfürdemBltttrachcr/daßdcr ^!- nicht sterben müsse der einen Totschlag gcthan hat / Biß daß er für der Gemeine fürGe- der ^eur^ Vnd die Grentze gehe herab von Sepham gen Ribla zu Ain von Morgenwerts/ Darnach gehe sie herab / vnd lencke steh auff die feiten deß Meers Kinereth gegen dem Morgen/vnd komme herab an den Jordan/daß sein ende sey das Saltzmeer. Dao sey cuwer Land mit feiner Grentze vmbher. v Nd Mose gebot den Kindern Israel/vn sprach: Das ist das Land/das jr durchs num.zr. ^HLoß vnter euch theücn solt/ das der HERR gcbottcn hat den neun Stacken vnd dem halben Stam zu gcben/Denn der Stack der Kinder Ruben/dcß Hauses jres Vatters/vnd der Stam der Kinder Gad/dcß Hauses /res Vatters/vn der halbe StarnManassc/habenjr theilgenomenAlso haben die zwen Stämme/vn der halbe Stam/jr Erbthetl dahin/diffeit deß Jordans gegen Zertho/gegen den; Morgen. der HERR redet mit Mose/vnd sprach:Das sind die Namen der Männer/ Namen dere/ I-c A^die das Land vnter euch theilen sollen: Der Priester Eleasar vnd Zosua/der son so La' v sM» Nun. Dazu solt jr nemen eines jeglichen Stacks Fürsten/das Land außzuthci- len.Vnd das sind der Männer Namen/Kalcb/der Son Iephunne/deß Stacks Zu-- da.Semuel/ der Son Ammihud/deß StamsSimeon.Elidad/der Son Khislon/ Deß StamsBenZamin.Buki/der SonZagli/Fürst deßstarns der Kinder Dan. Haniel/dcr son Ephod/Fürst deß stams der kindcr Manaffe/von den kindernZoseph. Kcmucl/der son Siphtan/Fürst deß stams der Kinder Ephraim. Clizaphan/ der son Pamach/Fürst deß stacks der kinder Scbulö. Paltiel/dcr son Asan/Fürst deß stacks der Kinder Zsaschar. Ahihud/der son Selomi/Fürst deß stacks der kindcr Asser. Pe- Dahcl/dcr son Ammihud/Fürst deß stams der kinder Naphthali. Dtß sind sie/dcnen der HERR gebot/daß sie den Kindern Israel Erbe gußthetleten im Lande Kanaan. XXXV. Lap. Von den Stätten de»: Leutten/ darunter sechß Lrexstätte stxn sotten/dahl'n Todschläger fliehen inLgen. Von vnterschetd der Todschläger. M Nd der HERR redet mit Mose auff dem Gefilde der SMe ver Moabiter/am Jordan gegen Jeriho/ vnd sprach: Gebeut den Kim LEn. i dern Israel/daß sie Den Leuiten Stätte geben von jren Erbgütern/ A daß sie wohnen mögen/dazu die Vorstätte vmb die Stätte her solt -V jr den Leuiten auch geben / Das sie in den Stätten wohnen / vnd in § den Vorstättcn jr Vieh vnd Gut/vnd allerley Thier/haben. Die weite aber der Vorstätte / die sie den Leuiten geben / sol tausend Eten äusser der Stattmauwren vmbher haben. So solt jr nun" messen aussen an der Statt von n,?gsv2h!raE! der ecken gegen dem Morgen zwey tausend Elen/Vnd von der ecken gegen Mittag/ zwey tausend Elen/Vnd von der ecken gegen dem Abend zwey tausend Elen/Vnd »cgttchcsctte de! statt vor; der ecken gegen Mitternacht zwey Lausend Elen/ das die Statt im mittclsey/ lEgMash!?ß'Enss Das sollen jre Vorstätte ftyn. Frey, Vnd vnter den Stätten/die jr den Leuiten geben werdet/sollct jr sechß Freystäkte der stmr sta», geben/daß dahineyn fliehe wer einen Todschlag gethan hat. Vber dicsclbige soltjr cE"/ru>,d/dreycc^! §os noch zwo vnd viertzig Stätte geben / Daß alle Stätte/die jr den Leuiten gebt / ftycn A fl¬ acht vnd viertzig mit jren Dorstätten. Vnd solt derselben desto mehr geben / von denen die viel besitzen vnter den Kindern Israel/vnd desto weniger von denen/ die wenig bc- nm: sitzcn/Ein jeglicher nach seinem Erbthcil/das jm zugethcilt wirt / sol Stätte den Lcui- groß odcülcm/ ten geben. ' 8 Lc^. der HERR redet mit Mose/vnd sprach: Rede mit den Kindern Israel/ vnd I Z. -' I^Aspuch zu jnen: Wenn jr vber den Jordan ins Land Kanaan komet/solt jr Stät-- O te außwchlcn / daß Frcystätte scycn / dahin fliehe der einen Todschlag vnverse- b- - KreyMtt. iiii.BuA XXXV. Lap. für Gericht gestanden sey. Vnd der Statte/die jr geben wcrdet/sollen sechß Freystätte scyn/Drcysoltjr geben dzffctt deß Jordans/ vn drey im Lande Kanaan. Das sind die sechst Freystätte/beydc den Kindern Israel/vnd den Frcmbdlingen/ vnd den Häufige- nossen vnter euch/daß dahin fliehe wer einen Todschlag gethan hatvnversehens. iO^Er jemand mit einem Elsen schlcgt daß er stirbt/dcr ist ein Todschläger/vnd sol Mutwil H^edeß tods sterbcn.Wirfft er jn mit einem stcin(damit jenrand mag gctödtct wer- Tod. den) daß er darvon stirbt/ so ist er ein Todschläger/ vnd sol deß Tods sterben. Exov.r^ Schlegt er jn aber mit einem Holtz(damit jemand mag tod geschlagen werden) daß er stirbt/ so ist er em Todschläger/vn sol deß tods sterben. Der Rächer deß Bluts sol den Todschläger zum tod bringen/ Wie er gcschlagc hat/ sol man jn wider tödtcn. Stosset erjnaust haffz/oder wirfft etwas auffjn auß bst/daß er stirbt/ oder schlegt jn durch ftindtschafft mit seiner Hand daß er stirbt/so sol erdest tods sterben der jn geschlagen hat/denn er ist ein Todfchläger/Dcr Rächer deß bluts sol jn zum tod bringen. Vnversche- Wenn erjn aber ongefchr stöffct/enfeindschafft/oder wirfft jrgend etwas auffjn ncrTodschlag. vnversthene/odcr jrgend einen stein (davon man sterben mag/vn hütö nicht gesehen) auffjn wirfft/daß er stubt/ vnd er ist nicht sein Feind/Hat jnr auch kein vbels gewölt/so o sol die Gemeine richten zwischen dem der geschlagen hat/ vnd dem Rächer deß Bluts in diesem Gericht. Vnd die Gemeine sol den Todscbläger erretten von der Hand deß Bluträchers/vnd sol jn wider kommen lassen zu der Freystatt/dahin er geflohen war/ Vnd sol dasclbs bleibcn/biß daß der Hohepriester stcrbe/den man mit dem heiligen öle gesalbethat. Wirt aber der Todschläger aust seiner Freyenstatt grcntze gehe dahin er geflohen jst/vnd der Blmrächer findet jn äusser dergrcntzescincrFrcycnstatt/ vnd schlegt jn zu tod/dcr sol deß bluts ntt schüldig scyn.Dcn er solt in seiner Freycnstatt bleiben/biß an dm kod deß Hohenpriesters/vnd nach deß Hohenpriesters tod wider zum Lande sei¬ nes Erbguts kommen. Das sol euch ein Recht scyn/bcy euwren Nachkommen / wo jr wohnet. (^A^En Todschläger sol man tödten nach dem mund zweycr Jeugen/Ein Icuge sol Straffe nicht antworten vbcr eine Seele zum tod.Dnd jr solt keine versünung ncmmen TodM. vber die Seele deß Todschlägers/denn er ist deß tods schüldig/vnd er sol deß tods ster- sem..7 's. ben. Vnd solt keine versünung ncmmen vbcr dem / der zur Frcystatt geflohen ist/ daß er wider komme zu wohnen im Lande/biß der Priester sterbe. Vnd schändet das Land nicht/darinncn jr wohnct/Denn wer Blutschuldig ist/ Blutver der schändet das Land/vnd das Land kan vom Blut nicht versünet werden das drin- gt-sse» v^n. nen vergossen wirt/On durch das Blut deß/der cs vergossen hat. Dervnrcmigtt das Land nicht/darinncn jr wohnet/darinncn ich auch wohne / Denn ich bin der HERR/ der vnter den Kindern Israel wohnet. xxxvi.Lap. Die Lrbtherl der Stämme sollen nicht durch Hexrath vnternander vermischt oder vereufferr werde«. Alaphchads Töchter. Nd die obersten Vatter der Geschlechte der Kinder Gt-ä. lead/deß Sons Machir/der Manasse Son war/von dem Geschlecht der Kinder Ioseph/trattenherzu/vndrcdetcn für Mose/vnd für den Fürsten/den obersten Vättern derKindcr Israel/vnd sprachen: Lieber -7. Herr/der HERR hat gcbotten/daß man das Land zum Erbthcil geben solt durchs Lost den Kindern Israel / vnd du mein Herr hast gebotten durch den HERRN / daß man das Erbthcil Iclaphchad/ vnsers Bruders/seinen Töchtern ge¬ ben sol/ Wen sw jemand auß den Stämmen Israel zu Weibern mmtt/ so wirt vnftrs Vatters PGM Mst-XXXVI.Lüp. 96 Alaphe- Hatters Erbtheil weniger werden/Vnd so vielsiehaben/wirtzu dem Erbtheil komm hads. peß Stams dahin sre kommen. Also wirt das Loß vnsers Erbtheils geringere Wenn denn nun das Halljar der Kinder Israel kommet/ so wirt jr Erbtheil zu dem Erbtheil deß Stams kommen/da sie sind,Also wirt vnsers Vatters Erbtheil geringere / so viel sie haben. Oft gebot den Kindern Israel nach dem befehl deß HERRN/ vnd sprach: Der comnüec-n. v^^Stam der Kinder Joseph hat recht geredt. Das ists/das der HERR gebeut ^^den Töchtern Jelaphehad/vnd spricht: Laß sie frcyen wie es jnen geftllt/Allein daß sie freyen vnter dem Geschlecht deß Stams /res Vatters/Auffdaß nicht die Erb/ thetl der Kinder Israel fallen von einem Stam zum andern / Denn ein jeglicher vn- ter den Kindern Israel sol anhangen an dem Erbe deß Stams seines Vatters. Vnd alle Töchter die Erbtheil besitzen vnter den Stämen der Kinder Israel/sollen freyen einen vordem Geschlecht deß Stams jres Vatters / Auff daß ein jeglicher vnter den Kindern Israel seines Vatters Erbe behalte/vnd nicht ein Erbtheil von einem Stam falle auff den andern/sondern einjeglicher hange au seinem Erbe vnter den Stämen der Kinder Israel. Wie der HERR Mose gebotten hatte/ so theten die Töchter Jelaphehad / Mahe/ la/Thirza/Hagla/Milca/vnd Noa/vnd frcyeten den Kindern jrer Vättern/deß Ge¬ schlechts der Kinder Manaffe/deß Sons Josephs/Also bleib jr Erbtheil an dem Stam deß Geschlechts jres Vatters. Das sind die Gebott vnd Rechte/ die der HERR gebot durch Mosen den Kindern Israel/auff dem Gefilde der Moabiter / am Jor¬ dan gegen Jeriho. Ende des; Vterdten Buchs Mose. Das c widerholt die vorigen geschichk/rc- i. Lap. MostMeltdemVolck/wss sich br'ßhermitmen verlauffen/errnnertsiever wolchaterr Vsktes/vnv ftmffer sie von wegen lrer vndanckbarkett vnd vngla»bens. L As smddic wort die Wsc> redet zum gantze Isracl/jensept dem Jordan/ M in der Wüsten auffdemgcfilde/gegendemSchilffmeer/ zwischen Paran vnd Tophel / Laban/ Hazeroth / vnb Di- sahab/eilff tagreise von Horeb / durch den weg veß Gebir- gesSeir/bißgenKadesBarnca. Vnesgeschachtmvier- tzigstcn /ar/ am ersten tage dcß eilfftcn Monden/da redet i.Februa Mose mit den Kindern Israet/alles wie jm der HERR an n- sie gebotten hatte» Nach dem er Sihon/ den König der Amoriter/geschlagen hatte/ Schon. derzuHesbon wohnete/Dazu Og/dcn König zu Basan/der zu Astharoth vnd zu Og. Edrei wohnete/jensettdeß Iordans/im Lande der Moabiter/steng an Mose außzm legen diß Gesetz/vnd sprach: Er HERR vnser Gott redet mit vns am Berge Horeb/vnd sprach: Ir seyt lang gnug an diesem Berge gewesen/weudet euch/vnd ziehet hin/ daß ir zu dem Ge¬ birge der Amoriter kommet/vnd zu allen ircn Nachbarn im gcfilde/auffBergen/vnd tu Gründen/gegen Mittag/vnd gegen dem arssuhrt deß Meers/ im Lande Kanaan/ vnozum Berge Libanon/biß an das grosse WasserPhrath. Sitze da/Ich habe euch das Land/das da für euch ligt/gegebcn/ Gehet hincyn/vnd nemmeto eyn/dasder HERR cuwrenVättern/Abraham/Isaac/vnd Jacob/ geschworen hat/ daß ers jnen vnd jrem Samen nach inen geben wolk. A sprach ich zu derselben zeit zu euch: Ich kan euch nicht allein ertragen/Denn g derHERReuwer Gotthat euchgemchret/daß irhcuwtageoseytwiedtemen- ^.^,.7. ge der Stern am Himmel (Der HERR cuwcr Vatter Gott mäche euwer noch viel tausend mehr/vnd segene euch/wie er euch geredt hat) Wie kan ich allein solche mühe vnd last vnd hader von euch ertragen ? Schaffet her weise/verständige/ vnd er¬ fahrne Leute vnter euweren Stämmcn/die wil ich vber euch zu Häupter setzen. Daantwortetjr mir/vnd spracht: Das ist cm gut ding/davon dusagest/daßdn csthunwilt. Danam ich die Häupter euwerer Stämme/weise vnd erfahrne Män- m«» R-, ner/vnd satzt sie vber euch zu Häupter/ vber tausend/ vber hundert/vber fünsstzig/vnd f/» so""^ vberzehen/vnd Amptleute vnter euwern Stälmnen. Vnd gebot cuwern Richtern Exov..s. zurselbigcnzeit/vndsprach:Verhöret euwere Brüdcr/vnd richtet recht zwischenje- derman/vnd seinem Bruder/vnd dem Frembdlmge. Keine Person solt /rim Gericht Recht anschcn/Sondern solt den kleinen hören wie den grossen/vnd für Niemands Person euch scheuwen/Den das Gerichtampt ist Gottes: Wirt aber euch eine sache zu hart Exov.-^ seyn/die lasset an mich gelangen/daß ich sie höre. Also gebot ich euch zu derselben zeit Le»"'.-.' alles was jr thun solt. A zogen wir auß von Horeb/vnd wandelten durch die gantze Wüsten (die groß grausam ist/wic ir gesehen habt)auffder Strasse zum Gebirge der Amori- ^^ter/wre vns der HERR vnser Gott gebotten hatte/vnd kamen biß gen Kades- Barnea.Da sprach ich zu euch: Ir seyt an das Gebirge der Amoriter komcn/das vns der HERR vnser Gott geben wirt/Scheda das Land für dir/das der HERR dein Gott dir gegeben hat. Zeuch hinauff/vnd nims eyn/wie der HERR/deiner Vätter Gott/dtr geredt hat. Förcht dichnicht/vnd laß dir nicht grauwen. (^^Akametjrzu mir alle/ vndspracht: Last vnsMänner für vns hin senden / die vns das Land erkunden/ vnd vns wider sagen/ durch welchen weg wrr hineyn Uose Most. I.§üp. < 97 wwerho- Ziehen sollen/vnd die stettc / da wir cynkommcn sollen. Dao gefiel mir wol/vnd nam Iwölff Män G?hT'cn!" auß euch zwölffManner/von jeglichem Stamme einen. Da dieselben weg gtengcn/ La»? lEau c vnd hinanffzogen auffdas Gebirge/vnd an den bach Escol kamen / da besahen sie es. wunden. Vnd namen der ftüchte dcß Lands mit sich / vnd brachten sie herab zu vns/vnd sage- '' tcn vns widcr/vnd sprachen: Das Land ist gut das der HERR vnser Gott vns gege¬ ben hat. Aber jr woltet nicht hinauff ziehen/vnd wurdet vngchorsam dem Munde deß HERRN euwers Gottcs/vnd murretet in euweren Hüttcn/vnd spracht: Der HERR lst vnö gram/ Darumb hat er vtts auß Egyptenland geführet/daß er vns in der A- moriter hende gebe zu vertilgen. Wo sollen wir hinauffe Vnser Brüder haben vnser Hertz verzagt gemacht/vnd gesagt: Das Volek scy grösser vnd höher denn wir/ die Stätte seyen groß/vnd biß an den Himmel vermauret / Dazu haben wir die Kinder Enakim daselbst gesehen. Mm. Ich sprach aber zu euch: Entsetzet euch nicht/vnd forchtet euch nicht für jnen. Der HERR euwer Gott zeucht für euch hin/ vnd wirt für euch streiten/ wie er mtt euch ge- than hat in Egypten für euwern augen/vnd in der Wüsten/ Da du gesehen hast wie dich der HERR dein Gott getragen hat/wie ein Mann seinen Son trcgt/ durch allen Exov. weg daher jr gewandelt habt/ biß jr an diesen ort komm seyt. Aber das galt nichts bcy euch/daß jr an den HERRN euweren Gott hettet geglaubt/der für euch her gieng/ euch die stette zu weisen/wo jr euch Lägern soltet deß nachts im feuwer / daß er euch den weg zcigete/darinnen jr gehen soltet/vnd deß tags in der Wolcken. Iosu.lch. Rom.?. Num.ro. r?. Z4- NuM.l4- O AlLs aber der HERR euwer gcschrey horet/ward er zornig/vnd schwur/vnd sprach: mm.,4 -s. ^^s sol keiner dises bösen Geschlechts das gute Land sehen/das ich jrcn Vättern zu geben geschworen habe/OnKaleb der SonIephunne/der sol es sehen/Vnd jm Wil Kateb. ich geben das Land/darauffer getretten hat/vnd seinen Kindern /darumb/ daß er trcuwlich dem HERRN gcfolgct hat. Auch ward der HERRvber mich zornig vmb euwerwillcn/vnd sprach: Dusolt auch nichthincyn kommen/AberJosua der Son Nun/dcrdeinDienerist/dersolhineynkommen/Denselbcnstercke/dennersolIsrael das Erbe außthcilcn. Vnd euwere Kinder/davon jr sagetet: Sie würden ein Raub werden/vnd euwcre Söne/die heuts tags weder gute noch böses verstehen / die sollen hineyn kommm/denselben wil ichs geben/vnd sie sollens eynnemmen. Jr aber wendet cuch/vnp ziehet nach der Wüsten/den weg zum Schilffmcer. (^^Aantwortetjr/vndsprachtzumir: Wir habcnandem HERRN gesündiget/ Wir wöllcn hinauff/vnd streiten/wie vns der HERR vnser Gott gebottcn hat. Da jr euch nun rüstet/ein jeglicher mit seinem Harnisch/vnd Waran dem/daß jr hinauffzoget auffs Gebirge / sprach der HERR zu mir: Sage jnen/ daß sie nicht hin¬ auff ziehen / auch nicht streiten/Denn ich bin nicht vnter euch/Auffdaßjr nicht ge¬ schlagen werdet für euwern Feinden. Da ich euch das sagete/gehorchtet jr nicht /vnd wurdetvngchorsam dem Munde deßHERRN/vnd wardvermeffen/vnd zöget hin auffs Gebirge. Da zogen dieAmortter auß/dieauffdemGebirgewohneten/euch entgegen/vnd jagten euch wie die Bienen thun/vnd schlugen euch zu Seir/bißgen Hanna. Da jr nun wider kämet/vnd weinetet für demHERRN/wolt der HERR euwer stim nicht hören/vnd neiget seine ohren nicht zueuch. Also blicbetjr in Kades eine lange zett. 11. Lüp. Most wrdevholet vorige Geschichte/ V?ie die Rinder Israel wider die Edomiter/Moabiter vnd Ammonlter/ nicht haben sollen kriegen. Aber Schon der Amortrer Röntg wurd/ne» in die hende gegeben. R Da wand-- Land derKinder Lsau, V. BuK 11. Lüp. Awandten wir vns/ vnd zogen auß zur Wüsten auff der straffen zum Schilffmecr/wie der HERR zu mir sagete/vnd vmb zogen das Gebirge Scir eine lange zeit. Vnd der HERRsprachzu tzZN^vW mrr:Ir habt dtß Gebirge nun gnug vmbzogen/wendet euch gegen Mitternacht. Vnd gebeut dem Volck/vnd sprich:Ir werdet durch die Grenyc euwer Brüder/der Kinder Esau/ziehen/die da wonen zu Seir/vnd sie wer- den slch für euch förchtcn/Abcr verwarct euch mit steiß/daß ir sie nicht bekriegt / Den Esa». ich werde euch jres Lands nicht einen fuß breit geben/ denn das Gebirge Seir hab ich den Kindern Esauzu besitzen gegeben. Speise solt ir vmb Gelt von inen kauffen / daß ir cffet/vnd waffcr solt ir vmbs gelt von inen kauffen/daß ir trincket.Denn der HERR dein Gott hat dich gesegnet in allen wercken deiner hende Er hat dein reisen zu hertzcn genommen durch diese grosse Wüsten/Vnd ist vicrtzigiar der HERR dein Gott bcy dir gewcscn/daß dir nichts gemangelt hat. wrr nun durch vnscr Brüder/dic Kinder Esau/gczogen waren/dieauffdem Lande ^LDGcbirgc Scir wonetcn/auff dem Wege deßgcfildes von Elath vnd Ezeonga-dcrMoak- bcr/ wandten wir vns/ end gierigen durch den weg der Wüsten der Moabiter. Da sprach der HERR zu mir: Du solt vre Moabrter nicht beleydigen noch bekriegcn/denn rch wrl dw jres Lands nichts zu besitzen gcbcn/dcnn ich habe Ar den Kindern Lotzu be¬ sitzen geben. Dre Emim haben vor zelten drirrnen gewöhnet/ das war ein groß starck Emim. vrrd hoch Volck / wie die Enakim / Man hielt sie auch für Rrsen/ gleich wie Enakmr/ Enakim, vnd die Moabiter heissen sie auch Emim. Auch woneten vorzeiten in Seir die Hori-Horiter. tcr/vnd die Kinder Esau vertrieben vnd vcrttlgeten sie für inen / vnd woneten an /rer " statt/gletch wie Israel dem Land seiner besitzung thet/ das inen der HERR gab. So macht euch nun auff/vnd ziehet durch den Bach Sared.Vnd wir zogen her- 3 durch. Die zeit aber da wir von KadesBarnca zogen / biß wir durch den Bach Sa- red kamen/war acht vnd drerssig iar/ Auff daß alle die Kriegsleute stürben im Läger/ wie der HERR inen geschworen hatte. Dazu war auch die Hand deß HERRN wlder sie/daß sie vmbkämen auß dem Lägcr/btß daß ir ein ende würde. pa alle der Kriegsleute ein ende war/daß sie stürben vnter dem Volek/ redet § c^Ader HERR mit mir/vnd sprach: Dll wirst heut durch die Grentzc der Moabiter ziehen bcy Ar/vnd wirst nahe komm gegen dtc kindcr Ammon/die soltn nit beleydigen E noch b. kriegcn/Denn ich wil dir deß Lands derkinder Amon nichts zu besitzen geben/ denn ich Habs den Kindern Lot zu besitzen gegeben. Es ist auch gcschetzt für der Risen land/md haben auch vorzeiten Risen drinnen gewonct/vnd die Amoniter heissen sie Ammo- Samesuurml.Das war ein groß starck vn hoch volck/wic die Enakim/ vn der HERR A'- vertilget sie für inen/vn ließ sie dieselben besitzen/dz sie an irer statt da wonetemGleich wie er gechan hat mit den Kindern Esau/die auffdem Gebirge Scir wonen/da er die D-n-s.z-. Horiter für inen vertilget/vnd ließ sie dieselben besitzen/daß sie da an irer statt wone- Caphthorim. ten/biß auffdicsen tag.Vnd die Kaphthorim zogen auß Kaphthor/vn vertilgcten die Auim/die zu Hazarim woneten/blß gen Gaza/vnd woneten an irer statt daftlbst. Macht euch auff/vnd ziehet auß/vnd gehet vber den Bach bcy Amon/ Sihe/tch habe Srhon den König der Amoritcr zu Hesbon in deine hende gegeben / mit seinem Lande/Heb an eynzunemen/vnd streite widerin.Heuts tags wilich anheben/daß sich für dir förchten vnd erschrecken sollen alle Völcker vnter allen Himeln/ das/ wenn sie von dir hören/inen bange vnd wehe werden sol vor deiner zukunfft. sandte ich Botten auß der Wüsten von morgenwerts zu Schon dem Koni- e <^Ä)ge zu Hesbon/mit friedüchen Worten/vnd ließ im sagen: Ich wil durch dein Schon. Land ztehen/vn d wo die straffe gehet wil ich gehen/ Ich wil weder zur Rechten noch zur Lincken außweichen. Speise soltu mir vmbs gelt verkauffen/daß ich effe/Vn was¬ ser soltu mir vmbs gelt geben/daß ich trincke.Ich wil nur zu Fuß durchhin gehen. Wie mir WeyKö- Dost. III. Lap. nigmch mir die Kinder Esau gethan haben/die zu Seir wohnen/vnd die Moabiter/die zu Ar Ns»'ch wohnen/ biß daß ich komme vber den Zordan / ins Land/ das vns der HERR vnser Israel ero- Gott gehtN Witt. rium n. Aber Schon der König zu Hesbon wolte vns nicht durchziehen lassen/Denn der HERR dein Gottverhärtetseinenmut/vndvcrstocktim sein Hertz/auff daß er jnin deine hende gebe/wie es jetzt ist am tage. Vnd der HERR sprach zu mir: Sihe/ ich hab angefangen zu geben für dir den Schon mit seinem Lande/Hebt an eynzunemen vnd Deuk-rs. zu besitzen sein Land. Vnd Schon zoch auß vns entgegen mit alle seinem Volck zum streit gen Iahza/ Aber der HERR vnser Gott gab in für vns/daß wir in schlugen mit seinen Kindern vnd seinem gantzen Volck. Vcrbam Da gewonnen wir zu der zeit alle seine Stätte/vn verbanneten alle Stätte/bey- ' de/Männer/Weiber vn Kinder/vnd liessen niemand vberbletben/On das Vieh rau- beten wir für vns/vnd die außbeute der Stätte/die wir gewonnen von Aroer an/ die am vfer deß Bachs bey Amon ltgt/ vnd von der Statt am wasser biß gen Gilead.Es war keine Statt die sich für vnsschützenkundt/derHERR vnser Gott gab vns alles für vns/ On zu dem Lande der Kinder Ammon kamestu nicht / noch zu allem das am Bach Zabok war / noch zu den Stätten auffdem Gcbirge/noch zu allem das vns der HERR vnser Gott verbotten hatte. Devt.ro. lanI/rc. ttum. ;r. Jost», »r. Devt.rs. mgrcich Si- housvnLigs durch Israel erobert. NvM.rr. Dcut.rs. Risen- land. 111. Lap. Streit vnd Slg der Rmder Israel wider cvg den Röntg zu Basan.DieRinder Ruben/Gad/vnd der halb stam Manaffe/ neinmen sren therl dissert deß Jordans. Mose kompt nicht ins verhcrssen Land/ vnd wirt an seine starr Josua verordnet dem Volck vorzvstehen/vnd das Land au ßzuthelien. Nd wir wandten vns/vnd zogen hin auff den weg zu Basan/Vnd Og der König zu Basan zochauß vns entgegen/mit Malle seinem Volckzu streiten bey Edrei. Aberder HERR sprach zu mir: Förchte dich nicht für jm/denn ich hab in vnd alle sein Volck mit seinem Lande in deine hende gegeben / Vnd solt mit im thun / wie du mit Schon dem Könige der Amoriter gethan hast/der zu Hesbon saß. Also gab der HERR vnser Gott auch den König Og zu Basan in vnser hende mit all seinem volck/ daß wirin schlugen/biß daßim nichts vberbleib. Da gewonnen wir zu der zeit alle seine Stätte/vnd war keine Statt die wir im nicht namcn/sechtzig Stätte/die gantze gegend Argob im Königreich Og zu Basan. Alle diese Stätte waren fest / mit hohen Mauwren/ Thoren vnd Rigeln/ on andere sehr viel Flecken on Mauwrcn/Vnd verbanneten sie/ gleich wie wir mit Sihon dem D-vt.ro. Könige zu Hesbon thaten. Alle Stätte verbanneten wir/beyde mit Männern/Wei- bern vnd Kindern/Aber alles Vieh vnd Raub der Statt raubeten wir für vns. 6^sLsonamenwirzu derzeit das Landauß der Hand der zweyer Könige der Amo- Hermon Weiter jenseit dem Zordan/von dem bach bey Amon an biß an den berg Hermon/ Sirios. welchen die Adoniter Sirion heissen/aber dieAmoriter heissen in Senir.Alkr Stätt v auffder ebene/vnd dasgantze Gilead/vnd dasgantzeBasan/biß gen Salcha vnd , Edrei/die Statte deß Königreichs Og zu Basan. Den allein der König Og zu Ba- ,^^"san war noch vbrig von den Riscn/Sihe/sein eisern Bette ist allhie zu Rabbath der Kinder Amnion/neun elen lang/vnd vier elen breit/nach eines Manns Ellenbogen. H^Olch Land namen wir eyn zu derselbigen zett / von Aroer an / die am Bach bey c^AArnon ligt/vnd gab das halbe Gebirge Gilead mit seinen Stätten den Rübe, Der Rubenr nitern vnd Gadditern. Aber das vbrige Gilead vnd das gantze Basan deß König, ter/GaMer/Mdch reiche Og/gab ich dem halben stamManaffe/dre gantze gegend Argobzum gantzen Basan/das heißt der Risenland.Zair der Son Manasse nam die gantze gegend Ar- gob/biß an die grentze Geffuri vnd Maachathi/vnd hieß das Basan nach seinem na- R ij men Mose komet nicht ins gelobte Land. a (Hause) Riechen oder Tempel. a dc'l^^ttsGeVott/ Lhan hat wider den Baalpeor/Denn alle die dem BaalPeor folgeten/ hat der waches HERR dem Gott vertilget vnter euch. Aber ir/ die jr dem HERRN euwerem Gott p^" Mose ermanet die Kruder Israel ;u hören vnd ;u halten das Gesetz Gottes. Die Freiheit der Todschlagcr wirr wtderholt. ^Nd nun höre Israel die Gebott vnd Rechte /dre tch^ euch lehre/daß ir sie thun solt/Auffdaß ir lebet/vnd hineyn kommet/ M vnd das Land eynnemmet/das euch der HERR euwer Vatter Gott ^«» 2 gibt. Zr solt nichts dazu thun/das ich euch gebiete/vn solt auch nichts LASr-! davon thun/ Auffdaßir ^bewaren möget die Gebott deß HERRN MmfthcnkhAm! cuwers Gottes/die ich euch gebiete.Euwere äugen haben gesehen/was der HERR ge- HERR dem Gott vertilget vnter euch. Aber ir/ die ir dem HERRN euweremGottp^^ anhienget/lebet alle heuts tags. Sihe/ich hab euch gclehret Gebott vnd Rechte / wie N"" mtr der HERR mein Gott gebottcn hat/daß ir also thun solt im Lande/dareyn ir kom men werdet/daß irs eynnemmet. So behaltets nun vnd thuts/Denn das wirt euwer weißheit vnd verstaubt seyn bcy allen Völckern/wcnn sie hören werden alle dise Gebott/daß sie müssen sagen : Ey * welche weise vnd verstendtge Leute sind das/ vn ein herrlich Volek. Denn wo ist so ein d herrtrch Volck/zu dem Götter also nahe sich thun /als der H ERR vnser Gott/ stosst Gott erhöret Unser wir in anruffenk Vnd wo ist so ein herrlich Volek/ das so gerechte Sitten vnd Gebott Psalm ,47.' Gebet psalm-47. habe/als alle diß Gesetz/das ich euch heute tages fürlegek /ß^Vte dich nun vnd beware deine Seele wol/daß du nicht vergessest der Geschicht/ D^die deine äugen gesehen haben/vnd daß sie nicht auß deinem hertzen kommen wer^wa» alle dem lebenlang. Vnd solt deinen Kindern vnd Kindskindernkund thun den tag/ da du MrNu- V. Buch lll.Qp. bentter/Gad- men/HauotMr/biß auffden heutige tag.Machir aber gab ich Gilead. Vn den Ru Hauoth Stamms Mauasse benitern vn Gaddttern gab ich deß Gtleads ein theil/biß an den bach bey Arnon/Mit- Jatr. ten nn bach der die grentze tst/vnd biß an den bach Zabok/der die grentze ist der Kinder AmonDazu das gefilde/vn den Jordan (der die grentz ist)vö Kinereth an biß an das Mer am gefilde/nemlich das Saltzmeer/vnten am berge pisga gegen dem morgen. 8^Nd gebot euch zu derselbigen zeit/vnd sprach:Der HERR euwer Gott hat euch c^diß Land gegeben eynzunemen/so ziehet nun gerüstet für euwern Brüdern den KiM>ern Israel hcr/was streitbar ist. On euwer Weiber vnd Kinder vnd Vieh(denn ich weiß daß ir viel Vieh habt) laßt in euwern Stätten bleiben/ die ich euch gegeben Habe/Biß daß der HERR euwer Brüder auch zu ruhe bringe/ wie euch / daß sie auch das Land eynnemmen/das inen der HERR euwer Gott geben wirt ienseit demIor- dan/so solt jr denn wtderkeren zu euwer Besitzung/die ich euch gegeben habe. 8^Nd^osua gebot ich zur selben zeit/vnd sprach: Deine äugen haben gesehen al- 6 c^leswasder HERR euwer Gott diesen zweyen Königen gethan hat/Also wirt Zofua. derHERRauch allen Königreichen thun /da du hin zeuchst. Förchteteuch nicht für inen/denn der HERR euwer Gott streitet für euch. A^Nd ich bat den HERRN zu derftlbigen zeit/vn sprach: HERR/HERR/Du hast Deve. r ^Aangchaben zu erzeigen deinem Knecht deine Herrligkett vnd deine starčke Hand/ Denn wo ist em Gott im Himel vnd Erdcn/der cs deinen wercken vnd deiner macht künd nachthunkLaß mich gehm/vnd sehen das gute Land iensett dem Zordan/dtß gu¬ te Gebirg vnd den LibanomAber der HERR war erzürnet auffmich vmb euwert wit- Len/vnd erhöret mich nit/ sondern sprach zu mir: Laßgnug seyn/ sage mir davon nicht mehr.Steige auffdie höhe deß bergs Pisga/vnd hebe deine äugen auffgegen dem A- bend/vn gegen' ckkl ^naeht/vnd gegen mittag/vngegen dem morgen/ vnd sche es mit augen/den du wn ü art vber Visen Jordan gehe.Vnd gebeut dem Iosua/daß er getrost vnd vnverzagt sey/denn er sol vber den Jordan ziehen für dem Volek her / vnd sol inen '4- das Land außthetlen das du sehe wirst.Also bliben wir im chal gege dem" Hause Peor, Mse DW. IIii. Lap. 99 ermanet da du für dem HERRN deinem Gott stundest an dem Berg Horeb/ da der HERR zu ?e»Ä'üU mir sagte: Versamle mir das Volck/daß sie meine wort hören/vnd lehrnen mich förch- Moltes je,, alle jr lebtag auffErden/vnd lehren jre Kinder. Exav. r-. Vnd jr trattet herzu/vttd stundet vndcn an dem Bcrge/Der Berg brannte aber biß mitten an den Himel/vnd war da finsicrmß/wolcken vn tunckel. Vnd der HERR k redet mit euch mitten auß dem fcuwer.Die stim seiner wort höretct jr/aber kein gleich- nißsähet jr äusser der stim/ Vnd vcrkürrdtget euch seinen Bund / den er euch gebot zu thun/nemlich/die zehen wort/vnd schreib sie auffzwo steinern Taftln.Vnd der HERR Ens gebot mir zur selbigen zeit/daß ich euch lehren solt Gebott vnd Rechte/ daß jr darnach thctet im Lande/dareyn jr ziehet / daß jrs eynnemet. Ewv r° So bewaret nun euwer Seelen ivol/Denn jr habt kein glcichniß gesehen deß ta- Bilder ver- gcs/da der HERR mit euch redet auß dem feuwer auffdem berge Horeb/ Auff daß jr euch nicht verdcrbct/vnd macht euch jrgcnd ein Bild/das gleich scy cinemMan oder Wcib/oder Vieh auffErden/oder Vogel vnter dem Huncl/ oder Gewürm auff dem Landc/oder Fisch im wasser vnter der Erden. Daß du auch nicht deine äugen auffhe- bcst gen Himel/vnd sehest die Sonne vn dcn Mond/vnd die Sterne/ das gantz Heer deß Himels/vnd fallest ab/vnd betest sie an vnd dienestjnen/ welche der HERR dein Gott verordnet hat allen Völckern vnter dem gantzen Himmel. Euch aber hat der HERR genommen/vnd auß dem eisern Ofen/nemlich auß §- Frael Got- Lrov gyptcn/geführt/daß jr sein Erbvolck solt seyn/wie cs ist an disem tag. Vnd der HERR «Erbv^. De»" war so erzürnet vber mich/vmb euwcrs thuns willen/ Daß er schwur/ ich solt nit vber den Jordan gehen/noch in das gute Land komen/das dir der HERR dem Gott zum Erbthcil geben wirt/sondern ich muß in diesem Lande sterben/vnd werde nit vber den Jordan gchen/Ir aber werdet hinüber gchen/vnd solch gut Land eynnemmen. So hütet euch nun/daß jr deß Bunds deß HERRN cuwers Gottes nicht vergeß Äbrerr. cr aut euch gemacht har/vnd nicht Bilder machet eimcherlcy gleichniß/wie derHERR dein Gott gebotten hat. Denn derHERR dein Gott ist em verzehrend Feuwer / vnd ein eyfferiger Gott. lr "un Kinder zeuget/vnd Kindskinder/vnd im Lande wonet/vnd verder- ^ram euch/vnd macht euch Bilder einichcrlcy gleichniß/ daßjr vbcl thut für dem Leutt. HERörN euwcrm Gott/vnd jrjtt erzürnet/ So ruffe ich heuts tagsvber euch zu zeu- gen Himel vnd Erden/ Daß jr werdet bald vmbkommen von dem Lande / in welches jrgchetvberdenZordan/daßjrs eynnemmet/Zr werdet nit lang drinnen bleiben/ sondern werdet vertilget werden. Vnd der HERR wirt euch zcrstreuwen vnter die Dölcker/vnd werdet cm geringe Pöbel vbrigseyn vnter den Heyden/dahin euch der HERR treiben wirt. Daselbst wirstu dienen den Göttern/ die Menschen hende wcrck sind/holtz vnd stein/dte weder sehen noch hören/ noch essen noch trincken. .. Wenn du aber daselbst den HERRN deinen Gottsuchen wirst/So wirstu jn fin- ^crheff- h^n/wo du jn wirst von gantzem Hertzen/ vnd von gantzer Seelen/ suchen. Wenn du geängstet seyn wirst/vnd dich treffen werden alle diese ding in den letzten tagen/so wir¬ st» dich bekeren zu dem HERRN deinem Gott/vnd seiner siime gehorchen. Denn der HERR dein Gott ist ein barmhertziger Gott/er wirt dich nicht lassen noch verderben/ wirt auch nicht vergessen deß Bunds den er deinen Vättern geschworen hat. Gottes ^^Enn frage nach den vorigen zeitcn/die vor dir gewesen sind/von dem tag an da WolchE Gott den Menschen auffErden geschaffen hat/ von einem end deß Himels zum ' andern/Ob je ein solch groß ding geschehen/oder deßgleichen je gehört sey/Daß ein Exod.l-. Delck Gottes stim gehört hab auß dem feuwer reden/wie du gehört hast/ vnd dennoch Lebest? Oder ob Gottversucht hab hineyn zu gehen / vn jm ein volck mitten auß einem volckzu nemcn/durch versuchung/durch zeichen/durch wunder/ durch streit/ vn durch ein mechtige hand/vn durch einen außgereckten arm/vn durch sehr schreckliche thaten/ - wie das alles der HERR cuwer Gott " für euch gcthan hat in Egypte für deine äugen. R iij Dir UttN- V. Bus IIII. Lap. stätte. Du hasts geschen/Auffdaß du wissest daß der HERR allein Gott ist / vnd keiner mchr.Vom Hinrel hat er dich seine stime hören lassen/daß er dich züchtiget/ Vnd auff^ Erden hat er dir gezeiget sein grosses feuwer/vnd seine wort hastu auß dem fcuwer ge- v höret/ Darumb/ daß er deine Vätter geliebet/ vnd jrcn Samen nach inen erwehlct v . hat.Vnd hat dich außgeführt mit seinem "Angesicht/durch seine grosse krafft auß E-^ u--r gypten/Daß er vertriebe für dir her grosse Völcker/vnd stcrcker denn du bist/vnd dich lumna. htneyn brechte/daß er dir ir Land gebe zum Erbtheil/Wic es heute tages stehet. So soltu nun heuts tags wissen vnd zu hertzcn nemmen/daß der HERR ein Gott Hott, ist oben im Himmel/vnd vntenauff Erden/vnd keiner mehr/Daß du haltest seine Dem.rs. Rechte vnd Gebott/die ich dir heute gebiete / So wirt dirs vnd deinen Kindern nach dir wolgehen/das dein leben lang wäre in dem Lande/das dir der HERR dein Gott gibt ewiglich. Drcy Frey- sönderte Mose drey Statte auß icnseit dem Iordan/gegen der Soffen auff- num.?,. stätcc. ^^'gang/Daß daselbst hin flöhe wer seinen Nehcstcn tod schlegt vnversehens/vnd im vorhin nit feindt gewesen ist/der sol in der Stätte eine fitehen/daß er lebendig blei¬ be. Bezer in der Wüsten im eben Lande vnter den Rubcnitern /vnd Ramoth in Gi¬ lead vnter den Gadditern/vnd Golan in Basanvnter den Manasitcrn. ^^^As ist das Gcsctz/das Mose den Kindern Israel fürlegte/Das ist das Jeugniß (^^vndGebott vnd Rechte/die Mose den Kindern Israel sagte/da sieauß Egy¬ pten gezogen waren jenseit dem Jordan/im thal gegen dem Hause Peor/im Lande Sihon/deß Königs der Amoriter/dcr zu Hesbon saß/den Mose vnd die Kinder Is¬ rael schlugen/da sie auß Egypten gezogen waren/ vnd nam sein Land cyn. Dazu das Land Og dcß Königs zu Basan / der zweycr Könige der Amoriter/ die jenseit dem Jordan waren gegen der Sonnen auffgang/Von Aroer an/ welche an dem vfer ligt deß Bachs bcy Amon/biß an den berg Sion/das ist der HermomVnd alles Blach- ftlv jenseit dem Jordan gegen dem auffgang der Sonen/biß an das Meer im Blach- ftld vnten am berge Pisga. V.L7wo?7 als Vnd solt sie vber deines Hauses Pfosten schreiben/ vnd an die thore. H'77?n,ch!"nan O^äEnn dich nun der HERR dein Gott in das Land bringen wirt/das er deinen N^Vättcrn/Abrahanr/Zsaac vnd Zacob/geschworen hat dir zu gcbcn/groffe vnd wc> cs wtrt/vnd he,s- StäLLe/die du nicht gcbauwct hast/vn Heuser alles gute voll / die du Nicht gefül- Jos» »4. ücbc"?Mo nE 7 ltt hast/vnv außgehauwcne Brünlien/ die du nicht außgehauwen hast / vnd Weitt- berge viid ölberge / die du nicht gepflantzt hast / daß du essest vnd satt wirst/ So hüte 6 v»krcff«g/x. dich/daß du nicht deß HERRN vergcffest/dcr dich auß Egyptenland auß dem Dienst A^b-4. hauß geführet hat/ Sondern solt den HERRN deinen Gott förchten/vnd /ur dienen/ vnd bey seinem Namen schweren. Vnd solt nicht andern Göttern Nachfolgen der völ- cker/die vmb euch her sind. Denn der H ERR dein Gott ist ein eyffcrigcr Gott vnrcr dir/ Daß nicht der zorn deß HERRN deines Gottesvber dich ergrimme/ vnd vertil¬ ge dich von der Erden. Zr solt den H ERRN euwern Gott nicht versuchen/wie jr jn versuchtet zu Massa/ Exov.^ Sondern solthalten die Gebott deß HERRN euwersGottes/vnd seine Jeugniß vnd rnärcd'4. seine Rechte/die er gebottenhat/Daßdu thust was recht vnd gut ist für den äugen deßHERRN/auff daß dirs wolgehe/vnd eyngehest vnd eynnemest das gute Land/ das der HERR geschworen hat deinen Vättern/daß er verjage alle deine Feinde für dir/wie der HERR geredt hat. O^Enn nun dich dein Son heut oder morgen fragen wirt / vnd sagen: Was sind ^,,6 EH^das für Jeugniß/Gebott vnd Rccbte/die euch derHERR vnser Gott gebotten A hatk So soltit deinern Son sagen: Wir warm Knechte deß Pharao in Egypten/ vnd derHERR führetvnsattßEgypLenmitmechtigerhattd/Vnd derHERR thet groffeec». vnd böse Zeichen vnd Wunder vber Egypten vnd Pharao/vnd alle seinem Hause/ für vnsern äugen. Vnd führet vns von dannen/auffdaß er vns eynführet/vnd gebe vns das Land/das er vnsern Vättern geschworen hatte. Vnd hat vns gebotten der HERRZu thun nach allen diesen Rechten/ daßwir den HERRN vnsern Gott fürch¬ ten / Auff daß vns wolgche alle vnser lcbtage / wie es gehet hcuts tages. Vnd es wirt vnser gcrcchtigkeit seyn für dein HERRN vnserm Gott/ So wir halten vnd thun alle diese Gebott/wie er vns gebotten hat. VII. Lap. Die Rinder Iftas!/wenn sie ins verbeissen Land kommen / sollen keine gsmsinschaffr mit vemselbigen Volck haben / alle sre Abgörrcr^y vertilgen/ sich an Gottes Gesetz halten/ so wlrvt inen der HERR auch bexstehen/vnd vber/nen halten. Enn dich derHERR dein Gott insLand önngt/davL ckerfürdir her/die Hethiter/ Girgositcr / Amoritcr/ Kananiter/ Pheresiter/Heuiter vnd Zebusiter/siben Völcker die grösser vn ster- cker sind denn du/vnd wenn sie der HERR dein Gott für dir gibt/ daß du sie schlegts/so soltu sie verbannen/daß du keinen Bund mit jnen machest/noch jncngunst erzeigest. Vnd solt dich mit jnen nicht befreunden/Euwer Töchtersolt jr nicht geben jren Sönen / vnd jre Töchter solt jr nicht ncmen euwern Sönen/ Denn sie Müel Noß. v II. Lap. sol keinen sie werden euwere Sötte mir abfellig machen / daß sie andern Göttern dienen / So Nmaci,7> wirt denn dcß HERRN Zorn ergrimmen vber euch/vnd euch bald vertilgen. Sondern also solt ir mit inen thun/Ire Altar solt jr zerreissen/jre Senken zerbre- chcn/ire Haine abhauwen/vnd ire Götzen mit feuwer verbrennen» Denn du bist ein Abgötte- hcylig Volek Gott deinem HERRN/ Dich hat Gott dein HERR erwchletzum Volck dcß Eigenthumbs/auß allen Völckern die auffErden sind.Nicht hat euch der HERR EM.,-, angenommen/ vnd euch erwehlet/ daß euwcr mehr wcre denn alle Völcker/ Denn Israel das wenigst vnter allen Völckern/sondcrn daß er euch geliebet hat/ vnd daß er M Ehlt seinen Eyd hielte/den er euwcrn Vättern geschworen hat/ hat er euch außgeführt mit t?/mchumb. nichtiger hand/vnd hat dich erlöset von dem Hauß deß Dienste/ auß der Hand Pha¬ rao deß Könige in Egypten. n ^^Osoltunuttwlssen/daßdcr HERR deinGotteinGottist/eintrenwcrGott/ Verheissung. o^Ider den Bund vnd Varmhcrtzigkeit helt/denen/ die in lieben/ vnd seine Gebott ha ltcn/in tausend glied. Vnd vergilt denen die jn haffen/für seim angesicht/ daß er sie D-M.4. ji;imbxmge/vnd seumet sich nicht/daß er denen vergelte für seinem angesicht/die jn Haffen. So behalte nun die Gebott/ vnd Gesetz vnd Rcchte/die ich dir heut gebiete/ daß du darnach thust. Vnd wenn jr diese Rechte höret/vnd haltet sie/vnd darnach thut / So wirdt der Lrov.;;. HERRdcinGott auch halten den Bundvnd Barmhertzigkeit/die er deinen Vät- tern geschworen hat/vnd wirt dich lieben vnd segnen/vn mehren. Vnd wirt die früch- tc deines Leibs segnen/vnd die früchte deines Lands/dein Getreyde/ Most vnd öl / die Früchte deiner Kühe / vnd die Früchte deiner Schafe auff dem Lande/daß er deinen Vättern geschworen hat dir zu geben. Gesegnet wirstu scyn vber allen Völckern. Es wlrt niemand vnter dir vnfruchtbar seyn/noch vnter deinem Vieh. Der HERR wirt von dir thun alle Kranckheit/vnd wirt keine böse Seuche der Egypter dir aufflegen/ die du erfahren hast/vnd wirt sie allen deinen Häffern aufflegen. Du wirst alle Völ¬ cker frcffcn/die der HERR dein Gott dir geben wirt/Du solt jr nicht schonen/vndjren Göttern nicht diencn/denn das würde dir ein strick seyn. e ^^Irstuaberin deinem hertzen sagen . Dieses Volcks ist mehr denn ich bin/Wie EH^kan ich sie vertreiben? So förcht dich nicht für jncn / Gedenck was der HERR Dem Gott Pharao vnd allen Egyptern gethanhat durch grosse Versuchung/die du mitaugcngesehenhast/vnd durch Zeichen vndWunder/durcheinemechtigeHand vnd außgcrccktem arm/damit dich der HERR dein Gott außführet. Also wirdt der HERR dein Gott allen Völckern thun für denen du dich förchtest. Ewd, 2 Dazu wirt der HERR dein Gott Hornissen vnter sie senden/biß vmbbracht wer- Tröstung, de was vbrig ist/vnd sich vcrbirgetfür dir. Laß dir nicht granwen für jnen/Denn der HERR dein Gott ist vnter dir/der grosse vnd schreckliche Gott. Erder HERR dem Gott wirt diese Leute außrottcn für dir einzelen nach einander/ Du kanst sie nicht ei¬ lend vertilgen/anffdaß sich nicht wider dich sich mehren die Thierauffdem felde.Der HERR dein Gott wirt sie für dir geben/vnd wirt sie mit grosser Schlacht erschlagen/ I<>lrr.n.ir.i;. biß er sie vertilge. Vnd wirt dir jre Könige in deine hende geben/vnd solt jren Namen vmbringen vnter dem Himel/Es wirt dir niemand widerstehen/ biß du sie vertilgest. , Die Bilder jrer Götter soltu mit feuwer verbrennen / vnd solt nicht begeren deß 2c»5n. siibers oder golds das daran ist/oder zu dir nemmen/ daß du dich nicht drinnen verfe- r>eut. r-.r/. Hcst/Denn solchs ist dem HERRN deinem Gott ein greuwel: Darumb soltu nicht in dern hauß den greuwel bringen/daß du nicht verbauet werdest/ wie daffelb ist/ Son¬ dern dusolt einen eckel vnd greuwel daran haben/denn es ist verbannet. vill.Lap. Ermanung der Gebott vnd wolthaten Gotees/auch »Iler muhe vnd widerwectigkett/daransi Gott der HERR das Volckerrettet hat/mmmermehr zu vergessen/sondern dafür danckbarzu sexn/ Mtt archangeirver dedrauwung/wo sie frembden Gottern werden dienen/ vnd sie anderen. A»« deß ersten Geöotts. Daß die Rinder Israel alles der Göttlichen güte / vnd nicht ,'rer Gerechtigkeit »der frömb-- keic solien zuschreiben / Diewell sie doch durch,rcn vnglauben/Abgötterei vnd vngehorsam/ wo! verdient/ daß sie der HERN alle hette vmbbrachr. WA Ore Israel / Du wirst Heute vöcr den Jordan gehen/ daß du eynkomest cynzunemmcn die Völcker/die grösser vnd stcrcker Vermag sind denn du/groffe Stätte/vermauret biß in den Himel / Ein großdasN WA hochVolck/die kinder Enakun/die du erkant hast/von denen du auch gehöret hast: Wer kan wider die Kinder Enak bestehen k So soltu Deur.4. wissen heute/daß der HERR dein Gott gehet für dir her/etn verzehrend Feuwer/ Er wirt s Ac Gebott/dte ich dir Heute gebiete/ solt jr Halten / daß ir darnach thut/Auff daß ir lebet vnd gemehret werdet/vnd eynkom- met/vnd eynnemmet das Land/ das der HERR euwern Vattern ge¬ schworen hat. Vnd gedenckeft alle deß Wegs / durch den dich der HERR dein Gott geleytet hat diese viertzig iarin derWüsten/auff^ daß er dich demütigte vnd versuchte/Daß kund würde/was in deinem hertzenwere/ Ob du sein Gebott halten würdest oder nit. Er demütiget dich / vn ließ dich hungern/ vnd speiset dich mit Man/das du vnd deine Vätter nie erkant Hattest/Auffdaß er dir kund thet/daß der Mensch nicht lebet vom Brot allein/sondern von allem das außmatth.4. dem Munde deß HERRN gehet. Deine Kleider sind nicht veraltet an dir / vnd deine süsse sind nicht geschwollen dich ie in deinem hertzen/daß der HERR dein Gott dich gezogen hat/wie ein Mann seinen Son zeucht. E Ohaltnun die Gebott deß HERRN deines Gottes/ daß du in seinen wegen Frucht- fürchtest in. Denn der HERR dein Gott führet dich m ein gut ^«^4 Land / ein Land da Bache vnd Brunnen vnd Seen inner; sind / die an den Bergen vnd in den Auwen flieffen/Etn Land da Weytzen/Gersten/Weinstöck/Feigenbäum/ vnd Granatöpsselinnen sind. Ein Land da Olbäum vnd Honig innen wechßt/Ein Land da du Brot gnug zu essen hast/da auch nichts mangelt/ Ein Land deß sterne Ei¬ sen sind/da du Ertz auß den Bergen hauwest.Vnd wenn du geffen hast/ vnd satt bist/ daß du den HERRN deinen Gott lobest sür das gute Land/ das er dir gegeben hat. So hüte dich nun/daß du deß HERRN deines Gottes nit vergessest / damit daß u du seine Gebott/vnd seine Gesetz vn Rechtc/dLe ich dir hem gebiete/mcht haltcst.Daß Verma- wenn du nun geffen hast/ vn satt bist/vnd schöne Hauser erbauwest/ vnd drinnen wo- nest/ vnd deine Rinder vnd Schafe / vnd Silber vnd Gold / vnd alles was du hast/ sich mehret/daß denn dein Hertz sich nicht erhebe/vnd vergessest deß HERRN deines Gottes/der dich auß Egyptenland geführct hat/auß dem Dicnsthause. Vnd hat dich geleytet durch die grosse vnd grausame Wüsten/ da feuwrige Schlangen vnd Scor- r° rr. pion/vnd eitel dürre/vn kein wasser/war/ Vnd ließ dir wasser auß dem harten Felsen gehen/vnd speiset dich mit Man in der Wüsten/ von welchem deine Vätter nichts ge¬ wußt Haben/Auffdaß er dich demütiget vn versuchet/daß er dir hernach wolthet.Du möchtest sonst sagen in deinem hertzen/Meine kreffte vnd meiner hende stercke haben mir diß-ermögen außgericht:Sondern/daß du gedechtest an den HERRN deinen Gott/denn er ifts/der dir kreffte gibt solche mcchtige Ehaten zu thun/Auffdaß er hiel¬ te seinen Bund/ den er deinen Vättern geschworen hat/wie es gehet heuts tagcs. E^Irstu aber deß HERRN deines Gottes vergessen/vnd andern Göttern nach-DM, D^)folgen/vnd inen dienen/vnd sie anbetcn/ So bezeuge ich heute vber euch / daß mmg jr vmbkommen werdet.Eben wie die Heyden/die der HERR vmbbringct für euwerm Angesicht/so werdet ir auch vmbkommen /Darumb/ daß jr nichtgehorsam seytder stimme deß HERRN euwers Gottes, Werina- Dost. lX.Lüp.-»°2 nung an wirt sie vertilgen/vnd Wirt sie vnterwerffen für dir her/ vnd Wirt sie vertreiben vnd vmbbringen bald/wie dir der HERR geredt hat. > « Wenn nun der HERR dein Gott sie außgestossen hat für dir her / So sprich ntt Nicht von in deinem Hertzem Der HERR hat mich hereyn geführt diß Land eynzunemen / vmb / sMd?7anß meiner gerechtigkeit willen / So doch der HERR dtse Hcyde vertreibt für dir her vmb ires Gottlosen wesens willcn.Denn du kompst nicht hereynjr Land eynzunemen vmb das Land vm, deiner Gerechtigkeit vnd dcinesauffrichtigcnhertzens willen/Sondern der HERR dein Gott vertreibt diese Heyden vmb jres Gottlosen wesens willcn/daß er das wort halte/das der HERR geschworen hat deinen Vättern/Abraham/Isaac vnd Jacob. Q wisse nun/daß der HERR dein Gott dir nicht vmb deiner Gerechtigkeit wil- Mose erin- diß gute Land gibt eynzunemen/ sintemal du ein halßstarrig Volek bist. Ge- 2«" Nams!!'" «xov.,7.z». dmcke vnd vergiß nicht/wie du den HERRN deinen Gott erzörnetest in der Wüsten: Von dem tage an/da du auß Egyptenland zogest/biß ir komen scyt an diesen ort / seyt jr vngchorsam gewesen dem HERRN. Denn in Horeb erzörnetet jr den HERRN/ also/daß er für zorn euch vertilgen wolt/da ichauffdcn Berg gegangen war die stei- v ncrn Tafeln zu cmpfahe/die Tafeln dcß Vunds/den der HERR mit euch macht/ vnd Krov..-,, jchmertzigtag vnd viertzig nacht auff dem Berge blerb/vnd kein Brot aß/vnd kein wasser tranck. Vnd mir der HERR dw- Zwo steinern Tafeln gab/mit dem finger Got¬ tes beschrieben/vn darauffalle wort/wie der HERR mit euch auß dem feuwer auff Ersd.zr, Sünde deß Bslcks. Exod.zr, dem Berge geredt hatte am tage der versamlunge. A^Nd nach den viertzig tagen vnd viertzig nächten gab mir der HERR die zwo stet- c^Anern Tafeln deß Bunds/vnd sprach zu mir: Mach dich auff/ Gehe eilend hin¬ ab von hinnen/denn dein Volck/das du auß Egypten geführt hast/haes verderbt/ Sie sind schnell getretten von dem Wege den ich inen gebotten habe. Sie haben inen ein gegossen Bild gemacht. Vnd der HERR sprach zu mir: Ich sehe daß diß Volck ein halßstarrigVolck tst/Laß ab vö mir/daß ich sie vertilgc/vn jren namen außtilge vnter dem Himmel/Ich wil auß dir ein stercker vnd grösser Volck machen denn diß ist. Vnd als ich mich wandte/vnd von dem Berge gieng/der mit feuwer brante/ vnd die zwo Tafeln deß Bunds auffmeinen bcyden hmden hatte/ Da sähe ich / vnd sihe/ Da hattet jr euch an dem HERRN euwennGottversündiget/daßireucheingegos- Gegossen sen Kalb gemacht/vnd bald voi» dem weg getretten waret/dcn euch der HERR gebot- ten hatte. Da fasset ich beyde Tafeln/vud warst sie auß bcyden hcnden /vnd zerbrach sie für euwern äugen. Vnd fiel für den HERRN/wic zu erst/ viertzig tage vnd viertzig nacht/vnd aß kein Brot /vnd tranck kein wasser / vmb alle euwer sünde willen/die ir e Lkum.lr.rr, Lxsv. »7« Ms- Gebet. Erod. ;r. ;4» K»M.r4. gethan hattet/da ir solches vbcl thcret für dem HERRN/in zu erzörnen. Denn ich forchte mich für dem zorn vnd grim/damit der HERR vbcr euch erzörnet war/ daß er euch vertilgen wolt / Aber der HERR erhöret mich das mal auch. AlVch war der HERR sehr zornig vbcr Aaron/daßer in vertilgen wolt/Aber ich Mxons ^Abat auch für Aaron zur selbigen zeit.Aber euwer sünde/das Kalb/das ir gemacht Sünde, hattct/nam ich vnd verbrannte mit feuwer/vnd zerschlug cs/vnd zermalmet es/ biß es Kalb, staub ward/vnd warffden staub in den Bach der vom Berge fleußt. §UVch so erzörntet jr den HERRN zu Thabccra vnd zu Massa/vnd bey den Lust- Wgräbern.Vnd da er euch auß Kades Barnca sandte/vnd sprach: Gehet hinauff/ vnd nemet das Land eyn/das ich euch gegeben habe/ Ward ir vngehorsam deß HER¬ REN mund euwers Gottes/vnd glaubtet an in nicht/ vnd gehorchet seiner stim nicht. Denn irfiyt vngehorsam dem HERRN gewest so lang ich euch gekannt habe. Da fiel ich für den HERRN viertzig tag vnd viertzig nacht/ die ich da lag/Denn der HERR sprach: Er wölteuch vertilgen. Waber bat den HERRN/vnd sprach: HERR HERR/verderbe dein Volck vnd dein Erbtheil nicht/das du durch deine grosse krafft erlöset/vnd mit nichtiger Hand auß Egypten geführet hast. Gcdencke an deine Kncchte/Abraham/Faac/vnd Jacob. Sche nicht an die hertigkeit vnd das Gottloß DM V. Buch X. Lap. Israel wesen vtid fände diß Volcks/daß nicht das Land sage/darauß du vns geführet hast/ Der HERR kundt sie nicht ins Land bringen/das erjnen geredt hatte/Vnd hat sie darumb außgeführt/daß er inen gram war/daß er sie tödtct in der WüstemDenn sie sind dein Volck vnd dein Erbcheil/das du mit deinen grossen Krefften/vnd mit dci- mm außgerecktem Arm/Hast außgcführet. X. Lap. Aerrnere erzehlungver Sünden deß Volcks/vnd daß sie dennoch Gott nicht gar verderbt/ sondern sehr gemehrer habe. V dersMgen zett sprach der HERR zn nur: Hauwe ^ Iwo steinern dir zwo steinern Tafeln wie die crsten/vnd körn zu mir auff den berg/ AAA. ^kcln- mache dir eine höltzen Laden/ So wil ich auff die Tafeln schrei- Dem./. ^4. ben die wort/die auffden ersten waren/die du zerbrochen hast/vnd" solt sie in die Laden legen. Also macht ich eine Lade vonFörnholtz/ <-> y^d hieb zwo steinern Tafeln/wie die ersten waren/vud gieng auff den Berg/vnd hatte die zwo Tafeln in meinen henden. Da schreib er auff die Tafeln wie die erste Schrifft war/ die zehen Wort / die der HERR zu euch redet auß dem ftuwer auffdem Berge / zur zeit der versamlung / vnd der HERR gab sie mir. Vnd ich wandt mich / vnd greng vom Berge/vnd Legt die Ta¬ feln in die Lade/die ich gemacht hatte/daß die daselbst weren / wie mir der HERR ge- botten hatte. A^Nd die Kinder Israel zogen auß von Beroch BneIakan gen Moser (daselbst ^Marb Aaron/vn ist daselbst begraben/Vnd sein Son Elcasar ward für /n Prie- Aaron ster) Von dannen zogen sie auß gen Gudegoda. VonGudegodagcnIathbach/emA^ Land da Bache sind.Iur selben zeit sondert der HERR den Stam Leui auß/die Lade deß Bunds deß HERRN zu tragen/vnd zu stehen für dem HERRN/im zu dienen/ vnd seinen Namen zu loben biß auffdiesen tag. Darumb sollen die Leinten kein Theil noch Erbe haben mit iren Brüdern/denn der HERR ist ir Erbe/wie der HERR dein^-'S. Gott inen gercdt hat. Ich aber stund auffdem Berge/wie vorhin/vierhig tag vnd viertzig nacht/vnd der HERR erhöret mich auch das mal/vnd wolt dich nicht verderben. Er sprach aber zu mir: Mache dich auff/vn gehe hin/daß du für dem Volck herziehest/daß sie eynkom men/vnd das Land eynnemmen/das ich iren Vättern geschworen hab inen zu geben. §WVn Israel was fordert der HERR dein Gott von dir e Denn daß du den HER- dcß c^stc» Gcbotts. M^REN deinen Gott fürchtest/ daß du in allen seinen wegen wandelst/ vnd liebest jn/vnd dienest dem H ERRN deinem Gott von gantzem hertzen / vn von gantzer See- lcn/Daß du die Gcbott deß HERRN haltcst/vnd seine Rechte/dic ich dir heute gebie¬ te. Auffdaß dirs wolgehe.Sihe/Himel vnd aller Himel Himel vnd Erden/vnd alles was drinnen isi/das ist deß HERRN deines Gottes/Noch hat er allein zu deinen Vät tern lust gehabt / daß er sie liebct/vnd hat /rcn Samen crwehlet nach incn/euch/ vber alle Völcker/wie es hcuts tags stehet. So beschneidet nun cuwers hertzen Vorhaut/vnd seytfürter nicht halßstarrig/ Hertz sol denn der HERR euwer Gott ist ein Gott aller Götter/vnd Herr vber alle Herrn / ein -^4»^ grosser Gott/mechtig vnd schrecklich/der keine Person achtet/vn kein geschenck nimpt/ vnd schafft Recht dem Waisen vnd Wittwen/ vnd hat die Frembdlingen lieb / daß er inen Spciß vnd Kleider gebe/Darumb solt /r allch die Frembdlingen lieben / denn ir r^par«l scyt auch Frcmbdlinge gewesen in Egyptcliland. Den HERRN deinen Gottsoltufürchten/smsoltu dienen /im soltu anhangcn/ vnd bey seinem Namen schweren. Er ist dein Ruhm vnd dein Gott/dcr bcy dir solche Luc" grosse vnd schreckliche ding gethan hat/die deine äugen gesehen haben. Deine Vättcr Zogen Molthat Most. XI. Lap. so Israel zogen hinab in Egypten mit sibcnhig Seclcn/Aber nun hat dich dcrHERR dein Gott gcmchrerwic die Stern amHimmel. in der wüsten empfange hat. XI. Lüp. Langle bcn. Gelobt /Land. Lent. 8. Er;el)lring der wolchrrten Gottes/so er den Rindern Israelin EAxpeenvnd tn der wüsteit bewlesen/wo sie nun Vie Gebott Gottes werden l-nlten/wtl -ne» Gotr «Ues gurs khun/wo nicht/ wil er sie nur straffe Heimsuchen. Osoltunun den HERREN deinen Gott lteöen/vnd sein Gesetze/sctne Weise/seine Rechte vnd seine Gebott/halten dein zM lebenlang. Vnd erkennet heut / daseuwer Kinder nicht wissen noch gesehen haben/ncmlich die züchtigltng dcß HERRN euwers Gottes/ seine Herrligkeit/dazu seine mechugeHand vnd außgcreckten Arm/ vnd seine Zeichen vnd Werck/die er gethan hat vnter den Egyptern/ an Pharao dem Lxod '4 Könige in Egypten/vnd an alle seinem Lande. Vnd was er an der macht der Egyptcr gethan hat/an ircn Rossen vnd Wagcn/Da er das Wasser dcß Schilfsmers vber sie führet/da sie euch nachiagten/vnd sie der HERR vmbbracht/biß auff discn rag. Vnd num i-.ro. was er euch gethan hat in der Wüsten/biß ir an diesen ort kommen scyt. Was crDa- than vnd Abiram gethan hat/dcn Kindern Eliab/deß Sons Ruben / Wie die Erde jren Mund auffthet/vnd verschlang sie mitjreni Gesinde vnd Hütten / vnd alle jrem gut/" das sie erworben hatten mitten vnter dem gantzen Israel. i„ (^^Enn cuwcre äugen haben die grossen Werck deß HERREN gesehen / die er ge- 2^-^ gclauffcu (^D than hat. Darumb solt ir alle die Gebott halten/die ich euch heute gcbiete/auff -cü" zLm Vrach!! daß jr gcsterckt werdet cynzukommen / vnd das Land eynzunemmen/ dahin ir ziehet/ Ist daß irs cynnemmet. Vnd daß du lange lebest auffdem Lande/das der HERR euwcrn Vatterngeschworenhat/inen zu geben/vnd jrem Samen/ein Land da Milch vnd f--- Honig innen fleußt. v Denn das Land da du hin komest/das eynzunemmen/ist nicht wie Egyptenland/ Gott davon ir außgezogen sei)t/da du deinen Samensäen/vnd selbst trencken mußtest/wie fmch!^ ein Kölgartcn/sondern es hat Berge vnd Auwen/ die der Regen vom Himmel trcn- Devt.-s. muß/Auffwelch Land der HERR dein Gott acht hat/ vnd die Augen deß HER¬ REN deines Gottes immerdar darauffsehen/von anfang deß iars biß ans ende. Werdet ir nun meine Gebott hören/die ich euch heut gebiete/daß ir den HERRN , . euwcrn Gott liebet/vnd im dienet/vongantzcmhertzen/vnd von gantzerSeelen/So euwerm Lande Regen geben zu seiner zeit/ Früregen vnd Spatregen / daß du ' " eynsamlest dein Getreyde/deinen Most vnd dein öl/Vnd wil deinem Vieh graß ge¬ ben auffdeinem Felde/daß ir esset vnd satt werdet. Hütet euch aber daß sich euwer Hertz mt vberreden laffe/daß ir abtrettet/vnd die¬ net andern Göttern/vnd betet sie an.Vnd daß denn der zorn deß HERRN ergrimme vber cuch/vn schlie sse den Himel zu/daß kein regen konw/ vnd die Erde ir gewächß mt gebe/vnd bald vmbkommet von dem guten Lande das euch der HERR gegeben hat. — fasset nun diese wort zu hertzen/vnd in euwere Seele/vnd bindet sie zum Ai- sti man auch c^chen auffeuwere hand/daß sie ein Denckmal für euwern äugen seyen/ vnd leh- dlcRrnder Ich m sie euwere Kinder/daß du davon redest wenn du in deinem Hause sitzest/ oder auss dem Wege gehest / wenn du dich niderlegest/ vnd wenn du auffstehest / vnd schreibe sie an die Pfosten deines Hauscs/vnd an deine Thor. Daß du vnd deine Kinder lang le- best/auffdem Lande/das derHERR deinen Vättern geschworen hat/inen zu geben/so lange die tage von Himmel auffErden waren. <2 Denn wo ir diese Gebott alle werdet halten/ die ich euch gebiete / daß ir darnach Verheiß thut/daßir den HERRN cuwerenGott liebet/vnd wandelt in allen seinen wegen/ Nmn.;r. vnd im anhanget/ So Wirt der HERR alle diese Völcker für euch her vertreiben/ daß S st groß Grisim. Lbal. Abgüttc- v. Buch x 11. Lap. reyverbotten. jr grösser Md stcrcker Völckercynnemct denn jr styt. Alle orter/darauffeuwer Fu߬ solen tritt/ sol cuwer seyn/von der Wüsten an/vnd von dem Berge Libanon/vnd von dem Wasser Phrath/biß ans eufferste Meer sol euwer Grentze seyn. Niemand wtrdt ' euch widerstehen mögen/ Euwer forcht vnd schrecken wirt der HERR vber alle Land kommen lassen/darinn jr reisct/wie er euch geredt hat. E Zhe/Zch lege euch heut für den Segen vnd den Fluch. Den Segen/so jr gehör- Segen, cz^chet den Gcbotten deß HERRN cuwers Gottes/ die ich euch heut gebiete. Den Fluch. Fluch aber/so jr nit gehorchen werdet den Gcbotten deßHERRN euwers Gottes/KA.---. vndabtrettct von dem Wege dentch euch heut gebiete/daß jr andern Göttern nach waudelt/die jr nicht kennet. Wenn dich der HERR dein Göttin das Land bringet/da du eynkommest/daß du I-st.». es eyunemmest/So soltu den Segen sprechen lassen auffdem Berge Grlsim/vnd den Fluch auffdem Berg Ebal/welche sind jenseit dem Zordan/der Strassen nach gegen der Sonnen Nidergang/im Lande der Kananiter/die auff dem Blachfelde wohnen gegen Gilgal vbcr/bey dem Hain More. Denn du wirst vber den Jordan gehen/daß Du eyukomest das Land ennzünemmcn/das euch der HERR euwer Gott gegeben hat/ daß jrs eynncmmet/vnd drinnen wohnet. So haltet nun/ daßjr thut nach allen Ge¬ hörten vnd Rechten/die ich euch heute fürlege. X11. Lap. Abgöttersx verbottcir/vnd werden etliche Satzungen deß HERRN dem VolckfSrgchalten. As sind die Gebote vnd Rechte/dte jr Halten solt / daß jr darnach thut im Lande/dasderHERRdeinerDätter Gott dirge- geben hat eynzunemmen/so lange jr auffErden lebet. Abgötterei) ^^Erstöret alle ort/da die Heyden (die jr eynnemen werdet) jren verbottm- o^Götkern gedienet Habcn/Es sey auff hohen Bergen / auff Hü- geln/odervmer grlmen Bäumen. Vnd reißt vmbjreAltar/vnd zerbrecht jreSeu- len/ vnd verbrennet mit Feuwcr jre Haine/ vnd die Götzen jrer Götter thut ab/ vnd vertilget jren Namen auß demselbigen ort. Daeort ist MlR solt dem HERRN euwerm Gott nicht also thun/Sondern an dem ort/dm-Res s. Jerusalem. HERR cuwer Gott crwehlen Wirt auß allen euwern Stämmen/ daß er sei- nm 2 kamen daselbst lasset wohnen/solt jr forschen vnd dahin kommen. Vnd euwere . Brandopffer/vud euwer ander Dpffer/vnd euwer Jehenden/ vnd euwer Hende He¬ be/ vnd euwer Gelübde/ vnd euwer fteywillige Opffer / vnd die Erstengeburt euwer Rinder vnd Schafe/dahin bringen. Vnd solt daselbst für dem HERREN euwerm Gott essen vnd Mich seyn vber allem das jr vnd euwer Hauß bringet / darinnen dich der HERR dein Gott gesegnet hat. solt der keine thun/das wir heut allhie chun/cin jeglicher was in recht dünckt/ IMDcmi jr scyt bißher noch nicht zu ruhe komm/ noch zu dem Erbtheil / das dir der Dem. HERR dem Gott geben wirt. Jr werdet aber vber den Jordan gehen / vnd im Lande wohnen/das euch der HERR euwer Gott wirt zum Erbe außtheilen/vnd wirt euch ruhe geben von allen euwern Feinden vmb euch her/vnd werdet sicher wohnen. Wenn nun der HERR dein Gott einen ort erwehlet/daß sein Name daselbst wo- ne/Solt jr daselbst hin bringen alles was ich euch gebiete/euwer Brandopffer/euwer ander Opffer/euwer Ichcnden/euwcr Hende Hebe/vnd alle euwer frey Gelübde/die jr dem HERRN gelobt werdet.Vnd solt Mich seyn für dem HERRN euwerm Gott/ 3 jr vnd euwer Sone vnd cuwer Töchter/vnd cuwer Knechte/vnd euwer Mägde/ vnd Die Leuiten/die in euwern Thoren fmd/denn sie haben kein thetl noch Erbe mit euch. Hüte dich/daß du nicht deine Brandopffer opfferstan allen ortendieduschest/ sondern chrt Wsc. XII. Lap. ,°4 vonGott sondern an dem ort/den der HERR erwehlet in irgend einem deiner Stämme/da solt Ehiet. hu dein Brandopffer opffern/vir thun altes was ich dir gebiete. Doch magst« schlach¬ ten vnd Fleisch essen in allen deinen Thoren/ nach aller tust deiner Seelen / nach dem Lemt.z.7 Segen dcß HERRN deines Gottes/den er dir gegeben hat/ beyde der Reine vnd der Vnrcine mögens essen / wie ein Rehe oder Hirsch/On das Blut solm mcht cssen/son-- dern auffdte Erden giessen wie Wasser. Du magst aber nicht essen in deinen Thoren vom zehendcn deines Gctrcyds/dei- nesMosts/deines öls/noch von der Erstengeburt deiner Rinder/ deiner Schaf/ oder " von irgend einem deiner Gclübden/dic du gelobet hast/oder von deinem freywilligen Ort von Opffer/oder von deiner Hand Hebe/ Sondern für dem HERRN deinem Gott soltu G°"Elct.st)^he6 essen/an dem ort/ den der HERR dein Gott erwehlet/Du vnd deine Sone/ DicDrie deine Töchter/deine Knechte/ deine Mägde/vnd der Leuit/der in deinem Thor ist. Vnd solt frölich seyn für dem HERRN deinem Gott/vbcr allcm das du bringest/Vnd hüt dich daß du den Lenkten nicht verlasscst/so lang du auffErden lebest. Deat..A. D^^Enn aber der HERR dein Gott delne Grentze weitern Wirt/wie er dir gercdt (M^hat/vnd sprtchst:Ich wil Fleisch essen/weil deine Seele Fletsch zu essen gelüstet/ so iß siessch nach alter tust deiner Seele: Ist aber die stette ferme vö dir/ die der HERR dein Gott erwehlet hat/daß er seinen Namen daselbst wohnen lasse/so schlachte von deinen Rindern oder Schafen / die dir der HERR gegeben hat / wie ich dlr gcbetten hab/vn iß cs in deinen Thoren/nach aller lüft deiner Seelen/wie man ein Rehe oder c Hirsch jffet/magstu es essen/beyde der reine vnd der vnreine mögens zu gleich essen. Atletu mercke/daß du das Blut ntcht essest/Denn das Blut tst die Seele. Darumb solt du die Seele ntchtmitdem Flasch essen/sondern solts auffdie Erden giessen wie Wasser: Vnd solts darumb nichtesscn/daß dirs wolgche/vnd deinen Kindern nach dir/daß du gethan hast was recht tst für dem HERRN. Aber wenn du etwas heyltgcn wttt von dem dctnen/odcr geloben / so soltu es auff ladcn/vnd bringen an den ort/den der HERR erwehlet hat. Vnd dein Brandopffer mit Fleisch vnd Blut thun auff den Altar deß HERRN deines Gottes. Das Blut Deines Opfferssoltu giessen auffden Altar deß HERRN deines Gottes/vn das fleisch essen. Sitze zu/vnd höre alle diese wort die ich dir gebiete/ auffdaß dirs wolgehc / vnd Deinen Kindern nach dir ewiglich / Daß du gethan hast was recht vnd gesellig tst für dem HERRN demem Gott. Wie rech teLehrezu «halte». Deut iS. der HERR dem Gott für dir her die Heyden außrottet/ daß du hin kom- rz. AHHmcst sie cynzunemmen/vnd sie eyngenommen hast/vnd in trem Lande wonest/ Go hüt dich / daß du nicht in den Strick fallest inen nach/ nach dem sic vertilget sind für dir / vnd nicht fragest nach jren Göttern /vnd sprechest: Wie diese Völcker haben m 06 tren Göttern gedienet/Also wil ich auch thun.Du solt nicht also an dem HERRN dei- Aua. Is?' nem Gott thun/ den sie haben jren Göttern gethan alles was dem HERRN ein grm- wellst /vnd das er hasset/Denn sie haben auchtre Söne vnd Töchter mitFeuwcr verbrannt tren Göttern. Alles was ich euch gebiete/dassolt trhalten/daß jr darnach thut / Zr solt nicht dazu thun/noch davon thun. Dieser Prophet leh-> 's 's ret wider die alternd )( ! I ! 0 /iRff bestätigte Lehr/vnd v L L. wil (wie er sagt /a». k dere Götter)die erste Daß mau falsche Lehre vnd Lehrer merdett/vnv wie ein falscher Lehrer sol gestrafft werde». nicht lasse» bleiben. Welchem sol man Enn ein Prophet oder Treumer vnter euch wirk auff stehen/vnd gibt dir einZeichen oder wunder/Vnd daszetchm oder derp^^rdam wunder kommct/davon er dir gesagt hat/vnd spricht: Laß vns" an- erste /sondemne»we dcrnGötternfolgen/dtetrnicht kennet/vndtnen dienen. Sosoltu Lchre/fürg,bt/^er ntchtgehorchen den WortensolchsPropheten oder Treumcrs/ denn S it der Ztraffe v. Buch xiii.Lap. eines falschen der HERR euwer Gott veffucht euch/Daß er erfahre/ob ir in von gantzemHcrtzen Pwphetm. vnd von gantzer Seelen lieb habt. Denn ir folt dem HERRN euwerem Gott folgen/ vndjn fürchten/vnd seine Gebott halten/ vnd seiner stime gchorchen/vnd im dienen/ vnd im anhangen. Der Prophet aber/oder der Treumer/sol stcrben/darumb/ daß et euch von dem HERRN euwcrm Gott(der euch auß Egyptenland geführet /vnd dich von dem Diensthausc erlöset hat)abzufallen gelehret/vnd dich auß dem Wege verfüh¬ ret hat/den der HERR dein Gott gebotten hatt drinnen zu wandeln/ auffdaß du den bösen von dir thust. A^^Enn dich dein Bruder/deiner Mutter Son/oder dein Son/oder deine Toch- (ZH^ter/oder das Weib in deink armen/ oder dein freundt/der dir ist wie dein Hertz/ vberredcn würde heimlich/ vnd sagen: Laß vns gehen/ vnd andern Göttern dienen/ die du nicht kenncst/noch deine Vätter/die vnter dm Völckernvmbeuch her sind/sie scyen dir nahe oder ferme/von einem ende der Erden biß an das ander/so bewillige mcht/vnd gehorche jm nicht. Auch sol dein Auge seiner nicht schonen/vnd solt dich sci- (Etbarmen-Das ner nicht erbarmen/noch in verbergen/sondern solt in erwürgen/ Deine Hand sol die erste vber jrn scyn/daß man in tödte/vnd darnach die Hand deß gantzerr Volcks / man L sol in zu wd steinigen/Denn er hat dich wöllcn verführen von dem HERRN deinem Gott/der dich auß Egyptenland/von dem Dicnsthauß/gcführt hat / Auff daß gantz Israel höret/vnd fürchte sich/ vnd nicht mehr solch vbcl fürnemme vnter euch. O^^Enn du hörest von irgend einer Statt/die dir der HERR dein Gott gegeben drinnen zu wonm/daß man sagt: Es sind etliche kinder Belial außgegan- gen vnter dir/vnd haben die Bürger irer Statt vcrsührt/vnd gesagt: Laßt vns gehen vnd andern Götteru dicncn/dic ir nicht kennet/so solm fieiffig suchen/ forschen vn fra¬ gen. Vnd so sich findet die wm heit/daß gewiß also ist/ daß der greuwel vnter euch ge¬ schehen ist/so soltu die Bürger dcrftlbigen Stattschlagen mit deß Schwerts scherffc/ vnd sie verbanne mit allem Das drinnen ist/vn ir Vieh mit der scherffc deß Schwerts. Vnd allen ircn raub soltu samten mitten auffdie gaffen/ vnd mit feuwer verbrennen/ beyde Statt vnd alle iren Raub mit einander / dem HERRN deinem Gott/ daß sie auffeinem Haussen Lige ewiglich /vnd nimmer gebauwct werde. Vnd laßnichtsvon dem Bann an deiner Hand hangen / auff daß der HERR von dem grün seines Zorns abgewendet werde/vnd gebe dir barmhertzigkeit/vnd erbarme sich deiner/vnd mehre dich/wu' er deinen Vättern geschworen Hat/ Darumb/ daß du der stim deß HERRN deines Gottes gehorchet hast/zn halten alle seine Gebott/ die ich dir heut gebiete/ daß du thust was recht ist für den Augen deß HERRN deines Gottes. xim.Lap. Die Rinder Jsrael/diewesi sie ein Volck Gottes/solle« sich nicht «re die Hexden zeichnen oder verstellen/Was sie für Thier/Flfch oder Vägel/effen oder nicht elfen/ vnd wie es mit dem Lehens den alles > res Gerrcxos/Mosts/öls/vnd der ersten Gcbucr/von Rindern vno Schafen/fokgehaS» ten werden. Rscyt Kinder dcß HERRN euwcrs' Gottes /Ir solt s euch nicht mal siechm/noch kahl scheren vber den Augen/vber einem AA » Todtcn/ Denn du bist ein heylig Volck dem HERRN deinem Gott. Vnd derHERR hat dich crwehlct/daßduseinEigenthumbscycst/ ans- allen Völckern die auffErden sind. Du solt keinen greuwel essen. Diß ist aber das Thier das freß Reine scn solt/Ochscn/Schaf/Itgen/tzirsch/Rehe/Püffel/Stetnbock/ Tendlen/ Vrochß/ vnd ELcnd.Vnd alles Thier/das seine Klauwen spaltet vnd widerkeuwct/soltsr essen. Lcutt.«. Das solt ir aber nicht effen/das widerkeuwet/ vnd die Ktauwen ntt spaltet. Das §a- mcl/der Hase/vnd Kaninichen/die da widerkeuwen/ vn doch die klauwcn nit spalten/ sollen euch vnrein seyn. Das Schwetn/ob es wol die klauwen spaltet/so widerkeuwet es doch UM Uose. Xllll.Lüp. p; vnd vn- es doch nicht /sol euch vnrein seyn/Zes sieischs solt jrnichtessen/vndjrAßsoltjrmcht reineThier. Asch. Das ist/das jr essen solt von allem das in Wassern ist/Altes was Floßfedern vnd schuppenhatsoltjressen/WasaberketnFloßfedernnochschuppenhat/soltjr nicht es- scn/denn es ist euch vnrein. Vogel. Alle reine Vögel cffet.Das sind sie aber die ir nicht essen solt/Der Adler/der Hg- bicht/der Fischar/der Teucher /der Weihe/der Geyer mit seiner art. Vnd alle Raben mit jrer art. Der Strauß/ die Nachteule / der Kuckuck/ der Sperber mit seiner art. Das Kützlin/der Vhu/die Flcdermauß.Die Rordomel/der Storck / der Schwan/ der Neiger/ derHehcr mit seiner art/ der Widhop/die Schwalb. Vnd alles Gevögel das kreucht sol euch vnrein seyn/vnd solts nicht cssemDas reine Gevögel soltjr essen. 8 Ir solt kein Aß essen/ Dem Fremlingen in deinem Thor magstus geben/ daß ers esse/oderverkauffes einem Frembden/Denn du bist ein heylig Volek dem HERRN deinem Gott.Du solt das Böcklin nicht kochen weil es noch seine Mutter seugct. Eror>. r;. ^^V solt alle iar den Jehenden absöndcrn alles eynkommens deiner saat/das auß behende von H deinem Acker komet. Vnd solts essen für dem HERRN deinem Gott/an dem -Kommen. ort/den er crwchlet / daß sein Name daselbst wohne/ nemlich/ vom gehenden deines Getreyds/deincs Mosts/demcs öls/vnd der ersten Geburt deiner Rinder/vnd deiner Schaf/auffdaß du lehrnest fürchten den HERRN deinen Gott dein lebcnlang. Wenn aber deß Wegs dir zu vü ist/daß du solches nicht hintragen kanst/ darum b/ daß der ort dir zu ferme ist den der H ERR dem Gott erwehlet hat / daß er seinen Na¬ men daselbst wohnen lasse (den der HERR dein Gott hat dich gesegnet) So gibs vmb gclt/vndfaßdaögeltmdeinehand/vndgeheandenortdenderHERRdein Gott er- wchlet hat/Vnd gibs gelt vmb alles was deine Seele gelüstet/es sey vmb Rinder/ Schaf/Wein/starcken Tranck/oder vmb alles das deine Seele wündschet/ vn jß da- Die Priester selbst für dem HERRN deinem Gott/ vnd sey frölich du vnd dein Hauß/vnd der Leuit verlass-,», der in deinem thor ist / Du solt jn nit verlassen/denn er hat kein theil noch erbe urit dir. Vber drcy jar soltu außsöndcrn alle Zehenden deines Eynkomens desselben jars/ vnd solts lassen in deinem Thor/so sol komm der Leuit der kein theil noch erbe mit dir hat/vnd der Frembdling/vnd der Waise/vnd die Wittwen/die in deinem Thor sind/ vndcssenvttdßch fettigen/auff daß dich der HERR dein Gott segne in allen wercken deinerHanddieduthust. xv.Lap. Vom Slbenden oder Gabbach/vas lst/Er!affiar(vavon im dritten Buch zuvor am pikel vermeldet)vnd wr- man sich gegen den armen vnd verkauffren eigenen Leuten / auch mir den MLnnltn der ersten Gedurr/von Rindern vnd Schafen/Halten sol. ssMMW Ber flben jar soltu em Lrlaßjar Halten/Also sols aber Eckaßjar zugehen mit dem Erlaßjar. Wenn einer seinem Nehesten etwas bor- E get/der sols jm erlaffm/vnd sols nicht eynmanen von seinem Nehe- sten/oder von seinem Vrudek/denn es heißt das Erlaßjar dem HER REN. Von einem Frembden Magst» es eynmanen/Aber dem der dem Bruder ist soltu es erlassen. Arme zu sol aller ding kein" Bettler vnter euch scyn / Denn der H ERR wirt dich fege- « d-rsorscm <>Nnen im Lande/das dir der HERR dein Gott geben Wirt zum Erbe eynzunemen. ' a Allein daß du der stim deßHERRN deines Gottes gehorchest/vnd haltest alle diese Gebott/die ich dir heut gebiete/daß du darnach thust/dcnn der HERR dein Gott wirt dich scgneu/wic er dir geredt Hat/So wirstu vielen Völckern lethen/vnd du wirst von niemand borgen / Du wirst vber viel Völcker herrschen / vnd vber dich wirt niemand herrschen. L«»st.r,. Wenn deiner Brüder jrgend einer arm tst/Ln irgend einer Statt in deinem Lan, S iij dc/dao Mmc v. BuK X v. L«rp. zn versorgen, de/das der HENN dein Gott dir geben wirt/So soltu dein Hertz nicht verhärten/noch deine Hand zuhalten gegen deinem armen Bruder/ sondern solt sie jm auffthun / vnd tzn leihen nach dem er mangelt.Hüte dich/daß nicht in deinem Hertzen ein Belial tück sey/das da spreche: Es nahet herzu das sibcnde jar/das Erlaßjar/vnd sehest deinen ar¬ men Bruder vnfreundtlich an/vnd gebest jm nicht/So wirt er vbcr dich zu dem HER REN ruffen/so wirstus fände haben. Sondern du solt jm geben/vnd dein Hertz nicht verdriessen lasscn/daß du jm gibst/denn vmb solches willen wirt dich der HERR dein Gott segcnen in allen deinen wercken/ vnd was du fürrrimpst. Es werden alle zett ar¬ men seyn im Lande/Darumb gebiete ich dir/vnd sage: Daß du deine Hand auffthust 6 deinem Bruder/der bedrenget vnd arm ist in deinem Lande. matth.^ Enn sich dein Bruder / ein Ebreer oder Ebreerin / verkaufst/ so sol er dir scchß Exov.r«. geben. Vnd wenn du in frey loß Att'm^ gibst /solt du jn nicbt lär von dir gehen lassen/sondern solt jm aufflegen von deinen Schafen / von deiner Tennen/ von deiner Kelter / daß du gebest von dem das dir der HERR dein Gott gesegenet hat. Vndgedencke daß du auch Knecht wärest in Egy¬ ptenland/ vnd der HERR dein Gott dich erlöset hat/ Darumb gebiete ich dir solches heute. Witter aber zu dir sprechen: Ich wil nicht außziehen von dir/denn ich hab dich vnd dein Hauß lieb (weil jm wol bey dir ist) So nim eine pfricme/vnd bore jm durch sein Dhr an der thür/vnd laß jn ewiglich deinen Knecht seyn. Mit deiner Magd soltn auch also thun/vnd laß dichs nicht schwer düncken daßdujn frcyloß gibst/Denn er hat dir als cm zwyfcltig Taglöhncr sechß jar gedienet/so wirdt der HERR dein Gott dich segenen in allem was du thust. ^rireaeburt Lle Erstegeburt/die vnter deinen Rindern vnd Schafen geboren wirdt/ das ein Exov.,;. ' ^^Männlinist/soltudemHERRNdeinemGottheyligen.Dusoltnichtackernmit^'"«;' dem Erstling deiner Qchsen/vnd nicht bcschärcn die Erstling deiner Schafe/ für dem HERRN deinem Gott soltusic essenjärltch/an der stett die der HERR erwehlet/du vnd dein Hauß: Wenns aber einen fehl hat/daß hinckt oder blind ist/oder sonst irgend -7? einen bösen fehl/fo soltu es nicht opffern Dem HERRN deinem Gott/S ondcrn in dei¬ nem Thor soltu es essen (duseyest vnrein oder rein) wie ein Rehe vnd Hirsch/allem daß du seines Bluts nicht essest/sondcrn auff die Erden giessest wie Wasser. xvi.Lap. Vom Passah oder Gsterfest/Pfingst vnd Lavbethktten Fest. i. Alt den Mond Abtb/daß du Passah haltest dem HER L Passah. REN deinem Gott/denn im MondAbib hatdich der HERR dein Gott auß Egypten geführt bey der nacht. Vnd solt dem HERREN Nnm.s.rs. deinem Gott das Passah schlachten/Schafvnd Rinder/an der stett die der HERR erwehlen wirt/daß sein Name daselbst wone.Du solt kein gesenwms auffdas Fest essen/Siben tage soltu vngeseuwert Brot deß elends es- sen/ Denn mit furcht bist du auß Egyptenland gezogen/ auffdaß du deß tags deines Außzugs auß Egyptenland gedenckest dein lebenlang.Es sol in sibcn tagen kein geseu- werts gesehen werden in alle deinen grentzen/Vnd sol auch nichts vom fleisch/ das deß abends am ersten tage geschlachtet ist/vber nacht bleiben biß an den morgen. Du kanst nicht Passah schlachten in irgend deiner thor einen)/ die dir der HERR - paml.z?. dein Gott gegeben hat / Sondern an der stett / die der HERR dein Gott erwehlen wirt/daß sein Name daselbst wohne/da soltu das Passah schlachten deß abends / wen die Sonne ist vntergangen/zu der zeit als du auß Egypten zogest. Vnd solts kochen vnd essen an der stett die dir der HERR dein Gott erwehlen wirt/vnd darnach dich wenden deß morgens/vn heim gehen in deine Hütten- Sechß tag soltn vngeseuwerts essen/ Mest' Most. XVI.§H. p6 der A- effen/vnd am sibenden tag ist die Versamlung deß HERRN deines Gottes/ Da soltn kein arbeit thun. b H^Iben Wochen solt du dir zelen/ vnd anheben zu zelen wenn man anfehet mit der n. c^ASichel in der saat/Vnd solt halten das Fest der Wochen dem HERRN deinem Dsingsten. Gott/ daß du ein freywillige Gabe deiner Hand gebcst/nach dem dich der HERR dem Gott gesegnet hat.Vnd solt frölich seyn für Gott deinem HERRN/du vnd dein Son/ deine Tochter/dein Knecht/deine Magd/vnd der Lcuit der in deinem Thor ist/der Frcmbdling/der Waise vü die Wittwen/die vnter dir sind/an der stett die der HERR dein Gott erwehlct hat/daß sein Name da wohne. Vnd gcdenck daß du Knecht in E- gypten gewesen bist/daß du haltest vnd thust nach diesen Gebottcn. (^^As Fest der Laubhütten soltu halten sibcn tage/ wenn du hast eyngcsamlet von m deiner Tcnnen/vnd von deiner Kelter. Vnd soltfrölich seyn auff dein Fest/du Laubhütten vnd dein Sott / deine Töchter/ dein Knecht/ dein Magd/der Leuit/der Frcmbdling/ Fest. der Waise/vnd du Wtttwe/dic in deinem Thor sind. Siben tage soltudem HERRN demem Gott das Fest halten/an der stett die der HERR crwehlcn wirt/Denn der HERR dem Gott wirt dich segcnen in alle deinem Eynkommen/ vnd in alten wercken deiner Hcnde/ Darumb soltu frölich seyn. r;.z4.(Z^Rcymal deß jarssol alles was Männlich ist vnter dir für dem HERRN dei- uem Gott erschcinen/an der stett die der HERR erwchlen wirt / Auffs Fest der vngcfeuwcrtcn Brot/auffs Fest der Wochcn/vnd auffs Fest der Laubhütten. Es sol aber nicht lar für dem HERRN erscheinen/ein jeglicher nach der gäbe seiner Hand/ nach dem Segen den dir der HERR dein Gott gegeben hat. xvn.Lap. Von Verordnung der Richter vnd srem Ampt.Straffe der Abgötterei / Gericht vnd vtthei-s len/erwehlnngeinesRsnigs/wreer sich Hulren/Gottes wortlehrnen/lesen/vnddgrobhultcnsol. L^^MLWtervnd Amptleute soltu dir setzen mallen deinen Wie sich Thoren/die dir der HERR dein Gott geben wirt vnter deinen stäm- UtmB men/daß sie das Volek richte mit rechtem Gerichten solt das Recht Ewd" nicht beugen/ vnd solt auch kein Person ansehen/noch geschenck nem- men/Denn die geschenck machen die Weisen blind/vnd verkehren die Dem.^-z.w- Sachen der gerechten. Was recht ist/dem soltu nackjagen/auffdaß du leben vnd eynnemmen mögest das Land/ das dir der HERR dein Gott geben wirt. (^^V sott keinen Hain von Baumen pflantzen bey dem Altar deß HERRN deines Gottes/den du mir machest. Du sott dir keine Seuleauffrichten/welche der HERR dein Gott hasset. Lcuü Du solt dem HERRN deinem Gott kein Ochsen oder Schaf opffern das einen fchloderjrgendetwasböscsanjmhat/Dennesisidem HERREN deinem Gott ein greuwcl. M^Enn vnter dir in der Thor einem/die derHERR dein Gott geben wirt/ funden dch MgE E^wirt ein Mann oder Weib/der da vbels thut für den Augen deß HERRN dei- Mm. ms Gottes/daß er seinen Bundtvbergchet/vnd hingehet vnd dienet andern Göt- tcrn/vnd betet sie an/es sey Son oder Mond/oder irgend ein Heer deß Himmels/das ich nicht gebottcn habe/vnd wirt dir angesagt/vnd hörest es/ so soltu wol darnach fia- gen. Vnd wenn du findest/daß gewiß war ist/daß solcher greuwel in Israel gesche¬ hen ist/so soltu denselben Mann/oder dasselb Weib/außführen/die solche vbel gethan Haberl/ zu deinem Thor/vnd solt sie zu tod steinigen. Auffzweyer oder dreyer Augen Deul.r;.,s.rr Mund sol sterben wer deß Tods wehrt ist/ Aber auffeines Zeugen Mund sol er nicht Aoulch r fierben. Die Hand der Zeugen sol die erste seyn jn zu tödten/vnd darnach die Hand al- Ebreos'' les Volcks/Daß du den bösen von dir thust. G iiij Penn Von V.BG XVII. Lap. Gerichten. O^.§ntt eine fach für Gericht dir zu schwer seyn wirt / zwischen blut vnd blut / zwi- EHHfchen handel vnd handel/zwischen schaden vnd schaden / vnd was zenckische fa¬ chen sind in deinen Thoren/so soltu dich auffmachen/vnd hinauffgehen zu der stett die dir der HERR dein Gott erwehlen wirdt/vnd zu den Priestern/den Leutten/vnd zu s dem Richter der zur zeit seyn wirt/kommen vnd fragen/Die sollen dir dasvrtheil sprechen. Vnd du solt thun nach dem/das sie dir sagen/an der stett die der HERR er- wehlet hat/vnd solts halten/daß du thust nach allem das sie dich lehren werden.Nach dem Gesetz das sie dich lehren/vnd nachdem Recht das sie dir sagen/soltu dich hal¬ ten/daß du von demselben nicht abwetchst/weder zur Rechten noch zur Lincken. Vnd wo jemand vermessen handeln würde/daß er dem Priester nicht gehorchet/der da¬ selbst in deß HERRN deines Gottes Ampt stehet/oder dem Richter/der sol sterben/ vud solt den bösen auß Israel thun/daß alles Volck höre/vnd fürchte sich/vnd nicht mehr vermessen scy. Wahl eines A^KEnn du ins Land komest/das dir der HERR dein Gott geben wirt/ vnd nimcst, § Röm/ GH^cs eyn/vnd wohnest drinnen/ vnd wirst sagen: Ich wil einen König vber mich setzen/wie alleVölckcr vmb mich her haben/So soltu den zum Könige vber dich se¬ tzen/ den der HERR dein Gott crwehlen wirt. Du solt aber auß deinen Brüdern ei¬ nen zum Könige vber dich sctzen/Du kaust nicht irgend einen frembden/der nicht dein ;.Reg.r°.,-. Bruder ist/vber dich setzen. Allein daß er nicht Rösser halte/vnd führe das Volck nit Wie der Kö- wider in Egypten/vmb der grossen menge willen/weil der HERR euch gesagt hat/daß mgsichhalcmsol. ir fort nicht wider durch diesen weg kommen solt. Er sol auch nicht viel Weiber nemen/ daß sein Hertz nicht abgewandt werde/vnd sol auch nicht viel silber vnd gold samlcn. Vnd wenn er nun sitzen wirt auffdem Stu! seines Königreichs / sol er diß ander Könige sollen Gesetz von den Priestern/den Leuiten/ncmmen/vnd auffetn Buch schreiben lassen/ Gottes wort lese« Das sol bet) im ftytt/vnd sol drinn lesen sein lebenlang/auffdaß er lehrne fürchten den HERRN seinen Gott/daß er halte alle wort dieses Gesetzes/vnd diese Rechte / daß er darnach thue. Er solsein Hertz nicht erheben vberseine Brüder/vnd sol nicht weichen von dem Gebott/wederzur rechten noch zur lincken/Auff daß er seine tage verlenge auffseinem Königreich/er vnd seine Kinder in Israel. xvm.Lap. Von Priester vnd Leviten Reckt. Last vnter den Bindern Israel keine Abgkaubige/ZaubeF reroder andere dergleichen/seyn sollen. Verkeissung/dast Gott an Mose statt einen Propheten auß Jüdischem Stsmme/nemlick den HER AN Lhristum/senden volle. Daß auch ein falscher Prophet vom leben zum tode gestrafft werden solle. Je Pncher/dre Leutten dcß gantzen Stams Leut / sos len nicht theil noch erbe haben mitIsrael/dieDpffer deß HERRN vnd sein Erbtheil sollen sie essen. Darumb sollen sie kein Erbe vnter ° H^G^Dhiren Brüdern haben/daß der HERR ir Erbe ist/wie er inen geredt^Eh ^ hat. Das sol aber das Recht der Priester seyn an dem Volck/ vnd an denen die da opffern/es sey Ochß oder Schafe / daß man dem Priester gebe den Arm Der vndbeydeBacken/vndden wanst/Vnddas Erstling deines Korns/deines Mosts/ pn-st-rvm,» vnd deines öls/vnd das Erstling von der Schur deiner Schaf. Denn der HERR dein Gott hat in erwehlet auß allen deinen Stämmen/ daß er stehe am dienst im Na¬ men deßH ERRN/er vnd seine Söne ewiglich. HE^Ennein Leuit kommet auß irgend einer deiner Thoren/oder sonst irgend auß E^)gantz Israel/da er ein Gast ist/vnd kommet nach aller lust seiner Seele an den ort/den der HERR erwehlet hat/daß er diene im Namen deß HERRN seines Gottes/ wie alle seine Brüder die Leuiten/ die daselbst für dem HERRN stehen / Die sollen gleichen Theil Messen haben/vber das er hat von dem verkaufften gut seiner Vätter. Wenn MM Dost. X VIII. Lap. .I°7 vnd Leui du Lu das Land kompst/das dir der HERR dein Gott geben wirt/ So solk LcmtÄr°. M^du nicht lchrnenthun diegrcnwel dieserVölcker/Daß nicht vnter dir funden Lem ir.'7. werve/ der seinen Son over Tochter durchs feuwer gehen lasse / oder ein Weissager/ oder ein Tagwehler / oder der auss Vogelgeschrcy achte/ oder ein Jaubcrer/oder Be- scbwerer/oder Warsager/oder ein Jeichendcuter / oder der die Todten frage. Denn n wer solches thut/der ist dem HERRN cm grcuwel/vnd vmbsolcher greuwel willen vertreibt sie der HERR dein Gott für dir her. Du aber solt on wandel seyn Mit dem HERRN deinem Gott. Denn diese Völcker/die du eynnemmen wirst/ gehorchen den Tagwehlern vnd Weissagern/ Aber du solt dich nicht also halten gegen dem HERRN deinem Gott. - U ^b^nen Propheten" wie mich/wirdt der HERR dein Gott dir erwecken/auß dir Mistusver- Ewv -°. <>i^vnd auß deinen Brüdern/dem solt jr gehorchen. Wie du denn von dem HER- REN deinem Gott gebeten hast zu Horeb/am tag der Versamlung/ vnd sprachst: Ich H-c wirt klä.rich ei« wrl fort nicht mehr hören die stim dcß HERRN meines Gottes/vnd das grosse Fen- siEdcnuMoMp^ wer nicht mehr sehen/daß ich nicht sterbe. Vnd der HERR sprach zu mir: Sie haben wol geredt/ Ich wil inen einen Propheten/ wie du bist/ erwecken außjrcn Brüdern/ s-n-gsam dürchM?- vnd lneirre Wort in seinen Mund geben/ Der solzu inen reden alles was ich im gebie- mRs d"sE"- ten werde. Vnd wer meine Wort nicht hören wirt/die er in meinem Namen reden pröpMnÄädÄ wirt/von dem wil ichs fordern. O!dcAÄ"»e?^ Straffe ein Prophet vermessen ist Zureden in meinem Namen/das ich im predA a?ffE?L W-cc»! uicht gebotten hab zu reden/ Vnd welcher redet indem Namen anderer Göt- tcr/derselb Prophet sol sterben. Ob du ab er in deinem hertzen sagen würdest: Wie kan AZ" Mos/vo» ich mercken welche Wort der HERR nicht geredt hat? Wen der Prophet redet in dem Namen deßHERRN/vndwirt nichts drauß/vndkommetnicht/Das ist das wort/ das der HERR nicht geredt hat / Der Prophet hats auß Vermessenheit geredt / dar- La» o» Am »t^ mnb scheuch dich nicht für im. Llett L" L Iosir.ro. Deur.4. N»M- ZH "v -- -s ... ivortmtt neuw? zei- I /^44^ chen bestätiget: Aber < droben Cap. IZ. redet er von den prophe. VonLttsssZnvervngderFcepst-tte.Vom Todschlagaußoderonfürsatz. Wl'evl'el Lücken ten/sowider die alte vberzengen können / vnv wie em falscher Seng;» straffen. veskatigte lehre predi Enn der HERR dem Gott die völcker außgewttck hak/ welcher Land dir der HERR dein Gott gebtwirt/daß du sie cynncm- " UW mest/vnd in Iren Stätten vn Heusern woncst/ Soltu dir drey Stät¬ te außsöudmiim Lande/das dir der HERR dein Gott geben wirdt cynMemmcu. Vnd solt gelegene ortwehlen/vnd die Grcntzc deines Lands/dae dirderHERR dein Gott außtheilen wirt/in drey Kreiß scheiden / Daß dahin fliehe wer eine» Todschlag gethan hat. Vnd das soldic Sache scyn/daß dahin fliehe der einen Todschlag gcchan hat/ daß er lebendig bleibe. ds sl jemand seinen Nehesten schlegt nicht fürsetzlich/vn hat vorhin keinen hassz Ersatz W^auffitt gehabt / sondern/ als wenn jemand mit seinem Nehesten in den Wald gimg Holtz zu hauwen/vn holet mit der Hand die Axt auß/das Holtz abzuhauwen/vnd das Essen führe vom stiel / vnd treffe seinen Nehesten / vnd er stürbe/ Der sol in dieser Stätte eine fliehen / daß er lebendig bleibe/ anff daß nicht der Blutrecher dem Tod¬ schläger nachjage / weil sein Hertz erhitzt ist/ vnd ergreiffe jn/ weil der weg so ftrrne ist/ vnd schlage im seine Seele/so doch kein vrtheil deß Tods an jm ist/ weil er kernen hassz vortzmzu jm getragen hat. Darumb gebiete ich dir/ daß du drey Stätte außsönderst. Vnd so der HERR dein Gott deine Grentze weitern wirt / wie er deinen Vattern geschworen hat/vnd gibt dir alles Land das er geredt hat deinen Dättern Zu geben/ L (So du anderst alle dise Gebott halten wirst/daß du darnach thust/die ich dir heut ge- Andere biete/vaß du den HERRN deinen Gott liebest/vnd in seinen wegen wandelst/ dein !e- benlang)SosoltunochdreyStättethunzudiesendreyen/auffdaßnichtvnschüldig Blur Krey- V.BuA XX. Qp. statte. Blut in deinem Lande vergossen werde/das dir der HERR dein Gott gibtzum Erbe/ vnd komme Blutschulden auff dich. O^Ennaber lemand haffztregt wider seinen Nehesten / vnd lauret auff jn/vnd H- Mainacht sich vber ju/vnd schlegt jm seine Seele tod / vnd fleucht in dieser Stätte cuie/So sollen die Eltesten in seiner Statt hin schicken/vnd von dannen holen lassen/n»m. z/ vr^ d /n in die Hcnde deß Blutrcchcrs gcbcn/dast er sterbe. Deine äugen sollen sein nit vcrschonen/vnd solt das vnschüldig Blut auß Israel thun/daß dirs wolgche. Du solt deines Mhcsten Grentze nicht zu rück treiben/die die vorigen gesetzt ha-pes»».»,, ben in deinem Erbthcil/das du erbest im Lande/das dir der HERR dein Gott gegeben hateynzunernmen. ^M^S sol kein einzcler Zeuge wider jemand aufftretten/ vber irgend einer missethat Ein Zeu- c^/oder Sündc/cs scy welcherley Sünde cs sey / die man thun kan/ sondern in dem A»? Münd zwcycr oder drcyer Zeugen sol die Sache bestehen. Wenn ein freffcler Zeuge wider jemand aufftrttt/vber jn zu bezeugen eine vber/'^""^ trettung/so sollen die bcyde Männer/die eine fach mit einander haben/sür dem HER- Falscher REN für den Priestern vnd Richtern stchen/die zur selben zeit seyn werden. Vnd die Richter sollen wol forschen/vnd wenn der falsche Zeuge hat ein falsch Acugniß wider seinen Bruder gegeben / So sollet jr jm thun wie er gedacht feinem Bruderzu thun/ daß du den bösen von dir weg thust.Auff daß die andern hören/ sich fürchten/vnd nit mehr solche böse stück fürncmcn zu thun vnter dir. Dein Auge sol sein nicht schonen/ Seel vmb Secl/Auge vmb Auge/Ian vmb Ian/Hand vmb Hand/ Just vmb Just. xx.Lap. Wie man sich in Rn'esisleufften/lnbelLget-ungvndeynneminungder SeLtte/haltev/Welche deß ^rtegs befrexet/vnd welche Völcker verbannet sexen. Enn du ln einen Krleg zeuchst wider deine Feinde / vlr sihcst Roffz vnd Wagen deß Volcks/das grösser scy denn du/so fürch- Wie sie te dich nicht für jncn/ Denn derHERR dein Gott/ Der dich auß Egy- plenland geführt hat/ist mit dir.Wcnn jr nun hinzi! komet zum streit/ ftllc». b So sol der Priester herzu tretten/vnd mit dem Volck reden/vnd zu - jn en sprechen: Israel höre zu/ Jr gehet heut in den streit wider cuwer Jein de / Euwer Hertz verzage mcht/fürchtet euch nicht/vnd erschrecket nicht/vnd laßt euch nicht grau- wen für jncn/ Denn der HERR euwer Gott gehet mit euch/dast er für euch streite mit cuwcrn Fcindcn/euch zu hclffen. ^lBcr die Amptlcutesollen mit dem Volck reden/vnd sagen.Welcher ein neuw Welche » AsHauß gebauwct hat / vnd haw noch nicht - eyngcweihct/ der gehe hin vnd bleibe E« ln semem Hause/auffdaß er nicht sterbe im Krieg/vn ein ander weihe es eyn. Welcher ^lnen Weinberg gepflantzt hat/vnd hat jn noch nicht gemein gemacht / Der gehe hin/ woh»c»/rc^ j)ich blcibc daheime/dast er nicht im Krieg sterbe/vttd ein ander mach jn gemein. Wel¬ cher ein Weib jm verträumet hat/vnd hat sie noch nicht heim gcholet/Der gehe hin vnd bleibe daheime/dast er nichtim Krieg sterbe/vnd ein ander hole sie heim. Vnd die Amptlcut sollen weiter mit dem Volek rcden/vnd sprechen: Welcher sich ? fürchtet/vnd ein verzagtes Hertz hat/der gehe hin/vn bleibe daheim/ auff daß er nicht auch seiner Brüder Hertz feig mache/wie sein Hertz ist. Vnd wenn die Amptleut auß- gcredt haben mit dem Volek/ So sotlen.sie die Hauptleute für dasVolck an die spi¬ tzen stellen. . , VE^.Enn du für eine Statt zeuchst sie zu bestreiten / so solt du jr den Fried anbicten. n Knegorccht. AH^Antwortetsiedirfriedlich/vndthutdirauff/sosol alle das Volek/ das drin- Med sok nenfundenwirdt/dir zinßbar vnd vnderthan seyn/Wil sie aber nicht friedlich mit EUE dir handeln/ vnd wrl mit dir kriegen/So belägcre sie. Vnd wenn sie der HERR dein Kriegs Msc. XXI. Lap. ,°8 Recht, dein Gott dir in deine Hand gibt/So soltu alles/was Männlich drinnen ist / mit dcß Schwerts schcrpffe schlagcn/On die Weiber/Kindervnd Dreh/ vnd alles was in der Statt lst/vnd allen Raub soltu vuter dich außtheilen/vnd solt essen von der Außbeut deiner fcinde/die dir der HERR dein Gott gegebi hat. Also soltu allen Stätten thun/ die sehr ferrne von dir ligen/vnd nicht hie von den Stätten sind dieser Völcker. § §^s'Ber in den Stätten dieser Völcker / die dir der HERR dein Gott zum Erbe ge- Isä xro nobir. Enn man einen Erschlagenen findet im Lande/das dir der HERR dein Gott geben wirt cynzunemen/vnd ligt im Felde/ vnd man nicht weiß wer tu geschlagen hat/ So sotten deine Eltesten vnd Richter hinauß gehen/ vnd von dem Erschlagncn messen an die Stätte die vmbhcr ligcn.Wclche Statt die nehest ist/derselben Elte- sten sollen ein junge Kuh von den Rindern nemcn/damit man nicht gearbeitet hat/ noch am Joch gezogen hat/vnd sollen sie hinab führen in einen kiesichten grundt / der weder gearbettetnoch besäet ist/vnd daselbst im grundt jr den Halß abhauwen. Versüh- Da sollen herzu kommen die Priester / die Kinder Lcui (Denn der HERR dein nung dcß vu- Gott hat sie erwehlet/daß siejm dienen/vnd seinen Namen loben/vnd nach jrem schüwigca Mlnw sollen alle fachen vnd alle schädcn gehandelt werden) Vnd alle Eltesten dersel- bcn Statt sollen herzu wetten zu dem Erschlagenen/vnd jre Hende waschen vber die junge Kuhe/der im grundt der Halß abgehauwen ist/ Vnd sollen antworten / vnd sa¬ gen: Vnser Hcnde haben diß Blut nicht vergossen/ so habens auch vnscr Augen nicht gesehen. Sey gnädig deinem Volek Isracl/daß du/derHERR/erlöset hast/lege nicht das vnschüldige Blut auffdein Volck Israel/ So werden sie vber dem Blut versöh¬ net sey». Also soltu das vnschüldige Blut von dir thun/daß du thust was recht ist für den Äugelt deß HERRN. LE^Ennduin einen Streit zeuchst wider deine Feinde/vnd der HERR dein Gott ^ägibt dir sie in deine Hendc/daß du jre Gefangene wegführcst/Vnd sihest vnter den Gefangenen ein schön Weib/vnd hast lust zu jr/daß dusiezumWeibnemest/So 'E. ° L führe sic in dein Hauß/vnd laßjr das Harabschären/vnd jre Negel beschneiden/vnd die Kleider ablcgen/darinnen sie gefangen ist/vnd laß sie sitzen in deinem Hause/vnd beweinen ein Mond lang jren Vatter vnd jre Mutter/Darnach schlaff bey jr/ vnd mm sie zu der Ehe/vnd laß sie deinWelbseyn. Wennduabernichtlustzujrhast/so solm sie außlassen/wo sie hin wil/vnd nicht vmb Gelt verkauften noch versetzen/Dar- umb daß du sie gedemütiget hast. WtW v.Buch XXII. Lap. Recht. O^Enn jemand zwey Werber Hat/Eine die er lieb hat /vnd eine die er hasset / vnd im Kinder geberen/beyde die Liebe vnd die Feindselige / daß der Erstgebor- Recht deß ner der Feindseligen iß/vnd die zeit kompt/daß er seinen Kindern das Erbe außtheile/ ESgeborne» so er nicht den Son der Liebsten zum Erstgebornen Son machen/für den Erstge- Genes.^. bornen Son der Feindseligen/ Sondern er sol den Son der Feindseligen für den er¬ sten Son erkennen/daß er sm zwyfeltig gebe alles das fürhanden ist/ denn derselbe ist seine erste krafft/vnd der ersten gebürt Recht ist sein. Straff eines O^^Enn jemand einen eigenwilligen vnd vngehorsamen Son hat/der seines Vat- «ismwmgk Sons. ^^)ters vnd Mutter stim nicht gehorchet/vnd wenn sie in züchtigen / inen nicht ge¬ horchen wil/ So sol jn sein Vatter vn Mutter greiffen/vnd zu den Eltesten der Statt führen/ vnd zu dem Thor desselben orts/ vnd zu den Eltesten der Statt sagen: Dieser vnserSonist eigenwillig vnd vngehorsam/vnd gehorchet vnser stim nicht/vndist ein Schlemmer vn Trunckenbolt: Go sollen in steinigen alle Leute derselbigen Statt das er sterbe. Vnd solt also den Bösen von dir thun/daß es gantz Israel höre/ vnd sich fürchte. O^üEnn iemand eine Sünde gethan hat/die deß tods wirdig ist / vnd wirt also ge- Ein gehenck- AH)tödt/daß man in an ein Holtz henget/So sol sein Leichnam nicht vber nacht ter.st verflucht. hem Holtz bleiben/sondern solt in desselben tages begraben/denn ein Gehenckter Gül-t.;. ist verflucht bcy Gott/auffdaß du dein Land nicht vervnretnigcst/ das dir der HERR dein Gott gibt zum Erbe. xxn.Lap. wie matt dst Lebe gegen vem Nehesten beweisen/vnd sonst anvere weltliche Recht vnv Satzungen halten solle. Von straffe deß senigen/so etwa sein Weib berüchtiget/deßgletchen auch Ehebruchs/vertrauwetervndvnvertrauweterIungfranwenschwechung. Enn du deines Bruders Ochsen oder Schafe schest^ irr gehen / So soltu dich nicht entziehen von inen/ sondern solt sie wi- Deines der zu deinem Bruder führen/Wenn aber dein Bruder dir nicht NAds, nahe ist/vnd kennest in nicht/ So soltu sie in dein Hauß nemen/ daß sie bcy dir scyen biß sie dein Bruder suche/ vnd denn im wider gebest. Exov.-z. K-s» v L- Also sott du thun mit seinem Esel/ mit seinem Kleyd/vnd mit allem verlornen/das dein Bruder verleuwret/vnd du es findest/Du kaust dich nicht ent¬ ziehen. At^äEnn du deines Bruders Esel oder Ochsen sihest fallen auffdem wege/So solt matth., EH^du dich nicht von im entziehen/sondern solt im auffhelffen. Weib sol nicht Manns gerehte tragcn/vnd ein Mann sol nit Weiber kleider c>Nanthun/denn wer solchs thut/der ist dem HERM deinem Gott ein greuwel. M^Enn du auffdem weg findst ein Vogelnest auffeinem Baum oder auffder Er- EH^)den/miL iungen oder mit eycrn/vnd daß die Mutter auff den iungen oder auff den eyern sitzt/so soltu nit die Mutter mit den iungen nemen/ sondern solt die Mutter fliegen lassm/vnd die iungen nemmen/auffdaß dirs wolgche/vnd lange lebest. ^E^Enndu ein neuwHauß bauwest/so mache eine Lehnen drumbauff deinem EH^Dache/auffdaß du nit Blut auffdein Hauß ladest/ wenn jemand herab fiele. L-va. (^H^V solt deinen Weinberg nicht mit manchcrley besehen/daß dunicht zur Füllet c^Dheyligest solchen Samen(den du gcsüet hast) neben dem eynkomen deß Wein- berges. Du solt nicht ackern zu gleich mit einem Ochsen vnd Esel. Du solt nicht anzie- ' Heu ein Kleyd von Wollen vnd Leinen zugleich gemenget.Du solt dir Lapplin machen an den vier fittigen deinesMantels/damit du dich bedeckest. Straffe deß/ Enn iemand ein Weib nimpt/vnd wirdt jr gram wenn erste beschlaffenhat/ bchbc?üAig-t?^ EHHvndlegt jr wasschendtlichs auff/vnd bringet ein böß geschreyvber sieauß/ vnd MW Nost. XXII. Qp. ,°9 Nccht. vnd sprichtDas Weib hab ich genommen/ vnd da ich mich zu fr thet/fand ich sie nicht Iungkfrauw: So sollen der Vatter vnd Mutter der Dirnen sie ncmmcn vnd für die Eltestcn der Statt in dem Thor herfür bringen der Dirnen Iungkfrauwschafft.Vnd der Dirnen Vatter sol zu den Eltcsten sagen: Ich hab discm Man meine Tochter zum Weibe gegebcn/Nun ist er jr gram worden / vnd legt ein schändtlich ding auff sie/vnd spricht: Ich hab deine Tochter ntt Iungkfrauw fanden. Hie ist die Iungkfrauwschafft meiner Tochtcr.Vn sollen die kleider für den Eltesten der Statt außbreiten.So sollen die Eltcsten der Statt den Mann ncmen/vnd Mtigen/vn vmb hundert sckel silbcrs büsscn / vnd dieselben der Dirnen Vatter gcbcn/Darumb daß er ein Iungkfrauw in Israel berüchtiget hat/vn d sol sie zum Weibe habcn/daß er sie fein lebenlang nicht las- jen möge. Isto aber die warheit/daß die Dirne nicht ist Iungkfrauw funden/So sol man sie heraus für die Thür jrcs Vatters Hauß führen/ vnd die Leute der Statt sol- len sic zu Tod steinigen. Darumb/ daß sie eine Thorheit in Israel begangen hat/vnd in jrs Vatters Hauß gehurct Hat/Vnd soll das böse von dir thun. c Oi^.Enn jemand erfundenwirt/der bey einem Werbe schläffet/die einen Ehemann Straffe deß Lem't.,°. (^^hat / So sollen sic beyde sterben/ der Man vnd das Weib/ bey dem er gcschlaf- Ehebruchs' fcn hat. Vnd solt das böse von Israel thun. O^^Enn eine Dirne jemand verträumet ist/vnd ein Man krieget sie in der Statt/ Iungkfrauw t^lvnd schläfft bey jr/So solt jr sie alle beyde zu der Statt Thor außführen /vnd solt sie beyde stcinigcn/daß sie sterben. Die Dirne darumb/ daß sie nicht geschrichen hat/wcil sie in der Statt war/Dcn Mann darumb/daß er seines Nehestcn Weib ge¬ schändet hat. Vnd solt das böse von dir thun. O^Enn aber jemand eine vcrtrauwete Dirne auffdem fclde krieget/ vnd ergreifst (^^sie/vnd schläfft bey jr/ So sol der Mann allein sterben/der bey fr gcschlaffen hat/vnd der Dirne soltu nichts thun / Denn sie hat keine Sünde deß Tods währt ge- than/Sondern gleich wie jemand sich wider seinen Nchesten erhübe /vnd schlüge fei¬ ne Seele tod/So ist diß auch. Denn er fand sie auffdem Felde/ vnd die vcrtrauwete Dirne schrcy/vnd war niemand der jr ha lff. r Ex-».-». O^LEnn jemand an eine Iungkfrauw komet/ die nit vertrauwetist/ vnd ergreifst Geschwächte sol der sie beschaffen hat/jrcm IunMauw. Vatter fünfftzig sckel silbcrs gcben/vnd fol sie zum Weibe haben. Darumb/daß er sie L-uit..s. geschwächt hat/Erkan sie nicht lassen sein lebenlang. Niemand sol seines Vatters Dem -7. nemmen / vnd nicht auffdeckcn seines Vatters decke. xxm.Lap. welche in die Gemeine deß HERRN kommen mögen oder nicht/ vnv darneben/ wie stch ein iederimFeldlLgerfnrseinepersonreinlichHalren/HurereyvndWucher melden/Gelübdehal¬ ten / vnd deß Neuesten Weintrauben oder anderer Früchte gebrauchen solle. S sol kein Zerstossener noch Verschnittener in die Ge- Wclcke in die ' meine deß HERRN kommen. Es sok auch kein Hurnkmd in die Gc. meine deß HERRN kommen/auch nach de»! zehenden glied/sondern lcn^clchenEc. ' sol schlecht nicht in die Gemeine deß HERRN kommen. Die Ammonitcr vnd Moabiter sollen nicht in die Gemeine deß Ammoniter. HERRN kommen/auch nach dem zehenden glied/sondern sie sollen nimmermehr hin- Moabiter, eyn kommen/darumb/daß sie euch nichtzuvor kamen mit Brot vnd Wasser auffdem rvege/da jr auß Egypten zoget/vnd dazu wider euch dingeten den Brleam / den Gon Bileam. Beor/ von Pethor auß Mcsopotamia /daß er dich verfluchen solte: Aber der HERR n««.», dein Gott wolt Bileam nicht hören/vnd wandelt dir den fluch in den segen/darumb/ mätA- daß dich der HERR dein Gott lieb hatte. Du solt jnm weder glück noch guts wün¬ schen dein lebenlang ewiglich. T Die WelkW V. BO XXIII.Lap. Recht. ^^^Ie Edomiter foltu nicht für greuwel Halten/Er ist dein Bruder. Den Egypter Edomiter. <^L^)soltu auch nicht für greuwel halten / Denn du bist ein Frembdling in seinem Egypter. Lande gewesen. Die Kinder/die sie im dritten glied zeugen/ sollen in die Gemeine deß HERRN kommen. ^^Enn du auß dem Läger gehest wider deine Feinde/ So hüte dich für allem « bösen. AaUch Wennjemand vnter dir ist/der nicht rein ist/ daß jm deß nachts was widerfahren fle/rur straffe ve7- lst/Der sol hinauß für das Läger gchen/vn Nit wider hineyn komen/biß er vor abends liebst vnd geschla. sich mit wasser bade. Vnd wen die Son vntcrgangen ist/sol er wider ins Läger gehen. K«Eii v»d Za»7 Vnd du solt aussen für dem Läger einen ort haben / dahin du zur not hinauß ge- hest. Vnd solt em Schaufflin haben/ vnd wenn du dich draussen setzen wilt/soltu da- 8 ^suu/ mit graben/vnd wenn du gesessen bist/soltu zuscharren was von dir gangen ist. Denn der HERR dein Gott wandelt vnter deinem Läger/daß er dich errette/vnd gebe deine Feinde für dir. Darumb sol dein Läger heylig seyn/ daß kein schänd vnter dir gesehen werde/vnd er sich von dir wende. Flüchtiger Du solt den Knecht nicht seinem Herrn vberantworten/dcr von jm zu dir sich ent- Rnccht. wandt hat. Er sol bey dir bleiben an dem ort/dcn er erwehlet in deiner Thor emem/jm zu gut/vnd solt jn nicht schinden. Hurerey. ^M?S solkein Hur seyn vnter den Töchtern Israel/ vnd kein Hurer vnter den So- O^nen Israel. DujoltkeinHurnlohnnoch Hundgelt in das Hauß Gottes deines HERREN bringen auß irgend einem gclübd / Denn das ist dem HERRN deinem Gott beydes ein greuwel. Wucher. solt an deinem Bruder nit wuchern / weder mit Gelt noch mit Speise/ noch Eros. -r. (^Anttallem damit man wuchern kan. An dem Frembden magstu wuchern/ aber AAm!. nicht an deinem Bruder / Auff daß dich der HERR dein Gott segene in allem das du fürmmmest im Lande/dahin du kommest dasselb eynzuncmmen» Gelübde. O^.Enn du dem HERRN deinem Gott ein Gclübd thust / so soltu es nicht verzie- Amt.,?. (M^hcn zu halten/Denn der HERR dein Gott Wirts von dir fordern/vnd wirdt^^' d»r sünde seyn. Wenn du das geloben vnterwegen läffesi / so ist dtrs kein sünde / Aber was zu deinen Lippen außgangen ist/solm halten vn darnach thun/wie du dem HER¬ REN deinem Gott freywtllig gelobt hast/das du mit deinem mund geredt hast. Von Früch- 6^Enn du in deines Mhesten Weinberg gehest / So magstu der Trauben essen rcn» E^)nach deinem willen/biß du satt habest / Aber du solt nichts in dein Gefeß thun. Wenn du in die Saat deines Nehesten gehest/ so magstu mit der Hand Ehern ab- rvatth.m rupffen / Aber mit der Sicheln soltu nicht drinnen hin vnd her fahren. Scheidbrieff. XXIIII.Lap. Vom Schel'dbtt'effc/ vnd §reyheit eines neuwen Ekemanns / vnd etlichen a«- der» weltlichen Satzungen. Enn jemand ein Werb mmpt/vnd Ehelicht sik/ vnd sie nicht gnade findet für seinen Augen/vmb etwa einer vnlust willen/ So sol er ein Scheidbrieff schreiben/vnd jr in die Hand geben/vnd auß seinem Hause lassen. Wenn sie denn auß seinem Hause gangen ist/vnd hingehet/vnd wirt eines andern Weib/vnd derselbe ander Mann jr auch gram wtrt/vnd einen Scheidbrieffschreibet / vnd jr in die Hand gibt/vnd sie auß seinem Hause leßt/ Oder so derselb ander Mann stirbt / der sie jm zum Werbe genommen hatte/ So kan sie jr erster Mann/ der sie außließ / nicht widerumb nemmen daß sie sein Weib sey/ nach dem sie ist vnrein / denn solches ist ein greuwel für dem HERRN.Auffdaß du das Land nicht zu sünden machest/das dir der HERR dein Gottzum Erbe gegeben hat. Wenn Matth, tv. Mar.w. KAG Mse. xxi m.Lap. »° ^ccht. O^.§nn jemand neuwlich ein Weib genommen Hat/ der sol nicht m die Heerfahrt Dcm ro. (^Zzjehcn/vnd man sol jm nichts aufflegen. Er sol frey in seinem Hause scytt ein jar lang/Daß er frölich sey mit seinem Weibe/das er genommen hat. t^^V solt nicht zu pfände nemmen den vndersten vnd obersten Mülstein/Denn er hat dir die Seele zu pfände gesetzt. «As ^^.Enn jemand funden wirt / der auß seinen Brüdern eine Seele stilet auß den A^KindernFrael/vnd versetzt vnd verkaufst sie / Solcher Dieb sol sterben / daß du bas böse von dir thust. ^>Dee dich für der plage deß Auffatzs/daß du mit flctß haltest vnd thust alles das Aussatz. Ms dich die Priester die Lcutten lehren / Vnd wie sie euch gebieten/das solt jr halten/ n»m ». vnd darnach thun. Bedenckt was der HERR dein Gott thet mit MirIam auff dem wcge/da jr auß Egypten zöget. v O^^Enn du deinem Mhestcn irgend eine schuld borgest/ so soltu nicht in sein Hauß Pfandt. (M^gchcn / vnd jm ein Pfandt nemmen / Sondern dusolt Haussen stehen / vnd er dem du borgest /sol sein Pfandt zu dir heraus) bringen / Zst er aber ein Dürfftiger / so soltu dich nicht schlaffen legen vber seinem pfandt / Sondern solt jm sein pfandt wider geben wenn die Sonne vntergchet/daß er in seinem Kleide schlaffe/vnd scgene dich. Das wirt dir für dein HERRN deinem Gott eine Gerechtigkeit seyn. ^^V solt demDürfftigcnvnd Armen sein Lohn nicht vorhalten/er sey von dci- Verdienten <^^ncn Brüdern oder Frembdlingen/dcr in deinem Land vnd in deinem Thor ist/ Sondern solt jm seinen Lohn deß tagcs geben / daß die Sonne nicht drüber vnterge- he/Denneristdürfftig/vnderhcltseme Seele damit/Auffdaß er nichtwiderdich den HERRN anruffe/vnd sey dir sünde. <^^Ie Vätter sollen nicht für die Kinder / noch die Kinder für die Dätter/sterben/ Wittwe vnd sondern ein jeglicher sol für seine sünde sterben. Du solt das Recht deß frembd- baffem lingcn vn deß Waisen nicht beugen/ Vnd solt der Wittwe nicht das Kleid zum pfandt nemmen: Denn du solt gedencken/daß du Knecht in Egypten gewesen bist/vnd der HERR dein Gott dich von dannen erlöset hat. Darumb gebieteich dir/daßdusol- chcs thust. O^.Enn du auffdeinem Acker geerndtet hast/ vn einer Garben vergessen hast auff W^)dem Acker/so soltu nicht vmbkehren dieselbe zu Holen/Sondern sie sol deß Vbrigefrüch- Lemr.,-.,z. Frembdlittgen / deß Waisen / vnd der Wittwen seyn / Auff daß dich der HERR dein teverArme». Gott segne in allen Wercken deiner Hände. Wenn du dein ölbaum hast geschüttelt/ so soltu nicht nachschütteln / Es sol deß Frembdlittgen / deß Waisen / vnd der Wittwen seyn. Wenn du deinen Weinberg gelesen hast/so soltu nicht nachlesen/Es sol deß Fremdlingcn/deß Waisen oder der Wittwen seyn. Vnd solt gcdencken/daß du knecht in Egyprenland gewesen bist. Darumb gebiete ich dir/daß du solches thust. xxv.Lap. wie Hader;u rkchten/vnd der vngerecht;u straffen/ vnd em Bruder deß andern/ so on Rin¬ der verstorben/Weib zur Ehe nemmen/ vnd im Samen erwecken sol. Daß man nicht zwexerley Gewicht vnd Maß Haben/Vnd die Amalekirer sollen außgereut werden. M Enn ein Hader ist Mischen Männern/so sol man sic für Gericht bringen/vnd sie richten/vnd den Gerechten recht spre- iE chen/vnd den Gottlosen verdammen. Vnd so der Gottlose schlüge ver- MU dienet hat/Sol jn der Richter heissen nwerfallen/vnd sollen jn für ,.Lor.s.- E- jm schlagen/nach der maß vndzahl seinermiffethat. Wennmanjm ..Tim r. viertzig schlage gegeben hat/sol man nicht mehr schlagen/Auffdaß nicht/so man mehr schlüge gtbt/er zuviel geschlagen werde/vnd dein Bruder scheußlich für deinen äu¬ gen sey. Du solt dem Ochsen der da drischet/ nicht das Maul verbinden. Ti/ Wenn Wie Ha- ^8 der zu richten. ».Tor.«. MlcW V.NuK XXV. Lap. O^.Enn Brüder bcy einander wohnen/ vnd einer stirbt on Kinder / so sol deß ver- ..Lor. ^l>n dcß bm- ^A^storbenen Weib nicht einen frcmbdcn Mann draussen nemmen/sondern jr' " 2r>c. z« - -e- beschaffen / vnd zum Weibe nemmen /vnd sie Ehelichen / Vnd den ersten Son den sie gebiert/sol er bestätigen nach dem Namö seines verstorbenen Bru¬ ders / daß sein Name nicht vertilget werde auß Israel. Gesellet aber dem Mann nicht/daß er seme Schwägerin nemme/So sol sie/sei- Ruth 4. ne Schwägerin/hiuauffgchen vnter das Thor für die Eltestcn/vnd sagen: Mein A-E"' Schwager wagcrt sich seinem Bruder einen Namen zu erwecken in Israel / vnd wil mich nicht Ehelichen. So sollen jn die Eltesten der Statt fordern/ vnd mit im reden. Wenn er denn stehet/vnd spricht: Es gefettet mir nicht sie zu nemmen. So sol sein Schwagmn zu jur tretten für den Eltesten / vnd jm einen Schlich außziehen von sei¬ nen Füssen / vnd in auspeyen / vnd sol antworten vnd sprechen: Also sol man thun ei- n nem jederman/ der seines Bruders Hauß nicht erbauwen wil. Vnd fein Name sol in Israel heissen deß Barfüssers Hauß. Schlägerei). WHEnn sich zween Männer mit einander hadern / vnd deß einen Weib laufftzu/ (I^daß sie jren Mann errette von der Hand deß der jr? schlegt / vnd strecktjre Hand auß/vnd ergreifft jn bey seiner Scham/So soltu jr die Hand abhauwen/vnd deirr Auge sol jr rricht versthonen. VnrechtGe- (^^V solt nit zweyerley Gewicht in deinem sack/groß vnd klein/haben.Vnd in der- (^LD ttetu Hause sol nicht zweyerley Schöffel/groß vu klein/scyn. Du sott ein völlig ÄS! vnd recht Gewicht/vnd einen völligen vn rechten Schöffel / haben/ Auff daß dein le¬ ben lang wäre in dem Laude/das dir der HERR dein Gott geben wirt.Dcnn wer sol¬ ches thut/ der ist dem HERRN deinen? Gott ein grcuwel/wie alle die vbcl thun. Amalckiter. ^^Edenck was dir die Amalckiter thctcn auffden? Wege / da jr auß Egypten zöget/ Epov..?. ^)W?esic dich angriffcn auff dem Wege/vndschlugen deineHindersten/alle die schwachen die dir hinden nach zogen/da du müde vnd matt warest/vnd forchten Gott «icht. Wenn nun der HERR dein Gott dich zu ruhe bringt von aller? deinen Feinden vmbher im Lande / das dir der HERR dein Gott gibt zum Erbe cynzunemmcn / So soltu das gedächtniß der Amalckiter außtilgen vnter dem Himel. Das vergiß nicht. » «-s xxvi.Lap. Von den ersten Früchten vnd Sehenden / wie dleselb.'gen sollen gebraucht wer-den zu Lob vnd Dancksagung Gorres. Erste Frücht Enn du !NS' Land komcsi/ das dir der HERR dem Gott dem zunr Erbe geben M'rt/vnd nimpsts eyn/ vn wohnest darinnen/ So solt MMßiM du ncrnen allerlei) erste Früchte deß Lands/ die auß der Erden komer?/ die der HERR dein Gott dir gibt/vnd solt sie in einen Korb legen / vnd hmgchman den ort/den der HERR dein Gott erwehlenwirdt/daß sein Name daselbst wohne. Vnd solt zu der?? Priester komm/ der zu derzeit da ist/ vnd zu jm sagemIch bekenne heut dem HERRN deinem Gott/ daß ich kommen bin in das Land/ das der HERR vnsern Vättern geschworen hat/vns zu geben. Vnd der Priester sol den Korb nemmen vor? deiner Hand / vnd vor den Altar deß HERRN deines Gottes mdcrseiM. Da soltu antworten / vnd sagen für dem HER¬ REN deinem Gott: Die Syrer woltcn meinen Vatter vmbbringen /der zoch hinab in Egypten/ vnd war daselbst ein frembdling mit geringem Volek / vnd ward daselbst ein groß / starck vnd vil Volek / Aber die Egypter handelten vns vbel/ vnd zwungen vns/ vnd legten einen harten dienst auffvns. Da schryenwir zu dem HERRN/dem Gott vnscrVätter/Vnd der HERR er¬ höret vnfcr fthreyen/vnd sähe vnser elcnd/angst vnd not/vnd führet vns auß Egypten mit mächtiger Hand vnd außgerecktcm Arm/vn mit grossem schrecken / durch Zeichen vnd 4 Derrt.ls. Hste Msc. xxvn.Lap. «j Früchte -tid wundcr/vnd bracht vns an diesen ort/vnd gab vns diß Land/da milch vnd Honig dcmHLR, innen ficußt.Mn bringe ich die ersten Früchte deß Lands/ die du HERR mir gegeben AE A." hast. Vnd solt sie lassen für dem HERRN deinem Gott / vnd anbeten für dem HER- ' RCN deinem Gott/ vnd fröltch seyn vber allem gut / das dir der HERR dein Gott ge¬ geben hat/vnd deinem Hause/du vnd der Leuit / vnd der Frcmbdling/der bey dir ist. v E^Enn du alle gehenden deines eynkommens zusamen bracht hast im dritten /ar/ Das zehende Lem., 4. (KH^pasist ein Atzenden /ar / So soltu dem Leutten/dem Frembdlingc/dem Wat- sen/vnd den Wittwen/geberr daß sie essen in deinem Thor/vnd satt werden. Vnd solt sprechen für dem HERRN deinem Gott/Ich hab bracht das gcheyligetistaußmei- Dancksa- ncm hause/vnd Habs gegeben den Leuitcn/ den Frcmbdlingen/ den Waisen / vnd den Wittwcn/nach alle deinen; Gcbott / das du mir gebotten hast / Ich hab deine Gebott nicht vbergangen/noch vergessen. Ich hab nicht davon geffen in meinem Neide/vnd « hab nicht davon gcthan in vnreinigkeit. Ich hab nicht zu den Todten davon gegeben. Ich bin der stimm deß HERRNmeines Gottes gehorsam geweßt/vnd habe gcthan alles wie du mir gebotten hast. Srhe herab von deiner heyligen Wohnung vom Him- ^7"m ü! mcl/vnd scgcnc dein Volck Isracl/vnd das Land/ das du vns gegeben hast/wie dü vn- vÄugtci" da7c ö" fern Vättcrn geschworen hast/ein Land da Milch vnd Honig innen fleußt. Götz^'odcr"^'" Dem.?. Heutes tages gebeut dir der HERR dein Gott/daß du thust nach allen diesen Ge- scg-b-»scyu. botten vnd Rechten / daß du sie haltest /vnd darnach thust von gantzem hertzen /vnd von gantzer Seclcn.Dem HERRN hastu heut geredt/daß er dein Gott sey/daß du in allen seinen wegen wandelst/ vnd haltest seine Gesetz / Gebott vnd Rechte/vnd seiner stimme gehorchest. Vnd der HERR hat dir heut geredt/daß du sein eygen Volck seyn solt/wie er dir geredt hat / Daß du alle seine Gebott haltest/vn er dich das höhest ma¬ che / vnd du gerühmet / gepreiset vnd geehret werdest vber alle Völcker die er gemacht Hat/Daß du dem HERRN deinem Gott ein heylig Volck seyest / wie er geredt hat. xxvn.Lap. wie dis Rinder Israel ienseit dem Isrdan Steine auffnchten / vnd daran die Debatte deß HERRN schreiben/aucd wie von den ;wölffSrammen sechßauffdem Berge Grlßm/vndsechß auffdem Berge Ebal/ segnen vnd fluchen sollen. NdMosegebot sattipt den Eltesten Israel dem Volck/ Dcnckstem vnd sprach: Behaltet alle Gebott/die ich euch heut gebiete. Vnd zu «»ffdembergLbal. der zeit/wcnn /r vber den Jordan gehet ins Land/ das dir der HERR " Ä dein Gott geben wirt/ Soltu grosse Steine auffrichtcn / vnd sie mit H Kalck tünchen/ vnd darauffschretben alle wort dieses Gesetzes/wcnn du hinüber kommest/ Auff daß du komest ins Land / das der HERR dein Gott dir ge¬ ben wirt / ein Land da Milch vnd Honig innen fleußt/wie der HERR deiner Vättcr Gott dir geredt hat. Wenn jr nun vber den Jordan gehet/So sott/r solche Steine auffrichtcn (da¬ von ich euch heut gebiete) auff dem Berge Ebal/vnd mit Kalck tünchen.Vnd solt da¬ selbst dem HERRN deinem Gott einen steinern Altar bauwen/darüber kein Lysen fehret/von gantzen Steinen soltu diesen Altar dem HERRN deinem Gott bauwen/ vnd Brandopffer darauffopffern dem HERRN deinem Gott. Vnd solt Danckopf- fer opffern/vnd daselbst essen / vnd frölich seyn für dem HERRN deinem Gott. Vnd solt auff dre Steine alle wort dieses Gesetze schreiben klar vnd deutlich. Vnd Mose samptdcn Priestern/den Leuiten/redeten mit dem gantzen Israel/ vnd sprachcmMercke vnd höre zu Israel/ Heut dieses tags bistu ein Volck worden deß HERRN deines Gottes/Daß du der stimm deß HERRN deines Gottes gehorsam seyest/vnd thust nach seinen Gebotten vnd Rechten/die ich dir heut gebiete. Mose gebot dem Volck desselben tages / vnd sprach: Diese sollen stehen auff Berg Gri- c>V>dcm Berge Grisim zusegmn dasVolck/ wenn jr vber den Jordan gangen scyt/ . T ti/ Simeon/ Ecsd.ro. Josua L. MlücIe V.BuK XXVII.Lap. deß Gesetzes. Simeon/Leui/Iuda/Isaschar/Ioseph/vnd BenIamin.Vnd diese sollen stehen auff 8 Ebal. dem Berge Ebal zu fluchen/ Ruben/ Gad/ Affer / Scbulon / Dan vnd Naphthali. Vnd die Leuiten sollen anheben/vnd sagen zu jederman von Israel mit lauter stimme: Fluch vber Verflucht sey/ Wer ein Götzen oder gegossen Büd macht/einen greuwel deß HER Limt.ro. RLN/ein werck der Werckmetster Hände / vnd setzt es verborgen. Vnd alles Volek sol antworten / vnd sagen / Amen. Verflucht scy/Wer seim vatter oder mutter flucht/ Vn alles volck sol sagm/Amen. LeE.-§ Verflucht sey/Wer seines Nehesten grentzc engert/Vn alles volck sol sagen/Amen. Verfiercht sey/Wer einen Blinden irren macht auffdem wege/Vnd alles Volck sol sagen/Amen. Verflucht sey / Wer das Rechte deß Frcmbdlingcn/deß Waisen / vnd der Witt, wen/bcuget/Vnd alles Volck sol sagen/Amen. Verbottene Verflucht sey / Wer bey seines Vatters Weibe ligt / daß er auffdecke den Fittich sei- Lmü.-s.^ Gradus. Vatters/Vnd alles Volck sol sagen/ Amen. Verflucht sey/Wer irgend bey einem Vieh ligt/Vnd alles volck sol sagen/Amen. Verflucht sey/Wer bey seiner Schwester ligt / die seines Vatters oder seiner Mut¬ ter Tochter ist/Vnd alles Volck so! sagen/Amen. Verflucht sey/Wer bey seiner Schwigerligt/Vnd alles volck sol sagen/Amen. Verflucht sey/Wer seinen Neheste heimlich schlegt/Vn alles volck sol sagen/Amen. Verflucht sey/ Wer Geschanck nimmet/ daß er die Seele deß vnschüldtgen Bluts schlegt/Vnd alles volcksol sagen/ Amen. Verfluch t scy/Wer nit alle wort dieses Gesetzes erfüllet / daß er darnach thu/Vnd°Galsr.^ alles volck sol sagen/Amen. Verheissung vnd Segen des; Ge¬ setzes, XXVIII.Qp. Verkeissutige vnd Gegen der fenrgen/ so das Gesetz Gottes halten /vis dargegen drauwung vnd verfiuchungderen/so vaffelbrg vngehorsamltch werden vbertrecren vnd verachten. Nd wenn du der stimm deß HERRN deines Gottes gehorchen wirst/daß du haltest vnd thust alle seine Gcbott/die ich dir heut gebiete / So wirt drch der HERR dein Gott das höhest machen U vber alle Völcker auff'Erden. Vnd werden vber dich komm alle die¬ se Segen/ vnd werden dich treffen / Darumb daß du der stimm deß HERRN deines Gottes bist gehorsam geweßt. Gesegnet wirstu seyn in der Statt/ Gesegnet auff dem Acker. Gesegnet wirt seyn die Frucht deines Leibs / die Frucht dei¬ nes Lands/vnd dieFmcht deines Vichs/vnd die Früchte deiner Ochsen/vn die Früch- « te deiner Schafe. Gesegnet wirt seyn dein" Korb vnd dein vbrigcs. Gesegnet wirst» seyn wenn du eyngehest/ Gesegnet wenn du außgchcst. Vnd der HERR wirdt deine Fernde/ die sich wider dichaufflehnen/ für dir schla- zu behalcem gen/Durch emeti weg sollen sic außziehen wider dich/ VN durch siben Wege für dir flie¬ hen. Der HERR wirt gebieten dem Segen / daß er mit dir sey in deinem Keller/ vnd in allem das du fürnimmest/ vnd wirt dich segenen in dem Lande/ das dir der HERR dein Gott gegeben hat. Der HERR wirt dich im zum heyligen Volekauffrichten/wie er dir geschworen hat/darumb daß du die Gcbott deß HERRN deines Gottes Heltest / vnd wandelst in seinen wegen. Daß alle Völcker auffErdcn werden sehen/ daß du nach dem Namen deß HERRN genennct bist/ vnd werden sich für dir fürchten. Vnd der HERR wirdt machen/daß du vberfluß an Gütern haben wirst/ an der Frucht deines Leibs/ an der frucht deines Viehs/ vnd an der frucht deines Ackers / auff den; Land das der HERR deinen Metern geschworen hat dir zu geben. Vnd der HERR wirt dir deinen guten Schatz auffthun/den tzimmel/daß er dei- s mm MWe Mst. xxvm.Lap. »2 deß Ge- uem Land regen gebe zu seiner zeit/vnd daß er segene alle Werck deiner hände.Vnd du wirst vllen Völckern leihen / Du aber wirst von niemand borgen. Vnd der HERR wirt dich zum Haupt machen/vnd nicht zum Schwantz/vnd wirst oben schweben/ vud nicht vntcn ligen / Darumb / daß du gehorsam bist den Gebotten deß HERRN deines Gottes/die ich dir heut gebiete zu halten vnd zu thun. Vnd daß du nit weichest von irgend einem wort / das ich euch heut gebiete / weder zur rechten noch zur lincken/ damit du andern Göttern nach wandeltest/ inen zu dienen. m"!»- Ä - AE^Enn du aber nrcht gehorchen wirst der sttm deß HERRN deines Gottes / daß Dräuwung (^^^^^uest vnd thust alle seine Gebotte vnd Rechte/dic ich dir heut gebiete/So v»d Verfluchung, werden alle diese Flüche vbcr dich kommen / vnd dich treffen. Verflucht wirstu seyn in der Statt/vcrflucht auffdem Acker. Verflucht wirt seyn dein Korb vnd dein vbrigs/ verflucht wirt seyn die Frucht deines Leibs/ die Frucht deines Lands/ die frucht deiner Ochscn/vnd die frucht deiner Schafe. Verflucht wirst» seyn wenn du eyngchcst/ ver¬ flucht wenn du außgchest. Der HERR wirt vnter dich senden vnfall /vnraht vnd vnglück / in allem das du Anfall vnd für die Hand mmest/das du thust/ biß du vertilget werdest / vnd bald vntergehest vmb vnglück. deines bösen wäsens wrllen/daß du mich verlassen hast.Der HERR wirt dir die sterb- drüsse anhcncken / biß daß er dich vertilge in dem Lande / dahin du kommest dasselbe eynzuucmmen. Der HERR wirt dich schlagen mit schwulst/ siber/ hitz/brunst/dürre/ Krencken. gifftigcr lufft/vnd gälsucht/vnd wirt dich verfolgen/ biß er dich vmbbringe. c Dein Himel der vber deinem Haupt ist wirt Ehrnen seyn / vnd die Erden vnter Dürre, dir Eysern. Der HERR wirt deinem Land staub vnd äschensür Regen geben vom Himmel auffdich/biß du vertilget werdest. Der HERR wirt dich für deinen Feinden schlagen. Durch einen weg wirstu zu im außziehen / vnd durch siben Wege wirst» für Lxod.s. jncnfliehcn/vndwirstzcrstreuwetwerdenvnteralleReichauffErden. Dein Leich-Flucht, KE.', «am wirt ein speise seyn allem Gevögel deß Himmels/vnd allem Thier auff Erden/ vnd niemand wirt seyn der sie scheucht. Der H ERR wirt dich schlagen mit drüsen Egypti / mit Feigwartzen / mit grindt Feigwartzem vnd kratz/daß du nicht kanstheyl werden. Der HERR wirt dich schlagen mit wahn- Vnvernunst. sin/blmdcheit vnd rasen deß hertzen/vnd wirst tappen nn Mittag/wie ein blinder tap¬ pet im ttmckeln/vnd wirst auff deinem Wege kein glück haben. Vnd wirst gewalt vnd vnrecht leiden müssen dein lebenlag / vnd niemand wtrdt Gewalt. dir heissen. Ein Weib wirstu dir vertrauwen lassen/Aber ein ander wirt bey ff schlaf¬ fen. Em Hauß wirstu bauwen/Aber du wirst nicht drinnen wohnen. Emen Wein¬ berg wirstu pflantzen / Aber du wirst in nit gemein machen. Dein Ochse wirt für dei¬ nen äugen geschlachtet werden/ Aber du wirst nicht davon essen. Dein Esel wirt für deinem Angesicht mit gewalt genommen/Vnd dm nicht wider gegeben werden.Dein Schafwirt deinen Feinden gegeben werden/Vnd niemand wirt dir Helffen. Deine Sone vnd deine Töchter werden einem andern Volck gegeben werden/ A^d. daßdeineaugen Zusehen vnd verschmachten pberinen täglich/Vnd wirt keine stercke in deinen Händen seyn. Die früchte deines Lands/vnd alle deine arbeit wirt ein Volck verzehren / das du nicht kennest/ vnd wirst vnrecht leiden / vnd zustoffen werden dein lebmlang. Vnd wirst vnsinnig werden für dem das deine äugen sehen müssen. Der HERR wirt dich schlagen mit einer bösen Drüß an den Knien vnd Waden/ Drüsen. Daß du nicht kanst geheylet werden von den Fußsolen an biß auffdie schcytel. o Der HERR wirt dich vnd deinen König/den du vber dich gesetzt hast/treiben vn- ter ein Volck das du nicht kennest/ noch deine Vätter/vnd wirst daselbst dienenan¬ dern Göttern / Holtz vnd Steinen. Vnd wirst ein Scheuwsal vnd ein Sprichwort Abgötterey. vnd spott seyn vnter allen Völckern/da dich der HERR hin getrieben hat. Spott. Du wirst vtl Samens außführen auffdas Feld/vn wenig eynsamlen/Denn die Heuwschrecken werdens abfreffen. Weinberge wirstu pflantzen vnd bauwen/aber T ritz keinen MWe V.LuM Xxvm.Lap. dcp Gesetzen Bitten Wein trincken noch lcsen/Den die Wärme werdens verzehren. Olebäum wir- stu haben in allen deinen Grcntzen / Aber du wirst dich nicht salben mit öl/ denn dem ölbaum wirt außgeriffen werden. Söne vnd Töchter wirstu zeugen / vnd doch nicht Habcn/Denn sie werden gefangen wcggeführt werden.Alle deine Bäume vn d früch- Vnziffer. te deines Lands wirt das Vnziffer fressen. Gast ober Der Irembdling der bcy dir ist wirt vber dich steigen/vnd immer oben schweben/ dm Wir^ Du aber wirst herunter stcigen/vnd immer vnterligen. Er wirdt dir leihen/ Du aber / wirst im nicht leihen. Er wirt das Haupt seyn / Vnd du wirst der Scbwantz feyn. Vrsach war- Vnd werden alle diese Flüche vber dich kommen / vnd dich verfolgen vnd treffen/ uwb Gott alters du vertilget werdest / Darumb/ daß du der stime deß HERRN deines Gottes Nit Herr leßt. " gehorchet hast/daß du feine Gebott vnd Rechte htcltcst/die er dir gcbotten hat. Dar¬ umb werden Zeichen vn Wunder an dir seyn/vnd an deinem Samen ewiglich/ Daß du dem HERRN deinem Gott nicht gedienet hast mit freude vnd tust deines Hertzcn/ da du allerlcy genug hattest. Vnd wirst deinem Feinde/ den dir der HERR zuschickcn wirt/dienen in Hunger vnd durst/in blosse vnd allerlei) mangel/ Vnd wirt ein Eysern Hoch auffdcincn halst legen / biß daß er dich vertilge. Dienstbar- Der HERR wirt cin Volek vber dich schicken von fcrrrre/von der Welt ende/ wie A- ein Adler fieugt/dcß Sprache du nicht verstehcst/ein frech volek/ das nicht anschct die §>ndkschaff^ Person dcß Alten/noch schonet der Zünglingcn/Vnd wirt verzehren die frucht deines Viehs/vn die frucht deines Landes/bist du vertilget werdest/Vnd wirt dir nichts vber lassen an Korn/ Most/ öl/ an früchtcn der Ochsen vnd Schafen / biß daß dichs vmb- bringe. Vnd wirdt dich ängsten in allen deinen Thoren/bist daß es mderwcrffe deine hohe vnd feste Mauwren/darauffdu dich verlässeft in alle deinem Lande / Vnd wirst geängstet werden in alle deinen Thoren/in deinem gantzcn Lande/das dir der HERR dein Gott gegeben hat. HWger. (A^V wirst die frucht deines Leibs frcssen/das stoisch deiner Söne vn deiner Töch- 4.Reg.-. (^^tcr/die dir der HERR dein Gott gegeben hat/in der angst vnd not / damit dich dein Feind drengen wirt. Daß ein Marn: / der zuvor sehr zärtlich / vnd in lüsten ge¬ lebt hat vnter euch/ wirdt seinem Bruder / vnd dem Weib in seinen armen / vnd dem Son der noch vberig ist von seinen Sönen/vergönnen zu gebe icmand vnterjtten von dem stcisch seiner Söne/das er fristet/ Sintemal im nichts vbrig ist von allem Gut in der angst vnd not / damit dich dein Feind drengen wirt in allen deinen Thoren. Ein Werb vnter euch / das zuvor zärtlich / vnd in lästert gelebt hat / daß sie nicht versucht hat jre Fußsolen auff die Erden zu setzen für Zärtlichkeit vn wollust/ Die wirt dem Mann in iren armen / vnd irem Son vnd jrer Tochter vergönnen / die" Affter- bnrt/ die zwischen jren eygen Beinen sind außgangcn/ dazu jre Söne/dtc sie geboren hat/Denn sie werden sie für allerlcy mangel heimlich essen in der angst vnd not/da^ mit dich dein Feind drengen wirt in deinen Thoren. Vrsach der du nit wirst halten/daß du thust alle wort dieses Gesetzes/die in disem Buch plage». (IHHgeschriebcn sind / daß du förchtest diesen herrlichen vnd schrecklichen Namen/ den HERREN deinen Gott/ So wirt derHERR wündcrlich mit dir vmbgehen/mit Plagenauffdich vnd deinen Samen/mit grossen vn langwirigen Plagen/ mir böser; vnd langwirigen Kranckheiten. Vnd wirt dirzuwcnden alle Seuche Egypti/ dafür du dich furchtest / vnd werden dir anhangen. Dazu alle Kranckheit vnd alle Plage/ die nicht geschrieben sind in dem Buch dieses Gesetzcs/Wirt derHERR vber dich kom¬ men lassen/biß duvertilget werdest.Vnd wirt euwer wenig Pöbels vbcrblciben/die ir vorhin gewesen seyt wie die Stern am Himel nach der menge/Darumb daß du nicht gehorchet hast der stimm deß HERRN deines Gottes. Endtlichs Vnd wie sich derHERR vber euch zuvor freuwete/ daß er euch guts thet/vn meh- vcrderhcn. xet euch/Also Wirt er sich vber euch frcuwen/daß er euch vmbbring vnd vertilge/ Vnd werdet verstöret werden von dem Land da du eynzeuchst jetzt cynZunemmcn. Den der HERR Hmanung Uoft. xxix.Lap. ,3 osem HERRwirt dich zerstreuwen vnter alle Völcker/von eim ende der Welt biß ans am Jerstreutyüg dcr/Vud wirst daselbst andern Gottern dienen/ die du nicht kennest / noch deine Vät- ^Welt. tcr/holtzvnd steinen. Dazu wirst du vnter denselbenVölckern kein bleibend wäsen haben/vnd deine Forcht vnd Fußsolcn werden keine ruhe haben. Denn der HERR wirdt dir daselbst ein bebcnds schrecken. Hertz geben/vnd verschmachte augen/vnd verdorrete Seele/ daß dein leben wirdt für dir schweben. Nacht vnd tag wirstu dich förchten / vnd deines lebens nicht sicher seyn. Dcß rnorgene wirstu sagen:Ach/daß ich den abend erleben möchte. Deß abends wir¬ stu sagen: Ach / daß ich den morgen erleben möchte / für forcht deines hertzen/die dich schrecken wirt/vnd für dem/ das du mit deinen äugen sehen wirst. Vnd der HERR wirdt dich mit Schiff voll wider in Egypten führen/durch den Dienstbar¬ weg davon ich gesagt Hab/Du solt irr nicht mehr schen.Dnd ir werdet daselbst euwcrn v„cer vorig«» Feinden zu Knechten vnd Mägden verkaufst werden / vnd wirt kein Käuffer da seyn. xxix.Lap. Der Bund Voß HERRN mi r ven Rindern Israel wirdt erneuwert m der Moablter Lande/ nnt ernstircder vernranung/daß sie bex höchster straffe vom HERRN »lchr weichen/sondern deysmfestsollen halten. L Iß sind die wort dcsi Bunds/den der HERR Mose gcbottcn hat/zu machen mit den Kindern Israelin der Moabiter Land zum andern mal/ nach dem er denselben mit jnen gemacht hat- te m Horeb. Vnd Mose rieffdem gantzen Israel/ vnd sprach zu jnen: Ir habt gesehen alles was der HERR gcthan hat in Egypten für eu- 0- äugen/ dem Pharao mitalle seinen Kncchten/vnd seinem gan- Iesare tzen Lande/Die grossen versuchunge/die deine äugen gesehen habcn/daß cs grosse Jet chcn vü Wunder waren.Vnd der HERR hat euch biß auffoiscn heutigen tag noch nit gegeben em Hertz das verstendig were/Augcn die da sehen/vnd Ohren die da hörcten. Er hat euch viertzig jar in der Wüsten lassen wandeln/Euwer Kleider sind an Deue.s. euch nicht veraltct/vnd dein Schuch ist nicht veraltet an deinen Füssen. Ir habt kein Brot gcssen/vnd keinen Wein getruncken/noch starck Geträncke/Auff daß du wissest daß ich der HERR euwer Gott bin. Nm» rr Vnd da jr kämet an diesen ort/zsch auß der König Schon zu Hesbon/vnd der Körrig Og zu Basan/vns entgegen mit vns zu strcitcn.Vnd wir haben sie geschlagen/ vnd jr Land eyngenommen/vnd zum Erbtheilgegeben den Rubenitern vnd Gaddi- tern/vnd dem halben Stam der Manaffiter.So haltet nun die wort dieses Bunds/ vnd thut darnach/ Auffdaß jr weißlich handeln möget in alle" euwerem thun. « Erma- heut alle für dem HERRN euwerem Gott / die Obersten euwer stärm 8?Gotteswomst -Norft" G^"^n euwer Eltestcn/euwer Arnptleute/ einjedcrman in Israel/errwer Kinder/ U Ms-rthm narr- nemmde?:^ euwer Weiber/dein Frembdling der in deinem Läger ist/beyde dein Holtzhauwer vnd b dem Wafferschöpffer/ Daß du eynher gehen soltin dem Bund deß HERRN deines Bund Gottes/vnd in dem Eyde den der HERR dein Gott heut mit dir macht. Auff daß er Lesi Horrem dich heut zum Volck auffrichte/vnd er dein Gott sey/ wie er dir gercdt hat/ vnd wie er deinenVättern/Abraham/Isaac/vnd Iacob/geschworen hat. Denn ich mache diesen Bund vnd diesen Eyd nit mit euch alleine / Sondern bey- de mit cuch/die jr heut hie seyt/vu rnit vns steht für dem HERRN vnserm Gott/vn mit dcnen/dic hem nicht mit vns sind. Denn jr wisset/ wie wir in Egyptenland gewöhnet haben/vud mitten durch die Heyden gezogen sind/Durch welche jr zoget/vnd sahetjre Greuwcl/vnd jre Göhcn/Holtz vnd Stcin/Stlber vnd Gold/die beyjnen waren. Aß nicht villeicht em Man/oder ein Weib/oder ein Gesind/ oder ein Stamm vnter euch sey/ deß Hertz heut sich von dem HERRN vnserm Gott gewandt ha- be/daß es hingehe/vn diene den Göttern dtser Völcker/ vn werde villeicht eine wurtzel vnter Warnung v.BiH xxix.Lap. Mose an Is- ynter euch/dte da galle vnd Wermut trage.Vnd ob er schon höre die wort dieses fiuchs/ Aror.s. ra-l vor sein-m -nd-/ sich segene in seinem hertzm/vn spreche: Es gehet mir wol/c weil ich wandele (E-gchtmirwoy wie es mein Hertz dünckt / Auffdaß die trunckene mit der dürftigen dahin fahren. Mztst der ruchlosen Da wirdt der HERR dem nicht gnädig seyn / Sondern denn Wirt sein Zorn vnd vEkmEy d.'c S- eyffer rauchen ober solchen Mann/vnd werden sich auffin legen alle Flüche die in die- hlntt noÄerT ftm Buch geschrieben sind. Vnd der HERR Wirt seinen Namen aussttlgen unter dem als ma! ^/mäl? Himmel/vnd wirt in absöndem zum VNglück auß allen Stämmen Zsrael/lauts aller WelchsalleWerck- Mche deß Bunds/dcr in dem Buch dieses Gesetzes geschrieben ift. dä!ss,g',chtbm"Ia O werden denn sagen die Nachkommen euwer Kinder / die nach euch auffkom- o srwattcn.E ^-^men werdeu/vnd die Frembden/ die auß fermen Landen komm / so sie die pla- Straff (wen t-ch wandel) gen dreses Lands sehen/ vnd die kranckhetten/damit sie der H ERR beladen hat/ Aas E/Wc.lichso Daß er alle jr Land mit schweffel vnd saltz verbrannt hat / daß sie nicht beseet werden Ley7r^ mag/noch wächset/noch kein kraut darinnen auffgehet. Gleich wie Sodom/Gomor- Gott^E dc^gc- ra/ Adama vnd Icboim/vmbgekehret sind/die der HERR in seinem Zorn vnd grimm hetsm'Mrmehrwol. vmbgekehret hat/So werden alle Völcker sagen:Warumb hat der HERR diesem Land also gechank Was ift das für so grosser grimmiger zornk So wirdt man sagen: Darumb / Daß sie den Bund deß HERRN /rer Vätter Vrsach Gott verlassen haben/den er mit inen machet/da er sie auß Egyptenland führet. Vnd d« straff-», sind hingegangen/vnd haben andern Göttern gedicnet/ vn sie angebetet/ solche Göt- Jeremy, ter die sie nicht kcnnm/vnd die jnen nichts gegeben haben. Darumb ist deß HERRN zorn ergrimmet vber diß Land / daß er vber sie hat kommen lassen alle Flüche / die in diesem Buch geschrieben stehen. Vnd der HERR hat sie auß irem Lande gestossen mit grossem zorn/grimm vnd vngnaden / vnd hat sie in ein ander Land geworffen / wie es stehet heutiges tages. k Das"Geheimnis) deß HERREN vnsers Gottes ist offenbart vns vnd vnsern psalm.-^. Wttso?gm?Vns Kindern ewiglich / daß wir thun sollen alle wort dieses Gesetzes. allen Dölckern auff Erden seinen willen offenbart/ Vst was er im stst hat/Darumb sollen wir auch desto Mss'Seksey», xxx.Lap. Daß Gott wolle Gnad vnd Barmhertzkgker't erzeigen/wenn man sich z» sm bekehret/vnd dargegen grimmigltch strafft/ wenn man vngchorsamlich ln vnbußferrlgkett beharrt/ oder sich vom Gesetze deß HERRN abwendt. Enn nun vbcr dich kommet diß alles / ce sei) der Segen /) MWEH oder derFluch/dic ich dirfürgelcgt habe/vnd in dein Hertz gehest/wo du vnter den Heyden bist / da dich der HERR dein Gott hin verstossen la»se»Md' Hat/Vnd bekehrest dich zu dem HERREN deinem Gott/daß du seiner stimm gehorchest / du vnd deine Kinder von gantzem hertzen / vnd von gantzer Seele in allein das ich dir heut gebiete / So wirdt der HERR dein Gott deine psalm.»-. Gefengmß wenden/vnd sich deiner erbarmen/vnd wirt dich wider versamlen auß al¬ len Völckern/ dahin dich der HERR dein Gott zerstreuwet hat. Wenn du biß an der Himel ende verstossen werest/ So wirt dich doch der HERR dein Gott von dannen samlen/vnd dich von dannen holen. Dn wirt dich in das Land brtngen/das deine Vätter besessen haben/vnd wirst es eynnemmen/vnd wirt dir guts thun/vnd dich mehren vber deine Vätter. Vnd der HERR dein Gott wirdt dein Hertz beschneiden / vnd das Hertz deines Samens / Daß du den HERRN deinen Gott lie- best von gantzem Hertzen / vnd von gantzer Seelen / auffdaß du leben mögest / Aber diese Flüche wirt der HERR dein Gott alle auff deine Feinde legen / vnd auff die dich hassen vnd verfolgen. Du aber wirst dich bekehren/vnd der stim deß HERRN gehorchen / daß du thust alle seme Gebott/die ich dir heut gebiete / Vnd der HERR dein Gott wirt dir glück ge¬ ben in allen wercken deiner Hände / An der Frucht deines Leibs / an der Frucht deines Diehs/an der Frucht deines Landes/daß dirs zu gut kome.Denn der HERR wirt sich wenden/ M UM xxx. Lap. «4 tröst N wcndcn/dz er sich vber dir freuwe/dir " zu gut/wie er sich vber deinen Metern gefreu- « wet hat.Darunl/daß du der stim dcß HERRN deines Gottes gehorchest/zu halte sei-- ZEÄZamh folknk-men/ Gebott vnd Rechte/die geschriben stehen im Buch dises Gesetzes/So du dich wirst AAr bÄA!! bekehren Zll dem HERRN deinem Gott/von gantzem hertzen/vnd von gantzcr Seele. ü?m7aber/u"re'mvft (A^Enn das Gebote das ich dir heut gebiete/ist dir nicht verborgen/ noch zu ferme/ ""d"" verderb««/^ RomÄ. "och im Himmel/Daß du möchtest sagemWer wil vns in den Himmel fahren/ vnd vns holen / daß wirs hören vnd thun k Es ist auch nicht ieüseit deß Meers / Daß du möchtest sagen: Wer wil vns vbcr das Meer fahren / vnd vns holen / daß wirs hö¬ ren vnd thun e Denn es ist das wort fast nahe bey dir in deinem Munde / vnd in dei¬ nem Hcrtzcn/ daß du cs thust. M" Ihc/ ich hab dir heue fürgclegt das Leben vnd das Gute /den Tod vnd das Bö- / der ich dir heut gebiete / daß du den HERRN deinen Gott liebest / vnd wan¬ delst in seinen wegen/vnd seine Gebott/Gesetz vnd Rechte/ haltest/vnd leben mögest/ vnd gemchret werdest / vnd dich der HERR dein Gott segne im Lande / da du eyn- zcuchst/ daffclb eynzuncmmen. Wendestuaber dein Hcrtz/vnd gehorchest nicht/sondern löstest dich verführen/ daß du andere Götter anbetest/vnd inen dtenest/So verkündige ich euch heut / Daß jr vmbkomcn werdet/vnd nicht lang in dem Lande bleiben / da du hineyn zeuchst vber den Iordan/daffelbe eynzunemmen. IchnemmeHimmelvndErdenheutvbereuchzuZeugcn/Ich habe euch Leben vnd Tod/Segen vnd Fluch/fürgelegt/Daß du das Leben erwehlest/vnd du vnd dein Samen leben mögest. Daß ir den HERRN euwern Gott liebet / vnd seiner stimme gchorchet/vnd im anhanget. Denn das ist dein Leben/vnd dein langes Alter/ daß du im Lande wohnest/das der HERR deinen Mttern/ Abraham/ Isaac vnd Iacob/ge- schworm hat/inen zu geben. XXXI.LüP. Als Mose hundert vnd zwenyig jar alt wer / ernennt er Josua für einen Fürsten deß Volcks an seine stalr/vnd verkündiget inen ire rukünfsrige vbertretkvnge vnd straff. NdMosegieng htn/vnd redet dtse wort mit dem gan- Ermanuig Mose al- tzcn Israel/vnd sprach zu inen: Ich bin heut hundert vnd zwentzig Moftvorftm-m Deur°;.^ iar alt/Ich kan nicht mehr auß vnd eytt gehen/Dazu hat per HERR " Deut.zr Z4. zu mir gesagt: Du solt nicht vber diesenIordan gehen / Der HERR ttum.-o. dein Gott wirdt selber für dir hergehen/ Er wirt selber diese Dölcker Josua, für dir her vertilgen/daß du sie eynn emmest / Josua der sol für dir hinüber gehen/wie tt«m.r7. der HERR geredthat.Vnd der HERR wirt inen thun/wie er gethan hat Schon vnd Og/ den Königen der Amoriter / vnd irem Lande / welche er vertilget hat. Wenn sie nun der H ERR für euch geben wirdt/ So solt ir inen thun nach allem Gebott/das ich euch gebottcn habe. D-vt-7. Seyt getrost vnd vnverzagt/ förchtet euch nicht /vnd laßt euch nit für jtten grau- wen. Denn der HERR dein Gott wirt selber mit dir wandeln/ vn wirt die Hand nicht abthun/nech dich verlassen. A^Md Mose rieff Iosua/vn sprach zu im für den äugen deß gckntzen Ift ael.Sey ge- entrost vnd vnverzagt / Deü du wirst diß Volck ins Land bringen/ das der HERR ttum -7. /rm Vättern geschworen hat inen zu geben/vnd wirst es vnter sie außcheilen. Der HERR aber/der selber für euch her gehet/der wirt mit dir seyn / vn wirt die Hand nicht abthun/noch dich verlassen. Förchte dich nicht/ vnd erschrick nicht. Buch Mose schreib diß Gesetz / vnd gabs den Priestern/dcn Kindern Leut / die die d-mWsür tz^Lade deß Bunds dcß HERRN trugen/vn allen Eltesten Israel. Vn gebot inen/ rul-stn pssp sprach: Ja vber sibcn iar / zur zeit deß Erlaßiars/am Fest der Laubhütten/wenrr das Mose vor sei- das gantze Israel kommet zu erscheinen für dem HERRN deinem Gott/an dem ort/ E Tov an Israel. erwehlen wirt/soltu dtß Gesetz für dem gantzen Israel außruffen lassen für jren 8 ohren/nemlich/für der vcrsamlung deß Volcks/beyde der Männer vnd Weiber/Kin- der/vnd deines Frcmbdlings/der in deinem Thor ist: Auffdaß sie Horen vnd lchrnen/ damit sic den HERRN jren Gott fürchten / vnd halten / daß sie thun alle wort dieses Gesetzs/vnd daß jre Kindcr/die es nicht wiffcn/auch hören vnd lehrnen/damit sie den HERRN euwern Gottförchtcn alle euwer lebtage/ diejrauff dem Lande lebet / dar- eyn jr gehet vber den Jordan eynzunemmen. der HERR sprach zu Mose: Sihe/deine zeit ist hcrbeykommen / daß du ster- ^Abest / Russe Josua / vnd trettet in die Hütten deß Stiffts / daß ich jm befehl thu. Josua. Mose gieng hin mit Josua / vnd traten in die Hütten deß Stiffts / Der HERR aber erschein in der Hütten in einer Wolckenseule / vnd diesclb Wolckenseule stund in der Hütten Thür. Vnd der HERR sprach zu Mose :Sihe/du wirst schlaffen mit deinen Vättcrn/ vnd dlß Volek wirt auffkommen/vnd wirt frembden Göttern nachhuren deß Lands/ darcyn sie kommen/vnd wirt mich vcrlassen/vnd den Bund fahren laffen/den ich mit jm gemacht habe. So wirt mein zorn ergrimmen vber sie zur selben zeit/ vnd werde sie verlassen/vnd mein Antlitz für inen verbergen/ daß sie verzehret werden. Vnd wenn sie denn vil vnglück vnd angst treffen wirdt/wcrden sie sagen: Hat mich nicht diß vbel alles betretten/wetl mein Gott nicht mit mir ist k Ich aber werde mein Antlitz verber¬ gen zu der zcit/vmb alles bösen willen das sie gerhan hab?/ daß sie sich zu andern Göt¬ tern gewandt haben. So schreibet euch nun diß Lied/vnd lehret es die Kinder Israel/vnd legets in jren Sättig- mund/daß mir das Lied ein Zeuge scy vnter den Kindern Israel/ Denn ich wil sie ins Land bringen/das ich jren Dättern geschworen habe/da Milch vnd Honig innen fleußt. Vnd wenn sie essen / vnd satt vnd fett werden / So werden sie sich wenden zu e andern Göttern / vnd inen dienen / vnd mich lästern / vnd meinen Bund fahren las¬ sen. Vnd wenn sie denn vil vnglück vnd angst betreuen wirdt/ so sol diß Lied inen ant¬ worten zum zeugniß/Denn es sol nicht vergessen werden auß dem mund ires Sa-^m.?. mens. Den ich weiß ire gcdancken/ damit sie schon ietzt vmbgehen/ehe ich sie ins Land bringe/das ich geschworen habe. Also schreib Mose dtß Lied zur selbigen zeit/vnd lehret es die Kinder Israel. Vnd befahl Iosua/dem Son Nun/vnd sprachSey getrost vnd vnverzagt/Den du solt die Kinder Israel ins Land führen/das ich inen geschworen habe. Vn ich wil mit dir seyn. (F^A nun Mose die wort dieses Gesetzes gantz außgcschrieben hatte in ein Buch/ Das OL^gebm er den Leuitcn / die die Laden deß Zeugniß deß HERREN trugen / vnd Md sprach: Nemet das Buch dieses Gesetzcs/vnd legt es in die seite der Laden deß Bunds ' deß HERRN euwers Gottes/daß es daselbst ein Zeuge sey wider dich / Denn ich ken¬ ne deinen vngehorsam vnd halßstarrigkeit. Sihe/weil ich noch heut mit euch lebe seyt jr vngehorsam geweßt wider den HERRN/ wie vil mehr nach meinem Tod. So versamlct nun für mich alle Eltesten euwer Stämme/ vnd euwer Amptleu- te/daß ich diese wort für jren ohren rede/ vnd Himmel vnd Erden wider sie zu Zeugen nemme/denn ich weiß/daß irs nach meinem töde verderben werdet/vnd auß dem We¬ ge tretten/den ich euch gebotten habe / So wirt euch denn vnglück begegnen hernach/ darumb daß jr vbel gethan habt für den äugen deß HERRN/daß jr jn erzürnet durch euwer Hande wcrck.Also redet Mose die wort dieses Lieds gantz auß für den ohren der gantzen Gemeine Israel. xxxn.Lap. Mose lebt dem Volckein Gedencklredzurleye/gehet auffden Berg Nebo/ km Moabtter Lünde/ vnd scher das Land Lanaankonimer aber nicht hinüber vird ssch mcisterir las¬ sen /Macch.ri. Die Weisheit muß ssch laße» rechtfertigen von ,ren Rindern/ die wissen alles bes¬ ser/wie es Gott ma- «hek/fo längs nicht. Crckt auffjr Htminel/tch ivll reden/vnd die Erde höre . WUWW die rede meines Mundes. Meine Lehre trieffe wie der Regen/vnd meine Rede fliesse wie derThauw. Wie der regen aussdas graß/vn wie die tropffcn auffdas kraut. Den ich wil den Namen deß HERRN preisen/gebt vnscrm Gott "allein die Ehre. « Er ist ein Fclß/scine wcrck sind vnsträfflich / Denn alles was er thut das ist recht. Tremv ist Gott/ vnd kein böses an jm/" Gerecht vnd fromb ist er. be'n/vnd?!!»!»a>'!7 Vrwäck- (^^Ieverkehrctevndböseartfelletvonjmab/Siesindschandtflecken/vndnicht d««. barkcit. ^^ftine Kinder. (F-lß)ÄiEörrlu Danckcstu also dem HERRN deinem Gott/du toll vnd thöricht VolckkIst er nicht Got2mfelsi/d'2 dein Vatter/ vnd dein HERR k Ists nicht er allein/dcr dich gemacht vnd bereitet hat? Erzch- Edcnck der vorigen zeit biß daher/vnd betrachte was er gethan hat an den al- dreffchauff.nv^as! ^^tcn Vättcrn/ Frage deinen Vatter/ der wirdt dirs verkündigen / deine Eltesten dicwcrdcn dirssagen. - «s-rechoBeydm Da der Allcrböhest die Volcker zertheilet/ vnd zerstreuwet der Menschen Kinder. Da setzt er die grcntzen der Volcker/ nach der zahl der Kinder Israel. Lxov.t,. Denn deß HERRN theil ist sein Volek/ Jacob ist die schnür seines Erbes. Er fandt in in der Wüsten/in der dürren Einöde/da es heulet. Er führet jn/ vnd gab im das Gesetz/ Er behütet in wie sein Augapffel. s Wie ein Adeler außführet seine iungen/vnd vber inen schwebet. Er breitet seine fittich auß/ vnd nam in/ vnd trug sie auffscinen flügeltt. Der HERR allein lcytct in / vnd war kein frcmbder Gott mit im. Er ließ in hoch her fahren auffErden / vnd nchret in mit den Früchten deß Feldes. Vnd ließ in Honig saugen miß den Felsen/vnd öl auß den harten steinen. Butter von den Kühen/vn milch von Schafen/sampt dem fetten vö den Lämern. Vnd feißte Wider vnd Böcke mit fetten Nieren/ vnd Weytzen/vnd trencket in mit gutem Traubenblut. Sättig- er aber fett vnd satt ward/ward er gey!.§r ist fett vnd dick vn starck worden. Vnd hat den Gott fahren lassen/dcr in gemacht Hat/Er hat den Fclß seines heyls geringe geachtet. Vnd hat in zu eyffer gerettzet durch frembde/durch die greuwel hat er in erzörnet. Sünde Sic haben den Feldteuffeln geopffert / vnd nicht ircm Gott / den Göttern die sie deß Votcks. v nichtkcnnetcn/ Den neuwen/ die vor nicht geweßt sind/ die euwcre Vatter nicht ge- d chrethaben. Deinen Felß der dich gezeuget hat hast» auß der acht gelassen/vnd hast vergessen Gottes/ der dich gemacht hat. demEhle a^e"- Trem ^^Nd da es der HERR sähe / war er zornig vber seine Söne vnd Töchter. n-mg. VndersprachrIchwilmeinAntlitzfürjnenverbergen/wilsehenwasinen zu letzt widerfahren wirt/ Denn es rst ein verkehrte art/ Es sind vntreuwe Kinder. Sie haben m ich gerettzt an dem/das nicht Gott ist/ Mit irer Abgötterey haben sie mich erzürnet. c Vnd ich wtl sie wider reitzen an dem das nicht ein Volck ist/ An einem närrichten Volck wil ich sic erzürnen. Denn das Fcuwer ist angaiigen durch meinen Zorn / Vnd wirt brennen biß in die vnderstcnHell. Vnd wrrdt verzehren das Land mit seinem Gewächß/Vnd wirdt anzünden die Grundtfeste der Berge. Ich wil alles vnglück vber sie heuffen/ Ich wil alle meine Pfeile in sie schiessen. Für hunger sollen sic verschmachten/vnd verzeret werden vom Fieber vnd jehem Tod. Ich wil der Thier zehne vnter sie schicken/ vnd Schlangcngifft. V Außwendig Wse V.BuK XX XII. Qp. ^ted^ Außwendig tvirdt sie das schwcrdt' berauben/vnd innwendig das schrecken/ bey- (Bcrauben/schre-- de Jünglinge vnd Zungkfrallwcn/ die Seuglinge mit dem grauwen Mann. solZL MtÜ Ah wrl sagen.Wo sind sie?Ich werde jr gedächtniß auffhcbe vnter den Menschen. w^-vnWa,ftawcr Mnu sth den Zorn der feinde scheuwete/ daß nicht jre feinde stoltz würden/ vnd i nd Geftnak.ch der möchten sagcrnVnstr macht ist hoch/vnd der HERR hat nicht solches alles gcthan. W?b-7/ Denn es ist ein Volck da kein f raht in ist/vnd ist kein verstandt in inen. D daß sie weiß wcren / vnd vcrncmen solche / Daß sie verstünden was inen her- nach begegrren wirt. - . lämme'rkch vmbtom Wle gchets zu / daß einer Wirt jr tausend jagen /vnd zween werden zehen tausend n""' f siüchtig wachen? Ns Ems Uw nicht also/daß sie jr Felß vcrkaufft hat? Vnd der HERR hat sie vbergeben. v wol besser Denn vnser Felß ist nicht wie jrcr Felß/ Deß sind vnser Feinde selbe Richter. Denn jr Weinstock ist deß Weinstocks zu Sodom/ vnd von dem Acker Gomorra/ Ire Trauben sind Gall/ Sie haben bittere beere. Jr Wein ist Trachmgifft/ Vnd wütiger Ottern Gall. s / Ist solchs nicht btt) mir verborgen? Vnd § versiegelt in meinen Schätzen? D-!W?S Die racke ist nrem/Ich wil vergelten /Zu seinerzeit sol jr Fuß gleiten/Denn die S es erfahren / den» es VttglÜckS ist Nahe / VlW jk kÜNfftigcS kyltt httzU. b-kgm!'" der HERR Wirt sein Dolck richten/Vnd vber seine Knechte Wirt er sich er- Rom.,-. (^LDdarurcn. Ebre.r°. OMo-Z rü Denn er wirdt ansehen daß jre macht dahin ist / Vnd beyde das h verschlossen vnd u r am rem Lco^ ^Lllasstn Wi.'g ist. Vnd man wirtsagen:Wo sind jre Götter? Jr Felß darauffsie trauweten? Don. welcher Opffer sie fett affen/ VN trancken den Wein jrcs Tranckopffers/ Laßt sie auffstchcn/vlid euch helffcn/ vnd euch schützen. Keller xrecro- Sehet jr nun/ daß ick)ö allein bin / Vnd ist kein Gott neben ttiir? Ich "kau tödtcn vnd lebendig machen/Ich kan schlahen vnd kan Hcylen/Vnd ist nie- -.Reg.-. Niaud bcr auß meiner Hand errette. Dcrrn ick wrl meine Hand in den Himmel heben / Vnd wil sagen: Ich lebe ewiglich. Wenn ich den blitz meines Schwerdts wetzen werde / vnd meine Hand zur straffe greiffenwirt: So wü ich nrich wider rechen an meinen Feinden / vnd denen die mich hassen ver- x geltem Ich wil meine Pfeil mit Blut tmnckenmachen/vnd mein Schwerdtsol Fleisch fressen. « Vber dem Blut der Erschlagenen / vnd vber dem Gefengmß / vnd vber dem ent- blöfferm Haupt deß Feindes. N erAas-^M Jauchtzet allc/dic jr sein Volck scyt/ Denn er Wirt das Blut seiner Knechte rechen. O' c7fthlag-n wist. Hnd wirt sich an sturen feinden rechcn/Vnd gnädig styn dem Lande stinesVolcks. scng7^htt,vÄc>!.' Most kam/vnd redet alle wort dieses Lieds für den ohren deß Volcks/er Z', Pablos- solt wer- tz^vndIosua der Son Nun.Da nun Mose solches alles außgeredt hatte zum gan- mqrclch FpMr- tzen Isracl/sprach er zu jnemMmet zu hcrtzcn alle wort die ich euch heut bezeuge / daß thmni sole vo,r n-e» /p enwern Kindern befehlt / daß sie halten vnd thun alle wort dieses Gesetzes. Denn Walchs durchs Har es ist nicht ein vergeblich wort an euch/sondcrn es ist euwer lcben/Vnd solch wort Wirt auff dem Haupt be- leben verlengen auff dem Lande / da jr hittgehct vber den Jordan / daß jrs eyn- nemnret. b^'Nd der HERR redet mit Most desselben tags/ vnd sprach: Gehe auffdas gcbir- num.ro.r7. cr^ge Abarim / anff den Berg Nebo/ der da ligt im Moabiter Land/gegcn Jeriho vber/vnd besihe das Land Kanaan / das ich den Kindern Israel zum eygenthumb ge¬ ben werde.Dn stirb auff dem bergc/wen du hmauffkomen bist/vn versamle dich zu dei n»m.r°. ncm volck/Gleich wie dem Bruder Aaron starb auffdem Berge Hör / vnd sich zu sei¬ nem Me Most- xxxm.Lap. „6 segnet die mm Hysch versamlet / Darumb / daß ir euch an mir versündigt habt vnter den Kim N dcrn Isiael/bey dem Haderwaffer zu Kades in der Wüsten Zin/daß ir mich nicht hei- vemrod. vnter den Kindern Israel. Denn du solt das Land gegen dir sehen das ich den Kindern Israel gebe/Aber du solt nicht hineyn kommen. xxxm.Lap. Mose segnet Vre zwölff Stämme Israel vor seinem Tode. L M Ist der Segen/damit Mose der Mann Gottes die Kinder Israel vor seinem Tod segenet/vnd sprach: Der HERR ist von Sinai kommen / vnd ist men auffgangen von Geir / Er ist her- von dem Berge Paran/vnd ist kommen mit vil tau- send Heyligen. Zu seiner rechten Hand ist ein feuwriges Gesetz an sie. Wie n Leute so lieb / Alle seine Heyligen sind in deiner Hand/ Sie werden sich setzen zu deinen süssen/ vnd werden lehrnen von deinen wortemMo- se hat vns das Gesetz gcbotten/ dem Erbe der Gemeine Jacob. Vnd er verwaltet das " Ampt eines Königcs/vnd hielt zusamcn die Häupter deß Volcks/sampt den Stäm¬ men Israel. ^AmptlErwarnit I. HO Vben lebe vnd sterbe Nicht/Vud sein Pöbel sey gering. mAdavon! 2 Ruben. Diß ist der Segen Iuda/Vnd er sprach: HERR erhöre die stim Iuda/ma- Mtdochda" ^» sen.4s. che jn zum Regenten in seinem Volck/vnd laß seme macht groß werden / vnd im Müs- _ H' se wider seine Feinde geholffen werden. AKLLA ^uoa. - Vnd zu Leuisprach er: Dein Recht vnd dein Liecht bleibe bey deinem heyligen "simgen. Man/denduvcrsuchthastzuMassa/dairhadittctamHaderwaffer.Werzuseinem (Recht)Dasiss/ Leut. Vatter vnd zuscincr Mutter spricht: Ich sehe j« n cht/vsszu seinem Bmder/ich kenne AsR,l.AhuÄauff jn nicht/vnd zu seinem Son/ich weiß nicht/die hr, kcn deine rcde/vnd bewaren deinen Bund. Die werden Jacob deine Rechte lehrcn/vn den Israel dein Gesetze. Die wer- lkEh Ämpr s-ye den Räuchwerck sür deine Nasen legen/vnd gantze Opffcr auffdeinen Altar.HERR ?»o ve» MmSm segene sein vermögen/vnd laß dir gefallen die werck seiner hände/zuschlage den rücken "'"b-tenvnd lehre», dere/die sich wider in aufflehnen/vnd dere die in hassen/ daß sie nicht auffkommen. Ar NSA lIlI. Vnd zu BenIamin sprach er: Das' liebliche deß HERRN wirt sicher wohnen/ ^lem v>!d das R- BenIa- Allezeit wirt er vber im halten/vnd wirt zwischen seinen schuldem wohnen. IE . Vnd zu Joseph sprach er:Sein Land ligt im Segen deß HERRN/ Da sind * ed- (Edle Mächte> le Früchte vom tzimmel/vom thauw/ vnd von der Liessen die vnten ligt. Da sind edle V. Früchte von der Sonnen/vnd edle reisse Früchte der Monden. Vnd von den hohen welchshochSgL Ephra- BergengegenMorgen/vndvon den Hügeln für vnd für/Vnd edlen Früchten von ALN-Esd, g der Erden/vnd was drinnen ist. Die gnade deß/ der in dem Busch wohnete / komme WasMnd^L VI. auffdasHauptIoscph/vndauffdenscheyteldeßNasirvnterseinenBrüdern. Sei- ANaN"- Manas- ne herrligkeitist wie ein Erstgeborner Ochse/vnd seine Hörner sind wie Einhörners phetmvKMgN ft. HörnerMit denselben wirdt er die Völcker stossen zuhauff/ biß an deß Landes ende/ HE- Das sind die tausend Ephraim/vnd die tausend Manaffe. Ws»?« VII. VndzuSebulon sprach er: Scbulonsreuwe dich deines'Außzugs/Aber Isa- racgekha» Iud.-. Sebulo. schar freuw dich deiner Hütten. Sie werden die Völcker auff den Berg ruffen/vnd DmsegmGadhac VIII. daselbs opffern Opffer der Gerechtigkeit.Denn sie werden die menge deß Meers sau- AS' 'EÄAE Isaschar. gen/vnd die versenckte Schätz im sande. Ad w!L IX. Vnd zu Gad sprach er:Gad sey gesegnet der Raumacher. Er ligt wie ein Löuw/ z» rechte bmcht/ v»v Gad. vnd raubet den arm vnd die scheytel. Vnd er sähe daß im ein Haupt gegeben war/ein rZ AA» äSU X. Lehrer der verborgen ist/welcher kam mit den Obersten deß Volcks/vnd verschafft die AA Dan. Gerechtigkeit deß HERRN/ vnd seine Rechte an Israel. ^7» dm Hmcige- XI. Dndzu Dan sprach er:Dan eilt lunger Löuwe/Er wirt fliessen von Dasan. gm/ZAA warem Naph- Dndzu Naphthali sprach er:Naphthaliwirdtgnughabenwaserbegert/vnd V i/ wirdt Mse v.BuANch» XXXim.Qp. ^Ekvm'ftL svirdt voll fegens deß HERRN scyn/Gegen Abend vnd Mittag Wirt sein Besitz seytt. StämmeIsracu Vnd zu Affer sprach er: Affcrseygesegenetmit Sönen/ Er sey angenem seinen XU. Brüdern / vnd tuncke seinen Fuß in öl / eysen vnd crtz sey an seinen schuhen/ Dein al- Ziffer, ter scy wie deine lugend. ^IS ist kein Gott/als der Gott deß Gerechten / der im Himmel sitzt/ der sey deine Go«--wohmmgist Q^hülffe/ vnd deß Herrligkeit m Wolckcn ist / Das ist die § Wohnung Gottes von anfmig^E-Ä anfang/vnd vnter den Armen ewiglich. Vnd er wirdt für dir her deinen Feind auß- treiben/vnd sagemSey vertilget. Israel Wirt sicher allein wohnen/ Der Brunn Ia- v'rccr den Arme.ro. wirdt seyn auff dem Lande da Korn VNd Most ist/dazu sein HiMMel wirdt mit der 5 ugc »der tricffcn. Wol dir Israel/wcr ist dir gleich k O Volek/ daß du durch den HER¬ REN selig wirst/der deiner hülffe Scbildt/vnd das Schwerdt deines Gigs ist/Dei¬ nen Feinden wtrdks fehlen/ Aber du wirst auffjrcr Höhe eynhcr trettcn. a Schrecket». xxxim.Lap. Most gehet stuffden Berg Nebo/tm Moablter Lands/strrbt dastlbs/vnv wr'rdt berrauwerl Von den Rlndern Israel, M Nd Mose gieng von dem Gefilde der Moabiter auff^ venBcrgNcbo/auffdiespitzedeßgebirgspisgagegenIerihovber/ Vnd der HERR zeiget jm das gantze Land Gilead biß gen Dan/ I vnd das gantze Naphchali/vnd das Land Ephraim vnd Manaffe/ vnd das gantze Land Juda/biß an das cufferste Meer/vnd gegen Mittag / vnd die gegend der breite Jeriho der Palmenstatt biß gen Zoar. Vnd der HERR sprach zu jnrDiß ist das Land/das ich Abraham/Isaac vndIacob/geschwo- Gey..^, ren habe/ vnd gesagt: Ich wil cs deinem Samen geben. Du hast es mit deinen äugen gesehen/Aber du solt nicht hinüber gehen. Mose stirbet §ULso starb Mose der Knecht deß HERRN daselbs/ im Lande der Moabiter / nach Mer§/7nno m§ 4^ß dem wort deß HERRN. Vnd er begrub in lm Thal im Lande der Moabiter/ge- cs-.rAz. vm Mtt gen dem Hause Peor/ Vnd hat niemand sein Grab erfahren biß auffdiescn heutigen Ecburk/.468. tag Vlw Mose war hundert vnd zwentztg jar alt da er starb/Seine äugen waren Mose al- nicht tunckel worden / vnd seine krafft war nicht verfallen. Vnd die Kinder Israel be- weineten Mose im geffldc der Moabiter drcyffig tage/vnd wurden vollendet die tage . deß weinens vnd klagens vber Mose. d^Dsua aber der Son Nun ward erfüllet mit dem Geist der weißheit/Den Mo- hatte seine Hände auff in gelegt/Vnd die Kmder Israel gehorchten im/vnd theren wie der HERR Mose gcbotten hatte. Vnd cs stund hinfurt kein Prophet in Is¬ rael auff wie Mose/den der HERR erkennet hme von angesicht/zu allerlcy Zeichen vnd Wunder/dazu in der HERR sandte/daßersictheteinEgyptenland/an Pharao vnd an allen seinen Knechten/ vnd an allen seinem Lande/ vnd zu aller dieser mächtiger Hand vnd großen" Ge- sichten/dte Mose thet für den äugen deß gantzen Israels. Ende der fünffBücher Mose. Das Gor r befihl t^osua/dast er mit vem Dolck auffbte^en / vnd vber den Jordan tt'ehett sol/dss vcrhelssen Land eynrunemmen/ vnd Iosua kommet solchem befehl gehorsamilch nach. AK dem wd Msc / deß Knechts deß ERN/sprach der HERR zu Iosua/Vem Son Nun/ Moses dtenerMein KnechtMo- scistgestorben/ So mach dich nunauff/vn zeuchvberdie¬ sen Jordan / du vnd diß gantz Volck in das Land / das ich jnen/dcn Kindern Frael/gegeben habc.Alle stett darauff ellwcre fußsolen trctten werden hab ich euch gegeben / wie ich Mose geredt habe.Von der Wüsten an/vnd diesem Li- Ebre.;. bano/biß an das grosse Wasser Phrath. Das gantze Land der Hethiter/biß an das grosse Meer gegen dem Abend sollen euwere Grcntze seyn. Dem.». Es sol dir niemand widerstehen dein lebcnlang / Wie ich mit Mose gewesen bin/ also wi! ich auch mit dir seyn / Zch wil dich nicht verlassen/ noch von dir weichen. Sey getrost vnd vnverzagt/denn du solt diesem Dolck das Land außtheilen/das ich iren Dättern geschworen habe/daß ichs jnen geben wolt.Sey nur getrost vnd sehr frcydig/ daß du haltest vnd thust aller ding nachdem Gesetz/das dir Mose mein Knecht ge- vwt.,r.'7» botten hat.Weiche nicht davon/wcdcrzur rechten ltochzurlincken/auffdaß du weiß- Wer «ach Gottes lichhandeln mögest in allem das du thun solt.Vnd laß das Blich dieses Gesetzes nicht "a7d-ltwN-h/E von deinem Munde kommen/ sondern betracht es tag vnd nacht / Auffdaß du haltest MkmRoAfeN vnd thust aller ding nach dcm/das darinnen geschrieben stehet. Alsdennwirdt dirge- 5v..dve!7bm lingcn in allemdasduthnst/vndwirstweißlichhandelnkönnctt. Sihe/ichhabdir " gebotten / daß dngetrost vnd sreydig seyest / Laß dir nicht grauwen / vnd entsetze dich nicht / Denn der HERR dein Gott ist mit dir in allem das du thun wirst. v (^^A gebot Josua den Hauptleuten deß Volcks/vnd sprach: Gehet durch das Lä- (^LDger/vnd gebietet dem Volck/vnd sprecht : Schaffet euch vorraht/Denn vber drey tage werdet jr vber diesen Jordan gchcn/Daß jr hineyn kommet/ vnd das Land eynnemmet/ das euch der HERR euwer Gott geben wirt. D tij Dnd chstt H'aoBucl) II. Lap. stcrcket vnd LS^Nd ZU den Rubenitern/ Gadditcrn/vnd dem halben Stamm Manasse/sprach rr»m rr. trostttI-sua. r Iorda?/der^u allen seinen Vfern/die gantze zeit der Erndten) Da stund das Wasser das von testen war. basist/ das Gesetz/das vns Äiese Geschickt be-- dcutMasi vns §hri, stus / durch die Apo- stel fürqetragcn/im Enägelio lchret ins, d^hdapm^a'mdloben hcrntder kam/auffgericht vber einem hauffen/sehr ferrne von den Leuten der Las Aetz/Ä vns Statt/dic zur feiten Jarthan ligt/ Aber das waffer das zum Meer hinvnder lteffzum vudEhlchörttauff Saltzmeer/das nam ab vnd vcrfloß.Also gieng das volck hinüber gegen Ieriho.Vnd ?lm^^vnftr7ew7st Priester/ die die Laden deß Bunds deß HERRN trugen/ stunden also im trocken sm frey/fröl.ch/vnd mitten im Jordan / vnd gantz Israel gieng trocken durch / biß das gantze Volck alles al^tn Wo M vber den Jordan kam. glauben folgen. Josua ntmniet außdemIordanzwölffSretne/nachdem befehl vebHERRiA/vndn'ch- töt sie zur gevachrniß auffru Grlgal. dwölffstein- WKWNdderHERR sprach zuIosua-MmmeteuchMlffL austgcr.cht^m G-- Männer/auß iegtichem Stam einen/ vnd gebietet jnen/vnd sprecht: Hebt auffauß dem Jordan zwölffSteine / von dem ort da die Füsse « der Priester" also stehen / vnd bringet sie mit euch hinüber / daß jr sie (A'so) Das.st^ic in der Herberge lasset/da ir diese nacht Herbergen werdet. ^ugcn7stundcn m- Da rtcffIosua zwölff Männern/ die verordnet waren von den Kindern Israel/ Deut ,7. L thecm!nchcs an- auß iegltchem Stamm einen/vnd sprach zu inen: Gehet hinüber für die Laden deß ^" b- HERRN euwers Gottes mitten in den Jordan /vnd hebe ein jeglicher einen Stein auff seine achseln / nach der zahl der Stämme der Kinder Israel / daß sie ein Jeicbcn seyen vnter euch. Wenn euwere Kinder hernachmals jre Dätter fragen werden/vnd sprechemWas thun diese Steine dakDaß jr den inen saget: Wie das wasser deß Jor¬ dans abgerissen sey / für der Lade deß Bunds deß HERRN / da sie durch den Jordan gienge/Daß diese Steine den Kindern Israel ein ewig gedächtmß seyen. Da theten die Kinder Israel/ wie jnen Josua gebotten hatte / vnd trugen zwölff Steine mitten auß dein Jordan/ wie der HERR zuIosua gesagt hatte/ nach der zahl der Kvölff Uosim. I lil.Lap. »9 E öcr Stäme der Kinder Israel/ vnd brachten ste mit stch hinüber in die Hcrbcrge/vndi NA-? liessen ste daselbs.Vn Josua richtet zwölffSteine auffmitten im Iordan/da die Füff^M der Priester gestanden waren/die die Lade dcß Bunds trugen / vnd stnd noch dasclbs biß auffdiesen tag.Denn die Priester die die Lade trugen/stunden mitten im Jordan/ biß daß alles außgericht ward das der HERRIosua gcbotten hatte dem Volck Zusa¬ gen/ wie denn Mose Josua gebottcn hatte. Dnd das Volck eylete/ vnd gieng hinüber. v Da nun das Volck gantz hinüber gegangen war / Da gieng die Lade dch HER- L7NM ;r. HEN auch hinübcr/vnd die Priester für dem volck her.Vnd die Rubeniter vnd Gad- diter/vnd der halbe stam Manasse/grengen gerüstet für den Kindern Israel her / wie Mose zu jucn geredt hatte / Bey viertzig tausend gcrüstcr zum Heer giengen für dem I-I»HERRN Zlv.n strcyt auff das gefilde Jeriho. An dem tage machte der HERR Josua groß für dem gantzen Isracl/vnd forchten jn/wie ste Mose forchtcn/sein lebenlang. der HERR sprach zu Josua: Gebeut den Priestern / die die Lade dcß Icug- c>^niß tragen/daß ste auß dem Jordan herauffstcigen.Also gebot Josua den Prte- stcrn/vnd sprach: Steiget herauffauß dem Jordan. Dnd da die Priester/ die die La¬ de dcß Bunds deß HERRN trugen/auß dem Jordan herauff stiegen/vnd mit iren Wasser fußsolen auffs trocken traten / kam das Wasser deß Jordans wider an seine stctt/vnd stoß wie vorhin an allen seinen Dfern. Eswarabcrdcrzchendctagdcß ersten Mon- ^asistamzcheM ansci»ort. den da das Volck auß dem Jordan herauff steig / vnd lagerten stch in Gjlgal gegen dem Morgen der Statt Jeriho. Dnd die zwölffSteine/die ste auß dem Jordan genommen Hütten/richtet Josua Josua richtet auffzu Gügab vnd sprach zu den Kindern IsraebWenn euwere Kinder hernachmals steVatter fragen werden/vnd sagen: Was sollen diese Stetnek So soltjrs jnen kund rc. chun / vnd sagen: Israel gieng trocken durch den Jordan / da der HERR cuwer Gott das Wasser deß Jordans vertrocknete für euch/bißjr hinüber gienget. Gleich wie der HERR cuwer Gott thet in dem Schilffmecr/daß er für vns vertrocknete / biß wir hin Exod..4 durch giengen / Auff daß alle Dölckcr auff Erden die Hand dcß HERRN erkennen/ wie mächtlg sie ist. Daß jr den HERRN euwercn Gott fürchtet allezeit. V. Lap. Dl'e Rönige derAmorlter/enscir dcstIorduns erschrcckcnobderankunffrederIsraellker. Das volct" wlrvt beschirmen ;u Gllgal/ hallen psssah / das Man höret üttff/ vnd et» Engel ec. scheint Josua. z A nun alle Könige der Arrroriter / die jmsett deß Jop Schrecken Io^.7.' dans gegen Abend wohneten / vnd alle Könige der Kananircr am Meer/hörcten/wie der HERR das Wasser dcß Jordans hatte auß- "ndCanamm?" getrocknet für den Kindern Israel/biß daß sic hinüber giengen/vcr- zagt jr Hertz / vnd war kein mut mehr in jnen für den Kindern Israel. §)V der zeit sprach der HERR zu Josua: Mache dir" steinern Messcr/vnd beschneid a Hwider die Kinder Israel zum andern mal. Da macht jm Josua steinern Messer/ ^^"7^ Araloth vnd beschneit die Kinder Israel auff dem Hügel Araloth. Dnd das ist die fache darumb Josua beschneit alles Volck das auß Egypten gezogen war /Mannsbilde/ Denn alleKriegßlcute waren gestorben in der Wüsten auff dem Wege/da sie anß Egypten zogen/Denn alles Volck das außzog war beschnitten/ Aber alles Volck das lch^rdt. in der Wüsten geborn war / auff dem Wege da sie auß Egypten zogen / das war nicht beschnitten. Denn die Kinder Israel wandelten viertzig jar in der Wüsten / biß daß das gantze Volck der Kriegßmanner / die auß Egypten gezogen waren / vmbkamcn/ d-rWüst-» gc/on,/ Darumb/daß sie der stimme deß HERREN nrcht gehorcht hatten/wie denn der nrtbescrMkE. H ERR jnen geschworen hatte/Daß sie das Land nickt sehen selten/welches der tttun^ HERR jren Vättcrn geschworen hatte/ vns zu geben / ein Land da Milch vnd Honig inne fieußt. Derselben Kinder/ die an jre statt waren auffkommen/ beschneit Josua/ Denn Dokk HasBG vi.Lap. so in der Wü- Denn sie hatten Vorhaut / Md waren auff dem Wege nicht beschnitten. Vnd da das schnL»^" b" gantze Volck beschnitten war/ blieben sie an jrem ort im Läger/ biß sie heyl worden. Vud der HERR sprach zu Iosua: Heut hab ich die schände Egypti von euch ge- wendet/Vnd dieselbe stette ward Gilgal genennet/biß auffdiesen tag. Gilgal. Passah ge- 8^LNd als die Kinder Israel also in Gilgal das Läger hatten/hielten sie Passah am HM-», s^viertzehenden tage deß Monds am abend/ auff dem Gefilde Jeriho. Vnd assen vomGetreydedeß LandsamanderntagPassah/nemlich/vngeseuwert Brot vnd c SE» ) Mr * Sangen/eben desselben tags. Vnd das Man höret auffdeß andern tags/da sie deß Man ftngkeaheremrüttas Lands Getreyde assen / daß die Kinder Israel kein Man mehr hatten / Sondern sie assen deß Gekreydcs vom Lande Kanaan von demselben iar. Iosuaerschei 8^ONd es begab sich da Iosua beyIeriho war/daß er seine Augen auffhub/vnd vetttlkME/rc. r^^Award gewar / daß ein Mann gegen im stund / vnd hakte ein bloß Schwerdt in säuer Hand / Vnd Iosua gieng zu im/vnd sprach zu im: Gehörest» vns an/oder vnse- re Feinde k Er sprach: Nein / sonder ich bin ein Fürst vber das Heer deß HERREN/ vnd bin ietzt kommet?. Da fiel Iosua auffsein angcsicht zur Erden/ vnd betet an/vnd sprach zu im: Was saget mem HERR seinem Knecht t Vnd der Fürst vber das Heer deß HERREN sprach zu Djua: Auch deine schuch auß von deinen süssen/ denn die stctt darauff du stehest ist hcylig. Vnd Iosua thet also. v I. Lap. D Jeriho gewontten/mitFeuwer verbrannt/vnd wlrrR7- Nd der HERR sprach zu Zosua: Fürchte dich nicht/ ° vnd zage nicht/Mm mit dir alles Kriegßvolck/vndmachedichaust? Al. vnd zeuch hinauff gen Ai / Sihe da / ich habe den König Ai/sampt semem Volck in semer Statt vn Land/Ln deine Hände gegeben. Vnd solt mit Ai vnd jrem Könige thun/wie du mitIeriho vnd stem Köni¬ ge gethan hast/on daß jrjren Raub/jrVich/ vmer euch therlen solt/ Aber bestelle ei¬ nen Hinderhalt hinvcr der Statt. L Da M croöcrt ^«rs BuK V111. Lap. vrrd verbrcnt. macht sich Josua auff/ vnd alles Kriegßvolck/Hinauff zu ziehen gen Ai / vnd 0^2 Josua erwehlet dreissig tausend streitbar Mann/vnd sandte sie auß bey der nacht/vn gebot inen/vn sprach : Seht zu/ir solt der Hinderhalt seyn hinder der Statt/ macht euch aber nicht all zu serrne von der Statt/vnd seyt allesampt bereyt/Ich aber vn alles volek das mit mir ist wölken vns zu der Statt machen. Vnd wenn sie vns ent¬ gegen herauß fahren/wie vorhin / so wöllen wir für inen fliehen / daß sie vns nachfol¬ gen herauß/biß daß wir sie herauß von der Statt reisten / Deü sie werden gedencken wir fliehen vor inen wie vorhin. M weil wir vor inen fliehen / solt ir euch auffmachen auß dem hinderhalt/vnd die Statt eynnemen/Den der HERReuwer Gottwirt sie in euwer hende geben: Wett ir aber die Statt eyngenommen habt /so steckt sie an mit Feuwer/vnd thut nach dem wort deß HERRN. Sitze/ ich Habs euch gebotten. Also sandte Josua hin/vnd sie giengen hin aüffden Hinderhalt / vnd hielten zwi- v scheu BethEl vnd Ai/gegen Abendwerts an Ai.Iosua aber bleib die nacht vnter dem Dolck/vnd macht sich deß morgens frü auff/ vnd ordnet das Dolck/ vnd zoch hinauff mit den Eltesten Israel/ für dem Volck her gen Ai. Vnd alles Kriegßvolck/das bey im war/zoch hinauff/vnd traten herzu/vnd kamen gegen die Statt /vnd lägcrten sich ge¬ gen Mitternacht für Ai/daß nur ein Thal war zwischen im vnd Ai. Er hatte aber bey fünff tausend Mann genommen/vnd auff den Hinderhalt gestellet zwischen BethEl vnd Ai/gegen Abendwerts der Statt.Vnd sie stelleten das Volck deß gantzen Lägers das gegen Mitternacht der Statt war/daß sein letztes reichet gegen dem Abend der Statt. Also gieng Josua hin in derselben nacht mitten in das Thal. §^5Ls aber der König zu Ai das sähe / eyleten sie/ vnd machten sich frü auss? vnd die ^Männer der Statt herauß Israel zu begegnen zum streit/mit alle seinem Volck/ arr einem bestimmen ort für dem gefilde/ denn er wußte nicht das ein Hinderhalt auff im war hinder der Statt:Iosua aber vnd gantzes Israel stelleten sich / als würden sie geschlagen für inen/vnd flohenauff dem wege zur Wüsten. Da schrey dasgantze Volck in der Statt/daß man inen solt nachiagen. Vn sie tagten auch Josua nach/vnd rissen sich von der Statt herauß / daß nicht ein Mann vberbletb in Ai vnd BethEl/ vernicht außgezogen wcre Israel nacWagen/vnd liessen die Statt offen stehen/ daß sie Israel nachiagten. Da sprach der HERR zuIosua:Recke auß die Lantzen in deiner Hand gegen Ai/ o Den ich wil sie in deine Hand geben. Vnd da Josua die Lantzen in seiner Hand gegen der Statt außreckt/ da brach der Hinderhalt auff eylend auß seinem ort/vnd liessen/ nach dem er seine Hand außreckt/vnd kamen in die Statt/vnd gewonnen sie /vnd ey- leten/vud steckten sie mit Feuwer an. Vnd die Männer von Ai wandten sich / vnd sa¬ hen hindersich/ vnd sahen den Rauch der Statt auffgehen gen Himmcl/vnd hatten nicht raum zu fliehen weder hin noch Her/Vnd das Volck/das zur Wüsten flöhe / keh¬ ret sich vmb jnen nachzujagen. Denn da Josua vnd das gantz Israel sahe/daß der Hinderhalt die Statt gewon- Ai em nenhatte/weil der Statt rauchauffgieng/kehrten sie wider vmb/vndschlugen die MännervonAt. Vnd diein derStattkamenauch heraußinen entgegen/daßsie stmt. mitten vnter Israel kamen / von dorther vnd von hiehcr/ vnd schlugen sie biß daß nie¬ mand vnter inen vberbleib noch entrinnen kundte/vnd griffen den König zuAt leben- vig/vnd brachten jnzu Josua. Vnd da Israelalte Eynwohner zu Al hatte erwürget auff dem Felde vnd in der Wüsten/die inen nachgeiagt hatten/vn fielen alle durch die scherpffe deß Schwerts/biß daß sie alte vmbkamen/Da kehret sich gantz Israel zu Ai/ vndschtugensiemitderscherpffedeß Schwerts. Vnd alte diedeßtagesfielen/beyde tIndM-» Mann vnd Weiber/ der waren zwölff tausend/alles Leute von Ai. Josua aber zoch nicht wider ab seine Hand/damit er die Lantze außreckt / biß daß verbannet wurden alte Eynwohner Ai. On das Vieh/vn den Raub der Statt/thei- Lete Israel auß vnter sich nach dem wort deß HERRN/das er Josua gebotten hatte. Vnd Jo- Ai-silst. VIII.iLüP. j22 § eÄ m ^ud Josua brannte Ai auß/vnd macht einen Haussen darauß ewiglich/der noch Heu- Deur r'.^" tedaligt. Vndließden König zu Ai an einen Baum hengen biß an denabend/Dä Jsl»»«-. die Sone war vnterg cgangcn/gebet er / dass man seinen Leichnam vom Bauni thet/vndworffcn in vntcr der Statt Thor/vnd machten ein grossen Steinhauffen auff in/ der biß auff diesen tag da ist. (A^A bauwet Josua dem HERRN/dem Gott Israel/etnen Altar auff dem Der- Ebal. <^^ge Ebal (wie Mose/ der Knecht dcß HERRN / gcbotten hatte den Kindern Is- rael/als geschrieben stehet im Gesetzbuch Mose/einen Altar von gantzen Steinen/ die mit keinent Eyscn behauwcn waren) vnd opffcrtc dem HERRN darauff Brand- opffervndDanckopffcr. Vnd schreib daselbst auff die Steine das ander Gesetz/das Mose den Kindern Mac! fürgcschricben hatte. Vnd das gantze Israel mit seinen Eltcstcn/vnd Amptleuten/vnd Richtern/ stun¬ den zu beyden selten der Laden/gegen den Priestern auß Leul/die die Lade deß Bunds dcß HERRN trugen/die Frembdlingen so wol als die Eynhetmischen/eine helfft ne¬ ben dem Berge Grisim/vud die ander helfft neben dem Berge Ebal/wic Mose/dcr Grisim. s>s«t.»7. Knecht deß HERRN/vorhin gebottcn hatte/zusegnen das volckIsracl.Darnach ließ Ebal. er außruffcn alle wort deß Gesetzs vom Gegen vnd Fluch/wie es geschrieben stehet im Gesetzbuch: Es war kein wort das Mose gebottcn hatte/das Josua nicht hette lassen außruffcn für der gantzen Gemeine Ifracl/vnd für den Weibern/ vnd Kindern/ vnd Irembdlingm/dic vnterjnen wandelten. IX. Qp. DleHexdnlschen Röntge rüsten stchwtderdteIsraelltee/vnvdt'eGlbeonrtererretten - ir leben inltksten. da§ höretenalle Könige / die jenseit deßIor- dans waren auff den Gebirgen / vnd in den Gründen/ vnd an allen deß grossen Meers/auch die neben dem Berge Libanon waren/nemlich/die Hethiter/Amoritcr/Kananitcr/ Pheresiter/Hc- mLer/vndIebusitcr/samletensiesich einträchtiglich zu Hauff/daß ste wider Josua vnd wider Israel stritten. List der ^sBerdieBürgerzuGibkettdasiehörctcn/wasIosuamiLIerihovndAigcthatt Gibconiter ^Matte/erdachterr sie eine lrst. Giengen hm/vnd schickten eine Bottschafft/vnd na- regcrm fmden/rc. men alte Säcke auff ire Esel/vnd alte zerrissene geflickte Weinschleuch/vn alte geflick¬ te Schuch an jre Füsse/vnd zogen alte Kleider an/vnd alles Brot / das sie mitsich na- men/war hart vnd schimlicht. Vnd giengen zu Josua ins Lager gen Gilgal/ vnd spra¬ chen zu im vnd zum gantzen Israel: Wir komm außferrnen Landen/So macht nun DM.«, einen Bund mit vns. Da sprach das gantz Israel zu dem Heuiter: Vrlleicht möchtest du vntcr vns wohnen wcrden/Wie kündte ich denn einerr Bund mit dir machen? I-s Sie aber sprachen zu Josua: Wir sind deine Knechte. Josua sprach zu inen: Wer seyt jr/vnd von wannen kompt jr ? Sie sprachenDeinc Knechte sind auß sehr fermen Landen kamen vmb deß namens willen deß HERRN deines Gottes. Den wir haben fein Gerücht gehöret/vnd alles was er in Egypten gethan hat/vnd alles was er den «Km.«. ziepen Königen der Amoriter jenseit dem Jordan gethan hat/Sihon dernKönige zu Hesbon/vnd Qg dem Könige zu Basan/derzu Astharoth wohnct.Darum sprachen vnsere Eltcsten/vnd alle Eynwohner vnsers Landes: Mmet Sperse nnt euch auffdie reyse/vnd gehet hin inen emgegcn/vnd sprecht zu inen: Wrr sind euwcre Knechte. So macht nun einen Bund mit vns. Diß vnser Brot/ das wir auß vnscrn Häuser n zu vn- ser Speise namenwar noch frisch da wir außzogen zu euch/ Nun aber sihc / es ist hart vnd schimlicht.Vnd diese Wcrnschleuche füllcten wir nenw/vnd sihe/sie sind zerrissen/ Vnd diese vnsere Kleider Md Schuch sind alt worden vber der sehr langen rcyfe. D.r ' . F tz namcn Em b namen die Häuptleute /re Speise an/vn fragten den Mund deß HERRN nicht. Vnd 8 Josua macht friedcnmit inen/vnd richtet einen Bundmit inen auff/ daß sie leben -««» bleiben solten. Vnd die Obersten der Gemeine schwuren inen. HUBer ober drey tage/nach dem sie mit inen einen Bundt gemacht hatten / kam es ^Afür sie/daß jene nahe bey inen waren/vnd würden vntcr inen wohnen: Denn da die Kinder Israel fort zogen/kamen sie deß dritten tages zu jren Stätten/die hiefferr/ Gibeon/Aaphira/Beroth/vnd KiriathIearim.Vnd schlugen sie nicht/darumb/daß inen die Obersten der Gemeine geschworen hatten bey dem HERRN / dem Gott Ist racl. Da aber die gantze Gemeine wider die Obersten murret / sprachen alle Obersten Geschwo der gantzen Gemeine: Wir haben inen geschworen bey dem HERRN/dem Gott Is- rael/darumb können wir sie nicht antastcn.Aber das wollen wir chun/Laßt sie leben/ daß nicht ein Zorn vber vns komme/vmb deß Eyds willen den wir inen gethan haben, Vnd die Obersten sprachen zu inen: Laßt sie leben/daß sie Holtzhäuwer vnd Wasser¬ träger scyen der gantzen Gemeine/wie inen die Obersten gesagt haben. trogen/vnd gesagt: Ir seyt sehr ferrne von vns / So ir doch vnter vns wohnet? Darumb solt ir verstucht seyn/daß vnter euch nicht auffhören Knechte/ die Holtz hau- wen vnd Wasser tragen zum Hause meines Gottes. Sie antworten Iosua/vnd spra¬ chen : Es ist deinen Knechten ungesagt/daß der HERR/dein Gott/Mose/seinem Knecht/gebotte habe/daß er euch das gantze Land geben/ vn für euch her allcEynwo- ner deß Landes vertilgen wälie/Da fürchten wir vnsers Lebens für euch sehr vnd ha¬ ben solchs gethan: Nun aber sihe/wirsind in deinenHänden/was dich gut vnd recht düncktvnszu thun/dasthue. Vnd erthctinen also/vnd errettet sie von der Kinder IsraelHand/ daß sie sie nicht crwürgetcn. Also machte sie Josua desselben tages zu Holtzhauwer» vnd Was-. serträgern der Gemeine / vnd zum Altar deß HERRN / biß auff diesen tag / an dem ert/den er erwehlen würde. X. «kap. Adom'Fcdek/Irönr'g zu Ier»salem/sucht HLlff bey den Rönigen der Amon'ker wider Grbestt. Josua konipt den Gibeonttern >u hü! ffe/vnv schlegr dieselbige Nönrge. Die Sonn stehet sti ll vno ' werden die fünff Ränige/so in eine Hole gcflohen/ergrlffen/für Josua geführt/ vnd erhenckr-Io- suantmpr erliche namhaffte Starre eyn. ZA aber AdomIedek/ der König zu Jerusalem/ höret/ s daß Josua Aigewonncn/vß sic verbannet hcutc/vnd Ai/sampt jrcni 2skllsa» D Könrge/gethan hatte/gleich wie crIcrihovndirem Könige gethan >^8.-. M Hatte/Vnd daß die zu Gibeon friede mit Israel gemacht hatten/vnd vnter sie kommen waren/forchtcn sie sich sehr ( Denn Gibeon war Gibeos, ein grosse Statt/wie eine Königliche Statt/vnd grösser denn Ai/ , vnd alle jre Bürger streitbar)sandte er zu Hoham/dem Könige zu Heöron/vnd zuPi- ream/dem Könige zu Jarmuth/vnd zuIaphia/dem Könige zu Lachis/vnd zu Debir/ dem König zu Eglon/vnd ließ inen sagen: Kompt herauff zu mir/vnd helfft mir/ daß wir Mbeon schlagen/Dcn sie hat mit Josua vn den Kindern Israel frieden gemacht. Da kamen zu hauff/vnd zogen hinauffdie fünffKönige der Amoritcr/der König zu Zerusalem/der König zu Hebron/der König zu Jarmuth/ der König zu Lachis/ dec König zu Eglon/mit alle jrcm Heerläger/vnd belegten Gibcon/vnd stritten wider sie. l Ber die zu Gibeon sandten zu Josua ins Läger gen Gilgal/ vnd liessen jm sagen: HAIeuch deine Hand nicht ab von deinen Knechten/Kom zu vns herauff eylcnd/ret- tevndhilffvns/Denneshabensichwidervnszusammcn geschlagen alle Könige dec Ameriter/die anff dem Gebirge wohnen- IW sichet hülffc wider vseGsbrontter. Nosim Nosim. x. Lap. retttt die ^)sua zoch hinauff von Gitgal/ vnd alles Kriegßvolck mit/m/vnd alle streitba- Mdschl-g/ ZH reMänner.Vnd der HERR sprach zu Josua: Förchte dreh nicht für/nen/Denu h^he sie in Heine Hände gegeben/ Niemand vnter jncn Wirt für dir stehen kön lL nen.Also kam Josua plötzlich ober sie/ Denn die gantze nacht zoch er herauffvon Gtl- IMe,s. gal: Aber der HERR schrecket sie für Israel/daß sie eine grosse Schlacht schlugen zu Gibeon/vnd jagten inen nach/dcnweg hinan zu BethHoron/ vnd schlugen siebiß gen Ascka vnd Makeda. 8 Vnd da sie für Israel flohen/den weg herab zu BethHoron/ließ der HERR ei- Grosser nen grossen Hagel vom Himel auff sie fallen biß gen Ascka/ daß sie storben / Vnd viel Hag-l. mehr storben jr von dem Hagel/den die Kinder Israel mit dem Schwert erwürgetcn. (^^AredetIosuamitdcmHERRNdcßtages/daderHERR die Amoriter vber- <^Dgab für den Kindern Israet/sn sprach für gcgenwertigem Israel: Sonne stehe Sonne still zu Gibeon/vnd Mond irn Thal Aialon. Da stund die Sonne vnd der Mond st-her M sinle/biß sich das Volck an seinen Feinden rcchete. Ist diß nicht geschrieben im Buch Sxrach 4- deß Fromnren k Also stund die Sonne mitten am Himmel /vnd verzog vnterzugeheu I-sirt- zs, gantzen tag/Vnd war kein tag diesem gleich/ weder zuvor noch darnach / da der HERR der stimme eines Manns gehorchet/ Denn der HERR streit für Israel. Osua aber zoch wider ins Läger gen Gilgal/vnd das gantze Israel mit jm/Aber AH diese fünff Könige waren geflohen/ vn hatten sich versteckt in die Hole zu Make- ^^daDa ward Josua angesagt:Wir haben die fünffKönige gefunden verborgen in derHölezuMakeda.Iosuasprach:Sowaltzctgroffe Steinefür das Loch der Hö- le/vnd bestellet Männer dafür die jr hüten: Jr aber stehet nicht stille/sondern jaget cu- weren Feinden nach/vnd schlaget jre Hiudersten/ vnd laßt sie nicht in jre Stätte kom- men/dcnn der HERR euwer Gott hat sie in euwere Hände gegeben. Vnd da Josua vnd die Kinder Israel vollendet hatten diese sehr grosse Schlacht an jnen/vnd gar ge- schlagen/was vberbleib von jnen/das kam in die festen Stätte. ^,Lso kam alles Volck wider ins Läger zu Josua gen Makeda mit friede/ vn durffte ^»niemand für den Kindern Israel seine Jungen regen. Josua aber sprach: Macht ^*auff das loch der tzöle/vnd bringet hcrfür die fünffKönige zu mir.Sie theten al¬ so/vnd brachten die fünff Könige zu im auß der Hole / den König zu Jerusalem / den König zu Hebron / den König zu Iarmuth/den König zu Lachis/den König zu Eglon. K ist Daabcr Münff Aas BuK X. Lap. Könige von Da aber djefünff Könige zu sm hcrauß bracht waren/rieff Josua dem gantzen o oftmgcsch agcn. sprach zu den Obersten deß Kriegßvolcks/dic mit jm zöget;: Komet herzu/ vnd trettct diesen Königen mit Füssen auffdic Hälse.Vnd sic kamen herzn/vnd traten mit Füssen anffire Hälse.Vnd Josua sprach zu inert: Förchtet euch nicht/ vnd er¬ schrecket nicht/seyt getrost vnd vnverzagt/Denn also wirkt der HERR allen cuwcrcn Feinden thun/wider die ir streytct. VndIosua schlug sie darnach/vn tödtet sie/vnd Hieng sie auff fütlffBäumc/Vnd sie hiengen an den Baumen biß zu Abend. Da aber die Sonne war vntcrgangen/ gebot er/daß man sie von den Bäumen neme/ vnd würff sie in die Hole / darinnen sie Laut deß sich verkrochen hatten/Vnd legten grosse Steine für der Hole loch/diesind noch da auff diesen tag. (AXEssclben tages gcwan Josua auch Makeda/vnd schlug sie mit der scherpffe deß Make- (^L^Schwcrw/DazuirenKöriig/vnd verbannet sie/vnd alle Seelen die drumen A.». waren/vnd ließ niemand vberblciben. Vnd thct dem Könige zubNakeda/wie er dem Könige zu Jeriho gethan hatte. Da zoch Josua vnd das gantze Israel mitjm von Makeda gen Ltbna/vnd streit wider sie. Vnd der HERR gab dicselbige auch in die Hand Israel/mitirem Könige/ Vnd er schlug sic mit der scherpffe deß Schwerts/vnd alle Seelen die drinnen waren/ vnd ließ niemand drinnen vberbleibcn. Vnd thet jrcm Könige wie er dem Könige zu Jeriho gethan hatte. Darnach zoch Josua vnd dasgantz Israel mit jm von Libna gen Lachis/ vnd be- Libna. legten vnd bestritten sie.Vnd der HERR gab Lachis auch in die Hände Israel/ daß sie Lacht?, sie deß andern tages gcwonncn/vnd schlugen sie mit der scherpffe deß Schwerts / vnd alle Seelen die drinnen waren/aller ding wie er Libna gethan hatte, dudcrselbtgcn v zeit zoch Horam/der König zu Gcser/Hinauff/ Lachis zu helffcn / Aber Josua schlug jn Horain. mit alle seinem Volck/biß daß niemand drinnen vbcrbletb. Vnd Josua zoch von Lachis sampt dem gantzen Israel gen Eglon/vnd belegt vnd Eglon. bestreit sie/vnd gcwan sie desselben tags/vn schlug sie mit der scherpffe deß Schwerts/ vnd verbannet alle Seelen die drinnen waren desselben tages / aller ding wie er La- chls gethan hatte. Darnach zoch Josua hinauff sampt dem gantzen Israel von Eglon gen Hebron/ Helm, vnd bestreit sie/vnd gewan sie/vnd schlug sie mit der scherpffe deß Schwerts/vnd sren Kömg/mitallen sren Stätten/vnd allcSeelen die drinnen waren/vnd ließ niemand vberbleibcn/Aller ding wie er Eglon gethan hatte/ vnd verbannet sie / vnd alle See¬ len die drinnen waren. Da kehret Josua wider vmb/ sampt dem gantzen Israel/ gen Debir/vnd bestreit Dcbir. sie/vndgcwansie/samptsremKönige/vndallejreStätte. Vnd schlugen sie müder scherpffedeßSchwerts/vndverbanneten alle Seelen die drinnen waren/vndließ niemand vberblerben. Wie er Hebron gethan hatte so thct er auch Dcbir vnd srcm Kömge/vnd wie er Libna vnd sren; Könige gethan hatte. ^sLso schlug Josua alles Land auff dem Gebirge/vnd gegen Mttag/vnd in den LandLa ^^Gründcn/vnd an den Bächcn/mit allen ircn Königen/vnd ließ niemand ober- ^7^ bleiben / vnd verbannet alles was Athen; hatte/wie der HERR / der Gott Israel / ge- -°, botten hatte. Vnd schlug sie von KadesBarnea an biß gen Gasa/ vnd das gantze Land Gosen biß gen Gibeon/vnd gcwan alle diese Könige mit irem Lande auff em mal/Dcnn der HERR/der Gott Israel/ streit für Israel. Vnd Josua zoch wider ins Läger gen Gilgal mit dem gantzen Israel. xi.Lap. DieCanam'ter Rsnr'ge versamlen sich abermals wider Israelzü sirer'ten / werben von Io-- sira geschiagen/,re Tratte eyngenommen/vud zum rbetlmir Feuwer verbrannt/vnd dre EnablM s»bgerorrer,EmvttvvrelssigHetdnlscheK»ntgev<»ur»e»Iftaelttexwgeschlagen. Da aber Sigwitt vom KER. RE^ gege, bcn. „ , , . . MwM. vbcr sie/vnd alles Kriegßvotck mit jm am Wasser Mcrcm/vnd vbcrfielen sie. Vnd der HERR gab sie tu die Hände Israel/ vnd schlugen sie / vnd jaget sie biß gen großen Adon/vnd biß an die warme Wasser/vnd bißan dieBreytezu Mizpe gegen dem A aber Jabtn/ der König zu Hazor/solchs Höret/sandte ' erzuIobab/dem König zu Madon/vndzum Könige zu Simron/ A vnd Zum Könige zu Achsaph/ vnd zu den Königen / die gegen Mitter¬ nacht auff dem Gebirge/vnd auff dem Gefilde gegen Mittag Kinne- roth/vnd in den Gründen/vnin NaphothDoram Meer/wohneten/ Die Kananiter gegen dem Morgen vnd Abend/die Amoriter/Hethiter/ pheresiter/ vn Icbusiter/auff dem Gcbirge/dazu die Heuiter vntcn am Berg Hermon im Lande Mizpa.Diesc zogen auß mit alle jrcm Heer/ein groß Volck/so viel als deßSands am Mecr/vnd sehr viel Roffz vnd Wägen.Alle diese Könige vcrsamleten sich/vnd kamen vnd lagerten sich zu Hausse an das Wasser Merom/zu streiten mit Israel. Nd der HERR sprach zu Josua: Förchtc dich nicht für jnen/Denn morgen vmb I^duse zeit wil ich sie alle erschlagen geben für den Kindern Israel / jre Rosse soltu vcrlämcn/vndjre Wägen mit Feuwer verbrennen. Vnd Josua kam plötzlich der HERR gab sie in die Hände Israel/ vnd schlugen sie / vnd jaget sie biß gen grossen Adon/vnd biß an die warme Wasser/vnd bißan die Breytezu Mizpegegen dem Morgeü/vnd schlugen sie/btß daß niemand vnterjnmvbcrbleih. Mt eine grosscuVolck wider Israel. Ha»or/ thtt jnenIosua wie der HERR jm gesagt hatte/vnd verlähmet jre Roffe/vnd dl-Haup!. <^Kvcrbrannt jre Wägen. Vnd kehret vmb zu derselbrgenzeit/vttdgewan Hazor/ vndschlug jren König mit dem Schwert (Denn Hazor war vorhin die Hauptsiatt aller dieser Königreich)vnd schlugen alle Seelen die drmnen waren mit der scherpsse der Schwerts / vnd verbannten sie/vnd ließ nichts vberbleiben das den Athem hatt/ vnd verbräm Hazor mit Feuwer. Dazu alle Stätte dieser Könige gewan Josua mit jren Königen/vnd schlug sie mit der scherpsse deß Schwerts/vnd verbannetsie/wie Mose/ der Knecht deß HERRN/gebotten hatte. L Doch verbranten die Kinder Israel keine Stätte/die auff Hügeln stunden/son- dern Hazor allein verbrannte Josua. Vnd allen Raub dieser Stätte/ vnd das Vieh/ theileten die Kinder Israel vntcr sich/Aber alle Menschen schlugen sie mit der scherpf- fe deß Schwerts/biß sie die vertilgcten/vnd liessen nichts vberbleiben das den Athem A-d. hatte/lvie der HERRMose/seinem Knecht / vnd Mose Iosua/gebotten hatte /so thet " Iosua/daß nicht fehlet an allem/das der HERR Most gebotten hatte. L iiij Also Hand Aas Buw xii.Lap. Kanaan von ^tLso nam Josua alle diß Land eyn auff dem Gebirge/vnd alles was gegen Mit- ^Meyngcnomen. ^^^s^^y^^^^Goftn/vnd die Gründe vndFelder/vnd das Gebirge Israel mit seinen Gründen/von dem Gebirge an/daß dasLand hmauff gen Seir schetdet/biß gen BaaLGad/in der breyte deß Bergs Libanon/ vnten am Berge Hcr- mon/Alle ire Könige gewan er/vnd schlug sie/ vnd rödtet sie. Er streit aber eine lange zeit mit diesen Königen. Es war aber keine Statt/die sich mit frieden ergebe den Kindern Israel (außge- Jos»« nomen die Hcuiter/dic zu Gibeon wohnetcn) sondern sie gewonnen sie alle mit streit. Vnddasgeschach also von dem HERRN/daß jr Hertz verstockt würde/mit streit zu begegnen den Kindern Israel/Auff daß sie verbannet würden / vnd inen keine gnade wtderführe/sondem vertilget würden/wie der HERR Mose gcbottcn hatte. Enakim Ad der zeit kam Iosua/vnd rottet auß die Enakim von dem Gebirge von Hebron/ Durch Iosua 'Avon Debir/von Anab/von allem Gebirge Juda / vnd von allem Gebirge Israel/ MßgEet. verbannet sic mit jren Stätten. Vnd ließ keinen Enakim vberbleiben im Lande der KinderIsrael/on zu Gasa/zu Gath/zu Asdod/da blieben ir vber. Also nam Josua alles Land eyn/aller ding wie der HERR zu Mose geredt hatte/ vndgab sieIsraelzum Erbe/cincm jeglichen Stam sein theil/Vnd das Land höret auffzu kriegen. xii.Lap. Ein vnd dret'sslg Heidnische RZnige von ven Isrsellter» geschlagen. WWW Iß find die Könige dkfi Lands / die" die Kinder Israel L schlugen/ vnd namen jr Land eyn jenseit deß Jordan» / gegen der Sonnen auffgang/von dem waffer bey Arnon an/biß an den Berg Hermon/vnd das gantze gefildegegen dem Morgen.Sihon/der Kö- I. nigderAmoriter/ derzu Hesbon wohnet/vnd herrschet von Aroer Schon, an/die am Vferligt deß Wassers bey Arnon/vndmitten im Wasscr/vndvberdas Den-s p. halbe Gilead/biß an das Wasser Zabok/der die Grentze ist der Kinder Ammon / vnd Jabot, vber das gefilde/biß an das Meer Kinneroth gegen Morgen/vnd biß an das Meer" imgesilde/nemlich/dasSaltzmeer gegen Morgen/deß Weges gen BethIesimoth/ vnd von Mittag vnten an den Bächen deß Gebirges Pisga. Dazu die Grentze deß Königs Og zu Basan/der noch von den Risen vbrig war/ 11. vnd wohncte zuAstharothvndEdrei/vnd herrschete vber den Berg Hermon/vber Og. Galcha/vndvbergantzBasan/bißandie Grentze Gcsurt vnd Maachati/vnddeß halben Gilead/welches die Grentze war Sihon/deß Königes zu Hesbon. Mose/dcr Dem. knecht deß HERRN/vn die kinder Israel/schlugen sie/Vn Mose/der knecht deß HER- REN/gab sic eynzunemen de Rubenitern/ Gadditern/ vn dem halbe stam Manasse. .. (A^Iß sind die Könige deß Lands/ die Josua schlug/ vnd die Kinder Israel/ diffeit L si eÄ 8^sdeßIordansgcgen dem Abend /von BaalGad an/auff derbreyte deß Ber- gm vouIosu^ ges Libanon /biß an den Berg/der das Land hinauff gen Seir scheidet / vnd das Jo¬ sua den Stämmen Israel eynzunemmen gab/einem jeglichen sein theil/was auff den Gebirgen/Gründen/Gefilden/an Bächen/in der Wüstcn/vnd gegen Mittag/war/ die Hethiter/Amoriter/Kananiter/Pheresiter/Heuiter vnd Jebustter. Der König zu Jeriho/der König zu Ai/ die zur feiten an BethEl ligt / der König zu Jerusatem/der König zu Hebron/der König zu Jarmuth/der König zn Lachis/ der König zu Eglon/dcr König zu Geser/der König zu Debir/der König zu Geder/der Königzu Harma / der König zu Arad / der Königzu Libna / der König zu Adullam/ der Königzu Makeda/der KönigzuBethEl/der König zu Thapuah/der König zu Hepher/der König zu Aphek/der König zu Lazaron/der König zu Madon/der König zu Hazar/ der König zu SimronMeron / der König zu Achsaph/der König zu Thae- nach/ Wellung Aosua. xm.Lap. ,25 deß Lam nach/ der König zu Megiddo/ der König zu Kedes/ der König zu Iakneam am Khar- mel / der König zu NaphothDor / der König der Heyden zu Gtlgal / der König zu Thirza/das sind ein vnd dreissig Könige. xm.Lap. wie viel Landes noch eynzunemmen disseit Iordans/vnd wie Most den Rindern Ruben/ Gad/ vnd dem halben Gramm Manasie/sten rheü Landes ,enstrr Jordans vbergeben. Anun Zosua alt war/vnd wol betaget/sprach der HE^Rzuim: Dubistaltwordenvndwol bctaget/vnd deß Lands ist noch fast viel vbrig eynzuncmen / nemlich/ das gantze Gaklca der Philtster/vngantzGeffuri/von Sicheran/dcr für Egypten flcllßt/ biß an die Grcntze Ekrsn gegen Mitternacht/dre den Kananitern zugerechnet wirt/fünff Herrn der Philister/nemlich/ der Gasiter/ der Asdoditer/der Philister. Asklonitcr/der Gcthiter/der Ekroniter/vnd die Ämter. Von Mittag an aber ist das gantze Land dcrKananiter/ vndMeara derItdonier/biß gen Aphek/ biß an die Grcntze der Amortter. Dazu das Land der Gtbliter/ vnd der gantze Libanon / gegen der Sonnen auffgang/von BaalGad an/ vntcr dem Berge Hermon/biß man kompt gcn Hamath. Alle die auff dem Gebirge wohnen/vom Libanon an/biß an die warme Wastcr/vn alle Jidonier/ Ich wil sic vertreiben für den Krudem Israel/ Loste nun drumb/sie außzutherlen vnter Israel/wte ich dir gebotten habe. D thcile nun diß Land zum Erbe vnter die neun Stäme/ vnd vnter den halben ThMm IN..», Stamm Manaffe.Denn die Rubcniter vnd Gadditcr haben mit dem andern d/ßL halbenManaste jrErbtheilempfangen/das inen Mose gab jenseit dem Jor¬ dan gegen dem Auffgang/tvie strendaffelbMose/dcr Knecht deß HERRN/gegeben hat/von Arocr an/die am Vfer deß Masters bcy Amon ligt/vnd von der Statt mit- Schon, tcn im Wasser/ vnd alle gegend Medba biß genDibon.Vnd alle Stätte Srhon/dcß Königes der Amoritcr/der zu Hesbon saß/biß an die Grcntze der Kinder Ammon. n DazuGtlead/vnddieGrentzcan Gcssuri vnd Maachati/vnd den gantzen Berg Og. Hcrmon/vnd das gantze Basan/biß gen Salcha. Das gantze Reich Og zu Basan/ derzuAstharochvndEdrctsaß/welchernoch einvbrigerwarvon dm Rlsm/Mose aber schürg sie/vnd vertreib sie. Die Kinder Israelvcrtrieben aber die zu Geffur vnd Maachath nicht / sondern eswohnetbeyde/GcsturvndMaachath/vnter den Kindern Israel/blß auff diesen Num.rg. rag. Aber dem Stam der Leuiten gab er kein Erbtheil/ Denn das Opffcr deß HER- Erbtheil der o' REN/deß Gottes Israel/ist st Erbtherl/wie er inen gercdt hat. RindcrLem. ^lLso gab Mose dem Stamder Kinder Rubcnnach sten Geschlechten/Daß ste Echtheit der ^Wretttze waren/vonAroer/die amVfer deßWassers beyAmon ligt/vnddie Statt mitten im Wasser/mit allem eben Felde/biß gen Medba. Hesbon vnd alle ste Stätte/die im eben Felde ligen/ Dibon/ BamothBaal/vnd BechBaalMeon/ Iachza/Kedemoth/Mephaath/Kiriathaim/Stbma/IerethSaar/auff demGe- birgeimThalBethPeor/die Bäche anPisga/vndBethIcsimoth/vndalle Stätte auffder eben.Vnd das gantze Reich Sihon/dcß Königs der Amoriter/der zuHesbon stiß/dcn Mose schlug/sampt den Fürsten Mdian/Em/Rckem/Iur/Hur/vn Reba/ ,.r7Mv.z'. hte gewaltigen deß Königs Sihon/die im Lande wohneten.DazuBileam/den Son Beor/denWeissager/crwürgetendieKinderIsraclmitdcm Schwert/samptdener- Bileam M schlagenen.Vnd dte Grentze der Kinder Ruben war der Jordan. Das ist das Erb- schlage«. . theil der Kinder Ruben vnter sten Geschlechten/ Stätten vnd Dörffern. Stam der Kinder Gad vnter sten Geschlechten gab Mose / daß ste Grem Ggh, e^LDtze waren Iaescr/vnd alle Stätte in Gilead/vnd das halbe Land der Kinder Ammon / biß gen Aroer/ welche ligt für Rabbah. Vnd von Hesbon/ biß gen Ra- mathMrzpe vnd Bctonim/vnd vonMahanaim biß an die Grcntze Dcbir.Zm Thal aberBekhha- Lrölhal Mas BuA X1111. Qp. Gad aber Bechharam/BethNimra/Suchoth vn Aaphon/ die vbrig war von dem Reich a VN S^/^^M„^.^^sbon/daß der Jordan dieGrentze war/biß ansendedeß Meers Mklnereth/disscit deß Jordans gegen dem Auffgang. Das ist das Erbtherl der Kinder Gad in iren Geschlechten/Stätten vnd Dörffern. Manaffe. (^^Em halben Stamm der Kinder Manaffe nach iren Geschlechten gab Mose/ AAÄ, («^z daß jr grentze waren von Mahanaim an/das gantze Basan/das gantze Reich Og/deß Königs zu Basan/vnd alle FtcckenIair/die in Basan ligen/nemlich/sechtzig Stätte. Vnd das halbe Gilead/Astharoth/ Edrei/ die Stätte deß Königreichs Ogs zn Basan/gab er den Kindern Machir/deß Sons Manaffe/das ist/der hclfft der Kinder Machir/ nach jren Geschlechten. Das ist das Mose außgetheilet hat in dem gefilde Moab/ienseit deß Jordans für Jeriho/gegen dem Auffgang. Aber dem Stam Lelu gab Mose kein Erbtheil/den der HERR/der Gott Israel/ istjr Erbtheil/wie erjnen geredt hat. xim.Lap. Außchellungdeß ererbten Lsndes/vnv was Caleb für ander«M theilMsrdett. Iß ist aber/das drcKtndcr Israel cyngenommm ha« Theilüg deß ben im Lande Sanaan/das vntersie außgetheilet haben der Priester A^-schche? Eleasar/vnd Josua/der Son Nun/vnd die öberstcn Vättervnter den Stämmen der Kinder Israel/Sie theileten es aber durchs Loß vntcr sie/wie der HERR durch Mose gebotten hatte zu geben den ze¬ hendhalben Stämmen. Denn den zweycn vnd dem halben Stamm hatteMose Erbtheil gegeben jenseit dem Jordan/Den Leuiten aber^atte er kein Erbtheil vnter inen gegeben/Denn der Kinder Joseph wurden zween Stämme/Manaffe vnd E- phraim/Darumb gaben sie den Leuiten kein theilim Lande/sondern Stätte/drinnen zu wohnen/vnd Vorstätte für jr Vieh vnd Habe. Wie der HERR Mose gebotten hat- te/so theten die Kinder Israel/vnd theileten das Land. traten herzu die Kinder Juda zu Josua zu Gilgal/vnd Kaleb/ der Son Je- §aleb. OLHphurrnc/der Kenisiter/sprach zu jm.Du weiffest/was der HERR zu Mose/dem 'r Mann Gottes/sagete von meinen vnd deinen wegen in KadesBarnea. Ich war viertzig iar alt/da mich Mose/ der Knecht deß HERRN / außsandte von KadesBar- nea/dasLand zu verkundtschaffen/vnd ich jm widersagt/nach meinem gewissen/Aber meine Brüder/die mit mir hinauff gegangen waren/machten dem Volck das Hertz verzagt/Ich aber folgt dem HERRN/meinem Gott/trcuwlich.Da schwur Mose des- 2 selben tages/vn sprach: Das Land/darauff du mit deinem Fuß getrctten hast/sol dein vnd deiner Kinder Erbtheil seyn ewiglich / Darumb/ daß du dem HERRN/ meinem Gott/treuwlich gefolget hast. Vnd nun srhe /der HERR hat mich leben lassen/wie er geredt hat. Es sind nun fünff vnd viertzig iar/daß der HERR soLcheszuMosesagt/dieIsraelinderWüsten ^44-. gewandelt hat/ Vnd nun sihe/Icb bin heut fünff vnd achtzig iar alt/vnd bin noch heu¬ tige tagcs so starck/als ich war deß tages/da mich Mose außsandte / Wie meine krafft Kalebs Erb- war dazumal/also ist sie auch letzt zu streiten/vnd auß vn eynzugehcn.So gib mir nun th«c. drß Gebirge/davon der HERR geredt hat an jenem tage/dcnn du hasts gehört am sel- A7-.7' ben tage/ Denn es wohnen die Enakim droben/vnd sind grosse vnd feste Stätte / Ob der HERR mit mir seyn wolt/daß ich sie vertricbe/wie der HERR geredt hat. Da segnet jn Iosua/vnd gab also Hebron §aleb/dem Son Icphunne/zum Erb- Do» solchem Arba theil. Daher ward Hebron Kalebö / deß Sons Jephunne/ deß Kentsiters/Erbtheil/ rWrb^ das A/ biß auff diesen tag/darumo/baß er dem HERRN / dem Gott Israel/ trcuwlich gefol- TcucÄ sdRa^ hatte/ Aber Hebron hieß vor Zeiten "KiriathArba/der ein grosser Mensch war ' vndcr den Enakirn/vnd das Land hatte auffgehöret mit kriegen. Erbtheil Hbchcii Nosim. xv.Lav. -26 b-r M- k Erbthetlder Rinver Juda/mlt Vermeidung ,'rer Lanv / Grentze vnd Stätte. ? As Loß deß Stamms der Kinder Huda vnter sren Ge-- schlechten war die Grentzc Edom/ an der Wüsten An/ die gegen Mit- r tagstößtander ecken der Mittags Länder/Das/rMittags Grentze z waren von der ecken an dem Saltzmeer / das ist/ von der Jungen / die gegen Mittagwerts gehet / vnd kommet hinauß von dannen hin- Num.4;. K auff zu Akrabbim/vnd gehet durch An/ vnd gehet aber htnauff von Mittagwerts gegen KadcsBarnea/vnd gehet durch Hezron/ vnd gehet hinauffgen Adar/vnd tcncket sich vmbKarkaa/vnd gehet durch Azmon/vnd kompt hinauß an den Bach Egypti/daß das ende der Grentze das Meer wirdt/ das sey euwer Grentze gegen Mittag. Aber die Morgengrentze ist von dem Saltzmeer an biß an deß Jordans ende. Johan r. Die Grentze gegen Mitternacht ist von der Jungen deß Meers/die am ort deß Jordans ist/vn gehet herauff gen BethHagla/vn zeucht sich von Mitternachtwerts gen BethAraba/vnd kompt herauff zum Stein Bohen/deß Sons Ruben. Vnd ge¬ het herauff gen Debir vom Thal Achor/vn von dem Mitternachts ort/ der gege Gil- gal schet/welche ligt gegen vber zu Adumim hinauff/die vom Mittagwerts am wasser ligt/Darnach gehet sie zu dem Wasser EnSemes/vnd kompt hinauß zum Brunn Rogel.Darnach gehet sie herauffzlun Thal deß SonsHinnam/an der feiten her deß Jebusiters/der von Mittagwerts wohnet/das ist/Ierusalem/vnd kompt herauffauff Jerusalem, die spitze deß Bergcs/der für dem Thal Hmnam ligt von Abendwerts / welcher stößt an die ecke deß Thals Raphatm/gegk Mitternacht zu. Darnach kompt sie von dessel- L ben Berges spitzen zu dem Wasserbrunn Nephthoa/ vnd kompt herauß zu den Stät¬ ten deß Gebirges Ephron/vnd neiget sich gen Baala/ das ist / KiriathIearim. Vnd lencket sich herumb von Baala gegen Abend zum Gebirge Seir/vnd gehet an der feiten her deß Gebirgs Jeartm von Mitternachtwerts/ das ist/Kheffalon/vnd kompt herab gen BethSemes/vnd gehet durch Thinma/Vnd bricht herauß an der fetten Ekron her gegen Mitternachtwerts/vnd zeucht sich gen Sichren/ vnd gehet vber den Berg Baala/vnd kompt herauß gen Jabneel/daß jr letztes ist das Meer. Die Grentze aber gegen Abend ist das grosse Meer/ Das ist die Grentze der Kin¬ der Juda vmbher in iren Geschlechten. ^>Alc b aber/dem Son Jephunne/ward sein tßcil gegebe vnter den Kindern Juda/ Aalebs EA ZL^nach dem der HERR Josua befahl / nemlich/ die KiriathArba / deß Vatters E- nak/dastst/Hebron. Vnd Kaleb vertreib von dannen die drey Sone Enak/Sesat/ Hebron. Ahiman/vnd Thalmai/geboren von Enak.Vnd zog von dannen htnauffzu den Eyn- wohnern Debtr/Debtr aber hieß vorzeiten KirtathSepher.Vnd Kaleb sprach: Wer Debir. KirtathSepher schlegt vnd gewinnet/demwtlich meine Tochter Achsa zum Weibe geben. Da gewan sie Athniel/ der Son Kenas/ deß Bruders Kaleb / Vnd er gab jm Athckel. Achsa. seine Tochter Achsa zum Wetbe. Ivo.,. Vnd begab sich / da sie eynzog/ ward ir gerahten einen Acker zu fordern von /rem Vatter/Vnd sie fiel vom Esel. Da sprach Kaleb zu jr: Was ist dir r Sie sprach: Gib mir einen Segen/denn du hast mir ein MittagsLand gegeben / Gib mir auch Wasserquelle. Da gab erir Quelle oben vnd vnten.Diß ist das Erbtheil deß Stams der Kinder Juda vnter iren Geschlechten. Stätte deß Stams der Kinder Juda / von einer ecken zu derandern/an Stätte deß c>H)der grentze der Edomiter gege Mittag/ wäre diese:Kapzeel/Eder/Iagur/Kina/ StamsIuda. Eimona/AdAda/Kedcs/Hazor/Ithnan/Siph/Telem/Bealoth/HazorHadata/ KiriochHezron/ das ist/ Hazor/ Amam/ Sema/ Molada/HazarGadda / Hesmon/ Bcthpaleth/ Gtättc Has BG XV. L'«y. deß Stams BcthPaleth/HarzarSilal/BecrSeba/BisjothIa/Bacla/Iijm/Azem/Eldolad/ Khesij/Harma/Ilklag/Madmanna/VanSMina/LebaoLh/Silhim/Ain / Rimö/ v. Das sind neun vndzwentzig Stätte vnd jre Dörffer. Inden Gründen aber war/Esthaol/Zarea/Asna/Sanoah/EnGanim/Tha-c: puah/Enam/ Jarmuth/Adullam / Gocho/ Aseka/ Sacraim /Adithaim / Gcdera/ Giderothaim/Dassindviertzehen Stätte vnd jre Dörffer. Jenan/Hadasa/MigdalGad/Dzlean/Mizpc/ZakLhiel/Lachis/Bazckath/Eg- lon/Khabon/Lachnam/Kithlis/Gcderoth / BethDagon/ Naema/ Makcda / Das sind scchtzehen Stätte vnd jre Dörffer. Ltbna/Ether/Asan/Icphthah/Asna/Nezib/Kegila/Achsib/Marcsa/Das sind neun Stätte vnd jre Dörffer.Ekrön mit jrcn Töchtern vn Dörffcrn.Von Ekron vnd ans Mcer/allcs was an Asdod langet/vnd jre Dörffer. Asdod mit jren Töchtern vnd Dörffern. Gasa mit jren Töchtern vnd Dörffern/bistandasWasserEgyptt/pnd daogroffc Meer ist seine Grentzc. Auffdcm Gebirger ber war Samir/Iathir/Socho/Danna/KiriathSanna/ das ist/Debw/Anab/Efthemo/Anim/Gosen/ Holon/ Gilo/Das find cilff Stätte a vnd jre Dörffer. Arab/Dllma/Escan/Ianum/BethThapuah/Aphcka/Humta/KiriathArba/ das isi/Hebron/Aor/Das jind neun Stätte vn jreDörffcr.Maon/Karmel/Siph/ Juta/Iesrecl/ Jakdcam / Sanoah/Kain/ Gtbca/Thimna/ Das sind zehen Stätte vnd jre Dörffer. Haihul/Bethzur/ Gedor/Maarath/ BethAnoth/ Elthckon / Das sind sechst Statte vnd jre Dörffer. KiriathBaal/das ist/ KiriathIearim/Harabba/ zwo Stätte vnd jre Dörffer. In der Wüsten aber war BethAraba/Mddm/ Sechacha/ Nibsan/vnd die Saltzstatt/vnd Engeddi/ Das sind sechst Stätte vnd jre Dörffer. Die Jebusiter aber wohncten zu Icrusalcm/vnd die Kinder Juda kundten sie Jebusi- . nicht ver ererben/" Also blieben die Jebusiter mit den Kindern Juda zu Jerusalem biß xvi.Lav. tzc Japhleti/ bist an die Grentzc dest nidern BcthHoron / vnd bist gen Gaser/vnd das ende ist am Mcer/Das haben zrrnr Erbthcilgenommen die Kinder Joseph/ Manasse vnd Ephraim. Erbthcil der Die Grentze der Kinder Ephraim vnter jren Geschlechten jrcs Erbtheils von rcnrder Ephraim. Auffgangwcrtö/war AtarothAdar biß gen öbern BethHoron/vnd gehctaust gegen Abend beyMichmcthath/die gegen Mitternacht ligt/daselbstlenckt sie sich herum ge¬ gen dem Auffgang der Statt ThaenachSilo/vn gehet dadurch vom auffgangwerts gen Ianoha. Vnd kompt herab von Ianoha gen Ataroth vnd Naaratha/vnd stosset an Jeriho /vnd gehet auß am Jordan. Äon Thapuah gehet sic gegen Abcndwerts gcnÄapalkana / vnd jr ende ist am Meer. Das ist das Erbthcil deß Stams der Kinder Ephraim vnter jren Geschlechten. Vnd alle Grcntzstätte/sampt jren Dörffern der Kinder Ephraim / waren gemcnget vnter dem Erbtheil der Kinder Manasse. Vnd sie vertrieben die Kananiter nicht/die KanaM zu Gaser wohncten/Also blieben die Kananiter vnter Ephraim biß auff diesen tag/ vndwurdenzinßbar. DasLoß Höcheü AOa. xvii.Qp. -27 des; Hal» ' " xvii.Lap. Das Loß Manaste. Nd das Loß fiel dem Stamm Wanasse/Derrn er ist Manch Josephs erster Son/ Vnd siel auff Machir/ den ersten Son Ma¬ umb ward jm Gilead vnd Basan.Den andern Kindern aberMa- nasse vnter jren Geschlechten fiel es auch/ nemlich / den Kindern Abicser/den Kindern Helek/den Kindern Asriel / den Kindern Se- chem/den Kindern 5)ephcr/ vtw den Kindern Semida. Das sind die Kinder Ma- nasse/dcß Sons Joseph/Mannsbilder vnter jren Geschlechten. Aber Alaphehad/der SonHepher/deß Sons Gilead/ deß Sons Macbir/ dcß Jelaphehad. Sons Manaffe/ hatte keine Söne/sondern Töchter/ vnd jre Namen sind diese: Mahala/ Noa /Hagta/Milca/ Thirza/vnd traten für den Priester Elcasar/ vnd für Iosua/den Son Nun/vnd für die Obcrsten/vnd sprachen: Der HERR har Mo¬ se gebotten/daß er vnssolErbtheil geben vnter vnsern Brüdern. Vnd man gab jnm Erbtheil vnter den Brüdern ires Vatters/nach dem bcfelch deß HERRN. Es fielen aber auff Manasse zehen Schnüre äusser dem Lande Gilead vnd Basan/ das ienseyt dem Jordan ligt. Denn die Töchter Manassc namen Erb- theil vnter seinen Sönen/vnd das Land Gilead ward den andern Kindern Ma- nasse. Vnd die Grentze Manaffe war von Affer an gen Michmethath/die fÜr Se- Die Grentze chcm ligt/vnd langet zur rechten an/die von EnThapuah/Denn das Land Thapuah ward Manaffe/vnd ist die Grentze Manaffe an die Kinder Ephraim. Darnach L kompt sie herab gen NahalKana/ gegen Mittagwcrts/ zun Bachstättm / die E- phraimssind/vnter den Stättgr Manaffe: Aber von Mitternacht ist die Grentze Manaffe am Bach/vnd endet sich am Meer/ dem Ephraim gegen Mittag/ vnd dem Manaffe gegen Mitternacht/vnö das Meer ist seine Grentze,- vnd sol stoffen an Affer von Mitternacht/vnd an Isaschar von Morgen. So hatte nun Manaffe vnter Isaschar vnd Affer/BethScan vnd jre Töchter/ Ieblaam vnd /re Töchter/ vnd die zu Dor vnd jre Töchter / vnd die zu Endor vnd jre Töchter/vnd die zu Taanach vnd jre Töchter/vnd die zu Megiddo vnd jre Töchrcr/ vnd das tritte theil Naphet. Vnd die Kinder Manaffe kundten dtse Stätte nicbr cyn- Kanani- nemmen/sondcrndie Kananiter fiengen an zu wohnen in dcmselbigcn Lande. Da aber die Kinder Israel mächtig wurden/machten sie die Kananiterzinßbar/ vnd ver¬ trieben sie nicht. redeten die Kinder Joseph mit Iosua/vnd sprachen: Warumb hast» mir (T^nur ein Loß vnd eine Schnur deß Erbtheils gegeben? Vnd ich bin doch cm groß Volck/wie mich Der HERR so gesegnet hat? Da sprach Josua zu jnen:Wcrl du cm groß Volckbist/so gehe hmauff in den Wald/vnd hauwc vmb daselbst im Lande dcrPheresiter vnd Rrsen/weil dir Das Gebirge Ephraim zu enge ist. Da sprachen die Kinder Joseph: Das Gebirge werden wir nicht erlangen/ Denn es sind eysern Wagen bey allen Kananitern/die im Thal dcß Lands wohnen/ beywelchen ligtBechSean vnd/re Töchter/vnd Iesreel im Thal. Josua sprach zum Hause Joseph/zu Ephraim vnd Manaffe: Du bist ein groß Volek /vnd weil du so groß bist/ mustu nicht ein Loß haben/sondern das Gebirge so! dein seyn / da der Wald ist/den Hauwe vmb/So wirt er deines Loß ende seyn/wcnn du die Karia- mter vertreibst/die effern Wagen haben/ vnd mächtig sind. Die Hütten dcß Skiffes auffgcrichtjnSi- AasBuK XVlll.Lüp. xvm.Lap. Die Hätte deß Sttfsts wirt n» Sils avffgertcht.Isf«» schickt etliche Männer avss/voa pdei» Stä'iimen/daa vbng L«nd zn beschreiben/vnd als sie widerumb kommen/chciler ers vnrer sie dnrchdasLoß. Der Rinder BenIsmm rhetl mir seinen Grenyen vnd Stätten beschrieben. - eö versamlet sich die gantze Gemeine der Kinder» gen Silo / vnd richten daselbst auff die Hütten deß Sttffts/ dAWDWs« vnd das Land war jueu vnterworffeu. Vnd waren noch siben stäcke der Kinder Israel/denen sie jr Erbtheil nicht außgetheilet hatten. Vnd Josua sprach zu den Kindern Israel: Wie lange seyt ir so laffz/ daß jr nicht hmgehet das Land eynzunemmen/das euch der HERR/ euwcr Vättec Gott/gegeben hat - Schafft euch auß jeglichem Stack drey Männer/ daß ich sie sen- de/vnd sie sich auffmachen/vnd durchs Land gehen/vnd beschreibens nach jrenErb- theilen/vnd kommen zu mir. , Theilet das Land in siben theil/ Juda so! bleiben auff seiner Grentze von Mittag her/vn das Haust Joseph sol bleiben auffseiner Grentze von Mitternacht her.Ir aber beschreibt das Land der siben theil/vnd bringet sie zu mir hieher / So Wil ich euch das Loß werffen für dem HERRN vnserm Gott. Denn die Leuiten haben kein theil vnter euch/Sondcrn dasPriesterthumb dcß HERRN ist jr Erbtheil. Gad aber vnd Ru- ben / vnd der halbe Stamm Manaffe/Haben jr theil genommen jenseyt dem Jordan/ gegen dem Morgen/das jnen Mose/der Knecht deß HERRN/gegeben hat. Das Land (Ä^A machten sich die Männer auff/ daß sie hingiengcn/ Vnd Josua gebot jnen/ s Mrt beschriebe» daß sie hin Wolken gehen/das Land zu bcschrechen/ vnd sprach: Gehet hin/ vnd «mdaußg-kh-ilt. das Land/vnd beschreibet es/Vnd kommet widerzumir/daßicheuch hiedasLoßwerffe für dem HERRN zu Silo. Also giengen die Männer hin/vnd durchzogen das Land/vnd beschriebene auff einen Brteff/uach den Stätten/ in siben - theil/vndkamenzu Josua insLägergenSilo. Da warff Josua das Loß oberste zu Silo für dem HERM/vnd theilet daselbst das Land auß vnter die Kinder Israel/ einem jeglichen sein theil. Erbtheil der Loß deß Stacks der Kinder BenIamin fiel nach jren Geschlechten/ »mderLmIamm. G^vnd die Grentze jres Loß gieng auß zwischen den Kindern Juda / vnd den Kin- dem Joseph. Vnd jre Grentze war an der ecken gegen Mitternacht vom Jor¬ dan an/vnd gehet herauff an verfetten Ieriho/von Mittemachtwerts/vnd kompt auffsGebirge gegenAbendwerts/vndgehetaußander Wüsten BethAuen. Vnd gehet von dannen gen Lus/an der seitenher an Lus gegen Mittagwerts/das ist/ BethEl/vnd kompt hinab gen AtharothAdar/an dem Berge / der vom Mittag ligt Grentze deß an dem nidern BethHoron. Darnach neiget sie sich / vnd lenckct sich vmb zur ecken «Heils BenIamin. deß Abends gegen Mittag von dem Berge/der für BethHoron gegen Mittagwerts ligt/vnd endet sich an KiriathBaal/das ist/KinathIeartm/die Statt der Kinder Iuda/Das ist die ecke gegen Abend. Aber die ecke gegen Mittag ist von KiriachIcarim an / vnd gehet auß gegen A- e Lcnd/vnd kompt htnauß zum WafferbrunnenNephthoah. Vnd gehet herab an deß Berges ende/der für dem Thal deß Sons Hinnam ligt/welchs im gründe Raphaim gegen Mitternacht ligt/vnd gehet herab durchs Thal Hmnam / an der feiten derZe- busiter ant Mtttage/vnd kompt hinab zum Brunn Rogel/ Vnd zeucht sich von Mit- ternachtwerts/vnd kompt hinaußgen EnSemes/vnd kompt hinauß zu denhauffen diegegen Adumim hinauff ligen/vndkomptherab zum Stein Bohen/deßSons Ruben.Vndgehetzursettenhinneben dem gefilde/dasgegenMttternacht ligt/vnd kompt hinab auffs Gefilde. Vndgehetander feiten BethHagla/die gegen Mitter¬ nacht ligt/vn ist fein ende an der Zunge deß Saltzmeers/ gegen Mitternacht/ an dem ort deß Jordans gegen Mtttag/Das ist die Mittags Grentze. Aber der Kili- -er BenIa- vün. Johan. r. Stätte ligen/biß gen Baalath BeerRamach gegen Mittag. Das ist das Erbthetl deßStams der Kinder Simeon in iren Geschlechten/Denn der Kinder Simeon Erbthetl ist vnter der Schnur der Kinder Juda / weil das Erbtheilder Kinder Juda Äs dritte Loß fiel auff die Kinder Sebulon nach jren Geschlechten/Vnd die Echtheit der ,Grenheires§rbtheils war biß gen Sand / vnd gehet hinauff zum Abend- ^»de/Sek-lo». werts/gcnMareala/vnd stösset an Dabaseth/vn flösset an den Bach/ der für Jakne- am fleußt.Vnd wendet sich von Sartd gegen der Sonen auffgang/btß an die Grcn- tze KtslothThabor/vnd kompt hinauß gen Dabrath / vn langet hinauff gen Japhia. Vnd von dannen gehet sie gegen dem Auffgang durch Githa/ Hcpher/ Itha/ Kazin/ vnd kompthinauß gen RimonMnhoar vnd Nea/ vnd lcncket sich rumb von Mitter¬ nacht gen Nathon/vn endet sich im Thal JephthahEl/Kathath/Nahalal/Simron/ Jedealavnd BethLehem/Das sind zwölffStättevnd ireDörffer.Dae ist das Erb- BethLehem rheil der Kinder Sebulon in iren Geschlechten/das sind jre Stätte vnd Dörffer. u, S-bulon. v (^^Asvierdte Loß fiel auff die Kinder Isaschar/nach iren Geschlechten/Vnd ire Echtheit der (zAGrentze war/Icsreek/Khesulloth/Suncm/Hapharaim/ Sion/ Anaharath/ rmder^saschar. Rabith/Kiseon/Abez / Remeth / EnGanncm / Enhada/ BechPazez/ vnd stosset an Thabor/ Sahazima/ BekhSemes/ vnd jr ende lstäm Jordan/ Sechtzchcn Stätte Thabor. vnd jre Dörffer. Das ist das Erbthetl deß Stamms der Kinder Isaschar in jren Gc- schlechten/Stätten vnd Dörffern. (c^As fünffte Loß fiel auff den Stam der Kinder Asscr/nach jren Geschlechten/ Echtheit der c^LHvnd ire Grentze war Helkath/ Halai/Betcn / Ack saph/ AlaMelech/ Amead/ Amver Ass». M»sea.Vnd stosset an den Karmel am Meer/vnd an Si horLlbnath/vnd wendet sich gegen der Sonnen auffgang/ gen BcthDagon/vn d stosset an Sebulon/ vnd an das ThalIephthaEl an dieMitternacht/BethEmck/Negicl/vnd kompt hinauß zuKa- bulzurlincken/Ebron/Rehob/Hamon/Kana/b^ßangroß Adon/vnd wendet sich Mna. gen Rama/bißzuderfcstcn StattIor/vndwendct sich gen Hossa/vnd endet sich dwen. am Meer/ der Schnur nach gen Achsip/Vma/Aphck/Rehob/zwo vnd zwentztg Jyr. Statte vnd ire Dörffer. Das ist das Erbthetl deß Stamms der Kinder Affer in iren Gesehlechten/Stätten vnd Dörffern. Heil Uosua. xix.Lap. ps Aber die ecke gegen Morgen sol der Jordan enden/Das ist das ErbthetlderKim der BenIamtn in iren Grcntzen vmbher/vnter iren Geschlechten. (^^Ie Stätte aber deß Stamms der KinderBenIamin vnter iren Geschlechten sind diese :Ieriho/ BethHagla/ EmekKeziz/ BethAraba/ Jemaraim/Beth- El/Auim/Hapara/Ophra/KapharAmonai/Aphni/Gaba/dassindzwölffStätte vnd ire Dörffer. Gibeon/Rama/Veeroth/Mlzpe/Kaphira/ Moza / Rckem / Jeer- Jerusa- pecl/Thareala/Icla/Eleph/vnd die Jebusiter/das ist Jerusalem/ Gtbeath/Kiriath/ um. viertzehen Stätte vnd ire Dörffer. Das ist das Echtheit der Kinder BenIamin in iren Geschlechten. XIX. Lap. DasLsß Simeon/ SebuIon/Isaschar/Asser/Naplithall/vud Dan. DieRtnderIsrael gebe» Josua auch erneu rherl. " A Amach fiel das ander Loß deß Stamms der Kmdcr Erbtheilder M Simeon/nach iren Geschlechten / vnd ir Erbthetl war vnter dem ^nder^meo». Erbthetl der Kinder Juda. Vnd es ward inen zum Erbthetl/ Beer- Seba/ Scba / Molada/ HazarSual/ Bala / Azcm / ElTholad/ N Bcthul/Harma/Aklag/BcthMarcabot/HazarSussa/BethLe- baoth/Saruhen/Das sind dreytzehen Stätte vnd ire Dörffcr.Ain/Rimon/Ether/ Asan/Das sind vier Stätte vnd ire Dörffer. Dazu alle Dörffer/dle vmb diese Stätte ligen/biß gen Baalath BeerRamach gegen Mittag. Das ist das Erbthetl deßStams der Kinder Simeon in iren Geschlechten/Denn der Kinder Simeon Erbthetl ist vnter der Schnur der Kinder Juda / weil das Erbthetl der Kinder Juda inen zu groß war/ darumb erbeten die Kinder Simeon vnter ircm Erbthetl. Tröcherl MoBG xx.Lap. sechste Loß fiel auff die Kinder Naphthali/ in irenGeschlechten/Vnd ire O^Grentze waren vonHeleph/Elon/durch Iaenannim/Adaminekeb/IabneEl/ biß gen Lakum/vnd endet sich am Jordan. Vnd wendet sich zum Abend gen Asnot- Thabor/vnd komptvon dannenhinauß genHukok/ vnd stosset an Sebulon gegen Mittag/vnd an Affer gegen Abend/vnd an Juda am Jordan gegen der Sonnen auffgang/Vn hat feste Stätt/Adim/Zer/Hamath/ Rakath/ Khinnareth/Adama/ cr Rama/ Hazor/Kedes/Edrei / EnHazor/Iereon/MigdalEl/Harem / BethAnath/ BethSames/neuntzehen Stätte vnd ire Dörffcr. Das ist das Erbtheil deß Stams der Kinder Naphthali/ in iren Geschlechttn / Stätten vnd Dörffern. Erbtheil der Aß sibende Loß fiel auff den Stam der Kinder Dan/nach iren Geschlechten/ Rtnder^M. >^D/Vnd die Grcntze ires Erbtheils waren Jarea/Esthaol/Irsames/Saclabitt/ Atalon / Jethla/ Elon / Thtmnata/ Ekron/Elthcke/Gibethon/Baalath/ Ie- hud/BneBarak/ GathRimon/MeIarkon/Rakon/mit den grentzen neben Japho/ vnd an densclbc n endet sich die grentze der Kinder Dan. Vnd die Kinder Dan zogen Lcsem. hinauff/vnd stritten wider Lesem/vnd gewonnen vnd schlugen sie mit der scherpffe deß Dan. Schwertö/vnd namen sie eyn/ vnd wohneten drinnen / vnd nennetcn sie Dan / nach ires Vatters Namen. Das ist das Erbtheil deß Stams der Kinder Dan/iniren Ge- schlechten/Stättcnvnd Dörffcrn. ^osua l>a fie das Land gar außgetheilet hatten mit seinen Grentzen/gaben die Kin- Lrblhcil. ^Adcr Israel Josua / dem Son Nun / ein Erbtheil vnter inen/vnd gaben im nach dem befehl deß HERRN die Statt / die er fordert/ nemlich/ ThimnathSerah / auff dem Gebirge Ephraim. Da bauwet er die Statt/vnd wohnet drinnen. Das sind die Erbtheil/die Elcasar/der Priester/vnd Josua/ der Son Nun/ vnd die obersten der Vätter vnter den Geschlechten/ durchs Loß den Kindern Israel auß- Heileren zu Silo für dem HERRN/für der Thür der Hütten deß Stiffts/vnd vollen¬ deten also das außtheilen deß Lands. XX. Qp. Von den Freistätten. Freystätt. Nd der HERR redet Mit Zosua/ vnd sprach: Sage den 2 Kindern Israel: Gebt vnter euch Freystätte/davon ich durch Mose 82.^ euch gesagt hab/dahin fliehen möge ein Todschläger/der eine Seele vnversehcns vnd unwissend schlegt/das sie vnter euch frcy seyen für dem Bluträcher. Vnd der da fleucht zu der Stätt eine/sol stehen aus¬ sen vor der Statt Thor/vn für den Eltesten der Statt seine Sache ansagen/ So sol¬ len sie in zu sich in die Statt nemmen/vnd im raum geben/daß er bey inen wohne. Vud wenn der Blmrächer im nachiaget/ Sollen sie den Todschläger nicht in sei¬ ne Hände vbcrgeben/weil er unwissend seinenNehesten geschlagen hat/vnd ist im zu¬ vor nicht feind gewesen/So sol er in der Statt wohnen/biß daß er stehe für der Ge¬ meine für Gcricht/biß daß der Hohepriester sterbe/ der zur selben zeit seyn wirdt /Als denn sol der Todschlägcr wider kommen in seine Statt/vnd in sein Hauß/zur Statt/ davon er geflohen ist. b^A heyligtensie Kedesin Galitea auff dem Gebirge Naphthali/vnd Sechem Hebron. c^LDauff dem Gebirge Ephraim/vnd KiriathArba/das ist/Hebron/ auff dem Ge- Jeriho. brrge Juda. Vnd icnseyt deß Jordans/da Jeriho ltzt/gegen dem Auffgang/ gaben sie Bezer in der Wüsten auff der ebne auß dem Stam Ruben/ vnd Ramoth in Gilead auß dem Stam Gad/vnd Golan inBasan auß dem Stam Manaffe. Das waren die Stätte bestimpt allen KindernIsrael/vnd den Frembdlingen die vnter inen woh- nctcn/daß dahin fliehe wer eine Seele vnversehens schlegt/daß er nicht sterbe durch den Vluträcher/biß daß er für der Gemeine gestanden sey. Don Stätte Nosim. xxi.Lap. xxi.Lap. VottStkttenvndVorMttenderLem'ten. DasLoßverRmverRahath/GerssnvndMerar/, A traten Herzu die öberften Vätter vnter den Lenkten/ L-m t-' ö" Priester Eleasar/vnd Iosua/dem Son Nun/vnd zu den ober- ste" Vättern vnter den Stammen der Kinder Israel/vnd redeten mit inen zu Silo im Lande Kanaan / vnd sprachen: Der HERR hat ge- botten durch Mose / daß man vns Stätte geben solle zu wohnen /vnd derselben Vorstätte zu vnserm Vieh. Da gaben die Kinder 'Israel den Lemtenvon jrcn Erbthcilen/nach dem befelch deß HERM/dicse Stätte vnd ire Vorstätte. Kahath. Vnd das Loß siel auff das Geschlechte der Kahathitcr/vnd wurden den Kindern Aaron/deß Pricstcrs/auß den Leuiten durchs Loß dreytzehen Stätte / von dem stam Iuda/von dem Stanr Simcon/vnd von dem Stam BenIamin.Den andernKln- dern aber Kahath/desselben Geschlechts/wurden durchs Loßzehen Stätte von dem Stam Ephraim/von dem Stamm Dan / vnd von dem halben Stamm Manasse. Gerson. Aber den Kindern Gerson/desselben Geschlechts/ wurden durchs Loß dreytzehen Stätte von dem Stamm Isaschar/ von dem Stamm Affer / vnd von dem Stamm Naphchali/vnd von dem halben Stamm Manasse zu Basan. Mcrari. Den Kindern Merari/ires Geschlechks/wurden MölffStatte/von dem Sram Ruben/ von dem Stam Gad/vnd von dem Stam Sebulon. Lso gaben die Kinder Israel den Leuiten durchs Loß diese Stätte vnd ire Vor- statte,/wie der HERR durch Mose gcbotten hatte.Don dem Stamm der Kinder Iuda/vn von dem Stam der Kinder Simeon/gabcn sie diese Stätte/die sie mit iren Namen nencten/ den Kindern Aaron/deß Geschlechts derKahachrrer/auß den Kin- L dern Leui / denn das erste Loß war ir. So gaben sie inen nun KiriathArba/ die deß Vatters Enak war / das ist/Hebron/auff dem Gebirge Juda/vnd ire Vorstätte vmb Kalcb. sie hex. Mer den Acker der Statt / vnd ire Dörffer/ gaben sie Kaleb/ dem Son Ie- ÄÄ.7. phuttnc/ zu seinem Erbe. Also gaberr sie den Kindern Aaron/deß Pnesters/die Freystatt der Todschläger/ Hebron vnd ire Vorstättc/Libna vn ire Vorstätte/Iathir vnd ire Dorstätte/Esthmoa vnd ire Vorstätte/Holon vnd ire Vorstätte/Debir vnd ire Vorstätke/Ain vn jre Dor- stätte/Ima vnd ire Dorstatte/BethSemes vndireVorstätte/Neun Stätte von diesen zweyen Stämmen. Von dem Stam BenIamin aber gaben sie vier Srärre/ Gibeon vnd ire Vorstätte/Gaba vnd ire Vorstätte / Anathoth vnd ire Dorstatte/Al- mon vnd ire Vorstätte. Daß alle Stätte der Kinder Aaron/deß Priesters/waren dreytzehen mit iren Vorstätten. Kahath. Den Geschlechten aber der andern Kindern Kahath/den Leuitcn/wurden durch . psr»l. 7. §oß pjcr Statte von dem Stam Ephraim/vnd gaben inen die Freystätte der Tod- schläger/Scchem vnd ire Vorstätte/auffdem Gebirge Ephraim / Geser vnd ire Vor- stätte/Kibzaim vrld ire Vorstätte/BethHoron vndire Vorstätte. Von dem Stamm Dan vier Stätte/Eltheke vnd ire Dorstätte/Gibthon vnd ire Vorstätte/Aialon vnd ire Vorstätte/GathRimon vnd ire Dorstätte. Don dem halben Stam Manasse zwo Stätte/Thaenach vnd ire Vorstätte/Gathrimon vlld ire Vorstätte.Daß alle Stät¬ te der andern Kinder deß Geschlechts Kahath waren zehen mit iren Verstauen. Gerson- Den Kindern aber Gerson/ auß den Geschlechten der Leuiten / wurden gegeben von dem halben Stam Manasse zwo Stätte/die Freystatt für die Todschlägtr/ Go- lan in Basan vnd jre Dorstätte/Beesthra vnd ire Vorstätte. Von dem stam Isaschar vier Stätte/Ktseon vnd ire Vorstätte/ Dabrach vnd jre Vorftätre/Immmh vnd ire Dorstatte/EnGannim vnd ire Dorstätte. Von dem stam Asscr vier Stätte/Miseal vnd ire Dorstatte/Abdon vnd sie Vorstätte/Helkath vn ire Vorstätte/ Rchob vnd ire Z i?i Dorstatte/ Stätte Ws BuM XXil.Lap. der Leuiten. Vorstätte. Von dein Stamm Naphthalt drey Stätte / die Freystatt Kedes/für die Todschlager in Galilea/vnd ire Dorstätte/Hamoth'Dor vnd ire Vorstätte/ Karthan vndjreDorstätte. Daß alle Stätte deß Geschlechte der Gersoniter waren dreytze- hen mü ssen Dorstatten. Den Geschlechten aber der Kinder Merari/den andern Lernten/wurden gege- Merari, ben von dem Stam Sebulon vier Stätte/Iakneam vnd ire Vorstätte/ Kartha vnd sseDorstätte/Dimna vnd jre Dorstätte/Nahalal vnd sse Dorstätte.Don dem Stam Ruben vier Stätte/Bezer vnd jre Dorstätte/Iahza vn ire Dorstätte/Kedemoth vnd ire Vorstätte/ Mephaath vnd jre Dorstätte. Don dem Stam Gad vier Stätte / die Freystatt für die Todschläger /Ram oth in Gileäd/vnd sse Dorstätte/Mahanarm vnd sse Dorstätte/Hesbon vnd sse Dorstätte/Iaeser vnd ire Dorstätte. Daß aller Stätte der KinderMerari vnter iren Geschlechten der andern Leuiten nach irem Loß waren zwölffe. Aller Stätte der Leuiten vnter dem Erbe der Kinder Israel waren achtvndviertzigmitirenDorstätten, Dnd einiegliche dieser Stätte hatteirDorstatt Achten vmb sich her/eine wie wie ander. «dAZA AsLso gab der HERR dem Israel alles Land/das er geschworen hatte/iren Dättern ^nes.;. Gott Helt sei- ^^zu gebm/vnd sie namens eyn/vnd wohneten drinnen. Vnd der HERR gab inen «ezusage. ruhe von allen vmbher/wie er iren Dättern geschworen hatte/ vnd stund ir Feind kei¬ ner wider sie/Sondern alle ire Feinde gab er in jre Hände. Dnd es fehlet nichts an al¬ lem guten/das der HERR dem Hause Israel geredt hatte/es kam alles. XXII. Lap. Josua schickt die Rinder Ruben/Gad/vnd den halben Stam Manasse/widerumb heim/mir befehl/Gotres Gebot/fieiss-g-u halten. Vom Altar/den sie bsuweren/nicht;um Opffer/ sonder» zu einem Zeugen. rieff Zosua dre Rubemter vnd Gaddtter/ vnd dm halben Stam Mmmffe/vnd sprach zu inen: Ir habt alles gehalten/ ^rch Mose/der Knecht deß HERRN/gebottcn hat/ vn gehorcht meiner stim in allem/das ich euch gebottk hab. Ir habt euwere Brü- der nicht verlassen eine lange zeit her/biß auff diesen tag/vnd habt E gehalten an dem Gebott deß HERRN euwers Gottes:Weil nun der HERReuwer Gott hat euwere Brüder zu ruwe bracht/wie er inen geredt hat/ So wendet euch nun/vnd ziehet hin in euwere Hütten/im Lande euwers Erbes/ das euch Mose/der Knecht deßHERRN/gegebenhatjenseit dem Jordan. Haltet aber nur an mit fleiß/daß ss thut nach dem Gebott vnd Gesetze/das euch Deut..°. Mose/der Knecht deß HERRN/gebotten hat/Daß irden HERRN euweren Gott liebet/vnd wandelt auff allen seinen wegen/vnd seine Gebott haltet / vnd im anhan- get/vnd jm dienet von gantzem Hertzen/vnd von gantzer Seelen, Also segnet sie Io- sua/vnd ließ sie gehen/Dnd sie grengen zu iren Hütten. halben Stamm Manasse hatte Mose gegeben zu Basan / die ander helfft (^^?gab Josua vnter iren Brüdern dlsseit dem Jordan gegen Abend.Dnd da er sie Lreß gehen zu jren Hütten/ vn sie gesegnet hatte/sprach er zu incmIr kompt wider heim mit grossem Gut zu euwren Hütten/ mit sehr viel Drehs/ Silber/Gold/Ertz/Eysen/ vn Kleidern/Ss theilct nun den raub euwrer Feinde auß vnter euwre Brüder. Also ..Reg.;°. kehreten vmb die Rubeniter/Gadditer/vnd der halbe Stam Manasse / vnd giengcn vö den Kindern Israel auß Silo/die im Lande Kanaan ligt/daß sie ins Land Gilead zögen/zum Lande ssesErbes/dassie erbten auß befelch deßHERRN durch Mose. Altar aebau- da sie kamen an die Haussen am Jordan/ die im Lande Karraan ligen/bau- wet von d7rr Rübe- c^wctLN dieselben Rubeniter/Gadditer/ vnd der halbe Stam Manasse / daselbst rnremrc, am Jordan einen grossen schonen Altar. Da aber die Kinder Israel höreten sagen: Sihe/die Kinder Ruben/die Kinder Gad/ vn der halbe stam Manasse /haben einen Altar Alm Msua. XXll.Lüp. scbauwt Mar gebauwet gegen das Land Kanaan/an den Haussen am Jordan disseit der Ktn- bcÄb/ der Israel/Da versamleten sie sich mit der gantzcn Gemeine zu Silo/daß sie wider sie hinauff zögen mit einem Heer. Vnd sandten zu inen ins Land Gilead Pinchas/ Pinchas, den Son Eleasar deß Priesters/vnd mitjm zehen oberste Fürsten/vnter den Häusern jrer Vätter/auß jeglichem Stamm Israel einen. Vnd dasiezujnen kameninsLand Gilcad/redeten sie mit jnen/vnd sprachen.So lcßt euch sagen die gantze Gemeine deß HERRN: O^Ie versündigt jreuch also an dem Gott Israel k Daß jr euch heute kehret von (M^dcm HERRN/damit daß jr euch einen Altar bauwet/daß jr abfalket von dem HERRN. Istsvnszu wenig an der miffethat Peor k von welcher wir noch auff die¬ sen tag nicht gereiniget sind/vnd kam eine Plage vnter die Gemeine deß HERRN. Vnd jr wendet euch heut von dem HERRN wcg/vnd seyt heut abtrünnig worden von dem HERRN / daß er heut oder morgen vber die gantze Gemeine Israel erzürne: Dünckct euch das Land euwcrs Erbes vnrein / so kommet herüber ins Land / das der HERR hat/da die Wohnung deß HERRN stehet/vnd erbet vnter vns/vnd werdet nicht abtrünnig von dem HERRN/vnd von vns/daß jreuch einen Altar bauwet aus- ser dem Altar deß HERRN vnsers Gottes. Versündiget sich nicht Achan/ der Son Iosir-7. Scrah/am verbannten / vnd der zorn kam ober die gantze Gemeine Israel/vnd ec gicng nicht alleine vnter vber seiner miffethatt (A^A antworten die Kinder Ruben/vnd die Kinder Gad/vud der halbe Stamm (^DManasse/vnd sagten zu den Häupten vnd Fürsten Israel: Der starčke Gott/ der HERR / der starčke Gott/derHERR/ weiß/ So weiß Israel auch/Fallen wir ab/ oder sündigen wider den HERRN/so helffe er vns heut nit.Vnd so wir darum den Al¬ tar gebauwet haben/daß wir vns von dem HERRN wenden wolten/Brandopffer oder Speißopffer darauff opffcrn/oder Danckopffcr darauff thun dem HERRN/ so fordere er es. Vnd so wirs nicht viel mehr auß sorge deßdings gethan haben/vnd sprachen: Heut oder morgen möchten euwere Kinder zu vnsern Kindern sagen: Was gehet euch der HERR/der Gott Isracl/an k Der HERR hat den Jordan zur Grentze gesetzt zwischen vns vnd euch Kindern Ruben vnd Gad/jr habt kein theil am HER¬ REN/ Damit würden euwere Kinder vnsere Kinder von de/ forcht deß HERRN weisen. Darumb sprachen wir: Laßt vns einen Altar bauwen/nicht zum Opffer/noch zum Brandopffer/ Sondern daß er ein Zeuge sey zwischen vns vnd euch/vnd vnsern Nachkommcn/daß wir dem HERRN dienst thun mögen für jm / mit vnsern Brand- opffcrn / Daltckopffern/vnd andern Opffern/ vnd euwere Kuider heut oder morgen v nicht sagen dürffcn zu vnsern Kindern: Jr habt kein theil an dem HERRN.Wcnn sie aber also zu vns sagen würden/ oder zu vnsern Nachkommen/hart oder morgen / So kündtcn sie sagen: Sehet dre glcichniß deß Altars deß HERRN/den vnsere Vatter gemacht haben/rricbtzum Opffer/noch zum Brandopffer/Sondern zum Zeugen zwischen vns vnd euch. Das sey ferm von vns/daß wir abtrünnig werden von dem HERRN/daß wir vns heute wolten von jm wenden/vnd einen Altar bauwen zum Brandopffer/vnd zum Speißopffer/vndandernOpffern/äusser dem Altar deß HERRN vnsers Gottes/ der für seiner Wohnung stehet. aber Pinchas/der Priester/ vnd die Obersten der Gemeine / die Fürsten Is- (^^rael/die mitjm waren/höreten diese wort/die die Kinder Ruben /Gad vnd Manasse / sagten / gefielen sie jnen wot. Vnd Pinchas / der Son Eleasar/deß prie- sters/sprach zu den Kindern Ruben/Gad vnd Manasse: Heut erkennen wir/daß der HERR vnter vns ist/daß jr euch nicht an demHERRN versündigt habt in dieser that/ Nun habt jr die Kinder Israel errettet auß der Hand deß HERRN. Da zoch Pinchas/der Son Eleasar/deß Priesters / vnd die Obersten / auß dem Land Gilead/von den kmdern Ruben vn Gad/wider ins Land Aanaan/zu den Km- A inj Dem Mar AasLuK XXlli.Lap. Dcß Jeugniß. Israel/vnd sagteno jncn an. Das gcsiel den Kindern Israel wol / vnd lobten den Gott der Kinder Israel/ vnd sagten nicht mehr / daß sie hinauff Welten ziehen mit ei¬ nem Heer wider sie/zu verderben das Land/da die Kinder Ruben vnd Gad innen wohneten.Dnd die Kinder Ruben vnd Gad hiessen deli Altar / daß er Jeuge sey zwi¬ schen vns/vnd daß der HERR Gott sey. XXIII. Lap. Josua berusst zu sich vas gany Israel/ ermahnt in seinem erlebten alter die Elteste/Richter/ Amptleute/vnd alles Volck/deß HERRN Gesetz fleissig zu halten/ demnach er in Verheissungen vnd dräuwungenwarhaffrig. Ermahnung I osua an Israel vor seinem tod/rk Nd nach langer zeit/da der HERR hatte Israel zn ru- he bracht/für allc jrcn Feinden vmbhcr/ vnd Josua nun alt vnd wol betagct war/Bericffer das gantze Israel/ vnd »re ältesten Häupter/ Richter vnd Amptleute/vnd sprach zu inen: Ich bin alt vnd wol be- taget/vnd ir habt gesehen alles was der HERR euwer Gott gethan hat an allen diesen Völckern für euch Her/Denn derHERR euwer Gott hat selber für euch gestritten. Schet/Ich hab euch die vbrigeVölckcr durchs Loßzugethcilet/ einem jeglichen Stamm sein Erbtheil von» Jordan an/vnd alle Völcker die ich außgerottct habe/vnd am grossen Mer gegen der Sonnen vntergang/ Vnd derHERR euwer Gott wirt sieaußstossenfüreuch/vnd von euch vertreiben/ daßjrjr Land eynncmet/ wie euch der HERR euwer Gott gercdt hat. O seyt nun sehr getrost/daß jr haltet vnd thut alles was geschrieben stehet im Woltha, oN^GesctzbuchMose/daßjrnit davon weichet/ weder zur rechten noch zur lincken/ emGo«/«». Auff daß jr nicht vnter diese vbrige Völcker komct/die mit euch sind/Vnd nicht AKA'" gedcnckt noch schwerer bcy demNamcn jrcr Götter/noch inen dienet/noch sie anbetct/ Sondern dem HERRN euwcrcm Gott anhanget / wie ir biß auff diesen tag gethan habt.So wirt der HERR für euch her vertreten grosse vnd mächtige Völckcr/vn nie- mandhat euch widerstanden biß auffdiescntag. Euwer einer wtrdt tausend iagcn/ Denn der HERR euwer Gott streitet für cuch/wie er euch gercdt hat: Darumb so be- hütet auffs steiffigst eNwere Scclcn/daß ir den HERRN euwern Gott lieb habet. E^D ir euch aber vmbwendet/vnd diesen vbrigcn Völckern anhangct/vnd euch EH)mit inen verheyratet / daß ir vnter sie/ vnd sic vnter cuch/kommen/So wisset/ daß der HERR euwer Gott wirdt nicht mehr alle diese Völcker für euch vertreiben/ ^ 7 «. sondern sie werden euch zum Strick vnd Nch/vnd zumGciffel/in euwer Seiten wer- den/vnd zum Stachel in euwern Augen/blß daß er euch vmbbringe von dem guten Land/das euch der HERR euwer Gott gegeben hat. ^»Ihe/Ich gehe heute dahm wie alle Welt/Vnd jr solt wissen von gantzcm Her- von gantzer Scele/daß nicht ein wort gcfchlct hat/ an alle dem guten/ das der HERR euwer Gott euch gercdt hat/ Es ist alles komm / vnd keines ver¬ blieben. Gleich wie nun alles gutes kommen ist/das der HERR euwer Gott euch ge¬ rcdt hat/Also wtrdt der HERR auch vbcr euch kommen lassen alles böse/biß er euch vertilge von diesem guten Lande/das euch der HERR euwer Gott gegeben hat/ wenn jr vbertrettet den Bund deß HERRN cuwers Gottes / den er euch gebotten hat / vnd hingchet/vndandernGötterndicnet/vndsieanbctet/ daß der zorn deßHERREN vber euch ergrimmct/vnd euch bald vmbbringet von dem guten Land/das er euch ge¬ geben hat. xxim.Lap. Josua versamlet alle Stämme Israel zu Sichem / erzehltt inen die woltbat Gottes/ermant fle zum rechten Gorresdieniile/machr einen neuwen Bund mrtinen/vnd richt einen Gedenchfl«» auff. Josua vnd Eieasar starben/vvv Josephs Gebern rverven begraben zu Srchem. Ios»a Marah Uosua. xxmi.Lap. >z> M göt- Osua versamlet alle Stämme Israel gen Stchem/vnd beneff die Eltestcn von Israel/die Häupter/Richter vnd Amptleute. Vnd da sie für Gott getretten waren/sprach erzum gantzen VolckSo Genes.... DWMM sagt der HERR/der Gott Israel: Euwere Vätter wohncten vor Zeiten jenseit dem Wasser/Tharah/Abrahams vnd Nahors Vatter/vnd ^46. dieneren andern Göttern/Da namtch enwern Vatter Abraham jensert deßWas- scrs/vnd ließ jn wandern im gantzen Lande Kanaan/ vnd mehret jm seinen Samen/ vnd gab jm Ijaac/Vnd Isaac gab ich Jacob vnd Esau/Vndgab Esau das Gebirge Geir zu besitzen/ Jacob aber vnd seine Kinder zogen hinab in Egypten. ? 8. Da sandte ich Mosen vnd Aarorr/vnd plaget Egypten/wie ich vnterinen gethan Erzelung der Habe/Darnach führet ich euch vnd euwere Vätter auß Egypten/Vnd da jr ans Meer kämet/vnd dle Egypter euwern Vättern nachiagten mit Wägen vnd Reutern ans Schilffmeer/Daschryensie zum HERRN / versetzt einFinstcrnißzwischen euch vnd rr«m.«. den Egyptcnl/vnd führet das Meer vbcr sie/vnd bedecket sie. Vnd euwere Augen ha¬ ben gesehen was ich in Egypten gethan habe/ Vnd ir habt gewöhnet in der Wüsten ei¬ ne lange zett. Vnd ich hab euch bracht in das Land der Amoriter/die ienseit dem Jor¬ dan wohncten/ Vnd da sie wider euch stritten/gab ich sie in euwere Hände / daß jr ir Land bcsassct/vnd vertilget sie für euch her. ,7' Da machet sich auff Balak/der Son Apor/der Moabiter König/vnd streit wi¬ der Israel/vno sandte hin/vnd ließ ruffen Bileam/dem Son Beor / daß er euch ver- siuchet/Aber ich wolte in nicht hören / vnd er segnet euch / vnd ich errettet euch auß sei- Iosz. 6.u. neu Händen.Vnd da ir vber den Jordan gienget/ vn gen Jeriho kamet/stritten wider euch die Bürger von Ieriho/die Amortter/Pheresiter/Kananiter/ Hethiter/ Girgo- siter/Heuiter vnd Iebusiter/Aber ich gab sie in euwere Hände. Vnd sandte Hornissen LÄ.Iz. für euch her/die trieben sie auß für euch her/die zwcn Könige der Amoriter/ Nit durch Jos»»... dein Scbwcrt/noch durch deinen Bogen. Vnd hab euch ein Land gegeben / daran ir nicht gearbeitet habt/vnd Stätte die ir nicht gcbauwtt habt / daß ir drinnen wohnet/ vnd esset von Weinbergen vnd Qlebergen/die ir nicht gepflantzet habt. O fürchtet nun den HERRN /vnd dienet jm treuwlich vnd rechtschaffen/vnd die Götter/denen euwer Vätter gedienet haben jcnscyt dem wasser/ vnd in Egypten/vn dienet dem HERRN.Gefellet es euch abcr nicbt/daß ir dem HERRN dienet/So erwehlet euch heutc/wclchcm jr dienen wolt / dem Gott/ dem eu- wcrc Vätter gcdienet haben jenseit dem Wasser/Oder den Göttern der Amoriter / in welcher Land jr wohnet. Ich aber vnd mein Hauß wöllen dem HERRN Plenen. A antwortet das Volck/vnd sprach:Das sey ferrne vonvns/daß wir den HER- ^^RCN verlaffen/vnd andern Göttern dienen/Denn der HERR vnscr Gott hat vlls vnd unsere Vätter auß Egyptcnland geführet/auß dem Diensthause / vnd hat für vnsern Augen solche grosse Zeichen gethan/vnd vns behüt auff dem gantzen Mge/den wir gezogen sind/ vn vnter allen Völckern/durch welche wir gegangen sind. I-5 Vnd hat außgestossen für vns her alle Völcker der Amoriter/die im Lande wohnctcn/ Darumb wöllen wir auch dem HERRN dienen/Denn er ist unser Gott. Osua sprach zum Volck: Ir kündt dem HERRN nicht dienen / Denn er ist ein hcyliger Gott/ein eifferiger Gott / der euwer vbertrcttung vnd sünde nicht scho- o^nen wirt: Wenn jr aber den HERRN verlasset / vnd einem frembden Gott die- mt/So wirt er sich wenden/vnd euch plagen/vnd euch vmbbringen/nach dem er euch guts gethan hat. Das Volck aber spra chzu Josua: Nicht also / Sondem wir wöllen Dem HERRN dienen. sprach Josua zum Volck: Ir seyt Zeugen vber euch/daß jr den HERRN euch (^^erwehlet habt/daß ir jm dienet. Vnd sie sprachen: Ja. So thut nun von euch Die frembden Götter/dtevnter euch sind/vnd neiget euwer Hertz zu dem HERRN/ dem Uosua Has Buch xim.Lap. ^'bt. dem Gott Israel. Vnd das Volck sprach zu Josua: Wir wollen dcm HERRN vnserm Bund ZuSi Gott dienen/vnd seiner stimme gehorchen. Also macht Josua desselben tages einen Denckstein E>und mit dem Volck/vnd legt jncn Gesetz vnd Rechte für zu Sichern. vo>. Iosim auff- Vnd Josua schreib dtß alles ins Gesetzbuch Gottes/vnd nam ein grossen Stein/ gericht. pnd richtet auff daselbst vntcr einer Eyche/die bey dent Heyligthumb deß HERRN war/vnd sprach zum gantzen Volek : Sihe/dicser Stein sol Auge seyn zwischen vns/ Den er hat gehöret alle rede dcß HERRN / wie er mit vns gercdt hat/vnd sol ein Jeu- ge vber euch ftyn/daß jr cuweren Gott nicht verleugnet. Also ließ Josua dasVolck/ Josephs Ge- Lkj» begrabest. ?osua stirbct i/o> Ndwbegat>sichnachdieftmGcschicht/daßIvsua/derSonN»n/der Knecht Maal imzr.sarnach Mo¬ se/welche Mk er das Land eyngenomen/ gecheilet. einen jeglichen in sein Erbthcil. ^LHdeßHERRN/starb/daer hundert vnd zehen iar alt war/Vnd man begrub jn ^^in der Grentze seines Erbthclls/zuDmnathSerah/die auffdem GebirgeE- Vokkau'ß- phratm ligt/von Mtternachtwerts / am Berge Gaas. Vnd Israel dienete dem Gaas. HERRN so lang Josua lebte vnd die Eltcsten/wclchc lange zeit lebten nach Josua/ die pr¬ alle Werck deß HERRN wußtcn/die er an Israel gcthan hatte. (A^Ie Gebeme Ioseph/welchc die Kinder Israel hatten auß Egypten bracht/be- Genes:;. gruben sie zu Sichern / irr dem stück Feldes / das Jacob kaufst von den Kindern Hemor/deßVatters Sichern/vmb hundert Groschen/vnd war der Kinder Joseph Erbtheil. ^bLeasar/dcr Son Aaron/ starb a nch/vnd sie begruben in zu Gibea seines Sons Eleasar c^Pinehas/die jm gegeben war auff dem Gebirge Ephram;. Ende deß Buchs Josua. Has Buch der UGtcr. I. Lap. Juda wirr (vberster vnd Führerdeß Volcks / fthlegrdie Lananiter/Hzuwer dem AdoniBesek die Daumen ab/gewinnt Jerusalem / Hebron / Debw. Mose Schwehers Geschlecht begrbt sich vnrer das Volck. Israel vertreibt Vie Hexden nicht alle. AD dem wd Udsim srgg-. die Kinder Israel den HERRN/ vnd spra- ^hcn: Wer sol vnter vrrs den Krieg führen wider die Ka- naniterk Der HERR sprach.Iuda solin führen/Sihe/ich hab das Land in seine Hand gegeben. Da sprach Juda zu seinem bruder SimeomAuch mit mir hinauffin meinem Loß/vnd laß vns wider dieKananiter streiten/So wil ich wider mit dir ziehe in deiniLoß. Alsozog Simeon mit jm. A nun Juda hinauff zog /gab im der HERR die Aananiter vnd Pheresiter in ^^^ire Händc/vnd schlugen zu Besck zehen tausend Mann. Vnd funden den Ado- Adoni- ^^niBcsckzu Besck/vnd stritten wider jn/vnd schlugen die Kanantter vnd phe- resiter/Aber AdontBesk flöhe / vnd sie jagten jm nach/Vnd da sie jn ergriffen/ver¬ hieben sie jm dre Daumen an seilten Händen vud Füssen. Da sprach AdoniBesck: Sibentzig Könige mit verhauwenen Daumen jrer Hände vnd Füsse lasen auffvnter meinem Äsch/Wie tch nun gethan habe/so hat mir Gott wider vergöltet;. Vnd man bracht jn gen Ierusalem/daselbst starb er. Aber v erobert. AsBer die Kinder Juda stritten wider Jerusalem/vnd gewonnen sie/vnd schlugen Iosl° v. derscherpffedeßSchwerts/vndzündtendieStattan. Darnachzogen die Kinder Juda herab zu streiten wider die Kananiter/dte auff dem Gebirge/vnd gegen Mittag/ vnd in den Gründen/wohneten. H6^Nd Juda zoch hin wider die Kananiter/die zu Hebron wohneten (Hebron aber Hebron. (dhieß vor zeitm KiriathArba) vnd schlugen den Sefai/vnd Ahiman/vnd Thal- mai/Vnd zoch von dannen wider die Eynwohner zu Debir(Debir aber hieß vor zei- ten KtriathSepher.)Dnd Kaleb sprach: Wer KiriachSepher schlegt vnd gewinnet/ Mch. Achsa. pem wil ich meine Tochter Achsa zum Weibe geben. Da gewan sie Athniel/der Son Kenas/deß Kalebs jüngster Bruder/Vnd er gab jm seine Tochter AchsazumWeibe. Athntek. Vnd es begab sich/da sie cynzoch/ward jr gerahten/daß sie fordern solt einen Acker vonjrcm Vattcr/vnd fiel vom Esel. Da sprachKaleb zujr: Was ist dir k Siesprach: Gib mir einen Segen/ Denn du hast mir ein Mittags Land gegeben / Gib mir auch ein wäfferigs. Da gab er jr ein wässerige oben vnd vnden. rr°m.Nd die Kinder deß Keniters / Mose Schwager/zogen herauffauß der Palmen E JAstatt/mit den Kindern Juda in die Wüsten Juda/ die da ligt gegen Mittag der statt Arad/vnd gieng hin/vnd wohnet vnter dem Volck. M?.Nd Juda zog hin mit seinem Bruder Simeon / vnd schlugen die Kananiter zu num.r,. o^Zephath/vnd verbanneten sie/vndnennetendie statt Harma. Dazu gewan Ada Gaza mit jrcr zugehör/vndAsklonmitjrerzugehör/vndEkron mit jrerzuge- I-b»» -k. per HERR war mit Iuda/daß er das Gebirge eynname/Denn er kundt die Eynwohner im grundt nicht eynnemmcn/ Darumb / daß sie Eysern Wägen hatten. Vnd sie gaben dem Kaleb Hebron/wie Mose gesagt Hatte/Dnd er vertrieb darauß die drey Söne deß Enak. Aber die Kinder BcnIamin vertrieben die Jebusiter nicht die zu Jerusalem ^el hat die wohneten/sondern die Jebusiter wohneten bey den Kindern BenIaminzuIerusa- H-Oc»v«r. lcm/bißauffdiesentag. ir-^« ^^Effelben gleichen zogen auch die Kinder Josephs hinauss gen BethEl/ vnd der BethEl / vor HERR war mttjncn. Vnddas Hauß Joseph verkundtschafften BethEl (die ^»Lussemnnr. vorhinLus hieß)Vnddie Wächter sahen einen Mann auß der Stattgehen/vnd c sprachen zu jm: Weise vns/ wo wir in die Statt kommen / so wollen wir barmhertzig- kett an dir chun. Vnd daerjnen zeiget/wo sie in die Stattkämen/schlugen sie die Statt mit der scherpffe deß Schwerts/ Aber den Mann vnd alle sein Geschlecht lies¬ sen sie gehen. Da zog derselb Mann ins Land der Hethiter / vnd bauwete eine Statt/ LkS. vnd hieß sie Lus/dte heißt noch heutig-tags also. Nd Manaffe vertreib nicht BethSean mttjren Töchtem/noch Thaenach mit Welche Vol- UHjrenTöchtern/noch die Eynwohner zu Dormit jren Töchtern/noch dieEyn- ckrrmchtvrEe^ wohner zu Jebleam mit jren Töchtern / noch die Eynwohner zu Megiddo mit jren Töchtern / Vnd die Kananiter siengen an zu wohnen in demselben Lan¬ de. Da aber Israel mächtig ward/wacht erdie Kananiter zinßbar/vnd vertreib Deßgleichen vertreib auch Ephraim die Kananiter nicht/die zu Gaser wohne- tcn/Sondern die Kananiter wohneten vnter jnen zu Gaser. Sebulon vertreib auch nicht die Eynwohnerzu Kitron vnd Nahalol / Sondern die Kananiter wohnetenvnterjnen/vndwarenzinßbar. Affer vertreib die Eynwohner zu Akonicht/nochdieEynwohner zu Adon/zu Ahelab/zu Achsib/zu Helba/zu Aphik/vnd zu Rehob/ Sondern die Afferiter wohne¬ ten vnter den Kananttern/die im Lande wohneten/denn sie vertrieben sie nicht. Naphthali vertreib die Eynwohner nicht zu BethSemcs/ noch zu BethAnath/ sondern wohnetvnterden Kananitern/dteimLande wohneten/AberdiezuBeth- SemesvndZuBethAnarh wurden zinßbar. Vnd Msmel NuD Hat di- Hcy> NddieAmontcrdrungendicKinraDanausssGcki-g-/v!id!icsscnnichtzu/ WL" Mdaßsi-hem»d-rtnd-»grm,dkämcn.Vndd!eAmvrmrfic!!gcnanruwohnc» ^auff dem Gebirge Hcrcs/zu Aialon vn zu Saawm. Dochward bim d.e Hand dcß tzuusco Joseph zu schwer/vnd wurden ziußbao. Dm die Orentzc dcrAmoritcr war/da man gen Mabbtm hinauff gch-t/vnd von dem Felp/vnd von der hohe. s (Noäilm)HoißL Vie weynende. Nach Josua vnd der Däkter eod ^r.d«sV-l-kAb. tzolckdem HERRN solange Josua lebet vnd die Eltesten/die lange nach Josua leb- ten/vnd alle dre grosse Werck deß HERRN gesehen hatten/die er Israel gethan hatte. Da nun Iosua/der Son Nun/gestorben war/ der Knecht deß HERRN / als er hun- ^4. Dert vnd zehen iar alt war/begruben sie in in den Grentzen seines Erbtheils zu ThtM- nathHercs/auff dem Gebirge Ephraim/ von Mttcrnachtwerts am Berge Gaas- Gaas. auch alle/die zu derzeit gelebt Haiti/zu ircnVättcrn versamlet wordcn/kam <^snachlne ein ander Geschlecht auff/das den HERRN nit kennet/ noch die werck die er an Israel gethan hatte. Da theten die Kinder Israel vbcl für dem HERRN/vn ptenland geführet hatte/vnd folgeren andern Göttern nach/auchden Göttern der Dmu sic vcrlicffcn/e vnd/c den HMRN/vnd dienetm Baalvnd Astharoch So ergrimmet den» der zorii deß HWN ober Israel /vnd gab sic m die 11. Lap. Der EnckN veß HERRN verwert dem volck/daß sie mit den Tananltern Brindkmß ge- mackk.Nnob?7ofu«vnd dorElecrn rod fallen Vie Rrnder Israel vcnn HERRN ab/dienen dem Baal/vav -er HERR vbergtbr sie in der Hexden hende. S kam aber der" Engel deß HERRN hcrauff vö Gib gal gen Bochim/vnd sprach:Ich hab euch auß Egypten herauffge- L». führt/vn ins Land bracht/das ich euwren Vättern geschworen hab/ vnsprach: Ich wolt meinen Bund mit euch nit Nachlassen ewiglich/ daß ir nicht soltet einen Bund machen mit den Eynwohnern dieses Landes/vnd jre Altar zerbrechen/aber ir habt meiner stilne nicht gehorchct/Warumb habt ir das gcrban e Da sprach ich auch.Ich wil sic nit vertreiben für euch/daß sie euch zum stricke werden/vnd jre Götter zum Netze. Vnd da der Engel deß HERRN solche wort gercdt hatte zu allen Kindern Isracl/Hub das Volck seine stime auff/vnd weyne- ten/Vnd hiessen ore stä.tte Bochinr/vnd opffcrtcn daselbst den; HERRN. ^^Enn als Josua das Volck von sich gelassen hatte / vnd die Kinder Israel hinge- ^zogen warm/ ein jeglicher in sein Erbthcil/ das Land cynzunemen/diencte das ten/vnd alle dre groffeWerck deß HERRN gesehen hatten/die er Israel gethan hatte, dcrtvndzchcniarattwa^ seines Erbteils zu Thrm- ^A auch alle/die zu der zeit gelebt hatte? zu jrcn Vättern versamlet wordcn/kam 'nach jne ein ander Geschlecht auff/dasden HERRN nit kennet/noch die werck .. dieneren Baalim/vnd verliessen den HERRN/ ircr Vätter Gott/der sie auß Egy- ptenland geführet hatte/vnd folgcten andern Göttern nach/auch den Göttern der Völcker/We vmb sie her wohncten / vnd beteten sie an/ vnd erzürneten den HERRN/ Denn sie verliessen ie vnd /e den HERRN/vnd dieneten Baal vnd Astharoch. Baal. Straff Got- So ergrimmet derrn der zorn deß HERRN vbcr Israel / vnd gab sie in die Hand Mha- HS von weLcnder deren/die sie raubeten/daß sic sie beraubten/ vnd verkaufft sie in die Hände ircr Feinde ror». ymbhcr. Ez^d kundtetr nicht mehr sren Feinden widerstehen / Sondern wo sie hin- außwoltcn/so war deßHERRN Hand wider siezum vnglück/Wic denn derHERR inen gesagt vnd geschworen hatte/vnd wurden hart gedrenget. A^^Enn denn der HERR Richter aufferwccket/die inen helffen auß der Räuber (K^)hand/so gehorchten sie den Richtern auch nit/ Sondern hureten andern Göt¬ tern nach/vnd beteten sie an/vnd wichen bald von dem wege/da ire Vätterauffge¬ gangen waren/ deß HERRN Gehörten zu gehorchen/vnd theten nicht wie dieselben. Wenn aber der HERR inen Richter erwecket/ so war derHERR mit dem Rich- ter/vnd halff inen auß ircr Feinde hande/so lange der Richter lebte / Denn cs iamert den HERRNjr wehklagen/ober die/so sie zwungen vnd drengeten: Wenn aber der Richter starb/so wandten sie sich/vnd verderbeten es mehr denn ire Vätter/daß sie andern Göttern folgetcn/incn zu dienen / vnd sie anzubeten/Sie fielen nicht vonirem fürncmmen/noch von irem halßstarrigen wesen. Darumb ergrimmet denn deß HERRN zornvberIsrael/daß er sprachWeildiß Volckmeinen Bund vbergangen hat/denichirenVätterngebotten habe/vndgehor¬ chen mei- Kpdm AcrMKcr. lii.Lap. «z; so vnder chen meiner stimme tticht/so Wil ich auch hinfürt die Heyden nicht vertreiben/die Io- lblibm hat gelassen da er starb/Daß ich Israel an inen versuche/ob sie auff den wegen dcßHERRNbleiben/daßsie drinnen wandeln/wie jre Dätter geblieben sind/oder nicht.Also ließ der HERR diese Heydcn/daß er sie nicht bald vertreib/ die er nicht hak te in Josua Hand vbergeben. 111. Lap. Der liest etliche Heyden im Lande vberbleiben/ die Rinder Israel za üben/ Sie machen Areundtschsfft mir einander/vnd der HL ^^moritern/Phercsitcrn/Heuttcrn vnd Icbusitern/namen sie jener Töchter zu weis. Wcibern/vnd gaben jre Töchter jener Söne/vnd dieneten jener Göttern/vnd theten vbel für dem HERRN/vnd vergassen deß HERRNjres Gottes/vnd dieneten Baa- lim vnd den Hainen.Da ergrtmnret der Zorn deß HERRN vber Israel/vnd verkaufst sie vnter die Hand Susan Risathaim/dem Könige zuMesopotamia/vnd dieneten al- Susan Ri¬ so die Kinder Israel dem Susan Risathaim acht jar. iathmm. Da schryen die Kinder Israel zu dem HERRN/vnd der HERR erwecket jnen et- s, nenHcyland/dersieerlöset/Athniel/denSon Kenas/Kalebs jüngsten Bruders. Atbiiielvier- Dndver Geist deß HERRN war in jm/vnd ward Richter in Israel/vnd zoch auß ^>arAi-hterm zum streit/vndder HERR gab den König zu Syrien/SusanRisathaim/inseme v hand/daß seine Hand vber jn zu starck ward.Da ward das Land still viertzig jar.Vnd Athniel der Son Kenas starb. Ber die kinder Israel theten fürter vbels für dem HERRN/da sterckt der HERR ^AEglon den König der Moabiter wider Israel/ Darumb daß sie vbels theten für Eglon. dem HERRN.Vnd samlct zu jm die Kinder Ammon/vnd die Amalekiter/vnd er zoch hin/vndschlugIsrael/vnd nameyndie Palmenstatt. Vnd dieKinderIsrael diene- Israel dienet ten Eglon der Moabiter König achtzehen jar. Da schryen sie zu dem HERRN/vnd der HERR erwecket jnen einen Heyland/Ehud den Son Gera/ deß Sons Iemini/ 1 f. derwarlinck. Ehudachtzig Vnd da die Kinder Israel durch denselben Geschenck sandten Eglon der Moa- M^chter. bitcr Könige/macht jm Ehud ein zweyschneidig Schwert/einer elen lang/vn gürtet es vnter sein Kleid auffsein rechte hüfft/vnd bracht das Geschenck dem Eglon der Moa¬ biter Könige/Eglon aber war ein sehr fetter Man.Vnd da er das Geschenck hatt vber antwortet/lteß er das Volck/die das Geschenck getragen hatten. Vnd kahrt vmb von dcir Götzen zu Gilgal/vn ließ ansagen:Ich Hab/O König/dir was Heimlichs zu sagen. Er aber hieß schweigen/vnd giengen auß von jm alle die vmb jn stundem Vnd Ehud kam zu jm Hineyn/Er aber saß in der Sommerleube.Vnd Ehud sprach:Ich hab Got¬ tes wort an dich. Da stund er auffvö seinem Stul/ Ehud aber recket seine lincke Hand Ehud sticht e auß/vnd nam das Schwert von seiner rechten hüfft/vnd stieß jm in seinen bauch/daß Las/deß Vatters der Esriter/vnd sein Son Gideon drasch Weytzen an der Kclter/daß er flöhe für den Midianitern.Da erscheinjm der EngeLdeß HERRN vnd sprach zu jm: Der HERR mit dir/ du streitbarer Held. Gideon aber sprach zu im: Mein Herr/ist der HERR mit vns/Warumb ist vns denn solche alles widerfahren? Vnd wo sind alle seine Wunder/die vns vnsere Vätter erzehleten/vnd sprachen: Der HERR hat vns auß Egypten geführet. Nun aber hat vns der HERR verlassen /vnd vnter der Mdianiter hende gegeben. Der HERR aber wandt sich zu jm/ vnd sprach: Gehe hin indieserdemer krafft/ v. Du sole Israel erlösen auß der Midianiter hende.Sihe/ich hab dich gesandt.Er aber Gideon zum sprach zu jm: Mein Herr/womit so! ich Israel erlösen? Sihe/meine Freundtschafft ist orichcerberuffen. die genügst in Manaffe/vnd ich bin der kleinest in meines Vatters hause.Der HERR J rij aber chldcsn HasBuK VI. Lap. begert ein aber sprach zu /m: Ich wil mit dir seyu/daß du die Midiam'ter schlagen sott/ wie einen Mche». einzelcn Mann. Er aber sprach zu im: Lieber/ hab ich gnade für dir fanden/ so mache mir ein Zeichen/ daß du es seyest der mit mir redet. Weiche nicht biß ich zu dir komme/ vnd bringe mein Speißopffer/das ich für dir lasse. Er sprach: Ich wil bleiben biß daß du wider kommest. 8^Nd Gideon kam vnd schlachtet ein Jigenböcklin/vndein Epha vngeseuwcrks cx^mäls/vnd leget fleisch in einen korb/vnd thet die brüe in ein Töpffen/vnd braches zuim herauß vnterdie Eyche/vnd trat herzu/Aber der Engel Gottes sprach zu im: Mn das fleisch vnd das vngeseuwert/vn laß es auff dem Felß der hie ist/vnd geuß die brüe auß. Vnd er thet also. Da recket der Engel deß HERRN den Stecken auß/ den er in der Hand hatte/vnd rüret mit der spitzen das fleisch vnd das vngeseuwert mäl an/ vnd das feuwcr fuhrauß demFelß/vnd verzehret das fleischvnd vngeseuwertmäl. Vnd der Engel deß HERRN verschwand auß seinen äugen. Da nun Gideon sahe/daß es ein Engel deß HERRN war/ sprach er: O HERR 6 HERR/Habe ich also einen Engel deß HERRN von angesicht gesehene Aber der HERR sprach zu im: Fried sty m it dir. Förchte dich nicht/ du wirst nicht sterben. Da bauwet Gideon daselbst den; HERRN einen Altar/vnd hieß in/der HERR deß Ine- des/der stehet noch biß auffden heutigen tag zu Ophra/deß Vatters der Esriter. Mr-Nd in derselben nacht sprach der HERR zu im : Mn einen Farren vnter dm c^hOchsen die deines Vatters sind/vnd einen andern Farren der sibeniärig ist/vnd Zerbrich den Altar Baal/der deines Vatters ist/vnd hauwe ab den Hain der dabey stehet/vnd bauwe dem HERRN deinem Gott oben auffder höhe dieses Felsen einen Altar/vnd rüste in zu/vnd mm den andern Farren/ vnd opffere ein Brandopffer mit dem Holtz deß Hains / den du abgehauwcn hast. Da nam Gedeon zehen Männer Gideon Zer- seinen Knechten/vnd thet wie im der HERR gesagt hatte/ Aber er forcht sich sok- bricht Baals Al- Heb zu thun deß tags für seines Vatters hauß/vnd den Leuten in der Statt/vnd thets hey nacht. Da nun die Leute in der Statt deß morgens frü auffstunden/ Sihe/ da war der Altar Baal zerbrochen/vnd der Hain dabey abgehauwen/vnd der ander Farr ein Brandopffer auff dem Altar/der gcbauwet war. Vnd einer sprach zu dem andern: v Wer hat das gethan t Vnd da sie suchten vnd nachffagten / ward gesagt: Gideon der SonIoashat das gethan. Da sprachen die Leute der Statt zu Ioas: Gib deinen Sou herauß/er muß sterben/daß er den Altar Baal zerbrochen/vnd den Hain da- bcy abgehauwen hat.Ioas aber sprach zu allen die bey im stunden: Wolt ir vmb Baal hadcrnk Wolt ir im helffen k Wer vmb in hadert/der sol dieses morgens sterben.Ist er Gort/so recht er vmb sich sclb/daß sein Altar zerbrochen ist. Von dem tag an hieß man JembBaal. ja JembBaal/vnd sprach:Baal rechte vmb sich selbs/daß sein Altar zerbrochen ist. nun alle Mdianiter vnd Amalekiter/vn die auß dem Morgenland / sich zu ^LHhauffversamlethatten/vnd zogen herdurch/vnd lägerten sich im gründe Jes- »im. rcc!/zöge der Geist deß HERRN Gideon an. Vnd er ließ die Posaunen blasen/vnd rieffAbiEser/daß sic im folgeten.Vnd sandte Bottschafft in gantz Manasse/vnd rteff in an/daß le jmauch nachfolgeten/ Er sandte auch Bottschafftzu Asser/ vnd Scbu- Lorr/vud Mphthali/die kamen herauff im entgegen. Gideon for- M^'Nd Gideon sprach zu Gott: Wilm Israel durch meine Hand erlösen/ wie du ge- d-r^vW Go« »och hast / So wil ich ein" Fell mit der Wollen auffdie Tenne legen/wirdt der -mMc cn .c. « Da aber die Fraeltter/die mit im waren/sahen/ daß AbMelech tod war/gieng ein jeglicher an seinen ort. Also bezalet Gott AbMelech das vbel / das er an seinem Vatter gethan hatte/da er seine sibcntzig Brüder erwürget. Desselben gleichen alles vbel der Männer Sichem vergalt jncn Gott auff jren kopff/ vnd kam vber sie der fluch Zotham/ deß Sons IerubBaal. Nach NM AerRGtcr. X. Lap. IV X. Lap. Thola vndIsl'r /Richter vber IMel/Dre IMeltter versündigen sich aber»,als durch Ab- götterex/werven vomHERR^rn der Philister vnd Ammontter Hende vber gebe»/vnd sie schreyen;u Gott vmb errettung. L Ach AbtMelcch macht sich auffzu Helffm Israel THo, v i l. la/etn Mann von Isaschar/ein Son Pua/deß Sons Dodo.Vnd er Thola Rich- wohnet zu Samir auff dem Gebirge Ephraim/vnd richtet Israel drey vnd zwentzig jar/vnd siarb/vnd ward begraben zu Samir. ' , §^s^AchjmmachtsichauffIaireinGrleaditer/vttd richtet Israel / (M>Zwey vnd zwentzigjar. Vnd hattedreissig Söne/auffdrctssrg Eselfüllen reiten/vnv hatte dreissig Stctte / die heissen Dörffer Iair biß anff diesen tag/vnd ligen in Gilead. Vnd Iair starb/vnd ward begraben zu Kamen. ^sBerdieKinderIsraelthetenfürtcrvbel für dem HERRN/vnd dienerenBaa- Straffe der ^Mim/vnd Astharoth/vnd den Göttern zu Syria/vnd den Göttern zu Jidon/vnd Abgötterey Israel, den Göttern Moab/vnd den Göttern der Kinder Ammon/vnd den Göttern der Kinder Philister/vnd verliessen den HERRN/vnd dieneren jm nicht.Da ergrimmet der zoru Ammon. HERRN vber Zsracl/vn vcrkaufft sie vnter die Hand der Philister/ vnd der Kin¬ der Ammon.Vnd sie zertraten vnd zerschlugen die Kinder Israel von dem jar an wol achtzehen jar.Mmlich alle Kinder Israel jcnseit dem Iordan/tmLand der Amoriter/ das in Gilead ligt.Dazu zogen die Kinder Ammon vber den Iordan/vnd stritten wi¬ der Iuda/BenIamin/vnd wider das Hauß Ephrainr/ Also/ daß Israel sehr geäng¬ stet ward. v A schryen die Kinder Israel zu dem HERRN/vnd sprachen: Wir haben an dir wtthaben vnsern Gott verlaffen/vnd Baalim gedienct/ A- ber der HERR sprach zu der, Kindern Israebtzaben euch nicht auch gezwungen Vie Egypter/die Amortter/dic Kinder Ammon/die Philister/ die Jidonier/die Ama- lekiter/vnd Maoniterkvnd ich halffeuch auß jren -enden / da jr zu mir schryet. Noch Derrt. ;r. ^bt jr mich verlaffen/vnd andern Göttern gcdienet/ Darum Wil ich euch nicht mehr helffcn/Gchet hin/vnd schreyet die Götter an die jr erwehlet Habt/Laßt euch dieselben heissen zur zeiteuwers trübsals. Aber die Kinder Israel sprachen zudem HERRN. Wir haben gesündigt / mach es nur du mit vns wie dirs gesellet/ Allein errette vns zu dieserzeit. Vndsiethetenvon sich die frembden Götter/vnd dieneten dem HERRN/ Vnd cs jammert jn/daß Israel so geplagt ward. Vnd die Kinder Amnion" schryen/ vnd lägcrten sich in Gilead/Aber die Kinder Jau-Wt«. Israel versanileten sich/vnd lägerten sich zu Mizpa. Vnd das Volek der Obersten zu Gilead sprachenvnter einander .Welcher anfehet zu streiten wider die Kinder Am- mon/dersoldas Hauptseynvberalle die in Gilead wohnen. xi.Qp. Iephthah wstt von den Güeaditern ;u emein Obersten erwehlr/ vnv er demütigt Vie Ammy- nlter.Vonr Gelübde Iephthah. Ephthah/er'n Gtleadrter/war em streitbar Held/Aber n ein Hurnkind / Gilead aber hatte Iephthah gezeuget. Da aber das Iephthah Weib Gilead jm Kinder gebar/vnd desselben Weibs Kinder groß wurden/stiessen sie Iephthah auß/vnd sprachen zu jm: Du folt nicht « Atg rr. erben in vnsers Vatters Hauß/ Denn du bist eines andern Weibs Son. Da flöhe er für seinen Brüdern/vnd wohnet im Lande Tob/ Vnd es samleten sich zu jm lose Leute/vnd zogen auß mit jm. A6^Nd vber etliche zeit hernach stritten die Kinder Ammon mit Israel/ da nun die ^/Kinder Ammon also simren mit Israel/ gicngcn die Eltestenvon Gilead hin/ . .... - ' ' a daß Aephthah. Aas Butz xi.Lap. daßsieIephchahholetenaußdemLandeTob/vndsprachcnzuim: Komvndstyvn- ser Hauptmann / daß wir streiten wider die Kinder Ammon. Aber Iephthah sprach zu den Mesten von Gilead: Seyt jr nicht die mich haffen/vnd auß meines Vatters Hauß gestossen habt/Vnd nun kompt jr zu mir/wctl ir im trübsalseyt? Die Mesten von Gilead sprachen zu Iephthah: Darumb kommen wir nun wider zu dir / daß du mttvnszichcst/vnd helffest vne streiten wider die Kinder Ammon/vnd seyestvnser Haupt ober alle die in Gilead wohnen. Aphthah sprach zu den Mesten von Gilead : So /r mich wider holet zu streiten wider die Kinder Ammon/vn der HERR sie für mir geben wirt / Sol ich denn euwer Haupt seyn?Die Mesten von Gilead sprachen zu Iephthah: Der H ERR sey zuhörer zwischen vne/wo wir nicht thun wie du gesagt hast. Also gieng Iephthah mit denM» testen von Gilead/Vnd das Volcksatzt in zum Haupt vnd Obersten vber sich. Vnd Iephthah redet solche allce für dem HERRN zu Mizpa. Iephthah (^F^A sandte Iephthah Bottschafft zum Könige der Kinder Ammon / vnd ließ im AÄttNL o^Ksagen: Wae hastu mit mir zuschaffen/daß du kommest zu mir wider mein Land zu streiten? Der König der Kinder Ammon antwortet den Botten Iephthah/ Dar¬ umb daß Israel mein Land genommen hat/da sie auß Egypten zogen/von Arnon an n»«.^ biß gen Iabok/vnd biß an den Jordan. So gib mire nun wider mit frieden. Icphthah aber sandte noch mehr Botten zum Könige der Kinder Ammon/die sprachen zu im: So spricht Iephthah/ Israel hatkein Land genommen/weder den Moabitern/noch den Kindern Annuon/ Denn da sic auß Egypten zogen/wandelt Israel durch die Wüsten biß ane Schilffmcer/vnd kam gen Kades/ vnd sandte Bot¬ ten zum Könige der Edomiter/vnd sprach: Laß mich durch dein Land ziehen.Aber der Edomiter König erhöret sie nicht. Auch sandten sie zum Könige der Moabiter/ der NM.r<» wolt auch nicht. Also bleib Israel in Kadee/vnd wandelt in der Wüstcn/vnd vmb- zogcn das Land der Edomiter vnd Moabiter/vnd kam von der Sonnen auffgang an DerMoabtter Land/vud Werten sich icnscit dcß Arnon/ vn kamen nit in die Grentze der Moabiter/Denn Arnon ist der Moabiter Grentz. Vnd Israel sandte Botten zu Sihon/der Amoriter König zu Hesbon / vnd ließ Am «, jmsagen : Laß vnedrrrch dein Land ziehen biß an meinen ort. Aber Schon verträu¬ met Israel nicht durchseine Grentze zu ziehen/sondern versamlet all sein Volek / vnd Wert sich zu Iachza/vnd streit mit Israel/Der HERR aber/der GottIsrael/gab den c Schon mit alle seinem Volck in die Hende Israel/daKsie sie schlugen. Also nam Is¬ rael eyn alles Land der Amortter/dic in demselben Land wohnetcn/ Vnd namen alte Grentze der Amoriter eyn/von Arnon an biß an Iabok/ vnd von der Wüsten an biß an den Jordan. So hat nun der HERR/der Gott Israel/die Amoriter vertriben für seinem volck Am«. Israel/vnd du wilt sie eynnemmenkDu sottest die eynnemmen die dein Gott Kamoe vcttriebe/vnd vne lassen eynnemmen alle die der HERR vnser Gott für vne vertrie- bcn hat. Meinstu/daß du besser Recht habest den Balak/der Son Apor /der Moa- biter König? Hat dersclb auch ie gerechtet oder gestritten wider Israel/ob wol Israel »arfahen an vond^m nun drey hundert jargewöhnet hat in Hesbon vnd iren Töchtern/ in Aroer vnd ircn ^-n vn«?MoE?K Töchtern/ vnd allen Stätten die am Arnon tigen? Warumb errettet ire nicht zu der- Dreihut- der NmAe? selben zeit ? Ich hab Nichte an dir gesündigct/vnd du thust so vbel an mir / daß du wl- d-tt »ar/atA I-phthah. der nrich streitest. Der HERR felle heut ein vrtheil zwischen Israel vnd den Kindern gew-M."' Ammon. Aber der König der Kinder Ammon erhöret die rede Icphthah nicht/die er zujmsand-e. kam der Geist deß HERRN auffIcphthah/vnd zohe durch Gilead vn Ma- <^LT nassc/vnd durchMzpe/dae in Gilead ligt / vnd von Mizpe das in Gilead ligt auffdie Kinder Ammon. Vnd Iephthah gelobt dem HERRN ein Gelübd/vn sprach: Gelübd Gibst du die Kinder Ammon in meine Hand/ was zu meiner Haußthür herauß mir entgegen MMMY XI. LM j4O Gelübd. entgegen gchck/wenn ich mit stieben wider komme von den Kindern Ammon/ dassol v dcß HERRN scyn/vndwils zum Brandopfferopffcm. Also zochIcphkhah auffdic Kinder Ammon wider stezustrciten/Vnd der HERRgab sic in seine hcnde. Dnd er schlug sie von Arocr an/biß man kompt gen Mnnith/zwentzig Stcttc/vn biß an den gedcmüti^t für d^^K " Schlacht.Vnd wurden also die Kinder Ammon IWH-H Gcltrbd. nun Jephthah kam gen Mizpa Ztr seinem hauß/Sihe/da gehet seine Tochter herauß jm entgegen/mit paucken vnd Rcygen / vnd sie war ein einiges Kind/ vnd er hatte sonst keinen Son noch Tochter. Vnd da er sie sähe/zerreiß er seine Klei- der/vnd sprach: Ach meine Tochter/wie beugcsiu mich/ vnd betrübest mich / Denn - ich hab meilten Mund auffgcthan gegen dem HERRN / vnd kans nicht widerruffett. ve^N mni Sie aber sprach: Mein Vatter/Hastu deinen Mund auffgethan gegen dem H ERRN/ e?he"td»rch Au Z sochumirwieesauß deinem Mund gangen ist/nach dem der HERR dich gerochen hat an deinen Fetnden/den Kindern Alnrnon. EM Mer- Vnd sie sprach zu lrem Vatter : Du woltest mir dasthun/daßdu mich lassest ÄffmchmNchla! zween Monden/daß ich von hinnen hinab geheauff die Berge/vnd meine Jungk- frauwschafft beweyne mit meinen Gespielen.Er sprach: Gehe hin/ Vnd ließ sie zween "chm Monden gehen. Da gieng sie hin mit jren Gespielen/vnd beweynet jreIungftauw- schafft auffden Bergen. Vnd nach zweyen Monden kam sie wider zu jrem Vatter/ h vnd er thet st- wie er gelobt hatte/vnd sie war nie keine Mans schüldig worden. Vnd ward eine gewonheit in Israel/daß die Töchter Israel Mich hingehen / zu klagen die sic g-oAM Tochter Jephthah deß Gileaditers/deß jars vier tage. - dakla^KsihnE die von Ephraim schryen/ vsi gierigen zur Mttter-- nachtwerts/vnd sprachen zu Iephthah:Warumb bist du in den streit gezogen wider die Kinder Ammon/vnd hast vns nicht geruffen/ daß wir mit dir zogen? Wir wollen dein tzauß sampt dir mit feuwer ver- brennen. Jephthah sprach zu inen : Ich vnd mein Volck hatten eine a st grosse grosse Sache mit den Kindern Ammon/vnd ich schrey euch an/aber fr halfst mir nicht auß frcn hcnden. Da ich nun sähe das fr nicht helffcn woltet/stellet ich meine Seele in meine Hand/ vnd zohe hin wider die Kinder Ammon/vnd der HERR gab sie in meine Hand. Warumb kompt fr nun zu mir herauffwider mich zu streiten? Vnd Iephthah samler alle Männer in Gilead / vnd streik wider Ephraim / vnd a die Männer in Gilead schlugen Ephraim/darum daß sie sagten: Seyt doch fr Gilea- ^erun'r diter vtttcr" Ephraim vnd Manasse/ als die flüchtigen zu Ephraim. Vnd dieGilea- gen Ephraim: Laß mich hinüber gehen. So sprachen die Männer von Gilead M fm: ooltth/so sprach cr Siboleth/vnd kunds nicht recht reden/So griffen sie in/vnd schlu- »5 tausend. Iephthah aber richtet Israel sechß far. Vnd Iephthah der Gileaditer starb/ USA vnd ward begraben in den Stätten zu Gilead. Iephchah UsUAch diesem richtet Israel Ebzan von Bethlehem/der hatte dreiffig Söne /vnd H^Idreiffig Töchter satzt cr auß/vnd dreiffig Töchter nam er von aussen seinen Sö- ncmVnd richtet Israel siben far/vnd starb/vnd ward begraben zu Bethlehem. Ach diesem richtet Israel Elon/ein Sebulonitcr/vnd richtet Israel zehen far/ ^Avnd starb/vnd ward begraben zu Aialon im Lande Sebulon. ^s^Ach diesem richtet Israel Abdon/ein Son Hillel / ein Pireathoniter/der hatte MAviertzig Söne/vnd dreissig Mfen/die auffsibentzig Eselfüllen ritten / vnd rtch- tctFrael acht far.Vnd starb/vnd ward begraben zu Pireathon/im Lande Ephraim/ auff dem Gebirge der Amalekiter. a lä csi, viter namen ein die Furt deß Jordans für Ephraim. Wenn nun sprachen die flüchti- xlur n°r gen Ephraim: Laß mich hinüber gehen. So sprachen die Männer von Gilead zu fm: qu?. siLu-L Bist» ein Ephrarter? Wenn er den antwortet: Nein/so hiessen sie ftt sprechen: b Schi- v.arribu«. , . (Schibsketh) heißt gen ftt an der Furt deß Iordattö/daß zu der zeit von Ephraim sielen zwey vnd viertzig Aertzig tin Ehruam Aorn/ - ... - —-- - - heißt auch wol ein Landstraß. X. Ebzan siben jar Richter. XI. Elon zehen jar Richter. XII. Abdon acht jar Richter. XIII. Lap. Die Israeltter versündigen sich wr'derumb/vnd werde» »'n der Philister hende vSergebev.Et'r» Engel verkündigte Manoah vnd seinem werbe dle künfftige Geburt Kimsons sres Sons. M die Kinder Israel cheten fürter vdel für dem HER L ^^^^M^REN/Vnd der HERR gab sie in die hende der Philister viertzig far. Manoab/ ^ET'S war aber ein Mann zuAarea/von einem Geschlecht der Simses V«t- c^Daniter / mit namen Manoah/ vnd sein Weib war vnfrucht- D§^^Ibar/vnd gebar nichts. Vnd der Engel deß HERREN erschein dem Wnbe/vn sprach zu fr: Sihe/ du bist vnfruchtbar/vnd gebterest nichts/Ader du wirst Nasir. schwanger werden/vn einen Son geberen.So hüt dich nun/daß du nicht Wein noch starck getrenck trinckest/ vnd nichts vnreins essest/ Denn du wirst schwanger werden/ vnd einen Son geberen/ dem kein Schermesser sol auffs Haupt kommen/ Denn der Knab wirt em verlobter Gottes scyn von Mutterleibe/ vnd er wirt anfahen Israel zu erlösen auß der Philister Hand. Da kam das Weib vnd sagets frem Mann an/vnd sprach: Es kam ein Mann Gottes zu mir/vn seine gestalt war anzusehen wie ein Engel Gottes/fast erschrecklich/ daß ich fn nitfraget/wo her/oder wo hin/vnd er saget mir nicht wie er hieffe.Er sprach abcrzu mir: Sihe / du wirst schwanger werden/ vnd einen Son geberen. So trincke nun keinen Wein noch starck Gctrcncke / vnd fß nichts unreines/ Denn der Knab sol ein verlobter Gottes seyn von Mutterleib an/biß in seinen tod. bat Manoah den HERRN/vnd spractMH HERR/laß den Mann Gottes (^Awider zu vns kommen/den du gesandt hast/daß er vns lehre / was wir mit dem Knaben thun sollen/der geboren sol werden. Vnd Gott erhöret die stimme Manoah. Vnd der Engel Gottes kam wider zum Weibe / Sie saß aber auff dem Felde/ vnd fr Mann Manoah war nicht bey fr. Da liess sie eilend vnd sagets frem Mann an / vnd sprach zu fm: Sihe/dcr Mann ist mir erschienen der heut zu mir kam. Manoah Mansch. AcrAAcr. xm.Lap. 141 Manoah macht sich auff/vnd gieng seinem Weib nach/vnd kam zu dem Mann/ vnd sprach zu im: Bistu der Mann der mit dem Weib geredt hatk Er sprach:Ia. Dnd Manoah sprach: Wen nun kommen wirt das du geredt hast/ welchs sol deß Knabens » weise vnd werck seynt Der Engel deß HERRN sprach zu Manoah: Er sol sich hüten für allem das ich dem Weibe gesagt habe / Er sol nicht essen dasaußdem Weinstock mm. kommet/ vnd sol keinen Wein noch starck Getrenck trincken/ vnd nichts vnreins essen/ Alles was ich ir gebotten hab sol er halten. KMAnoah sprach zum Engel deß HERRN :Lieber/laß dich halten/wirwöllen vor WHein Zigenböcklin opffern/Aber der Engel deß HERRN antwortet Manoah: Wnn du gleich mich hie heltest/so esse ich doch deiner Speise nicht / wilt du aber dem HERRN ein Brandopffer thun/so magst du es opffern/Denn Manoah wußte nicht G-Ntf.;r. daß es ein Engel deß HERRN war. Vnd Manoah sprach zum Engel deß HERRN: Wie heissest du / daß wir dich preisen / wenn nun kompt was du geredt hast. Aber der Engel deß HERRN sprach zu im: Warumb fragst du nach meinem Namen/ der doch Wundersamist. Da nam Manoah ein Jigenböcklin vnd Spcißopffer /vnd opfferts auff einem FelßdemHERRN/Dndermachtö^wunderbarlich/Manoahabervnd sem Weib Es gi-L sahen zu. Vnd da die Lohe aufffuhr vorn Altar gen Himel / fuhr der Engel deß HER- folge" REN in der Lohe deß Altars hinauff. Dadas Manoah vnd sein Weib sahen/fielen schwand.E'mdm^r sie zur Erden auffir Angesicht/Dnd der Engel deß HERRN erschein nicht mehr Ma- ^EnaM-uhr, noah vnd seinem Weibe. Da erkannte Manoah daß es ein Engel deß HERRN war/ Dnd sprach zu seinem Weibe: Wir müssen deß tods sterben/daß wir Gott gesehen ha¬ ben. Aber sein Weib antwortet im: Wenn der HERR lust hette vns zu tödtcn/so hette er das Brandopffer vnd Speißopffer nicht genomen von vnsern henden/er hette vns auch nicht solchs alles erzeiget/noch vns solchs hören tasscn/wie ietzt geschehen ist. Simson 8^^ddasWeibgebareinenGon/vndhießinSimson/vndderKnabwuchß/ cdvndderHERRsegnetin. Vnd der Geist deß HERRN fienganinzu treibenim Läger Dan/zwischen Zarea vnd Esthaol. r-t DimM, xilli.Lap. Minsdtt r-rretsst ettten iungen LZwett/vimpt ein Weib ;»Thim«ath v«ter den vbilEer«/ vnv glbr seinen Hochrett gesellen ein RLyel üvff. Mson gieng Hinab gen ThtmnatH/vnd sähe ein weiß xm. zuThimnath vnter den Töchtern der Philister/Dndda er herauff Simsom kam/sagters an seinem Vatter vnd seiner Mutter / vnd sprach: Ich WKWchab ein Weib gesehen zuThimnath vnter den Töchtern der Phili- ster/Gebt mir nun dieselbe zum Weibe.Sein Vatter vnd seineMut- ter sprachen zu jm: Ist denn nun kein Weib vnter den Töchtern deiner Brüder/vnd in alle deinem Dolck / daß du hingehest/ vyd nimpst ein Weib bey den Philistern/ die vnbeschnitten sind? Simson sprach zu seinem Vatter: Gib mir diese / Denn sie gefel- letmeinenAugctt.AberseinDattervndseineMutterwußtennicht daß es von dem HERRN wcre/ Denn er sucht vrsach an die Philister. Die Philister aber herrschten zu der zeit vber Israel. l AlLso gieng Simson hinab mit seinem Vatter vnd seiner Mutter genThimnath. ^I^Vnd als sie kamen an dieWeinberge zu Thimnath/sihe/da kam ein junger Löwe brüllend jm entgegen. Dnd der Geist deßHERRN gerieht vber jn/vnd zerriffejn/wie man einBöcklinzerreiffet/vnd hatte dochgar nichtsin seiner hand/vndsagts nicht Simson zer- anseinemVatternochsetnerMutter/wasergethanhatte. Daernunhinabkam/redt ermitdem Wetbe/vndsie gefiel Simson insetnen Augen. Dnd nach etlichen tagen kam er wider/daß er sie neme/vnd trat auß dem we¬ tt ii/ ge/ daß Himssn. HasBuU Xllii.Lap. Honia in deß Äaß deß Löwens besche/Srhe/da war ein Bienschwarm in dem Aaß ^wm Aaß. deß Löwens/vnd Honig. Vnd nams in seine Hand/vnd aß davon vnterwegen/vnd Simson gieng zu seinem Vatter vn d zu seiner Mutter/vnd gab inen daß sie auch affen/Er sagt inen aber nicht an/daß er das Honig von deß Löwen Aaß genommen hatte. Simsons da scinVatterhinabkam zu dem Wetbe/machte Simson daselbst ein Hoch- Hochzeit. c>^zeit/wie die Dngling zu thun pflegen. Vnd da sie in sahen/ gaben sie im dreißig Gejellen zu/die bey im seyn selten. Simson aber sprach zu inen: M wil euch ein Ratzel s Simsons auffgeben / wenn ir mir das errahtet vnd trefft diese siben tage der Hochzett/so wil ich Rätzel. dreiffig Hcmbde gcben/vnd dreiffig Feyerkleidcr/ Kündt irs aber nicht errahtcn/ so solt ir mir dreiffig Hcrnbde vnd dreiffig Feyerkleidcr geben. Vnd sic sprachen zu jm: Gib dein Rätzel auff/ Laß vns hören. Er sprach zu inen: Speise gieng von dem Fräs- ser/vttdSüffigkeitvondemStarcken.Vndsiekundten in drcycntagm das Rätzel nicht errahten. ^lM sibenden tage sprachen sie zu Simsons Weibe: Vberrede deimn Manu/ daß HA er vns sage das Rätzel/oder wir werden dich vnd deines Vatters Hauß mit Feu- wcr verbrennen / Habt ir vns hieher geladen / daß ir vns arm macht oder nicht? Da wcynet Simsons Weib für im/vnd sprach: Du bist mir gram/vnd hast mich nicht lteb/Duhast den Kindern meines Volcks eine Rätzel auffgegeben/ vnd hast mirs nit gcsagt.Er aber sprach zu ir:Sihe/Zch Habs meinem Vatter vnd meiner Mutter nicht gesagt/vnd solt dirs sagen? Vnd sie weynet die siben tage für im/ weil sie Hochzeit hatten/ Aber am sibenden tage sagt ers jr/denn sie trieb in eyn. Vnd sie sagt das Rätzel ires Volcks Ktndern.Da sprachen die Männer der Statt zu im am sibenden tage/ehe die Sonne vntergicng/ Was ist süsser denn Honig?Wasrst sterckerdenn derLöwe? Aber er sprach zu inen: S- Wenn ir nicht hcttet mit meinem Kalb gepflüget/ir hettet mein Rätzel nicht troffen. AM, der Geist deß HERRN gericht vber in / vnd gieng hinab gen Asklon/ vnd gung^chO o^Aschlug dreiffig Mann vntcr inen/vnd namir Gewand/vnd gab Feyerkleidcr dmen/die das Rätzel errahtcn hatten. Vnd ergrimmet in seinem zorn/vnd gieng her- auff in seines Vatters Hauß. Aber Simsons Weib ward einem seiner Gesellen gegeben/der im zu¬ gehöret. HllOn. AerRiKcr. XV. Lap. XV. Lap. Glmson verbrennet den Philistern die Frücht im Felde durch drex hundert Füchje/vnd sthlegt darnach tausend Mann mit einem Esels Rinbacken. S begab sich aber nach etlichen tagen / vmb die Wey, tzenerndte / daß Simson sein Weib besuchte mit einem Agenböck- lin. Vnd als er gedacht/ Ich Wil zu meinem Weibe gehen in die Kam- mer/wolt jn ir Vatter nicht hincyn lassen / vnd sprach: Ich meinet du werest ir gram worden/vnd ich hab sie deinem Freunde gegeben/ Sle hat aber ein jüngere Schwester/die ist schöner denn sie/die laß dem seyn für drse. Da sprach Simson zu inen: Ich hab ein mal ein rechte Sach wider du Phtlrster/ Ich wil euch schaden thun. 142 ^^5Nd Simson gieng hin/vnd fieng drey hundert Füchse/ vnd nam Brende / vnd Simsons c^Akehretjaeinen schwantz zum andern/vndtheteinen Brandia zwischenzween ^chwentze/vnd zündet die an mit Feuwer/vnd ließ sie vnter das Korn der Philister/ vnd zündet also an die Mandeln/sampt dem stehenden Korn/vnd Weinberge/vnd ölbäume. Da sprachen die Philister: Wer hat das gethan k Da sagt man: Simson/ der Lydam deß Thimniters / Darumb daß er im sein Weib genommen / vnd seinem Freunde gegeben Hat.Da zogen die Philister hinauff/vnd verbrannten sie sampt irem Vatter mit Feuwer. Simson aber sprach zu inen: Sb ir schon das gethan habt/doch Mich mich an euchselbs rächen/vnd darnach auffhören.Dnd schlug sie hart/beyde/an" Schuldem ( vnd Lenden. Vnd zöge hinab/vnd wohnet in der Steinklufftzu Etam. Am zogen die Philister hinauff/vnd belagerten Juda/vnd liessen sich niderzu fürk'amm7sic w-!«» ^^Lehi.Abcr die von Juda sprachen: Warumb seyt ir wider vne herauffzogenk 8^ " Sie antworten: Wir sind herauffkommerr Sinison zu binden/daß wrr im thun / wie er vns gethan Hat.Da zogen drey tausend Mann von Juda hinab in die Steinklufft v zu Etam/vnd sprachen zu Simson:Weistu nicht daß die Philister vber vns herrscheuk Warumb hastu denn das an vns gethan t Er sprach zu inen: Wie sie mir gethan ha- ben/sohab ich ittcn wider gethan. a iiii Sie h Anrüffers Brmmeu, §scls Inba- sand ein faulen Eselskinbacken/ Da recket er seine Hand auß/ vnd nam in / vnd schlug Een. ' ' , (RamachLchO erdenKinbacken auß seinerhand/vndhieß diestettRamathLeht. Heißt ein hinwurjf "" deßAiubackens. . b^^dDeltlasprachzuSimsomLieber/sagemir/worinndeinegroffe krafft sey/ E HE "o^vnd womit man dich binden möge/daß man dich zwinge. Simson sprach zu in Wennman mich bündemit siben seilenvon frischem Bast/die noch nicht verdorret sind/so würde ich schwach/vnd were wie ein ander Mensch.Da brachten der Philister Fürsten zu ir htnauffsiben seile von frischem Bast/die noch nit verdorret waren / vnd sie band in damit (man hielt aber auff /n bcy ir in der Kammer) vnd sie sprach zu im: Die Philister ober dir Simson. Er aber zerreiß die seile / wie eine flächst» schnür zer¬ reißt wenn sie ans Feuwer reucht/Vnd ward nicht kundt wo seine krafft were. sprach Delila zu Simson: Sihe/ du hast mich geteuscht / vnd mir gelogen/ nun sage mir doch / womit kan man dich doch binden k Et antwortet ir: Wen» sie mich bünden mit neuwen stricken/damit nie keine arbeit geschehen ist / so würde ich s schwach/vnd wie ein ander Mensch. Da nam Delila neuwe stricke / vnd band in da- mit/vnd sprach: Philister vber dir Simson (Man hielt aber auffin in der Kammer) Vnd erzerreißsie von seinen Armen wie einen faden, Delila Sie sprachen zu im: Wir sind herab kommen dich zu binden/ vnd in der Philister hende zu geben. Simson sprach zu inen:So schweretmir/daßirmtrntchtwehren Simson ge- wolt. Sie antworten im: Wir wollen dir nicht wehren/ sondern wollen dich nur bm- bunde«. den/vnd in ire hende geben/vn wöllen dich nicht tödtcn.Vnd sie bunden in mit zweyen neuwen Stricken/vnd sichreren in herauffvom Felß. K6^Nd da er kam biß gen Lehi/iauchtzeten die Philisterzuim zu/ Aber der Geist deß c^HERRNgericht vberin/vnd die stricke anseinen Armen wurden wieFädem/ die das Feuwer versenget hat / daß die Band anseinen hendenzuschmoltzen. Vnd er damit tausend Mann. Vnd Simson sprach: Da ligen sie bey Haussen / durch cino E- selökinbacken hab ich tausend Mann geschlagen.Vndda er das außgeredt halt/ warss (^^A in aber sehr dürstet/rieffer den HERRN an/vnd sprach :Du hast solch groß c^s Heyl gegeben durch die Hand deines KnechtMun aber muß ich dursts sterben/ vnd in der Vnbeschnitten Hende fallen. Da spaltet Gott einen Backenzan in dem Kinbacken/daß Wasser herauß gieng/Vnd als er tranck/ kam sein Geist wider / vnd warderquickct/Darumb heisset er noch heutige tags/deß Anrüffers Brunn/der im Kinbacken ward. Vnd er richtet Israel zu der Philister zeitZwentzig iar. rmWgiaü xvi.Lap. Glmlöntregtdl'eThsrderStattGassauffel'ttenBerg/LelllabechZrtia dafferfrdteheim- ktgkelt seiner stercke eröffnet/wirt also von den Philistern gefangen/vnd sm Vie Augen anßgesto. chen. Als er aber für den Philistern anff srem Freudenfest spiel treiben solr / wrrffr er vasHauß/ mit allen dievarauffwaren/vber einenhauffen/vnd stirbt initseinen Feinden. Wson gtmg hm gen Gasa/vn sähe daselbst eine Hu-L A re/vnd lag bey ir.Da ward den Gasitern gesagt: Simson ist hereyn Sl'tnson komen.Vndsievmbgabcnin/vndliessen auffin laurcn die gantze^ nacht in der Statt Thor/vnd waren die gantze nacht still / vnd spra¬ chen : Harr morgen wens liecht wirt/wöllen wir in erwürgen. Sim¬ son aber lag biß zu Mitternacht/Da stund er auffzur Mitternacht/ vnd ergreiff bey- de Thür an der Statt Thor/sampt den beydenPfosten/vnd Hub sie auß mit den Rie- gcln/vnd legt sie auffseine Schuldtern/vnd trug sie hinauffauff diehöhe deß Ber¬ ges für Hebron. (^^Arnach gewan er ein Weib lieb am bach Sorek/die hieß Delila/ zu der kamen Delila, der Philister Fürsten hinauff/vnd sprachen zu ir: Vberrede in/vnd besihe / wo- rinnen er solche grosse krafft hat/vn womit wir in vbermögen/daß wir in binden /vnd zwingen/so wöllen wir dir geben ein jeglicher tausend vnd hundert Silberling. Himson MerRAm. Xvi.Lap. 14; Wirt Noch hast du mich gettuschk/ vnd mir gelogen. Liebet (^Hsage mir doch / womit kan man dich doch binden k Er antwortet ir: Wenn du sibcn Locken meines Haupts flöchtest mit einem Flcchtband/vnd hefftest sie mit einem Nagel cyn.Vnd sic sprach zu jm: Philister ober dir Simson. Er aber wachet auff von seinem schlaff/ vno zog die geflochten Locken mit Nagel vnd Flechtband herauß. Da sprach sic zu im: Wie kanstu sagen du habest mich lieb/ so dein Hertz doch nicht mit mit ist e Dreymal hast du mich geteuscht/ vnd mir nicht gesaget worinnen deine grosse krafftscy. O (^^Asie in aber treib mit iren Worten alle tag/vnd zuplaget in/ward sein Seel ANmatt biß an den tod /vnd sagt jr sein gantzes Hertz/vnd sprach zu in Es ist nie kein Schermeffer auffmein Haupt kommen/ Denn ich bin ein verlobter Gottes vott Mutter Leib an. Wenn du mich beschürcst/ so wiche meine krafft von mir/daß ich schwach würde/vnd wie alle andere Menschen. Da nun Delila sähe/daß er ir alle fein Hertz offenbaret hatte/sandt sie hin/vnd ließ der Philister Fürsten ruffen/vnd sagen: Kompt noch ein mal herauff/denn er hat mir alle sein Hertz offenbares A kamen der Philister Fürsten zu ir herauff/vnd brachten das Gelt mit sich in ^^jrer Hand. Vnd sie ließ in entschlaffen auffirem schoß/vnd rieffeinem/der iM 0^2 sibeu Locken seines Haupts abschüre. Vnd sie fieng an in zu zwingen. Da war seine krafft von im gewichen. Vnd sie sprach zu im: Philister vber dir Simson. Da er nun von seinem Schlafferwachet/ gedacht er/ Ich wil außgehen wie ich mehr Simson ^algethanhab/ichwilmtchaußreissen/DndwußtenichtdaßderHERRvonimge- wi/vt gcfan. wichen war: Aber die Philister griffen in/vnd stachen im die Augen auß / vnd führe- dmImdjE- ten jn hinab gen Gasa/vnd bunden in mit zwoehrnen Ketten/vnd er mußt malen "ir Gcfmgkmß / Aber das Haar seines Haupt fieng an wider zu wachsen wo es be- schoren war. Dagon. aber der Philister Fürsten sich versamleten/jrem Gott Dagon ein groß Opffcr zu thun /vnd sich zu freuwen/ sprachen sie: Vnser Gott hat vns vnsern Feind Simson in vnsere Hende gegeben/Desselben gleichen/ alsindasVolcksahe/ lobten sie iren Gott / Denn sie sprachen: Vnser Gott hat vns vnsern Feind in vriše¬ te Hende gegeben/der vnser Land verderbete/vnd vnser viel erschlug. Da nun ik Hertz guter ding wat/ sprachen sie: Laßt Simson holen/ daß er für vns spiele» Da holeteti sie StM Himsons Aas Buch X v 11. Lüp. Tod. sie Simsoti auß dem Gefengkniß/ vnd er spielet für inen/ vnd sie Meten in zwischen zwoSeulen. b'Imson aber sprach zu dem Knaben/der in bey der Hand leitet:Laß mich/daß ich c^Adie Senken taste/auffwelchen das Hauß stehet/däß ich mich daran lchne.Das Hauß aber war voll Männer vnd Weiber. Es waren auch der Philister Fürsten alle da/vnd auffdem Dach bey drey tausend Mann vnd Weib/ die zusahcn wie Simson spielet. Simson aber rieffden HERRN an/vnd sprach: HERR HERR/gedenck mein/ vnd stercke mich doch Gott dißmal/daßich für meine bcyde Augen mich einest reche an den Philistern. Vnd er faßte die zwo mittel Seulen/auff welchen das Hauß gesetzt war/vnd darauffsichhielt/eine in seine rechte/vnd die ander in seine lincke Hand/vnd sprach: Meine Seele sterbe mit den Philistern/vnd neiget sich krefftiglich. Da fiel das Hauß auffdie Fürsten/vnd auffalles Volck das drinnen war/daß der Todten mehr wär die in seinem tod storben/dmn die bey seinem leben storben. Da kamen seine Brüder HM nider /vnd seines Vatters gantzes Hauß / vnd Huben /n auff/ vnd trugen /n hinauff/ vnd begruben in in seines Vatters Manoah Grab/zwischen Zarea vndEsthaol.Er richtet aber Israel zwentzig iar. Simsen richtet Israel zwcnyigiar. xvii.Lap. Von Mtcha/semem Abgöttischen Bilde/Letbrock/ vnd priesferechaffre. S war aber em Mann auff dem Gebirge Lphrarm/x mit namen Micha / der sprach zu seiner Mutter: Die tausend vnd Micha, hundert Silbcrling/die du zu dir genommen hast / vnd" geschworen vnd gesagt vor meinen ohrcn / Sihe/daffelb Gelt ist bey mir/ ich hab es zu mir genommen. Da sprach seine Mutter: Gesegnet scy mcin a (Ges°chworen)Di- scFrauw wirtsolchs gcltgclobt habe Zum Vilde Zu geben/das tvirt de Son Zu erst h7rs,Äammbgesto Son dem HERRN. Also gab er seiner Mutter die tausend vnd hundert Silberling klagm laA^br Vnd ftlne Mutter sprach: Ich hab das Gelt dem HERRN geheyliget von men L!"»d7ass^ ner Hand für meinen Son/daß man ein Bildniß vnd Abgott machen sol/ darumb Aa 7/nm! 2°^ Zebe ichs dir nun wider. riekV(wttsolch ding Aber er gab seiner Mutter das Gelt wider / da nam seine Mütter zwey hundert Abgott Vg-M-n."b Silberling/ vnd chet sie zu dem Goldschmid / der macht jr ein Bild vnd Abgott/ das W- . war MD. WttRWct. XVII. Mp. >44 war darnach im Hause Micha. Vnd der Mann Micha hatte alsoemGstteshauß/ vnd macht einen Leibrock vnd Heyligthum/ vnd' füllet seiner Sone einem die Hand ) Tcnc daß er sein Priester ward. Ar der zeit war kein König in Israel / vnd em jeglicher thet i m? vas V»?« was in recht dauchte. unser zett die M- - im war aber ein Jüngling von Bethlehem Juda/vnter dem Geschlecht Juda/ LTlL-lL!/ haust Micha, ^^/vnd er war ein Leuit/vnd war fremd daselbst/Er zoch aber auß der Statt Beth vndd«g^ lehmr Iuda/zu wandern wo er hin kundte. Vnd da er arrffs Gebirge Ephraim kam/ FA GEMmst, zum Hause Micha/daß er seinmweg gierige /fragtjn Mcha: Wo konrcstuhere Er antwortet jm: Ich bin ein Leuit/von Bethlehem Juda/ vnd wandere wo rch hin kau. w-rh-e Micha sprach zu im: Bleibe bey mir/du sott mein Vatter vnd mein Priester seyn/ Ich M El-d-zs. st-- wil dir Mich zehen Silberlinge / vnd benannte Klcyder/ vnd deine nahrung/geben. VndderLeuttgienghin. Der Leuit trat an zu bleiben bey dem Mann/ vnd er hielt den Knaben gleich wie einen Son. Vnd Micha füllet dem Leuitcn die Hand/ daß er sein Priester ward / vnd war also im Hause Micha.Vnd Micha sprachÄun weiß ich/daß mir der HERR wirt wol thun/wcil ich einen Leutten zum Priester Habe. xvm.Lap. Die Rittver Dänschicken fänffMLnner«ruß gen L-ris/das Landzkrerkändl'tten/vndziehen frer nachmals sechß hundert hmauff kehren im Hause Micha eyn/vnd nemen im seinen Abgott/ mir sampt dem Priester. Folgend erobern sie die Starr Lais mit gewalr/nennerr sie Dan/richten daselbft das Bild Micha für sich auff/vnd halten einen sondern Gottesdienst. k» . . z V der zett war kem Kbmg m Israel/vnd der stam der DaMctstl- " '' Danittr suchte Iiiicin Erbtheil/dasicwohncn möchten/Dcnn cs ch-»"»«rbch-lii war biß auffden tag noch kein Erbe für sie gefallen vnter den Stam men Israel. Vnd die Kinder Dan sandten auß jren Geschlechten von jren enden fünff streitbare Männer / von Jarca vnd Esthaol/ vas Land zu erkunden vnd zu erforschen/vnd sprachen zu jnemAehet hinvnderforschet das Land. Vndsie kamenauffdasGebirgeEphraim/ansHaust Micha/vnd blieben vber nacht daselbst. AS^Nd pieweil sie bey dem Gesinde Micha waren/kannten sie die stimme deß Kna- c^bens/deßLeuiten/Vndsie wichen dahin/vnd sprachen zu jm: Wer hat dtchhte- her brachte Was machst» dae Vnd was hastu hiek Er antwortet jnen: So vnd so hat Micha an mir gethan /vnd hat mich gedinget/daß ich sein Priester scy. Sie sprachen zujm: Lieber/frage Gott/daß wir erfahren/ob vnser weg/dcn wir wandeln/auch wol geratzten werdet Der Priester antwortet jnen: Aehet hin rmt frieden / euwer weg ist recht für dem HERRN/den jr ziehet. Da gicngen die fünff Manner hin/ vnd kamen gen Lais/vnd sahen das Volck Lais, das drinnen war/sicher wohnen/auffdie weise wie die Avouier/still vnd sicher/vnd warniemand der jnen leid thet im Lande/oder Herr vber sie were/vnd waren ferrne von den Adoniern/vnd hatten nichts mit Leuten zuthum Vnd sie kamen zu jren Brüdern gen Jarea vnd Esthaol/vn jre Brüder sprachen zujnen:Wie stehets mit euch k Sie sprachen:Auff/laßt vns zu jnen hinauff ziehen/ Denn wir haben das Land besehen/das ist fast gut/Darumb eylet / vnd seyt nicht faul zu ziehen/daß jr kommet das Land eynzunemmem Wenn jr komet/ werdet jr zu einem 2 sichern Volck kommen/vnd das Land ist weit vnd brcit/dcnn Gott hats in euwre Herr- Sechst hrW^^^Elnen solchen ort/da nichts gebrichk/alles das auffErden ist. hMdert gerü- A Zogen von dannen auß den Geschlechten Dan/ von Jarea VN Esthaol/sechß ^^/hundcrtMann gerüsi mit wen Waffen zum streit/ vnd zogen hinauff/vnd lä- D-». gerten sich zu KiriathIcarim in Juda/ Daher nenneten sie die stett/das Lager Dan/ Wer auffdiescn tag/das hinder KiriathIcarim ist. Vnv Z' NM. ' MöBuK XVIII. Lap. von dannen giengen sie auffdas Gebirge EphraLm/vnd kanten zum Hallst Da antworten die fünffMänncr/die außgegangen waren das Land Lais zu crkunden/vnd sprachen zu jren Brüdern: Wisset ir auch/daß in distn Heusern ein Lcibrock/ Heyligthumb/ Bildniß / vnd Abgott/siud ? Nun mögetir dcnckcn was euch zuthun ist. Sie kchreten da eyn/vnd kamen an das Haust dcß Knabens deß Lcui- tcn inMcha Haust/vnd grüssetenjn freundtlich/ Aber die sechst hundert gerüste mit irem Harnisch/die von den kindern Dan wari/stundcn für dem Thor. Vnd die fünff Männer/die das Land zu erkunden außgezogcn waren / giengen hinauff/ vnd kamen dahin / vnd namen das Bild/ den Leibrock/ das Heyligthumb vnd Abgott/Dieweil stund der Priester für dem Thor bey den sechst hundert gcrüsten mit irem Harnisch. Als nun jene ins Haust Micha kommen waren/ vnd namen das Bild/ den Lcib- rock/das Heyligthumb vnd Abgott/sprach derpriester zu inen: Was macht ir?Sie antworten jm:Schweig vnd halt das Maul zu/vnd zeuch mit vns/daß du vnser Vat¬ ter vnd Priester scyest. Ist dirs besser/daß du in deß einigen Manns Haust Priester seyest/oder vnter einem gantzcn Stack vn Geschlecht in Israel?Das gefiel dem Prie¬ ster wol/vnd naiii beyde/den Leibrock/das Hcyligthumb/vnd Bild/ vnd kam mitvn¬ ter das Volcü Vnd da sie sichwandten/vnd hinzogen/ schickten sie die Kindlin vn das Vich/vnd was sie köstlichs hatten/vor inen her. sie nun ferm von Michas Hauß kamen/schrycn die Manner/so in den Heu- e (^Dstrn waren bey Michas Hauß/vnd folgcten den Kindern Dan nach/vnd rief- fen den Kindern Dan. Sic aber wandten ir Antlitz vmb/vnd sprachen zu Micha: Was ist dir/daß du also ein geschrcy machst? Er antwortet: Ir habt meine Götter ge- nommen/die ich gemacht hatte/vnd den Priester/vnd ziehet hin/vnd was hab ich nun mehr? Vnd ir fragt noch was mir fehle? Aber die Kinder Dan sprachen zu im: Laß deine stim nicht hören bey vns/daß nit auff dich stossen zornige Leute/ vnd deine See¬ le vnd deines Hauses Seele nicht auffgercumet werde. Also giengen die Kinder Dan ires Weges. Vnd Micha/da er sähe daß sie im zu starck warcn/wandt er sich / vnd kam wider zu seinem Hause. Lais von Da Je aber namen das Micha gemacht hatte/vnd den Priester den er hatte/vnd Nitem erobert. all Lais / an ein still sicher Volck / vnd schlugen sie mit der scherpffe deß Schwerts/vnd verbrannten die Statt mit feuwer. Vnd war niemand der sie crret- tct/denn sie lag ferrne von Sidon/vnd hatten mit den Leuten nichts zu schaffen / vnd sie lag im grunde/welcher an BethRehob ligt. Da bauweten sie die Statt/ vnd wo- neten drinnen/vnd nennetcn sie Dan/nach dem Minen ires Vatters Dan/ der von Israel geboren war. Vnd die Statt hieß vorzeiten Lais. Vnd die Kinder Dan richteten für sich auffdas Bild.Vnd Jonathan/ der Son Gerson/deß Sons Manaffe/vnd seine Söne/ waren Priester vnter dem Stam der Daniter/biß an die zeit/da sie auß dem Lande gefangen geführt worden. Vnd satzten alsovntersich das BildMicha/das er gemacht hatte/so lang als das Hauß Gottes » war zu Silo. xix.Lap. Ltltherus in Lhronologia / Ich glcvbdaßdiehistoria des; Leviten vnd sei¬ nes wcibs geschehen scy vneer dein?rich- tcrEhud/vildaßdic HistoriaMlchac die erste scy/dcß Leviten die ander/'Auht die dritte. Von der schendtlichen that/ welche die Mbeom'ter an emes Lenkten Weibe begangen. V drr zett war kein König in Israel. Vnd ein Lcultn scherMann war Frembdling an der feiten dcß Gebirges Ephraim/ vnd hatte jm ein Kcbswetb zum Weibe genommen von Bethlehem Iuda.Vnd da sie hatte neben jm gehuret/lieff sie von im zu ires Vat¬ ters Hause gen Bethlehem Juda/ vn war daselbst vier monden lang. Vndir Astma Mer RGm. XIX. Lap. von eines e<7^Nd jr Mann macht sich auff/vnd zoch jrttach/dastcrfreundtlichmitjrredet/ L-mrmMch. sie wider sich holet/vnd hatte einen Knaben /vnd em par Esel mtt sich. Vnd sie führet jn m jres Vatters Haust. Da jn aber der Dirnen Vatter sähe /ward er fto/vnd empfteng in. Vnd sein Gchweher/der Dirnen Vatter/ hielt /n daß er drey tage bey im blerb/affen vnd tnrncken/ vnd blieben deß nachts da. Deß vrerdten tags machten sie sich deß morgens frü auff/ vnd er stund auff/ vnd wolt ziehen. Da sprach der Dirnen Vatter zu seinem Eyden: Labe dein Hertz vor mit etm bissen Brots/darnacb solt jr ziehen. Vnd sie satzten sich/ vn assen beyde mit einan- cken/ vnd truncken. Da sprach der Dirnen Vatter zu dem Mann: Lieber bleib vbet nacht / vnd laß dein Hertz guter ding seyn. Da aber der Mann auffstund / vnd wolt zichen/nötiget jn sein'Schwcher/ daß er vber nacht da bleib. Deß morgens am fünfften tag macht er sich frü auff/vnd wolt ziehen. Da sprach der Dirnen VattenLicbcr labe dein Hertz / vnd laß vns verziehen biß sich der tag nei¬ get/ vnd affen also die beyde mit einander. Vnd der Mann macht sich auff/ vnd wolt ziehen mtt seinem Kcbsweib/vnd mit seinem Knaben/Abcr sein Schwcher/dcr Dir¬ nen Vattcr/sprach zu im:Sthe der tag leßt ab/vn Wit abend wcrden/bletb vbernacht/ Sihe hie ist Herberge noch dicsin tag/bleib hie vber nacht/vnd laß dein Hertz guter ding scyn/Morgcn so stehet jr frü auff/ vnd ziehet euwers Wegs zu deiner Hütten. b §^tBerderMannwoltnichtvbcrnachtbletben/sondernmachtsichaüff/vndzoch Aebus ist ^Ahin / vnd kam biß für Abus / das ist Jerusalem / vnd sein par Esel beladen /vnd Jerusalem. semMßwetb/mitjm. Da sie nun bey Icbus kamen/fiel der tag fast dahin. Vnd der Knab sprach zu seinem Herrn .Lieber zeuch/vnd laß vns in diese Statt der Icbusi- ter eynkehren/vnd vber nacht drinnen bleiben. Aber sein Herr sprach zu jm: Wir wol¬ len nicht in der frembden Statt eynkehren/die nicht sind von den Kindern Israel/son- dem wollen hinüber gen Glbea. Vnd sprach zu seinem Knaben: Gehe fort / daß wir hinzu kommen an einen ort/vnd vber nacht zu Gibea oder zu Rama bleiben. Vnd sie zogen fort/vnd wandelten/vnd die Sonne gieng jncn vnter hart bey Gi- bea/die da ligt vnter BenIamin. Vnd sie kehreten dasclbs eyn/daß sie hineyn kemen/ vnd vber nacht zu Gibea blieben. Da er aber hineyn kam/satzte er sich in der Statt Gassen/denn es war niemand der sie die nacht im Hause Herbergen wolt. sihe/ da kam ein alter Mann von seiner arbeit vom Felde am abend / vnd er c^war auch vom Gebirge Ephraim/vnd ein Frembdling zu Gibea/ Aber die Leu- te"deß orts waren Kinder Jemini.Vnd da er seine Augen auffhub/vud sähe den Gast auffder Gaffen/sprach er zn /m:Wo wiltu hinkvnd wo kompstu herkEr aber antwor¬ tet jm: Wir reysen von Bethlehem Juda/biß wir kommen an die feite deß Gebir¬ ges Ephraim/daher ich bin/Vnd bin gen Bethlehem Iudagezogen/vndziehejctzt zum Halise deß HERRN/ vnd niemand wil mich Herbergen. Wir haben stro vnd fut¬ ter für vnser Esel / vnd Brot vnd Wein für mich vnd deine Magd/ vnd für den Kna¬ ben der mit deinem Knecht ist/daß vns nichts gebricht. Der alte Mann sprach: Fried seymit dir/Alles was dir mangelt/findestubey mir/bleib nur vbernacht nicht auffder Gaffen. Vnd führetjn in sein Hauß/vnd gab den Eseln futter/vnd sie wuschen jre süs¬ se / vnd affen vnd truncken. da jrHertz nun guter dinge war / Sihe / da kamen die Leute der Statt / bö- c>^se Buben/vnd vmbgaben das Hallst/ vnd bochten an die thür / vnd sprachen zu dem alten Mann/dem Haußwirt:Bringe den Mann herauß/der in dein Haust kom men ist/daß wir jn erkennen. Aber der Mann/ der Haußwirt/ gieng zu jnen heraust/ vnd sprach zu jnen: Nicht meine Brüder/ thut nicht so vbel/nach dem dieser Mann in mein Haust komm ist/thut nicht eine solche thorheit. Sihe ich habe eine Tochter/noch eine Iirngkfrauw/vnd dieser ein Kebstweib/die wil ich euch heraust bringen/die möcht jr zu schänden machen/vnd thut nrrt jnen was euch gefellet/Äber an diesem Man thut Nicht eine solche thorheit.Aber die Leute wollen jm Nit gehorchen.Da fasset der Mann b sein >45 Mael Ws BM XX.Lüp. zeucht wider sein Kebßweiö / vnd bracht sie zu jnen hiuauß/ die erkenueteu sie / vnd zu arbeiten sich Mamm. hzß an den morgen/ Vnd da die Morgenröte anbrach/liessen s§ sie ge¬ hen. Da kam das Weib hart vor morgens / vnd fiel nider für der thür am Hause deß Manns/ da jrHerr innen war / vnd lag da biß cs liecht ward. ^^A nun jr Herr deß morgens auffstund/vnd die thür auffthet am Hause/vn her- gieng/daß er seines Wegs zöge / sihe/ da lag sein Kebßweib für der thür deß Haujcs/vndjre Hande auffder schwellen. Er aber sprach zu jrStehe auff/laß vns zie- hen.Aber sie antwortet nicht. Da nam er sie auff den Esel / macht sich auff/ vnd zoch an seinen ort. Als er nun heim kam/nam er ein Messer/vnd faßet sein Kebßweib/vnd stücket sie mit Bein vnd mit alle in zwölffstück / vnd sandte sie in alle Grentze Israel. Werdas sahe/der sprach:Solchs ist nicht geschehen noch gesehen/ sint der zelt die Kin- derIsrael auß Egyptenland gezogen smd/biß auffdiesen tag/Nun bedenckt euch vber dem/ vnd gebt raht/ vnd sagt an. XX. Qp. Die Israeliter ^ehen «. Gilead zu dem HERRN gen Mizpa / vnd traten zu Hauff die Ober- sten deß gantzen Volcks aller Stämme Isracl/in der Gemeine Got- tausend Mann zu fuß/die das Schwcrdt außzo- pieKinder BenIamin höreten/daß die Kinder Israel hinauffgenMtzpagezogenwaren. Vnd die Kmder Israel sprachen: Saget wie ist dasvbelzugangent Da antwortet der Leuit/deß Weibs Mann/ die erwürget war / vnd sprach: Ich kam gen Gibea in BenIamin/mit meinem Kckßweibe vbernacht da zu bleiben/ Da machten sich wider mich auffdie Bürger zu Gibca/vnd vmbgaben mich im hauß deß nachtö/vnd gedachten mich zu erwürgen / vnd haben mein Kebßwcib geschändet daß sie gestorben ist.Da fasset ich mein Kebsweib/vn zerstückel sie/ vnd sandt cs irr alle fcl- de deß Erbs Israel/Denn sie haben einen Mutwillen vnd thorheit gcthan in Israel. Sihe/ da seyt jr Kinder Israel alle/ schafft euch raht/vnd thut hie zu. Israel streit macht sich alles Volck auffwie ein Mann/vnd sprach: Es sol niemand in sei- wrder BmIamm. (^H tte Hütten gehcn/ttoch in sein hauß kehren/ Sondern das wöllcn wir jetzt thun wider Gibea / Laßt vns losen /vnd nemmen zehen Mann von hundert / vnd hundert von tausend/vnd tausend von zehen tausend/aüß allen Stämcn Israel/ daß sie speise nemmen für das Volck/ daß sie körnen vnd thun mit Gibea BenIamin nach all jrcr thorhcit/die sie in Israelgethan haben.Also versamleten sich zu der Statt alle Man¬ ner Israel/ wie ein Mann / vnd verbunden sich. Vnd die Stäme Israel sandten Männer zu allen Geschlechten BenIamin/vnd liessen jnen sagemWas ist das für eine boßheit/die bcy euch geschehen isttSo gebt nun her die Männer/die bösen Buben zu Grbca/ daß wir sie tödten/vnd das vbelaußIs- BcnIamin racl thun.Aber die Kinder BenIamin wolten nicht gehorchen der stim jrcr Brüder/ ö ^lm.csü»de der- pct k-ndcr Israel/ sondern sie versamleten sich auß den Stätten gen Gibca/außzuzie- herr irr den streit wider die KinderIsrael.Vn wurden dcß tags gezelt der Kinder Ben- BenIamin Iamin auß den Stätten/sechß vnd zwentzig tausend Mann/die das Schwerdtauß- -6°°->.starck. zogen/on die Bürger zu Glbea/der wurden siben hundert gezelet/ außerlesen Mann. Vnd vnter allem diesem Volck waren siben hundert Mann außerlesen/ dicLinckwa- ren/vnd kundeen mit der Schleuder ein Hartreffcn/ daß sie nicht fehleten. Aber Mmcl MerRKer. x x. Lap. ,46 4OO000 ^sBer der von Israel (en die von BenIamin) wurden gezelet vierhundert tau- ^j^send Mann/die das Schwert führeten/vnd alle streitbare Manner. Die mach¬ ten sich auff/vnd zogen hinauffzum Hause Gottes / vnd fragten Gott / vnd sprachen: xetunt Wer sol für vns hinauff ziehen den streyt anzufahen mit den Kindern BenIamin? Der HERR sprach.Inda sol anfahen. Also machten sich die Kinder Israel deßmor- gens auff/vnd lagerten sich für Grbea. Vnd ein jederman von Israel gieng herauß zu streiten mit BcnIamin/vnd schickten sich zu streiten wider GibcaDa sielen die Km- Israel tt? derBenIamin herauß auß Gibea/vnd schlugen deß tages vnter Israel zwey vnd schlagen, zwentzig tausend zu bodcn. ^lBer das Volck/der Mann von Israel/ ermannet sich/ vn rüsteten sich noch wei, ^^terzustreitenamselbenort/da sie sich deß vorigetk tages gerüstet hatten. Vnd die Kinder Israel zogen hinauff/vnd weineten für dem HERRN biß an den abend/ Vno fragten den HERRN/vnd sprachen: Sollen wir mehr nahen zu streiten nut den Kindern BenIamin / vnsern Brüdern ? Der HERR sprach: Ziehet hinauffzu inen. Vnd da die Kinder Israel sich machten an die Kinder BenIamin deß andern tages/ sielen die BcnIamiter herauß auß Gibea inen entgegen desselben tages/vnd schlu- Israel er? gen von den Kindern Israel noch achtzehcn tausend zu boden / die alle das Schwcrdt schlagen, führeten. (^^A zogen alle KinderIsrael hinauff/vnd alles votck/vn kamen zum Hause Got- Q^tes/vnd weineten/vnd blieben daselbst für dem HERRN / vnd fasteten den tag biß zu abend / vnd opfferten Brandopffer vnd Danckopffer für dem HERRN. Vnd die Kinder Israel fragten den HERRN (Es war aber daselbst die Lade deß Bunds Pinchas- Gottes zu derselbigen zeit/vnd Pinchas/ der Son Eleasar/ Aarons Son / stund für M zudersclbigen zeit) vnd sprachen: Sollen wir mehr außziehen zu streiten mit den Kindern BenIamin/vnsern Brüdern/oder sol ich ablasscnkDer HERR sprach:Ae- het Hrnauff/Morgen Wil" Ich sie in euwere Hande geben- « Vnd die Kinder Israel bestelleten einen Hinderhalt auffGibea vmbher / vnd zo- wtts gen also die Kinder Israel hinauff deß dritten tages an die Kmder BenIamin/vnd r üsteten sich an Gibea / wie vor zweymals. Da fuhren die Kinder BenIamin her- auß dem Volek entgegen /vnd rissen sich von der Statt/vnd siengen anzu schlagen vnd zu verwunden vom Volck/wie vor zweymals im feld auffzwo straffen/ deren eine gen BethEl/ die ander gen Gibea gehet / bey dreyssig Mann in Israel. Da gedach- b ff tendie Usrael Bao BuK XX. Lap. streit wlder ten die Kinder Benjamin / sie sind geschlagen für vtis / wie vorhin. Aber die Kinder BenIamm» Israel sprachcmLaffet vns fliehen/ daß wir sie von der Statt reissen auffder straffen. Da machten steh auffalle Mann von Israel von ircm ort/vnd rüsteten sich zu BaalThamar.Vnd der Hinderhalt Israel brach hcrfür an seinem ort/ von der Hole Gaba/vnd kamen gegen Gibea/zehen tausend Mann auserlesen außgantzcmIß rael/daß der strcyt hart ward/sic wußten aber nicht/ daß ste das vnglück treffen wür- de. Also schlug der HERR BenIamin für den Kindern Israel / daß die Kinder Iß schluqsie/mt ')s>ael/ raclauff den tag verderbetcn fünff vnd zwmtzig tausend vnd hundert Man in Ben- " Der rn"7n Jamm/die alle das Schwert führeten: Denn da die Kinder BenIamin sahen/ dass Stam sie geschlagen waren/gaben inen die Männer Israel raum / denn sie verliessen sich auffden Hinderhalt den sie bey Gibea bestellet hatten/ vn der Hinderhalt eylet auch/ vndbrachherfürzuGtbeazu/vndzogsichhinan/vndschlugdicgantze Stattmitder scherpffc deß Schwerdts. Sie hatten aber eine Losung mit einander/dic Männer von Israel vnd der Hin- v dcrhalt/mit dem Schwert vber sie zu fallcn/wcü der Rauch von der Statt sich erhü¬ be. Da nun die Männer von Israel sich wandten im strcyt/vnd BenIamin anfieng zu schlagen / vnd vcrwundtcn in Israel beydrcyfftg Mann/vnd gedachten / Sie sind für vns geschlagen wie im vorigen streyt/Da fieng an sich zu erheben von der Statt ein Rauch / stracks vbersich / Vnd BenIamm wandt sich hindersich / Vnd sihe/ da gieng die Statt gantz auffgen Himmel. Vnd die Männer von Israel wandten sich auch vmb/ vnd erschreckten die Män- Erschreck ner BenIamin/dcnn sie sahen daß sie das vnglück treffen wolt/vnd wandten sich für den Männern Israel/auffdcn weg zur Wüstcn/Abcr der strcyt folget inen nach/Da- ' zu die von den Stätten hmcyn kommen waren / die verdcrbctcn sie drinnen. Vnd sie vmbringcten BenIamin/vnd iagtcn im nach blß gen Menuah/vnd zutratten sie biß für Gibea/gegen der Sonnen auffgang. Vnd es fielen von BenIamin achtzchen tausend Mann/die alle streitbare Männer waren. Da wandten sie sich vnd flohen zu der Wüstcn/an den felß Rimmon/ Aber auff derselben straffen schlugen sie fünff tausend Man / vnd folgeren inen hinden nach biß ,5°°°. BlnIamiter gen Gidcom/vnd schlugen irzwey tausend.Vnd also fielen dcß tages von BenIamin er, agcn. vnd zwcntzig tausclld Mann / die das Schwerdt führeten / vnd alle streitbare Männer waren. Nur ftchß hundert Man wandten sich/vnd flohen zur Wüsten zum Felß Rimmon/vnd blieben im Felß Rimmon vicrMonden. Vnd die Männer Is¬ rael kamen wider zu den Kindern BenIamin/vnd schlugen mit der scherpffc deß Schwerdts dre in der Statt / bcyde Leut vnd Vieh / vnd alles was man fandt/ Vnd alle Stätte die man fandt verbrannt man mit Feuwcr. XXI. Lap. wie vievbrigeüuß dem Stamme BenIamm Weiber bekommen. He Männer nsier Hsmel hatten ju Mijpa gesiHtVoren/ x vnd gesagt: Niemand sol seine Tochter den BenIamitern zum Wet- be geben. Vnd das Volek kam zu dem Hause Gottes / vnd bleib da biß zu abend für Gott/vnd Huben auffire stimme/vnd wcineten sehr/ vnd sprachen: D HERR Gott von Israel/warumb ist das geschehen m Israel / daß heut eines Stamms von Israel weniger worden istk Deß andern morgens machte sich das Volck frü auff/vnd bauwet da einen Altar/ vnd opfferten Brandopffcr vnd Danckopffer. 8^Nd die Kinder Israel sprachen: Wer ist irgend von den Stämmen Israel/ der c>Antcht mit der Gemeine ist herauff kommen zu dem HERRN k Denn es war ein g. vifer Eyd gcschchcn/daß/ wer nicht hinauffkeme zum HERRN gen Mizpa/ der solt dcß M - BerRGcr. xxi. Lap. 14 die vberi- Heß tods sterben. Vnd es reuweten die Kinder Israel ober VenIamin /re Brüdere/ Bcm vnd sprachcn.Heut ist ein Stamm von Israel abgebrochen/Wie wollen wir /m thun/ btt«»/ daß die vbrigen Weiber kriegentDenn wir haben geschworen bey dem HERRN/daß rc. wir jnen von vnsern Töchtern nicht Weiber geben. A6^Nd sprachemWer ist irgend von den Stämen Israel/die nicht hinauff kommen o^sind zum HERRN gen Mizpa k Vnd sihe/da war niemand gewesen im Läger der gemeine von Jabcs in Gilead / denn sie zeletcn das Volck/ Vnd sihe / da war kein Bürger da von Jabes in Gilead. Da sandte die Gemeine zwölfftausend Mann da-- Jabesver- hin von streitbaren Männern/vn gebotten jnen/vnd sprachen:Gchet hin/vnd schlagt äee. nrit der scherpffe deß Schwerdte die Bürger zu Jabcs in Gilead/ mit Weib vn Kind: Doch also solt jr thun/ Alles was Männlich ist / vnd alle Weiber die beym Mann ge¬ legen sind/verbannet.Vnd sie fanden bey den Bürgern zu Jabcs in Gilead vier hun¬ dert Dirnen/die Jungkfrauwen/vnd bey keinem Mann gelegen waren/ die brachten sie ins Läger gen Silo/dte da ligt im Lande Kanaan. b sandte die gantze Gemeine hin/vnd ließ reden mit den kindern BcnIamin/ <^ZdieimFclßRimmonwaren/vnd riesten jnen friedlich. Also kamen die Kin¬ der BenIamin wider zu derselbigen zett/vnd gaben inen die Weiber/die sic hatten er¬ halten von den Weibern Jabes zu Gilead / vnd funden keine mehr also. Da reuwet es das Volck vber VenIamin/daß der HERR ein Rissz gemacht hatte in den Stäm¬ men Israel. A^KNd die Eltesten der Gemeine sprachen: Was wölken wir thun / daß die vbrigen stauch Weiber kriegen k Denn die Weiber in BenIamin sind vertilget. Vnd sprachen: Die vbrigen von BenIamin müssen ja jr Erbe behalten/daß nicht ein Stamm außgetilget werde von Israel. Vnd wir können inen vnsere Töchter nicht zu Weibern geben/Denn die Kinder Israel haben gcschworcn/vnd gesagt:Derflucht scy/der den BenIamitern ein Weib gibt. BenIa- Vnd sic sprachen: Sihe/ Es ist ein Jarfest deß HERRN zu Silo/die zur Mitter- d!-Tschtel nachtwcrts ligt gen BethEl/ gegen der Sonnen auffgang/auff der straffen/da man Stt». hinauffgehet von BethEl gen Sichern / vnd von Mittagwerts ligt sie gegen Libona: Vnd sic geboten den Kindern BenIamen/vnd sprachemGehet hin vnd lauret in den Wcinbcrgen/wenn lr denn sehet/daß die Töchter Silo herauß mit Reigen zum tantz gehen/so fahret herfür auß den Weinbergen/ vnd neme ein jeglicher jm ein Weib von Den Töchtern Sito/ vnd gehet hin ins Land BenIamtn. Wenn aber jre Vätter oder Brüder kommen mit vns zu rechten/wöllen wir zu jnen sagen: Seyt jnen gnädig/den wir haben sie nicht genomen mit streit/sondern jr wolt sie jncn nicht geben / die schuldt ist jetzt euwer. Die Kinder BenIamin theten also / vnd namen Weiber nach jrer zal / von den Rcigen/dte sie raubeten/vnd zogen hin/ vnd wohnetcn in jrem Erbthcil / vnd bauwe- ten Stätte/ vnd wohneten drtnne. Auch die Kinder Israel machten sich von dannen zu der zeit/ckn jeglicher zu seinem Stamm/vnd zu seinem Geschlecht / vnd zogen von dannen auß/ ein jeglicher zu seinem Erbtheil. Iu der zeit war kein König in Israel/Ein jeglicher thet was jn recht dauchte. Ende deß Buchs der Richter. b iij Das Naemi. EliMelech glicht von Bethlehem theuwrer zelt halben ln der Moabiter Land mit seinem Weibe vnd;weyen Sonen/er vnv die Söne sterben / vnv da« w zeucht mit derRurb / de6 nen Sons verlassenen Wlttwe/widerumb heim. " W gterten/ward eine Themung imLande. Vnd 2'"^ ein Man von Bethlehem Juda zog wallen tn der Moa- ?- biter Land mit seinem Weibe vnd zween Sönen / der hieß ' EliMclech/vnd sein Weib Naemi/vnd seine zween Söne Mahlen vnd ZhilIon/ die waren Ephrater von Bethle¬ hem Juda. Vnd da sie kamenino Land der Moabiter/ blieben sie daselbst. Vnd EltMelech/der Naemi Mann/ siarb / Vnd sie bleib vberig mit jren zween Sönen / die namen Moabitische Weiber/ Eilte hieß Arpa/die ander Ruth. Vnd da sie daselbst gewöhnet hatten/ bey zehen /ar/ Upa. storbcn sie alle bcyde /Mahlon vnd KhilIon/daß dasWeibvbcrbleibbcydcnSö- Ruch, ncn vnd ircm Mann. nracbt sie sich auff mit iren zwo Schnüren/vttd zog wider auß der Moabiter ^^Land/Denn sie hatte erfahren im Moabiter Lande/daß der HERR sein Dolck hatte hcimgcsucht/ vnd inen Brot gegeben. Vnd gieng auß von dem ort da sie gewe¬ sen war/vnd jre bcyde Schnür mit jr. Vnd da sie gieng auffdem Wege / daß sie wider kerne ins Land Iuda/sprach sic zu iren beyden Schnüren: Gehet hin/vnd kehret vmb/ eine jegliche zu jrcr Mutter Hauß/Der HERR thn an euch barmhcrtzigkeit/ wie jr an den Todten vnd an mir gethan habt. Der HERR gebe euch daß jr ruhe findet / eine jegliche in jrco Manno Hause/ vnd küsset sie. Da Hubert sie jre stimme auff/ vnd wcinetcn/vnd sprachen zujr: Wir wollen mit dir zu deinem Dolck gehen.Abcr NaemisprachKehret vmb meine Töchter/Warumb s wolt jr mit mir gehen k Wie kau ich fürtcr Kinder m meinem Leib haben/die euwcre Männer scyn möchtenkKchrct vmb meine Töchter/vnd gehet hin/denn ich bin nun zu alt daß ich einen Mann neme. Vnd wen ich spreche.Es ist zu hoffen daß ich diese nacht einen Mann ncmc/vnd Kinder gebere / wie künd jr doch harren biß sie groß würden? Wie wolt jr verziehen daß jr nicht Manner soltet nenren ? Nicht meine Töchter/denn mich iammcrt cuwer sehr / denn deß HERRN Hand ist ober mich außgegangen. ^iri schön Er- Da Huben sie jre stim auff/vnd weineten noch mehr/vnd Arpa küssetjre Schwi- AM -wp-l dc/üebcnwi- gcr/Ruth aber bleib bey jr.Sie aber sprach:Sihe/dcine Schwcgcritt ist vmgewandt Ruch. zujrcm Volek vndzujrem Gott/Kehre duauchvmb deiner Scbwcgerinnach. Ruth antwortet .Rede mir nicht drcyn/daß ich dich verlassen solt/vndvon dirvmbkehren. Wo du hingehest / da Wil ich auch hingehen/ wo du bleibest / da bleibe ich auch / Dein Dolck ist mein Volck/vnd dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst/ da sterbe ich auch/ da wil ich auch begraben werden/Der HERR thu mir diß vnd das/der Tod muß mich vnd dich scheiden. ^sLs sie nun sahe/daßsicfestimsinnwarmitjrzugehen/ließsieabmit jrdavon ^Azu reden. Also gierigen dre bcyde mit einander / biß sie gen Bethlehem kameri. (Nacmt) Vnd da sie zu Bethlehem cynkamcn/reget sich die gantze Statt vber jnen/vnd sprach: Hcistt memeLust. Ist das die NacmikSte aber sprach zu jnemHeißt mich nicht Naemi/sondcrn Mara/ (Mara) dcrm der Allmecbtige hat mich sehr betrübt. Doll zoch ich auß / Aber lar hat mich der Hcißtbittcrod-rb-. ^RR wider heim bracht. Warumb heißt jr mich denn Naemi/so michdochdee HERR Boas. Ruth. ii. Lap. ,48 HERR gcdcmütigt / vnd der Allmechtige betrübt hak k Es war aber vmb die zeit/daß die Gerstenerndte angieng / da Memi vnd ire Schnur Ruth / die Moabitin / wider kamen vom Moabiter Land gen Bethlehem. n.Lap. Ruth samlet Ehern auffvem Acker Boas/welcher/res verstorbenen ManuS Verrer war. S war auch em Mann / der Nacmt Mann Freundt/ von dem Geschlecht EUMelech/mit Namt Boas/der war ein weid- licherMann. Ruth dte Moabitin sprach zu Naemi: Laß mich auffs Feld c^gchcn/vnd Ehern aufflesen/dcm nach/ für dem ich gnade finde» Sic aber sprach zu jr: Gehe hin meine Tochter. Sie gieng hin/ kam vnd laß auff den Schnittern nach auff dem Felde. Vnd es begab sich eben/daß dasselbe Feld war deß Boas/der von dem Geschlecht EltMelech war.Vnd sihe/Boas kam eben von Beth¬ lehem / vnd sprach zu den Schnittern: Der HERR mit euch. Sie antworten: Der HERR segcne dich. Vd Boas sprach zu seinem Knaben/ der vber die Schnitter gestellct war: Weß c>Ast die Dirne? Der Knab/der vber dte Schnitter gestellct war/ antwortet/ vnd sprach:Es ist die Dirne/dte Moabitin/ die mit Memi wider komen ist von der Moa¬ biter Land. Denn sie sprach:Lieber laß mich aufflesen vnd samlen vnter den Garben/ Den Schnittern nach/vnd ist also kommen/vnd da gestanden/von morgen an bißher/ Wer Gott fürcht/ dem wirdt nichts man¬ geln. vnd bleibt wenig daheime. ^-E/^istnich« Da sprach Boas zu Ruth: Hörestu es/ meine Tochter k Du solt nicht gehen auff dahmn einen andern Ackerauffzulesen/ vnd gehe auch ntchtvon hinnen / sondern halt dich zu lAAm/vnd meinen Dirnen / vnd sihe wo sie schneiden im Fclde/da gehe jnen nach. Ich habe mei¬ nem Knaben gebotten/ daß dich niemand antaste. Vnd so dich dürstet/ so gehe hinzu Dem Gefeß vnd trincke/da meine Knaben schöpffen. Da fiel sie auffjr Angesicht/vnd betet an zur Erden/ vnd sprach zu im: Womit hab ich die gnade fanden für deinen äu¬ gen/ daß du mich erkennest / die ich doch frembd bin? HUOas antwortet/ vnd sprach zu jr: Es ist mir angesagt/ alles was du gethan hast A^an deiner Schwiger/nach deines Manns tod/ daß du verlassen hast deinen v Vatter vnd deine Mutter/vnd dein Vatterland/vnd bist zu einem Volck gezogen/ das du zuvor nicht kanntest. Der HERR vergelte dir deine ihat / vnd müsse dein lohn vollkommen seyn bey dem HERRN/dem Gott Israel/zu welchem du komen bist/daß Du vnter seinen flügeln Zuversicht hettest. Sie sprach: Laß mich gnade für deinen äu¬ gen finden/mein Herr/Denn du hast mich getröstet/vnd deine Magd freundtlich an- gcsprochen / So ich doch nicht bin als deiner Mägd eine. Boas sprach zu jr: Wenns essens zeit ist/so mache dich hie herzu/vn iß deß Brots/ vnd tuncke deinen bissen in den Essig. Vnd sie satzt sich zur selten der Schnitter. Er aber legt jr Sangen für/vnd sie aß/vnd ward satt/vnd ließ vber. Vnd da sie sich auff macht zu lcsen/gebot Boas seinen Knaben/vn sprach:Laßt sie auch zwischen den Gar¬ ben lesen / vnd beschämet sie nicht / Auch von den Haussen laßt vberbleiben / vnd laßt ligen/ daß sie es aufflese / vnd niemand schelte sie drumb. AsLso lase sie auffdemfelde biß zu abend/vnd schlugsauß was sie auffgelesenhat- ^j^te/vnd es war bey ein; Epha Gersten. Vnd sie Hubs auff/ vnd kam in die Statt/ vnd jre Schwiger sähe es was sie gelesen hatte/Da zogsieherfür/vndgabjrwasjr vbrig blieben war / da sie satt von war worden. Da sprach jre Schwiger zu jr: Wo hastuheut gelesen/vnd wo hastu gearbet- tettGcsegnet sey der dich erkennethat. SieabersagtsjrerSchwiger/beywemste b riij gearbeitet gearbeitet hette/vnd sprach: Der Mann/bey dem ich heute gearbeitet habe/ heißt Boas. Naemi aber sprach zu irer Schnur: Gesegnet sey er dem HERRN/denn er hat seine Barmhertzigkeit nicht gelassen / beyde an den Lebendigen vnd an den Todten. Vnd Naemi sprach zu jr: Der Mann gehöret vnszu/vnd ist vnser Erbe. Ruth die Moabitin sprach: Er sprach auch das zu mir: Du solt dich zu meinen Knaben halten/ biß sie mir alles eyngeerndtet haben. Naemi sprach zu Ruth jrer SchnunEs ist besser mein Tochter / daß du mit seinen Dirnen außgehest/ auffdaß nicht jemand dir dreyn rede auffeim andern Acker. Also hielt sie sich zu den Dirnen Boas / daß sie lase/ biß daß die Gerstenerndt vnd Weytzenerndt auß war / vnd kam wider zu jrer Schwiger. m.Lap. Ruth legt sich ;n den ftzssev Boss / vnd wirt morgens mit sechß msß Ger- stenabgefertigt. Nd Naemi jre Schwiger sprach zu jr: Mein Tochter/ L Ich wil dir ruhe schaffen/ daß dirs wolgehe. Nun der Boas / vnser D Freundt/ bey deß Dirnen du gewesen bist/worffelt diese nacht Ger- U sten auffseiner Tennen / So bade dich / vnd salbe dich/vnd lege dein Kleid an / vnd gehe hinab auffdie Tenne / daß dich niemand kenne/ ^A biß man gantz geffen vnd getruncken hat. Wenn er sich denn leget/ so mercke den ort da er sich hinleget/ vnd kom/ vnd decke auffzu seinen füffen/vnd lege dich/so wirt er dir wol sagen was du thun solt. Sie sprach zu jr: Alles was du mir sa¬ gest wil ich thun. gieng hinab zur Tennen/vnd thet alles wie jre Schwigergebotten hatte, da Boas geffenvndgetruncken hatte/ward sein Hertz guter dinge/vnd kam/vnd legt sich hinder einen Mandel/vnd sie kam leise/vnd decket auff zu seinen süssen/vnd legt sich. Da es nun Mitternacht ward/erschrack der Mann/vnd er- schuttert/Vnd sihe/ein Weib lag zu seinen süssen. Vnd er sprach.Wer bistuk Sie ant- wortet/Ich bin Ruth deine Magd/breite deine flügel vber deine Magd/ denn du bist der Erbe. Er aber sprach: Gesegnet seystu dem HERRN/meine Tochter/Du hast eine bes- ö sere barmhertzigkeit hernach gethan denn vorhin/daß du nicht bist den Jünglingen nach gegangen/weder reich noch arm: Nun meine Tochter / fürchte dich nicht / Alles was du sagest wil ich dir thun/Denn die gantze Statt meines Volcks weiß daß du ein tngendsam Weib bist. Nun es ist war/daß ich der Erbe bin/ Aber es ist einer neher Venn ich. Bleib vbcrnacht/m orgcn so er dich nimet / wol / Gelüstete jn aber nicht dich zu nemmcn/ so wil ich dich nemmen/ so war der HERR lebt / schlaff biß morgen. Vnd sie schlieffbiß morgen zu seinen süssen. A6^Nd sie stund auffehe denn einer den andern kennen mocht. Vnd ergedacht/daß c^Amrr niemand innen werde/ daß ein Weib in die Tennen komm sey. Vnd sprach: Lange her den Mantel den du an hast/ vnd halt jn zu / vnd sie hielt jn zu. Vnd er maß sechß Maß Gersten/vnd legts auffsie/vnd er kam in die Statt. Sie aber kam zu jrer Schwiger/dte sprach: Wie stehets mit dir/meine Tochter k Vnd sie saget jr alles was jr der Mann gethan hatte / vnd sprach: Diese sechß maß Gersten gab er mir/ denn er sprach: Du solt nicht lär zu deiner Schwiger kommen. Sie aber sprach: Sey stille/ meine Tochter/ biß du erfehrest wo es hinauß wil/ Denn der Mann wirt nicht ruhen er brings denn heut zum ende. iin.Lap. Boss nimpt die Ruth von rechts wegen/als der neher ires vorige« Mann» Vetter/runr weibe/vnd erzeuget vonir Obed/Damvs Großvstteru, Boas Voas. Ruch. liil.Lup. ,49 gteng hlnauff ms Thor/ vnd satzt fich daselbst. ^^^W^DVnd srhe da derErbefürübergieng/rcdetBoas mitjm/vnd sprach: Kom vnd setze dich etwa" hie oder daher. Vnd er kam vnd satzt sich. . § A^Nd er nam zehen Männer von den Eltesten der Statt/vnd (T^sprach: Setzt euch her. Vnd sie satzten sich. Da sprach er zu dem Erben:Naemi/die vom Lande der Moabiter wider kommen ist/beut ftyl das stück Fclds/das vnsers Bruders war EltMelech. Darumb gedacht ichs für deine ohrcn zu bringcn/vnd sagen: Wiltu cs becrben/so kauff cs für den Bürgern / vnd für den Elte¬ sten mcinesVolcks/Wiltu es aber nicht beerben/so sage mirs/vaß ichs wiffe/Denn es ist kein Erbe on du/ vnd ich nach dir. Er sprach: Ich wtle beerben. HV^Oas sprach / welches tages du das Feld kauffcst von der Hand Naemi/so mußtu A^Aauch Ruth die Moabitin/ dcß verstorbenen Weib / nemmen / daß du dem ver¬ storbenen emen Namen erweckest auff setnErbtheil. Da spracher/Ich magsnicht beerben / daß Ich nicht villciche mein Erbtheil verderbe/Beerbe du was ich beerben so! / denn ich mags nicht beerben. Es war aber von alters her eine solche gcwonheit in c-kw»» m Isracl/Wenn einer ein Gut nicht beerben noch erkauffen wolt/Auffdaß allerlei) fache E ve»t.»r. bcstünde/so zoch er seinen Schuch auß/ vnd gab jn dem andern / Das war das zeug- mß in Israel. Vnd der Erbe sprach zu Boas:Kauffe du es/ Vnd zoch seinen Schuch auß. Vnd Boas sprach zu den Eltesten vnd zu allem Volck: Ir scyt heute Zeugen / daß ich alles gckaufft habe was EltMelech gewesen ist / vnd alles was KhilIon vnd Mahlon von der Hand Naemi/ Dazu auch Ruth die Moabitin / Mahlons Wcib/nem me ich zum Wetbe/daß ich dem Verstorbenen einen Namen erwecke auff sein Erbtheil / vnd sein D-üt.rr. Name nicht außgerottetwerde vnter seinen Brüdern/vnd auß dem Thor seines orts. Zeugen scytjrdeß heute. Vnd alles Volck das im Thor war/sampt den Eltesten/sprachen: Dir sind Zem iä --K, O-i-5, gen/Der HERR mache dasWeib/das in dein Hauß kompt/ wie Rahel vnd Lea / die beyde das Hauß Israel gcbauwct haben /vnd wachse sehr in Ephrata/ vnd werde ge- Geneszs. preiset zu Bethlehem.Vnd dein Hauß werde Wiedas Hauß Perez/den ThamarIu- o^urärs. ' da gebar/von dem Samen den dir der HERR geben wirt von dieser Dirnen. HX/Lso nam Boas die Ruth / daß sie sein Weib ward / Vnd da er bey jr lag / gab ir HA der HERR / daß sie schwanger ward /vnd gebar einen Son. Da sprachen die Weiber zu Nacmt: Gelobet sey der HERR/ der dir nicht hat lassen abgchen einen Er¬ ben zu dieser zeit/ daß sein Name in Israel bliebe/der wirt dich erquicken / vnd dein al¬ ter versorgen / Denn deine Schnur /die dich gelicbet hat / hat jn geboren / welche dir besser ist denn siben Sone. Vnd Naemt nam das Kind/vnd legts auffjren schoß/vnd ward seine Wärterin/ Obed/Da- Vnd jre Nachbarin gaben jm einen Namen / vnd sprachen: Naemi ist ein Kind gebo- Sroßvamr. rcn/vnd hiessen jn Obed / Der ist der Vatter Isai/wclcher ist DauidsVatter. Perezge- (^^Ißist das Geschlecht Perez:PerezzeugetHezron. Hezron zeuget Ram. Ram Linea §HHi. Wh'. c^dzcugetAmminadab.ÄmminadabzeugetNahesson.Nahessonzeuget Salma. ,.p-r-i. r. Salma zeuget Boas.Boas zeuget Obed.Obed zeuget Isai. Isai zeuget Dauid. Ende deßVuchs Ruth. , > - Das -HUana Samuels Valter. Mas-Erste BuK Samuel. I.Lap. Von EIRana vnd seinen zweyen Weibern. Die vnftnchkbare Hanna bett w Gatt/«irdt fchwa nger/gebterr einen Son/Samuel genannt/vnd exgener/n vem HERRN ;u / wie sie zuvor gelabt harre. H war em Dan von Ua ?.. mathmm AsphlNl / vom Gebirge Ephraim/ der hieß ElKana / ein Son Ieroham /deß Sons Elihu/ deß Sons Thohu/ deß Sons Juph/ welcher vö Ephrath -var. Vnd er hatte zwey Weiber/etne hieß Hanna/die an¬ der Penmna^ Peninnaaber hatte Kinder/vnd Hanna hatte keine Kinder. Vnd dcrselb Mann gieng hinaüffvon seiner Statt/zu seiner zeit/daß er anbetct vnd opffert dem Hophni. HERRN Zebaoth zu Silo. Daselbst waren aber Priester deß HERRN/Hophm Pmchas. vnd Pinehas/die zween Sone Eli. es nun eines tags kam/ daß ElKana opfferte / gab er seinem Weib Peninna ^s^vnd allen jren Sönen vu Töchtern / stückc/Aber Hanna gab er ein stück trau- ng/denn er hatte Hanna lieb / Aber der HERR hatte iren Leib verschlossen. Vnd ire widerwertige betrübt sie/vnd trotzet sie sehr/daß der HERR jren Leib verschlossen het- te: Also gimgö alle jar/ wenn sie hinauffzochzu deß HERRN Hause / vnd betrübt sie also/ So wemet sre denn/vnd aß nichts. ElKana aber ir Mann sprach zu ir: Hanna warumb weincstuk vnd warumb issestu nichts t vnd warumb gehabt sich dein Hertz so vbeltBin ich dir nicht besser denn zehen Sonek HannaGe- stund Hanna auff/nach dem siegessenhatte zu Silo/vnd getruncken s Eli bett vltv G-läbd. ^^abcr der Priester saß auffetm Stul an der Pfoste deß Tempels deß HERRN) vnd sie war von hertzen betrübt/vnd betet zum HERRN / vnd weinet / vnd gelobt ein Gelübde / vnd sprach: HERR Zebaoth / Wirstu deiner Magd elend ansehen/vnd an mich gedencken/ vnd deiner Magd nicht vergessen/ vn wirst deiner Magd einen Son geben/So wi! ich in dem HERRN geben sein lebenlang/ vnd so! kein Schermeffer I»s auffscin Haupt kommen. Vnd da sie lang betet für dem HERRN/hatte Eli acht auffiren mund/Denn k Hanna redet in irem hertzen / allein ire Lippen regeten steh / vnd ire stitnnre höret man Eli. nicht. Da mcynet Elt sie were mrncken / vnd sprach zu ir: Wie lang wiltu truncken seyn t Laß den Wein von dir komen/dm du bey dir hast. Hanna aber antwortet/ vnd pM 4-. sprach:Min/mem Herr / Zeh bin ein betrübt Weib / Wein vnd starck Getränck hab ich nicht getruncken/Sondern hab mein Hertz für dem HERRN außgeschütt. Du wollest dcme Magd nicht achten wie ein loß Weib / denn ich hab auß meinem grossen kummer vnd Lrauwrigkeit gcredt bißher.Eli antwortet/vnd sprachrGehe hin mit frie¬ den /der Gott Mae! wrrdt dir geben deine Bitte/ die du von im gebeten hast. Sie Samuel im sprach:Laß deine Magd gnade finden für deinen augen.Also gieng das Weib hin ires a7L wegs/vnd aß/vnd sähe nicht mehr so trauwrig. ^or ChrCttleburt/ dess morgens ftü machten sie sich auff/ vnd da sie angebetet hatten für dem r-4° Vnd hie sehet cx^HERRNkchreten sie wider vmb/vnd kamen heim gen Ramath. Vnd ElKana plMcn/'wie pnrus erkannte ft in Weib Hanna/ vnd der HERR gedacht an sie. Vnd da etliche tage vmb pr!plMm von R warcn/ward sie schwanger / vnd gebar einen Son / vnd hieß in Samuel/ Denn ich muclan/rc. hab irr ppz; Hern HERRN gebeten. Vnd ßama Hamuel. il.Qp. ,50 Gebett. H^Nd tza der Mann ElKana hinauff zog mit seinem gantzen Hause / daß er dem c>AHERRN opfferte das Opffer zur zeit gewönlich/vnd sein Gelübde/zog Han¬ na nicht mit hinauff/sondern sprach zu irem Mann:Biß der Knab entwehnct werde/ so wil ich jn bringen / daß er für dem HERRN erscheine / vnd bleibe daselbst ewigliche ElKana jr Man sprach zu ir: So thu wie dirs geftllt/bleib biß du in entwehnest/Der HERR bestätige aber was er gcrcdt hat. Also bleib das Weib/vnd seugct wen Son/biß daß sie /n entwehnet. Vnd bracht sn Niit jr hinauff/nach dem sie in entwehnct hatte/mit drcyen Farren/mit einem Epha mäl/vnd einer flaschen Wcins/vn bracht in in das Hauß deß HERRN zu Silo. Der Knab war aber noch jung/vnd sie schlachten einen Farren/ vnd brachten den Knaben zu Eli.Vnd sie sprach: Ach mein Herr/ So war deine Seele lcbt/mein Herr/Ich bin das Wetb/das hie bcy dir stund/vnd bat den HERRN/da ich vmb diesen Knaben bat. Nun hat der HERR meine bitte gegeben / die ich von im bat. Darumb geb ich in dem HERRN wider sein lebenlang/ weil er vom HERRN erbeten ist. Bud sie beteten da¬ selbst den HERRN an. Das ist/ ° » sie gert Nit mchr/brß daß die vnfruchtbar siben gebar/ vnd die vil Kinder hatte abnam. dienen. Denk.;». Psalm.»;. ii.Lap. Hann» danket dem HERRN vmb sren Son Samuel. Die GZne Ell halten si'chvbelw frem stande/vnd werden doch vom Vatter/nlcht wie von nöte» gewesen/gestraffr. Samuel die¬ ner für dem HERRN/ vnd ntmpr;» im Geist. Ern Prophet verkündigt dem Elr die straff/vns den t»d seiner bexder Sone. Vnd Hanna bctet/vnd sprach: Ein Hertz ist fröltch in dem HERRN / Mein Horn ist erhöhet in dem HERRN. Mein mund hat sich west auffgethan vber HWF'W meine Feinde / Denn ich freuwe mich deines Heyls. Es ist niemand hcylig wie der HERR/ äusser dir ist keiner/ Vnd ist kein Hort/wie vnser Gott ist. Laßt euwergroß rühmenvnd trotzen/Laßtaußeuwrem mund das "Alte/denn « der HERR ist ein Gott der cs merckt / vnd läßt solch fümemmen nicht gelingen. w7s-7eAch-, Ae Der boge der starcken ist zerbrochen/vn die schwachen sind vmbgürtet mit stercke. A"a7thAEmm/ Die da satt waren/sind vmbs brot verkaufft worden/ vnd die hunger litten/hun- ß ^^2 7777/7,777 77,7 77 7777..,7 77,7 77 77 77, 77.77 77 „//777777 ^^77,7. bendre Eeme/vud Der HERR tödret / vnd macht lebendig / Führet in die Helle/ vnd wider hcrauß. Der HERR macht arm/vnd machet reich / Er nidriget vnd erhöhet. Er hebt auffden Dürfftigen auß dem staub/ vnd erhöhet den armen auß dem kot/ K wi^Gotte" Daß er jn setze vnter die Fürsten/vnd denstul der ehren erben lasse/Denn der Welt weA/a'ismüßArs ende sind deß HERRN/ vnd er hat den Erdboden darauffgesctzt. Am?"" Er wirt behüten die süsse seiner Heylige/Aber die Gottlosen müssen zu nicht wer¬ den im finsterniß/denn vil vermögen hilfft doch niemand. Die mit dem HERRN hadern müssen zu grundt gehen/ Vber jnen wirdt er don¬ nern im Himmel. n Der HERR wirt richten der Welt ende / vnd wirdt macht geben seinem Könige/ Vnd erhöhen das Horn seines Gesalbcten. ElKana aber gierig hin gen Ramath in sein Hauß/vnd der Knab war deß HER REN Diener für dem Priester Eli. AsBerdieSöneEliwarenböseBuben/dieftagtenichtnachdemHERRN/noch Eli Götte N^nach dem Recht der Priester an das Volck: Wenn jemand etwas opffern wolt/ ^bsse-Vusen. so kam deß Priesters Knab/ weil das Fleisch kochet/vnd hatte einen Kreuwelmit drey zacken in seiner hand/vnd stieß in den Tiegel/ oder Kessel/ oder Pfann/ oder Töpffen/ vnd was er mit der Kreuwel herfür zoch / das nam der Priester davon. Also theten sie dem gantzen Israel/ die daselbst hm kamen zu Silo. M l.BuK II. Lap. Desselben gleichen/ehe den sic Das fett anzündten/kam deß Priesters Knab/vnd sprach zu Dem/dcr Das Opffcr bracht:Gtb mir Das ficisch Dem Priester zu brahte/Denn er wtl mcht gekocht fiessch von vir nemmen / sondern roh. Wenn Denn jemand zu jm sagte:Laß Das fett anzünDcn/ wie sichs heut gebürt / vnd mm Darnach was dein Hertz begert. So sprach er zu jm: Du solt Mirs jetzt geben/ Wo nicht/ so Wil tchs mit gemalt ncmen. Darumb war Die SünD Der Knaben sehr groß für Dem HERRN/ Denn Die Leute lästerten Vas Sperßopffer Deß HERRN. M^Amuel aber war ein Diener für dem HERRN/vnd Der Knabe war vmbgür- (Le,brock) c^Itet mit eim leinen b Lclbrsck / Dazu macht jm seine Mutter einen kleinen Rock/ Qas warm prie. Mh bracht jn jm hmauffzu seiner zeit / wenn sie mitjrem Mann hinauff gieng zu opf- fern Dte Opfferzu seiner zeit. Vnd Eli segnet Elkana vnd sein Weib/vnd sprach: Der Q HERR gebe vir Samen von Diesem Weibe/ vmb Die bitte Vie sie vom HERRN gebet¬ telt hat.Vnd sie giengcn an jren ort.Vn Der HERR sucht Hanna Hcim/Daß sie schwan ger ward / vnd gebar Drcy Sone vnd zwo Töchter / aber Samuel der Knab nam zu beydemHERRN. ^E^Li aber war sehr alt/vnd erfuhr alles was seine Sone theten demgantzenIs- Eli straf (T^n ael/ vnd Daß sic schliessen bey den Weibern/die da Dicneten für der Thür der Hütten Deß Snssts. Vnd er sprach zu jncn: Warumb thut jr solches k Denn ich hö¬ re euwer befs wäjen von diesem gantzen Volck. Nicht meine Kinder/Das ist nicht Si kitt gut geschrey / Das ich höre / Ir macht Deß HERRN Volck vbcrtrettcn. c Wenn je- rür, ^nöOjxes xsr mand wider einen Mcirschen sündiget/ so kans der Richter schlichten / Wenn aber je- aUu" mand wlder den HERRN sündiget/wer kan für jn bitten k Aber sie gehorchten jrcs Vatters stimme Nicht/denn Der HERR hatte willen siezutödten. Aber der Knab o^8j?6- ^umucl gicng vnd nam zu / vnd war angcnem beydem HERREN/vnd bey Den rur jore/bomi- ^NenscheN. kam aber ein Mann Gottes zu Eli/vnd sprach zu jm: So spricht der HERR/ (T^Ich hab mich offenbart deines Vatters Hause / da sie noch in Egypten waren in Pharao Hause. Vnd hab jn Daselbst mir erwehlct für allen Gkämmen Israclzum Priesterchumb / daß er opffcrn solt auffmcincm Altar / vnd Räuchwerck anzünden/ vnd den Lcibrock für mir tragen/ vnd hab deines Vatters Hauß gegeben alle Feuwer v her kinder Israel. Warumb leckest» den wider meine Opffer vnd Speißopffer/die v Gle.ch ww An°r.s. ich gcbotten hab in Der Wohnung k Vnd Du ehrest deine Sone mehr denn Mich / daß RchcliÄct7dJ/ jr euch meßet von dem besten aller Speißopffer meines Volcks Israel. frech vud mmwMg. Darumb spricht der HERR/dcr Gott Israel: Ich hab gercdt/Dein Hauß vnd Deines Vatters Hauß selten wandeln für mir ewiglich/ Aber nun spricht Der HERR/ Es sey ferrn von mir/Sondern wer mich chret/den wtl ich auch ehrcn/Wer aber mich veracht/sol wider veracht werden. Sihe/ es wirt Die zeit kommen/daß ich wil entzwey Gott brechen Deinen arm/vnd Den arm Deines Vatters Hauß/ Daß kein Alter sey in Deinem Hause. Vnd wirst sehen deinen wtderwertigen in der Wohnung/ in allerley gut/das Ä-7. Israel geschehen wirt/vn wirt kein Atter scyn in deines Vatters hauß ewiglich. Doch No au5srarn wil ich auß Dir niemand von' meinem Altar außrotten/Auffdaß deine Augen ver- r?s^ic7r7me°I schmachten/vnd deine Seele sich greme/vnd alle menge deines Hauses sollen sterben/ a6oi"u-- wenn sie Männerworven sind. Has sol hjr ein Zeichen seyn/das vber deine zwcen Söne/Hophni vnd pine- has/komen wirt/auffeinen tag werden sie beyde sterben. Ich aber wtl mir einen treu- wen Priester erweckm/Dcr sol ihun wie es meinem Hertzen vn meiner Seelen gesellt/ dem wil ich ein beständig Hauß bauwen/ daß er für meinem Gcsalbeten wandele im¬ merdar. Vnd wer vbrig ist von deinem Hause/Der wirt kommen/vnd für jenen nider- falkcn vmb einen silbern Pfenning vnd stück Brots/vnD wirdt sagen: Lieber laß mich Zu einem Priestertheil/Daß ich einen bissen Brot esse. Der A Hamuel. m.Lap. ,5, m. Lap. Der HERR rüfft Samuel ;um vierdtenmal/vnd eröffnet sm/wie er Eli straffen wölke vmb seiner SLnesünde willen. Samuel wirt bekannt als ein treuwer Prophet. da Samuel der Knab dem HERRN dienet vnter Elt/war dcß HLIiRTr wort" theuwcr zu vcrselben zcik/vnd war wc-> - uia wrulaauua- Es «>««» »>e pr«, D" co bcgab sich/zur selben zeit lag Eli an stimm ort / vnd seine K" "mg N«! KS' -d/ugen ficngenantunckel zu werden/daß er nicht sehen kundt. dreymal. Samuel hatte sich gelegt im Tempel deß HERRN / da dre rade Gottes war/ hat m-mäd studiert/ ehe denn die Lampe Gottes vmunckelt. Vnd der HERR rieff Samuel. Eraberant- wortet.Sihc/hie bin tch.Vnd lteffzu Eli/vnd sprach.Sihe/hie bin ich/dn hast mir ge- ^rgejosen. ruffen.Er aber sprach.Ich hab dir nicht geruffen/Gehe wider hin/vnd lege dich schlaf¬ fen. Vnd er gieng hin/vnd legt sich schlaffen. Der HERR rieffabermal Samuel. Vnd Samuel stund auff/vnd gieng zu Eti/ vnd sprach: Sihe/hie bin ich/du hast mir geruffen. Er aber sprach: Ich hab dir nicht geruffen/mein Son/ Gehe wider hin/vnd lege dich schlaffen. Aber Samuel kennete den HERRN noch nicht / vnd deß HERRN wort war jm noch nicht offenbart. Vnd der HERR rieffSamuel aber zum dritten mal / Vnd er stund auff/ vnd gieng zu Eli/ vnd sprach: Sitze/ hie bin ich/ du hast mir geruffen. Da merckt Eli / daß der HERR dem Knaben rieff/vnd sprach zu jm: Gehe wider hin vnd lege dich schlaffen/vnd so dir geruffen wirdt/so sprich: Rede HERR/denn dein Knecht höret. Samuel gieng hin/ vnd legt sich an seinen ort. v <^xA kam der HERR/vnd trat dahin/vnd rieffwie vormals: Samuel/Samuel. Samu- ^^zVndSamuelsprach:Rede/denndeinKnechthöret. Vnd der HERR sprach fung.^^ zu Samuel: Sthe / Ich thu ein ding in Israel / daß / wer das hören wtrdt/ dem wer¬ den seine beyde ohren gellen. An dem tage wil ich erwecken vber Eli was ich wi¬ dersein Haußgeredthabe. Ich wils anfahen vnd vollenden. Denn ich Habs jm an¬ gesagt/daß ich Richterseynwilvbersein Hauß ewiglich/vmb dermiffethatwillen/ daß er wußte/wie seine Kinder sich schändtlich hielten/ vnd hette nicht einmal sauwer darzu gesehen. Darumb hab ich dem Hause Eli geschworen / daß diese miffethat deß Hauses Eli sol nicht versöhnet werden/ weder mit Opffer noch mit Speißopffer/ ewiglich. Vnd Samuel lag biß an den morgen/ vn thet die thür auffam Hause deß HER¬ REN. Samuel aber forchte sich das gesicht Eli anzusagenDa rteffjm Eli/vn sprach: Samuel/mein Son. Er antwortet: Sihe/hie bin ich. Er sprach: Was ist das wort/ das dir gesagt istkVerschwetge mir nichts/Gott thu dir diß vnd das/wo du mir etwas verschweigest/ das dir gesagt ist. DasagtsjmSamuelallesan/vnd verschweigen nichts. Er aber sprach: Es ist der HERR/er thu was jm wolgefellet. E Amuel aber nam zu/ vnd der HERR war mit jm / vnd fiel keines vnter allen sei- -a, veu§ r^Anen Worten auff die Erden. Vndgantz Israel/vonDananbtß genBerseba/ v«rbo7ubNmuo erkannte daß Samuel ein treuwer Prophet deß HERRN war. Vnd der HERR er- schein hinfort zu Silo/Denn der HERR war Samuel offenbart worden zu Silo durchs wort deß HERRN. Vnd Samuel fieng an zu predigen dem gantzen Israel. im.Lap. Das Volck Israel Wirt von ven Philistern rm felde geschlagen- ^EbrinM stedre Lad^ deß Bunds insLager/vndmachendenphilisterneinenfchrecken/werdenaber;nmandernmat «eschlaqen/vnd kommet die Lade deß HERRN in der Lemde Hande. Hophm vnd pmehas/dre Söne Eli/sterben/ vnd als der Vatter die Zeitung höret / fellt er vpn ernem Stul / vnd bricht ser- »en Halb- Israel Ustacl I.BucI Ilü.Lap. EpM," Smel aber zoch auß den Philistern entgegen in den 4 streyt / vnd lägerten sich bey" EbenEzer. Die Philister aber hatten EbenEzer sich gclägert zu Ephek/vnd rüsteten sich gegen Israel. Vnd derstreyt Inft.7. heißt Helffcnstein. theilct sich weit/vnd Israel ward für den Philistern geschlagen/ vnd schlugen in der ordnung im Felde bey vier tausend Mann. ) ch pg das Volck ins Läger kam/sprachcn die Eltesten IsraebWarumb hat vns c^der HERR heut schlagen lasten für den Philistern k Laßt vns zu vns nemmen die Lade deß Bunds deß HERRN von Silo/vnd laßt sie vnter vns kommen/daß sie vns helffe von der Hand vnser Feinde. Vnd das Volck sandte gen Silo/ vnd ließ von dannen holen die Lade deß Bunds deß HERRN Zebaoth/der vber dem Kherubim sitzt/ Vnd waren da die zween Sone Eli mit der Laden deß Bunds Gottes / Hophni vnd Pinchas. Vnd da die Lade deß Bunds deß HERRN in das Läger kam/jauchtze- te das gantze Israel mit einem grossen jauchtzen/ daß die Erde erschallet. Da aber die Philister höreten das geschrey solchs iauchtzcns/sprachen sie:Was ist das geschrey solchs grossen iauchtzciis in der Ebrecr Läger k Vnd da sie erfuhren / daß Die Lade deß HERRN ins Läger komm were/ forchten sie sich/ vnd sprachen: Gott ist ins Läger kommen. Vnd sprachen weiter: Weh vns/Denn es ist vorhin nicht also ge- standen/weh vns / Wer wil vns erretten vö der Hand dieser mächtigen Götter k Das sind die Götter/ die Egypten schlugen mit allerley Plage in der Wüsten. So seyt nun getrost/vnd Männer/jr Philister/daß jr nicht dienen müsset den Ebreern/wie sie euch gedienet haben.Seyt Männer/vn streitet.Da stritten die Philister/vnd Israel ward Dreissig tau- geschtagen/vn ein jeglicher flöhe in seine Hüttcn.Vnd es war ein sehr grosse Schlacht/ auß Israel fielen dreyffig tausend Mann fußvolckö. Vnd die Lade Gottes ward «Emm. genommen/vnd die zween Söne Eli/ Hophni vnd Pinehas / stürben. liess einer von BenIamin auß dem Heer/vnd kam gen Silo desselben ta-6 (^Dgcs/vnd hatte sein Kleid zerrissen/ vnd hatte Erde auff sein Haupt gestreuwet. Vnd sihe/als er hineyn kam/saß Eli auff eim stul/daß er auffden weg sehe/Denn sein Hertz war zaghafft vber der Laden Gottes.Vnd da der Mann in die Statt kam/saget ersan/vnd die gantze Statt schrey. Vnd da Eli das laut schreyen höret/fragt er: Was ist das für ein laut getünrmetk Straffe Da kam der Mann eylend / vnd sagt Eli an (Elt aber war acht vnd neuntzig /ar alt/ vnd seine äugen waren tunckel/daß er nicht sehen kund)Der Man aber sprach zu Eli: A Nde Hümuel. v. Lap. 152 Ich kom/vnd bitt heut auß dem Heer geflohen. Er aber sprach: Wie gehet es zu/ mein gchrachr Sonk Da antwortet der Verkündigcr/vnd sprach: Israel ist geflohen für den Phili- stern/vttd lst eine grosse Schlacht im Volek geschehen/ vn deine zween Sone/ Hophni vnd Pinchas/sind gcstorbe/dazu die Lade Gottes ist genomen. Da er aber der Laden Gottes gedachte/ fiel er zu rück vom Stul am thor/vn brach seinen halst entzwey/vnd Eli rich- starb / Denn er war alt/vnd ein schwär Mann. Er richtet aber Israel viertzig /ar. "r?vn!bm°ht EEine Schnur aber/ Pinchas Weib/ war schwanger/vn solt schier geligen/Da de» Halß ent- (Nsic das gerächte höret / daß die Lade Gottes genommen /vnd jr Schweher vnd Mann tod war/krümmet sie sich/vnd gebar/ denn es kam sie jre wehe an. Vnd da sie jetzt starb/ sprachen die Weiber/ die neben jr stunden: Förchte dich nicht/ du hast einen jungen Son/Aber sie antwortet nichts/vnd nanw auch nicht zu hcrtzcn. Vnd sie hieß Icabod. den Knaben Icabod/vnd sprach: Die Herrligkcit ist dahin von Israel / weil die Lade Gottes genommen war/ vnd jr Schweher vnd jr Mann: Vnd sprach abermal: Die Herrligkcit ist dahin von Israel / denn die Lade Gottes ist genommen. V. Lap. Die Philister stellen die Lave dest HERRN in fres Gayen Dagons Haust. DerGZywirdt gestkmmelr/vnd die von Asdod an heimlichen orten geplagt. Sie tragen die Lade von einer Start zur andern/vnd werden die Eynwohner mit Sterben vnd anderer Plage hart gestrafft/ vnd begeren der Lade widerumb ledig zu sevn. L Je Philister aber namen dre Lade Gottes/vnd brach- UWEW ten sie von EbenEzer gen Asdod in das Haust Dagon /vnd stelle- Dagon. Asdod A" neben Dagon. Vnd da die von Asdod dest andern morgens tracht. fiü auffstunder;/ fundcn sie Dagon auff seinem Antlitz ligcn auff der Erde für der Laden dest HERRN/ Aber sie namen den Dagon/ (rz pnh sttz^n wider an seinen ort. Da sie aber dcß andern morgens frü auffstunden/funden sie Dagon abermal auffscinem Antlitz ligen auffder Erden/ fürder Laden dcß HERRN/Aber sein Haupt vnd seme beyde Hande abgchauwen auffder schwelle/daß der strumpffallein draufflag.Darum trctten die Priester Da¬ gon/vnd alle die in Dagon Haust gehen/nicht auff die schwelle Dagon zu Asdod/ bißauffdiesentag. Aber dieHand dest HERRN ward schwär vber die von Asdod/vnd verderbt sie/ c rj vnd Eisen vikdMcuscn/ LNMMel gkeNg. wclchs nichts ist bcn die heimliche plage?« Gcwissen/die zu letzt offcirbar wirbt durch Gottes Wort/wie C)ünctpaulussagt/ r. Tim.Irethor, hcit wirbt offenbar werden jedermaii» Made I.BW Vl.Lap. ?Er L ^ud schlug Aödod vnd alle ffc grcntze an heimlichen orten. Da aber die Leute zu As- Plage dod sahen/daß so zugieng/ sprachen sie: Laßt die Lade deß Gottes Israel nicht bey vns h^nilich? InuIt 7blch?'so bletben/Denn seine Hand ist zu hart ober vns vnd vnserm Gott Dagon.Vnd sandten philistck L^ZottesWort versamlctcn alle Fürsten der Philister zu sich/ vnd sprachen: Was sollen wir Da feilet das recht mit der Lüde deß Gottes Israel machen? Da antworten sie: Laßt die von Gath die DndMwüd^ Lade deß Gottes Israel vmbher tragen/Vnd sie trugen die Lade deß Gottes Israel Aber^emZL! vmbhcr.Da sie aber dieselben vmbhcr trugen/ward durch die Hand deß HERRN in bcr Skate ein sehr groß Rumor / vnd schlug d?e Leute m der Statt/ beyde klein vnd wiffcn/dniwo G^ groß/vnd kriegten heimliche Plage an heimlichen orten. hct whm cs dnn § sandten sie die Lade deß HERRN gen Ekron. Da aber die Lade Gottes gen Lade w'ch.'ck.'-LadeGot (^sEkron kam/schryen dre von Ekrorr / Sie haben die Lade Gottes vmbher gctra- Aktes M tcs bcupMsteru/so urir / daß sie mich tödte vnd mein Volck. Da sandten sic hin / vnd vcrsamleten scAudt bc'ic^.nnüff alle Fürsten der Phrlifter / vnd sprachen: Sendet die Lade deß Gottes Israel wider worÄrkchrAhE an jren ort/daß sie mich vnd mein Volck nicht tödte / Denn die Hand Gottes machte zu rccl'c"mgcu2s- ein sehr groß Runter mit würgen in der gantzcn Statt / vnd welche Leute Nichtstun x °-Das .st l)ic bc- bcn/die wurden geschlagen an heimlichen orten / daß das geschrep der Statt auffgcn v I. Lap. Die pkrllffor schirren die Lade dem Volck Israel wiverumb ;u gew ZZrthSemes nu'tetkiF chcn Sc! vldopffern / nach der ;al der fänff Fhrsten im Lande. Die;» Berl-Seines /so die Lade deß HERRN gesehen / werden geschlagen. Lso war die Lade deß HERRN Den Mond im Lande» der Phrlister.Vnd die Philister rieffen jren Priestern vnd Weissagern/ EE vnd sprachcn:Was sollen wir mit der Lade deß HERRN machenkLch- ret vus/womit sollen wir sie an jren ort senden? Sie sprachen r Woltjr die Lade deß Gottes Israelscndm/so sendet sie mcht lär/ sondern folt jr vergelten ein Schuldopffcr/so werdet jr gesandt wcrden/vnd wirt euch kund werden/ wammb seine Hano nicht von euch lcßt. Sic aber sprachen: Welchs ist das Schuldopffer / das wir jm geben sollen ? Sie anttvorLm:FünffgüldcnErsc/vnfünffgüldcnMeuse/nach derzaldcrfünffFürsten der PMstcr/Dcn es ist ctnerlcy Plage gc wcßt ober euch alle/ vnd vber euwre Fürsten. Go urüffet ir mm machen gleiche gestalt euwcrnErscn vn euwern Mcusen/die euwer Land verderbet haben/daß jr dem Gott Israel die ehr gebt/Villcicht wirt seine Hand letchker werden vbereuch /vnd vber euwern Gott / vnd vber euwer Land. Warumb verstockt jr euwer Hertz / wie die Egyptcr vnd Pharao jr Hertz verstockten ? Ists nicht EM», affo/da ersieh anjnen bewcisct/liesscn sie sie fahren/daß sie hingicngen? ilcmet nun/vnd macht einen neuwcn Wagen/ vnd zwo/unge sengende Küe/ c^Iauffdie nie kein Joch kommen lst/vnd spannet sie an den Wagen / vnd lasset jre Kalber hmdcr jnen daheim bleiben. Vnd ncmmct die Lade deß HERRN / vnd legt s sic auff den Wagen/Vnd die gülden Kleinst / die jrjm zum Schuldopffer gebt/thut in ein Kcsilin neben jre feiten / vnd sendet sic hin /vnd laßt sie gehen. Vnd sehet jr zu/ Gehctsie hin auffdem weg jrer Grcntze gen BethSemes/so hat er vns alle das groß vbcl gcthan / Wo mcht / so werden wir wiffen/daß seine Hand vns nicht gerüh'ret hat/ sondern es ist vns ongcfchr widerfahren. Die Leute thcten also/vnd namen zwo junge sengende Küe/vnd spanneterr sie an einen Wagen /vnd behielten jre Kälber daheim / Vnd legten die Lade deß HERRN auff den Wagen / vnd das Kestlin mit den gülden Mcusen / vnd mit den Bilden jrer Lade Gottes Erst. Vnd die Küe gicngen stracks Weges gen BethSemee zu/auffeiner straffe/vnd gcirB-thS-mcs. vnd hlöckcten/ vnd wichen nicht/ weder zur rechten noch zur Linckcn/vnd die Fürsten Lade Hanmel. VI. Lap. 15; Gottes Mrstcn der Philister giengen jnen nach biß an die Grentze BethScmes. BethScmes Merkracht. BethSemiter aber schnitten eben in der Weitzenerndte im grunde/vnd hn ^^D ben jre äugen auff/ vnd sahen die Lade / vnd freuwcten sich dieselbige zu sehen. Der Wage aber kam auff den Acker Josua deß BethScmittrs / vnd stund daselbst stille. Vnd war ein groß stein dasclbst/vnd sie spalten das Holtz vom Wagcn/vnd opf- fetten die Küc dem HERRN zum Brandopffer.Die Leuiten aber Huben die Lade deß HERRNHerab/vnddasKästlitt das neben dran war/darinnen die güldenKleinot waren/ vnd setzten sie auff den grossen stein: Aber die Leute zu BethScmes opfferten dem HERRN desselben tags Brandopffer vnd ander Qpffer. Muff (A^A aber die fünff Fürsten der Philister zugeschen hatten/zogen sie widerumb E fen vnd ^L^gcn Ekron desselben tags. Diß sind aber die gülden Erft/ die die Philister dem pAc°" HERRN zum Schuldopffer gaben/Asdod einen/ Gasa einen / Asklon einen / Gach einen/ vnd Ekron einen. Vnd gülden Muse / nach der zal aller Stätte der Philister vnter den fünff Fürsten/bcyde der gemauwerten Stätte vndDörffer/vnd bißan das grosse Abel/darauffsie die Lade deß HERRN liessen biß auffdiesen tag/auffdcm Acker Josua deß BerhScmiters. etliche Zu BethScmes wurden geschlagen /darumb/ daß sie die Lade deß Fünfftzig tau e^HERRN gesehen hatten / Vnd er schlug deß Volcks fünfftzig tausend vnd sibem tzig)Nann.Da trug das Volck leyd/daß der HERR so eine grosse Schlacht im Volck schiagm^ gethan hatte. Vnd die Leute zu BethSemes sprachen:Wer kau stehen für dem HER- REN/solchcm heiligen GotttVn zu wem sol er von vns ziehend Vnd sie sandten Bot¬ ten zu den Bürgern KiriarhIearim / vnd liessen inen sagen: Die Philister haben die Lade deß HERRN wider bracht / kom pt herab/ vnd holet sie zu euch hinauff. VII.Lap. Die Lade deß HERRN wr'rt ins Hauß AbiNadab zu Glbeagebracht. Samuel ükmantds» Volck/ daß sie alle Abgörterey von sich chun / beret für ste /vnd nchr sie;» Mizpa. Die Philister ziehen wider Israel/vnd der HERR e rsch reckr sie mir einem donner/ daß sie geschlagen ryerden/ Die Israelirec nemmenfre Sraire wider/welche inen dlephülster zuvor abgedrungen. Samuel wohnr zu Ramath/vnd richt Israel -arlich zu BcrhEl/ Gügal/vnd Mizpa, -so kamen dre Leute von KmathIearrm / vnd holeken die Lade deß HERRN hümuff/ vnd brachten sie ins Hauß AbiNadab AbMadab. V A zu Grbca / Vnd seinen Son Eleasar hcyligten sie / daß er der Lade deß N-aG. HERRN hütet. Vnd von dem tage an da die Lade deß HERRN zu Ki- riathIeanm blerb/verzoch sich die zeit so lange biß zwentzig jarwur- den/ond das gantz Hauß Israel" weinete für dem HERRN. « Abgott LAAmuel aber sprach zum gantzen Hauß Israel: Sojr euch mitgantzem Hertzen si^Eml-yd^vnd rcr.Baal vnd (>^Ibckehrctzu dem HERRN/ So thut von euch die frembden Götter / vnd Ascha- AMem HER- styaroch. vnd richtet euwcr Hertz zu dem HERRN/vnd dienet im allein / So Wirt er euch diephtlisler. erretten auß der Philister Hand. Da theten die Kinder Israel von sich Baalim vnd Ascharoth/vnd dieneren dem HERRN allein. Samuel aber sprach: Vcrsamlet das gantze Israel gen Mizpa/ daß ich für euch bitte zum HERRN. Vnd sie kamen zusam¬ men gen Mzpa/ vnd schöpffeten wasser / vnd gossens auß für dem HERRN / vnd fa¬ steten denselben tag / vnd sprachen daselbst: Wir haben dem HERRN gesündigt. Also richtet Samuel die Kinder Israel zu Mzpa. aber die Philister höreten/daß die Kinder Israel zusammen kommen warm C^Zgen Mzpa/zogen die Fürsten der Philister hinauffwtder Israel. Da das die k Kinder Israel hörcten/ forchtcn sie sich für den Philistern / vnd sprachen zu Samuel: LttleßiL. ab für vns zu schreyen zu dem HERRN vnftrm Gott / daß er vns helffe auß der Philister Hand. Samuel nam ein Mlchlämblin / vnd opfferte dem HERRN etn DasO/dasu-H gantz Brandopffer/ vnd schrey zum HERRN für Israel. Vnd der HERR erhöret in. ^Mlch,st. c iss Vnd Recht deß Aömgi,. Samuel rich tec Israel zwemzig rar. Usrael l.BuW Vlll.Lap. Vnd in dem Samuel das Brandopffer opfferte/kamen die Philister herzu zu phütstervon streiten wider Israel/Aber der HERR ließ donnerneinen grossen donner ober die Waclglschlagm.' Philister desselben tages / vttd schrecket sie/ daß sie für Israel geschlagen wurden. Da zogen die Männer Israel auß vonMzpa / vnd jagten die Philister/ vnd schlugen sie bißvnterBeth§ar. Da nam Samuel einen stein/vnd setzt jn zwischen MZpa vnd Sen/vnd hießjn s»p.4. . EbenEzer/vnd sprach: Biß hieher hat vns der HERR geholffen. Also wurden die Philister getcmpfft / vnd kamen nicht mehr in die Grcntze Israel/ Vnd die Hand deß HERRN war wider die Philister so lang Samuel lebte. Also wurden Israel die Stätte widcr/drc die Philister jnen genommen hatten / von Ekron an biß gen Gath/ sampt jren grentzcn/die errettet Israel von der Hand der Philister/ Denn Israel hat¬ te friede mit den Amorttern. aber richtet Israel sein lebenlang. Vnd zoch järlich vmbher zu BethEl/ c^Ivnd Gilgal/vnd Mizpa.Vnd wenn er Israel an allen diesen orten gerichtet hat- te/kam er wider gen Ramath / Denn da war sein Hauß / vnd richtet Israel daselbst/ Vnd banwet dem HERRN daselbst einen Altar. vm.Lap. Samuel wt'rvt alt / vnd seyet ferne Göns zu Richtern vber Israel. Als sie über zum Gertze vnd zur vngerechrlgkerr genergr-begert das Volek ernenRLmg/vnd Samuelzergt -neu an/was deß Rönrgs Recht/ vnd was befchwacung sie vnter sin werden tragen müffen. Aaber Samuel alt ward/saßt er seme Sönezu Ntch- ter vber Israel. Sein crstgcbomer Son hieß Joel / vnd der ander Samu- H Abia/ vnd waren Richter zu Bersaba/ Aber seine Sone wandelten, A nit in seinem Wege/ sondern neigeten sich zum Gertz / vnd namen Ge- schänck/vnd beugetcn das Recht. Da versamleten sich alle Eltcsten in Israel/vnd kamen gen Ra¬ math zü Samuel/vnd sprachen zu jm:Sihe/du bist alt worden/vnddeineSöne Deut.,7. wandeln nicht in deinen wegen/so setze nun einen König vber vns/ der vns richte / wie A?' alle Heiden haben.Das gefiel Samuel vbel/daß sicsagtcn.Grb vns einen Kömg/der vnsrrcht^/vnd Samuel betet für dem HERRN. Der HERR sprach aber zu Sa¬ muel : Gehorche der st im deß Volcks m allem das sic zu dir gesagt haben / denn sie ha¬ ben nicht dich/sondern mich/verworffcn/daß ich nit sol König vber sic seyn. Sie thun dir/wie sie jmmer gethan haben/ von dem tage an / da ich sie auß Egypten führet/biß auffdiesen tag/vnd haben mich verlassen/vnd andern Göttern gedicnet.So gehorche nun jrer stinr/doch bezeugejnen/vnd verkündige jnen das Recht deß Königs/dcr vber sie herrschen wirt. H6^Nd Samuel sagt alle wort deß HERRN dem Volck/das von /meinen König n <>iA'sorderr.Das wirt deß Königs Recht seyn/der vber euch herrschen wirt/Euwcre ^,7. Sone wirdt er nemmen zu seinem Wagen / vnd Reutern / die für seinem Wagen hcr traben/vnd zu Hauptleuten vber tausend/vnd vber fünfftzig/ vndzu Ackerleuten/dle jm seinen Acker bauwen/vnd zu Schnittern in seiner Erndte/vnd daß sie seinen Har- nisch/vnd was zu seinen Wägen gehört/ machen. Euwere Töchter aber wirt er nem- men/daß sieApotcckerin/Köchin vnd Beckerin/seyen. Euwere beste Eckcr/vnd Weinberge/vnd ölgärten/ wirdt er nemmen vnd seinen Knechten geben/ Dazu von euwer Saat vnd Weinberge wirt er den Jehenden nem- men/vnd seinen Kämmern vn Knechten geben.Vnd euwere Knecht vnd Mägde/vnd euwere feineste Iünglinge/vnd euwere Esel / wirt er nemen / vnd sein geschäfft damit außrichten. Von euwern Herden wirt er den gehenden nemmen / vnd jr müsset seine Knecht seyn.Wenn jr denn schreyen werdet zu der zeit vber euwern König/ denjr euch crwehlet habt /so wirt euch der HERR zu derselben zett nicht erhören. ' Aber HM. Hamucl. IX. Lap. Aber das Volck wegcrt sich zu gehorchen der stime Sanruel/vnd sprachen: Mit nichte/sondern cs sol ein König vber vns seyn/ daß wir seycn auch wie alte ander Hey¬ den / daß vns vnscr König richte / vnd für vns her außziche / wenn wir vnsere Kriege führen.Da gehorcht Samuel alle dem daß das Volck saget/vnd sagets für den ohren deß HERRN. Der HERR aber sprach zu SamuebGehorche irer sttmm/vnd mache jncn einen König. Vnd Samuel sprach zu den Männern Israel: Gehet hin ein jegli¬ cher in seine Statt. IX. Lap. Sau! sucht ferrtes Vatters Eselmne/ fragt »ach dem Propheten Samuel/triffts« au/gehet mrr Mauffdte Höhe/vnd sßr fern cheü vom ü>pffec. S war aber etn Mann von BenIamtn/mtt Namen Kis/ein Son AbiEl/deß Sons Icror/ deß Sons Vcchorath / deß SonsApiah/deß Sons eins Mans Jemini/ein weidlicher Mann/ Der hatte einen Son/mit Namcri Saul / der war ein junger feiner Mann/vnd war kein feiner vnter den Kindern Israel/eincs Haupts lenger denn alles Volck. Kis sm- hatte aber Kis der Vatter Saul seine Esclittne verlorm/Vnd er sprach zu dtt Saul die (^seinem ^gicng Samuel herauß jnen entgegen /vnd wolt auffdie Höhe gehen / Aber der HERR hatte Samuel seinen ohren offenbaret einen tag zuvor / ehe denn Saul kam/ vnd gesagt: Morgen vmb diese zeit wit ich einen Mann zu dir senden auß dem Land BenIamin/Den soltu zum Fürsten salbe vber mein Volck Israel/daß er mein Volck erlöse von der Philister Hand/ Denn ich hab mein Volck angesehen / vnd sein geschrey ist für mich kommen. Da nun Samuel Saul ansahe/antwortet jm der HERR:St- he/das ist der Mann/davon ich dir gesagt habe/daß er vber mein Volck herrsche. c iiij Da kornpt zu Sa Da trat Saul zu Samuel vnter dem Thor / vnd sprach: Sage mir / Wo ist hie deß Sehers HaußkSaMuel antwortet Saul/ vnd sprach:Ich bin der Seher/Gehe c: für mir hinauffauffdie Höhe/ denn jr solt heut mit mir essen/ Morgen wil ich dich las¬ sen gehen / vnd alles was in deinem Hertzm ist wil ich dir sagen. Vnd vmb die Eselin¬ nen/ die du vor dreyen tagen verloren hast / bekümmere dich jetzt nicht / sie sind gefun¬ den. Vnd West wirt seyn alles was Das beste ist in Israel k Wirts nicht dein vnd deines Vatters gantzes Hause seyn k Saul antwortet: Bin ich nicht ein Son von Iemini/ vnd von den geringsten Stämmen Israel / vnd mein Geschlecht das kleinest vnter al¬ len Geschlechten der Stämme BmZammk Warumb sagestu denn mir solche M^Amuel aber nam Sau! vnd seinen Knaben/vnd führet sivin die EAläuben/ sie. oben an vnter die so geladen waren/der war bey dreyssig Mann. Vnd Samml sprach zu dem Koch: Gib her das stück das ich dir gab / vnd befahl/ du soltcst es bey dir behalten. Da trug der Koch eine schuldter auff/vnd das daratz Hieng. Vnd er legt es Saul für/vnd sprach: Sihe/das ist vberbliebcn: Lege für dich/vnd iß/ Denn es ist auffdich behalten/cbm auffdiese zeit/da ich das Volck lud. Also aß Saul mit Samuel deß tages. 8^Nd da sie hinab giengen von der Hößezur Statt/redeter mit Saul auff dem c^Dache.Vnd stunden srü auff/vnd da die Morgenröte auffgieng/rieffSamuel dem Saul auff dem Dach / vnd sprach: Auff/ daß ich dich gehen lasse. Vnd Saul macht sich auff/ vnd die beydc giengen mit einander hinauß / Er vnd Samuel. Vnd da sie kamen hinab an der Statt cnde/sprach Samuelzu SaulSage dem Knaben daß er für vns hingehe/Vnd er gieng fürhin/Du aber stehe jetzt stille/daß ich dir kund thu was Gott gesagt hat. X. Lttp. Samuel salbt Ssulzum Röurgs / sagt ,m drexerlep das M begegnen werde / vnd wie er sich ferrner halten sol. Gott gibt dem Sant ein anderHery/vnd er werssagt vnter den Propheten. Samnel beruffrIscael gen Mt;ps/erwehler den Aömg durch das loß/vnd gibt-n dem Volck. Anfang deß A nam Samuel em ölglaß/vnd goß auff sein Haupt/ ^-simcntsdcrRö- Müsset jn / vnd sprach:Sihestu/daß dich der HERR zum Für- nachdem auß' stett vber sein Erbtheil gesalbet hat k Wenn du jetzt von mir gehest/ N.VorKchge- so wirstuzween Männer finden bey dem Grabe Rahel/ in der Gren Ge».zr. k« W?uff tze BenIamin/zu Zelzah/die werden zu dir sagemDie Eselinne sind die Verwüstung 3e- S geflmden/die du zu suchen bist gegangen. Vnd sihe/dein Vatter hat die Eft! auß der acht gelassen/vnd sorget vmb euch/ vnd spricht: Was sol ich vmb mei¬ nen Son thunk Vnd wenn du dich von dannen fürbaß wendest / so wirst» komm zu der Eychen Archen/ Thabor / daselbst werden dich antreffcn drey Männer / die hinauffgehenzu Gott gen BethEl.Einer tregt drey Böcklin/der ander drey stück Vrots/der dritte ein Flaschen mit Wein. Vnd sie werden dich freundtlich grüssen/vnd dir zwey Brot geben/die soll du von jren Händen nemmen. Darnach wirstu komen auffIien Hügel Gottes/da der Philister Läger ist / Vnd wenn du daselbst in die Statt komcst / wirt dir begegnen ein Haussen Propheten / von der höhe hinab komend/vnd fürjnen her ein psalter/vnd paucken/vnd Pfetffen/vnd Har'pffen/ vnd sie weissagend / Vnd der Geist deß H ERRN wirt vber dich geruhten/ daß du mitjnenweLffagest/Dawtrstu einanderMann werden. Wenn dir nun diese Zeichen komen / So thu was dir vnter Händen kompt/ denn Gott ist mit dir. Du solt aber für mir hinab gehen gen Gtlgal/ Sihe/da wil ichzu dir hinab komen zu opffern Brandopffcr vnd Danckopffer. Siben tage soltu harren/ biß ich Zu dir komme/ vnd dir kund thu / was du thun solt. Vnd da er seine schuldter» wandte/ lvandtc/daß er von Saruucl gieng/gab /m Gott cin ander Hertz/vnd kamen alte die- -M»/" "se Zeichen auff denselben tag. b^Nd da sie kamen an den Hügcl/Sihe/da kam im ein Propheten hauffeentge- c^gen / Dnd der Geist Gottes gen ht ober jn / daß er vnter irren weissaget. Da in aber sahen alle / die in vorhin gekannt hatten / daß er mit den Propheten wciffagete/ sprachen sie alle vmercinander: Was ist dem Son Kis geschehen k IsrSaulauchvn- ter den Propheten? Dnd einer daselbst antwortet/vrrd spracht Wer ist jr Datier? « . Daher ist das Sprichwort kommen / Ist Saul auch vnter den Propheten ? Dnd da tAZÄ" Ä- er auß gewerffagt hatte kam cr auff die Höhe. n sprach aber Sauls Detter zu im vn zu seinem Knaben: Wo seyt ir hingegan- vm» (>Ngcn ? Sie antworten/dic Eselinnen zu suchen / Dnd da wir sahen/daß sie nit da tÄacc-^ " waren/kamen wir zu Samuel. Da sprach der Detter Saul: Sage mir / Was sagt euch Samuel ? Saul antwortet seinem Dcttcrn: Er sagt vns/ daß die Eselinnen ge¬ funden wenn / Aber von dem Königreich sagt cr im nicht was Samuel gesagt hatte. Sünde aber bericffdas Dolck zum HERRN gen Mzpa/vnd sprach zu den Kin- Uch? Gott Israel: So sagt der HERR/der Gott Israel/Ich hab Israel auß Egypten Mlff 'bw dm geführet/vnd euch voll der Egypter Hand errettct/vnd von der Hand aller König- Mcusch/ / als reiche die euch zwungcn/Dnd ir habt heut euwercn Gott verwot ffen/dcr euch auß al- ^rcm^ou-gc/ Eerem vttglück vttd trübsal gcholffcn hat / vnd sprecht zu im: Setze einen König vbcr vns/Wolan/so trettet nun für den HERRN/nach euwercn Stämmen vnd Freundtschafften. Da nun Samuel alle Stämme Israel herzu bracht/ ward getroffen der Stam BenIamin.Dnd da er den Stam BcnIamin herzu bracht mit seinen Geschlechten/ ward getroffen das Geschlecht Matri / vnd ward getroffen Saul/der Son Kis/ vnd sie suchten ju/ aber sie funden in nicht. Da fragten sie fürter den HERRN: Wird't er auch noch her kommen ? DerHERR antwortet: Sihe/Er hat sich vnter die Faß vcr- Ehr- forma« W, steckt. Da liessen sie hin/vnd holeten in von dannem Dnd da ervnter das Dolck trat/ war er eines Haupts lcnger denn alles Dolck. Dnd Samuel sprach zu allem Dolck: Da sehet ir/wclchen der HERR crwchlet Hat/Denn im ist kein gleicher in allem rolck. Da jauchtzet alles Dolck/vnd sprach.Glück zu dcnr Könige. Samuel aber saget dem Dolck alle Recht dessKönigreichs/vndschrciösincin Haul. l.BuA Xl.Lap. Buch/ vnd legt es für den HERRN. Vnd Samuel ließ alles Volck gehen / einen jeg- G»p r. lichen in sein Hauß/vnd Saul gierig auch heim gen Gibea/vnd gteng mit im deß Hee- res ein theil/wclcher Hertz Gott rühretc. Aber etliche lose Leute sprachemWas solt vns dieser heissen k Vnd vcrachtctm jn / vnd brachten im kein Geschänck / Aber er thet als Homers nicht. xi.Lap. .. Nahas ver Ammoniter belagert Iabes in GtleadiGanl zeucht anß mitIstael/ vnd errettet sie/vnv wirr;um Röntge bestätiget zu Silgal. Ammonitcr geschlagen von Saul. Nahas bclä- gert Jaber ir» Gi¬ lead. Verneuwe- rung des; Rönrg« rctchs Saul. S zoch aber herauffNahas der Ammoniter/ vnd bela- gerte Iabes rn Gilead. Vnd alle Männer zu Iabes sprachen zu Na- Has- Mache einen Bund mit vns/ so wollen wir dir dienen. Aber Na- der Ammoniter antwortet inen: Darinn wtl ich mit euch einen Bund machen/daß ich euch allen das rechte Auge außsteche / vnd ma¬ che euch zu schänden vnter gantzcmIsrael. Da sprachen zu/mdieEltestmzuIabes: Glb vns siben tage/daß wir Botten senden in alle Grentzen Israel/ Ist den niemand der vns rette/so wollen wir zu dir hinauß gehen. (^^A kamen die Botten gen Gibea zu Saul/vnd redten solche für den ohren deß C^oVolcks/ Da Hub alles Volck seine stimme auff vnd weinet. Vnd sthe / da kam Saul vom Felde htnder den Rindern her/vnd sprachWas ist dem Volck/daß es wei¬ net k Da crzehleten sie im die fache der Manner von Iabes. Da gerieht der Geist Gottes ober in / als er solche wort höret /vnd sein Zorn ergrimmet sehr. Vnd nam ein par Ochsen/ vnd zustückt sie / vnd sandte in alle grentze Israel durch die Botten / vnd ileß sagen:Wer nicht außzcucht Saul vnv Samuel nach/ deß Rindern sol man al¬ so thun. Da fiel die forcht deß HERRN auffdas Volck/daß sie außzogcn/gleich als ein ei¬ niger Mann. Vnd macht die ordnung zu Basek/vnd der Kindrr Israel waren drey 3 hundert mal tausend Mann/ vnd der Kinder Juda dreyssig tausend. Vnd sie sagten den Botten die komm waren/Also sagt den Mannern zu Iabes Gtlead: Morgen sol euch hülffc geschehen/ wenn die Sonne beginnet heiß zu scheinen. Da die Botten ka- men vnd verkündigetcn das den Mannern zu Iabes/ wurden sie fro. Vnd die Män¬ ner Iabes sprachen: Morgen wollen wir zu euch hinauß gehen / daß ir vns thut alles was euch gesellet. A^Nd deß andern morgens stellet Saul das Volck in drey Haussen/ vnd kamen ins ^^Läger vmb die Morgenwache/vnd schlugen die Ammoniter biß.der tag heiß ward / welche aber vbcrblieben / wurden also zerstreuwet/ daß jr nicht zween mit ein- ander blieben. Da sprach das Volck zu Samuel: Wer sind sie / die da sagten / Solt Saul vbcr vns herrschen k Gebt sie her/ die Männer/ daß wir sie tödten. Saul aber sprach :Es sol auffdiesen tag niemand sterben/ Denn der HERR hat heut Heyl gege¬ ben in Israel. sprach zum Volck:Kompt laßt vns gen Gilgalgehen/vnd das König- daselbst erneuwett. Da gieng alles Volck gen Gtlgal/vnd machten da- 'clbst Saul zum Könige für dem HERRN zu Gtlgal/vnd opfferten Danckopffer 'ür deut HERRN. Vnd Saul sampt allen Männern Israel frcuweten sich daselbst ast sehr. XII.Lap. Samuel bezeuget seine vnschuld vor allem Volck/ erinnert ste derwolthaten / vnd der straf-« fen Gorres/vnv verwelstr inen/vast sie einen Röntg begerren. Der Rönig vtrr abermals bestä> tiger/vnd das Volck dem HERRN gehorsam ZU sexn ermanr. Der HERR glbr ein Seichen/vnd Samuel birc für das Volck. Da Hau!. Hamuel. xn.Lap. ,;6 L A sprach Samuel zum gantzen Israel: Sche/ ich haö in allem das irmirgesagthabt/vndhab einen König vber euch gemacht. Vnd nun sche/ da zeucht euwer König für A-sMWDf euch Her/W aber bin alt vnd grauw worden/ vnd meine Söne sind euch/vnd ich bin für euch her gegangen von meiner iugend auff biß auff diesen tag. Sihe/hie bin ich. Antwortet wider mich für dem HERRN vnd Lccies46 seinem Gesalbten/Ob ich iemandö Ochsen oder Esel genommen habk Ob ich jemand Exempel el- Actor.r°. hab gewalt oder vnrecht gethan k Ob ich von iemandö Hand ein Geschänck genomen ncs frommen Res habe/vnd mir die äugen blenden lasscnkSo wil ichs euch wider geben. Sie sprachcn'.Du hast vne kein gewalt noch vnrecht gethan / vnd von Niemands Hand etwas genomen. Er sprach zu inen: Der HERR sey Zeuge wider euch/vnd sein Gesalbter Heutes tagcs/daß ir nichts in meiner Hand fanden habt. Sie sprachen:^/ Zeugen sollen sie seyn. Vnd Samuel sprach zum Volek : Ja / Der HERR/ der Mose vnd Aaron gemacht hat/vnd euwre Vätter auß Egyptenland geführet hat. So tret-- tet nun her / daß ich mit euch rechte für dem HERRN / vber aller wölthat deß HER¬ REN / die er an euch vnd euwern Vättcrn gethan hat. Mnes 4-. As Ls Jacob in Egypten komm war/ schryen cuwcre Vätter zu dem HERRN/Vnd ^-j^cr sandte Mosen vnd Aaron/daß sie euwerc Vätter auß Egypten führetcn/vnd Wolthat sie an diesem ort wohnen liessen/Abcr da sie deß HERRN ires Gottes vergaffen/ver- kaufft ersie vnter die gewalt Sissera/deß Hauptmanns zu Hazor/vnd vnter die ge¬ walt der Philtster/vnd vnter die gewalt deß Königs der Moabiter / die stritten wider sie. Vnd schryen aber zum HERRN/vnd sprachcmWir haben gcsündigt/daß wir den HERRN verlassen/vnd BaalimvndAstharoth gcdienet haben/Nun aber errette Jud.-.«.-;, vns von der Hand vnser Feinde/ so wöllcn wir dir dienen. Da sandte der HERR W rubBaal/Bedan/Iephthah vnd Samucl/vnd errettet euch von euwer Feinde Hän¬ de vmbher/ vnd ließ euch sicher wohnen. Da ir aber sähet / daß Nahas/der König der Kinder Ammon/ wider euch kam/ spracht ir zu mir: Nit du/ sondern ein König/ sol vber vns herrschö/so doch der HERR euwer Gott euwer König war.«Nun da habt ir euwern König / den ir erwehlet vnd gebeten Habt/Denn sihe/der HERR hat einen König vber euch gesetzt: Werdet ir nun Römg! vnd zörner den HERRN förchten/vnd im dienen/vnd seiner stimgehorchen/vnd dem munde deß HERRN nicht VNgehorsam scyn/ so werdet beyde / ir vnd euwer König / der vber euch daß A7!e"!a7w? Dräu- herrschet/dem HERRN euwerm Gott folgen /Werdet ir aber deß HERRN stime nit v«d »vung. gchorchen/sondern seinem munde vngehorsam seyn/ so wtrdt die Hand deß HERRN ftlbs samm/s"st-b!ß wider euch vnd wider euwer Vätter scyn. dÜÄ AlVch trettet nun her / vnd sehet das groß ding das der HERR für euweren äugen M» 'EoK wa! Nsthun wirt / W nicht ietzt die Weytzcnerndte kW wil aber den HERRN anruf- fen/daß er sol donnern vnd regnen laffen/daß ir innen wcrdet/vn sehen sollet das groß vbel/dasir für deß HERRN äugen gethan habt/daß ir euch einen König gebeten Ä bestehe/d^als Krafft habt. Vnd da Samuel den HERRN anrieff/ließ der HERR donnern vnd regnen ^7^"^ deßGebecs. d^stelbentags. Da forchte das gantzeVolcksehr den HERRN vnd Samuel/Vnd N s-lte sprachen alle zu Samuel: Bitte für deine Knechte den HERRN deinen Gott/daß wirntchtsterben/Dennvberallevnsersündehabenwir auch das vbel gethan/daß wir vns einen König gebeten haben. Samuel aber sprach zum Volck: Förchtet euch nicht/ ir habt zwar das vbel alles gethan / doch weichet nit hinder dem HERRN ab / sondern dienet dem HERRN von Iss» 4 gantzem hertzen/vnd weichet nit dem eyteln nach/den es nützet nit/vnd kan nicht erret- LM ;4. ten/weil cs ein eytel ding ist.Aber der HERR verleßt sein Volck nit vmb seines grossen Namens willen/denn der HERR hat angcfangen euch im selbe zum Volckzu machen» Es sey aber auch ferme von mir/mich also an dem HERREN zu versündigen/ daß ich Haul. i.BuA xi ii. Lap. Beten vnd daß ich solt ablassen für euch zu beten/vnd euch zu lehren den guten vnd richtigen weg. Am "c?" Förchtet nur den HERRN/vnd dienet im treuwltch von gantzem hertzcn/dcnn jr habt gefthen wie große ding er mit euch thut/Werdet jr aber vbel handeln/so werdetjr vnd Dröm euwer König verloren seyn. wm»g. xm.Lap. Saul erwehlt vrey tausend Man« / vnd leffr die andern Helm riehen. Die Philister samle» sich starck wider Israel ;u strelren- Israel wirr verzagr. Saul opffert Brandopffer on befehl/ wirr vom Samuel verwegen gestrafft /vnd das Reich auffelnen andern gewenvr. war ein jar König gewesen/vnd da er zwei) ML vber Israel regiert hatte/erwehlet er jm drey tausend Mannauß - Israel / Iwey tausend waren mit Saul zu Mtchmas/ vnd auffdem Jonathan. Gebirge BethEl/vnd ein tausend mit Jonathan zu GibeaBen- Jamm / das ander Volck aber ließ er gehen / einen jegklichen in seine tzurlm. Jonathan aber schlug die Philister in jrem Läger/die zuGibeawar/das kam für die Philister. Vnd Saul ließ die Posaunen blasen im gantzen Land/ vnd sa- gemDas laßt die Ebreer hören. Vnd gantz Israel höret sagen: Saul hat der Phili¬ ster Läger geschlagen/Denn Israel stanck für den Phtlistern/Vnd alles Dolckschrey/ Saul nach gen Gilgal. Philister strei versamleten sich die Philister zu streiten mit Israel/dreiffig tausend Wägen/ ren WiderArarl. ^^Zsechß tausend Reuter/vnd sonst Volck/so Vie! wie sand am rand dcß Meers/ vnd zogen herauff/vnd lägerten sich zu Mtchmas gegen Morgen für BcthAuen.Da das sahen die Männer Israel / daß sie in nöten waren (denn dem Volck war bange) verkrochen sie sich in die Hole vnd klüfften/vnd Felsen/vnd Löcher/ vnd Gruben. Die Ebreer aber giengen vber den Jordan / ins Land Gad vnd Gilead / Saul aber war noch zu Gilgal / vnd alles Volck war hinder jm zag. Da harret er siben tage auffdie zeit von Samuel bestimpt / Vnd da Samuel nicht kam gen Gilgal / zerstreuwet sich das Volck von jm. Sauls sün- sprach Saul.Bringet mir her Brandopffer vnd Danckopffer/Vnd er opf- verworffmwm"" (^Hfert Brandopffer. Als er aber das Brandopffer vollendet hatte/ sihe/ da kam crwm„; u. ^E^ E)a gieng Saul hinauß jm entgegen/jn zu segnen. Samuel aber sprach: Was hastu gemacht k Saul antwortet/ Ich sähe daß das Volck sich von mir zustreu- wet/vnd du kämest nit zu bestimpter zeit / vnd die Philister waren versamlet zu Mich- s mas. Da sprach ich: Nun werden die Philister zu mir herab kommen gen Gilgal/ vnd ich hab das Angesicht deß H ERRN nicht erbeten/Äa waget ichs/vnd opfferte Brandopffer. Samuel Samuel aber sprach zu Saul: Du hast thörlich gethan /vnd nicht gehalten deß 2^. straff« Saul. HERRN deines Gottes Gebott/das er dir gebotten Hat/Denn er hette dein Reich be' " stätiget vberIsrael für vnd für/Aber nun wirt dein Reich nit bestehen. Der HERR hat jm einen Mann ersucht nach seinem Hertzen/dem hat derHERR gebotten Fürst zu seyn vber sein Volck/Denn du hast deß HERRN Gcbott nicht gehalten.Vnd Sa¬ muel macht sich auff/ vnd gieng von Gilgal gen Gibea BenIamtn. ^lBcr Saul zelct das Volck das bey jm war/bey sechß hundert Mann/Saul aber ^^vnd sein SonIonathan/vnd das Volck das bey jm war/blieben auffdem Hügel BenIamin/die Philister aber hatten sich gelägert zu Michmas.Vnd auß dem Läger der Philister zöge drey Haussen das Land zu verhehren/einer wandt sich auffdie straf¬ fen gen Ophra/ins Land Sual/dcr ander wandt sich auffdie straffe BethHoron/der dritte wandt sich auffdie straffe/die da langet an das Thal Jeboim/an der Wüsten. Es war aber kein Schmid im gantzen Lande Israel erfunden. Den die Philister M.5. gedachten/ die Ebreer möchten schwerdt vnd spieß machen. Vnd mußtegantz Israel hinab Haui. Hamuel. xim.Lap. ,?7 hinab ziehen zu den Phtlistern/wenn jemand hatte ein Pflugschar/Hauwen/Beihel/ oder Sensen/zu scherpffen/vnd die schneiden an den Sensen/vn Hauwen/ vnd Gab- beln/vnd Beylen/warenabgearbettct/vnd die Stachel stumpffwordemDa nun der Streittag kam/ward kein Schwert noch Spieß funden in dcß gantzen Volcks Hand/ das mit Saul vnd Jonathan war/on Saul vnd sein Son hatten Waffen. Vnd der Philister Läger zohe herauß für Michmas vber. xim.Lap. Ion-th»« vnd fern Waffenträger steigen htnarrff ln der Philister Läger/vnd erlegen blff ir» bl'erwenyig Mann. Die flucht kommet vnter dieFeinv/vndgeher ein Schwert gegen dem an¬ dern. Saul sagt inen nach/vn verflucht den/der vor abends etwas ißr.Ionaklias ißr/vnWlflenV was sein Vatter geschworen/vnd der Vatter wil - n tod haben/ aber va» Volck errerrer i». sich cmeö tages/daß Jonathan/der Son Saul/sprach zu seinem Knaben/dcr sein Waffenträger war: Kom/ laß vns hinüber gehen zu der Philister Läger/ das da drüben ist/vnd sagts seinem Vatter ntt an. Saul aber bleib zu Grbea am mde/vn- ter einem Granatcnbaum/der in der Vorstatt war / vn dcß Volcks/ Ahia. das bey jm war/war bey scchß hundert Mann. Vnd Ahia/der Son Ahitob/Icabods 4- Bruder/Pinchao Son/deß Sons Eli/ war Priester dcß HERRN zu Silo/ vn trug den Letbrock an. Dae Volck wußte auch nicht/ daß Jonathan war hin gegangen. Es waren aber an dem wege/da Jonathan sucht hinüber zu gehen zu der Phili¬ ster Läger/zween spitze Felsen/einer diffeit/ der ander jenseit/ der eine hieß B ozez /der ander Senne/Vnd einer sähe von Mitternacht gegen Michmas / vnd der ander von -.paral.^Mttag gegen Gaba Vnd Jonathan sprach zu seinem Waffenträger :Kom Laßvns hinüber gehen zu dem Lägerdieservnbeschnittenen/villeichtwirdt der HERR etwas durch vnsaußrichten/Denn es ist dem HERRN nicht schwer/durch viel oder wenig ^ormtbattS Helffen. Da antwortet jm sein Waffenträger: Thu alles was in deinem Hertzcn ist/ Glaub. Kahr hin/Sihe/ich bin mit dir/wte dein Hertz wil. Jonathan sprach: Wolan/wenn wir hinüber kommen zu den Leuten/vnd jncn wichen dcß ins Gesicht komen/werden sie denn sagen: Stehet sttll/biß mir an euch gelangen/So ilmffs wollen wir an vnserm ort stehen bletben/vnd nicht zu jnen hinauff gehen. Werden sie aber sagen: Kommet zu vns Herauff/So wollen wir zu jnen hinauff steigen/ so har sic vns der HERR in vnser Hände gegeben. Vnd das sol vns zum Zeichen scyn. v nun der Philister Läger beyde ins Gesicht kamen/sprachen die Philister: (ZLB Sthe/die Ebrcer sind auß den Löchern gegangen/darin sie sich verkrochen hat- ten.Vnd die Männer im Läger antworten Jonathan vnd strnem Waffenträger/vnd sprachen: Kommet herauff zu vns/so wollen wirs euch wol lehren. Da sprach Jona¬ than zu seinem Waffenträger: Steigemir nach/der HERR hat sie gegeben in die Hände Israel. Vnd Ionathanklettert mit Händen vnd mit füffen hinauff/ vnd fern Waffenträger jm nach. Ioriathä Da fielen sie für Jonathan darnider/vnd sein Waffenträger würget jm immer M^iephi nach/also/daß die erste Schlacht/dre Jonathan vnd sein Waffenträger chet, war bey zwentzig Mann/bey nahe in halber Hüffen Ackers/ die ein joch treibt. Vnd es kam ein schrecken ins Läger auff dem Felde/vn im gantzen Volck deß Lägcrs/vnd die straffend Rotte erschracken auch/also/daß das Land erbebet/ denn es war ein schrecken von Gott. Vnv die Wächter Saul zu Gtbea BenIamin sahen/ daß der Hausse zuran/ pnd verliess sich/vnd ward zuschmiffen. Aul sprach zu dem Volck das bey jm war: Zehletvnd besehet/wer von vns sty ^^weggegangen Vnd da sie zehleten sihe/da war Jonathan vnd sein Waffcntra- ger nicht da. Da sprach Saul zu Ahia: Bringe herzu die Lade Gottes (Denn die Lade Gottes war zu der zeit bey den Kindern IsraMVnd da Saul noch redet mit d dem dem Priester /da ward dasgetümmelvnddas lauffen in der Philister Läger grösser. Vnd Saul sprach zum Priester: Jeuchdeine Hand abe. Vnd Saulrieff/vnd alles Volck das mit im war/vnd kamen zum streit/vü sihe/da gieng eins jeglichen Schwert wider den andern/vnd war ein sehr groß getümmel. Auch die Ebreer/die vorhin bey den Philistern gewesen waren/vnd mit jnen im 6 Läger hinauff gezogen waren vmbher/theten sich zu Israel/die mit Saul vnd Zona- Philißek than waren. Vnd alle Mann von Israel/die sich auff dem Gebirge Ephraim verkro- ^2^ chenhatten/da sie höreten/daß die Philister flohen/strichen hinderten her im streit, s'» Also halffder HERR zu der zeit Israel/vnd der streit wäret biß gen BethAuen. da we Mäner Israel matt waren desselben tags/beschwur Saul das volck/ A/Hvnd sprach: Verflucht ftyjcderman/wer etwas jssetbißzu abend/daß ich mich arr meinen Feinden reche.Da aß das gantze Volck nichts/Vnd das gantze Land kam in den Wald.Es war aber Honig im Felde/Vnd da das Volck hineyn kam in den Wa!d/sihe/da floß das Honig/Aber niemand thet desselben mit der Hand zu seinem Munde/denn das Volck forchte sich für dem Eyde. Jonathan aber hatte nicht gehört/dass sein Vatter das Volck beschworen hatte/ vnd reckte seinen Stab auß/den er in seiner Hand hatte/vnd tuncket mit der spitzen in den Honigseim/vnd wand seine Hand zu seinem munde / Da wurden seine äugen wa¬ cker. Da antwortet einer deß volcks/vn sprachDein Vatter hat das volck beschwort/ vnd gesagt:Vcrflucht sey jcderman der heute etwas jsset/vnd das Volck war matt wor¬ den. Da sprach IonachäMein Vatter hat das Land gejrret. Sehet/wie wacker sind meine äugen wordt/daß ich ein wenig dises Honrgs gekostet habe. Weil aber das volck heut nicht hat müssen essen von der beute seiner ftlude/die es funden hat/So hat auch nun die Schlacht nicht grösser werden können wider die Philister. Sie schlugen aber die Philister deß tags von Michmas biß gen Aiaton. Vnd das Volck ward sehr matt, v Nd das Volck richtet die außbeutezu/vnd namen Schafvnd Rinder/vnd Kel- Mer H^ber/vnd schlachtens auff der Erden/vnd affens so blutig. Da verkündiget man Saul/Sihe/das volck versündigt sich am HERRN/daß es blut jffet. Er sprach: De»^. Ir habt vbel gethan/Weltzet her zu mir jetzt einen grossen stcin.Vnd Gaul sprach wei- ter: Jerstrcuwet euch vnter das volck/vnd saget jnemDaß ein jeglicher seinen Ochsen vnd seine Schafzu mir bringe/vnd schlachrets allhie/daß jrs esset/ vnd euch nicht ver¬ sündiget an dem HERRN mit dem blut essen. Da brachte alles Volck ein jeglicher sei- Saul bauwt nenOchsen mit seiner Hand herzu deß nachts/vnd schlachtens daselbst.Vn Saul bau- HERRNci» jvet dem HERRN einen Altar. Das ist der erst Altar/den er dem HERRN bauwete. Nd Saul sprach: Laßt vns hinab ziehen den Philistern nach bey der nacht/ vnd AHsie berauben biß daß liecht morgen wirt/daß wir niemand von jnen vbertaffen. Sie antworten: Thu altes was dir gesellet. Aber der Priester sprach: Laßt vns hieher zu Gott nahen. Vnd Saul fraget Gott / Sol ich hinab ziehen den Philistern nacht Vnd Wilm sie geben in Israels Hände t Aber er antwortet jm zu der zeit nicht. Da sprach Saul: Laßt herzu tretten alle Haussen deß Volcks / vnd erfahret vnd sehet/ an welchem die Sünde scyzu dieser zeit/Denn so war der HERR lebt/der Heyland Israel / vnd ob sie gleich an meinem Son Jonathan were/ so sol er sterben. Vnd nie¬ mand amwortetjm auß dem gantzen Volck. Vnd er sprach zu dem gantzen IsraeUSeytjr auff jener selten/ Ich vn mein Son Jonathan wöllen seyn auffdieser seiten.Das volck sprach zu SaubThu was dir gesel¬ let. Vn Saul sprach zu dem HERRN/dem Gott Israel.Schaffc recht.Da ward Io- L nachan vnd Saul troffen/Aber das volckgieng frcy auß. Saul sprach:Wcrffet vber mich vn meinen son Ionathan/da ward Jonathan troffen.Vn Saul sprach zuIona- than:Sage mir/was hastu gethätIonathä sagte jm/vn sprach:Ich hab ein wenig Ho nigs gekostet mit d m stab/den ich in meiner Hand hatte/vn sihe/ ich muß drum sterbö. Da sprach Saul: Gott thu mir diß vnd das/Jonathan du mußt deß tods stcr- lem Ami. Hamucl. xv. Lap. i?S ben.Aber das Volck sprach zu Saul: So!t Jonathan sterben/ der cm solch groß Heyl tn Israel gethan halt Das sey ferrne/Go war der HERR lcbt/es sol kern Har von sei¬ nem Häubt auff die Erden fallen/denn Gott hats heut durch jn gechan. Also erlöst t das Volek Jonathan / daß er nicht sterben muste. Da zohe Saul hcrauff von den Philistern/Vnd die Philister zogen an jren ort. AsBer da Saul das Reich vber Israel eyngmomen hatte/ streit er wider alle seine batt ^i^Feinde vmbher/wider die Moabitcr/wider die Kinder Ammon / wider die Edo- §rojs Mk d,-west miter/wider die Könige Joba/wider die Phllister /vnd wo er sich hin wandt / da übet" er straffe/vnd macht ein Hcer/vnd schlug die Amalckiter/ Vnd errettet Israel von der Hand aller die sie zwackten. M' Aul aber hatteSöne/Ionathan/Iswi/Malchisua/vnd seine zwo Töchter hieß Sauls Ge- also/dte erstgcborne Mcrob/vnd die jüngste Michal. Vnd das Weib Saul schlecht. hieß Ahinoam/ein Tochter Ahimaaz/Vnd sein FcldchauptmannhießAbner/em Son Mr/Sauls Vettern.Kis aber war Sauls Vatter/Mr aber Almers Vatter/ war ein Son Abicl. Es war aber ein harter streit wider die Philister/so lang Saut lebete- Vnd wo Saul sähe einen starcken vnd rüstigen Mann/den nam er zu sich. XV.Lüp. S-rmvel gebeutvem Saul/dsßerdre Amalektterschiageu vnv verbannen sol. Sa»! schlegk fte/vnvverschonetdeßRönlgsAgag/vnv deß besten Viehs. Ganweistcaffc sn/vnd sagt/ vD Gehorsam besser denn Opffersey.Sanl wirr vom HERRr? vcrworffen/aber Samuel verehret »n/vttd hanwekAgag r» stücken. » NW,W Amuel aber sprach zu Saul: Der HERR Hat mich gc- Dcftlck Gon > Rea - sandt/daß ich dich zum Kömgesalbcte vber sein VolckIsraet/so höre * liun Stimme der wort deß HERRN. So spricht der HERR Je- mw verbannen Exov '7. baoth: Ich habe bedacht was Amalek Israel thet / vnd wie er jm den D-m'Ü' ^^g verlegt/ da er auß Egypten zoch. So zeuch nun hin/ vnd schlag die Amalekiter/vnd verbanne sie mit allem das sie haben/Schone seiner nicht/sondern tödte bcyde/Mann vnd Weib/Kinder vnd Seuglinge/Ochsen vnd Schafe / Kamel vnd Esel. Saul ließ solchs für dasVolckkommen/vnderzehlet siezuTelaim/zweyhun I-d.4. tausend Fußvolcks/ vnd zehen tausend Mann auß Juda. Vnd da Saul kam zu der Amalekiter Statt/macht er einen Hinderhalt amBach/vnd ließ dem Keniter sa- gemGehet hin/ weichet/ vnd ziehet herab von den Amalekitcrn/ daß ich euch nicht nut jm auffreume / Denn jr thetct barmhertzigkeit an allen kindern Israel da sie auß Egy¬ pten zogen.Also machten sie die Keniter von den Amalekitem. (^^A schlug Saul die Amalekiter von Heuila an biß gen Sur/die für Egypten (^Nligt.Vnd greiffAgag der LlmalekitcrKönig lebendig/vnd altes Volck verbauet Agag. er mit deß Schwerts scherffe. Aber Saul vnd das Volck schonete deß Agag/vn was Sünde dast gute schafvnd rinder/vnd gemästet war/vnd den lämern/vn allem was gut war/vnd woltens nichtverbannen / Was aber schnöd vnd vntüchtig war das verbanmtm sie. <^^A geschach deß HERRN wort zu Samucl/vnd sprach: Es rcuwet mich daß ich (ZL^Sau! zum Könige gemacht habe/ denn er hat sich htnder mir abgewandt/ vnd meine wort nicht erfüllet. Deß ward Samuel zornig/vnd schrey zu dem HERREN die gantze nacht. L Vnd Samuel macht sich frü auff/ d^ß er Saul am morgen begegnet. Vnd im ward angesagt / daß Saul gen Karmel komm were / vnd hem jm ein sigzeicbm auff- gericht/vnd were herumb gezogen/vnd gen Gilgal hinab komm. Als nun Samuel zu Saul kam/sprach Saul zujm:Gesegnetseystu dem HERRN /Ich hab deßHERRN wort erfüllet. Samuel antwortet: Was ist den das für em bläckm der Schafe in mei¬ nen ohren/vn ein brüllen der Rinder die ich höret Saul sprach:Don den Amalekitcrn d ij haben HM. I.BuK XV.Qp. haben sie sie bracht/dcn das Volck verschonetc den besten Schafen vn Rindern / vmb Deß Opffers willen deß HERRN deines Gottes/ Das ander haben wir verbannet. aber antwortet Saul: Laß dir sagen was der HERR mitmirgeredt - «eg.»,., c^Ahat diese nacht. Er sprach: Sag her. Samuel sprach: Ms nicht also? Da du klein wärest für deinen Augen/wurdcstu das Haupt unter den stamm Israel/ vnd der HERR salbete dich zum König ober Israel k Vn der HERR sandte dich auff den weg/ vnd sprach:Ieuch hin/vnd verbanne die Sündcr/die Amalekttcr/vn streite wider sie/ biß du sie vertilgest. Warumbhastu nicht gehorchet deß HERRN stimme Sondern hast dich zum Raub gewandt/ vnd vbel gehandelt für den äugen deß HERRN. Sauls sünd. Saul antwortet Samuel: Hab ich doch der stimme deß HERRN gehorcht / vnd bin hingezogcn deß wegs/den mich der HERR sandte/ vnd hab Agag der Amalckiter König bracht/vnd die Amalckiter verbannet.Abcr das Dolck hat deß Raubs genom- men/Schafe vnd Rinder / das beste vnter dem verbannten/ dem HERRN / deinem LL Gott/zuopfferninGilgal. Samuel aber sprach: Meinftu daß dcr HERR lusthabe ^2.,. am Opffer vnd Brandopffer/ als am gehorsam der stimme deß HERRN k Sihe/ ge- 4. horsam ist bester denn opffern/vnd anffmcrckcn bester denn das Fett von Widern. Dem. »?. Denn vngehorsam ist cm Faubcrey sünde/vnd widerstreben ist Abgötterei) vnd Gö¬ tzendienst. Weil du nun deß HERRN wort verworffen hast/ hat er dich auch vcrworf- ftn/daß du nicht König scycst. Saul von Da sprach Saul zu Samuel: Ich habe gcsündigct/daß ich deß HERRN Be- 0 Gott verworffen. fclch vnd deine wort vbergangcn Habe/ denn ich forchte das Volek/ vnd gehorchet irer stim. Vnd nun vergib mir die sünde/vnd kehre mit nur vmb/daß ich den HERRN an¬ bete. Samuel sprach zu Saul: Ich wil iiicht mit dir vmbkehren / denn du hast deß HERRN wort verworffen/vnd der HERR hat dich auch verworffen / daß du nicht KöntgscyestvbcrIsrael.VndalssichSamuelvmbwandt/daßcrweggienge/ergreiff er in bey eim zipffel seines Rocks/vn er zureiß. Da sprach Samuel zu im: Der HERR .z hat das Königreich Israel heut von dir geristcn/ vnd deinem Mchsten gegeben / der bester ist denn du. Auch leugt der Held in Israel mcht/vnd gcreuwer in nicht/dcnn er ^7 'sichnUmdE^^ jMt ein Mensch/daß in etwas gercuwen solt. Er aber sprach: Ich hab gesündiget/abcr ehre mich doch letzt für den Eltesten mei¬ nes volcks/vn für Isracl/vnd kehre mit mir vm/daß ich den HERRN/deini Gott/an- bete. Also kcrct Samuel vmb/vn folget Saulnacb/daß Saul den HERRN anbetet. H^Amucl aber sprach:Laßt her zu mir bringen Agag/der Anralekiter Könrg. Vnd cxA Agag gieng zu im getrost/vnd sprach: Also muß man dcß Todtcs bittcrkeit ver- tretben. Samuel sprach: Wie dein Schwert Weiber irer Kinder beraubt hat/also sol auch deine Mutter Kinder beraubt seyn vnter den Weibern. Also zuhieb Samuel Agag. den Agag zu stücken für dem HERRN in Gilgal. Vnd Samuelgieng hin gen Ramarh/Saul aber zoch hinauffzu seinem Hause znGibca Saul. Vnd Gamuelsahe Saul fürter nichtmehr/biß an den tag seines tods/Aber doch trug Samuel leid vmb Saul/daß den HERRN gereuwct hatte/daß er Saul zum König vbcr Israel gemacht hatte. XVI. Lap. Samuel opffert dem HTRRwlessk Daurd/den Gon Isar/von den Schafen berhokem vnd salbt in zUin^öntqr.Der Geist Gottes gereht vber D.ruid/vn weiche von Gaul. Ein böser Geist rreibt Strul/vnd Dauid sprelet auff der Harpffen/ dardvrch der Geist von Saulabwetchr. Gott sendet Nd der HERR sprach M Samuel: Wie lang tregsm ä WMZleid vmb Saul / den ich verworffen habe / daß er nicht König sey Israel k Fülle dein Horn mit öl / vnd gehe hin/ich wil dich sen- tzLZMKN den Zu dem Bechlehemiter Isat/ Dennvnter seinen Sönen hab ich mir AM-. Hamuel. x vi.Lap. ,59 mir einen König ersehen. Samuel aber sprach: Wie sol ich hingehen k Saul Wirts er, fahren/vn mich erwürgk.Der HERN sprach: Mm ein Kalb von den Rindern zu dir/ vnd sprich: Ich bin komm dem HERRN zu opffern. Dnd solt Isai zum Opffer laden/ Da wil ich dir weisen was du rhun solt/ daß du mir salbest welche ich dir sagen werde. Amuel thet wie jm der HERR gesagt hatte / vnd kam gen Bethlehem/ Da ent- sich die Elttsten der Statt/ vnd giengen jm entgegen/vnd sprachen: Ists friede/daß du komest k Er sprach: Ia/ich bin kommen dem HERRN zu opffern/ Heiliget euch/vnd kommet mit mir zum Opffer. Vnd er heiliget den Zsai vnd seine Söne/vnd lud sie zum Opffer. Da sie nun hercyn kamen/sahe er den Eliab an/vnd gcdacht/Ob für dem HER¬ REN scy sein gesalbter. Aber der HERR sprach zu SamuckSihe nit an seine gestalt/ nochscinegroffePerson/Ichhabc-nverworffen/dentt es gehet nicht wie ein Mensch Gott siht sihet/Ein Mensch sihet was für äugen ist/der HERR aber sihet das Hertz an.Da rieff ^H-r?an. ZsaidcmAbinadab/vndließinfürSamuelvbergehen. Vnder sprach: Diesen hat Rom^° der HERR auch nicht erwchlet. Da ließ Zsai fürüber gehen GammaEr aber sprach: »paral.r. Diesen hat der HERR auch nicht crwehlet. Da ließ Fai seine fiben Sone für Sa¬ muel vber gehen / Aber Samuel sprach zu Isai: Der HERR hat der keinen erwehlet. Vnd Samuel sprach zu Isai: Sind das die Knaben allc> Er aber sprach: Es ist noch vbrig der kleinest/ vndsihc/ er hütet der Schaf. Da sprach Samuel zu Zsai: Sende hin/vnd laß in holen/denn wir werden vns nicht sehen biß er hieher kome.Da sandte er hin/vnd ließ in Holen/Vnd er war braunlicht/mit schönen äugen/ vnd guter gestalt. Vnd der HERR sprach: Auff/ vnd salbe in/denn der ists. Da nam Samuel sein ölhorn / vnd salbet in mitten vnter seinen Brüdern/ Vnd der Geist deß HERRN Dauid zum gerieht vber Dauid von dem tag an vnd fürter/Samuel aber macht sich auff/vnd gienggcnRamath. Ein böser (^^ErGeist aber deß HERRN weich von Saul/vnd ein böser Geist vom HER- Ecist n,a'hee ^LH REN Niacht in sehr vnrüwig. Da sprachen die Knechte Saul zu im: Sihe/em Saul VM, von Gott macht dich sehr vnrüwig. Dnser Herr sage seinen Knechten/ die fürim stchen/daß sie einen Mann suchen/derauff der Harpffen wol spielen künne/ Auff daß/ wenn der böse Geist Gottes vber dich komct/er mit seiner Hand spiele / daß besser mit dir werde. Da sprach Saul zu seinen KnechtcmSehet nach einem Mann/ ders wol kan auff Saitenspiel/ vnd bringet in zu mir. Da HM. I. BuK xvil.Lap. Da antwortet der Knaben eimr/vnd sprach: Sthe/ ich hab gesehen einen Son Isai/deß Bethlehemiten/der kan wol auff Saitenspiel/ein rüstiger Man/vnd streit- bar/vnd verständig in sachen/vnd schön/vnd der HERR ist mit im. Da sandte Sank BottenzuIsai/vndlicßim sagen: Sende deinen Son Dauidzumir/derbcydm Schafen ist. Da nam Isai einen Esel mit Brot/vnd ein Legel Weins/vnd ein Jigen- Dauid/ böcklin/vndsandteesSauldurchseinenSonDauid. Also kamDauid zu Saul/ S>aulsWaffen, vnd dienete für im/Vnd er gewan in sehr lieb/ vnd er ward sein Waffenträger. "«ser. Vnd SaulsandtezuZsai/vndlicßimsagen: Laß Dauid für mir bleiben/denn er hat gnade funden für meinen augen.Wenn nun der Geist Gottes vber Saul kam/ so nam Dauid die Harpffen/vnd spielet mit seiner Hand / so erquicket sich Saul/vnd ward besser mit im/vnd der böse Geist weich von im. XVII. Qp. Lt'e phtMer n'chcn äust wt'ver Iscael/vnd Goliath veracht vas Volck Israel. DSttidkockek von ven Schafen ins Lager/vnd erlegt den stolyen Schnarcher/vnd hiebe -m den ^opffab. Dis Philister fielen/vnd werden ln der flacht erschlagen. Je Philister samletcn src Heer zum strett/vnd kamen zu» samen zu Socho in Juda / vnd lägcrten sich zwischen Socho vnd Ase- ka/am ende Damim/Aber Saul vnd die Männer Israel kamen zu- sammen/ vnd lägcrten sich im Eychgrunde/ vnd rüsteten sich zum streit gegen die Philister. Vnd die Philister stunden auff einem Berge ien- seits/vnddieIsraeliter auff einem Berge diffeits/daß ein Thal zwischen inen war. Goliath ein (A^A trat herfür auß den Lägern der Philister ein Rise/ mit namen Goliath / von Rist. (^sGath/sechß Elen vnd einer handbreit hoch/vnd hatte ein ehern Helm auff sei- nemHäupt/vnd einschüppicht Pantzer an/vnd das gewicht seines Pantzers war fünff tausend Sckel Ertzs/vnd hatte eherne Beinharntsch an seinen Schenckeln/vnd ein ehern Schilt auff seinen Schultern/vndder Schafft seines Spiesses war wie ein Weberbaum/vnd das Eysen seines Spiesses hatte sechshundert Sekel Eysens/vnd sein Schiltträger gieng vor im her. Goliath höh- Vnd er stund/vnd rieff zu dem Zeug Israel/vnd sprach zu inen: Was seyt ir auß- mtdenZeug Zftail. gezogen euch zu rüsten in einen streittBin ich nicht ein philister/vnd ir Sauls Knech¬ te k Erwehlet einen vnter euch/ der zu mir herab kome/ Vermag er wider mich Zu strei¬ ten/vnd schlegt mtch/so wöllen wir euwere Knechte seyn/Vermag ich aber wider in/ vn schlage in/so solt ir vnsere Knechte seyn/daß ir vns dienet. Vnd der Philister sprach: Ich hab heuts tags dem Zeuge Israel hohn gesprochen: Gebt mir einen/ vnd laßt vns miteinander streiten. Da Saul vnd gantz Israel diese rede dcß Philisters höreten/ entsalzten sic sich/vnd forchten sich sehr. ^auidZbrG c^^Amd aber war eines Ephratischen Manns Son/von Bethlehem Iuda/der ssKhieß Isai/der hatte acht Söne/vnd war ein alter Mann zu Sauls Zeiten/ vnd war betagct vnter den Mannern. Vnd die drey grösten Sone Isai waren mit Sauk in streit gezogen/vnd hiessen mit Namen/Eliab dcrerstgeborne/Abinadab der an- der/vnd Samma der dritte/Dauid aber war der längste. Da aber die drey Eltesten ö mit Saul in Krieg zogcn/gieng Dauid widerumb von Saul/ daß er der Schafe sei¬ nes Vatters hütet zu Bethlehem. Aber der Philister trat herzu frü morgens vnd abends/vnd stellet sich dar vicrtztg tage. Isai aber sprach zu seinem Son Dauid: Mm für deine Brüder diese Epha san- gen/vnd diese zehen Brot/vnd lauff ins Heer zu deinen Brüdern /vnd diese zehen fri¬ sche Käse / vnd bringe sie dem Hauptmann /vnd besuche deine Brüder/ obs inen wot- gehe/ vnd nim was sie dir befehlen- Saul aber vnd sie/ vnd alle Männer Israel/wa- ren im Eychgrunde/vnd stritten wider die Philister. Da Aauid. Hamuel. xvii.Lap. >6° Da machet sich Dauid deß morgens frü auff/vnd ließ die Schafe dem Hüter/ vnd trug/vnd gieng hin/wie jm Isai gcbotten hatte / vnd tarn zur Wagenburg.^ Vnd das Heer war außgezogen/vnd hatte sich gerüstet/vnd schryen tm strett.Denn Israel hatte sich gerüstet/so waren die Philister wider jren Zeug auch gerüstet. ließ Dauid das gefeß das er trug/ vnter demHüter der gefeß/vn lieffzu dem <^KZeug/vnd gieng hineyn/vnd grüßet seine Brüder. Vnd da er noch mit inen re¬ det :Sihe/da trat herauff der Rise/mit namen Goliath/der Philister von Gath/ auß der Philister Zeug/vnd redet wie vorhin/ Vnd Dauid hörets. Aber jedcrman in Israel wenn er den Man sahe/flohe er fürjm/vnd forchte sich sehr.Vnd jcderman in Israel sprach: Habt jr den Man gesehen heraufftretten? Denn er ist hcrauffgetrettenIsrael hohn zu sprechen: Vnd wer jn schlegt/den Wil der König sehr reich machen/Vnd jm seine Tochter geben/vnd wil seines Vatters Haust frcy ma- e chen in Israel. Da sprach Dauid zu den Männern die bey jm stunde: Was wirt man dem thun / der diesen Philister schlegt/vnd die schände von Israel wendet? Denn wer ist der Philister/dieser vnbeschnittener / der den Zeug deß lebendigen Gottes höhnet? Da sagt jm das Volck wie vorhin/ So wirt man thun dem/ der jn schlegt. Vnd Eliab sein größer Bruder höret jn reden mit den Männern / vnd ergrünet mit Zorn wider Dauid/vnd sprach: Warumb bistu herab kommen?Vnd warumb ha- studie wenige Schafe dort in der Wüsten verlassen? Ich kenne deine Vermessenheit wol/ vnd deines Hcrtzcn boßheit / denn du bist herab komcn/daß du den streit sehest. Dauid antworteuWas hab ich den nun gethan? Ist mirs nicht befohlen? Vnd wand sich von jm gegen einem andern/ vnd sprach wie er vorhin gesagt hatte. Da antwor- tctjm dasVolck wie vorhin. M da sie die wort höreten/die Dauid sagt/ verkündigeten sie es für Saul/vnd ^^er ließ jn holen.Vnd Dauid sprach zu Saul: Es entfalle keinem Menschen das - Hertz vmb deß willen / Dein Knecht sol hingehen/vn mit dem Philister streiten. Saul aber sprach zu Dauid: Du kanst nit hingehen wider diesen Philister/ mit jm zu streite/ den du bist ein knab/discr aber ist ein kriegßman von seiner jugend auff. Dauid aber sprach zu Saul.Dein Knecht hütet derSchafscines Vatters/vn cs kam ein Löw vn ein Bär/vn trug ein Schaf weg von der Herd/vn ich liess jm nach/vn schlug jn/vn crrettets auß sein? maul.Vn da er sich vber mich macht/ergrciffich jn bey seinem bart/ vn schlug jn/vn tödtet jn.Also hat dein knecht geschlagen beyde den Löwen vn den Bä- Dauid schle- ren:So sol nun discr Philister/der vnbeschnittcne/seyn/gleich wie der einer/deü er hat geschcndet den Zeug deß lebendigen Gottes.Vn Damd sprachDcr HERR/der mich vö dem Löwen vnBären errettet Hat/ deuwirtmich auch erretten vö diesem Philister. v Saul sprach zu Dauid: Gehe hm/der HERR sey mit dir. Vnd Saul zoch 6! Nd da er hatt ausigcredk mit Saul / verband sich das Hertz Jonathan mit dem Hertzen Dauid/vnd Jonathan gcwan in lieb/wte sein eigen Hertz. Vnd Saul namjn dcß tages/vnd ließ in nicht wider zu seines Vatters Hauß kommen. Vnd Jonathan vnd Jonathan lie Ä Dauid machten einen Bund mit einander/ den er hatte irr licb/wie sem eigen hertz.Vn Jonathan zoch auß seinen Rock/den er anhatte/ 'm. vnd gab in Dauid/dazu seinen Mantcl/sein Schwcrt/seine Bogcn/vn seine Gürtel. Vud Dauid zock) auß wohin in Saul sandte/ vnd hielt sich klüglich / Vnd Saul setzt jn vber die Kriegßleute/ vnd er gefiel wol allem Volck / auch den Knechten Saul. S begab sich aber/da er wider komm war von deß Philisters Schlacht/daß die ^^Wetber arrß allen Stätten Israel waren gegangen mit gesang vnd reygen dem ^^König Saul cntgcgen/mit paucken/mit freudcn/vnd Njit geigen. Vnd dre Wei¬ ber sungen gegen cinandcr/vnd spielcten/ vnd sprachcn:Saul hat tausend geschlagen/ sprach: Sie haben Dauid zehen tausend gcgeben/vnd mir tausend/ Das Königreich Eß andern tags genetzt der böse Geist von Gott vber Saul/ vnd weissaget da- Heimen im Hause/Dauid aber spielet auff den Satten mit seiner Hand/wie er täglich pfiegt. Vnd Saul hatte einen Spieß in der Hand/vnd schoß jn/ vnd gedacht/ Ich wil Dauid andre Wand sptffen/ Dauid aber wand sich zwcy mal von jm. Vnd Saul forcbt sich für Dauid/Denn der HERR war mit jm/vnd war von Saul gewi¬ chen- Da ther jn Saul von sich/ vnd setzt jn zum Fürsten vber tausend Mann/Vnd er zoch auß vn eyn für dem Volck.Vnd Dauid hielt sich klüglich in alle seim chun/vn der HERR war mit jm. Da nu Saul sahe/daß er sich so klüglich hielt/schcuwet er sich für jm/ Aber gantzIsrael vnd Juda hatte Dauid licb/den er zoch auß vn eyn für jnen her. NdSaulsprachzuDamd: Sitze/meine gröffeste Tochter Mcrob wrl ick dir A^zum Werbe geben/scy nur freydig/vnd führe dcß HERRN Kriege.Denn Saul gcdacht/memc Hand sol nicht an jm seyn/sondcrn die harrd der Philister. Daurd aber antwortet Saul: Wer bin ich k Vnd was ist mein Leben vnd Geschlecht meines Vatters in Israel/ daß ich deß Königs Eydam werden sol k Da aber die zeit kam/daß Merob/ die Tochter Saul/solt Dauid gegeben wcrdcn/ward sie Adriel/dem Mho- lathiter/zum Weibe gegeben. Michal. ^lBcr Mrchal/Sauls Tochter/hatte den Dauid lieb. Da das Saul ungesagt ^Award/ sprach er: Das ist recht/ Ich Wil sic jm geben / daß sic jm zum fall geratzte/ vnd der Phrlrstcr Hände vber jn kommen. Vnd sprach zu Dauid: Du solt hem mit der andern mein Eydam werden. Vnd Saul gebot seinen Knechten: Redet mit Da¬ uid heimlich/vnd sprecht: Srhe der Körrig hat lust zu dir/vnd alle seine Knechte lieben dich so scy nun dcß Königs Eydam. Nd die Knechte Saul redeten solche wort für den ohrcn Dauid / Dauid aber AHlMch: Dünckt euch das ein geringes scyn/deß Königs Eydam zuseymIch aber bin em armer geringer Mann. Vnd die Knechte Gaul sagten jmw der/vnd sprachen: Solche wort hat Dauid gcrcdt. Saul sprach: So sagt zu Dauid/ der Kö¬ nig bcgcrct keine morgengab/ on hundert Vorhäut von den Philistern / daß man sich reche an dcß Königs Fcinden/Denn SaultrachtetDamdzufellen durch der Phili¬ ster Hand. Da sagten seine Knechte Dauid an solche wort/Vnd dauchte Dauid die fache gut scyn/daß er deß Königs Eydam würde. Nd die zeit war noch nicht auß/ da macht sich Dauid auff/ vnd zoch hin mit sei- ^Hnen Männern/vnd schlug vnter den Philistern zwey hundert Man/ Vnd Da- uid bracht jre Vorhcute/vnd vergnüget dem König die zahl/ daß er deß Körrigs Michal/ Eydam würde. Da gab jm Saul seine Tochter Michal zum Werbe. Vnd Saul sähe N? vnd mercket/daß der HERR mit Dauid war/Vnd Michal/Sauls Tochter/batte m (ied. erhub sich aber wider ein streit/Vnd Dauid zoch auß/vn streit wider die Phi O^lister/vnd thet eine grosse schlacbt/daß ste für im flohen. Aber der böse Geist vom HERRN kam ober Saul/ vnd er saß in seinem hause/vnd hatte einen Spieß in seiner Hand/Dauid aber spielet auffden Saiten mit der Hand/Vnd Saut trachtet Da¬ vid mit dem Spieß andre Wand zu spiffen/Eraber reiß sich von Saul/vndder Spieß fuhr in die Wand/Dauid aber fioh/vnd entran dieselbige nacht, Saul Nonarhan i.BuK xix.Lap. warnet Da- nch. Da forchte sich Saul noch nrehr für Dauid/vnd ward sein Feind sein lebenlang. "'° Vnd da der Philister Fürsten außzogen/handclt Dauid kläglicher denn alle Knechte Saul/wcnn sie außzogcn/daß sein Name hoch gcpreisct ward. xix.Lap. Saul befihlt Dauid ;u tödten/Ionathas warnet ,'n/vnd redet gutes von im bex seinem Vat¬ ter. Damv schlegt vte phlltster/vnd Saul wtl, n erstechen. Dauid fleucht darvon/vn Gaul schickt Leute auß/daß sie, n sollen gretffen/vnd ;u M brmgen/Aber Michal errettet ,n. Dre Rnechre/ss Dauld sahen sollen;u Natoch/heben an ;u wetssagen.Saul komet ftlbß dahtn/vn weissagt auch. Aul aber redet mit seinem Son Jonathan/vnd mit» allen seinen Knechten/daß sie Dauid selten ködten.AberIonathan/ Sauls Son/Hatte Dauid sehr lieb/vnd verkündiget im/vn sprach: Mein Vatter Saul trachtet darnach / daß er dich tödte. Nun so be- wäre dich morgens/vnd bleibe verborgen/vn verstecke dich. Ich aber wtl heraußgehen/vnd neben meinem Vatter stehen auffdem Felde/da du bist/vnd von dirmit meinem Vatter redcn/vnd was ichsehe/wil ich dir kundt thun. A^HNd Jonathan redet das beste von Dauid mit seinem Vatter Saul / vnd sprach A^zu im: Es versündige sich der König nicht an seinem Knechte Dauid / den er hat keme Sünde wider dich gethan/vnd sein thun ist dir sehr nütze. Vnd er hat sein Leben s»p. >7. in seine Hand gesetzt/vnd schlug den Philister/ vnd der HERR thet ein groß Hey! dem gantzen Isracl/das hastu gesehen/vnd dich deß gefreuwct/ Wammb wiltu dich denn anvnschüldigemBlut versündigen/daß du Dauid onvrsachtödtestk Da gehorcht Saul der stimme Ionathan/vnd schwunSo war der HERR lebt/er sol nicht sterben. Da rieff Jonathan Dauid/ vnd sagt im alle diese wort/ vnd bracht in zu Saul / daß er für im war wie vorhin. Michal. EAulabersandteBottenzuDauidsHauß/daßsieittbewareten/vttdtödtctett Saul tracht "t vmbzu- du nicht diese nacht deine Seele erretten/so musiu morgen sterben. Da ließ /n Michal durchs Fenster hernider/daß er hingieng/entfloh vnd entran. Vnd Michal nam ein Bilde /vnd legte ine Bette /vnd leget einIigenfell zu seinen Häupten/vnd deckte mit Kleidern zu. Da sandte Saul Botten / daß sie Dauid holeten. Sie aber sprach: Er ist kranck. Saul aber sandte Botten Dauid zu beschen/vn sprach: Bringet in herauff zu mir mit dem Bette/daß er getödtet werde. Da nun die Botten kamcn/sihe/da lag das Bild im Bette/vn ein Zigenfell zu seinen Häupten. Da sprach Saul zu Michal: Warumb hast» mich bctrogen/vnd meinen Feind gelassen/daß er entrünne e Michal sprach zu Saul: Er sprach zu mir: Laß mich gehen/oder ich tödte dich. aber entflohe/vnd mtran/vnd kam zu Samuel gen Rama / vnd sagt im Dauid flie- <^^an alles was im Saul gethan hatte. Vnd er gieng hin mit Samuel /vnd blie- bcn zu Naioth.Vnd es ward Saul ungesagt: Sihe / Dauid ist zu Noioth itt Rama. Da sandte Saul botten / daß sie Dauid holeten. Vnd sie sahen zwen KhorProphe- ten wetssagen/vnd Samuel war ir auffseher/da kam der Geist Gottes auff die Bot¬ ten Sauls/dastsie auch weissagten. Da das Saul ward ungesagt/sandte er andere Botten/die weiffageten auch. Du sandte er die dritten Botten/ die weissageten auch. Du gieng er selbst auch gen Rumu /vnd da er kam zum grossen Brunn/der zu Scku ist / fraget er / vnd sprach: Wo ist Samuel vnd Dauid ? Da ward im gesagt: Sitze/ zu Naioth in Rama. Vnd er gieng daselbst hin gen Mioth in Rama / vnd der Geist Gottes kam auch auff in/vnd gieng eynher/vnd weissaget/biß er kam gen Na- iothinRama. Vnderzochauch seineKleiderauß/vndweissagetauchfürSamuel/ vnd fiel "bloßnidcr den gantzentag/vnd diegantzenacht. Daher spricht man: Ist (Blsß)Nicht-aß Saul auch vmcr den Propheten? Nkgliche Alcider ab¬ gelegt/ vnd nur ge¬ meine Aleider anbc-> halten/als ein ander Iongthas erneuwert den Bund mit Daurd/verantwortet >'« bex strnem Vgtter mitge- de!7aa?-c7'taa/ fahrstmesLeben^vndwED-mden. rc. basist /er betet Amd aber flöhe von Nawth zuRama/vnd kam vnd re- det für Jonathan: Washabich gethank Was hab ich mißhandelte Was hab ich gesündiget für deinem Vatter/daß er nach meinem Le- Ehans-Ä/ MM ben stehet k Er aber sprach zu im: Dasscyfcrrne/dusoltnichtsterben. WV Sitze/mein Vatter thutnichts/weder groß noch kleines/das er nicht meinen Ohren offenbare/Warumb solt denn mein Vatter diß für mir verbergen? Es wirt nicht so seyn. Da schwur Dauid weiter/vnd sprach: Dein Vatter weiß wol daß ich gnade für deinen äugen funden habe / dammb wirt er dencken / Jonathan sol solches nicht wiffen/es möcht in bekümmern. Warlich/ so war der HERR lebt /vnd so war deine Seele lebt/ es ist nur ein schritt zwischen nur vnd dem Tod. Onathan sprach zu Dauid: Ich wil an dir thun was dein Hertz begert. Dauid AH sprach zu im: Sihe/morgen ist der Neuwmond / da ich mit dem Könige zu tisch o^sitzen solt/ So laß mich/ daß ich mich auff dem Felde verberge biß an den abend deß dritten tags. Wirt dein Vatter nach mir fragen/so sprichDauid bat mtch/daß er gen Bethlehem zu seiner Statt lausten möcht/denn es ist ein iärlich Opffcr daselbst den; gantzen Geschlechte.Wirt er sagemEs ist gut/so stehet es wol vmb deinen Knecht. Wirt er aber ergrimmen/sowirstumercken/daßbösesbeyimbeschloffenist. Sothu Dauid erin- nun Barmhertzigkeit an deinem Knecht/denn du hastmitmir/deinemKnecht/einen I°nathan Bund im HERRN gemacht.Ist aber eine missethat m mir/so tödte du mich/den war- umb woltestu mich zu deinem Vatter bringen ? Jonathan sprach: Das sey ferrne von dir/daßich solt mercken /daß böses bey meinem Vatter beschlossen werevber dich zu hringen/vnd solts dir nicht ansagen. Dauid Haut. i.BuA x x. Lap. Dauid aber sprach: Per wil mire ansagm/so dir dein Vatter etwas hartes ant¬ wortet s Jonathan sprach zu Damd: Komm laß vns hinanß anffs Feld gehen / Vnd gimgen beyde htnauß auffs Feld. Vnd Jonathan sprach zu Dauid: HERRGotkIs- rael/wenn ich erforsche an meinem Vatter/morgen vnd am dritten tag/daß es wol stehet mit Dauid/vnd nicht hin sende zudir/vndfür deinen ehren offenbare/so thu der HERR Jonathan diß vnd jenes: Wen aber das böse meinem Vatter gesellt wider dich/ so wil ichs auch für deinen ohren offenbaren / vnd dich laffen/daß du mit frieden weggehest/ Dn der HERR scy mit dir/wie er mit meinem Vatter gewesen ist.Thu ichs nicht/so thu keine barmhertzigkeit deß HERRN an mir weil ich lebe/ auch nicht so ich sterbe. Vnd wenn der HERR die Feinde Dauids außrottcn wirt/ einen jeglichen auß dem Lande/so reisse du deine barmhertzigkeit nicht von meinem Hause ewiglich. Also Ionathä ver- machet Jonathan einen Bund mit dem Hause Dauid (vnd sprach) Der HERR for- muwere dm von der Hand der Feinde Dauid. Nd Jonathan fuhr weiter/vnd schwur Dauid/ so lieb hatte er jn / denn er hatte A^jn so lieb als seine Seele. Vnd Jonathan sprach zujm: Morgen ist der Ncuwe- mond/so wirt man nach dir fragen/dmn man wirdt dein vermissen/ da duzu si¬ tzen pflegest. Deß dritten tags aber kom balde hernider/ vnd gehe an einen ort/ da du dich verbergest am Werckeltage/vn setze dich bey den Stein Asel/So wil ich zu seiner Asel, fetten drey Pfeil schiessen/als ich zum sichermal schösse / Vnd sihe/ ich wil den Knaben smdm/gehe hm/suche dre Pfeile. Werde ichzumKnaben sagen: Sihe/die Pfeile ligen hiewcrts hrnder dtr/hole sie/Sokom/denn es ist fricde/vnd hat keine fahr/so war der HERR lebt. Sage ich aber zum Jünglinge: Sihe/die Pfeile ligen dortwerts für dir/ c So gehe hin/denn der HERR hat dich lassen gehen. Was aber du vnd ich mit einan¬ der geredt habcn/da ist der HERR zwischen mir vnd dir ewiglich. ^-^Amd verbarg sich im Feldc/vn da der ncuwemond kam/ satzte sich der König zu ^D^ttsche zu essen. Da sich aber der König gesetzt hatte an seine ort/wie er vorhin ge- rohnet war an der wand/stund Jonathan auff/Abner aber setzt sich an die fei¬ ten Saul/vn man vermisset Dauids an seinem ort.Vnd Saul redet deß tags nichts/ denn er gedacht/Es ist jm etwas widerfahrcn/daß er nit rein tst.Deß andern tags deß Neuwmonden/da man Dauids vermiße arr seinem ort/ sprach Saul zu seinem Sou Jonathan: Warum b ist der Son Isai nicht zu tisch komm/ weder gestern noch Heutes Jonathan antwortet Saul: Er bäht mich / daß er gen Bethlehem gienge / vnd sprach: Laßmich gehen/denn vnser Geschlecht hatzu opffern in der Statt/ vnd mein Bruder hat mirs selbß gebotten/Hab ich nun gnade für deinen Augen funden/so wil ich hmwcg/vnd meine Brüder sehen/ Darum ist er nicht komm zu deß Königes tisch, xjttusnon keroi- Da ergrimmet der Zorn Saul wider Jonathan/vnd sprach zu jm: Du "vttgehorsa- E, seä muiieri« mer Bösewicht/Ich weiß wol/daß du den Son Isai außcrkorm hast/dir vnd deiner vnarttgen Mutter zu schanden.Denn so lange der Son Isai lebt auffErden/wirstu/ dazu auch dein Königreich/nicht bestehen/ So sende nun hin / vnd laß/n herholen zu mtr/denn er muß sterben. Jonathan antwortet seinem Vatter Saul/vnd sprach zu jm :Warumb sol er ster- v ben s Was hat er gcthan S Da schoß Saul den Spieß nach jm / daß er jn spisset. Da merckt Ionathan/daß bey seinem Vatter gentzlich beschlossen war Dauid zu tödten/ Vnd stund auff vom tisch mit grimmigem zorn/vnd aß desselben andern tages deß Muwenmonden keinBrot/dmn er war bekümnrert vmb Dauid/daß jn sein Vatter alsoverdampte. Jonathan Eß morgens gieng Jonathan hinauß auffs Feldt/ dahin er Dauid bestimpt warnet Dauid für hütte/vtt d ein kleiner Knabe mit jm/vnd sprach zu dem KnabemLauffvnd suche ^aul/se,nc Dakkcr. wir die Pfcile/die ich schiesse. Da aber der Knab liess/schoß er einen Pfeil vber jn hin. Vn als der Knabe kam an den ort/dahtn Jonathan den Pfeil geschossen hatte/ rieffjm Jonathan nach/vnd sprach: Der Pfeil ligt dortwerts für dir. Vnd ricff über¬ mal jm Aamd. Hamuel. xxi.Lap. s6; mal im nach/Eyle risch/vnd stehe nicht still. Da laß der Knab Jonathan die Pfeile auff/vnd bracht sie zu seinem Herrn. Vnd der Knab wußte nichts drumb/allein Jo¬ nathan vndDauid wußten vmb Die fache. Da gab IonatHan seine Waffen seinem Knaben/vnd sprach zu im: Gehe hin/vnd trags in die Statt. AderKnabhlneynkam/stundDauidauffvomortgegenMittag/vnd fiel Jonathan sein antlitz zur erden/vn betet drcy mal an/ Vnd küffeten sich mit einander/ Zam? vn weintten mit einander/ Dauid aber am allermeisten. Vn Jonathan sprach zuDamd:Gche hin mit friede/Was wir beyde geschworen haben im name Dcß HER REN/VN gesagt/der HERR sey zwischen mir vn dir/zwischen meinem Samen vn dei¬ nem Smnen/das bleibe cwiglich.Vn Jonathan macht sich auff/vn kam in die Statt. XXl.Lap. Daur'd kommet zum prrsstev Ahrmelech/ jßt von Sen Schs uwbroten/nimmst mit sich das Schwerst Goliarh/kommer hernach zu Achrs/vcin Rönige z» Garh/vnd verstellet daselbst seine Geberde/sls obervnstnnigwere. Auld aber kam gen Nobe zum Priester Ahrmelech/vnd WWMW Ahlmclcch entsatzt flch/da cr Damd entgcgcn gieng/ vnd sprach zu jm: k-r Darumb komcstu allcin/vud ist kein Mann mit dir t Dauid sprach zu u? Ahimclcch/dem Priester: Der König hat mir eine fache befohlen/ vnd sprach zu mir: Laß niemand wissen/warumb ich dich gesandt habe/ vnd was ich dir befohlen habe/denn ich hab auch meinen Knaben etwa hie oder da¬ her bcscheyden. Hastu nun was vntcr deiner Hand / cm Brot oder fünfte / die gib mir in meine Hand/odcr was du findest. a (Zeuge ) Iu der schristc hcist ciu Zcg- lichcrLeibemAcug/ wie auch Aclvr. s. Christus von Gance Paulo saget/ Krist mein außerwehlter Der Priester antwortet Damd/vnd sprach: Ich hab kein gemein Brotvnter meiner hanD/sondern heylig Drot/Wenn sich nur die Knaben von Weibern enthal- w"^na!mmu'A ten Herren. Dauid antwortet dem Priestcr/vnd sprach zu jm: Es sind die Weiber drey tagevns versperret gewesen/da ich außzoch/vnd der Knaben" zeug war heylig/ Ist matth.,r, aber dieser weg vnheylig/so wirt er heut geheyligct werden an dem zeuge. Da gab -m Ag/was mauch. ' ^r deß Heyligcn / weil kein ander Brot da war denn die Scbauwbrot / die nran für dem HERRN auffhub/daß man ander frisch Brot aufflcgen sole/ dcß tages da cr die weggenommen harre. - r«». e Es wat' M. I. BuH xxii. Lap. war aber dcß tages em Man drinnen versperret für dem HERRN / auß denk c^Knechten Saul/ mit namen Doeg/ein Edomiter/ der mächtigst vntcr der; Hir- Doeg. teriSauls.Vnd Dauid sprach zu Ahimelcch: 'Ist nicht hie vntcr deiner Hand ein spieß pl»lm s-. oder schwere? Ich hab mein schwert vnd Waffen nicht mit mir genommen/denn die fache deß Königs war cylend. Der Priester sprach:Das Schwert dcß Philisters Go¬ liath/den du schlugest im Eychgrunde/das ist hie/gewickelt in einem Mantel hinder dem Leibrock/Wilt du vaffelbtge/so nims hin/denn es ist hie kein anderst denn das» Dauid sprach: Es ist seines gleichen nicht/gib mirs. Nd Dauid macht sich auff/vnd fiohe für Saul/ vnd kam zu Achis/ dem Könige Achis. GIHzuGath.Aber die Knechte Achis sprachen zu im: Das ist der Dauid/dcß Lands König/von dem sic sungen am Reygen/vn sprachen: Saul schlug tausend/Da- S' uid aber zehen tausend. Vnd Dauid nam die rede zu hcrtzcn/vnd forcht sich sehr für Achis dem Könige zu Gath.Vnd verstellet seine geberde für inen/vn kollert vntcr iren hcnden/vnd stieß sich an die thür am Thor/vnd sein getffcr floß jm in den Bart. Da sprach Achis zu seinen Knechten:Sihe/ir sehct/daß der Mann vnsinnig tst/Warumb habt ir in zu mir bracbt?Hab ich der vnsinnigen zrr wentg/daß ir Visen herbrechtet/daß rr neben mir rasetc? Solt der in mein Haust kommen? XXII. Lap. Daukd fleuht in Vie Höle Adullam/s-ine Bröder/Freunde/vnd anders mehr/versamleten sich zusm/blßindtevter hunvertMann L>auiv kommet in der Moabiter Land/vnd der propher Gad heißt,« aüß der Barg hinweg ziehen in Juda. Sani beklagt sich für semen Änechten. Da- vidwirtvurchvoegdenEdomirer gegen Saul verrahten/Ahimetech muß darob mit allen sei¬ nen mitverwandten Priestern sterben/vndAbIatharenrrlnner allein. Auid gteng von dannen/vnd entran in die höle Adul- Da das scinc Brüder höretcn/vnd das gantze Hauß seines " Datters/kamen sie zu im hinab daselbst hin. Vnd cs versamleten sich zu im allerley Männer/ die in not vnd schuld / vnd betrübtes Hertzen waren/vnd er warst Oberster/daß bey vier hrmdert Mann beyim waren. Nd Dauid gieng von dannen gen Mizpe in der Moabiter Land / vnd sprach zu I. Hder Moabiter König: Laß mein vatter vn meine mutter bey euch auß vn eyn ge- hen/biß ich erfahre/was Gott mit mir thun wirt.Vnd er ließ sie für demKönige der Moabiter/daß sic bey im bliebk/so lange Dauid in der Burgk war.Aber derPro- phct Gad sprach zu Dauid:Bletb nicht in der Burgk sondern gehe hin/vnd komm ins Gab ist Land Juda. Da gteng Dauid hin/ vnd kamin den Wald Hareth. Vnd es kam für Saul/ daß Dauid vnd die Männer/die bey im waren/ weren herfür kommen. AsLs nun Saul wohnet zu Gibea/vnter einem Hain in Rama / hatte er seinen ^sSpieß in der Hand/vn alle seine Knechte stunden neben im.Da sprach Saul zu seinen Knechten/ die neben im stunden: Höret ir Kinder Iemini / wirt auch der Son Isai euch allen äcker vnd Weinberge geben/vnd euch alle vbcr taufend vnd vber hun¬ dert zu Obersten machenkdaß st euch alle verbunden habt wider mrch/vn ist niemand der es meinen ohren offenbarte/weilauch mein Son einen Bund gemacht hat mit dem Son Isar. Ist niemand vntcr euch den cs krencke meinet halben/ vnd meinen oh¬ ren offenbarc/denn mein Son hat meinen Kriecht wider mich aufferweckt/dast er mir nachstellet/wie cs am tag ist. ^-^A antwortet Docgder Edomiter/der neben den Knechten Saul stund/vnd Doeg. Ichsaheden SonIsai/daßergcnNobekamzuAhimelech/dem Son Ahitob/ der fragte den HERRN fürin / vnd gab stu speise / vnd das Schwerdt Goliath deß Philisters.. A sandte der König hin/vn ließ ruffen Ahimelech dem Priester/dem Son Ahi- tob/vnd seines Vatters gantzem Hause/ die Priester die zu Nobe warm. Vndsie SM. Hamrrel. xxii.Lap. >64 kamen alle zum KZnige.Vnd Sau! sprach: Höre du Son Ahitob. Er sprach: Hie bin ich/mein Hcrr.Vnd Saul sprach zu jm.Warumb habt ir einen Bund wider mich ge- macht/du vnd der Son Isai/daß dujm Brot vnd Schwerdt gegeben / vnd Gott für jn gefragt hast/daß du in erwcckcst/daß er mir nachstclle/wie es am tag ist? Ahtmelech antwortet dem Könige/vndsprach: Vnd wer ist vntcr allen deinen Knechten als Dauid / der getreuw ist / vnd deß Königs Eydam/ vnd gehet in deinem gchorsam/vnd ist herrlich gehalten in deinem Hause k Hab ich denn heut erst angefan- gen Gott für in zu fragen k Das sey ferme von mir/ der König lege solches seinem Knecht nicht auffin gantz meines Vatters Hause/Denn dein Knecht hat von alle die¬ sem nichts gewust/wedcr kleines noch grosses. §ABcr der König sprach: Ahimelech/du must deß tods sterben/ du vnd deines Vat- ^Atersgantzes Hauß. Vnd der König sprach zu seinen Trabanten/die neben im stunden: Wendet euch/ vnd tödtet deß HERRN Priester / dennjre Hand ist auch mit Dauid/vn da sie wüsten/ daß er siohe/ haben sic mirs nicht eröffnettAber die Knechte deß Königes wollen ire Hande nicht an die Priester deß HERRN legen/sie zu erschla- gen.Da sprach der König zu Doeg.Wende du dich/vnd erschlage die Priester.Doeg/ derEdomiter/wandtesich/vnd erschlug die Priester/daß deß tagcs stürben fünff vnd Saullcßt85. achtzig Männer/ die Leinen Leibröck trugen. Vnd die Statt der Priester Nobe schlug cr mit der scherpffe deß Schwerts/ bcyde Mann vnd Weib / Kinder vnd Säugling/ Ochsen vnd Esel/vnd Schaft. ^^S cntran aber ein Son Ahimelcch/deß Sons Ahitob/der hieß AbIathar/ AbIathar (zAvnd flöhe Dauid nach/ vnd verkündigt im/daß Saul die Priester deß HERRN erwürget hette. Dauid aber sprach zu AbIathar: Ich wusts wol an dem tage/ da der Edomiter Doeg da war/daß ers Saul würde ansagcn/ Ich bin schüldig an allen Seelen deines Vatters hause.Blcibe bey mir/vnd förchte dich nit/Wer nach meinem Leben stehet/der sol auch nach deinem Leben stehen/vnd soll mit mir behalten werden. XXIII. Lap. Danl'd errett dr'e Stott Regr'l» von den phlMern/SauI wti ,n daselbstsnchen/vnd er fleucht ^'ttdrewüste Giph.Saulxeuchr Daulvennach/vnvvmbrmgtjnlnder wüste» Mao»/er aber wert durch exnfastverphülster wrvervmb errerr. Kegila. Nd es ward Damd angesagt: SHe/die Philister streiten wider Kegila/vnd berauben die Tennen. Da fragt Dauid den HERRN/vnd sprach: Sol ichhittgehen/vnd diese Philister schlahcn k Vnd der HERR sprach zu Dauid.Gche hin/du wirst die Philister schlahen/vnd Kegila errettemAber die Männer bey Da- uid sprachen zu jm: Sihe/wir förchten vns hie in Iuda/vnd wollen hingehen gen Kegila zu der Philister Zeug k Da fragt Dauid wider den HERRN. Vnd der HERR antwortet jm/vnd sprach: Auff/zeuch hinab gen Kegila/denn ich Wil die Philister in deine Hände geben.Älso zoch Dauid sampt seinen Mannern gen Kegi- Dauid erret- la/vnd streit wider die Phillster/vnd treibjnen irVieh weg/vnd thct ein grosse schlacht E von Aeziia. anjncn/Also errettet Dauid die zu Kegila. Dcnn-^Award Saul angcjagt/daß Dauid gen Kegila kommen were/vnd sprach: >^^Botthatjnin meine Hände vbergcben/daß er verschlossen ist/nun cr meine Statt kommen ist/mit Thoren vnd Rigeln verwarct. Vnd Saul ließ allem Volek ruffen zum Streit hin nider gen Kegila / daß sie Dauid vnd seine Männer be¬ legten. Da aber Dauid mcrcket/ daßVaul böses vberjn gedacht/sprach er zu dem Priester AbIathar: Lange den Leibrock her.Vnd Dauid sprach:HERR Gott Israel/ dein Knecht har gehöret/daß Saul darnach trachte/daß er gen Kegllakomme/die Sta tt zu verderben vm meinct wrllen.Werden mich auch die Bürger Zu Kegrla vber- e ij antworten MMd. I.BuD XXIII.Lap. antworten in seme Hände k Vnd wirdtaber San! herab kommen/wie dem Knecht gehört hat k Das verkündige HERR Gott Israel deinem Knecht. Vnd der HERR sprach: Er wirt herab kommen. Damd sprach: Werden aber die Bürger zu Kcgila nrich vnd rneine Mäner vbcrantworten in die Hände Saul k Der HERR sprach:Ia. Dauid flie- Da macht sich Dauid auff sampt seinen Männern/ der bey sechß hundert wa- hctfür Saul. ren/vttd Zogen auß von Kcgila/Vttd wandelten wo sie Hilt kundten Da nun Saul un¬ gesagt ward/daß Dauid von Kegila entrunnen war/ließ er sein außziehen anstehen. Dauid aber bleib in der Wüsten in der Burgk/vnd bleib anff dem Berge in der Wü¬ sten Siph. Sau! aber sucht jn sein lebenlang. Aber Gott gab jn nicht in seine Hände. Vnd Dauid sahe/daß Salü außgczogen war sein Leben zu suchen/Aber Dauid war in der Wüsten Siph in der Hcyde. macht sich Jonathan auff/ der Son Saul/ vnd gieng hin zu Dauid in die <^L^Hcyde/vnd sterckt seine Hand in Gott/vnd sprach zu jm: Förchte dichnicht/mei- nes Vatters Sauls Hand wirt dich nicht finden/vnd du wirst König werden vberIs- rael/so wil ich der nähest vmb dich scyn/auch wcyß solches mein Vatter wol. Vnd sie Bunde zwi- machten beydc einen Bund mit einander für dem HERRN/ Vnd Damd blieb in der Sup--r.ro. Heyde/Abcr Jonathan zoch wider heim. 5Bcr die Siphiter zogen hinanffzn Saulgcn Gibea/vnd sprachen: Ist nicht 2^--. ^Dauid bey vns verborgen in der Burgk in der Heyde/auff dem Hügel Hachtla/ der zur rechten ligt an der Wüsten k So kom mm der König hernider nach alle sei¬ nes Hertzen beger/so wollen wir jn vbcrantworten in deß Königs Hände. Da sprach o Saul: Gesegnet seyt jr dem HERRN/ daß jr euch memerbarmet habt. So gehet nun hin/vndwerdctsnochgcwiffcr/daßjrwiffetvnd sehet/an welchem ortseineFüffe ge- weftn sind/vnd wer jn daselbst gesehen Habe/Den mir ist gesagr/daß er listig ist-Bese- het vnd erkundet alle örter/da er sich verkreucht/ vnd kommet wider zu nur / wenn jrs gewiß seyt/so wil ich mit euch zichen/Ist er im Lande / so wrl ich nach jm forschen vmer allen tausetlden in Juda. Saul stellet Da machten sie sich auff/ vnd giengen gen Siph für Saul hin. Dauid aber vnd -Dauidnach/rc. seine Männer waren in der Wüsten Maon/auff dem gesilde Zur rcchrcn der Wüsten. Da mm Saul hinzoch mit seinen Männern zu suchen/ wards Dauid angesagt/Vnd Maon. (x macht sich hinab in den Felß/vnd bleib in der Wüsten Maon. Da das Saul hört/ saget er Damd nach m der Wüsten Maon Vnd Saul mtt seinen Männern gieng an einer feiten deß Bcrges/Dauid mit seinen Männern an der andern feiten deß Ber¬ ges. Da Dauid aber cylct dem Saul zu entgehen/da vmdringete Saul sampt seinen Männern Dauid vnd seine Männer/daß er sie griffe. Aber es kam ein Botte zu Saul/ vnd sprach: Eyle vnd komm / denn die Philister Gott en sind ins Land gefallen.Da kehret sich Saul von dem nachjagen Damd/ vnd zoch hin den Philistern entgegen. Daher heißt man dcn ort" SelaMahelkoth. Vnd Dauid zoch hinauff von darmen/vnd bleib in der Burgk zu EnGedi. X^IIII.LÄP. « (SelaMa- hclkSthl'Das berste Scheide Damd wS den Saul rn der Hole nicht tödten/ wr'e er wsl hette thun können/ sondern schneit einen zr'pssel von fernem Rock. Saul bekennet ferne boßhelt/vnd macht crnen Lundt mrc Da»,d. A nun Saul wider kam von dm PWstcm/ward sm 'MMMM gesagt :Sihc/Dauid ist in der Wüsten EnGedi. Vnd Saul nam EttGcdi, dreytausend junger Mannschafft auß gantz Israel/ vnd zoch hin Da- (Sein Lüß deche) uid sampt seinen Männern zu suchen auff dem Felsen der Gcrnsen. So zücht,g »ft d,e VnddaerkamzudenSchafhürtenamwege/wardaselvsteineHöle/ fte'R>Äe!!hech!/ vtt d Saul gieng hineyn" seine Füffe zu decken/ Dauid aber vnd seine Manner saßen hindcn in der Höle. Da Nmid. Hamuei. xxim.Lap. ^5 Da sprachen die Männer Damd zu jm: Sihe/das ist der tag/davon der HERR Dauid ver- dir gesagt hat: Sihe/ Ich wil deinen Feind in deine Hände geben/daß du mit /m thust mAd« was dir gesellet. Vnd Dauid stund auff/vn schneit leise einen zipffel vom Rock Saul/ Aber da er den zipffel Saul hatte abgeschnitten / schlug er in sich/ vnd sprach zu seinen Männern: Dao lasse der HERR ferme von mir seyn/daß ich das thun solte/vnd mei¬ ne Hand legen an meinen Herrn/den Gesalbten dcß HERRN/denn er ist der Gesalb¬ te deß HERRN. Vnd Dauid weiset seine Männer von sich mit Worten/vnd Ließ sie nicht sich wider Saul aufflehnen. ^^A aber Saul sich auffmacht auß der Hole/ vn gieng auffdem wege/macht sich darnach Dauid auch auff/vnd gieng auß der höle/vn rieffSaul hinden nach/ vnd sprach: Mein Herr König/Saul sähe hinder sich. Vnd Dauid neigt sein antlitz zur Erden/vnd betet an/vnd sprach zu Saul: Warumb gehorchest» Menschen wort/ die da sagen: Dauid sucht dein vnglück k Sihe/Heutes tags sehen deine augen/daß dich der HERR heute hatt in meine Hand gegeben in der Höle/ vn es ward gesagt/daß ich dich solt erwürgen/aber es ward dein verschonet / Denn ich sprach: Ich wil meine Hand nicht an meinen Herrn legen/Denn er ist der Gesalbte deß HERRN. v Mein Datter/sihe'doch den zipffel von deinem Rock in meiner Hand/daß ich dich nicht erwürgen wolt/da ich den zipffel von demem Rock schnett/erkcnne vnd sihe/ daß nichts böses in meiner Hand ist/ noch kein vbertrettung. Ich hab auch an dir ntt gesün- D- digt/vnd du jagest meine Seele/daß du sie wegnemest. Der HERR wirt Richter scyn zwischen mir vnd dir/vnd mich an dir rechen/ aber meine Hand sol nicht vber dir seyn. Wie man sagt nach dem alte Sprichwort: Vö Gottlosen kompt vntugend/aber mei¬ ne Hand sol nit vber dir seyn.Wem zeuchstu nach König vonIsraeltWem jagstu'nachs einem todten Hundt einem einigen Floch s Der HERR sey Richter/vn richte zwischen mir vnd dir/vn sehe dreyn/vnd führe meine fache auß / vn rette mich von deiner Hand. Als nun Dauid solche wort zu Saul hatte außgcredt/sprach SaubIst das nicht deine stimm/mein Son Dauid s Vnd Saul Hub auff seine stimm/vnd weinet/vnd Saul beken- Insta»». sprach zu Dauid: Du bist gerechter den ich/Du hast mir gute beweiset/Ich aber habe N" ' daß er Dauid dir böses beweiset.Vnd du hast mir heut angezeiget/wie du gutsanmirgethanhast/ sä. " daß Mich der HERR hatte in deine Hände beschlossen / vnd du mich doch nicht erwür¬ get hast.Wie solt jemand seinen Feind finden/vnd jnlassen einen guten weg gehens Der HERR vergelte dir gute für diesen tag/ daß du an mir gethan hast. Nun sihe/ich weiß/daß du König werden wirst / vnd das Königreich Israel stehet in deiner Hand/ So schwere nun mir bey dem HCRRN/daß du nicht außrottest meinen Samen nach mir/vnd meinen Namen nicht außttlgest von meines Vatters Hause. Vnd Dauid schwur Saul. Da zohe Saul heim/Dauid aber mit seinen Männern machten sich hinauff auff die Burgk. XXV.Qp. Samuel stirbt. Nadal erzürnt Dauid / vnd Abigail/ Sabals weib/stelt jn zu frieden/ dasserNabals Haust nicht verderbt. sich/trugen Leid vmb jn/vnd begruben jn in seinem Hause zu Rama, üik attMund t^tnab in Vie Wüüen Darc Nd Samuel starb / vnd das gantzc Israel versamlet Samuel stirbt. c^^Äuid aber macht sich auff/vnd zog hinab in Vie Wüsten Para». (T^DVnd es war ein Mann zu Maon/vnd sein wesen zu Khannet/ M vnd der Mann war fast groß vermögens / vnd hatte drey tausend Schafe/vnd tausend Ziegen/Vnd begab sich eben daß er seine Schafe beschurzu . Kharmel/vnd er hieß Nabal/seinWeib aber hieß Abigail/vnd war ein Weib guter Nabal. vernunfft/vn d schön von angesicht/der Man aber war hart vnd boßhafftig in seinem Abigail. thun/ vnd war einer von Kaleb. e ist Da nun Mautd. i.BuK X XV. Lap. Damd läßt (^^Anun Dauid in der Wüsten höret/daß Nabal seine Schafe beschur/sandtc er Nabalfre-Mdtltch (^Zauß Zehen Iüngüng / vnd sprach Mitten: Gehet hinauffgen Karmel/vnd wen a»!? cchc.^ ^bal komet/so grüsset in von meinet wegen freundtltch/Vnd sprecht: Glück zu/ fried sey mit dir vnd deinem Hause/vnd mit allem/ das du hast. Zeh hab gehöret/ daß du Schafschärer hast/ Nun/Deme Hirtcn/die du hast/sind mit vns gewesen/ Wir ha- bcn sie nicht vcrhönet/vnd hat inen nichts gefehlet an der zal/so lang sie zu §armel ge¬ wesen sind/ Frage deine Jünglinge darum/die werdens dir sagen/Vnd laß die Jüng¬ linge gnad finden für deinen augen/denn wir sind auff einen guten tag kommen/Gib deinen Knechten/vnd deinem Son Dauid/was deine Hand findet. Nabal fehle- Vnd da die Jüngling Dauid hin kamen/vnd von Dauids wegen alle diese wort sctDamd seme bitt M Nabal geredt hatten/höreten sie auff. Aber Nabal antwortet den Knechten Da- nids/vnd sprach: Wer ist der Dauidk Vnd wer ist der Son Isat k Es werden letzt der Knechte mel/die sich von jren Herren reiffen.Solt ich mein Brot / Wasser vn Fleisch/ nemurcn / das ich für meine Scharer geschlachtet habe /vnd den Leuten geben / die ich nicht kcnne/wo sie her sind? , kehrcten sich dteIünglinge Dauids wider auffiren weg/Vnd da sie wider zu 8 kamen/sagten sie im solches alles. Da sprach Dauid zu seinen Männern: Gülte ein jeglicher sein Schwert vmb sich.Vnd ein ieglicher gürtet sein Schwert vmb sich/vnd Dauid gürtet sein Schwert auch vmb sich/vnd zogen im nach hinauff bey vier hundertMann/aber zwey hundert blieben bey dem Gerehte. HU Ber der Abigail/Nabals Weib/saget an der Zünglinge einer/vn sprach: Sihe/ Dauid hat Botten gesand auß der Wüsten vnsern Herren zu fegenen/Er aber schnaubete sie an. Vnd sie sind vns doch sehr nütze Leute gewesen/ vnd haben vns nicht verhönet/vn hat vns nichts gefehlet an derzal/solang wir beyjnen gewandelt haben/ wenn wir auff dem Felde waren/sondern sind vnsere Mauwrcn gewesen tag vnd nacht/ so lang wir der Schafe bey inen gehütet haben.So mercke nun/vn sihe/was du Nabal thust/denn es ist gewiß ein vnglück fürhanden vber vnsern Herrn / vnd vber sein gan- tzes Hauß/vnd er ist ein heylloser Mann/dem niemand etwas sagen darff. Da eylct Abigail/vndnamZweyhundert Brot/vnd zwey Läge!Weins/vnd fünffgekochee Schafe/vnd fünff Scheffel Mähl/vnd hundert stück Rosilt/vnd zwey hundert stück Feigen/ vnd luds,auff Esel/ vnd sprach zu iren Jünglingen: Gehet vor mir hin/Srhe/tch wil komm hernach. Vnd sie sagt irem Mann Nabal nichts davon. Vnd als sie auff dem Esel reyt/vnd hinab zoch im tunckel deß Berges/ Srhe/ da be¬ gegnet jr Damd vnd seine Männer hinab/daß sie auff sie stieß.Damd aber hatte ge¬ redt : Wolan/ich hab vmb sonst behütet alles das dieser hat in der Wüsten/daß nichts gefehlet hat an allem was er hat/vnd er bezahlt mir guts mit bösem. Gott thu diß vnd noch mehr den Feinden Dauid/wo ich diesem biß liecht morgen vberlasse einen der an die Wand piffet/auß allem das er hat. Abigail ver- <^^A nun Abigail Dauid sahe/steig sie eylend vom Esel/vnd fielfür Dauid auff e sühnet Damd. (^K jr antlttz/vttd betet an zur Erden/vn d fiel zu seinen Füssen/vn sprach: Ach mein Herr/mein scy diese missethat/ vnd laß deine Magd reden für deinen ohren/ vnd höre die wort deiner Magd.MeinHerr setze sein Hertz nicht wider diesen Nabal/den heyllo- sen Man/dcn er ist ein Narr/ wie sein Namen heißt/vn Narrheit ist bey jm/M aber/ Nabal deine Magd/Habe die Jünglinge meines Herrn nicht geschen/die du gesand hast. Abigail ein Nirn aber/mein Herr / So war der HERR lebt/vnd so war deine Seele lebt/der Lxcmpel eines ver- HERR hat dich verhindert/daß du nicht kämest Widers Blut/vnd hat dir deine Hand m-nffttgenWechö. erEtt. So müssen nun werden wie Nabal deine Feinde/ vnd die meinem Herrn vbel wöllen. Hie ist der Segen/den deine Magd meinem Herrn hergebracht hat/den gib den Iünglinge/die vnter meinem Herrn wandeln.Vergtb deiner Magd die vbertret- tung/denn der HERR wirt meinem Herrn ein beständig Hauß machen/ denn du füh¬ rest deß HERRN Kriege/Vnd laß kein böses an dir gesunden werden dein lcbmlang. - Vnd Mmd. Hanmel. XX v. Lap. Vnd wenn sich ein Mensch erheben wirt dich zu verfolgen / vnd nach deiner See- j66 kn stehet/ so wirt die Seele meines Herrn eyngebunden scytt im Bündlin der lebendi- gcn/bey dem HERRN deinem Gott/Aber die Seele deiner Feinde wirdt geschleudert werden mit der Schleuder. Wenn denn der HERR alle das gut meinem Herrn chun wirt/das er dir gercdt hat/vnd gebieten/daß du ein tzertzogseyestvber Israel/So Wirts dem hcrtzen meines Herrn nicht ein stoß noch argerntß seyn / daß du nicht Blut vergossen hast on vrsach/vnd dir selber geholffen / So wirt der HERR meinem Herrn wolthun/vud wirst an deine Magd gedcncken. sprach Damd zu Abigail: Gelobet sey der HERR/der Gott Israel/ der dich Heutes tags hat mir entgegen gesandt. Vnd gesegnet sey deine rede / vnd gescge- net scyestu/daß du mir heut erwehret hast/daß ich nicht wider Blut kommen bin/ vnd v mich mit eigener Hand erlöset habe.Warlich/so war der HERR/der Gott Israel/lebt/ der mich verhindert hat/daß ich nicht vbcl an dir chet/wcrcst du nicht eylcnd mirbe- gcgnct/so wcre dem Nabal nicht vbcrblieben auff diesen liechten morgen einer der an die Wandt pisset. Alsonam Dauid vonjrer Hand was sic jm gebracht hatte/vnd sprach zu jr: Zeuch mit frieden hinauffin dein Hauß. Sihe/ ich hab deiner stimme ge- horcbet/vnd deine Person angesehen. (^^AaberAbigailzuNabalkam/Sihe/dahatteercin Mal zugericht in seinem Hause/ wie eines Königs Mal/vn sein Hertz war guter dinge" bcy jm sclbß/vnd er war sehr truncken/Sie aber sagt im nichts/ weder klein noch groß / biß an den liech¬ ten morgen. Da cs aber morgen war / vnd der Wein von Nabal kommen war / sagt jm sein Weib solchs/da erstarb sein Hertz in seinem Leib/daß er ward wie ein stein. Vnd vbcr zehen tag schlug jn der HERR/daß er starb. Da das Dauid höret/daß Nabat Nabal tod war/sprach cr : Gelobet sey derHERR/der meine schwach gerochen hat an dem Nabal/vud seinen Knecht enthalten hat für dem vbel/Vnd derHERR hat dem Na- balDas vbcl auffseinem Kopffvergolten. Nd Dauid sandte hin/vnd ließ mit Abigailreden/daß er sie zum Weibe neme. ^HVn da die Knecht Dauid zu Abigail kamen gen Karmel / redeten sie mit jr/vnd spräche: Dauid hat vns zu dir gesandt/daß er dich zürn Weibe neme. Sie stund auff vnd betet an auff jr angesicht zur Erden/vndsprach: Sihe/Hie ist deine Magd/ Migaik daß sic diene den Knechten meines Herrn/vn ire Füsse wasche.Vnd Abigail cylct/vnd RÄ w "' "'acht sich auff/vnd reyt auff eim Esel/vnd fünff Dirnen die vntcr jr waren/ vnd zoch bH "s den Botten Dauid nach/vnd ward sein Weib. b- lichal Auch «am Daurd Ahinoam von Iesreel/vnd waren beyde seine Weiber. Saul g-g^'' aber gab Micha! seine Tochtcr/Damds Weib/ Phalti/dem Son Lais/ von Gallim. a »eminsm inuit» uir,nocpLuxeres curauir, xxvi.Lap. Gaul verfolgt den Dauid noch wie zuvor / Vnd als er vnd seine Diener im Läger schlaffen/ Nimpr M DamV semen Spieß vnd wass.rbächer zu semen Häupten/vnd wil dem Abtsai nicht gestalten ,n zu erstechen. Saul bekennt sein vnrecht/ segnet Damven/vnd kehret wider heim. aber von Siph kamen zu Saul gen Gtbca/vnd Die vSS'ph W WA Wil sprachen: Zst »icht Dauid verborgen auff dem Hügel Hachilafür der Wüsten k Da macht sich Saul auff/vnd zog herab M Wüsten Siph/vnd mit jm drey tausend junger Mannschafft in Israel/daß Dauid suchte in der Wüsten Siph. Vnd lägcrt sich auff dem Hü¬ gel Hachila/otefür der Wüsten ligtam Wege/Dauid aber bleib in der Wüsten. Vnd Da er stche/daß Saul kam jm nach in die Wüsten / sandte er Kundtschafftcr auß/ vnd erfuhr/daß Saul gewißlich kommen were. A6^.Nd Dauid macht sich auff/ vnd kam an den ort/ da Saul sein Läger hielt / vnd c^sahe die stätte/da Saul lag mit seinen; Feldthauptman Abner/dem Son Ner/ e iiij Derrn Aamd. i.BG xxvi.Lap. Denn Saul lag in der Wagenburg/ vnd das Heervolck vmb in her. Da antwortet Damd/ vnd sprach zu Abimelech/ dem Hethiter / vnd zu Abisat / dem Son JeruIa/ dem Bruder Zoab: Wer wil mit mir hinab zu Saul ins Lagert Abisai sprach:M Wil mit dir hinab. Also kam Damd vnd Abisai zum Volck dcß nachts. Vn sihe/Saul lag vnd schliess in der Wagenburg/ vnd sein Spieß steckt in der Erden zu seinen häup- ten/Abner aber vnd das Volck lag vmb jn her. Da sprach Abisai zu Dauid: Gott hat deinen Feind heute in deine Hand beschlos¬ sen / so wil ich in nun mit dem Spieß stechen in die Erden ein mal/daß ers nicht mehr bcdarff. Dauid aber sprach zu Abisat: Verderbe jn nicht/denn wer wil die Hand an Dauid ver- den Gesalbten dcß HERRN legen/vnd vngestrafft bleiben k Wcyter sprach Dauid: SaL/bE' So war der HERR lebt/wo der HERR nichtjn schlegt/oder seine zeit kommet / daß er sterbe/oder in einen streit ziehe/vnd komme vmb/So laß der HERR fcrrne von mir seyn/daß ich meine Hand solt an den Gesalbten deß HERRN legen. So nun nun den Spieß zu seinen Häupten/vnd den Wasscrbächer/vnd laß vns gehen. Also nam Da- md den Spieß / vnd den Wasserbächer zun Häupten Saul/ vnd gieng hin/vnd war niemand der es sahe/noch mercket/noch erwachet/ sondern sie schliessen alle / Denn es war ein tieffer schlaff vom HERRN auff sie gefallen. hinüber auff imscit kommen war/trat er auff dcß Berges spi- <^^tzen von ferrne/daß ein weiter raum warzwischen tuen/vnd schrey das Volck an/vnd Abner/ der Son Mr/ vnd spracht Hörest du nicht Abner k Vnd Abner ant- a wortet/vnd sprach: Werbistu/daßdusoschreyestgegen dem Könige k Vnd Dauid sprach zu Abner: Btstu nicht ein Mann t Vnd wer ist dein gleich in ZsraelkWarumb hastu denn nicht behütet deinen Herrn den König t Den cs ist deß Volcks einer hineyn kommen/deinen Herrn/dcn König/zu verderben. Es ist aber nicht fein/ das du gcthan hast. So war der HERR lebt/jr seyt Kinder dcß Tods/ daß ir euwern Herrn/den Ge¬ salbten dcß HERRN/Nicht behütet habt. Mn sihe/hie ist der Spieß dcß Köntgs/Vttd der Wasserbächcr/die zu seinen Häupten waren.' erkennet Saul du jlimc OaurdS/vno sprachest das mcyt deine stune/mein Son DauidkDauid sprach:Es ist meine stim/ mein Herr König. Vnd sprach weiter: Warum b verfolget mein Herr also seinen Knecht k Was hab ich gethank Vnd was vbels ist in meiner Hand k So höre doch nun/ mein Herr der König / die wort sei¬ nes Knechts: Reitzet dich der HERR wider mich/so laß man ein Speißopffer riechen/ Thuns Mauid. Hmmrcl. XXVii.Qp. ,67 Thmw aber Menschen Kinder/so seyen sie verflucht für dem HERRN/daß sie mich heut verstoffen/daß ich nicht hasste in deß HERRN Erbtheil/vnd sprechen: Gehe hin/ diene andern Göttern- So verfalle nun mein Blut nicht auff Erden von dem ange- sichtdcßHERRN/dcnnderKönig Israel istaußgezogcn zu suchen einen Floch/wie man ein Rebhun jagt auff den Bergen. e»pr» »4- Nid Saul sprach: Ich hab gesündiget/Kom wider mein Son Dauid / ich wil Saul beten- dir kein leid fürtcr thun/ darumb/ daß meine Seele heute tags theuwer gewesen ist in/ er habe wweiß. deinen augen/Sihe/ich hab thörlich vrw sehr vuweißlich gerhan- Dauid antwortet/ * vnd sprach: Slhe/hie ist der Spieß deß Königs/Es gehe der Jüngling einer herüber vnd hole jn / Der HERR aber wirdt einem jeglichen vergelten nach seiner Gerechtig¬ keit vnd Glauben/denn der HERR hart dich heut in meine Hand gegeben/Ich aber wolt meine Hand nicht an denGesalbten dcßHERRN legemÄnd wie heut deineSee- le in meinen äugen ist groß geacht gewesen/so werde meine Seele groß geachtet wer¬ den für den äugen deß HERRN/vnd errette mich von allem trübsal. Sau! sprach zu Dauid: Gesegnet scystu mein Son Dauid/du wirsts thun/vnd hinauß führen.Da- uid aber gieng feine straß/vnd Saul kehret wider an seinen ort. XXVII.LüP. David begibt sich rndec Philister L«nd / mm Röm'g Achis/der gibt sm slklag sxn m bewoh¬ nen. David feilet den Geffuritern vvv Amalektterntiiü Land/ thul grossen schaden/ erschlegr Mann vnd werber/vnd Acht« verrrauwerfm. L Autd aber gedacht m seinem Hcrtzen/M werde der Dauid ste- tag einen Saul in die Hände fallen/ Es ist mir nichts besser/ den daß 82?*° ich entrinne in der Philister Landcdaß Sau! von mir ablaffe/ mich fürter zu suchen in allen GreutzenFrael/so werde ich seinen Händen entrinnen. Vnd macht sich auff/vnd gieng hinübcr/sampt den scchß Mann/die bey jm waren/zu Achis/dem Son Maoch / Kö¬ nige zu Gath. Also blerb Dauid bey Achis zu Gach mit seinen Murrern/ ein jeglicher mit seinem Hause/ Dauid auch mit seinen zweyen Weibern/Ahinoam / der Iesreeli- tin/vnd Abigail/deß Nabals Weib/der Karmelitin. Vnd da Sau! ungesagt ward/ . daß Dauid gen Gath geflohen wcre/sucht erjn nicht mehr. Daurd sprach zrr Achis: Hab ich gnade für deinen äugen funden/so laß nur o^gcben einen raum in der Stätte einer auff dem Lande/daß ich drinnen wohne/ was so! dein Knecht in der Königlichen Statt bey dir wohnen k Da gab jm Achis deß tags Aklag/Dahcr ist Mag der Könige Juda biß auff diesen tag. Die zett aber/die Mag. Damd in der Philister Lande wohnet/ist ein Iar vnd vier Monden. (A^Amd aber zoch hinauff sampt seinen Männern / vnd fiel ins Lande der Gessu- (^Driter vnd Girsiter/ vnd Amalckiter/denn diese waren die Eynwohner von al¬ ters her dieses Lands/als man kommet gen Sur/biß an Egyptenland. Da aber Da- utd das Land schlug/ließ er weder Mann noch Weib leben /vud nam Schaf/Rim der/Esel/Kamcl vnd Kleider/vnd kehret wider/vnd kam zu Achis. Wenn denn Achis sprach: Scyt jr heut nicht eyngefallen k So sprach Dauid: Gegen dem Mittag Iu- da/vnd gegen dem Mittag der Ierahmeeliter/vnd gegen dem Mittag der Kentter. Dauid aber ließ weder Mann noch Werb lebendig gen Gath komen/vnd gedacht/sie möchten wider vns reden vnd schwetzen. Also thet Dauid/ vnd das war seine weise so lang er wohnet in der Philister Lande. Darumb gläubt Achis Da- Md/vnd gedacht/Er hat sich stinckend gemacht für seinem Dolck Israel / darumb so! er jmmer mein Knecht seyn. , Die Phi- Aamd. i.BuK xxvm.Lap. xxviii. Lap. Die Philister ziehe« aüß wider Israel/vnd 2lchis setzt i« z» einem Hauptmann vber sein Volck. Saul lagert sich ;aGilboa/vnd fragt eine warsagertn/ Dicselbige bringt diegestalt Samueli« für/»/ vnd wirt/m dadurch verkündigt/daß er vnd seine Söne auff morgen sollen vmbkommen. KZÄKU Nd es begab sich zu dersMgen zett/daß dtc Philister jrz Heer versandeten in Streit zu ziehen wider Israel. Vnd Achiö sprach zu Dauid: Du solt wisten/daß du vnd deine Männer solt mit mir auß- ziehen ins Heer. Dauid sprach zu Achis: Wolan/dusolt crfahren/was p^fiM^h^thunwirt. Ächte sprach zu Dauid: Darumb wil ich dich zum Hüter meines Haupte setzen mein lebenlang. L)as m-hl-t die EAmuel "aber war gestorben/vnd gantz Israel hatte leydvmbjtt getragen/vnd Schnsstdarmn/auff(^^^grabctt in seiner Statt Rama/So hatte Saul auß dem Lande vertrieben man!da5^'nach die Warsager vnd Icichendeutcr. Da nun die Philister sich versamleten/vttd kamen/ Samuclrecht7lrfte vnd lagerten sich zu Sunem /versamlet Saulauch daegantzeIsrael/vnd lägerten sichzuGilboa. DaabcrSaul der Philister Heer sähe/forcht erstch/vttdseittHertz ches der böse G-lst verzagte sehr. Vnd er rahtfraget den HERRN/Aber der HERR antwortet jm nicht/ !nd Sa?lredtt vnd weder durch Träuwme/noch durchs b Liecht/noch durch Propheten. xe'lsvnw?näme!n sprach Saul zu seinen Knechten: Suchet mir ein Weib/die einen Warsager Liecht ist da- Geist hat/daß ich zu jr gche/vnd sie frage.Seine Knecht sprachen zu jm: Sihe/ «uff dem brusila, zen zuEndorist ein Weib/die hat einen WarsagerGeist. Vnd Saul wechselt seine Klei- pnestcr^ war/ zoch andere an/ vnd gieng hin / vnd zwen andere mit im / vnd kamen bey der Saul suchet nacht zum Weibe/vnd sprach: Lieber weissage mir durch den Warsager Geist/vnd rahtbey emeroglp bn,Mmirherauff dcnich dirsage. Das Weib sprach zu jnnSihe/duweissestwol was Saul gerhan hat/wie er die Warsager vnd Icichendeutcr außgcrottet hat vom Landc/warumb wtlt du denn meine Seele in das Netze führen / daß ich crtödtetwer- Der Saul aber schwurst bey dem HERRN/vnd sprach: Sowardcr HERR lebt/es sol dir diß nicht zur missethat gerahten. sprach das Weib: Wen sol ich dir denn herauff bringen k Er sprach: Bringe Da nun das Weib Samuel sähe/schrcy sie laut/vnd sprach zu Saul: Warumb hastu mich betrogene Du bist Saul. Vnd der König sprach zu st: Förchte dich nit/Was schestuk Das Weib sprach zu Saul:Ich sehe' Göt- s Götter/dzifl/Rich- ter herauff steigen auß der Erdcn.Er sprach:Wic ist er gestalt k Sie sprach: Es komet derTde» RZO tln alter Mann herauff/vn ist bekleidet mit einem Seiden Rock. Da vernam Saul/ dcr pnsstcrl'che Paß es Samuel war/vnd neiget sich mit seinem antlitz zur Erden / vnd betet an. . Samuel aber sprach zu Saul: Warumb hast du mich vnrüwig gemacht/daß du Sxrch 4-. mich herauff bringen testest k Saul sprach :Ich bin sehr geängstet/die Philister strei¬ ten wider mich/vnd Gott ist von mir gewichen/ vnd antwortet mir nicht/weder durch Propheten noch durch Träume. Darumb hab ich dich lasten ruffen / daß du mir wei¬ sest was ich thun solle. Samuelsprach:WaswiltdumLch fragen/weil der HERR von dir gewichen/ I'Y vnd dein Feind worden ist k Der HERR wirdt dir thun/wie er durch mich geredt hat/ > «eg..r. vnd wirdt das Reich von deiner Hand reisten / vnd Dauid/ deinem Nechsten/ geben/ darumb/daß du der stimme dcß HERRN nicht gehorcht/vnd den grimm seines Zorns nicht außgerichtet hast wider Amalek/darumb hat dir der HERR solches jetzt gcthan: Dazu wirt der HERR Israel mit drr auch geben in der Philister Hände/Morgen wir¬ st« vnd deine Söne mit mir scyn/ auch wirt der HERR das Heer Israel in der Phili¬ ster Hände geben. Da fiel Saul zur Erden /so lang er war/ vnd erschrack sehr für den Worten Samuel / dass keine krafft mehr in jm war/den er hatte nichts gesten den gan- tzen tag vnd die gantze nacht. Vnd Haul. Hamucl. xxix.Lap. ,6s x 8^ Nd das Weib gieng hineynzu Saul/vnd sahe/daß er sehr erschrocken war/vnd sprach zujm.Sihe/deine Magd hat deiner stime gehorcht/ vnd hab meine See- le in meine Handgesetzt/daß ich deinen Worten gehorchet/die du zumirsagkest. So gehorche auch nun du deiner Magd fiime/Ich wil dir einen bissen Brots fürst- tzcn/daß du essest/daß du zu kräfften komest/vnd deine Strasse gehest. Er aber wcgert sich/vnd sprach: Ich Wil nicht essen. Da nötigeten in seine Knechte/ vn das Weib/daß er jrcr stimme gehorchet. Vnd er stund auff von der Erden / vnd setzt sich auffs Bette. Das Weib aber hatte daheim ein gemästet Kalb/da eylet sie/vnd schlachtets/ vn nam Mahl vnd kncttcw / vnd buchs vngesäuwert/vnd brachte herzu für Saul vnd für sei¬ ne Knechte. Vnd da sie geffen hatten/stunden sie auff/vnd giengen die nacht. xxix.Lap. Die Fürsten der Philister wollen Dauiden nicht dex sich leiden/vnd der RonigAchtt schickt,n wrderumb;u rück. K versamlttm alle jre Heer zu Aphek/ Vnd Israel lägertc sich zu Ain in Jesreel. Vnd die Fürsten der phi- / listcr giengen daher mit Hunderten vnd mit tausenden / Damd aber Dauid vnd seine Männer giengen hmden nach bey Achis. M-htMt Da sprachen die Fürsten der Philister: Was sollen diese Ebreerk sprach zu inen.Ist nicht das Dauid/derKnecht Saul/deß paral. .5. Königs Israel ? der nun bey mir gewesen ist iar vnd tag/vnd habe nichts anim gefun¬ den/ sinr der zeit er abgefallcn ist bißher k Aber die Fürsten der Philister wurden zor¬ nig auff in/vnd sprachen zu im: Laß den Mann vmbkehren/vnd an stimm ort blei¬ ben/ da du in hin bestellet hast/daß er nicht mit vns hinab ziehe zum Streit/ vnd vnser Widersacher werde im Streit/den a woran kündte er seinem Herrn baß gefallen thun/ denn an den Köpffen dieser Manner k Ist er nicht der Dauid / von dem sie sungen am Reygen/Sau! hat tausend geschlagen/Dauid aber Zehen raufend. rieffAchis Dauid/ vnd sprach zu im: So war der HERR lebt/ ich halt dich ^^s für redlich/vnd dein außgang vnd eyngang mit mir im Heer gesellt mir wol/ vnd hab nichts arges an dir gespürt / sint der zeit du Zu mir kommen bist/bißher/ Aber du gesellest den Fürsten nicht. So kehre nun vmb/vnd gehe hin mit frieden / auff daß du nicht vbel thust für den äugen der Fürsten der Philister. Dauid aber sprach zu A- chis: Was hab ich gethan/ vnd was hastu gespüret an deinem Knecht / sint der zeit ich für dir gewesen bin bißher/daß ich nicht solt kommen/vnd streyten wider die Feind meines Herrn/deß Königs. Mrs antwortet /vnd sprach zu Dauid: Ich weiß wol /denn du gesellest meinen augen/als ein Engel Gottes/Aber der Philister Fürsten haben gesagt: Laß jn nicht mit vns hinauffin streit ziehen. So mach dich nun morgen frü auff/vnd die Knechte deines Herrn/die mit dir kommen sind/Vnd wenn ireuch morgen frü auffgemacbt habt/daß liecht ist/so gehet hin. Also machten sich Dauid vnd seine Männer frü auff/ daß sie deß morgens hin giengen/ vnd wider in der Philister Land käwen/die Phili¬ ster aberzogen hinauff gen Iesrcel. xxx.Lap. Die Ztnialekiter Plündern vnd verbrennen NMg. Damd lestt sich einen EMptisihen Anas den an die Feinde führen/vnd schlegt sie/eroberr anch wiverumb allen Rflnb / thmetjn pnter da» Volck'/vnd verehret daneben die Eltesten in Juda von solcher Bente. Da nm» Anun Dautd deß dritten tags kam gen Aklag mit seincnMänern/ waren die Amalekitcr hereyn gefallen zum Mittag Aklag vnd zu Aklag/vnd hatten Aklag geschlagen/vnd mit feuwer ver- brannt/ vnd hatten die Weiber varauß wcggeführt/ beyde klein vnd groß/Sie hatten aber niemand getödtet/ sondern weg getrieben /vn waren dahin jres Weges. Da nun Dauid samptseinen Mannernzur Stattkamen /vnd sähe/ daß sie mit Feuwer verbrannt war/ vnd ire Weiber/Söne vnd Töchter/ gefangen waren / Hub Dauid vnd das Volck/das bey im war/ire stime auff/vnd weineten biß sie nicht mehr weinen kundten/den Dairids zwcy Weiber waren auch gefangen/Ahinoam/die Zesi reelitin/vn Abigail/Nabals Weib/deß §armcliten.Vnd Dauid war sehr geengstet/ denn das Volckwoltjn steinigen/denn dcß gantzcn Dolcks scele war vnwtllig/cinjeg¬ licher vber seine Söne vnd Töchter. Auid aber stercketsichtndemHLRRN/semem Gott/vnd sprach zu AbZachar dem Prtestcr/AHLmelechs Son: Bringe mir her den Leibrock. Vnd da AbZa- ^^thar den Leibrock zuDauid bracht hatte / fragte Dauid den HERREN/vnd sprach: Sol ich den Kriegßleuten nachjagen/ vnd werde ich sie ergreiffen k Er sprach: Zage jnen nach/du wirst sie ergreiffen/vnd rettung thun. Da zog Dauid hin/ vnd die sechß hundert Man/die bey im waren/Vnd da sie kamen an den BachBcsor/blieben etliche stehen/ Damd aber vnd die vier hundert Man iagctcn nach/ die zwcy hundert L Mann aber/die stehen blieben/waren zu müde vbcr den Bach Bcsor zu gehen. Nd sie funden einen Egyptischen Man auff dem Felde/ den führeten sie zu Da- 4Hutd/vn gaben im Brot daß er aß/vnd trcnckten in mit wasser/ vnd gaben im ein stück Feigen/vn zwey stück Rosin.Vn da er gessen hatte/kam sein Geist wider zu jm/ den er hatte in dreyen tagen vnd dreycn nachten nichts gesscn / vnd kein wasser gc- trunckemDautd sprach zu im: Weß bistukVnd woher bistukEr sprach:Zch bin ein E- gyptischer Knab / cins Amalckiters Knecht/ vnd mein Herr hat mich verlassen / denn ich ward kranck vor dreyen tagen. Wir sind hereyn gefallen zum Mittag Krcthi / vnd auff Zuda/vnd zum Mittag Aaleb/ vnd haben Aklag mit Feuwer verbrennt. (^XAllid sprach zu jm:Wiltu mich hinab führen zu diesen KriegßlcutenkEr sprach: <7^ Schwere mir bey Gott/daß du mich nicht tödtcst/ noch in meines Herrn Hand verantwortest/ So Wil ich dich hinab führen zu diesen Kriegßleuten. Vnd er führet sie Hinab/Vnd sihc/sie hatten sich zustreuwct auff der gantzen Erden/ assen vnd trun- ckcn/vndfeyereten vber alledem grossen Raub/den sie genommen hatten auß der Philister vnd Zuda Lande. Amalekitcr/ Vnd Dauid schlug sie/ von dem morgen an biß an den abend/gegen dem andern tag/daß jr keiner entran/on vier hundert Zünglinge/dic fielen auff die Kamelen/ vnd t^r^auidscschla- flohen. Also errettet Dauid alles was die Amalekitcr genommen hatten/vnd seine zwcy Weiber/vnd fehlet an keinem/wcder klein noch groß / noch Söne noch Töchter/ noch Raub/noch alles das sie genommen hatten/Dauid brachts alles wider. Vnd Damd nam die Schafe vnd Rinder/ vnd treib das Vieh für jm her/vnd sie sprachen: Das ist Dautds Raub. Nd da Dauid zu den zwey hundert Männern kam / die zu müde gewest Dauid c A^Hnachzufolgcn/vn am bach Besor blieben waren/grengen sic hcrauß Dauid cnt- gcgen/vnd demVolck das mitjm war/vnd Dauid trat zum Volek /vnd grüsstt sie freundtlich. Da antworteten was böse vnd lose Leute waren / vnter denen die mit Dauid gezogen waren/vndsprachen: Werl sic nicht mit vns gezogen sind/solman jnen nichts geben von dem Raub/den wir errettet Habcn/Sondcrn ein jeglicher führe sein Weib vnd seine Kinder/vnd gehe hin. Da sprach Dauid :Zr solt nicht so thun/meine Brüder/mit dem das vns der HERRgegcbcnhat/vndhatvnsbchüt/vnd diese Kriegßlcute/die wider vns kom¬ men wa- Mmd -Kamucl. XXXI.Lap. 169 holet den men waren/in vnscr hende gegeben. Per soli euch darinnen gehorchenkWie das theil 2dm Am.! der lenigen/die in streit hinab gezogen sind/ Sosolauch seyn das theil der jenigen / die lckttern. bcy dem Gerehte blieben sind/vttd sol gleich getheilt werden. Das ist sint der zeit vnd forthin in Israel eilt sitte vnd recht worden biß auff diesen tag. da Dauid gen Ztklag kam/sandte erdest Raubs den Eltesten in Juda / sei- o^nen Frcunden/vn sprach:Sihe/da habt jr den Segen auß dem Raub der Fein¬ de deß HERRN / Mmltch/ denen zu BethEl/ denen zu Ramoth am Mittag/denen zu Iathir/denen zu Aroer/delren zu Siphamoth/ denen zu Esthemoa / denen zu Ra- chal/denen in Stätten der Ierahmeeliter/ denen in den Stätten der Keniter /denen zu Harma/denen zu BorAsan/dcncn zu Atach/ denen zu Hebron/vnd allen orten da Dauid gewandelt hatte Mit seinen Männern. xxxi.Lap. Die Philister schlagendie Iscaeliter/ vnd nemllch die vrep Söne Sauls.Saul Vttd sein Waf¬ fenträger fallen in > re eigene Schwerre/Die Philister nemmen fee Leichnam/vnd führen sie hin. weg aber die von Jabes in Gilead holen sie widerum/verbrettnen sie/vn begraben die gebeiue. «Je Wüster aber stritten wider Israel/Vnd die Mn- Saul wirbt p nerIsraclflohen für denPhilistem/vudfielen erschlagen auffdein Gebirge Gilboa. Vnd die Philister hiengen sich an Sau! Md seine Söne/vnd schlugen Jonathan/vnd AbiNadab/vndMalchisua/ die Söne Sauls. Vnd der streit ward hart wider Saul/vnd die Schützen traffen auffjn mit Bogen/ vnd ward sehr verwundt von den Schützen. sprach Saul zu seinem Waffenträger: Zeuch dein Schwert auß/vnd erstich ^Anich damit / daß nicht diese vnbeschntttene kommen / vnd mich erstechen / vnd rmben ein spott auß mir.Aber sein Waffenträger wolt nicht/denn er förchtet sich sehr. Da nam Saul das Schwert/vnd fiel dreyn. Da nun sein Waffenträger sähe / daß Saul tod war/fiel er auch in sein Schwert/vn starb mtt jm. Also starb Saul vnd sei¬ ne drey Söne/vnd semWaffettträger/vn alle seineMnncr/zugleich auffdiesen tag. Da aber dieMännerIsrael/die jenscit dem gründe vn jenseit dem Jordan waren/ saherr/dast die Männer Israel geflohen waren/vn daß Saul vnd seine Söne tod wa rcn/vcrlrcffen sie die Stätt/vn flohen auch/so kamen du Philister vn woneten drinen. HM I.BuA XXXI. Lap. vnd seine drey andern tages kamen die Philister die erschlagene außzuziehen / vnd funden SSttewerdcnbeZra, ^^Saulvnd seine drey Söneligen auff dem Gebirge Gtlboa/Vnd hieben im sein Haupt ab/vnd zogen im seine Waffen ab/vnd sandten sie in der Philister Land vmbher/zu verkündigen im Hause irer Götzen/vnd vnter dem Volck. Vnd legten sei¬ nen Harnisch in das Haust Ästharoth/Aber seinen Leichnam hiengen sie auff die MaurenzuBethsan.' ^^A die zu Gabes in Gilead hörten was die Philister Saul gethan hatten/mach- r,RG». ^Z/ten sie sich auff/was streitbare Männer waren/vnd giengen die gantze nacht/ vnd namen die Leichnam Saul vnd seiner Söne von der Mauren zu Bethsan / vnd brachten sie gen Jabes/vnd beräucherten sie daselbst. Vnd namen jre Ge- beine/vnd begruben sie vnter den Baum zu Jabes/Vnd fasteten siben tage. Ende des; Ersten Buchs Samuel. Aasll.BuNHamiiel. i. Lap. Damd vernrmpk wie Sau! vnd lerne GSne vmbkommen/leßr den -'em'gew so sich berämpt/ er herce den Röntg vmbbmchr/rödren/vnd beklagt den abgang Sauls vnd Jonatha». Ach dem Tod Haut / da- David von der Amalekttcr Schlacht wider komnren/vnd Mn tage zu Mag blieben war/ Sche / da kam am dritten tag ein Mann auß dem Heer von Saul/ mit zuriffen Kleydcrn/vn Erden auffseinem Haupt/Vnd da er zu Damd kam/ fiel er zur Erden / vnd betet an. Da- nid aber sprach zu jm: Wo kompstu her k Er sprach zu im: Auß dem Heer Israel bin ich entrunnen. Dauid sprachzu jm: Sage mir/Wie gehet cs zuk Er sprach: Das Volek ist geflohen vom streit/ vnd ist viel Volcks gefallen/dazu ist auch Saul tod/vnd sein Son Jonathan. sprach zu dem Jüngling/der im solche saget: Woher Missest»/ daß Saul <^Kvnd sein Son Jonathan tod sindk Der Jüngling/der im solches saget / sprach: Ich kam ongeferd auffs Gebirge Gilboa/vn sihe/Saul lehnet sich auff seinen Spieß vnd die Wägen vnd Reuter jagten hinder im her: Vnd er wandt sich vmb/vnd sähe mich/vnd rteffmir. Vnd ich sprach: Hie bin ich. Vnd er sprach zu mir: Wer bistu k Ich sprachzu im : Ich bin ein Amalekiker. Vnd er sprach zu mir: Tritt zu mir/vnd tödte mich/denn ich bin bcdrenget vmbher/vnd mein leben ist noch gantz in mir. Da trat ich Zu im/vnd tödtetin/denn ich wußte wol daß er nicht leben kundte nach seinem fall/ Vndnamdie Kron von seinem Haupt/vnd das Armgeschmeide von seinem Arme/ vnd habe herbracht zu dir meinem Herrn. Da fasset Dauid seine Kleider'/vnd zureiß sie/ vnd alle Männer die bey im wa- Leid ober ren/vnd trugen leyde / vnd weyneten/ vnd fasteten biß an den abend vber Saul vnd Jonathan seinen Son/vndvber das Volck deßHERRN/vnd vber das Haust Israel daß sie durchs Schwert gefallen waren. Vnd Da- Mmd. Samuel. I. Lap. po d Dauid sprach zu dem Jüngling/der jms ansagt: Wo bist du her k Er sprach: tz^Ich bin eins Irembdlingen/eins AlNalekiters Son, Dauid sprach Zlt jm: Wie/ daß du dich nicht gefürchtet hast deine Hand zu legen an den Gesalbten deß HERRN/ jn zu verderben k Vnd Dauid sprach zu seiner Jüngling einem: Hcrzu/vn d schlag in. Vnd er schlug in daß er starb. Da sprach Dauid zu jm: Dein Blut scy ober deinem Kopff/denn dein mund hat wider dich selbs geredt/ vnd gesprochen: Ich hab den Ge¬ salbten deß HERRN getödtet. Dauid klagt diese klage vber Saul vnd Jonathan seinen Son.Vnd befahl c>^man solt die kinder Juda den" Bogen lehren/ sihe/es stehet geschriben im Buch (Boge») So h-cht der Redlichen. Die Ldlesten in Israel sind auffdeiner Höhe erschlagen/Wie sind die Helden ge- Name» haben, fallenk Sagets nit an zu Gath/verkündets nicht auff der Gaffen zu Asklon/daß sich nit freuwett die Töchter der Philister/daß ttit frolocken die Töchter der vnbeschnittenen. Ir Berge zu Gtlboa/es müsse weder thauwen noch regnen auffeuch/ noch Acker seyn/da Hebopffervon kommen/denn daselbst ist den Helden jr Schild abgeschlagen/ DerSchtld Saul/alswere ernichtgesalbetmitöle» Der Boge Jonathan hat nie gefehlet/vnd das Schwert Saut ist nie lar wider kommen/von dem Blut der erschlagenen/vnd vom fett der Helden. Saul vnd Jonathan holdscltg/vnd lieblich an jrem teben/flnd auch am tod nicht gcscheiden/leichter denn die Adeler/vnd stercker denn die LöuweN. Ir Töchter Israel weinet vber Sanl/der euch kleidet mit Rosinfarbe seuberlich/ vnd schmücket euch mit gülden Klcynoten au euwern Kleydern. Wie sind die Helden so gefallen im Streite Jonathan ist auff deinen Höhen er¬ schlagen. Es ist mir teyd vmb dich mein Bruder Jonathan/ Ich habe grosse freud vn wöM ne an dir gehabt/deine Liebe ist mir sonderlicher gewesen denn Frauwenliebe ist» Wie sind die Helden gefallen/vnd die streitbare vmbkommenk 11. Lüp. Daurd zeucht austbefehldeß> gen Hebron/vndwirt daselbst;u einem RZn/ge vberJuda- AbnermachrIsboserh/Gauls Son/;u einem Röntge vber Israel/vnd sein Volck wrrt vom Dauid geschlagen. Abner ersticht de» Asahel / Ioab lagt jm nach / vnd wirdr endtlich fried gemacht. Ach diesem Gcschicht fragt Dauid den HERRN/vnd DaW zm sprach : Sol ich hinauff in der Stätte Juda eine ziehen k Vnd der > H ERRsprachzujM: Auch hinauff. Dauid sprachtWohink Er sprach:Gen Hebron.Alsö zoch Dauid dahin Mit seinen Zweyen Wei- E-K bern / Ahinoam der Jesreelititt/vnd Mit Abigail/ Mbals deß Kar- meliten Weib- Dazu die Männer die bey jm waren/führet Dauid hittauff/cinen jeg¬ lichen mit seinem hause/vn wohncten in den Stätten Hebron. Vnd die Männer Ju¬ da kamen / vnd salbeten daselbst Dauid zum Könige vber das hauß Juda. da es Dauid ward angesagt/daß die von Zabes in Gilead Saul begraben ».Reg.7, L WMM Nd es war eln langer streit zwischen dem Hause Saul vnd dem Hause Dauid. Damd aber gteng/vud namzu/vnddas Haust Saul gierig vnd nam ab. es wurden Dauid Kinder geborn zu Hebron/sein Erstge- DauidsKin cxAbomcr Sorr Ammon von AhiNoam derIcsreclitm.Deram^ttzu Hebron s«s dcr/i-hlleab/vonAbigailNabals Weib/ deß Karmcliten. Der dritt/Absolorn/der Son Maacha/der Tochter Thalmai/deß Könrgs zu Gcsur.Der vierdt/Adonia/dcr Son Hagith. Der fünffte / SaphathIa / der Son Abital. Der sechßt/Iethream/ von Egla dem Weib Dautd. Diese sind Dauid gcborn zn Hebron. AsLs nun der streit war zwischen dem Hause Saul vnd dern Hause Dauid/stercket Rizpa ^s,Abner das Haust Saul. Vnd Saül hatte ein Krbbwcib / die hieß Rizpa/eine Sm-mR-bs, Achter Aia. Vnd Isboseth sprach zu Abner:Warumb schlcffcstu bcy meines Vat¬ ters KebsweibkDa ward Abner sehr zomig vbcr drse wort Isboseth/vnd sprach:Bm ich denn ein Hundskopff/derich wider Juda/an dem Hause Saul deines Vatters/ vndanseinenBrüdernvndFrcunden/barmhLrhigkeitthukVnd habe dich nicht in Dautds hende gegeben/vnd du rechnest mir heut eine missethatzu vmb ein Werbe Gott chu Abner diß vnd das/wenn ich nicht chuwieder HERR Dauid geschworen hat/ Daß das Königreich vom Hause Saul genommen werde/ vnd der Stul Da- uid auffgerichtet werde vber Israel vnd Juda/von Dan biß genBerSeba.Da kundt er fürtcr im kein wort mehr antworten/ so forcht er sich für im. b A^MdMner sandte Botten zu Dauid für sich/vnd ließ im sagen: West ist das cxALand k Vnd sprach: Mach deinen Bundt nrit nur. Sthe/meine Hand sol mit du scyn/daß ich zu dir kehre das gantze Israel. Lr sprach: Wol/ Ich wil erneu Bunde mit dir machen/Aber eines bitte ich von dir/daß du mein Angesicht nicht sehest/du bringest denn zuvor zu mir Michal / Sauls Tochter/wenn du kompst mein Angesicht Zusehen. . Reg ,s. AsVch sandte Dauid Botten zu Isboseth/ dem Son Saul/vn ließ iw sagen: Gib Michal, ^Mir mein Weib Michal/die ich mir verträumet hab mit hundert Vorheuten der Philister. Isboseth sandte hin/vnd ließ sie ncmmen von dem Man Paltiek dem Son Lais. Vnd ir Mann gieng mit ir/vnd weynct hinder ir biß gen Bahurim. Da sprach Abner zu im: Kehre vmb vnd gehe Hin/Vnd er kehret vmb. Abner hatte eine rede mit den Eltesten in Isracl/vnd sprach: Ir habt vorhin ^Mengest nach Dauid getrachtet/daß er König werevber euch/Sochutsnun/ dmn der HERR hat von Dauid gesagt: Ich wil mein Volek Israel erretten durch die Hand Dauids meines Knechts/von der Philister Hand/ vn von aller ire Feinde Hand/ Auch redte Abner für den ohren BenIamin. Vnd gieng auch hin zu reden für den ehren Dauid zu Hebron / alles was Israel vnd dem gantzen Hause BenIamin wol- gcfiel. ^^A nun Abner gen Hebron zu Dauid kam / vnd mitim zwentzig Mann/ macht ez^inen Dauid ein Mal. Vnd Abner sprach zu Dauid: Ich wil mich auffmacherr vnd hingchen/daß ich das gantze Israelzu meinemHerrn/demKönige/samle/vnd daß sie einen Bund mit dir machen /auffdaß du König seyest/wte es deine Seele be- gert.Also ließ Dauid Abner von sich/ daß er hingieng mit frieden. e sihe/dte KnechteDauid vnd Ioab kamen von den Kriegßleuten / vn brach- c^tenmitsich einen grossen Raub. Abner aber war nun nicht beyDauidzuHe- bron/sondcrn er hatte in von sich gelassen/daß er mit frieden weggegangen war: Da . aber Ioab vnd das gantzeHeer mit/m war kommen/wardjmangesagt/DaßAb- ner/ der Son Ner / zum Könige kommen war/ vnd er hatte in von sich gelassen/ daß ermit frieden war weggegangen. Da giengIoab zum Könige hineyn/vnd sprach: Washastu gethank Sihe/Abner ist zu dir kommen/Warumb hastu in von drr ge¬ lassen/ daß er ist weggegangen k Kennesiu Abner/ den Don Mr/ mchtt Denn er rfi f ist kommen Aauid. il.BuM m. Lap. kommen dich zu vberreden/daß er erkenncte dein Außgang vnd Eyngang/vnd erfüh¬ re allco was du chusi, VnddaIoab von Dauid außgieng/sandte er Botten Abner nach/daß sie in Abner erwür widerumb holeten von Borhasira/vnd Dauid wußte nichts drumb. Als nun Abner gttvanIErc. wider gen Hebron kam/führct inIoab mittenvnter das Thor/daß er heimlich mit im redet / vnd stach in daselbst in den wanst daß er starb/ vmb seines Bruders Asahel Blut willen. (F^A das Dauid hernach erfuhr / sprach er: Ich bin vnschüldig vnd mein König- (^Arcich für dem HERRN ewiglich an dem Blut Abner/ der Sons Mr. Es falle aber auffdcn kopffZoab/vnd auffgantz seines Vatters Hause/vn müsse nicht auffhö- ren im Hause Ioab der ein Eyterfiuß vnd Aussatz habe/vnd am stab gehe/vnd durchs ' Schwert falle/vnd an Brot mangele. Also erwürgeten Ioab vnd sein Bruder Abi- - fai Abner/darumb daß er iren Bruder Asahel getödtet hatte im streit zu Gibeon. Klage Da- imwanIureisset euwere Md-Vber Ab»cr. ^^Kleidcr/vnd gürtet säcke vnrb euch/vnd tragt leyd vmb Abner. Vnd der König gieng dem Starck nach. Vnd da sie Abner begruben zu Hebron / Hub der König seine stimme auff/ vnd weinet bey dem Grab Abner/vnd weiltet auch altes Volck.Vnd der König klaget Abner/vnd sprach: Abner ist nicht gestorben wie ein Thor stirbt. Deine hende sind nicht gebunden/deine Füsse sind nicht in Fessel gcsetzt/Du bist gefallen wie man für bösen Buben fellt. Da beweinet in alles Volck noch mehr. Da nun alles Volck hineyn kam mit Dauid zu essen/ da es noch hoch tag war/ Dauidfastct. schwur Dauid / pnd sprach: Gott thu mir diß vnd das/wo ich Brot oder etwas koste ehe die Sonne vntergehet. Vnd allesVolck crkannts/vnd gefiel inen auch wol/alles gut was der König that für den äugen deß gantzen Volcks.Vnd alles Volck vnd ganß Israel merckten deß tags / daß nicht vom Könige war/daß Abner/der Son Mr/ ge¬ tödtet war. Vnd der König sprach zu seilten Knechten: Wisset ir nicht/daß auff diesen tag ein Fürst vnd grosser gefallen ist in Israel? Ich aber bin noch zart/vnd ein gcsalbe- ter König. Aber die Männer / die Kinder IcruIa/ sind mir verdrießlich/der HERR vergelte dem der böses thut nach seiner boßheit. im.Lap. Reh ob vttd Baens erstechen Isboserh/btingen sein Haupt;» Dauid gen Hebrov/vttv Damdleßtsretövten der Son Saul höret/daß Adner zu Hebron tod were/wurden seine hende lassz/vnd gantz Israel erschrack. waren aber zween Männer/Hauptleute vbcrdie Krieger Baena. MEs/E ^^vneer dem Son Saul/ einer hieß Bacna / der ander Rechob/ Rechob. SöneRimondeß Berothiters/außdcnkindernBenIamin/denn Vcrorh ward auch vnter BenIamin gerechnet/Vnd die Berothiter waren geflohen gen Gethaim/vnd wohneten daselbst gastwcise biß auffden heutigen tag. - Auch hatte Ionathan/der Son Saut einen Son/der war lam an Füssen/ vnd MephiBo- war fünffiar att/da das gcschrey von Saul vnd Jonathan auß Iesreelkam/ vnd sei- stth/Ioüathans ne Amme in auffhub vnd flöhe / vnd in dem sie eylete/ vnd floh/fiel er/ vnd ward hin- ckend/VnderhießMephiBoseth. ^^Ogiengennunhin die Söne Rim on deß Berothtters/Rechob vndBaena/ c^Ivnd kamen zum Hause Isboseth/ da der tag am heissesten war/vnd er lag auff Isbosether- seinem Läger im Mittage. Vnd sie kamen ins HaußWeytzcn zu holen/vnd stachenin würget vou Bae, m den wanst/vnd entrunncn. Denn da sie ins Hauß kamcn/lag er auffseinem Bette in seiner Schlaffkammer/vn stachen in tod/vnd hieben im den Kopffab. Vnd namen seinen Kopff/ vnd giengenhin deß Weges auff dem Blachfelde diegantzenacht/vnd brachten HM-. Hütnuel. V. Lap. ,72 brachten das Haupt Isboseth zu Dauid gen Hebron/Vnd sprachen zum Könige:Si- he/da ist das Haupt Isboseth/Sauls Son/ deines Feindes/ der nach deiner Seelen stund/ der HERR hat heute meinen Herrn den König gerochen an Saul/ vnd an sei¬ nem Samen. S»p. >. Da antwortet inen Dauid.So war der HERR lebt/der meine Seele auß allem Dauid straf- trübsal erlöset hat/ Ich greiffden der mir verkündiget/ vnd sprach: Saul ist tod / vnd meinet/Er were ein guter Botte/vnd erwürget in zu Iiklag/dem ich solt Bottenlohn ° geben/Vnd diese Gottlose Leute haben einen gerechten Mann in seinem Hause auff seinem Läger erwürget/ Ia/solt ich das Blut nicht fordern von cuwern henden / vnd euch von der Erden thunk Vnd Dauid gebot seinen Jünglingen / die erwürgeten ste/ vnd hieben inen hende vnd süsse ab / vnd hiengen ste auff am Teich zu Hebron / Aber das Haupt Isboseth namen ste/vnd begrubens in Abners Grab zu Hebron. V. Lap. Daül'dwlrtrveknemRonr'ge gesalbet vber gsnyIsrael/stttcht wider die Jebustter zu Ieru- salem/vnd gewinnt die Burgk Fron. Hiram der Röntg zu Tpro leßt Daurd ern Hauff bauwen/ Dauid nimpt mehr weiber/vnd schlegk die Philister ;wex mal. Dauid Kum Röntg gcsalbet vber gam; Israel. «. Par. rr.iz. Nd es kamen alle Stämme Israel zu Damd gen He- Daus wirt bron/vn sprachen: Sihe/wir sind deines gebeins vnd deines fleischs/ M Dazu auch vorhin/da Saul vber vns König war/ führtest» Israel §77^7 A.ü.o auß vn eyn/So hat der HERR zu dir gesagt: Du solt meines Volcks stt Israel hüten/vnd foltern Hertzogseyn vber Israel. Vnd es kamen alle Eltesten in Israel zum Könige gen Hebron/Vnd der König Dauid machte mit inen einen Bund zu Hebron für dem HERRN/ Vnd sie salbeten Dauid zum Könige vber Israel. Dreissig iar war Damd alt da er König ward/ vnd regieret viertzig rar. Zu Hebron regierte er stben iar vnd sechst Monden vber Iuda/Aber zu Jerusalem re¬ gierte er drey vnd dreiffig jar vber gantz Israel vnd Juda. der König zoch hm mit seinen Männern zu Jerusalem wider die Jebustter/ ^Adie im Lande wohneten. Sie aber sprachen zu Dauid: Du wirst nicht hie her- cyn kommen/sondern ^Blinden vnd Lamen werden dich abtreiben (Das meineten Dich Bünden vnd ste aber)daß Dauid nicht würde da hineyn kommen. Aber Dauid gewan die Burgk stmgewNwT- Dauids Aon/das ist DauidsStatt. Da sprach Dauid deffelbentags:Werdie Jebustter Stare, sfhlegt/vnd erlanget die Dachrinnen/die Lamen vnd Blittden/den die Seele Dauid scyte/ als st- Patron/ feind ist/daher spricht man: Laß keinen Blinden vnd Lamen ins Hauß kommen. Also Ww ma^anch wohnet Dauid auff der Burgk /vnd hieß sie Dauids Statt. Vnd Dauid bauwete ?er R» vmbher von Millo/vnd innwendig. Vnd Dauid gieng vnd nam zu/ vnd der HERR der Gott Zebaoth war mit jm. GoIkern.BeiMch Hiram/der König zu Tyro/sandte Botten zu Dauid/vnd Zedern Bäume woErmÄ'e <^zur Wand/vnd Ammerleute/vnd Steinmetzen/daß sie Dauid ein Hauß bau- Lam-g-Kn7^ b weren. Vnd Dauid mercket daß jn der HERR zum Könige vber Israel bestätiget het- Zo!--"7» d-»?t, w te/vnd sein Königreich erhöhet vmb seines Volcks Israel willen. h-ma-h d7-Hchön-n Binder Dauid nam noch mehr Weiber/vnd Kebswetber/ zu Jerusalem / nach dem MÄs^"" Dauw zu Ie- o^er von Hebron kommen war/vnd wurden im noch mehr Söne vnd Töchter ge- rusalem gebo Vnd vas sind die Namen dere/ die imzuJerusalem geboren sind /Samua/ Sobab/Nathan/Salomo/Iebehar/Clisua/Nepheg/Zaphia/Elisama/Eliada/§- liphalet. 8^Nd da die Philister höreten/daß man Dauid zum Könige vber Israel gesatbet c^^hatte/zogen sie alleherauff Dauid zu suchen. Da das Dauid erfuhr/zocher hmab in eine Burgk. Aber die Philister kamen / vnd liessen sich nider im gründe Re- phaitmVnd Dauid fragte den HERRN/vnd sprach:Sol ich hinauffziehen wider die f iiij PHLlistert Aamd. . 11, Buss, vi.Lap. Philister? vttd kvlltu sie in meine Hand geben k Der HERR sprach zu Dauid: Auch «Mistet (pe^z) Heißt eitt Htnauff/Ich Wil die Philister in deine Hände geben.Vnd Dauid kam gen^BaalPra- oder fach / daher zim/vnd schlug sic daselbst/vnd sprach: Der HERR hat meine Feinde für mir von ein- ^par? ;.'m/^chman/h7cht/ ander geriffcn/wie die Wasser reiffett/ Daher hieß man denselben ort BaalPrazim. Vnd sie liessen src Götzen daselbst/Dauid aber vttd seine Männer Huben sie auff. - (A^IePlilistcrabcr zogen abermal herauff/vnd liessen sich nider im gründe Re- (^Dphaim.Vnd Dauid fraget den HERRN/der sprach^Du solt nicht hinauffzie- hen / Sondern kome von Hürden zu inen/ daß du an sie komest gegen dm Maulbeer- Die M bäumen. Vnd wenn du hören wirst das rauschen auff den wipffcln dcrMaulbeer-l,sterzmn^ bäume eynhcr gehen/ so zawe dich / denn der HERR ist denn außgcgangen für dir her zu schlahcn das Heer der Philister. Dauid thet wie der HERR im gehörten hatte/vnd schlug die Philister von Geba an biß man kompt gen Gaser. Lade Gottes. vi.Lap. David holt die Lade Gottes auß dem Hasse AbrNadab mit grossen frenden. Vsa greissr die Lade an vnd stirbt. L>ie Lade wirt gebracht in ObedEvoms/deß Gathiters/Hauff/vnd hernach gen Sion. Dauid tanytfärder Lade /vnvMichal verachtin/er aber opffert dem HERRN Brandopffer vnd Dan-kopffer. U Nd Daurd samlet abermal alle junge Marmschafft m Äs Israel/dreissig tausend/vnd macht sich auff/ vnd gieng hin mit alleni^^ W Volck das bey im war/auß den Bürgern Iuda/daß er die Lade Got tes von dannen hcrauffholcte/welchcrNamehcißt/der Name deß HERRNZebaoth wohnet drauffvbcr den §herubim.Vnd sie liessen die Lade Gottes führen auff einem neuwcn Wagen/ vnd holetcn sie auß dem Hause AbiNadab/der zu Gibea wohnet/Vsa aber vnd Ahio/dic Sone AbiNadab/trieben den neuwcn Wagen. Vnd da sie in mit der Lade Gottes auß dem Hause AbiNadab führeten/der zu Gibea wohnete/vndAhio für der Laden her gieng/spielett Dauid vird das gantze Hauß Israel für dem HERRN her mit allerley Seitensptel von Ten¬ nen holtz/mit Harpffen vnd Psaltern/vnd Paucken/vnd Schellen/vnd Kimbaln. b^-Nd da sie kamen zur Tennen Nachon/greiffVsa zu/ vnd hielt die Lade Gottes/ cddenn die Rinder traten beseyt auß. Da ergrünet dcß HERRN zorn vber Vsa/ M. vnd Gott schlug in daselbst vmb seines freffels willen/ daß er daselbst starb bey der La- de Gottes. Da ward Dauid betrübt/daß dcrHERR einen solchen rissz an Vsa thet/ Vnd hieß diefelbige stette PerezVsa biß auff diesen tag. Vnd Dauid forcht sich für Mi, dem HERRN deß tages/vnd sprach: Wie sol die Lade deß HERRN zu mir kommen? Di.» Vnd wolt sie nicht lassen zu sich bringen in die Statt Dauid/ sondern ließ sie bringen ins Hauß ObcdEdom/deß Gathiters. Vnd da die Lade deß HERRN dreyMonden bleib im Hause QbcdEdom deß Gathtters/segenet in der HERRvnd seingantzes Hauß. QbcdEdom tz^Nd es ward dem König Dauid ungesagt/daß der HERR das Hauß ObedE- seseg lct durch die c^ldom segenete / vnd alles was er hatte / vmb der Laden Gottes willen. Da gieyg E. n hin/vnd holet die Lade Gottes auß dem Hause QbedEdom hcrauffin die Statt Dauid mit fteuden. Vnd da sie eynher gtengen mit der Laden deß HERRN sechß s Gänge/opfferte man ein Ochsen vnd ein fett Schaf. Vnd Dauid tantzet mit aller macht für dem HERRN her/ vnd war begürtet mit einem leinen Lcibrock. Vnd Da¬ md sampt dem gantzen Israel führeten die Lade deß HEMNherauff mit iauehtzen vnd Posaunen. da die Lade deß HERRN in die Statt Dauid kam/guckt Michal/ die Toch springen vntantzen für dem HERRN/Vnd verachtet jn in jrem hertzen. Da sie aber die Lad deß HERRN hineynbrachtcn/stelletcnsie dieanjren onmittenm derHütten/die Dauid fürste hatte Mmd. Hamuel. vi.Lap. p; hatte lassen auffschlagett/ vnd Dauid opfferte Brandopffer vnd Danckopffer für »psrak r7. hem HERRN» Vnd daDauid hatte außgeopffert die Brandopffer vttd Danckopst fer/ segnet er das Volek in dem Namen deß HERRN Jebaoth/vnd theilete auß allem Dolck/vnd der menge Israel/bcyde Mann vnd Weib/einem jeglichen ein Brotku- chen/vnd ein stück Fleisch /vnd ein Nöffel Wein. Da kehret sich alles Volck hin/ein jeglicher in sein Haust. aber Dauid wider kam sein Haust zu segenen/ gteng jm Michal die Tochter Michalver- Saul herauß entgegen/vnd sprach: Wie herrlich istheute der König von Ist achmDamd. racl gewcsen/der sich für den Mägden seiner Knechte entblößet hat/ wie sich die losen Leute entblößen. Dauid aber sprach zu Michal: Ich Wil für dem HERRN spielen/der mich erwehlet hat für deinem Vatter/vnd für alle seinem Hause / daß er mir befohlen hat ein Fürst zu seyn vber das Volck deß HERRN/vberIsrael/Vnd wtl noch gerin¬ ger werden/ denn also / vnd wtl nidrig seyn in meinen äugen / vnd mit den Mägden/ davon du geredt hast/zu ehren werden. Aber Michal/Sauls Tochter/hatte kein Mlchalvm Kind/bist an den tag jres tods. fruchtbar. vn.Lap. Dsmd tvl'l dem HERRN ein Hauffbsuwen/wrrt durch ven Propheten Nathan ver- botken/vnd auffsemen Ssn verwlsen/mrr anhangender verherssung/daß fern Reich ewig bletben solr / welch« doch fücneinlrch auffLhrrstum;u verstehe». Darauff dancket Dauid dem HER- ^LNvndberrzuM. , p»»> A nun der König ln seinem Hause saß/ vn der HERR im gegeben hatte von allen seinen Feinden vmbher/ sprach erzn Nathan. Propheten Nathan: Sihe/Ich wohne in einem Kedern Hause/ vnd die Lade Gottes wohnet vnter den Teppichen. Nathan sprach Könige: Gehe hin/alles was du in deinem hertzen hast das thu/denn der HERR ist mit dir. , paral. nachts aber kam das wort deß HERRN zu Nathan/vnd sprach: Gehe hin/ Iesa (-^Zvrid sage zu meinem Knecht Dauid: So spricht der HERR/ Soltestu mir ein Haust bauwen/daß ich drinnen wohnet? Hab ich doch in keinem Hause gewöhnet sink dem tag/da ich die Kinder Israel auß Egypten führet/biß auffdiesen tag / sondern ich hab gewandelt in der Hütten vnd wohnung/wo ich mit allen kindern Israel hin wan- delt.Hab ich auch je geredt mit irgend der stämme Israel einem/ den ich befohlen habe mein volck Israel zu weiden/vn gesagt:Warumb bauwet jr mir nit ein Kedern haußk plälm.78. So soltu nun ft sagen meinem Knechte DauidSo spricht der HERR Jebaoth/ Ich hab dich genomen von den Schafhürten/ daß du seyn ftltest ein Fürst vber mein Volck Israel. Vnd bin mit dir gewesen wo du hin gegangen bist/vnd habe alle deine Feinde für dir außgerottet/vnd hab dir einen grossen Namen gemacht/wie der Name der Grossen auff Erden. Vnd ichwil meinem Volck Israel ein ortsetzen/vnd wiles pfiantzen/daß es daselbst wohne/vnd es nicht mehr in der irre gehe / vnd es die Kinder der boßheit nicht mehr drengen wie vorhin/vnd sint derzeit ich Richter vbermein Volck Israel verordnet habe/vnd wil dir ruhe geben von allen deinen Feinden / Vnd der HERR verkündiget dir/daß der HERR dir ein Hauß machen Wil. /L E^Enn nun deine zeit hin ist/daß du mit deinen Dättern schlaffen ligst/ Wil ich dei , p»r.rz. Samen nach dir erwecken/der von deinem Leibe kommen ftl / dem wtl ich sein Reich bestätigen. Der ftl meinem Namen ein Haußbauwen/vndichwil den Ebre. r. Stttl seines Königreichs bestätigen ewiglich. Ich Wil sein Vatter seyn/vnd er ftl mein Son seyn.Wcnn er eine mtffethat thut/wilich jn mit Menschen Ruhten/vnd mit der psatm.8-,. Menschen Ktnderschlegen/straffen/Aber meine barmhertztgkett ftl nicht vonjm ent¬ wandt wcrdcn/wie ich sie entwandt habe von Saul / den ich für dir hab Weggenom- Luc... nren. Aber dein Haust vnd dein Königreich ftl bestendtg seyn ewiglich für dir/vnd dein Stulsol ewiglich bestehen. DaNachan KhristusDa «id verheissen» Aautd. 11. NM vil. Lap. Nathan alle dise wort/vn alle diß gesichte/Dauid gesagt hatte/kam Dauid' Dancksa- <^s dcr König/vnd bleib für dem HERRN/vn sprach:Wer bin ich HERR HERR? guugÄamds. was ist mein Haust/daß du mich btßhieher gebracht haste Dazu hastudaszuSvp.4. wcniggeachtHERRHERR/sondernhastdemHausedeinesKnechts noch von ferr- basist/ Du redest mm zukünftigem gcredt/daöist eine "weise eines Menschen/der Gott der HERR ist. Vnd was sol Dauid mehr reden mit dirk Du erkennest deinen Knecht/HERR e^musi"Goec^m!d HERR. Vmb deines Worts willen / vnd nach deinem hcrtzen/ hastu solche grosse ding mem'^Evuddoch ^lle gethan/daß du sie deinem Knecht kund thetest. fürvnndstrsölR?. Darumb bistu auch groß geachtet HERRGott/Dennesistkeinerwiedu/vndo r7,uEottgchÄ ist kein Gott denn du/nach allem daswirmitvnsern ohren gehört haben: Denn wo ist ein Volck auffErden/wie dein Volck Israel k Vmbwelches willen Gott isthinge- gangen im ein Volek zu erlösen/vnd sm einen Namen zu machen/vnd solche grosse vnd D-ut.4. schreckliche ding zu thun auff deinem Lande für deinem Volck/welches du dir erlöset hast von Egypten/von den Heyden vnd treu Göttern. Vnd du hast dir dein Volek Is¬ rael zubcrett du* zum Volck in ewigkeit/vnd du HERR bist ir Gott worden. So bekrefftige nun HERR Gott das wort in ewigkeit/das du vber deinen Knecht Dauids vnd vber sein Haust geredt hast/vnd thu wie du geredt Hast/So wirt dein Name groß E-kt. werden in ewigkeit /daß man wirt sagen: Der HERR Icbaoth ist der Gott ober Is- racl/vn das Haust deines Knechts Dauid wirt bestehen vor dir.Denn du HERR Ie- baoth/du Gott Israel/ hast das ohr deines Knechts geöffnet / vnd gesagt: Ich wil dir ein Haust bauwen/darumb hat dein Knecht sein Hertz funden/ daß er diß Gebet zu dir betet. Nun HERR HERR/du bist Gott/vnd deine wort werden warheit seyn/du hast solchs gut vber deinen Knecht geredt. So hebe nun an/vnd segene das Haust deines Knechts/daß cs ewiglich für dir sey/denn du HERR HERR hasts geredt/ vnd mit dei¬ nem Segen wirt deines Knechts Haust gesegnet werden ewiglich. 0. Das sind al¬ les grosse Aneg ge¬ west / aber zumal tun; beschrieben. Moabiter. HadadEser voll Dauid ge, schlagen. VlIl.Lap. David berwl'ngkdt'e Philister vnd Moabiter/schlegr den Röntg;» Toka/ vnd die Syrer, m'nipt die güldene tzchilr/vnd führet sie gen Jerusalem. DerRönig von Hema rh macht freund- schafft mirim vnd Edom wirr sm snch vnderkhanrg. Von den AmprtcmenDaurds. Nd es begab sich darnach / daß Damd die WltsierL schlug/vndschwechetsie/vndnamdcn Dienstzaum von derDhili-DaM sterhand. LS ÄM schlug auch die Moabiter also zu boden/daßer zwey theil^,„ c^Oszum tod bracht/ vnd ein theil bcym leben ließ / Also wurden die Moabiter Dauid vnderthänig/daß sie sm Geschenck zutrugen. ^^Anid schlug auch HadadEser/ den Son Rehob/König zu Joba/da er hin zoch (^Lseine macht wider zu holen an dem wasser Phrath. Vnd Dauid fieng außsnen tausend vndsiben hundert Reuter/vnd zwentzig tausend Fußvolcks/vnd verkämet alle Wägen/vnd behielt vbrig hundert Wägen. Es kamen aber die Syrer von Da-Syrer» Masco zu Helffen HadadEser/dem Könige zrr Joba/ vn Dauid schlug der Syrer zwey vnd zwentzig tausend Mann/vn legt Volck gen Damasco in Syria. Also ward Sy- ria Dauid vnderthänig / daß sie sm Geschenck zutrugen/dcnn der HERR halffDa- uid wo er hin zoch.Vnd Dauid nam die gülden Schilde/dieHadadEsersKnechte waren/vnd bracht sie gen Jerusalem / Aber von Betah vnd Bcrothai / den Stätten HadadEser/nam der König Dauid fast viel Ertzs. AaberThoi/derKönig zuHemath/höret/daßDauid hatte alle machtdcß^ . HadadEsers geschlagen/sandte er Zoram seinen Son zuDauid/ snfreutidt-..pars^ lich zu grüffen/vud sn zu segenen/daß er wider HadadEser gestritten /vnd sn geschla¬ gen hatte (denn Thoi hatte einen streit mit HadadEser) Vnd er hatte mit sich silberne güldene vnd eherne Kleynot/ welche der König Dauid auch dem HERRN heyliget/ sampt Kamd. Hmnml. ix.Lap. 174 sampt dem Silber vnd Golde/das er dem HERRN heyligte von allen Heyden/ die er vnter sich bracht/von Syria/von Moab/von den Kmdern Ammon / von den Phili- stern/von Amalck/vom Raub HadadEser/deß Sons Rehob/Königs zu Joba. ^s-Vch macht jm Dautd einen Namen da er wider kam/vnd die Syrer schlug im ^-.Saltzthal/achtzehen tausend. Vnd er legt Volck in gantz Edomea/ vnd gantz E- dom war Dauid vnderworffen/denn der HERR halffDauid wo er hin zoch. sLso war Dauid König vbcr gantz Israel/vnd er schafft Recht vnd Gerechtigkeit HAallcm Volck. Ioab / der Son JeruIa / war vber das Heer / Josaphat aber/ der Dauids Son Ahilud/war Kantzler. Jadok/der Son Ahitob/vnd Ahimelech / der Son Ab- Amxtteutk. Jathar/waren Priester. Serata war Schreiber. Banaia/derSonIoiada/war vber die Krethi vnd Pletht/vnd die Sone Dautd waren Priester. IX. Lüp. Daur'd gibt MephlBoseth/ Jonathans Son/seines Vatters Ack'er/vnd nimpt/nan seinen Tlsch. L Nd Damd sprach: Mauch noch jemand vbeMcöm von dem Hause Saul/daß ich barmhertzigkeit an jmthu/vmb Jo- nathan willen k Es war aber ein Knecht vom Hause Saul/der hieß Aba/dem rieffen sie zu Dauid/vnd der König sprach zu im :Bistu Aba. Abak Er sprach: Ja/dein Knecht. Der König sprach: Ist noch je- mand vom Hause Saul/daß ich Gottes barmhertzigkeit an im thuk Iiba sprach zum Könige: Es ist noch da ein Son Ionathan/lam an Füssen. Der Kö¬ nig sprach zu im: Wo ist erk Itba sprach zum Könige: Sihe/er ist zu Lodabar im Hau¬ se Machir / deß Sons Ammiel. Da sandte der König Dauid hin/ vnd ließ in holen von Lodabar/auß dem Hause Machir/deß Sons Ammiel. ^^A nunMephiBoseth/der Son Ionathan/deß Sons Saul/zu Dauid kam/ MphiBo- (^Nfiel er auffsein Angesicht/vnd betet an. Dauid aber sprach: MephtBosech. Er Mohans sprach: Hie bin ich dein Knecht. Dauid sprach zu im: Förchte dich nicht/ denn ich Wil barmhertzigkeit an dir thun vmb Jonathan deines Vatters willen /vnd wil dir allen Acker deines Vatters Saul wider geben/du aber solt täglich auff meinem Tisch das Brot essen. Er aber betet an / vnd sprach: Wer bin ich dein Knecht/ daß du dich wen¬ dest zu einem todten Hunde/wie ich bin? Da rieffder König Iiba dem Knaben Saul/vnd sprach zu im: Alles was Sauls gewesen ist / vnd seines gantzen Hauses/ hab ich dem Son deines Herrn gegeben: So arbeite im nun seinen Acker/du vnd deine Kinder vnd Knechte/ vnd bring es eyn/daß es deines Herrn Son Brot sey/daß er sich nehre/Aber MephiBoseth / deines Herrn Son/sol täglich das Brot essen auff meinem Tisch/ Aba aber hatte fünfftzehen Sö- ne/vnd zwentzig Knechte.Vnd Iiba sprach zum Könige: Alles wie mein Herr der Kö¬ nig seinem Knechte gebotten hat/so sol sein Knecht thun. Vnd MephiBoseth esse auff meinem Tische/wie der Königes Kinder eins. Vnd MephiBoseth hatte einen kleinen Son/der hieß Micha/ Aber alles was im Hause Aba wohnete / das dienere Mephi- Mcha/Me- Boscth. MephiBoseth aber wohnet zu Jerusalem/ denn er aß täglich auffdeß Koni- So», ges Ttsch/vnd hincket mit seinen beyden Füssen. X. Lap. Hanon der AmmsriterLönrg verhöhnet Damvs Gesandte/vnd rüst sich ;vm LriegeIoab vnd sem Bruder Ablsatschlagenjn vnd seme Gehülsten dle Syrer erstltch/vnd L>aMd hernach selds rum aodero mal/ daß sie jm vnverrhan »erden. Vnd cs Hanon. II. BM X.Qp. Nd es vegab sich darnach / daß der König der Kinder Ammon ftarb/vnd sein Son Hanon ward König an seine statt. Hanon. Da sprach Dauid: Ich wil barmhertzigkeit thun an Hanon/dem Son Nahas/wie sein Vatter an mir barmhertzigkeit gethanhat. Vnd sandte hin/vnd ließ in trösten durch seine Knechte ober semen Vatter. (^^A nun die Knechte David ins Läger der Kinder Ammon kamen / sprachen die gewaltigen der Kinder Ammon zu irem Herrn Hanon: Meinstu daß Dauid deinen Vatter ehre für deinen äugen/daß er Tröster zu dir gesandt hatk Meinst du nicht/daß er darumb hat seine Knechte zu dir gesandt/daß er die Stätte erforsche/ vnd erkunde/vnd vmbkehrek Dauids Ge- Da nam Hanon die Knechte Dam'd/vn beschur inen den Bart halb/vnd schneit sandtengchöhnct. inen die Kleider halb ab biß an den Gürtel/vnd ließ sie gehen. Da das Dauid ward angesagt/saudte er inen entgegen/den die Männer waren sehr gesthendet/vn der Kö¬ nig ließ inen sagcmBleibt zu Jeriho biß euwcr Bart gewächset/so körnet denn wider. aber die kinder Ammon sahen/ daß sic für Dauid stinckend waren worden/ O^sandten sie hin/vnd dingten die Syrer deß Hauses Rehob / vnd die Syrer zu Joba/zwentzig tausend Mann Fußvolcks/vnd von dem Könige Maacha tausend Mann/vnd von Istob zwölfftausend Mann. Da das Dauid höret/ sandte er Ioab mit dem gantzen Heer der Kriegsleute. Vnd die Kinder Ammon zogen auß/ vnd rü¬ steten sich zudem streit fürder thür deß Thors/die Syrer aber von Joba/ von Re- hob/von Istob/vnd von Maacha/waren allein im Felde. Da Ioab rrun sahe/daß der streit auffin gestellet war/fornen vn hinden/crwehlt s er auß aller junger Mannschafft in Israel/ vnd rüstet sich wider die Syrer/Vnd das vbrige Volck thet er vnter die Hand seines Bruders Abtsai/daß er sich rüstet wider die Kinder Ammon/vnd sprach: Werden mir die Syrer vberlegenseyn/ sokom mirzu hülffe/ Werden aber die kinder Ammon dir vberlcgcn scyn/ so wil ich dir zu külffkom¬ men. Sey gctrost/vnd laß vnö starckseyn für vnserVolck/vnd für die StättevnserS' M» Snrer vnd Gottes/Der HERR aber thu was im gesellet. Vnd Ioab macht sich herzu mit dem AnEorit-r ge- Volck das bcy im war/zn streiten wider die Syrer/Vnd sie flohen für im. Vnd dadie schlagen/rc. Kinder Ammon sahcn/daß die Syrer flohen/flohen sie auch für Abisai/ vnd zogen in die Statt.Also kehret Ioab vmb von den kindern Ammon/ vnd kam gen Jerusalem. A6^Nd da die Syrer sahen daß sie geschlagen waren für Israel/ kamen sie zu Hauff. HadadEser. c^VndHadadEsersandtehin/vnd bracht hcrauß die Syrer jenseit deß wassere/ vnd führet hereyn ire macht/vnd Sobach/ der Fcldhauptmann HadadEscr/zoch für inen her. Da das Dauid ward angefagt/samlet er zu hauffdas gantze Israel/vn zoch vbcr denIordan/vnd kam gen Helam.Vnd die Syrer rüsteten sich wider Dauid mit im zu streiten/Aber die Syrer flohen für Israel/Vnd Dauid erwürget der Syrer fl- ben hundert Wägen/vn viertzig tausend Rcuter/Dazu Sobach den Feldhauptman schlug er/daß er daselbst starb. Da aber die Könige/ die vnter HadadEser waren/sa- hen/daß sie geschlagen waren für Israel/ machten sie friede mit Israel/vnd wurden inen vnderthan.Vnd die Syrer forchten sich den Kindern Ammon mehr zu Helffen. xi.Lap. David schlafft bex BethSoba/ deß Vria weib/verschaffr daß er im Rrieg erschlagen wirt/ mmpr sie in sein Havß/vnd sie gebiert Meinen Son. Rabba. W Nd da das jar vmbkam/zur zelt/ wenn die Könige pfle- gen außzuzichen/sandte Dauid Ioab/vnd seine Knechte mitjm/vnd das gantz Israel/daß sie die Kinder Ammon verderbeten/vnd beleg- W ten Rabba/ Dauid aber bleib zu Jerusalem. - p-r-». Vnd es MUlds Hamuel. XI. Lap. fall m E- L^Nd es begab sich/Daß Dauld vmbden Abend auffstnnd von seinem Lager/ kuSrfüuff c^vnd gieng M Königes Hause/vnd sähe vom Dach ein Werb Mar altist, sich waschen/vnd das Werb war sehr schöner gestalt. Vnd Dautd sandte hin/vnd ließ >75 nach dem Weib fragen/vnd sagen: Ist das nicht BathSeba/die Tochter Eliam/das , Werb Vrta deß Hethiters k Vnd Dautd sandte Botten hin/ vnd ließ sic holen. Vnd da sie zuimhtneynkam/schlteffer bey ir/ Sie aber reiniget sich von irer vnreinigkeit/ vnd kehret wider zu jrem Hause.Vnd das Weib ward schwanger/vnd sandte hin/vnd ließ Dauid verkündigen/vnd sagen: Ich bin schwanger worden. (^^Auid aber sandt zu Ioab/sende zu mir Vria den Hethiter. Vnd Ioab sandt V- Vriakommet c^Arta ZuDauid. Vndda Vria zu im kam/fragtDauid/ob csmitIoab/vnd mit dem Volck/vnd mit dem streit / wol zustündek Vnd Dauid sprach zu Vria: Gehe hinab in dein Hauß/vn wasch deine Füsse. Vnd da Vria zu deß Königs hauß hinauß gieng/folget im nach deß Königs Geschenck.Vnd Vria legt sich schlaffen für der Thür deß Königs Hause/da alle knechte seins Herrn lagen/vü gieng nit hinab in sein Hältst. (A^A man aber Dautd ansaget/Vrta ist nit hinab in sein Hauß gegangen/ sprach Vria einftom Dauid zu im: Bistu nicht vber Feld Herkommen k Warumb bistu nicht hinab Ma»» in dein Hauß gegangenkVria aber sprach zu Dautd: Die Lade vnd Israel vnd Juda bleiben LnZelten/vnd Ioab mein Herr/vnd meines Herrn Knechte/ligen zu Felde/ vnd ich solt in mein Hauß gehen/daß ich äffe vn trüncke/vnd bey meinem Weibe leget So war du lebest vnd deine Seele lebet/ ich thu solche nicht. Dauid sprach zu Vria: So bleib heute auch hie / morgen wtl ich dich lassen gehen. So bleib Vria zu Ierusa- v lcm deß tages/vnd deß andern dazu.Vnd Dauid lud iu/daß er für im aß vnd rranck/ vnd macht in truncken/Änd deß abends gieng er auß/daß er sich schlaffen legt auff sein Läger mit seines Herrn Knechten/vnd gieng nicht hinab in sein Hauß. (^^Eß morgens schreib Dauid einen Briefs zu Ioab / vnd sandte in durch Vria. Vrias brieff. Er schribe aber also in den BrieffStellet Vria an den streit da er am hertesten tst/vnd wendet euch hinder im ab/daß er erschlagen werde/ vnd sterbe. Als nun Ioab vmb die Statt lag/stellet er Vria an den ort da er wußte daß streitbare Männer wa¬ ren. Vnd da die Männer der Statt herauß fielen/vnd stritten wider Ioab/ sielen et¬ liche deß Volcks von den Knechten Dauid/Vnd Vria der Hethiter starb auch. (^^AsandteIoab hin/vnd ließ Dautd ansagen allen Handel deß streits/ Vnd ge- Dauid vber cz^bot dein Botten/vnd sprach: Wenn du allen handel deß streits hast außgeredt -«r g Mtt Aüuid. 11. Buch XI. Lap. mit dem Könige/vnd sihest/daß der König erzürnet/vnd zu dir spricht:Warumb habt jr euch so nahe zur Statt gemacht mit dem streit k Wisset ir nicht/wie man pflegt von der Mauren zu schieffenk Wer schlug AbiMelech/den Son IerubBesethkWarffntt ein Weib ein stück von einer Mülen auffjn von der Mauren/ daß er starb zu Thebezk Warumb habt ir euch so nahe zur Mauren gemachte So soltu sagen: Dein Knecht Vria der Hethiter ist auch tod. Der Bott gicng hin/ vnd kanr/ vnd saget an Dauid alles / darumb in Ioab ge¬ sandt hatte. Vnd der Bott sprach zu Damd: Die Männer namen vberhand wider vns/vnd fielen zu vns herauß auffs Feld/Wiraber waren an inen/biß für die Thür deß Thors- Vnd die Schützen schossen von der Mauren auff deine Knechte/ vnd töd- tcn etliche von deß Königs Knechten/ Dazu ist Dria dein Knecht /der Hethiter/ auch tod. Dauid sprach zum Botten: So soltu zu Ioab sagen: Laß dir das nicht vbel gefal- len/Dcnn das Schwert frisset ietzt diesen/ictzt imen/ Haltet an mit dem streit wider die Statt/daß du sie zubrechest/vnd seyt getrost. Dauidnimet K^NddaVrias Weib höret daß irMann Vria tod war/trugsie leydevmb irm Dakhseba^um weil'. o^Haußwirt.Da sie aber außgetrauwret hatte/sandte Dauid hitt/vnd ließ sie in ftm Hauß holen/ vnd sie ward sein Weib/vnd gebar im einen Son/ Aber die that ge¬ fiel dem HERRN vbel/die Dauid thet. xn.Lap. Auffsträffltche erluuerung deß Propheten Nathan erkennet Dauid seine fände/ Der Son/ fovonBathSebageborn/wrrrkranck vnd stirbt Salomo wirt geborn/Ioab gewinnt die Was- jerstart/vnd Dauid Rabba/fampt allen Statten VerAmmonicer. MWM Nd der HERR sandte Nathan zu Daurd/da drr zu^ lUi kam / sprach er zu im: Es waren zween Männer in einer Statt/ MhG Einer reich/der ander arm. Der Reiche hatte sehr viel Schafe vnd Rinder/Aber der Arme hatte nichts denn ein einiges kleines Schäf- lin/ das er gckaufft hatte/vnd er nehm es/daß es groß ward beyim vndbm rcmen Kindern zugleich. Es aß von seinem Bissen/vnd tranck von seinem Bechce/ond schlicffin seinem Schoß/ vn er hielte wie eine Tochter. Da aber dem rei¬ chen Mann em Gast kam/ schonet er zu ncmmen von seinen Schafen vnd Rindern/ daß er dem Gast etwas zurichtet/derzu im kommen war/vnd nam das Schafdeß ar¬ men Manns/vnd richtet zu dem Mann/der zu im kommen war. Da ergrimmet Damd mit grossem zorn wider den Mann/vnd sprach zu Na¬ than: So war der HERR lebt/der Mann ist ein Kind deß Tods/ der das gethan hat. Dazu sol er das Schaf vierseitig bezalen/darumb daß er solches gethan/ vnd nicht ge- schonethat. (^^Asprach Nathan zuDauid:Du bist der Mann. So spricht der HERR/der oupp org . Israel: Ich habe dich zum Könige gesalbet vberIsrael/vnd hab pich er¬ rettet auß der Hand Saul/vnd hab dir deines Herrn Hauß gegeben/ dazu seine Wei¬ ber in deinen Schoß/vnd hab dir das Hauß Israel vnd Juda gegeben/Vnd ist das zu wmig/wilich noch diß vnd das dazu thun. Warumb hastu denn das wort deß HER¬ REN verachtet/daß du solches vbel für seinen äugen thetesttVriam den Hethiter hast du erschlagen mit dem Schwcrt/sein Werb hastu dir zum Weibe genommen/ in aber hastu erwürget mit dem Schwert der Kinder Ammon. Straff Da- Nun so sol von deinem Hause das Schwert nit Lassen ewtgklich/darumb daß du e »-ds. mich verachtet hast/vn dasÄerb Vria deß Hethiters genomen hast/daß sie dcmweib.A'^ sey.So spricht der HERR: Sihe/Ich wil vnglück vber dich erwecke auß deinem eigen Hause/vnd wil deine Weiber nemmen für deinen augcn/vnd wil sie deinem Nehcsten geben/daß er bey deinen Weibern schlaffen sol an der liechten Sonnen/denn du hasts heimlichgethan/Ich aberwils thunfür dem gantzenIsrael/vndan der Sonnen. Da sprach Muld. Hamuel. xii.Lap. ,76 Sprach 47 (^^Asprach Dauid zuNathan: Ich hab gesündigetwiderdenHERRN.Nathan Erkenntniß pfttm.rr. '^L^sprach zu Dauid: So hat auch der HERR deine Sünde weggenommen/Du wirst nicht sterben/Aber weil du die Feinde deß HERRN hast durch diese Beschicht ^'Mnon. lästern gcmacht/wirdtderSon/derdirgebornist/deßtods sterben. Vnd Nathan gienghcim. der HERR schlug das Kind/das Vrias Weib Dauid geboren hatte / daß es Dauids faste Aman von jm hinauß. Da sprach Amnon zu Thamar: Bringe das Essen in die Mmmer/daß lch von deiner Hand esse. Da nam Thamar das Gemüse/das sie ge¬ macht hatte/vnd brachte zu Amnon irem Bruder in die Kanuner. Vnd da sie es zu im bracht/daß er ese/ergreiffer sie/vnd sprach zu jr:Ko;n hcr/meine Schwester/schlaff bey mir. Sie aber sprach zu im: Nicht mein Bruder/schwcche mich nicht/ denn so thut s man nicht in Israel / Thn nicht ein solche thorheit/wo wil ich mit meiner schände hink Vnd du wirst scyn wie die Thoren in Israel. Rede aber mit dem Könige / der wirdt Mich dir nicht versagen. Amno schwe- Aber er wolt ir nicht gehorchen/vnd vbcrwcltigct sie/vnd schwecht sie/vnd schliess chekThamE. Vnd Amnon ward jrvbcrauß gram/daß der haffz grösser war/denn vorhin Die liebe war. Vnd Amnon sprach zu ir: Mach dich auff/vnd heb dich.Sie aber sprach znjm: Dasvbel ist grösser denn das ander / das du an mir gethan hast/daß du mich außstösscst/ Aber er gehorcht irer stimme nicht/ sondern rieff seinem Knaben / der sein Dlcner war/vnd sprach: Treibe diese von mir hinauß/vnd schleuß die Thür hinder ir zu.Vnd sie hatte cmen bundtcn Rock an/dcnn solche Röcke trugen dcß Königs Töch- ter weil sie Jungkfranwen waren. A^k'Nd da sie sein Diener hinauß getrieben/vnd die Thür hindcr irzugeschlossen c>Ahatte/ WarffThamar aschen auffir Haupt/vnd zuretß den bundten Rock/dm sic anhattc/vnd leget ire Hand auff das Haupt/vnd gieng daher/vnd schrey. Vndjr Bruder Absalom sprach zu jr: Ist dein Bruder Amnon bey dir gewesene Nun meins Schwester schweig stille/ Es ist dein Bruder/vnd nun die fach nicht so zu Hertzen-Also « bleib Thamar^leydig in Absalom ires Bruders Hause. ANfich im.2/ Vnd da der König Dauid solche alles höret/ward er sehr zornig/ Aber Absalom redet nicht mit Amnon/weder böses noch gutes/aber Absalom war Amnon gram/ Rrany vnttrdje leu. Darumb/daß er seine Schwester Thamar geschwecht hatte. NEBerzwcy iar aber hatte Absalom Schafschärer zu Baalhazor/die vntcrE- cx^phraiw ligt. Vnd Absalom lud alle Kinder dcß Königs/ vnd kam zum Könige/ vnd sprach: Sihe/dein knecht hat Schafschärer/Der König wolt sampt seinen knech¬ ten mit seinem Knecht gehen. Der König aber sprach zu Absalom: Nicht mein Son/ laß vns nicht alle gehen/daß wir dich nicht beschweren. Vnd daerjnnötigtt/wolter doch nicht gehen/sondern segenct in. Absalom sprach.Sol denn nicht mein Bruder Amnon mit vns gehenk DerKö- c nig sprach zu jm: Warumb sol er mit dir gehenkDa nötiget jn Absalom/daß er mit jm ließ Amnon/vnd alle Kinder deß Königes. Absalom aber gebott seinen Knaben/vnd sprach: Sehet drauff/ wenn Amnon guter ding wirt von dem Wein/ vnd ich zu euch sprech: Schlagt Amnon/vnd tödtet jn / daß jr euch nicht förchtet / denn ich Habs euch geheissen/Seyt getrost vn frisch dran.Also thetcn die Knaben Absalom dem Amnon/ wiejueu HMd. cAgMUtl. XIll.Eüp. >77 MjnenAbsalomgebottenhaite>DastundmalleMderdeß Königs auff/vndein Amnon tod jeglicher saß auffscm Maul/vnd flohen. . geschlagm. da sie noch auff dem Wege waren/kam das gerächte für Dauid / daß Absa- Straffe der O^lom hette alle Kinder deß Königs erschlagen/daß nicht einer von inen vbrig we- Blucfthand «»Am. re/Oa stund der König auff/vnd zureiß seine Kleider/ vn legt sich auffdie Erden/vnd '^»48^2^ alte seine Kttechte/die vmb jn her stunden/zuriffen jre Kleider. Da antwortet Zona- dab/ der Son Simea / deß Bruders Dauid / vnd sprach: Mein Herr dencke nicht/ daß alle KnabeN/die kinder deß Königs/tod sind/sondern Amnon ist allein tod/ denn Absalom hats bey sich behalten von dem tage an/da er seine Schwester Thamar schwechete. So nemme nun mein Herr der König solchs nicht zu hertzen / daß alle kiN- der deß Königs tod seyen/sondern Amnon ist alleine tod. Absalom aber flohk. Vnd der Knab auffder Warte Hub seine äugen auff/vnd sahe/vnd sihe/Ein groß Volck kam auffdem wege nach einander an der seiten deß Berges. Da sprach Zona- dabzumKönige:Sihe/dieKinderdeßKönizökomen/Wiedein Knecht gesagt hat/ so Lsts ergangen.Vnd da er hatte außgeredt/Sihe/da kamen die Kinder deß Königs/ Dauids leyv vnd Huben jre stimme auff/vnd wetneten/Der König vnd alle seine Knechte weine- Amnon. ten auch fast sehr. Absalom aber flöhe/vnd zohe zuThalmai/dem SonAmmihud/ AbsalomS dem Könige zu Gesur. Er aber trug leyde vber seinen Son alle tage. Da aber Absa- lom flöhe/ vnd gen Gesur zoch/ war er daselbst drey jar. Vnd der König Dauid hö¬ ret auffaußzuziehen wider Absalom/ Denn er hatte sich getröstet vber Amnon / daß er tod war. xim.Lap. Io»b erlangt durch ein klug werb von Thekoa befehl vom Röntge/ den Absalom ;u hole«. Von Abfaloms schönhett/vnv wte er zu fernem Varrer dem Röntge kompt. Klug Gelb Hertz war wider Absalom/Vnd sandte hin gen Thekoa / vnd ließ ho- vonThekon. ^^^^Mmlen von dannen ein kluges Weib/vnd sprach zujr:Tragleide/vnd zeuch Leidkletdcr an/vnd salbe dich nicht mit öle/sondern stelle dich wie ^^^^^Wein Weib/das eine lange zeit leyd getragen hat vber einen Todten/ Vnd soltzum Könige hineyn gehen/ vndmitjm reden so vnd so. Vnd Zoab gab jr cyn was sie reden solt. . . - H^Nd da das Weib von Thekoa mit dem Könige reden wolt/ fiel sie auff jr Antlitz ^Azur Erden/vnd betet an/vnd sprach: Hilffmir König. Der König sprach zu jr: Was ist dirk Sie sprach: Zch bin eine Wittwe/etn weib das leid tregt/vn mein ManN ist gcstorben.Vnd deine Magd hatte zwett Söne/die zaNckteN mit einander auff dem felde/vnd da kein retter war/schlug einer den andcrn/vnd tödtetjN. Vnd sihe/nun ste¬ het auffdie gantze Freundtschafft wider deine Magd/vnd sagen: Gib her den / der sei¬ nen bruder erschlagen hat/däß wir jn tödten für die Seele seines Bruders/ den er er¬ würget hat/vnd auch den Erben vertilgen/vn wöllett meinen funcken außleschen/ der noch vbrig ist/daß meinem Mann kein Name/vnd nichts vbrigs bleibe auffErden. Der König sprach zum Weibe: Gehe heim/ Zch Wil für dich gebieten. Vnd das Weib vö Thekoa sprach zum Könige: Mein Herr König/die miffethat sey äuffmir vnd auffMeines Vatters Hause/der König aber vnd sein Stul sey vnschüldig.Der König sprach: Wer wider dich redet den bringe zu Mir/so sol er nicht mehr dich antasten. Sie sprach:Der König gedenckan den HERRN deinenGött/daß derBlutrechernrcht zu viel werden zu verderben/vnd meinen Son Nicht vertilgen. Er sprach: So war Oer HERR lebt/EssolkeMHat von deinem Son auffdie Erden fallen. 8^Nd dasWeibsprach-Laß deineMagdmeineM Herrn Könige etwas sagen. Er tz^sprach: Sage her. Das Weib sprach: Warumb hast» ein solches gedacht wider g iij Gottes Aamd. >ii'.BuA xim.Lap. Gottes Volek/ daß der König ein solches gercdt hat/daß er sich verschuldige/vnd Was deß seinen verstossenen nicht wider holen leßt k Denn wir sterben deß tods/ vnd wie das L AUhen le, Wasser in die Erden verschleufft/das man nicht auffhelt / Vnd Gott wil nicht das le¬ ben wcgncmmen / sondern bedenckt sich/daß nicht das verstossen auch von sm verstos¬ sen werde. So bin ich nun kommen / mit meinem Herrn Könige solches zu reden/ denn das Volck macht mir bang / Denn deine Magd gedacht/ Ich wil mit dem Könige reden/ Vielleichtwirt er thun was seine Magd sagt. Denn er wirt seine Magd erhören / daß er mich errette von der Hand aller die mich sampt meinem Son vertilgen wöllen vom Erbe Gottes. Vnd deine Magd gedacht/meines Herrn deß Königes wort sol mir em tröst seyn/Denn mein Herr der Körrig ist wie ein Engel Gottes/daß er guts vnd böses hören kan/ Darumb wirt der HERR dein Gott mit dir seyn. König antwortet/vnd sprach zum WeibeEengne mir nicht was ich dich fra- <^s ge. Das Weib sprach: Mein Herr/der König rcde.Der König sprachest nicht die Hand Ioab mit dir in diesem allem k Das Weib antwortet/vnd sprach: So war deine Seele lebt / mein Herr König / Es ist niemand anderst/ weder zur rechten noch zur lincken / denn wie mein Herr der König geredt hat. Denn dein Knecht Ioab hat mire gebottcn/vnd er hat solches alles deiner Magd cyngegeben/dast tch diese fach also wenden solte/das hat dein Knecht Ioab gemacht/Aber nmn Herr ist weiß/wie die weistheit eines Engel Gottes/daß er mercket alles auffErden. DcmLdmmet (^^A sprach der König zu Ioab: Sihe/Ich hab solches gethan. So gehe hin/vnö Vsalomzugnüvcn. (^Abrmge den Knaben Absalom wider. Da fiel Ioab auffftitt Antlitz zur Erden/ - vnd betetan/vnd dancket dem Könige/vnd sprach: Heutmercket dein Knecht/daß ich gnade stunden hab für deinen augen/mein Herr König / daß derKönig thut was sein Knecht sagt. Also macht sich Ioab auff/vnd zoch gen Gesur/vnd bracht Absalom gen Jerusalem / Aber der König sprach: Laß in wider in sein Haust gehen/ vnd mein An- o gesicht nicht sehen / Also kam Absalom widern; sein Hauß/vnd sähe deß Königs An¬ gesicht nicht. Absalows war aber in gantz Israel kein Mann so schön als Absalom/vnd hatte dieses Mre. c^^lob für allen / von seiner Fußsolen an biß auff seine Scheitel war nicht ein fehl an im. Vnd wenn man sein Haupt beschur (das geschach gemeynigklich alle /ar/denu cs war im zu schwer/daß maus abschären mußte) so wugc sein Haupthaar zwey hun- Drey Sone dertsekel/nach dem Königklichen gewicht. Vnd Absalom wurden drey Sötte gebo- ken / vnd eine Tochter / die hieß Thanrar/ vnd war ein Weib schön von gestalt. Also bleib Absalom zwey iar zu Jerusalem/daß er deß Königs Angesicht nicht sähe. Absalom sandte nach Ioab/daß er in zum Könige sendete/vnd er wolt nicht cdZlÜm komen. Er aber sandte zum andern mal/ noch wolt er nicht kommen. Da sprach er zu seinen Knechten: Sehet das stück Ackers Ioab neben meinem/vnd er hat¬ te Gersten drauff/so gehet hin/vnd steckts mit feuwer an.Da steckten die Knechte Ab¬ salom das stück mit feuwer an. Da machte sich Ioab auff/vnd kam zu Absalom ins Hauß/vnd sprach zu im: Warumb haben deine Knechte mein stück mit feuwer angestecktk Absalom sprach zu Ioab: Sihe/Ich sandte nach dir/vnd ließ dir sagen: Kom her/daß ich dich zum Köni¬ ge sende/vnd sagen lasse: Warumb bin ich von Gesur komm? Es were mir besser daß ich noch da were/ So laß mich nun das Angesicht deß Königs sehen/Ist aber ein mis- scthat an mir/so tödte mich. VndIoabglenghineynzum Könige/vnd sagte im an/ Vnd er rieff dem Absalom/daß er hineyn zum Könige kam/Vnd er betet an auff seim Antlitz zur Erden für dem Könige/ vnd der König küsset Absalom, Absalom Aamd. Hanurel. xv.Lap. ,7s xv. Lap. Absalom freUer nach seines Vatters Reich/Danid fleucht mit seinem Gesinde/ vnd Ichai/der: Gcchlter/wllnkchkhinderimblelben.DamdschlckrvieLadeGotteswidertn die Srarr mir den priestecn/oavok/AbIatl)ar/vndirenSL»en/Ahimaa;vndIonarha/auch Hus»i/den2lrachl-- rer/daß er Ahikophels anschlag ;u nicht mache. L Nd es begab sich darnach / daß Absalom jm ließ ma- Wagen vnd Rosse/vnd fünfftzigMann die seine Trabanten waren. Vnd Abjalom macht sich als deß morgens ftü auss/vnd trat , xD^^AHan den weg beydem Thor/Vnd wenn jemand einen handel hatte/ baß er zum Könige sür Gericht körnen solt / ricff im Absalom zu sich/ «'dimm, Vmm-. vnd sprach: Äuß welcher Statt bist du k Wenn denn der sprach: Dein Knecht ist auß der StärnmenIsraeleinem.Sosprach Absalom zu jm:Sihe/deine Sache ist recht vnd scblecht/aber du hast keinen Verhöret vom Könige. Vnd Absalom sprach: O wer setzt mich zum Richter im Lande/ daß iederman zu mir kcme/dcr eine Sache vnd Gericht hat/daß ich im zum Rechten hülffe. Vnd wenn jemand sich zu jm thct/ daß er jn wolt anbeten/ so reckt er seine Hand auß/vnd ergrciff jn/vnd küsset jn. Äuff die weise thet Absalom dem gantzen Israel/wenn sie kamen für Gericht zum Könige/vnd sta! also das Hertz der Männer Israel. Ach" viertzig iaren sprach Absalom zum Könige: Ich wil hingchen / vnd mein «rre, M^Gclübd zu Hebron außrichten/das ich dem HERRN gelobt habe. Denn dein ch-nw-r^on^^cr- Knecht thet em Gelübdc/da ich zu Gesur in Syriawohnet/vnd sprach: Wenn mich derHERR wider gen Jerusalem bringet/Sowil ich dem HERRN einen Gottes- !Ien!5vcrf°lgm'a dienst rhun. Der König sprach zu jm: Gehe hin mit frieden. Dndermacht sichauff/ vnd glcng gen Hebron. statlgetv6a»gc»on, ^lBsalem aber hatte Kundtschaffer außgesandt in alle Stämme Israel / vnd las- sagen: Denn jr der Posaunen schall hörcnwerdet/sosprecht:Absalom ist Kö¬ nig worden zu Hebron. Es grenzen aber mit Absalom zwey hundert Mann / von Je¬ rusalem beruffen/ Aber sie giengen in irer einfalt/ vnd wußten nichts vmb die Sache. Absalom aber sandte auch nach Ahitophel/dcm Gilomtcn/Dauids raht/ auß seiner Ahitophek Statt Gilo. Da er nun die Qpffcr thet/ward der Bundt starck/ vnd das Volck liess mu zu/vnd mehret sich mit Absalom. n jedcrmans in Israel pßrlm. Absalom nach. Dauid aber sprach zu allen seinen Knechten / die bey jm warmzuIerusalem/Auff/laßt vns fliehen/denn hie wirtkem entrinrrenscyn für Abe» salom/ Eylet / daß wir gehen/ daß er vns nicht vbereile / vnd ergreiffe vns/vnd treibe em vnglück auffvns/ vnd schlage die Statt mit der scherpffe deß Schwerts.Da spra¬ chen die Knechte deß Königs zu jm: Was mein Herr der König erwehlet/sihe/hte sind deine Knechte. Vnd der König gieng zu fassen hinauß mit seinem gantzen Hause/Er ließ aber ze- Dauid fleu- hen Kcbswciber das Hauß zu bewahren. Vnd da der König vnd alles Volck zu fussen h-tfürAbsalom. hinauß kamen/traten sie ferme vom Hause. Vnd alle seine Knechte giengen neben jm her/ Dazu alle Kretht vnd Pletht / vnd alle Gethiter/ sechß hrrndert Mann/die von Gath zuFussm kommen waren/giengen für dem Könige her. b^HNd der König sprach zu Ithai/dem Gethiter :Warumb gehestu auch mit vnsk Ithai. cxAKchre vmb / vnd bleibe bey dem Könige / denn du bist frembd / vnd von deinem " orc gezogen hteher. Gestern bist du kommen/vnd heut wagest du dich mit vns zu ge¬ het»/ Ich aber wil gehen / wo ich hin kan gehen/ Kehre vmb/vnd deinen Brüdern mit dir widerfahre barmhertzigkeit vnd treuw. Ithai antwortct/vnd sprach: Go war der HERR lebt/vnd so war mem Herr König lebt / an welchem ort mein Herr der König fcyn wirt/es gerechte zum Lod oder zum leben/ da wirdt dein Knecht auch scyn. Dauid g ich sprach Aauid. li.BucI XV. Lap. sprach zu Mai: So kom /vnd gehe mit. Also gieug Mat der Gechiter vnd alle seine Männer/vnd der gantze Hausse Kinder die mit im waren. Vnd das gantze Land wei¬ net mit lauter stimme/vnd alles Volck gieng mit. Vnd der König gieng vber den bach Kidron/vnd alles Volck gieng vor/auffdem Wege der zur Wüsten gehet. , dw«. 8^Nd sihe/Iadok war auch da/vnd alle Leuiten die bey im waren / vnd trügen die ÄbIathar, c^ALade deß Bunds Gottes/vnd stelletcn sie dahin. Vnd AbIathar trat embor/ biß daß alles Volck zur Statt außkam. Aber der König sprach zu Jadok: Bringe die c Lade Gottes wider in die Statt/Werde ich gnade finden für dem HERRN/So wirt Dam'dsge- er mich wider holen/vnd Wirt mich sie sehen lassen/vnd sein Hanß. Spricht er aber also:Ich hab nicht tust zu dir/Sihe/hie bin ich/Er mache mit mir wie es im wol gesellt. Vnd der König sprach zu dem Priester Jadok: O du Seher/ Kehre vmb wider in die Statt mit frieden / vnd mit euch euwere beyde Söne/ Ahimaaz dein Son /vnd Io- riathan/der Son AbIathar. Sihe/ Ich wil verziehen auffdem Blachenfelde in der Wüsten/biß daß Bottschafft von euch kome/vnd sage mir an. Also bracht Zadok vnd AbIathar die Lade Gottes wider gen Ierusalem/vnd blieben daselbst. ' (^^Auid aber gieng den Oleberg hinan/vnd weinet/ vnd sein Haupt war verhüt- Oleberg. Asprach zu Absalom: Beschlaffdie Kebswetber deines Vatters/die er gelassen hat das Hauß zu bewaren/sowirt das gantze Israel hören/daß du deinen Vatter hast stinckcnd gemacht/ vnd wirt aller hand/die bey dir sind/deste küner werdcn.Da mach ten sie Absalom eine Hütten auff dem Dache/ vnd Absalom beschliess die Kebswci- be- ber seines Vatters für den äugen deß gantzcn Israel. - As Inder zeit wenn Ahitophcl einen Raht gab/das war als wenn man Gott vmb Ahiwphels etwas hctte gefragt/Also waren alle RahtschlägeAhitophclsbeyde beyDauidvnd bey Absalom. XVII.Qp. ^ustrr bricht Ahkkophels rahrschlsg/ vndwarnet Damv durch AkMü»; vnd IonathaN. DlSftlbrgen werden bey Absalom verrahten/vnd em Weib verbieget sie in einem Brunne. Da-- Nid gehervber den Iordan mitfeinem Volck/ Amafa Ilgc beyAbigarl/vud Gobr bringe Daurd Geschcnck vnd prouiand. L Nd Ahttophel sprach zu Aßsalom:Ich wtl zwölfftau- ^oph«ls send Mann außlcsen/vnd mich auffmachen/vnd Dauw nachjagen rchtwiderDamd. bey der nacht/vnd wil /n verfallen/ weil er matt vnd laffz ist. Wenn ich in denn erschrecke/daß alles Volck/so bey im ist/ficucht/wil ich den König alleine fchlagen/vnd alles Volck wider zu Dir bringen. Wenn denn icderman zu dir gebracht ist/wie du begercst/so bleibet alles Volck mit frieden. Das dauchte Absalom gut seyn/vnd alle Eltesten in Israel. As Ber Absalom sprach: Lieber/ lasset Husai den Arachiten auch kttffen/vttd hören ^swas er dazu sagt. Vnd da Husai hineyn zu Absalom kam/sprach Absalom zu jm: Solches hat Ahitophcl gercdt/Sage du/sollen wirs thun oder nicht? - Dasprach Hguid. - 11. VuD XVII. EÄP. Husai. Da sprach Husai zu Absalom: Es ist nicht ein guter raht den Ahitophel auff diß- mal gegeben hat. Vnd Husai sprach weiter: Du kennest deinen Vatter wol vnd feine Leute/dasssie starck sind/vnd zornigs gcmüts wie ein Bär/dem die jungen auff einem Felde geraubt sind/Dazu ist deinVatter ein Kriegßmann/vnd wirt sich nicht seu- men mit dem Volck. Sihe/er hat sich jetzt vielleicht verkrochen irgend in einer Gru- ben/oder sonst an einem ort. Wenns denn geschehe / daß das erstmal vbel geeichte/ vnd keme ein gcschrey/vnd sprech:Es ist ein Schlacht geschehen in dem Volck/das Ab¬ salow nachfolgct/So würde jederman verzagt werden/ der auch sonst ein Krieger lst/ vnd ein Hertz hat wie ein Löuwe / Denn cs weiß gantz Isracl/daß dein Vatter siarck ist/ vnd Kricger/die bcy jm sind. Husairaht ^sBerdasrahteich/DaßduzudirversamlestgantzIsrael/von Dan an -geng fürHamd. ^ß,Berseba/viel/als der Sand am Meer/vnd deine Person ziehe vnter jr? So wö len wir jn vberfallen/an welchem ort wir jnfinden/vnd wollen vbcrjnke. n/ wiederThauwauffdieErdenfellt/daßwiranjmvnd allen seinen Mannern t einen vberig lassen: Wirt er sich aber in eine Statt versamlen/So sol das gaotz Is¬ rael Stricke an dicselbige Statt werffen/ vnd sie in den Bach reissen/daß nmn nicht ein Kiselin dran finde. Da sprach Absalom/vnd jederman in Israel: Der raht Hu- sat deß Arachiten ist besser denn Ahitophels raht / Aber der HERR schickts also / daß der gute raht Ahitophels verhindert würde/Auff daß derHERR vnglück vber Ab- salombrechte. Husai sprach zu Jadok vnd AbIathar den Priestern: So vnd so hat Ahito- c^phel Absalom vnd den Eltestcn in Israelgerahten/Ich aber habe so vnd so ge¬ ruhten. So sendet nuneylendhin/vnd laffetDauid ansagen/ vndsprecht:Bleibe nicht vber nacht auffdemBlachenfelde der Wüsten/Sondern mache dich hinüber/ Jonathan, daß der König nicht verschlungen werde/vn alles Volck das bcyjm ist.Ionathan aber Ah'maaz. vnd Ahimaaz stunden bey dem Brunn Rogel/vnd eine Magd gieng hin / vnd sagets jnen an/ Sie aber giengen hin/vnd sagtens dem Könige Dauid an/ denn sie thursten sich nicht sehen lassen/daß sie in die Statt kemen. sähe sic aber ein Knabe/vnd sagte Absalom an.Aber die beyde giengen eilend c^/hin/vnd kamen in eins Manns Haust zu Bahurim / der hatte einen Brunnen in seinem Hofe/da hineyn stiegen sie.Vnd das Weib nam/vnd breitet eine Decke vber deß Brunnen loch/vnd breytet Grütz drüber/daß man es nicht mercket. Da nun die ? Knechte Absalom zum Weib ins Haust kamen/sprachcn sie: Wo ist Ahimaaz vnd Io- nathank Das Weib sprach zu jnen:Sie giengen vber das Wässerlm/Vnd da sie smh- ten/vnd nicht funden/giengen sie wider gen Jerusalem. Vnd da sie weg waren/stiegen sie auß dem Brunnen/vnd giengen hin /vnd sag- tcns Dauid dem Könige an/vnd sprachen zu Dauid: Macht euch auff/ vnd gehet ey- lendvber das Wasser/Denn so vnd so hatAhitophel wider euch rahtgegeben. Da macht sich Dauid auff/ vnd altes Volck das bey jm war/vnd giengen vber den Zor- dan/biß liecht morgen ward/vnd fehlet nicht an einem/der nicht ober den Jordan ge¬ gangen wcre. Ahitophel HULsaber Ahitophelsähe/daß seinraht nichtfortgegangenwar/sattleter seinen henckctsich/rc. ^^Esel/macht sich auff/vnd zoch heim in seine Statt/ vnd beschickt sein Hauß / vnd Hieng sich/vnd starb/Vnd ward begraben in seines Vatters Grab. o, c Dauid kam gen Mahanaim/Vnd Absalom zoch vber den Jordan/ vnd al- Amasa. tz^le Männer Israel mit jm. Vnd Absalom hatte Amasa an Ioabs statt gesetzt vber das Heer/ Es war aber Amasa eins Manns Son/ der hieß Iethra / ein Israeli- tcr/welcher lag bey Abigail/der Tochter Nahas/der schwester JernIa/ Ioabs Mut¬ ter. Israel aber vnd Absalom lagerten sich in Gilead. Mahanaim. gen Mahanaim kommen war/da brachten Sobi/ der Son Nahas I»fr. von Rabbath der kinder Ammon/vnd Machir/ der Son Ammiel/von Loda- bar/vnd md. Samuel. xvm.Lap. ,8° bar/vnd Barsillai ein Gileaditer von Roglim/ Bettwerck/ Be^en/irrden Gefäß/ Weytzen / Gersten/Mäl/ Sangen/ Bonen/Linsen/ Grütz/Honig/Butter/Schaf/ vnd Rindcr/Kase/zu Damd vn zu dem Volck/das bey im war/zu essen/ Denn sie ge- dachten/das Volck wirt hungerig/müde vnd dürftig seyn in der Wüstem xvm.Lap. Dauilv ordnet wider vsn Leind/vnd befihlt den Hauptleuten Absalows ;u verstbo- Nen AbsalombleibrinderfluchtaneinerEychenhangen/Ioab ersticheinmit drexen Spiesen/ Ahimaa; vnd Lnsi bringen die Bottschaffr/vnd Dautd wirt sehr leidig. EWU Nd Dautd ordnet das Volck/das öey sm war/ vnd setzt vber sie Hauptleute vber tausend vnd vber hundert. Vnd sandte auß deß Volcks ein dritten thetl vnter Ioab/vnd ein dritten theil vnter A- bisai dem Son ZeruIa/Ioabs Bruder/vnd ein dritten thcil vnter NMWW Mai dem Gethiter. b^Nd der König sprach zum Volck: Ich wil auch mit euch außziehen/Abcr das c^^Volck sprach: Du solt nicht außziehcn/denn ob wir gleich fliehen / oder du helfft sterben/so werden sie sich vnser nicht annemmm/Denn du bist als wcnn vnser zehen taufend were. So ists nun besser/daß du vns auß der Statt hclffcn mögest. Der Kö¬ nig sprach zu inen: Was euch gesellt das wil ich thun. Vnd der König trat ans Thor/ vnd alles Volck zoch auß/ben Hunderten vnd bey tausend. der König gebott Zoab vnd Abisai/vnd Fthai/ vnd sprach: Fahret mir seu- c^^berltch mit dem Knaben Absalom/Vnd alles Volck hörets/da der König gebort allen Hauptleuten vmb Absatom. ^6^Nd da das Volck hinauß kam auffs Feld Fraelentgegen/Hub sich der streit im o^Walde Ephraim. Vnd das volck Zfrael ward daselbst geschlagen für den Knech ren Damd/daß desselben tags ein grosse Schlacht geschach/zwentzig tausend Mann/ Absalows an Vnd war daselbst der streit zustreuwet auff allem Lande/Vnd der Wald fraß viel hansL-Mas-»» mehr Volcks deß tags denn das Schwert fraß. Absalow begegnet den Knechten Dauid/ vnd reit auffeinem Maui/ Vnd c>^da dasMaul vnter eine grosse" dicke Eyche kam/behieng sein Haupt an der Ey- chen/vnd schwebtzwtschcn Himmel vnd Erden/ Aber sein Maul Liess vnter im weg. -Das^Ls^ Dadas Mmd. 11. Buch XVIII. Lap. ^bsolom krte Da das ein Mann sahe/saget ere Ioab an / vnd sprach : Sthe/ ich šahe Absalom ^scmmlohn. an einer Eychen hangen. Vnd Ioab sprach zudem Mann/ders/m hatte angesagt: Sihe / sahestu das/ Warumb schlugestu in nicht daselbst zur Erden k So wolt ich dir von meinet wegen zehen Silberling vnd einen Gürtel gegeben haben. Der Mann sprach zu Ioab: Wenn du mir tausend Silberling in meine Hand gewogen hettcst/so wolt ich dennoch meine Hand nicht an deß Königs Son gelegt Haben/Denn der Kö¬ nig gebott dir vnd Abisai /vnd Mai/ für vnsern ohren/ vnd sprach: Hütet euch/ daß Trmm/Leydcthu nichtiemand dem Knaben Absalom/Dder wenn ich etwas falsches gethan hctte auff meiner Seelen fahr/weil dem Könige nichts verholen wirt/würdest du selbs wider mich gestanden seyn. s, Klage trauwrtg/vnd gieng hm auffden Saal im thor / vnd weinet / vnd im gehen sprach er also: Mein Son Absalom/ mein Son / mein Son Absalom / Wolt Gott ich müßte für dich sterben. O Äbsalom/mein Son/mein Son. xix.Lap. , Ioab verwelßc dem Rönige daß er vmb 2lbsalom trauwret/ vnd Jadawlrvtberuffen dea Aönlg wrverumb xu holen Ainaßr wirr ;u einem Zelvhauptman verordnet/ der Lästerer Grmet vnd Mephlboseih werden begnadet/ Der A5n,g er;ergr sich vanckbar gegen Barsillar /vnd Is¬ rael beschwürt sich/daß Juda den Rönrg allein hinüber geführt. z zLMMUM es ward Ioab angksagt:Sche/der König web net/vnd trcgt leyd vmb Absalom.Vnd ward auß dem Sig deß tags ein leyd vntcr dem gantzcn Volek/ denn das Volek hatte gehört deß tagcs / daß sich der König vmb seinen Son bekümmerte. Vnd das Volck vcrstal sich weg an dem tage / daß nicht in die Statt kam/wie sich etn Volck verstilct/ das zu schänden worden ist/ wenns im streyt geflohen ist. Der König aber hatte sein Angesicht verhüllet/vnd schrey laut: Ach mein Son Absalom/ Absalom mein Son/mein Son. ^"^Oab aber kam zum Könige ins tzauß/vnd sprach: Du hast heut schamrot ge- macht alle deine Knechte / die heut deine/ deiner Sone / deiner Töchter / deiner ^?Weiber/vnd deiner Kebßweiber/ Seele errettet haben / Daß du lieb habest die dich hassen/vnd hassest die dich lieb haben. Denn du leßt dich heute mcrcken/daß drrs ntchtgelegen ist an den Hauptleuten vnd Knechten / denn ich mcrcke heut wol/ wenn dir nur Absalom lebete/vnd wir heut alle tod weren/das däuchte dich recht seyn. So mache dich nun auff/vnd gehe herauß/vn rede mit deinen Knechten freundt- lich/denn ich schwere dir bey dem HERRN / Wirst» nicht herauß gehen/ es wirdt kein Mann an dir blechen diese nacht vber/das wirt dir ärger seyn denn alles vbel das vber dich kommen ist von deiner jugend auff biß hieher. Da wachte sich der König auff/ vnd setzt sich ins thor. Vnd man sagts allem Volek: Sihe/der König sitzt im thor. Da kam alles Volek für den Kömg.Aber Israel war geflohe/ein jeglicher in seine Hütten. H6^Nd es zanckte sich alles Volek in allen Stammen Israel/vnd sprachemDer Kö- cz^nig hat vns errettet von der Hand vnscr Feinde/vnd erlöset vns von der Phili¬ ster Hand/ vnd hat müssen auß dem Lande fliehen für Absalom / So ist Absalom ge¬ storben im streyt/ den wir vber vns gesalbct hatten / Warumb seyt jr nun so stille/ daß jr den König nicht wider holetk b (^^Er König aber sandte zu Jadok vnd AbIathar/ den Priestern/vn ließjnen sa- c^LDgen: Redet mit den Eltesten in Juda/ vnd sprecht: Warumb wolt jr die letzten ftyn den König wider zu holen in sein Hauß( Denn die rede deß gantzen Israel war für den König kommen in sein Hauß)Ir seyt meine Brüder/mein Bein vnd mein Fleisch / Warumb wolt jr denn die letzten seyn den König wider zu holen k Vnd zu A- Amasa. masa sprecht: Brstu nicht mein Bein vnd mein fleisch k Gott thu mir diß vnd das/wo du nichtsolt seyn Feldhauptmann für mir dein lcbenlang an Ioabs statt. ,.R-g H6^Nd er neiget das Hertz aller Männer Juda / wie eins Manns. Vnd sie sandten Dauid wirt c>nIhin zum Könige/ Korn wider/du vn alle deine Knechte. Also kam der König wi- ndereyns-f-hrt. der. Vnd da er an den Jordan kam/waren die Männer Juda gen Gtlgal kommen/ hinab zu ziehen dem Könige entgegen / daß sie den König vber den Jordan führeten. A^Ad Simei der Son Gera/deß Sons Iemini/der zu Bahurim wohnete/eylete Simei, c^vnd zog mit den Männern Juda hinab dem Könige Dauid entgegen / vnd wa- Ziba. ren tausend Mann mit jm von BenIamin / Dazu auch Aba /der Knabe auß dem Hause Saul/mit seinen fünfftzchen Sönen vnd zwcntztg Knechten/vnd fertigten Sttp.'-. sich durch den Jordan für dem Könige hervnd machten die furt/daß sie das Gesinde deß Königs hinüber führetcn/vnd theten was jm gefiele. h Simei Kamd. - ii.BuA XIX. Lap. E^Imci aber der Son Gera fiel für dem Könige nider/da er vber den Jordan ;.Reg^ sprach zum Könige: Mein Herr/rechne mir nicht zu die miffcthat/ vnd gcdencke nicht/daß dein Knecht dich beleidiget deß tags/da mein Herr König mH Jerusalem gieng / vnd der König nemme es nicht zu hertzen / denn dein Knecht erken¬ net daß ich gcsündiget habe. Vnd sthe/ Ich bin heut der erste kommen vnter dem gan- tzen Hause Ioscph/daß rch meinem Herrn König entgegen herab zöge. Aber Abisai/dcr Son AruIa/antwortet/vnd sprach: Vn Simei solte darumb - Reg.,-, nicht sterben/so er doch dem gesalbeten deß HERRN geflucht hat?Dauid aber sprach: Was hab ich mit euch zu schaffen fr Kinder AruIa/daß jr mir heut woltzum Satan o werden? Solte heut je mand sterben in Israel ? Meinest» / ich wisse nicht daß rch heut ein König bm worden vber Israel? Vnd der König sprach zu Simei: Du solt nicht sterben. Vnd der König schwur jm. MephiBo- EphtBoseth/der Son Saul/ kam auch herab dem Könige entgegen / Vnd er sich. ' v)Mhatte seine süsse noch seinen Bart nicht gereiniget/ vn seine Kleider nicht gewa- ^^schen von dem tage an da der König weg gegangen war / biß an den tag / da er mit frieden kam. Da er nun gen Jerusalem kam dem Könige zu begegnen/ sprach der König zu jm: Warumb bistu nicht mit mir gezogen MephiBoseth? Vnd er sprach: Mein Herr König/ mein Knecht hat mich betrogen / Denn dein Knecht gedacht/Zch wil einen Eselsatteln/vnd drauffreiten/ vnd zum Könige ziehen/ denn dein Knecht ist lahm/dazu hat er deinen Knecht angegeben für meinem Herrn Könige/Aber mein Herr König ist wie ein Engel Gottes / Thu was dir wolgefcllet/ den alle meines Vat¬ ters Hauß ist nichts gewesen denn Leute deß tods/für meinen: Herrn Könige:So ha- stu deinen Knecht gesetzt vnter die/so auff deinem Tisch essen / Was hab ich weiter ge- rechtigkeit oder weiter zu Dreyen an den König? Der König sprach zu jm:Was redest du noch weiter von deinem dinge? Ich Habs gesagt/ Du vn Aba theilet den Acker mit s»p. einandcr.MephiBoscth sprach zum Könige: Er nemme cs auch gar dahin/nach dem mein Herr König mit frieden heim kommen ist. Barfillai. A^O??d Barfillat der Gileaditer kam herab von Roglim/vnd führet den König z.Reg.r. c>Avber den Iordan/daß erjn im Jordan geleitet. Vnd Barfillai war fast alt/wol achtzig jar/der hatte dm König versorget weil erzuMahanaim war/denn erwar ein sehr trefflicher Mann. Vnd der König sprach zu Barfillai/Du solt mit mir hinü¬ ber zrehen/Ich wil dich versorgen bey mir zu Jerusalem. Aber Barfillai sprach zum v Könige: Was ists noch das ich zu leben habe/ daß ich mit dem Könige solt hiuauffzu Jerusalem ziehen ? Ich bin heut achtzig jar alt/ Wie solt ich kennen was gut oder böß ist/ oder schmecken was ich esse oder trmcke/ oder hören was die Senger oder Senge- rin singen? Warumb solt dein Knecht meinen Herrn König förter beschwüren. Dein Knecht sol ein wenig gehen mit dem Könige vber den Jordan / Warumb wil mir der König cm solche Vergeltung thun?Laß deinen Knecht vmbkehren/daß ich sterbe in meiner Statt / bcy meines Vatters vnd meiner Mutter Grab. Khimeham Sitze / das tst dein Knecht Khimeham / den laß mit meinem Herrn König hinü- E statt her ziehcn/vnd thu jm was dir wol gefellet.Der König sprach.Khimeham sol mit mir hinüber ziehcn/vnd ich wil jm thun was dir wolgefcllet/ Auch alles was du an mir er- wehlestwilichdirthun. VnddaallesvolckvberdenIordanwargegangen/vndder König auch/küffet der König den Barfillai/ vnd segnet jn/vn er keret wider an seinen ort.Vnd der König zog hinüber gen Gtlgal/vn Khimeham zog mit jm.Dn alles volck Juda hatte den König hinüber geführt/Aber deß volcks Israel war nur die helffte da. sihe/da kamen alle Manner Israel zum Könige/ vnd sprachen zu jm: War- c>Aumb haben dich vnsere Brüder / die Manner Juda / gcstolen / vnd haben den K'önig vnd sein Hauß vber den Jordan geführt/vn alle Männer Dauid mit jm?Da antworten die von Juda denen vonIsrael/Der König gehört vns nahe zu/Was zür¬ net jr darum?Memct jr/daß wir von dem Könige narung oder geschänck empfangen haben? Hamd. Hmnuei. xx.Lap. jSr habenk So antworten denn die von Israel denen von Juda / vnd sprachen: Wir ha? den zehen mal mehr bcym Könige/dazu auch bcy Damd/denn jr. Warumb hastu mich denn so gering geachtet/daß das vnser nicht das erste gewesen ist vnsern Köntz zu holenkAber die von Juda redten härter denn die von Israel. Sebs erweckt eine Auffrubr ,n Israel / daß sie von Damd abfalten. Amasa wirt von Isak» unredlich erlrochen.Isabeyir dem Seba nach belagert >n;v Abela/vn em wett'verschaffr/daß das Haupr Seda vber dte Mauwer hinaust geworffen/ vttd also vte Statt erledigt wirr. * cs war daselbst ctn -bcrüHmpter Helloser Mann/ Seba der hieß Sckm/em Son Bichri/cins Manns von Zcmmi/dcr bücß M Vie Posaunen /vnd sprach: Wir haben k-in lheU am Dauid / noch Erbe am Gon Isai/ein jeglicher heb sich zuseincr Hütten/O Israel. Da fiel von Damd jcdennaninIsrael/vndfolgctenSeba/dem «"»hE/MeC«^ Son Bichri/ Aber die Männer Iudahiengen an jrcm Könige/ vom Jordan an biß gen Jerusalem. aber der König Dauid heim kam gen Jerusalem /nam er die zehen Kebß- (^LBwciber/die er hatte gelassen das Haust zu bewaren / vnd thet sic in eine Verwer¬ tung/ vnd versorget sie / aber er beschlieffsie nicht/ vnd sie waren also verschlossen biß anjren tod/vnd lebten Wittwinnen. vw'7- der König sprach zu Amasa: Berufs mir alte Mann in Juda auff den drik- s^Aten tag / vnd du solt auch hie stehen. Vnd Amasa gieng hin Juda zu beruffen/ Amasa« Aber er verzoch die zeit/die er jm bestimmet hatte. Da sprach Dauid zu Abisai: Nun wirt vrw Scba/dcr Son Bichri/mehr leydes thun den Absalom/Nim du die Knech¬ te deines Herrn / vnd jage jm nach / daß er nicht etwa für sich feste Stätte finde / vnd entrinne auß vnsern äugen. Da zogen auß jm nach die Männer Ioab/dazu die Kre- chi vnd Plechi/vnd alle starcken/Sie zogen aber auß von Jerusalem nachzujagcn Seba/dem SonBichri. ^^^A sie aber bey dem grossen stein waren zu Gtbeon/kam Amasa für jnen her.Io- ^oab sticht <^^ab aber war gegürtet vber seinem kleide das er anhatte/vnd hatte darüber ein Amasawd. Schwerdt gegürtet/das Hieng an seiner Hüffte in der scheiden/das gieng gerne auß vnd eyn. Vnd Ioab sprach zu Amasa: Friede mit dir/mein Bruder. Vnd Ioab fasset mit seiner rechten Hand Amasa bey dem Bart / daß er jn küsset. Vnd Amasa hatte nicht acht auff das Schwerdt in der Hand Ioab/ Vn er stach jn damit in den Wanst/ daß sein eyngeweide sich auff die Erden schüttet/vnd gab jm keinen stich mehr/vnd er starb. Ioab aber vnd sein Bruder Abisai jagten nach Seöa/dem Son Bichri. Vnd es trat einer von den Knaben Ioab neben jn/vnd sprach: Trotz vnd mach sich einer an v Ioab/ vnd thu sich bey Dauid nach Ioab k Amasa aber lag im Blut gewcltzet mitten auffder straffcn.Da aber einer sahe/daß alles Volck da stehen bleib/wendct er Ama¬ sa von der straffen auffden Acker/ vnd warff kleider auffjn/ weil er sahe/daß/wer an jnkam/stchcn bleib. er nun auß der straffen gethan war/ folget jederman Ioab nach/Seba dem <^L^Gon Bichri nachzujagen. Vnderzoch durch alle Stämme Israel/gen Abel vndBethMaacha/vnd gantze Haberim/vndsie versamleten sich/vnd folgetenjm nach.Vnd kamen vnd belegten jn zu Abel vnd BethMaacha/vnd schütten eine schüt¬ te vmb die Statt/vnd traten an die Mauwre/ vn alles Volck das mit Ioab war stür¬ met/ vnd wolt die Mauwren niderwerffen. rieffeine weise Frauw auß der Statt: Höret/horct/sprechtzu Ioab/dast er Weisescauw herzu komme/Ich wil mir jm reden. Vnd da er zu jr kam/sprach die Frauw: h st Brstu Aamd. ii.WG XXI. Lap. BistuIoabkEr sprach: Ja. Sie sprach zu jm: Höre die rede deiner Magd. Er sprach: Ich höre. Sie sprach:Vor Zeiten sprach man/ Wer fragen wil/der frage zu Abel/ vnd Abel, so gicngs wol miß. Ich bin eine von den frtedsamen vnd treuwen Stätten in Israel/ vnd du wilt die Statt tödten/vnd die Mutter in Israel/ Warum wiltu das Erbtheil deß HERRN verschlingen? Ioab antwortet/vn sprach:Das fty ferrne/das sey ferrne vv nur/daß ich verschütt gen vnd verderben solt/Es hat sich -richt also.Sondcrn ein Man vom gebrrgc Ephra- Seba. im/mit namen Seba/der sou Bichri/hat sich emböret wider den König Dauid/gebt dcnselbigen her allein/so wt! ich vö der Statt zichcn.Die Frauw sprach zu Ioab:St- he/sein Haupt sol zu dir vber die Maur geworffcn werden.Vn die Frauw kam himyn zu allem Volck mit irer weißheit/vnd sie hieben Seba dem Son Bichri den kopffab/ vndworffenjnzuIoab. Da blicß er die Posaunen/vnd zustreuweten sich von der Statt em jeglicher in feine Hütten/Ioab aber kam wider genIemsalem zum Könige. Dauids b^Dab aber war vber das gantze Heer IsraebBenaia der Son Iotada war vber s»p. s. Amptleutc. ^^die Krcthi vnd Plethi. Ädoranr war Renntmcistcr. Josaphat der Son Ahilud war Kantzler. Sera war Schreiber. Jadok vnd AbIarhar waren Priester/ Dazu war Ira der Immer Dauids Priester. xxi.Lap. Es entstehe grofih theuwrungSt-ey ,'ar ia»g/vndDauldvbergi1>tden Albeonr'tertt stbe» Männer sußpemHaufeSa»!- Daurd begräbt dre Gebeine Gauls vnd ferne» Sons Ionsrhnn rm Lande LenI-rmur/zeucht anß wider vrephlllster/viid fchlegcsie. S war auch eme Lheuwrung zu Dauids zelten drep sar an einander/Vnd Dauid sucht das Angesicht dcß HERRN. Vnd der Theuw-- HERRsprach:Vmb Saulswtllen/vndvmb deß Bluthauscs willen/ r.Reg.». daß er die Gibeoniter getödtet hat. Vrsach Da ließ der König den Glbeonitern ruffcn / vnd sprach zu jnen: (Die Gibeoniter aber waren nicht von den Kindern Israel / sondern vbrig von den Amoritern/Aber die Kinder Israel hatten jnen geschworen/vnd Saul sucht sie zu schlagen in seinem eyffer für die Kmder Israel vnd Juda) So sprach nun Dauid zu Den Glbeonitern: Was sol ich euch chun ? vnd womit sol ich sühnen / daß jr dem Erb- Lheil deß HERRN scgenet? Die Glbeonitcr sprachen zu jm: Es ist vns nicht vmb Gold noch Silber zu thuu an Saul vnd seinem Hause/vnd ist vns nicht zu chun vmb jemand zu tödten in Israel. Er sprach:Was sprecht jr denn das ich euch chun sol? Sie sprachen zum Königes Den Man/der vns verdcrbet/vnd zu nicht gemacht hat/sollen wir vertilgen/daß jm nichts bleibe in allen grcntzen Israel. Gebet vns siben Männer auß seinem Hause / daß wir sieauffhengcn dcm HERRN zu Gibea Sauls/deßerwehleten deßHERRN. Der König sprach: Ich wil sie geben. Aber der König verschonet McphiBoseth des SonsIonachan/deß form Saul/ Dauld vmb deß EydeS willen deß HERRN / der zwischen jnen war / Mmlich/zwischen Da- AnÄ uid vnd Jonathan/ dem Son Saub Aber die zween Göne Rizpa der Tochter Aia/ ftbwor-«'^ die sie Saul geborn Hatte/Armoni vnd McphiBoseth/ dazu die fünffSöne Michal der Tochter Saul/die sie dem Adriel gcborn hatte/ dem Son Barsillai deß Maha- vlrsiW«/ lothiters/nam der Kömg/vnd gab sie in die Hand der Gibeoniter / die hiengen sie auff dem Berge für dem HERRN.Älso fielen diese sieben auffeinmal/vnd stm bell zurzeit der ersten Erndten / wenn die Gerstenerndte angehet. (A^A nam Rizpa/die Tochter Ata/cincn sack/vnd breitet jn auffden Felß am an- RiZpm O^D fang der Erndten / biß das wasser vom Himmel vber sie troff/ vnd ließ deß ta- ges die Vögel deß Himels nicht auffjnen ruhen/noch deß «achtes die Thier deß ftldcs. Vnd cs war Dauid ungesagt/ was Rizpa die Tochter Aia / Sauls Kebßweib/ ü gethau Mmd. Samuel. ^X XI. Lap. >8; > R-g?- gethan hatte.Dnd Dauid gieng hin/vnd nam die gebeine Saut/vnd die gebeine Io- r Reg.,. ftmcs Sons / von den Bürgern zu Gabes in Gilead (die sie von der Gaffen Begreb- Bcchsan gestolen hatten/dahinsie die Philister gehcnget hatten/zu derzeit/da die seme? Ge?" Philister Saul schlugen auffdem Berge Gilboa)vnd bracht sie von dannen herauff/ s hl-chtö. vnd samlcten sie zu Haussen mit den gebeinen der gehenckten/vnd begruben die gebeine Sauls vnd seines Sons Jonathan im Lande BenIamtn /zu Jela im Grabe seines Vatters Kis/Vnd thetcn alles wie der König gebotten hatte. Also ward Gott nach diesem dem Lande wider versöhnet. ^E*S erhub sich aber wider ein Krieg vö den Philistern wider Israel/Vnd Dauid Dauid streit cx^zoch htnab/vnd seine Knechte mit im/ vnd stritten wider die Philister / vnd Da- m»» die pester. Jesbi. uid ward müde. Vnd Jesbi zu Nob (welcher war der Kinder Rapha einer/ vnd das gewicht seines Spärs war drey hundert gewicht Ertz/ vnd hatte neuwe Waffen) der gedacht Dauid zu schlagen/Aber Abisai der Son JeruJa halfffm/ vnd schlug den Abisai. Philister tod. Da schwuren im die Männer Dauid/vnd sprachen: Du solt nit mehr mit vns außziehen in den streyt/daß nicht das Liecht in Israel verlesche. vei Gob (A^Arnach crhub sich noch ein Krieg zu" Nob mit den Philistern/ Da schlug St- Stbechat. Saph. ^^s bechai/der Husathiter/den Saph/welcher auch der KinderRapha einer war. es erhub sich noch ein Krieg zu Gob mit den Philistern/ Da schlug Elhanan Elhanan. Goliath. c>Adcr Son IaereOrgim/ein Bethlehemiter/den Goliath/den Gethtter/welcher hatte einen Spieß/ dcß stange war wie ein Weberbaum. Langer Nd es erhub sich noch ein Krieg zu Gach/ Da war ein langer Mann / der hatte Mau». H^sechß finger an seinen handen/vnd sechß zähen an seinen süssen / das ist vier vnd zwentzigander zal/ vnd er war auch geborn von Rapha/Vnd da er Israel hohn sprach/schlug in Ionathan/der Son Simea/deß Bruders Dauid. Diese vier Jonathan, waren geboren dem Rapha zu Gath/vnd fielen durch die Hand Dauid vnd seiner" Knechte. Eine Danctsagung Äamds. Pstrlm.lS. XXII. Lap. Dauid lobt den HERRN mir einem Gcsang/darumb daß er sn von der Hand San!/ vnd aller seiner Feinde/ errettet hatt. Nd Dautd redet für dem HERRN die wort dieses-lie- des/zur zeit/da in der HERR errettet hatte von der Hand aller seiner Mi Fcmde/vnd von der Hand Saul/ vnd sprach: Er HERR ist mein Felß/vnd meine Burgk/vnd mein Er- rctter. Gott ist mein Hort/auffden ich trauwe / mein Schildt vnd Horn meines Heyls/ mein schütz vnd meine zufiucht/mein Heyland/der du mir hilffest vom frcffel. Ich wil den HERRN loben vnd anruffen/ So werde ich von meinen Feinden er¬ löset werden. Denn es hatten mich vmbfangen die schmertzen deß todes/vnd die Bäche Belial erschreckten mich. Der Hellen band vmbfiengen mich / Vnd deß Todes stricke vberwaldigten mich. Wenn mir angst ist/so ruffe ich den HERRN an/vnd schrey zu meinem Gott/So erhöret er meine stimme von seinem Tempel/ vnd mein geschrey komet für jn zu seinen Ohren. (^^Ie Erde bebete /vnd ward bewegt / die grundtfesten deß Himmels regten sich <^^vnd bebeten / da er zornig war. Dampfsgieng auffvon seiner Nasen/ vnd verzehrend feuwer von seinem mund/ daß es davon blitzet. Er neigete den Himmcl/vnd fuhr Herab/Vnd tunckel war vnter seinen süssen. Aamd. .ii.BuZ xxii. Lap. Vnd er fuhr auff dem Kherub / vnd flöhe daher / Vnd er schwebt auff den Fitti- g chendcß Winde, Sein Gezelt vmb jn her war finster / vnd schwache dicke Wotcken. Von dem glantz vor jm brannte es mit blitzen» Der HERR donnerte vom Himmel/ Vnd der Höhest ließ seinen donner auß. Er schoß seine stralcn/vnd zerstreuwet sie/Er ließ blitzen/vnd schrecket sie. DasahemanWassergüffe/vnd dcß Erdbodens grundtward auffgcdeckt von dem schelten deß HERRN/Von dem athem vnd schnauben seiner Nasen. schicket auß von der höhe/vnd holet nnch/vnd zoch mich auß grossen wassern. Er errettet mich von meinen starcken Feinden / von meinen Häffern/ die mir zu mächtig waren. Die mich vberwäldigten zur zeit meines vnfatls/ vnd der HERR ward meine Zu¬ versicht. Er führet mich auß in den raum/Er reiß mich herauß. Denn er hatte tust zu mir. Der HERR thut wol an mir nach meiner gerechtigkeit / Er vergilt mir nach der reinigkeit meiner Hände. Denn ich halte die wege deß HERRN / Vn bin nit Gottloß wider meinen Gott. Den alle seine Rechte hab ich für augen/Vnd seine Gebott werffe ich nit von mir. Sondern ich bin on wandel für im/ Vnd hüte mich für fänden. Darumb vergilt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit / nach meiner reinig- o kcit für seinen Augen. Bey den Heyligen bistu heylig / bcy den frommen bistu from. Bey den reinen bistu rein/ Vnd bey den verkehrten bistu verkehrt. (^^Enn du hilffcst dem elenden volck/Vnd mit deinen äugen ntdrigestu die hohen. Den du HERR bist mein Liecht / der HERR macht meine finsterniß liechte. Denn mit dir kan ichKriegßvolckzuschmeiffen/Vnd mit meinem Gott vber die Mauwrcn springen. Gotteswegesindonwandcl/deß HERRN rede sind durchleutert/Er ist em Schildt allen diejm verträumen. Denn wo ist ein Gott on den HERRN k Vnd wo ist ein Hort on vnser Gottt Gott stercket mich mit krafft/ vnd weiset mir einen weg on wandel. Er macht meine süsse gleich den Hirschen/ vnd stellet mich auff meine höhe. Er lehret meine Hände streiten/ vn lehret meinen arm den ehern Bogen spannen. ps»lm.-44- ASHM gibst mir den Schildt deines Heyls/ Vnd wen du mich demütigest/ machst» Du machst vnter mir raum zu gchen/daß meine Knöchel nicht gleiten. Ich wil meinen Feinden nachjagen / vnd sie vertilgen / vnd Wil nicht vmbkehren biß ich sie vmbbracht habe. Ich wil sie vmbbringen vnd zuschmeissen / vnd sollen mir nicht widerstehen / Sie müssen vnter meine süsse fallen. Du kanstmich rüsten nut stercke zum strcyt/du kanst vnter mich werffcn die sich wider mich setzen. Du gibst mir meine Feinde in die flucht/ daß ich verstöre die mich hassen. (Sich ulreben) Sie ^ lieben sich zu/aber da ist kein Helffer/Zum HERRN/abcr er antwortet inen v Sie sich mit viele» Nicht. §°vmb Gott wol Ich wil sie zustoffen wie staub auffder Erden / Wie kotauff der Gassen wil ich sie L^^versteubeirvudzustreuwen. , Mtt ernst / Aber on (^^V hilffest mir vondemzäncklschen Volck/Vnd behütest Mich zum Haupt vnter ^n" wchltt-m 8 den Heyden / Ein Volck das ich nicht kannte dienet mir. Den frcnrbden Kindern hats wider mich gefehlet/Vnd gehorchen mir mit gehör- Abgöttische/thun. sEenohrem Die Hel¬ den D amds. Jasabcä i.pür ; l». Von den letzten Worten Dauidsftehct Tom.5-fol.56z Gottes Äantdgeredt. 8^s^Äch jm war Sanuna/ der Son Age/deß Hararikcrs/da die Philister sich ver- U^ofi?Ä?/vnd MAsamleten in ein Dorff/vnd war daselbst ein stück Ackers voll Linsen/vnd das ZEMfarE^h« Volck flöhe für den PHiltstem/Da trat er mitten auff das stück/vnd errettete/vnd di-S^wksstw schlug die Philister/ vn d Gott gab ein groß Heyl. Zkb !a7Äiech ,.par.rr. diese drey fürnemestcn vttter dreyssigen kamen hinab in der Erndte ZN Da- ^nchefürThEvs cxAuid in der Hole Adullam /vnd die Rotte der Philister lag im gründ Rcphaim. ErumksmMar, Dauid aber war dazumal in der Burgk/Aber der Philister Volck lagzuBerhle- v7mTert7!xi7ff hem. Vnd Dauid ward lüstern/vnd sprach: Wer Wil mir zu trincken holen deß Was- 0" sere auß dem Brunn zu Bethlehem vnter dem Thor t Da rissen die drey Helden ine Lager der Philistcr/vnd schöpfftcn deß wassere auß dem Brunn zu Bethlehem unter h?sey»in dem wm7 dem thor/vnd trugens/vnd brachtcne Dauid. Aber er wolte nicht trincken/ sondern goß es dein HERRN/vnd sprach:Dae laß der HERR Herrn von mir seyn/daß ich dae thu/Ists nicht das Blut der Männer/ die jr leben gewagt haben/ vn dahin gegatrgen sindk Vnd wolte nicht trincken. Dae thetcn die drey Helden. vr h iiij Abisai/ ZMld. Hamue!. xxm.Lap. ,84 Die frembden Kinder sind verschmachtet / vnd zabeln in jren banden. Der HERR lebet / vnd gelobet sey mein Hort / vnd Gott der Hort meines Heyle Müsse erhaben werden. Der Gott der mir die Rache gibt/ vnd wirfft die Völcker vnter mich. Er htlfft mir auß von meinen Feinden / du erhöhest mich auß denen / die sich wi- cs» Em) M- der mich setzen / du hilffst mir von den freffeln. LUnLKbL Rom., r. Darumb wil ich dir dancken HERR vnter den Heyden/ vnd deinem Namen lob- siNgeN. schrecklich/Aber diß Derseüm» Könige groß heyl beweiset/ Vnd ivolthut seinem gcsalbctcn Dauid/ WWW vnd seinem Samen ewiglich. ue fr- scheinet. III (Nichts wächsst) I L Rcmkömgmchistss f hoch für Gott/wtrdt Er-elung der letzten wobt Dauivs/vom Reich Lßnfti. Die Namen der Helden Dauivs/ an sondam L^hci^al« der xal siben vnd drexss.g. lein diß?icich beste, M sind die letzten wort Damds. Es sprach Dauld/ der.Son Isai / Ee sprach der Mann/der versichert ist von dem Ms- so de-nLJTIt sia deß Gottes Jacob/ lieblich um Psalmen'Israel. Der Geist deß HERRN har durch mich gcredt / vnd seine rede Gottes - ist durch meine Jungen geschehen. Ee hat der Gott Israel zu mir ge- seist hatdurch sprochcn: Der Hort Israel hat gcredt / der gerechte Herrscher vnter den Menschen/ uIubhcGuB Bc! Äamdgercdt. da« forck)t Gottes. Vnd wie das Liecht deß Morgens/wenn die ML7Uosage Sonne auffgehet/deß morgens" one Wolcken/ da vom glantz/ nach dem Regen/das Graß auß der Erden wächßt.Denn mein tzauß Lst nit also bey Gott/denn er hat mir einen Bund gesetzt / der ewig / vnd alles wol geordent vnd gehalten wirdt / denn alle Si¬ rnem Heyl vnd thun ist / daß nichts wächßt. ^lBcr Belial sind allesampt / wie die auffgeworffen Disteln/die man nicht mit Ea. ^sHandenfassenkan/Sondern wer sie angreiffen sol/muß Eysen vn Spießstan- c^sabea-n) A- gmrn der Hand haben/vnd werden mitFeuwer verbrannt werden in der Wohnung. ^Iß sind die Namen der Helden Dauid. Jasabeam/der Son Hachmom/der Hfümenrst vnter dreyen/Er Hub seinen Spieß auff/vnd sthlug acht Hundert ' auffeinmal. vnter dreyen. Ipft- 8 Ach jttl war Eteasar/ der Son Dodo/dcß Sons Ahohi/vntcr den dreyen Hel- fthü"7?Ehunde^ - MIden mit Dauid/ da sie hohn sprachen den Philistern/ vn daselbst versamlet wa- rcn zum streyt/vnd die Männer Israel hinauffzogen/Dastund ervnd schlug die philtstcr/biß daß seine Hand müde am Schwerin erstarret / vnd der HERR gab ein v7 groß Heyl zu der zeit / daß das Volek vmbwandtjm nachzu rauben. v7v vouLsm AuA Sama. Us^Ach jm war Sanuna/ der Son Age/deß Hararitcrs/da die Philister sich ver- UiUN?/vnd ZMid. xxiii. Lap. Bisai Ioabs Bruder/der Son IcruIa/ war auch ein fürnemster vuter dreyen/ Abisai. ^>^Er Hub semen Spieß auff/ vn schlug drcy hundert / vnd war auch berühmpt vtt-' ter dreyen/vnd der herrlichst vnter dreycn/vnd war jr Oberster/Aber er kam nicht biß an die drcy. A6^Nd Benaia/der Son Ioiada/deß SonsIshail/von großen thaten/von Kab- o c^zeel/ der schlug zwcen Löuwen der Moabtter/vnd gieng hinab vnd schlug einen Benaia. Löuwen im Brunn zur schnee zeit. Dnd schlug auch einen Egyptischen greuwlichen ' Mann / der hatte einen Spieß in seiner Hand / Er aber gieng zu im hinab mit einem Stäcken/vn reiß dem Egypter den Spieß auß der Hand/ vnd erwürget jn mit seinem eygen Spieß/ Das thet Benaia / der Son Ioiada. Dnd war berühmpt vnter den dreyen Helden/vnd herrlicher denn die dreyfftg/Aber er kam nicht biß an die drey. Dnd Dauid machte in zum heimlichen Naht. AlSahel/derBruderIoab/istvnter dendreyssigen. Elhanan/der SonDodo zu Asahek. ^^Bethlchem.Samma/derHaraditer. Elika/derHaraditer. Helez/derPaltiter. Slbcn Ira/der Son Ikes/ deß Tekoitcrs. Abieser/derAnthotiter. MebunatderHusathi- Heid-»S ter. Jalmon/dcr Ahohiter. Macherai/derMthophathiter. Heleb/ der Son Baena der Nethophathiter. Ithai/der Son Rtbai von Gibea/der Kinder BenIamin.Be- naia/der Pirgathoniter. Hidat/von den Bächen Gaas. Abialbon/derArbachiter. Asmaueth/ der Barhumtter. Eliaheba/ der Saalboniter. Die Kinder Iaser; vnd Jonathan. Samma/der Harariter. Ahiam/der Son Sarar/deß Harariters. Eli- phelet/der Son Ahasbai / deß Sons Maechathi. Eliam / der Son Ahitophel / deß Giloniters. Hezrai/der Karmeliter. Paerai/der Arbiter. Iegeal/der Son Nathan/ von Joba. Bani/der Gaditer. Jeleg/der Ammoniter. Naharat/der Beerothiter/ der Waffenträger Ioabs/deß Sons JeruIa. Ira/ der Iethriter. Gareb/der Icthri- ter. Dria/der Hethiter. Der ist alle sampt stben vnd dreyssig. XXim.Lap. Davt'd fehlet dss Dolck/erzövnt den HERRt?/vnd erweklt zur straffe skne pesttlenyfäc Cheuwrung vnd Ärteg. Die pestileny wäret Vre^tage/vnd leßt nach. Dautv rrchr einen Altar auffdem HERRV7 in der Gcheuren Arafna/dess Jebustrers / wie im der Prophet Gad/ nach dem befehl Gorreü/gefagt harte/ vnd opffert daselbstBrandopffer vnd Danckopffer. Daulvl-ßl der zomdcßHLRRNergnmmetaöermalwlder^ Israel / vnd rettzec Dauid vnkersnen / daß crsprach: Gehe hin/zelc' Israel vnd Iuda.Dnd der König sprach zu Ioab seinem Fcldhaupt- mann: Gehe vmbher in allen Stämmen Israel/von Dan an biß gen BerSeba/vnd zele das Dolck/ daß Lchs wisse me vil seui ist. Io¬ ab sprach zu dem Könige: Der HERR dein Gott thu zu diesem Dolck/wie cs jetzt rsi/ noch hundert mal so vrl/daß mein Herr/dcr König/seincr äugen lust dran sehe / Aber was hat mein Herr König zu dieser fachen lust k Aber deß Königs wort gieng vor wi¬ der Ioab vnd die Hauptleute deß Heers. Also zoch Ioab auß/vnd die Hauptleute deß Heers/von dem Könige/daß sie das Dolck Israel zeleten. Dnd gicngen ober den Jordan /vnd lägertcn sich zu Aroer zur rechten der Statt die im Vach Gad ligt/ vndzu Iaeser.Dnd kamen gen Gilead/vnd ins Niderland Hadsi/ vnd kamen gen DanIaan / vnd vmb Adon her. Dnd kamen zu der festen Statt Tyro/vnd allen Stätten der Heuiter vnd Kananiter/vnd kamen hinauß an den Mittag Juda gen BerSeba / vnd zogen das gantze Land vmb /vnd kamen nach neun Monden vnd zwcntzig tagen gen Jerusalem. Dnd Ioab gab dem ..par.--, Könige die summa deß Dolcks/das gezelet war/Dnd es war in Israel achthundert ^umma deß tausend starcker Mann / die das Schwerdt außzogen / Dnd in Juda fünff hun- AL" ° Lcrk mal rauscnd Mann. Dnd Zauid. -Samuel. xxmi.Lap. >s? das Hertz schlug Dauid/nachdem dasVolck gezehlet war. Vnd Damd tzAsprach zum HERRN: Ich habe schwärlich gesündiget/ daß ich das gechan habe/ Vnd nun HERR/nim weg dtemiffechat deines Knechts/denn ich hab sehr thörlich gethan. No da Dauid deß morgens auffstund / kam deß HERRN wort zu Gad / dem Gad. ^SPropheten/ Dauids Seher/vnd sprach: Gehe hm / vnd rede mit Dauid / So spricht der HERR .Dreyerlcy bring ich zu dir/erwehle dir der eines das ich dir v thu. Gad kam zu Dauid/vn sagets jm an/vnd sprach zu jm: Wilm daß sibcn jar cheu- Dauid xung in dein Land kommet Oder daß du drey Monden für deinen Widersachern flie- pesnim^ hen müffest/vn sie dich verfolgen? Oder daß drey tage Pestilcntz in deinem Lande seyk So merckc nun/vnd sihe/was ich wider sagen sol/dem/ der mich gesandt hat. Dauid Eccles^, sprach Zu Gad: Es ist mir fast angst. Aber laß vns in die Hand deß HERRN fallen/ (denn seine Barmhertzigkeit ist groß)Ich wil nicht in der Menschen Hand fallen.Also ließ der HERR Pestilcntz in Israel kommen/von morgen an biß zur bestimpten M/ Daß deß Volcks starb/von Dan biß gen BerScba/ sibentzig tausend Mann. Sibentzig M^Nd da der Engel seine Hand außstrecktvber Jerusalem/daß er sie verderbet/ o^reuwete es den HERRN vber dem vbel / vnd sprach zum Engel/ zu dem Verden berun VolckEs ist gnug/laß nun deine Hand ab/Der Engel aber deß HERRN war bey der Tennen Arafna/deß Iebustters. Dauid aber/ da er den Eltge! sähe/ der das Volek schlug/ sprach er zum HERRN: Sitze / Ich hab gesündiget / Ich hab die miste, ihat gethan / Was haben diese Schafgethan k Laß deine Hand wider mich vnd mei¬ nes Vatters Hause scyn. Nd Gad kam zu Dauid zur selben zeit/vnd sprach zu jm:Gehe hinauff/vnd rich- ^Ate dem HERRN einen Altar auffin der Tennen Arafna / deß Iebustters. Al- so gieng Dauid hinauff/ wie Gad gesagt/ vnd der HERRgcbotten hatte. Vnd Da Arafna sich wandte/sahe er den König mit seinen Knechten zu jm gehen/ vnd betet Arafna. an auffsein angesicht zur Erden / vnd sprach: Warumb kompt mein Herr der König zu seinem KnechttDauid sprach:?» kauffen von dir die Tennen/ vnd zu bauwett dem HERRN einen Altar/ daß die Plage vom Volck auffhore. Aber" Arafna sprach zu DauidMcin Herr/ der König neme vnd opssere wie es « D gesellt/ Sihe/daist ein Rind zumBrandopffer/vnd schleissen/vnd geschirr vom Ochsen Ztr Holtz/ Alles gab Arafna der König dem Könige. Vnd Arafna sprach zum König: Der HERR dein Gott laß dich jm angenem seyn. Aber der König sprach zu Arafna: Nicht also/ sondern rch ml dtrs abkatlffen vmb sein Gelt / Denn ich wil dem HERRN meinem Gott nicht Vrandopffer thun das ich vmb sonst habe. Also kaufft Dallid die Tenne vnd das Rind vmb fünfftzig Sckel Silbers / Vnd bauwct daselbst dem HERRN einen Altar/Vttd epfferte Braitdopffer vnd Danckopffer. Vnd der H ERR ward dem Lande versöhnet / vnd die Plage höret auff von dem Volck Israel. Ende deß andern Buchs Samuel. Das Aamd. Königen. i.Lap. Ms Dsnid alt «srde«/ mußte /n srne l unge Magd erwärn»en. Avonür vnderffehet sich R 3- m'g;u weuden. BathSeba bltr Dautd für » re» Gon Salomo/derftlbrg wlrt;»« Röntg gesalbt/ vnv nunprAvonla M gnaven an. M da der König Mautd - alt war vnd wol betaget/kundt er nicht warm werden/ob man jn gleich mit Kleidern bedecket. Da spra- chen seine Knechte zu im: Laßt sie meinem Herrn Könige eine Dirne/eine Jungkfrauw/suchen/die für dem Könige stehe/vnd sein pflege/vnd schlaffe in feinen armen/vnd wärme meinen Herrn den König.Vn sie suchten eine schö- ne Dirne in allen grentzen Israel/vnd fänden Abisag von Msag. Sunem/ vnd brachten sie dem Könige. Vnd sie war ein sehr schöne Dirne/ vnd pfle¬ get deß Könige/ vnd dienet jm. Aber der König erkannt sie nicht. Adom'a Da- HADonta aber /der Son Hagith/ erhub sich / vnd sprach: Ich wil König werden. - Reg. u.ds Son steht nach ^j,Vnd macht im Wägen vnd Reuter/ vnd fünfftzig Mann zu Trabanten fürim Die an- her. Vnd sein Vatter wolt in nicht bekümmern bey seiner zeit/daß er hette gesagt: w-d-?Ä2 Warumb thust also k Vnd er war auch ein sehr schöner Mann/vn er hatte in gezeuget nehest nach Absalom. Vnd hatte seinen Raht mitIoab/ dem Son AeruIa/vnd ,nit AbIathar dem Priester/die hulffcn Adonia. Aber Jadok der Priester/vnd Benaia/ der Son Joiada/vnd Nathan der Prophet/vnd Simei / vnd Rei/vnd die Helden Dauid/waren nicht mit Adonia. Vnd da Adonia Schafvnd Rinder/ vnd gemestet Vieh/opfferte bey dem stein Soheleth / der neben dem Brunn Rogel ligt / lud er alle seine Brüder/deß Königes Söne/vnd alle Männer Iuda/deß Königs Knechte/ Aber den Propheten Nathan /vnd Benaia/vnd die Helden/vnd Salomo seinen Bruder/ lud er nicht. sprach Nachan zu BathSeba/ Salomons Mutter: Hastu nit gehört/daß 6 (^sAdonia/der Son Hagith/ist König worde/vn vnser Herr Dauid weiß nichts Nathäs drumb k So kom nun/ ich wil dir einen Raht geben / daß du deine Seele/vnd deines Sons Salomo Secle/errcttcst.Hin/vnd gehe zum Könige Dauid hineyn/vn sprich zu jm: Hastu nicht/ mein Herr König / deiner Magd geschworen / vnd geredt / Dein Son Salomo sol nach mir König seyn/vn er sol auffmeinem Stul sitzen k Warumb ist denn Adonia König worden k Sihe / weil du noch da bist/ vnd mit dem Könige re- dest/wtl ich dir nach hineyn kommen/ vnd vollend dein wort außredcn. i^Nd BathSeba gieng hineyn zum Könige in die Kammer/ vnd der König war TAschralt/ vnd Abisag von Sunem dienet dem Könige. Vnd BathSeba neiget sich/ vnd betet den König an. Der König aber sprach: Was ist dir k Sle sprach zu jm: Mein Hcrr/du hast deiner Magd geschwore/ bey dem HERRN deinem Gott/ dein Son Salomo sol König scyn nach mir/vnd auffmeinem Stul sitzen: Nun aber sche/Adonia ist König worden/vnd mein Herr König/du weißt nichts drumb.Er hat Ochsen vnd gemestet Vieh/vnd vil Schaf/gcopffert/vnd hat geladen alle Sone dcß Königs/dazu AbIathar den Priester/ vnd Ioab den Fcldhauptmann / Aber deinen Knecht Salomo hat er nicht geladen. Du bist aber mein Herr König / die äugen dcß gantzen Israel sehen auffdich/daß du jnen anzeigest/wer auffdem Stul meines Her¬ ren Königs nach/m sitzen sol. Wenn aber mein Herr König mit seinen Vättem ent- schlaffm ist/so werden ich vnd mein Son Salomo müssen Sünder ftyn. Weil Hüuid. Mönigm. I.Lap. >86 aber noch redet mit dem Köm'ge/kam der Prophet Nathan.Vnd sie sag- Nathan der E^)tens dem Könige an: Sihe/da ist der Prophet Nathan. Vnd als er hineyn für p^h«. den König kam/betet er an den König auffsein angesicht zur Erden/vnd sprachMein Herr Könrg/Hastu gesaget: Adonia sol nach mir König seyn / vnd auffmeinem Stul sitzen k Denn er ist heut hinab gegangen vnd hat gcopffert Ochsen vnd Mastvieh/ vnd vil Schaf/vnd hat alle Söne deß Königs geladen/vnd die Hauptleute/dazu den Priester AbIathar / Vnd sihe / sie essen vnd trmcken für jm/vnd sagen.Glück zu dem Könige Adonia. Aber mich deinen Knecht/vnd Jadok den Priester/vnd Benaia den Son Ioiada/vnd deinen Knecht Salomo/Hat er nicht geladen.Ist das von mei¬ nem Herrn Könige befohlen/vnd hasts deine Knechte nicht wissen lassen wer auffdem Stul meines Herrn Königs nach im sitzen solt ^^Er König Dauid antwortet/vnd sprach: Rufft mir BathSeba. Vnd sie kam Schwur Da OtzAhmcyn für den König/Vn da sie für dem Könige stund/ schwur der König/vnd » ds / daß Salomo sprach: So war der HERR lebt/der meine Seele erlöset hat auß aller not/Ich wil ^''nRvmgfty» heut thun / wie ich dir geschworen habe bey dem HERRN / dem Gott Israel / vnd ge- redt/daß Salomo dein Son sol nach mir König seyn / vn er sol auffmeinem Stul si¬ tzen für mich.Da neiget sich BathSeba mit jrcm mttlitz zur Erden/vnd betet den Kö nig an/vnd sprach:Glück meinem Herrn König Dauid ewiglich. Vnd der König Dauid sprach:Ruffct mir den Priester Jadok/vnd den Prophe¬ ten Nathan/vnd Benaia/ den Son Ioiada. Vnd da sie hineyn kamen für den Kö- nig/sprach der König zu inen:Nemmet mit euch euwers Herrn Knechte/ vnd setzt mei- v neu Son Salomo auffmem Maul/vnd führet jn hinab gen Gihon / Vnd der Prie¬ ster Jadoksampt dem Propheten Nathan salbe jn daselbst zum Könige vber Israel/ vnd blaset mit den Posaunen / vnd sprecht: Glück dem Könige Salomo. Vnd ziehet jm nach hcrauff/ vnd kommet / so sol er sitzen auffmemem Stul / vnd König seyn für mich/Vud ichwiljm gebieten/ daß er Fürst sey vber Israel vnd Juda. Da antwortet Benaia/ Der Son Ioiada/dcm König/vnd sprach: Amen. EssagederHERR/der Gott meines Herrn Königs/auch also. Wie der HERR mit meinem Herrn Könige gewesen ist / so sey er auch mit Salomo / daß sein Stul grösser werde denn der Stul meines Herrn Königs Dauid. 'par.'°- (^^Agiettgenhinab/derpriesterZadok/vndderProphetNathan/vndBenaia Salomozü C^D der Son Ioiada/vnd Krethi/vn Plethi/ vnd satzten Salomo auff das Maul Rsn^e gorstvom deß Königs Dauid / vnd führeten in gen Gihon. Vnd der Priester Jadok nam das ölhorn auß d er Hütten/vnd salbete Salomo. Vnd sie bliesen mit der posaunen/vnd allesVolck sprach: Glück dem Könige Salomo. Vnd alles Volck zohejm nach her- auff/ vnd das Volck pfeiffmit Pfeiffen /vnd war sehr frölich / daß die Erde von jrem geschrey erschall. ^^Nd Adonia höret es/vn alle die er geladen hatte/ die beyjm waren / vnd sie hat- (>Aten schon geffen. Vnd da Ioab der Posaunen schall höret/sprach er .Was wil das geschrey vnd getümmel der Statt k Da er aber noch redet/sihe/da kamIona- than/der Son AbIathar/deß Priesters. Vnd Adonia sprach: Kom hereyn/denn du bist ein redlicher Mann / vnd bringest gute Bottschafft. Jonathan antwortet / vnd sprach zu Adonia: Ja / vnser Herr / derKönig Dauid/ hat Salomo zum Könige ge- L macht/vnd hat mit yn gesandt den Priester Jadok/vnd den Propheten Nathan/vnd Benaia/den Son Ioida/ vnd Krethi/vnd Plethi/vnd sie habenjn auffs Königs Maul gesetzt. Vnd Jadok der Priester / sampt dem Propheten Nathan/hat jn gesat- bet zum Könige zu Gihon/ vnd sind von dannen herauffgezogen mit freuden/ daß die Statt tummelt/ Das ist das geschrey das jr gehöret habt. Dazu sitzt Salomo auff dem Königlichen Stul. Vnd die Knecht deß Königs sind hineyn gegangen zu segnen vnsern Herrn/den König Dauid / vnd haben gesagt: «eirei^r. Dein Gott mache Salomo einen bessern namen denn dein name ist/vn mache seinen Stul Halsmo. i.BGvondm li.Lap. Stulgrösser denn deinen Stul. Vnd der König hat angebetet auff dem Läger.Auch hat der König also gesagt: Gelobet scy der HERR / der Gott Israel / der heut hat las¬ sen einen sitzen auffmeinem Stul/das meine äugen gesehen haben. (^^A erschracken vnd machten sich auff alle diebeyAdoniageladen waren/vnd (^LDgiengen hin/ein jeglicher seinen weg/Aber Adonia forcht sich fürSalomo/vnd macht sich auff/ gicng hin /vnd fasset die Hörner deß Altars. Vnd cs ward Salomo ungesagt: Sihe / Adonia ferchtet den König Salomo/ vnd srhe/ er fasset die Hörner deß Altars/vnd spricht: Der König Salomo schwere mir heut/daß er seinen Knecht nicht tödte mit dem Schwert. Salomo sprach: Wirdt er redlich seyn /so sol kein Har von jm auffErden fallen / Wirdt aber böses an jm funden / so sol er sterben. Vnd der König Salomo sandte hin/ vnd ließ jn herab vom Altar holen / vnd da er kam / betet er den König Salomo an / Salomo aber sprach zu jm: Gehe in dein Hauß. 11. Lap. -VI. skrben wst/vermant er Salomo zu rechter Gottes forcht / befihlt »n Ioab vnd « A'k Levern B-rsiUac gnad zu beweisen. Damd sttrbr/ Adonm begert einem werbe durch BathSeba / darumb >n Salomo befikltzu tödten /vnd verstößt Lombar voi pnestera.-apr/leßr auch Ioabinder HünendeßHERRNerfchlagen/machr Lena-azum Leldhauprmann/Zavok;um Priester/ vnd leßr Simei «odten. Dauids be- -6 nun die zeit Herbep kam / das? Damd sterben solt /ge-- fehl an Salomo bot er seinem Son Salomo/vnd sprach: Ich gehe hin den weg alter A^u r;. ende. Welt. So sty gct^ßst/vnd sey ein Mann / vnd warte auffdie Hut deß Dem'7. HERRN dcmes Gottcs/daß du wandelst in seinen wegen/ vnd haltest seine Sitten/Gebott/ Recht/ Zeugnisse/ wie geschrieben stehet im Ge¬ setz Mose/auff daßduklug scyestin allem das duthust/vnd wo du dich hin wendest. Auff daß der HERR sein wort erwecke/das er vber mich geredt hat/vnd gesagt: Wer¬ den deine Kinder jre Wege behüten / daß sie für mir treuwlich / vnd von gantzem Her- tzen/vnd von gantzer Seelen/wandeln / So sol von dir nimmer gebrechen ein Mann auffdem Stul Israel. Ioab. Vch weißtu wol/was mir gechan hatIoab/ der Son JeruIa/ was er thet den zweyen FeldhauptmänncrnIsrael/Abner dem Son Mr/vn Amasa dem Son Iether/die er erwürget hat / vnd vergoß Kriegßblut im frieden / vnd thet Kriegßblut an seinen gürte! / der vmb seine Lenden war / vnd an seine schuch / die an seinen süssen waren. Thu nach deiner weißheit/ daß du seine grauwe Har nicht mit frieden hinun- ,arreMt/ Accor'- iar war er König zu Hebron/vnd drey vnd dreyssig jmzu Jerusalem. Vnd Salomo Adonia ter zur Helle bringest. Barsillai. Vch den Kindern Barsillai / deß Gileaditers/ soltu Barmherhigkeit beweisen/ - Reg..-. ^daß sie auffdeinem Tisch essen/ Denn aHo theten sie sich zu mir/da ich für Absa- lom deinem Bruder flöhe. Simei. H?Md sihe/du hast bcy dir Simei/den Son Gera/dcß Sons Iemini/von Bahu - Reg 8^rtm/der mir schändtlich flucht zur zeit/da ich gen Mahanaimgieng. Er aber kamherab mir entgegen am Jordan/ Da schwur ich jm bcy dem HERRN/vn sprach: ^ch wil dich nicht tödten mit dem Schwerdt. Du aber / laß jn nicht vnschüldig seyn/ Denn du bist ein weiser Mann /vnd wirst wol wissen was du jm thun solt/daß du sei¬ ne grauwe Har mitBlut hinunter in die Helle bringest. Dautd hat ^sLso entschleiffDauid mit seinenVättern/vnd ward begraben in der Statt Da- 8 ^Äuid. Die zett aber die Dauid König gewesen ist vberIsrael/tst vtechig rar/ siben ftß auff dem Stul seines Vatters Dauid / vnd sein Königreich ward sehr beständig. . ^,,Ber Adonia/der Son Hagith/ kam hineyn zu BachSeba/der Mutter Salo- Wmo. Vnd sie sprach:Kon,pstu auch mit frieden k Er sprach: Ja. Vnd sprach: Ich H*hab nm dir zu reden. Sie sprach.Sage her. Er sprach: Du wcissest/daß das Kö¬ nigreich Halomo. Königen. ll.Lap. ,87 nigreichmein war/ vnd gantzIsrael hatte sich auff mich gericht/daß ich König seyn solte/Abcr nun ist das Königreich gewandt / vnd meines Bruders worden / von dem HERREN ists im worden.Mn bitte ich eine bitte von dir:Du woltest mein angesicht nicht beschämen. Sie sprach zu im: Sage her. Er sprach: Rede mit dem Könige Sa¬ lomo/denn er wirt dein angesicht nit beschämen/daß er mir gebe Abisag von Sunem zum Weibe. BathScba sprach: Wol/Ich wil mit dem Könige deinet halben reden. A6^Nd BathScba kam hineyn zum Könige Salomo/mit im zu reden Adomas Ehre Salo- <>^halben. Vnd der König stund auff/vnd gieng ir entgegen /vnd betet sie an / vnd sc»m- satzr sich auffseinen Stul/ Vnd es ward deß Königs Mutter ein Stul gesetzt/daß sie sich satzt zu seiner rechten. Vnd sie sprach:Ich bitte eine kleine Bitte von dir/du woltest mein angesicht nicht beschämen. Der König sprach zuir: Bitte meine Mutter/Ich - wil dein angesicht nit beschämen. Sie sprach: Laß Abisag von Sunem deinem Bru¬ der Adonta zum Weibe geben. Da antwortet der König Salomo/ vnd sprach zu seiner Mutter: Warumb bit¬ test» vmb Abisag von Sunem dem Adonia k Bitte im das Königreich auch/ denn er ist mein gröster Bruder/vnd hat den Priester AbIathar/vnd Ioab/ den Son Zeru- Ia. Vnd der König Salomo schwur bey dem HERRN/vnd sprach: Gott thu mir diß vnd das/Adonia sol das wider sein Leben geredt haben. Vnd nun/ so war der HERR e lebt/ der mich bestätigt hat / vnd sitzen lasten auff dem Stul meines Vatters Damd/ vnd dermir ein Hauß gemacht hat/wie ergeredthat/heutsolAdonia sterben. Vnd Adoniawirt der König Salomo sandte hin durch Benaia/den Son Ioiada/der schlug in daß 6"»^ erstarb. A6^Nd zu dem Priester AbIathar sprach der König: Gehe hin gen Anathot zu den AbIathar c^nem Ackcr/denn du bist deß todes/ Aber ich wil dich heut nicht tödten/Denn du emsE. hast die Lade deß HERRN HERRN für meinem Vatter Dautd getragen/vnd hast mit gelitten wo mein Vatter gelitten hat. Also verstieß Salomo den AbIathar/daß er nicht mußte Priester deß HERRN seyn/Auff daß erfüllet würde deß HERREN wort/das er vber das Hauß Eli geredt hatte zu Silo. »- diß Gerüchte kam für Ioab/ den Ioab hatte an Adonia gehangen / wtewol Ioab. cdulcht an Absalom. Da fioh Ioab in die Hütten deß HERRN/vnd fastet die Hörner deß Altars. Vn es ward dem Könige Salomo angesagt/daß Ioab zur Hüt¬ ten deß HERRN geflohen were/vnd sihe/er stehet am Altar.Da sandte Salomo hin Venaia/den Son Ioiada/vnd sprach: Gehe / schlage in. Vnd da Benaia zur Hüt¬ ten deß HERRN kam / sprach er zu im: So sagt der König: Gehe herauß. Er sprach: Nein/Hie wil ich sterben. Vnd Benaia sagt solchs dem König wider/vnd sprach: So hat Ioab geredt/ vnd so hat er mir geantwortet. Der König sprach zuim:Thuwieergeredthat/vndschlagin/vndbegrabein/ «Mr Men- daß du das Blut/das Ioab vmb sonst vergossen hat/von mir thust / vnd von meines s-hm blut vergebt/ Vatters Hause / vnd der HERR im bezale sein Blut auff seinen kopff/ daß er zween v-rgoss-uMrd^" Männer geschlagen hat/ die gerechter vn- besser waren denn er/vnd hat sie erwürget mit dem Schwerdt/ daß mein Vatter Dauid nichts drumb wußte/ nemlich/Abner/ den SonMr/den Feldhauptmann vber Israel/vnd Amasa / den Son Iether / den Feldhauptmann vber Juda/ daß ir Blut bezalet werde auff dem kopff Ioab/vnd sei¬ nes Samens cwiglich/Aber Dauid/vnd sein Same/sein Hauß/vnd sein Stul/frie- de habe ewiglich von dem HERRN. v Vnd Benaia/der Son Ioiada/gienghinauff/vnd schlug in/vnd tödtet in. Vnd er ward begraben in seinem Hause in der Wüsten. Vnd der König setzet Benaia/den I»ft 4. Son Zoiada/an seine statt vbers Heer/vnd Zadok/ den Priester / setzet der König an die statt AbIathar. A^Nd der König sandte hin/ vnd ließ Simei ruffen/ vnd sprach zu im: Bauwe dir cz^ein Hauß zu Jerusalem / vnd wohne daselbs / vnd gehe von dannen nit herauß/ r weder Halsmo. i.BuAvondcn li.Lüp. weder hie noch daher. Welches tags du wirst hinauß gehen/vnd ober dm Bach Ki¬ dron gehen/So wissc/daß du deß todes sterbk mußt/ dein Blut sey auffdeinem kopff. Simei sprach zum Könige: Das ist ein gute Meinung/wie mein Herr der König ge- rcdt hat/ sosol dein Knecht thun. Also wohnet Simei zu Jerusalem lange zeit. ^*S begab sich aber ober drey jar/daß zween Knechte dem Simei entliessen zu c>^Achis dem Son Maccha/dcm Könige zu Gath/ Du cs ward Simei angesagt/ Slye/ deine Knechte sind zu Gach. Da machte sich Simei auff/ vnd sattelt seinen Esel/vnd zoch hin gen Gath zu Achts/daß er seine Knechte suchet. Vnd da er hin kam/ bracht er seine Knechte von Gath. Simei. H6^Nd es ward Salomo angesagt/daß Simei hingezogenwere von Jerusalem ^Agen Gath/vnd widerkommen. Da sandte der König hin / vnd ließ Simei ruf- fen/ vnd sprach zu im: Hab ich dir nicht geschworen bey dem HERRN / vnd dir bezeu- gct/vnd gesagt: Welches tages du würdest außzichm/ vnd hie oder dahin gehen/ daß du wißen soltest / du müßtest deß todes sterben k Vnd du sprachst zu nur / Ich hab ein gute Meinung gehöret: Warumb hast» denn nicht dich gehalten nach dem Eyd deß HERRN/vnd Gebott/das ich dir gebotten habet Vnd der König sprach zu StmcüDu weißt alle die boßheit/der dir dein Hertz be- wußt ist/die du meinem Vatter Dauid gethan hast/ der HERR hat deine boßheit be- zalet auffdeinen kopff. Vnd der König Salomo ist gesegenet/ vnd der Sttkl Dauid wirt beständig seyn für dem HERRN ewiglich. Vnd der König gebot Benaia/ dem Simeiwirdt Son Ioiada/dergierig hinauß/vn schlugjn/daß er starb.Vnd das Königreich ward s-tSdttt. bestätiget durch Salomo Hand. 111. Lap. Salomo mmpk pbaraons Tochter mm Weib« / Salomo Helt sich wo!/beg«t-t v-m HER¬ REN welßhett / vno ste wrrvt,m gegeben. Vom vrtheil deß Römgs Salomo zwischen zwexen Mtztrern/derenRrndei- ernstod/ das ander lebendig war. Nd Salomo befteundte sich mit Pharao dem König Egypten/ vnd nam Pharao Tochter /vnd bracht sie in die Statt Salomo Dauids/ biß er außbauwete sein Hauß vnd deßHERRN Hauß/ vnd die Mauwren vmb Jerusalem her. Aber das Dolck opfferte noch auff den Höhen/Denn es war noch kein Hauß gcbauwet dem -.par.^ Namen deß HERRN biß auff die zeit. Salomo aber hakte den HERRN lieb / vnd wandelt nach den sitten seines Vatters Dauid /On daß erauff den Höhen opfferte vnd räucherte. o^Nd der König gieng hin gen Gibeon/daselbs zu opffern/Denn das war eine Gibeom A^Ahcrrliche Höhe/vnd Salomo opfferte tausend Brandopffer auffdemselben Al-' tar. Vnd der HERR erschein Salomo zu Gibeon im Traum deß nachts / vnd Gottsprach:Bitte/was ich dir geben sol. Salomo sprachMu hast an meinen; Vatter Dauid/deinem knecht/groffe barm- hertzigkctt gethan/wie er denn für dir gewandelt hatinwarheitvndgcrechtigkeit/ Salomo Ge vnd mit richtigem hertzen für dir/Vnd hast im diese grosse Barmhertzigkeit gehalten/ bcle. vnd im einen Son gegeben/der auff seinem Sml fasse/wie cs denn jetzt gehet. Nun HERR mein Gott/du hast deinen Knecht zum Könige gemacht an meines Vatters Dauids statt/ so bin ich ein kleiner Knabe/ weiß nicht weder mein außgang noch cyn- gang/M dein Knecht ist vntcr dem volck/das du erwehlet hast/so groß/daß niemand zchlen noch beschreiben kan für der menge. So woltestu deinem Knecht geben ein ge¬ horsam Hertz/daß er dein Volck richten möge/vnd verstehen/was gut vnd böse ist/ Denn wer vermag diß dein mächtig Volck zu richtenk Salomo As gefiel dem HERRN wol/daß Salomo vmb ein solchs bat.Vnd Gott sprach 8 WGhcir. ^^/zu irmWeil du solches btttesr/vnd bittest nicht vmb langes leben/noch vmb reich- thumb/ Halsmo. Königen. 111. Lap. thumb/nochvmbdeinerFeinde Seele/sondern vmb verstände/Gericht zu hören/ Sihe/so habe ich gcthan nach deinen Worten. Sihe/ Zch habe dir ein weises vnd ver- ständiges Hertz gcgeben/daß deines gleichen vor dir nicht gewesen ist/vnd nach dir nit auffkommcn wlrt. Dazu / das du nicht gebeten hast / hab ich dir auch gegeben/ mm- lich/Reichchumb vn Ehre /daß deines gleichen keiner vnter den Königen istzu deinen zetten. Vnd so du wirst in meinen wegen wandeln/daß du Heltest meine sittett/vnd gebott/wie dein Vatter Dauid gewandelt hat/so Wil ich dir geben ein langes Leben. Vnd da Salomo erwacht/sihe/da war es ein Traum/Vnd kam gen Jerusalem/ vnd trat für die Lade deß Bunds deß HERREN/vnd opfferte Brandopffervnd Danckopffcr/vnd macht ein grosses Mahl allen seinen Knechten. AV der zeit kamen zwo Huren zum Könige / vnd traten für in. Vnd das eine Weib ^sprach:Ach mein Hcrr/Zch vnd diß Weib wohncten in einem Hause/vnd ich gelag bcy jr im Hause.Vnd ober drey tag/da ich geboren hatte/gebar ste auch/Vnd wir wa¬ ren bey einander/daß kein frembder mit vns war imHause/on wir beyde. Vnd dieses Werbe Son starb in der nacht / denn sie hatte in im schlaff erdrückt: Vnd sie stund in der nacht auff/vnd nam meinen Son von meiner seiten/da deine Magd schliess/ vnd legt in an iren arm/vnd iren todten Son legt sic an meinen arm. Vnd da ich deß mor¬ gens auffstund meinen Son zu sengen/ sihe / da war er tod/ Aber am morgen sähe ich in eben an/vnd sihe/ es war nicht mein Son den ich geboren hatte. Das ander Weib sprach: Nicht also/Mein Son lcbt/vnd dem Son ist tod. Jene aber sprach: Nicht al- c so/dein Son ist tod/ vnd mein Son lebet / Vnd rcdten also für dem Könige. Vnd der KönigsprachDiese sprichtMetrr Son lebt/vnd dein Gon »st rod. Zcue spricht: Nicht also/ den» Son ist tov/ vnd mein Son lebt. Vnd der König sprach: Ho¬ let mir ein Schwerdthcr. Vnd da das Schwcrdt für den König bracht ward/ sprach derKönig.Theilet das lebendige Kind in zwcy theil/vn gebt dieser die hclffte/vnd jener die helffte. Da sprach das Weib/deß Son lebete/zum Könige (Denn jr Mütterlich Hertz entbrannt vber jren Son)Ach mein Herr/gcbt jr das Kind lebendig/vnd tödtet cs nicht. Jene aber sprach: Es sey weder mein noch dein. Laßt es theilen. Da antwor¬ tet der König / vnd sprach: Gebt dieser das Kind lebendig / vnd tödtets nicht / Die ist seine Mutter. Vnd das Vrthcil erschall für dem gantzen Urael / das der König gesel¬ let Hatte/Dnd forchten sich für dem Könige/Denn sie sahcn/daß die weißhcit Gottes in jm war Gericht zu halten. L ij Das Zalom». i.BGvondcn iiii.Lap. Wcißheit Salomons. Salomons § Fürsten. 1111. Lap. Das Röm'grekch Salomo mir semen Amptleuten / wie werk es stch erstreb / was sm täglich für proulnndauffgangen.Von seiner Reuterey/Hofordnunge/vndgrosser werßherr. Lso war Salomo König vber gantz Israel. Vnd drese waren seine Fürsten / AsarIa / der Son Jadok deß Priesters. Eliho- / reph vnd AhiJa / die Söne Sisa/waren Schreiber. Josaphat der W Son Ahilud war §antzler.Benaia/der son Joiada/war Feldhaupt- W- mann.Zadok vnd AbIathar waren Priester. AsarIa/derSonNa- than/war vbcr die Amptleute.Sabud/der Son Nathan deß priesters/war deß Kö nigs Freund. Ahisar war Hofmcister.Adoniram/dcr Son Abda war Rentmeister. Awölffampt- ^^KNd Salomo hatte zwölff Amptlcute vbcr gantz Israel/ die den König vnd sein leuce Salomons. versorgcten/Einer hatte deß jars ein Mondlang zu versorgen. Vnd hies¬ sen also: Der Son Hur auff dem Gebirge Ephraim. Der Son Dcker zu Makaz vnd zu Saalbim/ vnd zu BethSemcs/ vnd zu Elon vnd BcthHanan. Derson He- sed zu Aruboth/vnd hatte dazu Socho/vn das gantze Land Hcpher. Der son Abina- Taphath. dab/ die gantze Hcrrschafftzu Dor / vnd hatte Taphath / Salomons Tochter/zum Weibe. Baena/der Son Ahilud zu Thaenach vnd zu Megiddo/vnd vber gantzes VtthSean/welchc ligt neben Jarthana / vnter Jesrecl / von BethSean biß an dm plan Mehola/biß jenseit Jakmeam. Der son Geber zu Ramoch in Gilead/vnd hat¬ te die Flecken Iair/ deßsonsManaffe/in Gilead/ vnd hatte diegegcnd Argob/ die in Basan ligt/sechtzig grosser Stätte vcrmauwret/vnd mit ehrnen Rigeln. Bafmath. AbtNadab/dcr son Iddo zu Mahanaim.Ahimaaz in Naphthali/ Vnd der nam auch Salomons Tochter/Basmath/zum Weibe. Baena/ derson Husaiin Asser/vn zu Noch. Iosaphat/der son paruah inIsaschar. Simei/dcrson Ela inBenIamin. Syr.4.47. Geber / der son Vri im Lande Gilead / im Lande Schon deß Königes der Amoriter/ vnd Og deß Königes in Basan/ein Amptmann war in demselbigen Lande. Juda aber vnd Israel deß war vil/wie Der sand am Meer/ vnd assen vnd mmckcn/vnd wa- reu frölich. Also roar Salomo ein Herr vber alle Königreich / von dem Wasser an in der Philister Lande/biß an die grentze Egypti/ die jm Geschänckc zubrachten/vnd die- mtenimsemlebmlang. Tägliche spei- WHM Salomo mußte täglich zur Speisung haben Dreissig §hor Semmelmehl/ fmr^ar Sal°mo»k (Shor ander mehl/zchcn gemäße Rinder/ vnd zwmtztg Weidrindcr/vnd hundert Schaf/außgenomen Hirsch vnd Reh vnd Gemscn/vnd gemästet Vieh.Dcn er herrschete im gantzcn Lande drffeit deß wasscrs/von Tiphsah biß gen Gasa/vbcr al¬ le Kömge disseit deß wasscrs/vnd hatte friede von allen seinen Vndcrthanen vmbhcr/ Daß Juda vnd Israel sicher wohnetcn/ein icglichcr vnter scmcm Weinstock/vnd vn- tcr seinem Feigenbaum/von Dan biß gen BcrSeba/so lang Salomo lebte. Wagen vnd Vnd Salomo hatte viertzig tausend Wagenpfcrde/vnzwölfftausend Reystgen. -.psr.,. Vnd die Amptlcute versorgeten den König Salomo/vnd alles was zum Tisch deß Königes gehorte/cin ieglicher in seinem Monden/vnd liessen nichts fehlen.Auch Ger¬ sten vnd Stroh für die Rossz vnd Leuffer brachten sie an dm ort da er war / ein jegli¬ cher nach seinem befehl. Nd Gott gab Salomo sehr grosse wcißheit vnd vcrstandt/vnd getrost hertz/wie Sxmch 47. I, Hsand der anr vfer deß Meers ligt/ Daß die wcißheit Salomo grösser war denn ^aller Kinder gegen Morgen/vnd aller Egyptcr weißheit/Vnd war weiser denn alle Merrschen/auch weiser den die Tichtcr/Ethan der Esrahiter/Hcman/ Khalchal/ vnd Darda/vud warbcrühmctvnterallen Hcyden vmbhcr. Vnd er redet drcy tau¬ send Sprüche/vnd seiner Aeder waren tausend vn fstnff.Vnd er redet von Bäumen/ vom Keder anzu Libanon/biß an den Isop/der auß der wandt wächßt.Auch redet er vm Salomo. Königen, v. Lap. ,89 von Vieh/von Vögeltt/von Gewürm/von Fischen. Vn es kamen auß allen Dölckcrn zu hören vte wcißhelt Salomo von allen Kömgenauff Erden /dre von seiner Weiß- heit gehöret hatten. v.Lap. Hiram/Ver Röntg;« Tyro/bewtiligt vnd gibt Salomo Ledern vnd Tännen Holtz )uw SebLnwe dcß Tempels vnd schtckr pn künstliche wercktrure. » Hiram/ der König zu Tyro/ sandte seine Knechte Hiram. Zu Salomo/denn er hatte gchöret/daß sie jn zum Könige gesalbct hatten an seines Vatters statt/ Denn Hiram liebte Dauip sein le- benlang. Vnd Salomo sandte zu Hiram/vnd ließ im sagen: Du weißest daßmcinVattcr Dauidnicht kundtcbauwencin Hauß dem Namen deß HERRN seines Gottes / vmb deß Kriegs willen / der vmb jn her war / biß sie der HERR vntcr seiner fußsolcn gab. Nun aber hat mir d er HERR mein Gott ruhe gegeben vmbher/ daß kein Widersacher noch böse hindcrniß mehr ist.Schc/so hab ich gedacht ein Hauß zu bauwcn dem Namen dcß HERREN meines Gottes/wie dcrHERR gcrcdt hat zu meinem Vatter Dauid / vnd gesagt: Dein Son / den ich an deine statt setzen werde auff deinen Stul / der sol meinem Namen ein Hauß bauwcn. So bcfihl nun / daß » man mir Kedern auß Libanon hauwe/vnd daß deine Knechte mit meinen Knechten seycn.Vnd das lohn deiner Knechte wil ich dir gcbcn/allcs wie dusagcst/denn duwey, sest/daß bcy vns niemand ist der Holtz zu hauwen wiffe/wie die Adonier. ^XA Hiram aber höret die wört Salomo/fteuwet er sich hoch/vnd sprach: Gelo- (Z^bctseyderHERRheute/der Dauid einen weisen Son gegeben hat vberdiß groffeVolck. Vnd Hiram sandte zu Salomo/vnd licßjmsagen:Ich habe gehöret/ was du zu mir gesandt hast/Ich wil thuN nach alle deinem beger/mit Kedern vnd Tännen Holtz. Meine Knechte sollen sie von Libanon hinab bringen ans Mer/ vnd wil sie in Flössen legen lassen auff dem Meer / biß an den ort / den du mir wirst ansa- gcn lassen/ vnd wil sie daselbs abbinden / vnd du solts holen lassen. Aber du solt auch mein beger thun / vnd speise geben meinem Gesinde. v Also gab Hiram Salomo Kedern vn Tännen Holtz nach alle seinem beger. Sa- lomoaber gab Hiram Zwentzig tausend Kor Wcytzenzu essen für sein Gesinde/vnd Kwcntzig Kor gestossen ölcs/Solchs gab Salomo iärlich dem Hiram. Vn der HERR gab Salomo Weißhcit/wie er im geredt hatte / Vnd war friede zwischen Hiram vnd Bund zwk- Salomo/vnd sie machten beyde einen Bund mit einander. H6^Nd Salomo legt einen anzal auffgantzes Israel/vnd deranzalwardrcyssig (^tausend Mann. Vnd sandte sic auff den Libanon/ia einen Monden zehen tau- scnd/daß sie einen Monden auffdcm Libanon waren/ vnd zwecn Monden daheime/ Vnd Adoniram war vber solcher anzal. Vnd Salomo hatte sibentzig tausend die da tast trugen/vn achtzig tausend die da Werckteute zimmerten auffdem Berge/on die öbersten Amptleute Salomo/ die vber das Werck gcsetzt waren/nemltch/drey tausend vnd drey hundert/welche vber das volck herrscbe- ten/das da am Werckarbeitet. Vnd der König gebot/ daß sie grosse vnd köstliche stei¬ ne außbrcchen/ncmllch/aehauwcnc steine zum grundt deß Hauses. Vnd die Bauw- leute Salomo/vnd die Bauwleute Hiram / vnd die Gibltm / hieben auß /vnd berei- tenzuHoltzvnd Steine/zubauwendasHauß. Vl.Lap. XVenn/wte groß/weicher gestait/vnd in was rerr/Salsmo den Tempel gedauwen. i ist Im I.BuAWNdM Vor (shiifttGeburt/ ! gebcmwct. a fDreE'igelehoch) sv/H Inr andern thcil der ftRdcrtcskMas tzig Ekel» breyt/vnd' orcrsslg Elen hoch. ^nnovodcr KMkMM vmHundert vnd achtzigsten jar nach dem Attßzug ?MUKU der Kinder Israel arrß Egyptenland / im vierdten jar deß König- Arrpel verTcmpel rcichs SalomovbcrIsrael/im Monde Stf/das ist der ander Mond/ MWU ward das Haust dem HERRN gcbauwct. Das Hallst aber / das der Korng Salomo dem HERRN bauwet/war sechtzig Elen lang/zwcn- Hans;scyhmrdert tz» Vud hguwct eine 5)alle für dem Tempcl/zwentzig Elen lang/rrach der brcyte deß W!wckhsAZ Hausce/vnd zehen Elm breyr für dem Häuft her. Vnd er machte an das Haust ° Fen- hE-g^Kaber sicr/innwmdig weit/ außwendig enge. Vnd er bauwet einen vmbgang an der warrd deßHauftörings vmbhcr/daßer beydc vmb denTempclvndKhorhergieng/vnd Ivclches Dreissig clm Macht sein eusftrwand vmbher. Der vntcrst Gang war fünffElen weit/ vnd der mit- b tclst sechst Elen wert / vnd der dritte siben Elen weit / denn er legte Tramm aussen am AL',/v-i außw-'! Hause vmbher/ daß sie nicht an der wand deß Hauses sich hielten. mm'Lht wLwch ' Vnd da das Haust gesetzt ward / waren die stein zuvor gantz zugericht / daß man sLwolÄ v?h^ kein Hammer noch Bcycl/noch irgend ein cyscu Gezeug/im bauwen hörete. m-si fthcn/Solches Elli Thür über war zur rechten ft'itcn mitten am Hause/dast mall durch Wendel- stein hinauffgieng auff dell Mittclgang/vnd vom Mittelgang auff den dritten. Also bauwet er das Hauß/vnd vollendets/Vnd spüntct das Haust mit Kedcrn/beyde oben dnd an wänden. Er bauwet auch einen Gang oben auff dem gantzcn Hause herumb/ MiIhkenee alles/ füllff Elen hoch/ vnd decket das Haust mit Kedern Holtz. In' K^Nd cs geschach deß HERRN wort zu Salomo / vnd sprach: Das fey das Haust Verheil A7/'daß d-rB c^Pdas du bauwest/ Wirsttt in meinen Gebottcn wandcln/vnd nach meinen Rech- suuaGo.cc^ a>n?a>chwLuA ten thun/ vnd alle meine Gel ott halten / drinnen zu wandeln / So Wil ich mein wort L' fc.l vnd M Mir bm, MN dir bcstätlgen/wtc ich deinem Vatter Damd geredt habe / vnd Wil wohnen vnter dmaMMd ssc'ju den Kindern Israel/vud wll metll Volck Israel nicht verlassen. ^sLso bauwet Salomo das Haust/vnd vollcndets. Vnd bauwet die Wände deß Actor.-?. ^ß,Hausc6 innwcndig an den'sciten von Kedern/von deß Hauses Boden an biß an die Decke / vnd spüntcts mit Holtz innwcndig / vnd täfelt den Boden deß Hauses mit Tennen Brettern. Vnd er bauwet hinden im Haufe Zwentzig clen lang ein Kedern Wand/vom Bo Allerhei- den an bist an die Decke/vnd bauwet daselbst innwendig den Khor vnd das Mechel- ligst/Aber das haust deß Tcmpels(für dem §hor)war viertzig elen lang. Innwendig «s L- w^/ war das gantzc Haust eytel Kedcrn/mit gcdrcheten knoten vn Blumwerck/ daß man keinen stein sähe. Aber den Khor breytct er innwendig im Hause / daß man die Lade deß Bunds deß HERRN dasclbs hin thät.Vnd für dem Khor der zwentzig elen lang/ zwentzig elen weit/vnd zwentzig elen hoch/war/vnd vbcrzogen mit lauterm Golde/ spüntct er den Altar mit Kedern. Vnd Salomo vberzog das Haust innwcndigmit lauterm Golde/vndzoch gül¬ den Riegel für dem Khor hcr/den er mit golde vberzogen hatte/ Also / daß das gantze Haust gar mit golde vberzogen war/dazu auch den gantzcn Altar für dem Khor vber- zocb er mit golde. ^E»R macht auch im Khor zween Kherubim /zehen Elen hoch / von ölebäum Holtz. Q^Fünff Elen hatte ein Flügel eines jeglichen Kherub / daß zehen Elen waren von dem ende seines einen Flügels zum ende seines andern Flügels. Also hatte der ander ^<".'5 Kherub auch zehen Elen / vnd war einerlei) mässe / vnd einerlei) raum bcyder Kheru¬ bim / daß also ein jeglicher Kherub zehen Elen hoch war. Vnd er thet die Kherubim innwcndig ins Hauß/vnd die Kherubim breiten jre Flügel auß/daß eims Flügel rühret an diese wand/vnd deß andern Kherub Flügel rühret an die ander wand/ Aber mitten im Hause rühme ein Flügel den andern. Vnd er vberzog die Kherubim mit Golde. Kontra- aloms. Königen. Vi.Qp. ,9° Lontrafthtung des; Tcmpels/vnd deßOöerhaufts Gottes im Tempel / one das Dach / sampt dem Hofe der pncstcr/vor dem Lbcrhauß^ Nidergaug. Erklärung der ckstcn Figur. » b Die lengesechtzr'g elen. a c Diebreltezwenylg elen. d e Die höhedcetssrg elen. f g Dte Hatte oder Hof für dem Tempel/Zwentzlg elen lang/zehcn eien breit. h Die feilster waren inwendig werter denn von aussen. tkl Die dre^Vmbgengderhaußttnoderkamern ander wanoc dest Obernhauses rings vmbher/deren der vnderstfünffelenweit/der mittelst sechstelen weit der äderst sechst elen weir/vnv alle drexfünss elen hoch waren. M tto Absatz an der Mauren dest Tempels/darauffdas Gebalek der vmbgäng ruhete. p Der Schnecken. »- q Das Allerheiligst im ivbernhause Gottes zwenyig elenlang vnd breit/vnd hoch/dessenhalbe höhe a mit reinem golt vberzogem die ander halbehöhe b b war mrr Golt vnd köstlichem Edeigcstein vber^ zogen. r Der TempeloderHailedasrst das heilige vnd för-s der rherl am Oberhause Gorres/viertz/g ele lang. s Die Lade oder Schrei n dest Lnndts dest t Diezwen Lherubim / zehen eien hoch. v Die zwo Porten rm exngang dest Gberhauses. x Der Zürhang dec das heilige von dem allerherlig-- stenlmcvbernhausescheidet/r.par.;. Matth.r^. x Das ort derporten dest Oberhauses Gottes/welche darumb nicht hiehergeseyr ist/damit man das anderdeste baß sehen möge , welches sonst were dardurch verschlagen worden. z Lehen güldene Leuchter/auffieder stiren fHnff/r-pa- ralip 4. Lehen Tisch- Der gülden Altardest Rauchwercks, Mttttachk nloms. Königen, vi.Lap. ,90 Lontrafchttmg dcßTcmpels/vnd des? Oßechauses Gottes tm Tempel / one dao Dach / sampt dem Hofe der Priester/vor dem Hber-Hauß.' Äuffgang. t inj Kontra» Mittag. Halomo. i.BuKvondm vi.Lap. Lontrafehkung deß Tempels / mit dem Obcrhause Gottes da-- rimr/wte ee gedeckt gewesen/ vnd den Vorhöftn/beyde/der Priester vndden Israeliten. Mdergang. Äuffgang. Vnd Mittnacht. MM-. Königen. vil.§np. )9j Vnd an allen wänden deß Hauses vmb vnd vmb ließ er schnitzwerck machen von außgehökten Kherubim/ Palmen vn Blumwerck/mwendig vnd außwendig. Auch vberzog er den boden deß Hauses mit gülden blechen/tnwendig vnd außwendig.Vnd im eyngang deß Khors macht er zwo thür von ölbaum Holtz/ mit fünffecketen Pfosten/ vnd ließ schnitzwerck drauffmachen von Kherubim / Palmen/ vnd Blumwerck/vnd vberzog sie mit gülden blechen.Also macht er auch im eyngang deß Tempels viereckete pfosten von ölbaumholtz/vnd zwo thür von Tennen Holtz / daß ein legliche Thür zwey blatt hatte an einander hangen in jren angeln/ vn macht schnitzwerck drauffvon Khe rubim/Palmcn/vn Vlumwerck/vnd vberzog sie mit golde/recht wie es befohlen war. Vnd er bauwet auch einen Hof drinnen / von drcyen Riegen gehauwen steinen/ vnd von einer riegcn gehöfelter Kedern. Gif. Im vierdten Iar im Monden Sif ward der grundt gelegt am Hause deß HED Vul. REN/vnd im eylffren Iar im Monden Bul (das ist der acht Mond)ward das Haust bereitet wie es seyn solte / Daß sie sibcn iar dran bauwetcn. VII. Lap. Salomo bauwet far sich auch ein herrlich Ha»ß/vn eins für seine Frauwe / die Tochter pha. raons.Hlram einer Wirrwen Son von Txro/macht vre Geulen/das gegossen Meer/ehrnen Ge-> sinl/ehrne Resset Löpffe Schnüffeln/ Bechen/ vnd alle ander Lrywerck. Go teßr auch Salomo machen allen Ge;eug;um Hause dess HERRl^/güldtn Altar. L Ber an sclnem Hause bauwete Salomo dreytzehm Salomons Iar / daß crs gantz außbauwet / nemlich / Er bauwet ein Hauß vom Wald Libanon/ hundert Elen lang / fünfftzig Elen weit / vnd dreyffig Auff dasselbige gevierde leget er den boden von Kedern brettern/ auffKedern Seulen nach den riegen hin.Vnd oben drallff ein gezimmer von Kedern auffdieselben Seulen / welcher waren lünffvnd viertzig/ ja fünfftzehen in einerriege. Vnd waren Fenster gegen die drey riegen gegen einander vber / drey gegen drey/ vnd waren in jren Pfosten vrercket. Er bauwet auch eüre Halle von seulen /fünfftzig Elen lang /vnd dreyffig Elen HofSaak. breit/vnd noch eine Halle für diese/mit Seulen vnd dicken Balcken. Kantzley. S»p.r. Vnd bauwet auch eine Halle zum Richtstul / darin man Gericht hielt/vnd täfelt Richthaust, beyde Toden mir Kedern. ' Dazu Halsms. i. BW von dm v i i.Lap. Dazu sein Hauß darinnen er wohnet/im Hinderhof/Hindenan der Hall/ge¬ macht wie die andern. Vnd macht auch ein tzauß/wie dle Halle der Tochter Pharao/die Salomo zum Svp Weibe genommen hatte. Solche alles waren köstliche steine nach dem winckeleysen gehauwen/mit Segen geschnittö auffallen feiten/ vom grundt biß an das dach / dazu auch Haussen der grosse Hof. Die grundtfeste aber waren auch köstliche vndgrosse steine/ zehen vnd acht Eten groß/vnd darauff köstlich gchauwene steine nach dem winckeleysen/ vtt Kedern. Aber der grosse Hofvmbher hatte vrey riegen gehauwen stein/ vn ein riege vö Kedern bret- tern/Also auch der Hofam Haust Deß HERRN innwendig/vnd die Halle am Haust. L^Nd der König Salomo sandte hin/vn ließ holen Hiram von Tyro/einer Witt- Hiram. AHwen Son/auß dem sram Naphehali/ vnd sein Vatter war ein Man von Tyro gewestn/der war ein Meister im Ertz/voll wcißheit/verstandt vn kunst zu arbei ten allerley Ertzwerck. Da der zum Könige Salomo kam/ machet er alle seine werck. Nd machet zwo eherne Seulen/eine jegliche achtzehen Elen hoch/vnd ein faden 4 R-g A^Hvon zwölff Elen war das maß vmb jegliche Seuten her. Vnd machte zwccn kneuffvon Ertz gegossen / oben auff die stulen zu setzen / vnd ein jeglicher kuauff war fünffElen hoch. Vnd es waren an jeglichem knauffoben auff der stulen siben ge¬ flochten reiffe/wie ketten. Vnd macht an jeglichem knauff zwo riegen Granatöpffel vmbher/an einem reiffc / daruir der knauffbedeckt ward. Vnd die kneuffe waren wie die Rosen für der Hatte/vier Elen groß. Vnd der Granatöpffel in den riegen vmbher waren zwey hundert/oben vnd vnden an dem reiste der vmb den bauch deß kuauffs hergieng/anjeglicheni knauffauffbeyden stulen. Vnd er richtet die stulen auff für der Halle deß Tempels / Vnd die er zur rechten Hand setzet/ hieß er Zachm / vnd die er zur Zachin. lincken Hand setzet/hieß er Boas. Vnd es stund also oben auff den stulen wie Rosen. Boas. Also ward vollendet das Werck der Seulen. Vnd er macht ein Meer gegossen / zehen elen weit / von einem rand zum andern/ rund vmbher/vnd fünffElen hoch/vnd eine Schnur dreyssig Elen lang war das maß rings vmb. Vnd vmb daffelb Meer das zehen Elen weit war/gtengen Knoten an seinem rande/rings vmbs Meer her/Der knoten aber waren zwo riegen gegossen. Vnd es stund auffzwölffRindern/welcher drey gegen Mitternacht gewandt waren/ drey gegen Abend/drey gegen Mittag/vnd drey gegen Morgen/ vnd das Meer oben drauff/ drauff/ daß alk jr hmdcrtheil mmvendig war. Seine dicke aber war em handbreit/ Bathus vnd sein Rand war wie eins Bechers mnd/wie em auffgegaugen Rostn/Vnd gierig AU' halber drcyn zwei) tausend Bath. o machtauchzchenEherneGestüle/eittjeglichenvierElenlangvndbreit/vttd EherneGes (>L^drey Elen hoch. Es war aber das Gestüte also gemacht/daß es feiten hatte zwi- Mi schar leisten/vnd an den selten zwischen den leisten waren Löuwen/ Ochsen/vnd Khe- rubim/Vnd die selten/daran die Löuwen vnd Ochsen waren/ hatten leisten oben vnd vnden/vnd füßlln dran. Vnd ein jeglich Gestüle hatte vier ehrne Räder/mit ehernem gcstcll. Vnd auff den vier ecken waren achseln gegossen / ein jegliche gegen der andern vbcr/vnden an den Kessel gelehnet. Aber der halß mitten auff dem Gestüle war einer clen hoch/vssrund/ anderthalb Elen weit/vnd waren Pockcln an dem halß in ftlden/dic viereckct waren/vnd nicht rund. Die vierRäderaberstundenvndmandenscttcn/vnddicachselndcr Räder waren am Gestüle / ein jeglich Rad war anderthalb Elen hoch. Vnd waren Räder wie Wagemäder/vnd jr achseln/naben/speichen/vnd felgen/war alles gegossen. Vnd die vier achseln auff den vier ecken eins jeglichen Gestüls waren auch am Gestüle. Vnd am halß oben auffdem Gestüle einer Halden elcn hoch/rund vmbher waren leisten vnd selten am Gestüle. Vnd er ließ auff die fläche derselben selten vnd leisten graben Kherublm/ Löuwen/vn Palmenbäum/ ein jeglichs am andern rings vmbher dran.Auffdle Welse macht er zehe gestüle gegoffen/einerley maß vn raum war an allö. ^^Nd er machtzehcn eherne Kessel/daß viertzig Bach in einen Kessel gieng/vnd Zehen eheme c^war vier Elen groß / vnd auff jeglichem Gestüle war ein Kessel. Vnd setzt fünff Gestülan die rechten ecken deß Dauses/vnd die andern fünff an die lincken ecken/ Aber das Meer setzt er zur rechten form an gegen Mittag. v Nd Hiram machet auch Töpffe/Schauffeln/Becken/vnd vollendet also alle Alle tverck T^Werck/dlc der König Salomo am Hause deß HERRN machen ließ / ncmlich/ ERnA ^^diezwoseulen/vn die keuliche kneuffe oben auffden zwo seulen/vnd die zween ge- s-hsrig. flüchten rciffe/zu bedecken die zween keuliche kneuffe arrff den seulen.Vnd die vier hun¬ dert Granatöpffel an den zweyen geflockte reissen / ja zwo ricgcn Granatöpffelan ei¬ nem reiffe/zu bedecken die zween keuliche kneuffe auffden seulen.Dazu die zehen gestü- Kessel. le/vnd zehen Kessel oben drauff. Vnd das Meer vnd zwölffRlnder vnter dem Meer. Meer. Vnd die Töpffen/Schauffcl/vn Bcckcn.Vn alle drse Gcfäß/die Hiram dern Könige Salomo -Aülomo. i.BuAvondm VIII. Lap. Salomo machet zum Hause deß HERRN / waren von lauterm Ertz. In der gegend am Jordan ließ sie der König giessen in dicker Erden/zwischen Suchoth vü Jarchau. Vnd Salomo ließ alle Gefeß vngcwogen / für der sehr grossen menge deß Ertzs. AfVch machte Salomo allen gezeug der zum Hause deß HERRN gehöret /nem-- Exsr>.r,. ^lich/einen gülde War/etnen güldL Dsch/darauffdte Schauwbrot ligen. Fünff Leuchter zur rechten hand/vnd fünffLeuchter zur lincken/für dem Khor/von lauterm golde/mit gülden Blumen/Lampen/vnd Schnautzen/dazu Schalen/ Schüffel/Be cken/Löffel/vnd Pfanncn/von lauterm golde. Auch warm die Angel an der thür am Hause inwendig im Merheiligsten/vn an der thür deß Hauses deß Tempels/gülderr. Also ward vollendet alles Werck/das der König Salomo machte am Hause deß -.p»r.,. HERRN/ Vnd Salomo bracht hineyn was sein Vatter Dauid geheiliget hatte/von sicher vnd golde/vnd Gefassen/vnd legts in den Schatz deß Hauses deß HERRN. vm.Lap. Die Priester tragen die Lade dess HERRN/ dann» diezwo steinern Tafeln rNofe/mkt fampt der Hütren deD Strffres/vnd allem zugehörigenGerehee/ von Sion in den Tempel/mir grossen ehren vnd freuden. Die Herrltgkeit deß HERRN erfüllet das Haust. Salomo danckek den, HERRN/vnbetetzusm anvöchtiglich/segeverSlegattysGemetuheir/opffertdem HER¬ REN/vnd weltzet den Tempel. A versamlet der König Salomo zu sich die Mesten in Isracl/alle Obersten der Stämme vnd Fürsten der Vätter vnter den KindernIsracl/gen Jerusalcm/die Lade deß Bunds deß HER- REN herauffzu bringen auß der Statt Dauid/das ist Aon. Vnd es versamlet sich zu Könige Salomo alle Mann in Israel/im Mon- Ethaniw. denEtyattünam Fest/dasist der sibende Mond. Oktober Vnv da alle Eltestcn Israel kamen / Huben die Priester die Laden deß HERRN der W«», auff/vn brachten sie hinauff/dazu die Hütten deß Stiffts/vnd alle Gerehte deß Hey- ligthumbs/das in der Hütten war/ das theten die Priester vnd Leuttcn. Vnd der Kö¬ nig Salomo/vnd die gantze Gemeine Israel/diezujmsichversamlethatte/giengen mit im für der Laden her/vnd opfferten Schafvnd Rinder/so vil/ daß mans nicht ze¬ len noch rechnen kundt. Ladedeß bun Also brachten die Priester die Lade deßBunds deß HERRN an/ren ort/in den Hebre.» brach" §hor deß Haufts/in das Allerheiligst/vnter die flügel der Kherubim.Denrr die §he- N// rubim breiten die fiügelauß an dem ort/da dieLaden stund/vnd bedeckten die Lade/ vndjre stangcn von oben her. Vnd die stangen waren so lang / daß ire kneuffe gesehen wurden in dem Heyligthumb für dem Khor / aber Haussen wurden sie nicht gesehen/ vnd waren daselbs biß auff diesen tag. Vnd war nichts in der Lade/ denn nur die zwo steinern Tafeln Mose/die er daselbs ließ in Horeb/da der HERR mit den Kindern Is¬ rael einen Bund machte / da sie auß Egyptenland gezogen waren. aber die Priester auß dem Heyligthumb giengen/erfüllet ein Wolcke das - c^DHauß deß HERRN/daß die Priester nicht kundten stehen/vnd Ampts pflegen für der Wolcken / denn die Herrligkeit deß HERRN erfüllet das Hauß deß HERRN. DasprachSalomorDerHERRhatgcredt/Erwölleimtunckel wohnen. Ich -.par-. habe zwar ein Hauß gebauwet dir zur Wohnung/einen Sitz/daß duewigklichda wohnest, Vnd der König wandt sein angesicht/vn segenet die gantze Gemeine Israel/ vnd die gantze Gemeine Israel stund/Vnd er sprach: -> Elober sey der HERR/der Gott Israel/der durch seinen Mund meinem Vatter Salomo ^^Dauidgeredt/vnd durch seineHand erfüllet hat/vnd gesagt:Von dem tage an/ d-nck-tGokt. da tcb mein Volck Israel auß Egypten führete/hab ich nie keine statt crwehlet vnter/r- Reg gcnd einem stam Israel/ daß mir ein Hauß gebauwt würde/ dz mein Name da were/' Dauid aber hab ich crwehlet/daß er ober mein volck Israel seyn solt. Vnd mein Vat¬ ter Damd hatte es zwar im M/ daß er ein Hauß bauwete dem Name deß HERRN/ deß Gottes Momo. Kömgen. vm.Lap. >9? - ^'g. ,6. deß Gottes Israel/aber der H LRR sprach zu meinem Vatter Dauid: Daß du im sm ' hast/metnemVattcreinHa ußzu bauwen/hastu wolgethan/daß du solches fürna- mest/Doch du soll nicht das Hauß bauwen/sondern dein Son/der auß deinen Len¬ den kommen wirt/der sol meinem Namen einHauß bauwen.Vnd der HERR hat sein wort bestätiget/das er gcreok Hat/Dcnn ich bin auffkommen an meines Vatters Da- uids statt/vnd sitze auff dem Stu! IsraeL/wie der HERRgcredt hat/vnd hab gebau- wet ein Hauß dem Namm deß HERRN dcß Gottes Israel. Vnd habe daselbst eine stätte zugericht der Laden/darinn der Bund deß HERRN ist/ den er gemacht hat mit vnscrn Vättern/da er sic auß Egyptculand führet. r paml.4.6. No Salomo trat für den Altar deß HERRN gegen der gantzen Gemeine Is- Salomons ^^rael/vnd breytct seine Hände auß gen Himel/ vnd sprachHERR Gott Israel/es Gebecc. ist kein Gott/wedcr droben im Himmel/ noch Hunden auff Erden/dtr gleich/der du hellest den Bund vnd Barmhertzigkeit deinen Knechten / die für dir wandeln von gantzem hertzen. Der du hast gehalten deinem Knecht / meinem Vatter Dauid / was du jm gercdt hast/mit deinem Mund hastu es geredt/vnd mit dcincrHand hastu es er- füllet/wie es stehet an diesem tage.Nun HERR Gott Israel/Halt deinem Knecht/mci- nem Vatter Dauid/ was du jm geredt hast / vnd gesagt: Es sol dir nicht gebrechen an - Reg.7. einem Man für mir/der da sitze auffdem stul Israel/so doch/ dz deine Kinder iren weg bewaren/daß sie für mir wandeln/wie du für mir gewandelt hast. Nun Gott Israel/ laß deine wort war werden/die du deinem knecht/meinem satter Dauid/ geredt hast. Iesa 6«. Denn meinstu auch/da ß Gott auff Erden wohne k Sihe/ der Himmel vnd aller ^ror. 7. Hirnel/mögcn dich nicht versorgen/ Wie soltö denn diß Haußthun/das ich ge- bauwct habe Wende dich aber zum Gebett deines Knechts/vnd zu seinem stehen/ HERR mein Gott/Auff daß du hörest Das lob vnd Gebctt/das dein Knecht heut für dir thut. Daß deine Augen offen stehen vbcr diß Hauß nacht vnd tag/vber die Stät- Derrt.«. te/davon du gesagt Hast/Mein Name sol da seyn. Du woltesi Horen das Gebett / das dein Knecht an dieser statte thut/vnd wollest erhören das stehen deines Knechts / vnd deines Volcks Israel/das sie hie thun werden an dieser stätte deiner Wohnung im Himmel/vnd wenn du es hörest/gnädig seyn. Eyd. O^Enn jemand wider seinen Nechsten sündiget/vnd nimpt deß einen §yd auff (M^sich/damit er sich verpflicht/vnd der Eyd kompt für deinen Altar in diesem Hauft/so wöllestu hören im Himmel/vnd Recht schaffen deinen Knechten/ den Gott¬ losen zu verdammen / vnd seilten weg auff seinen Kopff bringen / vnd den Gerechten Recht zu sprechen/jm zu geben nach seiner Gerechtigkeit. Krieg. ^E^.Enn dein Volck Israel für seinen Feinden geschlagen wirdt/weil sie an dir ge- Dem.(^Hsündigt haben/vnd bekehren sich zu dir/vnd bekennen deinen Namen/ vn beten vnd flehen zu dir in diesem Hause / So wöllestu hören im Himmel/vnd der Sünde deines Volcks Israel gnädig seyn / Vnd sie wider bringen ins Land / das du jren Vät- Theuw- ru.rg. tern gegeben hast. Reg. .7. E^.Enn der Himmel verschlossen wirt/ daß nicht regend / weil sie an dir gesündigt Mängeln» (MHhaben/vnd werden beten an diesem ort/vnd deinen Namen bekennen/vnd sich vonjren Sünden bekehren/weil du sie drengcst/So wöllestu hören im Himmel/Vttd gnädig seyn der Sünde deiner Knechte/vnd deines Volcks Israel / Daß du inen den v guten weg weisest/darinnen sie wandeln/vnd lassest regnen auff das Land/das du deinem Volck zum Erbe gegeben hast. A(^.Enn eine Theuwrung/oder Pestilentz/oder dürre / oder" brandt / oder Heuw- (Branvo w-»« W^schrccken/ oder Raupen / im Lande seyn wirdt/ oder sein Feind im Land seine G-t«yd-^v-r. Thore belägert/oder jrgend eine Plage oder Kranckhcit/Wer denn bittet vnd flehet/ Somre» virbw»«- es seycn sonst Menschen oder dein Volck Israel/die da gewar werden jrer Plage/ein jeglicher in seinem Hertzw/vnd breyeet seine Hände auß zu diesem Hause/ So wöllestu hören mrH;mcl/m dem sitz da du wohnest/vn gnädig ftyn/vnd jchaffcn/daß du gebest k einem Halsmo. i.BuAvondm viii.Lap. einem jeglichen wie er gewandelt hat/wie du sein Hertz erkennest/Denn du allein ken¬ nest das Hertz aller Kinder der Meuschen/auff daß sie dich fürchten allezeit/so lange sie auss dem Lande leben/daß duvnsernVättern gegeben hast. cFr-mbser)D-ß 6E^.Enn auch ein Frembder / der nicht deines Volcks Israel ist/kompt außferr- Hanf; sol cm Bett- IHHtrmi Lande/vmb deines Namens willen (denn sie werden hören von deinem grossen Namen / vnd von deiner mächtigen Hand/vnd von deinem außgerecktem Arm)vnd kompt daß er bete vor diesem Hause/ So wollest» hören im Himmel/im sitz deiner Wohnung/vnd thun alles/darumb der Frembde dich anrufft/auff daß alte Dölckerauff Erden deinen Namen erkenen/daß sie auch dich fürchten wie dein Volek Israel/vnd daß sie innen werden wie diß Hauß nach deinem Namen genennet sey/ Las ich gebauwet habe. Sig im streit E^^nn dein Volck außzeucht in streit wider seine Feinde/deß wegs/den du sie ftn- ^H^denwirst/vnd werden beten zum HERRN gegen dem weg zur Statt/die du crwehlet hast/vnd zum Hause/das ich deinem Namen gebauwet Habe/So wöllestujr Gebe« vnd stehen hören im Himmel/vnd Recht schaffen. Israel m der ^S^Ennsieandir sündigen werden (Denn esistkein Mensch der nicht sündiget) e. Feinde hMdgefd AHLpnd du erzürnest vnd gibst sie für jren Feinden/daß sie sie gefangen führen in der Feinde Land/ferrn oder nahe/ vnd sie in jr Hertz schlagen im Lande / da sie gefan¬ gen sind/vnd bekehren sich/vnd stehen dir im Lande jres gefengniß/vnd sprechen: Wir haben gesündiget vnd miffethan/vnd Gottloß gewesen/ vn bekereu sich also zu dir von gantzem hertzen/vnd von gantzer seelen / in jrer Feinde Land/die sie weggefürt haben/ vnd beten zu dir gegen dem weg zu jrem Lande/ das du jren Vättern gegeben hast/ zur D-rm-k. Statt/die du erwehlet hast/ vnd zum Hause/ das ich deinem Namen gebauwet habe/ So wöllestu jr Gebctt vnd flehen hören im Himmel/vom sitz deiner Wohnung/vnd Am-s Recht schaffen/vnd deinem Volck gnädig seyn / das an dir gesündiget hat/ vndalle jren vbertrettungen/ damit sie wider dich vbertrettcn haben / vnd barmhertzigkeir ge¬ ben für dencn/die sie gefangen hakten/vnd dich jrer erbarmen.Den sie sind dein Volek vnd dein Erbe/die du auß Egypten/ auß dem eysem Ofen/ geführt hast. Daß deine äugen offen seyen auff das flehen deines Knechts vnd deines Volcks Israel/ daß du sie hörest in allem / darumb sie dich anruffen/ Denn du hast sie dir abgesondert zum Er¬ be auß allen Völckern auff Erden/wie du geredt hast durch Mosen deinen Knecht/da du vnsere Vätter auß Egypten führetest/HERR HERR. Exsd». Salomo ieM Nd da Salomo alle diß Gebe« vnd flehen hatte für dem HERRN außgebetet/ «EgE Se, A^Hstund er auffvon dem Altar deßHERRN/vndließ ab vonknien vnd Hände - außbreiten gen Himmel. Vnd trat dahin/vnd segnet die gantze Gemeine Israel mit lauter stim/vnd sprach: Gelobet sey der HERR/der seinem Volck Israel ruhe ge¬ geben hat/wie er geredt Hat/Es ist nicht eins verfallen auß allen seinen guten Worten/ k die er geredt hat durch seinen Knecht Mose.Dcr HERR vnser Gott sey mit vns/wie er gewesen ist mit vnsern Vättern. Er verlaß vno ntcht/vn ziehe die Hand nicht ab von vns/zunejgen vnser Hertz zu jm/ daß wir wandeln in allen seinen wegen / vnd halten seine Gebott/Sttten vnd Rechte/die er vnsern Vättern gebotten hat. Vnd diese wort/die ich für dem HERRN gestehet habe/müssen nahe komm dem Devk.-<» HERRN vnserm Gott tag vnd nacht/daß er Recht schaffe seinenr Knecht/vnd seinem Volck Israel/ein jeglichs zu seiner zeit/auff daß alte Völcker auffErdcn e rkennen/daß derHERR Gott ist/vnkeiner mehr/vn euwer Hertz sey rechtschaffen mit dem HERRN vnserm Gott/ zu wandeln in seins sitten/ vn zu halten seine Gebott/wiees heute gehet. Nd derKöntgsampt dem gantzen Israel opfferten für dein HERRN Qpffer. Eynweihttttg ^HVnd Salomo opfferteDanckopffer(die er dem HERRN opffert) zwcy vn zwen -st cmxe . tzig tausend Ochsen/vnd hundert vndzwentzig tausend Schafe/ Also weiheten sie das Hauß deß HERRN eyn/ der König vnd alle Kinder Israel. Desselbigen tags kveihete der König den Mittelhof/der für demHause deß HERRN war/damit daß er Brand- Salomo. Königen. ix.Lap. 194. Brandopffer/Spcistopffer/vnd das fett der Danckopffer/daselbst austrichtet/Denn der eherne Mar/ der für dem HERRN stund/war zu klein zu dem Brandopffer/ Speißopffer/vnd zum fetten der Danckopffer. Vnd Salomo machte zu der zett ein Fest/vnd alles Israel mit im ein grosse Ver- samlungen/von der Grentze Hemath an/biß an den Bach Egypti/ für dem HERRN vnserm Gott/sibentage/vnd aber sibentage/das waren viertzehen tage/vnd Nest das Volckdeß achten tagcs gehen. Vnd sie segneten den König/vnd giengen hin zu iren Hütten frölich vnd gute muts/vber alle dem guten/das der HERR an Dauid/seinem Knecht/vnd an seinem Volck Israel/gethan hatte. ix.Lap. Der HENN erscheint Galomo/thnt sm grosse gnädige Verheissung / wo er in den wegen sei¬ nes Vatters Davids werde wandeln. Salomo vbergibt Hiram zwenyig Statte/machr die vori¬ gen Lananiter rinßbar/vnd leßr die Rinder Israel fre^/har fünffhnndert vnd fünffyig Ampt- lcure/schickt Schtffvber Meer / vnd sie bringen Gold von Ophir. Nd da Salomo hatte außgebauwet -eß HERRN Gott erfthei- Hauß/vnd deß KönigsHauß/vn alles was er begert/vnd tust hatte änvmi müh "E »r.7. zu machen/erschein im der HERR zum andernmal/wie erimer- schienen war zu Gibeon.Vn der HERR sprach zu im: Ich habe dein Gebett vnd flehen gehöret/das du für mir gestehet hast/vn habe dlß Haust geheyliget/ das du gebauwet hast/ daß ich meinen Namen daselbst hin setze ewiglich/vnd meine Augen vnd mein Hertz sollen da seyn alte Wege. Vnd du/so du für mir wandelst/wie dein Vatter Dauid gewandelt hat/mit recht- Verheissung I.pT». schaffenem Hertzen/vnd auffrichtig/dast du thustalles was ich dir gebotten habe/ vnd meine Gebott vnd meine Rechte Heltest/So Wil ich bestätigen den Stul deines Kö¬ nigreichs vbcr Israel ewiglich/wie ich deinem Vatter Dauid geredt habe/vnd ge¬ sagt : Es sol dir nicht gebrechen an einem Mann vom Stul Israel. « Reg. rr. Werdet ir euch aber von mir hinden abwenden/jr vnd euwere Kinder / vnd nicht Dräuwung Ierem.7. halten meine Gebott vnd Rechte/die ich euch fürgelegthabe/vndhingehet/vndan- So«cs. dern Göttern dienet/ vnd sie anbetet/So werde ich Israel außrotten von dem Lande das ich/nen gegeben habe. Vnd das Haust/das ich geheiliget habe meinem Namen/ wil ich verlassen von meinem Angesicht/Vnd Israel wirt ein Sprichwort vnd Fabel I«em ». siyu vnter allen Völckern. Vnd das Haust wirt eyngeriffen werden/daß alle die für- L über gehen / werden sich entsetzen/ vnd blasen / vnd sagen: Warumb hat der HERR diesem Lande vnd diesem Hause also gethan k So wirdt man antworten: Darumb/ daß sie den HERRN iren Gott verlassen haben/der ire Vätter auß Egyptenland sich¬ rere/vnd haben angenornen andere Götter/vnd sie angebettet/vndinengedienet/ darumb har der HERR alle diß vbel vber sie gebracht. - p»ral.s. nun die zwentzig iar vmb waren/itt welchen Salomo die zwcy Häuser bau- (^Dwct/dcst HERRN Hauß/vnd deß Königs Haust/ dazu Hiram/ der König zu Tyro / Salomo Kedernbäum vnd Tennenbäum / vnd Gold nach alle seinem beger/ brachte/Da gab der König Salomo Hiram zwentzig Stätte im Lande Galilea.Vn Hiram zoch auß von Tyro/die Stätte zrr bcsehen/die im Salomo gegeben Hatte/Vnd sie gefielen im nicht/vnd sprach: Was sind das für Stätte/ mein Bruder / die du mir Kabul, gegeben Hast/Vnd hieß sie das Land Kabul biß auff disen tag. Nd Hiram hatte dem König gesandt hundert vnd zwentzig Kentner Golds. ^HVnd daffelb ist die Summa der Ansc/die der König Salomo auffhub/zu bau- wen deß HERRN Hauß/vnd sein Hauß/vnd Millo/ vnd die Mauwren Ieru- Gascr. satem/vnd Hazor/vnd Megiddo/vnd Gaser. Denn Pharao/der König in Egypten/ war herauff kamen / vnd hatte Gaser ge- k ij wonncn/ Halomo. I. BiH von dm I X. Qp. Wonnen/ vnd Mit Feuwer verbrannt/vnd die Kananiter erwürget / die in der Statt wohnetcn/vnd hatte sie seiner Tochter/Salomons Welb/zum geschcnck gegeben. Al¬ so bauwet Salomo Gaser/ vnd das ntder BethHoron vnd Baelath / vnd Thamar in der Wüsten im Lande/vnd alle stätte der Kornhäuser/ die Salomo hatte/ vnd alle stätte der Wägen/vnd die stätte der Reuter / vnd wozu er lust hatte zu bauwett zu Ie- rusalem/im Libanon/vnd im gantzen Lande seiner Heerschafft. b^Nd alles vbrige Volckvonden Amoritern/Hethitern/Pheresitern/Heuitern/ sAvnd Iebusitern/die nicht von den Kindern Israel waren / derselben Kruder/ die sie hinder sich vberbleiben liessen im Lande/die die Kinder Israel nicht kundten ver- banncn/die macht Salomo zinßbar biß auff diesen tag. Aber von den Kindern Is¬ rael macht er nicht Knechte/sondern ließ sie Kriegßleute/ vnd seineKnechte/ vnd Für- sten/vnd Ritter/vnd ober seine Wagen vnd Reuter/ seyn. Vnd der Awptleute / die vber Salomons geschcffte waren/der waren fünffhundert vnd fünfftzig/die vber das Amptteu Dolck herrschcten/vnd die Gescheffte außrichtcten. " I^Nd die Tochter Pharao zoch herauff von der Statt Dauid in ir Hauß / das er c^^fürsie gebauwet hatte/Da bauwet crauchMillo. Vnd Salomo opffertedeß sars dreymal BrandopffervndDanckopffer auff dem Altar/ den er dem HERRN gebauwet hatte / vnd räucherte vber im für dem HERRN / vnd ward also das Hauß fertig. Nd Salomo macht auch Schiffe zu EzeonGeber/diebeyElochligtamVfer ?.Reg.«. AHdeß Schrlffmeers/tm Lande der Edomiter.Dnd Hiram sandte seine Knechte im ' p""' Schiff/ die gute Schrffleute/ vnd auff dem Meer erfahren waren/mit den Knechten Salomo/vnd kamen gen Ophir/vnd holeten daselbst vier hundert vnd zwentzig Zentner Golds/vnd brachtens dem Könige Salomo. X. Lap. LteRZnigtn vsn Rer'chArabr'a komptvon wegen der weißhett Salomo gen Jerusalem. Vom vberschwenglrchen Relchthumb vnd grosser HerrUgkelt Salomo. KSniain auß da das Gerücht Salomo von dem Namen deß z R->ch»-»» ' HERRNkamfürdieKömginvonRcichArabim/kamsic/Inzuversu. m«»''° chen mit Retzelen/ Vnd sie kam gen Jerusalem mit einem sehr grossen ^u--». Icug/mtt Zamclen/die Specerey trugen/vnd viel Golds vnd Edclge- steine. Vnd da siezum Könige Salomo hineyn kam / redet sie mit im alles was sie fürgenommen hatte. Vnd Salomo sagts ir alles / vnd war dem Könige nichts verborgen/das erir nicht sagete. aber die Königin von ReichArabien sähe alle Wcißheit Salomo/vnd das e^LHauß/das er gebauwet hatte/vn die Spcrse für seincnTrsch/vnd seiner Knech¬ teWohnung/vnd seiner Diener Ampt/vnd ircKleldcr/vnd seine Schelicken/vn seine Brandopffcr/die er in dem Hause deß HERRN opffcrte / kundte sie sich tlit mehr enk- halten/vn sprach zum Könige: Es ist war/was ich in meinem Lande gehöret habe von marrh.». deinem wesen/vnd von deinerWcißheit/Vnd ich Habs nicht wöllcn glänben biß ich komen bin/vnd Habs mit meinen Augen gesehen. Vndsihe/ cs ist mir nicht die heisst gcsagt.Du hast mehr Wcißheit vnd guts / denn das Gerücht ist das ich gehör et habe. Selig sind deine Leute vnd deine Knechte/ die allezeit für dir stehen / vnd deine Weiß- heit hören. Gelobet sey der HERR dein Gott/ der zu dir lust hat / daß er dich auff den Stul Israel gesetzt hat /darumb/ daß der HERR Israel lieb hat ewiglich/ vnd dich zum Könige gesetzt hat/daß du Gericht vnd Recht haltest. sie gab dem Könige hundert vnd zwentzig Zentner golds / vn sehr viel Spe- s o^ccrcy/vnd Edelgesteine/Es kam nit mehr so viel Specerey / als die Königin von Reich- Salomo. Mutzen. x.Lap. ,95 ReichArabia dem Könige Salomo gab. Dazu die Schiffe Hiram / die Gold auß Ophir führeten/brachtm sehr vil " Hebmholtz/vnd Edelgcsteine. Vn d der König ließ ) Ist ei» Baum «»Indien, machen von Hebenholtz Pfeiler im Hause deß HERRN / vnd im Hause deß Königes/ vndHarpffenvndPsalterfürdieSanger/EskamnichtmehrsolchHebenholtz/ward auch nicht gesehcn/biß auffdiesen tag. Vnd der König Salomo gab der Königin von ReichArabien alles was sie begerkvndbaht/onwas erjrgabvonjmselbs. Vnd sie wandt sich/vnd zoch m ir Land/farupt treu Knechten. Suma Golds abcr/das Salomo in einem jar kam/war am gewicht sechß hundert vL G°lds (^^vnd sechß vnd sechtzig Kentner/on was von Kremern vnd Kauffleuten/vnd Ar»I4 Apoteckem/vnd von allen Königen Arabie/vnd von den Gewaltigen in Ländern/ kam.Vnd der König Salomo ließ machen zwey hundert Schilt vom besten Golde/ sechß hundert stückGoldstheterzu einem Schild/vnd drey hundert Tartsehenvonr besten Golde/ia drey Pfund Golds zu einer Tauschen / Vnd der König thet sie in das Haust vom Wald Libanon. r.paral.9. M der König macht einen grossen Stul von Helffenbein/vnd vberzog jn mit Salomonß AHdem edelsten Golde. Vnd der Stul hatte sechß stuffen/ vn das Haupt am Stul war hinden rund/Vnd waren Lehnen auff beyden feiten vmb das Gesessc/ vnd zwoLewin stunden an den Lehnen/vnd zwölff Löwen stunden auffden sechß stuffen auff beyden seiten/Solches ist nie gemacht in keinen Königreichen. Alle Trinckgefesse deß Königs Salomo waren gülden/vnd alle-Gefeffe im Hau- sevom Wald Libanon waren auch lauter Gold/dmn deß Silbers acht man zun zet¬ ten Salomo nichts. Denn das Meerschiff deß Königs/ das auff dem Meer mit dem Schiff Hiram fuhr/kam in drcyen /aren ein mal/vnd bracht Gold / Silber/ Helfferr- bcin/Affen vnd Pfauwen. ».psmr.,. ^sLsowardderKönigSalomogrösser mitReichthumbvndWetßheit/dennalle Salomons HAKönige auff Erden.Dnd alle Welt begert Salomo zu schcn/daß sie die weißheit A-^hmnb v>w höreten/die jm Gott in sein Hertz gegeben hatte. Vnd jedcrman bracht im Geschcncke/ silbern vnd gülden Gcrchte/Kleider vnd Harnisch/Würtz/Rosse/Mäuler/-ärlich. Vnd Salomo bracht zu Haussen Wägen vnd Reuter/daß er hatte tausend vnd vier hundert Wägcn/vnd zwölff tausend Reuter / vnd ließ sie in den Wagcnstätten / vnd hey dem Könige Zu Jerusalem. k in Vnd k ist Halsms. I. BrH von den x i.Lap. Silbers so viel als Steine zu Salomons zetten. Salomons WnbrkvndRebs, Werber. Außlendische weiber Salomons. Vnd der König macht/daß deß Silbers zu Jerusalem so vil war/wie die Steine/ vnd Kcdernholtzsovil/wie die wilden Feigenbaum in den Gründen.Vnd man brache¬ re dem Salonw Pferde auß Egypten/vndallerley Wahr. Vnd die KauffLeute deß Königs kaufften dieselbige Wahr/vnd beachtens auß Egypten herauß/ia einen Wa¬ gen vmb sechß hundert Silberling/ vnd ein pfcrdt vmb hundert vnd fünst'tzig. Also bracht man sie auch allen Königen der Hethiter/ vnd den Königen zu Syrien / durch ireHand. xi.Lap. Oalomo li'ebt außlandisikie Heidnische wLiber/Sein Hery neigt sich zu frembden Göttern/ erzürnet vamitdcnHERRN/dervrauwetimzertrennung deß Reichs/vnd erweckt im Wider¬ sacher. Der Prophet Abi» verspricht Jerobeam das Reich vber zehen Stamme Israel. Saloms stirbt/vnd wirr begraben. Bcr der König Salomo liebet vil außländische Wcp^ bcr/dic TochterPharao/vndMoabitischc/Ammonitlsche/Edomi- »-»-- tischc/Adonitlsche vnd Hethitische/von solchen Völckern/davon HERR gesagt hatte den Kindern Israel: Gehet nicht zujmn/ vnd laßt sie nicht zu euch kommcn/sie werden gewiß euwcre Hertzcn neigen ircn Göttern nach/An diesen Hieng Salomo mit liebe. Vnd er hatte siben hundert Weiber zu Frauwcn /vnd drcy hundert Kcbsweiber/vnd seine Werber neigetcn sein Hertz. Vnd da er nun alt war/neigeten seine Weiber seinHcrtz frembden Göttern nach/ 47. daß sein Hcrtznichtgantz war mit dem HERRN seinem Gott / Wiedas Hertz seines Vatters Dauids.Also wandelt Salomo Astharoth dem Gott der von Adon nach/ Salomo vnd Milcom dem greuwel der Ammoniter. Vnd Salorno thet das dem HERRN thurdasdcm HEor vbel gcfiel/vnd folget nicht gcntzlich dem HERRN/Wie sein Vatter Damd. Da bau- RL vbcl gesellt. (Balomo eine Höhe Khamos dem greuwel der Moabiter/ auff dem Berge / der für Jerusalem ligt/vndMolcch dem greuwel derAmmoniter. Also thet Salomo al¬ len seinen ausländischen Weibern/die sren Göttern räucherten vnd opffcrten. Er HERR aber ward zornig vber Salomo/daß sein Hertz von dem HERRN Suprs;». dem Gott Israel geneigt war/der jmzweymal erschienen war/ vnd jm solches o^gebottenhatte/daß er nicht andern Göttern nach wandelte/vnd doch er nicht gehalten Salomo. Königen. xi.Lap. V6 gehalten hatte/was sm der HERR gebotten hatte.Darumb sprach Ser HERR zu Sa- Straffe/ lomo: Weil solches bcy Sir geschehen ist/vnd haft meinen Bund vndmeine Gebote nit rommw 7- gehalten/dte ich Sir gebotten habe/so Wil ich auch das Königreich von Sir reissen / vnd hochm. dcinenr Knecht geben. Doch bey Seiner zeit wil ichs nicht thun/vmb Seines Vatters v DauiSs wtllen/sonSern von der Hand deines Sons wil ichs reissen. Doch Ml ich mt das gantze Reich abreissen/Emen Stamm wil ich deinem Son geben / vmb Dauids willen/meines Kncchts/vnd vmb Jerusalem willen/die ich erwchlet habe. Gott er- der HERR erwecket Salomo einen Widersacher/Hadad/den Edomiter/ vadad ^^von Königlichem Samen/welcher war in Edom. Denn Sa Dauid in Edom wld-r Salo- wgr/vnd Ioab/der Feldthaupkman/hinauffzoch die erschlagenen zu begraben/schlug r^ieg s. was Mannsbilde war in Edom.Denn Ioab bleib sechß Monden daselbst/ vnd das E'dom. gantze Israel/ biß er außrottct alles was Mannsbilde war in Edom. Da siche Ha- dad/vnd mit jm etliche Männer der Edomiter von seines Vatters Knechten / daß sie in Egypten kämen.Hadad aber war ein junger Knabc.Vnd sie machten sich auff von Midian/vnd kameli gen Paran/vnd namen Leute mit sich auß Paran/vn d kamen m Egypten zu Pharao/dem Könige in Egypten/der gab jm ein Haust vnd Nahrung/ vnd gab jm ein Land eyn- Vnd Hadad fand grosse gnade für dem Pharao/daß er jm auch seines Weibes Thahpenes/der Königin Schwester/zum Werbe gab. Vn die Schwester Thahpenes gebar jm Genubach seinen Son/VndThahpenes zoch jn auffim Hause Pharao/Saß Genubath/ Genubath war im Hause Pharao vnter den Kindern PharaoDa nun Ha das höret So», in Egypten/daß Dauid cmschlaffen war mit seinen Vättern/ vnd daß Ioab/ Ser Feldthauptmann/tod war/sprach er zu Pharao: Laß mich in mein Lan s ziehen.Pha- rao sprach zu jm: Was fehlet dir bey mir / Saß du wilt in dein Land ziehen t Er sprach: Mhw/Aber laß mich ziehen. WsVcherwecketjmGotteinenWidersachcr/Reson/denSonElIada/dervonsei- Reson/Sa- ^Mem HerrnHadadEscr/Scm Könige zrr Joba/geflohcn war/vnd samlct wider jn e Männer/vnd ward ein Hauptmann der Kriegßknccht/da sie Dauid erwürget /vnd zogen gen Damascon/vnd wolleten daselbst/vnd regierten zu Damasco/ Vnd er war Israels Widersacher so lang Salomo lebet. Das ist dcr schade/den Hadad leid / dar¬ um b hatte er einen Ekel wider Israel/vnd ward König vbcr Syrien. (^^AzuIcrobeam/derSonNebat/ein Ephratcr/vonIareda/Salomoknecht/ Ierobeam/ vnd seine Mutter hieß Icruga/ein Wittwin/der Hub auch dre Hand auff wider Salomons^. den Kömg.Vnd das ist die fache / darumb er die Hand wider den Kömg auffhub/Da Salomo Millo bauwet/verschloß er eine lücke an Ser Statt Dauid seines Vatters/ - Vnd Ierobeam war ein streitbar Mann/vnd da Salomo sähe/daß der Knab aust- richtig war/ satzt er jn vbcr alle last deß Hauses Joseph. F^Sbegab sich aber zu der zeit/daß Ierobeam austgiengvon Jerusalem/vnd es Ahia/der S^traff jn an der Prophet Ahia von Silo auff Sern wege/vnd hatte einen ncuwen Pwps-k. Mantel an/vnd waren die beide allein im Felde.Vnd Ahia fasset den neuwen Man- tel/dcncranhatte/vndreißjttinzwölffstück. Vnd sprach zu Ierobeam: Nim zehen Juda vü stück zu dir/Denn so spricht der HERR/der Gott Israel:Sihe/ich wil das Königreich BenIamm von der Hand Salomo retssen/vttd dir Zehen Stäme geben. Einen Stamsolerha- wttnstamge- bcnvmbinemes Knechts Dauids willen/vnd vmb der Statt Jerusalem willen/die lch er wehtet habe auß allen Stämen Israel. Darumb/daß sic nach verlassen/vn an- Artrenmma gebetet haben Astharoth/den Gott der Adonicr/ Khamos / den Gott der Moabiter/ beM-igrnchs, vnd Milcom/den Gott der Kinder Amon/vn nit gewandelt haben in meinen wegen/ daß sie theten was mir wolgcfellet/meinc Gebott vnd Rechte/wie Dauid sein Natter. v Ich wil auch nicht das gantze Reich auß seiner Hand nemmen/ sondern ich wil jn ^Reä 7^' ä"M Fürsten machen sein lebenlang/ vmb Dauid meines Knechts willen/ den ich er- wchlct habe/ der meine Gebott vnd Rechte gehalten hat. Auß der Hand seines Sons k "inj wil Halomo. I. BuA von dm xii.Lap. wil ich das Königreich ncmmen / vnd wil dir zehen Stämme / vnd seinem Son einen Mim Stam/gebcn/AuffdaßDauid/meinKnecht/fürmir ein Liecht habe allwcge in der Statt Ierusalcm/die ich mir erwehlet habe/daß ich meinen Namen dahin stellet. Zerobeä/ der So wil ich nun dich nemcn/daß du regierest vbcr alles was dein Hertz begert/vnd r7ste2cömg vbcrIs- solt König seyn vbcr Israel. Wirstu nun gehorchen allem das ich dir gebieten werde/ vnd in memen wegen wandcln/vü thun was mir gesellet / daß du haltest meine Rech¬ te vnd Gebott/wie mein Knecht Damd gechan hat/so Wil ich mit dir seyn/ vnd dir ein bestendigHaußbauwen/wicich Dauidgebauwet habe/Vnd wil dir Israel geben/ vnd wil den Samen Damd vmb Veß willen dcmütigen/doch nicht ewiglich. Momo aber trachtet Ierobeamzutödtcn/ Da macht sich Icrobcam auff/vnd Egypten/vnd bleib inEgypten/biß Sisak. daß Salomo starb. Salomo Was mehr von Salomo zu sagen ist / vnd alles was er gethan hat/vn seine weiß- b-IL IftM heit/das ist geschrieben in der Khromca von Salomo.Die zeit aber/die Salomo Kö¬ nig war zu Jerusalem vbergantz Isracl/istviertzigiar.Vnd Salomo entschliess mit --paral.», seinen Vattern /vnd ward begraben in der Statt Dauid seines Vatters/vnd sein Son Rehabcam ward König an seine statt. X11. Lap. Rehrrbeam folgt bett i'unge»/vnd nicht den alten weifen RLHten/er;Lknt das Volek/ zehen Geschlechte Israel fallen von ab/vnd machen Jerobeam zu einem Ränige Robeam wil wider Israel srrelten/vnd der HERR verbeut es sm. Jerobeam richt einegreuwliche Abgötrerex an mir zweien gäldinen kalbern. Nd Rehabcam zochgenSichem/denn daSgantzM rael war gen Sichern kommen in zum König zu machen. Vnd Ie- robcam der Son Nebath höret / da er noch in Egypten war(dahin er für dem König Salomo geflohen war)vn bleib in Egypten-Vnd sie sandten hin/vnd liessen jm ruffen. Vn Jerobeam sampt der gan- tzen Gemeine Israel kamen vnd redeten mit Rehabeam/vnd spra¬ chen : Dein Vatter hat vnser joch Zu hart gemacht/so mache du nun den harten dienst vnd das schwere joch leichter/das er vns auffgclcgt hat / So wollen wir dir vntcrthä- mg seyn. Er aber sprach zu inen: Gehet hin biß an den dritten tag/so kommet wider zu nur. Vnd das Volck gieng hin. f s, der König Rchabeam hielt einen raht mit den Eltesten/ die für seinem Vat- der Mm Salomo stunden/ da er lebet/vnd sprachWic rahtet ir/daß wir discm Volck vnd Wc-senrahc. eln antwort geben k Sie sprachen zu im: Wirst du heut dlftm Volck einen dienst thun/vnd inen zu wrllen seyn/vnd sie erhören / vnd inen gute wort geben / So werden sie dir vnterthanig seyn dem lebenlang: Aber er verließ der Eltesten Raht/ den sie im gegeben hatten/vnd hielt einen Raht mit den jungen/ diemitim auffgewachsen wa- ren/vnd vor jm stunden. Vnd er sprach zu inen: Was rahtet ir das wir antworten diesem Volck/die zu mir gesagt haben: Mache das ioch leichter/ das dein Vatter auff vns gelegt hat k Vnd die Eccles^, stmgen/die mit jm auffgewachsen warcn/sprachenzuim:Dusoltzu dem Dolck/daszu dir sagt/dein Vatter hat vnser ioch zu schwer gemacht/ mach du cs vns leichter / also sa- genMcin kleinester stnger sol dicker seyn den meines Vatters lenden. Nun/mcin Vat¬ ter hat auffeuch ein schwer joch geladen/ Ich aber Wits noch mehr vber euch machen. MeinVakter hat euch mit Peitsche gezüchtiget/Ich wil euch mit Scorpion züchtigen. Rehabeam ^'sLso kam Jerobeam sampt dem gantzen Volckzu Rchabeam am dritten tag/wie folget dcrJunge» der König gesagt hatte/vnd gesprochen: Kommet wider zu mir am dritten tage, s Vnd der König gab demVolck eine harte antwort / vnd verließ den raht/ den im die Eltesten gegeben hattcn/vnd redet mit inen nach dem raht der jungen/ vnd sprach: Mein Rehüßeüm. Königen, x 11. §np. ^97 Mein Vatter hat euwer Joch schwer gemacht/Ich aber Wils noch mehr ober euch S»?.«. machen/Mein Vatter hat euch mit Peitschen gezüchtiget/ich aber wil euch mit Skor¬ pion züchtigen. Also gehorcht per König demVolcknicht/denn es war also gewandt von dem HERRN/Auff daß er sein wort bekräfftiget/daßer durch Ahia von Silo geredt hatte zu Jerobeam/ dem Son Mbat. (^^A aber das gantzIsraelsahe/daß der König sie nicht hören wolt/gab das Volck Theilüg deß dem König ein antwort / vnd sprach: Was haben wir denn theilsanDauid/ oder Erbe am Son Isai e Israel heb dich zu deinen Hütten. So sihe nun du zu dci- mm Hause Dauid. Also gieng Israel in seine Hütten/daß Rehabeam regierte nur geb»«/^ "' vber die Kinder Israel/die in den StättenIuda wohneten.Vnd da der König Reha- Adoram. beam hin sandte Adoram den Renntmeister/warff m gantzIsrael mit steinen zu tod/ Abfall Isra- Aber der König Rehabeam steig frisch auff einen Wagen/daß er flöhe gen Jerusa- lem. Also fiel ab Israel vom Hause Dauid/biß auffdiesen tag. wider kommen/sandtensiehin/ I. (^^vnd liessen im ruffen zu der gantzen Gemeine/vlld machten in zum Könige vber Jerobeä / der dasgantze Israel/Vnd folget niemand dem Hause Dauid /on der Stamm Juda alleine. zwenv:g,a^ r.pük.u. NddaRehabeamgenIerusalemkam/samleterdasgantzeHaußIuda/vnd ^^den Stam BenIamin/hundert vnd achtzig tausend junge streitbare Mann- schafft/wlder das Hauß Israel zu streiten/vnd das Königreich wider an Rcha- beam/den Son Salomo/zu bringen. EekamaberGotteswortZn Semaja/dem Semaja/der Manir Gottes/vnd sprach: Sage Rehabeam/dem Son Salomo/dem Könige Irr- da/vnd zum gantzen Hause Juda vnd BenIamin/vn dem andern Volck/ vnd sprich: So spricht der HERR :Irsolt nicht hinauff ziehen/vnd streiten wider euwereBrü- der/die Kinder Israel/ einjederman gehe wider heim/denn solches ist von mir ge¬ schehen. Vnd sie gehorchten dem wort deß HERRN / vnd kehreten vmb/daß sie hin giengen/wie der HERR gesagt hatte. Sichem. ^oliErobeam aber bauwete Sichem auff dem Gebirge Ephraim/ vnd wohnete Pnuel. ^^drinnen/vnd zoch von dannen herauß/vnd bauwete Pnuel. Erobeam aber gedacht in seinem Hertzen/Das Königreich wirt nun wider zum Jerobeams ZZs Hause Dauid fallen/so diß Volck sol hinauff gehen Opffer zu rhun in deß HER- ^Mercy. c^LREN Hause zu Jerusalem/vnd wirt sich das Hertz deßVolcks wenden zu jrem Herrn Rehabeam/dem Könige Juda/ vnd wirt mich erwürgen/vnd wider zu Reha- bcam/dcrn Könige Juda fallcn.Vnd der König hielt einen raht/ vnd macht zwcy gül¬ dene Kalber/vnd sprach zu inen: Es ist euch zu viel hinauff gen Jerusalem zu gehen/ Sthe/da sind deine Götter Israel/die dich auß Egyptenlande geführt haben. Vnd Jerobeams setzet eins zu BethEl / vnd das ander thet er gen Dan/ vnd das gerreht Zur Sünden/ denn das Volck gieng hin für dem einen biß gen Dan. Exod.p. Er macht auch ein Hauß der Höhen/vnd machet Priester von den geringsten im Seg"';. Volck/die nicht von den Kindern Leut waren. Vnd er macht ein Fest am fünfftzehen- den tag deß achten Monden/wie das Fest in Iuda/vnd opfferte auff dem Altar / So thet er zu BethEl/daß man den Kälbern opfferte/die er gemacht hatte. Vnd stifftetzu BethEl die Priester der Höhen/die ergemacht hatte. Vnd opfferte auff dem Altar (den er gemacht hatte)zu VethEl/am fünfftzehenden tage deß achten Monden / wel¬ chen er auß seinem Hertzen erdacht hatte / Vnd macht den Kindern Israel Feste/ vnd opfferte auff dem Altar das man räuchern solt. Xlli.Lap. Ein Prophet redet wider den Altar zu BethEl/darauff erfolget ein erschrecklich Wvnderzei- chen/daß der außgeftreckre Arm Ierobeam verdorrt/der Altar zerreißt / vnd Ierobeam durch deß Propheten Gebe» wider gesundt wirr. Der Prophet ißt vn trinckt zu BethEl wider den be¬ fehl deß HERR^/vndeitt Löw tsdret,u. Ierobeam wirr /e langer ,e arger. Dnd Aewöeam. l.WKvondm xm.Lap. Ein Prophet Ndsrhe/em Wann Gottes kam von Juda durch das ä wort deß HERRN gen BcchEl / vnd Jerobeam stund bcy dem Altar zuräuchern. Vnd errieffwider den Altar durch daö wort deß HER- REN/vnd sprach: Altar/ Altar / so spricht der HERR: Sihe/ es wirt ein Son dem Hause Dauid geborn werden / mit namen Iosia / der Iosia. wirt auffdir opffern die Priester der Höhe/die auff dir räuchern / vnd wirt Menschen Bein auff dir verbrennen. Vnd ergab deß tages ein Münder/vnd sprach: Dao ist das Wunder / das solches der HERR geredt hat, Sihe / der Altar wirdt reissen/ vnd die Asche verschüttet werden die vrauff ist. Straff deß (^^A aber der König das wort von dem Man Gottes höret / der wider den Altar Abgöttische»Rö- BethEl rieff/recket er seine Hand auß bcy dem Altar/vnd sprach:Greifft jn. mgs Ierobcam. And seine Hand verdorret/ die er wider in außgercckt hatte/ vnd kundt sie nicht wider zu sich ziehen. Vnd der Altar reiß/vnd die Asche ward verschüttet vom Altar/nach dem Wunder/das der Mann Gottes gegeben hatte durch das wort deß HERRN. Vnd der König antwortet / vnd sprach zu dem Man Gottes: Bitte das angesicht deß HERRN deines Gottes/vnd bitte für mich/daß meine Hand wider zu mir kome. Da bat der Mann Gottes das angesicht deß HERRN/vnd dem Könige ward seine Hand wider zu im bracbt/vnd ward wie sic vorhin war. Vnd der Kömg redet mit dem Mann Gottes: Kom mit mir heim/ vnd labe dich/ ich wll dir ein gcschenck geben. Aber der Mann Gottes sprach zu dem Könige: Wenn du mir auch dein halbes Hauß gcbcst/so keme ich doch nicht mit dir/dcnn ich wil an die¬ sem ort kem Brot effen/noch Wasser trincken. Denn also ist mir gcbotten durch deß HERRN wort / vnd gesagt: Du solt kein Brot essen / vnd kein Wasser trincken / vnd nicht wider durch den weg komcn/den du gegangen btst.Vnd er gieng weg durch einen andern weg/ vnd kam nicht wtder durch den weg/den er gen BethEl kommen war. ^E*S wohnet aber ein alter Prophet zu BerhEl/zu dem kam sein Son/ vnd erzelet s alle werck/die der Mann Gottes gethan hatte deß tages zu BethEl / vnd die wort/die er zum Könige geredt hatte. Vnd jr Vatter sprach zu jncn:Wo ist der weg/ den er gezogen ist k Vnd seine Söne zeigten im den weg/den der Mann Gottes ge¬ zogen war/der von Juda kommen war. Er aber sprach zu seinen Sönen: Sattelt mir den Esel. Vnd da sie im den Esel sattelten/ reit er drauff/ vnd zoch dem Mann Gottes nach/vnd fand in vnter einer Eychen sitzcn/vnd sprach zu im: Bistu der Mann Got- tes/der von Juda kommen ist? Er sprach: Ja. Er sprach zu im: Kom mit mir heim/ vnd iß Brot. Er aber sprach: Ich kan nicht mit dir vmbkehren/vnd mit dir komen/Ich wil auch nir Brot essen/noch Wasser trin¬ cken mit dir an diesem ort. Denn cs rst mit mir geredt worden durch das wort deß HERRN: Du solt daselbst weder Brot essen/noch Wasser trmcken/Du solt nicht wi¬ der durch den weg gehen/dcn du gegangen bist. Er sprach zu im: Ich bin auch ein Pro¬ phet wie du/vnd ein Engel hat mit mir geredt durch deß HERRN wort/vnd gesagt: G-l-t.». Führe in wider mit dir heim/daß er Brot esse vnd Wasser trincke. Er log im abrr/vnd sichrerjnwider vmb/daß er Brot aß/vnd Wasser tranck in seinem Hause. Nd da sie zu tisch fassen/kam das wort deß HERRN zum Propheten/der in wi- -WGot- AHdcrumb geführt hatte/vnd schrcy den Mann Gottes an/der von Juda kommen «s wo« war/vnd sprach: So spricht der HERR: Darumb/ daß du dem Munde deß HERRN bist vngehorsam gewest/vnd hast nicht gehalten das Gebott/ dasdrrder HERR dein Gott gcbotten hat / vnd bist vmbgckehrt / hast Brot geffen / vnv Wasser getruncken an dem ort/ davon er dir sagcte: Du solt weder Brot essen / noch Wasser trinckcn/sol dein Leichnam nicht in deiner Vätter Grab kommen. GEssttl 8^E^uach derner Brot geffen vnd getruncken hatte/sattelt man den Esel dem o horsam/ WM vontt. <>^Propheten/ den er wider vmb geführet hatte.Vttd da er weg zoch/fand in ein Lö- nem Löwm ä«od tödtct in. Vnv sein leichnam lag geworffen m dem Wege/ vnd der Salomo. Königen. xm.Lap. ,y§ der Esel stund neben im/vn der Löwe stund neben dem Leichnam. Vnd da Leute fürü- ber gtengen/sahe sic den Leichnam in den weg geworffen/ vn den Löwen bey dem Leich nam stehen/vnd kamen/vnd sagten es in der Statt/da der alte Prophet inne wohnet. Da das der Prophet höret/derjn wider vmbgeführt hatte/sprach er: Es ist der Mann Gottes/der dem Munde deß HERRN ist vngehorsam gewest/ darumb hat/n der HERR dem Löwen gegeben/der hat in zubrochen vn getödtet/ nach dem wort/das im der HERR gesagt hatVnd sprach zu seinen SönemSattelt mir den Esel. Vnd da sie -n gesattelt hatten/zoch er hin/vnd fand seinen Leichnam in den weg geworffen/vnd den Esel vnd den Löwen neben dem Leichnam stehen. Der Löw hatte nichts gefressen vorn Leichnam/vnd den Esel nichtzubrochen. Da Hub der Prophet den Leichnam deß Manns Gottes auff/vnd legt jn auffden Escl/vnd führet jn wider vmb/vnd kam in die Statt deß alten Propheten/daß sie jn klagten/vnd begruben. Vnd er legte den Leichnam in sein Grab/ vnd klagten in / Ach 4. Reg. >4. Bruder. Vnd da sie in begraben hatten/sprach er zu seinen Söm n: Wenn ich sterbe/ so begrabet mich in dem Grabe/da der Mann Gottes in begraben ist/vnd legt meine BeinencbenseinenBeinen/Denneswirtgeschchenwaser geschryen hatwrder den Altar zuBechEl/durchdaswort deßHERM/vnd wider alle Häuser der Höhen/ die in den Stätten Samaria sind. ^isBer nach diesem Geschieht kehret sich Ierobeam nicht von seinem bösen Wege/ OHsondern verkehret sich/vnd macht Priester der Höhen von den geringsten deß Volcks/zu wem er tust hatte/deß Hand füllet er/vnd der ward Priester der Hohe. Vnd diß gcrieht zur Sünde den» Hause Ierobeam/daß er verderbet/vnd von der Er¬ den vertilget ward. XIIII.Lap. Ablü/ver Tsn Jerobeam/wlrtkrsnck/selne Mutter fraget den Propheten Ahfa/so verkäm dtgt er>rgreuwllchestraf/e/dust dec Sonstrrben/vaa HaußIerobeamaußgerorr / vnem ander AömgvberIsraelfolerweckt werden. Ierobeam stirbt/semSonNadabwirdrRönig Glsak/ der Röntg von Egxpken/;cuchr wtver Jerusalem/beraubt dm Tempei/vnd Roboam sttrbr. x V der zett war Abm/der Son Jeroheam/kranck. Vnd Ma/?-r^ JerobeamspmchzuscmemVttbiMachedichanss/Nntkerstrlledich/ »ES-N. daß niemand mercke/daß du Ierobeams Weib siy?st/vnd gehe hm gen Silo/sihe/daselbst ist der Prophet Ahia/der mir g^ cot hak/daß rch solt M ' . :? König seyn vber diß Volck/vnd nim mit dir zchcn Brok vnd Kuchen/ vnd ern Krug mit Honig/vnd komme zu im/daß er dir sage/ wie es dem Knaben gehen wirt, Vnd das Weib Ierobeam thetalso/vnd macht sich auff/vnd gicnghmgcn Li- lo/vnd kam ins Hauß Ahia/Ahia aber kundt nicht sehen / denn seine äugen starreren für alter. 6^lBer der HERR sprach zu Ahia: Sihe/ das Weib Ierobeam kompt/daß sie von ^A^dir eine fache frage vmb jren Son / denn er ist kranck/ So rede nun mir jr so vnd so.Da sicnun hineyn kam/stelletsie sich frembde. Als aber Ahia höret das rauschen jrer Füsse zur Thür hineyn gehen/sprach er: Kom hereyn du Weib Ierobeam / War- umb fiellestu dich so frembd k Ich bin zu dir gesandt/ ein harter Botte. Ehe hin/vnd sage Ierobeam: So spricht der HERR/der Gott Israel: Ich hab Ahia weissa» ^^dich erhaben auß dem Volck/vnd zum Fürsten vber mein Volck Israel gesetzt/ sckwiderIerE, vnd habe das Königreich von Damds Hausegerissen/vnddtrgegeben/duaberbrst nicht gewesen wie mein Knecht Dauid/der mein Gebott hielt /vnd wandelt mir nach von gantzem Hertzen/daß er thet was mir nur wol gefiel. Vnd hast vbelgekhan vber alle/die vor dir gewesen sind/btst hingegangen/vnv hast dir andere Götter gemacht/ vnd gegossene Btlder/daßdumich zu zorn reitzest/vnd hast michhinder deinen Rü-s cken geworffen. ir. Ucrobcam. i.BuKvonden Xim.Lüp. Straffe Je- Darumb sihe/ich wil vnglück ober das Haust Jerobeam führen / vnd außrotten 4 rr-g robeam. Jerobeam auch den der an die Wand pisset/den verschloffen vnd verlassen in Israel/vnd wtl die Nachkommen deß HauseoIerobeam außfegcn/wie man Kot auß- fcget/biß gantz mit im auß sey. Wer von Jerobeam stirbt in der Statt / den sollen die Hund fressen/Wer aber auff dem Felde sttrbt/dcn sollen die Vögel deß Himmels fres¬ sen/ denn der HERR hats geredt. So mache du dich auff/ vnd gehe heim / vnd wenn dein Fuß zur Statt eyntritt/wirt das Kind sterben. Vnd es Wirtin das gantze Israel klagcn/vnd werden in begraben/denn dieser allein von Jerobeam wirt zu grabe kom- mcn/darumb/daß etwas guts an im erfunden ist für dem HERRN/dem GottIsrael/ im Hause Jerobeam. Der HERR aber wirt im einen König vber Israel erwecken / der wirt das Haust 4^reg. Mmesi§,in5uru- Jerobeam außrotten deß tagcs. "Vnd was ist nun gemachte Vnd der HERRwirdL E^waffe ro cjjceruV,kiL iml Israel fthlagcn/gleich wie das Rohr im Wasser bewegt wirt/vnd wirtIsracl außreis- rey j» Istac/. r-beä n^gcmachlk ftn von discm guten Lande/das er ircn Vättern gegeben hat/vn Wirt sie streuwen vber das Wasser/darumb/ daß sie ire Haine gemacht haben den HERRN zu erzürnen. .lAZsl/, Vnd wirtIsracl vbergebcnvmb der Sünde willen Jerobeam/der da gesündigt hat/ vnd hat Israel sündigen gemacht. Vnd das Weib Jerobeam macht sich auff/gieng hin/vnd kam gen Thirza/vnd da sie auffdie schwelle deß Hauses kam/starb der Knabe. Vnd sie begruben in/ vnd gantz Jerobeam IsraelkLagetjn/nach dem wort deß HERRN/das er geredt hatte durch seinen Knecht NömMIsräN 2lhia/den Propheten. Was mehr von Jerobeam zu sagen ist/ wie er gestritten vnd re¬ giert hat/sihe/das ist geschrieben in der Khronica der Könige Israel. Die zeit aber die' p^al. Jerobeam regierte/sind zwey vnd zwentzig iar/vnd entschlicffmit seinen Vättern/vnd sein Son Nadab ward König an seine statt. ^cwab Rehabeam si O war Rehabeam/ der Son Salomo / König in Juda. Viertzig iar alt war o oARchabeam/da er König ward/vnd regierte sibentzehen iar zuIcrusalem/in der Statt/die der HERR crwehlet hatte auß allen Stammen Israel/ daß er seinen Na¬ men daselbst hin stcllete. Seine Mutter hieß Naema/einAmmonitin. Vnd Juda thet das dem HERRN vbel geficl/vnd reitzctcn in zu ciffer/mchr den alles das ire Vät- Sünde ter gethan hatten mit iren Sünden/die siethaten. Denn sie bauwcten inen auch Hö- he/Seulen vnd Haine/auff allen hohen Hügeln/vnd vnter allen grünen Bäumen. Es waren auch Hurer im Lande/vnd sie theten alle diegreuwcl der Heyden/die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte. Der Tempel 6^lBerimfünfften iardeß Königs Rehabeam zog Sisak/der König in Egypten/ Sisak/ Salomo wrrdt bc- Njcherauffwider Jerusalem/vnd nam die Schätze auß dem Hause deß HERRN/ Aönig m zwcyb.fv.crmZ, ar vnd auß dem Hause deß Königes/ VN alles was zu nemen war / vnd nam alle güldene EZg""°. gestanden. Schilde/die Salomo hatte lassen mache.An welcher statt ließ der König Rehabeam' eherne Schilde machen/vnd befahl sie vnter die Hand der öbersten Trabanten/die der Thür hüteten am Hause deß Königes. Vnd so offt der König in dasHaust deß HER. REN gieng/ trugen sie die Trabanten / vnd brachten sie wider in der Trabanten Kammer. Was aber mehr von Rehabeam zu sagen ist/vnd alles was er gethan hat / Sihe/ r.p»r»r. das ist geschrieben in der Khronica der KönigeIuda.Es war aber Krieg zwischen Re- Rehabeam habeam vnd Jerobeam ir lebenlang.Vnd Rehabeam entschlicffmit seinen Vättern/ «strbe. vnd ward begraben mit seinen Vättern in der Statt Dauid/vnd seine Mutter hieß Naema/ ein Ammonitrn/ Vnd sein Son Abiam ward König an seine statt. XV.Lap. Abla regiert vber IudS/nach sm Assa/verfelbig hatte einen Rrieg mit Naesa / dem RSnige Israel/vndver Röntg vonSyriaftund,mbey. Nach Afia regiert fern Son Iosirphar Baes» rodttk N«dab/vnd väs gany Ier-be»m/vnd der Prophet Ich» verssagr wtder B/resir, 3m Ueroßeam. Königen. xv.Lap. >99 MachtzehcrM Kar deß Königs Jeroöeam/ deß Sons i1. Mbath/ward Abiam König in Iuda/vnd regiert drey jarzu Ieru- Abiam drcy z.Reg.u, salem.Seine Mutter hieß Maecha/eine Tochter Abisalom.Vno wandelt in allen Sünden seines Vatters/die er vonm gechan hatte/vnd sein Hertz war nicht rechtschaffen an den; HERRN seinem -.Reg.... Gott/wie das Hertz seines Vatters Dauids. Den vrnb Dauids wil¬ len gab derHERR sein Gottim ein Liecht zu'Jerusalem/daß erseinen Son nachjm crwecket/vnd erhielt zu Ierusalem/darumb/daß Dauid gechan hatte das dem HER¬ REN wolgeficl/vnd nicht gewichen war von allem / das er im gebot sein lebenlang/ on in dem handel mit Vria/dem Hethiter. Es war aber cm Krieg zwischen Rchabeam vnd Ierobeam sein lcbenlang. Aiä Aesa aver/dcr König Iftael/zoch hcrauffwidcr Iuda/vnd bauwet Rama/daß ^JmemandsollaußvndeynZiehen auff Assa seiten/deß Königs Juda- Danam mg-aIftacl. Assa alles Silber vnd Gols/das vbrig war im Schatz deßHauses dcß HERRN/vnd im Schatz deß Hauses deß Königs/vnd gabs in seiner Knechte hande/vnd sandt sie zu Bcnhadad/dem Son Tabrimon/ deß Sons Hesion/ dem Könige in Syrien/ der zu Denhadad/ Damasco wohnet/vnd ließ jm sagen: Es ist ein Bund zwischen nur vnd dir/ vnd zwi-, sehen meinem Vatter vnd deinem Vatter/ Darumb schicke ich dir ein geschenckc/Sü- ber vnd Gold/daß du fahren lassest den Bund/ den du nut Baesa/dem Könige Fra¬ ck/ hast/daß er von mir äbziehe- > Benhadad gehorchet dem Könige Assa/vnd sandte seine Häuptleute wider die Stätt Frael/vnd schlug Fon vnd Dan / vnd AbclBcchMaecha/ das gantz Kine- roth/an dem gantzen Lande Mphthali. Dadas Bacsahsret/ließerabzubauwcn Rama/vnd zoch wider gen Thirza. DerKönigAffaaberlicß erschallen im gantzen Iuda/Hiesol niemand vngestrafft bleiben. Vnd sie namen die Stein vnd Holtz von Ramaweg/damit Baesa gebauwet Hatte/Vnd der König Assa bauwete damit Ge- ba/BenIamin vnd Mizpa. ) Was aber mehr von Assa zu sagen ist/vnd alle seine macht/vn alles was er gechan hat/vnd die Stätte die er gebauwet hat/Sihe/das ist geschrieben in der Khronica der Könige Iuda/On daß er in seinem alter an seinen Füssen kranck war. Vnd Assa ent- Assa stirbt. p4r«U7. schlieffmiLsemenVäLtcrtt/vnd wardbegrabcnmitseinenVättern in der StattDa- uid seines Vatters/Vnd Iosaphat/sein Son/ward König an seine statt. Josaphat/ ^^-Adababer/der Son Ierobeam/ward König ober Israel im andern sar Assa/ H deß Königs Iuda/vno regiert ober Israel zwey jar.Vnd ihet das dem HERRN II, ^^vbelgefiel/vnd wandelt in dem Wege seinesVatters/vnd in seiner Sünde/da- Mdab zma¬ mit er Israel hatte sündigen gemacht. ,arRcurgttrIftaci. S»p.4 Aber Baesa/der Son Ahm/auß dem HauseIsaschar/macht einen Bund wider l jn/vnd Was aber mehr von Abiam zu sagen ist/vnd alles was er gechan Hat/ Sihe/ das Abiam stirbt, ist geschrieben in der Khronica der Könige Iuda.Es war aber Krieg zwischen Abiam vnd Ierobeam. Vnd Abiam entschlieffmtt seinen Vättern / vnd sie begruben jn in der Statt Damd/Vnd Affa/sem Son/ward König an seine statt. paral., 4. /-^M zwentzigsten sar deß Königs Ierobeam ober Israel/ ward Assa König in III. Maecha. AEA Iuda/vn regiert ein vn viertzig iar zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Maecha/ Assa ein vnd » parat. ,5. o^L-cine Tochter Abisalom. Vnd Assa thet das dem HERRN wolgefiel/wie sein rar Röms Vatter Damd/vnd chet die Hurerauß dem Lande/vnd chet ab alle Götzen/die seine Vatter gemacht Hatten-Dazir setzt er auch seine Mutter Maecha ab vom Ampt/ daß L sie dem" Miplezeth gemacht hatte im Haine/Vn Assa rottet auß sren Miplezcth/vnd , verbrants im bach Kidron. Aber die Höhen theten sie nitab/Dochwar das Hertz Assa A"rAAch rechtschaffen an dem HERRN sein lebenlang.Vnd das silbcr vnd gold/vnd gcfeß/das L'tzüÄsaqm! sein Vatter geheiliget hatte/vnd was geheiliget warzum Hause deß HERRN / bracht Es fty der MZoct er eyn.Vnd es war streit zwischen Assa vnd Baesa/dcm KönigeIsraeL/jr lebenlang. r.parsl.,«-. M. l.BGvsndcn XV. Lap. D/vnd schlug sn zu Gibethon/welcher war der Philister / Den Nadab vnd das gantze Israel belagerten Gibethon.Also tödtet in Baesa im dritten -ar Assa deß Königs Iu- . da/vnd ward König an seine statt. Als er nun König war / schlug er das gantze Haust Hansi Zcrobeam/vnd ließ nicht vber etwas/das den Athem hatte / von Ierobeam / biß er jn durch Baesa. vertilget/nach dem wort deß HERRN / das er geredt hatte durch seinen Knecht Ahia Suprax von Stlo/Dmb der Sünde willen Ierobeam die er thet / vnd damit Israel sündigen macht/mit dem reitzen/damit er denHERRN/den GottIsrael/erzürnet. Was aber mehr von Nadab zu sagen E/vnd alles was er gethan Hat/ Sihe/ das istgeschriebcn in dcr Khronica der Könige Israel. Vnd es war Krieg zwischen Assa vnd Bacsa/dcm Könige Israel/jr lebcnlang. Baesa 24.jar dritten jarAssa/deß Königs Juda/ward Baesa/der Son Ahia/König s Römg vbcrZs'acl. KN vber das gantze Israel zu Thtrza/vier vnd zwcntzig jar/vnd thet das dem HER- ^^REN vbclgcfiel/vnd wandelt in dem Wege Ierobeam/vnd in seiner Sünde/ damit er Israel hatte sündigen gemacht. Iehu weiffa- ^bS kam aber das wort deß HERRN zuIchu/dem Son Hanani/wider Baesa/ S»p «4 «cc wider Baesa. sprach: Dammb/daß ich dich auß dem staub erhaben habe / vnd zum Für- sten gemacht vber mein Volck Israel/vnd du wandelst in dem Wege Ierobeam/vnd machst mein Volck Israel sündrgen/daß du mich erzürnest durch irc Sünde/Sihe/so wil ich die Nachkommen Baesa/vnd die Nachkommen seines Hauses / wegnemmcn/ vndwildein Hauß setzen wie das Hauß Ierobeam/deßSons Nebach: Wer von Baesa stirbt in der Statt/den sollen die Hunde freßen/vnd wer von im stirbt auff dem Felde/den sollen die Vögeldcß Himmels freßen. Was aber mehr von Baesa zu sagen ist/vnd was er gethan hat / vnd seine macht/ Baesastirbk. Sihe/das ist geschrieben in der Khronica der Könige Israel. Vnd Baesa entschliess -.para!.'-. mit seinen Vättern/vnd ward begraben zu Thirza/vnd sein Son Ella ward König all seine statt.Auch das wort deß HERRN kam durch den Propheten Iehu/ den Son Iehu/ Hanani/vberBaesavndvbersein Hauß/vndwider alles vbcl/das er thet für dem HERRN/ in zu erzürnen durch die Werck ferner Hände / daß es würde wie das Hauß Ierobeam/vnd darnmb/daß er diesen erschlagen hatte. xvi.Lap. Ella wirt Röntg an statt seines Vatters Baesa- Simei erlöstet ,'n/ sampt dem ganyen Hause Baesa/vnv regiert stben rage. Das Volck rheüet sich. Amr»wirtAönig/vnv nach zm fern So» Ahab. Hiel von BerhEl bauwer Jerrho. scchf? vnd zwentzlgsten jar Assa / deß Königs Juda/ Elta Myfar ward Ella/dcr Son Baesa/König ober Israel zu Thirza zwcy jar. vier Israel. Aber sein Knecht Simri/der öbcrst vber die hclfft der Wägen/macht einen Bund wider in/Er aber war zu Thirza/tranck vndwar trun- cten im Hause Arza/ deß Vogts zu Thirza /Vnd Simri kam hineyn/ vn d schlug jn tod/ im siben vnd zwentzigstcn/ar Assa/deß Königes Iuda/vndward König an seine statt. Vnd da er König war/vnd auffseinem Stul saß/schlug erdasgantze Haust Baesa/vnd ließ nicht vber auch der an die Wand pisset/ dazu seine Erben vnd seine Sinn i vertil Grunde. Also vertilget Simri das gantze Hauß Baesa/nach dem wort deß HER- Svprsv. SttdasHaus; Baesa. REN/das er vberBacsa gcrcdt hatte durch den Propheten Iehu/vmb aller Sünde willen Baesa/vnd seines Sons Ella/die ste theten/vnd Israel sündigen machten/ den HERRN/ den Gott Israel / zu erzürnen durch ire Abgötterey. Was aber mehr von Ella zu sagen ist/vnd alles was er gethan Hat/ Sihe/das ist geschrieben in der HH Kh e nlca der Könige Israel. Simri sben M^Mstbenvadzwentzigstett/arAffa/deßKönigsIuda/ward Simri König st- tag vber Is. I^Aben tage zu Thirza/Denn das Volck lag für Glbkthon der Philister. Da aber das W. Königen. XVI. Lap. 2°° das Dolck im Läger höret sagen/daß Simri einen Bund gemacht/ vnd auch den Kö¬ nig erschlagen Hette/Da machte gantz Israel desselben tags Amri/den Feldthaupt- Amri. mann zum Könige ober Israel im Läger. Amri zoch herauff/ vnd das gantze Israel mit im von Gibbechon /vnd belä- gertö Thirza.Da aberSimri sahe/daß die Statt solt gewonnen werden/gieng Simri schreck er in den Pallast im Hause deß Königs/vnd verbrant sich mit dem Hause deßKö- ttchertod. nigs/vn starb vmb seiner fände willen/die er gethan hatte / daß er thet das dem HER¬ REN vbel gefiel/vnd wandelt in dem Wege Ierobeam/vnd in seiner sünde/dte er thet/ daß er Israel sündigen machte. Was aber mehr von Simri zu sagen ist/ vnd wie er ei¬ nen Bund machte/Sihe/das ist geschrieben in der Khronica der Könige Israel. L (^^Azumal theilet sich das Volck Israel in zwey theil/Eine helfft Hieng an Thibni/ ^h^ni. demSon Ginath/daß sie in zum Könige machten/Die ander helfft aber Hieng an Amri. Aber das Volck das an Amri hieng/ward stärcker denn das Volck / das an Thibni hieng/dem Son Ginath/vnd Thibni starb/da ward Amri König. M ein vnd dreißigsten iar Assa/deß Königs Juda / ward Amri König vber Is- V. AE raelzwölff iar/vnd regiert zuThirzasechßiar. Erkaufftden Berg Samaria Amri zwölff o^oponSemervmbzwenKentnersilbers/vnd bauwct auff den Berg/vndhieß MMmgvberIs. die Statt/die er bauwet/nach dem namen Semer/deß Berges Herrn /Šamana. Samaria ge Vnd Amri thet das dem HERRN vbel gefiel/vnd war arger denn alle die vor im ge- bamvervmAmA wesen waren/vnd wandele in allen wegen Zcrobcam/deß Sons Ncbath / vnd in sei¬ nen Sünden/damit er Israel sündigen machte/daß sie den HERRN/ den Gott Isra- cl/erzürnetcn in irer Abgötterey. Was aber mehr von Amri zu sagen ist/vnd alles was er gethan hat/vnd seine macht die er geübt hat/Sihe/das ist geschrieben in der Khronica der Könige Israel. Vnd Amri enschlieff/mit seinen Vättern/vnd ward begraben zu Samaria / Vnd A- Amri stirbt, hab/sein Son/ward König an seine statt.. M acht vnd dreißigsten iar Assa/deß KönigsIuda/ward Ahab/der Son Am- V l. ri/Königvber Israel/vndregiertvber Israelzu Samaria zwey vnd zwentzig Ahab zwey ^^jar/vndthetdas dem HERRN vbel gefiel/vber alle die vorim gewesen waren. NAN" Vnd war im ein gerings/daß er wandelt in der fände Ierobeam / deß Sons Nebath/ Vn nam dazu Isebel/die Tochter EthBaal/deß Königes zu Adon/zum Weibe. Vnd Iftbel/ A- gieng hin/vnd dienet Baal/vnd betet in an/Vnd richtet Baal einen Altar auff im habs W«b. Hause Baal/daserim bauwete zu Samaria/vnd machte einen Hain/daß Ahab mehr thet den HERRN/den GottIsrael/zu erzürnen/denn alle Könige Israel/die vor jm gewesen waren. ^VrselbenzeLtbauwetHLelvonBethElIeriho/EskosteLinseinenersten Son A- Hiel bauwet Iosire-. 5^biram/da er den gründ leget/vnd seinenjüngsten SonSegub/daerdieThüren 2ercho. o* setzet/rrach dem wort deß HERRN/das er geredt hatte durch Iosua/den son Nun. xvn.Lap. Elis verkändiget/daß es etliche zeit nicht regnen sol/clM sich in die wäste am Bach Lrith/ wirt eine rettlang vaselbft von den Raben genehrt/kompt darnach in der schwinden rheuwren zeit zur wictWLir gen Zarparl)/ da nimpr/r wenig mal vnd öi nicht ab/Vnd der Prophet macht sren gestorbenen Gon wider lebendig. Nd es sprach Etta/ der Thrsbtter/ aus? den Bürgern Nms der Historia Grlead Zu Ahab: So war der HERR / der Gott Israel/ lebt/für ^Eltadeni dem ich stehe/Essol dieseiarwederThauw noch Regen komm/ ich sage es denn. ZÄt Vnd das wort deß HERRN kam zu jm/vnd sprach: Gehe weg Thmwwng von hinnen / vnd wende dich gegen morgen / vnd verbirg dich am ruMasMen. Bach Mty/der gegen demIordan fieußt/ vndselr vom Bach trinckm/vnd ich hab 1 ß den Ra- Dia. I.BllAvdNdm XVH.Lüp. dm Raben gebotten/daß sie dich daselbst sollen versorgen.Er aber gieng hin/vnd thet nach dem wort deßHERRN»/ vnd gteng weg/vnd setzt sich am Bach Krüh/der gegen dem Jordan sieußt/vnd die Raben brachtcn/m Brotvnd Fleisch/ deß morgens vnd deßabends/vnd er tranck deß Bachs- es geschach nach etlichen tagen/daß der Bach vertrocknet/ denn es war kein erregen im Lande.Da kam das wort deß HERRN zu im/vnd sprach:Mach dich auff/vnd gehe gen Jarpath/ welche bey Itdon ligt / vnd bleibe daselbst / denn ich habe daselbst einer Wittwen gebotten/daß sie dich versorge. Vnd er macht sich auff/vnd gieng gen Jarpath. Vnd da er kam an die Thor der Elias Statt/Sihe/da war eine Wittwen/vnd laß Holtz auff/Vnd errieff jr/ vnd sprach: Hole mir ein wenig wasser im Gcfesse/ daß ich rrincke. Da sie aber hin gieng zu holen/ ricff er jr/vnd sprach: Bringe mir auch einen bissen Brots mit. Sie sprach: So war der HERR dein Gott lebt/ich habe nichts gebackens / On ein Handvoll mäls im Kad/ vnd ein wenig öl im Kruge/Vnd sihe/ich hab ein Holtz oder zwey auffgelesen/vnd gehe hmeyn/vnd wil mir vnd meinem Son zurichten/ daß wir essen/vnd sterben. Elia sprach Zu inFürchte dich nicht/Gehe hin/vnd machs wie du gesagt hast/doch 6 mache mir am ersten ein kleines gebackens davon/ vnd bringe mirs herauß/ Drr aber Wer vnd deinem Son soltu darnach auch machen.Denn also spricht der HERR/ der Gott Zftacl: Das mäl im Kad sol nicht verzehret werden / vnd dem ölkrug sol nichts man- geln/bißauff den tag/da der HERR regnen lassen wirt auff Erden. Sie gieng hin/ thH°. viid machet wie Elia gesagt Hattc/Dnd er aß/ vn sie auch/vnd ir Hauß/ eine zeit läng. Das mäl un Kad ward nicht verzehret/vnd dem ölkrug mangelte nichts/nach dem wort deß HERRN/das er geredt hatte durch Elia. nach diesen Geschichten ward deß Weibs/seiner Haußwirtin/Son kranck/ cxAvnd seine kranckheit war so sehr hart/ daß kein achem mehr in im bleib / Vnd sie sprach zu Elia.Was hab ich mit dir zu schaffen/du Mann Gottes? Du bist zu mir her- 4-Reg. 4. eyn kommen/daß meiner mtffethat gedacht/vnd mein Son getödtct würde.Er sprach zu jr: Gib mir her deinen Son. Vnv er nam in vonirer Schoß/vnd gieng hinauff auffden Saal da er wohnet/vnd legt in auff sein Bette/vnd ricff den HERRN an/ vnd sprach: HERR/memGott/Hastu auch der Wittwen/ bey der ich ein Gast bin / so vbe! gethan/daß du iren Son tödtest. Vnd ermaß sich vber dem Kinde drey mal/vnd rieff den HERRN an/vnd sprach: HERR/mein Gort/laß die Seele dieses Kmds wider zu im kommen. Vnd der HERR Elia ma- erhöret die stim Elia/vnd die Seele deß Kinds kam wider zu im/ vnd ward lebendig. Vnd Elia nam das Kind/ vnd brachts hinab vom Saal ins Hauß / vnd gabs seiner "'s- Mutter/vnd sprach :Sthe da/dein Son lebet. Vnd das Weib sprach zu Elia: Nun erkenne ich/daß du ein Mann Gvttes bist/vnd deß HERRN wort in demem Munde istwarheit. xvm.Lap. Der HERR heißt Ehsmwrderumb;» Ahab gehen. Isebel rottet auß die Propheten deß HERRN/vnd GbadIa vecbrrger -rer wo! hundert. Eil« schickt EbadIa ;um Ränrge/erzergc sich ,m hernach selbs/herßc das Voick Israei/vnd dec Propheten Baals vnd deßHarns/ auff den Berg Lärme! verfamlen/vnd verwelßrdem Voick >re Abgärtere^. Die Baaispfaffen werden nicht erhört/Elra wirr aber vorn HERRN erhörer/daß fern (Spffer durch das fevwer vom Hlm-- melgewairrgltch verzehret wtrt/vnd er schlachtet atte Baalspfaffe». Nd vber ein lange zer t kam das wort deß HERRN zu z Elia im dritten iar/vnd sprach: Gehe hin/vnd zeige dich Ahab/daß ich regnen lasse auffErden. Vnd Elia gieng hin/daß er sich Ahab zeigete. Theuwrung Es war aber ein grosse Theuwrung zu Gamaria. zEUazcüe«, Vnd Ahab rieff ObadZa/ seinem Hofmeister (ObadFa aber Obad- sorchtt den HERRN sehr / Denn daFebel die Propheten deß HERNN außrot- ttt/nam Da. Königen. xvm.Lap. 2oj tet/namDbadIa hundert Propheten/vnd versteckt sie in der Holen/hie fünsstzig/ vnd da fünsstzig/vnd versorget sie mit Brot vnd Wasser.) So sprach nun Ahab zu ObadIa: Zeuch durchs Land zu allen Wafferbrünnen vnd Bachen/ob wir möchten Heuw finden/ vnd die Rossz vn Mäuler erhalten / daß nicht das Vieh alles vmbkom- me.Vnd sie checkten sich ins Land/daß sie es durchzogen / Ahab zoch allein auffeincn wea/vnd ObadIa auch allein den andern weg. Elia be- nun ObadIa auffdem Wege war/Sihe/da begegnet jm Elia/ Vnd da er /n s-snttOba-, kennet/fiel er auffsein a!ltlitz/vn chrach:Bisiu nicht mein Herr Elia?Er sprach: Ia/gche hin/vnd sage deinem Herrn/Sihe/Elia ist ßie.Er aber sprach: Was hab ich gcsündiget/daßdu deinen Knecht wiltindie Hände Ahab geben/daß er mich tödtek So war der HERR / dein Gott / lebt/ Es ist kein Volck noch Königreich / dahin mein Herr nicht gesandt hat dich zu sachen. Vnd wenn sie sprachen: Er ist nicht Hie/Nam er einen Eyd von dem Königreich vnd Volck/daß man dich nicht funden hette. Vnd du sprichst nun: Gehe hin/sage deinem Herrn/Sihe/ Elia ist hie. Wenn ich nun hin gicnge von dir / so würde dich der Geist deß HERRN wegnemen / weiß nicht L wohin/vnd ich denn kcmc/vnd sagets Ahab an/ vnd fünde dich nickt / so erwürgete er mich. Aber dem Knecht sörcht den HERRN von seiner lügend auff.Ists meinem Her¬ ren nicht angesagt/was ich gekhan hab/da Isebe! die Propheten deß HERRN erwür¬ get? Daß ich der Propheten deß HERRN hundert versteckt/ hie fünsstzig vn da fünff- tzig/in der Hole/ vnd versorget sie mit Brot vnd Wasser? Vnd du sprichst: Nun gehe hin/sage deinem Herrn/Elia ist hie/daß er mich erwürge. Elia sprach : So war der HERR Zebaoth lebet/für dem ich stehe / Ich wrlmich im heute zeigen. ^^AgiengObadIahinAhabentgegen/vndsagetsiman. Vnd Ahabgienghin Eliastraffet (^KElia entgegen. Vndda Ahab Elia sahe/sprach Ahab zu jm: Bist» der Israel verwirret? Er aber sprach:Ich verwirre Israel nicht/sondern duvnd deinesVatters Hauß/damit/daß jr deß HERRN Gebott verlassen habt/ vn wandelt Baalim nach. Wolan/ So sende nun hin/vn versamle zu mir das gantze Israel auffden Berg Kar- mel/vnd die vier hundert vnd fünsstzig Propheten Baal/Auch Die vier hundert Pro- Vier hundert pheteu deß Hains/die vom Tisch Isebel essen. Also sandte Ahab hin unter alle Kinder sFÄT U dZ Israel/vnd vcrsamlet die Propheten auff den Berg Karmel. H«»s. (Ä^A trat Elia zu allem Volck/vnd sprach: Wie lang hincketir auff beiden seltene O^Ist der HERRGott/sowandeltimnach/IstsaberBaal/sowanDeltimnach. Vnd das Volck antwortet -m nichts. Da sprach Elia Zum Volck: Ich bin allein vber- blteben/einProphetdeßHERRN/Aber derProphetenBaal sind vier hundertvnd fünsstzig Man. So gebt vns nun zwen Farren/vnd laßt sic erwehün einen Farren/ vnd in zllstücken/vnd auffs Holtz legen/vnd keinFeuwer dran legen / so wil ich den an- A dernFarren nemmcn/vndauffs Holtz legen/vnd auchkeinFeuwer dran legen. So ^f/^eGanß^ht/ ruffct ir an den Namen euwers Gottes/vnd ich wil den Namen deß HERRN anruf- ftn/welcker Gott nun mit Fcuwer antworten wirdt/der sey Gott. Vnd das gantze l^nhiE herw". Volck antwortct/vnd sprach: Das ist recht. d^paWmnA c: Vnd Elia sprach zu den Propheten Baal: Erwehletir einen Farren/ vnd macht am ersten/Denn euwer ist viel/vnd ruffet euwers Gottes Namen an/vnd legt kein Feuwer dran.Vnd sie namen den Farren/den er inen gab/vnd richten zu / vnd ricffen UmAvno da/w-- an den namen Baal/von morgen an biß an den mittag/vnd sprachen: Baal/ erhöre vns. Aber es war da kein stim noch antwort. Vndsie^hmcketen vmb den War/den sie gemacht hatten. Da cs nun mittag ward/spottct ir Elia/ vnd sprach: Ruffet laut/ denn er ist ein Gott/ Er richtet oder hatzu schassen/oder ist vber Feld / oder schiesst vtl- NE, rR/f cc/ü Weiß Leicht/daßerauffwache.Vndsierieffenlaut/vttdrttzetensichmttMesscm vndPfrie- kc!E men/nack irer wetsc/biß daß jr Blut hernach greng. Da aber der mittag vergangen war/weiffagten sie/btß daß man das Speißopffer thun solt/ vnd war da keine sticke/ 6»^ noch antwort/noch Auffmercker. l rij Da AM. i.BuKvondm xviii.Lap. ^^A sprach Elia zu allem Volck:Komet her alles Dolck zu mir. Vnd da alles volek <^szu-mtmt/hcilet er denAltar deß HERRN derzubrochen war.Vnd nam zwölff steine/ nach der zal der Stämme derKinder Jacob (zu welchem das wort deß HER- senei-zr. REN redet/vnd sprach: Du solt Israel heissen) vnd bauwtt von den steinen einen Al¬ tar jm Namen deß HERRN/ Vnd macht vmb den Altar her eine gruben/ zwey Korn maß weit. Vnd richtet das Holtz zu/vnd zustücketden Farren / vnd legt /n auffs Holtz. Vnd sprach: Holet vier Kad wasser voll/ vnd giesset cs auff das Brandopffer vn auffs holtz.Vnd sprach: Thuts noch ein mal/Vnd siethetensnoch ein mal. Vnd er sprach: Thuts zum dritten mal/Vnd sie thetens zum dritten mal. Vnd das Wasser liess vmb den Altar her/vnd die grübe ward auch voll Wassers. Vnd da die zeit war Speißopffer zu opffern/ trat Elm/ der Prophet / herzu / vnd o sprach-HERR Gott Abraham/Isaac vnd Israel/Laß heut kundt werden/daß du EliaGe- Gott in Israel bist/vnd ich dein Knecht/vnd daß ich solches alles nach deinem wort ge- bE- than habe. Erhöre mich HERR / erhöre mich / Daß diß Volek wisse / daß du HERR Gott bist/daß du ir Hertz darnach bekehrest.Da fiel das Feuwer deß HERRN herab/ vnd fraß Brandopffer/Holtz/Stein vnd Erden/vnd lecket das Wasser auffinder Gruben. Dadas alles Volcksahe/ fiel es auffsein Angesicht/vndsprachen: Der HERR ist Gott/Der HERR ist Gott. 7lia schlach- ^^Lia aber sprach zu inen: Greisst die Propheten Baal/daß ir keiner entrinne. Lcr pro/hkttn (T^Vttd sie griffen sie. Vnd Elia führet sie hinab an den Bach Kison/vnd schlachtet sie daselbst. Nd Elia sprach zu Ahab: Auch hinauff/iß vnd trinck/den es rauschet/als wolts A^sehr regnen. Vnd da Ahab hinauff zochzu essen vnd zu trinckcn/ gieng Elia auff ^deß Karmels spitzen/vnd bücket sich zur Erden/vnd thet sein Haupt zwischen sup.,?. seine Knie. Vnd sprach zu seinem Knaben: Gehe hinauff/ vnd schauwe zum Meer zu/ Durch Elias Er gieng hinauff/vndschauwet/vnd sprach: Es ist nichts da. Er sprach: Gehe wider sibcn nral. Vnd im sibenden mal sprach er: Sihe/es gehet eine kleine Wolcke auff auß dem Mecr/wie eines Manns Hand. Er sprach: Gehe hinauff/vnd sage Ahab: Spann an/vnd fahre hinab/daß dich der Regen nicht ergrciffe.Vnd ehe man zusahe/ ward der Himel schwach von Wolcken vnd Wtnd/vnd kam ein grosser Regcn/Ahab aberfuhr vnd zoch gen Iesreel. Vnd die Hand deß HERRN kamvberElia/vnder gürtet seine Lenden/vnd liefffür Ahab hin/btß er kam gen Iesreel. Elia MM Königen. xix. Lap. XIX. Lap. ElraflettchtfärIfebel/wlrdtvomEngelgefpet'ßt/gehet darauff in visryig tagen an den Berg Horeb/dasclbst redet der HE "RR mit 1M/ vnd der HERR zeucht fürüber. Elia empfind einen fiarcken Wlnd/Erdbeben/Fenwec/ vndletztlich ei» sanffrsausten / dabep auch deß HER^ REPlfilm/welchefinbefehlthur/daßerHafirel vber Syrien/ Iehu vber Israel/vnd Elisazu einem Propheten/ salbe/Vnv Elisa wtrdt gesalbet. 2o2 Ahab saget Wbcl an alles was Llia gethan Hat, te/vnd wie er hatte alle Propheten Baal mit dem Schwert erwür- get. Da sandte Iscbel einen Botten zu Elia/vnd ließjm sagen : Die Götkcrthun mir diß vnd das/wo ich nichtmorgen vmb diese zeitdei- ner Seele thu/wie dieser Seelen eine. Ga flie- er das Ahe/macht er sich auff/vnd gieng wo er hin wolt/vnd kam gen Ber- httftöftbel. (^LH Seba in Iuda/vnd ließ seinen Knaben daselbst. Er aber gieng hin in die Wü¬ sten eine Tagreise/vnd kam htneyn/ vnd setzet sich vnter eine Wacholdern / vnd bäht/ daß seine Seele stürbe/vnd sprach: Es ist gnug/ so nim nun HERR meine Seele/Ich bilr nicht besser denn meine Vätter.Vnd legt sich/vnd schliess vnter der Wacholdern. Vrrdsihe/derEngelrühretin/vndsprachzuim: Stehe auff/vnd iß. Vnd er sähe stch tzuib/vnd slhe/zuseinen Häupten lag ein geröstet Brot/vnd eine Kanne mir Was¬ ser. Vnd da er gessen vnd getruncken hatte/ legt er sich wider schlaffen. Vnd der Engel dcß HERRN kam zum andern mal wider/vnd rühret in/vttd sprach: Stehe auff/vnd iß/denn du hast einen grossen weg für dir. Vnd er stund auff/ vnd aß vnd tranck / vnd gieng durch krafft derselben Speise viertzigtagvndviertzignacht/biß an den Berg Gotkes/Horeb. Nd kam daselbst in eine Höle/vnd bleib daselbst vber nacht. Vnd srhe/ das wort ^^dcß HERRN kam zujm/vnd sprach zu jm: Was machest» hie Eliat Ersprach: Rom ». 'Ich hab gceiffert vmb den HERRN/ den Gott Zebaoth / Denn die Kinder Is¬ rael haben deinen Bund verlaffen/vnd deine Altar zubrochen / vnd deine Propheten mir dem Schwert erwürget/vnd ich bin allein vberblieben/vn sie stehen darnach/daß sie mir mein Leben nemen. Er sprach: Gehe herauß/ vnd tritt auff den Berg für dem v HERRN. Vnd sihe/der HERR gieng fürüber/vnd ein grosser starcker Wind/der die Berge zureiß/vnd die Felsen zubrach/für dem HERRN her. Der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Wind aber kam ein Erdbeben/Aber der HERR war nicht im Erdbeben. Vnd nach dem Erdbeben kam ein Feuwer/Aber der HERR war nicht im Feuwer. Vnd nach dem Feuwer kam ein still sanfftes sausten. Da das Elia höret/verhüllet er sein antlitz mit seinem Mantel/vnd gieng her- auß/vn trat in die thür derHölen/vnd sihe/da kam eine stimezu im/vrrd sprach: Was » hast du hie zu thun Eliak Er sprach.Zch hab vmb den HERRN/den Gott Jebaoth/ge- kissert/denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen/ deine Altar zubrochen/ deine Propheten mit dem Schwert erwürget/vnd ich bin allein vbcrblieben / vnd sie stehen darnach/daß sie mir das Leben nemmen. LAAg' Z^sBer der HERR sprach zu jm: Gehe widerumb deines Weges durch die Wüsten Hasael. Damascon /vnd gehe hineyn/vnd salbe Hasaelzum Könige vber Syrien/ vnd Iehu/den Son Mmsi/zum Könige vber Israel/vnd Elisa/den Son Saphat/ Elisa. vonAbelMehola/zumProphetenandeinestatt. Vndsolgeschehen/daß/werdem »R-g». Schwert Hasael entrinnet/den sol Iehu tödten/ Vnd wer dem Schwert Iehu en- trinnet/dcn sol Elisa tödten. Vnd ich wil lassen vberbleiben siben tausend in Israel/ Nemlich alle Knie/die sich nicht gebeugethaben für Baal/vnd allen Mund/derjn nicht geküsset hat. 8^Nd er gieng von dannen/vnd fand Elisa/den Son Saphat/daß er pflüget mit c>^zwölffjochen für sich hin/ vnd er war selbst vnter den zwölsscn. Vnd Elia gieng l iiij zu im/ M6. I. BO von den XX. Lap. zu im/vnd warffseinen Mantel auffin. Er aber ließ dLe Rinder/vnd liess Elia nach/ Elisa zu Pro- vnd sprach: Laß mich meinen Vatter vnd meine Mutter küssen / so wil ich dir nachfol- Mmr gesalbet VW gen. Er sprach zu im: Gehe hm/vnd kome wider/denn ich hab etwas mit dir zu thun. Vnd er liess wider von im/vnd namctn joeh Rinder / vnd opssert es/vnd kochet das Fleisch mit dem Holtzwerck an dm Rindern / vnd gabs dem Dolck das sie assen / Vnd machet sich auff/vnd folgete Elia nach/vnd dienete im. xx.Lap. Benhadad zeucht mit grosser macht vnv trotz Mlv«rIsc?re!/wlrtnach dem wort eines pt-0B phetenln viefluchtgeschlagen/Vndvbereiniarkämeerwtder/in meinung/Gott köndre nicht heissenauffderebene/daschlügeIssael hundert tausend Syrer. Benhadad verkreucht flch in der fluchr/vndAhab macht einen Lund mir >m/darumb verkündigt auch ein Prophet/daß die Geel Ahab/vnd deß Polcks Sees für die Seel Benhavav seyn sol, Benhadad/ Benhadad/ der König zu Syrien/versamlek alle t Rsniszn Syrien, seine macht / vnd waren zwey vnd drciffig Könige mit im / vnd Roffz vnd Wägen/vnd zoch herauff/ vnd belagert Samariam / vnd streit wider sie. Vnd sandte Botten zu Ahab / dem Könige Israel/ in die Statt/vnd ließ im sagen: So spricht Benhadad: Dein Silber vnd dein Goid ist mein/vnd deine Weiber vnd deine besten Kinder sind auch mein. Der König Israel antwortet/vnd sprach: Mein Herr König / wie du geredt hast/ Ich bin dein/vnd alles was ich hab. VnddieBottenkamenwider/vndsprachen:SosprichtBcnhadad:Weilichzn dir gesandt habe/vnd Lassen sagen: Dein Silber vnd dein Gold/deine Weiber vnd deine Kinder/soltu mir geben/so wil ich morgen vmb diese zeit meine Knecht zu dir ftn- dm/daßsie detnHauß/vnd deiner Vnterrhanen Häuser/besuchen/ vnd was dir lieb¬ lich ist/sollm sie mire Hände nemmen/vnd wcgtragcn. rieff der König Israel allen Eltestcn dcß Lands/vnd sprach: Mercket vnd ft- <^K het/wie böß ers fürnimpt. Er hat zu mir gesandt vmb meine Weiber vnd Kin- der/Stlber vnd Gold/vnd ich hab im dcß nicht gewehrt. Da sprachen zu im alle Al- ten/vnd alles Volck: Du sott nicht gehorchen noch bewilligen. Vnd er sprach zu den Botten Benhadad: Saget meinem Herrn/dem Könige/Alles was du am ersten dei¬ nem Knecht entbotten hast/wil ich thun/ Aber diß kan ich nicht thun. Vnd die Botten giengcn hin/vnd sagten solches wider.Da sandteBenhadad zu im/vnd Ließ jur sagen: Die Götter khun mir diß vnd das/wo der Staub Samaria gnug ftyn sol / daß alles § Volck vntcrmir ein Handvoll davon bringe. Aber der Kömg Israel antwortet/vnd (Mcht Emm) sprach: Saget/der den Harnisch anlegt/sol sich" ntt rühmen / als der in hat abgelegt. Mchkhuy! Ie^vber Da das Benhadad höret (VN er eben tranck mit den Königen in den Gczclten) sprach er zu seinen Knechten: Schicket euch.Vnd sic schickten sich wider die Statt. maaflch rü§ sihe/ein Prophet trat zu Ähab/dcm Könige Israel / vnd sprach: So spricht L mm. Wer suaT^Ader HERR: Du hast ie geschenalle diesen grossen Haussen k Sihe/Ichwiljn nochm7gewon>!ett" heut in deine Hand gebell/daß du wissen solt/Ich sey der HERR. Ahab sprach: Durch wen? Er sprach: So spricht der HCRR:Durch die Knaben der Landvögte.Er sprach: Wer sol den streit anspannen k Er sprach: Du. Da zelet er die Knaben der Landvög- te/vndircrwar zwey hundert vndzwen vnd drciffig/vnd zelet nach inen dasgantze Volck aller Kinder Israel/siben tausend Mann/vnd zogen auß im Mittage. Benha- Trunckeheit. dadaber tranff/vndwar tnmcken rm Gezeit/sampt den zwey vnd drciffig Königen/ die /m zu hülff kommen waren. Vnd die Knaben der Landvögte zogen am ersten auß. Syrer ge- Benhadad aber sandte auß/vnd sie sagten im an/vnd sprachen: Es ziehen Män- schlageu von Ahal'. Her auß Samarra.Er sprach: Gmffet sie lcbendig/sie ftyen vmb fried oder vmb streit willen außgezogen. Da aber die Knaben der Landvögte warm außgezogcn/vttd das Heer incn nach/schlug ein jeglicher wer im für kam.Vnd die Syrer fiohm/vnd Israel taget MM Röntgen. X X. §np. 2o; c jaget inen nach.Änd Benhadad/derKönig zu Syrien/ entran mit Rossen vnd Rem tern. Vnd der König Israel zochauß/vnd schlug Rossz vnd Wagen/daß er an den Syrern ein grosse Schlacht thet. trat ein Prophet zum Könige Israel/vnd sprach zu im: Gehe hin/vnd stercke dich/vnd mercke/vnd sihe was du thust/Denn der König zu Syrien wirdt wi¬ der dich herauff ziehen/wenn das iar vmb ist. Denn die Knechte deß Königs zu Sy¬ rien sprachen zu im: Ire Götter sind Bcrggötter/darumb haben sie vns angewon- nen/O daß wir mit inen auff der ebene streiten wüsten/ Was gilts / wir wolten inen angewinncn k Thu im also/thu die Könige weg/ein ieglichen von seiuem ort/vnd stelle Herren an ire stättc/vnd ordcne dir ein Heer/wie das Heer war das du verloren hast/ vnd Rossz vnd Wägen wie iene waren/vnd laß vns wider ße streiten auff der ebene/ Was gilts/wir wollen inen obligen k Er gehorchetirer stim/vnd thet also. e Als nun das iarvmb war/ordnet Benhadad die Syrer/ vnd zoch hcrauff gen Aphek wider Israel zu streiten. Vnd die Kinder Israel ordneten sich auch/vnd versor- getcn sich/vnd zogen hm inen entgegen/vnd lägerten sich gegen sic wie zwo kleine Her¬ de Jigcn/Dcr Syrer aber war das Land voll. Nd cs trat ein Mann Gottes herzu / vnd sprach zum Könige Israel: So spricht AHder HERR/Darum/daß die Syrer haben gesagt: Der HERR scy ein Gott der ^^Berge/vnd nicht ein Gott der Gründe/So hab ich allen diesen grossen Haussen indcinehandgegeben/daßirwrffet/IchscyderHERR. Vndsie lägerten sichstmcks gegen iene siben tage.Am sibende tage zogen sic zu hauffim streit/vn die Kinder Israel schlugen der Syrer hundert tausend Fußvolcks auff einen tag. Vn die vbrigcn flohen 2^» v.r- -- gen Aphek in die Statt/vnd die Mauwer fiel auffdie vbrigcn siben vnd zwentzig tau- A sprachen seine Knechte zu im: Sihe/ wir haben gehöret / daß die Könige deß Hauses Israel barmhcrtzige Könige sind/so laßt vns Säcke vmb vnftr Lenden rhttu/vnd stricke vmbvnser Häupter/ vnd zum Könige Israel hmauß gehen / villeicbt lesset er deine Seele leben. Vnd sie gürteten Säcke vmb jre Lenden/vnd stricke vmb jre Häupter/vnd kamen zum Könige Israel/vnd sprachen: Benhadad/ dein Knecht/ leßt dir sagen: Lieber laß meine Seele leben.Erabersprach:Lcbrernoch/so ist er mein Bruder. Vnd die Männer namen eilend das wort von jm/vnd deutens für sich/vnd o sprachen: Ia/dein Bruder Bcnhadad. Er sprach: Komet/vnd bringet jn. Da gieng Benhadad zu im herauß. Vnd ließ hl auff den Wagen sitzcn.Vnd sprach zu jm: Die Stätte/die mein Vatter deinem Vatter genommen hat/ wil ich dir wider geben / vnd mache dir Gassen zu Damasco/wie mein Vatter zu Samaria gethan hat / so wi! ich mit einem Bund dich lassen.Vnd er macht mit im einen Bund/vnd ließ in ziehen. A sprach ein Mauvnter den Kindern der Propheten zu seinem Mhcsten durch das wort deß HERRN: Lieber schlage mich. Er aber wegert sich in zu schlagen. Da sprach er zu im: Darumb/daß du der stim deß HERRN nicht hast gehorcht/ Si- he/so wirt dich einLöwe schlagen/wenn du von tnir gehest/Dnd da er voli im abgieng/ fand in ein Löw/vn schlug in. Vnd er fand eine andern Man/vnd sprach :Licbcr schla¬ ge mtch/Vnd der Man schlug in wund. Da gieng der Prophet hin/vnd trat zum Kö¬ nige an den weg/vnd verstellet sein angesicht mit äschen.Vn da derKönig fürüber zog/ schrey er den König an/vn sprach: Dttn Knecht war außgczogcn mitten im streit/vnd sihe/ein Man war gewichcn/vn bracht einen Man zu mir/vno sprach-Vcrwarc disen Man/wo man sein wirt miffen/so sol deine Seeleau statt seiner Seele seyn / oder sott ein Kentner silbers darwegen.Vnd da dein knecht hie vn da zu thun hatte/war der ML mehr da. Der König Israel sprach zu im: Dasist dein vrtheil/du hastsselbs gesellet. Da thet er eilend die aschen von seinem angesicht / Vnd der König Israel kennet in/daß er der Propheten einer war.Vnd er sprach zu jmSo spricht der HERR/Dar- umb/daß du hast den verbannten Mann von dir gelassen/ wirt dcme Seele für seine Seele indcinehandgegeben/daßirwrffLt/IchscyderHERR. Vndsie lägerten sichstmcks schlugen der Syrer hundert tausend Fußvolcks auff einen tag. Vn die vbrigcn flohen 2 ^» r .... . send Man. Vnd Benhadad flöhe auch in die Statt/von einer Kammer in die ander. sprachen seine Knechte zu im: Sihe/ wir haben gehöret / daß die Könige deß Kösch. i.BGvondm XXi.Lap. Seele seyn/vnd dein Volck für sein Volck. Aber der König Israelzoch hin/vnmuts vnd zornig in sein Hauß/vnd kam gen Samaria. Naboth. DD c. XXI. Lap. Naboth wü dem Rönige Ahab seinen Weinberg nicht geben /vnd Isebel bestettek ein falsch vrthell gegenNabsrd/daß er gesteinigt wirvt/ vsrauff nimpt Ahab den Weinberg eyn. Eli» verkündigt Ahab/da ß die Hunde sern/vnV dec Isebel blur/Iecken/ vnd sein haust gar außgerorret werden sol. ? Ach diesen Geschichten begab sichs / daß Naboth / ein Iesreeliter / einen Weinberg hatte zu Iesrecl / bey dem Pallast Ahab/ deß Königs zu Samaria. Vnd Ahab redet mit Naboth/vnd sprach: Gib mir deinen Weinberg/ich wil mir einen Kölgarten drauß ma- chen/wcil er so nahe an meinem Hause ligt/Ich wil dir einen bessern Weinberg dafür gcben/Oder so dirs gefeilt/ wil ich dir Silber dafür geben / so viel er L««it.,L, gilt. Aber Naboth sprach zu Ahab: Das laß der HERR ferrn von mir seyn/daß ich dir meiner Dättcr Erbe solt geben. ^Akam Ahab heim vnmuts vnd zornig vmb deß Worte willen/das Naboth/ der , BIesreelitcr/zu jm hatte gcsagt/vnd gesprochen: Ich wil dir meiner Vätter Erbe nitgcben/Vnd er leget sich auff sein Bettc/vnd wand sein antlttz/vnd aß kein Brot- Da kam zu im hineyn Isebel/sein Weib/vnd redet mitjm: Was ists/daß dein Geist so vnmuts ist/vnd daß du nicht Brot issest k Er sprach zuir: Ich habe mit Na- both/dem Iesrecliten/geredt/vnd gesagt: Gib mir deinen Weinberg vmb Gelt/Odcr so du lust dazu hast/wil ich dir einen andern dafür geben. Er aber sprach: Ich wil dir a meinen Weinberg nicht geben.Da sprach Isebel/sein Weib/zu jm: Was wcre für ein (w-nndu) Königreich in Israel/" wenn du thetest k Stehe auff/vnd iß Brot/vnd sey guts muts/ /Ich wil dir den Weinberg Naboth/deß Iesrceliten/verschaffen. Nd sie schreib Briefsvnter Ahabs itamen/vnd verslgclt sie mit seinem Pitschir/ 8 tst/ on^/w?r7es 2^vnd sandte sic zudenEltcstcn vnd Obersten in seiner Statt/die vmbNaboth Isebels «n mch-s. wohnetcn. Vnd schreib also in den Brieffcn: Laßt eine Fasten außschreyen/vnd (Gesegnet) Äas setzt Naboth oben an im Volck/vnd stelletzwcn loser Buben fürin/die da zeugen/vnd d7u7d!'7sc!mst!7s sprechen: Du hast Gott vnd dem Könige gcsegnet/vnd führet in hinauß /vnd steini- sÄ-^LL°,gck^aßcrstcrbc. «tt dicftm orc auffs Vnd dle Eltestcn vnd Obersten ferner Statt / dre rn ferner Statt wohneten/ ehe, «üch Ab7m 7 st-- ten wie inen Isebel entbottcn hatte/wie sie in den Brieffcn geschrieben hatte / die sic zu inen sandte. Vnd liessen eine Fasten außschreyen/vnd liessen Naboth oben an vnter bcm Volek sitzen. Da kamen die zwen lose Buben/vnd stclleten sich für in/vnd zeuge- Falsche cc.chIsrael vö Go'^ ten wider Naboth für dem Volck/vnd sprachen: Naboth hat Gott vnd dem Könige beugen, ^omg ^st-7n auch gescgnet.Da führcten sie in für die Statt hinauß/vnd stcittigetcn in/daß er starb. Naboth Gorc bttraff. Vnd sie entbottcn Isebcl/vnd liessen ir sagen: Naboth ist gcsteiniget vnd tod. Da s-stelmgt. aber Isebel höret/ daß Naboth gcsteiniget vndtod war/sprach sie zuAhab: Stehe auff/ vnd mm cyn den Weinberg Naboth/ deß Icsreeliten /welchen er sich wegert dir vmbgeltzugeben/Denn Naboth lebt nimmer/sondern ist tod. Da Ahab höret/daß Naboth tod war/siund er auff/daß er hinab gicnge zum Weinberge Naboth/deß Ics- recliten/ vnd in eynncmc. Elia wcissa- §^sBcr das wort deß HERRN kam zu Elia/dem Thisbitcn/vnd sprach: Mach dich EwidecAhabs ^j^auff/vnd gehe hinab Ahab/dem Könige Israel/entgegen/der zu Samaria ist/ au (Sihe/er ist im Weinberge Naboth/dahin er ist hinab gegangen / daß er in eynneme) vnd rede mit im/vnd sprich: So spricht der HERR: Du hast tod geschlagen/dazu o auch eyngenommcn.Vnd soltmit jm reden/vnd sagen: So spricht der HERR: An der statte/da Hunde das blut Naboth geleckt haben/sollen auch Hunde dein Blut lecken. Vnd Ahab sprach zu Elia: Hastu mich je deinen Feind erfundene Er aber sprach: Ja/ WA Röntgen. XXII. Lap. 204. Ichhabdichfunden/darumb/daßduverkaufft bistnur vbetszuchunfürdemHER- ^EN.Sihe/ich Wil vnglück vber dich bringen/vnd deine Nachkommen wegnemen/ S»p..5 >§. vndwilvonAhabaußrotten/auchden/derandie Wand pisset/vnd der verschlossen vnd vbergelaffen ist in Israel. Vnd Wil dein Hauß machen wie das Haust Jerobeam/ dcß Sons Mbath/vnd wie das Hauß Baesa/deß SonsAhia/vmb dest reitzens wil- lcn/damit du crzürnct/vnd Israel sündigen gemacht hast. Isebel. Nd vber Isebel redet der HERR auch/vnd sprach: Die Hunde sollen Isebel ^Hfressen an der Mauren Jesreel.Wer von Ahab stirbt in der Statt/den sollen die Mala ^^Hundefreffen/VndwerauffdcmFeldestirbt/den sollen die Vögel vnterdem Himmel fressen. Also war niemand/der so gar vcrkaufft were vbelzu thunfürdcm HERRN/als Ahab/Denn sein Weib Isebel vberredt in also/vnd er macht sich zum grossen greuwel/daß er den Götzen nachwandele aller dinge/wie die Amortter ge- than hatten/die der HERR für den Kindern Israel vertrieben hatte. Da aber Ahab solche wort höret/zureiß er seine Kletder/vnd legt einen' Sack an - seinen Leib/vnd fastet/vnd schlief im sack/vnd gieng jämerlich her. Vnd das wort dest HERRN kam zu Elia/dcm Thisbiten/vnd sprach: tzastunichtgesehen/wie sich Ahab für mir bücket/Werl er sich nun für mir bücket/wil ich das vnglück nicht eynführen bcy seinem lcben/Aber bey seines Sons leben Wil ich vnglück vber sein Hauß führen. XXII. Lap. Josaphat vnd Ahab vereinigen fichRsmoth tu Gtlead den Syrern widerunibmoeninien/ vier hundert Propheten sagen durch falschen Geist / sie werdens gewinnen/Micha ein rechter Prophet/ sagr/wie es werde ;vgehen/vnd wirt darob in einen Rercker gelegt. Die Rönige ziehen mit einander hin/werden von den Syrern geschlagen/vnd Ahab mit einem Pfeil erschossen. Jo, saphat stirbt/ vnd sein Son Ioram kompt an seine statt. ^^WU Nd es kame drey jar bmb/daß kern Krieg war zwischen den Syrern vnd Israel. Im dritten jar aber zoch Iosaphat/dcr König Josaphat. MMi^W'Iuda/hinab zum Könige Israel. Vnd der König Israel sprach zu sei- nenKnechten.Wissctjrnicht/daßRamothin Gilead vnser rst/vnd wir sitzen stille/vnd nemmen sic nicht von der Hand dest Königs zu Sy- Neg chS' rien ? Vnd sprach zu Josaphat: Wilm mit mir ziehen in den streit gen Ramoch in Gi¬ lead? Josaphat sprach zum Könige Israel: Ich wilscynwiedu/vnd mctnVolck wie dein Volck/vnd meine Rossz wie deine Rossz. VndJosaphatsprachzum Könige Israel: Frage doch heut vmb das wort dest Vierhundert HERRN. Da samlet der König Israel Propheten bey vier hundert Man/vnv sprach faffcherproxhE zu jncnSol ich gen Ramoth in Gilead ziehen zu strciten/oder sol ichs lassen anstehen? Sie sprachen: Zeuch htnauff/ der HERR Wirts in die Hand dest Königes geben. Josaphat aber sprach: Ist hie kein Prophet mehr deß HERRN / daß wir von jm fragen? Der König Israel sprach zu IosaphanEs ist noch ein Man/Micha/der Gon MM / der Jemla/von dem man den HERRN fragen mag/Abcrich binjm gram/ denn erweis- p-^h« ftzget mir kein gutes/sondern eitel böses. Josaphat sprach: Der König rede nicht also. Da rieffder König Israel einem Kämmerer/ vnd sprach: Bringe eilend her Micha/ denSonIemla. Der König aber Israel/vnd Iosaphat/der König Juda / fassen ein jeglicher auff seinem Sml/angezogen mit Kleidern/ auffm Platz für der thür am Thor Samaria/ vn alle Propheten weissagten für jnen.Vnd Zedekla/der Son §naena/ hatte jm Ey- bedekia samt r.p»m!.;..s. ferne Hörner gemacht/vnd sprach: So spricht der HERR : Hmnit wirsm die Syrer den falftye»pros»h«, stossen/biß du sie auffreumest. Vnd alle Propheten weissagten also/vnd sprachen:"" Zeuch hinauff gen Ramoth in Gilead/vnd fahr glückselig/der HERR mrdts m die Hand deß Königs geben. Z Vnd der Botte/der hingegangen war Micha zu ruffeu / sprach zu jm: Sihc/dcr Propheten Ussaphar. i.BGvondm xxii.Lap. Propheten rede sind eintrechtiglich gut für den König/So laß nun dem wort auch scylr wie das wort dcrstlben/vnv rede gutes. Micha sprach: So war der HERR lebt/ ich wil reden was der HERR mir sagen wirt. da er zum Könige kam/sprach derKömg zu jm: Micha / sollen wir gen Ra- Micha. c^Auoth in Gilead ziehen zu streiten/oder sollen wirs lassen anstehen k Er sprach zu M Ia/zeuch hinauff/vnd fahre glückselig/der HERR Wirts in die Hand deß Königs geben. Der König sprach abermal zu jm: Ich beschwere dich/daß du mir nicht anderst sagest denn diewarheit/im Namen deß HERRN. Ersprach: Ich sähe gantz Israel zerftreuwet auff dcn Bergen/wie die Schafdie keinen Hirten haben/ Vn der HERR sprach: Haben dtcst keinen Herrn k EiNMlicher kehre wider heim mit frieden. Da sprach der König Israel zu Josaphat: Hab ich dir nicht gesagt / daß er mir nichts guts weiffaget/sondern ettel böses. Er sprach: Darumb höre nun das wort deß HERRN / Ich sähe den HERRN si- * psrsl. tzen auff seinem Stul/vnd alles Himlisch Heer neben im stehen Zu seiner rechten vnd linckcn. Vnd der HERR sprach: Wer wil Ähab vberreden/ daß er hinauss ziehe / vnd falle zu Ramoth in Grlead k Vnd einer saget diß / der ander das. Da gieng eilt Geist herauß/ vnd trat für den HERRN / vnd sprach: Ich wil in vberreden. Der HERR sprach zujm: Womit k Er sprach: Ich wil außgehen/vnd wil ein falscher Geist styn in Falscher aller seiner Propheten Munde.Er sprach:Du soll in vberreden/vnd solts austrichten/ Gehe auß/vnd thu also. Nun sihc/der HERR hat einen falschen Geist gegeben in al¬ ler dieser deiner Propheten Mund/vnd der HERR Hat böses vber dich geredt. Micha auff den Backen/ Adekia vnd sprach: Wie/Ist der Geist deß HERRN von mir gewichen / daß er mit dir redet r Micha sprach: Sihe/du wirsts sehen an dem tage / wenn du von einer Kamer in die andern gehen wirst/daß du dich verkriechest. Der König Israel sprach :Nim Mrcka/vnd laßjn bleiben bey Amon / dem Bürgermcistcr/vud beyIoas/dem Son deß Königes/vnd sprich: So spricht der König: Diesen setzt eyn in den Kercker / vnd speiset in mit Brot vnd Wasser deß trübsals/biß ich mit frieden wider komme. Micha sprach: Kommestu mtt ftieden wider/so hat der HERR nicht durch mich geredt. Vnd sprach: Höret zu alles Vslck. MdM Josaphat. Königen. XXII. Lap. 20; in den streit mit deinen Kleidern angethan/Der König Israel aber verstellt sich auch/ vnd zoch in den streit. Aber der König zu Syrien gebot den Obersten vber seine Wä- gen/der waren zween vnd dreiffig /vnd sprach: Ir solt nicht streite!! wider kleine nach grosse/Sondern wider den König Israel alleine. Bud da die Obersten der Wägest Josaphat sahen/meineten sie/Er were der König Israel/vnd fielen auff in mit strei¬ ten/ Aber Josaphat schrcy. Da aber die Obersten der Wägen sahen/ daß er nicht der König Israel war/wandten sie sich hinden von jm. s« 0 ^E^In Mann aber spannet den Bogen ongefehr/vnd schoß den König Israel zwi- '° c^schen dem Pantzer vnd" Hengel. Vnd er sprach zu seinem Fuhrmann: Wende ^<, da« schwere deine Hand / vnd führe mich auß dem Heer / denn ich bin wund. Vnd der streit name vbcrhand desselben tages/vndder König stund auff dem Wagen gegen die Syrer/ Me. vnd starb deß abendö/vnd das b lut floß von den wunden Mitten in den Wagen. Vnd man ließ außruffen im Heer/da die Sonne vntergieng/vnd sagen: Ein jeglicher gehe 2lhab komet in seine Statt /vnd in sem Land. Alsostarb derKöttig/vndwardgenSamariage- ^imAneg. bracht/vnd sie begruben jn zu Samaria/vnd da sie den Wagen wuschen bey dem sup.». Teiche Samaria/lecketen die Hunde sein Blut.Es wuschen jn aber die Huren/nach dem wort dcß HERRN/das er geredt hatte. c H»re») L)a die Was mehr von Ahab Zusagen Lst/vnd alles was er gethan hat/ vnd das Helffen- beynen Hauß das er bauwete/vnd alle Statte die er gebauwet Hat/ Srhe/ das ist ge- schrieben in der Khronica der Könige Israel. Also entschliess Ahab mit seinen Vat- . tern/Vnd sein Son Ahasia ward König an seine statt. . Ahasia. Josaphat der Son Assa ward König vberJuda im vierdten jar Ahab deß ^saphat 2^. c^Königs Israel. Vnd war fünffvnd drciffig jar alt daerKönigward/vndre- M-Rönigj»Iuda' gierte fünffvnd zwentzigjarzu Jerusalem/SemeMutter hieß Asuba/eine Tochter Das mittel Silhi/Vnd wandelt in allem Wege seines Vatters Affa/vnd weich nicht davon / vnd auf^°sachatsN- er thet das dem HERRN wol gefiel: Doch thet er die Höhen nichtweg/vnd das Volek opfferte vnd räucherte noch auff den Höhen/vnd hatte friede mit dem Könige Israel. .. Was aber mehr von Josaphat zu sagen ist/vnd die macht/was er gethan/vnd " " wie er gestritten hat/Sihe/das ist geschriben in der Khronica der Könige Iuda.Auch thet er auß dem Lande was noch vbriger Hurer waren/die zu der zeit seines Vatters Affa waren vberblieben. ?.Reg.-. Vnd es war kein König in Edom. Vnd Josaphat hatteSchiffe lassen machen r. p«r. -°. ^uffs Mer/die in Ophir gehen sotten Gold zu holen. Aber sie giengen nicht / denn sie wurden zubrochen zu EzeonGeber. Dazumal sprach Ahasia/der Son Ahab/zu Jo¬ saphat: Laß meine Knechte mit deinen Knechten inSchiffen fahren.Josaphat aber 4Reg8. mcht. VndIosaphatentschlieffmitseinenVätttkn/vndwardbegrabett mit seinen Vattern in der Statt Dauid seines Vatters/ Vnd Ioram sein Son ward König an Ioram. seine statt. Ende des; Ersten Buchs von den Kömgen. m Ahasia -Ma. Mas I I. BuD von den Königen. i.Lap. Ahasia Rönig in Israel an Ahabs statt/fellt durch ein Güter in einem Saal ;ll Sainaria/ vnd dieweil er den BaalGebub fragen leßr/muß ersterben. Elia verbrenne ;ween Hauptman- «er mir , ren fün ffyig Rnechrcn/mik dem fe»wer vom Himmel/vnd mit dem dritten geht er vom Berge;um Könige? / der Hohn Aha6/- Kbmg vber Israel. OiL> l MWWLWM ward König ober Israel zu Šamana tm ft- bcntzehenden /ar Josaphat deß Königs Juda/ vnd regier- te vber Israel zweyiar/Vnd thet das dem HERRN vbel gcfiel/vnd wandeltin dem Wege seines Vatters vnd seiner Mutter/ vnd in dem Wege Ierobeam / deß SonsMbat/ der Israel sündigen machctc/ vnd dienet Baal / vnd betet, , jn an/vnd erzörnete dcn HERRN/den Gott Israel/wie 4Rcg''j. sein Vatter thet. Auch fielen die Moabiter ab von Israel/da Ahab tod war. ^6^NdAhasia fiel durchs Gitter in seinem Saal zu Šamana/ vnd ward kranck/ BaalSebub c^vnd sandte Botten/vnd sprach zu inen: Gehet hin/vnd fraget BaalSebub/ dmGottzuEkron/obich von dieser Kranckheit genesen werdet Aber der Engel deß Elia. HERRN redet mit Elia dem Thesbiten/ Auff/vnd begegne den Botten deß Königs Zu Samaria/ vnd sprich zu inen: Ist denn nun kein Gott in Israel/ daß jr hingehet zu fragen BaabSebub/dcn Gott EkrontDarumb/so spricht der HERR: Du solt nicht von dem Bette kommen/darauff du dich gelegt hast/sondern solt deß todes sterben. Vnd Elia gieng weg. Vnd da die Botten wider zu im kamen/sprach er zu jnen: Warumb kommet ir widert Sie sprachen zu im: Es kam vnsein Mann hcrauffentgegcn/vnd sprach zu vns: Gehet widerumb hin zu dem Könige/der euch gesandt hat/vnd sprecht zu im:So spricht der HERR: Ist denn kein Gott in Israel/daß du hin sendest zu fragen Baal- Scbub / den Gott Ekront Darumb soltu nicht kommen von dem Bette/darauff du dich gelegt hast/ sondern solt deß tods sterben. Er sprach zu inen: Wie war der Mann gestalt/der euch begegnet /vnd solchs zu euch saget t Sie sprachen zu im: Er hatte eine Elias Kleid, rauche haut an/vnd einen ledern Gürtel vmb seine Lenden.Er aber sprach:Es ist Elia MMh.,. derThcsbiter. A^Nd er sandte hin zu im einen Hauptmann vber fünfftzig/ sampt denselbigen g (>Hsünfftzigen. Vnd da der zu im hinauffkam/Sihe/da saß er oben auff dem Ber- gEr aber sprach zu im: Du Mann Gottes/dcr König sagt: Du solt herab kommen. Eliagebeut/ Elia antwortet dem Hauptmann vber fünfftzig/vnd sprach zu im: Bin ich ein Mann Luc.,. Gottcs/so falle fcuwer vom Hinrel/vnd fresse dich vnd deine fünfftzige.Da fiel feuwer vom Himmel/vnd fraß in vnd seine fünfftzige. Vnd er sandte widerumb einen andern Hauptmann vber fünfftzig zu im / sampt seinen fünfftzigcn.Der antwortet/vnd sprach zu im: Du Mann Gottes/so spricht der König: Kom eilends herab. Elia antwortet/ vnd sprach: Bin ich ein Mann Gottes/ So falle fcuwer vom Himmel/vnd fresse dich vnd deine fünfftzige.Da fiel das feuwer Gottes vom Himmel/vnd fraß in vnd seine fünfftzige. <^^Asandte er wtderumbden dritten Hauptmann vber fünfftzig/sampt seinen . fünfftzige». Da er zu im hinauff kam / beuget er seine Knie gegen Elia/vnd fle- Diftr Haupt het /m/ vnd sprach zu im: Du Mann Gottes/ laß meine Seele/vnd die Seele deiner mamiforcht ott. fünfftzigcn/für dir etwas gelten.Sihe/das feuwer ist vom Himel gefal- len/vnd Hisa. Königen. II.Lav. 206 len/vud hat die ersten zween Hauptmänner vber fünfftzig mit sren fünfftzigen geftest sen/Nun aber laß meine Seele etwas gelten für dir. Da sprach der Engel deß HER¬ REN zu Elia: Gehe mit jm hinab/vnd förchte dich nicht für im. Vnd er macht sich auff/vnd gieng mit jm hinab zum Könige/ vnd er sprach zu im: So spricht der HERR: Darumb/daß du hast Botten hin gesandt/vnd lasten fragen BaalSebub den Gott zu Ekron/als were kein Gott in Israel / deß wort man fragen möchte/ so soltu von dem Bette nicht komm/ darauff du dich gelegt hast/ sondern solt Ittftrr. deß todö sterben. Also starb er nach dem wort deß HERRN/das Elia geredt hatte. MMted. Vnd Ioram ward König an seine statt / im andern iar Ioram deß Sons Josaphat/ Marn, deß Königs Juda/ Denn er hatte keinen Son. Was aber mehr von Ahasia zu sagen ist/das er gethan hat/Sthe/das ist geschrieben in der Khronica der Könige Israel. 11. Eap. EltS vnderstehet sich za verhelen daß /n der HERR gen Himmel nemmcn wsi/aber Ellsir/diL Propheten zu Bethel/vst die zuIerlho/wlffens. Ella rhellr den Jordan mrt seinem Mantel/Elr- sabegerr den Geist Elia duppel/vndetn feuwriger wagen nimmer den Propheten Elia gen Himmel/fünfftzig Manner suchen sn/Eltsa bleibt zu Jerrho/macht das böß Wassergesundt / vnd zween Baren zerreissen zwe» vnd vieryig Knaben/die Elisa verspotteten» L A aber der HERR wolt Ella im Wetter gen Himmel holen/gieng Elia vnd Elisa von Gilgal. Vnd Elia sprach zu Elisa: Lieber bleibe hie/denn der HERR hat mich gm BethEl gesandt. E- lisa aber sprach: So war der HERR lebt / vnd deine Seele / ich ver- laß dich nicht. Vnd da sie hinab gen BethEl kamen/giengen der Propheten Kinder/die zu BethEl warcn/hcrauß zu Elisa/vnd sprachen zu jm: Weist festu auch/daß der HERR wirt deinen Herrn heut § von deinen Häupten nemmenk Er aber sprach: Ich weiß es auch wol/schwetgct nur stille. a (Von deinS häup- ten ) Sun Haupte» seun/ heißt Meister Vst Lehrer seyn. Au» süssen scyn/heißtfthü lcr vnnd vndcrthan scu»-Denn west der Lehrer lehret/ftyt er höher denn die Schü ler/ daß er sie Ku füs- sen/vstsie,n Kn Haup¬ te» haben. Also sagt S. Paulus/ Äct.rr» Er habe Zu» fäjscu Gamalicl das Ge-> setz gclehrnct. Dud ist fast ein gemeine weise dcrSchnfft al¬ so zu reden aufs He- breisch. Vnd Elia sprach zu jm: Elisa/Liebcr bleibe hie/denn der HERR har mich gen Je¬ riho gesandt. Er aber sprachSo war der HERR lebt/vn deine Seele/ ich verlaß dich nicht. Vnd daste gen Jeriho kamen/traten der Propheten Kinder / die zu Jeriho wa¬ ren/zu Elisa / vnd sprachen zu jm: Weistestu auch/daß der HERR wirt deinen Herrn heut von deinen Häuptennemmenk Er aber sprach: Ich weiß auch wol/schweiget nur stille. Vnd Elia sprach zu jm: Lieber bleibe hie / denn der HERR hat mich gesandt an m ij den Elisa. II. BuK von dcn ii.Lap. den Iordan.Er aber sprach:So war der HERR lebt/vu deine secle/ich verlaß dich nit. Vnd giengen die beydc mit etnander.Abcr fünfftzig Männer vnter der Propheten km volt Ens« der giengen hin/vn traten gegcnvbervö ferrnen/Aber die beyde stunden am Jordan. zwyftltigen gcist E- Da nam Elia seinen Mantel / vnd wickelt in zusammen/vnd schlug ins Wasser/ das theilet sich auffbeyden selten/daß die bcyde trocken durchhin giengen. Vnd da sie dm/ hinüber kamen/sprach Elia zu Elisa: Bitte was ich dir thun sol/ehe ich von dir genom 'u/'-vdc^L.nenact men werde. Elisa sprach: Daß dein Geist bey mir sey"zwyfeltig. Er sprach: Du hast ;,.>d mehr predigen ein hartes gebeten/Doch/so du mich sehen wirst/wenn ich von dir genommen werde/ !?ümh so Wirts ia seyn/ Wo tticht/so Wirts nicht seytt. Gott nimmet L^Nd da sie mit einander giengen/vnd er redet/Sihe/da kam ein feuwriger Wa- n ^Statt/ wie mein Herr sihet/ Aber es ist böß wasser/vnd das Land unfruchtbar. Erffrach: Bringet mir her eine neuwe Schale/vnd thut Saltz dreyn.Vnd sie brach- tens im. Da gieng er hinauß zu der Wasserquell/vnd warff das Saltz dreyn/vnd sprachSo spricht der HERR:Ich hab diß wasser gcsundt gcrnacht/Es solhinfurt kein tod noch vnfruchtbarkeit daher kommen. Also ward das wasser gesunde biß auffdisen tag/nach dem wort Elisa/das er redet. A^Nd er gieng hinauffgen BcthEl/vnd als erauffdem Wege hinan gieng / kamen (^kleine Knaben zur Statt herauß/vnd spotteten in/vnd sprachen zu im: Kalkopff kom Herauff/Kalkopffkom herauff. Vnd er wand sich vmb/ vnd da er sie sähe / fluchet er inen im Namen deßHERRN/Da kamenzwen Bären auß dem Walde/vnd zu- rissen der Kinder zwey vnd viertzig.Von dannen gieng er auffden Berg §armel/vnd kehret vmb von dannen gen Samaria. III.Lav. Die Röm'gsvüu Israel/Iudsvnd Edom/zteheu^uß wider den Moabiter RZm'g /vnd let» den Wassers mangel m Vor wüsten/der propsiet Elisa verheißt,» Wassers gnug durch Gottes Wimderwerck/vnd daß sie Moab schlagen sollen. Der MoabiterRänig opssecc seinen ersige^ Zwey vn viertzig der von Bä. «»jmisse». orann2.far AvntgvbrrIsr«cl. bornenSonauffder Mauwer. S Oram der son Aßab ward König vbcr Israel zu Sa- MD maria/Lm achtzehenden iar Josaphat deß Königs Juda/ vnd regiert MMzwölffiar/vndthet das dem HERRN vbel gefiel/Doch nicht wie stinVattervnd semMutter/dentt er thet weg die Sculen Baat/die; «eg sein Vatter machen ließ. Aber er bleib hangen an den fänden Jero- bcam deß Sons Nebat/dcr Israel sündigen machte/vnd ließ nicht davon. HO. Kömgen. m. Lap. 207 s«pEsa aber der Moabiter König hatte viel Schaf/ vnd zmftt dem Könige Israel Mesa fellt ab ^-^)Wolle von hundert tausend Lämmern/vnd von hundert tausendWidern.Da aber Ahab tod war/fiel der Moabiter König ab vom Könige Israel. Da zoch zur sel- Re«E benzeit auß der König Zoram von Samaria/ vnd ordenet das gantz Israel. Vnd " sandte hin zu Iosaphat/dem Könige Iuda/vnd ließ jm sagen: Der Moabiter König ist von mir abgefallen /Kom mit mir zu streiten wider die Moabiter. Er sprach: Ich wil hinauffkommen/ich bin wie du/vnd mein Volck wie dein Volck/ vnd meine Rossz wie deine Rossz. Vnd sprach: Durch welchen weg wollen wir hinauff ziehen? Er sprach: Durch den weg in der Wüsten Edom. ^sLsozoch hin der König Israel/der König Iuda/vnd der König Edom. Vnd da HAsie Men tagreise zogen/hatte das Heer vnd das Vieh / das vnter jnen war / kein Wasser. Da sprach der König Israel: O wehe/Der HERR hat diese drey Könige ge- laden/daß er sie in der Moabiter hende gebe. Iosaphatabersprach:Ist kein Prophet Josaphat, dcß HERRN hte/daß wir den HERRN durch in raht fragten? Da antwortet einer vnter den Knechten deß Könige Israel/vnd sprach: Hie ist Elisa der Son Saphat/ Elisa, der Elia wasser auffdte hende goß. Josaphat sprach: Deß HERRN wort ist bey jm. Also zogen zu im hinab der König Israel vnd Iosaphat/vnd der König Edom. Josaphat ^EILisaabcr sprach zum Könige Israel: Was hastu mit mir zu schaffen? Gehe hin (^zudcnProphetendeineeVatters/vndzudenPropheten deiner Mutter. Der Z.Reg. rr. Kßnig Israel sprach zu im: Nein / Denn der HERR hat diese drey Könige geladen/ daß er sie in der Moabiter hende gebe.Elisa sprachSo war der HERR Zebaoth lebt/ für dem ich stche/wenn ich nichtIosaphat/den König Iuda/anfehe/ich wolt dich nicht ansehen noch achten. v SobringLtmirnutteLttenSpielmantt.VnddaderSpielmattttauffdersaiten Elisa Pro- spielet / kam die Hand deß HERREN auff in/ vnd er sprach: So spricht der HERR: phec-y. Machthievnd da gräbenan diesem Bach/Denn so spricht der HERR:Irwerdet keinen Wind noch Regen schen/dennechsol derBach voll Wassers werden/daß ir vnd euwer Gesinde vnd euwer Vieh trinekt. Dazu ist das ein geringes für dem HER¬ REN/Erwirk auch dieMoabiterin euwere hende geben/daßirschlahen werdet alle feste Stätte/vnd alle außerwehlete Stätte/vnd werdet feklen alle gute Bäume/vnd werdet vcrstopffcn alle Waßerbrünnen/vnd werdet allen guten Acker mit steinen verderben. Deß morgens aber wenn man Speißopffer opffert/Sihe/da kam ein Gewäs¬ ser deß weges von Edom/vnd füllet das Land mit Wasser. aber alle Moabiter höreten/daß die Könige herauff zogen wider sie zu stret- ^^Kten/berteffensiealle die zur Rüstung alt gnugvnd drüber waren/vnd traten andleGrentze.Ändda sie sichdeßmorgens frü auffmachten/vnd dieSonneauff- gieng auff das Gewässer/dauchte die Moabiter das Gewässer gegen inen rot seyn wie Blut/vnd sprachen: Es ist Blut. Die Könige haben sich mit dem Schwerdt ver- dcrbet/vnd einer wirt den andern geschlagen haben/ Hui Moab / macke dich nun zur außbeute. Aber da sie zum Läger Israel kamen/machte sich Israel auff / vnd schlugen Moabiter ge- die Moabiter/ Vnd sie flohen für inen. Aber sie kamen hineyn/ vnd schlugen Moab/ die Stätte zubrochen sie/vnd ein iegklicher warffseine steine auffalle gute Ecker / vnd machten sie voll/ vnd verstopfften alle Wafferbrünnen / vnd fetteten alle gute Bäu¬ me/ biß daß nur die steine an den Zigelmauren vberblieben/vnd sie vmbgaben sie mit Schleudern/vnd schlugen sie. Da aber der Moabiter König sahe/daß im der streit zu starck war / nam er siben Menschen hundertMannzusich/diedasSchwertaußzogen/herauß Meissen wider den Kö- ^cr nig Edom / Aber sie kundten nicht. Da nam er seinen ersten Son / der an seiner statt solt König werden/vnd opffert in zum Brandopffer auff der Mauren. Da ward Is- r," racl" sehr zornig/daß sie von im abzogen/vnd kehreten wtderzu Land. m iii Eine ^^cererur. TO. ii.BuKvsndm i m. Lap. m i. Lap. Eine Wittwe die viel schuldig sst/ruffr den Propheten Elisa am vnd er Hüffe fr/daß f7e auß Sineni ölkrug viel gefästfüllt.Einer andern Frauwen die kein Rind harre/erwirbt er einen Son/ vnd als derselbige hernach stirbt/machterfnwiderumblebendtg. Folgends macht er etnRür-- bisnilrstin dertheuwruttge für die propherenAtnder/vnd speißrhundert Mann »nirzwenylg Gersten Broten. EO hilfft Nd es schm) ein Wcib vntcr den Weibern der Kinder der arme Mittwett. der Propheten zu Elisa / vnd sprach: Dein Knecht/ mein Mann/ ist gestorben / So weißtu / daß cr/dein Knecht / den HERRN fürchtet. Nun kommet der Schuldherr/vnd wil meine beyde Kinder nemen VlZ^^^Hzueygen Knechten. Elisa sprach zujr: Was sol ich dir thunk Sage mir/was hastu im Hauste Sie sprach: Deine Magd hat nichts im Haust denn einen ölkrug. Er sprach: Gehe hin/vnd bitte draussen von allen deinen Nachbarinnen lare Gefäß/vnd derselben nicht wenig/vnd gehe hineyn/ vnd schleuß die thür hinder dir zu Mit deinen Sönen/vnd geuß in alle gcfäß.Vnd wen du sie gefüllet hast/ so gib sie hin. Sie gieng hin/vnd schloß die thür hinderirzu sampt freu Sonen/die brachten lr die gefäß zu/so goß sie eyn.Vnd da die gefäß voll waren/sprach sie zu jrem Son: Lang v-r mir noch ein gefäß her.Er sprachzu ir:Es ist kein gefäß mehr hie.Da stund das öl.Vnd sie gieng hin/vn sagts dem Man Gottes an.Er sprach:Gehe hin/vnd verkauffdasöl/ vnd bezale deinen Schuldherrn/Du aber vn detrie Sone »ehret euch vö dem vbrigen. Sunamititt bcgabsich zurzeit/daß Elisa gieng gen Sunem/dastlbst war ein reiche ElisaWtrtin. c>^Frauw/die hielt itt/daß er beyir aß. Vn als er nun offt daselbst durchzoch/greng er zu ir eyn/vnd aß bey jr. Vnd sie sprach zu irem Mann: Sihe/Ich mercke/daß dieser Mann Gottes heylig ist/derimmerdar hie durch gehet. Laßvns/mein klein brettern Kammer oben machen / vnd ein Bett/Dsch/ Stul vnd Leuchter/ hineyn setzen/ Auff daß/ wenn er zuvns kommet/dahin sich thue. I^Nd es begab sich zur zett/daß er hineyn kam / vnd legt sich oben in die Kammer/ 3 c^vndschlieffdrinnen. Vnd sprach zu seinem Knaben Gehasi: Russe derSuna- Gehasi. (Ichwohtte)Das nntltt. Vnd da er ir rieff / trat sie für in. Er sprach zu im: Sage ir/ Sihe du hastvns WuU-w § alte distn dienst gethan/Was sol ich dir thunk Hastu eine fache an den König/ oder an ^b'tterdmstu. Yen Feldhauptmarmk Sie sprach:" Ich wohne vnter meinem Volck.Er sprach: Was ist dir Atfir* Königen. Ull.Lnp. 208 ist dir denn zu thun? Gchasi sprach:Ach/sie hat keinen Son/vnd jr Mann ist alt. Er sprach: Ruffjr.Vnd da er jr rieff/trat sie in die thür.Vnd er sprach:Vmb dise zeit vber D-nes. rs. ein jar soltu einen Son hertzen. Sie sprach: Ach nicht/mcin Herr/du Mann Gottes leug deiner Magd nicht. Vnd die Frauw ward schwanger/vnd gebar einen Son vmb dieselbe zeit / vb er ein iar / wie jr Elisa geredt hatte. s (^^A aber das Kind groß ward/begab sichs/daß es hinauß zu seinem Vatter zu den Schnittern gieng/vn sprach zu seinem VatterD mein haupt/mein Haupt. Er sprach zu seinem knaben: Bringe in zu seiner mutter. Vnd er nam in/vnd bracht in htneyn zu seiner Mutter/Vnd sie saht in auffiren schoß biß an den mittag/ da starb er. Vnd sie gieng hinauff/vnd leget in auffs bette deß manns Gottes/ schloß zu vnd gieng hinauß/vnd rieffjremMan/vnd sprach: Sende mir der knaben einen/vn ein Eselin/ ich wil zu dem Man Gottes/vn wtderkomen.Er sprach:Warum wiltu zu jm?W doch heut nicht Neuwmond noch Sabbath.Sie sprachEs ist gut.Vn sie sattelt die Eselin/ vnd sprach zum knaben: Treibe fort/vn seume mich nit mit dem reiten/wie ich dir sage. §^fLso zoch sie hin/vnd kam zu dem Mann Gottes auff dem berg Karmel. Als aber HAder Mann Gottes sie gegen im sähe / sprach er zu seinem Knaben Gchasi: Sitze Eremvel die Sunamititt ist da. So lauff ir nun entgegen/vn frage sie/ Obs ir VN irem Mann d?c L)" »er vnd Son wo! gehet Sic sprach:Wol. Da sie aber zu dem Man Gottes auffden berg kam/hielt sie in bey seinen füffen/Gehasi aber trat herzu/daß er sie abstteffe.Aber der Mann Gottes sprach: Laß sie/Dmn ire Seel ist betrübet / vnd der HERR hat mirs verborgen/vnd nicht angezeigt. Sie sprachen: Wenn hab ich einen Son gebeten von meinem Herrn? Sagt ich nicht/Du soltest mich nicht keuschen? Luc. Er sprach zu Gchasi: Gürte deine lenden/ vü nun meinen stab in deine hand/vnd 4 Reg. - hin (So dir iemand begegnet/ so grüffe in nicht/vnd grüffet dichiemand/so dan- cke jm nicht)Vn lege meinen stab auffdeß Knaben antlitz.Die Mutter aber deß Kna¬ ben sprach: So war der HERR lebt vnd deine seele/ich lasse nicht von dir. Da machet ersichauff/vndgiengjrnach. Gehasiabergiengfürjncnhin/vnd legtdenstabdem Knaben auffs antlitz/Da war aber kein stim noch fühlen.Vnd er gieng widerumb jm entgegen/vnd zeiget jm an/vnd sprach: Der Knab ist nicht auffgewacht. rv^tth. s. L6^Nd da Elisa ins Hauß kam/Sihe/da lag der Knab Lod auffseinem Bette/Vnd Wunderzei- c^^er gieng hineyn/vnd schloß die thür zu für sie beyde/vnd betet zu dem HERRN. Actor. r°.Vnosteighinauff/vndlegt sichauffdasKind/vndlegtseinenmundauffdeß Kinds - mund/vnd seine äugen auffseine augen/vnd seine hende auff seine hende / vnd breitet sich also vber jn/daß deß Kinds leib warm ward. Er aber stund wider auff/vnd gieng im Hauß einmal hieher vn daher/vnd steig hinauffvn breitet sich vber jn. Da schnau- . bet der Knab sibenmal/darnach thet der Knab seine äugen auff. Vnd er rieffGehasi/ S°-! vnd sprach: Ruffder Sunamittn. Vnd da er jr rieff/kam sie hineynzu jm. Er sprach: lcbeMg. Da nim hin deinen Son: Da kam sie/ vnd fiel zu seinen süssen/ vnd betet an zur Er- den/Vnd nam jren Son/vnd gieng hinauß. aber Elisa wider gen Gilgal kam/ward theuwrung im Lande/ Vnd die kitt- Theuwrung (^^derderProphetenwohnetenfürjm.Vnd er sprach zu seinem Knaben: Setzzu LElisaMe». ein groß Töpffen/vnd koch ein gemüse für die Kinder der Propheten. Da gieng einer auffs Feld / daß er Kraut läse/ vnd fand wilde Rancken/ vnd laß davon Kolochinten sein Kleid voll / vnd da er kam/ schneit ers ins Töpffen zum gemüse/denn sie kanntens rrit.Vnd da sie es außschutten für die Männer zu essen/vnd sie von dem gemüse affen/ schryen sie/ vnd sprachen: O Mann Gottes/Der tod im Töpffen. Denn sie kundtens nicht essen.Er aber sprach: Bringet Mäl Her/Vnd er thcts in das Topffen/ vn sprach: Schütte es demVolck für/daß sie effen/Da warnichts böses in dem Töpffen. ^^S kam aber ein Mann von BaalSalisa/ vn bracht dem Man Gottes erstling Das Brot Q^brot/nemlich/zwentzig Gersten brot/vn neuwGetreyd in seinem Kleyd.Er aber "Eg-mehre. Joh»«.-. yem Volek daß sie essen. Sein Diener sprach:Was sol ich hundert Man M iiij an dem HO. I I. Buch von dcn V.Lap. andemgebenkEr sprach: Gib dem Volek daß sie essen. Denn so spricht der HERR: Man wirt essen/vnd wirt vberbleiben. Vnd er legtejnenfür/daß sie affen/ Vnd bleib noch vber/nach dem wortdeß HERRN. Elisareitttget Naeman / dess Rönlgs von Syrra Haupkmann / vom Aussätze / vnv wst gar m'chts von »in daför nemmen. Aber Gehasr/ deß Propheten Anecht/ läufst >m nach/ ntmmet vn-- ter errichten» schein zween Lenrner Silber/ sampl zwexen Lexerkieldern/ vnv wirr Ausseylg zur straffe. Acman / der Fcldhauptman des; Königs zu Syrien/ war ein trefflicher Mann für seinem Herrn / vnd hoch gehalten/ Denn durch in gab der HERR heyl in Syrien/Vnd er war cm ge¬ waltiger Mann/ vnd Auffetzig. DieKriegßleute aber in Syrien waren herauß gefallen /vnd hatten eine kleine Dirne wcggeführt auß dem Lande Israel/die war am Dienst deß Weibs Naeman/die sprach zu jrcr Frauwen: Ach/daß mein Herr were bey dem Pro¬ pheten zu Samaria/der würde in von seinem Aussatz loß machen. Da gteng erhm- eyn zu seinem Herrn/ vnd sagts im an/vnd sprach: So vnd so hat die Dirne auß dem Lande Israel geredt. Der König zu Syrien sprach: So zeuch hin/Ich Wil dem Kö¬ nige Israel einen Brieffschreiben. Vnd er zoch hin/vnd nam mit sich zehen Antner silbers/ vnd sechß tausend Gül- den/vnd zehen Fcyerkleider/vnd bracht den Brieffdem Könige Israel/ der lautalso: Wenn dieser Brieffzu dir kommet/ sihe/ so wisse/ ich hab meinen Knecht Naeman zu dir gesandt/daß du in von seinem Aussatz loß machest. Vnd da der König Israel den Vriefflaß/zureiß er seine Klcyder/vnd sprach: Bin ich denn Gott/daß ich tödten vnd lebendig machen kündte/daß er zu mir schicket/daß ich den Mann von seinem Aussatz loß machet Mercket/vnd sehct/wie sucht er vrsach zu mtr. (^^A das Elisa/derMann Gottes/ höret/ daß der König Israel seine Kleider zu- (^>L^riffen hatte/ sandte er zu jm/ vnd ließ jm sagen: Warumb hastu deine Kleider zurrffenkLaß /n zu mir kommcn/daß er innen werde/daß ein Prophet in Israel tst.Al- so kam Naeman mit Rossen vnd Wägen/vnd hielt für der Thür am Hause Eltsa.Da n sandte Elisa ein Botten zu im/vnd ließ -m sagen:Gehc hin/vnd wasche dich siben mal im Iordan/so wirt dir dein Fleisch widcrstattet/vnd rein werden. Da erzürnet Nae- man/vnd zocb weg/vnd sprach:Ich meinet/er solte zu mir herauß komen/vnd her tret- ten/vnd den Namen deß HERRN seines Gottes anruffen/vnd mit seiner Hand vber die stctt fahrcn/vnd also den Aussatz abthun. Sind nit die wasser Amana vnd Phar- phar zu Damascon besser denn alle wasser in Israel/daß ich mich drinne wüsche/ vnd rem würde e Vnd wand sich/vnd zoch weg mit zorn. machten sich seine Knechte zu jm/rcdten mit im/vnd sprachen: Lieber Vatter/ Naemm ^^Wenn dich der Prophet etwas grosses hctte geheissen/soltestu es nicht thunk Wie vil mehr/so er zu dir saget: Wäsche dich/so wirst» rein.Da steig er ab/vnd tauffct Luc, 4. sich im Jordan siben mal/wie der Mann Gottes geredt hatte/vnd sein Fleisch ward widerstattet/wie ein Fleisch eines iungen Knabens/ vnd ward rein. Vnd er kehret wider zu dem Mann Gottes/ sampt seinem gantzen Heer / Vnd da er hineyn kam/trat er für in/vn sprach:Sihe/Ich weiß/ daß kein Gott ist in allen Lan- den/on in Israel/So mm nun den Segen von deinem Knecht. Er aber sprach: So war der HERR lebt/für dem ich stche/ich nenw nicht.Vnd er nötiget in daß ers neme/ Aber er wolt nicht. Da sprach Naeman: Möcht denn deinem Knechte nicht gegeben werden discr Erden ein last/so vil zwey Mäuler tragen e Denn dein Knecht wil nicht mehr andern Göttern opffern/ vnd Brandopffer thun / Sondern dem HERREN/ Daß der HERR deinem Knecht darinnen wolt gnädig seyn/ wo ich anbete im Hause Rimmon/ WA. Aönigm. V I. Egp. 209 Almon. Rimmon/wenn mein Herr ins Hauß Rimmon gehet/daselbst anzubeten/ vnd er sch an meine Hand "lehnet. Er sprach zu jm: Zeuch hin mit frieden. -- . Gchasi. I^VNd als er von jm weg gezogen war ein Feldweges auffdem Lande / gedacht Ge- E^sch Z-- hast/der Knabe Elisa deß Manns Gottes/ Sihe/mein Herr hat diesem Syrer schm^^LkR Starman verschonet/daß er nichts vonjm hatgenommen/das er gebracht hat/So ErUmAE Lvar der HERR lebt/ Ich wil im nachlauffen / vnd etwas von im ncmmen. Also iagct vnd ri-htce a»ßwas Gchasi dem Naeman nach. Vnd da Naeman sähe / daß er im nachlieff/ steig er vom mn" »A vUA Falsch Wagen im entgegen/vnd sprach:Gehet es recht zukEr sprach:Ia.Aber mein Herr hat Äcw?5. ' mich gesandt/vnd leßt dir sagen: Sihe/jetzt sind zu mir komen vom Gebrrg Ephraim zwen knaben auß der Propheten kinder/gib inen ein Zentner silbers/vnd zwey Feyer- kleidcr.Naeman sprach:Lieber/nim zwen Kentner.Vnd er nötiget in/ vnd band zwen Zentner silbers in zwen beutel/vn zwey Feyerkleider/vn gabs seinen zwen knaben / die trügens für im her. Vn da er kam gen Ophel/nam ers von iren henden/ vn legts beseit im hause/vn ließ die Männer gehen / Vnd da sie weg waren/trat er für seinen Herrn. Vnd Elisa sprachzuim: WoherGehasikErsprach:DeinKnechtLstwederhie- Straffe her noch daher gegangen. Er aber sprach zu im: Wandelt nicht mein Hertz/da der (wedele m-chn »eß Geitzs. Mann vmbkehret von seinem Wagen dir entgegen k War das die zeit Silber vnd §nfhsn FLandcl!/ Kleider zu nemmen/ölgärten/Weinberge/Schafe/Rinder/Knecht vnd Mägde? A- wan. Herder Aussatz Naeman wirt dir anhangen/vn deinem Samen ewiglich. Dagieng ^vnwmb-ydem crvonjmhinaußauffetzigwicSchnee. vi.Lap. Liisa macht das Eyfttt »'m Wasser schwimmen. Der Römg von Gfria wsi sn m Dsthan kaß- f^ir faken/VnvwiLdt fern Volck/wieder Prophet von Gott gebeten/nur Blmdhert geschlagen. Ellfafährr sie von dannen brß gen Samacla/vnd befielet dem Röntge Israel/ wte er sie wider- umb sol htnweg ztehen lassen/Nachmals belagert Benhadad Gamarlen/vnd vor grossem hun¬ ger hrlfftetn werb der andern,ren Son essen- Der Röntg wtrdk hcffrig erzörnr wider denpro-- pheten. Ze Kinder der Propheten sprachen zu Elisa: Sthe/ der raum/da wir für dir wohnen/ist vns zu enge. Laß vns an den Jordan gchen/vnd einen jeglichen daselbst Holtz holen/ daß wir vns daselbst ei- "e stette bauwcn/da wir wohnen. Er sprach: Gehet hin. Vnd einer sprach: Lieber gehe mit deinen Knechten. Er sprach: Ich wil mit gehen. Vnd er gieng mit jnen.Vnd da sie an den Jordan kamk/hieben sie Holtz ab. Vnd da ei¬ ner ein Holtz fcllet/ficl das Eysen ins wasscr.Vn er schrey/vn sprach.Auwe mein Herr/ Dazu ists entlehnet. Aber der Mann Gottes sprach: Wo ists entfallen ? Vnd da er jm Den ort zeigct/schneit er ein Holtz ab/vnd stieß daselbst hin/da schwam das Eysen. Vnd er sprach: Hebs auff. Da recket er seine Hand auß/vnd nams. der König auß Syrien führet einen Krieg wider Israel/ vnd berahtschlagt ^gcdienet/Zehu wilim baß dienen. So laßt nun ruffcn allen Propheten Baal/ allcnseinen Knechten/vn allen seinen Priestern zu mir/daß man Niemands vermisse/ Denn ich habe ein groß Opffer dem Baal zu thun: Weß man vermissen wirt/ der sol nit lebenMer Zehu thet solchs zu vntertrettk/daß er die diener Baal vmbrecht. Vnd Zehu sprach: Heyliget dem Baal das Fest/ vnd laßt außruffen. Auch sandte Zchu in gantz Frael/vn ließalle diener Baal komen/daß niemand vbrig war/der nicht keme/ Vnd sie kamen in das Hauß Baal/ daß das Hauß Baal voll ward an allen enden. « Da sprach er zu denen /die vber das" Kleiderhauß waren/ Bringet allen Die, nern Baalkleider herauß.Vnd sie brachten die kleider Herauß.Vnd Zehu gieng in die Kirchen Baal mit Ionadab dem Son Rechab/vn sprach zu den dienern Baal:For- fchet vnd sehet zu/daß nicht hie vnter euch sey deßHERRN Diener iemand/sondem Baals Diener alleine. Vnd da sie hineyn kamen/Opffer vnd Brandopffer zu thun/ o bestelletimZehuhaussenachtzigMann/vndsprach:Wennder Manner iemand en- trinnet/die ich vnter euwere hende gebe/So sol für seine Seele desselben Seele seyn. Da er nun die Brandopffer vollendet hatte/sprach Zehn zu den Trabanten vnd Rittern: Was. Königen. x.Lap. 2>z Rittern: Gehet hineyn vnd schlachtetiederman/laßtttLemattdheraußgehenVndsie Baals Ab¬ schlugen sie mit der schersse deß Schwerts/vnd die Trabanten vnd Ritter worffen sie weg/vnd giengen zur statt der Kirchen Baals/vnd brachten herauß die Seule in der Kirchen Baal/vnd verbranten sie/vnd zubrachen die Seule Baal/sampt derKirchen Baal/vn machten ein heimlich Gemach drauß/biß auffdiftn tag.Also vertilget Zehn den Baal auß Israel/Aber von den fänden Ierobeam deß Sons Nebath/der Israel sündigen machte / ließ Iehu nicht von den gülden Kälbern zu BethEl vnd zu Dan. " ^^M der HERR sprach zu Iehu: Darumb / daß du Wittig gewesen bist zu thun c^was mir gefallen hat/vnd hastam Hause Ahab gethanalles wastnmeinem hertzcn war/Sollen dir auff deinem stul Israel sitzen deine Kinder ins vicrdte glicd. Aber doch hielt Iehu nicht/daß erim Gesetz deß HERRN deß Gottes Israel wandel¬ te von gantzem Hertzen/Denn er ließ nicht von den fänden Ierobeam/ der Israel hat- Iehu säude. te sündigen gemacht. ; Reg. ^)Vr selbigen zeitfieng der HERR an vberdrüssig zu werden vberIsrael/Denn Ha- Hasael. "Asael schlug sie in allen Grentzen Israel/vom Jordan gegen der Sonnen auffgang/ vnd das gantze Land Gilead der Gadditer/Rubeniter/ vnd Manassiter / von Aroer an/die am bach bey Arnon ligt/vnd Gilead vnd Basan. Was aber mehr von Iehu zu sagen Lst/vnd alles was er gethan hat/vnd alle seine Iehu acht vff macht/Sihe/das ist geschrieben in derKhronica der Könige Israel. Vnd Iehu ent- schliess mit seinen Vättern/vnd sie begruben in zu Samaria. Vnd Ioahas ftmSon ward König an seine statt. Die zeit aber/ die Iehu vber Israel regiert hat zu Sama- rta/sind acht vnd zwentzig iar. XI. Qp. Ath»I,a br/ttgtvmb ve» gsnyenRöntgllchsn Stamnie/regiert stchff far/ vnd km sibendei» macht Jo, ava der Hohepriester Isas den Son 2lhasm zum Röntge/ leßt ArhahS tövten/ macht einen Bund zwischen dem dem Röilige/r-nd dem voick. Baal» Altar vnd Btlvniß . wirt zerbrochen. Thaya aßer / Ahasja Mutter / da sie sähe/ daß jr Son Athalia, tod war/macht sie sich auss/vnd bracht vmb allen Königlichen samen. AberIosebadicTochterdeßKömgsIoram/Ahasjaschwester/nam Ioas den Son Ahasia/vn stal in auß deß Königs Kindern/die getöd- Ws^M^tetwurden/mit seiner Amme in der Schlaffkammer/vnd sie verbor- ^asfürA- genittfürAthalia/daßernicht getödtet ward. Vnd er war mit jr versteckt im Hause thchaverborM. deß HERRN sechß iar/ Athalja aber war Königin im Lande. Iojada. Menden jar aber sandte hinIoiada/vnd nam die obersten vber hundert/mit - par», ^^oeu Hauptleuten vnd die Trabanten/vn ließ sie zu sichinsHauß deß HERRN kommen/vnd macht einen Bund mit jnen/vn nam einen Eyd von inen im Hause deß HERRN/vnd zeigetinen deß Königs Son.Vnd gebotinen vnd sprach:Das ists/das ir chun solt/Euwer ein dritte Heil/ die ir" deß Sabbaths angehet/ sotten der Hut war- « ten im Hause deß Königes. Vnd ein dritte theil sol seytt am thor Sur / Vnd ein dritte theil am thor das hinder den Trabanten Lst/vnd solt der Hut warten am Hause Massa: r>cß R°mge's LA Aber zwey theil euweraller/die ir deß Sabbaths abgehet/sotten der Hut warten im Hause deß HERRN vmb den König/Vnd sottet rings vmb den König euch machen/ vnd ein jeglichermit seiner Wehre in der Hand. Vnd wer hereyn zwischen diewand kommet/der sterbe/daß ir bey dem König seyt wenn er auß vnd eyn gehet. ,.par.rz. Vnd die Obersten vber hundert theten alles wie inenIoiada derpriesterge- 5ottenhatte/vndnamenzusichireMänner/dLe deß Sabbaths angiengen/mit de- nen/die deß Sabbaths abgiengen/vnd kamen zu dem PriesterIoiada.Vnd der Prie¬ ster gab den Hauptleuten Spieß vnd Schilde/die deß Königs Dautds gewesen wa- ren/vnd in dem Hause deß HERRN waren.Vnd die Trabanten stundevmb den Kö- tt ih ttigher/ IMS. il.BiGvondcn XI. Lap. nig her / ein jeglicher mit seiner Wehre in der Hand/ von dem winckel deß Hauses zur rechten / biß zum winckel zur lincken / zum Altar zu/ vnd zum Hause. Vnd er Ließ deß Königes Sort hersür kommen/vnd setzt jm eine Kron auff/vnd gab im das zeugniß/ 6 vnd machten in zum Könige / vnd waren frölich/ vnd schlugen die hende zusammen/ ^oas Kö k-m v>w sprachen: Glück zu dem Könige. 8«.^" lcn war. da Athalja höret das geschrey deß Volcks/ das zulieff/ kam sie zum Volck in Ajada. ^Adas Hauß deß HERRN/vnd sahe/Sihc/da stund der König an der seulen / wie cs gewonhcit war/vnd die «Denger vnd Drommeten bey dem Könige/vnd alles volck deß Lands war frölich/vnd bliesen mit Drommeten/Athalia aber zureiß ire Kleider/ vnd sprach: Auffrhur/auffrhur. Aber der Priester Iojada gebot den Obersten vber hundert/die vber das Heer gesetzt waren/vnd sprach zu inen: Fürt sie zu Hause hinauß in den hof/vn wer ir folgt/der sterbe deß schwerts/Den der Priester hatte gesagt: Sie Achalja gc- solte nie im Hause deß HERRN sterben. Vnd sie legten die hende an sie/vnd sie gieng rödttt., hineyn/deß Wegs da die Rossz zum Hause deß Königs gehen/vtt ward daselbst getödt. Da machte Zojada einen Bund zwischen dem HERRN/vnd dem Könige/ vnd demVolck/daßsie"deß HERRN Volck seyn sollen/Also auch zwischen dem Könige vnd dem Volck. t^^A gieng alles Volck deß Lands in die Kirche Baal/vnd brachen seine Altar O^ab/vnd zubrachen sein Bildniß recht wol/vnd Mathan den Priester Baal er, würgeten sie für den Altären. Der Priester aber bestellet die Empter im Hause deß HERRN/Vnd nam die Obersten vber hundert/vn die Hauptleute/ vnd die Traban- ten/vnd alles Volck deß Lands/vnd sührctcn den König hinab vom Hause deß HER- REN/ vnd kamen aufs dem Wege von dem Thor der Trabanten zum Königs Hause/ vnd er satzt sich auff der Könige stul. Vnd alles Volck im Lande war Mich / vnd die Stattwar stille. Athalja aber tödtcn sie mit dem Schwert ins KönigsHause. Vnd Aas war siben jar alt da er König ward. xn.Lap. Isas regiert wo! alle viewc-l Iojava lebt/ vnd befihlt de» Priestern das Hauff deff RE)?/wo es bauwfellkg/-u bessern/Es geffhlchr aber nicht/Darnach leßr er einen gemeinen Lasten inachen/niinmec Vie gefeUe von den priestern/Daß viearbeiter davon bezalrwerden. Hasael zeucht aussIerusalem ;u/vnd Ioas gibt »n alles geheiligte gelt vnd schay/daß er wider ab;euchc. Isas wirr von seinen Dienern erffhlagen/vnd sein Gon Amassawirr Böntg. ngictt M sibcndm jar Ichu ward Ioas König / vnd regierte L > »«. » WW GU, pierkta Ar ru Jerusalem/ Seine Mutter kick Äbea/von Bckiaba. Aas thct was recht war/vnd dem HERRN wol gefiel / so Lang in der Priester Ajada Lehret/ On daß sic die Höhen nicht abtheten/ Denn das Volck opfferte vnd räucherte noch auff den Höhen. A6^Nd Aas sprach zu den Priestern: Alles Gelt das geheyliget wirt / daß es in das Ex»».;-,. c^AHauß deß HERRN gebracht werdc/das geng vnd gebe ist/dasGelt so jederman gibt in der schätzung seiner Seele/vnd alles Gelt das jederman von freyem hertzen opffcrt/daßes in deß HERREN Hauß gebracht werde/das Laßt die Priester zu sich rrcmmen/cinen jeglichen von seinem bekannten/ Davon sollen sie bessern was bauw, felligiftamHausedeßHERRN/wo sie finden daßbauwfclligist. Da aber die Prie- sterbißinsdrey vnd zwentzigst jar deß Königs Aas nicht besserten was bauwfcliig war am hause/rieffder König Aas dem Priester Ajada / sampt den Priestern / vnd sprach zu inen: Warumb bessert jr nicht was bauwfcltig ist am Hause k So solt jr nun nicht zu euch nemmen das Gelt/ein jeglicher von seinem bekannten/sondern soltsge, Len zu dem das bauwfellig ist am hause.Vnd die Priester bewilligten vom Volck nicht Gelt zu nemmen/vnd das bauwfcllige am Hause zu bessern. Da »am der Priester Ajada eine Laden/vnd boret oben ein loch dreyn/vnd setzet sie zur K. O. Lömgm. xii. Lap. 2,4 sre zur rechten Hand neben den Altar/da man in das Haust deß HERRN gehet/ Vnd die Priester die an der schwelle hüteten/theten dreyn alles Gelt das zu deß HERREN Haust gebracht ward. Wenn sie denn sahen / daß viel Gelt in der Laden war/ so kam deß Königs Schreiber herauffmit dem Hohenpriester/ vnd brmden das Gelt Zusam¬ men / vnd zehleten es / was sür deß HERRN Hauß funden ward. Vnd man gab das Gelt bar über dencn/die da arbeiten/vnd bestellet waren zu dem Hause deß HERRN/ n VndsiegabensheraußdenAmmerleuten/diedabauwetettvnd arbeiten am Hause ^'lc. deß HERRN / nemlich/ den Meuterern vnd Steinmetzen/vnd die da Holtz vnd ge- hauwen stein kaufften/daß das bauwfellige am Hause deß HEWN gebessert würde/ vnd alles was sie funden am Hause zu bessern not seyn. Doch ließ man nicht machen silbern Schalen/Psalter/Becken/Drometen/noch irgend ein gülden oder silbern gerehte im Hause deß HERRN von solchem gelt/ das zu deß HERRN Hause gebracht ward / Sondern man gabs den Arbeitern / daß sie da¬ mit das bauwfellige am Hause deß HERRN besserten. Auch durfften die Manner nie berechnen/den man das Gelt thet/daß sie es den arbeitern geben / sondern sie han¬ delten auffglauben/Aber das Gelt vonSchuldopffernvnd Sündopffemwardnit zum Hause deß HERRN gebracht/denn es war der Priester. Hasael. km- zeit zoch Hasael/der König zu Syrien/Hinauff/ vnd streit wider Gath/vnd Infr.r;.' Hgcwan sie. Vnd da Hasael sein angesicht stellet zu Jerusalem hinauff zu ziehen/ r. p^.-4. Roas/der König Jüda/alle das geheyligte/ das seine Vätter/Iosaphat/Ioram/ vnd Ahasja/die Könige Iuda/geheyliget hatten/vnd was er geheyliget hatte / Dazu alles Gold/das man fand im Schatz in deß HERRN Hause/ vn in deß Königs Hause/ vnd schickets Hasael dem Könige zu Syrien/Da zoch er ab von Jerusalem. r.p4k.r4. Wasabermehr vonIoaszu sagen ist/vnd alles was er gethanhat/das ist ge¬ schrieben in derZhromca der Könige Juda. Vnd seine Knechte emböreten sich/vnd machten einen Bund/vnd schlugen in im Haufe Mllo/da man hinab gehet zu Silla. Ioas er- Denn Iosabar/der Son Simeath/ vnd Iosabad/der Son Somer/ seine Knechte/ ssh!^ schlugen in tod / Vnd man begrub in mit seinen Dättern in der Statt Dauid/Vnd Amazia sein Son ward König an seine statt. xm.Lap. Ioahüs wt'rtRöm"AiuIsr»rc!/Der HERR vber^rht das Volck Israel vuter vceHand deie Gyrer/Ioas wirr Röntg in Israel an seines "vakrcrs statt / Vnd Elisa verheißt im Sieg wider die Syrer- Die Moabmsche Rriegßleme rperffen einen rodren Manu in Elisa grab/vnd er wirr widerumb lebendig. , M drey vnd zwentztgsten jarIoas deß Sons Macha zoahas sibm deß Königs Iuda/ward Ioahas der Son Jehu König vber Israel zehm,ar Rsnts v- ^^^MMzuSamaria/sibentzchLNiar/Vndthet das dem HERRN vkel ge- fiel/vnd wandelt den sünden nachIerobeam deß Sons Nebath/der WUWW) Israel sündigen machte/vnd ließnicht davon. Vnd deß HERRN zorn ergrimmet vber Israel/vnd gabsievuterdie Hand Hasael/deß Königs zu Gy- Hasael. rien/vnd Benhadad / deß Sons Hasael/ jr lebenlang. AlBcrIoahas bat deßHERRN angesicht/vnd derHERR erhöret in/Denn er sa- den iammer Israel an/wie sie der König zu Syrien drenget. Vnd der HERR gab Israel einen Heyland/der sie auß der gewalt der Syrer führet/daß die kinder Is¬ rael in iren Hütten wohneten wie vorhin: Doch liessen sie nicht von der sünde deß Hauses Jerobeam/ der Israel sündigen machte / sondern wandelten drinnen/Auch bleib stehen der Hayn zu Samaria.Denn es war deß volcks Ioahas nicht mehr vber- blieben denn fünfftzig Reuter/zehen Wägen/vnd zehen tausend Fußvolcks/ Den der König zu Syrien hatte sie vmbgebracht/vnd hatte sie gemacht wie Drescherstaub. Was aber mehr von Ioahas zu sagen ist/vnd alles was er gethan hat/vnd seine rr ritz macht/ »er. bcinc erwecken em todten Menschen, Amazjaneun vnd zwentzigjarRö nig vber Juda, Elisa hat v- ber hmrds^4 rar ge¬ lebt. Noas. II. Buch von den XIII. Lap. macht/Sihe/das ist geschrieben in der Khronica der Könige Israel.Vnd Isahas ent- Ioahas schliess mit seinen Dättern / vnd man begrub in zu Samaria. Vnd sein Son Ioas ward König an seine statt. Ioao sechste- ^MM siben vnd dreißigsten jarIoas deß Königs Juda ward Aas der SonIoa- -> psr.§. hcn iarRömgm M^has König vber Israel zu Samaria/scchtzchcn jar / vnd Lhet das dem HERRN vbel gefiel/vnd ließ nicht von allen fänden Jerobeam deß Sone Mbath / der Israel sündigen machte/sondern wandelt drinnen. Wae aber mehr von Ioae zu sagen ist / vnd wae er gethan hat/ vnd seine macht/ -- par, wie er mit Amazja dem Könige Juda gestritten Hat/ Sihe/ das ist geschrieben in der Shronica der KönigeIsrael.Vnd Ioae cntschlteffmit seinen Vättern/vnd Jerobeam saß auffseincm stul.Ioae aber ward begraben zu Samaria/bey die Könige Israel. Elisa weissa- i^Asa über war kranck / daran er auch starb /Vnd Ioae der König Israel kam zu g gec wider die Vy- hinab/vnd weinet für im/vttd sprach:Mein Datter/mettt Vatter/wagcn Is¬ rael/ vnd sein Reuter. Elisa aber sprach zu im: Mm den Vogen vnd pfeil. Vnd da er den Vogen vnd die pfeil nam/sprach er zum Könige Israel: Spanne mit deiner Hand den bogcn.Vnd er spannet mit seiner handVnd Elisa legt seine Hand auffdeß Königs Hand / vnd sprach: Thu das fenster auff gegen morgen. Vnd er thets auff. Vnd Elisa sprach :scheuß. Vnd er schoß. Er aber sprach: Ein pfeil deß Heils vom HERRN/em pfeil deß Heils wider die Syrer/vnd du wirst die Syrer schlahen zu Aphek/biß sic auff gerieben sind. Vnd er sprach:Mm diepfeile. Vnd da ersienam/spracherzumKönigeIsrael: Schlahe die Erdk. Vnd er schlug drey mal/vn stund still. Da ward der Man Gottes zornig auffjn/vn sprach:Hettefiu fünffoder sechß mal geschlagen/so würdest» die Sy¬ rer geschlagen haben biß sie auffgertben weren/Nun aber wtrstu sie dreymal schlagen. aber Elisa gestorben war/vnd man in begraben hatte/fielen die Kriegßleute . der Moabiter ins Land desselben iars. Vnd es begab sich/daßsie etmnMann begruben/da sie aber die Kriegßleutesahen/worffcn sie denMann in Elisa grab/ Ec-res> Vnd da er hin kam/vnd die gebeine Elisa anrüret/ward er lebendig/vnd trat auff sei- ne Füsse. Lso zwang nun Hasacl der König zu Syrien Israel/so lang Ioahas lebte. Aber tzasael. ^^der HERR thet inen gnade/vnd erbarmet sich jr/vnd wand sich zu inen/ vmb sei¬ nes Bunds willen / mit Abraham / Isaac vnd Jacob/ vnd wolt sie nicht verderben/ verwarffsie auch nicht von seinem angesicht/biß auffdiese stund. Hasacl der König zu Syrien starb/ vnd sein Son Benhadad ward König 4«-s«. c^an seine statt. Ioas aber kehret vmb/ vnd nam die Stätte auß der Hand Ben¬ hadad deß Sons Hasael/die er auß der Hand seines Vatters Ioahas genommen hat¬ te mit strett/Drey mal schlug jn Ioas/vnd bracht die Stätte Israel wider. xim.Lap. Der Röntg Amazfs tödt die ienigs/so zuvor seinen Vatter vmbbrscht. Jone schlegtIuda/ sähet den Röntg Amazja/verrvüst Jerusälem/vnv plündert dte Schätze im Tempel vnd ms R5- nigs Hause. Jerobeam wirt nach absserben seines Vatters Jogs Römtzi» Israel, Amazja wirt gerödt/vnd sein Son Asarja kommet zum Regiment in Juda. U andern jar Ioas deß Sons Zoahas deß Königs » M, Frael/wardAmaM König/dersonZoasdeßKönigsZnda. Fünff' WU vnd zwentztg jar alt war er da er König ward/ vnd regieret neun vnd MU zwentzig jar zu Jerusalem / seine Mutter hieß Ioadan von Zeru- salcm/Vnd erLhetwas dem HERRNwolgefiel/doch nicht wieseln DatterDauid/sondernwie semVatterIoas thet er auch/denn dte Höhen wurden nicht abgethan/sondern das Volck opfferte vnd räucherte noch auffden Höhen. Da er nun deß Königreichs mechtig ward/schlug er seine Knecht/die seinen Vat- 4.^ ». ter den NIMM. Königen. XIIII.Lüp. 2,5 kcr den König geschlagett hatten.Aber die kinder der Todschläger todtet er nit/ Wie es jpeur -5. denn geschrieben stehet im Gesetzbuch Mose/da der HERR gebottcn hat / vnd gesagt: RkE.bzi. Die Vätter sollen nicht vmb der kinder willen sterben/ Vnd die kinder sollen nie vmb der Vätter willen sterben/Sondern ein jeglicher sol vmb seiner sünde willen sterben. Er schlug auch der Edomiter im Saltzthal zehen tausend / vnd gewan die Statt Sela mit streit/vnd hieß sie Iaktheel biß auffdiesen tag. A sandte Amazja Botten zu Ioao dem Son Zoahao / deß Sons Iehu / dem Könige Israel/vnd ließ jm sagen:Kom her/laß vns mit einander besehen.Aber Ioas der König Israel sandte zu Amazja dem KönigeIuda/ vnd ließ jm sagen: Der Dornstrauch der im Libanon ist / sandte zum Kedern im Libanon/ vnd ließ jm sagen: Gib deine Tochter meinem Son zum Weib. Aber das Wild auffdem Felde im Liba¬ non lieffvber den Dornstrauch/vnd zutrat jn. Du hast die Edomiter geschlagen/deß vberhebt sich dein Hertz. Habe den ruhm/vn bleibe daheimen/ Warumb ringest» nach vnglück/daß du fallest/vnd Juda mit dirk Aber Amazja gehorcht nicht. Da zoch Ioas der König Israel hcrauff/vnd sie be- sahen sich mit einander/er vnd Amazja der König Juda zu BcthSemes/die in Juda r. p kft Ed geschlagen für Israel/daß ein jeglicher floh in seine Hütten. Vn ^lnazja wirk Ioas der König Israel greiffAmazja den König Juda den SonIoas/dcß Sons A- hasja zu BethSemes. Vnd kam gen Jerusalem/ vn zureiß die Mauren Jerusalem/ von dem thor Ephraim an biß an das Eckthor/vier hundert elen lang.Dnd nam alles Gold vnd silber/vnd gerehte/ das funden ward im Hause deß HERRN/vnd rm schätz deß Königs Hause/Dazu die Kinder zu pfande/vnd zoch wider gen Samaria. v Was aber mehr von Ioas zu sagen ist / das er gethan hat/ vnd seine wacht/vud wie er mit Amazja dem Könige Juda gestritten Hat/ Sihe/ das ist geschrieben in der Khronica der Könige Israel.Vnd Ioas entschlieffmit seinen Vättern/Vnd ward be¬ graben zu Samaria vnter den Königen Israel/vnd sein SonIerobeam ward Kö- r. nig an seine statt. ^sMazja aber der SonIoas/deßKönigsIuda/lebet nachdem todIoas/deß ^i^Sons Ioahas deß Königes Israel/fünfftzehen jar.Was aber mehr von Amazja par. r;. zu sagen ist/das ist geschrieben in der Khronica der Könige Juda. Vnd sie machten ei¬ nen Bund wider jn zu Jerusalem/ Er aber flöhe gen Lachis. Vnd sie sandten hin jm nach gen Lachis/vnd tödten jn daselbst.Vnd sie brachtenjn auffRossen/vnd ward be- Amazja ge¬ graben zu Jerusalem bey seine Vätter in der Statt Dauid.Vnd das gantze volck Iu-^ da nam Wrja in seinem sechtzehenden jar/vnd machten jn zum Könige an stattseines Vatters Amazja.Er bauwete Elath/vnd bracht sie wider zu Iuda/nach dem der Kö¬ nig mit seinen Vattern entschlaffen war. (AsMfünfftzehendenjarAmazjadeßSottöIoaödeßKöttigöIuda/wardIero- Ierobeam ^Abeam der Son Ioas König vber Israel zu Samaria ein vnd viertzig jar /Vnd N- thetdasdem HERRN vbel gefiel/vnd ließ nichtabvon allen sünden Ierobeam deß SonsMbath/derIsraelsündigenmacht.Eraberbrachtwiderherzu die grentzeIs¬ rael / von Hemath an biß ans Mer/ das im Blachen Felde ligt/Nach dem wort deß HERRN deß GottesZsrael/das er geredthattdurchseinen Knecht Iona/dem Son ^ader Amithai den Propheten/der von GathHepher war. Denn der HERR sähe an den elenden jamerIsrael/daß auch die verschlossen vnd verlassen dahin waren / vnd kein Helffer war in Israel/Vnd der HERR hatte nicht geredt/daß er wolte den namen Is¬ rael außtilgen vnter dem Himmel/vnd halff jnen durch Ierobeam den Son Ioas. Was aber mehr von Ierobeam zu sagen ist/vnd alles was er gethan hat/vnd sei¬ ne macht wie er gestritten hat/vnd wie er Damascon vnd Hemath wider bracht an Juda in Israel/Sihe/das ist geschrieben in der Khronica der Könige Israel. Vnö Ierobeam entschliess mit seinmVättern/mit den Königen Israel/vnd seit; Son Sa- charja ward König an seine statt. Asarja Wrja. ii.BlHvondcn xv.Qp. xv.Lap. Astrusa wkrdt Aufletztg / Iocham ftm Son regiert Inv» / Gacharia der Röxig Israel «l'rt von SsUum erschlagen/vnd Sallum von Ntenahem/Dresen bestätiget der Röutg von Astxrlen/ Pekasa wirt Röntg in Israel/vnd pekah ertovr „r Der Rönig von Assyrien führt vst aust Israel Hmweg/Hoses erschlegr pekah/wrrt Röntg an seme statt. Iocham »irr Röntg tn Juda- Asayazwey MDenvnd zwentzlgsten jar Jerobeam deß Königs 28^"^' Israel ward König Asarja/der Son Amazia deß Königs Inda/ W^^^W^vnd war sechtzehen jar alt da er König war/vnd regiert zwey vnd sünfftzig jar zu Jerusalem/seine Mutter hieß Jechalja von Zemsa- lem. Vnd thet das dem HERRN wol gefiel/ aller ding wie sein Vat¬ ter Amazja/On daß sie die Höhen nicht abtheten/den das Volck opffert vnd rauchcrt Asarja Auß- noch auff den Höhen. Der HERR plaget aber den König/ daß er Auffetzig war/biß an seinen tod/ vnd wohnet in einem sondern Hause/Iotham aber deß Königs Sen regiert das Hauß/vnd richtet das Volck im Lande. Was aber mehr von Asarja zu sagen ist/vnd alles was er gethan hat/ Sihe / das I»^. ist geschrieben in der Chronica der Könige Juda. Vnd Asarja entschliess mit seinen Vättern/vnd man begrub jn bey seine Vättcrin der Statt Dauid. Vnd sein Son Iotham ward König an seine statt- Sacharja acht vnd dreißigsten jar Asarja deß Königs Juda / ward König Sacharja «ÄvbttIftack ^^dcr Son Jerobeam vber Israel zu Samaria sechß Monden/ vnd thet das dem HERRN vbel gefiel/wie seine Vatter gethan hatten. Er ließ nicht ab von den sünden Jerobeam deß Sons Mbath/ der Israel sündigen machte. Vnd Sallum der Son Zabes macht einen Bund wider ju/ vnd schlug jn für dem Volck/vnd tödtet jn/vnd ward König an seine statt. Was aber mehr von Sacharja zu sagen ist/Sihe/das ist geschrtben in der Chro¬ nica der Könige Israel. Vnd das ists/das der HERR Jehugeredt hatte/Dir sollen Top'«. Kinder ins vierdte glied sitzen auffdem Stul Isracl/Vnd ist also geschehen. Ma. s^Allum aber der Son Jabes ward König im neun vnd dreiffigsten jar ° Asarja Sallum der d^Aocß Königs Iuda/vnd regiert einen Monden zu Samaria. Denn Menahem fünMchcnd Röntg der Son Gadi zoch herauffvon Thirza/vnd kam gen Samarta/vnd schlug Sallum KsoÜdc». den Son Jabes zu Samaria/vnd tödtet jn/vnd ward König an seine statt. Was aber mehr von SallumZusagenist/vnd seinen Bund den er anrichtet/ Sihe/das ist geschrieben in der Chronica der Könige Israel.Dazumal schlug Mena¬ hem Tipsah/vnd alle die drinnen waren/vnd jrc Grentze von Thirza/Darumb/ daß sie jn nicht wolten eynlassen/vnd schlug alle jre schwangere/vnd zureiß sie. Menahem AoR"? neun vn dreiffigsten jar Asarja deß Königs Juda/ ward König Menahem/ dcr ftchüehend ^Z^der Son Gadi/vber Israel zehen jar zu Samaria / vnd thet das dem HERRN zehen vbel gefiel/Er ließ sein lebenlang nicht von den sünden Jerobeam deß Sons Mbath/ DhulKönig dcrIsraeksündigen machte. Vnd cs kam Phul der König von M-rien ins Land/ vnd in Assyrien. Menahem gab dem Phul tausend Zentner silbers/daß ers mit jm hielte / vnd bekreff- tiget jm das Königreich. Vnd Menahem satzt ein Gelt in Israel auffdie reichsten/ fünfftzig sekel silbers auffeinen jeglichen Mann / das er dem Könige von Assyrien ge- be/Also zoch der König von Assyrien wider heim/vnd bleib nicht im Lande. Was aber mehr von Menahem zu sagen ist/vnd alles was er gethan Hat/ Sihe/ das ist geschrieben in der Chronica der Könige Israel. Vnd Menahem entschliess mit seinen Vättern/Vnd Pekahjasein Son ward König an seine statt. Pekahja der (o^Mfünfftzigsien jar Asarja deß Königs Juda/ward König Pekahja der Son m S!" «M? s^Menahem vber Israel zu Samaria zwey jar/ vnd thet das dem HERRN vbel zwcy iar. gefiel/Denn er ließ nicht von der sünde Jerobeam deß Sons Mbath/ der Israel sün¬ digen machte. Vnd es machte Pekah der Son Remalja seines Ritters / einen Bund wider WM. Königen. X V. §np. 2)6 wider « ;u hülff / vud er rövt Renn. Ahas macht einen Altar auffeine sondere art/von Damasco/Hlskla wlrr Äöukg an statt fernes Vatters Ahas. , M flbenzchenden jar Pekah deß sone Remalja / ward Ahas sMe. König Ahas/der so»Iothan> vcß König» Juda. Iwenyig iarwar Ahas alt da er König ward/vnd regiert sechtzehen /ar zu Jerusalem/ Vnd thet nicht was dem HERRN seinem Gott wol gefiel/wie sein Vatter Dauid/Denn er wandelt auffdem Wege der Könige Israel. Dazu ließ er seinen Son durchs feuwer gehen/nach den greuweln der Heyden/die der HERR für den Kindern Israel vertrieben hatte. Vnd thet Opffer / vnd räucherte auffden Höhen/vnd auffalten Hügeln/vnd vnter allen grünen Bäumen. Jesa. 7. zoch Rezin der König zu Syrien/vnd Pekah der Son Rematfa/ K§- (^LTNig in Israel/Hinauffgen Jerusalem zu stretten/vnd belägerten Ahas/Abcr sie ReM vnd kundten sie nicht gewinnen. Jur selbigen zeit bracht Rezin / König zu Syrien / Elath UW"" wider an Syrien/vnd stieß die IüdenaußElath/Aber die Syrer kamen vnd lvoh- neten drinnen biß auffdtesen tag. AlBer Ahas sandte Botten zu ThiglathPillesser/dem Könige zu Assyricn/vnd Thiglath- r par.r i^^Eefi/m sagen: Ich bin dein Knecht vnd dein Son /Kom herauff/ vnd hilff mir pmWrtödtct außderKanddeßKönigszuSyrien/vnd deß Königes Israel/die sich widermich haben Gas. I I. BO von dm X V l.Lap. habenaussgemacht. Vnd Ahas nam das stlber vnd gold/das in dem Hause deß HER¬ REN vnd in den Schätzen deß Königs Hause funden ward/ vn sandte dem Könige zu Assyrien geschencke.Vnd der König zu Assyrien gehorcht im/vn zoch hcrauffgcn Da- niascon/vnd gewan sie/vnd führet sie weg gen Kir/vnd tödtet Rezin. Rezin per König Ahas zoch entgegen ThiglathPitteffer/ dem Könige zu Assyrien/ ONgenDamaston/Vndda er einen Altar sähe der zu Damafto war/sandte der König Ahas desselben Altars Ebenbild vnd gleichniß zum Priester Vria/ wie dersclb gemacht war. Vnd Vria der Priester bauwet einen Altar/vnd »lachet in wie der Kö- Vria der nig Ahas zu im gesandt hatte von Damasco/biß der König Ahas vS Damasts kam. Vnd da der König von Damasto kam/vn den Altar sahe/opfferte er drauff/vn zündt n drauffan seine Brandopffer/Speißopffer/vndgoß drauff seine Tranckopffer/ Vnd ließ das blut der Danckopffer/die er opffcrt/auffden Altar sprengen. Aber den eher¬ nen Mar der für dem HERRN stund/thet er weg/daß er nit stünde zwischen dem Al¬ tar vnd dem Haust deß HERRN / sondern setzt in an die eck deß Altars gegen mitt- nacht. Vnd der König Ahasgebot Vriadem Priester/vndsprach:Auffdem grossen Altar soltu anzünden die Brandopffer deß morgens/vn die Speißopffer deß abends/ vnd die Brandopffer deß Königs/vnd sein Speißopffer/ vnd die Brandopffer alles Volcks im Lande/sampt ircm Speißopffer vnd Tranckopffer/vnd alles Blut der Brandopffer/vnd das Blut aller ander Opffer/soltu drauffsprengen/Aber mit dem ehrnen Altar wil ich drucken was ich mache. Vria der Priester thet alles was in der König Ahas hieß. Vnd der König Ahas brach ab die selten an den Gcstülen/ vn thet die Kessel oben davon/vnd das Meer thet er von den ehernen Ochsen / die drunter waren / vnd setzts « auffdas steinern Pflaster / Dazu die" decke deß Sabbaths/ die sie am Hause gebau- N8a?bachssas wet hatten / vnd den gang deß Königs Haussen/ wendet er zum Haust deß HERRN/ AÄLmL d"" Könige zu Assyrien zu dienst. Hcrrm v.tter T-x. Was aber mehr von Ahas zu sagen ist/ das er gcthan hat/Sihe/das ist geschrie- «cmsitzc^ bett itt der Monita der Könige Juda. Vnd Ahas entschlicffmit seinen Vättern/vnd"^''' ward begraben bey sttm Vatter in der Statt Dauid/Vnd Hiskia sein Son ward König an seine statt. XVll.Lap. Gakmsnasfer gewinnt Saman'a/vnd führet Israel hinweg in Aorten/Vnd wsrumbIfl, r»e! von Gottalso gestrafft wordekr.Snlmanaffer besetzt tn Šamana dre Statte mit HexdnL- schcm Volck/Vnd der HL RR sendt Löwcn vnrec sle. Darnach lehrnew sie den N ren/vnd dienen doch den Geyen darneben. M^M MWölssten sarAHasdcß Königs Juda/ward Kö-i nig vber Israel zu Samaria Hosea der Son Ela / neuniar/ Vnd thet das dem HERRN vbel gefiel/ doch nit wie die Könige Isracl/die vor im waren.Wider denselben zoch hcrauff Satmanasser der könig zu Assyrien/vnd Hosea ward im vndcrthan/daß er im gesehenes gab. .uarcichö Israel wcl aber König zu Assyrien innen ward/ daß Hosea einen Bund anrichtet/ chcs twcy hm-ö'rt vnd Botten hatte zu Sodem Könige in Egypten gcsandt/vnd nicht darreichet Ge- So/Kö- sA'a>wcnA"dty st- sthencke dem Könige zu Assyrien alle iar/belägert er in/vnd legt in ins Gefengkniß. '»Lgyp. NstiV VndderKönigzuAffyricnzochauffögantzeLand/vttdgenSamaria/vnd belägert m!,sc>-d ste drcy iar.^Vnd im ncundtcn iar Hosea gewan der König zu Assyrien Samaria/ rw-1-hundert sich' vnd führet Israel weg in Assyrien/ vnd setzte ste zu Halah vnd zu Habor/arn Wasser . Gosan/vnd in den Stätten der Meder. Hosea neun M-Aomgvbcr Israel. Satmanast serXöittgzu As¬ syrien. Ende deß Kö (§^Enn da dieKinderIsraelwiderden HERREN irenGott sündigeten/der ste Vmb wet- c^^auß Egyptenland geführet hatte/auß der Hand Pharao deß Königs in Egy- pten/vn ander Götter fürchten/vnd wandelten nach der Heiden weise/die der HERR 2^ ver. für dm Künde Königen. XVli.Lnp. 2p deßDol- fürden Kindern Israel vmrieben hatte/vnd wie die Könige Israel thctcn. Vnd die vm welcher Kinder Israel ^schmückten jre fachen wider den HERRN jren Gott / die doch Nicht ,0. gut waren/Nemlich/daß sie inen Höhe bauweten in allen Stätten / beyde in Scklös- hinweg? s^u vnd festen Stätten/vnd richteten Senken auff/ vnd Haine auffallen hohen Hü- v«?NetlamE führet? geln/vnd vntcr allen grünen Bäumen/vnd rcuchcrten daselbstauffallen Höhen/wie R-«» v»v Ab. b die Heyden/die der HERR für inen weggetrieben hatte/vnd trieben böse stücke/damit sie den HERRN crzümcten / vnd dieneren den Götzen / davon der HERR zu inen ge¬ sagt hatte: Ir solt solchs nicht chun. Iersni. rr. Vnd wenn der HERR bezeuget in Israel vnd Juda / durch alle Propheten vnd Schauwcr/vnd ließ inen sagewKehret omb von euwrcn bösen wegen/ vn haltet mei¬ ne Gebott vn Rechte / nach allem Gesetz das ich euwem Vättcrn gcbotten habe / vnd das ich zu euch gesandt hab durch meme Knechte die Propheten/so gehorchten sie nit/ Sondern härteten ircn nackcn/wie der nacke irer Vätter/ die mcht glau beten an den HERRN jren Gott. Dazu verachteten sie seine Gebott vnd seinen Bund / den er mit jren Vättern gemacht hatte/vn seine zeugmß die er vnter ine thct/ sondert; wandelten srcr eytelkeit nach/vnd wurden eytel den Heyden nach/die vmb sic her wohneten/Von z R-g ». welchen inen der HERR gcbotten hatte/Sie sotten nicht wlc sie thun. Aber sie verttes- ps,lm.'°s. scn alle Gebott deß HERRN ires Gottes/vnd machten inenzwey gegossen Kälber/ vnd Haine/ vnd beten an alle Herr deß Himmels / vnd dicneten Baal / vnd liessen ire Söne vnd Töchter durchs Fcmver gehen / vnd gtcngen mit weissagen vnd zäubem vmb/ vnd vbergaben sich zu thmr das dem HERRN vbel gefiel/in zu erzürnen. Sünde ward der HERR sehr zornig ober Israel /vnd thet sie von seinem Angesicht/ Iuda. daß nichts vbcrbleib / denn der Stamm Juda alleine (Dazu hielt auch Juda nicht die Gebott deß HERRN ires Gottes/ vnd wandelten nach den sitten Israel/ die e sie gethan hatten) Darumb verwarff der HERR allen Samen Israel / vnd drenget sie / vnd gab sie in die Hände der Räuber / biß daß er sic warff von seinem Angesicht. ».Reg.»,. Denn Israel ward gerissen vom Hause Dauid/vnd sie machten zum Könige Jero- Ierobeam. beam den Son Ncbath/ Dcrselb wandt Israel hinden ab vom HERRN /vnd macht daß sie schwarttch sündigten. Also wandelten die Kruder Israel in allen fänden Icro- beam / die er angertcktct hatte/ vnd liessen nicht davon / biß der HERR Israel von sei¬ nem angesicht thct/wie er gcredt hatte durch alle seine Knechte die Propheten. Also ward Israel auß seinem Lande weggcführt in Affyricn/biß auffdiesen tag. o DcrKö- Hamaria li.BuKvsndm xvii.Lap. Mlt Heyden (^^Er König aber zu Assyrien ließ komen von Babel/ von Ktttha/von Aua/ von <^LD Hemach/vnd Scpharuaim/vn besetzt die Stätte in Samaria an statt der kitt der Israel/Vnd ste namen Samaria eyn/vn wohneten in derselben Stätten. Da sie aber anhuben daselbst zu wohnen/vnd den HERRN nicht forchten/sandte der HERR Löwen vnter sie/die erwürgeten sie.Vnd sie liessen dem Könige zu Assyrien sagemDie Heyden die du hast her gcbracht/vn drc Stätte Samaria damit besetzt/wiffen nichts von der weise deß Gottes im Lande/darumb hat er Löwen vnter sie gesandt/vud sihe/ dieselben tödten sie/ weil sie nicht wissen vmb die Mise deß Gottes im Lande. (A^Er König zu Assyrien gebot/vnd sprach: Bringet dahin der Priester cinen/die <-^von dannen sind weggeführt/vnd ziehet hin/vnd wohnet daselbst/ vnd er lehre sie die weise deß Gottes im Lande.Da kam der Priester einer/die von Samaria weg¬ geführt waren/ vnd setzt sich zu BethCl / vnd lehret sie / wie sie den HERRN förchten sotten. Götzen der As'Ber ein ieglich Volek macht seinen Gott / vnd theten sie in die Häuser auff den D Samamcr. HAHöhcn/die die Samariter machten/etn ieglich Volek in iren Stättcn/darinnen sie wohnetem Die von Babel machten SuchochVenoth. Die von Auch machten Nergcl. Die von Hemath machten Asima. Die von Aua machten Ntbehas vnd Tharthak. Die von Sepharuaim verbranten ire Sone dem Adramelech vnd Ana- melech/den Göttern der von Sepharuaim.Vnd weil sie den HERRN auch förchten/ machten sie inen Priester auffdcn Höhen auß den vntersten vnter inen/ vnd theten sie in die Häuser auffden Höhen. Also förchten sie den HERRN / vnd diencten auch den Göttern/nach eines ieglichen Volcks weise/ von dannen sie hergebracht waren. Vnd biß auff diesen tag thun sie nach der alten weise/daß sie weder den HERRN förchten/noch ire Sitten vnv Rechte thun/nach dem Gesetz vnd Gebott/das der HERR gebotten hat den Kindern Jacob/welchem er den Namen Israel gab. Vnd macht einen Bund mitinen/vnd gebot inen/vnd sprach: Förchtet kein andere Göt- ter/vnd betet sie nicht an/vnd dienet inen nicht/vnd opffert inen nicht / Sondern den HERRN/der euch auß Egyptenland geführt hat/mit grosser krafftvndaußgereck- tcnr arm/den förchtet/den betet an/vnd denr opffert. Vnd die Sitten/ Rechte/Gesetz vnd Gebott/die er euch hat beschreiben laffen/die haltet/ daß fr darnach thutallwege/ vnd nicht ander Götter förchtet. Vnd deß Bunds / den er mit euch gemacht hat/ ver¬ gesset nicht/daß ir nicht ander Götter förchtet/sondern förchtet den HERRN euwern Gott/ Der wirt euch erretten von alle euwern Feinden. Aber diese gehorchten nicht/ sondern theten nach ircr vorigen weise. Also förchten diese Heyden den HERRN/vnd diencten auch iren Götzen/Also theten auch ire Kinder vnd Kindskinder/wie ire Vät- ter gcthan haben/biß auffdiesen tag. Hiskia neun vndzwentzigjarAS nigmIuda. a (Nchusthan)Eiu küner Röntg ist das/ der die dLchlange/vS Gott selber Zurr zeit gcbottcn vndauffge- ricbl/abbricht/darmü daß ste in mißbrauch rr Abgötterei) gerah- ten war. Vnd ver¬ ächtlich darffprcdige xvm.Lap. DerRönigHiskl'aist fromb/vnd schaffrallerley Abgörrerey ab. Sanherlb vbeneucht das LandInda/vnd leßr Jerusalem belägern Hlskra gibt dem Röntge von Assyrien die Schätze deß Tempels/vnd was er in seinem Hause Harte-Rabsake lästert den HERRN/ als ob er Jerusalem nicht beschirmen möge. W dritten farHoseadeß SonEa/deß Königs Mz M rael/ward König/Hiskia der son Ahas/deß Königs Iuda.Vnd war M fünff vndzwentzig iaraltda er König ward/vnd regieret neun vnd W zwentzig iar zu Ierufalem/seine Mutter hieß Abi/ eine Tochter Sa- charia/Vnd thet was dem HERRN wolgeficl/wie sein Vatter Da- UthanEbÄ^m uid.Erthetab dieHöhcn/vnd zerbrach die Seulen/vnd rottet die Haine auß/vndzu- HjM^ «hrncs Schlanglin/ sttest hze eherne Schlange/die Mose gemacht Hatte/Denn biß zu der zeit hatten im die ein heyltgtt vcs?cm"LRüffel- kinder Israel geräuchert/vn man hieß in Mhusthan.Er vertrauwete dem HERRN M«nGocchy«?b dem Gott Israel/daß nach im seines gleichen nicht war vnter allen Königen Juda/ Nmn.ru noch Mia. Wmgcn. xvm.Lap. 2jS noch vor jm gewesen. Er Hieng dem HERRN an / vnd weich nicht hinden von jm ab/ vnd hielt seine Gebote/ die der HERR Mose gcbotten hatte. Vnd der HERR war m!t jm/vnd wo er außzog handelt er klüglich. Darzu ward er abtrünnig vom Könige zu Affyricn/vnd war jm nicht vnderthan.Er schlug auch die Philister biß gen Gasa/vnd jre Grentze/von den Schlössern an biß an die feste Stätte. Sama- ^llM vierdten jar Hiskia dcß Königs Juda / das war das sibende jar Hosea deß ?"?alma7 A^Sons Ela / deß Königs Israel / da zoch Salmaneffer / der König zu Assyrien/ "-Ar herauff wider Samaria / vnd belagert sie / vnd gewan sie nach dreyen jaren / Im 4 sechßten jar HisLia / das-ist im neundten jar Hosea deß Königs Israel/ da ward Sa¬ maria gcwonncn.Vnd Der König zu Assyrien führet Israel weg gen Assyrien/ vn setzt Sünde sie zu Halah/vnd Habor/am wasser Gosan/ vnd in die Stätt der Meder. Darumb/ Israels. sic nicht gehorcht hatten der stim dcß HERRN jres Gottes/vnd Übergängen hat¬ ten seinen Bund/vnd alles was Mose/ der Knecht deß HERRN / gcbotten hatte/dcr hatten sie keines gehorcht noch gethan. v M vlertzehenden jar aber dcß Königs Htskia / zoch herauff Sanherib Sanherib der König zu Assyrien / wider alie feste Stätte Juda / vnd nam aiWALA'7 EK-g.».' sie cyn. Da sandtHiskia/der König Iuda/zumKömgevonAssyriengen^^' Lachis/ vnd ließ jm sagen: Ich hab mich versündiget/ kehre vmb von mir/was du mir aufflegest wil ich tragen. Da legt der König von Assyrien auff Hiskia /dem König Juda / drey hundert Sentner Silbers / vnd dreyffig Kentner Golds. Also gab His¬ kia alle das Silber / das im Hause deß HERRN / vnd in Schätzen deß Königs Hau- se/funden ward. Jur selbigen Zeit zubrach Hiskia / der König Juda / die Thürerr am Tempel deß HERRN/ vnd die Bleche die er selbs vberziehen hatte lassen/vnd gab sie dem Könige von Assyrien. H^Nd der König von Assyrien sandte Tharthan vnd den Ertzkämmerer / vnd den Mbsake von Lachis/ zum Könige Hiskia mit grosser macht gen Ierusalem/vü sie zogen herauff. Vnd da sie kamen/ hielten sie an der Waffergruben/bey dem öbern ke heiß! auff Tcich/der da ligt an der straffen/auffdem Acker deß Walckmüllers/ vn rieffdcm Kö- ErM^e. nige. Da kam herauß zu jnen Elrakim/der Son Hilkia/ der Hofmeister/ vnd Sebe- na der Schmber/vnd Ioah/der Son Assaph/der Kantzlcr. Vnd der Ertzschenckc sprach zu jnemLieber sagt dem König Hiskia:So spricht der grosse Kömg/der König vö Assyrien / Was ist das für ein trotz darauff du dich verles- sesttMemstu/es sey noch raht vn macht zu streitenkWarauffverleffestu denn nun dich e daß du abtrünnig von mir bist wordökSihe/verleffestu dich auff discn zustoffen Ror- stab/auff Egyptt/welcher/so sich jemand draufflehnet / wirt er jm in die Hand gehen/ vnd sie durchborn. Also ist Pharao/der König in Egypten / allen die sich auffjn ver¬ lassen. QbjraberwoltetzumirsagenrWirverlaffenvnsauffden HERRN vnsern Gott / Ists denn nicht der / deß Höhen vnd Altar Hiskia hat abgechan/ vnd gesagt zu Juda vnd zu IerusalemVor diesem Altar/derzu Jerusalem ist/soltjr anderen. Nun gelobe meinem Herrn/demKönigezuAssyrien/Ichwildir zwey tausend Roffz geben / daß du mögest Reuter dazu geben. Wie wiltu denn bleiben für dem ge¬ ringsten Herrn einem meines Herrn vnderthankVnd verlessest dich auff Egypten/ vmb der Wagen vnd Reuter willen. Meinst» aber / ich sey on den HERRN herauff gezogen/daß ich diese Stätt verderbete k Der HERR hat michs geheiffen/Ieuch hin- auffin diß Land/vnd verderbe es. <^^A sprach Eliakim/dcr SonHitkia/vnd Sebena/vn Ioah/zum Ertzschencken/ Rede mit deinen Knechten auff Syrisch / denn wir verstehens / vnd rede nicht mit vns auffIüdisch/für den ohren deß volcks/das auff den mauren ist.Aber der Ertz- schencke sprach zujnemHat mich denn mein Herr zu deinem Herrn oderzu dir gesandt/ Rabsake lä- daß ich solche wort rcdctIa zu den Mänern die auffder mauren sitze/daß sie mit euch jren eygen Mist fressen/ vnd jrm Harm sauffen. Also stund der Ertzschenckc vnd rieff 0 ij mtt Wkra. II. WM von dm xvm.Lrp. Mit lauter stim auff^üdisch/vnd redet/ vnd sprachHöret das wort deß grossen Köni¬ ges/ deß Königs von Assyrien / so spricht der König:Laßt euch Hiskia nicht auffsctzen/ v denn er vermag euch nicht erretten von meiner Hand. Vnd laßt euch Hiskia nicht ver¬ trösten auffden HERRN/daß er saget: Der HERR wirt vns erretten/vn diese Statt Wirt nit in die Hande deß Königs zu Assyrien gegeben werden.Gehorchet Hiskia nit. Sanherib. Denn so spricht der König von Assyrien: Ncmmet an meine gnade/vnd kompt zu mir herauß/so so!jedcrman seines Weinstocks vnd seines Feigenbaums essen / vnd sei¬ nes Brunnens trincken/biß ich komme/vnd hole euch in ein Land / das euwrem Land gleich ist/da Korn/Most/Brot/Wcinberge/ölbaum/öle vn Honig/ innen ist/so wer¬ det ir leben bleiben/vnd nicht stcrben.Gehorcht Hiskia nicht/Denn er verführet euch/ Daß er spricht: Der HERR wirt vns erretten. Haben auch die Götter der Heyden ein jeglicher sein Land errettet von der Hand deß Königs von Assyrien k Wo sind die Göt¬ ter zu Hcmaeh vnd Arphad k Wo sind die Götter zu Sepharuaim / Hena vnd Iwa/ Haben sie auch Samaria errettet von meiner handkWo ist ein Gott vnter allen Lan¬ den Göttern/die jr Land haben von meiner Hand errettetkDaß der HERR soll Jeru¬ salem von meiner Hand erretten? Das Volck aber schweig stitte/vnd antwortet im nichts/denn der König hatte ge¬ hörten vnd gesaguAntwortet jm nichts. Da kam Eltakim/der Son Hilkia/derHof- meistcr/vnd Sebena der Schreiber / vnd Zoah/der Son Assaph/ derKantzler/zu Hiskia mirzuriffen klcidern/vnd sagten jm an die wort deß Ertzschencken. XlX.Lap. Hiskia logt einen Sacka»/ vnd ver Prophet Iesara gibt sm tröst/ Folgend« kommen dre As- sxrsschcn Gesandte wlderuinb zum Hrskur/mic Goctslasterlrchen Brieffen/ Hl skla ruffc Goktan/ I sa>a weissagt wider Sanherlb/vnd ln der nacht werden die Assxrer vom Engel dcß HERRN geschlagen. Hiskia sendtt A der König Htskta das höret/ zurech er ferne Kleider/ z vnd legt einen Sack an / vnd gieng in das Hauß deß HERRN. Vnd AAn. sandte Eliakun den Hofmeister/vnd Sebena den Schreiber / sampt den ältesten Priestern/mrtsäcken angethan/ zu Dem Prophet? Iesaia/ hcm Son Amoz. Vnd sic sprachen zu im/So sagt Hiskia: Das ist ein tag der not/vnd scheltens/vnd lästerns. Die Kinder smD körnen an die gebmt/vnd ist keine krafft da zu gebercn. Db vtllcicht der HERR dein Gott hören Welt alle wort deß Ertzschencken / den sein Herr /der König von Assyrim/gcsandt hat/ hohn zu sprechen dem lebendigen Gott/vnd Zu schelten mit Worten/die der HERR dein Gott gehöret Hat/So hebe dein Gcbett aufffür die vbrigen du noch fürhandcn sind. A-KM da die Knechte deß Königs Hiskia zu Mssa kamen/sprach Jesaja zu jnen: c^ASo sagt cuwrem Herrn/ So spricht der HERR: Förchte dich nicht für den Wor¬ ten die du gehöret hast/damit mich die Knaben deß Königs von Assyrien gelästert ha¬ ben. Srhe/ ich wü jm einen Geist geben / daß er ein gerächt hören wirt / vnd wider in fern Land ziehen / vnd wil jn durchs Schwerdt fetten in fernem Lande. da Der Ertzschenckc wider karu/ fandt er den König von Assyrien streiten wi- ^Pder Libna/Denn er hatte gchört/daß er von Lachis gezogen war. Vnd da er hö¬ ret von Thirhaka / dem Könige der Moren / Sihe / er ist außgczogen mit dir zu sirci- Thirha- ten/wcndek er vmb/vnd sandte Botten zu Hiskia/ vnd ließ jm sagen / So sagt Hiskia ra Mo. dem Könige Ruda : Laß dich deinen Gott nicht auffsctzen / auff den du dich vcrleffest/ "' Lästerua deß vnd sprichst: Jerusalem wirt nicht irr die Hand deß Königs von Assyrien gegeben wcr- Römgszu Ässyrien. hm.Slhe/du hast gehöret was die Könige von Assyrien gethan haben allen Landen/ vnd sie verbannet/ vnd du sottest errettet werden k Haben der Heyden Götter auch sie errettet/wclche meine Vätter haben verderbet/Gosan/Haran/ Rezeph/ vnd die Kin¬ der Eden / die zu Thelassar waren k Wo ist der König zu Hemath / der König zu Ar- phad/vnd der König der Statt Sepharuaim/Hcna vnd Iwak Vnd AM. Aönlgen. 'xix. Lap. 2,9 A6^Nd da Hr'ökiadieBrieffevondenBottencmpfangenvnd gelesen hatte/gieng o^er hinauffzum Hause deß HERRN / vnd breittt sie auß für dem HERRN /vnd betet für dem HERRN/vnd sprach: HERR Gott Israel/der du vber Khcrubimsi- HiM'a Se¬ tzest / du bist allem Gott unter allen Königreichen auffErden / Du hast Himmel vnd ^e. Erden gemacht. HERR neige deine ohren / vnd höre/thu deine äugen auff/ vnd sihe/ vnd höre die wort Sanherib/der her gesandt hat hohn zu sprechen dem lebendigen Gott. Es tstwar HERR/die Könige von Assyrien haben die Heyden mit dem schwere vmbgebracht/vnd jr Land/ vnd haben jre Götter ins feuwcr geworffen/ den es waren nicht Götter/sondern Menschen Hände werck/Holtz vnd Steine/ Darumb haben sie sie vmbgebracht: Nun aber HERR unser Gott / hilff vns auß seiner Hand / Auff daß alle Königreiche auffErden erkennen/ daß du HERR allein Gott bist. (A^A sandte Jesaja/der Son Amoz/zu Hiokia/ vnd ließ jm sagen: So spricht der Jesaja tröstet (ZL^HERR/derGottIsraelrWas du zu mir gebetet hast vmb Sanherib den Kö- nig von Assyrien/dao hab ich gehöret. Dao isto / das derHERR wider in geredt hat/ DteIungkfrauw/die Tochter Zion/verachtet dich/ vnd spottet dein/ die Tochter Ie- Acksr.s, rusalem schüttelt ir Haupt dir nach. Wen hastu gehöhnet vnd gelästert k Vber wen hastu deinestimeerhabene Du hast deine äugen erhaben wider den Heyligen in Is¬ rael. Du hast den HERRN durch deine Botten gehöhnet/vnd gesagt: Ich bin durch die menge meiner Wagen auffdie höhe der Berge gestiegen/auff den seiten deß Liba- non/ich habe seine hohe Kedern vn aüßerlesen Tannen abgehauwen / vnd bin komen an die eusserste Herberge deß Walds seines Karmelo/ Ich habe gegraben vnd außge- truncken die frembden wasser / vnd habe vertrocknet mit meinen Fußsolen die Seen. e Hastu aber nicht gehöret/daß ich solches lange zuvor gethan habe/vn von anfang hab icho bereyt k Nun jetzt aber hab ichs kommen lassen/ daß feste Stätte würden fal¬ len in einen wüsten Steinhauffen/ Vnd die drinnen wohnen matt werden/ vnd sich förchten vnd schämen müßten/vnd werden wie das Graß auffdem Feld/vnd wie das pstrlm.»-. grüne Kraut zum Heuw auffden Dächern / das verdorret ehe denn es reiffwirt. Ich weiß dein wohnen / dein auß vnd eyn ziehen/vnd daß du tobest wider mich: Weil du Alle Tyran- denn wider mich tobest/ vnd dein vbermut für meine ohren herauffkommen ist / so Wil " Gottes ge, ich dir einen Rinck an deine Nasen legen / vnd ein Gebissz in dein Maul/vnd Wil dich "" * den weg widerumb führen/da du her kommen bist. IM ;7. sey dir ein Zeichen/ In diesem jar jß was Metten ist/ im andern jar was sel- ^^bcr wächßt/ im dritten jar säet vnd erndtet /vnd pflantzet Weinberge /vnd esset jre früchte. Vnd die Tochter Juda/die errettet vnd vberblicben ist/wirdt fürtervn- tersichwurtzcln/vnd vber sich frucht tragen. Denn von Jerusalem werden außge- hen dievberbliebensind/vnd die erretteten vom Berge Aon. Der eyffer deß HER¬ REN Zebaothwirtsolchöthun. Darumb spricht der HERR vom Könige zu Assyrien also/Er so! nicht in diese Statt kommen/vnd keinen Pfeil drcyn schiessen/ vnd kein schildt dafür kommen/ vnd sol keinen wall drumb schütten/Sondern er sol den weg widerumb ziehen den er kom¬ men ist /vnd solin diese Statt nicht kommen. Der HERR sagts. Vnd ichwildiese Statt beschirmen/daß ich jr helffe vmb meinen willen / vnd vmb Dauid meines Knechts willen. in derselben nacht fuhr auß der Engel deß HERRN / vnd schlug im Läger TAvon Assyrien hundert vnd fünffvnd achtzig tausend Mann.Vnd da sie sich deß s«kes4». morgens frü auffmachten/Sthe/da lags alles eytel todte Leichnam. Also brach mA 7^' Sanherib der König von Assyrien auff/vnd zoch weg/vn kehret vmb/vnd bleib zu Ni- Heer deß Kö neue. Vnd da er anbetet im Hause Nisroch seines Gottes/ schlugen jn mit dem schwere A AdraMelech vnd SarEzer/ seine Söne / vnd sie entrunnen ins Land Ara- Sanherib rat / vnd sein Son Affarhaddon ward König sein-» Sö»en er- an seine statt. Hiokia 0 iij Hiskia ist tod kranck. Hiskt'a wlrt tSvllch kranck / vnd Icsaia verheißt sm «uff befehl deff HERRVk nschfünffye- hen >«r zu leben vn zum Lerchen geherdecscharre am Lerger fünffyehen Grad zu rücke.Der Rö-- mg von Babel schickt erne Borrschaffr vnd Geschanck an Hlskra/da zeiget er snen alle seine Scha-- ye/vnd erzürnet ven HERR^/ Varumb auch der Prophet sm von der Babylonischen Gefeng- nlffe Verkündigung thut. V der zett ward Hiskia todkranck / vnd der Prophet Jesaja/dcr Son Amoz/kam zu jm/vnd sprach zu jm: So spricht der HERR/ Beschicke dein Hauß/dctttt du wirst sterben/ vnd nicht leben 4Z M bleiben. Er aber wandt sein antlitz zur Wand / vnd betet zum HER¬ REN / vnd sprach: Ach HERR / gcdenck doch daß ich für dir treuw- lieh gewandelt habe/vnd mit rechtschaffenem hertzen/vnd habege- than das dir wolgcfellct. Vnd Hiskia weinet sehr. aber Jesaja noch nit zur Statt halb hiuauß gegangen war / kam deß HER- (^^REN wortznjm/vnd sprach:Kehre vmb/vnd sage Hiskia/den: Fürsten meines Volcks/ So spricht der HERR / der Gott deines Vatters Dauids: Ich hab dem Ge- bett gchöret/vnd deine Thrcncn gesehen. Sihe/ich wil dich gesandt machcn/am drit¬ ten tage wirsiu hinauff in das Hauss deß HERRN gehen / Vnd wil fünfftzchen jarzu deinem Leben thun/vnd dich vnd diese Statt erretten von dem Könige zu Assyrien/ vnd diese Statt beschirmen / vmb meinen willen / vnd vmb meines Knechts Dauids Hiskia wirt willen. Vnd Jesaja sprach.Vringet her ein stück Fcygcn/Vnd da sie die brachten/leg- gchnvt. ten sie sie auffoie Drüsc/vnd er ward gesundt. F^Iskia aber sprach zu Jesaja: Welche ist das Zeichen daß mich der HERR wirt ge, Jejne ;s. machen/vnd ich in deß HERRN Hauß hinauffgehen werde am dritten ta¬ get Jesaja sprach: Das Zeichen wirst» haben vom HERRN/daß der HERR thun wirt was er geredt hat. Sol der schatten zehen stuffen fürter gehen / oder zehen stuffen zu rücke gehen? Hiskra sprach: Es ist leicht/daß der schatte zehen stuffen niderwerts ge- he/das wil ich nicht/ sondern daß er zehen stuffen ßtndersich zu rücke gehe. Da rieff der sprach 4s. Prophet Jesaja den HERRN an/vnd der schatte gieng hindersich zu rückzeherr stuffen am Zcyger Ahas / die er war niderwerts gegangen. BrodachKö L)V der zeit sandte Brodach/der Son Baledan/deß Sons Baledan/König zu u «ig z» Babel. 'HBabel/Brieffvnd Gcschanck zu Hiskia/ Den er harte gehöret/daß Hiskra kranck war gewesen. Hiskra aber war ftölich mit jncn / vnd zeiget jnen das gantzc Schatz- Hauß/Silber/ Gold/ Speccrey/vnd das beste öle/vnd die Hamischkammcr / vnd al¬ les was in seinen Schätzen vorhanden war/Es war nichts in seinem Hause/vnd in sei¬ ner gantzen Herrschaft das jnen Hiskia nicht zeigete. kam Jesaja der Prophet zum Könige Hiskia / vnd sprach zu jm: Was haben --4- Hiskia sünde. diese Leute gesagt: Vnd woher sind sie zu dir kommen ? Hiskia sprach: Sie sind auß fermen Landen zu wir kommen von Babel.Er sprach:Was haben sic gesehen in deinem Hause? Hiskia fprach:Sie haben altes gcsehen/was in meinem Hause ist/vnd ist nichts in meinen Schätzen das ich nicht jnen gezeigct hette. Da sprach Jesaja zu Hiskia: Höre deß HERRN wort / Sihc / es kompt die zeit/ daß alles wirt gen Babel Jerem y weggeführt werden auß deinem Hause /vnd was deine Vättcr gesamter haben / biß auff diesen tag / vnd wirt nichts vber gelassen werden / spricht der HERR. Dazu die Kinder die von dir kommen / die du zeugen wirst/ werden genommen werden/daß sie Kämmerer seycn im Palast deß Königs zu Babel. Hiskia aber sprach zu IcsajaDas ist gut/ das der HERR geredt hat. Vnd sprach weiter: Es wm doch fried vnd trcuw seyn zu meinen Zeiten. Was mehr von Hiskia Zusagen ist/ vnd alle seine macht / vnd was er gethan hat/ vnd der Tcich/vnd die Wafferrörcn/ damit er Wasser in die Statt geleitet hat / Si- he/das Wmsse. Mntzcn. XXI. Lap. 220 he/das ist geschrieben Lu der Chronica der Könige Juda. Vnd Hiskia entschlieffmit seinen Vättern/vnd Manaffe/stin Son/ward König an seine statt. . XXl.Lap. M-rnasse richt'alle Abgätterey/fo zuvor sein Vatter Hiski» außgerottet/wt'derumb auff/ver- genßrvll vnschülvig biur / Amon sem Son wrrdt Röm'g,nInva/wlrvk von semenRnechren er- ftklaciett vnd das Volck macht fernen Son Iosia zu ernem Röntge. - v,r Anaffe war zwölff jar alt da er König ward / vnd w Manaste gierte fünffvnd fünfftzig jar zu Jerusalem/ Seine Mutter hieß fünffvnfünstytgM WDAMÄC Hephziba. Vttdcrthet das dem HERRN vbel gefiel/nach den greu- weln der Heyden / die der HERR für den Kindern Israel vertrieben 4.R,g ,s. hatte.Vnd verkehret sich/vn bauwcr die Höhcn/die sein Vatter His- ^Icg^z. km harre adgeoracht/vnd richtet Baal Altar auff/ vnd machet Haine/ wie Ahab der König Israel gerhan hatte/vn betet anallerlcy Hčeram Himel/vnd dienet jncn.Vnd bauwct Altar im Hause dcß HERREN / davon der HERR gesagt hat: Ich wrl niet- Dem .s. um Muren zu Jerusalem setzen. Vnd er bauwct allen Heeren am Himmel Altar / in '4 beydcn Höfen am Hause deßHERRN. Vnd lreßseinen Son durchs Farmer gehen/ vnd achtet auff Vogclgeschrcy vnd Jachen / vnd hielt Warsagcr vnd Icichcndeuter/ vrrd thek deß vil das dem HERRN vbel gefiel / damit er jn erzürnet. - Reg. 7. Er setzet auch euren Harngötzen/den er gemacht hattc/tn das Hauß/von welchem der HERR zu Damd vü zu Salomo seinem Sou gesagt hatte:In diesem Hause vnd zu Jerusalem/ die ich erwehlet habe auß allen Stammen Israel / wil ich meinen Na¬ men setzen ewiglich / Vnd wrl den Fuß Israel nicht mehr bewegen lassen vom Lande/ das ich jrcn Vättern gegeben habe:So doch/so sie halten vnd thun nach allcm/das ich gehörten hab/vnd nach allem Gcsttze/das mein Knecht Mose jnen gcbotten hat.Aber sie gehorchten mcht/soudern Manasse verführet sie/ daß sie ärger theten den die Hey¬ den/ die der HERR für den Kindern Israel vertilget hatte. I-r-m.il- redet der HERR durch seine Knechte die Prophcten/vnd sprach :Darumb/ Weissagung <7^5 daß Manasse der König Juda hat diese greuwel gethan / die ärger sind den al- Le greuwel so die Amoriter gethan haben/die vor jm gewesen sind/ vnd hat auch Juda sündigen gemacht mit seinen Götzen/Darum spricht der HERR/der Gott Israel/at- so:Srhc/Ich wil vuglück vber Jerusalem vnd Juda bringen/daß/ wer es hören wirt/ dem sollen seine bcydc ohrcn gellen.Vn wil ober Jerusalem die Meßschnur Samaria zichcn/vnd das Gewichte deß Hauses Ahab/vn wrl Jerusalem außschütten/wie man u schüffcl außschüttct/vn wil sie vmbstürtzcn.Vnd ich wil erliche meines Erbtheils vber- bleiben lasscn/vnd sie geben in die Hände jrer feinde/daß sie ein raub vn reissen werden aller jrer feinde / Darumb/daß sie gethan haben das mir vbelgesellet/ vn haben mich erzürnet von dem tage an/da ire Vätter auß Egypten gezogen sind/biß auff disen tag. ^lVch vergoß Manasse sehr vil vnschüldig blut / biß daß Jerusalem hie vn da voll Manajst ^sward/On die Sünde / damit er Juda sündigen machte/ daß sie theten das dem ^de. HERRN vbel gefiel. -.par.;;. Was aber mehr von Manasse zu sagen ist/vttd alles was er gethan hat/vnd seine sünde die er thct/ Sihe/ das ist geschrieben in der Khronica der Könige Juda. Vnd Manasse entschliess mit seinen Vättern/vnd ward begraben im Garten an stimm Hause/Nemlich/im Garten Vsa/vnd sein Son Amon ward König an seine statt. >^Wcy vnd zwentzig jar alt warAmon/daerKönigward/vndregiertezwcyjar Amon zwey ^özu Jerusalem/ Seim Mutter hieß Mcsulcmeth/ eine Tochter Haruz von Jatba/ 'arR§ütgi>»2ud^ o^Dnd thet das dem HERRN vbel gefiel/wie sein Vatter Manasse gethan hatte/ vnd wandelt in allem wcge/dcn sein Vatter gewandelt hatte/ vnd dienet den Götzen/ welchen sein Vatter gtdienet hatte/vnd betet sie an/vnd verließ den HERRN/seiner Vätter Gott/vn wandelt nit im weg deß HERRN.Vnd seine Knechte machten einen 0 ritz Bund Uosia. ll.BuAvsndm xxii.Lap. Bund wider Amon/vnd tödten den König in seinem Hause. Aber das Volck im Lan¬ de schlug alle die den Bund gemacht hatten wider den König Amen. Vnd das Volck tm Lande machte Asm seinen Son zum Könige an seine statt. Was aber Amon mehr gethan hat/Sihe/das ist geschrieben in der Khronica der Könige Juda. Vnd man begrub in in seinem Grabe/ im Garten Dsa/Dnd sein Son Asm ward König an seine statt. XXII. Lap. Iosr'a regiert Gorksfsrchtlgllch / leßt das bauwfellrg am Tempel bessern/der Priester Hil- kia finde das Buch deß Gesetzes / vnd schickt es dem Röntge;» lesen. Die Prophetin Hulda ver¬ kündigt das groß vnglück/so vber Vas Land kommen sol/ vnd verheißt Jofia fried. Zosiaeinvnd WWM^Osia war acht jar alt/da er König ward/vnd regierte L dreyssg sar Röntg ein vn dreyssigjar zu Ierusalem/seine Mutter hieß Adida/ eine Toch-' ter Adaja von Bazkath. Vnd thet das dem HERRN wolgeficl / vnd DUMWU wandelt in allem Wege seines Vatters Dauids/ vnd weich nicht weder zur rechten noch zur lincken. 8^Nd im achtzehenden iar deß Königs Asiasandte der König hin Saphan/den sup.». ^Icrusalem/scine Mutter hieß Hamital/ eine Tochter Jercmia von Libna. Vnd MRöniglu/nda. cr thet das dem HERRN vbel geficl/wie Joiakim gethan hatte/Denn es geschach also osta. Königen. xxim.Lav. 222 gcstandenfünffhlm- dcrr achtzehn, sar/vn kmanvn,ardcßRcl- scrs Dcspaffam/lm April/am österliche §est/dc,4.Icdachrs Monats/belägerk/S Tepe! ist erobere vnd Zumandemmal/ebeu tu dem Monat/vnd auff denrchende tag deß Augstmons/wie Zuvor von ^iabucho- douosor/also Zum letz tc» vo Tico/deß M- fpastan» Son / ver¬ brannt / die Statt aber am achten tage deß Herbstmons eyn genomen/geschleisst/ vnverhehrct-L)ißist geschehe nach Christi Himelfarht/40. >ar/ nach seiner Geburt/ 74,ar. 2l>acbdieser letzte Verwüstung 60 zur. Duker de Weiser Adriano erregten die Iüde einen auffruhr Wider den Weiser/vti wolre Jerusalem vn Le Tempel wider cr- bauwen/wurden dar über füuffmal hun¬ dert vnd achtzig tau» send Jude aufs einen Iernsalem ist Zuvor also lnit Zerusalcm vnd Zuda auß dein Zorn deß HERRN / biß daß er sie von seinem Iebtt^/Ich Salem angcsicht Würffc/Vnd Jedckiaward abtrünnig vom Könige zu Babel. vonSem/dcmSon N oha/dem Äönige Mclchiscdek/erbau-- wet/vonwelchestod bi ß aufs diese Verwü¬ stung/tausend/zwey hundert/scchß vnnd dreissig,arsiiid:Der Tempel/welcher im vicrdcen >ar Salo- monis/nachdeauß- ZugaufiLgvsstc vier /». hüdert achtzig sar/er- bauwet/ ist bis: auff diesezett der Verwü¬ stung gestanden vier hundert sechtzig;ar. L>lse Verwüstung ist . . gcsckehe nach s welc G- . . - „ Lr^l'^'r^rvü dekla. Aber im neundtcn Monden ward der hunger starckin der Statt/daß das .i-uuUgiar/vo'rCh'.l Volck deß Lands nichts zu essen hatte. d/rtftcbßvüft!htz'^ Da brach man in die Statt /Vnd alle Krtcgßmänner flohen bey der nacht dcß aude?ha!b!a'rgcwä Wegs von dem Thor zwischen den zwo Mauwren / der zu deß Königs Garten gehet/ rct. ^crTempelist (Aber die Khaloeer läge vmb die Statt) Vnd b er flöhe deß wegszum Blachenfelde. tz Uch" nach dieser v?!' Aber die macht der Khaldeer jagten dem Könige nach / vnd ergriffen in im Blachen- V s«O"!arZani/am feldc Zu Zeriho/Vttd alle Krtegßleute die beyjm waren wurden von jmzerstrcuwet. EtgefM, w1de7voMMchI Sie Übergriffen den König / vnd führten in hinauff zum Könige von Babel gen Ri- sm. dauw-t Este- vor blath/Vnv src sprachen ein vrtheil vber in. Vnd sic schlachten die Kinder Adekia für hundcrAnffvü^er seinen augen/vnd blendeten Jidekla seine augen/vnd bundten in mit Ketten/vnd füh- LmkÄV rctenmmn Babel. rcichs / am zehcndcn tag dcß zehcnden Monden / kam MbucadM- LW zar/dcr König zu Babel/mit alle seiner macht wider Jerusalem/ vnd sic lägcrtcn sich wider sie/vnd bauweten einen schüttvmbsie her. Also ward die Statt belägert biß ins cylffte iar deß Königs A-E,ech 4 5. xxv.Lap. L7obucadV7e;ar belagert Jerusalem abermals/diewcrl Fedskia abgefallen/vnd gewinnt die Starr durch Hungers nor/ Fedekia wirr gefangen/seme Göne vor seinen äugen vmbbracht/sei-- ne Augen gebicndr/vnd er anRerren gebunden gen Babel geführt. Der Tempel r>nd alleGe- beuwe inder Srartwerden verbrannt/die Mauwren nivergerissen/vnd nur dasgering Volck im Lande gelassen. De.selbige Hauptmann Gedasta wirterschlagen/vnd Joachim seinerGe-- fengnisse;uBabel erledigt. M jibcnden tage dcß süllfften Monden / das ist das neuntzchcnde jar) ttbucad- Icmsale - ^ANezar/dcß Königs zu Babel/ kam NcbusarAdan / der Hofmelfter dcß Königes 5eM-c"st/. c°/ s^LÄLfft'/ zu Babel Knecht gcnIerusalem / vnd verbrannt das Hauß deß HERRN/vnd das S-ättc"u^lc!kc7 Hauß deß Könlgö/Vn alle Mauser zu Icrusalem/vn alle grosse Häuser vcrbrant er nut' fünfft-'gftbioffcr/zer- ^uwen Vnd die gantze macht der Khaldeer/die mit dem Hofmelfter war/zubrach die St!h?d7 v7cwü'- niaurcn vm Jerusalem hcr.Das ander volek aber/das vbrtg war in der Statt/Vtt die v.A'vu'kt7li°cmq ZU König von Babel siclen/vn den andern pöbel/fürct NebusarAdan der Hofmeister blcncn/ W,c Vü von den geringsten im Land ließ der Hofmeister Wetttgärtner VN Ackcrlcut. s'wu'bs - ^er AM Königen, xxv. Lap. 22; gen Da- AsDcr die eherne Seule am Hause deß HERRN/vnd die Gcstüle/vnd das eherne ^^-Meer/das am Hause deß HERRN war/ zubrachen die Khaldeer / vnd führeten z Reg.-, Ertz gen Babel / vnd die Tepffcn / Schauffeln / Messer / Assel /vnd alle eherne Gefäffe/dannt man dienetc/ namen sie weg. Dazu nam der Hofmeister die Pfannen vnd Becken/was gülden vnd silbern war. Iwo Senken/ ein Meer/vnd die Gestüte/ ; Reg 7. die Salomo gemacht hatte zum Hause deß HERRN. Es war nicht zu wägen das Ertz aller dieser Gefässe. Achtzehen clen hoch war eine Seule/vnjr knauffdrauffwar anch ehern / vnd drey clen hoch / vnd die reisse vnd Granatöpffel an dem knauffvmb- her war alles ehern / Auff die weift war auch die ander Seule mit den Reissen. der Hofmeister nam den Priester Serafa der ersten ordnung/ vnd den c^Pricster Icphanja der andern ordnung/ vnd drey Thorhüter/ vnd einen Käm¬ merer auß der Statt/der gesetzt war vber die Kriegßmänncr/vnd fünff Männer/ die stäts für dem Könige waren / die in der Statt fänden wurden / vnd Sopher den Feldhauptmann/der das Volek im Lande kriegen lchret/vnd ftchtzig Mann vom Volek auffdem Lande/die in der Statt funden wurden / Diese nam NebusarAdan/ der Hofnreister/vnd bracht sie zum Könige von Babel gen Rtblath. Vnd der König von Babel schlug sie tod zu Riblath im Lande Hemach. Also ward Juda weggeführt auß seinem Lande. o ^sBer vber das vbrige Volek im Lande 'Juda / das NebucadNezar der König von Ierem.4«. A^Babelverlicß/setzct er Gedalja/ den SonAhlkam / deß Sons Saphan. Da Gedalja. nun alle das Kriegßvolck/Hauptleute/vnd die Männcr/höretcn/daß der König von Babel Gedalja gesatzt harre/kamen sie zu Gedalja gen Mizpa / ncmlicb / Ismael der Son Mthanja/vnd Johanan/ der Son Kareah / vnd Seraja / der Son Thanhu- merh/der Mtophathiter/vnd Iacsanja/der Son Maechathi/samptjren Männern. Vnd Gedalja schwur jncn vnd jrcn Männern/vnd sprach zu jnen: Förchtet euch nickt vnderthan zu scyn den Khaldcern/ bleibt im Lande / vnd seyt vndcrthänig dem Köni¬ ge von Babel/so Wirts euch wolgehen. Aber un sibenden Monden kam Ismael/der Son Mthanja/deß sons Elisama/ Ismael, von Königlichem Geschlccht/vnd zehen Männer mit jm / vnd schlugen Gedalja tod/ Dazu die Jüdcn vnd Khaldeer/die bey jm waren zuMizpa. Da machten sich auffal¬ les Volck/beyde klein vnd groß / vnd die obersten deß Kriegs / vnd kamen in Egypten/ Denn sie forchten sich für den Khaldeern. Ierem.lr. H^Ber im siben vnd drcyssigsten jar/nach dem Iojachin/ der König Juda/ wegge- Iojachin ^^führet war/am siben vn zwentzigsten tage deß zwölfften Monden/Hub EuilMe- rodach/derKönigzuBabel/im ersten jar seines Königreichs das Haupt Iojachin deß Königs Juda außdem Kercker herfür/vnd redetfreundtlichmit jm/vndsetzt seinen Stul vber die Stüle der Könige/die bey jm waren zu Babel/Vnd wandelt die Kleider feines Gefengkniß / vnd er aß allwege für jm sein lebenlag / vnd be- stimptjm sein theil/ daß man jnr allwege gab vom Könige auffeinen jeglichen tag sein gantz lebenlang. Ende -eß andern Buchs von -en Königen. p Das Adams Geschlecht. Mas Aste BH der Khromca. i. Lap. Er;ehlungderGeschlechte/voirAdambtßauffAbrah»m/vttdWK«foIgendsff,kRönrge vnd Fürsten lin Lande Edom gewesen. AdanuGv MMWM^ Mam/ c8etö/§NH6/ schlecht. ' Geti» L. ^MWMWDj nan/ Mahaleleel / Jared/ Henoch/ Methufa- lah/Laruech/Noah/Sem/ Haw/Iapheth. Kinder Iaphet sind dieft/ Gomer/ Magog/ Iapheth. Madai/ Iauan / Thubal / Mesech / Thiras. Die ^/M^MWKMUW Kmder aber Gomer sind/Asccnas/ Riphat/ Tho- garma. Die Kmder Iauan sind/Elisa/Tharsisca/Khi- tim/Dodantm. ^^Ie Kinder Ham sind/Khus/Mrzraim/Put/Kanaan.Die Kinder aber Khus Ham. <^Bsind/Geba/Hemla/Sabtha/Ragema/ Sabthecha. Die Kinder aber Ra- " gema sind / Scheba vnd Dedan. Ahns aber zeuget Äimrod / der sieng an gewaltig Mmrod. zre styn auffErden. Mizraim zeuget Ludim/ Anamim/ Lehabim/ Naphthnim/ Pa- G-» thruffrm / Kasluhim / von welchen sind außkommen die Philistim vnd Kaphthorim. Kanaan aber zeuget Adon seinen ersten Son/Hcth/Iebusi/Amori/ Girgosi/ Hau/ Arki/Sim/Arwadi/Amari vnd Hemarhi. Sem. kmder Sem sind dise/Elam/Affur/Arphachsad/Lud/ AraM/Vz^Hul/Ge Sem. (Äscher vnd Masccb. Arphacksad aber zeuget Salah/Salah zeuget Eber. Eber Eber, aber wmden zween Sone geboren/der einehießPcleg/darumb/daß zu seiner zeit Dao Land zurtheilct ward / vnd sein Bruder hieß Iaktan. Iaktan aber zeuget Almo- dad/SalLph/Hazarmaueth/Iarah/Hadoram/Vsal/Dckla/Ebal/Abrmael/Sche La/Ophtr/ Henila vnd Iobab / Das sind alle Kinder Iaktan. Sem / Arphachsad/ Salah/Eber/Peleg/Regu/Serug/ Mhor/ Tharah/ Abram/das ist Abraham. <^^Ie Kinder aber Abraham sind/Isaac vrrd Ismael. Diß rst jr Geschlecht/ Der Abrahcks erste Son Ismaels/ Nebajoth / Kcdar / Abdeel / Mibsam / Mišma / Duma/ Ander. Masa/Hadad/Thema/Iethur/Mphis/KedmaDas sind die Kinder Ismaels. Die Kmder aber Ketura ^deß Kebßweibs Abraham / dre gebar Simram / Jak- san/ Medan / Mdian / Iesbak/ Suah. Aber die Kinder Iaksan sind/Scheba vnd Imd-r. Dedan. Vnd die Kinder Mdian sind Epha/ Epher/ Henoch / Abida / Eldaa. Diß sind alle Kinder der Ketura. Kinder I- Braham zeuget Isaac/Die Kinder aber Isaac sind/Esau vnd Israel.Die Kin- n saac. ^der Esau sind/ Eliphas/ Reguel/Ieus/Iaelam / Korah. Die Kinder Elrphas Efarr. sind Theman/Omar/Aphi/Gaetham/Kenas/Thimna/Amalek. Die Kinder Re- v r-. guelsind/ Nahath/ Sera/ Samma vnd Misa. Die Kinder Setr sind/Lochan/Sobal/Abeon/Ana/Disott/Ezer/Disan.Die Sein. Kinder Lothan sind/Hori/Honram/Vnd Thimna war ein Schwester Lothan. Die . Kinder Sobalsind/Aliam/Manahath/Ebal/Sephi/Onam. Die Kinder Abeon sind/Aia vnd Ana. Die Kinder Ana / Dison. Die Kinder Dlson sind / Hamram/ Eoban/Iethraü/ Khran. Die Kinder Ezer sind/ Bilhan/Saewan/Iaekarr. Die Kinder Drsan sind/Vz vnd Aran. (^^Iß sind die Könige/ die regiert haben im Lande Edom / ehe denn ein König re- <>^gic! ee vnter den Kindern Israel. Bela der Son Beor / vnd seine Statt hieß Edom^. Dmhaba. Vnd da Bela starb/ward König an seine statt Iobab/der Son Sera/ von Kinder Chronica. II. Lap. 224 Dael. -on Bazra.Vnd daJobab starb/ ward König an seine statt Husam auß der Thema- niter Lande. Da Husam starb/ward König an seine statt Hadad / der Son Bedav/ der die Mdiantter schlug in der Moabiter Feld / Vnd seine Statt hieß Awith. Da Hadad starb/ward König an seine statt Samla von Mass et. DaSamtastarb/ ward König an seine statt Saul von Rehoboth am wasser. Da Saul starb / ward König an seine statt BaalHanan/der son Achbor.Da BaalHanan starb/ward Kö¬ nig an seine statt Hadad/vnd seine Statt hieß Pagi/vnd sein Weib hieß Meheta- beel/eine Tochter Madreth/ die Mcsahab Tochter war. Da aber Hadad starb / wurden Fürsten zu Edom / Fürst Thimna / Fürst Ma/ Fürsten jtt Fürst Jethcch/Fürst Ahalibama/Fürst Ela/Fürst Pinon/Fürst Kenas / Fürst The- man/Fürst Mibzar/Fürst Magdiel/Fürst Iram.Das sind die Fürsten zu Edom. II. Lap. Geschlecht ver Rinder Israel/v nv ftzrnemllch deß Stamms Iuda/bcß auffDMid. » sind die KinderIsrael/Ruben/Simeon/Lem/M- Kinder WWs^Mda/Isaschar/Sebulon/Dan/Wph/BcnZamm/Navhchali/^^ D«.«-. Kinder Juda sind/Gcr/Onan/Scla/die drcy wurden im Kinder ^^W^^^c^Lgeborn von der Kananitin/der Tochter Suha. Geraberder 2«d«. erste Son Juda war böß für dem HERRN/ darumb tödtet er /n. Thamar aber/ sei¬ ne Schnur/gebar jm Perez vnd Serah/ daß aller Kinder Juda waren fünfte. rnstth.,. Die Kinder Perez sind/Hezron vnd Hamul.Dic kinder aber Serah sind/Sim- Perez. ri/Ethan/Heman/ Khalrol / Dara/der aller sind fünfte. Jos» 7. Die Kinder Kharmi sind/Achan/welcher betrübet Israel/ da er sich am verbau¬ ten vergreift. Die Kinder Ethan sind Asarja. NN'». Die Kinder aber Hezron die im geborn sind/Ierahmeel/Ram/Khalubat.Ram tzezron. aber zeuget Amminadab.Amminadab zeuget Naheffon/den Fürsten der Kinder Zu- da.Naheffon zeuget Salma.Salma zeuget Boas. Boas zeuget Obed. Obed zeuget Isai. Isar zeuget feinen ersten Son Eliab/ AbiNadab den andern / Simea den drit- Isai. terr/Mchaneeldenvierdten/Raddatdenfünfften/Ozem densechßten/Dauidden Dauid. ..Reg.^. sibendm. Vnd irc Schwestern waren/Archa vnd Abigail. Die KinderZeruja sind Zeruja. Abisai/Ioab/ Asahel/die drey. Abigail aber gebar Amasa. Der Vatter aber Amasa Abigail, war Jether/ein Ismaeliter. >^>Älcd/ der Son Hezron/ zeuget mit Asuba seinerFrauwen /vnd Jerigoth / Vnd Kaleb. 8» vndSobal. ReajaabcrdersonSobalzeuget Iahath/Iahathzeu- get Ahumai/ vnd Lahad / Das sind die Freundtschafften der Jarega- thiter. Vnd dtß ist der stam deß Vatters Etam/ Iesreel/ Iesma/ Ad- bas/vnd jre schwester hieß Hazlelponi.Vnd Pnuel der Vatter Gedor/ vnd Eser der Vatter Husa/Das sind die Kinder Hur/ deß ersten Sons Ephrata deß Vatters Bethlehem. Ashur aber der Vatter Thekoa hatte zwey Weiber/Hellea vnd Mera/vnd Mera gebar jm Ahusam/Hepher/ Themni/ Ahastari/das sind die Kin¬ der Naera. Aber die Kinder Hellea waren Zereth/ Zezohar vnd Ethnan. Koz aber zeuget Anub/vnd Hazobeba/vnd die Freundtschafft Aharhel/deß Sons Harum. Iaebez aber war herrlicher denn seine Brüder/ vnd seine Mutter hieß'jn Iaebez/ Iaebez. Denn sie sprach: Ich hab jn mit kummer geborn. Vnd Iaebez rieffden Gott Israel an/ vnd sprach.Wo du mich ftgenen wirst/vnd meine Grentze mehren/ vir deine Hand mit mir ftyn wirt / vnd wirst mit dem vbel schaffen/daß michs nicht bekümmere. Vn Gott ließ kommen das er bat. Khalub aber der Bruder Suha zeuget Mehir / der ist der Vatter Esthon. Esthon aber zeuget Bethrapha/Paffeah vnd Thehinna/den Vatter Der Statt Mhas/das sind die Männer von Recha. Die Kinder Kenas waren Ath- niel vnd Seraja. Die Kinder aber Athniel waren Hathath. v Vnd Meonothai zeuget Ophra. Vn Seraja zeuget Joah/ den Vatter deß thals Der Ammerleute/ denn siewarcn Jimerleut. Die Kinder aber §aleb/deß SonsIe- Kaleb. phunne/warenIru/ Ela vnd Naam. Die Ander Ela waren Kenas. Die Ander aber Iehaleleel waren Siph/ Sipha/ Thiria vnd Asareel. Die Kinder aber Esra waren Iether/Mered/Epher vnd Ialon/mw Thahar mit MirIam / Samai / Iesba dem Vatter Esthemoa. Vnd sein Weib IudiIa gebar Iered den Vatter Gedor / Heber Den Vatter Socho/Iekuchiel den Vatter Sanoah. Das sind die Kinder Bithja der Tochter Pharao/die der Mared nam. Die Kinder deß Weibs HodiIa der schwester Naham deß Vatters Kegila / waren Garmi vnd Esthemoa der Maechathitcr. Die Kinder Simon waren/Ammon/Rrnna vnd Benhanan/Thilon. Die Kinder Iefti waren / Soheth vnd der BenSoheth. Die Kinder aber Sela deß SonsIuda waren/ Er der Vatter Lecha/Laeda der Sela. Vatter Maresa / vnd die Freundtschafft der Linweber vnter dem Hause Asbea. Da¬ zu Iokim/vnd die Männer von Koftba/ Ioas/ Saraph/ die Haüßvätter wurden in Moab/vndIasubizu Lahem/wie die alte rede lautet. Sie waren Töpffer/vnd woh- neten vnter Pflantzen vndKennen bey dem Königezusememgeschäffte/vndkamen vnd blieben daftlbs. p iij Erzelung Kinder «Summ, i.BuDder v. Lap. v. Lap. Enchluttg deß Geschlechts der Rinder Simeon. Diese haben;ür M Hiskla/deß Aöttl'ges Inda/Gevor eingenommen. Ze Kinder Srmeon waren/Nemrrel/ Jamm/ Jartb/ Gerah/Saul. Deß Son war Sallum/ deß Son warMbsam/ dcß Son warMsma. Die Kinder aber Misina waren Hamucl/ deß Son war Iachur/ deß son war Simei. Simei aber hatte sech- tzchen Söne / vttd sechß Töchter/vnd seine Brüder hatten nicht vil G Mnder/ Aber alle ire Freundtschafft mehreren sich nicht als die Kin¬ der Inda. Sic wohnctö aber zu Berseba/Molada/tzazorSual/Btlha/Ezem/Tho-- lad/Bethucl/Harma/Aklag/ BethMarchaboth/ Hazarsussim/ BethBicri/Saa- raim/diß wäre die Stätte/biß auffdcn König Daurd. Dazu ire Dörffer bey Eram/ Ain/Rimon/Thochcn/Asan/die fünffStätte/vnd alle Dörffer/ die vmb dtse Stat¬ te her waren/biß gen Baal/Daö ist ir Wohnung vnd jr Sipschafft vnter jnen. VndMcsobab/Iamlech/Iosa der Son AmazIa/Ioel/ Zehn der son IosibIa/ deß Sons Seraja/deß Sons Asiel/Elioenai/Iaecoba/Iesohaja/Asaja/ Adeel/Is- mael vnd Benaja. Sisa der Son Siphei / deß Sons Alm / deß sonö Iedaja /deß Sons Simri / deß Sons Semaja. Diese wurden namhafftige Fürsten in jren Ge¬ schlechten deß Hauses jrer Vätter/ vnd theileten sich nach der menge. Vnd sie zogen hin/daß sie gen Gedor keinen/biß gegen morgen deß thals/ daß sie weyde suchten für ire Schafe. Vnd funden fett vnd gute weyde/ vn eül Land weit von raum/stillvnd reich / denn vorhin wohneten daselbs die von Ham. Vnd die jetzt mit Namen beschrieben sind/kamen Mr zeit Hiskia deß Königs Juda/ vnd schlugen jener Hütten vndWohnunge/die daselbs fanden wurden/vno verbaneten sie biß auffdisen tag/ vnd wohneten an jrer statt / denn es war weyde daselbs für Schafe. Auch gien- gen auß inen/auß den kindern Simeon / fünffhundert Mäner zu dem Gcbirg Seir/ mit jren Obersten/Platja/Nearia/Rephaja vnd Vsiel/den kindern Iesei/vnd schlu¬ gen die vbrigen entruancne der Amalckiter/Dn wohneten daselbs biß auffdiesen tag. vi.kap. D^e Erstgeburt Ruben wirk ven R r'ndern Joseph gegeben. Das Geschlecht der Rinder Rn- ben / weiches zur zeit Ssul die Hagartrer geschlagen. Von den Rindern Gad/ vnd dem halben Stamm Ma nasse/wo fie sre Landöwohnung gehabt/ vttd wre sie endtltch alle mit einander vom Röntge von Assyrren hinweg geführt worden. Kinder Ru- Je Kmder Ruben / deß ersten Sons Israel / denn er war der erste Son / aber damit daß er seines Vatters Bette vervnret- mgct/ward feine Erstgeburt gegeben den Kindern Joseph / deß Sons Israel / vnd er ward nicht gerechnet zur Erstcngeburt. Denn Juda/ der mächtig war vnter seinen Brüdern/ dem ward das Fürstenthumb für nn gegcbcn/vnd Joseph die Erstegeburt. So sind nun die Kinder Ruben/deß er- rrsm.r-, sten Sons Israel / Hanoch/ Pallu/Hezron vnd Kharmi. Die Kinder aber Joel warcn/Semaja/ deß son war Gog / deß son war Simei/ Beera. deß son war Micha deß son war Reaja/deß son war Baal/deß son warBcera/wcl- TiglathPil- chen führet weg gefangen TtglathPilneffer / der König von Assyrien / Er aber war lcsstt. ein Fürst vnter den Rubenitern. Aber seine Brüder vnter seinen Geschlechten/ da sie vnter jre Geburt gerechnet wurden / hatten zu Häuptern Ieiel vird Sacharja. Vnd Bela der son Asan/ deß sons Sema/deß sons Ioel/der wohnete zu Aroer/ vn biß gen Nebo vnd BaalMeon/vn wohnet gegen dem auffgang / biß man kompt an die Wü¬ sten ans wasser Phrarh/denn jrcsViehb war vil im Lande Gilead. Vn zur zeit Vaul führcten Gen.chs. Infr.rz. Mndcr Lhrontm. VI. Lap. 226 Ruben, führcten sie Krieg wider die Hagariter/daß jene fielen durch /re Hand/ vnd wohneten in jener Hütten gegen dem gantzen Morgcnort Gilead. ^^Ie Kinder Gad aber wohneten gegen jnen im Lande Basan biß gen Salcha. Kinder Gad. (^ZIocl der fürnemest/vnd Sapham der ander / Iaenai/vn Saphat zu Basan. Vnd jrc Brüder deß Hauses jrer Vätter waren/Michael/Mesullam/Seba/Iorai/ Iaccan / Sia vnd Eber / die siben. Diß sind die Kinder Abihail/deß sons Huri/ deß sons Iaorah/deß sons Gilead/ deß sons Michael / deß sons Icsisai / deß sons Iahdo/ v deß sons Bus. Ahi der son Abdiel /deß sons Guni / war ein Oberster im Hause jrer Vätter/vnd wohneten zu Gilead in Basan / vnd in jren Töchtern/ vnd in allen Vor¬ statten Saron biß an jr ende. Diese wurden alle gerechnet zur zrit Iotham deß Kö- Iotham. nigs Juda/ vnd Ierobeam deß Königs Israel. (^^Er Kinder Ruben / der Gadditer/ vnd deß halben Stamms Manaffc / was Kinder Ru- streitbar Männer waren die Schildt vnd Schwcrdt führen/vn Bogen span- vnd Gad. neu kundtcn / vnd streickündig waren / der war vier vnd vicrtzig tausend / vnd siben hundert vnd sechtzig/dw ms Heer zogen. Vnd da sie stritten mit den Hagarttern/Hulf- fcn jnen Ietur/Mphes vnd Nodab/vnd die Hagaritcr wurden gegeben in irc Hände/ vnd alles das nut jnm war / denn sic schryen zu Gott im streyt / vnd er ließ sich" erbit- Sih-- ten / denn sie verträumten /:n. Vnd sie führeten weg jr Vieh/ füusstausend Kamel/ vcr Glaub^lies zwcy hundert vnd fünfftzig lausend Schafe/ zwey tausend Esel / vnd hundert tausend Menschen Seelen/dcnn cs fielen vil verwandten/denn der streit war von Gott.Vnd sicwoßncttnattjrerstatt/blßzurzeit/dasie-gcfMgeiuvurdm. (^^Ie Kinder aber deß halben Stams Manassc wohneten im Lande / von Ba- «Esser. (^Ksan an biß gen BaalHermon vnd Senir/vnd den Berg Hermon/vnd jr war Kwver vil. Vnd diese waren die Häupter deß Hauses jrer Vätter/Epher/Iesci/ Elicl/Asriel/ Iercmia / Hodawia / Iahdiel / gewaltige redliche Männer vnd berühmpte Häupter im Hause jrer Vätter.Vnd da sie sich an dem Gott jrer Vätter versündigten/vnd Hu¬ men den Götzen nach der Völcker im Lande/die Gott für jnen vertilget hatte/er- Phul. weckt der Gott Israel den Geist phul / deß Königs von Assyrien / vnd den Geist Ttglath- TiglathPillcffer/dcß Königs von Assyrien/vnd führet weg die Rubeniten/Gad- Rubeniker/ dlkcn/vuD den halben Stam Manasse / Vnd bracht sic gen Halah/ vnd Habor/ vnd ALd'Z/vndder Hara/vttdanöWaffcrGosan/bißauffdicftntag. ' nasse/mAss.M» vn.Lap. Lsr Stamm Leut/wl'eD-urd Gengervnr»andere Dlenerl'mHan5edesiHERRrrauß ,nen geordnet/vnd wledte SratrevnrersleaussgethelltworSen. E Ze Kinder Leut rvaren/Gerson/Kahath/vndMerart. Kinder Leus. U Die Kinder aber Kahath waren/Amram/Iezehar/Hebron vnd HW Vsicl. Die Kinder Amram waren/Aaron/ Mose vnd MirIam. Die Kinder Aaron warcn/Nadab/Abihu/Eleasar vndItha- Mtzcx mar. Elcasar zeuget Pinchas. Pinchaszeuget Abisua. Abtsu7« zeu- r°n. gct Buki. Buki zeuget Vsi. Vst zeuget Seraja. Seraja zeuget Merai^ch. b^cerajoth Eleasar. zcugctAmarja.Amarja zeuget Ahitob.Ahitob zeuget Jadok.ZadÄ zeuget Ahimaaz. Ähimaaz zeuget Asarja. Afiwja zeuget Zohanan. Zohanan Hlrget Usarja / den / der As^. Priester war im 5)ause/das Salomo bauwete zu Jerusalem. Asarja zeuget Amar- ja.Amarja zeuget Ahitob.Ahitob zeuget Jadok.Awok ^ua-/c Sattmn.Sallum zeu¬ get Hilkija.Hilkija zeuget Asarja. Asarja zeuget S^aja,.Seraja zeuget Iozadak. Io- Iozadak. . zadakaberwardmitweggeführt/da der HLB/R ^nda vnd Jerusalem durch Mu- cadMzar ließ gefangen wegführen. Ltdd.-. So sind nun die kmder Leni diese/G»ers§tt/Kahath/Merari. So heissen aber die Kinder Gerson/Libnivn SimeiAb er Kinder Kahath heissen Amram/Iezehar/ Hebron vnd Vsiel. Die Kinyo: M n/vnd Aster. z Je Kmder Isaschar waren/Thola / phna / Jasub vnd KtnderIsa- Simron/dievrere. Die Kinder aberTholawaren/Vst/Rephaia/^' Ieriel/Iahemai/Iebsam vnd Samuel / Häupter im Hause ircr Vät- ter Thola/vnd gewaltige Leute in jrcm Geschlecht/ an der zalzu Dauids Zeiten / zwey vnd zwentzig tausend / vnd sechß hundert. Die Kinder Vst waren Iesraia. Aber die Kinder Iesraja waren Michael / Obadia/Ioek vnd Iesta/die fünffe/vn waren alle Häupter. Vnd mit inen vnter ircm Geschlecht im HauseirerVätterwarcngerüstHeervolckzumsircytscchßvnddrcyffigtausend/denn sie hatten vil Weiber vnd Kindcr.Vnd ire Brüder m allen Geschlechten Isaschar ge¬ waltiger Leute/waren siben vnd achtzig tausend/ vnd wurden alle gerechnet. Kinder BenIamin waren Bela/ Becher/ vnd Iediaek/ die drey. Aber die Kinder Ben- Kinder Bela warcn/Ezbon/ Vsi/ Vsiel/ Ierimoth/vnd Iri/die fünffe/Häup- ter im Hause der Vatter/ gewaltige Leute. Vnd wurden gerechnet zwey vnd zwentzig tauseud/vnd vier vnd dreyffig. Die Kinder Becher waren/ Semira/Ioas/Ekeser/ Eliocnai/ Amn/ Ierimoth/ Abia/ Anathoth / vnd Alameth / die waren alle Kinder deß Bccher.Vn wurden gerechnet in iren Geschlechten/nach den Häuptern im Haust »rcr Vatter/gcwaltige Lcute/zwentzig Lausend vnd zwey hundert.Die kinder aber Ie- dtaelwaren/Bilhan. Bilhan kinder aber ware/Ieus/BenIamin/Ehud/ Knaena/ Sethan/Tharsiö vnd Ahisahar / Die waren alle Kinder Iediael/Häupter der Väe- ter/gewaltige Leuke/sibentzehen tausend/zwey hundcrt/die ins Heer außzogen zu strei tcn. Vnd Supim vnd Hupim waren Kinder Ir / Hustm aber waren Kinder Aher. e^^Ie Kinder Naphrhali waren/Iahziel/Guni/ Jezer vnd Sallum/Kindcr von KinderNavh ^^Bilha. (^^Ie Kinder Manaffe sind diese/ Esriel / welchen gebar Aramja sein Kebßweib/ Kinder Ma- <^^Er zeuget abcrMachir den Vatter Gilead. Vnd Machir gab Hupim vn Sm pim Weiber/ vnd seine Schwester hieß Maecha. Sein ander son hieß Jelaphehad/ vnd Jelaphehad hatte Töchter.Vnd Maecha das Weib Machir gebar einen son/den hieß sie Peres / vnd sein Bruder hieß Sareo / vnd desselben Söne waren Dlam vnd Rakerm Kinder I. BW der vi i i.Lap. Israel. Rakem. Vlams Son aber war Bedam. Das sind die kinder Gilead/dcß sons Ma-» chir/deß sons Manasse. Vnd seine Schwester Molecheth gebar Ishud / Abieser vnd Mahela. Vnd Semida hatte diese Kinder/ Ahean/Sichem/Likhi/vnd Aniam. Kinder E- (^^Ie Kinder Ephraim waren diese/ Suthelah/deß Son war Bered/deß Son Wam». ^^Fwar Thahath/deß Son war Eleada/ deß Gon war Thahath/deß Son war Sabath/deß Son war Suthelah / deß Son war Eser vnd Elead. Vnd die Män¬ ner zu Gath/die Eynheimifthen im Lande/erwürgeten sie/ darumb/ daß sic hinab ge¬ zogen waren jr Vieh zu nemmen / Vnd ir Vatter Ephraim trüge lange zeit leyde/vnd seine Brüder kamen in zu trösten. Vnd er beschliess sein Weib / die ward schwanger/ Bria, vnd gebar einen Son/ den hieß er Bria / darumb/daß in seinem Hauß vbelzugieng. Seme Tochter aber war Seera/die bauwet das Mdern vnd Obern Bethoron/vnd Vscn Seera Deß Son war Rephah vnd Reseph/dcß son war Thelah/deß son war Thahan/deß son war Lacdan/deß son war Ammihud/ deß son war Elisama/dcß son Josua. war Nun/ deß son war Josua. Vnd jr Habe vnd Wohnung war/ BethEl vnd ire Töchter/vn gegen dem Auff- gang Naeran/vnd gegen Abend Gcser/vnd jre Töchter/Sechen vnd ire Töchter/ biß gen Aia vnd ire Töchter. Vnd an den Kindern Manasse BcthSean vnd ire Töchter/Thaenach vnd ire Töchter. Megiddo vnd ire Töchter. Dor vnd /re Töchter. Zn diesen wohneten die Kinder Joseph deß Sons Israel. KinderAffer. (F>Ie Kinder Affer waren diese/ Jemna/ Jeswa/ Jeswai/Bria/vnd Serah ire s^Ach im war Eleasar/der Son Dodo/der Ahohiter/vnd er war vnter den drey- der Eleasar. ^)en Helden. Dieser war mit Dauid/ da sie hohn sprachen / vnd die Philister sich d^cMcMtt.Also Daselbst vcrsamlet hatten zumstrcit/Vnd war ein stück Ackere voll Gersten / vnd das da h-c c vmcr dmssi- Volck flöhe für den PHLlistem/vnd sie traten mitten auffestück/vnd erretten ee/vnd schlugen die Philistcr/Vnd der HERR gab ein groß Heyl. Znn w^h-r vm7r > Nd die drey auß den Dreissigen fürncmcsten zogen hinab zum Felsen / zu Dauid d-- die hole Adullam/Aber der Philister Läger lag im gründe Rephatm/Dauid auch vnccrdcu ^>5, aber war in der Burgk/vnd der Philister Volck war dazumal zu Bethlehem. A^-»d-rsUt.r-. ' q Vnd Aamd. I. BH der x i i.Lap. Vnd Danid ward lüstern/vnd sprach : Werwilmirzukrincken geben deß Wassers auss dem Brunn zu Bethlehem vnter dem Thor;' Da rissen dir drey in der Philister Löger/vudschöpssten deß Wassers auß dem Brunn zu Bethlehem vn er dem ^hor/ b Er vnd trugcns/vttbrachtens zu Dauid/Er aber wolts nicht trinckcn/sondern goß dem opffttt es Gott LE HERRN/vrrd sprach: Das laß Gott fcrrn von mirseyn/ daß ich so ch.s thlt/vnd tritt- Tra-ttkopffer, Blut dieser Manner in jrcs Lebens fahr/Denn src habens rnit jreo lebens fahr herbracht/darumb wolt ers nicht trinckcn/ Das theten die drey Helden. Abisaü MiBisai/der BruderIeab/der war der fürnemest vnter dreyen/Vnd er Hub seinen AWeß auff/vnd schlug drey hundert.Vnd er war vnter drcyen berümpt/ vn er der dritte herrlicher denn die zwcnc/vnd war jr öberster/abcr biß an die drey kam er nicht. Benaja. ME Enaja/dcr Son Iojada/dcß Sons Ishail/von grossen Thatcn / von Kabzeel/ o ^6erschlug zwcn Löwen der Moabiter/vnd gieng hinab / vnd schlug emcn Löwen/ mitten im Brunn zur Schnee zeit. Er schlug auch einen Egypttschen Mann / der war sünff Elen greß/vnd hatte einen Spieß in der Hand wie em Weberbaum/Aber er gicng zu jm hinab mit einem Stecken/vnd nam jm den Spieß anß der Hand/vnd er¬ würget in nm seim eigen Spieß. Das thet Benaja / der Son Iojada / vnd war be- rühmpt vnter drcyen Helden/vn d war der herrlichst vnter dmffigm/ aber an die drey kam er nicht/Damd aber macht jn zunr heimlichen Naht. S e ^-^Ic streitbaren Helden sind dicse:Asahel/der Bruder Ioab. Elhanan/der Son^^'2 ^wDodo von Bethlehem. Samoth/der Haroritcr. Hclcz der Peloniter.Ira/der 0^2 Son Ekes/der Thckoitcr. Abieser/dcr Anthothlter. Srbechai/ der Husathiter. Ilai/der Ahohiter.Mahcrai/dcr Mtophatrter. Heled/dcr Son Barna / der Mto- phaliter.Ithüi/der Son Ribai von Gibea der Kinder Benscamrn. Bcnara/derPir- gathoniter.Hurai von den bechcn Gaas.Abiel/der Arbachitcr.Asmaucth/dcrBahe- rumitcr. Eliahba/der Saalboniter.Die Kinder Hascm/deß Gisonitcrs. Jonathan/ der Son Sage / dcr Hararitcr. Ahiam/der Son Sachar/ dcr Harariecr. Eliptzal/ der Son Dr.Hephcr/derMacherathiter. Ahia/ der Pelonitcr. Hczro/ der Karmcli- ter.)?aerai/dcr Son Asbai. 'Joel/ der Bruder MthamMibchar/ der Son Hagri. Jeleg/der AmotNter.Naherai/der Berothiter/Waffentragcr sZoabs/ deß Sons Ie- ruja.Zra/der Zethritcr. Gareb/der Iethrtter. Vria/der Hethiter. Sabad/ der Son Ahelai.Adina/dcr son Sisa/der Rubeniter/ ein Hauptman der Rubeniter/vn dreis- sig waren vntcr/m.Hanan/der Son Maccha. Iosaphat/der Mathoniter. Vsia/ der Asthrathi- Helden v!>mgeschlccht Saul. Mild. Lhrontta. Xlli.Lap. 2?o Asthrathiter.Sama vn Iaiel/die Söne Hotham/deß Aroeriters/Iediael/derSon Simrt.Ioha/sein Bruder/dcr Thtztter. Eliel/der Maheuiter.Ieribat vnd Iosawia/ die Söne Elnaan. Jethma/der Moabiter.Eliel/Obed/Iaesie! von Mzobaia. xm.Lap. Von den Helden/so zu Dauid gen Ziklag konimen/zurzeit/als sn Sa»! verfolget. Von den Haupt¬ leuten vnd Gefchlechren/so gen Hebron kommen, n zum Röntge zu machen. Vch kainm drese zu Damd gen Aklag / da er noch "verschlossen war für Saul/ dem Son Kis/ vnd ssc warm auch vn- «a-O, ter den Helden/die zum streit hulffen/vnd mit Bogen geschickt wa¬ ren zu beyden händen/auffSteine/ Pfeile/ vnd Bogen. den Brüdern Saul/dieauß BcnIamin waren / der für- (^Amrnest Ahieser vnd Ioas / die Kinder Samaa/deß Glbeathi- ters/Icsiel vnd pelct/die Kinder Asmaueth / Baracha vnd Jehu / der Anthothiter. Jesmaja/der Gibeoniter/gewaltig vnter dreifflgcn vn vber dreissige. Jeremia/ Iahe- siel/Iohanan/Iostchath/der Gederathitcr. Eleusat/ Jerimoth/ Bealia/ Samaria/ Saphacja/de?harophiter. Elkana/Iesija/Afarecl/Ioescr/Iasabeam/die Korhiter. Ioela vnd Sabadja/die Kinder Jeroham vonGedor. Gaddi- ben Gadditern sonderten sich auß zu Dauid in die Burgk in der Wüsten t-rHcldcn. c^starcke Helden vnd Kriegßleute/die Schiltvnd Spieß führetcn / vnd ir Ange¬ sicht wie der Löuwcn/vnd schnell wie die Rehe auffden Bergen. Der erst Ejcr/der ander Obadja/dcr dritte Eliab/der vierdte Masmana/der fünfft Jeremia/der sechßt Athai/dcr sibende Ekel/der achte Johanan/der neundte Elsabad/ derzehcnd Jerem- ja/dcr cilfft Machbanai. Diese waren von den Kindern Gad/ Häupter im Heer/der keimst ober hmwert/vud der grössest vber tausend. Die sinds /die vber den Jordan giengm im ersten Monden/da er voll war an beyden Vsem /daß alle Gründe eben waren/beyde / gegen Morgen vnd gegen Abend. Z^S kamen aber auch von den Kindern BenIamin vn Juda zu der Burgk Da- Helden c>^uid.Damd aber gieng herauß zu jnen/vnd antwortet/vnd sprach zu inen: So jr mm vssIut^ kommet irn friede zu mir/ vnd mir zu helffen/so sol mein Hertz mit euch seyn/So jr aber kommet aufflist/vnd mir wider zu seyn/so doch kein freffel an mir ist/so sehe der Gott Amasai. vnscr Värrer dreyn/md straffs. Aber der Geistzoch an Amasat/dcn Häuptmann un¬ ter drciffigen/Dein sind wir Dauid/vnd mit dir halten wirs du Son Isai/Fried/ fried sey mit dir/fried sey mit deinen Helffern / denn dem Gott hilfft dir / Da nam sie Dauid an/vnd setzt sie zu Häuptern vber die Kriegßleut. Helden Nd von Manaffe fielen zu Dauid/ da er kam mit den Philistern wider Saul ous; Manas- AHum streit / vnd Halffjnennicht/Denn die Fürsten der Philister liessen jnmit Reg. raht von sich/vnd sprachen: Wenn er zu seinem Herrn Saul fiele/so möchte vns vnsern Halß kosterr. Da er nun gen Aklag zoch/fielenzu jm von Manaffe/ Adna/Io- basad/Iediael/Michacl/Iosabad/Äihu/ Althai/ Häupter vber tausend in Manas- se/vnd sic Holsten Damd wider die Kriegßleut/denn sie waren alle redliche Helden/ vnd wurden Hauptleute vber das Heer.Auch kamen alle tage etliche zu Dauid/ jm zu helffen/biß daß ein groß Heer ward/wie ein Heer Gottes. der Nbdißistdie zahl der Häupter gerüstzumHeer/diezu Dauid gen Hebron ka- 5anpter vnd Ä^men/das Königreich Saulzu im zu wenden/nach dem wort dcß HERRN. Der nnMttSm KinderIuda/die Schilt vnd Spieß trugen/waren sechß tausend vnd achthun- 'u^n Dauid pert/gerüst zum Heer.Dcr Kinder Simeon/ redliche Helden zum Hecr/siben tausend vnd hundert. DerKindcrLcui/viertausmd vnd sechß hundert. Vnd Joiada/der - Reg. z. vnter von Aaron/ mit drey tausend vnd siben hundert. Aadok/ der Knabe/ ein redlicher Hcld/mit seines Vatters Hause/zwcy vn zwentzig Obersten. Der Kinder ' . q st BenIannn Benjamin Sauls Brüder drcy tausend/ Denn biß anff die zeit hielten jr noch viel n an dem Hause Saul. Der Kinder Ephl ar'm/zwcntzig tausend vnd acht hundert / redliche Helden vnd berümpte Minner im Hause irer Vättcr. Dcß halben Stamrns Manaffe achtzchen tauscud/die mit namen gcnennct worden / daß sie kämen/ vnd machten Dauid zum Rri-gßv-rMndiL. Könige. DcrKmdcrIjaschar/ die^ verständig warcn/vnd richten was zu seder zett Israel thunsolt/zwey hundert Häuptleut/ vnd allejre Brüder folgeten srem wort. Von Scbulon / die ins Heer zogen zum streit / gerüst mit allerley Waffen zum streit/ fünfftzig tausend/sich in die Ordnung zu schicken cintrcchtiglich. Von Naphchali/tau- send Häuptleut/vnd mit inen die Schildt vnd Spieß führeten/stbcn vnd dreiffig tau¬ send. Von Dan zum streit gerüst acht vn zwcntzig tauftnd/sechß hundert. Von Aster/ die ins Heer zogen gerüst zum streit/viertzig tauseud.Von jenseit dem Iordan/von den Rubenttern/Gadditern vnd halben Stamm Manaffe/mit allerley Waffen zum srreit/hundert vnd zwcntzig tausend. Alle diese Kriegßleutc/den zeugzu ordnen/kamcn von gantzem hertzen genHe- bron/Dauid König zu machen vber gantz Israel. Auch war alles ander Israel eins hertzen/daß man Damd zum Könige machte. Vnd waren daselbst bey Dauid drcy tagc/affen vnd truncken/ Dennire Brüder hatten für sie zubereit: Auch welche die Ncheftcn vmb sic waren/biß hin all Isaschar/ Sebulon vnd Naphthali/die brachten Brot auff Eselen / Kamel / Mäuler vnd Rindern / zu effcn / Mehl / Feigen / Rosin/ Wein/Oel/Rmdcr/Schase die menge/Dcnn cs war eine freude in Israel. XIII. Lap. Me Daurd dte Lade deß HERRN von RlnachIeanm bolr. Vsa wl'l die Lade hallen/vnd stirbt/ Darumb sie Dauid im Hause ObedEdom drex Monden lang bleiben laßt. tzNd Dauid hielt einen raht mit den Hauptleuten vber tausend vnd vber hundcrt/vnd mit allen Fürsten / vnd sprach zu der ' gantzen Gemeine Israel: Gesellt es euch/ vnd ifts von dem HERRN vnscrm Gott / so laßt vns allcnthalbe außschicken zu den andern vn- fern Brüdern/in allen Landerr Israel/ vnd mit jncn die Priester vnd Leuitcn in den Stättcn/da sie Vorstätte habcn/daß sie zu vns versamlct werden/ vnd laßt vns die Lade vnscrs Gottes Zu vns wider holen/denn bey den Zeiten Saul fragten wir nicht nach jr. Da sprach die gantze Gemeine: Man solt also thun/ denn solches ge¬ fiel allem Volek wol. ObedLdominseinem Hause dreyMonden/vnd der HERR segnetdas HaußObed- Edom/vnd alles was er hatte. > xv.Lap. Hirsm/der Röntg;u Tpro/schickt;u Dautd Botten vnd Werckleut. Dauid nEet noch mehr Weiber;«Ierusalem/ze»chrgegendtept)lllstera»ß/vnvsch!egtsie noch vem befehl deß HER¬ REN ;wey mal. König zu Tpw/ sandte Botten zu Hiram. Damo/ vnd Kedcrnholtz / Murer vnd Ammerlcut / daß sie /m ein H^^ß bauweten. Vnd Damd mcrckt / daß in der HEM zum Köm- ge vbcr Israel bestätiget hatte / Denn sein Königreich steig auff vmb AHMAD seines Volcks Israel willen. Vnd Dauid nam noch mehr Weiber zu Ierusalem/vnd zeuget noch mehr Sone vnd Töchter. Vnd die jm zu Jerusalem gebo- Kinder Da¬ ren wurdcn/hicstenalso:Sammua/Sobab/Nathan/ Salomo/Iebehar/Elisua/ Jerusalem Elipalet/Noga/Mpheg/Iaphia/ Elisamma/ BaelIada/ Eliphalet. da die Philister höreten/daß Damd zum Könige gesalbet war vbergantz ^HIsrael/zogen sie alle herauff Dauid zu suchen. Da das Dauid höret / zoch er auß gegen sie. Vnd die Philister kamen/ vnd liessen sich nider im Grunde Re- phaim.Dauid aber fragt Gott / vud sprach: Sol ich hinauff ziehen wider die Phi- lister/vnd wiltu sie in meine Hand geben k Der HERR sprach zu im: Zeuch hinauff/ Philister Ich hab sie in deine Hände gegeben. Vn da sie hinauffzogen gen BaalPrazim/schlug grfthKn" sie Dauid daselbst / Vnd Dauid sprach: Gott hat meine Feinde durch meine Hand Itzt- rs.' zertrennet/wie sich das Wasser trennet. Daher hiessen sie die stätt^BaalPrazim. egum;, Vndsie liessen ire Götter daselbst/da hieß sie Dauid mit Feuwer verbrennen. Äaalhchs/emh«»ß §^sBer die Philister »nachten sich wider dran/vnd theten sich nider im grunde.Vnd ^^Dauid fraget abermal Gett/Vnd Gott sprach zujm: Du solt nicht hinauff zie- stÄLlpE henhinder inen her/sondern lencke dich von inen/daßduan sie kommest gegen den ^Lu- Maulbeerbäumen. Wenn du den wirst hören das rauschen oben auff den Maulbeer- 2'v? MG» bäumen eynher gehen/so fahr heraußzum streit/Denn Gott ist dafürdiraußgezo- gen zu schlagen der Philister Hcer.Vnd Dauid thet wie im Gott gebotten hatte / vnd Philister sie schlugen dasHeer der Philister von Gtbeon an biß gen Gaser.Vnd Davids Name L vonD^ ^ach auß in allen Landen/vnd der HERR ließ seine forcht vber alle Heyden kommen. mdgeschlage. XVI.Lap. Dauid beruffr gantz Israel/vnd leßt die Lade deff HERRN durchPriestervndLeuiten mit Gesang/Sairenspielen/vnd anderer Musica/gen Jerusalem bringen/vnd rvirt von Michal/ seinem Werbe/diewell er für der Lade selbst spteler/spörrltch veracht. dLRL^ö er bauwet jm Häuser m der Statt Damd/vnd ke- Damd bau- reitet der Laden Gottes eine stätte/vnd bereitet eine Hütten vber sie. La/eGotte^ ^ Dazumal sprach Dauid: Die Lade Gottes sol niemand tragen / on die Leuiten/denn dicselbigen hat der HERR erwehlet/daß sie die Laden deß HERRN tragen/vnd im dienen ewiglich. Darumb versamlet Dauid das ganhe Israel gen Ierusalem/daß sie die Laden deß HERRN hinauffbrechten/an die stätte/die er dazumal bereitet hatte. Dauid bracht zu hauffe die Kinder Aaron/vnd dieLemtcn/auß denKin- Priester vnd Addern Kahach/ Vriel/den Obersten sampt senren Brüdern / hundert vnd zwen- erwchkk tzig.Auß den KindernMerart/Asaia der Oberste sampt seinen Brüdern/zwey hundertvnd zwentzig.Auß den KindernGersom/Ioel der Oberst sampt seinen Brü- dern/hundert vnd dretssig. Auß den Kindern Elizaphan / Semaja der Oberst sampt g ii/ scuttu Tauid. l.BuAdcr XVI. Lap. seinen Brüdern/zwey hundert. Auß den Kindern Hebron / Siel der oberst fampt sci- Brüdern/achtzig. Auß den Kindern Vsiel/ Amminadab der öberst samptseinen Vrüdern/Hundert vnd zwölff. Vnd Dauid rieffIadok vn AbIathar/den Priestern vnd den Lem'ten/Nemlichl Vriel/Asaja/Ioel/ScmM/Eliel/Aminadab/ vnd sprach zu /neu: Ir seyt die Häupt der Dättcrvnter den Lcuiten/So heiliget nun euch vnd euwere Brüder/daß jr die Lade Gottes. Lade deß HERRN/dcß Gottes Israel/ herauff bringet/dahin ich ir bereitet habe. Denn vorhin/da jr nicht da waret/thct der HERR vnser Gort einen riffz vntcrvns/ darnmb/daß wirjn nicht suchtcn/wie sichs gebürt. Also heillgetcn sich die Priester vnd s»pr^er hin zoch/sein Zeichen auffzurichtcn am WafferPhrarh.Vnd Dauid gcwan jm av tausend Wagen/sibcn tausend Reuter/vnd zwentzig tausend Man zu fuß/vnd Dauid vcrlähmet alle Wägcn/vnd behielt huridcrt Wägen vbrig. Vnd die Syrer ven Damasco kamen dein HadadEser / dem Könige zu Joba/zu hclffen/aber Dauid schlug dcrselbigen Syrer zwey vnd zwentzig tausend Man. Vnd legtVolckgen Damasconin Syrra/daßdie Syrer Dauid vnderthänig wurden/ vnd brachten jm Geschencke/Denn der HERR halffDauid wo er hin zoch.Vnd Da- uid nam die gülden Schilde/ die HadadEsers Knechte hatten / vnd bracht sie gen Je¬ rusalem. Auch nam Dauid auß den Stätten HadadEsers /Tibehath vnd Khun/ sehr viel Ertz/davon Salomo das Ehrne Meer vnd Seulen/vnd Ehrne Gefäß/ machte. Thoau. Nd da Thogu/der König zu Hemath/höret/daß Dauid alle macht HadadE- Reg s.' AHsers/deß Königs zu Zoba/gcschlagcn hattc/sandte er seinen Son Hadoram zürn Könige Daurd / vnd ließ jn grüffen vnd" segencn / daß er mit HadadEser ge- < Seinen > stritten/vnd jn geschlagen Hatte/Denn Thogu hatte einen streit mit HadadEser. GtüMvündlcheu. Auch alle güldenc/silberue/vnd ehrne Gefäß/hciliM der König Daurd dem HERRN mit dem Silber vnd Golde/ das er den Heyden genommen hatte / nemlrch/ Den Edomitern/Moabitertt/Ammottitern/Phrbstern/vnd Amalekitern. Nd Abisai/der Son Zerrya / schlug der Edomiter im Saltzthal achtzehen tau- Edomiter TAsend / vnd legt Volck in Edomea / daß alle Edomiter Dauid vnderthänig wa- rcn/dcnn der HERR halff Dauid wo er hin zech. Also regiert Daurd ober das gantz Israel/vnd handhabet Gericht vnd Gerechtigkeit alle seinem Volck. » Reg s, Oab/der Son Zeruja/war vber das Heer. Josaphat/der Son Ahilud/war Daruds Kantzler. Jadok/der SonAhitob/vndAbiMelech/dcrSon Abjathar/ wa- Amptlmc. ^^ren Priester. Sausa war Schreiber. Bcnaja/ der Son Iojada/ war vber die Khrctht vnd plethi. Vnd die ersten Sone Dauid waren dem Könige zur Hand. - Hanon Mmd. i.BMdcr XX. Lap. xx.L'ap. H»»on/Der Ammonr'ker Röm'g/HZnet D»m'ds Gesandte. Dauid schlegt die Ammontter/ sirmpt den Sxrern/welche /nen;uge;ogen/vnd hernach die Sxrertn sonderherr. Nd nach diesem starb Nahas / der König der Kinder > ^^WUÄKS 2lmmon/vn sein Son ward König an seine statt. Da gedacht Da- Nahas. uid:IchwtlbarmhertztgkcitthunanHanon/dem Son Nahas/ den Hanon. sein Vatter hat an mrr barmhertzigkeit gethan. Vnd sandte Botten * hin/jn zu trösten ober seinen Vatter. L^, da die Knecht Damd ine Land der Kinder Ammon kamen zu Hanon/ in zu H^tröstcn/sprachen die Fürsten der Kinder Amon Zu Hanon: Meinestu/daß Da- uid deinen Vatter ehre für deinen Augen/daß er Tröster Zu dir gesandt hatk Ja Wie ma*n «in ding seme Knechte sind komm zu dir/zu forschen vnd vmb a zu kehren / vnd zu verkundschas- keret/hmden vnforn fen das Land.Da nam Hanon die Knechte Damd VN beschul' sie/vnd schnellste Klei- der halb ab biß an die Lenden/vny ließ sie gehen. Vnd sie giengen weg/vnd lieffens Dauid ansagen durch Männcr/Er aber sandte jnen entgegen (denn die Männer wa¬ ren sehr geschcndet)Vnd der König sprach: Bleibt Zu Icriho/biß euwcr Bart wachse/ so kommet denn wider. (^^A atzer die Kinder Ammon sahen/daß sie stuncken für Dauid/sandten sie hin/ Dauido ^^beyde/Hanon/vnd die Kinder Ammon/tausend Zentner Silbers/Wägen vnd Rcutcr/zu dingen auß Mcsopotamta/auß Maecha / vnd auß Joba/ vnd dinge- StA" ten zweyvnd dreissig tausend Wägen/vnd den Ksnrg Maecha mit seinem Volck. Die kamen/vnd lägerterr sich für Medba/ vnd die Kinder Ammon samleken sich auch auß sten Stätten/ vnd kamen zum streit. Da das Dauid höret / sandte er hin Ioab mit dem gantzen Heer der Heldcn.Die Kinder Ammon aber waren außgezogcn / vnd rü- u steten sich zum streit für der Statt Thor/ die Könige aber die kommen waren / hielten Syrer vnd Ammontter ge¬ schlagen. Die Syrer zum andern mal geschlagen. Sophach. im Felde besonders. Da nlln Ioab sahe/daß fernen vnd hinder im streit wider jnwaren / erwehlet er auß aller iunger Manschafft in Israel/vn rüstete sich gegen die Syrer. Das vbrige Volck aber thet er vnter die Hand Abisai/seines Bruders / daß sie sich rüsteten wider die Kinder Ammon/vnd sprach: Wenn mir die Syrer zu starck werdcn/so kom mirzu hülff/Wo aber die Kinder Ammon dirzu starck werden/wil ich dir hclsscn. Seyge- trost/vnd laß vns getrost handeln für vnserVolck / vnd für die Säue vnsers Gottes/ der HERR thu was im gesellt. Vnd Ioab macht sich herzu mit dem Volck/das beyim war/gegen die Syrer zu streiten/Vnd sie flohen für im. Da aber die Kinder Amw on sahen/daß die Syrer flohen/flohen sie auch für Abisai / seinem Bruder / vnd Zogen in die Statt.Ioab aber kam gen Jerusalem. c^^A aber die Syrer sahen/daß sie für Israel geschlagen waren/ sandten sie Bot- (^Dten hm/ vnd brachten herauß die Syrer ienseit dem Wasser/ vn Sophach/der Feldthauptmann HadadEser/ zoch für inen her. Da das Dauid ungesagt ward/ samlct er zu Hauff das gantze Israel/ vnd zoch vber den Jordan/ vnd da er an sie kam/ rüstet er sich an sie/vnd Dauid rüstetet sich gegen die Syrcrzum streit/vnd sie stritten mit im/Aber die Syrer flohen für Israel/vnd Dauid erwürget der Syrer siben tau¬ send Wägen/vnd viertzig tausend Mann zu Fuß / Dazu tödtct er Sophach/ den Feldhäuptmam Vnd da die Knechte HadadEser sahen/daß sic für Israel geschlagen waren/ machten sie friede mit Dauid vnd seinen Knechten/ Vnd die Syrer wollen den Kin¬ dern Ammon nicht mehr Helffen. Ioab Mmd. LHromm. XXI. Lap. 2?4 XXI. Lap. Ioabgewlnnt vnd schleiffr Rabim vnd andere Stätte der Ammomver. Von dreien schlachten mir den plMstern/ecllchen fürnsmen Helden/vnv sren männlichen chate» Mtder die Feinde. L Nd da das jar vmb war/zur zeit wenn die Könige auß )B^W^^zlchcn/stthrct Ioab Vic Hcermacht / vnd verderbt der Kinder Amon ' s/^^M^M^ud/kamvnd belägert Rabba/Dauid aber bleib zu Jerusalem: Vnd Ioab schlug Rabba/vn zubrach sie. Vnd Dauid nam die Kro- ne jres Königs von seinem tzaupt/vnd fand dran einen Kentner gol- dcsschwcr/vnd Edclgesteine/vnd sie ward Dauid auff sein Häupt gesetzt/Auch füh¬ ret er auß der Statt sehr viel Raubs.Aber das Volck drinnen führet er hcrauß/vnd theilet sie mit Sägen vnd EysernHacken vnd Keilen/Also thct Dauid allen Stätten der Kinder Ammon. Vnd Dauid zock sampt dem Volck wider gen Jerusalem. - Reg ». (A^Arnach crhub sch ein streit zu Gaser mit den Philistern/ Dazumal schlug Si- Sibechak. Sibai. c^sbechai/derHusathtter/denSibai/ der auß den Kindern der Riesen war/vnd demütiget jn. Vnd cs erhubsich noch ein streit mit den Philistern/Da schlug Elha- Elhanan. nan/der Son Iair/den Lahemi/ den Bruder Goliath / den Gathiter / welcher hatte Lahemi/gros- eine Spießstangen wie ein Weberbaum. Abermal ward ein streit zu Gath / Da war stEain. ein groß Man/der hatte /a sechß Finger vnd sechß Jeen / die'machen vier vn zwentzig/ vnd er war auch von den Riesen geborn/vnd honet Israel/Aber Ionathan/der Son Jonathan. Simea/deß Bruders Dauid / schlug in. Diese waren geboren von den Riesen zu" Gath/vnd fielen durch die Hand Damd vnd seiner Knechte. xxn.Lap. Damdzekltdas VolckIsrael/erzürntden HERRN vndkommet ekn pestüentz vnrer das Volck. Danis bekennt vnd bereuwet seine vberkrettung/ ctckt einen Altar auff m ver Tennen Arnan/Seß Jebuftrers/wte sm der Prophet befohlen/vndopffert daselbst. der Sathan stund wider Israel/vnd gab Damd Sathan sie- Dauid eyn/daßerIsraelzelenließ.VttdDauidsprachzuIoab/vuzudeß rchkn^ Volckö Obersten: Gehet hin/zelet Israel von BerSeba an biß gen -'Reg. -4- Dan/vnd bringts zu mir/daß ich wisse/ wie viel jr ist. Ioab sprach: Der HERR thu zu seinem Volck/wie sie jetzt sind/hundert mal so viel/ Aber/mein Herr König/sind sie mt alle meines Herrn Knech- ' re k Warumb fraget denn mein Herr darnach t Warunrb sol eine schuld auff Israel kommen? Aber deß Königs wort gieng fort wider Ioab. Vnd Ioab zoch auß/ vnd wandelt Suma durchs gantz Israel/vnd kam gen Jerusalem. Vnd gab die zahl deß gezehleten Volcks dcß Es Is Dauid/Vnd es war deß gantzcn Israel eilff hundert mal tausend Mann/ die das racl VN Juda. außzogen/vndIuda vier hundert mal vnd sibcntzig tausend Mann/die das Schwert außzogen. Leui aber vnd BenIamin zelet er nicht vnter diese/Denn es war dem Ioab deß Königs wort ein greuwel. ^MBer solches gefiel Gott vbel/denn er schlug Israel. VndDauidsprach zu Gott: ^ß,Ich hab schwerlich gesündiget/daß ich das gethan habe / Nun aber nim weg die nriffethat deines Knecht/denn ich hab fast" thörlich gethan. Nd der HERR redet mit Gad/dcm Schauwer Dauid / vnd sprach: Gehe hm/ bestund diecnelchrc/ Sad. ALrede mit Dauid/vnd sprich: Sospricht der HERR .Dreyerley lege ich dirfür/ dzR"n7r«chr^ch erwehle dir der eins/das ich dir thu. Vn da Gad Zu Dauid kam / sprach er zujm: So spricht der HERR.Lrwehle dir entweder drey jar theuwrung/oder drey Monden fiucht für deinen Widersächern/vnd für dem Schwert deiner Feinde/daß dichs er- citer chrc/Er Goc gmffe/oder drey tage das Schwert deß HERRN/vnd Pestilentz im Lande/ daßdcr Hamd. l.BuAder XXii.Lap. Engel deß HERRN verderbe in allen Grentzen Israel. So sihe nun zn/ was ich ant- Worte!; sol/ dem / der mich gesandt hat.Dautd sprach zu Gad:Mir ist fast angst/doch ich wil in die Hand deß HERRN fallcn/Denn seine barmhertzigkeit ist sehr groß/ vnd wil nicht in Menschen Hände fallen. Sibetzigtam ließ der HERR Pestilentz m Israel kommen/ daß sibentzig tausend Man fie- (^^lcn auß Israel. Vnd Gott sandte den Engel gen Jerusalem sie zu verderben/ vnd im verderben sähe der HERR drcyn/vnd reuwetin das vbel/ Vnd sprach zum Engel/dem Verderber: Es ist gnug/ laß deine Hand ab. Der Engel aber deß HER¬ REN stund bey der Tennen Arnan deß Icbustters. Vnd Dauid Hub seine Augen auff/ vnd sähe den Engel deß HERRN stehen zwischen Himmel vnd Erden / vnd ein bloß Schwert in seiner Hand außgcreckt vber Jerusalem. Da fiel Dauid vnd die (SLcken)Das ist/ Elttstcn mit b Sacken bedeckt auffir antlitz.Vttd Dauid sprach zu Gott'.Bin ichs Nit/ L-?LdEßman der das Volckzehlen hieße Ich bindcrgesündiget/ vnd das vbel gethan Hat/Diese vns die Ritt? vnd Schafe abcr/was haben sie gethan? HERR/mein Gott/laß dein Hand wider mich srobkListwad, prw meincs Vatttrs Hauß/vnd nicht wider dein Volck/seytt/zu plagen. Nd der Engel sprach zu Gad:Daß er Dauid solt sagcn/daß Dauid hinauffge- H^hen/vnd dem HERRN einen Altar auffrichtcn solt/ in der Tennen Arnan/ deß ^^Iebusiters. Also gicng Dauid hinauff nach dem wort Gad/ das er geredt hatte in deß HERRN Namen.Arnan aber/da er sich wandte/vnd sähe den Engel/ vnd sei¬ ne vier Sone mit im/vcrstcckterr sic sich/Denn Arnan drasch Weytzen. Als nun Da- rridzu Arnan gicng/saheArnan/vndwarDauids gcwar/ Vnd giengheraussauß Arnan. der Tennen/vnd betet Dauid an mit seinem Antlitz zur Erden. Nd Dauid sprach zu Arnan: Gib mir raum in der Tennen/daß ich ein Altar HHdem HERRN drauffbauwe/vmb voll gelt soltu mir in geben/auff daß die Plage . vom Volck auffhöre. Arnan aber sprach zu Dauid: Mm dir/ vnd mache / mein Herr König/wie dtrs gesellt. Sihe/ich gebe das Rind zum Brandopffer / vnd das ge- schirr zu Holtz/vn Weytzen zum Speißopffer/allcs gebe ichs. Aber der König Dauid sprach zu Arnan: Nicht also/ sondern vmb voll gelt wil iche kauffen/dcn ich wil nit das dein ist ncmen für dem HERRN/vnd wils nicht vmb sonst haben znm Brandopffer. Also gab Dauid Arnan vmb den Raum Gold am gewicht sechß hundert Sckel. Vnd Dauid bauwet daselbst dem HERRN einen Altar/vnd opffert Brandopffer vnd Danckopffcr/vnd da er den HERRN anricff/ erhöret er in durchs Fcuwer vom Himmel auffdem Altar deß Brandopffers.Vnd der HERR sprach zum EngebDaß er sein Schwert in seine Scheiden kehret. Jur selbigen zeit/da Dauid sahe/daß in der HERR erhöret hatte auff dem Platz sxov. Arnan/deß Iebusitcrs/pfleget er daselbst zn opffern. Denn die Wohnung deß HER- - p""!,'' REN/die Mose in der Wüsten gemacht hatte/ vnd der Brandopffcrs Altar / war zu d" zeit in der Höhe zu Gtbeon/Dauid aber kundte nicht hingehen für denselben Gott zu suchen/so war er erschrocken für dem Schwcrdt deß Engels deß HERRN. Vnd Dauid sprach: Hie sol das Hauß Gottes deß HERRN seyn/vnd diß der Altar zum Brandopffer Israel. XXIII. Lap. Dauid schasi- fetvorrahtjttmTem pel/rc. Lauiv bestellt üllerlcyvorrahtxum Vebenw deß Tempels/vnd befilht seinem Go« Salomo dastelbig zu verrichten. NlM Nd Damd hieß vcrjamlm dre Frcmbdlingcn/ die im Lande Israel waren/vnd bestellet Steinmetzen stein zu hauwen/das Hauß Gottes zu bauwen.Vnd Dauid bereitet viel Eisens zu Nägeln andre Thürcn rn den Thoren/vn was zu nageln were / vn so vil Ertz/ daßnichtzu wägen war/auch Kedernholtz onzahl/Denn die von Jidon Mutd. LHronim. XXiil.Lap. 2;; Adon vnd Tyro brachten viel Kedernholtz zu Dauid. Denn Dauid gedacht: Mein Son Salomo ist ein Knab/ vnd zart/ Das Haust aber/ das dem HERRN sol gebau- Infra wct werden/ sol groß seyn/daß sein Name vnd rühm erhaben werde in allen Landen. Darum wil ich im vorraht schaffen.Also schaffet Dauid viel vorrahts vor seinem tod. r Reg.;. b^f'Nd errieffseinem Son Salomo/vnd gebot/mzubauwen dasHaust deß HER- Dauidbcfih- c>^REN/deß Gottes Israel. Vnd sprach zu jm: Mein Son/ Ich hatte es im sinn/ l« Salomi Tem dem Namen deß HERRN meines Gottes ein Hauß zu bauwcn/Aber daswortdeß HERRN kam zu mir/vnd sprach: Du hast viel Bluts vergoffcn/vnd grosse Kriege ge¬ führt/ darumb soltu meinem Namen nicht ein Haust bauwen/weU du so vil bluts auff die Erden vergossen hast für mir. Sihe/der Son/der dir geboren sol werden/der wirt ein rüwig Mann seyn/ Den ich wil in ruhen lassen von allen seinen Feinden vmbher/ denn er sol Salomo Heissen/Denn ich wil" fried vn ruwc geben vberIsrael sein leben- (z^se) Salom» ' Aa ?. lang/Der so! meinem Namen ein Haust bauwen. Er sol mein Son seyn/vnd ich wil h-wtfncvsam/Ml ' sein Vatter seyn/vnd ich wil seinen Königlichen Stul ober Israel bestätigen ewiglich. e So wirt nun/mcin Son/der HERR mit dirseyn/vnd wirst glückselig seyn/ daß . du dem HERRN/deinem Gott/ein Haust bauwcst/wie er von dir gercdt hat. Auch wirt der HERR dir geben klugheit vnd verstandt/vnd wirt dir Israel befehlen/ daß du haltest das Gesetz dcst HERRN deines Gottes. Den aber wirstu glückselig seyn/wenn du dich hcltest/daß du thust nach den Gebotten vnd Rechten/die der HERR Mose ge- bottcn hat an Israel. Scy getrost vnd vnverzagt/förcht dich nicht/vnd zage nicht.Si- , he/ ich hab in meiner armut verschaffet zum Hause deß HERREN hundert tausend Zentner Golds/vnd tausend mal tausend Zentner Silbcrs/dazu Erß vnd Eyscn on Ein «remner ist km zal/denn es ist sein zu viel / Auch Holtz vnd Steine hab ich geschickt / dcst magstu noch an'c-ncmm"gen^ mehr machen. So hastu viel arbeirer/ Steinmetzen/ vnd Jimmerleut an Srein vnd N-c-N7/«?" Holtz/vndallcrlcy Weisen auffallerley arbeit an Gold/Silber/Ertz/vnd Eyscn on zahl. So mache dich auff/vnd richte es auß/ der HERR wirt mit dir seyn. Dauid gebot allen Obersten Israel/daß sie seinem Son Salomo hülffen/ A^HIst nicht der HERR euwer Gott mit euch/vnd hat euch ruhe gegeben vmbherk Denn er hat die Eynwohner Pest Lands in euwerehände gegeben / vn das Land ist vnterbracht für dem HERRN vnd für seinem Volck.So gebt nun euwcr Hertz vnd cuwerc Seele den HERRN euwern Gott zu suchen/Vnd macht euch auff/vnd bau- wcr Gott dem HERRN ein Hctligthumb/daß man die Lade deß Bunds deß HER- REN/vnd die heiligen Gefäß Gottes/ins Haust bringe/das dem Namen deß HER¬ REN gebauwet sol werden. Also macht Dauid seinen Son Salomo zum Könige Salomo/Kö vber Israel/da er alt vnd deß lebens satt war. Ordnüg deß Bottes- dtcnsts. Ampt vcrLeuitctr. xxim.Lap. Drv nrrng der Lmpter vnter den pnettern vnd Leurtcn/wre sie Vr'eselbrgen km Hanse Gorees soUea versehen. U Nd Daurd versamltt alle Oöersten in Israel / vnd die Priester vnd die Leuiten / daß man die Leuiten zclete / von" dreysstg (Dre«E-M U jaren vnd drüber/ vnd ir zal war von Haupt zu Haupt/das starčke ÄD Mann waren/ acht vnd dreißig tausend. Auß welchen wurden vier dm» , vnd Zwentzig tausend verordnet/die das werck am Hause deß HER- REN trieben/vnd sechst tausend Amptleute vnd Richter/vnd vier tausend ^horhü- ter. Vnd vier tausend Lobsänger deß HERRNmttSaytenspiel/dietchgemachthab/ k«. lobzu singen. Nd Dauid macht die ordnung vnter den Kindern Leui/nemlich/vnter Gerson/ Gersoniter. AHKahath/vnd Merari.Die Gersoniter waren Laedan vnd Simei. Die Kinder ^^Laedan/ der erst/Iehiel/Sethan/vndIoel/die Prey. Die Kinder aber Simei r waren/ Amid. l.BuKder XXim.Lap. Waren/Salomith/Hastcl vnd Haram/die drey. Diese waren die fürnemesten vnter den Vättcrn von Laedan. Auch waren diese Simei Kinder / Iahach / Sina/ Zeus/ vnd Bria/diesc vier waren auch Simei Kinder. Iahath aber war der erste/Sina der ander. Aber Zeus vnd Bria hatten nicht viel Kinder/darumb wurden sie für ei¬ nes Vatters Haust gerechnet. Kinder Ka- Klndcr Kahach warcn/Amram/Iezehar/Hebron vnd Vsiel/die viere. Die Ersd.^>. hach, Kinder Amram waren/Aaron vnd Mose. Aaron aber ward abgesondert/ daß er geheiliget würde zum Allerhcyligsten/er vnd seine Sone ewiglich/ zu räuchern . für dem HERRN/vnd zu dienen vnd zu segenenin dem Namen deß HERRN ewig- Exr>.,. lich.Vnd Moft/deß Mans Gottes/Kindcr wurden genennet vnter der Leuiten stain. Kinder Mo- Die Kinder aber Mose waren/Gerson vnd Elieser. Die Kinder Gerson/der erste war Scbucl. Die Kinder Elieser/der erst war Rehabja. Vnd Elieser harte kein an- d.r Kinder.Abcr der Kinder Rehabia waren vil drüber.Dic KtnderIczehar waren/ Salomithdererste.DieKtnderyebronwarcn/Icriadercrfte/Amarjader ander/ 8 Jehasrcldcrdritte/vndIakneam der vterdte. Die Kinder Vsiel waren/Micha der erst/vnd Jesaja der ander. Kindcx Me- (c^^Ic Kinder Mcrart waren Maheli vnd Musi.Dic Kinder Maheti waren/ E- ra-t. * <^^lcasar vnd Kis.Elcasar aber starb/vnd hatte keine Söne/sondern Töchter/vnd die Kinder Kis jre Brüder namen ste. Die Kinder Musi waren/Maheli/Eder vnd Icrcmorh/die drey. Das sind dreKuider Leut vnter jrcr Vätter Häuser/vnd fürnem- - mesten der Vätter / die gerechnet wurden nach der namen der zahl bey den Häupten/ welche thcten das gcschefft deß Ampts irnHausc deß HERRN/von zwcntzig jaren vnd drüber.DennDauid sprach: Der HERR/der Gott Israel/hat seinem Volck ruhe gegcben/vnd wirt zu Jerusalem wohnen ewiglich. §UVch vnter den Lcmtcn wurden gezeletder Kinder Leui von zwentzig jaren vnd ^j-drüber/daß sie die Wohnung nicht tragen durfften mit alle jrem Gerehte jres" on-rum ^iwpts/ Sondern nach den letzten Worten Dauids/ daß sie stehen sotten vnter der noL. hanv der Kinder Aaron/zu dienen im Hause deß HERRN im Hofe / vnd zu den Ka- stcn/vnd zur reinigung/vnd zu allerlei) Heillgthumb/vnd zu allem Wcrck deß Ampts im Hause Gottes / vnd zum Schauwbrot / zum Semmelmäl / zum Speißopffer / zu vngesäuwertcn Fladen /zurPfannen/zu Rosten/vnd zu allem Gewicht vnd Mass. Vnd zu stehen deß morgens zu danckenvnd zu loben den HERRN/deß abends auch also. Vnd alle Brandopffcr dem HERRN zu opffern auff die Sabbathcn/Neuw- monden/vndFesie/nach der zal vnd gebür alle wege für dem HERRN/daß sie war¬ ten der Hut an derHütten deß Suffes vnd deß Hetttgthumbs/vnd der Kinder Aaron/ jrer Brüder/zu dienen im Hause deß HERRN. xxv.Lap. Grdnvng der vier vnd rwenyig HLupter/vom Hausc Aaron/ ;vm prresterampt. Ordnung Der dis; war die Ordnung der Kinder Aaron. Die Km- ä dcrAaronwarcn/Nadab/Ablhu/ElcasarvndZchamar. Aber Na- dab vnd Abihu storbcn vor jrcn Vättcrn/ vnd hatten keine Kinder/ vnd Eleasar vnd Ithamar wurden Priester. Vnd Dauid ordnet ste also/Zadok auß den Kindern Eleafar/vn Ahimelcch auß den Kindern Zthamar/uachjrerzalvndampt. Vndwurden der Kinder Eleasarmchrfundenzu Vier vnzwen fürnemesten starckcn Mänern/den der kinder Ithamar.Vnd er ordnet sie also/Nem- LpSm!lich/sechtzchcn auß den kindern Eleasar/zu obersten vnter jrcr Vätter hauß/ vnd achte auß den kindern Ithamar vnter jrer Vätter hauß.Er ordnet sie aber durchs loß/ dar- umb/daß beyde/auß Eteasar vnd Ithamar/Kinder obersten waren im Heiligthumb/ vnd Wmd. Lhrontca. xxv.Lap. vnd obersten für Gott.Vnd der Schreiber Semaja/dersonNethancel/aust denLe- uitcn/beschreib sic für dem Könige vn für den Obersten/ vn für Jadok/ dem Priester/ vn für AhiMelech/dem son AbIathar/vn für den obersten Vättern vnter den Prie¬ ster vn Leuiten/ rremlich/ ein Vatters Hause für Eleasar/ vnd das ander für Ithamar. A6^Nd pas erste Loß siel auffIoiartb.Äas ander auffIedaja. Das dritte auffHa- (drim.Das vierdte aussGeorim.Dao fünffte auffMalchia.Das sechst auffMe- Abta. iamin.DassibendauffHakoz. Das acht auff Abia. Das neundt auffIesua. Das Luce., zehend auffSechania.Das cylfftauffEliasib.DaszwölfftauffIakim.Das drcytze- hendauffHupa.Das vicrtzchmdauffIcsebeab. Das fünfftzehend auff Bilga-Das L sechtzehendaltffImmer. DassibcntzehendauffHesir. Das achtzehend auff Hapizez. Das ncuntzehend auff pethahja. Das zwentzigst auff Icheskel. Das ein vnd zwen- tzigst auff Jachin. Das zwcy vnd zwentzigst auffGamul. Das drey vnd zwentzigst auffDelaja. Das vier vnd zwentzigst auff Maasia. Das ist jre Ordnung nach jrem Ampt zu gehen in das Haust deß HERRN/nach jrer weise vnter jrem Vatter Aaron/ wie inen der HERR/ der Gott Israel/ gebotten hat. H^sBer vnter den andern Kindern Leui/ war vnter den Kindern Amram/Subael. ^sVnter den Kindern Subael war Iehdea. Vnter den Kindern Rehabja war der erst Iesia. Aber vnter den Iezcharitern war Slomoch.Vnterden Kindern Slomoch war Iahath. Die Kinder Hebron waren / Jena der erste/ Amaria der ander/ Iahe¬ siel der dritte/Iakmeam der vierdte.Die Kinder Vsiel waren Mcha.Vnter dcnKm- dern Micha war Samir/Der Bruder Micha war Iesia. Vnter den Kindern Iesia war Sacharja-Die Kinder Merari warcn/Mahcli vn Musi/dest Son warIaesia. Die Kinder Merari von Iaesia/ seim Son/warcn/Soham/Sacur vnd Ibri. Maheli aber hatte Eleasar/denri er hatte keine Sone. Von Kis/Die Kinder Kis waren/Ichrameel.Dte Kinder Musi waren Mahcli/Eder vndIerimoth.Dae sind die Kinder der Leuiten vnter ircr Vättcr Haust. Vnd man warfffür sie auch das Loß neben jrcnBrüdcrn/dcn Kindern Aaron/für dem Könige Dauid/ vnd Jadok/ vnd Ahimelech/vnd für den obersten Vattern vnter den Priestern vnd Leuiten/ dem klein¬ sten Bruder eben so wol als dem obersten vnter den Vattern. XXVI.Lap. Grdnvng des? dr'ensts derVlrider Asiaph/Heman/vnd Iedlthvtt/wk sie durch düsLoßabgerherlc. Nd Dautd sampt den Feldthäuplcuten söndert ab zu Dauid ord. ämptcrn vnter dc» kmdcrn Affaph/ Heman vnd Zedithun/die Pro-"" M pheten/mit Harpffen/Psaltem vnd Wirbaln/ vnd sie wurden geze- W letzum werck nach wem Ampt.Vnter den kindern Affaph war/Sa- V cur/Ioseph/Mthanja/Ajarela/KmderAffaph vnter Affaph/ der Affaph. da weissagt bcy dem Könige. VonIcdtthun.Die Knrder Iedithun waren/Gcdal- Iedithun. ja / Ion / Jesaja / Hasabja / Mathtthja / die sechse vnter jrem Vatter Iedithun mit Harpffen/dte da weissagten zu dancken vnd zu lobeti den HERRN.Von Hcman.Die kinderHemanware/Bukra/Mathanja/Vsicl/Sebuel/Icrimoth/Hananja/Hana- ni/Eliacha/Gldalchi/RomamtlEscr/Iasbckasa/Mattothi/HothirvnMahcsioch. Disc waren alle kinderHeman/deß schauwers dest Königs in den Worten Gottes/das « " Horn zu erheben / Den Gott hatte Hemau vicrtzehen söne vnd drey töchter gegeben. Heman/ Diese waren alle vnter jren Vättern / Affaph/ Iedithun vnd Heman / zu singen Hemau ft» Da Prophet Lae tm Hause deß HERRN mit Kymbaln/Psaltern vnd Harpffen/nach dem Ampt im Hause Gottes beydem Könige. Vnd cs war jr zal / sampt jren Brüdern/ dieimGe- sangdeß HERRN gelehrt waren/alle sampt Master/zwei) hundert vnd acht vnd achtzig. Vnd sie worffen loß vberjre Ampt zugleich/dem tleinesten wie dem gröffesten/ D-«» Ho.» d-- demLehrerwiedemSchüler. ÄLÄ'E" r tj Vnd Aamd. i.BuKder xxvi.Lüp. Vier vn zwen das erst Loß fiel vnter Affaph auff Joseph. Das ander auff Gedalja/sampt yig oberste Sänger. Brüdern vnd Sönen/der waren zwölffe. Das dritte auffSacur/sampt fernen Sötten vnd Brüdern/der waren zwölffe. Der vierdte auff Zezri/sampt seinen Gonen vnd Brüdern/der waren zwölffe. Das fünfft auff Mhanja/sampt seinen V Sönen vnd Brüdern/der waren zwölffe. Das sechst auff Bukia/sampt seinen Sö¬ tten vnd Brüdem/der waren zwölffe. Das sibcnd auff Jesrecla/sampt seinen Sö¬ tten vnd Brüdern/der waren zwölffe. Das achte auff /Zesaja /sampt seinen Sönen du Brüdern/der waren zwölffe. Das neundte auffMathanja/sampt seinen Sönen vnd Brüdern/der waren zwölffe. Das zehend auffSiMei/sampt seinen Sönen vnd Brüdern/der waren zwölffe. Das cilfft auffAsareel/sampt seinen Sönen vnd Brü- dcrn/der waren zwölffe. Das zwölfft auffHasabja / sampt seinen Sönen vnd Brü¬ dern/der waren zwölffe. Das drcytzehendauffSubael/sampt seinen Sönen vnd Brüdern/der waren zwölffe.Das viertzehend auff Mathichja/sampt fernen Sönen vn Brüdern/der wa¬ ren zwölffe. Das fünfftzehend auff Iertmoch/sampt seinen Sönen vn Brüdern/ der waren zwölffe.Das scchtzehcnd auffAnanja/sampt seinen Sönen vnd Brüdern/der waren zwölffe.Das sibentzehend auff Jasbesaka/sampt seinen Sönen vn Brüdern/ der waren zwölffe.Das achtzehend auff Havani/ sampt seinen Sönen vn Brüdern/ Der warmzwölffe. Das neuntzehend auff Mallochi / sampt seinen Sönen vnd Brü¬ dern/der waren zwölffe. Dao zwentzigst auff Eliatha/ sampt seinen Sönen vn Brü¬ dern/der waren zwölffe. Das em vn zwentzigst auff Hothir/sampt seinen Sönen vnd Brüdern/der waren zwölffe. Das zwcyvnd zwentzigst auff Gidalthi/samptseinen Sönen vnd Brüdern/der waren zwölffe. Das drcy vnd zwentzigst auff Mahesioth/ sampt seinen Sönen vnd Brüdern/der waren zwölffe. Das vier vnd zwentzigst auff RomamthiEser/ sampt seinen Sönen vnd Brüdern/der waren zwölffe. xxvn.Lap. Ordnung der Thorhürer/Gchaymerster deß gcheykgten/vnd anderer Ampüeute/ ;u der» fachen Gsrres vnd deß Rönlgs. Ordnga dkr der Ordnung der Thorhüter. Vnter den Kocht- Thorhütcr vkß" tern war Meselemja/der Son Kore/auß den Kindern Assaph.Die Tempels. Kinder aber Meselcmja waren dicse/der crstgcborne Sacharja/der ander Iediael/der dritte Sebadja/der vierdte Iathniel/ der fünffte Elam/der sechste Zohanan/dcr sibend Elioenai. Die Kinder aber ObedEdom waren dise/der erstgeborn Semaja/der ander Iosabad/der dritteZoah/ der vierdte Sachar/der fünffte Mthaneel/der sechst Ammiel/der sibend Isaschar/ der achtPegulthai/dennGott hattejn gesegnet. Vnd seinem Son Semaja wurden auch Söne geboren/die im Hause jrer Vättcr Herrschetcn/Dcnn es waren starčke «"Heldcn So waren nun die Kinder Semaja/Athni/ Rephael/Obed/vnd Elsabad/ deß Brüder fleissige Leute waren/Elihu vnd Samachja/Diese waren alle auß den KR» Kindern ObedEdom/sie/sampt jren Kindern vnd BrÜdern/fleiffige Leute / geschickt zn Emptern/waren zwcy vnd sechtzig von ObedEdom. Meselcmja hatte Kinder vn Brüder/fleifftge Maner/achtzehen. Hoffa aber/auß den kindcrnMerari hatte ktnder/den fürncmestcn Simri/Dcn cs war der erstgebor- ne nicht da/drumb setzt jn sein Vatter zum fürnemsten/ den andern Hilkra/dcn dritten Tebalja/denvierdtenSacharja. Alle Krndcr vnd Brüder Hoffa waren dreytzehm. ist die Ordnung der Thorhüter vnter den Häuptern der Helden am Ampt «.paru. w. (^^neben jren Brüdern/zudienenim Hause deß HERRN. Vnd das Loß ward gcworffen dem kleinen wie dem grossen vnter jrer Vätter Hause zu einem jeglichen thor. Das loß gegen Morgen fiel auff Meselemja/aber seinem son Sacharja/der ein kluger Mutd. Lhromta. XXVil.Lap. 2Z7 kluger Naht war / warff man das Loß/ vnd fiel jm gegen Mitternacht. ObedEdom aber gegen Mittag/vnd seinen sönen bey dem Hause Esuprm. Vnd Supim vnd Hoffa gegen Abend bey dem Thor/ da man gehet auff der straffen der Brandopffer / da die Hut neben andern stehen. v ' Gegen dem morgen waren der Leuiten sechse.Gegen Mitternacht desi tags viere. Gegen Mittag deß tags viere. Bey Esupim aber jazwene vnd zwene. An Parbar abergegen Abend viere an der straffcn/vnd zweene an Parbar.Dtß find die ordnung der Thorhüter vnter dcir Kindern der Korhiter/vnd den Kindern Mcrari. Lc^-. ben Leuiten aber war Ahia ober die Schätze deß Hauses Gottes / vnd vber Verordnete H^die Schätze diegcheiliget wurden. Don den Kmdern Lacdan/der Kinder der Gcrsoniten/DonLacdan waren HäupterderVätter/nemlich/dieIehreliten. Die Kinder der Iehieliten waren/Sctham/vnd sein Bruder Joel/ vber die Schätze deß Hauses deß HERRN. Vnter Den Amramiten/Iczehariten/Hebroniten / vnd V- sieliten/war Scbucl/der Son Gersom/deß SonsMose/Fürftvber die Schätze. A- ber sein Bruder Elieser hatte einen Son/ Rehabja/ deß Son war Jesaja / deß Son war Ioram/deß Son war Sichri/deß Son war Sclomith.Derselb Selomith vnd seine Brüder waren vber alle Schätze der gcheiligctcn/ welche der König Dauid hei- ligete/vnd die obersten Vätter vnter den Obersten vber tausend vnd vber hundert/ vnd die Obersten im Heer/von streiten vnd rauben hatten sie es gchciliget/ zu bessern das Haust deßHERRN. Auch alles/ was Samuel/ der Seher/ vnd Saul der Son Kis/vnd Abner/der Son Mr/ vnd Ioab/ der Son Zeruja/ geheiliget hatten. Alles geheiligte war vnter der Hand Selomith vnd seiner Brüder. Mer den Iezehariten war Khenanja mit seinen Sönen zum werck draussen Amptleut ^Hvbcr Israel/Amprleute vnd Richter.Vmer den Hebroniten aber war Hasabja/ """ vnd seine Brüder/flcGge Leute/tauserw vnd siben hundert / vber die Ampt Is¬ rael diffcit deß Jordans gegen Abend/ zuallerlcy gescbefft deß HERRN/ vn zu dienen dem Könige.Irem vnter den Hebroniten war Ieria/dcrfürncmest vnter den Hebro- nitern seines geschlechto vnter denVättern.Es wurden aber vnter jnen gesucht vn sun- den im viertzigsten jar deß Königrclchs Dauid fleissige Männer zu Iaesar in Grlead/ vnd jre Brüder fleissige Männer zwey tausend vn siben hundert oberste Vätter. Vnd Dauid setzet sie vber die Rubeniter/ Gaddtter/vnd dm halben Stamm Manaffe/zu allen Händeln Gottes vnd deß Königes. xxvm.Lap. Grdnuttgver Hauptleuke/ausi den Stammen / wre sie anffden Rönrggewart/warvmb nicht,'edekmsn gezeler worden/vnv was der Länigfür Amprleule;»fernemRegrmenrgebmuchr. Je Kinder Israel aber nach jrer zal waren Häupter der Orrmma ÄMMM Vätter/vnd vber tausend vnd vber hundert/vnd Amptleute die den König warten / nach jrer ordnung ab vnd zuzuztchen/eitt jegli- chen Monden einer/in allen Monden deß jaw/cm jegliche ordnung aber hatte viervnd zwentzig tausend. Vber die erste ordnung deß ersten Monden war Iasabeam / der Son Sabdicl/ I. vnd vnterseiner ordnung waren vier vndzwentzig tausend. Auß dm Kindern aber Iasabcam. Perez war der oberste vber alle Häupeleure der Heer im ersten Monden. Vber dic or- n. denung deß andern Mondcn/war Dodat/dcr Ahohiter/ vn Mtklorh war Fürst vber Dodai. seine ordnungwnd vnter seiner ordnung waren vier vnd zwentzig tausend. Der dritte III. Feldthäuptann deß dritten Mondcn/dcr Oberst war Benaja/ der Son Iojada/deß Benaja. Priesters/vndvnterseinerordnung waren vier vnd zwentzig tausend. Das rsi der Benaja/der Held vnter dreifflgenvndvberdreiffige/vnd seine ordnung war vnrcr seinem Son AmmiSabad. r ti/ Der Aamd I. BO der XXVill.Lap. 1111. Der vierdte im vr'erdten Monden war Äsahel/Ioabs Bruder/vnd nach im Sa- Asahcl. badja / sein Son / vnd vnter seiner ordnung waren vier vnd zwentzig tausend. Der V. fünfft im fünfften Monden war Samehuth/Ver Iesraeliter/vn vnter seiner ordnung Sanrchuth. waren vier vnd zwentzig tausend.Der sechßt im sechßten Monden war Zra/der Sott V I. Ikes/der Thekoitcr/vnd vnter seiner ordnung waren vier vnd zwentzig tausend. Ira. Der sibend im sibcnden Mondett war Helez/der Peloniter/auß den Kindern E- VII. phraim/vnd vnter feiner ordnung waren vier vnd zwentzig tausend. Der acht im ach- Helez. tcn Monden war Sibechai/der Husathiter / auß den Sarehitcrn / vnd vnter seiner VIII. ordnung waren vier vnd zwentzig tausend. Der ncundte im neundten Monden war Sibeckai. Abieser/der Anthothikcr/auß den Kindern Iemini/ vnd vnter seiner ordnung waren IX. vier vnd zwentzig tausend. Abieser. Der zchend im zehenden Monden war Maherai / der Netophatiter / auß den X. Serahitcrn/vnd vnter seiner ordnung waren vier vnd zwentzig tausend. Der cilffi Maherai. im cilfften Monden war Benaja/ der Pirgathonitcr/auß den Kindern Ephraim/ XI. vnd vnter seiner ordnung waren vier vnd zwentzig tausend. Der zwölfft im zwölfften Venaia. Monden war Heldai/dcr Nctophathiter/außAkhniel/vnd vnter seiner ordnung wa- XII. rcn vier vnd zwentzig tausend. Hcldai. b^'E'er die Stämme Israel aber waren diese/ Vnter den Rubenitern war Fürst Fürsten der c>^Eliescr/der Son Sichri. Vnter den Simeonitern war Saphatja / der Sott pämine Israel/rc. Maecha. Vnter den Leuiten war Hasabia / der Son Kemuel. Vnter den Aaronitett war Jadok. Vnter Juda war Elihu/ auß den Brüdern Dauid. Vnter Isaschar war Amri/dcr Son Michael. Vnter Scbulon war Iesmaia/der Son Obadja/vnter NaphthaliwarIeremoth/dcr SonAsriel. Vnterden Kindern Ephraim war Ho- sea/dcr Son Asasia. Vnterdem halben Stam Manaffc war Joel / der Son Peöa- ja. Vnter dem halben Stam Manaffe in Gilead war Icddo/der Son Sacharia. Vnter BenIamin war Zaestel/der Son Abner. VnterDan war Asareel/der Son Icroham. Das sind die Fürsten der StämmeIsrael. As'Bcr Dauid nam die zal nicht dere /die von zwentzig iarcn vnd drunderwaren/ c: HA Denn der HERR hatte geredt Israel zu mehrcn/wie die Stern am Himel Ioab aber/ der Son Jeruja/der hatte angefangen zu zelen wnd vollendet cs nicht/Denn es kam darumb ein Zorn vber Israel/darumb kam die zal nicht in die Khronica deß Kö¬ nigs Dauids. Oberste vbcr Verden schätz deß Königs war Asmaueth/der Son Adiel.Vnd vber die schätz Lte Güter AHauffdem Lande in Stätten/Dörffern vnd Schlössern/war Jonathan/ der sott Vsia. Vber die Ackerleute das Land zu bauwen/was Esri/der Son Khelub.V- bcr die Weinberge war Simei/der Ramachiter. Vber die Weinkeller vnd Schätze deß Weins war Sabdi/der Siphimiter. Vber die Oelgärten vn Maulbeerbäum itt dmAuwenwarBaalHanan/derGaderitcr. Vber den Oclfchatz war Ioas. Vber die WeydRinder zu Saron war Sitari /der Saroniter. Aber vbcr die Rinder in Gründen war Saphat/dcr Son Adlai. Vber die Kamel war Obil/derIsmaelitcr. Vber die Esel war Iehedja/ der Meronothiter. Vber die Schafe war Iasis / der Ha- garrter. Diese waren alle Obersten vber die Güter deß Königs Dauids. Näheste räht Jonathan aber/Dauids Vetter/war der Raht vnd Hofmeister / vnd Kantzler. dcß^Mgs. Vnd Iehicl/dcr Son Hachmoni/warbcy den Kindern deß Königs. Ahi ophel war auch Raht deß Königs.Husai/der Arachiter/war deß Königs Freund. Nach Ahito- phcl war Ioiada/der Son Benaja vnd Ab/athar. Ioab aber war Fcldthauptmann deßKöurges. xxix.Lap. idauid ermant dieFürsten Isiael/vndseinen Son Salomo/wie sie sich ;um GebLuwe vest Tempels schicken/vnvsonst rechrgeschaffen solle« .halren/mtt ferrnerer fürdildnng/wie alle Singe »«rustette«. Bnd Aamd. Lhronica. XXIX. Lap. 2ZS L EWW^Daurd versamletgen Jerusalem alle Obersten Is rael/nemlich/die Fürsten der Stämme/die Fürsten der Ordnungen/ die auff den König warten/die Fürsten vbcr tausend vn vber hundert/ die Fürsten vber die Güter vnd Vieh deß Königs vnd seiner Söne/ MÄWWI mit den Kämmerern/die Krtegßmänner/vnd alle tapffere Männer. Vnd Dauid/der König/stund auff seinen füffen/vnd sprach: 7- /^Oeret mir zu/meineBrüder/vn mein volck/Ich hatte mir fürgenomen ein haust Letzter befehl r W Zu bauwcn/da ruhen solt die Lade deß Bunds deßHERRN/vnd ein Fußschemel den Füssen vnsers Gortes/vnd hatte mich geschickt zu bauwen/ Aber Gott ließ mir sa¬ gen : Du solt meinem Namen nit ein Haust bauwen/dcn du bist ein Krtegßmau/ vnd ; Reg -. hast blut vergossen. Nun hat der HERR/der Gott Israel/mich erwehlet auß meines eg gantzcnr hause/dz ich König vber Israel seyn solt ewiglich/den er hat Juda er- wehlet zu Fürstcnthum/vn im Hause Juda meines vatters hauß/vn vnter meines Vat¬ tern kindern hat er gefallt gehabt an mir/dz er mich vbcr gantz Israel zu König macht. Vnd vnter allen meinen Söncn(denn der HERR hat mir viel Söne gcgebcn)hat er meinen Son Salomo erwehlet/daß er sitzen sol auff dem Stul deß Königreichs Salomo, deß HERRN vbcrIsrael/vnd hat mirgeredt : Dein Son Salomosolmein Haust vnd Hofbauwen/Denn ich habe jn mir erwehlet zum Son/vnd ich wil sein Vatter seyn/vnd wil sein Königreich bestätigen ewiglich/ so er wirt anhalten/daß er thu nach meinen Gebotten vnd Rechten/wie cs heute stehet. Al^Vn für dem gantzen Israel/der gemeine deß HERRN / vn für den ohren vnsers MIGottes/so haltet vnd sucht alle Gebott deß HERRN euwcrs Gottes/auffdaß ir besitzt das gute Land/vnd beerbet auffeuwere Kinder nach euch ewiglich. Vnd du/mcin Son Salomo/crkenne den Gott deines Vatters/vn dienejm mit Vermanung gantzcm hertzen/ vnd mit williger Seelen/Den der HERR sucht alle hertzen/vnd vcr- stehet aller gedancken tichten.Wirstu in suchen so wirstujn finden/Wirstujli aber ver- lassen/so wirt er dich vcrwcrffcn ewiglich.So sihc nun zu denn der HERR hat dich er- wchlct/daß du ein Hauß bauwcst zum Hctlrgthumb/scy getrost/vnd mache es. A6^Nd David gab seinem GonSalomo ein Fürbild der Halle vnd seines Hauses/ c^vnd der Gcmach/vn Saal/ vnd kamcrn inwendig/vn deß Hauses deß Gnaden- stüls. Dazu fürbild alles was bey im in seinem gemüt war/ncmlich deß Hofs am hau- sc deß HERRN/vnd aller gemach vmbher/ deß schatzö im Hause Gottes/ vn deß schatzs der geheiligten.Die ordnung der Priester vnd Lcuitcn/vü aller geschäfft der Aivpr im Hause deß HERRN.Gold nach de gold gewicht/ zu allerlei) gcfcß eins jeglichen aurpts/ vnd allerlei) silbern gezeug nach dem gewicht/zu allcrley gcfcß eines jeglichen ampes. Vnd gold zu güldenen Lcuchtern/vnd güldenen Lampcn/emem jeglichen Leuchter vnd seiner Lampen sein gewicht. Also auch zu silbern Leuchtern gab er das silbcr zum Leuchter vnd seiner Lampen/nach dem Ampt eines jeglichen Leuchters. Auch gab er zu Tischen der Schauwbrot Gold/zu leglichem Tisch sein gewicht. Also auch silber zu silbern Tischen. Vnd lauter Gold zu Kreuweln / Becken vnd Kandel. Vnd zugülden Bechem/eim jeglichen Becher sein gewicht. Vnd zu silbern Bechern /eim jeglichen Becher sein gewicht. Vnd zum Räuchaltar das aller lauterst Geld sein gewickt.Auch ein fürbild deß Wagens der güldenen Khcrubim/daß sic sich außbreiten/ vnd bedeck¬ ten oben die Lade deß Bunds deß HERRN.Älles ists mir beschrieben gegeben von der Hand deß HERRN/daß michs unterweiset alle werck deß Fürbilds. L6^Nd Dauid sprach zuseinemGon Salomo: Seygetrostvndvnverzagt/vnd c^machs/Förchte dich nit/vnd zage nit / Gott der HERR/mcin Gott / wirt mit dir seyn/vnd wirt die Hand nit abziehen / noch dich verlassen / biß du allewerckzum Ampt im Hause deß HERRN vollendesEihe da/dic ordnung der Priester vnd Leviten zu allen ämptern im Hause Gottes/sind mit dir zu allen geschefften / vnd sind willig vnd weise zu allen ämptern/Dazu die Fürsten vnd alles Volck/zu allen deinen Händeln. r W Wie Wmd. i.BuAder xxx. Lap. xxx. Lap. wie Vavwvnv vke Fürsten Israel/sarnebe« auch das volch/ ,'re Gaben zum Gebäuw deß TempelsfrexMtttlggegeben. Damd dancker vnd opfferrdem HERR;?. Salomowlrr zum an¬ dern mal angenommen zum Römge vber Israel. Dorraht / so Nd der König Damd sprach zu dcr gankc Gemeine: L Gott hat Salomo meiner Sönc einen erwchlct/der noch iungvnd M ist / Das werck aber ist groß / denn es ist nicht eines Menschen Ich aber habeaußallcrr memen krefften geschickt zum Hause Gottes gold zu güldenem/silber zusilbern/ertzzuchernem/eifen zu eisenem/Holtz zu höltzenem/gerehte.Omchsteine/ eyngefaste Rubin/vnd bunde steine/vnd allerlcy Edelgesteine/vnd Marmelsteine/die menge.Vber das/ auß wolgefallen am Hause meines Gottes/hab ich eggens gute/ gold vnd silber/drcy tausend Zentner golds von Ophir/vnd siben tausend Zentner lauter silbers/das gebe ich zum heiligen Hause Gottcs/vber alles das ich geschickt hab/ die wende der Häuser zu vberztchen/daß gülden werde was gülden/vnd silbern was silbern/seyn sol/ vnd zu allerlei) werck durch die Hand der Wcrckmeister. Vnd werist nun fteywillig seine Hand heute dem HERRN zu füllen? Williges opf- waren die Fürsten der Vatter/die Fürsten der Stämme Israel/ die Fürsten fcr der Fürsten vüd ANvbcr tausend vnd vber hundert/vnd die Fürsten vbcrdeß Königs geschäffte/ deß VolckL. srcywillig/ vnd gaben zum Ampt im Hause Gottes fünfftausend Zentner golds/ vnd zcheli tausend gülden/ vnd zehen tausend Zentner silbcrs / achtzehen tausend Zentner Ertzs/vnd hundert tausend Zentner Eisens. Vnd bey welchem steine funden wurden/ die gaben sie zum schätz deß Hauses deß HERRN/vntcr die Hand Jehicl/deß Gersoni- tcn.Vnd das Volek ward frölich/daß sic fteywillig waren/Dcnn sic gabcns von gan- tzem hertzen dem HERRN fteywillig. D-'-lds dack ^^NdDauid/derKönig/freuwet sich auch hoch/vnd lobet Gott/vnd sprach fürs »ns Gebert. ^Avcr gantzcn Gemeine: Gelobet seystu HERR Gott Israel vnsers Vatters cwig- lich'dir gebürt die Maicstct vnd Gewalt / Hcrrligkcit/Sig vnd Danck / Denn alles wastm Himmel vnd auff Erden ist das ist dcin/dein ist das Reich/vnd du bist erhöhet vber alles zum Obersten. Dein ist Reichthumb / vnd Ehre für dir / du herrschest vber alles/ in deiner Hand stehet krafft vnd macht/ in deiner Hand stehet es /cdcrman groß vnd starck zu machen. S Nun/vnscr Gott/wir dancken dir/ vnd rühmen den Namen deiner Herrligkeit/ denn was bin ich? Was ist mein Volck? Daß wir selten vermögen krafft/frcywillig zu geben/wic diß gehet ? Denn von dir ists alles kommcn/vnd von deiner Hand haben wir dies gegeben. Denn wir sind Frembdlinge vnd Gäste für dir / wie vnsere Vättcr alle/Vnscr Leben auff Erden ist wie ein Schatten/vnd istkein auffhalten. HERR vn- ser Gott/allen diesen Haussen/den wir geschickt haben/dir ein Hauß zu bauwen dei¬ nem heiligen Namen/ ist von deiner Hand kommen/ vnd lst alles dein. Ich wciß/mcin Gott/daß dtt das Hertz prüfest/vn auffrichtigkeit ist dir angenem. Darumb hab ich diß alles auß auffrichtigem hertzen fteywillig gcgeben/vnd habe jetzt mit ftcudcn gesehen dein Volck/das hie vorhanden ist/daß es dir fteywillig gegeben hat.HERR Gott vnser Vattcr/Abraham/Isaac/vnd Isracl/bcwarc ewiglich solchen sinn vnd gedanckcn im hertzen deines Vokcks/ vnd schicke /re hertzen zu dir. Vnd mei¬ nem Son Salomo gib ein rechtschaffen hertz/daß er halt deine Gcbott/Icugniß vnd Rechte/daß ers alles thu/ vnd bauwe diese Wohnung/dte ich geschickt habe. ^6^Nd DauidsprachzurgantzenGcmeme:LobctdenHERRN euwernGott. Vnd Akunst/vnd vberzog sie mit Golde.Vnd die lenge am siügel an den Kherubim war zwentzig elen/daß ein flügel fünffelen hatte / vnd rührec an die Wand deß Hauses/ vnd der ander flügel auch fünff elen hatte/vnd rühret an den flügel deß andern Khe- rub. Also hatte auch deß andern Kherub ein flügel fünffelen/vnd rühret an die wand deß Hauses/vnd sein ander flügel auch fünffelen /vnd Hieng am flügel deß andern Kherub. Daß diese flügel der Kherubim waren außgebrettet zwentzig elen weit/ vnd sie stunden auff jren füssen/vnd jr anrlitz war gewandt zum Hause Werts. Er macht Momo. lI.BlHder im.Lüp. Fürhang. macht auch einen Fürhang von Gelwerck/Scharlacken/Rosinrot/vnd Lim II, Seulen. cx^werck/vnd machte Kherubim drauff. Vnd er machte für dem Hause zwo Sem len/fünffvnd dreißig Elen lang/vnd der Knauff oben drauff fünff Elen.Vnd machet Kettenwcrckzum Khor/vnd thet sie oben an die Seulen/vnd machet hundert Gra- natöpffcl/vnd thet sie an das Kettenwerck.Vnd richtet die Seulen aufffür dem Tem- ?achrn. pel/emc zur rechten/vnd die ander zur lincken. Vnd hieß die zur rechteü Jachin/vnd Boas, die zur lincken Boas. . > im.Lap. Vom Ehernen Altsr/vnd von dem gegossen Meer/ssmptünderm gerLhleveßTempels. Eherner M machet auch einen Ehernen Mar/Mntzrg Llm L vnd breit/ vnd zehen Elen hoch. r gegossen er macht ein gegossen Meer/zehen elen wett/ von eim rand ÄAan den andern/rund vmher/vn fünffelen hoch/ Vnd ein maß von dreißig elen mochte vmbher begreiffen. Vnd Ochsenbikdewa- rclrvnter jm vmbher/vndce waren zwo riegenknoden vmb das Meer her (das zehen eten weit war)die mit angegossen waren. Es stund aber also auff den zwölff Ochsen/ Geräht daß drey gewand waren gegen Mttternacht/drcy gegen Abend/ drey gegen Mittag/ L»m Te^el. vnd drey gegen Morgen/vnd das Meer oben auffinen/vnd all ir hinderstes war inm lvendig Selne dicke war einer handbreit/vnd sein rand war wie eines Bechers rand/ vnd ein auffgegangenc Rose/Vnd cs fasset drey tausend Bath. Zehen Kessel. Z^s'Nd er machet zehen Kessel/der setzet er fünff zur rechten/vnd fünff zur lincken/ ;.«eg7. (^drinnen zu waschen was zum Brandopffer gehöret/ daß sie es hincyn stiessen/ das Meer aber/daß sich die Priester drinnen wüschen. Zehen gülde- auch zehen güldene Leuchter/ wie sie seyn selten / vnd setzt sie in den »tLmchm. o^Tempel/fünffe zur rechten/vnd fünffe zur lincken. Vnd macht zehen Tische / vnd thttsieitt denTempel/fünffezurrechten/vndfünffe zurlincken. Vnd machet hundert güldene Becken. machet auch einen Hof für die Priester/vnd einen grossen Schrancken / vnd Hof. S<>fThürin die Schranckcn/j vnd vberzog die Thür mit Ertz. Vnd setzt das Meer auff der rechten ecken gegen Morgen/zum Mttagwerts. Vnd Huram macht Töpf- fen/ Schauffeln vnd Becken. HULso vollendet Huram die arbeit/die er dem Könige Salomo thet amHause Got- s! ^ß.tes/nemlich/dte zwo Seulen mit den beuchen vnd kneüffen oben auff beiden ftu- lm/vnd beyde gewunden reiffe/zu bedecken beyde beuche der kneuffe oben auffden fcm len/vud die vier hundert Granmöpffel an den beyde» gewunden reiffen/zwo ricgen Granatöpffel aniegtichemreisse/zubedecken beyde beuche der kneuffe/so oben auff den seulen waren. Auch machet er die Gestüle/vnd die Kessel auff den Gestüten / vnd rin Meer/vnd zwölffOchsen drunter. Dazu Töpffen / Schauffeln /Krcuwel/ vnd alle sre Gefäß macht Huram Abif dem Könige Salomo zum Hause dcß HERRN auß lautem Ertz. In der gcgenddeßIordans ließ sie der König giessen in dicker Er- den/zwischen Succoth vnd Jaredatha. Vnd Salomo machte aller dieser Gefäß sehr vicl/daß dcß Ertzcs gewicht nicht zu forschen war. Vnd Salomo macht alles gerehte zum Hause Gottes / nemlich / den gülden Al-; «es 7. tar/Tlsch vnd Schauwbrot drauff/die Leuchter mitiren Lampen von lauterm Gold/ daß sie brenneten für dem §hor/wie sichs gebürt. Vnd die Blumen an den Lampen vnd die schnautzen waren gülden/das war alles völlig Gold. Dazu die Messer / Be, rken/Löffel vnd Näpffe/waren lauter Gold.Vnd der eyngang vnd seine thür innwen- dig zu dem Merheiligsten/vnd die thür am Hause deß Tempels/waren gülden. Also ward alle arbeit vollnbracht/die Salomo thet am Hause deß HERRN. Salomo Halomo. Lhronitt. v.Lap. 24, V. Lap. Salomo bringt in ven Tempel alles was fern Vatter dazu geheiliget hatte. Die Lade deß HERR77 wirtan >ren ort Besteller. Die Priester allesampt warten sres Dtenstes/vnd die Herr« ligkeit deß HERRN erfüllrdas Hauß Gottes. -^d Salomo krachte hlneyn alles was sein Vatter r rreg.7. Dauid geheiliget hatte/nemlich Silber vnd Gold/ vnd allerley Ge ^^WVWi^rchte/vnd legw in den Schatz im Hause Gottes. z.R-g.8. >A^^W(^>A versamlct Salomo alle Eltesten inIsrael/alleHauptleute Lade dcst o^ver Stäme/Fürsten der Vätter vnter de kindem Israel/gen Bmw- >nde»T-m- Ierusalem/daß ste die Lade deß Bunds deß HERRN hinauffbrechten auß derStatt Dauid/das ist Zion.Vnd es versamlct sich zum Könige alle Mann Israel auffs Fest/ das ist im stbcndenMonden/ vnd kamen alle Eltestcn in Israel. Vnd die Lcuitcn hm ben die Lade auff/ vnd brachten sie hinauffsampt der Hütten deß Stlffts / vnd allem heiligen Gerchte/das in der Hütten war/vnd brachten ste mit hinauffdie Priester die Lcmtell.Aber der König Salomo/vnd die gantze gemeine Israelzu/mversamletfür der Ladcn/opffcrtcn Schafe vnd Ochsen/so vil/ daß niemand zelen noch rechne kund. r.Reg.s. Also brachten die Priester die Lade deß Bunds deß HERRN an /re stett in den Dohm die Khor deß hauses/in das Allcrheiligst/vnter die flügel der §herubim.Daß die Kheru m. bim/reflügel außbreiten vber die stette der Laden/vnd die Kherubim bedeckten die ö Lade vnd/re stangen von oben her. Die stangen aber waren so lang/daß man /re kneuffsahe von der Laden für dem §hor/aber Haussen sähe man sie nicht/ vnd ste war daselbst biß auffdiscn tag.Vnd war nichts in der Lade/on die zwo Tafetn/die Mose rn Horeb dreyn gethan hatte/da der HERR einen Bund machte mit den Kindern Zst racl/da ste auß Egypten zogen. Vnd da die Priester herauß giengen auß dem Heiligen (Denn alle Priester die vorhanden waren/heiligcten sich/daß auch die Ordnung nit gehalten wurden) Vnd die Leuiten mit allen die vnter Affaph/Heman/Iedithun/vnd /ren Kindern vn Brü dern/waren angezogen mit Linwad/ sungen mit Kymbaln / Psaltern vnd Harpffen/ vnd stunden gegen Morgen deß Altars/ vnd bey jnen hundert vnd zwentzig Priester/ die mit Drometen bliesen. Vnd cs war/als were einer der drommetet vnd sänge / als höret man eine strme/ zu loben vnd zu dancken dem HERRN. Vnd da die stim stch er- Hub von den Drometen/Kymbaln/vnd andern saitenspielen/vnd von dem loben deß HERRN/daß er gütig ist/ vnd seine barmhertzigkeit ewig wäret / da ward das Hauß deß HERRN erfüllet nut einem Nebel / daß die Priester nicht stehen kundten zu die¬ nen für dem Nebel/Denn die Herrligkeit deß HERRN erfüllet das Hauß Gottes. Vl.Lap. Salomo segnet das Volck/vnd lobt Gort/daß er feine zufrgnng geleistet hat / bitt auch/ daß Gott in dlsem Tempel/ die so m anruffen / erhören wälle/ mit erzelung der fürnemesten vöten/ in welchen man ;u Gott pflegt ;u rüsten. ' «-S - sprach Salomo: Der HERR hat gcrcdt zu wohnen Danck- Ung Sa- emen Sitz/da du ewiglich woneffVnd der König wand sein antlitz/ !u/so«cs vnd segenet die gantzc Gemeine Israel/ denn die gantze Genreine Ist fthlgcscheh/n/auffdz MÄM^^rael stund/vnd er sprach: Gelobet sey der HERR der Israel/der durch seinen Mund meinem Vatter Dauid gcrcdt/ vnd mitsemer Hand erfüllet hat/ da er sagt: Sint der zeit ich mein Volck auß Egyptenland geführet hab/habe ichkeine Statt erwchlet in allen Stämmen Israel/ein Hauß zu bauwen/ daß mein Name daselbst were/vn habe auchketnenMan" crwehLet/daßerFürst we- "" s revber Salomons Gcberr. Ml-mo. UMuAdet vi.Lap. re ober mein Volek Israel. Aber Jerusalem habe ich erwehlet/daß mein Name da- selbs sey/vud Dauid hab ich erwehlet/ daß er ober mein Volek Israel sey. Vnd da cs mein Vatter Dauid im sm hatte / cin Hauß zu bauwen dem Namen deß HERRN deß Gottes Israel/sprach der HERR zu meinem Vatter Dauid: Du hast wol gethan/daß du im sinn hast meinem Namen ein Hauß zu bauwen/Doch du solt das hauß nicht bauwen/ sondern dein Son / der auß deinen Lenden komm wirt/ sol meinem Namen das hauß bauwen. Go hat nun der HERR sein Wort bestätiget das er geredt Hat/Denn ich bin auffkommen an meines Vatters Dauid statt/vn sitze auffdem Stul Israel / wie der HERR geredt hat / vnd habe ein hauß gebauwet dem Namen deß HERRN deß Gottes Israel. Vnd hab dreyn gethan die Lade / darinnen -er Bund deß HERRN ist/den er mit den Kindern Israel gemacht hat. Nd er trat für den Altar deß HERRN/für der gantzen gemeine Israel/vn brey- AHtet seine Hände auß.Denn Salomo hatte einen ehernen Kessel gemacht/vnd ge ^^setzt mitten in die jchrancken/ fünff elen lang vnd breyt / vnd drey elen hoch/ an s denselben trat er/vn fiel nider auffseine knie für der gantzen gemeine Israel/ vnd brei¬ tet seine Hände auß gen Himmel/vnd sprach: vns ^'ERR Gott Israel/es ist kein Gott dir gleich/weder im Himmel noch auffErden/ ;.Res r. W^dcr du Heltest den Bund vnd barmhertzigkeit deinen Knechten / die für dir wan- deln auß gantzem hertze.Du hast gehalten deinem Knecht Dauid meinem Vat¬ ter was du jm geredthast/mit deinem mund hastu es geredt/vnd mit deiner Hand hastu es erfüllet/wie es heuts tages stehet.Nun HERR GottIsrael halt deinem knecht (Gecedt)Nttn kaft Dauid/meinem Vatter/ was du im b geredt hast/vnd gesagt: Es sol dir Nit gebrechen vttn UN einem Mann für mir/ der auffdem Stul Israel sitze: Doch so ferrn deine Kinder de»/ das vu Gonge /rett weg bewaren/daß sie wandeln in meinem Gesetz/Wie du für mir gewandelt hast, de!» Mftin/m Nun HERR Gott Israel laß dein wort war werden / daß du deinen; Knecht Dauid ^redt hast. Denn meinstu auch daß Gott bey den Menschen auffErdcnwohnekSihe/Der Himel vnd aller Himel Himel kan dich nit versorgen/ Wie solts denn das Hauß thun IAA? das ich gebauwet habe k Wende dich aber HERR mein Gott zu dem Gebe« deines Knechts/vnd zu seinem flehen/daß du erhörest das bitten vnd beten / das dein Knecht für dir chut.Daß deine äugen offen seyen vber diß hauß tag vnd nacht/ vber die stctt/ dahin du deinen Namen zu stellen geredt hast/daß du hörest das Gebet/das dein Knecht an diser stett thun wirt. So höre nun das flehen deines Knechts /vnd deines Volcks Israel/daß sie bitten werden an diser stett/Höre es aber von der stett deiner Wohnung vom Himmel/Vnd wenn du es hörest/ woltestu gnedig seyn. E^Enn jemand wider deinen Nehesten sündigen wirt/ vnd wirt im ein Eyd auff- /HVHgelegt/den er schweren sol/ vnd der Eydt kompt für deinen Altar in disem hau- ? R-g.s. ^^sc/so woltest hören vom Himel/vnd deinem Knecht Recht verschaffen/daß du dem Gottlosen vergeltest /vnd gebest seinen weg auff seinen Kopff/ vnd rechtfertigest den gcrechten/vnd gebest in; nach seiner gerechtigkcit. M^Enn dem Volck Israel für seinen Feinden geschlagen wirt / weil sic an dir ge- Axjeg. X^^sündiget haben/vnd bekehren sich/vn bekennen deinen Namen/ bitten vnd fle- ^^hen für dir in dffem halffe/so woltestu hören vom Himmel/vnd gnedig seyn der sündcn deincsVolcks Israel/vnd sie widerin das Land bringen/das dujnenvndirm Vättern gegeben hast. Enn der Himel zugeschloffen wirt/ daß nicht regnet / weil sie an dir gesündiget ^mng^ an ^HLhaben/vstd huren an diser stett/vnd bekennen deinen Namen/vn bekehren sich von iren sünden / weil du sie gedemütiget Hast / So woltestu hören im Himel/ tmdgnedig seyn den sünden deiner Knechte/vnd deines Volcks Israel/ daß du sie den guten weg lehrest/darinnen sie wandeln sollen/vnd regnen lassest auffdem Land/das du deinem Volck gegeben hast zu besitzen. Wenn z. Reg. s. v II. Lap. Das §euwer vom Hrmmel verzehret das Brsndopffer. Salomo der Rö nrg vnddss Volck opffern dem HERRN/vnd halten das Lest der Einweihung-Der HERR erscheint Salomo zum andern msl/vnd sagt im ;»/daff er im Tempel erhören/ vud Salomo wälle bestätigen/wo er seinem Varrer David »achwsndel» werde. Nd da Salomo außgebetet Hatte / fiel ein Feuwer vom Himmel/vnd verzehret das Brandopffer vnd ander Opffer/ »vnd die Herrligkett deß HERRN erfüllet das Haust/daß die Prie- ) ster nicht kundten hineyn gehen ine Haust deß HERREN/werldie Herrligkeit deß HERRN füllete deß HERRN Haust. Auch sahen alle Kinder Israel das Feuwer herab fallen/vnd die Herrligkeit deß HERREN vber dem Hause/vndfielen auffjreknie mit dem antlitz zur Erdenauffs Pflaster/vndbe¬ ten an/vnd danckten dem HERRN/ daß er gütig ist/ vnd seine Barmherzigkeit ewig¬ lich wäret. s ij Der Zaiomo. Lhwmca. vi.Lap. 242 O^ZEttn eine Theuwrung im Lande wirt/oder Pestilentz/oder dürre/brant/Hew- Theuwrung GHLsthreckcn/ Raupen/oder wenn sein Feind im Lande seine Thor belägert/oder andere plag-.,, irgend eine Plage oder kranckheit/Wer denn bittet oder flehet vnter allerlei) Men- schcn/vnd vnter alle deinem Volek Israel/so jemand seine plage vn schmertzcn fühlet/ vnd seine hende außbreitet zu diesem Hause/so woltestu hören vom Himel / vom Sitz deiner Wohnung/vnd gnädig seyn/vnd jederman geben nach alle seinem Wege / nach dem du sein Hertz erkennest(Denn du allcrne erkennest das Hertz der Menschen kinder) auffdaß sie dich förchten /vnd wandeln in deinen wegen alle tage/so lange sie leben auffdem Lande/das du vnsern Mttern gegeben hast. Lb.Enn auch ein Frembder/der nicht von deinem Volck Israel ist/ kompt auß ferr- Tempel zu EH^uen Landen/vmb deines grossen Namens von mechtiger Hand vnd außgereck- I-srzO tes Arms wülen/vnd betet zu diesem Hause/so woltestu hören vom Himel/vom Sitz deiner wohnung/vnd thun alles warümb er dich anruffet. Auffdaß alle Völcker auff Erden deinen Namen erkcnnen/vnd dich förchten/wiedeinDolckIsrael/vnd innen werdcn/daß diß Hauß/das ich gebauwet habe/nach deinem Namen genennet fty. Streit. AE^Enn dem Volek außzeucht in streit wider seine Feinde/ deß Wegs den du sie sen- Dmr.' EH^den wirst/vnd zu dir bitten gegen dem Wege zu dieser statt/die du erwehlet hast/ vnd zum Hause das ich deinem Namen gebauwet hab / so woltestu jr Gebet vnd flehen hören vom Himmel/vnd jnen zu jrem Recht Helffen. Z° ^^Enn sie an dir sündigen werden (sintemal kein Mensch ist der nicht sündige) Kein Mensch EHHvnd du vber sie erzörnest/vn gibst sie fürjrenFeinden/daßsiesie gefangen weg dermchtsüMM. führen in ein ferme oder nahe Land/vnd sie sich in jrem hertzen bekehren im Lande/da sie gefangen innen sind/vnd bekehren sich/ vnd flehen dir im Lande "jres Gefengkniß/ vnd sprechen:Wir haben gesündiget/miffethan/vndsindGottloß gewesen/vnd sich also von gantzem hertzen/vnd von gantzer Seelen/zu dir bekehren im Lande jres ge- fengkniß/da man sie gefangen helt/vnd sie beten gegen dem Wege zu jrem Lande / das dujren Vättern gegeben hast/vnd zur Statt die du erwehlet hast/vnd zum Hause/ das ich deinem Namen gebauwet habe/ so woltestu jr Gebet vn flehen höre vom Hinr- mcl/vom Sitz deiner wohnung/vnd jnen zu jrem Rechten helffen/ vnd deinem Volck gnädig seyn/das an dir gesündiget hat. . ReZ.z. (^Dlaß nun meinGott deine Augen offen seyn/vnd deine Ohren auffmerckeu pnüm.'z-. Gebet an diser stett.So mache dich nun auff HERR Gott zu deiner ruhe/ du vnd die Lade deiner macht/laß deine Priester HERR Gott mit Heyl angethan wcrden/vnd deine Heyligen sich freuwcn vber dem guten. Der HERR Gott wende nicht weg das antlitz deines Gesalbeten/gedenckan die Gnade/ deinem Knechte Da- utd verheissen. Halomo. ii.BuAdcr v II. Lap. Eynweihung (^^Er König aber vnd alles Volek opffcrten für dem HERRN. Denn der König deß Tempels. <^§Salomo opfferte zweyvnd zwentzig tausend Ochsen/vnd hundert vnd zwen- tzig tausend Schafe/vnd wetheten also das Hauß Gottes eyn/beyde der König vnd alles Volck. Aber die Priester stunden in jrer Hut/ vn die Leuiten mit den saitcnspielen deßHERRN/dieder König Dauid hatte lassen machen demHERRN zudancken/ daß seine barmhertzigkeit ewiglich wäret/mit den Psalmen Dauids durch/re Hand/ vnd die Priester bliesen Drommeten gegen inen/vnd das gantz Israel stund. Vnd Salomo heyliget den Mittelhof/der für dem Hause deß HERRN war/ denn er hatte daselbst Brandopffer/ vnd das fett der Danckopffer außgericht. Denn der eherne Altar/den Salomo hatte machen lassen/kundt nicht alle Brandopffer/ Speißopffer/vnd das Fett/fassen. Vnd Salomo hielt zu derselben zeit ein Fest siben tag lang / vnd das gantz Israel mit im/em sehr grosse gemeine/von F^emath an biß an den bach Egyptt / vnd hielt am achten tage cine vcrsamlung/Denn die Eynweihung deß Altars hielten sic siben ta¬ ge/vnd das Fest auch siben tage. Aber am drey vnd Mäßigsten tage deß sibenden Monden ließ er das Volck in jre Hütten frölich vnd gutsmuts/vber allem gute/das der HERR an Dauid/Salomo/vnd seinem Volck Israel/gethan hatte. Also vollen- v dct Salomo das Hauß deß HERRN/vnd das Hauß deß Königs/vnd alles was in fein Hertz kommen war zu machen imHause deß HERRN/vnd in seinem Hause/glück- stliglich. Der HERR 8^2?d der HERR erschein Salomo deß nachts/vnd sprach zu im: Ich habe dein; erscheinetValomo. erhöret/vnd diese Stätt mir erwehletzum Opfferhause. Gihe/wenn ich ' den Himmclzuschlieffe daß nicht regnet/ oder heisse die Heuwschrecken das Land fres- sen/oder lasse cin Pestilentz vnter mein volck kommen/daß sic meinVolck demütigen/ das nach meinem Namen genenmt ist/vnd sie beten/ vnd mein angesicht suchen / vnd sich von jren bösen wegen bekehren werdcn/so wtl ich vom Himmel hören/vnd jre fän¬ de vergeben/vndjr Landheylen. Sosollennun meine äugen offenseyn/vndweine ehren auffmercken auffs Gebet an dieser stett.So hab ich nun diß Hauß erwehlet/ vnd gehcyliget/daß mein Name daselbst seyn sol ewiglich/ vnd meine äugen vnd mein Hertz solda seyn allwege. Verheissung. K^Nd so du wirst für mir wandeln/wie dein Vatter Dauid gewandelt hat/daß c^Adu thust alles was ich dich heisse/vnd Heltest meine Gebott vnd Rechte/ so wtlich den Stu! deines Königreichs bestätigen/wre leb mich deinem Vatter Dauid verbun- den habe/vnd gesagt: Es sol dir nicht gebrechen an einem Mann der vber Israel Herr Drauwung. sey: Werdet ir euch aber vmbkchren/vnd meine Rechte vnd Gebott/die ich euch fürge- legt habe / verlassen / vnd hingehcn /vnd andern Göttern dienen/ vnd sie anbeten/so werde ich sie außwurtzelnauß meinem Lande/das ich inen gegeben habe. Vnd diß »» . Hauß/das ich meinem Namen geheyltget hab/ werde ich von meinem angesicht werf- fen/ vnd werde es zum Sprichwort geben vnd zur Fabel vnter allen Völckern.Vnd für diesem Hauß / das das höhest worden tst/werden sich entsetzen alle die fürüber ge¬ hen/vnd sagen :Warumb hat der HERR diesem Lande vnd diesem Hause also mit gefahrentSo wirt man sagen: Darumb/daß sie den HERRNjrer Vätter Gott ver¬ lassen haben / der sie auß Egyptenland gcführet hat/ vnd haben sich an ander Götter gehenget/vnd sie angebetet/vnd inen gedienet/ Darumb hat er alle diß vnglück vber sie gebracht. vm.Lap. Salomo bauwet Statte / macht sm dte vbertge Lananr'ter vnderthLuig / Helt Sie Grdnung Damds vnter den Priestern vnd Lemren. Hiram vnd Salomo schickten Schiffe mir einander änß m ü>phtx/Gokd von dannen ru hole». Vnd Erbau- rvung dec Stecke, z. «cg.->. r. p«r.». '4 ;.R^g. ,o »r. Ehwmm. vm.Litp. 24z M Nd nach zwcntztg jaren/ A welchen Salomo deß H ERRN hauß vnd sein hauß bauwet / bauwet er auch die Stette/ M die Huram Salomo gab/vnd ließ die Kinder Israel drinnm woh- W nen. Vnd Salomo zoch gen HemathIoba / vnd befestiget ste /vnd — N bauwcte Tadmor in der wüftcn/vn alle Kornstctte/ die er bauwcte in Hemath. Er bauwet auch obern vnd ntdern BethHoron / daß feste Stette waren mit Mauren/Thüren vnd Rigeln. Auch Baelach/ vnd alle Kornstette die Salomo hatte/vnd alle Wagenstette vnd Reuter/ vnd alles wozu Salomo lust hatte zu bau- wcn/beide zu Jerusalem vn auffdem Libanon/ vn im gantzen lande seiner Herrschafft. ^Lles vbrige volek von den Hethitern/Amoritern/Pheresitern/ Heuitern vnd Ie- busitern/die nicht von den Kindern Israel waren/ vnd ire kinder / die sie hinder ^^sich gelassen hatten im Lande/die die kinder Israel nicht vertilget hatten/ machte Salomo zinßbar/biß anffdisen tag. Aber von den Kindern Israel machte Salomo nicht Knechte zu seiner arbett/sondern sie waren Kriegßleute / vnd vber seine Fürsten lomo/waren zwey hundert vnd fünfftzig/ die vber das Volck herrscheten. L IX. Qp. Die Rönrgm von Reich Arnbt'en kompt;n Salomo/vmb seiner weißhelt wülen / verehrt sn mit Gaben/vnd wirr von sin wrderumb begabt, wie vrl goldes Salomo tn einem sar bekamen. Von einem Helffenbeinen Stul/vberflnß deß Silbers / grosser Herrtigkeir/ vnv absterben deß Rönigs. Nd da die Königin von Reich Ambra das Gerüchte Königin von Salomo höret/kamsse mitschr grossem zeug genZcrusalem/mtt Ms Kamelen/die würtze vnd gold die menge trugen / vnd Edetgesteine/ Salomo mit Retzelen zu versuchen.Vnd da sie zuSalomo kam/re- det sie mit im alles was sie im sinn hatte fürgenomen. Vnd der Kö- nig saget jr alles was sie fraget/vnd war Salomo nichts verborgen/ das er ir nicht gesagt Helte. Vnd da die Königin von Reich Arabia sähe die weißheit Salomo/vnd das hauß s ist das mit Mauren/Thüren vnd Rigeln. Auch Baelach/ vnd alle Kornstette die Salomo > wen/beide zu Jerusalem vn auffdem Libanon/ vn im gantzen lande seiner Herrschafft. ^Lles vbrige volck von den Hethitern/Amorttern/Pheresitern/ Heuitern vnd Ie- busitern/die nicht von den Kindern Israel warerr/ vnd ire kinder / die sie hinder ^^sich gelassen hatten im Lande/die die kinder Israel nicht vertilget hatten/ machte Salomo zinßbar/biß anffdisen tag. Aber von den Kindern Israel machte Salomo nicht Knechte zu seiner arbeit/sondern sie waren Kriegßleute / vnd vber seine Fürsten vnd vber seine Wagen vnd Reuter. Vnd der obersten Amptleute deß Königes Sa- Obersten lomo/waren zwey hundert vnd fünfftzig/ die vber das Volck herrscheten. Ampclem- Sa, Nd die Tochter Pharao ließ Salomo herauff holen auß der Statt Dauids/ IAins hauß/das er für sie gebauwet hatte/denn er sprach: Mm wetb sol mir nicht ^^wohnen im Hause Dauid deß Königs Israel/ denn es ist geheiliget/ weil die La¬ de deß HERRN drein komm ist. rr»m. ,s. Dn dem an opfferte Salomo dem HERRN Brandopffer auff dem Altar deß I^HERRN/den ergebauwet hatte für der Halle/einieglichs auff seinen tag zu ^^opffcrn nach dem gebottMose/auffdic Sabbath/Muwmondcn/vnd bestimp- ten zetten deß iars drey mal/Mmlich/ausss Fest der vngeseuwerten Brot / auffs Fest der Wochen/vnd auffs Fest der Laubhütten. Vnd er stellet die Priester in ire ordnung zu irem ampt/ wie es Dauid sein Vat¬ ter gesetzt hatte/vnd die Leuiten auffire Hut / zu loben vn zu dienen für den Priestern/ iegliche auff jren tag/vnd die Thorhüter in irer ordnung/jegliche auff ir thor/denn al¬ so hatte cs Dauid der Man Gottes befohlen. Vnd es ward nit gewichen vom gebott deß Königs vber die Priester vnd Leuiten/an allerlcy fachen vnd an den schetzen. Also z. Reg. ». jvard bereit alles gescheffte Salomo/vom tage an/ da deß HERRN hauß gegründet ward/biß ers vollendet/daß deß HERRN hauß gantz bereit ward. ^^AzochSalomogen EzeonGeber/vndgenElochandemvfer deßMeers/im ^^-Lande Edomea. Vnd Huram sandte im Schiffe durch seine Knechte/die deß o^Merskündigwaren/vndfuhrenmitden Knechten Salomo in Ophir/vnd holeten von dannen vier hundertvnd fünfftzig Zentnergolds/vnd brachtens dem Könige Salomo. -Haloms. ii.WuKder ix.Lap. das er gebäumt hatte/die speise für seinen tisch/die wonung für seine knechte/die ampt seiner diener/vnd /re kleider/ seine Schencken mit jrenkleidern/vnd seine Saal/da man hinauffgieng ins hauß deß HERRN/ kund sie sich nicht mehr enthalten. Vnd sie sprach zum Könige: Es ist war was ich gehöret habe in meinem Lande von deinem wesen/vnd von deiner weißheit.Ich wolt aber jren Worten nicht glauben/ § biß ich komm bin/ vnd Habs mit meinen äugen gesehen/ Vnd s he/ es ist mir nicht die helfft gesagt deiner grossen weißheit/es ist mehr an dir/denn das gerächt das ich ge¬ hört hab. Selig sind deine Männer/vnd selig dise deine Knechte / die allwege für dir stehen/vnd deine wetßheit hören. Der HERR dein Gott sey gelobt / der dich lieb hat/ daß er dich auff seinen Stul zum Könige gesetzt hat/dem HERRN deinem Gott. Es macht daß dein Gott hat Israel tieb/daß er jn ewiglich auffrichte/darumb hat er dich vber sie zum Könige gesatzt/daß du Recht vnd redligkeit handhabest. Geschcncke Vnd sie gab dem Könige hundert vnd zwcntzig Kenmer golds/ vn sehr vi! Würtz 8 Vnd Edelgesteme/es waren keine Würtz als dise / die die Königin von Reich Arabia Stu! von tzelffeubein. Salomo Rcjchthumb vnd Heiligkeit. Summa deß -ärlichen einkomens Salomons. dem Könige Salonw gab. Dazu die Knechte Humm/vnd die Knechte Salomo/die gold auß Dphir brach- ten/dic brachten auch Hebenholtz vnd Edelgesteine. Vnd Salomo ließ auß dem He- benholtz treppen im Hause deß HERRN/vnd im Hause deß Königs/machen/vn Harf- fen vnd Psalter für die Sengcr/ Es waren vorhin nie gesehen solche höltzer im Lande Juda. Dnd der König Salomo gab der Königin von Reich Arabia alles was sie be- gert vnd bat/on was sie zum Könige gebracht hatte/vnd sie wandt sich/ vnd zoch injr Land mit tz en Knechten. Eß Golds aber / das Salomo in einem jar gebracht ward/ war scchß hundert sechtzig Kentner/onwas die Kramer vnd Kauffleute brachten/ Vnd alle Könige der Araber/vnd die Herrn in Landen brachten gold vndsil- Iwey hun- ber zu Salomo. Daher machte der König Salomo zwey hundert schilde vonr besten golde/daß scchß hundert stück golds auff einen schild kam/vnd drey hundert Tauschen vom besten golde/daß drey hundert stückgoldszu einer Tauschen kam. Vnd der Kö¬ nig thet sie ins hauß vom wald Libanon. O(>o M der König machte einen grossen Helffenbeinen stul/ vnd vberzog in mit lau- ? Reg. AHterm golde.Vnd der Stul hatte sechß stuffen/vnd einen gülden Fußschemel am ^^Stul/vnd hatte zwo lehnen auffberden selten vmb das gesesse/vnd zwen Löwen stunden neben den lehnen. Vnd zwölffLöwen stunden daselbst auff den sechß stuffen zu beiden selten/ Ein solche ist nicht gemacht in allen Königreichen. Vnd alle Trinckgefcß deß Königs Salomo waren gülden/vnd alle Gefeß deß e Hauses vom wald Libanon waren lauter gold/Denn das silber ward nichts gerechnet zur zeit Salomo. Den die Schiffe deß Königs fuhren auffdem Meer nut den knech¬ ten Huram / vnd kamen in drey /aren ein mal/ vnd brachten Gold/ Silber/ Helffen- bein/Affen/vnd Pfauwen. ^/Lso ward der König Salomo grösser denn alle Könige auff Erden/mit Reich- LAthumb vnd weißheit. Vnd alle Könige auff Erden begertendasangesicht Sa- lomo/seine weißheit zu hören/die /m Gott in sein Hertz gegeben hatte. Vnd sie brachten jm / ein jeglicher sein geschencke / silbern vnd gülden gefeß / kleider/ Harnisch/ Würtz/ roß vnd Meuler järlich. Wagen vnd Salomo hatte vier tausend Wagenpferde/ vnd zwölfftausend Reisigen/ Dc-rk.^ ReisiFpftrde Sa- vnd man thet sie in die Wagenstette/vnd bey dem Könige zu Jerusalem. Vnd er war b ^'4" »Es, ein Herr vber alle Könige vom wasser an biß an der Philister Land / vnd biß an die grentze Egypti. Vnd der König macht deß s-lbcrs so vil zu Jerusalem / wie der steine/ vnd der§edern so vil/ wie die Maulbeerbäume in den gründen. Vnd man bracht jttt Roß auß Egypten/vnd auß allen Landern. Was aber mehr von Salomo zu sagen zst/beide sein erstes vnd sein letztes/ Sihe/ das Uchaöeam. Lhrontta. x.Lap. 244 das ist geschrtben in der Khronica deß Propheten Nathan / vnd in den Propheceyen Ahiavon Silo/vnd in den gesichten Jeddi/deßSchauwers/wider Jerobeam den Salomo vier Son Nebat. Vnd Salomo regierte zu Jerusalem vber gantz Israel viertzig iar.Vnd Salomo entschlieffmit seinen Vättern/vnd man begrub in in der Statt Dauid sei- nesVatters/vnd Rehabeam sein Son ward König an seine statt. X.Lap. Rehabeam folgt dec mngen Rath/ vnd erzürnt das Volck Istael/daßzehett Stamme von /m abfallen. z.Reg.'r. z.Reg z.Reg.'». z.Reg.u. Z.Reg. rr. MfallFrcp clsvynIuba, Rehabeam Ehabeam zoch gen Stchem/Denn gantz Israel war Rehabeam gen Sichern kommen/in König zu machen. Vnd da das Jerobeam höret/der Son Nebat/der in Egypten war(dahin er für dem König Salomo geflohen war)kam er wider auß Egypten. Vnd sie sandten hin/vnd liessen im ruffen/Vnd Jerobeam kam mit dem gantzenIs- Jerobeam. rael/vnd redeten mit Rehabeam/vnd sprachen: Dein Vatter hat vnser ioch zu hart gemacht/So leichtere nun du den harten dienst deines Vatters/vnd das schwere ioch/das er auffvns gelegt hat / So wöllen wir dir vnderthenig sein. Er sprach zu inen: Vber drey tage kommet wider zu mir/ Vnd das Volck gieng hin. Oo> Nd der König Rehabeam rathfraget die Eltesten die für seinem Vatter Salo- ^Hmo gestanden waren / da er beim leben war / vnd sprach: Wie rahtet ir/daß ich ^^disem Volck antwort gebe k Sie redeten mit jm/vnd sprachen :Wirstu disem "°"' Volck freundtlich sein / vnd wirst sie handeln gütiglich / vnd inen gute wort geben / so werden sie dir vnderthänig sein alle weg. Er aber verließ den rath der Eltesten/ den sie im gegeben hatten / vnd rathschlug mit den jungen die mit im auffgewachsm waren / vnd für jm stunden / vnd sprach zu inen: Was rath ir/ das wir disem Volck antworten/die mit mir geredt haben/vnd sagen .Leichtere das ioch das dein Vatter auffvns gelegt hat k Die Jungen aber die mttjm auffgewachsm warm / redeten mit im/vnd sprachen: So soltu sagen zu dem Rath der 2 Volck/das mit dir geredt hat/vnd spricht: Dein Vatter hat vnser ioch zu schwer ge- macht/Mach du vnser joch leichter/vnd sprich zu inen: Mein kleinester finger sol dicker sein/dmn meines Vatters Lenden. Hat nun mein Vatter auffeuch zu schwere ioch ge¬ laden / so wil ich euwers iochs mehr machen / mein Vatter hat euch mit peitschen ge- züchtiget/ich aber mit Scorpion. ^^Ls nun Jerobeam vnd alles Volck zu Rehabeam kam am dritten tage/wie denn ^ßder König gesagt hatte: Kommet wider zu mir am dritten tage / antwortet inen ^der König hart. Vnd der König Rehabeam verließ den rath der Eltesten/vnd redet mit inen nach dem rath der Jungm/vnd sprach: Hat mein Vatter euwer ioch zu schwer gemacht/so wil ichs mehr dazu machen/ mein Vatter hat euch mit peitschen gezüchtiget/ich aber mit Scorpion. Also gehorchet der König dem Volck mcht/Denn es war also von Gott gewandt/auffdaß der HERR sein wort bestätiget/das er geredt hatte durch Ahia von Silo zu Jerobeam dem Son Nebat. ^-^A aber das gantze Israel sähe / daß inen der König nicht gehorcht / antwortet Volck dem Könige/vnd sprach: Was haben wir theils an Dauid/oder erbe am Son IsaikIederman von Israel zu seiner Hütten/so sihe nun du zu deinem hause Dauid. Vnd das gantz Israel gieng in seine Hütten/daß Rehabeam nur ober die Kinder Israel regierte/die in den Stetten Juda woneten. Aber der König Reha- Hadoram ge- tzertren- beam sandte Hadoram den Rentmeister/aber die kinder Israel steinigten in zu tod/ stemgt/rc. ß "s- vnd der König Rehabeam steig frisch auffseinen wagen/ daß er flöhe gen Jerusalem. ...grctchs Sa Is^l ab vom Hause Dauids biß auff Visen tag Rehaöeam. 11. BuK der XI.Lap. XI. Qp. Rehabeam nimpt für wider Israel;» streiten/wirt abecsölchs durch den Propheten Se-- masaverbotten.Rehabeam bleibt Rönig vber Juda vnd BenIamin allein/befestigt die Stet- te/vnd kommen zu ,m Vie Priester vnd Leuiten/dieweil sie Jerobeam nicht leiden wolte/vnd sonst vil Polchs auß den Stämmen Israel gen Jerusalem/vnd opfferndaselbst.Rehabeam nimpt vil weiber/vnd macht einen Son Abia zum Lürsten/für allen andern Sönen. Semaia. Jerobeam. Nd da Rehabeam gm Zerusalem kam/versamlet,^^, er das haust Juda vnd BenIamin / hundert vnd achtzig tausend junger Mannschafft die streitbar waren/wider Israel zu streiten/ daß sie das Königreich wider an Rehabeam brechten/Aberdest W HERRN wort kam zu Semaja/dem Mann Gottes / vnd sprach: Sage Rehabeam dem Son Salomo/dem Könige Juda/vnd dem gantzen Israel / das vnter Juda vnd BenIamin ist/ vnd sprich: So spricht der HERR: Ir solt nicht hinauffziehen/noch wider euwere Brüder streiten/ ein jeglicher gehe wider heim/Denn das ist von mir geschehen. Sie gehorchten den Worten deß HERRN/vnd liessen ab von dem Zug wider Jerobeam. ^-pzEhabeam aber wohnet zu Ierusalem/vnd bauwet die Stette fest in Iuda/nem- šestima lieh/ Bethlehem/ Etam/ Tekoa/ Bethzur/ Socho/ Adullam/ Gath / Maresa/ m I:wa v>w ^Siph/ Adoraim/Lachis/^sstka/Iarega/Aialon vnd Hebron/ welche waren die festesten Stette in Juda vnd BenIamin.Vnd macht sie feste/vn setzte Fürsten drein/ vnd vorraht von speise/öl vnd wein. Vnd in allen Stetten schafft er schilde vnd spieß/ vnd macht sie sehr feste / Vnd Juda vnd BenIamin waren vnter jm. ^Vch machten sich zu jm die Priester vnd Leuiten auß gantzem Israel vnd allen?. Reg ^Ijren grentzen/vnd sie verliessen jre Vorstette vnd Habe / vnd kamen zu Juda gen b ^^Ierusalem/denn Jerobeam vnd seine Söne verstiessen sie/daß sie dem HERRN nicht Priesterampt pflegen muften. Er stifftet jm aber Priester zu den Höhen vnd zu den Feldteuffeln vnd Kelbern/die er machen ließ. Vnd nach jnen kamen auß allen stämmen Israel die jr Hertz gaben/daß sie nach dem HERRN dem Gott Israel frag¬ ten gen Ierusalem/daß sie opfferten dem HERRN dem GottjrerVätter.Vnd stcrck- ten also das Königreich Iuda/vnd bestatigeten Rehabeam/den Son Salomo/ drey jar lang. Denn sie wandelten in dem Wege Dauid vnd Salomo drey jar. Rehabeam nam Mahelath die Tochter Ierimoth/deß Sons Dauid/zum W-ch-rvndE- AAweibe/vnd Abihai! die Tochter Eliab deß Sons Zsai / die gebarjm dise Söne/ Der. ^^Ieus/ Semarja / vnd Saham. Nach der nam er Maecha die Tochter Absa- lom/dte gebar jm Abia/Athai/ Sisa/ vnd Selomith. Aber Rehabeam hatte Mae¬ cha die Tochter Absalom lieber denn alle seine Weiber vnd Kebsweiber/ denn er hat¬ te achtzehen Weiber/vndsechtzig Kebsweiber/vndzeuget achtvnd zwentzig Sötte/ vnd sechtzig Töchter. Vnd Rehabeam setzt Abia den Son Maecha zum Haupt vnd Abia. Fürsten vnter seinen Brüdern/denn er gedacht jn König zu machen. Vnd er nam zu/ vnd brach auß für allen seinen Sönen in Landen Juda vnd BenIamin/in allen festen Stetten/vnd er gab jnen fütterung die menge/vnd nam vil weiber. XII.Lüp. Der Rönig vnd das Polch verlassen das Gesetz/vnd Sisakder Rönig von Egypken vber- zeucht sie mit Ariegsgewalt. Der Prophet Semaia strafft den Rönig vnd Vas Polch >rer vber- trettunghalben/vnd als sie sich demütigten/werden sie errettet/jedoch name der Rönig von Egypten die scheye auß dem Tempel/vnd auß deß Röniges Hause / vnd muste jm Juda vnder- thansein. Da aber -2. par. 7. Waöeam. Lhromca. xii.Lüp. 245 A aber das Königreich Rchaöeam öestätrget vnd be- krefftiget ward/verließ er das Besitz deß HERRN/vnd gantzesIsi raclmitjm. Aber im fünOenjar dcß Königes Rehabeam zoch her- auff Sisak der König in Egypten wider Ierusittem( Denn sie hat- SisakKö- ten sich versündigt am HERRN)mit tausend vn zwcy hundert Wä- »-gmEgypte«. sup.». gen/vnd mit sechtzig tausend Reutern/vnd das Volck war nicht zu zehlen das mit /m kam auß Egypten/ Lybia/ Suchim vnd Moren. Vnd er gewan die festen Stätte die in Juda waren/vnd kam biß gen Jerusalem. kam Scmaia der Prophet zu Rehabeam/vnd zu den obersten Iuda/die sich Sema/a der (^LDgen 'Jerusalem versamlet hatten für Sisak/vnd sprach zu inen: So spricht der HERR/Ir habt mich verlassen / darumb hab ich euch auch verlassen in Sisaks Hand. Da demütigten sich die obersten in Israel mit den; Kömge/vn sprachen: Der HERR ist gerecht. Als aber der HERR sahe/daß sie sich dcmütigten/kam das wert deß HER¬ REN zu Scmaia/vnd sprach: Sie haben sich gedemütiget/darumb wi! ich sie nicht verderben/sondern ich wilinen ein wenig crrcttung gcben/daß mein grim nicht trieffe auff Jerusalem durch Sisak.Doch sollen sie jm vndcrthan styn/daß sie innen werden was es sey/mir diencn/vnd den Königreichen in Landen dienen. n Also zoch Sisak der König in Egypten herauffgen Jerusalem/vn nam die schätze Erste plünde- z. Reg. »4. Ui; Hause deß HERRN/Vttd die Schätze im Hause deß Königs/vnd nams alles weg/ N'»s d/Tnnpels/ vnd nam auch die gülden Schtlde/die Salomo machen ließ.An welcher statt ließ der König Rehabeam ehrne Schilde machcn/vn befahtsie den öberstcn der Trabanten/ die an der thür deß Königs Hauß hüten. Vnd so offt der König in dcß HERRN hauß gieng/kamen die Trabanten vnd trugen sie/vnd brachten sic wider in der Trabanten Kammer. Vnd weil er sich dcmütiget/wand sich deß HERRN Zorn von jm/ daß nicht alles verderbet ward/Denn es war in Juda noch was gutes. As Lso wardRehabeam derKönig bekrefftigetmIcmjalcm/vnd regierte. Ein vnd Rehabeam ^Aviertztg jar alt war Rehabeam da er König ward/vnd regierte sibentzehcn jarzu iarRömgn» Jerusalem/in der Statt die der HERR erwehlct hatte auß allen Stämmen Israel/ '' ' daß er seinen Namen dahin stellet/Seine Mutter hieß Naema/ein Ammonitin. Vnd er handelt vbel/vnd schickt sein Hertz nicht daß er den HERRN suchet. Die Beschicht aber Rehabeam/beyde die ersten vnd die letzten/sind geschriben in den Geschichten Semaja dcß Propheten/vndIddo deß Schäumers/vnd auffge- zeichnet/dazu die Kriege Rehabeam vnd Ierobeam jr lebenlang. Vnd Rehabeam cntschlieffmit seinen Vättcrn/vn ward begraben in der Statt Dauid/vnd sein Son Abia ward König an seine statt. XIII.Qp. AbtirrvlrtAZttlgltiIuda/vertraurvetGott/vndschlegtIlrael.Ierobesni stirbt/AbraniMr' met vrel weiber/er zeugt Säue vnd Töchker/vnd stirbt. Wachtzchmden jar deß Königs Jerokeam ward A- Madm-far i big König inZuda/vnd regierte drcyiarzuIerusalem/seincMub ter hieß Michaja/eine Tochter Vriel von Gibea/vnd es erhub sich ein streit zwischen Abia vnd Jerobeam. Vnd Abia rüstet sich zu deut strettmit vier hunderttausendjungerManschafft/starckeLeutezum Kriege. Jerobeam aber rüstet sich mit jm zu streiten/mit achthundert tausend junger Arobeam/^ Mannschafft/starcke Leute. 8^ Nd Abia macht sich auffoben auffdeu Berg demaraim / welcher ligt auff dem Jemaraim, Abia re- Ephraim/ vnd sprach: Höret mir zu Jerobeam/vnd gantzes Israel/ beamvngMtz wtjsetjr nicht/daß der HERR/der Gott Israel/hat das Königreich zu Israel Da- utdgegeben ewiglich/jm vnd seinen Söncn einen Saltzbundk Aber Jerobeam der Uewöeam. 11. MH der x 11 Hap. Son Nebath/der Knecht Salomo/Dauids Son/warffsich auff/ vnd ward seinem Herrn abtrünnig. Vnd haben sich Zu jm geschlagen lose Leute/vn Kinder Belial/vnd haben sich gesterckt wider Rehabcam den Son Salomo/ den Rehabeam war iung/ vnd eines blöden hertzen/daß er sich für jnen nicht wehret. Nun dcnckt jr euch zu setzen wider das Reich deß HERRN/vnter den Sönen Dautd/weil cuwer ein grosser hauffist/vnd habt güldene Kälber/die euch Ierobeam für Götter gemacht hat. Habt jr nicht die Priester deß HERRN/die Kinder Aaron vnd die Leuiten/außgestossen/ ;Reg..-. vnd habt euch eygen Priester gemacht/wie die Völckcr in Landcnk Wer da kompt sei¬ ne Hand zu füllen mit einem jungen Farren vnd siben Mder/der wirdt Priester/ dere die nicht Götter sind. Mit vns aber ist der HERR vnser Gott/den wir nicht verlassen / vnd die Priester die dem HERRN diencn/die kinder Aaron/vnd die Leuiten in jrem geschcfft / Md an- zünden dem HERREN alle morgen Brandopffer/vnd alle abend. Dazudasgute Räuchwerck/vud bereite Brot auffden reinen Tisch/vnd der gülden Leuchter mit sei¬ nen Lampeu/daß sie alle abend angezündet werden/Denn wir behalten die hm deß g HERRN vttsers Gottes/jr aber habt jn verlassen. Sihe/Mit vny ist an der spitzen Gott vnd seine Priester / vnd die Drommeten zu drommeten / daß man wider euch * drommete. Jr Kinder Israel streitet nicht wider den HERRN euwer VätterGott/ denn es wirt euch nicht gelingen. Ierobeam ^lBer Ierobeam macht einen Hinderhalt vmbher/daß er von hinden an sie keme/ wachtemHmder- ^^daßsie für Juda waren/vnd der Hinderhalt hinder jnen. Da sich nun Juda vmbwandt/sihe/da ward fornen vnd hinden streit.Da schryen sie zum HERRN/vnd die Priester drometen mit Drometen/vnd jedcrman in Juda döhnet. Vnd da jeder- , -s. maninJuda döhnete/plaget Gott Ierobeam/vnd das gantzeIsrael/für Abia vnd / fü»ff 2uda. Vnd die Kinder Israel flohen für Iuda/vnd Gott gab sie in jre hende/ daß A- ndcrt raufend bia mit seinem Volek ein grosse Schlacht an jnen thet/vnd fielen auß Israel crschla- genefünffhunderttausendjungerManttschafft. Also wurden die Kinder Israelge- demütiget zu der zeit/Aber die Kinder Juda wurden getrost/denn sie verliessen sich auffden HERRN jrcr Vätter Gott. Vnd Abia jaget Ierobeam nach / vnd gewan jm Stätte an/BethElmitjrenTöchtern/Iesanamitjren Töchtern/vnd Ephron mit Ierobeam jren Töchtern/daß Ierobeam förter nicht zukrefften kam/weil Abia lebet/vnd der HERRplagtjndaßerstarb. Da M Lhrsnim. XIIII.Qp z.Regif. Ma stirbt. nun Ma gesterckt war/namerviertzehen Weiber/vndzeugete zweyvnd Zwentzig Sölle/vnd sechtzehen Töchter. Was aber mehr von Ma zu sagen ist/ Zddo der vnd seine wege/vnd sein thun / das ist geschrtben in der Historia deß Propheten Idds.Vn Abia entschliess mit seinen vättern/ vn sie begrübe in in der statt Dauid/vn Assa sein Son ward König an seine statt. Au deß zetten war das Land still zehen iar. XIIII.Lap. Asta wrrdt Römg m Juda an seines Vatters statt/thut die Abgötter^ ab / banwet feste StLtte/zur zeit deß frrdes / vnd hat gewaltig Rrregßvolck. Serah der Mor zeucht wider Ast» nnt Heeres krasft/ vnd wirt mit allem seinem Volck durch Göttliche hülffgeschlagen. Nd Assa thet das recht war / vnd dem HERRN sei- nem Gott wolgefiel/ vnd thet weg die frembden Altar/vn die Hö¬ hen/ vnd zubrach die Seulen/ vnd hiebe die Haine ab. Vnd ließ Juda sagen/daß sie den HERRN den Gott irerVätter suchten/ vnd theten nach dem Gesetz vnd Gebott. Vnd er thet weg auß al¬ len Stätten Juda die Höhen vnd die Götzen / Denn das König¬ reich war still für im. Vnd er bauwct feste Stätte in Juda/ weil das Land still vn kein streyt wider in war in denselben iaren/ Denn der HERR gab im ruhe. o^Nd er sprach zu Iuda:Laßt vns dlse Stätte bauwen/vnd Mauren drumb her ^Hsuhrcn/vlld Thürne/Thür vlld Rlgcl/wcü das Lalld noch für vns ist/Dcü wir haben den H ERRN vnsern Gott gesucht/ vnd er hat vns ruhe gegeben vmbher. Also bauwcteu fie/vnd gieng glücklich von statten. Vnd Assa hatte ein Heerkrafft die Schilt vnd Spieß trugen/auß Juda drey hundert tausent/ vnd auß BenZamin die Schilt trugen/vnd mit den Bogen kundten / zwey hundert vnd achtzig tauftnt / Vnd dise waren alle starcke Helden. s ^>S zoch aber wider sie außSerah der Mor mit einer Heerskrafft/tausent mal Serah. ^^taufent/dazu drey hundert Wägen/vn kamen biß gen Maresa.Vnd Assah zoch r.p»r.,s. ^^auß gegen im/vnd sie rüsteten steh zum streytim thalAephathabey Maresa. ?«ea dnd Assa rieffan den HERRN seinen Gott/vnd fprach.HERR/eö ist bey dirkein vn- Assah Gebet. dcrscheid/helffen vnter vilen/oder da kein krafft ist / Hilffvns HERR vnser Gott/den wir verlassen vns auffdich / vnd in deinem Namen find wir komm wider dise menge/ HERR vnser Gott/wider dich vermag kein Mensch etwas. Vnd M. Il.BuAdcr XV.Qip. Vnd derHERR plaget die Moren für Affa vnd für Juda/daß sie flohen. Vnd Wunderbar- Affa sampt dem Volck/das bey jm war / jaget jnen nach biß gen Gerar / vnd die Mo- ucher stg. r«cn sielen/ daß jr keiner lebendig bleib / sondern sie wurden geschlagen für dem HER¬ REN vnd fürseinem Heerläger/ vnd sie trugen sehr vil Raubs davon. Vnd er schlug alle Stätte vmb Gerar her / Denn die forcht deß HERRN kam vber sie /vnd sie be- raubeten alle Stätte / Denn es war vil Raubs drinnen. Auch schlugen sie die Hüt¬ ten deß Viehs / vnd brachten Schafe die menge/ vnd Kamel/ vnd kamen wider gen Jerusalem. xv.Lap. Derprophct AsariaweissagtfSrdemRömgeAfla/vn erschafft dlegrc»welaußdemgan- yen Lande I»ds vnd BenIanun hinweg / Vit anß dem Volck Israel fallen ;n -m/kommen gen Jerusalem/opffern/ vnd machen einen Bund mit Gort. Gottistmit IMS/wenn wir mit jmfind. Miplezeth. Nd auff Asarja den Son Obed kam der Geist Got- tes/ der gtcng hinauß Affa entgegen / vltd sprach zu jm: Höret mir zu Asarja Affa / vnd gantzes Juda vnd BenIamin / Der HERR ist mit euch/ weil ir mit M scyt/ vnd wenn jr jn suchet / wirt er sich von euch finden lassen: Werdet jr aber jn verlassen/ so wirt er euch auch verlassen. Es werden aber vil tage seyn in Israel daß kein rechter Gott/ kein Priester der da lehret/ vnd kein Gesetz/seyn wirt.Vnd wenn sie sich bekehren in jrer not zu dem HERRN dem Gott Israel/vnd werden jn suchen/ so wirt er sich finden lassen. Hu der zeit Wirts nicht m den virfrred.Assn wlrrkrancl'/vcttraawetzu vii auffoieErrzte/vnd stirbt- M sechs? vnd dmsslgsten jar deß Königreichs Assa/ Baesa» zoch herauff Baesa der König Israel wider Juda/ vnd bauwet Ra- er dem König Juda wehret auß vnd cyn zu ziehen/ A- berAssa nam auß dem Schatznn Hause deß HERRN/vn im Hause deß Königs/Silber vnd Gold/vn sandte zu Benhadad / dem Köni¬ ge zu tOytten/ver zu Damascon wohnet/vnd ließ im sagen: Cs ist em Bund zwischen mir vnd dir/ vnd zwischen meinem vnd deinem Vatter / Darumb hab ich dir Silber vnd Gold gesandt / daß du den Bund mit Baesa/ dem Könige Israel/fahren lassest/ daß er von mir abziehe. Benhadad gehorcht dem Könige Assa/ vnd sandte seine Heerfürsten wider die Stätte Israel/die schlugen Eion/Dan/vnd AbelMaim/ vnd alle Kornstette Naph- thali. Da Baesa das höret/ließ er ab Rama zu bauwen/vnd höretauff von scirrem werck/Aber der König Assa nam zu sich das gantz Juda/ vnd sie trugen die steine vnd das Holtz von Rama/damit Baesa bauMt/vud er bauwete damit Gcba vn WZpa. 8 derzeit kam Hananider SeherzuAssa/dem Könige Juda/vnd sprach Zujm: Infr. ,8. -^Daß du dich auffden König zu Syrien verlassen hast/vnd hast dich nicht auffdcn HERRN deinen Gott verlasset;/ darumb ist die macht deß Königs zu Syrien deiner Hand entrannen. Waren nicht die Moren vnd Libur eine grosse menge nut sehr viel Wagen vnd Reuternknoch gab sie der HERR in deine Hand/da du dichauffj'n ver¬ liessest. Denn deß HERRN Augen schauwcn alle Land/daß er sterckc die/so von gau- tzcm hertzen an im sind.Du hast thörlich gethan/darum wirstu auch von nun an krieg haben. Aber Assa ward zornig vbcr den Seher/ vnd legt jn ine gcfengmß/denn er Hanani der murret mit jm vber diesem stück/vnd Assa vnderdrückt etliche deß Volcks zu der zeit. Scher vo» Assa Die geschicht aber Affa/bcyde die ersten vnd die lchten/Sihe/die sind gcschribeu im Buch von den Königen Juda vnd Israel. Vnd Assa ward kranck an seinen süssen im neun vnd dreißigsten iar seines Königrclchs/vnd seine kranckheit nam sehr zu/ vnd sucht auch in seiner kranckheit denHERRN nicht/sondern die Ertzte. Alsoentschlicff Assa mitseinen Vattern/ vnd starb im ein vn viertzigsien jar seines Königreichs. Vns man begrub in in seinem Grabe/das er im hatt lassen graben in der Statt Damd/ Vnd sie legten in auff sein Läger / welchs man gefüllet hatte mit gutem Räuchwerck/ vnd allerlei) Specerey/nach Apotecker kunst gemacht/vnd machten ein sehr groß brennen» XVii.Lap. Iosrphstwi'et Röntg r'n Inds sn statt seines Vatters Assa / ist Gottsfürchtt'g / thut ab die Höhe« VndHame/schlckt erliche Fürsten nutprlestern vnd Leurten tm Lande vmbher/daß sie dasVolcktm Gesetze recht sollen vnterrrchcen. Andere Röntge fürchten sich vor sin/vnd schicken sm grosse geschencke. Josaphat Wirt mächrig/bauwer Festnngen/vnd hat ein gewaltig Rrregß- volck. „ AUMM Nd sein Son Josaphat ward König an seine statt/ Mphar ' " ivard mechüg wider Mael. Vnd er lcgt Kriegßvolck 1» alle ft- 8°,^°.«,» ^^^H^Mste Stätte Juda/vnd setzet Amptlcut im LandeIuda/vnd in den Stätten Ephraim/die sein Vatter Assa gewonnen hatte. Vnd der HERR war mit Josaphat / Denn er wandelt in den vorigen we¬ gen seines Vatters Dauids/vnd suchte nicht Baalim/sondern den Gott seines Vat¬ ters. Vnd wandelt in seinen Gebotten/ vnd nicht nach den wercken Israel. Darumb bestätiget im der HERR das Königreich/vnd gantz Juda gab Josaphat geschencke/ t vnd MMt. n.BrGder XVH.Lap. vnd er hatte Reichthumb vnd ehre die menge. Vnd da sein Hertz mutig ward in den wegen dcß HERRN/thet er förter ab die Höhen vnd Haine auß Juda. Iisltatio der K^!M dritten jar seines Königreichs sandte er seine Fürsten/Bcnhail/ObaW/ n I^Sacharia/Ncthanecl/ vnd Michaja/ daß sie lehren selten in den Stätten Iu- va/vnd mit inen die Leuiten/ Semaja/Nethanja/Sebadia/ Asael/Semiramoch/ Jönathan/Adonia/Tobia/vnd TobAdonia/vnd mit inen die Priester/Elisama vnd Ioram.Vnd sic lehreten in Juda/vnd hatten das Gesetzbuch deß HERRN mit sich/ vnd zogen vmbhcr in allen Stätten Iuda/vnd lehreten das Volck. Josaphats Vnd es kam die forcht dcß HERRN vber alle Königreich in den Landen/ die vmb HcnltMt. Juda her lagcn/daß sie nicht stritten wider Josaphat. Vnd die Philister brachten Jo¬ saphat geschencke/cine last Silbers. Vnd die Araber brachten jm siben tausend vnd sibcn hundert Wider/vnd sibcn tausend vnd siben hundert Böcke. AlsonamIesa- phat zu/vnd ward immer gröffcr/vnd er bauwctc in Juda Schlösser vnd Komsiätte/ (Vsrrshts) Nickt Vnd hatte viel" vorl ahts in den Stätten Iuda/vnd streitbare Männer/ vnd gcwal- sonkcrn auch dcß M tige Leute zu Jerusalem. Hcg/waffcnod-r rü. Vnd diß war die ordnuttg vnter ircr Vätter Hauß/die in Juda vber die tausend Josaphats Obersten waren.Adna ein Obcrstcr/vnd mit im waren drcy hundert tausend gcwal- H > pn-ur-Z tigcLeute.Neben imwarIohanan dcröberst/vndmit imwaren zweyhundertvnd achtzig tausend. Neben imwarAmasja der Sen Sichri/der freywiMge dcß HER¬ REN/vnd mit im waren zwey hundert tauscnd/gewaluge Leute. Von den Kissdcrn BcnIamin war Eliada ein gewaltiger Mann/vnd mit jm waren zwey hundert tau¬ send/die mit Bogen vnd Schilden gerüst waren. Neben jm war Iosabad/vnd mit im waren hurwert vnd achtzig tausend gerüfic zum Hecr/Dicse warteten alle auffdcn König/on was der König noch gelegt hatte in den festen Stätten in gantzcm Juda» xvm.Lap. Iosirphak befteyndk sich mit Ahab komptzu sm gen Samaria/vnb als sie mit einander gen Aamorl, wölke» zlehcu/ft-agen sie Vie Propderen/obes;» rhun oder nicht. Vcor hundert proph-:-» tcnverheissen den Siegaust falschem Geist/Aber der Prophet Micha sagt von vnytück/vnd wirr verkalben ins Gefengnis; gelegt. Die bexve Röntge ziehen hin wider dre Sxrcr/vnd Ahsd wtrterschsssen. Nd Josaphat hatte grosse Reichthumb vu Ehre / end befreundet sich mit Ahab.Vnd nach zwcyen jarcn zoch er hinab zu, ^eg Ahab gen Samaria / vnd Ahab ließ für in vnd für das Dolck das' bcyim war/viel Schafvnd Ochsen schlachten/Vnder beredet in/ daß cr hinauff gen Ramoth in Gilead zöge. Vnd Ahab der König Israel sprach zu Josaphat dem Könige Juda: Zeuch mit mir gen Ramoth m Gi¬ lead. Er sprach zu im: Ich bin wie du/vnd mein Volck wie dein Volck/wir wöllcn mit dir in den streit. HUBcr Josaphat sprach zum Könige Israel: Lieber frage heut deß HERRN wort. HADnd der König Israel samlet der Propheten vier hundert Mann/vnd sprach zu inen: Sollen wir gen Ramoth in Gilead Ziehen in streit/odcr sol ichs lassen anstehenk Sie sprachen: Zeuch Hinauff/Gott wirt sie in deß Königs Hand gcbcn.Iosaphat aber sprach: Ist nicht irgend noch ein Prophet deß HERRN hie / daß wir von jm fragten? Der König Israel sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann/daß man den HERRN von /m frage/aber ich bin jm gram/denn er weissaget vber mich kein gms/sondern allewege böses/ ncmltch/ Micha der Son Jemla. Josaphat sprach: Der König rede nicht also. A^Nd der König Israel rieff seiner Kämmerer einen/vnd sprach .Bringe eylend Micha. A^hcr Micha/den Son Jemla. Vnd der König Israc l/vnd Josaphat der König ; n-s Iuda/saffen/ein jeglicher auffseinem Stul mit kleidern angczogcn/sie jassen aber auff Dem Maphat. Lhrsmm. xvm.Lap. 24S dem platz für der thür am thor zu Šamana/ vnd alle Propheten weissagten für jnen. Icdekia. Vnd Jedekia/der Son Knaena/machtjm eiserne Horner/vnd sprach: Do spricht der HERR/Hicmitwirstu die Syrer stoffen/ biß du sic auffreibcst. Vnd alle Propheten weissagten auch also/vnd sprachen: Zeuch hinauff/es wirt dir gelingen/derHERR wirt sie geben ins Könige Hand. n A^Nd der Bott der hin gegangen war Micha zu ruffen / redet mit jm/ vnd sprach: Micha der c^Sihe / der Propheten rede sind eintrechtig gut für den König / Lieber laß dein wort auch seyn wie der einen/vnd rede gute. Micha aber sprach: Do war der HERR lebt/was mein Gott sagen wirt/das Wil ich reden. Vnd da er zum Köllig kam / sprach der König zu jm:Micha/sollen wir gen Ramoth in Gilead in streit zichen/oder sol ichs lassen anstehen k Er sprach: Ja/ ziehet hinauff/ es wirt euch gelingen / es wirt euch in euwere hende gegeben werden. Jesare Aber der König sprach zu im: Ich beschwere dich noch ein mal/ daß du mir nichts z.Reg. r-. dmn die warhcit/im Namen deß HERRN. Da sprach er: Ich sähe das gantze Israel zustreuwet auff den Bergen / wie Scbafe die kc-ncn Hirten haben. Vnd der HERR sprach: Haben diese keinen HerrnkEs kehre cm jeglicher wider Perm mit ftldcn. Da sprach der König Israel zu Josaphat: Sagt ich dir nicht/ Er Weissager ober mich kcingutcs/sondernbösesk Er aber sprach: Darumb höret deß HERRN wort/ Ich sähe den HERRN sitzen auffseinem Stul/vnd alles Himlische Heer stund zu seiner rechten vnd Zu seiner lm- cken.Vnd der HERR sprach:Wer wil Ahab/den KonigIsracl/vberreden/daß er hin¬ auff ziehe/vnd falle zu Ramoth in Gileadk Vn da dieser so/vnd jener sonst sagte/ kam ein Geist herfür/vnd trat für den HERRN/vndsprach: Ich wiljnvbcrredcn. Der ;.ReZ.rr. ^ERR aber sprach zu jm: Womit k Er sprach: Ich wilaußfahren/vnd ein falscher Geistseyn in aller seiner Propheten Munde. Vnd er sprach: Du wirst jn vberrcden vnd wirsts außrichtm/Fahr hin/vndthu also. Nun sihe/der HERR hat einen fal¬ schen Geist gegeben in dieser deiner Propheten Munde/vnd der HERR hat böses wi¬ der dich geredt. e (^^A trat herzu Zedekia/der Son Knaena / vnd schlugMicha auff den Backen/ dedekia vnd sprach: Durch welchen weg ist der Geist deß HERRN von mir gegangen/ KlegtM- daß er durch dich redett Micha sprach: Sihe/duwirsts sehen/wenn dum die innerste Kammer kommest/daß du dich versteckest. Aberdcr König Israel sprach: Ncniwct Micha/vnd laßt jn bleiben bey Amon dem Dtattvogt/ vnd bey Ioas dem Sou dcß Königs. Vnd saget: So spricht der König: Leget diesen ins Gcfengmß/vnd speiset jn mit Brot vnd Wasser deß trübsals/biß ich wider komme mit fridcn. Micha sprach: Kommestu mit friden wider/so hat der HERR nicht durch m tch geredt.Vnd er sprach: Höret jrVölcker alle. i^sLso zoch hinauffder König Israel/vndIosaphat/der König Iuda/gen Ramoth ^pin Gilead. Vnd der König Israel sprach zu Josaphat: Ich wrl mich verkleiden/ vnd in streit kommen/du aber habe deine Kleider an.Vnd der König Israel verkleidet sich/vnd sie kamen in den streit. Aber der König zu Syrien hatte seinen obersten Reu¬ tern gebotten : Ir solt nicht streiten weder gegen klein noch gegen groß / sondern gegen dem Könige Israel alleine. nun die öbersten Reuter Josaphat sahen / dachten sie / Es ist der König Ist Josaphat (^-L^rael/vnd zogen vmbher auffjn zu streiten/AberIosaphar schrey/vn der HERR Gott halffjm/vnd Gott wandte sie von jm. Denn da die öbersten Reuter sahen/ daß cs nit der König Israel war/wandten sie sich vonjm ab. Es spannet aber cm Mann den Bogen ongefehr/vnd schoß den König Israel zwischen dem Pantzer vnd Hengel.Da s-i«-. / sprach erzuseinem Fuhrman.Wende deinehand/vnführe michauß demHeer/dcnn ich bin wundt. Vnd der streit nam zu deß tages/vnd der König Israel stund auff sei¬ nem Wagen gegen die Syrer biß an den abend/vnd starb da die Sonne vntergieng. V. , t ij Der Assaphat. 11. Buch dcr XIX. Lap. XIX. Lap. DerprsphetI-hu strafft deuRöttlg Josaphat/ vaster ü'chmktdem Gottlojett Ah ab m Ge« fellschosst exngelassenvnd er zeucht lm Lanvc viubher/ bringt das Volek wtverumb zum HER- REN/ordnet Richter in ven Grakten/vnv ermanet siest «s Amprs. Osaphat aber/dcr König Juda / kam wider ßeim nttt L frieden am Jerusalem. Vnd es gieng jm entgegen hinaußIehu der Son Hanam der Schauwer/ vnd sprach zum Könige Josaphat: ' Soltu so dem Gottlosen helffen/vnd lieben die den HERRN hassen? Gottlose Vnd vmb deß willen ist ober dir der zorn vom HERRN.Aber doch ist r» verm-w-m wasgutsandirfunden/daßdudie Haine hast außgeftgt auß dem Lande/vnd hast dein Hertz gerichtet Gott zu suchen. Also bleib Josaphat zu Jerusalem. b^ENderzochwiderumbaußvnterdasVolck/vonBersebaanbiß auffs Gebirge c>AEphraim/vnd bracht sie wider zu demHERRN jrerVätterGott/Vnd er be¬ stellet Richter im Lande in allen Festen Stätten Juda/in einer jeglichen Statt et- Ermattung liehe. Vnd sprach zu den Richtern: Sehet zu was jr thut / Denn jr haltet das Gericht Josaphats au die nicht ven Mcnschcn/sondern dem HERRN/vnd er ist mit euch im Gericht. Darumb Rom. r. laßt die furcht deß HERRN bey euch seyn/vnd hütet euch/vnd thuts/Dcnn beydcm HERRN vnserm Gott ist kein vnrecht/noch ansehcn der Person/noch annemnien deß Gcschencks. Auch bestellet Josaphat zu Jerusalem auß dcn Leuitett vnd Priestern/vnd auß Ordnü. Den öberstcn Vättern vnter Israel/vber das gericht deß HERRN/ vn vber die fachen/ der Gericht-, vnd ließ sie zu Jerusalem wohnen. Vnd gebot jnen/vnd sprach: Thut also in der fercht deß HERRN/treuwlich vnd mit rechtem Hertzem In allen fachen die zu euch kommen von cuwcrn Brüdern/die in jren Stätten wohnen/ zwischen blut vnd blut / zwischen Gesetz vnd Gebott/zwischen Sitten vnd Rechten/ solt jr sie vnterrichten / daß sie sich nicht verschuldigen am HERRN/vnd ein zorn vber euch vndeuwere Brüder kome/ Thut jm also/so werdet jr euch nicht verschuldigen. Sihe/ Amarja der Priester ist der obcrst vber euch in allen fachen deß HERRN/so ist Sabadja/der Son Ismael/ Fürst im Hanse Juda in allen fachen deß Königs/ So habt jr Amptleute / die Leuiten / für euch/seyt getrost vnd thuts/vnd der HERR wirtmit dem guten seyn. L»ie Moübtker/Attimonlker/Vtid vr'L vom Gebirge Sest/st'ehen auß wider Juda.Iostrphst »eßt eine Fasten außrrrffen/vnd bett für der ganyen Gemeine ;»m HERR'N/vnd der HERR verheißt inen durch den Propheten Jehasiel einen wunverbarlichen Sig/on ire Gchwertfchleg. Die Feinde schlagen einander selb« ;u rod. Josaphat mit seinem Volck rheilr den Raub anß drex tage lang/ Vnd dancken Gott im Lobthal.Josaphat bauwet Schtffemit dem Gottlosen Ahasia/ kamen aber nicht auff das Meer. Ach diesem kamen die Kinder Moab/dtc Kinder Am- L Krieg wider mon/vnd mit jnen von den Amuntm/wider Josaphat zu streiten. Vnd man kam/vnd sagets Josaphat an/ vnd sprach: Co komnwt wi¬ der dich eine grosse menge von jenseit denMeer/von Syrien. Vnd sihe/sie sind zuHazezonThamar/dasistEngeddi. Josaphat aber furchte sich/vnd stellet sein Angesicht zu suchen den HERREN / vnd Iosaphac/rc, Keß eine Fasten außruffen vnter gantz Juda. Vnd Juda kam zusamen den HERRN zu suchen/auch kamen auß allen Stätten Juda den HERRN zu suchen. Vnd Josa¬ phat trat vnter die Gemeine Juda vnd Jerusalem im Hause deß HERRN/für dem neumen Hofe/vnd sprach: Josaphats 53. ERR/vriser Vatter Golt / bist du nicht Gott im Himmel/vnd Herrscher in allen ; R-s s, Gcbett. ^^Königreichen derHcyden? Vnd in deiner Hand ist krafft vnd macht/ vnd ist nie¬ mand der wider dich stehen möge. Hast du/vnfer Gott/nit die Eynwoner dises Lands vertrieben/ Mrphat. Lhromca. xx. Lap. 249 vertrieben für deinem Volck Israel/vnd hast es gegeben dem samen Abraham deines r-Reg s. Liebhabers ewiglich/daß sie drinnen gewonct/vnd dir ein Heiligthumzu deinem Na¬ men drinnen gebauwet habm/vn gesagt:Wenn ein vnglück/schwert/strasse/pesttlentz oder theurung/Vber vns komet/sollen wir stehen für disem haust für dir(den dein Na¬ me ist in disem haust)vnd schreycn zu dir rn vnstr not/ so wöltestu hören vnd helffenk D<»t. r. Nun sthc/die kinder Ammon/Moab/vnd die vom Gebirge Seir/vber welche du die Kinder Israel nicht ziehen liessest da sie auß Egyptenland zogen/ sondern mußten von jnen weichen / vnd sie nicht vertilgen / Vnd sihe/ sie lassen vns deß entgelten/vnd Zuflucht zu v kommen vns außzustossen auß deinem Erbe/das du vns hast eyngegebcn.Vnscr Gott wiltu sie nit richtentDenn in vns ist nit krafft gegen disem grossen Haussen / der wider vns komet. Wir wissen nicht was wir thun sollen/sondern vnstr äugen sehen nach dir. Vnd das gantzIuda stund für dem HERRN müssen Kindern/Weibernvn Sönen. i6AVerauffIehasiel den Son Iacharja/deß Sons Benaia/deß Sons Jehiel/ JehasteltrS- 'Wdcß Sons Mathania den Leuiten/auß den Kindern Assaph/ kam der Geist deß HERRN mitten in der Gemeine / vnd sprach: Mercket auffgantz Juda/ vnd jr Eyn- wohner zu Jerusalem / vnd der König Josaphat / so spricht der HERR zu euch:Ir solt euch nicht förchtcn noch zagen für diesem grossen Haussen / Denn ss streitet nicht / son¬ dern Gott. Morgen solkss zu inen hinab ziehen/Vnd sihe/sie ziehen an Az Krauss/ vnd ss werdet an stetreffen amSchilffLmBach/fürderWüstenIeruel. Dennss werdet nicht streiten in dieser sachen/trettet nur hin/vud stehet/vnd sehet das Hey! deß HERRN/der mit euch ist. Juda vnd Jerusalem fürchtet euch nicht/vnd zaget nicht/ morgen ziehet auß wider ste/Der HERR ist mit euch. Da beuget sich Josaphat mit seinem Antlitz Zur Erdcn/ond gantz Juda/ vnd die Eynwoner zu Jerusalem/ fielen für den HERRN/vü beten den HERRN an. Vnd die Leuiten auß denkindern der KahathLter/vnd auß den lindern der Korhiter/ machten sich auffzu loben den HERRN /den Gott Israel/mitgrossem geschrey gen Himmel. Lss A^Nd sie machten sich morgensfräauff/mdzogenaußzurWüstenThekoa. Vermattung c^Vnd da sie außzogen/stund Josaphat/vnd sprach: Höret mir zuIuda/vndss Z»mMWbm. EynwohnerzuIerusalem/glaubtan den HERRN euwcrn Gott/ so werdet ss sicher ftyn/vndgläubt seinen Propheten/so werdet ss glück haben. Vnd er vnterweiset das Volck/vnd stellet die Senger dem HERRN / daß sie lobten in heyligem schmuck/ vnd für den gerüsten her zögcn/vud sprechen: Dancket dem HERRN / Denn seine barm- Hitzigkeit wäret ewiglich. Vnd da sic anfiengen mit dancken vn loben/ließ der HERR den Hinderhalt/ der Sig on alte wider Juda komen war/vber die kinder Ammon/Moab/ vn die vom Gebirge Seir/ Schw-rtschlag. kommen/vnd schlugen sie.Da stunden die Kinder Ammon vnd Moab wider die vom Gott streitet Gebirge Seir/sie zu verbannen vnd zu vertilgen. Vnd da sie die vom Gebirge Seir hatten alle auffgerieben/halffeiner dem andern/daß sie sich auch verderbeten. (^^A aber Juda gen Mzpe kam an der Wüsten/wandten sie sich gegen den hauf- c^^fen/Dnd sihe/da lagen die todtev Leichnam auffder §rden/daß keiner entran¬ nen war. Vnd Josaphat kam mit seinem Volckssen Raub außzutheilen / vnd sunden vnter jnen Güter vnd Kleider/vnd so viel köstlich Gerehks/vnd entwandtens inen/ daß auch nicht zu tragenwar/vndthcyleten drey tage den Raub auß/denn es war sein viel. Am vierdten tage aber kamen sie zusammen in; Lobethal/ denn daselbst lobe- Lobethal, ttn sie den HERRN/daher heißt die stette Lobethal biß auff diesen tag. Also kehret jederman von Juda vnd Jerusalem wider vmb/vnd Josaphat an der spitzen/daß sie gen Jerusalem zögen mit fteudcn/Den der HERR hatte inen eine freu- degegebenan ssen Feinden. Vnd zogen gen Jerusalem eyn mit Psaltern/Harpffen/ vnd Drommeten zum Hause deß HERRN. Vnd die furcht Gottes kam vber alle Kö- mgreich m Landen/da sie hörctett/daß der HERR wider die Feinde Israel gestritten hatte. Also war das Königreich Josaphat sttll/vnd Gott gab im ruhe vmbher. t iij Vnd Gomm. II.BGvcr XXI. Lap. Josaphat Josaphat regieret vber Juda/vnd war fünff vnd dreißig /ar alt da er König ; karImgiKüdE regieret füttffvnd zwentzig iar zu Jerusalem/seine Mutter hieß Asu- ba/eine Tochter Silhi. Vnd er wandelt in dem Wege seines Vatters Affa/vnd ließ nicht davon/daß er thet was dem HERRN wo! gcfiel/on die Höhen wurden nicht ab- gethan/Denn das Dolck hatte sein Hertz noch nicht geschickt zu dem Gott/rer Dätter. Was aber mehr von Josaphat zu sagen tft/beyde das erste vnd das letzte/Sihe/das ist geschrtben in den Geschichten Jehu/deß Sons Hanani/die er auffgezeichnet hat ins Buch der Könige Israel. (A^Arnach vereiniget sich Josaphat der König Juda mit Ahasja dem Könige Ist Ahas/a. (^^rael/welcher war Gottloß mit seinem thun. Vn er vereinigt sich mit/m Schiff r Zu machen/daß sie auffs Meer füren/vn sie machten die Schiffzu EzeonGaber/ Aber Elieftr der Son Dodaua von Maresa weissaget wider Josaphat/ vnd sprach: Dar- Elieser, umb daß du dich mit Abasia vereiniget hast/hat der HERR deine werck Missen/ vnd Die Schiff wurden zubrochen/vnd mochten nicht auffs Meer fahren. xxi.Lap. Josaphat stlrbt/vnd fern Gon Ioram wtttRontginIuda/erwLrgetseineArüder/vnd fah¬ ret em Gottloß wesen/Wie vte Römge Israel/vnV das Haust Ahab/ Die Evomlter fallen von sm ab/ Die Philister vnd Araber ziehen wider sn/plkndern sein Haust/ führen seine Weiber v» Bi n¬ der hinweg/ DerHEOror plagtsnmitvnhetlbarerkranckhetttnsetnemExngeweid/ daran er auch sttrbt/vnd wirt nicht vnrer die Röntge begraben. Ioram acht Josaphat entschüeffmit fernen Vattem/Vil ward dwGottkoß! begraben bey seine Dätter in der Statt Dauid/vnd sein Son Jo- ram ward König an seine statt. Vnd er hatte Brüder/Josaphats Söne/Asaria/Iehiel/Sacharja/Azarja/Michael/vnd Gephatja/ diese waren alle KinderIosaphat deß Königs Juda. Vnd jr Vatter gab jnen vtl gaben/von Silber/Gold vnd Kleynot/mit festen Stätten in Iuda/aber das Königreich gab er Ioram/denn der war der Erstgeborne. Ioram er- (A^A aber Ioram auff kam vber das Königreich seines Vatters/vnd sein mechtig Iur>.» (^Qward/crwürgct er seine brüder alle mit den; Schwcrt/dazu auch etliche Ober- sten in Israel. Avey vnd dreiffig jar alt war Ioram da er König ward/vnd regieret acht iar zu Jerusalem. Vnd wandelt indem Wege der Köv-ige Israel/wie dasHauß Ahab gethan Hatte/Dcnn Ahabs Tochter war sein Werb / vn thet das dem HERRN vbcl gefiel. Aber der HERR wolte das Hauß Dauid nit verderben/ vmb deß Bunds willen/den er mit Dauid gemacht hatte/vnd wie er gercdkhatte/imemliechtzuge- bcn/vnd seinen Kindern immerdar. Edomiter fa! §IlV seinerzeit fielen die Edomiter ab von Iuda/vnd machten vber sich einm König. 4.«^ le» von Juda ab. ADenn Ioram war hinüber gezogen mit seinen Obcrsten/vnd alle Wägen mit im/ vnd hatte sich deß nachts auffgemacht/ vnd die Edomiter vmb in her / vnd die Ober¬ sten der Wägen geschlagen. Darumb fielen die Edomiter ab von Juda/ biß auff die¬ sen tag. Jur selben zeit fiel Libna auch von im ab-Denn er verließ den HERRN/seiner Libna. Dätter Gott/Auch machte er Höhen auffden Bergen in Iuda/vnd machte die zu Je- v rusalcm huren/vnd verführet Juda. EliaSchrifft ^E^S kam aber Schrifft zu im von dem Vropheten Elia/die laut also: So spricht anIormn. eT^der HERR/der Gott deines Datters Daurdö / Darumb/ daß du nicht gewan- dett hast in den wegen deines Vatters Iosaphat/noch in den wegen Affa deß Königes Iuda/sondcrn wandelst in dem Wege der Könige Isracl/vnd machest daß Juda vnd die zu Jerusalem hurcn/nach der Hurercy deß Hauses Ahab/vn hast dazu deine Brü¬ der deines Vatters Hauses crwürget/die besser waren denn du/ Sche/so wirt dich der HERR mit einer grossen plagen schlagen/an deinem Volck/an deine Kmdcm/an dei¬ nen Wcibern/vnd an aller deiner Hab. Du aber wirst vil kranckhcit haben in deinem Eyngeweide/biß daß dein Eyngeweid für kranckhett herauß gehe von rag zu tage. ^ULso erwecket der HERR wtder Zoram dm Geist der Philister vndAraber/die ^Aneben den Moren ligen/vnd zogen herauffin Zuda/ vnd zurissen sie / vnd führe- tcn weg alle Habe die fürhanden war im Hause deß Königs/dazu seine Söne/ vnd sei¬ ne Decker / daß im kein Son vbcrbleib / on Zoahas sein lunger Son. Vnd nach dem allen plaget jn der HERR in seinem Eyngeweid mit solcher kranckheit/dte nichtzu hey- lcn war. Vnd da das wäret von tag zu tage/als die zett zweyer lar vnck war/gteng sein Eyngeweid von im mit seiner kranckheit / vnd er starb an bösen kranckheiten. Vnd sie machten nicht vber ln einen brandt/wie sie seinen Vättcrn gethan hatten. Iwey vnd Dreissig jar alt war er da er König ward/ vnd regiert acht jarzu Jerusalem/ vnd wan- Delt daß nicht fein war/Vnd sie begruben in in der Statt Damd/aber nicht vnter der Könige Graber. xxii.Lap. Ahassft wirrRLnig in Juda an fernes Vatters Ioram ftatt.Vnd w ig >mt «»Schwert auffruhr. Aber Iojada der Priester machte sich herauß mit den Obersten vberhun- dert/dic vber das Heer warcn/vnd sprach zu jnemFührct sie vom Hause vber den Hof hinauß/vnd werjr nachfolget/den sol man mit dem Schwert tödten.Denn der Prie- Athalja fier hatte befohlen/man sötte sie nicht tödtenim Hause deß HERRN. Vnd sie legten mitdifthw«. die hcnde an sic/vttd da sie kam zum eyttgang deß Roffzthors am Haufe deß Königs/ tödten sic sic daselbst. A6^Nd Iojada macht einen Bund zwischen jm vnd allem Volck/vnd dem Könige/ HaußBaal, HERRN Volck seyn sotten. Da gieng alles Volckins Hauß Baal/ «.p-r-r^ vnv brachen jn ab/vnd seine Altar vnd Bilde zubrachen sie/vnd erwürgten Mathan den Priester Baal für den Marn. Vnd Iojada bestellet die Ampt im Hause deß * HERRN vnter den Priestern vnd den Leuiten/ die Dauid verordnet hatt zum Hauß ' deß HERRN/Brandopffcr zu thun dem HERRN/wie cs geschriben stehet im Gesetz Mose/mit frcuden vnd Lieden durch Dauid getichtct. Vnd stellet Thorhüter in die Thor am Hause deß HERRN/daß nichts vnreins hincyn keme an jergend einem ding. Vnd cr nam die Obersten vber hundert/vü die Mechtigen vnd Herrn im Volck/ vnd altes Landvolck/vnd führet den König hinab von: Hause deß HERRN/vn brach¬ ten jn durch das Hohethor am Hause deß Königs/vnd liessen den König sich auff den Königlichen Stul setzen. Vnd alles Landvolck war frölich/ vnd die Statt war stille/ Aber Athal/a ward mit dem Schwert erwürget. Ioas Ms. Groma. XXim.Lap. XXim.Lap. Ioas Helt sich ws! alle dieweil Io,ada lebt/lessr eine gemeine ffeuwer sirmke» mrbefleruttg des» Gebeuwes am Tempel/vn »ach Iosada rod verlassen der König vnd die Gberssen in Juda das Haußdeß HER'R^r/dienen den Gäyen/vnd Ioas leßrSachars« den Gon Ilo-ada ssernü- gen. Die Syrer kommen mit wenig Volcks/beranbenda« Land/ vnd Ioas wirt von seinen Die¬ nern auff seinem Stechkerte erschlagen. 2§j -ch.Reg.rr. Oaswar siben saralk daer König ward/ vnd regieret ZoasvlcrM ÄM vicrtzig sar zuIcrusalem/scme Mutter hieß Ab/a von Bcrscba/Vnd MhIoasthet was dem HERRN wolgefiel/so lang der Priester Ioiada ^lcbete. VndIosada gab/m zweyWeiber/vuderzeugeteSone vnd Töchter. E- Arnach nam Ioaö für/das Haust deß HERRN MMeuwern.Vnd versamlet diePriestervnd Leuiten/vnd sprach zu jnen: Ziehet auß zu allen Stätten In- da/vnd samlet Gelt auß gantzem Israel/das Haust euwers Gottes zu bessern iärlich/ Mod. ;o. pnd eilet solchszuthun/Aber die Leuiten eileken nicht.Da rieffder König Iojada dem fürnemcsten/vnd sprach zu jm: Warumb hastu nicht acht auff die Leuiten/ daß sie eyn bringen von Juda vnd Jerusalem die steuwer/die Mose der Knecht deß HERRN ge¬ setzt hat/die man samlet vnter Israel zu der Hütten deß Stiffts k Denn die Gottlose Achal/avnd jre Söne haben das Hauß Gottes zuriffen/vnd alles was zumHause deß HERRN geheyliget war/haben sie an Baalim vermacht. 4 R-g -r. Da befahl der König/daß man eine Lade machte/ vnd setzet sie Haussen ins Thor am Hause deß HERRN. Vnd ließ außruffeninIuda vnd zu Jerusalem/daß man dem HERRN eynbringen solk die steuwer/von Mose dem Knechte Gottes auffZsrael gelegt in der WüstemDa freuweten sich alle Obersten vnd altes Volek / vn beachtens vnd worffens in die Lade/biß sie voll ward. Vnd Wenns zeit war/daß mandie Lade her bringen solt durch die Leuiten/nach deß Königsbefehl (wenn sie sahen daß viel v Gelt drinnen war)so kam der Schreiber deß Königes/vnd wer vom fürnemesten Priester befehl hatte/vnd schütten die Laden auß/vnd trugen sie wider hin an jren ort/ So theten sie alle tage/daß sie Geles die menge zu Hauff brachten. Vnd der König vnd Iojada gabens den arbeitern/die da schafften am Hause deß VemeUM- HERRN/dieselben dingeten SteinmetzenvnZimmerleute/zu erncuwerndas Hauß deß HERRN/auch den Meistern an Eysen vnd Ertz/ zu bessern das Hauß deß HER- ' REN. Vnd diearbeiter arbeiten/daß die besserungimwerckzunam durch jre Hand/ vnd machten das Hauß Gottes gantz fertig vnd wol zugericht. Vnd da sie es vollen¬ det hatten/brachten sie das vbrige Gelt für den König vnd Iojada/Davon macht manGefesse zumHause deßHERRN/Gefesse zum Dienstvnd zu Brandopffern/ Löffel vnd güldene vnd silberne Gerehte/Vndsie opfferten Brandopffer bey dem Hause deßHERRN alle wege/so lang Iojada lcbcte. HPMd Iojada ward alt/vnd deß lebens satt/vnd starb/vnd war hundert vnd dreist Ioiada HUB c^sigiar alt da er starb. Vnd sie begruben mm der Statt Dauid vnter die Köni- d-rtdr-Gg,aralc. ge/darumb/daß er hatte wol gethan an Israel/vnd an Gott vnd seinem Hause. H^Wd nach dem todIoiada kamen die Obersten in Iuda/vnd beten denKönig Verachtung <^Aan/Da gehorcht men der König/vnd sie verliessen das Hauß deß HERRN/deß seme- Gottes jrer Vätter/vnd dieneten den Hainen vnd Götzen. Da kam der zorn vber Ju¬ da vnd Jerusalem vmb dieser irer schuld willen. Er sandte aber Propheten zu Men/ daß sie sich zu dem HERRN bekehren sotten / vnd die bezeugten sie/Aber sic namens nicht zu ohren. ^NdderGeistGotteszochanZacharjadenSonIojadadeßPriesters/dertraL rxAoben vber das Volck/vnd sprach zu jnen: So spricht Gott : Warumb vbertret- Et tttitdie Gebott deß HERREN/das euch nicht gelingen wirdtk Denn sr habt den HERRN Noas. ll.BGder xxv.Lap. H ERRN verlasscn/so wirt er euch wider verlassen.Aber sie machten einen Bundt wi- mgtth. M der in/vnd steinigten in nach dem Gebote deßKönigs/imHofeam Hause deß HER¬ REN. Vnd der König Ioas gedacht nicht an die barmhertzigkeit/die Joiada sein Vat ter an im gcthan hatte / sondern erwürget seinen Son. Da er aber starb / sprach er: Der HERR wirte sehen vnd suchen. Gott straffet da das rar vmb war/zoch herauffdas Heer der Syrer/vnd kamen in Juda ^wadmchdre Vy- (-^vttd ^erusalem/vttd verderbeten alle Obersten im Volck/vnd allen iren Raub sandten sie dem Könige zu Damascon.Denn der Syrer macht kam mit wenig Man- nern/nöch gab der HERR in ire Hand ein sehr grosse macht/darumb/daß sie den HER REN irer Vätter Gott verlassen hatten / auch vbten sie an Ioas straffe. Vnd da sie von im zogm/liesscn sie in in grossen kranckhciten. ^oaserwür Es machten aber seine Knechte einen Bund wider in/vmb deß Bluts willen der A/r-. Kinder Iojada deß Priesters/vnderwürgeten in auffseincmBctte/vnd er starb/vnd man begrub in in der Statt Dauid/ Aber nicht vnter der Könige Gräber. Die aber den Bund wider in machten/waren dicse/Sabad/ der Son Simeath / der Ammo- nitin/vnd Iosabad/der Son Simrith der Moabitin.Aber seine Söne/vnd die sum¬ ma die vnter im vcrsamlet war/vnd der Bauw deß Hauses Gottes/Sihe/die sind beschrieben in der Historia im Buch der Könige/Vnd sein Son Amazia ward König an seine statt. xxv.Lap. AmAZi» Wl'rt RZmg inIltvs an statrstines Vetters/bnngk ein groß Reiegßvslck zusam¬ men auß Juda vnd Istael/muß aber die Israeiiren wtderumb abschaffen/vnd schlcgt gleichwol die Edomlter lm Salythal. Darnach diener er frcmbden Görrern/veracht deß Propheten straff/ wirt vom Ramge Israel geschlagen/gefangen/ sie Starr Jerusalem verwüstet / die Schütze ge- plündert/vnd ec setbs nach erlichen saren zu Lachls getödt. Ama«an-un Vnff vnd Mmtzlg sar alt war Amazia da er König vndzwemMiarRv- ward/vnd regiert neun vndzwentzigiar zu Jerusalem/seine Mut- 4-Regl4. ML vberIuda. ter hieß Ioadan von Jerusalem. Vnd er thet was dem HERREN wol geficl/doch nicht von gantzem hertzen. Da nun sein Königreich MMMUA bekrefftiget war/erwürget er seine Knechte/die den König/seinen Varrcr/geschlagm hatten. Aber ire Kinder tödtet er nicht/Denn also stehets geschri- senr. -4. ben im Gesetz/im Buch Mose/da der HERR gebeut vnd spricht: Die Vätter sollen EreH -s. nicht sterben für die Kinder / noch die Kinder für die Vätter / sondern ein ieglicher sol vmb seiner sünde willen sterben. A^Nd Amazia bracht zu Hausse Iuda/vnd stellet sie nach der Vatter Häuser / nach MtFeuwer/nach dem greuwel der Heyden/die der HERR für den Kindern Israel DE. 6. vertrieben hatte. Vnd opffcrte vnd räucherte auff den Höhen vnd auff den Hügeln/ 4-R-g.r,. ' »ie7. Grosser jam- c^zsiejnschlugen/vnd ein grossen Haussen von den seinen gefangen wegführeten/ UI/vonwAe- vnd gen Damascon brachten. Auch ward er gegeben vnter die Hand deß Königes ^^stterey. Pekah. Israel/daß er ein grosse schlacht an jm thet. Denn Pekah/der Son Remalia/schlug in Iiwa hundert vnd zwentzig tausend auff einen tag/die alle redliche Leute waren/ Sich«. Darumb daß sie den HERRN jrer Vätter Gott verlieffm.Vnd Sichri/ein gewalti¬ ger in Ephraim/erwürget Maeseja den Son deß Königes/ vnd Asricam den Hauß- Fürstcn/vnd Elkana den «ehesten nach dem Könige. Vnd die Kinder Israel führeten gefangen weg von jren Brüdern zwey hundert tausend Weiber/Söne/vnd Töch- ter/vnd namen dazu grossen Raub von jnen/vnd brachten den Raub gen Samaria. Oded ^bS war aber daselbs ein Prophet deß HERRN / der hieß Oded / der gieng her- pr-phet. c^^uß hem Heer entgegen/das gen Samaria kam/vnd sprach zu jnen: Sihe/weil derHERR euwer Vatter Gott vber Inda zornig ist / hat er sie in euwere Hände gege- ben/Ir aber habt sie erwürget so grcuwlich/daß in den Himmel reicht. Nun gedruckt jr die Kinder Juda vnd Jerusalem euch zu vnterwerffen zu Knechten vnd zu Mäg¬ den / Ist das denn nicht schuld bey euch wider den HERRN euwern Gott k So gehor¬ chet mir nun/vnd bringet die gefangene wider hin/die jr habt wcggeführet auß euwe- ren Brüdern / Denn deß HERRN zorn ist vber euch ergrimmet. Da machten sich äusserliche vntcr den fürncmesten der Kinder Ephramr/Asarja v her Son Ichiskia neun v»d zweniziA >ar Römgin Juda. AM. I EG der XXVlll.Lirp. der SorrIohanan/ Berechja der Son Mesillemoth/Iehiekia der Son Sallum/ vnd Anrasa der Son Hadlat/wider die/so auß dem Heer kamen/vn sprachen zu jncn: Jr solt die gefangne nicht hereyn bringen/Denn jr gedenckt nur schuld für dem HER¬ REN ober vns/ auff daß jr vnscr sünde vnd schuld teste mehr machet / Denn cs ist zu¬ vor der schuld zuvil/vnd der Zorn ober Israel er grimmet. Da liessen die geharnischten die Gefangene vnd den Raub für den Obersten vnd für der gantzen gememe. Da stunden auffdie Männer/die jetzt nut Namen genennet sind /vnd namen die Gefangenen/vnd alle die bloßvnter jncn waren/zogen sie an von den geraubten/ vnd kleideten sie/vnd zogen jnen Schuch an / vnd gaben jncn zu essen vnd zu trinckcn/ vnd salbeten sie / vnd führeten sie auff Eseln alle die schwach waren / vnd brachten sie gen Jeriho zur Palmenstatt bey jre Brüder / vnd kamen wider gen Samaria. Jeriho ^V derselben zeit sandte der König Ahas zu den Königen von Affur/daß sie jm ^hülffen. Vnd es kamen abermal die Edomtter/vnd schlugen Juda/ vnd führeten o etliche weg.Auch thcten sich die Philister ntdcr in den Stätten / in der Auwe vnd gegen MittagIuda/vnd gewonnen BethSemes/Aialon/Gederoth/vn Socho mit jren Töchtern / vnd Thimna mit jren Töchtern / vnd Grmso mit jren Töchtern / vnd wohneten drinnen.Den der HERR demütiger Juda vmb Ahas willen/deß Königes « "Iuda/darumbdaßerIuda^bloßmachet/vndvergreiffsichamHERRN. Vndes ' kam widerjn TiglathPilleffer der König von Affur/ der belägcrt jn / Aber er kundt jn Tiglath- nicht gcwinncn.Dcnn Ahas theilet das Hauß deß HERRN/ vnd das Hauß deß Kö- p"l-ss-r. Mm"'vE"lc7cc/ Ntstes vnd der Obersten/ das er dem König zu Affur gab. Aber cs halffjtt nichts. souLcmfrcy nach fti-(^^Azu in seiner not macht der König Ahas deß vergreiffcns am HERRN noch GottÄttE/ mehr / vnd opsserte den Göttern zu Damascon / die jn geschlagen hatten / vnd a? V-Len?" sprach:Die Götter der Könige zu Syrien helffcn jnen/Darumb wtl ich jncn opffem/ rlssset. daß sie mir auch Helffen/ So doch dieselben jm vnd dem gantzen Israel ein fall waren. Vnd Ahas bracht zu Hauff die Gefässe deß Hauses Gottes/ vnd jamlet die Gefässe im Hause Gottes/vnd schloß die Thürn zu am Hause deß HERRN/vnd macht jm Altar in allen winckeln zu Jerusalem / vnd in den Stätten Juda hin vnd her macht er Hö¬ hen zu räuchern andern Göttern/vnd reitzet den HERRN/ seiner Vatter Gott. Was aber mehr von jm zu sagen ist / vnd alle seine Wege / beydc ersten vnd letzten/ Sihe/das ist gcschribe im Buch der Könige Juda vn Israel. Vn Ahas entschliess mit seinen Vättern/vn sie begruben jn in der Statt zu Jerusalem/Aber sie brachten jn nit vnter die gräbcr der Könige Israel/Vn sein Son Jehiskia ward König an seine statt. XXIX.Lap. Hiskxr «irdt Röm'g in Iuda/ist Gottfärchtig/befiklet ven Priestern vnd Leuiken vs« Hauff veßHERRN wioerumb ;u reinigen /richr den Gorresdienst an wie sich gebürt/ bestellt die äinp- ter der Priester vn Lettiren/nnch ordnu nge Dauivs/leßr dem HERRN opffer« vn dancksagen. Ehlskta war fünff vnd zwcntzig jar alt/da er König ward / vnd regieret neun vnd zwcntzig iar zu Jerusalem /seine Mut. * kcr hieß Abta/eine Tochter Iacharja. Vnd er thet das dem HERRN wol gefiel / wie sein Vatter Dauid. Er thet auff die Thür am Hause deß HERRN/ im ersten Monden deß ersten jars seines Königreichs/ vnd befestiget sie. Vnd bracht hincyn die Priester vnd Leuiten / vnd vcrsam let sie auff der Breytengaffcn gegen Morgen/vnd sprach zu jncn: Dret mir zu/jr Leuiten/Hciliget euch nrrn/daß jr heiliget das Hauß deß HERRN I^skia a!r " Le,b H)euwcr Vätttr Gott/ vnd thut hcrauß den vnflat auß dem Heyligthumb. Denn ui»». Rätter haben sich vergriffen/vnd gethan/ das dem HERRN vnscrm Gott vbel gcfellt/vnd haben jn verlassen / Den sie haben jr angesicht von der Wohnung deß HERRN gewandt/vnd den rucken zu gekehret. Vnd haben die Thür an der Halle zu- geschlossen/ vnd die Lampen außgclescht / vnd kern Räuchwerck geräuchert/ vnd kein Vrandopffcr gethan im Heyligthumb/dem Gott Israel. Oahcr ist Daher ist der zörn deß HERRN vber Juda vnd Ierusatenr kommen/vnd hat sie gegeben in zustrcuwung vnd Verwüstung/daß man sie anpfeifft wie jr nut cuweren äugen sehet. Den sihe/vmb desselben willen sind vnscr Vätter gefall durchs schwere/ vnscr Söne/Töchter vnd Weiber/sind wcggeführt.Mn hab ichs im sin erneu Buns zu machen mit dem HERRN dem Gott Israel/daß sein zorn vnd grim sich von vns wende. Mn meine Sone seyt nicht hinlässig/Denn euch hat der HERR erwehlet/ daß ir fürjm stehen solt/ vnd daß jr seine Dienervnd Räucher seyt. ^^A machten sich auffdie Leuitcn/Mahath/dcr Son Amasai/vnd Iocl/der son ^)tz Asaria/auß den k-ndern der Kahathiter. Auß den Kindern aber Mcrari'Kis der Son Abdi/vnd Asarja/der Son Iehalelecl. Aber auß den Kindern derGcrso- nitcr/Ioab der Son Simma/vnd Eden der Son Joah. Vnd auß den Kindern Eli- zaphan / Simri vnd Ieiel. Vnd miß den Kindern Affaph/Sacharja vnd Mathan- sa. Vnd auß den Kindern Hcman/Iehiel vnd Semei. Vnd auß den Kindern I'cdu- thun/Scmaea vnd Vsiel. Vnd sie versamletenjre Brüder/vnd heiligten sich/ vnd v gierigen hmeyn nach dem Gebote deß Königes/auß dem wort deß HERRN/ zu reini¬ gen das Hauß deß HERRN. Die Priester aber giengen hincyn inwendig ms hauß deß HERRN zu reinigen/ Priester rey- vnd theten alle vnreinigkeit (die im Tempel deßHERRN Hunden ward) auffdcn hof«^» de>, -T-n./cl am Hause deß HERRN/ vnd die Leuiten na mm sie auff/ vnd trugen sie hinauß in den ApMs. Bach Kidron. Sre stetigen aber an am ersten tage deß ersten Monde sich zu heiligen/ vnd am achten tage deß Monden giengen sie m die Halle deß HERRN / vnd heilige- ten das Hauß deß HERRN acht tage/vnd vollendeten es im sechtzchcnden tage deß ersten Monden. Vnd sie giengen hineyn zum Könige Hiskia/vnd sprachen: Wir haben gereiniget das gantze Hauß deß HERRN/den Brandopffers Altar/ vnd alle sein Gerehte/ den Tisch der Schauwbrot/vnd alle sein Gerehte/vnd alle Gcfaffe/die der König Ahas/ da er Körrig war / weggcworffen hatte/ da er sich versündigt / die haben wir zugericht vnd gcheiligct/ Sitze/ sie sind für dem Altar deß HERRN. macht sich der König Hiskra frü auff/vn versamlct die Obersten der Statt/ HMa s^nwt (^Hvnd gieng hinauffzum Hause deß HERRN/vnd brachten herzu siben Farren/ Eltcste» siben Wrdcr/sibcn Lämmer/vnd sibcn Agenböcke zum Sündopffer / für das König- reich/ für das Heyligthumb vnd für Juda / vnd er sprach zu den Priestern der Kinder Aaron/das sie'opffcrn solten auffdem Altar dcßHERRN.Da schlachten sie die Rin- der/vnd die Priester namen das blut vnd sprengeten es auffdcn Altar/vnd schlachten die Wldcr/vnd sprengeten das Blut auffdcn Altar/ vnd schlachten die Lämmer/vnd sprengeten das blut auffden Altar. Vnd brachte die Böcke zum Sündopffcr für dem Könige vnd der Gemeine/vn legten jre Hände auffsie.Vnd die Priester schlachten sic/ vnd cntsündigeten jr Blut auff dem Altar zu versöhnen das gantz Israel / Denn der König hatte befohlen Brandopffer vnd Sündopfferzu thun für das gantz Israel. e Vnd er stellet dieLeuitenim Hause deß HERRN/mit Kimbaln/Psaltern vnd Harpffen / wie esDauid befohlen hatte /vnd Gad der Schauwcr deß Kömgcs/vnd der Drophct Mthan / Den cs war deß HERRN gebott durch seine Propheten. Vnd die Leuiten stunden mit den Sattenspielcn Dauid/vnd die Priester mit den Drome- tcn. Vnd Hiskia hieß sie Brandopffer thun auffdem Altar/ Vn vmb die zelt/da man ansteng das Brandopffer/steng auch an der gefang deß HERREN/ vnd die Drome- tcn/vnd auffmancherley SaitenspielDauid deßKöniges Israel. Vnd die gantzege¬ meine betet an/vnd der gesang dersenger/vnd dasDrometcn der Drometer/wäret alles biß das Brandopffer außgerichtwar. Da nun das Brandopffer außgcricht war/ beuget sich der König /vnd alle die bcy jm fürhanden waren/vnd beteten an. Vnd der König Hiskia sampt den Obersten/Hrcß die Leuiten den HERRN loben Mit dem gcticht Dauid vnd Assaph deß Schauwcrs / vnd sie lobten mit freudcn/vnd v ij ncygeten Hiskia. n.BuAder xxx.Lap. neygetcn sich/vnd beteten an. Vnd Hiskia antwortet/vnd sprachMu» habt jr euwere Hände gefüllt dem HERRN/trettet hinzu/ vnd bringet her die Opsser vnd Lobopffer Opsser der zum Hause dcß HERRN. Vnddtegcmeinebrachthcrzu Opsser vnd Lobopffer/vnd Gemeine. Overman freywilligcs hertzen Brandopffer/ Vnd die zal der Brandopffer/ so die ge¬ meine herzu brachte/war sibcntzig Rinder/ hundert Wider / vnd zwcy hurwert Lain- mer/vnd solche alles zu Brandopffer dem HERRN/ Vnd sie hciligeten sechß hundert Rinder/vnd drey tausend Schaf. Aber der Priester waren zu wenig/vnd kundten nicht allen Brandopffer» die haut abziehcn/Darum namen sie jre Brüder/ die Leuitcn/ biß das werck außgericht ward/vnd biß sie die Priester heiligeren / Den die Leuiten sind leichter zu heiligen we¬ der die Priester. Auch war der Brandopffer vil mit dem Fett der Danckopffer vnd Tranckopfferzu den Brandopffer»/Also ward dasAmptam Hause deß HERRN fertig. Vn Hiskia freuwet sich sampt allem Volck/daß man mit Gott bereit war wor¬ den/ Denn cs geschach cylcnd. Hiskta bernsst alles Volck auß Israel vnd Inda ;um Passah / viel verlachen solch vorhaben/ vll demürlgen sich/vnd körnen. Darnach werden dieAbgörnsche Alrar ;« Jerusalem abgerhan/ Vas Passahmrr grossenfreudcngehalten/vnd dem HlLRRSk lob vnd vanck gesagt. Htskta sandte HM zum gantzen Israel vnd Juda/ vnd schreib Brieffe an Ephraim vnd Manasse/daß sie kämen zum MMU Hause deß HERRN gen Jerusalem / Passah zu halten dem HERRN/ dem Gott Israel. Vnd der König hielt einen Raht mit seinen Ober- sten/ vnd der gantzen Gemein zu Jerusalem / das Passah zu halten im andern Monden/Denn sie kundtens nicht halten zur selbigen zeit/darumb daß der Priester nicht gnug geheiliget waren / vnd das volek noch nicht zu Hauff kommen war gen Jerusalem. Vnd es gesiel dem König wol/vnd der gantzen gemeine. Vnd bestell¬ ten daß solchs außgeruffen würde durch gantz M acl/von Berseba an biß gen Dan/ daß sie kamen Passah zu halten den; HERRN/ dem GottIsracl zu Jerusalem / Dm - es war lang nicht gehaltcn/wie es geschrieben stehet. Hertzlichecr- A^Nddie Lcuffer giengen hinmit denBrteffen von der Hand deß Königs vnd sci- m, E^Dncr Obersten/ durch gantz Israel vnd Juda / auß dem befehl deß Königes / vnd sprachen :Ir Kinder Israel bekehret euch zu dem HERRN/dem Gott Abraham/ Isaac/ vnd Israel/so wirt er sich kehren zu den vbrigen/ die noch vbrig vnter euch sind auß der Hand der Könige zu Assur. Vnd seyt nicht wie euwere Vätter vnd Brüder/ die sich am HERRN irer Vatter Gott vergriffen / vnd er sic gab in eine Verwüstung/ wie jr selber sehet. So seyt nun nicht halßstarrig wie euwere Vätter / sondern gebt cu- wcrc Hand dem HERRN / vnd kommetzu seinem Hcyligthumb / das er gchcyliget hat cwiglich/vnd dienet dem HERRN euwerem Gott'/so wirdtsich der grim seines zorno k von euch wenden. Denn so ir euch bekehret zu dem HERRN/ so werden euwere Brü¬ der vnd Kinder barmhertzigkeit haben für denen die sie gefangen halten/daß sie wider in diß Land kommen/ Denn der HERR euwer Gott ist gnädig vnd barmhertzig/vnd wirt sein Angesicht nicht von euch wenden / so jr euch zu jm bekehret. Vnd die Lcuffer giengen von einer Statt zur andern/im Lande Ephraim vnd Manaffe/vnd biß gen Sebulon/ Aber sie verlachten vnd spotten jr. Doch etliche von Affer vnd Manaffe/vnd Sebulon/demütigeten sich/vn kamen gen Jerusalem. Auch kam Gottes Hand in Juda / daß er jnen gab einerley Hertz zu thun nach deß Königes vnd der Obersten gcbott/ auß dem wort deß HERRN. Vnd cs kam zu Hausse gen Je¬ rusalem ein groß Volck/zu halten das Fest der vngeseuwerten Brot im andern Mon- dcn/ein sehr grosse gemeine. Vnd Hiskia ver- tnanckdasganlrcIs-- racl Passah zu halte. Srsp.14.17. Infr. Oiskia. iLhronlca. XXX.Lap. 255 Lup.-S. sie machten sich auff/ vnd theten ab die Altar/ die zu Jerusalem waren/vnd Passah gehal c^alle Räuchwcrck theten sie weg/vnworffen sie in den bach Kidron.Dnd schlach- ten das Passah am Viertzehenden tage deß andernMonden. Vnd die Priester vnd Leuiten bekannten jre schände / vnd heyligeren sich/vnd brachten die Brandopffer MM Hause deß HERREN/vnd stunden in jrer Ordnung / wie sichs gebürt nach den» Gesetz Mose deß Manne Gottes. Vnd die Priester sprengeten das blut von der Hand der Lernten / Denn jr waren vil in der Gemeine die sich nicht geheyligt hatten / Dar- umb schlachten die Leuitcn das Passah für alle die nit rein waren / daß sie dem HER¬ REN gehcyligct wurden. e Auch war deß Volcks vil von Ephraim /Manaffe/ Isaschar/ vnd Sebulon/die nicht rem waren/sondern assen das Osterlamb nit wie geschrieben stehet. 'N rn His- kia bat für fte/vnd sprach: Der HERR/der gütig ist/wirtgnädig seyn allen/ore jr Hertz schicken Gott zu sucdm/den HERRN/ den Gott jrer Dätter/vnd mcbt omb der hey- Ligen reynigkeit willen. Vnd der HERR erhöret Hiekia/ vnd hcyliget das Volck. Also kelHDasO/GE hielten die Kinder Israel/dte zu Jerusalem fundcn wurdm/das Fest der vngeseuwcr- 2" NAm Z Infc.s;. ten Brot schm tage mit grosser freud e.Vnd die Leuiten vn Priester lobeteu den HER- REN alle tage mit starcken Sattenspielcn deß HERRN. de-"s ? h u "9 8^Nd Hiskia redet hertzlich mit allen Leuiten/die ein guten verstände hatten am ' c^HERRN/vnd sie assen das Fest ober sibcn tgge/vn opfferten Danckopffer/vnd dancketen dem HERRN jrer Vatter Gott.Vnd die gantze Gemeine ward rahts/noch ander siben tage zu halten/vnd hielten auch die sibcn tage mit freuden. Denn Hiskia der König Juda gab eine Hebe für die Gemeine / tausend Farren / vnd siben tausend Schafe/ Die Obersten aber gaben eine Hebe für die gemeine / tausend Farren/ vnd zehen tausend Schafe/ Also heyligeten sich der Priester vil. Vnd es freuweten sich die gantze gemeine Iuda/die Priester vnd Lcuiten/vnd die gantze Gemeine/die auß Israel kommen waren/ vnd die Frembdlürgen / die auß den; Lande Israel kommen waren/ vnd die in Juda wohneten. Vnd war ein grosse frcude zuIerusalem/Densint derzeit Salom o/deß Sons Damd deß Königs Israel/war solchs zu Jerusalem nicht gewesen. Vnd ie Priester vnd Leuiten stunden auff/vnd ftgeneten das Volck / vnd jre summe ward echörer/vnd jr Gebet kam hineyn für seine heylige Wohnung im Himmel. XXXI. Qp. Das Volck thvk hinweg alle Abgötterey auff dem Lande / Hiskia stellt die Priester vnd Le¬ uiten in ,re Ordnung / gibt seinen rheil von seiner Habe zu Branvopffern nach dem Gesetze deß HERRN/ er machet das Volck- res rheil dergleichen;u geben / vnv ordnet/wie es mir der auß- rheilung;» halten. Nd da drß alles war außgmchk/Mm Hinaus; alleW ^raeliten/die vnter den Sräum Juda fundm wurden/vnd zubra- chen die Seulen / vnd hieben die Harne ab / vnd brachen ab die Ho- M hen vnd Altar auß gantzem Iuda/BcnIamrn/Ephraim/vnd Ma naffe/biß sic sie gar auffraumetcn. Vnd die Kmver Israel zogen alle wider zu jrem Gut in jre Statte. /^Iskia aber stellet die Priester vnd Leuiten in jre ordnunge/ein jeglichen nach sei- ^Anem Ampt/beydeder Priester vnd Leuiten/zu Braudopffcrn vnd Danckopf- Malreu) Mff ny«. -s. fern/ daß sie dieneten / danckten vnd lobeten in den Thoren deß Lägers deß HERRN. gclo .mmn7mEm Vnd der König gab sein theil von seiner Habe zu Branvopffern deß morgens vnd deß abends/ vnd zu Branvopffern deß Sabbaths vnd VeuwmoNden vnd Festen/wie es Kn geschrieben stehet im Gesetz deß HERRN. chmdimersollm ver Die Prie er sprach zum Volck/das zu Jerusalem wohnet/daß sie theil geben den Prre- / wMAenuas vnd Leuiten/auff daß sieMndten beste harter "anhälken am Gesetz deß auch v rij HERRN. MU. I I. Buch der xxxi.Lap. HERRN.Vnd da das wort außkam/gaben die Kinder Israel viel Erstlinge vonGe- treyde/Most/öl/Honig/vnd allerlei) cynkommens vom Felde/ vnd allerley Sehenden brachten sie vil hincyn. Vnd die Kinder Israel vnd Juda / die in den Statten Juda rechneten / brachten auch Sehenden von Rindern vnd Schafen / vnd Sehenden von dem gehetligeten/das sie dem HERRN jrem Gott geheiliget hatten / vnd machten hie ein hauffen/vnd da ein Haussen. Im dritten Monden fiengcn sie an Haussen zu legen/ vnd im sibenden Monden richteten sie es auß. Vnd da Hwkia mit den Obersten hincyn gicng/vnd sahen die Haussen / lobten sie den HERRN/vnd sein Volek Isracl.Dnd Hwkia fraget die Priester vnd Leuiten vmb die Haussen. Vnd Asarja der Priester / der fürnemest im Hause Jadok/ sprach zujm: Sink der zeit man angefangen hat die Hebe zu bringen ins Haust dcß HERRN / ha- 8 ben wir gessen/ vnd sind satt worden / vnd ist noch vrl vberblieben / Denn der HERR har sein volck gesegnet/ darumb ist dieser Haussen vberblieben. Da befahl der König/ daß man Kästen zubereiten solt am Hause deß HERRN.Vnd sic bereiteten sie zu/vnd theten hincyn dteHebe/die Sehendcn/vnd das Geheyligete/treuwlich. Vnd vber dasselbe war Fürst Khananja der Lcuit/vnd Simei sein Bruder der ander/vnd Ichiel/Asasja/Nagath/Äsahel/ Icrimoth/ Iosabath/ Eltcl/ Iesmachja/ Mahath/vnd Benaja/ verordnet von der Hand Khananja / vnd Srmci seines Bru- ders/nach befehl deß Königs Hwkia. Aber Asarja war Fürst im Haufe Gottes. Vnd Kore der Son Jemna der Lcuit/der Thorhütcr gegen morgen / war ober die frcywil- Ligen gaben Gottcs/jm verträumet/ die dem HERRN zur Hebe gegeben wm den/vnd vber die allerheiligsten.Vnd vnter seiner Hand waren/Edcn/Mniamin/ Iesua/Se- maja/Amarja/vnd Sachanja/in den Stätten der Priester/ vast sie geben sollen jrerr Brüdern/nach jrcr ordnunge/ dem kleinesten wie dem grossen. Dazu denen / die gerechnet wurden für MamwbrLde / von drey jar alt vnd drü- ber/vntcr allen die in das Haust deß HERRN giengen/ ein jeglicher au seinem tage zu jrem Ampt/ in jrer Hut/ nach jrer ordnunge. Auch die für Priester gerechnet wurden im Hause jrer Vatter/vnd die Leuiten/von zwentzlg jaren vnd drüber/in jrer hut/nach jrer ordnung.Dazu die gerechnet wurden vnterjre Kinder/ Wciber/Söne vn Töch- tcr/vnter der gantzen Gemeine/Denn sie heyltgeten trcuwlich das gchcyligete. Auch waren Manner mit Namen benennet vuter den Kmdcrn Aaron den Priestern / auff den felden der Vorstätte in allen Stätten/ das sie thcil geben allen Mannsbilden vn¬ ter den Priestern / vnd allen die vnter die Leuiten gerechnet wurden. HiskLa Gott- Also thet Hiskia in gantzen; Juda/ vnd thct was gut / recht/ vnd warhafftig war für dem HERRN seinem Gott/Vud in allem chun das er anfieng am dienst deß Hau ses Gottes/ nach dem Gesetz vnd Gcbott/zu suchen seinen Gott / das thet er von gan- tzem hertzen/ Darumb hatte er auch glück. xxxii.Lap. Ganherid kommet mir Heersmacht in Juda/Htskra rässer sich/tröffet bas Volck. Sanhe- tib schickt etliche der seinen für Jerusalem vteselbigerhun eine Gokteslasserliche Werbung / vnv verachten denGotrIudagreuwltcherwetse. Htskt» vnv Jesaia deren zum HERRN /vnv cv vertilget durch einen Engel in einer nackt das Heer der Assyrier Sanherib zeucht mrr schändet« gb/vnd wirr in seinem Lande von seinen Sönen getädr. Hrskla sändlgt durch Hochmur / vnd als er sich demütiget/ wendt der HERR seinen zorn von fm ab. Sanhmb. Ach diesen Gcschlchten vnd treuw kam Sanhertb der L König zuAssm/vndzoch inZuda/ vnd iägcrtfich für die festen Stckt- te/vnd gedacht sie zu sich zu reissen. Vnd da Hwkia sähe/ daß Sache, rib kam/vnd sein Angesicht stund zu streiten wider Jerusalem/ward er rahts mit seinen Obersten vnd Gewaltigen zu zudecken die Wasser von den Brünnen/ die draussen für der Statt waren/vnd sie hulffen jm. Vnd es ver¬ faultet sich ein groß volck/vnd deckten zu alle Brünne vnd fliessende Wasser mitten im Lande/ AM. LHromm. xxxii.Lap. 256 Lande/vn sprachen: Daß die Könige von Assur nit vil Wassers finden wen sie kamen. Vnd er ward getrost / vnd bäumet alle Mauwrcn / wo sie lückicht waren / vnd wacht Thürne drauff/vnd bauwet draussen noch ein andere Mauwre/vnd befestiget Millo. Mrllo an der statt Dauid/vnd machet vil Waffen vnd schilde.Dn stellet die Häuptleu- te zum streit neben das Dolck.Vnd samlet sie zu sich auffdie Breytegassen am thor der Statt/vnd redet hcrtzlich mit inen/vnd sprach: Seyt getrost vnd frisch/Förchtet euch ?Ioi nicht/vnd zaget nicht für dem Könige von Assur/ noch für alle dem Haussen der bey /m * " ist/Denn es ist ein grösser mit vns weder mit im. Mit jm ist ein fleischlicher arm / Mit vns aber ist der HERR vnser Gott/daß er vns helffe/vnd führe vnsern streyt.Dnd das Volck verließ sich auffdie wort Hiskia deß Königs Juda. 4 Reg. .s. (^^Arnach sandte Sanherib der König zu Assur seine Knechte gen Jerusalem/ (denn er lag für Lachis/vnd alle seine Hcrrschafft mit im)zu Hiskia dem Könige Iuda/vnd zum gantzcn Juda / das zu Jerusalem war / vnd ließ jm sagen / So spricht Sanherib derKönig zu AssunWeß vertröstet ir euch/die ir wohnet in dem belagerten Jerusalem k Hiskia beredet euch/ daß er euch gebe in den 'Lod / hunger vnd durst/vnd sprichtDer HERR vnser Gott wirt vns erretten von der Hand deß Königes zu Assur. 8 Ist er nicht der Hiskia/der seine Höhe vnd Altar weggethan hat / vnd gejagt zu Juda vnd zu Jerusalem / Dor einem Altar solt ir aubeten / vnd drauffräuchern? Wtssetirnicht/wasichvndmeine Vatter gcchan haben allen Völckemin Län¬ dern ? Haben auch die Götter der Heyden in Ländern mögen jre Länder erretten von meiner handkWer ist vnter allen Göttern dieser Heyden/die meine Vätter verbannet haben / dersein Volck habe mögen erretten von meiner Hand ? Daß euwer Gott euch solt mögen erretten auß meiner Hand ? So laßt euch nun Hiskia nicht aufffttzen / vnd lasset euch sotchs nicht bereden/vnd glaubt im nit. Den so kein Gott aller Heyden vnd Königreich hat sein volck mögen von meiner vn meinerVätter Hand erretten / so wer¬ den euch auch euwere Götter nicht erretten von meiner Hand. Dazu redten seine Knechte noch mehr wider den HERRN den Gott / vnd wider Sanheribs seinen Knecht Hiskia. Auch schreib er Brieffc hshn zu sprechen dem HERRN dem GottsGe^ Gott Israel/vnd redet von jm/ vnd sprach: Wie die Götter der Heyden in Ländern ir Volck nicht haben errettet von meiner Hand/ so wirdt auch der Gott Hiskia sein Volck nit erretten von meiner Hand. Vnd sie rieffen mit lauter stime auff Jüdisch zum volck zu Jerusalem / das auff den Mauwren war / sie forchtsam zu machen vnd zu erschre- cken/daß ste die Statt gewännen. Vnd redeten wider den Gott Jerusalem/wie wi¬ der die Götter der Völcker auff Erden / die Menschen Hände werck waren. 4 R-Z.6ABer der König Hiskia/vnd der ProphetIcsaia/dcr Son Amoz/beten dawider/ Jerusalem ^Avnd schryen gen Himmel. Vnd der HERR sandte einen Engel/ der vertilget al- d»7ch da« Ge-ee > le gewaltigen deß Heers / vnd Für sten vnd Obersten im Läger deß Königs zu Assur/ AvoNstt^mt daß er mit schänden wider in fern Land zoch.Vnd da er in seines Gottes Hauß gieng/ fetteten in daselbs durchs schwert die von seinem eygen Leibe körnen waren. Also halff der HERR Hiskra vnd den zu Jerusalem auß der Hand Sanherib deß Königs zu As- sur/vnd aller ander/ vnd" en chrelt sie für allen vmbher. Daß vil dem HERRN Ge- . schänck brachten gen Icrusalem/vnd Kleinote Hiskia dem Könige Iuda.Vn er ward -7" seu-c darnach erhaben für allen Heyden. N 7' ivard Hiskia todkranck/ vnd er bat den HERRN/ der geredt jm/vn gab ein wunder.Aber Hiskia vergalt nicht wie im gegeben war/denn sein Hertz er- die zuIemsal? auch O^hub sich/Darumb kam der zorn vber in/vnd vber Juda vn Jerusalem. AberHis- A! kia demütiget sich/daß sein Hertz sich erhaben hatte/sampt denen zu Jerusalem / Dar- Hiskia wirdt umb kam derzorn deß HERRN nicht vber sie/weil Hiskia lebet. Hiskia hatte sehr grossen Reichthumb vnd ehre/ vnd macht im Schätze von Hiskia Nerr- o^Silber/gold/cdelsteinen/würtze/schllde vnd allerlei) köstlichem gerehte/vn körn- Häuser zu dein eynkommen deß getreydes/ mosts vnd öls/ vnd stalle für allcrley Vieh/' ' v iiij vnd Manasse. ii.BuA xxxm.Lap. vnd Härten für die Schafe.Vnd bauwet im Stätte/vn hatte Vieh an Schafen vnd Rindern die menge/Denn Gott gab jtti sehr groß Gut. Er ist der Hiökia/ der die ho¬ hen Wasserguelle in Gthon zudecket / vnd leytct sie hinunter von abendwerts zur Statt David / DennHiökia war glückselig in alle seinen wercken. aber die Bottschafften der Fürsten von Babel zu jm gesandt waren/zu frä- gen nach dem wunder/dao im Lande geschehen war / verließ in Gott also / daß er in versucht/auffdaß kund würde alles was in seinem hertzen war. Was aber mehr von Hiökia zu sagen ist/vnd seine barmhertzigkeit / Sihe / das ist geschttben m dem Gesicht deß Propheten Icsaia/ deß Sons Amoz/im Buch der Kö¬ nige Juda vnd Israel. Vnd Hiökia entschliessmitseinen Vättern/vnd sic begruben in vber die Gräber der Kinder Dauid/vnd gantz Iuda/vnd die zu Ierusalem/Lheten im ' ehremseinemtod/vndseinSonManassewardKöniganscmestatt. xxxm.Lap. Manasse wlrdtRönlg in Iuda/rlcht auffdl'L Abgöttische greurvek dLrHexden/wirbt gefan- gen von den Assyriern/ vnd bekehrt sich wiverumb ;um HERRN. Manasse stirbt / vnd Amo» sein Son wlrdr Röntg in Iudahest sich 5» aller Aögötterex / vnd wirbt von den seinen in seinem Hausegetödt. Manaffe Anasse war zwölff far alt da er König ward / vnd rc- 4 ^WWUE gieret fünffvnv fünfftzig iarzu^crusalem/Vnd thetdas dem HER-- REN vbel gefiel nach den grcuweln der Heyden/die der HERR für den Kindern Israel vertrieben hatte.Vnd kehret sich vmb/vn d bau- wet die Höhen / die sein Vatter Hiökia abgebrochen hatte/vn sttfftet Manasse Baalun Attar/vnd machet Haine/vnd betet an allerlcy Heer am Himel / vnd dienet G-rrkßwese-t. r'mn. Er bauwet auch Altar IM Hause deß HERREN/ davon der HERR geredt hat/ Au Jerusalem sol mein Name seyn ewiglich. Vn bauwet Altar allerley Heer am Hun Mel/in bcyven Höfen am Hause deß HERRN. Vnd er ließ seine Söne durchs fcuwer gchen/im Thal deß SonsHinnom/Vnd wehlettage/vnd achtet auffVogclgeschrey/ vnd zauberte / vnd stifftet Warsager vnd Aichendeuttr / vnd thet vtl das dem HER¬ REN vbel gefiel / in zu erzürnen. Er setzet auch Bilder vnd Götzen/die er machen ließ ins Hauß Gottes/ davon - As./, der HERR Dautd geredt hatte / vnd Salomo seinem Son / In diesem Hauß zu Je- ' rusalem/die ich erwchlet habe für allen Stämmen Israel/ Wil ich meinen )?amen se¬ tzen ewiglich. Vnd Wil nicht mehr den Fuß Israel lassen weichen vom Lande/ das ich jrenVättern bestellet habe / so ferme sie sich halten/daß sie thun alles was ich inen ge¬ hörten habe/tn allem Gesetze/ Gcbotten vnd Rechten/durch Mose. AsBcr Manasse verführet Juda vnd die zu Jerusalem / daß sie ärger thcten denn Heyden / die der HERR für den Kindern Israel vertilget hatte. Vnd wenn der HERR mit Manasse vn seinem Volck reden ließ/merckten sie nichts drauff. Dar- Manasse ge- umb Keß der HERR vber sie kommen die Fürsten deß Heers deß Königs zu Assur/ sKr" c?!" dre namcn Manasse gefangen mit Fcsseln/vnd bunden in mit Ketten/vnd brachten in gen Babel. Vnd da er in der angst war/ flehet er für dem HERRN seinem Gott/vnd Manasse demütiget sich sehr für dem Gott seiner Vätter. Vnd bat/vnd flehet in. Da erhöret er sein flehen/vnd bracht in wider gen Jerusalem zu seinem Königreich/Da erkennet wwerangenommen. Manasse/ daß der HERR Gott ist. Arnach bauwet er die euffcrsten Mauwren an der Statt Damd/ von abend- s werte an Gthon im Bach/vnd da man zum Fischthor eyngehet/vn vmbher an Ophel vnd machet sie sehr hoch/vnd legt Häuptleute in die festen Stätte Juda. Vnd thet weg die frembden Götter/vn die Götzen auß dem Hause deß HERRN/vn alleAl- tar die er gebauwet hatte anff dem berge deß Hauses deß HERRN/vnd zu Jerusalem/ vnd warffsic hmauß für die Statt.Vn richtet zu den Altar deß HERRN/vn opfferte drauff Amon. Lhroma. xxxm.Lap. 257 drauff Danckopffer vnd Lobopffer/ vnd befahl Juda / Daß sie dem HERREN / den» Gott Israel / dienen sollen. Doch opfferte das Volck auff den Höhen / wiewol dem HERRN jrem Gott. Was aber mehr von Manaffe zu sagen ist/vnd sein Gebet zu seinem Gott/vnd die rede der Schauwer/ die mit jnr redeten im namen dcß HERRN deß Gottes Isra¬ el/Sthe die find vnter den Geschichten der Könige Israel. Vnd sein Gebet vn flehen/ vnd alle seine sünde vnd miffechat/ vnd die stette/ darauffer die Höhen bauwcte / vnd Haine vnd Götzen stifftet/ehe denn er gedcmütiget ward / Sihe / die sind geschrieben vnter den Geschichten der Schauwer. Vnd Manaffe entschliess mit seimn Vattern/ vnd sie begruben jn in seinem Hause/ vnd sein Son Amon ward König an seine statt. 4 Reg. r,. r;. Wey vnd zwentzig jar alt war Amon/ da er König ward / vnd regieret zwey iar zu Amon zwey ^Jerusalem/vnd chet das dem HERRN vbelgefiel/wie sein VatterManaffe ge- 'arRömsmIuda. than hatte / vnd Amon opfferte allen Götzen / die sein Vatter Manaffe gemacht hatte/vnd dienet jnen. Aber er demütiget sich nit für dem HERRN/wie sich sein Vat¬ ter Manaffe gedemütiget Hatte/Den er/Amon/macht der schuld vil.Vnd seine knech¬ te machten einen Bund wider jn/vnd tödten in in seinem Hause. Da schlug das Volck im Lande alle die den Bund wider den König Amon gemacht hatten /Vnd das volck im Lande macht Iosia seinen Son zum Könige an seine statt» xxxmi.Lap» Iosia wirbt Röntg anseines Vatters Amon stakt / er reinigt das Land von der Heidnischer! Äbgötterex / bessert das Haust dest HERRN / vnd der Priester Hilkia finde Vas Buch veß Gese¬ tzes,Hulda verkündige groß elend ober Juda- vnd dem Iosia ein friedlich absterben. Iosia vnd alles Volck machen einen Bund nrirdem HERRN. ef.Reg.rr. LHt jar alt war Iosia da er König ward/ vnd regieret Maeinmd einvnddreysstgjar zuIerusalem/vnd thetdasdem HERRN wol- gefiel/ vnd wandelt in den wegen seines Vatters Dauid /vnd weich weder zur rechten noch zur lincken.Denn im achten jar seines König¬ reichs / da er noch ein Knabe war / fieng er an zu suchen den Gott sei¬ nes Vatters Dauids/vnd im zwolfftenjarfiengeranzureinigen Juda vnd Ierusa- Abgötterey 4 Reg. r;. lem/von den Höhen vnd Hamen/ vnd Götzen / vnd gegossen Bildern. Vnd Ließ für IoM z«- jm abbrechen die Altar Baalim/ vnd die Bilder oben drauffhiebe er oben herab/vnd °" die Haine/vnd Götzcn/vnd Bilder/ zubrach er/ vnd macht sie zu staub /vnd streuwet sie auff die Graber / dere / die jnen geopffert hatten. Vnd verbrannt die Gebeine der Priester auffdcn Altaren/vnd reiniget alsoIuda vnd Ierusalem.Dazu in den Stät¬ ten Manaffe/Ephraim/Simeon/vn biß an Naphthali/in jren wüsten vmbher.Vnd Da er die Altar vnd Haine abgebrochen/vnd die Götzen klein zumalmet/vnd alle Bil¬ der abgehauwen hatte irn gantzen Lande Israel/ kam er wider gen Jerusalem. «.Reg.». Machtzchenden jar seines Königreichs / da er das Land vn das Hauß gereinigt hatte / sandte er Saphan den Son Azalia /vnd Macscja den Stattvogt/vnd o^-Ioah den Son Ioahas den Kantzler/ zu bessern das Hauß deß HERRN seines Hilkia. Gottes.Vnd sie kamen zu dem HohenpriesterHilkia/vnd man gab jnen das Gclt/das zum hauseGottes gebracht war/welchs die Leuiten/die an der schwelle hüteten/gcsam let hatten/von Manaffe/Ephraim/vnd von allen vbrigen inIfiael/vnd von gantzem Juda vnd BenIamin/vnd von denen die zu Jerusalem wohneten/ vnd gabens vnter die Hände den Arbeitern/die bestellet waren am Hause deß HERRN / vnd sie gabens denen die da arbeiten am Hause deß HERRN/vnd wo es bauwfellig war/ daß sie das Hauß besserten. Dieselben gabens fort den Ammerleuten vnd Bauwleuten/ gehau- wett steine/vnd gehöffelt Holtz zu kauffen/zu den Balcken an Den Häusern/ welche Die Könige Juda verderbet hatten. Vnd die Manner arbeiten am Merck treuwlich. v Vnd cs waren vber sie verordnet Iahath vnd Obadja/ die Lenkten auß den Kin¬ dern Me- Usßa. li.BuAdcr xxxim.Lap. dern Merari.Sacharja vnd Mesullam außden Kindern der Kahachiten/dao wcrck zu treiben / vnd warm alle Leckten die auff Sattenspiel kundten. Aber vber die Last¬ träger vnd Treiber zu allerlei) arbett in allen Emptern/waren auß den Leuiten die Schreiber/Amptlcute/vndThorhütcr. Gesetzbuch L^Nd da sie das Gelt herauß namen/das zum Hause deß HERRN eyngelegt war/ »»lder sefWden. K^fandt Hilkia der Priester das Buch deß Gesetze deß HERRN durch Mose gege¬ ben. Vnd Hilkia antwortet/vnd sprach zuSaphan dem Schreiber:Ich habe das Gesetzbuch funden im Hause deß HERRN/Vnd Hilkia gab dao Buch Saphan. Sa phan aber brachte zum Könige /vnd sagt dem Könige wider / vnd sprach: Alles was vutcr die Hände deiner Knechte gegeben ist/das machen sie/vnd sie haben das Gelt zuhauffgcschütt/ das im Hause deß HERRN funden ist / vnd habens gegeben denen die verordnet sind/ vnd den Arbeitern. Vnd Saphan der Schreiber sagt dem Köni¬ ge an / vnd sprach: Hilkia der Priester hat mir ein Buch gegeben /vnd Saphan lase drinnen für dem Könige. Vnd da der König die wort deß Gesetzes hörct/zureiß er sei¬ ne Kleider. Vnd der König gebot Hilkiavnd Ahrkam dem Son Saphan/vnd Abdon dem Son Mcha/vnd Saphan dem Schrciber/vnd Ascha dem Knecht deß Königs/vnd sprach:Gehet hin/fraget den HERRN für mich/vnd für die vbrigen in Isracl/vnd für Iuda/vber den Worten deß Buchs das funden ist/ Denn der grimm deß HERRN ist groß/der vber vns entbrannt ist/daß vnser Vättcr nicht gehalten haben das wort deß HERRN/daß sie theten/wie geschrieben stehet in diesem Buch. Hulda Pro- gieng Hilkia hm / sampt den andern vom Könige gesandt Zu der Prophetin 4-Reg.^ (^THulda/dem Weibe Sallum deß SonsThakehath / deß Sons Hasra/ deß Kleiderhüters/diL zu Jerusalem wohncte im andern theil/vnd redtensölchs mit jr. Vnd sie sprach zu jnen:So spricht der HERR/der Gott Isracl/Sagt dem Mann/der e euch zu mir gesandt hat/so spricht der HERR: Sihe/Ich wil vnglück bringen vber die¬ sen ort/vnd die Eynwohner/alle die flüche die geschriben stehen tmBuch/das man für D-m.-r. dem Könige Juda gelesen hat/Darumb daß sie mich verlassen haben/vnd andern Göttern geräuchert/daß sie mich erzürneten mit allcrleywcrcken jrer Hande/Vnd mein grim sol angezündet werden vber diesen ort/vnd nicht außgelcscht werden. Vnd zum Könige Juda/ der euch gesandt hat den HERREN zu fragen/ solt jr al¬ so sagen: So spricht Ser HERR/ der Gott Israel/von den wortcn/die du gehört hast/ Darumb/daß dein Hertz weich worden ist/vnd hast dich gedemütiget für Gott/ da du seine wort horstest wider diesen ort / vnd wider die Eynwohner/ vnd hast dich für mir gkdemütigct/vnd deine kleider zuriffen/vn für mir geweinet/ so hab ich dlch auch erhö- ret/spricht der HERR. Sihe / ich wil dich samlen zu deinenVättcrn / daß du in dein grab mit frieden gesamter werdest / daß deine äugen nicht sehen alle das vnglück / das ich vber dtscn ort vnd die eynwohner bringen wil.Vnd sie sagtens dem Könige wider. sandte der König hm / vnd ließ zu Hausse kommen alle Elkeßen in Juda vnd 4-Reg.-;. <^D^ttusalcm. Vnd der Kenig gieng hinauff ins Hauß deß HERRN / vnd alle Mann Juda vnd Eynwohner zu Ierusalem/die Priestcr/die Leuiten/vnd alles volek/ Das Buch beyde klein vnd groß/vn wurden für sren ohren gelesen alle wort im Buch deß Bunds deß has im Hause deß HERRN funden war.Vnd der König trat an seinen ort/vn machte Mr tgr c eu. Bund für dem HERRN / daß man dem HERRN nach wandeln solt/zu halten seine Gebott/Icugniß vnd Rechte/von gantzem Hertzcn/ vnd von gantzer Scelcn/zu thun nach allen Worten deß Bunds/die geschrieben stunden in diesem Buch.Vn stun¬ den da alle die zu Jerusalem vnd in BenIamin fürhanden waren /vnd die Eynwoh- ncr Zu Jerusalem theken nach dem Bund Gottes irer Vätter Gott. Vnd Iosia thet weg alle greuwel auß allen Landcn/die der Kinder Israel waren/vnd schafft/daß al¬ le/ die in Israel funden wurden / dem HERRN jrem Gott dieneren. So lang Iosia Jos» Lebte wichen sie nicht von dem HERRN / jrer Vätter Gott. Vnd Aosia. Lhrontm. XXXv.Lap. 258 xxxv.Lap. Iosia Helt das Passah ordentlicher weise / vnd ermahnet die Priester vnv Lensten;» srem dienfte/nach dec beschnvenen ordnungs Dauld. Necho der Röntg von Egxpren kommet mtk Io- sta;»Itretren/Iosm wirr geschossen/vnd stirbt. LReg.r;. No Iosia Hielt dem HERRN Passah zu Jerusalem/ Passahs vnd schlachtet das Passah im Viertzehenden tage deß ersten Motiven. z» I-ft« M Vnd er stellet die Priester in jre Hut / vnd sterckt sie zu jrem Ampt im ' Hause deß HERRN. Vnd sprach zu den Leuiten / die gantz Israel lchreten / vnd dem HERRN geheiliget waren / thut die heilige Lade ins Haust/ das Salomo der Son Dauid/ der König Israel/ gebauwet hat/ jr solt sie nicht auffden schuldem tragen. So dienet nun dem HERRN euwerm Gott/ vnd sei¬ nem Volck Israel / vnd schickt das Hauß euwcr Vätter in euwcr ordnung / wie sie be¬ schrieben ist von Damd dem Könige Israel / vnd stimm Son Salomo. Vnd stehet im Hcyligthumb nach der ordnung der Vatter Hauser vntcr euwerm Brüdern vom Volek geboren/auch die ordnung der Vatter Häuser vnter den Lemten/vnd schlachtet das Paffah/vnd heiliget euch/vnd schickt euwcr Brüder/ daß sie chun nach dem wort Deß HERRN durch Mose. L Iosia gab zur Hebe für den gemeinen Man Lämmer vnd junge Ziegen (al- S»p.rs. hem Paffah/füralle die vorhanden waren) an der Zaldreyssg tausend/ vnd drcy tausend Rinder / vnd alles von dem gut deß Königes. Seine Fürsten aber gaben zur Hebe freywillg für das Volck / vnd für die Priester vnd Leuiten (nemlich Hilkiah/Sacharja vn Iehiel/ die Fürsten im Haust Gottes vnter den Priestern)zum Passah/zwcy tausend vn sechß hunderttLämmer vnd Ziegen)dazu drey hundert Rin- der.Aber Khananja/Scmaja/Nethaneel/vn seine Brüder Hasab a/ Ieiel/vnd Io- sabad / der Leuiten obersten / gaben zur Hebe den Leuiten zum Passah /fünff tausend (Lämmer vnd Ziegen) vnd dazu fünff hundert Rinder. ^lLso ward der Gottesdienst beschickt/ vnd die Priester stunden an jrer stette /vnd ^Hdic Leuiten in jrer Ordnung/nach dem gebott deß Köntges.Vnd sie schlachteten das Passah / vnd die Priester namen von jren Händen / vnd sprcngetm/ vnd die Leui- tcn zogen jnen die haut ab. Vnd theten die Brandopffer davon / daß sie es geben vn- ter die rheil der Vätter Häuser in jrem gemeinen Haussen/ dem HERREN zu opffem/ wie es geschrieben stehet im Buch Mose / so theten sie mit den Rindern auch. Vnd sie kochten das Passah am Feuwer/wie sichs gebürt/aber was geheyligct war/ko- cheten sie in Töpffen / Kesseln/ vnd Pfannen/ vnd sie machtens eylend für den gemei- Lemrr.ncn Haussen. Darnach aber bereyteten sie auch für sich vnd für die Priester/Denn die Priester/die Kinder Aaron/ schaffeten an dem Brandopffer vnd Fetten biß in die nacht/ Darumb mußten die Leuiten für sich vnd für die Priester /der Kinder Aaron/ zubcreiten. Vnd die Senger/die kinder Affaph/stundean jrer stettenach dem gebott Dauid/ vnd Affaph/vnd Heman/vnd Iedlthun/deß Schauwers deß Königes/vn die Thor- Hüter an allen Thoren/vnd sie wichen nicht von jrem ampt/ Den die Leutten/jre brü- Der / bereyteten zu für sie. Also ward beschickt aller Gottesdienst deß HERRN deß ta- gcs/daß man Passah hielt/vnd Brandopffer thet auffdem Altar deß HERRN/nach dem gebott Deß Königes Iosia. Also hielten die Kinder Israel/die vorhanden waren/ Passah zu der zeit/vn das Fest der vngeseuwerten Brot/ sibcn tage. Es war kein Pas¬ sah gehalten in Israel wie das/von der zeit an Samuel deß Propheten/ vnd kein Kö¬ nig Israel hat solch Passah gehalten/ wie Iosia Passah hie lt / vnd die Priester / Leui- ten/gantz Zuda/vnd was von Israel vorhanden war/vn o die Eynwohnerzu Jerusa¬ lem. Im achtzehenden jar deß Königreichs Iosia ward dlß Passah gehalten. Nach Uosia. ii.BGdcr xxxv.Lap. Necho König SWAch diescm/da Iosia das Haust zugericht hatte/zoch Necho der König in Egyp- 4-Reg.r;. -Es-??»». MFten/ herauff zu streiten wider Kharchemis am Phrath / vnd Iosia zoch außim entgegen. Aber er sandte Botten zn im / vnd liest jm sagen: Was hab ich mit dirzn thun/König Iudak Ich komme jetzt nicht wider dich/sondern ich streite wider ein hauß/vnd Gott hat gesagt/ich so! cylen/höre auff voli Gott der mit mir ist/dass er dich nicht verderbe. Iosia tödlich Aber Iosia wendet sein angesicht nicht von jm / sondern stellet sich mit jm zu strei- len / vnd gehorchet nicht den Worten Necho auß dem munde Gottes / vnd kam mit im zu streiten auffder ebene bey Megiddo/ Aber die Schützen schossen den König Iosia/ vnd der König sprach zu seinen knechten: Führet mich hinüber/dm ich bin sehr wnndtt Vnd seine Knechte theten in von dem Wagen/vud führeten in auffftinen andern wa- gcn/vnd brachten in gcrr Icrusalem/vnd er starb/vnd ward begraben vnter den Gra- Jeremia be- bcrn seiner Vätter.Vnd gantz Inda vnd Jerusalem trugen leyd vmb Iosia/Vnd Je- klage Iosia. remia klagte Iosia/vnd alle Genger vnd Sengerin redeten jre Klaglieder vberIosia biß auffdiescn tag. Vnd machten eine gewonheit drauß in Israel/ sihe/ es ist geschrie¬ ben vnter den Klagtieden. Was aber mehr von Iosia zu jaM ist/vnd seine barnchertzigkeit/nach der schrifft im Gesetz deß HERRN / vnd seine Geschichte / bcyde ersten vnd letzten/sihe/das ist ge¬ schrieben im Buch der Könige Israel vnd Juda. XXXVI.Qp. Ioahas wirbt Röntg tu Juda/vnd kury hernach m Egypten gefengküch hinweg geführt. Iotakm, wlrdt Röntg an feine staer/vnd der Röntg von Babel führt in/vnd rn drcyen Monate» nach nn feinen Son Iosachnngselches falls rn die Gefcngkmffgen Babel Äedekra kommet an fernes Bruders Iolachlm iratt rnm Regünenr/wtrdc abtrünnig vom Röntge 5u Babel/vnd er-« folger verwegen die Verwüstung Veß IüvifchenRönigreichs / deß Tempels vnv der Statt / biß aussdle -eit Lores/Rönigs in perfcn. Nd das Volck rm Lande »am Ioahas / den Son Jo- L sm / vnd inachte« jnzum Könige an seines Vatters statt zu Ierusa- Ioahas drey lem. Drey vud zwentzig iar alt war Ioahas/da er König ward/vud MondenRömM regieret drey Monden zu Jerusalem. Denn der König in Egypten setzet in ab zu Jerusalem/vnd büffetdas Land vmb hundert Kcnt- ner Silbers/vnd ein §entner Golds. Vnd der König in Egypten macht Eliakim sei¬ nen Bruder zum Könige vber Juda vnd Jerusalem/vnd wandelt seinen Namen Jo- ^th. iakim/Aber seinen Bruder Ioahas nam Necho/ vnd bracht in in Egypten. Necho. Joiakim eylff M^Vnssvnd zwentzig iar alt war Joiakim/da er König ward/vud regieret eylffiar 4^.-4. larAönigittIud^ Jerusalem / Vnd thet das dem HERREN seinem Gott vbel gefiel. Vnd Ne- Daserst bucadNczar der König zu Babel zoch wider in herauff/ vnd bandt in mit Kettcn/daß aJ Da-' er in gen Babel führet. Auch bracht NebmadNezar etliche Gefässe deß Hauses deß weg M^ HERRN gen Babel/vnd thet sie m seinen Tempel zu Babel. Was aber mehr von Zojakim zu sagen ist/vnd seine greuwel die er thct/vnd die an im funden wurden/sihe/ die sind geschrieben im Buch der Könige Israel vnd Juda/vnd sein Son Joiachin ward König anseme statt. Joiachin drey i5AKHt iar alt warIojachin da er König ward / vnd regieret drey Monden vnd ze- Iud«!! 4Ähen tage zu Jerusalem / vnd thet das dem HERRN vbel gefiel. Da aber das iar Das an- vmb kam/sandte hin NebmadNezar/vnd ließ in gen Babel holen mit den köstlichen AGefmL« Gefässen im Hause deß HERRN / vnd machte Adckia / seinen Vrudcr/zum Könige vber Juda vnd Jerusalem. Jidckia eylff zwentzig jaraltwar Jidckia/da er König ward/vnd regieret eylff iar 4 Reg-4. zarRönigwIuda. (>^/zlr Jerusalem. Vnd thet das dem HERRN seinem Gott vbel gefiel/ vnd demü- ^rem.»74r. Jeremias, tiget sich rncht für dem Propheten Icremia / der da redet auß dem munde deß HER¬ REN. Da- MM. Lhwmca. XXXVI.Lap. 259 REN. Dazu ward er abtrünnig von NebueadMzar/dem Könige zu Babel/der ei¬ nen Eydt bey Gott von im genommen hattc/vud ward halßstarrig/vnd verstockt sein Hertz/ daß er sich nicht bekehret zu dem HERRN/dem Gott Israel. v AMch alle Obersten vnter den Priestern sampt dem Volek/ machten deß sündigen Die Prophe- HAvtl nach allerley greuwel der Heyden / vnd vervnreinigten das Haust dest HER- te» werde» verspo.. REN/das er gcheyliget hatte zu Jerusalem. VndderHERR/irerVätterGott/sand- '° te zu inen durch seine Botten "frü/denn er schonete seines Volcks vnd seiner Woh- Das drit nung. Aber sie spotteten der Botten Gottes/vnd verachteten seine wort / vnd äffetcn sages >»? ^tlichzu- ttgefengrniß/ sijne Prophetcn/btß der grim deß HERRN vber sein Volck erwuchß/daß kein heylen »»g Se» weg gefnhm mehr da war.Dcnn er führet vber sie den König der Ahaldecr/ vnd ließ erwürgen ire junge Mannschafft mit dem Schwerdt im Hause ires Heyligthumbs/ vnd verschone- te weder der Jünglinge noch Iungkfrauwen/weder deß Alten noch der Grostvätter/ alle gab er sie in seine Hand. 4 R-SV dnd alle Gefäffeim Hause Gottes/groß vndtlein/ die Schätze im Hause deß Zerstörung HERRN/vnd die Schätze deß Königes vnd seiner Fürsten/alles ließ er gen Babel ^fFa^mvnd führen.Vnd sie verbrannten das Haust Gottes/vnd brachen ab die Mauwrcn zu Je- rusalem/vnd alle ire Paläst brannten sie mit Feuwerauß/daß alle ire köstliche Ge- rehteverderbtwurden. Vnd führet weg gen Babel wer vom Schwerdt vberblieben war / vnd wurden seine vnd seiner Söne Knechte / biß das Königreich der Persen re- I-re» gierte. Daß erfüllet würde das wort deß HERREN durch den mund Ieremia / biß das Land an seinen Sabbathen genug hette / Den die gantze zeit vber der Verstörung war Sabbath / biß daß sibentzig iar voll wurden. Esra§^sBer im ersten iar Kores deß Königes in Persen/daß erfüllet würde das Wort §ores König HERRN / durch den Mund Ieremia geredt/ erweckt der HERR den Geist Kores/deß Königes in Persen/daß er lreß außschreyen durch sein gantzes Königreich/ auch durch Schrifft/vn sagen/ So spricht Kores/ der König in Pcrsen.Dcr HERR/ der Gott vom Himmel / hat mir alle Königreich in Landen gegeben / vnd hat nnrbefohlenim ein Haußzu bauwen zu Jerusalem inIuda/Wer nun vnter euch seines Bolcks ist/mit dem sey der HERRseinGott/vnd ziehe hinauff. Ende deß andern Buchs der Khronica. x Im ersten Dss MH i.Lap. Lor König Lores erlaubt dem Jüdischen Volck von Babel wrderumb gen Jerftßrlem ;u ;iö- Heu / vnd den Tempel deß HERKL7 m banwen / gibt auch dleGefäß herfür/ welche Nebucad- tteznr nnß dem vorigen Tempel harre hinweg genomm en. W ersten jar Lores/deß Kdmgcö in Perscn / Daß erfüllet würde das wert deß HERRN/ durch den Rund Jeremia geredt/ er- A das wecket der HERR den Geist Kores/deß Königs in Per- deam "'ehE sen/ Daß er ließ aussschreyen durch sein gantzes König- dle'AllA reich/alrch durch Schrifft / vnd sagen: So spricht Kores/ der König in PersemDer HERR/der Gott von Himmel/ hat nur alle Königreich in Landen gegeben / vn er hat mir' befohlenen einHauß zubauwen zu Jerusalem in Juda. Wer nun vnter euch seines Volcks ist/mit dem sey sein Gott/vnd er ziehe hmauffgen Jerusalem in Juda/vnd bauwe das Hauß deß HERRN deß Gottes Israel. Er ist der Gott/ der zu Jerusalem ist. Vnd wer noch vbrig ist/an allen orten / da er frembdling ist / dem Helffen die Leute seines orts mit silber vnd gold/ Gut vnd Vieh/auß freyem willen/ zum Hause Gottes Zu Jerusalem. machten sichanff die obersten Vättcr auß Juda vnd BenIamin/vnd die Priester vnd Leurten/alle/deren Geist Gott crweckct/hinauffzu ziehen/ vnd zu bauwm das Haust deß HERRN zu Jerusalem. Vn alle die vmb sie her waren/sterck- ten jre Hand mit silbern vnd gülden Gerchte/mit Gut vnd Vieh/vnd Kleinot/on was sie freywülig gaben. vcr König §ores thct herauß die Gefässe deß Hauses deß HERRN/ die Ne- o^AbucadNezar auß Jerusalem genommen/vnd in seines Gottes hauß gcrhan hat¬ te. Aber Korcs/der König in Perscn / thet sie herauß durch Mithredath den Schatz- Sesbazar. meister/ vnd zehlet sie dar Scsbazar dem Fürsten Juda. Vnd diß ist jre zal / dreyffig güldene Becken/vn tauftnd silberne Becken/neun vnd zwentzig Msser/dreyssig gül¬ dene Bccher/vnd der andern silberne Becher vier hundert vnd zehen/ vnd ander Ge- Jal der G§- fässe tausend. Daß aller Gefässe beydc gülden vnd silbern/waren fünff tausend vnd faß des; Tempels. Er hundert. Alle bracht sie Scsbazar hcrauffmit denen / die auß den; Gefengkniß von Babel herauff Zogen gen Jerusalem. 11. Lap. Errehlung der Geschlechte deß Jüdischen Volcks/derpnefter/Lemten/Genger/ThorhL-« ter vnd NclhtNlm welche von Bnbel gen Jernsnlenvviid in Iuds / widernmb komen / vnd w»s ;nm Gebäuwe deß Tempels frexwlliiggeßeuwert worden. Summa der W sind die Kmder ausi den Landen / die herauff zo- L E gen auß dem gefengkniß/ die MbucadMzar/ der König zu Babel/ hatte gen Babel geführt/vnd wider gen Jerusalem vnd Juda ka- h-rauffgczogmMd/ DM ^en / ein jeglicher in seine Statt. Vnd kamen mit Serubabel/ Je- sua/Mhemja/Seraja/ Reelja/ Mardochai/ Bilsan/ Mrspar/ Bi- gcuai/Rchum vnd Baena. Iß ist nun die zal der Männer dcß Volcks Israel. Der Kinder Parees / zwey (^^tausend/hundcrt vnd zwey vnd sibentzig.Dcr Kinder Sephatja/drey hundert vnd zwey vnd sibentzig. Der Kinder Arah /siben hundert vnd fünff vnd sibentzig. Der Kinder PahachMoab/vnter den KindernIesua/Ioab/zwey tausend/acht hun¬ dert vnd zwölffe.Dcr Kinder Elam/tauscnd zwey hundert vnd vier vn fünfftzig.Der Kinder Summa §sra. II. Lap. 260 dere/So Kinder Sathu/neun hundert vnd fünffvnd viertzig. Der Kinder Sarai/stben hun- fmgknch Za- dert vnd sechtzig. Der Kinder Bant / sechß hundert vnd zwey vnd viertzig. Der Ktn- der Bebai/sechß hundert vnd drey vnd zwentzig. Der Kinder Asgad / tausend zwey sind hundert vnd zwey vnd zwentztg.Der Kinder Adonikani/sechß hundert vnd sechß vnd sechtzig.Der kinder Bigcuai/zwey tausend vnd sechß vnd fünfftzig.Der kinder Adln/ vier hundert vnd vier vnd fünfftzig. Der kinder Ater von Hiökia/acht vnd neuntzig. Der kinder Bezai/drcy hundert vnd drey vnd Zwentzig. Der kinder Iorah/hundcrt vnd zwelff. Der kinder Hasum/zwcyhundcrtvnddreyvnd zwentzig. Der kinder Gibbar/ fünff vnd neuntzig. Der kinder Bethlehem/hundcrt vnd drey vnd zwentztg.Der Manner Nctopha/ sechß vnö fünfftzig. Der Manner von Anathoth / hundert vnd acht vnd Zwentzig. Der kinder Asmauech/zwey vü viertzig. Der kinder von KiriathArim/ Kaphira vnd L Bccroth/sibcn hundert vnd drey vnd viertzig. Der Kinder von Rama vnd Gaba/ sechß hundert vnd ein vnd zwentzig. Der Manner von Michmao/ hundert vnd zwey vnd zwenrzig.Der Manner von BcthEl vnd Ai/zwey hundert vn drey vnd zwentzig. Der kmdcr Nebo/zwey vnd fünfftzig. Der Männer von Magbiö/Hundcrt vnd sechß vnd fünfftzig. Der kinder deß andern Elam/ tausend zwey hundert vn vier vnd fünff- tzig.DcrkmderHanm/drcy hundert Ald Zwcntzig.Dcr kmdcr LodHadid vnd Ono/ stben hundert vnd fünffvnd zwentzig. Der kinder Iereho/drcy hundert vnd fünff vnd viertzig. Der kinder Senaa/drey tauftnd/sechß hundert vnd dreyffig. Er Priester. Der Kinder Iedaia vom Hause Iesua/neun hundert vnd drey Summader (^Avttd stbentzig. Der Kinder Immer/tausend vndzweyvnd fünfftzig. Der Km- pnesterRmd-r. der pashur / tausend zwey hundert vnd siben vnd viertzig. Der Kinder Harim/ tau¬ send vnd sibentzehen. Der Lernten. Der Kinder Iesua vnd Kadmiel von den Kindern Hodauja / vier Lernten, vnd stbentzig. Der Senger. Der kinder Affaph/hundert vnd acht vnd zwentzig.Der Senger. Kinder der Thorhüter/die Kinder Sallum/ die Kinder Ater/die kinder Talmon/die Thorhüter. Kinder Mub/dic kinder tzatita/vnd die kinder Sobai/aller sampt hundert vnd neun vnd dreyffig. DerMhinim. Die Kinder Aha/die Kinder Hasupha/die Kinder Tabaoth/ Nethinim. die Krnder Keroo/die Kinder Siehha/die Kinder Padon/ die kinder Lebana/ die kin- der Hagaba / die Kinder Akub /die Kinder Hagab / die Kinder Salmat / die Kinder Hanan/die Kinder Giddel/die Kinder Gahar/die Kinder Reaia/ die kinder Režim/ die Kinder Nekoda/die Kinder Gasam / die Kinder Vsa/dte Kinder passeah/diekin- dcr Beffn/dte Kinder Asna/ die Kinder Meunim/ die Kinder Nephuffim/ die kinder Bakbuk/die KinderHakupha/die Kinder Harhur/dieKinder Bazeluth/ die Kinder Mehira/die Kinder Harsa/die Kinder Barkom/die Kinder Siffera/die Kinder ' Thamah/die Kinder Neziah/die Kinder Hatipha. e Die kinder der knechte Salomo/Die kinder Sotai/die kinder Sophereth/die kin der pruda/dte kinder Iaela/die kinder Darkö/die kinder Giddel/die kinder Sephat- la/dic kinder Hattil/ die kinder pochereth von Abaim/ die kinder Ami. Aller Netht- ntm/vn kinder der knechte Salomo/ware zusacken drey hundert vn zwey vn neuntzig. b^Nd diese zogen auch mit herauff/ Mithel/ Melah/ Thel / Harsa / Kherub / Äd- c>^don/vnd Immer/ Aber ste kundten nichtanzeigen srer Vätter Hauß / noch iren Hamen/ob sie auß Israel weren. Die Kinder Delaia / die Kinder Tobia / die Kin¬ der Nckoda/sechß hundert vndzwey vnd fünfftzig.Vnd von den kindern der Priester/ die kinder Habaja/die kinder Hakoz/die kinder Barsillai/der auß den Töchtern Bar stttai deß Gileadttew ein Weib nam/ vnd ward vnter derselben Namen gencnnet/ Dieselben suchten jre GcburtRegister/vnd fänden keine/darumb wurden sie vom sxov.rr. Priesterchumb toß. Vnd Hathtrsatha sprach zu jnen: Sie sotten nicht effen vom Al- lerheyligsten/biß ein Priester stünde mit dem Liecht vnd Recht. l st Der Altar MasBuK m.Lap. gebauwet/rc. (^^Ergantzen Gcmeinc/wie einMann/warzweyvnd viertzigtausend/drey hun- Summa der ^^dert vnd sechtzig. Außgenommen jre Knechte vnd Mägde/der waren siben za»tzei; cmemc. / vrey hurrdert vnd siben vnd dreißig / vnd hatten zwey hundert Genger vnd Scngcrin/siben hundert vnd sechß vnd drcyffig Roffz/zwey hundert vnd fünffvnd viertzig Mäuler / vier hundert vnd fünffvnd drcyffig Kamelen / vnd sechß tausend si- ben hundert vnd zwentzig Esel. Vnd etliche der obersten Vätter/ da sie kamen zum Hause deß HERRN zu Ieru- falcm/wurdcn sie frcywillig zum Hause Gottes / daß mans setzete auffseine stett /vnd Gabe zum gaben nach jrcm vermögen zum Schatz ans Werck ein vnd sechtzig tausend gülden/ TempelMbauwm. fünfftausend Pfund silbers/vn hundert Priester Röcke. Also setzten sich die Prie¬ ster vnd die Leuiten / vnd etliche deß Volcks / vnd die Sengcr vnd die Thorhüter/vnd die Mhinim/in jre Stätte/vnd alles Israel in seine Stätte. m.Lap. Das Jüdisch Volck versirmlet sich », Jerusalem. Jesua der pnefter vnd Serubabel/ mit /re» Brüdern/bauwen einen Alrar iUm Brandopffer/hatren dasLanbhürtenFest/fnhenanansf das neuv;u opff'ern/vnv wirr der Grnndr deß Tempels gelegt. Icsua vnd da man erlanget hatte dm Wenden Monden/ä ^« Ul^beu^nwcn vnd die Kinder Israel nun in Yen Stätten waren / kam das Volck Matthä zusammen wie ein Mann genIerusaleni.Vnd es macht sich auffIe- sua / der Son Iozadak/vnd seine Brüder/die Priester / vnd Sem- babel/dcr Son Sealchiel/vnd seine Brüder/vnd bauweken den Al¬ tar deß Gottes Israel/Brandopffer drauff zu opffcrn/wie cs geschrieben stehet im Gesetz Mose/dcß Manns Gottes. Vnd richten zu den Altar auffsein gestüle (Denn es war ein schrecken vnter jnen von den Völckern in Landern) vn opfferten dem HER- ttehem.r. REN Brandopffer drauffveß morgens vnd deß abends. Laubhütten Vnd hielten der Laubhütten Fest / wie geschrieben stehet / vnd theten Brandopf- LE r». sest L-ha!ttn/rc. fcr alle tage nach der zal/wie sichs gebürt/ einen iegkkchcn tag fein Qpffer. Darnach auch die täglichen Brandopffer/vn der Muwmonden/ vn aller Festtagen deß HER- REN/diegeheiligetwaren/vnd allerlcy freywillrge Qpffcr/die sie dem HERRN frey- willtgtheren. Am ersten tag deß sibendcn Monden fiengcn sie an dem HERREN «sceoker. Brandopffer zu rhun / Aber der Grundt deß Tempels deß HERRN war noch nit ge¬ legt. Sie gaben aber Gelt den Steinmetzen vnd Inner leuten/vnd spciß vnd tranck/ vnd öl / denen zu Itdon vnd zu Tyro / daß sic Kedern Holtz vom Libanon auffs Meer gen Iapho brächten/nach dem befehl Korcs/deß Kenigs in Persen an sie. rem Bauwe foryufahren vevbotten wirdt. A aber die Widersacher Juda vnd BcnIamtn hö, reten/daß die kinder deß Gefengkniß dem HERRN/ dem Gott Zs- rael/dcnTempel bauweten/kamen sie zuSerubabel vnd zu den obersten Vättern/vnd sprachen zu jnen: Wir wollen mit euch bau¬ wen/ Denn wir suchen euwcrn Gott/gleich wie jr / vnd wir haben nicht geopffert/sint der zeit AfferHaddon/ der König zu Assur/vns 4 Reg..-. hat herauffgebracht. Aber Scrubabel vnd Zesua/vn die andern obersten Vatter vn- tcr Zsrael/arrtworten jnen:Es ziemet sich nicht vns vnd euch das Hauß vnsers Gottes zu bauwen/Sondern wir wollen allein bauwen dem HERRN/dem Gott Zsracl/wie vns Kores/der König in Perftn/gebotten hat. Isha».-. Da hinderte das Volck im Lande die Hand deß Volcks Zuda / vnd schreckten sie Bauw deß ab im bauwen. Vnd dingeten Rahtgeber wider sie /vnd verhinderten jren raht/so Empels vcrhm- lange Korcs/der Kenig in Persen/lebet/ biß an das Königreich Darij deß Königs in ' Ahasue- Persen.Denn da Ahasueros König ward/im anfang seines Königreichs/schrieben sie ">v eine anklag wider die von Zuda vnd Jerusalem. H<^Nd zun zetten Arthahsastha schreib Bislam /Mhedath/Tabeel/ vnd die an- Arthahsa- oHdcrn jrcs Rahts/zu Arthahsastha dem König in Persen.Die Schrifft aber deß sth«/ os Artaxerxes? Brteffs war auff Syrisch geschrieben/vnd wardauffSyrisch außgelegt. RehuMEÄMm«^ der Kantzler/vn Simsai der Schreiber/schrieben diesen Brieffwider Jerusalem zum Arthahsastha dem Könige. Wir Rehum der Kantzler/ vnd Simsai der Schreiber/ vnd andere deß Rahts von Dina / von Apharsach / von Tarplat / von Persen / von Arach/von Babel/von Susan/von Deha/vnd von Elam/vnd die andern Völcker/ welche der große vnd berühmpte Asnaphar herüber bracht/vnd sie gesetzt hat in die Statte Samaria/vnd andere dissett deß Wassers/vnd in Kanaan. Vnd diß ist der innhalt deß Brieffs/ den sie zu dem Könige Arthahsastha sandten: (^^Eine Knechte/die Männer dissett deß Wassers/vn in Kanaan.Es sey kund dem Brieffe Re- ^D Könige/daß die Züden/ die von dir zu vns herauff komen sind gen Zerusalern/ h»mA«hah- indieauffrührige vnd böse Statt/bauwendieselbige/vndmachen jreMauwren/ N^wi-erdttIü, vnd führen sie auß dem grunde.So sey nun dem Könige kund/Wo dise Statt gebau- wet wirt/vnd die Mauren wider gemacht/So werden sie schoß/zoll/vnd järliche zinse/ nicht gebcn/vn jr fürnemen wirr den Königen schaden bringen. Mn wir aber alle da- bey sind/die wir den Tempel zustöret haben/haben wir die schwach deß Königes nicht lenger wöllen sehen.Darumb schicken wir hin/vn lassens dem Könige zu wissen thun/ Daß man lasse suchen in denKhronicken deiner Vättcr/so wirstu finden in denselben Khronicken/pn erfahren/daß dise Statt auffrührisch vn schädlich ist den Königen vn Landen/vn machen daß andere auch abfallen/von alters her/ darum die Statt auch zerstöret ist.Darumb thun wir dem Könige zu wiffen/daß/ wo diese Statt gebauwet wirt/vnd jre mauwren gemacht/so wirstu fürjr nichts behalten disseit deß Wassers. (^^A sandte der König eine antwort zu Rehum dem Kantzler / vnd Simsai dem Antwort deß Schreiber/vnd den andernjres Rahts/diein Samaria wohneten/vnd den andern jenftit dem waffer/Fried vnd Gruß. Den Brieff/den jr vns zugeschickt habt/ ist öffentlich für mir gelesen.Vnd ist von mir befohlen/ daß man suchen solt/ vnd man hat funden / daß diese Statt von alters her wider die Könige sich emböret hat / vnd l iij auffruhr/ Marius. Aas BuG v.Lap. auffruhr vnd abfall drinnen geschicht. Auch sind mächtige Könige Zu Jerusalem ge- wesen/die geherrschct haben ober alles das jenseit dcß Wassers ist/ inen Zoll / Schoß/ vnd järliche Anse gegeben worden.So thut nun nach diesem befehl/wehret denselben Männern/ daß die Statt nicht gebauwet werde / biß daß von mir der befehl gegeben werde.So sehet nun zu/daß ft nicht hinlässig hicrinnen seyt/damit nicht schade entste¬ he dem Könige. ^^A nun der Brieff deß Königes Arthahsastha gelesen ward für Rchumvnd (ZLT Simsai dem Schreiber/ vnd ftcm Rahe/ zogen sie eylend hinauffgen Jerusa¬ lem zu den Juden / vnd mehreren inen mit dem arm vnd gewalt. Da höret auff das Werck am Hause Gottes zu Jerusalem/ vnd bleib nach/ biß ins ander iar Darij / dcß Königs in Perscn. V. Lap. jdlcpwpheten/Haggat vnd Sa ch a r,aw r tssa gen/ da s Gebiuw deß Tempels wl'rdt fortgesetzt/ vndTharhnsl/der Landpsteger/schreibrsolchsdemRöntge. S weissagten aber dre Propheten/Haggar vnd Sa--^ charja der Son Iddo/zu den Jaden die in Juda vnd Jerusalem wa ren / un Namen dcß Gottes Israel. Da machten sich auffSeruba- ^iS?char,a bclderSonSealthicl/vnd Zesua^er SonIozadak/vndfiengm an zu bauwen das Hauß Gottes zu Ierusalem/vnd mitjncn die Pro¬ pheten Gottes/die sie sterckcten. der zeit kam zu jnen Thathnai dcrLandpflcgerdisseitdeßwasscrs/vnd Sthar- ^Bosnai/vnd /r Raht/vnd sprachen also zu inen: Wer hat euch befohlen diß Hauß bzu bauwen/vnd seine Mauwren zu machen?Da sagten wir inen wie die Männer hieffen/dic diesen Bauw theten. Aber das Auge ires Gottes kam auffdie Eltesten der Darius. Iüden / daß inen nicht gewchret ward / biß man die fach an Darium gelangen liesse/ vnd darüber eine Schrifft wider käme. Bricffe ist aber der Innhalt deß BricffsThachnai/dcß Landpflegers diffcit deß ThathnE (-^Zwaffers/vnd StharBosnai/vnd ir Naht von Apharsach /die disseit deß was- waren / an den König Darium / vnd die wort die sie zu im sandten / lauten also: Dem Könige Dario allen frieden. Es seykund dem Könige/daß wir ins Jüdische Land kommen sind/zu dem Hause deß grossen Gottes / welchs man bauwet mit aller¬ lei) stemm/vnd balckcn legt man in die wände / vnd das werck gehet frisch von statten vnterfter hand.Wir aber haben die Eltcsten gefragt/vnd zu inen gesagt also:Wer hat euch befohlen diß Hauß zu bauwen/vnd seine Mauren zu machen ? Auch fragten wir a wie sie hleffen/auff daß wir sie dir kund theten.Vnd haben die Namen beschrieben der Mänmr/diefte öbersten waren. Sie aber gaben vns solche wort zur antwort/ vn sprachen: Wir sind Knechte deß r-Reg.-. Gottes Himmels vnd der Erden/vnd bauwen das Hauß/ das vorhin vor vilen iaren gebauwet war/das ein grosser König Israel gebauwet hat vnd aussgericht. Aber da vnsere Vätter den Gott von Himmel crzörneten / gab er sie in die Hand NebucadNe- 4.«^, zar / dcß Königes zu Babel / deß Khaldcers / der zubrach diß Hauß / vnd führet das Volck weg gen Babel. ^lores. Aber im ersten jar Kores/deß Königes zu Babel/ befahl dersclbige König Kores Sup.r. diß Hauß Gottes zu bauwen.Den auch die gülden vn silbern Gefässe im Haufe Got¬ tes/die NebucadNezar auß dem Tempel zu Jerusalem nam/ vü bracht sie in den Ten; Sesbazar. pelzu Babel/nam der König Kores auß dem Tempel zu Babel / vnd gab sie Scsba- zar mit Namen / den er zum Landpfleger setzt / vnd sprach zu jm: Diese Gefässe mm/ zeuch hin/vnd bringe sie in den Tempel zu Ierusalcm/vnd laß das Hauß Gottes bau- wm an seiner stett. Da kam derselbe Sesbazar/vnd legt den grundt am Hause Got¬ tes zu Zerusalem/sint der zeit bauwet man / vnd ist noch nicht vollendet. Gesellet Der anfang der Wochen Danie- tls/imansn-arDa* rii Longimani/ vor Christ» Geburt/^». WM Wechanja der kinder Pareos/Sacharla/vnd mit imMannsbtlde gerechnet hundert vnd fünfftzig. Von den Kindern PahathMoab/ Eliocnai der Son Serahja / vnd mit im zwey hundert Mannsbtlde. Don dm Kin¬ dern Scchauja/der Son Jehasiel/ vnd mit jm drey hundert Mannsbilds. Von den Kindern AdinEbed/der Son Jonathan / vnd mit jm fünfftzig Mansbilde. Don den Kindern Elam / Jesaja der Son Achalja / vnd mit jm sibentzig Mans- bilde. Don den Kindern Sephatja / Sebadja der SonMichac!/ vnd mitjm achtzig Mansbilde. Von den kindern Ioab/ Obadja der Son Jehte!/ vnd mit jm zwey hun¬ dert vn achtzehcn Mansbtlde.Von den knwern Sclomith/der Son Iosiphja/vn mit jm hundert vn fechtzig Mansbilde. Don den kindern Bcbai/Sacharja der Son Be- bai/vnd mit jm acht vnd zwentzig Mansbilde.Von den kindern Asgad/Iohanan der jüngst Son/vnd mit jm hundert vn zehen Mansbilde. Von den letzten kindern Ado- mkam/vnd hiessen also/Eliphelet/Iehtel vn Semaja/vnd mit jnen sechtzig Mansbil¬ de.Von den kindertt Bigeuat/Dthai vnd Sabud/vnd mit jm sibentzig Mannsbtlde. MONd ich versamletsie ans wasser das gen Aheua kommet/vnd blieben drey tage Aheua. c^daselbs/ Vnd da ich acht hatte auffs Dolck vnd die Priester / fand ich keine Leui- tcn daselbs.Da sandte ich hin Elicser/Äriel/Semaja/Elnathan/Iartb/ Elnathan/ Jarib. L Nathan / Sacharin/ vnd Mesullam / die Obersten /vnd Joiarib vnd Elnathan die Elnathan. Lehrer. Vn sandt sie auß zu Iddo dem obersten gen Kafphia/daß sie vns holeten Die¬ ner im Hause vnsers Gottes. Vnd ich gab jnen eyn/was sie reden sollen mit Iddo vnd seinen Brüdern/den Nethinim/zu Kasphia. Vn sie brachte vns/nach der guten Hand vnsers Gottesvbervns/einenklugen Mann auß den KindernMaheli/deß Sons Leut/ deß Gons Israel / Serebja mit seinen Genen vnd Brüdern/ achtzehen. Vnd Hasabja/vnd mit imIesaja/von den Kindern Merari/mit seinen Brüdern vnd jren Gönen/zwentztg. Vnd von den Nethinim / die Dauid vnd die Fürsten gaben zu die¬ nen den Leuiten/zwey hundert vnd zwentzig/alle mit Namen genennet. H6^Nd ich ließ daselbs am Wasser bey Aheua eine Fasten außruffen/daß wir vns Fasten von o^Pdemütigetcn für vnserm Gott/zu suchen von jm einen richtigen mg für vns L^Volcr vndvrr- Lasten 5 as Buch Vlll.Lap. Esra an- vnd vnsere Kinder/vttd alle vnscre Habe.Denn ich schämet mich vom Könige Geleyt vnd Reuter zu fordern/vnd wider dle Feinde zu Helffen auffdem Wege. Den wir hat¬ ten dem Könige gcsagtMie Hand vnsers Gottes ist zum besten ober allen die in suchen/ vnd seine sterckvnd zorn vber alle die jn verlaffen.Also fasteten wir/vnd suchten solchs an vnserm Gott / Vnd er höret vns. Vnd ich sonderte zwölffauß den obersten Priestern/ Sereb/a vnd Hasabsa/ vnd mit/nenster Brüder zehen/vnd wug jnen dar das silber vnd gold/vnd gefäffe zur He¬ be dem Hause vnsers Gottes/wclche der König vnd feine Rahtherrn/vn Fürsten vnd gantz Israel/das vorhanden war/zur Hebe gegeben hatten. Vnd wug inen dar vnter o jre hand sechßhundert vnd fünfftzig Zentner silbers/vnd an silbern Gefäffe hundert Kentner/vnd an golde hundert Zentner/zwcntzig gülden Becher/die hatten tausend gülden/vnd zwey gute chcme köstliche Gesäffe/lauter wie gold.Vnd sprach zu jncn.Ir , seyt heilig dem HERREN/ so sind die Gefäffe auch heilig/dazu das frey gegeben silber vnd gold dem HERRN/euwer Vätter Gott. So wachet/vnd bewaret cs/biß daß sts darwegetfür den öberstcu Priestern vnd Leuiten / vnd obersten Vättern vnter Israel zu Jerusalem/ in den Kasten deß Hauses deß HERRN. Da namen die Priester vnd Leuiten das gewogen Aber vnd gold/vnd gefäffe/daß sie es brechten gen Jerusalem/ zum Haufe vnsers Gottes. AsLso brachen wir auffvon dem wasser Aheua/am zwölfftcn tage deß ersten Mow «.Apnil-. den / daß wir gen Jerusalem zögen / vnd die Hand vnsers Gottes war vber vns/ vnd errettet vns von der Hand der Feinde/vn die auffvns hielten auffdem wege.Vnd kamen gen Icrusalcm/vnd blieben dasclbs drey tage.Aber am vierdten tage ward ge¬ wogen das silber vnd gold/vnd gefäffe/ ins Hauß vnsers Gottes/vnter die Hand Me- remoth/deß Sons Vria dcß Priesters / vnd mit im Eleasar dem Son Pinchas/ vnd mit jnen Iosabad dem SonIesua/vud Noadja dem Son Benui dem Leuiten / nach der zal vnd gewicht eins stglichen/vnd das gewicht ward zu der zeit alles beschrieben. Vnd die Kinder deß gcfengkniß/die auß dem gefengkniß kommen waren/ opffer- tenBrandopffer dem Gott Israel/zwölffFarren/fürdas gantz Israel/scchß vnd neuntzig Wider/siben vnd sibcntzig Lämmer/zwölff Böcke zum Sündopffer/ alles zum Brandopffer dem HERRN. Vnd sie überantworten deß Königes Befehl den Amptleuten deß Königes/vnd den Landpstegern diffett deß ivaffers.Vnd sie erhüben das Volck vnd das Hauß Gottes. IX. Lap. Das Jüdisch Volck vermischt sich mit frembven Hexdmscken Weibern. Esra trauwcer Verhalben sehr? vnd betet;u m H ERRlr?. LNMMX A das alles war außgertcht / traten zu mir die öber- stcn/vnd spnvhen: Das Volck Isracl/vnd die Priester vnd Leuiten/ sind nicht abgesondert von den Völckern in Ländern nächsten greu- 2»v.r. weln/nemlich/der Zananiter/Hethiter/Pheresitcr/Iebusiter/ Am- moniter/Moabiter/ Egypter/ vnd Amoriter. Denn sie haben der¬ selben Töchter genommen /vnd sten Sönen/vnd den heiligen Samen gemein ge¬ macht mit den Völckern in Ländern/ Vnd die Hand der Obersten vn Rahtherrn war die fürncmeste in dieser missethat. Da ich solche höret/ zureiß ich meine Kleider vnd meinen Rock / vnd raufft mein Haupthar vnd Bart auß/vnd saß einsam.Vnd es versamleten sich zu mir alle die deß HERRN wort/deß GottesIsrael/forchten/vmb der grossen vergrctffung wille/Dnd ich saß einsam biß an das Abcndopffer. Vnd vmb das Abendopffer stund ich auffvon meinem elend / vnd zureiß meme Kleider vnd meinen Rock / vnd fiel auff meine knie/ vnd breytet meine Hände außzu dem HERRN meinem Gott/vnd sprach: Mein ix. 264 blebet. Ich schäme mich/vnd scheuw mich meine äugen auffzuheben zu dir/ tz^MmeLu Gott / Denn vnser miffethat ist ober vnser Haupt gewachsen / vnd vnser ^^schuld ist groß biß in den Himel. Von der zett vnser Vätter an sind wir in gros¬ ser schuld gewesen biß auffdiesen tag/ vnd vmb vnser miffethat willen sind wir vn vn- L»eut.rs. stre Könige vnd Priester gegeben in die Hand der Könige in Ländern/ins Schwerdt/ ins gefengkniß/in raub/ vnd in schäm deß angesichts / wie es Heutes tages gehet. Nun aber ist ein wenig vnd plötzlich gnad von dem HERREN vnstrm Gott ge- schehen/daß vns noch etwas vbrig ist entrunnen/daß er vns gebe einen" Nagel an sei- v ncr heyligen stette/ daß vnser Gott vnser äugen erleuchtet/ vnd gebe vns ein wenig le- geZ7 ÄTüE ben/da wir Kneche sind. Denn wir sind Knechte/vnd vnser Gott hat vns nicht ver- l?sa27/Landvns lassen/ob wir Knechte sind/ vnd hat barmhertztgkeitzu vns geneyget für den Königen E«» m Pcrftn / daß sie vns das Leben lassen /vnd erhöhen das Hauß vnsers Gottes / vnd b«s ft»r> bl'-bm/al» auffrichtenseine Verstörung / vnd gebe vns einen zaun in Juda vnd Jerusalem. Nun was sollen wir sage vnser Gott/nach diesem/ daß wir deine gebott verlassen haben/die du durch deine Knechte die Propheten gebotten hast/vn gesagt: Das Land dareyn jr kommet zu ererben/ist ein vnrein Land/durch die vnreinigkeit der Völcker in ländern/in-ren greuweln/damit sie es hie vn da voll vnreinigkeit gemacht haben.So Devt.7. stlt jr nun euwere Töchter nicht geben iren Sönen/vud jre Töchter solt ir euwem Sönen nicht nemen/vnd sucht nicht jren frieden noch guts ewiglich/auffdaß ir mäch¬ tig werdet/vnd esset das gut im Lande/vnd beerbet es auffeuwere Kinder ewiglich. Vnd nach dem allem das vbcr vns kommen ist/ vmb vnser bösen werck vn grosser Sünde deß schuld willen/hastu vnser Gott vnser miffethat verschonet / vn hast vns eine erretkung nons. gegeben/wie es da stehet.Wir aber haben vns vmbgekehret/vn dein gebott lassen fah- ren/daß wir vns mit den völckern diser greuwel befreundet habk.Wiltu den vber vns zürnen/blß daß gar auß sey/ daß nichts vbrigs noch keine errettung sey k HERR Gott Zsrael/du bist gerecht/den wir sind vberblieben ein errettunge/wie es Heutes tages ste- het/Sihe/ wir sind für dir in vnser schuld /den vmb deß willen ist mt zu stehen für dir» X. Lüp. Das Jüdisch Volch bekennt vnd bereuwet die vbertrertung/ daß ße HexdNtscheWeiber ge- noinmen/machen einen Bund/vnd scherden sich von denselbtgen Werbern. Nd da Esra also betet vnd bekennet / weinet / vnd für dem Hause Gottes lag / sam leten sich zu jm auß Israel ein sehr grof- se Gemeine von Mannern vnd Weibern / vnd Kindern / Denn das Volck weinet sehr. Vn Sachanja/der Son Iehiel/auß den Andern Elam/antwortet/vnd sprach zu Esra: Wolan/wir haben vns an vn- serm Gott vergriffen/ daß wir frembde Weiber auß den Völckern deß Landes genom men haben/Nun/esistnochhoffnungin Israelvber dem. So laßt vns nun einen Bund machen mit vnserm Gott/daß wir alle Weiber/ vnd die von jnen geborn sind/ hinaus? thun/nach dem raht deß HERRN/vn dere/die die gebott vnsers Gottes förch- ten/daß man thu nach dem Gesetze. So mach dich auff/denn dir gebürts/ wir wöllen mit dir seyn/Sey getrost vnd thu es. stund Esra auff/vn nam einen Eyd von den öberstenPriestern vn Leuiten/vn gantzem Israel/daß sie nach disem wort thun solten.Vn sie schwuren.Vnd Esra stund aufffür dem Hause Gottes/vnd gieng in die Kamer Iohanan/deß Sons Elia- sab/vn da er daselbs hin kam/aß er kein brot/vn tranck kein waffer/den er trug leid vm der vergreiffung/dere/die gefange gewesen ware.Vn sie liessen außruffen durch Juda vn Ierusakern zu allen kindern/die gefange waren gewesen/daß sie sich gen Jerusalem ver jamlcte.Vn welcher nit käme in dreyen tagen/ nach dem raht der obersten vn Elte- sten/deß Habe solt alle verbauet styn/vn er abgesondert vö der gemeine der gefangne» Davrr- Mandmg Has BuK -Esra. X. Eap. von Esra ge- Da versamleten sich alle Mäner Juda vn BcnIaMitt gen Jerusalem in dreyen 8 tagen / das ist im zwcntzigsten tage dcß neundten Monden / vnd alles Volck saß der straffen für dem Hause Gottes/vn zitterten vmb der fache willen/vnd vom regem ^6^Nd Esra der Priester stund auff/ vn sprach zu jnemIr habt euch vergriffen/ daß c^jr frembde Weiber genommen habt/daß jr der schuld Israel noch mehr mach¬ tet/ So bekennet nun dem HERRN euwer Vätter Gott/vnd thut seinen wolgefal- len/ vnd scheidet euch von den Völckern deß Lands / vnd von den frcmbden Weiberm Da antwortet die gantze Gemeine/ vnd sprach mit lauter stime: Es geschehe wie du vns gesagt hast. Aber deß Volcks ist vil/vnd regeuicht Wetter/vnd kan nit Haussen stchen/So ists auch nicht eines oder zweyer tage werck/Denn wir habens vil gemacht solcher vbertrettung.Laßt vns vnsere Obersten bestellen in der gantzen Gemeine/daß alle die in vnsern Stätten frembde Weiber genommen haben/zu bestimpten Zeiten kommen/vnd die Eltesten einer jeglichen Statt / vnd jr Richter mit/ biß daß von vns gewendet werde der Zorn vnsers Gottes vmb dieser fache willen. Da wurden bestellet Jonathan / der Gon Asahel / vnd Jehasja / der Son Tik- wa/vber diese sachm/vnd Mesullam vnd Sabthai die Leuiten hulffcn jnem Vnd die kinder deß gefengniß thetcn also. Vnd der Priester Esra/ vnd die fürnemestm Vätter vnter jrer Vätter Hause/vnd alle jetztbenante/scheideten ste/vnd faßten sich am ersten tage deß zehenden Monden zu forschen diese fachem Vnd sie richtens auß an allen Männern die frembde Weiber hatten / im ersten tage deß ersten Monden. . I-muans. N^Nd es wurden funden vnter den Kindern der Priester/die frembde Verberge- o oAnommen hatten / nemlich / vnter den Kindern Jesua / deß Sons Jozadak/ vnd seinen Brüdern/Maeseja/Elieser/Iarib vn Gcdalja.Vnd sie gaben jre Hand drauff/ daß sie die Weiber wollen außstoffen / vnd zu jrem Schuldopffer einen Wider für jre schuld geben.Vnter den kindern Immer/Hanani vnd Sebadja. Vnter den Kindern Harim/Maeseja/Elia/Semaja/Iehiel/vnd Vsia. Vnter den kindern Pashuri/Eli- oenat/Maeseja/Ismael/Nethanecl/Iosabad vnd Eleasa. Vnter den Leuitcn/Iosa- bad/Simei vnd Kelaja (Er ist der Klita) Pethahja / Juda vnd Eliezer. Vnter den Scngern Eliasib. Vnter den Thorhütern/Sallum/ Telem vnd Vri. Von Israel / vnter den Kindern Pareos / Ramja / Zesia / Malcha / Melamin/ Eleasar/ Malchja vnd Benaja. Vnter den Kindern Elam/ Mathanja/ Sacharja/ Ichicl/Abdi/Ieremoth vnd Elia.Vnter den kindern Sathu/Elioenai/Eliasib/Ma- thanla/Ieremoth/Sabad vnd Asisa. Vnter den Kindern Bcbai/Iohanan/Hana- nja/Sebat vnd Athlai.Vnter den Kindern Bam/Mesullam/Malluch/Adaja/Ia- sub/Seal vnd Jeramoth.Vnter den Kindern PahathMoab/Adna/ Khelal/Bena- ja/Maesela/Mathanja/Bezaleel/ Benui vnd Manaffe. Vnter den kindern Harun/ Elteser/Iesia/Malchja/Semaja/ Simeon/BenIamin / Malluch vnd Samarja. Vnter den kindern Hasum/Mathnai/Mathatha/Sabad/Eliphelet/Ieremai/Ma- naffc vnd Simei. Vnter den Kindern Bani/Maedai/Amram/Huel/ Benaja/Be- dja/Khelui/Naia/Meromoth/Eliasib/ Mathanja/Machnai/Iaesau/ Bani/ Be- nui/Simet/Selemja/Nathatt/Adala/Machnadbai/Sasai/Sarai/Asareel/Se- Lc»nja/Gamarta/Sallum/Amar/a / vnd Joseph. Vnter den Kindern Nebo/ Jeiel / Mathithja / Sabad / Sebina / Zaddai / Joel / vnd Benaja. Diese hatten alle frembde Weiber genommen / vnd waren etliche vnter denselben Weibern/ die Kinder getragen , hatten. Ende des; Buchö Esra. Diß Aas B»A Khemja. 26; I.Lap. Nehemsavernl'mptvaselendderIäden/kft varumbbekömmert/vndbett hark ;um HERRN. Wslef/ ZOeccmber» Zdaa.s. Deut. Sur. Wßnddte geschAceW-- hkMja/veß Sons Hachalja. Cs geschach inr Minden Khislef/ deß zwentzigsten jars/ daß ich war zu Susan aufs dem schloß/ kam Hanani/ einer meiner Brü- Vcr/mit etlichen Männern außIuda. Vnd ich fraget ste/ wie es den Iüden gienge/die errettet vnd vbrig waren von dein Gefengniß/ vnd wie es Zn Jerusalem gtcnge k Vnd sie sprachen zu mir: Die vbrigen von dem Geftngniß sind da¬ selbst im Land in grossem vnglück vn schmach/Dic maurenIerusatem sind zubrochcn/ vnd ire Thor mit ftuwr verbrant. Da ich aber solche wort höret / saß ich vnd weynct/ vnd trug leyd Zwen tage/vud fastet/ vnd betet für dem Gott von Himmcl/vnd sprach: AsAh HERR Gott von Himmel/ grosser vnd schrecklicher Gott/der da Helt den Nehemja 4>j^Bund vnd Barmhertzigkeit/denen/diejn lieben/vnd seine Geboit halten/Laß Geb-re. doch deine Ohren auffmercken/vnd deine Augen offen seyn/ daß du hörest das Ge¬ bet deines Knechte daß ich mm für dir bete tag vnd nacht/für die Kinder Isracl/dcine Knechte/vnd bekenne die Sünde der Kinder Israel/die wir an dir gethan haben. Vnd ich vnd meines Vatters Hauß haben auch gesündiget/Wir sind verrückt wor¬ den/daß wir nicht gehalten haben die Gebott/Befehl vnd Rechte/die du gcbettcn hast deinem Knechte Mose. Gedcnck aber doch deß Worts / das du deinem Knecht Mose gebottest / vnd fpra- Gottes ver- chcst: Wenn jr euch vergreifft/so wil ich euch vnter die Völckcr streuwen. Wo jr euch Ems. aber bekehret zu mir/vnd haltet meine Gcbott/ vnd thut ste/ vnd ob jr verstossen werct biß an der Himmel ende/so wil ich euch doch von dannen vcrsamlen/ vn wi! euch brin¬ gen an den ort/ den ich crwehlet habc/daß mein Name daselbst wohne. Sie stnd doch ja deine Knechte vnd dein Volek/ die du erlöset hast durch deine grosse krafft vnd mäch¬ tige Hand. Ach HERR/laß deine ohrenaufiiirerckcnauff dasGebett deines Knechts/ vnd auffs Gcbett deiner Knechte/die da begern deinen Namen zu förchten/vn laß dei¬ nem Knecht heute gelingen/ vnd gib jm barmhertzigkeit für diesem Manne / Denn ich war deß Königs Schencke. 11. Lap. Der RZmgArthsbsüSba erlaubt N-Hemia gen JerttsalemrrrFehek/gibtMBrteffearidiL Landpflcger/;clgtdenber>^n/prtet)et:ttvndRa-»c't7^ DWRDR zu mir: Warumb sthestu so vbel k du bist ja nicht kmnckk das ists nicht/ v!r Chttst! sondern du bist schwermütig. Ich aber forcht mich fast sehr/vnd sprach zum Könige: Der König lebe ewiglich/Solt ich Nit vbel schenk Die Statt/dadas Hauß deß Begrädniß meiner Vätter ist / ügtwüste/ vnd rhre Thör sind mit Feuwer verzchret.Da sprach der König zu mir: Was forderst du denn k Da bahr ich Den Gott vom Himmel/vnd sprach zum Könige: Gesellet es dem Könige vnd deinen Knechten für dir/ daß du mich sendest in Juda/zuderStattdeß Begrebnißmemer Vätter/ daßichstebauwek y Vnd MchchsajW Mas NuA 1l. Lap. Vnd der Kenig sprach zumir/vnd die Königin die neben im saß : Wie lang wirdk deine Reise wären? vnd wenn wirsmwiderkommcn? Dnd es gefiel dem Könige / daß er mich hin sendete. Vnd lch sctzcte -m eine bestimpte zcittVnd sprach zum Könige: Ge¬ sellet cs dem Könige/so geb er mir Brieffe an die Landpfieger jcnscit dcß Wassers/daß fiemich hinüber geleyten/ biß daß ich komme in Juda. Vnd Brieffe an Affaph/ den Holtzfürsten deß Königcs/daß er mir Holtz gebe zu Balckcn der Pforten am Pallast/ die im Hause vnd an der Stattmauren smd/vnd zum Hause da ich cynziehcn sol.Vnd der König gab mir nach der guten Hand meines Gottes ober mir. Vnd da ich kamzü den Landpflägcrn ienseit deß Wassers/gab ich jnen dcß Königs Brieffe. Vnd der Kö¬ nig sandte mit mir die Hauptleute vnd Reuter. Ganeballat. aber das höret Saneballat der Horoniter/vndTobia/einAmmonitisch L (^B Knecht/ verdroß es sie sehr / daß ein Mensch komm were der guts suchet für die Kmder Israel. . - Thore der da ich gen Jerusalem kam/vn drey tage da gewesen war/ macht ich mich deß Stan Jerusalem. THnachts auff/vnd wenig Männer mit Mir/ Denn ich sagt keinem Menschen was mir mein Gott cyngegcben hatte zu thun an Ierusalem/vnd war kein Thier mit Thalchor, mir/on da ich auff retht.Vnd ich reiht zum Thalthor auß bey der nacht / für den Dra- Mistthor. chenbrunn/vnd an das Mistthor/ vnd thet mir wehc/daß die Mauren Jerusalem zu- Brunnthor. rrssen waren/vnd die Thor mit Fcuwcr verzehrct.Vnd gicng hinüber zu dem Brunn- thor/vnd zu deß Königs Teich/vnd war da nicht raum meinem Thier / daß vnter mir hette gehen tönen. Da zocb ich bey nacht den Bach hinab/vnd thet mir wehe die Mau¬ ren also zu sehm/vnd kehret vmb/vnd kam zum Thalthor wider heim. Vnd die Obersten wußten nicht/ wo ich hin gtcng/odcr was ich machte/Denn ich hatte biß daher den Iüdcn vnd den Priestcrn/den Rahtherrn vnd den Obersten/vnd den andern/die am werck arbciten/mchts gcsagt.Vnd sprach zu jnen : Ir sehet das vn- glück/darinnen wir sind/daß Jerusalem wüst ligt/ vnd -re Thor sind mit Feuwer ver- brant/kompt/last vns die MaurenIcrusalem bauwen/daß wir nit mehr eine schwach seyen.Vnd sagt -nen an die Hand meines Gottes / die gut vber mir war/ dazu die wort deß Königcs/die er mir geredt hatte.Vnd sic spräche: So laßt vns auffseyn/Vnd wir bauwcten/vnd ire Hände wurden gestärckt zum guten. Saneballat. aber das Saneballat/der Horoniter/vnd Tobia/ der Ammonitisch knecht/ Awerck ist groß vnd weit/vnd wir sind zustrcuwetauff derMaurcn/fcrrne von einander. An welchem ort jr nun die Posaunen lauten höret / dahin versamlet euch zu vns/vnser Gott wirt für vns streitcn/so wollen wir am wcrck arbeiten. Vnd jre helffte hielt die Spieß/von dem auffgang der Morgenröte biß die Sterne herfür kamen. Auch sprach ich zu der zeit zum Volck: Ein jeglicher bleibe mit seinem Knaben vber nacht zuIerusalem/daß wir deß nachts der Hut/vnd deß tages der arbeit/warten/A- ber ich vnd meine Brüder/vnd meine Knaben/vnd die Männer an der Hut hinder mir/wtr zogen vnser Kleider nicht auß/ein jeglicher ließ das baden anstehen. V. Lap. «das Volck beklagt sich theuwrer >et't / vnd allerlei färfallenver besthwerunge halben. Nehe- nifa verbeur/daß sie vnrer elnander weder Wucher nemmen/ noch eins das ander kanffen oder verkauffen sollen. r7ehem>a rst Landpfieger/vnd beschwert das Volck nicht. sicheln groß geschrcy des; Volcks/vnd jrer Wetber/wider jre Brüder/dieZüden.Vnd waren etliche/die da sprachen: Vnser Sone vnd Töchter sind vil/laßt vns Getreide nem- men/" vnd cffen/daß wir leben. Aber etliche sprachen.Laßt vns vnse- 5-11;-«,xr» «r,, re Ecker/ Weinberge vnd Häuser/ versetzen/ vnd Getreide nemmen in der theuwrung. Etliche aber sprachen: Laßt vns Gelt entlehnen auff zinse dem Kö¬ nige auff vnser Ecker vnd Weinberge/ Den vnser Brüder Leib ist wie vnser Leib/vnd -re Kinder wie vnsere Kinder/sonst würden wir vnscre Söne vnd Töchter vnterwerf- fen dem dienst/vnd sind schon vnsere Töchter etliche vnterworffen/vnd ist kein vermö¬ gen in vnsern Händen/Auch würden vnsere Ecker vnd Weinberge den andern. ^^A ich aber jr schrcycn vnd solche wort höret/ward ich sehr zornig. Vnd mein (ZLDHertz ward rahts mit mir/daß ich schalt die Rahtherrn vnd die Obersten/vnd sprach zu jnen: Wolt jr einer auff den andern Wucher treiben k Vnd ich bracht eine groffeGemcinewidersie/vndsprachzujnen.Wirhabcnvnsere Brüder/die Züden/ Wucher ver- crkaufft/diedenHeydenverkaufftwaren/ttachvnserm vermögen/vnd jr wolt auch botteavoNchems-. euwere Brüder vcrkauffcn/die wir zu vns kaufst habe» k Da schwiegen sie / vnd fan¬ den nichts zu antworten. Vnd ich sprach: Es ist nicht gut das jr thut / solt jr nicht in der forcht Gottes wan- deln/vmb der schmach willen der Heydcn/vnser Feinde k Zch vnd meine Brüder/vnd meine Knaben / habe jnen auch gelt gcthan/ vnd gctrcyde/den Wucher aber haben wir L nachgelassen. So gebt jnen nu Heutestages widcrjre Eckcr/Wemberge/ölgärten vnd Häuscr/rnd den hunderstcn am Gelde/am Getreide/am Most/vnd am öle/daß jran -ncn gewuchert habt. Da sprachen sie: Wir wöllcns widcrgeben / vnd wöllen nichts von jnen fordern/ vnd wöllen thun wie du gesagt Hast-Vnd ich ricff den Pricstern/vnd nam einen Eyd von jnen/daß sie also thun soltemAuch schüttelt ich nreinen busen auß/ vnd sprach: Also schüttele Gott auß jcderman von seinem Hause/vn von seiner arbeit/ der dtß wort nicht handhabet/daß er sey außgcschüttelt vnd lär. Vnd die gantze Ge¬ meine sprach:Amen/vnd lobcten den HERRN. Vnd das Volck thet also. sVch von der zeit an/da nur befohlen ward ein Landpfleger zu seyn im Lande ^u- AßDa/nemlich/vomzwentzigsten jar an biß m das zwcy vnd dreißigste jar deß Kö¬ nigs Arthahsastha/ das sind zwölff jar / nehret ich mich vnd meine Brüder nicht von der Landpfleger kost/denn die vorigen Landpfleger / die vor mir gewesen waren/ y ilj hatten Heyden Aas Buä> vi.Lap. hatten das Volek bcschwarct/vrw hatten von inen genommen Brot vnd Wein/ dazu den Banw zu hin- auch viertzig Sckcl Silbers / Auch hatten ire Knaben Mit gewalt gefahren vber das Volck/Ich thet aber nicht also/vmb der forcht Gottes willen. Auch arbeitet ich an der Mauren arbeit/ vnd kaufst keinen Acker /vnd alle meine Knaben mußten daselbst an die arbeit zuhauffc kommen.Dazu waren der Iüdcn vnd Obersten hundert vnd fünWg an meinem Tisch/ die zu mir kommen waren auß den Heyden/die vmb vus her sind.Vnd man macht mir deß tages einen Ochsen/vn d sechß erwchlte Schafe vnd Vögel/vnd ja innwcndig zehen tage allerlcy Wein die menge/ noch fordert ich nicht der Landpfleger kost/Dcn der dienst war schwer auff den» Volck. Gedenck mir mein Gott zum besten alle das ich diesem Volckgethan hab. VI.Lap. GanebaNatvndset'tte anhattger trachten Nebemia nach vem Leden/falsche Propheten wöllen stt vec- ;agc machen/können aber nichrs außrichren. Vnd Vte Mauwer wirr geferrrgr. Nd da Sancballat / Tobla vnd Gosem/ der Araber/ vnd andere vnscre Fcmde/crfuhren/daß ich die Matwen gebauwet hatte/vnd keine lüeke mehr dran were (Wiewol ich dle Thürc zu der zeit noch nit gehcnckct hatte in den Thoren) sandte Sancballat vnd Gosem zu mir / vnd liessen mir sagen: Kom/ vnd laß vus zusammen kommen rn der; Dorffern/rn der steche Ono / Sie gedachten mir aber böses zu thun. Ich aber sandte Botten zu incn/vnd ließ fucn sagen: Ich hab ein groß geschcfft außzu- rrchten/ich kan nickt hinab kommen/es möchk das wcrck nachblciben/ wo ich die Hand abthct/vnd zu euch hinab zöge. Sie sandten aber wol vier mal zu mir auff die weise/ Vnd ich antwort inen auff diese werfe. SambMat fünfftcn malzu mir seinen Knaben mit einem offe- B-lcheauNchc7 ^LHnen Bricffe in seiner hand/darinnen war geschrieben: Esistfür dre Heyden mMrr, kommen/vnd Gosem hats gesagt/ daß duvnd dieIüden gedruckt abzufallen/ Dar- umb du die Mauren bauwest/vnd wollest-r König scyn in diesen fachen. Vnd du ha¬ best dir Propheten bcstcllet/die von dir außschreyen sollen zuIerusalerrr/vnd sagcn.Er ist der König Juda. Nun solche wirt für den König komm So kom nuu/vnd laß vns nut einander rahtschlagcn. Ich aber sandte zu im/vnd ließ im sagen: Solches ist nicht geschchen/das du sagest/Du hast cs auß deinem hertzcn erdacht. Denn sie alle woltcn vns forchtsam machen/vnd gedachten/Src sollen die Hand abthun vom gcschefft/ daß sie nicht arbeitcn/Abcr ich sterckct desto mehr meine Hand. Falsche Brü- ich kam ins Hauß Scmaia/dcß Sons Delaja/ deß Sons Mchctabccl/ vn der. cxAcr hatte sich verftdloffcn/vn d sprach: Laß vnszusammen komm im Hause Got- tä/muttenim Tcmpel/vnd die Thür deß Tempels zuschlressen/Denn sie werden korn- mcn dich zu erwürgen/vnd werden bey der nacht kommen/ daß sie drch erwürgen. Ich aber sprach:Solt ein solcher Man fliehen k Solt ein solcher Man/wie ich bin/in den Ternpcl gchcn/daß er lebendig bliebe k Ich wil nicht hincyn gehen. Denn ick mcrckct/ daß in Gott nicht gesandt Hatte/Denn er saget wol weissagunge auff nach / aber To- bia vnd Sancballat hatten im Gelt gegeben. Darum nam er Gclt/auff daß ich nrich fürchten solt/vnd also thun/ vnd sündigen/ daß sie ein boß gescbrey hettcn / darum sie mich lästern möchten. Gcdmcke mein Gott deß Tobia vnd Sancballat/nach diesen seinen wercken/auch deß Propheten Noadja/vn der andern Propheren/die mich wol¬ tcn abschrecken. die Maure ward fertig im fünffvnd zwmtzigstm tage deß Monden Etul/in Elul/ <>^Zwcy vnd fünfftzigtagcn.Vnd da alle vnserc Feinde das hörctm/forchtcn sichal- Scprcmbei-. le Heyden/die vmb vns her waren/vnd der mut entfiel inen/ den sie mercktcn/ daß diß Werck von Gott war-Anch zu derselben zeit waren viel der obersten Juda/ dere briejf gicngcn -Summa NcheiM. vii.Lap. 26s dere / so gicngenzuTobia/vndvonTobiazuinen.DenjrwarettvielinIudadieim gcschwo- BÄg?o! ren waren/ Denn er war ein Schwager Sachanja/ deß sorw Arah/ vnd sein son Io- hanan hatte die Tochter Mesullä/deß sons Berechia/ vn sagten guto von im für mir/ vnd brachten meine rede auß zu jm/So sandte den Tobia Brieffe mich abzuschrecken. VII.Lap. V7ach Vollendung der Mauren werden die Thor auch angehenckt. Nehcmfa rechnet/ wie viel deß Indischen volcks von 2-abel widermnb in sr Land kommen. A wir nun die Mauren gebauwet hatten / henckct ich dieThür/vnd wurden bestellet die Thorhütcr/Sänger vnLcuitcm ^"d lch gebot meinem Bruder Harmm/vu Hananja/dem Pallast- vogtzuIcrusalcm(Denerwarein rreuwcrMan vnd Gottlrförch- tig sür Ml andern)vnd sprach zu jncn: Man sol die Thor Jerusalem nicht auffthun/biß daß die Sonne heiß werde/Vnd wen man noch arbeitet / sol man Jerusale die Thür Zuschlägen vnd verrigeln. Vnd es wurden Hüter bestellet auß den Bürgern wirt bewacht, Jerusalem/cin jeglicher auff seine Hut VN vmb sein Hauß. Dle Statt aber war wett von rarrm/vud groß/aber wenig Volek drinnen/vud die Hauser waren nit gebauwet. Nd mein Gott gab mir ins Hertz/ daß ich versamlet die Rahtherrn vn die Ober- A dm vnd das Volck/ste zu rechnen/vnd ich fand ein Register irer Rechnung / die vorhin hcrauff kommen waren auß dem Gcftngniß/dieNebucad)?czar/der König zu Babel/Hatte weggeführt/vn zu Jerusalem wohnetm/ vnd ur Juda/ ein jeg¬ licher in seiner Statt.Vnd waren komm mit Serubabel/ Jesua/ Mhemra / Asarja/ Serubabek. Raamja/Nahemani/Mardachai/Bilsan/Mffperet/Bigeuai/ Mhum v n Baena. Jema. Lftar (§^Iß ist die zal der Männer vom Volck Israel. Der Kmder Pareoo waren zwey (^LHtausend/ hundert vnd zwey vnd stbentzig. DerKmder Sephathiadrey hun¬ dert vnd zwey vnd stbentzig. Der Kinder Arah/secbß hundert vnd zwey vnd fünfftzig. v Der KinderPaharhMoab vnter den Kindern Jesua vnd Ioab / zwey tausend / acht hundert vnd achtzehen DerKinder Elam tauscnd/zwey hundert vn vier vn fünfftzig. Der Kinder Satyu/acht hundert vnd fünffvnd viermg. Der Kinder Sacai/stben hundert vn sechtzig.Der Kinder Bcnui sechß hundert vn acht vnd vicrtztg. Der Kin¬ der Bebar/sechß hundert vn acht vn Zwentzig. Der Kinder Aögad/zwcytauscnd/drey hundert vnd zwey vnd zwcntzig. Der Kinder Adonikam/sechß hundert vnd stben vnd sechtzig.Der Kinder Bigcuat/zwey tausend vnd stben vnd sechtzig.Der Kinder Adm/ sechß hundert vnd fünffvnd sünfftzig.Dcr Kruder Ater von Hwkia/ acht vn neuntzig. Der Kinder Hasum / drey hundert vnd acht vnd zwentzig. Der Kinder Bezal/ drcy hundert vnd Mr vnd zwentzig. Der Kinder Hariph/hundert vnd zwölffe. Der Kinder Gibeon/fünffvnd neuntzig.Der Männer von Bethlehem vn Mto- pha/hundert/ acht vnd achtzlg.Dcr Männer von Anathoth/ hundert vndacht vnd zwcntzig.Der Männer von BetAsmaueth/zwcy vnd viertzig. Der Männer von K - nathIearun/Kaphira vnd Beeroth/stbm hundert vnd drey vnd viertzig.Dcr Mckr- ncr von Rama vnd Gaba/ sechß hundert vnd ein vnd zwentzig. Der Männer von Mlchmas/Hundert vnd zwey vnd zwentzig. Der Männer von BethEl vno Ai / hun¬ dert vnd drey vnd zwcntzig. Der Männer vom andern Nebo/zwey vnd fünfftzigDcr Kinder deß andern Elam/tauscnd/zwey hundert vnd vier vnd fünfftzig. Der Kinder Harim/drey hundert vnd zwentzig. Der Kinder Jereho/ drey hundert vnd fünffond viertzig. Der KmderLotHadid vnd Ono/ stben hundert vnd ein vnd zwcntzig. Der Kinder Senaa/drey tauscnd/neun hundert vnd dmssig. e Je Priester. Der Kinder Jejada/vom Hause Jesua /neun hundert vud drcy Summa <^^vn sibentzig.Dcr Kinder Immer/tausend vnd zwey vnd fünfftzig. Der Kinder d-rpn lUc, Pachur/tauscnd/zwcy hundert vn stben vnd viertzig.Dcr Kinder Harim/ tausend vn . y W stbentze- -ßlimma TasBuK vii.Lap. sibentzchett.DieLeulten. Der Kinder Jesua vom Kadmiel/vnter den Kindern Ho- dua/vicrvnd sibentzig-Die Sänger.Dcr Kinder Assaph/hundcrt vnd acht vnd vier- tzig.Die Thorhüter ware/die Kinder Sallum.Dic Kinder Ater. Die Kinder Thal- e monDie Kinder Akub. Die Kmdcr Hattta.Die Kinder Sobai/Allesampt hundert vnd acht vnd drcissig. Die Mthinim.Die Kinder Itha/dre Kinder Hasupha/die Kinder Tabaoch die Kinder Keros/dle Kinder Sia/die Kinder Padon/die Kinder Libana/die kinderHa- gaba/die Kinder Salmai/die Kinder tzanan/die Kinder Giddel/ die kinder Gahar/ die Kinder Reaja/dte Kinder Rezm/die Kinder Nckoda/ die Kinder Gasam/ die kitt- der Vsa/die Kinder Passeah/ die Kinder Bessar / die Kinder Megunim / die Kinder Nephuffim/die Kinder Bakbuk/dre Kinder Hakupha/die Kinder tzarhur/die Kinder Bazltth/die Kinder Mchrda/dre Kinder Harsa/dte Kinder Barkos/die Kinder Sis- sera/dte Kinder Thamah/die Kinder Mziah/die Kinder Hatipha. Die Kinder der Knechte Salomo warn die Kinder Sotai/die kinder Sopherech/ die Kinder Prida/ die Kinder Iaela/ die Kinder Darkon/die Kinder Giddel/die Kinder Sephatja/ die Kinder Hatil/die Kinder Pochcrcth von Jebaim/die Kinder Amon. Aller Nethinim vnd Kinder der Knechte Salomo waren drey hundert vnd zwey vnd neuntzig. ^<^Nd diese zogen auch mit hcrauff/Mithel/Melah/Thcl/Harsa/Kherub/ Addon o^Avnd Immer/aber sic kundtcn nicht anzeigcnirer Vätter Haust/noch irm Sa- v nun/ob sic aust Israel wercn. Die Kinder Delaja/die Kinder Tobia/vnd die Kinder 9?ckoda/waren sechst hundert vnd zwey vnd viertzig. Vnd von den Priestern waren/ die Kinder Haba/a / die Kinder Hakoz / die Kinder Barsillai / der aust den Töchtern Barsillai/dcß Gilcaditers/cin Weib nam / vnd ward nach derselben Namen genen- nct. Dlse suchten ircr GcburtRegister/vnd da sie cs nicht funden/wurdcn sie lost vom Priestcrthumb.Vnd Hathirsatha sprach zu inen: Sic sotten nicht essen vom Allerhei- ligstcn/ biß daß ein Priester auffkäme mit deni Liecht vnd Recht. Summa deß Der gantzcn Gcmcine/wie ein Mann war zwey vnd viertzig tausend / drey hun- santzu» D-lcks. dert vnd scchtzig. Austgcnommcn irc Knechte vnd Mägde / der warm siben tausend/ drey hundert vnd siben vnd drcisslg/vnd hatten zwey hundert vnd fünff vnd viertzig Sänger vud Sängerin. Siben hundert vnd sechst vnd dreißig Ressz / zwey hundert vndfünff vnd viertzig Mäuler/vier hundert vndfünff vnd dreißig Kamelen/sechst tausend siben hundert vnd zwcntzig Esel. Nd etliche der obersten Vätter gaben zum wcrck. Hathirsatha gab zum Schatz AAtausend gülden/fünfftzig Becken/fünff hundert vü dretssig PriestcrRöcke.Vnd etliche oberste Vätter gaben zum Schatz answerck zwcntzig tausend gülden/ zwey tausend vnd zwey hundert pfund Silbers. Vnd das ander Volck gab zwcntzig tausend gülden/vnd zwey tausend pfund Silbers/ vnd siben vnd scchtzig PriesterRö- ckc. Vnd die Priester/vnd die Lenkten / die Thorhüter/ die Sänger/vnd etliche deß Dolcks/vnd die Nethinim/vnd gantz Israel/sctzten sich in jre Stätte. VlII.Lap. Esra Wr das Gosey vor allem Dolcke/vnd beftlht men in Laubhütten/nach ordnung deß Gesetzes/;» wohnen. A nun herzu kam der sibende Monde/ vnd die Kinder -r Israel in jrcn Stätten warö/versamlete sich das gantze volck wie ein Man/auffdic Brcitegasscn für dem waffcrrhor/ vn spräche zu Esra/ Das Buch dem Schrtfftgclchrtcn/dast er das Gesetzbuch Mose holcte/das der deß Gesetzes Wirt HERR Israefgebottett hat. Vnd Esra/dcr Prtestcr/bracht das Ge- y vie Mmerne/beyde Mäncr vn Wcibcr/vn alle die es verneinen kundten/im er- > sten rage oest sibcnden Mondcn/vnd läse drinnen auff der Breitegaffen/pie für dem Wasscrthor rst/von liecht morgen an biß auff den Mittag/für Mann vnd Weib/vnd wers Sänger. Thorhüter. Ncthinim. Aas MenO. vm.Lap. 269 oÄeswE wersvernemenkundt/vn deß gantzcnVolcks ohren waren zu dem Gesttzbuch gekeret. Vnd Esra/der Schrifftgelehrte/stund auff eim hültzen hohen stul/den sie gemacht hatten zupredigen/vnd stund neben jm Mathithja/Scma/Anaja/Vria/Hilkia/vnd Maeseja zu seiner rechten/ Aber zu seiner lincken/Pedaja/Msael/ Malchia/Hasum/ Hasbadana/Sacharja vnd Mesullam. Vnd Esra thct das Buch auff für dem gan- tzen Volck/denn er raget ober alles Volck.Vnd da ers auffthet/stund alles Volck. Vnd Esra lobet den HERRN/den grossen Gott/Vnd alles volck antworteMmcn/Amen/ mitiren Händen cmbor/vnd neigetcn sich/vnd beteten denHERRN an mit dem antlitz zur Erdcn.Vnd Fesua/Bani/Serebja/Iamin/Akub/Sabthai/ Hodaja/Maeseja/ Küta/Asarja/Zosabad/Hanan/Plaja/vn die Leutten/machten das Volck/daß auffs Gesetz merckete/vn das Volck stund auffseincr stätte/vnd sie lasen im Gesetzbuch Got¬ tes klärlich vnd verständtlich/daß mans verstund da mans laß. Hch^Nd Nehemja/dcr da ist Hathirsatha/vn Esra/der Priester / der Schrifftgelehr- cd^/vnd die Leuiten/die das Volck auffmerckcn machten/sprachen zu allem Volck: Dreser tag ist heilig dem HERRN/ euwercm Gott / darumb seyt nicht trauwrig/vnd v weinet nicht. Denn alles Volck wcinet/da sie die wort deß Gesetzes höreten.Darumb sprach er zujncn: Gehet hin/vnd esset das fttt/vnd trincket das süsse / vnd sendet denen auch theil/die nichts für sich bereit haben/denn dieser tag ist heilig vnscrm HERREN/ darumb bekümert euch nit/Denn die freude am HERRN ist euwer stercke. M die Le- uiten stilleten allesvolck/vndsprachen: Seytstill/den vertag istherlig/bekümert euch nicht. Vnd alles Volck gieng hin/daß es effe/trüncke/vnd cheil sendete/ vnd eine grosse freude machte/ Den sie hatten die wort verstanden / die man inen hatte kundt gethan. AT^M deß andern tages versamleten sich die obersten Vättcr vntcr dem gantzen re/sonvern auch i rer Vatter mlssethat/Werden ermant/Gorr den HERRN ;u loben/ fernewolthareerkennen/vndjm darfärzndancken/Vndmachen darauffeuren Bvndr mit dem HERRN. ä M vier vnd Mntzigsterr tage dieses Monden/kamen Kinder KM die Kinder Kaelzusammen/mit fasten vnd säcken/vnd Erden auff Efrs inen/ vnd sonderten den Samen Kael von allen frembden Kin- dern/vnd traten hin/vnd bekannten jre sünde vnd jrer Vättcr misse- that. Vnd stunden auff an jre stätt/vnd man laß im Gesetzbuch deß HCRRN/jres Gottes/vier mal deß tages/vnd sie bekannten / vnd beten an den HER- REN//ren Gott/vier mal deß tages. - . - ' ' ' Vrw Mob vnd Gebctt Nehem;«' TaoBuM IX,Lap. Vnd die Lculten stüNden auff in die Höhe/Nemlich/Zesua/Bani/Kadmiel/Se- bania/Bunt/Serebia/Bani/vnd Khenanr/ vnd schryen laut zu dem HERRN irem Gott. Vnd dieLeuirenIesua/Kadmiel/Bani/Hasabenia/ Serebia/Hodia/ Scba- nia/Pethahia/sprachen: Stehet auff/lobet den HERRN euwcrcn Gott/von ewig- keit zu ewigkeit/ vnd man lobe den Namen deiner hcrrligkeit / der erhöhet ist mit allem Gebett der Le sigcu vnd lobe. HERR/du bists allein/du hast gemacht den Himmel/ vnd aller Himel »'tm. Himmel/mik alle jrem Heer/die Erden vnd alles was drauffist/die Meere/vnd alles was drinnen ist/Du machest alles lebcndig/vnd das Himmlische Heer betet dich an. Dubist der HERR Gott/der du Abram erwehlct hast/vnd in von VrinKhal- s«ne5»..7. dea aüßgeführt/vnd Abraham geneirnet/Vrw sein Hertz treuw für dir funden/vnd ei¬ nen Bund mit im gemacht/ seinem Samen zu geben das Land der §anantter/ Hcthi- ter/Amortter/Pheresiter/Iebusitcr/vndGirgositer/pnd hast dem wort gehalten/ Denn du bist gerecht. Vnd du hast angesehen das elend vnser Vatter in Egypten/ vn ir schreyen erhöret Exsv.».»..4. am Schtlffmeer/vnd Zeichen vnd wunder gethan au Pharao vnd allen seinen Knech- ten/vn an allem Volek seines Landes/den du erkanntest/daß sie stoltz wider sie waren/ vnd hast inen einen Namen gcmacht/wie es heute gehet/ Vnd hast das Meer für inen » zuriffen/daß sie mitten im Meer trockö durchßm gicngen. Vn ire Verfolger in die Liesse verworffen/ wie steine in mächtige wassern. Vn sie geführt deß tages in einer Wolcken seulen/vn deß nachts in einer simwrseule/inen zu leuchten auff dem weg/den sie zogen. Vnd bist herab gestiegen auff den Berg Smai/vnd hast mit inen vom Himel ge- El-v.,-. redt/vnd gegeben ein warhafftig Rccht/vn ein recht Gesctz/vn gute gebott vnd sttten. Vn deinen hctligcnSabbath inen kundt gethan/vnd Gebott/Sitten vnd Gesetz/inen 4. gebstten durch demeu Knecht Mose. Vnd inen Brot vom Himel gegeben/da sie Hun- gcrte/vnd wasser auß den Felsen lassen gehcn/da sie dürstete. Vnd inen geredt/sie sel¬ ten htneyn gehen/ vn das Land eynnemen/ darüber du deine Hand hübest ink zu geben. Sünde vnd §ABer vnser Vatter wurden stoltz vnd halßstarrig/daß sie deinen Gebotten nicht A^baEtdeß o^^^^rchteti.Vnd wegerten sich zu hören/vnd gedachten auch nicht an deine wun- der/dre du an inen thetest/sondern sie wurden halsstarrig/vnd wurffen ein Haupt auff/daß sie sich wendeten zu ircr dienstbarkeitin irer vngedult. Aber du/ mein Gott/ vergäbest/ vnd wärest gnedig/ barmhcrtzig/gedültig/vnd von grosser barmhertzigkeit/ vnd verliessest sic nicht. Vnd ob sie wol ein gegossen Kalb machten/vnd sprachcmDas ist dem Gott/der dich auß Egyptcnland geführet hat/vnd theten grosse lästerunge/ Noch vcrlieffestu sie nicht in der Wüsten nach deiner grossen barmhertzigkeit / vnd die Wolckenscule weich nicht von inen/deß tages sie zu führen auff dem Wege/noch die Feuwerseule deß nachts/inen zu leuchten auffdem wege/den sie zogen. Himmelbrot. Vnd du gäbest inen einen gutenGeist/siezuvnterweisen/vnddein "Man wen- c: destumcht von irem munde/vnd gäbest inen wasser da sie dürstete.Viertzig iar versor- gestusie in der Wüsten/ daß inen nichts mangelt/ ire Kleider veralteten nicht / vnd ire Füsse zuschwollen ntcht.Vnd gäbest inen Königreiche vnd Völcker/vnd theilest sie hie n-m.,,. vnd daher/daß sie cynnamen das Land Sihon/deß Königes zu Hesbon/vn das Land Og/deß Königes in Basan. Vnd vermehretest ire Kinder wie die Sterne am Htm- ^enes ». mel/vnd brachtest sie ins Land/das du iren Vättern geredt hattest/das sie eynziehcn vl,d eynucmmcnsolten. Vnd die Kinderzohen hineyn/vnd namen das Land eyn/vnd du demütigest für jnen dte Eynwohner deß Landes/die Kananiter/ vn gäbest sie in ire hande/vnd ire Könige vnd Völcker im Land/daß sie mit inen theten nach irem willen. Vnd sie gewonnen feste Statte/vnd ein fett Land/vnd namen Häuser cyn vollal- Lerlcy güter/außgehauwcnBrünn/Wcinberge/Oelgarten/ vn Bäume davon man iffet/die menge/vnd assen/vnd wurden satt vnd fett/vnd lebeten in Wollust/ durch dei¬ ne grosse güte.Aber sie wurden ungehorsam / vn widerstrebten dir/vnd wurffen deine r ^''2' Gesetze hrndcrsich zu rücke/Vnd crwürgeten deine Prspheten/die sie bezeugeten/ daß sie Asrael UchenW. IX. Qp. 27° bannet vH sie sotten sich M dir bekehren/vnd theten grosse lästerunge. Dammb gabestu sie in die Hand irer Feinde/die sie ängsteten/vnd zur zeit jrer angst schryen sie zu dir. Vnddu crhöretest sic vom Himmel/ vnd durch deine grosse barmhertzigkeit gabstuinenHey- !ande/dre inen holffen auß irer Feinde hand^ O Wenn sie aber zu ruhe kamen/verkeretcn sie sich vbel zu thun für dir/so verliessestu sie in jrcr Feinde Hand/daß sie vber sie hcrrschetcm So bekehreten sie sich denn / vnd schryen zu dir/vnd du erhöretest sie vom Himmel/vnd errettest sie nach deiner grossen barmhertzigkeit viel mal/vnd liessest sie bezeugen/daß sie sich bekehren sotten zu deinem Gesctze.Aber sie waren stoltz/vnd gehorchten deinen Gebotten nicht/ vn sündigten an Leu»,-; deinen Rechten (welche so ein Mensch thut/ lebet er drinnen) VN wendeten ire schulder weg vnd wurden halßstarrig/vnd gehorchten nicht.Vnd du hieltest viel iar vber inen/ vnd liessest sie bezeugen durch deinen Geist in deinen Propheten/aber sie namens nicht zu ohrcn/Darumb hastu sie gegeben in die Hand der Meter in Ländern. Aber nach deiner grossen barmhertzigkeit hast du es nicht gar auß mitinen gemacht/ noch sie ver- laffen/Dcnn du bist ein gnediger vnd barmhertziger Gott. Supra«. §)s^Vn/vnserGott/du grosser Gott/mächtig vnd schrecklich / der du bettest Bund l>ud Barmhertzigkeit/achte nicht gering alle die mühe/ die vns troffen hat / vnd vnser Könige/Fürsten/ Priester/Propheken/Vätter/vnd dein gantzes Volek / von der zeit an der Könige zu Assur/biß auff diesen tag. Du bist gerecht an allem das du ober vns gebracht Hast/Dcnn du hast recht gechan/wir aber sind Gottloß gewesen. Vnd vnser Könige/Fürstcn/PriestervndVäkter/habennichtnach deinem Gcsetzgethan/ vnd nicht acht gehabt auff deine Gebott vnd Ieugniß/die du jnen hast lassen zeugen. Vnd sie haben dir nicht gedienet in irem Königreich/vnd in deinen grossen gütcrn/ die du jnen gabest/vnd in dcm weiten vnd fetten Lande/das dujncn dargelegt hast/vnd haben sich nicht bekehret von jrem bösen wesen. Sihe/ wir sind Heutes tages Knechte/vnd im Lande/das du vnsern Vattern gege¬ ben hast/zu effenseinc Früchte vnd Güter/Sihe/da sind wir Knechte innen. Vnd sein cynkommen mehret sich den Königen/die du vber vns gesetzt hast vmb vnser ^Lünde willen / vnd sie herrschen vber vnsere Leibe vnd Vieh / nach rrcm willen/ vnd wir sind in grosser not.Vnd in diesem allen machet) wir einen festen Bundt/vnd schmben/vnd Bundt mit lassens vnsere Fürsten/Leuiten vnd Priester/versiglen. dottauMencht. DieFürsten/priestervnd Leviten/vers-gelnden Band/vnd allesVolck verpflicht sich rM dem Exde/im Gesetze Gottes ;n Mandeln den Sabbathzu halten/vn »arllch den dritten tkerl ei¬ nes sekcls;um dienste im Haase deß HERRN/aach Priestern vnd Leviten iregebür/z» geben. Je Bersrgeler aber waren/Mhemja/HathtrsaLha/der Wester. WA Son Hachalja/vnd Jidekia/Seraja/Asar/a/Zeremia/Pashur/A- EZß maria/Malchia/Hattus/Sebanja/Malluch/Hartm / Mercmoth/ Obadja/Daniel/Ginthun/Baruch/Mesullam/ Abia/Melamin/ ? Maasga/Bilgai vnd Semaja.Das waren die Priester. Die Lemten aber waren/Zesua/der Son Asanja/Binui vnter den Kindern He- Leuikem nadad/Kadmtel. Vnd ire Brüder/Sechan-a/Hodia/Klita/Plaja/ Hanau/ Micha Rehob/Hasabja/Sachur/Serebia/Sebania/Hodia/Bani vnd Beninu. Die Häupter im volck waren/pareos/PahathMoab/ElamSathu/Bani/Bu- Häuptleutt tti/Asgag/Bebat/Adonia/Biguai/Adin/Ater/Hiökia/Affur/Hodia/Hasum / Bc- zai/Hariph/Anathoth/Mubai/Magpias/Mesuttä/Hesir/Mescsabeel/Iadok/Iad- dua/Platia/Hanan/Anaja/Hosea/Hanania/Hasub/Halohes/ Ptlha/ Sobck/ Re- Hum/Hasabna/Maeseja/Ahia/Hanan/Anan/Malluch/Harim/vud Baena.Vttd das ander Volck/priester/Leuiten/^horhüter/Sanger/ Nechinim/ vnd alle die sich . V0tt dM ArchahMa. HasBuA x.L'ap. von dcn Völckern in Landen gesondert hatten/zum Gesetz Gottes/sampt jren Wei- bem/Söncn vnd Töchtern/alle die es verstehen kundten/ vnd jre mächtigen namens an für jre Brüder. sie kanren/daß sie schwuren/ vnd sich mit Eyde verpflichten zu wandeln im Ise -4- c^Gcsetz Gottes/das durch Mose / den Knecht Gottes/gegeben ist/ daß sie hielten vnd thun motten nach allenGcbottcn/Rechten vndsitten/deß HERRN vnsers Herr- schcrs/Vnd daß wir den Völckern im Lande vnscreTöchter nicht gebcn/noch ire Töch¬ ter vnsern Sötten nemen wölken. Auch wenn die Völcker im Lande am Sabbathta- ge bringen Wahr/vnd allerleyFüttcrung zu verkauffcn/daß wirs nit von jnen nemen wolten auff den Sabbath vn heiligen tagen. Vnd daß wir das sibcndc jar aller Hand b bcschwerung ftey lassen wolten/vnd legen ein Gcbott auff vns/daß wir järlich einen dritten theil eines sekels gebt zum dienst im Hause vnsers Gottes/nemlich/zu Schauw brot/zu täglichem Speißopffer/zum tägliche Brandopffer deß Sabbaths/derMuw monden vndFesttagen/vnd zu den geherligcten/ vndzu Sündopffer/ damit Israel versünet werde/vnd zu allem Gcschcffe im Hause vnsers Gottes. Welche zu Je Vnd wir worffcn das Loß vnter den Priestern/Lcuiten vnd dem Volek/ vmb das be'rhe-LMv^ Opffcr deß holtzö/das man zum Hause vnsers Gottes bringe soltjärlich/nach den häu Babcr. fern vnser Vatter auffbcstrmptc zett/zu brennen auff dem Altar deß HERRN vnsers Gottes/ wie es im Gesetz gcschnbm stehet. Vnd järlich zu bringen die Erstlinge vnsers Landes/vn die Erstlinge aller Früchte auffallcnBämmn/zum Hause deßHERRN. Vnd die Erstlinge vnser Göns vnd vnsers Viehs/wie es im Gesetz geschrieben stehet/ vnd du Erstlmge vnser Rinder vnd vnser Schafe / daß wir das alles zum Hause vtt- Narung der flrs Gottes bringen sollen den Priestern / die nn Hause vnsers Gottes dienen. Auch -pncsicr vnd Leut- sollen wir bringen die Erstlinge vnsers Teiges vnd vnser Hebe/Vttd die flüchte allerley Bäume/Most vnd Oele/den Priestcrn/in die Kästen am Hause vnsers Gottes. Vnd den Jehenden vnsers Landes den Lernten/ daß die Leuiten den Jehenden haben in al¬ len Stätten vnsers Ackerwercks. Vnd der Pricster/dcr Son Aaron/sol mit den Leuiten auch an den Jehenden der Leuiten haben/ daß die Leuiten den Jehenden jrcr Jehenden herauff bringen zum Hause vnsers Gottes/in die Kasten im Schatzhause. Denn die Kinder Israel vnd die KmdcrLcui/sollen die Hebe deß Getreydes/Mosts vnd Oeles / herauff in die Kasten bnngcn/dasclbst sind die Gefässe deßHeiligthumbs/vnd die Priester die da dienen/ vnd die Thorhütcr vnd Sänger/daß wir das Hauß vnsers Gottes nicht verlassen. xi.Lap. Das Volch wirk getheilt durch das Loß/vnd der gehend kherl wohnet wIervsalem/dle andern in den Tratten suffdem Lande. DirSberstm Nd die öbrrstm deß VolckS wohnttm zu Jerusalem/ Das ander Volek aber worffcn das loß drumb / das vnter zehen ein theil gen Ienffalem in die heilige Statt zögen zu wohnen/vnd neun . heil in den Stetten. Vnd das Volek segenet alle die Männer / die flcywillig waren zu Jerusalem zu wohnen. Dtp jmv die Häupter in derLandschafft/ diezuIcrusalkwohneten.In den Stet ten Inda aber wohncte ein jeglicher in seinem gut/das in jren Stetten war/Mmlich/ Israel/Prlestcr/Leuiten/Mthittim/vn die Kinder der Knechte Salomo. Vnd zu Je¬ rusalem wohneten etliche der Kinder Juda vn BenIamin. Von den Kindern Juda/ Atha/a/ der Son Vsia/ deß Sons Sachar/a / deß Sons Amarja / deß Sons Se- phakja/deß Sons Mahelaleel/auß den kindern ParezVnd Maesaia/der SonBa- ruch deß SonsHhalHose/dcß SonoHasaja/deß SonsAdaja/deß SonsIoiarib/ deß Sons Gacharja/deß Sons Sitom. Aller Kinder Perez/ die zu Jerusalem woh- nekn/waren vier hundert vnd acht vnd sechtzig/redliche Leute. Dißsind Namen Menija. xi.Lap. 27- der Pne^ Diß sind die Kinder BcnIamin/Sallu/der Son Mesutlam/deß Sons Ioed/ tcusovöBa- deß Sons Pedaja/deß Sons Kolaja/deß Sons Maeseja/deß Sons Ichiel/deß jögmsin'd.^ Sons Jesaja. Vnd nach im Gabai/Sallai/neun hundert vnd acht vnd zwentzrg. Vnd Ioel/der Son Sichri/ war jr Vorsteher/ Vnd Juda / der Son Hasnua/ ober das ander theil der Stakt. Von den Priestern wohneten/Iedaja/der son Iojarib/ Jachin. Saraia / der son Hilkia/deß sons Mesullam/ deß sons Jadok/deß sons Mraioth/deß sons Ahitob/ war Fürst im Hause Gottes.Vnd seine Brüder/die im Hause schafften/der waren acht hundert vnd zwey vnd zwentzig. Vnd Adaja/ der son Jeroham / deß sons Plalia/ deß sons Amzi/deß sons Sacharja/deßsons Pashur/deßsonsMalchia. Vnd seine Brü- der/Oberstenvnter den Vättern/waren zwey hundert vnd zwey vndviertzig. Vnd Amaffai/ der son Asarael/deß sons Ahusai/dcß sons Mcsillimoth / deß sons Immer/ Vnd seine Brüder/gewaltige Leute/waren hundert vnd acht vnd zweutzig. Vnd jr Vorsteher war Sabdiel/der son Gedolim. L Von den Leuitcn/Scsmaja/derson Hasub/deßsonsAsrikam/deß sons Hasabja/ deß sons Bunni. Vnd SabthaivnIosabad auß der Lcuiten obersten / an den euffer- liehen geschäffken im Hause Gottcs.Vnd Mathanja/der son Micha / deß sons Sabdi/ deß sons Affaph/der das Haupt war/danck anzuheben zum Gebett. Vnd Bakukia/ der ander vnter seinen Brüdern/vnd Abda/ der son Sammua /deß sons Galal/ deß sonsIedithun» AllerLeuiten in der heyligen Statt warenzweyhundert/vnd vier vnd achtzig.Vnd die Thorhüter/Akub vnd Talmon/ vnd ire Brüder/ die in den Tho¬ ren hüten / waren hundert vnd zwey vnd sibentzig. Das ander Israel aber/ Priester vnd Leuiten/waren in allen Statten Iuda/ein jeglicher in seinem Erbtheil. Vnd dieMHLnim wohneten an Ophel/vnd Aha vnd Gispa gehörete» zu dm Ncthinim.Dcr Vorsteher aber vber die Leuitö zu Jerusalem war Vsi/der son Bani/ deß sons Hasabja/deß sons Marhanja/deß sons Micha.Auß den kindern Affaph wa rcn Sänger vmb das gcschäfft im Hause Gottes/Denn cs war deß Königes gcbott vber sic/daß die Sänger treuwlich handelten ein jeglichen tag sein gebär. Vnd Pe- thma/dcr son Mescsabeel/auß den krndern Serah/dcß sons Iuda/war Befehlhaber deß Königes zu allen geschäfften an das Velck. Vnd der KinderIuda/die aussen auffdenDörffern auff jrem Lande waren/ wohneten etliche zu KiriachArba/vnd in jren Töchtern/vnd zu Dibon/vnd in jren Töchtcrn/vnd zu Kapzecl/vnd in jren Dörffern/vnd zuJesua/ Molada/ Bethpalet/ Hazarsual/Berseba/vnd jren Töchtern/vnd zu Aklag vnd Mochona/vnd jren Töch- tern/vnd zu Enrlmo»i/Iarega/Ieremuth/Sanoah/Adullam/vnd jrenDörffern/zn Lachisvnd auff jrem Felde/zuAseka/vnd injren Töchtern. Vnd lägerten sich von Berseba an biß ans Thal Hinnom. Die Kinder BcnIamin aber von Gaba wohneten zu Michmas/ Aia/BethEl/ vnd jren Töchtern/ vnd zu Anathoch/ Nob/Annaja/Hazor/Rama/Githaim/ Ha- did/Aboim/Neballat/Lod/Ono/vnd im Ammerthal. Vnd etliche Leuiten/ die theil in Juda hatten/wohneten vrrtcr VenIamin. X11. Lap. Erze'Kmg der Priester vnd Le»tten/we!che mir Gerubabel gen Jerusalem kommen / Von exnwet- hungder Mauren/vnd verordenren Personen zum Schützkaste». vnd '' RMÄWM rem son Scalchiel/vnd Icsna/Herauff zogen. Seraja/Zerem««/ Lsra/Amarja/Malluch/tzattus/GachanIa/Rehum/Meremoch/ MZWIM Zddo/Ginchoi/Abia/Meiamtn/Maadia/Bilga/ Sema/a/ Zola, Diß waren die Z Häupter Ramm Ms BuK xii. Lap. Häupter vnter den Priestern vnd jren Brüdern znnZeiten Icsna. Die Leuiten aber Z?o- waren diese/Iesua/Bernu/Kadmicl/Serebja/Iuda vn Mathanja/vber das Danck lr ampt/cr vnd ferne Brüdcr.Bakbukja vnd Dnnl/ jre Brüder/ waren vmb sie zur Hut. « Icsua zeuget Ioiaklm/Ioiaklm zeuget Eliasib/Ellasib zeuget Zojada/Iojada Diß-ft. zeuget Fonachan/Ionachan zeuget "Iaddua. Vndzun zelten Ioiakinr waren diese ftn Ac!>xattdc/;A?! oberste Vatter vnter den Prlcsicrn/Nemlich/von Seraja war Meraja/ von Ierem- soh^ÄcheuA/R jawarHananja/von Esra warMesullarn/von Amarja war Iohanan/von Mal- luch lvar Ionathan/von Sebanja war Joseph/ von Harim war Adna / von Mcra- vnd sehr Ätwordn:/ joch war Helkal/von Iddo war Sacharja/von Ginthon war Mesullam / von Abm Herp»este7 LeE warSlchrl/vsn Melamin Moadja war Piltal/vonBilgawar Sammua/von Semaja war Jonathan/von Island war Mathnal/ von Icdaja war Vsi / von Sallal war Kallal/von Avaok war Eber/von Hllkla war Hasab/a/ von Iedaja war Mthatteel. Vndzun Zeiten Eliasib/Ioiada/Iohanan/vnd Iaddua/wurden die obersten Vatter vnter den Lemten vnd die Priester beschrleben vnter dem Könlgrclch Darll/ VeßPersen. Es wurden aber die Klüver Leut/dle obersten Vätter/beschrieben ln dle Khronica/bißzur zelt Iohanan/deß Sons Eliasib. Vnd dlß waren dle obersten vn- tcr den Leuiten/Hasabja / Serebia vnd Iesua/ der Son Kadmlel/vnd lre Brüder neben inen zu loben vno zu dancken/wle es Dauld/dcr Mann Gottes/gcbotten hatte/ eine Hut vmb die ander. Mathania / Bakbukia/ Obadja/ Mesullam / Talmon vnd Wib/wmcn Thorhütcr an der Hut/an den Schwellen ln den Thoren. Diese waren M zelten IsiakiM/deß SonsIesua/dcß Sons Iozadak/vndzun zelten Nehemja/ deß Landpstegers/vnd dess Priesters Esra/deß Schrlfftgelehrten. BümwttDmo Nd in der cynwcihung der Mauren zu Ierusaleru suchte man dle Leuiten auß d« L ixen orten/dz man sie gen Jerusalem brechte/zu halte cynwelhung/ln freu- ruj«kN. von/mtt oanckcn/nm singcn/Kymbaln/Psaltern vn Harpffcn. Vnd es versam- lctcn sich die Kinder der Sänger/vnd von dergegend vmb Jerusalem her / vnd von den Höftn Nechopha.i/vnd vom Halffe Gllgal/vnd von den äckern zu Glbeavn As- maueth/Dcnn die Sanger hatten mell Höfegebauwet vmbIerusalem her. Vud dle Prrcfter viiLeuiten ramgeten sich/ vnd reinigten dasVolck/die Thor vn dle Mauren. Mstthor. Vnd ich ließ die Fürsten Juda oben auff dle mauren stelgen/vn bestellet zwen gros¬ se Danckchörc/ die giengen hin zur rechter, oben auff dle mauren zum Mlstthorwertö. Vnd Den gleug nach Hosaja/vnd dre helfft der Fürsten Iuda/vnd Asarja/Esra/Me- suilasit/Awa/BcuIamln/Semaka vnd Icrcmja. Vnd etliche der Priester Kinder mit DromeLeri/Mmlich/Sacharia/der son Jonathan / deß sons Semaja/ deß sons Mathanja/dcß sons Michajadeß tons Sacbur/deß sons Affaph / vn seine Brüder/ GLiyaja/Afareel/Mrlalai/Gllalal/Maai/Mthaneel/vnd Iuda/Hananl/ mit den Süittnspiclm Dauids/deß Mans Gottes / Esra aber / die Schrlffrgelehrte für jncli Brunntßsr. her/MmBrunLhorwerts.Dn grcngeu neben Den auff den stuffen/zur Statt Dauld/ Wassertüor. mauren auffhin/Zun, Hause Damd hlnan/blß an das Wasserthor gege Morgen. Der ündLe'Danckchorglcng gegen/neu vber/vnd ich jm nach/vnd dle helfft deß o Ofenchum. Dolcks/die Mauren hinan/ zürn Qfcnthuru hinauft/biß an die breyte Mauren/vnd Thor Ephra- önur Thor Ephraim Hmarr/vnd zum Altenthor/vnd zum Flfchthor/ vnd zum Thum »m Hamneel/vtlD zum Thum Mea/blß an das Schafthor-/ vnd blieben stehen im Ker- Mtcthor. ckcrchor.Vnd stunden also dle zwen Dauckcbör im Hause Gottcs/vn ich vnd die helfft Flschchor. her obersten mit mir. Vnd dle Priester / Mmllch/ElZakim/Maescja / MlnIamtn/ Schafthor. Mchaja/ELioenai/Sacharja/ tzauanja mit Drommeten/ vnd Maeseja/Semaja/ Kcrckerthor. Eleasar/ Vsi/Iohanan/Malchla/Elam vn Asar/Vnd die Sänger sungen laut/vnd Iesrah/a war der Vorsteher. Vnd es wurden desselben tages grosse Opffer geopffert/ vnd waren frölich/Denn Gott hatte jnen eine grosse freude gemacht/daß sich beyde/ Weiber vnd Kinder/freuweten/vnd man höret die freude Jerusalem ferrne. Iudex Krcmöd- KhenW. xm.Lap. 272 der zeit wurden verordnet Männer vber die Schatzkästen/da die heben/Erst- Schahkastcn dm. Klingen vnd Jehenden/innen waren/daß sie samlen sotten von den Eckern/ VN vmb verordnet für die die Stätte/ außzutheilen nach dem Gesetz für die Priester vnd Lernten/Denn Inda mE hatte eine freud an den Priestern vnd Leuiten/daß sie stunden/vnd warten der Hut jrcs Gottcs/vnd der Hut der Reinigung. Vnd die Sanger vnd Thophütcr stunden nach dem Gebott Dauid/vnd seines SonsSalomo/Den zun zetten Dautd vnd As- , saph wurden gestifftet die obersten Sänger vnd Loblicde/vnd danck zu Gott. Aber gantzIsraclgabden Sängern vnd Thorhüterntheil zun zetten SerubabelvndNe- hemja/einen jeglichen tag sein theil/vnd sie gaben geheyligetes für die Leuiten/ DieLe- mten aber gaben geheiligetes für die Kinder Aaron. xm.Lap. D»s Jüdisch Volck Werdet Vre Frembdlmg von sich ab. Die Leviten verlassen fr-en dienst/ diewerl irren nrchr gereichr wirr was r nen gebürt. Etliche brechen den Gabbari) / vnd eines rherls nemmen anßlandljche werber/wetches alles durchNchem/a gestrafft vnd abgeschaffr wirt. es ward zu der zett gelesen das Buch Mose für den Das Buch nmn.rs. ohren deß Volcks/viid ward funden drinnen geschrieben / daß die Am- Mose wittgelcsm. -- moniten vtzd Moabtten sollen nimermehr in die Gemeine Gottes kom- mcn/Darumb/daß sic den kindcrn Israel nicht zuvor kamen mit Brok Waffer/vnd dingeten wider sie Bileam/ daß er sie verfluchen sslt/ aber vnser Gott wandt den Fluch in einen Segen. Da sie nun diß Gesetz höreten/ Eliasib. scheideten sie alle Frembdlinge von Israel. Vnd vor dem hatte der Priester Eliasib in den Kasten am Hause vnsers Gottes gelegt das Opffer Tobia/Denrr er hatte jm einen grossen Kasten gemacht/ vnd dahin hatten sie zuvor gelegt Speißopffer / Weyrauch/' G'erchte/vnd die gehenden vom Gctreyde/Most vnd öle / nach dem Gebote der Leui- ten/Sänger vnd Thorhüter/dazu die Hebe der Priester. Aber in diesem allen war ich nit zu Icrusalem/Denn im zwey vnd dreißigsten jar Arthahsastha/ deß Königes zu Ba bel/kam ich zum Kömge/vn nach etlichen tagen er¬ warb ich vom Könige^ daß ich gen Jerusalem zoch. Vnd ich merckt/daß nicht gut war/ das Eliasib an Tobia gethan hatte/daß er jm einen Kasten machte im Hofe amHause Gottes. Vnd verdroß mich sehr/vnd warffalle Gerehte vom Hause Tobia hinauß für den Kasten.Vnd hieß/daß sie die Kästen rcinigeten/ Vnd ich bracht wider daselbst hin das Gerehte deß Hauses Gottes/das Speißopffer vnd Weyrauch. Nd ich erfuhr/daß der Leuiten thcil jnen nicht gegeben waren/Derhalbcn die Den Leuiten A^Leuiten vnd Sänger geflohen waren/em jeglicherzn seinem Acker zu arbeiten. wirt,rgEd ehest L Da schatt ich die Obcrsten/vnd sprachiWarumb verlassen wir das Hauß Got- test Aber ich verjamlet sie/vnd stellet sie an jre stäkt.Da bracht gantz Juda die Jehen- de vom Geereyde/ Most vnd öle/zum Schatz. Vnd ich setzt vber die Schätze Sclemja denPriester/vnd Jadok den Schrifftgelehrtcn/vnd auß den Leuiten Pedaja/vnd vn- ter jre Hand Hanan/den Son Sachnr/deß Sons Makhanja/ Denn sie wurden für treuw gehatten/vnd jnen ward befohlenjrcn Brüdern außzutheilen. Gcdencke mein Gott mw daran/vnd tilge nicht auß meine Barmhertzigkeit/die ich an meines Gottes Hause vnd an seiner Hut gethan habe. ^Vr selben zett sähe ich in Juda Kelter trcLten auffden Sabbath/vttd Garben her-? Sabbath ^öcyn brtngcn/vnd Esel beladen mit Wein/Trauben/Feigen vnd allerlcy last zu Je- wstt^rgeyalke. o^rusalcm brmgen/auff den Sabbathtag. Vnd ich bezeuget sie deß tages/ da sie die Fütterung verkaufften. Es wohneten auch Tyrer drinnen/die brachten Fisch / vnd al- lerley Wahr/vn vcrkaufftens auff den Sabbath den Kindern Juda vnd Jerusalem. Da schalt ich die Obersten in Iuda/vnv sprach zu jnen : Was ist das böse ding das jr thut/vnd brecht den Sabbathertag e Theten nicht vnser Dätteralso / vnd vnser Gott Z ij führet LeMen Mas MO xm.Lap. deß Gab- führet alle diß vnglück vber vns/vnd vber diese Stakt k Vnd jr macht deß Zorns vber bakye. Israel noch mehr/daß jr den Sabbath brecht. I^Nd da die Thor zuIemsalem auffgezogen waren für dem Sabbath/hieß ich die cd^hür zuschlicsscn/ vnd befahl/ Man solt sie nicht auffthunbiß nach dem Sab- bath.Vndichbcstelletmeiner Knaben etliche an dieThor/daßman keine Last hereyn Q brecht am Sabbather tage. Da blieben die Krämer vnd Vcrkäuster mit gllerley Wahr vber nacht draussen für Jerusalem/ein mal oder zwey. Da zeuget ich jncn/vnd sprach zu inen: Warumb bleibet ir vber nacht vmb die mauren k Werdet iw noch eines chun/so wil ich die Hand an euch legcn.Von der zeit an kamen sie deß Sabbaths nicht/ Vnd ich sprach zu den Leuttcn/ die rein waren/ daß sie kämen /vnd hüteten der Thor/ zu heyligen den Sabbath tag. Mein Gott/gcdenck mir deß auch / vnd schone mein nach deiner grossen barmhertzigkeit. ^üden nem- auch zu der zeit Jüden die Weiber namen von Asdod/Ammon/vnd men Heidnische weh AÄ Moab/Vnd jre Kinder redeten die hclfft Aödodisch/ vnd kundtcn nicht Jüdisch der. ^^reden/Sondern nach der Sprach eines jeglichen Volcks. Vnd ich schalt sie/vnd flucht jnen/vnd schlug etliche Männcr/vndraufft sic /Vnd nam einen Eyd von inen bcy Gott/Ir solt euMre Töchter nicht geben iren Sönen/noch irc Töchter nemen eu- weren Sönen/oder euch sekbst.Hat nicht Salomo/der Körrig Israel/ daran gesündi-; Reg.'.. gettVnd war doch in vielen Heyden kein König jm gleich/vn er war seinem Gottlieb/ vnd Gott setzt jn zum Könige vber gantz Israel / Noch machten in die außländische Weiber zu sünden. Habt jr das nicht gehöret / daß jr solch groß vbcl thut / euch an vn- serm Gottzu vergreisten mit außländische Weiber nemmen. Vnd einer auß den Kindern Iojada / deß sons Eliasib/deß Hohcnpricsters/hatte sich befreundet mit Saneballat/dem Horoniten/abcr ich jagt in von mir. Gedcncke an sie/mein Gott/die deßPriesterrhumbs loß sind worden/vnd deß Bunds deß Pxie- sterthumbs vnd der Leuiten. Also reiniget ich sie von allen ausländischen / vnd stellet die Hut der Priester vnd Leuiten/einen jeglichen zu seinem Geschehe/ Vnd zu opffcm das Holtzzu bestimpten zetten/vnd die Erstlingen. Gedmckmcmer/mem Gott/im besten. Ende des Buchs Nekemja. MasBuKTscher. i. Lap. RLnig Ahasueros macht er» herrlich Mal seinen FLrften/LandpfleckernDbarffen/vn allem Hof-» gestnve Die Aöntgin Vasthl wlrdr beruffen/vno als sie nicht erschemer/vom Könige verstossen. der Esther eheman/ vor Christi Geburt 47r. Aimo Mundi/ Z4-88. BnzeltcnNhahMos/dtt' W da König war von Indra öiß an Morcn/Vbcr ^hundertvndsiben vndzwcntzrg Länder. Vnd da er auff seinem Königlichen stulsaß zu schloß Susan/im dritten jar seines Köttigreich^macht er bcy jm ein Mal allen sei- M nen Fürsten vnd Knechten /ncmlich/ den Gewaltigen in K Persen vnd Medcn/den Landpflcgern vn Obersten in sei¬ nen Ländern/daß er sehen ließ den herrlichen Rcichthumb seines Könlgreichs/vnd den köstlichen Pracht seiner Maiestet/ viel tage lang/ nemlich/ hundert vnd achtzig tage. Vnd Wasuerss. Ascher. i.Lap. 27; Vnd da die tage auß warm/macht der König ein Mal allem Volek das zu schloß Susan war/beyde groß vnd klcinen/siben tage lang/ im Hofe deß Garten am Hause dcß Königes. Dahiengm weisse/rote vnd gäleThüchcr/mit leinen vnd scharlacken Seylen gefasset in silbern Ringen/auff Marmelseulen. DieBäncke warm gülden vnd silbern/aufs Pflaster von grünen/weiffen/gälen vnd schwachen Marmeln ge- macht.Vnd das getränck trug man in gülden Gefäffen/vnd immer ander vnd andern Gcfassen/vnd Königlicher Wein die menge/wie denn der König vermocht. Vnd man salzte niemand was er" trincken solle / Denn der König hatte allen Vorstehern in sei- « nem Hause befohlcn/daß ein jeglicher solt thun/wie cs jm wolgefiel. ' die Königin Vaschl machte auch ein Mal für die Werber/im Königlichen Vasthi. tz^Hause deß Königes Ähasueros. Vnd am srbcnden tage/da der König gms muts war vom Wcin/Hieß er Mchuman/Brstha/Harbona/Bigtha/Abagtha/ Scthar/ vnd Kharcas/ die siben Kammerer/ die für dem Könige Ähasueros dicnetcn / daß sie Die Königin Vasthi holetcn für dm König/mit derKönigltchenKrone/daß erden Dölckern vnd Fürsten zeiget jre schöne/ denn sie war schön. Aber die Königin Vasthi wolt nicht kommen nack dem wort deß Königs durch seine Kämmerer / Da ward der Körrig sehr zsrmg/vnd sein grim entbrannt in jm. e der König sprach zu dm Weisen/die sich auffLandes sitten vcrsmnden(d§nn c>Adeß Königes fachen mußten geschehen für allen verständigen auff Recht vnd Händel) Die »ehesten aber bey jm waren / Kharsena / Sethar/Admatha / Tharsis/ Meres/Marsena/vnd Memuchan/ die siben Fürsten der Perser vnd Meder/ die das angcsicht deß Königs sahm/vn fassen oben an im Königreich/ was für ein Recht man an der Königin Vasthi thun solt/ darumb/daß sie nicht gethan hatte nach dem wort deß Königes durch seine Kämmerer. (^^A sprach Memuchan für dem Könige vnd Fürsten: Die Königin Vasthi hat (^^nicht allein an dem Könige vbe l gcthan/sondern auch an allen Fürsten vnd an allen Völckcrn in allen Landen deß Königs Ähasueros. Denn es wirt solche that der Königin außkomcn zu allen Weibern/daß sie jre Männer verachten für jren Augen/ vnd werden sagen: Der König Ähasueros hieß die Königin Vaschi für sich kommen/ aber sie wolt nicht.So werden nun die Fürstinnen in Persen vnd Meden auch so sa¬ gen zu allen Fürsten deß Königes/ wenn sie solche that der Königin hören / So wirdt sich verachtens vnd Zorns gnug heben. Gesellet es dem Könige/so laß man ein Königlich Gebott von jm außgehen / vnd Gebote Aha- schreibe nach der Perser vn Meder Gesetz/welchs man nit darff vbertrette/Das Va- ^n/d^eMa», sthi nit mehr für den Köllig Ähasueros kome/ vn der König gebe jr Königreich jrer ne- hcstcn/dic besser ist denn sie. Vnd das dieser Bricffdcß Königes/ der gemacht wirt/in sein gantz Reich(wclchs groß ist)erschalle/daß alleWeiberjre Mäner in ehren halten/ beyde vnter grossen vnd kleinen. Das gefiel dem König vn den Fürsten/vn der König thet nach dem wort Memuchan.Da wurden bricffe gesandt in alle Länder deß Koni- gcs/in ein jeglich land nach seiner schrifft/vn zu jegliche volck nach seiner sprach/daß ein jeglich Man der Oberherr in seine Hause sey/ vn ließ rede nach der sprach seines volcks. n.Lap. Man sucht vud bringt für den Rönig viel hüpsche Jungfrauwen / Hesther gsfellek im vor Men andern, vnd ersetzt vre RönigllcheRroneauffir Hanpr. Marvachal warnst ven Asmg/ daß NN etliche nach dem Leben stunden. Ach drsen Geschtchtm/ da der gnm deß Königs Aha- sueros sich gelegt hatte / gedacht er an Vasthi / was sie gethan hatte/ vnd was vber sie beschlossen were.Da sprachen die Knaben deß Ko- Nlges / die jm dicnetcn: Man suche dem Könige junge schöne Fungk- frauwen/ -ff der König bestelle schauwer in allen Landen seines Kö- Z iij nigreichs/ Wasueros. Aas BG ii.Lap. nigreichs/daß sie allerlei) junge schone Zungfrauwen zusammen bringen gen schloß Susan ins Frauwenzimmer/ vnter die Hand Hegai/deß Königs Kämmerer / der der Weiberwartct/vnd gebe inen iren geschmuck/Vnd welche Dirne dem Könige gesell let/die werde Köttigin an Vastht statt-Das gefiel dem Könige/vnd thet also. Mardachai. ^ibS war aber ein Jüdischer Mann zu schloß Susan/ der hieß Mardachai/eitt c^O/Son Iair/deß Sons Simei/deß Sons Kis/deß Sons Jemini/ der mit weg- geführt war von Jerusalem/da Iechania/ der König Juda / wcggesührt ward / wel¬ chen MbucadMzar/der König zu Babel/wegführet. Vnd er war ein Vormünd Hadaßa / die Hadaßa/die ist Esehcr/ein Tochter seines Vektern/Denn sie hatte wcderVatter noch so'ttst Estherheißt. Muttcr/vnd sie war eine schöne vnd feine Dirne/Vnd da ir Vatter VN Mutter starb/ nam sie Mardacbai auffzur Tochter. Da nun das Gebott vnd Gesetz deß Königes laut ward/ vnd vil Dirne zuhauffe bracht wurden gen schloß Susan vnter die Hand Hegai /ward Esther auch genomen zu deß Königes Hause/vnter die Hand Hegai/deß Hüters der Weibcr.Vnd die Dirne gefieljm/vnd sie fand barmhertzigkeit für im. Vnd er eylct mit irem geschmuck/ daß er ir jrcn theil gebe/vnd siben feine Dirnen von deß Königes Hause dazu/Vnd er ihet sie mit ircn Dirnen an den besten ort im Frauwenztmmer.Vnd Esther saget im nicht an jr Volck vnd jre Freundtschafft/Denn Mardachai hatte ir gebotten/sie solts nicht an- sagen.Vnd Mardachai wandelte alle tage für dem Hofe am Frauwenzimmer/daß er crführe/obs Esther wolgiwge/vnd was ir geschehen würde. Wenn aber die besttmpte zeit einer ieglichcn Dirnen kam / daß sie zum Könige Ahasueros kommen solt / nach dem sie zwölff Monden im Frauwenschmücken gewe¬ sen war (Denn ir schmücken mußt so viel zeit haben/Mmlich/sechß Monden mit Balsam vnd Myrrhen/vndsechß Monden mit guter Specerey/so waren denn die Werber geschmückt) alsdenn gteng eine Dirne zum Könige/vnd welche sie Wolke/ mußte manir geben/die mit ir vom Frauwenzimmer zu deß Königes Hause gicnge. Vnd wenn eine deß abends hineyn kam/die gienge deß morgens von im in das ander Frauwcnzimmer/vnter die Hand Saasgas/deß Königs Kämmcrer/derKcbswccher Hüter / Vnd sie mußte nicht wider zum Könige kommen / cs lüstete denn den König/ vnd ließe sie mit namen ruffen. Esther herzu kam/der Tochter Abihail/deß Vettern Marda- er zur Tochter hatte auffgenommen)daß sie zum Könige kommen solt/ begerre sie nichts/denn was Hegai/deß Königs Kamerer/ der Weiber Hüter/ sprach/ Vnd Esther fand gnade für allen die sie ansahen. Es ward aber Esther genommen zum Könige Ahasucros/ins Königliche Hanß/tm zehenden Monden/der da heißt Tebech/im sibenden iar seines Königreichs. Vnd der König gewan Esther lieb vbcr Thebethi alle Weiber/vnd sie fand gnade vnd barmhertzigkeit für im/ für allen Zungfrauwm. ^«»uanus. Vnd er setzte die Königliche Kron auff ir Häupt/ vnd machte sie zur Königin an Va- schi statt.Vnd der König macht ein groß Mal allen seinen Fürsten vnd Knechten/das war ein Mal vmb Esthers willen. Vnd ließ die Länder ruhen/vnd gab Königliche Geschenkte auß» Mardachai. Vnd da man das ander mal Zungfrauwen versamlet/saß Mardachai im Thor deß Königes.Vnd Esther hatte noch nicht angesagt ire Freundtschafft/ noch ir Volck/ wieir denn Mardachaigebotten hatte/ Denn Esther thetnach dem wort Marda- chai/gteich als da er ir Vormünd war. ^)Vr selbigen zeit/daMardachai im Thor deß Königes saß/ wurden zwcn Kämme- Biatbatt. k>eß Königes/Bigthan vnd Thcres/die der Thür hüteten/zornig/vnd trachten Theres. irc Hände arr den König Ahasueros zu legen. Das ward Mardachai kund/vnd sagts an der Königin Esther/vnd Esther sagets dem Könige in Mardachai namen. Vnd da man solches forschct/wards funden/vnd sie wurden beyde an Bäume gchenckt. Vnd ward geschrieben in die Khronica für dem Könige. . Der Gasuerss. Ascher. m.Lap. 2-4 m.Lap. DerRönr'g macht Haman großvnd gewaltig/vndda >m Mardachai nicht fttnss gefallens ehr erzergr/ntmpr er für alles Jüdisch Volck m deß Rönkges Landen zu vertilgen / vnd erlanget daravff Brleffe vnd Sigel vom Röntge. L MMM Ach diesen Geschichten machte der König Ahasueros Hamm. Hamangroß/denSon Medatha/dmAgagiter/vnd erhöhet jn/vnd setzet seinen Stul vber alle Fürsten die bey jm waren. Vnd alle Knech- te Königes/die im Thor deß Königes waren / beugeten die Knie/ beteten Haman an/Denn der König hatte es also gebotten/Aber Mardachai beuget die Knie nit/vnd betet nicht an.Da sprachen deß Königes Knech- te/dieim Thordeß Kömgeswaren/zu Mardachai: Warumb vbertrittestu deß Kö- niges gcbott k Vnd da sie solches täglich zu im sagten/ vnd er inen nicht gehorchte / sag- tensieesHamanan/daßsiesehen/obsolchchun Mardachai bestehen würde/Denn er hatte inen gcsaget/daß er ein Md were. Nd da Haman sahe/daß Mardachai jm zücht die Knie beuget/ noch in anbttct/ U^ward er voll grims/vnd verachtets / daß er an Mardachai allein soll die Hand legen/dcnn sie hatten im das Volck Mardachai ungesagt/ Sondern er trachtet dasVolckMardachai/alleMen/ so im gantzenKönigreichAhasueroswaren/Zu Nissan/ vertilgen. Zm ersten Monden/das ist/derMond Mssan/im zwölfften iar deß Koni- Apnlis. Ahasueros / ward das Loß gewsrffen für Haman / von einem tage auff den an- Adar/ dcrn/vnd vom Monden biß auff den zwölfften Monden/ das ist der Mond Adar. Martins. Vnd Haman sprach zum Könige Ahasueros: Es ist em Volck zustreuwct/vnd Hamas rö. 278 1. Lap. Vsm Relchthumb deff froinmen Hiob/wte sm der Sathan/svß Göttlichem verhengntjse/ a« allem fernem Gur grossen vnfall;ufkgr/vno srine Rlnver vmbbrmgt. . ^MäMM-A wak ein Wan tm lande "4.G 44H'4v V v' rexL6om,Qe.zS. ^^^WWE>Vz/der hieß Hrob/Derselbwar schlecht vnd recht/Gottförchtig/vnd meidet das böse. Vnd zeuget stben g77i>ru7n7?n Söne/vnd drey Töchter/vnd seines Viehs war sibentam send Schaf/drey tausend Kamel/füuff hundert Joch Rin- fünff hundert Eselin/ vnd sehr vil Gesinds/ vnd er war * herrlicher denn alle die gegen Morgen wohneten. « Vnd seine Söne giengen hin/vnd machten wolleben/ ein jeglicher inseinem Hause/auffseinen tag/vnd sandten hin/vndluden jredrey Schwestern/nnt jnen zu essen vnd zutrincken. Vnd wenn ein tag deß Wollebens vmb sta>M > v»d Gok^ war/sandte Hiob hin/vnd heyliget sie/vnd macht sich deß morgens frü auff/ vnd opft g7ha!!!-" ferteBrandopffer/nächster aller zal. Denn Hiob gedachte: Meine Söne möchten gesündiget/vnd Gott gesegnet haben Ln jrem hertzen. Also thet Hiob alle tage. ^E*S begab sich aber auffeinen tag/da die Kinder Gottes kamen/vn für den DER c^REN traten/kam der Satan auch vnterjnen. DerHERR aber sprach zudem Satan: Wo komestu hcrk Satan antwortet dem H ERRN/ vnd sprach: Ich hab das Land vmbher durchzogen. Der HERR sprach zu Satan: Hastu nicht acht gehabt «.per.auffmeinen Knecht Hiob? Denn es ist seins gleichen nicht im Lande/ schlecht vnd recht Gottförchttg/vnd meidet das böse. v Satan antwortet dem HERRN/vnd sprach: Meinstu daß Hiob vmb sonst Gott förchtet k Hastu doch jn/ sein Hauß/vnd alles was er hat/ rings vmbher verwaret/ du hast das werckseinerhende gesegnet/vnd seinGut hat sich außgebreytet im Lande. Aber recke deine Hand auß/vnd taste an alles was er hat / was gtlts / er wirdt dich ins angesicht segenen k Der HERR sprach zu Satan: Sihe/alles was er hat/sey in dei^> ner hand/on allein an jn selbs lege deine Hand nicht. Da gieng Satan auß von dem HERRV. aa ij Aas BuK ii. Lap. Hiobs ge- dulc. (^^Eß tagcsaber da seine Söne vnd Töchter assen vutrunckenWeinin iresbru- (^tz ders Haust deß erstgebornen/ kam ein Botte zu Hiob/vnd sprach: Die Rinder pflügetcn/vn die Eselinnen giengen neben inen an der weide/Da fielen die auß Reich Arabia hereyn/vnd namen fie/vnd schlugen die knaben mit der schcrffe dest schwerts/ Vnd ich bin allein entrunnen/daß ich dirs ansaget.Da der noch redet/kam ein ander/ vnd sprach: Das feuwer Gottes fiel vom Himmel/ vnd verbrannt Schaf vnd Kna- ben/vn verzehret sie/Dnd ich bin allein entrunnen/daß ich dirs ansaget. Da der noch redet/ kam einer / vnd sprach: Die Khaldcer machten drey spitzen / vnd verfielen die Kamel/vnd namen fie/vnd schlugen die Knaben mit d-er scherffe deß Schwerts/Vnd ich bin allein entrunnen/daß ich dirs ansaget. der noch redet/kam einer vnd sprach: Deine Sönevnd Töchter affen vnd s-a-r,. ^^truncken im Hause ires Bruders deß erstgebornen/ vnd fihe/ da kam em grosser Wmv von der Wüsten her/vnd stieß auffdte vier ecken deß Hauses / vnd warffs auff Vie Knaben/dass fic sturben/Vnd ich bin allein entrunnen/ daß ich dirs ansaget. stund Hiob auff/ vnd zureiß sein Kleid / vnd rauffk sein Haupt/vnd fiel auff t^^dic Erden/vnd betet an/vnd sprach :M bin nacketvon meiner Mutter leibe kommen/nacketwcrve ichwider dahinfaren. Der HERR hats gegeben/der HERR hatsgenommcn/dcrNmne deß HERRN sey gelobet. Zn diesem allem sündiget Hiob nicht/vnd thct nichts thörlichs wider Gott. 11. Lap. Htob wüt vom SEN auch am Leibs angegriffen / Von seinem werbe zur Gottslesterung ge- reiyr/vnv seine Freunde kommen ;ü ftn- AM S öegab sich aber deß tagcs/da die Kinder Gottes ka- L men/vnd traten für den HERRN/daß Satan auch vntcr inen kam/ vn für den HERRN trat.Da sprach der HERR Zu dem Satan: Wo Z komestu Here Satan antwortet dem HERRN/vnd sprach:W hab das Land vmbher durchzogen. Der HERR sprach zu dem Satanr Hastu mcm acht anffmcmcn Knecht Hiob gehabt k Denn es ist seins gleichen im Lan- de nicht/schlecht vnd recht/Gottförchtig/vnd meidet das böse/ vnd Helt noch fest an sei- ner frömbkcit/Du aber hast mich bewegt/daß ich jn on vrsach verderbet habe. Satan antwortet dem HERRN/vnd sprach:" Haut für haut/ vnd alles was ein (Haut fL- haut) Mann hat/leßt er für sein leben.Aber recke deine Hand auß/ vnd taste sein gebein vnd lchkÄMtndcr! fleisch an/was gilts/er wirdt dich ins angesicht segencnk Der HERR sprach zu dem Mch/Gcsi>.d/ vird Satan: Sthe da/cr sey in deiner hand/doch schone seins lebens. a cr au^r -au.. Satan auß vom angeficht deß HERRN/ vnd schlug Hiob mit bö- <^^sen schwären/von der Fußsolen an biß auff seine Scheytel. Vnd cr nam eine schcrben vnd schabet sich/vnd saß in veraschen. Vnd sein Weib sprach zu im :Heltestn b noch fest an deiner frömbkeit k ^Za/scgene Gott vnd stirb. Eraber sprachzuir:Dn redest wie die närrischen Weiber reden. Haben wir gutes empfangen von Gott/vnd rest büdmttst Gott/ sotten das böse nicht auch annemmenkIn diesem allen versündiget sich Hiob nicht mit gmndtt se^en Lippen. (A^Aaber die drey Freunde Hiob höreten alle das vnglück/das vber in kommen Eliphas. ^^war/kamensie/cin ieglicher auß seinem ort/Eliphas vonThcman/Btldad Bildad. von Suah/vn Jophar von Nacma/ Den sie wurden cins/daß sic kämen in zu klagen Jophar. vnd trösten. Vnd da sie jre äugen auffhubcn von ferrne/kenneten sie in nicht / vnd Hu¬ ben auff ire stimme/vndweincten/vnd einieglicherzureiß sein Klcid/vnd sprengeten Erden auff ir Haupt gen Himmel. Vnd fassen mit im auff der Erden siben tage vnd siben nacht / vnd redeten nichts mit jm / Denn sie sahen daß der schmertze sehr groß war. Dar- Eliphas. Jophar. vnd trösten. Vnd da sie jre äugen auffhubcn von ferrne/kenneten sie in nicht / vnd Hu¬ ben auff ire stimme/vnd weincten/vnd ein ieglicher zureiß sein Klcid/vndsprengeten Erden auff ir Haupt gen Himmel. Vnd fassen mit im auff der Erden siben tage vnd HI.lLüp. 27c Hiob ver flucht d? rag. Ierem.ro. Sloö. 111. Lap Htob wtct vngedülttg/ vnd redet wider Gott auß Menschlicher blödl'gkel't/wre sich denn etwa . hexklge Leute in/rem leiden mögen versündigen. Arnach tßat Hiob seinen mund auff/vnd verflucht Hiobsvngc- M seinen tag/vnd sprach: Der tag müsse verloren styn/darinnen ich ge- boren bin/vnd die nacht/da man sprach.Es ist ein Männlin empfan- gen.Derstlbc tag müsse finster seyn/vnd Gott von oben herab müsse nicht nach im fragen/kein glantz müsse vber in scheinen. Finsterniß vno tunckc! müssen in vberweldigen/vnd dicke wolcken müssen vber im bleiben/vn der dampffam tage mache in greßlich.Die nacht müsse ein tunckel eynnemmen/vnd müs¬ se sichnicht vnterden tagen deßIarsfreuwen/nochin die zal der Monden kommen. Gche/die nacht müsse eynsam seyn/vnd kein jauchtzen drinnen seyn. Es verfluchen sie die Verfluchet* deß tages/vnd die da bereit sind zu erwecken den LeuiathamIre Ster¬ ne müfferr finster seyn in jrer demmcrung/ Sie hoffe auffs liecht/ vnd kome nicht / vnd müsse nicht sehen die augenbrünn der Morgenröte. Daß sie nicht verschlossen hat die thür" meines Leibs/vnd nicht verborgen das vnglück für meinen äugen. « Warlnnb bin ich nicht gestorben von Mutterleib an? Warumb bin ich nicht vmb (MemesLetbs) komlnen/daich außdem Leib kamt Warumb hat man mich auff dm schoß gesetzt? wa7d7dasH^" Warumb bin ich mit Brüsten geseugettSo lege ich doch nun/vnd were stille/schlieffe/ vnd hctte ruhe mit den Königen vnd Rahtherrn auffErden/die das" wüste bauwen/ (wüste) L)ie mre oder mit den Fürsten die Gold haben/vnv jre Hauser voll Silbers sind. Oder wie ein dHuvör-Vs st"! vnzcitige Geburt verborgen/vnd nichts wcre/wic die iungcn Kinder/die das liecht nie gesehen haben. Daselbst müssen doch auffhörcn die Gottlosen mit toben / daselbst ru¬ hen Doch die viel mühe gehabt haben. Da haben doch mit einander friede die gefange- nen/vnd hören nicht die stimme deß drengers. Da smd/beydc/klcin vnd groß/Knech- re/vnd der von seinem Herrn frey gelassen ist. Warumb ist das liecht gegeben dem mühseligen/vn das leben den betrübtenher- tzenk (Die deß Tods warten / vnd komptnicht/vnd gruben jnwolauß dem ^verbor- gen/Die such fast freuwen/vnd sind frölich/daß sie das Grab bekomcn)vnd dem Man/ rst/7uß?e? Ardm? deß weg verborgen ist/vnd Gott für im denselben bedeckt k Denn wenn ich essen sol/ (Bedowasso, muß lchftufftzcn/vnd mein heulen fehrct herauß wie wasser. Denn das ich gehorcht Vweiß w7"E hab ist ober nnch kommen/vnd das ich sorget / hat mich troffen. War ich nicht glückst- wohm/bcssertod/rü lige War tch nicht fein stille? Hatte ich nicht gute ruhet vnd kompt solche vnruhe. 1111. Lap. Elt'phas gibt für/als ob Hl'ob vmb seiner Sünde Millen also gestrafft/demnach Gott allein die bösen/vnd nicht die frommen/straffe. A antwortet Eltphas von THeman / vnd sprach: Du Elipha». N hast vielleicht nicht gcrn/so man versucht mit dir zu reden / Aber wer MS kan sichs cnthaltentSihe/du hast vil vnterweistt/vnd lasse hende ge- sterckt. Deine rede hat die gefallene auffgerichtet/vnd die bebende N knie hastn bekräfftiget. Nun cs aber an dich kommet / wirstu weich/ vnd nun es dich trtfft/erschrickstu." Zst das deine(Gottes)forcht/dein tröst/ dein hoff- « nung / vnd deine frömbkeitt Lieber gedenck/wo ist ein vnschüldiger vmbkoment Oder wo sind die Gerechten je vertilget? Wie ich wol gesehen habe/die da mühe pflügeten/ VGotWaffE vnd vnglück sacken / vn crndten sie auch eyn/daß sie durch den athemGottcs sind vm- b konlen/vnd vom Geist seines Zorns vertilget. Das brüllen der Löwen/vnd die stilne Auwmst"? der grossen Löwen/vnd die Jecne der jungen Löwen / sind zerbrochen. Der Löwe ist anMrdVd"/«" vmbkowmm/daß er nicht mehr raubet/vnd die jungen der Löwen sind zerstreuwet. m-n^terdrückem ß aa ist Vnd Aoö. Mas Buch V. Lap. Vnd zu mir ist komen ein heimlich wort/vnd mein Ohr hat ein wortkinauß dem¬ selben empfangenDa ich gesichte betrachtet in der nacht/wen der schlaffauff die Leu¬ te ftllet/Da kammich forchtvnd zittern an/vnd alle mein gebein erschraekemVnd da der Geist fürüber gteng / stunden mir die Har zu berge an meinem leibe. Da stund ein Bild für meinen augcn/vnd ich kannte seine gestalt nicht/es war still/vnd ich höret eine stime. Wie mag ein Mensch gerechter seyn denn Gott? Oder ein Mann reiner c seyn/denn der in gemacht hatt Sihe/vnter seinen Knechten ist keiner on tadel/vnd in Oder E«gcl. feinen' Botten findet er thorheit. Wie vielmehr die in den Leimen Häusern wohnen/ vnd welche auffErden gegründet sind / werdenden den Würmen gcfreffen werden? Es wäret von morgen biß an den abend/so werden sieaußgehauwen/vnd ehe sie cs gcwar werden/sind sie gar dahin. Vnd jr vbrigen vergehen / vnd sterben auch vnver- schens. V. Lap. Von Göttlicher straffe vbcrdie Wenscken/von Göttlicher Allmechtigkeit/ vnd daß die ftraffGotkesnützfty. WWW Enne Mir elnen/was gllts/ob du einen findestt Vnd si- (Hetl.gs)Dasck/ he dich vmb irgend nach einem -Hcyligen. Einen tollen aber erwürget wol der zorti / vnd den Albern tödtet der Eyffer. Ich sähe einen tollen ?-vlagtt'!v^du nic.'- cyngcwurtzelt / vnd ich fluchet plötzlich seinem Hause. Seine Kinder werden ferm seyn vom heyl/vnd werden Zuschlägen werden im Thor/ rÄ^Ütenach Gott da kein Erretter seyn Wirt. Seine erndte Wirt essen der b hungerige/vnd die gewapne- mcht fragen / solche ten werden in holen/ vnd sein Gut werden die dürftigen außsauffen.Denn mühe auß Diwcyfftr Gottes.^ der Erden 'nicht gehet/vnd vttglück auß dem Äcker nicht wüchset / Sondern der Sunaenge vnd dür- Mensch Wirt zu VNglück geborcn/wie die Vögel schweben embor zu fliegen. bÄnvT.^mE.'' Doch ich wil jetzt von Gott reden/ vnd von im handeln. Der grosse Ling thut/die - ' nicht zu forschen smd/vnd Wunder die nicht zu zelen sind.Dcr dm Regen auffs Land tifMer?)1'enftKvcr gibt/vnd letzt Wasser kommen auffdre straffen. Der die nidrigen erhöhet/vnd den bc- dc^7s°E^m--sM trübten embor hilfft. Er macht zu nicht die anschläge der listigen/daß es jre Hand nicht nirgendher. außführen kan. Ersehet die Weisen injrer listigkcrt/vnd stürtzt der verkehrten raht/ daß sic deß tages im fiusterniß lausten/ vnd tappen im Mittag wie in der nacht. Vnd hilfft dem Armen von dcmSchwerdt vnd von jrem munde/vnd von der Hand deß mächtigen. Vnd ist deß Armen hoffnung/daß die boßheit wirt jren mund müssen zu¬ halten. Sihe/sclig ist der Mensch/den Gott straffct/Darumb wegcr dich der Züchtigung ».Reg. Gott verletzt deß Allmechtigen nicht. Denn er verletzet vnd verbindet/Er zuschmeißt/vnd seine vnd verbindet. Hand heylet. Auß sechß trübsaln Wirt er dich erretten/vn in der stbenden Wirt dich kein vbelrühren.In der Theuwrung wirt er dich vom Tod erlösen/vnd im Kriege von deß Schwerts Hand. Er wirt dreh verbergen für der Geissel der Zungen/ daß du dich nicht förchtcst für dem verderben wenn es kompt. Im verderben vnd hunger wirst» lachen/ v vnd dich für den wilden Thieren im Lande nicht förchten.Sondern^ dein Bund wirt stem wcÄn seyn mit den steinen auffdem felde/vnd die wilden Thier auff dem Lande werden frtd rcn'wettdavoacmc mit dir halten. Vndwirst crfahren/daß deine Hütten fridehat/vnd wirstdeineBe- mach"wirt?^" Hausung versorgen / vnd nicht sündigen. Vnd wirst erfahren/daß deines Samens wirt viel werden/vnd deiner Nachkommen wie das Graß auffErden. Vnd wirst im alter zu Grab kommen/wie garben cyngeführt werden zu ferner zett. Sihe/das haben wir crforschet/vnd ist also/dem gchorche/vnd mercke du dtrs- VI. Lap. Hrob bericht seine §rennde/daß er nickt vergeblich also vngedültig rvsrdeo/vud gibtfnev M perstehen/daß sie nrcht die rechte srr haben zu trösten. Hiob Hiob. Job antwortet/vnd sprach: Wenn man nreinm jam- mer wöge/vnd mein leiden zusammen in eine Wage legte/ so würde esscbwärer seyn denn sand amMeer/Darumb ists vmb sonst was MA" ich rede: Denn die Pfeile deß Allmcchtigen stecken in mir/ derselben grim seufft auß meinen Geist/vnd die schrecküiß Gottes sind auff , mich gerichtet." Das Wild schreyct nicht wenn es Graß hat / der » Ochse blöcket nicht wenn er sein Futter hat. Kan man auch essen das vngcsaltzen istk Oder wer mag kosten das weisse vmb den TotterkWas meiner Seelen widerte anzu- rühren / das lst meine speise für sehmertzen. O daß meine bittgeschche/vnd Gott gebe gcsalyÄ w!7ma°s mir weß ich hoffe.Daß Gott ansienge vn zuschlüge mich/vn ließ seine Hand gchn/vnd muß zuscheittert mich/ So hette ich noch trosi/vnd wolt bitten in meiner kranckheit/daß er nlU' nicht schonet. Hab ich doch nicht verleugnet die rede deß Heyligen. (rm verlebet) Barm-- ist meine krafft/daß ich möge beharren? Vnd welch ist mein ende / daß mei- H;b,-h e» hertzigke.: ne Vecle gcdültig sslt ftynkIst doch meine krassi nicht stcinern/so ist mein Fleisch nicht 7c/wIltGonEe stch m,ff,re nrüßt vmb rnein Recht flehen.Wenn ich in schon anruffe/vnd er mich crhöret/so glau- "Ama» Ae>! A bc ich doch ntcht/daß er meine stimme höre. Denn er fehret vber mich mtt ungestüme/ vnd macht mir der wunden vtel on vrsach. Er leßt meinen Geist sich nicht erquicken/ sondern macht mich voll betrübniß. Wil man Macht/so ist erzu mächtig/wil man Rccht/wcr wil mein Zeuge scyn? Sage ich/das ich gerecht bin/so verdammet er mich doch / bin ich fromb /so macht er mich doch zu vurecht. Bin ich denn fromb/so darffs sichs meine Seele nicht annemmen/tch begere keines leben mehr. Das ist das eine/ das ich gesagt habe: Er bringt vmb/beyde/den frommen vnd Gottlosen. Wenn er an¬ hebt zu geiffcln/so dringt er fort bald zum tod/vnd spottet der anfcchtung der vnschül- digen. Das Land aber wirt gegeben vnter die Hand deß Gottlosen / daß er ire Richter vnterdrücke. Ws nicht also? wie solts anderß seyn. Mine tag sind schneller gewesen denn ein Läuffcr/sie sind geflshen/vnd haben nichts guts erlebt. Sie sind vergangen/wie die starcken Schiff/ wre ein Adcler fleugk zu der Speise. Wenn ich gedenck/Zch wil mcinerklage vergessen / vnd meine geberde lassen fahren/vnd mich erquicken.So förchte ich alle meine' schmcrtzen/weil ich weiß/ sciiicer^ n° r- Daß du mich nicht vnschüldig seyn läffest. Bin ich dmn Gottloß/^warumb leide ich Denn solche vergebliche plage? Wenn ich mich gleich mit Schneewasser wüsche/vnd reinigte meine hende mit dem Brunnen / So wirsru mich doch tuncken in kot/ vnd werden mir meine' Kleider scheußlich anstchen.Denn er ist nicht meins gleichen/dem ich arnwortcn nwchte/ daß wir für Gerichte mit einander kämen. Es ist vnter vns kein v- ckr/üo m-L» ^ Scheidemann/noch der seine Hand zwischen vns beyde lege. Er nemme von mir seine Ruhten/vndlaß sein schrecken von mir. Daßich möge reden/vnd mich nichtfürjm förchten dürffe/ sonst kan ich nichts thun/das für mich scy. X. Lap. beklagt sich/dlcweü Golt ws! lviffe/dast auffErVM niemand vnsthAdig / lvarumb et doch also harr straffe/vnd sernen erschreckliche!» gewslr gegen dein armen Menschen errelge. Kllwa- gen vnd verderben. «m/v»di»fahr^ Iweycrley thue mir nur nicht/so wil ich mich für dir nicht verbergen. Laß deine Hand ferme von mirseyn/vnd dein schrecken erschrecke mich nicht. Russe mir/ich wil drr antworten/Oder ich wil reden/antworte du mir. Wie vil ist meiner miffethat vnd Sünden? Laß michwtffen meine vbertrettung vnd Sünde. Warumbverbirgcstu dein antlitz/ vnd Heltest wich für deinen Feind? Wtltu wider ein fliegend blat so ernst seyn/ l Stoß. MsLucI XIIII. Lap. seyn/vnd ein dürren Halm verfolgenkDenn du schreibest mir an betrübniß/ vnd wilt mich vmbbringen vmb der sünde willen meiner fugend.Du hast meinen fuß in Stock gelegt/vnd hast acht auffalle meine pfate/vnd sihest auff die fußstapffen meiner süsse/ Der ich doch wie ein faul Aaß vergehe/vnd wie ein Kleid das die Motten fressen. xim.Lap. Von kürye vnd mühseltgker't deß Menschen leben«. Was eines Er Mensch vom Wclbc geboren lebt kurtze zctt/vnd ist Menschen leben sey. voll vnruhe.Gehet auffwie einBlume/vnd fettet ab/fleucht wie ein H^b. schatten/vnd bleibt nit. Vnd du thust deine äugen ober solchen auff/ daß du mich für dir ins Gerichtzeuheff Ter wil einen reinen finden bcy denen da keiner rein ist? Er hat sein bestimpte zeit/die zal seiner Monden stehet bey dir/du hast ein ziel gesetzt/ das wirt er nicht vbergehen. Thue dich von jm/daß er ruhe hab/btß daß seine zett komme/ der er wie ein Taglöhner wartet. Ein Baum hat hoffnung/wenn er schon abgehauwen tst/daß er sich wider ver- ändcre/vnd seine schößlinge hören nicht auff.Ob seine Wurtzel in der Erden veraltet/ vnd sein stam in dem staub erstirbt/so grünet er doch wider vom geruch deß Wassers/ vnd wächßt daher als were cr gepflantzt. Wo ist aber ein Mensch/wenn er tod vnd vmbkommcn/vnd dahin ist? Wie ein Wasser außleufft auß dem See/vnd wie ein ström versieget vnd vertrocknet / so ist ein Mensch / wenn er sich legt /vnd wirdt nicht auffstchen/vnd wirdt nicht auffwachen/ so lange der Himmel bleibt/noch von seinen» schlafferweckt werden. Ach/daß du mich in der Helle verdecktest/vnd verbürgest/biß dein zorn sich lege/ vnd setzest mir ein ziel/daß du an mich druckest. Meinst» ein todter Mensch werde wi¬ der lebenkZch harre täglich/dieweil ich streite/biß daß meine Veränderung komme. Daß du wölkest mir ruffen/vnd ich dir antworten/ vnd wöllest das werck deiner hen- de nicht außschlagen. Denn du hast schon meine gänge gezelet/aber du woltest ia nicht acht haben auff meine sünde. Du hast meine vbertrettung meinem bündlin versie- gclt/vnd meine missethat zusammen gefastet. Jufellet doch ein Bergk / vnd vergehet/ vnd ein Felß wirt von seinem ort versetzt. Wasser wäschet steine weg/ vnd die tropffen (-Hoffnung)Äa- flötzendieErden weg/Aber deß Menschen "Hoffnung ist verloren. Denn du flössest hat gar vmb/daß er dahin fehret/veräuderst sein wesen/vndleffest in fahren. Sind sei- dtescm lcbsn. ne Kinder in ehren/das weiß er nicht/oder ob sie geringe stnd/deß Wirt er nicht gewar. Weil er das fleisch antregt muß er schmertzen haben/ vnd weil seine Seele noch bey fm ist muß er leid tragen. xv.Lap. Lllphss bewetset/düß vor Gott niemand gerecht/vnd beschreibt daneben die art vnd steten der Gottlosen. Mphas. A antwortet Eliphas von THeman/ vnd sprach: Sol ^W^M ein weiser Mann so auffgeblasen wort reden/vnd seinen Bauch so blehen mit losen reden? Du straffest mit Worten die nicht tügen /vnd dein reden ist kein nütze. Du hast die forcht faren lassen/ vnd redest zu verächtlich für Gott. Denn deine missethat lehret deinen mund also/ vnd hast erwehlet ein schalckhafftige Zunge. Dein mund wirt dich verdammen/vnd nicht ich / deine Lippen sollen dir antworten. Bistu der erste Mensch geboren? Bistu vor allen Hügeln empfangen? Hast du Gottes heimlichen raht gehört? Vnd ist die Weißheit selbs geringer denn du? Was weissestu das wir nicht wiffen?Was verstehest du/das nicht bey vns sey ? Es sind grauwe vnd alte vnter vns/ die lenger gelebt haben denndetneDätter. Sölten Hiob. Hiob. xv. Lap. 2S; Soltett Gottes tröstung so" geringe für dir galten k Aber du hast irgend noch ein ?e)Dasifl/ heimlich stück bey dir. Was nimpt dein Hertz für k Was sihestu so stoltzk Was setzt sich Dein mut wider Gott/daß du solche Rede anß deinem Munde lasseste Was ist ein ftwcn'tÄs°ge>M Mensch/daß dersoltrein seyn/vnd daß er solt gerecht styn/der vom Weib geboren iste Sihe/vnter seinen Heyligen ist keiner on tadel/vnd die .Himmel sind nicht rein für jm. Wie vielmehr ein Mensch/der ein greuwel vnd schnöd ist/ der vnrecht ftufft wie was¬ ser. Ich Wil dies zeigen / höre mir zu/ Vnd wil dir crzchlen was leb gesehen habe. Was die Weisen gesagt haben/vnd iren Vättern nicht verholen gewesen rst. Welchen allein das Land gegeben ist/daß kein frcmbder durch sie gehen muß. Der Gottlose bebet sein lcbenlang / vnd dem Tyrannen ist die zal seiner Iar ver¬ borgen. Was er höret/das schreckt in/Vnd Wenns gleich friede ist/förcht er sich der Verderber komme. Glaubt nicht daß er möge dem vnglück entrinnen/vnd vcrsihet sich immer deß Schwerte. Er zeucht hin vnd her nach Brot/vnd dünckt in immer die zeit seines vnglücks sey fürhanden. Angst vnd not schrecken in / vnd schlagen in nider/ als ein König mit einem Heer. Denn er hat seine Hand wider Gott gestreckt/vnd wi¬ der den Allmechtigen sich gestreubet.Er laufftmit dem kopffan in/ vnd ficht halßstar- riglich wider tzr.Er brüstet sich wie ein fetter wanst/vnd macht sich fett vnd dick. c BEet - Er wirt aber wohnen in verstöreten Stättcn/da keine Häuser sind/ sondern auff einem Haussen ligen- Er wirt nicht reich bletben/vnd sein Gut wirt nicht bestehen/ vnd sein glück wirt sich nicht außbreiten im Lande. Vnfallwirt nit von jm lassen/ die stam¬ me wirt seine Zweige verdorren/vnd durch den achem jrcs Mundes in wegfreffen. Er wirt nicht bestehen / denn er ist in seinem eitel tunckel betrogen/vnd eitel wirt sein lohn werden/ Er wirt ein ende nemen wens sm vnebcn ist/ vnd sein Zwerg wirt nit grünen. Er wirt abgerissen werden wie ein vnzcitige Trauben vonr Wcinstock/vnd wie ein öl- bäum seine blüt abwirfft. Denn der Heuchler versamlung wirt eynsam bleiben /vnd das Feuwer wirt die Hütten fressen/die Gcschencke nemmen. Er gehet schwanger mit psalm. 7. vnglück/vnd gebiert mühe/vnd ir Bauch bringet fehl. XVI.Lap. Hiob antworttt ftrnen ^ren nven/vnd dringt da rauffnacdmals/daß Gott «ach seinem WlllLtt straffe/vnd nicht nach Menschen Verdienste. » Job antwortet/ vnd sprach: Ich habe solchs offt gehö^ ret/ ir seyt alle zumal leidige Tröster/wöllen die lose wort kein ende haben k Oder was macht dich so frech also zu reden k Ich kündt auch wol reden wie jr/ Wolt Gott/euwer Seele were an meiner Seelen statt/ich woltauch mit Worten an euch setzen/vnd mein Haupt also vber euch schütteln.Ich wolt euch stercken mit dem munde/vnd mit meinen lippen trö¬ sten. Aber wenn ich schon rede/so schonet mein der schmertze nicht/laß tchs anstehen/so gehet er nicht von mir. Nun aber macht er mich müde/vnd Verstöretalles was ich bin.Erhat mich runtz- licht gemacht/vnd "zeuget wider mich/vnd mein Widersprächet lehnet sich wider mich (nugMDasist ,r auff / vnd antwortet wider mich. Sein grim reisset/ vnd der mir gram ist beisset die Jeenc vber mich zusamen/mein Widersacher fünckelt mit seinen äugen auffmich.Sie haben jren Mund auffgesperret wider mich/vnd haben mich schmählich auff meine Backen geschlagen/ Sie haben iren mut mit einander an mir gekület. Gott hat mich vbergebendem vngerechten/vnd hat mich in der Gottlosen Hendelaffen komm. Ich war reich/ aber er hat mich zu nicht gemacht/Er hat mich beim halß genomen/vnd zu- stossen/vnd hat mich jm zum ziel auffgericht. Er hat mich vmbgeben mit seinen Schü¬ tzen/Er hat meine Nieren gespaltcn/vnd nicht verschonet/Er hat meine Gallen auff die Erden geschütt. Er hat mir eine wunde vber die ander gemacht / Er ist an mich ge- lauffen wie ein gewaltiger. b b Ich hab X M6. Aas Buch X VI I. Lap. (öorn)Äi ist nmn Ich hab einett sack vmb meine haut genehet/vttd habe mein" Hom in den staub ge- lcgt.Mcm Antlitz ist geschwollen von weinen/vnd mein augenliede sind vertunckelt/ «Ah Mich verließ.' Wiewol kein freffel in meiner Hand ist/vn mein gebet ist rein. Ach Erde verdecke mein Blut nicht/vnd mein geschrey müsse nicht raum finden.Auch sihe da/mein zeuge ist im Himmel/vnd der mich kennet ist in der Höhe.Meine freunde sind meine spötter/Abcr mein äuge thrcnet zu Gott. Wenn ein Mann kündt mit Gott rechten/wie ein Men¬ schen Kind mit seinem freunde/ Aber die bestimpten jar sind kommen/vnd ich gehe hin dcß weges/den ich nicht wider kommen werde. XVII.Lap. Hiob erzelt ftinen Kammer vnd elend/wie zuvor. Ein achcm ist schwach / vn meine tage sind abgekürtzt/ ElMlE das Grab ist da. Niemand ist von mir gcteuscht/noch muß meinAu- Hiob. gc darnmb bleiben in betrübniß.Ob du gleich cinenBürgen für mich woltcst/wer wil für mich geloben? Du hast irem hertzen den verstand verborgen/darumb wirstu sie nicht erhöhen. Er rühmet wo! seinen Freunden die außbcute/Aber seiner Kinder äugen werden verschmachten. Er hat mich zum Sprichwort vnter den Leuten gesctzt/vnd muß ein wunder vnter inen seyn. Mein gestalt ist tunckel worden für trauren/vnd alle meine glteder sind wie ein schat- tcn.Darüber werden die gerechten vbel sehen/vnd die vnschuldigen werden sich setzen wider die Heuchler. Der Gerechte wirt seinen weg behalten / vnd der von reinen hen- denwirtstarckbleiben.Wolan/sokehreteuchalle her/vndkompt/ich werde doch kei¬ nen weissen vnter euch finden. Meine tage sind vergangen/meine anschläge sind zutrennet / die mein Hertz beses¬ sen haben. Vnd haben auß der nacht tag gemacht/vnd auß dem tage nacht. Wenn ich gleich lang harre/so ist doch die Helle mein Hauß/vnd im finsterniß ist mein Bette ge¬ macht. Die Verwesung heiß ich meinen Vatter/vnd die Würme meine Mutter vnd meine Schwester. Wassol ich harren? vnd wer achtet mein hoffen? Hinunter in die Helle wirt cs fahren/vnd wirt mit mir in dem staub ttgen. xvm.Lap. Blldav bezichtiget den Hiob/ als eine» Gottloftn/mit anzeigrmge/was der Gott, loß für straff zugewarten. LKK^MM^aMvEtBtldadvon Bildad. MWUEU moltfr der rede ein ende machen? Mercket doch/ darnach wollen wir keden. Warumb werden wir geachtet wie Vieh / vnd sind so vnrein für euweren äugen? Wilt du für boßheit bersten? Meinstu/daß vmb deinen willen die Erden verlassen werde/vnd der Felß von seinem evers l^Dasiff/ ort "versetztwerde? Auch Wirt das Liecht der Gottlosen verleschen/ Gott Mtt dir vnd der funcke seines feuwers wirdt nicht leuchten. Das Liecht wirdt finster werden in 'rE-m'raZa and?- seiner Hüttcn/vnd seine leuchte vberim verleschen. Diezugenge seiner Habe werden .ttchtia^vmbÄ- schmal wcrden/vnd sein anschlag wtrdtin selten. Denner ist mit seinen Füssen in n-t willen. Strick bracht/vnd wandelt im Netze. Der Strick Wirt seine Värsen halten/vnd die Dürftigen werden jn erhaschen. Sein Strick ist gelegt in die Erden/vnd seine Falle (KrDDL-stMie auffsemen gang.Vmb vnd vmb Wirtin schrecken plötzliche forcht/daß er nicht weiß macht vngewalt dcß W0 tt hmauß fol. Hllttger Wirt seine Habe seyn/vnd VNglück Wirt im bereit seytt/vnd anhangcn.Die ^kc^/daßermußvn stcrck seiner haut wirt verzeret werden / vnd seine stercke Wirt verzeren der ° Fürst deß wds. Seine Hoffnung wirt auß seiner Hütten gerottet werden/ vnd sie werden in trei¬ ben zum M MS. XIX. Lap. 284 ben zum Könige deß schreckens.In seiner Hütten Wirt nichts bleiben/vber sein Hütten wirtSchwefclgestreuwetwerden.Vonvntenwerdenverdorrenseine^wurtzel/vnd , b von oben abgeschnitten sein Erndte. Sein gedechtniß wirt vergehen in dem Lande/ hIA?atteswasm vnd wirt keinen namen haben auffder Gaffen. Er wirt vom liecht ins finsterniß ver- trieben werden/vnd vom Erdboden verstossen werden. Er wirdt keine Kinder haben/ vnd keine Nesen vnter seinem Volck. Es wirt im keiner vberbleiben vnter seinen Er- bcn. Die nach im kommen/werden sich vber seinem tag entsetzen / vnd die vor im find/ wirt eine forcht ankommen. Das ist die Wohnung der ungerechten/ vnd diß ist die stet- te/deß/der Gott nicht achtet. xix.Lap. Hiob schilt seine Freunde/ dass sie i« nicht trösten/ sondern noch nrehr bekönunern. Zob antwortet/vnd sprach:Was plaget jr doch meine H ob* Seele / vnd peiniget mich mit Worten? Ir habt mich nun zehen mal gehönet/vnd schämet euch nicht daß irmich alsovmbtreibet. Irre ich/ so irre ich mir. Aber ir erhebt euch warlich wider mich/ vnd schelt mich zu meiner schwach: Mrckt doch einst/daß mir Gott vnrecht thut/vnd hat mich mit seinem iagestrick vmbgeben. Sihe/ ob ich schon schrey vber fref- fel/so werde ich doch nicht erhöret. Ich ruffe/vnd ist kein Recht da. Er hat meinen weg verzeunet daß ich nicht kan hinüber gehen/Vnd hat finsterniß auffmeinen steig gestel- let. Er hat meine" ehre mir außgezogen/vnd die Kron von meinem Haupt genomen. « Er hat mich zubrochen vmb vnd vmb/vnd läßt mich gehen / vnd hat äußgeriffen mei- ne Hoffnung wie einen Baum. Am MMm l- Sein zornist vbermich ergrimmet/vnd erachtet mich für seinen Feind. Seine ^"sutermhe. Kriegßleute find mit einander kommen/vn haben iren weg vber mich gepflastert/vnd haben sich vmb meine Hütten her gelägert. Er hat meine Brüder ferrne von mir ge- than/vnd meine verwandten find mir frembd worden. Meine Nehesten haben sich entzogen/vnd meine Freunde haben mein vergeffen Meine Haußgenossen vnd meine Mägde achten mich für frembde/ Ich bin unbekannt worden für iren äugen. Ich rieff meinem Knecht/vnd er antwortet mir nicht/ Ich mußte jm flehen mit eigenem Mun¬ de. Mein Weib stellet sich frembd wenn ich jr ruffe/ Ich muß flehen den Kindern mei¬ nes Lclbs.Auch die iungen Kinder geben nichts auffmich/Wen ich mich wider sie setze/ so geben sie mir böse wort. Alle meine getreuwen haben greuml an mir/Vnd die ich lieb hatte/haben sich wider mich gekehret. Mein gebein hanget an meiner haut vnd fleisch/vnd kan meine zeene mit der haut nicht bedecken.Erbarmet euch mein/erbarmet euch mein/ir meine Freunde/Denn die Hand Gottes hat mich gerürt. Warumb verfolget ir mich gleich so wol als Gott / vnd kündt meines fleisches nicht satt werdenkAch daß meine rede geschriben würden/Ach daß sie in ein Buch gestellet würden/ Mit einem eisern griffe! auff Bley / vnd zu ewi- Da« .st/Ründ m-he iL gcm gedechtniß in einen Felß gehauwen würden. Aber ich weiß daß mein Erlöser smvnd^straffm. Lebet/vnd er wirt mich hernach auß der Erden auffwecken. Vnd werde darnach mit ( EruserM-tt-r/ dieser meiner haut vmbgeben werden/vnd werde in meinem fleisch Gott sehen. Den- selben werde ichmirsehen/vnd meine äugen werdcninschauwen/vndkein frembder. ^«6» Meine Nieren sind verzehret in meinem schoß/denn jr sprecht: Wie wollen wir in per- folgen/vnd eine fach zu im findenkFörchtet euch für dem Gchwert/Denn das schwere ist der zorn vber die miffethat/auffdaß ir wijftt daß ein Gericht sey. xx.Lap. Lophar rodt von straffe der Gottlosen hoffemgen/ vnd Glerssnern. bb ü Daant- Mö. KasBG XX.5ap. A antwortet Zophar von Naema/vn sprach: Darauff M muß ich antworten / vnd kan nicht harren. Vnd wil gern hören wer Aphar» I mir das sol straffen vnd tadeln/Denn der Geist meines verstandts sol für mich antworten. Weiffestu nicht/ daß allezeit so gegangen ist/ mt daß Menschen auffErden gewesen sind/daß der rühm der Gott-- lojen pepel mcht lang/vn die freude deß Heuchlers wäret ein augenblickk Wenn gleich seine höhe in den Himmel reichet/vnd sein Haupt an die wolcken rüret / so wirt er doch zu letzt vmbkommen wie ein Dreck/daß dte/für denen er ist angesehen / werden sagen: Wo ist erk Wie ein träum vergehet/so wirt er auch nicht funden werdm / vnd wie ein Gesicht in der nacht verschwindet. Welch Auge jn gesehen hat / wirt jn nicht mehr se- hen/vnd seine stette wirt jn nicht mehr schauwcn. Seine ktndcr werden betteln gehen/ vnd seine Hand wirt jm mühe zu lohn geben. Seine Beine werden seine heimliche fän¬ de wol bczalen/vnd werden sich mit im in die Erden legen. Wenn jm die boßheit gleich in seinem Munde wolschmeckt/ wirt sie doch im in set- wenn er boßheit an ncr Zungen "fehlen. Sicwirt auffgchaltcn/vn im nicht gestattet / tzn Wirt im gewehrck MÄAb-r7s°E w^ven in semem Halse. Seine speise innwendig im Leib wirt sich verwandeln in Ot- tcrgallen. Dre güter die er verschlungenhat/muß er wider außspeyen/vnd Gott wirt b sic auß seinem Bauch stoffen. Er wirt der Ottern galle^ saugen/vnd die Junge der y o«8dtlich hn?- Schlangen wirt in tödtcn. Er wirt nicht sehen die Ströme vnd die Wasserbäche / die dE?n^EMe'n nut Honig vnd Butter fliessen. Er wirt arbeiten/vn dcßntcht geniessen/ vnd seine gü- beraubt werden. werden andern / daß er der Nicht fro Wirt. Denn er hat vnterdruckt vnd verlassen den armcn/Er hat Häuser zu sich geriffen/die er nicht erbauwet hat. Denn sein wanst kund nit voll werden/vn wirt durch sein köstlich gut nit entrinnen. Es wirt seiner speise nichts vberbleiben/Darumb wirt sein gut leben keinen bestand haben. Wenn er gleich die fülle vn gnug hat/wirt im doch angst wcrden/allerhand mühe wirt vbcr in komm. Es wirt im der wanst ein mal voll wcrden/Vn er wirt den grim seines zorns vber in sendcn/er wirt vber in regnen lassen seinen strett.Er wirt fliehen für dem eisernHar- nisch/vn der ehern Bogen wirt jn veriagcn.Etn bloß schwert wirt durch in außgehen/ vnd deß schweres blitzen/dcr iri! bitter seyn wirt/ wirt mit schrecken vbcr in faren. Es ist s Auffg-biaf-n) dein finsterniß da die in verdecken möchte. Es wirt in ein feuwer verzeren das nit' auff Das m / cm fcuwer geblasen ist/vnd wer vbrig ist in seiner Hütten dem Wirts vbel gehen. Der Himel Wirt dc^EonN?"» seine miffethat eröffnen /Dud die Erde wirt sich wider in setzen. Das Getreyd in sei- scheu auffseblascn. Haust Wirt wcggeführtwerde/zustrcuwetam tage seineszorns.Das ist der lohn eines Gottlosen Menschen bey Gott/vnd das Erbe seiner rede bey Gott. xxi.Lap. Hiob wrverfpncht seine» Freunden/ vnd bestehet «uff feiner vorigen mernong/daff Gott nach fernem freien willen straffe. Job antwortet/ vnd sprach: Höret doch zu meiner re-- de/vnd laßt euch rahten/vcrtragt mich/daß ich auch rede / vnd spot- U" tet darnach mein. Handel ich denn mit einem Menschen / daß mein mm hierin» nicht solt vnwillig seyn k Kehret euch her zu mir / ir wer- W det sauwer sehen/vnd die Hand auffs maul legen müssen. Wenn ich daran gcdcnck so erschreckeich/vnd zittern kompt mein fleisch an.Warumb leben denn die Gottlosen/werden alt/vnd nemcn zu mit GütcrnkIr Same ist sicher vmb sie her/ Mcstbcn W a» vttji Nachkömling sind bey jnen.Ir Hauß hat fridc für der forcht/vnd Gottes ruhten ^Svmb7wböseu!u ist Nicht vber inen. Seine Ochsen leßt Nian zu/vnd mißrähtjm nicht/seine Kuh kalbet/ Mm/stsind steM- vud ist nicht vnfruchtbar. Ire jungen Kinder gehen anß wie Line Herd/ vnd jre Kinder durch Ichabcrmuß lecken.Sie jauchtzen mit Pauckkü VN Harpffen/vn seyn frölich mit Pfciffen.Sie wer- den alt bey guten tagen/vnd erschrecken kaum ein - augenblick für der Helle. Die doch Makch.» sagen ioö. Mö. xxi. Lap. 2S5 sagen zu GoktrHeb dich von vttö/wir wollen von deinen wegen nit wissen. Wer ist der Allmechtige/daß wir im dienen seltene oder was sind wirsgebeffert/sowirinan- ruffene Aber sihe/ir gut stehet nicht in iren Henden/Darumb sol der Gottlosen sinn ferm vonmirseyn. Wtewirdtdie Leuchte der Gottlosen verlcschen/vnd ir vnglück vber sie kommene Er wirt hertzenletd außtheilen in seinem zormSie werden seyn wie stoppeln für dem Winde/vnd wie Spreuw die der Sturmwind wegführet.Gott behelt dessel¬ ben vnglück auffseine Kinder/ Wenn ers im vergelten Wirt/ so Wirt mans innen wer- 8 den. Seine Augen werden sein verderben fthen/vn vom grim deß Allmechtigen wirt er trincken.Denn wer wirt gefallen haben an seinem Hause nach im ? Vnd die zal sei¬ ner Monden wirt kaum halb bleiben. Wer wil Gott lehren/ der auch die Hohen rich¬ tet k Dieser stirbt frisch vnd gesundt/ in allem Reichthumb vnd voller gnüge. Sein Melckfaß ist voll Milch/vnd seine Gebeine werden gemast mit Marck. Jener aber stirbt mit betrübter Seelen / vnd hat nie mit freuden gessen. Vnd ligen gleich mit ein¬ ander in der Erden/vnd Würme decken sie zu. c (Haufferr ) ^)as istEs ist M auch cür Grab bereit Vater a>r der» Grabern. d (DerGchlamveß B«chs)^)asist/Äie Ivollustimfleisch/VK A antwortet Alphas von Thema / vnd sprach: Was UyA-, darffGott eines starcken/vnd was nützt im ein klügere Meinstu daß dem Allmächtigen gefalle/ daß du dich so fromb machest ? Oder was hilffts in/ob du deine Wege gleich on wandel achtest? Meinstu er wirt sich für dir fürchten/dich zu straffen/vnd mit dir für Gericht wetten? Sihc/ich kenne euwer gedancken wol/ vnd euwer freffel fürnemmen wider mich. Denn ir sprecht: Wo ist das Hauß deß FürstentVnd wo ist Die Hütten / da dre Gott¬ losen wohnetenk Redet ir doch davon/wie der gemeine Pöbel/vnd mercket nicht was stner wesen bedeutet. Denn der böse wirt behalten auff den tag deß verderbens/vnd auffdentag deßgrimmes bleibet er. Werwil sagen/was es verdienet/wenn mans (VEttett)DE eusserlich ansihet? Wer wil im vergelten was er thutt Aber er wirt zum Grabe gcrls- s W?rra»s vnhe.- sen/vnd muß bleiben bey den" Haussen. Es gefiel im wol" der schlam deß Bachs /vnd alle Menschen werden im nachgezogen/vnd dere/die für im gewesen sind/ ist keine Zal. Die tröstet ir mich so vergebliche Vnd euwer antwort findet sich vnrecht. xxn.Lap. Lk'phas beharret dsrauff/ Daß Hbob/drewer! er von Gottgestrasft/mößi vbelgehandelt / vnd solche ftraffdarvurch verdrenethaben. Za deine boßheit ist zu groß / vnd deiner missethat ist kein ende. Du hast etwa deinem Bruder ein Pfand genommen on vrsach/Du hast den nacketen die Kleyder außgezo- gen. Du hast die müdennicht getrenckt mit Wasser/vnd hast demhungerigendem Brotversagt. Duhast gewalt tmLandegeübt/vndprechtig drinnen gesessen. Die Wtttwen hastu lär lassen gehen/vnd die arm der Waisen zubrochen. Darumb btstu mitStricken vmbgeben/vnd forchthat dichplötzltch erschreckt. Soltestu denn nicht , die«finsterniß sehen/vnd die Wasserflut dich nicht bedecken? AEmi-ß Sihe/Gott ist hoch droben im Himel/vnd sihet die Sternen droben in der Höhe/ demmbK'ht hA- Vnd du sprichst: Was weiß Gott k Golt er/ das im tunckeln ist/rtchten können k Die Wolcken sind seine vordecke/vnd sihet nicht/vnd wandelt im vmbgang deß Himmels. Wilm der Welt lauffachten/ darinnen die vngerechten gegangen sind ? Die vergan¬ gen sind ehe denn es zett war/vnd das Wasser hat iren grundt weg gewaschen. Dre zu Gott sprachen: Heb dich von vns/Was solt der Allmechttge inen thun können? So er doch ir Hauß mit Güter füllet/ Aber der Gottlosen meynung sey ferrne von mir. Die Gerechtenwerdensehen/vndsichfreuwen/vnddervttschüldigewirtirspottcn. Was gilts/ir wesen wirt verschwinden/ vnd ir vbriges wirt das Feuwer verzehren. So vertrage dich nun mit im/vnd habe fride/darauß wirt dir viel gute kommen. Höre das Gesetz von seinem munde/vnd fasse sein rede in dein hertz.Wirstu dich beke- bb tij renZu Stoß. Ms MH xxm.Lap. rett zu dem Allmechtigcn / so wirstu gebauwet werden / vnd vnrecht ferrne von deiner Hütten thun.So wrrstu für Erde Gold geben/vn für die Felsen güldene Bäche. Vnd der Mmechtige wirt dein Gold seyn/ vnd Silber wirt dir zugehäufft werden. Denn wirst» deinen lüft haben an dem Allmächtigen/vnd dein Antlitz zuGottauffhcbcn. So wirst» jn bitten / vnd er wirt dich hören / vnd wirst deine Gelübde bezalen. Was du wirst fürnemmen wirt er dir lassen gelingcn/vnd das Liecht wirt auffdeinem Wege scheinen. Denn die sich demütigen die erhöhet er/vnd wer seine Augen niderschlegt der wirt genesen. Vnd der vnschuldige wirt crremr wcrden/Er wirt aber errettet vmb seiner Hende reinigkeit willen. XXIII.Qp. Hiob antwortet widerttmb/ob er gleich der ftömmefl vnd vnschüldigst vor Gott sextt »nöchre,dennoch straffe jn Gott. MMLW Zob antwortet / vnd sprach: Metne rede bletbet noch ^^Ai^^^betrübt/meine macht ist schwach vber meinem seufftzen. Ach daß ich Hiob, wüßte wie ich jn finden/ vnd zu seinem Stul kommen möchte. Vnd das Recht für jm solt fürlcgen / vn den mund voll straffe faffen.Vnd erfahren die rede/die er mtrantworten/vn vernemmen/was er mir sagen würde. Wil er mit grosser macht mit nur rechten k Erstelle sich nicht so gegen Mir/ Sondern lege Mirs gleich für/so wil ich mein Recht wol gewinnen: Aber gehe ich nun stracks für mich/so ist er nicht da/gehc ich zu rück/so spür ich in nicht. Ist er zur lin- cken/so ergreiffe ich in nicht/vcrbirget er sich zur rechten/so sehe ich in nicht. Eraber kennet meinen weg wol/er versuche mich/so wil ich erfunden werden wie das Gold.Denn ich setze meinen fuß auffseiner ban/vnd halte seinen weg/vnd weiche « nicht ab. Vnd trette nicht von dem Gebott seiner Lippen/vnd beware die rede seines Nust-wAA-ß Munds mehr denn ich schuldig bin. Er ist "einig/wer wil im antworten? vnd er ma- emiqm aber ist kcjik ch^s wie er wil. Vnd wenn er mir gleich vergüt Wae ich verdienet habe / so ist sein noch mehr dahmden. Darumb erschrecke ich für im/vnd wmn ichs mercke so förcht ich mich für im- Gott hat mein Hertz blöd gemacht/vnd der Allmechtige hat mich erschreckt. Denn die finstcrniß machte kein ende mit mir/ vnd das tunckel wil für mir nicht per» deckt werden. xxim.Lap. Hiobbeweisstsel'ttevon'ge meittuttg/dl'ewetletwa die Gottlosen am glückhafftigsten/dsrgege» über drefrommengememllch mrtjainmcr vnv elend beladen. Arumb soffen - die zett dem Allmcchttgm nicht ver- borgen scynt Vnd die in kennen/ sehen seine tage nicht. Sie treiben Hiob, die grentze zu rück/sie rauben die Herde/vnd weiden sie. Sie treiben der Waisen Eselweg/vndnemeu vcrWittwen Ochsen zu pfände. Die armen müssen inen weichen/ vnd die dürfftigen im Lande müs- sen sich verkriechen. Sihe/^das wrldrn derWüsten gehetherauß d!c,n 2m?/'auch >m lvic sie pfiegcn/frü zum raub/daß sie Speise bereiten für die iungen.Sie erndten auff dem Acker alles was er tregt/vnd lesen den Weinberg den sie mit vnrecht haben. Die !r euch ttihmet zu'" nacketen lassen sic ligcn/vnd lassen inen keine decke im frost/dcn sie die Kleider genom- b rnen haben. Daß sie sich müssen zu den Felsen halten/wenn ein Platzregen von Ber- fr^mf^ch-nL!- ^ilffsie geußt/weil sic sonst keinen tröst haben. vnd Tyrann«,. Sie reissen das Kind von den Brüsten/ vnd machens zum Waisen/ vnd machen die Leute arm mit pftnden. Den nacketen lassen sie on Kleider gehen/ vnd den hunge- rigen a (Diezerr ) Weil Gottdieböstnsolcfit wachen/wie stcwöl- tcn/so scheinet es als w,ffeernichtsdrnK. Weil, r denn sagt/er straffe die bösen/vnd nicht die frommen/so Mö. MS. XXIIII.Lüp. 2S6 vigettttemmettsie die Garben. Stczwingensieölezumachenauff /rer eigen Mülen/ vnd jr eigen Kelter zutretten/vnd lassen sie doch durst leiden. Sie machen die Leute in der Statt seufftzend/vnd die Seele der erschlagenen schreyend/vnd Gott stürtzet sie nicht. Darumb sind sie abtrünnig worden vom Liecht/vnd kennen seinen weg nicht/ vnd kehren nicht wider zu seiner Straffen. Wenn der tag anbricht/ stehet auffder Mörder vnd erwürget den Armen vn dürfftigen/Vnd deß nachts ist er wie ein Dieb. Dao Auge deß Ehebrechers hatachtauff das tunckel/vnd spricht: Michsihet kein Auge/ vnd meinet er sey verborgen. 2m finstern bricht er zun Häusern eyn/ deß tagcs verbergen sie sich mit einander/vnd scheuwen das Liecht. Denn wo inen der morgen kompt/ists inen wie ein finsterniß/ Denn er fühlet das schrecken der finstcrniß. Er feh¬ let leichtfertig wie auffeinem Wasser dahin/seine Habe wirdtgeringe im Lande/vnd * bauwet seinen Weinberg nicht. Die Helle nimmet weg die da sündigen/ wie die Hitze « vnd dürre das Schneewaffer verzehret. ° Es werden sein vergessen die barmhertzigen/ Seine lustwirt würmicht werden/ sein wirt nicht mehr gedacht/Er wirt zubrochen werden wie ein fauler Baum. Er hat g-bauwee. beleydiget die Einsame die nicht gebiert/Vnd hat der Wittwcn kein gutö gethan.Vnd Die nichtigen vnter sich gezogen mit seiner krafft. Wenn er stehet wirt er seines lebens nicht gewiß seyn. Er macht iw wo! selbe eine sichcrheit/doch sehen seine äugen auff -r th,m)Dz thun. Sie sind eine kleine zeit erhaben/vnd werden zu nicht/vnd vttterdruckt/ vnd ^Maßstemcht^ gantz vnd gar außgctilgct werden. Vnd wie die erste Blut an den Ehern werden j ic -r abgeschlagen werden. Zsts nicht also? Wvlan/wcr wil mich lügen straffen/vnd bewü- reu/ daß mcnic rede nichts scyk A°--'° XXV. Lüp. BUdad beweißt/ dass vor Gott m'enmttd vnschüldkgsex. o., t A antwortet * Btldad von Snah/ vnd sprach: W nrt Vrldad. die Hcrrschafft vnd forcht bey jm/ der den frieden macht vnter seinen Höhestenk Wer Wil seine Kriegßleute zelen k Vnd vber welchen gehet nit auffsein Liecht k Vnd wie mag ein Mensch gerecht kür Gott seyn? d» nn/froms Vnd wie mag rein seyn eines Weibs KmdkSche/dcr Mond scheinet es!r!ch!/ ^noch nicht/vnd die Sterne sind noch nicht rein für seinen augen/Wie viel weniger ein Mensch/die Made/vnd ein Mmschcnkind/dcr Wurm. XXVI. Qp. Hrod verspott seine Freunde/als daß sie reden/das er nicht verneint/ vnd erzelet darne¬ ben die grosse macht Gottes. - ? KWWZ Job antworttt/vvd sprach: Wem stehestu bey k Dem der keine krafft hatkHilffstu dem derkeine stcrcke in armen hatkWem gibstu raht k Dem der keine weißheit hat? vnd zeigest einem mechti- ers außführen sol? Für wem redesiuk vnd für wen gehet der athmr von dir? Die" Riscn ängsten sich vnter den Wassern/vnd die bey inen wohnen-Die Hell ist auffgedeckt für im/vn das verderben hat keine decke. Er ZHAAU breitet auß die Mitternacht nirgend an/vnd henckt die Erden an nichts. Er fasset das d-ut?dteswss-w wasser zusamen in seine wolcken/vn die wotcken zureiffcn drunder nicht. Er hcle seinen StuL/vnd breitet seine wolcken darfür. Er hat vmb das wasser ein ziel gesetzt / brß das liecht sampt dem finsterniß vergehe. Die seulen deß Himels zittern / vnd entsetzen sich für seinem schelten. Für seiner krafft wirt das Meer plötzlich vngestüm/vn für seinem verstände erhebt sich die höhe deß Meers. Am Himel Wirts schön durch seinen Wwd/ bb mj vud Stoß. Ms BO xx vil. kap. vnd seine Hand bereitet die gerade Schlangen. Sihe/also gehet sein thun/aber davon habenwir eingering wörtlin vernommen/Wer wil aber den Donner seiner macht verstehen? xxvn.Lap. Hiob wtSersprichtstlne» Freunde» noch wie ;uvor/vnd beweisst/dsß Gott nicht straffe nach verdienst/Denn er gegen andere zu rechnen fromb sexe/vnd gleichwol gestrafft werde. Hwb fuhr fort/vnd Hub an seme Sprüche/ Wh . sprach: So war Gott lebt/ der mir mein Recht nicht gehen leßt / vr der Allmechtige/der meine Seele betrübt / So lange mein achcm m mir ist/vnd das schnauben von Gott in meiner Nasen tst/Mme Llp- "Uk sollen nichts vnrechts reden/vnd meine Junge sol keinen betrug sagen. Das scy ferme vö mir/daß ich euch recht gebe/biß daß mein ende kompt/wrltch nicht weichen von meiner frömbkeit. Don meiner gerechtigkeit die ich Hab/Lvil ich nicht laffen/Mein Gewissen beisset mich nit meines gantze lebens halben. Mer mein Feind wirt erfunden werden ein Gottloftr/vn der sich wider mich aufflehnet/ em vurecheer- ^-uchl-ä-iss-uiudi Denn was ist die Hoffnung deß" Heuchlers / daß er so geitzig ist / vnd Gott doch seine bmeNsch-üm-n Seele hmreiffett Mcmestu daß Gott sein schreyen hören wirt/ wenn die angst ober in schMw.e sie alle sind kompt? Wie kan er an dem Allmechttgen tust haben/vnd Gott etwa anruffen? für ott ong aud-a. Ech lehren von der Hand Gottes/ vnd was bey dem Allmechttgen gilt Mich nicht verhelen. Sihe/ir haltet euch alle für klug/Warumb gebt jr denn solch vnnütze ding für ? Das ist der lohn eines Gottlosen Menschen bey Gott/vnd das Erb der Tyrannen/das sie von dem Allmechttgen nemmen werden. Wirt er viel Kinder haben/so werden sie deß Schwerts seyn/Vnd seine Nachkömlinge werden deß Brots nicht satt haben. Seine vbrtgen werden im tod begraben werden/ vnd seine Wittwen cwec»en)Siew-r, werden nicht b weinen. Wenn er gelt zusammen bringt wie Erden/vnd samlet Kleider dm siowrrdeudaß wieLeimen/sowirtereswol bereiten/Aber der Gerechte Wirt es anziehen/vnd der vnschüldige wirt das Gelt außtheilen. Er bauwet sein tzauß wie eine Spinne/vnd wie ein Hüter eine Schauwer macht. Der reiche/wenn er sich legt/wirt ers nicht mit raffen/ Er wirt seine Augen auff- thun/vnd da wirt nichts seyn.Es wirt /n schrecken vberfallen wie Wasser / deß nachts wirtjn das vngewitter wegnemmm. Der Ostwind wirt in wegführen/daß er dahin fehret/vnd vngestüm wirdt in von seinem ort treiben. Er wirdt solche vber in führen/ vnd wirt sein nicht schonen/Es wirt im alles auß seinen henden entfliehen. Man wirt vber in mtt den henden klappen/vnd vber in zischen da er gewesen ist. xxvm.Lap. Vs» Göttlicher weißheit vnd Msichtigkeit. S hat das Mer strne genge/ vnd das gold seinen ort/ z da mans schmeltzet. Eisen bringt man auß der Erden/vn auß den stet nenschmeltzt man ErtzEswirt/e deß "finstern etwa ein ende/vnse- mand findet ia zu letzt den Schtfer tieffverborge. Es bricht ein solcher Bach herfür/daß die darumb wohnen/den weg daselbst verlieren/ a (Küstern) basist mangrebt Ku letzt so tieff/daß mau findet ° . - . . finstert dcrN feilet wlder/vnd scheußt dahin von den LeutemMan bringet auch feuwer vnten ' auß der Erden/da doch oben speise auffwächßt.Man findetSaphir an etlichen orten/ h vnd Erdenklösse da gold tst.Den steig kein Vogel erkant hat/vn kein Geiers äuge geft, (Sroitzeu ktttder) hcn.Es haben die b stoltzen kinder Nit drauffgetretten/vnd ist kein Löwe drauffgegan- Louwm." gemAuch legt man die Hand an die Felse/vn grebt die Berge vmb. Man reisset Bäche auß dm Hiob. s. MV. XXIX.Lüp. 2S7 üuß den Fclscn/Vttd alles was köstlich ist slhet das äuge. Man wehret dem ströme deß Wasscrs/vnD bringet/das verborgen drinnen ist/ans liecht. wil man aber weißheit finden k Vnd wo ist die stette deß Verstandst Nie- Gottes weiß-« (M^mand weiß wo sie ligt/vnd wirt nicht funden im Lande der Lebendigen. Der hm, abgrundt spricht: Sie ist in mir nicht/Vnd das Meer spricht: Sic ist nicht bcy mir. Man kan nicht gold vmb sie geben/noch silber darwegen/sie zu bczalen.Es gilt ir nicht gleich Ophtrisch gold/oder köstlich Onich vnd Saphir.Gold vnd Demant mag ir nie gleichen/noch vmb sie gülden Kleynot wächseln. Ramoth vnd Gabis acht man nicht/ die Weißheit ist höher zu wegen den Perlen. Topasius auß Morenland wirt jr nicht gleich geschctzt/vnd das retneste Gold gilt ir nicht gleich. Woher kompt denn die Weißheitk vnd wo ist die stette deß verstandskSie ist ver¬ holen für den äugen aller lebendigen/ auch verborgen den Vögeln vnrer dem Himel. D asVcrdamniß vnd der Tod sprechen: Wir haben mit vnsern Ohren ir gerückt ge- HSrct.Gott weiß den weg dazu/vnd kennet ire stctte.Denn er sihet die ende der Erden/ vnd schauwet alles was vntcr dem Himmel ist.Da er dem Winde sein gcwlckr mache- re/vnd sttzete dem Wasser seine gewisse mässe. Da er dem Regen ein ziel machre/vnd dcmBlitzen vnd Donner den weg. Da sahe crsie/vnd erzeletsie/bereitet sie/vnd er fand sie. Vnd sprackzum Mcnschen:Sihe/die forcht deßHERRN/das ist Weißheit/ Was weiß- vnd meiden das böse/das ist Verstaubt. heits-y. xxix.Lap. Kr'ob erzelet fernen vorigen rvolfkzndt/vnd herrliche werck der Lreb«. Nd Hrob Hub abermalan selne Sprüche / vnd sprach: WKFo D/daßichwere wie in den vorigen Monden/in den tagen da mich Gottbehütet. Daseine Leuchte vber meinem Haupt schein/vnd ich D bey seinem liecht im flnsterniß gieng. Wie ich war zur zeit meiner ju- tziobs gend/da Gottes Geheinmiß vber meiner Hütten war. Da der All- herrüMt. noch mit mir war/vn ttleinc Kittder vmb mich her.Da ick meinen tritt wusch a in Btttkcr/vn die Fclß mm ölbäche gossen. Da ich außgieng zum Thor in der Starr/ vnd mir ließ meinen Stul auffder gassen bereiten.Da mich die jungen sahen / vn sich versteckten/Vnd die Alten für mir auffstunden. Da die Obersten auffhöreten zu re- vnsvo«auff. den/vnd legten jre Hand auff jren Mund. Da die stimme der Fürsten sich verkroch/ vnd jre Junge an jrcm gaumen klebtc.Denn welches Ohr mich höret/dcr preiset mich sclig/vnd welches Auge mich sahe/der rühmet mich. Denn ick errettet den armen der da schrey/vü den Waisen/der keinen helffer hat- te.Dcr segerr dcß/der verderben soltc/kam vber mich/ Vnd ich erfteuwet das Hertz der Wittwen. Gerechtigkeit war man Kleid / das ich anzog wie einen Rock / vnd mein Recht war mein fürstlicher Hut. Ich war deß blinden Auge/vn deß lamcn Füsse. Ich war ein Vatter der Ärmen/vnd welche fache ich nicht wußte die erforschet ich. Ich zu¬ brach die Backcnzeen deß Vngcrechten/vnd reiß den Raub auß seinen Jemen. Ich gedacht: Ich wil in meinem Nest ersterben/vnd meiner tage vil machen/wie Sand. Meine saat gieng auffam waffer/vn der thaw bleib vber meiner erndte. Meine herr- ligkcit erneuwerte sich immer an mir / vnd mein Bogen bessert sich in meiner Hand. (K<>gm-s-s Man höret mir zu/ vnd sckwiegen/vnd warteten auffmeinen raht. Nach nreincn «"e-ne mache nam im Worten redet niemand mehr /vnd weine rede troffauff sie. Sie warteten auff mich/ - wie auff den Regen/Vnd sperrctcn jren Mund auff/als nach den: AbendregewWen kK^8^7»-» ich mit inen' lachete/ wurdet, sic nickt zu küne darauff/ vnd das LiecA meines Ange- sichts machte mich nicht geringer. Wenn ich zu jrem gesckefft wolt kommen/so mußt ich oben an fltzen/vnd wohnet wie ein König vnterKriegßkmchten/daich tröstet die keyde trngem N (Sre) die Chaldeer. b Iclcü, ÖspoCue- runr,xriurrrunr curru L LurizL- lu, icl eib, clomi- niinio meo. Hiob beklagt sich / daß er von verachten Leuten veracht werde/vnd sonst schwerlich von Gott geplagt sexe. 8- Vn aber lachen mein dre jünger sind denn tch/welcher ä Vätter ich verachtet hcttc zu stellen unter meine Schafhundc. Wcl- H^bkcr cher vermögen ich für nichts hielt/die nicht zum alter kommen kund- ten. Die für hunger vn kummer eynsam flohen in die eynöde / neuw- lich verdorben vnd elend worden. Die da Nesseln außraufften vmb die büsch/ vnd Wegholdern wurtzel warjre speise. Vnd wenn sie die herauß rissen/ jauchtzcten sie drüber wie ein Dieb.An den grausamen Bächen wone- ten sie/in den Löchern der Erden vn Steinritzen/zwischen den büschen rteffen sie/ vnd vnter den Disteln samleten sie. Die Kinder loser vnd perachter Leute / die die gering¬ sten im Lande waren. Nun bin ich jr Saitensptel worden/vnd muß jrmärltn seyn. Sie haben einen greuwcl an mir / vnd machen sich ferme von mir / vnd schonen nicht für meine mangcsicht zu speyen. " Sie haben meine Seele außgespannen/vnd mich zu nicht gemacht/vnd das mei¬ ne v abgezcumet. Jur rechten da ich grünet haben sie sich wider mich gesetzt/vnd haben meinen fuß außgcstoffcn/vnd haben vber mich einen weg gemacht/mich zu verderben. Sie haben meine sterge zubrochen/es war inen so leicht mich zu beschedigen daß sie kei¬ ner hülffe dazu durfften. Sie sind kommen wie zur weiten lücken hereyn / vnd sind on vrdnung daher gefallen. Schrecken hat sich gegen mich gekeret/vnd hat verfolget wie der wind meine herrligkeit/vnd wie ein lauffende wolcken meinen glückseligen standt. Nun aber geusset sichauß meine Seele vber mich/vnd mich hat ergriffen die elende zeit.Deß nachts wirt mein gebetn durchboretallmthalben/vnd die mich jagen/ legen , sich nicht schlaffen. Durch die menge der krafft werde ich anderß vnd anderß * geklet- (Geklerdct)DM/ dct/vnd man gürtet mich damit/wie mit dem loch meines Rocks. Man hat mich in wudim.r'angcthäu dreck getrtttcn/vnd gleich geacht dem staub vnd aschen. m.ch^nitlrnÄ)'«! Schrey ich zu dir/so antwortest» mir nicht/Trette ich herfür/so achtestu nicht auff dIicN7-mch wich. Du bist mir verwandelt meinen Grausamen/vnd zeigest deinen gram an mir kMe.rkan/ vnd muß mit der stercke deiner Hand. Du hebest mich auff/vnd testest mich auff dem winde fah- h«? ren/vnd zurschmeltzest mich krefftiglich.Denn ich weiß / du wirst mich dem Tod ver¬ antworten/da ist das bestimpte Hauß aller lebendigen. Doch wirt er nicht die Hand (Betnhauß)Das außstrccken ins" Bemhauß/vnd werden nit schreycn für seinem verderben. Ich wey- ift ,m bernhauß wer- nete ja in der harten zeit/vnd meine Seele jamert der Armcn.Ich wartete deß glktcn/ rc ich ie rrchehaben. daß böse / Ich hoffte auffs liecht/ vnd kompt finsterniß. Mein Eyttgeweide sieden/vnd hören nicht auff/Mch hat verfallen die elende zeit. Ich gehe schwach eyn her/vnd bürnet mich doch keine Sonne nicht/Ich stehe auff in der Gemeine/vnd schreye. Ich bin ein Bruder der Schlangen / vnd ein Geselle der Straussen. Meine haut vber mir ist schwach worden/vnd meine gebeine sind verdorret für Hitze. Meine Harpffe ist eine klage worden/vnd meine Pfeiffe ein weinen. xxxi.eap. Hiob rühmet seine vnschuld/ ,'evoch der gcffalt/daß er möge erhalisu/daß dem Mensche« al. lerlex straffvnd vnfall/nach dem frexerr willen Gottes/vnd nicht nach seinem verdrenf)/begegn »e/ Denn wo das nicht were/ so müßte die fürsichtigkcir Gottes an vnsern wercken hangen. Kh hab einen Bund gemacht mit meinen äugen/daß /1 ich nit achtet auffeine Iungfrauw. Was gibt mir aber Gottzu lohn Hiob, von oben? vnd was für ein Erbe der Allmechtig von der höhe t Solt M nicht billicher der vnrechte solch vnglück haben k vnd ein vbeltheter so verstossen werdend Sitzet er nicht meine Wege/vnd zclet alle meine gengek /M. Oo6. XXXI.Lap. 2S8 gengekHabe ich gewandelt in eitelkeit/ oder hat mein Fußgeeilet zum betrug/So Wege man mich auffrechter Wage/so wirt Gott erfahren meine frömbkeit. Hat mein gang gewichen auß den» wege/vnd mein Hertz meinen äugen nachgefotgct / vnd ist et¬ was in meinen hcnden beklebt/So müsse ich säen/vnd einander fresse cs/vnd mein Geschlecht müsse außgewurtzelt werden. Hat stch mein Hertz lassen reitzen zum Weibe/ vnd habe an meines Nehesten thür gclauret/So müsse mein Weib von einem andern geschendct werden/vn andere müs¬ sen sie bcschlaffen. Denn das ist ein läster/vnd eine miffethat für die Richter. Denn das were ein fcuwer/das brß ins verderben verzehret/vnd alle mein eynkommen auß- wurtzclte. H.ch ich veracht das Recht meines Knechts oder meiner Magd wen sie eine fach wider mich hatten? Was wolt ich thun/wen Gott sich auffmachttVnd was wür- Ruhm et de ich antwortcn/wenn er heimsuchttHatjn nichtauch dergemacht/der mich in Mut- terleibe machte? vnd hat in im Leibe eben so wol bereit? Hab ich den dürfftigen jre be- girde versagt/vnd die Augen der Wittwen lassen verschmachten ? Hab ich meinen bis- ftn allein gegessen /vnd ntt der Waise auch davon geffen? Denn ich hab mich vonju- gcud auffgehaltcn wie ein Vatter/vn von meiner Mutter leib an hab ich gern getrost. Hab ich jemand sehen vmbkommen / daß er kein Kleid hatte/ vnd den Armen on b Decke gehen lassen? Haben wir nicht gesegnet seine seiten/da er von den Fellen meiner Lämmer crwermet ward? Hab ich mit meiner Hand vbcr den Waisen" gefahren/weil « ich mich sähe im thor macht Zu helffen habenk So falle meine schuldter von der achseln/ vnd mein arm breche von der rören. Denn ich förchte Gott wie ein vnfall ober mich/ vndkündtescme last nicht ertragen. Hab rchdasgold zu meiner Zuversicht gestellct/ vnd zu den Goldklumpen gesagt:Mein trost.Hab ich mich gefreuwet/daß ich großgut v hatte/vnd meine Hand allerlei) erworben hatte? Hab ich das Liecht angesehen/ wenn KAgA-nM A es Helle leuchtct/vnd den Mond/wenn er voll gicng?Hat sich mein Hertz heimlich bere- bc-4 me meinefrc». Den lassen daß meine' Hand meinen Mund küsse ? Welche ist auch eine missethat für * die Richter/Denn damit hette ich verleugnet Gott von oben. Hab ich mich gefrcuwet / Wenns meinem Feinde vbclgieng^vnd habe mich erha- ben/daß in vnglück bctrcttcn hatte? Denn ich ließ meinen Mund nicht sündigen/daß ' er wunschete einen fluch seiner Seelen. Haben nicht die Männer m meiner Hutten de muß« müssen sagen: O wolt Gott/daß wir von seinem fletsch nit gesättiget würdenDraus- memeie.» sen muste der Gast nicht bletben/sondern meine thür thct ich dem Wanderer auff. Hab ich meine schalckheit wie ein Mensch gedeckt/daß ich heimlich meine miffethat verbör- ge?Hab ich mir grauwen lassen für der grossen menge/ vn die Verachtung der Freund¬ schafften mich abgcschrcckr hat? Ich bleib sttlle/vnd gienge nicht zur Thür auß. Wer gibt mir einen Verhörer/daß meine begierde der Allmechtige erhöre? Daß jemand ein Buch schribe von meiner sache/So wolt ichs auffmeine achseln nemmen/ vnd mir wie eine Kron vmbbmden. Ich wolt diezal meiner genge ansagen/ vnd wie « ein' Fürst wolt ich sie darbringen. Wirt mein Land wider mich schreyen/vnd mit ein- (5Srst) ander seine fürche weinen. Hab ich seine früchte vnbezalet geffen/vnd das leben der A- ckerleute sauwer gemacht/So wachse mir disteln für Weitzen/vn dornen für Gersten» Die wort Hiob haben ein ende» xxxn.Lap. Elch» verwelßt den Freunden Hiob fr ffrAsthwetgen/ vnd vermißt sich etwas Hesse« ;n antworten. z A hörcten die drcp Männer auff Hiob zu antworten/ Ebhu» für gerecht hielt/AberElihu/derSonBaracheel von Bus/deß gcschlechts Ram/ward zornig vber Hiob/daß er seine feele gerechter hielt denn Gott. Auch ward er zornig vber seine drey freun- de/daß sie keine antwort funden/vnd doch Hiob verdamptemDmri Elihn Mö. MsBucI XXXII. Lap. Elihu hatte geharret btß daß sre mit Hiob geredt hatten/ weil sie älter waren denn er. Darumb da er sähe / daß kein antwort war im Munde der dreyer Männer/ ward er zornig/Vnd so antwortet Elthu/der «Don Baracheel von Bus/vnd sprach: mal "was beschleußt/ so" bedenckt ers nicht erst hernach. 5icur bomo post Imtraumdeß gesichtöin der nacht/wenn der schlaff auff die Leute fellet/wenn sie schlaffen auffdem Bette/Da öffnet er das ohr derLeute/vnd schreckt sie/vnd züch- tigetsie/daß er den Menschen von seinen? fürnemmen wende/vnd beschirme in für hoffart.Vnd verschonet seiner Seelen für dem verderben/vnd seines lebens/daß nicht mur,r. ins Schwert falle. Er strafft in mit schmertzen auffseinem Bette/vnd alle seine Ge- Wi- Abimelech / deine hefftig. Vnd richt im sein leben so zu/daß im für der speise ekelt / vnd seine Seele/ Eenes daß sie nicht tust zu essen hat.Sem Fleisch verschwindet/daß er nicht wol c sehen mag/ 8 ZZi dasfkL seine Beine werden zuschlagen/daß man sie nicht gern ansihet.Daß seine Seele sthec noch höret, nahet zürn verderben/vnd sein leben zu den todten. So denn Hu. Ooö. XXXIIII.Lüp. 289 So denn ein Engel/einer auß tausend / mit jm redet / zu verkündigen dem Men¬ schen/ wie er sol recht thun /So wirt er im gnädig seyn/vnd sagen: Er sol erlöset wer¬ den/ daß er nicht hinunter fahre ins verderben / Denn ich habe eine Versühnung fan¬ den. Sein sieisch grüne wider wie in der fugend / vnd laß in wider iung werden. Er wirt Gott bitten/der wirt im gnade erzeigen/vn wirt sein antlitz sehen lassen mit freu- den/vnd wirt dem Menschen nachfeiner gerechtigkeit vergelten. Er wirt für den Leu¬ ten bekennen / vnd sagen: Ich wolt gcsündiget vnd das Recht verkehret haben /Aber es hette mir nichts genützet. Er hat meine Seele erlöset/daß sie nicht führe ins verder- ben/sondern mein leben das liecht sehe. Srhe/das alles thut Gott»zwey oder drey mal mit einem ieglichen/Daß er seine Seele herumb hole auß dem verderben/ vnd erleucht in mit dem liecht der lebendigen. Merck auffHiob / vnd höre mir zu/ vnd schweige daß ich rede. Hastu aber was zu sa- gcn/so antwort mir. Sage her/bistu recht/ich wils gerne hören. Hastu aber mchts/so höre mir zu/vnd schweige / Ich wil dich die Weisheit lehren. ec XXXIIII.Lap. Daß Gottnrchkvngerecht/vnv niemand vnverschuldterweiß plage, Nd Elihu antwortet/vnd sprach:Höm jr Welsen men / vnd ir verständigen mcrckt auffmich. Denn das ohr prüfet Ml die rede/vn der mund schmeckt die speise. Laßt vns ein vrtheil erweh- len/daß wir erkennen vnter vns was gut sey.Denn Hiob hat gesagt: Ich bin gerecht/vnd Gott wegcrt mir mein recht. Ich muß liegen/ob ich wol recht habe / Vnd bin gequelet von" meinen Pfeilen / ob ich wol nichts verschiff- (Mei-enpftnen) dethabe. Wer ist ein solcher wie Hiob/der da spöttercytrinckt wie wassert Vnd auff ft-w Go«-« dem wege gehet mit den Vbelthätern/vnd wandelt mit den Gottlosen Leuten? Denn er hat gesagt.Wenn iemand schon from ist/so gilt er doch nichts bcy Gott. Darumb höret mir zu ir weisen Leute. Es sey ferme / daß Gott sol Gottloß seyn/ vnd der Allmächtige vngerecht/Sondern er vergilt dem Menschen darnach er ver¬ dienet hat/ vnd trifft einen ieglichen nach seinem thun. On zweiffel/ Gott vcrdampt niemand mit vnrecht/vnd der Allmächtige beuget das Recht nicht. Wer hat das auff Erden ist verordnet ? Vnd wer hat den gantzen Erdboden gesetzt k So er sichs würde vnterwmden / so würde er aller Geist vnd achcm zu sich samlen. Alles fletsch würde mit einander vergehen/ vnd der Mensch würde wider zu aschen werden. Hastu nun verstand/so höre das/vnd merck auffdie siim meiner rede/Solt einer darumb das Recht zwingen / daß ers hasset ? Vnd daß du stoltz bist/ sottest drumb den gerechten verdamm k Solt einer zum Könige sagen: Du loser Mann/ vnd zum Für- sten/Ir GottlosenkDer doch nit ansihet die Person der Fürsten/vnd kennet den herr¬ lichen nicht mehr denn den armen/denn sie sind alle seiner Hände werck.Plötzlich müs- v ftn die Leute sterben/vnd zu Mitternacht erschrecken vnd vergehen/dte mächtigen wer¬ den krafftloß weggenomen. Denn seine äugen sehen auffetnes ieglichen Wege/ vnd er schauwet alle ire gänge.Es ist kein finsterniß noch tunckc!/ daß sich da möchten verber¬ gen die Vbelthäter. Denn es wirt niemand gestattet daß er mit Gott rechte. Er bringt der stoltzen viel vmb/ die nicht zu zchlen sind/vnd stellet andere an ire statt.Darumb/daß er kennet ire werck/vnd kehret sie vmb deß nachts/daß sie zu schla¬ gen werden. Er wirfft die Gottlosen vber einen Haussen/ da mans gerne sihet. Dar- umb/daß sie von im weg gewichen sind/ vnd verstunden seiner wege keinen. Daß das schreyen der armen mußte für in kommen/vnd er das schreyen der Elenden höret. Wenn er ftiede gtbt/wer wil verdammenkVnd wenn er das antlitz verbirget/wer wil »i-ßrTy- in schauwen vnter den Völckern vnd Leuten k Vnd leßt vber sie regieren einen Heuch- das"Zo1ck mu lcr/dasVolck^udrengm. W -LOu. MsBG xxxv.Lap. Ich muß für Gott rcden/vnd kans nicht laffen.Hab ichs nicht troffen / so lehre du wichs besser / Hab ich vnrecht gehandelt / ich Wils nicht mehr thun. Man wartet der antwort von dir/ Denn du verwirffcst alles/vnd du Hafts angefangen/vnd nicht ich/ weiffestu nun was/so sage an.Wesse Leute laß ich mir sagen/vnd ein weiser Mann ge¬ horchet mir. Aber Hiob redet mit vnvcrstand/ vnd seine wort sind nicht klug. Mein Vatter laß Hiob versucht werden biß ans ende/darumb/daß er sieh zu vnrechten Leu¬ ten kehret.Er hat vber seine Sünde dazu noch gelästert/ Darumb laß /n Zwischen VNS geschlagen werdcn/vnd darnach vi! wider Gott plaudern. xxxv.Lap. Daß deß Menschen Sknd ober Gerechtigkert Gott weder nemmen noch geben möge. Elthu antwortet/vnd sprach-Achtest du das für rccht/daß du sprichst/ Ich bin gcrcchtcr denn Gott t Dcnu du sprichst/ Elihu. ft^WMW'Wer gilt bey dir etwas k Was htlffts/ob ich mich on Sünde machet WÄGS M Ich Ml dir antworten ein wort/vn deinen Freundö mit dir. Schauw geri Himmcl/vnd sihc/ vnd scbauwan die Wolckcn/daß sie dir zu hock» sind. Sündigcftu / was kanftu mit im machen t vnd ob deiner miffethat viel ist / was kanftu jm thun t Vnd ob Du gerecht seyeft/was kanftu jm gebcnk oder was wirt er von deinen Händen nemment Einem Menschen wie du bist/mag wol etwas thun deine boßheit/vnd einem Menschenkind deine gerechtigkeit. Dtcsclbcn mögen schreyen wenn incn viel gewalt geschicht/vnd ruffen vber den arm der grossen. Die nicht darnach fragcn/wo -st Gott « mein Schepffer/der das "Gestrige macht rn der uacht/Der vns gelehrter macht EVÄAqe" denn das Vlch auffErdcn/vnd weisser denn dle Dögcl vntcr dem Himmel. Aber sie m«/,? Äc w lÄ werden da auch schreyen vber den Hochmut der bösen / vnd er wrrdt'sie nicht erhören, vud vwall/ Wie der Denn Gott wirt das cytcl nicht crhören/vnd der Allmächtige wirbt cs nicht ansehen. Lsnoü-'-Lncicü Dazu sprichftu/du werdest in nicht sehen/aber cs ist ein gericht für im / harre fern nur. °"'' Ob sein Zorn so bald nicht heimsucht/ vnd sich nicht annimpt/ daß so vil läster da sind. Darumb hat Hiob seinen mund vmb sunst auffgcspcrrc / vnd gibt ftoltzc thcydung für mitvnvcrftandt. xxxvi.Lap. Lirhu wtl noch werter bewelseu/daß Gort niemand plage/ er habe es denn verdienet. sMUMÄHu redet werter/ vnd sprach: Harre mir noch ein we- L L^^WW uig/ ich wtl vtrs zeigen / Denn ich habe noch von Gottes wegen was zu Elihn. VWUM!sagen / ich Wil meinen vcrstandt wett holen / vnd meinen Schöpffcr be- daß er recht scy. Meine rede sollen on Mistel nicht falsch seyn/ mein vcrstandt sol on wandel für dir seyn. Sihe/Gott verwirfst die mächtigen nicht/ dcnn cr istauch mächtig von krafft deß hertzens. Den Gottlosen erhelt er nicht/ sondern hilfft dem elenden zum rechten. Er wendet seine äugen nicht von dem gcrechten/vnd die Könige leßt er sitzen auff dem Thron immerdar / daß sie hoch bleiben. Vnd wo gefangene ligcn in stöckcn / vnd ge¬ bunden mit stricken elendiglich/ So verkündiget er inen/was sie gcthan haben/vnd sie vntugen d / daß sie mit gewalt gefahren haben. Vnd öffnet inen das ohr zur zücht/ vnd sagt inen/daß sie sich von dem vnrechten bekehren sollen. Gehorchen sic/vnd die¬ nen fm / so werden sic bey guten tagen alt werden / vnd mtt lust leben: Gehorchen s ie nrcht / so werden sie ins schwcrdt fallen/ vnd vergehen/che sie es gewar werden. Sie LWu. L106. xxxvi.cap. 29° v Die Heuchler wenn sie der zorn trifftschreyen sie nicht/ wenn sie gefangen ligen/ so wirt ire Seele mit quäl sterben/vnd jr leben vnter den Hurern. Mer den Elenden wirt er auß seinem elend errctten/vnd dem armen das Ohr öffnen im trübsal.Er wirt dich reissen auß dem weiten rachen der angst/ die keinen boden hat/ vn dein Ttsch wirt ruhe haben/voll alles guten. Du aber machst die fachen der Gottlosen gut/daß ir fach vnd recht erhalten wirt. Sihe zu/ daß dich nicht villeicht zorn bewegt habe jemand zu plagen/ oder groß geschäncke dich nicht gebeuget habe. Meynestu daß er deine gewalt achte / oder gold / oder irgend eine stercke oder vermögen k Du darffest der nacht nicht begeren/ die Leute an jrem ortzuvberfallen. Hüte dich/vnd kehre dich nicht zum vn- rccht/wie du denn für elend angefangen hast. ' Sihe/Gott ist zu hoch in seiner krafft/wo ist ein Lehrer wie er istk Werwtl vber in hcimsuchen seinen wegkVnd wer wtl zu im sagen: Du thust vnrecht k Gedenck daß du sein wercknicht wiffest/wie die Leute singen. Denn alle Menschen sehen das/die Leu¬ te schauwens von ferme. Sihe/Gott ist groß vnd vnbckant/seine iarzalkan niemand forschen. Er macht das Wasser zu kleinen tropffen / vnd treibet seine wolcken zusamen v-ecrixrio zum Regen. Daß die wolcken fiiessen/vnd trieffen sehr auffdie Menschen. Wenner fürnimpt die wolcken außzubreite/ wie sein hoch gezelt/ Sihe/ so breitet er auß seinen blitz vber diesclbe/vnd bedeckt § alle ende deß Meers. Denn damitschrecket er die Leu- « te/vnd gibt doch speise die fülle. Er deckt den blitz wie mit Händen / vnd heißts doch wi- der kommen / Davon zeuget sein Geselle/ nemlich/dcß donners zorn in Wolcken. XXXVII.Lüp. Daß man die Attmkchtigkeik vnd Wunderwerk Gottes erkennen/vnv dadyrchzv Gsk- res forcht sich sol bewegen lassen. Eß entsetzet sich mein Hertz vnd bebet. Lieber höret doch Elihu. wie sein donner zürnet/ vnd was für Gespräch von seinem munde auß- gehet. Er sihet vnter allen Himmcln/vnd sein blitz scheinet auffdie en- de der Erden. Demnach brüllet der donner/vnd er donnert mit sei- nem grossen schall/vnd wenn sein donner gehöret wirt/kan maus nicht auffhalten. Gott donnert mit seinem donner greuwlich/vnd thut grosse ding/vnd wirdt doch nit erkannt. Er spricht zum schnee/so ist er bald auffErden/vnd zum Platz¬ regen/ so ist der Platzregen da mit macht. Alle Menschen hat er in der Hand/ als ver¬ schlossen / daß die Leute lehrnen was er thun kau. Das wilde Thier gehet in die Höle/ vnd bleibt an seinem ort.Don mittag her komet wetter/vn von Mitternacht kälte.Dom athem Gottes komet frost/ vnd grosse wasser/wenn er auffthauwen leßt. Die dicken wolcken scheiden sich daß hell werde / vnd durch den nebel bricht sein liecht. Er kehret die Wolcken wo er hin wil / daß sie schaffen alles was erjnen gebeutauff dem Erdbo- den/Es sey vber ein Geschlecht/oder vber ein Land/ so man in barmhertzig findet. Da mercke auffHiob/stehe vnd vernim die wunder Gottes. Weißt»/ wen Gott solchs vber sie bringetkDnd wen er das liecht seiner wolcken leßt herfür brechenk Wei- stu/wie sich die Wolcken außstreuwenkwelche Wunder die vollkommen wissen. Daß deine Kleider warm stnd/wenn das Land stille ist vom mittags windkZa du wirst mit jm die Wolcken außbreiten/ die fest stehen/wie ein gegossen Spiegel. Zeige vns was wir jm sagen sollen / Denn wir werden nicht dahin reichen für finsterniß. Wer wirdt jm erzelen das ich redek So iemand redet / der wirt verschlungen. Jetzt sihet man das liecht nicht / das in den wolcken hell leucht/ Wenn aber der wind wehet/ so Wirts klar. Don Mitternacht kommet" gold/zu lob für dem schrecklichen Gott. Den Wnächti- « gen aber mögen sie nicht begreiffen / der so groß ist von krafft / Denn er wirdt von sei- nem Recht vn guter fachen nicht rechenschafft geben. Darumb müssen in fürchten die s-lv. Leute/vnd er fürcht sich für keinem/wie weise sie sind. cc st Zn den Hott. MsBG XXXVlll.Lap. xxxvm.Lap. In den vier nachfolgenden Laprteln wrrdt Gott eyngefährt / baßer ;uin tketl wider Hiob/ als der etwa freffentltch von Göttlicher fürsichtlgkett geredt / ;um rheti wider Elihu / vnd feine fürgebene Meinung/ rede. Es bestehet aber aller innhalr aufferklärung der machr/fitrsichrrg- keirvnd weißhetr Gottes. der HERR antwortet Hwb aus; einem Wetter/ i'Ud sprach.Wer ist der/der so fehlet in der wcißheit/ vnd redet so mit vnverstandtt Gürte deine Lenden wie ein Mann/ich ml dichfta- gen/lchre mich.Wo warestu/da ich die Erden gründettSage mirs/ bistu so klug. Weissestu wer jr das maß gesetzt hattOder wer ober sie ein Richtschrrur gezogen hattOdcr ivarauffstehen jre süsse versencket ? Oder wer hat jr einen Eckstein gelegt ? Da mich die Morgensterne mit einander lobten/vn jauchtze- ten alle Kinder Gottes / wer hat das Meer mit seinen thüren verschlossen / da es her- auß brach wie auß Mutterleibe t Da ichs mit Wolcken kleidet/ vnd in tunckel eynwi- ckelt wie in windeln. Da ich sm den lauff brach mit meinem tham / vnd setzet sm Ri¬ gel vnd rhür / vnd sprach: Biß hieher soltu kommen/ vnd nicht weiter / Hie sollen sich legen deine stoltze wellen. Hastu bey deiner zeit dem morgen gebotten/vnd der Morgenröte sren ortgezei- get k Daß die ecken der Erden gefasset/vnd die Gottlosen herauß geschüttelt würden. (Das sigeODas Das" Sigelwirdt sich wandeln wie Leimen/vnd sie stehen wie ein Kleid. Vnd den ist ir ftaüdt vnd wa- Gottlosen Wirt sr liecht genommen werden / vnd der arm der Hoffertigen wirtzubro- ftün Em/aks vE chen werden. Bistu in den grundt deß Meers kommcn/vn hast in den fußstapffcn der SM. liessen gewandelte Haben sich dir deß todes thor se auffgethan e Oder hastu gesehen die thor der finsterntß ? Hastu vernommen wie breit die Erde sey k Sage an/weiffestu solche alleskWclchs ist der weg da das liecht wohnet/vn welche sey der finstcrniß stettk Daß du mögest abnemmeu seine grcntze/vnd mercken den pfat zu seinem Hauset k Wußtest»/daß du zu der zeit sottest geboren werden? Vnd wie viel deiner tage sey» würdent Bist» gewesen da der Schnee her kompt? Oder hastu gesehen wo der Hagel her kompttDie ich hab verhalten biß auff die zeit der trübsal/ vnd auffden tag deß streyts vnd Kriegs.Durch welchen weg theilet sich das liechttvn aufffehret der Ostwind auff Erden ? Wer hat dem Platzregen seinen lauffaußgetheylct ? vnd den weg dem blitzen vnd donnerkdaß es regnet auffs Land/da niemand ist/in der Wüsten da kein Mensch isi.Daß erfüllet die einöden vnd wildniß/ vnd macht daß Graß wüchset. Wer ist deß Regens Vatter ? Wer hat die tropffen deß Thauwes gezcuget ? Auß weß Leib ist das Eyß gegangen?Vnd wer hat den rcyffen vnter dem Himmel gezeugetkDaß das was¬ ser verborgen wirt wie vnter steinen/ vnd die ticffe oben gestehet. Kanstu die bande der siben Sterne zusammen binden? Oder das band deß Orion aufflösen? Kanstn den Morgenstern herfür bringen zu seiner zeit? Oder den Wagen am Himmel vber seine Kinder führen? Weissestu wie der Himmel zu regieren ist? Oder kanstu jnmet- sternauffErdcn? Kanstu deinen donner in der wolcken hoch her führen / oder wirdt dich die menge deß Wassers verdecken? Kanstu die blitzen außlaffen/daß sie hinfahren / vnd sprechen: (v-rbord) Hie sind wirkWer gibt die weißheyt ins verborgentWer gibt verständige gedanckek Das O / ins Hertz. Wer ist so weise/der die wolcken erzclen kündte ? wer kan die Wafferschleuch am Himel verstopffen?Wenn der staub begossen wirt/ daß er zuhauff leufft/ vnd die klösse an einander kleben. Kanstu Hiob. c c H Löuwen. Raben. Gemsen. MS. XXXIX. Lttp. 291 xxxix.Lap. Anftu der Löuwrn jren Raub zu jagen gebcn/Vnd die jungen Löuwen sättigen / daß sie sich legen in jre stette / vnd ruhen in der Hole da sie lauren ? Wer bereit dem Raben die speise/ wenn seine jungen zu Gott ruffen / vnd fliehen irr wenn sie nicht zu essen haben? Wcrsscsm die zett / wenn die Gemsen auff den Felsen geboren ? Oder Ntrs bcn hastu gemerckt/wenn die Hirschen schwanger gehen ?Hastu erzchlct - ireMonden/wcnttsievollwcrden/odcrwelffestudiezeirwennsiegebcrenkSlebeu¬ gen sich Mnnsie gebercn / vnd reissen sich / vnd lassen auß jre Jungen. Ire Jungen werden ftlßt/vnd mehren sich im Gctreyde/vnd gehen auß/ vnd kommen nicht wider zu jncn. Mldt. Wer hat das Wildt so frey lassen gehen ? Wer hat die bande deß Wilds auffgelö- setkDttN ich das Feld zum Hause gegeben habe/ vnd die wüste zur Wohnung. Es ver¬ lacht das getümmel der Statt / das dochen deß Treibers höret cs nicht. Es schauwet nach den Bergen da seine weyde ist/ vnd sucht wo cs grün ist. Einhorn. Meinestu das Einhorn werde dir dienen / vnd werde bleiben an deiner Krippen? Kansiujm dein joch anknüpffen die Furchen zu macken/daß eshinderdirbrochem gründen?Magstu dich auffes verlassen/daß es so starck ist? Vnd wirst es dir lassen ar¬ beiten? Magstu jm trauwen daß es deinen Samen dir wider bringe/vnd in deine Scheune samle? Pfawen. Die Federn deß Pfauwett sind schöner denn die flügel vnd federn deß Storcks/ Der seine Eycr auff die Erden leßt/ vnd leßt sie die heissen Erden außbrütcn. Er vcr- gisset/ daß sie möchten zutretten werden / vnd ein wild Thier sie zubreche. Er wirdt so hart gegen seinen jungen/als werm sie nicht sein/achtets nicht daß er vmb sonst ar¬ beitet. Denn Gott hat jm die weißheit genommen/ vud hat jm keinen verstände mitgethcilet. Jur zett wenn er hoch fehret / erhöhet er sich / vud verlachet beyde Roffz vnd Mann. Rossz. Kanstu dem Rossz krcfft geben/oder seinen Halß zieren mit seinem gcschrcy?Kan- stu cs schrecken wie die HeuwschreckenkDas ist" preiß seiner nasen/was schrecklich ist. « Es strampffct auff dem Boden /vnd ist freydig mit krafft / vnd zeucht auß den gchar- NW?rAgee nischten cntgegen.Es spottet der forcht/vnd erschrickt nicht/vn fleucht für dem fchwert nicht. Wenn gleich wider cs klinget der Köcher / vnd glentzet beyde spieß vnd Lantzen. st-hs!wö schr^iZ Es zittert vnd tobet / vnd scharret in die Er de / vnd achtet nicht der Drometen hall. mA vÄnde»>st. Wenn die Drommeten fast klingt/spricht es:Hui/vn rcucht den streyt von ferrnc/das n^t) schrcyen der Fürsten vnd jauchtzen. Aim^AsLrum^ Habicht. Fleugt der Habicht durch deinen verstaubt /vnd breitet seine flügel gegen Mit- doch so schrei- Adeler. tag?Fleugct der Adeler auß deinem befehl so hoch/daß er seiMest in der Höhe macht? In Felsen wohnet er/vnd bleibt auffden kipffen m fclsen/vn in festen orten. Von dan¬ nen schauwet er nach der speise /vnd seine äugen sehen ferme. Seine jungen sausten Blut/vnd wo ein Aß ist da ist er. Gott. A6^Nd der HERR antwortet Hiob/vnd sprach: Wer mit dem Allmächtigen ha- c>^dern wil / sols jm der nicht beybringen ? Vnd wer Gott tadelt/ sols der nicht ver¬ antworten? /L'Iob aber antwortet dem HERRN / vnd sprach: Sihe / ich bin zu leichtfertig ge- Ich wil meine Hand auff meinen Mund legen. Ich hab einmal geredt/darumb wil ich nicht mehr antworten / Hernach wil ichs nicht mehrthun. Vnd <0tk. Aas BuK X X. Lap. XX. Lap. Nd der HERR antwortet Hiob auß einem Wetter/ x sprach:Gürte wie ein Mann deine Lenden/Zch wit dich fragen/ Gott» lehre mich.Soltcstn mein vrtheik zu nicht macben/vnd mich verdam men/daß du gerecht seyest?Hastu einen arm wie Gott/vnd kaust mit gleicher strme donnern / alb er thut? Schmück dich mit pracht/vnd erhebe dich/ zeuch dich löblich vnd herrlich an. Streuwe auß den zorn deines grünes/ schauw an die hochmütrgen/ wo sie sind/ vnd demütige sie. Ja schauw die hochmüti- gen/wo sie sind/vnd beuge sie/vnd mache die Gottlosen dünn/wo sie sind.Verscharre sie mit einander in der Erden/vnd versenckeire pracht ins verborgen / So wll ich dir ' auch bekennen/ daß dir deine rechte Hand Helffen kan. « E" Ihe/der - Behemoth/den ich neben dir gemacht hab/friffet Heuw wie ein Och- (Behemoth) Sthe / seine krafft ist in feinen Lenden / vnd sein vermögen in dem Nabel sei- Ztmv1NN,'e nes Bauchs. Sein schwantz strecket sich wie ein Kedern/ die Adern seiner schäm star- ft ren wie ein Ast. Seine knochen sind wie fest Ertz/ seine Gebeine sind wie cyserne Sta- be.Erift der anfang der Wege Gottes/der in gemacht hat / der greifst inan mit seinem Ü machest Auf- Schwerdt. Die Berge tragen jm Krcuter/vnd alle wilde Thier spielen daselbst. Er siüdsAsi GoeuA» ligt gern im schatten/im rhor vnd im scblam/ verborgen. Das Gebüsch bedeckt in mit hauff-iEder w-lt. schatten/vnd die Bachwctden bedecken in. Sthe/er schluckt in sich den ström/ vnd achts nicht groß/leßt sich düncken / Er wolle den Jordan mit seinem munde auß- schöpffen. Noch sähet man in mit seinen eygen äugen/ vnd durch fallstrick durchboret man im seine Nasen. XXl. Lap. * A"stu den«Leurathan ziehen Mlt dem Hamen / vnd L (Leuiathan) FWWW seine zungen mit einem strick fassen? Kanstu im einen Angel in die Na- WaiAhimM«" sin legen/ vnd mit einer stacheljm die Backen durchboren ? Meynesiu MMDM er werde dir viel flehens machen/oder dir heuchle» ? Meynestu daß er §ürften/d-»Tcuff-l einen Bund mit dir machen werde/ daß du in immer zum Knechtha- m ' ma» beste Kanstu mit im spielen wie nut einem Vogel? Oder in deine Dirnen binden? Meynestu die Gesellschafften werden i» Zu schneiden / daß er vnter die Kaufflcute zu- cheiletwirt? Kanstu das Netz füllen mit seiner haut/vnd die Flschreusen mit seinem Kopff? Wenn du deine Hand an in legest so gedencke daß ein streyt sey den dunitauß- führcn wirst. Sthe/scinc Hoffnung wirt im fehlen / Vnd wenn er sein ansichtig wirt/ schwinget er sich dahin. Niemand ist so küne der in reißen darff/ wer ist denn der für Rsm.lt, mir stehen könne? Wer hat mir was zuvor gethan/daß rchs im vergelte? Es ist mein was vnter allen Himmeln ist. (A^Azu muß ich nun sagen / wie groß / wie mächtig vnd wolgeschaffen er ist. Wer O^kan jm sein Kleid auffdccken ? Vnd wer thar es wogen im zwischen die zeene zu grciffen ? Wer kan die Kinbacken seines amlitzs auffthun ? Schrecklich stehen seine zeene vmbher. Seine stoltze schuppen sind wie feste schilde/fest vnd enge ineinander. Eine rühret an die ander/ daß nit ein lüffklin dazwischen gehet. Es hcnget eine an der andern/ vnd halten sich zusammen / daß sie nicht von einander trennen. Sein niesen gtcntzet wie ein liecht/seine äuge seyn wie die augenliede der Morgenröte.Auß seinem munde fahren Fackeln/vnd fcuwrige funcken schiessen herauß.Auß seiner nascn gehet rauch/wie von heissen Töpffcn vnd Kesseln / Sein athem ist wie liechte lohe/vnd auß seinem munde gehen flammen. Er hat einen starcken halß / vnd ist seine tust wo er et¬ was verderbet: Die glidmaß seines fieisches hangen an einander/ vnd halten hart an im/daß er nicht zerfallen kan. Sein L Gcbctt dcß Gerecht tenkrefftig. vtid mein äuge sihet dich auch nun. Darumb schüldige ich mtch/vn chu buffe im staub vndaschcn. nun der HERR diese wort mit Hiob geredt hatte/sprach erzuEliphaovon Gott. ^^THeman:Mcin Zorn ist ergrimmet vber dich vnd vber deine zween Freunde/ Denn fr habt nicht recht von mir geredt / wie mein Knecht Hiob. So nemmct nun st- bcn Farren/vnd stben Wider/vnd gehet hin zu meinem Knecht Hiob/vnd opffert Brandopffcr für euch / vnd laßt meinen Knecht Hiob für euch bitten.Denn in wil ich anschen/daß ich euch nit sehen lasse wie ir thorheit begangen Habt/Dcnn ir habt nicht recht von mir geredt/wie mein Knecht Hiob. Da giengcn hin Eliphas von Thema/ Bildad von Suah/vn Jophar von Nae- ma /vnd thetcn wie der HERR inen gesagt hatte/ vnd der HERR sähe an Hiob. Vnd der HERR wendet das gcfengkniß Hiob/ da er bat für seine Freunde/vnd der HERR gab Hiob Zwyfeltig so vil alö er gehabt hatte. es k.unen zu im alle seine Brüder/vnd alle seine Schwestern/ vnd alle die in Hiob kriegt vorhin kanntcnvnd assen mit im in seinem Hause / vnd kehreten sich zu im/ vnd trösteten jn vbcr allem vbcl das der HERR vber in hatte kommen lassen. Vnd ein leg-"°"" licher gab im einen schönen Groschen /vnd ein gülden Stirnband. Vnd der HERR segnet hernach Hiob mehr denn vorhin / daß er kriegt viertzehen tausend Schaf/ vnd secbß tausend Kamel / vnd tausend ioch Rmder/ vnd tausend Esel. Vnd kriegt stben Sönc vnd drcy Töchter. Vnd hieß die erste Fcmina/die ander Kezia / vnd die dritte Kercnhapuch. Vnd wurden nicht so schöne Weiber funden in allen Landen als die Töchter Hiob / Vnd ir Vatter gab inen Erbtheil vnter iren Brüdern. Vnd Hiob lebet nach diesem hundert vnd viertzig iar / daß er sähe Kinder vnd Kindekinder/biß in das vierdte glied. Vnd Hiob starb alt vnd lebens satt. Ende deß Buchs Hiob. XHLüp. 292 Sein Hertz ist so hart wie ein stein / vnd so fest wie ein stück vom vntersten Mül- stein. Wenn er sich crhebt/so entsetzen sich die ° starcken / vnd wenn er daher bricht/so ist' kein gnade da.Wennmanzuimwtlmit dem Schwcrt/soreget er sich nicht/oderrstd?grossmSsch mit spieß/geschoß/ vnd pantzer. Er achtet Eyfen wie stro/vnd Ertz wie faul Holtz. Kein L ' w-B pfeil wirt in veriagen/dte schleudersteine sind im wie stoppeln.Den Hammer achtet er wie stoppeln/er spottet der bebenden lantzen.Vnter im ltgen scharffe steine/vnd fehret - vber die scharpffen Felsen wie vber Koht.Er macht daß das tieffe Meer seudet wie ein töpffen/vn rührets in einander wie man ein salbe menget.Xach im leuchtet der weg/ AV-nÄA cr macht die tieffe gantz grauwe. AuffErdö ist im niemand zu gleichen/ Er ist gemacht E sa». on forcht zu seyn. Er verachtet allco was hohe ist/er ist ein König vber alle stoltzen. „ 's 's 's schwimmet vnd lebst I I i V s/ DI. im Meer wie er wil/ L. 2—/ 2. ^4° daß man seincnwcz - von ferrne sihet. »Nd Hiob antwortet dem HERRN/vnd sprach: Ich Hiob «hm ' erkenne daß du alles vermagst/vnd kein gcdanckcnlst dirverbor« gen. Es ist ein vnbcsonnen Mann/der seinen raht meynetzuver- ! bergen. Darumb bekenne ich / daß ich hab vnweißlich geredt / daß M mirzuhochist/vndnichtverstche. So erhöre nun/laß mich reden/ ich wtl dich fragen/lchre mich. Fch habe dich mit dm ehren gehört/ ec ritz Vorrede -Das edelst werck am Ärcnschmisi/ baß er reden kan. Im Psalter sihet mä wie kre Heiligen mit Gottgeredk/vnd ge¬ betet haben. Lob Snd preis; deß Psalters. G haben ml heiliger Väcrer dm Psalm sonderlich für andern Büchern der Schufst gelobet vnd ) gelieöce/vnd zwar lobt das Werck seinen Meister selbs gnug. «Doch müssen wir vnscrlob vnd danckauch daran beweisen. hat in vergangen jaren fast vil Legenden von den Heyligen OsI UvndPasssnat/CrempelbüchervnHrstorien/vmbher geführt/ SÄ- vnd die Welt damit erfüllet / daß der Psalter dieweil vmer der banck/vnd in solchcmfinsterniß lag/daß man nichtwoleinenPsalmen recht verstund / vnd doch so trefflichen edlen Geruch von sich gab / daß alle fromme hcrtzcn auch auß den vnbekannten Worten andachk vnd krafft cmpfunden/vnd das Büchlein darumb lieb hatten. Im Psalter findet Ich halt aber/daß kein feiner Exempelbuch oder Legenden der Heiligen auffErden kommen sey/ » odcrkomcn möge/dennder Psalter ist. Vnd wenn man wünschen solt/ daß auß allen Exempeln/Legcn- rhail haLrn den/Hrstorien/das beste gelesen vnd zu samcu gebracht /vnd auffdie beste weise gestellek würde/ so müßte cs derjenige Psalter werden .Denn hie finden wir nicht allcin/was einer oder zwcen Heiligen gethan ha- bcn/sondern was das Haupt selbe- aller Her ligen gethan hat/vnd noch alle Heiligen thun.Wie sie gegen Gott /gegen Freunden vnd Feinden / sich stellen / wie sie sich in allcrley fahr vnd leiden halten vnd schi¬ cken. Vberdas/dasallerlei- Göttlicher hcüsamerLchrevndGebottdarinnen stehen. Der Psalter redet Vndsolr der Psalm-allem deßhalkcn theuwervnlicb scyn/daß er von Christus sterben vnd äusser- klar lieh voirLhrisius stchungso r larlich verheisset/ yzwftmRelch vnd der gantzcn Christenheit standk vndwäsen fürbildek. hcnwb ftinnn'Äich -Daß es wol »röcht ein kleine Biblia heissen/darin alles auffs schönest vnd kürzest/so in dergantzcn Bi- vnd von der Fristen blia stehct/gcfassct/ vnd Zu eine m feinen Enchmdion oder Handbuch gemacht VN bereitet ist.Daß mich Helt stand VN Wasen, yünckk/ der heilige Geist habe sclbs wollen drc mühe auffsich nemcn / vndein kurtze Brbel vnd Exempel- buch von der gantzcn Ch^'i stcnhcik/oder allen Heiligen/zusarnen bringcn/auffdaß/wcr die gantze Biblia nicht lesen köndrc/ hettehim'nn doch fast die gantze Summa verfasset in ein klein Büchlein. ^lckBervberdasallcs ist eß Psiltcrscvlerugendvndark/daß an dere Bücher wol viel von werckcn derHcrligcn rumpcln/avcrgar wenig von jren Worten sagen.Da ist dcrPsalkerein außbund/dar- >n^rnn er auch so wol vnd süße euchk / wenn man darinnen liset/ daß er nicht allein die werck der Hei¬ ligen erzclct/sondcrn auch jre work/wie sie mir Goktgercdt vndgebcker haben/vnd noch reden vnd beten. Daß die andern Legenden vn Exempcl/wo man sie gegen dem Psalter helk/vns schier eytel stume Heili- gen Mrhalrcn/aber der Psalter rechte wackere lebendige Heiligen sns eynbildek. Es ist ja em fiumerMensch gegen einem redenden schierals ein halb kodter Mensch zu achken.V» kein krcfftiger noch edler werck am Men sehen ist den redcn/sinkemal derMensch durchs rede von andern Lhicren am meisten gcscheiden wirt/mchr den durch diegestalt oder ander werck.Wcilauch wol ein Holtz kan eines Menschen gestalt durch Schnitzer kunst habcn.Vncin Thier so wol sehen/hören/riechen/sin- gen/gchcn/stchen/esscn/mnckcn/fasten/dürsten/hunger/frostvnhartläger/lcidcn kanalščin Mensch. Dcr Psalter zeiget V denl Hut der Psalter noch mehr/ daß er nicht schlechte gemeine rede derHciligen vnsfürbildek/ an/wieder Heiligea die aller besten sosie MlLgrossem ernst inderallertrefflichstensachenmitGottselbergeredk waüÄ a^ancke'n lVhabm. Dauiit er nicht allem w wort Mr jr werck / sondern auch Hertz vnd gründtlichen schätz jrer sssgehübt haben. Seelen vns fürlcgt/daß wir in dem gründe vnd quelle jrer wort vnd werck/ das ist / in jr Hertz sehen kön- nen/was sie für gedanckcn gehabt haben wie sich jr Hertz gestellct vnd gehalten hat in allcrley suchen/ fahr vnd not.Wclchs nicht so rhun/noch chun können die Legenden oder Excmpel/so allein von der Heiligen werck oder wun der rühinen. Denn ich kan nicht wissen wie sein Hertz stehet / ob ich gleich viel trefflicher werck von einem sehe oder höre. Nd gleich wie ich gar vil lieber wolk einen Heiligen hören reden/denn seine werck schen/Also wolk A^ichnoch viel lieber sein Hertz vnd den schaß in seiner Seelen schen/dcnn sein wort hören. Das gibt abervnsder Psalterauffsaller reichkichstan den Heilige/ daß wir gewiß seyn können/wiejr Hertz Mcnschett Herl; ist gestanden/vnd jre wort gelautet haben/gegen Gotkvnd jederman:Denn ein Menschlich Hertz ist wie ein dem Mccr^e. Schiffauffeim wilden Meer/ welches die sturmwindevon den vier örken der Welk treiben. Hie stössek herforchkvndsorgcfürzukünfftigemvnfall/Dortfehrckgrämenhervndtrauwrigkeitvongegenwer- kigemvbel/Hiewebthoffnungvndvermcssenheitvon zukünfftigem glück/Sort blaset her sichcrheik vndfreuden in gegen'wertigen gütern. Solche sturmwindeaber lehren mit ernst reden/vnd das Hertz öffnen/vü den grundt herauß schüt¬ ten. Denn wermforchtvnd not stcckt/rcdet viel anderst von vnfall denn dcrin freuden schwebt. Vnd wer m freuden schwebt/redet vnd singt viel anderst von freuden/ denn denn forcht steckt. Es gehet nicht von her-tzen (spricht man) wenn ein trauwriger lachen/odercin frölicherweinen sol/Das ist/seines Her¬ tze» gründe stehet nicht offen / vnd ist nicht herauß. Wort von freuden. Was ist aber das meiste im Psalter / denn solch ernstlich reden in allcrley solchen Sturmwinden? Wo findet man feiner wort von freuden / denn die Lobpsakmpn oder Danckpsalmcn haben ? Da sihcstu allen Heiligen ins Hertz/wic in schöne lustige Gärken/ja wie in den Himmel/wie feine hertzliche lustige Blurncn darinnen auffgchcnvonallerlcvschönenfrölichenGcdancken gegen Gokk/vmb seine wolchat: Widerumb Bsmde auff den Psalter D-mde. 29z Widerumb/wo findest» tieffer/kläglichcr/jämmerlichcr work/von trauwrigkeit / denn die Klag- ^re von crauw- Psalmen haben i Da sihestu abermal allen Heiligen ms Hertz/wie in den Tod/ ja wie in die Helle. Wie «Mt. finster vnd tunckelists da/von allerley betrübtem anblick deß Zorns Gottes i Also auch wo sie von furcht oder Hoffnung reden/brauchen sie solcher wort/ daß dir kein Maler also kündte die furcht oder Hoffnung abmalen/vndkcin Cicero oder Rcdkündiger also fürbilden. Nd(wie gesagt)ist das das allerbeste/daß sie solche wort gegen Gott vnd Mit Gott reden / welche wort von forchr A. ^machtdaß zwyfelkiger ernstvnd leben in den Worten sind. Denn wo man sonst gegen Menschen md Hoffnung. in solchen fachen rcdct/gehek es nicht so starck von hertzen/brennet/lebt / vnd dringet nicht so fast. Daher kompts auch/daß der Psalter aller Heiligen Büchlin ist/ vnd ein jeglicher/in waserley fachen er Der Psalter-st ei» ist/Psalmcn vnd wort drinnen fin dct/die sieh auffseine fachen reimen/vnd jm so eben sind/als weren sie Awem Buch aller allein vmb seinen willen also gesetzt/daß er sie auch selbe nicht besser setzen noch finden kan/ noch wünd- Men¬ schen mag. Welche denn auch dazu gut ist/daß/wenn einem solche wort gefallen/ vnd sich mit jm reimen/daß prob derMukige». er gewiß wirt/ er sey in der gemeinschafft der Heiligen/ vnd hab allen Heiligen gangen / wie es jm gehet/ weil sic ein Liedlin alle mitjm singen.Sonderlich so er sie auch also kan gegen Gott reden/wie sie gekhan haben/wclchs im glaubengeschehen muß/ Denn einem Gottlosen Menschen schmecken sie nicht. letzt ist im Psalter die sicherheit/vnd ein wolverwaretgeleyt/daß man allen Heiligenone fahr Der pMer lehr-e ^vdrinnen nachfolgen kan. Denn ander Exempcl vnd Legenden von den stummen Heiligen bringen "" fahr dm Heilige» manch werck für/das man nicht kan nachthun. Vielmehr werck aber bringen sie/ die fährlich sind mögeuE "cmpel vnd nachzuthun / vnd gemeiniglich Secten vn d Rotten anrichten /vnd von der gemeinschafft der Heiligen Legenden Bücher führen vnd reissen. Aber der Psalter Helt dich von den Rotten zu der Heiligen gemeinschafft/Denn er lehret dich in freudey/forcht/hoffnung/trauwrigkeit/gleich gesinnet scyn vnd reden/wie alle Heilige gc- finnetvndgeredt haben. Summa/ wiltu die heilige Christliche Kirchen gema let sehen mit lebendiger färbe vnd gestalt / in Der Psalter makee einem kleinen Bildgefasset/so nim den Psalter für dich/so hast« einen feinen/hellen/reinen Spiegel/der ^1^?! dir zeigen wirr was die Christenheit sey. Ja du wirst auch dich selbe drinnen/vnd das rechte Gnotiseau- ton finden/ dazu Gott sclbs / vnd alle Creaturn. /^>^Arumb laßt vns nun auch fürsehen/daß wir Gott dancken für solche vnaußsprechliehe güter/ vnd mit fleiß vnd ern st dieselbigen annemmen/brauchen vnd üben/Gott zu lob vnd ehre/auffdaß ^^vwirnichtmitvnservndanckbarkeitetwas ärgere verdienen. Denn vorhin zur zeitder finsterniß welch ein schätz hettees sollen geacht seyn/wer einen Psalmen hette mögen recht verstehen/vnd im ver¬ ständlichen Teutsch lesen oder hören/vnd habens doch nicht gehabt. Nun aber sind selig die augen/die da sehen/ das wir sehen/vnd ohren/die da hören/ das wir hören. Vndbesorge doch/ja leidersehen wirs/daß vns gehet wie den Juden in der Wüsten / die da sprachen vom Himmelbrot / Vnser Seele eckelt für der geringen speise- Aber wir sollen auch wissen/daß daselbstbey stehet/wie sie geplagt vndgestorben sind/daß vns nicht auch so gehe. Sashelffe vns der Vatter aller Gnaden vnd Barmhcrßigkeit/durch Iesum Christum vtt- sern HERRN/ welchem sey lob vnd danck/ehre vnd preiß/ für diesen Teuk- schcnPsalter/vndfüralleseinevnzelichevnaußsprechliche wolthak in ewigkeit/Amen/ Amen. Der VermölmnZdaß wkr vfts ZV Gottes wort halten /vnd für falscher Lehre häten sollen. Item vnderscheld der frommen vnd Gottlosen. JerKNa/. der nicht wan delt im Naht der gottlosen/ noch tritt auff den weg der sünder / noch sitzt da die Pötter sitzen. (Spötter )^lk es ftweytelnarrhcirhal rm was Gort redet vtrtz thut. v I 8« meine der Gerechten. A »«'LN Denn der HEM kennet denwegder Gercchkcn/Abcr der Gottlosen weg per- wie die sxrmw vom gebet. korm " Sondern hat tust zu Gesetz dcß HER¬ REN/Vnd redet von feinem Gesetz tag vnd nacht. Der ist wieemBaum gepffantzet an den wafferbächen / Der seine frucht brin¬ get zu seiner zett/Vnd seine Vielter ver- welcken nicht / Vnd was er macht das ge- rehtwob ^sBer so sind die Gottlosen nicht / son- ^I^dcrn wie Spreuw/die der wind ver- streuwet. Darumb bleiben die Gottlosen nicht im v Gerichte/ noch die Sünder in der ge- II. ' Weissagung von Christo/daß er Gottes Son/ vnd derhslven sedermsn sn hören / an- nemmen/oderabsr;v grvndt gehen sol. toben dr'e^ Heyden/Vnd die Leute reden so vergebliche Die Könige im Lande lehnen sich auff/ vnd die rahtschlagenmit einander / wider den HERRN vnd seinen Gesalbeten. Lasset vns Meissen jre Bande/Vnd von vns werffen jre Seyle. Aber der im Himel wohnet/lachet jr/ Vnd der HERR spottet jr. § Er wirt einest mit jncn redminseineM zorn/ Vnd mit seinem grün wirdt er sie schrecken. Aber ich hab meinen König eyngesetzt/ Auffmeinen heyligen Berg Zion. (w^Von Zch wil von einer solchen" weise predi- gen/daß der HERR zu mir gesagt hat/ ^»-»^14. Du bist mein Son/ Heut hab ich dich ge- ge«, v o? Au Zeuget. ' Zom""" Heische von mir / so wil ich dir die Hey- Kr. den ^er Gsaltcr. 294 den zum Erbe geben / Vnd der Welt ende zumeygenthumb. Du solt sie mit einem eysernScepter zu schlage / wie töpffen soltu sie zuschmeiffen. So laßt euch nun weisen jr Könige/ Vnd laßt euch züchtigen jr Richter auff Erden. s "Dienet dem HERRN mit furcht/vnd freuwet euch mit zittern. dcrchämg. Küsset t Son / daß er nicht zürne/ dÄcm S?n'l* vud ll- vmbkommet" auffdem Wege/ denn btrth anbrennen / Aber wol DÄm allen die auff jn trauwen. euwcr weise vff III. Em Psalnr Davids/da er flöße für seinem Sen Msolom. Gedett vmb fchutz vnd rettrmg wider die Feürve. LH HERR / Wie ist meiner feinde so vil / vnd setzen sich so viel wider mich. Viel sagen von mei¬ ner Seele / sie hat keine hülffe bey Gott/ Sela. Aber du HERR bist der Schildt für Rhöre mich/wenn ich ruffe / Gott meiner Gerechtigkeyt/ Der du mich tröstest inangst/sey mir gnädig/vnd erhöre meinGebett. Lieben "Herrn/wie lang sol meine "eh-.. ? re geschändet werdcnkWie habt jr das cy- -st /^r swss^ tel so licb/vnd die lügen so germk Sela. Erkennet doch/daß der HERR seine Hcyttgcn wünderlich führet/ Der HERR (Ehre) Da» höret wenn ich in anruffe. -- od"r LeNa Iümetjr/so^ sündiget nicht/Redet mit K?"" cuwcrem hertzG auffeuwerem läger/vnd ^w-ge harret/ Sela. «was z» Opffert gerechtigkeit / Vnd hoffet auff Ephes.4. den HERRN. Seyr stille. Viel sagen/Wie solt vns dieser weisen was gut ist k Aber HERR erhebe vber vns das liecht deines Amlitzs. . f Du erfrewest mein Hertz / ob /ene gleich LMA viel Wein vnd Korn haben. Ich lige/vnd schlaffe gantz mit frieden/ Denn allein duHERR hilffst mir/daß ich sicher wohne, mich/Vnd der mich zu Ehren setzet/vnd mein Haupt auffrichtet. Ich ruffe an mit meiner stim den HER REN/ So erhöret er mich von seinem hey ligmBcrge/Sela. Ich lige vnd schlaffe/ vn erwache/denn der HERR crhelt mich. Ich fürchte mich nicht für viel hundert tausenden / die sich vmbher wider mich le¬ gen. AuffHERR/vnd hilffmir mein Gott/ denn dl! schlegest alle meine Feinde auff den Backen/ vnd zerschmetterst der Gott¬ losen zäne. Beydem HERRN findet man hülffe/ Vnd deinen fegen vber dein Volck/ Sela. « CvormstngH Wie der Ean. tor vkl Priester einen Vcrß orr Epistel Vorstil- get/vir der Chor hinnach stnget «in Responso- ktum/Halclma/ oder Amen. IIII. Ein Psalm Davids/° votzu- singen auffsaitenspiel. (Arbeit vnd tröst daß Gott im leiden erhal¬ ten wölle/wenn wir nur in der Hoffnung festig- lich beharren. Ern Psalm Dauldsvorzuflm gen für das Erbe. Gebe« wider die Aeindever Rirchen/vstfal- fche Lehrer/miteinem tröst/daß vns Gott l» fernem wort leiten vnd erhalten wolle. ERR höre mein wört/Mcrck auch meine rede. Vernim meinschrey- en/mein König vn mein Gott/Denn ich wtl für dir beten. HERR früwoltestu meine stim hören/ frü wtl ich mich zu dir schicken/ vnd drauff mercken. Den du bist uit ein Gott dem Gottloß wesen gefelt/Wer böse ist bleibt nit für dir. Die ruhmrährigen bestehen nit für dei nen augö/ du bist feindt allen vbelthätern. Du bringest die Lügener vmb / Der HERR hat greuwel andenBlutgirigen vnd falschen. Ich aber wil in dein Haust gehen auff deine ^cr Psalcer. deine grosse güte/ Vnd anbeten gegen dei¬ nem heyligen Tempel/ in deiner forcht. «om.z. HERR leyt mich in deiner gerechtigkeit vmb meiner Feinde willen/Richte deinen weg für mir her. c G-wlsses - Denn in jrem munde ist nichts ° gewis- mnwendiges ist hertzeleyd / Ir ra- vnrühige/vnft- chenist ein offensGrab / Mitjren Zungen ?LL?Kheuchlensie. GEgB Schüldige sic Gott/ daß sie fallen von x-edigen. ircm fürnemen / Stosse sie auß vmb irer grossen vbertrettung willen / Den sie sind dir widerspenstig. Laß sich freuwen alle die auff dich trau wen/ewiglich laß sie rühmen/Den du be¬ schirmest sie/ Frölich laß seyn in dir die dei nen Namen lieben. Denn du HERR segnest die gerechten/ Du krönest sie mit gnaden/wie mit einem schtlde. VI. Ein Psalm Damds / vor- zusingen auff acht satten. Gebet daß Sott in schrecken deß Gewlffens vud angst veß rodes/sozu koinen pflegen/wenn man Gottes Zorn Mlet/ wlderum trösten/ vnd ntchrwöllen sincken lassen. L KH H E RR straffe mich nit in deinem Zorn/ WMVWM Vnd züchtige^nich nicht in deinem grim. HERR scy mir genä- Ag / Yen ich bin schwach/ Heile michHERR/den meine gebeine sind erschrocken. Vnd meine seele ist sehr erschrecke/ Ach duHERR/wie lange? Wende dich HERR/vnd errette meine Der HERR höret mein flehen/Mein Gebet niMpt der HERR an. Es müssen alle meine feinde zu schandk werden/ vn sehr erschrecken / Sich zu rück kehren / vnd zuschanden werden plötzlich. VII. Die vnschuld Dautds/davott ' ersangdemHERRN/Von wegen der wort deßMoren/deß Ieminitcn. Gebet wider weltliche anfechtunge / vnd vn- rechtegewalt/mir einem trost/vaß es doch endt» lich vber den Tyrannen müsse avßgehen. Vff dichHERR L trauwe ich/mein Gott/ hilff mir vo allen meinen Verfolgern/vnd errette mich. Daß sie nicht wie Löuwen meine See¬ le erhaschen / vnd zureissen / weil kein Er¬ retter da ist. HERR wein Gott/hab ich solches ge- than / Vnd ist vnrecht in meinen Händen. Hab ich böses vergolten/denen so fried¬ lich mit mir lebten/ Oder die so mir on vr- sach feindt waren/ beschädigt. So verfolge mein feind meine Seele/ vnd ergrclffe sie / vnd trette mein leben zu boden / Vnd lege meine ehre in den staub/ Sela. Stehe auff HERR M deinem zorn/Er- hebe dich vber den grim meiner feinde/ vn hilff mir wider in das Ampt/dasdumir befohlen hast. Daß sich die Leutwiderzudirsamlen/ n Vnd vmb derselben willen kom wider em- bor. Der HERR ist" Richter vber die Leu- .« te/Richte mich HERR nach meiner gerech Seele / Hilffmir vmb deiner güte willen. Denn im Tode gedenckt man dein nit/ wer wil dir in der Helle danckenk Ich bin so müde von seufftzen/ Ich (Schwemme)" schweme mein Bett die gantze nacht/ vn Ich bm ü>. netze mit meinen threnen mein läger. Meine gestalt ist verfalle für trauren/ vnd istalt worden/denn ich allenthalben geängstet werde. rnatth. 7. Weichet von mir alle Vbelthäter/den der HERR höret mein weinen. tigkeyt vndfrömigkeyt. Laß der gottlosen boßheit ein ende wer- den/vnd fordere die gerechten/ denn du ge rechter Gott prüfest hertzen vnd nieren. Mein schild ist bey Gott/ Der de from menhertzenhtlfft. Gott ist ein rechter Richter/Vnd ein Gott der täglich dräuwet. Wil man sich nicht bekehren/sohat er sein schwert gewetzt / vnd seinen bogen ge- spannet/vnd zielet. Vnd nochsemäd/son deritSoltselbs allein regieret vbervns, Mer Wlter. 295 Vnd hat drauffgelegt tödlich geschoß/ Seine Pfeile hat er zugericht zuverderben. Sitze der hat böses im fin/ mit vnglück ist er schwanger/er wirt aber einen fehl ge- beren. Er hat eine gruben gegraben vnd auß- geführt/Vnd ist in die gruben gefallen/die er gemacht hat. Sein vnglück wirdtauff seinen Kopff kommen/Vnd sein fresse! auffseinc scheitel fallen. Ich dancke dem HERRN vmb seiner ge rechtigkeitwillen/vndwtl loben den Na¬ men deß HERRN deß Allerhöchsten. VIII. Lin Psalm Damds/vorzusin- genauffderGithtth. Weissagung vom leiven vnd der herrligkeie Lhrtstl/vnd wie er werd eine Atrch sirmlen von denvnmünvtgen. E RR vnser Herr- scher/wie herrlich ist dein WWWsss Name mallen Landen/da man dir dancket im Him- rvntth «. Auß dem munde der jungenKinder vn feuglinge hastu eine macht zugericht/ vmb deiner Feinde Wille/ dass du vertilgest den Feind vnd den rachgirigen. Denn ich werde sehen dreHimmel/dei- mrfingerwerck/Den Monden vnd die Sterne die du bereitest. Lbre.r, Was ist der Mensch/daß du sein geden ckest/Vnd deß Menschenkind/daß du dich seinamrimpstk Du wirst m lassen ein kleine zeit von ' Gottverlassen seyn/Aber mitchrenvnd schmuck wirstu in krönen. Du wirst in zum Herrn machen vber deiner Hande werck / Alles hastu vnter sei¬ ne süsse gethan. A-n mA» Schafe vnd Ochsen allzumal/Dazu ^mhabeauff auch die wilden Thier. rden» DieVögelvnterdemHimmel/vnd die Fisch im Meer/ vnd was im Meer gehet. HERR vnser tzerrscher/Wie herrlich ist dein Name in allen Landen. Em Psalm Dauids/ Von der schönen iugend/vorzusingen. Dancksagung vml» errertung von de» Ty¬ rannen vnd Gottlosen. CH danck dem HER L R E N von gantzcm Her- tzen/vnd crzcle alle deme Wunder. Ich freuwe mich/vnd bin fröltch in dir/vnd lobe deinen Namen du aller Höhcsier. Daß du meine Feinde hinderlich ge¬ trieben haft / Sie sind gefallen vnd vmb- ksmmenfürdir. Denn du führest meinRecht vnd fache auß/Du sitzest auffdcm Stul/ein rechter Richter. Du schiltest die Heyden/vnd bringest die Gottlosen vmb/Iren Namen vertil¬ gest» immer vnd ewiglich. Die Schwerte deß Feindes haben ein ende/ Die Stätte hastu vmbkchret/Ir ge dechtmß ist vmökommen sampt inen. Der HERR aber bleibt ewiglich/Er hat seinen Stul bereytet zum Gericht. Vnd er wtrdt den Erdboden recht rich¬ ten/ Vnd die Leute regieren rechtschaffen. Vnd der HERR ist deß Armen schütz/ einschutzindernot. Darumb hoffen auff dich/die deinen Namen kennen / Denn du verleffest nicht die dich HERR suchen. Lobet den HERRN / der zu Aon woh- n ntt/ Verkündiget vnter den Leuten sein thun. Denn er gedenckt vnd fragt nach irem Blut/ Er vergiftet nicht deß schreyens der Armen. HERR sey mir genädig/sihean mein elend vnter den Feinden/ Der du mich er¬ hebest auß den thoren deß Todes. Al »ff daß ich crzehle all deinen preist in den thoren der Tochter Aon / daß ich frö- lich sey vber deiner hülffe. Die Heyden sind versuncken inn der Gruben/die sie zugericht hatten /Ir Fuß ist gefangen im Netz / das sie gestellet hat¬ ten. dd Hcr Mlm. a Kcilicer, 60- cen<^o öc no- Lsnäo luper- bircotiübsn- rer, < vxrim«A«Ü2. So erkennet Mail daß der HERR recht schaffet/Der Gottloß ist verstrickt in dem ^-ä^rwne werckfiiner Hände/durchs "wort/Sela, verbi, M) daß die Gottlosen müßten zur Hel ö!7, dr'^io le gekehret werden / Alle Heyden die G'ot- L^-tcsvergeßen. üo veür".^ Denn er Wirt deß Armen Nit so gantz vergessen/Vnd die Hoffnung der elenden wirt nicht verloren seyn ewiglich. HERR stehe auff/daß Menschen nicht vberhand kriegen/Laß alleHeyden für dir gerichtet werden. Gib inen HERR einen Meister/daß die Heyden erkennen/daß sie Menschen sind/Sela. Gebett wider den Anttchrt'st/vnd alle feinde deß Göttlichen worts/vn daß Gott die elenden/ so vmb deß worrs willen verfolgt werden/ rrö, sten wolle. ERR/wamm irrt- testu so ferme? Verbie¬ gest dich zur zeit der not? Weil der Gottlose "v- bermut treibet/muß der elende leiden/Sie hen- qu^r- ^nsich an einander/vnd erdcncken böse °" ' tück. Er zuschlehet vnd drücket nider/ vnd stosset zu boden den Armen mit gewalt. Er spricht in seinem hertzen/ Gott hats vergessen/Er hat sein antlitz verborgen/er Wirts nimmermehr sehen. Stehe auffHERR Gott/erhebe deine Hand/Vergiß deß elenden nicht. Warum sol der Gottlose Gott lästern/ vnd in seinem hertzen sprechemDu fragest nicht darnach? Du sihest^a/ denn du schauwest das elend vnd sanier/ Es stehet in deinen hän- den/die Armen befehlens dir/ Du bist der Waisen Helffer. Arbrtchden arm deß Gottlosen/vnd suche das böse / so wirdt man sein Gottloß wesen nimmer finden. Der HERR ist König immer VN ewig- lich/Die Heyde müssen auß seinem Land vmbkommm. Das verlangen der Elenden hörest» HERR/Ir Hertz ist gewiß daß dein Ohre drauffmercket. Das du Recht schaffest dem Waisen vnd Armen/daß der Mensch nicht mehr trotze auffErde», XI. Er Ein Psalm DauldS/vov zusingcn. Troff/daß Gott die feinde seiner Rirchen stär¬ ken / vnd fein haufflin erretten wolle. LH Lrauw auff den HERREN/wiesagtjr denn zu meiner Seele/ Sie sol fliege wie ein Vo Z) gelauffcuwre Berge? Denn sihe/ die Gottlosen spannen den bogen/vnd legenire pfeyleauffdie sehnen/ damit heymlich zu schiessen die frommen. Den sie reissen den grundt vmb/"Was - solt der gerechte außrichtcn? Der HERR ist in seinem heyligen Tem pel/ Deß HERRN Stul ist im Himmel/ seine.augen sehen drauff/Seine äugcnlie- de prüfen die Menschen Kinder. Der HERR prüfet den Gerechten/ sei¬ ne Seele hasset den Gottlosen/vn die ger- nefreffeln. Denn der Gottlose rühmet sich seines Mutwillens / Vnd der geytzige segnet sich/ vnd lästert den HERRN. Der Gottlose ist so stoltz vn zornig/daß er nach niemand fraget/In allen seinen tücken Helt er Gott für nichts. ÄEMleßts Erfehret fortmitseinem thun immer- dca?Ech gern/ dar/Deme Gerichte sind ferrne vö im/Er stehe vnd fott- handelt trotzig mit allen firnen Feinden, sehe. Er spricht m seinem hertzen/ Ich werde nimmermehr darmder ligen/ Es wirt str vnd für keine not haben. Rom.;. Sein Mund ist voll fluchens / falsches vnd trüge / Seine zung richt mühe vn ar- beytan. Er sitzt vnd lauret in den Höfen/Er er¬ würget die vnschüldigen heymlich / seine äugen halten auff die Armen. Er lauret im verborgen / wie ein Löuw in der höle / Er lauret/ daß er den elenden erhasche/vnd erhaschet in/wen er in in sein netze zeucht. Mer Psalm. 296 Er wirt regnen lassen vber die Gottlo- sen/blitz/feuwer/vnd schwefel/ Vnd wtrdt jnen ein Wetter zu lohn geben. Der HEM ist gerecht/vnd hat gerech- » tigkeyt lieb/Darumb/daß^jr Angesichte schauwen auffdas da recht ist. c 1^5 stansun- rur periecu- rione,ie6ver 4 ieueranrtpe- ^mur^veo' Elll PsaltN Zralrm eg'« gen auffacht falten. luüicism. Gebett für die Gemeine Gottes/wider falsche Lehrer/vnd andereLeinde / daß Gort sei» heilig Evangelium senden/vno dadurch allen irrthum vnd Kammer wölle abwenden. in meiner Secle/vnd mich ängsten in mei- nem Hertze tägliche Wie lange sol sich mein Feind vbcr mich erheben? Schauw doch/vn erhöre mich HERR meinGott/Erleuchte meine "äugen/daß « ich nicht im tode entschlaffe. MM L"da Daß nit mein feind rühme/Er scy mein lw- mächtig worden / vnd nuine Widersacher sich nicht srcuwen daß ich niderlige. Ich hoffe aber drauff/daß du so gnä¬ dig bist/Mem Hertz freuwct sich/ daß du so gerne hilffest. Ich wil dem HERRN singen/ daß er so wolanmirthut. WMM ZlffHERR/dreHey- ligen haben abgenommen/ vnd der Gläubigen ist we- nig vnter den Menschen Kindern. Einer redet mit dem andern vnnütze ding / vnd heucheln / vnd Lehren auß Wei¬ nigem Hertzem Der HERR wolte außrotten alle Heu¬ chelei) /vnd die zunge die da stoltz redet. Die da sagen/Dnser zung sol vberhand haben/vnögebürtzureden/ Wer ist vnser Herr? Weil den die elenden verstöret werden/ vnd die armen seufftzen/wil ich auff/spricht der HERR/Ich wil eine hülffe schaffen/ daß man getrost lehren sol. Die Rede deß HERRN ist lauter / wie durchleuttrt Silber im erdenen Tigel/be- wäretsibenmal. Du HERR wollest sie öewaren/vnd vns behüten für disemGeschlecht ewiglich. Denn es wirdt allenthalben voll Gott¬ losen/ wo solche lose Leute vnter den Men¬ schen herrschen. XIII. EM Psalm Dautds/bor- zusingen. Gebett wider die trauwrigkeit deß Geists/ daß Gott trösten vnd heisse«, wolle. 4 E RR / wie lang wil- tu mein so gar vergessen? wie lang verbirgestu dein Antlitz für mir? Wie lang sol ich sorgen XIIII. Ein Psalm Dauids/vor- zusingen. Trost wider das gemein argerniß/daß der meisthauffargvnd böß/Gott aber werde sie straffen/vnd die frommen erretten. Je" Thore sprechen L U WE Mm lNncmhcrtzc/Eslstkem Gott/lietügcpnichts/vn sind ein greuwel mit jre te/dienachGor wesen/ Da ist keiner der gutöthut. Der HERRschauwetvornHimelauff der Mensche kinder/daß er sehe ob jemand klug sey/vnd nach Gott frage. Aber sie sind alle abgcwichen / vnd alle samt vntüchtig/ da ist keiner der gute thue auch nicht einer. Wil den der Vbelthäter keiner das Mer cke?Die mein volck freffen/daß sie sich neh rcn/Aber den HERRN ruffen sie nicht an. Daselbst b förchten sie sich / Aber Gott v ist bey dem Geschlecht der Gerechten. G^AA?» Ir schändet deß arme raht/ Aber Gott ^-»st ist seine Zuversicht. bauch Ach daß die hülffe auß Aon vberIsra- fahr/ä?."^"' el käme/ vn der H ERR sein gefangen volck erlösete/ So würde Jacob frölich scyn/vn Israel sich frcuwen. XV. EM Psalm Dauids. Vermanung;u Gottseligem wandel / daffGott semen Segen dazu geben wolle, dv I, HW Ter Psalm. z CRR/wer wtrt woh- ncn in deiner Hütti k Wer HMADA wirdt bleiben auff deinem hcyligen Berge? Wer on wandel eynher gehet /vnd recht thut/vnd redet die war- heitvonhertzcn. Wer mit seiner zungen nicht verleumd- det / vnd seinem Nehestcn kein arges thut/ vnd seinen Nchcsten nicht schmähet. Wer die Gottlosen nichts achtet/son¬ dern ehret die Gottförchtigc / Wer seinem Nehesten schweret vnd Helts. Mr sein Gelt nicht auff Wucher gibt/ Vnd nimpt nicht Gcschäncke vber den vn- schüldigen / Wer das thut /der wirdt wol blerben. XVI. Ein gülden Kleinst Dauids. Lvetssaguttg von, Leiden vnd Aufferstehung LH tisti wider die Fäden. L MMM Lware mich Gott/ denn ich trauwe auff dich. Ich habe gesagt zu dem HERRN: Du bist ja der HLRR/Zch muß vmb dei¬ nen willen leiden. Für die Heyligen so auff Erden sind/ vnd für die herrlichen/an denen hab ich all mein gefallen. Aber ienc/ die einem andern nacheylen werden groß hertzleyd haben/ Ich wil -res a Tranckopffers" mit dem Blut nicht opf- fern/noch-ren Namen in meinem mun- bocksblutGott kis Üiilt'ptl versühuen/Icl> . aber >ntt meine L)ek HERR abtt' t'st Mtitt gUt VN MtiN cygcn Bmt. erheltest mein Erbthcyl. ml Das loß ist mir gefallen auff liebliche/ ' cn »och p/Z- lß em schön Erbtherl worden. ^/dicmitwerl Ich lobe den HERRN/der mir gcrah- Zo.Mnkvom tcn hat/Auch züchtigen mich meine Ntc- L'L^rendeß^ 2lctor.r..r. Ich hab den HERRN allezeit für äu¬ gen/ Denn er ist mir zur rechten/ Darum werde ich wol bleiben. f Lbre)Das Darumb freuwet sich mein Hertz / vnd daichMtNt "ehre ist frölich/Auch mein Fleisch ehre vnd preise. Wirt sichet' ligtN. Denn du wirst Meine Seele Nit in der Helle lassen / vnd nicht zugeben /daß dein Heyliger verwese. Du thust mir kund den weg zum leben/ Für dir ist freude die fülle/vnd lieblich we¬ sen zu deiner rechten ewiglich. XVII. Ein Gebett Dauids. Gebett/daß Gott regieren/führen/ vnd vorden Feinden behüten wälle. ERR erhöre diege-^ rechtigkeit / Mcrcke auff mein geschrey/ vernim mein gcbett/das nit auß falschem munde gehet. Sprich du in meiner 5^ sache/Vnd schauw du auffs recht. Du prüfest mein Hertz/vnd besuchests dcß nachts/vnd leuterstmich/vnd findest nichts / Ich habe mir fürgesetzt / daß mein mundmchtsolvbertretten. Ich bcware mich in dem wort deiner Lippen/für Menschen werck/auff dem we ge dcß Mörders. Erhalte meinen gang auff deinen fuß- steigen/daß meine tritt nicht gleiten. Ich ruffe zu dir/daß du Gottwoltest mich erhören/ Neige deine Ohren zu mir/ höre meine rede. Br weise deine wunderliche güte/Du Heyland/ dere die dir vcrtrauwcn/Wider die/so sich wrder deine rechte Hand setzen. Behüte mich wie einen Augapffclim n äuge/ Beschirme mich vnter dem schatten deiner siügel. - Für den Gottlosen/die mich verstören/ für meinen feinden / die vmb vnd vm nach meiner Seelen stehen. Ire ^Fettenhalten zusamen/sie reden « mit-rem Munde stoltz. Wo wkr gehen/so vmbgeben sic vns/Ire Eg-wal«g-». äugen richten sie dahin/daß sie vns zur er¬ den stürtzcn. Gleich wie ein Löwe / der dcß raubs be- gert/wie ein -üger Löw der in der hole sitzt. HERR mache dich auff/vberwäldige-n/ vnd demütige -n/Errette mcineSeele von dem Gottlosen mit deinem schwerdt. Von Aer Psalter. 297 »Samae!. » Sein Gezelt vm jn her war finster/vnd schwache dicke Wolcken/Darinn er ver¬ borgen war. Domglantz für fm trennet cn sich die Wolcken/mit Hagel vnd blitzen. Vnd der HERR donnerte im Himmel/ Vnd der Höhest ließ seinen doner auß mit Hagel vnd blitzen. Er schoß seine stral/vnd zerstreuwet sie/ Er ließ sehr blitzen/ vnd erschrecket sie. mein Burgk/mein Erret- ter/mcin Gott/meinHort/ auffden ichtrauwe. Mein Schtld/vnd Horn meines heyls/ vnd mein schütz. Ich wil den HERRN loben vnd anruf- fen/So werde ich von meinenFeinden er¬ löset. Dennesvmbfiengen mich deß Todes bande/ Vnd die Bache Belial erschreck¬ ten mich. Der Hellen band vmbsiengen mich/vn deß Todes strick vbertVälvigct mich. Wen mir angst ist soruffeichdenHER REN an/vnd schreyzu meinem Gott/So erhöret er meine stim von seinem Tempel/ vnd mein geschrey kommet für in zu seinen Ohren. s^vnd die grundtfeste der Berge rege¬ ren sich / vnd bebeten da er zornig war. Dampff gieng aufs von seiner Nasen/ Vnd verzehrend fcuwer von seinem mun- de/daß es davon blitzet. v Er neigete den Himel/ vnd fuhr herab/ Vnd tunckel war vnter seinen süssen. Vnd er fuhr auffde Merub/vn flog da- Her/Er schwebt auff den fittige deß Winds. erdbode grundt ward auffgedeckt/ HERR von deinem schelten / von dem Athem vnd schnauben deiner Nasen. schicket auß von der höhe/vnd ho- c^let mich / Vnd zoch mich auß grossen Wassern. Er errettet mich von meinen starcken Feinden/Von meinen Hassern/ die mir zu mächtig waren. Die mich vberwäldigeten zur zeit mei¬ nes vnfalls / Vnd der HERR ward meine Zuversicht. Vnd er führet mich auß in den raum/ o Er reiß mich herauß / Denn er hatte tust zu mir. Der HERR thut wol an mir/nach mei ner Gerechtigkeit/ Ervergiltmir nach der reinigkeyt meiner Hände. Dennrchhalte die "Wege deßHER- nicht« außftef- REN / Vnd bin Nicht Gottloß wider mei- AdcÄm 7y Gottes Wort ncr^vrr. blieben/hab drii Denn alle seineRechte habe ich für au- gen/Dnseinegebottwerffeichnitvonmir.' " b'°' Sondern ich bin on wandel für im/Vü hüte mich für fänden. i^uirur. Darumb vergilt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit/ Nach der reinigkeyt meiner Hände für seinen äugen. Bey denHeyligenbistuheylig/vn bey den fromen bistu fromb / Vnd bey den rei¬ nen brstu rein/Vnd bey den verkchreten bi¬ st» verkehrt. Denn du hilffest dem elenden Volek/ vnd die hohen äugen nidrigestu. Den du erleuchtest meine leuchte/ Der HERR mein Gott macht meine finsterniß liecht. (^^Enn mit dir kan ich Kriegßvolck zer schmeissen /Vnd mit meinem Gott vber die Mauwren springen. dd iij Gottes s Von den Leuten ^deiner Hand/HERR/ I-^Eeme von den Leuten dieser Welt/welche jrtheyl Awd komm? z» haben in jrem leben/welchen du den bauch EEchrc- füllest mit deinem schätz/ die da Kinder die V GE?» fülle haben/vn lassen jr vbrigs jren jungen. Mm.rr.Ti- Ich aber wil schauwen dein Antlitz in nc Hand wirdt gerechtigkcit/Ich wil satt werden/wenn mftind? ich' erwache nach deinem Bilde. c (Erwache) K 's K Wmkcr seyu/ X/ I I I imwortvnnd V glauben mcht Em Psalm vorzuflngen Da- uids/deß HERRN Knechts/welcher hat dem HERRN die wort dieses Lieds geredt / zur zeit da jn der HERR errettet hatte von der Hand seiner feinde/vnd von der Hand Saul/vnd sprach: DancksirArng Davids/ daß,'n Gott «raß man- cherlex not vnd fahr errettet har. r. Lrtzltch lieb Hab ich dich/HERR meine ster- er PMer. Gottes Wege sind on wandel/die rede dcß HERRN sind durchleutert/ Er ist ein schild allen die tzn verträumen. Denn wo istein Gott / on der HERR? Oder ein Hort on vnser Gott? Gott rüstet mich mit krafft/ vnd macht meine wegeon wandel. Er macht meine Füsse gleich denHir- schen/Vnd stellet mich auffmeine höhe. Er lehret meine Hand streitcn/vü lehret meinen arm einen ehern Bogen spannen. gibst mir den schild deines heyls/ c^^vnd deine Rechte sterckct mrch/ Vnd wenn du mich demütigest machst» mief- groß. Du machst vnter mir ralnn zu gehen/ daß meine knöchel nicht gleiten. Ich wil meinen feinden nachiagen/vnd sie ergreiffen/vnd nicht vmbkchren biß ich sic vmbbracht habe. Ich wil sie zerschmeiffen/vnd sollen mir nicht widerstehen / sie müssen Mtcr meine süsse fallen. Du kanst mich rüsten mitstercke zum streyt/ Du kanst vnter mich wcrffcn die sich wider mich setzen. Du gibst mir meine feinde in die flucht/ daß ich mcme Hasser verstöre. Sie ruffcn/ Aber da ist kein Hclffer/ Ium HERREN/aber er antwortet-um nicht. Ich wil sie zerstossen wie staub für dem winde/Ich wil sie wegraum en wie den kot auff den Gassen. hilffest mir von dem Zäncklschcn <^ZVolck / vnd machest mir ein Haupt vnter dm Heydcn/Ein Volck das ich nicht kannte dienet mir. Es gehorchet mir mit gehorsame ohrcn/ Ja den frembdenkindern hats wider mich gefchlet. Die srcmbden Kinder verschmachten/ vnd zappeln in iren banden. Der HERR lcbct/vnd gelobet fty mein Hort/Vnd der Gott meinesheyls müsse erhaben werden. Der Gott der mir rache gibt/vnd Zwin get die Völcker vnter mich. Der mich errettet von meinen feinden/ Vnd erhöhet mich auß dene/dic sich wider mich setzcn/Du hilffest mir vö den freffcln. Darumbwil ich dir dancken HERR Rsm-/. vnter den Heyden/Vnd deinem Namen lob singen. Der seincmKönige groß heyl beweiset/ vnd wolthut seinem Gesalbeten/Dauid vnd seinem Samen ewiglich. XIX. Em Psalm Dautd6/vor- zusingcn. welssagung/wie das Euangelmm i'tt aller welrerfchatleu/ vnd frucht bringen werde. die ehre Gottes/Vnd die Feste verkündiget seiner Hände wcrck. Em tag sagte dem am Vern/Vn ein nacht thuts kund der andern. Es ist kein Sprache noch rede da man nicht ire stimme höre. Ire schnür gehet auß in alle Lande/vnd Rsm.ro. jr rede an der Welt cnde/Er hat der Son¬ nen eine Hütten in denselben gemacht. Vnd dreselbige gehet hcrauß/ wie ein Breutgam auß seinerKammer/vnd frcu- wct sich wie ein Held zu lausten den weg. Sie gehet auffair einem ende dcß Him mels/ vnd läufst vmb biß wider an dassel¬ be ende/Vn bleibet nichts für jrcr Hitze ver¬ borgen. Das Gesetz deß HERRN ist on wan¬ del/ vnd erquickt die Seele. Das Icugniß deß HERRN ist gewiß/ n Vnd macht die albern weise. Die befehl dcß HERREN sind richtig/ Vnd crfreuwcn das Hertz. Die Gebott deß HERRN sind lauter/ Vnd erleuchten die äugen. Die forcht deß HERRN ist rein/vnd bleibet cwiglich/DicRechte deß HERRN sind warhafftig / alle sampt gerecht. Sie sind köstlicher denn Gold/vnd viel feines goldcs / Sie sind süsser denn Honig vnd Honigseim. Auch wirdt dein Knecht durch sie crin- nert/vnd wer sic helt/der hat groß lohn. Wer kan mercke/wie offt er fehlettVer- zeihe mir die verborgen fehle. Beware auch deinen knecht für den stol- tzcn/ Mr Wker. 298 tzen/daß sie nicht vber mich Herrschsn/So werde ich on wandel seyn/vnd vnschüldig bleiben grosser miffethat. Laß dir wolgesallen die Rede meines wundes / vnd das gespräch meines hertzen für dir. HERR mein Hort vnd mein Erlöser. L>W ZERR/der König freulvet sich inn deiner M Krafft/Vnd wie sehr frö- N lichist er vber deiner hülf __Oft. Du gibst im seines hertzen wünsch/ Vn wegerst nicht was sein Mund bittet / Se- XX. Em Psalm Dautds/vov zusingen. Gebett für weltliche Gderkeit/daß Gott glück zam Regiment / vnd Sig wider die Feinde / ge¬ ben wolle» k Er H E RR erhöre dich in der not/derNa- me deß Gottes Jacob schütze dich. Er sende dir hülffe vom Heyligthumb/ vnd stercke dich auß Aon.' Er gcdencke alle deines Speißopffers/ vnd dein Brandopffer müsse fett ftyn/ Sela. Er gebe dir was dein Hertz begeret/ vnd erfülle alle deine anschlage. Wir rühmen daß du vns hilffest/ vn im Namen vnsers Gottes werffen wir panir auff/Der HERR geware dich aller deiner bitte. « Nun"merckeich/daß der HERR sei- mufhAen v" nem Gesalbten hilfst/ Vn erhöret in in sei- sSägevUun nem heyligen Himmel/Seine rechte Hand O' sonst k«n hjlfftgewaltiglich. Jene verlassen sich auff Wagen vnd Rossz/Wiraberdenckenan den Namen deß HERRN vnsers Gottes. Sie sind nider geftürtztvnd gefallen/ Wir aber stehen auffgericht. HU HERR/Der König erhöre vns wenn wir ruffen. XXI. Ern Psalm Dautds/vor- zusingen. Gebett vnd Weissrgungwie Christus von den tob¬ ten aufferstehen/ewlg leben/segenen/ vnd allen seinen Feinden obst- gen sol. la. Denn du verschüttest in mit gutem se- gen/Du setzest eine güldene Kron auffsein Haupt. Er bittet dich vmbs leben/So gibstu im langes leben immer vnd ewiglich. Er hat grosse ehre an deiner Hülffe/Dn legest lob vnd schmuck auff in. Den du setzest in zum Segen ewiglich/ Duerfreuwest in mit freuden deines ant- litzs. Denn der König hoffet auff den HER- REN/vnd wirdt durch die güte deß Höhe¬ sten fest bleiben. Deine Hand wirt finden alle deine fein- s de/Deine rechte wirt finde die dich Haffen. Du wirst sie machcn/wie eine Jeuwer- ofcn/wm du dreyn sehe wirst/Der HERR wirt sie verschlingen in seinem Zorn/Feu- wer wirt sie fressen. Ire ftücht wrrstu vmbbringe vom Erd- boden/Vnd iren samen von denMenschen Kindern. Denn sie gedachten dir vbels zu thun/ Vnd machten anschläge/die sie nicht kund- tenaußführen. Denn du wirst sie«zur schuldem ma- » chen / Mit deiner Sehnen wirstu gegen ir är») Ä ste amlitzzielen. HERR erhebe dich in deiner krafft/So de» muffe», wollen wir singen vnd loben deine macht. XXII. Em Psalm Damds/vorzusim gen/von der Hindin / die frü gejagt wirt. Weissagung vom Leiden vnd Anfferstehung Christi/ gebettsweise. Em GOTT/meittä Gott/warumb hast» mich verlassenkIchheule/aber meine hülffe ist ferme. Mein Gott/deß tages dd iiij ruffe Mcr Miter. ruffe ich/so antwortcstu nicht/ Vnd deß nachts schweige ich auch nicht. Aber du bist heylig / der du wohnest vn- cL°bL--.k M dem Är-»'- NN heilige volek VnserVätter Hoffeten auffdlch/vnd da bttmIsr.2/^ siehoffeten/halffcstu jnenauß. Iu dirschryensie/ vnd wurden erret¬ tet / Sie Hoffeten auff dich / vnd wurden nicht zu schänden. Ich aber bin ein wurm vn kein Mensch/ Ein spott der Leme /vnd Verachtung deß Volcks. Alle die mich sehen/ spotten mein / sper¬ ren das maul auff/vnd schütteln den kopff. Er klags dem HERREN / der helffe im auß/vnd errette in/hat er tust zu im. Denn du hast mich auß meiner Mut¬ ter lerbe gezogen/Du wärest meine Zuver¬ sicht da ich noch an meiner Mutter Brü¬ sten war. Auff dich bin ich geworffen auß Mut¬ ter leib/Du bist mein Gott von meiner Mutter leib an. k Sey nicht ferrne von mir / denn angst ist nahe/ denn es ist hie kein Helffer. Grosse Farren haben mich vmbgeben/ Fette Ochsen haben mich vmbringet. Iren Rachen sperren sie anff wider mich/ Wie em brüllender vnd reissender Löuwe. Ich bin außgcschütt wie Wasser / Alle meine gebeine haben sich zertrennet / mein Hertz ist in meinem leibe wie zerschmoltzen Wachs. Meine kräffte sind vertrockent wie eine Scherbe/Vnd meine Zunge klebt an mei¬ nem gaumen/ vn du legest mich in deß To¬ des staub. Denn Hunde haben mich vmbgeben/ Vnd der bösen Rotte hat sich vmb mich ge macht/Sie haben meine Hände vnd süsse durchgraben. Sie külen fr Ich möcht alle meine deine zehlen/ Sie mütli» cur aber schauwcn vnd sehen iren lust an nur. Johan.,s. Sie thcylen meine Kleider vnter sich/ vnd wcrffen das loß vmb mein Gewand. Aber du HERR sey nicht ferrne/ Mei¬ ne stercke eyle mir zu Helffen. Errette meine Seele vom schwert/mei- ne einsame von den Hunden. Hilff mir auß dem rachen deß Löwen/ Vnd errette mich von den Einhörnern. Ot§h wil deinen Namen predigen mei AZAncn Brüdern/Ich wil dich in der ge- nmm rühmen. Rühmet den HERRN die st /n förch- o tet/Es ehre in aller Same Iacob/vnd für jm scheuwe sich aller Same Ismet. Denn er hat nit veracht noch verschma hct das elend deß Armen / vnd sein antlitz für jm nicht verborgen/Dnd da er zu/m schrey/höret ers. Dich wil ich preisen in der grossen Ge- meine/Ich wil meine Gelübde bezalen für denen die in fürchten. Die elende sollen effen/daß sie satt wer¬ den/Vnd die nach dem HERRN fragen werden in preisen/Euwer Hertz sol ewiglich leben. Es werde gedacht alter Welt ende/daß sie sich zum HERRN bekehren/ Vn für jm anbetcn alle Geschlechte per Heyden. Denn der HERR hat em Reich/Vnd er herrschet vnter den Heyden. Alle b Fetten auff Erden werden essen 5 vnd anbetcn / Für im werden knie beugen siL d, "An alle die im staub tigen/ vnd die so kümmer- lieh leben. gen/ sind die ar- Er wirt einen samen haben der im die- gm ^E net / Vom HERRN wirdt man verkündi- be» !"odtt-um gen zu Kindskind. b-rctt sind. Gre werden komen vnd ferne Gerech- Christnm«nbe- ttgkeyt predigen/DenrDolck das geborn wirdt/daß ers thut. XXIII. E'.nPsalmDauidS. Trost/wle Gott die seinen spelsen/rrösien/re- gleren/schützen/ vnd snen nilerley Segen geben wolle. Lr HERR ist mein ä Hirte/Mr wirdt nichts mangeln. KLr Er wcydct mich auff' einer grünen Auwen/ vnd führet mich zum fri¬ schen Wasser. Er erquicket meine seele / er führet mich auff rechter straffen / vmb seines Namens willen. Vnd Mcr Psalm. 299 Vnd ob ich schon wandert im finstern thal/förchte ich kein vnglück/Dcnn du bist bcy mir/ dein stecken vno stab trösten mich. Du bereitest für mir einen Tisch gegen meine Feinde/ Du salbest mein Haupt mit öl/vnd fchenckest mir voll eyn. Gutes vnd barmhertzigkcit werden mir folgen mein lebenlang / M werde bleiben im Hause deß HERRN immerdar. XXIIII. Eni Psalm Davids. Weissagung vom Reich Lhrrstl m der gan- yen Welt/daß alle Gottseltge leben/vnd den HERRPk Lhttstum annemmen solle». Je Erde rst deß HER REN/ vnd was drinnen ist/ Der Erdboden/ vnd wasdrauffwohnet. Denn er hat in an die Meere gegründct/vnd an den wassern be- reytct. Wer wirt auff deß HERRN Berg ge¬ hen? Vnd wer wirdt stehen an seiner heyli- gcnstttte? Der vuschüldige Hande hat/vnd reines hertzen ist/ der nicht lust hat zu loser Lehre/ vnd schwerer nicht fälschlich. Der wirdt den Segen vom HERRN cmpfahcn / vn gerechtigkett von dem Gott seines heyls. Das ist das Geschlecht/dasnach im fra ,Amlch^as get/dz da sucht dein a antlitz Zacob/ Sela. lst/Gottes ant. Machet die Thore weit / vnd die thüre in der Welt hoch/daß der König der ehren LLW cynziche. «iergcud. Wer ist derselbige König der ehren? Es ist der HERR / starck vnd mächtig/Der HERR mächtig im streyt. Machet die thore weit/vnd die thüre in der Welt hoch / daß der König der Ehren eynziche. Wer ist derselbige König der Ehren?Es ist der HERR Abaoth/Eristder König derEhren/Sela. XXV. Ein Psalm Davids. Gebetr/daß Golt regieren/führen/ Sünde vergeb t>en/rrosten vnd retten volle. EMM SichditHERR vep L langet mich. Mein Gott/ich hoffe auff dich / Laß mich nicht zuschanden werden/ daß sich meine Feinde nicht freuwett vber mich. Denn keiner wirt zu schänden der dein harret / Aber zu schänden müssen sie wer- dm/d>:"losm Verächter. „ , HERRzetge mir deine Wege / vnd lehre gr7ss- vnd doch mich deine stege. SNA Lette mich m deiner warheit / vnd lehre mich/Den du bist der Gott/der hilfft/täg- vnd r^thum. ltch harre ich dem. Gedenck HERR an deine barmhertzlg- keyt / vnd an deine güte / die von der Welt her gewesen ist. Gedenck nit der sünde Meiner /ugend/ vnd meiner vbertrettung/ Gedenck aber meiner nach deiner Barmhertzigkeit/vmb deiner güte willen. Der HERR ist gutvndfromb/Dar- umb vnderweiset er die Sünder auff dem Wege. Er leytet den elenden recht / Vnd lehret die elenden seinen weg. Die Wege deß HERRN find eytelgüte vnd warheyt / denen die seinen Bund vnd Jeugntß halten. Vmb deines Namens Willi HERR sey v gnädig meiner miffethat/ die da groß ist. Wer ist der/ der den HERRN förchtetk Er wirt jn vnterweisen den besten weg. Seine Seele wirdt im guten wohnen/ Vnd sein Same wirt das Land besitzen. Das geheimniß deß HERRN ist vnter denen die in förchten/vnd seinen Bund leßt er sie wissen. Meine äugen sehen stats zu dem HER¬ REN/ Denn er wirt meinen fuß auß dem Netze ziehen. Wende dich zu mir/vnd sey mir gnädig/ Denn ich bin einsam vnd elend. Die angst meines hertzen ist groß/Füh- re mich auß meinen nöten. Sihe an meinen /amer vnd elend/ vnd vergib mir alle meine sünde. Sihe/daß meiner Feinde so vil ist/vttd Haffen mich auß freffcl. Beware Mer Psalm. Beware meine Seele/vn errette mich/ Laß mich nicht zu schänden werden / denn tchtrauw auff dich. Geblecht vnd recht das behüte mich/ denn ich harre dein. Gott erlöse Israel auß aller seiner not. XXVI. Em Psalm Damds. Gebett vmb fchuy / vnd dass Gott für «rgerB nlß behüten wolle. E R R schaffe Mir Recht/denn ich bin vn- ^schüldig. Ich hoffe auff den HE^RREN/Darumb werde ich nicht fallen. Prüfe mich HERR/vnd versuche mich/ Leutere meine Nieren vnd mein Hertz. Denn deine güte ist für meinen äugen/ Vnd ich wandel in deiner warhcit. Ich sitze nit bey den eyteln Lcutm/Vnd habe nicht gcmeinschafftmitdcn falschen. Ich Haffe vie versamlung der boßhaff- tigen/Vnd sitze nicht bey den Gottlosen. Ich wasche meine Hände mit vnscbuldt/ Vnd halte mich HERR zu deinem Altar. Da man höret die stim deß danckens/ Vnd da man prediget alle deine Wunder. « HERR ich habe lieb die stette" deines Zv" saml7/g Hauses/Vnd den ort/ da deine Ehre woh- ist/wo Gottes Mmgendt/ RaffemcineSeele nithin mit den sün- §oh!!e?G^ dem/Noch mein Leben mitdenblutdür- ^)ar»mb preis- set er so frölich wnb dcs wor!s Welche mit bösen tücken vmbgchen/vn wmew Gemmen gern geschäncke. pffrim..», Ah ghcx wandele vnschüldig / Erlöse mich/ vnd sey mir gnädig. Mein fuß geht richtig / Ich Wil dich lo¬ ben HERR in den versamlungcm XXVII. Ern Psalm DamdS. Gebett/daß Gore lerten/fchützen/bex fernem wort erhalten/vnv vorvenLelnvenbewa- re» wölke. Er HERR ist mein L Licchtvnmcinhcyl/füc wem solt ich mich förch- MMREHW tenkDer HERR ist mci nes Lebens Krafft/für wem solt mir grauwenk Darumb so die bösen / meine Wider¬ sacher vnd Feinde / an mich wollen / mein ficischzufreffcn/müffensieanlauffenvnd fallen. Wenn sich schon ein Heer wider mich legt/so förchtct sich dennoch mein Hertz nit/ Wenn sich krieg wider mich erhebt/ so ver¬ lasse ich mich auffjn. Eins bitte ich vom HERRN / das hctte ich gerne / daß ich im Hause deß HERRN bleibe möge mein lebenlang/Iu schäumen die schöne Gottesdienst deß HERRN/vnd seinen Tempelzu besuchen. Den er deckt mich in seiner Hütten zur bösen zeit/Er verbieget mich heymlich in fernem Gezelt/ Vnd erhöhet mich auffcim Felsen. Vnd wirdt nun erhöhen mein Haupt vber meine Feinde die vmb mich sind/ So wil ich in seiner Hütten Lob opffern / Ich s Wil singen vnd lobsagen dem HERRN. HERR höre meine stim wenn ich ruffe/ Sey mir gnädig/vnd erhöre mich. Mein Hertz Helt dir für dein wort / Ir solt mein antlitz suchen/Darumb suche ich auch HERR dein antlitz. Verbirge dein antlitz nicht für mir/vnd verstosse nit im Zorn deinen Knecht/den du bist meine hülffe / Laß mich nicht /vnd thu nicht von mir die Hand ab/Gott mein Herl. Denn mein Vatter vnd meine Mutter verlassen mich/Aber der HERRnimmet mich auff. HERR weise mir deinen weg/vnd leyte Mich auffrichtigcr ban/vmb meiner Fein¬ de willen. Gib mich nit in den willen meiner fein¬ de/Denn cs stehen falsche Jengen wider mich /vnd thun mir vnrecht on schcuw. Ich glaube aber doch/daß ich sehen wen¬ de das gut deß HERRN im Lande der' Le bendigen. basist/ den es Harre deß HERRN/Sey getrost vnd vnverzagt/vnd harre deß HERRN. Ein Die sttm deß HERRN gehetauff den wassern/ der Gott der ehren donnert / der H ERR auffgroffen Wassern. Die sttm deß HERRN geht mit macht/ die stim deß HERRN gehet herrlich. Die stim deß HERRN zubricht die Ke, dern/ Der HERR zubrtcht die Kedern im Libanon. Vnd macht sie" lecken wie ein Kalb/ « Libanon vnd Sirion/wie ein junges Ein, hyxtt, gen/hüpfft». ' DiesttmdeßHERRNHauwetwiefeu- wcrflammen. Die stim deß HERRN erreget die Wü sten / Die stim deß HERREN erreget die Wüsten Kades. Die stim deß HERRN erreget die Hin- den/vnd entblößet die Wälde/Vnd in sei- ncmTempel wirt jm jederman ehre sagen. Der HERR sitzt eine Sindflutanzu- richtcn /Vnd der HERR bleibt ein König inewigkeyt. Der HERR wirdt seinem Volckkrafft geben / Der HERR wirdt sein Volck sege- ncn "mit friden. ist/ daß ,m wol gehen wirt. XXVIII. Ein Psalm Davids. Gebett wider die Feinde der Rirchen / vnd ein trost/vaß Gott sein HLufflin erhalten wZlle. Enn ich ruffe zu dir W H E RR mein Hort / so M schweige mir nicht / Auff WK daß nit / wo du schweigest/ ich gleich werde denen die in die Helle fahren. Höre die stimme meines flehens/wenn ich zu dir schreye/wenn ich meine Hände auffhebe zu deinem heyligen Khor. Zeuch mich nicht hin vntcr den Gottlo- sen/vn vnter den vbclthätern/die freundt- lich reden mit jremNchesten/vnd haben böses im hertzen. Gib jnen nach jrer that/ vnd nach jrem bösen wesen / Gtbjni nach den wercke jrer Hände/ vergilt jnö was sic verdienet habö. Denn sie wollen nicht achten auff das thun deß HERRN/ noch auff die wcrck sei ner Hände/Darum wirt er sie zerbrechen/ vnd nicht bauwen. Gelobet sey der HERR/Den er hat er¬ höret die stim meines stehens. Der HERR ist meine stercke/vnd mein schtld/auffjn hoffet mein Hertz/ vnd mir ist geholffcn / Vnd mein Hertz ist frölich / vnd ich wtl jm dancken mit meinem Lied. Der HERR ist jre stercke/Er ist die ster- cke die seinem Gesalbeten hilfft. Hilffdeinem volck/vnd segcne dein Er- be/vnd weyde sie/vnd erhöhe sie ewiglich. XXIX. Em Psalm Davids. Weissagung/wle Lhrlstns durch seru Euan- gekum in der Welt regieren / alles was ,m wi-s verstrebt/zerbrechen /vnd die selige Sindflue derTauffe anrichten werde. Ringet Her de HER¬ REN jr gewaltigen/Brin U get hcr dem HERRN ehre Mvndstercke. Bringet her dem HER REN ehre seines Namens/betet an den HERRN in heyligem schmuck. Ein Psalm zu singen von der Eynwcihung deß Hauses Davids. Dancksagung/daß Gattin leibs not vnkranck- Herr geholffen/vnd das leben erhalten. MFW KY preise dichHLRR WMDU denn du hast mich crhö. ^^^D hct/Vnd lessest meine K M WA Feinde sich nicht vber mich sieuwcn. HERR mein Gott/ da ich schrey zu dir/ machtest» mich gcsundt. ^seme hest.s HERR du hast meine Seele auß der NAsch Helle gcführet/Du hast mich lebend be- '-"stycinGott halten/da die in die Helle fuhren. 2 ^8 Zr Heyligm lobsingctdcm HMW MZL danckct vnd prcyftt" seine hcyligkcit. Denn sein zorn wäret ein augenblick/ Ml-8. Gum Vnd er hat "tust zum leben/Den abend lang wäret das weinen/aber deß morgens (§»/) Es O die freudc. s«" "»st »»cht/ Ich aber sprach/da mirs wolgieng:Ich 7..'?7"N-r werde nimmermehr dawider ligen. Denn Mer Psalm. Denn HERR durch deinwolgefallen hastu meinen Berg starck gemacht / Aber da du dein antlitzverbargcft/crschrack ich. Ich wilHERR ruffen zu dir/dem HER REN Wil ich flehen. Was ist nütze an meinem Blut / wenn ich tod bin ? Wirt dir auch der staub dan¬ kten/ vnd deine treuwe verkündigen? HERR höre vn sey mir gnädig/HERR seymein Helffer. Du hast mir meine klage verwandelt in einen reygen/ du hast meinen sack auß- gezogen/vnd mich mit freuden gegürtet. (Lhre)Mei, Auffdaß dir lobsinge meine c ehre/vnd rZLtth Nicht still werde/HERR mein Gott ich Wil N»» dirdanckeninewigkeit. XXXI. Em Psalm Damds / vor- zusmgcn. Gebert/ daß Gort wider die Sünde trösten/ vnd den Feinden der Rtrchen wehren wälle. L bMEr E RR / Auff dich trauw ich/laß mich nim- mehr zu schänden werden / Errette mich durch deine Gcrcchtig- Neige deine Ohren zu mir/eylend hilff mir/ sey mir ein starcker Fclß vnd eine Burgk/daß du mir helffest. Denn du bist mein Felß vnd meine Burgk/Vnd vmb deines Namens willen woltcfm mich leyten vnd führen. Du woltest mich auß dem Netze ziehen das sie mir gestellet haben/Denn du bist meine stcrcke. Zn deine Hände befehl ich Mein? Geist/ Lrr- rz. Du haft mich erlöset HERR du treuwer Gott. Ich Haffe die da halten auff lose Lehre/ Ich hoffe aber auffden HERRN. Ich freuwe mich/vnd bin frölichvber deiner güte/daß du mein elend ansihest/ vnd erkennest meine Seele in der not. Vnd vbergtbst mich nicht in die Hande deß Feindes/Du stellest meine süsse auff weiten raum. v HERR scy mir gnädig/Denn mir ist angst/ Mine gestalt ist verfallen für trau ren / dazu meine Seele vnd mein Bauch. Den mein leben hat abgcnommcn für trübniß / vnd meine zeit für seufftzen/met- ne krafft ist verfallt für meiner miffethat/ vnd meine gcbeine sind verschmacht. Es gehet mir so vbcl/daß ich bin eine grosse schwach worden meinen Nachbau- ren/vnd eine schcuw meinen verwandten/ Die mich sehen auff derGaffen fliehen für mir. Mein ist vergessen im hertzen/ wie eins todtcn/Zch bin worden wie ein zerbrochen Gefäß. Denn vil schelten mich vbel/daß jeder- man sich für mir scheuwet/sierahtschla- genmit einander vbcr mich/vnd drucken mir das leben Zu nemmen. Zch aber HERR hoffe auff dich/ Vnd sprech: Du bist mein Gott. Meine zeit stehet in deinen Händen/Er- rette mich von der Hand meiner Feinde/ vnd von denen die mich verfolgen. Laß leuchten dein Antlitz vber deinen Knecht/hilff mir durch deine güte. HERRlaßmichnichtzuschandenwer- e den/denn ich ruffe dich an. Die Gottlosen müssen zu schände vnd geschwelgt werden in der Helle. Verstumm müssen falsche mauler/ die da reden wider den gerechten/steiff/ stoltz/ vnd Höhnisch. Wie groß ist deine güte / die du verbor¬ gen hast/denen/die dich förchten/ vn erzei- gests denen/die für den Leuten auff dich trauwen. Du verbiegest sie heimlich bey dir für jedermans trotz/Du verdeckest sie in der Hütten/für den zänckischen Zungen. Gelobet sey der HERR/daß er hat eine wunderliche güte mir beweyset/ tn einer "festen Statt. - Denn ich sprach in meinem zagen: Ich bin von deinen äuge verstossen/ Dennoch hörtest« meines flehens stim / da ich zu dir schrey. Liebet den HERRN alle seine Hcylige/ die gläubigen behüt der HERR / vnd ver¬ gilt reichlich dem/der Hochmut übet. Seyt getrost vnd vnverzagt/ alle die jr deß HERRN harret. Ein k Rom.4' XXXIII. Dancksügung für allerlex Gegen vnd Ge- nad/fo Gokt/ruffErven;n vnserm z-ltlrchen le¬ den glbr. XXXII. Em vnterwkisttng DamdS. Line lehr von vergebüngderSänden daß wtr vnlere sundhnffre nnrur vnv mrssethnt er-- kennen/Gott vmb gnad brtten / vnd Vergebung durch Lhnstum hoffen sollen. Oldem/dcmdtcvber- trettung vergeben srnd/dem die Sünde bedecket ist. Wol dem Menschen/ dem der HERR die misse-- that nicht zurcchnet / in dcß geist kein falsch ist. (Verl-Hw-,- Denn da ichb wolt a verschweigen/ ver- schmachten meine gebcinc durch mein täg- wolt bekennen/ iich heulen. Mtt Mt?w»e/ Denn deine Hand war tag vnd nacht wG.^?n?Ü- schwer auffmir/daß mein fasst vertrockne- be' bißichsmu- xg jzfr Sommer dürre Wirt/Sela. attcinaüffGst Darumb bekenne ich dir meine süttde/ cesBt- trnu- ^tz^rhele meine miffethat nit/ Ich sprach: Ich wi! dem HERRN meine vbertrekttmg bekcnnen/da vergabst du mir die misstthat meiner Sünde/Sela. Dafür werden dich alle Heyligen bit¬ ten zur rechten zeit / Darumb wenn grosse Wafferfiüt kommen / werden sie nicht an Vieselbigen gelangen. Du bist mein schirm/du woltest mich für angst behüte/daß ich errettet gantz frö- tich rühmen kündte/Sela. Ich wil dich vntcrweisen/vnd dir den weg zeigen/den Lu wandeln soll/Ich ml dich mit meinen äugen leyten. Scyt nicht wie Rossz vnd Mäuler/ die nicht verständig sind / welchen man zäum vnd gebissz muß ins Maul legen/ wenn sie Nicht zu dir wollen. Der Gottlose hat viel plage/wer aber auffden HERRN hoffet/ den wirt die güte vmbfahen. Frcuwct euch deß HERRN / vndscyt frölich jr gerechten / vn rühmet all jr from¬ men. HERRN jr Gerechten/ die Frommen sollen jn schon preisen. GtWSEM DancketdemHERRN mitHarpffcn/vnd lobsinget jm auff dem Psalter von zehen Saiten. Singet jm ein ncwcs Lied/Machts gut auff Saitensptelen mit schalle. Denn dcß HERRN wort istwarhaff- tig/Vnd was er zusagct/das Helt er gewiss. Er liebet gerechtigkeit vnd gcricht/die Erde ist voll der güte dess HERRN. Der Himmel ist durchs wort deßHER- Senes.».,. REN gemacht/vnd all sein Heer durch den Geist seines Mundes. Er Helt das Wasser im Meer zusamen wie in einem Schlauch/vnd legt die tieffcn ins verborgen. Alle Welt förchte den HERRN/ vnd für jm schcuwe sich alles was auffdem Erdbo¬ den wohnet. Denn so er spricht/ so geschichts/ So er gebeut/sostehetsda. Der HERR macht zu nicht der Hey¬ den Raht/Vnd wendet die gcdanckendcr Völckcr. Aber der Raht dcß HERREN bleibet 8 ewiglich/seines hertzengedanckcn für vnd für. Wol dem Dolck / deß der HERR ein Gottist/DasVolck/daser zum Erbe er- wehlethat. Der HERR schauwet vom Himel/vnd sihet aller Menschen Kinder. Don seinem festen Thron sihet er auff alle die auff Erden wohnen. Er" lcncket jnen alle das Hertz / Er mer- cket auff alle jre werck. d-n-k- /da-iev. Eim Könige hilfft nicht seine grosse L^e^ macht/Ein Riese wirt nicht errettet durch seine grosse krafft. Rosse Helffen auch nicht/vnd jre grosse stärcke errettet nicht. Sihe/deß HERRN Auge sihet auffdie so jn förchten/die auff seine güte hoffen. Daß er jre Seele errette vom Tode/^m-^n. vnd ernehre sic in der theuwrunge. Vnftr Seele harret auffden H ERRN/ er ist vnscr hülffe vnd schilt. e e Denn Acr Miter. LH Wil den HED REN loben allezctt/scm lob sol immerdar in mci- mm munde seyn. Meine Seele sol sich rühmen deß HERRN/daß die elenden hü- rcn/vndsichfrcuwen. Preiset nrit mir den HERREN/Vnd laßt vns mit einander seinen Namen er- Gebettwioer dieFeinde Christi vnd seiner Airchcn/vaß ,nen Gott wehren wolle. ERR Hadere mit K meinen Haderern/streite der meine bestrettcr. Ergrciffe den Schilt U vnd Waffen / vnd mache dichauffmirzn hclffen. Zücke den spieß/vnd schütze mich wider meine Verfolger, Sprich zu meiner Seele. Ich bin deine hülffe. Es müssen sich schämen vnd gehöhnet werdcn/dic nach meiner seelcn stehen/Es müssen zu rück kehren vnd zu schänden wer den/dre mir vbcl Wüllen. Sie nrüssen werde wie spreuw für dem Winde/vnd der Engel deß HERRN stosse sie weg. Zr weg müsse finster vn schlipfferig wcr 8 de/vn der Engel deß HERRN verfolge sie. Denn sie haben mir on vrsach gestellet /re Netze zu verderben/ vn haben on vrsach meiner Seelen gruben zugcricht. Er müsse unversehens verfallen wer- dcn/vn sein Netz/das er gestellet hat/müsse in sahen / vnd müsse drinnen Überfällen werden. Die Augen deß HERRN sehen auffdie Gerechten/vn seine ehren auff jr schrcyen. Das Antlitz aber deß HERRN stehet m-h!7o! vber die so böses thun/ daß er /r gedächtniß außrotte von der Erden. Wen die (Gerechten) schrcyen / so höret der HERR/ vn errettet sie auß all /rer not. Der HERR ist nahe bey denen / die zu- brochensHertzcns sind/Vnd hilfft denen/ die zurschlagcne gemüt haben. Der Gerecht muß viel lciden/Aber der HERR hilfft /m auß dem allen. Er bewaret /malle seine gebcine/daß AU.."' der nicht eines zubrochen wirt. Den Gottlosen wirdt das vnglück töd- ten/vn die den Gerechten Haffen werden , schuld haben. LLL Der HERR erlöset die Seele seiner Knechte/vnd alle die auff /n träumen wer¬ den keine schuld haben. XXXV. Da ich den HERRN sucht/antwortet er mir/Vno errettet mich auß aller meiner forcbt. « Welche jn anschen vn" anlauffen / dere BchM angesicht wirt nicht zu schändet!, a'"-ch Da discr elender rieff/höret der HERR/ s^vtrd» Bud halff/m auß allen seinen noten. -" Der Engel deß HERREN lägert sich > vmbdieher/sojn fürchten/vnd hrlfft/nen /, . siicsseu nut /»«.st i-a iffcu vn stür -nm ^>cn» er Schmecket vnd sehet / wie freundtlich der HERRist/Wol dem/der auff /N trau- fc/vuo polderc/ unk bereu onai> Me». ... Fürchtet den HERREN /r seine Heili- 4 )rrg 6.' gcn / Denn die jn fürchten haben kernen Elm.;;;?. MUNgel. Drc Reichen müssen darben vnd hun- gern/Aber die den HERRN suchen/haben keinen mangel an irgend einem gut. n Kommet her Kmdcr/Horct mir zu / Ich »pee.;. ^uch hje forcht deß HERRN lehren. Wer ist/der gut leben begert t Vnd gcr- negutetaghcttck Dz >st. Fleuch Behüte deine Junge für bösem / vnd ! deine Lippen/daß sie nicht falsch reden. Mekch. Laß vom bösen / vnd thuguts / Suche friede/vnd/age/mnach. Dcnnvnserhcrh freuwet sichsein / vnd Wir trauwcn auff seinen heiligen Namen. Deine güte/HERR/ sey vber vns / wie wir auffdich hoffen. XXXIIII. Ein Psalm Dautds/da er sein ge- Samnrk. r,. bcrde verstellet für Abimelech /der Mvon sich treib/vnd er weg gicng. ldancks-gtmg für Geistliche flaben/daß Gott dir seine erhört/hllfft/tröst vnd schützt/»n allere le^ nören. Aber Mr Walter. Abermeine Seele müsse sich freuwen deß HERRN / vnd frölich scyn auff seine hülffe. All meine gebeine müssen sage: H ERR/ wer ist dem gleichen? Der du den elenden errettest vö dcm/dcrjm zu starck ist/ vn den elenden vnd armen von seinen Räubern. Es (retten freffele Augen auff/ die zei¬ hen mich deß ich nicht schuldig bin. Sie thun mir arges vmb gute / mich in c---;-,«») "hcrtzlcid zu bringen. 8rcrliic-a-m ^ch aber/wenn sic kranck warcn/zog ci- lä nen Sack an/Thct mir weh rnit fasten/vn Lff« betet von h-rtzen stäte. M?« M». W hielt mich/alo wen eo mein Freund w- ov vnfrucht vnd Bruder / Ah gicng trauwrig / wie ei¬ ner der leide trcgt vbcr seiner Mutter. c: Sie aber frcuwc sichvbcr seinem scha- (Hmckenve) den/vnd rotten sich/Es rotten sich die b hin ^asist/ditde- ckendewidermich/on meineschuld/sieress- deuachftlntra- st« VNd hvrctt itttht NUff. M d'imc^doch Mit denen die da heucheln vnd spotten vmb deß Bauchs willen/ beissen sie jre zee- ne zusammen vbcr mich. HERR wie lang wiltu Zusehen? Errette doch meine Seele auß ircm getümel / vnd meine einsame von den jungen Löwen. Ich wüdir dancken in der grossen Ge¬ meine/Vnd vnter viel Volckswil ich dich rühlnen. Laß sich nie vbcr mich frcuwcn/ die mir vnbillich feind sind/Noch mtt den äugen spotken/die mich on vrsach hassen. Denn sie trachten schaden zu thun/vnd c suchen falsche fachen wider die" stillen im (StM-n)Die h. Kem fried her- —U.lvv. -e». Vnd sperren jr Maul weit auff wider mich/vnd sprechen: Da da / das sehen wir gerne. HERR du sihests/ schweige nit / HERR sey nicht ferrne von mir. Erwecke dich / vnd wache auff zu mei¬ nem Recht/vn zu meiner sache/mem Gott Vttd HERR. HERR/mein Gott/ richte mich nach deiner gerechtigkcit/daß sie sich vber mich nicht freuwen. den werden/ alle die sich meines vbels freu- wcn/sie müssen mit schänd vnd schäm ge¬ kleidet werden die sich wider mich rühmen. Rühmen vnd freuwen müssen sich / die mir gönnen daß lch recht behalte/ vnd im¬ mer sagen: Der HERR müsse hoch gelobt scyn/der seinem Knecht wol wil. Vnd meine Junge sol reden von deiner Gcrechtigkett/vnd dich täglich preisen. XXXVI. Ltn Psalm DauldS / deß HER- REN Knechts/vorzusingen. Emtroft/Obgleich Vie Welt aller vnrrenw voll/so wälle doch Gott sein Häufflin - welches sm vertrauwet/segenen/trästen vnd schützen. ist ° von grundt x ^^MVUmcincs Hcrtzcn von der ADl NW Gottloscn westn gcspw^ ^A^WW chen/ Daß kein Gottes- sagensor. D-n forcht bcy jnen ist. fthm§als sc>" Sie schmücke sich vnter einander selbs/ h" s daß sie jre böse fachen fördern/ vnd andere d°chim gründe vcrvnglimpffen. ' Alle jre Lehre ist schädlich vnd erlogen/ Sie lassen sich auch nicht wessen/daß sie gutsthetcn. Sondern sie trachten auffjrem Läger nach schaden/vn stehen fest auff dem bösen .VouauM-ö/ weg/vnd scheuwen kein arges. HERR / deine güte reicht so weit der Himmel ist/vnd deine warheit so weit die Wolcken gehen. Deine gerechtigkcit stehet wie die berge Gottco/vnddM Recht wie grosseneffe/ HERR duhilffest bcydeMenschenvn Vieh.' Wie theuwer ist deine güte / Gott / daß Menschen Kinder vnter dem schatten dei¬ ner ßügeltrauwen. Sie werden trunckcn von den reichen gütern deines Hauses / vnd du trenckcst sie mit wollust/als mit einem ström. Denn bcy dir ist die lebendige Duelle/ Vnd in deinem Liecht sehen wir das ^ch^« Liecht. Brcyte deine güte vbcr die/die dich ken¬ nen / vnd deine Gerechtigkeit vbcr die Laß sie nicht sagen in jrem Hertzen/Da/ Frommen. da/das woltcn wir. Laß sie nit sagen: Wir Laß mich nicht von den sioltzenvnter- haben/n verschlungen. wetten werden/vnd die Hand der Gottlo- Sie müssen sich scheinen / vnd zu schan- sm stürtze mich nicht. e e ij Sondern Acr Walter. . Sondern laßsie/die Vöc!thätcr/da¬ selbst fallen/ Daß sie verstossen werden/ vnd nicht bleiben mögen. XXXVII. Em Psalm Damds. ErneLehrwlverdasflemernLrgerniß/dast es bösen Leuten wolgehr/vnd die fromen so vrel Mmmers müssen lervcn. . ^^WM Rzüme dich nicht v- bcr die bösm/ scynicht nci- N-wlL disch ober die vbcichäter. bas erdtrcich be D(N wlt dNSGraß wek- sävüauNs den sie bald abgehauwen/ dnscsPsalms. wie das grüne Kraut werden sie ver- welckcn. Hoffe auff den HERRN/vnd thu guts/ ^edil^)M-t bleibe im Lande / vnd nchre dich" red- Gotc vnd mit f,-.f. Lhrcn/daßdu Habe deine tust am HERRN/der wirdt recht thuft. dir geben was dein Hertz wünschet. Befehl dem HERRN deine Wege / vnd hoffe auff in/Er Wirts wol machen. Vnd wirdt deine Gerechtigkeit herfür bringen/wie das Liecht/Vnd dein Recht wie den Mittag. (Vtt-il-) Har Sey b stille dem HERRN / vnd warte rc/vndtobc n^auffjn/Erzürne dich nicht vber den / dem sein Mutwille glücklich fortgehet. Stehe ab vorn zorn/ vnd laß den grim/ Erzürne dich nicht/daß du auch vdel thust. Denn die bösen werden außgcrottet/ Die aber deß HERREN harren / werden das Land erben. 8 Es ist noch vmb ein kleines / so ist der Gottlose nimmer/ Vnd wenn du nach sei¬ ner siätte sehen wirst/wirt er weg scyn. Aber die Elenden werden das Land er- öen/vnd lusi haben in grossem friede. Der Gottlose dräuwet dem Gerech¬ ten/ vnd beisset seine Jeene zusammen vber in. Aber der HERR lachet sein / denn er si- het/daßseintagkommet. Die Gottlosen ziehen das Schwerdt auß/vnd spannen iren Bogen/ daß sie fäl¬ len den elenden vnd armen/ vnd schlachten die frommen. Aber /r Schwert wirt in jr Hertz gehen/ vnd ir Bogen wirt zubrechen. Das wemge/das ein Gerechter hat/ist besser denn das groß gut vieler Gottlosen. Denn der Gottlosen Arm wirt zubro- chen/Aber der HERR enthelt die Gerech¬ ten. DerHERRkennct die tage der From- men/vnd jr Gut wirt ewiglich bleiben. Sic werden nicht zu schänden in der bö¬ sen zeit / vnd in der theuwrung werden sie gnug haben. Denn die Gottlosen werden vmbkom- men/vnd die Feinde deß HERRN/wenn E sie gleich sind wie eine köstlicheAuwe/wer¬ den sie doch vergehen wie der Rauch ver¬ gehet. Der Gottlose borget vn bezalet nit/ der Gerecht aber ist barmhcrtzig vnd milde. Denn seine gesegneten erben dasLand/ Genes», aber seme verfluchten werde außgcrottet. Von dem HERRN wirt solches Mans gang gcfördcrr/vnd hat lust an seirrt Wege. Fellcter/so wirdt er nicht weggeworf- fen / Denn der HERR erhclt in bcy der Hand. Ichbiniung gewesen/vnd alt worden/ Vnd habe noch nie gesehen den Gerechten verlassen/oder seinen Samen nach Brot gehen. Er ist allezeit barmhcrtzig / vnd leihet geme/vnd sein Same wirdt gesegnet scyn. Laß vom bösen / vnd thn gutes / vnd bleibe immerdar. Denn der HERR hat das Recht lieb/ vnd verleßt seine Heyligm nicht / ewiglich werden sie bcwarct/ Aber der Gottlosen Samen wirt außgcrottet. Die Gerechten erben das Land / vnd bleiben ewiglich drinnen. Der Mundt deß Gerechten redet die wcißheit/vnd seine Junge lehret das recht. Das Gesetz seines Gortes ist in seinem v hertzen/scinc tritt gleiten nicht. Der Gottlose lauret auff den Gerech- ten/vnd gcdenckt in zu tödten. Aber der HERR leßt in nicht in seinen händen/vn verdampt in nicht wenn er vcr- vrtheiltwirt. Harre auff den HERRN/vnd haltfti- ncn weg/so wirt er dich erhöht/daß du das Land erbcst/Du wirsts sehe/daß die Gott¬ losen außgcrottet werden. Ich hab gesehen einen Gottlosen / der war Her Mm. war trotzig/vnd breitet sich auß / vnd gru¬ mt wie ein Lorberbaum. Da man fürüber gieng/ Sihe/ da war er dahin/Ich fraget nach jm/da ward er nirgend fänden. Bleibe fromb/vnd halt dich rccht/denn solchem Wirts zu letzt wol gehen. Die vbertretter aber werden vertilget mit einander / vnd die Gottlosen werden zu letzt außgerottet. Aber der HERR hilfst den Gerechten/ Der ist jre starčke in der not. Vnd der HERR wirdt inen beystehen/ vnd wirdt sie erretten / Er wirt sie von den Gottlosen crretten/vndjnen Helffen / denn sie träumen auff jn. a (Gedechtniß) Gott loben vst sich schäldigen/ das ist recht an Gott vnd sich selbs gedencke. XXXVIII. Em Psalm Damds/zum "gedächtniß. Gebett/daff Gorr wider die fände trösten/vnd wi¬ der die Feinde schützen wölle. ERR/ straffe mich 8 nicht in deinem zorn/ vn UZE züchtige mich Nit in det- ^/ÄMncmgrim. Den deine Pfeile ste¬ cken in mir/vnd deine Hand drücket nuch. Es ist nichts gesundes an meinem Leibe für deinem dreuwen / vnd ist kein friede in meinen Gebeinen für meiner Sünde. Denn meine Sünde gehen vber mein Haupt/wie ein schwere last sind sie mir zu schwer worden. Meine Wunden stincken vn eytern für meiner Thorhett. Ich gehe krumm vnd sehr gebückct / den gantzen tag gehe ich trauwrig. Denn meine Lenden verdorren gantz/ vnd ist nichts gesundes an meinem Lewe. Es ist mit mir gar anderst /vnd bin sehr zustoffen/Ich heule für vnruhe meines Her¬ tzem HERR für dir ist alle mein begird / vnd mein seufftzen ist dir nicht verborgen. » . Mein Hertz bebet/meme krafft hat mich verlaffcn/vnd das" Liecht meiner äugen ist nichtbeymir. Nch /Sonden! Meine lieben vnd freunde stehen gegen sihtt^uwenb" mir/vnd schcuwen meine plage/vnd mcme E. vudsi». wetten ferme. Vnd die mir nach der Seelen stehe/stel- 8 len mir/vnd die mir vbel wöllen/reden wie sie schaden thun wöllen/Vnd gehen mit ei¬ tel listen vmb. Ich aber muß seyn wie ein Tauber/vnd nicht hören/vnd wie ein Stum/der seinen Mund nicht auffthut. Vnd muß seyn wie einer der nicht h§- rct/vn der keine Widerrede in seinem mun- dehat. Aber ich harre HERR auff dich/ Du HERR mein Gottwlrsts erhören. Denn ich dencke/daß sie ja sich nicht v- ber mich freuwen/wcn meinFuß wancket/ würden sie sich hoch rühmen wider mich. Denn ich bin zu leyden gemacht/vnd mein schmertzen ist immer für mir. Denn ich zeige meine missethat an/vnd sorge für meine Sünde. Aber meine Feinde leben/vn sind mäch- tig/Die mich vnbilltch hassen sind groß. Vnd die mir arges thun vmb gutes se¬ tzen sich wider mich / Darumb / daß ich ob dem guten halte, Verlaß mich nicht HERR mein Gott/ scy nicht ferme von mir. Eyle mir bey zustehcn/HERR/meine hülffe. XXXIX. Ein Psalm Damds / vorzusim gen/fürIeduchun. Eme Lestre wider Lrgerniffe, wie linsiben v»d vrerssigsten Psalmen. habe mir fürge- setzt/ich wil mich hüten/ daß ich nicht sündige mit meiner Jungen. Ich wil meinö Mund Daumen/weil ich muß den Gottlosen so fürmirsehen. -chmchem!.^ Ichblnverstumetvnd still/vnd schwel- 2/^7^ ge^der freuden/vn muß mein leid in mich ^towolg-ht. kresten. Derfreiidsn) Mein Hertz ist cntbrant in meinem Lei- lach-Mh. be/vnd wenn ich dran gcdencke / werde ich - cntzündet/Ich rede mit meiner Jungen, Aber HERR" lehre doch mich / daß ein El¬ ende mtt mir haben muß/vnd mein leben ein ziel hat/vnd uh davon muß. ; Nm.^. e e H Srhe/ AcrWltcr. Glhe/meine tage Md einer Hand breyt bey dir/vnd mein Leben ist wie nichts für dir/Wie gar nrchts sind alle Menschen/dte dochso sicher leben/Sela. Sie gehen daher wie ein schämen/vnd machen -nen viel vergeblicher vnruhe/Sie samlen/vnd wissen nit wer es kriegen wirt. NunHERR/weß sol ich mich tröstens Ich hoffe auff dich. Errette mich von aller meiner Sünde/ vnd laß mich nicht den Narren cm spott werden. (Schwe-gen) 2ch wil" schweiget; / vnd meinen mund ft>!fchrm!vnd weht auffthun/Du wirsts wol machen. Nit murren wi- Wende meine plage von mir / denn ich bin verschmacht für der straffe deiner Had. Wenn du einen züchtigest vmb der fän¬ de willen/so wirt seine schöne verzehret wie Psalm.--, von Motten / Ach wie gar nichts sind doch alleMenschen/Sela. Ebreu. mein Gebett HERR/vnd vernim mein schreyen / Vnd schweige nicht vber meinen threnen/Denn ich bin bcyde dein Bilgerim/vnd dein Bürger/wie alle mei¬ ne Vätter. Laß ab von mir / daß ich mich erquicke/ ehe denn ich hinfahre/vnd nit mehr hie sey. EM Psalm Dautds/ vorzusingen. Werssagungwie Christus näch seiner Auff- ttstehung vas Euangekon in die gantze Welt werde lasse» verkündigen / anff daß Gott von vielen gelobr/vn viel >re Hoffnung auff in seyen. Das Jüdenthumb aber vnd dec Mosaisch Got¬ tesdienst so! ein ende haben/vnd allein Gottes Gerechtigkeit gepredlget werden. KH harret deß HER- REN/vnder neiget sich zu mir/ vn höret mein schrcyö. ^ud zoch mich auß der tLNNÄW grausamen Gruben / vnd auß dem schlam/Vnd stellet meine Füsse auffeinen Fekß/ daß ich gewiß tretten kan. Vnd hat mir ein neuw Lied in meinen Mund gcgeben/zu loben vnscrn Gott/dao werden viel sehen/vnd den HERRN fürch¬ ten/vnd auff/n hoffen. Wol dem/der seine Hoffnung setztauff - den HERRN/ vnd sich nicht wendet zu den hoffertigen/vnd die mit lügen vmbgehem HERR mein Gott / groß sind deine wunder/vnd deine gedancken/ die du an vns bcweisest/Dir ist nichts gleich/Ich wil sie verkündigen/ vnd davon sagen/wiewol sie nicht zu zelen sind. Opffer vnd Speißopffcr gefallen dirArea». nicht / Aber die Ohren hast du mir auffge- than/Duwilt weder Brandopffer noch Sündopffer. Da sprach ich: Sihe/ ich kome/im buch istvonmtrgefchrlbcn. Deinen willen/ mein Gott/ chu ich ger¬ ne / Vnd dein Gesetz hab ich in meinem Hertzcn. Ich wil predigen die Gerechtigkeit in n der grossen Gemeine. Schc/Ichwtlmir meinen Mund nit stopffcn lassen/ HERR/ das missest». Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht ' in meinem hcrtzen/ Von deiner warheit vn von deinem Heyl rede ich / Ich verhete dei¬ ne güte vnd treuwe nicht für der grossen Gemeine. Du aber HERR wollest deine Barm- hertzigkeit von mir nicht wenden / Laß dei¬ ne güte vnd treuwe allewege mich behü¬ ten. Denn es hat mich vmbgeben leiden one zal/ Es haben mich meine Sünde ergrif¬ fen/daß ich nicht" sehen kan / Ir ist mehr « denn Har auff meinem Häupt/vndmcin AasaZU Hertz hat mich verlassen. M^fü- Laß dirs gefallen/ HERR/daß du mich errcttest/Eyle HERR mir zu helffen. Schämen müssen sich/vnd zu schänden werden/die mir nach meiner Seelen ste- hen/daß sie die vmbbringcn / Zurück müs¬ sen sie fallen / vnd zu schänden werden / die mirvbels gönnen. Sic müssen in jrerschande erschrecken/ die vber mich schreyen/Da/da. Es müssen sich frenwen vnd frölich seyn alle die nach dir fragen/Vnd die dein Heyl liebenmüsscn sagen allwege/Der HERR . sey hoch gkobt. Denn ich bin arm vnd elend / Der HERR aber sorget für mich/Du bist mein helffer vn erret- ter/meinGottver- zeuch nicht. Ein XI^I. Etn Psalm Damds/ vorzusingcn. Mne verhelssung/wer Lhrtf?» vnd den sei¬ nen gms rhur/V«ß es rerchlrch söl vergolten wer den.Lhrrstys/als elnHäupkvndLürbllv seiner Rirchen/bltr wider seine Leinde/ klagt vber de» Judas / vnd ist also rum rhetl eine Weissagung vom leiden Christi. MOl dem/der sich deß Wl dürfftlgm annimmet/ dm wirdt der HERR erretten U zur bösen zeit. Der HERR wirt in be- waren/vnd beym leben erhalten / Vnd im lassen wol gehen auff Erden/vnd nicht ge¬ ben in seiner Feinde willen. Der HERR wirt in erquicken auff sei¬ nem Siechbette / Du hilffest im von aller seiner Kranckheit. Ich sprach: H ERR sey mir gnädig/hey- le meine Seele/ denn ich hab an dir gesün¬ digt. Meine Feinde reden arges wider mich/ Wenn wirt er sterben/vnd sein Name ver¬ sehene Sie komm daß sie schauwen/ vnd mei¬ nens doch nicht von hertzen sondern suchen etwas/daß sie lästern mögen/gehen hin/ vnd tragens auß. L Alle die mich Haffen/ raunen mit einan¬ der wider mich / vnd denckcn böses vber mich. Sie haben ein Bubenstück vber mich beschlossen/wenn erligt/sol er nicht wider auffstehen. Auch mein Freundt/dem ich mich ver- trauwete/dcr meinBrot aß/tritt mich vn- seine güte/ vnd deß nachts smge ich jm/vnd Mg-g"k ter die Füsse. Du aber HERR sey mir gnädig/ vnd hilffmir auff/so Wil ich sie bczalcn- Dabeymercke ich/daß du gefallen an mir hast/daß mein Feind vber mich nicht jauchtzen wirt. Mich aber erheltestu vmb meiner fröm- keit willen/vnd stellest mich für dein Ange¬ sicht ewiglich. Gelobet sey der HERR / der Gott Is¬ rael/von nun an biß in ewigkeit/Amen/ Amen. XI.H. Etne vMrwetsimg der Kinder Korah/vorzusingen. Gebet/vaß fnGorr;» strner Rrrche vny str¬ nem worte wtderumb bringen / vnv wider dre Lemde/so sich seines vnglücks frevwen/ schützen wolle. Je der Hirsch schreibt W nachftischcm Wasser/So schrcyet meine Seele Gott AU Zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott / nach dem lebendigen Gott/ Wennwerdeichdahinkommen/daß ich" Gottes Angesicht schauwek Mine threne sind meine speise tag vnd nacht/wcil man täglich zu mir sagt: Wo ist w° s-m nun dein Gottk Wenn ich denn deß innen werde/So schütte ich mein Hertz herauß bey mir selbst/ Denn ich wolt gerne hingchen mit dem Haussen/vnd mit chrn wallen zum Hause Gottes/mit ftolockcn vnd dancken vnter dem Haussen die ftyren. Wasbetrübestu dich meine Secle/vnd bistsovmühig in mirk Harre auff Gott/ den ich werde M noch dancken/daß er mir n hilffemit s-inem ° Angesicht. MeinGott/betrübtist meine Seelein Iststm-rkent, mtr/darumb gedencke lch an dreh un ran- «gk-u durchs de am Jordan vnd Hermonim/ auff dem klcinmBcrge. Deine" flut rauschen daher/ daß hie ei- La«^ ne liesse vnd da eine liesse brausen / Alle ner/wNzör- deineWasserwogen vndWellen gehen v- fieusse/als"«" bcrmich. Der HERR hat deß tages verheissen bete zu Gott meines lebens. Ao»ttcA^ Ich sage zu Gott meinem Felß: War- umb hast» mein vergessene Warumb muß Rötl¬ ich so trauwrig gehen/wen mein feind mich syptem ge, drengctk Es lst als ein Mordt in meinen beyrren/ , daß imch meine Feinde schmchen/wenn sie täglich zu mir sage: Wo ist nun dein Gott? -st/cr wui Was betrübest» dich meine seele/vn bist ?a7eu^'ftban- sovnrühiginmirk HarreauffGott/denn ich werde tzn noch dancken/daß er' meines Tondcrn un-h Angesichts hülffe vnd mein Gott ist. e e ich' Gcbelt/ XHII. Gebett/ daß, n Gott wlderumb zu ftrner Brr- chewolte Helffi:». führe mir meine fache wi-- derdasvnheyligeVolck/vn errette mich von den fälscht vnd bösen Leuten. Denn du bist der Gott meiner stärcke/ warumb versiösseftu mich ? Warumb läs- sestu mich so trauwrig gehen/wenn mich mein Feind drcnget? Sende dein Liecht vnd deine Warhcit/ daß sie mich leytcn/vnd bringen zu deinem heiligen Berg/vnd zu deiner Wohnunge. Daß ich hineyn gehe zum Altar Got¬ tes/ zu dem Gott/ der meine freude vnd wonne ist/vnd du Gott aufs der HarpffeU dancke/meinGott. Was betrübest» dich meine Seele/ vnd bist sovnrühigmmir? Harre auff Gott/ den ich werde im noch dancken / dcß er mei- »res Angesichts hülffe/vnd mein Gott / ist. XHIII. Ein vntcrwcisunq derKtnder Korah/vorzusingcn. Gcbettwlderdte Feinde der Rirchen / daff/uen Go« wehren wolle. L Ott/ wtr habcs mtt vnsern ohrk gehöret/vn- ser vättcr habens vns er- zelet was du gcthan hast/ zu ircn Zeiten vor alters. Du hast mit deiner Hand die Heyden vertriebcn/Aber sie hast du eyngcsetzt/Du hast die Völcker verderbet/ aber sie hast du außgcbreitet. Denn ße haben das Land nicht eynge- nommcn durch jr Schwerdt / vnd ir Arm halff inen nicht/ sondern deine rechte / dein arm/vnd das Liecht deines angesichts/ den du hattest wolgcfallcn an jnen. Gott/dubist derselbe mein König/der du Jacob hülffe verheissest. Durch dich wöllen wir vnser feinde zer¬ stossen/ In deinem Namen wöllen wir vn- dertretten die sich wider vns setzen. Denn ich verlasse mich nicht auff mei¬ nen Bogen / vnd mein Schwerdtkan mir nicht helffcn. Sondern du hilffest vns von vnscren Feinden/vnd machest zu schänden die vns hassen. Wtr wöllen täglich rühmen von Gott/ vn deinemNamen dancke ewiglich/Sela. O^Arumb verstössestu vns denn nun/ M>)vnd lässest vns zu schänden werden? Vndzeuchst nicht auß vntcr vnserm Heer? Du lässest vns fliehen für vnserm feind/ daß vns berauben die vns Haffen. Du lässest vns aufffressen wie Schafe/ s vnd zerstreuwest vns vnter die Heyden. Du verkauftest dein VoLck vmb sonst/ vnd nimmest nichts drumb. Du machest vns Zu.r schwach vnsern Nachbauwren/ zum spott vnd hohn denen die vmb vns her flnd. Du machest vns zum beyspicl vnter den Heyden/vnd daß die Völcker das Häupt vber vns schütteln. Täglich ist meine schwach für mir / vnd mein Antlitz ist voller schände. Daß ich die Schänder vn Lästerer hö- ren/vnd die Feinde vndRachgtrigen sehen muß. Diß alles ist vber vns kommen/vnd ha¬ ben doch dem nit vergessen/ noch vntrcuw- lich in deinem Bund gehandelt. Vnser Hertz ist nicht abgcfallcn/Noch vnser gang gewichen von deinem wege. Daß du vns so zurschlagest vntcr den" D^n) Drachen/vnbedeckestvnswitflnsterniß. A/degiMge» Wenn wir deß Namens vnsers Gottes vergessen hetten/vnd vnser Hände auffge- haben zum frcmbdcn Gort. Das möchte Gott wol finden/Nun kcn nct er ja vnsers Hertzcn grün dt. Denn wir werden ja vmb deinen wil- Km.s. len täglich erwürget/vnd sind geachtet wie w«- Schlachtschafe. len)N,ckcvm Erwecke dich HERR / Warumb schläf- L'! festu? Wache auff/vnd verstosse vns nit so gar. Warumb verbirgestu dein Antlitz/ ver¬ gissest vnsers eicndo vnd dränge? Denn vnser Seele ist gcbmget zurEr- dcn/vnser Bauch klebt am Erdboden. Mache dich auff/ hilffvns/Vnd erlöse vns vmb deiner güte willen. Ein XHV. Ein Bmutltedvndvnterwet- sung der Kinder Korah / von dm Rosen/vorzusingen. weiMgung vom Reich Chnsti/vn der Christ, lichen Ricche/vaß sie die vnglLibigeIüdcn fah, renlassen/vnd sich deß trZsten löl/daßdre Hex-- Vewmirhsiiffea herzu komme«. -WWW Ern Hertz lichtet ein feines Lied/Ich wil singen von einem Könige / mein Zunge ist ein Griffel eines guten Schreibers. Du bist der schönest vnter den Menschs kindern/holdselig sind deine lippen/darum segnet dich Gott ewiglich. Gürte dein Schwert an deine feiten du Helt/vnd schmücke dtch schön. Es müffe dir gelingen in deine schmuck/ Zeuch eynhcr der warheit zu gut/vnd die e- lenden bey recht zu behalten ffo wirdt deine rechte Hand Wunder beweisen. Scharpffsind deine pfeile / daß die völ- cker für dir niderfallen/mitten vnter den Feinden deß Königes. Lbre.r. Gott/ dein Stul bleibt Mer vnd ewig/ Das Sceptcr deines Reichs ist ein gerad Sccpter. Du liebest Gerechtigkeit/ vnd hassest Gottloß wesen/Darumb hat dich Gott/ dein Gott/gesalbet mit Freudenöl/mehr denn deine Gesellen. Deine Kleider sind eytel Myrrhen/ A- « locs/vnd "Kczia/wcnduauß den Helffen- vNF n,clk/. bemen Pal lasten daher trittest/ in deiner M-sImstschötim Pracht. en.wuri;cl!-yn helUeM sthMlltk gehttt Vtk Könige vud klc.rcr woi Techtcr/drc Braut stehet zu dcmer Rech- teu/in cittl köstlichenr Golde. H Here Tochter/schauwedrauff/vn neige d-?Äa'tt M beme ohrcn/ vergiß deines volcks/vnd dci- rns. Er nennet ULS VattcrS HNUß. So Wirt der König lust an deiner schö- N b^übmpft! ne haben/ denn er ist dein HERR / vnd solt Statt war. /uanbttM. Auch r^e Die Tochter Ior Wirt mit Geschcnck Wc^w"d/n da seyn/Die reichen im Volck werden für Christum ehre, pjr flchm. On wendig) Deß Königes Tochter ist gantz herrlich FrauwU'^'e!" innwcndig / sie ist mit Güldenstücken ge- slies eitel gold Md seiden ist. tieioek. Man führet sie in gestickten Kleidern zum Könige/ vnd ire Gespielen/ die Jung- frauwen/dicjr nachgchen/führet man zu Pir. Zum canye od« Man führet sie rnit freuden vn Wonne/ vnd gehen in deß Königs Pallast. An statt deiner Vätter wirst du Kinder kriegcn/die wirst du zu Fürsten setzen in al¬ ler Welt. Ich wil deines Namens gedencken von Kind zu Kinds Kind / darumb werden dir dancken die Völckerimmer vnd ewiglich. XHVI. Ein -litd der Kinder Korah/ von der lügend/ vorzusingen. Trost der Christlichen Rieche/ daß sie Gott wider den Teuffel vn alle Leinde wolle schützen/ vnddie Gottlose stäryen. Man sol nurstül/ vn- zweiffelhaffttg vnd vnangftlg sexn/vn Sorr las¬ st u machen Ott ist vnscr zuvm sicht/vnd stärchc/cmc hüls- fein dcn grossen Nöten/ die vns troffen haben. Darumb förchten wir vns nicht/wenn gleich die Welt vmergim- ge/vnd die berge mitten ins Meer süncken. Wenn gleich das Meer wütet vnd wal¬ let/vnd von seinem vngestüm die Berge eynficlen/Sela. Dennoch so! die Statt Gottes fein lu¬ stig bleiben mit jrcn Brünnlm/da die hei¬ ligen Wohnungen deß Höhesten sind. Gott ist bey ir drmncn/darumd wirt sie wol blciben/Gott hilfft u frü. Die Heyden müssen verzagen / vnd die Königreiche fallcn/das Erdtreich muß ver gehen wenn er sich" hören räßt. 5H5re»)Äar Der HERR Zebaoth ist mit vns/der ^K-rdcn, Gott Jacob ist vnser schütz/ Sela. Kommet her/ vnd schauwer die wcrck beßHERRN/der auff Erden solch zerstö- mranrichtet. Der dcn kriegen steuwcrt in aller Welt/ Der Dogen zubricht/Spießzuschlcgt/vn Wägen M!t Feuwer verbrennt. Seyt stille/vnd erkennet / daß ich Gott bin/Icb wil Ehre eynlegen vnter den Hey- den/Ich wil Ehre eynlegen auffErden. Der HERR Zebaoth ist mit vns/ der Gott Jacob »st vnser schutz/Sela. WrPMtcr. Trost der Thristlichen Rirche/ wie ste Gottels« ie;eir gnediglrch erhalren/vnd geschützt habe. Roß ist der HERR VN hoch bcrümet/In der UU statt vnsers Gottes/ auff M seinem heiligen Berge. Der berg Aon ist wie ein klein Zwetglin/ deß sich dz gantze Land tröstet/An der feiten gegen Mitternacht ligt die Statt deß grossen Königs. Gott ist in iren Pallästen bekannt/ daß « erderscbutzsey. Den srhe/" Könige sind versamlet/vnd be>r für dtcscr miteinander sürübergezogen. Achttckm'/L Sie habe sich verwundert/ da sie solchs sahc/sic habc sich cmsetzk/vn sind gcstürtzt. chcn Prediger/ die da rede was stedünckt. b CÄeydeschil« V n) Esmüs- stn Fürste auch Chrtste scyn/so dre genau c wer den schilde auff Erden. XI.VII. Ein Psalm vorzusingen der Kinder Korah. Dancksagung/daß Gott durch sein Euan- gelion vber alles regierr/vnd die Heiden;u sei¬ nem Reich beruffr. Rolockct mit Händen W alle Dölcker/vnd iauchtzet Gott mit frölichem schall. Denn der HERR / der Allerhöhest / ist crschröck- lieh / ein grosser König auff dem gantzerr Erdboden. Er wirt dieVölcker vnter vns zwingen/ vnd die Leute vnter vnsere süsse. Er erwchlet vns zum Erbtheil/die herr- ligkeitIacob/dcn erlrebet/ Sela. Gott fchret auffmtt jauchtzen/Vnd der HERR mit Heller Posaunen. Lobsinget/ Lobsinget Gott / Lobsinget/ Lobsinget vnserm Könige. Denn Gott ist König auffdem gantzm Erdboden/Lobsmgetjm" klüglich. ^ma?!m pre Gott ist König vber die Heyden / Gott LMN7nd- sitzt auff seinem heiligen Stul. le vnd darauff Die Fürsten vnter den Völckern sind hin sch!ey"nd versamlet zu eim Volck dem Gott Abra- d!? wLem wü- Ham/ Denn Gott ist sehr erhöhet Leyden sp:;L7LstttchlldenauffErdcn. XI.VIII. Em Psalmlred der Kruder Atttrn ist sie dasclbstankommen/angst wie einer Gcbererin. Du zubrichst Schiff im Meer durch den Ostwind. Wie wir gehört haben/so sehen wirs an der Statt deßHERRN Abaoth/ander Statt vnscrs Gottes/ Gott erhelt dieselbe genewigllch/Scla. Gott/wir warten deiner güte/Zn dei- ' nem Tempel. Gott/wie dein Namen / so ist auch dein ruhm/btß an der Welt ende/Deine Rech¬ te ist voller gerechtigkeit. Es freuwe sich der Berg Aon / vnd die Töchter Juda scycn frölich / vmb deiner Rechte willen. Machet euch vmb Aon/ vnd vmbfahct sie/AhletireThürne. Leget fleiß an jre Mauren/ vnd erhöhet ire Palläst/auff daß man davon * verkün- verkündige) dige bey den Nachkommen. ^as/st/ Daß dieser Gott sey vnser Gott immer «77^°^ vn ewiglich / Er fürct vns wie die" iugend. worc der gna¬ de /wieDatter vü Mutter cüi Ern Psalmlred der Kinder Ko- rah/vorzusmgm. st-'.'L'A« Ein lehr wider das Lrgerniß/daß es den bösen wolgeher / denn sie müssen doch endtlich sterbe» würge, wie das "vieh/aber die Frommen sollen lebe». Oeret zu alle Völ- cker/ Mercket auff alle die in dieser zeit leben. Beyde gemein Maki vnd Herrn / beyde reich vndarm miteinander. Mein Mund solvon Weißheit reden/ vnd mein Hertz von Verstandt sagen. Wir wöllen einen guten Spruch hö- ren/vnd ein fein geticht auff der Harpffen spielen. Warumb solt ich mich förchten in bösen tagen/wenn mich die miffethat meiner vn- dertrettervmbgibtk Die sich verlassen auff ir Gut/ vnd tro¬ tzen auffiren grossen Reichthumb. Kan doch einBruder niemand erlösen/ noch Gott jemand verführten. Denn es kostet zu viel jre Seele zu erlö¬ sen/ daß ers muß lassen anstchen ewiglich. Oder cIugend)Dz ist/ gnädiglich vn säffr durchs XI.IX. So fahren ste jren Vätkern nach / vnd sehen das Liecht nimmermehr. Kurtz/wennein Mensch in der Wirde ift/vnd hat keinen verstand/so fehret er da¬ von wie ein Meh. Vnser Gott komet vnd schweiget nicht/ Fressend Feüwer gehet für jm her/vn vm b Er ruffet Himel vnd Erden/ daß er sein Volck" richte, Versamlet mir meine Heiligen/ die den Bund mehr achten denn Opffer. fEnä-v/ Vnd die Himmel werden seine Gerech- tod/sündc»/:c. tigkcit vcrkündigen/dcnnGott ist Richter/ Gela. Höre mein Volck/laß mich reden/Isra- el laß mich vnter dirzcugen/Ich Gott/bin dein Gott. Deines Opffers halben straffe ich dich nicht/ sind doch deine Brandopffcr sonst immer für mir. Ich wi! nicht von dcinemHause Farren nemen/noch Böcke auß deinen Ställen. Denn alle Thier im Walde sind mein/ vnd Vieh auff den Bergm/da sie bey tau¬ senden gehen. Ich kenne alles Gevögel auff den Ber- gen/vnd allerlei) Thier auff dem Felde ist für mir. Wo mich hungerte/wolt ich dir nicht da n von sagcn/dm der Erdboden ist mein/ vnd alles was drinnen ist. Memcstu/ daß ich Ochsenfleisch essen wolle / oder Bocksblut rrmckcn k Opfferc Gott danck/vn bezale demHö- s hchm deine' Gelübde. Vnd ruffmich an in der not/So Wil ich dich erretten / so soltu nach prAstn. «mttstfgeberr, §^sBer zum Gottlosen spricht Gott: ^UWas verkündigest du meine Rechte/ vnd mmmest meinen Bundt m deinen Munde So du doch Zucht hassest/ vnd wirffest meine wort hindcr dich. Wenn du einen Diebsihest/so läuffestu mit irn/vü haft gcmeinschasst mit den Ehe¬ brechern. Dein Mau! lessestu böses reden/ vnd deine Junge treibet falschheit. Du sitzest vn redest wwcr deinen Bru- der/deiner Mutter Son verleumdoesm. Das thufi du/vnd ich schweige/da uui- nestu/ich werde ftyn gleich wie du/Aber ich wil dich straffen/vnd wi! dirs vnter äu¬ gen stellen. Mercket doch das / die ff Gottes ver¬ gesset/ EM Psalm Assaph. U)elfsaguttg/wle Gott lern Euangelr'on Flonerscballenvnvdurchvrewelk werde höre» lassen/vnd dastdle Gpffer vnv Ceremomen deß Gesetzes sollen ein end nemmen / vnd Gott sonst loben/dancken vnd anruffen sol. Ott der HERR der mächtig redet / vnd rüffet der Welt von auffgang der Sonnen biß zu ni dergang. Auß Aon bricht an der schöne glantz Gottes. Lang-l-bM Ob er gleich auch' lange lebet / vnd die gute mut/ grübe nicht sihct. d-E mmmer wirt sehen/daß solche Wei- jn her ein groß Wetter. sen doch sterben/ so wol als die Thoren vnd Narren vmbkomen/vnd müssen jr gut an¬ dern lassen. c?«DasPlrHcrtz/daß°m»gr. So fahren sie iren Vätkern nach / vnd gesset/daßich nicht ein mal hinreiffe/vnd sey kein Retter mehr da. Wer danck opffert/der preiset mich/vnd da ist der weg/daß ich jmzeige das Heyl Gottes. lehren/daß sich die sünder zu dir bekehren. Errette mich von den "Blutschulden DasO/vo»- Gott/der du mein Gott vnd Heyland bist/ M» wd7«- daß meine zunge deine gerechtigkcit rüme. HERR chu meine Lippe auff/daß mein fürSot». mund deinen rühm verkündige. Denn du hast nicht Lust zum Opffer/ich wolt dir es sonst wol geben / vnd Vrand- opffer gefallen dir nicht. Die Opffer die Gott gefallen / sind ein geängster Geist/ Ein geängstcs vn zuschla¬ gen Hertz wirst du Gott nicht verachten. Thu wol an Zion nach deiner gnade/ bauwe die Mamvren zu Jerusalem. Denn werden dir geMlen die Opffer der Gerechtigkeit/ die Brandopffer vnd gantzcnOpffer/dennwirdt man Farren auff deinen Altar opffern. Em vnterwetsung Dautds vor- zusingen/da Docg/der Edomiter/kam/ ' «egr». vnd saget Saul an/vn sprach:Da- uidistinAbimelechshauß kommen. Lehr vnd tröst wider die reiche gewaltige Txranne»/so die arme verfolgen / daß wir auff Gottes vrthetl warren/vnd vns ferner rertungs solle» getrosten. U As trotzest du denn/ du Tyrann/daß du kanst " schaden thun e So doch (Schaven) A Gottes güte noch täglich ' test vn schaden Deine Junge trachtet nach schaden/vn schneit mit lügen/wie ein scharpff Scher- meffer. Du redest lieber böses denn gutes/vnd falsch denn rccht/Sela. Du redest gern alles was zu verderben dienet/mit falscher Jungen. Darumb wirdt dich Gott auch ^gantz „ vnd gar zerstören / vnd Zuschlägen/ vn auß xlagm «z-h-cc dcrHüttcnrcissm/vnaußdem Lande der Lebendigen außrotten/Sela. Vnd die Gerechten werdens sehen/ vnd m sich forchten/vnd werden scm lachen. Sthe/das ist der Mann/der Gott nicht für seinen trosi hielt/sondern verließ sich auff seinen grossen Reichthumb / vnd war mächtig schaden zu chun. I^I. Ein Psalm Dautds / vorzustn- gen / da der Prophet Nathan zu im kam/als er war zu BathSa- ba eyngangen. Bekanntnuß der Sünde/wie gar nichts gu¬ tes an dem Menschen/sampt ernstlicher anruf- funge/daß Gott sünde vergeben/ vnd den hetli- gen Geist verleihen wolle. Ott sey mir gnädig nach deiner güte/vn tilge meine Sünd nach deiner M grossen barmhertzigkeit. _, Wäsche mich wol von meiner missethat / vnd reinige mich von meiner Sünde. Denn ich erkenne meine missethat/ vnd meine Sünde ist immer vor mir. «sm.An dir allein hab ich gesündigt / vnd v- belfürdirgöthan. Auff daß du recht behaltest in deinen Worten/vnd rein bleibest wenn du gerich¬ tetwirst. Sche/Zch bin auß sündlichem Samen gezeuget/ vnd meine Mutter hat mich in Sünden empfangen. Sihe/du hast tust zu der warheit die im verborgen ligt/Du testest mich wissen die heimliche wetßheit. « " Entsündige mich mit Zsopen / daß ich NRW rein werde/wäsche mich/daß ich schneweiß mere mich/vnd Wttvorzeicm Laß mich hören freude vnd wonne/daß R-SmttT diegebemefrölichwerdcn/diedtt zcrschla- stpe» bedeutet gen hast. Derbirge dein Antlitz von meinen sün- L den/vnd tilge alle meine missethat. (Gewissen) Schaffe in mir Gott ein rein Hertz/ vnd Aim glaube» gib mir erncn neuwen b gewissen Geist, ouzweiffel vnd Derwirffmich nicht von deinem Ange- NndstchM sichte/vndnim deinen heiligen Geist ntcht >rrcn noch bewc gelaßtvöman VMtiZkzi. gcdan!kc'r/1ch- Tröste mich wider Mit deiner hü!ffe/vn Alsdre der ftcydige Geist enthalte mich. Denn lchwil die vbertretter deine Wege NcrWlccr. ?c>7 Ps«lm,l4, Ich aber werde bleiben / wie ein grüner §lbaum/tm Hause Gottes / Verlasse mich auffGottesgütejmmervnd ewiglich. Ich dancke dir ewiglich/ denn du kansts wol machen/vn wil harren auff deine Na- men/den deine Heilige haben freude dran. Ein vntenvetsung Dauldsv rrn Khor vmb einander vorzusingcn. Trost wider das gcmem argernrß/daßdec meiste thellbäst ist/Gort aber werde vieselbigc straffen/vnd die fromme errerren. JeThorcn sprechen M in jrem hertzen: Es ist kein Gott/ sie tügen nichts/ vn sind ein gremve! worden Am jrem bösen wesen/Da rstkcrnerder gulsehut. Gott schauwet von Himmel auff der Maschen Kinder/ daß er sehe / ob jemand klug sey/der nach Gott frage. «om.Aber sic sind alle abgcfallen / vnd alle sampt vmüchtig/Da ist keiner der gutes thu/auch nicht einer. Wollen denn die Vbelthätcr jnen nicht sagen laffenk Die mein Velck fressen/ daß sic sich nehren / Gott ruffen sie nicht an. Da förchten sie sich aber/ da nicht zu fürchten ist / Den Gott zerstreuwetdiege- Treib?r)Das beinc der" trciber/Du machst sie zu schatt- g- den/denn Gott verschmchct sie. watt bi-Leu-- daß die hülffe auß Iton vber Fra- Machen incyge (s kämc/vnd Gott sein gefangen Volck er- Auptlentt das lösete/So würde sich Jacob freuwen/ vnd Israel frölichftyn. i^mi. -«-g.- -- Emevntmvelsung Dautds/vor- Gott erhöre meiffGebett /Vernim die rede meines Mundes. Denn stoltze setzen sich wider mich/ vnd trotzige stehen nur nach meiner Seele/vnd haben Gott nicht für augen/Sela. Sihe/Gott stehet mir bey/der HERR erhelt meine Seele. Er wirdt die boßheit meinen Feinden bezalen/verstöre sie durch deine treuw. So wil ich dir ein Freudenopffer thun/ vnd deinclnNamen/HERR/dancken/daß erso tröstlich ist. Denn du errettest mich auß aller mei¬ ner not/Daß mein äuge an meinen Fein¬ den lustsihet. l.v. Ein vnkerwetsung Daurds/ vov zusingcnanff Saitcnspiclcn. Gebete Christi wrver seine Leinde/ so das E- vangek'o!» verfolgen/ mit Lügen vnd falscher Lehre vmbZehen. Ott / höre mein Ge- L bett/vn verbiege dich nicht für memem flehen/Merck auffmich/vnd erhöre Mich/ wie ich so kläglichzage vnd heule. Daß der Feind so schreyet/vn derGott- lose so drengct / Denn sie wöllcn mir einen tuck beweisen/ vnd sind mir hcfftig gram. Mein Hertz ängstet sich in meinem leibe/ Vndcßtodes forcht ist auffmich gefallen. Forcht vnd zittern ist mich ankommen/ vnd grauwen hat mich vberfallen. Ich sprach: O hette ich flügcl wie Tau- ben/daß ich flöge/ vnd etwa bliebe. Sihe/so wolt ich mich ferrne wegma- chcn/vnd in der Wüsten bleiben/Sela. Ich wolt eylen / daß ich entrünne / Für dem Sturmwind vnd Wetter. zusingen auffSaitenspielen/da die von Giph kamen / vnd sprachen zu Gaul:Dauid hat sich beyvns verborgt. Gebett/daß Gott wider die vnbrlliche Feind vn Tyrannen kelffen/vnd vor snen schützen wolle. Aff mir Gott durch deinen Namen/vnd schaffe mir Recht durch deine Ge- lvalr. Mache jre Junge meins HERR/vnd laß sie vnkergehen/denn ich sehe fresset vnd hader in der Statt. Solches gehet tag vnd nacht vmb vnd vmb in jrer Mauren / es ist" mühe vnd ar- beit drinnen. arbm M Schaden thun regiert drinnen/Liegen dami- st-'sich vnd rriegcn läßt nicht von jrer Gassen. Aw«-«!" Wenn mich doch mein Feind schendet/ wolt lchs leiden/ vnd wen mich mein Hasser ff bcchtt/ Mr Malm. l^uls Hofgc- st'ftde veyagcr mich ins clcnd/ vnd muß smer in der siuchc le¬ be». Josua rr. psalm.nS. Evre.»;. i.Reg. rr. L)amd mußte/ Hvre eine Tau- Lc/stumm scim/ ist / st,ll schw.igcu/v»d kömg Saul nit verklage vntcr de» Philister». bochct/ wolt ich mich vor jm verbergenk 8 Du aber bist mein Geselle/mcin Pfleger Judas, vnd mein verwandter, Die mir frcundtlichmit einander wa- renvtttervns/Wlr wandelten im Hanse Gottes zu Haussen. Der Tod vbcrcyle sie/vnd müssen le¬ bendig in die Helle fahren / Denn cs ist ey- Lcl boßhcit vntcr ircm Haussen. Waber wil zu Gott ruffcn/Vnd der HEM wirt mir hclffen. Deß abends/ morgens vn mittags/ wil ich klagen vnd heulen / So wirdt er meine siim hören. Er erlöset meine Seele von denen / die an mich wöllen/vnd schafft jr ruhe / Denn frist vielwider mich. Gottwirdthören/vnd sie demütigen/ derallweg bleibt/Sela. Denn sie werden nicht andcrß/vnd förchten Gott nicht. Denn sie legen jre Hände an seine fried- sameri/Vnd entheiligen seinen Bund. IrMund ist Glätter dcnnButter/vnd haben doch Kriegim sin/ Ire wort sind ge¬ linder den öl / vn sind doch blosse Schwer¬ ter. Wn ffdein anligen auff den HERRN/ Matth -. Der wirdt dich versorgen/vndwirdt den Gerechten nicht ewiglich in vnruhe lassen. Mer Gott du wirst sie hinunter stossen in die tieffe Gruben / Die blutgirigcn vnd s falschen werden fr Leben nicht zur helffte KVbTch bringen/Ich aber hoffe auff dich, zuc^rr bcyi rem — — — — ... I^VI. Ein Güldm Klclnot Dnmdö> von verstummen Tauben/vnterden frembden/ Da in die Philister griffen zu Gath. Gcbctt wider die Feinde / vnd sre listige an- schlage sampt einer schönen Lehre/wie man in der not am wort Gottes halten/vnv im glauben nicht wanckensol. MWW Ott scy mir gnädig/ UMHM Dcnn Menschen wollen nllch versenckcn / Täglich streyten sie / vnd ängsten mich. Meine Feinde versenckcn mich täglich/ Denn viel streiten wider mich stöttztglich. Wen ich mich förcht/so hoff ich auffdich. Ich wil Gottes Wort rühmen / Auff Gott wil ich hoffen/vnd mich nicht förch¬ ten/ Was soll mir Fleisch thun? Täglich fechten sie meine Wort an/ alte jre gcdanckcn sind/daß sie mir vbel thun. Sic halten zu Hauff/vnd lauren/vnd haben acht auffmeine Versen/ wie sie mei¬ ne Seele erhaschen. Was sie böses thun/ das ist schon verge- Wa- ffr^m/ ben/Gott stosse solche Leute on alle gnade hinunter. Ictemeine flucht/fassemeineThrenen indeinenSack/onzweiffel"duzelestsie. (vn^-stste) Denn werden sich meine feinde müssen zu rück kehren/Wcnn ich ruffe/so werde ich v»v v-rMst inne/daß du mein Gott bist. Ich wil rühmen Gottes wort/ Ich wil rühmen deß HERRN wort. Auff Gott hoffe ich/vn förcht mich nit/ Was können mir die Menschen thun? Ich habe dir Gott gelobt / daß ich dir danckcnwil. Denn du hast meine Seele vom Tode errettet/meine süsse vom gleiten / Daß ich wandeln mag für Gott im Liecht der Le¬ bendigen. Cin Gülden Klclnot Dauids/ vorzusingcn (daß er nicht vmbkä- ».R-s.» me)da er für Saul flehe indieHöle. Gebe« wider die Feinde daß ine» Gott weh¬ ren wolle damit seine hülffe gerühmt werde. Eymrr gnadlg/Gote sey mir gnädig/Denn auff dich trauwct meine Seele/ vn vntcr dem schatten dei- ner fiügclhabe ich zuflucht/ biß daß das" vnglück fürüber gehe. « Ich rllffc zu Gott dem Allerhöhcsten/ zu Gott / der meines jammers ein ende macht. Er sendet vom Himmel/vnd hilfft mir vsnderschmach mcmes versenckcrs/ Se¬ la. Gott ftndetseine güte vnd treuwe. Ich liqe mit meiner Seelen vnter den Löwen/Die Menschen Kinder sind flam- men/ire Jeene sind Spieß vnd Pfeile/vnd jre Jungen scharpffe Schwerter. Erhebe AerMlm. Zo8 Erhebe dich Gott vber den Himmel/ vn deine ehre vber alle Welt. Sie stellen meinem gange Netze/vnd drücken meine scele nider/sie grabe für mir eine gruben/vnd fallen selbst drcyn/ Sela. Mein Hertz ist bereit Gott/mein Hertz ist - berett/daß ich singe vnd lobe. E / me?n Wach auff meine v Ehre / Wach auff ^rEed'dq Psalter vnd Harpffe/frü Wil ich auffwa- »chGscrmit ihre, chen. HERR / ich Wil dir dancken vnter den Völckcrn / Ich Wil dir lobsingen vnter den Leuten. Denn deine güte ist so weit der Himel ist/Dnd deine warheit so weit die Wolckcn gehen. Erhebe dich Gott vber den Himel/vnd deine Ehre vber alle Welt. schmachtet / Wie ein vnzeitige gebürt eines Weibessehen sie die Sonne nicht. ^Eh euwere Dornen reiss werden am Eh-uw-re) Dornstrauche/wirdt sie ein Zorn so frisch Wegreisen» hmbnnaen/da, Der Gerecht wirt sich freuwen/wenn er solche rache sihet / vnd wirdt seine Füsse G-- baden in dcß Gottlosen Vlut. rechten helffe,». Daß die Leute werden sagen/der Ge- (Bluo^as rechtewtrtsciniagenieffen/Es ist ja noch AK Gott Richter auff Erden. «L x 1° daß/woerein? X. . rropffcn Bluts 4 vnd rache bege» Ein Gülden Klnlwt Düuid^/ (daß er nicht vmbkäme) Da Saul hin sandte/ vnd ließ sein Haust bewa- ' ren/dasersntödtet. Gebett wider die Feinde der Rirchcn / so mit Morde vnd Lüge»» vmbgchen ^VIII. Ein gülden Kletnot DautdS/ vorzusingcn/ daß er nicht vmbkäme. ! Trost/daß Gottden bösen hanffen/sonder. Ilch aber die Wenige / so mir falscher Lehre vmb-- gehen/wölle straffen /vnd plötzlich vmbrmgen/ die frominen aber retten. X UWn Gott wlderumb;u seiner Rrrche vnd Wort bringe»/vnd von de» Feinden erledigen wolle. WW^OTT/dubrsimetn Gott / Früe wach ich zu dir / Es dürstet meine see- DAn-U "em trocken vnd dürren Lande / da kein deinem Gottes ^/»gortÜ. dienst seyn/Da » dnmächtig b,st Daselbst sehe ich nach dir m danem Ab?7uu7mch Heyligthunrb/wolte gerne schauwen deine LLL" "machtvndehre. Denn deine güte ist besser denn leben/ Meine Lippen preisen dich. Daselbst wolt ich dich gerne toben mein lebcnlang/vnd meine Hände in deinem na¬ men auffheben. Das were meines Hertzen freud vnd wonne/Wenn ich dich mit frölichem mun¬ de loben solte. Wenn ich mich zu Bette lege / so dencke ich an dich/Wenn ich erwache/so rede ich von dir. Denn du bist mein Helffer / Vnd vnter dem schatten deiner flügel rühme ich. Meine Seele hanget dir an/deine rech¬ te Hand erhelt mich. Sie aber stehen nach meiner seele/mich zu verfallen /Ste werden vnm die Er¬ den hinunter fahren. Sie werden ins Schwerdt fallen/ vnd den Füchsen zu theil werden. Aber der König freuwet sich in Gott/ Wer bey jm schwerer/wirt gerühmet wer- den/deü die Lügenmäuler sollen verftopfft werden. mii. Ein Psalm Dauids/vor-- zu singen. Gebett wider die Feinde der Christlichen Rkr- che/daß sie Gott störyen wolle. Ore Gott meine sinn in meiner klage / Behüte mein Leben für dem grau- samen Feinde. Verbiege mich für der samlung der bösen / für dem Haussen der Vbelthäter. Welche /re Zungen schärpffen wie ein Schwert/die mit jren glfftlgcn Worten zie¬ len wie mit Pfeilen. Daß sie heimlich schiessen den fromm/ plötzlich schiessen sie auff in on alle scheuw. Sie sind kün mit jren bösen anschlä- gen/vnd sagen/wie sie stricke legen wollen/ vnd sprechen: Wer kau sie" schenk Gehe») Sie errichten schalckheit/vnd haltens heimlich/ sind verschlagen / vnd haben ge¬ schwinde rencke. Aber Gott wirdt sie plötzlich schiessen/ (weh rh«») daßjnen ° weh thun wirdt. ff rij Zrey- AcrPsaim. o ftölich was da webcrt / beyde deß morgens wunder/wen» v ) stcurct den Dtt suchest düS LüttV htlM / VttV Wäs- ^^-Zmuv..d ferst es/vnd machest es sehr reich/ "Gottes ZÄschkn vnd Brünnlin hat Wassers die fülle/Du läs- !mNr!cg-1uchc scstw Gctrcyde wol geratzten/Denn also seynka». bauwest du das Land- Gorres Krün- Du tränckest seine Furchen / vnd fcuch- ä test sein gepflügtes/Mit regen machstu es 4-. weich/vud segcnest sein gewächse. » > Du krönest das jar mit deinem Gut/ W-eÄ«/ Vnd deine'Fußstapffen trieffen von fett, raw-chßtc» Die wotznung in der wüsten sind auch spotten wirt wer sie sitzet. Vnd alle Mensche die es sehen/ werden sagen/Das hatGott gethan/vnd mercken daß sein werck scy. Die gerechten werde sich deß HERRN freuwen / vnd auff in trauwen / Vnd alle ftommeHertzen werden sich deß rühmen. I^xv. Ern Psalm Daurds zum Lied vorzusingen. Dancksagung für allerlei gaben /daß Gotk Sünde verglbr sein worr erdelr/ erhöret/ frred/ allerley früchtevnd fegen/glbt. Ott/man lobet dich M in der" stille zu Iion / vnd dir bczalt man Gelübde. Du erhörest Gcbett/ darumb komet alles fleisch Aitser Vsalm lobet Gott vM ouec friedliche zeit. a (Stille) Ins qedult/dt man A?°^E-zudir. Vnser missethak drücket vnshart/Du woltestvnser Sünde vergeben. Wol dem den duerwchtest/vnd zudir lässcst/daß er wohne in deinen Höfen/der hat reichen tröst von deinem Hause / dei¬ nem heyligcn Tempel. Erhöre vns nach der wünderlichenGe- rechtigkcit/Gott vnser Heyl/der du bist zu- versichtaller auff Erden/vnd ferrne am Meer. Der die Berge fest setzt in seiner krafft/ <««. voll Kinder gibt/ Der die gefangnen auß- EmPsalmLted vorzusmgen auffSaitenspiel. Gebett vnd Da»cksagnng/vaß Gott sei» wort erhalten/vnd vnser zeitlich lebe» segne» wälle. (Antlitz)'Iss frölich vndAna diq anfthcn/sich frcuudtlich er» erkennen seinen weg / vnter allen Heyden sein Heil. Es dancken dir Gott die Völcker/Es dancken dir alle Völcker. Die Völcker freuwen sich vn jauchtzen/ (Richtest) daß du die Leute recht ° richtest / vnd regie- Ad r-gAE kkst Leute auff Erden/ Sela. Es dancken dir Gott die Völcker/Es dancken dir alle Völcker. DasLandgibt sein gewächß/Eöftge- nevnsGott/vnserGott. Es segene vns Gott / vnd alle Welt förchtejn. I^XVIII. Ein PsalmLied Davids/ vorzusingen. Weissagung von der Aufferstehung Lhrrstt/ wie er seine feinde zerstreuwen/etne Rirch durch das Euangsliuin samlen/gen Himel faren / de» gläubigen den heiligen Geist senden/die vnglair bige Iäden faren lassen / vnd die Hexden werde Dieser Psalm redet durchauß vö Christo/dar- umb mus; man tvol drauff mer cken/dcnncrfü» retseltzamercde vnd wort nach dem Buchstabe. NTW vnd segene vns / Er lasse. vns sein" Antlitz leuchten/ Sela. Daß wir auff Erden annemmen. S stehe Gott auff/ daß seine feinde zerstreu- wet werden/vnd die jn Haffen für jm fliehen. Vertreibe sie wie der führet zu rechter zeit/vnd Läßt dre abtrün¬ nigen bleiben in der dürre. Gott / da du für deinem Volck her zo- gest/Da du einher giengest in der wüsten/ Sela. Da bebet die Erde/vnd die Himel trof¬ fen/für diesem Gott in Srna;/ für dem Gott/der Fraels Gott ist. Nun aber gibstu Gott einen gnädigen 8 regen/vnd dein Erbe/das dürre ist / erqui¬ ckest». Daß deine thier drinnen wohnen kön¬ nen/ Gott du labest die elenden mit deinen Gütern. Der HERR gibt das wort / mit grossen « scharen Euangcüsten. LVA Die a Könige der Heerscharen sindvn- st-ln / r -e em. ter einander freunde / vnd dre Haußehre r, thcilet den Raub auß. NaIÄ Wenn jr zu Felde ligt/ so glentzew als AUndE derTauben flügel/die wie' silber vnd gold vo»^r schimmern. BrautChA. Wenn der Allmächtige hin vnd wider (F^r v»r> vnterjnen Könige setzt/ so wirt es Helle/ wo m.» estunckelist. H«rvo»Har- Dcr Berg Gottes ist ein ^fruchtbar Verg/ein groß vnd fruchtbar Gebirge, (^^ba-) Was'hüpffetjr grosse Gebirgck Gott hat tust auff distm Berge zu wohnen/vnd Lanv/Mtäl« der HERR bleibt auch immer daselbst, Der wägen Gottes ist viel tausend mal tausend/ Der HERR ist vnterjnen rm Hei- doch« auff Ligen Sinai. cEry^- Du bist in die Höhe gefahren / vnd hast 4. das Gefengntß gefangen / Du hast gaben mass-» empfangen für die Menschen/ Auch Die ab- f f itij trünmgen/ Her Psalm. trünnigcn/daßGott derHERR dennoch daselbst bleiben wirt. e Gelobet sey per HERR täglich / Gott rvatth.,„ jegt vns eine Last auff/aber er hilfst vns auch/Sela. Wir haben einen Gott der da hilfst/ vn den HERRN HERRN/ der vom Tode er¬ rettet. Mer Gott wirt den kopffseiner Feinde zuschmeissen sampt Irem kHarschcdcl/die L;Aönlg«lch da fort fahren in jrer Sünde. LmLzi: Doch spricht der HEM: Ich Wil vnter dH'Au""» den Pfetten etliche holcn/auß der tieffe deß im vnglauben. Mero Wil ich etliche holen. Darumb Wirt dein Fuß in der Feinde ^r-tch blut geferbet werden / vnd deine Hunde Lms wL werdenslecken. Manschet Gott wie du einher zeuchst/ Wie du mein Gott vnd König eynher zeu- hestimHeiligthumb. Die Sänger gehen vorher/Darnach die Spicllcute vnter den Mägden / die da paucken. Lobet Gott den HERRN in den ver- ° samlungen/ für den h Brunn Israel. Da herrschet vnter inen der klein Ben- /Z-» hat/ Zamin/Dte Fürsten Juda mit jrem häuf- wächst,, ftn / die Fürsten Sebulon / Die Fürsten Naphthali. v DcinGotthat dein Reich auffgerich- tet/daffelbe wöltest du Gott vns stercken/ denn es ist dein werck. Vmb deines Tempels willen Jerusa¬ lem werden dir die Könige Geschencke zu- i führen. E Lch?er Schilt das' Thier im Rohr / die rotte rrem^auff-n. der Ochsen vnter k wen Kälbern/ die da * M.r- zuLrctttn vmb geltö willen/Erzerstreuwet die Dölcker die da gern kriegen. ) Die Fürstenauß Egypten werden kom Lwic dio hmgst men/Morenland wirbt seine Hände auß- krctteu/MtT strecken zu Gott. ninZ ZrKönigreiches Erde singetGott/ LLL'.u^bstngetd-mHEMN/ScIa. „ üb die sthnfft Denn der da fehret rm Himmel allent- halben von anbegin/ Sche/cr wirr seinem (Donner) Donner krafft geben. Scinerpre. Gebt Gott die" macht/seine herrligkeit 'g' «ist inIsrael/vn seine macht in den wolcken. O^bas Gott ist wundersam in seinem Hcylig- lasttinHcrr thumb / Er ist Gott Israel/ Er wirbt bem Volck macht vnd krafft geben/ Gelobet sey Gott. I.XIX. Ein Psalm Davids/von dm Rosen/vorzusingen. Gebet LhrM / wider die vngläubigen Iä-< den/odec Feinde deß Euangelh/vn vaßi» Gott errerren wolle. 'M das wasser gehet mir biß Vkophe- ' ceyvondemlet» an die Seele. den Christi. Ich verstricke in tieffem schlämm/ da kein grundt ist/ Ich bm rm treffen Wasser / vnd die stut Wil mich ersäuffen. Ich hab? mich müde geschryen / Mein halß ist heisch/ Das gestcht vergehet mir/ daßtchso lange muß harren auff meinen Gott. Die mich on vrsach hassen/ der ist mehr denn ich Har auff dem Haupt habe. Die mir vnbillich feind sind / vnd mich verderben/sinbmächtig/Ichmuß bezalen das ich nicht geraubt habe. Gott/ du Missest meine Thorhcit / vnd meine schulde sind dir nicht verborgen. Laß nicht zu schänden werden an mir GebetL die dein Harren/HERR HERR Zebaoth/ Laßnit schamrot werden an mir/ die dich suchcn/Gott Israel. Den vmb deine Willi trag ich schwach/ Mein angesicht ist voller schände. Ich bin Frcmbd worden meinen Brü- 8 dern/vnd vnbekannt meiner Mutter Kin¬ dern. Denn ich eiffere mich schier zu tob vmb Aba« -° dein Hauß/vnd die schwach dere /die dich F schmähen/fallen auff mich. Vnd ich weine vno faste bitterlich / vnd man spottet wem dazu. Ich habe einen Sack angezogen/ Aber sie treiben das gespött brauß. Die im Thor sitzen Wäschen von mir/ vnd in den Zächen singt man von mir. Ich aber bette HERR zu dir / zur ange- nemen zeit/Gott durch deine grosse güte/ erhöre mich mit deiner treuwen hülffe. Errette mich auß dem kot/ daß ich nicht vcrsincke/daß ich errettet werde von mei¬ nen Hassern/vnd auß dem Neffen wasser. Daß Daß mich die Wasserflut nit ersäufte/ vnd die tiefte nicht verschlinge / vn das loch der gruben nicht vber mir zusammen gehe. Erhöre mich HERR / Denn deine güte ist tröstlich/wende dich zu mir/ nach deiner grossen Barmhertzigkeit. Vnd verbirge dein Angesicht nichtfür deinem Knechte/ denn mir lst angst/erhöre micheylend. e Mach dich zu meiner seele/vn erlöse ste/ Erlöse mich vmb meiner Feinde willen. Du weiftest meine schwach / schände vü scham/mcine widersächersind allefürdir. Die schwach bricht mir mein Hertz / vnd krencket mich/ Ich warte obs jemand jam¬ merte/ aber da ist ntemand/vnd auff Trö- ster/aber ich finde keine. Joha». Vnd sie geben mir Gallen zu essen/ vnd « Essig zu trinckcn/ in meinem grossen durst. Ir a Tisch ,Nüsse für jnen zürn Strick werden / Jur Vergeltung / vnd zu einer rnicsi-stch mei, »en speisen. sUNk. Rom. «. Zre äugen müssen finster werden / daß sie nicht sehen/vnd jre Lenden laß jmmer wanckcn. Geuß deine vngnade auff sie/vnd dein grimmiger zorne ergreiffc sie- rc-k.Ire Wohnunge müsse wüste werden/ E Vnd sey niemand der in jren Hütten woh¬ ne. Denn sie verfolgen den du geschlagen hast/vnd rühmen/daß du die deinen vbel schlahest. v Laß sie m eine Sünde vber die andern A» mchÄit fallcrr / daß sie nicht kommen zu deiner Ge- »och rechtseyn. xechtigkett. Tilge sie auß dem Buch der Lebendi¬ gen / daß sie mit den Gerechten nicht ange¬ schrieben werden. Ich aber bm elend / vnd mir ist wehe/ Gott deine hülffe schütze mich. Ich wll den Namen Gottes loben mit eim Lied / vnd Wil jn hoch ehren mit danck. Daß wirt dem HERRN, baß gefallen denn ein Farr / der Hörner vnd Klauwen hat. Die Elenden sehen vnd freüwen sich/ Vnd die Gott suchen/ denen wirt das Hertz leben. Denn der HERR höret die armen/vnd verachtet seine gefangene nicht. Es lobe jn Himmel/ Erden vnd ME vnd alles das sich drinnen reget. Denn Gott wirt Aon helffen / vnd die Statte Juda bauwen/daß man daselbst wohne vnd sie besitze. Vnd der Same seiner Knechte wirt sie ererbcn/vnd die seinen Namen lieben wer¬ den drinnen bleiben. I.XX. Ein Psalm Dauids/vorzm singen zum gedächtniß. Gebett vmb hülffe wider die Leinde deß Gött¬ lichen wort». Gott mich zu ev ä retten / HERR mir zu Helf- fcn. Es müssen sich schämen/ vnd zu schänden werden die nach meiner Seelen stehen. Sie müssen zurück keren vnd gehöhntt werden die mir vbels wünschen. Daß sie müssen widerumb zu schänden werden/ die da vber mich schreyen/ da/ da. Freuwett vnd frolich müssen seyn an dir die nach dir fragen/ vn die dein heyl lieben/ jmmer sagen: Hoch gelobt sey Gott. Ich aber bin elend vnd arm/Gott eyle zu mir/Denn du bist mein Helffer vnd Er- rettcr/Mem Gott verzeuch nicht. I^XXI. Gebelt für die Christliche Rirche/ daß fls Gott zur letzten zerr mehr verlassen / wider -re Leinde heiffen/vnd sie trösten wolle. ERR/ ich tramv auff L dich/ Laß mich mmermehr Gebet der zu schänden werden. Errette mich durch dei¬ ne Gerechtigkeit/vnd hilft mir auß/Neyge deine Ohren zu mir/vnd hilft mir. Sey mir ein starcker hort/dahin ich jm¬ mer fliehen möge/ der du zugesagr hast mir zu helffen / Denn du bist mein Fclß vnd meine Burgk. Mein Gott hilft mir auß der Hand deß Gottlosen/auß der Hand deß Vnrcchten vnd Tyrannen. Denn du bist meine Zuversicht / HERR HERR/ HERR /Mine Hoffnung von meiner lu¬ gend an. Auffdich habe ich mich verlassen von Mutterleibe an / Du hast mich auß mei¬ ner Mutter Leibe gezogen / mein rühm ist immer von dir. Ich bin für vilen wie ein wunder / Aber du bist meine starčke Zuversicht. Laß meinen Mund deines ruhmes vnd deines Preises voll seyn täglich. ö Verwerffmich nit in meinem alter/ver- laß mich mehr wenn ich schwach werde. Denn meine Feinde reden wider mich/ Vnd die auff meine Seele halten berah- ten sich mit einander. Vnd sprechen: Gott hat in verlassen/ iagctnach/vnd crgretfftjn/ denn da ist kein Erretter. Gott sey nit ferm von mir/Mein Gott eylemirzuhclffen. Schämen müssen sich vnd vmbkomen/ die meiner secle wider sind/mit schänd vnd hohn müssen sie vberschüttct werden die Meinvnglücksuchen. Ich aber wil immer harren/vnd Wil im¬ mer demcs ruhms mehr machen. Mein mund sol verkündigen deine Ge- rechtigkeit/täglich dein heil/die ich nicht al¬ le zehlen kan. Ich gehe eynher in der krafft deß HER¬ REN HERRN/Ich preise deine Gerech¬ tigkeit Mein. Gott du hast mich von lügend auff ge¬ lehrte / Darumb verkündige ich deine Wunder. Auch verlaß mich nicht Gott im alter/ wenn ich grauw werde/ biß ich deinen arm verkündige Kinds Andern / vn deine krafft allen die noch kommen sollen. o Gott deincGcrechtigkeit ist hoch/der du grosse ding thust/ Gott wer ist dir gleich? Dcnndulässest mich erfahren viel vnd grosse angst/vnd machst mich wider leben¬ dig/ vnd holest mich wider auß der tieffe der Erden herauff. Du machst mich sehr groß/ vnd tröstest Mich wider. So dancke ich auch dir mit Psalter¬ spiel für deine trenwe/metn Gott/ Ich lob- singe dir auff der Harpffen du heiliger in Israel, Meine Lippen vnd meine Seele/dic du erlöset hast/sind frölich/ vnd lobsingcn dir: Auch tichtet meine Junge täglich von deiner Gerechtigkeit/ Denn schämen müs¬ sen sich vnd zuschanden werden die mein vnglürk suchen. I^XXII. Deß Salomo. XVet'ssagtmg vom Reich LhrrMwre erfände vergebe/die a rmen Gewissen rrssten/ vndlean- nemen/auch wie ma n sn täglich bitlen/vnd vmb feine gnädige hülsfe loben werde. ^^^W Ottgib demGertcht Könige/ Vnd deine VomKö- Gerechtigkeit deß Königs Sone. Daß er dein Volck bringe zur Gerechtigkeit/vnd deine elen¬ den rette. Laß die berge den frieden bringen vnter das volck/vnd die Hügel die Gerechtigkeit, Er wirt das elende Volck bcy Recht er- halten/vnd den armen Helffen/Vnd die lä¬ steret zuschmeisscn. Man wirdt dich förchten so lange die Sonne vnd der Mond wäret/von Kind zuKindesKinden. Er wirdt herab fahren wie der Regen auffdas"Fell/ wie die tropssen/ die das« LaNd feUchttN. Gedeona Justinen Zeiten wirdt blühen der Ge- rcchte/vn grosser friede/biß daß derMond nimmer sey. Er wirdt herrschen von eim Meer biß ans ander/Vnd von dem Wasser an biß s zur Welt ende. WKL Für jm werden sich neige die in der wü¬ sten/ vnd seine Feinde werden staub lecken. Die Könige am Meer vnd in denIn- sulen werden Geschenck bringen/ Die Kö¬ nige auß ReichArabien vnd Geba wer¬ den Gaben zuführcn. Alle Könige werden in anbeten/Alle ö Heyden werden im dienen. Denn er wirdt den armen erretten der EinRön-gd-r da schrcyet/ Vnd den elenden der keinen helffcrhat. Er wirt gncdig styn den geringen vn ar- wen/vn den stele der arme wirr er helffen. Er wirt jre stele auß dem trug vnd frcf- feler- Mr Miter. z,2 fel erlösen/vttd st blut wirt theuwer geacht Sie vernichten altes / vnd reden vbet werden für jm. Er wirkt leben/vnd man wtrdtjm vom Gold auß ReichArabter» geben/ vnd man wirt immerdar für im beten / täglich wirkt man in loben. AuffErden oben auff den Bergen wirt e das Getreyke kick stehen/seine Frucht wirt ssn Är Äg l beben wie Libanon/ vnd wirkt grünen in Libanon stchct den Stätten/Wie Graß auff Erden. E/ vnd bebce Sein Name wirkt ewiglich bleiben/ so ü-b" ^7d.ck lange die Sonne währet wirdt sein Name auffdic Nachkomme»? reichen/vnkwer- bm/viid bcbcn den durch denselbigcn gesigenetse»)n / Alle Das ist ^Es 5Mkcn werken in preisen, AwnE die Gelobet sey Gott der HERR/der Gott Istael/der alleine Wunder thm. zunemmcn. Vnd gelobet sey sein herrlicher Name e«---»-«) ewiglich/vnd alle Land müssen seiner eh« rcn voll wcrdcn/Amen/Amen. ALL Ern ende haben dre Gebe« Da- uids/deßSonsZsai. thns die Nach¬ kommen. I.XXIII. (Reines her- tzen)Zstdrflch Helt an Gottes Wort rein vnd lauter. b (BrüUcl)Dz ist /stc sind fett/ Em Psalm Assaph. Ein schöne Lehrwtderdns gemein «rgerniff/ daß die Rinder Gottes vnter ligen, vn doch von Gorr erkalten werden Dagegen aber müßen die Gonlosen/welchen etwan alles glücklich fort gehet/ pläylrch vnd mit schrecken ;u boven gehn. Srael hat dennoch Gott zum tröst/wer nur a reines hertzen ist. Ick aber hette schier ge- __strauchelt mit meinen füs- LL»«?. ftu/mcin tritt hette viel nahe geglitten. Denn cs verdroß mich auff Vic rühm- v« wollen fom rähtigen/da ich sähe/ daß ke»r Gottlosen so vis für allen ge- wol gicng. si-Än?das Denn sie sind in keiner fahr keßTodcs/ Key»/ was sondern sichen fesi wie eirr Pallast, siereden/dasist Sie sind nicht in VNglück wie andere prachbv^dhoft Letltc/vnd »verkett nicht/wie ankere Men- LNL-schen/geplagt. Was7be?an- Darumb muß jr trotzen köstlich ding d-re re?m v1!d ftt)n/vnk st fresset muß wol gethan hcis- stincken / vnd stN. Ir Person brüstet sich wie ein fetter wanst/Sie thun was sie nur gedcncken. davon/ vnd reden vnd lästern hoch her. Was sie reden / das muß vom Himmel herab geredt siyn/Was sie sagcn/kas muß gelten auffErkcn. Darumb fettet inen st Pöbel zu / vnd lauste»» jn zu mit Haussen wie Wasser. Vnd sprechen: Was solt Gott nach inen fragen/Was sol der Höhest jr achten? Sihe/kas sind die Gottlosen/ Die sind glückselig in der Welt/vnd werden reich. Sols kenn vmb sonst seyn / daß mein Hertz vnsträfflich lebt/vnk ich meine Hanke in vnschulk Wäsche? Vü bin geplagt täglich/vn meine straffe psalm. ;s. ist alle morgen da. Ich hatte auch schier so gesagt wie sie/ 8 Aber sihe / damit hette »ch verkampt alle deine Kinker/kieje gewesen sind. Ich gedacht im nach/ daß ich es begreif- fen möchre/Aber cs war mir z»» schwer. Biß daß ich gicng in das "Heiligthumb e Gottes/ vnd mercket auff st ende. 8» Aber du sitzest sie auffs schlipffcriche/vn sturtzcst sie zu bokcn. recht lew« ve- Wie werke»» sie so plötzlich zu nichttSie gehen vnter / vnd nemmen ei»» ende mit schrecken. Wie ei»» Tramu / wenn einer erwacht/ r> So machsm HERR st * bilde in der Statt verschmecht. LLsL Aber es thut mir wehe in» Hertze»» / vnd ist. sticht mich in meinen Nieren. Daß ich muß ein Narr scyn/vnd nichts Wissen/Vn muß wie ei»» Thier seyn für dir. Dennoch blecke ich stäts an dir / Denn du Heltest mich bey meiner rechten Hand. Du lcytest n»kch nach deinen» raht / vnd nimpst»»»ich endtüchmit Ehrer» an. Wenn ich nur drckhabe/iLo frage ich F nichw nach Himmel vnd Erder». Wenn mir gleich Leib vnd Seel ver¬ schmacht/So bistu dock Gott alle zeit mei¬ nes Hertze»» trost/vnd mein theil. Den sihe / die von dir weichen / werden vmbkomen/Du bringest vmb alle die wi¬ der dich huren. Aber das ist meine freuke / daß ich mich zu Gott halte/ vn mein Zuversicht setze auff den HERRN HERRN/Daß ichverkün- dtge allem kein thun. Em (Schoss) Iss der Tepel/dar, tim Gott sein Vnsere Zeichen sehen wir nicht/ vnd kein Prophet prediget tyehr/ vnd kein Lehrer lehret vus mehr. Ach Gott / wie lang sol der widerwerti- ge schmehen / vnd der feind deinen Namen so gar verlästern? Warumb wendest» deine Hand ab/vnd deine Rechte von deinem" schoß so gar? Aber Gott ist mein König von alters lchrIwiöÄ her/dcralle hülffe thut/so auff Erden ge- Mutttrirkind schicht. Du zertrennest das Mer durch deine (Drachen) krafft/vud zubrichst die Köpffe der d Dra- Tyranncn/als sbettlMWaÜer neArstenÄ" Du zusthlegst die köpffe der Wallfische/ so auch die wal- Vnd gibst Speise dem Dolck in der eynöde. 6 Du testest * quellen Brunnen vnd Vä- (Quellen) che/Du testest versrgcn starčke ströme. Land Vst Scäc Tag vnd nacht ist dein / Du machest L w.d!? baß beyde/Sonn vnd Gestirn/jren gewiß sen lauft haben. Du setzest einem jeglichen Lande seine grentze/SoEer vnd Winter machest». So gedeuck doch deß/daß der feind den HERRN schmehet/ vnd ein thöricht Volck lästert deinen Namen. Du woltest nicht dem Thier geben die Seele deiner Turteltauben/ vn deine elen¬ de Thier nicht so gar vergessen. Gedenck an den Bund/denn das Land ist allenthalben jämmerlich verhchret/vnd die Häuser sind zuriffen. Laß den geringen nit mit schänden da¬ von gehen/ Denn die armen vnd elenden rühmen deinen Namen. Mach dich auff Gott / vnd führe auß deine Sache/Gedenck an die schmach/die dir täglich von den Thoren widerfchret. Vergiß nit deß geschreyes deiner Fein¬ de / Das toben deiner widerwertigen wirt je langer je grösser. I.XXV. Ein Psalm vnd Ltcd Assaph/ daß er nicht vmbkäme/ vorzusmgcn» Trost/daß Gott die sichere hsrmsuchen/vnd härter denn vre semen straffen wälle. Denn sie müssen dreHefe außsauffen/das lst/rm lerde blest ben/Dtefrommen aber sollen errett werden. Ir dancken dir Gott/ wir dancke» vir/ vnd ver- kündigen deine Wunder/ W daß dein Name so " nahe - s-LLL ' - (Nahe) Der vns bald vkkge Denn zu seiner zeit so werde ich recht richten. Das Land zittert/vnd alle die drinnen wohnen/Aber ich halte seine ^Seulenfe- ^e«l-n^ ste/ Sela. fromen erschre, Zchsprachzu den ruhmrähtigen: Rüh- met nit so/ Vnd Zu den Gottlosen / Bocher ALL nicht auffgewalt. b-nstoltz/vngc Bochet nitsohochauffeuwer Gewalt/ Redet nicht halßstarrig. Lkf a'ff Es habe kein not/weder von auffgang/ noch von nldcrgang/noch von dem Gebrr- w»le. ge in der Wüsten. Denn Gott ist Richter/der diesen ni- driget/vnd jenen erhöhet. Denn der HERR hat einen Bächer in der Hand / vn mit starckcm Wein voll eyn- gcschencft/ l.XXIIII. Ein vnterwkisung Assaph. Gebest für die Christliche Riech / vmb fried vud schütz wider die Feinde. Ott / warumb ver¬ stossest» vns so gar? Vnd bist so grimig zornig vber die Schaf deiner weide? Gedenck an deine Ge- metne/dle du vor alters erworben/ vnd dir zum Erbtheil erlöset hast / an den Berg Iion/da du auffwohnest. Tritt auffsie mit füffcn/vnd stoß sie gar zu boden / der Feind hat alles verderbet im tzeyligthumb. Deine widerwertige brüllen in deinen (Hisern) " Häusern/vnd setzen jre Götzen dreytt. Ichustu v»»- Manschet diechcte oben her blicken/wie Goües Work man in einen Wald hauwet. s-lehr-twitt. Vnd zu hauwen alle seine Tafelwerck mit Bcyel vnd Barten. 4 Reg v. Sie verbrennen dein Heiligthumb / ste entweihen die wohnunge deines Namens zu boden. Siesprecheninjremhertzen: Laßt vns Häuser)Das sie plündem/Sie verbrennen alle b Häu- GoctsüilE Gottes im Lande, hac/alsmdcn Schulrn. I.XXVI (Sckenckt) geschettckt/vttd schettcket auß demselben/ ^^stt er th« Aber die Gottlosen müssen alle trincken/ che» ftm maß' vnd die Hefen außsauffett. E? di"gm»d Ich aber wil verkündigen ewtglich/vnd lobsingen dem Gott Zacob. Vnd wil alle gewalt der Gottlosen zu- brechen/Daß die gewalt der Gerechten er höhetwerde. EM Psalmlied Assaph/ auff Saitenspicl/vor. Mfingctt. Dancksaguug/daß Gott feine Rirch/da seiet !Morr vnd rechter Gottesdienst lst/gnädlgltch schüyt/vnd i re Feinde stüryt. Ott ist M Juda be- kannt/Zn Israel ist sein Name herrlich. In Salem ist sein Gezellt/vnd seine woh- nunge zu Aon. Daselbst zubricht er die Pfeile deß Bo- gcns/schild/schwerdt/vndstreit/Sela. « Du bist herrlicher vnd mächtiger denn ALL di? Raubeberge. dte groistRö- Die stoltzen müssen beraubet werden/ stmchumb/ak vnd entschlaffcn / vnd alle Krieger müssen NLnndE- die Hand lasser? sinckcn. Landmttstr-it Äon deinem schelten Gott Jacob sinckt vnterstch brach schlaffbeyde Rossz vnd Wagen. Du bist erschrecklich/werkan für dir ste (Gingen) ha HM WMN VU KNestk M-Nnn?mt Wenn du das vrtheil läffest Horen vom schlahen / sind Himmel/so erschrickt dasErdtreich/vnd feygevm, ver. stillt. Wenn Gott sich auffmacht zu richten/ daß er helffe allen Elenden auff Erden/ Sela. Wenn Menschenwiderdichwüten/so legest» ehre eyn /Vnd wenn sie noch mehr wüten/bistu auch noch gerüst- Gelobet vnd haltet dem HERRN eu- (Gelobet) werem Gott/alle die ir vm in her seyt/britt ?erGottse!M get Geschenck dfM schrecklichen. Der den Fürsten den mut nimpt/ vnd hLLIchm" schicklich ist vnttr den Königen auff Er- dereSelübde. dtN» I.XXVII. Ein Psalm Assaph/ für Ie-- duchun/vorzusmgcn. Vebett/ daß Gott seine arme Riech etretteü vnd erhalten rvölle/mt't anhangender lehr / der wir vns in widerwerrigkeit trösten/ vnd de« glauben stercken sollen. Lhschreyemit met^ MM ner stimme zu Gott / zu M Gott schreye ich / vnd er U erhöret mich. _ Zn derzeit meinernot suche ich den HERREN /Metne Hand ist deß nachts außgereckt / vnd läßt nicht ab/ den meine Seele wil sich nit trösten lassen. Wenn ich betrübt bin / so dcncke ich an Gott/Wen mein Hertz in ängsten ist / so re¬ de ich/Sela. Meine äugen heltestudaßsie wachen/ Ich bin so onmechtig daß ich nit reden kan. Zch dcncke der alten zett/ der vorigen iare. Zch dcncke deß nachts an mein Salten spiel/vnd rede mit meinem Hertze» / Mein Geist muß forschen. Wirt denn der HERR ewiglich verstoß- scn/vnd keine Gnade mehr erzeigen? Zstsdenngantzvndgaraußmtt feiner güte?Vnd hat die verheiffunge ein ende? Hat den Gott vergessen gnedig zu seyn/ vn seine barmhertzigkeit für zorn verschlos¬ sen? Sela. Aber doch/ sprach ich/ Zch muß das tei- den/dierechte Hand deß Höhesten kanal- « les ändern. ' NAU Darumb gedencke ich an die Thaten deßHERRN/Za ich gedencke an deine vo- rige Wunder. ändern. Vnd rede von allen deinen wercken/ vn sage von deinem thun. Gott dein weg ist°het)lig/woistsoein mechtiger Gott als du Gott bist? v-rborgc» / al« Du bist derGott der Wunder thut/du hast dein macht beweiset vnter dm M- ckcrN. ist/welches die Du hast dein volck erlösetgewalüglich/ begmffEsA dieKinderZacobvndZoseph/Scla. Die wasser sahen dich Gott/die wasser sahen dich/vnd ängsteten sich/vnd die Lies¬ sen tobeten. gg Mr Malter. Die dicke Wolcken gossen Wasser/die Wolcken donnerten/ vn die stralen fuhren daher. Es donnerte im Himmel/deine Blitze leuchteten auffdem ^rdboden/Das Erd¬ reich regetesich vnd bcbete davon. Dein weg war im Meer/vnd dein pfat in grossen Wassern / vnd man spüret doch deinen Fuß nicht. Du führetest dein Volek/ wie ein Herd Schafe/durch Mosen vnd Aaron. I^XXVIII. Emvntcrwctsung Affaph. Ejne Lehre/wre Gott je vn allwegen Den vn<* glauben vnv »»gehorsam gestrafft hab/mlt an¬ hangender vermanungdaß wrr a»ß seme wun derwercken lernen > m vertrauwen/vnd vns selB nerGnadevnv Allmechrrgkelt sollen tröffen. k ^WMOrememvolckmern Gesetze/neigt euwre ohren AMMM zu der rede meines Muri- des. Matthä;. Ich Wil meinen Mund auffthun zu Sprüchen/vnd alte Geschich¬ te außsprechen. Die wir gehört haben vnd wissen/ vnd vnser Vätter vns erzehlet haben. Daß wirs nit verhalten sollen iren kin- dern / die hernach kommen/vud verkündi- geten den rühm deß HERREN/vnd seine macht vnd wunder/die er gethan hat. richtet ein zeugntß auffin Jacob/ c^Avnd gab em Gesetz in Israel/daß er vnj8n Vättcrn gebot zu lehren ire kinder. Auff daß die Nachkommen lehrneten/ Vnd die Kinder die noch selten geboren werden. <, Wen sie auffkcmen/daß sie es auch iren AAnAa- Kindern verkündtgeten. ftaKph" Daß sie setzten auffGott ire Hoffnung/ dieführten den vnd nit vergessen derThaten Gottes/vnd bogkEbcrfle seine Gebotthteltcn. <7auwtm Vnd nicht würden wie ire Vätter/ ein «ard^von abtrünnige vn vngehorsameart/welchen ,nen genomen/ jr Hertz nit fest war/vnd r Geist nit treuw- störet/ vn ward ttch hielt NN Gott. rnIuda auffge ^ie die Kinder" Ephraim/so gehar- (S^rett) den Bogen führeten / abfielen zur Streitheißrhi« zeit dcß E' streite. Sie hielten den Bund Gottesnit/vnd wolten nicht in seinem Gesetz wandeln. Vnd vergaffen seiner Thatcn/vnd sei¬ ner Wunder/die er inen erzeiget hatte. Für iren Vättern thct er Wunder in Egyptenland /im selbe Aoan. Er zertheilt das Meer/vn ließ sie durch Exod.,4. hin gehen/vnd stellet das Wasser wie eine Mauwer. Erleytet sie dcß tagcs mit einerWol- cken/Vnd deßnachts mit einen; Hellen feu- wer. Er reiß die Felsen in der Wüsten/vnd Eros. .7. trencket sie mit Wasser die fülle. n»m.r<-. Vn ließ Bäche auß den Felsen stiessen/ daß sie hinab stossen wie Wasserströme. Noch sündigeren sie weiter wider in/ vn erzörneten den Höhesten in der Wüsten. Vnd versuchten Gott in irem hertzen/ nvm ». daß sie Speise forderten für ire Seelen. Vnd redtcn wider Gott/vnd sprachen: Ja Gott sott wol können einenTisch berei¬ ten in der Wüsten? Sihc/cr hat wol den Felsen geschlagen/ daß wasser floffen/vn Bäche sich ergossen. Aber wie kan er Brot gcben/vn seinem Volck Fleisch verschaffen? * Da nun das der HERR höret/cntbrant o er/vndfeuwergienganinIacob/vndzorn kam vber Israel. Daß sie nicht glaubten an Gott/ vnd Hoffeten nicht auffseine hülffe. Vnd er gebot den Wolcken droben/vnd Ah«» thetauff die Thür deßHimmels. Vnd ließ das Man auffsie regenen/zu effen/vnd gab inen Himmelbrot. Sie affen Engelbrot / er sandte inen speise die fülle. Er ließ weben den Ostwind vnter dem Himmel/vnd erregt durch seine stercke den Sudwind. Vnd ließ Fleisch auff sie regenen wie staub/vnd Vögel wie Sand am Meer. Vnd ließ sic fallen vnter ir Läger al- lenthalben/da sie wohneten. Da assen sie/vnd wurden allzusatt/er ließsieirenlustbüssen. Da sie nun iren lust gebüffet hatten/ r7«m.»c vnd sie noch davon affen. Da kam der zorn Gottes vber sie/vnd erwürget die fürnemesten vnter inen / vnd schlug darmder die besten in Israel. Aber Aber vber das alles sündigeren sie noch mehr/vnd glaubten nicht an seine Wun¬ der. Darumb ließ er sie dahin sterben / daß r sie nichts" erlangeten / vnd mußten ir le- bmlang geplagt ftyn. heisse» land Nit Wenn er sie erwurget/suchten sie in/ VN Ng-^ge'wa kehretensichfrüzu Gott. «nach Egy- Vnd gedachten / daß Gott ir Hort ist/ vnd Gott der Höhest jr Erlöser ist. v Vnd heuchelten im mit irem munde/vn logen im mit irer zungen/Aber ir Hertz war nicht feste an im / vnd hielten nit treuwlich an seinem Bunde. i^>R aber war barmhertzig/ vn vergab Missethat vnd vertilget sie nicht / vnd wendet offt seinen zornab/ vnd ließ nicht seinen gantzen Zorn gehen. Denn er gedacht / daß sie Fleisch sind/ ein Wind der dahin fehret/ vnd nit wider kompt. Sie erzörnetenin gar offt in derWü- stcn/vnd entrüsteten in in der Einöde. d Sie versuchten Gott immer wider/vnd MAierten) d den tzeyligen in Israel. »merdar zeit vir Sle dachten Nlcht an seme hand/deß La flugs ge ges da er sie erlösete von den Feinden. qr-M-lff-» E Wie er denn seine Zeichen in Egypten solt/VN woltcn gethan hatte/vnd seine Wunder im Lande noch hoffen auff Z0UN. I-tzt wottV- Da er ir Wasser in Blut wandelt/ daß ftr!Mro7/ha sie ire Bäche nicht trinckcn kundten. ben Aber so sc. Da er Vnzifcr vttter sic schicket/ die sie Eottma frassen/ vnd Kröten die sie verderbten. se^Gott^ Vnd gab ire Gewächse den Raupen/ t»che» e vnd ire Saat den Heuwschrecken. plage vber L- Da er ireWeinstöcke mit Hagel schlug/ vndireMaulbeerbäume mit schlossen. Da er ir Vieh schlug mit Hagel/vnd ire Herde mit stralen. L Da er böse Engel vnter sie sandte in sei¬ nem grimigen zorn/vnd ließ sie toben vnd wüten/vnd leide thun. Da er seinenzorn ließ fortgehen/vnd irer Seelen für dem tode nicht verschonet/ vnd ließ ir Vieh an der Pestilentz sterben. Lxov. ir. Da er alle erstegeburt in Egypte schlug/ Die ersten Erben in den Hütten Ham. Vn ließ sein volek außziehen wie Scha- fe/vnd führet sie wie eine Herde in der wü¬ sten. Mter. zjg. Vnd er leytet sie sicher/daß sie sich nicht forchten / Aber ire Feinde bedecket das Mer. Vnd bracht sie in seine heilige Grentze/ zu disem Berge / den seine rechte erworben hat. Vnd vertreib für inen herdieVölcker/ vnd ließ inen das Erbe außthetlen/ vn ließ in iener Hütten die Stämme Israel woh¬ nen. Aber sie versuchten vn erzörneten Gott den Höhesten/vnd hielten seine Zeugniß nicht. Vnd fielen zu rück/ vnd verachteten al- les/wic ire Vätter/vnd hielten ntcht/gleich wie ein loser Bogen. Vnd erzörneten in mit iren Höhen/vnd reitzeten in mit iren Götzen. Vnd da das Gott höret/entbrannt er vnd verwarff Israel sehr. Daß er seine Wohnunge zu Silo ließ , fahren/die Hütten daer vnterMnschen ' wohnet. Vnd gab ire ? macht ins gefengntß/vnd ireherrligkeitindiehand deßFeindes. (Macht) das Vnd vbergab sein Volck ins Schwert/ Bun^^daÄ vnd entbrannt vber sein Erbe. A l Ire iunge Mannschafft fraß das feu- wer/ vnd ire Jungsrauwett mußten vnge- freyet bleiben. Ire Priester fielen durchs Schwerdt/ vnd waren keine Wittwerr die da weinen sotten. Vn der HERR erwachet wie ein schlaf¬ fender / wie ein starcker iauchtzct/ der vom Wein kompt. VndschlugseitteFeindeimhindern/vn > «-a hencket inen eine ewige schände an. VndverwarffdieHüttenIoseph/vnd erwelet nicht den Stam Ephraim.^ Sondern erwehlet den Stam Juda/ den Berg Zion welchen er liebet. Vnd bauwet sein Heyligthumb hoch/ ^-s Wie ein Land/das ewiglich fest stehen sol. Vnd erwehlet seinen knecht Dauid/ vn naminvonden Schafställen. Von den sengenden Schafen holet er in/daß er sein Volck Jacob wcyden sott/vn sein Erbe Israel. ? Vnd erwetdetsieauchmitallertreuw/ vnd regiert sie mit allem fleiß. gg tz Ein AcrMlccr. XXXIX. xxxx. EM Psalm Assaph. Gebe» für die Chnstliche Kirch/daß sie Gott wldersrefelndeftt'ützenvnerhalren-sünde ver- geben/vnd durch die femde ntchr straffen wollen ERR / cs sind Hey- den in dem Erb gefallen/ die haben deinen hcyli- Tempel vervnrcini- get/ vndauß Jerusalem Steinhauffcn gemacht. Sic haben die Leichnam deiner Knech¬ te den Vögeln vnter dem Himmel zu fres¬ sen gegeben/vnd das Fletsch deiner Heyli- gen den Thiercn im Lande. Sie haben Blut vergossen vmb Jeru¬ salem her/ wie wasser / vnv war niemand Derbegrub. Wir sind vnscrn Nachbauweren eine schwach wordcn/cin spott vnd Hohn denen die vmb vns sind. HE RR/wie lang wilt du so gar zör- ncnk Vnd deinen eyffer wie fcuwer bren¬ nen laffcnk v Schütte deinen grim auff die Heyden Ierem..°. dich kennen / vnd auff die König¬ reiche die deinen Namen nicht anruffcn. Denn sie haben Jacob auffgcfressen/ vnd seine Häuser verwüstet. Gedcnck nicht vnscr vorigen missethat/ 2-ik -4- Erbarm dich vnser bald/dcnn wir sind fast dünn worden. Hilff du vns Gott vnscr Hclffer/vmb deines Namens ehre willen/Errette vns/ vnd vergib vns vnser Sünde / vmb deines Namens willen. Warumb lcffcst du die Heyden sagen: Wo ist nun ir Gottt Laß vlrrcr den Heiden ' für vnsem äugen kund werde die rache deß bluts deiner Knechte/das vergossen ist. Laß für dich kommen das seufftzen der « gefangenen/ nach deinem grossen Arm be- (Ltttder keß halt die" Kinder deß todcs. Vnd vergilt vnsem Nachbauweren si- Na"r?uFmm-» benfettig in iren Buscm / Zre schmach da- mit sie dich HERR geschmähct haben. Wir aber dein Volek vnd Schafe dei¬ ner weyde/ dancken dir ewiglich / vnd ver¬ kündigen deinen rühm für vnd für. Em Psalm Assaph/von den "Spanroscn/vorzu- singen. Gebettfürdic Lpristirchc Ricche/wrder fre Feinde. Denn flletch wie die Juden lm alten Te-» stamenrvöAsixriern/Bsbxlontern rc. gcpiuLt worden/ also gehet es mit den Lhristglaudigerr tm neuwen Testament auch zu. (Spanrose») Etnklemoc wie «nRose-Änd heißt hie das kS «igrctchIftacU V Hirte Wael Höre/ M der du Joseph hütest wie fIsseph)da» WZ der Schafe/ erscheine der du sitzest vbcr Kherubtm. Erwecke deine gcwalt/ der ou sur Ephraim/ Benjamin/ vnd - Manasse bist/vnd komme vns zu hülffe. NNÄ Gott tröste vns/vnd laß leuchten dein stmuAerÄ ANtlltz/ so gcNcscN Wir. Am diese sta« HERR Gott Zebaoth/ wie lange wilttt n»m. zörncn vbcr dem Gebet! deines Volcksk Du speisest sie mit Threnenbrot/ vnd trenckest sic mit grossem maß voll Threne. Du setzest vns vnsern Nachbaurn^zum zanck/vnd vnscr Feinde spotten vnser. Ä- s/derma,» Gott Zebaoth tröste vns/laß leuchten such«7vnss2 dein Anrlitz/so genesen wir. U Du hast einen Weinstock auß Egypten Ma E geholct/ vnd hast vertrieben dle Heyden/ vnd deisselhcngepsiantzct. Du hast für jm die bahn gemacht/vnd haft in lassen eyuwurtzeln/daß er das land erfüllet hat. Berge sind mit seinem Schatten be- s deckt/vnd mtt seinen Reben die'Kedern (L^nGot. Gottes. tes)i-lrst,ko , xnumciilLtL- Du hast sein Gewachß außgebreytet vr-y aä biß anns Meer/vnd seine Zweige biß ans f laNnüt-r Wasser)^« istdarWassee Warumb hast du denn seinen Zaun zu- p^^h. brochen/daßinzurcissetalles das fürüber gehet. Es haben inzuwület die wilden Scuw/ vnd die wilden Thier haben in verderbet. Gott Zebaoth wende dich doch/schauw vom Himmel/ vnd sihe an/ vnd suche heim diesen Weinstock. Vnd halt in im bauw /den deine Rech¬ te gcpflantzt har/vnd den du dtr festiglich crwehlethast. Sihe drcyn vn schilt/ daß deß brennens vnd reisscns ein ende werde. Deine Mer Psalter. Deine Hand schützet das Volck deiner Vnd die den HERRN hassen/müßten Rechten / vnd die Leute die du dir festtglich an im fehlen/ Ire zeit aber würde ewiglich mvehlethast. wären. So wollen wir nicht von dir weichen/ Laßvns leben / so wollen wir deinen Na- . menanruffen. HERR Gott Zebaoth tröste vns/Laß dein Antlitz leuchten/so genesen wir. <>no rcy wuroe ne nnr oem vesren Ä?ey- tzen speisen. Vnd mit Honigauß dem Fel¬ sen sättigen. I^XXXII. I^XXXI. Aufs der Glthtth vorzufiw gcn/Affaph. Eine Lchre/daß wir itt allen noten Gott an- rnffen/vn vns seiner hülffe trösten sollen so wöl< le er heissen / vnd sonst alles vnglück kommen lassen. » NMic>r-n Gerechtigkeit vom Himmel schauwc. Daß vns auch der HERR gute thu/ da -«lo roro. nNt vnscrLand sein gcwächß gebe. Daßgercchtigkcttdemroch fürjm blei- bc/vnd im schwang gehe. I^XXXVI. Em Gebe« Daulds. Gebebt daß Goltdurch seinen Gerft vnsi» seiner forchre erhalten / lexren/ vnd vor alle» Feinden behüten wolle. MWM ERR netze dem oß- rm/vnd erhöre mich/ dm» ich bin elend vnd arm. Beware meine Seele/ (HMg)yti. denn ich bin" heylig/ hilff h?iss-»^ vÄ du mein Gott deinem Knechte/ der sich damptvndver. vcrleßtauffdich. xbr.t6n, als HERR sey mrrgnädrg/ denn lchruffe täglichzudir. Erfreuwe die Seele deines Knechts/ denn nach dir HERR verlanget mich. Denn dll HERR bist gut vnd gnädig/ Von grosser güte/allcn die dich anruffcn. Vernim HERR mein gebett / vnd mer¬ kte auffdic stimme meines stehens. Inder not ruffe ich dich an/duwollest Micherhören. HERR/es ist dir kein gleiche vnter den Göttern / vnd ist niemand der thun kan wie du. Alle Heyden die du gemacht hast / wer¬ den kommcn/vnd für dir anbeten HERR/ vnd deinen Namen ehren. Daß du so groß bist/vnd wunder thust/ vnd alleine Gott bist. WeisemirHERR deinen weg/daßich wandel in deiner warheit/ erhalte mein Hertz bcy dem einigen/daß ich deinen Na- k menförchte. Ichdancke dir HERR mein Gott von gantzcm hertzcn/vnd ehre deinen Namen ewiglich. vnd inachcn et« Denn deine güte ist groß vber mich/vü hast meine Seele errettet auß der Liessen Helle. Gott/cs setzen sich die Stoltzen wider mich/vnd der hauffc der Tyrannen stehet mir nach meiner Seele/ vnd haben dich nicht für äugen. Du aber HERR Gott bist barmhertzig pl»l -°r >4l- vnd gnädig / Gedulttg/vnd grosser güte vndtrcuwe. Wende dich zu mir/sey mir gncdig/ster- cke deinen Knecht mit deiner macht/vnd hilffdcm Son deiner Magd. Thu ein Archen an mir/daß mirs wol- gehe/daß es sehen die mich hassen/ vnd sich schämen müssen / daß du mir beystehest HERR/vnd tröstest mich. I.XXXVH. Ein psalmlted der Kinder Korah. Weissagung vom Reich «thrlffi / welch» ;rr sto» durch das Evangelium angehen/vn in allen spr»^ chen in alle welr söl avßgebreiret werden. MZMMAZe ist fest gegründet L auff den heyligen Bergen/ der HERR liebet die Thor Aon/vber alle Wohnunge kLbLME Jacob. Herrliche ding werden in dir gepredigt/ du Statt Gsttes/Scla. § Ich wt! predigen lassen § Rahab vnd Babe!/daß sie mich kennen sollen/Sihe/ Rahabr^ die Philister vnd Tyrer sampt den Moren A werden daselbst geborn. Man wirt zu Aon sagen/daß allerley Leute drinnen geborn werden/vnd daß er/ derHöhcste/sie bauwe. Der HERR wut predigen lassen in al- v lerlcy Spracken/daß der etliche auch da- selbst geborn werden/ Sela. Vnd die Scnger wie am Reygcn/wer- den in dir singen eins vmbs ander. gg ritz Ein I.XXXVIII. EM Psalnrltcd der kMder Korah/ vorzusingen/von der schwachheit verelenden. EM vnterwelsung Heman/ deß Esrahiten. Gebett / daß Gott m anfechmng/ wenn das hery voll schreckens ist/ vn sich vor Gottes Zorn förchr/tröften wolle. Mag auch lnlerbskranct- be,r credrauchtwerden. Gott mein ^^M^^Heyland/Zchschreye tag vnd nacht für dir. Laß mein Gebett für dich kommen / neige deine oyrm zn memem gcschrey. Denn meine Seele ist volljamers/vnd mein leben ist nahe bey der Helle. Ich bin geacht gleich denen die zur Helle faren/ Ich bin wie ein Man der keine hülff hat. Ich lige vnter den todtcn verlassen/ wie die erschlagene/die im Grabe ligen/ der du nicht mehr gedenckcst/vndsie von deiner Hand abgesondert sind. Du hast mich in die gruben hinunter gelegt/insfinsterniß vnd in die Liesse. Deingrimdrücket mich/vnd drengest Mich mit allen deinen fluken/Sela. Meine Freunde hastu ferme von mir ge than / Du hast mich streu zum greuwcl ge- macht/Ich lige gefangen/vnd kan nit auß- kommen. psalm rs. Meine gestalt ist jämmerlich für elend/ ' HERR ich ruffe dich an täglich/ Ich breyte meine hende außzu dir. Psalm, -r. Wirstu denn vnter den Todten wunder thun k Oder werden die verstorbene auff- stehen/vnd dir danckentSela. Wirdt man in Gräbern erzchlen deine gütek Vnd deine treuwe im verderben? Mögen denn deine Wunder im finster-« niß erkannt werden? Oder deine Gerech¬ tigkeit im Lande da man nichts gedencket? Aber ich schrey zu dir HERR/ vnd mein Gebett kompt frü für dich. Warumb vcrstössestu HERR meine Seele/vnd verbiegest dein antlttz für mir? Ich bin elend vnd onmächtig/daß ich so verstossen bin/Ich leide dein schrecken/daß ich schier verzage. satter. Dein grim gehet vber mich / dein schre¬ cken drücket mich. Sie vmbgeben mich täglich wie wasser/ vnd vmbringen mich mit einander. Du machest daß meine Freund vn Ne- hesten/vnd meine verwandten / s-ch ferrns von mir thun/vmb solches elende willen. I^XXXIX. Ein vnterwelsung Ethan/ deß Esrahiten. Weissagung vom HERRN Lhrl'stovnd seinem Reich/wtedieRirch durch den Antichrist oder Leinde Gottes ,ammerlich werderurissen werden/mit anhangenver bitt/Gott wolle sol¬ chem sammer bey zetten wehren/damrt nicht al¬ le Menschen verderben. LH wtl singen von L der Gnade deß HERRN vnd seine war- heit verkündigen mit mei- nem munde für vnd für. Vnv jage also / daß ein ewige" Gnade « wirdt auffgchcn/vnd du wirst deine war- heit treuwlich halten im Himmel. Z/sum O g»a- Ichhab emen Bund gemacht mit mei- worden, nem Außerwehlten/ Ich hab Dauid mei- (Im HimM nem Knechte geschworen. Ich wil dir ewiglich Samen verschaf- wrbischR-ich/ fcn/vnd deinen Stulbauwenfurvnfur/ lM/vKinwol- ckm/dasistmt ^eia. auffErdeii. Vnd die Himmel werden HERR deine' Wunder preisen/ vnd deine warheitin der gemeine der Heyligen. Denn wer mag in den Wolcken dem HERRN gleich geltenkvn gleich seyn vnter den kmdern der Götter dein HERRN? Gottistfastmächtig inder Samlunge der Heyligen/vnd wunderbarlich vber alle die vmbjn sind. HERR Gott Aebaoth/wer ist wie du/ ein mächtiger GotttVnd deine warheit ist vmb dich her. Du herrschest vber das vngestümme Meer/du stillest seine wällen/wenn sie sich erheben. Du schlegest "Rahab zu tod / du zur- (^) streuwcst deine feinde mit deinem starcken ^7'7.7» arm. KI7 Himmelvnd Erden ist dein/ du hastge¬ gründet den Erdboden/ vn was drinen ist. Mitternacht vnd Mittag hast du ge¬ schaffen/ lassen/vud in meinen Rechten nicht wan¬ deln. So sie meine Ordnung entheiligen/vii meine Gebott nicht halten. So Wil ich jre fände mit der ruten heim suchen/ vnd jre mtffethat mit plagen. Aber meine Gnade wtl ich nicht von im o--«»-») schassen/Thabor vnd Hermon °/auchtzen Az gany land in deinem Namen. htt Du hast einen gewaltigen Arm / starck ist deine Hand/vnd hoch ist deine Rechte. Gerechtigkeit vnd Gerichte ist deines Stuls festung/Gnade vnd warheitsind für deinem Angesichte. . Wol dem Volek das * iauchtzen kan/ ÄasA ft?- HERR sie werden im Liecht deines Antlitz tichwort ^ot, wandeln. Sie werden vber deinem Namen täg¬ lich frölich seyn/vü in deiner Gerechtigkeit herrlich scyn. Denn du bist der rühm irer stercke/ vnd durch deine gnade wirst du vnser Horn er¬ höhen. c Denn der DERR ist vnser Scbild/vnd der Hcylig m Israel tst vnser König. (^^Azumal redcstu im Gesichte zu dei- (^Dncm heyligcn/vnd spracbest:Ich ha¬ be einen Held erweckt der hclffensol/Ich hab erhöhet einen außerwehlten auß dem Volck. ÄÄ?. habe fänden meinen Knecht Da- ' uid/Ich habe jn gesalbet rrrtt meinem hey- ligenöle. Meine Hand sol in erhalten /vnd mein Armsoljnsterckcn. Die feinde sollen in nicht vberweltigen/ vnd dtevngercchten sollen in nicht dempf- ftn. Sondern ich Wil seine Widersacher schlahen für im her/vnd die in Haffenwil ich plagen. Aber meine warheit vnd gnade sol bey jmftyn/vndsetn Hornsolm meinem Na¬ men erhaben werden. Ich wil seine Hand ins Meer stellen / vn seinerechte indieWaffcr. Er wirt mich nennen aiso/Du bist mein Vatter/ Mein Gott vnd Hort/ der mir HM. Vnd ich wil in zum ersten Son ma¬ chen/Allcrhöhest vnter den Königen auff Erden. Ich wilim ewiglich behalten meine gna de/vnd mein Bund sol im fest bleiben. v Ich wtlim ewiglich Samen gebcn/vnd ' seinen Sml so lang der Himmel wäret er¬ halten. Wo aber seine Kinder mein Gesetz ver¬ wenden/vnd meine Warheit nicht kaffen fehlen. Ich wil meinen bund nicht entheiligen/ vnd nicht ändern was auß meinem mund gangen ist. Ich hab einst gcschwore bey meinerHei- -- «es M it/Ich wtl Damd nicht liegen. Sein Same sol ewig seyn / vnd sein Stul für mir wie die Sonne. Wrc der Mond föl er ewiglich erhalten seyn/vndgletchwicder^eugeinWolcken f gewiß seyn/Sela. ^lBernun verstöffest du / vnd verwirf- AmA-sms" Mftst/Dnd zörnestmit deinem Gesal- LL>U beteil. ah/Ge»es.s. Du verstörest den Bund deines Knech- tes/vnd teiltest seine Krone zu bodcn. Du Missest alle seine Mauwrcn/vnd leffest seine Festen zubrechen. Es rauben jn alle die sürüber gehen/Er L ist fttnen Nachbauren ein spott worden. Du erhöhest die rechte seiner wtderwer- tigen/vnd erfreuwest alle seine Feinde. Auch hastu dte krafft seines Schwerts weggenommen/ vnd leffest jn nicht sigen im Streit. Du erzörnest seine ^reinigkeit/vnwirf- fest feinen Stul zu boden. «->, schmuck v., Du verkürtzcst die zett seiner jugcnd/vn bedeckest in mit hohn/Sela. DERR/ wie lang wtltu dich so gar ver- bergen/vnd deinen gnm wie feuwer bren¬ nen lassen? Gedenck wie kurtz mein leben ist/war- umb wilt du alle Menschen vmb sonst ge¬ schaffen haben? Wo tst jemand der da lebet vn den Tod nicht fthc?Der seine Seele errette auß der Hellen Hand? Sela. HERR/wo ist deine vorige gnadkdie duReg 7. Dauid geschworen hast in deiner warheit. Gedenck HERR an die schwach deiner Knecht/die ich trage in meinem schoß von so vLlDölckcm allem Damit Mer Mlm. Damit dich HERR deine feinde schmä- hen/damit sie schmähen die fußstapffen dei nesGesalbeten. Gelobet sey der H ERR ewiglich / A- men/Amen. xo. Gottes. Erne klag/daß wir der Sünde halben »Ist» ein kurtz-elend/vnd zerplagt leben auff Erden ha¬ ben / mir brrr / daß Gort solchen famer vns recht erkennen lehrnen/ vnd dawider Helffen vnd trö¬ sten wälle. ERR Gott du bist vnser zuflucht für vnd für. Ehe den die Berge wor¬ den/ vtw die Erde / vnd die Welt geschaffen wurden/ bistu Gott von cwigkeit in ewtgkeit. (LE st-r- Der du die Menschen "lcssest sterben/ mmc?diE sprichst: Kompt wider Menschen kinder. nd'kE« Denn tausend /ar sind für dir wie der Got!csW7tt7 tag der gestern vergangen ist/Vnd wie ei- Kf-'bmL »e Nachtwache. »malsmchts. Du testest sie dahin fahren wie einen ström/vn sind wie ein schlaff/gteich wie ein graß/das doch bald welck wirt. Das da frü blüct/ vnd bald welck wirt/ vnd dcß abends abgchauwen wirdt/vnd verdorret. Das machet dein zorn/daß wir so ver¬ gehen / vnd dein grtm / daß wir so plötzlich dahin müssen- , Denn vnser missethat stellestu für dich/ Anerkannte) vnser ^vnerkanntesünde ins liecht für dei- fLTr'ncmang-sichte. «7.K Darwnb fahren all vnscre tage dahin durch deinen zorn/wir bringen vnserefar 8 Vnser leben wäret sibentzig far/ wcnns Eccles hoch kompt so finde achtzig far / vnd Wenns köstlich gewesen ist/ so ists mühe vnd arbeit gewesen/denn cs fehret schnell dahin/ats flögen wir davon. »Zrnest)^a- Werglaubtsabek/daßdu sosehr'zör- lEi^omVvK ^ud wer förcht sich für solchem dei- vnser sünde so NtM gl liN. SFm 27' Lehre vns bedencken/ daß wir sterben di-»'». müssen/auff daß wir klug werden. HERR kehre dich doch wider zu vns/ vnd sey deinen Knechten gnädig. Fülle vns frü mit deiner Gnade/So wöllcn wir rühmen vnd ftölich seyn vnser lcbenlang. Erfreuwe vns nun wider / nach dem du vns so lange plagest/nach dem wir so lange vnglück leiden. v Zeige deinen Knechtet? deine Wercke/ vnd deine chrejren Kindern. vndhüM/vnd Vnd der HERR vnser Gott sey vns freundtlich/vnd fordre das - Werck deiner hende beyvns/ fa das Werck vnser hende iZReg« wolterfordern. XOI. Troff/so wir auff Gott trauwen/anfttnem wortfest halreu/vnd in ailerley nörenin anruf- fen/ so wälle er vna gn-diglich schüyen/vnd end- lich selig machen. Cr vntcr dem schirm z deßHöhesiensitzt/vndvn ter den; schatten deß All- mechtigen bleibt. Der spricht zu dem HERRN: Meine zuver- sicht/vnd meine Burgk/mein Gott/auff den ich hoffe. Den er errettet mich vom strick deß Zä- gcrs/vnd von der schädlichen Pestilentz. Er wirt dich mit seinen fittichen decken/ vnd deine Zuversicht wirt seyn vnter seinen flügeln/seine" warheit ist schirm vnd schild. Daß du nit erschrecken müssest für dem (warbM grauwen dcß nachts/für den Pfeilen die dcß tages fliegen. s»ad? Für der Pestilentz die im finsterniß schlei- Werley chet/für der seuche die im Mittage verder- mu E-Ag- walt/vnrccht/ , list/t-ckc/ftch Ob tausend fallen zu deiner feiten/vnd k^c. zehen tausend zu deiner Rechten/so wirt es doch dich nicht treffen. Za du wirst mit deinen äugen deine tust n sehen / vnd schauwcn wie es den Gottlosen vergolten wirt. Denn der HERR ist deine Zuversicht/ der Höhest rst deinezuflucht. Es wirdt dir kein vbels begegnen/vnd keineplage wirt zu deiner Hütten sich na¬ hen. Denn er hat seinen Engeln befohlen v- ber dir/ Daß sie dich behüten auff alle dei- rnarrh. 4. nen wegen. Daß sie dich auff den Henden tragen/ vnd McrMalccr. ;,8 vnd du deinen Fuß nicht an einen Stein Der Gerechte wirt grünen wie ein Pal stossest. menbaum/erwirtwachsen wie ein Keder Auffden Löwen vnd Ottern wirst» ge- auff Libanon. hen/ vnd tretten auffden jungen Löwen vnd Drachen. Er begert mein/so wtl ich jm außhelffen/ er kennet meinen Namen / darumb wtl ich jn schützen. Er rüffe mich an / so wil ich jn erhören/ Ich bin bey jmtn der not/Ich wil jn her- auß reissen/ vnd zu ehren machen. Ich wtl jn sätttgm mit langem leben/ vnd wil jm zeigen mein heyl. XOII. Ein Psalmlted auff den Sabbathtag. Lehe vnd Trost/wie Gort die Gottlose ver? tilgen/vnd die fromme segenen wälle. ein köstlich dan- cken / vnd lobsingen dei- nem Namen du höhestcr. Deß morgens deine Gnade/vn deß nachte deine Warhctt ver¬ kündigen. Auff den zchen Saiten vnd Psalter/ Mit spielen auff der Harpffcn. Denn HERR du lässest mich frölich sin gen von deinen wercken/vnd ich rühme die gcschcffte deiner hende. HERR/ wie sind deine Werck so große (Treff)Wün- deine gedanckcn sind so sehr a tieffk crvnssohilfft!' Ein thörichter glaubt das nicht/ vnd ULm Ä ein Narr acht solche nicht. erdrückenka>,° Die Gottlosen gMMN Wie daö Mß/ .vnd die Vbeltheter blühen alle/biß sie ver¬ tilget werden immer vnd ewiglich. Aber du HERR bist der Höhest/ vn blei best ewiglich. s Denn sche/ deine Feinde / HERR/ sihe deine feinde werden vmbkomen/vnd alle Vbelthäter müssen zustreuwet werden. Aber mein Horn wirt erhöhet werden «seiAbM wieeines Einhorns/vnd werde ^gcsalbet Gch ich we>»e mit frischem öle. erfreue -Vnd mein augwirt seine lust sehen an meinen Feinden/ vnd mein Ohr wirt seine lust hören an den boßhafftigen/dte sich wi¬ der Mich setzen. c Rei'nvnrecht) Er sihec kcins Person an/ vnd httfftdcrGvtc- losen fachen mt/ wie sic doch met ne». Die gepfiantzt sind in dem Hause deß HERRN/werden in den Vorhöfen vnsers Gottes grünen. Vnd wenn sie gleich alt werden/wer- den sie dennoch blühen/ fruchtbar vn frisch seyn. Daß sie verkündigen daß der HERR sofromb ist/meinHort/vnd tst'keinvn- rechtanjm. XLIII. weWgung/wie Gottes Reich durch vas E- uangellum M diegauye Welt solle ausigebset-- ter/wie sich die gewaltige dawider seyen/ sedoch über nichts anßrtchten/vnd Lhtlstus den Slg erkalten werde. A Er HERR ist Könige M vnd herrlich geschmückt/ Z dcrHERR ist geschmückt/ vnd hat ein Reich arrge- fangen so weit die Welt Isl/vnd zugericht daß es bleiben sol. Von dem an stehet dein Stul fest/ Du bist ewig. HERR/die Wasserströme erheben sich/ die Wasserströme erheben jr brausen/Die Wasscrströme heben embor die Wellen. Die Wasserwogen im Meer sind groß/ vnd brausen greuwlich/der HERR aber ist noch grösser in der Höhe. Dein wort ist ein rechte Lehre/ Heylig- keit ist dre Zierde deines Hauses ewiglich. XOIIII. Gebetk für die Christliche Airche/wider srs Keinde/fo sie bedrengcn/ vnd vtelfelttger weise beschwören. ERR Gott dkß die L rache ist/Gott/deß die rache ist/" erscheine. - Erhebe dich du Rich-TV ter der Welt/vergilt den laß^4 sehen, hoffertigen was sie verdienen. HERR wie lange sollen die Gottlosen/ Wie lange sollen die Gottlosen pralenk pMc!)Eyn Vnd so trötzlich reden/vnd alle Vbel- LLLm thäter sich so rühmen. H-rr ov-r Ty- HERR /sic Zuschlägen de«, Volck/vnd »m.ff-, plggendeinLrbc. Pittiven Zer Psalm. Wittweti vttd Frembdlinge erwürgen sie/vnd tödten die Waisen. Dnd sagen/Der HERR sihetö nit/vnd der Gott Za cob achteto nicht. Mercktdochjr Narrövnter demvolck/ Dnd jr Thoren wenn wolt jr klug werden? Der das ohr gcpflantzt hat / solt der nit hören?Der das äuge gemacht hat/solt der nicht schenk Der die Heiden züchtiget/ solt der nicht straffen? Der die Menschen lehret was sie wissen. Mer der HERR weiß die gedancken der Menschen/daß sie eitel sind. Wol dem den duHERR züchtigest/vnd lehrest in durch dein Gesetze. 2 Daß er gedult habe Wenns vbel gehet/ biß dcmGottloscn die Grube bereitet wer¬ de. Denn der HERR wirt sein Dolck nicht verstoffen/Noch sein Erbe verlassen. Denn Recht muß doch Recht bleiben/ vnd dem werden alle fromme Hertzen Zu¬ fällen. Wer stehet bey mir wider die boßhaff- tigcn? Wer tritt zu mir wider die Dbelthe- ter? Wo der HERR mir nicht hülsse/ so lege (-Gnue)Das meine Seele schier in der c stille. LALK 2ch sprach:Mein Fuß hat gestrauchelt/ alles a»ß. aber deine gnade HERR hielt mich. Zeh hatte vil bekümmernisse in meinem hcrtzen /aber deine tröstung ergetzten mei¬ ne Seele. Du wirst ia nimmer eine mit dem v v schädlichen Stul / der das Gesetz vbel (Schädliche) ^)asist/damä vkalkt. Ä?v?/d-r"L Sie rüsten sich wider die Seele deß dcc Seelen leh- Gerechten / vnd verdammen VNschuldig Blut. Aber der HERR ist mein schütz / Mein Gott ist der Hort meiner Zuversicht. Dnd er wirdt jncn jr vnrccht vergel¬ ten/ vnd wirdt sie vmb jr boßheit vertil- gen/DerHERR vnser Gott wirt sie ver¬ tilgen. xov. Weissagung vom Reich Christi /vnd ist gleich wol auch ein Lehrpsalm, Ommet herzu/Laßt vnsdem HERREN frolo- cken / vnd jauchtzen dem Hortvnseröheylö. Lasset vnömit dancken fürsein Angesichte komm/vnd MitPsal- men jm jauchtzen. Denn der HERR ist ein grosser Gott/ vnd ein grosser König vber alle Götter. Denn in seiner Hand LstwaödieEn'L bringet/vnd die höhe der Berge sind auch sein. Denn sein ist das Meer / vn er hats ge¬ macht / vn seine hende haben das" trocken bereit. Äastst/dl« Kommet/ laßt vns anbeten vnd knien/ vnd niderfallen für dem HERRN/der vns gemacht hat. Denn er ist vnser Gott/vnd wir das volek seiner weide/ vnd schäft seiner hende. Heute / so jr seine stime höret / so versto- A" cket euwcr Hertz nicht / wie zu Meriba ge- schach/wic zu Massa in der Wüsten. Da mich euwer Dätter versuchten/ fü- leten vnd sahen meine werck. Daß ich viertzig jar mühe hatte mit di- sem Dolck / vnd sprach: Es sind Leute/der Hertz immer den jrreweg wil/vnd dte mei¬ ne Wege nicht lehrncn wöllen. Daß ich schwur in meinem Zorn/sie sol¬ len nicht zu meiner ruhe kommen. XOVI. Weissagung vom Reich Christi / mit exnver- letbrer schöner Lehre. Ingt dem HERRN L ein ncuwes Lied / singet dem HERRN alle Welt. Singet dem HERRN vttd lobet seinen Namen/ prediget einen tag am andern sein heyl. Erzelet vnter denHetden seine ehre/vn-»p"-7- ter allen Dölckern seine Wunder. Denn der HERR ist groß vnd hoch zu loben/wunderbarlich vber alle Götter. Den alte Götter der völcker sindgötzk/ Aber der HERR hat den Himel gemacht. Es stehet herrlich vnd prächtig fürjm/ vnd gehet gewaltiglich vnd löblich zu in seinem Heiligthumb. ZrDöl- Mer Psalm. M IrVölckerbringtherdem HERRN/ DennduHERR bistder Höhestin al- Dringet her dem HERR.N Ehre vnd lenLanden/dubist sehr erhöhet vber alle macht. Götter. b Bringet her dem HERRN die ehre sei¬ nem Namen/bringet geschenck/vnd kompt tn seine Vorhöfe. Betet an den H E RR E N in heyligem schmuck/ Es förchte in alle Welt. Sagt vneer den Heydö/daß der HERR König sey/ vnd habe sein Reich/so weit die Welt ist/bcreit/daß es bleiben sol/Vn rich¬ tet die Dölckcr recht. Himel freuwe sich/vnd Erde sey frölich/ das Meer brause/vnd was drinnen ist. Das Feld sey frölich / vnd alles was drauff ist/ vnd lasset rühmen alle Bäume im Walde. Für dem HERRN/den er kompt / denn er kompt zu richten das Erdtreich. Er wirt den Erdboden richten mit Ge- rechtigkeit/vnd dieDölcker mit seiner war- heit. XOVII. weMglmg vom Reich Christi/ wie er durch das Evangelium die gange Welt richten/vnd den Gläubigen fände vergeben werde/mit an- Hangender vermanung/ daß wir vns vor fän¬ den hüten sollen/ so werde vns Gott wider vn- sere Feinde schützen- L DMHMEr HERR ist M deß freuwe sich das erdtreich/ vn sryen fröltch die Insulm/ss viel ir ist. Wslckcn vnd tunckel istvmbjn her/Gerechtigkeit vnd Gericht ist seines Stulö festung. Feuwer gehet für iw her/vnd zündet an vmbherseine Feinde. Seine blitzen leuchten auff den Erdbs- den/Das Erdtreich sihet vnd erschrickt. Berge zuschmeltzen wie Wachst für dem HERRN/für dem Herrscher deßgantzcn Erdboden. Exsv. -°. Die Himel verkündigen feine Gerech- tigkeit/vnd alle Völcker sehen seine ehre. Schämen müssen sich alle die den Bil¬ den dienen/vnd sich der Götzen rühmen/ Betet/n an alle Götter. Aon höretsvndistfro/vnd die Töchter Juda sind ftölich/HERR vber deinem Re gtment. Die jr denHERRN liebet/hasset das arge/der HERR bewaret die Seelen sei¬ ner Heyligen/ vö der Gottlosen Hand wirt erste erretten. Dem Gerechten muß das "liecht imer wider auffgehen/vnd freude dem fromm ^lückvnh«l. hertzen. Ir Gerechten freuwet euch deß HER- REN/vnd dancket jm/vn preiset seine Hei¬ ligkeit. xevm. Ein Psalm. Weissagung vom Reich Lhristi/in welchem Go« vurch das Evangelium fein hexl verkün¬ digen leßt/vnd seine Gerechtigkeit offenbart/ mit vermanunge/daß wir Gott für solche gnad dancken sollen. Ingttdem HER-» REN ein neuwes Lied/ denn er thut wunder. Er siget mit seiner Rechten/vnd mit seinem heyligen Arme. Der HERR leßt sein Heyl verkündi- gen/Für den Völckern leßt er seine Gerech tigkeit offenbaren. Er gcdenckt anseine gnade vnd war- heit/dem Hause Israel/Aller Welt ende sehen das Heyl vnsers Gottes. Jauchtzet dem HERRN alle Welt/ sin- get/rühmet vnd lobet. Lobet den HERRN mit Harpffen/mtt Harpffen vnd Psalmen. ' MitDrometen vnd Posaunen iauch- tzet für dem HERRN dem Könige. Das Mer brause/vn was drinnen ist/ der Erdboden vnd die drauffwohnen. DieWasserstrome frolocken/vnd alte Berge seyen frölich. Für dem HERRN/denn erkompt das Erdtreich zu richten/ Er wirdt den Erdbo¬ den richten mit Gerechtigkeit/ vnd die Döl cker mit Recht. XLIX. Vermanung/ wiewir Gott/darumb dass er sei,- wocr vnd rechten Gottesdienst wider alles der W-l wüten vnd toben ethelt/ sollen loben vnddanffsagen, _ hh Da M HERR ist Kö- Nnig / Darumb toben die > Völcker/ Er sitzt auff§he ' rubim/ darumb reget sich V die Welt. DerHERRistgroßzuAon/vnd hoch vber alle Völcker. Man dancke deinem grossen vnd wun- dcrbarlichem Namen/dcr da hcylig ist. Im Reich dieses Königes hat man das Recht lieb / Du gibest frombkeit / Du schaffest Gericht vnd Gerechtigkeit in Ia- rob. Erhebet den HERRN vnscm Gott/ be¬ tet an zuseinem Fußschemel/ Denn erist heylig. Mose vnd Aaron vnter seinen Prie- siern/vnd Samuel vnter denen die seinen Nameanruffen/Sie rieffenan denHER REN/vnd er erhöret sie. Er redet mit men durch ein Wolcken- fenlen/Sie vielten feine Heuamß Vttd Ge- bott/dieerinengab. HERR du bist vnser Gott/ du erhörtest sic/Du Gott vergäbest jnm/vndstraffe- tcstirchun. Erhöhet den HERRN vnsern Gott/vü betet an zu seinem hcyligen Berge/ Denn dcrHERR vnser Gott rst hcylig. CinDanckpsalm. Vermanung/daff wir Gott danckemvnd fr§^ kich sexn sollen/varum vaster vns erschaffen/vik durch fernwortm ferneRrrche beruffen hak. Auchtzct dkMHER- MREN alle Welt / dienet M dem HERREN mitfrcu- U den/Kompt für sein An¬ gesicht mit frolocken. Erkennet daß dcrHERR Gott ist/Er hat vns gemacht/vnd nicht wir selbs/ zu scr nem Volck/vnd zu Schafen seiner weyde. Gehet zu seinen Thoren eyn mit dan- rken/zu seinen Vorhöfen mit loben/ Dan¬ ktet im/lobet seinen Namen. Denn der HERR ist freundtlich/vnd setnegnade wäret ewig/vnd setne warheit für vnd für. 01. Ein Psalm DauidS. LttiHaußlehr/rvlesedermantn fernem beruff fleissig sexn/Gotkseligleben/ alle Ergerniß mei- den/vnd stin Gesinde in guter Zucht halten sol. On gnade vnd recht wil ich singen / vnd dir UHERRlobsagen. Ich handel fürsichtig/ vnd redlich bey denen die mir zugehören/vnd wandel treuwlich in meinem Hause. Ich nemme mir keine böse fach für / Ich hasse den vbertretter/ vnd lasse in nicht bey mirbleiben. Ein verkehret Hertz muß vonmirwci- chen/Dcn bösen leide ich nicht. Der seinen Nchesterr heimlich verleum- det/den vertilge ich/Ich mag deß nicht/der stoltzc gebcrde vnd hohen mut hat. Meine äugen sehen nach dcntrcuwen im Lande/ daß sie bey wir wohnen/Dnd hab gerne fromme Diener. ) Falsche Leute halte ich nicht in meinem Hausc/die Lügener gedeyen nichtbey mir. Frü vertilge ich alle Gottlosen im Lan¬ de /daß ich alleVbelthäter außrotteauß der Statt deß HERRN. OII. Ein Gekett des; Elmden/ so er bctrübtist/vndseine klagefür dem HERRN auß- schütt. Gebett Lhn'sti/vnd seinerRirche/wfdeedks ungläubige verstockt« Iüven/dl'ewell sie da« E. vangelium verfolgen/daß ste Gott i« lengerse tiefferiu srrrhumb wöile sincken lassen. ERR höre mein Ge- bctt/vnd laß mein schreym zudirkommen. Vcrbirge dein Antlitz W nicht für mir/In der not neige deine ohrcn zumir/Wenn ich dich anruffe/so erhöre mich bald. Denn meine tage sind vergangen wie ein rauch/ vnd meine Gebeine sind ver¬ brannt wie einBrannt. Mein Hertz ist geschlage/vn verdorret wie graß/dz ich auch vergeß mein brot zu essen. Mein ^cr Wltcr. Z2O Sie werden vergehen/aber du bleibest/ sie werden alle veralten wie ein Gewand/ sie werden verwandelt wie ein Kleid/ wen du sie verwandeln wirft. Du aber bleibest wie du bift/Vnd deine jar nemmen kein ende. Die kinder deiner Knechte werden blei¬ ben/ Vnd -r Samen wirt für dir gedeyen. GUI. Ein Mm Davids. Eine feine Danksagung für Gottes gnade vnd barmheryigkett/daß er sünve vergibr/vnv sich vber vns/wie et» Vatter vber seme Amder/ crbarinet. Obe dm HERRN meine Seele/vnd was m mir ist / seinen heyligm Nanren. Lobe den HERREN meine Seele/vnd vergiß nicht was er mir gutsgerhanhat. Der dir alle deine sünde vergibt/vnd hcylet alle deine gebrechen. Der dein leben vom verderben erlöset/ Der dich krönet mit gnade vnd barmher- tzigkeit. Der deinen Mund frölich machet/vnd du wider jung wirst wie ein Adeler. Der HERR schaffet Gerechtigkeit vnd Gericht/allen die unrecht leiden. Er hat seine Wege Mose wissen lassen/ die Kinder Fracl sein thun. -ck/ Bannhcrtzig vn gnedig ist der HERR/ Gedültig/vnd grosser güte. Er wirt nit immer" hadern/ noch ewig- lich zorn halten. gnergey«. Er handelt nicht mit vns nach vnsern sünden/vnd vergilt vns nit nach vnser mis- sethat. Denn so hoch der Himmel vber der Er¬ den ist/leßt er seine gnad walten vber die so jn fürchten. So ferrne der morgen ist vom abend/ leßt er vnser vbertrettung von vns seyn. Wie sich ein Vatter vber Kinder erbar¬ met / so erbarmet sich der HERR vber die/ b so jri fürchten. LKL, Denn er kent was für ein gemacht wir UG-bcmv °- sind/ Er gedenckt dran daß wir staub sind, armm hh ii Ein^"- Mein Gebein klebt an meinem Fleisch/ für heulen vnd seufftzen. Ich bin gleich wie ein Rohrdomel in der Wüsten/Zch bin gleich wie ein Keutzlin in denverstöreten Statten. Ich wache/vnd bin wie ein eynsamer Vogel auff dem Dache. Täglich schmähen mich meine Feinde/ vnd die mich spotten schweren bey mir. Denn ich esse Aschen wie Brot / vnd mische meinen tranck mit weinen. v Für deinem drauwen vnd zorn/daß du mich auffgehaben/ vnd zu boden gestossen hast. Meine tag sind dahin wie ein schatten/ Vnd ich verdorre wie Graß. Du aber HERR bleibest ewiglich / vnd dein gcdachtmß für vnd für. Du woltest dich auffmachen/ vnd vber Aon erbarmen/Dcnn es ist zeit/ daß du -r gnedig seyeft/vnd die stunde ist kommen. Denn deine Knechte wolten gerne daß sie gebauwet würde/vnd sehen gerne/ daß -re Steine vnd Kalckzugericht würde. Daß die Heiden den Namen deß HER REN fürchten/vnd alle Könige auff Er¬ den deine Ehre. Daß der HERR Zion bauwet/ vnd er¬ scheinet in seiner ehre. Er wendet sichzumGebett der verlasse- mn/vnd verschmehet -r Gebet nicht. « Dao werde «geschriben auff die Nach- Adaßm2 kommcn/vnddasVolckdas geschaffen so! p-un werdcn/wirt den HERRN loben. Denn er schäumet von seiner heyligen Höhe/vnd der HERR sihet vom Himmel auffErden. Daß er Das seufftzen deß gefangenen hö- rc/vnd loß mache die Kinder deß todes. Auff daß sie zu Aon predigen den Na¬ men deß HERRN/ vnd sein lob zu Jerusa¬ lem. Wenn die Völcker zusamen komen/vnd die Königreiche dein HERRN zu dienen. Er demütigt auffdem Wege meine krafft/ Er verkürtzet meine tage. Ich sagc/Mein Gott/nim mich nit weg In dec heisst) in der helfft meiner tage. Es-h? Deine jar wären für vnd für/ Du haft Ebre.vorhin die Erde gegründet/vnd die Himel sind deiner hende werck. Ebre.x.r. Die Berge gehen hoch herfür / vnd die breyten setzen sich herunter/zum ort den du inen gegründet hast. Du hast eine Grentze gesetzt/darüber s kommen sie nicht/vnd müssen nicht Widers umb das Erdtrcich bedecken. Du testest Brunen quellen in den grün den/ daß die Wasser zwischen den Bergen hin fliessen. Daß alle Thier auffdem felde trincken/ vnd das Wild seinen durst lesche. An denselben sitzen die Vögel deß Hirn- mels/vnd singen vnter den Zweigen. Du feuchtest die Berge von oben her/ Du machest das Land voll Früchte/dte du schaffest. Du testest Graß wachsen für das Vieh/ vnd Saat zu nutz den Menschen/daß du Brot auß der Erden bringest. Vnd daß der Wein erfreuwe deß Men¬ schen Hertz/vnd seine gestalt schon werde von öle/vnd das Brot deß Menschen Her¬ tze stercke. « Daß die"Beume deß HERREN voll saffts stehn/ die Kedern Libanon/die er ge- L ;.4.L. ron/dener hatte erwehlet. Dieselben theten seine zeichk vnter jnen/ Exos. 7. vnd seine wunder im Lande Ham. Er ließ sinsterniß kommen/vnd macbts finster/vnd" waren nicht vngehorsam sei- rim Worten. Erod.7. Er verwandelt jre Wasser in blut/ vnd tödtetjre Fische. Zr Land wimmelte Kröten herauß/in den Kammern jrerKönige. Er sprachDa kam Vnzifcr/Leuse in al- E^v.s. len iren Grentzen. Er gab jnen Hagel zu Regen/Feuwer- flammen in jrem Lande. Aer Walter. v Vnd schlug ire Weinstöcke vnd Feigen¬ bäume/ vnd zubrach die Bäume m jren Grentzen. Lxsd..°. Er sprach/da kamen Heuwschrecken VN Käfer onzal. Vnd sie fraßen alles graß in -'rem Lan- de/vn frassen die Früchte auff jrem Felde. Exsd.,r. Vnd schlug alle Erstegeburt in Egypti/ alle fre erste Erben. Lxsd.';. b^Nd führet sie auß mit Silber vnd czAGolde/ vnd war kein gebrechlicher vntcr jren Stämmen. N»-'?-. Egypten ward fro/daß sie außzogen/ denn jre forcht war auff sie gefallen. Er breitet eine Wolcken auß zur decke/ vnd Feuwer deß nachts zu leuchten. Exsd..--. Sje baten / da ließ er Wachteln kem- mcn/vnd er sättiget sie mit Himmelbrot. Aclor. Er öffenet den Felsen/ da stoffen wasser "°' auß/daß Bäche liessen in der dürren Wü¬ sten. Denn er gedacht an sein heyliges wort/ Denesirr. Abraham seinem Knechte geredt. Also führet er sein Volck auß mit freu- den/vnd seine außerwehlten mit Wonne. Iss».;. Vnd gab inen die Länder der Heyden/ daß sie die Güter der völcker eynnamen. Auffdaß sie halten sollen seine Rechte/ vnd seine Gesetz bewaren/Haleluia. OVI. Halcluia. Dsuckssgung/ob gleich Gott die vudsnekba-« re vnglLubtgeIüdeii für vnd für gcstraffr/daß er dennoch leyltch gnad erzeiget/vnd geschont habe. Ist auch eine Lehre/ daß wir fromb seyn/ vnd vnsfür Sünden hüten sollen/ dieweil sie Gott also ernstlich strafft. L Anckct dem HER- REN/denn er ist freundt- lich / vnd seine güte wäret ewiglich. Wer kan die grosse tha- ten deß HERRN außreden k Vnd alle n löblich werckpreisenk Wo! denen die das Gebott halten/ vnd thun immerdar recht. HERR gedenckmein/nach der gnaden/ die du deinem Volck verheissen hast/bewei- ftvns deine hülffe. Daß wir scheu mögen die wolfahrt dei¬ ner außerwehttteu/imd was freuwcndaß deinem Volck wolgehet/vnd vns rühmen mit deinem Erbtheil. Wir haben gesündiget sampt vnsern Vättern/wir haben mißhandelt/vud sind Gottloß gewesen. Vnser Vättcr in Egypten wolten deine Wunder nicht verstehen/Sie gedachten nicht an deine grosse güte / vnd waren vn- gehorsamamMeer/nemlicham Schilff- mcer. Er halffinen/aber vmb seines Namens willcn/daß er seine macht beweisete. Vnd er schalt das Gchtlffmeer/da ward Exsv. >4. es trocken/ vnd führet sie durch die Liessen/ wie in einer Wüsten. Vnd halff inen von der Hand deß der v sic hasset/ vnd erlöset sie von der Hand deß Femdes. Vnd die Wasser erseufften ire Wider- E^v.v. sächer/daß nicht einer vberbleib. Da glaubten sie an seine wort/ vn jun¬ gen sein lob. Aber sie vergassen bald seiner werck/sie warteten nicht seines rahts. Vnd siewurdenlüsterninder Wüsten/ n»m. rr. vnd versuchten Gott in der einöde. Er aber gab inen ire bitt/vn sandte inen gnug/biß inen dafür ekelt. Vnd sie embörctcn sich wider Mosen im Läger / wider Aaron den Heyligen deß HERRN. Die Erde thet sich auff/vnd verschlang n-m..-. Dathan/Vnd decket zu die rotte Abiram. Vnd Feuwer ward vnter ire Rotte an- gezündet/die stamme verbrannt die Gott¬ losen. Sie machten ein Kalb LnHoreb/vnd Exsr>.;,. betttm an das gegossen Bild. Vnd verwandelten ire" Ehre in ein cEhre)Äa- gleicbniß eines Ochsen/der Graß iffet. Sie vergaffen Gottes ires Heylands/ der so grosse ding in Egypten gethan hatte. Wunder im Lande Ham/vnd schreck¬ liche werckam Schilffmcer. Vnd er sprach: Er wolte sie vertilgen/ o wo nit Mose sein außerwehltcr den Riffz Exss ^p« auffgehalten hette/seinen grimabzuwen- den/auffdaß er sie nicht gar vcrdcrbete. Vnd sie verachteten das liebe Land / sie gläubten seinem wort nicht. Vnd murreten in iren Hütten/siege- horchten Mer Wlttr. Z22 horchten der Stimme deß HERRN nicht, ge vus zusamen auß den Heyden/daß wir Vnd er Hub auff seine Hand wider ste/ dancken deinem heyligen Namen/ vnd rü- daß er sie nider schlüge in der Wüsten. Vnd würffe iren Samen vnter die Hei- den/vnd streuwet ste in die Länder. n»»,. Vnd sie hiengen sich an den BaalPeor/ vnd asten von den Opffern der todten Gö¬ tzen. Vnd erzürneten in mit irem thun/da reiß auch die Plage vnter sie. Da trat zu Pinchas vnd schlichtet die Sacbe/da ward der Plage gesteuwrct. Vnd ward jm gerechnet zurGerechttg- keit/für vnd für ewiglich. Krov. »7. Vnd sie erzürneten in am Haderwasser/ nvm.ro. zuplagten den Mose vbel. Denn sie betrübten im sein Hertz/daß im etliche wort entfuhren. v-vt. 7. ,r. Auch vertilgeten sie die Völcker nicht/ Wie ste doch der HERR geheissen hatte. Sondern ste mengeten sich vnttr die Heyden/vnd lehrneten derselben werck. Vnd dieneten ireu Götzen/die gerrehten inen zum ärgerniß. v Vnd ste opfferten ire Söne/vn ire Töch¬ ter den Teuffeln. Vnd vergossen vnschuldig Blut / das Blut jrer Sone vnd irer Töchter/ die ste opfferten den Götzen Kanaan/ daß Das Land mit Blutschulden befleckt ward. men dein lob. Gelobet sey der HERR der Gott Mae!/ vonewigkeit in ewigkcit/vnd alles Dolck spreche: Amen/Haleluta. evii. Dancksagung/daß Gott in allerlei lei'bsnZ^ ten gnävlgkllch hllffr/ tn armur / gefcngnrsse/ kranckhelten/handrierungen/ theuwrer;ert/rc. Ancket dem HER- N REN/deun er ist freundt- KT s« I lieh/vnd seine güte wäret ^L^Z-u! ewiglich. schmaust aller. Saget / die ir erlöset W tzen/im raht der fromm/ vnd in der Gemeine. Groß lind die werck deß HERREN / wer jr achtct/der hat eitel lustdran. Was er ordnet das ist löblich vn herrlich/ vnd seine Gerechtigkeit blecket ewiglich. Er hat ein gedächmiß gestifft seiner wnn der/dcr gncdige vnd barmhcrtzige HERR. Ergibt speise denen die /n förchten/Er denckct cwigklich an seinen Bund. Er leßt verkündigen seine gewaltige thaten seinemVolck/daßer/nm gebe das Erb der Heyden. Die werck seiner hmde sind Warheit vnd Recht/Alle seine Gcbott smd rechte schaffen. Sie werden erhalten immer vnd ewig- lich/vnd geschehen trmwlich vnd redlich. Er sendet eine Erlösung seinem Volck/ er verheisset daß sein Bund ewiglich blei¬ ben sol. Heylig vn hehr ist sein Name/ die forcht prouer... deß HERRN ist der Weißheit anfang. Eccles.». Das ist ein feine klughen/ wer darnach thut/deß lob bleibet ewiglich. OXII. rneinem HERRN: Setze dich zu meiner Rechten/ biß ich deine Feinde zum schemel deiner süsse lege. Der HERR wirt das Sccpter deines Reichs senden auß Aon/ Herrsche vnter deinen Fmrden. Nach dernem Sig wirt dir dein Volek willigklich opffcrn irr heyligem schmuck/ Deine Kinder werden dir geborn wie der thauw auß der Morgenröte. Ebbe.;.7- DcrHERRhüt geschworen/vndWirt /N Nit gereuweu/Du bist ein Priester ewig lich/nach der weise Mlchrsedck. Der HERR zu deiner Rechten/wirdt zerschmeissen die Könige / zur zeit seines zorns. Er wirt richten vnter den Heyden/Er wirdt grosse Schlacht chun/ Er wirdt zer- schmeissen das Haupt vber grosse Lande. L? m-« Kid?. Er wirt trinckm" vom Bache auffdem VN anffcrstehn. Darumb wirt er das Haupt embor heben. Der Gottlose Witts sehen / vnd wirt in Für dem HERRN bebete die Erde/für verdriessen/Seine Aene wirterzusamen dem GottZacob. beiffen/vnd vergehen/Den was die Gott- Der den Fetß wandelt in Waffersee/ losengemewöltendas ist verloren. vnd die steine in Wasserbrünnen. OXIII. Halelma. Vaneksagnugfür Gottes gnade/vndsönder- Irch/daß er sich der vntergevruckren anmmpt/ vnd sie errettet. ^^KO Obet ft Knechte den A MM D HERRN /Lobet den Na« men deß H ERRN. Gelobet sey deß HER- REN Name/ von nun an btßinewigkeit. Don auffgang der Sonnen biß zu irem nidergang/seygelobtder Name deß HER REN. DerHERRtsthochvber alte Heyden/ Scinoehregehetsoweit der Himmel ist. Wer ist wie der HERR vnser Gottk der sich so hoch gesetzt hat. Dnd auff das nidrige sihet/in Himmel vnd Erden. Derdengeringen auffrichtetauß dem staub/ vn erhöhet den armen auß dem kot. Daß er in setze neben die Fürsten / ne¬ ben die Fürsten seines Dolcks. Derdievnftuchtbareim Hause wonen macht/daß sie ein ftöltche Kmdcrmutter Wirt/Haleluia. exim. ZdanFsirgvngfär Gotte« wrrnderbarlt'ch schöpff/ReglervngvndSegen aller Lreaturen. A Israel auß Egy- ptenzoch/dasHaußIa- tob auß dem frembdcn MWWDolck. Da ward Zuda sein tzcyltgthumb/Frael seine Hcrrschafft. DasMeersahe/vnd flohe/derIordan wand sich zu rück. Die Berge Hüpffeten wie die Lämmer/ Vic Hügel wie die jungen Schafe. Was war dir duMeer/ daß du flohest? Dnd duZordan/daß du zu rück wandtest? Ir Berge/daß ir hüpffetet wie die Läm mer?Zr Hügel wie die jungen Schafe. exv. Lehre/ daß wrr allein auff Gott vndsetns gnade trauwen/vnd alles verrranwenanffan» dere Lreamren sollen fahren lassen/Denn er al¬ lein kan segenen vnd Helffen/ vnd rmles t'nsonB derheitselner/Kirchen rhun. WMM Zcht vns H § R R/ » nicht vns / sondern dei- ncm Namen gib Ehre/ vmb deine gnade vn war heit. Warumb sollen die Heyden sagen: Wo LstnunjrGott? Aber vnser Gott ist im Himmel/Er kan schaffen was er wil. ' - Jener Götzen aber sind silber vnd gold/ pfalma?r. von Menschen henden gemacht. Sie haben Müler vnd reden nicht/ sie haben Augen vnd sehen nicht. Sie haben Ohren vnd hören nicht/sie haben Nasen vnd riechen nicht. Sie haben Hende vnd greiffen nicht/ Füsse haben sie vnd gehen nicht/vnd reden nicht durchjrcn Halß. Die solche machen sind gleich also / vnd alle die auff sie hoffen. Aber Israel hoffe auffden HERREN/ der ist jr hülffe vnd schilt. Das Hauß Aaron hoffe auffden HER REN/dcristjrhülffevnd schilt. Die den HERRN förchten/hoffen auch i auff denHERREN/ der ist jrhülffe vnd schilt. (AAErHERRdrucket an vttö/vnd^e- (^Agenet vne/Er segenet das Hauß Is- rael/Er segenet das Hauß Aaron. Er segenet die den HERRN fürchten/ bcyde/kleine vnd grosse. Der HERR segne euch je mehr vn mehr/ euch vnd euwere Kinder. Irseyt die gesegneten deß HERRN/der Himmel vnd Erden gemacht hak. Der Himel allenthalben ist deß HER¬ REN / aber die Erde hat er den Menschen Kindern gegeben. Die todten werden dich HERRnicht lo- ben/noch die hinunder fahren in die stille. Sondern Mer Walter. Sondern wir loben den HERRN/von nun an biß in cwigkeit/Haleluia. exvi. Dancksagung / daß Gott also gnedrgll'ch in allerley nören hilssr/ob gleich Vre hülffnicht ehr kompr/man lrge denn vorhin darmder. Darum sollen wir den Reich mit gedült trlncken/vnd wenn Gott hilffi/jn loben. As lst mir lieb/ das der HERR meine filme ond mein flehen höret. Daß er sein ohr zu mir nerat/ drum wil ich mein in anruffen. Stricke deß tods hatten mich vmbfan- gen/ vn angfi der Hellen hatten mich trof- fen/Ich kam in jammer vnd not. Aber ich rieff an den Namen deß HER REN/O HERR errette meine Seele. Der HERR ist gnedig vnd gerecht/vnd vnscr Gott ist barmhertzig. Der HERR behütet die einseitigen/ Wenn ich vnterlige/so hilfft er mir. Sey nun wider zu friden meine Seele/ denn der HERR thut dir gute. Denn du hast meine Seel auß dem to- de gerissen / mein Auge von den Threnen/ meinen Fuß vom gleiten. Ich wilwandeln für dem HERRN/im Lande der lebendigen. v LMH glaube / darumb rede ich/ Ich .Ls ^^werde g^r sehr geplagt. Rom.;. Ich sprach in meinem ZagenÄlle Men- (Lügen«) schensind^Lügener. ÄÄnmmm Wie sol ich dem HERRN vergelten alle « ra» do?!n» seine wolthat/die er mir thutk lcktmt h-lffen/ Ichwildcnheylsamen Kelchnemmen/ »m„ fthlc». HERRN Nanren predigen. Ichwil meine Gelübde dem HERRN bezalen/für alle seinem Volek. Der tod seiner Heyligen ist wehrt ge- halten für dem HERRN. ODERRichbin dein Knecht/Ich bin dein Knecht/demerMagd Son/Duhast meine band zmtffcn. Dir wil ich danckopffem/vn deß HER¬ REN Namen predigen. Ich wilmeine Gelübde dem HERRN bezalen/für all seinem Volek. Zn den Höfen am Hause deß HERRN/ In dirIerusalcm/Halelma. OXVII. Danksagung / daß Gott die Heyden zu seinem Reich berußen/ vnd inen ewige gnad/vurch Lhn-- stum/wölle widerfahren lassen. den HERRN WWWjA alle Heyden/preiset/nal- leVölcker. Denn seine gnad vnd warheit waltet ober vno inewigkeit/Haleluia. exvm. Dancksagung vnsers HERREN Christi/ daß in Gott wider seine feinde erhalten/ vnv vom rode erweckt hat mir einverleibter verina« nung/daß iederman sich solcher gnade freuwett/ Gott dafür da ncken/ vnd für sein Reich ferrner bitten sol/vaß ers wider die Welt vnd den Sa¬ tan wolle erhalte». Anckct dem HER- U REN dmn er ist freundt- Z lich/vnd seine güte wäret ewigklich. EosagenunIsrael/sei- ne güte wäret ewigklich. Es sage nun das Hauß Aaron/seine gü te Wäret ewigklich. Es sagen nu die den HERRN förchten/ seine güte Lväret ewiglich. » " dempffcn wie ein Fcuwcr in Domen/A. ber im Namen deß HERRN wil ich sie zer- » hauwen. Man Acr Psalter. Man flösset mich / daß ich fallen sol/ Denn welche auff seinen wegen wan- aber der HERR htlfft mir. deln die thun kein vbels. Der HERR ist meine macht/vnd mein Du hast gehörten fleissig zu halten dei- Psalm/vnd ist mein Heyl. ne befehl. Man singet mit freuden vom Sig in O daß mein leb? deine Rechte mit gan- den Hütten der Gerechten/die Rechte deß tzem ernst hielte. HERRN behelt den Sig. Wenn ich schauwe allein auff deine Ge Die Rechte deß HERRN ist erhöhet/ bott/so werde ich nicht Zu schänden. Die Rechte Deß HERRN behelt den sig. Zeh dancke dir von rechtem hertzen/daß Ich werde nicht sterben/sondern leben/ du mich lehrest die Rechte deiner Gerech- pnd deß HERRN werck verkündigen. tigkeit. Der HERR züchtiget mich wol / aber Deine Rechte wil ich halten / verlaß er grbt mich dem Tode nicht. mich nimmermehr. Thut mir auff die Thor der Berechtig- wirdt ein Jüngling seinen weg II. keyt/daß ich da hineyn gehe/ vn dem HER- M^vnstrafflich gehenk Wen er sich Helt REN dancke. nach deinen werten. e Dao ist das thor deß HERRN/die Ge¬ rechten werden da hineyn gehen. Ich dancke dir/daß du mich demütigest/ vnd hilffest mir. /L Der Stein / den die Bauwleute ver- Mmch!». werffen/ist zum Eckstein worden. Rom §4' Dao ist vom HERRN geschehen / vnd ».pttT ist ein wunder für vnsern äugen. Dißistdcrtag/denderHERRmacht/ Laßtvnsfreuwen/vnfrölich drinnen seyn. O HERR hilff/ O HERR laß wol ge¬ lingen. Gelobt sey der da kompt im Namen deß HERRN/wir segnen cuch/die jr vom Hau¬ se deß HERRN seyt. Der HERR ist Gott/der vno erleuch¬ tet/ Schmückt das Fest mit Myhen / biß an die Hörner deß Maro. Du bist mein Gott/ vnd ich dancke dir/mein Gott/ich wil dich preisen. Danckct dem HERRN / Denn er ist freundtlich/vnd seine güte wäret ewiglich. OXIX. Gebett/daß vns Gottür seinem Wort leiren/ vnd den Leinde deß Worts wolle wehren / Den das wort ist der höchste schätz/ darin wir leben/ trost/lehr/vurerrichr/schny vnd alles gnr/haben. denen /dre one I. wandel leben / die im Ge- MAKM setz deß H E RR E N wan- deln. Wo! denen / die seine Zeugniß halten/die jn von gantzem Her¬ tze» suchen. Ich suche dich von gautzeM hertzen/ laß Mich nicht fehlen deiner Gebott. Ich behalt dein Worein meinemher¬ tzen / auffdaß ich nicht wider dich sündige. Gelobt seystu HERR / lehre mich deine Rechte. - Ich wil mit Meinen Lippen erzelen alle Rechte deines mundeo. Ich freuwe mich deß Weges deiner zeug- niß/ als vber allerley Rcichthumb. Ich rede was du befohlen hast/ Vnd schauwe auff deine wege. Ich habe tust zu deinen Rechten/vnd vergesse deiner wort nicht. cM^Hu wol deinem Knccht/daß ich lebe/1 l l. ^Wvnd dein wort halte. v Offene mir die äugen / daß ich sehe die wunder an deinem Gesetze. Ich bin ein Gast auffErden / verbirge deine Gebott nicht für mir. Meine Seele ist zumalmet für verlan¬ gen nach deinen Rechten allezeit. Du schiltest die stoltzen/verflucht sind die deiner Gebott fehlen. Wende von mir schwach vnd verach- tung/dcnn ich halte deine zengniß. Es sitzen auch die Fürsten/vndreden wider mlch/aber dein knecht redet von dei¬ nen Rechten. Ich habe lust zu deinen Zeugnissen / die sind meine Rahtsleute. AIHEine Sccl ligt im staube/erquicke A)H,(mich nach deinem wort. "Ich erzehle meine Wege / vn du erhörest mich/lehre mich deine Rechte. ii Vnter- ^er Wlttr. Vnterweise mich dm weg deiner be¬ fehl/So wil ich reden von demen Wun¬ dern. Ich greme mich / daß mir das Hertz ver- schmacht/Stcrcke mich nach deinem wort. Wende von mir den falschen weg / vnd günne mir dein Gesetze. Ich habe den weg der warheit erweh- let/ Deine Rechte habe ich für mich ge- stellet. Ich hange an deine Zeugnissen/ HERR laß mich nicht zu schänden werden. Wen du mein Hertz tröstest so lauffe ich den weg deiner Gebott. V. AEige mir HERR den weg deinerRech- Hte/ daß ich sie beware biß ans ende. Vnterweise mich daß ich beware dein Gesetze/vnd halte es von gantzcm hertzen. Führe mich auff dem stege deiner Ge¬ bott/ denn ich habe tust dazu. Neige mein Hertz zu deinen Zeugnissen/ vndnichtznmgcytz. Wende meine äugen ab / daß sic nicht schm nach vnnützer lehre/sondern erqui¬ cken mich auff deinem Wege. Laß deinen Knecht dein Gebott festig- lich für dein Wort halten/Daß ich dich fürchte. Wende vo mir die schmach/die ich scheu we/ Denn deine Rechte sind lieblich. Sihe/ich begere deiner befehlc/erquicke mich mit deiner Gerechtigkeyt. VI. ERR/laß mir deine gnade widerfah- Wkcn/Deine hülffe/nach deinem wort. Daß ich antworten möge meinem Lästerer/Denn ich verlaß mich auff dein Wort. Vnd nun ja nicht von meinem munde das wortder warheit/Denn ich hoffe auff deine Rechte. Ich wil dein Gesetz halten allwege/ im¬ mer vnd ewiglich. Vnd ich wandele frolich/ denn ich suche deinen befehl. Ich rede von deinen Zeugnissen für Kü- mgen/vnd schäme mich nicht. Vnd hab tust an deinen Gebotten/vnd sind mir lieb. Vnd hebe meine Hände auff zu deinen Gebotten / die mir lieb sind / vnd rede von deinen Rechten. Edenck deinem knechte an dem wort/ VII. ^)auff welchs du mich testest hoffen. Das ist mein tröst in meinem elende/ Denn dein Wort erquicket mich. Die stoltzen haben jren spott an mir/ Dennoch weiche ich nicht von deinem Ge setze. HERR/wenn ichgcdenckewie duvon der Welt her gerichtet hast/ so werde ich ge tröstet. Ich bin entbrannt vbek die Gottlosen/ die dein Gesetz verlassen. Deine Rechte sind mein Lied / In mei- o nem Hause. HERR/ ich gedcncke deß nachts an dei¬ nen Namen/ vnd halte dein Gesetz. Das ist mein schätz/daß ich deinen be¬ fehl halte. Kh habgesagt/HERR/dassolmein VIII. erbe seyn/Daß ich deine Wege halte. Ah siche für deinem Angesichte von gantzem hertzen/sey mir gnädig nach deinem wort. Ich betrachte meine wege/vn kehre mei¬ ne süsse zu deinen Zeugnissen. Ich eyle vnd säume mich nicht zu halten deine Gebott. Der Gottlosen Rotte beraubet mich/ 5°^-- aber ich vergesse deines Gesetzes nicht. »2 2^ Jur Mitternacht stehe ich auff/dir zu dancken/Für dieRechte deiner Gerechtig¬ keit. Ich halte mich zu denen/die dich fürch¬ ten/ vnd deinen befehl halten. HERR/die erde ist voll deiner güte/leh- re mich deine Rechte. ^^V thust guts deinem knecht/HERR I X. Lehre mich heilsame sitten vnd" erkent- E^ms) niß/denn ich glaube deinen Gebotten. Dasm besch«. Ehe ich gedcmütigt ward irret ich/ nun kpA. aber halte ich dein wort. Du bistgütigvn freundtlich/ lehr mich deine Rechte. Die stoltzen ertichten lügen vber mich/ Ich aber halte von gantzem hertzen deine befehl. Ir Hertz ist dick wie schmär/ Ich aber hab tust an deinem Gesetze. Es ist mir lieb / daß du mich gedcmüti- get hast/daß ich deine Rechte lehrne. Das Mer Wirer. L Das Gesetze deines mundeö ist mir lie¬ ber denn vil tausend stück gold vnd silber. X. ^^rettet/vnterweise mich / daß ich dei¬ ne Gebottlchrne. Die dich förchten sehen mtch/vnd freu- wen sich/ Denn ich hoffe auffdein wort. H E RR / ich weiß/ daß deine Gerichte recht sind / Vnd hast mich treuwltch gede- mütiget. Deine Gnade müsse mein tröst seyn/ wie du deinem Knecht zugesagt hast. Laß mir deine Barmhertzigkeyt wider- fahren/daß ich lebe / Denn ich habe tust zu deinem Gesetze. Ach daß die stoltze müßten zu schänden werden/ die mich mit lügen niderdrücken/ Ich aber rede von deinem befehl. Ach daß sich müssen zu mir halten die dich förchten/vnd deine Zeugnisse kennen. Mein Hertz bleibe rechtschaffen in dei¬ nen Rechten/Daß ich nicht zu schänden werde. XI. ^v^Eine Seele verlanget nach deinem o-MHeyl/Ich hoffe auff dein Wort. Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort/vnd sagen: Wenn tröstestu mich? * Denn ich bin wie ein Haut im rauch/ M Deiner rechte vergeß ich nicht. Wie lang sol dein Knecht warten? MaesaMst. Wenn Mtu Gericht halten vber meine Verfolger? Die stoltzen graben mir Gruben/Die nicht sind nach deinem Gesetze. Deine Gcbott sind eytel warheyt/sie verfolgen mich mit lügen/ Hilffmir. Sie haben mich schier vmbbracht auff Erden/ Ich aber verlasse dein befehl nicht. ? Erquicke mich durch deine gnade / daß ich halte die Zeugniß deines mundes. XII. M^ERR/dein wort bleibt ewiglich/So ^sweit der Himmel ist. - Deine warheit wäret für vnd für/ Du hast die Erde zugerichtet/vnd sie bleibet stehen. Es bleibet täglich nach deinem Wort/ Denn es muß vir alles dienen. Wo dein Gesetz nit mein tröst geweßt were/ so were ich vergangen in meinem elend. Ich wil deinen befehl nimmermehr ver- gessen/Dmn du erquickest mich damit. Ich bin dein / hilffmir / Denn ich suche deine befehl. Die Gottlosen warten auffmich/daß sie mich vmbbringen/Zch aber merckc auff deine Jeugniß. Ich habe alles dings ein ende gesehen/ Aber dein Gebott wäret. Oi^LIe habe ich dein Gesetz so lieb / täg- E^)lich rede ich davon. Du machest mich mit deinem Gebott XIll. weiser denn meine Feinde sind/Denn cs ist ewiglich mein schätz. Ich bin gelehrter denn alle meine Leh, rer/Denn deine Zeugniß sind meine rede. Ich bin klüger denn die Alten/ Den ich halte deine befehl. Ich wehre meinem Fuß alle böse Wege/ Daß ich dein wort halte. Ich weiche nicht von deinen Rechten/ Denn du lehrest mich. Dein Wort ist meinem Mund süsser denn Honig. Dein wort macht mich klug/ Darumb Haffe ich alle falsche wege. (A^Ein Wort ist meines süsses Leuchte/ xIIII. ^LHÄnd ein liecht auff meinem Wege. Ich schwere / vnd Wils halten / daß ich die Rechte deiner Gerechtigkeyt halten wil. Ich bin sehr gcdemütiget/HERR/er-« quicke mich nach deinem wort. Laß dir gefallen HERR das willige Opffer meines Mundes/ vn lehre mich dei¬ ne Rechte. Ich trage meine Seele immerinmei- Ich trägem«» nen Händen/Vnd ich vergesse deines Ge- sctzes nicht. Die Gottlosen legen mir stricke / Ich aber irre nicht von deinem befehl. Deine Zeugntß sind mein ewiges Er- be/Denn sie sind meines hertzen Wonne. Ich neige mein Hertz / zu thun nach dei¬ nen Rechten/jmmcr vnd ewiglich. §h hasse die" Fladergeister/vnd lie- AÄi be dein Gesetze. c §iaderge,> Du bist mein schirm vnd schtldt/ Kt?r Tm Ichhoffe auff dein wort. L-» TL Weichet von mir ir boßhafftigen / ich d» Mer -ewas wil halten die Gebott meines Gottes. ii ii Erhalt LIL S- Erhalt mich durch dein wort / daß ich lebe / vnd laß mich nicht zu schänden wer¬ den vbcr meiner Hoffnung. Stercke mich / daß ich genese/ so wil ich stäts meine lüft haben an deinem Rechte. Du Mittest alle / die deiner Rechte fehlen / denn jr triegerey fft eytel lügen. Du wirffst alle Gottlosen auff Erden weg wie schlacken/darumb liebe ich deine Zeugnisse. Ich sörchte mich für dir/daß mir die haut schauwcrt/ vnd entsetze mich für dei¬ nen Rechten. XVI. §h halte vbcr dem Recht vnd Ge- rechtrgkcyt/vbcrgibmrch nicht denen o^die mir wollen gewak rhun. » Vertritt du deinen Knecht / vnd trö¬ ste jn/Daß mir die stoltzen nicht gewalt thun. Meine äugen sehnen sich nach deinem Heyl/vnd nach dem wort deiner gercchtig- keyt. Handel nut deinem Knechte nach dei¬ ner gnaden / vnd lehre mich deine Rechte. Ich bin dein Knecht / vn(erweise mich/ Daß ich erkenne deine Zeugnisse. Eö ist zeit daß der HERR dazu thu/Sie haben dein Gesetz zmiffcn. Dammb liebe ick deine Gcbott/vber Gold vnd vber fein Gold. Darumb halte ich stracks alle deine be¬ fehl/ ich Haffe allen falschen weg. XVII. (^^EmeJeugniß sind wundcrbarlich/ (^^darumb Helt sie meine Seele. Wenn dein wort offenbar wirdt/ so er- freuwet es/vnd macht klug die einfcltigcn. Ichthu meinen mund auff/ vnd bcgcre deine Gebott/ Denn mich verlanget dar¬ nach. Wende dich zu mir / vn sey mir gnädig/ wie du pflegst zu thun dene/die dcincnM- riren lieben. Laß meinen gang gewiß seyn in deinem wort/vnd laß kein vnrccht vbcr mich herr¬ schen. Erlöse mich von der Menschen frcffcl/ so wrl ich halten deinen befehl. Laß dem Antlitz leuchten vbcr deinen Knecht/ vnd lehre mich deine Rechte. Meine augm fliessen mit wasser / daß man dein Gesetz nicht Helt» F^ERR du bist gerecht/vnd dein wort XVIIK Du haft die zeugniß deiner Gerechtig¬ keit/ Vnd die warheit hart gebotten. Ich habe mich schier zu tod geeyffert/ daß meine Widersächer deinerwort^ver (v-rg-Nn) gessen. 2 acht'la Ä Dein Wort ist wol geleutcrt /vnd dein sonder» so Za« Knecht hat es lieb. SrL Ich bin gering vnd veracht/Ich vergeß se aber nicht deines befehle. Deine gercchtigkeit ist ein ewige gerech- r tigkeit/Vnd dein Gesetz ist warheyt. Angst vnd not haben mich troffen/ Ich aber hab brst an deinen Gebotten. Die Gerechtigkcyt deiner Jeugniß ist ewig/Vnterweise mich/so lebe ich. M ruffe von gantzem hertzen / erhö- XIX. re mich HERR/Daß ich deine Rech ^^te halte. Ich ruffe zu dir/hilffmir/ daß ich deine zeugntß halte. Icb komme frü vnd fchreye / Auff deine wort hoffe ich. Ich wache frü auff/Daß ich rede von deinem wort. Höre meine stimme nach deiner gnade/ HERR/erquicke mich nach deinen Rech¬ ten. Meine boßhafftigen Verfolger wöllcn mir zu/Vnd sind fcrrne von deinem Gc- sctzc. HERR/dubiftnahe/vnd deine Gebott sind eytel warheyt. Zuvor weiß ich aber daß du deine zeug- niß ewiglich gegründet hast. M/Ihe mein elend / vnd errette mich/ XX. mir auß / denn ich vergesse dei¬ nes Gesetzes nicht. Führe meine sache/vnd erlöse mich/Er- quicke mich durch dein wort. Das heyl ist ferrne von den Gottlosen/ denn sie achten deine Rechte nicht. HERR/dcine barmhertzigkeyt ist groß/ rrquicke mich nach deinen Rechten. Meiner Verfolger vn widersächer ist vil/ Ich weiche aber nit von deinen Zeugnissen. Ich sehe die vcrächter/vnd thut mir weh k daß sie dein wort nicht halten. Srhe / ich liebe deinen befehl /H E R R erquicke mich nach deiner gnade. Dem er Mlecr. Z2? XXII. f (Straucheln) Sic werden mt irren noch feh¬ le/weder durch gcwalt noch list «bgcwendet «-erden. maulerrr / vnd von den falschen Jungen. Was kan dir die falsche Junge thunk Vnd was kan sie außrichrenk Sieistwiescharpffc pfeyle eines star- cken/wie" Feuwer in Wachholdern. Weh mir daß ich ein Frembdling bin Dein wort ist nichts denn warheit/Al- le Rechte deiner gerechtigkeit waren ewig¬ lich. XXI. (Vertret) Ich bin wie em" verrrrer vno verloren Niemand Schaf/Suche deinen Knecht/denn ich vergesse deiner Gebote nicht. a (Feuwer) -> . _ Fcwermwach- vnter Mcsech/Ichmuß wohnen vnter den Hütten Kedar. Dcües Afett! Eswirdt meiner Seelen lang zu woh-«"/ Also M nen bey denen die den frieden Haffen. LhAUL? 'Ich halte frrede/ Aber wenn ich rede/so s^ace sahen sie Krieg an. sehr gerne. LXXI. Em Lied im höhern Chor. Trost/daß Gott gnadigltch schützen / vnd in aller nor erhalten wölke/wenn wtr nur au ff in sehen / vnd vns ferner allem gerrösten. M von welchen mir hülffe Dl kompt. Meine hülffe kompt vo HLRRN/dcr Himelvnd Erden gemacht hat. Er wirdt deinen Fuß nicht gleiten las¬ sen / Vnd der dich behütet schlafft nicht. Sihe/ der Hüter Israel schlafft noch schlummert nicht. Der HERR behütet dich / Der HLRR ist dein schatten/ vber deiner rechten Hand. Daß dich deß tages die Sonne mt ste¬ che / noch der Mond deß nachts. Der HERR behüte dich für allem vbel/ Er behüte deine Seele. Der HERR behüte deinenaußgang vnd eyngang/von nun an blß in ewigkeyt. exxii. Je Fürsten verfolgen michon vr- sach/vnd mein Hertz fürchtet sich für deinen Worten. Ich frcuw mich vber deinem wort / wie einer der eine grosse Beute kriegt. (Lügen)Heu- ' Lügen bitt ich gram/vnd habe greuwcl slmLemc?!' daran/Aber deln Gesetz hab ich lieb. Ich lobe dich deß tages sibenmal / vmb der Rechte willen deiner gerechtigkeit. Grossen fridc haben die dein Gesetz lie¬ ben/ vnd werden nicht straucheln. HERR / ich warte auff dein Hcyl / vnd thunach deinen Gebotten. Meine Seele Helt deine Jeugniß / vnd liebet sic fast. Ich halte deine befehl vnd deine Jeug- nisse/Denn alle meine wege sind für dir. ^ERR / Laß meine klage für dich kom- ^men/Vnterwcise mich nach deinem wort. Laß mein flehen für dich komm/ Erret¬ te mich nach deinem wort. Meine lippcn sollen loben/wen du mich deine Rechte lehrest. Meine Junge sol ir gesprach haben von deinem wort/ Den alle deine Gebott sind Recht. Laß mir deine Hand bcystehen/Den ich habe crwehlct deine befehl. HERR/mich verlanget nach deinem Hcyl / vnd habe lust an deinem Gesetze. Laß meine Seele leben / daß sie dich lo¬ be/ vnd deine Rechte mir Helffen. Ich bin wie ein verirret vnd verloren vergesse deiner Gebott nicht. oxx. Em Lied lM höher» Khor. Gebettwider falsche Brüder vnd Reyer/ so den Christen vnv der Airchen alles lerd thun/ vnd vnruhe anrichren. KH ruffe zu dem HERRN in meiner not/ vnd er erhöret mich. HERR errette meine Seele von den Lügen- Ein Lied Damds im hö- hcrnKhor. Dancksagang / daß Gort ci nen ort gibt/ da man fein wort hören/ vnd, n, recht dienen mag. Kh fteuwc Mich deß L das mir gercdt ist / Daß cs«ß --s »«G '"'r werd/ ins-Haußdcß M HEMgchcn. Vnd daß vnser Fusse wohn« GE werde,, stehen in deinen Thoren Zern- U'I salem. ^cr Miccr. Ierrrsalem ist gebauwet / dz eine Statt sey/da man zusammen kommen sol. Da die Stamme hinauffgchcn sollen/ nemlich/die Stäme deß HERRN /zu pre¬ digen dem Volck Israel/zu dancken dem Namen deß HERRN. Denn daselbst sitzen die Stäle zum Ge richt/ Stäle deß Hauses Dauws. Wünschet Jerusalem glück/Es mässe wolgchcn denen die dreh lieben. Es mässe Fride seyn innwendig deinen Mauwren/vnd glück in deinen Palästen. Vmb meiner Brüder vu Freunde wil- s len wil ich dir b ftidm wünschen. .WdLZ Vmb deß Hauses willen vcß HERRN sche. vnsers Gottes wil ich dein bestes suchen. LXXIII. Ein Lied im hohem Khor. Gebett/daß Gott feine Lhrtsten/so sich m dec tVelkrrnchen/vndmüffen verachten laffen/trö- sten/vud die hofferrigen demütigen wolle. LH hebe meine äu¬ gen auffzu dir /ver du mr Hirnmel sitzest. Sche/ wie die äugen der Knechte auff die Han¬ de jrer Hm n sehen. Wie die äugen der Magd auff die Han¬ de jrer Frauwenfthe/Also sehen vnscr äu¬ gen auff den HERRN vnsern Gotc/biß er vns gnädig werde. Sey vns gnädig HERR/sey vns gnä- dig/dcnn wir sind sehr voll Verachtung. Sehr voll ist vnser Seele/ Der stoltzen spott/vnd der hoffertigen Verachtung. OXXIIII. Em Lud Davids'tm hö- hcrnKhor. Trost/daß Gor« seine Rirch wunderbarltch wider, re Feinde erhallen/ ob es wol vnmügltch scheint daß >r solle geholffen werden. O der HERR nicht bey vns wcre / So sage Israel. Wo der HERR nicht bey vns were/wenn die Menschen sich wider vns setzen. So verschlängen sie vns lebendig/wen jr zorn vber vns ergrimmet. So ersauffte vns waffer/strömen gien- gen vber vnser Seele. Es giengen wasser allzuhoch ober vnser Seele. Gelobet sey der HERR/ daß er vns m't gibt zum raube in jre zeene. Vnser Seele ist entrunnen wie ein Vo¬ gel dem stricke dcßVoglers/der strick ist zu- rtssen/vnd wir sind loß. Vnser hülffe stehet im namen deß HER REN/Der Himmel vnd Erden gemacht hat. oxxv. Em Lied Ml hohem Thor. Trost /daß Gott seme Rirch schützen/ crhal- ten/vud dre Gottlosen stüryen wolle. ZeauffdMHER^ REN hoffen/die wer¬ den nit fallen/sondern ewig bleiben / wie der Berg Aon. Vmb Jerusalem her sind Berge/ vnd der H E RR ist vmb sein Volck her/ von nun an biß in cwigkcyt. Denn der Gottlosen Seepter wirt nit bleiben vber dem haufflin der Gerechten/ Auff daß die Gerechten jre Hand nit auß- ps»lm.rL. strecken zur vngerechtigkeyt. HERR thu wol den guten vn frommen Hertzem Die aber abweichen auffire krume We¬ ge/wirdt der HERR wegtrcibm mit den Vbelthätern/Aber friede sey vber Israel. exxvi. Ein Llkdtm hohem Lhor. Trost,daß Gott/wiewol er etwa im alten Te¬ stament die RuchonrerdleHeydengefengllch har laßen hm weg führen /ste dennoch widcrum erledigt. Denn Gorres Volcl muß auff Erde» leiden/sol sich aber derTrost leylich auch finden. Enn der HERR dre^ KW Gefangenen Aon erlösen wirdt/so werden wir seyn wie die träumende. a (Träumende) .. Dz ist/die freu- Denn wirt vnser mund voll lachens/ vu vnscr Zunge voll rühmens > Ä wü" seyn/Da wirt man sage vnter dcnHeiden: Der HERR hat grosses an jnen gcchan. Der HERR hat grosses an vns gcthan/ diß sind wir frölich. HERR/wende vnsergefengniß/wie du die Wasser gegen Mittag trocknest. Die mit threnen säen/werden mit freu- den erndten. Sie gehen hin vnd weinen/vnd tragen edlen Samen / Vn kommen mit frenden/ vnd bringende Garben. QXXVII. EM Lied Salomo im hö/ Hern Khor. Lehr/wie alle Regiment vnd Haußhaltnng allein durch Gottes segen/vnd nir durch mensch- licheweißheir/erhalten vnd gefördert werde. z O der HERR Nicht das Hauß bauwet/ so ar- MMHfM beyten vmb sonst die daran bauiven. Wo dcr HERR nicht die Statt behütet/ So wachet der Wachter vmb sonst. Es istvmbsonst/daßjr frü anffstchet/ vnd hernach lang sitzet / vnd esset euwer Brot mit sorgen / Denn seinen Freunden gibt crs schlaffend. « Sihe/kmdcr sind eine «gäbe deß HER- »WsonM REN/Vnd LcibesFrmht ist ein gcschänck. Z mn ESie die Pfeyle in dcr Hand eines star- aInchten: cken/Also geruhten die jungen Knaben. Wol dcw/der seineKöcher derselbe voll E m-uwer hat/ Die werden nicht zu schänden/ wenn sic mitjren Feinden handeln im Thor. OXXVIII. Em Lied im höhem Khor. Lehr/wie Gott sei neu Segen/den fenigen so sn förchten/geben wolle. OL dem / der den HERRN förchtet/ vnv auff seinen wegen gehet. Du wirst dich nehrö deiner Hände arbeit/wol dtr/du Hafts gut. Dein Weib wirtseyn wie ein fruchtbar Weinstock vmb dein tzauß hcrumb/ Dei¬ ne Kinder wie die ölzweyge/vmb deinen Tisch her. Sihe/also wirdt gesegnet der Mann/ der den HERRN förchtet. Der HERR wirt dichsegenenaußZi- on/daß duschest das glück Jerusalem dein lebenlang. Vnd sehest deiner Kinder Kinder / Fri¬ de vberFsrael. OXXIX. Em Lied im höhern Khor. Lehr/ wie GottseinRirch wider alle Feinde schützen/ vnd die Gottlose/ ob sie gleich eine zeit-- lang bleiben / endrlich wie das Graß wölle ver^ dorren lassen. Je Haben mich offt gedrenget von meiner ju- gend auff/so sage Frack: Sie haben mich offt gedrenget von meiner ju- gend auff/ Aber sic haben mich nicht ver¬ mocht. Die psiüger haben auffmeinem rücken gcackert/Vnd jre forche lang gezogen. Der HERR/ der gerecht ist/hat der Gottlosen seyle abgehauwcn. Ach/daß müssen zu schänden werden/ vnd zu rück kehre/ alle die Zion gram sind. Ach/daß sie müssen seyn wie das Graß auff den Dächern/welches verdorret ehe manesaußräufft. Von welchem der Schnitter seine Hand nicht füllet/noch dcr Garbenbinder seinen arm voll. Vnd die fürüber gehen/ nicht sprechen: Der Segen deß HERRN sey vber euch/ Wir segnen euch im namen deß HERRN. Geben vmb Vergebung der Sünde/ vn tröst deß gewissens/daß auch der einig weg dazu seye Gokranruffen/vnd auff seine gütedurch Lhrr> ffmn hoffen. Bß der liessen nrffe z ichHLRRzudir. HERR/Höre meine stime/Laß deine Ohren mercken auff die stimme meines flehens. So du wilt HERR Sündezurcchnen/ HERR / wer wirt bestehenk ii ich Denn Jer Wlttt. Denn bey dir ist die Vergebung/Daß man dich förchte. Ich harre deß HERRN/ Meine Seele harret/ vnd ich hoffe auffsein wort. Meine scele wartetauff den HERRN/ von einer Morgenwache biß zur andern. Israel hoffetauff den HERRN/Denn bey dem HERRN ist die gnade/ vnd vil er- lösungbeyim. Vnd er wirdt Israel erlösen auß allen seinen fänden. exxxi. EtnLledDautdslMhö- hcrnKhor. Lehr/daß wir allein auffGottes wort sehe»/ miteinfelkigem heryen ferne rhülffe erwarten/ vnd nichrauffeygenefrLmdkeirodergecechrrg- keirsollenbauwen. . Hertz ist Nicht hoffertig/vnd MLt- ne äugen sind nit stoltz/ MWUEW vnd wandele nit in gros- len dinge/die mir zu hoch ^^b^^sind. Wenn ich meme Seele nicht setzet vnd stillet/so ward mein Seele entwehnet/wie einer von semer Mutter entwehnet wirt. Israel hoffe auff den HERREN / Von mmanbißinewigkett. OXXXII. Ein Lied tm höher« Chor. Gebett/ daß Gott gnädig sexn/vn vber dem Gottesdienst vnd weltlichem Regiment halte» wölleimir anhangender verhelssung/daß Gott/ wo wir Gottsfärchtig vnd fromd sexn/leiblich vnd geistlich segenen werde. Edencke HERR an Dautd/vnd an allescin leiden. Der dem HERREN schwur / vnd gelobet dem mächtigen Jacob. Ich wil nicht in die Hütten meines hau sesgehen/ noch mich auffs Läger meines Bettes legen. Ich wil meine äugen nicht schlaffen las- sen/Noch meine augenliede schlummern. (»Äaslst/ EO ich eine stette finde für dem HER- vsn derselben REN/zur wonnng dem mächtigen Jacob. Sihe/wir hören von "jrtnEphrata/ Wir haben sic fänden auff dem Felde deß Waldes. Wir wollen in seine Wohnung gehen/ Vnd anbetcn für seinem Fußschemel. HERR mach dich auff zu deiner ruhe/ Du vnd die Lade deiner macht. (Machos Deine Priester laß sich kleiden mit Ge- m/dm.er Hcrr. rechtigkeit/Vnd deine Heyligen sich freu- wen. Nim nicht weg das Regiment deines Gesalbeten/ vmb deines Knechts Damds willen. - Der HERR hat Damd einen waren psalm.--.,». Eyd geschworen/davon wirdt er sich nicht wenden / Ich wil dir auff deinen Stul se¬ tzen die Frucht deines Leibes. Werden deine Kinder meinen Bund halten/ vnd mein Jeugniß/ das ich sie leh¬ ren werde / So sotten auch jre Kinder auff deinem Stul sitzen ewiglich. Denn der HERR hat Aon erwehlet/ vnd hat lust daselbst zu wohnen. Diß ist meine ruhe ewiglich/Hie wil ich wohnen/ Denn es gefettet mir wol. Ich wil jre speise segenen / Vnd jren ar¬ men Brots genug geben. Ire Priester wil ich mit Hcyl kleiden/ Vnd jre Heyligen sollen fröttch seyn. Daselbst sol auffgehen das Horn Da- Lu- *» nid/Ich habe meinem Gesalbeten eine Leuchte zugerichtet. Seine Feinde wil ich mit schänden klei¬ den/ Aber vberjm sol blüen seine' Krone. (R„ne)Dz LXXXIII. Ein Lied DamdS tm hö- hern§hor. Vermanung rnrernigkerr/ vnd wie Gott glück vnd fegen da?» geben wolle. Jhe/wte fein vnd^ lieblich ists/daß Brüder einträchtig bey einander "wchn-n. _ Wie der köstlich Bal- -Das >st / we>m sam ist / der vö Haupt Aaron herab fleußt smhÄ«, in seinen gantzen Bart / Der herab fleußt in sein Kleid. Wie der thauw der von Hermon herab Rom. "4. fellt auff die Berge Iion/ denn daselbst verheißt der HERR Segen vndLeben im¬ mer vnd ewiglich. Her Mm. Z2Y OXXXIIII. Em Ltkd lm höhern Shor. Vermahnung an die Rirchendrener/daß sis Gorrfclig leben/fleissig beteu/vnd treuwhch pre drgen sollen/so werde sie Gort segenen. Me/lobct dm HER REN alle Knechte deß HERREN / Die jr stehet deß nachts im Hause deß HERRN. Hebet euwere Hände auff im Heylig- thumb/vnd lobet den HERRN. Der HERR segene dichauß Aon / der Himmel vnd Erden gemacht hat. oxxxv. Haleluka. Dantt'ßrgung fücallerley wolthar Gottes/ vnd sonderlrch/daß er sein Volck also gnädiglich auß Egypten/vnd sonst wider die Heiden/ er- rettet Hat/Darumb auch sederman zu solchern Gott seine zuflucht haben/vnd Abgötterev flie¬ hen sol. dm Namm deß H E RRN / Lobet jr Knechte deßHERRN. Die jr stehet im Hause deß HERRN/ in den Ho¬ fen deß Hauses vnsers Gottes. Lobet den HERRN / denn der HERR ist freundtlich / Lobsinget seinem Namen/ denn er ist lieblich. Denn der HERR hat jm Jacob erweh- let/Israel zu seinem Eygenthumb. Den ich weiß daß der HERR groß ist/ Vnd vnser HERR für allen Göttern. Alles was er wtl das thut er / im Him¬ mel/ auff Erden/ im Meer/ vnd in allen Liessen. Jerem.lo. Der die Wolcken leßt auffgehen vom ende derErden/Der die blitzen sampt dem Regen machet/Der den Wind auß heim¬ lichen örtern kommen leßt. Exsv.». Der die Erstengeburt schlug in Egyp¬ ten/ beyde / der Menschen vnd deß Viehs. Vnd ließ seine Zeichen vnd wunder kom men vber dich Egyptenland/vber Pharao vnd alle seine Knechte. Der vil Völcker schlug/vü tedte t mäch¬ tige Könige. Sihon/der Amoriter König/vnd Og/ den König zu Vasan/vnd alle Königreich zu Kanaan. Vnd gab jr Land zumErbe/zum Erbe Iss»«»», seinem Volck Israel. HERR/dein name wäret ewigtich/dein gedächtniß HERR wäret für vnd für. Denn der HERR wirt sein Volck rich¬ ten / vnd seinen Knechten gnädig seyn. (^^Er Heyde Götzen sind Silber vnd pMm (^^Gold/ von Menschen Händen ge¬ macht. Sie haben mauler vn reden nicht/Sie haben äugen vnd sehen nicht. Sie haben Ohren vnd hören nit/Auch ist kein athcm m jrem munde. Die solche machen sind gleich also/alle die auffsolche hoffen. Das Hauß Israel lobe den HERRN/ Lobet den HERRN jr vom Hause Aaron. Jr vom Hause Lcui lobet den HERRN/ Die jr den HERREN förchtet/lobet den HERRN. Gelobet sey der HERR außAon/der zu Jerusalem wohnet/Halcluia. cxxxvi. Dancksagung/ vnd daß sederman Gott sok vertrauwen/diewest ec ftrncr Rttchen allent¬ halben/vnd in so grossen nöken/gnädiglich ge- holffen. AnckttdemHER-L REN/den er ist freundt¬ lich/Denn seine güte wä ret ewiglich. Dancket dem Gott al¬ ler Götter/ Denn seine güte wäret ewiglich. Dancket dem HERRN aller Herren/ Denn seine güte wäret ewiglich. Der grosse wunder thut alleine/Denn seine güte wäret ewiglich. Der die Himmel "ordentlich gemacht hat/ Denn seine güte wäret ewiglich. Daß der H-m. Der die Erde auff wasser außgebreitet Ümso gcwlssnr hat/ Denn seine güte wäret ewiglich. «iWA Der grosse Liechter gemacht hat/ Den ^-»-5', seine güte wäret ewiglich. Die Sonne dem Tage fürzustehen/ Denn seine güte wäret ewiglich. Den Mond vnd Sterne der nacht für zustehen/ Denn seine güte wäret ewiglich. Der Her Psalter. Exsd.». Der Egypten schlug an lren Erstenge- bürten/ Denn seine güte wäret ewiglich. Ersv. ,z. Vnd führet Israel Herauß/Denn seine güte wäret ewiglich. v Durch mächtige Hand vtw außgereck- ten arm / Denn seine güte wäret ewiglich. Exod.^. Der das Schilffmeer thcylct in zwey theil/ Denn seine güte wäret ewiglich. Vnd ließ Israel durchhin gehen / Den seine güte wäret ewiglich. Der Pharao vn sein Heer ins Schilff¬ meer stieß/Denn seine güte wäret ewig¬ lich. Der sein Volck führet durch die Wü¬ sten/ Denn seine güte wäret ewiglich. n-«».«. D)er grosse Könige schlug / Denn seine güte wäret ewiglich. Vnd erwürget mächtige Könige/ Den seine güte wäret ewiglich. Slhon der Amoriter König / Den sei¬ ne güte wäret ewiglich. Dnd Og/dcn König zu Basan/ Denn seine güte wäret ewiglich. Vnd gab jr Land zum Erbe / Denn sei¬ ne güte wäret ewiglich. Ium Erbe seinem knecht Israel/ Denn seine güte wäret ewiglich. Denn er dachte an vns/dawirvnter- gedruckt waren/Denn seine güte wäret ewiglich. Vnd erlöset vns von vnsern Feinden/ Denn seine güte wäret ewiglich. Der allem Fleisch speise gibt/Denn sei¬ ne güte wäret ewiglich. Dancket dem Gott von Himel / Denn feine güte wäret ewiglich. LXXXVII. Gsbett deß gefangene« Jüdischen Volcks/ Vaß Gotr Jerusalem wlverumb auffbauwen/ den Gottesdienst wlverumb anrlchten/vnd de» Leinde» vergelten wöUe. Ä den Wassern zu Babel sassm wir/ vnd wcintten/wenn wir an Aon gedachten. ___ VnsereHarpffenhien getlwlrar» 0lr Weiden/die drinnen sind. Den daselbst hiessen vns stngcn/die vns gefangen hielten/ vnd in vnscrm heulen frölich seyn. Lieber/singet vns ein Lied von Aon. Wie sotten wir deß HERRN Liedsin- gen/Infrembden Landenr Vergesse ich dein Jerusalem/so werde meiner Rechten vergessen. Meine Junge müsse an meinem gau¬ men kleben/wo ich dein nicht gedencke.Wo ich nit lasse Jerusalem meine höchste freu- deseyn. HERR/gedmcke der Kinder Edom am tage Jerusalem/die da sagen: Rein ab/ rein ab/bißauffiren boden. Du verstörete Tochter Babel/wol dem der dir vergelte/wie du vns gechan hast. Wol dem der deine junge Kmdernim- Jesm-.;. met/Vnd zerschmettert sie an den stein. exxxvm. Daurds. Dancksagung für Vas heilige Euangelüim/ welches Gore auch vnter vie Hexveir komme» lassen/vnv die armen Sünder m semerGnad» deruffen har/ vnd sie wider die Leinde seine» worrs beschirmen wolle. CH dancke dir von gantzemhertzen/Für den Göttern/wil ich dir Lob « sinnen. (Göttern) Lür dm En- Ich Wil anbeten zu dci seln vnd G°t- ncm heyttgen Tempel/ vn deinem Namen dancken/vmb deine güte vn treuw/ Denn du hast deinen Namen vber alles herrlich gemacht/durch dein Wort. Wenn ich dich anruffe / so erhöre mich/ Vnd gib meiner Seele grosse krafft. Es dancken dir HERR alle Könige auff Erden/Daß sie hören das Wort deines mundes. Vnd singen auff den wegen deßHER- RLN/ daß die ehre deß HERRN groß sey. Denn der HERR ist hoch/vn sihct auff das nidrige/vn kent den stoltzen von ferme. Wenn ich mitten in der angst wandele/ so erquickest» mich/ vn streckest deine Hand vber den Zorn meiner Feinde/ Vnd hüffest mir mit deiner Rechten. DerHERR Wirts ein ende machen vm meinen willen/HERR deine güte ist ewig/ Das Werck deiner Hände woltefiu nicht verlassen. Ein Psalm Aer Psalter. cxxxix. Buch geschrieben/ die noch werden Men/ vnd derselben keiner da war. Ein Psalm Damds/vor-- zusingm. Danckfrgnng für Gottes wunverbarlich« Schäpffung vnv regierung/ daß wir alles vo» sm allein haben/ml'r bitt/daß Gott fernen Fem-- den wehren/vnd -n recht letten vn führen wälle. ä. E R R/ du erforsch- est mich/vn kennest mich. Ich sitze oder stehe auff so wcissestu es / Du ver- stehest meine gedancken von ferme. Ich gehe oder lige /so bistu vmb mich/ vnd sihcst alle meine Wege. Denn sihe / es ist kein wort auffmeiner Jungen / Dao du HEM nicht alles wis¬ sest. Du schaffest es/wasich vor oder her¬ nach thu / Vn Heltest deine Hand vber mir. Solch erkcntniß ist mir zu wünderlich vnd zu hoch/Ich kans nicht begreiffen. Ws sol ich hingehen für deinem Geiste Vnd wo sol ich hin fliehen für deinem An¬ gesichte Amos jch gen Himel/ so bistu da / Bet¬ tet ich mir tu die Helle/ Sche/so bistu auch da. Mme ichfiügel der Morgenröte/vnd bliebe am euffersten Meer. So würde mich doch deine Hand daselbs führen/vnd deine Rechte mich halten. Spreche ich: Finsterniß mögen mich decken/ So muß die nacht auch liecht vmb mtchscyn. Jacob 1. Denn auch Finsterniß nicht finster ist bey dir/vnd die nacht leuchtet wie der tag/ finsicmiß ist wie das liecht. Denn du hast meine Mren in deiner gewalt/Du wärest vber nur in Mutter¬ leibe. Ich dancke dir darüber/daß ich wun- derbarlich gemacht bin / wunderbarlich u sind deine wercke/vnd das erkennet mein Seele wol. waten) Äas Es war dir mein gebein nicht verholen/ da ich im verborgen gemacht ward / da ich b gebildet ward" vnten in der Erden. lanalch lcS Deine äugen sahen mich da ich noch VN bereitet war/vn waren alle ^tage auffdein Aber wie köstlich sind für mir Gott dei¬ ne gcdancktt Wie ist ff so ein grosse Sum¬ ma. Solt ich sie zelen /so würd fr mehr seyu denn deß sands / Wenn ich auffwache/bin ich noch bey dir. Ach Gott/daß du tödtest die Gottlo¬ sen/ vnd die Blutgirigen von mir weichen müßten. Denn sie reden von dir lästerlich / vnd deine Feinde erheben sich on vrsack. IchhassejaHERR die dich Haffen/vnd verdreußtmtch auff sie / daß sie sich wider dich setzen. Ich hasse sie Lnrechtem ernst/ darumb sind sie mir feindt. Erforsche mich Gott/ vnd erfahre mein hertz/prüfe mich/vn erfare wie ichs meyne. Vnd sihc / ob ich auff bösem wege bin/ vnd leyte mich auff ewigem Wege. SXQ Em Psalm Damds/vo» zusmgen. Gebett wider die Gottlose/welche allevn- ruh vnd vnglück m Regimente» anrichren/vaß snen Gort wehren/ vnd weltlicher Gberkeir sizl verleihen wälle. Rrttte mich H § RR L von den bösen Menschen/ behüte mich für den freffeln Leuten. Die böses gedencken in ffem hertzen/vnd täglich Krieg erregen. Sie scherpffen ire Zunge wie ein schlan- ge/Otterngifft ist vnter iren lippen/Sela. Bcware mich HERR für der Hand der Gottlosen/behüte mich für den freffeln Leuten/die meinen gang gedencken vmb- zustossen. Die hoffertigen legen mir stricke/vnd breyten mir seyle auß zum netze/vnd stellen mir fallen an den weg/ Sela. Ich aber sage zum HERRN:Dubist mein Gott/ HERR/ vernim die stime mei¬ nes flehens. HERR HERR /metne starckeHülffe/ Du beschirmest mein Haupt zur zeit deß streyts. HERR Mer Psalm. HERR/ laß dem Gottlosen sein begier- de nicht/ Sterckc seinen Mutwillen nicht/ sic möchten sichs erheben/ Sela. Dasvnglück/davon meine feinde raht- schlagen/müsse auffjren kopfffallen. Vliv vn- do»- Er wirt stralen vber sie schütte/Er wirt .'n^!?Erven! sie mit Feuwer tieffin die Erden schlagen/ ru nimmer nicht auffstchcn. Ein böß Maul wirdt kein glück haben auffErden/ ein freffel böser Mensch wirdt verjagt vnd gestürtzt werden. Denn ich weiß/daß der HERR wirdt deß Elenden fache vnd der Armen Recht außführen. Auch werde die Gerechten deinem Na¬ men danckcn/vn die frommen werden für delnem angesichte bleiben. (HI. Cm Psalm Damds. Gebett/daß vns Gott nach semem wilkettvn worre regieren v«i führen/falsche Lehrern weh¬ ren/ vn der Tyrannen «»schlage hindern wolle. » WWM E RR / Ich ruffe zu dir/eilezumir/vernimmei MMÄWA ne stimme/ wenn ich dich anruffe. Mein Gebett müße für dw tüqen wie einReuchopffer/mciner hän deauffhebenwie emAbendopffer. HERR/behüte meinen mund / vnd be- Ware meine Lippen. Mge mein Hertz nicht auffetwas bö- fee / ein Gottloß wasen zu führen mit den vbelchätern/daß ich nit esse von dem das jnmgcltcbet. Der Gerechte schlage mich freundtlich/ vnd straffe mich/ das wirt mir so wol thun als ein Balsam auffmeinem Haupt/ Den ich bete siäts/ daß sie mir nit schaden thun. Ire Lehrer müssen gestürtzt werdk vber einen Fclß/So wirt man denn meine leh¬ re hören daß sic lieblich sey. Dnser gcbeine sind zurfireuwet biß zur Helle / wie einer das Land zureißt vnd zu- wülct. Denn auffdtch/HERR HERR/sehen meine augen/Ich trauw auff dtch/verstos- sc meine Seele mcht. Beware mich für dem stricke/den sie mir gelegt haben/ vn für der falle der vbel- thäter. Die Gottlosen müssen in jr eygen Ne¬ tze fallen mit einander/ Ich aber/mer für- über gehen. exb.ii. Ein vnterwetsung Daurds zu beten/da er in der Ho¬ len war. Gebett/daß vns Gott wrver die Ler'nde schä- yen/vnd sie stüryen wolle. CH schrey zum HER R E N/Mit meiner stime/ Ich siehe dem HERREN mit meiner stimme. MAMMA Ich schütte meine rede ^^^^für /m auß/vnd zeige an für im meine not. Wen mein Geist in ängsten ist / so nim- stu dich meiner an/sie legen mir stricke auff dcnwege/daichauffgehe. Schauw zur Rechten/vnd sihe/ da Wil mich niemand kennen/Ich kan nicht ent¬ fliehen/niemand nimet sich meiner See¬ len an. HERR/zu dir schrey ich/ vnd sage: Du bist meine Zuversicht/ mein theyl im Lande Verlebendigen. Mercke auffmeine klage/ denn ich wer¬ de sehr geplagt/ Errette mich vonmeinen Verfolgern/ Denn sie sind mir zu mächtig. Führe meine Seele auß dem" Kercker/ « daß tchdanckedcinemNamen/DieGe- Ar/V-- rechten werden sich zu mir samten/wenn dumirwolthust. s-»bm. Cm Psalm DamdS. Gebett / daß Gott sünde vergeben/das hery l'n angst trösten/vns nach setnecn wort lehren vndführen/vndden falschen Lehrern / welche anderst hrndenauffGocres gnad, wersen/weh-- renwölle. ERR/ erhöre mein Gebett/vcrnimmeinsie- henvmb deiner warheit willen/ Erhör mich vmb deiner gerechtigkeyt wtl- ^^-^^lcn. Dnd gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht/ Knecht/Denn für dir ist kein Lebendiger gerecht. Den der Feind verfolget meine Seele/ vnd zuschlehet mein leben zu bode / Er legt mich ins finster/wie die todten in der Welt. Vn mein geist ist in mir geängstcr/mein Hertz ist mir in meinem Leibe verzehret. Ich gedencke an die vorigen zetten/ich rede von allen deinen Thaten/vn sage von den Wercken deiner Hande. Ich breite meine Hande auß zu dir/Mct ne Seele dürstet nach dir / wie ein dürr Land/Sela. HERR erhöre mich bald /mein Geist vergehet/verbirge dein Antlitz nicht vou mir / daß ich nicht gleich werde denen / die in die gruben fahren. (ZrL)D-sist/ Laß mich" frü Hörer» deine gnade/denn bald vnnd zcit- ich hoffe auff dich / thu mir kund den weg/ .!7chl"nVm darauffichgehensol/dennmich verlanget nach dir. Errette mich Mein Gott von meinen Feinden/zu dir hab ich Zuflucht. Lehre mich thun nach deinem wolgefal- len/denn du bist mein Gott/Dein guter Geist führe mich auffebener ban. HERR erquicke mich vmb deines Na¬ mens willen / führe mein Seele auß der not / vmb deiner gercchtigkeyt willen. Vnd verstöre meine Feinde vmb deiner güte willen/ Vnd bringe vmb alle die mei¬ ne seele ängsten/ Denn ich bin dein knecht. cum. Em Psalm DaurdS. Dancksagung für den Segeu/so Gott Welt¬ licher Gberketr gtbt/daß es allein Göttliche G« den/vnv mchtMenschen werck seye/nnt exnver- letbter bitt/rvider falsche Lehrervvnd »«gehor¬ same Vnderrhane/welche sich Gottes Wort litc wollen regieren lassen/ vnv allein aussvas zeit¬ lich sehen rc. L EMMM Llobt sep der HERR/ mein Hort/ der meine hän- MMÜDU de lehret streiten/vnd mei- nefäuste kriegen. Mine güte vnd meine Burgk / mein Schutz vnd mein Erretter/ mein Schild/auff dö ich trauwe/der mein Dolck vnter mich zwinget. HERR/was ist der Mensch/daß du dich sein so annimpst k Vn deß Menschen kind/ daßdu/nsoachtestr uv. EmLobDaulds. Dancksagungfür Gottes Gnad/so er vns durch Christum erzeigt/daß er einewigGna- vettretcdanrichr/dlcsünderzu gnade anniinpr/ leiblich erhelt rn allen nöten/ das gebett erhört/ vnd errett alle Vie so sm vertrauwen. Ist doch der Mensch gleich wie nichts/ seine zeit sehrct dahin wie ein schatte. HERR/neige deine Himmel/vnd fahre Herab/Taste die berge an/daß sie rauchen. fthlaher«"n. Laß blitzen/vn zustreuwe sic/schcuß dei¬ ne stralen/vnd schrecke sie. Sende deine Hand von der höhc/vn er¬ löse mich/ vn errette mich von grossen was- sern/von der Hand der" frcmbden Kinder. « Welcher lehre ist kein nütze/vn jre werck Rmve7)T!e smdfa'sch- SLL Gott ich wll du ein neuwcs Lied singen/ «mglauben, so» Ich wil dir spielen auff dem Psalter von dm"namm^ zehen satten. Der du den Königen Siggibst/vnd erlösest deinen Knecht Dautd vom mör- dlschcn Schwerdt deß bösen. Erlöse mich auch /vnd errette mich von der Hand der frembdcn ktndcr/welcher leh¬ re ist kein nütz/ vnd jre werck sind falsch. Daß vnscre Sone auffwachscn in irer So «d-» vnd lugend wie die Pflantzcn/vnd vnscre Töch An^-'m-ff ter / wie die außgchauwene Erckcr/gleich wie die Paläst. reiche Man im Vnd vnscre Kamern vollseyen/die her- auß geben können einen vorraht nach dem andern/daß vnsere Schafe tragen tau- send/vn hundert tausend auffvnsern dorf- fern. Daß vnscr Ochsen vil erarbeiten / daß kein schade / kein Verlust / noch klage auff « vnsern Gaffen scy. LLV Wol dem Volck/dcm es also gehet/aber wol dem Volck/deß der HERR ein Gott Aug^ ist. frölichm aller fülle leben. LH wll dich erhöhen Mein Gott/du König/vnd H deinen Namen loben /mer AM vnd ewiglich. Ich wil dich täglich lo¬ ben/vnd deinen Namen rühmen immer vnd ewiglich. Der HERR ist groß vnd sehr löblich/ kk Vnd Der Wckcr. Vnd seine grosse ist vnaußsprechlich. Kindskind werden deme werck preisen/ vnd von deiner gcwalt sagen. Ich wil reden von deiner herrlichen sehö nen Pracht/ vnd von deinen Wundern. Daß man sol reden von deinen herrli¬ chen Thaten/vud daß manerzehle deine Herrligkeyt. Daß man preise deine grosse güte / vnd deine Gercchtigkeyt rühme. Exod.;4. Gnädig VN barmhertzig ist der HERR/ Gedültig vnd von grosser güte. Der HERR ist allen gütig/ vnd erbar¬ met sich aller seiner werck. v Es sollen dir danckcn HERR alle deine werck/Vnd deine Heyligen Dich loben. Vnd die ehre deines Königreichs rüh¬ men/ vnd von deinergewalt reden. Daß den Menschen Kindern deine ge¬ walt kund werde/vnd die ehrliche Pracht deines Königreichs. Dein Reich ist ein ewiges Reich / vnd deine Herrschafft wäret für vnd für. Der HERR erhelt alle die da fallen/ vnd richtet auffalle die nider geschlagen sind. Aller äugen warten auff dich / vnd du gibst jnen jre speise zu seinerzeit. Du thust deine Hand auff/vnd erfüllest « alles was lebet mit "wolgefallen. (woigefaM) Der HERR ist gerecht in allen seinen falt daß flc wol wegen/ vnd heyltg rn allen semen wercken. bwInAn^ob Der HERR ist nahe allen die in anruf- s-r mwSsm fen/allendieinmit ernst anruffen. Er thut was die Gottsförchtigen bege- ren/ vnd höret ir schreyen / vnd hilfftjnen. Der HERR behütet alle die in lieben/ vnd wirt vertilgen alle Gottlosen. Mein mund sol deß HERREN lob sa¬ gen / vnd alles Fleisch lobe seinen heyligen Namen immer vnd ewiglich. dVI. Halcluta. Lehr/daß wir allein auffGott Vilser ver¬ trauwett setzen söllen.Den er hat alles gemacht/ vnd erhelt cs/mmpt sich der a tinett/hungerl- gett / gefangenen / geängstigten / Wlttwen vnd Waise»/ an/vnv sturtzt die Gottlosem DOöe dm HERRN L meine Seele/ Ich wil den HERRN loben so lang ich lebe/vn meinemGott lob- singen weil ich hie bin. Verlasset euch nit auff Fürsten/ sie sind Menschen / die können ja nicht helffen. Den deß Menschen Geist muß davon/ Ar aEMm vnd er muß wider zu Erden werden/als N» seme a.,. denn sind verloren alle seine anschlage. LUns? Wol dem/deß hülffe der GottIacob ist/ deß Hoffnung auff dem HERRN seinem Gott stehet. Der Himmel/Erden/Meer/ vnd alles was drinnen ist/gemacht hat/der glauben Helt ewiglich. Der Recht schaffet denen so gewalt lei- den/der die hungerigen speiset. Der HERR erlöset die gefangenö/Der HERR machet die Blinden sehend/Der HERR richtet auff die nidergefchlagen sind/Der HERR liebet die Gerechten. Der HERR behütet Frembdlinge vnd Waisen/vn erhelt die Wittwen/Vnd keb- ErtmtzeL das ret zu rück den weg der Gottlosen. ' Der HERR ist König ewiglich/ Dein Gott Zion für vnd für/ Haleluia. LXI.VII. Dancksagungfürallerlex zeitliche vnd geist- Ilche Gaben/vn sonderlich daß Gott seiner Rir-- ctie sein Wort geben / vnd rechten Gottesdienst geordner hat. Der HERR bauwet Jerusalem/vnd bringet zusamen die verjagten in Israel. Erheylet die zubrochens Hertzensind/ vnd verbindet jre schmcrtzcn. Er zelet die Sternen/vnd nennet sie al¬ le mit Namen. Vnser HERR ist groß/ vnd von grosser krafft/vn ist vnbegreifflich/wie er regieret. Der HERR richtet auffdie elenden/vn stosset die Gottlosen zu boden. Singet vm einander dem HERRN mit däcke/vn lobet vnsern Gott mit Harpffen. Der der; Himmel mit wolcken verdeckt/ vnd Ner Psalter. vndgibtregen auff Erden/Der graßauff Bergmwachsenleßt. Der dem Dich sein Futter gibt/Den iungm Raben die in anruffen. Er hak nicht lust an der stercke deß Ros- ses/noch gefallen an jemands beinen. Der HERR hat gefallen an denen die in fürchten / die auff seine güte hoffen. ^Reise Jerusalem den HERRN/Lo- A^ZbeZion deinen Gott. Den er macht feste die Riegel dei¬ ner Thor/Dn segnet deine kinder drinnen. Er schaffet deinen Grentzett friede/ vnd sättiget dich mit dem besten Weytzen. Er sendetseine Rede auff Erden/sein wort laufft schnell. Er gibt Schnee wie wolle/Er streuwet Reiffen wie aschen. Er wirfft seine Schloffen wie Bissen/ « Ter kan bleiben für seinem^ Froste .naWlchm Er spricht: Sozerschmeltzeteo/ Er leßt seinen Wind wehen / so thauwets auff. muß haben/cs Er zeiget Jacob scitt wort / Israel seine «LN"'" Sitten vnd Rechte. Slttbcn. So thut er keinen Heyden/ noch leßt sie wissenseine Rechte/Haleluia. LXH.VIII. Halelma. Lancksagung / daß alle Lreatüren Gott lo- den vnd vancken sollen/Denn Gon erhelt alles/ vnd ist o» s» vnd seinen gnädigen Segen alles nichts. L MMW Oßet ft Himmel dm MMIW HERRN/Lobet in in der Höhe. Lobet jn alle seine En- gel/LobetjnallscinHeer. Lobet in Sonn vnd Mond/Lobet jn al¬ le leuchtende Sterne. Lobet in ir Himmel allenthalben / Vnd die waffer die oben am Himmel sind. Diesollen loben den Namen deßHER REN / Den er gebeut/so Wirts geschaffen. Er Helt sie immer vnd ewiglich/Er ord¬ net sie/ daß sie nicht anderß gehen müssen. Lobet den HERRN auffcrde/Ir Walt¬ fische vndalle Neffen. Feuwer/Hagel/ Schnee/vnd dampff/ kGemwort) Smrmwind/die "seinwortaußrichten. Masrrwil. Berge VN alle Hügel/ftuchtbare Bäm me vnd alle Kcderm 'Chier vnd alles Bich/Gewürm vnö Vögel. Ir Könige aussErdett/vnd alle Leute/ Fürsten vnd alle Richter auff Erden. Jünglinge vnd Iungkfrauwen/Alten mit den jungen. Sollen loben den namk deß HERRN/ Denn sein Name allem ist Hoch/Sein lob gehet so weit Himmel vnd Erden ist. Vnd er erhöhet das Horn seines volcks/ Alle seine Heiligen soll? loben / Die kinder Israel / das volck das im dienet/Haleluia. exi^ix. Halelma. Vermanung/daßman Gott darrcke für sein hetligEusngelium/durch welchs cd den elenden hilffr/vu Sünde vergibt/ daß auch die Christen Schrverdrem /cen Händen haben / Vas ist/durch das wort aller Abgötterei vnd falschem Got¬ tesdienst wehren / vn die Leute recht vnrerrich, ten sollen. WDMZnget dem H§R^ REN ein neuwes Lied/ Die Gemeine derHeytt- gen sol jn loben. Israel freuwe sich deß der jn gemacht hat/ Die kinder Aon seyerr frölichvberjrem Könige. Sie sollen lobt seinen Namen im Rey- gen/MttPaucken vnd Harpffen sollen sie im spielen. Denn der HERR hat wolgefallen an feinem Volck/Er hilfft den elende herrlich. Die Heyligen sollen frölich seyn/vnd preisen vnd rühmen auff iren Lägern. Ir mund sol Gott erhöhen/ Vnd sollen scharpffe fthwerdter in iren Händen haben. Daß sie Rache üben vnter den Heydt/ Straffe vnter den Völckern. Ire Könige zu binden mit Ketten /vnd ire Edlen mit eysern Fesseln. Daß sie jnen thun das Recht/davon geschriben ist/Solche ehre werden alle sei¬ ne Heyligen Habcn/Halcluta. Halelum. Vermanung/daßwir Gott loben vnd da«- ekensollen/darumb/ saß er durch sein wort einL Nirch gepfianyer/ Vst dieselbige wider Vie welk ^nd de» Sarhatt erhelt. Net MHitev. Oßetdcn HERRN inn selucm Heyligchumb/ lobet m in der feste seiner macht. Lobet-nm seinen Tha- ten/lobet in in seiner grossen tzcrrligkeyt. Lobet in mit Posaunen / lobet jn mit Psalter vnd Harpffem Lobet in mitpauckmvndreigen/lobet in mit Saiten vnd pfeiffen. Lobetin mit Hellen Kymbaln/lobet in mit wolklingenden Kymbatn. Alles was achcm hat lobe dm H ER- REN/Halelma. Ende deß Psalters. Vorrede auff Vic BüKr Galomonlö. Drey Bücher Salma oms. Das erste/ die Spruch. I uzend irr alle Löftu geneigt/ rc. Vakters^nch- ee. Heckersswert. < böse nicht vngc- strafft. Aen Bücher haben den na- j mcn SalomomS. Das erste ist Prouerbm/ die Sprüche/welches billlchein Buch heissen mag von guten werckcn/Den er darin lehret ein gut leben führen/für Gott vnd der welt. Vnd sonderlich nimpt er für sich die Ücbe Iugcnd/vü zeucht sie gantz vätterlich zu Gottes Gebottc / mit tröstlichen Verheißungen/wie wol cs den fromcn gehen solle/ vnd mit dräuwen/ wie die bösen gestrafft werden muffen- Denn dieIugcnd von jrselberzuallcmbösengeneigt/dazuals 2 ein vnerfahren Volck/der Welk vnd deßTcuffels list vnd boßhcit mehr verstehet/vnd den bösen Ezenrpcln vnd ärgernissen wider zu sichen vil zu schwach isi/vnd sich sclbsja nicht vermag Zu regieren / sondern/ wo sie nicht gezogen wirt/ehc sie sich vmbsihct verdirbst vnd verloren ist. Darumb darff sie wol / vnd mu ß haben Lehrer vnd Regierer /die sie vermanen / warnen/ straffen/ züchtigen/vndjmerzu Gottes forcht vnd Gebotthalten/dem Teuffel/dcr Weltvnd Fleisch/zu wehren. Wie denn Salomo in diesem Buch mitallem fleiß / vndreichlich/thut/ vndscine lehre in Spruche fasi set/damit sie bester leichter gefastet/ vnd lieber behalten werden. Daß billich ein jeglich Men sch/so fromb zu werden gcdcnckt/solch Buch wol möcht für sein täglich Handbuch oder Bekhbuch halten/vnd offc drinnen lescn/vnd sein leben drinne anschen. Denn es muß doch der weg einen gehen/entweder/daß man sich lasse den Vatter züchkigen/oder dm Hencker straffen/Wie man sprrcht/Entläuffest du mir/du cntläuffest dem Hencker nichk.Vn werc gut/ Gmr^e'stda's daß man der Jugend solche jmcrcynbildck/dast sic vngezweiffekt wissen müßte/daß sieentwedcr deßVat- tcrs ruhte oder dcß Henckcrs Schwerdt müsse leidcn/wic Salomon in diesem Buch jmmermit dem tod- te dräuwct den vngchorsanren. Denn es wirdt doch nicht anderst dräust/Gott leßt nichtvngestraffk.Wie man denn in der erfahrung sihct/ daß die vngehorsamen bösen Buben so gar wündertich vntergehen/ vnd zu letzt doch dcm Hencker in die Hande kommen /wenn sie sichs am wenigsten versehen / vnd am sichersten sind- Das alles sind öffentliche Aeugen vnd Zeichen die Galgen/ Räder vnd Rabcnstein/am wege für al¬ len Statten / welche Gott dahin gesetzt hak durchs weltlich Regiment/zum schrecken aller die sich nichk wöllen lassen mit Gottes Worten ziehen/ vnd den Eltern gehorchen. Narren. ^^.Arumb nennet Salomon in diesem Buch Narren/alle die so Gottes Gcbotkverachten/vnd Weisen. Wkisen/die nach Gottes Gebotten sich halten. Vnd trifft damit nicht allein die Jugend/die er ^>ni?enacn la^ fürncmijch zu lehren fürnimpt / sondern allerley Stände/ vom höhestcn an biß zum aller vnder- stcr. sten. Denn gleich wie die Jugend jr eygen läster hat wider Gottes Gebott/also haben alle ander Stände auehjre laster/vnd wol ärger denn der Iugend läster sind/ wie man spricht: Je äLter je ärger. Vnd aber- mal/Altcrhiifftfürkcinethorhcit. Gcm-ine plage Vnd wenn sonstnichts böses wercin den andern vndhohen Ständen/alsda ist/Geitz/Hoffart/ Wu!/ c?" Haffz/Neidt/rc. Soistdochdißcinigelasterböstgnug/daßsieklugvndweiß seyn wöllen da sie nicht seyn sollen. Vnd jcdcrman geneigt anderst zu thun denn jm befohlen ist/vnd zu lassen was jm befohlen ist.Als/ wer im Geistlichen Ampt ist/der wil klug vnd rhätig seyn im wcltlichen/vnd ist seiner weißhcit hie kein en¬ de: Widerumb/wer im weltlichen Anrpt rst/dcm wirdt das Haupt zu enge für vbrigcr kuust / wie das Geistlich Anrpkzu regierensey. Solcher Narren sind alleLand/alle Stütte/allcHäuser/voll/vnwerdenin discmBuch garernstlich Gehorsam, gcstrasst/vuocrnjeglichervcrmanet/daß erdcß seinenwartc/vndwasjmbefohlen isttrcuwllch vnfleissig Bttgchorsam. außrichke. Vnd ist auch keiner rügend mehr denn gehör sam seyn/vnd warten was jm zu thun befohlen ist/ Das Nomdt* zzz Das heissen weise Lenke. Die vngchorsamen heissen Narren / wiewol sie nicht wollen vngehorsam noch Narren seyn oder heissen. As ander Buch heißt/Kohclcth/das wir den Prediger heissen/vnd ist ein Trostbuch. Ais wenn Da» ander Buch nun ein Mensch nach der Lehre deß ersten Buche wil gehorsamlich leben/ vnd seines befehle oder Salomo /Ser Ampte warken/so sperret sich dcrTeuffcl/Wclt/vnd eygcn Fleifch/so dawider/daß der Mensch müd vnd verdrossen wirt sernee Srandke/vnd reuwct jn alleewae er angefangcn hat/ «Denn es wilmer- gend fort/wie ere gerne hette. Da hebt sich den mühe vnd arbeit/vnlust/vngedult vnd murren/daß einer wil Hande vnd süsse lassen gchcn/vn nichts mehr thun.Den wo der Teuffel nit kan zur rechten feiten mit fürwrtz vn tust dem gehorsam wehren/ so wil cre zur linckcn feiten mit mühevü widerwertigkeit hindern. Wie nun Salomo im erstell Buch lehret gehorsam wider den tollen küßet vnd fürwrß/Alfo lehret er m diesem Buch wider den vnlust vndanfechtunggcdültigvnd beständig seyn in gehorsam/vnd im¬ merdar deß stündlins mit frieden vnd freuden harren. Vnd was er nicht halten noch andern kan/jmmer fahren lasse/ «Ls wirt sich wo! sinden/re. psalm. »7. /^-^As dritte Buch ist ein Lobgcsang/darin Salorno Gott lobt für den gehorfam/als für eine Got- d^te Buck d^)tksGabe. Denn wo Gottnichthaußhelt/vndsclbsregicrt/darstin keinem Standewederge- Salomo/ Das horsam noch friede. Wo aber gehorsam oder gut Regiment ist/ da wohnet Gott/ vnd küsset vnd HoheLied, hcrtzet seine liebe Braut mit seinem wort / das ist seines mundeskuß. Alfo/ wo cs gehet im Lande oder Haust nach den zweyen Büchern (soviles seyn kan ) da mag man auch das dritte Buch wolsin- gcn/vnd Gott daucken/dcr vns solche nicht allein gclehrt/fondern auch felbs gechan hat/Amen. ^>e HprüIe Hsloms. i.Lap. Abm annng von böser Gesell schaffte/ vird was für straff denen/so Weißhetr vnd gute Lehre verachten/ ;u gewarten. W sind die HprüAe Ha- lomo / deß Königs Israel / Damds Son. In lchrnen weißheit vnd zücht/ verstände/ klughelt / gerechtig- keit/recht vn schlecht. Daß die albern wrtzig/vnd die Jüng¬ linge vernünfftig vnd fürsichtig werden. Wer weiß ist/der höret zu/ vn bessert sich/ vnd wer ver¬ ständig ist/derleßtsm rahtcn/Daß er verneme die Sprü¬ che/vnd jre dcutung/die Lehre der weisen vnd jre beyspiel. psalm Deß HERRN forcht ist" anfang zu lehrni/die ruchlosen verachten weißheit vn zücht. « ^^Ein Kmd/gehorche der zücht deines Vatters/ vnd verlaß nicht das Gebott dei- w°Nn"?w^d-o LjMner Mttter.Pen solche ist ein schöner schmuck deinem Haupt/vn eine ketten an ^^deinem halse. Min Kind/wen dich die bösen Buben locken/so folge nit. Wenn «c-r Go» genug- sie sagen: Gehe mit vns/wtr wöllen auffblut lauren/vnd denvnschüldtgen on vrsache «A mncrwKhZ nachstellen/wir wollen sie lebendig verschlingen wie die Helle / vnd die fromen/als die hmvnder in die grübe fahren/wir wöllen groß Gut sinden/wir wölle vnser Hauser mit raube fülle/ Woge es mit vns/es sol vnser aller ein beutel seyn. Mein kind/wandle den - Jesaters. weg Nicht mitjnen/wchre deinem fuß für irem pfat.Denn jre süsse lausten zum bösen/ vnd cylen Blut zu vcrgiessen.Den es ist vergeblich das Netze außwcrffen für den au- g gen der Vögel. Auch lauren sie selbe vnter einander auffjr Blut/vnd stellet einer dem andern nach dem leben. Also thun alle geitzigcn/dz einer dem andern das leben nimet. SpAmottAd (^^Ie wetßheit klagt draussen / vnd lcßt sich hören auff den Gassen. Sie rüfftin An maZA: der thür am Thor fornen vnter dem Volck/sie redet jre wort in der Skatt.Wie lange wolt jr albern alber seyn/vnd die Spötter lust zur spötterey haben/vnd die ruch- "cu losen die Lehre hassen? Kehret euch zu meiner straffe. Sihe/ich wrl euch herauß sagen EEi». meinet, Geist/vnd euch meine worr kund thun. kk ist Weil Weil ich dem ruffe/vnd jr wegert euch / ich recke meine Hand auß / vnd niemand achtet drauff/vnd laßt fahren allen meinen raht/vnd wollet meiner straffe nicht/ So wil ich auch lachen in euwrem vnfallvnd euwer spotten/wen da kompt das jr förchtett Wenn ober euch kompt/wie ein sitrrm/ das jr förchtet/ vn euwer vnfall als ein Wetter/ wenn ober euch angst vnd not kompt. Denn werden sie mir ruffen / Aber ich wer de nicht antworten/ sie werden mich frü suchen / vnd nit finden. Darumb daß sie Haffe- ten die lchre/vnd wolten deß HERRN forcbt nicht haben/ wolten meines rahts nicht/ §tuittv-ktuntsc-L Wd lästerten alle meine straffe. So sollen sie cffcn von den früchten jres wesens/vnd cEilaIc. l jres rahts satt werden. Daß die albern gelüstet / tödtet sie / vnd der Ruchlosen glück bringt sie vmb.Wer aber mir gehorchct/wirt sicher bletben/vnd gnug haben/ vnd kein VNglück fürchten. n.Lap. Vermanungweißheit/ v»d was guts daraußsrfolge. (Mr't stslst)Mlißt achtdranffgeben/vff von hertzm fleissig seyn. Ein Kind wiltu meine rede annemmen/vnd metnega bott bey dir behalten / so laß dein ohre auffweißheit acht haben / mb A neige dein Hertz" mit fleiß dazu. Denn so du mit sieiß darnach nm fest/ vnd darumb betest / so du sie suchest wie Silber/ vnd forschest n wie die Schätze/alsdenn wirstu die forcht deß HERRN vernemu nz/ vnd Gottes eckentttniß finden. Denn der HERR gibt Weisheit/vndauß seinem munde kompt erkenntniß vnd verstaubt. Er leßt den auffrichtigen gelingen/vnd beschirmet die frommen/ vnd behü¬ tet die so recht chun/vnd bewaret den weg seiner tzeyligm. Denn wirstu verstehen ge- rechtigkeyt vnd rccht/vnd frombkeyt/vnd allen guten weg. Q die weißheit dir zu hertzm gehet / daß du gerne lchrnest /so wirdt dich guter EH^Raht bewaren/ vnd verstände wirdt dich behüten / daß du nicht gerahtest auff den weg der bösen/ noch vntcr die verkehreten Schwetzer / Die da verlassen die rechte bahn/vnd gehen finstere wege.Die sich freuwcn böses zu thun/vnd sind frölich in jrem bösen verkehreten wesen/ welche jrcn weg verkehren/ vnd folgen dem abwege. Daß du nicht gerahtest an eines andern Weib / vnd die nicht dein ist/ die glatte "errnm Wort gibt/vnd verletzt den b Herrnjrer jugcnd/vndvergjffet den Bund jres Gottes, masten sie nmg ge- Denn jr Hauß neiget sich zum ted/vnd jre gängc zu den verlornen. Alle die zu jr eytt- «ommcn hat. gchett/kommen nicht wider/ vnd ergreiffen den weg deß lebens nicht. Auffdaß du wandelst auffgutem wege/vnd bleibest auffder rechten bahn.Denn U-m die Gerechten werden im Lande wohnen/vnd die frommen werden drinnen blerbcn/ Aber die Gottlosen werden auß dem Lande gerottet/ vn die Verächter werden drauß vertilget. III.LüP. Vermanung;u Gottes forchte/ gedkltvttdwet'ssher't. Kind vergiß meines Gesetzes nit/ vnd dein Hertz - behalte meine Gebote. Denn sie werden dir langes leben vnd gute jar vnd friede bringen/Gnade vnd treuw werden dich nicht lassen. - Hencke sie an deinen halß/ vn schreibe sie in die Tafel deines hertzm/ Zu Ä^O-in so wirstu gunst vnd" klugheitfinden/die Gott vn Menschen gesellet, vcrnünfftigMensch ^6^Erlatz dlch auff den HERRN von gantzemhertzm/vnd verlaß dich nichtauff Wola7stehe?vnd a?- o^oeinm verstandt/ sondern gedencke an jn in allen deinen wegen / so wirdt er dich gch« was d» an- Dünckedichnichtweißseyn/sondernförchtedmHERRN/vndwciche vom tzdck bösen. Das wirt deinem Nabel gesundt seyn/ vnd deine gebeine erquicken. Ehre den HERRN von deinem Gut/vnd von den Erstlingen alle deines eynkommens. So ^ebr ri. werden deine Scheunen voll werden / vnd deine Kelter mit Most vbergehen. Mein Ap"Kind/verwirffdie zücht deß HERRN nicht/ vnd sey nicht vngedültig vber seiner straf¬ fe. Den welchen der HERR liebet / den straffet er/ vnd hat wolgefallen an jm/wie ein Vatter am Son. Ö^^Dl dem Menschen der weißheit findet / vnd dem Menschen / der verstände be- (M^kompt. Den es ist besser vmb sie handthieren/weder vmb filber/vnd jr eynkom- men ist besser denn gold. Sie ist edler denn Perlen/vnd alles was du wünschen magst ist jr nit zu gleichen.Langes leben ist zu irer rechten hand/zu wer lincken ist Reichthumb vnd ehre/Zre Wege sind liebliche wege/vnd alle jre steige sind friede.Sie ist ein Baum deß lebens allen die sie ergreiffen/ vnd selig sind die sie halten. Den der HERR hat die Erden durch weißheit gegründet/vnd durch seinen raht die Himmel bereitet. Durch seine b weißheit find die treffen zurtheilet/vn die wolcken mit thauw Messend gemacht» s Ein Kind laß sie nicht von deinen äugen weichen/ so wirstu glückselig vnd klug (werden. Das wirdt deiner Seelen leben seyn/ vnd dein Mund wirt holdselig ftyn.Denn wirstu sicher wandeln auffdeinem wege/daß dein fuß sich nit stossen wirk Legestu dich/so wirstu dich nit förchten/ sondern süsse schlaffen/ daß du dich nicht ferch¬ ten darffest für plötzlichem schrecken / noch für dem sturm der Gottloscn/wm er komet. pklm.»r. Denn der HERR ist dein trotz/der behüt deinen fuß / daß er nicht gefangen werde. O^LEgere dich nicht dem dürfftigcn guts zu thun/so deine Hand von Gott hat sol- Daches zu thun. Sprich nicht zu deinem Freundc:Gehe hin/vnd konr wider/mor- gen wilich dir gebcn/so du es doch wol hast. Trachte nit böses wider deinen Freundt/ der aufftrauw bey dir wohnet. Hader nit mit jemand on vrsache/so er dir kein leyd ge- than hat. Eyffer nicht einem fteffeln nach / vnd erwehle seiner Wege keinen/ denn der HERR hat greuwel an dem abtrünnigen/vnd sein geheymntß ist bey den frommen. Zm Hause deß Gottlosen ist der fluch deß HERRN/ Aber das hauß der Gerechte wirt gesegnct.Er wirt die spvtter spotten/aber den elenden wirt er gnade geben.Die weisen werden ehre erben/aber wenn die" Narren hoch komm / werden sie doch Zu schänden» LoseLcure/orrGokt I 's 1° nichts achter»/rrych Illi. lLup. Vermrrnuttg der weißheit anuhangen/was nuy sie bringct/vnd wie man alle gelegen- Herr;ur S»nve melden sol. Oret meine Ander die zücht euivcrs Vatters/mercket auff/ daß jr lehrnet vnd klug werdet. Denn ich gebe euch ein gute lehre / verlasset mein Gesetze nicht. Denn ich war meines Vatters Son / ein zarter vnd ein einiger für meiner Mutter. Vnd er lehret mich/vnd sprach: Laß dein Hertz meine wort auffnemmen/ halt mein Gebott/so wirstu leben. Nun an weißheit/nim an verstandt/vergiß nicht/ vnd weiche nicht von der rede meines »rundes. Verlaß sie nicht/so wirdt sie dich behalten/Liebe sie/sowrrdtsiedich behüten. Denn der weißheit anfang ist/wenn man sie gerne hö- ret/vnd die klugheit lieber hat denn alle Güter. Achte sie hoch/so wirt sie dich erhöhen/ vnd wirt dich zu ehren machen / wo du sie hertzest. Sie wrrt dein Haupt schön schmü¬ cken/ vnd wirt dich zieren mit einer schönen Krone. So höre mein Kmd / vnd nun an meine rede / so werden deiner 'Zar viel werden» Ich wil dreh den weg derweißheit führen/ich wtl dich auffrechter bahn leiten. Daß/ wenn du gehest/dein gang dir nicht sauwcr werde/ vnd wenn du laustest/ daß du dich nicht anstössest.Faffe die zucht/kaß nicht davon/bcware sie/Dmn sie ist dein leben. Dm nicht auffder Gottlosen pfat / vnd tritt nicht auff den weg der bösen. Lasse U^jn fahren / vnd gehe nicht drinnen/ weiche von jm / vnd gehe fürüber. Denn sie k k ich schlaffen s Vermammg Hurerey ;n «neiden / seinem eigenen Weibe an;uhangen/das ist/ falsche Lehr ;u strci-en/viiv erkcniicnlst Geiles anzuncmmen. Ein Krnd/mercke auffmcink wcißhett/ncige deine oh- rc>, zu meiner lehre. DaßdubchaltcsigutcnRaht/pnd dein mund AK wisse vrlLerschcid zu haben. Denn die tippen derHuren sind süsse wie Honigsein» / vnd ire kehle ist glctter denn öle / Aber hernach bitter wie Wermut/vnd scharpffwie ein zweyscbnctdig schwerdt. Ire süsse lauf- schlaffen m'cht/sie haben denn vbel gcthan/ vnd sie ruhen nicht/sie haben denn schaden gcchan. Denn sic »ehren sich von Gottlosem Brot/vnd trincken vonr Wein deß ftef- cls. Aberder Gerechten pfatglcntzet wie ein Liecht/das da fortgehet/vnd leuchtet >iß auffden vollen tag. Der Gottlosen weg aber ist wie tunckel/ vnd wissen nicht wo sie fallen werden. ^^Ein Son mercke auffmein wort / vnd neige deine ohrcn zu meiner Rede. Laß üvMsic nicht von deinen äugen fahren/bchalte sie in deinem hertzcn. Denn sie sind «W^das leben denen die sie finden/vn gesandt irem gantzcn Leibe. Behüte dein Hertz mit allem fletß/Dcn darauß gehet das leben. Thu von dir den verkehrten mund/vnd laß das Lästermaul fcrrne von Dir scyn.Laß deine äugen stracks für sich sehen/vnd dei¬ ne augenlied richtig für dir Hinsehen. Laß deinen fuß gleich für sich gehen / so gehest» gewiß. Wancke weder zur rechten noch zur lincken wende Demen fuß vom bösen. fen zum tod ymunter / ire gängc erlangen die Helle. Sie gehet nicht stracks auff dem Wege deß lcbens/vnstät sind ire tritt / daß sie nicht weiß wo sie gehet. So gehorcht mir nun / meine Kinder / vnd weichet nit von der rede meines wun¬ des. Laß verne Wege ferme von jr seyn / vnd nahe nicht zur khür jres Hauses. Daß du « nicht den" frcmbden gebest deine ehre / vnd deine jar dem grausamen. Daß sich nicht HE frcmbde von deinem vermögen sättigen / vn dein arbeit nicht sey in eins andern haust/ vnd müssest darnach seufftzcn wenn du dein Leib vnd Gut verzehret hast/ vn sprechen: darnach Nir Rleym M) wie hab ich die zücht gehastet k vndmrein Hertz die straffe verschmächt k Vnd hab N?d-m .m nicht gehorchet der ftim meiner Lehrer / vnd mein ohr nicht geneigt zu denen die mich E n"s«n°Z!?E lchrctcnk Ich bin schier in all vnglück kommen/für allen Leuten vnd allem Volek, prasset hatte Luc.rr. (A^Rincke wasser auß deincr grubcn/vnd fiüffe auß deinem Brunnen. Laß deine c^Brunnen herauß fliesscn/vnd die Wasserbäche auffdte Gassen/Hab du aber sie alleine / vnd kein frembder mit dir. Dein Born sey gesegnet. Vnd freuwe dich deß b Weibs deiner lügend. Sie ist lieblich wie ein b Htnde/vnd holdselig wie ein Rehe/laß auff"Spttc^7rts, dich jre liebe allezeit sättigen / vnd ergetze dich allwcge in irer liebe. Mein Kind / warumb wiltu dich an der frembden ergetzen / vnd hertzest dich mit vn kalt drin aut/das; einer andern t Denn iedermans Wege sind stracks für dem HERRN / vnd er misset acstm'ttHnrm/sa>'- gleich alle jre Gänge.Die miffethat deß Gottlosen wtrdtjn fahen/vnd wirdt mit dem hcMst.^u>k mn strick seiner fände gehalten werden. Er Wirt sterben/daß er sich nicht Wil ziehen lassen/ seiner grossen thorheyt willen Wirts /M nicht wol gehen. vnd Weib frcundclich -v- jnsamnicnhalte». X / I warnrmgfürBürgschaffke/faulhclt choffart/falscherr»nge/b!ntvergt'Lsssn/fKlschhet't/fch rUtl)t. Das warten der Gerechten wirt freu- de werden/Aber der Gottlosen Hoffnung wirt verloren seyn. Der weg deß HERRN ist deß fromm trotz/Abcr dieVbelthäter sind blöd. pstrlm.;7. Der Gerecht wirt nimmermehr vmb- gestossen/Aber dieGottlosen werden nicht rm Lande bleiben. Der mund deß Gerechten bringt weiß- hcit/ Aber das maul der verkehreten wirt außgerott. Die Lippen der Gerechten lehren heyl- sam ding/Aber der Gottlosen Mund ist verkehret. - i ! K Hülomo. Der HEM hat greuwel an den ver- kehreten Hertzen/vndwolgefallen an den Frommen. Den bösen hilfftnichts/ wenn sie auch alle Hände zusammen theten/Aber der Ge¬ rechte Same wirk errettet werden. Z- Ein schön Weib on Zucht / ist wie ein Sauw mit einem gülden Harbaud. Der Gerechten wünsch muß doch wol geratzten/ vnd der Gottlosen hoffen wirdt vuglück. v Einer theilct auß / vnd hat imer mehr/ ein ander karget/da er nicht sol / vnd wirdt doch ärmer. Die Seele/die da reichlich segnet/ wirt ding/ Aber was die Gottlosen rahten/ das treuget. Der Gottlosen Predigt richten Blut¬ vergiessen an/Aber der Frommen Mund errettet. Die Gottlosen werden vmbgestürht/ vnd nicht mehr seyn / aber das Hauß der Gerechten bleibet stehen. Ems wessen Manns raht wirt gelobt/ Aber die türken werden zu schänden. Wer gering ist / vnd wartet deß seinen/ der ist besser / denn der groß seyn wil / dem deß Brots mangelt. Der Gerecht erbarmet sich seines Viehs/ Aberdas Hertz der Gottlosen ist vnbarm- (Truncke«) fctt/Vndwer'truncken macht/derwirdt ZÄ auch truucken werden. dem wirt reich- WcrKorn mtzelt/dem stuchen die Leut/ sebc!^"' Aber segen körnet vbcr den/ so es verkaufst. Werda guts suchet/ dem widerfehret guts. Wer aber nach vuglück ringet/dem Wirts begegnen. Wer sich aufs sein Reichthum verläßt/ der wirt vntergehen/Aber die Gerechten werden grünen wie ein Blat. h Wer sein eigen Hauß betrübt / der wirt wind) Friede d Mnd zum Erbtherl haben/vnd ein Narr vcr'chtt^^^ muß ein Knecht deß Wersen seyn. - B Äerhauc, Vnter den stoltzen ist immer hader/aber Wcißheit macht vernünfftige Leute. Rcichrhumb wirt wenig wo mans ver- geudet/was man aber zusammen helt/das wirt groß. L Die Hoffnung/ die sich verzeucht / äng¬ stet das Hertz/ wens aber kompt/ daß man begert/das ist ein Baum deß lebens. Wer das wort veracht / der verderbt sich sclbs/wer aber das Gebote fürchtet/ dem Wirts vergolten. Die Lehre deß Weisen ist ein lebendige quclle/zu meiden die Stricke deß Todes. Ein guter Rahtthut sanfft/Aber dck Verächter weg bringt wehe. Ein kluger thutalles mit vernunfft/ ein Narr aber breitet Narrheit auß. Ein Gottloser Botte bringet vnglück/ Aber ein treuwer Werber ist heylsam. Wer zücht leßt fahren / der hat armut vnd schände/ Wer sich gerne straffen leßt/ wirt zu ehren kommen. Wens kompt das man begcrt / das thut dem Hertzen wol/Aber der das böse mei- det/ist den Thoren ein greuwel. Wer mit den Weisen vmbgchet/ der wirdt weiß/ Wer aber der Narren Geselle ist/dcr wirt vnglück haben. Vnglück verfolget die Sünder / aber den Gerechten wirt guts vergolten. Der Gute wirt erben auff Kindskind/ Aber deß Sünders gutwirt dem Gerech¬ ten fürgespart. Es ist viel Speise in den Furchen' der - armen/aber dievnrechtthun verderben, Wer seiner Ruhten schonet/der hasset seinen Son/wcr in aber lieb hat/ der züch- I»ft. tigetjnbald. Der Gerechte jffet/daß seine seel "satt (^Läßc wirt/der Gottlosen Bauch aber hat nim- M gnügcn. mergnug. xim.Lap. ZsZDZM Dich weise Wewer x Witt das hauß erbauwet/ ' Eine Närrin aber " zu- ^rrbrrchw) brtchts nut jrem thun. 2"^-»!'?« Wer den HERREN fürchtet/ der gryet auff rechter ban / wer in aber veracht / der weicht auß seinem Wege. Narren redenTyranisch/aber die Wei¬ sen bewaren ircn Mund. Wo nicht Ochsen smd/da ist die Krip- 5 pen rein/aber wo der Ochß schafftig ist/da ist viel eynkommens. tc't7dag/>!m,ct Ein treuwer Auge leugt nicht/abcr ein falscher Zeuge redet dürstiglich lügen. Der Spötter' suchet weißheit/ vn fin- s^oL-s- det sie nicht/aber dem verständigen ist die E^u°esuch^.° erkänntniß leicht. m>ternst so»-» Gehe von dem Narren/denn du lehr- nest nichts von im. Das In ° linde Antwort - stillet den Iorn / aber ein ( Llnve) Li>, i hart wort richtet grimm an. s Der Weisen Junge ma- Ran fmfem chet die Lehre lieblich/Oer Narren Mund speyeteytei narrheik. Die Augen deß HERRN schauwen an allen örten/bcyde/die bösen vnd frommen. Ein heilsame Junge ist ein Baum deß lebcns/abcr ein lügcnhasstige macht Hertz- leyd. Der Narr lästert die zücht seines Vat- ters/wer aber straff annimmet/ der wirdt klug werden. In deß Gerechten Hauß ist gute gnug/ aber in dcm eynkommen deß Gottlosen ist verderben. Der weisen mund streuwet guten recht/ aber der Narren Hertz rst nicht also. Der Gottlosen Opffer ist dem HER¬ REN ein greuwel / aber das Gebest der frommen ist jm angeneme. Deß Gottlosen weg ist dem HERRN emgreuwel/Wer aber der Gerechtigkeit nachiagek/derwirtgelicbet. < Das ist ein böse Zucht/den weg vcrlas- sen/vnd wer die straffe haffek/der muß ster¬ ben. seine Herrligkett/Wo aber wenig Dolcks ist/das macht einen Herrn blöde. Wer gedültig ist/der ist weise / wer aber vngedültig ist/der offenbart seine thorhett. Ein gütiges Hertz ist deß Leybs leben/ Aber neid ist Eyter in Beinen. Wer dem geringen gewalt thut/ der la- '7- stcrt dcffelbcn Schöpffer/aberwcr sich deß armen erbarmet/der ehret Gott. Der Gottlose bestehet nicht in seinem vnglück/ Aber der Gerecht ist auch in seim tod getrost. Im hertzen deß verständigt ruhet weiß- heit/vnd wirt offenbar unter den Narren. Gerechtigkeit erhöhet ein Volek/ Aber die Sünde ist der Leute verderben. Ein kluger Knecht gesellet dem Kenig Wol/Aber cim' schcndtlichcn Knecht ist er - ' L)er haußhak. seM0. rcnzamchtma- chec. Das ist deß klugen weißheit/daß er auff ! seinen weg merckt/ Aber das ist der Nar¬ ren thorhett / daß es eytel trug mit inen ist. v DieNarren treiben das gespött mit der Sünde/ Aber die Frommen haben tust an den Frommen. Wenn das Hertz trauwrig ist/so hilfst kein eufferlichefreude. Das Hauß der Gottlosen wirdt vertil- get/Abcr die Hütten der Frommen wirdt grünen. Es gesellet manchem ein weg wol / aber endtlich bringt er in zum tode. v Nach dem lachen kompt trauwren/vnd (Letd-)Wie n^ch hex fteude kompt leyd. Erunckftcud/ Eim losen Menschen Wirts geht wie er RM lieb handelt/ aber ein fromer Wirt vber in scyn. Ein alber glaubt alles/abcr ein witziger mercket auff seinen gang. Einweiser förcht sich/vnd meidet das arge/cm Narr aber fehret hindurch dur- stiglich. Ein vngedültiger thut närrisch / Aber ein bedächtiger hasset es. e Die albern erben Narrheit / Aber cs ist der witzigenKrone fürsichtigltch handeln. Die bösen müssen sich bücken für den guten/vnd die Gottlosen in den Thoren deß Gerechten. Einen Armen Haffen auch seine Nche- sten/Aber die reichen haben viel freunde. Der Sünder veracht seinen Nehesten/ Aber wol dem/der sich der elenden erbar¬ met. AttuHerm* Die mit bösen rencken vmbgchcn wer¬ den fehlen / die aber guts dencken/den wirt treuw vnd güte widerfahren. Mei wow Wo man arbeitet/ da ist gnug/ wo man hmdcr?^ aber mit Worten vmbgehet / da lst mangel. Den Weisen lst ir Retchthum cin Kro¬ ne/Aber die Thorhcit der Narren bleibet Thorhett. Etn treuwer Ieuge errettet das Leben/ aber ein falscher Icuge betreugct. . Wer den HERRN fürchtet/ der hat ein sichere Festung/vndseine Kinder werden auch beschirmet. O Diefurcht dcß HERRN ist eine quelle deß Lebens/daß man mcyde die Smcke deß Todes. Wo einKönig viel Volcks hat/das ist dieHprüKe Helle vnd vcrderbniß ist für dem HER REN / Wie viel mehr der Menschen Hertze n- k^».nen Derspöttcrliebet nicht der in straffet/ «.cht sag«»! Vnd gehet nicht zu dem Weisen. --.is. Ein frölich Hertz macht ein frölich An- gesicht/Abcr Wenns Hertz bekümmert ist/ so feltauch vermut. Ein kluges Hertz handelt bedächtiglich/ Aber die künen Narren regieren närrisch. Ein betrübter hat nimmer keinen guten tag/Abcr ein guter mut ist ein täglich wol¬ leben. Es ist besser ein wenig mit der furcht deß HERRN / denn grosser Schatz / dar- tnnvnruheist. Es ist besser ein Gericht Kraut mitlic- be/Venn ein geniester Ochß mit hassz. Ein zornig Man richtet hader an / Ein gedültigcr aber stillet den zanck. Der weg deß faulen ist dörnicht / Aber der weg der frommen ist wol gebehnet. Ein weiser Son erfreuwet den Vatter/ Mein närrischer Mensch ist seiner Mut¬ ter schänd. Dem Thoren ist die thorheit eine freu¬ te /Aber ein verständiger Mann bleibet auff dem rechten Wege. Die anschläge werden zu nicht wo nicht raht ist/Wo aber viel Rahtgeber sind/be- stehen sie. O Es ist einem ein frcude wo man im rich¬ tig antwortet / Vnd ein wort zu seiner zeit ist sehr lieblich. Der weg deß Lebens gehet vberwerts klug zu machen /Auff daß man meyde die Helle vntcrwcrts. Der HERR wirt das Haust der Hoffer¬ tigen zubrechen/Vnd die grentze der Wttt- wen bestätigen. Die anschläge deß argen sind dem Vei - Sie rede HERRN ein greuwel / b Aber tröstlich re- ^lreunvtljch? Pen die reinen. Der gcitzige verstöret sein eigen Haust/ Der aber gcschcnck hasset/der Wirt leben. Das Hertz deß Gerechten richtet was zu antworten ist/ Aber der Mund der Gott¬ losen schcumet böses. Der HERR ist ferme von den Gottlo¬ sen/ Aber der Gerechtengebett erhöret er. Freundtlichcr anblick erfteuwt d zhertz/ Ein gut Gerüche macht das Gebeine fett. Das ohr das da höret die straffdeß Le- bcns/wirt vntcr den Weisen wohnen. Wer sich nitziehen läßt/ vermacht sich selbs "zu Nichte/ Wer aber straffe höret/ -x * der wirt klug. -Da-»st L- Die forcht deß HERRN ist zücht zur Gal" ""' wcißheit/ Vnd ehe manzu ehrenkompt/'L^'' muß man zuvor leyden. xvi.Lap. Mensch setzt sm wol für im Hertzen / aber vom HERREN kommet was die Jung reden sol. Eim jeglichen düncken seine Wege rein seyn/aber allein derHERR macht das Hertz gewiß. Defih! dem HERRN deine wcrck/ So Werden deine anschläge fort gehen. DerHERR macht alles vmb sein selbs willen / Auch den Gottlosen zum bösen tage. Ein stoltz Hertz ist dem HERRN ein greuwel/vnd wirt nicht vngestraffe blei¬ ben/wenn sic sich gleich alle aneinander hcncken. Durch güte vnd treuw wirdt missethat - versünet/ vnd durch die forcht deß HER- « REN mcydet man das böse. Ä? Go.."» Wen jcmands weg dem HERRN wol gcfallen/so macht er auch seine Feinde mit jm zufrieden. Es ist besser wenig Mit Gerechtigkeit/ den viel eynkommens mit vnrecht. DeßMenschcnhcrtzschlehctseincnwcg 8 an/Abcr derHERR allein gibt vaß er fort gehe. E^Eiffagung ist in dem Munde deß MZKönigs/Scin Mund fehletnicht im Gericht. oderGejetz/wcl Rechte Wage vnd Gewicht ist vom HERRN/Dnd alle pfunde im Sack sind §2!!,.?!!"^ seine wcrck. Für der; Königen vnrecht thun / ist ein greuwel / denn durch Gerechtigkeit wirdt der Thron bestätigt. Recht rahten gesellet den Königen / vn wer gleich zuräht wirt geliebet. Deß Königs gnm ist ein Botte deß to- des/ Hüldmo. ZZ9 des / aber ein weiser Man wirt in versank. Wenn deß Königs Angesicht fteundt- lieh ist/das ist leben/ Vn seine gnade ist wie einAbendregen. LV^Frn an die wcißheit / denn sie ist bes- M^ser weder gold / Du verstände haben ist edler denn selber. Derfromen weg mcydet das arge/vnd wer seine weg bcwaret/der behcle ftrn lebe. c: Wer zu gründe gehen sol der wirt zuvor stoltz/Hoffertig vnd stoltzcr mut kompt für dem fall. Es ist besser mdriges gemüts seyn mit den elenden/denn Raub außcheüen mit denhoffertigen. Wer eirre fache klüglich führet/ der fin¬ det glück/Dndwol dem der sich auff den HERRN verlaßt. Ein verständiger wirt gerühmet für ei¬ nen weisen Mann/vnd liebliche rede leh¬ ren wol. Klugheit ist ein lebendiger Brunn dem F»cht)Zreleh-der sic Hat/Aber die "zücht der Narren ist Narrheit. Ein weiß Hertz redet klüglich/vnd lehret wol. Die rede deß freundtlichm sindHonig- seim/trösten die Seele / vnd erfrischen die Gebeine. Manchem gesellt ein weg wol/abcr sein letztes reicht zum Tode. D Mancher kommet zu grossem vnglück durch sein eigen Maul. Ein loser M ensch gräbet nach vnglück/ vnd in seinem Maul brennet Fcuwcr. Ein verkehrter Mensch richtet hader an/vndcinVerlcumbder machet Fürsten vncins. Ein frcffeler locket seincnNehcstcn/vnd führet in auff keinen guten weg. Wer mit den Augen wrncket/ dencket nichts gut/Vnd wer mltdcn Lippen deu- tet/vollbrmgct böses. Grauwe Har sind ein Kron der ehren/ die auff dem wcge der Gerechtigkeit fän¬ den werden. Ein gedültigcr ist besser denn cinstar- cker/Vnd der seines mms HERR ist/ denn der Stätte gewinnet. Loß wirt geworffen in den schoß / Aber es fettet wie der HERR Wil. xvn.Lap. S ist ein trocken bis- sen / daran man sich genü- gen läßt / besser / denn ein Haußvoll geschlachtes mit hader. Ein kluger Knecht wirdt herrschen vbcr vnfleiffige Erben/vn wirt vntcr den Brü¬ dern das Erbe außcheüen. Wie das Feuwer Silber/ vn der Ofen Gold/Also prüfet der HERR die Hertzcn. Ein böser achtet auff böse Mäuler/vnd cm falscher gehorchet gern schädlichen Zun¬ gen. Wer deß dürffkigcn spottet / der höhnet desselben Schöpffcr/Vnd wer sich seines vnfalls freuwct/wirt nit vngestrafft blei¬ ben. Der Alten Krone sind Kindskinder/ Vnd der Kinder ehre sind jrc Vättcr. Es stehet einem Narrcn nicht wol an/ von hohen dingen reden/viel weniger ei¬ nem Fürstm/daß er gern leugt. Wer zu schencken hat/dem istswieem Edelstem/Wo er sich hm kehret ist er klug geacht. Wersündezudcckt/der machtfreundt- Supra». scbafft/werabcr die fache" efert/dermacht (Efern)Mi- Fürsten vncins. Schelten schreckt mehr an dem verstän reg-wrc. digcn/den hundert schlägc an dem Narrn. Ein bitter Mensch trachtet schaden zu thun/Aberes wirt ein grausamer Engel vbcr -n kommen. Es ist besser einem Bären begegnen/ dem die Jungen beraubt sind / denn eim Narren in seiner Narrheit. Wer guts mit bösem vergilt/von deß Hause wirt böses nicht lassen. Wer hader anfehet ist gleich als der dem Wasser den Tham auffreißt/ Laß du vom hader/ehe du dreyn gcmcnget wirst. Wer den Gottlosen recht spricht/vnd den Gerechten vcrdampt/ die sind bcyde dem HERRN ein greuwcl. Was sol dem Narren gelt in der Hand weißheit zu käuffen/so er dcch ein Narr istk Ein Freundt liebet allezeit / Vnd em Bruder wirt in der not erfunden. l l iij Es M Sprüche Es ist em Werder an die Hand gelobt/ Md Bürge wirt für seinen Nehestcn. Wer zanck liebet der liebet fände/Vnd wer seine Thür hoch macht/ ringt nach vn- glück. o Ein verkehret Hertz findet nichts gute/ Vnd der verkehrter Jungen ist/wirt in vn- glück fallen. Svpr^. Wer einen Narren zeuget/der hatgre- men/ Vnd eins Narren Vatter hat keine freude. N » Ein frölich Hertz macht das leben lustig/ Insr»». betrübter mut vertrocknet das ge- betne. Exov.Der Gottlose nimpt heimlich gerne ge- schcncke/zu beugen den weg deß Rechts. Ein verständiger geberdet weißlich/Ein Vnd seine lippen sahen seüre eigene Seele. Die wort dcßverleumbders sindschle- ge/Hnd gehen einem durchs Hertz. Wer laffz ist in seiner arbeit/ Der ist ein Bruder deß/der das seine vmbbringet. Der Name deß HERRN ist ein festes -E Schloß / Der Gerechte lauffc dahin / vnd wirt beschirmet Das gut deß reicht ist jm ein feste statt/ Vnd wie eine hohe Maure vmb in her. Wenn einer zu grundt gehen sol / wirt' p" sein Hertz zuvor stoltz / Vn ehe man zu ehren kompt/muß man zuvor leyden. Wer antwortet ehe er höret/ demists narrheit vnd schände. Verein frölich Hertz hat/der weiß sich L in seinem leyden zu halten / Wenn aber der Narr wirfft die Augen hin vnd her. Gapr .5. Ein närrichter Son ist seines Vatters Muwren/Vnd betrübntß seiner Mutter/ diejngebornhat. Es ist nicht gut daß man den Gerechten fchindet/den Fürsten zu schlagen /der recht regiert. Ia-obvernünfftiger mässiger seine rede/ Vnd ein verständiger Man ist eine ^theu- (Td-E.-) wcrc Seele. Werve/ Edle. Ein Narr wenn erschwige/würde auch weiß gerechnet / Vnd verständig / wenn er das Maul hielte. xvm.Lap. . Er sich absöndert / der sucht was im gelüstet/vnd DDMM setzet sich wider alles was gutist. Ein Narr hat nicht tust am verstandt / Sondern was in seinem Hertzcn steckt. Wo der Gottlose hin kompt/da kompt verachtunge vnd schwach mit hohn. Die wort in eines munde sind wie tieffe Wasser/Vnd die quelle der weißheit ist ein voller ström. Arft» r4. Es ist nicht gut die Person deß Gottlo¬ sen achten / zu beugen den Gerechten im Gericht. Die Lippen deß Narren bringen zanck/ Vnd sein Mund ringet nach schlägen. Der mund deß Narrn schadetjmselbs/ mm ligt/wer kans tragen? Ein verständig Hertz weiß sich vernünss- tiglich zu halten / Vnd die Weisen hören gern/daß man vernünfftiglich handelt. Das"geschenck deß Mensche macht /m raum/Vnd bringt für die grossen Herrn. H-rm. Der Gerecht ist seiner fache zuvor ge- wiß/kompt sein nehester/so findet er in also. Das Loß stillet den hader / vnd scheidet zwischen den mächtigen. ß Ein b verletzt Bruder Helt härter denn ^78». eine feste Statt/Vnd zanck Helt härter/den v-r vom ander» RigelamPallast. EimMann wirdt vergolten/darnach S^-Üg^u- scinMund gercdt Hat/Vnd wirtgesättigct "^2'77- von der frucht seiner Lippen. ncher m-d li^ Tod vnd Leben stehet in der Jungen ge- E"r^v27 walt/wer fie liebet/ der wirt von jrcr frucht ÄÄ vndWcib/Zwi- Wer em Eheweib findet / der findet vnvBM-r. was guts/ Vnd kan" guter ding seyn im (GEv-W Wenns glcich zu weilen M Ein armer redet mit stehen / Ein reicher antwortet stoltz. doch '"2'7! Ein treuwer Freund liebet mehr/vnd stehet fester bcy denn em Bruder. lcm sMff vnwascrdmn V/ I X/ ne» rhiit -ü lei- l L-SL W Armer / der m seh 7^ ,.I «er ftömkcit wandelt / ist besser denn ein verkehrter mchrMsdM Mit seinen Lippen / der doch ' V ein Narr ist. Vnd schlage auff der Narren rücken. Eim Menschen lüstet seine wolthar/ vn M Armer ist besser denn ein Lügemr. Die forcht dcß HERRN fördert zum leben/Vnd Wirt satt bleiben/daMein vbel sie hcimsuchen Witt. Derfaule verbirgetseine Hand im topf- fe/Dnd bringtsienitwider ^zum Munde. ? Schlchetman den Spötter/so wirdt de)W.Ht-»a»sech- wietieffwasser/aber ein verständiger kans 7'Nv^Nu! mercken was er meinet. " HmchMcr. Diel Menschen werden ' fronrb ge- AA-Alst rühmpt/ Aber wer wil finden einen der groß/ auch v>„ rechtschaffen fromb seyk 7'^777^ Ein gerechter der in seiner frömkeit wan dclt/deß Andern Wirts wolgehen nachjm. fürgm/dama» Ein König derauffdcm stulsitzt zu rieh- ten/zerstrcuwet alles arge mit ferne äugen. ll ins Wer d (Böß ) Das ist / Was man Man h muß dem bösen wehren mit har- ter straffe/vn mit ernsten schlegen/die man ^-^27 suhlet- Santur.l.axa jmperiz 6c w 1. 6^NN. kst LL Eß Königs Hertz ist L in der Hand deß HERRN wie W'afferbächc/ Vnder MD neigets wohin er wil. Einem jeglichen düncket sein weg recht scyn/Aber allein der HERR macht die Hertzen" gewiß. (G-w.ß)Wi Wolvnv recht thun/ist dem HERRN /"f lieber denn. Opffer. da ist «,«» g-, Hosscttigc Äugen vud stoltzcr mrrt/vnd die Leuchte der Gottlosen/ist fände. ie?c^dümm Die anschläg eines'endeliche bringen ftm/wahmv.» vbcrfluß/ Wer aber allzu jach ist/ wirdt ^"7' ni angeln. ist7ZNt- Wcr Schatz samlctmit lügen/derwirt N fehlerl vn fallen/vnter die sein? tcd suchen, d»-st G-t'ces DerGottlosen raube wirt sie schrecken/ "" denn sie welken nicht thun was recht war. ^^77^2« Wer einen Zandern weg gehet/der ist vcrkeret/Wcr aber in seinem befehl gehet/ f-rn-E-l-m-rt deß werck ist recht. bawab. Me EsistbesserwoneuLmwinckelauffdem M 7mg« Dach/denn bey einem zänckischen Weibe in einem Hause beysammen. " "2 Die Seele deß Gottlosen wünschet ar- ges/vnd gönnet seinem Mhcsteu nichts. A- Wenn der Spötter gestrafft wirdt/so lmist/derver- werden dre albern weiß/Vnd wenn man sthön auch sa» einen Weisen vnterricht/so wirdt erver- Zl7lFW- nünfftig. DcrGerecht Helt sich'weißlich gegm - deß Gottlosen Hauß/Aber die Gottlosen §2^!» dencken nur schaden zu thun. Wer seine Ohren verstopfst für dem schreyen deß armen/ Der wirt auch ruffen vnd nicht erhört werden. Ein heimliche Gabe stillet den zorn/ f VudeinGeschenck im schoß dcu hcfftigcn Mm gNM. that nicht rüh. Es ist dem Gerechten ein frcude zu thun Als?7A.!i was recht ist/Aber ein forchtdenvbelchä- ' tern. Ein Mensch / der vom Wege der klug, heit jrrct/Derwirtblcrbcn in der todtcn gemeine. Wer kan sagen: Ich bin rein in meinem Hertzen ? Vnd lauter von meiner Sünde? Sapw«.Mancherlei) Gewicht vn Maß ist bey- des greuwcl dem HERRN. Agccham E Auch kennet man einen Knaben an sei, Infr» 77' nem wcsen/ob er srom vnd redlich werden Wil. Ein hörend Ohr/vnd sehend Auge/ die macht beydes der HERR. Liebe den schlaff nicht/daß du nit arm werdest/Laß deine Augen wacker scyn/so wirstu Brots gnug haben. Ln Är7rüst Böß/boß/spricht man/wen mans hat/ sig/vndwtlha- Aberwens weg P/so rühmet man es den. bmdasmchtda Eß Gold vnd viel Perlen / Aber ein Infr^'. vcrnünfftiger Mund ist ein edel Kleinot. Mm dem selil Kleid/der für eitlen an¬ dern Bürge wirt/ Vnd pfcnde in vmb deß vnbekanntcn willen. Das gestolcn Brot schmeckt jederman wol/Abcr hernach wirt jm der Mund voll Kffelmg werden. Anschläge bestehen wenn man sie mit raht führet / Vnd Krieg sol man mit vcr- nunfft führen. o Scy vnvcrworren mit dem / der heim- LMtt.ro. rl. ligkcit offcnbart/vn mit dem verleumbder/ D-r vnd mit dem falschen Maul. 7 Wer seinem Vatter vnd seiner Mutter flucht/ deß Leuchte wirt verloschen mitten s-hE.I-öMe Das Erbe / darnach man zu erst sehr 27o?s7cm eylet/wirt zu letzt nicht gesegnet seyn. Sprich nicht: Ich wrl böses vergelten/ Harre deß HERRN/der wirt dir Helffen. Bmtu7 Mancherlei) gewicht ist ein greuwcl dem (H-tl.ge)Got HERRN/ vnd ein falsche Wage ist Nit gut. nst/?7 V..d Iedermans gänge komell vö HERRN/ gcbcn dem. Al, Welcher Mensch verstehet seinen weg? sten/ M ^Das Es ist dcm Mensche ein strick/daß hei- ger'^Mar, lige lästern / Vnd darnach gelübde suchen, dir cm pMm" Ern weiser König Zilstrellwet die Gott, vnd statt,, dir losen/vn d bringt Das rad vbcr sie. c.npf-rd. g Leuchte dcß HERREN ist deß ist/Go!ts?ost Mcuschcil Athcm/ die gehet durchs gautze vnd gnädiger H^rtzt. From vnd warhafftig seyil behüten den König/ Vn sein thron bestehet durch fröm- Nligkeit. Der Jünglingstärckeist jrpreiß/Vnd grauw Haar lst der Alten schmuck. Rossz werden zum Streittage bereitet/ Aber der Sig kompt vom HERRN. xxii.Lap. As Gerücht lst köst¬ licher denn groß Rcich- D thumb/Vnd gunst besser denn silber vnd gold. Reiche vnd arme müss geschrieben mtt rahten vndlehrenk senvnter einander seyn/Der HERR hat sie alle gemacht. Der witzige schet das vnglück/ vnd ver¬ birgt sich/Die albern gehen durch hin/vnd werden beschädigt. Wo man leydet in deß HERRN forcht/ Da ist Reichthuwb/Ehre und Leben. Stachel vnd strick sind auff dem Wege deßVerkehrtcn/Wcr aber sich davon fcrr- mt/bewaret sein leben. Wie man einen Knaben gewehnet/So 2 mg sewE läßt er nicht davon wenn er alt wirr. Der Reiche herrschet vber die Armen/ Vnd wer borget ist deß Lehners Knecht. Wer vnrecht säet / der wirt mühe ärnd- ten/ Vnd wirt durch die Ruhte seiner boß- heitvmbkommcn. Ei!,' gut Auge wirt gesegnet/ Denn er ) gibt seines Brots den armen. m , Em Treibe delEpötter auß/so gehet der » Schmach. Wereintreuw Hertz vnd liebliche rede s hat/deß Freund ist der König. Dieaugm deß HERRN behüten ^gu- (Gu^E) ten raht/aber die wort deß Verächters per- kehret ct. b-. Der faule spricht: Es ist ein Löw draus- sen/Ichmocht 'erwürget werden auff der Gaffen. d-rbtt würde. Der Huren mund ist ein treffe gruben/ (Erwürgt) Wem der HERR ungnädig ist/ verfettet ^^-2/ , G-jindc/died? dreyn. F" !chß nie beis- Thorheit steckt demKnaben im hertzen/ Aber die ruhte der zücht wirt sie ferrne von jm treiben. Wer dem Armen vnrecht thut/ daß sei¬ nes guts viel werde/ der wirt auch eim rei¬ chen gebcn/vnd mangeln. ^^?Eige deine ehren / vnd höre Die wort MHdcrWeisen/ vnd mm Zu hertzen mci- ^^nc Lehre. Denn cs wirt dir sanfft thun wo du sie wirst bey dir behalten/Vnd werden mit einander durch deinen Mund" wolgerah- r> (woigemk- teN« ken)^)u wirst Daß deine Hoffnung sty auff dem HERRN/Ich muß dich solches täglicher- vndhelffe». innern/dirzugut. Hab ich dirs nicht manchfeltiglich für- o ° ., x (Antworten) Daß ich dir zeiget eine gewissen grundt der warheit / daß du recht' antworten kündtest denen die dich senden. waTdu^r b" Beraube den Armen nicht / ob er wo! du wE'Ä arm ist/ vnd unterdrücke den elenden mcht A tM Thor. nach seinem Denn^ Wer gern in woltüst lebt wirdt man¬ geln / Vnd wer Wein vnd öl liebt wirt nit reich. Der Gottlose muß für den Gerechtes gegeben werden/ vnd der Verächter für die frommen. Q Es ist besser wohnen in wüstem Land/ denn bey einem zäncktschen vnd zornigem Weibe. Im Hause deß Weisen ist ein lieblicher schal; vn öl/aber ein Narr verschlemmets. § Wer der barmhertzigkett vn güte § nach AAaM jagt/der findet das leben/ barmhertzigkett/ barmbcryigen / YND ehrt. . . , o barmhcrtzAZ Ein Weiser gewinnet die Statt der Ianck weg / So höret auff Hader vnd starcken / vnd stürtzt jre macht durch jre si- " " h cherheit. Wer seinen Mund vnd Jungen bcwa- Mdstch-rMd! ret/Der bewaret sctne Seele für angst. LswLT- Der stoltz vnd vermessen ist /' heißt ein lm/Nom/:c. wser Mensch/der im Zorn stoltz beweiset. (Heißr) Das Der faule' stirbt vber seinem wünsche/ chmWchüi- denn seine Hände wollen nichts thun. chm namen/ vn Er wünschet täglich / aber der Gerecht Wirt mmermeyr < cin loMch / -hr- gibt vnd versagt nicht. Der Gottlosen Opffer ist ein greuwel/ iroNoltz / w!d denn sie werden in Sünden geopffert. bochtn nnacht. Em lügenhafftiger zeuge Wirt vmbkom r-u-"' men/aber wer gehorcht Den läßtmanauch 5 wa?rcdEhs allezeit Mderumb reden. v» !n d'E ov! Der Gottlose fehret mit dem kopff hin- vas durch/ aber wer from ist / deß weg wirt be- g-nten/ Hauß^ stehtN. Es hilfft keilte wcißheit/kein verstandt/ kein raht/wider den HERRN. arbeiten noch leche». S nicht Brot bey cim neidischen/vn Denn wie ein" gespenst ist er inn- wcndig/Er spricht: Zß vnd trtnck/vnd sein ' Däne bissen die du gcffen hattest mußt ^«b«°gcnHnnniel. (Haben) Je mehr mans be- gcrc/icftiwcs kompt. (Gespenst) Hertz ist doch nicht an dir. isk/wiediebren- . , . fi!-gen/!a!m!ff du allssspeyen / VN mußt deine frcundtliche ft»'!ha?.''Älso wort verloren haben. ft-llck er sich gü Rede nicht für deß Narren ohrcn/denn mchts?' er veracht die klughett deiner rede. sup.rr. Treibe rucht zu rück die vorigen Greu¬ ßen/vnd gehe nicht auff der Waisen A- ckcr. Denn jr Erlöser ist mächtig / der Wirdt jre fach wider dich außführcn. L Grb dem Hertz zur zücht/vnd deine eh¬ ren zu vernünfftiger rede, Laß nicht ab den Knaben zu züchtigen/ «»p. denn wo bujn mit den Ruhten Heuwest/ so ^7,/^ darffman in nicht tödten. Du heuwcst in mit der ruhten/Aber du ftun- errettestseme Seele von der Helten. ter nit/so chut» Mein Son/ so du weift bist / so freuwet me 77 sich auchmeinHertz. 27K,m"7 Vnd meine Nieren sind fro wenn deine Lippen reden was recht ist. Gericht, Dein Hertz folge nicht den Sündern/ sondern fty täglich in der furcht deß HER¬ REN. Denn es wirt dir hernach gut scyn/vnd dein warten wirt nicht fehlen. Höre mein Son/ vnd fty wetse/vn rich- Svprs te dein Hertz in Den weg. Scy ntt vntcr den säuffern vnd schläm- mern/dcnndiesäuffervnd schlemmer ver- armen/vnd ein schläffer muß zurissenKlei- der tragen. Gehorche deinem Vatter/der dich ge¬ nüget hat/ vnd verachte deine Mutter nit wenn sie alt wirdt. Kaufte warheit/vnd verkaufte ste nit/ weißheit/zücht vnd verstände. Ein Vatter deß Gerechten freuwet sich/vnd wer einen Weisen gezeuget hat/ist frölich drüber. Laß sich deinen Vatter vnd deimMut- ter freuwen/vnd frölich ftyn die dich gezeu¬ get hat. Denn der HERR wirdt jre fache Han- deln/vnd wirt jre Vndertretter vndertret- ten. Geselle dich nicht zum zornigen Mann/ vnd halt dich nitzu eim grimmigen Man. Du möchst seinen weg lehrnen / vn dei¬ ner Seelen ärgerntß empfahen. Sup.». »7. Scy nicht bey denen die jre Hand ver- hefften/vnd für schuld bürge werden. Denn wo du es nicht hast zu bezalen / so wirt man dir dein Bette vnter dir weg- nemmen. L-m.r7. Treibe nicht zu rück die vorigen Gren- Infm r;. hen/hje Vatter gemacht haben. Sihcstu einen Mann endlich in seinem gcschefft/dcr wirt für den Königen stehen/ vnd wirt nicht für den vncdlen stehen. xxm.Lap. M Enn du sitzest vnd js fest mit einem Herren / so mercke / wen du für dir hast. « ° Vnd setze ein" Messer an deine Kele/wiltu das leben behalten. mc "cfu Ä rc' Wünsche dir nicht seiner Speise / denn dest/vndmfahr (bist falschBrot. das Bem ühc dich nicht reich zu werden / VN AÄIuhof laß ab von deinen fündlin. nnmer^-rLn Laß deine Augen nicht fliegen dahin/ - . andcmvberieu. Has du nicht haben kaust / Denn dasselb Gib mir / mein Son/ dein hcrtz/vn laß - Aclr'/ b/er7n macht jn Flügel wie cur Adler/ vnd fleucht deinen Augen meine Wege wolgefallen. Denn eine Hur ist eine tiefte Grub/vnd Supp.-»- die Ehebrecherin ist ein enge Grub. Auch lauret sie wie einRäuber/vnd die frechen vntcr den Menschen samlek sie zn sich» Wo ist weh? Wo ist leyd ? Wo ist zancks Wo ist klagen k Wo sind Wunden onvr- sach ? Wo sind rote Augen? Nemlich/wo man bcym Wein ligt/ vnd körnet außzusauffen waseyngeschencktist. Sihe den Wein nicht an / daß er so rot ist/vnd im Glase so schön stehet / Ergehet glatt eyn. Aber darnach beist er wie einSchlang/ vnd sticht wie eine Otter. So werden deine Allgen nach andern Weibern sehen/vnd dein Hertz wirt ver¬ kehret ding reden. Vnd Vnd wirst seyn wie einet der mitten im Meer schiesst/vnd wie einer schiesst oben auff dem Mastbaum. Sie schiagen mich/ aber es thut mir nit wehe / Sie klopffen mich/ aber ich fühle es nicht. a Wenn Wil ich auffwachen k daß ichs ) mehr treibe. jst/laß dich dem - SL XXIIII.Lap. ftlu»iremaute ss Olge «ntt bösen Lem (Ordentkch) inen zu seyn. lAu7ha§gc- Denn jr Hertz trachtet DaffEhL; nach schaden /vnd jre Lip- L-AL penrahtenzuvnglück. gibt wo wen»/ Durch weißheit Wirt ein Hauß gebau- Sw" lmAtud wet/vnd durch verstaubt erhalten. ?ä"cöMunr Durch ordentlich haußhalten wcr- ekx°:e»8. hze Kammernvollaller köstlicher lieb- c Ertzbäß- licher Reichthumb. MbHhZ Ein weiser Man ist starck / vnd ein vcr- Aß gem ftha' nünfftiger Mann ist mächtig von kräfften. denthrm/damw Denn mit raht muß man Krieg füren/ sröffer sch "den vn wo viel Rahtgcber sind/da ist der Sig. der imTß"w Weißheit ist dem Narren zu hoch / Er An / daß dE darff seinen mund im thor nicht auffthun. ans» zwey au- Wer jm selbö schaden thut / den heißt chenwüRn"' man billich einen' Ertzbößwicht. St»rcke)Viel Deß Narren tücke ist Sünde/ vnd der wästehtt / vnd Spötter ist ein greuwel für den Leuten. Achten fleh für Der ist nicht starck/ der in der not Nit zehen nik wenn er allein ist. ftsttst. TSdte»)Wie Errette die/ so man tödtcn wil/vn ent- MM die Chn- zeuch dich Nicht von denen/die man wür- I!e» vorzncen/ vnd noch Mer/ g(N Wii. lach« »och L Sprichst»: Sihe/wir verstehens nicht. Mcrncsiu nicht der die Hertzcn weiß mer- mcht/Ich mnß ckctö t Vnd der auff die Seelen acht hat/ befehl gch^last kenuetö k Vnd vergilt dem Menschen nach samscm,?'^^ seinem wcrck. (HomN Oas Zß/mern Gon/ Honig/ den es ist gut/ ist/brauche der Wd Honigseim istsüßin deinem Halse. Gottgib^/Md Also ichrne die werßheitfür deineseele. w uackcheil Wenn du sie findest /so wirdts hernach s woi gehen/vnd deine Hoffnung wrrdt nicht vmbsonstseyn. N?stchN Laure nicht als ein Gottloser auff das mtÄÄuß! Hauß deß Gerechten / Verstöre seine 9 ru- bttsse». he Nicht. Denn ein Gerechter felt siben mal/vn ( stehet wider auff/Aber die Gottlosen vcr- sincken in vngluck. rcchn/wieoffc Freuwe dich deß falls deines Feindes nicht/vnd dein Hertz sey nicht fro vber sei¬ nem vnglück. Es möchts der HERR sehen / vnd jm v- belgcfallen/vnd seinen zorn vonjm wen¬ den. Erzürne dich nicht vber den bösen /vnd eiffer nicht vber die Gottlosen. Denn der böse hat nichts zu hoffen/vnd 8 die Leuchte der Gottlosen wirt verleschen. Mein Kind fürchte den HERRN vnd den König/vnd menge dich nicht vnter die auffrührtschen. Denn jr vnfall wirt plötzlich entstehen/ vnd wer weiß wenn beider vnglück komptk kompt auch von den Weisen/der DE. '. Person ansehen im Gericht ist nicht gut. Wer zum Gottlosen spricht: Du bist from/dcm fluchen die Leute / vnd hasset dasVolck. Welche aber straffen / die gefallen wol/ vnd kompt ein reicher fegen auff sie. Eine richtige antwort ist wie ein liebli¬ cher Kuß. Richte draussen dein geschefft auß/ vnd arbeite deinen Acker/ darnach bauwe dein Hauß. ScynichLzeugeonvrsachwiderdeinen Svpr.,4. Nchestcn/vnd betreuge nicht mit deinem Munde. Sprichm'cht:Me man mir thut/so Wil Trm»-«, ich wider thun / vn eim jeglichen sein werck vergelten. Ich gicng für dem Acker deß Faulen/ vnd für dem Weinberge deß Narren. Vnd sihe da waren eitel Nessel drauff/ vnd stund voll Disteln / vnd die Mauwer war eyngefallen. Da ich das sähe / »am ichs zu Hertze»/ vndschauwetvnd lehrnete dran. Du wüt ein wenig schlaffen/ vn ein we- S»pm nlg schlummern/vnd ein wenig die Hande ALA zusammen thun/ daß du ruhest/ Acres wirtdir dein armut kommen wie em Wanderer/ vnd dein mangel O b-A A wie ein gcwapncter Mann. MHprüAe XX V. Lap. M find auch Sprü- ^W^)W che Salomo / die hinzu gesetzt haben die Manner Htskta/ deß Königes Zu- W^eENda. a Es ist Gottes Ehre eine fache" verber- SnGottcs?re gen/ Aber der Könige ehreistö/ein fache LLL erforschen. Der Himmel ist hoch / vnd die Erden d-rn alles glau- tieff/Abcr der Könige Hertz ist vnerforsch- wcltlichcn reich ltch. s-»,'»» Man chu dm Schaum vom Silber/ L»d»,L so wirt ein rein GcW drauß. »erlrauwen. MaN thU Gottloß WtseN V0M Köttlge/ so Wirt sein Thron mit Gerechtigkeit be¬ stätiget. Prange nicht für demKönige/vnd tritt nicht an den ort der Grossen. Luce ,4. Denn cs ist dir besser / daß man zu dir sage/Tritt hie herauff/den daß du für dem Fürsten genidrigest wirst/ daß deine äu¬ gen sehen müssen. Fahre nit bald herauß zu zancken/denn was wtltu hernach machen / wenn du dei¬ nen Nchestcn gcschcndet hast? Handel deine fache mit deinem wehe¬ sten/ vn offenbar nicht eines andern hetm- ltgkeit/Auff daß dirs nicht vbel spreche der es höret/ vnd dein böß gerächt nimmer ab- laffe. cssw-n-pf- Ein wort gcrcdt zu seiner zcit/ist wie ° fel) Als Pom- gülden öpffel in silbern Schalen. mnanym v»v ^Zcr einen weisen strafft/dcr /m gehor- chet/das ist wie ein gülden Stirnband vn gülden Halßband. derbete quell. Wer zu viel Honig tsset/das ist nit gut/ vnd wer schwer ding forschet/dcm Wirts zu schwer. Ein Man/der seinen Geist nicht halten kan/ist wie ein offene Statt on Mauren. offenbar werden. Wer eine gruben macht/der wirt dreyn fallen/ vnd wer einen stein waltzt/auff den wirt er kommen. Ein falsche Junge hasset der/n straffet/ Vn ein Heuchelmaul richtet verderben an. xxvii.Lap. W Hüme dich nicht deß z. M morgenden tagcs/ Denn^"^^ du Missest nicht was heute sich begeben mag. Laß dich einen andern loben / vnd nicht deinen Mund / einen frembdcn/vnd nicht deine eigen lippcn. Stein ist schwer/vnd sandt ist last/Mer deß Narren zorn ist schwerer den die beyde. Jom ist ein wütig ding/vnd grimm ist vngeftüm/Dndwerkanfür dem neydbe- alsmo. Bottenaußrichtet/DerisiwieeinLamer thun/Deßboßheit wirt fürder Gemeine an füffen/vnd nimpt schaden. Wie einem krüppel das tantzm/ also ste- htt den Narren an von weißheit reden. Ttarreo sollen Wer einem Narren ehr anlegt / dar- ist/ v?wöllmdoch als wenn einer einen Edlenstetn auffden ,mm-rklüg-ln. Rabenstetnwürffe. 6 Ein Spruch in eines Narren mund/ ist (D-rnrw-tg) wie ein" Dornzweig/ der in eines truncken W-Ü ttn trun- Hand sticht. b«schmd-rhäd EmguterMrstermachtemdingrccht/ Aber wer einen hümpler dingt/dem Wirts mehrdamirdcff vaßerdttRs. ^erocroer. senw rieche gc. Wle ein Hund seilt Gespcyets wider frist/ Also ist der Narr / der seine Narrheit r?chSchofft' wider treibt. dm»Km7 Wen du einen schest/ der sich weiß dün- ckct/Da ist an cim Narren mehr Hoffnung denn an im. -.per.». Der faule spricht/ Es ist ein junger Löw auff dem wege/vn ein Löw auff de gaffen. s«p. »o. Ein fauler wendet sich im Bette / wie die Thür in der Angel. Der faule vcrbirget seine Hand in dem töpffcn/vnd wirt jm sauwr/ daß er sic zum munde bringe. r Em fauler dünckt sich weiser denn si- W«/ v?- mä ben die dasitten lehren. Wer fürgchet vnd sich menget in ftemb- dochnMrs den hader / der ist wie einer / der den Hund ftrschm,könrn bey den Ohren zwacket. UmMch "" Wie einer heimlich mit geschoß vnd pfei len scheußt vn tödtet / Also thut em falscher Mensch mit seinem Nehesten / Vnd spricht darnach / Ich hab c geschertzt. Fehlet ,m scur Wenn nimmer Holtz da ist / so vcrlcscht so hatergeschtt das Feuwer/ Vnd wenn der Verleumbdcr N feinenb weg ist/so höret der hader auff. schüldtgö: Wr- Wie die Kolen ein glut /vnd Holtz ein daß Nich/g7. feuwer / Also richtet ein zänckischcr Manu hader an. Die wort deß Vcrleumbdcrs sind wie schläge/vnd sie gehen durchs Hertz. Gifftigcr mund vnd böses Hcrtz/Istwie ein scherben mit Silbcrscdaum vderzogen. Der feind wirt erkarrnt bey ferner rede/ wiewol er im hcrtzen falsch rst. Wenn er seine strm holdselig macht/so gläube stn nicht / Denn cssmdsibengreu- Ml in seinem hcrtzen. Wer den hassz heimlich Helt schaden zu stchcnk Öffentliche straffe ist besser denn heim¬ liche liebe. Die schlüge deß Liebhabers meinens sc-b-. rechtgm/Aber das küssen deß Hassers ist eingcwcsch. Ein volle Seele Zutritt wol Honigseim/ Aber einer hungerigcn Seele ist alles bit¬ ter süsse. Wie ein" Vogel ist der auß seinem Nest « weicht/Alsoistdervon seiner stätleweicht. Das Hertz freuwet sich der Salben vnd Räuchwcrck/Aber ein Frcundt ist lieblich/ halsscst/e« E vmb rahts willen der Seelen. Deinen Freundt vnd deines Vatters v Freundt verlaß nicht/ Vnd gehe nicht rns Hauß deines Bruders/ wenn dirs vbel ge- het/Denn einNachbauwer ist besser in der §rembve tk»m nähe/wedcr ern Bruder rn der ferrne. e-gc-, ftemao Scy weiß mein Son / so freuwet sich H r mein Hcrtz/So Wil ich antworten dem/ der !vu7w7 7^.' MichschNlkhet. b»pr.r°.rr. Ein witziger sihet das vnglück/vnd ver- birgetsich/ Aber die albern gehen durch/ vnd leiden schaden. basist / wcc Nim dem sein Kleid/ der für ein andern bürge wirt/ Vnd pfende jn vmb der fremb- dcnwillen. mangläuvlpiö ° Wer stinc» Nchcstcn mit lauter film m m fegen«/ a (Fleucht) Ei¬ gen gewissen ist mehr denn tgn, send zeugen. Levtt.rs. Infrn;o. Eccles. »4. d Tvüflch sm, vnd das gold im Oftn. lobe höret/wirt dillich betröge/ . /V -Ocn ^bewtl- sest Mit dem stempffel wie Grutz/ so uesse I sey/dcr sein ehr vbcr alles recht liebet. Gottlosen/ Die es aber bcwaren / sind vn- willig auff sie. Böse Leute merckcn nicht auffs Recht/ Die aber nach dem HERR)? fragen/ mer- ckenauff alles. Es ist besser ein armer der in seiner fröm s»p. keit gehet/denn ein reicher der in verkehre- ten wegen gehet. Wer das Gesetz bewaret/ist ein verstän¬ dig Kind/Wer aber Schlemmer nehrct/ schändet seinen Vatten Wer sein Gut mehret mit Wucher vnd vbersatz/dcrsamlcteszunutz der armen. Wer sein Ohrabwendct zu hören das Gesetz/deß Gebett ist enr greuwel. Wer die frommen verführet auffbösem « wege/der wirt in seine gruben fallen/ Aber die frommen werden guts ererben. Ein reicher dünckt sich weiß seyn / Mer ein armer verständiger merckt in. Wenn die Gerechten vbcrhand haben/ sogehetö sehr fein zu/Wenn aber Gottlo¬ sen auffkommen/ wendet sichs vnter den Leuten. Wer seine missethat leugnet/ dem wirbt nicht gelingen/Wer sic aber bekennet vnd läßt/der wirt barmhcrtzigkeit criangen. Woldcm der sich allwege fürcht/Wer aber ßalßstarrig ist/wirt in vnglück fallen. Ein Gottloser/der vberein arm Volek regiert/das ist ein brüllender Löw vnd gi¬ nger Bär. Wenn ein Fürst on verstandt ist/so ge¬ schieht viel vnrcchts/ Wer aber den Geltz haffct/der wirt lang leben. Ein Mensch der am blut einer Seelen vnrecht thut/der wirt nicht erhalten / ob er auch in die Helle führe. Werftomb eynher gehet/wirt genesen/ Wer aber verkehrctes Weges lst/wirdt auff ein mal zufallen. Wer seinen Acker bauwet / wirt Brots gnug haben / Wer aber Müssiggang nach- gehet/wtrt armuts gnug haben. Ein treuwer Mann wirt viel gesegnet/ Wer aber eilet reich zu wcrden/wirdt nicht vnschüldig bleiben. Person ansehcnist nicht gut/ Denn er r,Tlnmh.-. thct vbel/auch wol vmb ein stück Brots. Wer eilet zum Reichthumb/ vnd ist nei¬ disch/ fegnet/vnd frü auffstehet / vnd wirt jm für Die das Gesetz verlassen / loben den tmstüch gerechnet. Emzänckisch Weib vnd stätigstrieffen Wenns sehr regnet/ werden wol mit einan¬ der vergleicht. Wer sie auffhelt/der Helt den winv/vnd wildas öl mir der Hand fassen. Ein Messer wetzt das ander/ Vnd ein Mann den andern. Wer feinen Feigenbaum bewaret/der jffetfrüchtedavon/Vndwer seinen Herrn bcwaret/wirtgcchret. e Wie der' schäme im wasser ist gegen das (Schäm-) angesicht/Also ist eines Menschen Hertz ge- Aasist/wie- gen dem andern. ftl wackelt vnd Helle vnd verdcrbmß werden nnnmer soNuch me volk/Vnd der Menschen Augen sind auch S^vnsattig. Ein Mann wirdt durch den Mund dcß »lobers bewärt/ wie das silber un Tigel/ Wen du den Narren im Mörser zerstics- !in doch sein Narrheit nicht von im. Auff deine Schafe hab acht / Vnd nim dich deiner Herde an. Denn Gut wäret nicht ewiglich / Vnd (Lrone)Das die Krone wäret nicht für vnd für. schäum Hau- Das Hcuw ist auffgangen / vnd ist da g!.Vn-Ä das graß/vnd wirt Kraut auff den Ber- gcnandem,das ge^gesamlct. k.e'ch'.uch!blc,- DieLämmer kleiden dich/vn die Böck geben dir das Ackergelt. Du hast Ziegen Milch gnug zur speise deines Hauses/vnd zur Nahrung deiner Dirnen. XXVIII. Lap. LR het / vnd niemand taget jn/Der Gerechte aber ist getrost wie ein junger Lö¬ we. Vmb deß Landes sünde willen werden Vieländerung der Fürstenthümme/Abcr vmb der Leute willen die verständigend vernünfftig sind/bleiben sie lang. Ein armer Mann/ der die geringen be- leidigt/ist wie ein mälthauw/der die frucht verderbt. Salomo. Z44- disch/dcr weiß nicht/ daß im vnfall begeg¬ nen wirdt. Wer einen Menschen strafft / wirt her¬ nach gunst finden/mehr denn der da heu¬ chelt. Wer seinem Vatter oder Mutter nim- met/vnd spricht/ Es sey nicht sünde / der ist deß Verderbers Geselle. Einstoltzer erwecket Aanck/ Weraber auff den HERRN sich vcrlcßt/ wirt fett. Wer sich auff sein Hertz verleßt/ist ein Narr/Wer aber mit weißheit gchet/wirdt entrinnen. Wer dem armen gibt / dem wirdt nicht - -nm.-. Wer aber seine Augen abwen- det/der wirt sehr verderben. Wenn die Gottlosen auffkomen/ so ver¬ bergen sich die Leute / Wenn sie aber vmb- Eommen/wirt der Gerechten viel. XXIX. Lap. L MMM Er ivrdcr die straffen halßstarrig ist / der wirdt plötzlich verderben/on alle hülffe. Wen der Gerechten viel ist/ fteuwet sich das Volck/ Wenn aber der Gottlose herrschet/scufftzct das Volck. Lvcev. Wer weißheit liebet/erfreuwct seinen Vatter/Wer aber mit Huren sich nehret/ kompt vmb sein Gut. Ein König richtet das Land auffdurchs D-rdasLand Recht/Ein - geitziger aber verderbet cs. scheut. Wer mit seinem Nehesten heuchelt / der breit ein Netz zu seinen Fußstapffen. Wenn ein böser sündigt / verstrickt er sich selbe/ Aber ein Gerechter fteuwet sich/ vnd hat wonne. Der Gerecht erkennet die fache der ar¬ men/ Der Gottlose achtet keine vcrnunfft. Ein Herr der zu lügen tust hat/ deß die¬ ner sind alle Gottloß. Arme vn 'Reichen begegnen einander/ (^-n) Aller beyder äugen»erleuchtet der HERR. Ein König der die armen treuwlich rich cben^/wie tet/deß Thronwirdtewiglich bestehen. AU" Ruhte vnd straffe gibt weißheit / Aber ein Knabe jm selbs gelassen/schendct seine Wo viel Gottlosen sind/ da sind vil sün- N«SA de/Aber die Gerechten werden jrcn fall er- Ab¬ leben. Minder straffe. Jüchtige deinen Smt/so wirt er dich er- getzcn/Vn wirt deiner Seelen sanffr thun. Wenn die'Weissagung auß ist/wirdt w-.ssag-mg) das Volck wildt vnd wüst / Wol aber dem LAKL der das Gesetz handhabet. »»chts anders; Ein Knecht leßt sich mit Worten nicht Me!?v»dsct züchtigen/ Denn ob ers gleich verstehet/ nimpt er sichs doch nicht an. Sihcsm einen schnell zu rede / da ist am Narren mehr Hoffnung denn an jm. Wenn ein Knecht von jugend auff zärt¬ lich gehalten wirdt/ so wil er darnach em Iunckhcrrseyn. Ein zornig Man richtet hader an/Vnd ein grimmiger thut viel Sünde. Die Hoffart deß Menschen wirdt jn Hiob». stürtzen/Abcr den demütigen wirt ehr em- pfahen. Wer mit dicbcn theil hat/höret fluchen/ vnd sagctsnicht an/der hasset sein leben. Für Menschen sich scheuwen / bringt zu fall/Wer sich aber auff den HERRN ver- lcffet/wirt beschützt. Viel suchen das Angesicht eines Für- stm/Abcr eines jeglichen Gericht kommet MrAn Ade VSMHEM. LL-7.V Einmgerechter Mann ist dem gerech- ^stnst. ten ein greuwel/ Vnd wer rechts wegs ist/ Verist deß Gottlosen greuwel. b Die b Spötter bringen ftechlich eine Es^m offt Statt in vttglück/Aber die Weisen stillen dte Uhce frcy H^ZorN. »tthcsdarnach! Wenn ein Weiser mit eim Narren zu odSArsteam handeln kompt/er zürne oder lache/so hat SV" ernichtrchc. tn vielen ,aren Die blutgirigen hassen den frommen/ «cht kommen, ^ber die Gerechten suchen seine Seele. Ein Narr schütt seinen Geist gar auß/ Aber ein Weiser Helt an sich. Ms!NddtewottA«E,L U gur/rcß SonsZnke/lch- re vnd rede deß Manns Salomo. Lcithiel/Letthiel vnd V- (MrScht) Welse Lent er, ^0^». kennen / daß;re Denn ich bl« der aller narrischt/ vnd N"r!?wff. Menschen verstände ist l-icht bcy mir. Ich s-nall-sEö» nun ij hab^n^'"^ MHprüKc lisch. spricht: Ich hab kein vbels gethan. Em Land wirdt durch dreyerleyvnrü- hig/vnd das vierdte mag es nicht ertragen» Em Knecht wenn er König wirt/ ein Narr wenn erzu satt ist / eine seindsclige wenn sie geehlicht wirt/ vn eine Magd wenn sie/rer Frauwen Erbe wirt. Vier sind klein auff Erden/vnd klüger den die weisen. Die Eimerssen/ein schwach Volek / dennoch schaffen sie im Somcr jre speisc/Kaninichen/cln schwach Volck/den- noch lcgts sein Haust in den Felsen/ Hcuw- schrccken haben keinen König/ dennoch zie¬ hen sie auß gantz mit Haussen / Die Spin¬ ne wirckt mit jren Händen / vnd ist in der Könige Schlösser. Dreyerley haben einen feinen gang/ vn das vierdte gehet wol. Der Löuw mächtig vntcr denThieren/ vnd kehret nicht vmb für jemand/ein Wiiidvon guten lenden/ vnd ein Widcr/vnd der König / wider den sich niemand darff legen. Hastu^genarret vnd zu hoch gefahren/ v vnd böses fürgehabt/so lege die Hand auffs v." Wodu erwäge, fehler h.,st/vnd Wen man Milch stößt/so machet man Butter draust/ Vnd wer die Nasen hart schneutzt/zwingt blut herauß/ vnd wer den A lseVL zorn rettzet/zwingt hader heraust. XXXI.Qp. Beschretbrrng elves tvgendsamen Werks. hab weHheit nicht gclchrnet/ vnd was Also ist auch der weg der Ehebrecherin/ heybg sey weiß ich nicht. Wer fehret hin- verschlinget vnd wüschet jr Maul / vnd auff gen Himmel/vnd herabk Wer fas¬ set den Wind in seine Hände k Wer bin¬ det die Wasser in cm Kleid k Wer hat alle ende der Welt gestellet k Wie heißt er/ vnd wie heißt sein Son k Weistu dask Alle wort Gottes sind durchleutcrt/vnd sind ein schilt denen die auff in trauwcn. Thu nichts zu seinen Worten/daß er dich n;cht straffe/vnd werdest lügcnhafftig er¬ funden. ^Wcycrlcy bitte ich von dir/ die woltcstu ^'mir nicht wcgcrn ehe denn ich sterbe. (Abgött-e-v) O^bAbgöttcrey vnd lügen laß ferrne von E-nfm, g-L«e nür seyn/ Armut vnd Relchthumb gib mir g! er"G'ottcs nicht/ laß mtchaber mein bescheidentheil Ttthbrot!^ Speise dahin nemen. Ich möcht sonst/wo c^h-e v»d dvrc würde/verleugnen/vnd sagen: Wer ist der HERR k Oder wo ich zu arm würde/ möcht ich stälen / vnd mich an dem Namen meines Gottes vergreiffen. ö Verrahte den Knecht nit gegen seinem Herren/er möcht dir fluchen / vnd du die schuld tragen müssest. Es ist eine art/die jrem Vatter fluchet/ vnd jre Mutter nicht scgenct. Eine art die sich rein dünckt/M ist doch von Krem Kot nicht gewaschen. Eine art/die irc Augen hoch tregt/ Vnd jre Augenlied embor Helt. Eine art die Schwerter für Ieene hat/ diemitffen Backenzcenen friffct/ vnd ver¬ zehret die elenden im Lande/vnd die Ar¬ men vnter den Leuten. Srrpr. r. 7. Die Etgel hat zwoTöchtcr/Bring her/ Bring her. Drey ding sind nicht zu sättigen/vnd das vierdtespricht nicht/Es istgnug. Die Hell/der Frauwen verschlossen Mutter/ Die Erde wirt nicht Wassers satt/Vnd das Feuwcr spricht nichv Es ist gnug. Ein Auge/das den Vatter verspottet/ vnd verachtet der Mutter zu gehorchen/ LgaL tE Dao müssen die Raben am Bach austha- cken/vnd die jungen Adeler fressen. o Drey ding sind mirzuwündcrltch/ vnd daß vierdte weiß ich nicht/ dcß Adlers weg - im Himmel / der Schlangen weg auff etm iMbclstntt Felsen/deß Schiffs weg mitten im Meer/ vnd eines Manns weg an emer 'Magd/ lcbrct. dcß Königes Lamuel/die lehr / dre jn seme Mutter lomv. Ach mein außcrwehle- ter/Ach du Son meines Lerbs/Ach mein gewünschter Son. Laß nicht den Weibern dein vermögen/ vnd gehe die Wege nicht / darin sich die Kö¬ nige "verderben. O nicht den Königen/ « Lamuel gib den Königen nicht Wein zu trinckcn/noch den Fürsten starck gctrenck. Uö^"w7r! Sic möchtentrinckcn/vnd der Recht vcr- geffcn/ vnd vcrendcrn die fachen irgend der k-mü,cü. elenden Leute, Gebt Halomo. Eccles.;. Gebt starčke Getrencke denen/die vmb Sie strecktjre Hand nach dem Rocken/ kommen sollen / vn den Wein den betrüb- Vnd jre Finger fasserr die Spindel. tenSeelen/daßsietrinckcn/vnd jres E- Sie breitjrehänd außzuden armen/ lende vergessen / vnd jres vnglücks nicht Vnd reichet jre Hand dem dürfftigen. mehr gedcncken. Sic fürcht jres Hauses nicht für dem Thu deinen mund auff für die Stum- Schnee/Denn sr gantzes Haust hatzwi- men/Vnd für die fache aller die verlassen fache Kleider. Sie macht lr selbe decke/weisse seiden Jr Mann ist berühmt in den Thoren/ Sie.macht ein Rock vnd verkaufst jn/ Einen Gürtel gibt sic dem Krämer. Jr schmuck ist/daß sie reinlich vnd fleis¬ sig ist/Vnd wirt hernach lachen. Sie thut ircn ^Mund auffmit weiß- das seine Nahrung von ferme bringet. Sie stehet deß nachts auff/ vnd gibt futer ircm Halsse/ vnd essen sren Dirnen, k Sie dcnckt nach cim Äcker / vnd kaufft Sicthut ircn'Mund auffmit weiß- Hcit/Vnd auff jrer Jungen ist holdselrge f'E" vn G-stnv Lehre. Sie schauwet wie es in jrem Hause zu- gchet/vnd jffet ir Brot nicht mit faulhcit. Ire Sone kommen auff/vnd preisen sic seliger Mann lobet sie. Viel Töchter bringen Reichthumb/ Du aber vbertrW sie alle. sind. ' Thu dcinö mund auff/ vn richte recht/ vnd Purpur ist jr Kleid. Vnd reche den elenden vnd armen. /L Oi^.Em em tugendsam Weib bescheret wen er sitzt bey den Eltcstcn deß Landes. < E^--) V>)lst/ die ist vil" edler den die köstlich- Lichts ltber« sten Derlen. deii 5rauwcn Irs Manns Hertz darff sich auff sie verlassen/ vnd Nahrung wirt jm nit man- S»p.s- geln/sie thut sm licbs/vnd kein leids sein lcbenlang. Sie gehet mit Wolle vn Flachß vmb/ Vnd arbeitet gerne mit jren Händen. lichwohnen/vndmtt gute gewissen hauß, frauw seyn/ Sol a- ber darüber vnd dar- neben Gott fürchte/ glauben vnd betet». Lieblich vnd schön scyn ist nichts/Gn Weib/das den HERRN fürcht/sol man ne ehrlich vnd Gött. loben. Sie wirt gerühmt werden von den früchten jrer Hände / vnd jre werck werden sie loben in den Thoren. Ende der Sprüche Salomo. jn/vnd pflantzct cmerr Weinberg von den früchten jrer Hände. - ' Sie gürtet jre lenden fest/vnd starckt Dasist/Sie »ft rGtg im »re arme. Hause, Sie mercket wie jr handel d frommen (Fr-mmett) bringet / Ire leuchte verlcscht deß' nachts deu/vndsthet Nicht. wasfromer. e Deß nachts) Ins not hat stenolkurstt» Mr Mediger Zalomo. i. Lap. 2illo ding sind extcl/weißhet'tkehmettr'stmühe. Uß ßnd die rede deß Mc-- digers / deß Sons Davids / des; Königes zu Jerusalem. Esistallcs gantz eitel/sprach der Prediger. Esistat- lesgantzertel. Was hat der Mensch mehr von aller seiner mühe/dre cr hat vnter der Sonnen k Ein geschlecht verge- het/das ander kommet/Die Erde bleibet aber ewiglich. Die Sonne gehet auffvnd gehet vnter/vnd laufft an jrcn ort/dast sie wider daselbst auffgchc.Der Wind gehet von Mittag / vnd komet heruwb mm iij zur HcrWcdlgcr ii.Lap. zur Mitternacht/vnd wlder herumb an den ort / da er anficng. Alle Wasser lauffen ms Meer/ noch wltt das Meer nicht voller / An den ort da sie her fliessen / fliessen sie wider hin. (Alles thtm)Das ist" alles thun so voll mühe/daß niemand außkeden kan.Das Auge sihet sich O /dcr^mmcr vnd (^Mimmer satt/vnd das Ohr höret sich nimmer satt. Was ists das geschehen iste Z grN-nk ma» Eben dashernach geschehen wirt. Was ists das man Man hat e Eben das man her- nach wider thun wirt/vnd gcschtcht nichts neuwes vmcr der Sonnen. Geschicht auch diesem B»ch. etwas davon man sagen möcht/Sthc/das ist neuw e Denn es ist vor auch geschehen in vorigen zciten/die vor vne gewesen sind/Man gedenckt nicht/wie es zuvor geruh¬ ten ist/Also auch deß das hernach kommet / wirdt man nicht gedencken bey denen /die hernach scyn werden. §h Prediger war König vber Israel zu Jerusalem / vnd begab meinhertz zu su- chen vnd zu forschen wetßlich/alles was man vntcr dem Himel thut.Solche vn- ^^ftlige mühe hat Gott den Menschen kindern gegeben/daß sie sich drinen müssen quelen. Ich sähe an alles thun das vnter der Sonnen geschicht/ Vnd sihe/es war alles eitel vnd jammer. Krum kan nicht schlecht werden/ noch der fehl gczehlet werden. Ich sprach in meinem hertzen:Sihe/ich bin herrlich wordcn/vnd hab mehr weiß- heit denn alle die vor mir gewesen sind zu Jerusalem/ vnd mein Hertz hat viel gelehrnt vnd erfahren. Vnd gab auch mein Hertz drauff/daß ich lehrnete wetßheit/vnd thor- hett/vnd klugkeit/Ich ward aber gewar/das solche auch mühe ist. Denn wo vtl weiß- l-l °ü,regere mun Helt ist/da ist Piel gremens/vnd wer viel b lehren Mttß/der muß viel leiden. ii.Lap. was nur er» Mensch fürntmpt/lust vnd frenv;u svchen/ist eitel. LH sprach in meinem hertzcn:Wolan/lch wtl wol leben/ vndgutetag haben/aber sihe/das war auch eitel. Ichsprachzumla- chen: Du bist toll. Vnd zur fteude :Was machestut WWWU(^^A dacht ich in meinem hertzen/meinen Leib vom Wein zuzie- ERNÄR)A^hen/vnd mein Hertz zur weißhett ziehen/daß ich ergriffe was Thorheit ist/biß ich lehrnete/was den Mensthen gut were das sie thun sotten / so lang sie vnter dem Himmel leben. Ich thet grosse ding/ich bauwet Häuser/pflantzte Weinberge. Ich macht mir Gär¬ ten vn lustgärten/vn pflantzt allerlei) fruchtbar Bäume dreyn. Ich macht mir Teiche/ darauß zu waschen den wald der grünenden Bäume.Ich hatte Knechte vnd Mägde/ vnd Gesinde. Ich hatte ein grösser habe an Rindern vnd Schafen denn alle die vor mir zuIerusalem gewesen waren. Ich samlete mir auch silber vnd gold/vnd von den a Königen vnd Ländern einen schätz. Ich schafft mir sänger vnd sängertn / vnd" Wollust der Mcnschcn/allerley Saitenspiel. Vnd nam zu/vber alle die vor mir zu Jerusalem -M v'nv hüpffen. ' gewesen warcn/auch bleib weißhett bey mtr.Vnd alles was meine Augen wünschten/ das ließ ich inen/vnd wehret meinem hertzen keine frcude/daß es frölich war von aller meiner arbeit/vnd das hielt ich für mein theil von aller meiner arbeit. Da ich aber an- sahe alle meine werck / die meine Hand gethan hatte/ vnd mühe die ich gehabt hatte /sr¬ he/ da war es alles eitel vnd jammer/vnd nichts mehr vmcr der Somren. (^^A wandt ich mich zusehen die wetßheit/vnd klugheit/vnd thorheit / Denn wer ^^weiß/was der für ein Mensch werden wirt nach dem Könige/den sie schon be- wissen reit gemacht habenk Da sähe ich/daß die weißhett die thorheit vbertraff/wiedas doch Nicht wie es sc- ssecht die finsterniß. Daß dem Weisen seine äugen im Haupt stehen/ aber die Narren im sinsterniß gehen/ vnd mcrckte doch/daß eim gehet wie dem andern. Da dacht ich in meinem hertzen/wetl es denn dem Narren gehet wie mir/warum ' hab Tantzen Stein zerfireuwen Stein samlen Gebom werden Sterben pstantzen Außrotte das gepflantzt ist Würgen Heilen Brechen Bauwett Weinen Hertzen Fermen von hertzen Suchen Verlieren Behalten Wegwerffen chat seine zeit. Iureiffen Junehen Schweigen Reden Lieben arbeitet wie man wil/so kau man nicht mehr" außrichten. Daher saheich « ö^Hdie mühe/ die Gott den Menschen gegeben hat/daß sie drinnen geplagt wer-- NL/Wm o^den(Er aber thut alles fein zu seiner zeit)vnd läßt jr Hertz sich ängsten/ wie cs ge- E Herr solle in der Welt/Denn der Mensch kan dochnit treffen das werck das Gott chut/ ni^yn weder anfang noch ende. Darumb merckt ich/daß nichts beffers drinnen ist dennfrö- lieh seyn/vnd /m gütlich rhun in seinem Leben. Denn ein jeglicher Mensch/der da jffet vnd trinckt/vnd hat guten mut in alle seiner arbeit/das ist eine Gabe Gottes- m m W Zch Halomo. 111. Lap. Habich denn nach weißheit gestanden k Da dacht ich in meinem hertzen/daß solches auch eitel sey. Denn man gedenckt deß Wcism nicht immerdar / eben so wenig als deß Narren/ vnd die künfftige tage vergessen alles/vnd wie der Weise stirbt/also auch der Narr. Darumb verdroß mich auch zu leben / denn es geßel mir vbel alles was vn- ter der Sonnen geschicht/daß es so gar eitel vnd mühe ist. mich verdroß alle meine arbeit / die ich vntcr der Sonnen hatte / daß ich die- cxIselbe einem Menschen lassen mußt / der nach mir seynsolt/ Den wer weiß/ ob er werß oder toll seyn wirt k Vnd sol doch herrschen in aller meiner arbeit/die ich weißlich gethan habe vntcr der Sonnen/das ist auch eitel. Darumb wandt ich mich/daß mein Hertz abliesse von aller arbeit/die ich ther Pu¬ ter der SonnenDenn es muß ein Mensch / der seine arbeit mit weißhett / vernunfft/ gcschickligkeit/gethan hat/eim andern zum Erbtheil lassen/ der nicht daran gearbeitet hat/ Das ist auch eitel/vnd ein groß vnglück. Denn waskriegt der Mensch von aller seiner arbeit vnd mühe seines hertzen/die er hat vnter der Sonnen/ denn alle seine leb- tage schmertzen mit gremen vnd leid k daß auch sein Hertz deß nachts nicht ruhet/ Das jstaucheitel. ^FStsnunnichtbcsserdemMettschen/essenvndtrincken/vnd seine Seele guter AH ding seyn in seiner arbeit k Aber solchö sähe ich auch/ daß von Gottes Hand kom- o^met/Denn wer hat frölicher gegessen vnd sich ergetzt denn ich k Den dem Men¬ schen der jm'gefellt/gibt er weißheit/vernunfft vnd freude / Aber dem Sünder gibt er vnglück/daß ersamle vnd häuffe/vnd doch dem geben werde der Gottgefellt/Dar¬ umb ist das auch eiteljammer. 111. Lap. - * - Ein feves ding Hst seine gelegene reit. Gott schickt vem Menschen kmnmsk rnd mühe zur vbung. Inseglichs Hat seine zett/ Vnv alles fürnemmm vn- A ter dem Himmel hat seine stund. NcrMcdlgcr llll.Lap. im.Lap Icb mercke/ daß alles was Gott thut/ das bestchet/mmer / man kan nichts darzu Maser thutdas ste thtttt/noch abthun/Vnd solches thut Gott / daß man sich für im fürchten sol. § Was g-EZaH Er ^ott thut/ 0as stehet da/vnd was er thnn Wil/ das muß werden / Denn er tracht vnd E- cm MmsAcr ^dZEtter sähe ich vnter der Sonnen stättc deß Gerichts / da war ein Gottloß we- drutZekdurch. (^^)stn/vnp statte der Gerechtigkeit/da waren Gottlose. Da dacht ich in meinem hertzen/Gott muß richten den Gerechten vnd Gottlosen/Denn es hat alles fürnem- men seine zcit/vnd alle werck. 1- -p -4- slehec/werdci-sievn- t X / I I I willig/vnndrvöllcn nichts chnn/Thu sie abcr/vnd gcrahc utc/ werden sie noch vn, williger / Es sind Weiber vnd nicht Manner. d (Rünfre)SiewöS nen es müsse wotge. VIII.Lap. Von gehorsam gegen Gott vnd der Oberkel't. Von Exdes Pflichten. Das dre langmütigkelt Got¬ tes nrchr;» vera chren/vnd ferne Göttliche werck nicht;n ergründen fexen. Zc weißheit des; Menschen erleuchtet" sem angcsicht/ Wer aber frech ist/der ist feindselig. Ich halte das wort dcß Köm- ^^7^7-7 W ges/vnd den Eyd Gottes. Eile nicht zu gehen von seinem angesicht/ M vnd bleibe nicht in böser fache/Denn er thut was in gelüst. In deß ^er einschalckhei« Königes wort ist gcwalt/vnd wer magzujmsagen: Was machstuk ^77^"'^ Wer das Gebott helt/der wirt nichts böses erfahren/ aber eins Wei- nE fröl,'b"n7ch sen Hertz weiß zeit vn weise. Denn ein jeglich fürnemmm hat seine zett vnd weise/denn stä^g sth^Mch deß vnglücks dcß Menschen ist viel bey im. Denn er weiß nicht was gewesen ist/vnd ^^cher, wer wil im sagen was werden soll Em Mensch hat nicht macht vbcr den Geist/dem Geist zu wchren/vnd hat nicht macht zur zeit deß sterbens/ vnd wirt nicht loß gelassen im streit/vnd das Gottloß wesen errettet dm Gottlosen nicht. (c^^As hab ich alles gcschcn/vnd gab mein Hertz auffalle werck/die vnter der Son- (^D nen geschehenen Mensch herrschet zu zetten vber den andern zu seim vnglück. Vnd da sähe ich Gottlosen die begraben waren/Die gegangen waren vnd gewan¬ delt hatten in heiliger stätte/vnd waren vergessen in der Statt / daß sie so gethan hat¬ ten. Das ist auch eitel. L Weil nicht bald geschickt ein vrtheil vber die bösen werck/ dadurch wirt das Hertz der Menschen voll böses zuthun. Ob ein Sünder hundert mal böses thut / vnd doch lang lebet/so weiß ich doch/daß es wol gehen wirt denen die Gott förchten/die sein an- gesicht schcuwcn. Denn cs wirt dem Gottlosen nicht wol gehcn/vnd wie cm schatte/ mcht lang leben/die sich für Gott nicht fürchten. ^M^S tst ein eitelkeitdie auff Erden geschicht/es sind Gerechten/denen gehet es als c^hetten sie werck der Gottlosen/Vnd sind Gottlose/ denen gehet es / als hetten sie werck der Gerechten. Ich sprach: Das ist auch eitel. Darumb lobt ich die freude/daß der Mensch nichts bessers hat vnter der Son- nen/dcnn essen vnd trincken/vnd frölich seyn/vnd solches werde im von der arbeit sein lebcnlang/das jm Gott gibt vnter der Sonnen. Ich gab mein Hertz zu wissen die weißheit/vnd zu schauwen die mühe die auffEr- den geschtcht/daßauch einer weder tag noch nacht den schlaff sihet mit seinen äugen. Vnd ich sähe alle werck Gottes/Denn ein Mensch kan das werck nicht finden/das vnter der Sonnen geschicht/vnd ie mehr der Mensch arbeitet zu suchcn/ie wem- (5,„ve») Ermes gcr er findet / wenn er gleich spricht: Ich bin weise/vnd weiß 7^7s es/ so kan ers doch nicht" finden. " E« gehetavff Erven einen? wie dem andern/ dammb so' man allezeit hoffen/vnd der gaben Gottes mrr fr enden genlessen/rc. Enn ich haße solches alles zuhertzcn genommen/zu forschen das alles/Daß gerechte vnd weisen sind/vnd ire Vttterthane Gottes Hand/Doch kennet kein Mensch weder die liebe noch den ^^EqM/hassz irgend eincs/den er für sich hat. Es begegnet einem wie dem andern / dem Gerechten wie dem r^^^^^Gottlosen/dem guten vnd reinen wie dem vnrcinen/ dem der opffert/ wie dem der nicht opffert.Wie es dem guten gehet / so gehets auch dem sünder. Wie es dem meyneidigcn gehet/ so gehets auch dem der den Eyd förchtet-Das ist ein böß ding vnter allem das vnter der Sonnen geschieht/ daß einem gehet wie dem andern / Da¬ her auch das Hertz der Menschen voll arges wirt/vnd Thorheit ist injrem Hertzen die¬ weil sie leben/ darnach müssen sie sterben. Denn bey allen Lebendigen ift/das man wünscht/nemlich/hoffnung (denn ein le¬ bendiger Hund ist bester weder ein todtcr Löwe) Denn die Lebendigen wissen daß sie (E» ) basist/ lachen wcrden/Dte Todten aber" wissen nichts/ sie verdienen auch nichts mehr/ den Sienwa-nacbesserr ir gedechtnißistvergeffen/daß man sie nichtmehr liebet/noch hastet/noch neidet/vnd Zod^fthrÄen/Ä haben kein therl mehr auff der Welt/in allem/das vnter der Sonnen geschieht. mA? gehe hin/vnd jß dein Brot mit freudcn/ trinck deinen Wein mit gutem mut/ Denn dein werck gesellt Gott. Laß deine Kleider immer weiß seyn / vnd laß dei¬ nem Haupte Salbe nicht mangeln. Brauch deß Lebens mit deinem Weibe/das du Lieb hast/so lang du das eitel leben hast/das dir Gott vnter der Sonnen gegeben hat/ so lang dein eitel leben wäret-Denn das ist dein theilim leben vnd in deiner arbett/die du chust vnter der Sonnen-Altes was dir fürhandcn kompt zu thun/das thu frisch/ Denn in der Helle/ da du hin führest/ist weder Werck/ Kunst/ Vernunfft/ noch Weisheit. Lsbeissg-rMwol/er hir/wtr gedencken an deine Brüste mehr denn an den Wein/ Die Frommen lieben dich. KMöh bin schwartz/aber gar lieblich/ jr Töchter Jerusalem/wie die Hütten Kedar/ I^wie die Teppich Salomo. Sehet mich nicht an daßich so schwach btn/denn die Sonne hat mich so verbrant. Meiner Mutter Kinder zörnen mit mir/ man hat mich zur Hüterin der Weinberge gesetzt/aber meinen Weinberg den ich hatte/hab ich nicht behütet. Sage mir an du/den meine Seele liebet/wo du weidest/wo du ruhest im Mitta¬ gs Daß ich nicht hin vnd her gehen müsse bey den Herden deiner Gesellen. Kennest du dich nicht/du schöneste vnter den Weibern/so gehe hinauß auffdie fußstapffen der Schafe/vnd weyde deine Böcke bey den Hirtenheusern. Ich gleiche dich /metne Freundin/meinem Reisigen zeuge an den Wagen Pha¬ rao. Deine Backen stehen lieblich in den spangen/ vnd dein halß in den Ketten. Wir wollen dir güldene spangen machen mit silbern Böcklin. Da der König sich her wandte/gab mein Narde seinen ruch. Mein Freundt ist mir ein Büschel Myrrhen / das zwischen meinen Brüsten hanget. Mein Freundt ist nur ein Trauben Kopher/in den Weingarten zu Engeddi. Sthe meine Freundin/du bist schön/schön bist du/Deine äugen sind wie Tau, ben äugen. Sihe mein Freundt/ du bist schön vnd lieblich/vnser Bette grunet/vnser Häuser Balcken sind Kedern/vnser Latten sind Kipreffen. i l.Lap. L LH bin ein Blumen zu Sawn/bnd ein Rose UN thal. die ein Rose vnter den Dörnen/so ist meine Freundin vnter den Töchtern. Wie ein Apffelbaum vnter den wilden Bäumen/soist mein Freundt vnter den Sönen. Ich sitze vnter dem schatten deß ich begere/vnd seine Frucht ist meiner käle süsse. Er führet mich in den Weinkeller/vnd die liebe ist sein Panir vber mir. Er erqui¬ cket mich mit Blumen/vnd labet mich mit öpffeln/Denn ich bin kranck für ltebe.Sci- ne lincke ligt vnter meinem Haupt/vnd seine rechte hertzet mich. Ich beschwere euch /sr Töchter Jerusalem/bey den Rehen oder bey den Hinden auffdem Felde/daß jr meine Freundinnichtauffweckt noch reget/bißdaßsrselbs gesellt. DaistdiestimmemeinesFreunds/Sihe/erkommetvndhüpffetauff den Ver- gen/vnd springetauff den Hügeln. Mein Freundt ist gleich einem Reheoder jungen Hirsch. Sihe/er stehet hinder vnser Wand/vnd sihet durchs Fenster/vnd gucket durchs Gitter. nn is Mein a (ZSpffen ) Erinei-- rice die Harloeke/wcl- ehe nach natürlicher alrer weise vngesioeh een vnnd zu rück ge- AMtzcheited IIl.Lap. Mitt Freundt antwortet/ vnd spricht zu mir: Stehe auffmeine Freundin/ mei¬ ne schöne/vnd kom her. Denn srhe/ der Winter ist vergangen/ der Regen ist weg vnd dahin/die Blumen sind herfür kommen im Lande/der Lentz ist herbey komen/vnd die Turteltaube läßt sich hören in vnserm Lande. Der Feigenbaum hat Knoden gewon- nen/die Weinstöcke haben äugen gewonnen/ vnd geben jren ruch / Stehe auff meine Freundin/vnd kom / meine schöne kom her. Meine Taube in den Felßlöchern/in den Steinrttzen/zeige mir deine gestalt/laß mich hören deine stim/Denn deine stim ist füß/vnd deine gestalt lieblich. Fahrt vns die Füchse/die kleinen Füchse/die die Weinberge verderben/Denn vn- sere Weinberge haben äugen gewonnen. Mein Freundt ist mein/vnd ich bin sein/ der vnter den Rosen weidet/biß der tag kül werde/vn der schatte weiche.Kehre vmb/wer- de wie ein Rehe/ mein Freund/ oder wie ein junger Hirsch auffden Gcheidebergen. IIl.Lap. D sucht deß nachts m metnem Bett den metne See- z M le liebet/Ich sucht/aber ich fand jn nicht. Ichwil auffstehen/vnd in der Statt vmbgchen auff den gaffen vnd straffen/vnd suchen/den meine Seele liebet. Ich sucht/ aber ich sande jn nicht. Es funden mich die Wächter die in der Statt vmbgchen/Habt jr nicht gesehen den meme Seele Nebet k Da ich ein wenig fürjnen vberkam/da fand ich den meine See¬ le liebet/Ich halt jn/vnd Wil jn nicht laffen/btß ich jn bringe in meiner Mutter Hauß/ tn meiner Mutter Kammer. Ich beschwere euch /jr Töchter zu Jerusalem/bey den Rehen oder Hindenauff demFelde/Daßjrmeine Freundin nichtauffweckt/nochreget/bißdaßjr'selbs gesellt. Wer ist die/ die herauff gehet auß der Wüsten/ wie ein gerader rauch/wie ein ge- ruch von Myrrhen/Weyrauch vnd allerley Pulffer eines Apoteckersk Sihe/vmb das Bette Salomo herstehen sechtzigstarckcn/außdenstarckenin Israel. Sie halten alle Schwerter/vnd sind geschickt zu stretten/Etn jeglicher hat sein Schwert an seiner hüfften/ vmb der furcht lvillen tn der nacht. Der König Salomo ließ jm eine Sänffte machen von Holtz auß Libanon/ Der¬ selben Seulcn waren silbern/die Decke gülden/der Sitz Purpurn/ der boden nrttten inne war lieblich gcpfiastert/vmb der Töchter willen zu Jerusalem. Gehet herauß vnd schauwet an jr Töchter Iion/den König Salomo in der Kro¬ ne/ damttjn seine Mutter gckrönet hat am tage seiner Hochzeit, vnd am tage der freu- dmseineshertzens. im.Lap. Zhe metne Freundm/du ölst schön. Srhe/ schön ötstu. Deine Augen sind wie Taubenaugen/zwischen deinen " Iöpffen. Dein Har ist wie die Acgcn Herd/dic beschoren sind auffdem Berge Gilead. Deine Irene sindwle die Herde mit beschnitten Wolle/die s-blagen/ den Weibs auß der schwemme komen/die allzumal Zwilling tragen/vnd ist keine bildern fast wol stc- vnter/nen vttfruchtbar. Deine Lippen sind wie ein Rosinfarbe schnür/VN deine Re- bgc/>7anqessch" vnd de lieblich. Deine Wangen sind wie der ritz am Granatapffel/zwlschen deinen zöpffcn. DcinHalß ist wie der Thum Dauid/mit Brustwehr gebauwct/ daran tausend ab h?n ?/vbc^die ^thlkde hangen/vnd allerley Waffen der starcken. Deine zwo Brüste sind wie zwey ohrmvndachseln. 'junge Rehe Iwillinge/die vnter den Rosen weiden/biß der tag kül werde/vnd der schatten weich. Ich wil zum Myrrcnbcrge gehen / vnd zum Weyrauch Hügel. Du bist aller ding schön/ meine Freundin/ vnd ist kein flecken an dir. Kom meine Braut vom Ltbanon/Kom vom Libanon. Gehe hereyn/ tritt her von der höhe Ama- na/von der höhe Senir vn Hermon/von den Wohnungen der Löwen/ von den Ber¬ gen der Leoparden. Du hast mir das Hertz genomen/meine Schwester/ lrebe Braut/ mu deiner äugen cmem/vnd mit deiner Halßketten eine. Wie schön sind deine Brüste / meine Schwester/ liebe Braut/ deine Brüst sind lieblicher denn Wein/vnd der geruch deiner Salben vbertrtfft alte Würtze. Deine Lippen/metne Braut/sind wie trieffender Honigseim/Honig vnd Milch ist vnter dei¬ ner Jungen/vnd deiner Kleider geruch ist wie der geruch Libanon. Eine Schwester/Liebe Braut/Du bist ein verschlossen Garten / ein verschloss versigelter Born. Dein gewächß ist wie ein Lustgarre von Granatöpffel/mit edlen Früchten/ Kipern mit Narden/Narden mir Saffran/ Kal¬ mus vnd Kynamen/mrt allerley Bäumen deß Weyrauchö/Myrrhcn vnd Alocs/mit allen bestenWürtzen/wie ein Gartenbrunn/wie ein Born lebendiger Waffer/die vom Llbano fliessen. Stehe auff Nordwind vnd komme Südwind/ vnd weh durch meinen Garten/ daß seine Würtze trieffen. V. Lap. lWMM Cm Freundt komme m semen Garken/vnd esse ferner edlen Früchten. Ich kom/meinc Schwester/liebe Braut/ inmeinen Garten/Ich habe meine Myrrhen sampt meinen Würtzen abgebro- chen/Ich hab meines Seims sampt meinem Honige gessen/ Ich hab meines Weins sampt meiner Mil ch getruncken. Esset meine Lieben/ vnd trincktt meine Freunde/vnd werdet truncken. xx. Vorrede miffdic Pwplmcn. 2 ß H fthcmekfürövcrnunfft «r-s fast ein gering ding vmb die Propheten seyn/ als dannn wenig nützliche gefunden werde/ Sonderlich wennMeisterklügel drüber kompt/ dcrdieheylige Schrifftgarauß- wendig vndauffdcmNägclin kan/ der sihet esaußgrossem Reich- thumb seines Geistes fürcytclfaultod gcwäschan.Das macht/daß die Geschichte vnd das Wercknun Nichtmchrfür äugensind/vndal- lern drcwort oder Historien gehört wcr0m. We!chökcin ivunbcrist/so Gottes wove wirr auch jetzt Gottes Worr vcrachtwirt/obgleich noch täglich die Acychen vnd Gcschicht/darzu das Reich verachkec/rc. Ehristi/gewaltigklrch für äugen stehet vnd gehet. Wie viel mehr solts verachtet werden / wo nicht mehr die Geschieht vnd Lhat fürhandcn wcren.Eben wie die Kinder Israel verachteten Gott vnd scm wort/ da sie noch vor äugen hatten das Himmelbrot/die fcuwrige Seule/vnd üechte Wolckcn/dazu bcyde/ Priestcrthumb vnd Fürstenthumb/ rc. DarumbsollcnwirChristennichtsolcheschendtliche/vberdrüssige/vndanckbareKlüglingeseyn/ SonderndieProphetenmiLernstvndnutzlesenvndgebrauchen.Dennerstlichverkündigcnvndbezcu- gen sie Christus Königreich/darinn wirjetzk leben/vnd alle Christgläubigen bißher gelebt habcn/vnd le- den werden biß an der Welt ende.Vnd das ist vns gar ein starckcr trost/vnd tröstliche stercke/daß wrrfür vcMnr-m vnscr Christlich leben so mächtige vnd alte Zeugen haben/ dadurch vnscr Christlicher Glaube gar hoch Feuuniß in gctröstctwirt/daßcrdcrrcchtestandtscyfürGott/widcrallcandcrevnrechtc/falsche/MenschltchcHcy dcnprovhe^/Daß ligkcitvndRotten/welchcvmbjreLgrosscn scheinsvnd der menge willen/so daran hangen/widcrumb vuftr glaub recht sey. auch vmb deß Ci cutzcs vn wenige willen/so am Christlichen glauben halten/ ein schwach Hertz gar hoch ärgern vndanfechten.WiezuvnserzeytdcßTürckcn/Bapsts/vnd andere Rotten/vnsgrosse gewalti¬ ge ärgerniß geben. Dafür vns die Propheten gut seind/wie S-Petrusrühmet/i.Pet.i.Dan die Propheten habens nit snen sclbs dargethan/was jncn offenbart ist/ Sondern vns/ vns (spricht er) haben sie es dargethan. Denn sie haben vns also gcdienet mit irem Weissagen/ Das/wer in Christus Reich seyn wil/sol wissen vnd sich darnach richten/ D aß er müsse zuvor viel leyden/ehe er zu der Herrligkcyt komme.Damit wir N alles beydcs sicher werden/daß die grosse Herrligkeyt deß Reichs Christi gewißlich vnscr scy/vn hernach kommenwerde.Doch daß zuvor hergehen/Crcutz/Schmach/Elcnd/Verachtung/vndallcrlcy leydcn/ wcissagcn. vmbChristuswillen. Auffdaßwir durch vngedult oder vnglauben nicht verzagt werden/noch vcr- Wer m Ahrt- zweiffeln an der zukünfftigcn Hcrrligkeyt/dic so groß seyn wirt/daß sie auch die Engel begeren zu sehen, stns Rnu, s«?/w-l, muß zuvor lcydcn. andern/zcygen sie vns viclvnd grosse Eempel vnd erfahrung an deß ersten DicProphc- ^Gebotts / vnd streichen dasselbige gar meisterlich auß/beyde mit Worten vndExcmpcl/darmn sie crn streich- vas erste (Ivnszurfurcht Gottesvnd zum glauben gewalkiglich treiben/ vnd darbcyerhaltcn.Dcnnnach dem Grbe» auß >n-r wor sie von Christus Reich geweißsagt haben /ist das ander alles eytel Exempel/ wie Gott sein erst Gebote so streng vnd hart bestätigt hak. Daß es gewißlich nichts andcrß ist die Propheten lesen oderhören/dcnn Z lesenvndhören/wieGotkdräuwctvndtröstet.DräuwetdcnGottlosen,dicsichervndstoltzsind/vüwo das dräuwcn nicht helffcn wil/nachdruckt mit straffen/ Pcstilcntz/Thcuwrung/Krieg/biß sic zu gründe G^ltdräuweL gehcn/vnd also sein dräuwen im ersten Gebote war macht. Tröstet aber die Gottfürchtigen/som aller- cröstcr durch vm leynötknsind/vndauchnachdruckLmithülffevndraht/durchallerleyWundcrvndAeychcn/widcralle pročelen. macht deßTeuffels vnd derWelt/vndalsosein trösten im ersten Gcbott auch war macht. Mit solchen Predigten vnd Ezempcln dienen vns abermal die lieben Propheten gar reichlich/ Gotte'S Daß wir vns nit ärgern sollcn/wen wirsehen/wie gar sichervnd stöltzigklich die Gottlosen Gottes wort vcmcht/blet- verachten/vnd so gar nichts vmb sein dräuwen geben/ als were Gott sclberein lauter nichts. Den in den bet nicht vngcstrafft. Propheten sehen wir/wie gar es doch keinemwol außgangeist/der Gottes dräuwen verachtet hat/wcnns auchgleichdicallcrmächkigstcnKcyservnKönige/oderdieallerhcyligstenvngclchrtestcn Leute wcrcn/ sodieSonnebeschiencnhctte:Vndwiderumbwiegardochkeinerverlassenist/derauffGoktestiosten WepMGot- vndverheyssungen sich gewagt hak/Wenns auch gleich die aller elendesten vnd ärmestcn Sünder /vnd teLvcrhc-ssuug Helt/ Bettlerwcrcn/soauffErden kommen weren/Jawcnnsgleich der getödte Habclvndervcrschlungcn w-rtu-chc verlassen. Ionaswere.Dcnn die Propheten beweisen vnsdamit/Daß Gott vber seinem er sten Gcbotthaltc/vnd Golt Helt V- wölleein gnädiger Vatter seyn verarmen vnd gläubigen/ vnd soll -m keiner zu gering noch zu vcrach- bcrscincm nstmGe tet seyn:Widcrumb ein zorniger Richter vber die Gottlosen vnd stoltzen/ vnd sol jm keiner zu groß/zu mächtig/ zuklug/zu hcylig/ scyn/er seydcrKcyscr/Bapst/Türckvnd Tcuffcl dazu. D)lc Prttzhe^ Nd vmbdiscs stückswillen sind vns die lieben Propheten zu vnser zcyt nütz vnd nökigzu läsen/ mr laftu/ ist nm-lich J^HDaß wir mit solchen Excmpeln vnd Predigten gcstcrckt vndgctröst werden widerder verdam- ^^^ptenWeltvnaußsprcebliche/vnzehliche/vndob Gottwil/dieallerletzte ärgcrnisse.Denwicgar für lauter nichts Helt doch der Türck vnscrn HERRN Ihcsum Christ vnd sein Reich gegen sich selber vnd seinem MahomechiWie gar veracht ist auffdiescr scyten bey vns/vnd vndcr dem Bapsthumb/das "MN. licbearme Euangelrum/vnd Gottes wort/gegcn dem herrlichen schein vnd Reichthumb der Menschli- Lotten, then Gebotten vn HcyligkkytiWrcgarsichcrfahrcndicRottengcister/Epieurcr/vnandmjresglcu/ Epicmer. A ij che^ * Bsmdc oiiff die Propheten. Frech vnwild lcl'enderWelt/:c. Propheten liege nik. Varumb m den Propheten mehr drauwens ist denn tröstens. chcii/müimiNMNdänckkl/widcrdtthchlizeSchrGsWi-gaifrcch vndwild, kbt fttzt nachscmcmmu!mll-nm°krdwh.!>-2b.>>M!/s°letz!am'.'g-/daßcöschcintt/aIswkrcMdnG°,t nochCbristusetwas/Schweigc/paßGottcscrsse Gebott soll so strenge seyn. Abereehcißt/Harredoch/harrcdoch.Wasgittö/obvnödreProphctenllegenvttdbetrregkNMik rrm Historien vnd predigten i Ls sind wol 'nächtiger vnd mchrKönige/ vndwolarger Buben zu grundkganacn/dicsewerdcnauchnichtentrinnctt.Widcrumbsindwoldürfftigervndelender Leutege- west/wclchcn dennoch herrlich geholsscn iss/Wrr werden auch nicht verlassen werden. Src sind nicht die ersien/die getrotzt vnd gepocht Haben/So sind wir auch nicht die ersten/so gelitten haben/vn d geplagt ge¬ wesen sind.Sihe/ Also sollen wir die Propheten vns nütz machen/So werden sie fruchtbarlich gelascn. /^Aßabcrmchr dräuwcnövnd ssraffcttsdrinneniss/wcder tröstcnsvnvcrheissens/rstguk zu rechen die vrsache.Dcnn der Gottlosen iss allezeyt mehrwederderKvommen/Darumbmußmansm- Vlk! ötiui ölt Vtkati l)n öäö ^Nö/Vllö fastbcstend die Göttlichen trössung vnd Verheissungen auffsich zu deuten/vnd die drämvung vnd ssrasse aufs andere zu deuten/vnd von solchem vcrkehreten sinn vnd falscher Hoffnung mit keiner weise sich kssen°bwcnd-n/D-nnirrevmd-rh«ß,/^x Eshatmchtn°,.D»b-yblki- brn sie/vnd gchm fcm mit dahin ins vcrdcrbk» /Wik S. Paulus daplbst sag! iPlsiilich kompt vbkt st< das verderben. Abgöttcrey bcy den ^uden. Propheten schrcym ai>r mcistcu DbcrdieÄbgötkercy. Papisten wöl lemtAbgöttisthstyu. Abgöttern) dcrIüdcü. ^croöeamö Rälber. Eiter/weil die Propheten zum meisten schreyen vber die Abgötterei)/ wissen/wie cs vmbjreAbgölkercy eine gcssalkgehabk habe. Denn bcy vns vndcr dein Bapsthumb kützeln sich viclgar sanfft/vnd meynen/sieseyen nie solche Abgöttlfthe/wie die Kinder Israel. Darumbsie auch der Propheten nichk groß achten/sonderlich in diesem stück/als die sie mchks angehen miksrem straffen vmb die Abgöttcrey. Siesind vilzu reinvnd hcylig dazu/daß sie sotten Abgöttercy treiben. Vnd wcrc sncn lächerlich/daßsie sich solkenförchten oder erschrecken für dem drauwen vnd schelten vmb Abgöttcrey. Gleich wrcdaöVolckIsraclauchthet/vndwolts schlecht nicht glauben daß sie Abgöttisch wercn/vnd der Propheten drauwen mußte alles erlogen seyn/vnd sie alsKätzer verdampt wcrdcn. Solche tolle Heyligen waren die KindcrIsrael nicht/ daß sie schlechkHolß vnd Stein hckten an- gebetet/ sonderlich dre Könige/Fürsten/Priestcrvn Propheten/welche doch am meisten Abgöttisch wa- rcn.Sondcrn das warjr Abgöttcrey/ daß sie den Gottesdienst/ sozu Jerusalem (vnd wo es mehr Gott haben wolOgessifftct vnd geordnet war/liesscn fahren/vnd au ß eygener andacht vil gutdünckel/on Got¬ tes befchl/andcrßwo besscrn/stifftcn/vnd auffrichtcn/ vnd andere neuwe weiß/ Person vnd zcyt/dazu er- tichkctcn/wclchesjnen Mose garhart verbotten hatte/sonderlich Deut. 11. vnd siejmmer hinwcisct an den ort/den Gott erwchlek hattczu seiner Hütten vnd Wohnung-Solchc falsche andacht war jr Abgöt- kcrcy/vnd dünckt sic köstlich seyn/vnd verliessen sich varauff/als Heeren sie cs wol außgcricht/So es doch lauter vngchorsam vnd abfall war von Gott vndseinem befehl. Lso lasen Mrz.Rcg.ca.Daß Icrobea>n nicht schlecht die zwcy Kalberauffrichtet/sondern ließ da- ZH neben predigen dem Volck/Ir sott nicht mchrhinauffgchen gen Icrusalcm/Sondern/Sihchie/ ^'Isracl/isi dein Gott/dcr dich auß Egypten geführct hat.Er spricht nicht-Sihehic/Israel/das ist ein Kalb/Sondern ist dein Gotk/der dich auß Egypten geführet hat.Bckcnet frey /daß der Gott Israel fey der rechte Gotk/vnd der sie auß Egypten geführet hak. Aber man dürffrenitgen Jerusalem sinnach lauffcn/sondcrn finde jn wol hie zu Dan vndBerscba/bey den gülden Kälbern.Daßalsodiemeynung scy/MankönnesowolfürdengüldcnKälbernalsfüreinemhcyligenGotteszeychcn/Gotkopffcrnvnd dicncn/glcich wie man zu Jerusalem für der gülden Laden Gott dienere vn opffcrte. Srhe/ das heißt den Gottködicnsszu Jerusalem verlassen/vndGott/dcrsolchcnGottesdicnssgcbokttn/darmik verleugnen/ als hettc ers nicht gebotkcn. Abgöttische ' Vndalsobauwctcn sieauffsreeygencWerckvndandacht/vndnitauffGottreinvüallein. Mit l'a-iw.u auff ,r eigc- solcher andacht füllctcn sie darnach das Land mit Abgöttcrey auffallcn Bcrgen/in allen Gründc/vntcr «c ^crck/:r. ^;lcn Bäumcn/bauwcten Altar/opfferkcn VN räucherten/ Vnd mußte doch alles heisscn/dem Gott Is- raclgcdicnct/Wcrandcrßsagtc/dcrwarcin Kätzervnfalschcr Prophet/Denn daeheißtcygentlichAb- göttcrey anrichtcn/on Gottes gchciß/auß cygcner andacht einen Gottesdienst fürnemmen. Denn er .. wtlvonvnövngcmcisscrtscyn/wicimzudicnknsey/Erwilsvnslchrcnvndfürgeben/Seinwortsolda AbgöttcM) scyn/daßsolvnsleuchtcnvndlcytcn.DnscinWortistöallksAbgötterey/vndcytellügen/esgleissewie mmchecu. andächtigvndschöncsjmmerwöllc.Davon wirofftmalö geschrieben. Die neuwe Gottesdienst erftn» den oder hallen/ on Goetcs b:fchl/ Md Abgöccijch/rc. Abgöttische bcy den Christen. Dß dieftm volgct nmi/daß bey vns Christen alle die ienigcn Abgöt. tlsch sind/vnd der Propheten schelten gehet sic warlich an / die neuwe Gottesdienst erfunden habcn/odcrnoch halten/oN Gottes befehl vnd Gcbott/auß eygencran- dacht/vnd (wie man spricht)gutcr mcynung. Denn damit richten sie gewißlich jr verträum auffjr eigene erwcltc werck/vn nit bloß vn lauterauffIesum Christum. Das Vorrede auffdte Mophcmr. ; Das heissen denn Ehebrecherin bey den Propheten/die sich an jrem Mann Christo nicht lassen benü- gen/Sondern lauffenandern auch nach/als kündte Christus allein nichthclffcn on vns vnd vnfer v Werek/Dder als hette er vns nicht allein erlöser/sondern wir müßten auch dazu thun.So wir doch wol tvissen/wiegar nichts wirdazugethan haben/ daß er für vns gestorben / vndvn ser Sündauffsichge- nommen/ vnd am Creutz getragen hak/ Nicht allein/ ehe denn solches bed encken kundte alle Welk/ son¬ dern auch ehe denn wirgeboren worden.So wenig/vnd viel weniger/die Kinder Israel dazu theken/daß Egypten vnd Pharao geplagt/vnd durch das sterben der Egyptischen Erstengeburt sie frey wurden/ welches ja Gott gar allein thet/vnd sie nichts vberal dazu theren« A/sprechen sie/dieKinderIsrael dieneren mit jrem Gottesdienst Abgöktern/vnd nicht dem rech Vapisten Wöl A-Ej ten Gott/wir aber dienen in vnsern Kirchen dem rechten Gott / vnd dem einigen HERRN lc» von keinem O^-Iesu Christo/Denn wir wissen von keinem Abgott. Antwort: Also sagten die KinderIsracl wissen, auch/vnd sprachen allesampt: Daß alle fr Gottesdienst geschehe dem rechten Gott/ vnd wölkens war- lich nicht leyden/daß manshiesse den Abgöttern gedienet/viel weniger denn es vnser Geistlichen leiden rvöllen/schlugen auch darüber tod vnd verfolgeken alle rechte Propheten. Senn sie wolten warlichauch JüdM schlu- von keinem Abgott wiffcn/wie das die Historien vns wo! anzeygen. gen d« prophc« sr- bertovc/daßsiefls /^7^ Enn so läsen wir Iudic.i?. Daß die Mutter Micha / da erst die tausend vnd hundert Silber- E» st^ff«»""^ Son dem HERRN/ Mutter Mi- IchhabsolchSilberdemHERRNgelobt/dasmeinSonsolvonmirnemmen/vndeinGötzen cha/Iud. 17. vnd Bild lassen drauß machen/rc.Hie höret man ia klarlich vn gewiß/daß die Mutter den reccht Gort meinek/demsiesolchSilbergelobthabe/daßein GötzvndBilddraußwürde. Dcnnsiespricht nicht: Ich hab solch Silber einem Abgott gelobt/sondern dem HLRRN/wclchswort bey allen Iüvenbckant tst/daß es den einigen rechten Gott hcißk.Gleich wie der Türck auch thut/ vnd mit seinem Gottesdienst ^>st-cren/Iüd^ den rechten Gott nenllet vnd meynek/ der Himmel vnd Erden geschaffen hat/ desgleichen dieIüdcn/ Gottcsdicnstc/^»h Laktern/vndsttztallevnglaubigen/SennochistöMikjncnalleeeytclAbgötterey. MM««». Lem/Der wunder grosse Man Gideon/wie seltzamfieldoch derselbe/Iud.s. Dercben in dem/ Gideon, da er sprach zu den Kindern Isracl(wclche begerten/Er vnd seineKindersoltcstHerrseyn)Ich I»o.s. /in cwigkeyt gchmedcpr V AMEN. Vorrede Vorrede auff dm Wophctcn 4 Hcsatam. Lr den Heiligen Propheten Icsaiam Ml nütz- »>- «.-» z-p»« licb läscn/vnv Veste baß verstehen/ der laste >m(so er» nicht u« besser hat oder weiß) diesen meinen raht vnd anzcygung nicht veracht seyn. Aum ersten/ Daß er den Littet oder anfang dlses Buchs nicht vberhüpffe/sondern auffs aller beste lehrne verstehen/Auff daß er sich nicht dünckc/cr verstehe Iesaiainfast wol/vnd müsse darnach leydcn/ daß man sage: Er habe den Tittcl vnd erste zeit noch nie verstanden/ schweige denn den gantzcn Propheten. Denn dersctbige Littet ist fast für ein gloß vnd liecht zuhalkenvber das gantze Buch/Vnd Iesaias auch selbe gleich mit fingern seine laser dahin weiset/ale zu einer anlep tung vnd grundk seines Buchs. WcraberdenLittelverachr/odermt verstehet/dem sage ich/daß er den Propheten Iesaiam mitfriedcn lasse/oderienichtgründtlich verste¬ hen werde/ Denn cs vnmüglich ist/ deß Propheten wort vnd mcynung richtiglich vnd klärlich zu vcr- nemmen oder zu merckcn/ on solches deß Littels gründtlichecrkcnntnrß. DenLitkelabermeynevndheisse ich nichralleine/ daß du diese wort/ Vsia/ Iotham/ Ahas /Je- D„eldest Buck« hiskia/der Könige Juda/rc. läsest oder verstehcst/Sondern für dich nemmest das lcyte Buch vonocn Ies«ia- Königen/vnd das letzte Buch der Chronica / dieselbigen wol eynncmmcst / Son derlich d»e Geschichte/ red/vnd zufälle/so sich begeben haben vndcr den Königcn/die imTrttelgcncnnct sind/ biß zu endcdcrscst- bigcnBücher. Dennesrstvon nöken/somandie Weissagung verstehen wil/daß man wisse wie es im Lande gestanden/die fachen drinnen gelegen sind gewesen/Was die Leut gesinnct gewest/oder füran- schlägc gehabt haben/mik oder gegen jre Nachbarn / Freunde vnd Feinde/Vnd sonderlich wie sic sich in jrem Lande gegen Gott vnd gegen den Propheten in seinem wort vnd Gottesdienst oder Abgötterey ge¬ halten haben. Lander vmb Jerusalem vnd Juda gelegen. ^>Vdemwere auch wolgut/daßmauwüßte/wie die Ländcrau einander gelegen wort vndnamcn nicht vnlustzulasen/vndfinstcrniß )Rechts/Gerechtigkcyt wohnet drinnen. Mn aber Mörder. Dein Silber ist scyüum wordcn/vttd deitt Getrcncke mit wasser vermischet. Deim Fürsten sind ab¬ trünnige vnd diebsgesellen/sie nemen alle gerne geschencke/ vnd trachten nach gaben/ Dem Waisen schaffen sie nicht Recht/ vnd der Wittwen fache kompt nicht für sie. Darumb spricht der HERR HERR Jebaoth/ der mächtige in Israel: O weh/ich w erde mich trösten durch meine Feinde/ vnd mich rechen durch meine Feinde.Vnd muß meine Hand wider dich kehren/vnd deinen schäum auffs lcuterst fegen/vnd alle weme Md^eÄ dein Fin wegthun/ Vnd dir wider Richter geben / wie zuvor waren/vnd Rahtherrn wie im anfang. Alsdenn wirst du eine Statt der Gercchtigkeyt/vnd eine fromme Statt heissemAonmuß durch Recht erlöset werden/vnd ire gefangene durch Ge- rechtigkcyt/daß die Dbertrctter vnd Sünder mit einander zubrochenwerden/vnd die den HERRN verlaffen/vmbkemmen. Denn sie müssen zu schänden werden vber den Eychen/da ir tust zu habt/vnd schamrot werden vbcr den Gärten/die ir crwchlct. Wenn ir scyn werdet wie eine Eyche mit dürren Blattern/vnd wie ein Garten on Waffer.Wcn der' schütz wirt scyn wie Werg/vnd sein thun wie etn funcke/ vn beyds mir einander angezündet werde/ daß niemand lcsche. sottR I I (TdunMsrGok, I I. v kÄ I F. resdicnstvndAbgöt I L4- tercy/wiealltG-tt- Vom bervffder Hexde» ;uder GeMkrüs Gottes/vnd dem rechte» warenfried/wekchen Lhr-s- stus seinem Volckwürve;» wegen brmgen. Darneben auch was grosse Straffe Ven» Jüdischen Volct'e/von wegensrer greuwlrchen Abgöttischen Vbertrettvng/wlderfahren sol. M lsks/das Jesata/ der Son Amos/ sähe/ von Zuda wich.4- vnd Jerusalem. Es wirdtzur letzten zeit der Berg/ da deß HERRN Hauß ist/«gewiß scyn/ höher denn alle Berge/vnd vbcr alle Hügel . erhaben werden. Vnd werden alle Heyden dazr? lausten/vnd viel !nanmchthsev,wda Völcker hin gehen/vnd sagen:Kommet/ laßt vns auffden Berg deß LA HERRN gehen/zum Hause deß Gottes Zacob/Daß er vns lehre seine wege/vnd wir vK7^ wandeln auffseinen Steigen. Denn von Aon wtrdt das Gesetz außgehen/vnd deß racuiruum. HERRN wort von Jerusalem. Vnd er wirdt richten vnter den Heyden/vnd straffen /Lauffen-Mewas vielVölcker/Dawerdensieire Schwerdter zu Pflugscharen / vnd ire Spiesse zu ' Sicheln/machen. Denn es wirt kein Volck widevdas ander ein Schwcrdt auffhe- ben/vnd werden fort nicht mehr kriegen lehrnen. Kommet ir nun vom Hause Jacob/ laßt vns wandeln im Liecht deß HERRN. Aber du WrP'wphcr map. ^as flnd kindtt dtr ^'sBer du hast dcittVolck/das Hauß Iacob/lasscn fahren/Den sie treibens mehr ÄlRcc^dlcmchr 4>!^den die gegen dem Auffgang/vnd sind Tagwehler/wte die Philister/vn machen LcnndttHeydmg" der frembdcn Kinder vil.Ir Land ist voll Silber vnd Gold/vnd jrer Schatze ist kein gmMorgcn. ende/IrLand ist voll Rosse/vnd jrer Wägen ist kein ende. Auch istjr Land voll Gö- tzen/vnd anbeten irer Hände Werck/welches jre singer gemacht haben. Da bückt sich der Pöbel/Da demütigen sich die Junckern/Das wirstu inen nicht vergeben. Ehe in den Felsen/vnd verbirgt dich in der Erden/für der forcht deß HERRN/ s ^^vn für seiner herrlichcnMaiestat.Den alle hohe äugen werden genidriget wer- den/vnd was hohe Leute sind wirt sich bücken müssen / Der H LRR aber wirdt allein hoch seyn zu der zcit.Den der tag deß HERRN Zebaoth wirt gehen vber alles hoffer¬ tiges vnd hohes/vnd vber alles erhabens/daß es genidriget werde. Auch vber alle ho¬ he vnd erhabene Kedern auffdem Libanon /vnd vber alle Eycben in Basan. Vber . , ' alle hohe Berge/vn vber alle erhabene Hügel.Vber alle hohe Thürne / vnd vber alle feste Mauren.Dber alle Schiffe im Meer/vnd vber alle köstliche arbeit.Daß sich bü¬ cken muß alle höhe der Menschen/vn demütigen was hohe Leute sind/Vn der HERR allein hoch sey zu der zett.Vnd mit den Götzen Wirts gantz auß seyn. Da wltt man in der Felsen Hüten gehen/vnd in der Erden klüffte/für der forcht Luc- Veß HERRN/vnd für seiner herrlichen Matesiet /wenn er sich auffmachm wirdtzu schrecken die Erden. In der zeit wirdt jederman wegwerffen seine silbern vnd gülden Götzen(die er im hatte machen lassen/anzubeten) m die Löcher der Maulwürffe vnd der Fledermäuse/Auffdaß er möge in die Steinritze vnd Felßklüffte kriechcn/für der forcht deß HERRN/vnd für seiner herrlichenMaiestet/wenn er sich auffmachen wirt zu schrecken die Erden. So lasset nun ab von dem Menschen / der Athem in der Na¬ sen Hat/Denn ir wisset nicht wie hoch er geachtet tsi. m.Lap. U)l'e Gott Vas Volck Abgötterei halben/vnd sonderlich dre wel'ber/von wegen srer Hoffart rmd vberfiüsslger zlerve/straffen werde, HERR HERR Zebaoth wltt von Jem- L salemvnIudancmcnallcrlcyÄorraht/allmÄorraht deßBrots/ vnd allen Vorraht deß Wassers.Starcke VN Kriegßleute/Richter/ L^MlchcChtt . Propheten/Warsager vnd Eltestcn.Hauptleute vber sünfftzig / vnd 2 ehrliche Leute/Nähte/vnd weise Werckleute/vnd kluge Redener. Vnd wtl inen Jünglinge zu Fürsten geben/vn kindische sollen vber sie Herrschen/Vnd , das Volck wirt schinderey treiben/einer vber den andern/vn ein jegklicher vber seinen Mhesten/Dnd der Jünger wirt stoltz seyn wider den Alten / vnd ein loser Mann wi¬ der den Ehrlichen. Denn wirt einer seinen Bruder auß seines Vatters Hauß ergreiffen/Du hast Kleyder/sey vnser Fürst/Hilffdu diesem vnfall.Er aber wirt zu der zeit schweren/vn sa gen:Ich bin kein Artzt/Es ist weder Brot noch Kleyd in meint Hause/setzt mich nicht zum Fürsten im Volck/DennIerusalem fettet dahin/vndIuda ligt da/wetl ire Jung vndirthunwiderdenHERRNist/daßsie den augcnseincr Maiestet widerstreben. - Ir wesen hat sie kein heel/vnd rühmen jre sünde wie die zu Sodom / vnd" verbergen E-nslür mA sie nicht.Weh jrer Seelen/Denn damit bringen sie sich selbß in alles vnglück. bEd-ß W Predigt von den Gerechten/daß sie es gut haben / Denn sie werden die frucht Uem?/7r?Ab "7 wer Werck essen.Weh aber den Gottlosen/denn sie sind boßhafftig/vnd es wirdt inen rc> ey' so!'ühme/si^ vergolten werden/wte sie es verdienen.Kinder sind Treiber meines Volcks/vnd Wet- berherrschenvbersie. MeinVolck/deineTröster verführendich/vndzerstören den amswehttwe«"'" weg da du gehensolt/Aber der HERR stehet da zu rechten /vnd ist auffgetretten die Völcker zu richten. Vnd der HERR kompt zum Gericht mit den Lltesten seines Volcks/ AksiM. IIII. 7 Volcks/vnd mit seinen Fürsten/Denn jr habt den Weinberg verderbt/vnd der raub s von den armen ist in euwerm hause.Warumb zutrettet jr mein Volck/ vnd zuschlahet W" die Person der Elcndent spricht der HERR HERR Abaoth. reö/Lax.5. A6^»Nd der HERR sprichtDarumb daß die Töchter Zion stoltz sind/vnd gehen mit ^Aauffgerichtem halse/mit geschminckten angesichten/ tretten cynher vnd chwen- tzen/vnd haben köstliche Schuch an jrcnfüffen/So wirdt der HERR den Schcy- lel der Tochter Zion kal machen/vnd der HERR wirtjre geschmeide wegnemmen. In der zeit wirt der HERR den schmuck an den köstlichen Schuhen wegnemmen/ vnd die heffte/die spangcn/ die kettlin/die armspangcn/die hauben/die' flittern/ die gebräme/ e die schnürlin/die biscmöpffel/ die ohrenspangcn/die ringe/ die harband/ die feyerklcy- der/die mäntel/die schleyer/die beutel/die spiegcl/die kollcr/die borten/ die kittel. Vnd wirt stanck für gut geruch seyn/vnd ein loß band für em gürtel/vndeinglatzefürem kraust Har/vnd für einen weiten mantel ein enger sack/ Solches alles an statt deiner schöne-DeinPöbelwirdt durchs Schwert fallen/ vnd deine Krieger im streit. Vnd jre Thor werden trauwren vnd klagen/vnd sie wirt jämmerlich sitzen auffder Erden. Daß sibcn Weiber werden zu der zeit einen Mann ergreiffcn/vnd sprechemWir wöl¬ ken vns selbs «ehren vnd kleyden / laß vns nur nach deinem namen heissen/ das vnser schmach von vns genommen werde. mi.Lap. was sammer ferrner folgen sol/mr't angehengter verherMng der gnaden vnd trostes / durch das Reich Lhrrsti. L WMU N der zett wttdt des; HERRN - Zweig lttö vnd wahrt Twskdcr vnd schön/bcy denen klebe- Lhnstum. halten werden rn Israel. Vlid wer da wltt vberrg seyn zu Aon/ vnd vberbleiben zu Zerusalem/der wirt heylig heissen/ein jegklicher der ge- schrieben ist vnter die Lebendigen zu Jerusalem. Denn wirdt der HERR den vnflat der Tochter Aon waschen/vnd die Blutschulden Jerusalem ver¬ treiben von jr/durch den Geist/der richten vnd ein feuwer anzünden wirt. Exos. Vnd der HERR wirdt schaffen vber alle wohnunge deß Berges Aon/vnd wo sie versamlet ist/wolcken vnd rauch deß tages/vn feuwerglantz der da brenne deß nachts. Denn es wirt ein schirm seyn vber alles was herrlich ist / Vnd wirt eine Hütten seyn (Hercuch^ zum schatten deß tages für die Hitze/vnd eine zuflucht vnd Verbergung für dem Wet- tcrvndRegcn. V. Lap. Dec Prophet bcwerßt abermals dem Jüdischen Volck dr'egroffe/vridfür ander» VZlcker» an siegcwendte wolthar Gortes / mrr anzelgung/wasfär straff« sie von,rer vnvanckbarkexr vnv vngehorfams wegen sollen gewerng sexn. L MWM Olan/Ich Wil meinem Licöcn ein Lied meines Vettern psalm.8°. sittgen/von seinem Weinberge. 2arch »7' MMHsW Ein Lieber hat einen Weinberg/ an einem fetten ort. Vnd er hat M^jn vcrzeunet/vnd mit Steinhauffcn verwahret/vnd edle Reben drHn gesenckt. Er bauwete auch einen Thum drinnen / vnd grub eine Kelter dreyn. Vnd wartet daß er Trauben brächte/Aber er brachte Heerlinge. Nun richtet jr Bürger zu Ierusalem/vn jr Männer Juda/ zwischen mir vnd meinem Weinberge.Was solt man doch mehr thun an meinem Weinberge / daß ich nicht aethan habe an jmk Warumb hat er denn Heerlinge gebracht/da ich wartet daß RcE" s er Trauben brächtet -eß V-l-k^ Wolan/ich wrk euch zeygen was ich meinem Weinberge thun wil. Seine wand sol B wegge- AcrWsphet v. Lap. weggenommen werden/daß er verwüstet werde/vnd sein zarmsok-urissen werden/ daß er Metten werde.'Ich wil jn wüst ligen lasten/daß er nicht geschnitten noch ge¬ hackt werde/Sondern Disteln vnd Dornen dräust wachsen/ Vnd wil den Wolcken. gebictcn/daß sie nicht drauffregncn. Deß HERRN Jebaoth Weinberg aber ist das Was der Hauß Isracl/vnd die Männer Juda seine zarte Feser. Er wartet auff Recht/sihe/ so MM-rgs-y» tsts schrnderey/ auffGerechtigkeyt/Sthe/so isto Klage. denen die ein Hauß an das ander ziehen/ vn einen Acker zum andern brin- u ^^)gen/biß daß kein raum mehr da sey/ daß sie allein das Land besitzen. Ee ist für den Oren deß HERRN Jebaoth/ Was gilts wo nicht die viel Häuser sollen wüst wer- den/vnd die grossen vnd seinen öd stehenkDenn zehen acker Weinberges sollen nur ei¬ nen Eimer geben/vnd ein Malter samens sol nur einen Scheffel geben. Weh denen die deß morgens frü auffsind/deß faustens sich zusteiffigen/vnd sitzen Hie deucee biß in die nacht/daß sie der Wein erhitzt. Vnd haben Harpffen/Psalter /Pauckcn/ w!sWr!! « PfeiffettvttdWeitt/iniremwolleben/vttdsehennichtaüffdas^WcrckdeßHERRN/ bM dlsGE AmtE vnd schauwen nicht auffdas geschefftseiner Hände. Darumb wirt mein Volek müssen habcnml. weggcführtwerden vnvcrsehens/vnd werden seine Herrlichen hunger leyden/ vnd Ams^p. sein Pöbel durst leiden.Daher hat die Hell die Seel weit auffgesperret/ vnd den Ra¬ chen auffgethan on alle maffe/Daß hinunter fahren beyde /re Herrlichen vnd Pöbel/ beyde /re reichen vnd frölichen/Daß jederman sich bücken müsse/ vnd /ederman gede- mütiget werde/vnd die äugen der hoffcrtigen gedemütiget werden. Aber der HERR Jebaoth erhöhet werde im Recht/vnd Gott der Heylige gcheyliget werde in Gerecht tigkcyt.Da werden denn die Lämmer sich weyden an /euer statt/ vn frembdlinge wer- s den sich nehren in der wüsten der Pfetten. Es/Sadud § Weh denen die sich zusammen koppeln mit losen strickcn/vnrecht zuthun/vnd mit Wagenscylen/zu sündigen/vnd sprechen:Laß eylend vn bald kommen sein werck / daß j-HmdchH'wK wus sehen/Laß herfahren vnd kommen den anschlag deß Heyiigcn in Israel/daß wirs innen werden. Weh denen/die böses gut/vnd gutesbößheissen. Die außfinstemiß liecht/vnd auß liecht finsterniß machen.Dte auß sauwer süß/ vnd auß süß sauwer machen. Weh denen/die bey sich selbs weiß sind/ vnd halten sich selbs für klug. Weh denen/so Helden sind Wein zu sausten/vnd Krieger in füliercy. Die den Gottlosen recht sprechen vmb geschenck willen/vnd das Recht der gerechten von/nen wenden. - wie deß feuwers stamme stro verzehret/vn die lohe stoppeln hinnimpt/ wurtzel verfaulen/vnd/re sprossen auffahren wre staub. Denn sic verachten das Gesetz deß HERRN Jebaoth/vnd lestern die rede deß Heyligen in Israel. Darumb ist der Jom deß HERRN ergrimmet vber sem Volek/ vnd recket seme Hand vber sie/vnd schlegt sie daß die Berge beben / vnd /r Leichnam ist wie Koht auffden gaffen/vnd in dem allen lässet sein zorn nicht ab/sondern, seine handistnoch außgereckt. er wirdt ein Panir auffwerffen ferme vnter den Heyden / vnd dieftlbigen Das sind (^^locken vom ende der Erden. Vnd sihe/eylend vn schnell kommen sie daher/vnd ist keiner vnterjncn müd oder schwach / keiner schlummert noch schlästk/ kemern gehet der Gürtel auffvon seinen Lenden/ vnd keinem zuretsset ein Schrrchriehme.Ire Pfeil sind scharpst/vnd alle jre Bogen gespannen. Seiner Rossen Hüffe sind wie Felsen ge- acht/vnd/re Wagenrad wie ein simmwind.Sie brüllen wie Löuwen/vnd brüllen wie/unge Löuwen/Sie werden brauscn/vnd den Raub erhaschen vnd davor» brin- gen/daß niemand erretten wtrt/vnd wirdt vber sie brausen zu der zeit/ wie das Meer. Wenn man denn das Land ansehen wirt/Sihe/so isto finster für angst/ vnd das liecht scheinet nicht mehrobenvber/nen. Deß Ucsaia. vi.Lav. s vi.Lap. Vom bewffdeß Propheten Jesale/vndverstockungvLßwiVerspenftrgeuVolcks. Eß Jarš da der König Vsta starb/sähe ich dm H§R- Bsta. Aps- 4. REN sitzen auffeinem hohen vnd erhabnen Stul/vnd sein Saum füllet den Tempel. Seraphim stunden vberjm/ein jegkltcher hatte sE Flügel/Mtt zweyen deckterr sie jr Antlitz/ mit zweyen deckten sie jre Füffc/vnd mit zweyen flogen sie. Vnd einer rieffzum andcrn/vnd sprach:Hcylig/heylig/hcyllg ist der HERR Jebaoth/alle Land sind seiner Ehren voll/ daßdie vberschwellcn bebeten von der stimm jrcs ruffens/vnd das Haus-ward voll Rauchs. Da sprach ich: Weh mir/ ich vergehe/denn ich bin vnrciner Lippen/vnd wohne vttter einem Volck von vnreincn Lippen/ Denn ich habe den König/den HERRN Zebaoth/ gescheli mit meinen augk. Da flog der Seraphim einer zu mir/vn hatte ein glüende Kole in der Hand/ die er mir der Zangen vom Altar nam/ vnd rühret meinen mund/ vnd sprach: Sihe / hiemit sind deine Lippen gcrühret/daß deine missethat von dir genommen werde/vnd deine Sünd versühnet scy. v ich höret die stimme deß HERRN/ das er sprach: Wen sol ich senden? Wer vnscr Bott seyntIch aber sprach:Hic bin ich/scnde mich. Vn er sprach: Gehe hm/vnd sprich zu disem volck:Hörets/ vnd verstehcts nicht/Schets vnd merckts nicht. Äerstocke das Hertz dtses volcks/ vnd laß jre ohrcn dick scyn/ vnd blende jre augen/daß sie Nichtsehen mit jren äugen/noch hören mit jrcn ohren / noch verstehen mit jreM Ron^u hertzen/vnd sich bekehren vnd genesen. Ich aber sprach: HERR/wie lange? Er sprach: Biß daß die Statt wüst werden on cynwohner/ vnd Häuser on leut/vn das fcld gantz Prophecey ;Vüst lige. Denn der HERR wirdt die Leute ferrne weg thun/ daß das Land sehr ver- sttmgdch Iü, lassen wirt. Doch sol noch das zehend thcrl drinnen bleiben/Denn es wirt weg gcfüh- »»schc^üchs. verhehlet werden wie ein Eiche vnd Linde/welchc den Stam haben/ob wol jre Blatter abgestoffcn werden. Ein hcyliger Same wirt solcher Stamm seyn. v 11. Lap. Der Prophet strafst den RZur'g Ahas/oast er ob Gottlosen Röntgen erschnckt/vnd dem waren Gott nicht vertrauwer/beutim varncben a n etn ;cpchen;u forvern/welchs über der Röntg nicht wtl annemmen/vnv darob künffttger straffe Verkündigung hören muß. DveAn. Pck.ch. 4-Reg.is. V Der Pro¬ phet tröstet den Römg Ahas- TZMMtzSbegab sich zurzeit Ahas/desi SonsIotham/dcsi Ahas. SonsÄsia/ deß Königs Juda/ zog herauffReZin/der König itt Syria/vnd Pekah der Son Rcmalia/der König Israel/ gen Ieru-- salem/wider sie zu strcytcn/kundten sie aber nit gewinncn.Da ward dem Hause Dauid angesagt: Die Syrer verlassen sich auff Ephra- im/da bebet jm das hertz/vnd das Hertz semcs Dolcks/wie die Bäum im Walde beben vom Winde. AsBer der HERR sprach zu Iesaia: Gehe hinauß Ahas entgegen/du vnd dein AjSon ScarIasub/an das ende der wasscrrören am öbern Tclchc/am Wege beim Acker deß Fcrbcrs/vnd sprich zu jm:Hüte dich vnd scy sttll/Fürcht dich mcht/vlld dein Hertz scy vnverzagt für Visen zweyen räuchendcn Leschbrcndcn/ ncmltch für dem Zorn ReIin sampt den Syrern/ vnd deß Sons Rcmalia/ Daß die Syrer wider dich ei¬ nen bösen Rahtschlag gemacht habcn/sampt Ephraim vnd dem Son Rcmalra/ vnd sagcnrWir wollen hinauffzu Juda / vnd sie auffwecken / vnd vntcr vns theylcn/ vnd zum König drinnen machen den Son Tabeal. Denn also spricht der HERR HERR: Lssol nicht bestehen noch also gehen/ Sondern wie Damasttw das Haupt ist in Sy- V ij ria/ -L AcrMophct v 11. Lap. ria/so sol ReZin das Haupt zuDamascoseyn.Vnd vber fünff vnd scchtzig jarsoles mit Ephraim auß seyn/ daß sie nicht mehr ein Volck seyen. Vnd wie Samaria das Haupt ist in Ephraim/so sol der Son Remalia das Haupt zu Samaria seyn. Glau¬ bet jrnicht/so bleibt jr nicht. H^Nd der HERR redet abermal zu Ahas/vnd sprach: Forder dir em Zeichen vom o c^HERRN deinem Gott/ es sey Hunden in der Helle/ oder droben in der Höhe. Li¬ ber Ahas sprach: Ich wils nicht fordern / daß ich den HERRN nicht versuche. Da sprach er: Wotan / so höret jr vom Hause Dauid/ Ists euch zu wenig / daß ir die Leut A beleydiget/jr müsset auch meinen Gott beleydigen k Darumb so wirt euch der HERR selbe ein Zeichen geben.Sihe/ eine Iungkfrauw ist schwanger/ vnd wirdt einen Son A geberen/den wirt sie heissen Immanuel. Butter vnd Honig wirt er esscn/daß er wisse Lu?!,' böses zu verwerffen/ vnd gutes zu erwehlen. Den ehe der Knab lehrnet böses verwcrf- fen/vnd gutes erwehlen / wirt das Land/dafür dir grauwet/ verlassen seyn von seinen zweycnKönigen. Aber der HERR wirt vber dich/ vber dein Volck / vnd vber deines Vatters Hauß/; «eg », tage kommen lassen/die nit kommen sind / sint der zeit Ephraim von Juda gescheyden ist durch den König zu Assyrien. Enn zu der zeit wirdt der H ERR zischen der Fliegen am ende der Wasser in E- L EnnzuderzeitwirdtderHERR zischen der Fliegen am ende der Wasser in E- gypten/vnd der Bienen im Lande Affur/daß sie kommen vnd alle sich legen an die trockene Bäche / vnd in die SteMüsste/ vnd in alle Hecken / vnd in alle Büsche. Jur selbigen zeit wirt der HERR das Haupt vnd die Har an süssen abschären / vn den 4-Reg, r,. , a .. Bartabnemmen/durch ein" gemietet Schermesser/ ncmlich durch die/so jenseit deß wassere sind / als durch den König von Assyrien. d^ESchcrmeU/ Zur selbigen Zett Wirt ein Mann einen Haussen Küw/vnd zwo Herde/ ziehen/vnd D Gort braucht so viel zu melcken haben/ daß er Butter essen wirdt / Denn Butter vnd Honig Vslc'kDstmff°k! Wirt essen wer vbrig im Lande bleiben Wirt. Denn es Wirt zu der zett geschehen/ daß/ wo jetzt tausend Weinstöcke stehen / tausend Silberling wehrt / da werden Dornen s vnd Hecken seyn / daß man mit Pfeilen vnd Bogen dahin gehen muß. ° Denn im La7dMstli?nÄ gantzen Lande werden Dornen vnd Hecken seyn/ daß man auch zu alle denBergcn/ LtEeEm. so mail mit Hauwen pfleget vmbzuhacken / nicht kan kommen/ für scheuw der Dor¬ nen vnd Hecken/sondern man wirt Ochsen daselbst gehen/ vnd Schaffdrauffwetten lassen. der HERR sprachzumir: Mm für dich einen grossen Brieff/vnd schreib c^darauffmit Menschen griffet/ Raubebald/Eilcbeute. Vnd ich nam Zu mir zwen treuweZeugen/den Priester Vria/ vnd Sacbarja den Son Ieberechia/vnd gieng zu eincrProphetinne/die ward schwanger/ vnd gebar einen Son/vn der HERR sprach zu mir-.Mnne jn/Raubebald/Ettebeute. Denn ehe der Knab ruffen kan: Lieber Vat- tcr/licbe Muttcr/sol die macht Damafti vnd die außbeut Samarie weggenommen werden durch den König zu Assyrien. der HERR redet weiter mit mir / vnd sprach: Weil diß Volck verachtet das c^waffer zu Stloha/das still gehet/ vnd tröstet sich deß ReZin/vn deß Sons Re- malia/ Sitze/ so wirdt der HERR vber sie kommen lassen starčke vnd viel Wasser deß § c stromes/nemlich den König zu Assyrien/vnd alle seineHerrligkeyt/daß sie vber alle lre Bäche fahren / vnd vber alle jre Vfcr gehen /Vnd werden eynreiffen in Juda vnd welchem"das Land schwemmen/vnd vberher gehen/biß daß sie an den halß reichen/ vnd werden jre Flü- ImmanuEl/ sei außbretten/daß sie dein Land / O ImmanuEl/ füllen/so weit es ist. hcO Gvtt niitv»«- VIII.Lup. Verspottung derAssvrer/daßsie für Jerusalem kommen / Jedoch mit schänden abztehen/ Daß auch das Jüdisch Volck sich auffkeme bündniß Gottloser Völcker verlassen / sondern allem ausfdls rengnrsse Göttlicher Schrtfftsol achtvng habe». S'S Ok k- LS.LS AesM. VIII. Lstp. 9 L Eyt bös? jr Völcker/vnd gebt doch die flucht. Hört jrs E, spo-«- die ft m fermen Landen seyt.Rüstet euch/vn gebt doch die flucht/ Lieber rüstet euch/vnd gebt doch die flucht. Beschliesset einen Raht/ kommen/on doch nut VN werde Nichte drauß/Beredct euch/vnd es bestehe nicht / Den hie hcn" -'°' istImMUNUEl. 4.Reg.,s Denn so spricht der HERR zu mir/als fasset er mich bey der Hand / vnd vnterwei- set mich/daß ich nicht sol wandeln auff dem Wege dises volcks/vnd spricht: Jr solt nicht sagen? Bund/biß volck redet von nichts denn von Bund. Fürchtet ft euch nicht also/ <, Luce wie sie thun / vnd lasset euch nicht granwcn / sondern heyliget den HERRN Zebaoth/ röm'z'. den lasset euwcr forchr vnd schrecken scyn/ so wirdt er eine Hcyligung scyn/Aber ein reGoc?.? "ndma- stein deß ansioffenö/vnd ein Fclß dcß ärgerniß den zweyen Häusern Israel/ zum strick vnd fall den Bürgern zu Jerusalem/ Daß jr viel sich dran stossen/ fallen/ zubrechen/ wa- vcrstricktvub gefangen werden. v l^Z Inde b zu basZcugniß/versigele das Gesetz meinen Jüngern. Denn ich hoffe ^Jauff den HERRN/der sein Antlitz verborgen hat für dem Hause Jacob/Ich aber harre scin.Sihe hie bin ich / vnd die Kinder / die mir der HERR gegeben hat/ dl? 2 Ebre.r. zum Zeichen vnd wunder in Israel/vom HERRN Zebaoth/ der auffdem Berge Zion de? "uCh7.R,s Mu rpet.1. wohnet. seru machet. Wenn sie aber zu euch sagemIr müsset die Warsagcr vnd Zeichendeuter fragen/ die da schwetzcn vnd' disputiern (so sprecht) So! nicht cm volck seinen Gott fragen? « Oder sol man die Tobten für die lebendigen fragen? Ja nach dem Gesetz vn Jeugniß. Werden sie das nicht sagcn/so werden sic die Morgcnröhte nicht haben/ soridern wer- vnd m? vnvcmunfft den im Lande vmbher gehen/hart geschlagen vnd hungerig. Wenn sie aber hunger psatm rs. leidcn/werdcn sie zörnen / vnd fluchen jrem Könige vnd jrem Gott/ vnd werden vbcr sich gaffcn/vnd vnter sich die Erden ansehen / vnd nichts finden denn trübsal vnd fin- sterniß/Dcnn sie sind müd in angst/vnd gehen jrr in finstcrniß.Denn cs wirt wol ein andre mühe scyn die jnen angst thut/denn zur vorigen zcit war/da es leicht zugieng im Lande Scbulon/vnd im Lande Mphthali/vn hernach schwärer ward am Wege deß Mers/disscit deß Iordans/in der Heyden Galrlea. Von der zukun fft vnd dem Reich LhrM/verwetsnng dch vnbußftrtl'genGottlostn lebens vnd mutwrilerrs/mit Verkündigung vorstehender struff As Volck/so tm ftnskttn wandelt / sihet ein grosses liecht/vnd vber die da wohnen im finstern Lande scheinet cs hell.Du Wcissa, machest der Heyden viel/damit machest» der freuden nicht viel. Für Wsshrsstt! dir aber wirt man sich frcuwen /wie man sich freuwet in der Erndte. Wie man frölich ist wenn man Beutaußtheilt. Denn du hast das Joch jrer last/vnd die Ruhte jrer Schultcr/vrw den stecken jrcs Treibers/ zubrochen/ ,Lor.,r. wie zur zett Mdian. Dennaller Krieg mit vngestüm vnd blutig Kleyd wirdt vcr- brannt / vnd mit Feuwer verzehrt werden. Denn vns ist ein Kind geborn/Ein Son Mha«.;. ist vns gegcbcn/welchcs Herrschafft ist auffseiner Schulter/ vn er heißt Wunderbar/ Raht/Krafft/Helt/ewig Vatter/Friebfürst/auffdaß sein Hcrrschafft groß werd/ vn deß fricds kein ende / auffdem Stul Dauid vnd seinem Königreich/daß ers zurichte L»-.-, vnd stcrcke mit Gericht vnd Gcrechtigkeyt/von nun an biß in cwigkeyt. Solche wirdt thun der Eiffer deß HERRN Zebaoth. Weiffa- l^^Er HERR hat ein wort gesandt in Jacob / vnd ist in Israel gefallen / daß cs sol AssMchcRö lnne werden alles volck Ephraim/ vnd die Bürger zu Samaria/ die da sagen wgreich Iss" inhohmutvndstoltzcm sinn: Ziegelstein sind gefallen/aber wlr wollens mit Werck- stücken wider balUven/Man hat Maulbeerbäurn abgchauwen/so wolle wir Kedern B iij air WrWophtt ix.Lap. an die statt setzen. Denn der HERR Wirt deß ReZitt Kriegßvolck wider sie erhöhen/ vnd jre feinde zuhauffrotten/ die Syrer fernen her/ vnd die Philister von hindcn zu/ daß sie Israel fressen mit vollem maul.In dem allen lässet sein zorn noch nicht ab/ sein Hand ist noch außgereckt/so kehret sich das Volck auch nicht zu dem der es schlegt/vnd fragen nichts nach dem HERRN Zebaoth. Darumb wirdt der HERR abhauwcn von Israel beyde kopff vnd schwantz/beyde o ast vnd strumpff/ auffeincn tag. Die alten ehrlichen Leut sind der kopff/ die Prophe¬ ten aber so falsch lehren sind der schwantz/den die Leyter dieses Volcks sind Verführer/ vnd die sich lcyten lassen sind verloren. Darumb kan sich der HERR vbcrjre junge Mannschafft nichtfreuwen/uoch irer Waisen vnd Wittwen erbarmcn/denn sie sind allzumal Heuchler vnd böß/vnd aller mund redet thorheyt. In dem allen lässet sein zorn noch nicht ab /seine Hand ist noch außgereckt. Denn das Gottlose wesen ist angezündet wie feuwer/ vnd verzehret Dornen vnd Hecken/vnd brennt wie im dicken wald/vn gibt hohen rauch. Den mr zorn deß H ER- REN Zebaoth ist das Land versinstert/daß das volck ist wie speise deß feuwers/ keiner schonet deß andern. Rauben sie zur Rechten so leiden sie hunger/Essen sie zur Lin- cken/so werden sie nicht satt.Ein jeglicher friffet das fleisch seines arms/Manaffe den > Ephraim/Ephraim den Manasse/ vnd sie beyde mit einander wider Juda. In dem allen lässet sein zorn nicht ab/ seine Hand ist noch außgereckt. x.Lap. Rlag vber die vngerechte Oderkelten/ vnd daß sie sollen ,'re flrass habett.Deßgleichen wie Go» d en hohmttt deß Rönigs von Mxrren werde demütigen. SUMM EH den Schnfftgklchrten/dte vnrecht Gesetz machen/ vnd die vnrcchtevrtheilschreiben/auff daß sie die fachen der armen Dräu- WMWA beugen/vnd gewalt vben im recht der elenden vnter meinem volck/ daß die Wittwen jr raub/vnd die Waisen jre beut/seyn müffen.Waswolt /s ehun am tag der heimsuchunge vnddeßvnglücks/das von ferme kompttIu wem wolt jr fliehen vmb hülffe k Vnd wo wolt jr cuwere ehr lassen/ daß sie nicht vnter die gefangene gebeuget werde/ vnd vnter die erschlagene falle k In dem al¬ len lasset sein zorn nicht ab/ seine Hand ist noch außgereckt. Weh Affur/der meines zorns Ruhte/vnd jre Hand meines grimmes stecke ist/ Jesaie;». A^AIchwil jn senden wider ein Heuchelvolck/vnd jm befehl thun wider das volck meines zorns/daß ers beraube vnd außthetle/vn zutrette es wie koht auff der Gaffen. Wiewol ers nicht so meynet/ vnd sein Hertz nicht so dencket/ sondern sein Hertz stehet zu vertilgen vnd außzurotten nicht wenig Dölcker.Den er spricht: Sind meine Fürsten nicht allzumal KömgckIst Kalno nicht wie Kharchemiöt Ist Hamath nicht wie Ur- 4 ^eg.'S. padkIst nicht Samaria wie Damascusk Wie meine Hand funden hat die Königrei¬ che der Götzen/so doch jre Götzen starcker waren denn die zu Jerusalem vnd Sama¬ ria sind/solt ich nicht Jerusalem thun vnd jren Götzen/wie ich Samaria vnd jren Götzen gethanhabek O^LEnn aber der HERR alle seine werck außgericht hat auffdem Berg Zion vnd 8 (M^zu Ierusalem/wil ich heimsuchen die frucht deß hochmütigen Königes zu Affy- Weissa- nen/vnd die Pracht seiner hoffertigen augen/Darumb daß er spricht: Ich Habs durch meiner Hände krafft außgcricht/vnd durch meine weißheyt/denn ich bin klug. Ich hab Äeg.--. die Länder anderß gccheilct/vnd jr eynkommen geraubt/vnd wie ein mächtiger die eynwohner zu boden gcworffen.Vnd meine Hand hat funden die Völcker wie ein Vo¬ gelnest/ daß ich hab alle Land zusammen gerafft / wie man Eyer auffrafft/ die verlas¬ sen sind/da niemand eine feder regt / oder denschnabel auffsperret/ oder zischet. Mag sich auch ein Axt rühmen wider den/ so damit häuwettOder eine Sege tro¬ tzen wider Mir. Jud.?. Infr. Z7« -brige. Ä0M.9. Actsri;. Rom 15. Wctssa- gung vb Chn- sto vnd seinem Königreich. tzen wider den/so sie zenchtkwie der rühmen kan/der den stecken''führet/ vnhcbt/vnd a führet in so leicht/ als wcre er kein Holtz/ Darum wirt der HERR HERR Zebaoth vm lÄh27nmL-ra,b ter seine fetten die darre sendm/vnd seine herrligkeyt wirdt er anzünden/ daß sie bren- "7777^2777. nen wirt wie ein feuwer-Vnd das liecht Israel wirt ein feuwer seyn/vnd fein Heylp gcr wirt ein flamme seyn/vnd wirt seine dornen vnd Hecken anzünden vird verzehren 7 b allff einen tag.Vnd die Herrligkeyt seines Walds vnd seines feldes sol zu nicht werden/ von den Seelen bist auffs fleisch/ vnd wirt zergehen vnd verschwinden/ daß die vberr- gen Baume feines waldes mögen gezehlet werden/ vn ein Knab sie mag anschreiben. zett werden die vbrigen in Israel/vnd die errettet werden im Hause Jacob/ ^tt O^ch uicht verlassen auffden/ der sie schlegt /sondern sie werden sich verlassen Noch das anffden HERRN/den Heyligen in Israel / in der Warheyt. Die vbrigcn werden sich bekehren / ja die vbrigen in Iacob/zuGott dem starckcn.Denn ob dein Volek/ Q Israel/istwiesandam Mer /sollen doch die vbrigen deffelbigen bekehret werden. Denn wen dem verderben gesteuwret wirt/ so kompt die Gcrechtigkeyt pberschwcng- lich. Denn der HERR HERR Zebaoth wirt ein verderben gehen lassen/ vnd dcmscl- bigendochsteuwren imgantzen Lande. Darumb spricht der HERR HERR Zebaoth: Fürchte dich nicht mein Volck/das zu Zion wohnet/für Affur/Er wirt dich mit dem stecken schlahcn/vn seinen stab wider dichauffhcben/wie in Egypten geschach.Denn es ist noch gar vmb ein kleines zuthun/ so wirt die vngnad vn mein zorn vber jre vntugend ein end haben. Alsdenn wirdt der HERR Zebaoth eine Geissel vber in erwecken/wie in der Schlacht Mdian/anff dem Felse Oreb/vnd wirt seinen stab / deß er am Mer brauchte / auffheben/ wie in Egyp- ten.Zu der zeit wirt seine last von deiner Schulter weichen müssen/ vnd sein Joch von deinem halse / Denn das Joch wirt' verfaulen für der fette. (verfaul?) Gl,-4 kommetdaß gleich seyn)gen Aiath/er zeucht durchNigron/er mustert feinen em^chUestc/Z O^Zeug zu Mtchmas/Sie ziehen für vnserm Läger Geba vber/ Rama erschrickt/ wirt/dast Glbeath Sauls fleucht. Du Tochter Gallim schrey laut/ merek auffLaisa/ Duelem des Anathoth/Madmcna weicht/Die Bürger zu Gebim sicrcken sich. Man bleibet Äst 277,?^"«» villeicht einen tag zu Nob/so wirdt er seine Hand regen wider den Berg der Tochter s Iion/vnd wider den Hügel Ierusalem.Aber sihe der HERR HERR Zebaoth wirt die ?d7>, Ig A. Est mit macht verhauwcn/vnd was hochauffgericht stehet/verkürtzen/Daß die ho-- AAÄ7al7dcr hen genidriget werden/vnd der dicke wald wirt mit Eysen vmbgehauwe werden/vnd r gehauwcn wcrdcU wie ein wald/rc. a (Rtechen)Seinöpf fcr bas fürGott wök reucht/vndscinreuch weeck wirt nicht seyn Nd es Witt eine Ruhte auffgehen von dem Stam Z- ULMA sai/v«d ein zwcig außseinerWurtzelftucht brmgcn/auffwelchem M wirt ruwcn der Geist deß HWN/ der Geist der Wcißheit vnd deß Verstands/ der Geist deß rahts vnd derstercke/der Geist deß erkenne Geist geschehen? H niß vnd. der forcht deßHERRN. Vnd sein" riechen wirt seyn in der Dmh-D2777 forcht deffHERRN. Er wirt nicht richten nach dem seine äugen sehen / noch straffen/ nach dem seine ohrcn hören/sondern wirt mit gcrechtigkeyt richten die armcn/vn mit gericht straffen die elenden im Lande.Dnd wirt mit dem stab seines mundes die Erden gerecht m7h77v»d ' Thess r. schlahen/vnd mit dem Athem seiner Lippen den Gottlosen tödtcn. Gcrechtigkeyt wirt ftn st7!NÄr§ die gurt seiner Lenden seyn / vnd der Glaub die gurt seiner Nieren. das h-A Die Wolffwerdcn bcy den Lämmern wohnen/vnd die Pardel bey den Böcken ligen.Eln kleiner Knab wirt Kälber vnd junge Löuwen vnd Mastvieh mit einander ,wch>>//s7d77 treiben. Küw vnd Bären werden an derWeydc gehen/daß jre junge bey einander .DÄnu!!?" B iiij ligen/ hen genidriget werden/vnd der dicke wald wirt mit Eysen vmbgehauwe werden/vnd Libanon wirt fallen durch den Mächtigen. xi.L'ap. weissugung/dte zukanfft Lhrifti vnd sein Ampt betreffend / was auch für fried vnd ruw den gläubigen dadurch widerfahren fol. MrP'wphet XI. Lap. ligen/vnd Löuwen werden stro essen wie die Ochsen.Vnd eln Sengling wirt seine tust haben am loch der Ottcrn/vnd ein entwehneter wirt seine Hand stecken in die hüle deß Basiltßkcn. Man wirt nirgend letzen noch verderben auff meinem heyligen Berge/ Denn das Land ist voll erkenntntß deß HERRN wie mit Wasser deß Meers bedeckt. O- wirt geschehen zu der zeit/Daß die wurtzel Isai/die da stehet zum Panir den L s^Völckern/nachderwerden die Heyden fragen/vnd seine ruhe wirdt chre seyn. «om.-r. 2fnd der HERR wtrdt zu der zeit zum andern mal seine Hand außstrecken/ daß er das b-. vberige seines Volckserkriege/ so vberbltebenist vonden Assyrern/ Egyptern/Pa- thros/Morenland/Elannten/Sinear/ Hamath/vnd von den Insulen deß Meres, gelw. Vnd wirt ein Panir vnter die Heyden aüffwerffen/vnd zusammen bringen die ver¬ sagten Israel/vnd die zurstreuweten anßZuda zu Hauff führen/von den vier örtern deß Erdtreichs.Dnd der neid wider Ephraim wtrdt auffhören / vnd die feinde Juda werden außgerottet werden/ daß Ephraim nicht neide den Juda/ vnd Juda nicht sey wider Ephraim. Sie werden aber den Philistern auffdem halse seyn gegen Abend/vnd berauben alle die so gegen Morgen wohnen.Edom vn Moab werden jre händ gegen sie falten/ Dickinder Amon werden gehorsam seyn.Vnd derHERR wirt verbannen den ström deß Meers in Egypten/vnd wirt seine Hand lassen gehen vber das Wasser mit seinem starcken winde/vnd die siben ströme schlahen / daß man mit Schuhen dadurch gehen mag-Vnd wirt eine bahn seyn dem vberigen seines Volcks/das vberblieben ist von Exod.>4. den Assyrern/wie Israel geschach/zur zeit/ da sie auß Egyptenland zogen. xn.Lap. Em Lobgesaugvud Dancksrgung der gläubigen Gemeine Gottes. V derselbigen zeit wirst du sagen: Ich dancke dir HERR/ daß du zornig bist gewesen vber mich/ Vnd dein zorn sich gewendet hat/ vnd tröstest mich. Danck- Sihe/Gott ist mein Heyl/ich bin sicher/vnd fürchte mich nicht/ Kö'L. Denn Gott der HERR ist mein Stercke/ vnd mein Psalm/ vnd ist pl»lm.»s. mein Heyl. Irwerdctmitfreuwdenwasser schöpffenauß denHeylbrunnen. Vnd werdet sagen zur selbigen zeit: Dancket dem HERRN/predigt seinen Na- men/Machet kundt vnter den Völckern sein lhun / verkündiget wie sein Name so " hoch ist. Lobsinget dem HERRN/denn er hat sich herrlich beweiset / solche sey kundt in al- lenLanden. Jauchtze vnd rühme du eynwohnerin zu Ion/Denn der Heylige Israels ist groß beydtr. XIII.Lüp. Verköndtgung der straff'/ so vurch persen vnd Meden vber Babxlon kommen/vnd das Volck Gottes wtderumb begnadet werden sok. Daber. M ist die Last vber Babel/dre Jesata der Son Amoz sahe.Werfft Panir auffauff hohen bergen/ rufft getrost wider sie/ werfft die hand auff/laßt eynziehen durch die Thor der Fürsten. WeW Ich hab meinen Geheyligten gebotten/vnd meinen starcken ge- 87?/- ruffen zu meinem zorn/ die da frölich sind in meiner herrligkeyt. Es 77^7 Lst ein geschrey einer menge auff den Bergen wie eines grossen Dolcks/ eingeschrey als eines getümnrcls der versamleten Königreiche der Heyden. Der HERR Iebaoth rüstet Uefma. xm.Lap. n rüstet ein Heer zum streit/ die auß fermen Landen kommen vom ende deß Himmels/ Ja der HEM selbe sampt dem zeuge seines Jörns/ zu verderben das gantze Land. Heulet / denn deß HERRN tag rst nahe/ er kompt wie ein Verwüstung vom Alk wächtigen.Darumb werden alle Hände laffz/ vnd aller Menschen Hertz wirt feig scyn. Schrecken/angst vnd schmertzen /wirt sie ankommen/cs wirt ine bang seyn/wie einer EA;.^ Gebererin / Einer wirt sich für dem andern entsetzen/ fcuwerrot werden jr angesichr Lös 5. seyn.Dcnn sihe/deß HERRN tag kompt grausam/zornig/grimmig/das Land zu ver- stören/vnd die Sünder drauß zu vertilgen.Denn die Sterne am Himel vnd sein O- L»c,rion scheinen nicht hell/ Die Sonn gehet finster auff/ vnd der Mond scheinet tunckel. Ich wil den Erdboden Heimsuchen vmb seiner boßheytwillen/vnd die Gottlosen vmb jrer vntugcnd willen.Vnd wil deß hohmuts der stoltzen ein ende machen / vnd die Hof¬ fart der gewaltigen dcmütigen/Daß ein Mann theuwrer seyn sol denn fein Gold/ vnd ein Mensch" Wehrder denn Goldsstücke auß Ophir. « ö Darumb^wil ich den Himmel bewegen / daß die Erden beben sol von jrer stätt/ MAmNA durch den grim deß HERRN Jebaoth/vnd durch den tag seines zorno. Vnd sie sol seyn wie ein zuscheucht Rehe/vnd wie ein Herd on Hirten/daß sich ein iegklicher zu sek - nemVolck heimkehren/vnd ein iegklicher in sein Land fliehen wirdt. Darumb/ daß/ pMm. .z?, welcher sich da finden läßt/erstochen wirt/vnd welcher dabcy ist/durchs schwere fallen wirt. Es sollen auch jre Kinder für jren äugen zurschmettert/jre Hauser geplündert/ vnd jre Weiber geschendet werden. Denn sihe/Ich wil die Meder vbcr sie erwecken/ Meder, die nicht Silber suchen/oder nach Gold fragen/sondcrn die Jünglinge mit Bogen er- schicffen/vnd sich der früchte deß Leibs nicht erbarmen/noch der Kinder schonen. Also sol Babel/ das schönest vnter den Königreichen/die herrliche pracht der Gen-5Khaldeer/vmbgekchrt werden von Gott / wie Sodom vud Gomorra/ daß man fort nicht mehr da wohne / noch jemand da bleibe für vnd für. Daß auch die Araber keine Hütten daselbst machen / vnd die Hirten keine Härten da auffschlagen. Sondern Ii- Mim. him werden sich da lägern/ vnd jre Hauser voll Qhim seyn/vn Straussen werden da Ahjm. wohnen/vnd Feldgcister werden da Hüpffen / vnd Eulen in jren Palästen singen/vnd hak ich Drachen in den lustigen Schlössern. Vnd jre zeit wirt schier komm/ vnd jre tag wer- den sich nicht seumen. A Mch w,- e ^^^Enn der HERR wirt sich vber Jacob erbarmen / vn Israel noch weitererweh- VndFrembdlinge werden sich zu inen thun/vnd dem Hause Jacob anhangen. Vnd die Völcker werden sie annemmen/vnd bringen an jren ort/daß sie das Hauß Israel besitzen wirt im Land deß HERRN zu Knechten vnd Mägden Vnd werden gefangen halten die/von welchen sie gefangen waren/ vn werden herrschen vber jre treiber. Dost Wi¬ der das Baby konische Er, fcngnA XlIIl.Lap. Gleiches innhalts/wie im »ehesten vorigen Tapire! / mir ferrnerer an;eigung/daß die Assxrev auch sollen gesttzrtzt werden. M zu der zett / wenn dir der HERR ruw geben wtrdk von deinem jammer vnd leid / vnd von dem harten dienst darinn du gewesen bist/So wirst» ein solch Sprichwort führen wider den Kö- D nig zu Babel /vnd sagen: Wie ists mit dem Treiber so gar auß /vnd Babel, der zinß hat ein ende k DerHERR hat die Ruhten der Gottlosen zu brochen/die Ruhten der Herrscher / welche die Völcker schlug im grim on auffhören/ vnd mit wüten herrschete vber die Heyden/vnd vcrfolgete on barmhertzigkeyt. Mn ruhet doch alle Welt vnd ist stille/vnd jauchtzet frölich/auch freuwen sich die Tannen vber dir/vnd die Kedern auffdem Libanon(vnd sagen)Weil du ligest/kompt niemand herauffder vns abhauwe.Die Helle drunden erzittert für dir/da du jr zuge¬ gen kämest. UcrWdphct XIIII. Lap. (B5^; ist /dre gen kamest.Sic erwecket dir die Todten/alle" Böcke derWclt/vnd heisset alle Köni- groste Herrn. ge der Heyden vor; iren Stülcn auffsteher; / daß diesclbige alle vmb einander reden/ vnd sagen zu dir.Du bist auch geschlagen/gleich wie wir/vnd gehet dir wie vns. Dem sHarpffen) Dz ist placht ist herunder in die Hell gefahrcn/sampt dem klänge deiner § Harpffen/Mottcn bcyde aewalc vnd werden dcir; bctte seytt/vnp würme deine decke. Verwüstung Wie brstu vom Himmel gcfallen/du schöner Morgenstern ? Wie brstu zur Erden g Babel, gefcllet/der du die Heyden schwächtest? Gedachtest« doch in deinem Hertzö/Ich Wil in den Himmel steigen/ vn meinen Stul vbcr die Sterne Gottes erhöhen. Ich wil mich setzen auffden berg deß Stiffts/an der seyten gegen Mitternacht.Ich wil ober die ho¬ her; wolcken fahren/vnd gleich seyn dem Allerhöhestcn.Ia zur Hellen fehresiu/zur sei- ten der gruben.Wer dich sihct/wirt dich schauwen vnd ansehen/ vn sagcrr: Ist das der Mann/dcr die Weltzittern/vnd die Königreich beben machte/ der den Erdboden zur wüstenmachte/vnd die stätte drinnen zubrach /vnd gab seine Gefangene nicht löst? Zwar alle Könige der Heyden mit einander ligen doch mit ehren/ein jeglicher in seinem Hause. Du aber bist verworffen von deirrö grabe/wie ein Verächter zweig/wie ein Klcyd der erschlagenen/so mit dem scbwert erstochen sind / die hinunter fahren zu fSte.nkauss. tt) den c Steinhauffen der Helle/Wic ein zutrctten Leiche. Du wirst nicht wie dicselbigen Äasist/ iudasstek begraben wcrden/Den du hast dein Land verderbet/vn dein volckerschlagen/ Denn b^oderaussdmMl man Wirt der boßhafftlgcn samen nimmermehr gedcncken. Richtetzu/daß man seine Kinderschlachte/vm/rcrVättcr missethatwillen/daß c: sic nicht auffkommen/nvch das Land erben/ noch den Erdboden voll Stätte machen. Vnd ich wil vbcr sie kommen/spricht der HERR Zebaoch/vnd zu Babel außrotten je gcdächtniß/jre vberigen Neffen vn Nachkomen/spricht der HERR/Vnd wil sie ma¬ chen zum erbe den Igeln/vnd zum Wassersce/vnd wtl sie mit einem Besem deß ver¬ derbens kchrin / spricht der H ERR Zebaoth. Der HERR Zebaoth hat gcschworn vnd gesagt: Was gilts/cs sol gehen wie ich El-.;,- Assur. dencke/vn sol bleiben wie ichs un sinn habe/ Daß Affur zurschlagcn werde In meinem Verwüstung Lande/vnd ich jn zntrctte auff meinen BergemAuffdaß sein Joch von jncn genom- Ussur. men werde/vnd seine Bürde von irem Halse komme. Das ist der anschlag den er hat vbcr alle Lande/vnd das ist die außgercckte Hand vber alle Heyden. Denn der HERR Zebaoth hats beschlossen /wer Wils wehren ? Vnd seine Hand ist außgercckt/ wer wrl sie wenden? Verwüstung derphiltsterland. xv.Lap. Verkündigung der straff vber das Land der Philister. AM M jar da König Mas starb/ war dtß die Last/Freuwc M sich nicht du aantz Phtlistcrland / daß die Richte / die dich fthlug/ zu W brocken ist. Denn auß derwurtzcl der Schlangen wirdt ein Basi-^p^- M ißkekommen/vnd -re fruchtwirdteinfeuwrigerfliegender Drach seyn Denn die Erstlmae der dürfftigen werden sich weyden / vnd die armer; j icher ruhen/Mer deine wurtzcl wil ich mit hunger tödten/vnd deine vberigen wirt er erwürgen. Heule Thor/schrey Statt/gantz Philistcrland ist fcyge.Denn von « Mitternacht kompt ein" rauch/vrrd ist kein einsamer in semen gczelten.Vnd was wcr- groRs HÄ/ vnv der; die Botten der Heyden hin vnd wider sagen ?Nemlich/Zion hat der HERRge- Nd-rümttbauff^ gründet/vnd daselbö werden die elenden seines volcksZuversicht haben. XVI.Lap. Vetkünvigvng der straffvber die Maabtrrr/vnv warumb /ue» viestlb/ge hegegnen werde. JütLM. 48. Ezech. Jephan.z. Ja Mrdcr» -- - ,, ^. . . - , , , , - „ sich/Er spot- melde die fluchtigen nicht. Laß meine verjagten bey du Herbergen/Liebes Moab scy tetjral>o. < - - ... . Aesala. xvi.Lap. s Mist die Last vber Moab. Des; nachts kompt verstö- Mab. M rung vber Ar in Moab / sie ist dahin. Deß nachts kompt Verstörung vber Kirin Moab /ste ist dahin. Sie gehen hinauff genBatthvnd Dtbon zun Altären / daß sie weynen vnd heulen vber Nebo vnd Medba in Moab. Aller Haupt ist bescheren / aller Bare ist abge- schnitten/Auffjren gaffen gehen ste mit säcken vmbgürtet/Auff jren Dächern vnd straffen Heulenste alle/vnd gchenweynend herab. Hesbonvnd Eleate schreycndaß mans zu Iahza höret.Darumb wehklagen die gerüsteten in Moab/dcnn es gehet jrer Seelen vbel. Mein Hertz schreyet zu Moab/Ire Flüchtigen fliehen von der dreyjärigen" Kuw/ « biß gen Ioär/denn ste gehen gen Luith hinan/vnd weynen.Vnd auffdemwegzu Horonaim Zu erhebt sich ern jammergeschrey. Denn die waffer zu Mmrim versiegen/ ? daß das Häuw verdorret/ vn das graß vcrwelcket/ vn wachset kein grün kraut. Den w-/ das gut das ste gcsamlet/ vnd das Volek das sie gerüstet haben / führet man vber den mT"" Weidenbach.Gcschrey gehet vmb in den gräntzen Moab/ sie heulen biß gen Eglaim/ vnd heulen bey dem Born Elim/Denn die waffer zu Dimon sind Vollbluts. Dazu wil rch vber Dimon noch mehr kommen lassen/ beyde vber die erhalten sind in Moab deß ^'Leuwen/vnd vber die vberigcn im Lande. » Lieber schickt jr Landsherrn Lämmer von" Sela auß der wüsten zum Berge der Tochter Aon. Aber wie ein Vogel dahin fleucht/ der auß dem nest getrieben wirdt/so werden seyn die Töchter Moab/wenn sie für Arnon vberziehen. Samlet recht/Hal- tet gericht/mache dir schatten deß mittags wie eine nacht/Verbrrge die verjagtw/vns >wch mch"v»gl5 dujr schirm für dem verstörer/so wirdt der Treybcr ein ende habcn/dicverstererauff- hörcu/vnd Der vndertretter ablaffen inr Lande. i^/obs h-Umwolt. b ^ES wirdt aber ein Stul bereitet werden auß gnaden/ daß einer drauffsitze in der Warhcit/in der Hütten Dauid/ vnd richte vn trachte nach Recht / vnd for¬ dere Gerechtigkeyt. Wir hören aber von dem Hochmut Moab / daß er fast groß ist/daß auch jr hoch- mut/stoltz vnd zorn/ grösser ist denn jre macht. Darumb wirr ein Moabiter ober den andern heulen/allesampt werden sie heulen. Vber die grundtfeste der Statt KirHa- reserh werden die verlähmeten seufftzen.Denn Hesbon ist ein wüst feld wordcn/der Irrem. 4-s. Wemstockzu Sibma ist verderbt/die Herrn vnter deti Heyden haben sein edle Reben zuschlagen/vnd sind kommen biß gen Zaeser / vnd ziehen vmb m der wüsten/ Ire fcser sind zustrenwet / vnd vber das Meer geführt. Darumb weyne ich vmb Iaeser / vnd vmb den Weinstock zu Sibma / vnd ver¬ giesse viel threncn vmb Hesbon vnd Eleale.Denn cs ist ein Gesang in deinen Som- (Gcftng) ^erf-m urer vnd in deine Erndte gefallen/daß freuwde vnd Wonne im Felde auffhöret/vnd ^^lchrcy^s^t in Weiltbergen jauchtzet noch rufft man nicht. Man keltert keinen Wein in den Kel- sanZs. tern/W habe deß Gesangs ein ende gemacht. Darumb brummet mein Hertz vber Moab wie eine Harpffen/vnd mein innwendiges vber Kirhares. Alsdcnn wirdts of¬ fenbar werden/wie Moab "müde ist bey den Altären/vnd wie er zu seiner Kirchen gangen sey zu betten/ vnd doch nichts außgericht hab.Das ists/ das der HERR dazu- sehr bemühe har Z mal wider Moab geredt hat.Nun aber redet der HERR/vnd spricht: Zn dreyen ja- ren/wie eins Taglöhners jar sind / wirdt die Herrligkcyt Moab gering werden in der grossen menge/Daß gar ein wenig vberbleibe / vnd nicht ml. xvn.Lap. Verkknvl'gtttig der straffvber das Rönigrelch Gxrren/vnd dre färneme Statt Dainascc ' - Aer Prophet XVII. Lap. M Ist die last Mr Damascon. SchcDamaseus Wirt gM keine Statt mehr seyn/sondern ein zufalle steinhauffe. Die Stät- Imss a!ff'Äau>ast,'.mvcc te Aroerwerden verlassen seyll/dasHerde dasclböweyden/dienie- l^!e.-Esa,e 7. scheuche. Vnd Wirt auß scyll urit der feste Ephraim/vnd das Königreich zu Damasco/vü das vbcrige zu Syrien/ wirt scyn wie die Herrligkeit der Kinder Israel/spricht der HERR Icbaoth. ^V der zeit wirt die Herrligkeit Jacob dünn scyn / vnd sein fetter Leib wirdt mager Oftyu/Denn sie wirdt seyn/als wenn einer Gctrcyd ey'nsamlcte in der Erndte/ vnd als wenn einer mit scim arm die Eheren cynerndte/vn als wenn einer Ehcren läse im thal Rcphaim/vnd ein Nacherndte drinnen bliebe. Als wenn man einen ölbaum schüttclt/daß zwo oder drey beer blieben oben in dem wipffel/ oder als wenn vier oder fünfffrüchtc an den zweigen hangen/ spricht der HERR/der Gott Israel. IuderzcitwirtsichderMenschhaltenzudem dcr jn gemacht hat/vnd seine augm werden auffden Heyligen in Israel schauwcn.Vnd wirdt sich nicht halten zu den Al¬ tar«/ die seine Hände gemacht habcn/vü nicht schauwcn auff das/ das seine finger ge¬ macht habcn/wedcr auffHayne noch Bilder. (SterckeLas ssnd Zu der zeit/werde die stätte irer" starčke ftytt/wie cm verlassen ast vn zweig / so ver- Infr.,4. d-cftaccedan.mm,r taffen ward für den Kindern Israel/vnd werden wüst scyn. Denn du hast vergessen Gottes deines heyls/vnd nicht gedacht an den felsen deiner stärcke. Darumb wirst du LLLLZc lustige pfiantzen setzen/ Aber du wirst damit den frembden die fcscr gelegt haben. Jur Iwclltt'ss"!' M Zeit deß pfiantzens wirstu sein wol warten / daß dein jame zeitlich wachse/ Aber in der wMq Doccfs va'ste Erndten/wen du die mandkln solt erbe/wirsttt dafür schmertzen eines betrübte haben. Meer sendet/vn in Rohrschiffcn auffden wassern fehret.Gehet hin/ jrschnelle bottö/zum Volck/das zurissen vn geplündert ist/zum volck das greuwlicher ist denn sonstjrgcnd cins/zum volck/ das hievnd da die jrauffErden wohnet/vnd die im Lande sitzen / werdet sehen wie man dasPanir auffden bergen auffwerffcn wirt/vnd hörcn/wie man die Dromnctcn blasen wirdt. DennsosprichtdcrHERRZumrr/ Ich Wil still halten/vnd schauwcn in meinem Sltz/wic eine Hitz die den Regen außtrocket/vnd wie ein Melthauw in der Hitz der Erndtcn.Denn für der Erndte wirt das gewechß abncmmen/ vnd die vnrciffe frucht in der blüt verdorren/Daß man die stengel muß mit Sicheln abschneidcn/vnddie Reben wegthun vnd abhauwcn/ Daß nrans mit einander muß lassen ligen dem ge- vögcl auffden bergen/vnd den Thiercn im Lande/Daß dcß Sommers die Vögel drinnen nrstcn/vnd deß Winters allerlei) Thier rm Lande drinnen ligen. A rgcnd eins/das hie vnd da abgemessen vnd Metten ist/welchcm dieWafferströ- Ucsam. xix. Lap. mesein Land eynnemmcn/geschencke bringen dem HERRN Zebaoth/ an dem ort/ da der Name deß HERRN Zebaoth ist/zum BergZion. xix.Lap. Strüffvber Egypten/ vnd beruffder Heyden zum Reich Christi. M tst die Last vber Egypten. Srhe /der HERR wirbt Egypten. Lrech.,-,auff einer schnellen Wolcken fahren / vnd in Egypten kommen. Da Verwü- KM» werdendieGötzeninEgyptenfürjmbebcn/vnddenEgypternwirt stungEgyptt das Hertz feig werden in jrem Leibe. Vnd ichwil die Egypter an ein-- ander Hetzen/daß ein Bruder wider den andern/ein Freund wider den andern/eine Statt wider die ander/em Reich wider das ander/streiten wirt. Vn vermut sol den Egyptcrn vnter inen vergehen/vn wil jre anschläge zu nicht machen. Da werden sie denn" fragen jre Götzen vnd Pfaffen/vnWarsager vnd Icichcndeu- « ten/Aber ich wi! die Egypter vbergeben in die Hand grausamer Herrn/vnd ein harter König sol vber sie herrschen/ spricht der Herrscher / der HERR Zebaoth. Vnd das Wasser in den Seen wirt vertrocken/ darzu der Strom wirt versiegen vn verschwinden.Vn die wasser werden verlausten/daß die Seen an Tammen wer- den gering vnd trocken werden/ beyde Rohr vnd Schilffverwclcken /vnd das Graß an den wassern verstiebcn/vnd alle saat am wasser wirt verwelcken vnd zu nicht wer, den. Vnd die Fischer werden trauwren/vnd alle die so Angel inns Wasser werffen werden klagen/vnd die so Netz außwerffen auffs wasser/werden betrübt seyn.Es wer, den mit schänden bestehen die da gme Garn wirrten/vnd Netz stricken. Vnd die da Helder haben sampt allen die Theich vmbs lohn machen/ werden bekümmert seyn. v (^^Ie Fürsten zu Zoan sind Thoren/die weiser; Naht Pharao sind im raht zu nar, ZAren worden. Was sagt jr doch von Pharao / Ich bin der weisen Kind/ vnd kom von alten Königen herk Wo sind denn nun deine weisenkLaß sie dirs verkündigen vn anzeigen/ was der HERR Zebaoth vber Egypten beschlossen hat.Aber die Fürsten zu Zoan sind zu Narren worde/ die Fürsten zu Noph sind betrogen/ sie verführen sampt Egypten den'Eckstein der Geschlechte. Dentl der HERRhat einen Schwindelgeist (Eckst/n^ s st vnter sie außgossen/daß sie Egypten verführen in alle jrcm thun wie ein Truncken- dcn Aömg ' bold taumelt wen er speyet. Vn Egypten wirt nichts haben/das Haupt oder schwantz/ Ast oder strumpff/zeuge. Zu der zeit wirt Egypten seyn wie Weiber/ vnd sich förchten vnd erschrecken wen der HERR Zebaoth die Hand vber sie weben wtrt.Vnd Egypten wirt sich förchten für dem Lande Juda / daß / wer desselbigcn gedcncket/ wirdt dafür erschrecken vber dem Raht deß HERRN Zebaoth/den er vber sie beschlossen hat. Verheiü 9^ der zett werden fünffGtätt in Egyptcnland reden nach der Sprach Kanaan/ su..gdzdi-E, 'Svnd schweren bey dem HERRN Zebaoth/ eine wirt heissen °> Irheres. Zur selbigen r> st7werd"Ä'- Zelt wirdt deß HERRN Altar mitten in Egyptcnland seyn/vnd einMalsteindeß Ann7statt/?E kehr« werde. HERRN an den grentzen / welcher Wirt ein Zeichen VN zeugniß seyn dem HERRN Je- tm vil es sey Hcho, baoth in Egyptenland.Den sie werden zum HERRN schreyen für den beleydigern/so wirt er jnen senden einen Heyland vnd Meister der sie errette. Denn der HERR wirt den Egyptern bekannt werden/vnd die Egypter werden den HERRN kennen zu der zeit/vnd werden jm dienen mit Opffer vnd Spetßopffer /vnd werden dem HERRN geloben vnd halten. Vnd der HERR wirdt die Egypter plagen vnd hcylen/Denn sie werden sich bekehren zum HERRN/vnd er wirt sich erbitten lasscn/vnd sie hcylen. Zu der zeit wirt eine Ban seyn von Egypten in Assyrien/daß die Assyrer in Egy- pten/vnd die Egypter in Assyrien/kommen/ vn die Egypter sampt den Assyrern Gott dienen. Zu der zeit wirt Israel selb dritt seyn mit den Egyptern vnd Assyrer/durch den Segen so auffErden seyn wirt / Denn der HERR Zebaoth wirt sie segenen/ vnd A sprechen: WrMphcl xx. Lap. sprechen:Gesegnet bist» Egypten mein Volck/vnd du Assur meiner Hände werck/ vnd du Israel mein Erbe. xx.Lap. Vorbild der strassvber Egxpten vnd Morenland. a (Sack) Grob? rock/ WcrckeltagsMdcr. Tharthan. Sargon. Mjar/da Tharthan gen Asdod kam/alssn gesandt hatte Sargon der König zu Assyrien/vnd streit wider Asdod/vnd gewan sie/Zur selbigen zeit redet der HERR durch Jesaia den Son Amoz/vnd sprach: Gehe hin vnd zeuch ab den" sack von deinen Len- den/vnd zeuch deine schuch auß von deinen Füsscn.Vnd er thet also/ gleng nacket vnd barfuß. Da sprach der HERR:Gleich wie mein Knecht Jesaia nacket vnd barfuß gehet/ Egypten. zum Zeichen vnd Wunder dreyer jar vbcr Egypten vnd Morcnland/Also wirdt der Morenland. König zu Assyrien hin treiben das gefangen Egypten / vnd vertreiben das Moren- land/ bcyde jung vnd alt / nacket vnd barfuß mit blosser schäm/ zu schänden Egypten. Vnd sic werden crschrecken/vn mit schänden bestehen vber dem Morenland/ darauff sie sich vcrliessen/vnd widerumb das Morenland vber den Egyptern/ welcher sie sich rühmcten.Vnd die Eynwohner diftr Insulen werden sagen zur selbigen Zeit: Ist das vnser zuversicht/da wir hinflohen vmb hülffe / daß wir errettet würden von dem Kö¬ nig zu Assyrien/ Wie fein sind wir entrunnenk xxi.Lap. Verkündigung der straffe vber Babxlon / Lum» / vnd Arabien. Babel. M ist die last vbcr die wüsten am Meer. Wie ein L DaögchttMdcr DMMZM Wetter von Mittage kompt/das alles vmbkchret/So kompts auß Verwü- d.c Babpl-n-cr. dcr Wüsten auß einem grausamen Lande/ Denn mir ist ein hart gesicht angezeigt.Ein Verächter kompt wider den andern/einVer- störer wider den andern. Zeuch herauff Elam/belege sie Madai/ ^b.z. «Ich wil alle" seines seufftzcns ein ende machen. Derhalben sind meine Lenden voll Wel^s n auncbttt/ schnlcrtzcns/vnd angst hat mich ergriffen wie ein Gebereritt/Ich krümme mich/wenn ichö höre/vnd erschrecke/wenn ichs ansehe.Mein Hertz zittert/grauwen hat mich er- Volck Gocccs. schrcckt/Ich hab in der lieben nacht kein ruw dafür. Ja richte einen Tisch zu/laß wa¬ chen auffder Wartc/cffet/trincket/machet euch auffir Fürsten / schmiert den Schild. Denn der HERR sagt zu mir also.Gehe hin/stelle einen Wechter / der da schauw vnd ansage.Er sihet aber Reuter reihten vnd fahren auffRoffen/Eseln vnd Kame- len/vnd hat mit grossem fleiß achtung drauff.Vn ein Löuw rieff:HERR/ich stehe auff der Wahrten immerdar deß tages/vnd stelle mich auff meine Hut alle nacht. Vnd sihe/ da kompt einer der fehrt auffeinem Wagen/der antwortet vnd spricht:Babel ist JoV. gefallcn/Sie ist gefallcn/vnd alle Bilde ircr Götter sind zu boden geschlagen/Mein ^abcl is? Kvttcs liebe Tenne/da ich auffdresche. Was ich gehört hab vom HERRN Zebaoth dem Tc.mc/dcnn cr wolt Gott Israel / das verkündige ich euch. schlaacm (^cIß ist die last vber Duma. Man rufft zu mir auß Sein Hüter istdienacht v Duma. DA^schicr hintHüter ist die nacht schier hinkDer Hüter aber sprach:Wcn der Mor- Verwü- c gen schon kompt/so wirdt cs doch nacht'seyn. Wenn ir schon fragt/so werdet jr doch stu-ssum. wider kommen vnd wider ftagen. teMmmvnMck. ^st tst lastvber Arabia/ Irwerdet im Walde in Arabia wohnen auff dem Vcrwü- MMa. gen Dedanim.Bringet den c ürstigcn Wasser entgegen/ die ir wohnet im stu»sAE. Lande Thema/Bietet brot den flüchtigen.Den sie fliehen für dem schwert/ia für dem blossen schwert/für dem gespanten Bogcn/für dem grossen streit.Den also spricht der HERR: e Verwü¬ stung Jerusa¬ lem. IMa. XXII. Lap. 14 HERRzuminNoch in cim jar/wic dcß Taglöhners jav sind/ sol alle herrligkeytKe- dar vntergehen/ vn der vbcrigen Schützen der Helden zu Kedar sol weniger werden/ Denn der HERR der Gott Israel hats geredt. xxn.Lap. Verkändlgnngder straffe/ so vber Irrnsrlem komme«/ vnv wie Sebna vom Schaymerster- SMpr adgeseyr/vno Llrakun da rzu verordncr werden sol. W lst die last vöer das Schauwtal.Was ist den euch Jerusalem. Mdaß jr alle so auffdie Dächer lauffettDu wärest voll gedönes/eirre Schauwtal. Statt voll volcks/eüre frölichc statt.Deme erschlagene sind nit mit ^nMcm hns- O dem schwcrt erschlagen/ vn nicht im streit gestorben/Sondern alle deine Häuptleule sind für dem bogen weggcwichen vnd gefangen/ tm/VW/m Alle die man in dir funden hat/ sind gefangen vnd ferm geflohen. Darumb sage ich: Hebt euch von mir/laßk mich bitterlich weiiren/mühet euch nicht mich zu trösten vber der Verstörung der Tochter meines volcks. Denn es ist ein tag deß getümmels vnd der zutrettung vnd Verwirrung vom HERRN HERRN Jebaoth imSchauwtal/vmb deß vntergrabcns willen der Mauwrcn vnd dcß gcschreyes am berge. Denn«Elam - fchret daher mit köcher/wagen/ Leuten vn reutern/vn Kir gläntzct daher mit schrlden- U Vnd wirt geschehen/daß deine außerwchlctcn Thal werden voll wagen seyn/vn e-aween,. Reuter werde sich lägcrn für die thor. Da Wirt der fürhang Juda aussgedcckt wer- c, den/daß man schäumen wirt/zu der zeit/ den zeuge rm Hause dcß Waldes. Vnd jr wer- dE sVmÄA det der risse an der Statt Dauid viel sehen / vnd werdet das wasser im vntem Teiche samlen müssen. Jr werdet auch die Häuser zu Jerusalem zelen/ Ja jr werdet die Häu- ^r. serabbrechcn/die mauwrenzu beftstigen/vn werdet einen Graben machen zwischen beyden mauwrcn vom wasser deß alten Teicbs.Noch schct jr nicht auffden der solches thut/vnd schauwct nicht auffden / der solches schaffet von ferme her. s Darumbwirtder HERR HERR Jebaoth zu der zeit ruffen lassen/daß man wci- ttevnd klage/vnd sich beschäre/vn sacke anziehe-Wiewo! jetzt/sihc/rsts eitel freude vnd wonne/Ochscn würgen/ Schafschlachten/ Fleisch effcn/Wem trincken(vnd sprecht) Jeffrt'e xs. " Laßt VN6 essen vnd trincken/wir sterben doch morgen. Solches ist für den ohrcn deß Sop^' HERRN Jebaoth offenbar. Was g-ilks / ob euch diese Missechat sol vergeben werden/ WA st "L biß jr sterbet/spricht der HERR HERR Icba orh. ssLLLL spricht der HERR HERR Jebaoth: Gehe hincyn Zum Schatzmeister Seb- Sebna. dem Hofmeister / vnd sprich zu jm: Was hastu hietWen gchörestu ank Daß duorr ein grab hie hauwen läffest / als der seiri grab in der höhe hauwen läßt/vnd als der seine Wohnung in den festen machen läßtSchc/dcr HERRwirt dich wegwerffen/ -Daß er nicht m wie ein starckcr einen wegwirfft/ond dich zuscbarrcn/ vnd wirdt dich vmbtreiben/wie Gra" so>.dcm"2 eineKugelauffweitemLande/Daselbstwirstusterben/daselbstwerdendemeköstli- che wagen bleiben/mit schmach dcß Hauses deurer Herm.Vnd ich wil dich von deinem stände stürtzen/vnd von deinen: Ampt wil ich dich setzen. Vnd zu der zeit wil ich ruffen meinem knecht Eliakim/dem Son Hilkia/vnd wil Eliakim. jm deinen rock anzichen/vnd mit deinem gürtcl gürten/ vn deine gcwalt in seine Hand geben/daß er Vatter sey dere/ die zu Jerusalem wohnen/ vnd dcß Hauses Juda. Vnd Ap-c. M hie d Schlüssel zum Hause Dauid auff seine Schulter legen/daß er auffthue/vnd d niemand zuschliesse/daß er zuschtieffe/vnd niemand auffthue/vnd wil jn zum nagel AEMa« stecken an einen festen ort/vnd sol haben den stul verehren in seines Vatters haust/ daß man an jn hcnge alle herrligkcyt seines Vatters Hauses/ Kind vnd Kindskinder/ alle klein gerehte/beyde Trinckgefasse vnd allerley Saytenspicl.Iu Der zeit spricht der ... HERR Jebaoth/sol der nagel wcggenommen werdcn/dcr am ftsieu ort steckt/ daß er zubreche vnd falle/vnd seine last vmbkomme.Dcnn der HERR sagets. K tz Vonder WnMsphct xxi ii. Cap. XXIII. Cap. Von der straffe vber Txro/Sldon/ vnd andere Stäkt vnd Inftln deß Meers» Tyru». W lst dte last vber Tyro.Hkulktst Schtffauff dem z Mer/ Denn sie ist zustöret/ das kein haust da ist / nochjemand da- nr-m.«-. M.k.m)Dashak hin zeucht/auß dem Land "Khitim werden sie deß gewahr werden. ES-^- sethan der arosse A- Die Eynwohner der Insulen sind still worden / Die Kauffleut zu Verwü- Adon/ die durchs Meer zoge/fülleten dich.Vn was für früchte am ^»»sTyri. Slhor/vndgetreyde am wasser wuchst/bracht man zujrhineyn/ Adon, durch grosse wasser/vn du wärest der Heyden marckt worden. Du magst wol erschre¬ cke Adon/den das Meer/ ja die festest am Meer/ spricht: Ich bin nit mehr schwanger/ ich gebere mt mehr/soziehe ich keine Jünglinge auff/ vn erziehe keine Jungkfrauwen. Gleich wie man erschrack/da man vo Egypto hörete/also wirt man auch erschrecken/ (Meer)Äa-lst ^^un man von Tyro Hörer; wirdt.Fahret hin auffs Meer/Hettlet jr Eynwohner der Tyrus^ Insulen. Ist das euwerfröliche Statt/die si'chjrsaltersrühmetk Ire füsse werden sie ferrne wegführe zu wallen.Wer hette das gemeynet/daß Tyro der' Kronen so gehen soltt so doch jre kaufflcut Fürsten sind/vn jre Krämer die herrlichsten im Landet Der HERR ronI-E- Abaoth hats also gedacht/ auffdaß er schwechte allen Pracht der lustigen Statt/ vnd verächtlich machte alle herrlichen im Lande.Fahr hin durch dein Land/wie ein ström/ " s du Tochter deß Meers / da ist keine gurt mehr. Er recket seine Hand vber das Meer/ vnd erschrecket die Königreiche / Der HERR gebeut vberKanaan/zu vertilgen jre rcyt/ mächtigen/vnd spricht: Du jolt nicht mehr frölich seyn/ du geschendete Jungkfrauw/ du Tochter Adon. c O e Khitlm mach dich auff/vnd zeuch fort/denn dl; mußt da nicht bleiben/ sondern s EnächTm^äuch in der Khaldeer Land/das nicht ein volck war/sondern Assur hat es angericht zu schif- ^ltörcn/ fen/vnd haben feste Thürn darinnen auffgerichtet/vnd Paläst auffgebauwet/Aber erlitt. sie ist gcsctzt/daß sie gcschleyfft werden sol. Heulet jr schiffe auffdem Meer/ den euwre macht ist zustörct. Ar der zeit wirt Tyrus vergessen werde sibentzig jar / so lang ein König leben mag/ Aber nach sibentzig jaren wirt man von Tyro ein Hurnlred singen. Ninr die Harpff/ gehe in der Stattvmö/du vergessene Hur/machs gut auffdem saytcnspiel/ vnd singe getrost/auffdaß dein wider gedacht werde. Den nach sibentzig jaren wirt der H ERR Tyrum heimsuchen/daß sie wider kome zujrem Hurenlohn/vn hurerey treibe mital- f len Königreichen auffErden. Aber jr kauffhändel vn Hurnlohn werden dem HER- EÄr?andA REN heylig scyn/Man wirt sie nicht zu schätz samlcn/noch verbergen/sondern die füv dc»E» AbMcrcy dem HERRN wohnen/werden jr Kauffaut haben/daß sie essen vnd satt werden/vnd wo! bekleidet seyn. xxmi.Lap. Verkündrgnng der straffe vber den ganye» Erdboden. das Landlahr vnd Wüst/vnd ivirfft vmb was drinnen ist/vnd zerstreuwet seine Eynwohner. Vnd gehet dem Priester wie dem Volck / dem Herrn wie dem Knecht/der ^>,5!^ /Hm^D(M.Frauwcn wie dermagd/dem verkäufferwie dem käuffer / dem lether sE^r^^wie dem borger/dem manenden wie dem schuldiger/ denn das Land ° wirt lähr vnd beraubet seyn/denn der HERR hat solche gcredt.Das Land stehet jäm¬ merlich vnd verderbet/ der Erdboden nimpt ab vnd verdirbt/ die höhesten deß volcks im Lande nemmen ab. Das Land ist entheyliget von seinen Eynwohncrn/ Denn sie vbergehen das Gesetz / vnd ändern die Gebott / vnd lassen fahren den ewigen Bund. Darumb Danck- sagung für das ILeich Lhnstt. Esirte 8 S»p. »7. Ucsma. XXllil.Qp. >5 Darumbfriffet der fluch das Land/denn sie verschuldens die drinnen wohnen/ Darumb verdorren die Eynwohner deß Lands/daß wenig Leut vberblciben- Der most verschwtndet/der Weinstock verschmacht/ vn alle die von hertzen frölich waren/ seufftzen.Die freud der paucken feyret/das jauchtzen der sröltchen ist auß/ vn die freud der harpffen hat ein ende.Man singet ntt beym weintrincke/ vn gut getränck ist bitter denen so es trincken.Die lähre Statt ist zubrochen/alle Häuser sind zugeschloffen/daß niemand hineyn gehet. Man klagt Wein auff den gaffen/ daß alle freud weg ist/atte wone deß Laiids dahin ist.Eytel Wüstung ist in der statt blieben/ vn die thor stehen öd. (^^Enn es gehet rm Land vnd im Volek eben als wenn ein ölbaum abgcpflockt ist/ als wenn man nachlicset so die Weincrndte auß ist.Dicselbigen heben ire stime auff/vnd rühmen/vn jauchtzen von» Meer her vber der herrligkcyt deß HERRN.So preiset nun den HERRN in gründen/in den Mulen deß Meers/den Namen deß HERRN/deß Gottes Frael. Wir hören Lobgesang vom ende der Erden/ zu ehren dem gerechten.Vnd ich muß AreHeyden lo, sagen:Wie bin ich aber so magerkWie bin ich aber so magert Weh mir/denn die per- ächter verachten / ja die Verächter verachten. d."»»" »d wmAe Arumb kompt vber euch Eynwohncr deß Landesschrecken/grub vn strick.Dnd ob einer entflöhe für dem gcscbrey deß schreckens/ so wirdt er doch in die gruben fallen/Kompterauß vergruben / so wirdt er doch im strick gefangen werden/Denn die fenster in der höhe sind auffgcthaw vnd die grundtfeste der Erden beben.Es wirdt dem Lande vbel gehen/ vnd nichts gelingen/ vnd wirt zufallen.Das Land wirdt dau, meln wie ein trunckner/vnd weggeführt wie eine Hütt/denn seine misscthat druckt es/ daß es fallen muß / vnd kan nicht stehen bleiben. v Au der zett wirt der HERR hcimsucken die hohe Ritterschafft/so in der höhe sind/ vn die Könige der Erden/so auffErden sind. Daß sie vcrsamlet werden in ein bünd- lin zur gruben/vnd verschlossen werden im Kercker/ vnd nach langer zeit wider heim- gesucht werden. Vnd der Mond wirdt sich schämen/vnd die Sonne mit schänden be- stehen/wenn der HERR Abaoth König seyn wirdt auffdem Berge Aon vnd zu Je¬ rusalem / vnd für seinen Eltesten in der Herrligkcyt. XXV. Lap. Lobgesang veß Propheten ruGorr miranhangendec Weissagung vom vnd außreukung deß Volckes Moab/ vnv alter Fernde Görrilcher Gemeinde. E RR du blft nrcm Gott/ dlch preise tch.M lobe det^ nen Namen / Den du chusi wunder/ deine fürnemen von altem her sind treuw vnd warhafftlg. Denn du machest die Statt zum stein- hauffen/die feste Statt daß sie auffcim Haussen ligt/ der frcmbdcn Pallast/daß nicht mehr ein Statt sey /vnd nimmermehr gebauwet werde.Darum ehret dich ein mächtig Volck/ die Stättgewaltiger Heyden förchtcn snp.4. dich.Den du bist der geringen stärcke/der arme stärck im trübsal/cmc zuflucht für dem ) M- m vngewitter/ein schatte für der httz/wenn die Tyrannen wüten wie ein vngcwitter wi- »dt? vE« w-r. der eine wand. Du demütigest derfrcmbdcn vngcstüm/ wie die Hitz in einem dürren ort/daß die Hitz den Rebe der Tyranen vcrdcrbe/vn die wolcke dennoch schatten gebe. M5Nd der HERR Jebaoth wirdt allen Völckern machen auff discm Bergk ein fett AwÄ-ch) ^"4."' (xAMal/ein Mal von reinem Wcin/von fett/von marck/ von wein/ darinne keine h!e "lK Hefen tst.Vnd er wirdt auffdiesem Berge das" hüllen wcgthun/darmtt alle Völcker Apoc 7. r.'/ verhüllet sind / vnd die Decke/ damit alle Heyden zugedeckt sind. Denn er wirdt den AA" uvT Äusser- Top verschlingen ewiglich/Vnd der HERR HERR wirdt die threnen von allen an- machr mchr/so». gesichten abwüschen/vnd wirt auffhebendie schwach seines Volcks in allen Landen/ bcn)^Vcht'Ä Denn der HERRhaw gesagt. Hcr -Mphct xxvi.Lap. iL Ju der zeit wirt man sagcn:Sihc/das ist vuser Gott/ auffden wir harrcn/vnd er wirt vus heissen. Das ist der HERR / auffden wir harren/das wir vns freuwen vnd srölich scyen in seinem Heyl/Denn die Hand deß HERRN ruwet auffdicsenr Berge. Moab aber wirt vnter im zudroschen werden/wie Stroh zudroschen wirt/vnd wie koht. Vnd er wirdt seine Hände mitten vnter sie außbreitcn/wic sie ein Schwimmer außbrcitetzu schwimmcn/vnd wirt jrct, pracht ntdrigen mit den armen seiner Hände/ vnd die hoheFestungeeuwer mauwrenbeugen/ntdrigen/vndindcnstaubZuboden werffen. XXVI.Qp. Lobgeft»ng;v Gott/wte man auffGoretrauwen sol/ vnd wke er die seine in allem jünittjer tröstet vnd erhelr. V der zett wtrdt man em solch Lied singen tm Lande > ^ndm Danek- sHe^l)Äasifl/fcst Wir haben eine feste Statt/ Mauwren vnd Wehre sind 6 Heyl. " Thut die Thor auff/daß hereyn gehe das gerechte Volck/das den ' TIWWN Glauben bewahret. Du crheltcst stäw friede nach gewisserzusage/dcnn man vcrlässct sich auff dich. - -chaL» Darumb verlasset euchauffdenHERRN ewiglich/denn Gott der HERR istein Felßewigklich. Vnd er beuget die / so in der höhe wohnen/ die hohe Statt nidriget er/ja er stosset sie zu der Erden / daß sie im staub ügt. Daßsiemit Füssen zutretten wirdt/ia mit Füssen der Armen/mit Fersen der ge¬ ringen. Aber der Gerechten weg ist schlecht/den steig der Gerechten machsiu richtig. Denn wir warten auffdich HERR im weg deines Rechten/Deß hertzen lust stehet L; MdeinemNamcn/vnd deinem" gcdächmiß. ^n hertzen beger ich dein deß nachts / dazu mit meinem Geist in mir wache ich rnelinemoriLnr. siuzU dff- Denn wo dein Recht im Lande gehet / so lchrncn die Eynwohner deß Erdbodens Gerechtigkeyt. Aber wenn den Gottlosen gleich gnad angebotten wirdt/so lehrnen sie doch nicht Gerechtigkeyt. Sondern thun nur vbel im richtigen Lande / denn sie sehen deß HERRN Herrüg-- n keyt nicht. HERR deine Hand ist erhöhet/das sehen sie nicht/ Wenn sie es abersehen werden/ so werden sie zu schänden werden im eyffcr ober die Heyden / Dazu wirstu sie mit fcu- wer/damit du deine Feinde verzehrest/verzehren. Aber vns HERR wirst» fried schaffen/Dcnn alles was wir außrichten das hast duvns gegeben. H ERR vnscr Gott/es herrschen wol andere Herren vber vus den du/Aber wir g^ denckcn doch allein dein vnd deines Namens. Die Todten bleiben nicht leben / Die verstorbene stehen nicht auff. Denn du hast sie heimgesucht vnd vertilgt/ vnd zu nicht gemacht all ff gedächtntß. Aber du HERR fchrest fort vnter den Heyden/du fehl est immer fort vnter dm Hcyden/Beweiscst deine Herrligkeyt/ vnd kommest ferrne biß an der Welt ende. HERR wenn trübsal da ist / so suchet man dich/Wenn du sie züchtigest/so ruffen sie ängstig lieh. Gleich wie eine schwangere/wenn sie schier geberen sol/so ist ff angst/schreyet in ffcm schmertzen / So gehets vns auch HERR für deinem Angesicht. Da sind MM. XXVII.Lap. Da sind wir auch schwanger/ Vnd ist vns bange daß wir kaum Athem holen. T Noch können wir dem Lande nicht hclffen / Vnd die Eynwohner auffdem Erdbo¬ den wellen nicht fallen. Aber deine Todten werden leben/ Vnd mit dem Leichnam aufferstchen. Auster- Wacht auffvnd rühmet/die jr ligt vnter der Erden/Dcn dem thauw ist ein thauw Rtt'm. deß grünen Fcldes/aber das Land der Todtcn wtrstu stürtzcn. Gehe hin mein Velck in eine Kammer/ vnd schleuß die thür nach dir Zu/Veröirge dich ein klein angenblick / biß der zorn fürvbcr gehe. Denn sehe / der HERR wirdt außgehen von seinem ort/hemtzusuchen die boßhett der Eynwohner deß Landes vber sic/daßdas Land wüt ostcnbam jr Blut/vnd nicht weiter verhclen die druuren erwürget sind. chüilg dcr qros scnkömgrnch. xxvii.Lap. Von der ffraffLem'athans/vnd der güre^ot-rcs/ Von erlZsunge Israels /vnd bernffunge der Hexden. VderM wrrtdcr HERR hcimsuchrn mit scim har- ten grossen vndstarckcn Schwerdk/ bcydcdcn Leniatan/dcr eine schlechte Schlang / vnd den Lcuiathan/der eine krumme Schlang tst/vnd wirt die Drachen im Meer erwürgen. Zn der zeit wirdt man singen von dem Weinberge deß besten Khrisili- Verns/ Ich der HERR behüte in / vnd feuchte jn balde/daß man seiner bletter nicht «ycRttch. vermisse/Ich wilin tag vnd nacht behüten. Gott zörnet nicht mit mir. Ah daß ich möcht mit den Hecken vnd Dörnen kric- « gcn/so wolt ich vnter sie retssen/vnd sieauffeincn hausten anstecken. Erwirdtmich er- haken bey meiner krafft / vnd wirdt mir friede schaffen/fricden wirdt er mir dennoch fchasten. rne vomrnu«, <§c Tröstüg. Es wirt dennoch dazu kommen/daß Jacob wurtzeln wirdt/ vnd Israel blühen vnd grünen wirt/daß sie den Erdboden mit fl üchten crfüllen.Wirdt er doch nicht gcschla- gen/wie in seine Feind schlahen/vnd wirt nit erwürget / wie in seine Feind erwürgen/ L Sondern mit massen richtest» sie/vn lassest sie loß / wenn du sie betrübet hast mit dei¬ nem rauhen wind/nemlich mit dem Ostwind.Darumb wirdt dadurch die sünde Ja¬ cob auffhörcrr/vnd das ist der nutz davon/daß ferne sünde weggenemmen werden/In dem/daßerallesteinedeß^Attarsmachet wie zustoffcn steine zu Afthcn/ daß keine » Hayne noch Wilder mehr bleiben. «ue ,re Abg»««»!-. (^^Enn die feste Statt muß einsam werden / die schöne Häuser verstossen vud ver- lassen werden/wie ein Wüste/daß Kälber daselbst weyden vndruwen/vnd daselbst Reiser abfrcffen. Ire Iweyge werden für dürre brechen/ daß die Weiber kommen vnd fcuwer damit machen werden. Denn es ist ein vnverständig Volek/ da¬ rum!) wirt sich auchjrnicht erbarmen der sic gemacht hat/vnd der sie geschaffen hat wirt jnen nicht gncdig seyn. Versam- der zeit wirt der HERR' worffen von dem vfer deß wassere biß an den Bach - lungdcr Rir. Egypti/Vnd jr Kinder Israel werdet vcrsamlet werden/ einer nach dem andern. Pofaune Iu der zeit wirt man mit einer grossen Posaunen blasen / So werden kommen die dcßEuägcüs. verlornen im Lande Assur/vnd die verstossene im Lande Egypti/Vnd werden den HERRN anbeten auff dem heyligen Berge zu Jerusalem. xxvm.Lap. Von ver ftraffvber Ephratm/vnd die senige / so das Volck mir Menschensayuagenh «sch«,» vm/von dem Zelse/velchen Gott rn?ron;» einem Grundlstem legen wU. HerWsphct XXVlll.Lap. Eh der prächtigen Kronen/ der tmnckene von Ephra- im/der welcken Blumen jrer lieblichen herrligkeyt/welche stehet oben ober eim fetten thal/ dere die vomWein daumeln. Sihe / ein starcker AungÄ vnd mächtiger vom HERRN/ wie ein Hagelsturm/ wie ein schädlich Wetter/wie einWaffersturm / die mächtiglich eynreiffen/wirdt inne Land gelassen mit g(jvatt/daß die prächtige Krone der trunckenen von Ephraim mit süssen zutrettcn werde. Vnd die welckc Blume jrer lieblichen herr¬ ligkeyt/welche stehet oben ober einem fetten Thal/ wirdt seyn gleich wie das reisse vor dem Sommer/welchs verdirbt wenn mans noch an seinem zweige hangen schet. « , Zu der zeit wirt der HERR Zebaoth seyn eine liebliche Kron vn herrlichcrKrantz denvbrigen seines volcks/vnd ein Geist deß Rechts/ dem/ der zu Gericht sitzt/vnd ein me cslm ins n,7ul stärcke denen / die vom streyt wider kommen zum thor. rA^Azu sind dise auch vom Wein toll worden/vn daumeln von starckem gctränck/ L 2!ncnA.n7s-il7. (^LHDenn beyde/Priestcr vnd Propheten/sind toll vom starckem getränck/sind im Vkrmm die spötter. wein ersoffen/vn daumeln von starckem getränck/sie sind toll im weissagen / vnd" kö- (Müden) D-ß Ge cken die vrthcil herauß/denn alle tisch sind voll spcycns vnd vnflatö/an allen örten. wlssensfrievcachken Wen sol er denn lehren daserkenntnißkWemsolerzu verstehen geben die predigt? Dm armk bc7k7mpr °sond-m Den entwehncten von der milch/denen die von brüsten abgesetzt sind.Denn (sie sa- E- lch^vAboch7n «»ff gen) Gebeut hin/gebem Her/Gebcut hin/ gebeut her. Harre hie/ harre da/Harre hie/ pr-d.se. »v»ck. Hane da.Hie ein wenig/da ein wenig. Wolan/ Er wirt einmal mit sportlichen tippen (Fleuchtn,cht)Lin vtw mit einer andern Zungen reden zu disem Volek/ welchem jetzt diß geprediget Wirt/ wkldurch-m?Im So hat man ruwe/so erquickt man die'müden/so wirdt man still/vnd wollen doch solcher Predigt nicht / Darumb sol inen auch deß HERRN wort eben also werden/ m M Gebeut hitt/gebeut Her/Gebeut hin/gebeuther.Harre hie/harre da/Harre hie/harre nÄbegegT/Ab'-r da. Hie eltt wenig/da ein wenig/daß siehingehen vnd zurück fallen/zubrechen/ver- h"tftche!/vAmret strickt vnd gefangen werden. anch dcr heV pfortt. D höret nun deß HERRN wortir Spötter/die ir herrschet vber diß Volek so zu e (Anftchrag>acht c^IZerusalem ist.Den ir sprecht:Wir haben mit dem Tod einen Bund/ VN mit der Sicher- Hellen einen verstandt gcmacht/wenn eine stut daher gehet/wirt sie vns nicht treffen/ lmO Denn wir habey die lügen vttser zuflucht/vnd heuchelet) vnsern schirm/gcmacht. ^nüve sp-M. Darlrmb spricht der HERR HERR: Sihe / ich lege in Zion einen Grundtstein/ F wlssen ? Derführm einen bewehrten steitt/einen köstliche Eckstein/der wol gegründet ist/Wer glaubt/der Nch.'rr. glcrchwo^llc c t. y nicht.Vnd ich Wil das Recht zur Richtschnur/ vnd die Gerechtigkeyt zum ge-- wicht/macherr/so wirt der Hagel die falsche zuflucht wegtreiben/vnd wasser sollen den Acwr.4. 'vaid'^Wc^dur» wegschwemmen / daß euwer Bund mit dem Tod loß werde / vnd euwer ver- Weissa- ft,n7r w'echhnt n.r-r standt mit der Hellen nicht bestehe: Vn wenn ein flut daher gehet/ Wirt sie euch zutret- UI7 ten/so bald sic daher gehet wirt sie euch wegnemmcn / Konrpt sic deß morgensso ge- Glaub. mackmdHtAZ fchichtö deß morgens / Also auch/ sie komme deß tages oder deß nachts / Denn allein Sasck/'dicp«d-gt hje e anfcchtung lchretauffs wort mercken. Denn dasBettist so eng / daß nichts ivE^rgenH M vbrigs ist/vn die Decke so kurtz/ daß mar; sich drinn schmiegen muß. Den der HERR a.7c? SprV7fie wirt sich auffmachen/wie allffdem Berge Prazim/vn zörnen/ wie im Thal Gibeon/; pN'^. dm^dc^Geftms ö! daß er seinWerck thue Hussein ander weise/vnd daß erseitt arbeit thu auffein ander Pražim, v-rmrufft ivciß- weise.So lasset nun euwer spöttelt / auffdaß euwer bande nicht härter werden/ denn Thal Gi welche doch S sich ich hab ein verderben vnd stelrren gehöret/so vom HERRN HERRN Zebaoth gesche- be°»- LL cL hcn Wirt m aller W-lk. s^s^Emmet zu obren vnd höret meine stim/mercket auff vnd höret meine rede.Pflü- Gerede süß oder M^get/oder brachet/oder arbeitet auch ein Ackermann seinen acker immerdar zur d7ch Nichts Äer saatkZsts nicht alsotWenn ers gleich gemacht hat/ so streuwet er Wicken / vnd wirfft liAuch °« Kümel/vnd säet Weitzen vnd Gersten/ jegklichs wo ers hin haben wil / vnd Spelt an seinen ort/ also züchtiget sie auch jr Gott durch Recht/vnd lehret sie. Denn man dri- i.^r nr. 7- o schet die Wicken nicht mit Egen/so läßt man auch nicht das Wagenrad vber den Kä¬ met gehen/ NcsM. xx IX.Lap. ,7 mel gehen/sondern die Wicken schlegt man auß mit eim stab/ vnd den Kümel mit eim stecken.Man malet es daß Brot werde/ vnd drtschet es nicht gar zu nicht/wenn mans mit wagenraden vnd Pferden außdrescht-Solchs geschicht auch vom HERRN Aeba- oth/denn sein raht ist wunderbarlich/vnd führet es herrlich hmauß. XXIX. Lap. r straffvberIerulalem/darunib daß sie Gottes Geseyverlaffett/vnv Mensches- sayunge angenommen. Eh" Artel Ancl/du Statt deßlagersDauids/Ir Hal- tetiarzeiten vnd feyret Feste/Aber ich wil den Ariel ängsten/daß er ^Lhciss-! traurig vnd jämmerig sey/vnd sol nur ein rechter Ariel scyn. Denn ich l'/m wil dich belägern rings vmbhcr/vnd wil dich ängsten mit Bollwerck/ Z? vnd wil Wälle vmbdich anfführen lassen. Alsdennsoltugcnidriget wcrdcn/vnd auß der Erden reden/vnd auß dem staub mit deiner rede mummeln/ Go» daß deine stimme sey wie eines Iäuberers auß der Erden/vnd deine rede auß dem ' staub wispcle.Vnd die menge die dich zustreuwen / werden so viel scyn /als ein dünner staub/vnd die menge der Tyrannen/wie ein webende spreuw/vn das sol plötzlich bald Römer. geschehen.Den du wirst vom HERRN Zebaoth heimgesucht werden nut Wetter vnd crdbeben/vnd grossem donncr/mit wtndwirbel vnd vngewikter/vn mit flanimcn deß verzehrenden feuwers. prometa ^sBer wie ein Nachtsgesicht im Traum/so sol scyn die menge aller Heyden/so wi- 4^^der Ariel streiten/fiunpt allejrem Heer vnd Bollwerck/vnd dtc in ängsten. Den gleich wie einem hungerigen träumet / daß er effe/wcnn er aber auffwacht/so rst seine Seel noch lähr/Vnd wie einem dürftigen träumet daß er trtncke/ wenn er aber auff- wachet/ist er matt vnd dürstig.Also sollen seyn die menge aller Heyden/ die wider den Berg Zion streiten. e-cit» s? ^E^^arret vnd werdet verftürht/verblendet euch /vnd werdet truncken/ doch nit ir^urano <^r/vom wein/daumelt/doch nicht von ftarckem getrancke.Denn der HERR hat iu --orum. dH schlaffs eyngeschcnckt/ vn euwcr äugen zugcthan/ Euwcr Propheten vn Fürstcnssampt den Sehern/ hat er gcblendet/daß epch allcr(Prophe^ ten)gesicht scyn werden Medie wort eines versiegelten Buchs/welches so mans gebe einem der läsen kan/vnd sprcche:Lreber ließ das.Vnd er spreche:Ich kan nit/dcnn es ist versiegelt. Oder gleich als wenn mans gebe dem der nit läsen kan/Vnd sprcche:Lieber ließ das.Vnd er spreche: )ch kan nicht läsen. Vnd der HERR sprtcht:Darumb daß diß volck zu mir nahet mir seinem munde/ vnd mit seinen tippen mich ehret/aber jr Hertz fcrrne von murst/vnd mich fürchten , nach Menschen gebott/die sie lehren/so wil ich auch mit disem volck wünoerlrchvmb- gchcn/auffe wünderlichst vnd filtzamft/daß die wclßheyt seiner Wessen vnkergche/ cv-rbicnvet)^^ vnd der verstand seiner klugen verblendet werde. Weh die verborgen seyn wollen für dem HERRN/irfürnemmen zu verhelcn/ vnd jr thun im finstern haltcn/vnd sprechender sihet vnskVn wer kennet vns? Wre . scytjrso verkehrte Gleich als wenn deß Töpffers thon gedächte/vnv ein werck spreche o^rrecmor^ von seinem Meiftcr/Er hat mich nicht gemacht. Vn ein gcmächte spreche von firnem 7-7 Töpffer.Er kennet mich nicht. Wolan / es ist noch vmb em klein wenig zu thun/so sol Libanon em Feld werden/vnd das Feld sol ein Wald gerechnet werden. o ^^Ennzurselbigenzeit/werdenpietaubcnhörcndiewortdcßBuchö/vnddieatt- " 0-^,.^ 2 w-§en^- ^^ gen der blinden werden auß dem tunckcl vnd finfterntß sehen. Vrrd die elenden ArZ-m/E Ä kchtt werde», werden wider frcude haben am HERRN/vnd die armen vnter den Menschen wer- ba.w» s-bauwtt. densrölich seyn indem Hcyligen inFrael.Wenn die Tyrannen ein ende haben/vnd (Müh^as -st, mit den spöttern auß seyn wirdt/ vnd vertilget seyn werden alle die so wachen? mühe WZ anzunchttn/ Weissa- guug vo» der lcittc» vcrstö- niirg Jerusa¬ lem. Luc. is. WrWophct xxx. Lap. e (Schwager) Sind die vnnüyen plaude- rer/alsdieschwermer so eitel Gelst/ Seift rühmen. anzurichten/welche die leutMidigen machen durchspredigen/vnd stellen dem nach der sie straffer im thor/weichen durch lügen vom gerechten. Darumb spricht derHERR/ der Abraham erlöset hat/zum Hause Jacob alsoIa- cobsolnicht mehr zu schänden werden / vnd sein Antlitz sol sich nicht mehr schämen, r-u^iu- Denn wenn sie sehen werden jre Kinder/die wcrck meiner Hände/ vnterjnen/werden sie meinen Namen heyligew/vnd werden den Hcyligcn inIacobhcyligen/vndden Gott Israel fürchten.Dcnn die so irrigen Geist haben/werden verstand annemmen/ vnd die * schwetzer werden steh lehren lassen. XXX.Lap. Der Prophet strafft das volckdaß sie bey den Egxptern/als Gottlosen Hexdemhülffsüchen/ vnd an Golk verragen/mrr augehengrer beschreibunge deß erschreckilchen;orns Gottes. Eh den abtrünnigen Kmdern/spricht der HERR/dle on mich rahtschlagen / vnd on meinen Gast schütz suchen/ zu häuffett eine Verma- hinab ziehen in Egypten/vnd fragen meinen Mund mcdt/daß sie sichstärcken mit der macht Pharao/vnd sich be- schirmen vnter dem schatten Egypti/ Denn cs sol euch die stärcke Pha¬ rao zur schänd gerahten/vnd der schütz vnter dem schatten Egypti zum hohn.Ire Jur¬ ten sind wolzu Ioan geweßt / vnd jre Vottschafft gen Hanes komm/ Aber sie Müs¬ en doch alle zu schänden werden vber dem volck/dasjncn nit nütz seyn kan/wederzur -ülffe/noch sonst zu nutz/ sondern nur zur schände vnd spott. Drß ist die last vber die Thier so gegen mittag ziehen/da Löuwenvnd Löuwin sind/ia Otter vnd feuwrige fliegende Drachen/im Lande der trübsalvnd angst. Sie führen ir gut auffdcr Füllen rücke/vnd jre schätz auff der Kamel Höcker /zum volek/ das jnen nicht nütz seyn kan/Denn Egypten ist nichts/vn jr helffcn ist vergeblich. Da- « rumb predige ich davon also: Die" Rahab wirt still dazu sitzen. M^O gehe nun hin/vnd schreibs jnen für auffcme Tafel/vnd Zeichens in em Buch/ cs bleibe für vnd für ewiglich.Denn cs ist ein vngehorsam volek/ vnd verlo- gene Kinder/die nicht hören wollen deß HERRN Gesetz. Sondern sagen zu den Se- hermIr solt nichts sehen/Vnd zu den Schauwern: Ir solt vns rnt schauwen die rechte Lehre.Predigt vns aber sanfft/ schauwct vns teuscherey. Weichet vom Wege / machet euch von der ban/Lasset Den Hcyligen Israel auffhörcn bey vns. Darumb spricht der Heylige Israel also: Weil jr diß wort verwerffet/vn verlas- s set euch aufffrcffel vnd mutwillen/vnd trotzet darauff/so sol euch solche vntugend seyn wie ein rtffz an einer hohen mauwren/wcnn cs beginnet zu rieseln/ die plötzlich vnver- sehens eynfcllct vnd zuschmcttert/ als wenn ein Löpffen zuschmettert würde/daß man zustöffet/vnd sein nicht schonet/also/daß man von seinen stücken nicht eine Scherbe sindet/darinn man ftuwer hole vom Herde/oder wasser schöpffc auß einem brunn. Denn so spricht der HERR HERR/ der Heylige in IsraebWcnn jr still bliebet so Verheiss (Stlile)^as ist/ würde euch geholffen. Durchs stille seyn VN hoffen würdet jrstarck seyn. Aber jrwolt Ädcn/ gedult vnd nicht/vndsprechet:Nein/sondernauffRossen wöllenwirfliehcn(darumbwerdetjr flüchttgscyn)vnd auff Lauffern wollen wir reiten (darumb werden euch cuwerVer¬ folger vbcrcilen) Den cuwer tausend werden fliehen für eines einigen schcltcn/Ia für fünffen werdet jr alle fiiehen/btß daß jrvbcrblcibet wie ein Mastbaum oben auffeim Bergc/vndwieeinPanir oben auffeim Hügel. (^^Arumb harret der HERR/ daß er euch gnedig sey/vnd hat sich auffgemacht/ e G-rtchrs)^itbeß o^Hdaß er sich euwer erbarme/ Den der HERR ist ein Gott deß" Gerichts/ Wol Ettn strL mtt allen die sein harren. Denn das volck Aon wirt zu Jerusalem wohnen/Du wirst nit wein en/Erwirdt dir gncdig seyn wenn du ruffest/Er ivirdt dir antworten/so bald Ange psicgc^ er s hörct.Vn der HERR Wirt euch in trübsal brot/ VN in ängsten wasser/ geben. Den erwirk Aesma. xxx. Lap. ?s ek wirt deinen Lehrer nicht mehr lassen wegflichen/ Sondern deine äugen werden der nen Lehrer sehen/vnd deine ohren werden hören das wort hinder dir sagen / also her: Diß ist der weg/denselbigen gehet/sonst weder zur rechten noch zur lincken. Vndjr werdet entweihen cuwerevberst werte Götzen/vnd die güldene Kleider cuwer Brlder/vnd werdet sie wegwerffen/wie ein vnflat/ vnd zu inen sagcmHmauß. So wirk er deinem Samcn/den du auffden Acker gcsäet hast / regen gcbcn/vnd brot von deß ackere cynkommen/ vnd desselbigen volle gnügc. Vnd dein Vieh wirdt sich zu der zeit wcyden in einer weiten Anwc/ die Ochsen vnd Füllen/ so den Acker bauwen/ werden gemengt Futter effen/welchs gcwürffclt ist mit der Wurffschauffel vn Wan- v ne-Vnd cs werden auffallen grossen Bergen vnd auffallen grossen Hügeln zurkhei- ' lete Wasserströme gehen/zur zeit der grossen Schlacht/wen die' Thürne fallen wer- den.Vnd deß Mons schein wirt seyn wie der Sonnen schein/vnd der Sonnen schein wirt sibenmal Heller seyn denn jetzt/ In der zeit/ wenn der HERR den schaden seines v.w gew2se? ' volcks verbinden/vnd seine Wunden heylen wirt. deß HERRN Name kompt von ferrne/scin Zorn brennet vn ist sehr schwär/ «ang der As- Seine lippen sind voll grims/vnd seine Zunge wie ein verzehrend fenwer/vnd syrer. sein Athcm wie ein Wasserflut/die biß an denhalß reichet/zerstreuwen die Heyden biß sie zu nicht werden/ vnd die Völcker mit eim Zaum jren backen hin vnd her treibe. Da werdet jr singen/wie zu nacht eines heyligen Fcstes/vn euch von hertzen frcuwen/^ als wenn man nut der pftiffcn gehet zum Berg deß HERRN/zum hort Israel. Vnd der HERR wirt seine herrliche stimme schallen laffen/daß man sehe seinen außgereckten arm/mit zornigen dräuwen/vnd mit flammen deß verzehrenden Feu-- wers/mit stralen/mit starckem regen/vnd mit hagel.DcnnAffur wirt erschrecken für der stimme deß HERRN / der in mit der ruhten schlcgt / Denn cs wirt die ruhte gantz durchdringcn/vnd wol treffen / wenn sie der HERR vberin führen wirt/mit paucken vnd Harpffcn/vnd allenthalben wider sie streiten. Den die? grübe ist von gestern her f Das laut zugertcht/ja dieselbige ist auch dem König bereit/tieffvnd wcitgnug/So ist die Woh- vn? nung drinnen/feuwer vnd Holtz die mcnge/Der Athcm deß HERRN wirt sie anzün- Keuwer. Yen / wie ein Schweffelstrom» xxxi.Lap. Gleiches rnnhaltswie »'m neheft vorgehenden Lapr'tel/ mit anhangender vermavunge / daß mansrchwiderumb;vGottkehren/vnd von,m haiff;» gcwartenhabensol. / Eh denen/dle hmab ziehen in Egypten vmb hülff/ vnd sM aE verlassen sich auffRosse/vnd hoffen auffWägcn/daß derselbigen vtl Mcuschli- sittd/vnd auffReuter/darumb daß sie sehr starck sind / VN halten sich ch- E- E nit zum heyligen in Israel/ vnd fragen nichts nach dem HERRN.Er aber ist wesse vnd bringet vnglück herzu/vnd wendet seine wort nicht/ sondernwtrtsichauffmachenwtderdasHaußdcrbösett/vttdwiderdiehülffdcr^V- bclthatcr.Dctnr Egypten ist Mensch vnd nicht Gott/vnd ire Rosse sind fleisch vnd nicht Geist. Vnd der HERR wirdt seine Hand außreckcn/daßderHelfferstrauchle/ vnd dcr/dcm geholffcn wirt/falle/ vnd alle miteinander vmbkommen. Enn so spricht der HERR zu mir: Gleich wie ein Löuw vnd ein junger Löuw brüllet vber seinem raub / wenn der Hirten menge jn anschreyet/ so erschrickt er für jrem gcschrey nicht/vnd istjm auch nicht lcyd für jrer menge/ Also wirt derHERR Jebaoth hcrnider fahren zu streiken auffdcm Berg Aon vnd auffseinem Hügel. Vnd per HERR Abaoth wirdt Jerusalem beschirmen (wie die Vögel thun mit flügeln) schützen/ erretten/ drinnen vmbgehcn vnd außhelffen. L Kehret vmb jr Kinder Israel/ die jr sehr abgewichen seyt. Denn zu der zeit wirdt ein jcgkücher seine silberne vn güldene Götzen verwerffcn/welche euch euwrehänd ge¬ macht b (Felß) D LS ist jr Aöulz/Itsaic;r. c (HerV)Dasist/ der zu Jerusalem hauß helr/vstdaselbsthkiir» O. tzcrWophtt xxxii.Lap. macht hatten zur sünde.Vnd Affur sol fallen/ nicht durch Manns schwert/ vn sol ver- Iefal« .° .O» zehretwerden/nicht durch Menschen schwert/ vnd wirt doch für dem schwert fliehen/ vnd seine junge Mannschafft wirt zinßbar werden. Vn jr Felß wirt für furcht weg- ztchen/vndscme Fürsten werden für dem Panir die flucht geben/spricht der HERR verzu Aon Feuwer/vnd zu Jerusalem einen' Herd/ hat. XXXII.Lüp. Von glücklicher wolfa hrt vnter dem Könige der Gerechtigkext/vod bedräüwung der sichern Statte. Vnd das Recht wirdt in der Wüsten wohnen/vnd Gerechttgkeyt auff dem Ackcr hausen.Vnd der Gerechttgkeyt frucht wirt fried seyn/vn der Gerechtigkeyt nutz w:rt ewige stille vnd sicherheyt seyn/ Daß mein Volek in Häusern dcß fricdes wohnen wirt in sichern wohnungen/vnd in stoltzer ruwe. Aber Hagel wirt sein den Wald hin- ab/vnd die Statt daniden wirt nidrig seyn. Wol euch/die jr säet allenthalben an den Wassern/denn damügetjr die süsse der Ochsen vnd Esel drauffgehcn lassen. Jhe/Es wlrdt ctn König rcgicrcn/ Gerechtigkcpt anz>i- ?. rtchten/pnd Fürsten werden herrschen/das Recht zu handhaben.Daß D tcderman ftyn wirdt als einer der für dem winde bewahret ist / vnd wie einer der für dem Platzregen verborgen ist/wie die Wasscrbächeam W dürren ort/wie der schatten eines grossen Felsen im trocken Lande. Vn der sehenden äugen werden sich nicht blenden lassen/vnd die ohrcn der Zuhörer wer¬ den auffmerckcn/vnd die vusürstchtigen werden klugheyt lehrncn/vnddcrstammel- den Zunge wirt fertig vnd reinlich reden. Es wirt nicht mehr ein Narr Fürst heissen/noch ein geihiger Herr genannt wer- den.Dcnn ein Narr redet von narrheyt/ vnd sein Hertz gehet mtt vnglück vmb/daß er Heucheleyanrichte/oü predige vom HERRN jrrsal/ damit er die hungerigen Seelen außhüngere/vnd den dürstrgen das trincken wehre. Denn dcß geitzigen regieren ist cytel schaden/dcnn er erflndet tücke zu verderben die elenden mit falschen wortm/weü er dcß armen Recht reden sol/ aber die Fürsten werden fürstliche gedankten haben/ vnd drüber halten. TchetauffjrstoltzenFrauwen/höretmeinestimjrTöchter/diejrsosicher ftyt/ g ^Inemmctzu ohren meine red. Esistvmbjarvndtagzuthun/sowerdetjr sichern Verwa¬ ltern/ denn cs wirdt kein Weinerndte/ so wirdt auch kein lesen werden. Erschreckt jr stoltzen Frauwen/zittert jr sichere/es ist vorhanden außzuziche/ blösen vn gürten vmb dte Lenden.Man wirt klagen vmb die äcker/ ja vm die lieblichen acker/ vmb die frucht¬ bar» Wcinstöcke. Denn es werden auffdem Acker meines Volcks dornen vnd Hecken wachsen/dazu vber allen freudcn Häusern in der frölichen Statt. Denn die Palast werdcrr verlassen seyn / vnd die menge in der Statt einsam seyn/daß die Thürn vnd Festunge ewige Hülen werden/vnd dem Wild zur freude/ der; Herden zur Weyde. L^Iß so lange/daß vbcr vns außgegoffen werde der Geist auß der höhe.So wirdt ». <^denn die Wüsten zum Acker werden/vnd der Acker für einen* Wald gerechnet xxxm.Qp. Vs» strsffderjenr'gen so das "volck straffe« vnd plagenaurüffung Göttlicher Gnade vnd barmheryrgkext/vnd rufägung ferner hülffe. Weissagung MMMMEH aber dir du Vcrskörer/mcyncstu du werdest nicht t Urer?^"b °" UAW^D verstöret werdcnkVnd du Verächter/meynestu man werde dich nicht verachten k Wenn du das verstören vollendet hast/so wirst» auch vcr- MMDM- störet werden/Wcnn du deß verachtens ein end gemacht hast/so wwdt man dich wider verachten. HERR Aesata. xxxm.Lap. ,9 i§^ERRseyvtisgnedig/ Dennauffdich harren wir/Seyir Arm frü/darzuvnser Heyl zur zett deß trübsals. Laß fliehen die Völcker für dem grossen getümel/vnd die Heyden zustreuwet werden wenn du dich erhöhest.Da wtrdt maneuch auffraffen als ein Raub/wie man die Häuwschreckcn auffrafft/vn wie die Kcfer zuscheucht wer¬ den wenn man sicvbcrselt. Der HERR ist erhaben / denn er wohnet in der höhe/ Er hat Aon voll Gerichts vnd Gcrechtigkeyt gemacht.Vn d wirt zu deiner zeit glaube scyn/ vnd herrschafft/heil/ weißheit/klugheit/forcht deß HERRN/werden sein Schatz seyn. ire Botten schreyen draussen/vn die Engel deß friedes weynen bitterlich/ sprechen)Dte steige sind wüst/es gehet niemand mehr auffder strassen.Er g, pl-lm. 7. euch mit euwrem mut verzehren. Denn die Völcker werden zu Kalck verbrannt wer- vnd mme-. den/wie man abgehauwen Dörnen mit feuwer ansteckt. M/O höret nun ir die ir ferrne seyt/was ich gethan hab/ vnd die ir nahe scyt/ merckt e>Amettte stercke. Die sünder zu Aon sind erschrocken/zittern ist die Heuchler ankom nlcn (vndsprechen) Wer ist vnter vns der beyeinem verzehrendenFeuwerwohnen möge k Wer ist vnter vns der bey der ewigen glut wohnet xialm. rx. Wer in Gerechttgkeyt wandelt /vnd redet was recht ist. Wer vnrecht Hasset sampt dem geitz/vn seine Hände abzeucht daß er nicht gcschenck nemme. Wer seine ohren zu/ stepfft daß er nicht blutschulden höre/ vnd seine äugen zuhclt/da ß er nicht arges sehe/ Verheiß der wirt in der höhe wohnen/ vnd Felsen werden seine feste vn schütz seyn- Sein Brot su»g. wirt jm gegeben/sein wasser hat er gewiß.Deine äugen werden den König sehen in sei ner schöne. Du wirst das Land erweitert sehen /daß sich dein Hertz sehr verwundern «. CEH. wirt/vn sagen: Wo sind nun die SchrifftgclehrtenrWo sind die Nähte? Wo sind die KantzlerkDarzu wirstu das starčke Volek nit sehen/das volek von tieffer Spre ch/ die man nit vernemmen kan/vnd von vndeutlicher Jungen/ die man ntt verstehen ka^. . L M^KHauw Aon/die Statt vnsere Sttffts/Detne äuge werden Zerusalenr sehen/ sichere wohnunge/eine Hütte die nicht weggeführet wirt/welcher Nägel sot- lennimmermehr außgezogen/vnd ire Seyl keines Missen werden.Denn der HERR Witt mächtig daselbst beyvns seyn/ vnd werden wette Wassergräben seyn/daß darü¬ ber kein Schiff mit Rudern fahren / noch Galeen dahin schiffen werden. Denn der HERR ist vnser Richter/der HERR ist vnser Meister/der HERR ist vnser Köntg/der hilfftvns. Laßt sie ireStrickefpannen/siewerdendochnichthalten/Alsowerdensie auch das Fähnlin nicht auff den Mastbaum außstecken.Denn wirt viel köstlichs Raubs außgetheilet werden/daß auch die Lahmen rauben werden. Vnd kein Eynwohner wirt sagemZch bin schwach/ Denn das Volck so drinnen wohnet wirt Vergebung der fände haben. xxxim.Lap. Von der straffe/so auch vber die Hexden vnd alle Feinde veß Volcks Gottes gehen sok. Ompt Herzu jr Hepden vn höret/ Ir Völcker mercket auff/die Erde höre zu/ vnd was drinnen ist/der Weltkreiß/samptsci- nem Gewächse. Denn derHERRist zornig vber alle Heyden/vnd grimmig vber alle ire Heer/Er wirt sie verbannen/ vnd zum schlach¬ ten verantworten. Vnd ire erschlagene werden hingeworffen wer- D den/ MrMsphcl XXXllll.Lap. den/daßderstanckvonjren Leichnamen auffgehen wirdt/vnd die Berge mit jrcm « Blut fliesscn.Vnd wirt alles* Heer deß Himmels verfaulen/vnd der Himmel wirdt Äc?crhicd7sÄ eyngewickelt werden wie ein Brieff/vnd alle sein Heer Wirt verwelcken wie ein blat GEsrN'd'a^ verwelckekam Weinstock/vnd wie ein dürr blat am Feigenbaum. Den mein schwere ist truncken im Himmel/ vnd srhe/ cs wirdt hernider fahren auff Edom/vnd ober das Volck sich hiette»? verbannet Dolck/zur straffe. Deß HERRN Schwert ist voll bluts/ vnd dick von fettem/ vom blut der Lämmer vnd Böcke/von der meren fette auß den Widern/ Den der HERR Helt ein schlachten zu Bozra/vnd ein grosses würgen im Lande Edom.Da werden die Einhörner sampt sticn herunder müssen / vnd die Farren sampt den gemästeten Ochsen/ Denn jr Land Nach per wirdt truncken werden von Blut/vnd jr Erden dicke werden von fettem. Denn es ist der tag der rache deß HERRN/ vnd das jar der vergeltung/zu rechen Aon. Da wer- 5^ den jre Bäche zu Pech werden/ vnd jre Erde zu Schwcffel/ Ha jr Land wirdt zu bren- nendem Pech werden/ das weder tag noch nacht vcrleschen wirdt/ sondern ewigklich wirdt rauch von jr auffgehen.Vnd wirt für vnd fürwüst scyn/ daß niemand dadurch gehen wirt in ewigkcyt/ sondern Rohrdomeln vnd Igel werdens inne haben/Nacht- culen vnd Raben werden daselbst wohnem Denn er wtrteine Meßschnur drüber ziehen / daß sie wüst werde/ vnd ein Richt- v öley/daß sie öd sey/ Daßjre Herrn heissen mässen/Herrn on Land/ vnd alle jre Für¬ sten ein ende haben.Vnd werden dörnen wachsen in jrcn Palästcn/Nesseln vn disteln in jrcn Schlössern/ vnd wirt eine Bchausunge scyn der Drachen /vnd weyde für die StraussenDa werden vnternander tauffen Marder vnd Gcyr/vnd ein Feldteuffel wirt dem andern begegnen/ Der Kobold wirt auch daseibß Herbergen/ vnd seine ruw A daselbst finden. Der Igel wirt aucb daselbß nisten vnd legen/brütcn vnd außhecken vnter jremschatten/auch werden die Weihen daselbß zusammen kommen. Suchet nun in dem Buch deß HERRN/vnd läsct/ee wirt nicht an einem derselbe gen fehlen/man vermisset auch nicht diesesnoch deß/ denn er ists der durchmeinen Mund gebeut/vnd sein Geist ists/ der es zusammen bringet. Er gibt das Loß vber sie/ vnd seine Hand theilet das Maß auß vntersie/ daß sie drinnen erben ewigklich / vnd drinnen bleiben für vnd für. xxxv.Lap. Trost vnd Verheissung / dre bernffung der Heiden betreffend. Ber die Wüsten vnd cmövc wrrt lustig seyn/vnd das Gefilde wirt frölich stehen/ vnd wirt blühen wie die Lilien. Sie wirt blühen vnd frölich stehen in aller lüft vnd frcude. Denn die Herrlig- samTcrg- keyt deß Libanon ist jr gegeben/dcr schmuck Karmel vn Sarön. Sie sehen die hcrrligkeyt deß HERRN / den schmuck vnscrs Gottes. ie müden Hände/vnd erquicket die strauchlcndcn Knie. Saget den verzagtenhcrtzemGeytgetrost/Fürchtet euch nicht/Schct/cuwcr Gott der kompt zur Rache/Gott der da vergilt/konrpt vnd wirt euch helffcn. Alsdenn werden der Blinden äugen arrffgethan werden/vnd der Tauben ohren werden geöffnet werden. Alsdenn werden die Lahmen lecken wie ein Hirsch/ vnd der Stummen Zunge wirt lobsagen Denn es werden Wasser in der Wüsten hin vnd wi¬ der flressen/vnd Ströme in den Gefilden. Vnd wo es zuvor trocken ist gewesen sollen Teiche stehen/vnd wo es dürr gewesen ist/sollen Brunnqucllen seyn-Dazuvor die Schlangen gelegen haben/ sol Heuw vnd Rohr/ vnd Schilff/stehen. Vnd es wirdt daselbß eine Banseyn/ vnd ein wcg/welchcr der heylige weg heissen Weissa- wirt/daß kein vnreiner drauffgehen wirt/ Vnd dcrselbige wirt für sie seyn / daß man drauffgehe/daß auch die Thoren lucht jrren mügcn. Es wirt da kein Löuw seyn/vnd wirt Starckct MM. XXXVI. Lap. 2° Glaube wirt kein reissend Thier draufftrettcn/ noch dasclbßfundcn werden/Sondern man an Christum, wirt frey sicher daselbß gchen.Die Erlöseten deß HERRN werden widerkomen/ vnd gen Aon kommen Mit jauchtzeri/ewige freud wirdt ober wem Häupte scyn/freude vnd Wonne werden siccrgrciffcn/vnd schmertzvnd seufftzenwirtwegmüssen. xxxvi.Lap. wt'eS X Röstet/ tröstet mein Volek/ spricht ruwer Gott. Redet Das an« nm-s-dst d« der tyal deß ende hat/denn ire Mlsscthat ist vergeben/Denn sie hat bzwifältiqes Gottesd-c, istim Al, rv -,sa.ma vö empfangen von der Hand deß HERRN/vmb alle ire Sünde. b -Rcn-hG-ristr. Es ist eilte Stimm eines Predigers in der Wüsten / Bereytet dem NWiAüI! Matth. HERRN den weg/machtauff dem Gefilde ein ebene Ban vnscrmGott.Alle Thal mar-t 4' sollen erhöhetwerden/vnd alle Berge vnd Hügel sollen genidrigct werden/ Vn was -st/ettclg.iadeft,rstv, Joyam r. vngleich ist/sol eben/ vnd was höckericht ist sol schlecht/werden. Denn die hcrrligkeyt deß HERRN solgeoffenbart werden/Vnd alles Fleisch mit einander wirdt sehen daß deß HERRN Mund redet. Ä7>eletchtlich ver,a. ein dünn fell/vnd breytct sie auß wie eine Hütten da man inne wohnet. Der die Für- »erd-1? sten zu nicht mache»/vttd die Richter auffErden eitel machet/als hette ir Stamm weder pflantzen noch Samen/noch Wurtzel in der Erden/daß sie/wo ein Wind vntersie wehet/verdorren/ vnd sie ein Windwirbel wie Stoppeln wegführet.Wem wollet /r denn mich nachbilden/ dem ich gleich scy spricht der Heylige. /^Ebeteuwre äugen in die Höhe/vndsehet/wer hat solche ding geschaffen/vnd v ^^führetjrHeerbeydcrzalherauß?Der sie alle mit Namen rüffet/Sein vermü- pl«lm..47- gen vnd starčke krafft ist so groß / daß nicht an einem fehlen kan. Warumb sprichstu denn 'Jacob/ vnd du Israel sagest: Mein weg ist dem HERRN verborgen/vnd mein Recht gehet für meinem Gott vber ? Weiffestu nicht? Hastu nit gehört?Dcr HERR der ewige Gott/der die ende der Erden geschaffen hat/wirt nicht müde noch matt/sein verstandt ist vnaußforschlich.Er gibt den müden krafft/vnd cRnab^n)D'e>un bärckc gnug den vnvermügenden.Die Knaben werden müd VN matt/vn die Züng¬ le Mannschafft/so linge fallen.Abcr die auffden HERRN harren kr legen neuwe krafft/ daß sie aufffah- ren mit Flügeln wie Aveler/daß sie lauffen vnd nicht matt werden/ daß sie wandeln vnd nicht müde werden. XU.Lap. Gott zeigt sich att/alö einer so gege n Iöden vnd Hexden wolle fär gerrcht stehen/ste beklagen/ vnvire veranrWorrurrg «nhoren/Iedoch tröstet er das Volck Israel/ vnd alle Endige. Dasrst/Laßk doch HSrcnrvas fle können- a (Gerechten) Das ist/Abraham/ E>en. rr.eq.. die Insulen für mir schweigen/ vnd die Völcker sich stärcken/Laß sic herzu tretten vnd nun reden / Laßt vns mit ein- Er tro- ander rechten. Wer hat den "Gerechten vom Auffgang erwecket? M Wer rieffjm daß er gienge? Wer gab die Heyden vn Könige für jm/ Erlösen, daß er ir mächtig ward/ vnd gab sic seinem Schwert wie ftaub/vnd scmem 'Logen wie zustreuwete stoppeln ? Daß er inen nachiaget/ vnd zog durch mit fnedc/vnd ward deß Weges noch nie müde. Wer thuts vnd machcts/vnd ruffet alle Menschen nach einander von anfang her? Ich bins der HERR/beyde/der ersten vnd der letzten. Erfpotttkder DadasdieIttsulen sahen/forchten sie sich/vnd dieendeder Erden erschrocken. chKcn/Swtt Sie naheten vnd kamen herzu/ Einer halffdem andern / vnd sprach zu seinem nehc- ,?th»n?-«^en/ sienSey getrost.Der Zimmermann nam den Goldschmid zu sich/ vnd machten mit TMmKS dem Hammer das Blech glatt altff dem Amboß/vn sprachen: Das wirt fein stehen/ vcrücrm MÜM. vnd hefftcns mit Nägeln / das cs nickt solt wackeln. aber Israel mein Knecht/Jacob den ich crwchlcthabe/du Samen Abra- n b hams meines Geliebten/Der ich dich" gestcrckct habe von der Welt ende her/ WMg. EA- vnd hab dich berußen von ircn" gewaltigen / vnd sprach zu dir: Du solt nmn Knecht scrhabc. seyn/denn ich crwehlc dich / vnd verwerffe dich nicht. Fürchte dich Nicht/ Ick bin Mit (Gewaltigen) Dz dir/Wcichenichr/denn ich bin dein Gott/Ich stärcke dich/Ich hclffe dir auch/Ich cr- Egyx!t halte dich durch die rechte Hand memcr Gcrechtigkcyt. Srhe/ Sie sollen zu spott vnd zu schänden werden alle die dir gram sind/Sie sollen werden als nichts. W die Leute Nerhch so mit Dir hadernsollen vmbkommen/daß du nach inen fragen möchtest/ vnd wirst sie nicht finden. Die Leute so mit dir zanckcn sollen werden als nichts/vnd die Leute so wider dich streiten sollen ein ende haben. Denn ich bin der HERR dem Gott/der dei¬ ne rechte Hand stärcket/vnd zu dir spricht: Fürchte dich nicht / Ich hclffe dir. Go fürchte dich nicht du Würmltn Jacob/ Ir armer Hauff Israel/ Ich helffe dir/ Reich spricht der HERR/vn dein Erlöser/der Heylige m Israel.Sihe/ich hab dich Zu scharf- fen ncuwcn Dreschwagen gemacht/der'zacken hat/daß du solt Berge zudreschen vnd zumalmen/vn die Hügel wie Spreuw mache.Du solt sie zustreuwen / dz sie der wind wegführe/ UcM. xxi.Lap. 2? Wegführe/vnd der wirbel verwebe.Du aber wirft frölich seyn am HERRN/ vn wirft dich rühmen deß Heyligen in Israel, Die elenden vnd armen suchen wasser/vnd ist nichts da/jre Junge verdorret siw dnrst/Aber ich derHERR wil sie erhören/ Ich der Gott Israel Wil sie nicht verlassen. Sondern ich wil Wasserflüsse auffden Höhen öffencn/vnd Brunnen mitten auffden Felden/Ich wil die Wüsten zu Wasserseen machen/ vnd das dürre Land zu Wasser¬ quellen. Ich wil in der wüsten geben Kedern / Fohrn/Myrten / vnd Kifcrn/Ich wil auff dem Gefilde geben sännen/Buchen/vnd Buchsbaüm mit einander/Auff daß man sehe vnd crkenne/vnd mercke/vn verstehe zugleich / daß deß HERRN Hand habe solche gethan/vnd dcr Heylige in Israel hab solchs geschaffen. . D lasset euwer fache Herkommen/ spricht der HERR/Bringet her warauffjr ^^stehet/spl icht der König in Iacob.Lassct sie herzu tretten/ vnd vns verkündigen was künfftig ist/Verkündiget vns vnd weissaget etwas zuvor / Lasset vns mit vnserm hertzen drauffachten/ vnd mercken / wie cs hernach gehen sol.Oder lasset vns doch hören was zukünfftig ist.Verkündigt vns washcrnach kommen wirdt/so wöllen wir mercken daß jr Götter seyt.Trotz thut gutes oder schadcn/so wöllen wir davon re- den/vnd mit einander schauwen. Sihe / Jr scyt auß nichts / vnd euwer thun ist auch auß nichts/ vnd euch" wehten ist ein gremvcl. v Ich aber erwecke einen von Mitternacht/vnd kompt vom auffgang der Sonnen/ Ucl^E?- Er Witt jncn meinen Namen predigen/ vn Wirt vber' die gewaltiger; gehen/wie vber Leymen/vnd wirt den koht tretten wie ein Töpffer. Wer kan etwas verkündigen von - anfang/so wellen wirs vernemenkDder weissagen zuvortSo wöllen wir sagemDu Saganrm redest recht.Aber da ist kein Verkündiger/ keiner der etwas hören liesse / keiner der von euch ein wort hören möge. Ich bin der erste/ der zu Aon sagt: Sihe/ das rsts/ vnd ge- Ae be Jerusalem Prcdiger.Dort aber schaawe ich / aber da ist niemand/ Vnd sehe vnter sie/aber da ist kein Rahtgeber/ Ich frage sie/ aber da antworten sie nichts. Sihe/ Es ft/plaff-7 ist alles eitel mühe/vnd nichts mit /rem thun/ si e Götzen sind wind vnd eitel. MMh. lr. Von Dem RcichChristi. VesihreibWg der;ttknnffrvvvgc<>jreng>'w»!rsLhnNl.V'-fküttdl'g»ngdLß!obsGsttes/vnS schwererstraffvver die GorcloseIüven, Jhe/das lftmetn Knecht/Ich erhalte jn/vnd mein Außerwehleter/an welchem meine Seel wolgefallcn hat/Icb hab in; meinen Geist gcgebcn/Er wirt das Recht vnter d;e Heyden brm- U gen. Er wirt nicht schreyen noch ruffen / vnd seine stimme wirt inan nit hören auffden gaffen .Das zustoffcn Rehr wirt er Nit zubrechen/ vnd das glimmend Tochtwirt er nicht außleschen/Er wirt das Recht warhaffttgüch haltenlehren. Er wirt nicht mürrisch noch" grcuwlich seyn/ Auffdaß er auffErden das Recht annchte/ Vnd die Insulen werden auffseine Gesetz warten. So spricht Gott der HERR/der die Himmel schaffet vnd außbreytet/derdieEr- den machet vn jr gcwächse/Der den; volck so drauffist/den Athen; gibt/ vn den Geist * * s- e denen die drauffgehen. Ich der HERR habe dir geruffen mit Gerechtigkeyt/ vnd hab vü Äs- dich bcy deiner Hand gefastet/ vnd habe dich behütet. Vnd habe dich zum Bund vnter jaEg vo» yas volck gegcben/zum Liecht der Heyden / Daß du solt öffenen die äugen der Blin- den/ vnd die Gefangen auß dem gefangkniß führen / vnd die da sitzen in; finstcrniß auß dem Kärcker.Ich der HERR/das ist mein Name/vnd wil rneine Ehr keinem am dem geben/nochmeinen rühm den Götzen.Sihe/was kommen so! verkündige ich zu- vor/vnd verkündige neuwes/ ehe denn es auffgehct lasse ichs euch hören. b Inget dem HERRN ein neuwes Lied/Setn rühm ist an der Welk ende.Die im <^AMer firhren vn was drinen ist/ die Insulen vn die drmen woncn. Rufft laut jr AMrophet Xl.II.Lap. wüsten/vnd die Stätte drincn/sampt den Dörffern da Kedar wohnet. Es jauchtzen die in Felsen wohttcn/vnd ruffen von den höhen der Berge. Lasset sie dem HERRN die ehre gebcn/vnd seinen rühm in den Insulen verkündigen. DcrHERR wirdt außziehen wie cin Rise/ Cr wirdt den eiffer auffweckcn wie ein Kriegßmann/Er wirt iauchtzcn vnd dönen/er wirt seinen feinden obligcn.Ich schwei¬ ge wol eine zeitlang/ vnd bin still/vnd enthalte mich/ Nun aber Wil ich wie eine Gebe- rerin schreyen/ Ich wil sie verwüsten vnd alle verschlingen. Ich Wil Berg vnd Hügel verwüsten/vnd all jr Graß vcrdorren/vnd wil die Wafferström zu Insulcn machen/ vnd die Seen außtrocken. Aber die Blinden wil ich auffdem Wege leyte/den sie m't wissen / Ich wil sie führen auffden steigen die sie nicht kennen/Ich wil die finsterniß für inen her zum liecht ma¬ chen/vnd das höckericht zur eben/Solches wil ichjnen thun/vnd sie nicht verlassen. Aber die sich auffGötzen vcrlassen/vn sprechen zum gegossen Bild:Ir seyt vnser Göt- tcr/dic sollen zu rück kehren/vnd zu schänden werden. ^Oeret jr Tauben/vnd schauwet her ir Blindcn/daß jr sehet. Wer ist so blind als E a ^Amein Knecht/vnd wer ist so taub wie mein" Bott/ den ich sende? Wer ist so blind Achcpmstmvnd als der vollkommen/ vnd so blind als der Knecht deß HERDAMan predigt wol vil/ aber sie haltens nicht/Man sagt inen gnug/aber sic wöllcnsnit hören. Noch wil irren and me' blmvcftcn! der HERR wol vmb seiner Gerechtigkeyt willen / daß er das Gesetz herrlich vnd groß Wie im Enangcüo niach.Es ist ein beraubt vnd geplündert Volck/Sie sind allzumal verstrickt in hülen/ vnd versteckt in den Kcrckern/Sie sind zum raub wordcn/vnd ist kein Erretter da/ »ttkehmn?"" geplündett/vnd ist niemand der da sage:Gib sie wider her. Wer ist vmer euch /der solchs zu ohren nemme /der auffmcrcke / vnd höre das her¬ nach kommet k Wer hat Jacob vbergcbenzu plündern / vnd Israel den Räubern? Hats nit der HERR gcthankan dem wir gesündigt habenkVn sie woltenauff seinen wegen nicht wandeln/vnd gehorchten seinem Gesetz nicht. Darumbhat er vbersie außgcschütt den grim seines zorns/vnd eine Kriegßmacht/Vnd hat sie vmbhcr ange- zündet/aber sie merckens nit/ Vn hat sie angcstcckt/abcr sie nemens nicht zu Hertzem xi.in.Lap. propheccx von der rukunffr deß Hexlands/durcb welchen o.uch die Hexden sollen Gottes volck werdcn/«nit ernstlicher an;eigunge/daß der Gort Israel LÜein der recht vn wäre ist/ welch« ver- schinenewoltl)atcn;nerkennen/vndkünffrigerdittgeverhetssungen/;u glauben. nun spricht der HERR/der dich geschaffen Hat Ja, i cob/vnd dich gemacht hatIsraebFürcht dich nicht/ denn ich hab dich habe dich bey deinem Namen geruffen/ Du bist mein. Denn so du durch wasser gehest/wil lch bey dir seyn/daß dich die strö- nicht sollen erseuffen/Vnd so du inns fcuwcr gehest/solt du nicht brennen/ vnd die Flamme sol dich nit anzündcmDcnn ich bin der HERR dein Gott/ « derHeyligeinIsrael/dein Hcyland.Ichhabe Egyptcn/Morenvn^Seba/an deine AtmMmmlmT statt'zur versünung gegeben.Weil du so wehrt bist für meinen äugen geacht/ mußt du auch herrlich seyn / vnd ich habe dich lieb/ Darumb gebe ich Menschen an deine statt/ vnd Bölcker für ° deine Seele. Län?c? ^stören/ So fürcht dich nun nicht/ denn ich bitt bey dir/Ich wil vom morgen deinen Sa- A. , ^chdenÄnig?» mell bringen/vnd wil dich vom abend samlen.Vn wil sagen gegen mittcrnacht:Gtb d ssÄR hcr/vnd gegen Mittage: Were nicht. Bringe meine Sön von fcrrne her/vnd meine A«' Töchter von der Welt ende. Alle die mit meinem Namen genennct sind/ nemlich/die ich geschaffen hab zu meiner Herrligkcyt/vnd sie zubercytct vnd gemacht. I^Aß herfür trettcn das blinde volck/welches doch amzen hat/vnd die Tauben/ Hmch- OF/die doch ohren haben. Laßt alle Heyden zusamen kommen zu hauff/vnd sich die völcker versamlen/Welcher ist vnter jnen/der soichs verkündigen mügc/vn vns hören lasse Aesaia. XUii.Qp. 24 lasse vorhin/was geschehen solkLaßt sicsre Zeugen darstcllcn vnd beweiftn/so wirbt maus hören/vnd sagen: Es ist die warheit. b R aber seyt meine Jeugen/sprtcht der HERR/ vn mein Knecht/den ich erwehlet I^^be/auffdaßirwtffetvndmirgläubet/vndverstchckdasichöbin. Vormirist Biauvt, Gott gemacht/so wirdtauch nach mir keiner seyn. Ich/Ich bm der HERR/vnd ist äusser mir kein Heyland. Ich Habs verkündiget vnd hab auch gcholffen/vnd Habs euch sagen lassen/vn ist kein frcmbder(Gott)vnter euch. Ir seyt meine Zeugen/ spricht der HERR/so bin ich Gott. Auch bin ich ehe denn nie kein tag war/vn ist niemand der auß meiner Hand erretten kan.Ich wircke/wer Wits abwendertt Tröstet spricht der HERR euwer Erlöser/ der Heyltge in Israel: Vmb euwert willen c^Ahab ich gen Babel gcschickt/vnd hab die" Rigelalle hcrullder gestossen/ vnd die e »kx-d. 14. klagende Khaldeer in die Schiffgesagt.Ich bitt der HERR euwer Heyllgc/ der ich Ist Zd^alb rael geschaffen habe/ euwer König. So spricht der HERR/ der im 'Meer weg/ vnd in starcken wassern Ban macht/der herauß bringt Wagen vnd Rossz/Heer vn Macht/ daß sie auffeim Haussen da ligen/vn nicht auffstehen/ daß sie perleschen wie ein Tocht verlcscht. Gedencket nicht an das alte/ vnd achtet nit auffdas vorige / Denn sihe/ ich wik ein neuwesmachen/Ietztsolesauffwachsen/daß sr erfahren werdet daß ich weg in der Wüsten mache/vnd Wasserström in der Einöde. Daß mich das Thier auffdem Feld preise/die Drachen vnd Strauffen/ Denn ich wil wasstr in der Wüsten/ vnd Strö¬ me in der Einöde gcben/zu trencken mein Volck/meine außerwehleten. c (A^Iß Volck habe ich mir zugericht/es sol meinen rühm erzehlcn. Nicht/daß du Das ist alles so C^HMich hettest geruffen Iacob/oder daß du vmb mich gearbeitet hettest Israel, ftr ÄÄGo". Mir zwar hast du nicht bracht Schaf deines Brandopffers/noch mich geehretmit deinen Opffern/Mich hat deines diensts nicht gelüst im Speißopffer/Hab auch nicht M- h»- tust an deiner arbeit im Wcirauch. Mir hast» nicht vmb gelt Kalmes gckaufft/ Mich s?mhc er.'Äas »st! D- hastu mit dem fetten deiner Opffernicht gefüllet. Iamirhastu arbeit gemacht in dei- nen fänden / vnd hast mir mühe gemacht in deinen miffethaten. Ich/Ich tilge deine vbertrettung vmb meinen willen /vnd gedenckc deiner sünde nicht. Erinnere mich/ laß vns mit einander rechten/ Sage an / wie du gerecht wilt seynk Deine Vorältern haben gcsündiget/ vn deine Lehrer haben wider mich mißhand - t/ Darumbhab ich dieFürsten dcßHeyligthumbs entheyliget/vnd habe Jacob zum Bann gemacht/vnd Israelzum höhn- xi^illi.Lap. Verwe»7d«g der Jüdischen vndünch'harkeyt/gegen die wolchareii Gotte«/darunib sie billich verstossen/vnd die Hexven sollen angenommen werden/mir erinnerungs der Nichtigkeit alter falschen Görrer/Göyen/vnd deren so sie machen. O höre nun mein Knecht Jacob / vnd Israel den tch er-- Trost v» wchlethabc/So spricht der HERA/ der dich gemacht vnd zubcreytet hat/vnd der dir bcystehet von Mutterleib an: Fürchte dich nicht mein Knecht Jacob/vnd du Frommer den ich erwehlet habe. Denn ich wil Wasser giessen auff die dürftigen/vnd Ströme auffdie dürren. Ich wil meinen Geist auff deinen Samen giessen/vnd meinen Segen auffdeine Nach¬ kommen/ Daß sie wachsen sollen wie Graß/ wie die Weiden an den Wafferbächen, «Diser wirt sagen: Ich bin deß HERRN/ vndsener wirt genennetwerden mit dem (DiieLeEwz Namen Jacob. Vnd diser wirt sich mit seiner Hand dem HERRN zuschreiben/vnd Wirt mit dem Namen Israel gencnnet werden. ' GrMftyn" 7uch v« E O spricht der HERR/ der König Israel/ vnd sein Erlöser/ der HERR Zebaoth: bin der erst/ vndich bin der letzt/vnd äusser mir ist kein Gott. Vnd werist mirgletch/derdarüffevnd verkündige / vnd mirs zurichte/der ich von der Welcher die Völcker NcrUwphct xum.Cap. die Völckcr setzckLaffct sie /mn die Zeichen/vnd was kommen sol verkündigen .Fürcht euch nicht/vnd erschrecket nicht/Hab tchs nicht dazumal dich hören lassen vnd verküm digettDenn jr seyt meine Zeugen/ Ist auch ein Gottausser mitt Es ist kein Hort/ Ich weiß ja keinem (§F^Ie Götzenmacher sind allzumal eitel/vnd ir köstliches ist kein nütz /Sic sind jre s (Z^zeugen/vnd sehen nichts/mercken auch nichts/darum müssen siezu schänden Abgötter werdcmWcr sind sie die einen Gott machen/ vnd Götzen giessen der kein nütz istkSi- Zj». 4° 4;. he/alle jre genossen werden zu schänden / denn es sind Meister auß Menschen. Wenn sie gleich alle zusamen treten/müssen sie dennoch sich fürchten vn zu schänden werden, »ar.-. Es schmidet einer das Eysen in der Zangen/ arbeitet in der glut/ vnd bereytets mit Hämmern/vnd arbeitet dran mit gantzcr krafft seines arms/lerdet auch hunger biss er nimmerkan/trincketauchnicht Wasser biß er matt wirt. Der ander zimmert Holtz/ vnd missets mit der schnur/vnd Zeichners mit rötelstein/ Thorhett vnd bchauwet es/vnd circkelts ab/vnd machets wie ein Mannsbild/wie einen sch ö- nen Menschen/der im Haust wohne. Er gehet frisch dran vnter den Bäumen im Walde/daß er Kedern abhauwe/ vnd nemme Büchen vnd Eychen/ia einen Kedern dergepflantzet/vndder vom Regen erwachsen ist/vnd der den Leuten feuwerwerck gtbt/davon man nimpt/daß man sich dabey wärme/vnd den mananzündetvn Brok dabey beckt. Daselbst machet er einen Gott von / vnd bettete an/Er machet einen Götzen drauß/vnd kniet dafür ntder. Die hclfft verbrennet cr im feuwer/vnd vber der andern helfft jsset er Fleisch / Er brät einen brahten vnd settiget sich / wärmet sich auch/vnd sprichtHo ia/Ich bin warm worden/ ich sehe meinen lust am Feuwer/ aber dasvbrigemacheterzumGott/ daß fein Götze scy/ dafür er kniet vvdniderfelt/vttd bettet/vnd spricht:Errette mich/ denn du bist mein Gott. Sie wissen nichts vnd verstehen nichts/ denn sie sind verblendet/daß ire äugen ntt sehen/vnd jre hertzen nicht mercken könnemVnd gehen nicht in jr Hertz/ kein vernunfft noch Witz ist da. Daß sie doch dächten: Ich habe die helfft mit feuwer verbrannt/vnd hab auffden kohlen Brot gebacken / vnd Fleisch gebraßten vnd gessen/ Vnd solte das vbrige zum greuwel machen/vnd solte knien für cimKlotzkEs gibt aschen / vn teuschet das Hertz das sich zu im neiget/vnd kan seine Seel nicht erretten.Noch dencket er nit/ Ist das auch tricgerey / das meine rechte Hand treibet? (AF^Aran gedencke Jacob vnd Israel / Den du bist mein Knecht/ Ich habe dichzm ? (ALDbereyt/daßdumeinKnechtseyest/Israel vergißmein nit. Ich vertilge deine Mtffcthat wie eine wolcken /vnd deine sünde wie den nebel/ Kere dichzu mir/denn ich b erlöse dich.IauchtzetjrHimmel/denn der HERR hat ^gechan/ruffe du Erde herum vndnichc der/jrBerg frolocket mitjauchtzen/ der Wald vnd alle Bäume drinnen/Denn der HERR hat Jacob erlöset / vnd ist in Israel herrlich. yenMd. spricht der HERR/dein Erlöser/der dichvon Mutterleib hat zuberett: Ich der HERR der alles thut/ Der den Himel außbreytet alleine/vn die Erden wm machet on gchülffen.Dcr die Zeichen der Warsager zu nicht/ vnd die Weissager toll macht/Der die Weisen zu rückkehret/vnd jr kunstzur thorheytmachet.Bestätlgt - aber daswortseines Knechts/vn den' Rahtseiner Botten vollführct.Der zuIerm salem sprichtSey bewohnet/vnd zu den Stätten Juda: Seyt gebauwet/vnd ich ire L-Utk mhte/psak, Verwüstung auffrichte.Der ich spreche zu der tiesse:verseige/Vnd zu den strömen/ver- Kores. trockent.Der ich spreche zu Kores: Der ist mein Hirt / vnd sol alle meinen willen vol- lendi/daß man sage zuIerusalcm:Sey gebauwct/M zum Tempel/Sey gegründet. X^V.Lüp. Dass der Gott Israel v«, recht vnd wäre Gott lst/indem er auch zükäuffttg« dtngegewiff vorhin sagr.Durch Cxrvm wirk nach Geistlichem verstand der HERR Christus verstanden. So spricht nach roo. sa¬ rm erfüllet. Jerein. :o. Roms- O spricht der HERR zu sclnem Gesalbetrn/ dem rcs/den ich bey seiner rechten Hand ergreiffe / daß ich die Heyden für imvnterwcrffe/vnd dm Königen daß Schwert abgürie/auffdaß für im die thüren geöffnet werden/vnd die Thor nicht verschlossen bleibemIch Wil für dir hcrgchm / vnd die Höcker eben machen/ Ich wil die eherne Thüren zuschlagen/vnd die eiserne Rigclzubrechcn. Vnd wil dir geben die heimliche Schätze/vnd die verborgene Kleinst/Auffdaß du erkennest/daß ich der HERR/der Gott Dach dich bey deinem Namen genenet habe/ . vmb Jacob meines Knechts willen / vnd vmb Israel mcineo außerwehleten willen. r?dEküm7, 2a/ich rieffdtch bey deinem Namen/vnd nennet dich/ da du mich noch nicht kanntest, ttzs Babü'lo' Ich bin der HERR/vn sonst keiner mehr/kem Gott ist/ on Ich.Ich habe dich gerüstet/ mscheBcl-ng yg tzu mtch noch nicht kanntest/auffdäß man erfahre/bcydc/von der Sonnen auff- da du mich noch nicht kanntest/aussdaß man erfahre/ bcyde/ von der Sonnen auff- gang vnd der Sonen Nwergang/daß äusser mir nichts scy. Ich bin der HERR/vnd keiner mehr/der ich das Liecht mache/vn schaffe die finsterniß / der ich friede gebe/vnd schaffe daß vbel.Ich bin der HERR / der solches alles thut. Trauffelt jr Himmel von oben/vnd die Wolcken regnen die Gerechtigkcyt/die Er- Vom Könige de thue sich auff/ vnd bringe Heyl /vnd Gcrcchtigkeyt wachse mit Zu/Ich der HERR K schaffe es. ftndemvolckIsrael. O^ä EH dem/der mit seinem Schöpffer hadert /ncmlrch/ der Scherben mit dem Thons. Spricht auch der Thon zu seinem Törffcr: Was mach- stu k Du beweisest deine Hände nicht an deinem Wercke. Weh dem/ der Zum Vatter sagt:Warumb hastu mich gezeugett Vnd Zum Weibe: Warumb gebierestuk , v Q spricht der HERR der Heylige in Israel/ vnd" rr Mister/Fordcrt von mir « c^Adie Jeichen/wciset meine Kinder/ vn das Werckmeiner Hände zu mir. Ich ha- be die Erden gemacht/vnd den Menschen drauffgeschaffen. Ich bins/ deß Hände den Himmel außgcbreitet haben/ vnd hab alle seinem Hecrgebotten. Ich habe jn erweckt stervn^dcstchös in gercchtigkeyt/vnd all seine Wege wil ich eben machen. Er sol meine Statt bauwen/ vnd meine Gefangene loß lassen/ nicht vmb Gelt noch geschäncke/spricht der HERR ^ebaotb. (Sttmll.) ^aßst« L- — , Nicht für vttg-dult air So spricht der HERR-.Der Egypter handel/vnd dcrMoren gewerb/vnd dre lan- Gött-ram-.fftn/ gen Lelkte zu Scba/werden sich dir ergeben/vnd dem eygen scyn/ Sie werden dir fol- 2Nü>v'n!l!r-! gen/irr fesseln werden sie gehen/vnd werden für dirniderfallen/vnd dir fiehen/Dcnn Zanm^sthZ^ bey dir ist Gott/vnd ist sonst kein Gott nicht mehr. AU M^Vrwar/du bist ein verborgen Gott/du Gott Israel der Heyland.Abcr die Gö- hab scho-r erwEd-x bstzcmiiacher müssen allesampt mit schänden vnd hohn bestehen / vnd mit cinan- der schamrot hingehen.Isracl aber wirt erlöset durch den HERRN/ durch eine ewige Erlösung/vnd wirt nicht zu schänden noch zu spottjmmervnd ewigklich. Denn so spricht der HERR/der den Himmel geschaffen hat/ der Gott/ der die Er¬ den zubereitet hat/vnd hatsie gemacht vnd zugericht/ Vnd sie nicht gemacht hat daß sie lär solseyn/sondern sie zubercytet hat daß man drauffwohnen solle/Ich bin der HERR/vnd ist keiner mehr. Ich habe nicht ins "verborgen geredt im finstern ort der (nrlUgeEis Erden.Ich habe nicht zum Samen Jacob vergeblich gesagt: Suchet mich. Denn ich c-^os bin der HERR/der von Gerechtigkeyt redet/vnd verkündiget das da recht ist. eshörmmügm^'' Aß wich vcrsamlen/vnd kommen mit einander herzu die Helden der Heyden/ c^die nichts wiffen/vn tragen sich mit den klotzen irer Götzen / vn flehen dem Gott der nicht helffcn kan. Verkündiget vnd machet euch herzu/rahtschlaget mit einander. Werhatdiß lassen sagen von alters her/vnd dazumal verkündiget k Habichs nicht gethan/der HERRt Vnd ist sonst kein Gott on ich/ ein gerechter Gott vnd Heyland/ vndkeineriston Ich. ^F^Endct euch zu mir/ so werdet jr selig/allcr Welt ende/ Denn ich bin Gott/vnd AK)keiner mehr.Ich schwere bey mir selbs/vn ein wort der gerechtigkeyt/gehtt auß E meinem HerWophtt Xl.vi.Lap. meinem MU.ld/da sol es bey bleiben/nemlich/Mir sollen sich alle Knie beugcn/vn alle Rom^ Jungen schweren/vndsagemIm HERRN habichGerechtigkeytvnd starcke.Solche werden auch zu im kommen. Aber alle die im widerstehen/müssen zu schänden wer- den.Denn im HERRN werden gerecht aller samen Israel/ vnd sich sein rühmen. Er Bel ist gcbeuget/der Nebo ist gefallen /ire Götzen sind den Thieren vn Vieh (^zzu theil worden / daß sie sich müde tragen an euwer last. Ja sie fallen vnd beu¬ gen sich allesampt/vnd können die last nicht wegbringen/sondern ire Seelen müssen ins gefengkniß gehen. xl.vi.Lap. Verachtung vnd Zerstörung der Btlver / vnd wr'e groß der gewalt desstvaren Gottes. «Mgen » 'MMb-^^vom Hauß Israel/dic ir von mirim Leibe getragen werdet/vnd Trösiug nur in der Mttterligt. Ja ich wll euch tragen biß ins alter/vnd biß ir grauw werdet/Ich wil es thun/ ich wil heben vnd tragen / vnd er- retten. Ach wem bildet/vnd wem vergleicht ir mich denn? Gegen wem messetir mich/ sap.4° 4;. H^dem ich gleich seyn sollekSie schütten das Golt auß dem belltet/ vnd wegen dar Awch das Silber mit der Wagen/vnd lohnen dem Goldschmid/daß er einen Gott darauß mache/für dem sie knien vnd anbeten- Sie heben in auffder achseln/vnd tragen in/ vnd setzen in an seine statte. Da stehet er/vnd kommet von seinem ort nicht. Schreyet einer zu im/so antwortet er mcht/vnd hilfft im nicht auß seiner not. An solchs gedenckt doch/ vnd seyt fest/ ir vbmretter gehetin euwer Hertz. Gedenckt deß vorigen von alters hcr/denn ich bin Gott/vnd keiner mehr/ein Gott/ deßgleichcn nirgerld ist. Der ich verkündige zuvor was hernach kommen sol/vnd vorhin ehe denn es geschicht/vnd sage: Mein anschlag bcstehet/vnd ich thue alles was mir gcfället.Ich « ruffc einem" Vogel vom auffgang /vnd einem Mann der meinen anschlag thu/ auß n.g Corcs/dcrschnell ferrnem Lande.Was ich sag e das lasse ich kommen/ was ich dencke/das thue ich auch, kommet als flöhe cr. * Xl.vil.Lap. Vttköudlguug der strasti vi»o verderbens/soden stolyen Babxlomern begegnen/ vnd davon sie jre Götter vnd Göyen nicht sollen erretten- a ^^^Oeret mrr zu/jr von «stoltzem hertzm/die jr ferne sept von der Gerechtigkeyt.Ich hab meine Gerechtigkeyt nahe bracht/sie Babel, ist nicht ferrne/vnd mein Heyl seumet sich nit. Denn ich wil zu Aon das Heyl geben /vnd in Israel meine herrligkeyt. iDEerunder Zungkfrauw/ du Tochter Babel/setze dich in den Derstö- D)staub/setze dich auff die Erde. Denn die Tochter der Khaldeer hat keinen Stul mchr/Man wirt dich nicht mehr nenncn/du zarte vnd lüstlin. Nun die Müle vnd male mäl/flicht deine Iöpffe auß/entblössc den fuß/ entdecke den sehen- ckel/wate durchs wasser/daß deine schäm auffgcdeckt/ vnd deine schänd gesehen wer- de.Ich wilmich rechen/vnd solmrrs kein Mensch abbitten. (Solche thlMvnser Erlö- ser/welcher heisset der HERR Jebaoth / der Heylige in Israel. e Setze dich in das stille/ gehe ins finsterniß/ du Tochter der Khaldcer / denn du dc?!od/vMnöMch! solt nicht mehr heissen/Frauw vbcr Königreich. Denn daichvbermein Volckzor- use. nig war/vnd entweihet mein Erbe/vbergab ich sie in deine Hand/ Aber du beweisetest inen keine barmhertzigkeyt/auch vber die Alten machtest du dein Joch all zuschwer/ vild dachtest/Ich bin eine Königin cwigklich-Du hast solches bischer noch nichtzu Hertze» Uchta. XI^VII. Lap. 26 hertzengefasset/nochdran gedacht/wie es mit jnm hernach werden sott. v E 6 höre nun diß/ die du in Wollust lebest / vnd so sicher sitzest/ vnd sprichst in dek tzertzen.Ich bins vnd keine mehr / Ich werde keine Wittwen werden/noch vnfmchtbar seyn. Aber es werden dirsolchrs alle beyde kommen plötzlich auff einen tag/daßduWittwe vnd vnfmchtbar seyest/ja vollkömmlich werden sievber ^ich kommen/ vmb der menge willen deiner Iäuberer/vnd vmb deiner Beschwerer Sünde willen/dereingrofferhauffbeydirist/Denn du hast dich auffdeine boßheitverlast d-r stn/dadudachtest/Mansitzetmichnit. Deine wetßheitvnd kunsthat dichgestürtzt/ vnd sprichst in deinem Hertzem Ich bins/ vnd sonst keine. Darumb wtrdt vber dich ein vnglück kornmcn/daß du nicht weiffest wenn es daher brtcht/vnd wirt ein vnfalk auff dich fallen den du nicht sünen kanst / den es wirt plötzlich ein getümmel vber dich konn men/deß du dich nicht versitzest. O tritt nun auffmit deinen Beschwerern / vn mit der menge deiner Zauberer/ Z^vnterwelchen du dichvon deiner lügend auff bemühet hast. Obvu dir möch- test rahten/ob du mochtest dich stärcken / denn du bist' müde für der menge den MsoDasiff/s- neranschläge.Laßhertretten vnd dir Helffen die Mister deß Himmels lauff/vnd die Sterngucker die nach dem Monden rechen was vber dich kommen werde. Sihe/sie söd-chkemertE, sind wie stoppeln die das feuwer verbrennet/ sie können sr leben nicht erretten für der flammen/Den es wirt nicht eine glut seyn/ dabey man sich wärme/ oder ein feuwr da man vmb sitzen müge.Also sind sie/vnter weichen du dich bemühet hast/ deine Hand- thierer/von deiner lügend auff/ ein legklicher wirt seines ganges hie vnd daher gehen/ vnd hast keinen heisser. wirke 4». getestert werde. Denn ich Wil mein Ehre keinem andern lassen, s xi.viii.Lap. sdemJävr'schett Volck werde» v»trer»w vnd sdtrkirmgkeft von dem wären Gottverwrfe»/ vnd abermals die herrliche werck Gorrcs/i» welchen er ;n erkennen/ ftzrgehaltev. L Ocret das jr vom Hause Jacob/ die ft Helsset mlt Ncu men Israel/vnd auß dem waffer Juda geflossen sind. Die lr schwe¬ rer bey dem Namen deß HERRN/ vnd gedencket deß Gottes in Is- rael/aber nicht in der warheit noch gerechtigkeyt. Denn sie nennen sich auß derheyligen Statt/vnd trotzenauffdenGott Israel/der da heisset der HERR Zebaoth. Ich Habs zuvor verkündigt diß zukünfftige / auß meinem mund ists kommen/vnd ich hab es lassen sagen. Ich thue es auch plötzlich/ daß es kommet. Denn ich weiß daß du hart bist/vn dein nack ist ein Eisern ader/ vü dein stim ist Ehrne/ Ich hab dirs ver¬ kündiget zuvor/vn habe dir es lassen sagen ehe denn es kommen ist. Auff daß du nicht sagen mügestMein Götze thuts/vnd mein Bild vnd Götz hats befohlen.Solches al¬ les hörestu vnd sihests/vnd hasts doch nicht verkündiget-Denn ich hab dir zuvor neu- wes sagen laffen/vnd verborgens das du nicht wußtest-Nun aber ists geschaffen/ vnd nicht dazumal/vnd hast nicht einen tag zuvor davon gehöret / Auffdaß du nit sagen mögest: Sihe/das wußt ich wol.Den du Höretest es nicht/ vnd wußtest es auch nicht/ vnd dein ohr war dazumal nicht geöffnet. Ich aber wußt wol daß du verachten wür- dest/vnd von Mutterleib an ein vbertretter genennet bist. Troff im Darumb bin ich vm meines Namens willen gedüldtg/ vmb meines ruhms willen l^cn kvil ich mich dir zu gut enthalte/daß du nicht außgerottet werdest. Sihe/ Ich wil dich läutern / aber nicht wie Silber/ Sondern ich wil dich außerwehlet machen im Ofen Merck hie / daß deß elendes. Vmb meinen willen/ ia vmb meinen willen wil ichs thun/Daß ich nicht Z^Qere mir zu Iacob/vn du Israel mein beruffener/Ich btns/ ich bin der erste/ da- Azuauch der letzte. Mim Hand hat den Erboden gegründet/vnd meinerechte E ij Hand AerMsphet xi^vill. Lap. Hand hat den Himmelvmbspannet / Was ich ruffe/ das stehet alles da. Samlet euch alle vnd höret.Wer ist vnter disen/der solchs verkündig^ kan k Der HERR Liebet jn/ darumb wirdt er seinen willen an Babel / vnd seinen arm an den Khaldeern/bewei- sen.Ich/ja ich/hab es gesagt. Ich hab jm gernffen/ich wil irr auch kommen lassen / vnd sein weg sol-m gelingen. Trett herzu mir/vnd höret diß/Ich habe nicht in verborgen zuvor gcredt: Von der zeit an da es geredt wirdt bin ich da / vnd nun sendet mich der HERR HERR/vnd sein Geist, So spricht der HERR dein Erlöser/der heylige in Israel: Ich bin der HERR dein Gott/der dich lehret was nützlich ist/vnd leyte dich auff dern Wege d. i t r gehest.O daß duauffmeine Gebott mercktest/so würde dem friede seyn wre ein scrstrom/vnd deine Gerechtigkeytwie Merswellen. Vnd dein saine würde seyn me sand/vn das gewächse deines Leibs wie deffelbigen Kieß / deß nam e nicht würde auß- gerottet noch vertilget für mir. - ^Ehet auß von Babel/fliehet von den Ahaldeern mit frölichcm schall/ Verkün- diget vnd lasset solches hören/ bringets auß biß an der Welt ende / sprecht: Der HERR hat seinen Knecht Jacob erlöset. Sie hatten keinen durstdaersieleyeetinver Wüsten/Er ließ jn wasser auß Felsen fliessen/Er reiß den Felßdaß wasser herauß ran/Aber die Gottloscn(spricht der HERR) haben keinen friede. xnx.Lap. AttzeMMgde»- ZNkunfftvnddeß2cmptsLhnstl7vnterverpersondeßprophLt«tt/Vttdver-- kündigung, vaß nrchr üliem dte sondern nuch die Hexde»/ veß-Hexss sollen rlMchaffrrg werden. Oeret mir zu jr Insulm/ vnd jr Völcker tu der serrne . mercket auff. Der HERR hat mir geruffen von Mutterleib an/ Weisst Er hat meines Namens gedacht da ich noch in Muttcrleibe war/ a vnd hat meinen mund gemacht wie ein scharpff Schwert / mit dem Ehn- (Rernen)D-rftin schatten seiner Hand hat er mich bedeckt. Er hat mich zun^reinen Pfeil gemacht/vnd mich in seinen Köcher gesteckt. Vn spricht zu mir: Du bist mein Knecht Israel/ durch welchen ich wil gepreiset werden. Ich aber dacht/ ich arbeitet vergeblich/vnd brechte meine krafft vmb sonst vnd vnnützlich zu/ Wicwol meine sache deß HERRN/vnd mein Ampt meines Gottes/ist. Vnd nun spricht derHERR/ der mich von Mutterleib an zu seinem Knecht bereit Khristus tct hat/daß ich sol Jacob zu im bekehren/auffdaß Israel nit weggerafft werde. Dar- umb bin ich für dem HERRN herrlich /vnd mein Gott ist meine stärcke.Dud spricht: H-v?. Es ist ein geringes/daß du mein Knecht bist/ die stämme Jacob auffzurichten/ vn das verwarlosetinIsraelwider zu bringen/Sondern ich hab dich auchzum Liecht der Heyden gemacht/daß du seyest mein Heyl/btß an der Welt ende. spricht der H ERR der Erlöser Israel/sein Heyliger/zu der verachte Seelen/ s c>Azu dem volck deß man greuwel hat / zu dem Knecht der vnter den Tyrannen ist: Könige sollen sehen vnd auffstehen/vnd Fürsten sollen anbeten vmb deß HERRN willcn/der trcuw ist/vmb deß Heyligcn in Israels willen / der dich crwehlct hat. Go spricht derHERR: Ich habe dich erhöretzurgnädigen zeit/vnd habe dir am r LoMh-. tage deß Heyls geholffen.Vnd hab dich behüt/vnd zum Bund vnter das volck gcstcl- let/daß du das Land auffrichtest/ vnd die verstöretcn Erbe eynnemmcst/ zu sagen den gefangenemGehet herauß/vnd zu denen im sinsterniß: Kommet herfür / daß sie am Wege sich weydcn/ vn auffallen Hügeln ire weyde haben. Sie werden weder hungern noch dürsten/sie wirt keine Hitz noch Sonne siechen/dcnn jr erbarmer wirt sie führen/ k vnd wirdt sie an die Wasserquellcn leyten. Ich wil alle meine Berge zum Wege ma- 8-nim z sin.;, chen/vnd meine pfat sollen gebehnet seyn. Sihe/ diese werden von ferrne komen/vnd 2«"^'°°" sche/ftn« von Mkkcniqcht/vnd dis« vomMm/pn /«nc vom And« Sinim- Zauch, tzetjc MM. xux.Lap. 27 tzetjrHimmel/freuwe dich Erde/lobetjrBergemitjauchtzen/ Denn derHERR hat seinvolckgetröstet/vnd erbarmet sich seiner elenden. ^ZIonaberspricht:DerHERRhat michverlassen/dcrHERRhatmeinvergessen. Tröstun- 'IKanauch ein Wetbjres Kindlins vergessen/daß sie sich nicht erbarme vber den b«ssm!'gen.^ (Don jres Leibs?Vnd ob sie deffclbigcn vergesse/ So Wil ich doch dein nicht vergessen. Sche/in die Hände hab ich dich gezeychnet / deine Mauwren sind immerdar für mir/ deineBauwmeister werden cylen/aber deine zubrecher vnd versiörer werden sich da¬ von machen. deine äugen auff vmbher/ vnd sihe/alle diese kommen versamlet zu dir. So der Chttsten- war ich lebe/spricht der HERR: Du solt mit dtsen allen wie mit emem schmuck ange thau wcrden/vnd wirst sie vmb dich legen wie eine Braut.Dcnn dein wüstes/vcrstö- rctes vnd zubrochens Land/ wirdtdiralsdennzu enge werden drinnen Zu wohnen/ wenn Deine Verderber ferme von dir komen.Daß die Kinder deiner" Unfruchtbarkeit - werden weiter sagen für deinen ohren: Der raum ist mir zu enge/ rucke hin/daß ich bcy dir wohnen möge.Du aber wü st sagen in deinem hertzemWcr hat mir dlsc gezeu- get ? Ich bin vnfruchtbar / einzelen/ vertrieben vnd verstossen/ Wer hat mir dise crzo- gen? Sihe/ ich war einsam gelassen/ wo waren denn diese? '° Beruf- So spricht der HERR HERR: Sihe / ich wil meine Hand zu den Heyden auffhe- fmigder Hey, hen/vttd zu den Völckern mein Panir auffwerffen/So werden sie deine Sötte in den armen herzu bringen/ vnd deine Töchter auffden achseln hertragcn.Vnd die Könige sollen deine Pfleger/ vnd jre Fürsten deine Säugammen seyn.Sre werden für dir ni- derfallen zur Erden auffs Angesicht/vn deiner süsse staub lccken.Da wirst» erfahren Mm. haß ich her HERR bin / an welchem nicht zu schänden werden so auffmich harren. L M) 2ln man auch einem Rtsen den raub nemmcn? Odcr kan man dem Gerechten v Unfeine gefangenloß machen?Denn so spricht der HERR: Nun sollen die gefange- TuVEEs nen dem Risen genommen werden/vn der raub deß starcken loß werden/ Vnd ich wil ma/h? vE mit deinen Haderern hadern/vnd deinen Kindern helffen.Vnd ich wil deine Schin- derspetsenmit jrem eigen fletsch/vnd sollen mit jrem eigen blut wie mrt süssem Wein vnsgewmnen." truncken werden-Vnd alles fleisch sol erfahren/daß ich bin der HERR dein Hcyland/ (Schmder)fl»d die vnd dein Erlöser/ der mächtige in Jacob. VN Gesetz treiben. 1^. Lap. Gott zeigt an durch den prspheken/saß die ILvenschaffc durch,re selbst eigene schutd verstosten/drewetl sresn verlassen. L derScheidbrtcffeuwer Mutter/damit ich sic gc lasscu habe e Oder wer ist mein Wucherer/ dem ich euch verkaufft habe? Sihe jr seyt vmb euwer sünde willen oerkaufft/vnd euwerMutter tstvmb euwers vbertrettens willen gelassen. Warumb kam ich/ vnd war niemand dakIch rieff/vn nie- Jesaie ks. mand antwortetkIst meine Hand nun so kurtz worden daß sie nicht erlösen kan/Oder .^od.,4. ist b ey mir keine krafft zu erretten k Sihe/ mit einem schelten mache ich das Meer tro- cken/vnd mache die Wasscrströme als eine wüsten/daß jre sische für Wassers mangel Lrod-.-. stecken ynd durst sterben. Ich kleide den Himmel Mit dunckel/vnd mache seine decke als einen Sack. (§^Er HERR HERR hat mir ein gelehrte Zunge gegeben/ daß ich wisse mit den a O^müden zu rechter zeit zu reden. Er erwecket mich alle morgen/ er weckt mir das v^lr8?^/ watch.--. ohr/daß ich höre wie ein Junger. DerHERRHERR hat mir dasohrgeöffnet/vnd ich bin nicht vngehorsam/vnd gehe nicht zu rück. Ich hielt meinen rücken dar denen Srnst mcr t mciste- die mich schlugen/vnd meine Wangen denen die mich mufften/mein Angesicht vcr-"" »»d» schul», barg ich nicht für schwach vnd speychel. Denn der HERRHERR httfftmir/darumb > E ist werde HerMophet l. werde ich nicht zu schänden. Darumbhab ich mein Angesicht dargebotten als einen Weisst Kisclstetn/dcnn ich weiß daß ich nicht zu schänden werde. Er ist nahe/der mich recht spricht/wcrwilmitmirhaderntLaßtvnszusammentretten/wer ist der recht zumir hattder komme her zu mir. Sthe/ der HERR HERR hilfft mir/ Wer ist/ der mich wil verpammcn?Sthc/sie werden allzumal wie ein Klcyd veralten/ Motten werden sie fressen. ^E^.Er ist vnter euch/dcr den HERRN fürchtet/ der seines Knechts stim gehorche/ richtet. A^^der i!N finstern wandelt/vnd scheinet jm Uicht/Der hoffe anff den Namen deß HERRN/vnd verlasse sich auff seinen Gott. Sthe//r alle/die/r ein feuweranzün- det/mit stammen gcrüst / wandelt hin in; Liecht cuwers Feuwers / vnd im flammen die jr angczündct habt.Solchs widcrfthrt euch von meiner hand/tm schmertzen mußt jrligen. l, I. Qp. Daß Gott das Ikdrsct) volck nicht verlaffen/rn maßen mir allen wolthaten/ss er i nen »edekzeit er;clgt/;ü beweisen. Darumb sollen sie vnel schocken sexn/ vnv i rem Gott/der allein der gewal¬ tigst vnd starckesi/anhangen/Denn also könne >nen niemand fthaden. AM s sStalyen)DicL ... _ _ 6'^vuddc.i^ Drachen verwundet hat k Bistu nicht der das Meer der grossen tieffen wasser auß- mg Pharao. I - wlatth r» wenn sie euch verzagt machen. Den die Motten werden sie fressen wie ein Kleid/vnd Wärme werden sie fressen wie wällen thuch / Aber meine Gerechtigkeit bleibt ewig- lich/vnd mein Heyl für vnd für. O^.Olauff/ wolauff/zeuch macht an/du arm deß HERRN/Wolauff/wie vor zet- g (M^tcnvon alters her. Bistu nicht der/ so die^stoltzen außgehauwen/vnd den > trocket?Dcr den grundt deß Meers zuni Wege machet/daß die erlöseten dadurch gien Er»d. gen tAlso werden die Erlöseten deß HERRN wider kehren/vnd gen Aon kommen mit ruhm/vnd ewige frcude wtrdtauff /rem Haupt feyn/Wonne vnd freude werden sie crgreiffcn/aber trauwren vnd seufftzcnwirdt von inen fliehen. ^ch/ich bin euwcr tröster/Wer bistll denn/ daß du dich für Menschen fürchtcst/die Matth.--, doch sterbcn?Vnd für Menschen ktnder/die als Helrw verzehret werden? Vnd vergis¬ sest deß HERRN / der dich gemacht hat / der den Himmel außbrcttct/vnd die Erden (wäterichen)pha gründet?Du aber fürchtest dich täglich den gantze kag für dem grim deß c Wüteriche/ rao/Exod.rr. wenn er fürnimpt zu verderben? Wo bleibt der grimm deß wüterichen?Da er mußte (S,e)Lie Rinder eilen vnd vmbher lausten daß er loß gebe / VN sie nicht stürben vnter dem verderben/ auch a ! mm^ma?n^am sin tigkeyt wirt nicht verzagen. gemanemkcwlmmtt Höret mir zu/die/r die Gerechtigkeit kennet/du Volck//» welches hertzenmeitt Gesetz fft.Fürchtet euch lricht/ wenueuchdie Leute schmähen/vnd entsetzt euch nicht Ocret mir zu/dte jr dcr Grrechktgkept nachjagt/ die/r L den HERRN silchet. Schauwet den Felß an/davon/rgehauwcn Er trö- AK" seyt/vnd deß Brunncligrufft/darauß/r gegraben seyt. Schauwet Abraham an euweru Vatter/vnd Sara/ von welcher /r geboren »- vo—seyt. Denn ichricffim da ernoch einzelenwar/vndsegenct/ttvnd mehret)». DcnndcrHERRtröstctAon/er tröstet alle jrewüstcn/vnd machet /re wüstenwieLustgärten/vnd/regcfilde/wic einen Garten deß HERRN/Daß man Wonne vnd freude drinnen findet/danckvnd lobgesang. Merck auffmich/ mein Volck/ höret mich/ meine Leute/ Denn von mir wirdt ein Gesetz außgchen/vnd mein Recht Ml ich zum liecht der Völckcr gar bald stellen.Den meine Gerechtigkeit ist nahe/mein Heyl zeucht auß/ vnd meine arm werden die Völ¬ ckcr richtcn.Die Znsulen harren auffmich/ vn warten auffmeinen arm. Hebt euwer ps-am. .°- äugen auffgcn Himmel / vnd schauwet vntcn auffdie Erden/ denn dcr Himmel wirt wie ein rauch vergehen/vnd die Erde wie ein Kleid veralten/ vnd die drauffwohnen/ werden dahin sterben wie" das/Abcr mein Heyl bleibt cwigklich/ vnd meine Gerech- Aesaia. ULap. auch keinen mangel an Brot hatte.Den ich bin der HERR dein Gott/ der das Mer bewegt/daß seine wellen wüte/sein name heisset HERR Zebaoth. Ich lege mein wort in deinen Mund/vnd bedecke dich vnter dem schatten meiner hände/auffdaß ich den Himmel pflantze/vnd die Erden gründe/vnd zu Zion spreche:Du bist mein Volck. O^HAche auff/wache auff/stehe auffIerusalem/die du von der Hand deß HERRN Berheis- Kelch seines grimmes getruncken hast/die Hefen deß Daumelkelchs hastu Am. -5. außgctruncken / vnd die tropffen geleckt. Es war niemand auß allen Kindern die sie geboren hat/der sie leytet/ Niemand auß allen Kindern die sie erzogen hat/der sie bei¬ der Hand nemme.Dise zwey sind dir begegnet/ Wer trug lcyde mit dir k Da war ver- störung/schaden/hunger vnd schwert/ Wer solt dich trösten k Deine Kinder waren vcrschmacht/sie lagt auffallen gaffen wie ein verstrickter Waldochse / voll deß zorns vom HERRN/vnd deß scheltens von deinem Gott. Darumb höre diß/du elende vnd trunckene on Wein. So spricht dein Herrscher/ der HERR vnd dein Gott/der sein Volck rechet: Sihe/ ich nemme den Daumclkelch von deiner Hand/sampt den Hefen deß Kelchs meines grimmes/Du solt in nicht mehr trinckcn/Sondern ich Wil in deinen Schindern in die Hand geben/die zu deiner Seele spräche: Bücke dich/daß wir vberhin gehen/ vn lege deinen rücken zur Erden/ vnd wie ein gaffe /daß man vberhin lauffe, ULap. Juden vnd Heyden sollen achtvng haben auff die verheissene Tnkunffc Lhn'stl/vnd , semes Reichs. 25 psalM-rS» r.LIonnt. nd ÜKV" die zunge hcrauß reckens Scytjr nicht die Kinder der vbertrettmig/ H-»*"- vnd ein falscher Samet Dicstindcrbrunst zu dm Götzen lauffet vntcr alle grüne Bäum/vnd schlachtet dietinder an dm Bächen vnter den Fclßklip. vcn.Dcin wesen ist an den glattmBachstcinmMselbtzö sind dein theil/densclbige» schüttest» «i<-attrttm, /dc.st vn ist niemand vnter den Völckern mit mir.Ich habe sie gekeltert in meinem zorn/vnd zutretten in meinem grim.Daher ist jr" vermögen auffmeine klei- dem gesprützt/vnd ich habe alle mein Gewandt besudelt. Denn ich hab einen tag der racke mir fürgcnommcn/ Das /ar/ die meinen zu crlösen/ist kommen. Mspmm« vn Denn ich sähe mich vmb / vnd da war kein Helffer / vnd ich war im schrecken / vnd niemand enthielt mich / Sondern mein Arm mußte mir Helffen7 vnd mein Zorn ent- hielt mich. Darumb hab ich die Völcker zutretten in meinem Zorn / vnd hab ste Mm- cken gemacht in meinem grim/vnd jr vermögen zu boden gestossen. rLkm/v'.w haben. ^xm.Lap. Vermanung;um Volss/ven künfftigen Hexlanvanzynemmen/mit vermeldvnge strne« grosse» gewalrs. Uesaia. i^xii.Lap. Z2 l^Xll.Lap. Beschreibung der rttknnffc vnd grossen gewalrs Lhrlsti.Verkändignng veß lobs Gottes/vn» schwerer straffvber die Gottlose Juden. ?lon willen so wtl ich nicht schweigen / vnd vmb 8 Jerusalem willen/so Wil ich nicht inne halten/Biß daß jre Gerech- W tigkeyt auffgche wie ein glantz/vn jr Heyl entbrenne wie ein Fackel. !. Daß die Heyden sehen deine Gerechtigkeyt/vnd alle Könige deine A Herrligkeyt. Vnd du sott mit einem ncuwen Namen genennet wer¬ den/welchen deß HERRN Mund nennen wirt. Vnd du wirst seyn ein schöne Kron in der Hand deß HERRN/vnd ein Königlicher Hut in der Hand deines Gottes. Man sol dlch mcht mehr die verlassene / noch dein Land eine Wüstung hetffen/son- Tröstüg dem du solttmein lust an jr) vnd dein Land (lieber" Bule)heiffcn. Denn der HERR « vnd verhcis- hat lust an dlr/vnd dein Land hat einen lieben Bulen. Den wie ein lieber Bule einen Braut/dtt nicht on s»ns. Bulen lieb hat/ so werden dich deine Kinder lieb haben/ Vnd wie sich ein Breutgam AwcinMbÄwchr! frcuwet vber der Braut/so wirt sich dein Gott vber dir freuwcn. fty/ wie «»Bule. O Jerusalem/ ich wil Wachter auffdeine mauwren bestellen/ die den gantzen tag vnd die gantze nacht nimmer still schweigen sollen/vn die deß HERRN gedencken sol¬ len. Auffdaß bey euch kein schweigen scy / vnd jr von jm nicht schweiget/ Biß daß Je¬ rusalem gefertigt vnd gesetzt werde zum Lob auffErden. ö Der HERR hat geschworen bey seiner Rechten / vnd bey dem Arm seiner macht/ Ich Wil dein Getreyde nicht mehr deinen Feinden zu essen geben/noch deinen Most/ daran du gearbeytct hast / die frembden trincken lassen/ Sondern die/ so es cynsam- len/sollens auch effen/vnd den HERRN rühmen/vn diejn eynbringen/sollen jn trin- ckcn in dcn Vorhöfen meines Hcyligthumbs. Ehet hin/gehet hin/durch die Thor/bereytet dem Volck den weg/machet bahn/ ^^machetbahn/rcumet die steine auff/wcrffet einPanir auffvber die Völcker. «ach.-. Sihe / der HERR läffet sich hören biß an der Welt ende. Saget der Tochter Aon/ NA.'' Sihe/ dein Heyl kommet / Srhe/ sein' lohn ist bey jm / vnd sein Vergeltung ist für jm. nicht Man wirdt sie nennen das heylige Volck /die erlöseten deß HERRN/ vnd dich wirdt machi- de» fromme., man heissen/die besuchte vnd vnverlassene Statt. Mr Prophet l.Xllii.Lap. i^xiiii.Lap. Lobgesang vnv vancksagungfär dre außgedruckten grossen herrlichen vnd wunderbarli- chen wolcharen Gorres / mir verlangen nach dem wkünfftigen Hexland/ vnd »»Hangender bitt für das Volck. Kh wü der güte deß HERRN gedencken / vn deß loös . deß HERRN/in allem das vns der HERR gethanhat/Vnddeß grossen gutes an dem Hauß Israel/das er inen gechan hat durch sei- ne barmhertzigkeyt vnd grosse güte. er sprach: Sie sind ia mein volck/ Kinder die nicht falsch sind/darumbwarerirHeyland. Wer sie ängstet/der ängstet in auch/ Vnd der Engel/ so für im ist/halffinen. Exos.,^ Er erlöset sie /Darumb/ daß er sie licbete vnd ir schönere. Ernam sie auff/vnd trug sie allzeit von alters her. Aber sie erbitterten vnd entrüsteten seinenhcyligen Geist/ Darumbwarder/r Feind/vnd streit wider sie. Vnd er gedachte wider an die vorige zeit/An den Mose/so vntcr seinem volck war. ist den nun/der sie auß dem Mer führete/sampt dem Hirten seiner Herde? 3 Wo ist/der seinen heyligen Geist vnter sie gab? Der Mosen bey der rechten Hand führete durch seinen herrlichen Arm? Der die wasser trcnncte für inen her/ Auffdaß er im einen ewige Namen machet. Der sie führet durch die ticffe/wiedie Rosszinder Wüsten/die nicht straucheln/ Wie dasVieh/so inns Feld hinab gehet/welchs derAthem deß HERRN treibet. Also hastu auch dein volck gcführet/auffdaß du dir einen herrliche name machtest. Exov. -4. schauw nun vom Himmel/vnd sihe herab von deiner heyligenherrlichen c^ZWohnung. "Wo ist nun dein eyffcr/deine macht? Deine grosse hertzliche barmhertzigkeyt Helt G^et. sich hart gegen mir. > Exov ^ Bistu doch vnser Vatter/Denn Abraham weiß von vns nicht/Md Israel ken¬ net vno nicht. Dir aber/HERR/bist vnser Vatter vnd vnser Erlöser/ Von alters her ist das dein rmtth. Name. Warumb lässcst du vns/HERR/irren von deinen wegen/ Vnd vnser Hertz verste¬ cken/ daß wir dich nicht förchten? Kehre wider/vmb deiner Knechte willen/ vmb der Stämme willen deines Erbes, e Sic besitzen dein heyliges Volck schier gar/deine Widersacher Metten dein Hey- rnk- ligthmnb. Wir sind gleich wie vorhin / da du nicht vber vns Herrschetest / vnd wir nicht nach deinem Namen gcnennct waren. Ah daß du den Himmel zurissest vnd führest herab / daß die Berge für dir zcrflös- sen/wie ein heiß wasser vom hefftigen feuwer versendet. Daß dein Name kundt würde vnter deinen Feinden/ Vnd die Heyden für dir zit¬ tern müßten. Durch die Wunder die du thust/der man sich nicht vcrsihet/Da du herab füh¬ rest/ vnd die Berge für dir zustossen. WredennvonderWelthernichtgchortist/nochmitohrengehöret/hatauchkein ..conmh.r. äuge gesehen/On dich Gott/was denen geschicht/die auffin harren. Du begegnetest den frölichen/vnd denen so Gerechtigkeyt vbeten/vnd auffdeinen wegen dein gedachten. Sihe/du zörnetest wol/ da wir sündigeren / vnd lang drinnen blieben/ Vns ward aber dennoch gehotffen. Aber AesM. XV. Lap. Aber nun sind wir alle sampt wie die vmeinen/ vnd alle vnsereGerechtigkeyt ist wie ein vnflätig Kleid. o Wir sind alle verwelckt wie die Blatter / vnd vnsere sünd führen vns dahin wie ein Wind. Niemand rufft deinen Namen an/ Oder machet sich auff/ daß er dich halte. L,ech. Denn du verbirgest dein Angesicht für vns/Vnd lässest vns m vnsern fänden ver¬ schmachten. Rom.«,. ^sBer nun HERR/du bist vnser Vatter / Wir sind Thon/ Du bist vnser Topffer/ ^Avndwir alle sind deiner Hande werck. HERR zörne nicht zu sehr / vnd dencke nicht ewig der fänden/ Sihe doch das an/ Ierem. -o. yH wir alle dein Volck sind. Die Stätte deines Heyligthumbs sind zur Wüsten worden/Aon ist zur Wüsten worden/ Jerusalem ltgtzurstöret. Das Haust vnser Heyligkeyt vnd Herrligkeyt/darinnen dich vnser Vätter gelobet haben/ist mit seuwer verbrannt / vnd alles was wir schönes hatten ist zu schänden ge¬ macht. HERR wiltu so hart seyn zu solchem / vn schweigen/ Vn vns so sehr ntderschlagene I^XV.Lüp. Rom- w. a prouerb.;. Jesirless. Saron. außerwehleten sollen in bcsitzen/vnd meine Knecht sollen daselbs wohnen. Vnd Sa- Thal " ' ' - - ' Achor. Em klar zmgnr'ß von Verstossung der ISden/vnd Berufs der Hexden. Kh werde gesucht von denen die nicht nach mir frage- WZ ten/Zch werde gefunden von denen die mich nicht suchten/Vnd zu dm MA Heyden die meinen Namen nicht anrieffen/sage ich: Hie bin ich/hie MHz bin ich. Denn ich recke meine Händ auß den gantzcn tag zu einem vn- gehorsam Volck/das seinen gedancken nach wandelt auff eim Wege der ntt gut ist.Ein Volck das mich entrüstet/ ist immer für meinem Angesicht/ opffert in den Gärten/vn räuchert auffden ^ Aegelsteinen/wohnet vnter den Gräbern/vnd HeltsichmdenHülen/freffen Schweinen sieisch/vnd haben greuwelsuppeniniren de» AlÜr!" d^ sil Töpffen/Vnd sprechen.Bletb daheim vn rühre mich nicht / den ich sol dich heyltgen. mach-». Solche sollen ein rauch werden in meinem Zorn/einfeuwer das den gantzen tag brenllc.Sihe/Es stehet für mir geschriebemZch wil nicht schweigen/sondern bezalen/ muh mehren Ky- Za ich wil sie in ircn busam bezalen/beyde ire miffethat vnd irer Vatter miffethat mit NEr s-Mm/ einander/spricht der HERR/die auffden Bergen geräuchert/ vnd mich auffden Hü- geln geschändet Haben/Zch wil inen zumessen ir voriges thun in irem busam. n OsprichtderHERR:GleichalswennmanMostineinerTraubenfindet/vnd c^Hspricht:Verderbe cs nicht/denn es ist ein Segen drinncn/Also wil ich vmb met- ner Knechte willen thun/daß ich es nicht alles verderbe. Sondern wil auß Ja¬ cob Samen wachsen laffen/vnd auß Juda / der meinen Berg besitze / Denn nmne > ronsoleinHaußfürdieHerde/vnddasthalAchorsolzumViehlagerwerdenmei- - mm Volck/das mich sucht. wmcw Aber jr/die jr den HERRN verlasset / vnd meines heyligen Berges vergesset/ vnd richtet dem" Gad einen Tisch/vnd schcncket voll eyn vom Tranckopffer dem Meni/ wu7s Wolan/Zch wil euch zelen zum Schwerdt/daß jr euch alle bücken müssetzur schlacht. Rm.K»t Darumb daß ich rieff/ vnd ir antwortet nicht / daß ich redet / vnd ir höret nicht/son- derlw^cle dem thetet was mir vbel gefiel/ vnd erwehletet das mir nicht gefiel. (^^Arumb spricht der HERR HERR also: Sihe/ meine Knechte sollen essen/ir Ach w-ieuch zclen za (Araber solt hungern.Sihe/meine knechte solle trincke/ ir aber solt dürsten. Sihe/ !Tn - Ich ml mch meine Knechte sollen frölich seyn/ir aber solt zu schänden werden. Sihe meine knecht- -''"'b . F itz te sollen AcrWsphtt i^xv.Lüp. tc sollen für gutem mutiauchtzen/ir aber solt für hertzenleyd schreyen/vnd für jammer (Schwnr) hculen.Vn solt euwren Namen lassen meinen Außerwehleten zum schwur/ vnd der ''"'b HERR HERR Wirt dich tödten/vnd seine Knecht mit einem andern Namen nennen/ daß/ welcher sich segencn Wirt auffErden/ der wirt sich in den; rechten Gott segencn/ Vnd welcher schweren wirdt auffErden/der wirdt bey den» rechten Gott schweren/ Denn der vorigen angst ist vergessen/ vnd sind von meinen äugen verborgen. Denn srhe / Ich wil ein neuwen Himmel vnd neuwe Erde schaffen/ daß man der vorigen nicht mehr gedencken wirt/noch zu hertzen nemmen.Sondem sie werden sich M ewigklich freuwen/vnd frölich seyn vber dem das ich schaffe.Denn sihe/Ich wil Jeru¬ salem schaffen zur wonne/vn st Volck zur freude.Vnd ich wil frölich seyn vber Ierusa- lem/vnd mich freuwen vber mein Volck/Vnd sol nit mehr drinnen gehört werden die sttm deß weynens/ noch die sttm deß klagens.Es sollen nit mehr da seyn Kinder die ste »o» hu» tage nicht erreichen/oder Alten/ die ste jar nichterfüllen/Sondern die 'Knaben von v^aren) Hctssm hundert iaren sollen sterben/vnd die Sünder von hundert jaren sollen verstucht seyn. c Äcm! du Sie werden Häuser bauwcn vnd bewohnen / Sie werden Weinberge pflantzen/ v / vnd derselbigcn früchte essen.Sie sollen nicht bauwcn daß ein ander bewohne/ vn nit Das pfiantzen/daß ein ander esse. Denn die tage meines Volcks werden seyn wie die tage L cbst, doch emBn cincs Baumes/ Vnd das werck jrcr Hände Wirt alt werden bey meinen Außerwchle- tcn. Sie sollen nit vmb sonst arbeiten/noch vnzeitige Geburt geberen/ Denn sie sind der Same der gesegneten deß HERRN/vnd ire nachkommen mit incn.Vnd folge- Fcstrl- « Das O/ fihehen/Ehc sic ruffen/ wil ich antworten/ Wenn sic noch reden/wil ich hören. Wolff vnd Lamb sollen weyden zugleich/der Löuwwtrdt stroh essen wie ein Rind/vnd die Schlang sol Erden essen. Sie werden nicht schaden noch verderben auff meinem gantzen heyligcn Berge/ spricht der HERR. i^xvi.Lap. Die ekstcrlrchen Lerernomen ver Juden werden verworssen / rechter Gottesdienst/ der Hei¬ den beruff/ klacltch angezeigt. IME D spricht der HERR:Der Himmel ist mein Skul / Md U die Erde meine Fußbanck/ Was ists denn für ein Hauß das/r mir ? ^^^MZbauwen wollet k Oder welches ist die stätte/da ichrliwensostMeme Hand hat alles gemacht was da ist/spricht der HERR. Ich sehe aber tLL-LWAden elenden / vnd derzubrochens Geistesist/ vnd der sich förchtet für meinem wort. Denn wer einen Ochssen schlachtet/ist eben als der einen Man erschlüge/Wer ein Verwerf Schafopffert/ist ebk als der eine Hund den halß breche. Wer Speißopffer bringt/ ist fungderoxf. nnreä^D-ist/ alöderSäuwblutopffert.Werdeß Weyrauchs gedcnckt/ist als der das" vnrecht lo- d.c bet.Solchs crwchlcn sie miren wegen/vnd jre Seele hat gefallen an iren greuweltt. Darumb wil ich auch crwchlcn das sie verspottcn/vnd was sie schcuwen/wil ich vber sic komm lassen.Darumb/daß ich rieff/vnd niemand antwortet/Daß ich redct/vnd pesnerb... sic höreten nicht/ vnd theten was mir vbelgefiel/ vnd erwehleten das mir nicht gefiel; (Lastet ftdeH Die ^Ocret dcß HERRN wort/ diest euch förchtet für seinem wort.Euwcre Brüder/ ^rlcftn b.cc^hn ^)vic euch hassen vnd söndcrn euch ab vmb meines Namens willen/sprechcn:(Las- j- nd st!'u, Ircr^cy- fit fthen wie herrlich der HERR scy/ Lasset in erscheinen zu euwer freude) die sollen zu e schänden wcrden.Denn man wirdt hören eine stimme dcß getümmels in der Statt/ Awenulch strechc/ eine sttm vom Tempel/eine stimm deß HERRN/ der seine Feinde bezahlet. ^iegebieret eheste Sie gebiert ehe st wehe Wirt/Sie ist genesen eines KnabenschedennstKindsnot F . , attchhtt/Ekc>/wche komt.Wer hat solchs je gehörettWer hat solchs ie gesehetKan auch / ehe dmeinLanddo die wehekriegt/em volckzugleichgebornwerdekNunhat dochia Aonire' Kinderon rcuche». ttÄhwE die wehe geborn/Solt ich andere lassen die Mutter brechen/ vn sclbs nicht auchgcbe- rent spricht Uchta. I. x vi. Lap. renrspricht der HERR.Solt ich andre lassen geberen vn selbs verschlossen seyurspricht dem Gott. Frcuwct euch mit Jerusalem/vnd seyt frölich ober sie/alle die ir sie lieb habt. Freu- wct euch mit ir/ alle die ir vbersietrauwrtg gewesen seyt/ Denn dafür sottir saugen vnd satt werden von den brüsten ires Trostes/ 'Ir solt dafür saugen vnd euch ergehen von der fülle irer Herrligkeyt.Denn also spricht der HERR: Sihe/Ich brerte auß den frieden bey ir wie einen ström / vnd dte Herrligkeyt der Heyden wie einen ergossen Bach/Da werdet ir saugen/Ir sollet auffder feiten getragen werden/vnd auff den knien wirdt man euch freundtltch halten. Ich wil euch trösten wie einen seine Mutter tröstet/Iair sollet an Jerusalem ergeht werden. Irwerdeto sehen/vnd euwer Hertz wirt sich frenwen/vnd euwer gcbeyn sol grünen wie graß. Da wirt man erkennen dte Hand dcß HERRN an seinen Knechten/ vnd den zorn an seinen Feinden. c (^^Enn sihc/ der HERR wirt kommen mit feuwcr/ vn seine Wägen wie ein Wet- tcr/daß er vergelte im grimm seines Zorns / vnd sein schelten in feuwcrfiamcn. Denn der HERR wirt durchs feuwer richten/ vnd durch sein Schwerdt alles fleisch/ vnd der gctödteten vom HERRN wirt vil seyn. Die sich heyligcn vnd reinigen in den Gärten/einer hte/der ander da/vnd essen Schweinenfletsch/greuwel vnd Muse sol¬ len gerastet werden mit einander/spricht der HERR. Weista- ich wil kommen vnd samlen ire werck vnd gcdancken/ sampt allen Heyden DchÄstt! vnd Zungen/daß sie kommen vnd sehen meine Herrligkeyt. M ich wil ein Acy- chen vnter sie geben/ vnd jr etliche die errettet sind senden zu den Heyden/ am Meer/ gen Phul vnd Lud / zu den Bogenschützen gen Thubal vnd Jauan/vnd in die ferrne zu» Insulen/da man nichts von mir gehört hat/ vnd die meine Herrligkeyt nicht gese¬ hen haben/vn sollen meine Herrligkeyt vnter den Heyden verkündigen. Vnd werden alle euwcre Brüder auß allen Heyden herzu bringen/ dem HERRN zum Spctßopf- fer/auffRossen vnd Wägen/aüffSänfften/auff Mäulern vnd Läuffern/gcn Jeru¬ salem/ zu meinem heyligen Berge / spricht der HERR/ Gleich wie die Kinder Israel Speißopffer in reinem Gefäß bringen zum Hauß deß HERRN. v Vnd ich wil auß denselben nemen Priester vnd Leuiten/spricht der HERR: Denn r^rtth A. gleich wie der neuwe Himmel vnd die neuwe Erde/so ich mache/für mir stehen/spricht der HLRR/also sol auch euwer Samen vn Namen stehen / vn alles fletsch wirt einen Monden nach dem andern/vnd einen Sabbath nach dem andern/kommen/anzube- ten für mir/spricht der HERR.Vnd sie werden hinauß gchen/vn schauwen dte Leich¬ nam der Leute die an mir mißhandelt haben: Denn ir Wurm wirt nicht sterben/ vnd ir feuwer wirt nicht verläschen/ vnd wer¬ den allem fleisch ein greuwel seyn. § liij Vorrede BomdeauffdmMophettn Weremia- z En Propheten Hercmiam zu verstehen darffs nicht viel glosens/ wo man nur dre Geschichte ansihet die sich begeben haben vmer den Königen/zu welchen zelten er gepredigt Hak/Denn wie es dazumal im Lande gestanden ist/so gehen auch seine Predigten. Erstlich/war das Land voller Laster vnd Abgötterey/erwürget en die Propheten / vnd wölken jre Laster vnd Abgötterey vngcstrafft haben/ Darumbist auch das erste theilfast eitel straff vnd klag vbcr dieboßhcit derJüden/ biß an das zwenßigste Capirel hinan. , Zum andern/Weissaget er auch die straffe so vorhanden war/ nem- lich die verstörung Jerusalem/vnd deßgantzenLandes/vnddasBabylonischeGefängkniß/Jaauch aller Heyden straffe/Vnd doch daneben tröstet vndverheissekerauffgewissc bestimmte Zeit/nach ergan- , gencr solcher straffe / die erlösung vnd heimfahrtwiderins Land/vnd gen Jerusalem/rc. Vnd diß stück ist das fürnemmcste im Jeremia/Denn vmbdesselbigen willen ist Jeremias erweckt/wie im ersten Capitel das Gesicht anzeiget von der wackern Ruhten/vnd siedendem Löpffen/so von Mitternacht kommen. . Vnd das war auch hoch von nöten/ Denn weil solch grcuwliche plage solt vber das volek gehen/ daß es gar zurissen vndweggeführt würde auß seinem Lande/Herren die frommen hertzcn/als Daniel vndandereviel/verzweiffcln müssen an Gott/vnd an allen seinen Verheissungen /Alsdienichk anderst Herren mögen gedencken/den als were es gar auß mik jnen/ vn sie von Gott aller dinge verstossen weren/ daß kein Christus nimmermehr kommen würde/sondcrn Gott hette seine Verheissung vmb dest Volcks sünde willen in grossem grimm zurück gezogen. Darumb mußte Jeremias da seyn / vnd die straffvndenzorn also verkündigen/daß sie nr'k ewig/ sondern eine bestimpte zeit/als^o.jar wären solten/vnd darnach sie widerumb zu gnaden komen/Wel- cher verheissunge er sich selbs auch hat müssen trösten/vn sich damit crhalten/Hat sonst nicht vil krostes noch gukertagegehabk.Dennerein elender/betrübterProphek gewest ist/zu jämmerlichen bösen zelten gelebt/dazu ein trefflich schwer Predigampk geführet/Als der vber viertzig jar/biß zum gefengkniß/sich mit bösen halßstarrigen Leuten harmüssen schclten/vnd doch wenig nutz kundt schaffen/Sondern zuse- hen/daß sie je länger je ärger worden/vnd jmmer jn tödten wolten/vnd jm viel plage an legten. Zu dem/Hat er erleben vnd mit äugen sehen müssen die verstörung deß Landes/vn gefcngkniß deß Volcks/vnd vilgrossenjammer vnd blutvergiessung. Dnwas er darnach in Egypten hat müssen pre¬ digen vnd leiden/Denn man Helts dafür/daß er von den Juden sey gesteinigt in Egypten. Vm drittcn/thut crauch/wie andere Propheten /vn weissaget von Christo vnseinem Reich/son- ^derlich im rz.vn zi.Cap-Da er gar klärlich von der Person Christi/ von seinem Reich /vom neu- Ordmmader wen Tcstamcnt/vnd vom ende deß alten Testaments weissagt. Aber diese drey stückgehen nicht in prophecey Iercmia. ordnung nach einander/vnd sind nicht von einandergetheilt im Buch, wie sie in der thak vüwesen nach einander gangen sind. Ja im ersten stück stehet offk im folgenden Cap. etwas/das doch ehe geschehen ist weder das im vorige Capitcl/Daß siche ansihek/als habe Jeremias solche Bücher nicht selbs gestellte/ sondern scyen stücklichauß seiner rede gcfassek/vnd auffs Buch vcrzeichnet.DaruiA muß man sich an die ordnung nicht kehren /vnd die vnordnung mchthindern lassen. M^zJrlehrncaberaußJeremiavnreranderm/daß/wiegemeinigklich/jenäherdiestraffeist/jeär- Was auß Lger die Leute werdcn.Vn je mehr man jnen predigt/je höher sie es verachten-Daß man greisst z» lL^wen Gott straffen wil/daß er die Leut verstecken läßt/auffdaß sieja on alle barmhertzigkeytvn- tergehen/vn mit keiner Buß Gottes Zorn versühncn. Also mußten die zu Sodom vorhin den fromm Dbara o ^olh Nicht allein verachten/ sondern da er sie lehret/auch plagen/vn war doch jr plage für der thür.Pha- T ' rao/da er fthiersolteim roten Meer ersauffcn/mußte er die Kinder Israel zwyfältig marternmchr den JerUMem. vor.VndJerusalemmußkeGoktesSonauchereutzr'gen/dajrendtlicheverstörungdahergieng. ^^Lso gehetsauch jetzt allenthalben. Nun das ende der Welt herzu tritt/wüten vnd toben die Leute Je näher D)iwidcrGoLkauffsallergreuwrichst/lästernvndverdammenGokkeöwork/dassiewissentlichcrken- dlestraff/,cär H^ncn daß cs Gottes workvnd die warheyt sey. Daneben so viel grcuwlicherZeichen vnd wunder er- s-r die Leme schclnen/beyde am Himmel vndfastan allen Creaturen/diejnen schrecklich dräuwcn/ vnd istauchwol so ein böse jämmerlichezeit/vnd noch ärgcr/denn Jeremiaszeik. Aber es wilvnd muß so seyn/daß sie sicherwerden/vnd singen/?Lx,Eö hak nicht nok/vnd nur ver- folgkalleswasGotthabenwil/vndalleedräuwen derIeichen inwindgeschlagen/Biß sie(wieS.Pau lus sagt)plötzlich das verderben vbcreylek / vnd verstöret ehe sie es gcwar werden: Doch wirdt Christus die seinen wissen zubchalten/vmb welcher Wille er sein wort leuchten läßt in diser schändtlichen zeit /wie erzu BabelDaniel vnd seines gleichen behielt/vmb welcher willen Jeremias Weissagung leuchten mußte. Demselben lieben Herrnsey lob vnddanck/sampt dem Vatter vnd heyligem Geist/einigem Gott vber alles/vnd in ewigkeyt/Amen. Der Acr Wophct Uercmia. i.Lap. Vom beruffvestpropheteuItrremiavarinn eines st'denpropheten vnd Lehrers Nmpr fär- gedrldet.Tsigrrmauch oer HERR iu einem Gesichre Viererstörung verGrarr Jerusalem. -»V- -ÄS 2? AH sind die HrsiWte Lsr: Jeremta/dch Sons HMa/ auß dm Prte- stern zu Anathoth/im Lande BcnIamim Iu welchem byl°>!i,chm gef-ng- geschach das wort deß HERRN/zur Zeit Iosia/dcßsons Amon/deß Königs Juda/im dreytzchendcn iar seines Kö nigreichs. Vnd hernach zur zeit deß Königs Juda/Joia- kim/deß Sons Iosia/ biß ans ende deß eyUcn jars Jede kia / deß Sons Iosia / deß Königes Juda / biß auffs ge- fenakniß Jerusalem/ im fünfftm Monden. d^HNd deß HERRN wort gcschach zu mir/vnd sprach: Ich kannte dich ehe denn ich c^dich in Mutterleib bereitet/ vnd sonderte dich auß/ehe denn du von der Mutter geborn wurdesi/vnd stellet dich zum Propheten vnter die Völcker. Ich aber sprachÄH HERR HERR/ Ich taug nichtzn predigen/denn ich bin zu jung. Der HERR sprach aber zu mir: Sage nit/ich bin zu jung/sondern du solt gehen wohin ich dich sende/ vnd predigen was ich dich heisse. Förcht dich nicht für inen/Dcn ich bin bey dir/vnd wil dich erretten/spricht derHERR. Vnd der HERR recket seine Hand auß/vnd rüret meinen mund/ vnd sprach zu mir: Sihe/ Ich lege meine wort in NmenMund.Sihe/Ichsetze dich heut dieses tags vber Völcker vnd Königreich/daß du außreiffelr/zubrechen/" verstören/ vnd verderben solt/vnd bauwcn vnd pflantzem n eßgcschach deßHERRNwortzumir/vndsprach:Ieremia/wassthestukIch du^Rneg/So»- tz^Isprach: Ich sehe einen Wackern Stab. Vnd der HERR sprach zu mir: Du hast "" recht gesehen/Denn ich wil wacker seyn vber mein wort / daß icbs thue. Vnd es geschachdeß HERRN wort zum andern mal zu mir/vnd sprach: Was schestuk Ich sprach: Ich sehe ein heiß sidcnd Töpffen von Mitternacht her. Vn der HERR sprach zu mir: Don Mitternacht wirt das vnglück außbreche vber alle die im Lande wohne. Den sthe /Ich wil ruffen alle Fürsten in den Königreichen gegi Mtterrracht/ spricht der HERR/ Wr Mophcl II. Lav. der HERR/daß sie kommen sollen/vnd jre Stül sehen für den Thoren zu Jerusalem/ vnd rings vmb die mauwrcn her/ vnd für alle Stätte Juda. Vnd ich wil das Recht lassen ober sie gehen/vmb aller jrer boßheyt willen/ Daß sie mich verlassm/vnd räu¬ chern andern Göttern/vnd beten an jrer Hände wcrck. So begürte nun deine Lenden/vnd mache dich auff/vnd predige jnen alles was ich o dich heisse. Mrchte dich nicht für jnen/als solte ich dich b abschrecken/ Denn ich wil ch heut zur festen Statt / zur eisern Seul/ zur ehernen Mauwren/machen im gan- m Lande / wider die Könige Iuda/Wider ire Fürsten / wider ire Driester/wider das pr-d^NÄtt Volck im Lande/Daß/wenn sie gleich wider dich streiten / dennoch nicht sollen wider Rdarff?wol dists dich sigen/Denn ich bin bey dir/ spricht der HERR/daß ich dich errette. Koftes/dzmanw? deß HERRN wort geschachzu mir/vndsprach: Gehe hin vnd predige of- S tcr Gottes Namm dich heut zur festen Statt / zur eisern Seul/ zur ehernen Mauwren/machen im gan- !mp^g!r/L»?u tzen Lande / wider die Könige Iuda/Widcr jre Fürsten / wider jre Priefter/Wider das Adarff?w-l di,L dich sigen/Denn ich bin bey dir/ spricht der HERR/daß ich dich errette. se/ G-tkthue es Mt. zu Jerusalem/ vnd sprich: So spricht der HERR: Ich gcdenck da du ein freundtliche junge Dirn/vnd ein liebe Braut/wakest/ da du mir folgerest in der Wü- sten/im Lande/da man nichts säet/ da Israel deß HERRN eygen war/ vnd feine erste Frucht/wer sie fressen wolr/mußte schuldt haben / vnd Unglück vber jn komen/spricht der HERR. 11. Lap. Gotten'nnertdas volckder grasten treuw / liebe/ vndwolthaten/so er/nen/everrekt bewr'sen/ vndbewelßrinenhreimr >ren vngehorstrm vndvnv»rnckbgrkexr. Oeret des; HERRN wort / jr vom Hause Jacob / vnd alle Geschlecht vom Haust Israel/so spricht der HERR: Was haben ^Sung euwcre Vätter'sehls an mir gehabt/daß sie von mir wichen/ vnd hiengen an den vnrrützen Götzen/ da sie doch nichts erlangetcnt N T ^ia dachten nie kein mal/ Wo ist der HERR/ der vns auß Egypten- fahret/ vnd leytet vns in derWüsten/im wilden ungehärteten Lande/ün dürrenvnd finstern Lande/ im Lande da niemand wandelt/noch kein Mnsch wohnet? Vnd ich bracht euch in ein gut Land / daß jr esset seine Frücht vnd Güter/ Vnd da jr hincyn kamet/vervnreiniget jr mein Land/vnd macht mir mein Erbe zum greuwel. Die Priester gedachten nicht/ Wo ist der HERR ? Vnd die Gelehrten achteten mein nicht/ vnd die Hirten führeten die Leut von mir/ vnd die Propheten werffageten vom Baal/ vnd hiengen an den unnützen Götzen. ^lÄdhmußmich immer mit euchvndmiteuwern Kindskindern schelten/spricht n §hikim. M^ver HERR: Gehet hin in die Insulen Khitim/ vnd schauwet/ vnd sendet in Ke- Kedar. dar / vnd mcrcket mit fleiß/ vnd schauwet/ obs daselbst so zugchett Ob die Heyden jre (H-rr? gkeMDas Götter ändern/wicwol sie doch Nit Götter sindkVnd mein volck hat doch seine" herr- ligkcyt verändert vmb einen vnnützen Götzen. Solt sich doch der Himmel dafür ent¬ setzen/erschrecken vnd sehr erbeben/spricht der HERR: Denn mein Volck thut eine zwyfache sünde/Mich/die lebendige Quelle/ verlassen sie/vnd machen jnen hie vn da außgehauwcne Brünnen/die doch löchericht sind/vnd kein Wasser geben. Ist denn Israel ein Knecht oder Leibeygen/daß er jcdermans Raub seyn mußt Denn die Löuwen brüllen vber jn vn schreyen/vnd verwüsten sein Land/vn verbren¬ nen seine Stätte/ daß niemand drinnen wohnet. Dazu/ so zuschlagen die von Noph und Thahpanncs dir den Kopff. Solchs machstu dir selbs/ daß du den HERRN dei¬ nen Gott verläffest/ so offt er dich den rechten weg leyten wil. ^incke-)Dasjst/ Was hilfst dichö daß du in Egypten zeuchst/vnd wilt deß Wassers Sihorbtrm- E dnd was hilfft dichs daß du gen Assyrien zeuchst/vnd wilt deß Wassers Phrach arao/vnd Assur. trincken? Es lst deiner boßheyt schuldt/ daß du so gesteupt wirst /vnd deines vngehor- sarnö/daß du so gestrafft wirst.Also mußtu inne werden vnd erfahren/was fürjamer vnd Hertze- Ummia. 1I. i5ap. z6 vnd herhleyd bringt/den HERRN deinen Gott verlassen/ vnd in nit förchten/ spricht der HERR HERR Zebaoth. Denn du haft immerdar dein 'Joch zubrochen / vnd deine bande zurissen/ vnd ge- Jerem z. sagt:Ich wil nicht so vnterworffen seyn/sondern auffallen hohen Hügeln vnd vnter allen grünen Bäumen / lieffestu der Hurerey nach / Ich aber hatte dich gepflantzet zu 5. einem süssen Weinstock/einengantz rechtschaffenen Samen/Wie bistu denn mir ge¬ ratzten zu einem bittern wilden Weinstockk Abgötte- wenn du dich gleich mit Laugen wüschest/ ^^d mmest viel Seyffen dazu/ ny. c^So gleiffet doch deine vntugend desto mehr für mir/spricht der HERR HERR. Wie darffstu denn sagen.Ich bin nicht vnrein/Ich henge nicht an Baalim.Sihe an/ wie du es treibest im Thal/vnd bedencke/wie du es außgericht hast. Du läuffest vmb- her wie eine Kamelin in der brunst / vnd wie ein Wild in der Wüsten pflegt/wenn es für grosser brunst lechtzet / vnd läufft / daß niemand auffhalten kan.Wers wissen Wil darffnicht wett lauffen/am Feycrtage sihet man es wol. Lieberhaltdoch/vnd'lauffdichnichtsohcllig.Aberdusprichst:Daslaßich/Ich - muß mit den frembden bulen vnd jnen nachiauffen. Wie ein Dieb zu schänden wirdt wenn er begriffen wtrdt/Also wirdt das Hauß Israel zuschanden werden samptjren 'P^loß/^deines Kömgen/Fürsten/Priestcrn vnd Propheten/ die zum Holtz sagemDu bist mein Vat- d-rstrs w«d" pronerb. r. wr/vttd zum Steitt/Du hast mich gczeuget.Derm sie kehren mir den Rücken zu/vnd nicht das angesicht/ Aber wenn die not her gehet/sprechen sie:Auff/vnd hilffvns.Wo sind aber denn deine Götter / die du dir gemacht hast t He-ß sie auffstchen/laß sehen/ ob sie dir hclffen können in der not k Denn so manche Satt so manchen Gott hastu Juda. v O^As wolt ir noch recht haben wider michkIr seyt alle von mir abgefalken/spricht (MHder HERR. Alle schlüge sind verloren an euwern Kindern/sie lassen sich doch nicht ziehen/Denn euwer Schwert fristet gleichwol euwer Propheten/wie ein wü¬ tiger Löüwe. Du böse art/mercke auff deß HERRN wort/Bin ich denn Israel ein wüst oder öd LandkWarumb spricht denn mein Volck: Wir sind dtc Herrcn/vn müs¬ sen dir nicht nachlauffen-Vergiffet doch ein Jungkfrauw jres schniucks nicht/noch ein Braut-res Schleyers / Abcrmein Volck vergister mein ewrgklich. Ishsn s, das schmückesiu vil dein thun / daß ich dir gnädig seyn sol k Vnter solchem schein treibestu je mehr vnd mchrSpßheit.Vber das findet man blut der armen vnd vnschül- digcn Seelen bey dir an allen orten/Vnd ist nicht heimlich/sondern offenbar an den- selbigen orten.Noch sprichftuZch bin vnschüldig/ Er wende seinen zorn von mir.Si- He/Ich wil mit dir rechtcn/daß du sprichst: Ich hab nicht gesündigt. Ot^Ie weichestu doch so gern / vnd fettest jetzt dahin/ jetzt hieher k Aber du wirst an M^Egyptcn zuschanden werden/ wie du anAssyria zu schänden worden bist. Denn du mußt von dannen auch wegziehen/ vnd deine händ ober dem Haupt zusam¬ men schlahen/Denn der HERR wirt deine Hoffnung fehlen lasten / vnd wirdt dir bey »em, >4. inen nichts gelingen. Vnd spricht: Wenn sich ein Mann von seinem Weibe scheiden lästet/vnd sie zeucht von im/ vnd nimmet einen andern Mann/ thar er sie auch wider annemmen k Ists nicht also / daß das Land vervnreiniget würde k Du aber hast mit vilen Bulern gehuret/Doch komm wider zu mir/spricht der HERR. Heb deine äugen auffzu den Höhen/vnd sihe/wie du allenthalben Hurerey trei¬ best/ An den strasten sitzestu/ vnd wartest auffsie/wie ein Araber in der Wüsten/vnd vervnreinigcst das Land mit deiner Hurerey vnd boßheyt. Darumb muß auch der Früregen außbleiben/vnd kein Spatregen kommen/Du hast ein Hurnstirn/du wilt dich nicht mehr schämen/vnd schreyest gleichwol zu mir: Lieber Vatter/ du Meister meiner jugend/ Wiitu denn ewigküch zörnen / vnd nicht vom grim lasten k Sihe/du lehrest vnd thust böses/vnd läffest Pir nicht steuren. Vermanung Wophct m. Lap. III. Lap. Vernmnung rum volck/daß sie sich bessern/vnd zum HERRN sollen bekehren/ so werve er fte rvtverumb zu gnaden anrremmen/vnd verweist - ne» also st Gottloß wesen vnd Abgörrerex. Äd der HERR sprach zu mir/zur zett drß Königs Jo sia:Hastu auch gcschm/waö Macl die abtrünnige chtt e Sie gicng Iosia. hm auffallc hohe Berge/vnd vnter alle grüne Bäum/vn treib da- Er straft selbe Hurerey.Vnd ich sprach/da sie solches alles gethan hatte: Be- MM- kehre dich zu mir. Abcrsie bekehrete sich nicht. Vnd ob woljre Schwester Iuda/die verstockte/gesehen hat/wie ich der abtrünnigen Israel Ehebruch gestrafft/vnd sie verlassen/vn ir eincn Scheyd- brieffgegeben habe/nochförcht sich ire Schwester/die verstockte Juda mcht/Sorr- dern gehet hin vnd treibet auch Hurcrey/vndvondemgeschrey irer Hurereyist das Land vervnretniget/Denn sie mibet Ehebruch mit steinen vnd Holtz. Vndmdlsem allen bekehret sich die verstockte Iuda/jre Schwester/nit zu mir von gantzem hertzen/ sondern heuchlet/ also spricht der HERR. Dud der HERR sprach zu mir: Die abtrünnige Israel ist from gegen die versteck- Verma- teIuda.Gehehin vnd predige gegen der Mtternacht also/vnd sprich: Kehre wider »»»g^lSuß. du abtrünnige Israel/spricht der HERR/ So wil ich mein Antlitz nicht gegen euch verftellcn/denn ich bin barmhertzig/ spricht der HERR / vnd wil nicht ewigklichzör- Verhelft neu.Allein erkenne deine miffethat/daß du wider den HERRN deinen Gottgesündi- s» -s- get hast/vnd hin vnd wider gelauffen zu dcn frembderr Göttern/vnter allen grünen bäumen/vnd habt meiner stimme nicht gehorcht/spricht der HERR. D^Ekehret euch / jr abtrünnige Kinder/spricht der HERR/ denn ich wil euch mir 8 ^Wertrauwen/vndwil euchholen/daß einer ein gantze Statt/ vnd zweenein gantz Land / führen sol/vn wil euch bringen gen AomVn wil euch Hirten geben nach meinem hertzen/die euch weyden sollen mit lehrvnd weißheyt.Vndso!geschehen/ wenn ir gewachsen/vn euwer vil worden ist im Lande/ so sol man (spricht der HERR) zur selbigen Zeit nicht mehr sagen von der Bundsladendeß HERRN/auch dcrsclbi- gen nicht mehr gedencken/ noch davon predigen/ noch sie besuchen/ noch daselbs mehr opffcrn/ Sondern zur selbigen zeit wirr man Jerusalem heissen dcß HERRN thron/ vnd werden sich dahin samlen alle Heyden/vmb deß HERRN Namen willen Zu Je- rusalem/vnd werden nicht mehr wandeln nach den gcdancken ires bösen hertzen. Zu der zeit wirt das Hauß Juda gehen zum Haust Israel/ vnd werden mit einan¬ der kommen von Mitternacht/ ins Land/ das ich euwern Vättcrn zum Erbe gegeben habe.Vnd ich sage dir zu/Wie wil ich dir so vil Kinder geben/ vnd das liebe Land/das schöne Erbe/nemlich das Heer der Heyden t Vnd ich sage dir zu/Du wirst alsdenn mich nennen/ Lieber Vatter/ vnd nicht von mir weichen. Aber das Hauß Israel achtet mein nichts/gleich wie ein Weib jren Bulen nicht mehr achtet/spricht der HERR. Darumb wirdt man ein kläglich heulen vnd weynen der KinderIsrael hören auffden höhen/dafür/daß sie vbelgethan/ vn deß HERRN /res Gottes vergessen haben. So kehret nun wider/jr abtrünnige Kinder/so wil ich euchheylen von euwrem vngehorsam. Ihe/Wir kommen zu dir/denn du bist der HERR vnser Gort.Warlich/es ist ey- ? c^^tel betrug mit Hügeln vnd mit allen Bergen. Warlich/ es hat Israel kein hülste fArbert« s denn am HERRN vnserm Gott. Vnd vnser Vätter" arbeit/die wir von lügend aujf IreÄüfftvnd Got- gehalten haben / müssen mit schänden vntergehen / sampt jren Schafen/ Rindern/ "Ean sie v/ge- Kindern vn Töchtern. Den darauffwir vns verliessen/ das ist VN6 jetzt eytel schände/ Lm * vnd deß wir vns tröfteten/deß müssen wir vns jetzt schämen/Denn wir sündigten da¬ mit wider den HERRN vnsern Gott/beyde/wir vnd vnsere Vätter/von vnserjugend auff/ k Vsee i. Aeremla. im.Lap. auff/ auch biß auff diesen heutigen tag /vnd gehorchten nicht derstim deß HERRN vnsers Gottes. mi.Lap. Verkkndrgung deß Göttlichen gerechten rorns/vnd vermsnvng zur besserung. M Iltu dich Israel bekchrm/spncht der HSRR/So öckeh- redich zu mir. Vndso dudeine greuwelweg thust von meinem ange- sicht/ so soltu nit vertrieben werden- Alsdenn wirst» on hcuchclcy recht W vnd heyliglich schweren(so war der HERR lebet) Vnd die Heiden wer- ' dm snjmgesegmet werden/vnd sich sein rühmen. Denn so spricht der H ERR zu denen in Juda vnd zu Jerusalem: pflüget ein neuwes/ vnd säet nicht vnter die Hecken / Beschneidet euch dem HERRN / vnd thut weg die Vorhaut euwers her- tzen/ir Männer in Iuda/vnd ir Leute zu Jerusalem/auffdaß nit nrein grim außsah- re wie Feuwer/vnd brenne daß niemand leschen möge/vmb euwer boßheit willen. Nabucho §^FA "dmnvcrkündigtinZuda/vndschreyetlautzuIerusalem/vndsprecht:Bla- donossr, ^^set die Drometen im Lande/rufft mit voller stim/vn sprecht: Samlet euch / vnd ftuw-r a»g-h^ lastervns in die feste Stätte ziehen. WerfftzuAonemPanirauff/Hcuffetmchvnd seumet nicht.Denn ich bringe ein vnglück herzu von Mittemacht/vn ein grossen jam- c»ch mer.Es fehret daher der Löwe auß seiner Hecke/ vnd der Verstörer der Heyden zeucht eynherauß seinem ort/daß er dein Land verwüste/vnd deine Stätte außbrmne/ daß niemand drinnen wohne. Darumb ziehet Seck an/klagt vnd heulet / denn der grim¬ mige zorn deß HERRN wil nicht auffhören von vns. n Iu der zeit/spricht der HERR/wirt dem Könige vnd den Fürsten das Hertz mt- Weiffa- fallen/Die Priester werden verstürtzt/vnd die Propheten erschrocken seyn. Ich aber sprach:AhHLRR HERR/du haste diesem Volck vnd Jerusalem weit fehlen lassen/ da sie sagten: Es wirt friede bey euch seyn/So doch das Schwert biß an die Seel rei¬ chet. Jur selbigen zeit wirt man diesem Volck vnd Jerusalem sagen: Es kompt ein dür¬ rer Wind vber dem Gebirge her/ als auß der Wüsten/deßWegs zu der Tochter meines Volcks zu/ nicht zu worffeln noch zu schwingcn/Ia ein Wind kompt/der inen (wr„r>) m- zu starckseynwirdt/ dawtlich denn auch mit inen rechten. Siheer fehretdaher wie msL^M. Wolckcn/ vnd seine Wägen sind wie ein Sturmwind/seine Rosse sind schneller denn Adeler.Wehe vns/wir müssen verstöret werden. So wasche nunIerusalem dein Hertz von der boßheit/auffdaß dir geholffen wer¬ de/ Wie tange wollen bey dir bleiben die leydigen Lehre k Denn es kompt ein geschrey von Dan her / vnd ein böse Bottschafft vom Gebirge Ephraim her/ wie die Heyden rühmen. Vnd es ist biß gen Jerusalem erschollen/daß Hüter komm auß fermen Lan- den/vnd werden schreym wider die Stätte Juda. Sie werden sie rings vmbher belä- gcrn / wie die" Hüter auff dem Felde / Denn sie haben Mich erzürnet / spricht der , HERR. Das hastu zu lohn für dein wesen vnd dein thun/ Denn wirt dein Hertz fülen MM Md^ wie deine boßheit so groß ist. AtEte" "" c E^Ie ist mir so hertzlich weh / mein Hertz pocht mir im Leibe/ vnd habe kein ruhe/ E^)Denn meine Seel höret der Posaunen kall/vn eine Feldschlacht/vn ein mort- geschrey vber den andern / Denn das gantze Land wirt verhehret/ plötzlich werden meine Hütten vnd meine Gezelt verstöret. Wie lang sol ich doch das panir sehm/vnd der Posaunen hall hören k Aber mein Volck ist toll/vnd glauben mirnicht/chöricht sind sie/ vnd achtens nicht/ Weiß sind sie gnug vbels zu thun/aber wol thun wöllm sie 7) nicht lchrnen- Ich schäumet das Land an/sihe/das war wüst vnd öd/vnd den Himel/vnd er war dfmster.Ich sähe die Berge an/vnd sihe/die bebeten/vnd alle Hügelzitterten.Ich sähe Ekre. Mcht «echt, vnd sihe/ da war kein Mensch/ vnd alles gevögel vnter dem Himel war weggeflogm. ' GM MrWsphet V. Lap. Ich sahe/vtid sihe/das Bauwfeld war ein Wüste/vnd alle Stätte drinnen waren zu- brechen für dem HERRN/vnd für seinem grimmigen zorn. Denn so spricht der HERR:Das gantze Land sol wüst werden/Vnd Wils doch v e nicht ° gar auß machen. Darumb wirt das Land betrübt/vnd der Himel droben trau- Aw,l Äch?las§ rig seyn/ denn ich Habs geredt/ Ich Habs bcschlossen/vnd sol mich nit reuwen/wil auch b-7st!."'dc^bals urcht davon Massen. Alle Stätte werden für dem geschrey der Reuter vn Schützen gewöhnliche rede fliehen / vnd in dle dicken Wäld lauffen/ vnd in die Felsen kriechen/ Alle Stätte wer- den verlasse!» stchen/daß niemand drinnen wohnet. Z Was wütu alsdenn thun/du verstöretctWen du dich schon mit Purpur klcyden/ ge Reich habe». mit gülden Kleinsten schmücken/vn dein Angesicht schmittcken würdest/ so schmü ckestu dich doch vergeblich/ Denn die dir jetzt hofsicren/werdcn dich vcrachte/sie wer¬ den dir nach dem leben trachten. Denn ich hör em geschrey/ als einer Geberertn / ein angst/als einer die in den ersten Kindsnöten ist/cin geschrey der Tochter Zion / die da klagt/vnd die Hm > außwirfft/AH weh mtr/Ich muß schier vergehn für dem würgen. V. Lap. A«;ekgung der vrshchatt/warümb Gotte» grubber das Misch volck ersttMMek/ttemllch/ daß niemand vnrer >nen Recht vnd Ehrbarkeit liebe/vnd am vnrechten mißfallen habe. MUMk) Ehct durch die Gassen zu Jerusalem/bnd schäumet/ z vnd erfarek/vndsuchLauffjrerstraffen/Objrjemandfindetderrecht Warum rhu/vnd nach dem glauben fräge/so wil tch jr gnedig seyn.Vnd wenn ?„d gm 8^! sie schon sprcchcn/bey dem lebendigen Gott/so schwere sie doch falsch. ktlsMrr. HERR/dcineAugmschen nach dem Glauben/Duschlehcstsie/ abcrjiesühlensnichL/Du plagest sie/aber sie bessern sich nicht/sie haben einhärter Angesicht denn ein Felß/vnd wollen sich nicht bekehren. Ich dacht aber/Wolan/der arm Hauff ist vnverstendig/weiß nichts vmb deß HERRN weg/vttd vmb jres Gottes Recht.Ich Wil zu den Gewaltigen gehen vnd mit jnen reden/Dieselbigen werden vmb deß HERRN weg vnd jres Gottes Recht wis- sen/Aber dieselbigen allesampt hatten das jochzubrochcn/vnd die seyle zurissen. (L§we) D-r RS- Wirt sie auch der" Löwe/der auß dem Walde kompt/zureiffen/vnd der v vigzuBabel. (^^Wolffauß der Wüsten Wirt sie verderben/vnd der Pardel Wirt auff jre Stätt lauren / alle die daselbst herauß gehen wirt er fressen / Denn jrer fänden sind zu viel/ vnd bleiben verstockt in jrem vngehorsam.Wie sol ich dir denn gnedig seynkWctl mich deine Kinder vcrlassen/vnd schweren bey dem/der nicht Gott ist/Vnd nun ich sie ge- LreH ». füllet habe/trciben sie Ehebruch/vnd lauffen ins Hurhauß/ein jeglicher wiehert nach seines Mhesten Weibe/wie die vollen müssigen Hengst. Vnd ich solt sie vmb sol¬ ches nicht heimsuchen/spricht der HERR/vnd meine Seele solt sich nicht rechen an sol¬ chem Volck wie diß ist? . Stürmet jre Mauren/vnd werffet sie vmb/vn machts nicht gar auß/ Führet jre (Reben)^Oas volck Reben weg / denn sie sind nicht deß HERRN / Sondern sie verachten mich/ beyde/ «'»Lande. daß hauß Israel/vnd das hauß Iuda/spricht der HERR: Sie c verleugnen den HER (Verleugnen)Es REN/vndsprechen: Das ist er nicht/vnd so vbelwirtes vns nicht gehen/Schwert wE vnd Hunger werden wir nicht sehen.Ia die Propheten sind Wäscher/vnd haben auch rcmiaö redet, Gottes wort nicht/ Es gehe vber sie selbö also. Darumb spricht der HERR / der Gott Zebaoth: Weil jrsolche redetretbet/sihe/sowilichmeinewortindeinemMundezu ftuwer machen/vnd diß Volck zu Holtz/vnd sol sie verzehren. Jhe/Ich wil vber euch vom Hauß Israel(spricbt der HERR) em Volck von ferr- e c^Inen bringen/ ein mächtigVolck/ die das erste Volck gewest sind/ein Dolck/deß Sprachen du nichtverstehest/vnd nicht vcrnemmenkansi was sie reden. SeineKö- cher sind offene Gräbcr/es sind eitel Risen. Sie werden deine Erndte vnd dein Brot verzehren/ NcrcnM. v. Lap. verzehren/Sie werden deine Son vnd Töchter fressen/Sie werden deine Schaf vnd Rinder verschlingen/Sie werden deine Weinstock vnd Feigenbäum verzehren/ Deine feste Stärte/darauffdu dich vcrlässest/wcrdcn sie mit dem schwere verderben. Vnd ich wils/spricht der HERR/zur selbigen zeit nit gar außmachm. Vnd ob sie wür¬ den sagen: Warumbthutvnö der HERRvnser Gott solches alles? Solku/nm ant¬ worten: Wie /r mich verlasset/vnd frembden Göttern dienet m enwerm eigen Lande/ also solt/rauchfrembden dienen in einem Lande das nichteuwer ist. Solchs solt /r verkündigen im hauß Iacob/vnd predigen in Juda/ vnd sprechen: Höret zu /r tolles Volck/das keinen verstand hat/ die da äugen haben vnd sehen nicht/ Ies» phreri haben vnd hören nicht. Wolt /r mich nicht fürchten/spricht der HERR/vnd für mir nicht erschrecken? Der ich dem Meer den Sand zum Vfer sctze/darinn es allzeit s-obzs. bleiben muß/darüber es nicht gehen muß/Vndobs schon wallet/so vermags doch nichts/vnd ob seine Wellen schon toben/so müssen sie doch nicht drüber fahren. Aber dtß Volck hat ein abtrünniges/vngehorsames hertz/blerben abtrünnig/vnd gehen im¬ mer fort weg.Vnd sprechen nicht ein mal in /rem Hertzem Lasset vns doch den HERRN VN Spat vnsern Gott fürchten/dcr vns Irüregen vnd Spatregcn zu rechter zeit gibt / vnd vns die Erndte treuwlich vnd /ärltch behüt. v ^iBercuweremisstthat hindern solchs/vnd euwcre sünde wenden solchs gut von ^^euch/Dcnn man findet vntcr meinem Volck Gottlosen/die den Leuten stellen/ vnd Fallenzurichten sie zu sahen/wie die Vogeler thun mit Kloben/vnd jre Hauser sind voller kückc/wie ein Vogclbauwcr voller Lockvögel ist. Daher werden sie gewal¬ tig vnd reich / fett vnd glatt. Sie gehen nut bösen stücken vmb/ sie halten kern Recht/ dem Waisen fürdern sie seine fache nicht/vnd gelinget inen/vnd hclffcn dem armen nicht zum Recht. Solt ich denn solchs nicht heimsuchcn spricht der HERR/vnd meine Seel solt sich nicht rechen an solchem Volck/wie dtß ist? Es stehet grcuwlich vn scheu߬ lich im Lande / die Propheten lehren falsch/ vnd die Priester herrschen in /rem Ampt/ vnd mein Volck hats gern also/ Wie wil es euch zu letzt drob gehen? ll/daß ichs nicht kaffen kan.Schütte anß/beyde vber Kinder auffden gaffen/ vnd )oms wort gleich vber die Mannschafft im Raht mit einander/ Denn es sollen beyde Man vnd Weib/ Äß^mbode!^- beyde alte vnd der wolbctagte/gefangen werden. Ire Heuser sollen den frembdenzu stosse.,. theil werdcn/sampt den Eckern vnd Weibern/Dcnn ich wll meine Hand außstreckcn/ spricht der HERR/vber deß Landes Eynwohner. Denn siegeitzenattcsampr/kleinvndgroß/vndbeydc/Propheten vnd Priester/ Sünde lehren allcsampt falschen Gottesdienst. Vnd trösten mein Volck in seinem vnglück/ Fr»de)Dasist/Ls daßsie cs gering achten sotten/vndsagen: öFriede/friede/vndrst dochnicht friede. Es.ställÄhnvla! Darumb werden sie mit schänden bestehen / daß sic solche greuwel treiben/Wiewol kcin'no?/.. Thessa??! sie wollen' vngeschendet seyn/vnd wollen sich nicht schämcn/Darumb müffen sie fal- rox L 5ecurica8. cmm hauffen/vnd wenn ich sie hcimsuchcn wcrde/sollcn sie fallen/ spricht der (Vngcfchendct) Sie wollen nicht , scn^Ed^usch^ >c'^ spricht der HERR: Trett auff die Wege / vnd schauwet/ vnd fraget nach den o w!rden.°^^"" origen wegen / welches der gute weg sei) / vnd wandelt drinnen/ So werdet ir ruhe sindcn für euwre Scelen.Aber siesprcchm:Wir wollens nit thumIch hab wach- ter vber euch gesetzt/ merckt anff dre stim dcr Drometcn/ Aber sie sprechen: Wir wöb lcns nicht rhun. Darumb so höret jr Heyden/vnd mercket sampt eriwern Leuten /du Erde höre zu/Sthe/Ich wil ein vnglück vber diß volek bringen/nemlich/ircn verdien¬ ten lohn/daß sie auffmemc wort nicht achten/vnd wem Gesetz verwerten. - Was frag ich nach dem Weyrauch / der auß Reicharabia/ vnd nach den guten /Ralmus. d bimetrmden/die auß ferrnen Landen kommenkEuwer Brandopffer sind mir nicht angenem/vnd euwer Qpffer gefallen mir nichts. Darumb spricht der HERR also: Sihe/Ich wil difem volck ein ärgerniß stellen/ daran sich beyde/ Vätter vnd Kinder/ urit einander stoffen/vnd ein Nachbar mit dem andern vmbkommen sollen. EQ spricht der HERR: Sihe/es wirt ein Volck komen von Mitternacht/ vnd ein r> Volck wirt sich erregen hart an vnserm Lande/ die Bogen vnd Schild fü- ren/es ist grausam vnd on barmhertzigkeit/ Sie brausen daher wie ein vngestüm Mcr/vnd reiten auff Rossen/ gerüst/ wie Kriegßleute/ wider dich du Tochter Zion. Wenn wir von inen hören werden/so werde vns die feust entsincken/es wirt vns angst vnd weh werden wie einer Gebererin.Es gehe ja niemand hümuß auffden Acker/nie- wand gehe vber feld/ Denn es ist allenthalben vnsichcr für dem schwert deß Feindes. O Tochter meines Volcks/zeuch Seck an/vnd lege dich in die Aschen/trag lcyde/ wie vmb einen einigen Son/ vn klage/wie die/so hoch betrübtsind/Denn der verder- VII. Lap e i (Schmelyer) < Durchs wort .., ....... .... ....... .... ...., .... .......... verrahterisch/ sie sind eitel verdorben Ertz vnd Eisen. Der Blaßbalck ist verbrannt/ Ecsschn"ü;Ev'r- das Bley verschwindet/das schmeltzen ist vmb sonst/ denn das böß ist nicht davon ge- !,ai7si.ch^c pnc- ^"dcn. Darumb heissen sie auch ein verworffen Silber/Denn der HERR hat sie stcr/durch wclchc cr VerW0rffcN» solt die lehr treiben. Dergleichen rede fü- rct der Prophet Ere, chiel/ Cap. rg.. vom Topff/:c. ber kompt vber vns plötzlich. Mi Kh hab dich zum * Schmeltzer gesetzt vnter mein Volck/das so hart ist/daß du ir ^Awesen erfahren vnd prüfen solt. Sie sind allzumal abtrünnige/vnd wandeln Dcrmanung a« das Volch zur beflerung/mik anhangender Srraffpredigtdass sie mit aUeir lästernbehafft/vnd gleichwol vermemen i>n Tempel/oder mira »dern eusserltchen / >» von Gott vndefohlenen dlngen/rein/vn Gott gefeUlg ;u werden/was auch für straffe darob;» gewarten. Mtst das wort/welches geschach zuIeremm/vom MU HERRN / vnd sprach: Tritt ins Thor im Hause deß HERRN/vnd »predigedaselbstdißwort/vndsprich: Höret deßHERRNwort/ir alle von Iuda/die jr zu diesen Thoren cyngehet /den HERRN anzu- betem Nercnria. vii.Lap. W So spricht der HERR Aebaoth/der GottIsraebBessert euwer leben vnd wesen/ so wil ich bcy euch wonen an disem ort. Verlasset euch nicht auff die lügen/wenn sie sa¬ gen: Hie istdeß HERRN Tempel/Hie ist deß HERRN Tempel / Hie ist deß HERRN Tempel. Sondern bessert euwer leben vnd wesen/daß ir recht thut einer gegen dem andern/vnd den Frcmbdlingen/Waisen vnd Wittwen/ keine gewalt thut / vnd nicht vtsschüldig blut vergiesset an diesem ort/vnd folget nicht nach andern Göttern / zu cu- werem eigen schaden/So wil ich immer vnd ewigklich bey euch wohnen an diesem ort/ im Lande das ich euwern Vättern gegeben habe. v ^sBer nun verlasset ir euch auff lügen/die kein nütz sind. Daneben seytir Diebe/ ^ß^Mörder/Ehebrecher vnd meineydige/vnd räuchert dem Baal/ vnd folgt fremb- den Göttern nach / die ir nicht kennet. Darnach kemnm ir denn/vnd trettet für mich in diesem Hause/ das nach meinem Namen genennet ist/ vnd sprecht: Es hat kein not uut vnö/wcil wir solche greuwel thun. Halt ir denn diß Haust/ das nach meinem Na- ' men genennet ist/für ein Mördergruben? Sthe/tch sehe es wol/spricht der HERR. Gehet hin an meinen ort zu Stlo/da vorhin mein Name gewöhnet hat/vnd schau- Silo, wct/was ich daselbst gethan hab/vmb der boßhcit willen meines Velcks Israel. Weil irdenn alle solchsstück treibet/spricht der HERR/vnd ich " stäts euch predigen lasse/ vnd ir Welt nicht hören/Ich ruffe euch/vnd irwolt nicht antworten/So wil ich dem Hauß/das nach meinem Namen genennet ist/ darauff ir euch verlasset/vnd dem ort/ Iercm.7 dar ich euwern Vattern gegeben habe / eben thun wie ich Silo gethan hab / Vnd wil Jerem. r. ,4. euch von meinem Angesicht wegwerffen/wie ich weggeworffen hab alle euwere Brü- yer/den gantzen Samen Ephraim. <2 Vnd du solt für diß volek nicht bitten/vnd solt für sie kein klag noch gebett fürbrin- gen/auch nicht sie verwetten für mir / Denn ich wil dich nicht hören. Denn sihest du nicht was sie thun in den Stätten Iuda/vnd auffden gaffen zu Ierusa lem? Die kirr- der läsen Holtz/ so zünden die Vätter das feuwer an/ vnd die Weiber kneten den Teig/ daßsiederMelecheth deß Himmels kuchen backen/vnd Tranckopffer denfrembdcn Melechet/ver Göttern geben/daß sie mir verdrieß thun. Aber sie sollen nicht mir damit / spricht der HERR/sondern inen selbs/verdrieß thun/vnd müssen zu schandenwerden. Darumb t^'LrgEterdch Icrem. 44. spricht der H ERR HERR: Sihe/mein Zorn vnd mein grtm ist außgeschütt vber diesen ort/beyde/vber Mensch vnd vber Vieh/vber Bäum auffdem felde/vn vber die flüch¬ te deß Lands/vnd der sol anbrennen/daß niemand leschen müge. v H^QsprichtderHERRZebaoth/derGottIsraebThuteuwerBrandopffervnd - c^/ander Opffer zu hauffen/vnd fresset fleisch/Denn ich hab euwern Vättern deß tags/da ich sie auß Egyptenland führete/weder gesagt noch gebotten von Brandopf- fern vnd andern Opffern/Sondern diß gebot ich inen/vnd sprach: Gehorchet mei¬ nem wort/ so wil ich euwer Gott seyn / vnd ir solt mein Dolckseyn/ vnd wandelt auff allen wegen die ich euch gebiete/ auff daß euch wol gehe. Aber sie Welten nicht hören/ noch ire ehren zuneigen/Sondern wandelten nach irem eigen raht/ vnd nach ires bö¬ sen hertzen geduncken/vnd giengen hindersich/vnd nicht für sich. Ia/von dem tag an/da ich euwere Vätter auß Egyptenland geführt hab/ biß auff Visen tag/hab ich bstäts zueuchgesandt allemeine Knechte/die Propheten/Aber sie wolten nicht hören / noch ire ehren neigen/sondern sind halßstarrrg/vnd machens är¬ ger denn ire Vätter. Vnd wenn du inen diß alles schon sagest/so werden sie dich dech nithören/Rüffestuinen/sowerdensie dir nicht antworten. Darumb sprich zu inen: Diß ist das Volck/das den HERRN irenGottnichthörm/nochsichbessernwil/der Glaub tstvntcrgangen/vnd außgerottct von irem Munde. L Khneid deine Har ab/ vnd wirffsie von dir/vnd heule kläglich auff den Höhen/ A Mdkg7 "iUs c^denndcrHERRhatdißGeschlecht/vberdieer zornig ist/verworffen vnd ver- . stossen. Denn die Kinder Juda thun vbel für meinen äugen/ spricht der HERR. Sie setzen ire greuwel in das Hauß/das nach meinem Namen genennet ist / daß sie es ver- l 7 G iii vmeini- (TwnME-mrdt rmc!>tt/zum tel schade fürhanden ist. glü,. Mn den ftcmbdcn gebcn/vnd /re Ecker denen so sie Verlagen werden. Denn sie geitzen alle sampt/beyde klein vnd groß/vnd beydc/Priester vnd Propheten/ lehren falschen Got¬ tesdienst: Vnd trösten mein Volck in ircm vnglück/daß sie es gering achten sollen/vnd sagen: Fride/ ftide/ vn ist doch nicht fride.Darumb werden sie mit schänden bestehen/ daßsiesolche grcuwel treiben. Wiewolsie wöllenvngeschendetseyn/vndwollen sich nicbt schämen/darumb müssen sie fallen vber einen Haussen/ vnd wenn ich sie heimsu- chen wcrdc/sollcn sie fallen/spricht der HERR. wil sie also ablesen/spricht der HERR/daß keine Trauben am Weinstock/ ^Z^vnd keine Feigen am Feigenbaum bleiben/ia auch die Blctter Wegfällen sollen/ I«««.«. Vnd was ich jnen gegeben habe/das solinen genomen werden: Wo werden wir denn wohnen k Jasamlet euch denn/vnd laßt vns in die feste Stätte ziehen/vnd daselbst auffhülffe harren/Denn der HERR vnser Gott wirt vns Helffen mit einem btttem " Trunck/daß wir so sündigen wider den HERRN.Ia verlasset euch drauff/es solkein Aer Prophet vm.Lüp. (GeBenHittnsm) vnrefnigett/vnd bauwen die AltarThophet im Thal d Bentzinnom/daß sie ire Sön BenHin Rnnom iKnschr lü ^ud Töchter verbrennen/welchs ich nie gcbotten noch in sinn genommen habe. stigschalgewest/wie Darumb sihe/Es kommet die zett/spricbt dcrHERR/ daß mans nicht mehr heiß- Jeremy, M/här7ä!l Icms^ sen sol Thopheth/vnd das Thal BenHtnnom/sondern Würgethal/vnd man Wirt in d7shabcttsichcrnach Thophct müssen begrabtn/weil sonst kein raum mehr seyn wtrdt. Dnd die Leichnam ^cis/nicht wärumt/ Volckö sollen den Vögeln dcß Himels/vn den Thicren auff Erden zur speiß wcr- v-.?dm hc^üchstc» dcn/davon sic niemand scheuchen wirt. Vnd wil in den Stätten Juda vnd auffden Ih77Ä'.'!pwphc! Gassen zu Jerusalem wegmmmendas geschrey der freudcn vnd wonne/vnd die siim Erech '-. sm Luf) dcß' Breutgams vnd der Vraut/Dcnn das Land sol wüste seyn. wie auch Chnstns §)V dcrsclbigen zcit/spricht der HERR/Wirt man die Gebeine der Könige Juda/die k ErBmHiMomma ^gcbcin jrer Fürstcn/dic gebeitt der Priester/ die gebeitt der Propheten / die geberne KUE Ich laß der Bürger zu Jerusalem/ auß jren Gräbern werffen / VN werden sie zustreuwen vn- ter der Sonnen/Mond/vnd allem Heer dcß Himmels/ welche sie geliebt vnd inen ge- das heißem paucke diLNLt/vnd /uen nachgefolgst/vnd gesucht/vnd angcbctct haben/ Sie sollen Nit wider auffgclcstnNnd begraben wcrden/sondemkotauffdcr Erden seyn. Vnd alle vbrigen ZftZ?em Ngott von diesem bösen Volek/ an welchem ort sie seyn werden/dahin ich sie verstossen habe/ werden lieber tod denn lebendig seyn wöttcn/spricht der HERR Zebaoth. rnwedig voller glitt) p c kmder in die arm legten/ vnd verbreit. neten-Wnd die prie¬ st er mit paucken vnd schellen klungen/daß die Eltern der Min¬ der geschrey nit hören solte. Viäe ibiclem. Also mag Thophcth t «in-Orumelhauß os j L>rumclkirchett heis¬ sen. Dnd Iesaie ;o. r ö'ap. DemRvnige j Assnreinsolchegrub Lercitet/das ist/Er - sol Vcrbraüt werden l . . .. „ . N8chmußM sihe vnd höre/daß sie nichts rechts lehren. Keiner ist dem seine boß- M IrnLlSie grirnmiger Hengst im strcit.Ein Storck vnter dem Himmel weiß seine zeit/ein Tuttel üochspotm, /Me taub / Kranich vnd Schwalbe/ mercken /re zeit wenn sie widerkommen sollen/Aber wein Volck wi! das Recht deß HERRN nicht wissen. « 6^8Ie müget jr doch sagemWtr wissen was recht ist/vn haben die heylige Schrifft Brrutgam-)Äas EH^für vttök Iste doch eitel lügen was die Schrifftgelchrten setzen: Darumb müs- fMRchhrİD°r sen solche Lehrer zu schandcn/crfchreckt vnd gefangen werden. Denn was können sie «amÄhttnm^ guts lehren/weil sie deß HERRN wort verwerffen k Darumb so Mich/re Werber Escch r^ den ftcmbdcn gebcn/vnd /re Ecker denen so sie ver/agcn werden. Denn sie geitzen alle vin.Lap. Verkündigung gewisser prasse vber bas Vol^/Mweä Weder revw noch lexd vber dt'e sStt- ve/ noch sinlge besserung/ vorhanden. Arumb sprich zu jnen: So spricht der HERR: Wo ist t /emand so er fe!let/dcr nicht gern wider auffstünde k Wo ist/cmand/ so er irre gehet/der nicht gerne wider zu recht keme k Noch Wil ja diß WH Volck zu Jerusalem irr gehn für vnd für. Sie halten so hart au dem falschen Gottesdienst/daß sic sich nicht wollen abwcnden laffeu.Ich ». sehe vnd höre / daß sie nichts rechts lehren. Keiner ist dem seine beß- Hess lcyd wert / vnd spreche: Was mach ich doch k Sie lauffen alle jren lauff/ wie ein «iÄmLlspttl 7ie grirnmiger Hengst im strcit.Ein Storck vnter dem Himmel weiß seine zeit/ein Tuttel !!ochspott7n /M- taub/Kramch vnd Schwalbe/mercken/re zeit wenn sie widerkommen sollen/Aber O^Ie müget jr doch sagemWir wissen was recht ist/vn haben die heylige Schrifft n W^für vnsk Isis doch eitel lügen was die Schrifftgelchrten setzen: Darumb müs- Nemrm. ix.Lav. 40 Man höret/daß jre Rossz bercyt schnauben zu Dan/ vnd jre Gcul schrcycn/daß das gantze Land davon erbebet. Vnd sie fahren daher/vnd werden das Land aufffres- sen mit allem das drinnen tst/die Stattsamptallen die drinnen wohnen. Denn sihe/ pAm.55' wil Schlangen vnd Basilißken vnter euch senden/die nicht beschworen sind / die sollen euch stechen/ spricht der HERR. Da Wil ich mich meiner mühe vnd meines her- tzenleides ergehen. MH. 7? H^^hc/dic Tochter meines Volcks wirt schreyen auß fermem Lande Her/Wil denn Infc rr (XIder HERR Nit mehr Gott seyn zu Aon k Oder sol sic keinen König mehr habenk Ia/warumb haben sie mich so erzürnet durch ire Bilder vnd frembde vnnützeGot- tcsdienstck Die Erndtist vergangen/der Sommer ist dahin/vndvns ist kein hülffe kommen. Mich jammert hertzlich daß mein Dolck so verderbt ist/ ich gräme mich vnd gchabe mich vbel. Ist denn keine Salb in Gilead? Oder ist kein Artzt nicht da k War- umb ist denn die Tochter meines Volcks nicht geheylett IX. Lap. Rlügpttdkgt vbec dt'e vntrenw vnd alkerley bosshett deß Votcks. daß ich wasser gnug hette tn meinem Haupt / vnd meineAugenThrenequellenweren/daßichtagvndnacht beweinen möcht die erschlagenen in meinem Volck. Ach daß ich eine Herberge hette in der Wüsten /so wolt ich mein Volck verlassen/vnd von inen Ziehen/Denn es sind eitel Ehebrecher/vnd ein frecher Hausse. Sie schiessen mit jrcn Jungen eitel lügen/vnd keine warheit/vnd treibens mit gewalt im Mch.7. Land/vnd gehen von einer bsßheitzur andern/vn achten mich nit/spricht der HERR. Ein jeglicher hüte sich für seinem Freunde/vnd trauwe auch seinem Bruder nicht/ denn ein Bruder vnterdrückt den andern/vnd ein Freundt verräht den andern. Ein Frz undt teuscht den andern/vnd reden kein war wort/ Sie fleissigen sich drauff/ wie einer den andern betrüge/vnd ist jnen leyd daß sieesnichtärgermachenkönnen.Es ist allenthalben eiteltrtegereyvnterjnen/vnd fürtriegercy wöllensiemich nicht ken- nen/spricht der HERR. i; Arumb spricht der HERR Abaoth also: Sihe/ich wil sie schmeltzcn vn prüfen/ ^A/Den was sol ich solist thun/weil sich meinVolck so zterettIre falsche Zungen sind mörvtliche Pfeile/ mit jrem Munde reden sie freundtlich gegen dem Nehesten/ aber psirim rs. im hertzerr lauren sie auffdensclben.Solt ich nun solches nit Heimsuchen an jne/sprichk der HERR: Vnd meine Seel solt sich nicht rechen an solchem Volck/als diß ist k pfaim. 7S. Ich muß auffden Bergen weynen vnd heulen/ vnd bey den Hütten in der Wü- rslch z. stcn klagen/Denn sie sind so gar verheeret/daß niemand da wandlet/vnd man auch nicht ein Vieh schreyen Höret/Es ist beydc/Vögel deß Himels vn das Vieh / alles weg. Vnd ich wil Jerusalem zum Steinhauffen vnd zur Drachenwohnung machen/vnd wil die Stätte Juda wüst machen / daß niemand drinen wohnen sol.Wer nun weiß were/ vn ließ jm zu hertzen gehen/vn verkündigte was deß HERRN mund zu jm sagt/ warumb das Land verderbt vnd verheert wirt wie ein Wüsten/da niemand wandelt. ( Vnd der HERR sprach:Darumb/daß sie mein Gesetz verlassen/ das ich jnen für- gegeben hab/vnd gehorchen meiner rede nicht/leben auch nicht darnach / sondern fol¬ gen jres Hertzen geduncken vnd Baalim/ wie sie jre Vätter gelehrt haben. Darumb spricht der HERR Abaoth / der Gott Israel/ also: Sihe/ ich wil diß Volck mit Wer¬ mut speisen/vnmtt Gallen trencken. Ich wil sie vnter die Heydenzurstreuwen/welche weder sie noch jre Vätter kennen/vnd wil das Schwert hinder sie schicken/biß daß außmitjnensey. spricht der HERR Abaoth: Schaffet vnd bestellet Klagweiber/ daß sie kom- wol können/vnd eilend vns klagen/ dH G iiij serauM Mer Prophet X.Lap. ser äugen mit threnen rinnen/vnd vnsere augentteder mtt wasser fiteffen/daß man ein kläglich geschrey höre zu Aon/nemltch also: Ah wie sind wir so gar verstört vn zu schan den wordenkWir müssen das Land reumen/den sie haben vnsere wonunge geschleisst. So höret nun jr Weiber deß HERRN wort/ vnd nemmetzu ohren seines mundes re- de/Lehret euwere Töchter weinen/vnd eine lehre die ander klagen/ ncmlich also: Der Tod istzu vnsern fenstern hercyn gefallen/vnd in vnsere Palläst kommen / die Kinder zu würgen auff der gaffen/vnd die Jüngling auffder strassen. So spricht der HERR: Sage/der Menschen Leichnam sollen ltgcn wie der mist auffdem Felde/ vn wie Gar¬ ben hinder dem Schnttter/dte niemand samlet. spricht der HERR: Ein weiser rühme sich nicht seiner weißhett/ein starcker v c^Irühmc sich nicht seiner stcrckc/ein reicher rühme sich nicht seines Retchthumbs/ Sondern wer sich rühmen wil/der rühme sich deß/daßer michwissevnd kenncdaß ich derHERRbtn/derBarmhertzigkett/Rechtvnd Gerechtigkeit/übet auff Erden/ Denn solches gesellt mir/sprtcht der HERR. (Mke)Allkvberetnö Siht/es kommet die zeit/sprtcht der HERR/daß ich heimsuchen werde alle/dte beschnitten mit den vnbeschttttten/nemltch/Egypten/Iuda / Edom / die Kinder Am- fwmb alsder a»de'° mon/Moab/vttd alle die in den örtern der Wüsten wohnen. Denn alle Heyden ha- Aöß als ben vnbcschnitttn Vorhaut/Aber das gantze Haust Israel hat vnbeschnittcn Hertz. nach dcm hcryen/ob sie gleich leiblich bk- schnitten find. X . V t Z D I wgxuinb dass man den Hexdm'schen breuchen nicht anhangen/ noch a»fi ft-effeker thorhett/ an sta.rveßwaren lebendigen 2iiim?ÄtlgenGottes/vntüchtlge Götzen machen/vnd denselbt> gen ehr bewelsen/mitanhanZenverprophettscherblttilcher klage für das Volck. MMM Oerek/waö der HERR zu euch vom Hauß Israel redet. Der Heyden So spricht der HERR: Ir solt nicht der Heyden weise lehrnen/vnd solt Abgöt- Sötter. euch nicht fürchten für den Zeichen deß Htmmels/wie die Heyden sich Apoe. ,5. fürchten/denn der Heyden Götter sind lauter nichts. Sie hauwen im Wald einen Baum/vnd der Werckmetster macht sie mit dem Beil/ vnd schmücket sie mit silber vnd gold/vnd hefftet sie mit Nägeln vnd Hämmern / daß sie nicht vmbfallen. Es sind ja nichts denn Seulen vberzogen/sie können nicht reden/ so muß man sie auch tragen / denn sie können nicht gehen. Darumb solt jr euch nicht für inen fürchten/denn sie können weder Helffen noch schaden thun- Ber dir HERR ist niemand gleich/ Du bist groß / vnd dein Name ist groß / vnd ü ^Dansts mtt der that beweisen. Wer solt dich nicht fürchten/du König der Heydenk » Dir solt man ia gehorchen. Denn es ist vnter allen Weisen der Heyden/ vnd in allen Königreichen/detn gleiche nicht. Sie sind allzumal Narren vnd Thoren/Denn ein Holtz muß ia ein nichtigerGottesdienst seynSilbern blech bringt man auffdem Meer yer/Gold auß Vphas/durch den Meister vn Goldschmid zugericht/ gele Seiden vnd Purpur zeucht man im an/vnd ist alles der Weisen werck/ Aber der HERR ist ein rech nah«« ter Gott/ein lebendiger Gott/ein ewiger König. Für seinem zorn bebet die Erde /vnd die Heyden können sein dräuwen nicht ertragen. So sprecht nunzu inen also:Die Götter so den Himmel vnd Erden nicht gemacht haben/müssen vertilget werden von der Erden/vnd vnter dem Himmet.Er aber hat die Erden durch seine krafft gemacht/ vnd der Welt Kreiß bercytet durch seine Weißhett/vnd den Htmmel außgebreytet Gen!?/.' durch seinen verstand.Wenn er donnert/so ist deß Wassers die menge vnter dem Him mel/vnd zeucht die Nebel auffvom ende der Erden/Er macht die blitzen im regen/vnd leßt den Wind kommen auß heimlichen orten. Alle Menschen sind Narren mtt irer kunst/vn alte Goldschmide stehen mit schan- c den mit/ren Bilden/Dennjre Götzen sind triegerey/vnd habenketn leben. Esist eytel nichts/vnd etnverführtschwerck/Sie müssenvmbkommen wenn sie hetmgcsucht werden. Aber Ucmma. xi.Lap. 41 Aber also ist der nicht/derIacobs Schatz tst/Sondern er ists/der alles geschaffen hat/vnd Israel ist sein Erbtheil. Er heißt HERR Zebaoths Thu dein gcwcrbe weg auß dem Lande/die du wonest in der festen(Statt)Dentt so spricht der H ERR: Sihc/ich wi! die Eynwohner deß Lands auff diß mal verschleu- dcrn/vnd wrl sie ängsteri daß sie es fühlen sollen» Ach meines iammers vnd hertzenleids.Ich dencke aber/es ist mein Plage/ich muß sie leiden. Meine Hütten ist zerstöret/vn alle meine Scyl sind Missen. Meine Kinder sind weg / vnd nicht mehr fürhanden / Niemand richtet meine Hütte wider auff/vnd meine Gezellt fchlcgt niemand wider auff. Denn die Hirten sind zu Narren worden/ vnd fragen nach dem HERRN nicht/Darumb können sie auch nichts rechts lehren/ sondern alle Herd sind zerstreuwet. r> Sihe/es kommet ein gcschrey daher/vnd ein groß beben auß dem Lande von mit- temacht/daß die Stätte Juda verwüstet/vnd zur Drachcnwohnung werden sollen» Gcbett. ^oTZHwciß/HERR/daß deß Menschen thun stehet nicht in seiner gewalt/vndste- IMhet in Niemands macht wie er wandcle/oder seinen gang richte. Züchtige mich HERR/doch mit maffe/vnd nicht in deinem grim/auff daß du mich nicht auffrcibcst. plalm. Schütt aber deinen zorn vbcr die Heyden/so dich nit kennen/ Vnd vber die Geschlecht te/so deinen Nanren nicht anruffen. Denn sie haben Jacob auffgefteffen vnd ver- schlungcn/sie haben in auffgereumet/vnd seine Wohnung verwüstet. Xl.Lap. Erinnerung deß vor-zerre» mieden Vattern aussger-cht-n Bunds / vnd Verkündigung deß jsümmers/so von wegen Ver nicht Haltung vber das Volck komen sol/ nntkiaglicher vermetvun- ge dargegen/wle der Prophet viub der wcrrher'r willen bex seinen Landsleute» m Leibs vnd le¬ bens gefahr stehen müßen/darumb sie denn Gott straffen wolle. > Iß ist das wort das zu Jeranta geschach vom HSSb REN/vnd sprach.Höret die wort dtses Bunds/ daß ir sie dene in In- da/vnd dm Bürgern zu Jerusalem/sagt/vnd sprich zu inen: So spricht der HERR/der Gott Israel:Verfluchtseywer nicht gehorchet denwortendiesesBunds/denicheuwernVätterngebott/deßtages da ich sie auß Egyptenland führet / auß dem eisern Ofen/vnd sprach: Gehorchet mei¬ ner stim/vnd thut wie ich euch gcbotten Hab/So solt jr mein Volck scyn/vn ich wil eu- Ge». r/. wer Gott seyn. Auff daß ich den Eyd halten müge/ den ich euwern Vättern geschwo- reu hab /Mn zu geben ein Land / darinn Milch vnd Honig fleußt / wie es denn heuts tages stehet. Ich antwortet/vnd sprach: HERR/" Ia/essey also. Vnd der HERR sprach zu mir: Predige alle dise wort in den Stätten Juda/ vnd auffoen gaffen zu Ierusalem/vnd sprich: Höret die wort dieses Bunds/vnd thut dar- nach.Denn ich hab euwer Vätter bezeugt von dem tag an da ich sie auß Egyptenland führet/biß auffden heutigen tag/vnd zeugete frü/vnd sprach: Gehorcht meiner stim/ Aber sie gehorchten nicht / neigten auch jre ohren nit/ sondern ein jeglicher gieng nach seines bösen hertzen geduncken. Darumb wil ich auch ober sie gehen lassen alle wort dieses Bunds/den ich gebotten hab zu thun/vnd sie doch nicht darnach gethan haben. d^ANd der HERR sprach zu mir: Ichweißwol wiesie in Juda vnd zu Jerusalem c^sich rotten. Sie kehren sich eben zu den sündenjrervorigen Vätter/welche auch nicht gehorchen wolten meinen worten/vnd folgeren auch andern Göttern nach/ vnd dieneren Mn. Also hat dasHauß Israel vnd das Hauß Iuda(jmmerdar)meinen Bund gebrochen/dm ich mit jren Vättern gemacht habe. Darumb sihe/spricht der HERR/Ich wil ein vnglück vber sie gehen laffm/dem sie nicht sollen entgehen mögen/ Dwt.zr. Vnd wenn sie zu mir schreyen/wil ich sie nicht hören. So laß denn die Stätte Juda vnd die Bürger zu Jerusalem hingehm / vnd zu den Göttern schreyen den sie geräu¬ chert Habm/Aber sie werden Mn nicht Helffen in jrer not. Denn so MerWophtt xi. Lap. Denn so manche Statt/ so manche Götter hastu Inda/ vnd so manche gajffn zu Ierem.-. Jerusalem sind/so manche schänden Altar habt jr auffgericht dem Baal zu re uchcm/ So bitt du nur; nit für diß Volek/ vnd thu kein flehen noch gebet für sie/Denn ich wil Jeremy. (Fccmwe) Gleich sie nicht hören wenn siezu mir schrcyen in jrer not. Was haben mein?Frcunde ltt mei- zornpÄnlmIu!" uem Hauß zu schaffcnkSie treiben alle schalckheit/vnd meyncn/ das hcylige fletsch sol auch l>on inen nemmen/vnd wenn sie vbe! chun/sind sie guter ding drüber. d-cfto-nmeRtt!d!m/ Der HERRncnnete dich einen grünen/schönen/fruchtbarn Oelbaum/Aber nult e hat er mit ciucut grossen mortgcschrey crn'feuwer vmb denselbigen angczündt/daß sei- ne Eft verderbe müssen.Denn der HERR Icbaoth/der dich gepflantzt hat/hat dir ein 7,.' . vnglück gedrauwet/vmb der boßheit willen deß Hauses Israel vnd deß Hauses Juda/ ^enRomg än a- Lreibcn/daß sie mich erzürnen mit irem räuchern/das sie dem Baal chnn. ^^Er HERR hat mirs offenbart/daß ichs weiß/vnd zeigt mir ir fürnemen / nem- Vcrfol- bch/daß sie mich/wie ein arm Schaf/zur Schlachtbanck führen wollen. Den sungIn-. ich wußte nicht daß sie wider mich berahtschlagt hatten/vnd gesagt: Lasset vns den Baum mit semen Früchten vcrdcrbcn/vnd in auß dem Land der Lebendigen außrot- tcn / daß sturesNamens nimmermehr gedacht werde / Aber du HERR Icbaoch/du psalm. 7. gcrechttrRichrer/dcr du Nieren vnd Hertzen prüfest/laß mich deine rachvbcr siest- Hcn/Denn ich hab dir meine fach befohlen. Darumb spricht der HERR also/Wider die Männer zn Anathoth/ die dir nach 0 deinem leben stchcn/vnd sprechcn.Wciffage vns nicht iur Namen dcßHERRN/wiltu anderst nicht von vnstrn henden sterben. Darumb spricht der HERR Icbaoth also: Gihe/ich wil sie heimsuchen/ire junge Mannschafft sollen mit dem Schwertgetödtet werden / vnd ire Sön vnd Töchter Hungers sterben / daß nichts von inen vberblcibe. Denn ich wil vbcr die Männer zu Anathoth vnglück gehen lassen/ deß iars/ wenn sie heimgesucht werden sollen. xn.Lap. Rlagreds deß Propheten z» Gott/als der den Gottlosen vü glkcks/den fronien aber vü Ham¬ mers vnd lelSens/wlderfnhrcnleßt.Von Verstossung derIäden/vnd beruffder Hexvcn. ERR/wenn rch gleich mit dir rechten wolt / so sicheltest ä du doch rccht/dennoch muß ich vom recht mit dir reden. Warumb ge- pän.7;. hets doch den Gottlosen so wol/vnd die Verächter haben alles die füllet Du pflantzest sie daßsiewurtzelnvnd wachsen/vnd bringen frucht/ Du lässest sie viel von dir rühmen/vnd züchtigest sie nicht. Mich aber « HERR kennestu/vnd sihest mich/vnd prüfest mein Hertz für dir/ Aber du lässest sie frey Lbre. Heiligest oder gehen wie Schaf/daß sie geschlackt werden/vnv" sparest sie daß sie gewürgt werden, r- pek- " E^Ie lang sol doch das Land so jämmerlich stchcn/vnd das Graß auff dem Felde (M^allenthalbcn verdorren/vmb der Eynwohner boßhcit willen/daß beyde/ Vieh '4. b vnd Vögel/nimmer da sindk Denn sie sprechen:Ia/er weiß vilwie es vns gehen wirt. cMüdc)L.cbcrIc. Wenn dich die müde mache!) die Zu fuß gehen/ wie wildirs gehen wenn du mit den AU Auachöl"/ Was Reutern lausten solt k Vnd so du im Lande / da es friede ist/ sicherhett suchest/was wil rvc'dcmd?d-e hofE mit dir werden bey dem hoffertigen Jordank Denn es verachten dich auch deine Brü I7ichft7nwcrdE der/vnddemcsVatters haust/vnd sthreyen Jetervbcrdich.Darumb verträume du Sürchtkdichmkso/rc. /,^n nicht/wenn sie gleich freundtlich mit dir reden. Darumb hab ich mein Hauß verlassen müsscn/vnd mein Erbe meiden/ vnd mci- 8 ne liebe Seel in der Feinde Hand geben. Mein Erb ist mir worden wie ein Löuwe im Walde/vnd brüllet wider mich / darumb bin ich jm gram worden. Mein Erb ist wie der sprincklicht Vogel/vmb welchen sich die Vögel samlen. Wolauff/ vnd samlet euch alle Feldchier/kommet vnd fresset. Es haben Hirtcn/rnd der vil/meinen Weinberg verderbt/vnd meinen Acker zer- tretten/ NeremtÄ. xn.Lap. 42 Lrektett/ste haben Meinen schönen Acker zurWüsten gemacht/sie habens öde gemacht/ Ich sehe bercyt wie es so jämmerlich verwüstet ist/ja das gantze Land ist wüst/ Aber es Mlö niemand zu hertzen neminem Denn die Zerstörer fahren daher ober alle Hügel der Wüsten/vnd das fressend Schwert deß HERRN von einem ende deß Landes biß Zum andern/vnd kein Fleisch friden haben wirt» Sie säen Weitzen/aber Disteln wer¬ den sie erndten / vnd was sie gewinnen / kommet jnen nicht zu nutz / Sie werden jres eynkommens nicht fro werden/für dem grimmigen zorn deß HERRN» o spricht der HERR/wider alle meine böse Nachbarn/so das Erbtheilanta- Ncrk c^Isten/das ich meinen» Volck Israel außgethetlt hab / Sihe/ ich Wil sie außjrem Land außretffen/vnd das Haust Juda auß jrem mittel reissen. Vnd wenn ich sie nun wmg. außgerlffen habe/wil ich mich widerumb vber sie erbarmen/vnd Wil einen jeglichen Zn seinem Erbthetl vnd in sein Land wider bringen. Vnd sol geschehen/wo sie von mei¬ nem Volck lehrnen werden/daß sie schweren bey meinem Namen (so war der HERR lcbt)wie sie (zuvor) mein Volck gelehret haben schweren/bey Baal/So sollen sie vn- tcr meinem Volck erbauwet werden: Wo sie aber nicht hören wöllen/ so Wil ich solches Volck außreiffcn vnd vmbbrtngen/sprtcht der HERR. XIII.Lap. Gott zeigt dem Propheten an durch färbüdung eines Gärtels/wke er Vas Jüdisch Volck/ groß vnd klern/mir einander wolle straffen. vmb deine Lende gegürtet hast/vnd mache dich auff/vnd gehe hin an den phrath/vnd verstecke jn daselbst in einen Steinrttz. Ich gieng hin/vnd versteckt jn am Phrath/wie Mir der HERR gebotten hatte. Nach langer zeit aber sprach der HERR zu mirMache dich auff/vn gehe hin an den phrath/vnd hole den Gürtel wider/ den ich dich hieß da¬ selbst verstecken.Ich gieng hin an den Phrath/vn grub auff/vnd nam den Gürtel von dem ort / dahin ich jn versteckt hatte. Vnd sihe / der Gürtelwar verdorben/ daß er nichts mehr tochte. Da geschach deß HERRN wort zu mir/vnd sprach: So spricht der HERR:§ben ' also wil ich auch verderben die grosse Hoffart Juda vn Jerusalem/ das böse Volck/das meine wort nicht hören wil/Sondern gehen hin nach geduncken jres hertzen/ vnd fol¬ gen andern Göttern/daß sie denselbigen dienen vnd anbeten / Sie sollen werden wie der Gürte! der nichts mehr taug: Denn gleich wie ein Mann den Gürtel vmb seine Lenden bindet/also hab ich/spricht der HERR/das gantze Hauß Israel/ vnd das gan¬ tze Hauß Iuda/vmb mich gegürtet/daß sie mein Volck seyn sotten/ zu einem Namen/ leb vnd ehren/Aber sie wöllen nicht hören. sage jnen nun dtß wort: So spricht derHERR/der Gott Israel: Es sollen al- Legeln mit Wein gefüllet werden. So werden sie zu dir sagen: Wer weiß das mcht/daß man alle Legeln mit Wein füllen solk So sprich zu jnen: So spricht der HERR: Sihe/Ich wil alle/die in diesem Lande wohnen/die Köntgeso auffdem Stul Dauids sitzen/die Priester vnd Propheten/vn alle Eynwohner zu Ierusalem/füllen/ daß sie truncken werden sollen / vnd wil einen mit dem andern/ die Vätter sampt den Kindern/vcrstreuwen/spricht der HERR/Vnd wil weder schonen noch vbersehen/ noch barmhertzig seyn/vber jrem verderben. So höret nun vnd mercket auff/vnd trotzet nicht/ Denn der HERR hats geredt. Gebt dem HERRN euwerem Gott die Ehre/ehe denn es finster werde/vnd ehe euwre süsse sich O spricht der HERR zu mm Gehe hm/vnd kauff dir ei- LinengSrtel. Inen leinen Gürtel / vnd gürte damit deine Lenden / vnd mach jn nicht MUH nassz. Vnd ich kaufft einen Gürtel nach dem befehl deß HERRN /vnd - gürtet jn vmb meine Lenden. Da geschach deß HERRN wort zum an¬ dern mal zu mir/vnd sprach: Nun den Gürtel/den du gekaufft/vnd MrWsphet xiII. Lap. (Tun^l Berge) süsse sich an den tunckeln Bergen stoffen/ Daß ir deß liechtö wartet / so ers doch gar Ä^änff'E Im" flüster ^ud kunckel machen wirt.Wolt jr aber solche nicht Horen/so muß meine Seel hItSicch-s doch heimlich weynen vber solcher Hoffart/Meine Augen müssen mit thronen fliessen be" Nbmste Mr! daß deß HERRN Herd gefangen Wirt. ^^uch^mcu,-ckcln E Age dem König vnd der Königin: Setzt euch herunder/ den die Krone der Herr-- v vnd mwcr tröst wirt (^Aligkeit ist euch von euwremHaupt gefallen.Dte Stätte gegen Mittag sind ver- schlossen/vnd ist niemand der sie auffthu / das gantze Zuda tst reinweggeführet. Hebt euwcre äugen auff/vnd sehet/wie sie von Mitternacht daher komm. Wo ist nun die Herd/so dir befohlen war/deine herrliche Herd? Wae wiltu sagen wen er dich so heim-- suchen wirt? Denn du hastsiesogewchnet wider dich/daß sie Fürsten vnd Häupter seyn wollen. Was gilts/es wirt dich angst ankommen wie ein Weib in Ktndsnöten? Vnd wenn du in deinem Hertzen sagen wilt:Warum begegnet doch mir solches?Vmb 7»ft. der menge willen deiner miffethat sind dir deine Säume auffgcdeckt/vnd deine Schcnckellmit gewalt )geblösset. Kan auch ein Mohr seine haut wandeln/oder ein Pardel seine flecken? So kön- net jr auch gute thun/weil ir deß bösen gewöhnet seyt.Darum wil ich sie zurstreuwen Mohr» wie Stoppeln/die für dem Winde auß der Wüsten verwebt werden. Dao sol dein lohn seyn/vnd dein thetl/denichdir zugemessen habe/spricht der HERR:Darumb/ daß du mein vergessen hast/vn verlässcst dich aufflügen/So wil ich auch deine Säu¬ me hoch auffdecken gegen dir/daß man deine Scham wo! sehen muß- Denn ich habe gesehen deine Ehebrecherey / deine Geylheit/deine freche Hurerey/ia deine grcuwel/ bcyde/auffHügclnvnd auff Eckern. Weh dir Zemsalem/wenn wiltu doch immer- mehrgereimget werden? xim.Lap. Gott besiM dem Propheten/daß er dem Volck theuwmng der Früchte verkündigen / vnd für sie nicht vmb gngde bitten solle/den» er wolle nicht hören/ Aber der Prophet bittet gleichw ol für das Volck. TbttiMmia. y Iß ist das wort/das der HERR zu Jeremla sagk/von * dk' theuwren zeit: Juda ligt jämerlich/ire Thor stehen elend/es stehet kläglich auff dem Land/vndist zu Jerusalem ein grosse dürre. Die grossen schi- ^^^^^M cken die kleinen nach Wasser/aber wenn sie zum Brunn kommen finden sie kein Wasser/vnd bringen ir Gefässe lär wider. Sie gehen trauwrig vnd betrübt/vnd verhüllen jre Häupter/darumb/ daß die Erde lechet / weil es nit regnet auff die Erden. Die Ackerleute gehen trauwrig/vn verhüllen /re Häup¬ ter. Denn auch die Hinden/so auff dem Felde werffen/verlaffen die jungen/ weil kein Graßwächßt. Das Wild stehet auff den Hügeln/vnd schnappet nach der lufft wie die Drachen/vnd verschmachtet weil kein Kraut wächßt. AlKH HERR/vnser miffethat habens ja verdienct/Aber hilffdoch vmb deines Na-» willen/Denn vnser vngehorsam ist groß/ damit wir wider dich gcsündiget Jeremie haben. Du bist der tröst Zsrael/vnd/r Nothelffer/ Warumb stellest» dich als werestu Mm'4,. « ein Gast im Lande/vnd als ein ^frembder/der nur vber nacht drinnen bleibt?War- lVch als e?Gast um b stellestu dich als ein Helt der verzagt ist/ vnd als ein Rise der Nit hclffen kan ? Du ftcmbder/ verzagter/ blfi hoch ja vnter vns/HERR/vnd wir heissen nach deinem Namen/vcrlaß vns nicht. Msc7nttau!'!mdbc! spricht der HERR von diesem Volck: Sie lausten gern hin vnd wider/vnd Ntchtvnshchfe? nicht gern heim / darumb wil ir derHERR nicht/ sondern er denckt nun an ire missethat/vnd wil ire sünd Heimsuchen. Vnd der HERR sprach zu mir: Du solt nicht für diß Volck vmb gnade bitten. Denn ob sie gleich fasten/so wil ich doch ir fle- 7mm.7» hen nicht hören.Vnd ob sieBrandopffer vnd Sperßopffer bringen/so gefallen sie mir doch nicht/Sondern ich wil sie mit dem SchwM/Hunger vnd Pestilentz/auffreiben. Da sprach Aeremia. Xim.Qp. 4z e Da sprach ich: Ach HEM HEM/ Sihe/die Propheten sagen jnen.Ir werdet Falsche Pro¬ tein schwerdt sehen / vnd keine theuwrung bey euch haben / sondern ich wil euch guten fried geben an diesem ort. Vnd der HEM sprach zu Mir : Die Propheten weissagen Sup'r. falsch in meinem Namen/Ich habe sie nit gesandt/vn inen nichts befohlen/ vnd nichts mit inen gerednSie predigen euch falsche gesichte/deutung/Abgötterey/vnd /res her- tzcntriegcrcy. Darum so spricht der HEM von den Propheten/ die in meinem Namen wetssa- gen/so ich sie doch nicht gesandt hab/vnd sie dennoch predigen/Es werde kein schwerdt noch theuwrung in diß Land komen/Solche Propheten sollen sterben durch schwerdt vnd hungcr.Vn das volck/dem sie weissagen/ sollen vom schwere vnd hunger auff den Gaffen zu Jerusalem hm vnd her ligen/daß sic niemand begraben wirt/Also auch ire Welbcr/Söne vnd Ächter/ vnd wil ire boßhett vbersie schütten/ Vnd du solt zu inen sagen diß wort: Meine äugen fliessen mitThrenentagvnd nacht / vnd hören nicht auff/ Denn die Jungkfrauw /die Tochter meines Volcks / ist greuwlich zuplagt/vnd jämmerlich Zuschlägen. Gehe ich hinauß auffs Feld / Sthe/so lrgen da erschlagene mit dem schwerdt /Kom ich in die Statt / so ligen da für hunger verschmacht.Den es müssen auch die Prophcten/darzu auch die Priester/in ein Land zichen/das sie nicht kennen. v /^Astu denn Juda verworffen k Oder hat deine Seel ein eckel an Äon k Warumb Fcremie ^hastu denn vns so geschlagen/daß vns niemand heylcn kan ? Wir Hoffeten es solt 6-p"s. Friede werden/so kommet nichts guts. Wir hoffcten wir selten heyl werden/aber sihe/ so ist mehr schadens da. HEM/ wir erkennen vnser Gottloses wesen/vnd vnser Vät- ter miffethat/Denn wir haben wider dich gesündiget/Aber vmb deines Namens wil¬ len laß vns nicht geschändet werden.Laß den Thron deiner herrligkeyt nicht verspottet werden/Gedenck doch/ vnd laß deinen Bund mrt vns nicht auffhören. Es ist doch ja vnter der Heyden Götzen keiner der Regen kündt geben/so kan der Himmel auch nicht regnen / Du bist doch ja der HEM vnser Gott / auff den wir hoffen / Denn du kanst solches alles thun. « Reg r«. r.psr.;;. Mose, k Samuel Virerlcy plagen. Sup.7.,1. E;ech.'4- xv.Lap. Der HERR fchlegt vem Propheten ferne brtt/fo er für das Volckgethan/gentzlrch ab/vnd grbrfm anrworr auff ferne klage. Nd der HERR sprach zu mir: Vnd wenn gleich Mose VN Samuel für mir stünden/so hab ich doch kein Hertz zu disem volek/ Treibe sie weg von mir/vnd laß sie hinfahrcn.Vnd wen sie zu dir sa¬ gen: Wo sollen wir hin k So sprich zu jnen: So spricht der HEM: Wen der Tod trifft/dm treffe er/wen das schwert trifft/den treffs/ wen der hunger trifft/den treffe er/wcn das gcfengkmß trifft/ den treffes. Den ich wil sie heymsuchen mit viererley" plagen/spricht der HEM.Mit dem schwert/daß sie er- « würget werden/mitHunden/die sie schleissen sollen mit den Vögeln deß Himels/vnd n» krdise v2p"aK mit Thicren auffErden/daß sie gefressen vn verweset werden sollen.Vnd ich wil sie in AsEchEAe allen Königreichen auffErden hin vnd her treiben lassen / vmb Manasse willen / deß VL Sons Ichiskia deß Königs Juda/ deßhalben/ das er zu Jerusalem begangen hat. vmerstch hat/vri ci» O^LEr wil denn sich deiner erbarmenIcrusalemkWer wirt denn mitleiden mit dir (M^habenkWer wirt denn hingehen/vnd dir frieden erwerben? Du hast nuch ver- Dräu- lassen/spricht der HEM/vnd bist mir abgefallen / Darumb hab ich meine Hand auß- Mnaffe. wm,-. gestreckt wider dich/ daß ich dich verderben wil. Ich bin deß erbarmens müd. Ich wlt sie mit der worffschauffel zum Land hinauß worffeln/ vnd wil mein Volck / so von sei¬ nem wäsen sich nit bekehren wtl/zu eytel Waisen machen/vn vmbbringen.Es solle mir mehr Wittwen vnter jnen werden den deß sands am Meer ist. Ich wil vber die Mut- H ter der <>r Pwphcl 'XV. Lap. ter der jungen Mannschafft kommen lassen einen offenbärlichen Verderber / vnd die Statt damit plötzlich vnd unversehens vberfallcn lassen/Daß dic/sosiben Kinder hat/sol elend seyn / vnd von hertzen scufftzcn. Denn jre Sonne sol bey hohem tag vn- Rom.s. tergehen/daß beyde / jr rühm vnd fteud / ern ende haben sol / Vnd die vberigen Wil ich ins Schwerdt geben für sren Feinden/spricht der HERR. Ah meine Mutter/daß du mich geboren hast/wider den jederman hadert vnd Insx.«, zanckt im gantzen Lande. Hab ich doch weder auffWucher geliehen noch genommen/ noch flucht mir jederman. (^^Er HERR sprach: Wolan/Ich wil euwer etliche vbrig behaltö/denen es sol wi- c: ^z^der wol gehen/ vnd wil euch zu hülffkomen in der not vnd angst vnter den fein- Tröstüg. s den.Mcynsiu nrt/daß etwa ein Eyftn sey/ welche kündte das Eysctt vn Ertz vo Mit- d?» 2ternacht zuschlagen k Ich wil aber zuvor euwer Gut vnd schätz in die Rappuse geben/ 2d«?" daß jr nichts dafür kriegen sollet/vnd daß vmb aller euwer sünde willen/dic jr in allen euwern grcntzcn begangen habt. Vn wil euch zu euwern feinden bringen/ in ein Land D^zr. das jr nichr kennct/Denn cs ist das ftuwcr in meinem zorn vber euch angangcn. ^fH HERR/ du weißt es/gedcnck an VNS/ vnd nim dich vnser an / vnd reche vns an Ieremie HAvnsern Verfolgern. Arm vns auff/vnd verzeuch nicht deinen zorn vber sie/Denn G^ct. du wcisscst / daß wir vmb deinen willen geschwächt Werder». In deß enthalt vns dein wort/wen wirs kriegen/vnd dasselb dein wort rst vnsers hertzen fteud vnd trost/Denn wir sind ja nach deinem Namen gcnennet/ HERR Gott Abaoth. Wir gesellen vns nicht zu den Spöttern/ noch frcuwen vns mit jncn/ Sondern bleiben alleine für dei¬ ner Hand/Deü du zürnest sehr mit vns. Warum wäret doch vnser schmertzen so lang/ vnd vnser wunden sind so gar böß/ daß sie niemand hcylen kan k Du bist vns worden wie ein Born/ der nlcht mehr quellen wrl. Darumb sprecht der HERR also: Wo du dich zu mir Heltest/So wil ich mich zu r> - dir halten/ vnd solt mein Prediger bleiben.' Vnd wo du die frommen lehrest sich ssn- Trosi m kAchc^°!!?sch^ dem von den bösen Leuten/So soltu mein Lehrer seyn. Vnd ehe duseltest zu jnenfal- len/ so müssen sie ehe zu dir fallen. Denn ich habe dich wider dtß Volck zur festen eher¬ nen Mauren gemacht / Ob sie wider dich streiten / sollen sie dir doch nichts anhabcn/ Denn ich bin bey dir/ daß ich dir hclffe/vnd dich errette/ spricht der HERR. Vnd wil dich auch erretten auß der Hand der bösen/ vnd erlösen auß der Hand der Tyrannen. xvi.Lap. Der HERR verbeut demprophetenbn Jüdischen Landketn Weib zu »emmeu/vitd kerne gemernschaffr mit inen zu l-uben. vcnner wolle sie erschrecklicher weise straffen. MMgM Nd drß HERRN wort geschach zu nm/vnd sprach: Du folt kein Wcib nemmen/ynd weder Söne noch Töchter zeugen an die- vrt. Denn so spricht der HERR von den Gonen vnd Töchtern/ so an diesem ort geboren werden/ dazu von jren Müttern die sie gcberen/ vnd von jren Vättern / dre sie zeugen in diesem Lande : Su sollen au Kranckhetten sterben / vnd weder beklagt noch begraben werden / sondern sollen mist werden auff dem Lande / Dazu durch Schwerdt vnd Hunger vmbkommen / vnd jre Leichnam sotten der Vögel deß Himels / vnd der Thier auffErden/speise seyn. Denn so spricht der HERR:Dusoltnicht zum Traurcnhauß gehen/vndsolt Ierem.7. auch niergcnd hin zu klagen gehen/noch mitleiden ober sie haben.Dcn ich hab meinen friede von diesem Volck weggenommen/spricht der HERR / sampt meiner gnade vnd barmhcrtzigkcit/Daß beyde groß vnd klein sollen in diesem Land sterben/vn nit begra ben noch geklagt werdcn/vn niemand wirt sich vber sie zuritzen/noch kal machen.Vnd 2Lnsithcsten)Brot/ man wrrt auch nitvnter sie" außtheilcn vber der klage / sie zu trösten vber der Leiche/ S--ch odttverAltt, auch Nlcht auß dem Trostbccher zu trincken geben vber Vatter vnd Mutter. Darumb 44- s (Leichen) Dastfl« vilMnder opfferten/ vst dem 9^-olech ver¬ brannten, vnd nichtige Götter gehabt / die nichts nützen können. Wie kan ein Mensch Götter machen/dte nicht Götter sind k Darumb sihe/Nun wtl ich sie lehren/vnd meine Hand vndgewaltjnen kund thun/Daß sie erfahren sollen/Ich heisse der HM. Nercnm. XVl.Lap. Darumb soltn in kein Trinckhauß gehen bey inen zu sitzen/weder zu essen noch zu tritt- Iettm.7 fkcn. Denn so spricht der HERR Icbaoth/der Gott Israel: Sihe/Ich wilandiesem ort auffheben/für euwren äugen vnd bey euwrem leben/die stimm derfreudenvnd wonne/ die stim deß Breutgams vnd der Braut. wenn du solche alles diesem Volck gesagt hast/vnd sie zu dir sprechen werden: Vrsach <^^Wärumb redet der HERR vber vns alle dtß grosse vnglück k Welchs ist die mis- derstraff. scthat vnd sünde/damit wir wider den HERRN vnsern Gott gesündigekhabenkSol- tu inen sagen: Darumb/ daß euwere Vatter mich verlassen (spricht der HERR) vnd andern Göttern gefolgt/denselbigengedienetvn sie angebettet/Mich aber verlassen/ vnd mein Gesetz nicht gehalten haben/vnd ir noch ärger thut denn euwere Vätten Denn sihe / ein jeglicher lebt nach seines bösen Hertze« geduncken/ daß er mir nicht ge¬ horche. Darumb wil ich euch auß diesem Lande stossen / in ein Land / davon weder jr noch euwere Vätter wissen/Daselbst solt jr andern Göttern drenen tag vnd nacht/ Daselbst wtl ich euch kein gnad erzeigen. (^1. Arumb sihe/cs kommet die zeit / spricht der HERR/ daß man nicht mehr sagen <^^Dwirt: So war der HERR lebt/dcr die Kinder Israel auß Egyptenland geführt hat. Sondern / So war dcrHERR lebt / der die Kinder Israelgeführt hat auß dem Lande der Mitternacht/ vnd auß allen Ländern/ dahin er sie verstossen hatte / Denn ich wil sie wider bringen in das Land/ das ich jrenVättern gegeben habe. o Sihe/ Ich wil vil Fischer außsenden/fpricht der HERR/die sollen sie sischen.Vnd darnach wtl ich vil Jager außsendm / die sollen sie sahen /auffallen Bergen / auffal- len Hügeln/vnd in allen Stemritzen. Denn meine äugen sehen auff allejre Wege/ daß sie für mir sich nicht verhälen können / vnd jre missethat ist für meinen äugen vn- Isrem r;. verborgen. Aber zuvor wil ich jre missethat vnd fände zwyfach bezalen/ darumb/daß sie mein Land mit den Leichen jrer Abgötterei) vttvnreimgt/ vnd mein Erbe mit jren greuweln voll gemacht haben. Ieremte ^ERR/du bist meine stercke vnd krafft/vnd meine Zuflucht in der not.Die Heyden Gup .4. ^Awcrden zu dir komm von der Welt ende/vnd sagen: Vnser Vätter haben falsche I»fr.r7- 1 """ " . xvii.Lap. Von straffevber diejenige so den HERRN verlaflen/vnv,cvertraowen anffMenschen st- yen/varneden auch ein gar ernstlich Gebe« / daß man den Sabbach sol heiligen. die Tafel jres hertzen gegraben/vnd auff die Hörner an jren Altären. Daß jre Kinder ge- dencken sollen derselben Altar vnd Haynen/bey den grünen Bäu- men auff den hohen Bergen. Aber ich wil deine Höhen/ beyde/ auff Bergen vnd Jeldern/sampt deiner Hab/vnd allen deinen Schätzen / in die Rappuse geben/vmb der" fände willen / in allen deinen Grentzen begangen. Vnd du solt auß <, deinem Erbe verstossen werden/das ich dir gegeben habe. Vnd wtl dtch zu Knechten UA-rcEL deiner Feinde machen / in einem Lande das du nit kennest / Denn jr habt ein Feuwer HE vudMeensie meines zorns angezündet/das ewiglich brennen wirt. AdeKaN^m, s spricht der HERR: Verflucht ist der Mann/ der sich auff Menschen verleßt/ c^Ivnd Helt fleisch für seinen arm/vnd mit seinem Hertzen vom HERRN weicht/ Der wirdt seyn wie die Heyden in der Wüsten/ vnd wirt nicht sehen den zukünfftigen tpost/sondern wirt bleiben in der dürre/in der wüsten/in einem vnfruchtbarn Land/ . s da niemand wohnet. Gesegnet aber ist der Mann/der sich auffden HERRN verleßt/ < . H tz vnd AerMophct Xvii.Lap. vnd der HERR seine Zuversicht ist. Der ist wie ein Baum am wasser gepflantzt / vnd plalm.b am Bachgewurtzelt. Denn ob gleich eine Hitze kommet/ fürcht er sich doch nicht/son-- dern seine Bletter bleiben grün / vnd sorget nicht wenn ein dürr jar kommet / sondern er bringet on auffhercn früchte. ist das'Hertz ein trotzig vnd verzagt ding/wer kan es ergründen? Ich der M nM vAA <^NHERR kan das Hertz ergründen/vnd die Nieren prüfen/vnd geb einem jcgli- chen nach seinem khun/nach den ftüchten seiner werck. Denn gleich wie ein Vogel/der ^ber Eyer setzt/vrrd brütet sie nicht auß/also ist der/so vnrecht Gut samlet / Denn er muß davon wenn ers am wenigsten acht/ vnd muß doch zu letzt spott dazu haben. N-AMau E Aber die stett vnsers Heiligthumbs/nemlich der Thron Göttlicher chr/ist allezeit o be!§ÄMsniI fest blieben. Den HERR du bist die Hoffnung Israel/Alle die dich verlassen müssen zu Auff Temsch schänden werden/vn die abtrünnigen müssen in die Erden geschrieben werden/Denn Ae-M sie verlassen denHERRN/die Quelle deß lebendigen Wassers. Heyle du mich HERR/ wÄ!LFEchbL so werde ich heyl.Hüff du mir/so ist mirgcholffen/ Denn du bist mein rühm. scs -rcragcu. Sihe / sie sprechen zu mir: Wo ist denn deß HERRN wort k Lieber laß hergehcn. r-Lsrin.4. Sadist rühm bey Aber ich bin darumb nicht von dir gesiohen/mcin Hirte. So hab ich Menschen d tag dc>ch ck^Tmchcs nicht begert/das werstu.Was ich geprediget habe das ist recht für dir. Gey du mir nur N nicht schreckÜch/mcmL Zuversicht in der not. Laß sie zu schänden werden die auch ver- folgen/vnd mich nicht / Laß sie erschrecken/ vnd mich nicht /Laß den tag deß vnglücks vber sie gehen/vnd zerschlage sie zwyfach. spricht der HERR zu mir: Gehe hin/vnd tritt vnter das Thor deß velcks/da- Sup.^. ^Idurch die Könige Juda auß vnd eyn gehen/ vnd vnter alle Thor zu Jerusalem/ vnd sprich zu jnen.Höret deß HERRN wort jr Könige Iuda/vnd gantz Iuda/vnd al¬ le Eynwohner Zu Icrusalem/so zu diesem Thor eyngehen. So spricht der HERR:Hü- Sabbath. tet euch/ vnd traget keine last am Sabbachs tage dlrrch die Thor hineyn zu Icrüsa- lem/vnd führet keine last am Sabbaths tage auß euwern Hauftrn/vnd thut keine ar- beit/sondern hcyliget den Sabbath Lag/ wie ich euwern Vättern gebotten habe. Aber sic hören nicht / vnd neigen jre ohrm nicht / sondern bleiben halßstarrtg / daß sie mich fa nicht hör en/noch sich ziehen lassen. So jr mich hören werdet / spricht der HERR / daß jr keine last traget deß Sab/ v bachs tage durch dieser Statt thor eyn/ sondern dcnselbige hcyliget/ daß jr kein arbeit Verheisi am selbigen tage thut/So sollen auch durch dieser Statt thor auß vnd eyn gehen Kö- nige vnd Fürsten(die auffdem Stul Dauids sitzen)vn reyten vnd fahren/beyde/auff Wagen vnd Rossen/sie vnd jre Fürsten/ sampt allen die in Juda vn Jerusalem woh- nen/vnd so! diese Statt ewiglich bewohnet werden. Vnd sollen komm auß den Stät- tenIuda/vnd die vmb Jerusalem her Ligen/vnd auß dem Lande BenIamin/auß den gründen/vnd von den Gebirgen/ vnd vom Mittage / die da bringen Brandops- ftr/Opffer/Speißopffer/vnd Weyrauch zum Hause deß HERRN. Werdet jr mich aber nicht hören/ daß jr den Sabbath tag heyliget/vnd keine last Dräm traget durch die thor zu Jerusalem eyn am Sabbath tage/So wilich ein feuwer vm w»»g. ter jren Thoren anstecken / das die Häuser zu Jerusalem verzehren /vnd nicht gelescht werden sol. XVIII. Lap. Gott schickt dm Propheten in eins Töpffers Hauff/vnd gibt »m daselbst feinen rahtschlag w verstehen/mik befchl/das Volck also zur Buß vnd besserung zu ermanen. Der Prophet erzeh- ler auch seine gsfahr/ dann« er bex dem Volck steher / vnd betet verwegen zu Gott. W ist das wort/das gcschach vom HERRN zu Jem L Töpffers mia/vndsprach.Mache dich auff/vnd gehe hinab in deß Töpffers Hauß / daselbst wil ich dich meine wort hören lassen. Vnd ich gieng hinab in deß Töpffers Hauß. Vnd sihe/er arbeitet eben auffder schet- bem 45 ».Reg.;. a Vel, da» lassen wir. Ucrcmia. XViii.Lap. ben. Vnd der Topff/so er auß dem Thon machct/mißriet jm vntern Händen» Da ma¬ chet er widerum einen andern Topff/wie es jm gefiel.Da geschach deß HERRN wort zu mir/ vnv sprach: Kan ich nicht auch also mit euch vmbgehen / jr vom Haust Israel/ N 45 dieser Töpfferkspricht der HERR» Sihe/ wie der Thon ist in deß Töpffers Hand/ Snfr.'-. also stytauchjr vom Hause Israel in meiner Hand» Plötzlich rede ich wider eilt Volek vnd Königreich/daß ichs außrotten/zerbrechen vnd verderben wölle.Wo sichs aber bekchretvon seiner boßheit/dawider ich rede/So sol mich auch rcuwen das vnglück/das ich sm gedacht zu thun.Vn plötzlich rede ich von Verma- einem Volek vnd Königreich/ daß ichs bauwen vnd pflantzen wälle/ So es aber böses thut für meinen augen/daß es meiner stim nicht gehorcht/ so sol mich auch reuwcn das gut/das ich jm verheissen hatte zu thun. u sprich nun zu denk in Iuda/vn zu den Bürgern zu Ierusalem:So spricht der / ich bercyte euch ein vnglück zu/ vnd habe gedancken wider euch» Darumb kehre sich ein jeglicher von stillem höstn westn/vnd bessert euwer wesen vnd thun. Aber sie sprechen:" Da wirdt nichts auß / Wir wollen nach vnsern gedancken wandlen/vnd ein jeglicher thun nach gcvuncken seines bösen Hertzem Darumb spricht dcrHERR: Fraget doch vnter den Heyden / Wer Hatje beglei¬ chen gehörttdaß die Iunaksi auw Istael so gar greuwlich ding thut k Bleibet doch der Schnee lenger auff den Steinen im Felde / Wenns vom Libanon herab schneyet/ vnd das Regenwaffer verscheußt nit so bald/als mein Volck mein vcrgiffct. Sie räuchern den Göttern/vnd richten argemiß an auffjren wegen für vnd für/vn gehen auff vn- k gebetteten strassen.Auffdaß jr land zur lvüsten werdc/jnen zur ewigen schande/Daß/ wer fürüber gehet/ sich verwurrdere / vnd den Kopffschüttele. Denn ich wil sie durch einen Ostwindzerstreuwen für jren Feinden/Ich wil inenden rücken vnd nicht das Antlitz zeigen/wenn sie verderben. tfl/wie«» v?ge/e.l. §^sBer sie sprechen: Kommet vnd laßt vns wider Ieremia rahtschlagcn/ Denn die Verfol- ^^.Pricster können nicht irren im Gesetze/vnd die Weisen können nicht'fehlen mit -ung rahtcn/vnd die Propheten können nicht vnrccht lehren. Kommet her/laßt vns in mit hA/ S.e flnd «»p «- der Zungen todschlagen/ vnd nichts geben auffalle seine rede. Gebett HERR/Hab acht auff micb/vud höre dre stim meiner Widcrsächer.Ists recht/daß Jeremie. man guts mit bösem vergilt k Denn sic haben »reiner Seelen eine Gruben gegraben» Gedencke doch wie ich für dir gestanden bin/daß ichjr bestes redet/vnd deinen grün vorr jncn wendet. So straff nun jre Kinder mit hunger/vnd laß sic ins Schwerdt fal- len/daß jre Weiber vnd Wittwen on Kinder styn/vnd jre Männer zu tod geschlagen/ vnd jre junge Manschafft im streyt durchs schwert erwürget werde. Daß ein geschrey auß jren Häusern gehöret werde / wie du plötzlich habest Kriegßvolck vber sie kommen Inft «. lassen. Denn sie haben eine Gruben gegraben mich zu sahen / vnd meinen süssen str ick gelegt.Vnd weil du/HLRR/wciffcst alle jre anschläge wider mich/daß sie mich tödten wollen/ So v vergibinenjre miffechatnicht / vnd laßjresündefür dir nichtaußgctii- (vergüt)Laß getwcrden/Laß sie für dir gestürtzt wcrden/vnd handelmitjnen nach deinem zorn. — nicht. XIX.Qp. Der prophetwl'tdt m einer andern gestalt bericht vom vorhaben Gottes / vnd was vngkäcks vber Jerusalem vnd Tophet gehe« werde. O spricht der H e RR: Gehe hin / vnd kauff dtr emm Erdmerkmg. erdenen Krug vom Töpffer/ sampt etlichen von den Eltestcn deß BenHinom Dolcks/vnd für den Eltesten der Priester/ Vnd gehe hinauß ins thal M BenHinnom/das für demZigelchorligt/vnd predige daselbst die wort die ich dir sage/vnd sprich: Höret deß HERRN Wort jr Köni¬ ge Juda/ vnd Bürger zu Jerusalem/ So spricht der HERR Zebaoth/ der Gott Ist H iij raeü Acr tzwphtt XIX. Lap. rael: Sihe / ich Wil ein solch vnglück vber diese Statt gehen lassen/daß/ wer cs hören wirt/jm die ehren klingen sollen. Darumb/daß sie mich verlassen/ vnd diese stätt ei- MMtk mm frcmbdcn Gott gegeben haben/ vnd andern Göttern drinnen geräuchert haben/ r-y Baal, die weder sie nochjre Vätter/noch die Könige Juda / gekannt haben /vnd haben diese stätt vollvnschüldiges Bluts gemacht.Denn sie haben dem Baal Höhen gebauwet/ fte Kinder Ztr verbrennen / dem Baal zu Brandopffern/ welche ich jnen weder gcbot- Len noch davon geredt habe/dazu irr mein Hertz nie kommen ist. Darumb sihe / Es wirt die zett kommen / spricht derHERR/ daß man diese stätt g nicht mehr Thopheth/ noch das rhal BenHinnom / sondern Würgetha! heissen wirt. Straffe Denn ich Wil den a Gottesdienst Iiida vnd Ierttsttlem dieses orts Zerstörer;/ VN Wil sie d-r Abgott«. D,e Prop'hcem h^ durchs fthwett fallen lassen für jren Feinden / vnter der Hand dere / so nach irem leben s^y'otcrfM stehen/vnd wil ire Leichnam den Vögeln deß Himmels vnd den ThicrenauffErdcn Irrem.7. Ur M fressen geberr/Vnd Wil dise Statt wüst machen/vnd zum spott/ daß alle die fürüber EIrmEr E'. gehm/werden sich verwundern vber alle jrer plage / vnd jr spotten. Ich wil sie lassen ft» Rahtodcr- Lch- jrer Sone vnd^öchter fleisch freffcn/vnd Liner sol deß andern fleisch fressen in der not Deut.rs. flA vnd angst/damit sie ire Fcittd/Vttd die/so nach irem leben stehen/bedrengen werden. Vnd du solt den Krug zubrechcn für den Männern/die mit dir gangen sind.Vnd vcrdolmetscht hake. sprich zu jnen:So spricht der HERR Zebaoth: Eben wie man eins Töpffers gcfäß zu- bricht/das nicht mag wider gantz werden/ So wil ich dißZZolck vnd diese Statt auch zubrechen/vnd sollen dazu im Thopheth begraben werden / weil sonst kein raum seyn wirt zubegrabm. So wil ich mit dieser stätt (spricht der HERR) vn seinen Eynwoh- s»p. 7. ncrn vwbgchrn / daß diese Statt werden sol gleich wie Thopheth. Dazu sollen die Häuser zu Ierusalcm/vnd die Häuser der Könige Iuda/ebm so vnrein werden als die Mtt Thopheth. Ja alle Häuser / da sie auff den Dächern geräuchert haben allem Heer deß Himmels / vnd andern Göttern Tranckopffer geopfferk haben. öa Ieremia wider von Thopheth kam / dahin jn der HERR gesandt hatte c^Azu weissagm/trat er in den Vorhofam Hause deß HERRN/vnd sprach zu allem Mck: So spricht der HERR Zebaoth/der'GottIsrael: Sihe/Ich wil vber diese Statt vnd vber alle ire stätt alle das vnglück kommen lassen / das ich wider sie geredt hab^Darumb/daß sie halßstarrig smd/vnd meine wort nicht hören wollen. xx.Lap. pashur der priefferschlegtIeremlam-vnlegtingefangen.DerprophLtsügtsm/was straff' sm von Gorr begegnen wervc/mtr anhangenver klage/ daß er mtc felner predigt verspottet vnd verfolget werde. A aber' Pachur/ein Son Zmmer deßPriesters/ so MMDLW zunr Obersten im Hause deß HERRN gesetzt war/Iercmiam hör- Iercmi- Magun/Nßch^r. te solche wort weissagen/schluger den ProphetenIercmianr/vnd schl7qm/^o rÄa"deLftmnn>a lvarffjn ins Gcwclbe vnter dem öbcrthor BenIamin / welches am '"1 s^gn'K men.Mssoltrrsagc: ^,.5. tN- scivorfte». Du seit Nit so groß/ 0- Hause oep ist. hm! wÄsfRame Vl'.o da es morgen ward / zog Pachur Icremiam aiiß dem Gewelb. Da sprach lEetssoudcmfurcht Ieremia zu jM'.Der HERR heisset dich likcht Pashur/sondcm Magur vmb vnd vmb. Denn so spricht der HERR: Sihe/Ich wil dich sampt allen deinen Freunden m die gebcn/vnd sollen fallen durchs schwerejrer Feinde/Das soltrr mit deinen äugen schm. Vnd wil das gantze Judam die Hand deß Königs zu Babel vbergcben/der so! sie wcgführen gen Babcl/vnd mit dem schwere tedten. Auch wil ich alle Güter dieser Statt sampt allem das sie gcarbettet/vnd alle Kleinst/ vnd alle Schatze der Könige Iuda/tn jrer Feinde Hand geben / daß sie dicselbigcn rauben/ nemmen / vnd gen Ba¬ bel bringen. Vnd duPashur solt nur allen deinen Haußgmoffm gefangen gehen/ vnd gen Babelkommen/daselbftsoltu sterben vnd begraben werden/ sampt allen dei¬ nen Freunden/welchen du lügen predigest. HERR > Acrcmia. xx.Lap. 46 ^»ERR/ Du hast mich ^vberredk/vnd ich hab mich vberreden laffm/ Du bist mir v Jeremia ^Azu starck geweßt/vnd hast gewonnen. Aber ich bin drüber zum spott worden tag- prAÄ mchL-t lieh / vnd jederman verlacht mich. Denn sint ich geredt/geruffen vnd gepredigt habe ^uchtg7wI"/daß s»d verfolg«. p^n plag vnd Verstörung / ist mir deß DERRN Wort zum hohn vnd spott worden ^4 w-- täglich. Da dacht ich/Wolan/ich wil sein nicht mehr gedencken/ vnd nicht mehr in sei- "»dAeN ncm Namen predigen / Aber es ward in meinem hertzcn wie ein brennend feuwer/ in meinen gebeinm verschlosscn/daß ichs nicht leiden kundte / vnd wer schier vergangen. Denn ich höre/wie mich vil schclten/vnd allenthalbmschrecken: Hui verklagten. Wir wollen jn verklagen (sprechen alle meine Freunde vnd Gesellen) ob wir in vber- forcheücn/vnd jm beykommen mögen/vnd vns an jm rechen. Aber der HERR ist bey mir wie ein starcker Held / Darumb werden meine Verfolger fallen/vnd nit obligcn/ sondern sollen sehr zu schänden werden / Darumb / daß sic so khörlich handeln / ewig Wirt drc schände seyn/derman nicht vergessen wirt. Vnd nun HERR Jebaoth/der du die Gerechten prüftst/Nieren vnd Hertz sihest/ laß mich deine rach an inen schcn/Denn ich hab dir meine fach befohlen. Singet dem HERRN / rühmet den HERRN / der dcß armen leben auß deß boßhafftigen Händen errettet. b^HErfiucht sey der tag darinn ich gcbsrn bin der tag müsse vngesegnet seyn darinn ?crcmie meine Mutter gcbor n hat.Vcrflucht scy der/so meinem Vatter gute Bott- schafft bracht/vnd sprach: Du hast einen jungen S on/ daß er jn frelich machen wolt. Geu-s.ls. Derselbige Mann müsseseynwie die Stätte/so der HERRvmbgckchret/vnpjnnit gereuwen hat / vnd müsse deß morgens hören cm geschrey / vnd deß Mittags ein heu¬ len. Daß du mich dock nicht gctödtet hast in Muttcrlcibc/daß mein Mutter mein Grab gewesen / vnd jr Lelb ewig schwanger blieben were. Warumb bin lch doch auß Mutterleib herfür komen / daß Lch selch jammer vnd hertzmleid sehen muß / vnd mei¬ ne rage mit schänden Zubringern XXI.Qp. DerNSnlg Zedekia leßtIeremlam fragen/sis dr'e Statt Jerusalem belägertwar/wess maa zugewarkewvnd er verküvdigr jm die Zerstörung Juda vnd Jerusalem, nach vem befehl Gottes. DMWU W rst das wort / so vom HERRN geschach zu Zeremta/ da der König Jedckia zu jm sandte pakhur/den Son Malchia/vnd Jedckia. Icphanja/den Son Macseja deß Priesters/vnd ließjm sagen: Frage " doch den HERRN für VNS/ Denn NebucadNezar/der König zuBa- Diser König bel/streit wider vns/Daß der HERR doch mit vns thun wölle nach al- len ftürcn Wundern/damit er vor; vns abzöge. zarcsdochscnstNe- Weissa- Ieremia sprachzu jnen / So sagt Jedcüa: Das spricht derHERR / der GottIs- »2. Umna rae!: Slhe/ich wil die Waffen zu rück wcnden/dre jr in cuwren Händen habt/damit jr v.-d Tusa- streitet wider den König zu Babel / vnd wider die Khaldeer / welche euch draussen an der Mauren bclägn t haben/vnd wü sie zu hauffsamlen mitten in der Statt.Vnd ich wil wider euch streiten mit außgercckter Hand / mit starckem arm / mit grossem Zorn/ grim vnd vnbarmhertztgkeit/Vnd wrl die Bürger dieser Statt schlagen/bcydeMen- Ittfr.zs. sthxn VND Vich/daß sie sterben sollen durch em grosse pestllentz. Vnd darnach(spricht der HERR) ich wil Icdckia/den König Fuda/sampt seinen Knechten vnd dem Volck/ das in dieser Statt für der pestilentz / Schwert vnd Hunger / vbcrbleibcn wirdt/gc- bcn irr die Hande NebucadRczar/dem Könige zu Babel/vnd in die Hände jrer Feinde/ vnd in die Hände dere / so jnen nach dem leben stchm / Daß er sie mit der scherpffe deß Schwerdts also schlage/daß kein schonen noch gnad / noch barmhertzigkeit/da sey. k sage diesem Volck / So spricht der HERR: Sche / ick lege euch für den weg I,rcm.;8. leben/ vnd denwegzum rode. Wer in dieser Statt bleibet/der wüt sterben H iiij müssen HerMophet xxii.Lüp. müssen durchs Schwerdt/ Hunger vnd pestilentz. Wer aber hinauß sich gibt zu den Khaldeern/dic euch belägern / der so! lebendig bleiben / vnd sol sein leben als ein Auß- beute behalten. Denn ich hab mein Angesicht vber diese Statt gericht/ zum vnglück/ Infr.z,. vnd zu keinem guten/spricht der HERR. Sie sol dem König zu Babel vbergeben wer- den/daß er sie mit fcuwer verbrenne. Vnd höret deß HERRN wort/vom Hause dcß Königs Zvda.Du Hauß David so spricht der HERR: Haltet deß morgens Gericht/vnd errettet den beraubten auß deß freffelers Hand / Auff daß mein grim nicht außfahre wie ein feuwer / vnd brenne also/daß niemand leschen müge/vmb cuwers bösen wesens willen. Sihe / spricht der HERR/M sage dir/die du wohnest im grunde/in den Felsen/vnd auff der ebene/vnd sprichsuWer wil vns vbcrfallcn/oder in vnscr feste kommen ? 'Ich wil euch hcimsuchen (spricht der HERR) nach der frucht euwers chuns. Zch wil ein Feuwer anzünden in irem Walde/das sol alles vmbher verzehren. XXII.Qp. Der Prophet vermsriet den RZnig/vnd alles Volck/zur bessevnng,'res lebens/mi't an;etgung tt-as NN von Sallum / welcker son?t Ioachas genannt / deßgletchen auch von Joiaklitt / bexden SönenyefiAänlgs I»sra/vnvfolgendö vom Lhanja oder Iechoma/ dem SoneJoksklm / eröff- _net rvorden. ^MMG O spricht der H§NR:Gche Hinab in das Hauß deß König» Iuda/vnd rede daselbst biß wort/vn sprich: Höre deß HER. REN wert du König Juda/der du auff dem Stnl Damd sitzest/ beyde/du vnd deine Knechk/vnd dein Volek/ die zu diesen thoren cyn- gehen. So spricht der HERR: Haltet Recht vnd Gcrechtigkeyt/vnd errettet derr beraubten von deß fteffelers Hand/vnd schindet nicht die Frembdlinge/ Waisen vnd Witrwcn/vnd thut niemand gcwalt/vn vergiesset nicht vnschüldig Blut an dieser stctt. Weroet ff solchs thun / So sollen durch die Thor dieses Hauses eynzie- henKömge/die auff Davids Stvlsitzen/beyde/zu Wagen vnd zu Roffz/samptjren Knechten vnd Volck: Werdet ff aber solchem nicht gehorchen / so hab ich bcy mir selbs geschworen (spricht der HERR) diß Hauß sol verstöret werden. Denn so spricht der HERR von dem Hause dcß Königes Juda: Gilead/du bist s mir das Haupt im Ltbanon/Was gilts/ich wil dich zur wüsten/vn die Stätte on Eyn- Gehe?liget. wohner machen. Denn ich habe Verderber vber dich" bcstellet/einen ffglichen mit sei¬ nem Waffen/die sollen deine außerwchletenKedernvmbhauwen/vnd ins fcuwer werffen.So werden vil Heyden für dieser Statt vber gehen/vnd vnkernander sagen: Deuk.r-. Warumbhat der HERR mit dieser grossen Statt also gehandelte Vnd manwirdt antworten: Darumb/daß sic den Bund deß HERRN ffcs Gottes verlaffen/vnd an¬ der Götter angcbetek/vnd denselbigcn gedicnet haben. O^ZEynet nicht vber die Todten/vnd grämet euch nicht drumb/Weynet aber vber (^)den/der dahin zeucht / Denn er nimmer wider kommen wirt/ daß er sein Vat- Sallum. terland sehenmöchte. Dennso spricht derHERR von Sallum/dcm SonIosia/deß 4-Reg.r;. Königes Mda/welcher König ist an statt seines Vatters Fosia/der von dieser stett hinauß gezogen ist/ er wirt nit wider herkommen/sondern muß sterben an dem ort/da er hin gefangen geführt ist/vnd wirt diß Land nicht mehr sehen. dem/der sein Hauß mit sünden bauwet/vnd seine Gemach mit vnrecht/der e AH^seinen Nehesten vmb sonst arbeiten leßt/vn gibt im seinen lohn nicht. Vnd den- cket/Wolan/ ich wil mir ein groß Hauß bauwen/ vnd weite Paläst / vnd leßt im Fen¬ ster dreyn havwen/vnd mit Kedern täfeln/vnd roht malen.Meynestu/du wöllest Kö¬ nig seyn/weil du mit Kedern prangest? Hat dein Vatter nicht auch gessen vnd getrun- cken/vnd hielt dennoch vber dem Recht vnd Gerechtigkeit/vnd gieng im wolkEr halff dem elenden vnd armen zu Rechr/vnd gieng im wol. Ms nicht also/ daß solchs heißt/ mich recht erkennerffspricht der HERR. Aber deine äugen vnd dein Hertz stehen nicht also/ Aeremm. xxii.^üp. 47 also / Sondern auffdeinem geitz / auffvnschüldig Blut Zu vergiessen /zu fteffclu vnd vnterzustoffcn. v Darumb spricht der HERR von Joiakim / dem Son Jossa / dem Könige Juda: Joiakim. Straffe Man wirt in nicht klagen/AH Brudcr/Ah Schwester.Man wirt in nicht klagen/AH Re?' Herr/Ah Edcler.Ersolwie ein Esel begraben werden/zerschleifft vnd hinauß geworf- Infr z-, ft« für die Thor Jerusalem. Ja denn gehe hinauffauff den Libanon vnd ftbrey/vnd laß dich hören zu Basan/vnd schrey von Abarim/Den alle deine Liebhaber sind jäm¬ merlich vmbbracht. Ich hab dirs vor gesagt/da es noch wol vmb dich stund / Aber du sprachst : Ich wil nicht hören. Also hast» dein Lebtag gethan/daßdu meiner stim nit gehorchest. Der Wind' weydet alle deine Hirten/ vnd deine Liebhaber ziehen gefan- lugmdaus? gen dahin/Da mußtu doch zu spott vnd zu schänden werden/vmb aller deiner boßheit (wexvc!) Tmsor willen. Die du letzt im Libanon wohnest/vnd in Kedern mstest/wtc schön wirst» sehen Meh. wenn dir schmertzen vnd weh kommen werden/wie einer in Kindsnötenk 4R-g-4 M^Owartchlebe(sprichLderHERR)wettnKhania/dLrSonIoiak!M/derKönig Khanja. ' Juda / ein Siegelring were an meiner rechten Hand / so wolt ich in doch abreiss sen/ vnd in die Hände geben dere/ Vic nach deinem leben stehm/vnd für welchen du dich fürchtest/ncmlich in die Hände NebucadRczar/ deß Königs zuBabcl/vnd der Khaldeer. Vnd wi! dich vn deine Mtttcr/die dich gcborn ßat/in em ander Land tret- ben/das nicht euwer Vatcerland ist/vnd solt daselbst sterben/ Vnd in das Land/da sie von hertzö gern wider hin weren/sollen sie nicht wider komen.Wie ein ekender/verach- ter/verstoffencr Man ist doch Khanjakcin vnwährtgefäß/Ahwie ist er doch sampt fti- mm samcn so vertrieben/vnd in ein vnbekantes Land geworffenD land/land/land/ höre deß HERRN wort. So spricht der HERR.Schreibctan diesen Mann für einen verdorbncn/einen Man/dem es sein lebtag rrit gelinget. Den er wirt das glück nit ha- ben/dzjemand seines samens auffdem Stul Dauid sitze/ vn fürter in Juda herrsche. xxm.Lap. V^rkkmdlgtmgGSttlrchLrstraffcvdervle Gottlose Gberkett/vnsfalschLprophLten over Lehrer. MME Eh euch Hirten /dre ft die Herde meiner wepde vmb- E--* !.- bringet vnd zurstrcuwcr / spricht dcrH ER R. Darumb spricht der HERR/der Gott Isracl/von den Hirten/die mein Volckweyden: I;- ^abt meine Herd zerstrcuwet/vnd verstoffen/vnd nit besucht. Si- he/Ich wil euch heimsiichcn vmb euwers bösen wäsms willen/spricht der HERR. Vn ichwtl die vbrigen meiner Herde samlen auß allen Ländern dahin ich sie verstossen hab/ vnwil sie wider bringen zu iren Härten / daß sie sollen wachsen vnd vil werden. Vnd ich wil Hirten vber sie setzen/ die sie weyden sollen / daß sie sich nicht mehr sollen fürchten noch erschrecken/noch heimgesucht werden/spricht der HERR. v E' He/ es kommet die zeit/ spricht der HERR / daß ich dem Dauid ein gerecht Ge- erwecken wil/vndsolein Königseynderwolregieren wirt/vndRecht Weissa- vnd Gerechtigkeit auff Erden anrichten. Ar desselbigen zeit sol Juda geholffen wer- von den / vnd Israel sicher wohnen. Vnd diß wirdt sein Mme seyn/daß man in nennen Christ». jVirt/HERR/dervnferGcrcchtigkeitist. Darumb sihe/es wirt die zeit komm/ spricht der HERR / daß man nicht mehr sa- Isrem..-. gen wirr: So war der HERR lebt / der die Kinder Israel auß Egyptenland geführet hat.Sondern/So war der HERR lebt/der den samen deß HausesIsrael hat herauß geführet / vnd bracht auß dem Lande der Mitternacht / vnd auß allen Landen dahin ich sie verstossen hatte/daß sie inirem Lande wohnen sollen. Wider die Propheten. A?W Eitt Hertz wil mir in meinem Leibe brechen/ alle meine Gebeine zittern/Mir ist Wie einem truncken Mann/vnd wie einem dcrvom Vein daumelt/für dem HERRN a (Heuckeic^)Falsch Geistlich lebm vnd rnißgiasbcn. d (prevrgetrLvme) i-»en nut sncden/vnd. sage nicht / daß mein Worts met/ Sondern cs sey semwork/vndhabset nen Namen. e (Skale) Fälschlich deutcn/vn damit den ,, ,, ... EE»djrechk Wort sggen/spricht der HERR / vnd predigen dieselben/ vnd verführen mein Volek mit jren andere lehre Verfüh¬ rer. c Nerv?fEchs spricht'der HLRR:Bin i'ch's nicht/der Himmel vnd Erden füllettspricht der HERR? fthe ich >r falsches leh - .... - ... — ren nicht. HERRN/vnd für seinen heyligen Worten. Daß das Land so voll Ehebrecher ist/ daß das Land so jämmerlich stehet/daß so verflucht ist / vnd die Auwen in der wüsten ver- dorren/vnd jr leben ist böß/vnd jr Regiment taug nichtDenn beyde/Propheten vnd Snp ^ Priester / sind Schälcke/Vnd finde auch in meinem Hauß jre boßheit/spricht der HERR.Darumb ist jr weg wie ein glatter weg im finsiern/darauffsie gleiten vnd fal¬ len. Den ich wil vnglück vber sie kommen lassen/ das jarjrer heymsuchung/spricht der HERR. Zwar bey den Propheten zu Samaria sähe ich thorheit/daß sie weissagten durch Baal/vn vcrführctcn mein Volck Israel: Aber bey den Propheten zu Jerusalem sehe ich greuwel/wie sie Ehcbrcchen/vnd gehen mit lügen vmb /vnd sterckcn die bsßhaffti- gen/auffdaß sich ja niemand bekehre von seiner boßheit. Sie sind alle für mir/ gleich wie Sodoma/vnd jre Bürger wie Gomorra. Darumb spricht der HERR Zebaoth Jerem.,. von den Propheten also: Sihe/Ich wil sie mit Wermut speisen/vnd mit Gallen treu- cken/Den von den Propheten zu Jerusalem komet " heuchelet) auß ins gantze Land. spricht der HERR Iebaoth:Gchorcht nit den Worten der Propheten/ so euch o / sie bekriegen euch / Denn sie predigen jres hertzen gesicht/ vnd nicht auß deß HERRN munde. Sie sagen denen die mich lästern/DerHERR haes gesagt: Es wirt euchwol gehen. Vnd allen/die nach jres hertzen dunckel wandeln/sagk sie:Es wirt kein vnglück vber euch kommen: Denn wer ist im raht deß HERRN gestanden/ der sein wort gesehen vnd gehöret habe ? Wer hat sein wort vernommen vnd gehöret? Sihe/Es wirt ein Wetter deß HERRN mitgrim kommcn/vnd ein schrecklich vrr- gewitter den Gottlosen auffden Kopfffallen. Vnd deß HERREN Zorn wirdt nicht nachlassen/biß er thuevnd außrichtewas er im sinn hat/hernach werdet jrs wol erfahren. Ich sandte die Propheten nicht/noch liessen sie/Ich redet nicht zu jnen/ noch weissagten sie. Denn wo sie bey meinem Raht blieben/vnd hettm meine wort mei- h nem Volck geprediget/so hettcn sie daffelb von jrem bösen wasen vnd von jrem bösen LV? M leben bekehret. Bin ich nicht ein Gott / der nahe ist / spricht der HERR / vnd nicht ein Gott der L ferme seyMeynstu / daß sich jemand so heimlich verbergen könne/ daß ich jn nit sehe? ^o^KH höre es wol/daß die Propheten predigen/vnd falsch weissagen in meinem ^^Namen/vnd sprechen: Mir hat geträumet/mir hat geträmnct. Wenn wöllcn doch ore Propheten auffhören ? Die falsch weissagen / vnd jreö hertzen rriegerey weis¬ sagen/vnd wöllen/daß mein Volck meines Namens vergesse vberjren Träumen/ die einer Dem andern prediget/ Gleich wie jre Vätter meines Namens vergassen vber dem Baal. Ein Prophet der Träume hat/der" predige Traume/Wer aber mein Wort hat/ L^-last-memc.7^a der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stro vnd WeytzenZusammen ? spricht - herHERR. IftmeinWortnichtwieeinFeuwer/sprichtderHERR/vnd wieein L^Äcy Hammer/der Felsen zuschmeist? t Darumb sihe/ich wil an die Propheten/spricht derHLRR/die mein wort' sta¬ len einer dem andern. Sihe/ich wil an die Propheten/spricht der HERR/ die jr eygen wort führen/vnsprechemEr hats gesagt. Sihe/ich wil an die/so falsche Traume weis- s. ' . " ! lügen vnd losen chcydingen/So ich sie doch nicht gesandt/vnd jnen nichts befohlen ha be/vnd sie auch diesem Volck nichts nütze sind/spricht der HERR. O^KEnn dich diß Volck/oder ein Prophet/oder ein Priester/fragen wirt/vn sagen: k ^H^Welchs ist die Last deß HERRN ? Soltu zu jnen sagen / was die Last sey / Ich wü euch hinwerffen/spricht der HERR. Vn wo ein Prophet oder Priester/oder volck/ wirdt sagen: Das ist die Last deß HERRN / denselbigen wil ich heymsuchen/vnd sein Hauß dazmAlso sol aber einer mit dem andern reden/vnd vnteretnander sagenWas antwort L antwort der HERR / vnd was sagt der HERR. Vnd nennets nicht mehr kLast deß f HERRN/Denn einem jeglichen wirdt sein eygen wort eine last seyn/weil jr also die sp^T§pw/hc'! wort deß § lebendigen Gottcs/deß HERRN Jebaoth/vnsers Gottes/verkehret.Dar- nen^!vndÄn^ umb solt st zum Propheten also sagen: Was antwortet dir der HERR / vnd was sagt Weil st aber sprecht:Last deß HERRN/Darumb spricht der HERR also: Mn st diß wort eine Last deß HERRN nennet/ vnd ich zu euch gesandt hab/vnd sagen lassen: ZL R'^^2, Jr sollets nicht nennen Last deß H ERRN/Sihe/so wtl ich euch hinweg nemmen/vnd AnMzeige.. d,-7rcy euch sampt der Statt/die ich euch vnd euwern Vattern gegeben hab/von meinem an- gesicht wegwerffen / vnd wil euch ewige schänd vnd ewige schwach zufügen / der nim¬ mer vergessen sol werden. XXllll.Lap. El» Gestchtdeßpropheten/vnd darneben Göttlicher befelst/dasIädtfch VolckbelangenS. § Me/ der HERR zeigt rnir zwccn Fcygmkörbc / gestcl-- ?wen §crrn/)re Acremia. XXVi.Lap. trelker/ vber al!c Lynwohner deß Lands / deß hall erschallen wirt biß an der Welt en¬ de. Der HERR hat zu rechten mit dm Heyden / vnd wtl mit allem fleisch gerichr hal¬ ten/ Die Gottlosen wirt er dem schwere vergeben / spricht der HERR. k So spricht der HERR Icbaoth: Sihe/cs wirt eine Plag komm von einem Volck zum andern / Vnd ein groß Wetter wirdt erweckt werden von der feiten deß Landes. Da werden die erschlagene vom HERRN zur selbigen zeit Ligen von einem ende der Erden biß ans ander ende/ die werden nie geklagt / noch auffgehaben / noch begraben wa den/sondcrn müssen auffdem Felde Ligen vnd zu nnst werden. Heulet nun jr Hirten / vnd schreyct / wcltzet euch in der Aschen ir gewaltigen vber die Herde / Denn die zeit ist hie/ daß jr geschlachtet/ vnd Zustrcuwct vnd Zufällen müs- set/wie ein köstlich Gefäß. Vnd die' Hirten werden nir fliehen könncn/tmd die gewal- tigen vber die Herde werden nicht entrinnen können.Da werden die Hirten schreycn/ K vnd die gewaltigen vber dicHcrde werden hculcn/daß der HERR jre wcyde so vcrwü- schIm"Ä fier har / vnd jre Auwen / die so wo! stunden / verderbet sind für dem grimmigen zsm wZ/>! deß HERRN. Er hat seine Hütten verlassen wie ein junger Löw / vnd ist also jr Land zerstöret für dem zorn deß Tyrarmen/vnd für semem grimmigen zom. xxvi.Lap. Der Prophet drLkrVüt dsm Vsick suß Gottes befchl/wo sie sich nicht besser»/solle es mit dem Tempel xugehn wie rmr Silo / darrrmb wirk er von Priestern v»d falschen Propheten gefangen/ sevoch endriich vom rode errerrer. M ansang deß Königreichs Waktm/deß Sons Jo- Zoiakim. sia/deß Königs Zuda/ gcschach diß wort vom HERRN /vnd sprach: So spricht Ver HERR:Tritt m den Vorhofam Hause deß HERRN/ vnd predige allen Statten Juda/ die da hcreyn gehen anzubcten im Hause deß HERRN/alle wort die ich dir befohlen habe jmn zu sagen/ vnd thu nichts Davon. Ob sic villeicht hören wöllen/vn sich bekehren/ein jeglicher von seinem bösen wesen / Damit mich auch reuwen möcht das Vbel/ daß ich gedcncke jneu zu thun / vmb jres bösen Wandels Willem Vnd sprich zu jmn: So spricht der HERR: Werdet jr mir nicht gehorchen/ daß jr in meinem Gesetze wandelt/ daß ich euch fürge- lcgt habe/daß jr höret die wort meiner Knechte der Prophete/welche ich § stäts zu euch « gesandt habe / vnd jr doch nicht hören wollet/ So Wil ichs mit diesem Hauß machen JE'--. Vic mit Sils / vnd diese Statt zum fluch allen Heyden auff Erden machen. IEA. (^^A nun die Priester/Propheten vnd alles Volck/Höreten Femma/daß er solche . b (D^wort redet im Hauß deß HERREN / vnd Feremia nun außgeredt hatte alles iras jm der HERR befohlen hatte altem Volck zu sagen / griffen jn die Priester / Pro- " ° phcten/vnd das gantze volck/vndsprachen: Du mußt sterben. Warumb tharstu weis¬ sagen im Namen deß HERRN/vnd sagen: Es wirt disem Hauß gehen wie Silo/vnd diese Statt fol so wüst werden / daß niemand mehr drinnen wohne k Vnd das gantze Volck samlete sich im Hanß deß HERRN wider Zeremia. Ittfr.;-. NUN solchö höreten die Fürsten Zuda/giengen sie auß deß Königs Hause hin- auffms Hauß deß HERRN/ vn sichten sich für das neuwe Thor deß HERRN. Vnd die Priester vnd Propheten sprachen für den Fürsten vnd allem volck: Dieser ist deß todes schuldig/denn er hat geweissaget wider diese Statt/wie jr mit euwren ohren gehöret habt. Aber Immiasprach zu allen Fürsten vnd zu allem Volck: Der HERR hat mich gesandt/daß ich solchs alles/das jr gehöret habt/ solt weissagen wider diß Hauß /vnd wider diese Statt.So bessert nun euwer wesen vnd wandel/vnd gehorcht der stimme z deß HERRN euwersGottes/ So wirdt den HERRN auch gereuwen das vbeldas s-rp 7. er wider euch geredt hat. Sihe / ich bin in euwren händen/jr mögets machen mit mir wie es euch recht vnd gut dünckt.Doch sott jr wissen/wo jr mich tödtet/so werdet jr vn- Z schüldig i HerWophet xxvi. Lap. schüldig Blut laden auffeuch selbs/auffdise Statt/ vnd jre Eynwohner/ Denn ivar> tich / der HERR hat mich zu euch gesandt / daß ich solches alles für mwereu ohreu re¬ den solt. Da sprachen die Fürsten vnd das gantzc Volck zu den Priestern vnd Propheten/ Dieser ist deß Todes nit schüldig / denn er hat zu vns geredt im Namen deß HERRN vnsers Gottes. A6^Nd es stunden äusserliche derEltcstenim Lande/vn sprachen zum gantzen häuf- Micha. c>Afcn deß Volcks:Iur zeit Hiskm/deß Königs Zuda/war ein Prophet Micha ven Marcsa / vnd sprach zürn gantzen Volek Juda: So spricht der HERR Jebaoth: Aon sol wie ein Acker gepflüget werden/ vnd Jerusalem ein steinhauffen werden /vnd der Berg deß Hauses (deß HERRN) zum wilden Walde. Noch ließ in Hiskra/der König o Zuda/vnd bas gantze Zuda/darumb nicht tödten. Za sie forchten vil mehr den HER¬ REN / vnd beteten für dem HERRN / Da reuwet auch den HERRN das vbel das er wider sic geredt hatte. Darumb thun wir sehr vbel wider vnsere Seeü n. Vria. war auch emer/der im Namen deß HERRN weissaget / Vria der Son Se- cxImaja von KiriathZearim/derselbige weissagt wider diese Statt/vnd wider diß Land /gleich wie Zercmia. Da aber derKönig Zotakim vnd alle seine Gewaltigen/ vnd die Fürsten/ftme wort höreten/wolt in der König tödtm lassen. Vnd Vria er¬ fuhr das/förchtet sich/vnd fioh/vnd zog in Egypten/ Aber der König Zoiakmr schickte Leute in Egypten / ElNathan den Son Achbor / vnd andere mit jm / die führetcn in auß Egyptcn/vnd brachten in zum Könige Zoiakim/der ließ in mit dem schwerdt töd- ren/ vnd ließ seinen Leichnam vnter dem gemeinen Pöfel begraben. Ähikam. Also war die Hand Ahikam/deß Sons Saphan/mitZcremla/ daß er nicht dem Volckm die Hände kam/ daß sie in tödten. XXVII.Lsp. Gott beißt den Propheten em Iochmachen/vnd an seine» Halß Hennen/damit er die Ge- fengkmß der Heidnischen Rönige/vmbIuVa her/folte;» verstehen geben. M anfang deß Königreichs Iorakim/des; Sons Jo- L sia/deß Königs Juda/ gescbach diß wort vom HERRN zu Zcremia/ Zoch. vnd sprach: So spricht der HERR zu mir: Mache dir em Zoch / vnd hcnge es an deinen Halß/ vnd schicke es zum König Edom / zum Könige Moab/ zum Könige der Kinder Ammon/zum Könige zu Tyro/vno zum Könige zu Jidon/durcb die Bottcn/so zu Adckia/dcm Könige Juda/ gen Jerusalem kommen sind. Vnd besitz! jnen/daß sie jren Herren sagen: So spricht der HERR Icbaoch/der Gott IsraelSo soll jr cuwern Herren sage: Zch hab die Er¬ den gemacht/ vnd Menschen vnd Vieh so auff Erden sind / durch meine grosse krafft vnd außgcsireckten Arm/vnd gebe sie wem ich wü. Nun aber hab ich alle diese Land gegeben in die Hand meines Knechts Nebucad- Rczar/deß Königs zu Babel/vnd hab im auch die wilden Thier auffdem Felde gege- ben/dasi sic jm dienen sollen / Vnd sollen alle völckcr dienen/im vnd seinen; Son/vnd Ierem. seines Sons Son / biß daß die zeit seines Landes auch komme / Denn es sollen jm vil Völcker vnd grosse Könige dienen. Welch Dolckaber vnd Königreich dem Könige zu 2^.4-. Babel / NcbucadRczar/ nicht dienen wil/ vnd wer seinen halß nicht wirdt vnter das joch deß Königs zuBabelgeben / solch Volek wil ich hetmsuchen mit schwerdt/ hunger vnd Pestrlcntz/spricht der HERR/biß daß ich sie durch seine Hand vmbbringe. § (F^Arumb so gehorchet nicht euwrcn Propheten / Weissagern / Traumdeutem/ u " (^LTTagwehlem vnd Iäuberern/die euch sagen: Zr werdet nit dienen müssen dem ^'4'" Könige zu Babel. Denn sie weissagen euch falsch / auff daß sie euch ferrn auß euwe- rcm Lande bringen/vnd ich euch außstosse/vnd jr vmbkomet.Denn welch volck seinen halß ergibt c Krmna. xxvil.Lap. 50 - halß ergibt vnter das Joch deß Königs zu Babel / vnd dienet /m/das wil ich in seinem Lande lasscn/daß cs dasselbige bauwe vnd bewohne/spricht der HEM. Jedekia. 8^Nd ich redet solche alles zu Jedekta/dem Könige Iuda/vnd sprach: Ergebt euw- 4 «eg.,». halß vnter das joch deß Königs zu Babel / vnd dienet im vnd seinem Volek/ Sosoltst lebendig bleiben.Warumb woltjr sterben/du vn dein Volck/durch schwert/ ' Hunger vnd Pestilentzkwie denn der HERRgeredt hat vber das Volek / so dem Köni¬ ge zu Babel nicht dienen wtl.Darumb gehorchet nicht den Worten der Prophcten/die >fr.r-. euch sagen: Ir werdet nicht dienen müssen dem Könige zu Babel / denn sic weissagen euch falsch-Vnd ich habe sie nicht gesandt/spricht der HERR/ Sondern sie weissagen falsch in meinem Namen/ Auff daß ich euch außstosse /vnd jr vmbkommet sampt den Propheten die euch weissagen. e Vnd zu den Priestern vnd zu alle diesem Volck redet ich / vnd sprach: So spricht her HERR .Gehorchet nicht den Worten euwer Propheten/die euch weissagen/vnd sprechen: Sihe/ die Gefässe auß dem Hause deß HERRN werden nun bald von Ba¬ bel wider her kommen/ Denn sie weissagen euch falsch. Gehorchet jnen nicht/sondern dienet dem Könige zu Babel /so werdet st lebendig bleiben. Warumb sol doch diese Statt zur Wüsten werden? Sind sie aber Propheten/vnd haben sic deßHERRN Wort/so laß sie den HERRN Zebaoth" erbitten / daß die vberigen Gefässe im Hause (E^e») deß HERRN vnd im Hause deß Königs Iuda/vnd zuIerusalem/mcht auch gen Ba- bcl gcführet werden. em/Wm eEhaL Enn also spricht der HERR Jebaoth/von den Seulen vn vom Meer/ vnd von dem Gestüle/vnd von den Gefässen/die noch vbrig sind in dieser Statt/welche NebucadNezar/der König zu Babel/nicht wegnam/da er Jechanja/den Son Joia- kim/dcn König Juda/ von Jerusalem wegführet gen Babel / sampt allen Fürsten in 4 Reg. ,4. Juda vnd Jerusalem. Denn so spricht der HERR Jebaoth/der Gott Israel/von den ÄA " Gefässen die noch vbrig sind im Hause deß HERRN/ vnd im Hause deß Königes Iu- da/vnd zu Jerusalem: Sie sollen gen Babel geführt werden/vnd daselbst bleiben biß auffden tag/da ich sie Heimsuche/ spricht der HERR/ vnd ich sie widerumb Herauffan diesen ort bringen lasse. xxvm.Lap. Der falsch Prophet Hanam» verkündiget dem volck frexhek/ vnd Jeremia widerspricht sm. Hanama nimpr das Joch vom halse Jeremias vnd zerbricht es/als ob Gott das hülyin Joch Ne- bucadRezar auch also zerbreche wolle. AberIeremia macht auß Gottes befehl ein exsern Ioch/ vnv sagt dem Hananta/vass er das sar nicht vberleben werde. > tm selbigen jar/lM anfang deß Königreichs Jede- kia/deß Königs Iuda/rm fünfften Monden deß vierdtcn jars/sprach Hanania/der Son Azur/etn Prophet von Gtbcon/zu mir im Hause Hanania. deß HERRN / in gegenwertigkeit der Priester vnd allesVolcks / vnd saget: So spricht der HERR Jebaoth/der Gott Israel: Ich habe das Joch deß Königes zu Babel zubrochen. Vndehezwey Mvmb sind/wil ich alle Ge¬ fässe deß Hauses deß HERRN/welche NebmadRezar/der König zu Babel / hat von diesem ort weggenommen/ vnd gen Babel geführt / widerumb an diesen ort bringen. S«p. »7. Dazu Jechanja / den Son Joiakim / den König Juda / sampt allen gefangenen auß Juda / die gen Babel gcführet sind / Wil rch auch wider an diesen ort bringen / spricht per HERR:Denn ich wil das Joch deß Königs zu Babel zubrechcn. v sprach der Prophet Jeremia zu dem Propheten Hanania/in gegenwertig- Icremia. <^^keit der Priester vn deß gantzen volcks/die im Hause deß HERRN stunden/vnd saget: Amen/ der HERR thu also / Der HERR bestätige dein wort / das du geweiffagt hast/daß er die Gefässe auß dem Hause deß HERREN von Babel wtderbringe an diesen ort/sampt allen gefangenen. Aber doch höre auch diß wort / das ich für deinen I st ohren NerMphct XXVill.Lap. vhren rede/vnd für den ohren deß gantzen volcks. Die Propheten/ die vor mir vn vor rn-ch.,^ dir gewest sind / von alters her / die haben wider vil Länder vnd grosse Königreich ge- weissaget / von Kriege/ von vnglück vnd von Pestilentz. Wenn aber ein Prophet von (VonsnedEs "Friedewciffaget/denwirdt man kennenob jn der HERR warhafftig gesandt hat/ wmnscm Wort erfüllet wirt. li-h noste,nso doch, Da nam der Prophet Hanania das Ml)vom Halse deß Propheten Zeremia/ e ^e^urcbo^r-d. tz^h^h^ch^nd Hanania sprach in gegmwV tigkeit deß gantzen volcks:So spricht der HERR: Eben so wil ich zubrechen das Joch MbucadRezar/ deß Königes zu Ba¬ bel/ ehe zwey jar vmbkommen / vom Halse aller Völcker. Vnd der Prophet Zercmia greng seines Weges. ^iBer deßHERRN Wort geschach zu Zeremia/ nachdem der Prophet Hanania das Zoch zubrochen hatte vom halse deß Propheten Zeremia / vnd sprach: Gehe hm/ynd sage Hanania-So spricht der HERR/Du hast das hültzcne Joch zubrochen/ so mache nun ein cysern Joch an jenes statt. Denn so spricht der HERR Abaoth/ der Gott ZsraebEm eysern Joch hab ich allen di-ssen Völckern an halß gehmckt/damit sie dienen sollen NebucadRezar/dem Könige M Babel/ vnd müssen jm drenen/dcnn ich hab jm auch die wilden Thier gegeben. Vnd der Prophet Zerernta sprach zum Propheten Hanania: Höre doch Hana- Jere«.^ nta/ Der HERR hat dich nicht gesandt/vr,rd du hast gemacht daß diß volek auff lügen sich verläßt. Darumb spricht der HERR also: Gihe/Lch wil dich vorn Erdboden mm- men/diß jar soltu sterben/Denn du ha st sie mit deiner rede vom HERRN abgewen- Hana- det. Also starb der Prophet Hanania deffeldigen jars im sibmden Monden. xxix.Lap. Adschcrfft ekttes Brieffes/ welchenIeremm den gefangenen gen Babe! zugesch lckt/vnv dar- Innerste vermanek/stefoUc« sich) mrrbauwen/pstanyenvnd rgkrwen/annchken/anchdrelang- WlrrgeGefettgkoGmttLcrvulr kragen.D^rnLbeu.wledterüNlgeso anderst lchren/soUen gestrafft werden. Brkff-Icn Zß Md die wott rm Bncffc/dcn der Prophet Jeremta L m.e an dwgchanM- sarrdte von Jerusalem zu den vbrigen Eltesten/die weggeführt waren/ Zn vnd Zll den Priestern vnd Prepheten/vnd zum gantzen Volck/das Ne- bwadRezar von Jerusalem hatte weggeführt gen Babel (nach dem der König Zechanja vnd die Königin mit den Kämmerern vndFür- stenmZuda vndZerusalem/sampt den Ammerleuten vnd Schmiden zuZcrusa- km/weg waren) durch Eleasa den Son Saphan / vnd Gemaria den Son Hilkia/ welche Adekra / der König Juda / sandte gen Babe! zu MbucadReZar/dem Könige zu Babe! vnd sprach:So spricht der HERR Jebaoch/der Gott Zsrael/zu allen gefan¬ genen/ die lch habe von Jerusalem lassen weMhrcn gen Babel. A^Auwet Häuscr/darin jr wohnen mögek/pflantzet Gärten / darauß jr die Frücö- ^Ltc essen möget. Nemmet Weiber/mw zeuget Sötte vnd Töchter/nemmct euwe- reu Sönen Weiber/vnd gebt euwren Töchtern Männer/daß sie Sone vnd Töchter zeugen/Mhret euch daselbst/daß euwer nicht wenig sey. Sucht der Statt bestcs/da- himch euch hab lassen wegführen/vnd betet für sie zum HERRN/Derrn Wenns jr wol gehet/so gehets euch auch wol. Denn so spricht der HERR Abaoth/der Gott Zs- s racl.Lasset euch die Propheten / die bey euch sind / vnd die Warsager/ nicht bekriegen/ vnd gehorcht euwren Traumen nicht die euch träumen / denn sie weissagen euch falsch in meinen; Namen/Zch hab sie nicht gesandt/spricht der HERR. - so spricht der HERR .Wenn zu Babel sibentzig jar auß sind/So wil ich Dasiff der Haupt, besttthen/vnd wilmein gnädiges Wort vber errch erwecken/ daß ich euch wwcr an diesen ort bringe. Denn ich weiß wol was lch für gedancken vber euch habe/ spncht der HERR :Mmltch/gedancken deß Frtedes/vnd nicht deß Leydes/daß ich euch gebe 5! Acremia. XXlx.Lap. euch gebe das ende / deß jr wartet. Vnd jr werdet mich anruffen / vnd htngehen /vnd mich bitten/ vnd ich Wil euch erhören. Jr werdet mich suchen vnd finden / Denn so jr mich von gantzcm hertzen suchen werdet/ so Wil ich mich von euch finden lassen/ spricht der HERR/ Vnd Wil euwer Gefengkniß wenden/vn euch samlen auß allen Völckern/ vnd von allen örten/ dahin ich euch verstossen habe/ spricht derHERR / Vnd wil euch widerumb an diesen ort bringen/von dannen ich euch hab lassen wegführen. Denn jr meynet/ der HERR hab euch zu Babel Propheten aufferweckt. r/ oer HERR yav eucy' zu '^avel Propheten aufferweckt. » Enn also spricht der HERR vom Könige/der auffDauidsStulsitzt/vnd von m Ir M -uwcrm allem Volck / das in dieser Statt wohnet / nemlich von euwern Brüdern / die m!7la"b?^Ich^a! nit mit euch hinauß gefangen gezogen find / Za also spricht der HERR Zebaoth: Si- Jerem.,4. he/ich Wil Schwert/ Hunger vnd Pesttlentz / vnter sie schicken/ vnd Wil mitjncn vmb- gehen/wie mit den bösen Feygen/da einem für cckeltzu effcn. Vnd wil hindcr jnen her seyn/mtt schwert/ hunger vnd Pestilentz/ vnd wil sie in keinem Königreich auffErdm Inft-44- bleiben lassen / Daß sie sollen zum fluch/zum wunder/zum hohn vnd zum spott/vnter allen völckern werden/dahin ich sie verstossen werde. Darumb / daß sie meinen wor- ten nicht gehsrchm/spricht der HERR/ der ich meine Knechte / die Prophcten/zu euch *stäts gesandt Habe/Äber jr wollet nicht hören/spricht der HERR. - , (^Raber alle/die jr gefangen seyt weggeführt/die ich von Jerusalem habe gen Babelzichen lassen/höret deß HERRN Wort.So spricht derHERR Zebaoth/ ^^der Gott Israel/widcr Ahab den Son Kolaja/ vn wider Jedekia den son Ma- scja/die euch falsch weissagt in meinem Namen/Sihe/ich wil sie geben in die händ Ne bucadRezar/deß Königs zu Babel / dersolsie schlagen lassen für euwren äugen/ daß marr wirt auß denselbtgen einen fluch machen vnter allen gefangnen auß Zuda/die zu Babel sind/vnd sagen: Der HERR thu dir wie Jedckia vnd Ahab/welche der König 4 «-g zu Babel auff feuwr braten ließ.Darum daß sie eine thorheit in Israel begiengen/vn Apckta. trieben Ehebruch mit der andern Weiber/vnd predigten falsch in meinem Namen/ das ich inen nicht befohlen Hatte/Solchs weiß ich/vnd zeuge es/spricht der HERR. v L6^Nd wider Semaja von Nehalam soltu sagen: So spricht der HERR Zebaoth/ Semaja, -p»? s^der Gott Israel: Darumb / daß du vnter deinem Namen hast Brieffe gesan dt zu allem Volck das zu Jerusalem ist/vnd zum Priester Jephanja/dem Son Ma¬ fija/ vnd zu allen Priestern/ vnd gesagt: Der HERR hat dich zum Priester gesatzt an statt deß Priesters Jehoiada/ daß jr solt Auffseher seyn im Hause deß HERRN /vber alle Wahnsinnige vnd Weissager/daß du sie in Kercker vnd Stock legest. Nun/war-- umb straffestu denn nicht Jeremiam von Änathoth/der euch weissagttDarumb/daß er zu vns gen Babel geschickt hat/vnd lassen sagen: Es wirt noch lang währen/Bau- wct Häuser/ darinn jr wohnet/ vnd pflantzet Gärten / daß jr die Früchte davon esset. Denn Zephania der Priester hatte denselben Brieffgelesen /vnd den Propheten Ie- remia lassen zuhören. Darumb geschach deß HERRN wort zu Jeremta/vn sprach: Sende hin zu allen gefangen/vnd laß jnen sagen: So spricht derHERR wider Semaja von Nehalam/ Darumb / daß euch Semaja weissaget / vnd ich hab jn doch nit gesandt, vnd macht/ daß jr aufflügen verträumet. Darumb spricht der HERR alsoSche ich wil Semaja von Nehalam hcimsuchen/ sampt seinem Samen / daß der seinen keiner sol vnter die¬ sem Volck bleiben/vnd sol das gute nicht sehen das ich meinem Volck thun wil / spricht der H ERR. Denn er hat sie mit seiner rede vom HERRN abgewendet. xxx.Lap. Jettmk» venetchnet sein e Rede IN ein Blich / vnd verkündiget dem Volck frölt'che künfftige dinge / welche doch auss das Reich LhEl fürnemlich zu deuten. Darneben klagt er auß mirlei> den den grossen > ammer der Grare Jerusalem, vnd deß Volcks/mir vermeloung/daß endtllch a^ Iss Mit einander »erde zu boden gel-en/m massen solches durch die Römer geschehen. z «, Diß Acr Prophcc XXX. Lap. M ist das wort/das vom HERRN geschachzuIere- stovuvd!m°ncuwc» Mia/So spricht der HERR/der Gott Israel: Schreib dir alle wort in Er tröstet ^cstamrcdurchaus ein Buch/die ich zu dir rede. Denn sihe/ cs kommet die zeit/sprtcht der fang?»eBolck HERR/daß ich das Gefengktttß meines Dolcks/beyde/Isracl vnd Im folgendm L« da/wenden wil/spricht der HERR/vnd wtl sie wider bringen in das Land/das ich jren Dättcrn gegeben habe / daß sie es besitzen sollen. Diß sind aber die wort/ welche der HERR redet von Israel vnd Juda/Denn so spricht der H E RR: Wir hören ein geschrcy deß schreckens / es ist eytel forcht da / vnd kein friede. Aber forschet doch/vnd sehet/ob ein Mannsbilde geberen möge k Wie ge- hets denn zu / daß ich alle Männer sehe ire Hände ariff/ren hüfften haben/ wie Weiber inKindsnöten/vndalleangesichtso blcychsindkEs ist /a ein grosser tag/vndseines gleichen ist nicht geweßt/vnd ist eine zeit der angst in IacobMoch sol /m drauß geholf- fen werden. ts' ^l aber geschehen zu derselbigen zeit/spricht der HERR Jebaoth/daß ich 3 Shristus. <>Nsein Joch von deinem Halse zubrcchen wtl/vnd deine ban de zurclssen/Daß er « dannn nicht mehr den ftcmbden dienen muß/sondern dem HERRN jrcm Gott vnd frem Könige Dautd / welchen ich inen erwecken wtl. Darumb förcht du dich nicht/ mein Knecht Iacob/spricht der HERR/ vnd entsetze dich nicht Israel / Denn sihe / ich ^5,-- 44. wil dir helffen auß fermen Landen/vnd deinen Samen auß dem Land ster Gefcng- niß/ Daß Jacob sol wider kommen/ in friede leben / vnd gnüge haben / vnd niemand sol/nschrecken. Denn ich bin bcydir/sprichtderHERR/daßich dirhelffe. Dennich Am---. Wils mit allen Heyden ein ende machen/ dahin ich dich zerstrenwet habe / Aber mit dir wilichs nicht ein ende machen/Züchtigen aber wil ich dich mit masse/daß du dich nicht -nschüldig haltest. Denn also spricht der HERR: Dein schade ist verzweiffelt böß/ vnd deine Wun¬ den sind vnheylbar. Deine fach handelt niemand / daß er sie verbünde / Es kan dich niemand Heylcn/Alle deine Liebhaber vergessen dein/fragen nichts darnach. Ich hab dich geschlagen/ wie ich einen Feind schlüge / mit vnbarmhertziger stäupe / vmb deiner grossen miffethat/vnd vmb deiner starcken sünde willen. Was schreycstuvber deinen schaden/vndvbcr deinen verzweyffelt bösen schmertzenk Hab ich dir doch solches ge- than vmb deiner grossen missethat/vnd vmb deiner starcken sünde willen. ^^Arumb/alle/die dich gefressen haben/sollen gefressen werden/vnd allc/die dich c: <^Lgcängstet haben/sollen alle gefangen werden/ vnd die dich beraubt haben / sol- S»p"°. Len beraubet werden/vnd alle die dich geplündert haben/sollen geplündert werden. Aber dich wil ich wider gcsundt machen/vn deine Wunden heylen/spricht der HERR/ Darumb/daß man dich nennet die verstossene / vnd Aon sey/nach der niemand frage. So spricht der HERR:Sihe/Ich wil die Gefengniß der Hütten Jacob wenden/ vnd mich vbcr seine Wohnung erbarmen / vnd die Statt sol wider auff ire Hügel ge- bauwet werden/Vnd der Tempel sol stehen nach seiner weise. W sol von dannen her- auß gehen Lob vnd Freudengesang. Denn ich wil sie mehren/vnd nit minderen/ Ich wil sie herrlich machen/ vnd nit kleinern. Ire Söne sollen seyn gleich wie vorhin/ vnd ire gem eine für mir gcdeycn / Den ich wil heymsuchcn alle die sie plagen.Vnd jr Fürst MMh.,. sol auß inen Herkommen/vnd jr Herrscher von /ncnaußgchen/vndersolzumirna- Hcn/Demr wer ist der/so mit willigem hertzen zu mir nahet k spricht der HERR. Dnd ir sollet mein Volck seyn/ vnd ich wtl euwer Gott seyn. Ihe / es wirt ein Wetter dcß HERRN mit grim kommen / ein schrecklich Vnge- wirt dem Gottlosen auffden Kopfffallen. Denn dcß HERRN grrmmi- ger zorn lvirt nicht nachlassen/ biß er thue vnd außrichte was er im sinn hat / Arr letz¬ ten zeit werdet/r solchs erfahren. Acrcmta. xxxi.Lap. 52 xxxi.Lap. Der Prophet erinnert das vslrk aller lieb vnd wolthaten/so >nen von Gott federreit bewiese» worden/ rröst also die gefangene / damit er sie im glanben vnd gednlr erhalte Vnd sol hie nnree den leibliche» Verheissungen/ vnd dem neuwen Bunde/ die beruffung der Hexden/vnd die Güter so durch Christum erworben/ verstanden werden. z V der sMgm zett/spncht der HLRR/rvil ich aller Ge- Er tröstet schlechten Israel Gott seyn/ vnd sie sollen mein volck scyn. So spricht ras gefangen der HERR:Das volck/so vberblieben ist vom schwert/hat gnade fun- AaMnM den tn der Wüsten/Israel zeucht hm zu seiner ruhe. Der HERR ist s-duil erhalte. mir erschienen von ferrnen / Ich hab dich je vnd je gelicbet / darumb hab ich dich zu mir gezogen/auß lauter güte. Wolan/ ich wil dich wi- derumb bauwen^daß du solt gebauwet heissen/ du Iungkfrauw Israel / Du solt noch fröltch paucken/vn herauß gehen an den Tantz.Du solt widerumb Weinberge pflan- Iesaie r. tzen an den Bergen Samarie/pflantzen Wirt man/vnd dazu pfciffen. Denn es wirdt Nlttn .4. kommen / daß die Hüter an dem Gebirge Ephraim werden ruffen: Wol- auff/vnd laßt vnshmauffgehen gen Aon/zu dem HERRN vnserm Gott. Denn also spricht der HERR: Rufst vber Jacob mit frcuden / vnd jauchtzet vber das Haupt vnter den Heyden/rufft laut/rühmetvnsprecht:HERR hilffdeincm volek/ den vberigen in Isracl.'Srhe/ich wil sie auß dem Lande der Mitternacht bringcn/vnd wil sie samten auß den enden der Erden/beyde/ blinde/ lame/ schwangere/vnd Kind- betttrin/daß sie mit grossem Haussen wider hieher komm sollen.Sie werden weynend Deut.;,, komen/vnd betend / So wil ich sie leyten/Ich wil sie lcyten an den Wasserbächcn auff Ge» 4S, schlechtem wege/daß sie sich nicht stoffen / Den ich bin Israels Vatter/ so ist Ephraim mein erstgebomer Son. L Höret jr Heyden dcß HERRN wort/vnd verkündigt- ferme in die Insuten / vnd sprecht: Der Israel zerstreuwet hat/der wirdts auch wider samlen/ vnd wirt fr hüten wie ein Hirte seiner Herde. Denn der HERR wirdt Jacob erlösen/ vnd von der Hand deß Mächtigen erretten. Vnd sie werden komen/vnd auffder höhe zu Aon jaucbtzen/ vnd werden sich zu den Gaben deß HERRN Haussen/nemlich/zum Getreyde/Most/ öl/vn junge Schafe vnd Dchsen/ Daß jre Seele wirt scyn wie ein wasserreicher Gar- te/vnd nicht mehr bekümmert seyn sollen. Alsdenn werden die Iungkfrauwen frölich am Reygcn seyn/ dazu die junge Mannschafft vnd die alten mit einander. Denn ich wl! jr trauwren in freude verkehren / vnd sie trösten / vnd sie erfreuwen nach jrem be- trübniß. Vnd ich wil der Priester Hertz voller freude machen/ vnd mein Volck sol mei¬ ner Gaben die fülle haben/ spricht der HERR. spacht der HERR:Man höret ein klägliche stim vnd bitter- weynen auffder Sup?.'' Höhe / Rachel weynet vber jre Kinder / vnd wil sich nicht trösten lassen vber jre Kindcr/denn es ist auß mit jnen. Aber der HERR spricht also: Laß deinschreyen vnd wcyncn/vnd die threnen deiner augcn/Denn deine arbeyt wirt wol belohnet werden/ spricht der HERR. Sie sollen wider kommen auß dem Lande deß Feindes. Vnd deine Nachkommen haben vil gute zugewarten/spricht der HERR: Denn deine Kinder sol¬ len wider in jre Grentze kommen. Tr-ch r<>. Ich hab wol gehört wie Ephraim klagt/ Du hast mich gezüchtiget/ vnd ich bin Job-'",', auch gezüchtiget wie ein geyl Kalb. Bekehre mich dm so werde ich bekehret/Denn du Zach... HERR bist mein Gott.Da ich bekehret ward/thet ich buffe/Denn nach dem ich gewi¬ tzigt bm/schlage ich mich auffdie" hüffte/ Denn ich bin zu schänden worden/vnd stehe schamrot/ Denn ich muß leiden den hohn meiner jugend. Ist nicht Ephraim mein Mff^fchlaacn .st theuwrer Son / vnd mein trautes Kind k Denn ich deucke noch wol dran/ was ich jm gcredt Habe/Darum bricht mir mein Hertz gegen jm/daß ich mich sein erbarmen muß/ spricht dcr HERR. I Lü/ Richte Richte dir auffGrabezctchen/setze dir Trauwrwal / vnd richte dein Hertz auffdie o gebänete straffe/ darauff ich gewandelt hab / Kehre wider Iungkfrauw Israel / kehre dich wider zu diesen deinen Statten. Wie lang wiltu in der jrre gehen du abtrünnige wn ffe den v-r- Tochter r Denn der HERR Wirt ein neuwcs im Lande erschaffen/ Das b Weib wirdt -A stanbrn-twcg/dadir dtNMaNN vmbgcbcn. fty7e'?Mann! vo» So spricht der HERR Zcbaoth/der Gott Israel: Man Wirt noch diß wort wider RcmpLnAvstgi reden im LandeIuda/vnd rn seinen Stätten / wenn ich jr gcfengkniß wenden werde/ d^n/'wa?die blmde» Der HERR scgenc dich/du Wohnung der Gerechtigkeit/ du heiliger Berg. Vnd Itt- 2üd"lU).evüaüderß da/sampt allen seinen Stättcn/sollen drinnen wohnen/ dazu Ackerleute/ vnd die mit ^cnnLes^M Hcrdenvmbherztehen. Denn ich Wil die müden Seelen erquicken/vnd die bcküm- Änd-L werte Seelen sättigen/ Darumb bin ich auffgcwacht/vnd sähe auff/vnd hab so sanfft dmg seon vberalle dz gesthlaffeN. Sihe/es kompt die zeit/spricht der HERR/daß ich das Haust Israel vn das Haust ^cNld" e>» "neE Iuda/besamen wtl/bcyde/mit Menschen vnd Vieh. Vnd gleich wie ich vber sie gewa- N'dc«cTe't außzureutett/zureiffett/abzubrechcn/zu verderben vnd zu plagen/Also Wil ich hic"! N ncu^n Te! vber sie wachen zu bauwett vnd zu pflantzcn/ spricht der HERR. Jur selbigen zeit Wirt Erech.'L sttn!anwrcu/vüdm man nicht Mehrsagen:DieVätterhaben Heerlingegeffcn/vttd derKinderJeensind v.!d"R^ausf deß stumpffworden/Sondern ein jeglicher wirt vmb seiner miffethat willen sterben/Vnd wcg welcher Mensch Heerlinge jsset/ dem sollen seine Jeenc stumpffwerden. NZ d'-E-mu7g S? Ihe/ Es komet die zeit/spricht der HERR/da Wil ich mit dem Hause Israel/ vnd 2 kadkr^c-MaKo c^mit dcm Hause Iuda/einen neuwcn Bund machen/Nlcht wie der Bund gewe Bund b'u rst den ich mit jren Vattern machte / da ich sie bey der Hand nam/ daß ich sie auß deßn-uw-., ledrcll-ßt/Dmttdas Egyptenland führete/welchenBundsienit gehalten haben/vnlchsie "zwingen muß- vmc! te/spricht der HERR. Sondern das sol der Bund seyn/ den ich mit dem Hause Israel «ich! mchr"!?w!lchs machen Wil/ nach dieser zeit/ spricht der HERR / Ich Wil mein Gesetz IN jr Hertz geben/ -a?n"cuw? TcsE dnd in jren sinn schreiben/ Vnd sie sollen mein Volck seyn/ so Wil ich jr Gott scyn. Vnd -A da^ncuwe - g. keiner den andern/noch ein Bruder den andern/lchren/vnd sagen: Erkenne den (Zwrngy durchs HERRN/Sondern sie sollen mich alle kenen/beyde/klein vn groß/sprichr der HERR/ "" Denn ich wil jnen jre miffethat vergeben / vnd jrer sünde nicht mehr gedcncken. So spricht der HERR / der die Sonne dem tag zum Liecht gibt / vnd den Mond vnd die Sternen / nach jrem lauff/ der nacht zum liecht / Der das Meer bewegt/ daß seine Wellen brausen/HERR Zebaoth ist sein Name. Wenn solche Ordnunge abgc- hcnfürmir/sprichtderHERR/SosolauchauffhörendcrSamcIsrael/daßernit mehr ein Volck für mir sey ewiglich. So spricht der HERR . Wenn man den Himmel oben kan messen / vnd den grundt der Erden erforschen / So wil ich auch verwerffett den gantzen Samen Israel/ vmb altes das sie thun / spricht der HERR. Sthe/Es kommet die zeit/spricht der HERR:Daß die Statt deß HERRN sol ge k banwet werden vom Thurm Hanaueel an biß ans Eckthor/vn die Rrchtschnur wirt , neben demselben weiter herauß gchm/biß an den Hügel Garcb / vnd sich gen Gaach wenden. Vnd das gantze Thal der Leichen vnd der aschen/ sampt dem gantzen Acker/ tust an den Bach Kidron/ biß zu der Ecken am Roffzthor/ gegen Margen/werde dem HERRN heylig scyn / daß cs mmmermchrzuriffen noch abgebrochen sol werden. xxxii.Lap. Der'gefangenprsphetIeremia bezeuget sel'nelehr k'n der gefengkmsse dermsgen/daß dl- gefangene sich jrer erledigung gewißlich dardurch sollen;u gekröstei» haben. rst das wort / das vom HERRN geschach zu Jem mia/im zchenden jar Jedekia/ deß Königs Iuda/welches ist das ach- IEia tzehende jar NcbucadNezar. Dazumal bclägcrt das Heer deß Koni- ^^^^^D^geszuBabelIcrusalem/Aber der Prophet Ieremia lag gefangen deß Gefcngkmß/am Hause deß Königes Juda/dahin Leukt.rl. NuM.r7.ZS. Ruch 4« Ucrc-m«. XXXII.Lap. 5- Zedckia der König Juda jn hatte lassen verschlieffen/vnd gesagt: Warumb weissagest du/vnd sprichst:So spricht der HERR/Sihe/ich gebe diese Statt in die Hande deß Kö Gup.r-.r7. nigs zu Babel / vnd er sol sie gewinnen. Vnd Jedckia der König Juda sol den Khal- Infr Z4.;S. decrn Nit erttrinnen/sondern ich will» dem Könige zu Babel in die Hände geben / daß er mündlich mitjm reden/vnd mit seinen äugen jn sehen sol. Vnd er wirdt Jedckia gen Babel führen/da sol er auch bleiben/biß daß ich jn heimsuche/spricht der HERR:Den ob jr schon wider die Khatdeer streytet/ so sol euch doch nichts gelingen. K6^Nd Jeremia sprach: Es ist deß HERRN Wort geschehen zumir/vn spricht: Si- c^he/ Hanameel/der Son Sallum deines Vettern/kommet zu dir/vnd wirdtsa- Hanameel. gen: Lieber kauff du meinen Acker zu Anathoth / denn du hast das «eheste Freundt- v recht dazu/daß du jn kauffen solt. Also kam Hanameel meines Vettern Son (wie der HERR gesagt hatte) zu mir für den Hof deß Gefengkniß/vnd sprach zu nur: Lieber kauffmeinen Acker zu Anathoth/ der im Lande BcnIamin ligt / Denn du hast Erb¬ recht dazu/vnd du bist der neheste/Lieber kauffjn. Da merckt ich/daß deß HERRN Wort were/vn kaufft den Acker von Hanameel Meines Vettern Son zu Anathoth / Vnd wug jm das Gelt dar/ sibcn Šekel/ vnd ze¬ hen Silberlinge. Vnd schreib einen Brteff/vnd versiegelt jn/ vnd nam Zeugen dazu/ vnd wug das Gelt dar auffeiner Wage.Vnd nam zu mir den versiegelten Kauffbrieff nach dem Recht vn gcwonheit/Lmd ein offen Abschrifft.Vnd gab den KauffbrieffBa Baruch, ruch dem Son Nena /deß Sons Mahaseja / in gegenwertigkeyt Hanameel meines Vettern/vud der Jeugm/die im Kauffbrieffgeschriben stunden/vnd aller Jüden/die Diß ge- amHofdeßGefmgknißwohneten. Vnd befahl Baruch für jren äugen/vnd sprach: Nang-»E So spricht der HERR Zebaoth/ der Gott Israel/Nim diese Brieffe/den versiegelten raß sseg-wiß- Kauffbrieff/ sampt dieser offenen Abschrifft / vnd lege sie in ein jrrden Gefässe/daß sie lange bleiben mögen. Denn so spricht der HERR Jebaoth/der Gott Israel: Noch sol man Häuscr/Ecker vnd Weinberge/kauffen in diesem Lande. <2 ^^Nd da ich den Kauffbrieff hatt Baruch/dem Son Neria/gegeben/betet ich Jeremie Gup.Vo. o^zum HERRN/vnd sprach:AH HERR HERR / Sihe / du hast Himmel vnd Er- Gebktk den gemacht durch deine grosse krafft/vnd durch deinen außgestreckten arm/vndist Ebre... kein ding für dir vnmüglich. Der du wolthust vil tausenden/vnd vergütest die misse- that der Vätter in den busem jrer Kinder nach jnen/du grosser vnd starcker Gott/ Exsd.;4. H ERR Zebaoth ist dein Name/ groß von raht / vnd mächtig von that / vnd deine au- " Egen stehen offen vber alle wege der Menschen Kinder / daß du einem jeglichen gebest nach seinem wandel/ vnd nach der frucht seines wesens. Der du in Egyptenland hast Zeichen vn Wunder gethan biß auffdiesen tag/bey- de/an Israel vnd Menschen/ vnd hast dir einen Namen gemacht/ wie er Heutes tages Exsv.?. Z ist.Vnd hast dein volck Israel auß Egyptenland gcführet/ durch Zeichen vnd wunder/ durch eine mächtige hand/durch außgestreckten arm/ vnd durch groß schrecken. Vnd hast inen diß Land gcgebe/welchs du jren Vattern geschworen hattest/ daß du es jnm geben wölttst/ein Land/da Milch vnd Honig innen fleußt. Vnd da sie hineyn kamen/ vnd es besaffen/gehorchten sic deiner stime nit/wandelten auch nicht nach deinem Ge- setze/vnd alles was du jnen gebotest das sie thun solten/das liessen sie/Darum du auch jnen alle diß vnglück liessest widerfahren. v Sihe/diese Statt ist belägert/daß sie gewonncn/vnd für Schwert/Hunger vnd Pestilentz/in der Khaldeer hände/welche wider sie ftretten/gegeben werden muß/vnd wie du geredt hast/so gehets/das sihestu.Vnd du sprichst zu mir: HERR HERR/kauf- fe du einen Acker vmb Gelt/vnd nim Zeugen dazu/ so doch die Statt in der Khaldeer Hände gegeben wirt. Nd deß HERRN wort geschach zu Jeremia / vnd sprach: Sihe/ich der HERR Sup rs. ;s. Ä^bitt eilt Gott alles Fleisches/solte mir etwas vnmüglick) seyttkDarunrb/so spricht der HERR also :Sihe/ich gebe diese StattinderKhaldeerhände/vndin die HcrWsphtt XXXII. Lap. Hand NebucadRezar deß Königs zuBabel/vnd er sol sie gewinnen. Vnd die Khal- J-rem.,,, deer/so wider diese Statt streiten werden hercyn komen/vnd sie mit feuwcr anstecken vnd verbrennen/sampt den Häusern/ da sie auff den Dächern Baal gcräuchert/vnd andern Göttern Tranckopffcr geopffcrt haben / auff daß sie mich erzörnetcn. Denn die Kinder Israel vnd die Kinder Juda haben von irer lügend auffgethan das mir vbel gesellet/vnd die Kinder Israel haben micherzörnetdurch irerHände werck/spricht der HERR.Den sint der zeit diese Statt gebauwt ist biß auffVisen tag/ hat sie mich zornig vnd grtmig gcmacht/Daß ich sie muß voll meinem angesicht weg- thun/vmb alle der boßheit Witten der Kinder Israel/ vnd der Kinder Juda / die sie ge- than haben/daß sie mich erzörneten. Sihe/jr Könige/Fürstcn/Priestcr vnd Prophe- e ten/vnd die in Juda vnd Jerusalem wohucn/haben mir den rücken/vnd nicht das an- gesicht/zugekehret. Wiewol ich sie" stäts lehren ließ/abcr sie wolten nicht hörcn/noch ' sich bessern.Dazu haben sie jre greuwel in das Hauß gesetzt/das von mir den Namen hat/daß sie es vervnreinigten. Vnd haben die Höhen deß Baals gebauwet im Thal ^^7' BenHinnom / daß sie ire Sön vnd Töchter dem Moloch verbrenncten / darvon ich jncn nichts besohlen habe/vnd ist Niir nie in sinn kommen daß sie solchen greuwel thun solten damit sie Juda also zu fänden brächten. A6^Nd nun / vmb deß willen / spricht der HERR / der Gott Israel/also: Von dieser ezAStatt/davon jr sagt/daß sie werde für Schwert/ Hunger vnd pcstrlentz/in die Hände deßKönigs zu Babel gegeben / Sihe/ ich wil sie samlcn auß allen Landen/da- hin ich sie verstosse durch meinen grossen zorn/grim vnd vnbarmhertzigkeit/ Vnd wil sie wtderumb an diesen ort bringen/ daß sie sotten sicher wohnen. Vnd sie sollen mein volck seyn/ so wil ich ir Gott seyn. Vnd wil jncn cinerley Hertz vnd wesen geben/ daß sie mich förchten sollenjr lebenlang/ Auff daß jnen vnd jren Kindern nach jnen wolgehe. Vnd wil einen ewigen Bund mit jnen machen/ daß ich nicht wil ablassen jncn gurs zu thun/vnd wil jnen meine Furcht ins Hertz geben / daß sie nicht von mir weichen. Vnd sol meine tust seyn daß ich jnen guts thun sol / Vnd ich wil sie in diesem Lande pflantzen treuwlich von gantzcm Hertzen/vnd von gantzer Seelen. Denn so spricht der HERR: Gleich wie ich vber diß volck habe kommen lassen alle § dißgrosse vnglück/Also wil ich auch alles guts vber sie komm lassen/das ich jnen ge- AA7 redt habe. Vnd sollen noch Ecker gekaufft werden in diesem Lande/ davon jr sagt:Es werde wüst ligen/daß weder Leute noch Vieh drinnen bleibe/ vnd werde in der Khal- deer Hände gegeben. Dennoch wirt man Ecker vmb Gelt kauffen vn verbrieffen/ver- siegeln vnd bezeugen im Lande BcnIamin/vnd vmb Jerusalem her/vnd in den Stätten Iuda/in Stätten auffdcn Gebirgen/in Stätten in gründen/vnd in Stät¬ ten gegen Mittage / Denn ich wil jr gefengkntß wendm/spricht der HERR. xxxm.Lap. Drauwung Göttlicher straffe vmb der Sünde willen/darneben auch tröstliche Verheissung Göttlicher gnade / vnd vnwiverssrechliche Weissagung vom Reich Lhristk. MWMNd des; HERRN wortgeschach zuIeremiazuman- dern mal/ da er noch im Vorhofdeß gefengkniß verschlossmwar / vnd Dräu- HERR/dersolchsmacht/thutvndaußrichtct/ HERR ist sein Name: Russe mir/ so wil ich dir antworten/ vnd wil dir anzeigen grosse vnd gewaltige ding/die du nit Missest. Denn so spricht der HLRR/der Gott Israel/von den Häusern dieser Statt/vnd von den Häusern der Könige Iuda/welche abgebroche sind Bollwerckzu machen zur wchre/vn von denen/ so hercyn komm sind/daß sie wider die Khaldeer streiten mögen/daßsie dieselbige fül¬ len müssen mit todten Leichnam / welche ich in meinem Zorn vnd grim erschlagen wil/ Den ich hab mein angesicht von dieser Statt verborgen vmb alle jrer boßheit willen. Sitze/ Ucrcmta. xxxiii. Lap. 54- Döstüg. Wil sie heylen vnd gesundt machen/ vn wil sie deß Gebets vmb frid vnd E-»« herrlich- pro- c^Ztreuw gewehren. Denn Ich wtl das Gefengkntß Zuda/vnd das Gefengkntß Zs- LAne.7 rael/wenden/vnd wil sie bauwen wie von anfang.Vnd wtl sie reinigen von aller mis- v scthat/damit sie wider mich gesündigt haben/ vn wtl jnen vergeben alle mtffechat/ da¬ mit sie wider mich gesündigct vnd vbertretten haben. Vnddassolmireinfrölicher Name/ruhm vnd prctß/ftyn vnter allen Heyden auffErden / wenn sie hören werden alle das gute das ich inen thu/Vnd werden sich verwundern vnd entsetzen vber alle dem gute/vnd vber alle dem Friede/den ich inen geben wtl. So spricht der HERR:An diesem ort/davon jr sagt: Er ist wüst/weil weder Leute noch Vieh in den Stätten Zuda/vnd auffden Gaffen zu Jerusalem bleibt (die so ver¬ wüst sind/ daß weder Leute noch Bürger/noch Vieh drinnen ist) wtrdt man dennoch wtderumb hören geschrey von freuden vnd wonnen/dte stimme deß Breutigams vnd Ier-m-7. der Braut/Vttd die stimme dere so da sagen: Dancket dem HERRN Jebaoth/daß er so gnädig tst/vnd thur jmcrdar guts/vnd dere/so da Danckopffer bringen zum Hause deß HERRN/Denn ich wtl deß Landes gefengkntß wendcn/wie von anfang / spricht derHERR. Verheis- So spricht der HERR Zebaoth: An diesem ort/der so wüst ist/daß weder Leute Je«-» noch Vieh drinnen sind/ vn in allen seinen Stätten/ werden dennoch widerumb Hir- Lenhäuser seyn/ die da Herde weyden / beyde / in Stätten auff den Gebirgen / vnd in Statten in gründen/ vn in Stätten gegen Mittagc/im Lande BenZamin/vnd vmb Jerusalem her/ vnd in Stätten Inda / Es sollen dennoch widerumb die Herde gezeh- lct auß vnd eyn gehen / spricht der HERR. o E Zhe/ es kommet die zeit / spricht der HERR / daß ich das gnädige wort erwecken Ierem.E ich dem Hause Israel vnd dem Hause Juda gcredt habe. Zn densel- Vcrheis- btgen tagen vnd zur selbigen zeit wil ich dem Dauid ein gerecht gewächß auffgehen ^mg von CH« lassen (vnd sol ein König seyn/der wol regieren wirt) vnd sol Recht vnd Gerechtigkeit s»?.;-, anrichtcn auffErden. Zur selbigen zeit sol Zuda geholffen werden/ vnd Jerusalem st- eher wohnen/vnd man wirt imrennen/ Der HERR/der vnser Gerechtigkeit ist. Dm so spricht der HERR: Es so! nimer fchlen/es sol einer von Dauid sitzen auffdem Stul --Reg.?, pcß Hauses Israel. Deßgleichen sols nimmermehr fchlen/es sollen Priester vnd Leui- ten scyit für mir/die da Brandopffer thun / vnd Spcißopffer anzünden /vnd Opffcr schlachten ewiglich. Mn.8. Vn d deß HERRN Wort geschach zu Zeremia/vnd sprach.So spricht der HERR: Werrn mein Bund auffhören wirt mit dem tag vnd nacht / daß nit tag vnd nacht scy zu seiner Zeit/So wirt auch mein Bund auffhören mitmcinem KnechtDautd/ daß er nicht einen Son habe zum Könige auff seinem Stul/Vnd mit den Lernten vnd Gc-r' Priestern nremen Dienern'.Wte man deß Himmels Heer nicht zelen/noch den Sand ' am Mer nicht messen kan/ Also wil ich mehren den Same Dauids meines Knechts/ vnd die Leuiten/die mir dienen. Vnd deß HERRN Wort geschach zu Zeremia/vnd sprach :Hastu nicht gesehen was diß volck redet/vn spricht:Hat doch der HERR auch die zwey Geschlecht verworf- fen/welche er außerwchlet Hatte/Vnd" lästern mein volck/als sotten sie nit mehr mein (Erlass/ Volck seyn. So spricht der HERR:Halt ich meinen Bund nicht mit tag vn nacht/noch sie b-w-g- das E die orduung deß Himmels vnd der Erden / So wil ich auch verwcrffen den Samen Zacsb/vnd Dauid meines Knechts/daß ich nicht auß jrcm Samen neme die da herr¬ schen vber den Sauren Abraham/Isaac vnd Jacob. Denn ich wtl jr Gefengkntß wenden/vnd mich vber sie erbarmen. xxxmi.Lap. I-remiaftgr dem Rönr-g Zcdekraauß Göttlkckcm befehl was vnfalks begegnen VSkdse sagt auch dem Hoick/wtcsieGott/vonWegendeßgebrschnenBvnds/strtMnVölle. Mr Mophet xxxim.Lap. - - mla / da NebmadRezar / der König zu Babel / sampt alle seinem seiner gcwalnva- S»p ^^^MMren/vnd allen Völckern/stritten wider Jerusalem/vnd alle jre Stär- te/vnd sprach:Se spricht der HERR/dcr Gott Ismel:Gehe hin/vud Jedekra. sage Icdckm/dcm Könige Juda'vnd sprich zu jm:So spricht der HERR:Sthe/ich wil diese Statt in die Hände deß Königs zu Babel gebcn/vn er sol sie mrt seuwer verbren¬ nen. Vnd du soll seiner Hand nicht entrinnen/ sondern gegriffen/vnd in seine Hand ge¬ geben werden/ Daß du in mit äugen schen/vnd mündlich mit jm reden wirst/vnd gen Babel kommen. So höre doch Icdekia/du König Iuda/deß HERRN wort/so spricht der HERR von dir: Du solt nicht durchs schwerdt sterben/ sondern du sölt rm ftiede sterben. Vnd wie man vber deine Vatter/ die vorigen Könige/so vor dir geweßt sind/ gebrenct hat/ so wirdt man auch vber dich brcnnen/vnd dich klagen/ Ah HERR/denn ich hab cs ge- redt/spttcbt dcr HERR.Vn der Prophet Jercmia redet alle diese wort zu Jedckia/dem Könige Juda zu Jerusalem / da das Heer deß Königs zu Babel schon streit wider Ie- Lachis. rusalem/vnd wider alle vberige Statte Iuda/mmlich/wider Lachis vnd Aftka/denn Ascka. Diese waren als die festen Stätte noch Überblicken in den Statten Juda. ist das wort/so vom HERRN geschach zu Icrcmia/nach dem der König Je- v dekra einen Bund gemacht hatte mit dem gantzt volck zu Jerusalem / ein Frey- ZiA"'. jaraußzmuffm/Daß ein jeglicher seinen Knecht/vudcin jeglicher seine Magd/so Ebreer vnd Ebreerin wcren/ solle frey geben / daß kein Jüde den andern unter densel¬ ben Leibeygen hielte. Da gehorchten alle Fürsten/ vnd alles Volck/dic solchen Bund cyngangen waren / daß ein jeglicher solte seinen Knecht vn seine Magd frey geben/ vn sie nit mehr Leibeygen halten/vnd gaben sie loß. Aber darnach kehreten sie sich vmb/ vnd forderten die Knechte vnd Mägde wider zu sich / die sie frey gegeben hatten / vnd zwangen sie/ daß sie Knecht vnd Mägde seyn mußten. Da geschach deß HERRN wort zu Jeremia vom HERRN/vn sprach: So spricht der HERR/dcr Gott Israel: Ich hab eine Bund gemacht mit cuwrcn Vättern/da ich le auß Egyptenland/auß dem Diensthause/führct/vnd sprach: Wenn siben jar vmb md / so söl ein jeglicher seinen Bruder / der ein Ebreer ist / vnd sich jm verkaufft / vnd echß jar gedienet hat / frey von sich lassen. Aber euwre Vättcr gehorchten nur nicht/ vnd neigten jre ohren nicht. So habt jr euch heute bekehret/vn gethan das mir wol ge- ßel/daß jr ein Freyjar liesset außruffen/ein jeglicher seinem Nehcsten/vnd habt deß ei¬ nen Bund gemacht für mir im Hause/das nach meinem Namen gencnnet ist/Aber jr feyt vmbgeschlagen /vnd entheyliget meinen Namen / vnd ein jeglicher fordert seinen Knecht vnd seine Magd wider/ die jr hattet frey gegcbcn/daß sie jr selbs eygcn weren/ vnd zwinget sic nun daß sie euwre Knecht vnd Mägde seyn müssen. spricht der HERR also: Jr gehorcht mir mcht/daß jr ein Freyjar auß- c: (^LHMffct/ein jeglicher seinem Bruder vü seinem Nchcste/Srhe/so ruffe ich(spricbt dcrHERR) euch ein Freyjar auß/zum Schwerdt/zurPestilentz/ZumHunger/ vnd wi! euch in keinem Königreich auffErden bleiben lassen. Vnd wil die Leute/so meinen Bund vbertrettcn/vnd die wort deß Bmids/ den sie für mir gemacht haben / nit hal¬ ten / so machen / wie das Kalb / das sie in zwey stück gethcilt haben / vnd zwischen den Theilev hingegangen sind / nemlich/ die Fürsten Juda / die Fürsten Jerusalem / die (Raws M-ksn) Kammerer/die Pnester/vnd das gantze Volck im Lande / so zwischen deß" Kalbs ftü- 'O ;s'st cm wersege- cken hingegangen sind. Vnd wil sie geben itt jrer Feinde hand/vnd dere/die jnen rmch dem leben stehen/daß jre Leichnam sollen den Vögeln vnter dem Himmel/vnd den dasÄffe7GE ^hrereu auffErden / zur speise werden. wDnd Icdck-a den König Juda vn seine Fürsten wil ich geben in die händ jrer fein- -7- K«. de/vnd dere/ diejm nach dem leben stehen/vnd dem Heer deß Königs zu Babel/die jetzt von Ucrcmia. xxxv.Lap. 55 jetzt voneuch abgezogen sind.Denn sihe/ich wrl jnen befehlen/ spricht der HERR/ vnd Wil sie wider für diese Statt bringen/vnd sollen wider sie streiten/vnd sie gewinnen/ vndmit Feuwer verbrennen/Vndwildie Stätte Juda verwüsten/ daß niemand mehr da wohnen sol. xxxv.Lap. Der Prophet ftraffc das vngchorjani Voick durch et» Exempel der Rechabtter/nemk'ch/dast ffe »res HERRN Gortes Gesetz irichr achren/ so doch die Rechabrrer -res Vartsrs Jousdgv befehl also besteuviglrch gehalten. » Iß ist das wort / das vom HERRN geschach zu Jem mia/zurzeitIoiakim/ dcß Sons Iosia/deß Königs Iuda/vnd sprach: Iotakim. Gehe hin in der RechabiterHauß/vnd rede mit inen/vnd führe sie in Rcchabiter. deß HERRN Hauß/in der Kapellen eine/vn schenckc inen Wein. Da 4.«eg.t». nam ich Iosanja/dcn Son Icremia/dcß Sons Habazinja/ sampt sei¬ nen Brüdern/ vnd allen seinen Sönen / vnd das gantze Hauß der Rcchabiter / vnd führet sie in dcß HERRN Hauß/in die Kapellen der Kinder Hanan/ deß Sons Zeg- dalta/deß Manns Goktcs/welche neben der Fürsten Kapellen ist / vber der Kapcklen Maseja/dcß Sons Sallum/deß Thorhüters. De«».-. Vnd ich setzte den Kindern von der Rcchabiter Hauß Becher voll Weins vnd Der Recha- Schalen für/vnd sprach zu jnen: Trinckct Wein. Sie aber antworten: Wir trmcken nit Wein/Dcnn vnscr Vatter Ionadab/der Son Rechab/Hat vns gebotten/ vnd ge¬ sagt : Ir vnd cuwcre Kinder sollet nimmermehr kernen Wein trinckcn/ vnd kein Hauß bauwen/kcinen Samen säen/keinen Weinberg pflantzen noch Habcn/Sondern sollet in Hütten wohnen euwer lebenlang/auffdaß ir lange lebet im Lande/darin ir wallet, k Also gehorchen wir der stim vnsers Vatters Ionadab/dess Sons Rechab/ in al- lem/das er vns gebotten hat/daß wir keinen Wein ttincken vnser lebenlang/weder wir/noch vnsere Weibcr/ncch Söne/noch Töchter. Vnd bauwen auch keine Hauser/ darin» wir wohneten/vn haben weder Weinberge nochEcker/noch Samen/sondern wohnen in Hütten/vnd gehorchen/vnd thun alles wie vnser Vatter Ionadab gebot- ten hat. Als aber MbucadRezar/der König zu Babel / herauff ins Land zoch / spra¬ chen wir: Kommet/laßt vns gen Jerusalem ziehen für dem Heer der Khaldeer vnd der Syrcr/vnd sind also zu Jerusalem blieben. (A^A geschach dcß HERRN wort zu Icremia/ vnd sprach: So spricht der HERR c^LDAbaorh/derGottIsrael:Gehehin/vndsprichzu denen in Iuda/vnd zu den Bürgern zu Jerusalem: Wolt jr euch denn nicht bessern/daß irmeinen Worten gehor¬ chet k spricht der HERR. Die wort Zonadab/deß SonsRechab/dieer seinen Kin¬ dern gebotten hat/daß sic nicht sollenWein trincken/werden gehalten/vn trinckcn kei¬ nen Wein biß auff disen tag. Darum/daß sie ires Vatters gebott geherchcn.Ich aber (§ra.) hab" stäts euch predigen laffen/Noch gehorchet ir mir nicht. So hab ich auch Ms zu euch gesandt alle meine Knechte/ die Propheten/vnd lassen sagen: Bekehret euch /ein jeglicher von seinem bösen wesen/ vnd bessert euwern wanbcl/vnd folget nicht andern e Göttern nach/jnen zu dienen so soltjr im Landebletben/welches ich euch vnd cuivcrn Vättern gegeben habe.Aber jr woltct cuwere ohren nicht neygen/nock mir gehorchen/ So doch die Kinder Ionadab/deß Sons Rechab/Haben ires Vatters gebott / das er jnen gebotten hat/gehalten/Aber diß Volck gehorcht mir nicht. Darumb/ so spricht der HERR/ der GottIebaoch/vnd der Gott Israel: Sihe/ Ich wtl vber Juda / vnd vber alte Bürger zu Jerusalem / kommen lassen alle das vn- glück/das ich wider sie geredt habe/ Darumb daß ich zu inen gcredt habe/vnd sie mcht wölten Hören/Ich hab geruffen/vnd sie mrr nicht wollen antworten. Supr«;;. Zum Hauß derRechabitcrsprachIercmmSospr ichtdcrHSXRIcbaoth/ o^der Gott Israel: Darumb/ daß jr dem Gebott euwers Vatters Iouadab habt " K gehorcht/ Hw Prophet XXX vi. Lap. gehorcht/ vnd alle seme Gebott gehalten / vnd alles gethan was er euch gcbotten hat/ Darum spricht der HERR Icbaoth/der Gott Israel/also: Es sol dem Ionadab/dcm Son Rechab/nimmer fehlcn/Es sol jemand von den seinen allezeit für mir stehen. XXXVI. Ieremk geschach deß HERRN wort zu Jeremia/nach dem der König das Buch vnd <^Ndterede(so Baruch hatte geschrieben auß dem mund Jeremia) vcrbrant hatte/ vnd sprach: Mm dir widcrum ein ander Buch/vnd schreib alle vorige rede dreyn/die im ersten Buch stunden/welchs Ioiakim/der KönigIuda/verbrant hat.Vnsage von Joiakim. Joiakim/dem KönigeIuda/So spricht der HERR:Du hast diß Buch verbrant/vnd gesagt:Warum hastu dreyn geschriebcn/daß derKönig von Babel werde komen/vnd Diß Land verderben/ vn machen/ daß weder Leute noch Vieh deinen mehr scyn werden. Darumb spricht der HERR von Joiakim/dem Könige Juda: Esso! keiner von den seinen auff dem StulDauid sitzen/Vn sein Leichnam sol hingeworffen/deß tags in der hitze/vnd deß nachts in der frost/ Ligen. Vnd ich wilin vnd seinen Samen vnd seine Knechte hcimsuchcn vmb irer missethat willen. Vnd ich wil vbcr sie vnd vber die Bürger zu Jerusalem/vnd vber die in Iuda/kommcn lassen alle das vnglück/ das ich inen gercdt habe/vnd sic doch nicht gehorchen. Da nam Jeremia ein ander Buch / vnd gäbe Baruch/ den; Son Mrla/ dem Schreiber/Der schreib dareyn auß dem mundeIeremia alle die rede/so in dem Buch stunden/das Iotakim/der König Juda/hatte mir Feuwer verbrennen lassen/Vnd vber dieselbigen wurden der Rede noch viel mehr/denn jener waren. XXXVII. Der Rönrg Zedeklü schickt zuinIeremta/daß er für 1'n bitten wölke, phamo zeucht auß Egy- pten dem Röntge;« helffen/abecvergebiicb/v'ewellGortdtL GkKktIerusaü'MVcnLhaldeernttt »re Hände zu geben beschlossen Jeremta wtcr gefangen/vnd vom Röntge gefragt. L Nd Icdckm/dcr Son Zofla/ Mrd Köntg an statt W Zcdckia. ch^uja/deß Sons Ioiakrm/ ven MbumdRezar/ der König zu Ba- bel/machte in zum Könige im Lande Iuda.Aber er vnd seine Kncch- te/vnd das Volck im Lande/gchorchten nicht deß HERRN wort/die er durch den Propheten Jeremia redet. Es sandte gleichwol der König Jedekla Juchal/dm Son Se!cmja/vn Jephanja/ den SonMaseja/denPriester/zum Propheten Jeremia/vnd ließ jm sagen: Bitte den HERRN vnscrn Gott für vns. Denn Jeremia gieng nun vnter demVolck auß vnd eyn/vnd legt jn niemand ins Geftngniß. So war das Heer Pharao auß Egy¬ pten gezogen/vnd die Khaldeer/so für Jerusalem gelegen/ da sie solches gerächt gehö¬ ret hatten/waren von Jerusalem abgezogen. Vnd deß HERRN wort geschach zum Propheten Jeremia/vn sprach: So spricht Der HERR/der Gott Israel: So saget dem Könige Iuda/dcr euch zu mir gesandt hat mich zu fragen: Sihe/das Heer Pharao/das euch zu hülffist außgezogen/wirt wider- umb heim in Egypten zuhen/vnd die Khaldeer werden wider komm/ vnd wider diese v Starr strcitcn/vnd sie gewtnncn/vnd mit Feuwer verbrennen. Darumb spricht der K ij HERR HerWophtt XXXVil.Qp. HERR also: Bekrieget euwer Seele nicht/daß irdenckt/die Khaldecr werden von vns abziehen. Sie werden nicht abziehen. Vnd wenn jr schon schlüget das gantze Heer der §haldeer/so wider euch streiten/vnd blieben ir etliche verwandt vber/So würden siedochein jeglicher tnseinemGezelt sich auffmachen /vnd diese Statt mit Feuwer verbrennen. As Ls nun der Khaldeer Heer von Jerusalem war abgezogen/ vm deß Heers willen ^APHaraonis/gieng Ieremia auß Ierusalem/vnd wolt inns Land BenIamin gc- Hen/Acker zu bestellen vnter dem Volck. Vnd da er vnter das Thor BcnIamrn kam/ Ieria. da war einer bestellet zumThorhüter/mit Namen Ieria/der Son Selemja/deßsons Hanama/ Derselbige greiff den Propheten Ieremia/vnd sprach: Du wilt zu den Ahaldeern fallen. Ieremia sprach: Das ist nicht war/Ich wtl nicht zu den §haldccrn fallen.Aber Ieria wolt jn nit hörk/sondern greiff Iereniiam/ vn bracht jn zu den Für- Ieremia ge- sten.Vnd die Fürsten wurden zornig vber Icremiam/vn liessen jn schlagen/vnd worf- sÄgmßg?w "r"k fen jn ins gefängniß im Hause Jonathan/ deß Schreibers/ Denselben faßten sie zum Kerckermeistcr. Also gieng Icremia in die gruben vn kercker/vn lag lange zeit daselbst. A6^Nd Jedckia/ der König / sandte hin/ vnd ließ jn holen / vnd fraget jn heimlich in ( c^Aseinem Hauß/vnd sprach: Ist auch ein wort vom HERRN fürhandenkIeremia sprach: Ia/Denn du wirst dem Könige zu Babel in die Hände gegeben werden. Vnd Ieremia sprach zum Könige Jedckia: Was hab ich wider dich / wider deine Knechte/ vnd wider diß Volck/gesündigt/daß sie mich in den Kerckcr geworffcn haben k Wo sind nun euwre Propheten/die euch wctssagten/vnd sprachen: Der König zu Babel wirt nicht vber euch noch vber diß Land kommen. Vnd nun/mein Herr Kömg/Höre mich/vnd laß meine Bitt für dir gelten/vnd laß mich nicht wider in Jonathan/deß Schreibers/Hauß brtngen/daß ich nicht ster be daselbst. Da befahl der König Jede- kia/daß man Ieremia im Vorhofdeß Gcfengniss behalten solt/Vnd ließ jm deß tagee ein Läiblin Brot geben auß der Beckergaffen/biß daß alles Brot in der Statt auff war. Also bleib Ieremia im Vorhof deß Gefängniß. XXXVIII.Qp. LreFärffendn'ngLttKüffdefttöddeßPropheten/dm. S höreten aber Saphatja/der Son Matan/vnd Gc- dalja/dcr SonPashur/vnd Juchal/der Son Selemja/ vnv Pao- s-o--«» hur/der Son Malchia/diercde/soIcremia zu allem Volck redet/ vnd sprach: So spricht der HERR: Wer in dieser Statt bleibt / der wirt durch Schwert/Hungcr vnd Pestilentz / sterben müssen / Wer aber hinauß gehet zu den Khakdecrn/der sol lebend bleiben/vnd wirbt sein Leben / wie eine Beute/davon bringen.Denn also spricht der HERR: Diese Statt sol vbergcben s»?.«.-?, werden dem Heer deß Königs zu Babel/vnd sollen sie gewinnen. Da sprachen die Fürsten zum Könige:Laß doch diesen Man tödten/denn mit der weiß wendet er die Kriegßleut ab/so noch vbrig sind in dieser Statt / deßgleichen das gantzeVolckauch/weilersolchewortzujncnsagt. Denn der Mann suchtnicht was zum friede disemVolck/sondern was zum vnglück/dicnet. Der König Jedckia sprach: Sihe/er ist in cuwern Händen/ denn der König kan nichts wider euch. Da namen sie Ieremia in Ieremia/vnd worffen jn in die gruben Matchia/dcß Sons Hamelech/die am Vor- dce gmbcn ge- hofveß Gefängniß war/vnd liessen jn an Stylen hinab in dtt gruben/ da nicht Was- ser/sonder Schlam war. Vnd Ieremia sanck in den Schlam. EbedMe- As^saberEbedMelech/der Mohr/ein Kämmerer ins Königs Hauß/höret/daß e lcch. HHmanZcremia hatte in die gruben geworffcn/vnd der König eben saßimThor BenIamin.Da gieng EbedMlech auß deß Königs Hauß / vnd redet mit dem Kö¬ nige / vnd sprach: Mein Herr König / die Männer handeln vbel mit dem Propheten IeremLa/ Ucrcmia. XXXVill.Lap. Zeremia/ daß ste jn haben in die gruben geworffcn/da er muß hungere sterben/Denn es ist kein Brot mehr in der Statt. Da befahl der König EbedMelech dem Moren/vnd sprach.Mm dreißig Män¬ ner mit dir von diesen/vnd zeuch den Propheten Ieremia auß der Gruben/ehe denn er sterbe.Vnd EbedMelech nam die Männer mitsich/vn gieng ins Königs haust/ vn- ter die Schatzkammer/vnd nam daselbst zuriffene vnd vertragene alte Lumpen/ vnd liest ste an einem Seil hinab zu Ieremiatn die Gruben. Vnd EbedMelech/ der Mor/ ' sprach zu Ieremia: Lege dise zurissene vertragene alte Lumpen vntcr deine Achsel vmb das Seil.Vnd Ieremia thet also. Vnd sie zogen Ieremia herauffauß der Gruben an den Stricken/Vnd bleib also Ieremia im Vorhof deß Geftngniß. e ^6^Mver König Jedekia sandte hin/vnd ließ den Propheten Ieremia zu sich ho- e^len vnter den dritten eyngang am Hause deß HERRN. Vnd der König sprach zu Ieremia: Ich Wil dich etwas fragcn/Lieber verhalt mir nichts. Ieremia sprach zu Jedekia: Sage ich dir etwas/so tödtestu mich doch / Gebe ich aber einen Raht / so ge¬ horchest» mir nicht.Da schwur der König Jedekia dem Ieremia heimlich/vnd sprach: So war der HERR lebt/der vns diese Seel gemacht hat/so wil ich dich nicht tödten/ noch den Männern in Die Hände geben/die dir nach deinem Leben stehen. Vnd Ieremia sprach Zu Jedekia: So spricht der HERR/der Gott Jebaoth / der Gott Israel: Wirst» hinauß gehen zu den Fürsten deß Königs zu Babel / so foltu le¬ ben bleiben/vnd diese Statt sol nicht verbrannt werden/sondern du vnd dein Haust sollen bey leben bleiben. Wirst» aber nicht hinauß gehen zu den Fürsten deß Königs zu Babel/so wirt diese Statt den Khaldeern m die Hände gegeben/vnd werden sie mit Feuwer verbrennen/vnd dir wirst auch nicht jren Händen entrinnen. Der König Ie- dckia sprach zu Ieremia: Ich besorge mich aber/daß ich den Iüden/so zu den Khal¬ deern gefallen sind/möcht vbergeben werden/daß sie mein spotten. v Ieremia sprach: Man wirt dich nicht vbergeben/Lieber/ gehorche doch der stime deß HERRN/die ich dir sage/so wirt dirs wol gehen/vnd du wirst leben bleiben. Wirst du aber nicht hinauß gehen/so ist dist daswort/das mirderHERRgezeigethat. Si- he/alle Weiber/ die noch fürhanden sind in dem Hause deß Königs Iuda/werden hin auß müssen zu den Fürsten deß Königes zu Babel. Diesclbigen werden denn sagen: Ach/deine Tröster haben dich vberredet vnd verführct/vnd in schlam geführet/vn las¬ sen dich nun stecken, Also werden denn alle deine Weiber vnd Kinder hinauß müssen NerUrophet XXXiX.Lap. zu den Khaldcern/vndduftlbs wirst jrcn Händennicht entgehen / Sondern du wirst vom Könige zu Babel gegriffen / vnd diese Statt wirt mit feuwer verbrennt werden. Jedekia sprach zu Jeremia: Sihe zu/daß niemand dise rede erfahre/so wirst c^du nicht sterbcn.Vnd obs die Fürsten erführrn/daß ich mit dir gcredt habe/ vnd kämen zu dir/ vnd sprechen: Sage an/ was hast du mit dem Könige geredt / leugne es vns nicht/so wollen wir dich nicht tödten/vnd was hat der König mit dir geredt k So sprich: Ich habe den König gebeten/daß er mich nicht widerumb liesse inns Jonathan Haust führen/ich möcht daselbst sterben. Da kamen alle Fürsten zu Jeremta/vnd fragten jn/Vnd er saget jnen wie jm der König befohlen hatt. Da liessen sie von im/weil sie nichts erfaren kundten. Vnd Icre- mia bleib im Vorhof deß Gefengntß/biß auff den tag/ da Jerusalem gewonen ward. xxxix.L'ap. Wl'emüvein Röntge ?evekr» / fernen Rindern/ der Statt Jerusalem / vnd den Exttwotznerm gehandelt/nach dem sie erobert worden. Nd es geschach/daß Jerusalem gewonnen ward. Denn ä siMUM/ imncundte» Udeß Gcfengniß gefangen lag/vnd gesprochen: Gehe hin/vnd sage EbcdMelcch/ dem Mohrcn/So spricht der HERR Jebaoth/ der Gott Israel: Sitze / ich Wil meine wort komm lassen vber dise Statt zum vnglück/ vnd zu keinem guten / vnd du solts se¬ hen zur selbigen zeit.Aber dich Wil ich erretten zur selbigen zeit/spricht der HERR/Vnd soltden leutennichtzutheilwerden/für welchen du dich fürchtest/Dennichwildir davon Krenita. x Lap. davon helffen/daß du nicht durchs Schwert fallest/Sondern sott dein Leben wie eine Beute davon bringen/Darumb daß du mir verträumet hast/ spricht der HERR. xi^.Lap. Handlung deß RSnrgs von Babel mtr Jeremt'a.^Gedalia Wirt vöm Röntge m einem Land- vogt verorvnet/vav versamlen sich ;n sm alle flüchtige vnd zerstreuwere anff dem Lande. A. Jeremia wirt deß Ge- fengniß erle¬ digt vnd frey gelassen. Säpra;s. k 4-Reg. rr. W d das wort / so vom HERRN geschach zu Iem mia/da in NebusarAdan / dertzäuptman/loß ließ zu Rama/Denn er war auch mit Ketten gebunden vnrer allen denk/die zu Jerusalem vnd in Juda gefangen waren/daß man sie gen Babel wegführen solte. Da nun der Häuptmann Jeremia zu sich hatte lassen holen/ sprach er zuim: Der HERR dein Gott hat diß vnglück ober dife Stätte geredt/vnd hats auch kommen laffcn/vnd gethan wie er geredt hat/ denn ir habt gesündigt wider den HERRN/vnd seiner stim nicht gehorcht/darumb ist euch solchs widerfahren. Nun sihe/ ich hab dich heute loß gemacht von den Ketten / damit deine Hände ge¬ bunden waren/ Gefelt dirs mit mir gen Babel zu ziehen / so kom/ du sott mir befohlen seyn. Gefelt dirs aber nit mit mir gen Babel zu ziehcn/so laß anstehen. Sthe/da hastu das gantze Land für dir/wo dichs gut dünckt/ vnd dir gefelt/da zeuch hin / Den weiter hinauß wirt kein widerkehren seyn. Darumb magstukehrenzu Gedalia / dem Sott Ahikam/ deß Sone Saphan/welchen der König zu Babe! gesetzt hat vber die Stät¬ te in Juda/ vnd bey dcmselbigen vnter dem Volck bleiben / Oder gehe wohin dirs wol gesellet. Vnd der Häuptmann gab im zehrung vnd geschmckc/vnd ließ in gehen. Also kam Jeremia zu Gedalia/dem Son Ahikam/gen WZpa/ vnd bleib bey im vnter dem Volck/das im Lande noch vbrig war. nun die Häuptleute/so auff dem Felde sich enthielten/sampt iren Leuten / er- <^Lfuhren/daß der König zu BabelhatteGedalja/den Son Ahikam/ vber das Gedalia. Land gesetzt/vnd beyde/vbcr Männer vnd Weiber/Kinder/vnd die geringen im Lan- de/welche nicht gen Babe! geführt waren/kamen sie zu Gedalia gen Mzpa/nemlich/ Ismael/der SonNerßania/Iohanan vndIonathan/die SönKareah/vn Seraia/ per Son Thanhumeth/vnd die Sön Ephai von Netophath / vnd Zesania/ der Son Maachathi/samptiren Männern.Vnd Gedalia/der Son Ahikam/dcß Sons Sa- phan/thct inen vnd iren Männern einen Eyd/vn sprach: Fürcht euch nicht/daß ir den §ha ldeern vnderthan seyn sollet/ Bleibt im Lande / vn seyt dem Könige zu Babel vn- derthan/so Wirts euch wolgehcn. Sihe/ich wone hie zu Mzpa/daß ich den Khaldeem diene/die zu vns kommcn/Darumb so samlet eyn den Wein/ vnd Feigen/vnd öl / vnd legets in euwer Gefesse/ vnd wohnet in euwern Stätten/die ir bekommen habt. Auch alle Jüden/so im Lande Moab/vnd der Kinder Ammon/vn in Edom/vnd in allen Ländern/waren/da sie höreten/daß der König zu Babel hette lassen etliche in Juda vberbleiben/vn vber sie gesetzt Gedaha/den Son Ahikam / deß sons Saphan/ kamen sie alle wider von alten orten/dahm sie verstossen waren / inns Land Juda/ zu Gedalja gen Mizpa/vnd samleten eyn sehr viel Weins vnd Sommerfrüchte. §UBerIohanan/der Son Kareah/sampt allen den Häuptleuten/so auffdem Feld Johanan ^ß-sich enthalten hatten/kamen zu Gedalia gen Mzpa/vn sprachen zu im: Weistu auch/dz Baelim/der König der kinder Amon/gesandt hatIsmael/den Son Nethan- Baelim» ia/daß er dich sol erschlaget Das wolt ine aber Gedalia/der son Ahikam/mt gläuben. Da sprachIohanä/derson Kareah/zuGedalia/heimlichzuMizpa:Lieber/ich mithin gehen/vnIsmael/densonNethania/schlagen/daß niemand erfahren sol. Warum sol er dich erschlagen/dz alleJüde/so zu dir versamlet sind/zerstreuwt werden/vn die noch auß Juda vbcrbltbi sind/vmbkomentAber Gedalia/der son Ahikam/sprach zuIoha- nan/den son Kareah.Du solt das nit thun/es ist nicht war/das du von Ismael sagest. K iiii Ismael HerMsphet xi^i.L'ap. X! i.L'ap. Wnael/der Son Nechansa/schlegt Gedalia mrtsamptdenIüdenvnd Lhaldeern/sö Key /m waren/;» tod/führer das Volck von Mlrpa gefänglich hinweg/vnd Iohanan / der Son Rareah/ macht fie wlderttmb ledig. Wael. WNM Ber im Menden Monden kam Ismael / der Son Ne- thania/deß SonsElisama/auß Königlichem Stam/samptden öber- sten deß Königes/vnd zehen Männer mitim/zu Gedalia/dem Son Ahikam/gen Mizpa/ vnd assen daselbst zu Mizpa mit einander. Vnd Ismael/der Son Mthania/macht sichauff/sampt dcnzehenMän- Gedaha er- nern/ die beyjm waren/vnd schlugen Gedalia/den Son Ahikam/deß sons Saphan/ schlage». dem Schwert zu tode/ darumb/ daß in der König zu Babel vber das Land gesetzt hatte. Dazu alle Aden / die bey Gedalia waren zu Mizpa/ vnd die Khaldeer/die sie daselbst funden/vnd alle Kriegßleute/schlug Ismael. (^^Eß andern tagee/nach dem Gedalia erschlagen war/vü noch niemand wußte/ kamen achtzig Manner von Sichcm/von Silo/ vnd von Sarnaria / vnd hat¬ ten die Bärte abgeschoren/vnd ire Kleider zuriffen/vn sich zuritzt/ vnd trugen Speiß- opffervnd Weyrauch mit sich/daßsie csbrcchteninsHauß deßHERRN. VndZs- mael/der Son Mthania / gieng herauß von Mizpa denselbigcn entgegen / gieng da- her/vn weinet.Als er nun an sie kam/sprach er zu ine:Ir solt zu Gedalja/dem Son A- hikam/komen.Da sie aber mitte in die Statt kamen/ermördct sieIsmael/der son M- thania/vnd die Mäner/so bey im waren bey dem BrunenMer es waren zehen Män ner drunter/ die sprachen zu Ismael: Licber/tödte vns nit/wir haben schätz im acker li- gen/von weitzen/gersten/öl vnd honig.Also ließ er ab/vn tödtet sie nit nut den andern. Der Brunn aber/dareyn Ismael die todten Leichnam warst/ welche er hatte er- s schlagen/sampt dem Gedalia/ist der/den der König Asta machen ließ wider Baesa/ den König Israel/den füllet Ismael/der Son Mthanja/mit den erschlagenen. Vnd was vbriges Volcks war zu Mizpa/auch dcß Königes Töchter/führet Ismael/der son Mchania/gefangenweg/sampt allem vbrigen Volck zu Mizpa/vber welche Mbu- sarAdan/der Häuptmann/Hatte gesetzt Gcdalja/den Sen Ahikam/ vn zoch hin/vnd wolthinüberzu den Kindern Ammon. aber Iohanan/der Son Kareah/erfuhr/vnd alle tzäuptlcut deß Heers/ die AHM. <^Kbey im waren/ alle das vbel/das Ismael/ der Son Mthania/begangen hatte/ namen sie zu sich alle Mäner/vnd zogen hin wider Ismael/den Son Mthania/zu strciten/vnd Waffen in an bey dem großen Wasser an Gibeon. Da nun alles Volck/so bey Ismael war/ sähe den Iohanan / den Son Kareah / vnd alle die Hauptleute deß Heers/dic bey im waren/wurden sie fro. Vnd das gantze Volck/das Ismael hatte von Mizpa weggcführt/wandte sich vmb/vnd kehreten widerumb zuIohanan/dem Son Kareah.AberIsmael/der Son Mthania/entran dem Iohanarr mit acht Männern/ vnd zoch zu den Kindern Ammon. Iohanan/der Son Kareah/sampt allen Häuptleuten deß Heers / so bey im o (T^waren/namen alle das vbrig Dolck(so sie wider bracht hatten von Ismael/ dem Son Mthanja)auß Mizpa zu sich/weil Gedalia/der SonAhikam/crschlagen war/ nemlich/dte Kriegßmänner/Weiber vnd Kinder/ vnd Kämmerer / so sie von Gibeon hatten widerbracht/vnd zogen hin/vnd kehreten eyn zum Kirnham zur Herberge/der Kim- bey Bethlehem wohnete/vnd wolten in Egypten ziehen für den Khaldeem/ Denn sie A furchten sich für inen/weil Ismael/der Son Mthania/ Gedalia/ den Son Ahikam/ erschlagen hatte/den der König zuBabel vber das Land gesetzt hatte. xui.Lap. Dr'e Hauptleute deß vberbliebenen Volcks bitten Ieremia/daß er Gott vmb raht frage/wte sie sich halten sollen. Der Prophet sagt es /nen/ v nd warnet sie für vngehorsarn/ Da traten Aeremta. x^ii.Lap. A traten Herzu alle Häuptleute deß Heers/ Johana»/ der Son Kareah/Iesania / der Son Hosaia/samptdemgantzen QMM Volck/beyde/klein vnd groß/vnd sprachen zuin Propheten Ieremia: Lieber/Laß vnser Gebett für dir gelten/vnd bitte für vnsdenHCD REN/deinen Gott/vmb alle diese vbrigc( Denn vnser istleyderwe- ntg blieben von vielen/wie du vns selbst sihest mit deinen äugen) daß vns der HERR/ dein Gott/ wölt anzeigen/wohin wir ziehen/vnd was wir thun sollen. Vnd der Prophet Ieremia sprach zu inen: Wolan/ich wilgehorchen/vnd sthe/Lch Wil den HERRN/euwern Gott/bitten/wieirgesagt habt/vnd alles was euch der HERR antworten wirt/das wil ich euch anzeigen/vnd wil euch nichts verhalten.Dnd sie sprachen zu Ieremia: Der H ERR fey ein gewisser vn warhafftiger Zeuge zwischen vns/wo wir nicht thun werden alles/das dir der HERR / dein Gott / an vns befehlen wirt/Es sey gutes oder böses/so wollen wir gehorchen der stimm deß HERRN vnsers Gottes/zu dem wir dich senden/Auffdaß vns wol gehe/so wir der stim deß HERRN vuscrs Gottes gehorchen. v ^^NdnachzehentagengeschachdeßHERRNwortzuIeremia. Dariesser Ioha- Verheiß c>Anan/dcn Son Karcah/ vnd alle Häuptleute deß Heers/ die bey im waren / vnd g7g«»?E allem Volck/beyde/klein vnd groß/vnd sprach zu inen: So spricht der HERR/der N Gott Israel/zu dem ir mich gesandt habt/daß ich euwcr Gebe« fürinsolt bringen: Werdet ir in disem Lande bleiben/ so wil ich euch banwen vnd mchtzubrcchen/ Ich wi! euch pflantzen/vnd nicht außreuten/denn es hat mich schon gereuwcn das vbcl/das ich euch gethan habe.Ir solt euch nicht fürchten für dem Könige zu Babel/ für dem jr euch fürchtet/ spricht der HERR. Ir solt euch für im nicht fürchten/ Denn ich wil bey euch seyn/ daß ich euch hclsse/ vnd von seiner Hand errette. Ich wil euch barwhcrtzigkeit er- zeigen/vnd mich ober euch erbarmcn/vnd euch wider in cuwer Land bringen. o Werdet ir aber sagen: Wir wollen nicht in diesem Lande blciben/damit ir ia nicht S«p r7. gehorcht der stim deß HERRN euwers Gottes/Soudern sagen: Nem/ wir wollen itr Egyptenland ziehen/daß wir keinen Krieg schen/noch der Posaunen schall hören/vnd nicht hunger Brots halben leyden müffen/daselbst wellen wir blerben. Nun so höret deß HERRN wort ir vbrigen außIuda. So spricht der HERR Zebaoth/der Gott Israel:Werdet ir euwer angcsicht richten in Egyptensand zu ziehi/daß ir daselbst blei¬ ben wollet/ So sol euch das Schwert/ für dem ir euch fürchtet / in Egyptenland tref¬ fen/vnd der Hunger/deß jr euch besorget/so! stäts hinder euch her seyn in Egypten/ vnd sollet daselbst sterben. Denn sie seyen wer sie wöllen/die ir Angesicht richten / daß sie in Egypten ziehen/daselbst zu blclben/ die sollen sterben durchs Schwerdr/ Hunger vnd pestilentz/vnd sol keinervberbleiben/noch entrinnen dem vbcl/ das ich vber sie wilkommen lassen. v ^)enn so spricht der HERR Zebaoth / der Gott Israel: Gleich wie mein zorn vnd grim vber die Eynwohner zu Jerusalem gegangen ist/So sol er auch vber euch gehen/ wo ir in Egypten ziehet/ daß ir zum fluch / zum wunder / schwur vnd schande/werdet/ vnd diese Stätt nicht mehr sehen sollet. Daswortdeß HERRN gilt euch/ir vbrigen außIuda/daß ir nichtin Egypten ztehet.Darumb so wisset/daß ich euch heute bezeuge/Ir werdet sonst euwerLeben vcr- warlosen. Denn ir habt mich gesandt zum HERRN euwerm Gott/vnd gesagt: Bitte den HERRN vnfern Gott für vns/vnd alles was der HERR vnser Gott sagen wirdt/ das zeige vns an/so wollen wir darnach thun. Das habe ich euch heute zu wrsscn ge¬ than/Aber ir wollet der stim deß HERRN euwers Gottes nicht gehorchen/ noch al¬ le dem/das er mir an euch befohlen hat. So soltir nun wissen/daß ir durchs Schwerdt / Hunger vnd pesttlentz/ sterben müsset/ an dem ort/ dahmir gcdencktzu ziehen / daß ir daselbst wohnen wollet. - DasDolck AerMphet Xl.iii.Eap. xi.iii.Lap. Das voickglaubr dem Propheten nicht / ziehen wider Gottes befelch in Egypten/ vnd wirt /nen vom Propheten verkündigc/was sio darüberrugewarten. A Jeremta alle wort des; HERRN jres Gottes Hat- tc außgeredt zu allem Volck/wie im denn der HERR ir Gott alle Isaria. diese wort an sie befohlen hatte/sprach Asaria/der Son Hosaia/ Zdhanä. vnd Zohanan/dcr Son Kareah / vnd alle freche Männer / zu Ze- remia: Du lengest/der HERR vnser Gott hat dich nicht zu vns ge- sandt/noch gesagter solt nicht in Egypten ziehen/ daselbst zu woh- nen/Sondern/Baruch/der Son Neria/beredt dich deß/vns zu wider/Auffdaß wrr den Khaldeern vbergeben werden/daß sic vns tödterr/vnd gen Babel wcgführen. Also gehorcht Zohanan/der Son Kareah/ vn alle Häuptleute deß Heers/sampt Dngehor dem gantzen volck/der stim deß HERRN nicht/daß sie im Lande Zuda weren blieben/ Sondern Zohanan/der Son Kareah/ vnd alle Häuptleute deß Heers / nam Zu sich alle vbrigen auß Zuda / so von alle Völckern/dahin sic gefiohen/wider komm waren/ Daß sie im Lande Zuda wohncten/ ncmlich/ Man/ Welbcr vnd Kindcr/dazu deß Kö- nigsTöchter/vnd alle Seelen/die MbusarAdan/der Häuptmann bey Gedalja/dcm Son Ahikam/dcß Sons Saphan/hatte gclaffen/auch den DrophetenZcremia/vnd Baruch/dcn Son Mria/vnd zogen in Egyptenland / Denn sie wolten der stim deß HERRN nicht gchorchen/vnd kamen gen Tachpanhes. Nd deßHERRN wortgeschachzu Zeremiazu Tachpanhes/vnd sprach: Mm n A ^grosse Stein/vnd verscharre sie im Agclofen/der für der Thür am Hause pha- ^"kr.4-' rao ist zu Tachpanhes/daß die Männer auß Zuda Zusehen. Vnd sprich zujnen: So spricht der HERR Zebaoth/der Gott Zsrael: Sihe/tch wil hinsendcn/vn meinen Knecht MbucadRezar/den König zu Babcl/Holen lassen/vnd wil seinen Stul oben anffdise Steine setzen/die ich verscharret habe/vnd er so! seine Gezelt drüber schlahen. Vnd ersolkommen/vnd Egyptenlandschlahen/vnd tödten wen cs trifft/gefangen führen/ wen es trifft/mit dem Schwert schlahen / wen es trifft. Vnd ich wil die Häu¬ ser der Götter in Egypten mit Feuwer anstecken / daß er sie verbrenne vnd wegführe. Vnd er sol im Egyptenland anziehen/wie ein Hirt sein Kleid anzeucht/vnd mit frieden von dannen ziehen. Er sol die Bildseulen zu BethSemcs in Egyptenland zubrechen/ vnd die Götzenktrchen in Egypten mit Feuwer verbrennen. Xl.im.Lap. Derprophet sagt dem Jüdischen Volck in Egypten/was für straffe in demselbigen Land vber sie gehen/wie auch der Ränig von Egypten in der Babylonier Hande kommen sol. Aber sie wldersprechenM gany freffenlich. Iß ist das wort / das zu Immla geschach/ an alle Iü-» LMMMk>cn/so in Egyptenland wohncten/nenilich/zuMigdal/zuTachpan- hes/zu Noph/vndim Lande pathros/ wohncten/vnd sprach: So spricht der HERR Jebaoth/der Gott Zsrael: Zr habt gesehen alle das Vrsach vbel/ das ich hab kommen lassen vber Jerusalem/ vnd vber alle Stätte in Zuda.Vnd sihe/heutcs tages sind sie wüste/ vnd wohnet niemand drinen/Vnd das n-Dm. vmb /rer boßheit wtllen/die sic thetcn/daß sie mich crzürneten/ vnd hin gicngen / vnd räucherten vnd dieneren andern Göttern/welche weder sic/noch ir/noch euwere Vät- ter/ kenneten.Vnd ich sandte" stäts zu euch alle meine Knechte/die Prophctcn/vn ließ « euch sagen: Thut doch nicht solche greuwel/die ich haffe.Aber sie gehorchten nicht/nei- Ä ^7. geten auch ire ohren von jrer boßheit nicht/daß sie sich bckcretcn/vnd andern Göttern nicht geräuchert hettemDarumb gieng auch mein zorn vnd grim an/ vnd entbrannte vber die W. Ä«bi Acremia. xi^mi.Lap. 60 dber die Stätte Iuda/vnd vber die Gaffen zuIerusalem/daß sie zur Wüsten vnd öde worden sind/wie es Heutes tages stehet. v Nun so spricht der HERR/der Gott Jebaoth/der Gott Israel: Warumb thut jr doch so groß vbel wider euwer eigen leben k Damit vnter euch außgeroktet werde bey- de / Mann vnd Weib / bcyde/ Kind vnd Säugling / auß Juda / vnd nichts von euch vberbletbe/daß jr mich so erzürnet durch euwer Hande werck/vnd räuchert andern Göttern in EgyptenLande/dahtn ir gezogen seyt/dasclbst zu herbergt/ auffdaß jr auß- gerottet/vnd zum fluch vnd schwach werdet vnter allen Heyden auff Erden. Habt jr vergessen deß vnglücks euwerer Vätter/deß vnglücks der Könige Juda/ deß vnglücks jrer Weiber/dazu euwers eigen vnglücks/vnd euwerer Weiber vnglücks/das euch be¬ gegnet ist im Lande Juda/vnd auff den Gaffen zu Jerusalem k Noch sind sie biß auff diesen tag nicht gedemütiget/fürchten sich auch mcht/vnd wandeln nicht in meinem Gesetz vnd Rechtcn/dic ich euch vnd euwcrn Vättern fürgcstellet habe. e Darumb spricht der HERR Jebaoth / der Gott Israel/also: S the / ich wil mein Angesicht wider euch richten zum vnglück/vnd gantz Fuda so! außgerottet werden. Vnd ich wil die vbrigcn auß Juda nemmerr so jr Angesicht gericht haben in Egypten- land zu ziehen/daß sie daselbst Herbergten/Es so! ein ende mit jne allen werden in Egy- ptcnlande.Durchs Schwert sollen sie fallen/vud durch hunger sollen sie vmbkomen/ beyde/klein vnd groß/Sie sollen durch Schwert vnd Hunger sterben/vud sollen ein schwur/wundcr/fluchvnd schmach/werden-Ich wil auch die Eynwohner in Egypten¬ lande mit dem Schwert/Hunger vnd Pesttlcntz/hetmsuchen/gleich wie ich zu Jerusa¬ lem gcthan habe/daß auß den vbrigen Juda keiner so! entrinnen noch vberblttben/ Die doch darumb hieher kommen sind in Egyptenland zur hcrbcrge/daß sie widerum tuns Land Juda kommen möchten/dahin sie gerne wollen wider komm vnd wohnen/ f Aber es so! keiner wider dahin kommen/on welche von hinnen fliehen. wn. ckunMsAm o antworten dem Ieremia alle Männer/ die da wol wußten/ daß jre Weiber Große' andern Göttern räucherten/vnd alle Weiber/ so mit grossem Haussen da ^^Fe!n/v!>dsün! boßhettvnd den/samptallemVolck/die in Egyptenland wohnetcn/vn in Pathros/ vnd sprachen: / allerley werter/ dchVokk. Nach dem wort/ das du im namen deß HERRN vns sagest/ wollen wir dir nit gehör- 2 hN chen/ Sondern wir wollen thun nach alle dem wort/das auA vnserm munde geht/ vn vA wollen Melecheth deß Himels räuchcrn/vnd dersclbigen Tranckopffer opffcrn/Wie Attesd^nst A" wir vnd vnsereVätter/vnsere Könige vnd Fürsten/gethan haben in den StattenIu- t-n vmb gutes w«' da/vnd auffdcn Gaffen zu Zerusalem/da hatten wir auch Brot gnug/ vud gieng vns wol/vnd sahen kein vnglück. Sink der zeit aber wir haben abgclaffm Melecheth deß Himels zu räuchern/vn Tranckopffcr zu opffern/ haben wir alle mangel gelitten/ vnd sind Durch Schwert vnd Hunger vmbkomcn.Auch wenn wir Melecheth deß Himels -nehkhanwvnv an, räuchern / vud Tranckopffcr opffern/ das thun wir ja nicht on vnser Männer willen/ vV« ?"urch g»l daß wir derselbigen kuchen backen/vnd Trauckopsscr opffcrn/sie zu' bekümmern. ft.?/7nd?7e7h!Z x sprach Zcremia zum gantzen Volck/ bcyde/ Männern/ Weibern/ vnd allem (^L^Volck/die jm so gcantwort hatten:Zch meyne ja/der HERR hab gedacht an das si^st be>- vnsL räuchern/sojrindcn Stätten Juda/vnd auff den Gassen zu Jerusalem/getrieben wet77).-mw7.ngÜ habt/sampteuwernVättcm/Königen/Fürstcn/vt'rdallemVolckim Lande/vnd haks w,'dcrL,!donn?r^ zu hcrtzen gcuommen/das er nicht mehr leiden kondte euwern bösen wandel vnd grcu- b-^en/vnLLcr, wel/die jr chetet. Daher auch euwer Land zur Wüsten / zum Wunder vnd zum Fluch §"b worden ist/daß niemand drinnen wohnet/wie cs Heutes tagcs stehet. Darumb/daß jr geräuchert habt/vnd wider den HERRN gesündigt / vnd der stim deß HERRN nicht (Bumern) naß gehorchct/vndinscinemGesetze/Rechtenvnddcugmß/nichtgcwandelthabt/Dar- siestchv»scrheryl.ch umb rst auch euch jolchvngluck wlderfahrcn/wte es Heutes tags stehet. serg^n «cc wm? Vnd Zeremia sprach zu allem Volck/ vnd zu allen Weibern: Höret deß HERRN A777küÄi'T wort alle jr auß Zuda/so in Egyptenland sind/So spricht der HERR Jebaoth/der Gott IracssIr vnd euwre Weiber habt mit euwrcm Munde gercdt/vn lnmt euwern wa^ K händcn AaWsphct X^v.Lap. Händen vollbracht/daß jr sagt: Wir wollen vnftr Gelübde halten / die wir gelobt ha¬ ben Mlecheth dcßHimmels/daß wir dersclbigen räuchern/vss Tranckopffcr opffern, Wolan/jrhabteuwerGelübd crfüllet/vnd cuwere Gelübde gehalten. So höret nun deß HERRN wort/jr alle auß Iuoa/die jr in Egyptenlande woh- k net.Sihe/ich schwer bey meinem grossen Namen/spricht der HERR/daß nrern Name nicht mehr sol durch einiges Menschen Mund auß Juda gencnnet werden in: gantzen Egyptenland/der da sagt (So war der HERR HERR lebt) Sihe/ ich Wil ober sic wa- chen/zum vnglück/ vnd zu keinen: guten / Daß/ wer auß Juda in Egyptenland ist/ sol durchs Schwcrtvnd Hunger vmbkommcn/biß ein ende mitjncn habe : Welche aber dem Schwcrdt entrinnen/ die werden doch auß Egyptenland inns Land Juda wider kommen müssen mit geringem Haussen/Vnd also werden denn alle die vbrigen auß Juda/soin Egyptenland gezogen warcn/daßsie daselbstherbergtcn/crfahren wcß wort war worden sey/ meines oder jres. No zum Ictchcn/spricht der HERR/daß ich euch an diesem ort hcimsucben wi^ damit jr wisset/daß mein wort sol war werden ober euch zum vnglück/ so spricht Pharao der HERR also: Sihe/ich wi! Pharao Haphra/dcn König in Egypten/vberge- tzaphra ^n in die Hände seiner Fcmde/vnd dcre/die jm nach seinen: Leben stchen/gteich wie ich Apncs. Icdckm/denKönigIuda/vbergebcnhabe in die Hand NebucadRezar/ deßKenigs z:: Babcl/seincs Feindö/vnv der jm nach seinen: Leben stunde. rdv.Qp. Dee Prophet träststseinen Diener Bamch/als der nebengrostermähe vnd srdeitin schwachheit gefallen war. Baruch. M ist das wort/so der Prophet Jeremra redet zu Ba- 4 ruch/ dem Son Mrla/ da er diese Rede auff ein Buch schreib auß d"" Munde Icremia/ im vtcrdten jar Ioiakim / deß Sons Iosia/ deß Königes Iuda/vnd sprach: So spricht der HERR Abaoth/der Sott Israel/ von dir Baruch/Du sprichst: Wehe mir / wie hat mir der HERR jammervbcrmein schmertzcn zugefügt/ich seufftze mich müde/vnd finde keine ruwe. Sage jm also: So spricht der HERR: Sihe/was ich gebauwtt habe/ das brech ich ab/vnd was ich gepflantzet habe/ das reute ich auß / sampt diesem gantzen meinem eigen Lande. Vnd dubegcrest dir grosse ding / bcger cs nicht/Denn sihe/ich Wil vn¬ glück kommen lassen vber alles Flcisch/spricht der HLRR/Äber deine Seelwrlich dir zur Beute geben/ an welchen ort du ziehest. xi^vi.Lap. Hie folgen die predigten/so der Prophet Jeremra wider die Hexdengethzn/vnd erstlich wider die Egxpker. Wl^das wort dcß HERRN/das zu dem Prophe- L geschehen ist wider alle Heyden. Wider Egypten. iO^Iver das Heer PharaoNecho/ deß Königs in Egyptcn/wcl- M^Zches lag am Wasser Phrath zu§archemis/ das der König zu Babel NcbucadRezar schlug/im vierdten jar Ioiakun/ deß Sons Iosia / deß Kö¬ niges Juda. Rüstet Schilt vnd Tartscben/vnd ziehet in den streit/Spannct Roffz an/vn las- Es-.- - set Reuter auffsitzcn/setzt die Helm auff/vnv schcrpfft die Spiesse / vnd ziehet Pantzcr gn. Wie kommcts aber/daß ich sehe/ daß sic verzagt sind/vnd die siucht geben / vnd jre Helden Aemnta. Xi^vi.Lap. 6 Helden erschlagen sind ? Sie fliehcn/daß sie sich auch nicht vmsehcn/schrecken ist vmb vnd vmb/spricht der HERR.Der schnelle kan nicht entfiiehen/noch der starcke entrin¬ nen. Gegen Mitternacht am wasser phrath sind sie gefallen vnd darmder gelegt. Wo ist nun der/so herauffzog wie ein strom/vnd seine wellen sich erhüben wie deß waffers? Egypten zoch herauffwie ein ström/vnd seine wetten erhüben sich wie deß wassere/ vnd sprach: Ich wil hinauff ziehen/das Land bedecken/vnd die Statt verderben/ sampt denen die drinnen wohnen. L Wolan/sitzt auffdie Roffe/rennet mit den Wägen/ lasset die Helden außziehcn/ die Moren/ vnd auß put die den Scbüd führcn/vnd die Schützen auß Lydia. Denn diß ist der tag deß HERRN HERRN Zebaoth/ein tag der rache / daß er sich an seinen Feinden reche/dadas schwere fressen/vnd von jrem Blut voll vnd trunckcn werden wirt. Denn sie müssen dem HERRN HERRN Zebaoth ein Schlachtopffcr werden im Lande gegen Mitternacht am wasser Phrath. Gehe hinauff gen Gilead/ vnd hole salbe/Iungfrauw Tochter auß Egypten/Aber cs istvmb sonst/daß du vil artzeneyest/ du wirst doch nicht heyl. Deine schänd ist vnter die Heyden erschollen / deines heulens ist das Land voll/ Denn ein Held fettet vber den andern/vnd ligen beyde mit einander darmder. V-pm 44. (^^Iß ist das wort deß HERRN/daß er zu dem Propheten Ieremia redet/ da Ne- (^NbucadRczar/der König zu Babel/ daher Zoch Egyptenland zu schlagen / Ver¬ kündigt in Egyptcn/vnd sagte an zu Migdal/sagts an zu Noph / vnd Thachparchcs/ vnd sprechtStelle dich zur wehre/Denn das Schwert wirt fressen was vmb dich her ist. Wie gchetszu/daß deine Gewaltigen zu bodcn fallen/vnd mögen nicht bestehen? Der HERR hat sie so gestürtzt/ Er macht daß ir vre! fallcn/daß einer mit dem andern darnider ligt. Da sprachen sie: Wolauff/laßt vns wider zu vnscrm Volck ziehen in vnser Vatter land/für dem Schwert deß Tyrannen. Daselbst schrcy man jncn nach/ Pharao/ der König Egypten/ligt/er hat sein Gezelt gelassen. e So war als ich lebe/spricht der König/der HERR Zebaoth Heißt/Er wirdt daher Thabor. ziehen/so hoch/wie der Berg Thabor vnter den Bergen ist/ vnd wie der Kharmcl am §har- Meer ist. Nun dein wandergerehte/du eynwohnerin Tochter Egypten / Denn Noph wirt wüst vnd verbrannt werdcn/daß niemand drinnen wohnen wirt. ^E'Gypten ist ein sehr schönes Kalb / aber es komet von Mitternacht der Schkach- Q^ter. Vnd" Taglöhner / so drinnen wohnen / sind auch wie gcmcste Kälber / aber TagiZhner^M sie müssen dennoch wenden/flüchtig werden mit cinander/vnd werden nicht bestehen/ ^»/?ndgwff!»s,ld Denn der tag ires vnfalls wirdt vber sie kommen / nemlich / die zeit irer Heimsuchung. "E«. Siefahren daher/daß der Harnisch braffelt/vnd komcn mit Heereskrafft/vnd brin¬ gen Exte vber sie wie die Holtzhäuwer. Dieselben werden hauwcn also in irem Wald/ (spricht der HERR) daß nicht zu zelen ist / Denn irer ist mehr weder Häuwschrecken/ die niemand zelen kan. Die Tochter Egypten stehet mit schänden/ Denn sie ist dem Volck von Mitternacht in die Hände gegeben. v Der HERR Zebaoth/ der Gott Israel / spricht: Sihe / Ich wil heimsuchen den * Regenten zu No/vnd den Pharao/vnd Egypten sampt seinen Göttern vnd Köm- (ResE-»)Ekre. gen/Ia/pharao/mit allen die sich auff in verlassen/daß ich sie gebe in die Hände de-A^KAA» nen/die inen nach irem leben stehen/vnd in die Hände NebucadRezar/dcß Königes zu Babel/vnd seiner Knechte. Vnd darnach solt du bewohnet werden/wie vor alters/ spricht der HERR. urrb.8^ 2ch/diewciß Tröstüa AsBer du mein Knecht Jacob fürchte dich nicht/vnd duIsrael verzage nicht.Denn K, der sefattgr- ^ssihc/Ich wil dir auß fermen Landen/ vnd deinem Samen auß dem Lande sei- s«p.ner Gefcngniß/ heissen / Daß Jacob sol wider kommen / vnd im frrcde ftyn / vnd die fülle haben/vnd niemand sol in schrecken. Darumd fürcht dich nicht/ du Jacob/ mein Knecht/spricht der HERR/Denn ich binbeydir. Mit allen Heyden/dahin ich dich verstossen habe/wiUchs einende machen/Aber mit dir wil ichs nicht em ende ma- . . L chen/ AerMophet Xi_vil.Lap. chcn/sondcm ich Wil dich züchtigen Mit massen/auff daß ich dich nit vngcstraffr lasse. Xl.vil.Lap. prevrgt wtder die phlkster. MO das wort deßHERRN/das MM Propheten^ M4W9M Jeremiageschach wider die Philister/ehe den Pharao Gaza schlug. Philister So spricht der HERR: Slhe / cs komm Wasser hcrauff von Mit-N-L ternacht/ die eine Flut machen werden/vnd beyde/Land vnd was drinlien ist/beyde/ Stätte/vnd die/ so drinnen wohnen / wegreissen werden/daß die Leute werden schreyen/vnd alle Eynwohncr im Lande heulen für dem gctümmel jrer starcken Roffe/so daher traben/vnd für dem raffeln jrer Wagen/ vnd poltern jrer Rader/ Daß sich die Vatter nicht werden vmbsehcn nach den Kin- dern/so verzagt werden sic seyn für dem tage/so da kommet zu verstören alle Philister/ vnd außzureuten Tyrum vnd Adon/ sampt jrcn andern gehülffcn. Denn der HERR wirt die Philrstcr/die das vbrige sind/ auß der Affulen Kaph- s thor verstören/ Gaza wirt kahl werdcn/vnd Ascalon sampt den vbrigcn in wen grün- -'Färleid/ den verderbet. Wie lange" ritzcstu dich e O du Schwert dcß HERRN e Wenn Wilm Als k>' >/so vber doch auffhörm k Fahre doch in deine Scheide/vnd ruhe vnd scy stille.Abcr wie kanstu ^' .«Mch aufshören/weil der HERR dir befehl gethan hat wider Ascalon/vnd dich wider die gnsuhrt am Meer bestellet. Xl.viii.Lap. predigt wider die Moabiter. Aber Moab. So spricht der HERR Zebaoth/der Gott Isracl:Wche der Statt Nebo /denn sie ist zerstöret/vnd ligt elend/ ^ab. MMtzW Kirtathaim ist gewonnen/die .Feste stehet elend vnd ffrzuriffen. Der Äcch'r,"' trotz Moab ist auß/den sic an Hesbon Hatten/Denn rnan gcdcnckt bö- sie wider sie/ nemlich/Kommet/ wir Wüllen sie außrotten / daß sie kein Volck mehr seyen. Vnd du Madmen mußt auch verderbt werdcn/das Schwert wirt hinder dich kommen. Man höret ein geschrey zu Horonaim von verstörcn vnd gros¬ sem jammer. Moab ist zerschlagen/mart höret jre jungen schreyenDenn sie gehen mit weinen den weg hinauffgen Luhith/vnd die Feinde hören ein jamer geschrey den weg r. n Horonaim hcrab/Nemlich: Hebt euch weg / vnd errettet cuwer Leben / Aber dn wirst seyn wie die Heyde in der Wüsten. Darumb/daß du dich auff deine gebäuwe verlässcst/vnd auffdeine Schätze/solt L du auchgewonenwcrdcn/VndKamosmußhinauß gefangen wegziehcn sampt sei- §ariW nen Pricstcrn vnd Fürsten. Denn der Verstörer wrrt vber alle Stätte kommcn/daß Ad-Ä»- nicht eine Statt entrinnen wirt.Es sollen bcydc/dic Gründe verderbet / vnd die Ebe- Eck. nen verstöret werden/ Denn der HERR haw gesagt. Gebt Moab Federn/cr wirt außgehen als flöge er/vndjrc Stätte werden wüste .7. ligen/daß niemand drinnen wohnen wirt.Verfiucht sey der deß HERRN werck lässig thut/verflucht scy der sein Schwert auffhelt/daß nicht Blut vergiesse. Moab ist von seiner jugend auff sicher gcwest/vnd auff seinen Hefen still gelegen/ vnd ist nie auß einem Faß ins ander gegoffen/vnd nie ins Gcfcngniß gezogen / Dar- ' umb ist sein geschmack jm blicbcn/vnd sein geruch nicht verändert worden. Darumb sihe/ spricht der HERR/ Es kommet die zeit/daß ich jnen wil Schröter schicken / die sie . Reg u. außschrotcn sollen/vnd jre Faß außlärcn/vnd jre Legel zerschmettern. Vnd Moab sol vber dem Kamoozu schänden werden/gleich wie das Hauß Israel vber Bethel zu schänden worden ist/ darauff sie sich doch verliessen. Wie -Ncmma. x^vm.Lap. 62 ^^^e thüret jr sagen: Wir sind die Helden vnd die rechte Kriegßleute k So doch ^'^N>)Moabmuß verstöret/vnd irL Stätte erstiegen werden/vnd jre beste Mann- schafft zur Schlachtbanck herab gehen müssen/spricht der König/welcher heißt der HERRZebaoth. Denn der vnfaLlMoabwIrdLschierkommen/vttDjr vnglück eylek sehr. Licberhabt doch mitleidm mit jnen/die jr vmb sie her wohnet/ vnd jren Namen kennct/vnd sprecht: Wie ist Die starcke Ruhte vnd Der herrliche Stab so zubrochenk Herab von der herrligkeit/ du Tochter / die du zu Dibon wohnest/ vnd sitze in der dürre/Denn der verstörer Moab wirdt zu dir hinauff kommen/vnd deine Festen zu¬ reissen. Tritt auff die strassen vnd schäum / du Eynwohncrtn Aroer / Frage die so da fliehen vnd entrinnen/vnd sprich: Wie gehetök AH/ Moab ist verwüstet vnd verder- bet/Heulet vnd schreyet/sagetß an zu Arnan/daß Moab verstöret sey. Die straffe ist vber Dao ebene Land gangen/ nemlich/vber Holon/ Iachza/ Mphaath/ Dibon/Ne- Stätte bo/BethDiblathaim/Kiriathaim/BethGamul/BethMeon/Kirioth/Bazra/vnd vber alle Stätte im Lande Moab/sie ligen ferrn oder nahe. Dao Horn Moab ist ab- gehauwen/vnd jr arm ist zubrochen/spricht der HERR. o Macht sie truncken(Den sie hat sich wider den HERRN erhaben) daß sie speyen/ vnd die Hände ringen müffe/auffdaß sie auch zum gespött werde. Den Israel hat dein gespött seyn müffen/ats were er vntcr den Dieben gefunden/Vnd weil du solchö wider sie redeft/soltu auch weg müssen. O fr Eynwohner in Moab/verlaßt Die Stätte/ vnd wohnet in Den Fetzen/ vnd thuk wie Die Tauben/so da nisten in Den holen löchern. Ier-m. 4-. A^An hat jmer gesagt von denr stoltzen Moab/Daß er sehr stoltz fty/hoffertig/ hoh- HMmütig/trotzig vnd vöermütig. Aber der HERR spricht: Ich kenne seinen Zorn ^^wol/daß er nicht so viel verniitg / vnd vnterstehet sich mehr zu thun Den sein ver¬ mögen ist.Darumb muß ich vber Moab heulen/vnd vber das gantze Moab schreyen/ vn vber die Leute zu Ktrhereo klagen.Ich muß vber Dich Iaeftr/du Weinstock zu Sib- ma/weinen/Den deine Reben sind vber das Meer gefahren/vnd biß ans Meer Iae- ser komen/dcr verstörer ist in deine Erndte vnd Weinlesen gefallen. Freude vnd Won¬ ne ist auß dem Felde weg/vn auß dem Lande Moab/vnd man wirt keinenWem mehr kelttrn/derWeintretter wirt nicht mehr sein Lied singen/Von Deß geschreyeo wegen zu Heobon biß gen Eleale/welches biß gen Iachza erschallet/vsn Ioar an/ der §drey- Drex^eR«w) jarigen Kuw/biß gen Horonaim/Denn auch Die Wasser Nimri sollen verseyhen. Kwle^dre^g- L Vnd ich wil (spricht der HERR) in Moab Darmit ein ende machen/daß sie nicht mehr auff den Höhen opffern/vnd iren Göttern räuchern sollen. Darumb brummet vndLeme/Iesa..-. mein Hertz vber Moab wie eine Dromete/Md vber die Leute zuKirheres brummet mein Hertz wie eine Dromete/ Den sie habens vbermacht/ darum müssen sie zu Hoden gehen. Alle köpff werden kahl fcyn/vnd alle bärte abgeschoren/aller Hände zuritzt/vnd jedcrman wirt säcke anzichen.Auffallen Dächern vnd gaffen / allenthalben in Moab/ wirt man klagm/Denn ich hab Moab zubrochm/wie ein vnwerdes geseß/ spricht der HERR. Q wie ist sie verderbt/wie heulen sie/wie schändlich hengen sie die Köpffe/vnd Moab ist zum spott vnd zum schrecken worden allen so vmb sie her wohnen. Denn so spricht der HERR: Sihe er flengt daher wie ein Adeler/ vn breytet seine flüge! auß vber Moab. Kiriath ist gewonen/ vnd die festen Stätte sind eyngenomen/ vnd das Hertz der Helden in Moab wirt zmselbigen zeit seyn wie einer Frauwen Hertz in Kmdönöten. Den Moab muß vertilget werden/daß sie kein volck mehr seyen/dar- umb/ das es sich wider den HERR N erhaben hat.Forcht/gmbe vnd strick/ komet vber Jeremy dich/Du Eynwohncrtn Moab/spricht der HERR. Werderforchtentsieucht/derwirt in die gruben fallen/vnd wer auß der gruben komet/der wirt im stricke gefangen wer¬ den. Den ich wil vber Moab komm lassen ein jar jrer hetmsuchug/ spricht der HERR. ? Die auß der Schlacht entrinen/werden Zuflucht suchen zu Heobon/Aber es wirk ein feuwer auß Hesbon/ vn ein flamme auß Schon/ gehen/welche Die örter in Moab vH Pie Kriegische Leute verzehren wirt.Weh dir Moab/verlom ist Dao Volck Kamos/ k r ' ' f' ' Denn man hat deine Söne vnd Töchtere genomen vnd gefangen weggeführt / Aber üiderMnfftigenMwilichdieG-ftngnißMoabwendm/sprichtdrrHM,Da» sep gesagt von dcrstmffc vber Mvab. XI^IX.Qp. predigt wider die Ammoniter/Evomirer/ Sxcec/Revarer/ Haxoriter vnd Elamtter. - Zver die Kinder Ammon spricht der HERR also-Hat x denn Israel nicht Kinder/oder hat er keinen Erben k Warumb be- Ammon sitzt dennMalchomdasLandGad/vndseinVolckwohnetin jener Stättenk Darumb sihe/es komet diezeit/spricht der HERR/daß ich cb^ wil ein Kriegßgeschrey erschallen lassen vber Rabbath der Kinder Ammon/daß siesol auff eim Haussen wüst ligen/vnd ire Töchter mit Feuwer angesteckt werden. Aber Israel sol besitzen die/ von denen sie besessen waren/ spricht der HERR. Heule/ oHesbon/ denn Ai ist verstöret/ Schreyetjr Töchter Rabba / vnd ziehet" Säcke an/klagct vnd laufft auff den Mauren Herumb/Denn Malchom wirt gefan¬ gen weggeführt/sampt seinen Priestern vnd Fürsten. Was trotzest» auff deine Au- Wen k Deine Auwen sind versäufft / du ungehorsame Tochter / die du dich auff deine Schätze verlässest/vnd sprichst in deinem hertzen: Wer thar sich an mich machcmSi- he/spricht der HERR HERR Zebaoth: Ich wil furcht vbcr dich kommen lassen von al¬ len die vmb dich her wohnen/daß ein jeglicher seines Wegs für sich hinauß verstossen werde/vnd niemand sey der die flüchtigen samle. Aber darnach wil ich wrdcr wenden das Gefengniß der Kinder Ammon/spricht der HERR. Wider Ldom. M' O spricht der HERR Zebaoth: Ist denn keine Wetßheit mehr zu Thcman k Ist n ^Idenn kein raht mehr bey den klugen k Ist jre Weißheit so loset Fliehet/wendet euch/vnd verkriecht euchtieff jr Bürger zu Dcdan/Dmn ich lasse ein vnfall vberE- sau kommen/die zeit seiner Heimsuchung. Es sollen Weinleser vber dich komm / die dir kein nachlesen lassen/vnd Diebe dcß nachts sollen vber dich kommen/die sollen jnen gnug verdcrben.Denn ich habe Esau entblösset/vnd seine heimliche ort geöffnet / daß Esau. er sich nicht verstecken kan/Sein Same/seine Brüdcr/vnd seine Nachbarn/sind ver- störet/daß jr keiner mehr da ist.Doch was vbrig bleibt von deinen Waisen/den wll ich das Leben gönnen/vnd deine Wittwen werden auff mich hoffen. Denn sosprichtder HERR:Sihe/dic jenigen/so cs nicht verschuldet hattendcn suM-s. Kelch zutrincken/müsscn trincken/vnd du soltefi vngestraffr blcibenkDu solt ucht vn- gestrafft bleibcn/sondern du mußt auch trincken. Denn ich hab bey mir selbs gcschwo- rcn/spricht der HERR/daß Bazra sol ein wunder/ schmach/wüste vnd fluch/werden/ vnd alle jre Stätte ein ewige wüste.' Kh habgehört vom HERRN/daß eine Bottschafft vnter die Heyden gesandt c: scy/Samlet euch/vnd kommet her wider sie/macht euch auff zunl streit. Denn ^^sihe/ich hab dich gering gemacht vnter den Heyde/vn verachtet vnter den Men- schen.Dcin trotz vn deines hertzen hohmut hat dich betröge/ well du in Fclssenklüfften rvohnest/vn hohe Gebirge innen hast.Wenn du denn gleich dein Nest so hoch machtest als der Adclcr/ dennoch wil ich dich von dannen herunder stürtzen/sprichr der HERR. Also sol Edom wüstwerden/ daß alle die/so fürüber gehen/sich wundern vnd pfeiffcn werde vber alle jre plage. Gleich wie Sodom vn Gomorra sampt jren Nach- -- , Harn vmgekchret ist/spricht der HERR/dz niemand daselbst wohnen/noch kein Mensch drinnen Hausen sol. Denn sihc/Er komet hcrauff wie ein Löwe vom stoltzen Jordan her/wider die festen Hürten/Denn ich Wil jn daselbst her eylends lauffen lassen. Vnd werweiß Aeremta. xl^ix.Lap. 6z wer weiß wer der" Jüngling ist / den ich wider dich rüsten werde ? Denn wer ist mir « gleich ? Wer wi! mich meistern ? Vnd wer ist der Hirte der mir widerstehen kan? AM" md-5^- So höret nun den rahtschlag deß HERRN/'dcn er ober Edom hat/vnd seine ge- danckcn/dieervberdieEynwohncrinThemanhat. Wasgilts/ob nicht die ^Hirten- b knaben sic schleissen werden/vnd jre Wohnung zerstören? Daß die Erde beben wirdt Wenns in einander fellet/vnd ir geschrcy wirt man am Schilffmeer Hörem Sihe/er fleuget herauff wie ein Adeler/vnv wirt seine Flügel außbrcyten ober Bazra.Jur scl- bigenzert wirdt das Hertz der Helden in Edom scyn wie das Hertz einer Frauwcn in diefromm/vnd ltraf - Kmdvnötcn. ' Wldcr Damascon. v L^Emath vnd Arphad sichen iättrmerlicb/sicsind verzagt/Denn sic hören ein böß Ts geschrey/dte am Meer wohnen sind so erschrocken / daß sie nicht ruhe haben kön¬ nen. Damaskus ist verzagt/vnd gibt die flucht/ sie zappelt / vnd ist in ängsten vnd schmertzcn/wie ein Frauw in Kindsnöten. Wiekist sie nun nicht verlasscn/die berüm- pte vnd frölrche Statt? Darumb werden ire junge Mannfchafft auff jrer gaffen dar- nider ligcn/ vnd alle ire Kriegßleute vntergehcn zur selben zeit / spricht der HERR Ze¬ baoth. Vnd ich wil die Mauren zu Damaftomit Fcuweranstecken/daßesdicPal- läsi Bcnhadad verzehren sol. Wider Kedar vnd die Königreich Hazor/welche Nebucad^ Rezar/dcr König zu Babel/ schlug. Kedar. spricht der HERR: Wolauff/ziehet herauff in Kedar / vnd verstöret die Kitt- Man wirt inen ire Hütten vnd Herde nemmen/ire Gezel- te/alle Gerchte vnd Kamelen werden sie wegführen / vnd man wirdt schrecklich vber sie russen vmb vnd vmb. Hazor. Fliehet/ hebt euch eilends davon / verkriecht euchtieff/ ir Eynwohner in Hazor/ spricht der HERR/Denn NebucadRezar/der König zu Babel / hat etwas im sin wi¬ der euch/vnd meinet euch. Wolauff/ziehet herauff wider ein Volck das gnug hat/ vnd sicher wohnet/spricht der HERR.Sre haben weder Thür noch Rigel/vnd wohnen al- leine.Ire Kamelen sollen geraubet/ vnd die menge ircs Viehs genomen werden. Vnd ich wil sie zcrstreuwen in alle Winde / die in den Wmckcln wohnen/ vnd von allen or¬ ten her wil ich ir vnglück vber sic kommen lassen/ spricht der HERR/daß Hazor sol ein Dracbenwohnung vnd ein cwigeWüften werden/daß niemand daselbst wohne/vnd kein Mensch drinnen Hause. (c^^Iß ist das wort dcß HERREN/welchs geschach zu Zercmia/dem Propheten/ ( (^swiderElam /im anfang deß Kömgrcichs Zedekia/ deß Königes Juda / vud Die per er. sprach.So spricht der HERR Zebaoth: Srhe/ich wil den Bogen Elam Zlchrcchcn ire fürnemeste qewalt/vnd wil die vier Wurde auß den vier orten deß Himmels vber sie kommen laffen/vnd wil sie in alle diesclbigcn Windezcrstreuwen/ daß kein Volck seyn sol/dahm nicht vertriebene auß Elam kommen werden. Vnd ich wil Elam verzagt machen für iren Fcinden/vnd denen die jncn nach irem leben stehen/ vnd vnglück vber sie kommen lassen mit memem grimigen zorn/spricht der HERR/Vnd wil das schwere hinder inen her schicken/blß ich sie auffreibe. Meinen * Srul wil ich in Elam setzen/ vn (GnMsas istw-r wil beyde/ven König vnd die Fürstcn/daselbst vnrbbringen/spricht der HERR. Aber in zukünfftiger zeit wilich das Gefengniß Elam wider wenden/spricht der HERR. 1^. Lstp. predigt vnd straffe vber die Lhaldeer vnd Babxlom'er. L ü/ Diß AcrWophet l..L'ap. W lft das wort/welchs der HERR durch den Prophe- ^^MM5)M ten Ieremiageredt hat wider Babel/vnd das Land der Khaldeer. Babel. Verkündiget vnter den Heyden / vn laßt erschallen/wcrfft ein Panik auff/ laßt erschallen/vnd verbergets nicht/vnd sprecht: Babel ist ge- mit schänden/Merodach lstZerschmettert/Ire Götzen stehen mit schänden/vnd ire Götter sind zerschmettert: Denn es zeucht von Mitternacht ein Volek hcrauff wider sie/welchs wirt jr Land zur wüsten machen/daß niemand drinnen wohnen wirt/sondern beyde/Lcut vnd Vteh/davon fliehen werden. denselbigen tagen/vnd zur selbigen zeit/spricht der HERR / werden komm die Ä-w ist die ^MKmdcr Israel/ sanrpt den Kindern Juda / vnd weinend daher ziehen / vnd den W du5 HERRN/jrcn Gott suchen. Sie werden forschen nach dem Wege gen Aon/daselbst hin sich kehrcn/Kommet/vnd laßt vns Zum HERRN fügen mit einem ewigen Bun- de/deß nimmermehr vergessen werden sol.Denn mein Volek ist wie ein verlorne Her- de/jre Hirten haben sie verführet/vnd auff den Bergen in der irre gehen lassen/daß sie von Bergen auff die Hügel gangen sind/ vnd jrer Härten vergessen. Alles was sie antrast/ das fraß sie/vnd jre Feinde jprachen: Wir thun nicht vnrecht/Darumb/daß sie sich haben versündiget an dem HERRN/ in der Wohnung der Gerechtigkeit/vnd an dem HERRN/der jrer Vätter Hoffnung ist. Fliehet auß Babel/vnd ziehet auß der Khaldeer Land/vnd stellet euch als Böcke ö für der Herde her. Denn sihe / Ich wi! grosse Dölcker mit Haussen auß dem Lande ge¬ gen Mitternacht erwecken/vnd wider Babel herauff bringcn/die sich wider sie sollen rüsten/welche sie auch sollen gewinnen / Seine Pfeile sind wie eines gmen Kriegers/ der nicht fehlet. Vnd das Khaldeer Land sol ein Raub werden / daß alle die sie berau- Weissa- Heu/ sollen gnug davon haben/spricht der HERR. Darumb/ daß ir euch deß freuwet vn rühmet/ daß ir mein Erbtheil geplündert habt/vn lecket wie die geylen Kälber/vnd Babel, wiehert wie die starcken Geule.EuwerMutter stehet mit grossen schanden/vn die euch NpÄ. geborn hat ist zum spott worden/Sihe/vnter den Heyden ist die germgste/wüst/dürr/ vnd öd.Denn für dem zorn deß HERRN muß sie vnbcwohnet vn gantz wüst bleiben/ daß atte/so fürBabel vbergehn/werden sich verwundern/vn pfeiffen vber al! jr plage. Rüstet euch wider Babel vmbhcr alle Schützen/schicssct in sie/ sparet der Pfeile nicht/denn sie hat wider den HERRN gesündigt. Iauchtzet vber sie vmb vnd vmb / sie muß sich geben/jre Grundtfeste sind gcfallen/jre Mauren sind abgebrochen.Den das ist deß HERRN rache/rechet euch an,ir/thutjr wie sie gethan hat. Rottet auß venApoc,.s. Babel/beyde/den Seemann vnd den Schnitter in der Erndte/daß ein jeglicher für dem schwere deßTyrannen sich kere zu seinem volck/vn ein jeglicher fliehe in seru Land. Srael hat müssen seyn ein zerstreuweteHerde/die die Löwen verscheucht haben, o ZÄ Am ersten fraß sie der König zu Assyrien/darnach vberwältiget sie Nebucad- Trösmg. o^Rezar/der König zu Babel.Darumb spricht der HERR Abaoth/dcr Gott Is- rael/also: Sihe/ich wil den Kömg zu Babel heimsuchcn/vnd sein Land/ gleich wie ich 4-R-s den König zu Assyrien heimgesucht habe.Isracl aber wrl ich wider heim zu seiner Woh¬ nung bringm/daß sie auffKarmelvnd Basanweyden/vud-re Seele auff dem Ge¬ birge Ephraim vnd Gilead gcsattiget werden sol. Iurselbrgcn zeit vnd rn denselbigen tagen wirt man die misserhat Israel suchen / spricht der HERR / aber es wirt keine da seyn/vnd die Sünde Iuda/aber es wirt keine fänden werden/ Denn ich wil sie verge¬ ben denen so ich vberbleiben lasse. /Verbttk-kt)Gott o Euch hinauffwider das Land/das alles "verbittert hat/zeuch hinauff wider die ^Eynwohner der hcimsuchung/verhehre vnd verbanne ire Nachkomen / spricht der har/Dtt dawchrc O^HERR/vnd thu alles was ich dir befohlen habe. Es ist ein Kricgßgeschrey km Land hem.Zcsi!chtwcrd^ vnd grosser-ammer.Wie gehetö zu daß der Haunncr der gantzcn Welt zubrochen vnd zuschlagen istkWtc gchcts zu daß Babel cinwüste worden ist vnter allen HcydcnkIch habe dir gestellet Babel/ darumb bist» auch gefangen / ehe du dichs versähest / du bist troffen Acremta. I.. Lap. 64 ttoffen vttdergriffen/Denndu hast den HERRN getrotzt/ Der HERR hat semen Schatz auffgethan/vnd die Waffen seines zorno herfür gebracht/Denn solches hat der HERR HERR Abaoth in der Khaldeer Lande außgericht. v Kommet her wider sie/jr vom end/öffnet jre Kornhäuser/werfft sie in einen häuf- fen/vnd verbannet sie/daßjr nichts vbrigbleibe.Erwürget alle ire Kinder/führet sie hinab zur Schlachtbanck / Weh jnen / denn der tag ist kommen / die zeit srer Heimsu¬ chung. Man höret ein gcschrey der flüchtigen /vnd dere so cntrunnen sind auß dem Lande Babel/ Auff daß sie verkündigen zu Aon die rache deß HERRN/ vnsers Got- tes/vnd die rache seines Tempels. Ruffet vielen wider Babel/belägcrt sie vmb vnd vmb alle Bogenschützen/vnd laßt keinen davon kommen/Vcrgeltetjr wie sie verdienet hat/Wie sie gethan hat so thut jr wider/dcnn sic hat stoliz gehandelt wider den HERRN/den Heyligen in Israel. Darumb sotten jre junge Manschafft fallen auff jren gaffen/ vnd alle ire Kriegßleute vntergchcn zur selbigen zeit/spricht der HERR. Sihe/duGtoltzer/Ichwrlan dich/ spricht der HERR HERR Zebaoth/denn dein tag ist kommen / die zeit deiner heimsu- chung/da sol der Stoltze stürtzen vnd fallen/daß jn niemand auffrichtc / Ich wi! seine Stätte mit Feuwer anstccken/das sol alles/was vmb ju her ist/vcrzehren. L spricht der HERR Abaoth: Sihe / die Kinder Israel/ sampt den Kindern vnrecht leiden/alle die sie gefangen weggeführt ha¬ bet) halten sic/vn wollen sie nicht loß lassen/ Aber jr Erlöser ist starck/dcr heißt HERR Abaoth/ der wirt jre fache so außführen / daß er das Land bebend / vnd die Eynwoh- ner zu Babel zittcrend mache. Schwert sol kommen/spricht der HERR/vberdie Khaldeer/vnd vber die Eyn- wohner zu Babel/vnd vber jre Fürsten/vnd vber jre Weisen.Schwertsol komen vber jre Weissager/ daß sie zu Narren werden. Schwert sol kommen vber jre Starcken/ daß sie verzagen- Schwert sol kommen vber jre Rosse vnd Wägen/vnd allen Pöbel/ so drinnen ist/daß sie zu b Weibern werden. Schwert sol kommen vber jre Schätze/(wewer) E. daß sie geplündert werden. Trückcnesol komen vber jre Wasser/daß sie versetzen/ Rmdsnötrnkiasc; Jet» Denn es ist cin Gotzenland/ vnd trotzen auff jre schreckliche Götzen. Darumb sollen vngeheuwre Thier vnd Vögel drinnen wohnen / vnd die jungen Straussen / vnd sol nimmermehr bewohnet werden/vnd niemand drinnen Hausen für vn für. Gleich wie Ge»er 'S. Gott Sodom vnd Gomorra / sampt jren Nachbarn / vmbgekehret hat / spricht der HERR/daß niemand daselbst wohne/ncch kein Mensch drinnen Hause. x Ihe/Es komet ein Dolck von Mitternacht her/ vil Heyden vnd vil Könige wer- 2^dcn von der feiten deß Landes sich auffmachen/ die haben Bogen vnd Schildt. Sie sind grauwsam vnd vnbarmhcrtzig /Ir gcschrey ist wie das brausen deß Mecrs/sie reiten auff Roffen/gerüst wie Kriegßmänner/widcr dich/du Tochter Ba- bcl.Wenn der König zu Babe! jr gerücht hören wirt / so werden jm die Fäuste cntsin- ckcn/Im wirt so angst vnd bange werden wie einer Frauwen in Kindsnöten. Sihe/ er kommet herauff wie ein Löwe vorn stoltzen Jordan wider die Festen Hütten/Denn , ich wt! jn daselbst her eilends lausten laffcn/Vnd wer weiß wer der" Jüngling ist / den M- ich wider sie rüsten werde ? Denn wer ist mir gleich? Wer Wil mich meisterntVnd wer ist der Hirte/der mir widerstehen kan? So höret nun den rahtschlag deß HERRN/den er vberBabcl hat/vn seine gedan- cken/die er hat vber die eynwohner im Lande der Khaldeer. Was gilts ? ob nit die Hir¬ tenknaben sie schleissen werden/vn jre Wohnung zerstören/vn die Erde wirt beben von dem geschrey/vnd wirt vnter den Heyden erschallen wenn Babel gewonnen wirt? u.Lap. Von der straff vber Bsbxlon. L M S» a (Toll)Diesrcb stoli; lich rühmen/ wie die Narren, MerWophct l.l.Lap. WMM Ospricht der HERR: Srhe/ Ichwtlemm scharpffen Wind erwecken wider Babel/ vn wider ire Eynwohner/die sich wider Babel, mich gesetzt haben/Ich wtl auch Worffler gen Babel schicken/die sie worffeln sollen/vnd jr Land außfegen/die allenthalben vmb sie seyn werden/am tage jres vnglücks. Denn ire Schützen werden nit schles- sen/vnd jre Geharnischten werden sich nicht wehren können. So verschonet nun jrcr jungen Mannschafftnicht/verbannct alle ire Heer/daß die erschlagenen daligcn im Lande der §haldecr/vnd die erstochene auff iren Gaffen. Denn Israel vnd Juda sol¬ len nicht Wittwen von jrem Gott/dem HERRN Abaoth/gelasscn werden/Denn jener Land hat sich hoch verschuldet am Heutigen in Israel. Fliehet auß Babel/damrt ein jeglicher seine Seele errette/ daß jr mcht vntergchet in irer nriffcthat/Denn diß ist die zeit der rache deß HERRN/der ein Vergelter ist/vud wtl sie bezalen. Der gülden Kelch zu Babel/dcr alle Welt truncken gemacht hat/ ist in der Hand 2 deß HERRN/alle Heyden haben von irem Wein getrunckcn/ Darumb sind die Hey- ZA"', 4, den so" toll worden. Wie plötzlich ist Babel gefallen vnd zerschmettert k Heulet vber -s sie/ncmmetauch salben zu jren Wunden/ ob sic villeicht nröcht heyl werden. Wir hey- len Babel/aber sie wil nicht heyl werden. So laßt sie fahren/vn laßt vlw ein jeglicher in sein Land zrehen/Dcnn jre straffe reicht biß au den Htmmcl/vnd langet hinauffbiß an die Wolcken.Der HERR hatvnser Gerechtigkeit hcrfürgcbracht/Kommet/laßt vnszu Aon erzehlen die Werck deß HERRN vnsers Gottes. Ja/poliert nun die Pfeile wol/vnd rüstet die Schilde. Der HERR hat den mut der Könige in Meden erweckt/Denn seine gedanckcn stehen wider Babel/daß er sie verderbe/ Denn diß ist die rach deß HERRN/die rache seines Tempels. Ia/stcckt nun Panir auffdie Mauren zu Babel/nemmct die wache eyn/setzet Wachter/ bestellet die Hut / denn der HERR gcdenckt etwas / vnd wirt auch thun was er wider die Eynwoh- ner zu Babel geredt hat. Die du an grossen wassern ivohnest/vn grosse Schätze hast/ dein ende ist kommen/vnd dein Gcitz ist auß.Der HERRAbaoth hat bey seiner See¬ len aeschworen/Ich wil dich mit Menschen füllen/ als werens Käfer / die sollen dir ein Lredlin singen. (A^Er die Erde durch seine krafft gemacht hak/ vn den Weltkreiß durch seine weiß- e (^^heit bercitet/vnd den Himmel ordentlich Zugericht. ». Wennerdonnert/soistda Wasser die menge vntcr dem Himmel/Er zeucht die Nebel auff vom ende der Erden. Er macht die Blitzen im Regen /Dud läßt den Wind kommen auß heimlichen pM-;. örtern. Alle Menschen sind Narren nut jrer °kunst / vnd alle Goldschmide stehen mit Lchrevo»ÄbAtte- schänden mitjren Bilden/Denn jre Götzen sind triegerey / vnd haben kein leben. Es ist eitel nichts vn vcrführische werck/ Sie müssen vmbkommcn wenn sic heim- gesucht werden. Aber also ist der nicht der Jacobs Schatz ist/ Sondern der alte ding schaffet / der rsts/vnd Israel ist die Ruhte seines Erbcs/Er heißt HERR Abaoth. bist mein Hammer / mein Kriegßwaffcn / durch dich hab ich die Heyden zu- (^LD schmissen/vnd die Königreiche zcrstöret.Ich wil deine Rosse vn Reuter zerschei- tern/Ich wil deine Wägenvnd Fuhrmänner zerschmeissen/Ich wil deine Manner vnd Weiber zerschmciffcn/Ich wil deine alte vnd jungen zerschmeissen / Ich wil deine Jüngling vndIungfrauwen zerschmeiffcn/Ich wil deine Hirten vn Herde zerschmeis¬ sen/ Ich wil deine Bauren vnd Joch zerschmeissen/ Ich wil deine Fürsten vnd Herrn zerschmeissen. Denn ich wil Babel/ vnd allen Eynwohnern der Khaldeer / vergelten alle jre boßheit/die sie an Aon begangen habe/ für euwren äugen/ spricht der HERR. Sche/ich wtl an dich/du schädlicher Berg/der du alle Welt verderbcst/spricht der l> HERR/Ich wtlmeine Hand ober dich streckcn/vnd dich von den Felsen herab wcltzen/ vnd Aeremta. l^l.Qp. 65 vnd wil einen verbrannten Berg auß dir machcn/dz man weder ecksteitt noch gmndt- stein auß dir nemmen könne/sondern ein ewige wüste soltu seyn/sprlcht der HERR. Werffet Panir auff im Laride / blaset die Posaunen vnter den Heyden / heyligek Äscenas. die Heyden wider sie/ruffet wider sie die Königreiche Ararat/Mem vnd Ascenas/ be^ stellet Häuptleute wider sie/brtnget Rosseherauff wie fladernde Käfer. Heyliget die Heyden wider sie/nemlich/die Könige auß Mcdcn/sampt allen wen Fürsten vn Her- rcn/vn das gantze Land wer Herrschafft. Daß das Land erbebe vnd erschrecke/Denn die gcdaucken deß HERRN wollen erfüllet werden wider Babel/daß er das Land Babel zur wüsten mache/darinn niemand wohne. (^^Ie Helden zu Babel werden nicht zu fclde ziehen thüren/sondern müssen in der Festung blciben/Ire starčke ist auß/ vnd sind' Weiber worden / we Wohnung (w-tö^sa- »ft/ sind angesteckt/ vnd we Rigelzerbrochen.Es läuffthie einer vnd da einer dem andern NL» w m?»- entgcgen/vnd eine Bottschafft begegnet hie vnd da der andern/dem Könige zu Babel "°t^ anzusagen/ daß seine Statt gewonnen sey biß ans ende/vnd die Furt eyngenommen/ vnd die Seen außgebrennt sind/vnd die Kriegßleute seyen blöde worden. Denn also spricht der HERR Jebaoth/ der Gott Israel: Die Tochter Babel ist wie eine Tenne/wenn man darauffdreschet/Es wirt jre Erndte gar schier komm. Ne- Iccem. rr- bucadRezar/dcr König zu Babel/ hat mich gefressen vnd vmbbracht/ er hat auß mir ein lär Gefcsse gemacht/ er hat mich verschlungen wie ein Drache/ er hat seinen bauch gefüllet mit meinem niedlichsten/erhat michverstossen. Nun aber findet sich vber Babel der freffel an mir begangcn/vn mein Fleisch/spricht die Eynwohnertn zuAion/ vnd mein Blut vber die Eynwohner in Khaldea/spricht Jerusalem. Darumb spricht der HERR also :Sihe/ich wil dir deine fache außführen/vnd dich rechen/Ich wil w Meer außtrückmn/vn we Brunnen vcrseihen lassen.Vnd Ba¬ bel selzum Steinhauffen vn zur Drachenwohnung werden/zum wunder vn zum au- pfctffcn/daß niemand drinnen wohnet. Sie sollen mit einander brüllen wie die Löu- wen/vnd schrcycn wie die jungen Löuwen/ Ich wil sie mit wem trincken in die Hitze se- tzen/vndwilsie trunckenmachen/daß sie frölicb werden/vnd einen ewigen Schlaff Ich w« fie g«rost schlaffen/von dem sie nimmermehr auffwacden sollen / spricht der HERR. Ich wil sie v?d Lcm" herunder führen wie Lämmer zur Schlachtbanck/wie die Wider mit den Böcken. NtmUÄchsie Wie ist Sesach so gewonnen/vno die berühmte in aller Welt so eyngenommen? Sesach. Wie ist Babel so zum wunder worden vnter den HeydentEs ist ein Meer vberBabel -" ... sie ist mit desselbigen Wellen menge bedeckt. Ire Stätte sind zur Wüsten vnd zu eim dürren öden Lande worden/zum Lande da niemand innen wohnet / vn da kein Mensch innen wandelt. Denn ich hab den Bel zu Babe! heimgesucht/vnd hab auß seinem Rachen gerissen das er verschlungen hatte/Vnd sollen die Heyden nicht mehr zu jm lauffen/denn cs sind auch die Mauren zu Babel zerfallen. ^Jehetherauß/mein Volck/vnd erretteeinwgbcher seine Seele für dem grimigen ^zorn deß HERRN.Cuwer Hertz möcht sonst weich werden / vnd verzagen für dem O* geschrcy das mau im Lande hören wirt. Denn es wrrt em geschrey im jar gehen/ vnd nach demselbigeu im andern jar auch ein geschrey vber alle gewalt im Land / vnd wirt ein Fürst wider den andern seyn. Darumb sihe/Es kommet die zeit/daß ich die Götzen zu Babel Heimsuchen wil/ vnd jr gantzcs Land zu schänden werden sol/vnd we erschlagene drinnen ligen werden. Himmel vnd Erden/vnd alles was drinnen ist/werdcn iauchtzen vber Babel / daßwe Verstörer von Mitternacht kommen sind/spricht der HERR. Vnd wie Babel in Is¬ rael die erschlagenen gesellet hat/also sollen zu Babel die erschlagenen gesellet werden imgantzen Lande. 6 So Ziehet nun hin/die w dem Schwert entrunncn seyt/vnd seumct euch nicht/ge- druckt deßHERRN in fermem Lande/vnd laßt euch Jerusalem im hertzen seyn. Wir warm zuschanden worden/dawirdieschmach hören mußken/vnddieschanvevnftr angesicht Ker Prophet l. I. Lap. angesichtbedeckt/dadie Frembdcn vber das Heyligthumb deß Hauses deß HERRN kamen. Dammb sihe/die zett kommet/ spricht der HERR / daß ich ire Götzen Heimsu¬ chen wil/vnd im gantzen Lande sollen die tödlich verwandten seufftzen. Vnd wenn Babel gen Himmel stiege/vnd ire macht in der höhe feste machet/so sollen doch Ver- störervon mir vber sie kommen/spricht der HERR. Man höret ein geschrey zu Babcl/vnd ein grossen jammer in der Khaldeer Lan¬ de/Denn der HERR verstöret Babel/Er verderbet sie mit solchem grossen geschrey vnd getümmel/ daß ire Wellen brausen wie die grossen Wasser. Denn es ist vber Ba¬ bel der Verstörer komm/ ire Helden werden gefangen / ire Bogen werden zubrochen/ Denn der Gott der Rache/der HERR/bezalet sie.Ich wil ire Fürsten/Weisen/Herm vnd Häuptleute/vttdKrieger/truncken machen/daß sie einen ewigen Schlaff sollen schlaffen/davon sie nimmermehr auffwachen/spricht der König/ der da heißt/ HERR Jebaoth. So spricht der HERR Iebaoth:Die Mauren der grossen Babel sollen vntergra- ben / vnd ire hohe Thor nm Feuwer angesteckt werden / daß der Heyden arbeit verlo¬ ren sey/vnd verbrannt werde was die Völcker mit mühe erbauwet haben. Seraia. ist das wort/das der Prophet Ieremia befahl Seraia / dmr son Mria/deß kr Sons Mahsea/ da er zoch mit Jedekia / dem Könige in Juda / gen Babel / im vierdten iar seines Königreichs/Vnd Seraia war ein friedsamer Fürst. Vnd Icre- mia schreib alle das vnglück/so vber Babel kommen sott/in ein Buch/nemlich/alle diese wort/die wider Babel geschrieben sind. Vnd Zeremia sprach zu Seraia: Wenn Gen Babel) Das du a gen Babel kommest/so schauwe zu/ vnd lieft alle diese wort/ VN sprich: HERR/du v!Zsrm>g"vuieicht hastgcredt wider diese Stätte/ daß du sie Witt außrotten/ daß niemand dritten woh- dem Romge zu Ba. ne/weder Menschen noch Vieh/sonder ewiglich wüst scy. Vnd wett du das Buch hast Hadsch«, ^geleftn/so binde einen Stein daran/vnd wirffsinden Phrath/vnd sprich: Also sol Babel versenckt werden/vnd nicht wider auffkommen von dem vnglück/das ich vber sie bringen wil/sondern vergehen. So ferm hat Jeremia geredt. I^II.Lap. widetholung / welcher gestalt dre Statt Jerusalem beiägert/erobert/vnd verwüstet worden. Edekta war em vnd zwentzrg jar alr da er König ward/ JE vnd regiert cilff iar zu Ierujalem/Seine Mutter hieß Hamutal/eine Tochter Zeremia zu Libna/vtt thet das dem HERRN vbelgesiel/gleich wie Joiakim gethan hatte. Denn es gieng deß HERRN zom vber Je¬ rusalem vnd Zuda/btß er sie von seinem angesicht verwarff. Vnd Ie- dekta fiel ab vom Könige zu Babel. Aistorla von S^sBer im neundtcnjar seines Königreichs/amzehenden tage deß zehenden Mon- Jemsali vÄruug Jerasa, ^Aden/kam NebucadRezar/der König zu Babel/sampt all ftinein Heer wider Je- ° rusalcm/ vnd belagerten sie/vnd machten ein Schantz rings vmbher. Vnd bleib also de« die Statt belägert biß ins eilffte iar deß Königs Jedekia. Aber am neundten tage deß 8«^. vierdten Monden nam derHunger vberhand in der Statt/vnd hatte das Volck vonr -r. Lande nicht mehr zu essen. Dabrachman indie Statt/vnd alle Kriegßteute gaben . die flucht/vnd zogen M Statt hinauß bey der nacht/deß Weges Zum Thor zwischen den zwo Mauren/zum Garten deß Königes. Aber die §haldeer lagen vmb die Statt her. Vnd da diese zogen deß Wegs durchs 8 Feld/iagte der Khaldeer Heer dem Könige nach/vtt ergriffen Jedekia in dem felde bey Zericho/Da zerstreuwet sich all sein Heer von im.Vtt sie fiengen denKönig/vtt brach- Jedekia teninhinauffdem Königezu Babel gen R Math/die im Lande Hemath ligt/ der sprach ein vrtheil vber in. Allda ließ der König zu Babel die Kinder Jedekia für sei¬ nen Augen erwürgen/ vnd erwürget alle Fürsten Iudazu Rtblath. Aber Jedekia ließ er Aeremia. ^ii.Lap. Ließ er die äugen außstechen / vnd ließ in mit zwo ketten binden / vnd führet in also der König zu Babel gen Babel/vnd leget jn ins Gcfengniß/biß daß er starb. HAM zehenden tage deß fünfften Monden / welches ist das neuntzehend iar Nebu- HAcadRezar/deß Königs zu Babel/kam NebusarAdan/ver Hauptmann/der stäts vmb den König zu Babel war/gen Jerusalem/vnd verbrannt deß HERREN Hauß/vnd deß Königs Hauß/vnd alle Häuser zu Jerusalem / alle grosse Häuser ver¬ brannt er mit Feuwer. Vnd das gantze Heer der Khaldeer / so bey dem Hauptmann war/riffen vmb alle Mauren zu Jerusalem rings vmbher. Aber das arme Volck/vnd ander Volck/so noch vbrig war in der Statt/vnd die zum Könige zu Babelfielen/ vnd das vbrige Handwercks volek/ führet NebusarAdan/der Hauptmann/gefangen weg. Vnd vom armen Volek auff dem Lande ließ NebusarAdan/ der Hauptmann/ bleiben Weingärtner vnd Ackerleute. HABer die eherne Seulen am Hause deß HERRN/vnd das gestüle/vnd das ehern ^ß^Mecr am Hause deß HERRN/ zubrachen Vie Khaldeer/vnd führeten alle das Ertz von denselbigen gen Babel. Vn die Keffel/Schaüffeln/Mcffer/Becken/Kelteu/ vnd alle eherne Gefesse/die man im Gottesdienst pflegt zu brauchen / namen sic weg. Dazu nam der Hauptman was gülden vn silbern war/ an Bechern/ Räuchköpffen/ Bccken/Kesscln/leuchtern/löffeln vn schalen. Die zwo Seulen/das einzcle Mecr/die zwölffeherne Rinder/die an statt deß gestüls stunde/ welche der König Salomo hatt ; Reg 7. lassen mache zumHauft deß HERRN.Diescs alles gerehtes Ertzs war vnmäßlich vil. Der zwo Seulen aber war ein iegliche achtzehen elen hoch/vnd eine schnür zwölff elen lang/reichr vmb sie her/ vnd war vier finger dickc/vnd innwendig hol. Vnd stund auffieglichcr ein eherner Knauff/fünffelen hoch/vnd Reisse vnd Granatöpffel wa¬ ren an jeglichem Knauff rings vmher/alles chernen/vnd war eine Seule wie die an- der/die Granatöpffel auch.Es waren der Granatöpffel sechß vnd neuntzig dran/ vnd aller Granatöpffel waren hundert an einem Reiff rings vmbher. v d^Nd der Hauptmann nam den Priester Seraja auß der ersten Ordnung/vnd. <7^den Priester Icphanja auß der andern Ordnung/vnd drey Thorhüter /vnd ei¬ nen Kämmererauß der Statt/welcher vber die Kriegßleute gesetzt war / vnd siben Männer/welche vmb den König seyn mußten/die in der Statt funden wurden/Da- zu Sopher/den Hecrfürsten/ der das Landvolck zu mustern pflegt / dazu sechtzig Man Landvolcks/so in der Statt funden wurden. Diese nam NebusarAdan / der Haupt- mann/vnd bracht sie dem Könige zu Babel gen Riblath. Vnd der König zu Babel 4 Reg.rx. sthmg sie rod Zu Riblach/die im Lande Hemath ligt. Also war Juda auß seinem Lan¬ de wcggeführet. Sw" r ist das Volck/welchs NebucadRezar weggeführt hat/nemlich im sibendm c^siar/drey tausend vnd drey vnd zwentzig Jüdcn. Im achtzehenden jar aber deß Mr«-». NebucadRezar / acht hundert vnd zwey vnd dreyssig Seelen auß Jerusalem. Vnd im drey vnd zwentzigsten jar deß NebucadRezar führete NebusarAdan / der Haupt- mcmn/siben hundert vnd fünffvnd vmtzig Seelen weg außIuda.Aller Seelen sind viertausend vnd sechß hundert. ^lBerimsibenvnd drcyssigstenjar/nach dem Joiachin/der König zu Juda/weg- Jomcyrn ^^geführtwar/amfünffvn zwentzigsten tage deß zwölfften Monden/ erhubEuil- EuilMro- Merodach/ der König zu Babel / im jar da er König war / das Haupt Joiachin / deß Königs Iuda/vnd ließ jn auß dem Gcfengniß/vn redet freundtlich mit jm/Vnd setzet seinen Stul vber der Könige Stül/ die bey jm zu Babel waren. Vnd wandelt jm sei¬ nes Gefengmß kleider/daß er für jm aß stäts sein lebenlang. Vnd jm ward stäts sein Unterhaltung vom Könige zu Babel gegcben/wie es jm verord¬ net war sein gantzcs lebenlang/btß an sein ende. Ende deß Propheten Zeremia. D!eK!ag< Me Kläglicher Me Kläglicher Ueremia. I. / Utzt Vi0 ^lull sv MUst/ z^U GMM^ M dte voll Volcks war/Ste ist wie eine Wtttwe/ DWA^WsWZMÄ die ein Fürstin vntcr den Heyden/ vnd ein Königin in den Ländern war/muß nun dienen. Sie weynct deß nachts / daß jr die Threnen vber die Backen lauffen/Es ist niemand vnter allen iren Freun- den dersietröste/ Alle jre Nehcsten verachten sie/vnd sind Ajnde worden. Zudaistgefangerrim elend vnd schweren dienst / Sie wohnet vnter den Heyden/ vnd findet keine ruwe/all jre Verfolger halten sie vbcl. Die Straffen gen Aon ligen wüst) weil niemand aufs kein Fest kommet/alle/re Thore stehen öd/Zre Priester seufftzen/jre Zungfrauwen sehen jämmerlich/ vnd sie ist betrübt. Ire Widersächer schweben embor/jrcn Feinden gehets wol / Den der HERR hat sie voll jammere gemacht vmb jrer grossen Sünde wrllen/Vnd sind jre Kinder gefan¬ gen für dem Feinde hingezogen. Es ist von der Tochter Zion aller schmuck dahin / Zre Fürsten sind wie die Wider die keine Weyd finden/vnd matt für dem Treiber hergchen. Jerusalem denckt in dieser zeit/wie elend vnd verlassen sie ist/ vnd wie viel gute sie » von alters her gehabt hat/ weil all jr Volek darnider ligt vnter dem Feinde/vnd jr nie¬ mand Hilfft/Ire Feinde sehen jre tust an jr/vnd spotten jrer Sabbathen. Jerusalem hat sich versündigt / darumb muß sie scyn wie ein vnrein Wetb/Alle die sie chretcn/vcrschmehen sie jetzt / weil sie jr schäm sehen / Sie aber seufftzet / vnd ist zurück gckehrct. Jr vnfiat klebt an jrem säum / sie hett nicht gemeiner / daß jr zu letzt so gehen wür- de/Sie ist ja zu greuwlich herunder gestossen/vnd hat darzu niemand der sie tröstet/ Ach HERR/sihe an mein elend/denn der Feind pranget sehr. Der Feind hat seine Hand an alle jre Kleinst gelegt/ denn sie mußte zusehen/ daß die Heyden in jrHcyligthumbgiengen/Davon du gebottcn hast/Sie selten nicht in deine Gemeine kommen. Alle jr Volck seufftzet vnd gehet nach Brot/sie geben jreKleinot vmb Speise/daß sie die Seele laben/Ach HERR/sihe doch/vndschauw/wie schnöd ich worden bin. Euch/sage tch/allen/die jr fürüber gehet/Schauwet doch/vnd sehct/ob irgend ein schmertzenseywiemeinschmertzen/der mich troffen Hat/Dmn der HERR hat nnch voll jammere gemacht/ am tage seines grün migen zorns. ErhatetnFeuwcraußder Höhe in meine Beine gesandt/vnd dasselbige lassen c walten/Er hat meinen Füssen ein Netze gestellet/vnd mich zurück geprellet/Er hat mich zur Wüsten gemacht/daß ich täglich trauwren muß. Mine schwere Sünde sind durch seine strafferwacht/vnd mit Haussen mir auff den Halß kommen/ daß mir alle mcme krafft vergehet/der HERR hat nnch also zuge- richr/daß ich nicht auffkommen kan. Der HERR hatzutrctte alle meine starcken so ich Hatte/Er hat vber mich ein Fest außruffen lassen meme junge Mannschafft zu verderben/Der HERR hat derZung- frauwen Tochter Juda eine Kelter tretten lassen. Darumb Ueremta. ii.Lap. 67 Darumbweineichso/vnd meine beyde äugen fliessen mit wasser/daß der Trö¬ ster/der meine Seele solt erquicken/ ferme von mir ist/Mine Kinder sind dahin/ denn der Feind hat die vberhand kriegt. Iionstrecktjrehände auß/vnd ist doch niemand der sie tröste/Denn der HEM hat ringe vmb Jacob her seinen Feinden gebotten/daß Jerusalem muß zwischen inen seynwieeinvnreinWerb. Der HEM ist gerecht/denn ich bin seinem munde vngehorsam gewest / höret alle Dölckcr/vndschauwet meinen schmcrtzen/Meine Jungkfrauwen vnd Jünglinge sind ins gefängmß gegangen. Ich rieff meine Freunde an / aber sie haben mich betrogen / Meine Priester vnd Eltesten in der Statt sind verschmachtet/denn sie gehen nach Brot/damit siejre Seelen laben. AhHEM/sihe doch/wie bange ist mir/daß mirs im Leibe davon wehe thut/ Mein Hertz wallet mir in meinem Leibe/denn ich bin hoch betrübet / Draussen hat mich das Schwcrdt/vnd im Hause hak mich der Tod/zurWittwe gemacht. Man hörets wol daß ich seüfftze/vnd habe dock keinen Tröster/Alle meine Feinde hören mein vnglück / vnd freuwen sich / das machst» / So laß doch den tag kommen den duaußruffcst/daß inen gehen so! wie mir. Lasse alle jre boßheyt für dich kommen/vnd richte sie zu wie du mich vmb aller meiner miffethat willen zugericht hast / Denn meins seufftzens ist vil/Vnd mein Hertz ist betrübt. 11. Lap. Ze Hat der HERR die Tochter Aon mit seinem zom vberschüttct k Er hat die Herrligkcyt Israclvom Himmel auff die Erden geworffen / Er hat mcht gedacht an seinen Fußschemel/ am tage seines zorns. Der HEM hat alle Wohnunge Jacob on barmhertzigkeyt ver- tilget/ Er hat die Festen der Tochter Juda abgebrochene seinem grimm/vnd geschletfft/Er hat entwcchet/ beyde/ jr Königreich vnd jre Fürsten. Er hat alle" Horn Israel in semeni grimmigen zom zubrochen/Er hat seine rechte Hand htnder sich gezogen/da der Feilid kam/vnd hat in Jacob ein Feuwer angesteckt/ das vmbher verzehret. Er hat seinen Bogen gespannct wie ein Feind /seme rechte handhatergeführct wie ein Widerwcrtiger/vnd hat erwürget alles was lieblich anzusehen war / vnd sei¬ nen grimm/wie ein feuwcr/außgeschüttm der Hütten der Tochter Aon. Der HERR ist gleich wie ein Feind/ er hat vertilget Israel/ er hat vertilget alle jre Palläst/vnd hat seine Feste verderbt/ Er Hal der Tochter Juda vil klagens vnd leides (Horn ) Aas Aö- nigreich/welches st« em Horn heissen- gemacht. Er hat seine Gezeltzuwülct wie einen Garten/ vnd seine Wohnunge verderbet/ Der HERR hat zu Aon/bcyde /Fcycrtäg vnd Sabbath/laffcn vergeffen/vnd in sei¬ nem grimmigen zorn/bcyde/Könige vnd Priester/ schänden lassen. 2 Der HEM hat seinen Altar verworffcn / vnd sein Heyligthumb verbannet/Er hat die Mauwren irer Palläst in deß Feilldes Hände gegeben / daß sie im Hause deß HERRN geschrycn haben wie an cim Feyertage. Der HERR hat gedacht zu verderben die Mauwren der Tochter Aon/ er Hat die Richtschnur drüber gezogen/vnd seine Hand nicht abgewendet blß er sie vertilget/ die Iwtttger stehen kläglich/ vnd die Mauwer ligt kümmerlich. Ire Thor ligcntieffin der Erden/er hat jre Rlgclzubrocben vn zu nicht gemacht/ jre Könige vnd Fürsten sind vnter den Heyden / Da sie das Gesetz nicht vbcn können/ vnd jre Propheten kein Gesicht vom HERRN haben. M Die Wc Kläglicher ii.Lap. fStüle)Lslst auß Die Eltesten der Tochter Zion ligen auffder Erdcn/Vtt sind" stille/Sie Mrffen Mitten/ Sttid da- staub auff jreHäupter/vnd haben Säck angezogen/die Jungkfrauwen von Icrusa- lem hengen -re Häupter zur Erden» Ich habe schier meine äugen außgeweinet / daß mir mein Leib davon wehe thut/ Meine Leber ist auff die Erde außgcschütt vbcr dem jammer der Tochter meines Volcks/ da die Säuglinge vnd Änmündtgen auff den gaffen in der Statt ver¬ schmachten. Da sie zu jren Müttern sprachemWo ist Brot vn Wein? Da sie auffden gaffen in der Statt vcrschmachten/wie die tödtlich verwundten/vn in den armen jrer Müt¬ ter den Geistauffgaben. Ach du Tochter Jerusalem/wem sol ich dich gleichen/vnd wo für solichdichre- e chen/du Jungkfrauw Tochter Iion ? Wem sol ich dich verglcichen/damtt ich dich trö¬ sten möchtkDenn dein schaden ist groß wie ein Meer/ wer kan dich heilen? Deine Propheten haben dir lose vnd thörichte Gesichte gepredigt/vnd dir deine miffethat nicht geoffenbart / damit sie dein Gefängkniß gewehret hetten/sondern ha¬ ben dir gepredigt lose Predigt/ damit sie dich zum Land hinauß predigten. Alle die fürvber gehen klappemnit Händen/pfeiffen dich an/vnd schütteln den Kopffvber der Tochter Jerusalem/Ist das die Statt/von der man sagt/ Sie sey die aller schöneste/dcr sich das gantze Land freuwet? Alle deine Feinde sperren jr maul auffwider dich/pfeiffen dich an/blecken die zee- ne/vndsprechen:Heh/wirhaben sie vertilget/Dasist vertag deßwir haben begert/ wir habens erlanget / wir habens erlebt. DerHERR hat gcthan was er für hatte/er hat sein wort erfüllet/das er lengest Leute, zuvor gebotten hatt/er hat on barmhertzigkeyt zerstöret/Er hat d en Feind vber dir er- freuwet/vnd deiner Widersächer Horn erhöhet. Jr Hertz schrey zum HERRN / 'O du mauwer der Tochter Zion/ laß tag vn nacht threnen herab fliessen wie etn Bach/höre auch nicht auff/vnd dein Augapffel lasse nicht abe. Stehe deß nachts auffvnd schrey / schütte dein Hertz auß in der ersten Wache ge- v gen dem HERRN wie Waffer/Hebe deine Hände gegen jm auffvmb der Seelen wil¬ len deinerjungen Kinder/ die für hunger verschmachten/ fernen an allen gaffen. HERR/schauw vnd sihe doch/wen du doch so verderbt Hast/Sollen den die Wei¬ ber jres Leibs frucht essen/die jüngsten Kindlin einer spannen lang ? Sollen den Pro¬ pheten vnd Priester in dem Heyligthumb deß HERRN so erwürget werden? Es lagen in der gaffen auffder Erden Knaben vnd alten/ meine Jungkfrauwen vnd Jünglinge sind durchs Schwerdt gefallen/Du hastgewürgetam tage deines zorns / du hast on barmhertzigkeyt geschlachtet. Duhastmeinen Feindenvmbher gernffen/wie auffeinem Feyertag/daß nie¬ mand am tage deß zorns deß HERRN entrunnen vnd vberblieben ist/ Die ich erneh- ret vnd erzogen habe die hat der Feind vmbbracht. I ii.Lap. WWW bin ein elender Mann/dcr die Ruhte seines grim- mes sehen muß. Er hat mich geführet vnd lassen gehen ins finster- niß/vndnicht ins Liecht. Er hat seine Hand gewendet wider mich/ vnd handelt gar anderst mit mir für vnd für. Erhatmein Fleisch vndHaut alt gemacht/vnd meinGebeiN zurschlagen.Er hat mich verbauwet/vnd mich mit Gall vnd mühe vmbgebem Er hat Mich in finsterniß gelegt wie die Todten indcrWelt. Er Ucreima. lii.Lap. Erhatmichvermauwret/daßtchnicht herauß kan/ vnd mich m harteFcsscl ge- lcgtVnd wenn ich gleich schrcy vnd ruffe / so stopffet erdie ohrenzu für meinem Ge- bee.Er hat meinen weg vermauwret mit werckstücken/ vn meinen steig vmbgekehret- Er hat auff mich gelauwretwieeinBär/wie etn Löuwe im verborgen. Er läßt mich deß weges fehlen/er hat mich zerstücket vnd zu nicht gemachter hat seinen Bo¬ gen gespannet / vnd mich dem Pfeil zum ziel gesteckt. Er hat auß dem Köcher in meine Nieren schiessen lassen. Ich bin ein spott allem mememVolck/vndtäglichjrLiedlin/ Er hatmichmitbitterkeytgesättiget/vnd mit Wermuth getrenckt. v Er hat meine zeene zu kleinen stücken zerschlagen/er weltzet michin deräschen. Mine Seele ist auß dem Friede vertrieben/ich muß deß guten vergeffen-Zch sprach/ Mein vermögen ist dahin / vnd meine Hoffnung am HERRN. Gedenck doch/wie ichsoclend vn verlassen/mit Wermuth vnd Gallen getrenckt bin.Du wirst la daran gedencken/denn meine Seele sagt mirs. Darmeme ich zu her- tzen/darumb hoffe ich noch. ^röstüg b^^egüte deß HERRNist/daßwirntcht garaußsmd/ seine Barmhertzigkeyt o^hatnochkeinende/sondernsieist allemorgen neuw/vnd deine trcuw ist groß. Der HERR ist mein theil/spricht meine Seele/darumb wil ich auffjn hoffen. Denn der HERR ist freundtlich/dem/der süffln harret/vn der Seelen/die nach sm fraget.Es ist ein köstlich ding gedüldig seyn / vnd auffdie hülffe deß HERRN hof- fen.Es ist köstlich ding einem Mann/daß er das loch in seiner lugend trage. Daß ein verlassener gedültlg sey / wenn ln etwas vberfcllt.Vnd seinen Mund in den staub stecke/vnd der Hoffnung erwahrte. Vnd lasse sich auffdie Backen schlagen/ vnd lm viel schwach anlegcn. Denn der HERR verflösset nicht ewiglich/ Sondern er betrübt wol/ vnd erbar¬ met sich wider nach seiner grossen Güte.Denn er nicht von hcrtzcn die Menschen pla¬ get vnd betrübt. Q Alswolt er alle die gefangenen auff Erden gar vnter seine süsse zutretten/Dnd eins Manns recht für dem Allerhöchsten beugen lassen / Vn eins Menschen fach ver¬ kehren lassen / gleich als sehe es der HERR nicht. Verma- A^.Er thar denn sagen/daß solches geschehe on deß HERRN befehlend das we- ttägzur Bus- ^^)her böses noch gutes komme auß dem munde deß Allerhöhesten t Wie murren denn die Leute im leben also k Ein jegklicher murre wider seine sünde. Vnd laßt vns forschen vnd suchen vnser wesen/ vnd vns zum HERRN bekehren. Laßt vns vnser Hertz sampt den Händen auffheben zu Gott im Himmel. Wir/ wirha- ben gesündigt/vnd find vngehorsam gewest / darumb hastu billich nicht verschonet. Sondern du hast vns mit zorn vberschüttetvndverfolget/vndon barmhcrtzig- keyt erwürget. Du hast dich mit einer Wolcken verdeckt/daß keinGebett hindurch kundte. Du hast vns zu koht vnd vnflat gemacht vnter den Völckcrn. Alle vnsere Feinde sperren lr maul auffwider vns. Wir werden gedruckt vnd ge¬ plagt mit schrecken vnd angst.Meine äugen rinnen mit Wafferbächen vber dem jam¬ mer der Tochter meines Volcks. v Meine äugen fliessen / vnd können nicht Massen / denn es ist kein auffhören da/ Biß der HERR vom Himmel herab schauwe vn sehe dreymMetn äuge fußt mir das Leben weg/ vmb die Tochter meiner Statt. Mine Feinde haben mich gehetzt wie einen Vogel/on vrsach. Sie haben mein Leben in einer gruben vmbbracht/vnd steine auffmich geworffen. Sie haben auch mein Haupt mit Wasser vberschüttet/Da sprach tch:Nun bin ich gar dahin. Ich rieffaber deinen Namen an/HERR/vnten auß der grubcn/Vnd du erhöh¬ test meine stimm.Verbtrge deine ohren nicht für meinem seufftzen vnd schreyen/Nahe dichzumir wenn ich dich anruffe/vnd sprich: Förchte dich nicht. 6b NcKläglicher. llli.Lap. Führe du HW die fache meiner Seelen/vnd erlöse mein Leben.HERR schauw wie mir so vnrecht geschieht/ Vnd hilffmir zu meinem Rechten / Du sihest alle jre ra¬ che/ vnd alle /re gedancken wider mich. HERR/dtt hörest jre schmach/ vnd alle ire gedancken vbcr mich/ Die lippen mei¬ ner widerwcr tigen / vnd jr richten wider mich täglich. Schauw doch / sre gehen nider oder stehen auff/ so singen sie von mir Liedlin. Vergilt jnen / HERR / wie sie verdienet haben/ Laß inen das Hertz erschrecken/ vnd deinen fluch sühlen/Verfolge sie mit grimm / vnd vertilge sie vnter dem Himmel psM.s. deß HERRN. IIII.Lüp. Je lst das Gold so gar verdunckelt/M das fein Gold so heßlich worden k Vnd ligen die steine deß hcyligthumbs forncn auffallen gaffen zerstreuwet. Die edlen Kinder Aon/dem Golde gleich geacht/ wie sind sie nun den Erdenen Töpffen vergleicht/die ein Töpffer machte Die Drachen reichen die Brüste jren jungen / vnd seugen sie / Aber die Tochter a . meines Volcks muß "vnbarmhertzig seyn/wie ein Strauß in der Wüsten. Dem Seuglinge klebt seine Zunge an seinem gaumen für durst / die jungen Km- der heischen Brot/vnd ist niemand ders jnen breche. ««L die aller grausamsten Die vorhin das niedlichste affen/verschmachten jetzt auffden gaffen/Die vorhin EgiAgrA?^' in Seiden erzogen sind/die müssen jetzt im koht ligen. Die miffethat der Tochter meines Volcks ist grösser denn die fände Sodom/ die plötzlich vmbgekehret ward / vnd kam keine Hand dazu. Ire Nazarei waren reiner denn der schnee/vn klarer denn Milch/ Jr gestalt war röhtlicher denn Korallen / jr ansehen war wie Saphir. " Nun aber ist jr gestalt so dunckcl für schwache / daß man sie auffden gaffen nicht kennet. Jr haut hanget an den beynen / vnd sind so dürr als ein scheit. Den erwürgeten durchs schwert geschach baß/ weder denen/ so da Hungers stur- ben/die verschmachten vnd erstochen wurden vom mangel der Früchten deß Ackers. Es haben die barmhertzigste Weiber jre Kinder selbe müssen kochen/daß sie zu essen Herren m dem jammer der Tochter meines Volcks. Der HERR hat seinen grimm vollbracht / er hat seinen grimmigen Zorn außge- schütt/Er har zu Aon ein feuwer angesteckt / das auch jre gr undtfeste verzehret hat. Es hcttens die Könige auff Erden nit geglaubt/ noch alle Leute in der Welt/daß der Widerwärtige vnd Feind solte zum thor Jerusalem eynziehen. Esist aber geschehen vmb der sünde willen jrer Propheten/vnd vmb der miffe¬ that willen jrer Priester/ die drinnen der Gerechten blutvergossen. Sie giengcn hin vnd her auffden gaffen wie die Blinden/ vnd waren Mit Blut (Besudelt) Zas ^besudelt/vnd kundten auch jener Kleider nicht anrühren. Ädi^tve^'st Sondernrieffensie an/Wcichtjr vnrcincn/weicht/weicht/rüret nichtsan.Den 6 s-»" siescheuwetensichfürjnett/vndflohettsie/daßmanauchpttLcrdettHeydettsagte/sie werden nicht lange da bleiben. Darumb hat sie deß HERRN zorn zerstreuwet/ vnd wil sie nicht mehr anse- Hm/Weil sie die Priester nicht ehreten/ vnd mit den Eltcsten keine barmhertzigkeyt übeten. - Noch gafften vnsere äugen auffdie" nichtige hülffe / biß sie gleich müde wurden/ NsichauMA da wir warteten auffeinVolck / das vns doch nicht hclffcn kundtc. K N Man jagte vns / daß wir auff vnsern gaffen nicht gehen dursten / Da kam auch diefeommenproxhe Wstr ende/vnsere tage sind auß/vnscr ende ist kommen. Vnsere Umnim, v. Lap. 69 Vnsere Vetfolger warm schneller denn die Adeler vnter dem Himmel/ Auffden Bergen haben sie vns verfolget/vnd in der Wüsten auffvns gelauret. Der^Gesalbete deß HERRN/der vnser tröst war/ist gefangen worden/da sie v vns verstoreten/Deß wir vns trösteten/ wir wolten vnter seinen schatten leben vnter RE/dcKwirmcy- "E vnser Rönig- Vkl» reick soltkein not ha- wie manchen weyd- lichen fluch sollen sie dein Jercinia gewünscht habcn/dem sie gefolget/ vnd er sie so jämmerlich verfüh¬ ret hatte. Arumb erweckt nun Gott zu Babel diesen Propheten Hesekicl/die gefangene zu krösten/vü wi¬ der die falschen Propheten zu Jerusalem zu weissagen /vnd Jeremias wort zu bcstätigen.Wel- chescrauch redlich thut/vnd viel härtervnd mehr weissaget/wie Jerusalem solkzerstöret/vnd das VolckmitKönige vnd Fürsten vmbkommen. Vnd verheißt doch darunter diewiderkunfft vnd hcymfahrt ins Land Juda. Vnd diß ist das fürnemste stück im Hcsekiele /das er zu seiner-eit geübt hak/ vnd treckte biß an das rs. Capitel. Arnach strecket er seine Weissagung auch auffalle andere Länder vmbhcr/ so auch vom Könige zu Babel solten zuplagt werdcn/biß an das zg.. Da folgen den feiner vier Capitel vom Geist vn Reich Christi. Darnach vom letzten Tyrannen im Reich Christi/ Gog vnd Magog.Vnd am ende bauweter Jerusalem wider/vnd tröstet damit das Volck/daß sie wider heym kommen sollen/ Aber im Geist meinet er die ewige Statt/das Himmlische Jerusalem/davon Apoealypsts auch redet. Der Geistliche WagcnLhnstt. Ein vntkmcht / wie das Gesicht Hcsckiclis vom Wagen Kap. s. vnd x. zu verstehen sey. z AnctHteronymus/vnd andere mehr/schreiben/ daß bey den Jüden verbotten gewest/ vnd noch sey/ das förderst vnd hin¬ derst theü im Propheten Hesekiel zu lesen/ehe denn ein Mann dreissigjar alt wer- de/alsauchdascrsteCapitelMosiimerstenBuch. Zwar es dörfft bey den Jüden solches verbottö nicht/Dcnn Jesa.29. weissa-- Issa. is. get/daß diegantze heylige Schriffk den vngläubigcnJüden vcrsigelt vü verschloß- r ^ortorh z, sen sey / wie Sanct?Paulus2. Corrnth.z.aueh sagt / Daß dre decke Mosivbcr der Schriffk bleibe/so längste nicht an Christum glauben. Das beweiset auch daswerck/Den sie zureissen vüzumartern die Schriffk in jren außlegungen/ wie die vnfletigen Säuw einen Lustgarten zuwülen vnd vmbkehren. Daß zu wünschen were sie blieben mit der Schriffk vnverworren.Wtewol auch vil der vnsern so festan den Rabinen hangk/vttjnen trau¬ wcn/daß sie mehr Judcntzen/denn die alten Jüden selbsgethan haben. 67"^ Iß Gesicht aber Hcsckiclis im ersten thcrl ist nichts anderst/ meines verstandts (ein ander Mach HesM- es besser) denn eineoffenbarungdeß Reichs ChristiiM Glauben hieauff Erden/ in allenvier G-sscht. orten der gantzenWelt/Psalmi^-inomnemreri-LinexiuirlonuLsorum.Denn es kankein iS. Prophet seyn(wie S.Petruszeuget)erhabedcnnden Geist Christi. Aber alle stückezu deuten/istzu lang in eine Vorrcde.Kurtzzu sagen / Diß Gesicht ist der Geistliche Wagen Christi/darauffcrfchret hiein der Welt/dasist seine gantze heylige Christcnheyk.Da sind vier Lhiere/die er Cap. 10. Cherubim nennct(Dcü auffCherubim sitzt/reitek vn fehret er /wie die Schriffk offt meldek)Ein /eglichs bat vier Angcstchte/vn stehen wie vier Rosse im gevicrdc/doch innwendigvnd zwischen Bomde. Mfthen den Rädern.Denn da sind auch viergevicrdke Rader vmb die Thier her/bey jeglichem Thier ein Rad also gestellet/daß sie können gegen die vier ort der Welt/das ist/für sich/Kinder sich/ vnd zu beyden selten/ gehen/ vnd sich doch nicht lenrken dürffen. Deßglelchcn die Thier auch auffronden Füssen/gegendie vierortder Welk gehen/vnd sich nicht lener en dürffen/hie ist kein Achse/Deistel/ Gestell/Lonsen/Leyker/Woge/ Seyle/ noch Strange/ son¬ dern der Gcistmnwcndigtrcibköallesgewiß.Dbkn ist der Himmel wie ein Rosszdecke/vnein Stul da¬ rinnen zum Satkel/darauff Gokk/das ist Christus/sißek. Also gehen die vier Räder g liech mit einander/ Den alle Kirchen in den vier orten derWelt/das ist/in der ganyen Wclt/Habcn gleichen/einerley/einträchtigen gang/im Glauben/ Hoffnung/ Liebe/ Crruy/vnd allem Geistlichen wesen. Vndwerden nicht von aussen/durch Menschen Lehre/sondern innwcndig durch cinerleyGeist/gemeben/Rom. s. i. Corinth.ir. Ephes.4. Vnd die vier Threr gehen auch mit den Radern / oder vil mehr die Rader mit jnen/ für sich/ hin- dersich/vbcrsich/zu beyden seiten.Den die Apostel/oder das Predigampt/das wort Gottes/ die Tauf, ft/Sacrament/Schlüssck/vnd was zum Geistlichen Regiment der Kirchen gehörer/ist auch einerley/ alcich vuderntrechtig in allerWelk.Also halten sich die Thier vnd die Räderfest vn gewiß zusammen/ daß cs ein Wagen ist/on alles eusserlichbinden/hefften oderspannen/Also/daßalleecikelviereist/vier Threr/vicr Angesichte eines Thiers/vierfussekinesThiers/vierhandeeinesThicrs/vierflugel eines Lhiers/vier Räder / vier Felgen an einem Rade. Bedeutet /wie gesagt/ daß die Christenheyt/oderdas Reich Christi/im Glaubensolle in den vier orten/das ist/in die gantze Welt/fahren. 70 Nmwc Bund. 2erem. ;i. Ghat aber solch Gesicht bedeut (wre Hesekiel sclbö hie zeigt 8.9.) das ende vnd Bedeutung deß Zerstörung der Synagoga/ovcr dcß Iüdenthumbs/das ist/deß Priesterthumbe/ Gottcediensts/ Gesichts Hrftuefts. vnd Kirchen Drdnung/durch Mose jnen gegeben vnd gestifftet-Welchs alles ist nik weiter denn auffChristus zukunfftgestifftct/wieS.Paulus Rom s.L.Corz.vnd Matth.11. Christus selbs sagt/ vnd die Epistel an die Ebreer reichlich handelt/ daran sich die Juden grmwlich geärgert vnd gestossen haben biß auff Visen tag. Vnd ist das sonderlich zu wissen wider die blindtheit der Iüden/daß alle Weissaguttg/so da sagt/ Weissagüg von daß Israel vn dI uda sollen wider in jr Land kommen/auch leiblich dasselb vn ewig besißen/ist längst er- der Wwcrkm-fft füllck/DaßderIndenHoffnung gantzvndgarvmbsonstvnverlorenist/Senndieselbige Weissagung Land/? hat Zwey stück. . Dasersie/daß Israel vn Juda sollen wider ins Land kommen nach jrem gefängkniß/Das ist ge- ' fchehen durch den König CyrumvnddiePersenvor Christus Gcburk/da auß allen Landen die Iüdcn wider ins Land vnd gen Jerusalem sind kommen/auch auß frembden Landen/ da sie doch wohnend blie- ben/)ärlichauffdic Festegen Jerusalem kamen/vttdvilHeyden Mit sich vnd an sich Zogen. Daß aber die Juden Hoffen/Essolle noch ein ander leibliche widerkunfft gcschehen/da sie allesampk Träume derIä wider ins Land kommen / vnd Mosen mit dem alten wesen widerauffrichten/ Das erträumen sie selbe/ den von der mbuch? vnd ist kein Buchstabe davon in den Propheten noch in der Schrifft gesagt oder bedeutet-Es stehetwol Widerrmrffk m ,r gcschrieben/daß sie auß allen Landen/dahitt sie verstossen sinv/sollen widerkommen/Abernicht alle/son- ' dcrri etliche au ß allen Landen. Es ist gar ein grosser vritcrscheid/Alle Juden wider kommen/ vnd au ß al¬ len L an den wider kommen. Au ß allen Landen wider komen / das ist crMet/ Aber alle Iüdcn wider kom- Mcn/das ist niemals geweissagt/sondern daswiderspiel.Gleich wie auch zu Ierusalc / da cs noch stund/ bcyde/vor vnd nach dergefängkniß / nicht alle Gottes Volck/sondern das mchrertheil dcß Tcuffels Volck/ Abgöttische Mörder/vnd das ärgeste Volck auffErden/warcn. Asandcr stücke / vnd aller bestes (das die Iüdcn nicht sehen noch achten wöllen ) in dersclbigen Weissagung ist/Daß Gott verheißt/er wolle ein ncuwes schaffen im Lande/ vnd einen neuwen Bundmachen/nichtwiedcralteBundMose(dasievonträuwmen)wiedaklärlichIerem.zi. stchet/vnd an vil orten mehr/Daß sie nicht mehrzwey Königreiche/ sondern ein Königreich seyn sollen vmerstcmkünfftigenKöNigeSauid/vndsol em ewig Königreich seyn/auch in demselben leiblichen Lande. Diß stückistaucherfüllek/Den da Christus kam/vnd fand das Volck/beyde/auß IsraelvnIu- Verheissen neu- da/auß allen Landen versamlet/ vnd deß das Land voll/ fieng er das neuw an/ vnd stiffkct den verheissen wer Bund von ycuwen Bund.Vnthät das nicht an einem Geistliche/oderanderm leiblichen ort/sondern eben in dem ltogcstsffktt / re. sclbigen leiblichen Lande Canaan/vnd in demselbigen leiblichenIerusalem/wiees verheissen ward/da- hin sieauß allen Larrden wider bracht waren. . ° . Vnd da sie denselbigen Bund nicht wolkcn/oder je jr vilnicht wolten annemmen/ist er glcichwok ein ewiger Bund blieben/Nicht allein zu Ierusalem/vnd in demselben Lande/sondern auch von dannen Kußgebrochen in alle vier ort der Wclt/vnd bleibt auch heutiges tages/ bcyde / zu Jerusalem vnd allenk- halben.Denn die stätt Jerusalem ist noch da/vnd ist Christus HLorR vnd König daselbs/wiein aller Welt/Hilfft vnd erhöret alle die daselbs sind / oder dahin kommen/ wie in aller Welt/Läßt dieweil den Mahometh mit seiner Tyranney/vnd den Bapst mit seiner Gauckeley/machen was sie machen/ Er ist vnd bleibt HERR vber alles. Aß die Juden nun so fest stehen aüffdem Namen J sracl/ vnd rühmen/wie sie allein I srael/wir Ruhm der IüdS aber Heyden sind/Das ist war nach dem ersten stück/ vnd nach dem alten Bund Mose/ der nun wider vns Christ en. langest erfüllet ist.Abet nach dem andern stück / vnd ncuwcn Bund/sind sicnicht mehr Israel/ M nij Denn ncuwcn Reichs ist tucit höher denn deß alten. Borrcdc. Denn es solalles neuw seyn / vnd Israel hak müssen auch neuw werden. Vnd sind allein die der rechte Israel/die dcn neuwcn Bund (zu Jerusalem gestifftetvnd angefangen) angenommen haben. Denn nach bemalten Bund bin ich kein IsraelnochIüde/Abernun rühme ich mich/daß ich S- Paulus Son bin / vnd ein Israel odcrBcnIamin / Denn er ist mein Vatter/ Nicht der alte Paulus/ sondern der neuwePaulus/derdoch derselbe alte Paulus ist/Aber auß de alten Paulo ein ncuwcr Pau Lus worden in Christo/vü hak mich gezeugtin Christo durchs Euangelium/ daß ich /m ehnlich bin nach dem neuwenBund- Also sind alle Heyden / so Christen sind / die rechte Israeliten vnd neuwe Juden/ Rechte auß Christo dem edelsten Iüden geborn. Darumb ligts allesandem neuwen Bund/dender Messias IstaMen. stifften/vnd alles neuw machen solt/wie er gethan hat. Vnd ist dise Regel wolzu merckcn/Denn wo die Propheten reden von I srael/daß er gantz solle wi- Regel der kornmcn oder versamlet werden/als Mich.L.Ezech.ro.vnd dergleichen/das ist gewißlich vom neu- wol zu mcr- wen Bund vnd vom neuwen Israel geredt/da nicht einer wirt aussen bleiben vom ewigen Reich Christi. A'H Aber vom alten Israel ists nicht müglich zu verstehen/Den es ist der mehrer thcil in Assyrien vn Baby- E;A'. lonien blieben/beyde tod vnd lebendig/vnd gar wenig wider kommen/ wie Esra dieselben alle erzchlct. Neuw vnd ^FBer die Iüden wöllenden Messiam haben nach dem alten Bund/vnd dieses neuwen Bunds altIstael. DieIüdenwöl- ^ABer die Iüden wöllenden Mestram Haven nach dem alten Bund/vnd dieses neuwen Bunds leu dmneuwe Bund W!s nichtachten.Sofchlen sie alles beydes/schweben zwischeHimmel vnd Erden. Den ncuwcn wöl- «icht annemmemdm >Glcn sie nichk/den alten können sie nicht haben. Darumb ist auch die Schriffk jnen versigklt/Isaie habm ' r^.vnd verstehen keinen Propheten. Vnd sitzen so on Regiment/bcyde/ Leiblich vnd Geistlich.Das leibliche vnd-rrdische haben sie nicht (denn sie haben keinen König noch Herren/noch Königreich oder F ürstcn thu mb) Das Geist lieh haben sie auch nicht / Denn sie wöllen den neuwen Bund nicht annem- mcn/vnd müssen also on Prie sterthumb blechen. Summa / sie verachteten Visen neuwen Bund nit al- lein/sondern verfolgeten/vnd wolten jn vcrtilgen/vnd nicht leiden /vnd sind mitjrem Bund drüber zu nicht worden. Vnd wenn gleich Jerusalem sampt dem ganßcn alten wesen hetke mügen bleiben/so hette doch der neuwe Bund müssen kommeiVvnd alles neuw machen/dic Schriffk zu crfüllen/wie es sitzt in der Chri- stenheyt stehet/Ncmlich/ daß zu Jerusalem hette müssen ein Apostel/ Bischoff/oder Prediger scyn/wie Christus selbe angcfangen/der daselbs die Kirche Christi hette müssen regieren/Euangclium predigen/ täüffen/ Saeramenk reichen/absoluirn/binden/rc. Hettecs nicht wöllen thun der Hohepriester Cai- phas/oder ein ander/so hette es müssen ein Apostel oder der Apostel nachkommen einer thun/wie es dest bi ß daher geschehen ist/vnd geschehen muß.Vn also doch das ewige Reich Christi auch in dem alten Je¬ rusalem regicren/so wolals in aller Welt/wie die Weissagung verheissen hakte vnd haben wil/ Vn we¬ rk also das alte Reich Mose da blieben /alseinWeltlich Regiment. Gleichwiein aller Welk das alte Weltliche zeitliche Regiment bleibet/vnd nichts hindert/daß darunter vnd darinnen das neuwe Geistliche ewige Regiment vnd Reich Christi auff Erden gestifftet ist/vnd sein eygen wesen hat / wie wir für äugen sehen. Sonderlich / wo fromme Könige vnd Fürsten sind/die solch neuw ewig Reich Christi in sicm alten Regiment leiden/ oder auch selbe annemmen/för- dcrn vnddarinnen ftynwöllen/als Christen. Sonstistdasmehrcrtheyl Könige/ Fürsten vnHerrn deß alten Regimente/dem neuwen Bund vnd Reich Christicben so gifftig bitter feindk/vn verfolgens/vnd wöllensvertilgen/ als die Iüden zu Jerusalem/ Gehen auch weydlich / wiesine/ drüber zu bodcn / wie , Rom geschehen ist/vnd andern auch geschehen wirdk. Denn ChristusneuwRcich muß bleiben/ weil es ein ewig Reich verheissen ist / vnd das alte Reich muß zu letzt vnkergehen. Herrlr'akcm deß Nd istgut zu rechcn/Weil Gott selbesolch Reich einneuw Reich heißt/so muß es gar vielein ncuwcn Reichs ist A^Hhcrrlicher Reich seyn/weder das alte geweßt oder noch ist / Vnd hat Gott willen gehabt gar viel ein bessere zu machen weder das alte ist. Vnd wenn schon kein ander Herrligkeythie were/so ist das vber alle masseherrlich gnug/daß esein ewig Reichsolseyn/dasnichtauffhöre/wiedasalteoder weltliche Reich. Güter deßneu- VndsinddarüberdiesevnmäßlicheherrlicheGüterdarinnen/vergebungderSünden/Fn'ede rvcn Reichs. mit Gotk/Sicherheyt vom ewigen Lode/ vnd allem vbel/ Gemeinschaffk Göttlicher Maiestat/aller EngelvndHeyligen/Freudevnd tust an allen Creaturen/auch nach demLeibe/Dcnn derselbige Leib/ der sitztder alte Leib ist/ sol auch neuw werden sampt allen Crcaturcn/wie die Seele neuw zu werden an¬ gefangen hat im Glauben. Darumbthundie Iüdenauchjnen sclbsvnrechk vnd schaden/daß sie begeren durch Messiam nicht diß neuwe Reich / sondern eben das vorige alte vergcngliche Reich/ darinnen Silber/Gold/Gü- ter/gewalt/chre/lustvndfreude/nach dem sterblichen Fleisch besessen wirt/welchefür Gottgar gering/ ja gar nichts geschätzt sind. Dennwoer solch Reich hette wöllen verheissen/würde ers nicht ein neuw/ anderß vnd bessere Reich/nennen. Vnd vber diser Welt Güter kan ja nichts anderß/neuwcre/bessers heissen/on allein die Geistli- chen/ewigen/seligen Güter im Himmel/dakein böses noch vbel vnterseyn kan. Aber vnter den jrrdi- schen/ alten / zeitlichen Gütern/wenn sie gleich so herrlich weren als die Iüden von jrem Messia träu¬ men/ so muß doch vilbösesvndvielvbels drunter scyn vnd bleiben/zum aller wenigsten der Tod vnd ende solcher Güter. Dlche zwey stück lehretvnsauchHesekiel/daßervonderwidcrkunfft auß Babylon das Volck tröstek/Aber vilmehr von dem neuwen Israel vnd Reich Christi weissagt. Aas istsein Gesicht vom Wagen / vnd fast auch sein Tempel am letzten theil seines Buchs. Dnterrtcht/ VnkmichkUttg / Me das Gebeuw HesektelrS tu den letzten neun Kapiteln/von dem xl.an/biß ans ende deß Propheten/ zu verstehen sey. Erdlß Gebeuw deß Tempels/ Altars/Statt/vud WWNÄI Landeo / so Hesekiel hie beschreibt/ verstehen wil/ der muß Lyram für sich nemmcn mit seinen Figuren vnd Glosen / Sonst wirbt er sich vergeblich drin¬ nen mühen vnd arbeiten. Vnd weil wir die Figurnicht haben wissen auffs Papir besser zu geben/haben wir sie lassen anstehen/vndzum Lyra denLesergcweiset/Deik - auch n lt müglich ist ein Gcbeuw auffs Papir zu entwerffcn / Son dern man müßte ein geschnitzt Muster machen. aber bcveutec/haben die Lchrcrciner sonst/deranderso/gcdachr.Aberfür allen istderIü- Bedank» der ( dcn vnd jrer gleichen verstände zu vcrwerffcn/die da meinen/Es solle seyn der dritte Tempel/ vs>n der durch jrcn künfftigen Messiam gebauwec werden müsse/vnd rühmen vil vnd grosse herrlig- kcit davon in jrer närrichten vergeblichen Hoffnung. Vnd sehen nicht die blinden vnd groben Leüke/daß -er Text solche jrc Traume nicht leiden kan/ wie es Lyra auch gewaltiglich vberweiset. Denn Hesekiel nicht sagt/daß dise Statt solleIerusalem heissen / auch nicht an dem ort stehen/da Jerusalem gelegen ist / welche gegen Mitternacht am Berge hanget / vnd der Tempel mitten drinnen auff dem Hügel Me Jerusalem. Morija stund/vnddas Schloß Zion zu öberstgegen Mittage. Aber die Statt Hesekiel sol gegen Mittage ligen/vnd spricht: Sie solle heissen Dominus iKi.Da ^ca»/ so tzcftkict Gott/vdcr/ Gott da/ das ist/ da Gotkselbsist. Vnd derTcmpel sol nicht drinnen seyn/sondern wie die /'sonde?^ Rechnung gibk/wolsieben guter/grosserTeukscherMeile wegs vonder Statt /gegen Mitternacht, öomwu» Vnd die Statt auffm hohen Berge sol haben bey neun guter grosser Leutscher Merlen / beyde / in die lenge vnd breite / daß die Ringmauwcr begreiffe vmb vnd vmb zö. Teutfchcr Meilen. Das magein Temmldeß nmweu Stattlm heissen/vndeinBerglindarauffsreligk. Jerusalem. Wenn nun ein Bürger am ende der Starr gegen Mittag wohnendzur Kirchen oder Tempel StattH» der Htm mel al iss vnd Gott zeiget mir Gesichte.Dersclbe fünfftc lg deß Monden war eben im fünfften iar/nach Z-iachitt. dcmZo.richm derKönigIuda/wargefangiweggefüh- . xct. Da ^schach deß HERRN wort zu Hcsckicldem son Busi / deß Priesters / im Land c c> v Khalveer / am Wasser Khebar/ daselbs kam die Hand deß HERRN ober in» I»fr..o. A6^Nd ich sahe/vnd sihe/ Es tarn em vngestümmer wind von Mitternacht her/mit c^einer grossen Wolcken voll Feuwers/das allenthalben vmbher gläntzet/vn mit- steckt ncNe) tcn in demselben Feuwer war es wie ^liecht Helle/VN darinnen war es gestalt wie vier Ebreo steh«/ Wie Thiere/vndvntcr/nen eines gestalt wie ein Mensch/ vnd ein ieglichö hatte vier ange- Z//w.l memaud sicht vnd Vier flügel. Vn -re Berne stunden gerad / aber jre süsse waren gleichende Vierche füsse/vnd glentzcten wie ein hell glatt Ertz. Vnd hatten Menschen Hände vnter tren al er bcllrst im Fcu- Flügcln/an jren vier orten/Den sie hatten alle vier-r Angesichte/ vn/reFlügel/ vnd - tl.che ipociem eie dtesclblgcn Flügel war /a einer an dem andern. Vnd wenn sie giengen/durfften sie ^emqle^hKÄ sich nicht rumb lencken/Sondern wo sie hin giengen/giengen sie stracks für sich. W^'m wä?2ht Ae Angesichte zur rechten feiten der viere / waren gleich einem Menschen vnd » ^Uwer/Zm rohem Löuwen/Aber zur lincken feiten der viere/waren jre Angesichte gleich einem Ochsen Fcuwcr Helle werst Adeler.Dnd jre Angesichte vnd Flügel waren oben her zcrtheilet/ daß je zween (Runde)Damitsie Flügelzusammenschlugen/vnd mitzweyen Flügeln iren Leib bedeckten. Wo sie hin re qchm/7nd doch die Stengen / da glengen sie stracks für sich / sie giengen aber wohin der Wind stund / vnd Thiere sich nicht len, purffttn sich nicht rumb lencken wenn sie giengen. Vnd die Thiere waren anzusehen dn7fftt»? wie ftuwrige kohlen die da brennen/ vnd wie Fackeln/die zwischen den Thieren giem gen.Das Fcuwer aber gab einen glantz von sich/ vn auß dem Feuwer gieng ein blitz/ Die Thier aber liessen hin vnd her wie ein blitz. Als Sesckicl. I. Lap. 72 2^5 Ls ich die Thierso sahe/Gihe/da stund em Rad auffder Erdebey den vikrThie- ^ß^ren/vttd wat anzusehett wie vier Räder. Vnd dieselbigen Räder waren wie em Türkis / vnd waren alle viere eins wie das ander / vnd sie waren anzusehen als were ein Rad iw andern-Wen sie gehen sollen/ kundten sie in alle ire vier örter gehen/ vnd durfftcn sich nicht rumb lcncken wenn sie giengen.Ire Felgen vn Höhe waren schreck¬ lich/vnd ire Felgen waren voller äugen vmb vndvmb an allen vier RädernÄnd wenn die Thier giengen /so giengen die Räder auch neben inen/vnd wenn die Thier - sich von der Erden embor Huben/ so Huben sich die Räder auch embor. Wo der Wind hm gteng/da giengen sie auch hin/vnd die Räder Huben sich neben inen embor/Denn es war ein lebendiger Wind in den Rädern.Wenn sie giengen/so giengen diese auch/ wenn sic stundcn/so stunden diese auch. Dnd wenn sie sich embor Huben von der Er- dcn/so Huben sich auch die Räder neben inen embor/Denn es war ein lebendiger Wind in den Rädern. aber vber den Thieren war es gleich gestalt wie der Himmet/als ein Khrl- OLAstall/ schrecklich / gerad oben vberinen außgcbreitet. Daß vntcr dem Himmel ire Flügel einer stracks gege dem andern stund/ vn eins ieglichen Leib bedeckten zween Flügel. Vnd ich höret die Flügel rauschen wie grosse Wasser/ vnd wie ein gedöne deß Mmächtigen/wenn sie giengen/ vnd wie ein getümmel in einem Heer. Wen sie aber still stunden/ so liessen sie die Flügel nider / vnd wenn sie still stunden / vnd die Flügel nider liessen/so donnerte es im Himmel oben vber inen. Vnd vber dem Himmel/ so oben vber inen war / war es gestalt wie ein Saphir/ gleich wie ein Stul/vndauffdemselbigen Stul saß einer/gleich wie ein Mensch ge- stalt-Vnd ich sahe/vnd es war wie liecht Helle / Vnd innwendig war es gestalt wie em Feuwer/vmb vnd vmb.Don seinen Lenden vber sich vnd vnter sich sähe ichs wie Feu- wer gläntzen vmb vnd vmb. Gleich wie der Regenbogen sihet in den Wolcken/ wenn es geregnet hat/also gläntzet es vmb vnd vmb. Diß war das ansehen der Herrligkeyt deß HERRN.Vnd da ichs gesehen hatte/siel ich auffmein Angesicht/vnd höret einen reden. 11. Lap. Der prophetxekgt an seinen Berufs/ welcher gestalt derselblg geschehen/ vnd wem er geschlckr sex. Nd er sprach zu mtr:Du MmschenklNd/ttttt auffdct ne füsse/so wil ich mit dir redemVnd da er so mit mir redet/ ward ich wider erquickt/vnd trat auff meine süsse / vnd höret dem zu / der mit mir redet. Vnd er sprach zu mir: Du Mcnschcnkind/Zch sende dich zu den Kindern Frael/zu dem abtrünnigen Volck/ so von mir abtrünnig worden sind/Sie sampt jren Vättern haben biß auff diesen heutigen tag wider mich gethan. Aber die Kinder/zu welchen ich dich sende/ haben harte Köpff/ vnd verstockte hertzen/ zn den en soltu sagen: So spricht der HERR HERR / sie gehorchen oder lassens / Es ist wol ein vngehorsam Hauß/dennoch sollen sie wissen / daß ein Prophet vnter inen ist. H^Nd du Menschenkind solt dich für inen nicht förchten/noch für jren Worten c^AförchtemEs sind wol widerspenstige vnd stachliche dörnen bey dir/ vnd du woh¬ nest vnter den Scorpion / Aber du solt dich nicht förchten für jren Worten/noch fürirem angesicht dich entsetzen / Ob sie wol ein vngehorsam Hauß sind/ Sondern du solt inen mein wort sagen/ sie gehorchen oder lassens. Denn es ist ein vngehorsam Volck. Aps<.>o. Aber duMenschenkind/höre du was ich dir sage/ vnd sey nicht vngehorsam/wie das vngehorsam Hauß ist. Thu deinen Mund auff/ vnd iß was ich dir geben werde. Dnd ich sahe/vnd sihe/da war eine Hand gegen mir außgereckt/ die hatte einen - " zusammen MerWophet iii.Lap. zusamen gelegten Brieff/den breitet sie auß für mir/ vnd er war beschrieben außwen digvnd innwendig/vnd stund drinnen geschrieben/Klage/Ach vnd wehe.Vnd er sprach zu mir: Du Menschenkind jß was für dir ist/ nemlich/diesen Brieff/ vnd gehe hin/vnd predige dem Hause Israel. Da thet ich meinen Mund auff/ vnd er gab mir den Brieffzu effen.Vn sprach zu mir/Du Menschcnkind/du mußt diesen Brieff/den ich dir gebe/ in deinen Leib esscn/vnd deinen Bauch damit füllen. Da aß ich in / vnd er war in meinen munde so süß als Honig. Vnd er sprach zu mtr:Du Menschenkind/ Gehe hin zum Hause Israel/vnd pre- e dige inen mein wort. Denn ich sende dich ja nicht zum Volck / das eine frembde Rede vnd vnbekante Sprache habe/sondern zum Hause Isracl.Ia freilich nicht zu grossen Völckern/die frembde Rede vn vnbekante Sprache haben/ welcher wort du nit ver¬ neinen kündtest. Vnd wenn ich dich gleich zu denselben sendete / würden sie dich doch gern hören/ Aber das Hauß Israel wil dich nicht hören/ Denn sie wöllen michselbs nicht hören.Denn das gantze Hauß Israel hat harte stirne vnd verstockte hertzen/ Li¬ ber doch habe ich dein angesicht hart gemacht gegen jr angesicht/vnd deine sttrn gegen jre stirne.Ia ich habe deine stirn so hart als einen Demant/der härter ist den ein Felß/ gemacht. Darumb förchtedlch nicht/ entsetze dich auch nicht vorjnen/daß sie so ein vngehorsam Hauß sind. m. Lap. Vom Ampt eines Propheten / nemlrch/ das wort vnv die Lehre/ auß dem munde Gotte« em- pfahen/dre bösen von/rem bösen leben abn ahnev/vor der straffe warnen/vnd die fromen l» /rer frömmkelt stercken. er sprach zu nur: Du Mnschenkind/ Alle metne wort/die ich dir sage/die fasse mit hertzen/ vnd nim sie zu ohren. Vnd HWM gehe hin zu den gefangenen deines volcks / vn predige jnen/vnd sprich zu jnen: So spricht der HERR HERR/ sie hörens oder lassens. Vnd tz ein wind Hub mich auff/vn ich hörete hinter mir ein gcdöne/wie eines grossen Ervbebens(Gelobtset) die herrligkeyt dcß HERRN an jrcm ort)Vnd war ein (RMM Dasia, rauschen von den flügeltt der Thicre/dic sich an einander a küsseten/vnd auch das ras- sehr der Rädcr/so hart bey jnen waren/vnd das gcdöne eines grossen Erdbebens.Da gegeu-inauder. Ulich der Wind auff/vnd führet mich weg.Vnd ich führe dahitt/vn erschrack sehr/ Aber deß HERRN Hand hielt mich fest. Vn ich kam zu den gefangenen / die am Was¬ ser Khebar wohneten/da die Mandeln stunden im Monden Abib/ vnd setzt mich bey §hehar, sie/dte dasassen/vnd blelb daselbs vnterjnensiben tage/ gantztrauwrig. ^6^Nd da die sibcn tage vmb waren/geschach dcß HERRN wort zu mir/vn sprach: 6 (>^Du Menschenkind/ Ich habe dich zum Wachter gesetzt vber das Hauß Israel/ Dusolt auß meinem Munde das wort hören/vnd sie von meinet wegen warnen. Wenn ich dem Gottlosen sage: Du mußt deß todes sterben/vnd du warnest jn nicht/ vnd sagest es jm nicht/damit sich der Gottlose vor seinem Gottlosen wesen hüte / auff daß er lebendig bleibe/So wirt der Gottlose vmb seiner Sünde willen sterben/Aber Proch sein blut wil ich von deiner Hand fordern. Wo du aber den Gottlosen warnest/ knd er A sich nicht bekehret von seinem Gottlosen wesen vnd Wege/ So wirdt er vmb seiner Sünde willen sterben/Aber du hast deine Seele errettet. Vnd wenn sich ein Gerechter von seiner Gerechtigkcyt wendet/vnd thutböscs/so werde ich jn lassen anlauffcn/daß er muß sterben/Denn weil du jn nicht gcwarnet hast/wirt er vmb seiner sünde willen sterben müssen / vn seine Gerechtigkcyt die er ge- than hat wrrt nit angesehen werden/Aber sein Blut wil ich von deiner Hand fordern. Wo du aber den Gerechten warnest / daß er nicht sündigen sol/ vnd er sündiget auch nicht/So sol er leben/denn er hat sich warnen Laffen/vn du hast deine Seele errettet. Dud Oksckrck iiii.Lap. 73 e daselbst kam deß HERRN Hand vber mich/vnd ssrachzu mir: Mache dich c>^auff/vnd gehe hinauß insFeld/dawilichmitdirreden.Vndichmachte mich auff/vnd gieng hinauß ine Feld. Vnd sihe/da stund die Herrligkeit deß HERRN da- selbst/gleich wie ich sie am Wasser Khebar gesehen hatte' Vnd ich siel nider auff mein Angesicht. Vnd ich ward erquickt/vnd trat auff meine süsse. Vnd er redet mit mir/ vnd sprach zu mir: Gehe hin/vnd verschleuß dich in deinem Hause. / Vnd du Menschenkind/Sthe/man wirt dir strick anlegen/vn dich damit binden/ daß du inen nicht entgehen sollest. Vnd ich wil dir die Jungen an deinem gaumen kle¬ ben laffen/daß du erstummen solt / vnd nicht mehr sie straffen mügcst/ Denn re ist ein vngehorsamee Hauß. Wenn ich aber mit dir reden werde/wil ich dir den Mund auff- thun/daß du zu inen sagen solt / So spricht der HERR HERR: Were höret/der höre es. Were leßt/der lasse ee/Denn ee ist ein vngehorsamee Hauß. 1111. Lap. Dem Propheten wtrt förgebüdt dte BelLgerung/ vnv Verwüstung der Statt Jerusa¬ lem ;» verstehen gegeben. L Nddu Menschenktnd/Nlm einen Ziegel / den lege für dtch/vnd entwirff drauff die Statt Jerusalem. Vnd mache eine be- KAMZW^lägerung drumb/vnd bauwe ein Bollwerck drumb/vnd grabe eine schütt drumb/vndmache em Heer drumb/vnd stelle "Böcke rings b^^^^I ömb sie her. Für dich aber mm eine eiserne Pfanne/die laß eine eifer- »» ne Mauwer seyn zwischen dir vnd der Statt/vnd richte dein Angesicht gegen sie/vnd A?au7c»vmbfttch? belägere sie. Das sey ein Zeichen dem Hause Israel. Du solt dich auch auffdeine lincken feiten legen/vnd die missethat deß Hauses Is¬ rael auffdieselbige legen/So vil tage du drauff ligest/so lange soltu auch jre missethat tragen.Ich wil dir aber die iar jrer missethat zur anzal der tage machen/nemlich/drey hundert vn neuntzig tage/so lange soltu die missethat deß Hauses Israels tragemVnd wenn du solchs außgericht hast/soltu darnach dich auffdeine rechte feite legen vnd solt tragen diemissethat deß HausesIuda viertzigtagelang/Dennich dirhieauchia ei¬ nen tag füreinjar gebe. v Vnd richte dein Angesicht vnd deinen blossen arm wider das belägert Jerusalem/ vnd weissage wider sie. Vnd sihe/ich wil dir strick anlegen/daß du dich nicht wenden mügest von einer feiten zur andern / biß du die tage deiner belägerung vollendet hast. So nim nun zu dir Weltzen/Gersten/Bonen/Linsen/Hirß vnd spclt/vnd thu es alles in ein Faß/vnd mache dir so vil Brot drauß/so vil tage du auffdeiner feiten ligest/daß du drey hundert vn neuntzig tag dran zu essen habest.Also/daß deine speise/die du täg¬ lich essen mußt/sey zwentzig Sekel schwerSolchs soltu von einer zeit zur andern essen. Das wasser soltu auch nach der maß trincken/nemlich/das sechste theil vom Hin / vn solt solche auch von einer zeit zur andern trincken. Gerftenkuchen soltu cssen/dte du für jrcn äugen mit Menschen mist backen solt. Vnd derHERR sprach: Also müssen die s Kinder Israel jr vnrein Brot essen vnter den Heyden/dahin ich sie verstossen habe. MKkKN Ich aber sprach: Ach HERR HERR/Sihe/meine Seele ist noch nie vnrein wor- den/Denn ich habe von meiner lugend auff/ biß auffdiese zeit/ kein Aß noch Missens ZEt/Es r-E a- gessen/vndistnie kein vnrein Fleisch in meinen Mund komm. Er aber sprach zu mir: ftuw-rMosÄsi- Sthe/ich wil dir Kühmist für Menschenmist zulassen/damit du dein Brot machen 7ngertommc7daß solt. Vnd sprachzumir:DuMenschenkind/Sihe/ichwildenvorraht deß Bwtszu Jerusalem wegnemen/daß sie das Brot essen müssen nach dem gewicht/vnd mitkum mer/ vnd das Wasser nach dem maß mit kummer trincken.Darumb/daßan Brot vnd Wasser mangeln wirr/ vnd einer mit dem andern rrauren/vnd injrer missethat verschmachten sollen. N Für- AerMphct v. Lap. v, Lap. KLrbüd / wie Gott dss Jüdische Volck aaßrotken vnd zer- streuwen wolle. du Mnschenkmd/Ntm cin Schwert/ scharff wle z Schermcffer/vnd fahre damit vber dein Haupt vnd Bart/Vttd nim eine Wag/vnd theile sie damit. Das eine dritte theil solt du mit vK^AAWfeuwer verbrennen mitten in der Statt/wenn die tage der Bcläge- bA^AGrung vmb sind. Das ander dritte theil nim/vnd schlage mit dem Schwerdt rings vmbher. Das letzt dritte theil streuw in den Wind / daß ich das Schwerdt hindcr inen herauß ziehe. Nim aber cm klein wenig davon/ vnd binde es m deinen MantelzLpffel/Vnd nim widerumb ctlichs davon / vnd wirffs in ein Feuwer/ vndverbrenne cs mit Feuwer/Don dem sol einfeuwcr außkommen vber dasgantze Hauß Israel. E' O spricht der HERR HERR: Das ist Jerusalem/ die ich vnter die Heyden ge- I-sae- r^>setzt habe/vnd rings vmb sie her Länder. Sie aber hat mein Gesetz verwandelt in Gottlose Lehre/mehr denn die Heydcn/vnd meine Rechte mehr denn die Länder so rings vmb sie her ligen. Denn sie vcrwerffen mein Gesetz/vnd wollen nicht nach mei¬ nen Rechten leben. Darumb spricht der HERR HERR also :Weiljrs mehr machet denn die Heyden/so vmb euch her sind/vnd nach meinen Gcbottcn nicht lebet/vnd nach meinen Rechten nicht thut/sondern nach der Heyden weise thut/die vmb euch her sind/so spricht der HERR HERR also: Sihe/Ich Wil auch an dtch/vnd Wil Recht vber dich gehen lassen/daß die Heyden n Zusehen sollen. Vnd wil also mit dir vmbgehen/als ich nie gethan/vnd hinfurt nicht Dersüm thun werde/vmb aller deiner Grcuwcl willen. Daß in dir die Dätter jre Kindcr/vnd die Kinder jre Vätter/fressen sollen/ Vnd wil solch Recht vber dich gehen lassen/ daß Dem. -e. alle deine vbrigen sollen in alle Winde zerstreuwet werdcn.Darumb so war als ich le¬ be/ spricht der HERR HERR: Werl du mein Heyligthumb mit allerley deiner Greu- wclnvnd Götzen vervnreiniget hast/wrlichdich auch Zuschlägen/vnd mein äuge sol dein nicht schonen/vnd wil nicht gnädig seyn. Es sol das dritte theil von dir an der Pe- stilentz sterben/vnd durch Hunger all werden / Vnd das ander dritte theil durchs Schwert fallen / rings vmb dich her / Vnd das letzte dritte theil wil ich in alle Winde zerstrcuwen/vnd das Schwert hinderjnen heraußzichen. Also sol mein Zorn vollcndet/vn mein grim vber inen außgericht werden / daß ich e- meinen mut küle/vnd sie sollen erfahren daß ich der HERR in meinem eyffer geredt habe/wenn ich meinen grim an inen außgericht habe. Ich wil dich zur WMen vnd zur schwach setzen für den Heyden/so vmb dich her sind/für den äugen aller die fürü- ber gehen. Vnd sol eine schmach/hohn/Excmpel vnd Wunder/seyn allen Heyden/ die vmb dich her sind/wenn ich vber dich das Recht gehen lasse mit zorn / grim vnd zorni¬ gem schelten (Das sage ich der HERR) Vnd wenn ich böse Pfeil deß Hungers vnter sie schiessen werde/die da schädlich seyn solten/vndich sieaußschieffcn werde euch zu verderben / vnd den Hunger vber euch immer grösser werden lasse/vnd den Vorrecht deßBrots wegneme/Ia Hunger vndböse wilde Thierwil ich vnter euch schicken/ diesolleneuch onKinder machen/vnd sol Pestilentz vnd Blut vnter dir vmbgehen/ vnd wil das Schwert vber dich bringen/Ich derHERR Habs gesagt. Vl.Lap. Vnd Weissagung vber das GebrrgeMael/von dem grossen,'smmer der jnen widerfahren fol. Lesekiei» VI» Lap. 74 z KUMMNd deß HERRN Wort geschach zu Mit/vnd sprach: Du Menschenkind/Kehre dein Angesicht wider die Berge Israel/ vnd weissage wider sie / vnd sprich: Ir Berge Israel höret das wort deß HERRN HERRN/So spricht der HERR HERR/ beyde zu dm Bergen vnd Hügeln/ beyde/ zu den Bächen vnd Thalen: Sihe/ ich Wil das Schwerdt vber euch bringen/vn ettwre Höhen vmbbringen / daß euwre Al¬ tar verwüstet/ vnd euwre Götzen zubrochcn sollen werden / vnd Wil euwre Leichnam für den Bilden todschlagen lassen/ Ja ich Wil die Leichnam der Kinder Israel für cu- weren Bilden fällen/vnd wil euwre Gebeine vmb euwre Altar her zerstreuwen.Wo jr wohnet/da sollen die Stätte wüst/ vn die Höhe zur eynöde werden. Den man wirt euwre Altar wüst vnd zur eynöde machen/vnd euwre Götzen zubrechen/ vnd zu nicht machen/vn euwre Bilder Zuschlagen/vnd euwre Stiffte vertilgen/ vn sollen erschla¬ gene vnter euch da ligen/ Daß ir erfahret/ Ich sey der HERR. Kh wil aber etliche von euch vberbleiben lassen/ die dem Schwert entgehen vn- AAter den Heyden/wen ich euch in die Länder zerstreuwet habe. Dieselbigen euw¬ re vbrigen werden denn an Mich gedencken vnter den Heyden / da sie gefangen seyn müffen/wenn ich ir hürisch Hertz / so von mir gewichen / vnd ir hürtsche äugen/ so nach Wen Götzen gesehen/zurschlagen habe/Vnd wtrdt sie gereuwen die boßheyt die sie Durch allerley ire Greuwel begangen haben.Vnd sollen erfahren/ daß ich der HERR sey/vnd nicht vmb sonst geredt habe solchs vnglück inen zu chun. 8 spricht der HERR HERR: Schlahe deine Hände zusamen/ vnd strampel mit Füssen/vnd sprich.Weh vber alle greuwel der boßheyt im Hause Israel/ darumb sie durch Schwert/Hunger vn pestilentz/ fallen müssen Wer ferrne ist wirt an der Pestilentz sterben / vnd wer nahe ist / wirdt durchs Schwert fallen/ Wer aber vbcrbletbt vnd dafür behütet ist/ wirt Hungers sterben. Also wil ich meinen grim vn- ter inen vollenden/daß ir erfahren sollet/Ich sey der HERR/wenn ire erschlagene vn¬ ter den Götzen ligen werden vmb ire Altar her/oben auffallen Hügeln/vn oben auff allen Bergen / vnd vnter allen grünen Bäumen / vnd vnter allen dicken Eychen/an welchen örten sie allerley Götzen süsses Rauchopffer thetem Ich wil meine Hand wi¬ der sie außstrecken/vnd das Land wüst vnd öd machen/von der Wüsten an biß gen Diblath/ wo sie wohnen / Vnd sollen erfahren daß ich der HERR sey. vn.Lap. was grosse straff vber vas Volek Israel komme» werbe. > deß HERRN Wort gcschach zu mir/ vnd sprach: Du Mmschenkind/So spricht der HERR HERR vom Lande Israel: Das ende kommet/das ende vber alle vier örter deß Lands.Nun kom- met das ende vber dich / Denn ich wil meinen grim vber dich senden/ MZFWW vnd wil dich richten wie du verdienet hast/vnd wil dir geben was allen Deinen greuweln gebürt. Mein Auge sol dein nit schonen /noch vbersehen/Sondern ich wil dir geben wie du verdienet hast/ vnd deine greuwelsollen vnter dich kommen/ Daß ir erfahren solt / Ich sey der HERR. So spricht der HERR HERR:Sihe/es komet ein vnglück vber das ander/das en¬ de komet/es komet das ende/es ist erwachet vber dich/sihe/es komt.Es gehet schon auff vn bricht daher vber dich/du eynwoner deß Lands. Die zeit komt/ der tag deßiamers ist nahe/da kein singen auff den bergen seyn wirt. Nun wil ich bald meinen grim vber dich schütten/vn meinen zorn an dir vollend? / vn wil dich richte wie du verdient hast/ vn dir geben was dein? greuweln allen gebürt.Mcin Auge sol dem nicht schonen/vnd wil nit gnädig seyn/Sondern ich wil dir geben wie du verdienet hast/vnd deine greu¬ wel sollen vvter dich komen/Daß ir erfahren solt/ Ich sey der HERR/der euch schlegt. N y Sihe/ - WrMsphet VII. Lap. (vlüiEs ist ge, Tihe/ der tag/sihe/er komet daher/er bricht ari/die Ruhte blühet/ vnd der stoltzi l üst/vnd Wirt IM ge- grünet.Der Tyran hat sich auffgemacht/zm Ruhten vber die Gottlosen / daß nichts Ä7- j?Babclgc- von inen noch von irern volck/ noch von jrem hauffen/trost haben wirt.Darum kom- met Vie zert/der tag nahet herzu. Der Käuffcr freuwe sich nicht/vnd der Derkauffer trauwre nicht/ Den es kommet der zorn vber alle jren Haussen. Darumb sol der Der- käuffer zu seinem verkaufftcn gut nicht wider trachten/ Denn wer da lebt/ der wirdts haben.Dcnn die Weissagung vber alle jren Haussen wirdt nicht zu rück kchren/keiner wirt sein leben erhalten vmb seiner miffethat willen. Aßt sie die Posaunen nur blasen/vü alles zurüsren/es wirt doch niemand in den c>AKrieg ziehen. Denn mein grimm gehet vber alle jren Haussen. Auffden Gaffen gehet das Schwert/ in den Häusern gehet Pesttlentz vnd hunger. Wer auffdem Fel¬ de ist/der wirt vom Schwerst sterben / Wer aber in der Statt ist/den wirt die Pcsti- lentz vnd Hunger ftcffen.Dnd welche vnter jnen entrinen/die müssen auffden Gebir¬ gen seyn/vnd wie die Tauben in gründen/die alle vnter einander kirren/etn jegklicher vmb seiner miffethat willen.Aller Hände werden dahin sincken / vn aller knie werden so vngewiß stehen wie waffer.M werden Säcke vmb sich gürtcn/vn mit furcht ver¬ schüttet seyn/vn aller Angesicht jämmerlich sehen / vn aller Häupter werden kal scyn. Sie werden jr silber hinauß auff die gaffen werffen/vnd jr gold als einen vnstat c achten/Denn jr silber vn gold wirt sie nicht erretten am tage deß zorns dcß HERRN. N?' Vnd werden doch jre Seelen davon nicht sättigen/noch jrerr Bauch davon füllen/ Ecuesr. Denn es ist jnen gewest ein ärgerniß zu jrer miffethat.Sie haben auß jren edlen Klei- noten/danrit sie Hoffart trieben/Bilderjrer greuwel vn scheuwel gemacht. Darumb Wil ichsjnenzumvnflat machen/vnd Wils Frembden in die Hande geben/daß sie cs rauben/vn den Gottlosen auffErden zur außbcute/daß sie cs entheyligen sollen. Ich wil mein Angesicht davon kchren/daß sie meinen Schatz ja wol enthcyligen/ja Räu¬ ber sollen drüber kommen / vnd es entheyligen. Mach Ketten/denn das Land ist voll Blutschulden / vnd die Statt voll freffcls. So wil ich die ärgesten vnter den Heyden kommen lassen/ dz sie sollen jre Häuser eyn- rmnen/vnd wil der gewaltigen Hoffart ein ende machm/vnd jre Kirchen entheyligen. Der Außrotter komct/Da werden sic friede suchen/ vn wirt nicht da seyn.Ein vnfall wirt vber den andern komm/ ein gerückt vber das ander/ So werden sie den ein Ge¬ sicht bey den Propheten suchö/aber es wirt weder Gesetz bey den Priestern/ noch raht öcy den Akm/wehr scyn. Der Kömg wirdt betrübt seyn/vnd die Fürsten werden trauwrig gekleidet seyn/vnd die Hände deß Volcks im Lande werden verzagt scyn.Ich wü mit jnen vmbgehen wie sie gelebt haben/vn wil sie richten wre sie verdienet haben/ Daß sie erfahren solien/Ich sey der HERR. vm.Lap. Zäcdüd ver greuwllchen vdertrettunge / weiche das "volck in der Statt Jerusalem vnvtm Hause Gottes begehen es begab sich tm sechsten sar/am fünfftm tag deß sechßkcn Monden/ daß ich saß in meinem Hause / vnd die Alten auß saffm für mir/ daselbst fiel die Hand deß HERRN HERRN auff mich. Vnd she / ich sähe daß volt seinen Lenden Herunterwerts war gleich wie Feuwcr / Aber oben vber seinen Lenden war es liecht Helle/vnd recketauß gleich wie eine Hand/vnd ergriff mich bey dem Haar meines Häupw.Da führt mich ein Wind zwischen Himmel vnd Erden/vnd bracht mich gen „ Jerusalem in eim Göttlichen Gesichte / zu dem innern Thor/ das gegen Mitternacht (Haußhcrrn)Gott ^het/da denn saß ein Bild zu verdrieß dem" Haußherrn. Vnd sihc/da war die Herrligkeyt deß Gottes Israel/ wie ich sie zuvor gesehen hat- te iw Felde. Vnd er sprach zu Mw: DuMenschenklud / Heb deine Augen auffgcgm verdroß,u Mich- MittM hee Saltz / Wasser/ LMrtze/vnd derglej« chcn/dem Abgolk t» ehre», VIII. 75 Mitternacht/Rnd da ich meine äugen auffhub gegen mitternacht/Sihe/da saß gegen Mitternacht das verdrießliche Bild/am Thor deß Altars/ eben da man hineyn gehet. Vnd er sprach zu minDu Menschenkind/Gihcstu auch was dise thutMemlich/gros- se Greuwel/die das Hauß Israel hie thut / daß sie mich ja ferme von meinem Hcylig- thumb treibm/Aber du wirst noch mehr grösser Greuwel sehen. v Vnd er führet mich zur Thür deß Vorhofs/da sähe ich/Vnd sihe/ da war ein loch in der Wand. Vnd er sprach zu mir: Du Menschenktnd/grabe durch die Wand / vnd da ich durch die Wand grub/Sihe/da war ein Thür.Vnd er sprach zu mmGehe hin- cyn vnd schauwe die böse Greuwel/die sie allhie thun. Vnd da ich hineyn kam vnd sa- he/Sihe/da waren allerlei) Bildniß der Würme vnd Thier/eitel scheuwel/vnd aller- ley Götzen deß Hauses Israel/allenthalben vnrbher an der Wand gemacht/Für wel¬ chen stunden sibentzig Männer/auß den Eltesten deß Hauses Israel/ vnd Zasanja der Gon Saphan stund auch vnter jnen/vnd ein jeglicher hatte seinRauchwerck in der hand/vnd gieng ein dicker Nebel auffvom Räuchwerck. Vnd er sprach zu mir: Menschenkind / Sihestu was die Eltesten deß Hauses Is¬ rael thun im Finstcrniß/ein jeglicher in seiner schönesten Kammer k Denn sie sagen: Der HERR sihet vns nicht/sondern derHERR hat das Land verlaffen.Vnd er sprach zu mir: Du solt noch mehr grössere greuwel schen/die sie thun. Vnd er führet mich hin eyn zum Thor an deß HERRN Hause/das gegen Mitternacht stehet /Dnd srhe/ da¬ selbst fassen Weiber/die wcinetcn vber den Thamus.Vn er sprach zu mirMenschen- , . kind/Sihestu dask Aber du solt noch grössere greuwel sehen denn diese sind. ^assolsnmder c Vnd er führet mich in den mnern Hofam Hause deß HERRN / vnd sihe/ für der Thür am Tempel deß HERRN/zwischen der Halle vn dem Altar/da waren bey ffmff v-» vilhabmgcschn', vnd zwentzig Männcr/die jren rücken gegen dem Tempel deß HERRN/vnd jr Ange- D-nÄbule sicht gegen dem Morgen/gckehret hatten/vnd beten gegen der Sonnen Auffgang. Vnd er sprach zu minMenschenkind/sihestu dask Isis dem Hause Juda zu wmig/daß sie alle solche Greuwel hie thunk So sie doch sonst im gantzen Lande eitel gewalt vnd bey vns sHrbM. vnrccht treiben/vnnd fahren zu vnd reitzen mich auch.Vnd sihe/sie halten die * Wein- (wemr-beMDa- reden an die Nasen.Darumb wil ich auch wider sie mit grim handeln/vnd mein äuge solftren nicht verschonen/vnd wil nicht gnädig ftyn. Vnd wenn sie gleich mit lauter smu für Ulcincn ohren schrcyen/wil ich sic doch nicht Hörem ' " ' ix.Lap. Fürbüd deß würgens vnd todschlsgens / sozu Jerusirlemge^ schehcnsslte. er rteff mtt lauter sttm für meinen Ohren/vnd sprach: Laßt herzu komen die Heimsuchung der Statt/vnd ein jegli- ^^W^Mecher hab ein mördtlichWaffcn in seiner Hand. Vndsihe/es kamen sechß Männer aussdem weg/vom Oberthor her/ das gegen mitter- nacht stehet/vnd ein jeglicher hatte ein schädlich Waffen in seiner Hand. Aber cs war einer vnter jnen/der hatte Leinwad an/vnd einen Schreibzeug an seiner feiten. Vnd sie giengen hineyn/vnd traten neben den ehernen Altar. Vnd die Herrligkeit deß Gottes Israel erhub sich von dem Kherub/vber dem sie war/zu der Schwelle am Häuft/vnd rieffdem der die Leinwad anhatte/vnd den Schreibzeug an seiner feiten. Vnd der HERR sprach zu jm: Gehe durch die Statt Ie- rusalem/vnd zeichne mit einem Zeichen an die Stirn die Leut/so da ftufftzen vnd jam¬ mern vber alle greuwel so drinnen geschehen. Iu jenen aber sprach er daß ichs höret : Gehet diesem nach durch die Statt/vnd 2ere.rr.4-. schlaget dreyn/Euwere Augen sollen nicht schonen/noch vberfthen. Erwürget beyde/ Alte/Iünglmge/Iungfrauwen/Kmdcr vn Weiber/alles tod/ Aber die daszeiche an N iij sich Mer Prophet X.Lap. sich haben/der solt ft keinen anrüren.Fahet aber an an meinem tzeiligthumb. Vnd sie«per. 4. siengen an an den alten Leuten/ so für dem Hause waren. Vnd er sprach zu inen: Vervnretnigt das tzauß/vnd macht die Dorhöfe voll tod- e ter Leichnam/Gehet herauß- Vnd sie giengen herauß/vn schlugen in der Statt. Vnd da sie abgeschlagen hatten/war ich noch vbrig. Vnd ich fiel auff mein Angesicht/ schrey/vnd sprach: Ach HERR HERR/ Wiltu denn alle vbngcn in Israel verderben? Daß du deinen zorn so außschüttest vber Jerusalem? Vnd er sprach zu mir: Es ist die mtsscthat deß Hauses Israel vnd Juda allzu sehr groß/es ist eitel gewalt im Lande/vnd vnrecht in der Statt/denn sie sprechen: Der HERR hat das Land verlaffen/vnd der HERR sihct vns nit. Darumb sol mein äuge auch nit schoni/wtl auch nit gnädig seyn/sondern ich wil ft thun auff ftc kopffwerffen. Vnd sihe/der Mann der die Leinwad anhatte/vnd den Schreibzeuganseiner sciten/antwortct vnd sprach: Ich hab gethan wie du mir gebotten hast. x.Lap. Lein Propheten erftheknt dre Matestet Gottes in einem Gesiche-vnd mehrerthstks arrffvis gestalt/wrc zuvor im ersten La pitel beschrieben. Nd ich sähe/ vnd fthe am HMcl vöer dem Haupt -er» Kherubim / war es gestalt wie ein Saphir/ vn vber demselbigö war es gleich anzusehen wie ein thron.Vn er sprachzu dem Man im Lein- Sup.,. wad:Gehe hineyn zwischen die Räder vnter den §herub/vn fasse die hende voll Wender kolen/so zwischen den Kherubim sind/vü streuw sie vber die statt.Vn er gieng htneyn/daß ich sähe da derselbtge hineyn gieng.DieKhe- rubim aber stunden zur rechten am hauft/vn der Vorhofward inwendig voll nebele. Vnd die Herrligkeit deß HERRN erhub sich von dem Kherub zur Schwellen am - paral. 7. Hause/vnd das Hauß ward voll Mbels/vnd der Vorhof voll glantzee von der Herr¬ ligkeit deß HERRN. Vnd man höret die Flügel der Kherubim rauschen biß herauß vor den Vorhof/wie eine stim deß Allmächtigen Gottes/wenn er redet. Vnd da er dem Mann im Leinwad gebotten hatte/vnd gcsagctMim fcuwer zwt- b schen den Rädern vnter den Kherubim/Gieng derselbig hineyn vn trat bey das Rad. Vnd der Kherub strecket seine Hand herauß zwischen dem Kherubim zum feuwcr das zwischen den Kherubim war /nam davon vnd gabsdcm Mann im Leinwadin die Hcnde/der empfiengs vnd gieng hinauß. Vnd er schein an den Kherubim / gleich wir eins Menschen Hand vnter ften Flügeln. (Lhsmbtm)Hiest- ich sahe/vnd sihe/vier Räder stunden bey den" Kherubim/ bey eim jeglichen SSP.». vd-^T-rMm »At c^Khcrub ein Rad / vnd die Räder waren anzusehen gleich wie ein Türkis/vnd Ncamr/Anmem waren alle vier eines wie das ander/alö werc ein Rad im andern.Wenn sie gehen sol- ^eMclte gestalt 0 . ten/so kunvten sie in alle fte vier örter gehcn/vn durfftcn sich nicht rumb lencken wenn gelö^chstns/Au' sic giengcn/Sondern wohin das erste gleng/da giengen sie hinnach/ vnd durfften sich v7ri.me»"Ae Engel nicht rumb lencken/samptftem gantzen Leibe/Rücken/Henden vnd Flügeln. Vnd die ctschnne wiestIwsb Rädcr waren voll äugen vmb vnd vmb an allen vier Rädern. Vnd es rufft zu den Cherubimh-.ffcn/ vü Radcm Galgal daß tchö höret. dE wcr^en.'Mso Ein jegliche hatte vier Attgesicht/das erste Angesicht war ein Kherub/ das ander e K^/E'H/die ein Mensch/das dritte ein Löuw/dae vierdte ein Adeler.Vnd die Kherubim schweb- TchoffN tenembor.Esistebendas Thier das ich sähe am Wasser Khebar. Wenn die Kheru- s-r'-t. ' bim giengen/so giengen die Räder auch neben inen/vnd wenn die Kherubim jre Flü- (GalgMauteeaks gelschwungen daß siesich von der Erden erhüben/so lencketen sich die Räder auch chcu?Kade:Wen- nicht von inen. Wenn jene stunden/so stunden diese auch. Erhüben sie sich/ so erhüben de/ wende / daß stchs sich diese auch/denn es war ein lebendiger Wind in inen. UmstT Vnd die Herrligkeit deß HERRN gieng wider auß von der Schwelle am Hause/ vnd Kesektei. XI. Lap. 76 end stellet sich vber die Kherubtm.Da schwungen die Kherubim ire Flügel / vn erhü¬ ben sich von der Erden/für meinen Augen/ Vnd da ste außgiengcn/ gtengen die Rä¬ der neben inen / Vnd sie traten in das Thor am Hause dcß HERRN gegen Morgen/ vnd die Herrligkeit deß Gottes Israel war oben vber inen. sup. 1. Das ist das Thier/das ich vnter dem Gott Israel sähe am Wasser Khcbar/vnd mercket daß es Kherubtm weren/da ein iegltchs vier Angesicht hatte/ vnd vier Flügel vnd vnter den Flügeln gleich wie Menschen hende. Es waren ire angesicht gestalt wie ich sie am Wasser Khebar sahe/vnd giengen stracks für sich. XI.Lap. Die straffe/sö vber d«s Havß Israel gehen sol/wirr dem Propheten eröffnet/ vnd ;u verkän- dlgen befohlen/mlr ankangender tröstlichen verherffnnge/welche »ach rechtem verstände auff das Reich Christi;n deuten ist. IMUW Nd mich Hub ein wind auff/ vn bracht mich zum thor am Hause deß HERRN/das gegen Morgen sihct/ vnd sihe/vnter dem thor waren fünffvn zwentztg Männer.Vnd ich sähe vnter inen Iasania den Son Assur/vnd platja den son Banaia / die Fürsten im Volek. Vnd er sprach zu mir: Mcnschenkind/dise Leute haben vn- selige gcdancken/vn schädliche rahtschläge in dieser Statt/denn sie sprechen: Es ist nit so nahe/laßt vns nur Häuser bauwen/sic ist der Topff/ so sind wir das Fleisch. Darumb soltu/ Menschcnkind/wtder sie weiffagen.Vnd der Geist deß HERRN fiel auffmich/vn sprach zu mir: Sprich/so sagt der HERR: Ir habt also geredt/ir vom Hause Israel/vnd euwers Geistes gedanckcn kenne ich wol. Ir habt viel erschlagen irr dieser Statt/vndjrc Gaffen ligen" voller todten. « Darumb spricht der HERR HERR also: Die st drinnen getödtet habt/die sind das Fleisch vn sie ist der Topff/Abcr ir müsset hinauß. Das Schwert das ir fürchtet/ das wrl ich vber euch kommen laffen/spricht der HERR HERR. Ich wil euch von dan- wäiden bl«be» neu herauß stoffcn/vnd den Frcmbden in die Hand geben / vnd wil euch euwer Recht thun/Ir solt durchs Schwertfallen/in den Grentzen Israel wil ich euch richten/Vnd solt erfahren daß ich der HERR bin. Die Statt aber sol nicht euwer Topffseyn/ noch st das fleisch drinen/sondcrn in den grentzen Israel wil ich euch richten/vn solr crfaren dasist als deß Gor- daß ich der HERR btn/Dcnn ir nach meinen Gebotten nit gewandelt habt/vn meine Recht nicht gehalten/sondern gethan nach der Heyden wetse/die vmb euch her sind. 8 da ich sowerssagete/starbPlatjaderSonBanaja. Da fiel ich auff mein c^AAngcsicht/vnd schrye mit lauter stim/vnd sprach:Ach HERR HERR/du wtrsts nm den vbrigen Israel gar außmachen. Da gcschach deß HERRN wort zu mir / vnd sprach: Du Menschenkind/Detne Brüder vnd nahe Freunde/vnd das gantze Hauß Israel/so noch zu Jerusalem woh- nen/sprechcn wol vnter einander: Jene sind vom HERRN ferme weg geflohen / aber wir haben das Land innen. Darumb sprich du: So spricht der HERR HERR: Ja ich hab sie fcrrn^vcg vnter die Heyden lassen treiben/vn in die Länder zerstrcuwet/Doch b wil ich bald jr Hcytand seyn in den Ländern/dahin sic kommen sind. RNeE. r sprich: So sagt der HERR HERR: Ich wil euch samlen auß den Völ- Vecheisi <^sckern/vnd wileuchsamlen auß den Ländern/dahinjrzerstreuwetseyt / vndwil sung v»d euch das Land Israel geben.Da sollen sie kommen vnd alle scheuwcl vn greuwcl dar- st»»g. guß weg thun. Vnd wil euch ein einträchtig Hertz geben / vnd einen neuwen Geistin euch geben/vnd wil das steinern Hertz wegnemcn auß cuwerm Leibc/vn ein fleischern Hertz geben/ auff daß sie in meinen Sitten wandeln/ vnd meine Rechte haltcn/vnd darnach thun/vnd sie sollen mein Volek seyn/so wil ich jr Gott seyn. Denen aber/so nächstes Hertzen scheuwcln vndgreuweln wandeln/wil ich jr thun auff sten Kopff wcrffen/spricht der HERR HERR. N itij Da Aer-Wophet xii. Lap. schwungen die Kherubim jre Flügel/vn die Räder giengen neben inen / vnd die Herrligkeit deß Gottes Israel war oben vbcr inen. Vnd die Herrligkett dcß HERRN erhub sich auß der Statt / vnd stellet sich auff den Berg der gegen morgen für der Statt ligt. Vnd ein Wind Hub mich auff/vnd bracht mich im Gesicht vnd im Geist Gottes in Khaldea zu den gefangenen/vnd das Gesicht so ich gesehen hatte ver¬ schwand für mir. Vnd ich saget den gefangenen alle wort deß HERRN/ die er mir ge¬ zeigt hatte. xn.Lap. Aßrbüv der flucht deß RZm'gs Fedekra vnd der seinen/dsrneben auch gewisse vermelduttg/ dass es gsr büld/vnd nicht vberlang/gefthehen werde. geschach zu mir/vnd sprach: , ches hat wol Augen / daß sie sehen kündten / vnd wollen nicht sehen/ Öhren daß sie hören kündten/vnd wollen nicht hören / sondern cs ist ein vngehorsams Hauß.Darumb du Menschenkind/nim dein wan- dergerehte/vnd zeuch am liechten tage davon für iren augen/Von deinem ort soltu zie¬ hen an einen andern ort für iren augen/ob sie villeicht mercken wöltcn/ dz sie ein Unge¬ horsams hauß sind.Vn solt dein gerehte herauß Lhun wie wandergerehte/bey liechtem tage für iren augen/vnd du solt außziehen dcß abends für iren äugen / gleich wie man außzeucht wen man wandern wil.Vnd du solt durch die wand brechen für/ren äugen/ vn daselbst durchauß ziehen.Vu du solt cs auffdeine schulter ncmen für iren augcn/vn wen cs tunckel wordenist/herauß tragen.Dcin Angesicht soltu verhüllen/daß du das Land nichtschcst/Denn ich habe dich dem Hause Israelzum Wundcrzeichcn gesetzt. Vnd ich thet wie mir befohlen war/vn trug mein gerehte herauß wie wanderge- rehte/bcy liechtem tage/vn am abend brach ich mit der Hand durch die wand/ Vnd da es tunckel worden war/nam ichs auff die schulter/vnd trugs herauß für iren äugen. A^»Nd früe morgens geschach deß HERRN wortzu mir/vn sprach: Menschenkind/ v c^AHat das Hauß Isracl/das vngehorsam Harrß/nicht zu dir gesagt:Was machest düiSö sprich zu inen: So spricht der HERR HERR: Disc last betrifft den Fürsten zu Ierusalem/vnd das gantze Hauß Israel das drinnen ist.Sprich: Ich bin euwer wun- « derzcichen/wie ich gethan habe/also sol euch geschehen/ daß ir wandern müsset / vn ge- ZaERtm'oLcr fangen geführt werden. IrFürst Wirt auff der Schulter "tragen imtunckeln/vnd z fahrcn/'.c. muß außziehen durch die Wand so sie brechen werden / daß sie dadurch außziehen/ Sein Angesicht wirt verhüllet werden/daß er mit keinem Auge das Land sehe. Ich wil auch mein netze vber in werffen/daß er in meiner iaget gefangen werde/vndwtl (w-kt s-h-n)D-n ßl gen Babel bringen in der Khaldeer Land/das er dock? nicht sehen wirt/ vnd sol da- sc ncAugen wmdm selbst sterben. Vnd alle die vmb in her sind/seine gchülffen/vnd alle seinen anhang/ Wil ich vnter alle Winde zerstreuwen/vnd das Schwert hittderinen heraußzichcn. dm RöttUuBab-l/ Also sollen sie erfahren daß ich der HERR sey/wcnn ich sie unter die Heyden verstosse/ Vud^he'^ch Ba! vnd indieLanderzerstreuwe.Aberich wiliretliche wenig vberbleiben lassen für dem vclmckt/wi- Heftkicl Schwcrt/Hunger vnd Pestilentz/die sollen iencr grcuwcl erzehlen vnter den Heyden/ Mck d?Iüden WI- dahin sie kommcnwerden/vnd sollen erfahren daß ich dcrHERR scy. 8^-Nd deß HERRN wort geschach zu mir/vnd sprach: Du Menschenkind/Du solt c o^dein Brot essen mit beben/vn dein Wasser trincken mit zittern vnd sorgen. Vnd sprich zum Volck im LandSo spricht der H ERR HERR von den Eynwohnern zu Je¬ rusalem im Lande Israel: Sie müssen ir Brot essen in sorgen/ vnd ir Wasser trincken im etend/Denn das Land sol wüst werden von allem das drinnen ist/ vmb deß freffels willen aller Eynwohner. Vnd die Stätte so wol bewohnet sind/sollen verwüstet/vnd das Land öd werden/Also solt ir erfahren daß ich der HERR sey. Oeseklel. XIII. Lap. 77 deß HERRNwort geschachzumir/vnd sprach:DuMenschenkmd/Was ^^habtirfür em Sprichwortim Lande Israel k Vnd sprecht: Weit sichs so lange vcrzeucht/ so wirt nun fort nichts auß der Weissagung. Darumb sprich Zu inen: So spricht der HEM HERR: Ich wtl das Sprichwort auffhebcn/ daß man es nit mehr führen sol in Israel.Vnd rede zu inen: Die zeit ist nahe/vnd alles was geweissaget ist/ Denn ir solt nun fort inne werden / daß keine Gesicht fehlen / vnd keine Weissagung liegen wirt wider das Hauß Israel.Denn ich bin der HERR / was ich rede das sol ge- schehen/vnd nicht lenger verzogen werden / Sondern bey euwerzeit/ir vngehorsams Hauß/wil ich thun was ich rede/spricht der HERR HERR. ' Vnd deß HERRN wort geschach zu mir/ vnd sprach: Du Menschenkind/ Sihe/ das Hauß Israel spricht: Das Gesicht das dieser sitzet/ da istnoch lange hin/vn weis- sagttauffdie zeit/so noch ferrne ist. Darumb sprich zujnen: So spricht der HERR HERR.Was ich rede/ sol nicht lenger verzogen werden / sonder sol geschehen / spricht der HERR HERR. Xlll.Lap. Von Ser» falsches Propheten Ver-fübrerri deß Volch's / vnd wt'e sie sotten gestrafft »verden. fGeftchte) Ireprs Jerem.r;. Wider dic tollen pro xhttcn. Nd veß HERRN Work geschach zu mir/ vnd sprach: Du Menschenkmd/Weiffage wider die Prophetö Israel/ vn sprich M zu denen/so auß irem eigen hertzen weissagen: Höret deß HERRN wott/So spricht der HERR HERR: Weh den tolle Propheten / die wen; eigen Geist fslgen/vn haben doch nicht Gesichte.O Israel/dei- ne Propheten j md wie die Füchse in den Wüsten/Sie tretten nicht für die lücken/vnd machen sich nicht zur Hütten vmb das Hauß Israel/vnd stehen nicht im streit am tag deß HERRN.Ir Gesicht ist mches/vnd ir weissagen ist eitel lügen. Sie sprechcnDer HERR Hais gesagt/ so sie doch der HERR nicht gesandt hat/ vnd mühen sich daß sie jr ding erhalten.Ists nicht also/daß euwcr" Gesichte ist nichts/ vnd euwer weissagen ist eitel lügentVnd sprecht doch / der HERR hats gereöt/ so ichs doch nicht geredt habe. T vlai n Darumb spricht der HERR HERR also:Weil jr das predigt da nichts auß wirdt/ ' vnd Lügen weiffagt/So wil ich an euch/spricht der HERR HERR/ vnd meine Hand sol komm ober die Propheten/so das predigerr/da nichts auß wirt/vnd Lügen weissa¬ gen. Sie sollen in der versamlungen meins Volcks nit seyn/vnd in die zal deß Hauses Israel nicht geschrieben werden/noch ins Land Israel wmen/M ir solt erfahren daß ich der HERR HERR bin.Darumb daß sie mein Volck verführen/vnd sagemFride/ so doch kein Fride ist.Das Volck bauwct die wand/so tünchen sie dieselben mit losem ) Kalck.Sprich zu den Tünchern/die nut losem Kalck tünchen/daß abfalle wirt/ Den es wirt ein Platzregen kommm/vnd werden grosse Hagel komm die es fetten/ vnd ein Tü»chm AtAB Windmrbelwittcszumffm/sihe/fowirtdreWandeynfallen.Wasgilts/dennwirt N man zu euch sagemWo ist nun Vas getünchte/das ir getüncht habt? So spricht der HERR H ERR:Ich Wil einen Windwirbel reissen lassen in meinem schelüge-»M. grim/vnd einen Platzregen in meinem Zorn/ vnd grosse Hagelsteine im grün/ die sol¬ lens alles vmbstossen. Also Mich die Wandvmbwerffen/die ir mit losem Kalckge¬ tüncht habt/vn wil sie zu boden stoffen/daß man iren gründe sehen sol/daß sie da lige/ Vnd ir solt drinnen auch vmbkommen/ vnd erfahren daß ich der HERR sey. Also wil ich meinen grim vollende an der Wand/vn an denen/die sie mit losem kalck tünchen/ Was die vnd zu euchsagen.Hie ist weder Wand noch Tüncher.Das sind die Propheten Isra- Tü»ch-rstnd. Jerusalem weiffagcn/vnd predigen von Fride/so doch kein Fride ist/spricht der HERR HERR. L ä^Nd du Menschenkind/richte dein Angesicht wider dic Tochter in deinem volck/ Ns ^Awelche weissagen auß iremHertzen/vnd weissage wider ste/vnd sprich: So spricht AerWophtt XIIII. Lap. spricht der HERR HERR: Weh euch/die jr küssen machet den Leuten vnter die Arme/ vnd Psüle zu den Häupten/beyde jungen vn alten/die Seelen zu sahen / Wen jr nun die Seelen gefangen habt vnter meinem Volck/ verheißt jr denselbigö das Lebt /vnd entheyliget wich in meinem Volck/vmb einer Handvoll Gersten vn bissen Brots wil- lcn/Damit daß jr die Seelen zum Tod vervrtheylet / die doch nicht soltö sterben/ vnd vrcheylet die zum Leben / die doch nicht leben solten/durch euwre lügen vnter meinem Volck/ welche gerne lügen höret. Fromme hertzeri Darumb spricht der HERR HERR: Sihe/ ich Wil an euwer Küssen/damit jr die Seelen sähet vnd vertröstet/vnd Wil sie von euwren Armen wegreisscn/ vü die See- ftdwa«?vndN- len/so jr sähet vnd vertröstet/ loß machen. Vnd wil euwre Psüle zureissen / vnd mein AE falsch-r^chre/ Volck auß euwer Hand erretten / daß jr sie nicht mehr sahen sollet/ vnd sollet erfahren für^brgchr ' daß ich der HERR scy.Darum/ daß jr das Hertz der Gerechten fälschlich betrübet/die tch nicht betrübet habe/vnd habt gesterckt die Hände der Gottlosen/daß sie sich von jrem bösen wesen nicht bekehren/ damit sie lebendig möchten bleiben. Darumb solt jr nicht mehr vnnützc Lehre predigen noch weissagen/ Sondern tch wil mein Volck auß euwren Händen erretten / vnd jr solt erfahren daß ich der HERR bim xim.Lap. -der Prophet straffet die lemgen so gatttz freffler weife wider Gott fändigen/vnd in doch dürft! fen rahks fragen mtr an;eigung/vaß Gorr solche Lern durch falsche Propheten verführen laßt/ vnd si> nicht erhören wst/wcnn gleich fromme Leute für sie bitten. ZMMMNd cs kamen etliche von denElteskenIsraelzumir/ vnd satzten sich für mir. Da gcschach dcß-ERRN wort zu mir/vnd " AEWMW prach: Menschenkind/Diese Lem hangen mitjremHertzenanjren Götzen/vn halten ob dem ärgerniß jrer misscthat/ Solt ich den jnen antworten wenn sie mich fragerttDarum rede mit jnen/vnd sage zu jnemSo spricht der HERR HERR:Welcher Mensch vom Hause Israel mit dem her- tzen an seinem Götzen hanget/vnd Helt ob dem ärgemiß seiner missethat/vnd kommet zum Prophcten/Sowilich/der HERR/demselben antworten wie er verdienet hat mit seiner grossen Abgötterey/auffdaß das Hauß Israel betrogen werde in jrem her- tzen/darumb daß sie alle von mir gewichen sind durch Abgötterei). Darum soltu zum Hause Israel sagcn/So spricht der HERR HERR:Kehret vnd wendet euch von euwer Abgötterey / v.nd wendet euwer angesicht von allen euwren GreuwelmDen welcher Mensch vom Hause Israel/oder Frembdlinger/so in Israel wohnet/von mir weichet/vnd mit seinem hertzen an seinem Götzen henget/vn ob dem ärgerniß seiner Abgötterey helt/vnd zum Propheten komet/daß er durch jn mich fra- ge/dem wil ich/der HERR/ sclbß antworten/ vnd wil mein Angesicht wider denselbi- gen sctzm/daß sie sollen wüst vnd zum Zeichen vnd Sprichwort werden/vnd wil sie auß meinem Volck rotten/daß jr erfahren solt/Ich sey der HERR. Wo aber ein betrogner Prophet etwas redet/den wil ich/der HERR/wrderum las- s (Bstroqou) Das sen ^betrogenwerden/vttdwil meine handwiderjnaußstrecken/vndjnaußmelnem hc,ßcm.c gmm wo»? Volck Israel rotten.Also sollen sie beyde jre misscthat trage/wie die misscthat deß Ira aü"!i?!! "m Äm gers/also sol auch seyn die misscthat deß Propheten. Auffdz sie nicht mehr das Haust Israel verführi von mir/vn sich nit mehr vervnreinigcn in allerlei) jrer vbertrettung/ negute wo« sclbß be sondern sie sollitt mein Volck seyn/ vn ich wiljr Gott seyn/ spricht der HERR HERR. HH- ^sc»zuft.ncn. vu- dcß HERRN wort gcschach zu mir/vnd sprach: Du Menschenkind/ Wenn c^Pein Landanmir sündigt/ vnd dazu mich verschmähet/sowil ich meine Hand AE- vder dassclbige außstrecken/ vnd den vorraht deß Brots wegnemen/ vnd wil theuw- Noha. rung hineyn schicken/daß ich beide/Menschen vn Vieh/ drinnen außrotte/ Vn wenn Daniel, denn gleich die drey Männer/Noha/Daniel/vnd Hiob/drtnen weren / So würden Hiob- sie allem/r eigen Seele erretten durch jre Gerechtigkeit / spricht der H ERR HE^c. Lesck-el. XV. Lap. 7S H^Nd wenn ich böse Thier in das Land bringen würde/ die die Leut auffreumeteu/ Thiere. Avnd dasselbigeverwüsteten/daß niemand deinen wandeln kündtc für dwThie- rcn/vnd diese drey Männer wcren auch drinnen/ So war ich lebe/ spricht der HERR HERR/ sie würden weder Sone noch Töchter errettcn/ssndem allein sich selbs/vnd das Land müßte öd werden. ^r^Der wo ich das Schwert kommen liesse ober das Land/ vnd spreche: Schwert/ Schwert. A^fahre durchs Land/vnd würde aiso/beydc/Menschen vndVieh/außrottcn/vnd die drey Männer weren drmnen/So war ich lebe/spricht der HERR HERR/sie wür¬ den weder Söne noch Töchter erretten/ssndern sie allem würden errettet seyn. ^^Der so ich Pcstilentz in das Land schicken/vn meinen grim ober dasselbige auß- Pestilentz. A^schüttcn würde/vnd blut stürtzen/also/daß ich beyde/ Menschen vn Vieh / auß- rottct / vnd Noha/ Daniel/ vnd Hiob / weren drinnen / So war ich lebe/ spricht der HERR HERR / würden sie weder Sötte noch Töchter/sondern allein ir eigene See¬ le / durch jrc Gerechtigkeit erretten. ^„M.r7. Denn so spricht der HERR HERR: So ich meine vier böse straffcn/als Schwert/ hunger/böse Thier/vn Pestilentz/vber Jerusalem schicken würdr/daß ich drmcn auß- rottet/beyde/Menschen vn Vieh/sihe/So sollen erliche drinnen vbrigc davon komm/ Die Söne vnd Töchter herauß bringen werdcn/vnd zu euch anher komen/daß fr sehen werdet wie es inen geht / vn euch trösten vber dem vnglück/das ich vbcr Jerusalem ha¬ be komm laffm/sampt allem andern/das ich vber sie hab kommen lassen. Src werden euwer tröst scyn/wen ir sehen werdet wie es inen gehct/Vnd werdet erfahret,/ daß rch nicht on vrsache gethan habe was ich drinnen gethan hab/ spricht der HERR HERR. zu Jerusalem auch X X/ HL Mußte» zu,ne»kom. V 4 ,neu gefangen/Von welche sic als die al" Fnrbtld der Zerstörung Jerusalem am Rcbenholtz. rrüunigeu fthmällch 5 «-»°»-"----". Holtz vo Menschenkind / Was ist das Holtz vom Weinstock für anderm Holtz/ oder ein Reben für anderm Holtz im Walde? Nimet man es auch vnd macht etwas drauß?Oder macht man auch einen Nagel drauß/daran man etwas möge hengen ? Sihe/ man wirffts ins feuwcr/daß verzeh¬ ret wirt/daß seine beyde ort das feuwer verzehret/vnd sein mittels verbrennet / Wozu foltcsnuntügen? Taugs denn auch zu etwas? Sihe/da es noch gantz war/kundte man nichts drauß nrachen/Wte viel weniger kan nun fort mehr etwas drauß gemacht werdcn/fo es das feuwer verzehret vnd verbrannt hat? >han.rr. Darmnb spricht der HERR HERR: Gleich wie ich das Holtz vom Weinstock für anderm Holtz im Walde dem feuwer zu verzehren gebe/Also wil ich mit den Eynwoh- nern zu Jerusalem auch vmbgehen. Vnd wil mein Angesicht wider sie setzen/daß sie er»p.,r. dem feuwer nicht entgehen sollen/sondern das feuwer sol sie fressen. Vnd jr sott erfah- 3°fr rr. xcn daß ich der HERR bitt/wenn ich mein Angesicht wider sie setze / vn das Land wüst mache/darumb/daß sic mich verschmähen/spricht der HERR HERR. xvi.Lap. Der verwer'fft der Statt Jerusalem / vnd dem Jüdischen Volek / seine Vatterlrch« wolrhat/mtraußtrückstcher vernieldungsrerAbgöttischen boßhett vnd vndanckbarkelt /Auch wie ernstlich sie verwegen sollen gestrafft werden. Daranffaber folgt emetröstlicheverhels-» sung/welche auffden neuwen Bund ün Reich Christi zu verstehen. Nddeß HERRN Wort geschach zunm/vnd sprach: Du Menschenkind/ offenbare der Statt Jerusalem ire greuwcl/ vnd sprich: So spricht der HERR HERR zu Jerusalem: Dein Ge¬ schlecht vnd deine Geburt ist auß der Kananiter Lande / Dein Vat¬ ter auß den Amorttern/vnd deine Mutter auß den HtthitermDem gebürt AerWophrt xvi. Lap. gebürt ist also gewest/ Dein Nabel/ da du geborn wurdest/ ist nicht verschnitten/ So hat man dich auch mit Wasser nicht gebadet / daß du sauber würdest/noch mit Saltz geriben/noch in windeln gewickelt/Denn niemand jamerte dein/daß er sich vber dich hette erbarmet/vnd der stück eins dir erzeigt/sonder du wurdest auffs Feld geworffcn/ Also veracht war deine Seele/da du geboren wärest. aber gieng für dir vber/vnd sähe dich in deinem Blut ligen/vnd sprach zu dir A^da du so in deinem blut lägest: Du solt lebcn.Za zu dir sprach ist / da du so in dei¬ nem blut lägest: Du solt leben. Vnd hab dich erzogen vnd lassen groß werden / wie ein Gcwächß auff dem Felde/vnd wärest nun gewachsen/vnd groß vnd schön worden. Deine Brüste waren gewachsen/vnd hattest schon lange Haar gckriegt/Aber du wä¬ rest noch bloß vnd beschämet. Vnd ich gieng für dir vber/ vnd sähe dich an / Vnd srhe/ a es war die zett vmb dich zu" bulen. Da breytet ich meinen Geren vber dich / vn bedeckt deine schäm. Vnd ich gelobet dtrs/vnd begab mich mit dir in einen Bund / spricht der HERR HERR/daß du sottest mein seyn. Vnd ich badet dich mit Wasser/vn wusch dich von deinem Blut/ vnd salbekc dich L mit Balsam/vnd kleidet dich mit gestickten Kleidern/vnd zöge dir Gemische Schuch an/Zch gab dir feine leinene Kleider/vnd seidene Schlcier/vnd zieret dich mit Klemo- ten/vnd legt dir Geschmeid an deinen Arm/vnd Kettjin an deinen Halß/ vnd gab dir Harband an deine Stirn / vnd Ohrenrtnge an deine Ohren/ vnd eine schöne Krone auffdein Haupt. Summa/du wärest geziem mit eitel Gold vnd Silber/vn gekleidet mit eitel Linwad / Seiden vnd gesticktem. Du affest auch eitel Semmel/Horrig vnd öl/vnd wärest vberauß schön/vnd bekämest das Königreich. Vnd dein Ruhnr erschall vnttr die Heyden/deiner schöne halben/welche gantz vollkommen war/durch den Schmuck/so ich an dich gehenckt hatte/ spricht derHERR HERR. Ber du verliessest dich auffdcine schöne/vnd weil du so gerümet warest/triebestu N^Hurerey/also/daß du dreh einem jeglichen/ wer fürüber gieng / gemein machtest/ vnd thetest seinen willen. Vnd namcst von deinen Kleydern / vnd machtest dir bundte Altar drauß/vnd triebest deine Hurerey darauff/alo nie geschehen ist/ noch geschehen ^rem.- r > wirt. Du namest auch dein schön Gerehte/dao ich dir von meinem Gold vnd Silber gegeben hatte/vnd machtest dir Mannsbilder drauß/ vnd triebest deine Hurerey mit denselben. Vndnamest deine gestickte Kleider/vnd bedecktest sie damit/vnd mein öl vndRäuchwercklegtestujnenfür.MeineSpcise/dieichdirzuessen gab/Semmel/ öl/ Honig/legtestu jnen für/zum süssen Geruch. Za es kam dahin/spricht der HERR HERR/daß du namest deine Söne vn Töch ter/diedu mir gezeugethattest/vnopffertestsiedenselbigenzufressen.Meittestudenn daß ein geringes sey vmb deine Hurerey k Daß du mir meine Kinder schlachtest/vnd läffest sie denselben verbrenen.Noch hastu in allen deinen greuweln vn hurerey nie ge¬ dacht an die zeit deiner jugend/wie bloß vn nacket du wärest/ vn in deinem blut lägest. A^-Ber alle dise deine boßheit(Ach weh/wch dir)spricht der HERRHERR/bauw- o-Dtestu dir Bergkirchen/ vnd machtest dir Bergaltar auffallen gaffen/Vnd forn an auffallen Strassen bauwetestu deine Bergaltar/vnd machtest deine schöne zu ei¬ tel greuwel/du grettest mit deinen Beinen gegen allen so fürüber giengen/ vn triebest grosse Hurerey. Erstlich / triebstu Hurerey mit den Kindern Egypti/ deinen Nachbarn/ die groß March Fleisch hatten/vn tribest grosse Hurerey mich zu reitzen. Ich aber streckte meine Hand U8 auß wider dich/vnd sieurete solcher deiner weise/ vn vbergab dich in den willen deiner ftinde/den Töchtern derPhilister/welche sich schameten für deinem verruchte wesen. Darnach triebest» Hurerey mit den Kindern Assur/vnd kundtcst deß nicht satt werden. Za da du mit jnen Hurerey getrieben hattest/vnd deß nicht satt werden kund- test/machtestu der Hurerey noch mehr im Lande Kanaan/biß in Khaldea/noch kund- testu danrrt auch nicht satt werden. Wie sol ich dir doch dein Hertz beschneiden / spricht der MM. XVl.Lap. -9 der HERR HERR/well du solche Werck thust einer grossen Ertzhurenk Damit daß du deine Bergkirchen bauwetest / forn an auff allen straffen/ vnd deine Altar mach¬ test auffallen gaffen. v (^^Azu wärest« nicht wie ein andereHur/die manmußmitGelt kauffen/noch Predigt für die König vnd Fürsten. V aber/ mache eine wehklage vber die Fürsten Israel/ vnterden Löu- denjurigen LöwenkDersel- bigen eines zohe sie auff/vnd ward ein" junger Löw darauß / der ge- « wehnett sich die Leute Meissen vnd fressen. Da das die Heyden von dm!'N?d?n A jmhöreten/fiengen sie jn in jren gruben/vnd führeten jn an Ketten in Egyptenland. Z die Mutter sähe/daß jre Hoffnung verloren war/da sielanggehoffet "weggeführt. ^^Hatte/Namsieein ^anderßaußjren Jungen/vndmacht einen jungen Löwen (And-rß) B-dme darauß. Da der vnder den Löwinnen wandelt/ward er ein junger Löwe/ der gewoh- net auch die Leute zureissen vnd fressen / Er lehrnett jre Wittwe kennen/vnd verwü- ^argefai.genhat- stet jre Stätte/daß das Land vnd was drinnen ist/für der stim seines brüllens sich ent- setzet. Da legten sich die Heyden auß allen Ländern rings vmbhcr/ vnd ivorffen em Netz vber jn/vndfiengen jn in jren gruben/vnd stiessen jn gebunden in ein Gatter/ vnd führeten jn zum Könige zu Babel/Vnd man ließ jnverwahren/daß seine stim nicht mehr gehöret würde auff den Bergen Israel. Eine Mutter war wie ein Weinstock/gleich wie du/am Wasser gepflantzt/ vnd (^LBjre Frucht vnd Reben wuchsen von dem grossen Wasser/daß seine Reben so starck wurden/daß sie zu Herrn Sceptern gut waren/ vnd ward hoch vnter den Re¬ ben: Vnd da man sahe/daß er so hoch vnd viel Reben hatte/ward er im grim zu boden gerissen vnd verworffen/Der Ostwind verdörrete seine Frucht/vnd seine starcke Re¬ ben wurden zubrochen/daß sie verdorreten/vnd verbrennet wurden. Nun aber ist sie gepflantzt in der Wüsten/in einem dürren/ dürsttgen Lande / vnd ist ein feuwer auß- gangenvonjrenstarckenReben/dasverzehretjrefrucht/daßinjrkeinstarckeReben mehr ist zu eines Herrn Scepter/das ist ein kläglich vnd jämmerlich ding. xx.Lap. Straffrede/ vsrknn die boffhei't vnd vndanekbsrkeit deß Jüdischen Volcks hart »ngersgen/ vnd dnrgegen die grosse güt vnd barmhertzigkeit Gottes/dsß er den Gottlosen also lgng vbersi- her / hoch gerühmet wirt. M Nd es begab sich rm sibenden jar / am zehmden tage deß fünfften Monden / kamen etliche auß den Eltesten Israel den HERRN zu fragen/vnd satzten sich fürmirnider. Dageschachdeß W HERRN wort zu mir/vnd sprach.Du Menschenkind/sage den Elte- sten Israel/vnd sprich zu jncn/So spricht der HERR HERR: Seyt jr kommen mich zu fragen k So war ich lebe/ Ich wil von euch vngefragt seyn/spricht der HERR HERR. Aber wtltu sie straffen / du Menschenkind/so magst du sie also straffen/zeige jnen an die greuwel jrer Dätter/vnd sprich zu jnen: So spricht der HERR HERR/Iu der zeit/da ich Israel erwehlete / erhub ich mei¬ ne Hand zu dem Samen deß Hauses Iacob/vnd gab mich jnen zu erkennen in Egyp- Erzeluna tenland.Ia ich erhub meine Hand zu jnen/vnd sprach:Ich bin der HERR euwer Gott. § d7ri,->lthacen Ich ^erhub aber zur selbigen zeit meine hand/daß ichsieführeteaußEgyptenland/ (Ethttb)DasG in ein Land dasich inen versehen hatte/ das mit Milch vnd Honig fleußt/ein edel Land fürallenLändem. Vnd sprach zu jnen: Ein jeglicher werffe wcgdieGrcuwel für seinen äugen / vnd vervnrciniget euch nicht an den Götzen Egypti/Dcnn ich bin derHLM euwer Gott. „ Q t« Sie AMrophet xx. Lap. Sie aber warm mir vngehorsam / vnd wolten mir nicht gehorchen/ vnd warfflr keiner weg die greuwel für seinen äugen/ vnd verliessen die Götzen Egypti nicht/ Da dacht ich meinen grim vber sie außzuschütten/vnd alle meinen zorn vber sie gehen zu laffen/noch in Egyptenland/Aber ich ließ es vmb meinesNamens willen/daß er nicht cntheyliget würde für den Heyden/vnter denen sie warcn/vnd für denen ich mich inen hatte zu erkennen gcgeben/daß ich sie auß Egyptcnlandc führen wolte. MENd da ich sie auß Egyptenland geführt hatte/ vnd in die Wüsten gebracht / gab Ex-r>. ^Aich jnen meine Gebott/vn lehret sie meine Rechte/durch welche lebt der Mensch 2"^ der sie helt.Ich gab inen auch meine Sabbath/zum Zeichen zwischen mir vnd inen/ da¬ mit sie lehrneten/daß ich der HERR sey/ der sie heyliget/ Aber das Hauß Israel war mir vngehorsam/auch in der Wüsten/vnd lebeten nicht nach meinen Gebotten / vnd verachteten meine Rechte/durch welche der Mensch lebet/der sie helt/vnd entheyltge- ten meinen Sabbath sehr/ Da gedacht ich meinen grim vber sie außzuschütten in der Wüsten/vnd sie gar vmbzubringen/Aber ich ließ es vmb meines Namens willen/ auff daß er nicht cntheyliget würde für den Heyden/für welchen ich sie hatte außge- führct. Vnd Hub auch meine Hand auff wider sie in der Wüsten/daß ich sie nicht wolt c bringen in das Land / so ich inen gegeben hatte/ das mit Milch vnd Honig fleußt/ ein edel Land für allen Ländem.Darumb/daß sic meine Rechte verachtct/vnd nach mei¬ nen Gebotten nicht gelebt/vnd meine Sabbath cntheyliget hatten/Denn sie wan¬ delten nach den Götzen jres hertzen. Aber mein äuge verschonet jr/daß ich sie nicht per derbete / noch gar vmbbrecht in der Wüstem ich sprach zu iren Kindern in der Wüsten: Jr solt nach euwer Vätter Gebot- oAten nicht leben/vnd jre Rechte nicht halten/vnd an jren Götzen euch nicht ver- vnrcmigen/Denn ich bin der HERR euwer Gott. Nach meinen Gebotten solt jrle- ben/vnd meine Rechtesolt jrhalten/vnd darnachthun/vndmeineSabbathsoltjr heyligen / daß sie seyen em Zeichen zwischen mir vnd euch / damit jr wisset/ daß ich der HERR euwer Gott bin. Aber die Kinder waren mir auch vngehorsam / lebeten nach meinen Gebotten nicht/ hielte auch meine Rechte mcht/daß sie darnach theten/durch welche der Mensch lebet/der sie helt/vnd entheyligeten meine Sabbath. Da gedacht ich meinen grim vber sie außzuschütten/vnd allen meinen zorn vber sie gehen zu lassen in der Wüsten. Ich wendet aber meine Hand / vnd ließ cs vmb mei¬ nes Namens willen/auffdaß er nicht cntheyliget würde für den Heyden / für welchen ich sie hatte außgeführet. Ich Hub auch meine Hand auff wider sie in der Wüsten/ daß ich sie zustreuwete vnter die Heyden/vnd zerstäubete in die Länder/Darumb/ daß sie meine Gebott nicht gehalten/vnd meine Rechte veracht/vnd meine Sabbath enthei¬ liget hatten/vnd nach den Götzen irer Vättersahen. Darumbvbergab ich sie in die Lchreso^nichtguttst/vndittRechte/darinnsieketnLebenkundtenhaben/Vnd ver¬ te Lehre Gottes ist warffsie mit jrem Opffer / da sie alle Erstgeburt durchs feuwer verbrannten/ damit benunhttl^cGc.st' ich sie verstörete/vnd sie lehrnen musten daß ich der HERR sey. t^WerSd! (A^Arumb rede du Menschenkind mit dem Hause Israel / vnd sprich zu jnen /Sov vtt dertod^m.tste («^Zspncht der HERR HERR: Euwere Vatter haben mich noch weiter gelestert n!h uocssnI/Wte vnd getrotzt/Denn da ich sie in das Land gebracht hatte/ vber welchs ich meine Hand auffgchaben hatte/daß ichs jnen gebe/Wo sie einen hohen Hügel/ oder dicken Baum Lr v-rbr!nle»/w!e ersahen / daselbst opfferttn sie jre Opffer / vnd brachten dahm jre feindselige Gaben/ ersagtimText/:c. räucherten daselbst jren süssen geruch/vnd gossen daselbst jre Tranckepffer. Ich aber sprach zu jnen: Was sol doch die Höhe/ dahin jr gehet k Vnd also herßt sie biß auff diesen tag die Höhe. Darumb sprich zum Hause Israel/ Go spricht der HERR HERR: Jr vervnrei- niget euch in dem wesen euwer Vätter/ vnd treibet Hurerey mit jren Greuweln/vnd vervnreinigt euch an euwren Götzen/welchen jr euwre gaben epffert/vn euwer Sön vnd Mckici. XX. Lap. 82 VNd Tochter durchs feuwer verbrennet/ biß anffden hclttigcn tag/ Vnd ich soll mich euch vom Hause Israel fragen lassen? So war Ich lebe/spricht deri) LRR HERR/Ich Wil von euch ungefragt seyn. Dazu daß jr gedenckt/Wir wollen thun wie die Heyden/ vnd wie andere Leute in Ländern Holtz vnd Stein anbeten/das sol euch fehlen. So war ich lebe/spricht der HERR HERR/ Ich wil vber euch herrschen mit star- cker hand/vnd außgestrecktem ann/vnd mit außgeschüttem grim. Vnd wil euch auß den Völckern führen/vn auß den Ländcrn/dahin jr verstreuwetseyt/ samten mit star- cker hand/mit außgcstrecktcm arm/vnd mit außgeschüttem grim.Vnd wil euch brin¬ gen in die' Wüsten der Völcker/vnd daselbst mit euch rechten von angesicht zu ange- - sicht. Wie ich mit enwern Vättern in der Wüsten bey Egypten gerechtet habe/ eben so "kA" wil ich auch mit euch rechten/spricht der HERR HERR. Ich wil euch wol vnter die Ruten bringen/vnd euch in die Band deß Bunds zwingen/vnd wil dicabtrünni- gen/vnd so wider mich vbertrctten/vnder euch außfegen/Iaauß dem Land/da jr jetzt wohnet/wil ich sie führen/vnd ins Land Israel nicht kommen lassen/ Daß jr lchrnen solt/Ich sey der HERR. L jr vom Hause Israel/so spricht der HERR HERR: Weil jr denn mir ja nicht wolt gehorchen/so fahret hin/vnd diene ein jeglicher seinem Götzen/Aber meinen heyligen Namen laßt hinfort vngeschcndet mit euwern Opffern vnd Götzen. Dennsospricht der HERRHLRR:Auffmeinem heyligenBerge/auffdem hohen Berge Israel / daselbst wirt mir das gantze Hauß Israel/vnd alle die im Lande sind/ dienen/ Daselbst werden sie mir angeneme seyn/ vnd daselbst wil ich euwer Hebopffcr vnd Erstlinge euwer Opffer fordern/mit allem das jr mir heyliget. Jr werdet mir an» geneme seyn mit dem süssen Geruch / wenn ich euch auß den Völckern bringen / vnd auß den Ländern samlen werde/dahin jr verstreuwet seyt/ vnd werde in euch geheylt- get werden für den Heyden. Vnd jr werdet erfahren/daß ich der HERR bin/wenn ich euch ins Land Israel gebracht habe/in das Land/darüber ich meine Hand auffhub/ daß ichs euwern Vat¬ tern gebe. Daselbst werdet jr gedencken an euwer wesen/vnd an alle euwer thun / da¬ rinnen jr vcrvnreinigct seyt/vnd werdet mißfallen haben vber alle euwre boßheit/ die jr gcthan habt. Vnd werdet erfahren daß ich der HERR bin/wenn ich mit euch thue vmb meines Namens willen/vnd nicht nach cuwerem bösen wesen vnd schädlichem chun/du hauß Isracl/spricht der HERR HERR. xxi.Lap. Wel'ssaguttg vber die Statt Jerusalem/vnd was für straffe der König von Babel/ als dem Gott das Schwert in die hende gegeben/gcgen dem Jüdischen Volck vnd den Ammonrtern wer-- de gebrauchen. z dcß HERREN wort geschach zu mir/vnd sprach: Du Menschenkind/ Richte dein angesicht gegen dem Sudwind zu/ träuffe gegen dem Mittage/vnd weissage wider den Wald im Felde gegen mittage.Vnd sprich zum Walde gegen" Mittage/Höre « deß HERRN wort/So spricht der HERR HERR: Srhe/Ich wrl in LAZKLs Dir ein feuwer anzünden/ das sol beyde/grüne vnd dürre Bäume verzehren/daß man WLKN seine flamme nicht wirt leschen können/Sondern es sol verbrennet werdet; alles was v.w re^ vo» Icr»- vom Mittage gegen Mitternacht stehet. Vnd alles fleisch sol sehen daß ichs der HERR dc!, wM §ege»n^ angezündet habe/vnd niemand leschen möge. Vnd ich sprach: Ach HERR HERR/sie sagen von mir:Dieser redet eitel verdeckte wort. Vnd deß HERRN wort gcschach zu mir/ vnd sprach: Du Menschenkind/ Rich¬ te dein angesicht wider Jerusalem / vnd träuffe wider die Hcyligchumb/vnd wcrssa- gewider das Land Israel. Vnd sprich zum Lande Israel/So spricht der HERR HERR: Sthe/Ich Wil an dich/tch wil mein Schwert auß der Scheiden ziehen / vnd O inj wil MerWsphet xxi. Lap. Wil in dir außrotten/beyde gerechte vnd vngerechte. Weil ich denn in dir/beyde gerech ten vnd vngerechten/außrotte/so wirt mein Schwert auß der Scheiden fahren ober alles Fleisch/ von Mittage her biß gen Mitternacht / Vnd sol alles Fleisch erfahren/ daß ich der HERR mein Schwert hab auß seiner scheiden gezogen/vnd sol nicht wider eyngesteckt werden. Vnd du Menschenkind solt seufftzen/biß dir die Lenden weh thun/ia bitterlich folt s du seufftzen/daß sie es sehen. Vnd wenn sie zu dir sagen werden/ Warumb seufftzestuk Soltu sagen/Vmb deß geschreys willen/das da kommet/für welchem alle hertzen ver- zagen/vnd alle hende sincken/aller mut fallen/vud alle knie wie wasser gehen werden. Sihe/es kommet/vnd wirt geschehen/spricht der HERR HERR. A^KNd deß HERRN wort gefchach zu mir/vnd sprach: Du Menschenkind / weisst c>^Age/vnd sprich/So spricht der HERR:Sprich/das Schwert/ja das Schwert ist gescherfft vnd gefegt/ es ist gcscherfft daß es schlachten sol / es ist gefegt daß es blincken b sol» Q wie fro wolten wir seyn/ wenn er gleich alle Bäume Zu Ruten machte vber die ÄSE rd^nit bösen Kinder/Aber er hat ein Schwert zu fegen geben/daß man es fassen sol/ es ist ge- em stäupen vndRm scherfft vnd gefegt / daß mans dem Todschläger in die Hand gebe. Schrey vnd heule/ ftn!ug7uach f To der vnd Bollwcrck bauwe.Aber es wirt sie solch warsagen falsch düncken / er schwere wie pfcllhm fallen w.l/ theuwererwil/Er aber wirt dencken an die miffethat/daß er sie gewinne. Darumb lA"!^MgIÄ7 spricht der HERR HERR also/Darumb/daß euwer gedacht wirt vmb euwer miffe- L?as auch einA that/vnd euwer VNgehorsam offenbart ist/daß man euwersünde sihet in all euwerem deuc,nVuchoZ?' thun/ia darumb/daß euwer gedacht wirt/wcrdetir mit gewalt gefangen werden. ten/besahenstedtcLe L^f'Nd duFürst inUrael/der du verdampt vnd vervrtheilt btst/deß tag daher kom v c>^men wirt wenn die miffethat zum ende komm ist/So spricht der HERR HERR: T^hue weg den Huth / vnd heb ab die Krone/Denn es wtrtweder der Huth noch die Krone bleiben/Sondern der sich erhöhet hat sol genidrtget werden/vnd der sich ni- driget/sol erhöhet werden/Zchwil die Kron zu nicht/zunicht/zu nicht/machen/biß der komme/der sie haben sol/dcm Wil ich sie geben. A6^Nd du Menschenkind / weissage vnd sprich/ So spricht der HERR HERR von Ammon. c^den Kindern Ammon/vnd von jrer schmach/vnd spricht: Das Schwerdt/ das schwert Lcsekicl. XXII. Lap. Wwerr ist gezückt/daß schlachten sol /es ist gefegt/daß würgen sol/vndsolblinckem Darumb/daß du falsche Gesichte dir sagen läffest/vnd Lügen weissagen/damit du auch vbergeben werdest vnter den erschlagenen Gottloscn/welchen jr tag kam / da die miffcchat zmn ende kommen war. Vndobs schon wider in die scheide gesteckt würde/ so wi! ich dich doch richten an dem ort/da du geschaffen/vnd im Lande / da du geboren bist. Vnd wtl meinen zornvber dich schütten/Ichwil das feuwer meines grimmes ober dich auffblasen / vnd wil dich Leuten/die brennen vnd verderben können/vber- antworten. Du mußt dem feuwer zur speise werden/vnd dein Blut muß im Lande vergossen werden/vnd manwirdt dein nicht mehr gedcncken/Denn ich der HERR habsgeredt. xxn.Lap. edc wrlvee die Einwohner ;u Jerlksalem/von wegen ,t es schendtlicherr leserlichen lebens/ mir weichen, zugleich die vermeinte propheten/prtester/Äberkelt/vnv Vas gemein volck/behassr. Nd dcß HERREN Work geschach zu mir / vnd sprach: Menschenkind/wiltu nicht straffen die mörderische Statt / vnd Stakt/die du der deinen blut vergcussest/auff daß deine zeit komme/ vnd die du Götzen bey dir machest/damit du dich vervnremigest/ Du verschuldest dich an dem Blut das du vergeussest/vud servnreinigest dich an den Götzen die du macbest/damit bringest du deine tage herzu/ vnd machest daß deineiar kommen müssen. Darumb wil ich dich zum spott vnter den Heyden/ vnd zum hohn in allen Landem/machen/beyde in der nähe vnd in der ferme sollen sie dein spotten/daß du em schendtlich gerächt habcn/vnd grossen iawmer leiden müssest. M^IHe/dic Fürsten in Israel/ ein jeglicher ist mächtig bey dir Blut zu vergiessen. cdVatter vnd Mutter verachten sie/den Frembdlingmthun siegewalt vnd vn- recht/Die Wittwen vnd Waisen schinden sie. Du verachtest meine Heyligthumb/ vnd entheyligest meine Sabbath. Verrähter sind in dir/auffdaß sie Blut vergiessen/ s Sie essen auffsen Bergm/vnd handeln mutwilligklich in dir. Sie blossen die schäm jrerVättcr/vnd nötigen die Weiber in jrer kranckheit/vnd treiben vnder einander/ Freund mit Freunds Weibe/Greuwel/Sie sehenden jrc eigene Schnür mit allem MLttwülen/ sie notzüchtigen jre eygene Schwestern/jres Vatters Töchter. Sie nem- men Geschencke/auffdaß sie blut vcrgiessen/sie wuchern vnd vbcrsetzen einander/vnd treiben -reu gcitz wider jrm Nehestcn/vnd thun einander gewalt/ vnd vergessen mein asso/spricht der HERR HERR. n Sihe/ich schlage meine hende zusammen vber dm geitz dm du treibest/vnd vber das Blut so rn dir vergossen ist. Meinstu aber dein Hertz möge es erleiden/oder deine hende ertragcn/zu der zetk/wenn ichs mit dir machen werde k Ich der HERR Habs ge- redt/vnd wils auch thun/vnd wil dich zersireuwen vnter die Heyden/ vnd dich verstos¬ sen in die Länder/Vnd wil deines vnflars cm ende machen/daß du bey den Heyden mußt verflucht geacht werden/Vnd erfahren/daß ich der HERR scy. L^HNd deß HERRN wort geschach zu rmr / vnd sprach: Du Menschenkind / Das c^Hauß Israel ist mir zu schäum wordm/alle ir Ertz/Iin/ Eysen vnd Bley / ist im Ösen zu Silberschaum worden. Darumb spricht der HERR HERR also/Weil ir den alle schäum wordenseyt/Sihe/so wil ich euch alle gen Jerusalem zusammen thun/wie man Silber/ Ertz/ Eysen/Bley vnd Jin/zusammen thut in Ofen/ daß man ein fem wer' drunder auffblase vnd zerschmeltze es. Also wil ich euch auch in meinem zorn vnd grim zusammen thun/eynlegen vttdschmcltzett/Iatchwilenchsamlett/pnd das ftu- wer »reines Zorns vnter euch auffblasen/daß jr drinnen zerschmeltzen müsset. Wie das Silber zerschmeltzet im Ofen/so solt jr auch drinnen zerschmeltzen/ vnd erfahren/daß ich der H LRR meinen grim vber euch außgeschüttct habe» Vnd ^erMphct xxm.Lap. b^7?d deß HERRN wort gcschach zu mir/vnd sprach:DuMelffchenkittd/sprich Mich.!. , c>Azujnen/Du bist ein Land/das nicht zu reinigen ist/wie eins/das nicht beregnet Propheten, wrrt zurzeit deß Zorns. Die Propheten/so drinnen sind/habcn sichgerottet die See¬ len zu frcssen/wie ein brüllender Löw wenn er raubet/ Sre reissen gut vnd gelt zu sich/ Priester, vnd machen der Witttven viel drinnen. Ire Priester verkehren mein Gesetz freffclich/ vud entheyligen mein Heyligthumb / Sie halten vnter den Heyligen vnd vtrheyligcn kern vnterschcid/vnd lehren nicht was rein oder vnrein sey/ond warten meiner Sab- Fürsten, bathcn nicht/vnd ich werde vnter jnen cntheyligct. Ire Fürsten sind drinnen wie die reissende Wölffe/blut zu vergiessen/vnd Seelen vmbzubringen / vmb jres geitzes Willen. Volck im Lande. Vnd jre Propheten tünchen sic mit losem Kalck/predigen lose theyding/vnd weis- s«p sagen inen kügen/vnd sagen.So spricht der H ERR HERR/so es doch der HERR nicht geredt hat. Das Volck im Lande übetgcwalt/vnd rauben getrost/vnd schinden die armen vnd elenden/vnd thun den Frembdlingen gewalt vnd vnrecht. Ich sucht vnter inen/ob iemand sich eine Mauwer nrachte/vnd wider den Rissz stünde gegen mir/ für das Land/daß rcbs nicht vcrdcrbcte/Aber ich fand keinen. Darumb schüttet ich mei¬ nen zorn ober sie/vnd mit dem fcuwer meines grimmes macht ich ir ein ende/ vnd gab inen also iren verdienst auff iren kopff spricht der HERR HERR. XXlil.Lap. Das Jüdisck Volck vnd dke Statt Jerusalem werden srer AbgLkterex / vnd aUerley anderer Laster halben/schendtircher Hurerey/Lhedruchs/vnd dergletckcn vnzucht/beschuldigt/ Vrewell sie in solchen Sünden also gar ersoffen/dsß sie nicht können abstehen. Nd des; HERRN wort gcschach zu nur/vnd sprach: Du L Menschenkind/Es waren zwcy Weiber/einer Mutter Töchtere/die y,, « trieben Hurerey in Egypten in jrcr Iugend/daselbst liessen sic jre Brü- ste begreiffen / vnd die Atzen irer Iungfrauwschafft betasten. Die grosse heißt Ahala/vnd jre Schwester Ahaliba. Vnd ich nam sie zur Sop'°- Ehe/vnd sie Zeuget mir Sone vnd Töchter/Vnd Ahala heiß Samaria / vnd Ahali¬ ba Jerusalem. Ahala treib Hurerey da ich sie genommen hatte/vnd brannte gegen jre Bulen/ Ahala gegen die Assyrer / die zu jr kamen/ gegen den Fürsten vnd Herrn/ die mit Seiden ge- NA kleidet waren/vnd alle junge liebliche Gesellm/nemlich gegen den Reutern vnd Wa¬ gen. Vnd bulet mit allen schönen Gesellen in Assyria/vnd vervnreinigt sich mitalle jrcn Götzen/wo sie auffcinen entbrannt. Dazu verließ sie auch nicht jre Hurerey mit Egypten/diebey jrgelegen waren von jrerjugend auff/vnd die BrüstejrcrJungk- frauwschafft betastet/vnd grosse Hurerey mit jr getrieben hatten. Da vbergab ich sie indichandjrer Bulen/den Kindern Assur/gegen welche sie brannten für tust. Die deckten jre Scham auff/vnd namen jre Götte vn Töchter weg / sie aber tödten sie mit " « dein Schwert. Vnd es kam auß/daß diese Weiber gestrafft weren. kreisch Sench / ime (^^A aber jre Schwester Ahaliba sähe / entbrannt sic noch viel ärger denn jene/ v v^ngEudmÄp- (^Avnd treib der Hurerey mehr denn jre Schwester / vnd entbrannt gegen den MM KrndernAffur/mmlich den Fürsten vnd HemKdie zu jr kamen wol gekleidet) Reu- Zeiten die MaMri vnp Wagcn/vnd alle jungen lieblichen Gesellen. Da sähe ich / daß sie alle beyde «chr nuam^d^iel gleicherweise vervnreinigt waren. Aber diese treib jre Hurerey mehr: Denn da sie sahegcmalteMänneranderwandinroterFarbe/die Bilder derShaldeer vmb jre §^wa«n ZL Lenden gegürtet/vnd bundte'Kogcln auffjren Köpffen/vnd alle gleich anzusehen him/odcr Chaldeische wie gewaltige Leute/wie denn die Kinder Babel vnd die Khaldeer tragen in jrem Ar?47?/xchnr'iL Vatterlande/entbrannt sie gegen jnen so bald sie jr gewar ward/vnd schickte Bott- schaffkzu/ncn inKhalvm. Als nun Als nun die Kinder Babel zu ir kamen/bey ir zu schlaffen / nach der liebe/ vcrvn- reinigte sie dieselbe mtt jrer Hurerey/vnd sie vervnreinigte sich mit/nen/daß sie ir mü¬ de ward.Vnd da beyde jre Hurerey vnd schäm so gar offenbar war / ward ich ir auch vbcrdrüssig/wie ich jrcr schwester auch war müde worden. Sie aber treib ire Hurerey immer mehr/vnd gedacht an die zeit irer jugend/da sie in Egyptenland Hurerey ge¬ trieben hatte. Dnd entbrannt gegen ire Bulcn/wclcher brunstwar wieder Esel vnd der Hengste brunst. Vnd bestellekest deine vnzucht/wie in deiner iugend / da dir in E- gypren deine brüste begriffen/vnd deine Atzen betastet wurden. o EA^Arumb Ahaliba/ So spricht der HERR HERR: Sihc/ Ich wtl deine Buten/ ^rusa- bu müde bist worden/wrder dich erwecken/ vnd wil sie rings vmbher wider dich br ingen/nemlich/die Kinder Babel vnd alle Khaldeer/mit Hauptleuten/Für- stcnvnd Herrn/vnd alle Assyrer mit inen/die schöne iungeMannschafft/alle Für¬ sten vrrd .Herrn / Ritter vnd Edel / vnd allerlei) Reuter. Vnd werden vbcr dich kom¬ men gcrüst mit Wagen vnd Rädern/ vnd mit grossem Haussen Volcks / vnd werden öich bclägcrn mit Tartschcn/Schildtenvnd Helmen/vmb vnd vmb. Denen Wil ich das Recht befehlen/daß sie dich richten sollen nach irem Recht. Straffe Ick) wil meinen Eiffer vbcr dich gehen lassen / daß sie vnbarmhcrtzigklich mit dir der Aöaötr-. handeln sollen/ Sie sollen dir Nasen vnd Ohren abschneiden/ vnd was vberig blcrbt fI-N ' sol durchs Schwert fallen. Sie sollen deine Sone vnd Töchter wegnemcn /vnd das vberige mit feuwer verbrennen. Sie sollen dir deine Kleyder außziehen/vnd deinen fthmuck wegncmen.Also wil ich deiner vnzucht vnd deiner Hurerey mit Egyptenland em ende machen/daß du deine äugen nicht mehr nachincnauffheben/vnd Egypten nicht mehr gedenckcn solt. Denn so spricht der HERR HERR/ Sitze / ich wil dich verantworten denen du feind worden/vnd der du müde bist/die sollen als feinde mit dir vmbgehcn/vnd alles nemmen was du erworben hast/vn dich nackct vnd bloß lassen/ daß deine schäm auff- gedcckt werde/sampt deiner vnzucht vnd Hurerey. Solcbs wirdt dir geschehen vmb deiner Hurerey willen/so du mit den Heyden getriben/ an welcher Götzen du dich ver- vnrcinrgt hast. Du bist auffdcm Wege deiner Schwester gegangen / darumb gebe ich dir auch derselbrgm Kelch in deine Hand. O So spricht der HERR HERR/Du mußt den Kelch deiner Schwester trincken/ so tieffvnd weit er ist/Du solt so zu grossem spott vn hohn wcrden/daß vnträglichseyu wirt. Du mußt dich deß starcken trancks vnd iammcrs voll sauffen/Denn der Kelch deiner Schwester Samaria ist ein Kelch deß iammers vn traurcns. Denselben mu- sm rein außtrincken/darnach die Scherben zuwerffen / vnd deine Brüste Meissen/ Denn ich habs gercdt/ spricht der HERR HERR. Darumb so spricht der HERR HERR: Darumb/daß du mein vergessen/vnd mich hinder deinen Rücken gemorsten hast/so trage auch nun deine vnzucht vnd deine Hurerey. MVNd der HERR sprach zu mir: Du Menschenkind/wiltu nicht Ahala vnd Aha- ». tz^liba straffens Vnd inen zeigen ire Grcuwel/wie sie Ehcbkecherey getrieben/ vnd Äut vergoffen/vnd die Ehe gebrochen haben mit den Götzen/dazu jre Kinder/ die sie mir gczeuget hatten/verbrannten sie denselben zum Opffer. Vber das haben sie mir das gethan/sie haben meine Heyligthumb vcrvnreinigt dazumal/vnd meine Sab- bath enthcyltget. Denn da sie ire Kinder den Götzen geschlachtet hatten/giengen sie dessclbigen tages in mein Heyligthumb/dassclbigc zu entheyligen. Sihe/solchs haben sie in meinem Haust begangen. Sie haben auch Botten geschickt nach Leuten/ die auß ferrnen Landen kommen solten/Vnd sihe/da sie kamen/badestu dich/vnd schmincktest dich/vnd schmücktest dich mit geschmeide/incn zu Ehren. Vnd fassest auffcinem herrlichen Bett/für welchem Lx-v r». ^nd ein Tisch zugericht/daraust räucherst du vnd opffertest mein öle drauff. Da¬ selbst Hub sich ein groß freudcn geschrey/ vnd sic gaben den Leuten/so allenthalben auß AerMphtt XXllll.Lap. auß grossem volck/vnd auß der wüsten kommen waren/geschmelde an jre Arnie/vnd schöne Kronen auffjre Häubte. Ichabergedacht/sietst der Ehebrecherey gewöhnet von alters her/sie kan von L der Hurerey nicht lassen/ Denn man gehet zu jr eyn wie man zu einer Huren eyngcht/ eben so gehet man zu Ahala vnd Ahaliba den vnzüchtigen Weibern. Darumb wer¬ den sie die Männer straffen/die das Recht vollbringe/wle man die Ehebrecherin vnd Blutvergiefferin straffen sol / Den sie sind Ehebrecherin/vnd jre hende sind voll blut. HALso spricht der HERR HERR/Führe einen grossen Haussen vber sie herauff/vnd AßHib sie in die rappuse vnd raub/die sie steinigen / vnd mit jren Schwertern erste¬ chen/vnd jre Sone vnd Töchter erwürgen/vndjreHeuser mitfeuwr verbrennen. Also wil ich der vnzucht im Lande ein ende machen / daß sich alle Weiber daran stoffen sollen/vnd nicht nach solcher vnzuchtthun. Vnd man soll euwer vnzucht auff euch legen/vnd sollet euwerer Götzensünde tragen/Auffdaß jr erfahret/daßich der HERR HERR bin. xxim.Lap. Fürbtld der Zerstörung Jerusalem. Ndcsgcschachdas Wort des; HERREN,;unllr/»n L neundten jar/amzehenden tag deszehendenMonden/vnd sprach: Du Menschenkind schreib dtsen tag an/ ja cbc discn tag/dcn der Ko- nig zu Babel hat sich eben an dlsem tage wider Jerusalem gerüstet. Vnd gib dem vngehorsamen Volck ein Gleichntß/vnd sprichzujnen: So spricht der HERR HERR/Setze ein Töpffen zu/ setze zu/ vnd geuß wasser dreyn. Thu die stück zusammen dreyn/ die hineyn sollen/ vnd die besten stücke/ die lenden vnd «7 schultern/vnd fülle jn mit den besten Marckstücke«. Nim das beste von der Herd/vnd macheeinFeuwr darunter/ marckstück zukochen/vnd laß es getrostsieden/ vnd die marckstücke drinnen wol kochen. . Darumb spricht der HERR HERRD der mörderischen Statt / die ein solcher Topffist/da das angebrante drinnen klebt/vnd nicht abgchen wil. Thu ein stück nach Ier-m. dem andern herauß/vnd darffestnicht darumb lösten welche erst herauß solle. Denn jrBlut ist drinnen/daß sie auffeinen blossen Felsen/vn nicht auffdie Erden/verschüt- tet hat/da mane doch hette mit Erden können zuscharren. Vnd ich habe auch darumb sie lassen daffelbige blut auffein blossen felsen schütten/ daß es nicht zugescharret wür- de/auff daß der grim vber sie käme/vnd gerochen würde. spricht der HERR HERR: O du mörderische Statt / welche ich wil zu ö (^Deinemgroffenfeuwrmachen. Tragenurviel Holtzher/zünde das Feuwran/ daßdasFleischgarwerde/vndwürtzeeewol/daßdiemarckstückeanbrennen. Lege auch denTopfflär auffdie glut/auffdaß er heiß werde/vnd sein Ertz entbrenne / Ob sein vmeinigkeytzurschmeltzen/vndseinangebranntes abgehen wolt. Aberdas an- gebrante/wte fast er brennet/wil nicht abgehen / dann es istzu sehr angebrant/es muß im feuwr verschmeltzen. Deine vnreinigkeyt ist so verhertet/ daß / ob ich dich gleich gern reinigen wölt/dennoch du nicht wilt dich reinigen lassen von deiner vnreinigkeit. Darumb kanstufort nicht wider rein werden / biß mein grim sich an dir gekület habe. Ich der HERR Habs geredt/es sol kommen /Ich wilsthun/vnd nicht seumen/Ich wil nicht schonen/ noch michs rcuwen laffen/Sondern sie sollen dich richten wie du gelebt vnd gethan hast/spricht der HERR HERR. b<^Nd deß HERRN wort geschach zu mir/vnd sprach: Du Menschenkind / Sihe/ (Augcnü,st)Hcis- wil dir deiner "äugen lllst ncruen durch eine plage/ Aber du solt nicht kla¬ su er s-mw-ib / da er gen noch weynett/noch eine threnen lassen / Heimlich magstu seufftzen / aber keine tod- ElL 2 hä". ten klage führen.Sondern du solt deinen schmuck anlegen/vnd deine schuch anziehen/ 2^ Du Oesckicl. XXv. Lap. Du solt deinen Mund nicht verhüllen/vnd nicht das Trauwerbrot essen. Vnd da ich dcß morgens ftüe zum Volck redet / starb mir zu abend mein Weib. Vnd ich that deß andern morgens/wie mir befohlen war. Vnd das Volck sprach zu mir: Wtltuvns denn nicht anzcigen was vns das bcdcut/das du thuste L Vndichsprachzujnen/Der HERR hat mit mir geredt/ vndgesagt: Sagedem Hause Isracl/daß der HERR HERR spricht also: Sihe/Ich Wil mein Heiligthumb/ cuwren höchsten Trost/ die lust euwerer äugen/ vnd euwers hertzen wünsch/entheili¬ gen/ vnd euwre Sone vnd Töchter/die jr verlassen müffet/werden durchs Schwert fallen. Vnd müsset thun wie ich gethan habe/euwren mund müsset ir nicht verhül¬ len/ vnd das Trauwerbrot nicht essen / Sondern müsset cuwcm schmuck auffcuwcr Haupt setzen / vnd euwre schuch anziehen. Jr werdet nicht klagen noch weynen / son¬ dern vbereuwern fänden verschmachten / vnd vnternander seufftzen. Vnd so! also Hesckiel euch ein Wunder seyn/daß ir thun müsset wie er gethan hat/wenn es nun kommen wirdt/Damit jr erfahrct/daß ich der HERR HERR bin. Vnd du Menschenkind/zu der zeit/wenn ich wegnemmen werde von jnen jre macht vnd tröst / die lust jrer äugen vnd jres hertzen wünsch /jre Sötte vnv Töchter/ ja zur selbigen zeit wirt einer/so entrunnen ist/zu dir kommen/vnd dirs kund thun. Jur selbigen zeit wirt dein Mund auffgethan werden / sampt dem der entrunnen ist/ daß du reden solr/ vnd nicht mehr schweigen / Denn du must jr Wunder seyn/daß sie erfahren ich sey der HERR. S5 xxv. Lap. Weissagung / wre dkeAmmonster / Moabiter / Evsmirer vnd phrlrster/ sotten gestrafft wer» den / Darninb daß sie sich deß Jammers/ so vber Israel vnd Iuda kommen/erfreuwSt/srerge^ spott/Ja auch;» solchem elend geholffen vn geratzten haben. x LUMM Nd des; HERRN Wort gcschach zu mir/vnd sprach: LILM«» Du Menschenkind/Richte dein angestchtgegen die Kinder Am- K-LÄAL AmmS mon / vnd weissage wider sie/ vnd sprich zu den Kindern Ammon: d-nNach^m/rc. Zrem 45' Höret deß HERRN HERRN wort / so spricht der HERR HERR: Darumb / daß jr vbcr mein Heiligthumb sprecht / Heach/es ist ent- heiliget/vnd vber das Land Israel/cs ist verwüst/vnd vber das Hauß Iuda/es ist ge¬ fangen weggeführt / Darumb sche / Ich Wil dich den Kindern gegen Morgen ver¬ geben/ daß sie jre Schlösser drinnen bauwen/ vnd jre Wohnung drinnen machen sol¬ len/ sie sollen deine Früchte essen / vnd deine Milch trincken. Vnd wil Rabbath zum Kameelstall machen/vnd die Kinder Ammon zu Schafhirten machen/Vnd sollen erfahren daß ich der HERR bin. Denn so spricht der HERR HERR / Darumb daß du mit deinen Händen ge- klitsch et/ vnd mit den Füssen gescharret / vnd vbcr das Land Israel von gantzem her- tzen so Hönisch dich gefreuwet hast/ Darumb sihe/ Ich wil meine Hand vber dich auß- strccken / vnd dich den Heyden zur Beute geben / vnd dich auß den Volckern außror- ten / vnd auß den Ländern vmbbringen / vn d dich vertilgen / Vnd solt erfahren/ daß ich der HERR bin. n O spricht der HERR HERR: Darumb daß Moab vnd Seir sprechen/ Sihe/ Moab. c^hdas Hauß Juda ist eben wie alle andere Heyden / Sihe / so wil ich Moab zur Jesars ,-5. stitctt öffnen in seinen Stätten / vnd in seinen Grentzen / deß edlen Landes/ -r-rem. 4 ziemlich/ BethIesimoth/ BaalMeon /vnd Kiriachaim / den Kindern gegen Mor¬ gen/sampt den Kindern Ammon/Vnd wil sie jnen zum Erbe geben/daß man der Kinder Ammon nicht mehr gedencken sol vntcr den Heyden. Vnd wil das Recht ge¬ hen lassen ober Moab/ Vnd sollen erfahren daß ich dir HERR bin. Edom. spricht der HERR HERR: Darumb/daß sich Edom am Hause Juda gero- Jerem. 4S. c^chen hat/vü damit sich verschuldet mit jrem reche/ Darumb spricht derHERR P DERR HcrMphet XXvi.Lap. HERR also : Ich wil meine Hand außstrcckcn vber Edom/vnd wil außrottcn von zrn/ bcyde Menschen vnd Vieh/vnd wil sie wüst machen von Theman btß gegen Dedan/ vnd durchs schwcrdt fetten. Md wil mich wider an Edom rechen durch mein Volck Israel/ vnd sotten mit Edom vmbgchen nach meinem zorn vnd grimm/ daß sie meine rache erfahren sollen/spricht der HERR HERR. Philister. spricht derHERR HERR: Darumb/ daß die Philister sichgerochen haben/ ^Avnd den alten hassz gcbüsset nach alle irem Witten / am schaden (meines Dolcks) Darumb spricht der HERR HERR also: Sthe/ich wtlmeine Hand außstrcckcn vber die Philister/vnd die Krieger außrottcn/vnd wil dievbrtgen am Haft deß Meers vmbbringen/vnd wil grosse rache an inen üben/vnd mit grim sie straffen/Daß sie er¬ fahren sollen/Ich sey der HERR/wenn ich meine rache an jncn geübt habe. XXVI. Lap. wLlffägttng wie die Statt Tyr«s so! gestrafft v»d gedemütl- ger werden. Nd es begab sich rm etlfften jar / am ersten tage deß er- sten Monden/gcschach deß HERRN wort zu nur/ vnd sprach: Du Tyrus. bAWMR Menschelikmd / darumb/ daß Tyrus spricht vberIemstrlcm/Heah/ L die Pfortender Völckersind zerbrochen/Esistzumirgewandt/ich werde nun soll werden weil sie wüst ist. Darumb spricht derHERR HERR also: Sitze/ Ich wtl an dich Tyrus/vnd wil vil Heyden vber dich herauß brin- gen/gleich wie sich ein Meer erhebt mit seinen wellen. Die sollen die maurenzu Tyro verdcrbm/vn ire Ttzürmc abbrechcn / Ja ich wil auch den staub für ir weg ftgen/vnd wil einen blossen felß auß jr machen / vnd zu einem wehrd im Meer/ darauff man die Fischgarn auffspannet/ denn ich Habs gcredt / spricht der HERR HERR / Vnd sie sol den Heyden zum raub werdcn.Vnd irr Töchter/so auffdem Felde ligen/sotten durchs schwerst erwürget werden / vnd sollen erfahren daß ich der HERR bin. Denn so spricht der HERR HERR: Sihe/Ich wil vber Tyrum kommen lassen 5 NebucadNezar den Kömg zu Babel / von Mitternacht her (der ein König aller Kö¬ nige ist) mit Rossen/ Wägen/ Reutern/ vnd mit grossen Haussen volcks/ der sol deine Töchter/so auffdem Felde ligen/mit dem Schwerst erwürgcn/Aber wider dich wirt er Bollwerck auffschlagcn/vnd eine Schütt machen/vnd Scbttdt wider dich rüsten. Er wirdt mit Böcken deine mauren zustoffen / vnd deine Thürme mit seinen Waffen vmbreiffen. Der staub von der menge seiner Pferden wirdt dich bedecken / So wer¬ den auch deine Mauwren erbeben für dem getümel seiner Rossen/ Räder vnd Reu¬ ter/wenn er zu deuten Thoren eynziehen wirdt/ wie man pfleget in eine zurtssene Statteynzuziehcn. Er wirdt mit den süssen seiner Rosse alle deine gaffen zutrettcn/ . Dem Volck wirdt er mit dem Schwert erwürgen / vnd deine starcken Sculen zu bo- den mssm Sie werden dein Gut rauben/vn deinen Handelplündern.Deine Mau- G rm werden sie abbrcchen / vnd deine feine Häuser vmbreiffen / vnd werden deine stei- ne/holtz vnd staub/ ms Wasser Werffen. Also wil ich mit dem gcdönc deines Gesangs ein ende machen / daß man den klang deiner Harffen nicht mehr hören sol. Vnd ich wil einen blossen Felß auß dir machen / vnd einen wehrd / darauffman die Flschgam auffspannet/daß du nit mehr gebauwct werdest/ Denn ich bin der HERR/ der solchs redet/ spricht der HERR HERR. Mc" Q spricht der HERR HERR wider Tyrum: Was gilts/ die Insulen werden er- o c^Ibeben/wenn du so scheußlich zerfallen wirst/vnd deine verwundeten ftufftzen werden / so in dir sollen crmördet werden. Alle Fürsten am Meer werden herab von sren Stülen sitzen/vnd jre Röcke von sich thun/ vnd ire gestickte Kleider außzie- hen/vnd werden in Trauwerkleider gehen/vnd auff der Erden sitzen/vnd werden erschrecken/ ten immer bleiben in einerlei) weisc/Denn tag/nacht / morgen/ abed/ift darin ding/ hey,ne ist kein Mlter- scheid der jcit/ stette/ »vcrck/odcrderandc- rung/wie bey den le¬ bendigen. och heis¬ sen sie ein volek/ ^)ci» sic sollen aufferstehn. XXVII.Lap. 86 erschrecken/vnd sich entsetzen deines plötzlichen falls.Sie werden dich wehklagen/vnd von dir sagen: Ach / wie bist du so gar wüst worden/ du berühmte StattkDie du am Meer lagst/vnd so mächtig wärest auff dem Meer / sampt deinen Eynwohnern/daß sich das gantzeLand für dirförchten mußte. Ach/wie entsetzen sich die Znsulen vber deinem Fall/ja die Insulen im Meer erschrecken vber deinem vndergang. So spricht der HEM HERR: Ich wildich zu einer wüsten Statt machen/wie andere Stättc/da niemand inne wohnet/vnd eine grosse flut vber dich komm lassen/ daß dich grosse wasser bedecken. Dnd wil dich hinunder stoffen zu denen die in die gru¬ ben fahren/nemlich/zu den ° Todten. Ich wil dich vnter die Erden hinab stoffen / vnd (Tovt-»))« Ekre. wie ein ewige Wüsten machen/mit denen/dte in die gruben fahren/auffdaß niemand K"»E aü?Sa¬ in dir wohne. Ich wil dich/du Aarte/im Lande der Lebendigen machen / ia zum schre- Z^Ecclcs. ckcn wil ich dich machen/daß du nichts mehr seycst/vnd wenn man nach dir fragt/daß darum dAMöd- man dich ewiglich nimmer finden könne/spricht der HEM HEM. xxvii.Lap. was grosse RauffMKNnschaffc/Ekewerb/vnd allerley Rerchthumb/rn der Statt Tyrs ge- wese» / v»d wie sie sol verderbt werden. M des; HERRN Wort geschach zu mir / vnd sprach: Du Menschenkind/mache ein wehklage vber Tyrum/ vnd sprich zu Tyro/ die da ligt fornen am Meer/ vnd mit vil Insulen der Dölcker Handelt/So spricht derHERRHEM: OTyrus/dusprtchst/Ich bin die allerschoneste. Deine grentze sind mittm im Meer / vn dei- (Etefm Me-r) ne Bauwleute haben dich auffs allerschöneste zugericht. Sie haben alle dein Tafel- Me ander Fürst-., werck auß Fladern Holtz vom Sanir gemacht/vnd die Kedern von dem Libanon füh- 2^»! ren laffen/vnd deine Mastbäume darauß gemacht/vnd deine Ruder von Eichen auß WsgewMg2 Basan/vnd deine Bäncke von Elffenbeine/vnd die köstlichen Gestüle auß den Infu- Meer, len Khittm.Dein Segel war von gestickter Seiden auß Egypten/daß cs dein Panir wcre/vnd deine Decken von geler Seiden vnd Purpur/auß den Insulen Elisa. Tyri Die von Adon vnd Aruad waren deine Ruderknecht/vnd hattest geschickte Leu- macht. te zu Tyro zu schiffen. Die Eltesten vnd klugen von Gebal mußten deine Schiff zim¬ mern. Alle Schiff im Meer vnd Schtffleut fandtman bey dir/die hatten ire Hän¬ del in dir. Die auß Persia/Lybia vnd Lydia/waren dein Kriegßvolck/die ire Schildt vnd Helm in dir auffhiengen/vnd haben dich so schöne gemacht. Die von Aruad wa¬ ren vnter deinem Heer rings vmb deine Mauwren/vnd Wächter auff deinen Thür- mcn/die haben ire Schildt allenthalben von deinen Mauwren herab gehangen/ vnd dich so schöne gemacht. v Du hast deinen Handel auffdem Meer gehabt/vnd allerlei) Wahr/Silber/Ey- Tyrt sen/An vn Bley/auff deine Märckte bracht.Iauan/Thubal vnd Mesech haben mit RauOnan- dir gchandelt/vnd haben dir Leibeygen Leute vnd Ertz auffdeine Märckt bracht.Die ' von Thogarma haben dir Pferd vnd Wagen vn Maulesel auff deine Märckt bracht. Die von Dedan sind deine Kauffleute gewest/vnd hast allenthalben in den Insulen gehandelt/ die haben dir Elffenbein vnd Hcbenholtz verkaufft. Die Syrer haben beydirgeholet deine arbeit/wasdugemachthast/vndRu- bin/purpur/Tappet/Seiden vnd Sannnat/vnd Khrtstallen/auffdeine Märckt ge¬ bracht. Juda vnd das Land Israel haben auch mit dir gehandelt/vnd haben dir Wet¬ tzen von Minnith/vndBalsam/vnd Honig/vnd öl/vnd Mastich/ auff deine Märckt bracht. Dazu hat auch Damaskus bey dir geholet deine arbeit vnd allerlcy Wahr/ vmb starcken Wein vnd köstliche Wolle. Dan vndIauan vnd Mehusal/haben auch auff deine Märckt bracht Eysen- werck/Kasiavnd Kalmus/daß du damit handletest/Dedan hat mit dir gehandelt P tz mit HcrMphtt XXVll.Lap. mit deckcn/darauffman sitzet. ArabLa vnd alle Fürsten von Kedar haben mit dir ge¬ handelt mit Schafen/Widern vnd Böcken. Die Kauffleut auß Saba vnd Raema haben mit dir gchandelt/vnd allerley köstliche Specerey vnd Edelstein vnd Gold auff deine Märckt bracht. Haran vnd Kanne/vnd Eden/sampt den Kauffleutcn auß Se- ba/Assur vnd Kilmad/sind auch deine Kauffleute gewest. Die haben alle mit dir gehandelt/mit köstlichem Gewand/mit seidenen vnd ge- e stickten Thüchern/welche sie in köstlichen Kästen/von Kedern gemacht /vnd wol vcr- waret/auff deme Märckt geführt haben.Aber die Meerschiffsind die fürnemsten auff deinen Märckten gewest. Also bistu sehr reich vnd prächtig worden mitten im Meer/ vnd deine Schiffleut haben dir auffgrossen Wassern zugeführt. ^UBer ein Östwind wirdt dich mitten auff dem Meer zubrechen/Also/daß deine ^>Wahr/Kauffleute/Händeler/Fergen/ Schiffherrn/ vnd die/ so die Schiff ma- chen/vnd deine Handthierer/vnd alle deine Kriegßleute / vnd alles Volck in dir/ mit¬ ten auff dem Meer vmbkommen werden /zurzeit wenn du vntergchcst/daß auch die Anfuhrt erbeben werden für dem geschrey deiner Schiffherrn. Vnd alle die an dm Rudern ziehen / sampt den Schiffknechten vnd Meistern / werden auß den Schiffen ans Land trctten/vnd laut ober dich schreyen/bitterlich klagen/vnd werden staub auff sre Häupter werffen/vnd sich in der äschen weltzen. Sie werden sich kahl beschäm? ober dir/vnd Säcke vmb sich gürten/ vnd von hertzen bitterlich vmb dich wcynen vnd trauwrcn. Es werden auch ire Kinder dich klagen/Achivcr ist jemals auff dem Meer so stille worden wie du Tyrusk Da du deinen handel auffdem Meer triebest/ da machest» vik Länder reich/ja mit der menge deiner Wahr vnd deiner Kauffmanschafft machtest du reich die Könige auffErden. Nun aber bistu vom Meer in die rechte tieffe Wasser ge- stürtzt/daß dein Handelvnd alle detnVolckindir vmbkommenist. Alle die tnInsu- len wohnen/erschrecken vber dir/vnd ire Könige entsetzen sich / vnd sehen jämmerlich. Die Kauffleute in Ländern pfeiffen dich an/daß du so plötzlich vntergangen bist / vnd nicht mehr auffkommen kanst. xxvm.Lap. Wel'ssagttng wider den Zürffe» oderRöiizzu Txro/ wie ervon aller stineeHerrligkeit ver» stossen/vnd ;u schänden werden sol/weiches doch erltäie alte Kirchenlehrer auff den fall Lucifer vnd seiner Gefeilschaffr/durch einen heimlichen verstandt/ wLUen deuren. Laroeden wrrr auch der Statt Tldon sre stcaffverkündiger. - ° , - LUMM Nd dcß HSRMN wort geschach zu mir / vnd sprach: L Du Mcnschcnkmd/sage dcm Fürsten zu Tyro/so spricht der -ERL auAsrrrg rremck. HERR: Darumb / daß sich dein Hertz erhebet/ vnd spricht: ^ch bin Gott/Hch sitze im Thron Gottes mitten auff dem Meer / so du doch ein Mensch/vnd nicht Gott bist/noch erhebt sich dein Hertz/als ein Hertz Gottes. Sihe/du Heltest dich für klüger denn Daniel/daß dir nichts verborgen Danic- sey/vnd habest durch deine Klugheit vnd verstandt solche macht zu wegen bracht/vnd « Schätze von Gold vnd Silber gesamter. Vnd habest durch deine grosse weißhcit vnd handthierung so grosse macht vberkommen/davon bistu sostoltz worden/daß du so mächtig bist. Darumbspricht derHERR HERRalso: Weil sich denn dein Hertz erhebt/als eLnhertzGottes/Darumbsche/Zchwllfrembdevbcrdich schicken /nemlich/ die Ty¬ rannen der Heyden / die sollen jr Schwcrdt zücken vber deine schöne Weißhcit/ vnd , deine grosse Ehre zu schänden machen. Sie sollen dich hinunder in die gruben stossen/ daß du mitten auff dem Meer sterbest / wie die erschlagenen. Was gilts k ob du denn für deinem Todschläger werdest sagen:Ich bin Gott / so du doch nicht Gott / sondern em Mensch/vnd in deiner Totschläger hand/btst. Du solt sterben Pie die vnbe- - schnittenm/ Leftkttl. xxvm.Lap. s? schnittenen von der Hand der Frcmbdcn/ Denn ich Habs geredt/ spricht der HERR HERR. v b^Nd deß HERRN wort geschach zu mir/vnd sprach:DuMenschenkind/Mache <>^ein wehklagen ober den König zu Tyro/vnd sprich zuim/ So spricht der HERR HERR: Du bist ein" reinlich Sigel/ voller weißheit/ vnd auß dermassen schön. Du < bistim Lustgarten Gottes/ vndmitallerley Edelsteinen geschmückt/ nemlich/ mit Sarder/Topaser/Demanten/Türkis/Onichen/Iaspis/Saphir/Amethist/Sma- ragden / vnd Gold. Am tag da du geschaffen wurdest/ musten da bereit seyn bey dir Vble!"nochT° . dein Pauckenwerck vnd Pfciffen. Du bist wie ein Kherub / der sich weit außbreitct vnd decket/vnd ich hab dich auffden heiligen Berg Gottes gesetzt/daß du vnter den lMsol. ' fenwrigen steinen wandelst / vnd wärest on wandel in deinem thun / deß tages da du geschaffen warest/so laug/biß sich deine missethat funden Hat-Denn du bist inwendig voll freffels worden/für deiner grossen Handthierung/vn hast dich versündigt. Dar- umb wil ich dich entheiligen von dem Berg Gottes/vnd Wil dich außgebreiteten Khe- rub auß den feuwrigen steinen verstossen. Sünde Vrw weil sich dein Hertz erhebt/daß du so schöne bist/ vnd hast dich deine klugheit Tyn. lassen betrügen in deinem Pracht/Darumb wilich dich zubodenstürtzen/ vnd ein Schauwspielauß dir machen für den Königen. Denn du hast dein Heyligthumb verderbt mit deiner grossen missethat / vnd vnrechtcm handel. Darumb wil ich ein feuwer auß dir angc hen laffcn/daß dich sol vcrzehrcn/vnd wil dich zu Aschen machen auffder Erden/daß alle Welt zusehcn sol.Alle die dich kennen vnter den Heydenwer- den sich vber dir entsetzen / daß du so plötzlich bist vntergangen / vnd nimermchr auff- kommen kanst. c deß HERRN wort geschach zu mir/ vnd sprach: Du Menschenkind / Rich- Adon. <^te Dein Angesicht wider Adon / vnd weissage wider sie / vnd sprich / So spricht Asirle r;. der HERR HERR: Sihe/ Ich wil an dich Adon/ vnd wilan dir Ehre eynlegen/daß man erfahren sol/daß ich der HERR bin/wenn ich das Recht ober sie gehen lasse/ vnd an jr erzeige / daß ich Heilig sty. Vnd ich wil Pestilenh vnd Blutvergiessen vn- ter sie schicken / auff jren Gaffen / vnd sollen tedtlich verwandt drinnen fallen durchs Schwerdt/ welchs allenthalben vber sie gehen wirdt/vnd sollen erfahren/daß ich der HERR bin. Vnd sollen forthin allenthalben vmb das Hauß Israel / da jre Feinde sind/keine dorn die da stechen/noch stacheln/dic da weh thun/ bleiben / Daß sie erfah¬ ren/daß ich derHERRHERRbiN. spricht der HERR HERR: Wenn ich das Hauß Israel wider versamlen denVölckern/dahmsie zerstrcuwetsind/ Sowilichfürden Heydeu an inen erzeigen daß ich heilig bin / vnD sie sollen wohnen in jrem Lande / daß ich mei¬ nem Knecht Jacob gegeben habe/vnd sollen sicher drinnen wohnen/vnd Häuser bauwen/ vnd Weinberge pfiantzen. Ja sicher sollen sie wohnen/wenn ich das Recht gehen lasse vber alle ire Feinde/vmb vn vmb/ Vnd sollen erfahren daß ich der HERR st Gott bin. xxix.Lap. wie der Römgvon Egypten gestraffr/fem Rönigreich verwüff/vnd dem Röntge von Babel für ferne gehabte mühe / so er wider die Starr Tyrum angewendt / ;»r besolvunge sol gegeben werden. M zchenden jar/am zchenden tag deß zwölfften Mon^ den/gcschach deß HERRN wort zu mir/vnd sprach: Du Menschen- Dbarao. kind richte Dein Angesicht wider Pharao/den König in Egypten/ vndweissagewidcrin/vndwidergantzEgyptenland.Predigevnd sprich/So spricht der HERR HERR . Slhe/Ich wilan dich Pha- ms/duKöntgin Egypten/du grosser Drache/der du in deinem Wasserligst/vnd P ii, sprichst: ^erWophct xx ix. Lap. a sprichst: " Der ström ist mein/ vn ich habe jn mir gemacht. Aber ich wil dir cm Gebiss; Mias^bE« ins Maul legen/vnd die Fische in deinen Wassern an deine schuppen hengen/ vud Ml ^a-8/Ä1m schr dich auß deinem ström hcrauß ziehen/ sampt allen Fischen in deinen Wassern/ die an vm,o mA deinen schuppen hangen. Ich ivil dich mit den Fischen auß deinen Wassern in die wü- rmnbTimh pha.' sten wegwerffen/ du wirst auffs Land fallen / vnd nit wider auffgelesen noch gcsamlet werden / sondern den Thicren auff den; Land vnd Vögeln deß Himels zum Aß wer- Nicht nach Gottes Pen. Vnd alle die in Egypten wohnen/sollen erfahren daß ich der HERR bin. Dar- umb/daß sic dem Hause Israel ein Rohrstab gewesen sind/welcher/wen sie in in die als ip"echc?7Att Hand faffctcn/so brach er/ vnd stach sie durch die feiten / Wen sie sich aber darauffleh- darüber Hh'b-? nctcn/so zubrach cr/vnd stach sie in die Lenden. Herr. (^>Arumb spricht der HERR HERR also: Sihe/Ich wil das Schwcrtvber dich s (Rohrstab) Iuda kommen lassm/vn beydc/ Leute vnd Vieh in dir außrotten/Vttd Egyptenland Ls"pt°/dEve7- sol zur Wüsten vnd öde werden / Vnd sollen erfahren / daß ich der HERR sey. Dar- yu'^^si^Iuda umb/daß er spricht: Der Wasserstrom ist mein/vnd ich bins/ders thut / Darumb si- tranwm!daz!u7d!r he / Ich Wil an dich/ vnd an deine Wafferströme/vnd Wil Egyptenland wüst vnd öde machen von dem Thum zn Siene an/ biß an die grentze deß Morenlands/ Daß we- Siene. RobrstaÄd?- der Vieh noch Leut drum gehen/ oder da wohnen sollen / vicrtzig iar lang. Denn ich auffsosicb)mcr!ch( Wil Egyptenland wüste machen/wiljr wüste Grentze / vnd ire Stätte/wüste Ligen is"/st27r7.!! Md lassen/wie andere wüste Stätte/ vicrtzig jar lang/ Vnd wil die Egypter zerstreuwen brttht darza. EM H^p^/vnd in die Länder wil ich sie verjagen. Doch so spricht der HERR HERR:Wenn die vicrtzig jar auß scyn werden/wil ich dieEgyptcr wider samlen auß den Völckern/ darunder sie zerstrellwet sotten wer¬ den/vnd wildas Gefengniß Egypttwcndcn/vndsiewiderumbins Land pathros Pathros. bringen/welchs jr Vatterland ist/vnd sollen daselbst ein klein Königreich seyn/ Denn sie sotten klein seyn gegen andern Königreichen / vnd nit mehr herrschen vber die Hey- dcn/Vnd ich wil sie gering machen/daß sie nit vber die Heyden herrschen sollcn/Daß sich das Haust Israel nicht mehr auffsie verlaffe/vnd sich damit versündige/ wenn sie sich an sie hengen/ Vnd sollen crfahrcn/daß ich der HERR HERR bin. A<^Nd es begab sich imsibenvnd zwcntzigstenjar/am ersten tag deß ersten Mon- o c^den/geschachdcßHERRNwortzumir/vnd sprach: DuMenschenkind/Mbu- ca dNezar/der König zu Babel/Hat sein Heer mit grosser mühe für Tyro gefürt/daß alle Häupter kahl / vnd alle feiten beraufft waren / vnd ist doch weder jm noch seinem Heer seine arbeit für Tyro belohnet worden. Darumb spricht der HERR HERR also :Sihe/Ich wil NcbucadNezar/dem Könige zu Babel/ Egyptenland geben/daß er alle jr Gut wegncmcn / vnd sie berau- bmvnd plündern sol/ daß erseincm Heer den Sold gebe. Aber das Land Egypten wil ich jm geben für ferne arbeit / die er daran gethan hat / Denn sie haben mir gedie- mt/chricht der HERR HERR. L)Vr selbigen zeit wil ich das Horn deß Hauses Israel wachsen lassen/vnd wil dci- 'Ancn Mund vnter jnen auffthun/Daß sie erfahren daß ich der HERR bin. xxx.Lap. Gleiches mnhalts mit dem vorigen Lapstel. HERM wort geschach zu mir/vnd sprach: Du Menschenkind/weissage/vnd sprich/ So spricht der HERR NÄ HERRcheulet (vnd sprecht) Q weh deß tages/Denn der tag ist na- he/ ja deß HERRN tag ist nahe / ein finsterer tag / Die zeit ist nahe/ Egypten. daß die Heyden komm sollen/vnd das Schwerdt sol vber Egypten kommen/ vnd Morenland muß erschrecken wenn die Erschlagene in Egypten fallen werden/ Lesckiel. xxx. Lap. ss werden/ vnd jr Volck weggeführt/ vnd jre Grundtfest vmbgerissen werden. Moren- tand vnd Lybia vnd Lydia/ mit allerley Pöbel/vnd Khub/vnd die auß dem Land deß Bunds sind/ sollen sampt inen durchs Schwerdt fallen. So spricht der HERR: Die Schutzherrn Egypti müssen fallen / vnd die Hoffart irer macht muß herunder/von dem Thum zu Siene an sollen sie durchs schwerdt fal- len/spricht der HERR HERR.Vnd sollen wie jre wüste Grentze wüst werden/vnd ire Stätte vnter andern wüsten Stätten wüste ligen/Daß sie erfahren/daß ich der HERR sey/ wenn ich ein feuwer in Egypten mache/ daß alle die inen helffen/zurstöret werden. Jur selbigen zeit werden Botten von mir außzichcnin Schiffen/Moren- Morenland. land zu schrecken / das ietzt so sicher ist / vnd wirdt ein schrecken vnter inen seyn / gleich wie es Egypten gieng/da ire zeit kam/ Denn sihe/ cs kommet gewißlich. k So spricht der HERR HERR: Ich wil die menge in Egypten wegräumen durch NebucadNezar den König zu Babel/Dcnn er vnd sein Volck mit im/sampt den Ty¬ rannen der Heyden/sind herzu bracht das Land zu verdcrben/vn werden ire schwers¬ ter außziehcn wider Egypten/daß das Land allenthalben voll erschlagener lige. Vnd ich wildie Wasserfiröme trucken machen/vnddas Land bösen Leuten verkauften/ vnd wil das Land vnd was drinnen ist/durch frcmbde verwüsten. Ich der HERR habsgeredt. Noph. Sosprichtder HERR HERRrIchwildre Götzen zu Noph außrotten/vnd die Abgötter vertilgen/vnd Egyptensolkemen Fürsten mehr haben/vnd wil ein schre¬ cken in Egyptenland schicken. Ich wil Pathros wüst machen/ vn ein Feuwer zu Ioan No. anzünden/vnd das Recht vber No gehen lassen. Vnd wil meinen grimaußschütten vber Sin/wclche ist eine Festung Egypti/vn wil die menge zu No außrotten. Ich wil ein Feuwer in Egypten anzünden/ vnd Sin sol angst vnd bange werden/ vnd No sol zurisscn/vnd Noph täglich geängstet wcrdcn.Dic iungc Manschafft zu On vnd Bu- basto sollen durchs Schwerdt fallen / vnd die Weiber gefangen weggeführt werden. Thachpanhes wirdt einen finstern tag haben/wcnnich das Joch Egypten schlagen werde/ daß die Hoffart jrer macht drinnen ein ende habe. Sie wirdt mit Wolcken be- . deckt werden/vnd jre Töchter werden gefangen weggeführt werden. Vnd ich Ml das Reckt vber Egypten gehen lassen / Daß sie erfahren daß ich der HERR sey. e A^Nd es begab sich im eylfftcn jar /am sibenden tag dcß ersten Monden / geschach vndsprach: Du Menschenkind/ Ich wilden Arm Pharao- P'yarao/deß Königes von Egypten/zubrechen/Vnd sihc/er sol nicht verbunden wer¬ den daß er heilen müge / noch mit binden zugcbundcn werden daß er starck werde/ vnd ein Schwerdt fassen könne. Darumb spricht derHERR HERR also: Sihe/ Ich wil an Pharao/ den König zu Egyptcn/vn wil seine Arme zubrechcn/ beyde den star¬ čke« vnd den schwachen/daß jm das Schwerdt auß seiner Hand entfallen muß/ Vnd wil die Egypter vnter die Heyden zcrstreuwcn/ vnd in die Länder verjagen. Babel. Aber die Arme dcß Königes zu Babel wil ich stcrckcn/vnd jm mein schwerdt in seine Hand gcben/vnd wil die Arme Pharao zubrechcn/ daß er fürjm winseln sol/wie ein tödtlich verwundter.Ia/ich wil die Arme dcß Königes zu Babel stercken/daß dre Arme Pharao dahin fallen / Auffdaß sie erfahren/ daß ich der HERR sey / wenn ich mein Schwerdt dem Könige zu Babel in die Hand gebe / daß ers vber Egyptenland zücke/vnd ich die Egypter vnter die Heyden zerstreuwe/vndindie Länder verjage/ Daß sie erfahren daß ich der HERR bin. XXXI. Lap. wider pharao/den König in Egypten. P W Vnd es AcrWsphcl xxxi. Lap. Nd es begab sich im etlfften jar/am ersten tage dcß » dritten Monden/geschach dcß HERRN wort zu mir/vnd sprach: Du Menschenkind/sage zu Pharao/dcm Könige zu Lgypkcn/vnd Pharao, zu alle seinem volck: Wemmeinsiu denn daßdugleich seyesiindei» nerHerrligkeit? M/He/ Assurwar wie ein Kederbaum auffdem Libanon/ von schönen ästen/ vnd Mur von Laub / vnd sehr hoch / daß sein Wipffei hoch stund vnter grossen dicken zweigen. Die wasser machten daß er groß ward/vnd die liesse daßerhoch wuchß. Seine ströme giengen ringe vmb seinen Stamm her/vnd seine Bäche zu allen Bäu¬ men im Felde / Darumb ist er höher worden denn alle Bäume Lm Felde/ vnd kriegte vil äste/vnd lange zweige/Denn er hatte Wassers gnug sich außzubreiten. Alle Vö¬ gel deß Himels nisteten auffseinen ästen/vnd alle Thier im Felde hatten 'Zunge vnter seinen zweigen/vnd vnter seinem schatten wohneten alle grosse völcker. Er hatte schö- ne/grosse vnd lange äste/ denn seine wurtzeln hatten vil waffers.Vnd war im kein Ke¬ derbaum gleich in Gottes Garten/ vnd die Tannen Bäume waren seinen ästen nicht veiAbon«» zugleichen/vnddie^KastaneenBäumewarennichtsgegenseinezweige.Zaerwar so schön/als kein Baum im Garten Gottes. Zch hab in so schön gemacht/ daß er so vil äste kriegt / daß in alle lustige Bäume im Garten Gottes neideten. Darumbspricht der HERR HERR also: Weilerso hoch worden ist/ daß sein s Wipffel stund vnter grossen hohen dicken Zweigen/ vnd sein Hertz sich erhub/daß er so hoch war/Darumb gab ich in dem ^Mächtigsten vnter den Heyden in die hände/der «m» NW« mit im vmbgienge vnd in vertrtebe/wie er verdienet hatt mit seinem Gottlosen wesen. mFÄ"Ass»7v?nd Daß ssembde in außrotten solten/nemlich die Tyrannen der Heyden/vnd in zustreu- ^muekurtz zuvor sVen/ vnd seine äste auffden Bergen vnd in allen Thälen ligen musten/ VN seine zwei- rusalenr zerstöm ^ gezubrochen/ an allen Bächen im Lande. Daß alle Völcker auff Erden von seinem "a"' schatten wegziehen musten / vnd in verlassen / vnd alle Vögel deß Himels auffseinem vmbgefallenen Stack fassen / vnd alle Thier Lm Felde legten sich auffseine äste. Aufs daß sich furthin kein Baum am Wasserseinerhöhe erhebe/daßsein Wipffelvnter grossen dicken zweigen stehe / vnd kein Baum am wasser sich erhebe vber die andern/ ' Denn sie müssen alle vnter die Erden / vnd dem Tod vbergeben werden / wie andere Menschen / die in die gruben fahren. Sosprichtder HERR HERR:Zuderzeit/daerhLnvnderLttdie Heklefuhr/da e machet ich ein trauren/ daß in die Liesse bedeckte / vnd seine ströme still stehen musten/ vnd die grossen Wasser nicht lauffen kundten/vnd machete daß der Libanon vmb in trauwrete / vnd alle Feldbäume verdorreten vber in. Ich erschreckt die Heyden/da sie in höreten fallen / da ich in hinvnder stieß zur Hellen/ mit denen/ so in die gruben fah- rcn.Vnd alle lustige Bäume vnder der Erden/ die edelsten vnd besten auffdem Liba¬ non/ vnd alle die am Wasser gestanden waren/ gönnetens im wol / Denn sie musten auch mit im hinvnder zur Helle/ zu den erschlagenen mit dem Schwerdt / weil sie vn¬ ter dem schatten seines Arms gewöhnet hatten vnter den Heyden. groß meinst» denn/ daß du (Pharao) seycst / mit deiner Pracht vndherr- L Eiligkeit vnter den lustigen Bäumen? Denn du must mit den lustigen Bäumen vnder die Erden hinab fahren/ vnd vnter den vnbeschnittenen ligen / so mit dem Schwerdt erschlagensind. Also sol es Pharao gehen/ sampt alte seinem Volck/spricht . der HERR HERR. xxxn.Lap. ' pksrsoldl gestöktzt/ vnd sein Rönigreich verwüst werden/gleich wie es zuvor mit Alßm Sl»m/rvesech/T»v«i/Edom/Kdyn/gelchche«. f. Mettel. XXXII. Lap. L öegab sich im zwölfftcn jar / am ersten tage dcß zwölfftcn Monden/geschach deß HERRN wort zu mir/ vnd sprach: ? Du Menschettkind/mache eine Wehklage vber Pharao/den König Pharao» ZU Egypten /vnd sprich zu jm: Du bist gleich wie ein Löwe vnter den Heyden/vndwie einMecrdrach/vnd springest in deinen strömen/ vn o trübest das Wasser mit deinen Füffen/vnd machest seine ströme glum. So spricht derHERR HERR:Zch wil mein Netz vber dich außwerffen durch sup. ,r.r7. einen grossen Haussen Volcks / die dich sollen in mein Garn jagen/Vnd wil dich auffs Land zichen/vnd aufföFeld werffen/daß alle VögeldcßHimmelsauff dir sitzen sot- lcn/vnd alle Thier auff Erden von dir satt werden. Vnd wil dein Aßauff die Berge werffen/vnd mit deiner höhe die Thalaußfüllcn. Das Land darinn du schwimmest/ wil ich von deinem blut rot machen/btßan die Berge hinan/daß die Bäche von dir M/? voll wcrden.Vnd wenn du nun gar dahin bist/so wil ich den Himel vcrhüllen/vnd sei- rttmr.r4. Stern verfinstern / vnd die Sonne mit wolcken vberziehen/ vnd der Mond sol nit scheinen. Alle Liechtcr am Himmel wil ich vber dir lassen tunckel werden /vnd wil ein fmstermß in deinem Lande machen/spricht derHERR HERR/Dazu wil ich vieler Völckcr Hertz erschreckt machen/wenn ich die Heyden deine Plage erfahren lasse / vnd vil Lander die du nicht kennest. Viel Dölcker sollen sich vber dir entsetzen/vnd sren Kö¬ nigen sol für dir grauwen wenn tch mein Schwert wider sie blincken lasse/ vnd sollen plötzlich erseht eckcn/daß inen das Hertz entfallen wirt vber deinem fall. v der HERR HERR: Das Schwert deß Königes zu Babel sok eivdich treffcn/vnd ich wil dein Volck fetten durch das Schwert der Helden / vnd smngEgd. durch allerlei) Tyrannen der Heidcn/die sollen die herrligkeit Egypten verhehren/daß alle ir Volck vertilget werde. Vnd ich wil alle jre Thiere vmbbringen an den grossen wasscrn/daß sic keines Menschen fuß/vnd keines Thiers klauwen / trübe machen sol. Zlsdenn wil ich ire Wasser lauter machen/ daß ire ströme fliessen wie öle/spricht der HERRHERR/wcnnichdasLandEgyptenverwüstet/vndalleswas im Lande ist? öde gemacht/vnd alle so drinnen wohnen/erschlagen habe/Daß sie erfahren / daß ich der HERR scy. Das Wirt der jammer scyn/den man wol magklagen/Ia viel Töchter der Heyden werden solche klage führen vber Egypten/vnd alle jr Volck Witt man kla- gen/spricht der HERR HERR. mi zwölfftcn jar/am fünsstzehenden tage dessclbigen Monden / geschach deß o^HERRN wort zu mir/vnd sprach: Du Menschenkind/ beweine das Volck in E- gypten/vnd stosse es mit den Töchtern der starcken Heyden hinab vnter die Erden / zu denen die in die gruben fahren. Wo ist nun deine Wollüste Hinunter/ vnd lege dich zn den vnbeschnittenen. Sic werden fallen vnter den erschlagenen mit dem Schwerdt. Das Schwert ist schon gefaßt vnd gezückt vber jr gantzes Volck. Davon werden sa¬ gen in der Helle die starcken Helden mit jren gehülsten/ die alle hinunter gefaren sind/ vnd ligen da vnter den vnbeschnittenen vnd erschlagenen vom Schwert. vmbher begraben/die alle erschlagen Assur. cDL^vnd durchs Schwerdt gefallen sind. Ire Gräber sind tieff in der gruben/vnd sein Volck lizt allenthalben vmbher begraben/die alle erschlagen / vnd durchs schwere gefallen sind/da sich die gantze Welt für fürchte. Elam. ligt auch Elam mit alle seinem Haussen vmbher begraben/die alle erschlagen Arem.4-. c^^vnd durchs Schwert gefallen sind/vnd hinunter gefahren als die vnbeschnit- tene vnter die Erden/dafür sich auch alle Welt fürchte/ vnd müssen jre schände tragen * mit dencn/die in die gruben fahret;. Man hat sie vnter die erschlagenen gelegt/sampk alle jrem hauffen/vn ligen vmbher begrabcn/vnd sind alle wie die vnbefchnittene vnd Die erschlagene vom Scbwcrt/für dene auch sich alle Welt fürchten mußte. Vnd müs¬ sen jre schände tragen mtt denen/die in die gruben fahren / vnd vnter den erschlagenen bleiben. Daligt AerMphkt xxxii.Lap. ligt Mesech vnd Thubal mit alle jrem Haussen vmbher begraben/die alle vn- Mesech. beschnitten vnd mit dem Schwert erschlagen sind/ für denen sich auch die gan- Thubal. tze Welt förchten mußte. Vnd alle andere Helden / die vnter den vnbeschnittenen ge¬ fallen smd/vnd mit jrer Kriegswehre zur Helle gefahren/vnd jre Schwerter vnter ire Häupterhabenmüssenlegen/vndjre missethatvberjre gebeine kommen ist/diedoch auch geförchte Helden waren in der gantzen Welt / Also müssen sie ligen. So mußtu freilich auch vnter den vnbeschnittenen zerschmettert werden/vnd vnter denen/ die mit dem Schwert erschlagen sind/ligen. ligt Edom mit seinen Königen vnd allen seinen Fürsten/vnter den erschlage- v (Z^nen mit dem Schwert/vnd vnter den vnbeschnittenen/sampt andern/ so in die Edom, grubenfahren/dtedochmächtiggewestsind. Zaesmüffenalle Fürsten von Mitter- nacht dahtn/vnd alle Adonier/die mit den erschlagenen hinab gefahren sind / vnd jre I»fr schreckliche gewalt ist zuschanden worden/vndmüssenligen vnter den vnbeschnitte- nm/vnd dcnen/so mit dem Schwert erschlagm sind / vnd jre schände tragen / sampt denen/so in die grübe fahren. (N^Fe mirt Pharao sehen/vnd sich trösten mitalle seinem Volek/ die vnter jm mit Pharao. (^Hdcm Schwert erschlagen sind/vnd mitseinem gantzen Heer/spricht der HERR HERR.Dennes sol sichauch einmal alle Welt für mir förchten/daß Pharao/vnd alleseinemenge/solligenvnterdenvnbeschnittenen/vndmit dem Schwert erschla- genen/sprtcht der HEM HERR. XXXIII.Qp. Dass vnsett Gerechtt'gkel't attskn an der barmherylgkett Gottes stehe. Vom Ampt/flelss vnd treuw/emes rechten Propheten vnd Lehrers/welcher hie einem Wächter verglichen wrrt. Dar¬ neben so widerlegt der Prophet den Ikven ste falsche vergebliche Hoffnung. HERRN Wort geschach zu nttr/vnd sprach: Menschenkind / predige wider dein Volck/vnd sprich zu jnen: Hie sehet Wenn ich ein Schwert vber das Land führen würde/vnd das Volck wideLl!! im Lande neme einen Mann vnter jnen / vnd machete jn zu jrem M Wächter/vnd er sehe das Schwert kommen vber das Land/vnd blie- ° se die Drommeten/vnd warnete das Volck/ Wer nun der Drometen hall höret/vnd wolt sich nicht warnen laffen/vnd das Schwert käme vnd neme jn weg/destelben blut sey auffsetnem Kopff/ Denn er hat der Drometen hall gehöret/ vnd hat sich dennoch nichtwarnenlassen/darumbseyseinBlut auffjm- Wer sich aber warnen leßt/der wirt sein leben davon bringen. Wo aber der Wächter sehe das Schwert komen/vnd die Drommete nicht bliese/ noch seinVolck warnete/vnd das Schwert kame/vn neme etliche weg/dtesclbcn wür¬ den wol vmb jrer Sünden willen weggenommen / aber jr blut wil ich von deß Wäch¬ ters Hand fordern. Vnd nun/ Du Menschenkind / Ich habe dich zu einem Wächter gesetzt vber das HeM;. HaußFrael/wennduetwasaußmeinemmundehörest/daßdusievon meinen we- WM genwarnensolt.Wennich nunzu dem Gottlosen sage:Du Gottloser mußt deß to- des sterben/Vnd du sagst jm solchs nicht/daß sich der Gottlose warnen lasse für seinem wesen/so wirt wo! der Gottlose vmb seines Gottlosen wesens willen sterben/Aber sein Blut wil ich von deiner Hand fordern. Warnestu aber den Gottlosen für seinem we- sen/daß er sich davon bekehre/vnd er sich nicht wil von seinem wesen bekehren / so wirt ' er vmb seiner Sünde willen sterben/Vnd du hast deine Seele errettet. Verheissung (^^Arumb du Menschenkind/sage dem Hause Zsrael/Zr sprecht also :Vnsersün- s Gottes. de vnd miffethatLigenauffvns/daß wir darunter vergehen/wie können wir denn leben? So sprich zu jnen/ So war als ich lebe/spricht der HERR HERR:M habe Sesekic!. XXXlll.Lap. habe keinen gefallen am tode deß Gottlosen / Sondern daß sich der Gottlose bekehre von seinem wesen/ vnd lebe. So bekehret euch doch nun von euwrem bösen wesen. Warumb wolt jr sterben / jr vom Hause Israelk Vnd du Menschenkind/sprich zu deinem volek: Wenn ein Gerechter böses thut/ so wirdts in nicht hclffen daß er from gewesen ist.Vnd wenn ein Gottloser from wirt/ so solsjm nicht schaden daß er Gottloß gewesen ist/ Sokan auch der Gerechte nicht leben wenn er sündiget/ Denn wo ich zum Gerechten spreche/Er sol lebcn/vnd er vcr- 90 leßt sich auffseine gerechtigkeit/vnd thut böses/ so sol aller seiner frombkeit nit gedacht werden/sondern er sol sterben in seiner boßheit/die er thut. Vnd wen ich zum Cwttlosen spreche/er sol sterben/Vnd er bekehret sich von seiner sünde/vnd thut was recht vn gut rst/also/ daß der Gottlose das pfänd wider grbt/vnd bezalet was er geraubt hat/ vnd nach dem wort deß lebens wandelt/ daß er kein böses thut/so sol er leben/vnd nicht sterben/ Vnd alle seinersünden/die er gcthan hat/ssllen nicht gedacht werden / Denn er thut nun was recht vnd gut ist/ darumb sol er leben. Q Noch spricht dein Volck/Dcr HERR vrcheilt nit recbt/so sie doch vnrecht haben. Denn wo der gerechte sich kehret von seiner gcrechtigk n/vnd thut böses/ so stirbt erja billich darumb.Vn wo sich der Gottlose bekehret vor; seinem Gottlosen wesen/vn thur was recht vnd gut rst/so sol er ja billich lebcn.Nech sprecht jr:Der HERR vrtheilet nit recht/so ich doch euch vom Hause Israel/etnen jeglichen nach seinem wesen/vrtheile. es begab sich im zwölfftm jar vnsers gefengkniß/am fünfften tag deßzehen- O-^den Monde/kam zu mir ein entrunncner von Ierusalcm/vn sprach: Die Statt iß geschlagen. Vnd die Hand deß HERRN war vber mir dcß abends/che derentrun- ncne kam/vnd thatmir meinen mund auff/biss erzumirkam deßmorgens/ Vnd that mir meinen mund auff/also/daß ich nicht mehr schweigen kondte. Vnd deß HERRN wort geschach zu mir/vn sprachDu Menschenkind/die Eyn- wohncr diser Wüsten im Lande Israel spreche also: Abraham war ein einiger Man/ Abraham, vnd erbctct diß Land / vnser aber ist vil/ so haben wir ja das Land billichcr. Darumb sprich zu jnen/ So spricht der HERR HERR: Jr habt Blut gefressen/ vnd euwre äu¬ gen zu den Götzen auffgehaben/ vn Blut vergossen/ vnd jr meinet jr wollet das Land besitzenkIa jr fahret jmer fort mit mörden/vnd übet greuwel/vnd einer schändet dem andern sein Weib/vnd meinet jr wollet das Land besitzen. v So sprich zu jnen/ So spricht der HERR HERR: So war ich lebe / sollen alle so in den wüsten wohnen durchs schwerdt fallen/vnd was auffdem Felde ist/wil ich den Thiercn zu fressen geben/vnd die in Fest urigen vnd holen sind/sollcn an der pesttlentz sterben.Denn ich wil das Land gar verwüstcn/vnd seiner Hoffart vnd macht ein ende machen/daß das Gebirge Israel so wüste werde/daß niemand dadurch gehe. Vnd sollen erfahren daß ich der HERR bin / wenn rch das Land gar verwüstet habe / vmb alle jrer greuwel willen/die sie üben. A^Nd du Menschenkind/ Dein Volek redet wider dich an den wänden/ vnd vnter c^den Haußthüren/ vn spricht je einer zum andern: Lieber komet vnd laßt vns hö¬ ren was der HERR sage. Vnd sie werden zu dir kommen in der Versamlung/vnd für dirsitzen/alömeinvolck/vndwerdcn demeworthören/aber nichts darnachthun/ sondern werden dich anpfeiffcn/vnd gleichwol fort leben nach jrem geitz.Vnd sihe/du (Liedlm)*sreM. must jr" Liedlin scyn / das sie gerne singen vnd spielen werden / Also werden sie deine Work hörcn/vnd nichts darnach thun. Wenn cs aber kommet/was kommen sol/Si- deren/oderMbesse- he/so werden sie crfahren/daß ein Prophet vnter jnen gewest sey. daß ^7c» E» Propheten anpfiffen xxxim.Lap. Bcftl)u!dt'gungder vermeinten Propheten / Priester / vnd anderer Vorsteher deß Volsts/ Mltanhangender verhelssnnge/von dem einigen rechten HrrrenLhristo.Vndwrrdlht'e die gensih nsfr cttte» rrenwen vnv vmreuVen Hrrren gnugsn«» ;n verstehen gegebe»». Vnv vnd spotten / vnd er. was hörcten/davon stc hernach hettc» ZN schdrycn/ vudzusin« gen. Also ehrctensts das liebe Gor res wort / wi: mans zn vnser zcrk in der wett ehret» AerMphtt XXXllii.Lap. MMM Nd des; HERRN Wort gcschach zu mrr/vnd sprach: Du Menschenkind /Weissage wider die Hirten Israel/Weiffage/ Falsche vnd sprich zu jnen/So sprichtdcrHERRHERR: Weh den Hirten Iftael/die sich selbs weyden. Sollen nicht die Hirten die Herdwey- denk Aber jrfrcffct das Fette/vnd kleidet euch mit der Wolle/vnd schlachtet das gemeste/ aber die Schafe wöllet jr nit weyden. Der Schwachen war¬ tet jr nicht/vnd die kranckcn hcylct jr nicht/das verwundte verbindet jr nicht/das vcr- jrrete holet jr nicht/vnd das verlorne suchet jr nicht/sondem streng vnd hart herrschet jr vber sie.Vnd meine Schafe sind zerstrcuwct/als die keinen Hirten haben/vnd allen wilden Thieren zur speise worden/vnd gar zerstreuwet/ vnd gehen jrrc hin vnd wider auffden Bergen vnd auff den hohen Hügeln/vnd stnd auff dem gantzen Land zer- strcuwtt/Dnd ist niemand der nach jnen srage/ oder jr achte. Darumb höret jr Hirten deß HERRN wort / So war ich lebe/ spricht der HERR HERR/wciljr meine Schafe lasset zum raub/ vnd meine Herd allen wilden Thieren zur speise werden/ weil sic keinen Hirten haben/ vnd meine Hirten nach meiner Herd nicht fragcn/sondern sind solche Hirtcn/die sichftlbs weyde/ aber meine Schafe wol¬ len sie nicht weyden / Darumb jr Hirten / höret deß HERRN Wort / So spricht der HERR HERR: Sihe / Zeh Wil an die Hirten / vnd Wil meine Herd von jrcn Händen sordern/vnwils mit jnen ein ende machen/ daß sie nicht mehr sollen Hirten seyn/ vnd sollen sich nicht mehr selbo weyden. Ich Wil meine Schaft erretten außjrem maul/ daß sie sie furthin nicht mehr freßen sollen. Denn so spricht der HERR HERR :Sihe/Ich wil mich meiner Herde selbs an- z ncmmen / vnd sie suchen wie ein Hirte seine Schafe suchet/ wenn sie von seiner Herd verjrret sind.Also Wil ich meine Schaft suchcn/vnd Wil sie erretten von allen örtern/ dahin sie zerstreuwet waren/ zur zeit/ da es trüb vnd finster war. Ich wil sie von allen Völckern außführen / vnd auß allen Ländern versamlm / vnd wil sie in jr Land füh- ren/vnd wrl sie weyden auff den Bergen Israel/ vnd in allen Auwen/vnd auffallen Angern deß Landes. Ich wil sie auff die beste Weyde führen/ vnd jre Hirten werden auffden hohen Bergen in Israel stehen/ daselbs werden sie insanfften Hütten ligcn/ vnd fette kveyde haben auffden Bergen Israel. Ich wil selbsmeine Schafeweyden/ Md ich wil sie lägern/ spricht der HERR HERR.Ich wil das verlorne wider suchen/vnd das verjrrete wider bringen/ vnd das verwundte verbmden/vnd deß schwachen warten/Vnd was fett vnd starck ist/wil ich bchüten/vnd wil jr pflegen/ wie es recht ist. HUBer zu euch meine Herd / spricht der HERR HERR also: Sihe/Ich wil richten NMlschen Schafvnd Schaf/vnd zwischen Widern vnd Böcken. Ists nicht ge¬ nug daß jr so gute Weyde habt / vnd so vberflüffig / daß jrs mit Füssen trettet / vnd so schöne Börne zu trincken / so vberflüffig / daß jr dareyn trettet vnd sie trübe machetk Daß meine Schafe essen müssen was jr mit euwern süssen zutrctten habt/ vnd trin¬ cken wasjr nut euwern süssen trüb gemacht habt. Darumb so spricht der HERR HERR zu jnen:Gihe/Ich wil richten zwischen den fetten vnd magern Schafen/ dar- umb/daß jr lecket mit den süssen / vnd die schwachen von euch stosset mit euwern Hör- nern/biß jr sie alle von euch zustreuwet. Vnd ich wil meiner Herd heissen daß sie nicht mehr sollen zum raub werden/ vnd wil richten zwischen Schafvnd Schaft Verheissung Vnd ich wil jnen einen einigen Hirten erwecken / der sie weyden sol/ nemlich/ o meinen Knecht Damd / der wirt sie weyden/ vnd sol jr Hirte seyn/vnd ich der HERR ml w Gott seyn/Aber mein Knecht Dauid sol der Fürst vnter jnen seyn/Das sage ich ver H ERR. Vnd ich wil einen Bund deß Friedes mit jnen machen /vnd alle böse Thier Seftttel. XXXV.Lap. Thier auß dem Lande außrotten/daß sie sicher wohnen sollen in der Wüsten/vnd in den Wälden schlaffen.Ich wtl sie vnd alle meine Hügel vmbher segenen / vnd auff sie regnen lassen zu rechter zeit/das sollen gnedige Regen seyn. Daß die Bäume auffdem Feld jre Früchte bringen/ vnd das Land sein Gewächß geben wirt/ vnd sie sollen sicher auffdem Lande wohnen.Vnd sollen erfahren/daß ich der HERR bin/wenn ich jrIoch zubrochcn/ vnd sie errettet habe von der Hand dere / denen sie dienen mußten. Vnd sie sollen nicht mehr den Heydenzum Raub werden/vnd kein Thier auff Erden sol sie mehr fressen/Sondern sollen sicher wohnen/on alle furcht. Vnd ich wi! jncn eine berümetc Psiantzen crwccken/daß sie nlt mehr sollen Hun¬ ger lcydcn im Lande/vnd jr schmach vntcr den Heyden nicht mehr tragen sollen. Vnd sollen erfahren/daß ich der HERR jr Gott bey jncn bin/vnd das sie vom Hauß Israel mein Volek seycn/spricht der HERR HERR. Ia/jr Menschen solt die Herd meiner wcyde seyn/vnd ich wil euwer Gott seyu/spricht">er HERR HERR. lWiderdleLdomtker/welchedas VolckIscae! allezeit hasteten, vnd inen/wo sie nr»r kundten/ lexdtheten. L MDWLNd des; HERRN Wortgeschach zu Mtr/vnd sprach: Du Mmschcnkmd/richte dein Anzcsicht wider das Gebirge Seir/vnd Scir. ' dawider / vnd sprich zum selbigen: So spricht der HERR HERR: Sthe/Lch wilan dich/ du Berg Seir/vnd meine Hand wider Ich wtl deine Stätte öd machen/daß du solt zur wüsten werden/vn erfahren/daß ich der HERR bin. Dar- rumb/daß ir ewige Fcindtschafft traget wider die Kinder Isracl/vnd treibet sie inns Schwert/da es jnen vbel gicng/vnd jre Sünde ein ende hatte. Darumb/so war ich lcbe/spricht der HERR HERR/wtl ich dich auch blutend ma- chen/vnd solt dem bluten nicht emrinnen/weil du lust zu Blut hast/solt du dem bluten nicht entt innen. Vnd ich wil den Berg Seir wüst vnd öd machen/daß niemand dar¬ auff wandeln noch gehensol/Vndwilsein Gebirge vnd alle Hügel/Thal/vndalle Gründe/vsl! todten macben/dic durchs Schwert sollen erschlagen da ligen. Ja zu ei¬ ner ewigen Wüsten wil ich dich machen/daß niemand in deinen Stätten wohnen sol/ Vnd sollet erfahren/daß ich der HERR bin. u Vnd darumb/daß du sprichst: Diese beyde Völcker mit beyden Ländern müssen mein wcrden/vnd wir wollen sie eynnemen/ob gleich der HERR da wohnet.Darum/ So war ich lcbe/spricht der HERR HERR/ wil ich nach deinem zorn vnd hassz mit dir vmbgehcn/wie du nut jnen vmbgangen bist/auß lauterm haffz/vnd wil bey jncn be¬ kannt werden/wenn ich dich gestrafft habe. Vnd solt erfahren/ daß ich der HERR alle dein lästern gehört hab/so du gcrcdt hast wider das Gebirge Israel/ vnd gesagt: Sie sind verwüstet/ vnd vns zu verderben gegeben. Vnd habt euch wider mich gerühmet/ vnd hcfftig wider mich geredt/das habe ich gehöret. So spricht nun derHERRHERR: Ich wil dich zur Wüsten machen/daß sich alles Land freuwen so!. Vnd wie du dich gefreuwethast wider das Erbe deß Hauses Ierem. 4- Israel cynzuncmen/dammb/ daß cs war wüste worden/Eben so wil ich mit dir thmr/ daß der Berg Scir wüste seyn muß/sampt dem gantzen Edom / vnd sollen erfahren/ daß ich der HERR bim xxxvi.Lap. Gnädige Verheissung Gottes so erdem Volck Israel rhut/welche aber auff Chrr'ffumfür- nemlrch zu veuren/vnvtn-merfüllet sind/ntchr vmbjren/ sondernvmbdess hexlrgen Göttlichen pkamens wüten. Q Vnd du KerRsphtt XXXVl.Lap. jkMWMNd dll Menschenkind/weissage den Bergen Uracl/z vnd sprich: Höret dcß HERRN wortjr Berge Israel/So spricht dcr « HERR HERR: Darumb/ daß der Feind ober euch rühmet / Heah/ ^ek,cuirurx-r- die Nwigen Höhensindnun vnserErbe worden/Darumbwcrffa- gc/vnd sprich: Go spricht der HERR HERR: Wei! man euch allent¬ halben verwüstet vnd vertilget/vnd seyt den vbrtgen Heyden zu cheil worden/ vnd seyt den Leuten ins Mau! kommen/vnd ein böß gcschreywordcn/Darumb höret ir Ber¬ ge Israel das wort dcß HERRN HERRN/ So spricht dcr HERR HERR / beyde/zu den Bergen vnd Hügeln/zu den Bächen vnd Thalcn/ zu den öden Wüsten/ vnd ver¬ lassenen Grätten/welchc den vbrigcn Heyden rings vmbhcr zum Raub vnd Spott worden sind/Ja so spricht der HERR HERR: Ich hab in meinem feuwrigen cister geredt wider die vbrigm Heiden vnd wider das gantze Edom/ welche mein Land eyn- gcnemmen haben mit freuten von gantzem hertzcn / vnd mit Höhnlachen / dajsclbige Zu vcrhchrcn vnd plündern. DarlMlb weissage von dem Land Israel/vnd sprich zu den Bergen vnd Hügeln/ zu den Bächen vnd Thalm / So spricht der HERR HERR: Sihe/tch hab in meinem erster vnd grün gcrcdt/weil jr(sslche)schwach von den Heyden tragen müssct.Darum (M m-in- spncht der HERR HERR also:Ich b hebe meine Hand alrff/daß euwcre Nachbarn die R?ch fthw^^ Heyden vmher/ire schände wwer tragen sollm.Aber ir Berge Israel sollet wider gru- ncn/vnd cuwre Frucht bringen meinem Volck Israel/vnd sol in kürtz gesthehcn. Enn sche/Ich wil mich wider zu euch wenden/ vnd euch ansehen / daß ir gebaw 8 ^z^wet vnd besaer wcrdct/vnd wil bcy euch der Leute viel machen/das gantze Ifta- ?röstüg cl allzumal. Vnd die Stätte sollen wlder bewohnet/vnd die Wüsten erbauwet wer- den/ Ia/ich wü bcy euch der Leute vnd deß Viehs viel wachen/daß ir euch mehren vnd wachsen sollet. Vnd ich wll euch wwer eynscyen/da ir vorhin wohnctet/vnd wil euch mehrguw thun denn zuvorje/vndsollet erfahren daß ich dcr HERRfty. IchwLleuch Leutchcrzubringen/diememVolckIsraclsollenscytt/diewerdcndichbtsitzen/vnsolt jr Erbtheil seyn/vtrd solt nicht mehr en Erben ftyn. So spricht der HERR HERR: Weil man das von euch saget/du Haft Leute ge- ftcfftn/vnd hast dem Volck on Erben gcmacht/darumb soltu (nun) nicht mehr Leute ftcffen/noch dein Volck on Erben machen/spricht der HERR HERR/Vud ich wil dich nicht mehr lassen hören die schwach der Heyden/vnd solt den spott der Heyden nicht wehr ttagen/vnd solt dcin Volck nichtmchr on Erben machen/spricht derHERR HERR. tz6^Nd dcß HERRN wort gcschach weiter zu mir: Du Menschenkind/Da das S^Hauß Israel in irem Lande wohnetcn/vnd dasselbigcvervnreinigten mit irem wcrcn vnd thun/daß jr wesen für mirwar wie die vnrcinigkeit eines Weibes in ircr Kranckheit/da schütt ich meinen gnm vbersic auß/ vmb dcß Bluts wrllendas sie im Lande vergoffcn/vnd daffclb vervnrernigt hatten/durch ire Götzen/Vnd ich zerstrcu- wet sie vntcr die Heyden vnd zerstädbet sie in die Länder / vnd richtet sie nach irem we¬ sen vnd thun.Vnd hielten sich wie die Heydcn/dahin sie kamen/ vnd entheyligtcn mei¬ nen hcyligen Namen/ daß man von inen sagte: Ist das deß HERRN Volck/ das auß seinem Landehatmüffen ziehen eAberich verschonet vmb meines heyligcn Namms wllken/wclchen das Hauß Israel entheyligtc/vntcr den Hcyden/dahw sie kamen. Ärumb soltu zum Hause Israel sagen: So spricht dcr HERR HERR: Ich thn Q (^^es nicht vmb euwrcn wi!len/ir vom Hause Isracl/sondcrn vmb meines heiligen ) ?awens willcn/welchen jr entheyliget habt vntcr den Heyden / zu welchen jr kommen seyt. Denn ich wt! meinen grossen Namen/ der durch euch für den Heyden entheiliget tst/denir vnter denselbigenentheyligethabt/heylig machen. Vnd die Heyden sollen erfahren/daß ich der HERR seysspncht der HERR HERR) wenn ich mich für inen an euch erzeige/daß ich hcylig scy. Denn Ocstkicl. xx XVI. Lap. Enn ich Wil euch auß dm Heydenholen/vnd euch außallen Landen versam- len/vnd wider in euwer Land führen.Vnd wil reinWasser ober euch sprengen/ daß jr rein werdet von alle euwer vnreintgkeit/vnd von alle euwern Götzen wil ich Tröstug euch reinigen. Vnd ich wil euch cm neuw Hertz/ vnd einen neuwen Geist in euch geben/ dnssuA' vnd wil das steinern Hertz auß euwerm Fleisch wcgncmen/vnd euch ein fleischern Hertz s»pr.». geben. Ich wil meinen Geist in euch geben / vnd wü solche Leute auß euch machen/die in meinen Gebotten wandeln/vnd meine Rechte halten/ vnd darnach thun. Vnd sr sollet wohnen im Lande/das ich euwern Vättern gegeben habe/ vnd sollet mein Volek scyn/vnd lch wil euwer Gott seyn. Ich wil euch von aller euwer vnreinigkett loß ma- chcn/Vnd wil dem Korn ruffen/vnd wil es mehren/vnd wil euch keine Theuwrung kommen lassen. Ich wil die Früchte auff den Bäumen/vnd das Gcwächß auff dem Fclde/mehren/daß euch die Heyden nicht mehr spotten mit der Theuwrung. Alsdenn werdet jr an euwer böses wesen gcdcncken/vnd euwers thuns/das nicht gut war/vnd wirt euch euwer Sünde vn Abgöttercy gereuwen. Solchs wil ich thun/ ntcht vmb euwren willen/spricht der HERR HERR/daß jrs wisset / Soudern jr wer¬ det euch müssen schämen/ vnd schamrot werden / jr vom Hause Israel / ober euwcrem wesen. v So spricht der HERR HERR: Zu der zeit/wenn ich euch reinigen werde von alle euwren Sünden/so wil ich die Stätte wider besetzen/vnd die Wüsten sollen wider ge- bamvet werden. Das verwüste Land sol wider gepflüget werden/ dafür / daß cs vcr- hehrct war/daß es sehen sollen alle die dadurch gehen/ vnd sagen: Diß Land war vcr- hchret/vnd jetzt ists wie ein Lustgarten/ Vnd diese Stätte waren zerstöret/ öd vnd zu- rissen/vnd stehen nun feste gebauwet. Vnd die vbrigen Heyden vmb euch her sollen er¬ fahren/ daß ich der HERR bin/dcr da bauwct was zurissen ist/vnd pflantzet was ver- hehret war. Ich der HERR sage es/vnd thu cs auch. So spricht der HERR HERR : Ich wil mich wider fragen lassen vom Hause Is¬ rael/ daß ich mich an jncn erzeige / vnd ich wil sie mehren wie ein Menschenherd/ wie eine heylige Hcrd/wie eine Herd zu Jerusalem auff jren Felsen / so sollen die verhehre- ten Stätte voll Menschenherd werdcn/vnd sollen erfahren/ daß ich der HERR bin. xxxvn.Lap. Düß Israel/das r'ff/das Volck Gortes/wlderumb sol ;ü recht bracht werde» / bezeugt de« Prophet durch em Gesichr/m aufferstehung der Tovten. M Nddcf; HERRN Hand kam vbcr mich/vnd führet mich hinauß im Geist deß HERRN / vnd stellet mich auff ein wett M Feld/das voller Beine lag / vnd führet mich allenthalben dadurch/ Vnd sihc(dcß Gebeins)lag sehr vielauff demFeld/vnd sihe/siewa- K ren sehr verdorret. Vnd er sprach zu mir: Du Menschenkind / mei- nestu auch/daß diese Beine wldcr lebendig werden k Vnd ich sprach: HERR HERR/ dasweistuwol. Vnd er sprach zu mir: Weissage von diesen Beinen/vnd sprich zu inen: verdor- reten Beine/Höret deß HERRN Wort. So spricht der HERR HERR von disen Ge- beinen/Sihe/ich wil einen Othem in euch bringen/daß jrsolt lebendig werden. Ich wil euch Adern geben/vnd Fletsch lassen ober euch wachsen/vnd mitHaut vberztehen/ vndwileuch Othemgeben/daß jrwider lebendig werdet/vndsolt erfahren/daßrch der HERR bin. Vnd ich weissagte wie mir befohlen war/Vnd sihe/da rauschet es als ich weissag- te/Vnd sihe/es regte sich/vnd die Gebeine kamen wider zusammen / ein jeglicbs zu sei¬ nem Gebein. Vnd ich sahe/vn sihc/es wuchsen Adern vnd Fleisch drauff/ vnd er vber- zog sie mit Haut/ Es war aber noch kein Othem in jnen. AerUwphct XXXVll.Lap. Vnd er sprach zu nur r Weissage zum Winde/Weissage du Menschenkind/vnd » sprich zum Winde: Go spricht der HERR HERR: Wind/komm herzu auß den vier Winden/vnd blase diese getödten an / daß sic wider lebendig werden.Vnd ich weissa¬ get wrc er nur vcsohien hatte. Da kam Othcm in sie / vnd sic wurden wrder lebendig/ vnd rlchken sich auff jre Füsse. Vnd jr war ern sehr groß Heer. No er sprach zu mir: Du Mcnschcnkuw/ Disc Beine sind das gantze Hauß Iß ^Hrael. Sihe/jetzt sprechen sie/vnscr Beine sind verdorret / vnd vnser Hoffnung ist vcrloren vnd ist auß mit vns. Darumb weissage/vnd sprich zu jnen: So spricht der HERR HERR: Sihc/ich Wil euwcre gräbcr auffthun / vnd Wil euch/mein Volck/ auß denselben herauß holcn/vnd euch mm Land Israel bringen. Vnd solt erfahren/ daß ich der HERR bin/wcnn ich euwer Graber geöffnet / vnd euch / mein Volck / auß denselben bracht habe.Vnd ich Wil meinen Geist in euch geben/ daß jr wider leben sol- let/vnd wil euch in cuwcr Land setzen. Vnd solt erfahren / daß ich der HERR bin / Nh rede es/vnd thu es auch/spricht der HERR. 0(7^, Xo deß HERRN wort geschach zu mir/vn sprach: Du Menschcnkind/Nim dir U^cinHoltz/vndschmbe darauff/Deß Juda vn der Kinder Israel/sampt jrcn zu- gethanen.Vnd nim noch ein Holtz/vnd schreib drauff/ deß Ioseph/nemlich/das Holtz Ephraim/vn deß gantzen Hauses Isracl/sampt jrcn zugcchancn. Vnd thu eines zum andern zusamcn/daß ein Holtz werde in deiner Hand. So nun dein Volck zu dir wtrt sagen/vnd sprechen: Wilm vns nicht zeigen was du damit meinest k So sprich zu ssicn: So spricht der HERR HERR: Sihe/Ich wil das Holtz Ioseph/wclcher ist in E- phraim hand/nemen/sampt jrcn zugechanen/dcn StämcnIsrael/vnd wil sie zu dem Holtz Juda thun/vn ein Holtz drauß machcn/vn sollen eins in meiner Hand seyn. Vnd solt also die Höltzer/darauff du geschriben hast/in deiner Hand halten/daß sie zusehen. Vnd solt zu jnen sagen: So spricht der HERR HERR: Srhe/Ich wr! die Kinder Israel holen auß den Hcydcn/dahin siegezogen sind/ vn wil sie allenthalben samlen/ vnd wtl sie wider in jr Land bringen. Vnd wil ein eitrig Volck auß irren machen/im Land auff dem Gebirge Israel/vnd sie sollen allcsampt einen einigen Körrig haben/ vnd selten mt nrchrzweyVölckcr/nocb in zwcy Königreich zerthcilt seyn. Sollen sich arrch nicht mehr vcrvnrcmigcn nm iren Götzen vnd grcuwcln/vnd aklerley Sünden/ Ich wrl jnen herauß hclffen auß allen örtern/da sic gesündigct haben / vnd wrl sic rei- uigcn/vnd sollen wemVolckseyn/vnd ich wiljr Gottseyn. Vnd mein Mette!. XXXVill.Lap. Vnd mein Knecht Damd sel jr Kenig vnd jr aller einiger Hirte seyn. Vnd solleck wandeln in meinen Rechtcn/vnd meine Gebott halten / vnd darnach thun. Vnd sie sollen wider im Lande wohnen/das ich meinem Knecht Jacob gegeben habe/darincn euwere Vätter gewöhnet haben / Sie vnd jre Kinder/vnd Kindskinder/ sollen darin¬ nen wohnen ewiglich/vnd mein Knecht Dauidsol ewiglich ir Fürst seyn. Vnd ichwil mit inen ein Bunde deß Frieden machen/das sol ein ewiger Bund seyn mit inen/ vnd Wil sie erhalten vnd mchren/vnd mein Heyligthumb sol vnter inen seyn ewiglich. Vnd ich wil vnter inen wohnen/vnd wil ir Gott seyn/vnd sie sollen mein Volck seyn. Daß auch die Heyden sollen erfahrm/daß ich der HERR bin/der Israel heylig macht/ wen mein Heyligthumb ewiglich vnter inen seyn wirt. 9; xxxvm.Lap. predigt wl'der dl'e Reich der Heyden/si) sich wider das Volck Gsttes/nsch dem si'e arrß der Ba- bosnischen Gefengniß wrverumb;u Lande kominen/feindritch er;eigr haben/vnv wie dteselbige sollen gestrafft werden. Mag aber nicht vnfüglich auch auff die Christliche Atrche vnd -re Ty¬ rannische Verfolger gedenket werden. t Nd des; HERRN Wort geschach zu nm / vnd sprach: Du Menschenkind/wende dich gegen Gog/derim Lande Magog lst/vnd der ööerst Fürst in" Mesech vnd Thubal / vnd weissage von « im/vnd sprich: So spricht der HERR HERR: Sihe / ich wil an dich vAHA 2 N Gog/der du der öbcrft Fürst bist auß den Herrn m Mesech vnd Thu- bal/Sihe/rch wil dich herumb len.ckeu/vus wil dir einen Zaum ins Maul legen / vnd Schutt od-GE wil dich heraus führen mit alle deinem Heer/Roffz vnd Mann/ die alle wo! gekleidet smd/vnd ist ir ein grosser Hausse/ die alle Tauschen vnd Schilt/vn Schwert/ führen. Witt7v°>, In/das Du führest mit dir Perscn/Morcnvnd Lybier/die alle Schilt vnd Helmen füh- 'st/d-kReujst». ren.Dazu" Gomor vnd alle sein Heer/ sampt dem Hause Thogarma /so gegen Mu- pcrsi» stossc» a» ternacht ligt/mit alle seinem Heer/Ia/du führest ein groß Volck mit dir-Wslan/rüste dich wol/du vnd alle deine Haussen / so bey dir stud / vnd sey duft Hauptmann/ Nach auchd-retlich-hab?. langer zeit soltu heimgesucht werden. ma/^n Vr letzten zeit wirstukommen in das Land / das vom Schwert widerbracht / vnd hallst vilen Völckern zusammen kommen ist/nemlich/auff die Berge Israel/wclche o^lange zeit wüste gewest smd/vnd nun außgeführet auß vielen Völckern/ vndalle ma» Mensch, sicher wohnen.Du wirst herauff Ziehen/vnd daher komm mit grossem vngeftüm/vnd wirst seyn wie eine Wolcke/das Land zu bedecken/du vn alle dem Heer / vnd das grosse Volck mit dir. k So spricht der HERR HERR: Zu der zeit wirstu dir solche fürnemen/vnd wirsts böß im sinn haben/vnd gedencken/Ich wil das Land on Mauren verfallen / vn vber diekommen/so still vnd'sicher wohnen/als die alle on Mauren da sitzen/vn haben we¬ der Rigel noch Thor/Auff daß du rauben vnd plündern mögest/ vnd deine Hand las¬ sen gehen vber die verstöreten/so wider bewohnet smd/vnd vber das Vo!ck/so auß den Heyden zusammen gerafft ist/vnd sich in die Narungvnd Güter geschickt hat/vnd mitten im Lande wohnet. Das Reich Arabia/ Dedan vnd die Kauffleute auff dem Meer/ vnd alle Ge- s sR-Gt wattigen die daselbst sind/wcrden zu dir sagen: Ich meine ja/ du seyest' recht kommen RE zu rauben/vnd hast deine Haussen versamlet zu plündern / Auff daß du wegnemmest KIon-In/'Re-ch vnd Herr. Gold/vnd samlest Viehe vnd Güter/Vttd grossen Raub treibest. Aatia begraben zu (^^Arumb so weissage du Menschenkind/vn sprich zu Gog: So spricht derHERR " -- ^L^HERR:Ists nicht also k daß du mrst mercken wenn mein Volck sicher wohnen AA wirt/so wirstu kommen auß deinem ort / nemlich/von den enden gegen Mitternacht/ du vnd groß Volck mit dir/alle zu Rosse/em grosser Hausse/vnd em mächtiges Heer/ vndwirst herauff ziehen vber mein Volck Israel wie cm Wolcke/das Land zube- D iij decken/ WrUrsphet XXXIX. Lap. deckcn/Solchs wirt zur letzten zeit geschehen. Ich wil dich aber darum bin mein Land kommen laffcn/auffdaß die Heyden mich erkennen/wie ich an dir/O Gog/gchcyliget wcrdefür-rcn Augen. So spricht der HERR HERR: Du bists/von dem ich vor zelten gesagt habe durch o meine Dimer/die Propheten in Israel / die zur selbigen zeit werffagtcn/daß ich dich vbcrgekommen laffenwolt.Vndeswirtgeschehcnzurzeit/wennGog kommen wirt (Mein ärn) Das vbcr das Land Israel/spricbt der HERR HERR/Wirdtherauffziehen ^memzorn in .sr Gogifrn-.cmzom meinem grini-Vnd ich rede solches in meinem ciffer/vnd im feuwer meines zorn/Den NKmde wü^ zur selbigen zeit wirt groß Zittern seyn im Lande Israel/daß für meinem angesicht zit¬ tern sollen die Fisch nu Mecr/die Vögel vnter dem Himmel/das Vieh auff dem Fel- dc/vnda!lcs was sich reget vnd webt anff dem Lande/vnd alle Menschmso auff der Erden sind/vnd sollen vre Berge vwbgckehrct werden/vnd die Wände vn alle Mam ren zu boden fallen. ^icsoilm s-ch sollst CH wil aber vbcr irr ruffcn dem Schwettauffallen meinen Bergen/spricht der vmernander erwür. HERR/ Daß eins jeglichen Schwert solwider den andern seyn. Vn ich wri in richten unk Pcstzimtz vnd Blnt/vn Wil regen lassen Platzregen mit Schloffen/ Feuwer vnd Schwcffek/vbcr jn vnd sein Heer/vnd vbcr das grosse Volck das mitim ist. Also wil ich denn herrlich/heyüg vnd bekannt wer den für vielen Heyden/daß sie erfahren sollen/daß ich der HERR bin. xxxix.Lap. Wie greuwkch fürgemelvkex Völker straffe seyn werde. Nd du Menschknklud/ weissage wider Gog/ vnd sprich: > Also spricht der HERR HEM: Sihe/ichwilan dich Gog/der du der Gog> UMMM öberst Fürst bist in Mescch vnd Thubal/Sihe/ich wil dich herumb len- Was dw ckcn/vnd^locken/vndauß den enden von Mitternacht bringen/vnd Lm'Vww «uff die Berge Israel kommen laffen. Vnd wil dir den Bogen auß iahr^n/Wirhaltens deiner lincken Hand schlahcn/vn deine Pfeile auß deiner rechten Hand werffen. Auff nm Hwronymo. BergcnIsrael soltu rudergclegt werden / du mit alle deinem Heer / vnd mit dem Volckdas bey^dir ist. Ich wil dich den Vögeln/wo her sie fiicgcn/vnd den Thicren auff dem Felde/,zu fressen gebcn/du solt auffdem Felde danider llgcn/Denn ich der HERR HERR Habs gesagt. b Vnd ich wil Feuwer werffen vbcr Magog/vnd vbcr die/so in den b Inseln sicher u?Gogs LMd?da- wohnen/vnd sollens erfahren/ daß ich der HERR bin. Denn ich wil meinen hcyligm HE stls «mch bren- Mmen kundt machen vnter meinem Volck Israel / vnd wrl meinen heyligcn Namen nicht länger schänden laffen/Sondcm die Heyden sollen erfahrcn/daß ich der HERR bin/der Heylige in Israel. Sihc/es ist sehen kommen vnd geschchcn/spricht der HERR HERR/das ist der Lag/davon ich gercdt hab. Vnd du Bürger in Stätten Israel werden hcrauß gehen/vnd Feuwer machen/ vnd verbrennen die Waffen/Schilt/ Tartschcn / Bogen / Pfeil / Faufistangcn / vnd Langcspicssc/vnd werden siben jar lang Fcuwcrwerckdamit halten / daß sie nit dürst- fcn Holtz auffdem Felde holen/noch im Walde hauwen/sondern von den Waffen werden sic Feuwer halten. Vnd sollen raubm/von den en sie beraubt sind/vnd plüm- dern/von denen sie geplündert sind/spricht der HERR HERR. Zu zeit geschehen / da wil ich Gog einen ort geben zum Begräbniß in s Die Nascn für dem ^HIsracl/ncmlich/das Thal/da man gehet am Meer gcge Morgen/ also/daß die/ ltMckztthaltm. fürübcr gehen/ sich dafür c scheuwcn werden/ weil mam daselbst Gog mit fei- WLZÄU «er menge begraben hat/vnd so! heissen/^GogsHausscnchal. Es wirdt sie aber das die grosse menge vnd Hauß Israel begraben siben Monden lang/damit das Land gercimgct werde. Ja/ ssÄn alles Volck im Lande wirt atrjEm besraben haben / vnd werden rühm davon ha- bcn/Daß MM. XXXIX.Lap. 94 öen/Daßichdeßtages meine Herrligkeit erzeiget habe/spricht der HERR HERR. Vnd sie werden Leute außsöndcrn/ die stäts im Lande vmbhcr gehcn/vü mit dem selbigen die Todtengräber/zu begraben die vbrigcn auffdem Lande/auffdaßesgcrei- niget werde/Nach siben Monden werden sie' forschen. Vnd so sic im Lande vmbhcr e gchen/vnd etwa eines Menschen bcin sehen/werdcn dabcy ein Maalauffrichten/btß aiNabeS/os cs dicTodtcngräbcr auch in Gogs Hauffcnthal begraben- So sol auch die Statt Heist sen/ f Hamona/Alfo werden sie das Land reinigen. k ^^Hn/du Mcnschenkmd/So spricht der HERR HERR: Sage allen Vögeln wo- Ä-r oZLHer sie fiiegm/vnd allen Thtcren auff dem Felde/Samlct euch/ vnd komet her/ findet euch allenthalben zu Hausse / zu meinem Schlachtopffcr/ daß ich euch schlachte ein groß Schlachtopffcr auff den Bergen Israel/vnd fresset Flasch/vnd sauffct Blut. Fleisch der starcken solt ff fressen/vnd Blut der Fürsten auff Erden solt ff sauffm/ der Wider/ der Hamel / der Böcke / der Ochsen/ die allzumal feist vnd wol gcmeftee sind. Prid solt das fette fressen/daß ff voll wcrdet/vn d das Blut sauffen/daß ff truncken werdet/von dem Schlachtopffer/das ich euch schlachte. Sättiget euch nun vber meinem Tisch/ von Rossen vnd Reutern/ von starckm / vnd allerlcy Kriegßlcu- ten/spricht der HERR HERR. Vnd ich wil meine Hcrrligkeit vnter die Heyden bringen/daß alle Heyden sehen sollen mein vrkheil/das ich habe gehen laffen/vnd meine Hand/ die ich an sie gelegt ha- be/vnd also das Hauß Israel erfahre/daß ich der HERR ir Gott bin/von dem tage/ vnd hmfürter. Bud die Heyden erfahren/wie das Hauß Israel vmb seiner miffethat ^bM-rsündÄ wrllm sey wcggcführet/vnd daß sie sich an mir versündigt hatten/Darumb hab ich mein Angesicht für irren verborgen/vnd habe sie vbergebernu die Hände irer Wider- h^e. facher/daß sic allzumal durchs Schwerk fallen mußren.Ich habe mm gethan/wie ire sünde vnd vbcrtretten verdienet haben/vnd also mein Angesicht für inen verborgen. (F^Arum so spricht der HERR HERR: Mn wilich das gcfcngmß Jacob wenden/ (^Dvnd mich dcß gantzcn Hauses Israel crbarmcn/vnd vmb meinen hcyligen Na¬ men eiffern. Sie aber werden ire schwach vn alle ire Sündc/damit sic sich an mir ver¬ sündiget haben/tragm/wenn sie nun sicher in irem Lande wohnen/daß sic niemand schrecke/Vnd ich sie wider auß Den Mietern bracht/vnd auß den Landen ircr Feinde versamlet habe/vnd ich in jnen gchcyligct worden bin für den äugen vilcr Hcydcn- Al¬ so werden sie erfahren/daß ich der HERR ir Gott bin/der ich sie habe laßen vmer die Heyden wegführm /vnd wtdcrumb in ff Land versamlen / vnd nicht einen von inen dort gelassen habe. Vnd wi! mein Angesicht nicht mehr für inen verbcrgen/Dmn ich habe meinen Geist vber das Hauß Israel außgegosscn/ spricht der HERR HERR. Irl diesem vnr> von andern nachfolgenden Tapr'telmblssrnm ende/wirt dem Propheten'm el'ncrn Gesichte offenbaret/wic die Sr«rr Jerusalem vnd der Tempel wivernmb godsuwet / vnd das Land geöffnet werden so!. Ls wirt atzer mit solchen eysserliche» Worte» die schönheir vnv zierd ver Rirchen Lhrlffi/vnd die seligkert derenso an Lhrrstum glauben/fürgebüder- AM fimffvnd zwenmgstmjarvnscrs Gefmgmß/rm Gebämv dcß anfang dcß iars/am zehcnden tag dcß Mendes / das ist das viertze- hend jar/nach dem die Statt geschlagen war/Ebcn am selbigen tag AW kam dcß HERRN Hand vber mich/vnd führet mich daselbst hur durch Göttliche Gesichte/nemlich/tns Land Iftael.Vnd stellet nach auff einen sehr hohen Berg/darauff wäre wie eine gebauwcte Statt vom Mittag Herwerts. Vnd da er mich daselbst hin bracht hatte /Sihe/ da war ein Mann/dcß gestalt war wie Ertz/der hatte eine leinen schnur/vn eine Mcßrutcn in seiner Hand / vn stund vnter dem Thor. Vnd er sprach zu mir: Du Menschenkind/ sihe / vnd höre fleissig zu/ Q inj vnd vnd mercke eben drauff/was ich dir zeigen wll. Denn darumb bistu her gebracht/ daß ich dir solches zeige/Auff daß du solches alles/was du hie schest/ verkündigest dem Hause Israel. Vnd sthe/Es gienge eine Mauwer außwendig am Hause rings vmbher/ vnd der Mann hatte die Meßruten in der Hand /die war sechss clen lang / ein jegliche ele war eine handbreit länger denn eine gemeine cle. Vnd er maß das Gebäuwin die breyte ein Ruten / vnd in die Höhe auch eine Ruten. Vnd er kam zumThor das gegen Morgen lag/vnd gieng hinauffauffseinen stuf- L fen/vn maß die Schwellen am Thor/cin jegliche Schwelle einer Ruten breit. Vn die Gemach/so beyderseits neben dem Thor wark/maß erauch/nach der lenge eine Rute/ vnd nach der breite eine Rute/Vnd der raum zwischen den Gemachen war fünff elen weit/Vn er maß auch die schwellen am thor neben derHalle von inwendig eine Rute. Vnd er maß die Halle am Thor von innwendig eine Rute/ Vnd maß die Halle am Thor acht elcn/vnd seine Ercker zwo elen/vnd die Halle von inwendig deß Thors. Vnd der Gemach waren auff jeglicher selten drey/ am Thor gegen Morgen / ja eines so wett als das ander/vnd stunden auffbeyden feiten Ercker/die waren gleich groß. Darnach maß er die weite der Thür im Thor/nemlich/zehen elen/ vnd die länge deß Thors dreytzehen elen. Vnd form an den Gemachen war raum auff beydensei- tcn/ja einer elen/Aber die Gemach waren ja sechß clen auff beyden feiten. Dazu maß er das Thor vom Dach deß Gemachs biß zu deß Thors Dach/fünff vnd zwentzig elen breit/vnd eine Thür stund gegen der andern. Er macht auch Ercker sechtzig clen/vnd für jeglichem Ercker einen Vorhof am Thor rings herumb. Vnd biß an die Halle am innern Thor/da man hineyn gehet/ waren fünfftzig elen. Vnd cs waren enge Fensterlinan den Gemachen vnd Erckernhineynwerts/am Thor rings vmbher. Also waren auch Fenster innwendig an den Hallen herumb/vnd an den Erckern vmbher war Palmlaubwcrck. Vnd er führet mich weiter zum cussern Vorhof/vnd sihe/da waren Kamcrn/vnd e ein Pflaster gemacht im Vorhofherumb/vn dreißig kamern auffdem Pflaster. Vn cs war das höher Pflaster an den Thoren/so lange die Thor ware/am nidrigcn Pflaster. Vnd cr maß die breite deß vntcrn Thors für dem innern Hofe / außwendig hun¬ dert elcn/bcydc/gcgen Morgen vnd Mitternacht. Lso maß cr auch das Thor / so gegen Mitternacht tag / am euffern Vorhof/nach ^-^ser länge vnd breyte/das hatte auch auff jederscyten drey Gemach. Vnd hatte auch seine Ercker vnd Hallen/gleich so groß wie am vorigen Thor/fünfftzig clen die länge/vnd fünffvnd zwentzig elen die breyte. Vnd hatte auch seine Fenster vnd seine tzallen/vnd seine Palmlaubwerck/gletch wie das Thor gegen Morgen/ Vnd hatte si- ben stuffen/da man hinauffgicng/vnd hatte seine Halle davor. Vnd cs war das Thor am innern Vorhof/gegcn das Thor/ so gegen dcr Mitter¬ nacht vnd Morgen stund/vnd maß hundert elen von einem Thor zum andern. (^^Arnachführet cr mich gegen Mittag/vnd sihe/da war auch ein Thor gegen (^^Mttag/ vnd cr maß seine Ercker vnd Hallen/gleich als die andern / die hatten auch Fenster vnd Hallen vmbher/gleicb wie jene Fenster/fünfftzig elen lang/vnd fünff vnd zwentzig clen brcit.Vnd waren auch siben stuffen hinauff/ vnd eine Halle davor/ vnd Palmlaubwcrck an seinen Erckern auff jeglicher feiten. Vnd cr maß auch dasThor am innern Vorhofe gegen Mittag/nemlich/hundcrt elen von dem einen Mittags Thor zum andern. Vnd er führet mich weiter durchs Mittags Thor in den innern Vorhof/vnd maß v dasselb Thor gegen Mtttag/gleich so groß wie die andern/nnt seinen Gemachen / Er¬ ckern vnd Hallen/vnd mit Fenstern vnd Hallen dran / eben so groß wie jene vmbher/ fünfftzig elen lang/vnd fünffvnd zwentzig elen breit. Vnd es Hesekiel. 95 Vnd es gieng eine Halle herumb/fünffvnd zwentzig elen lang/vn fünffelen breit/ Diesclbige stund sorne gegen dem euffern Vorhof/vnd hatte auch palmlaubwerck an den Erckern/Es waren aber acht Stuffen htnauff zu gehen. Darnach führet er mich zum innern Thor gegen Morgen / vnd maß daffelbige/ gleich so groß wie die andern/mit seinen Genrachen/Erckern vnd Hallen/vn iren Fen- stcrn vnd Hallen vmbher/gleich so groß wie die andern/ fünfftzig elen lang / vnd fünff vnd zwentzig elen breit. Vnd hatte auch eine Halle gegen dem euffern Vorhof/vnd palmlaubwerck an den Erckern zu beyden seiten/vnd acht Stuffen hinauff. Darnach führet er mich zürn Thor gegen Mitternacht/das maß er gleich so groß wie die andern/mit seinen Gemachen /Erckern vnd Hallen/vnd iren Fenstern vnd Hallen vmbher/ fünfftzig elen lang / vnd fünffvn Zwentzig elen breit. Vnd hatte auch cineHalle gegen dem euffern Vorhose/vnd Palmlaubwerck an den Erckern zu beyden seiten/vnd acht Stuffen hinauff. Vnd vntcn an den Erckern an jedem Thor war eine" Kamer mit einerThür/dar- innman das Brandopffer wusch/Aber in der Halle für dem Thor stunden auff jegli- - cher feiten zween Tische/darauff man die Brandopffer/Sündopffer vnd Schuld- opffer/schlachtcnsolt/Vndheraußwerts zur selten/da man htnauff gehet zum Thor ft§gcn'wa!e7vl6/ gegen Mitternacht/stundcn auch zivcn Tische/vn an der andern feiten vnter der Hal- KrÄmcm! N!- len deß Thors auch zwen Tische. Also stunden auff jeder fetten für dem Thor vier Ti- s/eGcr-hc'evndklc-'- sche/ das sind acht Tische zuhauff/darauffman schlachtet. Eü-^e re^e L - Vnd die vier Tische zum Brandopffer gcmacht/waren auß gehauwen Stcmcu/ mw" «deF /so Aü ja anderthalbe elen lang vnd breit/vnd einer elenhoch/Darauff man leget allerlei) Go^d7cnst7ch/Ü' Gcrehtc/damitman Brandopffer vnd andere Opfferschlachtet. Vnd esgiengcn lei- stenherumb/hineynwcrts gebogen/einer quem Hand hoch/Vnd auff die Tische solt man das Opfferfleisch legen. Vnd aussen für dem innern Thor waren Kammern für die Sänger/im innem Vorhofe/Eine an der feiten neben dem Thor zur Mitternacht/ die sähe gegen Mit- tag/Dte ander zur fetten gegen Morgen/die sähe gegen Mitternacht. Vnd er sprach zu mir: Die Kammer gegen Mittag gehöret den Priestern/die im Hause dienen sollen. Aber die Kammer gegen Mitternacht gehöret den Priestern / so auff dem Altar dienen. Diß smd die Kinder Jadok/welche allein vnter den Kindern Leut für den HERRN trctten sollen/jm zu dienen. Vnd er maß den Platz un Hause/nemlich/ hundert elen lang /vnd hundert elen brcit/innö gevierde/ Vnd der Altar stund eben form für dem Tempel. Vnd er führet mich hincyn zur Halle deß Tcmpelö/vnd maß die Halle/fünff elen auff jeder seiten/vnd das Thor drcy elen wett auff jeder feiten / Aber die Halle war zwentzig elen lang/vndcilffelcnwctt/vnd hatte Stuffen da man hinauff gieng/vnd Pfeiler stunden vntcn an den Erckcrn/auff jeder feiten einer. xn.Lap. Nd cr führet mich httiepn in den Tempel / vil maß die Erckeran den Wänden/die waren zu jeder feiten sechß elen weit/so weit das Hauß war. Vnd die Thür waren zehen elen weit/aber die Wände zu beyden feiten an der Thür war jede fünffelen breit. Vnd er maß den raum un Tcmpel/der hatte viertztg elen in die länge/ vnd zwentzig elen in die breite. Vnd er gieng inwendig hincyn/vnd maß die Thür/die hatte zwo elen/vki dieThür hatte sechß elen/vn die weite derThür stben clen.Vn er maß zwentzig elen in die länge/ Vn Zwentzig elen in die breite am Tcmpel.Vn cr sprach zu mir: Diß ist dz allerheiligste. Vnd er maß die Wand deß Hauses/sechß elen hoch / Darauff waren Gange al¬ lenthalben Mer Prophet xi^i.Lap. lenthalben herumb/ getheilct in gemach/ die waren allenthalben vier elen wett. Vnd derselben gemach waren auffjeder feiten drei) vn dreiffig/ je eines an dem andern/ vnd stunden Pfeiler vnten bey den wänden am Hause allenthalben herum/ die sie trugen. Vnd vber diesen waren noch mehr gänge vmbher/vnd oben waren die gange wci- ter/daß man auß den vntern in die mitlern/vn auß den mitlern in die öbersten gieng/ vnd stund je einer sechst elen vber dem andern.Vn die weite der öbern gänge war fünff elen/vnd die Pfeiler trugen die gänge am Hause/Vnd es war je von einer Wand am Hause zu der andern zwentzig elen. Vnd es waren zwo Thür an der Schnecken hinauff/Eine gegen Mitternacht/ Pie ander gegen Mittag/Dnd die Schnecke war fünff elen wett. Vnd die Mauwer gegen Abend war fünff vnd sibentzig elen breit/vnd neuntzig elen lang. Vnd er maß die länge deßHauses/die hatte durchauß hundert elen/die Mauwer vnd was dran war/ Vnd die weite forne am Hause gegen Morgen/mit dem das dran hieng/war auch hundert elen. Vnd er maß die länge deß Gebäuws mit allem was dran Hieng / von einer ecken s biß zur andern/das war auff jeder feiten hundert elen/mit dem innern Tempel vnd Hallen im Vorhofe / sampt den Thüren / Fenstern / Ecken/ vnd den dreyen gängen/ vnd Tafelwerck allenthalben herumb. Er maß auch wie hoch von der Erden biß zun Fenstern war/vnd wie breit die Fensterseynsolten. Vnd maß vom Thor biß zum Allerheyligsten/außwendig vnd in¬ wendig herumb. Vnd am gantzen Hause herumb/von vnten an biß oben hinauff/an der Thür vnd an den Wänden/waren Kherubim/vnd Palmlaubwerck vnter die Khcrub gemacht. Vnd ein jeder Kherub hatte zwen Köpffe/auffeiner feiten wie ein Menfchenkopff/auff der andern feiten wie ein Löwenkopff. Vnd die Thür im Tempel war viereckct/ vnd war alles artig in einander gefügt. Vnd der hültzen Altar war dreyer elen hoch/vnd zwo elen lang vnd breit/Vnd seine ecken vnd alle seine feiten waren Hültzen/Dnd er sprach zu mir: Das ist der Tisch/ der für dem HERRN stehen sol. Vnd die Thür / beyde/ am Tempel vnd am Allerheyligsten/hatte zwey Bletter/ die man auff vnd zu thet/vnd waren auch Kherubim vnd Palmlaubwerck dran / wie an den Wänden.Dnd davor waren starčke Riegel/ gegen der Halle / vnd waren enge Fenster/vnd viel Palmlaubwercks herumb an der Halle vnd an den Wänden. xm.Lap. Mich Hinaus; zum russem Vorhofe gegen Mitternacht/vnttr die Kamcrn/sogcgm dem Gebäuw/das amTcm« pel Hieng/ vnd gegen dem Tempel zu Mitternacht lagen/welcher Platz elen lang war/von dem Thor angegen Mitternacht/ vnd EZZMW fünfftzig elen breit. Iwentzig elen waren gegen dem innern Vorhof/ vnd gegen dem Pflaster im eussern Vorhof/vnd dreiffig elen von einer ecken zur an¬ dern. Vnd innwendtg für den Kammern war ein Platz zehen elen breit/ für den Thü¬ ren der Kammern/ Das lag alles gegen Mitternacht. Vnd vber diesen Kammern waren andere engere Kamern/ Denn der raum auff den vntern vnd mitlern Kamern war nicht groß/Denn es war dreyer Gemach hoch/ vnd hatten doch keine Pfeiler/wie die Vorhöfe Pfeiler Hatten/Sondern sie waren schlecht auff einander gesetzt. VnddereufferVorhofwarvmbfattgenmtteinerMauren/darandieKammern stunden/die warfünfftzig elen lang/ vnd die Kammern stunden nach einander/auch fünsstzlg Sesektel. xnLap. 96 fünsstzig Elm lang/am euffern Vorhof/Aber der raum für dem Tempel war hundert Elen lang. Vnd vnten für den Kammern war ein Platz gegen Morgen/damanaustdcm euffern Vorhofgieng. Vnd an der Mauren von Morgen an waren auch Kammern / vnd war auch ein Platz davor/wievorienen Kammern gegen Mitternacht/vnd war alles gleich mit der länge/brcite/vnd allem was daran war/ wie droben an jenen. L Vnd gegen Mittag waren auch eben solche Kammern/mitjren Thüren/Dn vor dem Platz war die Thür gegen Mittag/dazu man kommet von der Mauren die ge¬ gen Morgen ligt. Vnd er sprach zu minDie Kammern gegen Mitternacht/vnd die Kamern gegen Mittag/gegen dem Tcmpel/dic gehören zum Heyligthumb/darinn diePriester essen/ wenn, sic dem HERRN opffern das allerhcyligste Qpffer. Vnd sollen die allerheylig- sie Opffer/ncmlich/Speißopffcr/Sündopffer vnd Schuldopffer/daselbst hineynle- gcn/Dcnn cs ist ein heyligc statt. Vnd wenn die Priester hmcyn gchen/sollcn sie nicht wider auß denr Heyligkhum gehen m euffern Dorhof/sondern sollen Zuvor jre Kleider/darin» sie gedtenet haben/ in öenftlbigcn Kammern weg legen/Denn sie sind heylig. Vnd sollen jre andere Klei, der anlcgcn/vttd alsdenn hcrauß vnters Dolck gehen. Vnd da er das Hauß innMndig gar gemessen hatte/ führet er mich herauß zum Thor gegen Morgen/vnd maß vondemselbigen allenthalben hemmb. Gegen Mor¬ gen maß er fünff hundert Ruten lang/Vnd gegen Mitternacht maß er auch fünff hundert Rute» lang.Dcßglcichen gegen Mittag auch fünff hundert Ruten/Vnd da er kam gegen Abcnd/maß er auch fünff hundert Ruten lang. Also hatte die Mauer/ die er gemessen / inns gevierde auff jeder seyten herumb fünff hundert Ruten/ darmit das Hcybge von demVnheyligen onterschieden werc. X^III.j5ap. führet mich wider zum Thor gegen Morgen/ Vnd sihe/die Herrlrgkeit deß Gottes Israel kam vom Morgen/ vnd brauset wie cm groß wasser braustt.Vnd es ward sehr liecht auff der Erden von seiner Herrligkeit/Vnd war eben wie das Gesicht/das ich gesehen hatte am Wasser Khcbar/da ich kam/ daß die Statt solt zerstört werden. Da siel ich nider auffmcin Angesicht/ vnd die Hcrrligkeit deß HER¬ REN kam hmcyn zum Hause durchs Thor gegen Morgen. Da Hub mich ein Wind aufff md bracht mich in den inner» Vorhof/ Vnd sche / die Herrligkeit deß HERRN erfüllet das Hauß. Vnd ich höret einen mit mir reden vom Hause hcrauß/vnd em Mann stund ne¬ ben mir/dcr sprach zu mir: Du Mcnschcnkmd/Das ist der ort meines Throns/vn die stett meiner Fußsolen/darin ich Wil ewiglich wohnen vnter den Kindern Israel. Vnd das Hauß Israel sol nicht mehr meinen hcyligen Namen versnrcimgcn/weder sie noch jreKönige / durchjre Hurcrcy/vnd durch die Leichejrcr Könige injrcn Höhen/ welche ^re Schwelle an meine Schwelle/vud jre Pfosten an meme Pfosten/gesetzt habcn/daß nur eine Wand zwischen mir vnd jncn war/vnd haben also meinen hcyli- gen Nanren vervnreiniget durch jre greuwel die sie thetcn/darumb ich sie auch in mei- nem zorn verzehret habe. Nun aber sollen sie jre Hurerey / vnd die Leiche jrer Könige/ ferm von mir wegthun/vnd ich wil ewiglich vntc'r jncn wohnen. d^V-mch verbot. s Vnd du Menschenkind/zeige dem Hause Israel den Tempel an / daß sic sich sche- men jrer miffcthat / Vnd laß sie ein reinlich Muster davon nemmen. Vnd wenn sie sich nun alles jres thuns schämcn/so zeige jnen die Weise vndMusterdeßHauses/ vnd sei- AerWophct xi^m.Lap. vnd seinen außgang vnd eyngang/vnd alle seine weise / vnd alle seine sitten / vnd alle seine weise/vnd alle seine Gesctze/vnd schreibe cs jnen für/daß sie alle seine weise vnd alle seine sitten halten/vnd darnach thun. Das sol aber das Gesetze deß Hauses seyn/auff der Höhe deß Berges / so weit es vmbfangen hat/sol es das Allerheyltgst seyn/Das ist das Gesetze deß Hauses. ist aber das maß deß Altars/ nach der Elen/ welche einer handbreit länger (^T ist denn eine gemeine Ele. Sein Fuß ist einer Elen hoch/ vnd einer Elen breit/ Vnd der Altar reicht hinauff biß an den rand / der ist einer Spannen breit vmbher/ Vnd das ist seine Höhe. Vnd von dem Fusse auffder Erden biß an den vntern absatz/sind zwo Elen hoch/ a vnd eine ele breit. Aber von demselben kleinern absatz/ biß an den grösser« absatz / sind GES Bcrg/Äl vier eien hoch/vnd eine ele breit/ Vnd der a Harel vier elcn hoch / vnd vom Ariel vber Gottes Lowe / So wms vier hörner.Der Ariel aber war zwölffelcn lang /vnd zwölffelen breit inns ge- vrerde/ Vnd her öberstabsatz war viertzehen elcn lang /vnd viertzehen elen breitinns v^- gcvicrde/ Vnd cin rano gteng allenthalben vmbher einer halben elen breit / vnd sein Fuß war einer elcn hoch/vnd seine stuffen waren gegen Morgen. Altar/ramä hat k»n Vnd er sprach zu mir: Du Menschenkind/ So spricht der HERR HERR: Diß s sollen die sitten deß Altars seyn/ deßtagesdaer gewacht ist/daß man Brandopffcr A drauff lege/vnd das Blut drauff sprenge. Vnd den Priestern von Leui auß dem Sa- de/AKarsauchÄa Jadok/dte da für mich tretten/daß sie mir dicncn/spricht der HERR HERR/ solt auffecutsch hülffc'ös du geben ein jungen Farren zum Sündopffer. Vnd von desselben Blut soltu nemen/ Sp!ackM77/Ä7 vnd seine vier Hörner damit besprengen / vn die vier ecken an dem öbersten absatz/vnd EÄrmm schoß7s vmb die leisten herumb/damit soltu jtt entsündigm vnd versühncn. Vnd solt den Far- kusam. rcn deß Sündopffers nemmen/vnd jn verbrennen an einem ort im Hause / das dazu verordnet ist/auffer dem Heyligthumb. Aber am andern tage soltu einen Agmbock opffern/dcr on waNdel scy/zu einem Sündopffer/vnd den Altar damit entsündigm/wie er mit dem Farren cntsündigr ist.Vnd wenn das entsündigen vollendet ist/soltu einen jungen Farren opffcrn/der on wandelsey/vnd einen Wider von der Herd on wandel/vnd solt sie bcyde für dem HERRN opffem. Vnd die Priester sollen Saltz drauff strcuwen/vnd sollen sie also opffcrn dem HERRN zum Brandopffcr. Also soltu siben tage nach einander täglich einen Bock zum Sündoffcr opffcrn/ vnd sie sollen einen jungen Farren vnd einen Wider von der Herd/ die beyde on wan¬ del sind/opffern/Vnd sollen also siben tage lang den Altar versünen/ vnd jn reinigen/ vnd seine Hände füllen. Vnd nach denselben tagen sollen die Priester am achten tage/ vnd hernach für vnd für/auff dem Altaropffcrn euwer Brandopffcr/vndeuwer Danckopffer/So Wil ich euch gnädig seyn / spricht der HERR HERR. xnm.Lap. er führet mich wldcrumh hl dem Thor deß eussem gegen Morgen/cs war aber zugeschlossen/Vnd der zu mir: Diß Thorsolzugeschloffen bleiben/vnd nicht >W^^ZMauffgethan werden/vnd solnicmand dadurch gehen / on allein der HERR/der GottIsrael/sol dadurch gehen/vnd sol zugeschloffen blei- ben/Docb den Fürsten außgcnonnnen/Detm der Fürst sol darvntcr sitzen/das Brot zu essen für dem HERRN/durch die Halle soler hineyn gehen/vnd durch dieselbige wider herauß gehen. Darnach führet er mich zum Thor gegen Mitternacht für das Hauß/ vnd ich sa- he/vnd sihe/deß HERRN Hauß ward voll der Herrligkett deß HERRN/Dnd ich fiel auffmein angesicht. Vnd der HERR sprach zu mir: Du Menschenkind / mcrcke eben drauff/ AMI. XIUIil.Lap. 97 drauff/vnd sche/vnd höre fleissig auff alles was ich dir sagen wil / von allen sitten vnd Gesetzen im Hause deß HERRN/vnd mercke eben wie man hineyn gehen sol/vnd auss alle außgänge deß Heiltgthumbs. ö Vnd sage dem vngehorsamm Hause Israel: So spricht der HERR HERR: Jr machts zu vlcl/jr vom Hause Israel/mit allen euwern greuweln.Den /r führet fremb- de Leute/eines vnbeschnittenen hertzens/vnd vnbeschnittcncn fieischs/ in mein Heylig- chumb/dadurch jr mein Haust emheyliget/wenn jr meinBrot/fcttes vnblut/ opffert. Vnd brccher also meinen Bund mit allen euwcrngreuweln/vnd haltet die sittcy urei- ncs Hcyügthums nit/sondern lnachet euch selbst neuwe sitten in meinem Hetligthum. Darumb spricht der HERR HERR also:Es so! kein fremöder eines Vnbcschmtte- nenhertzen/ vnd vnbeschnittenen Fleisches/in mein Hciligthumb kommen/auß allen ftembdlmgen/sovntcr den KindemIsmel sind/Ia auch nicht die Leuiten/dic von mir gewichen sind/vnd sampt Israel von mir jrr gegangen nach jren Götzen/Darumb sollewsrc ire Sünde tragen. Sie sollen aber in meinem Hciligthumb dienen an den amptcn/den Thürer; deß Hauscs/vnd dem Hause dicnm/vnd sollen nur dasBrandopffer vnd ander Opffcr/ so das Volck herzu bringet/schlachten/vn für den Priestern stehen/daß sie jncn dimm/ Darumb / daß "sic stierr gcdienct für iren Göyen/vnd dem Hause Israel ein ärgern lß zur Sünde gegeben haben. Darum habe ich meine Hand ober sic außgestreckk/fpmht der HERR HERR / dass sic müsse;; ire Sünde tragen. Vnd sollen nicht Zu mir nahen Priesterampt zu führen/noch kommen Zu einigem meinem Heyligthumb / zu dem Äl, lerheyligsten / sondern sollen jre schände tragen/ vnd ire greuwel / diejsie geübt haben. Darumb habe ich sie zu Hütern gemacht an allem dienst deß Hauses/vnd zu allem/ das man drin« thun sol. c: §^5Ber die Priester außdmLemkcn/die Kinder Jadok/so dic sitien meines Hey- ^j,ligthumbs gehalten haben/da die Kinder Israel von mir abficlen / die sollen für mich Lrcttcn/vnd mir dienen/vnd für mir stehen/dass sie mir das Fett vnd Blut opf- fcm/spricht der HERR HERR. Vnd sie sollen hineyn gehen in mein Heyligthumb/ vnd für meinen Tisch trettcn/mir zu dienen/vnd meine sitten zu halten. ' Vnd wenn sie durch die Thore deß innem Vorhofs gehen wöllen/sollen sie leinen Kleider anziehen/vnd nichts Wüllens anhaben/Ml! sie in den Thoren iminncrn Vorhofe dienen. Vnd sollen leinen schmuck auff/rcni Haupt habcn/vnd leinene nidcr- kleid vmb/re Lenden vnd sollen sich nicht" in; schweißgüreen. Vnd wenn sic etwa zu om s-chwe-D^z einem eussern Vorhofzun; Volck hcrauß gehen/sollcn sie dicKleidcr/darinn sie gcdie- net haben / ausszichcn / vnd dieselben in die Kammern deßHciligthumbs legen / vnd andere Klcidcr anzlehcn/vnd das Volck nicht heiligen in/rcn eigenen Kleidern. Jr Haupt sollen sic nicht bescdarcn/vnd sollen auch nicht die Har frey wachsen lassen/son- dern sollen d;c Har vmhcr verfchncldcn. Vnd sol auch kein Priester keinen Wein tritt- ha« aüncn/da« ckcn/wcnn sic m innern Vor l ofgchcn sollen. Vnd sollen keineWittwe noch verstosse- sEm ne zur Ehe ncmmcn/sondcrn Iungfrauwen / vom sarnen deß Haufts Israel / oder ei- nes Priesters nachgelassene Wittwe. v Vnd sie sollen mem Volck lehren / daß sie wissen vnterscheid zu halten zwischen heyligem vnd vnhcyllgcm/vnd zwelschnr reinem vnd vnreinem. Vnd wo ein fache für sie kommet/ sollen sic stehen vnd richten/vnd nach meinen Rechten sprechen/ vnd mm ne Gebott vnd Stttcn haltcn/vnd alle meme Feste halten/vnd meine Sabbath hey- ligen. Vnd sollen zu keinem todten geh; n/vnd j ich vcrvwetmgen / On allein zu Vat¬ ter vnd Mutter/ Son oder Tochter/ Bruder oder Schwester, d;e noch keinen Man gehabt habe/vber denen mügcn sie sich vervnrcinigcn/ Vnd nach seiner reimgung sol man /m zelen siben tage. Vnd wenn er wider hineyn zum Heyligthumb gehet/in den inner« Vorhofe / daß er im Heyligthumb plene/ sosol er sein Sündopffcr opffern/ spricht der HERR HERR. R Aber Erbtßeil der pnester. Mcr-Wophct X^V.Lap. Aber das Erbtheil/das ste haben sollen/das wil ich selbß ftyn. Darunck solt jr jnen kein eigen Land geben in IftaclDen ich bin jr Erbtheil. Sie sollen jre Nahrung haben vom Spaßopffer/Sündopffer vnd Schuldopffer / vnd alles verbannte in Israel sok jr seyn.Vnd alle erste Früchte vnd erste Geburt/von allen Hebopffern/sollcn der Prie¬ ster ftyn.Ir solt auch den Priestern die Erstlinge geben von allem das man jffet/damit der fegen in deinem Hause bleibe. Was aber ein aß oder Missen ist / es sey von Vögeln oder Thiercn/das sollen die Priester nicht essen. x^v.Lap. -MMM Enn jr NM das Land durchs Loß außthetlet / so solt jr> ein Hebopffer vom Lande absöndem/das dem HERRN heylig ftyn « MWMW sol/fünff vnd zwentzig tausend" Ruten lang/ vnd zehen tausend breit/ NHAMj der Platz sol heylig ftyn so weit er reicht. Vnd von diesem sollen zum ammrestchet.^" Heyügthumb kommen ja fünff hundert (Ruten) innsgevierde/vnd dazu ein freyer Raum vmbher fünfftzig Elen. Vnd auffdemftlbcn Platz/der fünffvnd zwentzig tausend Ruten tang/vnd zehen tausend breit ist/sol das Heyligthumb stehen/vnd das Allerheyligste.Das vbrige aber vom gcheyligten Lande sol den Priestern gehören/die im Heiligthumb dienen/vnd für den HERRN tretten jm zu dienen / daß sie raum zu Häuftrn haben / vnd sol auch heylig ftyn. Aber die Leuiten/so für dem Hause dienen/sollcn auch fünffvnd Zwentzig tausend Ruten lang/vnd zehen tausend breit/ habcn/zu jrem theilzu zwentzig Kammern. Vnd der Statt soltjr auch einen platz lassen/für das gantze Hauß Israel/fünff tausend Ruten breit/ vnd fünffvnd zwentzig tausend lang/ncbcn dem abgesonderten Platz deß Heiligthumbs. Dem Fürsten aber solt jr auch einen platz geben zu beyden feiten/zwischen dem Platz der Pricster/vnd zwischen dem Platz der Statt/gcgen Abend vnd gegen Mor- gcn/Vnd sollen beyde gegen Morgen vnd gegen Abend gleich lang ftyn. Das sol sein eigen theil ftyn in Israel/damit meine Fürsten nicht mehr meinem Volek das jre nem- men / Sondern sollen das Land dem Hause Israel lassen für jre Stämme. Denn so spricht der HERR HERR :Irhabkö lang gnug gemacht /jr Fürsten Is- s rae!/Lassetabevomfreffclvndgewalt/vndthutwas recht vnd gut ist/vnd thutab von meinem Volck euwer außtreiben / spricht der HERR HERR. v . Jr solt recht Gewichte/vnd rechte Scheffel/vnd rechte Maß haben / ^ Epha vnd 'Bath sollen gleich seyn/daß em Bath das Zchende theil vom Homer habe/vnddas ^.rkk) Ist M Epha auch das zchende theil vom Homer/Denn nach dem Homer sol mansie beyde Arnm.ßvnd messen. o, d Aber em ^Sekcl sol zwentzig Gera Haben/Vttdem Mina macht zwentzig Se- ^1;-ftchtzigs!- kcl/fünff vnd zwentzig Sekel vnd fünfftzehm Sckel. / ^nlüsammcn Das solnun das Hebopffer ftyn/das jr heben sollet/nemlich/das sechste theil ei- ! tt^!!7w-)Äach! nes Ephra von einem Homer rveitzen/vnd das sechste theil eines Epha/ von einem Ho- I -as / D.1S,st bcy ^er Gersten. MLcu,ottsgulde.,. gsftitjr gebeneinenBath/nemlich/ja denzehenden Bath vom§hor vnrrdcn zehenden vom Homer/Denn zehen Bach machen ein Homer. Vnd ja ein Lamb von zwey hundert Schafen / auß der Herd auff der Weyde Is- rael/zumSpeißopffer/vndBrandopffer/pndDanckopffer/zurvcrsünungfürsle/ spricht der HERR HERR. Alles Volck im Lande solsolch Hebopffer zum Fürsten in Israel bringen. Vnd der Fürst sol sein Brandopfftr/Spetßopffer vn Tranckopffer / opffern auff die Feste/ Neuwmondm vndSabbathcn/vnd auffalle hohe Festedeß Hauses Israel. Da¬ zu Sünd- Lestk-cl. x^vi.Lap. zu Sündopffer vnd Speißopffer/Vrandopffcr vnd Danckopffer chun/zur Versüh¬ nung für das Hauß Israel. So spricht der HERR HERR: Am ersten tage deß ersten Monden soltu nemen einen jungen Farrcn/der on wandel scy/vnd das Hcyligthumb entsündigen. Dnd der Priester sol von dem Blut deß Sündopffcrs nemcn/vnd die Pfosten am Hanse da¬ mit besprcngen/vnd die vier ecken deßabsatzs am Altar/sampt den Pfosten am Thor dcß inner» Dorhofs. Also seltu auch thun am sibcnden tage deß Monden/wo jemand gejrrct oder verführet ist/daß jr das Haust cntsündiget. Am viertzehcnden tage deß ersten Monden / solt ir das Pastah halten / vnd siben tage feyren/vnd vngesäuwert Brot essen. Dnd am selbigen tag sol der Fürst für sich/ vnd für alles Dolck im Lande/cinen Farren zum Sündopffer opffcrn. Aber die siben tage deß Festes sol er dem HERRN täglich ein Brandopffer thun / Ja/ siben Farren vnd siben Wider/die on wandelseyn/ vnd ja einen Jigenbockzum Sündopffer. Ium Spcißopffer aber sol er ja ein Epha zu einem Farren/ vnd ein Epha zu einem Wider/ opffern/vnd ja ein Hin öl zu einem Epha. AmfünMchenden tage dcß sibcnden Monden /sol er siben tage nach einander feyrcn/gleich wie jene siben tage/ vnd eben so halten mit Sündopffer / Brandopffer/ Speißopffer/sampt dem öle. xi^vi.Lap. O spricht der HERR HERR: Das Thor am inner» Vorhofe gegen Morgenwerts / sol die sechß wercktage zugcschlosscn seyn/Aber am Sabbachkagevndam Mummenden sol mans auss- thun. Dnd dcrFürstsolaußwcndig vnter die Halle dcß Thors tret- ten/vnd heraussen bey den Pfosten am Thor stehen bleiben. Dnd die Priester sollen sein Brandopffer vn Danckopffer opffcrn/ Er aber sol auff der schivel- !e deß Thors anberen/vnd darnach wider hinauß gehen/ das Thor aber sol offen blei¬ ben biß an den abend. Dessgleichen das Dolck im Lande / sollen in der Thür desselben Thors anbeten für dem HERRN an den Sabbathcn vnd Muwmondcn. Das Brandopffer aber/so der Fürst für dem HERRN opffcrn sol am Sabbath tage/ sol seyn/ sechß Lämmer die on wandel seyn /vnd ein Wider on wandel / vnd em Epha Speißopffcrs zu einem Widcr/zum Spcißopffer. Jun Lämmern aber / so viel seine Hand gibt zum Speißopffer/vnd ja ein Hin öl zu einem Epha. Am Muwmonden aber sol er einen jungen Farren opffcrn/der on wandel sey/ vndsechß Lämmer vnd ein Dlder/auch onwandel. Dnd ja ein Epha zum Farren/ vnd cm Epha zum Wwer/zum Spelßopffcr. Aber zun Lämmern so viel als er greisst/ vnd ja ein Hin öl zu einem Epha. v Dnd wenn der Fürst hmcyn gchct/sol er durch die Hall deß Thors hincytt gehen/ vn desselben wcgs wwer he muß gehen. Aber das Dolck rm Land/so für dem HERRN kommet auff Dre hohen Feste/vnd uun Thor gegen Mitternacht hineyn gehet anzube- ten/das sol durch das Thor gegen Mttag wider hcmußgchcn.Dnd welche Mm Thor gegen Mittag hlncyn gehen/dic sollen zumThor gegen Mitternacht wider herauss ge¬ hen. Dnd sollen nredk wider zu dein Thor hinauß gehen/dadurch sie hmcyn sindgc- gangen/soudern stracks für sich hinauß gehen/DerFürst aber sol mit jncn/bcyde/hin- cyn vnd herallst/ gehen. Aber an den Feyertagcn vndhohen Festen sol man zum Spcistopffer/ja zu einem Farren ein Epha/vud ja Zu einem Wwer ein Epha/opffern/vnd zun Lämmern so viel seine Hand grbt/ vnd ja ein Hin öl zu cmem Epha. Wen aber der Fürst ein freywilligBrandcpffcr oder Danckopffer dem HERRN thun wolt/so sol mau jm dasThorgegen Morgcnwertsauffchun daß er scm Brand- R rj opffer 98 Mr Wophet X v l. Lap» opffer vnd Danckopffcr opffere/wie er sonst am Sabbath pflegt zu opffern/vnd wenn er wider herauß gchet/sol man das Thor nach jm zuschlieffcn. Vnd er sol dem HERRN täglich ein Brandopffer thun/nemlich/ein järigs Lamb on wandcl/dasselb sol er alle morgen opffcrn. Vn sol alle morgen das sechste theilvon einem Epha zum Speißopffer drauffthun/ vnd ein dritte Heil von einem Hin öl/auff dasSemmelmälzu trauffen dem HERRN zum Speißopffer / Das sol ein ewiges Recht seyn vom täglichen Opffer. Vnd also sollen sie das Lamb sampt dcm Speist- opffer vnd öl alle morgen opffern/zum täglichen Brandopffer. So spricht der HERR HERR: Wenn der Fürst seiner Sone einem ein gefchenck 6 gibt von seinem Erbe/ daffclb sol seinen Sönen bleiben / vnd sollen es erblich besitzen/ Wo er aber seiner Knechte einem von seinem Erbchetl etwas schenckct/das sollen sie besitzen biß auffs Frey jar/ vnd sol alsdenn dem Fürsten wider heimfallcn / Denn sein theil sol allein auff sein e Sone erben. Es sol auch der Fürst dem Volck nichts ncmmen von seinem Erbtheil/noch sie auß jren eigen Gütern stoffen/Sondern sol sein eigen Gut auff seine Mder erbcn/auff daß meinesVolcks nicht jemand von seinem eigen- thumb zerstreuwet werde. Nd er führet mich vuter den eyngang / an der seyten drß Thors / gcgerl Mitter- U^nacht/zu den Kammern deß Hcyligthumbs/so den Priestern gchortcn/Dn sihe/ daselbst war ein raum in einem Eck gegen Abend. Vnd er sprach zu mir: Dtß ist Der ort/da die Priester kochen sollen das Schuldopffer vnd Gündopffer/vnddas Speißopffer backen/daß sie es nit hinauß in euffcrnVorhoftragen dürsten das Volck zuheyligen. Darnach führet er mich hinauß in deneuffem Vorhof/vnd ließ mich gehenm die vier ecken deß Vorhoft/Dnd sihe/da war in jeglicher der vier ecken einander Vor- höflin zu räuchern / viertzig elen lang / vnd drcyffig clen breyt / alle vier einerley maß. Vnd es gieng ein Mäuwerlin vmb em jegltchs der vier / da waren Harde hcrumb ge- macht/vnten an den Mauren. Vnd er sprach zu mir: Diß ist die Küchen / darinn die Diener im Hause kochen sollen was das Hauß opffert. XI^VII.Lüp. M er führet mich wider zu der Thür deß Tempels/ Vnd sihe/da floß ein Waffer herauß vnter die Schwelle deßTcm- pels/gegen Morgcn/Denn die Thür deß Tempels war auch gegen Morgen. Vnd das Waffer liest ander rechten seyten deß Tempels neben dem Altar hin/gegen Mittag. Vnd erführet mich außwen- Dig zum Thor gegen Mitternacht/ vom euffern Thor gegen Morgen / Vnd sihe / das Waffer sprang herauß von der rechten seyten. Vnd der Mann gieng herauß gegen Morgen/vnd hatte die Meßschnur in der Hand/vnd er maß tausend elen/vnd führet mich durchs Waffer biß rnirs arr die Knö¬ chel gieng. Vnd maß abermal tausend clen/vnd führet mich durchs Waffer biß mirs an die Kme gieng. Vnd maß noch tausend elen/vnd ließ mich dadurch gehen biß cs mir an die Lenden gieng. Da maß er noch tausend clen/vnd es war so tteff/daß ich nicht mehr gründen kund/Denn das Waffer war zu hoch/daß man drüber schwim¬ men mußte/vndkundte cs nicht gründen. Vnd er sprach zu mir: Du Menschenkind/ das hastu ja gesehene Vnd er führet mich wider zu rück am vfer deß bachs/Vnd sihe/da stunden sehr Vit bäume am vfer auff beyden sciten.Vnd er sprach zu mir: Diß Wasser das da gegen Morgen herauß fleußt/wirt durchs Blachfeld fliessen ins Mecr/vn von einem Meer inns ander.Vnd Wenns dahin ms Meer kommet/da sollen dicsclbige Wasser gesandt werdcn/Za alles was deinen lcbtvnd webt/dahm diese Ströme kornen/das sol leben/ vndsot Msekiei. XI, V II. Lap. Hnd sol sehr viel Fische haben/ Vnd sol alles gesund werden vn leben wo dieser Strom hinkommet. Vnd es werden dieFischer an demselben stehen / von Engeddi / biß zu EnEglaim wirt man die Fischgarn auffspannen. Denn es werden daselbst sehr viel Fische seyn/ gleich wie im grossen M er. Aber die Theiche vnd Lachen daneben werden nicht ge¬ sund werden/sondern gefaltzen bleiben. Vnd an demselben Strom am vfer/auff beydenfeiten/werden atlerley fruchtba¬ re Bäume wachftn/vnd jre Bletter werden nicht verwelcken/ noch ire früchte versau- len/vnd werden alle Monden neuwe früchte brmgen/Denn ir wasser fleußt auß dem Heyligthumb. Ire frucht wirt zur Speise dienen/vnd jre Bletter zur Ertzney. spricht der HERR HERR: Diß sind die Grentze/nach der ir dao Land solt c^Aaußtheilen den zwölffStammen Israel/ Denn zweythcil gehören den; Stam Ioscph/Vnd ir solts gleichaußchcilcn/einem wie dem andern/Denn ich hab meine Hand auffgehaben/das Land euwem Vättern vnd euch zum ErbHeil zu geben. L Diß ist nun die Grentze deß Landes gegen Mitternacht/ von dem grossen Meer anwon Hethlon biß gen Jedad/nemlich Hemath/Berotha/ Sibraim/ die mit Da- masco vnd Hcmath grentzcn/vnd Hazar Tichon/ die rnit Haueran grentzet. Das sol Die Grcntzefeyn/vom Meer an bißgenHazarEnon/vnd Danrascus vndHemach sollen das ende seyn gegen Mitternacht. Aber die Grentze gegen Morgen solt ir messen zwischen Haueran vnd Damasto/ vnd zwischen Gilead vn zwischen dem Lande Israel/am Jordan hinab biß ans Mer gegen Morgen. Das sol die Grentze gegen Morgen seyn. Aber die Grentze gegen Mittag ist von Thamar biß ans Haderwafferzu Kades/ vnd gegen dem Wasser am grossen Meer. Das sol die Grentze gegen Mittag seyn. Vnd die Grentze gegen Abend ist vom grossen Meer an stracks biß gen Hcmath. Das scy die Grentze gegen Abend. Also solt ir das Land außthcilcn vnter die StämmeIsrael. Vnd wenn ir das Loß werffet/das Land vnter euch zu Heilen/so solt irdieFrembdlmge/die bcy cuchwoh- nen/vn Kinder vnter euch Zeugen/halten gleich wie die Eynhelmifchen vnter den Kin¬ dern Israel/vnd sollen auch iren Heil am Lande habcn/em jeglicher vnter dem Stam darbcy er wohnet/spricht der HERR HERR. x^vm.Lap. sind die Namm dcr Stamme von Mitternacht/ HW^M^von Hethlon gegen Hcmath vnd HazarEnon/vnd von Damasco gegen Hemath/Das so! Dan für sein Heil haben/von Morgen biß gen Abend. Neben Dan so! Asscr scium Hellhabe/son morgö biß gen abend. Neben Asser sol Naphthcck seinen thcil haben/von Morgen biß gen Abmd. Neben Naphthali sol Manaffc seinen thcil haben/von Morgen biß gen Abend. Neben Manaffc so! Ephraim seinen Heil haben/von Morgen biß gen Abend. Neben Ephraim sol Ruben seinen thcil haben/von Morgen biß gen Abend. Neben Ruben sol Juda seinen chcü haben/von Morgen biß gen Abend. ^s^Eben Juda aber solt ir eine Heil absöndern/vom Morgen biß gegen Abend der " ojH fünffvnd zwcntzig tausend Ruten breyt vnd lang sey/ Ein stück von den Heilen/ vom Morgen biß gen Abend mchen/Darinn so! das Heyligthumb stehen. Vnd davon solt ir dem HERRN einen thcil absöndem / fünffvnd Zwentztg tau¬ send Ruten lang/vnd zehen tausend Ruten breyt. Vnd daffelbige heilige thcil sol der m Priester seyn/mmüch/fünffvn zwcntzig taliscnd Ruten lang gegen Mitternacht vnd gegen Mltkag/vnzehen tausend brett/gegen Morgen vn gegen Abend.Vnd das Hcy- R ni ligthumb AerUrophct XI.VIII.Lap. ligthumb dcß HERRN sol mitten drinnen stehen? Das sol geheyliget seyn den Prie- stcrn/den Kindern Jadok/welche meine sitten gehalten haben/vnd sind nicht abgefal¬ len mit den Kindern Isracl/wie die Leuiten abgefallen sind. Vnd sol also diß abgeson¬ dert theil deß Lands ir eigen seyn/darin das Merheyligste ist/nebe der Leuiten grentze. Die Leuiten aber sollen neben der Priester Grentze auch fünff vnd zwentzig tau-s send Ruten in die lange/vnd zehen tausend in die breyte / haben / Denn alle länge sol fünffvnd zwentzig tausend/vnd die breyte zehen tausend / Ruten haben. Vnd sollen nichts davon verkauffcn noch verändern/damit daserstling deß Landes nicht weg^ komme/Denn es ist dem HERRN geheyliget. Aber die vbrigen fünff tausend Ruten in die breite/gegen die fünff vnd zwentzig tausend Ruten in die länge/das sol vnheylig seyn zur Statt drinen zu wohnen/vnd zu Vorstättcn/vnd die Statt sol mitten drinnen stehen. Vnd das solch maß seyn/vier tausend vnd fünffhundert Ruten gegen Mitternacht vnd gegen Mittag/Deßglei- chcn gegen Morgen vnd gegen Abend auch vier tausend vnd fünff hundert. Die Vorstatt aber sol haben zwey hundert vnd fünfftzig Ruten/gegen Mtter- nacht vnd gegen Mittag/Deßgleichen auch gegen Morgen vnd gegen Abend zwey hundert vnd fünfftzig Ruten. Aber das obrtge an der länge desselben/neben den abgesonderten vnd geheylig- ten/nemlich/zehen tausend Ruten gegen Morgen vnd gegen Abend / das gehöret zu vnterhaltung dere/ die in der Statt arbeiten/ Vnd die Arbeiter sollen auß allen Stämmen Israel der Statt arbeiten. Daß die gantze absönderung der fünff vnd zwentzig tausend Ruten ins gevierde ein gehcyligt absönderung sey/zu eigen der Statt. Was aber noch vbrig ist auff beyden feiten/neben dem abgesönderten heyligen o theil/vndneben der Statttheil /nemlich/ fünff vnd zwentzig tausend Ruten/gegen Morgen vnd gegen Abend/das sol alles deß Fürsten seyn. Aber das abgesonderte heylige theil/vnd das Hauß deß Heyligthumbs/sol mitten Lumn seyn. Was aber dazwischen ligt/zwischen der Leuiten theil / vnd zwischen der Stakt theil/vnd zwischen der Grentze Iuda/vnd der Grentze BenIamin/das sol deß Fürsten seyn. (b^Arnach sollen die andern Stämme seyn/BenIamin sol sein theil habenvon Morgen biß gen Abend. Aberncbcn der Grentze BenIamin sol Simeon sein theil haben/von Morgen biß gen Abend. Neben der Grentze Simeon sol Isaschar seintheilhaben/von Morgen biß gen Abend. Neben der Grentze Isaschar sol Scbulon seinen theil haben/von Morgen biß gen Abend. Neben der Grentze Sebulon sol Gad seinen theil haben/von Morgen biß gen Abend. Aber neben Gad ist die Grentze gegen Mittag/vonThamar biß ans Haderwas¬ ser zu Kades/vnd gegen dem Wasser am grossen Meer. Also sol das Land außgethcilet werden zum Erbtheil vnter die Stämme Israel/ Vnd das sol ir Erbtheil seyn/spricht der HERR HERR. so wck sol die Statt seyn/ vier tausend vn fünff hundert Ruten gegen Mit- v AH ternacht. Vnd die Thor der Statt sollen nach den Namen der Stämme Israel ^^genennetwerden/Drey Thor gegen Mitternacht/Das erste Thor Rubens/ das ander Iuda/das dritte Leui. Also auch gegen Morgen vier tausend vnd fünff hundert Ruten /vnd auch drey Thor/nemlich/Das erste ThorIoseph/das ander BcnIamin/das dritte Dan. Gegen Mittag auchalso/vtertausendvndfünffhundert Rmcn/vnd auch drey Thor Mnlcl. Thor / Das erste Thor Simeon / das ander Faschar/das dritte Sebulon. Also auch gegen Abend/vier tausend vnd fünffhundert Ruten / vnd drey Thor/ Ein Thor Gad/das ander Affer/das dritte Naphthali. Also sol es vmb vnd vmb achtzehen tausend Ruten haben. Vnd alsdenn sol die Statt genennst werden/Hte ist der H EM. Ende deß Propheten Hesektel. Vorrede vöcrdcn Ursphttm Aa- mcl/D. Martin» Luchert. l- M Vffdaß die Etnftltlgcn/ vnd die/ so die Histo- DM-l ik ae rien nichtwissen/noch lesenkönnen/dtß Buch S. Dante- Babel komm!» k», lis doch etlicher massen mügen vcrncmmcn/wlllch Mit drser Vorrede W eine kleine anweisung geben. Vnd auffserst/wieDanicl etkicheiar für L der Zerstörung Jerusalem gen Babelscy kommen/vnker demKönige UM Ioiaklm/wclchcn der König NebucadNezar fangen vnd binden ließ/ vnd wolt sn gen Babel führen/vnd doch anderst rahts ward/ vnd ließ m M da bleiben / führet aber etliche der besten Leute (vnker welchen Daniel auch gewesen ist)vndgefesseauß dem Tempel Mit fich.Von dem allen - findet man im andern Buch der Könige am vier vnd zwentzigsten/vnd in der Chronica am sech st vnd drcyffigsten Capitcl. ersten Kapitel gehet vorher cm schön Excmpel/von dem Leben Danrelis/ S.Danieliö A>Awieheylig/wie Gottsfürchtig/vn wie eines grossen ritterlichen Glaubens zu Gott er gewest sey/ Lebe». ck^Bvmcr solchem wüsten/ Hcydnischcn wesen/vnd vnker so vrl greuwlichen ärgcrnlsscn / so er zu Ba¬ bel hat müssen sehen vndhören täglich/vnd doch fest vnd beständig blieben/ solches alles m seinem hertzen vberwundenhak.Darumbfolgekauchbaldhernach/wieGottjmsogrossegnMcrzciget/vndzumersten Geistlich hoch ehret/mit wcißhcitvndverstandt vber alle Menschen begabk/vnd hernach auch weltlich hoch serzt/vndeitel machtigegrvsse wundervnd werckdurch jnthut/Damit ervns allen anzcigt/wic lieb vor» Goterr, vndwehrterhabc/dre/soju fürchten/vnd jmverträumen- Vnd locketvnemit solchem grossen Epempcl garfreundtlich zur Gottcsforchk vnd glauben. Mandern Kapitel gehet Damelrs ehre an/vndvrsachetstchvber deß Königs Daniel hoch D-^HTraum/wclchcnDanielaußGöttkcherDffcnbarungwiderfindetvnddeutcr. Dardurch wirk erhaben/zutrosralle SL^cr ein Fürst im ganycn Lande Babel / vnd ein Bischoff oder Oberster vber alle Geistlichen vnd ^den/re. Gelehrten. Welches geschieht auch dem gantzen Jüdischen Volckzu krost/Auff daß sie im elende nicht zwerffeln oder vngedültig scyn sollen/ als hektc sie Gott verworffen / vnd seine Verheissung von Christo auffgehaben. Darumb neu stein gefangener Iüd ein solch groß Königreich regieren /vnd kein Babylo¬ nier solclMhre haben/Gerad als were er dazu gefangen weggeführt/da st er so ein grosser Herr werden solt/auchoberdie/sojn gefangen hatten vndhielten. Sogarwunderbarlich führet Gott seine gläubi¬ gen/ vnd gibt viel mehr denn ein Men sch wünschen kan. Er Traum aber vnd das Bilde/ist im Tert durch Daniel selbst klärlich gedeutet/von den vier Vier König- Königreichen/Alsdaist/das erste/derAssyrerodcrBabylonicr-Dasandcr/dcrMedcrvnd reich. Persen. Dasdrirre deß Grossen Alez andri vnd der Griechen. Das vicrdte/der Römer. In Römisch dieser deutung vnd meynung ist alle Welk einkrächtig/vnd das Merck vnd die Historien beweisens auch Reich. gewaltig / Aber vom Römischen Reich redet er am meisten vnd längsten. Darumb müssen wir auch Dreystückdeß Rö. sieissrgzuhörcn. m-chmAach-. Am ende/ da sich die Eisern Schenckel beginnen zu Heilen in die Zce an Füssen/deutek cr drey stück vom Römischen Reich. Das erste ist/Daß Ace getheilet sind/Aber doch glcichwol den vrsprung von dem Eisern Fusse be- T halken.Gleich wiein MenschlichemLeibeauch die Aeen sich theilen/Aber doch gleichwol auß dem Fusse herwachsen/vnd zum Fusse gchören/Alsoistdas Römisch Reich zertrennet/ da Hispania/ Franckreich/ . Engelland/vndanderestückemehr/davonkotnensind.Esistabcrdennochheraußgewachsen/vndgleich num rraniiarum wie eine Pfiantze versetzt (wie siees nennen) cranllamm, von den Griechen auffdieTeutschen. Also LäcZermsno«, R iiy daß Bomde vöer den II. daßdcnnochdeßEisensarkdaistbliebeü/DcnncshatNöchstineSkande/Einprer/Rechtt/vnd Gesetze/ wie esvor Zeiten gchabt.Darumb sprichtcr hie: Db cs wolcin zertrennet Reich scyn wirdt/ So sol doch Eisenswurtzel/pflanßeoderstamm/darinnenscyn. Das ander stück/Daß solche getheiletcAee sind vngleich/einötheils Eisens/cins theil Thons/west ches er selbst deutet/Daß es sol ein solch zcrchcrlet Reich scyn/daß cs etwa mächtig/etwa schwach sey. Das findet sich also/Denn cs hatofftmanchen weydlichen Keyser gehabt/als CarolumMagnum/ diedreyDktoneö/vuddergleichen/dievnvbcrwindtlichgcwestsind.Widerumbauch offt schwache vnd vnsclkgcKeyser/die offtvbcrwundcn sind. Das wirdt aber alles darumbgcsagk / daß wir wissen wiedas DZ Römisch Römisch Reich sol das letzte scyn/vnd nicinand sol cs zubrechcn/on allein Lhrrstus mit seinem Reich. Reich das letzte. Darumb/ob sich gleich viclKönige wider das Teutsche Kkyscrthu mb gefetzt/ vnd der Türck auch dawider tobct/vndsieallcvillcichtctliche mal ein Schlacht gewinnen mügen / So müssen sic doch sol¬ cher Eisern wurtzcl vnd pflantzen nicht mächtig werden/odcrso gar außrottcn. Es muß bleiben bißan Jüngsten tag/wie schwach es jmmcr sey/Denn Daniel lcugct mcht/ vnd blßhcrdic erfahrung auch be^ weiset hat/beyde/an Bapstcn selbst vndan Königen. III. Dasdrrttc stück. Daß solchczcrtheilctcvnglcichcAec/gleichgemengek/odcreinervmbdcn andern gewechscltstehcn/dcutekersclbst/Daß crn solch schwach Reich seyn wirt/ das sich mit Vcrbündtniß vnd Freundtschaffk hin vnd her bcy andern Königen flicken vnd sich stärcken wirt / Aber es wirdt doch nicht hclffen/nochtreuwe finden/Vnd mustalso allein durch Gottes Vorsehung seine starčke vndsig haben/ wenn cs scyn sol. /)DX En Berg/davon der Stein on Menschen Hande gerissen wirdt/ deuten etliche die heyligeIung- ist siauw Maria/von welcher Christus geborn ist/on Men schlich zuthun/Vnd ist nicht Vnchrrst- ' c^^Llichgercdt. Es mag aber auch wol der Bcrgscyndasgantze Jüdische Reich/auß welchem Chri¬ stus kommcn/vnd,r fleisch vnd blut rst/vuddoch nun von jncn gcrissen/vnd vnter die Heyden kommen/ Da istcrin aller Wett ein HERR worden/in allen diesen vier Königreichen/ vndwirts auch bleiben. 211. Mäner M ttj. Kapitel schreibt er abermal ein groß Wunderzeichcn deß Glaubens / baß im Mcnde Ofen cr- hie drcy Manner im glüendcn Dffen erhalten wrrden.Dadurch denn Gott bekant vnd gepreyfck fanqmenIüdenF^^ewardvomKönigedurchögantzeKönigrcich/auchmitSchnfften.Welchsabermalgeschichtzu Vabel. tröst den gefangenen Iüdcn/welche sampt jrem Gott gar vcracht/vnd nichts waren zu Babel VN ter den Tyrannen vnd falschen Göttern. Aberhie wirkst Gott hoch geehret vberalle Götter/Auff daß sie ja festglaubcn sollen/Er könne vnd wolle sie wol erlösen zu rechter zeik/vnd indcßan solcher seiner Ehre vnd Wundcrsich halten vnd trösten. Tyranncn/so M iiij. Kapitel stehet ein trefflich Hempel wider die Wüterichen vnd Tyrancn. ire/gewalc m-ßbrau Denn dawirdt der grosse mächtige König seiner vernunfft beraubt/vnd so rasendvnd toll/daß chcil/Mk Gort Vst, OkNman jn/wre einen tollen Hund / Mit Ketten binden/vnd auff dem Felde gehen lassen muß/den Sä ra,umchk. Manbcy den Leuten NichthatMÜgen leydcn.Ictzk/weilesdalmBuch stehet/scheinet cseingcring ding/ Aber wenn wir hctten sollen dabey seyn gewcst/vnsolchs gesehen haben/so würden wir ein schrecklich vnd greuwlich vrrhcil Gottes gesehen habcn/Also/daß sich wol jederman hette müssen von hcrrzen erbarmen vbcr alle Dberherrn vnd böse Lyrannen/daß sie so grausam vrtheil müssen gewarten/wo sie jrer Hcrr- schafft mißbrauchen. Gott rechet Solchsabergeschichkauchzukrostdazumaldenclenden gefangen Iüden/vndsetztvndjmmerdar die snncil ast,re>» allcn/so von den Tyrannen geplagt werden/oder vnrccht lcydcn/ Daß sic schcn/wie Gott wolle VN kön- nc vns rechen an vnsern Fcinden/nrchr denn wir wünschen thürstcn.Wie veracht vnd fünfftzigste Psalm pßrlm. tz. Der mc Lc» Eiftr» sien Gericht/vnd von der heyligcn Königreich/ so nach diesem Königreich folgen sol. L«neu. ErmahlktaberdaffklbigeRömischeKönigreichalso/Daßzumersten solzcrkrennetwcrden m ze- Römischen Reichs hen Königreich/Dassinddiezehen Hörner/als Syria/Egyptcn/Asia/Grecia/Aftica/Hispania/ jertt-eumms. Gallia/Ikalia/Germania/Anglia. Vnd daß ein kleines Horn sol drey Hörner von den fürdersten zehen Hörnern abstossen/Das ist der Mahmet oderTürck / der jetzt Egypten/Asiam vnd Greciam hak. Vnd wie dasselbrgc kleine Horn Wghmkt» sol die Heyligcn bestreitcn/vnd Christum lastern/Welches wir alles erfahren/vnd für vusern äugen se- Hen. Denn der Lürck hakgrosscn sig wider die Christen gchabk/vnd leugnet doch Chrrstum/vnd hem lei- SeadchTärceci- wr kren Mahmet vber alles. Daß wir nun gewißlich nichts zu warten haben denn dest Jüngsten tages/Dcü der die Chnsim. ' der Türck wirk nicht mehr Hörner vber die drey abstosscn. <^F M viis. Kapitel hat Daniel em sonderlich Gesicht/nicht daß die garrtzc Welk/ EinsouderSch G-, wiedasvorige/sondcrn sein Volek/ die Juden / betrifft/ wiccsjncn gehen solt vor dem Römi- I»dcnbe, O^-schcn Reich/vttd ehe denn Christus kommenwürde/nemlich/vnter dem dritten Reich vcß Gros¬ sen Alexanders/Auff daß sieabermalgetröstet werden/vnd nicht verzagen in dein jammer/ der ober sie kommen würde/als wolt Christus abermal sie lassen/vnd nicht kommen. Vnd Daniel zwar deutet das Gesichkeselbß/daßderWidermitdmzweymHörnernscyder Königin Meden vndPcrfcu/Dcr Wider. Argenbock scy der grosse Alexander/der schlug Darium/den letzten König in Versen / vnd gewan stiu ' A Königreich. Sig..roocr° Vnd Danielsprichk/daß der Bockhabgleich geflogen/dast erdic Erden nichtrührete. Denn Ale- MxrgzMx andergiengsalso schleunig/daß erinzwölffjarcn die Welt bezwang/vnd fieng an/daer zwcnmg wr alt war/vnd starb im zwey vnd drcissigsten jar. Daß freylich für eine Person kein grösser Mann ( nach der Welk zu reden) auffErden kommen ist/noch kommen wirt. Aber was bald auffgehee/das vergchtta uch bald/Dcnnscin Königreich zerstcl gleich da er starb/ vnd wurden die vierKönigreich daraust/ Syria/ Änß Mxanders Egypten/Asia/vndGrecia. . vicrÄr25^ Vn leßtDanieldiczwey/AsiavndGreeia/fahren/vünimptdiezwey/SyriavndEgypktn/für sich/ Denn zwischen diesen zweyen ligt das Jüdische Land /vnd har Syria gegen Mitternacht/ Egypten gegen Mitkag/welche hakten ewigen streit mit einander. Darumb wurden die Juden/ weilsiesozwischenThürvndAngelsteckten/zubeydenscitcn wolgeplagk. Jetzt fielen sie Egypten zu/ setzt Syrien/darnach ein Königreich dem andern vberlegen war/ vnd mußten der Vachcharschafftvbct emgclken/wie es gehet in Kriegßleuffen. x Sonderlich/ Vomde vöcr den Mkl'ocöUS Sonderlich da der lose Mann König in Syria ward / de n die Historien Ankiochum den Edlert Epiphancs cm tvü- nettncn/dcrgreiffgreuwlrchauffdieIüdcn/wurget vnd wütekalsem Dussel vnkcr inen. DenGottcs- klger Tyrann. dienst zu Jerusalem legt er nider/machte den Tempel zu schon den/plünderr vn d uamaUe Kleinen / rich¬ tet Abgötkereyvnd Götzen drinnen auff/vcrragt vnd tödket die Priester/ vnd alles was nicht wolt wie er wolt.Erwoltfchlechtaußallerlcyglauben eincrley glauben machen/vnddassolt der Griechen glaube Abtrünnige außdc» scyn. Dazu holsscn jm denn etliche abtrünnige Buben außden Juden/die sonst nicht kunvten cmbor Iüdm. kommen / Wie man das weiter im ersten Buch Maccabcormü im ersten Capitel findet. Aber er kreibs nicht lange« » Rlcin Hom. Von diesem Antiocho saget nun yic Daniel/ daß nach dem Alexander/auß den vier Hörner ei- Amjochus NkM/scy ein klein Horn kommen/dasist AntiochusdcrEdie/auß dcmHorn Syria/derward mächtig der Edle. gegenMittag/Morgcn/vndgegendaöwehrdcLand/dasist/daöIüdischeLattd/Dcnn Antiochue nam dem Könige in Egypten viel Land vnd Stätte durch grosse verrähkercy vnd schatckheik/ wie hernach im eilfftenCapitel weiter folgen wirk/So warff er viel Sternen zur Erden/daß viclheyliger Leute vnrer denIüden vmbkamen/Vcrwüstet vnd schändet dem Gottvom Himrml seinen Gottesdienst imTem- pel/vnd setzt Abgötkercyhirwyn. Vildan Mae- WidersolchenDuffelcrwcckte Gott den Judam MaccabeummikseinenBrüdern/diestritten cabeusvüftineBrü vnd thctcngrossc redliche Thaten/ schlugen in fünff jarcn schier bey zwcy hundert karchnd Mann tod/ der wider AmiochS Macc.ttb.r.Vnd reinigten das Land vnd den Tempel/vn brachten alles wider zu recht/wie hie im Text crweckt/rc. stchet/daßderLempelnachzweytausendvnddrcyhundertkagengcreinigek werdensol/welchemachen rzooTagc. scchßjar vnd ein viertel jar/Denn eben so lange wüttkauch der Antiochue wider die Juden / vnd starb auch desselben fibenden sars/Vnd trifft die zal fein gleich zu/wie das Buch Maccabeorum beweiset. Antioclms/ Darumb spricht hie der Engel/Daß der König Antiochue groß schaden thun werde / vnd sey ein ein freche vnvcr- frecher vndvnverschempter König. Denn er führet auch einloß schändtlich leben für seine Pcrson/in schEpteUeNia. allervnzucht/wiedieHistorienschrcrben. Abcrcrsol(sprichter)onhand zerbrochen werden. Denn da er in Perfide Gelt holen wolt/bcfahl er dieweil seinem Feldthaupkmann Lyfias/dae er dieIüven schlecht sott außrotten vnd vertilgen/Aber da cr kein Geltkundt kriegen/vndvernam/daßIudas Maecabeus Lnsiaö, Lysiam mit seinem Heer hatte geschlagen vn nidergelegt/ward erfür grossem Zorn vnd vngedultkranck/ ' daß jm nicht nach seinem sinn gegangen war/vnd starb auch also für grossem leyd vnd jammer in frcmb- den Landen. Atttiocbus ist Also sole den Tyrannen gehen/ Denn dicscrAntiochus ist hie zum Exempcl gesetzt aller böser Kö- ri»ftine §igur deß Nlgevnd Jürsten/sondcrllch dcr/sowider Gottvttdsem Worttobcn. Darumb haben auchallevorige EnreCynfts. Lebrer diesen Ankrochum eine ^'igurdcß EndcCbrlstsgenennt vnd gedeutet/ habens auch rechkgekrof- fen.Denn ein solcherwüstC Vnflak/vnd ein solcher wütiger Tyrann / sott zum Fürbildc deß letzten greuwels crwchtek werden/wie denn auch etliche wort in diesem vnd im zwölfften Capitel sich mcrcken lassen/vnd heimlich anzeigen. Danielis Kapitel hat zu erst ein sehr schön Gebttt/dan'nmn Daniel bittet für sein Erbe». Volck/daszu Babel gefangen war/vnd fürdie Statt Jerusalem/vnd den Dmpel/daß dieIü- den möchten widerhcimzichcn/vnddcn Gotttödienstwibcranrichtcn.Das Gcbcttwirt erhöret. Darzu vber das/wirt jm mehr denn er bittet/offcnbark/wie viel jar noch scyn sollen/ daß Christus kome/ vnd sem ewiges Reich anfahC Vnd diß ist eine treffliche grosse Offenbarung von Christo / die so gewiß vndgenauw diezeiksiimmck. Sibentzlg Wochen Iesesrbcntzig Wochen / so der Engel stimmet/hatten einträchtig alle Lehrer/es seyen Iarswo- §ibeE Iarwo« Woche Helt fibenjar/vndNichtfibentage/wclches cyenmachc wer hun auch die erfahrunge erzwinget/Denn fibcntzig Lagewochcn machen noch nicht zweyjar/Das dertvnö ircunyig weit kerne sonderliche zeit zu solcher herrlichen Offenbarung/So machen nun diese fibentzig Wochen vierhunderkvndncuntzigsar. So lange sott man auff Chnstum noch harren/vnd alsdenn sott er sein Reich anfahen. Wo vnd wen» die Hteistnunzuforschen/wovndwennsolchefibenßigWochcnanfahen.AkrEngeldcutetfie/vnd sivenyrg Woche» schct animjar da ein wort außgehet / daß Jerusalem wider solgcbauwet werden/ re. Denn so spricht er: an,usaycn ,eyen. der zeit an wenn dasworr außgchet/daß Jerusalem wider sol gcdauwct werden/re. welche viclha- bcnsovndsogcdehnctvndgezogcn. Vnscremeynung ist/daß man solanfahen mit diesen fibentzig Wochenom andern jar deß Königs Darij/dcrLanghandhieß. Dennindcmselbigen sargeschach das wort Gottes durch die Propheten/ Aaaaeus. Haggeum vnd Sachariam/vnd hieß Iorobabcl den Tempel bauwcn/wlc man im ersten Capitel bey- tSaettartaü der Vropheten findet. Dessclbigen gleichen gebot auch dcrsclbige Darms/vndgreng sem Gebot auch draüffauß/Esraö.DcnnvomerstcnjarCyri/derdicgefangcneIüdcnwiderloßgab/bißauffdißan¬ der jar Darii/find scchß vndvicrtzigiar/ in welchen fic nichts kundrcn noch turstcn bauwcn/vmbs Ver¬ botes willen Cambyses/deß Sons Cyri. Daß sie auchvcrzagten/vndsprachen(wieHaggeusl.sagt) Es wil noch nicht zeit scyn dcß HERRN Hauß zu bauwcn. Scchß Süd Sitktzlg Vnd diß mögen scyn die scchß vnd vlcrtzig iar/davon dieIüdcn sagen zu Christo/Iohan. r. Die- !-elacba!!!vc"E^' scrTempel ist rn scchß vnd vicrtzig jaren gcbauwet/vn du wtlt kN m di WM cagcn bauwen.Das ist/Man l ' rstwolscchß vndvicrtzig M damit vmbgangcn/chemandcn Len p fatmügenrechtanfahmzubau- wen/so schwerlich gicng es zu/ Senn darnach ward er schleunig grbam er in mer jaren / Esra ö. Sorheilek Wopheten Mantel. !°2 O Heilet nun bet' Engel die gantzen sibentzig Wochen in drey theiüIn den ersten sibenWochen/ Thnluna der Mc». rst/vom andern jar Darrj/biß in das45». jar/sollc die Mauren vn gasten wider gebauwt wer- tz-s Woche» t» drei? den in kümmerlicher zeit. Detteswardjnensauwcr/weildievmbligendcLänderjnenschrwrder- siunden/wie Nchem. 1. geschrieben stehet/welcherjnen im ao.jarDarij/dasist/im achtzcbendcn jar nach Demaußgcgangencn wort Haggaizu hülff kamaußPerfia/vö Dario gesandt/Ddcr viel mchrcrleubt auß gnaden.Denn auch Daniel am zehenden Capikel klagt / Daß dcrIürst in Versen jm widerstanden habezu Hofern vndzwetttzigtage/Meynet villcicht Engclische tage/oder ein vnd zwentzigjar. Darnach vberzweyvndsechtzigWochcnsolChristusaußgerottctwerdcn.Dicsezwovndftchßig Christ»«rmanfan- vn jene siben zusammen/machen neun vnd scchtzig Wochen/das istvierhunderr vn drcy vnd achtzig jar. 2dtec" Alsoblcibknoch vbrigcinevnddicletzkewochen(daeistsibenjar)vondensibcntzigwochcn. DenderEn- gel deutlich sagt/daß Christus sol nicht mitten in der letzten Wochen (wie wir etwa gedacht) sondern nach den zwcy vn scchtzig wochen/getödtct werden/das ist/im ersten jar der letzten Wochen / oder im anfang der letzten wochc/In welcher(sprichk er)wirt cr den Bundt vilcnbestätigen. Denin derselben letzt? Wochen/ odersrben jarcn/gieng das Evangelium gewaltig mit Zeichen vn wundern durch den heiligen Gcist/vnd wurden viel tausend Juden bekehrer/auch vil Heyden/wie Lucas in der Apostel geschicht schreibt/ daß es wol mag heissen die rechte Dstcrwoch/ von dem Dstertage an/dasist/vsn der auffcrstchung Chrrsti. Sfferwochen. Mitten aber in derselben Wochen soltfallen vnd auffhören dasDpffcr vnd SpcißopßFr. Denn Gcftv Most akge- fast vberdrey jar nach der aufferstcherng Chrrsti ward der Apostel Concümm gehalten / Act. is. vnd das Gesetz Most öffentlich abgethan/vn die Heydcn/ja auch alle Iüdcn/ftey davon gesprochen Daß mans mchtmüßkehalken/wcreauchnichtnotzurSeligkcir/dazuauchvnträglich /wie S. Petrus daselbst prediget. Alsofludctsrchs/daßdiesibcntzigwochensich enden mit dem stbenden jar nach Ehristrrs äusser- Endederffsenvr- stchn.DaistöaußmikdettVerstockkcnIüden/vndhalßstarrigemIcrustlem/vnd kehren sich dre Apo- wochc». Aew.';. stel ZU den Heyden/wie S. Paulus sagt / Act. rz. Vnd wirschen hicrauß/daß der Engel Christum einen Fürsten nennet/nicht von seiner Lauste Christus wircMrfl oderPredigampkan(wiewirzuvorgemeinet)Sondern von seiner aufferstehung an/ da er durch sein gmennct vo» sem» Leiden in seine Ehre gcgangen/dnd zur rechten Gottes geseffen/em regierender HERR worden ist. Wie ^emchm-g a>^ alleKönige vnd Fürsten in der Schrifftvon jrem anfahenden Regiment Fürsten heissen. Denn von Rom ??, ferner Tauffe an ist er ein Dicnergcwcst der Beschneidung/wie S. Paulus Rom. 15. saget / ja aller Welt durch sein Leiden. Der Engel sihet aber mit dem wort ( Christus wirk außgerottck werden/vnd nichts mehr ftyn) Ruch Chrrsti ist cm auffden Spruch Icsa.sz. (wiewoles andere Buchstaben sind) Er ist auß dem Lande der Lebendigen Geistlich Rach, wcggcrisscn. Vnd ist die meynung /daß Christus Reich solle ein neuw Geistlich Him lisch Reich ftyn/ nichts vberall/wedervom Gesetz Most noch vom weltlichen Reich/Hehaltcn/Sondcrn solches alles vcr- lassen/vnd ein ander/neuw/ewig/Hirnmeilsch Reich/anfahen vnd haben/wie der sechtzchende Psalm psiüm.ls. auch sagt: Ich wil jresTranckopffers/ sampt dem Bluk/nicht opffern /Noch jren Namen rn meinem Munde führen. Wie denn die Propheten alle von dem Reich Chrrsti pflegen zu reden. Mik dieser Rechnung mag leicht stimmen verändern Rechnung/als vom andern jarDarijbiß SllMMa der aufs den grossen Alcxandrum/sind hundert vnd fünff vnd vicrtzig jar/wie Mctasihcnes schreibt. Von rechnungder n-oche» Alepandrobiß auffdie gebürt Christi drcy hundert vnd fünff/wic die Htstorien zeugen (a!ss drey hun- 'Damelis. dert vnd zehen) Von der Geburt Christi biß auff seine Lauffe dreyssrg jar. Darnach drey jar biß auff fein Leiden.Macht alles vier hundert vnd drcy vnd achtzig jar/ das sind neun vnd scchtzig Wochen.Daß sichs aber mit etlichen siößtvmb die fünff vberigen jar/sol vns nicht jrren/Ist wunder gnug/daß Vie Heydnischen vnd andere Historien so gnauw mit Damel zutrcffen. x. Kap. ist eine Vorrede deß xj. Doch schreibet Daniel darinnen em sonder- Ampe der gute» lichs vondcn Engcln/als sonst nirgend in der Schriffk stchck/Nemlich/daß die guten Engel mit Engel/rc. ^^denbösenstrciken/vnddieMenschenvertheidigcn. Vnd nennet auch die bösen Engel Fürsten/ vnd spricht: Der Fürstauß Griechenland. Daher man verstehen m ag/waru mb es an Königen vnd Fürsten Höfen so wüst vnd wild Zugchet/ Woher es kome/daß vnd dasgute so gchindert/Krieg vnd vnglück angericht wirt. Denn du Teuffcl sind da/ Hetzen vnd rei- an der Herr» Höfts» tzcn/oderhindern doch so viel/daß mergcnd von statten gehen wil.Alszum Exempct: Da die Juden sol- Ergehe, tcn von Babel durch die Könige in Perftn loß werde/ das wolt nicrgend fork/obs gleich die Könige gern thetcn.Daß dieser Engcl hic spricht: Er habe zu schaffen/vn müsse wider den Fürsten in Per ftn streiken/ Vnd sorget doch/wo er hin zeuch t/so komme diewcü der Fürst auß Griechen. Als solt er sagen: Wo wir einem vnglück steuwren/da richtet derLcuffcl jmcr ein anderß an. Werdet jr loß von Babcl / so werden euch plagendie Grieche. Davon jctztgnug/dencsgehörtmehrraum vnzert dazu/wcitcr davö zu reden. M xj. Kapitel weissaget Daniel seinem Volck/den Züden/fast desgleichen/ wie Antiochus Sap. s. er im achten Capitelthut/von dem grossen Alepandro/vnd den zweyen Königreichen/Syria vn Lxtphaues. O^-Egypten/allermeistvmbdeßAnkiochus willen(dcrEdelheißt)dcrdieIüdenplagensolt.Aberek mahlet denselben also / daß er seine wort endtlich dahin kendct/daß er vnter dcr Person Antiochi den En- Pechrist beschrcibt/vnd also diese vnserletzke zeit trifft/hart vor dem Jüngsten tag. Denn auch alle Lehrer einträchtig solche Weissagung von Antiocho auffden Endechrist deuten. Vnd dieworkgcbens vstzwin- twchümvKdeuE^ gens auch/daß er nit gar vnd Mein den Edlen meyne / sondern menget den Edlen vnd Endechrist vnter- deckest vneernäver. cinander/vnd verwirret also williglich seine Helle liechte wort. p»ftnfür.«m- Vorrede Er dm Alexander. MchdreyKöttige(sprichker)wcrden in Perftn stehen. Daß meint er nicht also/daß Perftn so we- Snria Könige haben solt/alödieIüdendeuten/Dennsie haben zum wenigsten zehen Könige gcbabt. Aber vier heissen darumb in perftn stehcn/daß sie etwas sonderlicher den andern gewest sind/Als nach Damei.«. Cores ist kommen Cambyfts/ Darius / Xerxes/das sind die vier fürnemmesten. Vnd dieser Xerxes Fmeö. war derreichste/vndstreit mit vnzehlichem Volck wlderdie Griechen/Aber schandtkich verlohr er/vnd kam ftlbs kaum darvon. Darnach koKet Alexander/ vnd seine vier Mchkommeu/nicht seines Stam¬ mes noch Geblüts. A gehen nun an die zwey Königreich/ Syria vnd Egypten / wie sich dieselbigcns )M)mit einander kratzen vnd räuffcn. Hie muß man die Name« der Könige auss ein Blat setzen/ daß man nichkjrr werde in derHistoricn vnd im Text. Der grosse Alexander. König Seleucus Manor in Syria. Antiochus Soter. König Antigonus in Asra. K. Antiparer inGrecia. Antiochus Theos/- Vernice, c---> Sculeueus Antiochus Gallinicus. Hicrax. c-— Selcucus Der Grosse Ceraunus. Antiochus. <-—-- Seleucus Antiochus Cleopatra. Philopakor. Epiphanes derEdle. (Geschwister) K.Ptolemeus in Egypten. Ptolemeus Phft ladelphus. Ptolemeus Euergetes. Ptolemeus Philopakor. Ptolemmr Epiphanes. Ptolemeus Philomekor. MlLochuö Theos. Ptolemeus philadelphus. Vernice. Laodicea. Seleucus Gallinicus. Antiochus Hierax. Ptolemeus Euergetes. Seleucus Reraunus. Ptolemeus Philopator. Nach dem AleMder ist das Königreich Egypten sehr mächtig worden /vö dem hie Daniel sagt/ o Dcßgleichen das Königreich in Syria auch/daß keines das ander hat mügenvberwinden/nochvnter slchbringcn/wic sic offt versucht vnd gern gekhanhetken. Er erste Krieg Hub sich zwischen Antiochus Theos / vnd Ptolemeus Philadelphus / Aber da sic lange kriegcten/vcrtrugen sie sich.Vnd Ptolemeus Philadelphus war sonderlich ein feiner Kö- LoßpeokM nig/derzum Frieden vndallcrleykünstlusthakte/vnviel gelehrter Leuteenthiclle/ein schöne Ly- brarey auß aller Welt versamlet/vielgute den Wen thet/den Tempel vnd Gottesdienst zu Jerusa¬ lem herrlich zieret/ Daß ich acht er sey auch der hcylrgen Könige einer. DersclbigegabftinceinigeTochter/Bernicegcnant/demAntiocho Theo/daßdcrfricde desto fester v hieltc/vnd starb darnach. Sie aber/die Vernice/ als eines mächtigen Königes Tochter/vnd nun auch ftlbß eine mächtige Königin vn Frauwc zu Hof/trachtek/ daß jr Son solt erben im Königreich Syna/ Aber es fchlete/Deü Laodicea/die vorige Königin Antiochi Lhei/samptjren zwcycn Söncn/ Selcuco Gallinico/vnd Antiocho Hicrax/waren jr vnd ssem Son fcind/vnd wollen das Königreich ftlbs erben. Vnd sie gab jrem Herrn Antiocho Theo vergisst / darnach hetzet sie diezween Sönean Bermce/jre Sticffmutter/wclche sie verjagten/vnd endklich tödken/mit Kind vnd allem Hofgesinde. Das mcynct hie Daniel/da ersagt: Sie wirt nicht bleiben bey der macht deß arms/darzu jr Same auch nicht stchcn/sondern wirtmit Kindc/Gesinde/ja auch mit/rem Herrn Könige/vö dem sie so mäch¬ tig war wordcn/vbergcbcn werden in tod. Solche vnmgcnd strafftvnd rechend Vernice Vrudcr/ Ptolemeus Euergetes / bekriegt diezween L Brüder/Scleucum vnd Antiochum/ver/agte sic auch/vnd plündert jr Königreich/ vn zog wider heim. Vnd cndtlich kurtz darnach kamen disc zwecn Brüder(als Muttermördern gebürt) jämerlich vnd elen- diglrchvmb. Davon sagcthieDamel/daß der Königgegen Mittage mit Hccreskraffk den König ge¬ gen Mittcrnachtvbcrzlchen/vndsigcn werde. c^^Ach Ptolemeus Euergetis tod rüsteten sich widerumb deßverstorbenen Seleuci GalliniciSö- x oA^nc/nemlich/SclcucusKcraunuß/vnddergrvsseAntiochus/Abcr SeleucusKcraunus starbin -ser. walt zu gcbicten/die andern sind schüldig gehorsam zu seyn. Daherrühmenseine Heuchler/8criniumj)e!Aori;,Daßalle Rechte in der Laden seines Herßen ligett.Vnd/8iL voloFc iul)soFeprc) rationevoluncas. VndCap. 81 Wenn derBapstvNZeh- liehe Seelen zur Hellen verfühm/Noch sol niemand sagen: Was thustu? Diß alles ist nicht alle in also gelchrct/sondern auch im werck geübt vnd gemeben/Denn der Key- ser ist nicht Keyser/sonvcrn der Bapst/dem er vndcrthan aleein Knecht/auch die Füsse küssen muß mit allen seinen Rechten. Solchs hak auch S-Petrus verkündiget/daß kommen würden/die nächsten eigen lüsten oder willen leben würden. Samir diß wort Danielis (was er wil)erklaret. Zum andern. Er wtrdtsich erheben vnd auffwerffcn wider alles was Gott ist/vnd wider den Gott aller Götter wirt er greuwlich reden/vn wirt im gelingen/biß der zorn auß sey. Lso malet der Bapst auch sich selbs/da er in seinen Drecketen rühmet/Er sey ober die HeyligeSchrifft/vnddiesclbige müsse von seinem Stul bcstätigetvnd jren wehrt cmpfahen. ^^Abcr vil stercker treibet ersolches mit der that/Denn alle die jemals wider jn auß der Schrrffkge- redt haben/ die hat er verflucht/ verdampt/ verbrannt / als Ketzer vnd Teuffels kinder /thuts auch noch taglich-Vnddie seinen schreyen noch jetzt vnjmmerdar/DaßdieKirche(dcßBapsts)vberdieSchrrfft GEl.chred-nwi-sey.DaßheißthieDanielgreuwlichredenwiderdenGotkallcrGötker.Vndistjmgelungcn/Sndhae der den Gott Mer müssen recht heisstn/durch Gottes Zorn vber die vndanckbareWelk/wic S.Paulusr.Thessal.r.sagt/ Götter. G^t wirkjnen krefftigeJrrthumb senden/daß sie glaubender lügcn/rc. Senn 8ls pj. Kap.wte cs alle Lehrer einträchtig außlegen/ gehet gantz vnd gar vnter Antiochus Namen auff den Lndechnst/ vnd auffdiesc letzte zeit/da wir innen leben. Darumb ist hie keine Historien mcbr zusuchcn/SonderndashelleEuangeliumzeigt vnd sage jetzt einem jedem wol/ wer der rechte Antiochus sey/der sich vber alle Götter erhaben hak/ vnd Frauwen liebe/das ist/den Ehestandt/nichtgeachk/sondern vcrbokken/vnd dafür die Welk mit seines Gottes Abgötterey/ dazu mit fleischlicher vnzucht/erfüllek hat/ vnd die Schatze vnd Güter auff Erden außtheilt/rc. Denn Frauwcnliebe heißt hie nichtdievnzüchtigc licbe/sondern muß die ehr- lichezüchtigeLicbe zu Weibern heissen/die Gott geschaffen vnd gcbotten hak/nemlich/die Eheliche/weik der Prophet allhie das für der fürncmsten läster eines deß Endcchrists rcchnek/daß er die liebe zun Frau¬ wen nicht achter. Jr heuen aber wol gern ge sehen/daß jemand anders sich deß Capitels hekke angenommen / vnd durchaus erkläret/zu sicrcken vnsern Glauben/vnd zu erwecken die Hoffnung gegen dem seli¬ gen tage vnser Erlösung/der nun mehr gewißlich fürder thür ist/als Vieser Text gibt. Weildas nicht geschehen/wöllen wir hiemit andern vrsach geben weiter vnd besser nach zu dencken. Erstlich stehen da die Hellen wort am ende deß n. Cap. Daß nach dcmAmiocho sey noch ein ande¬ re zeit.Daß man diß 12.Cap.mcht kan von Anktocho verstehen/werl cs ein ander zeitseyn sol. Vnd was m derselben andern zeit geschehen sol/ verkündiget der Engel/ vnd spricht: Der König wirt thun was er Wil. As ist/Er wirt keinem Recht noch Lehre vnterworffen seyn / Sondern er wirdt selbs das Recht scyn/vn was er wr l das wirt müssen Recht hcisscn.Nun ist in allen Königreichen solcherKönigeinvnlcidlichcrTyraü/AbcrimRkichChristr(davon crjetztredet)daman Chri¬ sto durch den Glauben muß gehorsam scyn/sol solcher Tyrann zu grundk nichtsseyn. Brüllen reß Bap- HieistklärlichderBapstabgcmalet/derinseincDrccketenvnverschamptbrüllet/DaßalleKir- stesi»ftineuL>rccke chcn vnd Thron en vonjm gerichtct/Er aber von niemand könne gerichtet werden. Vnd Cap.8olire. WiedieSönnevberdcnMond/soistderBapstvberden Kcyscr. Woaberdie Oberkeit ist/daistge- Vapst verfolget dis warhc-t Wis- seutiich. dess Propheten Aaniels. ,-,4. Denn andere Tyrannen/so Gottes wort verfolget/habens auß vnverstandtgerhan / dieser thuks Lästerliche Namm wisscnü'.ch/vnd nennetdieheylige Schrifft vndGottes wort/darüberer Herr seyn wil/vndverdamm/ v>md Dccel so der als Tcuffels lehre/wo vnd wenn er wil. Daher lcßt er sich nennen einen jrrdischen Gott /ja Gott aller kührer. Görter/Hekr allcrHerrn/König aller Könige/Nichk ein pur Menschen/sondern vermischt mit Gott/ oder ein Göttern Menschen/gleich wie Christus selbsist Gott vnd Mensch/ deß Vicarius er seyn wil/ vnd noch sich dr über erhebt. r.Tl)rss.;l.r. ^ULso hak Sankt Paulus2. Thessal. 2. diesen Text Danielisgeführt/Es wirt offenbar werden der Mensch der Sündcn/vnd Krnd deß vcrderbcns/der sich erhebt vndsetztvbcr vnd wider alles das ^^Gottgcncnnet oder geehret wirdt.Vnd sitzt im Tempel Gottes/vnd zeiget sich als einen Gott. Denn ober Gottes natürlich wesen vnd Maiestak kan sich nichts erheben/ sondern vber den genannten/ gepredigten/geehrken Gott/das ist/ vber Gottes wort/ vnd Gottesdienst oder Sacramenk. Denn Mensch derSünde/vnd Kind deßverdcrbcns/heißk hie nichtallein der für sich selbe ein Mensch der Süv Sündervndverlorenist/priuarus,ein persönlicher Sünder/sondern cinpublieus,dasist/der andere de/rc. müsich zur G-ündc vnd verderben führet. Wie die Ketzer oder Tyrannen Land vnd Leute mit sich ver- Rea .r. führca vnd vcröcrben. Solchen bcschrcrbctdie Schrlfft dcttKönigIerobcam/daß er habe Isractfün- ^ewbeam digengelehrck/oder sündigen gemacht/mik seinem neuwen Gottesdienst. " ' I, Solches SündenampthatderBapstauff zweyerley weise getrieben. Erstlich/daßerviclncuwer Sändenamxtdeß Gottesdienst auffgerichk hat/wie hernach folgt in seinem Maüsim/Als das Ablaß/Weihwasscr/Hci- Vapsts/rc. ligcndienst/ Wallfartcn/Brüderschaffkcn/Müncherey/Messe/Fasten/Feyrcn/rc. Darneben die rech¬ tet» Gottcsdienst/als Gottes wort/Glauben/Sacrament/rc. verstöret vnd zuschändet. Il. Aum andern/daß er die Christen mit vnzehlichen Gesetzen vnterdrückt/vnd damikSündege- Vapsthatall-Erea- stifftet/da Gott keine haben wil/ vnd Summa/fast an alle Creatur Gottcs hak er Sünde geschmiert/ lm mie Sünder» b-- nemlich/wovnd wenner hatgewolk/so hat Butter/ Eyer/Käse/Milch/Flcifchessen/sünde mästen sH'uerßr. seyn/ die vnö doch Gokt frcy/rein/vnd on wände / zu geniesten gegeben hat. Also hat er die zeit vnd tage Acic vnd tage. auchmitSündenbcschmcißt/Dennwovndwennerhat gewolk/so har man müssen Fasten vnd Fey- ren/Vnd har dieselbigen zeit vber allerley Speise/ auch das liebe Brok/essen vnd trincken/Sünde rnüs- senseyn. Also haterauch die Stattevnd Gerehke mit sünden beschmeißk/Denn die Kirchen vnd geweihe- Statt vn- Ge, kenSküttehak er alsogeheyligek/daßman weder Stein noch Holtz schier har thürenanrühren/sonder- lieh die Altar vnd Altars gerehre. Schrecklich war es/wenn ein Leye mit blosser Hand den Kelch/Pa¬ ten/Corpora!/anrührck. Wenn mans waschen solt/ thursteeeauch keinheylige Nonne waschen/der Priester mußte esznvor waschen/ So voll Gesetze vnd Sünde steckt der Kelch/ Paren/ Corpora!/ vnd alles was geweihet war. Also mußte die Hochzeik/von Gott frcy gestiffk/Sünde seyn / wo sie in gcbun- Hochzeit, denerzeit gehalten ward.Auch mußte das Ehebette in fänden gefangen feyn/welche zeit er wolke. Ehebette. Alfobeschmeißker auch die Leibe der Priester/Denn das nakürlicheGewächft/vndGottesge- Leibederpriester. fthöpffe/das arme Har auffdem Haupt/mußte fände seyn/ Platten mußten sie tragen / vnd den Bart abschärcn/fo waren sie dermheylig. Vnd Summa/allerChrisicnLeibvud Leben mußte vnheylig Hers- -eß sen/ftin e geweiheken waren allein heylig. Ich wil schweigen/wie leichtlichcin Leye sich an einem gewei- Bapsts/rc. hcten Mmschen/Stätte/oder gerehre/vergrerffen kondt/rc. Also bcschmeißt er die Klcyder auch/Dcnn Kleider. welcher Mönch oder Nonne nicht jre Kappen/vnd sonderer gestalt vnd färbe Kleyder trug / der war ein Sünder vnd verloren/Also die Priester müssen Kleydern auch. Also hak er fast aller Creakur brauch mit Sünden öeschmeißr/Essen/Trincken/ Kleider/ Stätte/ Zeik/Leib vnd Leben. Vnd folt er lcngcr regiere haben/würde er vielleicht auch verkokten haben/husten/ rüspcrn/rotzen / vnd den wind vom Leib lassen. Als sässcderTeuffelskopff darumb da/daß er die Chri¬ stenheit mit Gesetzen/verbokk/sündcn vnd verderben/müßke zu plagen/durch aller Creakur brauch/vn> darnach Gelt drauß kauffen mitDispcnsiren/rc. Vnd solche Sünde vnd greuwelhaben dazu müssen Heyligkcit vnd sonderlicher Gokkesdien st heissen/ wie die KälberIerobeam/ Solche fände vnd verder- Rätter Zerokeam. ben meinet S. Paulus in diesem Spruch. Das ists das Daniel sagt: Er setzt sich wider vnd vber den Gott aller Götter. Denn Gott hak Deut.», durch Mose auch Gesetzegegeben/vnddieIüden mit vielen Sünden beschwerek/da sonst keine Sünde natürlich gewest were/Aber er warGott/vnd hatte deß macht. Dieser Teuffelskopff vnd unflätiger GottesAffewils jmnachrhun/vndmachts weit vber/dazu auch wider den rechten Gott/dem er seinen Gottesdienstzustörek/vnd mit so vnzehlichen Gesetzen/dcßernichkmachk har/vnzehliche Sündedurch aller Creakur brauch vber alle Welt stifftek/vnd zeiget sich hiemit/als sey erGott im LempelGoktes/ das ist/in der Christenheit. Solches alles beweisen feine Dreckkten vnd Dreckenkale. I Vrch diese zwcy stück hat nun der Bapstzwo Ierarchien verwästek/Durch das erste/das Welk- Wetküch dttcht/ ge. liehe Rcchl/gchorsain vnd Dbcrkeit/vnter sich gekrekten/vnd wo er gewolt hat/auffgehabcn vnd bat de?BaK vut"r verwüstet/Keyser/ Könige/Fürsten/abgesetzt/verflucht/verderbt/die Vnderthanen vnd Kinder sich getreuen. vom gehorsam verbanner.Vnd Summa/alles gemacht was vnd wie er gewolr/oder jn gelüstet hat/kci- nem Recht noch Gesetz vntcrworffen. 11 Durchs ander/ hak er die Kirchen verstörek/die heyligr Schrifft vneer sich geworffen / die Sacra- ^che durch rm ' ment zurisscn vnd verwüstet / sampk jrem brauch / das Euangelium vnterdrückt / biß mans nicht mehr Baxft verftsru/rr. gekennek hat/Vnd also beydc Gottes wort vnd Gotkesdienstzunichtgemachk. S ij Aum MrMcterSott. Anlegung Hess X I I. Lap. Zum dritten. Seiner Vätter Gott wirt er nichts achten/Er wirt weder Frauwenliebe noch ei¬ niges Gottes achten. Denn er wirt sich wider alles auffwerffen. Ze holet er das wider/so von Gott gesagt ist / daß er mehr dazu thu. Wenn man lll. gleich sagt von seiner Vätter Gott/ das ist/von Christo/ den die Aposteln /seine Vorfahren/ gepredigt haben/So ist er nun so fest gesessen vber den Gott aller Götter/daß crs nichtachren/ noch davon etwas wissen wil/sondcrn hoffertiglich/stoltziglich/halßstarrig vnd vcrstockt/alle die ködket/ die von Christo reden. rbo^ Vnd auffdaß er nichts vnverwüstek lasse/wirk er die dritte Ierarchien Gottes auch zureissen/nem- V ' lieh/den Ehcstandt/welchen er nicht allem verbottcn hat den Geistlichen/sondem auch ourchauß verlä- -l I van Gote stert/gcschändtt/veracht/vnd zu nicht gemachk/damik/daß ers ein vnrein/flcsschlich/vnd vngörtlich wc- M». schilt/darinn man Gott nicht dienen könne.Vnangesehen/daß Gott den Ehestandt gesegner/scinen Bund vnd wolgefallcn heißt/vnd durch Vergebung der Sünde das Ehebette rern vnd ehrlich spricht/ vnd die böse lüst deß sieisches darinnen nicht rechnen wil. Also muß der Endcchrist verfluchen was Gott segenet/Zureissen/was Gott Zusammen bindet/schänden/was Gott lobet. Summa / alles ober vnd wi¬ der Gott thun/vcrwüsten vnd verderben. Solch Ehe verbieten wirt er nicht thun außlicb zur keuschheit /on allein Zum schein/sondern daß er frcv vngehmdertthun mügc was er wil/vn niemand vnderrhan noch verbunden sey.Auch den schweiß auff yxx Nascn/vnd andere mühe vnd arbcit/so Gott auss die drey seine Sliffte/als Kirchen/Hcrrschafft/ leg/h^ Ehestandk/gclegt har/nichr tragen dürffe/ sondern frey seines willens leben möge/in aller lust/fricde/si- chcrheik/musse/ehre/vnd gewalt. Denn predigen/lehrcn/Kirchen dienen/hat vil mühe/fahr/vnd vnlust. Deßgleichen die Regiment so im Recht gefastet vnd verbunden sind. Der Ehcstandtauch also/mir sorgen/arbcik/fahr/Weibs/ Kinder/Gesinds/Hauß vnd Hofes. Also sagt auch S-Paulus r.Lirnoth. 4. Daß die Eheverbieter ,.^.4, in ßcucheley lügen reden/ Denn sie meinen nicht die keuschhcit/sondern ir faul/sanfft/still/eygenwilligs leben. Wie die Münche auch nicht dre Welt fluhen vmb heyligkcir willen/Sondern daß sic ruhe/fmde vnd gut gemach haben mügen für der Welt. Gott llev Daß Daniel sagt/Er werde wider den Gotkaller Götter greuwlich reden.Item/Er werde keines Gotter Goktesachten/als hielte Danielmehr denn einen Gott. Ist zu verstehen/Daß dieSchriffr die Hcyli- gcn/ja auch wol die Wcltlrchen Herrn / Götter nennet/ Psalm, sr. Johan, io. Vnd scy dr'emeinung/ I-has.». daßderBapstwcdcrdenhöhestenGotk/nochdie/soerzu Götkergesctzkhak/achtenwirk/das ist/wcder ps»lm.r-. die heylige Kirche/noch weltliche Herrschaffk. - Das ist ein stück von deß Bapsts oder Endechrists wesen vndLegenden/so Daniel beschreibck/wie er allcs/was Gott geordnek/Zureissen/zcrstörcn/vnd verwüsten wurde. Das ander stück ist/was der En- dechrist/Bapst/dagegcn bauwen/anrichken/vnd thun werde/vnd spricht: ^UBer an desselben statt wirt er seinen eigen Gott Maüsim ehren. Denn er wirdt ^^cinen Gott/davon seine Vätter nichts gcwußt/ehrcn/ mit Gold/ Silber / Edel- stcmen/vnd Klcinoten/rc. Maüsim. /^> As wort Maüsim ist bißher vngedeutet bliben / Wir wollens wagm/obs Gott M a^S. ^Ach vns wolt treffen lassen.Maos heißt eigentlich eine stercke oder feste/wic man du schlosser starck vnd fest heißt. Vnd im Psalterofft/Gokt vnftr Maos/stercke oder feste heißt. Vnd wir verstehen erstlich dadurch die steinern Häuser/so man Kirchen ncnnct/vnd was dazu ge- vn?^crr- ' Hörtt/Derm sie sind köstlich/fcst/vnd herrlich gcbauwek für andern Häusern / wie die Schlösser. Das licy'gcb'mwE. ' sind die Stifft vnd Klöster in aller Welk/die sind nicht Gott/noch ChristoZuehrenoderzudienst/ge- bauwet/Denn er wohnet nikin Häusern von henden gemacht/sprichtS.Stephanus / Act.7. sondern demBapst. Denn m denselben regiert er/vnd treibt sein Gauckelspiclmit seinem Weihcwasser/Messe/ Vigilren/Ablaß/Fegfeuwer/vnd deß vnzehlichen vnzifers vil. Sanrlct aber drinnen aller Welt Gelt/ . Silber/Edelstcin/vnKleinok/daZu die gantze sterckevnd macht seiner Gotthcik:Dcnn darrü lehrrrvnd lebet man nach seinem willen vnd gcbotken. Vnd er hak sic auch gar herrlich vnd gewaltig befestiget/ on Harnisch vnd Wehre/ Allein mitBullen/Brieffen/vnd Sigcln/als ein Zauberer oder Gauckter. rxtifftSundRlöstek VndinsonderhLitdiencndieSkiffkevndKlöstcrdcmBapst/denn in den Pfarren hak man ein di/n/sonderlich dcm wenig Gott gedienct/ mit täuffcn/ Sarrament/vnd Predigen. Doch istö auch nicht rein gewest/ 'Bache. Sind dazu noch heutigestageeverachk gegen die Stifft vnd Klöster. Aber in Skifften vnd Klöstern nichtWst» ists mitaller machtgangen/tagvndnacht. DasindnichrPrcdighäuser/sondern Meßhäuser/Tod- Mam-w tenhäuscr/das ist/Vigilienhäuser/damchr für die Lodken gelesen/geplappert/gcchan ist/denn für die Lebendigen. Item/Löhrhäuscr/Heulhäuser/doch auch Goldhäuscr/Silbcrhäuser/Kleynothäuftr. Maüsim. Nd sonderlich rühret der Engel mit dem wort Maüsim das grosse vnd höchste stück/den ärgesten Mcssc / der ärgesie A^HKirchengreuwellmBapsihumb/die Messe/wolt wol gern deutlich sagen/scrnen GottderMes- grcuwel im Vachtt se/VudchutalsverbrecheerdaswortMesseiinredenwilliglich/daß ers für grossem vnwillktt thumb. nicht mag recht nennen Mcsse/sonLcrn spricht Maüsim. kiffte v«d Rlöstcr Denn was sind die Stifftevn Klöster anderß/dcnn Messehäuser^ Vmb der Messe willen/atövmbs bmt der Messe Wil- täglich heiligst Dpffcr/sind sie gebauwek.Vmb dcr Messe willen ist allcs dazu gegeben.Vmb der Messe leffgcbauwet/rc, Willen Clemens v. Johannes xxn. dcssMophctcn Mantels. willen sind alle Ceremonien erdacht. Vmb der Messe willen har man Schulen gehalten/Auch haben Schüler studiert vmb derMessc willen/daß sic Meßpfaffen würden. Vnd hanget alles Kirchengcpreng an der Messe/vnd vmb die Messe/wie die Ratten an jrcm Könige. Daß/wo die Messe in der Kirchen nicht ist(als zur zeit deß Interdicts)da stehet die arme Kirche/als wcre es keine Kirche/fondern cm wüster Skeinhauffe. Solche vnmäß lich Gclt vnd vnkost ist auffdie Messe gangen.Auffs Work vnd Predig- fs ampt hat niemandgedacht noch studiert/ odersi gar wenig/gegen derMessc zu rechen/So doch das Wort vnd Predigen solt das fürnemcst vnd gar fast alles allein ftyn. Wasistdennnun deßBapsts Kirchmgorr/Messcgott/oder Gott Maüsimi Es ist kein Gott/ MaÜsiM Gott dienet vnd kan kein Gott seyn/Denn dem einigen rechten Gottdiener man mit der Messe nicht/sondcrn lestcrt deß Bapsts. b"?McßE vndschändet damit vnscrv HERRN Ihesum Christ (dasist/Gott denVarrer selbe ) auff das aller grcuwlichstvnd schrccklichst/ale dadurch der Glaube vcrtrlget/vnd die Werckheiligkertan seine stett ist auffgcricht. Aber weil die Schrrfft geschehen lcßt/daß die Götzen auch Götter heissen/vnd ein Gott nichesanderßistdenn das/darauffsich dasMenschlich Hertz verleßt/verkrauwek/glaubt/hofft/ vnd liebet/ Ist nun die Zuversicht recht/ so ist der Gott auch rccht/istdie Zuversicht falsch/ so ist der Gott auch Me die u, verficht Nicht-. rst/also ist der Gott. Darumbso istder Gott Maüsim nichts anderß/denn ein falscher dünckel vnd Zuversicht deß Muüsim» Bapsts vnd dcr seinen/daß dre Messe vnd Kirchen wesen oder Gtifftfty ein solch grosser Gottesdienst/ solch groß werck/solch groß Dpffer/deßgleichcn nicht ist noch scyn könne- Auffdiesen dünckel verlassen sie sich/ vnd trösten sich sein / alswere es dcr rechte Gott sclbs / vnd stehen darauff/daß Gott also sey gc- sinnet wie dieser dünckel sie narret. Dahilfft der Teuffel sterckcn vnd treiben / vnd sam lek damit aller Welt Gelt vnd Gut zu sich / vnd endtlich das Hcllisch Icuwcrmitken in der Helle. Auß diesem ist nun leicht zu verstehen das da folget: Vnd er wrtt deucn/so im helffm sterckcn Maüsim/mit dem ftcmbdm Gott / den er crwchlet hat/ grosse ehre thun/ Sie zu Herrn machen ober grosse Güter / vnd das Land zu lohn außtheilcn. FM VffÄutsch würde Daniel fast also sagen: Der Bapst thut also/Alle die im hclf- LAftn seinKirchenwesen/eigen Hcyligkeit/GorLesdienst/vndMcsse/stercken vnd mehren/ die wirdk ^^er zu grossen reichen Cardinälen/Brschoffen/Ebken/Pröbsten/CorLrsanen/Lhulüherrn / Pfaf- fen/München/machen/vnd sie hoch hcben/segenen/besieyen/vber vnd wider den Leyen standt/vnö also dcr Kirchen Güter vnd Landvnrer sietheilenzu lohn. Dazujnen allein das Hrmelreich vcrheissen/vsn denen cs die andern Christen müssen mit G old/Silöer/vnd Kleyn sten/seinem Messegott vnd Kirchen- gott zu ehren vnd zu mehren/abkauffen. Das ist deß Bapsts Legenden von Daniel kurtz / aber mit rech¬ ten Worten abgernalet/wie es in seinen rechten krefften im schwang gangen vnd gestanden ist. Am ende wirt sich der König gegen Mittage mit im stoffen/rc. Draufffolget nun/wie das Bapsshumb fallen vu vntergehen sol.Vnd sind sehr Wu vas BaME Unheimlichevnd versigelteRcSe/diemißlich sindzutreffen /ehedenn sie erfüllet werden. Wiedenn hmstn"" 'bL) alle Weissagung/auch dem Teuffel sclbs/verborgen sind/ehe sie vollendet werden. Wie Gott zu Erod.z;. Mose spricht: Mern angesicht kanstu mt sehen. Meinen rücken oder hinderst solku schcn/dasist/Wcnn ich gangen bin vnd Habs gethan/so kanstu mir Nachsehen/ Aber fornen zu/wo ich hin wil/ kan kein leben¬ dig Mensch sehen. Wollen doch zum vberfluß andern vrsachen nach zu dencken geben / weil vns dünckr der fall deß Bapsts sey angefangen ein groß theil- Weil der Engel selbs mehr denn einmal zu Daniel sagt: Es sollen heimliche vnd versigelte Rede gegen Mit, seyn/so können wir hie den König gegen Mittage nicht den König EgyptiPtolemeum (wie droben) ^»ache. verstchcn/So wenigalödcnKöniggegenMitternacht/denKönigAntiochum/tVelchcszeit droben am endedeßeilffkenCapitelsaußist/alswirgehört. Sondern nach dem wir hie den König gegen Mitter- nachtswerl das gantze Capitel von allen verstanden wrrk auff den Endechrrst) den Bapst verstehen m üs- Agnrggegen Mu¬ sen. So zwinget sichsselbs/daß sein Widerpart/das ist der rechte Geistliche König gegen Mittage/ rage, muß scyn dcrKönig der heyligen Christenheit/ Christus/wider den der Bapstein Widerchrist ist / wie Ankiochus war wider Pkolemum Egypti. Denn ich lassejetztanstehen vil Schrrfft zu füren/daß Mit¬ tag in der Schrifft guk/vnd Mitternacht böses bedeut/ denn es ist offenbar. So spricht er nun; Am ende wirt sich der König gegen Mttage/rc. /L^As Lst/wcnn der zorn Gottes schier zum ende rvil/vnd der Bapst auch nun mehr sein ende kommen sol/ wirdk Christus fm einen stoßgcben/etwaetlichcftomme Christen crwe- cken/dicwiderjn anfahenzu schreyen/Aber damikwirker noch nicht fallen / eewirrnurein stoß seynzumanfang. Diesen stoß(dünckk mich)hakangefangen Keyser Ludwig/ Hertzog in Beyern/da der Bapst Cle- „ste stoß dem mens 5. vnd Johannes rr. sich rühmeten/ Er wcre Keyser/nach absterben Keyser Heinrichsvon Lücel- Bapst g-geb-»/ ;nr burg/wie sein Exrrauaganr narret- Vnd thet den feinen frommen Keifer Ludwig in Bann vnschüldig. ^str Ludo- Vnd die schändtllchen Lügen schmber/die Wahlen/sindM so gram/daß sie jn nicht vnker die Keyser ze- len/anch nichkKeyftr/sondern zurschmachBauarum/den Bayer/nennen. Wiewol auch zuvor die Bäpste die Keyser verbannet vnd geplagt haben/ als Hcnricum 4. vnd p. Keyser Lttd- Fridericum i, vnd r.rc. vnd erliche wider den Bapst geschrieben/ So hak doch das Bapsthumb noch nie wig. S iij so ab- AußlWngdcssxii.L'ap. so abgcnommen/alsnach Keifer LudMA.Es Hatte auch gelehrte Leute bep sich/alß Dceam/Bona Gra- D^sam tia/rc. die demBapstIohanm redlich abkchrten/sinv auch noch scharpffe Bücher vorhanden widerdcn ' Bapst/fürKcyser Ludwig. Vnd er auch selbs/vngcacht deß BapstsBann/zog hineyn gen Rom/vnd setzt einen andern Bapst/vndblclbKeyscr. Drey Bäpste zu ei- Bald hernach ist gefolget das grosse Schisma/oder spalt/da drey Bäpste zugleich widereinander regierten wolz^.jar(Zum zcichen/daß sein ende nahe scyn mußt/vn zurissen werden solte)So warauch Ziomiu A^ckrelch der Bapst mit seinem Römischen Stulbcrcitanctlichejarzuvornichtzu Rom/sondern rn Franckmch gewest/durch Clemcnkcm den s. dahingesetzt/vnd blerb daselbst wol 74. jar. Iobannes Huß Zibcr diser Stoß war daspiLluäiuinworsprel/vnd Christusstrmmet damit an den rechten Stoß/ recht? stoß gegeben" den gab dcm Bapst S.Iohannes Huß/vnd ward drüber verbrannt. DiftrStoßcrhubsichvbcrdem Ablaß zu S.Peters Kirchen zu Rom/aller ding wie siche mit dem Luther erhaben hat. Denn die Bäp, sie zu der zeit vom anfang Bonifacij s.dcß Grundtschalcke(der die Welt zum ersten mit dem Gülden Bötlifg- jargcnarrcrvnd verführet hat)tricbcn wunderspiclvnd alleschalckheit mit dem Ablaß. aus. Clemens Vf. Also/daß Clemens ö. auch eine Bulle ließ außgehcn/ darinn erden Engeln im Himmel (als em A'eut als Gott/dcn Gott/Nicht allein auff Erden/sonvern auch im Hrmmcl gcbot)Sre selten die Seelen/so nach dem Ab- Eugcin im Himmel g-nRonrlrcffcn/vudvmenvegenvcrfchrcdcn/vvnmundauff'ins Paradyßzudeu ewigen freudcn bringen. Dcr Hclle oder den Leuffeln gebot er auch von denselbigen Scclen/mik solchen Worten: Wir wollens schlcchtsutthaben/daß dreHellkschc pernsoljncu angelegt werden. Also hatte sich der verfluch¬ te Grcuwttrucht allem in den Tempel Gottes hie auff Erden/sondern auch in demHimmel/gesetzk vbcr die Engcl/vberHimmel/vber Paradyß/vber dieHelle/rc. -Da nun etlichkjar hernach in Bohemen das Ablaß so lästerlich gepredigt ward /legt sich Johan- H»/ «es Huß dawider /mrd sonderlich grerff er diese Clemenn sehe Teuffelische Bulla an/vnd siraffre der Bapstclaster. VndwardißderStoß/daßerlehm/WennderBapstnitheyligwere/sowereerkein Glied der heyligen Kirchcn/Das r'st/wcnn der Bapst cm ^chalck werc/so were er nicht ein frolil Mast. Das war die grosse Ketzerey/ drumd er mußte verbrannt werden/Auch daß der Bapst der Kirchen Haupt wcrc/Nicht lure äiuino/eälluMLNO. Zwo vnüberwmdli- Gleichwol hatder Stoß zwo vnübcrwindtlichewundcn dem Bapsthumb gegebcn.Die erste/Daß cd-Wunde»/ so das die Bapsie auß dem Himmelgesiosscn sind vnddie pfeiffcn eynzichen müssen /Nicht mehr rhüren solche Bapsthumb cmpfcm c^kleu vnd Gebote vberdie Engelaußgehen lassen. Vnd Gott hat denselbigen vbermachten Hochmut Huß stoß. Es vnd fresset bald hernach angefangen heimzusuchen.Dieandcr/Daß nach ^.Johannes HußdasBap- sihumbingrosse Verachtung kommen ist / vnd S. Johannes Huß Namen vnd Lehre mit keiner macht haben können wchren/noch zu grundk dempffen. G-schrey/ so kndiescr Biß daß jn /zu dieser zeit/ das geschrcy erschreckt / deß Johannes Httß ein Vorläuffergewtst ist/ WieerjnenverkündigcthatimGcist/daersprach:VbcrhundcrtjarsoltjrGottvnd mir antworten. schrcchl. Item/Sic werden eine Ganß brahtcn(Huß hetßrein Ganß)Eswirtcin Schwan nachmir kommen/ den werden sie nicht drahten.Vnd isialso geschchen.Er ist vcrbrannk/Anno 1416.S0 gieng Siser jetzige Hader an müdem Ablaß/Anno isi^. Bapst hat sich ge- Nochhat ersieh wider diesen ^toß mikaller inacht gcwehrek/vnd ist sitzen blicben/hak Hussen Lch- wchrctsiut Johan- rcverdampt/vndjn verbrannt/dazu viel mit jm vndnach im Bluts vergossen / Teutfthen vnd Böhe- ^es.nßcod/rc. einander gehetzk/allenmordtvndjammerangericht/ftinenStul zuerhaltcn. Aber sint derzeit üanüeE Lon- ^o n c llij sind sie sich er worden/ allerlcy schalckheit mit Geistlichen Pfründen vnd Simoneyen ge¬ trieben. Dazu in allerlcy öffentliche lasier sich ergeben / eitel Epicurer vnd Seuw worden/ biß daß jrcr die Welt müde/vnd jncn gram isiwordcn vmb jrcsschändtlichcn lebens willen. Hievon redet nun der Engel weiter: Der König gegen Mitternacht wirt wider in wüten/mit Wagm/Reutem/ vnd vil Schiffen/ in die Länder fallen/schwemmcn vnd durchziehen. -Rüstung deß Bap- R vergleicht den Bapst einem Könige/der mit wütm(wicAtttiochus thMgrof- stcs / damic er in die ft Rüstungc führet. Vnd wiewol die Könige vnd Herrn der Christenheit auch leiblich mit jrer Lauder gcfallcn/rc. macht haben dem Bapst geholffen (das rsi/die Ketzer/die heytigen Christi/die m gestossen haben) in allen Landen dempffen/So meinet doch der Engel die Geistliche Rüsiung/dasist/den Bann/Dre- cketen/Bullen vud andere Censuren deß Bapsis/darinn jmdie Geistlichen mit jrcn Schiffen/Pfer- dcn/Wägen / das ist / durch Schrifften /Bücher/ Vredigten/gedienet haben/ Damit sie in die Länder gefallen/durchfahren/vnd alles wie ein Flut vberfthwemmet haben/auffs aller Hcfftigst/Dcnn der Cvttsti/r'c. Krieg vnd Rüstung Christi vnd deß Bapsis / seines wrderwertigen / gehet eigentlich Mit lehren vnd Schrifften zu. Er wirt auch biß ins wchrde Land kommcn/vnd vil werden fallen. ist/ Er Wirt mit seinen Gastlichen vnd Rüstungen / nicht allein den gemei, nicht fest stehen im Glauben/sondcrn auch die rechten Chri sien/sozuvormitvndbeydenKcßcrn gehalten/vnd stossen geholffen / oder drcyn bewilliget ha, ben/ auch abschreckcn vnd fellen/wcnn sie sehen werdcn/daß er sigek / vnd seine Stösser/ die Ketzer/soge- waltiglich darnidcr fellek/vnd die warheit öffentlich vnterdrückt/Denn der Schiffvnd Wägen/das ist/ der Schrcibervnd Schreper/ist zu vil/vnd Mwinckel voll.Also ist der Bapst wol gestossen/Aber er lrgk noch nicht. Srst Diese aber werden errettet werden von seiner hand/Edom/Moab/vud die Erst¬ linge der Kinder Ammon. ungen Rinder, tes/inderKirchcn/ncuwlirhdurchdieLaussegeborn. Diefthat der Endechristmüssen vngefclletvnd vnverführet lassen. Dassind die drey Drdcn derHcyligen/^lart^i-es,LoQ5eüore5,VirAinLs. Egen diese drey Völcker setzt der Engel anderedrey Völckcr/die der Endechrist wirt plündern/ Egypten/Lybien/Morcn- Diese drey sind Nachbarn/vnd wohnen an einander / gleich wie vor zetten auch Edom/Moab/AEon. Vber dise alle hat Annochus nie regiert/dcrBapst auch nie. Darumb müllen wir abermaldre Länder anderst vnd Geistlich demen/biß ein ander besser machen wirt. ? So rheilcn wir deß Bapsis Volck auch in drey theil. Egypten laß seyn die höhesten/ fürnemesterr/ l» reichen/grossen/Könige/Fürsten/Herrn/dre der Welt Güter vnd gewalt habcn/vnd ziemlich hin ström EgYpttU. seyn wollen- Denn Egypten ist allezeit vntcrandcrn ein fein herrlich Königreich gewest. n Lybien jrcNachbarn/laßseyn dtenchestenhcrnach/die mittelmaffigcn/als Bürger/ Gelehrten/ ' vnd wer etwas ist oder seyn kan. DieMoren/der Pöbcl/Bauwer/Knechk/vndwasschwartzvndftnster/dasist vnberühmek/ge- l c U nnge/keinesansehensist. MokkU. ^LNdisen hakernichtgnug/daßersie durch seinen Maüsimgefresscn vndverführet Hakan Leib vnd D/Z an Seele/ Er muß auch in jre Beutel vnd Kasten ( spricht der Engel) vnd sucht / daß er herrsche ^-^vber jre^chatze/Gold/Srlber/vndKlcynoke/das ist/vberjre Güter/damit creja alles aussreu- nre / Das khük er also (spricht er.) Er schickt seine Hand auß in die Länder/vnd Egypten wirt jm nicht entrinnen/rc. Je finden sich die Legaten a lauere, die Kardinäl vnd Botten / so er zu den Koni- z iE-, G^gen vnd Herrn schickt/ja auch wo! in die Lander setzt vnd steckt/die Könige zu fangen vnd narren. ftMt. E* Daß sie mit Leib vnd Gut imdrenen/stürjn krtegen/jm Land vnd Stätt/vnd grosse gabcn/schen- cken/darnach sie heimsuchk mit Bullen/Ablaß/Beichrbricssen/da erjncn Gnade/ Ireyheit / Ehefrau- ^5,.« c,„d wcn/Eycr / Butter/ Mrlch/ Flcrsch/ Haußmcsscn/ Sünde/Fegfcuwcr/ Hell vnd Hrmmcl/den Tür? deß HapstC rkcn/ Gott vnd Tcuffel/Süh selbe auch dazu (wer kan den Iarmarckt allen erzehlen) verkausst/stilet/ vnd mit gewalt/als ein Herr raubt/nimmet also das Gelt vnd Schatze vnd wüschet das maul/als hekke erwolgethan.Solchehat dcrBapst sonderlich sichgeflisscn zu vben mit dem Ablaß vnd Briessen/nach dem er gestossen ist/auffdaß er sich desto stcrcker vnd fester setzet. Auß dtscm Text ist kommen der gemeine Spruch vnter den Christen/Daß der Endechrist sol die Endechüffcihebtdie Schatze der Erden erheben. Ichmeynejaer habcsie stunden vnd zehaben/brß die Welt nicht die hclsst Schänder Ecdm, sser Güterhak. Diß vnd alles ander muß man werter durch die Rhetoriea außstrerchen.Sokan man fthen welch ein greuwcl der Bapst ist. Ich entwerft cs jetzt ein wcnig/den Daniel zu verstehen. Folget weiter; S im Vnd «Rechter Morgen odcrAuffgang, Gcschrcy felsct den Bapst / das ^uvor keinstoßkundtthnn. Vnd ein Geschrey wirt in erschrecken von Morgen vnd Mitternacht/Vnd wirt mit grossem grim außziehen/willens/vicl zu vertilgen vnd zu verderben. /2 A wilö(Gott lob)ein mal gar böß werden mit dem Bapst / Denn die stosse ha- MHbenjnnichtfellenkönncn/wiewolsieangeklopsst/vndjnzurBussevermancL/aberesistverloren 'SG vnd vmbsonst gewest. Nun aber komet vbcr ju kein Rüstung/ kern Heer/ kein Kricgßvolck/kein Stösser/sondernschlechterne siunodergeschrey/dafürerschnckter/vnd gehet drüber zuboden.D du wünöerlicher Gott in deinen werckey/ Dieser greuwcl/der alle Könige nrit süssen gerretten/vrid Gote selbe vbcrpocht hak/der muß verzagen vnd fallen für einer armen stimme. Wie brstu schreckliche grosse machtauffso losem gründe gestanden/daß du von einem Dthem vmbgebtasen wirstiSolche wort Da- niclie erkläret S. Paulus also: Der HERRIHcsus wirtjn tödcen rnü dem Dthcm seincsMundes. r.ThM.r. Letzte vnd bnftre Das ist nun diese letzte vnd vnsere zcrt/da das Euangciium erschollen ist/vnd schreyct weder den zcu/:c. Bapst/daß erverzwerffelt/werß nrcht wievndwaser thunsol. Er kanvnd Wil kein Concilium leiden/ Erwilnirgendamliechtdavon lassenhandeln nochrcden.AlleittgedLnckterdasgeschrcyrnitgewaltzu dempffen. Zeucht auß mitgrossem grilsi/sprichk Daniel/durch seine Rüstung/ durch seine Geistlichen/ durch Legaten/durch Bullen/Schrifftcn/vnd viel böser Bücher/wrl viel verderben vnd vmbbringcn/ Rüstung deß hetzet Kcyser/Königc / alle Lcuffel / vnd alle böse Menschen/vnd was er kan erregcn/Ee fehlet aisswrl- -oaptz s. kn nichk/man thets gcrn/Abcr ceisi sein ende kommen/memand kan jm heissen/ spricht Daniel/ dasge- schrcy ist zu mächtig. Denn in den vorigen Skandt kommet der Bapst nicht wider/die seinen leidens nun mehr selbsnicht/wie Apoc.'s. sagt/muß also on Hand vnd Schwerdtschlagzubrochcn werden/ Äpoc.,x. Daniel. §. wie sein Fürbild/der 2inkiochus. Dg». s, Aßaber solch geschrey vorn Morgen vnd Mittcrnachtgehöretwirt/Istdas/Daß solch Euan- gelinm kornmet von oben her/vom rechten Viorgcn oder Aussgang/Denn es kan niemand mit warhcitsagcn noch rühmen/daß auß seinem kopffoder vorbedachtem rahk oder willen solche Leh¬ re scy hcrfür bracht/Wir sind alle ongefehr vnd plumpswerse dazu kommen. Vndistvns geschehen/ wieIesaiasagt:Ichbm funden von denen/die michmcht suchten/vnd erschienen dcnen/die nach mir Ichte-l. nicht fragten. Dcnnauchich/dericheineröittvondenersten/garvileinanderßsucht vnd dacht im anfang mei¬ nes schreibens /ncmlich / allein deß Ablaß mißbrauch/nicht das Ablaß selber/ viel weniger den Bapst/ oder ein Haram Bapst/verstundt weder Christum noch den Bapst recht. Mitternacht. Doch ist solch geschrey auch vö Mitternacht komcn(sprichtcr)dasist/auß deß Bapstscigen Reich/ ScnnwirsindselberzuderZeitauchPapistcnvndEndcchristischgewest/vil hesstiger weder sie waren. / Folget: Er wirdt die Hütten seines Pallastspsiautzen zwischen zweyenMecrm/an dm Wehrden hcyligen Bergt. -Romem heyligcr Erusalcrn ligt zwischen dem grossen Meer/Vtt dem todtenMeer/ Aber vLl mchr DEst ligt Rom zwischen zweyen grossen Meeren/Lyrrhenum VN Adriaticum.Vnd ist Rom wol em wchrder heiliger Berg zu nennen/deü daselbst vil hundert tausend Märterer ligen / Im anfang auch die aller feineste Kirche war/vn groß ding da geschehen ist/biß daß der Leussel sich dahin gesetzt hak. Wehrderheyligcr Es wolt den jemand diß alles Geistlich deuten/daß der Bapst auss dem Wehrden hcyligen Berge/ Berg. das ist/in dcrheyligen Christenheik/als ein Gott sich gesetzt hak/vn sein Reich gkpsiantzt Mik seinen Dre- cketen vnd greuwlicher Lehre. Denn Christus heißt pfiantzen/Lehren/Makk.15. Alle pflantzcn die mein psi« Hrmltschcr Vatter nichtgepfianßek/die werden außgercuk. rvMh.>x. ZwischcnzweycnMeercn.DißmagvonderKirchcnalsoverstandenwerden/daßdiestrheyliger GrÄc Meer.^' Berg ligt zwischen zweyen Meeren/das ist/die Christenheit lebt zwischen diser Welt Leben vnd der Hel¬ len. Daß das todke Meer sen jene Welt/da die Gottlosen zu grundt verloren sind.Das lebendige grosse MeerseydiseWelt.Die Christenheit aber lebt nicht weltlich/vnd stirbt dorkauch nichk/gehctzwrschen bcydcn hin/vnd lebt im G tauben vnd im Geist Christi. Wo aber die zwey Meer von deß Bapsts Stul oder sitz nik vom heiligen Berg zu verstehen sind/so ist diß die Meinung: Daß der Bapst vber die lebendigen vnd tobten mit seinem yflantzen oder Dreckeren regieret-Dennmik seinemMaüsim hilssk crallcn lebendigen in der welt/vn allen todten im Fegfcuwer. Ernennctsgepfiantzt/Denndcr Bapst hak einParadyß aller lüstezu Rom/oder inderKlrchen gemacht/da er aller Welk Gut/gewa le vnd chre/frey nach seinem willen braucht. Zur selbigen zett wirt sich auffmachen der grosse Fürst Michael / der für die Kin¬ der deines Volckö stehet. Denn es wirt ein solche trübselige zeit seyn/als nicht gewest ist/sint daß Leute gewest sind/biß auffdiese zeit. nEn. strntct LbZewol Michael eines Engels Name tst/docb verstehen wir hie/ gleich wie auch dm a/s Lna'rqcl-um ^Apoe. 12. den HERRN Christum selbs dadurch/der hie niden auss Erden mit seinen Engeln/ Apoc.». wtderdenTcnffcl/rc. das ist/Prcdigern/strcitct wider den Teussel/durchs Euangelium/Dcn er nennet jn den gros¬ sen Fürsten. Dersclbige hat sich nunauffgemacht/vnd stehet für die Christen/vnd tröstetsie mit dem Erenwkichstcjeit Work der gnaden. Denn biß daher ist die greuwlichst zeit gewest/als auss Erden je gewest ist. Wie lnßh^vutcrtcm Christus diese wort auch führet/Matth. 24. Vnd wo diese tage nicht vcrkürtzt wcrcnvndaussgehörck «pl )»m . hetkcn/so were kein Mmsch selig wordm/Auch die Edomttcn/Moabiten/Ammoniten nicht. Denn es schon dcsi Propheten Aaniclo. ,°7 es sihsn angefangen inWelschen Landen/zu Rom/vnd mehr orten/daß man Epicurifch aus? dem Glauben ein gcspöttgemacht/vnd die Kinder auch nicht mehr käuffck. Also mere/ bepde/ Lauffc/Sa- cramcur/vnd work/allesaußgewest/vndkein Mensch mchrselig worden» Denn er meiner hie nicht leibliche trübsal/welche vil grösser gewest ist in der Zerstörung Ierusa- Geistliche erübsai len: Rom/vnd vilandernLanden vnd Skätten/sondernder Seelen/oder Geistliche trübsaln der Kir- der^rche». chcu/dl! -ch Christus leiden bedeutet. Denn leibliche trübsaln sind zeiklich/hören auff mit dem Leibe /A- l't e hie güts daß die Kirche vntergche oder bleibe/welche der Teuffel durch den Endechristzweyerley wei¬ ft angegriffen hatte. Zu einer seiren durch Epikurische Verachtung der Saeramenk vnd Wort Gottes/ Veracht-m-Gotte- bu. andem/ durch angst vndverzwerffelung deß Gewissens/da kein rechtertrostder Gnaden/sondern wortE.Angst vnv e .ic: " ar r.rcrlich marrern/durch eigen gnugthun vil werck/die Christen plagen (davon die Epicurer vnd verzwuffelimg deß Heyden nichts wissen) Also daß hre zeit war/daß Michael sich auffmachte / vnd die Christenheit in den ktztcn zügcn nicht liesse zu grundr gehen/sondern wider tröstet vnd samlek durch sein heylsames Work der Gn aden. Folger: Vnd viel die in der Erden schlaffen/werden auffwachen/ Etliche zum ewigen Le¬ ben/Etliche zur ewigen schwach vnd schände» Die Lehrer aber werden leuchten wie deß Himmels glantz / vnd die so viel zur Gerechtigkeit weisen wie die Sternen immer vnd ewiglich. ^^ErEngeleilet zum jüngsten tage/Daruwb ob er noch wolmehr zureden hak Lehr» leuchtend- hinauß zum ende der Welt/vnd saget von der Lodken auff- der §c e-g-, benseyn wirk. Darumber spricht: Selig ist/dcr biß auff den tag bestehet.Als soll er sagcn/wie Christus sprichk/Wenn deß Menschen Son komme/mcinsiu er werde Glauben finden auffErdeni Es haben von solchen vierdthalb jarcn fastallc Lehrer gcredt/vnd alle Bücher find davon voll/Dn daßfiees haben auff deß Endechrrsts Regiment gcdcut. Welches nach orvnung deß Texts Daniel dessMsphttcn Mantels. ,°8 dicht leidek/welcher weissaget weiker/wasnach deß Endechristsfall geschehe» sol/vnd setzt dise vrerdkhalb sar nach Michaet/vrid nach dem Eyde deß Engels auffmWasser. Lp^Ndwiewol drse Deutung schemet/als solt man deß Jüngsten tags gewiß seyn/ ^Hwclches tags oderjars crkommen solle/dasdoch Chnstusverbcukzu wissen/Actor. i. vnd im E- ste tag kommen sol. uangelro/So fehlet- doch weit. Erstlich/daß/ wenn schon das Dpffcr deß Euangelij öffentlich aögethan wrrk/So wirt doch niemand können das jar noch tag so eben mercken/wenn cs anfehet/Sinke- mal cs nicht kan auff einen tag an allen orten auffhören. Aum andern / Db man schon wüßte wenn cs solt anfahen/So sind doch vber die 12 90, die 1537. kagegcsetzt/dreniemandmerckcnwürde in aller Welt. VndSumma/Ichdcncke/daßdiescizzs.ta- gc nicht werden öffentlich in gemein verstanden werdm/sic scyen denn erfüllet am Jüngsten tage. Es wercdenn/daßGottetwacinenNoahwürdeerwecken/derdieselbige tagekündteabrcchnen vnd gewiß treffen. , Ich aber für mich/lassc mir daran gnügen/daß der Jüngste tag für der thürse-nmuß. Denn die Iimgffeeagist für Zcichcn/so Chrrftusverkündigt/vnddie Apostel/ Petrus vnPaulus/sindnun fast alle geschehen.Vnd verthär. die Bäume schlahen auß/die Schrifft grünet vnd blüek-Db wir den tag nicht so eben wissen können/ltgt nichts dran/cin ander mache cs besser/Es ist gewißlich allcsamcnde. ck^Vß dem schm wir/welch ein trefflicher grosser Mann Daniel/bcyde /für Gott LAvnd der Welk/gewcscn ist.Erstlich für Gott/Daß er so eine sonderlichc/fürallen andern Prophe- für Gmk. ^^ken/wctssagunggchabihat/nemlich/daßernichtalleinvonChrrsto/wledieandcrn/wcissaget/son- dern auch die zeit vnd jar zehlet/stimmet vnd gewiß setzet. Dazu die Königreiche biß auffdieselbige gc- für fetzte zeit Christi nach einander in richtiger Drdnung/mit jrcm handel vnd wandel / so fein vnd eben fas- ander» propheer«. fet/daß man der zukunfft Christi sa nicht fehlen kan/man wölt es den mutwilliglich/wic dieIüden/chun. Vnd dazu fort an biß an Jüngsten tag deß Römischen Reichs Scandt vnd wescn/vnd der Welt lauff/ auch ordentlich darstcllet / Daß man auch deß Jüngsten tagcs nicht fehlen/oder vnversehens dreyn fallen rnuß/man wolle es denn auch mutwilliglich/wie vnsere Epieurerietzt thun. Darumbdünckkmich/S. Petrus habe sonderlich den Daniel gemeiner/ da er spricht/1. Per- r. Die Propheten haben gcforschk/auffwclchc vnd wclcherley zeit der Geist Christi deutck/rc. (Welche) Welche, heißk/daß er die zeit gewiß abrcchnck/vnd stimmek/wie lang vnd vieljar dahin scyn sollen (Wclcherley) Wclcherley. hcißt/daß er fein abmalet/wic es zu derselbigen Zeit in der Welt gehen vnd stehen solle/Wer das öbcrst Regiment haben/odcr wo das Kcyftrthumb scyn solle. Daß er also nicht allein die zeit/sondcrn auch den wandel/gestalt vnd wesenderselbigen zeit/verkündiget.Welche auß der massen vnsern Christen Glau- Daniels weissaaüg ben sehr sterckt/vnd vns im Gewissen sicher vnd fest macht / weil wir das für äugen krefftig im schwang vnftr» Glau, fehen/das er vns in seinem Buch klärlich vnd richtig so lange zuvor hat beschriben vnd fürgcbrldck. Dmn Daniclweissagct frey/vnd stimmet klärlich/daß Christus Jukunfft/vnd seines Reichs an- Anfangdeß Netchs fang(wclchesistseineTauffevnd Predigampt)sol geschehen nach dem Könige Cores/bey 510. faren/ Danicl.9. vnd solt in derWclt der Persen vnd Griechen Reichaußseyn vnd das Römische Reich im schwang gehen/Daniel. 9. Also/daß Christus mußte gewißlich kommen zur zeit deß Römischen Reichs/da es am besten stund/das auch Jerusalem vnd den Tempel verstören soll / weil nach dcmsclbi- gen Reich keines mehr komrnen/sondern der Welk ende drauff folgen sol/ Wie Daniel 2. vnd 7. deut¬ lich verkündigt- der Welt ist er auch cm trefflicher grosser Man gewest / Denn wir sehen hie daß er die zweyerstcn Königreich/als der Dbcrst/regiert. Alssolt Gott sagen: Ich muß diesen de?Welt. 0^2) Königreichen Leute geben/ vnd solteich gleich mein Jerusalem vnd mein Volck drüber verstö¬ ren lassen. Vnd wiewol er nicht cm König gewest ist/noch groß Gur vnd ehre davon gehabt /So hat er dennoch die Königliche Werck/Geschäfft vnd Empter/gehaöt vnd außgerichk. Wie cs denn der Welk lauffist/daßdie/sozu Hofam meistenarbeitcn/daewcnigstehaben/vnddienichtsthun/fastdasmeiste '55' kriegen. Nach dem Luangclischen Sprichwort: Ein andersaek/ein andererndtek/Iohan.g-.Ja das ftnsamwc»M/r^ wol ärger ist/Er mußte noch hassz/neid/fahr/vnd verfolgung/prüberzu lohn Habcn/Wie denn dieWelk pflegt allen dien st vnd wolthat zu bezah len mit solchem lohn. Aber es schadet Daniel nicht/cr ist gleichwol Gott desto lieber / der belohnet es sm beste reichlicher/ vnd hell zu Babel vnd Persen Daniel für einen König. Denn errechnet vnd richtet nach der Hat vnd ftucht/nicht nach dcrPerson vnd Namen.DarumbistDanielmitder that der rechte König zu Babel vnd Persen/ ob er wol kein Königliche Person noch Namen führek/dazu nicht vi l guts/ sondern vnglück vnd alle fahr/davon hat.Sihe/also kan Gott seine gefangeneIüden trösten vn ehren/Daß erauß eincm Bürgers Son deß verstöreken Jerusalem einen zwyfetkigen Keyser macht zu Babel vnd Perstn. Summa/Ee ist vnker allen Abrahams Kindern keiner sohochin derWelt crhöhck/als Daniel. ^n-clt>ber «ice A- Es war Joseph wol groß in Egypten bey König Pharao/ So waren Dau id vnd Salomo groß m Is- ", rael/Aber es sind alles geringe Könige vnd Herrn gegen die Könige zu Babel vnd Persen/bey welchen Daniel der öberste Fürst war/welche er auch wunderbarlich zu Gott bckchrct/vnd on zwciffel rn beybm Keyserkhummen grossefrucht bey viel Leuten geschafft hak/diedurch jn sind zumerkennmiß Gottes kommcn/vnd selig worden. Wie denn derselbigen Keyser Briefs vn Gcbotk/Saß man Daniclis Gott in allen Landen ehren soll/wol anzeigen/ Daniel, r. vnd 6. Dssen WiemanDanklle- sensol/vnd was bar¬ fuß ju lehrncu sey. AußlcgungdeßXii.Qp. Isen Daniel befehlen wir nun zu lesen allen frommen Ahristen / welchen er zu diser elenden letzten zeit tröstlich vnd nützlich rst / Aber den Gottlosen ist er kein nütz/wie erselbs am ende sagt/Die Gottlosen bleiben Gottloß/vnd achtens nicht. Denn solche Weissagung Danielisvnd dergleichen/sind nicht allein darumbgcsehriben/ Daß man die Geschiehtvnd die künffti- gen trübsaln wissen / vnd den fürwitz/ als mit neuwcr Zeitung/ büssen solle/Sondern daß sich die from¬ men damit trösten vnd frölich machen/vnd sren glauben vnd Hoffnung in der gcdult stercken sollen / Als die da hie sehen vnd hören/daß jr jammer ein ende haben/vnd sie von Sünden/ Tod/ Teuffel/ vnd Mem vbel (darnachsie seufftzen) ledig in den Himmelzu Christo/in'sein seligesewiges Reich/kommen sollen. Gleich wie Christasauch Luc. 21. die seinen tröstet durch die greuwlichen Zeitung/ vnd spricht: Lu-.rr. Wenn jr solches sehen werdet/so sehet auff/ vnd richtet euwere Häupter auff/ Dmn euwer Erlösung ist nahe. Gefichtt vnd Trän. Darumb sehen wir auch Hie/Daß Daniel alle Gesichte vnd Traume/wie greuwlich sie sind jm- »neimÄaniel/war, ^erdar mitfreuden endek/nemlich mit Christus Reich vnd zukunfft/ vmb welches zukunfft willen / als «uft fikgehen. vmbdasfürnemcstcndtlicheHauptstück/solche GesichtevndTraumegebildek/gedeutetvnd geschri- bm sind.Wcrsienun auchwil nützlich lesen/dersolan der Historien oder Geschichten nicht hangen oder hassten/ vnd da bleiben/Sondern sein Hertz weyden vnd trösten in der verheissenen vn gewissen Zu- kunfftvnsers Heylands Ihcsu Christi/ als in der seligenvnd ftölichen Erlösung von disem jam- merthal vnd elende. Dazu helffe vns derselbige vnser lieber HERR vnd Heyland/ sampk dem Vatter vnd heyligen Geist/gelobk in ewigkeit/Amen/ > Amen. Wopheten Zamci. l.Lap. ,°9 AcrMophckAaittcl. I. Lap. Wie Daniel/HanSttks/rNrsael/vnd Äfaris/von den Jüdischen Rindern üußgekestn/zu der Cyaldeec Gchrifften vnd Sprache;» lehrnen/erzogen werden/vn sich initdeß Röntg» spetß vnd Lvem nicht wollen vervnretntgen/fondern Gemäß essea/wasser trincken / vnd doch schöner da, bey ftxn denn onveredeß Röntg» Rnaben. 4-Reg.r4. L paral. Geues.ro. U dritten iar dess UcGs IotaklM/deß KömgöIuda / kam Ncbuead- Zoiakim. Nezar/dcr König zu Babel/ für Zcrusakm/ vnd bclägert sie.VndderHERRvbergabimZoiakimden König Zu- ida/vndetlicheGeftffeaußdcmHauseGottes/dicließer - ; führen ins Land" Sinear/in seines Gottes Haust /Dud ' thct die Gefeffe in seines Gottes Schatzkasten. G-ms?" " der König sprach zu Aspenas/seinem obersten Kämmerer / Er sokte auß den Aspcnas. tz^^mdern Zsrae! von Königlichem Stam/vnd Herrn Kindern/wehlen/Kna- ben/ die nicht gebrechlich weren / sondern schöne / vernünfftige / weise / kluge vnd ver- stendige/Die da geschickt weren zu dienen in deß Königes Hofe/vnd zu lehrnen Khal- deische Schrifft vud Sprache. Solchen verschaffte der König was man inen täglich geben sott von seiner Speise/ vnd von dem Wein den er selbs tranck/Daß sie also drey jar aufferzogen/darnach für dem Könige dienen sotten. Vnter welchen waren Da- nicl/Hanania/Misacl/vndAsaria/vondenKindernZuda. Vnd der öberste Käm¬ merer gab inen Namen/vnd nennet Daniel/Belsazer/vnd Hananja/Sadrach/vnd Misael/Misach/vndAsaria/AbedMgo. ^fBer Daniel setzt jm für in seinem hertzen/daß er sich mit deß Königs speise / vnd ^Hmit dem Wcin/dcn er selbs tranck/nicht vcrvnrcinigcn wolt / vnd bat den öber- sten Kämmerer/dast ersieh nicht müßte vcrvttreittigen. Vnd Gott gab Daniel/ daß im der öberste Kämmerer günstig vnd gnädig ward.Derselb sprach zu im: Ich fürchte mich für meinem Herrn/dem Könige/ der euch euwcre Speise vnd Tranck verschafft Hat/Wo er würde sehen/daß euwere Angesichter jämerlicherweren denn der andern Knaben euwers alters/so brechtet jr mich bey dem Könige vmb mein Leben. b Da sprach Daniel zu Melzar/welchem der öberste Kämerer Daniel/Hanania/ Misael/Asaria/befohlen hatte:Versuchs doch Mit deinen Knechten zehen tage/vn laß vns geben Ingcmüse zu effen/vnd Wasser zu trincken/vnd laß denn für dir vnsere ge- sralt/vnd der Knaben/so von deß Königs Speise essen/besehen /Vnd darnach du se¬ hen wirst/darnach schaffe mit deinen Knechten. Vnd ergehorchetjncn darinn/vnd Versuches mit inen zehen tage. Vnd nach den zehen tagen waren sie schöner/vnd baß bey Leibe/denn alle Knaben so von deß Königs Speise affen. Da thet Melzar ire ver- ordente Speise vnd Tranck weg/vnd gab inen Jugenrüse. Aber der Gott dieser viere gab inen kunst vnd verstände in allerley Schrifft vnd Weißheit. Daniel aber gab er (SchnMs-rs verstandt in allen Gesichten vnd Träumen. N"" d^KNd da die zeit vmb war/die der König bestimpt hatte/daß sie sotten hineynge- c^Ibracht wcrdcn/bracht sie der öberste Kämerer htneyn für NebucadNezar. Vnd der König redet mit inen/vnd ward vnter allen niemand erfunden/ der Daniel / Ha- nania / Misael / vnd Asaria/gleich were. Vnd sie wurden deß Königs Diener. Vnd der König fand sie in allen Sachen/ die er sic fraget/ zehen mal klüger vnd verstendi- N-Utttzigsar. denn alle Skernscher vnd Weisen in seinem gantzcn Reich. Vnd Daniel lebet biß ins erste iar deß Königs Korcs. MrMphtt li. Lap. II. Lap. der RZntg NebvcadNerar berkffr dte Welsen/ daß ste >m seinen gehabten Traum solten ek- kläcen/vnd als ste daffelbtg nicht thun knndren/befahl er sie aU rv rödren. Daniel sage vem Rä- nige den Traum vnv die außlegung / errerret also die weisen vom tode/vnd wirr ;» einem Für¬ sten vber das Land verordnet. Tm«mNe,MMWMandern jardeß Reichs NebucadNezar/hatte Ne- bucadMzar einen Traum/davon er erschrack/vaß er auffwacht.Vnd er hieß alle Sternscher vnd Weisen/vnd Iäuberer/vnd Khaldecr/zm sammen fordern/daß sie dem Könige feinen Traum sagen solten.Vnd sic kamen vnd traten für den König. Vnd der König sprach zu jnen: Ich hab einen Traum gehabt/der hat mich erschreckt/ vnd ich wolt gerne wissen / was ftr ein Traum gewest sey. Da sprachen die Khaldeer zum König auffKhaldeisch: Herr Köm'g/Gott verleb he dir langes leben/Sage deinen Knechten den Traum/so wollen wir in deutcn.Dcr König antwortet/vnd sprach zu den Khaldecrn.Esist mir entfallen. Werdet ir mir den Traum nicht anzeigen/vnd in deuten/ so werdet ir gar vmbkommen / vnd euwcre Häuser schändtlich verstört werden. Werdet jr mir den Traum anzeigen vnd deuten/ so solt ir Geschenck/Gaben vnd grosse Ehrc/von mir haben. Darumb so sagt mir den Traum vnd seine deurung. Sie antworten widerumb/ vnd sprachen: Der König sa¬ ge seinen Knechten den Traum/so wöllcn wir in deuten. Der König antwortct/vnd sprach: Warlich ich mercks/ daß ir frist suchet/weil /r g sehet daß mirs entfallen ist / Aber werdet jr mir nicht den Traum sagen/so gehet das Recht ober euch/als die jr lügen vnd gcttcht für mir zu reden fürgenommen habt / blß die zeit fürüber gehe. Darumb so sagt mir den Traum/so kau ich merckcn/ daß ir auch die deutung trefft. Da antworten die Khaldeer für dem Könige/ vnd sprachen zu jm: Es ist kein Musch auff Erden/der sagen könne das der König fordert/So ist auch kein König/wie groß oder mächtig er sey/der solches von irgend einem Sternscher/ Weiscn/oder Khaldeer/ fordere. Denn das der König fordert ist zu hoch/ vnd ist auch sonst niemand der es für dem Könige sagen könne/außgenommen die Götter / die bey den Menschen nicht wohnen. NebueaMe- (A^A ward der König sehr zornig/vnd befahl alle Weisen zu Babel vmbzubrin- f-7;u BaÄ S^gen. Vnd das Vrtherl gieng auß/daß man die Weisen tödtensolt/VndDa- brmg-n. ntel sampt seinen Gesellen ward auch gcsucht/daß man sie tödtet. (^^A vernam Daniel solch vrrhetl vnd befehl vonArtoch dem öbersten Richter MH. >-> offenbart hast /dammb wir dich gebeten haben/ncmlich/Du hast vnsdeß Königes Sache offenbart. (^^A gieng Daniel hinauffzu Arioch/der vonr Könige befehl hatte die Weisen zu Babel vmbzubringen/vnd sprach zu im also: Du solt die Weisen zu Babel nit vmbbringen/ Sondern führe mich hinauffzum Könige/ich wil dem Könige die deu- tung sagcn.Arioch bracht Daniel eilend hinaufffür den König/vnd sprach zu jm also: Es ist einer funden vnter den gefangenen auß Zuda/ der dem Könige die deutung sa¬ gen kam Der König antwortet/ vnd sprach zu Daniel/den sie Belsazer hiessen: Bist du der mir den Traum/den ich gesehen habe/vnd seine deutung/zeigen tank v (^^Anielfieng an für dem Könige/vnd sprach: Das verborgen ding/das der Kö- Daniel ettt- c^snig fordert von den Weisen/Gelehrten/Sternsehern/ vnd Warsagern/ stehet in irem vermögen nicht dem Könige zu sagen / Sondern Gott von Himmel / der kan verborgene ding offenbaren/ Der hat dem Könige NebucadNezar ängezeigt was tu künfftigen Zeiten geschehen sol. Dein Traum vnd deine Geflcht/da du schltcAest/kani daher/Du König dachtest auffdeinemBette/wie es doch hernach gehen würde/vnd der so verborgen ding offen- bart/hat dir angezeigt wie es gehen werde. So ist mir solch verborgen ding offenbart/ nicht durch meine Weißheit/als were sie grösser denn aller die da leben/Sondem da- Sa-ma-larind«, rumb/daß dem Könige die deutung angezeigt würde/vnd du deines Hertzen gedan- cken erführest. Du König sähest / vndsihe / ein sehr groß vnd hoch Bildt stund gegen dir/ das Daniel öffe- war schrecklich anzusehen. Desselben Bildes Hauptwarvon feinem Golde/seine Brust vnd Arme wären von Silber/sein Bauch vnd Lenden waren von Ertz/seine iSchenckel waren Eisen/seine Füsse waren eins theils Eisen/vnd eins thetlsThom 'Solches sähest du/biß daß ein Stein herab gerissen ward / on Hende / der schlug das Bild an seine Füsse / die Eisen vnd Thon waren/ vnd zumalmet sie. Da wurden mit einander zumalmet das Etsen/Thon/Ertz/Silber/vnd Gold/vn wurden wie spreuw auffder Sommertennen/vnd der Wind verwebt sie / daß man sie nirgend mehr fin¬ den kundte. Der Stein aber der das Bildt schlug/ward ein grosser Berg / daß er die gantze Welt füllcte. Das ist der Traum/ Mn wollen wir die Deutung für dem Kö¬ nige sagen. Du Her Prophet n.Qp. ^^^V König bist ein König aller Könige/dem Gott von Himel Königreich/macht L O^Zstercke vnd ehre/gegcben hat/vnd alles da die Leute wonen/dazu die Thier auff Deutug dem Felde/vnd die Vögel vnter dem Himmel in deine Hende gegeben/vnd dir vber alles gewalt verliehen Hat/Du bist das gülden Häupt. Nach dir wirt ein ander Kö¬ nigreich auffkommen/geringer denn deines» Darnach das dritte Königreich/das Ehern ist/wclchs wirt vber alle Land herrschen. Das vierdte wirt hart seyn wie Ei¬ sen/ Denn gleich wie Eisen alles zumalmet vnd zuschlegt / ja wie Eisen alles zubricht/ Also wirt es auch alles zumalmen vnd zubrechen» Daßduabergesehenhast/dieFüssevndIeeetnstheils Thon vnd eins theils Ei- (pflanye) Etliche sen/das wirt ein zertheilt Königreich seyn/ Doch Wirt von deß Eisens a Pfiantze drin- Eisens nen blerben/wte du denn gesehen hast Eisen mit Thon vermenget. Vnd daß die Jee ber^geu/'dzdas'Rö an seinen Füssen eins theilö Eisen/vnd eins theilsThon smd/wirdts zum theil ein WE ^lerÄnntt starck/ vnd zum theil ein schwach Reich seyn.Vnd daß du gesehen hast Eisen mit Thon g7cichw^mpflm!! vermenget/werden sie sich wol nach Menschen Geblüt vnternander mengen/aber sie be7?woT" EMM werden doch nicht an einander halten/gleich wie sich Eisen mit Thon nicht mengen Wir sol doch desselben läßt. Ntze^nttem Bcr zur zeit solcher Königreiche/ wirbt Gott von Himmel ein Königreich auff- Reich seMMchAa^sge ^Wichten/ das nimmermehr zustöret Wirt/Vnd sein Königreich Wirt auff kein an- HE" schehen/dadas der Volckkommen. Es wirdt alle diese Königreiche zumalmen vnd verstören/aberes G§elM l.nff die Wirt ewigkltch bleiben» Wie du denn gesehen hast einen Stein on Hende vom Berge ASnBaAÄ herab gerissen/der das Eisen/Ertz/Thon/SilbervndGold/zumatmet. CarolumMagnum. Mß) hat der groß e Gott dem Könige gezeiget/wie es hernach gehen werde/ Vnd das iß gewiß der Traum/vnd die deutung ist recht. (Erbeteratt)Nit fiel der König NebucadNezar auff sein Angesicht/vnd b betet an für dem Zo7i,rDa2'sonst <^DDaniel/Vnd befahl/man solte imSpeißopffervnd Räuchopfferthun. Vnd httte cs Daniel mt der König antwortet Daniel/vnd sprach: Es ist kein zweiffel/euwer Gott ist ein Gott vber alle Götter/vnd ein HERR vber alle Könige/der da kan verborgen ding offen- barcn/weil du diß verborgen ding hast können offenbaren. Vnd der König erhöhet Daniel/vnd gab im groß vnd viel Geschencke/vnd macht in zum Fürsten vber das gantze Land zu Babel/vnd setzet in zum Obersten vber alle Weisen zu Babel. Weißhekt «Mt Vnd Daniel bat vom Könige / daß er vber die Landschafften zu Babel setzen Obergewalt, möchte/ Sadrach/Mesach/AbedNcgo/ vnd er/Daniel/bleib bey dem Könige zu hofi lll.Lap. SaSrach/Mefach/AbedN-go/wölkett das gÄden Bild nicht anboten/ werden dechalbe» kn einet» feuwrigen Gfen geworffen/vnd von Gott wunderbNrlich errettet. Er Kömg NebucadNezar ließ ein gülden Bild chen/sechtzig elen hoch/ vnd sechß elen breit/vnd ließ es setzen im Gülden Lande zu Babel auffeinen schönen Anger. Vnd der König Nebu- cadNezar sandte nach den Fürsten/Herrn/Landpflegern/Rich- tern/Vögten/Rähten/Amptleuten/vnd allen gewaltigen im Lan- de/daß sie zusamen kommen sotten das Bild zu weihen/das der Kö- vmecycvnocm o ar hatte setzen lassen. Da kämen zusamen die Fürsten/Herrn/Land- gotterev Den Got- pfieger/Richte/Vögte/Rähte/Amptleute/vttd alle Gewaltigen im Lande/das Bild wI!7stal!eM^ zu weihen/das der König NebucadNezar hatte setzen lassen. Vnd sie mußten gegen sbtterey. das Bild tretten/das NebucadNezar hatte setzen lassen» Vnd der Ernhold rieffvber laut: Das laßt euch gesagt seyn/ir Dölcker/ Leut vnd Jungen/wenn ir hören werdet den schall der Posaunen/ Drometen/ Harpffen/ Gei- gen/Psatter/Lauten/vnd allerlei) Saytenspiel/so solt ir nider fallen / vnd das gülden Bild Siß Bild mag viel» leicht der Aonig ha- den machen lassen/ «ach dem träum/als damitGottzu loben/ derdurch Danielam den Traum hatte of¬ fenbaret/ Aber weil cs Gott nit befohlen hatte/vnd wider das erste gebott war/lsss Aamei. , Bild anbeten/das der König NcbucadNezar hat setzen lassen. Wer aber alsdcnn rnt mderfellet/vnd anbetet/der sol von smndan in den glüenden Ofen geworffen werden. Da sie nun höreten den schall der Posaunen/ Drometen/Harpffen/ Geigen/Psalter vnd allerlei) Saitensptel/fielen nidcr alle Völcker/Leute vnd Jungen/ vnd beteten an das gülden Bild/das der König NebucadNezar hatte setzen lassen. v b^Dn fiundan traten hinzu etliche Khaldeische Männer/vnd verklagten dieIü- c^den/fiengen an / vnd sprachen zum Könige NebucadNezar: Herr König/ Gott verleihe dir langes leben. DuhasteinGebott lassen außgehen/daß alle Menschen/ wenn sie hören würden den schall der Posaunen/Drommeten/Harpffen/Geigen/ Psalter/Lauten/vnd allerlcy Saitenspiel/solten sie niderfallen / vn das gülden Bild anbeten/Wer aber nichtniderfiele/vndanbetet/dersoltin einen glüenden Ofen ge¬ worffen werden. Nun sind da Jüdische Männer/welche du vber die Ampt im Lande zu Babel gesetzt hast/Sadrach/Mcsach/vnd AbedNego/ dicselbigen verachten dein Gebott/vnd ehren deine Götter nicht/vn beten nicht an das güldenBild/das du hast setzen lassen. Da befahl NebucadNezar mit grim vnd Zorn / daß man für in stellet Sadrach/ Mesach/vlid AbedNegoVnd die Manner wurden für den König gesteltet.Da fieng NebucadNezar an/vnd sprach zu inen: Wiek woit ir Sadrach/Mcsach/AbedNego/ meinen Gott nicht ehren? Vnd das gülden Bild nicht anbeten/das ich habe setzen las¬ sen? Wolan/schickt euch/So bald ir hören werdet den schall der Posaunen / Drom- meten/Harpffen / Geigen/ Psalter/ Lauten/vnd allerlei- Saitenspiel/so fallet nider/ vnd betet das Bild an/das ich hab machen lassen: Werdet irs nicht anbeten / so solt ir von stundan in den glüenden Ofen geworffen werden. Laß sehen wer der Gott scy/ der euch auß meiner Hand errettet; werde. ( fiengen an Sadrach/Mesach/AbedNcgo/vnd sprachen zum Könige Nebu- M-E/wesch cadNezar: Es ist nicht not/daß wir dir darauff antworten. Sihe/ vnser Gott/ da« ist. den wir ehren/kan vns wol erretten auß dem glüenden Ofen / darzu auch von deiner Hand erretten.Vnd wo ers nicht thun wil/so soltu dennoch wissen/daß wir deine GöL ter nicht ehren/noch das gülden Btld/das du hast setzen lassen/anbeten wollen. Da ward NebucadNczar voll grimmes/vnd drach / Mesach / vnd AbedNego / vnd befahl / man lnachen/denn Ulan sonst zu thun pflcgete. Vnd besah iellet sich scheußlich wider «Sa- ölte den Ofen sibenmal heisser dm besten Kricgßlmtm / die in iii seinem AcrMphct m.Lap. feinem Heer waren / daß ste Sadrach/ Mesach/ vnd McdNego bünden/vnd in den glüenden Ofen würffen. Also wurden dtse Männer injren Mänteln/Scbuhen/Hü¬ ten/ vnd andern Kleidern / gebunden / vnd in den glüenden Ofen geworffen/ Denn (Eüettd)Daß Man deß Königs gebott mußt man" eilend thun.Dnd man schüret das feuwer im Ofen so Mär aZAm" sthr/daß die Männer/so den Sadrach/Mesach/vnd AbedNego/ verbrennen sotten/ verdorben von deßFcuwcrs stammen. Aber die drey Männer/Sadrach/Mesach/ vnd AbcdNego/fielen hinab in den glüenden Ofen/wie sie gebunden waren. entsatzt sich der König NebucadNezar/vnd fuhr eilends auff/ vnd sprach zu v seinen Nähten: Haben wir nicht drey Männer gebunden in das Feuwer lasten werffmt Sic antworten vnd sprachen zum Könige: Za/ Herr König. Er antwortet/ vndsprach: Sehe ich doch vier Männer loß im feuwer gehen/vnd sind vnversehrt/ vnd der vicrdte ist gleich als were er ein Son der Götter. Vnd NebucadNezar trat hinzu für das loch deß glüenden Ofens/vnd sprach: Sadrach/Mesach/AbedNegs/ir Knechte Gottes deß Höhesten / gehst herauß / vnd komet her. Da giengen Sadrach/Mesach/vnd AbedNego/hcrauß auß dem feuwer. Vnd die Fürsten/Herrn/Vögte/vnd Nähte deß Königs kamen zusamen / vnd sahen/ daß das Feuwer keine macht am Leibe discr Männer bewerfet ^atte/vnd /re Haupt¬ haar nicht versenget/vnd ire Mäntel nicht versehret waren. Za man kundte keinen Brand an inen riechen. Da fieng an NebucadMzar/vnd sprach: Gelobet fey der Gott Sadrach / Me- sach/vnd AbedNego/der sernerr Engel gesandt/vnd seine Knechte errettet hat / die sm vertrauwet/vnd deß Königs Gebott nrcht gehalten / Sondern ircn Leib dar gegeben haben/daß sie keinen Gott ehren noch anderen woltm/on allein iren Gott. Soseynundißmein Gebott/Welcher vnter allen Völckeru/Leuten vnd Jun- gen/den Gott Sadrach/Mesach/vnd AbcdNego/ lästert/ der sol vmbkommen /vnd sein Hauß schendtlich verstöret werden. Denn cs ist kein ander Gott/der also erretten kan/als dieser. Vnd der König gab Sadrach/Mesach/ vnd AbedNego/groste gewalt im Lande zu Babel. ÜII.Qp. Der Rönig NebucsdNersr hatew Gesicht in einem Tr^uun / von dem großen Koben Ban- Ms/rpelcherbißauffdlc VVurtzelsoladgekapVenwerden. VndolsdleLk^ideer solchen Traum ntchtkundrenaußlegen/dasagerDanieldemAömgc vre deurung/welcher maße» sie vber -M solaüßgehen. K M ««ff Omg NebucaMezar / allen Völckem / Leuten / bnd L M Jungen: Gott gebe euch V1--I Friede. Ich sehe es für gut an/daß ich Gott erzeiM hat m verkündige die deichen vnd Wunder/ so Gott der Höhest an mir ge- fo gcndcr oi-cn. D^^^^bctchknstndgroß/Vttd seinewundekstndmäch- L^^WM ttg/vnd sein Reich ist ein ewiges Reich / vnd seine Hmschafft wäret vnd für. §h NebucadNezar / da ich gute ruhe hatte in meinem Hause/ vnd es wol stund I^auffmeiner Burgk/sahe ich einen Traum/vnd erschrack/vnd die gcdancken/ die ichauff meinem Bette hatte vber dem Gesichte/ so ich gesehen hatte/ betrübten mich. Vnd ich befahl/daß alle Weisen zu Babel für mich herauff bracht würden/daß sie mir sagten/was der Traum bedeutet. Da bracht man herauff die Stcrnseher/ Wet- sen/Ahaldeer/vnd Warsager/vnd ich erzehlet den Traum für inen/ Aber sic kundten mir nicht sagen was er bedeut. Biß zuletzt Daniel für mich kam (welcher Belsazer heißt/nach dem Namen meines Gottes) der den Geist der hcyligcn Götter hat/ vnd ich erzehlct für/m den Traum. Belsazer/du oberster vnter den Sternsehern/welchen ich weiß Aamcl. Illl.Lav. »2 G weiß/daß du dm Geist der heyligcn Gotter hast/vnd dir nichts verborgen ist / sage Das Gesichte meines Traumes den ich gesehen habe/vnd was er bedeutet. ist aber das Gesichte das ich gesehen hab auffmeinemBette:Sihe/es stund G^eson-b-i-as etnBaum mitten im Lande/der war sehr hoch/groß vnd dicke/seine höhe reicht biß in Himel/vnd breitet sich auß biß ans ende deß gantzen Lands. Seine Este waren schön/vnd trugen viel Früchte/davon alles zu essen harte. Alle Thiere auff dem Felde fanden schatten vnter im/vnd die Vögel vnter dem Himmel fassen auff seinen Esten/ vnd alles Fleisch nehret sich von im. Vnd ich jähe ein Gesichte auffmeinem Bette/Vnd sihe/ein heyliger« Wächter (w^r) Heißt ec fuhr vom Himel hcrab/der rieff vber laut/vnd sprach also: Hauwet den Baum vmb/ Engel /vz sie w«. vnd bchauwet jm die Este/vnd streiffet im Vas Laub ab/vnd zerstreuwet seine Frücht/ daß die Thier/so vnter jm ligen/weglauffen/vnd die Vögel von seinen Zweigen flie- sagk E^a/seL gen. Doch laßt dm Stock mit seinen wurtzeln in der Erden bleibcn/Er aber sol in Ei- Vdl^e-n seru vnd ehern Ketten auffdem Felde im Grase gehen / Er so! vnter dem Thauw deß sthr tröstlich wort a!< Himmels ligen/vnd naffz werden/vnd sol sich wcyden mit den Thieren von den Krem tern der Erden. Vnd das Menschlich Hertz sol von jm genommen/vnd ein Viehisch ^d-nzuBaber. Hertz im gegeben werden / biß daß siben zeit vber in vmb sind. Solches ist im raht der JAA/E^?r Wächter beschlossen / vnd im Besprech der Heiligen berahtschlagt/auffdaß die leben- digen erkennen/daß der Höhest gewalt hat vber derMenschen Königreiche / vnd gibt hr!wl!a!l2Äewrch sie wem er Wil/ Vnd erhöhet die nidrigen zu denselbigen. Solchen Traum habe ich König MbucadMzar gesehen. Du aber Telsazer sa- ge was er bedeut. Denn alle Wessen in meinem Königreiche können inir nicht anzci- gen was er bedeute / Du aber kansts wo!/denn der Geist der Heyligen Götter ist beydir. : entsetzet sich Daniel/ der sonst Belsazer heißt/bey einer stunde lang/ vn seine ^ani-isaM« m-hr ^^gedancken betrübten in. Aber der König sprach:Belsazer/ laß dich den Traum vnd seine dcutung nicht betrüben. Belsazer fieng an/vnd sprach: Ach mein Herr/daß der Traum deinen Feindenvnd seine deutung deinen Widerwertlgen / gälte. Der Baum den du gesehen hast / daß er groß vnd dicke war/vnd seine Hohe an den Hmnnclreichet/vnD breitet sich vber das gantze Land/vnd seine Este schön/vnd seiner Früchte viel / davon alles zu essen harte/ vnd die Thier auffdem Felde vnter im wohneten/vnd die Vögel deß Himels auffseinen Esten fassen / Das bist» König / der du so groß vnd mächtig bist/Denn deine macht ist groß/ vud reichet an den Himmel/ vnd deine gewalt langet biß an der Welt ende. Daß aber der König einen heyligen Wächter gesehen hat vom Himel herab sah- ren/vnd jagen: Hauwet den Baum vmb/vnd verderbet in / Doch den Stock mit sei¬ nen Wurtzeln laßt in der Erden bleiben/Er aber sol in Eisern vnd Ehern Ketten auff dem Felde im Graß gehen/vnd vnter dem Thauw deß Himmels ligen/vnd naffz wer- den/vnd sich mit den Thieren auffdem Felde weyden/biß vberin siben zeit vmb sind/ Das ist die deutung / Herr König / vnd solcher raht deß Höhesten gehet vber meinen Herrn König. Man wirt dich von den Leuten verstoffen/vnd mußt bey den Thieren auff dem Felde bleiben/vnd man wirt dich Graß essen lassen wie die Ochsen/ vn wirst .. vnter dem Thauwdcß Himmels ligen/vnd naffz werden/ biß vber dich siben zeit vmb sind. Auff daß du erkennest daß der Höhest gewalt hat vber der Menschen Königrei- che/vnd gibt sie wem er Wil. Daß aber gesagt ist: Man solle dennoch den Stock mit seinen Wurtzeln deß Baumes bleiben lassen. Dein Königreich sol dir bleiben / wenn du erkennet hast die gewalt im Himmel. Darumb/Herr König/laß dir meinen Rahtgcfallen/vnd mache dich loß von deinen Sünden / durch Gerechtigkeit / vnd ledig von deiner ' Mffethat/ durch wolthat an den Armen / So wtrdt er gedult haben mit deinen HcrWophct llii.Lap. !r Ä- ülles widerfuhr dem Könrge MbluadMzar. Denn nach zwölffMondcn/ o RSnMc^'hat/crhc (^Hda der König auff der Königlichen Burgk zu Babel gieng/hub er an/vnd Straffe durchVw^ sprach: Dao ist die grosse Babcl/die ich erbauwet habe zum Königlichen Hause/durch weine grosse macht/zu ehren meiner Herrligkeit. Ehe der König diese wort außgeredt hatte/fiel eine stim vom Himmel: Dir König NebucadNezar wirt gesagt: Dein Kö- Er wirt bilkeicht VN- nigreich sol dir genommen werden/vttd nran Wirt dich von den Leuten verstossen/ vnd GI-n? beM" soll bey den Thieren/so auffdem Felde gehen/ bleiben/ Graß wirt man dich essen last tvordcn seyn. sen/wie Ochscn/biß daß vber dir siben zett vmb sind/ Auff daß du erkennest / daß der Höhest gewalt hat vber der Menschen Königretch/vnd gibt sie wem er wil.Von stund an ward das wort vollnbracht ober NebucadNezar/ vn ör ward von den Leuten ver- stossen/vnd er aß Graß wie Ochsen/vnd sein Aib lag vnter dem Thauw deß Himels/ vnd ward nassz / biß sein Haar wuchß/ so groß als Adelers Federn/ vnd seine Wgcl wie Vogels klauwen wurden. Gib-wclchemschö- UsUAch dieserzeit/hub ich NebucadNezar meine äugen auffgen Himmel/ vnd kam bckcMtmß! M^Iwider zur vernunfft/vnd lobte den Höhesten/Zch preiset vnd ehret den/ so ewig¬ lich lebet/deß gewalt ewig ist/vnd sein Reich für vnd für wäret/gegen welchem alle/so auff Erden wohnen / als nichts zu rechen sind. Er machts wie er wil/ beyde/mit den krefftcnim Himmel/vnd mit denen so auff Erden wohnen/vnd niemand kan seiner Hand wehren / noch zu jm sagen: Was machst du? Jur selbigen zeit kam ich wider zur vernunfft/auch zu meinen Königlichen ehren/zu meiner Herrligkeit/vnd zu meiner gestalt. Vnd meine Nahte vnd Gewaltigen suchten mich/vnd ward wider in mein Königreich gesetzt/vnd ich vberkam noch grössere Herrligkeit. Darumb lobe ich M- bucadMzar/vnd ehre vn preise den König von Himmel/Denn alle sein thun ist war- heit/vnd feine Wege find recht/vnd wer stoltz ist/ den kan er demütigen. v.Lap. DeuRLttigBelsirrer ttt'ttck'taußden Gefässen deß Tempels von Ievusalem/sthet finger wie » emes Mensche« Hand an der wand schreiben. Dre Lhaldeer kundten die Gchrrffr weder lesen noch deuten. Dame! aber User vnd legt dreselbt'geSchrrffr außfür dem Röntge/wre er nemllch da s Re ich verlieren sol/welchs auch geschehen. Belsazer «rächte em herrlich Mahl fernen Ge-- wattigen vnv Hauptlcutcn/vn soffsich voll mtt inen.Vnd da er trun< BclM l " ltbe ^MH^^^ckenwar/" hieß er die gülden vnd silbern Gefäß her bringen/die sein auß dem Tempel zu Jerusalem weggenom- Ech dIspEdst DWAMD menhatte / daß der König mit seinen Gewaltigen/mit seinenWet- br-aüchm.'Urmkb bern/vnd mit seinen Kebswetbern/drauß trunckcn. Also wurden herbracht die gülde- spricht S. Paulus/ Gefäß/dte auß dem Tempel/auß dem Hause Gottes zu Jerusalem / genomen WM r paral zo. AemwRMMld ren/ Vnd der König/seine Gewaltigen/setne Weiber vnd Kebsweiber/ truncken dar- l-bcEphes.;. da sie so soffen/ lobeten sie die Güldm/Silbern/Ehren/Eisern/ Hültzern/ (LS GE vnd steinern Götter. Iemsalcm/ dem /^Ben zur selbigen stunde giengen hcrfür Finger /als einer Menschen Hand/die (^/schrieben gegen dem Leuchter vber/auffdie getünchte Wand / in dem Königli- kmncreu mch-.Z-a (Heu Saal. Vnd der König ward gewar der Hand die da schreib. Da entferbet sich der König/vnd seine gedancken erschreckten jn/daßjm die Lenden schuttcrLen/vnd die Beine zitterten. Vnd der König rieff vberlaut/daß man die Weisen/Khaldeer/ vnd Warsager herauff bringen solt. Vnd ließ den Weisen zu Babel sagen: Welcher Mensch diese Schafft lieset/vnd sagen kan was sie bedeute/ der sol mit Purpur geklei¬ det werden/vttd gülden Ketten am Halse tragen/vnd der dritte Herr seyn in meinem Königreiche. Da wurden alle Weisen deß Königes herauff bracht/aber ste kundten weder die Schafft lesen/noch die Deutung dem Könige anzeigen. Deß erschrack der König Belsazer noch herter/vnd verlor gantz seine gestalt/vnd seinen Gewaltigen ward bange. Hamel. V. Lap. a; K gEetlg Königin vmb solcher fache willen deß Königes/ vnd seiner Gcwal- Das wkt vielleicht Ligen/hinauff in den Saal/vnd sprach: Herr König/Gott verleihe dir lan- gcs leben. Laß dich deine gedanckcn nicht so erschrecken/vnd cntferbe dich nicht also. Es ist ein Mann in deinem Königreich/der den Geist der hcyligen Götter Hat/ Denn A..,'^Weib?/ zu deines Vatters zeit ward bey im erlmchttmg erfunden/Klugheit vnd Weißheir/ ächmittm^E- wie der Götter Weißheit ist/ Vnd dein Vatter/ König NebucadNezar / setzet in ober die Sternscher/Weisen/Khaldeer/vnd Warsager/ darumb/ daß ein hoher Geist bey im fanden ward/ Dazu verstandt vnd klugheit Träume zu dkuten/tunckele Sprüche zu crrahtcn / vnd verborgene fachen zu offenbaren/ nemlich/ Daniel/ den der König ließ Vc lsazer nennen. So ruffe man nun Daniel/derwirt sagen was es bedeut» Da ward Daniel hinaufffür den König bracht. Vnd derKönig sprach zu Da- dk^ niel: Brst du der Daniel/der gefangenen einer auß Juda/ die der König mein Vatter auß Juda her bracht hatk Ich habe von dir hören sagen/ daß du den Geist der Heyli- gen Götter habest/vnd erleuchtung/verstandt/vnd hohewetßhcit/bey dir funden sey/ Dttmmmderwclr, Nun hab ich für mich fordern lassen die Klugen vnd Weisen/daß sie mir drse Schrifft lefen/vnd anzeigen sollen was sie bedeut/ Vnd sie können mirs nicht sagen was solchs bedeut. Von dir aber höre ich/daß du könnest die deutung geben / vnd das verborgen offenbaren. Kanstu nun die Schrifft lesen/vnd mir anzeigen was sie bedeut/ so solt du mit Purpur gekleidet werden / vnd güldene Ketten an deinem Halse tragen/vnd der dritte Herr seyn in meinem Königreich» sleng Daniel an/vnd redet für dem Könige: Behalt deine Gaben selbs/vttd <^Dgib deine Geschcnck einem andern/Ich wtl dennoch die Schrifft dem Könige lesen/ vnd anzeigen was sie bedeut. Herr König/ Gott der Höhest hat deinem Vatter NebucadNezar Königrcich/Macht/Ehre/vnd Herrligkeit/gegeben/Vnd für solcher Macht/die jm gegeben war / fürchten vnd scheuweten sich für jm alle Dölcker/Leute vnd Jungen. Er tödtet wen er wolt/ er schlug wen er wolt / er erhöhet wen er wolt/er demütiget wen er wolt. Da sich aber sein Hertz erhub/vnd er stoltz vnd hochmütig ward/ward er vom Königlichen Stul gestossen/vnd verlor seine Ehre/vnd ward Verstossen von den Leuten/vnd sein Hertz ward gleich den Thieren/ vn mußte bey dem Wild lausten / vnd fraß Graß wie Ochsen / vnd sein Leib lag vnter dem Thauw deß Him mels/vnd ward nassz. Biß daß er lehrnete/daß Gott der Höhest gewalt hat vbet der Menschen Königreiche/vnd gibt sie wem er Wil. Sünde du Belsazer sein Son/Hast dein Hertz nicht gedemütiget/ob du wol solches dHWnigs. o^alles Missest. Sondern hast dich wider den HERRN deß Himmels erhaben/ vnd die Gefeffe seines Hauses hat man für dich bringen müffen/vnd du/deine Gewal- tigen/deine Weiber/deine Kebsweiber/Habt drauß gesoffen/dazu die Silbern / Gül- dene/Eherne/Eiserne/Hültzcne/Steinerne Götter gelobet/ die weder sehen noch hö¬ ren/noch fühlen/Den Gott aber/der deinen Othem vnd alle deine Wege in seiner Hand Hat/ hastu nit geehret.Darumb ist von jm gesandt dise Hand/vnd dise Schufst die da verzeichnet stehet. Mene. Das ist aber die Schrifft allda verzeichnct/Nene/Mene/Tekel/Vpharsin.Vnd Tekel, sie bedeutet diß / Mene/ das ist / Gott hat deine Königreiche gezehlet/ vnd vollendet. Peres. Tekel/das ist/ man hat dich in einer Wage gewogen/vnd zu leicht funden. Peres / das Krem.,°, jst/dein Königreich istzutheilet/vnd den Meden vnd Persen gegeben. Da befahl Belsazer/daß man Daniel mit Purpur kleyden solt/vnd güldene Ketten an den halst geben/vnd ließ von im verkündigen/ daß er der dritte Herr sey im Kö¬ nigreich / Aber deß nachts ward der Ahaldeer König Belsazergetödtett Dieweil TcrWophet vi. Lap. vi.Lap. Dl'ewell Röttig Darms ven Propheten Dante! zu einem obersten Fürsten macht/brtngen in dleandere Fürsten auß netd vahtn/daß er ln dre LZuwengrube» geworden / jedoch aber von Gott Vunderbarltch errettet wirr. Darius. Nd Darms auß Meden nam das Reich eyn / da er MyvndscclHigiaraltwar. BnvOariussahc es für gut an/daß er vber das gantze Königreich setzte hundert vnd zwcntzig Landvög- te. Mer diese setzet er drcy Fürsten (der einer war Daniel) welchen die Landvögte sotten rechnung thun/vnd der König der mühe vber- haben wcre. Landvögte alle/denn es war em hoher (^tz Geist in jm/Darumb gedacht der König m vber das gantze Königreich zu se¬ tzen. Derhalben trachteten die Fürsten vnd Landvögte darnach/wie sie eine Sache zu Daniel fünden/die wider das Königreich were.Aber sie kundten keine Sache noch vbelthat finden. Denner war treuw/daß man keine schuld noch vbelthat an im fin¬ den mochte. Da sprachen die Männer: Wir werden keine Sache zu Daniel finden/ on vber seinem Gottesdienst. Dakamen die Fürsten vnd Landvögte häuffigfür den König/vndsprachenzn im also: Herr König Dariuo/Gott verleihe dir langes leben. Es haben die Fürsten deß Königreichs/dte Herrn/die Landvögte/die Nähte vnd Hauptleute/ alle gedacht/ daß man einen Königlichen befehl sol außgehen lasscn/vnd ein streng Gcbott stellen/ Daß/wer in dreißig tagen etwas bitten wirt von irgend einem Gott oder Menschen/ on von dir König alleine/solle zu den Löwen in Graben geworffen werden. Darumb lieber König soltu solch Gebott bestätigcn/vnd dich vnterschretben/ auff daß nicht wi¬ der geändert werde/nach dem Recht der Meder vnd Perser / welches niemand vber- trctten thar. Also vnterschreib sich der König Darius. Gl Ls nun Daniel erfuhr/daß solch Gebott vnterschrieben were/gicng er hinauff in v HAsemtzauß/Er hatte aber an seinem Sommerhause offene Fenster gegen Icru- Danie- salem/vnd er kniet deß tages dreymal auff seine Knie/betet/lobet/ vnd dancket seinem ^2^ Gott/wie er denn vorhin zu thun pfiegete. Da kamen dtse Männer häuffig/ vnd fun- i» den Daniel beten vnd flehen für seinem Gott.Vnd traten hinzu/vnd redeten mit dem " Könige von dem Königlichen Gcbott: Herr König/Hastu nicht ein Gebott vnterschri- ben/ daß/wer in drciffig tagen etwas bitten würde von irgend einem Gott oder Mcn- schen/on von dir König alleine/solle zu den Löwen in den Graben geworffen werden? Der König antwortet/vnd sprach: Es ist war/vnd das Recht der Meden vnd Persen sol niemand vbertrettcn. Sie antworten/vnd sprachen für dem Könige: Daniel / der gefangenen auß Juda einer /der achtet weder dich noch dein Gebott/das du verzeich¬ net hast/ Denn er betet deß tages dreymal. der König solches höret/ward er sehr betrübet/ vnd thct grossen fleiß daß er (^sL^Daniel erlöscte/ vnd mühet sich biß die Sonne vntergieng / daß er in errettet. Aber die Männer kamen häuffig zu dem Könige/vn sprachen zu im:Du weiffest Herr König/daß der Meder vnd Perser Recht ist/daß alle Gebott vnd Befehl / so der Kö- Danielzu de nig beschlossen hat/solvnverändert bleiben. Da befahl der König/daß man Daniel Lourvcn MGraben her brechte/vnd Würsten in zu den Löwen in den Graben. Der König aber sprach zu gcwcr„m. Daniel:Dein Gott/dem du on vntcrlaß dicnest/der heisse dir.Vnd sie brachten einen Stein/den legten sie für die Thür am Graben / den vcrfigelt der König mit seinem eigen Ringe/vnd mit dem Ringe seiner Gewaltigen/auffdaß sonst niemand an Da¬ niel Mutwillen vbete. Vnd der König gicng weg in seine Burgk/vnd bleib vngessen/ vnd ließ kein essen für sich brtngen/kundt auch nicht schlaffen. Daniel* VII. Lap* N4- morgens ftüe/da der tag anbrach / stund der König auff/ vnd gieng eilend cA^Zunr Graben/da die Löwen waren. Vnd als er zum Graben kam/ rieffer Da¬ niel mit kläglicher stimme. Vnd der König sprach zu Daniel: Daniel / du Knecht dest lebendigen Gottes/ Hat dich auch dem Gott/dem du on vnterlaß dienest/ mögen von Daniel den Löuwen erlösen? Dante! aber redet mit dem Könige: Herr König/ Gott verleihe du langes lebeii/mein Gott hat seinen Engel gesandt/der den Löuwen den Rachen d- ,L u cr- zugchalten hat/daß siemir kein leid gethan haben/denn für jm bin ich vnschüldtg er¬ halten staden/so hab ich auch wider dich/Herr König/nichts gethan. Da ward der König sehr fro/ vnd hieß Daniel auß dem Graben Ziehen. Vnd sie zogen Daniel auß dem Graben/vnd man spüret keinen schaden an jm / Denn er hatte seinem Gott ver¬ träumet. Da hieß der König die Männer/ so Daniel verklagt hatten/her bringen/ vn zun Löuwen in den Graben werffen/sampt jren Kindern vnd Weibern. Vnd ehe sie auff den bodcn hinab kamen/ergnffen sie die Löuwen/ vndzumalmeten auch jre Gebeine. ließ der König Darius schreiben allen Völckern/Leuten vnd Jungen: Gott dFAnb-nsAK c^LDgebe euch viel friede. Das ist mein befehl/Daß man in der gantzcn Herrschafft meines Königreichs/den Gott Daniels fürchten vndscheuwensol. Denn er ist der v.!dgrössed>^' lebendige Gott/der ewigklich bleibet/vnd sein Königreich ist vnvergengklich/vnd seine Herrschafft hat kein ende. Er ist ein Erlöser vnd Nothelffer / vnd er thut Zeichen vnd Wunder/beyde/ im Himmel vnd auff Erden/ Der hat Daniel von den Löuwen erlöset. VndDanielwardgewaltigimKöttigrcichDarius/vnd auch im Königreich Koresderpersen. vii.Lap. Das G.'ftchtdeßprophetettDamels/vsndetrvkerThr'eren/mit ferner außlegtrng/äusfdie vier Monarchen verwett. VsmAntt'chrlst/wleselnRerch;» bode» gehen/vnv d»s Reich der Hexllgc» ewig waren fol. ^MW M erstm jar Betsazcr/dcß Königes zu Babel/Hatte liTs-M« Daniel einen Traum vnd Gesicht auffscinem Bette / vnd er schreib DM«,deuftlbigen Traum/vnd verfasset jn also: Ich Daniel sähe ein Ge- sichte in der nacht/vnd srhe/ Die vier Winde vnter dem Himel stür- meten widernander auff dem grossen Meer/Vnd vier grosse Thier stiegen herauffauß dem Mecr/eins je anderst denn das ander, I. Löuwc. M erste wie ein Löuwe/ vn hatte Flügel wie ein Adelet. Ich sähe zn/bist daß jm Flügel außgeraufft wurdcn/vnv es ward von der Erden genommen/vnd es stund auffseinen süssen wie ein Mmsch/vnd jm ward ein menschlich Hertz gegeben. II. Bär. b^Ndsihe/das ander Thier hemach war gleich einem Bären/vnd stund auff der !fatt) Daß -k hckt wirt tzn der betrug gerahten. Vnd wirt sich m seinem Hcrtzcn erheben/ vnd durch b wolfart wirdt er vrel verderben. Drrd wirdt sich auffiehnen wider den Fürsten aller cr viel damit an sich locken. h (Lang zeltvahm) er etwas mehr denn Anttochnm mcyne/ Denn ÄmiochUL ist nicbk vbcr vierdthaib himdcrt Darnach die¬ sem GGchr kockcn. DeßPropheten Dante!« Gebett fär das Vo!ck, Ponden ftbsnyrg ^Wochen bißanssdas LeLs denvndsterbenLdrM. Vnd wlederILdlschGarreLdrenit ;uJerusalemrerstörrwerden/vnd wM bleibe» sol/ welch« alles durch den Engel Gabriel eröffnet wirr. Inda loß gelassen von Babel / im M «ach der Welt -m- fana/z464.vorChri stiGebutt/497. DMWM M ersten jar Darms / deß Sons AHasucroS / auß der x Mcdcrstmn/der vbcr das Köntgmch vcrKha!dccrKönigward/In Dcirilis. dcmselbigö ersten jar seines Königreichs/merckt ich Daniel in den Vü- Dan s. UMtzWU chcru auff dre zal der jar / davon der HERR gercdthatte zrrm Prophe- ten Iercmia/ daß Jerusalem soll sibentzrg jar wüste lrgen. Vnd ich keh- Jeremy, ret mich zrr Gott dem H ERRN / zu beten vnd zu flcherr / mit fasten / im sack vnd in der aschen. Ich betet aber zu dem HERRN meinem Gott/ bekannt/vnd sprach: Ierem.-^. 5) lieber HERR / du grosser vnd schrecklicher Gott/ der du Bund vnd Gnad Hel- Danie- ^Atest denen die dich lieben / vnd deine Gebott halten. Wir haben gesün drget / vn- lEwt. recht gerhan/sind Gotlloß gewesen/ vnd abtrünnig worden/ wrr sind von deinen Ge¬ holten vnd Rechten gewichen. Wir gehorchten mehr deinen Knechten / den Prophe¬ ten / die m dernem Namen vnsern Königen / Fürsten / Vattern / vnd allem Volek im Erkent- Lande/prcdigten.Du HERR bist gerecht/wir aber müssen vns schamcn/Wie es denn letzt gehet den von Juda vnd den von Jerusalem / vnd dem gantzen Israel / beyde de¬ nen die nahe vnd ferme sind in allen Landen/dahm du vns verstossen hast / vmb jrcr Missethat willen/die sie an dir begangen haben. Ja HERR / wir / vnsere Könige/ vnsere Für sten/vnd viiscre Vätker/müssen vns schämen/daßwirvns an dir versündiget haben / Dein aber HERR vnser Gottistbie BarlnhertzigkcytvndVergebung. Denn wirsindabtrünnigworden/vndgehorch¬ ten nicht der stimme deß HERREN vnscrs Gottes/daß wrr gewandelt hettcn in sei¬ nem Gesetz/ welches er vns fürlegt durch seine Knechte die Propheten / Sondern das Deut -7» gantz Israel vbcrtrat dein Gesctz/vnd wichcnabc/daß sie dcmcr stimme nichtge- horchren. Daher trifft vns auch der Fluch vnd Schwur/der geschrieben stehet im Gesetze Mose/ Namcl. I x. Lap. »6 Mose/ deß Knechts Gottes / daß wir an jm gesündiget haben. Vnd er hat seine wort gehaiten/die er geredt hat wider vns vnd vnsere Richtcr/die vns richten sotten/ Daß er solch groß vnglück vber vns hat gehen lassen / daß deßgleichen vnter allem Himmel nicht geschehen ist / wie vber Jerusalem geschehen ist. Gleich wie cs geschrieben stehet im Gesche Mose/so ist alle Viß groß vnglück vber vns gegangen. So beteten wir auch nicht für dem HERRN vnserm Gott/ daß wir vns von den Sünden bekehreten /vnd deine" warheit vermmen.Darumb ist der HERR auch wacker gewest mit diesem vn- ) D^ glück/vnd hats vber vns gehen lassen. Denn der HERR vnser Gott ist gerecht in al- w-r he^ möge glan len seinen wercken die er thut/ denn wir gehorchten seiner stimme nicht. w Gebett. Vn nun HERR vnser Gott/ der du dem volckauß Egyptenland gcführthastmit LAttesLwe» starcker hand/vnd hast dir einen Namen gemacht wie er jetzt ist / Wir haben ja gefün- b-ß erfahr?, diget/vnd sind leider Gottloß gewesen/AH HERR/vmb aller deiner gcrechtigkeit wil¬ len wende ab deinen Zorn vnd grim von deiner Statt Jerusalem/vnd deinem heyli- gen Berg. Denn vmb vnser Sünde willen/vnd vmb vnser Vatter miffethat willen/ tregt Jerusalem vnd dein Volek schwach bcy allen die vmbher sind. Vnd nun vnser Gott/ höre das Gebett deines Knechtes/vnd sein sichen/ vnd sihe gnädiglich an dein HeMgthumb/das verstöret ist/vmb deß HERRN willen. Neige deine ohren/mcin Gott / vnd höre / Thu deine äugen auff/ vnd sihe wie wir verstöret smd/vnd die Statt die nach deinem Namen genennet ist. Denn wir ligcn für dir mit vnserm Gebett / nicht auffvnser Gcrechtigkeyt / sondern auff deine grosse Barmher- tzigkeyt. Ah HERR höre / Ah HERR sey gnädig / Ah HERR merck auffvnd thu es/ vnd verzcuch utt/vmb dein selbs willeu/mein Gott/ denn deine Statt vnd dein Volck ist nach deinem Namen genennet. e AsLs ich noch so redet vnd betet/vnd nreine vnd meinesVolcks Israel Sünde beten ^Anete/vnd lag mit meinem Gebett für dem HERRN meinem Gott/ vmb den hey-- lige Berg meines Gottes/Eben da ich so redet in meinem Gebett/flog daher der Man Gabriel. Gabriel/den ich vorhin gesehen hatte im Gesicht/ vnd rühret mich an vmb die zeit deß Abendopffers. Vnd er berichtet mich / vnd redet mit mir/ vnd sprach: Daniel / Jetzt bin ich außgcgangen dich zu berichten. Denn da du anfiengest zu beten / gieng dieser < Äugest > Befehl auß/vnd ich kome darumb/daß ich dirs anzeige.Denn du bist lieb vnd währt/ ^^7 eSS So mercke nun darauff/ daß du das Gesicht verstehest. wcm,« anfeh-^ Ibentzig Wochen sind bestimpt vber dein Volck / vnd vber deine heylige Statt/ (Sugesigeir) Das r^Iso wirt dem vbertretten gcwehret / vnd die Sünde zugesigelt/ vnd die missethat versühnet/vnd die ewige Gcrechtigkeyt gcbracht/vn die Gesicht vnd Weissagung" zu- gcsigclt/vnd der Allerheyligestgcsalbetwerden. dehabmsoc. So wisse nun vnd merck/ von der zeit an so außgehet der Befehl/ daß Jerusalem wcht« mehr sex») solwiderumbgcbauwctwerden/bißauffKhristum den Fürsten/sindsibenWochen/ vnd zwo vnd sechtzig Wochen/So werden die Gassen vnd Mauren wider gebauwetA^ werdcn/wiewol in kümerltchcr zeit. Vnd nach den zwey vn sechtzig Wochen wirt Khri- GMich HimmlA Khristus. stus außgerottet werden/vnd nichts mehr seyn. Vnd einVolck' deß Fürsten wirt komm/vnd die Statt vnd das Heyligthumb verstören/daß em ende nemen wirt/ wie durch eine sirrt/ vnd biß zum ende deß streyts d<- rnatth. -4. jpU'tö wüst bleiben. rottet habm?"" Es wirdt aber vielen den Bund sterckeneine Wochen lang/Vnd mitten in der ^Fürsten) Wochen wirdt das Opffer vnd Speißopffer auffhören/ vnd bey den' Flügeln werden KEmZLÄ stehen Greuwel der verwüstung/Vnd ist beschlossen daß biß ans ende vber die verwü- stung tricffcn wirt. d>cA o' Flügeln) Das ist da die Cherubim ste, ' henimTemxel. Daniel traurerdrey wochenlang, vnd erscheinet sm ein Mann in weisser Sexden / welchem der Fürst in persen rviverstcher/ader Michael tzüfft >m/vSeiner/glelch ein« Menschen/stercker den Propheten Daniel D h Zm HerWophet X.Lap. dritten jar des; Königs Lores aus; Persen/ward dcm Daniel/ der Bclsazer heißt/etwas offenbart/das gewiß ift/vnd 8»^' von grossen Sachen / Vnd er merckct drauff/ vnd verstund das Ge- sicht wol. Jur selbigen zeit war ich Daniel trauwrig drey Wochen lang / Ich aß keine niedliche spciß / Fleisch vnd Wein kam in meinen mund nicht / vnd salbet mich auch nie biß die brcyWochen vmb waren. HUM vier vnd zwcntzigsten tage deß ersten Monden war ich bcy dem grossen Was- Wser Hidekcl. Vnd Hub meine äugen auff/vnd sähe / vnd sihe / da stund ein Mann Hwckch inLinwad/vnd hatte einen gülden Gürtelvmb seine Lenden/sein Leib war wie em Sup.7. ' Türkis/sein Antlitz sähe wie ein blitz / seine Augen wie ein fcuwrigc Fackel/ seine Arm fGkttw) Hell/klar/ vnd Füsse wie ein gluw" Ertz / vnd sein rede wie ein groß gedöne. Ich Daniel aber poliert. sähe solch Gesicht allein / vnd die Manner/so bey mir waren/ sahens nicht / Doch fiel ein groß schrecken vber sie/daß sie flohen vnd sich verkcochm.Vud lch bleib alleine/vnd Actor.9. sähe diß grosse Gesicht. Es bleib aber keine krafft in mir / vnd ich ward sehr vngestalt/ vnd hatte keine krafft mehr. Vnd ich höret seine Rede / vnd in dcm ich sie höret/ sanck ich nider auff mein Angesicht zur Erden. Vnd sihe/eine Hand rühret mich an/vn halffmir auffdie knie vnd auff die Hände/ v vnd sprach zu mir: Du lieber Daniel/mercke auffdie wort die ich mit dir rede/vnd richte dich auff/denn Lch bin jetzt zu dir gesandt. Vnd da er solchs mit mir redet/ richtet ich mich auffvnd zittert. Vnd er sprach zu mir: Fürchte dich nicht Daniel / denn von dem ersten tage an/da du von hertzen begertestzu verstehen / vn dich casteyetest für dei¬ nem Gott/ sind deine wort erhöret/ vnd ich bin kommen vmb deinen willen. Aber der (MrftMinRömg- Fürst deß Königreichs in Persenland hat mir ein vnd Zwcntzig tage widerstanden/ kicher Hofttuffel. tziw sthe / Michael der fürnemesten Fürsten einer kam mir zu hülffe/ da behielt ich den Michael. Gig bey den Königen in Persen. Nun aber komme ich daß ich dich berichte wie es dei¬ nem Votck hernach gehen wirt/den das Gesicht wirt nach etlicher zeit geschehen. Vnd als er solchs mit mir redet/schlug ich mein Angesicht nider zur Erden/ vn schweig stille. A6^Nd sihe/einer/gleich einen; Menschen/rühret meine Lippen an.Da thet ich mei- c^nen Mund auff vnd redet / vnd sprach zu dem / der für mir stund: Mein Herr/ meine gekencke beben mir vber dem Gesicht / vnd ich habe keine krafft mehr. Vnd wie kander Knecht meines HERRN mit meinem HERRN reden/weil nun keine krafft e mehr in mir ist/vnd habe auch keinen athem mehttDa rühret mich abermal an einer/ gleich wie ein Mensch gestalt /vnd stcrcket mich / vnd sprach: Fürchte dich nicht du lie¬ ber Mann/Friede sey nut dir/vnd sey getrost/sey getrost. Vnd als er mit mir redet/er- mannet ich mich/vnd sprachMein HERR rcde/denn du hast mich gesterckt. Sihe wk dEugek Vnd er sprach:Weiffcstu auch warumb ich zu dir kommen bit; k Jetzt wil ich wider hin/vnd nut den; Fürsten in Persenland streytcn. Aberwenn ich wegziehe / Sihe/so wirt der Fürst auß Griechenland komm. Doch wil ich dir anzeigen was geschrieben Lsi/das gewißlich geschehen wirt. Vnd ist keiner der mir hilfft wider jene/denn cuwer Fürst Michael/ denn ich stund auch bey jm im ersten jar Darius deß Meden / daß Lch Michael, jm hülffe vnd stcrcket. Vnd nun wil rch dir anzcigen was gewiß geschehen sol. Darius. äVerssagung vsn Veränderung der Königreich biß auff Antlochum Eptpkanem / wie er de» hepligen Buns anfechren/vnd das Jüdische Volch harr bedrängen werde. Ist eine Vorbedeu¬ tung deßAtttlchrtsts/auffvnsere lcyre;eit. Jhe/es werden noch drep Könige in Persen stehen/ der vierdte aber wirkt grösser Reichthumb haben denn alle andere / Vnd üchcs. wenn er in seinem Reichthumb am mächtigsten ist/wirdt er alles wi- der das Königreich tn Griechenland erregen. Darnach Mantel. XI. Lap. Der aros (^^rnach wirt ein mächtiger König auffstehen/vnd mit grosser macht herrschen/ ftAlexMder. c^Lvnd was er Wil wirt er außrichten. Vnd wenn er auffs höhest kommen ist/wirt «»p 7 L. ftm Reich zubrechen/vnd sich in die vier Winde deß Himmels zertheilcn/Nicht auff seine Nachkommen / auch nicht mit solcher macht wie seine gewest ist / denn sein Reich wirt außgerottet/vnd Frembden zu thcil werden. N7 a L)as ist/Er Wirde dasI^önigreich nicht behalten/als er woil Fürstlichsgethähat vn schindet die Lenk. o Antiochus Epipha- kendcnn jum Köni¬ ge geschickt. p (Arm)Die Haupt¬ leut deß Königs E- mit süssen Worten eynnemmcn. Vnd die Arm (die wie ein Flut daher fahren) wer- q' den für sm wie mit einer flut vberfallenvndzubrochen werden/dazu auch der Fürst/ ^^^«0°!?.!. mit dem verwund gemacht war. Dcnnnachdemermitjmbefreundetist/wirdt L^Schw-st-<- D ist erüstig- ptol La-.^ ^^Nd ^er König gegen Mittag/welchcr ist feiner Fürsten einer/wirt mächtig wer- ^^den / aber gegen jm wirt einer auch mächtig seyn vnd herrschen / welches Herr, schafft wirdt groß seyn. Bernicc/pt^ Nach etlichen jarcn aber werden siesich mit einander befreunden / vnd die Toch- lcmci pi).la- ter dcß Königs gegen Mittage Wirt komm zum Könige gegen Mitternacht / cimgkelt Amiochus"' zu wachen / Aber sie Wirt nicht bleiben bcy der macht dcß Arms / dazu -r Same auch Theo«. Er stehen bleiben/ Sondern sie wirdt vbergeben/ sampt denen die sie bracht haben/ vnd mit dem Kinde / vnd dem der sie eine weile mächtig gemacht hatte. v Es wirt aber der Zweige einer von irem Stamauffkommen/der wirt komen mit ^7-' ptol.E.,crge- Heeres krafft/vnd dem Könige gegen Mitternacht m seinem Feste fallen/vnd wirdts D» gross- A.mo- Brudcr?''" außrichten vnd sigen. Auch Wirt er ire Göttervnd Bildersampt den köstlichen Klei- Sclcucus Cerau-^ S-l. Gallmi- noten/beyde silbern vnd güldcn/wegführen in Egyptcn/vnd etliche iar für dem Köni- . Än'tjochus ge gegen Mitternacht wo! stehen bleiben. Vnd wenn er durch dessclbigen Königreich p^-m-us Mlo- gezogen ist/-wirt er widerumb in sein Land ziehen. Aber seine Söne werden erzürnen / vnd grosse Hecrzusamen bringen / vnd der mgmch. eine wirt komen vnd wie ein Flut Daher fahren / vn jenen widerumb für seinen Festen Zmöch»« rreitzen. Dawirdt der König gegen Mittage ^ergrimm vnd außziehen/vnd mit dem f' Könige gegen Mitternacht streiten / vnd wirt solchen grossen Haussen zusamen brin- »-«. gcn/daßjm jener Hausse wirt in seine Hand gegeben/vnd wirt denselben Haussen weg- gross- Ab¬ führen. Dcß wirt sich sein Hertz erhcbe/daß er so vil tausend damtder gelegt Hat/Aber damit wirt er sein nicht mächtig werden. h'' « Denn der König gegen * Mitternacht wirt widerum ein grösser« Haussen zusam- Nl)pt-n!sondn» men bringen denn der vorige war / Vnd nach etlichen jarcn wirdt er daher ziehen mit v?v grosser Heereskrafft/vnd Mit großem Gut.Vnd zur selbigen zeit werden sich vil wider vord-ßpcol-nmwa deri k König gegen Mittage setzen / auch werden sich etliche abtrünnige auß deinem » Volek erheben/vnd die Weissagung erfüllen / vnd werden fallen. gross-Amw-h.ch" e Also wirdt der König gegen § Mitternacht daher ziehen / vnd Schütte machen/ Z>"?umbdaK-?m vnd feste h Stätte gewinnen / vnd die Mittags Arme werdens nicht können wehren/ hEm ww-r'prok- vnd sein bestes Volck werden nicht können widerstehen/Sondern er wirt/wenn er an "°ucnd ArLm g-- jn kommet/seinen willen schaffen/vnd niemand wirt jm widerstehen mögen/Er wirdt auch in das' Werdeland kommen/vnd Wirts vollenden durch seine Hand. Vnd wirdt sein angcsicht richten daß er mit macht seines gantzen Königreichs kome. Aber er wirt «am-u sich mit jm vertragen/vnd wirt jm seine Tochter zum * Weibe geben/ daß er jn verder- d- Ä^ochoAMm" be/abcr cs wirt jm nicht gerahten/ vnd wirt nichts darauß werden. FuLrim7id-inp-r Darnach wirdt er sich kehren wider die Znsulcn / vnd dersclbigen viel gewinnen. » -r. Aber ein Fürst wirt jn lehren auffhören mit schmähen/ daß er jn nicht mehr schmähe. » Also wirt er sich widerumb kehren zu den Festen seines Landes / vnd wirdt sich stoffen vndfallen/ daß man jn niergend finden wirt. , Vnd an seine statt wirdt auffkommen/der wirdt in Königlichen Ehren sitzen wie ein" Scherge/ aber nach wenig tagen wirdt er brechen / Doch weder durch Zorn noch durst streit. »- AsN deß statt wirt auffkomen" ein vngeachter / welchem die Ehre dcß Königreichs HAnicht bedacht war. Der wirdt komen vnd wirt jm gelingen/ vnd das Königreich Her Mophet xi. Lap. a am ende wirdt sch der König gegen Mittage mit im stoffen / vnd der König c^Agegen Mitternacht wirt sich gegen jm streuben mit Wagen/ Reutern / vnd viel L xrZäioL mdasWehrdeland fallen/vnd viel werden vmbkommm. Diese aber werden seiner Hand lendetdcr Engelse-- den jeme Arme daseldst stcycn/dle werden das Heyllgtyumb rn der Neste entweryen/ * pe-sm!'E?phan.s/ vnd das tägliche Opffer abthtttt / vnd einen greuwel der Wüstung auffrichren/ vnd er A.mp-2 auffdmEndcchrisl/ ttnd ante wort acben den Gottlosen/ so den Bund vbertretten. bisgewaltige. vnd gehen an die per- si'gelcenwort/davon er am ende sagt, b Le« G^er! -mch durch Schwerdt/Feuwer/Gefengkniß vnd Raub/eine zeitlang. Vnd wenn sie so fal- ^d-r byd scmcrDorfam Gott Eftt / Wirt inen dennoch eine kleine hülffe geschehen. Aber vil werden sich zu inen thun Ab!t7em-ygb§tt betrieglich.Vnd der verständigen werden etlichefallcn/auffdaß sie bewährt/rein vnd dersolö seyn. lauter/werden/blß daß ein ende habe/denn es ist noch ein ander zeit vorhanden. Xii.Lap. Von dem Gotrslafterlrchcn Regiment Antlochl vnd deß Antlchn'ffs /vnd wie es st>k em ende nemcn.von grossen rrübsal» der letzten zeit/vnd erlösiwg der Außerwchlten.Bcschlrrßdergan-> yen prophecex. Nd der' König wirdt thun was er wtl/ vnd wtrdt sich erheben vü auffwerffen wider alles das Gottiff/vnd wider den Gott ° aller Götter wirt er greuwlich reden / vnd wirdt im gelingen biß der ^)W zorn auß sey/ Denn cs ist bcschloffen wie lang es wären sol. Vnd sei¬ ner h Vätter Gott wirt er nit achten / Er wirt weder Frauwenliebe erlistiglichgegenim handeln/vndwirdt herauffziehen/vndmitgeringemDolckin vberwäldigen. Vnd wirt im gelingen/ daß er in die besten Stätte deß Landes komm wirt/vnd Wirts also außrichten/daß seine Vatter noch seine Vorältern nit thun kund- ten/ mit rauben/plündern vnd außbeuten/vnd wirdt nach den aller festen Stätten trachten/vnd das eine zeitlang. Vnd er wirt seine macht vnd sein Hertz wider den König gegen Mittag erregen/ o mit großer Heereskmfft.Da wirt der König gegen Mittag gerecht werden zum streyt mit einer grossen mächtigen Heercskrafft/aber er wirt nicht bestehen / denn es werden verrähtercy wider jn gemacht. Vnd eben die sein Brot cffen/die werden jn Helffen ver- derben/vnd sein Heer vntcrdrücken/daß gar vil erschlagen werden. Vnd beyder Kö¬ nige Hertz wirdt dcncken / wie sie einander schaden thun / vnd werden doch vber einem Tisch fälschlich mit einander reden / Es wirdt Mn aber fehlen / denn das ende ist noch auff eine andere zeit bestimpt. Darnach wirdt er widerumb heimziehen mit großem Gut / vnd sein Hertz richten n wider den heiligen Bund / da wirdt er etwas außrichten / vnd also heym in sein Land ziehen. Darnach wirt er zu gelegener zeit wider gegen Mittag ziehö/aber es wirt M zum andern mal nicht geruhten wie zürn ersten mal. Denn es werden Schiff auß Khitim DieWmr. widerjn kommen/daß er verzagen wirt/vnd vmbkehren muß. wirt er wider den heiligen Bund ergrimm/ vnd Wirts außrichten/ vnd wirt . (^^sich vmbsehen/vnd an sich ziehen/die den heiligenBund verlaffen.Vnd es wer¬ tend« dttAelft-- den seine * Arme daselbst stchm/die werden das Heyligthumb in der Feste entweihen/ «ewort/vnter der id aebEand^c ve« Wirt heucheln vnd gute wort geben den Gottlosen/ so den Bund vbertretten. ae enannc '"^ssB^vasVolck/sojrm Gott kennm/werden sich ermanen vnd außrichten. Vnd Äas-st> ^ß^die verständigen im Volck werden viel andere lehren / darüber werden sie fallen b?usT-Ü müssÄÄe" E«»- Een / wirt Mn dennoch eine kleine hülffe geschehen. Aber vil werden sich zu Mn thun" dersolsseyn. c (Franwenltebe) Er w-l sagen daß er indem vnnatürlichr läster schweben wirt/ da die Gottes Ver¬ ächter mit geplager tverden/Nom.rdas man heisset Welsche Hochzeit/vnd stume Sünde. /Denn den Ehestände vn rechte liebe/oder brauch der Weiber /sol er nicht Haben/Wreesdenn gehet vntcrdrBapst vnd Türchen ausss aller grcuwlichst. d (Ehren Mtt^old) . Lin schlechter Gott/ einiges Gottes achten / denn er wirt sich wider alles auffwerffen. Lhre hm /denn^old Mcr an deß statt Wirt er seinen Gott Maüsim ehren / denn er wirdt einen Gott/ vndMer. davon seineVätter nichts gewußt haben? ehren/mit gold/silber/ Edelstein vnd Klei- ssml>eI'd?Mun- uotcn.Vnd wirt denen/sojm Helffen stercken' Maüsim/ mit dem frembden Gott/den MW genoder5cstc»/xr^ er erwchlet hat/groffe ehre thun/vttd sie zu Herrn machen vber große Güter/vnd jnen Schlösse osStätte das Land zu lohn außtheilen. Festen heißt/vn dro- - ' ' ' " - -- —- - ben im ir. Cap. L)a- mel offt braucht. So Rn"?gcmk"ch cm Schlffen/vud wirdt in die Länder fallen vnd verderben/vnd durchziehen. Vnd wirt Daniel. XII. Lap. ps rag. Hand entrinnen/Edom/Moab/vnd die Erstlingen der Kinder Ammon. Vnd er wirt seine macht in die Länder schicken / vnd Egypten wirdt jm nicht entrinnen / sondern er wirdt durch seinen zng herrschen ober die güldene vnd silberne Schätze/ vnd vber alle Kleinste Egypti / Libien / vnd der Moren. v wirt in aber ein geschrey erschrecken / von Morgen vnd Mitternacht/ vnd er c^/wirdt mit grossem grim außziehen / willens / viel zu vertilgen vnd zu verderben. Duo er wirdt das Gezclt seines Palasts auffschlahen zwischen zweyen Meeren/ vnd den Wehrden heyligen Berg / biß mit im ein ende werde / vnd niemand wirdt im Helffen. Michael. 5)Vr selbigen zeit wirdt der grosse Fürst Michael/ der für dein Volck stehet/ sich auff 'Amachen / denn cs wirdt ein solche trübselige zeit ftyn/ als sie nicht gewest ist sint daß Leut gewest sind/biß auff dieselbige zeit. Jur selbigen zeit wirdt dein Volck errettet werden/alle die im Buch geschrieben stehen. Vnd viel so vnter der Erden schlaffen li- gen/werden auffwachcn/Etliche zum ewigen Leben/etliche zu ewiger schwach vnd schände. Die Lehrer aber werden leuchten wie deß Himmels glantz/vnd die/ so vil zur L-rJüngste Gerechtigkeit wetsen/wie die Sternen immer vnd ewiglich. Vnd nun Daniel verbir- ge diese Wort/vnd versiegele diese Schrifft biß auff die letzte zeit/so werden vil drüber kommen/ vnd grossen verstandt finden. A^Nd ich Daniel šahe/ vnd sihe/ Es stunden zween andere da/einer an diesen» vfer S^Adcß Wassers/ der ander an jenem vfer. Vnd er sprach zu den in leinen Kleidern der oben am Wasser stund/Wenn Wils denn ein ende scyn mit solchen wundernk Vnd ich höret zu dem in lernen Kleidern/ der oben am Wasser stund / vnd er Hub seine rech¬ te vnd lmcke Hand auffgen Himmel/ vnd schwur bey dem so ewiglich lebet / Daß es ei¬ ne zeit/ vnd etliche zeit/vnd eine halbe zeit/wären sol/vnd wenn die zerstreuwung deß heyligen Volcks ein ende hat/sol solches alles geschehen. Vnd ich hörets/abcr ich verstunds nicht/vnd sprachMein HemWas wirdt dar¬ nach werden t Er aber sprach: Gehe hin Daniel / denn es ist verborgen vnd versiegelt biß auff die letzte zeit. Vil werden gereiniget / gekentert vnd bewärt werden / vnd die Gottlosen werden Gottloß wesen führen/vnd die Gottlosen werdens nicht achten/ stnd/bndkeh^nsiF aber die verständigen werdens achten. Vnd von der zeit an/wenn das täglich Opfferabgcthan/vnd ein Greuwel der s-w. matth. >4. Wüstung dargesetzt wirt/ sind tausend zwey hundert vnd neuntzig Tage. Wol dem/ rrso. tag. her hg erwartet vnd erreicht tausend dreyhundert vnd fünffvnd dreyffig Tage. Du aber Daniel/gehe hin/biß das ende komme/vnd ruhe/daß du auffstehest in deinem Theil am ende der Tage. Ende deß Propheten Damel. V iiij Vorrede AsmdevöerdmMophe- cen Aosta. Ierobeam. hat geleöt vnd ge- Sscas pr>.olgt(wtc er selbsim Titel anzcigt) Mr zelt LU' deß andern vnd letzten Ierobeam/deß Königs Israel. Zn welcher zeit auch Iesaiasin Juda/auch Amos vnd Micha/gelebtha- - bcn / Aber doch ist Hosea der Ellest vnker men gewest. So war Icrobcam auch ein feiner glückseliger König/der vil ge, chan hatbey dem Königreich Israel / wie das ander Buchder Könige am ig-.Capitel zeuget/ Bleib aber doch bey der alten Abgötterey seiner Vorfahren/der Könige Israel. Daß fürwar zu der zeit vil trefflicher Männer in dein Volck gewesen find / haben dennoch dieLeute nicht können ftomb machen. Denn der Leuffel hakte das hertzleid anzurichken in diesemVolck/daßsie immer die Propheten tödken/vnd jre Kinderden Götzen verbranntcn/vnd also das Land mit Blutschulden Meten. Wie er hieimersten Ca pitelIesreel darumb dräuwek. fihek sich aber an als fey diese Weissagung Hoseas auch nicht voll vnd gantz geschrieben /son- dcrn etliche stücke vnd spräche auß seinen Predigten gefastet / vnd in ein Buchzusammen bracht. ^^Doch spürt vnd findet man drinnen so viel/wie er die zwey Ampt reichlich vnd getrost getrieben hak.Erstlich/daßerwiderdieAbgötkereyzuseinerzeikhartgeprediget/vnd das Volck frisch gestrafft hak/sampt dem Könige vnd seinen Fürsten vnd Priestern. Daran er den Tod gewißlich (wiediean- Pwph-tischcrbttd dern)hakgefressen/vndalseinKetzerwiderdiePrieEr/vndalöemAuM^ ÄpoftoNschrrtsd. müssensterben. Denndasistein Prophetischer vnd ApostoltscherTod. So hak Christus selbe müsse« sterben. Zum andern hak er von Christo vnd seinem Reich auch gewaltiglich vnd fast tröstlich geweissa- ger/ Wiedenn sonderlich das 2.iz.vnd i4.Capikelan;eigen. Aß er aber vil mal deß Worts (Hur vnd Hurerey)braucht/vnd im i.Capitelein Hurenweib nim- mct/Sol niemand dencken er sey so vnzüchtig/beydemit Worten vn wercken/denn erredet Geist- ' <^2 lieh / vnd dasselbige Hurenweib ist seine rechte redliche Ehefrauw gewest/vnd hak rechte Ehekin¬ der mit ir qezeuget/ Sondern das Weib vnd die Kinder haben solchen schändlichen Namen müssen tra- gen/zum zerchen vnd straffe deß Abgöttischen Volcks/so voll Geistlicher Hurcrey(das ist Abgötterey) war/wie er selbs sagt im Text/Das Land lauffk vom der Hurerey nach.Gleich wie Jeremias die imltzcn Ketten vnd Bechertrug/zum zeichen/vnd gemeiniglich alle Propheten etwasseltzams theten ' zumzeichendemVolck/AlsomußhieseinEhelich Weib vnd Kinder auch Huren Namm haben/ zum Zeichen wider das Hürisch Abgöttisch Volck. Denn es ist nicht zu gläuben daß Gott einen Propheten soll heissen Hure¬ rey treiben/ wie etliche hie den Hosea deuten wöllen. Der er Wophtt Aosta. l.Lap. i. Lap. Ho sm mmpt auß befehl dess HERRN ein Hurcnweib/ vnd erzeuget drey Hurenkinder/ daniit anzuzergen die grosse Abgötterey deß Israelitischen Volcks/darumb sie denn Gott straffen vndvcrwerffenwil. »9 Lk W ist das WM dess Her- rcn/das geschehen ist zu Hosea/dem Son Be A Herr / zur zeffVsia / Iotham / Ahas/ vnd Hiskia/ der Kö- nige Juda/ vnd zur zeyt Ierobeam / dcß Sons Ioas/ deß Königes Israel. da der HERR anficng zu reden durch Hosea/ ^^sprach er zu jm: Gehe hin/vnd mm ein Hurenweib vnd Hurenkinder / denn das Land läufft vonr HERREN der Hurerey nach. Vnd er gieng hin / vnd nam Gomer die Tochter Diblaim / wel- Gomer. ehe ward schwanger/vnd gebar jm einen Son. Vnd der HERR sprach zu jm / Heisse jnIesrecl/Dennes ist noch vmb ein kleine zeyt/so wil ich die Blutschulden in Iesreel Jejreel. hcymsuchen vber das Hauß Iehu/vnd Wils mit dem Königreich deß Hauses Israel ein ende machen. Jur selbigen zerr wil ich den Bogen Israel zubrechen/ im Thal Jes- reel. » v Vnd sie ward abermal schwanger/ vnd gebar eine Tochter. Vnd er sprach zu stir: Heisse sie "LoRyhamo/denn ich wil mich nicht mehr vber das Hauß Israel crbar- ^»"gAssu? men/sondern ich wil sie wegwerffett. Doch wil ich mich erbarmen vber das Hauß Iu- Christus» da/ vnd wil inen Helffen durch den HERRN jren Gott / Ich wil jnen aber nicht helffett m«ü durch Bogen/ Schwerdt/ Streyt/ Roffz oder Reuter. EnLÄmA Vnd da sie hatte LeRyhamo entwehnet / ward sie wider schwanger/vnd gebar einen Son. Vnd er sprach: Heisse jn LoAmnu/ denn jr seyt nicht mein Voick/so wil M» ich auch nicht der euw( r seyn. gebum geschehen »st/ Gott ""e bald hernachfsk a Das ist von Christo vnd dem Euangelio Vater Heiden vnIü- den zu predigen ge¬ sagt/Das ist ein an¬ der Haupt vrrd Aö- Nlgrrich worden. Gott wü das Volek Israel nnt trübsal helmfuchen/auffdaß sie von irer AbgZtterev abkasien/ vnd verheißt darneben einen neuw en Bund durch das hexlige Evangelium / von den, glauben an Christum/ auch mit denHexden auffrurtchten. S" wirbt aber die zal der Kinder Israel ftyn wie der SandamMeer/den man Mdermeffm nochzchlmkan. Vnd sol geschehen an dem ort / da man zu inen gesagt hat / Jr scyt nicht mein Volck/wirdt man zu jnen sagen: O jr Kinder deß lebendigen Gottes. Denn es werden die Kinder Juda vnd die Kinder Israel zu Haussen komm/ vnd werden sich mit einander an ein Haupt halten / vnd auß dem Lande her-- DWaupust auffzichen. Denn der tag Jesreel wirt ein grosser tag seyn. Sagt euwern Brüdern/ U? (Ammi) sie sind mein Volek / vnd zu euweren Schwestern / sie sey in gnaden. ^^precht das vrtheyl vber euwere Mutter / Sie sey nicht mein Weib / vnd ich wil nicht haben/ heißt sie ire Hurerey von -remangesicht weg thun / vnd ire Ehe- brecherey von iren brüsten. Auffdaß ich sie nicht nacket außziehe/vnd darstelle wie sie war da sie geborn ward / vnd ich sie nicht mache wie eine Wüste / vnd wie ein dürres Land / daß ich sie nicht durst sterben lasse / vnd michjrer Kinder nicht erbarme / denn (Hm) Dasist/ stc sie sind Hurenkinder / vnd ire Mutter ist eine b Hur / vnd die sie getragen hat Helt sich dteE WMern. schandlich/vnd sprtcht:Ich Wil meinen Bulen nachlauffen/die mir geben Brot/Was ser/Wolle / Flachß/ öl/ vnd trincken. Darumb srhe/ Ich wil deinen weg mit dornen vermachen / vnd eine wand dafür u ziehen/daß sie iren steig nicht finden sol. Vnd wenn sie iren Bulen nachläufft/daß sie (rr.chrMden) kie Nicht ergreiffen/vnd wenn sie die sucht/' nicht finden könne/ vnd sagen müsse: Ich S'eAbgömschen/ wllwiderumb zu meinem vorigen Mann gehen/da mir besser war denn mir jetzt ist. nm Denn sie wil nicht wissen daß ichs sey der jr gibtKorn/Most vnd öl/vnd jr vil Srlber crwor?cn"7?§ vnd Gold gegeben habe/ das sie haben Baal zu ehren gebraucht. sE dochd!m-ch- Darumb wil ich mein Korn vnd Most wider nemmen zu seiner zeit / vnd meine im Bottvmblauter Wolle vndFlachß entwenden/damit sie ire schäm bedeckt.Nun wil ich ire schänd auff- zuade mruffeu. decken für den äugen irer Bulen/vnd niemand sol sie von meiner Hand erretten. Vnd ich wils ein ende machen mit allen iren Freuden/Festen/Neuwmonden/Sabbathen/ vnd allen iren Feyertagen.Ich wil ire Weinstöcke vn Feygenbaum wüst machen/weil sie sagt: Das ist mein Lohn/den mir meine Bulen geben / Ich wil einen Wald drauß machcn/daß es die wilden Thier fressen sollen. Also wil ich heymsuchen vber sie die ta¬ ge Baalim/denen sie Räuchopffer thur/vnd schmückt sich mit Stirnspangen vnd yalßbanden/vnd läufft iren Bulen nach/vnd vcrgiffet metn/spricht der HERR. , (^^Arumb sihe/Ich wil sie locken/vnd wil sie in eine Wüste führen/vnd»freundt- e Mdas licbEuan- lich mit ir reden.Da wil ich ir geben ire Weinberae/auß demselben ort/vnd das Euatip Fcho7istNÄn! thal Achor/die Hoffnung auffzuthun. Vnd daselbst wirt sie singen/wie zur zeit irer in- Ar?cübsalAvnd gend da sie auß Egyptenland zog. Alsdenn / spricht der HERR/ wirstu mich Helffen/ doch tröstliche wort mein Mann / vnd mich nicht mehr mein Baal heissen. Denn ich wil die Namen der Baalim von jrcm munde wegthun /daß man Perselbigen Namen nicht mehr geden- Creutz/Daman pre-^/. , digtcyccl vnfichtba- svt» redchg/dasmauhof. ich Ml zur selbigen Zeit inen einen Bund machen mit den Thieren auff ' - dem felde/mit denVögeln vnter dem Hunel/vnd mit dem Gewürm auff Erden/ vnd de?Bund dZ?r§ wil Bogen/Schwert vnd Krieg/vom Lande zubrechen/vnd wil sie sicher wohnen las VHers durch dmAaubm an sen. Ich wil mich mit dir verloben in ewigkeit/Ich wil mich mit dir vertrauwett in ge- lM- mc^and'rMchichttö kechtigkett vnd gericht / in gnade vnd barmhertzigkeit/ ja im glauben wil ich mich mit kan^drn thW. dir verloben / vnd du wirst den HERRN erkennen. Jur selbigen zeit/spricht der HLRR/wil ich erhören / Ich wil den Himel erhören/ vnd der Himel sol die Erden erhören. Vnd die Erde sol Korn/Most vnd ol/erhoren/ vnd j2o fung der Heyden. vnd dieselben sollen ? Icsreel erhören. Vnd ich wL! nür sie auff Erden zum Samen be- k halten / vnd micherbarmcn vbcr die so in vngnadcn war / vnd sagen zu dem das nicht tcssam-/dahmla^ ske zum same» behal¬ ten/das ist/ein recht Iesteel machen/daß ste ewiglichsol0?ach- kommen haben/wie den die heiligeAirch »mmer bleiben muß. mein Volck war:Du bist mein Volck. Vnd es wirt sagen/ Du bist mein Gott. m.Lap. Anrot'grrng der liebe Gotke» gegen dem Ekebrecherischen/ das ist/ Abgöttischen Voleke/vnd daß die Rinder Israel eine lange zeit onLLnigreich vnd priesterthumb sexn / sevoch aber envtF llch ,ren Röntg Dauiv suchen werden. Nd der HERR sprach zu mir: Gchc noch eins hin/vnd bule vmb das bulerisch vnd Ehebrecherisch Weib/wte denn der HERR MW.W.H'vmb die Kinder Israel bulet/vnd sie doch sich zu frcmbden Göttern kehren / vnd bulen vmb eine" Kannen Weins. Vnd ich ward mit jr« . eins vmb fünfstzehen Silberlinge/vnd andcrthalbcn Homer Gersten/ D,»"s?a^>s2 vnd sprach zu jr: Halt dich mein ein zeitlang/ vnd hure mcht/vnd laß keinen andern zu »ÄEchAN dir/denn ich wil mich auch dein halten. sagmste.^ E-ck'°' Denn die Kmder Israel werden lange zeit on^ König /on Fürsten /on Opffer/ (2>n Rö»,g) on Altar on Lelbrock/vn on Heyligthumb/blczbcn. Darnach werden sich die Kinder fmg'kmAUtwA- Isracl bckehren/vnd den HERRN jren Gott vndjren König Dauid suchen/vnd wer- Wde?reRT2! den den HERRN vnd seine gnade ehren in der letzten zeit. IIII. Lap. Dor HERR Gott beschäldigt das Volck Israel allerlex Sünden vnd Abgötterei halbe»/ daß sie Gortes worr nichrachren/vnd doch wollen vngestraffr seyn/Darnmb denn Vas Volck mit samptden Priestern jre straffh»ben/vn mit demfalschenGottesdienst sollen;» schände worden. x ^-^^z^Ocrct st Kinder Israel dcß HERRIN wott / Denn der Vrsach HERR hat vrsach zu schelten die im Lande wohnen. Denn es ist kci- dcr straffe,, ne Trcuw/kcille Liebe/" kern wort Goltes/mr Lallde/Sondcrn Got a teMstern/lregen/mörden/stälenvndEhebrechen/hatvberhandge- mchkLvWSo^ vnd kommet eine Blutschuld nach der ander n. Darumb wirt das Land jämm.rlich srehm/vnd allen Eynwchnem vbclge¬ hen / Denn es werden auch die Thier auff dem Felbe/vud dle Vögel vnter dem Hirn- mel/vnd die Fisch im Meer/weggerafft werden. Doch man thar nicht schelten/noch jemand straffen/ denn dein Volck ist wie die/ so die Priester schelten. Darumb soltu bcy tage fallen / vnd der Prophet deß nachts neben dir fallen/ Also wil ich deine Mutter hmrichten. Mein Volck ist dahin / darumb daß es nicht" lehrnen wil. Denn du verwüstest Gottes wort/darumb wil ich dich auch verwcrffen/ daß du nit mein Priester scyn folt. hörend"»"^. Du vergissest dcß Gesetzes deines Gottes / darumb wil ich auch deiner Kinder verges¬ sen. Icmchrjrerwirt/jemehrsie mdermichsündigm/Darumbwiltch jreEhrezu schänden machen. Sie fressen die Sündopffer meines VoLcks/ vnd sind beging nach jren (Bünden. Darumb sol es dem Volck gleich wie den Priestern gchen/dcnn ich wil jr thun heimsuchen/vnd jnen vergelten wie sie verdienen. Daß sie werden" essen/vud (Eßi «) nicht satt werden / Hurerey treiben / vnd sol jnen nicht gelingen / darumb daß sie dm HERRN verlassen haben/vnd jn nicht achten. wm-g davs messe» /^ Vrerey/ Wein viid Most/ machen tolle. Mein Volck fraget sein Holtz/vnd sein ,E-cL^e^,ster B tab sol jm predigen / denn der Hurerey Geist verführet sie / daß sie wider jren Gott Hurerey treiben. Oben auff den Bergen opffern sie / vnd auff den Hügeln räuchern sie /vnter den Eychcn/Linden Mrd Buchen/denn die haben feine schatten."" Darumb werden euwre Töchter auch zu Huren/vnd cuwre Bräute zu Ehebrecherin werden. Vnd ich Wils auch nicht wehren/wcn euwre Töchter vnd Braute geschändet vnd d (G«sch!aHen)Nai- rcn mußman mitkol bcnlaustn. vnd zu Huren werden /Mil jr einen andern Gottesdienst anrichtet mit den Huren/ vnd opffert mit den Bübin/ denn das thörccht Volck wil geschlagen seyn. Israel ja huren / daß sich doch nur Juda nit auch verschulde. Gehet nicht E^)hm gm Gilgal / vnd komet nicht hinauff gen BethAuen / vnd schwerct nicht/ (So war derHERR lebt) Denn Israel läufst wie eine tolle Kuw/so wirdt sie auch (Heiden iassen) derHERR'werden lassen wie ein Lambin der jrre. Denn Ephraim hat sich zu den Stz l-r cm vttdmd,- Götzen geftllct/so laß ju hinfahrcn. Sie haben sich in die Schwelgerey vnd Hurerey nicht'bl!^n!so wil gegcbcn/Irc Herrn haben lust dazn/daß sie schände anrichten. Der wind mit seinen 8affen?ädA^E jyjtt sic gcbundcn treiben / vnd müssen vber jrem Opffer zu schänden werden, slreuwen vnter alle Heyden / daß sie zu, iauffeugnughabe. (Hemn))rcRönü- Se/Fürsicuvnprtt, ster. V. Lap. Verküüdlguitg der straffe / so vber die Priester vnd das Dolck von wegen virauff- hörender Abgörrerey/kommen sai. O höret nun d!ß jr Pncsier/vnd mercke auffdu Haus; Israe!/vü mm zu ohren du hauß dcß Königes/ den cs wirt eine straff vber euch gehen/die jr ein strick zu^MiZpa/vndeinaußgcspannet netz zu Thabor/ worde seyt.Mit schlachten vertieffcn sie sich in jrem vcrlauffem Darum muß ich sie alle sampt straffen.Zch kenne Ephra- a ( N7np,r) Gottt-s- d-cnstc haben sie da auffgenchr / vnd die L eure damit vcrfnh-- , , fn. nutzen wT ün wol / vnd Israel ist für mir nicht verborgen / daß Ephraim nun eine Hur ist / vnd vudWallfarecn/rc. Israel ist vnrcm. Sic dtttckennichtdarnach daßsie sichkchretcnzu jremGott/denn (Schlachten )Dz sie haben einen Huren Geist in jrem hertzen/ vnd lehren vom HERRN nicht. (^^Arumb so! die ' Hoffart Israel für jrem angesicht gedemütiget werden/vnd sol- L« GLDlen beyde/ Israel vnd Ephraim/ fallen vmb jrcr miffethat willcn/Auch sol Iu- wie mit Ehebrcche- dg sainpt jncn fallen. Alsdenn werden sie komm mit jrcn Schafen vnd Rindern den tSH7n 8-» HERRN zu suchcn/aber nicht finden/dcnn er hat sich von jnen gewandt. Sie verach- ZErwüünuoch tcn den HERRN/vnd zeugen frcmbde Kinder/ darumb wirt sie auch der Muwmond emVEm!" fressennutjrcm Erbtheyl. , Ja blaset Posaunen zu Gibea/ja drometet zu Rama/ ja rufft zuBcthAucn/hitt- tZmÄaraE sic der dir BenIamin. Denn Ephraim sol zur wüsten wcrden/zur zeit wenn ich sic stras- bauw-»vud bochcn. d Dafür habe ich die Stämme Israel trcuwlich gewärmt. (Dafür) Ich Habs lang gesagt/es wär- X 7? de einmal zu scheu- X/ ! L/ rem gehen. V 14 ^^4/-4 Der HERR verwersstdem Vollste vudanckbarkest vnd vnbußftrttgkertgegen semen gros¬ sen wolrhakLn sie dadurch zur bessernng zu reryen. Je Fürsten Juda sind gleich denen / so diegrentze Ser- rücken / darum wil ich meinen zorn vber sie außschütten wie wasser. Ephraim leidet gewalt/vnd wirdt geplagt/daran geschieht jm recht / denn er hat sich geben auff( Menschen) gcbott. Ich bin dem Ephraim eine Motten / vnd dem Hause Juda ein Made. Dnd da Ephraim seine kranckheyt/vn Juda seine Wunden / fület/zog Ephraim hin zu Assur/ vnd schickt zum Könige zu Jareb / aber er kundte euch nicht hclffen/noch euwere wun- Iäreb Hie weissaqt er von den heylen. Denn ich bin dem Ephraim wie ein Löuwe/vnd dem Hause Juda wie ein junger Löuwe. Ich / ich Zurcisse sie vnd gehe davon / ich führe sie weg / vnd niemand den wobei, Gott uic Aciwrehmdacssueu s . . . woüueng/So müs Ch wi! widerumb an meinen ort gehen biß sie jre schuld erkenncn/vnd mein an- ftamcn.t v»te>. dem gesicht suchen/Wenns rncnvbe! gehet/so werden sie Mich frue suchen muffen/ (piw sagen) Kommet/ wir wollen wider zum HERRN/ den er hat vns zuriffen/ er wirt vns auch Hcylcn/Er hat vns geschlagen/er wirt vns auch verbinden. Er macht ^or.u. tur,H-c elenden ho- lcbeudig nach zweyen tggen/er Wirt vns am dritten tage aufferchten / daß wir für R-uh^a-häs m!' jur leben werden. Denn werden wir acht drauff haben vnd fleissig scyn/ daß wir den Mch-i. HERRN Mosta. v ii. Lap. p, HERRN erkennen. Denn er wirdt herfür brechen wie dLe schönen Morgenröte/ vnd wirt zu vns kormnen wie ein Regen/wie ein Spatregen/der das Land feuchtet. 8 Wie wil ich dir so wol thun Ephraim t Wie wi! ich dir so wol chun Juda k Denn die Gnade/so ich euch erzeigen wil/ wirt seyn wie ein Thauwolcken deß morgens/ vnd wie ein Thauw / der früe morgens sich außbrcytet. Darumb" hofele ich sie durch die « Propheten/ vnd tödte sie durch meines mundes rede/daß dem Recht ans Liecht kome. dm.mc,rmGott"- Match.s. rr. sthhabe tust an der Liebe/vnd nicht am Opffer/vnd am erkentniß Gottes/vnd »mm'jrrcchtdtenen" S-» ;- nicht am Brandopffer. Aber sie vbertretten den Bund wie Adam / darinn verachten sie mich. Denn Gilead ist eine Statt voll Abgötterei) Md Blutschulden. Vnd die Priester sampt 4;. ^em Haussen sind wie die Ströter / so da lauren auffdie Leute /vnd würgen auffdem Wege der gen Sichem gehet/ denn sie thun was sie wollen. Ich sehe im Hause Israel/ da mir für grauwet/ denn da huret Ephraim/ ss vervnreiniget sich Israel. Aber Im da wirdt noch eine Erndte für sich haben/wenn ich meines Dolcks Gefengknißwen- den werde. Vll.Lap. Daß Gott ;ü heissen gener'gt/absr da« Vs! in nicht kehren/vnd sollen darob gestrafft werden fedoch wil sie vnd plötzlich. der HERR nach selner gSre nicht gar verderben/ sondern sein/ das ist / Christi Reich / allenthal¬ ben annchien. XI. Lüp. A Israel >ung war/hattr ich jn lieb/ vnd rieff jm mest z nem Son auß Egypten. Aber wenn man inen letzt rufft/so wenden sie sich Davon/vnd opfferndcn Baalnn/vnd räuchern den Bildern. « Ich nam Ephraim bey seinen armen vnd leitet § in / aber sie merck- tcns nicht wte lch inen halff. Ich ließ sie ein Menschlich Joch ziehen/ hmkvnd'f.T/bcy vnd in stylen der Liebe gehen / vnd halffinen das Joch an irem Halß tragen/ vnd gab dm Armem /neu futter/ daß er sich ia nicht wider solt in Egyptcnland kehren. Soist nun Affur-r Kenig worden/denn sie wöllen sich nicht bekehren. Darumbsol das schwerdt vberire Stätte konmren/ vnd solt ire Wgel auffrciben vnd fressen / vmb -res fürnemens wil¬ len. Mein Volek ist müde sich zu mir zu kehren/vnd wte man-nen predigt/so richtet W?H^bfor rch auß dir machen Ephraime Sol ich dich "schützenIsraelk Solich ^H^nicht billtch ein Adama auß dir machen/vnd dich wie Zeboim zurichten k Aber Adama, mein Hertz ist anderst sinnen meine barmhertzigkeyt ist zu brünstig / daß rch nicht thun Zebotm. sMüde) diesen verß sol niemand verste- M keMer aust. scheu nicht. Ab sol (Schützen)Erwil (^)^)mcht0iÜ sagen/Ich weiß nit es hüfft weder straf- Wzl nach meinem grimmigen zorn/ noch michkchrcn Ephr aim gar zu verderben/denn mußUnstumftnA ich bin Gotk/vnd nicht eirr Mensch/ vnd bin der Hcylrge vntcr dir. Ich Wil aber nicht dersolsgut machen, m die Statt kommen. Alsdenrr lvirdk uran dem HERRN Nachfolgen / vnd er wirdt brüllen wie ein Löuwe/vnd wenn er wirdt brstllen/ so werden erschrecken die/ so gegen Abend sind. Vnd drem Egypten werden auch erschrecken wie cin Vogel/vnd dteim Lande Affur wie Tauben/vnd ich wil sie in jrc Häuser setzen/ spricht der HERR. XII.Lap. Inda Helt noch fest an Gott/vnd sol derhalben geschätzt / aber Iacob seiner täglichen Abgöt¬ terei halben mitstcaffe heimgesucht werden. DerHLRR verweißr dem vo ck/daßer inen so vtl gurs bewi. sen/vnd sie dasselbig also gar nit erkennen - dazu auch die Schriffr vnrechk vnd fälsch¬ lich deuten. «gi" N Ephraim ist allenthalben - Lügen wider mich / vnd L s jm Haust Israel falscher Gottcsdicnst/adcr Iiiva' hkltnochfcst an MtGot" Gokt/vnd am rechten heyligen Gottesdienst. Ephraim aber wcydct Lüqcn vnd Verde» sich vom winde / vnd laufft dem Ostwittde nach / vnd machet täglich bc» d der" Abgötterey vnd deß schadens mehr / Sie machen mit " Affur (Mit 2lssur) Ne EM Bund/ vnd bringen Balsam in Egypten. Darumb wirdt der HERR die fache scbcü^mc^Ä Juda führen / vnd Jacob heymsuchen nach seinem wesen / vnd im vergelten nach set- e nem verdienst. c^AhEl)^Daß (sagen sie) er hat in Muttcrleibe seinen Bruder vntertretten /vnd von allen denn Jerusalem zum kreisten mit Gott gckcmpfft. Er kenlpfft mit dem Engel / vnd siget / denn er weynete/ ft^sicÄ'u!!daßIa vnd bat -n/daselbst hat er in ia zu" BethEl funden/vnd daselbst hat er mit vns gercdt. dergecham Aber der HERR ist der Gott Zebaoth/ HERR ist sein Name. So (Falsche) Ste deu¬ ten die Schrifft von BcthElnicht recht. Egypten durch Mo sen / Dem sollen fle folgen/vnd nit deni EpempelIacob. i Lbr. Verbitterung, k (Herr)DerRönig Assur. a Hosea. XIII. Lap. ^^O bekehre dich nun zu deinem Gott/halt Barmhertzigkeyt vnd Recht/ vnd Hof- stäts auffdeinen Gott. Aber der Kauffmann hat ein falsche Wage in seiner Hand / vnd betreugct gern, b Denn Ephraim spricht: Ich bin reich / ich habe gnug / man wtrdt mir keine miffcthat finden in aller meiner arbeyt das sünde sey. s Ich aber der HERR bin dein Gott auß Egyptenland her/ vnd der ich dich noch in den Hütten wohnen lasse/wie man zur Iarzeit pflegt. M rede zu den Propheten/vnd A «vA ich bins der so vil Weissagung gibt / vnd durch die Propheten mich § anzeige. Zn Gi- vnv die prophecm lead tsts Abgötterey/vnd zu Grlgal opfferrr sie Ochsen vergeblich/vnd haben so vil Al- tar alsMandelauffdemFeldestehm. Jacob mußte fliehen in das Land Syria / vnd Israel mußte vmb ein Weib die- -r»- nen/vmb ein Weib mußt er hüten/ Aber hernach führet der HERR Israel auß Egyp- "h ' ten durch einen Propheten/ vnd ließ sein hüten durch einen Propheten. Nun aber er- -ANA N zornet in Ephraim durch ire * Götzen / darumb wirdt jr Blut vber sie kommen/ vnd jr Ker'.!it gcfthS ' Herr wirdt inen vergelten ire schwach. A ft-»-pe^ Gott das volckanft Xlil.Lap. Von munchevley Abgötkerey daß volcks/welchen Gott / als der einig Hsxland / viel gut« ge- than/ vnd doch bex > nen nicht zeucht Wirt. Darumb sol ,nen ernstliche straff begegnen. Von der Geistlichen errettung Lhristtvnd Verwüstung Samarien/das ist/ aller Gottlosen/vnd deß gan- tzen Teuffelischen Reichs. MMM A Ephraim - schrecklich lehret / ward er in Israel erha- «WK ben/ Darnach versündigeten sie sich durch Baal/ vnd wurden drüber N" Aber nun machen sie der Sünden vil mehr/vnd auß irem ImgNvÄnam Silber Bilder wie sie es erdencken können/nemlich Götzen/welche doch eytel Schmideswerck sind.Noch predigen sie von denselben/Wer mm/ dasdochgntm die Kälber küssen wil/der sol Menschk opffern. Dieselben werden haben die Morgen- Um. '' wolcken/vnd den' Thauw der früe fellet.Ia wie die Sprcuw die von der Tennen ver- (GetSvt-oMsA. webd wirt/ vnd wie der Rauch von der Feuwermeuwer. U muEn dmfti- Deut.zr. Ich bin aber der HERR dein Gott auß Egyptenland her/vnd du soltestia keinen ' - andern Gott kennen denn mich/vnd keinen Heyland on allein mich. Ich nam mich ja deiner an in der Wüsten im dürren Lande / Aber weil sie geweydet sind/ daß sie satt ,8^^727^ worden sind vnd gnug haben/erhebt sich sr Hertz / darumb vergessen sie mein. H^-a. So wil ich auch werden gegen sie wie ein Löuwe / vnd wie ein Parder auff dem cvngiüMDaß d» Wege wil ich auffsie lauren. Ich Wil inen begegnen wie ein Bar/dem seine jungen ge- s^Ivüd m'che N nommen sind/vnd wil ir verstocktes Hertz zureiffen / vnd wil sie daselbst wie ein Löuw G-". fressen/ Die wilden Thier sollen sie züretssen. (RZn/g) Saulgas v Israel du bringest dich in vnglück/denn dein Heyl stehet allein bey Mir. Wo ist N s!gm/' dein König hin der dir Helffen möge in allen deinen Stätten k Vnd deine Richterda- von du sagtest:Gib mir Könige vnd FürstenkWolan/ich gab dir einen ° König in mei- nem zorn/vnd wil dir jn in meinem grtm wegnemmen. sr-.» /daß d» km eu Diemissethat Ephraim istzusamen gebunden/vndjre sünde ist behalten/ Denn es sol inen weh werden wie einer Gebererin/denn es sind vnfürsichtige Kinder/Es wirt die zeit kommen daß sie nicht bleiben werden für dem jammer der Kinder. Aä72m «.Lor. Bcr ich wil sie erlösen auß der Helle / vnd vom Tod erretten. Tod / Ich wil dir Ä werdm ^7 ^ß^eine Gisst seyn / Helle/ Ich wil dir eine pesttlentz seyn. Doch ist der tröst für mei- ZcnnA'w7ve7s nen äugen verborgen/ denn er wirt zwischen Brüdern frucht bringen. ^^7722 Es wirt ein Ostwind komm / Der HERR wirt auß der Wüsten heraufffahren/ cmmsanwrm wmv/ vnd jren Brunn außtrucken/vnd jre Quellen versiegen/vnd wirt rauben den Schatz alles köstlichen Gerehtcs. F ttj Samaria Ende deß Propheten Hosea. Vorrede auffdenMophe- cm Joel. Oel zeiget nicht an/zu welcher zett er gelebt VorW M vnv gepredigt habe. Es sagen aber dte Alten/er seygewe- sm zu der zeit/da Hoseas vnd Amosgewcst sind/das lassen wir also sVMH gut feyn/vnd wissens nichrzu verbessern. Es ist aber ein gütiger vnd sanffter Mann geweßt / schilt vnd strafft nicht so wie die andern Propheten/sondern flehet vnd klagt/wolt gerne die Leute from machen mit guten freundtlichcn Worten / vnd sie WA für schaden vnd vnglück bewaren. Aber es wirt -m freylich wie andern Propheten gangen scyn / daß man seinem wort nicht geglaubt /vndjn ; für einen Narren gehalten hat. Lochister im neuwen Testament hoch berühmet /denn S.Pc- eruezeucht jn hcrfür / Actor.r. vnd muß Joel die erste Predigt geben / so in der Christlichen Kirchen ge- Actor.,. ^oel albt die lchehen ist/nemlich auffden Pfingsttag zu Ierusalem/da der heylige Geist jetzt gegeben war.So führet erste predigt im neue S.Pau lus den Spruch auch gar herrlich / Wer den Namen deß HERRN anrufft/ sol selig werden/ Ronr-l«. Wen Testament, welcher auch im Joel am andern Capitel stehet. M ersten Capitel weissagt er die zukünfftige straffvbcr das Volck Israel / daß sie sotten von den Assyrern verderbet vnd weggeführt werden. Vnd nennet die Assyrer Raupen/Heuwschreckcn/ O^zKafcrvn Geschmeiß/den die Assyrer frassen das Königreich Israel/ ein stücknach dem andern/ biß sie es gar vcrdcrbekm. Aber doch mußte zu letzt der König Sanherib für Jerusalem darnider ligen/ Welche AerMphet xim.Lap. Amaria lvirdt wüst werden/denn sie sind jrem Gott vngehorsam/sie sollen r^durcho schwerdt fallen/ vndjre junge Kinder zuschmettert/vudjre schwangere Weiber zuriffen/werden. XilIl.Lap. Der Prsphet ermattet das »»bußfertig Volck ;ur bekehrung/vnd lehrt fte;um HERRtT Lvff.n vnv beren/mlr anhangenver Göttlicher verheissimg / daß sie wiverumb gnsdiglich solle» Eingenommen werden. Ekchre dich Israel zu dem HERRN deinem Gott/ denn du bist gefallen vmb deiner mifsethat willen.Mmmet diese wort Dermal U mit euch/ vnd bekehret euch zum HERRN / vnd sprecht zu jm: Vergib HZ»? vns alle Sünde /vnd thu vns wol / so wollen wir opffern die Farren vnsercr Lippen. Assur sol vns nicht Helffen / vnd wöllen nicht mehr auffRoffen reyten /auch nicht mehr sagen zu den Werkten vnser Hände: Ir seyt vnser Gott/ sondern laß die Waisen bey dir gnade finden. So ml ich jr abtretten wider heylen/gcrn wil ich sie lieben/denn sol mein zorn sich von jnen wenden. Ich wil Israel wie ein Thauw scyn/daß er sol blühen wie ein Rose/ vnd seine wurtzeln sollen außschlahen wie Libanon.Vnd seine zwcyge sich außbreiten/ daß er sey so schön als ein ölbaum / vnd sol so guten Ruch geben wie Libanon /vnd sol¬ len wider vnter seinem schatten sitzen/von Korn sollen sie sich nehren / vnd blühen wie em Weinstock/sein gedächtniß sol seyn wie der Wein am Libanon. Ephraim was sollen mir weiter die Götzen e Ich wil jn erhören vnd führen / Ich wil scyn wie ein grünende Tanne/an mir sol man deine frucht finden. Weristweiß derdiß verstehe/vndklug der dtß merckek Denn die Wege deß HERRN sind richtig/vnd die Gerechten wandeln drtnnen/aber die Merlretter fallen drin- rrem Asel. i.Lap. p. Welche rühret hie Joel im andern Capikel / da er spricht: And den von Mitternacht wil ich ferm von euch treiben/re. Zum andern weissagt er am ende deß andern Capirels/vnd fort an hmauß vom Reich ^Christi vnd dem heyligen Geist/ vnd saget von demewigen Jerusalem. Aß er aber vom Thal Josaphat spricht/wie der HERR alle Heyden daselbst für Gericht for-» Tbal^osa- Vern wolle/ welche die alten Vatter vom Jüngsten Gericht verstehen / vnd ich solchen verstände nicht verdamme / Halt aber dennoch / daß Joels Meinung sey / gleich wie er das ewige Jerusa¬ lem die Christliche Kirche Hcißt/Also heisse er auch dieselbige das ThalIosaphak/darum/daß alle Welt jur Christlichen Kirche durchs wort gefordert/vnd in derselbigen gerichtet/vnd durch die Predigt ge¬ strafft wirdt/wie sie allzumal Sünder für Gott sind / Wie Christus spricht: Der Geist der warheik wirbt die Welk straffen vmb die Sünde- Denn Josaphat Thal/ heißt Gericht Thal. Gleich wie auch Hoseas im L, Cap,die Chnstliche Kirche das Lhal Achor nennet. Der Wophct MI. I.Lap. Wel'ssaguttg vber dasVolck Israel / daß alle fr Land mit sampt dem eussorltcheucKok- resvrenst rnrergehen vnd zerstöret werden sol. Nss ist das wort dcß Oer- ren / das geschehen ist zu Joel / dem Son pe-- thuel. ^Oeret diß jr Ettesten/ vnd mercket auffalle Eynwoh/ A)M ^^ncr im Lande/Ob ein solche geschehen sey beyeuwe- ren zelten / oder bey euwer Dätter zetten k Sagt euweren Kindern davon/vnd laffetseuwere Kinder sren Kindern sagen/vnd dteselbigen Kinder jren andern Nachkommen. Ncmlich/wao die Raupen lassen / das fressen die Heuwschrecken/vnd was die Hcuw- 5b iiij schrecken Nev Prophet l.ÄÄp. schrecken lassen/das fressen die Käfer / vnd was die Käfer lassen / das frisset das Ge¬ schmeiß. Wachet auffjr trnnckenen vnd weinet/vn Heuletalle Weinsäuffer vmb denmost/ denn er iß euch für euwrem maul weggenomen.Dmn cs zeucht herauffin mein Land ein mächtig Dolck / vnd deß on zal/ das hat zeene wie Löuwen / vnd Backenzeene wie Löuwinne. Dasselbige verwüstet meinen Weinberg/vnd streiffet meinen Feygen- baum/schelet in vnd verwirfft in/daß seine dweyge weiß da stehen. Heule wie eine Zungkfrauw die einen sack anlegt vmb sten Breutgam/ denn das Speißopffer vnd Tranckopffer ist vom Hause deß HERRN weg/vn die Prtester/deß HERRN Diener/trauwren.Das Feld ist verwüstet/vn der Acker stehet jämmerlich/ Das Getreyde ist verdorben / der Wein stehet jämmerlich/ vnd das öl kläglich. Die Ackerleut sehen jämmerlich/ vnd die Weingärtner heulen vmb den Weytzen vnd vmb die Gersten / daß auß der Erndte auff dem Felde nichts werden kan. So stehet der Weinstockauch jämmerlich/vnd der Feygenbaum kläglich/ dazu die Granatbäume/ Palmbäume/öpffelbäume / vnd alle Bäume auffdem Felde/ sind verdorret / Denn die freude der Menschen ist zum jammer worden. Begürtct euch vnd klaget jrPricster/heulet jr Diener deß Mars/ Gehet hineyn s vnd ligt in säcken jr Diener meines Gottes/ den es ist beyde/ Speißopffer vn Tranck- opffer vom Hause cuwers Gottes weg.Heiliget eine Fastcn/rufft der Gemeinezusam- men/versamlet die Eltesten/vnd alle Eynwohner deß Landes / zum Hause deß HER¬ REN euwcrs Gottes/ vnd schreyetznm HERRN. O weh deß tages / denn der tag deß HERRN ist nahe/ vnd komet wie ein verder¬ ben vom Allmächtigen. Da wirt die Speise für vnsern äugen weggenomen werden/ vnd vom Hause vnsers Gottes freude vnd wonne.Der Same ist vnter der Erden ver faulet/ die Kornhäuser stehen wüste / die Scheuwren zerfallen /vnd das Getreyde ist verdorben. O wie seufftzct das Vieh / die Rinder sehen kläglich/ denn sie haben keine Weyde/vnd die Schafe verschmachten.HCRR/dich ruffe ich an/dcnn das feuwcr hat die Auwen in der Wüsten vcrbrant/ vnd die stamme hat alle Bäume auff dem Acker angezündet. Es schreyen auch die wilden Thier zu dir/ den die Wasserbäche sind auß- getrocknet/vnd das Feuwer hat die Auwen in der Wüsten verbrannt. II. Qp. Besthrerbüng der greuwllchen stca ffe / so vber das Volck Israel kamen sa! Wa sie sich bekehr- ren/wll sie der HERR zu gnadev annemci» Vsm Reich Christi vn sevvung deß heilkgen Geist«. WMM Laset mit der Posaunen zuAon/ruffct auff meinem hcyüacn Borge. Erzittert alle Eynwohner im Lanve/denn der tag deß HERRN kommet vnd ist nahe. Ein finster tag/ein tunckeltag/eitt wolckrger tag/ein neblichter tag / Gleich wie sich die Morgenröte auß- breitet vber dte Berge/ncmlich ein groß vnd mächtig Volck/deßglet- chen vorhin nicht gewest ist / vnd hinfurt nicht seyn wirdtzu ewigen zeitm für vnd für. Vorjm her gehet ein verzehrend feuwcr/vn nachjm ein brennende flame. Das Land ist für jm wie ein Lustgarte/aber nachjm wie ein wüste Einöde / vnd niemand wirt jm entgehen/siesindgestaltwieRossz/vnd rennen wie die Reuter/sie sprcngendaher oben auff den Bergen wie die Wägen rasseln/vnd wie eine flamme loddert im stro/ wie ein mächtig Volck/ das zum streyt gerüstet ist. Die Dölcker werdensich für jm entsetzen/aller Angesicht sind so bleich wie die töpffen. Sie werden lausten wie dre Risen/vnd die Mauwren ersteigen wie die Krie- ger/ein jeglicher wirt stracks für sich daher ziehen/vnd sich nicht säumen. Keiner wirt den andern jrren/sondern ein jeglicher wirt in seiner ordnung daher fahren/ vnd wer¬ den durch die Waffen brechen/vnd nit verwundet werden. Sie werden in der Statt vmbher vmbher reyttn/auffdcrMauren lauffeu/vnd in die Häuser steigen/ vnd wie ein Dieb durch die Fenster hineyn kommen. v Für jm erzittert das Land / vnd bebet der Himel/ Sonn vnd Mond werden fin- ster/vud die Sternen verhaltenden schein. Denn der HERR wirdtseinen Donner für seinem Heer lasten hergehen / denn sein Heer ist sehr groß vnd mächtig / welche sei¬ nen befehl wirdtaußrichtcn/Denn der tag deß HERRN ist groß vnd sehr erschreck- lich/Wer kan in leiden? Verma- So spricht nun der HERR:Bekehret euch zumirvon gantzem hertzen/mitfa- p'K LI b/E sten/mit weinen/mtt klagen. Iureiffct euwerc hertzen/vnd nicht euwere Kleider/vnd A» aUg?. oglü "L bekehret euch zu dem HERRN euwrem Gott/denn er ist gnädig/barmhertzig/gedül- WAlNk. tig/vnd von grosser güte/vnd reuwet in bald der straffe." Wer weiß es mag in wider- GötLlw^nW umb gercuwen/vn einen Segö hinder sich laffen/zu opffern Spctßopffer vn Tranck- r-rw-lkist daßLa^ opffer dem HERRN euwerem Gott. glaLmK^A Blaset mit Posaunen zu Aon/ heyliget eine fasten/ ruffet der Gemeine zusamen/ Li tst^Z aEmbM versamlet das Volek / heyliget die Gemeine / famlet die Eltesten / bringet zu Hauff die jungen Kinder vnd die Säuglinge/ Der Breutgam gehe auß seiner Kamer/vnd die «it ww» a». Braut auß irem Gemach. Laßt die Priester/deß HERRN Diener/ weynen zwischen dluLIL AÄ'd-r Gebett. der Halle vnd Altar/vnd sagen: HERR schone deines Volcks / vnd laß dein Erbthcyl tm^w/rwRLThe 7°. nicht zu schänden werdcn/daß Heyden vber sie herrschen/Warumb wiltu lassen vn- ? ^ciM/sondcm ter den Völckern sagen: Wo ist nun ir Gott? d^vUzwLU!^ So wirdt denn der HERR vmb sein Land eyffem/ vnd seines Volcks verschonen. walk-rspILh" Iwar Verheis- Vnd der HERR wirdt antwortcn/vnd sagen zu seinem Volek: Sihe/ich wil euch Ge- WaLÜ>7Lwjs. ^v>rd rcö- treyde / Most vnd öl/ die fülle schicken/daß ir gttttg dran haben solt/vnd Wil euch nicht ZE mtÄlLLE mehr lasten vnter den Heyden zu schänden werdm.Vn wil den von Mitternacht ferm digstyü"War/c?"ch von euch trciben/vn in 'm ein dürr vnd wüst Land verstosten/nemlich sein angesicht hin G oKso KÄst rL zum Meer gegen Morgen/vn sein ende hin zum euffersten Meer.Er sol verfaulen vnd NranrAJ rA stincken/denn er hat groß ding gethan. Förchtc dich nicht liebes Land/sondern sey frö- lieh vnd getrost/den der HERR kan auch groß ding thun. Fürchtet euch nicht ir Thier auffdem felde/denn die Wohnungen in der Wüsten sollen grünen/vnd die Bäume ire mchrgmeLZäm»" früchte bringen/vnd die Feygenbäume vnd Weinstöcke sollen woltragen. NÄmußV ir Kinder Zion freuwet euch / vnd seyt frölich im HERRN euwerem Gott/ s'L7§"stlIZ euch Lehrer zur Gerechtigkcyt gibt/vnd euch herab sendet Früregen vnd lruwir-Gotth-ymI Spatregen / wie vorhin / daß die Tennen voll Korn / vnd die Keltern vberfluß von Most vnd öl haben sollen. Vnd ich wil euch die iare erstatten/ welche die Heuwschre- cken/Käfer/Gcschmeyß vnd Raupen (die mein grosses Heer waren / so ich vnter euch schtckeOgefressen haben.Daß ir zu essen gnug haben sollet/vnd den Namen deß HER- r.^zunrlsIL/oc REN euwers Gottes preisen / der Wunder vnter euch gethan hat/vnd mein Volek sol ÄunAvegen vnd nicht mehr zu schänden werden. Vnd ir solts erfahren/ daß ich mitten vnter Israel sey/ vnd daß ich der HERR euwer Gott scy/vnd keiner mehr/ vnd mein Volck sol nit mehr zu schänden werden. Christus" k/mm H / AT^Nd nach diesem wil ich meinen Geist außgieffen vber' alles fleisch / vnd euwere o^Söne vnd Töchter sollen weistagen/euwere Eltesten sollen Träume haben/vnd euwere Jünglinge sollen Gesicht sehen. Auch wil ich zur selben zeit/beyde vber Knech- te vnd Mägde/meinen Geist außgieffen. Vnd wil Wunderzeichen geben im Himmel wiHsamSmwL vnd auffErden/ncmlich/ Blut/ Fcuwer/vnd Rauchdampff. Die Sonne söl in fin- sterniß/vnd der Mond in Blut/verwandelt werden/ehe denn der grosse vnd schreckli- wirdt das Leur- ehe Tag deß HERRN kommet. Vnd sol gcschehcn/Wcr deß HERRN Namen anruf- «s-h pnestcrthumb fen wir vt/der sol errettet werden.Denn auffdem Berge Zion vnd zu Jerusalem wirt "-KLLArlum eine errettung seyn / wie der H E RR verheissen hat / auch bey den andern vbrigen die der HERR beruffen wirt. Gott m. Lap. Gott wkdt die Hexden vmb Israels willen n'chten / vnd Jerusalem wrderumb ;u recht brin¬ ge» / Vnd solches mögen wir auch auff das Reich Lhrlftt demen. Cnn sihe/In den tagen vnd zur selbigen zett/ wenn ich das Gefengkntß Juda vnd Jerusalem wenden werde/wil ich alle^ M Heyden zusamen bringen / vnd wil sie ins Thal Josaphat hinab füh- A ren / vnd wil mit fnen^aselbst rechten/" von wegen meines Dolcks/ vnd meines Erbtheils Israel/ daß sie vnter den Heyden zerstrcuwet/ vnd sich in mein Land getheilet/vn das loß vmb ineinVolckgeworf- a (Von wegen) Merck dz alle straff vnd Gericht Gottes vber Vie Bösen ge, fen haben/vnd haben die Knaben vmb Speise gegeben/ vnd dieMeidlin vmb Wein steGericheauchalso. Y^MufftVNV VekttUNckett. .^7 vÄMnd ^ud jr von Ior vn Adon/ vnd alle Grentze der Philister/ was habt ft mit mir zu hohnlich verkaufft. rhunkWoltftmich trotzen t Wolan trotzet ir mich/so wil ichö euch eylend vnd bald wi¬ der vergelten auffcuwren Kopff. Die jr mein silber vnd gold/ vnd meine schöne Klei- not/genomen/vnd in euwcre Kirchen gebracht habt.Dazu auch die Kinder Juda vnd die Kinder Jerusalem verkaufte habt den Griechen/auff daß ft sie ia ferrn von ften Grentzen brechret. Sihe/ich wil sie erwecken auß dem ort/dahin ft sie verkaufst habt/ vnd Wils euch vergelten auffcuwren Kopff. Vnd wil euwreSöne vnd Töchter wi- derumb verpuffen durch die Kinder Iuda/die sollen sie denen in Reicharabia/einem Volck in ferrnen Landen ^verkauffen/denn der HERR hats geredt. A?' Vffet diß auß vnter den Heyden/Heyliget einen streyt/erwecket die starcken/Las- s AAssetherzu komen vnd hinauffziehen alle Kriegßleute.Macht auß euwren Pflug¬ scharen Schwerter/vnd auß euwren Sicheln Spieffe.Der schwache spreche/Ich bin starck/rottet euch/vnd komet her alle Heyden/vmb vnd vmb/ vnd versamlet euch/ da¬ selbst wirdt der HERR deine starcken dawider legen. Die Heyden werden sich auff- machen/vnd herauffkomen zum thal Josaphat/ Denn daselbst wil ich sitzen zu richten alle Heyden vmb vnd vmb. Schlaget die Sicheln an/ denn die Erndt ist reiff/komet AP--.-4. herab/denn die Kelter ist voll/vnd die Kelter läufst vber / denn fte boßheit ist groß. Es werden hie vnd da Haussen Vslcks seyn im thal deß vrtheils/den deß HERRN tag ist nahe im thal deß vrthetls. Sonn vnd Mond werden versinstern/vn die Ster- nen werden ften schein verhalten/Vnd der HERR wirdt auß Aon brüllen/vnd auß Jerusalem seine stimm lassen hören / daß Himmel vnd Erden beben wirdt. Aber der HERR wirt seinem Volck eine zuflucht seyn/ vnd eine Feste den Kindern Israel. Vnd fr sollcts erfahren daß ich der HERR euwer Gott/zu Aon auffmeinem heyligen Ber ge / wohne / Alsdenn wirdt Jerusalem heyltg seyn / vnd kein frembder mehr durch sie wandeln. Jur selbigen zeit werden die Berge mit süssem Wein trieften/vnd die Hügel mit Amos,. Milch flteffen/vnd alle Bäche in Juda werden voll Wassers gehen/ vn wirt ein quell vom Hause deß HERRN herauß gehen/ der wirdt den ström Sittim wässern. Aber Egypten sol wüst werden/vn Edom eine wüste einöde/ vmb den freffel an den kindern Juda begangen/daß sie vnschüldig Blut in ftem Lande vergossen haben. Aber Judasol ewtgklich bewohnet werden/vnd Jerusalem für vnd für. Vnd ich wil fr Blut nit vngerochen lassen.Vnd derHERRwirtwoh- nenzuAon. Ende deß Propheten Zocls. Vorrede B-mdeauffdmWophe- ten Amos- ^sps gjk/ »«»-Am--,-!-», daß er zur zett Hoseas vndZesaras geleöt vnd gepredigt hat/vnd eben wider dieselbige Laster vnd Ab¬ götter ey/oder falsche Heyttgen/gletch wie Hoseasthut/predigt/vnd verkündigt auch die Assyrisch Gcfengkniß. Er ist aber auch hcfftig / vnd schilt das VolckIsrael fast durchs gantzeBuch auß / biß ans ende deß letzten Capitels / da er von Christo vnd seinem Reich weissaget/vnd sein Buch damitbeschleußk. Saß mich kein Prophet dünckt so wenig verheissen/vnd so gar durch eytä schelten vnd dräuwcn/haben/daß er wol mag heissen Amos ( das ist) eine Last/ oder der schwär vnd ver- AmdSo drießlich ist / Sonderlich weilerein Hirte ist/vnd nicht von der Propheten -Orden / wie er selbe sagt im sibcnden Capitel. Dazu auß dem Stamm Juda von Thckoa insKönigrcich Israel gehet/vnd da¬ selbst predigt/als ein Ircmbdcr. Darumb sagt man auch/der Priester Amazia (welchen er straffet im ft- benden Capitel) habjn mitcinerstangcnzutod geschlagen. Amos t^dae^ M ersten Capitel ist er schwär vnd tunckel anzusehen / da er von dreyen vnd vier Sünden redek/ darüber auch viel sich mancherleyverbrochenhaben/vnddiesacheweikgesuchk/Aber der Text ' (acht ich) solts ja klärlich geben. Daß dicselbige drey oder vier Sünde nicht mehr denn eincrley Sünde sey/dcnn er nennet vnd zeucht ja allwege nur cinerlcy iLündean.Als widerSamaseum nennet er allein die Sünde / daß fte Gilead miteysern Wägen haben gedroschen/re. Dret) vnd Er nennet abersolche Sünde drey vnd viere/darumb daß sie solche Sünde nicht büssennocher- vier siurve. kennen/sondern dazu auch rühmen/vnd daraufftrotzen/als hetten fte wolgethan/wie die falschen Heyli- gen alle thun. Denn es kan eine Sünde nichtärger noch grösser/noch mehr werden/denn wo fte ein hey- lig / Göttlich Werck seyn wil, vnd den Teuffel zu Gotk/vnd Gott zum Teuffel/machk. Gleich wie die drey vnd vier machen ftben/wclchs ist das ende der zal in der Schrifft/ da man wider vmbkehret/vnd wi¬ der anfehct zu zelen/beyde die tage vnd Wochen- ^>RwirkzweymalimneuwenLestamentgeführet. ErstmalsAetor.amftbenden/da Sanct Ste- rE. phanusjn anzeuchtauß dem fünfften Capitel wider die Inden/vnd damit beweiset/daß fte Gok- tes Gesetze nie gehalten haben von anfang her auß Egypten. Acwr.tt. Zumandern mal/daS.Iacob Actor.am fünfftzchenden/im ersten Loncilio der Aposteln jn füh¬ ret auß dem letzten Capitcl.Iu beweisen die Christliche Frcyheit/daß die Heyden im neuwenTestament nicht schüldig ftnd Moses Gesetze zu halten/ so die Iüdcn sclbs solche noch nie gehalten / vnd auch Nicht halten kundten/wie S-Petrus Act. am fünfftzchenden predigt. Vnd das ftnd die fürnemcsten zwcy stück in Amos/vnd zwey sehr gute stück. Der AerMphMmos. i. Lap. Verkündigung der straffe vber Damaston/ Gasa/ ?or/ Edomiter/ Ammoni- nrter/vnvMoabirer. KK^M W!sts das Amos / der m. bWMFMM ter den Hirten zu Thekoa war / gesehen hat^^ vbcr Israel: Zur zeyt Vsia / dcß Königs Juda / vnd Icro« .,. oAjr nicht schonen / darumb daß sie die Gefangene weiter ins Land Edom vertrie- ben ha- Amos. II. Lap. ,27 ben haben / vnd ritt gedacht an den Bundt der Brüder / Sondern ich wil ein feuwer in die Mauren zu Ior schicken/ das sol ire palläst verzehren. v spricht der HERR: Vmb drey vnd vier Laster willen Edom Mich sein nicht Edorm schonen/ Darumb/daß er seinen Bruder mit dem Schwert verfolget hat/vttd daß er ire Schwangere vmbbracht/vnd immer zunffenin seinem zorn/vnd seinen grim ewig Helt/ Sondern ich wil ein Feuwer schicken gen Thema» / das sol die pal- läst zu Bazra verzehren. spricht der HERR: Vmb drey vnd vier Laster willen der Kinder Ammon wil Ammon, o^ich ir nit schonen/ Darumb/daß sie die Schwangere in Gilead Missen haben/ damit sie ire Grcntzc weiter machcten/ Sondern ich wil ein Feuwer anzünden in den Mauren Rabba / daß sol ire palläst verzehren / wenn man ruffen wirdt zur zeit deß Streite/ vnd wenn das Wetter kommen wirdt zur zeyt deß Sturms / Da wirt denn ir König/sampt iren Jürsten/gefangen weggeführt wcrden/spricht der HERR. spricht der HERR: Vmb drey vnd vier Laster willen Moab wil ich ir nicht Moab. ^Aschonen/Darumb/daß sie die Gebeine deß Königes zu Edom haben zrr Aschen verbrannt/ Sondern ich wil ein Feuwer schicken in Moab/ dassol die pallastzu Ki- rioth verzehren / Vnd Moab sol sterben im getümmel vnd gcschrey vnd Posaunen hall/ Vnd ich wil den Richter vnterinen anßrotten/vnd alleire Fürsten sampt/m er- würgen/spricht der HERR. 11. Lap. werssäguttg vber Juda vnv Isiae!/vnd wie sie srer Sünde halben sollen Zestraffr werde«». O spricht der HERR: Vmb drey vnd Mr Laster wtl- m.ch. r. len Iuda/Wil ich sein nicht schonen / Darumb/ daß sie deß HERRN Lügenverführen/welchenireVatternachgcfolget Haben/Gonoern lch wil ein Feuwer in Juda schicken/das sol die palläst zu Jerusalem verzehren. spricht der HERR: Vmb drey vnd vier Laster willen Israel wil ich ir nit scho- Israel. sie die Gerechten vmb Gelt/vnd die Armen vmb ein Bar SchE D-r G^e schuch verkauften. Sie wetten den Kopffder Armen in Koht/vnd hindern den weg -oß g-b- vmb alle der Elerwcn. Es schlefft Son vnd Vatter bey einer Dirnen / damit sie meinen heyli- "" gen Namen enrheyligen. Vnd bey allen Maren schlemmen sie von den verpfendten Kleydern/ vrrd trincken Wein in irer Götter Hause von den gebüffeten. b Nun hab ich ia den Arnoriter vor inen her vertilget/ derso hoch war als die Ke¬ dern/ vnd seine macht wie die Eichen / vnd ich vertilget oben seine frucht / vnd vnden seine wurtzel. Auch habe ich euch auß Egyptenlande gcführet/ vnd vtertzig iar in der Wüsten geleytet / daß ir der Amoriter Land besäßet. Vnd hab auß euwren Kindern Propheten aufferweckt/ vnd Nasarer auß euwern Jünglingen. Ists nit also/ ir Kin¬ der Israel/ spricht der HERR? So gebt ir den Nasaren Wein zu trincken/ vnd gebie¬ tet den Propheten/vnd sprecht: Ir solt nicht weissagen. Sihe/ich Wils vnter euch kirren machö/wie ein Wagen voll Garben kirret/Daß der/so schnell ist/solnicht entfliehen/ noch der starcke etwas vermügen/ vnd der mäch¬ tige nicht sol sein leben erretten können. Vnd die Bogenschützen sollen nicht bestehen/ Vnd der schnell lausten kan/sol nicht entlausten/ Vnd der da reitet/sol sein leben nicht erretten. Vnd der vnter den starcke» der mannhafftigst ist/sol nacket entfliehen müs¬ sen/ zu der zeit/ spricht der HERR. in. Lap. zpkeweü Israel sändl'Zet/wuß der Prophet weissagen/Denn Gott strafft tttcht/er warne Venn ;u vor durch seine Propheten» A HSrtt AcrMophet III. Lap. was der HERR zu euch rcdct/jr Kruder Israel/ nemlich / mit allen Geschlechten / die ich auß Egyptcnland geführet hab / vnd sprach: Auß allen Geschlechten aufs Erden hab ich allein euch erkannt / Darumb Wil ich auch euch heimsuchcn in aller euwer miffethat. Mügen auch zwecn mit einander wandeln/sie seyen denn eins mit einander? D«-O / 24 muß Brüllet auch ein Löwe im Walde wenn er keinen Raub hat? Schreyet auch ein jun- Lr2N"Ar ger Löwe auß seiner hüle / er hab denn etwas gefangene Felt auch ein Vogel in den mwrmLft»wcsa" ßrickauffder Erden/da kein Vogler isttHebtman auch den strickauffvon der Erden/ der noch nichts gefangen hat? Bläset man auch die Posaunen in einer Statt/ da sich das Volck dafür nicht entsetze? Ist auch ein vnglück in der Statt / das der HERR ntt thu? Den der HERR HERR thut nichts/ er offenbare denn sein gcheimniß den Pro¬ pheten/seinen Knechten. Der Löwbrüllet/wersoltsichnitfürchten? Der HERR HERR redet/ wer sott nicht weissagen? A6^Erkündigt in den Pattästen zu Asdod /vnd in den Pallästen im Lande Egypti/ c^vnd sprecht: Samlct euch auff die Berge Samarie /vnd sehet / welch ein groß Jetergeschrey vnd vnrecht drinnen ist.Sie achten keines Rechten/spricht derHERR/ samlen Schatze von freffel vnd raub in jren Pallästen. Darumb spricht der HERR HERR also: Man wirt diß Land rings vmbhcr belägern/vnd dich von deiner Macht herunder reiffen/vnd deine Däuser plündern. So spricht der HERR:Gletch wie ein Hirte dem Löwen zwcy Knie oder ein Ohr- lebllnaußdem Maul reisset/Also sollen die Kinder Israel herauß gerissen werden/ « die zu Samaria wohnen / vnd haben in der Ecken ein" Bette / vnd zu Damasco ein KE tAtAd spähen. Höret vnd zeuget im Hause Iacob/spricht der HERR HERR/ der Gott Je- damuff sie Hm/- baoth: Denn zur zeyt / wenn ich die Sünde Israel Heimsuchen werde / Wil ich die Al- rly/dasfft/AbgStte' tar zuBethEl heimsuchen / vnd die Hörner deß Altars abbrechen / daß sie zuboden g-m SttdIudA fallen sollen. Vnd wilbeydeWinterHauß vnd Sommerhauß schlagen/ vnd sollen die Elffenbeincn Häuser vndergehen/vnd viel Häuferverderbtwerden/sprichtder dasift/zu Dau oder f)CRR. BethEl. S a Rüe/vudjre Herrn sind die Abgöttischen mitsren Götzen/da- von sie reich werden. im.Lap. Der Prophet verweißt dem Polcke/daß sie such in warender obligenderstmffe sich rv Gott nicht bekehret habe» / Darum b soUe» sie noch wtderkehcen. Oeret drß wort jr fttten" Küe / die jr auff dem Berge z Samaria scyt/ vnd den Dürfftigen vnrecht thut / vnd vntertrettet Sünde M die Armen/vnd sprecht zu euwern Herrn:Bringe her/lassevns A-ff? H sauffen. Der HERRHERR hat geschworen bey seiner Hcyligkeit/ Sihe/es kommet die zeyt vber euch/ daß man euch wirdt herauß rü¬ cken mit Angeln/vnd euwere Nachkommen mitFtschhecklin. Vnd 5Larmo»d) Ist Ml, werdet zu den lücken hinauß gehen/ ein jeglicher für sich hin/ vnd gen v Harmon weg- lcttht der Berg A- geworffen werden/sprichtderHERR. ch?7.st Ist"Nn Ast §O^A kommet her gen BethEl/ vnd treibt sünde/vnd gen Gilgal/daß jr der Sün- s.-mn w-M-führr. ptl macht / vnd bringet euwere Opffer deß morgens /vnd euwer Ichenden veß dritten tages. Vnd räuchert vom Sauwerteig zum Danckopffer/vnd prediget von freywilligem Opffer/vnd verkündigts/ Denn so habt jrs gern/jr Kinder Israel/ spricht derHERRHERR. - . Darumbhab ichcuchauch in allen euwern Stetten'müssige Jeene gegeben/ A»" dÄm B vn d mangel am Brot an allen euwern örten/ Noch bekehret jr euch nit zu mir/spricht rcmleydthun. derHERR. Auch Amos. V. Lap. p8 k Auch habe ich den Regen vber euch verhalten / biß daß noch drey Monden wa- Straffe ren zur Erndten / vnd ich ließ regencn vber eine Statt /vnd auffdie ander Statt ließ G°"cs. ich nicht regencn / Ein Acker ward bel egend / vnd der ander Acker der nicht beregcnd Mangel amoregen Hunger, ward/verdorrete. Vnd zogen zwo/drey Stätte zu einer Statt/ daß sie Wasser tritt- ckcn möchten/vn d kundtensnitgnug finden / Noch bekehrt ir euch nicht zu m ir/spricht der HERR. Ichplaget euchmit dürrer zeyt/vndmitBrandkom/so frassen auchdie Rau- Irrung,Brandt- pcn alles was in cuwern Gärte/Wembergcn/ Feigenbäumen vn ölbaumen/ wuchß/ Noch bekehret ir euch nicht zu mir/ spricht der HERR» Pcstiletz. 'N schickte Pcstilentz vnter euch/glcicher weise wie in Egypten/ Ich tödtet euwe- Krieg. re junge Marinschafft durchs Schwert/vn ließ euwrre Pferde gefangen wegführen/ Ich ließ den stanckvon euwerm Heerlägerinettwre Nasen gehen/Noch bekehret jr euch nicht zu mir/ spricht der HERR. Genes. Ich kehret etliche vnter euch vmb / wie Gott Sodom vnd Gomorra vmbkehrct/ Verwü- baß jr wäret wie ein Brannt/ deraußbcmFcuwcrgmsscnwirt/Nochkchretjreuch " nicht zu mir/spricht der HERR. (^^Arumb wil ich dir weiter also Lhun Israel / Weil ich denn dir also thun wil/so d A^schicke dich Israel/ vnd begegne deinem Gort. Denn schc/Er tsts/der die Bcr-« ^PAaT m!c ge macht/den Wind schaffet/vnd zeyget dem Menschen was er reden fol.Er macht die KK/As raAch Morgenröte/vn dieFinsterniß/Er tritt auffdcn Höhen der Erdcn/Er heißt HERR/ «"sch", der Gott Jebaoth. V. Lap. D,!ag vber den fall Israels/ vnd ernstliche ermanung/ daß sie sich bessern/oder ge¬ wisser straffe solle« gewärtig sesir. ^^^A Oeret jr vom Hause Zsracldiß wort/Denn tch muß Klaglied. diß Klaglicd vber euch machen. Iungfrauw Israel ist gefallen/daß sie nit wider auffste- (^LDhenwirt/ Sie ist Zubodcn gestossen/vnd ist niemand derjr auffhclffe.Denn so spricht der HERR Gott: Die Statt da tausend außgehen / sol nur hundert vbrig behalten / vnd da hundert außgchen / sol nur zehen vbrtg behalten im Hause Israel. Darumb so spricht der HERR zum Hause Israel: Suchet mich/ so werdet jr leben. Suchet nicht BcthEl/vnd komet nicht gen Gilgal/ vnd gehet nichtgmBerScba/Denn Grlgal wirbt gefangen weggeführt werden/ vnd Bethel wirt BethAuen werden. Suchet den HERRN/so werdet jr leben/Daß nicht ein feuwer im Hause Joseph vberhand neme / daß da verzehre vnd niemand löschen müge zu BethEl. Diejr das Plciades Recht in Wermut verkehret/vnd die Gerechtigkeit zu boden stosset. Er macht die Orion. " Glucken vnd Orion / Der auß dem Finsterniß den Morgen / vnd auß dem tag die « finster nacht macht. Der dem Wasser nn Meer ruffct/vnd schüttet cs auff den Erd- boden/Er heisset HERR. Der vber den starckcn eine Verstörung anricht/ vnd bringet Haß deß eine Verstörung vber die festen Statt. Aber sie sind dem gram / der sie im Thor straf- wider fct/ vnd haben den für ein greuwel/ der heylsam lehret. Darumb/weil jrdie Armen vnterdrückt/vnd ncmmet das Korn mit grossen Lasten von jncn / so solt jr in den Häusern nicht wohnen / die jr von Wcrckstücken ge- bauwet habt/vnd den Wein nicht trincken / den jr m den fcmcn Weinbergen gepflan- r«ph«rn.^ tzet habt. Denn ich weiß cuwer vbertretten/dcß vil ist/vnd euwcre S ünde/dte starck find / Wre jr die Gerechten drenget/ vnd Blutgelt ncmmet/ vnd die Armen im Thor QM«» vnterdrückt. Darumb muß der Kluge zur selbigen zeyt^schwcrgcn/dcnncs ist eine .harpr-vM»! bösezeyt. rel»nochl«tdk». N ij Suchet AcrProphtt VI. Lap. E^Vchctdas glttc vnd nicht das böft/auffdaß jr leben müget/So wirt der HERR s üAocr Gott Zebaoth/ bey euch seyn/ wie jr rühnict. Hasset das böse/ vnd liebet das VenM gme/ Bestellet das Recht im Thor/So Witt der HERR der Gott Zebaoth den vbri- gen in Joseph gncdig seyn. Darumb so spricht der HERR/dcr Gott Zebaoth/ der HERR: Es wirdt in allen Gaffen wehklagen scyn/vnd auff allen Straffen wirt man sagen: Weh/ Weh. Vnd man wirdt den Ackermann zum trauren ruffcn / vnd zum wehklagen wer da weinen ^hr?)Ichwilcnch kart. In allen Weinbergenwirt wehklagen seyn/Denn ich Wil vnder euch 'fahren/ moreLlchrm. spricht dtt HERR. Weh denen/die deß HERRN Tag begeren/was sol er euch? Denn deß HERRN Tag ist em sinsterniß/vnd nicht ein Liecht. Gleich als wenn jemand für dem Löwen flöhe/ vnd ein Bär begegnete jm. Vnd als wenn jemand in ein Haust kerne/ vnd leh¬ net sich mit der Hand an die Wand/vnd ein Schlange stäche jn.Denn deß HERRN Tag wn t ja finster/vnd nicht liecht seyn/tunckel vnd nicht hätte. - Kh bin euwern Feycrtagen gram / vnd verachte sie / vnd mag nicht riechen in I-säke-. »a/ E^euwer versamlung. Vnd objrmir gleich Brandopffer vnd Speißopfferopf- hab ich keinen gefallen dran/So magich amh euwere feiste Danckopffer nicht ' anschcn. Thu nur weg von mir das geplcrr deiner Lieder/Denn ich mag deines Psal- tersprcle nicht hören. Essol aber das Recht offenbart werden wie Waffer/vnddie Gerechtigkeit wie ein starcker ström. /^Abtjr vom Hause Israel mir in der Wüsten die viertzig jarlang Schlachtopf- ^.7. - LDfcr vnd Spelßopffer geopfferttIa wol.Ir trüget den' Sichuth euwern König/ t^Lucas^ vttd Khtun/cuwre Bilde/den Sterneuwer Götter/welchejreuch selbstgemacht hattet. So wil ich euch von hinen gen Damasco wegfüren laffen/spricht der HERR/ vcrGottZcbaoihhetßt. Gorcsdieust gewest/ dcnstcSichuth/das 7^ v ist Hut/schütz/schirm/ X/ i V «HI. geuenet/wiewirS« V Bastiüu eure Sich« mhwis die Pcstsl'ir Dost wo! grössere Rönr'grelch vnd völcker ;u boden gangen/ denn Iftscl ist/ vnd wirt d«r» dunste neben grosses sterbe« vnrerdem Voicke-vnvandere straffe/verkündigk. LL"«sS: chrn El) dm Stolpcu ru Zion/ vnd denen dlc sich auff dm L stendtg/sichte/raßsi. Berg Šamana vcrlaffcn/Dlesich rühmen die furnemesten vber HEhabm/w^ft; WDKM die Heyden/vnd gehen cytthcr im Hause Israel.Gehet hin gen Kal- Kalne. ha^AiÜrviLw^ ne vndschauwet/vndvon dannen gen Hemath die grosse Statt/ Hemch wir die Hcyitaen an- VN ziehet hinab gen Gath der Philister /welche bessere Königreiche A-nwT'^ gcwestn sind denn dise/vnd jreGrelche grösser den euwere Grentze. Die jr euch weit vom bösen Tag achtet / vnd trachtet jmmer nach frcffcl Regi- teren. ment / vnd schlafft auff Elffenbeinen Lägern / vnd treibet vberflttß mit euwern Bet¬ ten. Jr esset die Lämmer auß der Herde/vnd die gemästete Kelber. Vnd spicltt auff Dem Psalter/vn crtichtet euch Lieder wie Dauid. Vnd tnncket Wein auß den Scha- len/vnd salbet euch Niit Balsam/ vn bekümmert euch nichts vmb deli schaden Joseph. Darumbsollen sie nun forn an gehen/vnder denen/diegefangen wezgeführt wer- 0/ den / vnd sol das schlemmen der Pranger auffhörcn. ^Enn der HERR HERR hat geschworen bey seiner Seelen/spricht der HERR/ der Gott Zebaoth: Mich verdreußt die Hoffart Jacob/ vnd bin jren Pallästen gram/vnd ich Ml auch die Statt vbcrgeben/mit allem das drinnen ist. Vnd wenn 2 gleich z» hm Männer in cmem Hause vberblieben/sollen sie doch sterben. Daß einen jegküchcr; scm Vetter vnd seine Ohme ncmen / vnd 01c Gebeine aust dem Hause tra¬ gen must/vnd sagen zu dem/der in den Gemachen deß Hauses ist: Ist jr auch noch mehr dakDnd der wirt atttwommSic sind alle dahin. Vnd wirt sagcn.Seyzu frie¬ den/ denn sic wolttn nicht daß man deß HERRN Namens gedencken solt. Denn Amos. Vil.Lap. p9 Denn sihc/ der HERR hat gcbotten/ daß man die grossen Häuser schlagen sol/ daß sie ritze gewinnen / vnd die kleine Häuser / daß sie lücken gewinnen. Wer kan mit Rossen rennen/ oder mit Ochsen pflügen auffFelsenk Denn ir wandelt das Recht in Gallcn/vnd die frucht der Gerechtigkeit in Wermut.Vnd tröstet euch deß/daß sogar nichts ist/vnd sprecht: Sind wir denn nicht starck gnug mit vnscrn Hörnerne Dar- umb sihe/Ich wtl ober euch vom HauseIsrael ein Volck erwecken/spricht der HERR/ der Gott Icbaoth / das sol euch ängsten von dem ort an / da man gen Hemath gehet/ biß an den Bach in der Wüsten. VII. Lap. Der HERR zeiget dem Propheten dreyerley straffe vberda» volck Israel in gesichten an/ vnd Ainazi» der Priester vertreib den Propheten. Er HERR HERR zergete mir eln Gefichte.Vnd srhe/ Heuschre da stund einer der macht Heuwschrecken/im anfang da das Gru- ' °" mct auffgieng / vnd sihe / das Grumet stund / nach dem der König seine Schafe hatte schären lassen. Als sie nun das Kraut im Lande gar abfreffcn woltcn/sprach ich: Ah HERR HERR/sey gnedig/wer wil Jacob wider auffhelffen k denn er ist ia geringe. Da reuwete es den HERRN/vnd sprach: Wolan/ cs sol nicht geschehen. (A^Er HERR HERR zeygete Nltr ein Gesichte / Vnd sihc/der HERR HERR riest Feuwer. ^^dcmIcuwer damit zu straffen/das solte eine grossetieffe verzehren/vnd fraß schon ein thetl dahin.Da sprach ichAh HERR HERR/laßabe/wer wil Jacob wider aüffhelffen/denn er ist ia geringe. Da rcuwet den HERRN das auch/ Du der HERR HERR sprach: Es sol auch nicht geschehen. ^E^R zeygete mir aber diß Gesichtc/Vnd sihe/der HERR stund ausseiner Maure/ Bley- Q^niit einer Bleyschnur gemessen/ vn er hatte die Bleyschnur in seiner Hand. Vnd schn-r- HERR sprach zu mir: Was sihestu Amosk Ich sprach: Eine Bleyschnur. Da sprach der HERR zu mir: Sthe / ich wil eine Bleyschnur ziehen mitten durch mein Volck Isracl/vnd im nicht mehr vbersehen / Sondern die Höhen" Isahac sollen per- (Isaha?) Di-R-r- wüstet/vnd die ^Kirchen Israels verstöret werden/Vnd ich wilmit dem Schwert muh vbcr das Hauß Jerobeam machen. v Da sandte Amazia der Priester zu Bethel/zu Jerobeam dem Könige Israel/vn a Amazia ließim sagen: Der Amos macht ein Auffruhr wider dich im Hause Israel/ das Land verfolget A- Eatt seine wortttjcht leyden.Denn so spricht ÄmomIerobeam Wirt durchs Schwerdt sterben / vnd Israel wirt auß seinem Lande gefangen weggeführt werden. b Vnd Amazia sprach zu Amos: Du" Scher / gehe weg vnd fleuch ins Land Iu- 7 'b da/ vnd iß Brot daselbß/ vnd weissage dasclbß/ vnd weissage nicht mehr zu BethEl/ Denn es ist deß Königes Stifft / vnd dcß Königreichs Hauß. Amos antwortet/vnd sprach zu Amazia:Ich bin ° kein Prophet/noch keins pro- c Re,« Prophet) pheten Son/ Sondern ich bin ein Küehirt/der Maulbeer ablicset. Aber der HERR nam mich von der Herd/vnd sprach zu mir: Gehe hin vnd weissage meinem Volck Is- v-r prophe»n. rael.So höre nun deß HERRN wort^ Du sprichst: Weissage nrcht wider Isracl/vnd treuste! nicht wider das Hauß Isahac. Darumb spricht der HERR also: Dein Weib Wirtin der Statt zur Huren werden/vnddeine Sonevnd Töchter sollen durchs Schwert fallen/vnd dem Acker sol durch die Schnur außgetheilct wcrden/Du aber solt in einem vnretnen Lande sterben / Vnd Israel so! auß seinem Lande vertrieben werden. VlII. Lap. Ein Gesichtvnd Verkündigung/wie Gott den Geiyvnd betriegligkeitdeß Polchs Israel mit man-- cherley fainer/elend vnd hrmger/m mir hunger »ach dem worr Gorres/dasselbig;» HLren/straffen wolle. Z >v Da e (Fluß) Das ist der Mlrrs / der alle sar das Land Egypten überschwemmet im Sommer. Dle vnbvßfeM'ge Sünder mögen der ftraffe nlchr entfilcken. Amelgungdergrssie» macht Gottes/mltanhangendervcrhelMnge/daß erIfrnetwrderumbwöileattffnchtettv»ddcgn»F den/welches auffdas Rerch Lhrlstr;u deuten. M? LH sähe den HERRN auff dem Mar stehen /Buder M» st-rach: Schlage an den Knauff/daß die Pfosten beben/ Denjrgeitz W sol inen allen auffjren Kopffkommen/ vnd wiljre Nachkommen mit AWW dem Schwert erwürgen/ daß keiner entfliehen / noch einiger davon ^entgehen sol. Vnd wenn sie sich gleich in die Helle vergrüben /sol sie doch meine Hand von dannen holen / vnd wenn sic gen Himel führen/ wi! ich sie doch PU herunder stoffcn.Vnd wenn sie sich gleich versteckten obenauffdem Berge Kharmel/ Jeremy Mich sie doch daselbß suchen vnd herab holen. Vnd wenn sie sich für meinen äugen verbürgen im gründe dcß Meers / So wil ich doch den Schlangen befehlen / die sie dasclbß stechen sollen. Vnd wenn sie für iren Feinden hin gefangen giengcn/ So wil ich doch dem Schwert befehlen/ daß sie cs daselbst erwürgen sol / Denn ich wil meine Augen vbcr inen halten/ zum vnglück/vnd nicht zum guten. Denn der HERR HERR Icbaoch ist ein solcher / wenn er ein Land anrührct/ so Kcrschmcltzt cs/daß alle Lynwohner trauren müffen/dast es sol Zantz vber sie herlauf- fttrwie Er HERRHERR zepgete Mir em Gesichte/Vnd st- he/da stund ein "Korbmit Obs. Vnd er sprach: Was sihestu A- M most Ich aber antwortet: Einen Korb mit Obs. Da sprach der HERRzumjr:Dasendetstkommcnvbermcin Volck Israel/ich wil im nit mehr vbersehen. Vnd die Lieder in den Kirchen sollen in ein heulen verkehret werden / zur selbigen zeyt / spricht der HERR s Hunger)LVerGot tcs wort nicht wil/ kEnÄMZ sondern nach dem wort deß HERRN zü Horen. Daß sie hin vn her/ von einem Meer wmnerLgcmhtt^ DM andern/ von Mitternacht gegen Morgen/ vmblauffen / vnd deß HERRN wort suchen / vnd doch nicht finden werden, du derzeyt werden schöne Iungfrauwen vnd fMrck) So nennet Jünglinge verschmachten für durst. Die jetzt schweren/Bey dem'fluch Samarie/ er den MgottDa!- vnd sprechemSo war dein Gott zu Dan lebct/.r> / weu sie mo Lväldigcn / die dein Brot essen/ werden dich vcrrahten/ehe du es merckcn wirst. a§2cr7Smuma v Was gilts / spricht der HERR: Zeh wil zur selbigen zeyt die Weisen zu Edom zu Nichte nrachcn/vnd die klugheitauffdem Gebirge Esau. Denn deine starcken zu The- man sollen zagen / auff daß sie alle auff dem Gebirge Esau durch den Mordt außge- r<- -m>üruw. rottet werden / vmb deß frcffels willen / an deinem Bruder Jacob begangen. Iu der zeyt/ da du wider jn stundest/ da die Frembden fein Heer gefangen wegführetm/ vnd Außländer zu seinen Thoren eynzogcn/vnd vbcr Jerusalem das loß wurssen/Da warestu gleich wie dcrselbigen einer/Darumb soltuzu allen schänden werden/vnd cwigklich außgerottct seyn. (^X V solt nicht mehr so deine lustsehen an deinem Bruder/zur zeyt seines elends/ Vnd sott dich nichtfreuwm vbcr die Kinder Juda/zur zeyt jres jammers / Vnd sott mit deinem Maul nicht so stoltz reden/zur zeyt ircr angst. Du sott nicht zum Thor meines Volcks cynziehcn/zur zeyt ires jammers. Du sott nicht deine tust sehen an jrcm vnglück / zur zeyt jres jammers. Du solt nicht wider sein Heer schicken / zur zeyt seines jammers. Du solt nicht stehen an den wegschctden/scine e'ntrunncnezu morden/ Du sott seine vbrige nicht verrahten/ zur zeyt der angst. Denn der tag deß HERRN ist nahe ober alle Heyden. Wie du gethan hast / sol dir wider geschehen / Vnd wie du verdienet hast/so sol dirs wider auff deinen Kopff kommen. Denn wie fr auff meinem heyligen Berge gcmmcken habt/so sollen alle Heyden täglich rrtnckeu/ ja sie sollens maßsaussm vnd verschlingen/daß es sey/als we- re nie nichts da gewesen. o ^sBer auff dem Berge Jisn sollen noch etliche errettet werden / die sollen Hcytt'g- ^zthumb seyn/vnd das Hauß Jacob sol seine Besitzer bcsitzcn.Vnd das Hauß Ja¬ cob sol ein Feuwer werden / vnd das Haust Joseph eine Flamme / aber das Hauß E- fau Stro/das werden sie anzündcn vnd vcrzchrcn/daß dem Hauß Esau nichts vber- bleibe/ Denn der HERR hals gercdt. Vnd die gegen Mittage werden das Gebirge Esau/vnd die in Gründen werden die Philister/bcsitzen/Ia sie werden das Feldt Ephraim vnd das Feldt Samaria be- sitzen/vn BcnIamili das Gebirge Gilead.Vnd die vertriebene dises Heers/der Kin¬ der Israel/ so vnder den Kanamtern biß gen Jarpath sind/ vnd die vertriebene der Statt Jerusalem / die zu Sepharad sind / werden die Stätte gegen Mittage besitzen. Vnd werden Heylande herauff kommen auff den Berg Aon / das Gebirge Esau zu richten/ Also wirdt das Königreich deß HERRN seyn. Ende deß Propheten ObadIa. Vorrede Amithai. den Capüel im andern Buch der Könige / DerKömg Ierobcambrachte wider herzu drc GrentzeIsra- elvonHemathan/bißansMcer/imBlachenFclde/nachdem wort deß HERRN deß Gottes Isra, c!/wclchcs er gcrcdt hatte durch seinen DienerIona / den Son Amithai/den Propheten von GathHe- Her. ÄuchsowardreWittwezu Zarpath cine Hcydin/wie Christus auch meldet/ Luceamvier-tm. Ader Iona bekennet hie im ersten Capikel/ er sey cin Ehrcer. So haben wir nun/ daß drscr Iona gewesen istzur zeyt deß Königes Ierobeam/wclchcs Großvak-- . ter war der König Ichu/zu welcher zeyt der König Vsia rn Juda regierere. Zu welcher zeyt auch gewe- sen sind/ in demsclbigcnKönigreich Isracl/diePropheten/Hosea/Amoe/Ioel/an andern örternvnd Statten. Daraußmanwolnemmenkan/wiecinträfflichcr/theuwrerMann/diserIonaimKönig- rcich Israelgewesen ist/vnd Gottgroßding durch in gethan hak/ncmlich/Daß durchseine Predigt der König Ierobcam so glückselig war/vn gewan alles wider/ was Hasacl der König zu Syrien hakte dem Königreich Israel abgeschlagen. Ber das ist vber alles (so er in seinem Volckgethan) daß er ein solch groß mächtigKönrgreichzu UZ Assyrien angreiffcn kan / vnd so fruchtbarlich predigt bey den Heyden / der hey den seinen nicht so ^^vrl Heike mögen mit vilen Predigten außrichten. Als wolk Gott damit ««zeigen den Spruch I- -Me -i- saie / Mrs nicht gehöret har/ der Wirkehören. Zum Exempel/ daß alle/ so das Wortreichlich haben/ dasselbweidlich verachten/Vnd diecsnicht haben können/gernannemcn. Wie Christus Matth. amrr.selbßsagt/Sas Reich Gottes wirdt von euch genommen/vnd den Heydcn gegeben/die seine Früchte bringen. Borrede auff dm Propheten Iona. )Ucn Propheten Iona wöllm etliche Halten/ ) wie Hieronyrnus zeygt / er scy der Wittwen Son gewesen ' zu Zarpath bcy Zidon/die den Propheten Elia nehrcte zur kheuwren AM zcyk/i.Reg.17. vn Luce am vicrdtcn.Ncmen deß vrsach/ daß er hie sich M setbß ncnctcinSon Amithai/dasist/ein Son deß warhafftigcn/weil M ferne Muktcrzu Elia sprach/da erjn vom Lod erweckt Hatte/Nu weiß ich / daß die rede deines Mundes warhafftigist. Dasgläubewerda wil/rch glaube nicht/Sondern sein Vatter hat A mithai geheissen /auffLateinischvei-ax, auff Teutsch/warhaff- tig. Vnd ist gewesen von GathHepher/welche Stakt ligt im StE Scbulon/ Josua i^.Cap. Denn also stehet geschrieben am vtertzehen- Aer Prophet Uona. I. Lap. Der HE RR ftbickr Jonam gen Nmeue zu predigen/ er aber fleucht/ begibt sich auff das N7eer/Vndalselttgcoßvngewttterkompt/rpirtertns Meer geworffcn/vnd von einem grossen Fesche verschlungen. geschaK das wort deß HERRN zu Iona / dem Son Amtthai / vnd sprach: Mache dich auff/vnd gehe in die grosse Statt Ni- neue / vnd predige drinnen / Denn jre boßheit ist herauff kommen für mich. Aber Iona machte sich auff/vnd flöhe HERRN /vnd kvolt auffö Meer/ vnd kam hinab gcn Iapho. Vnd da er ein Schiff fand/das auffö Meer wolt fahren / gab er fchrgclt / vnd trat dreyn / daß er mitjnen auffö Meer führe / für dem HERRN. (o">Alicß der HERR einen grossen Windauffs Meer kommen / vnd Hub sich ein cM/aroß Dngewtttcr auffdem Mecr/Daß man meynet/das Schiff würde zubrc- chcn.Vnd dre Gchiffleme furchten sch/vnd schryen/ein jeglicher zu seinem Gott/vnd wurffcn daö gerehte/das im Schiffwar/insMeer/daß es. leichter würd. AbcrZona war Usrras. lili. Lap. Jom gicng zur Statt HLnauß / vnd saht sich gegen rrrorgenwcrdts der c>^Statt/vnd macht jm daselbst eine Hütten/da saht er sich vndcr in den schatten/ bist er sehe/ was der Statt widerfahren würde. v Gott der HERR aber verschaffte einen Mrbiß/derwuchstvber Iona/daßer schatten gab vber sein Häupt / vnd errettet jn von seinem vbel/vnd Iona freuwet sich sehr vber dem Kürbiß/Aber der HERR verschaffte einen Wurm deß morgens/da die Morgenröte anbrach/ der stach den Kürbiß/ daß er vcrdorrete. Als aber die Sonne auffgegangcn war/verschaffte Gott einen dürren Ostwind/vnd die Sonn stach Io¬ na auff den Kopff/ daß er matt ward. Da wündschet er seiner Seelen den tod /vnd sprach:Ichwolt lieber tod seyn/dcnn leben. Da sprach Gott zu Iona: Meinst du / daß du billich Zürnest vmb den Kürbißk Vnd er sprach: Billich zürne ich / biß an den tod. Vnd der HERR sprach: Dich jam¬ mert deß Kürbiß/ daran du nicht gearbeitet hast/ hast jn auch nicht auffgezogen/wel- cher in einer nacht ward / vnd in einer nacht verdarb. Vnd mich solt nicht jam¬ mern Mneue/solcher grossen Statt/ In welcher sind mehr denn hun- dertvnd zwentzig tausend Menschen/die nicht wissen vn- terscheid / was recht oder linck ist / Dazu auch vilThiere. Ende deß Propheten Iona. Vorrede auff den Propheten ÄZicha. Er Prophet Micha ist gewesen zur zett Je- saia/Er füret auch desselbigen Propheten wort/ soim anderen Capitel stehen. Daß man wol spüret / wie die Propheten/so zu einer zeit gelebt / von Christo schier einerley wort gepredigt haben/ als Heiken sie mit einander davon berathschlagk. Esist aber der feinen Propheten einer/ derdasVolckvmbjrer Abgötterey willen hcffkiglich strafft/vnd den künfftigen Christum vnd sein Reich jmmcrdaranzeucht. Vnd istfür allen in dem stück ein sonderlicher Prophet/Daß er Bethlehem die Statt so gewiß deutet — . vnd nennet/da Christuögeborn solkwcrden. Daher er auch im alten Leftamcnt hoch bcruhmbkgcwesen ist/wie dasMatth. am r. Capitel wolaußweißt. Vmma/Er schildk/erwcrssagct/prediget/rc.Abcrcttdtltch rst das scme mcinung/Wen es gleich alles muß zu drümmern gehen/ Israel vnd Juda / So wirt doch der Christus kommen/dersal- les gut machen wirk. Gleich wie wir jetzt mästen straffen/ schelten/ trösten/ vnd predigen/rc. vnd darauffsagcn: Wenn es denn alles verloren ist/ Sowirtdoch Christusam Jüngsten tage kommen/ vnd vnsvon allemvnglückhelffcn. Micha nennet di« Statt / da Ehrillus geborn solt werden. Er ist im ersten Capitel schwär / Das tnach t die Ebreische Grammatiea/vnd brauchtvil allulio- nLs , 'Als Iaenan für Schacnan/vnd Achsib vnd Maresa/re. Welche wort er zeuchtauff böse dcutung/vnd verkehret sic- Als wenn ich spreche :Roma/du solt ein Raum werden/vndwolaußgereumk. Witkcnberg/dusolteinweiter Berg werden/rc-Das werden die Grammatici wol mcrcken / vnd vnscrn fieiß spüren. A Der 4- StraGt-edtÜt wl'derdle AbgStttn-es' vesi Volcks Istaelm Samars vny;r Jerusalem /mik vcrlncldunge/ was men darob für vnfaU begegnen/ was aucherltche Erätte verphtllster/ aiercl, M!tvnsnebenmen/soUen;ugewarrenhaben. Ziercy /2 L Gebmt/741. Welches ist aber die vbertrettirng Jacob? Ists nicht Samaria? Welches sind a- ber dieHöhm Inda? Isis nicht Jerusalem? Vnd ich wil Samaria zmn Steinhaus- schleifferr/vn zu grundt eynbrechen. Alle jre Götzen sollen zubrochen/ vn alle jr Hurn- lohn so! mit Fcuwer verbrannt wcrdcn/vud wilalle ire Bilder verwüsten / Däm sie sind von Hurnlohn versamlet/ vnd sollen auch wider Hurnlohn werden. b^Arübcr muß ich klagen vnd heulen/Ich muß beraubt vnd bloß daher gehen/ s Ich muß klagen wie die Drachen/ vnd träumen wie die Straussen. Den irer Äya von der Könige dcn/Ia der HERR auß seinem Hcyligen Tcmpcl.Denn sihe/dcr HERR wirdt außgehen auß seinem Ort/ vnd herab fahmi/vnd trcttcn auff die Höhen im Lande / Daß die Berge vndcr jm schmeltzen/vn die Thale reissen wer- ILare<--. den/ gleich wie Wachß für dem Fcuwer verschmeltzt / wie die Waster / so vndcrwerts -Sünde) Mgötte- festen. Daß allesvmb dervbcrtrcttung willen Iacob/vnd vmb der" Sünde willen rcy / welche ist auch dtß Hattstö Israel- d-e Hureici). Äcr lohn vnd gewin/sind Die Anse vnd Güter solcher wel¬ che sind Hurenlohn/ . . A,r?nch?n ÄÄe "N Felde machen / die man vmb die Weinberge legt / vnd wil ire Steine ins Thal kommenden Gottlo¬ se» zu lhcrl. AWa. II. Lav. ,54 Plage ist kein raht/ die biß in Juda kommen / vnd biß an meines Volcks thor gen Je¬ rusalem hinan reichen wirdt. Verkündigers ja nicht zu Garh / Laßt euch nicht Horen wcink/sondern gehet in die Trauwerkamer/ vnd sitzt in die äschen. Du schöne Statt must dahm mit allen schänden / Die Eynwohnerin Iaenan wirt nit außziehen vmb deß letds willen deß Nehesten Hauses / Er Wirts von euch nemen / wenn er da sich Lä¬ gern wirdt. Die betrübte Statt vermag sich nicht zu trösten/ Denn es wirdt das vn- glück vom HERRN kommen / auch biß an die Thor Jerusalem. Du Statt Lachis/ spann Läuffer an / vnd fahre davon / Denn du bist der Tochter Aon der anfang zur Sünde/vnd in dir sind funden die vbertrettung Israel. Du wirst müssen gefangene gebcn/so wol als Gath. Der Statt Achsib Wirts mit den Königen Israel fehlen. Ich wil dir Maresa den rechten Erben bringen/vnd die herrligkeit Israel solkommen biß gen Adullam. Laß die Har abscheren / vnd gehe kahl vber deine zarte Kinder / Mach dich gar kahl wie ein Adeler / denn sie sind von dir gefangen weggeführet. n.Lap. Lrzehlttng Ser mißthate» deßVolcks Israel / darumb sie sollen gestrafft werden / tniteinera». hangenven Weissagung vom Reich Christi. EH denen/dre schaden zu thun trachten/vu gehen mtt Ierem. rr. bösen tücken vmb auffjrem Lägcr/daß sie es ftüe/wenns liecht Wirt/ vollbringen/weil sie die macht haben. Sie reissen zu sich Ecker/vnd nemen Häuser/welche sie gelüstet. Also treiben sie gewalt mit eines jeden Hause/vnd mit eines jeden Erbe. Darumb spricht der HERR -L/ also:Sche/ich gedenck vber dtß Geschlecht böses/auß dem jr euwem halß nicht ziehen/vnd nicht so stoltz daher gehen sollet/Dcnn cs sol eine böse zeit scyn. Jur selbigen zeit wirt man ein Spruch von euch machen/ vnd klagen: Es ist auß (wirt man sagen) wir sind verstöret. Meins Volcks Land kriegt einen frembden Her¬ ren. Wenn wirt er vns die Ecker wider zutheilen/die er vns genommen hatt Ja wol/ Irwerdetkein thei! behalten in der Gemeine deß HERRN. 8 sagen/ Man solle nicht" treusten/ Denn solche Treuste trifft vns nicht / Wir <, nicht so zu schänden werden. Das Hauß Jacob tröstet sich also/ Mein- prtd>M.. stu/deß HERRN Geist sey vcrkürtztk Solte er solches thun wollene Es ist war/Met- rnatth. ^nd frenndtlich den frommen / Aber mein Volck hat sich auffgemacht wie ein Feindt/denn sie rauben/bcyoe/Rock vnd Mantel/denen/so sicher daher gehen/gleich wie die/so auß dem Kriege kommen. Jr treibet die Weiber meines Volcks auß jren lieben Häusern/vnd nemmet stärs von jren jungen Kindern * meinen Schmuck.Da- s rumb macht euch auff/ jr müsset davon/ jr solt hie nit bleiben / Vmb jrer" vnreinigkett WAN willen müssen sie vnsanfft zurstöret werden. WennicheinIrregetstwere/vndeinLügenprediger/vndpredigte/wiesiesauf- - fen vnd schwelgen solten/Das were ein Prediger für diß Volck. iL wilaberdich Jacob versamlen gantz/vnddie vberigen in Israelzuhauff ^Abringen/Ich wil sie wie ein Herd mit einander in einen festen Stall thun/vnd - wie eine Herd in seme Hürten/daß es von Menschen döhnen sol. Es wirt der Durch- RU brecherfürjnen heraufffahren/Sie werden durchbrechen/vnd zum Thoraußvnd Christi/der-stvns-c eyn ziehen/Dnd jr König wirdt fürjncn her gehen/vnd der HERRfornen an. durch Tod / Sund/ III.Lap. Teufel vn alles vb.'I -Dem frisch uach /: Der Prophet strafft die GberhLupter/ als AZnige/ Fürsten/Priester/ Propheten vnd Leh¬ rer deß Volcks Israel / vnd;u Jerusalem / allerlev vbe» r- errung vnd verfKbruttge/aucl) halß- starrtge vnbyßfertigkeit vnv sicherheir Halde»/ darob sie de»» zerstör! werde»/ vnd;ngrundk gehen solle». Vnd Btt Mphct Ill.Qp. LEW Nd tch sprach: Höret doch ft Häupter rm Hause W » tob / vnd jr Fürsten im Haust Israel/ Irsoltsbillichseyn/ die das Recht wüßten. Aber jr hasset das gute/vnd liebet das arge. Jr schin- det jnen die haut ab/vnd das sseisch von sten Beinen.Vnd fresset das Fleisch meines Volcks: Vnd wenn ir inen die Haut abgezogen habt/ zubrecht jr jnen auch die Beine/vnd zerlegte wie in ein Töpffen / vnd wie Fleisch in ei¬ nen Kessel. Darumb wenn ir nun zum HERRN schrcyen werdet/ wirdt er euch nicht erhören / Sondern wirdt sein Angesicht für euch verbergen zur selbigen zeit/wiest mit cuwrem bösen wesen verdienet habt. spricht der HERR wider die Propheten / so mein Volek verführen / sie predi- gen/ Es solle wolgchen/ wo man jnen zu fressen gebe/ Wo man jnen aber nichts (Gesichte) Euwer ins maul gibt/da predigen sie/Es müsse ein Krieg kommen.Darumb sol euwcr" Ge- ptMgt vnd Lehre, sicht zur nacht/vnd euwer warsagen zur finstemiß/werden. Die Sonne sol vbcr den Propheten vntergehcn/vnd der tag vber jnen finster werden.Vnd die Schauwcr sol¬ len Zu schan den / vnd die Warsager zu spott werden / vnd müssen jr maul alle verhül- len/weil da kein Gottes wort seyn wirdt. aber bin vol krafft vnd Geist deß HERRN/voll rechts vnd stercke / Daß ich s ^EZacobseinvbertretten/vndIsraelstincSünde/anzeigen thar. So höret doch vrst/ w Häupter im Hause Jacob / vnd jr Fürsten im Hause Israel / Die jr das Recht verschmähet/vnd alles wasauffrtchtig ist/verkchret. DiejrAonmitblutbauwct/IE-.. vnd Jerusalem mit vnrecht. Ire Häupter richten vmb geschenkte / jre Priester lehren 3^7- vmb Lohn/ vnd jre Propheten warsagen vmb Gelt/verlassen sich auffden HERRN/ vnd sprechen: Ist nicht der HERR vnter vnst Es kan kein vnglück vbcr vns kommen. Darumbwirt Aon vmb euwer willen wie ein Feld zupflügct/vnd Jerusalem zum Stein Haussen / vnd der Bergk deß Tempels zu einer wilden Höhe werden. im.Lap. Weissagung vom Reich Christi/ daß es alle Wolfahrt/ Fried/ Sig/vnd grosse Heiligkeit/ (sedoch Geistlich ;u verstehen) mit brtngen/vnd alle seine verwandte eine» gnkdlgen Gort Ha¬ den sollen. ' .saarma vom .ich Christi. N den letzten tagen aberwlrdt der Bergk/darauffdeß HERRN Hauß stehet/ gewiß seyn höher denn alle Berge / vnd vber die Hügel erhaben styn. Vnd die Völcker werden dazu lausten / vnd vilHeydenwerdengchenvndsagcn/Komet/laffetvnshlnauffzumI-fastj. _ BergedeßHERRNgehen/vnzumHaustdeßGottesIacob/Daß er vns lehre strne Wege/ vnd wir auffstiner straffen wandeln / Denn auß Aon wirdt das Gesetz außgehen/vnd deß HERRN wort auß Jerusalem. « Er wirt vnter grossen Völckern" richten/vnd vil Heyden straffen in fermen Lau- wL? Eoile dcn.Sie werden jre Schwerter zu Pflugscharen/ vn jre Spiesse zu Sicheln machen. r?clt kommcn. Eö Wirt kein Dolck wider das ander ein Schwert auffhcben / vnd werden nicht mehr Kriegen lehrnen. Ein jeglicher wirt vnter seinem Weinstock dnd Feigenbaum woh- nen/on schcuw / Denn der Mund deß HERRN Abaoth hats gcrcdt. Denn ein jeg¬ lich Volck wirdt wandeln im Namen seines Gottes/Aber wir werden wandeln im Namen deß HERRN vnscrs Gottes / jmmer vnd ewiglich. Jur selbigen zeit / spricht der HERR / wil ich die Lame versamlen/vnd die Ver- (Gülden «ost) stoffene zu hallffbringcn/vnd die ich geplagt habe/ Vnd wil die Lame machcn/daß sie Erbenhabensol/vnd die Verstossene zumgreffen Volck machen. Vnd der HERR ° zugchet / Ls sol vnd lEt König vber sie seyn auff dem Berge Aon /von nun an biß in ewigkeit. Äavmnb'Holle fest/' 8^Nd du Thurm Eder/eine Feste der Tochter Aon? Es Wirt deine c gülden Rost v wnVdas Ru. E.c h^komen/ die vorige Herrschafft/ das Königreich der Tochter Jerusalem, d War- äiq Rirchc Christi gebe- Uljih hengest du dich denn jetzt an andere Freundet Ist der König nicht bcy ditt Vnd sind UM. V.Lav. i;z sind deine Rahtgcber alle hinweg / Daß dich also das weh ankommen ist/ wie eine in Kindsnötent Lieber leide doch solch weh/vnd kröchtzedu Tochter Aon / wie eine in Kindsnötcn / Den du nmßt zwar zur Statt hinauß/vnd auffdem ftlde wohncn/vn gen Babel kommen / Aber doch wirstu von dannen wider errettet werden / Daselbst wirdt dich der HERR erlösen von deinen Feinden. Denn es werden schier sich vil Hcidcnwider dick rotten/vnd sprechen: Sic ist verbannet/Wir wollen vnsere lust an Zionsehen. Aber sie wissen deß HERRN ge¬ dankten nicht / vnd mercken seinen Rahtschlag nicht / Daß er sie zu Hauff bracht hat/ wie garben auffder Testen. Darmnb mache dich auffvnd' dresche du Tochter Zion/ « Denn ich Ml dir eyserne Hörn er / vnd chrene Klauwcn machen / vnd solt vil Völcker NA» Ä Me! zurschmerssen / So wr! ich ir Gut dein HERRN verbannen / vnd /re habe dem Herr- We» «»» -n-r scher der gantzen Weit. Aber nun du Kriegerin rüste dich/ Denn man wirt vnsbelä- gcrn/vnd dm Richter Israel mit der Ruhten auffden Backen schlagen. dej» Reich verst-re, V. Lap. WetstÄgUttg von Ver wkunffr Chnstl/d-rff er tn Betlehem lol geboren werden. Vom vnwr-r decsetzlichcngcw»lr sernes Relchs/Snrchdle Lehr deßEnangeli/. Bechlchem Lphrata/die du klein bist vnder den Tausclwen in Illda/Auß dir sol mir der kommcn/dcr in Israel §§^ 7' Hcrr sey/ welches aussgang von anfang vnd von ewig her gewest " 2" deß leßt er sie plagen / biß auff die zeit / daß die / so geberen » sol/gcboren habe.Da werden denn dievberigcnseiner Brüder wi- 'Kristi der kommen zu den Kindern Israel.Er aber wirtaufftretten vnd weiden in krasst deß HERRN/vnd im Sig deß Namens fernes Gottes. Dnd sie werden wohnen/ Denn sol M s-g er wirdt zur selbigen zeit herrlrch werden/ so weit die Welt ist. (^^Azu werden wir auch frieden haben für dem Affur/der jetzt in vnser Landge- Lst/vnd vnsere Häuser zutretten hat. Denn cs werden siben Hirten vnd - acht Fürsten vber jn erweckt werden/ die das Land Assur verderben mit dem schwere/ M- vnd das Land Nimrod mit jren blossen Waffen. Also werden wir von Assur errettet d-» werden/der in vnserLand gefallen rst/ond vnser Grentzezutretten hat. dastChnAskömm- s Es werden auch die vbrigk auß Jacob vnder vilen Dölckernscyu wie ein Thauw vemHERRN/vnd wie die Trepfflinauffs Graß/daßauff niemand harret/noch pst»rmu«. auff Menschen wartet. Jadievbrigenauß Jacob werden vnder den Heyden bey vt- len Dölckernscynwieein Lewe vnder den Thicrcn im Walde/wie ein junger Löwe vnder einer Herde Schafe / welchem niemand wehren kau / wenn er dadurch gehet/ Zutritt vnd züreißt. Denn deine Hand wirdt Sigen wider alle deine widerwerttgen/ Daß alle deine Fclndc müssen außgerottet werden. H)Dr selbigen zett/ spricktder HERR / ml ich deine Rosse von dir thun/vnd deine MsothntdasL»«« ^Wagcn vmbringen. Dnd wil die Stctte deines Landes außrotten/vnd alle deine LssMchriHA Festen zubrcchcn. Dnd wr! die Zäuberer bey dir außrotten/daß keine Jeichendeutcr Hea<» vrr» bey dir blechen sollcn.Icb wil deine Bilder vnd Götzen von drr außrotten/dass du nit "" ' mehrsoltanbeten deiner hende werck. Dnd wrl deine HaWczubrechen/vnddeine Srette vertilgen. Dnd rch wll Rache vben mit grim vnv zoru an allen Heyden/so nicht gehorchen wollen. VI.Lap. Vpffer dienen mchr;ur versühnunge vor Gorr/sonyern ffrn wort hairen/vnd/m vekktgijwen. Erzehiuuge der Abgörrischen vnd »nverer Bünden, von weicher wegev dss voick Istsei loi gestrafft werden. Z iij Hörer a Hott keßt sich Mit osffcra vüd wrrckeu fIMOcrct doch/was der HERR saget: Wach dich auff'tm L ^schilt die Berge/ vnd laß die Hügel deine stimme hören, Höret jr ZW Berge/wie der HERR straffen wil/sampt den starcken grundtfestcn der Erden/denn der HERRwtlseinVolckschelten/vndwilFrael ...___^straffen. ; Was hab rch dir gethan/ mein Volek/ vnd wo mit hab ich dich beleidigte das sage mir. Hab ich dich doch auß Egyptenlande geführct / vnd auß dem Dtensthause erlö¬ set/ vnd für dir her gesandt Mosen / Aaron vnd MirZam. Mein Dolck / denck doch dran/was Balak/der König in Moab/fürhatte / vn was im Bileam der Son Peor antwortet/vö Sittim an biß gen Gilgal/ Daran jr ja mercken soltet/wic der HERR euch alles guts gethan hat. mit sol ich den HERR EN versünenkMt bücken vor dem hohen GotttSol W^lch mit Brandopffern vn järigen Kelbern jn versünenk Meinstu/derH ERR - , i -, E» h^b gefallen an vil tausend Widern/ oder an öle / Wenns gleich vnzehliche ströme voll üucr Ach stinö son werenk Oder sol ich meinen ersten Son für meine vbertrettung geben / Oder meines K MMfürchccc v»d Leibes frucht für die fände meiner Scelenk Es ist dir gesagt/Mcnsch/was gut ist/vnd v-rtrauw-t/--. u>as der HERR von dir fordert/ nemlich/ Gottes wort' halten/ vnd liebe vben/vnd InLdre. kacere iu VeMÜtlgseyN für deinem Gott. «j-ciu ^E^Swirtdeß HERRVstimm vberdie Stattruffen/Aber wer deinen Namen k c>Afürcht/dem Wirts gelingen. Höret jr Stäme/was geprcdiget wirt. Noch bleibet l -N/ üeben/ vnd lci- yurrcht gut in deß Gottlosen Hause/vn der feindselige gering Ephak Oder solt ich die vnrechte Wage vn falsche Gewichte im Sekel brllichentDurch welche jre Reichen vil vnrechts thun/ vnd jre Eynwohner gehen mit liegen vmb / vnd haben falsche Jungen in jrem Halse. Darumb wil ich dich auch anfahen zuplagen / vn dich vmb deiner Sünden wil¬ len wüst machen. Du solt nit gnug zu essen haben / vnd solt verschmachten. Vnd was Dmt.rs. du erhaschest so! doch nicht davon kommen / Vnd was davon kompt/ wil ich doch dem > Schwert verantworten. Du solt säen / vnd nicht erndten / Du solt öle keltern / vnd dich mit demselben nit salben/ vnd Most keltern/ vn nicht Wein trinckcn. Denn man (Werse) ^as lst/ Helt die weise Amri/vnd alle werck deßHauses Ahab/vnd folget jrem Raht. Dar- GotEnst. umb wil ich dich zur Wüsten machcn/vnd jre Eynwohner/daß man sic anpfciffen sol/ vnd solt meines Volcks schwach tragen. vii.Lap. Beschreibung weirlicher gemeiner Laster vnder allen SrLnden/vnd daß man allein Gott verträumen sol. EmTrostlted deß Propheten / in angst/ leiden vnd trübsal/ wider alles roben der Gottlosen/ vnd wre der HERR seinem Volck, nach der straffe/widerumb gnade vnd barmhertzigkelt beweisen wirt. H/ e§gehet mir wie einem der im Weinberge nachlte- set/ da man keine Trauben findet zu essen/ vnd wolt doch gern der be¬ sten Früchte haben. Die fromm Leute find weg in discm Lande/ vnd du Gerechten find nit mehr vnder den Leuten/sie lauren alle auffs blut/ein jeglicher jagt den andern/daß er jn verderbe/Vnd meinen/ sie thun wol daran/wcnn fie böses thun. Was der Fürst wil/daß spricht der Richter/ daß er jm wider einen dienst thun solt. Die gewaltigen rahtm nach jrem mutwtllen/ schaden zu thun/ vnd drehens wie sic wellen. Derbeste vnder inen ist wie ein Dorn/ vnd der redlichst/ wie ein Hecke. Aber wenn der tag deiner Prediger kommen wirdt/ wenn du hcimgesucht solt wcrden/da werden sie denn nicht wissen wo auß. Niemand gläube seinem Nchestcn/Niemand verlasse sich auff Fürsten/Beware die Thür deines mundes/für der/die in deinen armen schlefft.Denn der Son veracht den Vaktcr/die Tochter setzt sich wldcr die Mutter/die Schnur ist wider die Schwie- ger/Vnd deß Menschen feinde find sein eygen Haussgefinde. UM VII.Lüp. v aber wilauffden HERRN scha»wen/Dnd deß Gottes meines Heils erwar- Emliedd-si pr^ ^^ten/Mein Gott wirt mich hören. Freuwe dich nicht meine Feindin/daß ich darnider lige /Ich werde wider auff- derG°mosmtobe». kommen/Vnd so ich im finstern sitze/so ist doch der HERR »nein Liecht. Ich wtl deß HERRN zorn tragen/Denn ich habe wider in gesündiget/bißer meine fache außführe/vnd mir Recht schaffe. Er wirt mich" ans Liecht brmgen/daß « ich meine lnst an meiner Gnade sehe. Er m« V5/ Meine Feindin Wirts sehen müssen/ vn mit aller schände bestehen/ die setzt zu mir sagt:Wo ist der HERR dein GotttMeine äugen werdens sehen/ daß sie denn wie ein koht auff der gassenzutretten wirdt. > der zeit werden deine Mauren gebauwet werden / vnd Gottes wort weit auß- 'Hkommen.Vnd zur selbigen zeit werden sie von Affur vnd von festen Stätten zu dir kommen/von den festen Stätten biß an das wasser/von einem Meer zum andern/ von einem Gebirge zum andern- Denn das Land wirdt wüste seyn / seiner Eynwoh- ner halb/vmb der frucht willen jrer werck. Du aber weide dein Dolck mit deinem Stabe/die Herde deines Erbtheyls/die O da wohnen/belde im Walde alleine/vnd auffdem Felde/Last sie zu Basan vnd Gile¬ ad wcrdcn/wic vor alters. K- Ich wil sie wunder sehen lassen/Gleich wie zur zeit/da sie auß Egyptenland zo¬ gen. Daß die Heyden sehen/vnd alle jre Gewaltigen sich schemen sollen/vn die Hand auffjren Mnnd legen/vu sre Ohren zuhalten-Ste sollen staub lecken wie die Schlau gen / vnd wie das Gewürm auff Erden erzittern in jren Löchern. Sie werden sich fürchten für dem HERRN vnscrm Gotte/vnd für dir sich entsetzen. M' ist solch ein Gott wie du bistk Der die Sünde vcrgibt/vnd erleffet die misse- (Mithat den vberigen seines Erbtheyls/ Der seinen zorn nicht cwigkltch behelt/ Denn er ist barmhertzig. Er wirdt sich vnser wider erbarmen / vnserc miffethat dem- pffen/vnd alle vnsere Sündeindie ticffedcß Meers wcrffcn. Du wirst dem Jacob die Treuw/vnd Abraham die Gnade/ halten/ wie du vnsern Vättern vor langes ge¬ schworen hast. Ende deß Propheten Mcha. Mhum H vorIesai«. Arnach verkündiget er die verstorungdeß Königreichszu As- >^)isyrien/sonderlich der Statt Nitreue/welche vorhin zurzeit - <2^2Iona sehrfromwar/Aberhernachwiderumbvollerboßheyt Lobte, t- ward/mrddic gefangenen auß Israel sehr plagte /Daß auch Tobiasjrerboßhcyt verkündigt ein endk-- lieh verderben/vn spricht:Irc boßkeyt wirt sr ein ende ge-en.Also tröstet er nach seinem vcamen (Denn NahumherßtLonso1aroi-,auffLcutsch/emLr6ster)daövolck Gottes/wiejrcFcmdedrcAssyrer/sol- MhuM. len widcrumb verstöret werden. . JesL. x-. M ende deß ersten Cap. lautet er auch wreIcsaia am 52. von den guten Prcdigern/die friede vnd o/U heyl verkündigen auffdcn Bcrgcn/vnö heißtIuda frölrch fcyrcn. Vnd wiewol dasselbige verstan ^>^den mag werden von der zeit Ezcehie nach Sanherib/da Juda errettet ward / vnd für dem Könige Sanherib bleib: Dochistoeinegemcinewerssagung auch auffChnstum/DaßinJuda bkerben soltdie KutcBoktschaffc/vnddcrfrölicheGottcödiLnst/durchGottkSwortgelchrekvndbekrcffkiget/Dahcrek jabülrchcmrechterNahuinherßtvndrst. orredr auff den Wspheten Nahnm. Er Prophet Nahum weissagt von der Vcrstö rung / so die Assyrer wider das Dolck Israel vnd Juda v- ben sotten. Wie denn durch Salmanasscr vnd Sanherib geschehen ist/vmb jrergrossen Sünde willen. Doch sofcrrn/Daß dievberigen äEs frornmcn soltcn erhalten werden / Wie denn Ezechia vnd semeeglci- ! chcn widerfahren ist. Darumb scheinet cs/als sey er vor Jesaia ge- Mcr Prophet Mhum. I. Lap. Straffpvcdkgt wlder die von wneue/da ß Gott der HERR gegen fernem wrderfacker em Recker/ vnd denen/fo auffm rrauwen/elne Festung stx m dec not. NßisiYicLast vöcrW- ncue/vnd das Buch der Weissagung Nahurn/ von Elkos. Der HERR ist ein cifferigcrGott/vnd em Rccher/Ia em Recheristder HERR/ vndzornig. DerHERRistem Rechcr wider seine Widersacher/vnd der es seinen Fein¬ den nicht vergessen wirdt. Der HERR tstgednltig/vnd von grosser Krafft/für welchem niemand vnschuldig ist. « Er ist der HERR/dcst Wege im Wetter vnd Sturm smd/vnd vnder seinen süssen di- ckersiaub. Der das Mcerschrlc vnd trenge macht/vnd allewasser vertrocknet. Da¬ san vnd Marmel verschmachten / vnd was auff dem Berge Libanon blühet ver¬ schmacht. Die Berge zittern für im/vnd die Hügel zergehen/ das Erdtrcich bebet für jm/ Dazu der Wcltkreiß/vnd alle die drinnen wohnen. Wer kan für seinem zorn ste- henk Vnd wer kan für seinem grim bleibenk Sein zorn brennet wie Fcuwcr/vnd die Felsen zerspringen für im. Der HERR ist gütig/vnd eine feste zur zeit der not/vnd kennet die/so auff in tSck^as VNglück Nicht zwcymal körnen. Denn gleich als wenn die Dörncn/so noch ste ZN mcbr n ru MMN der Ivacbscn vn NN besten safft smd/verbrennet werden wie gantz dürr Stro/ Alsowirdr scyn der Schaleksraht/dervorr dirkompt/vnd beseswiderden HER- vnttd ^abSacc ac schach für Irrusale. gce eNckk» 1 So So spricht der HERR: Sie kommen so gerüst vnd mächtig als sie wollen/ sollen sie doch vmbgehauwen werden/ vnd dahin fahren. Ich habe dich gcdemütiget/Aber ich wrl dich nicht widerumb demütigen. Alsdenn wil ich sein Joch/ das du tregst/zu- brechcn /vnd deine Bande Meissen. Aber wider dich hat der HERR gebotten / daß deines namens Same keiner mehr sol bleiben / vom Hause dcmes Gottes wil ich dich außrottcn/dic Götzen vnd Bilder wilich dir zum Grab machen/ Denn du bistzn nicht worden. He / auff den Bergen kommen süsse eines gutm Botten / der da Frieden pre- oigt/Halt deine Feyertage Iuda/vnd bezahl deine gelübde/ Denn es wirdt der Schalck nicht mehr vbcr dich kommen/Er ist gar außgerottet. ll.Lap. Der Prophet zeigt an/wke Ntneue(;vverttehen Röntg vnv RZttigttich von AflxrtAMO straffe söl helMgesucht «erden. K S Wirt der zerftreuwcr wider dich hemuffztchcn/vnd die Feste belägertt/ Aber/ ja bcrentte die straffen wol/ rüste dich auffs beste / vnd stercke dich auffs gewaltigst. Denn der HERR wrrdt die Hoffart Jacob vergelten/wie die Hoffart Israel/Denn die Ableser werden sie ablcscn/vnd jre Feser verderben. Je Schill seiner starcken sind rot / sein Heervolck sitzet wie Purpur / seine Wa- geri leuchten wre Feuwer/wenn er treffen wtl/Irc Spiesse beben. Die Wagen rollen auffdcn gaffen/vnd raffeln auffden strassen/sie blicken wie Fackeln/ vn fahren vntcr einander her wie die blitzen. Er aber wirt an seine" Gewaltigen gedencken/Doch werden diesclbigen falten/ wo sie hinauß wollen / vnd werden eilen zur Mauren / vnd zu dem S chtrm da sie si- m eher scycn. Aber die Thor an den wassern werden doch gcöffnct/vnd der Pallast wirt AUcn ^<2 vnrergchcn. Die Königin wirt gefangen weggeführt werden/vnd jre Irmsifrauwen werden seufftzcn wie die Tauben / vnd an jre Brüste schlagen. Denn Mncue ist wie ein Teich voll Wassers/ Aber da sselbrge wirdt verstiessen Müssen. Stchet/stehct(wer- dm sie ruffcn)Abcr da wirt sich niemand vm bwendeu. v So raubet nun Silber/raubet Golt/Denn hie ist der Schätze kein ende/vnd die menge aller köstlichen Kleinotcn.Aber nun muß sie rein abgelescn vnd geplündert werden /Daß jr Hertz muß verzagen/die Knie schlottcm/alle Lendenzittern/vnd al¬ ler augcsicht bleich scheu/ wie ein Töpffcu. ÖbZO ist nun die Wohnung der Löwen/ vnd die Weyde verjüngen Löwen/da der (^^Löwevnd dlc Löwin mit den jungen Löwen wandelten/vnd niemand thurst sic scheuchen! Sendern der Löwe raubete gnug für seine Iungcn/vnd würgetö seinett Löwinnen. Seine Hülc füllet er mit Raub / vnd ferne Wohnung mit dem das er zu- riffcn hatte. Sihr / Ich wil an dich/ spricht der HERR Jebüoth/ vnd deine Wagen im rauch anzünden/ vnd das Schwert sol deine jungen Löwen fresscn/vn wil deines Raubens ein ende machen auffErden/daß man deiner Botten stime nicht mehr hören sol. den schwerrern/vn mir blmtzenden spieffcn/Da lige ml erschlagene/ Wv Mr Prophet l i i.Lap. -Np grosse Hausse Leichnam / daß derselbigen kem zal ist / vnd man vber ire Leichnam fallen muß. Dao alles vmb der grossen Hurerey willen der schönen lieben Huren/ die mit Zauberer- vmbgehet/ die mit jrer Hurerey die Heyden/ vn mit jrer Zauberey Lan¬ de vnd Leute/ erworben hat. Sihe/Zch wil an dich/spricht der HERR Zebaoth/Zch wtl dir dein gebräme auff- decken vndcr dein Angesicht/ vnd Wil den Heyden deine blosse/ vnd den Königreichen deine schande/zeigen.Ich wtl dich gantz greuwlich machen/vnd dich schenden/vnd ein scheuwsal auß dir machen / Daß alle die dich sehen / von dir fliehen/ vnd sagen sollen: Nineue ist verstöret/wer wil mttleiden mit jr ßabenkVn wo sol ich dir Tröster suchenk M EjIEinstu/du scyest besser denn die Statt No der Regenten t die da lag an den Abwassern/ vnd rings vmbher wasser hatte / welcher Mauren vnd Feste war das Meer. Moren vnd Egypten war jre vnzehliche macht/Pm vno Lybia waren deine hülffe / Noch hat sie müssen vertrieben werden/vnd gefangen wcgziehcn/vnd sind ire Kinder auffallen gaffen erschlagen worden/vnd vmb ireEdelen warffman das Loß/ vnd alle ire Gewaltigen wurden in Ketten vnd Fessel gelegt. Also mustu auch truncken werden/ vnd dich verbergen/ vnd eine Feste suchen für s dem Feinde. Alle deine feste Stette sind wie Feigenbäume mit reissen Feigen / wenn - man sic schüttelt/daß sie dem ins maul fallen dcr sie essen wil.Sihe/dein Volck sol zu VcnaMlägl^ Weibern werden in dir/ vnd die Thor deines Landes sollen deinen Feinden geöffcnet wie in Wndsnökc». werden/vnd das Feuwer sol deine Rigel verzehren. Schöpffe dir wasser/denn du wirst belägert werden/Bessere deine Festen/Gehe in den Thon vnd tritt den Lcymcn/vnd mache starčke Ziegel/ Aber das Feuwer wirkt -ich frcffen/vnd das Schwert tödten / Es wirt dich abfreffen wie die Käfer / Es wirt dich verfallen wie Käfer/Ee wirt dich verfallen wie Heuwschreckcn. Du hast mehr Händler denn Sterne am Himel sind/ Aber nun werden sie sich außbreiten wie Kä- - ftr/pnd davon fliegen. Deiner'Herrn istsovilals der Heuwschrecken/vnd deiner Hauptleute/ als der Käfern / die sich an die Zäune lägern in den kalten tagen / Wenn aber die Sonne auffgehet / heben sie sich davon/daß man nicht weiß wo sie blechen. Deine Hirten werden schlaffen/O König zu Affur/deme mächtigen werden sich legen/ vnd dein Volck wirt auffden Bergen zerstreuwet scyn/ vnd niemand wirkt sie versamlen. Niemand wirt vmb deinen schaden trauwren / noch sich vmb deine plage krencken / sondern alle die solches von dir hören / werden mit iren Henden vber dich klappen / Denn vber wen ist nicht deine boßheit on vn- terlaß gegangene Ende des; Propheten Nahum. Bsmde auff den Propheten Gabarite- Iser Haöacue ist ein Trostprophet/der das Volck sol stercken vnd auffhalten/daß sie nicht verzweif- ' fcln an Christi zukunsst/es stelle sich wieseknameswölle. Darumb brauchtet alle Kunst vnd stücke die dazu dienen/daßder Glaubefest bleibe irijrem hertzen/von dem verheissenen Christo/vndpredigt also: Esseywolwar/Saßvmb jrer fände wrllcn das Land vom Kö¬ nige zu Babel werde müssen verstöretwerben/ Aber doch solle darumb Christus vnd sein Reich nicht aussen bleiben / sondern es solle auch der Verstörcr/der Könige zu Babel/nit vü glucks davon haben/vndauch Z vndergchen. Sennessey Gottes werck vnd art also/Saß er helffe wenn Habacuc. I. Lap. ,zs rvcnn cs not chuk/vnd körne mitten in der rechten zeit. Vnd wie sein Lied stnget/Er gebenekk an Bärin- hertzigkeyr/wcnn trübsal da ist. Vnd wie man spricht/Wenn der strickam härtesten hclt/so bricht er. Glerchwrewirauchmüsscndie Christen mit Gottes wort auffhaltcnzum Jüngsten tage/Dbs r4. scheinet das Christus fast verziche/vnd wolle nicht kommen/Als er auch selbs sagtrDaß er kommen werde wenn mans am wenigsten denckt /wenn sie Bauwen / Pflantzen/ Kauften/ Verkauffcn/Essen/ Lrinckcn/Frcycn vnd Heyraihcn wcrdcn/re.Auffdaß doch etliche/so nicht attc/können irn Glauben er, halten werden/Denn hie ist Glaubens vnd Predigens not/ wie man wol täglich vor äugen sthek- " Auß dern allen sthek man wol/ Daß diser Habacuc sey gewesen für der Babylonischen gefengkniß/ -ctt H^bacuc villcicht vrnb die zeit Ieremia / Vnd auch leicht zuverstchen ist/ was er Wil vnd meinet. gelebt Aß aber etliche Bücher von dem Habacuc mcldc/Er habe dem Propheten Daniel zu Babylon Jüdischen Lande / hak wcdcrgrundk noch schein / So trrffts auch nicht wol zu mit der rechnung der zeit / Sintemal/ so vil die Weissagung Habacue gibt / So ist er älter denn Jeremias / welcher hat erlebt die verstörung Jerusalem / Aber Habacuc weist saget davon.Daniel aber warnachIcremia/vndlcbtlangehecrindas Gefcngnißwardgeworffen. Habacuc aber hat einen rechten namen zu seinem ampt/Denn Habacuc heißkauffLeutsch/ein Haöatltk» Hertzer/oderder stch mitcimandern heryet/vnd in die Arm nimpt/ Erthukauch also mit seinerweissa- " gung/ das er sein volek hertzet/ vnd in die Arm nimpt/das ist/ Er tröstet sie vnd Helt sie auff/wic man ein arm weinend kind oder men sch hertzet/ das cs schweigen/vnd zu frieden seyn solle/Weil es/ob Gott wil/ sol besser werden. Ner Hrsphcc Habacuc. I. Lap. Der Prophet klagt ober die grosse vtlfältige läster deß Volcks / verkündigt inen käuffstge straff durch die Lhaldeer/vnd btrt ln solchem antigen ruGorrvnibgnad. V pxx Prophet Habacuc gesehen Hat. HERR/ .A wie sang sol ich schrcyen/Vnd du wilt nicht hören? Wie lange so! ich zu dir ruffcn ober freffel/ vndduwiltnithelf- W ftn?Warumb läffest du mich sehen mühe vn arbeit?War- umb zeigestu mir raub vnd freffcl vmb mich?" Es gehet § gewalt ober Recht / Darumb geheto gar anderst denn , hader v«d rccht/vnd kan kein rechte fach gewmnen/Denn der Gott- ' lose vberfortheilet den Gerechten/Darumb gehen verkehrte vrtheil. HcrWophct l.Lap. Disc» Sprach ML E Khauwet wider den Heyden / sehet vnd verwundert euch / Denn ich Wil etwas O^chmr zu cuwern zeiten/welchcs jr nicht glauben werdet/wcnn man davon sagen den»,u hie de, pro- Mirk. Denn sihe/ ich Wil dtt Maldcer erwecken/ ein bitter vnd schnell Volek/ welches ziehen mrdt soweit das Land ist/wohnungc cyuzunemmendie nicht sein sind/vnd wirdt grausam vnd schräcklich seyn/ daß da gebeut vnd zwinget wie es wik. De Rosse sind schneller den die Parden/So sind sie auch beyssiger denn die Wölffe deß abends. Ire Reuter ziehen mit grossem Haussen von fermen daher / als flogen sie/ wie die A- deler eilen zum Aß. Sie kommen allesampt daß sie schaden thun/ Wo sie hin wöllen/ reissen sie hindurch wie cm Ostwmd/vnd werden gefangene zusammen raffen wie sand.Sie werden der Könige spottcn/vnd der Fürsten werden sic kachen/alle Festun¬ gen werden men ein schcrtz seyn / Denn sie werden Schütte machen / vnd sie doch ge¬ winnen. Alsdenn werden sie einen neuwen muth ncmmen / werden fort fahren/ vnd sich versündigen. Denn muß jr Sig jres Gottes seyn. Habacms §UBcr duHERR/meinGott/meinHeyliger/derduvonewigkeitherbist/Laßvns s G-btt. HAnicht sterben / Sondern laß sie vns/ O HERR/nur eine straffe seyn/vnd laß sie/ OvnscrHort/vns nur züchtigen. Deine äugen sind rein/daßduvbels nicht sehen magst/ vnd dem jamcr kanst du nicht zusehen.Warumb shcst du denn zu den Veräch- tern/vnd schweigest/daß der Gottlose verschlinget dcn/der frömmer denn er iste Vnd küssest die Menschen gchen/wie Fische im Meer/wie Gewürm das keinen Herrn hat. Sie ziehens alles mit dem Hamcn/vnd fahens mitjrcm Netze/ vnd samlenö mit /rem Garn. Deß freuwcn sie sich vnd sind frölich / Darumb opffern sie jrem Netze / vnd räuchern jrem Garn / weil durch dieselbe jr theyl so fett / vnd jrc Speise so völlig wor¬ den ist. Derhalben werffen sie jrc Netze noch jmmer auß/vnd wöllen nicht auffhören Leute Zu erwürgen. n.Lap. Der HERR befihk dem Propheten /daß er sem Gesicht auffeme Taffe! male / damrt es js« derma» lesen möge / Mtt ermannnge/daß manauff die erfüliungder Verheissung mtt festem glau¬ ben warten so!!. ALM He siche ich auff meiner Huth / vnd trette auff meine Feste/vnd schauwe vnd sehe zu was mir gesagt werde/vnd was ich antworten solle / dem der mich schildt. Der HERR aber antwortet Rom .' mir/vnd spricht: Schreib das Gcsicht/vnd male es auffeinc Taffel/ Ar-^ . , - daß es lesen kündte wer fürvbcr läufft (nemlichalso) Die Weissa- gung wulja noch erfüllet werden zu seiner zett/vnd wirdt endtlicbfreyantagkom- men/vnd nicht" aussen bleiben / Db sie aber verzeucht/so harre jr / Sie wirdt gewiß- Sder/ kommen / vnd nicht verziehen. Gihe / wer halßstarrig ist / der wirdt keine ruhe in seinem hertzen haben/ Denn der Gerechte lebet seines Glaubens. III.Lap. Mderden Geltz/ Hoffart/ vnd BlutschuldtdeßRönigeeichs Babel/ vnd wredem- selbrgen soll vergoite» werden. Der der Wein ßctreugt den sioltzrn Wann / daß cr nit bleiben kan/ welcher seine Seele auffsperret wie die Helle/vnd ist ge- rade wieder Tod/ der nicht zu fettigen ist/ sondern rafft zu sich alle Heyden/vnd samlet zu sich alle Völcker. WasgiltsaberkDieselbigen AiesG alle werden einen Spruch von jm machen/vnd eine sage vnd Sprich- wort/ vnd werden sagen: Weh dem/ der sein Gut mehret mit frembdem Gut/wie lange Wirts wärme vnd Raub Ladet nur vil schlams auff sich. Owie plötzlich werden auffwachen die dich beissen/ vnd Eüöütut. 111. vnd erwachen / die dich wegstoffen / vnd du mußt -neu zu Heil werden. Denn du hast vil Heyden geraubt/so werden dich wider rauben alle vbrigen von den Völckern/vmb der Menschen blut willen / vnd vmb deß freffels willen im Lande/vnd in der Statt/ vnd an allen die drinnen wohnen / begangen. Geitz. dem der da geitzet/zum vnglück seines Hauses/auff daß er sein Nest in die (Anhöhe lege/daß er dem vnfall entrinne. Aber dein Rahtschlag wirt zur schände deines Hauses gcrahten/Denn du hast zu viel Völcker zuschlagen/ vnd hast mit allem Mutwillen gesündiget. Denn auch die steine Inder Mauwrcn werden schreyen/vnd die Balcken am Gesperr werden inen antworten. » Weh dem/derdie Stattmit blut bauwet/vnd zuricht die Statt mitvnrecht. Blut. Zsts nicht also/daß vom HERRN Zebaoth geschehen wirt? Was dir die Völcker ge- Köstliche arbeitet haben/muß »nit feuwer verbrennen/vnd daran die Leute müde worden sind/ N««, mußverloren seyrr. Denn dieErdewirdt vollwerden von erkenntniß der ehredeß HERRN/wie waffer/das das Meer bedeckt. Weh dir/der du deinem Nehcsten eynschenckest/vnd mischest deinen grim drun- ter/vnd truncken machest/daß du seine schamesehest.Man wirt dich auch sättigen mit schände für Ehre.So sauffe du nun auch daß du daumelst/Denn dich wirr vmbgeben der Kelch in der rechten deß HERRN/vnd mußt schändtlich speyen für deine Herrüg- Stoltz keit.Denn der freffel am Libanon begangen/wirt dich verfallen/ vnd die verstöreten »ndfteftcl. werden Dichschrecken/Vmb der Menschen Blut willen/vnd vmb deß freffels willen im Lande/vnd in der Statt/vnd an allen die drinnen wohnen/begangen. Was wirt denn helffen das Btlde/das sein Meister gebildet hat /vnd das fatsche gegossen Bilde/darauff sich verleßt sein Meister/ daß er stume Götzen machtet Weh dem der zum Holtz spricht:Wach auff/Vnd zum stummen stetneStehe auff. Wie solt Abgot- lehren? Sihe/es ist mit Gold vn Silber vberzogcn/vnd ist kein Othem in jm. Aber der H ERR ist in seinem heyligen Tempel/es sey für /m stille alle Welt. 1111. Lap. Gebete deß prophetM/dan'«« er vre herrliche werck Gottes errchlet/rkhmet vnd K«tstk. WO dasGebktt deßPropheten HaöacucS für die vnschüldigen. ^-§RR / ich habe dein Gerücht gehöret/ daß ich mich entsetze. D^HERR/du machest dein Werck Lebendig "mitten in den iaren/ « vndlassestee kund werden mitten in den/aren. Wenn trübsal da ist/ ^^7"^ sodenckestuderBarmhertzigkeit. Gott kam vom Mittage/vnd der Heylige vom Gebirge Paran/Sela. vemm Seines lobs war der Himmel voll/vnd seiner Ehre war dieErde voll. Sein glantz war wie liecht/^ gläntzen giengen von seinen henden / Daselbst war xbre. ve heimlich seine macht. Für im her gieng Pestilentz/Vnd plage gieng auß wo er hin trat. Erstund vnd maß dasLand/erschauwet vnd zertrennet die Heyden/Daß der Welt Berge zerschmettert wurden/vnd sich bücken mußten die Hügel in der Welt/da ergienginderWelt. Zch sähe der Moren Hütten in mühe/Vnd der Midianiter Gezelt betrübt. Warestu nicht zornig / HERR/ in der flut t Vnd dein grim in dm Wassern / vud dein zom im Mer t Da du auffdeinen Rossen rittest/vnd deine Wägen den Sig be¬ hielten? V Du zogest den Bogen herfür/wie du geschworen hattest den Stämmen / Seta/ Vnd theiletest die ströme ins Land. a Die Berge HcrMophet Ull.Lap. Die Berge sahen dich/vud jnen ward bange/der Wasserstrom fuhr dahin / Die Liesse ließ sichhören/Die Höhe Hub die hcndc auff. Sonn vnd Mond stunden still/Deine Pfeile fuhren mit glcntzendahin/vnd deine Sphcrc mit blicken dcß Blitzes. Du zutratest das Land rm zorn/Vud zudroschest die Heyden im grim. Du zogest auß deinem Dolck zu Helffen/zu hclffm deinem Gesalbeten/Du zu- schmissest das Haupt im Hause der Gottloscu/vud entblössest die Grundtfeste biß an dmhalß/Sela. (^^V woltcst fluchen dem Scepter deß Haupts/ sampt seinen Flecken / die wie ein ^DWetterkommen/michzustreuwen/Vndfreuwcn sich als fressen sic den elen¬ den verborgen. Deine Pferde gehen im Meer/im schtam grosser wasser. Weilich solche höre/ist mein Bauch becrübt/meine Lippen zittern von dem gc- schrey/Eytergchetinmeinegebcine/ichbinbcymirbetrübt. Odaß ich ruhen möchte zu der zeit deß trübsals/da wir hinauffziehen zum Volck/das vns bestreitet. Denn der Feigenbaum wirt nicht grünen/vnd wirt keinGewächß seynanden o Wcinstöcken/ Die arbeit am ölbaum fehlet/ vn die Ecker bringen keine narung/ Vnd die Schafe werden auß den Härten gerissen / vnd werden keine Rinder in den Stäl¬ len seyn. FUVer E) Wil mich freuwen deß HERR^/vnd frölich seyn in Gott meinem Heil. Denn der HERR HERR ist nreine krafft / vnd wirdt meine süsse machen wie ps-lm.a,«« Hirschfüffe/vnd wirt mich in der höhe führen/daß ich singe auffmeirremSaitenspiel, Ende dcß Propheten Hahacue. Bomde auff den Wophcten ZephanIa. ^^^^^MU CphanIa ist zur zctt deß Propheten Krenita Vo-M gewest/ Denn er vnter dem Könige Zvsta gcweissagt hat/ wie Ieremia/alssein Mel außweisct.Darumb weissaget er auch eben vndIuda solt verstört/vnd das Volck weggcführt werden/vmbjr vnbußfcrtigcs böses lebens willen. Er nennet aber nicht den König zu Babel/ der solche Verstörung gefengkniß jnen solle zufügen/wreIeremias thuk/fondern schlecht hin spricht er: Daß Gott wolle solch vngiück vnd plage vber sie brin- gen / auff daß er sie ja zur busse bewegen möchte. Denn diß Volck kundrcn alle Propheten noch nie kein malbereden / daß Gott vber sie erzörnet were/Sie trotzten jm mer auffden rühm/ Daß sie Gottes Volek wercn vnd hiessen. Vnd welcher predigke/daß Gott vber sie zor¬ nig were/der mußte ein falscher Prophekseyn/vnd sterben/ Denn sie wollens nicht glauben / daß Golk fein Volckso solle lassen. Gleich wie man jetzt alle die Ketzer schilt vn tödret/so da lehren/Daß die Kirch jrre vnd sündige/vnd Gott sic straffen werde. Er weissagt aber nicht allein Juda solch vnglück/sondern auch allen vmbligenden Ländern vnd Nachbarn/als den Philistcrn/Moab/ja auch den Moren vnd Assur/Sennder König zu Babel solle eine Ruhte Gottes seyn vber alle Lande. M dritten Capitel weissagt erauß der massen herrlich vndklarlich von dem frö liehen vnd seligen AL« Reich Christi/dasin aller Welt außgebrcitek solt werden. Vnd wiewol er ein klein Prophet rst/ so redet crdoch mehr von Chrisio/denn vrl andere grosseProphelen/auch schier vber Jeremiam. Damit er widerumb reichlich tröstet das Volck/Auffdaß sie in der Babylonischen gefengkniß vnd vn¬ glück an Gott nicht verzwciffcltcn/als hettc er sie ewiglich verworffen/Sondern gewiß weren/daß sie nach solcher straff wider;» gnaden kommen/vnd den verheissen Heyland/Christum/ mit seinem herrlichen Königreich kriegen " sollen. Der ZephlMM. III. Lap. den Heyden/auch Rhordommel vnd Igel werden wohnen auffjrcn Thürnen/vnd werden in den Fenstern singen / vnd die Raben auff den Balcken/ Denn die Kedern sotten abgerissen werden. Das ist die fröliche Statt/die so sicher wohnet/vnd sprach in/rem hcrtzen:Ich bins/vnd keine mehr. Wie ist sie so wüste worden k daß die Thiere drinnen wohnen/ Vnd werfürüber gehet/pfeiffet sie an/vnd klappetmit der Hand ober sie. !4l Ierusalö m.Lap. wider dte vnbussfertlgkert vnd vngehorsam aller Stände in Juda- Von, Reich Christi/ vnd beruffung der Hexven. E EH der scheußlrchen/vnflättgen/kpranmschm" Statt/ siewilnitgehorchen/nochsichzüchttgenlaffen/siewilauff den HER- wÄLk/swEam REN nicht trauwen/ noch sich zu jrem Gott halten. Ire Fürsten sind 7aw8s «mmcR" MF vnter inen brüllende Löwen/vnd ire Richter Wölffe am abend/die »eracht, nichts lassen biß auff den morgen vberblerbm. Ire Propheten sind leichtfertig/pnd Verächter / Ire Priester entweihen das Hcyligthumb/ vnd" deuten (H-Mchumb) das Gesetz freffelich. ' Aber der HERR der vnter inen ist/lehret wolrecht/vnd thut kein arges/Er leßt alle morgen seine Rechte öffentlich lehren/vnd leßt nit ab/ Aber die bösen Leute wöl- ?errusIc.' len sich nitschämen lehrnen. Darumb Wil ich dtse Leute außrotten/jre Schlösser ver¬ wüsten/vnd ire Gaffen so lär machen/daß ruemanddarauffgehensol. Ire Stätte sollen zerstöret werden/daß niemand mehr da wohne. b K ließ dir sagen: Mich soltu fürchten/vnd dich lassen züchtigen / So würde ire I^wohnung nicht außgerottet/vndder keines kommen/damit ich sie heimsuchen werde. Aber sie sind fleissig allerley boßheit zu üben.Darnmb (spricht der HERR) müssetirwidcrumb mein auch harren/Biß lch mich auffmache/zuseinerzeit/da ich auch rechten werde/vnd die Heyden versamlen/vnd die Königreiche zu Hausse brm- gen/metnen zorn vber sie zu schütten/ ia allen zorn meines grims. Denn alle Welt fol durch meines eyffers feuwer verzehret werden. Reich FMsdenttwilichdenVölckern anderß predigen lassen mitfreundtlichenRippen/ (Tipp^)Dasifl/ frist'. l^ß^Daß sie alle sollen deß HERRN Namen anruffen/ vnjm dienen einträcktiglich. Man wirt mir meine Anbeter/nemlich/die zerstreuweten von ienseit dem Wasser an aLw'.-lnu'pr!W Morenlande/Her bringen zum Geschenck. 7m! v^-r-r MrL Jur selbigen zeit wirstu dich nicht mehrschamen alles deines Thuns/damitdu (Skolye.oD,cssch Ierem. 7. wider mich vbertretten hast. Denn ich Wil die e stoltzen Heyligen von dir thun/daß du nicht mehr solt dich erheben vmb meines heyligen Berges willen. Ich wil in dir lassen vberbleiben ein arm gering Volck/die werden auff deß HERRN Namen trauwen. Die vbrigen in Israel werden kein böses thun/noch falsch reden/ vn man wirt in jrem «»sslEgnade. Munde keine betriegliche Jungen finden / Sondern sie sollen weyden vnd ruhcn/on ^r^)Er w-l allefurcht- ' - dcrncssoleytckver- <7 Zauchtze du Tochter Iion/ruffe Israel/freuwe dich/ vnd sey frolich von gantzem hertzen/du Tochter Jerusalem/ Denn der HERR hat deine straffe weggenommen/ vnd böscGewGn. vnd deine Feinde abgewendet. Der HERR/der König Israel/ist bcy dir/daß du dich für keinem vnglück mehr fürchten darffest. c vc^Lma) ne Verheiß Jur selbigen zeit wirt man sprechen zu Jerusalem: Fürchte dich nit. Vnd zu Aon/ simg vnd tr§- Laß deine hende nicht laffz werden/Denn der HERR deinGott ist bey dir/eitt siarcker Heyland / Er wirt sich vber dich freuwen/vnd dir freundtlich seyn/vnd vcrgcben/vnd (Sayangen)Die wirtvberdirmitschallfrölichseyn. Die/so durch > Satzungen geängstet warcn/wil ich weg schaffen/ daß sie von dir komen/welche satzungen jre last waren/davon sie schwach hatten. Sihe / ich wils mit AZEzk a ist allen Men dettett außmachm/zur selbigen zett/die dich beleydigen/ Änd wil der hinckenden helffcn/vnd die verstossene samlen/vnd wll sie zu lob vnd ehren machen in allen Lan- den/darinn man sie verachtet. Jur selbigen zett wil ich euch hereyn bringen / vnd euch zur selbigen zeit versamlen. Denn ich wil euch zu Lob vnd Ehre machen vnter allen Äölckern auff Erden/ wenn ich euwer Gefeng- nist wenden werde für euwern augen/sprichr der HERR. Ende deß Propheten AephanIa. Dorrcde auff dm Mphettn Haggat. Aggat tst dkr erste Prophet/so nach dem Gesengt niß Babel dem Dolck gegeben ist / durch welche Weissagung der Tempel vnd Gottcsdrensi wider augcnchtel ward. Dazufm hernach vbcrzween Monden SacharIa zum Gesellen gegeben ward / Auffdaß durch zweyer Zeugen munde Gottes wort desto gewisser geglaubt würde. Denn das Volck war fast in zweiffcl gefallen/ Db der Tempel solt wider-- M unrbgcbauwctwerden. Vnd wrrachtcn/daß von diesem Propheten Dam'clis am neundten gesagtsey/da er sprichkrVon der zerr an/so der Befchkaußgchet/daßIe- rusalem widemwb so!ackauwttwerden,biß auff den Fürsten Christum/ sind srben Wochen/vnd zwo vnd sechtzig wochen/rc. Denn wiewol zuvorauch durch den König Cores ein Befehl war außgangen / daß man zu Jerusalem solkvon seinem (deß Königs) kosten den Tempel bauwen/ so wards doch verhindert biß auff Haggai vnd SacharIa zeit/ Da Gottes befehl außgieng durch ire Wcissagung/da gienge von statten. ^Z^R schilt aberdas Volck/daß sie den Tempel vnd Gottesdienst anzurichken nicht geachr/ sondcm ^.alleinauffireGükervndHäussrficGggegkitzt hatten. Darumbsieauch geplagt wurden mit theuwrerzeit/vud schaden an Gemach ß/Wcins/Korns/vnd aüerley Gerreyds. Zum E/empet allen Gottlosen/die Gottes WorLvndDicnstmchtsachten/vndMmerinffen Sackgcitzcn- Solchen allen gilt dieserTert/da er sagt: Ir Sack sol töchcrrchk seyn. So findet man auch in allen Historien/wo man Gottes Diener nicht «ehren wil/ nochsein wore helffcn crhalken/da leßk er sie getrost geitzen für sich selbs/vnd Mmer samten/ Aber er macht doch zu letze den Sack löchcricht/vnd blässt dreyn/daß es zusteubet vnd zurinnet/daß niemand weiß wo es blecht. Er wil auch mit essen/oder sie sollen auch nicht zu essen finden. weissagt auch von Christo im andern Captkel/daß er schier kommen so lt/ein tröst aller Hey- Eh,den. Damit er heimlich anzeigk/Da ß der Iüden Reich vnd Gesetz solt ein ende haben/ vnd aller ^d^Welt Königreich zerstörer/vnd Christo vnderrhan werden/ Welches bißhergeschehen ist/ pnd biß an Jüngsten tag immer ge schicht/ Sa Wirts denn alles erfüllet werden. >§^)L 8 M L.SZNN' E Du'HK4L 8 8 8 sik . I.Qp. Eriiiattuttg/daßttrsii den Ten, per färderlr'ch vollenden/ vnd nichtkenget-verzr'e^ettsbÜe. D.nariff denn der- FürN Seeudnbel/Iosns der Hohepriester/vnd «lies Volch/sich wrderninb An¬ richten den Tempel ;n bauwen. >42 ».»KMKW andern >ar dcß Löni- ip--D» su zcbm-c45r. gts Darij /im jechßtm Monden / am ersten Esre. 6. tüZe dcß Monden/ geschach deß HERRN wort durch den D^n.5.^ Propheten Haggat zu SeruBabcl / dem Son Seal- SeruDabel» Ehlc! / dem Fürsten Fuda/ vnd zu Zcsua/dem Son Foza- Fesua. dac/dem Hohenpricster/vn sprach: So spricht der HERR Zebaoth: Drst Volek spricht / Die zeit ist noch nit da/ daß HERRN Haust bauwe. Vnd dcß HERRN wortgeschach durch den Propheten Haggai/ Aber euwer zeit Straffe rst da/daß ir in gctaffeltcn Hausern wohnet/vnd dtß Haust muß wüst stehen. Mn so ^verachtüg seicht der HERR Zebaoth: Schauwct wie es euch gehet. Fr säet vil/ vnd bringet we¬ nig cyn/Fr cffcr vnd werdet doch nicht satt / Fr trtncket vn werdet doch nicht truncken/ Fr kleidet euch vnd kündt euch doch nicht erwärmen/ Vnd welcher Gelt verdienet der lcgts in einen löcherten Beutel. So spricht der HERR Zebaoth: Schauwetwie cs euch gehet.Gehet hin auffdaö Gcbirge/vnd holet Holtz/vnd bäumet das Haust/ das sol mir angencme ftyn/vnd wil meine Ehre erzeigensspricht der HERR:Dennjr wartet wolauffpil/vnd sihe/es wrrt wcnig/Vud ob jrs schon heim brlnget/so zersteube ichs doch» v Warumb das / spricht der HERR Zebaoth? Darumb/ daß mein Haust so wüste stehet/vnd ein jeglicher eilet auffsein Haust» Darumb hat der Himmel vber euch den Thauw verhalten / vnd das Erdtreicd sein Gewachst. Vnd ich habe die dürre geruf- fcn/beyde/ vber Land vnd Berge/ vber Korn / Most/ öl/ vnd vbcr alles was auß der Erden komrnet/auch vber Leute vnd Vteh/vnd vbcr alle arbeit Der hende. gehorcht ScruBabel/der Son Sealthtel/ vnd Fesua/der Son Fozadac/ ^L^dcr Hohepriester/vnd alle vbrtge deß Volcks/solcher stime deßHERRN jres Gottes/vnd dmworten deßPropheten Haggai/wie /n der HERRjr Gott gesandt a ritz hatte/ Her Prophet l l.Lap. i ^Ete/ Vnd das Volek forcht sich für dem H ERRN. Da sprach Haggai / der "Engel -Fouo-erprediger. deß HERRN/ der die Bottschafft deß HERRN hatte an das Volck/Ich bin mit euch/ spricht der HERR. Vnd der HERR erwecket den Geist SeruBabel deß Sons Sealthtel/deß Für¬ sten Juda/vnd den Geist Zesua/deß Sons Iozadac deß Hohenpriesters/vnd den Geist deß gantzen vbrigen Volcks / daß sie kamen vnd arbeiten am Hause deß HER¬ REN Zebaoth jres Gottes. 11. Lap. Der Prophet sterckr die Obersts mr't sirmpr dem Volck/nach dem befehl deß HLRAN/daß sie Mn gebenw nicht sollen n»chl»ßen/vnd verheißt s nen be^standt ;u thun. Von der Zierde vnd Herr, ligkeit deß andern Tempels/dadurch die Rirch der gläubigen/im Reich Lhristizu verstehen. c (wenn semand) bncrnnon st.nüi- jicLnc propnnnL, luunrincrn. ligkeit machen/ spricht der HERR Zebaoth. Denn mein ist beyde/Silber vnd Gold/ spricht der HERR Zebaoth. Es sol die Herrligkeit dieses letzten Hauses grösser werden denn deß ersten gewesen ist / spricht der HERR Zebaoth / vnd ich Wil friede geben an diesem ort/spricht der HERR Zebaoth. Al M vier vnd zwentzigsten tage deß neundten Monden/im andern jar Darij / ge- s 4>ilschach deß HERRN wort zu dem Propheten Haggai/vnd sprach: So spricht der HERR Zebaoth: Frage die Priester vmb das Gesctz/vnd sprich/''Wenn jemand hcy- - lig fletsch ttüge in seines Kleides Geren/ vn rühretc darnach mit seinem Geren Brot/ xoi Gemüse/Wetn/öle/oder was für Spetse were/Würde es auch heyligkVnd die Prie¬ ster antworten/vnd sprachen: Nein. Haggai sprach: Wo aber ein vnreiner von einem berührten Aß dieser eines anrührete/würde es auch vnreinkDic Priester antworten/ vnd sprachen : Es würde vnrein. Da antwortet Haggai/vnd sprach: Eben also sind diß Volck vnd diese Leute für mir auch/ spricht der HERR/ Vnd alle jrer hendc werck/ vnd was sie opffern/ist vnrein. Vnd nun schamvet/wie es euch gegangen ist von diesem tage an / vnd zuvor/ ehe denn ein Stein auff den andern gelegt ward am Tempel deß HERRN/daß/wenn einer zum Kornhauffen kam / der zwcntzig maß haben solt /so waren kaum zehen da/ kamerzurKeltcr/vnd meinet fünfftzig Eymer zu schöpffen/so waren kaum zwcntzig Ds»^ da. Denn ich plagte euch mit dürre/Brandkorn vnd Hagel/in alle euwercr arbeit/ ^4--. noch kehret jr euch nicht zu mir/spricbt der HERR. So schauwct nun drauff/von discm tage an/vn zuvor/nemlich/von dem vier vnd zwentzigsten tag deß neundten Wonden/biß an den tag/da der Tempel deß HERRN gegründet ist/schauwet drauff/Denn der Same ltgt noch in dcr Scheuwrcn/vnd tregtnoch M vier vnd zwentzigsten tage deß sechstem Monden/ im andern jar deß Königes Darij /am ein vnd zwentzigsten tage deß sibenden Mondcn/gcschach deß HERRN wort durch den Propheten Haggai / vnd sprach: Sage SeruBabel / dem Son Sealthiel/ dem Fürsten Iuda/vnd zu Zesua dem Son Zozadac/dem Hohenprie- ster/vnd zum vbrigen Dolck/vnd sprich: Wer ist vnter euch vberblieben/der diß Hauß in seiner vorigen Herrligkeit gesehen hart Vnd wie sehet jrs nun ank Zsts nicht also / es düncket euch nichts seynk Vnd nun/SeruBabel/sey getrost/spricht der HERR: SeygetrostZcsua/du LM, son Zozadac/du Hoherpriester/Sey getrost alles Volck im Landc/spricht der HERR/ vnd arbeitet/Denn ich bin mit euch/spricht der HERR Zebaoth. Nach dem wort / da ich mit euch einen Bund machet/da jrauß Egypten zöget/sol mein Geist vnter euch bleiben. Fürchtet euch nicht. (^^Enn so spricht der HERR Zebaoth: Es ist noch ein kleines dahin/daß ich Htm- Verhch (^LTmel vnd Erden/dasMervnd trockcn/bewegenwerde. Ja alle Heydenwil ich su«svö W, (Trost) Das ist/ bcwegen/da sol denn kommen aller Heyden "Trost. Vnd ich Wil dißHauß vollHcrr- tröften solt durch vcr gcbungdcrsünde. b (Friede geben) Glück vnd heyi. Wörket / vnd sprach: Diese sind die der HERR außgssandt hat/ das Land durchzuzie- hcn.E)ie aber antworten dem Engel deß HERRN/der vnter dem Myrten hielt / vnd sprachen: Wir sind durchs Land gezogen/vnd sihe/alle Länder sitzen stille. Da antwortet deß Engel deß HERRN/vnd sprach: HERR Abaoth/wie lang wiltu denn dich nicht erbarmen vber Jerusalem/vnd ober die Stätte Iuda/vber wel¬ che du zornig bist gewest diese sibentzig jarkVnd der HERR antwortet dem Engel/ der mit mir redct/freundtltche wort/vn tröstliche wort. Vnd der Engel/der mit mir redet/ sprach Zll mir: Predige vnd sprich: So spricht der HERR Abaoth/Ich hab sehr geeysi fert vber Jerusalem vnd Aon/aber ich bin sehr zornig vber die sioltzen Heyden/ Denn ich war nur ein wenig zornig/sie aber Helffen zum verderben. e Darumb so spricht der HERR:Ich wil mich wider zu Jerusalem kehren mit barm- hertzigkcit/vn niein Haust sol drinnen gebauwet werden/spricht der HERR Abaoth/ Dazu sol die Ammerschnur in Jerusalem gezogen werden. Vnd predige weiter/ vnd sprich: So spricht der HERR Abaoth: Es sol meinen Stätten wider wolgchen / vnd der HERR wirt Aon wider tröstcn/vnd wirt Jerusalem wider erwehlen. A^Nd ich Hub weine äugen auff/vnd sahe/vnd sitze/ Da waren vier Hörner. Vnd o^ich sprach zum Engel/der mit mir redet: Wer sind dtsek Er sprach zu mir:Es sind dlc Hörner/die Juda sampt dem Israclvnd Jerusalem zcrstreuwet haben. Vnd der HERR zeiget mir vier Schmide. Da sprach ich: Was wollen die machen k Er sprach: Die Hörner/die Juda so zcrstreuwet haben/daß niemand sein Haupt hat mügm auffhebcn / dieselbigen abzuschreckcn / sind diese kommen/daß sie die Hörner der Hey¬ den abstoffen/welche das Horn haben vber das Land Juda gehaben/daffelbige zu zer- ssreuwen. 11. Lap. Wtt Jerusalem o« Maure« bervoh«et werde« soi/vvd der HERR eine fetrwrkge MauwSL sist von«Rvlci,Christ:;u ocrstchcn)vn»bhersey« wölle, Daß Label gestrafft werde«/vnd dls Heyden;um Reich Gorreskommen sotten. ' z' A ich Hube melncaugm auff/vnd sahe/vnd sihe/el« ^un hatte em Mestschnur in der Hand. Vnd ich sprach: Wo gehest du hmt Er aber sprach zu mir: Daß ich Jerusalem messe/vnd sehe wie lang vnd weit sic seyn solle. Vnd sihe/der Engel der mit mir re- dek/grcng tzcrauß. Vttd ein ander Engel gieng herauß im entgegen/ §«fr. 8^ vnd sprach zu -m: Lauffhm/vnd sage diftm Knaben/ vnd sprich: Jerusalem wirdt be- wohnet werden on Mauren/für grosser menge der Menschen vnd Viehs so drinnen Verb'isi st'yn Wirt. Vnd ich wrl/spricht der HERR/einefeuwrigeMauwer vmbher seyn/vnd " wil drinnen seyn/vvw wü mich herrlich drinnen erzeigen. Lß^Vi/Hui/fiiehet auß dem Mitternacht Lande/sprichr der HERR/ Denn ich habe Winde vnrer den Himmel zcrstreuwet/spricht der HERR. HuL Aon/die du wohnest bey der Tochter Babel/entrinne.Denn so spricht der HERR Ze¬ baoth: Er hat mich gesandt zu den Heyden/die euch beraubt haben/ Ire macht hat ein psalm. «7. ende. Wer euch antastet/der tastet seinen Augenapffel an. Denn sihe/ich wil meine Hand vber sie weben/daß sie sollen ein Raub werden/ denen/ die jncn gedimek haben/ Daßirsotterfahrcn/daß mtch dcrHERRAbaothgesandt hat. Tröstüg. M^Reuwe dich / vnd sey ftölich / du Tochter Aon/ Denn sihe/ ich komme/vnd Wik NZbey dir wohnen/spricht der HERR. Vnd sollen zu der zeit vil Heyden zum HER¬ REN gethan werden/vnd sollen mein Volckseyn/vnd ich wü bey dir wohnen. Daß du sott erfahrcn/daß mich der HERR Abaoth zu dir gesandt hat. Vnd derHERR wrrtIuda erben für sein thci! in dem heyligen Lande/vnd wirt Jerusalem wider er¬ wehlen. Alles fieisch sey stille für dem HERRN/denn er hat sich auffgemacht auß sei¬ ner heyligen Stätte. Vnd mir HcrWophct lil. Lap. 111. Lap. Geficht dej- propheten/von Iosua dem Hohenpnester/welches aber auffvnsern HERRN Lhrrstum/vnd fern voUkoinmeirkch priesterrhumb/ru deuten. Ma. Welcher antwortet/ vnd sprach zu denen die fürjm stunden: Thut die vnrcincn Kien der von im. Vnd er sprach zu jm: Slhe/ich habe deine Sünde von dir genommen / vnd habe dich mit Feyerkleydern ungezogen. Vnd er sprach: Setzt einen reinen Hut auff sein Haupt. Vnd sie satzten einen reinen Hut auffsein Haupt/vn zogen im kleider an / vnd der Engel deß HERRN stund da. Vnd der Engel dcß HERRN bezeugete Josua / vnd sprach: So spricht der HERR Zebaoth: Wirstu in meinen wegen wandeln / vnd mei¬ ner Hut warten/so soltu regieren mein Hauß/vnd meine Höfe bewaren / Vnd ich wil (Hie ffchen)Engel dir geben von disen/die hie" stchcn/daß sie dich gcleyten sollen. bedien vnictttwdte /Z^Qcre zu Josua du Hoherpriester/du vnd deine Freunde/die für dir wohnen/ Jehterr. diepriester vndLch ^^Dmn sie sind eytel wunder. Denn sihe/ ich Wil meinen Knecht Jemah kommen Zemchr laßen. Denn sihe/ auffdem einigen Stein/den ich für Josua gelegt habe/sollen siben Augen seyn. Aber sihe/ich wil in außhauwen/spricht der HERR Zebaoth/vnd wil diesünde deffelbtgen Landes wegnemmmauff einen tag.Zu derselbigenzeit/spricht der HERR Icbaoth/witt einer den andern laden vnter den Weinstock vnd vntcr den Feigenbaum. 1111. Lüp. Ein Gefickt/ darin» Serubabel/rme schwach vnd geringer auch gegen den Heyden rv achten- das Gebeuw deß Tempels sc» er ang-fangen/werde voUenDen/vnV ist sslchs auch auffden HER¬ REN Lhristum vnv seine Reich zu verstehen. der Engel der mit mir redet/kam wider/vnd we-z ^WM^Ä tkct mich auff/wie einer vom schlaff erweckt wirdt. Vnd sprach zu ^^^M^M mir: Was sihestukIch aber sprach: Ichsehe/vnd sihe da stund ein Leuchter gantz gülden / mit einer Schalen oben drauff/ daran siben Lampen waren/vnd ia sibenKellen an einerLampen/Vndzween ölbäum dabey/einen zur rechten der Schalen/den andern zur lincken. Vnd ich antwortet/vnd sprach zu dem Engel/der mit mir redet: Mein Herr/was ist das? Vnd der Engel der mit mir redet/ antwortet vnd sprach zu mir: Weißt» nicht was dasistkIchaber sprach: Nein meinHerr. Vnd er antwortet/vnd sprach zu mir: Dasist daswott deß HERRN von Se'rubabel/Essolnicht durch Heer oderkrafft/ sondern durch meinen Geist/geschehen/spricht der HERR Zebaoth. Wer bist du/du SeruBabcl. grosser Berg/ der doch für SeruBabcl eine ebene seyn muß k Vnd er sol auffführen den ersten Stein/daß man ruffen wirt: Glück zu/glück zu. a 8^k^esgcschach zumir das wort deß HERRN/vnd sprach: Die HendeSeru- schcttod^lAL tz^Babel haben dißHauß gegründet/seme hende sollens auch vollenden/daß-r LL erfahret daß mich der HERR zucuch gesandt hat. Denn wer ist / der diese geringe ta- B«be!von statt? Veracht k darinn man doch sich wirdt freuwen/vttd sehen das Imen maß in Se- angnK/2sal^ ruBabelshand/mit den siben/wclche sind deß HERRN äugen/ die das gantze Land durchziehen. Vnd Nd mir ward gezetget der Hohkprtefter Zosua/stc^ hend für dem Engel deß HERRN. Dnd der Sacha» stund zu seiner Satan, rechten/daß er lm widerstünde. Dnd der HERR sprach zu dem Sa¬ tan: Der HLRRschelte dich du Satan/ia derHERR schelte dich/ der Jerusalem erwchlct hat. D dieser nicht cin brannt/ der auß dem istt HndMa hattevnreineKleideran/vnd stund für dem Snacl. HaMürW. v. §üp. )45 ^^Nd ich antwortet /vnd sprach zujnnWassind die zween ölbäume/zur rechten vnd zur lincken deß Leuchters k Vnd ich antwortet zum andern mal / vnd sprach zu jm: Was sind die zween Iweige der ölbäum / welche stehen bey den zwo gülden » Schneutzen/deß gülden Leuchters/damit man abbricht oben von dem gülden Leuch- tert Vnd er sprach zu mir: Weissestu nicht was die sind k Ich aber sprach.Nein mein Herr-Vnd er sprach: Es sind diezwey Minder/welche stehen bey dem Herrscher deß gantzen Landes. v. Lap. Gestchtdeßpropheten/vouetnem fliegenden Brieff. Vonetn«mScheffel/B!exklumpen/rc.we!che aufffalsche Lehr vnd Lehrer mögen gedeutet werden. z ich hube metne Augen abermal auff/vnd sähe/ Dttd sihe/es war ein fliegender" Brieff. Vnd er sprach zu mir: Was « sihestukZch aber sprach:Zch sehe einen fliegenden Brteff/der istzwen- tzig elen lang/vnd zehen elen breit. Vnd er sprach zu mir: Das ist der k-EEnddie L Fluch/welcher außgehet ober das gantze Land/Denn alle Diebe ft»l-beuvudheuch- werden nach diesem Brieff fromb gesprochen/vnd alle Meyneidigen werden nach di- sem Briefffrom gesproche/Aber ich Wils herfür bringen/spricht der HERR Zebaoth/ daß cs sol kommen vber das Haust deß Diebes/vnd vber das haust deren/die bey mei¬ nem Namen fälschlich schweren / vndsol bleiben in iremHause/vndsolsverzehren sampt seinem Holtz vnd Steinen. v ^6^»Nd der Engel/der mit mir redet/gieng herauß/vnd sprach zu mir:Heb deine au- gehet da heraußkVnd ich sprach: Wasistsk Er aber sprach: Eir? Epha gehet herauß. Vnd sprach: Das ist jre gestalt im gantzen Lande. Vnd sihe/es schwebt ein Zentner Bley/Vnd da war ein Weib/ das saß im Epha. Er eb7n gic-ch me vro. aber sprach: Das ist die Gottlose Lehre/Vnd er warffsie in den Epha/ vnd warff den aÄvoIfthK- klumpenBley oben auffs loch. Lc sLAmttA 8^Nd ich Hub meine Augen auff/ vnd sähe/ Vnd sihe / zivey Weiber giengen her- c^Aauß/vnd hattenFlügel die der Wind treib/eswaren aber Flügel wie Storcks- Ab-rMl^gm flügel/vnd sie führeten den Epha zwischen Erden vnd Himmel. Vnd ich sprach mm Engel/der mit mir redet: Wo führen die den Epha hink Er aber sprach zu mir: Daß jm ein Haust gebauwet werde im Lande Sinear/vnd bereit/vnd daselbst gesetzt wer¬ de auffseinen Boden. vi. Lap. Anzeigung der macht vnd kraffc Gottes/die ervnter allen VZlckern feines gefallens Han- dele/mit anhangender Weissagung. Vom beinah/das ist/Christo/wie nemltch derselbige den Tempel deß / als der rechte Röntg vnd Priester/ bauwen werde/ Denn er durch Se-- ruBabel vnd Iosua/r» diesem propheten/vorbedeutlicher vnd Geistlicher weise sol verstanden werden. »ich Hube meine Augen abermal auff/vnd sähe/ sihe/da waren vier Wagen/die giengen zwischen zweyenBer- NÄWDWM gen herfür/dicselbigen Berge aber waren eherne. Am ersten waren ^T^^NDrote Rosse/am andern Wagen waren schwache Rosse/am dritten Wagen waren weisse Rosse/am vterdten Wagen waren scheckich- testarcke Rosse. Vnd ich antwortet/vn sprach zum Engel/der mit mir redev.Metn Herr/wer sind disekDer Engel antwortet vnd sprach zu mir:Es sind die vier Winde vnter dem Him mel/die herfür komen/dzsie wetten für den Herrscher aller Lande.An dem die schwar- tzen Rosse waren/die giengen gegen Mitternacht/ vnd die weissen giengen jncn nach/ Aber die scheckichten giengen gegen Mittag. Die starcken giengen vn zogen vmb/daß b sie alle HerMphet VI. Lap. sre alle Laude durchzögen. Vnd er sprach: Gehet hin/ vnd ziehet durchs Land. Vnd sie zogen durchs Land. Vnd er rteff mir/ vnd redet mit mir/ vnd sprach: Sihe/die gegen Mitternacht ziehen/machen meinen Geist ruhen im Lande gegen Mitternacht. A6^NddeßHERRN wort geschachzumir/vndsprach:Mmvondengefangenen/» o^nemlich/von Heldai/vnd von Tobia / vnd von Zedaia/ vnd kom du desselbigen tages/and geheinZosia/deß Sons ZephanZa/Hauß/welche von Babel kommen sind. Nim aber Silber vnd Gold/vnd mache Kronen/vnd setze sie auffs Haupt Jo¬ sua deß Hohenpriesters/deß Sons Jozadac / vnd sprich zu im: So spricht der HERR Zebaoth: cZemsk)HMM Sthc/cs ist ein Mann der heißt " Zcmah/Dcnn vnter jm Wirts wachscn/Dttd er Atilah/ wirdt bauwen deß H ERRN Tempel/ ia den Tempel deß HERRN wirdt er bauwen/ Christus st°/dc^durch Josua vnd Wirt den schmuck tragen/vnd Wirt sitzen vnd herrschen auffseinem Thron / wirdt auch Priester seyn auffseinem Thron/vnd wirt friede seyn zwischen den beyden. Vnd die Kronen sollen dem Helem/ Tobia/Zedaja / vnd Hen/dem Son ZephanZa/ zum gedächtniß seyn im Tempel deß HERRN. Vnd werden kommen von ferrne/die am Tempel deß HERRN bauwen werden / Da werdet jr erfahren/ daß mich der HERR Zebaoth zu euch gesandt hat. Vnd das sol geschehen so jr gehorchen werdet der stimme deß HERRN euwers Gottes. vn.Lap. was recht faste» ftx/Wie MSN gute wercke nach dem befehl Gottes thun/oder gewisser straffe mässe gewertlgfexn. LMMMM es geschach im vierdtm jar deß Königes Darij/ daß deß HERRN wort geschach zuSacharZa/tm vierdten tage Cbiüleu deb neundten Monden / welcher heißt Khißleu / da SarEzer vnd RegemMelech/sampt jren Leuten/sandten gen BethEl/zu bitten für dem HERREN/vnd liessen sagen den Priestern/die da waren vmbdas Hauß deß HERRN Zebaoth/vnd zu den Propheten: Muß ich auch noch weinenim fünfften Monden/vnd mich "enthalten/wie ich solchesgethan habe nun svi-dienaM etliche iark Num.-. Vnd deß HERRN Zebaoth wort geschach zu mir/vnd sprach: Sage allem Volek Lm Lande/vnd den Priestern/vnd sprich: Da rr fastet vnd leyde trüget im fünfftcn vnd sibenden Monden/dise sibentzig iar lang/ habt ir mir so gefastete Oder da ir affet vnd truncket/habt jr nicht für euch selbs gegessen vnd getrunckent Zsts nit das/ welches der HERR predigen ließ durch die vorigen Propheten/da Jerusalem bewohnet war/vnd hatte die fülle/sampt ircn Stätten vmbhcr/vnd Leute wohneten/beyde gegen Mitta¬ ge vnd in Gründenr M^Nd deß HERRN wort geschach zu SacharZa/vn sprach.So spricht derHERR v c^Zebaoth: Richtet recht/vndeinieglicher beweise an seinem Bruder güte vnd barmhertzigkeit. Vnd thutnicht vnrecht dcnWittwen/Waisen/Frembdlingenvnd Armen/vnd dencke keinerwider seinen Bruder etwas arges in seinem Hertzem Aber sie wolten nicht auffmercken/vnd kehreten mir den rücken zu/vnd verstopff- ten die Ohren/daß sie nicht höreten.Vnd stelleten »re hertzen wie ein Demant/daß sie nicht höreten das Gesetz vnd Wort/wclche der HERR Zebaoth sandte in seinem Geist durch die vorigen Propheten. Daher so grosser zorn vom HERRN Zebaoth kommen ist/ Vnd ist also ergangen / gleich wie gepredigt ward / vnd sie nicht höreten/ so Wolke ich auch nicht hören da sie rieffen/spricht der HERR Zebaoth. Also hab ich sie zcr- streuwet vnter alle Heyden/die sie nicht kennen/vnd ist das Land hinder inen wüste blieben/ daß niemand drinnen wandelt noch wohnet/ vnd ist das edle Land zur Wü- ftunge gemacht. Daß der HHaMa. Vlll.Lap. ,46 Vlll.Lap. Dass der HERR Jerusalem wldervmb auffrrchten herrllch machen/das Gebeuw dess Tem¬ pels rin friede lassen fortgehen/vnd dein Hause Juda gurs thun wolle, wie man Gottseligleben solMnv daß die mennig der Heyden deuwacen Gort/ den Zebaorh/noch werden an- ruffen. li ^MMNd deß HERRN wort geschach zu Mir/vnd sprach: spiE derHERR Zebaoth.Zch hab ober Aon fast sehr geeiffert/ vnd hab in grossem zorn vber sie geeiffert. So spricht der HERR:Zch Tröstung vn kehre mich wider zu Aon/vnd wtl zu Jerusalem wohnen / daß Zeru- V-mLrlN ^e^U^^salem sol eine Statt der Warheit heissen/vnd der Berg deß HER- ^Ettwrrdm. REN Zebaoth/ ein Berg derHeyligkeit. Go spricht der HERR Zebaoth: Es sollen noch förter wohnen in den gassen zu Jerusalem alte Männer vnd Weiber/vnd die an stecken gehen für grossem alter.Vnd der Statt gassen sollen seyn voll Knäblin vnd Mägdlin/ die auffjrer gassen spielen. So spricht der HERR Zebaoth: Düncket sie solches vnmüglich seyn für den äugen di- ftövbrrgenVolckszu dieser zeit/Solls darumbauch vnmüglich seyn für meinen au- gen/sprtcht der HERR Zebaoth? So spricht der HERR Zebaoth: Sihe/ichwilmeinVolck erlösen vom Lande ge¬ gen Auffgang/vnd vom Lande gegen Mdergangder Sonnen/Vnd wilsie herzu bringen/daß sie zu Jerusalem wohnen. Vnd sie sollen mein Volck seyn / vnd ich wtl jr Gott seyn/in Warheit vnd Gerechtigkeit. b spricht der HERR Iebaoth:Stercket euwere hende/die jr höret diese wort/zu c^Adiser zett/durch der Propheten Munde/ deß tags da der grundt gelegt ist an deß HERRN Zebaoths Hause/daß der Tempel gebauwet würde. Denn vor diesen tagen war der Menschen arbeit vergebens / vnd der Thier arbeit war nichts / vnd war kein friede für trübsal/denen/die auß vnd eyn zogen/sondern ich ließ alle Menschen gehen/ einenjeglichenwider seinen Mhesten:Abernun wilichnicht/wieindenvorigenta- gcn/mit den vbrigen dieses Volcks fahren/ spricht der HERR Zebaoth / Sondern sie > sollen Samen deß friedes seyn. Der Weinstock sol sein Frucht geben/vnd das Land ftm Gewächß geben/vnd der Himmel sol seinen Thauw geben / vnd ich Wil die vori¬ gen dieses Volcks solchs alles besitzen lassen. Vnd sol geschehen/wie ir vom Hause Iuda/vnd vom Hause Israel/ seyt ein Fluch gewesen vnter den Heyden/So wtl ich euch erlösen/dz jr sottein Segen seyn/Fürchtet euch nur nicht/vnd stercket euwere Hende.So spricht der HERR ZebaothMeich wie ich gedachte euch zu plagen/da mich euwere Vätter erzürneten/spricht der HERR Ze- baoth/vnd reuwete mich nicht/Also gedencke ich nun widerumb in Visen tagen wo! Zu thun Jerusalem vnd dem Hause Iuda/Fürchtet euch nur nichts. (^^Asistaber/dasirthunsollet/RedeeittermLtdLmattdernwarhett/vndrichteL Warhaff ^^xecht/vnd schaffet friede in euwern Thoren. Vnd dencke keiner kein arges in sei- t-4„Gottes. iE ^^^en wider seinen Nehesten/Vnd liebet nicht falsche Eyde/Denn solches alles Haffe ich/spricht der HERR. Vnd es geschach deß HERRN Zebaoth wort zu mir / vnd sprach: So spricht der HERR Icbaorh/Die Faste deß vierdten/fünfften/sibenden vnd zehenden Monden/ sollen dem Hause Juda zur freude vnd wonne/vnd zu ftölichen Iarfesten werdenM- lein liebet warheit vnd friede. , Berus- der HERR Zebaoth: Weiter werden noch kommen viel Völcker/ vnd ftmg der Stätte Vürger/vnd werden die Bürger einer Statt gehen zur andern/ vnd sagen: Laßt vns gehen zu bitten für dem HERRN/ vn zu suchen den HERRN Je- « baoth:« Wir wollen mit euch gehen.Also werden vtl Völcker/vn die Heyden mit häuf- r» vaöam ftn/komen/zu suchen dmHERRN Zebaoth zuZerusalcm/zu bitten für dem HERRN. b - So HerWsphet IX. Lap. SosprichtderHERR Iebaoth:Iuder zeit werden zehen Männer außallerley Sprachen der Heyden einen Jüdischen Mann bcy dem zipffel ergretffen/vnd sagen: Wir wollen mit euch gehen/Denn wir Horen daß Gott mit euch ist. Wenn das Asklon sehen wirt/wirt sie erschreckcn/vnd Gasa wirt sehr angst wer- Philister dem dazu Ekron wirt betrübt werden/wenn sic solches sihet. Denn es wirt auß seyn mit dem Könige zu Gasa/vnd zu Asklon wirt man nicht wohnen/zu Asdod werden frembde wohnen/Vnd ich Wil der Priester Pracht außrottcn. Vnd ich wilir Blut von " jrem Munde thun/vn jre greuwcl von jren Jecuen/ Daß sie auch sollen vnserm Gott vberblcibcn/daß sie werden wie Für sten in Iuda/vnd Ekron wie die Jebusiter. Vnd (Hadrach) ^)asistSyria. a 1'"> Lbre. Domino eff oculus bvmi- nix.öc omniü rri- rillNmUrLel. b bcn/vnd wirt ire macht/die sie auffdemMccr hat/schlagen/daß sie wirt seyn als die I ldc»vnd Heyd5m j;Nt ftuwer verbrannt ist. wcilii sie cs verdie- ' - «ea. L I ich wil selbsvmb mein Haußdas Lager seyn/das nicht dürffe'stehens/vnd hittvnd d-r^Sch^wachie" wider gehens / daß nicht mehr vbcr sie fahre der Treiber / Denn ich Habs nun angese- Vndr. Samuel, io. LrLtio kkiMino- ruin. d (Elens.) ^ych^r Aon freudc dich sehr/vnd du Tochter Jerusalem jauchtzc / Si- 8 he/dein König kompt zu dir/ciu Gerechtcr/vnd ern Helffcr/^arm/vnd reitet auff einem Esel/vnd auff einem iungcn Füllen derCselm. Denn ichwil die Wagen ab- thun von Ephraim/vnd die Rosse von Jerusalem/vn der Gtreitbogen solzubrochen Alm.7-. wcrden.Denn er wirt friede lehren vnrer den Heyden/vnd seine Herrschafft wirt seyn von einem Meer biß ans andervnd vom Wasser biß an der Welt ende. Du lassest auch durchs blut deines Bunds auß deine gefangene auß der gruben/ da kein Wasser innen ist. So kehret euch nun zur Festunge/ jr die ir auffhoffnung ge- auff fangen ligt.Denn auch 'heute wil ich verkündtgen/vn dir zwyfeltigs vergelten.Dcnn > der Aon erwecken vber deine Kinder Griechcnland/vn wil dich stellen als ein schwort der Rrsen.Vnd der HERR wirt vbcr inen crscbeinen/vn seine Pfeile werden außfah- Mm. ren wie der Blitz/ Vnd der HERR HERR wirt die Posaune blasen/vnd wirt eynher Sendtz tretten als die Wetter vom Mittage. Der HERR Zebaoth wirt sie ftbützen/dass sie fressen/vnd vnter sich bringen mit Gchlcudersteinen/ daß sie trincken vnd rumoren als vom Wein/vnd voll werden als das Becken / vnd wie die Ecken dcß Altars. Vnd der HERR ir Gott wirt inen zu der zeit helffen/wie einer Herd seines Volcks/Dcnnes werden in seinem Lande heylige Steine auffgcricht werden. Denn was haben sie gute für andern / vnd was ha- ix.Lap. wie Gxria/Txrus/Fidott/phüister/vnd etliche andere Völcher/sotlett FedemStiget vnd ge¬ strafft werden. Von verssnffrmütigkeir deß Reichs Lhristl/vnd vom BervffderHexven / durch dasEnangelium. Iß rft die Last/ davon der HERR redet vber das Land § M' Hadrach/vnd vber Damascum/auffwelche es sich verlcßt(Dcnn der A-V' 'M HERR" schauwet auffdie Menschen/vnd auffalle StämmeIsrael/ Tyrus. dazu auch vberHamath dicmit irgrentzet/vber Tyrum vnd Adon auch/dte fast werfe sind. Denn Tyrus bauwet feste/vnd samlct Silber wreSand/vndGoldwiekotauffdcrgaffcn/Abcrsihc/derHERR wirdt sie verder- (Feuger)DasE- __ ___,___ __„ wÄasnichtS bett sie schönes für andern t Korn/das Jünglinge /vnd Most/der Jungkfrauwen/ der zeuget/die mdcr f. . Wiegen ligen/Son- gkNgc». der» wenn sie gczeu- ger sind/sind sie z ung Gesellen vnd Iung- frauwezurEhetäch VN andett Geistliche Der Prophet zeiget an durch leibliche verheissunge/die fettige so in Christo erfüllet sind/Vnd Rinder zuzeiten. drauwet daneben straffe vber falsche Lehrer. So bittet e (Heute)Äuch« ich hab mir Juda gespannett zum Bogcn/vnd Ephraim gerüstet/Vnd wil deine Kitt- » - i .., ^ bion erwecken vber deine Kinder Gricchcnland/vn wil dich stellen als ein schwert O bittet nun vom HERRN Spatregen/ so wirbt der HERR gewolcken machcn/vnd euch Regen gnug geben zu allem Ge¬ wächse auff dem Felde. Denn die Götzen reden eytel mühe/vnd die Warsager sehen eytel lügen/vnd reden vergebliche Träume/vnd ir trösten ist nichts. Darumb gehen sie in der irre wie ein Herd /vnd sind verschmacht/weil kein Hirte da ist. Mein zorn ist ergrimmet vber die Hirten/vnd ichwil die "Böcke heimsuchen/ (BZä-osasMd Denn der HERR Zebaoth wirt seine Herde heimlichen/nemlich/dasHauß Juda/ Khristi vlid wirt sie zurtchten wie ein geschmückt Rosszzum strcit.Die Ecken/Mgcl/Streit- Chnstushmmchhus orcich. / vnd Treiber/ sollen alle von inen weg kommen/ vnsollen dennoch seyn wie die Rtsen/die den Koht auff der gaffen tretten im streit/vnd sollen streiten/Denn der H ERR wirt mit inen seyn/daß die Reuter zu schänden wcrden.Vnd ich wil das Haust Juda stcrcken/vnd das Haust Joseph erretten/ vnd wil sie wider cynsetzen / Denn ich erbarme mich ir/ vnd sollen seyn wie sie waren da ich sie nicht verstossen hatte/Denn ich der HERR ir Gott/wtl sie erhören. v Vnd Ephraim sol seyn wie ein Rise/ vn ir Hertz sol frölich werden wie vom Wein. Dazu ire Kinder sollens sehen vnd sich freuwen/daß ir Hertz am HERRN frölich sey. Ich wil zu inen blasen vnd sie samlen/denn ich wil sie erlösen/ Vnd sollen sich mehren/ wie sie sich vor gemehret haben. Vnd ich wil sie vnter die Völcker säen/daß sie mein gedencken in fermen Landen/vnd sollen mit iren Kindern leben/vnd wtderkommen. Denn ich wil sie wider bringen auß Egyptenland / vnd wil sie samlen auß Assyrien/ Lxsd. 14. vnd wil sie ins Land Gilead vnd Libanon brittgen/daßman sie nicht finden wirt.Vttd v er wirt durchs Meer der angst gehen/vn die wellen im Meer schlagen/ daß alle tieffe (AngDZash-ißt deß Wassers vertrockenwerden/Da sol denn genidriget werden die Pracht zu Assy- fl/dmT das^o!- rien/vnd das Scepter in Egypten sol auffhören. Ich wil sie stercken in dem H ERRN/ N?/e»ge wÄ daß sie sollen wandeln in seinem Namen/ spricht der HERR. «E» uman-g-hu. Derma- »umgvml'derl rege deßLuä- geli, zu buten. ru»lch. o. Weissagung von verwerffungdeß jüdischen Volcks/vnV Zerstörung deß andern Teinpels/ mit sainpt dem Königreich vnd priesterthumb. Von den drersslg Silberlingen / darumb Lhrr> ftus verrühren vnd verkaufst worden. Huedeme Thür auff/Libanon/daß das ftuwer deine Libanon/W WF Kedern verzehre. Heulet ir Tannen/denn die Kedern sind gefallen/ banoNäuwekäd j vnd das herrlich Gebeuw ist verstöret. Heulet ir Eychen Basan / denn vor¬ der feste Wald ist vmbgehauwen. Man höret die Hirten heulen / denn ir herrlich Gebeuw ist verstöret/Man höret dieiungen Löwen brüllen/ denn die Pracht deß Jordans ist verstöret. spricht der HERR/mein Gott: Hüte der Schlachtschafe/dennireHerren sie/ vnd haltens für keine sünde/verkäuffen sie / vnd sprechen: Gelobt sey der HERR/ich bin nun reich/vnd ire Hirten schonen ir nicht. Darumb wil ich auch nicht mehr schotten der Eynwohner im Lande/spricht der HERR.Vnd sthe/ich wil die Leute lassen einen ieglichen in der Hand deß andern/ vnd in der Hand seines Königes/ daß sie das Land zuschlagen/vnd wil sie nicht erretten von irer Hand. Euange- Vnd ich hütet der Schlachtschafe/vmb der elenden Schafe willen / Vnd nam zu liE Mr zwccn Stäbe / einen hieß ich Sanfft/ den andern hieß ich Weh / vnd hütet der Gesetz. Schafe. Vnd ich vertilget drey Hirten in einem Monden/Denn ich mochtir nicht/ so Wolken sie mein auch nicht. Vnd ich sprach: Ich wil euwer nicht Hüten/Was da stirbt/ das stcrbe/was verschmacht / das verschmachte/ vnd die vbrigen fresse ein ieglichs deß andern Fleisch. Vnd ich nam meinen stab Sanfft/vn zubrach in/daß ich auffhübemeinen Bund/ ? b iii den HcrMophet Xll.Lap. dm ich mit allen Metern gemacht hatte. Vnd er ward aussgehaben deß tages. Vnd die elenden Schafe die auff mich hielten/ merckten dabey daß es deß HERRN Wort < k a p- were. Vnd ich sprach zu inen: Gefellew euch/so bringet her/wte vil ich gelte/Wo nicht/ so laßts anstehen. Vnd sie wugendar/wievil ich galt/dreiffig Silberlinge. Vnd der Ämufst.' " HERR sprach zu mir :Wirffs hin/daß dem Töpffer gegeben werde. Ey eine treffliche sumnra/der ich wehrt geacht bin von inen. Vnd ich nam die dreiffig Silberlinge / vnd warff sie ine Hauß deß HERRN/daß dem Töpffer gegeben würde. Vnd ich zubrach meinen andern stab/Weh/daß ich auffhübe die Brüderschafft zwiseben Juda vnd Israel. * per HERR sprach zu mir: Mm abermal zu dir Gcrehte eines thörichten Hir- ?4. o^tcn/Denn sihe/ich werde Hirten im Lande auffwecken/die das verschmachte nit Bapst- besuchen/das zurschlagene nicht suchen/ vnd das zerbrochene nicht heylcn/ vnd das ge- sunde nicht versorgen werden/Aber das Fleisch der Fetten werden sie fressen/vnd jre Klauwen Missen. O Götzen Hirten/die die Herde lassen. Das Schwert komme auffiren Arm/vnd auffjr rechtes Auge. IrArm müsse verdorren/vndjr rechtes Auge mnckel werden. XII. Lüp. Daß Ifcae!(;u verstehe» die Verfolger der Gemeine Gottes) gestrafft/vnd die Gottselige t» allen Verfolgungen vberwtnden sollen. vom HERRN ober Israel/ ä. Nicht der HERR/der den Himmel außbreitet/vnd die Erde grün- Trost ü*i det/vnd den Qthem deßMenschen in im macht. Sihe/ich Wil Jem- güngdZ!- salem zum Daumelbccher zurichten allen völckern/die vmbher sind/ Denn eswirdtauchIudagelten/wennIerusalembelägert wirdt. Dennoch zurselbigen zcit/wil ich Jerusalem machen zumLaststein allen Vöickem/alle die densclbigen wegheben wöllen/sollen sich dranzuschneiden/ Denn es werden sich alle Heyden auffErdcn wider sie versamlen. In der zeit/spricht der HERR / wil ich alle Rosse scheuw/ vnd iren Reutern bang machen/Aber vber Jerusalem wil ich meine Augen offen haben/vnd alle Rosse der Völcker mit blindheit plagen.Vnd die Fürsten in Juda werden sagen in irem hertzen: Es seyen mir nur die Bürger Jerusalem getrost/in demHERRN Zebaoth irem Gott. Zu der zeit wil ich die Fürsten Juda machen zum feuwrigen Ofen im Holtz / vnd zur Fackeln im Stroh/daß sie verzehren/beyde zur Rechten vn zur Lincken/ alle Döl- cker vmb vnd vmb/Vnd Jerusalem sol auch förter bleiben an irem ort zu Jerusalem. Vnd der HERR wirt die Hütten Juda erretten/wie vorzeiten/auffdaß sich nicht hoch rühme das Hauß Dautd/noch die Bürger zu Jerusalem wider Juda. Zu der zeit wirt der H ERR beschirmen die Bürger zu Jerusalem/ vn wirt gcsche- n hen/daß/welcher schwach seyn wirt vnter inen/zu der zeit/wirt seyn wie Dauid/ Vnd das hauß Dauid wirt seyn wie Gottes Hauß/wie deß HERRN Engel für inen. Vnd -h"» m Verheissung M der zeit werde ich gedencken zu vertilgen alle Heyden / die wider Jerusalem gezogen dcßheyügenGeisig sind. Aber vber das Hauß Dauid /vnd ober die Bürger zu Ierusalcm/Wilich auß- giessen den Geist der gnaden/vn deß Gebets.Denn sie werden mich ansehen/welchcn ftne zustochen Haben/Vnd werden in klagen wie man klaget ein einiges Kind/vn wer- den sich vmb in betrübcn/wie man sich betrübt vmb ein erstes Kind. Zu der zeit wirt grosse klage seyn zu Iemsalem/wie die war bey Hadadrimon im 4-Res-^ felde Megiddo.Vnd das Land wirt klagen/ein ieglich Geschlecht besonders.Das Ge<' schlecht deß Hauses Dauid besonders/vnd ire Weiber besonders.Das Geschlecht deß hausesNathan bcsonders/vnire weiber besonders.Das geschlecht deß hausesLeut be- sondcrs/vn ire weiber besonders. Dz geschlecht Simei besonders/ vn ire Werber besom ders.Also all ander vbrige gschlecht em iglichs besonders/vn ire weiber auch besonders. Von per- k»!M. bm'g der sün- dcuvuterdew Luaugeljo. -AaMkM. XIII. §üp. I4§ xm.Lap. Von Vergebung der Sündc n vnS außrotwna dec Abgörterex. Vom Leiden Lhrtstt/ver- »Heilung der Aposteln/Vnd dem Lceuye/dsvurch alle Gläubige wle Gold geleutert werden. V derzeit wirt das Haus; Damd vnd die Bürger zu Jerusalem einen freyen offenen Born haben wider die Sünde vnd vnreinigkeit. In der zeyt/spricht der HERR Zebaoth / wtl ich der Götzen Na- Khrlsti men außrotten auß dem Lande / daß man jr nit mehr gedencken sol/ Dazu wtl ich auch die Propheten vnd vnretnen Geister auß dem Lande treiben. Daß also gehen sol/ wenn jemand weiter weiffaget/sollen seine Vatter vnd Mutter/die jn gezeugct habcn/zu jm sagcn:Du solt nit lebcn/denn du redest falsch im Namen deß HERRN.Vnd werden also Vatter vn Mutter/die in gezeuget haben/ ju zustcchen/ wenn er weissaget. Reg. .s. Denn es sol zu der zeyt geschehen/ daß die Propheten mit schänden bestehen/ mit iren Gcsichten/wenn sie davon weiffagen/Vnd sollen nicht mehr ein rauchen Mantel v anziehen/damit sie betriegcn/Ssndem wirt müssen sagemIch bin kein Prophet/son- dern ein Ackerman/Denn ich habe Menschcn^gedienet von meiner jugendauff. So IEere.Ichkitttejs man aber sagen wirt zu im: Was sind das für wunden in deinen hendenkWirt ersa- eigm voü meiner^ gen: So bin ich geschlagen im Hause dere/dic mich lieben. Aa-th Khwert/mach dich auffober meinen Hirten/ vnd vber den Mann / der mir der Weissagung D ist/spricht der HERR Jebaoth.Schlage den Hirten/so wirt dieHcrd sich zusireuwm/ So wil ich meine Hand kehren zu den kleinen. Vnd sol geschehen/in wel¬ chem Lande (spricht der HERR)zwey theil sind/die sollen außgcrottet werden vnd vn- tergehcn/Vnd das dritte theil sol drinnen vberbletben. Vnd wil dassclbige dritte theil durchs feuwer führen vnd leutern/wie man Silber leutert/vnd fegen/wie man Gold feget. Die werden denn meinen Namen anruffen/ vnd ich wtl sie erhören. Ich wtl sa¬ gen: Es ist mein Volck. Vnd sic werden sagen: HERR mein Gott. xmi.Lap. Dom gusssen täge deß HERRN/vud dem Reich Lhrlftk'/welcheo durch dos Euangetlum ir» alle Welt oußgebrerrec werden/vie Heyden ;n Gorr bekehren/vnd also das Testament er» end« nemmenst)!. Me/es kommet dem HERRN die zett/daß man desi Weissagung neu Raub außrheilenwirtindir. Denn ich werde allerley Heyden wider Jerusalem samten zum streit. Vnd die Statt wirt gewonnen/ die Häuser geplündert/vnd die Weiber geschendet werden. Vnd die helffte der Statt wirt gefangen weggeführt werden/vud das vbrige Volck wirt nicht auß der Statt außgcrottet werden. ^tBer der HERR wirt außziehcn/vn streiten wider dieselbigen Heyden/gleich wie er zu streiten pflegt zur zeit deß Streits. Vnd seine Füsse werden stehen zu der zeit s-yn"" " auffdem ölberge/der für Jerusalem ligtgegenMorgen/Vnd der ölbergwirt sich mit- merne» Berge«) tcn entzwcy spaltcn/vom Auffgang bißzum Nidergang/sehr wcitvon einander/ daß Z7AEA- sich eine helffte deß Berges gegen Mitternacht/vnd die ander gegen Mittage geben LursMenist. Amosi. Wirt. Vnd ir werdet fliehen für solchem Thal/zwifthen^ meinen Bergen/Denn das (Tüg)Das Euan- Thal zwischen den Bergen wirt nahe hinan reichen an Azal/Vnd werdet fliehen/wie fM^t^noMech! jr vor zelten flöhet für dem Erdbeben zur zeit Vsia deß Königs Juda. Da wirt denn v kommen der HERR mein Gott/vnd alle Heylrgcn mit dir. l,ch G°ttcsd,eustg/. mange- Zu der zeit wirt kein Liecht seyn/ sondern kalte vnd frost. Vnd wirt em § Tag seyn b iiij derbem Aer Prophet HaA. X1111. Lap. der dem HERRN bekannt ist/ weder tag noch nacht / vnd vmb den Abend Wirts liecht seyn. Zu der zeit werden frische Wasser auß Jerusalem fliessen/die helffte gegen das Meer/gegen Morgen/vnd die ander helffte gegen das eusserste Meer / Vnd wirt wä- ren/beyde deß Sommers vnd Winters. Vnd derHERRwirtKönigseynvberalle Land.Zu derzeitwirt der HERR nur U^i einer seyn/vrrd sein Name nur einer.Vnd man wirt gehen im gantzen Lande vmb wie Äch.' auffeinem Gefilde /von Gibca nach Rimon Zu gegen Mittag zu Jerusalem/ Denn sie wirt erhaben vnd bleiben werden anjrem ort/vom Thor Benjamin biß an den ort deß ersten Thors/biß an das Eckthor/vnd vom Thurm Hananeel biß an deß Kö¬ nigs Kelter. Vnd man wirt drinnen wohnen/vnd wirt kein Bann mehr seyn / Denn Jerusalem wirt gantz sicher wohnen. Strasse der Tyran-ö6^Nd das wirt die Plage seytt/damitderHERR plagen Wirt alleDölcker/so wi- V»v -kren Jerusalem gestritten haben/ Zr Fleisch Wirt verwesen/also/daß sie noch auff wen Füssen stehen/ vnd jre Augen in den Löchern verwesen / vnd -re Junge im Mauk verwese. Iudcrzeitwirt der HERR ein groß getümmcl vntcr -'nen anrichtcn/ Daß einer wirt den andern bey der Hany fassen/vnd seine Hand auff deß andern Hand legen. DennauchZuda wirt wider Jerusalem streiten/Daß versamlet werden die Güter aller Heyden/die vmbher sind/Gold/Silber/Kleider/vber die maß vil. Vnd da wirt denn diese Plage gehen vber Rossz/ Mäuler/Kameel/ Esel/vnd allerley Thier/die in demselben Heer sind/wie jene geplagt sind. A6^»Nd alle vbrigen vnter allen Heyden/die wider Jerusalem zogen/ werden Mich e c^herauffkommen / anzubeten den König/ den HERRN Zebaoth / vnd zu halten das Laubhütten Fest. Welche Geschlecht aber auff Erden nicht herauff kommen wirt gen Zerusalem/anzubeten den König/den HERRN Zebaoth/vber die Wirts nicht re- G, M vndMuw, genen. Vnd wo das Geschlecht der Egypter nicht herauff zöge vnd käme/so Wirts vber sie auch nicht regenen. Das wirt die Plage seyn/damit der HERR plagen wirt alle Heyden/die nicht herauffkommenzu halten das Laubhütten Fest/ Denn das wirt ei¬ ne fände seyn der Egypter vnd aller Heyden/die nicht herauffkommenzu halten das LaubhüttenFest. Iuderzett wirt die Rüstung der RossedemHERRNHeyligseyn/Vudwerden ImEmn- dteKesselimHausedeßHERRNgleichseyttwtedieBeckenfürdemAltar. Denn es werden alle Kessel/beyde in Jerusalem vndZuda/dem HERRN Zebaoth heylig seyn/ Also/ daß alle die da opffern wollen/ werden kommen / vnd dteselbige nemmen / vnd drinnen kochen/Vnd wirt kein Kananitcrmehrseyn im Hause deß HERRN Zebaoth zu der zeit. Ende deß Propheten SacharIa. «Rechte/reine ^Oanckoxffer. Hefen Maleacht halten die Ebret/ er sey der Cf- 8 ragewesen/Daslassenwir sogut seyn/denn wir nichts ge- wissesvonjm haben können. Dndas/sovielauß seiner Weissagung zu nemmcn/ist er nicht lang vor Christus gebürt/vnd freylich der letzt Pro¬ ff pher gewest/ Denn er ja spricht im andern Capitcl / daß Christus der D HERR bald kommen solle. N Vnd ist ein feiner Prophet / verschöne Sprüche hak von Christo/ N vnd demEuangelio/welches er nennet/ein rein Dpffer in aller Welk. Denn durchs Euangeliumwirdt Gottes gnade gepreisek/welches ist das rechte/reine Danckopffer. Item/er missagetvon der zukunfftIohan- nis deß Johannes rus deßT'cuffers/wie cs Christus selbe/ Matth, n. deutet/vnd Iohannem seinen Engel vnd EliaM der Täuffer. nenncl/davvn Malcachi schreibet. Äber das schrlt er auch sem Volek harr/darumb/daß sie den Priestern nicht gaben sren Zchcndcn vnd andere pflicht. Vndwenn sie schon gabcu/so gaben sie es mit allen vntrcuwen / als vngcsunde/ vri- tüchtigc Schafe/vnd was sie selbe nicht mochten/das mußte den armen Pfaffen vnd Predigern gut seyn. Wiece denn zu gehen pflegt/daß/wo recht Gottes wort vnd kreuwe Prediger sind/die müssen TEwe Prediger hunger vnd not leiden/falsche Lehrer müssen smmerdie fülle haben. Wiewol die Priester mit solchen -Opffc rn auch gescholten werden / daß sic es annamen vnd opfferten/Das thet der liebe Geiß» dreMe! Aber Gott zeiget hie an / daß er deß grossen vngcfallen habe /Vnd heißt solche vntreuw vnd boß- heit ein schmach/diejmsclbs geschehe. Darumber auch snendräuwek/Er wolle sie lassen/vnd die Hey¬ den anncmrncn zum Volek. schilt er die Priester sonderlich / daß sie Gottes wort fälschetcn / vnd vntreuwlich lehre- damit vicl verführetcn. Vnd mißbrauchten sres Priesterlichen Ampts/ Daß sie nicht straffetcn diejenigen/so vntüchtig ding opfferten/oder sonst nicht fromb waren/sondern lobe- ken vnd sprachen sie fromb/ damit sie nur Dpffcr vnd genieß von jnen kriegten. Also hak der Geiß vnd Bauch sorge jmmcr schaden gethan dem wort vnd dienst Gottes/vnd macht immer Heuchler auß Pre¬ digern. Auch schilt er sie/Daß sie jre Weiber betrübten vnd verachteten/damit jrDpffcr vnd Gottes¬ dienst auchvervnreinigtcn.Denn rmGesenMosewar cs verkokten Gott zuopffern betrübte Dpffer/ vnd die betrübt waren thursten nicht opflern/noch von Lpffern essen. Des; waren dicnunvrsache/ welche jre Werber betrübt vnd wemcn machten» Vnd wollen sich Abrahams Exempcl he- hclffen/dcr ferne Hagar mußte außtrciben vnd bctrüben/Abcr er chers nicht auß mukwillln/Glerch wrc er sie auch nicht auß fürwitz zur Ehe genommen hakte» Mcr Prophet UaleaDi. Der Prophet strafft die vndanckbarkest deß Volcks/welchem der HE'dtdl grosst: woltha- ten bewlfen/vnv sie fampr den exgennüylgen Priestern also vilrrenwllü) nu c den ^»pffern vmp- gehen/ nur neben vermeidung/daß der auch von den Heyden errannr / angeraste» vnv geehrr werden solle. tzerUrsphtt I. Lap. AH ist die East/dic der- HERR redet wider Israel durch Mleacht. Kh hab euch lieb/ spricht der HERR. So sprecht jr: Womit hastu vns !reb?Ist nicht Esau Jacobo Bru- der/spricht der HEM Noch habe ich Jacob lieb/vnd Haffe Esau/vnd habe seine Gebirge öde gemacht/ vnd sein Erbe den Drachen zur Wüsten. Vnd ob Edom sprechen würde: Wir sind verderbt/Aber wir wollen das wüste Wider erbauwen. So spricht der HERR Zebaoth also: Werden sie bauwen / so wil ich abbrechen/vnd sol heissen die verdampte Grentze/vnd ein Volck/vber das der HERR zürnet ewiglich/Das sollmeuwere äugen sehen/vnd werdet sagen: Der HERR ist herrlich in den Grentzen Israel. ^E*In Son sol fernen Vatter chren/vn ein Knecht seinen Herrn/Bin ich nun Vat- Exov, ». c^O/ter/wo ist mein ehre?Bin ich Hcrr/wo fürcht man mich ? spricht der HERR Ze¬ baoth zu euch Priestern/dte meinen Namen verachten. So sprecht jr: Womit verach¬ ten wir deinen Namen? Damit/daß jr opffert auffmeinem Altar vnrein Brot. So sprecht jr: Womit opffern wir dir vnreines? Damit/daß jr sagt: Deß HERRN Tisch ist veracht/Vnd wenn jr ein blindes opffert/ so muß nicht böse heiffen / vnd wenn jr em lames oder kranckes opffcrt/so muß auch nicht böse heiffen. Bring cs deinem Fürsten/ was gilts ob du jm gefallen werdest/Oder ob er deme Person ansehcn werde? spricht der HERR Zebaoth. So bittet nun Gott / daß er vns gnedig sey/ Denn solches ist geschehen von euch, s Meinet jr er werde euwere Person ansehen/spricht der HERR Zebaoth ? Wer ist auch vnter euch/der eine Thür zuschliesse?Ir zündet auch meinem Altar kein feuwcr an vm sonst/Zeh habe kein gefallen an euch/jpricht der HERR Zebaoth/Vnd das Speißopf- fcrvon euwernHendenistmir nicht angeneme. §^ lBer vom Auffgang der Sonnen biß zum Nidergang sol mein Name herrlich ^swerden vnter den Heyden/vnd an allen orten sol meinem Namen geräuchert/ vnd ein rem Speißopffer geopffert werden. Denn mein Name sol herrlich werden vnter den Heyden/spricht der HERR Zebaoth. Jr aber entheyliget jn/ damit / daß jr sagt: Deß HERRN Tisch ist vnheylig/vnd fein Opffer ist veracht/sampt seiner speise. Vnd jr sprecht: Sthe/ es ist nur müde / vnd T- schlahets in den Wind/spricht der HERR Zebaoth. Vnd jr opffert das geraubt / lahm AEM vnd kranck ist/vnd opffert denn Speißopffer her. Solt mir solchs gefallen von euwer Lm. v. Hand/ spricht der HERR: Verflucht sey der vortheilische/der in seiner Herd ein Män- ltn hat/vnd wenn er ein Gelübd thut/opffert er dem HERRN ein vntüchttges/ Denn ich bin ein grosser König/spricht der HERR Zebaoth/vnd mein Name ist erschrecklich vnter den Heyden. n.Lap. a Gegen)Euwergur vnd alte habe/damit ich euch gesegnet vnd begabt hatte. b Rot) Das Priester, thum/wie er hie dräu, ivet/hater von sncn genommen / vnd die Hefen oderkot davon gelassen/das; ste nun njchtsgelten. wie die Priester ,rer straffe ;ugewarten/wo ste srem habenden Gesetze vnd Göttlichem des fehl nicht nachkommen/vaß auch das Volck sich Heidnischer Weiber enteussern/ vnv die jrige nit sollen verachten. 8 Nd nun jr Pricster/dls; gcbott gilt euch/ Wo jrs nicht hören noch zu Hertzen nemmen werdet/daß jr meinem Namen die i ehre gebt/spricht der HERR Zebaoth/so werde ich den Fluch vnter euch schicken/vnd euweren" Herr zugeordnce hat/ vnd dein Gesellin ist/ ' der du dich verpflicht lasse siefahren/spricht derHERR Gott Israel/vnd gebe lr eine Decke deß freffeis von seinem' Kleyde/spricht der HERR Zebaoth. Darumb so sehet euch für für euwerem Geist/vnd verachtet sie nicht. machet den H ERRN vnwillig durch euwer redenSo sprecht lr: Womit ma- Machen wir ln vnwilligtDamit daß lr sprecht/wer böses thut/der gesellt dem HER REN/vnd er hat lust zu denselbigen/ Oder wo ist der Gott der da straffet m.Lap. Von derzukanffc Chrlstl/vud seinem Vorlauffer/von auffhebuttg deß LeMEHen P rlestec- thnmbs/vnd wie Vas Luangelron Buß vnd Vergebung der fänden lehren werde. Das Volek sol die Sehenden vnd Gssffer rreuwllch leisten. Von vuterscherd der Gottsfärchttgen vnd Gottlosen. - - - - - - . . denn von fm alle IS-- denkomen.^)erselbi- R machet den HERRN vnwillig durch euwer redeu So sprecht lr: Womit ma- LA§^72 frthut/sonder daß ev Gott Minder zeugt-» te. (Rlexde)Weil sss von dir geschmecht/ »sts billich daß ste vK dir zu ehren gekleidet »vcrde / als die dein «reibgcwest ist/vnd tut so schendtlich ins Iße ich wrl memm Engel senden / der für mir her den " weg bereite sol.Vnd bald wirt komm zu seinem Tempel derHERR/ LerÄr. den lr suchet/vnd der Engel deß Bunds/deß lr begeret. Sihe/ey kom met / spricht der HERR Zebaoth: Wer wirdt aber den tag seiner zu- kunfft erleiden mögenkVnd wer wirt bestehen/ wenn er wirt erschei¬ nend Denn er ist wie das feuwer eines Goldschmids/vnd wie die Seiffe der Wäscher. Er wirt sitzen vnd schmeltzen/vud das Silber reiuigen/Er wirt die Kinder Leui reini¬ gen vnd leutern wie Gott vnd Silber/Denn werden sie dem HERRN Speißopffer bringen in Gerechtigkeit/vnd wirt dem HERRN wolgcfallen das Speißopffer Ju¬ da vnd Ierusalem/wie vorhin vnd vor langen larcn. 8^KNd ich wil zu euch kommen vnd euch straffen/ vn wil ein schneller Zeuge seyn wi- o^Ader die Zauberer/Ehebrecher vnd Mineydigm/vnd wider die so gemalt vnd vnrecht Lhutt den Taglöhnem/Wittwen vn Waisen/ vnd den frembdlmgm drücken/ vnd mich Lm,». Ende deß Propheten Mleacht. vnd mich nicht fürchten/spricht der HERR Zebaoth. Denn ich bin der HERR/ der nit Sers Nicht ändert/" leugct/Vnd cs sol mit euch Kindern Jacob nicht gar auß seyn. Ä-rs dabey bleiben ^oliRseyt von euwererVätter zett an imerdar abgewichen von meinen Gebotten/ Vermg, ^^vnd habt sie nicht gehalten. So bekehrt euch nun zu mir / so wil ich mich zu euch "S" b auch kehren/spricht der HERR Zebaoth.So sprecht ir:Worinn sollen wir vns bekeh- dEEm AA reukZsts recht/daß ein Mensch Gott teuschet/wie ir mich teuschetkSo sprecht jr:Wo ftcn7das ergfte/vttd Mit keuschen wir dicht Am Zehenden vnd Hcbopffer. Darumb seyt ir auch verflucht/ auch wo gat mchtd. Ech altes vnter den henden zurinnnet.Denn ir teuschet mich allesampt. Bringet aber die Zehenden gantz in mein Kornhauß/auff daß in meinem Hause 8 Speise sey/Vud prüfet mich hierinn/spricht der HERR Zebaoth/ ob ich euch nicht deß , Himmels Fenster auffthun werde/vnd Segen herab schütten die fülle. Vnd ich wil (5resser)Meswas für euch den ^Fresser schelten/daß er euch die Frucht auff dem Felde nicht verderben dem Rom schaden ^t/Wd her Weinstock im Acker euch nicht vnfruchtbar sey/ spricht der HERR Je- )aorh.Daß euch alle Heyden sollen selig preisen/Den ir sollet em wehrdes Land seyn/ sprickt der HERR Zebaoth. LrberMts Nicht. cMR redet hart Wider mich/spricbt der HERR. So sprecht ir: Was reden wtrwi- DMder dicht Damit/daß ir sagt: Es ist vmb sonst/ daß man Gott dienet / Vnd was nützt es/daß wir sein Gebott halten/vnd hart leben für dem HERRN Zebaoth füh- renk Darumb preisen wir die Verächter/ Denn die Gottlosen nemmen zu / sie versu¬ chen Gott/vnd gehet inen alles wol hinauß. §ABer die Gottsfürchtigcn trösten sich vnternander alfo:Der HERR merckts vnd ^Atzörets/vnd ist für im ern Denckzede! geschriben für die so den HERRN förchtcn/ vnd an seinen Namen gedencken. Sie sollen (spricht der HERR ZebaotlMß tages/ denichmachenwil/meineigenthumbseyn/Vndtchwil ir schonen wie ein Mannsei- nes Sons schonet/der im dienet.Vnd ir solt dagegen widerumb sehen/was für ein vn- terschcid sey zwischen dem Gerechten vnd Gottlosen/vnd zwischen dem/ der Gott die- net/vnd dem derim nicht dienet. IIII.Qp. Strsffs vber die Gottlosen/vnd herrligkett der Gottsfärchtig«n/am erschreckliche» tage deß HERRN. Vom Ampt deß Vorlauffers Lhristt. A Enn srhe/ cs kommet ein tag / der brennen sol wie ein z Ofen/Da werden alle Verächter vnd Gottlosen stroh seyn/vnd der künfftigtagwirtsteanzündcn/sprichtderHEMZebaoth/vndwirt inen weder Wnrtzel noch zweig lassen. Luch abcr/die ir meinen Na- Reich A menförchtct/solauffgehen dieSonnderGercchtigkeit/vnd hcyl vnter deffelbigen Flügeln. Vnd sr soltauß vnd cyngehen/vnd zunemcn wle die Mast- kälber. Zr werdet die Gottlosen zukretten/denn sie sollen Aschen vnter cuwerm süssen wcrdcn/deß tageo/den ich machen wll/spricht der HEM Zebaoth. -Q Edcnckt deß Gcsetzs Mose meines Knechts/ das ich im befohlen habe auff dem ^9Bergc tzoreb/an das gantzc Zsrael/sampe den Gebotten vnd Rechten. Gihe/ich wil cuch senden den Propheten Llia/che denn da komme der grosse vnd schreckliche tag deß HERRN. Der sol das Hertz der Dätter bekehren zu den Kindern/ vnddasHcrtzderKinderzuiren Sättern/Daßichnicht komme/ vnddaoErdtreich mit dem Bann Apocrypha/ ApscrppharMassüid BWcrssycr Hetlrgcn Schrlfft ntcht gleich gehalten / vnd doch nütz- lich vnd gut zu lesen sind/Alo ncmlich: l Judith. Ik Sapientta. HI. Tobias. HH. Sprach. V. Baruch. VI. Maccabeorum. VIk. Stückln Esther. VIII. Stück in Daniel. !5! Vorrede ausfdas BuK Uudtch. O man die Geschichte Judith kündte auß be- wättm gewissen Historie beweisen / so werc es ein edel fein buch/ dz auch billich in der Biblie ftyn solte/Aber es wil sich schwarlich , reimen mit den Historien der heilige Schrifft/sonderlich mit Icrcmia > vnd Esra/welcheanzeigen/wie Jerusalem vnd das gantzeLand verstö- M ret gewesen / vnd darnach kümmerlich wider erbauwet worden sind/zu der zeit der PersenMonarchia/welchealles Land innen hattenvmbher. Dawider schreibt diß Buch im i.Capikel/Daß der König Ne- bueadNezar zu Babylon habe solche Land allererst fürgenommenzu gewinnen / Vnd macht den wahn /alssey diese GeschichtevorderIü- den gefengknrß vnd vor dcrPersen Monarchia geschehen. Widerurnsagt Philo/sie sey nach der wider- kunfftvnd heymfahrt der Juden au ß Babylon vnter König Assuero geschehen / zu welcher zeit dieIü- den weder Tempel noch Jerusalem erbauwet/noch Regiment hakten. Bleibt also der jrrkhumb vnd Imhumbderjeu. zwciffel/beyde/der gezeiten vnd namen/daß ichs niergend kan zusammen reimen. ^VTlichewollen/ es sey kein Geschicht / sondern ein Geistlich schön Getichk/einesheyligen Geist- reichen Manns/der darinn hab wöllen mahlen vnd fürbilden deß gantzen Jüdischen Volcks ^8-^GlückvndSig wider alle jre Feinde/von Gott alle zeit wunderbarlich verliehen. Gleichwie Salomo in seinem Hohenliede auch von einerBrauttichtctvndsinget/vnddochdamitkeinePerson Hohelied Salomo, noch Geschichte/sondern das gantz VolckIsrael/meynek. Vnd wie S.Iohannes in Apoealypsi/vnd ApocalypfleIohan. Daniel/vil Bilder vn Thiere mahlen / damit sie doch nicht solche Personen/sondern die gantzen Christ¬ lichen Kirchen vnd Königreiche meynen. Vnd ChristusvnserHerr selbe gern mit Gleichnissenvnd Gleichnisse imE»ubrechensey/de»n da sie sich an »rem Gort versündigt/ vndwlrr verwegen gefangen. Nd cs' ward den; Holofcrm/dem Feldhaupkmasi von x Affyrien/angcsagt/daß die Kinder Israel sich rüsteten/ vn sich wch< ren wolten / vnd wie sie die klippen am Gebirge eyngenommen het- ten. Da ergrimct Holofernes/ vnd fordert alle Obersten vn Häupt- leute der Moabiter vnd Ammoniter/vnd sprach zu jnen: Saget an/ was ist drß für ein Volck / das im Gebirge wohnet k was haben sie für grosse Stätte? was vennögensie/vnd was für Kriegßvolck vnd Könige haben sie k daß sie allein/für allen andern im Morgenland / vns verachten / vnd sind vns nicht entgegen gangen/ daß sie vns annemen mit friede? Achior. (A^A antwortet Achior/ der Oberste aller Kinder Ammon / vnd sprach: Mein (^DHerr/wiltdues gerne hören/so wilich dir diewarheit sagen / was diß für ein 7»^. Volck fty/das im Gebirge wohnet/ vnd dirnicht liegen. DißVolckistaußMal- dea Herkommen / vnd hat erstttch in Mesopotamien gewöhnet / denn sic wolten nicht folgen den Göttern jrer Vättcr in Khaldea. Darumb verliessen sie die sitten jrer Vätter/welchc vil Götter hattemauffdaß sie dem einigen Gott deß Himmels dienen möchten/welcher jnen auch gebot zu ziehen von dannen / vnd zu wohnen in Haram. Da v Da nun in allen den Lande chenwre zett war/reysetcn sie hinab in Egyptenland/ Genest, da ist ir in vier hundert jaren so vil worden/ daß man sie nichtzehlen kundte. Da aber der König in Egypten sie bcschwarte mit Erde führcn/vn Aegel machen/seine Stät¬ te zu bauwcn/rieffen sie zu jrem HERRN/der schlug gankz Egypten mit mancherlei) Plage. Da nun die Egypter sie von sich außgestoffen hatten/ vnd die Plage von inen abließ/vnd wolten sic wider sahen / vnd zum dienst ins Land führen / thatinen Gott dcß Himmels das Meer auff/ also / daß das Wasser auffbeyden selten fest stund / wie cine bNauwer/vnd sie giengentrockensfusses auffdeß Meres grundt/vnd kamen Exsv .4. davon. Da aber die Egypter inen mit irem gantzen Heer nacheyleten/wurden sie alle ersaufft im Mer/also/daß auch nicht einer wcre vbcrblieben/dcr es hette können nach sagen. Exov. Vnd da diß Volek auß dem Roten Mer kam / lagert es sich in der Wüsten deß Berges Sina/ da zuvor kein Mensch wohnen noch sich enthalten kundte. Da ward das bitter Wasser süsse/ daß sie cs trincken kundtcn / vnd kriegten Brot vom Himmel vicrtzig jar lang. Vnd wo sie zogen/on bogen/pfcyl/schilt/vnd schwere/ da stritte Gott für sic/vnd sigcte. Vnd niemand kundte diesem Volck schaden thun/on allein wenn es abwiche von dcn Gcbotten deß HERRN seines Gottes/Denn so offt sic äusser irem Gott einen andern anbeteten/wurdcn sie erschlagen/vnd weggeführt mit allen schän¬ den. So offt aber sie es reuwete / daß sie abgewichen waren von den Gebotten ires Gottes /gab inen der Gott deß Himmels widerumb Sig wider ire Feinde. e Darumb vertilgeten sie der Kananiter Könige / den Iebusiter / den Pheresiter/ den Hcthiter/den Heuiter/ den Amoriter/vnd alle gewaltigen zuHesebon/vn namen ir Land vnd Statte cyn/vnd gicng inen wol/ so lang sie sich nitversündigeten an irem Gott/Denn ir Gott hasset das vnrecht.Sie sind auch vor diesen zetten offt vertrieben von vilen Völckcrn/vnd wcggeführct in frcmbde Lande/ darumb/daß sie abgewichen waren von dem Gebott/das inen Gott gegeben hatte/daß sie darinne wandeln sot¬ ten. Aber sie sind neuwlich wider körnen auß dem elend / darinn sie waren/ nach dem sie sich wrder bekehret haben zum HERRN irem Gott / vnd haben sich wider gesetzt in diesem Gcbirge/vnd wohnen widerumb zu Ierusalem/da ir Heyligthumb ist. Darumb mein Herr/laß forschen/ob sich diß Volck versündigt hat an irem Gott/ so wollen wir hinauff ziehen/vnd ir Gott wirdt sie dir gewißlich in die Hände geben/ daß du sic bezwingest. Haben sie sich aber nicht versündiget an irem Gott / so schaffen wir nichts wider sie/ Denn ir Gott wirt sie beschirmen / vnd wir werden zu spott wer¬ den dem gantzen Lande. Achior solches geredt hatte/wurden alle Hauptleute dcß Holofernis zornig/ (^L^vnd gedachten in zu tödten. Vnd sprachen vntcrnander: Wer ist dieser/der sol¬ ches sagen darff/ daß die Kinder Israel sich sotten erwehren wider den König Mbu- cadMzar vnd sein Kriegßvolck k Sind es doch eytel nackete Leute/ vnd keine Krieger. Daß aber Achior sehe/daß er gelogen habe/ so laß vns hinauffziehen / vnd wenn wir ire beste Leute fahen/fo wollen wir Achior mit inen erstechen laffcn/auffdaß alle Völ- cker innen werden/daß MbucadNezar ein Gott deß Landes sey/vnd kein ander. v I. Lap. Achior wirst dein Jüdische» Volck;a Nethulia vberautworret/vud er zeigt >nen alle» handel an/darauß sie bewegt werden ;n Gorr vmb hülffe zu ruffen. Arnach ergrünet Holofernes auch vber den Achior/ vnd sprach: Wie darffstu vns weissagen/daß das Volck Israel sol¬ le von seinem Gott schütz haben k Wenn wir sie aber nun schlagen wie einen einigen Menschen/so wirst« sehen daß kein ander Gott ist/ denn allein NebucadNezar / Vnd denn sottu auch durch der As- c iij syrer AasBuK VI. Lap. syrer Schwerdt mit /nm erstochen werden/ vnd gantz Israel sol mit dir vmbkommen. So wirstu denn innen werdcn/daß NebucadVezar ein Herr sey aller Welt/ wenn du mit meinem schwert erstochen wirft / vn ligst vnter den erschlagenen Israel/vnd mußt sterben vnd verderben. Meynestu aber daß deine Weissagung gewiß ist / so darffstu nicht erschrecken noch erblassen.Wie es inen gehen wtrt/so so! cs dir auch gehen/Denn ich wil dich jetzt zu jncn schtcken/daß ich dich mit juen straffe. ^^A befahl Holoftrues seinen Knechten / daß sie Achior greiffen solten / vnd hitt- <^Deyn gen Bethulia führen/ in die Hände der Kinder Israel. Vn die Knechte Ho- lofernw griffen jn. Vnd da sie vbers Blacbfeld ans Gebirge kamen/ zogen gegen jnen herauß die Schützen. Da wichen sie auff eine feiten am Berg/vnd bunden Achior an einen Baum / mit Händen vnd süssen / vnd stiessen jn hinunter /vnd liessen jn also hangen/vnd zogen wider zu jrem Herrn. Aber die Kinder Israel kamen herunter von Bethulia zu jm/vnd machten jn loß / vnd brachten jn hineyn gen Bethulia / vnd süh¬ nten jn vnter das Volck/ vnd fragten jn: Wie das zugangen were/warumb jn die As¬ syrer gehengthettenk Osias. AVr selbigen zeit waren die Obersten in der Statt/ Osias / der Son Micha/vom 6 Kharmi. 'IStam Simeon / vnd Kharmi/ der auch Othoniel hieß. Für diesen Eltesten vnd Achior. für allem Volck / sagte Achior alles was jn Holofernes gefragt / vnd was er geant¬ wortet hetke/vnd daß jn Holoferms Leute vmb dieser antwort willen hettcn tödten wöllen/Aber Holofernes hette befohlen/man solt jn-den Kindern Israel vberantwor- ten/auff daß/wenn er die Kinder Israel geschlagen hett / daß er jn / den Achior / auch wölte straffen vnd vmbbrmgen/ darumb/daß er gesagt hatte: Der Gott deß Himels Würdest schützseyn. Da Achior solche gesagt hatte / fiel alles Volck auff jr angesicht / vnd beteten den Gebctt HERRN an/wcyneten alle zugleich/vnd beteten zum HERRN/vnd sprachen: HERR der Adenz, Gott deß Himmele vnd der Erden / Sihe an jrcnhohmut/ vnd vnser elend / vnd sihe deine Heyl'igen gnädiglich an/ vn beweise/ daß du nicht verleßt die auff dich trauwen/ vnd stürtzest die auff sich vnd auff jre macht trotzen. Also Mimten vnd beteten sie den gantzen tag/vnd trösteten den Achior/vnd spra¬ chen : Der Gott vnftrer Vätter/deß macht du gepreiset hast/wirt dirs also vergelten/ daß sie nicht jren tust an dir sehen/ Sondern daß du sehest/wie daß sie geschlagen vnd vertilget werden. Vnd wenn vns der HERR vnser Gott errettet / so sey Gott mit dir vnter vns/Vnd wiltu/so soltu mit alle den deinen bey vns wohnen. nun das Volck wider von einander gieng/führet jn Osias mit sich in sein OLHHauß/vnd richtet ein groß Abendmal zu/vnd bat zu jm alle Eltesten / vnd leb¬ ten wol / nach dem sie lang gefastet hatten. Darnach ward das Volck wider zusam¬ men gefordert/vnd baten vmb hütffe von dem Gott Israel in der versamlunge die gantze nacht. Vll.Lap. Holofernes belagert Verhüllen / das Volck ruffr zu Gortdemöttglich / der Feind nrmpt snen das wasser/daß sie grosse not leiden/ das Volck Wirt vngedülttg / verzagt, vnd wollen sich erge¬ ben / Osias dec Priester redt fnen tröstlich zu / vnd feyr der Gnade Gortes em zrel fönff tage lang. Eß andern tagcs gebot Holofernes fernem Kriegss L volck / daß man auffseyn solte wider Bethulia. Vnd hatte hundert vnd zwentzigtausend zu Fuß/vndzwölff tausend zu Rossz/on den Haussen / den er gewehlet hatte an jedem ort / wo er ein Land eynge- nommen hatte. Dieses Krtegßvolck rüstet sich alles wider die Kinder Israel/ vnd sie lägerten sich oben auffdcn Berg gegen Dothaim /von Belma an btß gen Khelmon / das da ligt gegen Esdrelom. Da nun O Audlch. v ii. Lap. ,54. nun die Kinder Israel das grosse Volek der Assyrer sahen / fielen sie auffdie ^LsErden/vnd legten äschen auffjre Häupter/vnd baten alle zugleich/daß der Gott Israel feine Barmhertzigkeyt erzeigen wölte vber sein Volek. Vnd sie rüsten ten sich mit jren Waffen/vnd namen die klippcn eyn am Berge / vnd bewarten sie tag vnd nacht. aber Holofernes vmbher zeucht/mercket er/ daß ausserhalb der Statt gegen (^LDMttag ein Brunn war/wclcher durch Röhren in die Statt geleitet war/die- Röhrwasser, ft Rören hieß er abhauwcn.Vn wiewol sie nit ferrn von der Mauwer kleine Brünn- lin hatten da sie heymlich Wasser holcten/ so war es doch kaum so viel / daß sie sich da¬ mit laben kundten. v Darumb kamen die Ammoniter vnd Moabiter zu Holoferne/vnd sprachen:Die Kinder Israel thüren sich nicht gegen vns wehren/Sondern halten sich auffin den Bergen vnd Hügeln / darunter sic sicher sind. Darumb laß nur die Brunnen ver- warm/daß sie nit Wasser holen mögen/so müssen sie on Schwcrdt sterben/ Oder die not wirt sie dringell daß siedle Statt vbergeben müssen/welche sie rmynen daß sie nicht zu gewinnen sey/ weil sie in den Bergen ligt. Dieser raht gefiel Holofernes vnd seinen KriegßLeuten wol / vnd legt je hundert zu jeglichem Brunn. man nun zwentzig tage die Brunnen vcrwam hatte/hatken die von Bethm üa kein Wasser mehr / weder in Zisternen noch sonst / daß sie einen tag lenger nach notturfft haben möchten/ Vnd man mußt täglich den Leuten das Wasser zumes- ftn. DakamWeibvndMann/jungvndalt/zuQsiavnd dm Eltesten/klagten/vnd Mangel an sprachen: Gott sey Richter zwischen euch vnd vns/daß jr vns in solche not bringek/da- Wass-^ mit/daß jr vns nicht wollet lassen mit den Assyrern friede machen/So vns doch Gott in jre Hände gegeben hat / vnd wir keine hülffc haben / sondern müssen für jren äugen Durst, für durst verschmachten/vnd jämmerlich vmbkommen. Darumb fordert das Volck zusammen/daß wir vns dem tzoloferni williglich er- geben.Denn es ist beffcr/daß wir vns ergeben vnd beym Leben bleiben/vnd also Gott loben/denn daß wir vmbkommen/ vnd für aller Welt zu schänden werden / vnd sehen sollen/daß vnser Weib vnd Kind so jämmerlich für vnsern äugen sterben müssen. Wir bezeugen heute für Himmel vnd Erden/ vnd für vnser Vätter Gott/der vns jetzt straffet vmb vnser Sünde willen/daß wir euch gebetm haben die Statt dem Holo- ferm auffzugebcn/daß wir doch durchs Schwcrdt bald vmbkämen/ vnd nicht so lang für durst verschmachten. o Da ward ein groß heulen vn weynen im gantzen Volck / etliche stunden lang vnd Gebert zu Gott/vnd sprachemWir haben gesündiget sampt vnsern Vättern/Wir ha- den mißhandelt/vn sirrd Gottloß gewesen / Aber du bist barmhertzig/darumb sey vns gnädig/vnd straffe vns du selbs/ vnd dieweil wir dich bekennen/ vbergib vns nicht den Heyden/die dich nicht kennen / Daß sie nicht rühmen/Wo ist nun jr Gottk sie nun lang geschryen vnd geweinet hatten/vnd ein wenig war still worden/ r^Nstund Osias auff/weinet vnd sprach: Lieben Vrüder/Habt doch gedult/vn laßt vnsnoch fünff tage der hülfferharrenvonGott/ob ervnswolt gnad erzeigen/vnd seinen Namen herrlich wachen. Wirdt vns diese fünfftagc nicht geholffen/ so wollen wir thun wie jr gebeten habt. VIII. Lap. Iudtth/erne Gottsfürchtl'ge Wttkwe/ flrafftdie Eltesten/ daß ste Gott ei'« ;r'el gesetzt/ erms- net auch das Volck daß sie;» Gott ruffen/sich dessern/vnd also der Göttlichen hülffsolle» erwar¬ ten. Darneben eröffnet sie den Eltesten was sie zu thun vorhabens. . c mj Solche- Nas MO ViI I. Lap. Judith. OlcheS kam für Judith / welche war eine Wittwe/ eilte Tochter Meran/ dcß Sons V)/ dcß Sons Josephs/ dcß Sons Oste/dcß Sons Elai/dcß Sons Iamnor/deß Som Ie- deorr/ dcß Sons Raphaim / dcß Sons Achieob/deß Sons Mal- VLEÄM chic/dcß Sone Enan/ dcß Sons Mthanja/deß Sons Scalthiel/ Manasses. dep Sons Smreon. Vnd jr Marin hatte geheissen Manaffcs / der war in der Ger- stenErndtc gestorben. Denn da er auff dem Felde war bey den Arbeytern ward er kranck von der hitze/vnd starb in seiner Statt Bcchulia/ vnd ward zu seinen Vattern begraben. Der ließ die Judith / die war nun dreyjar vnd scchß Monden eine Witt- we. Vnd ste hatt jroben in jrcm HauseeinsouderlichKämmerlin gemacht/darinn ste saß mit jren Mägden/ vnd war bekleidet mit einem sack / vnd fastet täglich / on am Sabbath/ Muwmonden/ vnd andern Festen deß Hauses Israel. Vnd ste war schön vnd retch/vnd hatte viel Gesinds/ vnd Höfe voll Ochsen vnd Schafe. Vnd hat¬ te ein gut gerächte bey iedcrman / daß sie Gott fürchtet/ vnd kundt niemand vbel von st reden. Khambri. (^^Icse Judith/ da sie höret/daß Ostas zugcsagt Hatte die Statt nach fünsstagen s Kharmi. ^^den Assyrern auffzugcbcn/sandtesiczudenEltcsten/KhambrivndKharmi. E EcKm/Vnd da sie zu st kamen/ sprach sie zu inen: Was sol das scytt/das Osim gewilliget hat die Statt den Assyrern auffzugcben / wenn vm in fünss tagen nicht gcholffen wirdtk Wer seyt st/daß jr Gott versuchet k Das dienet nicht gnade zu erwerben/ sondern viel mehr zorn vnd vngnade.Wolt st dem HERRN cuwcrs gefallens zeit vnd tage bestim- Gott im men wenerhelffensolkDoch der HERR ist gcdültig.Darumb laßt vns dasleydseyn/ g-b-ukemM vnd gnade suchen mit threnen/ Denn Gott zörnet nicht wie ein Mensch/daß er sich nicht versöhnen lasse. Darumb sollen wir vns demütigen von hcrtzen vnd inr dienen / vnd mit thronen für im beten/Daß er seines gefallens barmhertzigkeyt an vns erzeigen wolle. Vnd wie wir letzt trauren müssen von wegen stes hohmutö/daß wir vns nach diesem iammer wider freuwen mögen/Daß wir nicht gcsolget haben der"Sünde vnsererVätter/ die sten Gott verlieffen/vnd frembde Götter anbetcten/darmn sie sten Feinden vber- gcben/vnd von inen erschlagen/gefangcn/ vnd geschändet sind. Wir aber kennen kei¬ nen andern Gotk/on in allein/ vnd wöllm mit dcmut von im hülsse vnd tröst warten. So wirt er/ der HERR vnscr Gott / vnser Blut retten von vnscrn Feinden / vnd alle Heyden/die vns verfolgen / demütigen vnd zu schänden machen. H^Nd jr/lieben Brüder/die jrseyt die Eltesten/tröstet das Volck mit euwerem o o^wort / daß sie bedcncken / Daß vnser Vätter auch versucht wurden / daß sic be- AA" "A' wärt würden/ob sie Gott von herhcn dtcneten. Erinnert sie/wic vnser Vatter Abm- Mahm. beste». ' Ham mancherlcy versucht ist/vn ist Gottes Freunde worden / nach dem er durch man- chcrley anfechtung bewährt ist. Also sind auch Isaac / Jacob / Moses /vnd alle die Gott lieb gewesen sind/beständig blieben/ vnd haben viel trübsal vberwinden müssen. Die andern aber/so die trübsal nicht haben wöllen annemmetunit Gottes furcht/ -°- sondern mit vngedult wider Gott gemurret vnd gelästcrt habcn/stnd von dem Ver- ' verber vnd durch die Schlangen vmbbracht. Darumb laßt vns nit vngedülttg wer- büchtb den in diesem leiden / sondern bekennen / daß es ein straffe ist von Gott / viel geringer M-/ denn vnsere Sünde sind/ vnd glauben daß wir gezüchtlget werden / wie seine Knech- te/zur bcsserung/vnd nicht zum verderben. Arauffantwortet Osias vnd die Eltesten: Es ist alles war wie du gesagt hast/ <^L^vnd ist an deinen Worten nichts zu straffen / Darumb bitte für vns zum HER¬ REN / denn du bist ein heylig Gottförchttg Weib. Vnd Judith sprach: Weil jrs da¬ für haltct/daß auß Gott sey was ich gesagt habe/ so wollet auch prüfen/ob das jcnige/ so ich füchabe zu thun/auß Gott sey/vnd bittet daß Gott glück dazu gebe. Diese nacht wartet am Thor /wenn ich hinauß gehe mit meiner Magd/vn betet / daß der HERR in diesen in diesen fünfftagen/wie jr gesagt habt/ sein Volck Mae!trösten wolt. Was ich aber fürhabe / sott jr nicht nachforschen / Sondern betet allein für mich Mr HERRN vn- ferm Gott/btß ich euch weiter anzeige was jr thun sott. Vnd Osias/der Fürst Zuda/ sprach zu jr: Gehe hin im friede/ der HERR sey mit dir/ vnd reche vns an vnsern Fein¬ den. Vnd sie giengen also wider von jr. IX. Lap. Judith rüffc zu Gott mit demütigem heryen/daß er durch sie das Volck wolle errettet». X ^knach gteng Judith in jr Kämmerltn/vndbeklel- det sich mit einem sack / vnd streuwet aschen auff jr Haupt / vnd siel nider für dem HERRN/ vnd schrey zu jm/ vnd sprach: F^ERR Gott meines Vatters Simeon/dem du das Schwerdt Judith ^gegeben hast die Heyden zu straffen / so die Zungkfrauw genot- Gebete. Genesis ^^^iget vnd zu schänden gemacht hatten / vnd hast jre Weiber vnd Töchter widerumb fahen/vnd sic berauben lassen/ durch deine Knechte / die da in dei¬ nem eyffer geeyffert Haben/Htlffmir armen Wittwen/ HERR mein Gott. Denn al¬ le hülffe / die vor Zeiten / vnd hernach je geschehen ist / die hastu gcthan / Vnd was du wtlt/das muß geschehen.Dcnn wen du wüt helffen/so kans nicht fehlen/vnd du weißt wol wie du die Feinde straffen sott. Schauw jetzt auff der Assyrer Heer/wie du vorzeiten auff der EgypterHeer Lxsv.«4. schauwetest / da sie deuten Knechten nachjagten mit grosser macht / vnd trotzeten auff jre Wagen / Reuter / vnd grosses Krtegßvolck. Da du sie aber ansahest / wurden sie verzagt/vnd die Liesse vbereylet sie/vnd das wasser crsäuffet sie. Also geschehe auch jetzt dicsen/HERR/die da trotzen auffjre macht/ wagen / spieß/ vnd geschützt/ vnd kennen dich nicht/vnd dcncken ntcht/daß du HERR vnser Gott der scyest / der da den Kriegen psirlm-4-. steuwret von anfang / vnd heissest billich HERR. Strecke auß deinen Arm/wie vor- zelten / vnd zerschmettere die Feinde durch deine macht / daß sie vmbkomen durch dei¬ nen zor n/Die sich rühmen/sie wollen dein Heyligthumb zerstören/vn die Hütten dei¬ nes Namens entheiligen/ vnd mit jrem Schwert deinen Altar vmbwerffen. Strasse jren hohmut durch jr eygcn Schwert / daß er mit seinen eygcn äugen gefangen werde wenn er mich ansihct/ vnd durch meine freundtltche wort betrogen werde. Gib mir einen mut/daß ich mich nicht entsetze für jm vnd für seiner macht/son¬ dern daß ich jn stürtzen möge. Das wirdt Peines Namens ehre seyn/ daß jn ein Weib darnider gelegt hat. Denn du HERRkanst wol Sig geben on alle menge/vnd hast psum.,47 nicht tust an der stercke der Rosse. Es haben dir die hoffertigcn noch nie gefallcn/Aber allezeit hat dir gefallen der elenden vnd demütigen Gcbett. O HERR / der Gott deß Htmmcls/Schöpffer Der Waffer/vn HERR aller dinge / erhöre mein armes Gebett/ Dietch allein auffdeine barmhertzigkeit vertrauwe.GedcnckHERR an deinen Bund/ vnd gib mir eyn was ich reden vnd dencken sol / vnd gib mir glück dazu / auff daß dein Hauß bletbe/vnd alle Heyden erfahren/daß du Gott bist/ vnd kein ander äusser dir. X. Lap. Judith schmückt fichnvirt mit jrer Magd bey nacht znm Thor hinaus? gelassen/vnd kompt ms Lager Holofernis. PZWMM A sie nun ausigcbett Hatte /stund sic auff/vnd ruffet jrer Magd Abra/ vnd gieng herunter ins Hauß / leget den Sackab/ vnd zöge jre Wittwenklcider auß / vnd wusch sich /vnd salbete sich mit köstlichem Waffer/vnd flöchte jr Har cyn/vnd setzet eine Hauben auff/ WKGEZ vnd zog jre schöne Kleider an/vnd schmücket sich mit Spangen vnd geschmeide/ Aas BuK x. Lap. geschmeide / vnd zog alle sren schmuck an. Vnd der HM gab jr gnade /daß sie lieb¬ lich anzusehen war/denn sie schmücket sich nicht auß fürwitz/ sondern Gott zu lob. Vn sie gab jrer Magd eine gepichte haut voll Wein/vnd einen Krug mit öl/vn einen sack/ darum sie hatte Feygcn/Mäl/vnd Brot/ daß sie essen thurste. Vnd sie gieng dahin. Vnd am thor fand sie Osiam/ vnd die Eltesten / die jr warteten / wie es verlassen war.Vnd sie wunderten sich daß sie so schone war. Doch fragten sie nicht/was sie für hette/ sondern liessen sie hmauß / vnd sprachen: Der Gott vnser Vätter gebe dir gna¬ de / vnd lasse dein fümemen geruhten / daß sich Israel dein freuwe / vnd dein Name werde gerechnet vnter die Heyligen. Vnd alle die da waren/spmchen: Amen/Amen. Aber Judith betet/ vnd gieng fort mit jrer Magd Abra. da sie früe morgen den Berg hinab gieng/begegneten jr die Wächter der n o^Affyrer/vnd fielen sie an/ vnd fragten sie/ von wannen sie käme / vnd wo sie hin wotte k Vnd sie antwortet. Ich bin ein Ebreisch Weib / vnd bin von jnen geflohen/ denn ich weiß daß sie euch in die Hande kommen werden /darumb/ daß sie euch ver¬ acht haben/vnd nicht wollen gnad suchen /vnd sich willig ergeben. Darumb hab ich mir fürgenommcn/zn dem Fürsten Holofernes zu kommen/ daß ich jm jre heymligkcyt offenbare/vud sage jm / wie er sie leichtlich gewinnen müge/daß er nicht einen Mann verlieren dürffe. Dieweil sie so redet/schauweten sie sie an/ vnd verwunderten sich sehr /daß sie so schon war / vnd sprachen : Das möchte dich Helffen / daß du es so gut mcynest/ vnd zu vnftrm Herrn gehen wüt / Denn wenn du für jn kommest/ so wrrt er dir gnädig seyn/ vnd wirst von hertzen jm wolgefallcn. Vnd sie flchmen sie hin in Holofernes Gezelt/vn sagten jm von jr. Vnd da sie für jnkam/wardersobaldentzrmdetgegenjr. Vnd seine Diener sprachen vntereinan- der: Das Ebreisch Volek ist traun nicht zu verachten / weil es schöne Weiber hat / solt man vmb solcher schöner Weiber willen nicht kriegen k Da nun Judith Holofemem sähe sitzen vnter seinem Teppich/ das schön gewirckct war mit Purpur vnd Gold/vnd mit Smaragden vnd vil Edelstein gezieret/fiel sie fürjm nider/ vnd betet jn an. Vnd Holofernes hieß sie wider auffrichten. xi.Lap. Judith gibtfär beym Holoferne/daß Gott vber Israel er;örnt/vnd werde /m Vas Volck vber- geben/darumb sie denn von i nen geflohen. Solch- lesit sich Holofernes wo! gefallen. Nd Holofernes' sprach zu jr: Sei) getrost/ vnd fürcht L dich nicht/Denn ich hab nie keinem Menschen leyd gethan/der sich vnter den König NebucadNczar ergeben hat. Vnd hette mich dein Volcknicht veracht/so hette ich nie keinen spießauffgehabcnwider sie. Nun sage an/warumb du bist von jnen gewichen/vnd zu mir kommen k Judith antwortetjm /vnd sprach: Du wöltest deine Magd gnädiglich hö¬ ren. Wirst» thunwie dir deine Magd anzeigen wirdt/ so wirdt dir der HERR glück vndsiggeben. Gott gcbe MucadNezar glück vnd heyl / dem Könige deß gantzen Landes / der dich außgeschickt hat/allevngehorsame zu straffen/Denn du kanst jm vnderthan ma¬ chen / nicht allein die Leute / sondern auch alle Thicre auff dem Lande. Denn deine vemunfft vnd weißheit ist hoch berühmpt in aller Welt / vnd jederman weiß / daß du der gewaltigst Fürst bist im gantzen Königreich / vnd dein gut Regiment wirdt vber- Achior. allgepmset. Sowissen wir auch was Achiorgeredt hat/vnd wie dudagegenmit jm gechan hast. Denn vnser Gott ist also erzürnet vber vnsere Sünde / daß er durch seine Propheten hat verkündigen lassen / Er wolle das Volck straffen vmb seiner fän¬ de willen. Weil UMth. XII. Lap. Weil nun das Volck Israel weiß / daß sie jren Gott erzürnet haben / sind sie er¬ schrocken für dir / DarZu leiden sie grossen hunger/ vnd müssen für durst verschmach¬ ten. Vnd haben jctzunv für/ jr Vieh zu schlachten/daß sie desselben Blut trincken/vnd Das heyltge Opffcr zu cssen/an Kom/Wein vnd ölc/das inen Gott verbotten hat/daß sie es auch nicht anrühren sotten/Darumbist gewiß/daß sie müssen vmbkommen/ weil sie solchs thun. Vnd weil ich das weiß/bin ich von jnengeflohen/vnd der HERR hat mich zu dir gesandt/daß ich dir solches sott anzeigen: Denn ob ich wol zu dir bin kommen / so bin ich doch ntt darumb von Gott abgefallen / sondern wil meinem Gott noch dienen bey dir. Vnd deine Magd wirt hinauß gehen vnd Gott anbetcn / der wirdt mir offenba¬ ren wenn er inen ircn lohn geben wil für irc Sünde / So wil ich denn kommen / vnd wil dies anzeigen/vnd dich mitten durch Jerusalem führen/daß du alles Volck Israel habest / wie Schafe die keinen Hirten haben / Vnd wirdt nicht ein Hund dich thüren anbellen. Denn das hat mir Gott offenbaret / weil er vber sie erzürnet ist / vnd hat Mich gesandt daß ich dirs anzeige. ^^Iese rede gefiel Holoferni vnd seinen Knechten wol/vnd sie wunderten sich C^LD irer weißheit/vnd sprachen vnternandLr:Deß Weibes gleichen ist nicht auff Erden/von schöne vnd wcißheit. Vnd Holofernes sprach zu ir: Das hat Gott also ge- schickt/daß er Dich her gesandt hat/ehe denn Vas Volck in meine Hand käme. Wirt nun dein Gott solches außrichten/wie du gesagt hast/ss sol er auch mein Gott seyn/ vnd du sott groß werden bcym König MbucadMzar/vnd dein Mme sol gepreiset werden im gantzen Königreich. xn.Lap. Holsfernes läßt der InVuh zu/ dass sie «ruß vnd ins Läger/ nach /rergewonheitzü beten/ge-- ben mag. Iudrrl) ruffr zu Gott / vnd Helt sich rein / vnd am vierdten tage berusst Holofernes die Judith zum Abendmal/ vnd wirt rruncken. 2l ließ er sie Htnepn führen m die Schatzkanrmer / da sie bleiben sott/ vnd befahl/ daß man sie von seinem Tisch speisensott. Aber Judith antwortet/vnd sprach: Ich thar noch nicht essen von deiner Speise/ daß ich mich nicht versündige / Sondern ich hab ein wenig mit mir genommen/davon wil ich essen. Da sprach Holofer¬ nes selbs: Wenn das auffist / das du mit dir bracht hast/woher sollen wir dir anderß schaffen k Judith antwortet: Mein Herr/so gewiß du lebst/ehe deine Magd alles ver¬ zehren wirt/ so wirt Gott durch mich außrichten was er für hat. M^Nd da sie die Knechte in das Gemach führen wolten / wie er befohlen hatte / bat tz^sie/daß man jr erlaubte abends vnd morgens hcrauß zu gehen/ vnd jr Gebe« zu khun zum HERRN.Da befahl Holofernes seinen Kammerdienern/ daß man sie drey tage sott frey auß vnd eyn lassen gehen jr Gebett zu thun zu Gott. Vnd deß abends gieng sie hcrauß in das Thal für Bethulia vnd wusch sich im Wasser. Darnach betet sic zum HERRN/dem Gott Isracl/daß er jr glück gebe sein volck zu erlösen/vnd gieng wider m das Gezelt/vnd hielt sich rein/ vnd aß nicht vor abends. ö Am vrerdten tage machet Holofernes ein Abendmal seinen «ehesten Dienern al- Bagoa. lein/vnd sprach zu Bagoa seinem Kämmerer: Gehe hin/vnd berede das Ebreische Werb / daß sie sich nicht wegere zu mir zu kommen / Denn es ist eine schände bey den Assyrern / daß ein solch Weib sole vnbeschlaffm von vns kommen/vnd einen Mann genarrer haben. Da kam Bagoa zu Judith/ Schone Frauw/jr wollet euch nicht we¬ gen? zu meinem Herrn zuu ehren kommen/ vnd mit jm essen vnd trincken / vnd frölich seyn. Da sprach IudichrWie thar ichs meinen? Herrn versagen k Alles was jm lieb ist das wil ich von hcrtzen gerne thun/ alle mein leben lang. Vnd Aas BW xm.Lap. Vrrd sie stund auffvnd schmücket sich/vnd gieng hineyn für jn / vnd stund für jm/ Da wallet dem Holofernes sein hcrtz/denn er war entzündet mit brunst gegen jr. Vnd lprach zu jr: Sitz nider/trinck vnd sey frölich/denn du hast gnade funden bey mir. Vnd Judith antwortet: Ja Herr / ich wil Mich seyn / denn ich bin mein lebenlang so hoch nicht geehret worden. Vn sie aß vnd tranck für jm was ir ire Magd bereyt hatte.Vnd Holofernes war Mich mit jr/vnd tranck so vil/als er sonst nicht pflegte zu trtncken. xm.Lap. Ittvlch bler'bt bey dem trunckenen Holoferne m der Rammer / vnd als er schlafft / hauwet sie im seinen Ropffab/brlirger i n in die Scarr Bethulta / zeiget in den Elreste» vn Achior dem Am-- montter/ vnd Vancketen dein alle für seine gnad vnd güte. A es nun sehr spat ward / gtengen seine Diener hin- Dagoa. Mg in ire Gezelt / vnd sie waren alle sampt truncken. Vnd Bagoa machte dcß Holofernes Kammer zu / vnd gieng davon /vnd Judith war allem beyjm in der Kammer.Da nun Holofernes im bette lag/ tmnckm war/vn schlieff/sprach Judith zu jrer Magd/ sie solt draus- Arm, sm warten für der Kammer. ckWm. b^KNd Judith trat für das Bette/vnd betet heimlich mit threnen/ vnd sprach: Gott Israel/stercke mich/vnd hilff mir gnädiglich das werck vollbrim gen/das ich mit gantzem verträumen auff dich Habfürgmommen/Daß du deine Statt Jerusalem crhöhcst/wie du zugcsagt hast. Nach solchem Gebet trat sie zu der sculen oben amBette/vnd langet das schwert/ das daran Hieng / vnd zog es auß / vnd ergrciff jn beym schopff/ vnd sprach abermal: HERR Gortsterckemichin dicserstunde. Vnd sie hiebZweymal in den halßmitaller macht / Darnach schneid sie jm den Kopffabe / vnd wcltzet den Leib auß dem Bette/ vrrd nam die decke mit sich. Arnacb greng sie hcrauß/vnd gab das Haupt Holofernis jrer Magd/vnd hieß es in cürm sack stoffen. Vnd sic giengen mit einander hinauß nach jrer gcwon- Here als wolten s>L beten gehen/ durch das Lägcr/vn giengen vmbher durch das Thal/ daßsichmnlich ans Thor der Statt kamen. Vnd Ztrdich mffet dm Wachtern : < Hut die Thor auff/denn Gott ist mit vns/ der hat Israel Sig gegeben. Da nun die Wächter jre stimme höreten / forderten sie bald Audtch. xm. Lap. >57 bald die Eltesten der Statt. Die kamen alle zu lr / denn sie hatten schon verzagt / daß sie nicht würde wider komm. Vnd sie zündeten Fackeln an/vnd gimgen vmb sie her/ biß sie auffden Platz kam.Vnd sie hieß sie still seyn/vnd zuhören/ vnd sprach also: dem HERRN vnserm Gott/ der nit verläßt die jenigen/ so auffin tram (^Zwen/vnd hat vns barmhertzigkeyt erzeigt / durch mich seine Magd/ wie er dem Hause Israel verheissen hat/vnd hat diese nacht den Feind seines Dolcks durch mei¬ ne Hand vmbbracht. Vnd sie zohe das Haupt Holofernes hcrauß / vnd zeigets inen/ vnd sprach: Sehet/diß ist das Haupt Holofernis / deß Feldhauptmanns der Assyrer. Vnd sehet/das ist die Decken/darunter er lag/da er trunckcn war. Da hat in der HERR vnser Gott durch Weibshand vmbbracht. So war der HERR lebt / hat er mich durch seinen Engel behüt / daß ich nicht bin vervnreinigt worden so lange ich bin aussen gewesen / vnd hat mich on sünde wider her bracht mit grossen freuden vnd sig. Darumb dancket im alle/denn er ist gütig/ vnd hilfft immerdar. sie danckten alle dem HERRN / vnd sprachen zu ir: Gelobet sey der HERR/ Danck- (T^ver durch dich vnsere Feinde heut hat zu schänden gemacht. Vnd Ossas/der Ossas. Fürst deß Volcks Israel/sprach zu ir: Gesegnet bistu Tochter vom HERRN demhö- hesten Gott/für allen Weibern auffErden. Vnd gelobt sey der HERR/ der Himmel vnd Erden geschaffen hat / der dir hat glück geben den Hauptmann vnserer Feinde zu tödten / vnd hat deinen Namen so herrlich gemacht / daß dich allezeit preisen werden/ alle/die deß HERRN werck achten. Dammb/daß du deines lebens nit geschonet hast in der trübsalvnd not deines volcks/ sondern hast es errettet für dem HERRN vnserm Gott. Vnd alles Volck sprach: Amen/ Amen. fordert man den Achior/zu dem sprach Judith: Der Gott Israel/ den Achior. (T^Ldu gepreiset hast / daß er ssch an seinen Feinden rechen kan / hat diese nacht der Gottlosen Haupt vmbbracht durchweine Hand. Vnd daß du es sehest/so ist hie der KopffHolofcrnis/der den Gott Israel trötziglich gelästert hat/ vn dir den tod gedräu- wet/da er sprach:Wenn das Volck Israel gefangen würde/so wolt er dich mit inen er¬ stechen lassen. Vnd da Achior deß Holofernis Kopff sähe / entsatzt er sich / daß er er¬ starret. Darnach/da er wider zu sschselbs kam/fiel er zu iren süssen/vnd sprach: Ge¬ segnet bistu von deinem Gott in allen Hütten Iacob/Denn der Gott Israel wirdt an dir gepresset werden bey allen Völckern/ die deinen Namen hören werden. xim.Lap. Da s Haupt Holoferms wirt vber die Maower gesteckt/ Das Volck in der Statt feilt hinauß in der Feinde Lager / vnd wtrdr der Rammerer gewar daß Holofernes rod ist. Achior verlkßr den Heydnifchen tvlsuberr. Arnach sprach Judith zu allem Volck: Lieben Brü- der höret mich. So bald der tag anbricht / so henget den Kopff vber dieMauwrenhinauß/vndnemmet euwre Waffen/vnd fallet alle- sampt hinauß mit einem hauffev/vnd mit grossem geschrey / So wer- den die in der Scharwacht fltehen/vnd werden denn sten Herren auff- wecken zur Schlacht. Vnd wenn die Hauptleute zu Holofernes Gezelt kommen wer- den/vnd den Leichnam da sehen im Blut ligen / so werden sie erschrecken. Vnd wenn st merckct daß sie verzagt seyn werden/ vnd die flucht geben/so dringet getrost auffsse/ Denn der HERR hat sie vnter euwere süsse gegeben. (^^A nun Achior sähe/daß der GottIsraelgeholffen hatte/verließ erdieHeyd- Achior. ^^nische weise / vnd glaubet an Gott / vnd ließ sich beschneiden / vnd ist vnter Is¬ rael gerechnet worden/cr vnd alle feine nachkommen/btß auff diesen tag. Lo- Nd da der tag anbrach/hengten sie den Kopffvber die Mauwren hinauß/ vnd ^Hnamen ste Wehre/vnd fielen hinauß mit einem hauffen/vnd mit grossem ge- ^^schrey. Vnd da solches die in der Scharwacht sahen/Liessen sie zu Holofernis ZM MG xv.Lap. Gezelh Vnd die drinnen richten ein poltern an für seiner Kamm cr/davon er solt auff- wachen / denn man thurste nicht anklopffen / oder hineyn gehen in deß Fürsten zu As¬ syrien Kammer. Aber da die Hauptleute der Assyrer kamen/sagten sic den Kammer- 8 dienern: Gehet hineyn vnd wecket jn auff/dcnn die Meuse sind hcrauß gelausten auß sren löchern/vnd sind kün worden/daß sic vns nun angreiffen thüren. Da gieng Bagoa hineyn/vn trat für den fürhang/vn klitschet mit den händö/dcü Bagoa. er meynet er schlieffe bey Iudith/vnd horchct/ob er sich regen wolte. Da er aber nichts vernam/hub er den Fürhang ältst/ da sähe er den Leichnam on den Kopst in scim blut auffder Erden ligen. Da schrey vn heulet er laur/vn Miß seine Kleider. Vnd sähe in der Judith Kamer/ vnd da er sic mt fand/ltcffer herauß zu den Kricgcrn/vnd sprach: Ein einige Ebreisch Weib hat das gantze Hauß NebucadNezar von Myrten zu spott vnd hohn gemacht für aller Welt/dcn Holofernes ligt da tod auffder Erden/vü ist im der Kopffabgehauwen. Da das die Hauptleute von Myrten höreten/zurisscn sie jre kleider/vn erschracken vber die massen schr/vn ward ein groß zetergeschrcy vnter jnen. xv. Lap. Die Assyrer erschrecken ob dem tod sres Feldherrn/vnd fliehen. Dis Jäven sagen snen ».ich/ vnd schlagen was sie ereyien mögen. Andere Israeliter Starre sagen den Feinden auch nach/ vnd erlege» ir sehr vil. Die von Berhulta plündern die Assyecr/funden eine grosse Beur. A nur? das Knegßvolck höret/das; Holoftrnr der Kopff ab war/erfchracken sie/vnd wurden irre/ vnd klrndtcn mcht Naht hal¬ ten was sie thun selten / so war inen der mut entfallen / vnd gaben die fiucht/daß sie den Ebreern entrinnen möchttn/die sie sahen gegen inen daher ziehen. A6^)?d da die kindcr Israel sähe daß die Feinde flöhe/ cylcten siejnen nach mit grof- geschrcy vnd Drommeten/Weil aber der Ässyrer ordnung zertrennet war/ vnd die Kindcr Israel in ircr ordnung zogcn/schlugen sic alle die sie crcylen kundten. Vnd Osias sandte zu allen Stätten im Lande Israel/daß man in allen Stät- tcnauffwar/vnd tagte den FeindennachbtßzumLandchmauß. Aber das vberige Volck zuBcchulia fiel in der Assyrer Lager/vnd plünderten/vnd führettn hinweg was die Assyrer da gelassen hatten/ vnd brachten groß Gut davon. Die andern aber da sie wider kamen / brachten sic mit sich alles was tene mtt geführet hatten / an Vieh vnd anderm/vnd das gantze Land ward reich von solchem Raub. kam Ioiakim der Hohepriester von Jerusalem gen Bethulien mit al- 8 c^L^len priestern/daß sie Judith sehen. Vnd sie giengen herfür zu inen. Da presse- IoiM. ten sie sie alle zugleich/vnd sprachen: Du bist die Krone Jerusalem / du bist die Wonne b»p 4. Israel/ du bist eine Ehre deß gantzm Volcks / daß du solche löbliche that gethan / vnd Israclsogrossewolthaterzeigethast/ daß sie Gott widerumb crrettcthat. Gesegnet seystu für Gott ewiglich. Vnd alles Volck sprach: Amen/ Amen. Vnd da man nun dreyssig tage lang die Beute außgethcilct hatte / gaben sie Ju¬ dith köstliche Gerehte / so Holofernes gehabt hatte / an Gold / Silber/ Kleider / vnd Edelstein. Vnd war sederman frölich/sungen vnd sprungen/ beyde/tung vnd alt. xvi. Lap. Judith singt dem HERRN ein Lobgesang. Das Volck kommetgenIerusalem zusammen demHERRNlobvnddanchzu sagen. Iudtthrvrrdthundertvndfünffsaralr/stlrbr/wtrr ehr- ilch begrabemvnd von manntgltchen beerauwrer. DasangHudtthdemHERRNdißLled/vnd sprach: plelct dem 5?ERRN mtt pauckcn /vnd klinget jm mit Kimbeln/smgctjm ein ncwcs Ltcd/seyt frölichvn rufft seinen namean. Daiick' Der H E RLists / der Yen Kriegen steuwren kan / H L RR heißt sein Name. Er streit Uudith. XVI. Lap. ,;§ Er streit für sein Volek / daß er vns errette von allen vnsern Feinden. Affur kam vom Gebirge von Mitternacht mit einer grossen macht / seine menge bedeckt die Wasser / vnd seine Pferde bedeckten das Land. Er dräuwet mein Land zu verbrennen / vnd meine Mannschasst / zu erwürgen/ Kinder vnd Iungkfrauwcn weg zuführen. Aber der HERR/ der Allmächtige Gott/Hat in gcstrafft/vnd hat in in eines Wei¬ bes Hand gegeben. - . Denn kein Mann noch kein Krieger hat in vmbbracht/ vnd kem Rise hat in an- griffen/sondern Judith/ die Tochter Meran / hat in mdcrgelegt mit irer schönheyt. Denn sie legte ire Wittwe Kleider ab/vnd zochire schöne Kleider an/zur frcud den Kindern Israel. Sic bestreich sich mit köstlichem Wasser/ vnd stochte /r Har eyn/in zu betriegen. Ire schöne Schuch verblendten in/jre schönheit ßeng sern Hertz / Aber sie Hub jm VcnKopffab. Daß sich die Perscn vnd Meden entsetzten vor solcher küner That/ vnd der Assy¬ rer Heer hculet/da mcme elenden herfür kamen / so für durst verschmacht waren. Die Knaben erstachen die Assyrer / vnd schlugen sie in die siucht wie Kinder / sie sind vertilget von dem Heer deß HERRN meines Gottes. ^2Aßl vns singen em neuweb Lied dem HERRN vnserm Gotte. HERR Gott/du brst der mächtige Gott/dergrosseThatenthut/vnd nie¬ mand kan dir widerlichen. Es muß dir alles menen/denn was du sprichst das muß geschehen / Wo du einem ein mut gibst / das muß fortgehen / vnd deinem wort kan niemand widerstände thun. Die Berge müssen zittern/vnd die Felsen zuschmeltzen wie Wachß für dir. Aber die dich fürchten denen erzeigestu grosse gnade. Denn alles Opffcr vnd Fette ist viel zu gering für dir / Aber den HERRN fürch- ten/das ist sehr groß. Weh den Heyden / die mein Volck verfolgen / Denn der Allmächtige HERR rei¬ chet sie/vnd suchet sie hcym zur zeit der rache. Er wirdt jren Leib plagen mit Feuwer vnd Wärmen/vnd werden brennen vnd heulen in ewigkeyt. L Us^Ach solchemSigzochallesVolckvonBechuliagenIerusalem/denHERRN AJarrzubeten/ vnd reinigten sich /vnd opfferten Brandopffer / vnd was sie gelobt hatten. Vnd Judith hengt auff im Tempel alle Waffen Holofernis/vnd den Für- Hang den sie von seinem Bette genommen hatte/ daß es dem HERRN verbannet solt scyn ewiglich:Vnd das Volck war frölich zu Jerusalem bey dem Hcyligthumb mit dec Judith drey Mondö lang/vn feyreten den Sig. Darnach zoch /edcrman wider heim. Vnd Judith kam auch wider gen Bethulia / vnd ward hoch gechrct im gantzen Land Israel. Vnd sie nam keinen Mann nach /res ersten Mannes Manasses Tod. Vnd sie ward sehr alt/vnd bleib in /res Mannes Hause / biß sie hundert vnd fünff /ar alt ward. Vnd /re Magd Abra machet sie frey. Darnach starb sie zu Bethulia/vnd man begrub sie bey /rem Man Manasse. Vnd das Volck trauwret vmb sie siben tage lang. Vnd all /r Gut theilet sie vnter/res Mannes Freunde. Vnd weil sie lebete/ vnd dazu lang hernach/thurste niemand Israel vberziehen. Vnd der tag dieses Sigs wirt bey den Ebreern für ein groß Fest ge- hatten/vnd von /nen gcfeyret I ewiglich. tz Ende deß Buchs Judith. d h Vorrede Bsmde auff die MGcit Salomomb. vntcr dic Büchcrdcrheyügcn Schrifft dcß altcn Testa« s menrs zu rechen scyn soleč oder nicht / Sonderlich wcil derTichtcr sich hören letzt rm ncundken Capttcl/als redet in diesem gantzcn Buch der König Salomon/welcher auch von der WctßhcitrmBuch der Kö¬ nige hoch gcmhmct wirt. Aber die alten Vatter habens stracks auß der hcyligcn Schrifft gesondert/ vnd gehalten/ Es sey vnker der Person deß Königes Salo- UH mon geinacht/auff daß es vmb solches hochberühmpten Königes Na- men vnd Person willen desto mehr geacht/vil grösser anschens hetke bey den Gewaltigen auff Erden/an welche cs fürnemlich geschrieben rst/ VnZ villcieht langst vntergangen wcrc/wo cs der Mcistcr/so er geringes anschens gcwest/vntcr seinem Namen hmc lassen außgchcn. Je halten aber/cs solle Philo dieses Buchs Meister scyn/welcher on zwer'ffclderallergclchrkcsten aM.« vnd weisesten Inden einer gewcstrst / so das Jüdisch Volek nach den Propheten gehabt hat /wie ^Buchs er das mit andern Büchern vnd Thaten beweiset hak.Dcnn zur zeit deß Keifers Caligula/da die Mc.ster. Inden durch etliche Griechen / als Appwn von Alexandria/vnd ander mchr/auffs aller schändtlichst wurden mit Lästerfchnffrcn vnd schmachrcdcn geschändet / vnd darnach für demKcyserauffs aller giss- kigst angegeben vnd verklagt / ward genannter Philo vom Jüdischen Volek zum Keyser geschickt / die AppjM Juden zu verantworten vnd zu entschuldigen. Als aber der Kcyfcr so gar erbittcrt war auffdie Inden/ daß erste von stch wcisct/vnd nicht hören wolt /Da ließ sich Phiko/als ein Mann voll muts vnd crosts/ hören/vnd sprach zu seinen Iüden: Wolan lieben Brüder / erschreckt deß nicht/ vnd seyt getrost/ Weil DMtiia Mknschenhülssvnsabsazet/sowirkgcwißlichGotteehülffcbeyvnsfeyn. " Vrsach/wammbdiß Außsolchem gründe vnd vrsache/dünckt mich/ sey diß Buch gesioss-n / Daß Philo /dieweilseine Buch geschrieben. vnd der Juden Sache vnd Recht nicht hak mögen statt finden für dem Keyser/wendet er stch zu Gott/ vnd dräuwet den gewaltigen vnd bösen Mäulern mit Gottes Gericht. Darumb redekerauch so hesstig vnd scharpssirrr i. vnd r-Capikel wider die grfftigcn bösen zungen/so dengerechrcn vn vnschüldigen vmb <. r. C Meistcr/aller wort vnd werck mächtigcr/aller Lehr vnd Leben/so für Gott gilt vnd Htlffk/Richkcr. Wi- ' dcrumb/wer das erste Gebotk nicht hak/vnd Gott wederfürchtek noch träumet / der ist voller Lh orbeyt/ kan nichts vnd ist nichts. Vnd das ist die fümcmesie vrsache/warut'n diß Buch wol zu lesen ist/daß man Wammb Gott fürchten vnd träumen lehrne. Da er vns zu helffe mü gnaden/ Amen. diß Buch z» ufttL Mte MWtt Halomonis/ an dle Tyrannen. i. Lap. ich der weißhert nrcht trachren/vod die LLstermLuler/Welche ber-s de nach irem verderben seibs rlnge«. N6t Bcmlmgkcpt licb ir Regente auffErdcn:Dcnckct/daß der HERR helffen kan /vnd fürchtet in mit ernst/Denn er leßt sich finden von denen so jn nicht versuchen/vnd erscheinet de¬ nen / die sm nicht mißtrauwen. Aber ruchloser dünckcl ist ferrne von Gott/vnd wenn die straffe kommct/bcweisct sie was jene für Mrrcn gewesen sind. Denn die Weißheyt kommet nicht in eine boßhafftige Seele/ vnd wohnet nicht in enn Leibe der Sünden vnterworffcn. tzryliger Denn der heylige Geist so recht lehret / fleucht die Abgöttischen / vnd weichet von stcuche ruchlosen/welche gestrafft werden mit den sünden/ die vber sie verhengct werden. sche». Denn die Weißheit ist so from/ daß sie den Lästerer nit vngestrafft leßt. Den Gott lst Aeuge vber alle gcdanckcn/vnd erkennet alle hertzen gcwiß/vud höret alle wort/ denn der Weltkreiß ist voll Geistes deß HERRN /vnd der die rede kennet/ ist allenthalben. Darumb kan Vernicht verborgen bleiben/der das vnrecht redet/vnd das recht so jn straffen sol/wirt sein nir fehlen/ Den deß Gottlosen anschläge müffcn für Gericht/ vff seine rede müssen für den HERRN kemcn/daß seine vntugend gestrafft werde. Denn deß" Eifferigen ohr höret alles/vnd dasspotten der Lästerer wirt nit verborge bleiben. (E^ngen > v hütet euch mm für dem schädlichen lästern/vnd enthaltet die Zungen für dem (^Ifluchen / Denn daß jr heymkch mit einander in die ohren redet/ wirt nicht so lär V ii/ hingehcn/ Aas BuK 11. Lap. hingehen/ Detin der mund/so da lcugct/tödtet die Seele. Strebet nicht so nach dem Tod mit euwrcm jrrthumb/vnd ringet nicht so nach dem verderben durch cuwer Han¬ de wcrck. Denn Gott hat den Tod nicht gemacht / vnd hat nicht tust am verderben der lebendigen / Sondern er hat alles geschaffen/ daß es im wesen seyn solte/vnd was in der Welt geschaffen wirt/ das ist gut/ vnd ist nichts schädlichs drinnen. Dazu ist der Hellen Reich nicht auff Erden ( Denn die Gerechtigkeit ist vnstcrblich) sondern die Tod. Gottlosen ringen darnach / beyde/ mit Worten vnd mit werckm / Denn sie halten ° in für ein Freundt / vnd fahren vahm / vnd verbinden sich mich jm / denn sie sinds auch wahrk/daß sie seins cheils sind. ll.Lap. Daß dle VerLchter Göttlicher vcrh-tle/Wolche nur fren lust suchen/vnd die arme gewalti¬ ge» deß Teuffels Geseiischaffr sind. Enn cs sind rohe Leute/vnd sagen: Es ist etn kurtz vnd L mühselig dmg vmbvnserLeben/vnd wenn ernMensch dahin ist/so ists gar auß nrtt jm. So werß man keinen nicht/ der auß der Hellen cOn- f* r) Ds. wider kommen sey. - Ongefahr sind wir geboren/vnd fahren wider is^w'Lwcrd-» gcbo- dühm/als wercn wir nie gewest. Den dasschnauben in vnser Nasen hu»7o§rRch7^^ iß ein Rauch/vttdvnftre rede ist ein fünckliN/das sich auß vnftrm hertzen regt. Wenn daffclbige verloschen ist / so ist der Lerb dahin / wie ein loderasche / vnd der Geistzusia- dett wie eine dünne lufft.Vnd vnftrs Namens wirt mit derzeit vergeffen/daß freilich niemand vnscrs thuns gedenckcn wirt. Vnser Leben fehret dahin/als were ein Wol- cke da gewest/ vnd zergehet wie ein Nebel von der Sonnen glantz zutrieben / vnd von jrer Hitze verzehret. Vnser zeit ist wie em scharte dahin fehrct/vnd wenn wir weg sind/ ist keilt widerkchren/dcntt es ist fest versigelt/daß niemand wider kommet. EHOlher rnrn / vnd laßet vns wol leben / Weils da ist/vnd vnftrs Leibs brauchen/ Rede der M^weil er jung ist. Wir wollen vns mit dem besten Wein vnd Salben füllen/ Tml-st«. Meyen^umen) laßt vns die b Mcyenblumcn nicht versäumen. Laßt vns Krautze tragen von jungen '^asU/vnscr schs- Rosen / ehe sic welch werden. Vuftr keiner laß jm fehlen mit t prangen / daß man al- AlvKe v»d v!! lenchalbcn spüren möge wo wir frölich gewesen sind. Wir haben doch nicht mehr da- vr-näE eü von denn das. Aßt vns den arrnen Gerechten vberwäldigen / vnd keiner Wittwen noch alten 8 f prangc«)2m o^Manns schonen. Laßt vns der alten Grcrftn straffe nicht achten. Was wir nur Mt- leben. können das sol recht scyn/ Den;; wer nicht thun kan was jn gelüst/der güt nichts. So laßt vns auffden Gerechten larrren / denn er macht vns viel vnlust/ vnd setzet sich Wider vnftr thun/ vnd schüt vns / daß wir wider das Gesetz sündigen/ vnd rüstet auß vnser wcftu für Sünde. Er gibt für / daß er Gott kenne / vnd rühmet sich Gottes Kind/ straffet was wir im hertzen haben. Er ist vns nit leidlich/auch anzuschen/Denn sein leben reimet sich nichts mit dem andern/ vnd ftm wesen ist gar ein anderß. Er Helt vns für vtttüchüg/vnd meidet vnser thun als einen vnsiat/ vn gibt sür / wie es die Ge¬ rechten zu letzt gut haben werden/ vnd rühmet / daß Gott sein Vatter sey. So laße doch sehen / ob sein wort war sey / vnd versuchen / wie es mit jm ein ende werden Ml. Ist der Gerechte Gottes Son/so Wirt er jm helffm/vnd erretten von der Hand der Widersacher. Mit schmach vnd quäl wellen wir jn stocken / daß wir sehen wie stom er sey / vnd erkennen / wie gedüktg er sey. Wir wollen jn zum schändtlichen Tod verdammen / da wirt man jn kennen an seinen Worten. Olchs schlagen sie an / vnd fehlen / Ire boßhm hat sic verblendet / daß sic Got- heymlich Gcncht nicht erkennen. Denn sie haben der Hoffnung nicht/daß cinheyüg leben belohnet werde/vnd achten der ehren nichts/so vnsträffüche Seelen haben werden. Denn Gott hat den Menschen geschaffen zum ewigen Leben/vnd hat jn gemacht derMGcit. lii.Lap. ,6° -n gemacht zum Bilde / daß er gleich seytt sol/wie er ist. Aber durchs Teuffels neyd ist der Tod in die Welt kommen/vnd die seines theils sind / heissen auch dazu. 111. Lap. Dec Gerechten Hoffnung ist verborgen/vndireaufechtungdientinenzugvtem/Abeedie Gotrlosen werden gestcaffr/wie sie förchten Ehebrecher vnd Ehebrechen»/ das ist/ Abgöttische Leute/joUen mir sren Rindern zu schänden vnd vertilgt werden. z Ber der gerechten Seelen find in Gottes Hand/vnd ^röstüg kein quäl rühret sic au. Für den vnverständigen werden sie angesehen der verfolgte. als stürben sie/ vnd jr abschicd wirdt für ein Pein gerechnet/vnd ir hin- fahrt für ein verdcrbk/abcr sie sind im friede. Ob sie wo! für den Men, schm vil leidens haben/ so sind sie doch gewisser Hoffnung / daß sie nim¬ mermehr sterben. Sie werden ein wenig gesteupt/ aber vil gute wirdt jum widerfahr rm/Denn Gott versucht sie/vnd findet sie/ daß sie sein währt sind. Er prüfet sie wie Gold im Ofen/vnd nimmet sie an wie ein völliges Opffer.Vnd zur zeit/wenn Gott dreyn sehen wirdt/ werden sie hell scheinen / vnd daher fahren wie flammen vber den stoppeln. Sie werden die Heyden rtchten/vnd herrschen vbcr alle ,^0 ", e- Völcker/vnd der HERR wirdt ewiglich vber sie herrschen. Denn die im verträumen/ ÄA'E die erfahren daß er treuwlich Helt / Vnd die treuw sind in der Ltebe/leßt er im nit nein- men. Denn seine Hcyligen sind in gnaden vnd barmhertzigkett/ Vnd er hat ein auff- sehen auffseine Außerwehlcten. v t^f Ber die Gottlosen werden gestrafft werden/gleich wie sie fürchten / denn sie ach, ^Aten deß Gerechten nicht / vnd weichen vom HERRN. Denn wer die Weißhcyt vnd die Ruhte veracht/ der ist vnfelig/ vnd ir Hoffnung ist nichts/ vnd ir arbeit ist vmb sonst/vnd ir thun ist kein nützt. Ire Weiber sind Mrrin/ vnd ire Kinder boßhafftig/ (w-iber-wa- hie Verßucht ist was von inen geboren ist. biß ;»me»dedcß Ca. Jesaie k4- (F^Eiin selig ist die VnfruchLbare/die vnbefleckt ist/ die da vnschüldig ist deß sünd- vnd Rindcm gcÄ w Altai- Bette wirt vertilget werden. Vn ob sie gleich lange lebettn/so müssen sie doch endtlich ( Diewuryel veß zu schänden werden/vnd jr alter wirt doch zu letzt on ehre seyn. Sterben sie aber bald/ «wor^ök so haben sie doch nichts zu hoffen/noch tröst zur zeit deß Gerichts/ Denn die vngcrech- ccht'-mha^^virc tennemmen ein böß ende. e Besser ists keine Kinder haben/so man from ist/denn daffelbige bringet ewiges lob/Denn es wirdt beyde bey Gott vnd den Menschen gerühmet. Wo es ist/da nimet man es zum Exempel an/wers aber nicht hat/ der wünschet es doch/ vn pranget in ewi- gem Krantz/ vnd behelt den Sig deß keuschen Kampffs. Aber die fruchtbar menge der Gottlosen sind kein nütze/vnd was auß der Hu- rerey gepfiantzt wirdt/das wirdt nicht tieffwnrtzcln/noch gewissen grundt setzen.Vnd ob sie eine zeit lang an den Aveygen grünen / weil sie gar loß stehen / werden sie vom Winde bewcgt/vnd vom starcken Winde außgerottet. Vnd die vnzettigen Este wer¬ den zubrochen/vnd jre frucht ist kein nütz/vnreiffzu effen/vnd zu nichts tügcnd. Denn die Kinder/so auß vnehelichem Beyschlaff geboren werden/müssen zeugen von der boßheit wider die Eltern/wenn man sie fraget. im.Lap. Der Gerechte stirbt etwa zeitlich auffdaß er nicht verkebret werbe/ Aber der Gottlosen lang leben ninuner doch ein böß end. d iiij Aber MöBuK IIII.Lap. ^^^W Bcr der Gerechte / ob er gleich zu zeitlich Met / ist er koch irr der ruhe (Denn das Alter ist ehrlich / nicht das lange lebet oder viel iar hat / kluqheyt vnter den Menschen ist das rechte grauwe ^MG^UHar/vnd ein vnbefleckt leben ist das recht Alter) Denn er gesellt Gott wol / vnd rst jm lieb / vnd wirdt weggcnommen auß dem leben vnrer den Sündern/ vnd wirt hürgcrückt / daß die boßheit seinen verstände nicht ver- kehre/noch falsche Lehre seine Seele bekriege. Denn die bösen Exempel verführen vnd Böse verderben eim das gut/ vnd die reißende lust verkehret vnschüldtge Hertzem Er ist bald E^l. vollkommen wordm/vnd hat vil jar erfüllet/ Denn seine Seele gesellt Gott/darumb eylet er mitjm auß dem bösen leben. Aber die Leute so es sehen/ achtens nicht/ vnd nemmcns nicht zu hertzen/ nemlich/ daß die Heyligen Gottes in gnad vnd barmhertzigkeyt sind / vnd daß er ein auffsehen auffseine Außerwehleten hat. Denn es verdampt der verstorben gerechte die lebendi¬ gen Gottlosen / vnd ein junger der bald vollkommen wirt/ das lange leben deß Vnge- rechten. Sie sehen wol der Weisen ende / aber sie mercken nit was der HERR vber in bedenckt/vnd warumb er in bcwaret. Sie sehens wol / vnd achtens nicht / Denn der HERR verlachet sie/vnd werden darnach schändtlich fallen/ vn eine schwach seyn vn¬ ter den Todten ewiglich. Vnd er wirt sie vnversehens fiernider stürtzen/ vnd wirdt sie auß dem grundt reissen/daß sie gar zu boden gehen. Vnd sie werden in ängsten seyn/ vnd ir gedächtniß wirt verloren seyn. Sie werden aber kommen verzagt mit dem Ge¬ wissen irer Sünden/ vnd ire eygcne Sünden werden sie vnter äugen schelten. v.Lap. was die Gottlose mit spater renwe vber sr selbs böß leben klagen / arich in wäs frettd vnd ft- cherheir die Glaublgen/Vere» schuy vnd schirm der HERR Gatt ist/ dagegen bestehen werden. denn wirdt der Gerechte stehen mit grosser Frep^ f2lrb-tr)S«in«lch digkcyt wider die/so in geängstet haben/vnd so seine" arbeit verworf- ««»uvftm thüu. fen haben. Wenn dieselbigen denn solches sehen/ werden sie grausam erschrecken für solcher Seligkeyt/der sie sich nicht versehen hetten/ Vnd werden vnter einander reden mit reuwe/ vn für angst deß Gei¬ stes jeufftzemDas ist der/wclchen wir etwan für ein spott hatten/ vnd für ein höhnisch beyspiel. Wir Narren hielten sein leben für vnsinnig / vnd sein ende für ein schände/ Wie ist er nun gezehlet vnter die Kinder Israel / vnd sein Erbe ist vnter den Heyligenk (^^Arumb so haben wir deß rechten Weges gefchlet/vnd das Liecht der Gerechtig- c^Akeit hak vns nicht geschienen/vnd die Sonne ist vns nicht auffgangen. Wir ha- - ben eytel vnrechte vnd schädliche Wege gegangen / vnd haben gewandelt wüste vn- Wege / Aber deß H E RR E N weg haben wir nicht gewußt. Was hilfft vns nun der Pracht k Was bringt vns nun der Reichthumb sampt dem hohmut k Es ist alles dahin gefahren wie ein Schatte/vn wie ein geschrey das fürübcr fehret / wie ein Schiffauff den Wasserwogen dahin laufft / welchs man / so es fürüber ist / keine spur finden kan/ noch desselben ban in der flut. Oder wie ein Vogel der durch die lufft fleuger/da man seines Weges keine spur finden kan. Denn er regt vnd schlegt in die leichte lufft / treibt vnd zertheilt sie mit seinen schwebenden flügeln / vnd darnach findet man kein Zeichen solchs flugs darinne n. Oder als wenn ein Pfeil abgeschossen wirt zum ziel / da die zur- cheilte lufft bald wider zusamen fcllt / daß man seinen flug dadurch nicht spüren kam Also auch wir/nach dem wir geboren sind gewesen/haben wir ein ende genom¬ men/ vnd haben kein Zeichen der tugcnd beweiset / Aber in vnser boßheit sind wir ver¬ zehret/ Denn deß Gottlosen Hoffnung ist wie ein staub vom Winde versträuwet/ vnd wie ein dünner Reiffe von eim sturm vertrieben/vnd wie ein Rauch vom Winde ver- webt/vnd wie man eins vergtsset der nur einen tag Gast gewesen ist. Aber dcrMGctt. VI. Lap. ,6, §UBer die Gereckten werden ewiglich leben/vnd der HERR ist ir" lohn /vnd der ^iHöhcst sorget für sie. Darumb werden sie empfahencmherrlichs Reich/vnd ÄÄEb." eine schöne Krone von der Hand deß HERRN. Denn er wirdt sie mit seiner Rechten beschirmen/ vnd mit seinem Arm vertheydigcn. Er wirdt seinen Eyffcr nemmen zum Harnisch/ vnd wirr die Kreatur rüsten zur Rach vber die Feinde. Er wirt Gerechtig- keyt anziehen zum Krebs/ vnd wirt das ernste Gericht auffsetzen zum Helm. Er wirdt Heyligkeit nemen zum vnüberwindtlichen Schilde/ Er wirt den strengen zorn wetzen zum Schwert/ Vnd die Welt wirt mit im zum streyt außziehen wider die Vnwerftn. Die geschoß der Blitzen werden gleich zutreffen / vnd werden auß den Wolckcn / als von eitlem hart gespannctcn Bogen/ fahren zum ziel. Vnd wirdt dicker Hagel fallen auß dem zorn der Donnerschläge. So wirt auch deß Meers wasser wider sie wüten/ vnd die Ströme iverdcn sich mit einander hefftig ergiessen. Vnd wirdt auch ein star, cker Wind sich wider sie legen/ vnd wirt sie wie Wirbel zerstrcuwen. v I. Lap. Die Gewaltige sind Amptlerite »'m Reich Gattes. Dieweil sie aber vnrecht handle»/ wirt ein scharpjf Gericht vber sie gehen. e verwüstet alle Lande/vnd böse leben r^?E» Stüle der Gewaltigen. So höret mmirKönige/vnd mercket/Lehrnet ir Richter auffErdetl. Nemmct zu ohren die jr vber vil herrschet / die ir euch erhebt vber den Völckern. Denn euch ist die Dberkeyt gegeben vom HERRN/vnd die gewalt vom Höheßen/ welcher wirdt fragen wie jr handelt/vnd forschen was ir ordnet? psalm.rr. Dennjr seytseines Reichs Amptlcute.Abcrir führet euwer Amptnicht fem/vnd haltet kein Recht/vnd thut nickt nach dem/ das der HERR geordnet hat. Er wirt gar greuwlich vnd knrtz vber euch komm / vnd cs wirt gar ein scharpff Gericht gehen vber die Oberherrn.Denn den geringen wckcrfchret gnade/Äber die Gewaltigen werden gewaltiglich gestrafft werden. Denn dcr/so aller HERR ist/wirt keines Person fürch¬ ten/ noch die machtschcuwen. Er har beyöe die kleinen vnd grossen gemacht/ vnd sor¬ get für alle gleich. Vber die mächtigen aber wa t ein siarck Gericht gehalten werden. Bwan- 2t euch Tyrannen rede tch/auff daß jr Weißheyr lehrnet/vnd daß euch nicht «ml oVMfthle. Denn wer heylige Lehre heylrgiich behelt/der wirdt heylig gehalten/ Vnd ^^wcr dicselbige wo! lehrnct/ der wirt wol bestehen. So laßt euch nun meine rede gefallen/bcgert sie/ vnd laßt euch lehren. - v Denn die Weißheyt ist schön vnd vnvergenglich / vnd leßt sich gern sehen von de. Weiß- nm dis sie lieb haben/vnd leßt sich finden von denen die sie suchen.Za sie begegnet vnd gjbk sich selbs zu erkennen denen die sie gerne haben. Wer sie gerne bald hctte / darff »richt vil mühe/er findet sie für seiner thür auffjn warten. Denn nach ir tracktcn/das ist die rechte klugheyt /vnd wer wacker ist nach ir / darff nicht lange sorgen. Denn sie gehet vmbhcr vnd sucht wer ir währt sey/vnd erscheinet im gern vnterwegen / vnd hat acht auff in/ daß sie im begegne. Denn wer sich gern leßt weisen / da ist gewißlich der Weißheyt anfang/wer sie aber achtet / der leßt sich gerne weisen / Wer sich gerne wei, sm leßr/ der Helt ire Gebott / Wo man aber die Gcbott Helt / da ist ein heylig Leben ge, wiß/Wer aber ein heylig Leben führet/der ist Gott nahe. Wer nun tust hat zur Weiß, hcyt/den macht sie zum Herrn.Wolt ir nun/ir Tyrannen im Volck/gerne Könige vnd Fürsten seyn/ so haltet die Weißheyt in ehren / auff daß ir ewiglich herrschet. Was aber Weißheyt ist/vnd woher sie komme/ wil ich euch verkündigen/vnd Wil euch die geheymniß nicht verbergen/sondern forschen von anfang der Kreaturen/ vnd wil sie öffentlich zu erkennen geben / vnd wil der warhcyt nicht sparen. Denn ich wil mit de»n gifftigen neyde nicht zu thun haben/Denn derselbige hat nichts an der Weißheit, tzasBG v ii. Lap. Weißheit. Wenn aber der Weisen vi! ist / das ist der Welt heyl/vnd em kürger König ist deß volcks glück.Darum laßt euch weisen durch meine wort/das wirt euch fromm. v 11. Lap. Alle Menschen haben gleichen cyngattg zum zeitlichen leben/vvd gleichen außgang. wer Gorcvinbweißheicbirr/V -in wirr sie von ;m gegeben/vnd sie macht»» herrlich. Eh bin auch ein sterblicher Mensch / gleich wie die am z ^^^UW^dern/geboren vom Geschlechte deß ersten geschaffenen Menschen/ vnd bin cmficisch gebildet/Zchcn Mond lang im Blut zusammen ge- Mttncn/ auß Manns Samen / durch lust im beyschlaffen. Vnd ha- be auch / da ich gcborn war / Othem geholet auß der gemeinen lufft/ vnd bin auch gefallen auffs Erdtreich / das vns alle gleich tregt / vnd weinen ist auch gleich wie der andem/meine erste stimm gewest / vnd bin in den Windeln aufferzogen mit sorgen (Denn es har kein König einen andern anfang seiner Geburt) sondern sie haben alle eimrley cyngang in das Leben/ vnd gleichen außgang. so bat ick /vnd ward mir klugheit gegeben / ich rieff/ vnd mir kam der Mst- . Geist der Weißheit/vnd ich hielt sie theuwrcr denn Königreich vnd Fürsten- thumb/vnd Reichchumb hielt ich für nichts gegen sie. Ich gleichet jr keinen Edelstein/ denn alles Gold ist gegen sie wie geringer sand/vnd Silber ist wie kot gegen sie zu re- chen. Ich hatte sie lieber denn gesunden vnd schönen Leib / vnd erwehlete sie mir zum liecht / denn der glantz / so von jr gehet / verleschet nicht. Es kam mir aber alles gute v mitjr/md vnzcklich Reichthumb in jrer Hand. Ich warin allen dingen srölich/ Das macht/die Werphett gieng mir irr denselbigen für/rch wußte aber nicht daß solches von jr käme. Einfältiglich hab ichs gelehrnet / miltiglich theil ichs mit/ ich wil jren Reich¬ thumb nicht verbergen. Denn sie ist den Menschen em vnendlicher Schatz/ welches/ so da gebrauchen/ werden Gottes Freunde/ vnd sind angeneme darumb/daß jnen ge¬ geben ist/sich lassen zu weisen. Gott hat mir gegeben weißlich zu reden / vnd nach solcher gab der Weißheit recht gedenckcn. Denn er ists der auff dem Wege der Weißheit führet / vnd die Weisen re- giert.Dennin seiner Hand sind beyde wir felbs vnd vnsere rede/dazu alle klughcit/vnd kunst in allerley geschäffte. Denn er hat mir gegeben gewisse erkenntniß alles dinges/ daß ich weiß wie die Welt gemacht ist/ vnd die krafft der Element/ der zeit anfang/en- de/vnd mittel/wie der tag zu vnd ab nimmet/ wie die zeit deß jars sich ändert/ vnd wie das jar herumb laufft / wie die Stern stehen / die art der zamen vnd der wilden Thie- re/wie der Wind so stürmet/vnd was die Leute im sinn haben/mancherlei) art der Pflantzen/vnd krafft der Wurtzeln. Me Wck erkEt Ich weiß alles was heimlich vnd verborgen ist/ Den die Weißheit/so aller Kunst e k" Meister ist / lehret michs- Denn es ist in jr der Geist/ der verständig ist/ heylig/emig/ Gottes ^ZE^mancbftltjg/scharpff/bchcnd/bcredr/rcitt/klar/sanfft/fteundtllch/emst/srey/wolthä- SA wort vn tig/leutselig/fest/gewiß/sichcr/vernrag alles/sihet alles/vndgehet durch alle Geister/ wie verständig/lauter/scharpff/sie sind. Denn die Weißheit ist das aller behcndest/sie Was fehret vnd gehet durch alles/ so gar lauter ist sie. Denn sie ist das hauchen der Göttli- chen krafft/ vnd ein stral der Herrligkeit deß Allmächtigen. Darumbkan nichts vnreines zu jr komen/dcn sie ist ein glantz deß ewigen liechte/ vnd ein vnbefleckter Spiegel der Göttlichen krafft/vnd ein Bilde seiner gütigkeyt. Sie ist einig/vn thut doch allcs/ Sie bleibt das sie ist/vnd verneuwet doch alles. Vnd für vnd für gibt sie sich in die heiligen Seclen/vn macht Gottes Freunde vnd Prophe- ten.Dcn Gott liebet nicmand/er bleibe den öey der Weißheyt.Sie gehet eynher herr¬ licher denn die Sonne vnd alle Sterne / vnd gegen das liecht gerechnet gehet sie weit vor.Dcn das Liecht muß der Nacht weichen/abcr die boßhett vberwältiget die Weiß- hctt mmcrmchr.Sie reicht vö eim ende zum andern gewaltiglich/vn regiert alles wol. derWetßlM. vm.Lap. ,62 vin. Lap. Wer'ßheit sol man von fugend a-n lieben/vnd sich dsr;u halten/wer das thut/wirt Gott vnd den Menschen lieb. L Jesclbtge habe ich gelrebet/vnd gesucht von meiner fm gend anff/ vnd gedacht mir sie zur Braut zu nemmen / denn ich habe schöne lieb gewonnen. Sie ist herrlichs Adels / denn jr wesen ist bcy Gott/vnd der HERR aller ding hat sie lieb/sie ist der heimliche Raht im erkcntniß Gottes/vlld ein Angeber seiner werck.Ist Reichs- Weiß-- thmnb ein köstlich ding im leben? Was ist reicher denn die Weißhett/die alles schafft? d'tt- Thuto aber klugheit ? Wer ist vnter allen ein künstlicher Meister denn sie ? Hat aber jemand Gerechtigkeit lieb? Ire arbeit ist eytel tugend/Denn sie lehret zücht / klugheit/ gcrechtigkeit/ vnd "stercke/welche das aller nützest sind im Menschen leben. Begert « einer vil dings zu wissen/so kan sie errahten/ beyde/ was vergangen vnd zukünfftig ist/ «8, Sie verstehet sich auffverdeckte wort / vnd weiß die Rätzel auffzulösen. Zeichen vnd S Wunder weiß sie zuvor / vnd wie es zun Zeiten vnd stunden ergehen sol. Ich Habs beschlossen mir sie zum Gespielen zu nemmen / denn ich weiß daß sie mir ein guter Rahtgeber seyn wirt/vn ein Tröster irr sorgen vnd trauwrigkeit.Ein Jüng¬ ling hat durch dieselbige herrligkcyt bcy dem Volck/vnd ehre bey den Alten. Ich werde scharpffcrfunden werden im Gcrtcht/vn bey den Gewaltigen wirt man sich m ein ver¬ wundern. Wenn ich schweige/werden sie auffmich Harren/Wenn ich redc/werdm sie auffmcrcken/Wenn ich fort rede/werden sie die Hande auffjren mund legen. Ich Lvcr-- Deeinen vnsterblichen Namen durch sie bekommen/vnd em ewigesgedächknißLey v meinen Nachkommen lassen. Ich werde Leute regieren / vnd Heyden werden mir vn- derthan seyn. Grausame Tyrannen werden sich fürchten wenn sie mich Horen / vnd bey Dem Volek werde ich gütig erfunden / vnd im Krieg ein Held. Bleib ich aber da- heym/so habe ich mein Ruhe an jr / Denn es ist kein Verdruß mit jr vmbzugchen/noch vnlust vmb sie zu seyn/sondern lust vnd freude. Solchs bedacht ich bcy mir / vnd nam es zu hertzen /Denn welche jre Verwand¬ ten sind/haben ewiges wesen/ vnd welche jre Freunde sind/ haben reine Wollust. Vnd kommet vncndtlicher Reichthumb durch die arbeitjrcr hände/vnd klugheyt durch jre Gesellschafft vnd gcspräch/vnd ein guter rühm durch jre gemetnschafft vnd rede. Ich Leh« mv bin vmbher gegangen Zu suchen daß ich sie zu mir brächte. Dennich was ein Kind guter art/vnd habe bekommen ein feine Seele. Da ich aber wol erzogen war/ wuchß ich zu einem vnbefleckten leibe. Da ich aber erfuhr/daß ich nicht anderst kundte züchtig seyn / cs gebe mir denn Gott (vnd daffelbige war auch klugheit) erkennen west solche grosse gnade ist/ trat ich zum HERRN/ vnd bat jn/ vnd sprach von gantzem meinem hertzen. Mties«. Ein schön W Gebttt, ix.Lap. Gebettzn Gott vmb die gab der weißhett/ von oben herab/on welche deff Menschen Anschlä¬ ge vnd gedancken mißlich vnd vngewlß. Gott meiner Vätter/vnd HERR aller güte/der du U alle ding durch dein Wort gemacht/vnd den Menschen durch deine gm^inSalomoms ^Wetßheit bereitet hast/daß er herrschen soltvber die Kreatur/so von M dir gemacht ist / daß er die Welt regieren solt mit heyligkeit vnd gerech- A trgkeit/vnd mit rechtem hertzen richten/gib mir die Weißheit/diestäts Gebe», vmb dsinen Thron ist / vnd verwirff mich nicht auß deinen Kindern. Denn ich bin dem MasBuA ix. Lap. dein Knecht/vn deiner Magd Son/eLn schwacher Mensch/vn kurtzes lebens/vn zu ge ring im verstandt deß Rechte vnd Gefttzes.Vnd wen gleich einer vnter Menschenkin- r?mm« a^?von vollkomen were / so gilt er doch Nichte wo er on die weißhett ist / so von dir komet. Gott/vnonstetaug Du hast mich erwehlet zum Königevber deinVolck/vn zum Richter ober deine t par.rr. Sone vnd Töchter. Vnd heissest mich einen Tempel bauwen auff deinem hcyligen Berge/vnd einen Altar in der Statt deiner wohnung/der da gleich were der heiligen Hütten/welche du vorzeiten bereiten liesscst/vnd mit dir deine Weißheit/ welche deine werck weiß/vnd dabeywar/ da du die Welt machtest/vnd erkennet was dir wolge- sellt/vnd was richtig ist in deinen Gebotten. Sende sie herab von deinem hcyligen Himmel/vnd auß dem Thron deiner Herr- ligkeyt/sende sic/daß sie bey mrr fty/vnd mit mir arbeite/ daß ich erkenne was dir wol- gefalle/ denn sie weiß alles vnd verstehen/ vnd laß sie mich leiten in meinen Wercken meffiglrch/vn mich behüten durch jre hcrrligkeit. So werde dir meine werck angenem seyn/vnd werde dein volck recht richten/vud wirdig seyn deß Throns meines Vatters. d?r Denn welcher Mensch weiß Gottes Raht k Oder wer kan dencken was Gott wissen was Gott ge mil k Den der sterblichen Menschen gedankten sind mißlich/ vnd vnser anschläge sind vund chtt/ällcs mt fährlich. Denn der sterbliche Leichnam beschwüret die Seele/ vnd die jrrdlsche Hütte AJA.E drückt den zerstreuweten sinn. Wir treffen das kaum/so auffErden ist/vnd ersindcn (5erftceuwtetr sm) schwärlich das vnter Händen ist. Wer Wil den erforschen das im Himmel ist/ Wer Wil Gottes Wort deinen Raht erfahren k Essty denn daß du Weißheitgebest/vnd sendest deinen hey- Heyliger Venuwfft vlelwttß ligen Geist auß der höhe / vnd also richtig werde das thun auff Erden / vnd die Men- wce sich Um Ml schm lehrnen was dir gefellt/vnd durch die Weißheitselig werden. »nühe/triffks aber x.Lap. Er-ehkuiig was güts den Vattern durch wcißhess widerfahren. selige WeWett behütet den/so am erste gemacht/ o vnd alleine geschaffen ward zum Vatter der Welt/Vnd bracht in Adam. « seiner" Sünde/vnd gab jm krafft vbcr alles zu herrschen. G-n-f N-r wclcher/da der VNgerecht abfiel durch seinen zorn/vcrdarb Kam. EpE LttU" c^Aer von wegen deß wütigen Brudernmordö. Sen.4. ? U aw Erden vmb desselben willen mit der Sindfiut verderbet ward/ Noe. w^Gottks Wo« oriHhalff die Weißheit wldcrmnb/vnd regierte den Gerechten durch ein gering vnd befehl die Archa zubaawen. (ZuqiED.sist/ (^^Mlbige/da die Heyden "zugleich im Irrthumb bößlich lebeten/fand sie den Abra- wo e? HM kam / fand (^L^Gerechten/vnd erhielt in vnsträfflich für Gott / vnd ließ in feste seyn wider das LEwKbwhÄ vätterlich Hertze gegen dem Son. lebenz-fgttGen.rr. ^^csckbjge erlöset den Gerechten / da die Gottlosen vmbkamen/da er flöhe für Loch. (vEffo fMchm) ^^dem Fcuwer/das vber die fünff Stätte fiel/welchcr verwüst Land rauchet noch S« --. aUödtcnMceTe zum zeugntß der boßheit / sampt den Bäumen / so d vnretffe Früchte tragen/ vnd der mE7S^Aschm Saltzseulen/diedastehetzumgedächtnißder vngläubigen Seelen. Denndie/sodie sind/Sörbagenant. Weißheit nicht achten / haben nicht allein den schaden / daß sic das gute nicht kennen/ sondern lassen auch ein gedächtniß hinder sich den lebendigen/daß sie nicht mügen ver borgen bleiben/in dem/darinn sie irr gangen sind. Aber die Weißheit errettet die auß aller mühe/so sich an sic halten. (A^Ieselbige leytet den Gerechtcn/so für seines Bruders zorn flüchtig seyn »rußte/ u (^Nstracks Weges/ vndzeigetjm das Reich Gottes/vnd gab jm zu erkennen / was Jacob, heylig ist. Vnd halffjm in seiner arbeit daß er wol zunam / vnd vil gutes an seiner ar- S-» -s. i-M st beitgewan. Vndwarbeyimdaervbcrfortheiletwardvondcnen/dieimgewaltthä- qlaubc an das wort ten. Vnd machet in sicher für denen/so jm nachstelleten. Vnd gab im Sig in starckem Gottts/oder au d.e Kampff/daß er erführe/ wie" Gottseligkeit mächtiger ist denn alle ding. Dieselbige derMWeit. XI. Lav. j6z Joseph. (^F^Ieselbige verließ den verkaufftcn b ^rechten nicht / sondern behütet in für der 0^7-41. (-^Sünde. Fuhr mitimhinabinden Knckcr/vndm den banden verließsiejn nicht. Biß daß sie im zubracht das Scepttr deß Königreichs vnd Oberkeit vber die/ A-tsr. so im gewalt gethan hatten. Vnd machte D!e zu Lügener / die in getadelt harten / vnd gab im eine ewige Herrligkeit. Israel. erlösete dasheylige Volek vnd vnstrefflichen Samen auß den Hey- Mose. <^Ldcn/die sie plagten. Sie kam in die Seele deß Dieners deß HERRN/vnd wi- Exov.;.7 s verstund den grausamen Königen durch Wunder vnd Alchen. Sle belohncte den Heyligen ire arbett/vnd leitet sie durch wünderliche wege/vnd war inen deß tages ein Schirm/vnd deß nachts ein Flamme/wie das Gestirn. Sie führet sie durchs rote Kinder Meer/vnd leitet sie durch grosse Wasser. Aber ire Feinde crsaufft sie/ vnd dise zohe sie dem gründe der Liessen. Darumb namen die Gerechten Raub von den Gottlo- pNmA scn / vnd preyseten deinen heiligen Namen/HERR/vnd lobeten einmütiglich deine Exsv.sighafftige Hand.Denn die Wetßheir össnete der Stummen Mund/vnd machte der vnmündigen Jungen beredt. wie die weißheik Gottes die fromme mit gnade» züchtigt / vnd die Gottlose von der gewalt tigen Hand Gorres mit zorn gerkchr werden. Von dem rechtmessigen gewalr Gorres vber die welr. Je führet derftlbtgen werck durch die Hand deß Heplb gen Propheten/ vn geleytet sie durch eine wilde Wüsten/ daß sie Ge- Zelt auffschlugen in der Einöde/vnd iren Feinden widerstunden/vnd num r°. sich rechcten an iren Widerwertigen. Da sie dürstet rieffcn sie dich Lxod.'. 7. an/ vnd inen ward Wasser gegeben auß dem hohen Felß/ vnd Lesche- ten den durst auß hartem Stein. Vnd eben dadurch ire Feinde ge¬ plagt wurden/dadurch geschach inen guts/ da sie not litten. Den wie iene erschracken W^er M für dem Blut / so an statt deß fliessenden Wassers kam / zur straffe deß Gebotes / daß Er¬ matt die Kinder tödten mußte/Also gabestu Visen Wassers die fülle vnversehens/vnd ' zeigest damit an durchiener durst/ wie du die widerwertigm plagest. Denn da dlse versucht/vnd mit gnaden gezüchtiget wurden/erkannten sie wie Vie Gottlosen mit zorn gertcht vnd gequelet werden. Dise zwar hastu als ein Va ter vermanet vnd geprüfet/Jene aber/als ein strenger König gestrafft vnd verdampt. Vnd es wurden beyde / die dabey waren/ vnd die nicht dabey waren / gleich geplagt. Denn cs kam Zwyfeltig leyd vber sie/ dazu auch seufftzen/ so sie deß vorigen gedachten. Denn da sie höreten daß Visen dadurch gutes geschach/durch welches sie gequelet wurden/fühleten sie den HERRN. Denn den sie etwa verächtlich verstossen vnd ver- worffen hatten/vnd in verlachten/ deß mußten sie sich zu letzt/ da es so hinauß gieng/ verwundern/ daß ir durst nicht so war wie der Gerechten. v bULso auch für die tollen gedancken ires vngerechten Wandels / durch welche sie be- Womit HAtrogcn / vnvernünfftige Würme vnd verächtliche Thier anbeteten / sandtest du stt^daE vnter sie die menge der vnvernünfftigen Thierezurrache/auffdaß sie erkeneten/daß/ wirt er auch womit jemand sündiget/damit Wirt er auch geplaget. Denn es mangelte deiner all- sep agt. ^q(h(zgen Hand nicht (welche hat die Welt geschaffen auß VNgestaltem wesen) vber sie zu schicken menge der Bären/oder freydige Löwen/oder von neuw geschaffen grim mige/ vnbekannte Thier / oder die da Feuwer speyeten / oder mit grimmigem Rauch schnaubeten/oder grausame funcken auß den Äugen blicketen/welche nicht allein mit versehrung sie möchtenzuschmettern/sondern auchwol mit irem schrecklichen Gesicht erwürgen. Ja sie möchten wol on das durch einen einigen Othem fallen/mit Rache vcrfolget/vnd durch den Geist deiner krafft zerstreuwet werden. Aber du hast alles geordnet mit maß/zal vnd gewicht. Denn groß vcrm ügen ist e allezeyt AasBuV XII. cap. allezeit bey dir / vnd wer kau der macht deines Arms widerstehen? Denn die Welt ist ,<» für dir wie das" Jünglin an der Wage/vnd wie ein tropffdeß Morgenthauwes/der auffdie Erden fettet. Aber du erbarmest dich ober alles / denn du haft gewaltvber al- tcs/vnd vcrsihcst der Menschen sündc/dass sie sich bessern sollen.Denn du liebest alles Gott lie- -st vE Weit da ist/vnd hassest nichts was du gemacht hast/denn du hast freyttch nichts bereitet b-tsemeC««. gcgc Go.r^e a.4° zu hettcst.Wie künd etwas bleibcn/wenn du nicht weltest?Oderwie künd- te erhalten werden das du nicht geruffcn hettest?Du schonest aber atten/denn sie sind Dein HERR/du Liebhaber deß Lebens/vnd dein vnvcrgenglicher Geist ist in allen- XII Gott erinnert durch die straff', waran man gcsündigt-rff langmütr'g/vud gibt den Gottlosen raum von srer boßheu adrulassc«. Mau sol auch w der straffe der gäre Gortes rvacneminev. Arumb straffestu ftubcrltch die/ so da fallen/ vnd er- z innerft sie mit zücht woran sie sündigen / auff daß sie von der boß- heit loß werden/vnd an dich HERR glauben/den da du ftmd wä¬ rest dm vorigen Eynwohnern deines hcyligen Landes/darumb daß sie feindselige werck begiengcn mit zäubcrn/vnd wollest durch vnserer Vätter hende vertilgen die vngötLlichen Opfferer/ vnd vtrbarmhcrtzigc Mörder jrer Sone/ die da Menschen Fletsch frassen/ vnd grcnwltch Blut soffen/damit sie dir Gottesdienst erzeigen wolten/vnd die/ so Eltern waren/er- würgeten die Seelen / so keine hülffhatten/ auff daß das Land/ so vor dir vnter allen «sananttev / die das edelste war/eine wirdige Wohnung würde der Kinder Gottes. Dennoch ver-scho- p E nestuderselbigenals Menschen/ vnd sandtest für dir her deine Vortraber/nemlich dein Heer/die Horniffen/auffdaß sie dicselbigen mit der weile vrnbbrechten. Es war dir zwar nicht vnmüglich/dic Gottlosen im streit den Gerechten zu vnter- Waffen/oder durch grausame Thier/oder sonst etwa mit eim harten wort/alle zu¬ gleich zuschmetttrn/ aber du richtetest sie mit der weile/ vn liessest inen raum zur buffe/ Wiewol dir nicht vnbewußt war / daß sie böser art waren / vnd jr boßheit inen ange- borcn/vnd daß sie ire gedancken nimcrmehr ändern würden. Den sic waren ein ver- flucht Samen von anfang/so dorfftest du auch niemand scheuwen/ ob du inen verge- best/woran sie gesündiget hatten. Denn wer wilzu dir sagen.Was thustukAder wer wil deinem Gericht widerstehen? Oder wer wi! dich schüldigen vmb dre vcrttlgeten Heyden / welche du geschaffen hast? Oder wer Ml sich zum Recher wider dich setzen/ vmb der vngerechten Menschen willen? Denn es ist äusser dir kein Gott / der du sor¬ gest für alle/ auffdaß du beweisest/ wie du nicht vnrccht richtest. Denn es kan dir we- « der Könige noch" Tyrannen vnter äugen wetten für die/so du straffest. E^-Eil du denn gerecht bist/so regierst» alle dmg recht / vn achtest deiner Maiestet Manscht d gemäßjemandzu verdamen / der die straffe nicht verdienet hat. Denn tchrcck-E stcrckeeine herrschafftder gerechtigkett/vndwetlduvberalkeherrschest/so (wchtgemeß)wie vcrschonestuauch aller. Denn du hast deine stercke beweiset an denen/so nichtgläube- tcn daß du so gar mächtig werest / vnd hast dich erzeiget an denen /die sich c keck wuß- re» sic »rcr Macht ten. Aber du gewaltiger Herrscher richtest mit lindigkeit/vn regierest vns mit vtl ver- schade»vä boch?" -c'.' schonen / denn du vermagst alles was du wllt. (Reck)Dasist/an Dein Volck aber lehrestu durch solche werck/dz man from vnd gütig seyn sol/vnd Q ^«AEcrn.mro- Kindern gibsiu damitzuverstehen/ sie sollen guter Hoffnung seyn/daß du wol¬ lest Busse für die Sünde annemen-Dcnn so du die Feinde dcmerKinder vnd die deß todes schüldig waren / mit solchem Verzug vnd schonen gestrafft hast / vnd gäbest jnen zeyt vnd raum/damit sie kundten von irer boßheit lassen/ Wieviel mit grösserm be¬ dacht richtestu deine Kinder/mit welcher Vätter du haft Eyd vn Bund/vilguter Ver¬ heissungen/ auffgericht. Darumb wie offt du vnsere Feinde plagest/ thustu solche vns Zur dcrMWeit. xm.Lap. ,64 zur zücht/ daß wir deiner güte mit fleiß warnemen/ ob wir gerichtet würden/daß wir doch auffdeme Barmhcrtzigkcit trauwen sollen. Daher du auch die" vngcrechten/ so ein vnvcrstendig leben führeten/mit/ren ei- d gen Greuwcln queletest. Denn sic waren so gar ferme in den Zrrthumb geruhten/ ANA?« daß sie auch die Thlere/ so beyjrcn Feinden verachtet wart/für Götter hielten/gleich wtedievnverstendigcn Kinder betrogen. Darumb hastu auch ein "spöttlichestrastr ^77" vnter sie/ als vnter vnverstendige Kinder/ geschickt. Da sie aber solche spöttliche ver- SpoEe präge manung nickt bewegt/cmpfunden sie die ernste Gottes straffe.Denn sie wurden eben dadurch gequelet/ das sie für Götter hielte/ welche sie gar vbel verdroß/da sie den sa- hcn/ den sie vorhin nicht wollen kennen/ vnd mußten in für einen Gott bekenen/ dar- Mn umb zu letzt Die verdammst auch vber sie kam. XIII.Lüp. Alle Nlensthett ftxn extel vnd nrcktttt / welcbe Gottes erkänntnl'ß nicht ke.ben / vnd von der» waren lebendigen Gott abrrerren / die Lceaturcn / tn welchen Gott mag erkannt werden / oder aber auch von Menschen Horden gemachte Götzenbilder / änderten. L S sind zwar alle Menschen Natürlich eptcl / so von Gott nichts wAm / vnd an den sichtbaelichm Gütern / den / der es ist/nickt kennen / vnd scheu an den Wcrckcn nicht wer der Mister Dem. 4. ist. Sondern halten entweder das Fcuwcr oder Wind/oder schnelle Lufft / oder die Sternen / oder mächtige Wasser / oder die Liechter - am Himmcl/dledie Welt regieren/für Götter. So sie aber an derselbigcn schönen gestalt gefallen hatten/vnd also für Götter hielten/solten sie billich gewußt haben/ wie gar vrl besser der sey/der vber solche der HERR tst/dcn der aller schöne Meister ist Kat solchs alles geschaffen. Vnd so sie sich der macht vnd "krafft verwunderten/solten « sie billich an denselbigen gcmerckt habcn/wie vil mächtiger der sey/ Der solchö al es zu- bereitet hat.Deun es kan ia an der grosser) schöne vnd gescheffte derselbigeri Schöpf- fer/als im Bilde/erkennet werden. Wiewol ober diese nicht so gar hochzu klagen ist/ denn auch sie wol irren können/ wenn sie Gott suchen vnd gerne fänden. Derrn so sie mit seinem Geschöpffvmbgchen vnd Nachdrucken / werden sie gefangen im auschcn / wcrl die Kreaturn so schöne sind die man sihet.Doch sind sie damit nicht cntschüldiget/denn haben sie so vil mügen cr- kennen/daß sie knndten die Kreatur hoch achten/Warumb haben sie nicht vil ehe den HERRN derselbigen fundeuk n §^sBcr das sind die vnseligcn / vnd der Hoffnung billich vnter die Todten zu rechen Götzen- ^Alst/ die da Menschen gemäckt Gott heissen/als Gold vnd Silber / das künstlich Ječmen zugerrckt ist / vnd dre Bilder der Thicre / oder mmütze Gteine/so für alten jaren ge- Ieöem.r«: macht sittd.Als wetin ein Izmmerman/der zi! arbeiten suckek/etwa einen Baum ab- hauwet/vnd beschlehet vnd schlichtet denselbigen wol/vn macht etwas künstlichs vnd feines darauß / deß man braucht zur nottursst mr leben/ die spän aber von solcher ar¬ beit braucht er Speise zu kochen / daß er satt werde / was aber davon vvcrblcibt/das sonst nichts nütz ist/als das krum vnd ästig Holtz ist/mmet vnd schnitzet wenn er müssig tst/mit flerß/vnd brloets nach seiner kunst meisterlich/vud machts eins Menschen oder verachten Thrers bilde gleich/vnd fcrbcts mit roter vnd weisser färb/rot vnd schön/ vnd wo ein flecke dran ist / streicht ers zu/ vnd macht im ein feines Haußlin/ vnd sctztö an die Wand / vnd hcfftcts fest mit Eisen dass nicht falle / so wol versorgt ers/ denn er weiß daß im selber nicht Helffen kan/denu cs ist ein Bild/ vnd darffwol hülffe. Vnd so er bettet für seine Güter / für sein Weib/ für seine Kinder/ schämet er sich nit mit einem Leblosen zu reden / vnd ruffct den schwachen vmb gesundtheit an/bittet den Todten vmbs Leben / flehet dem vntüchttgen vmb hülff/ vnd dem so nicht gehen e ij kan/ tzasBuK XIIll.Qp. kan/ vmb selige reise/ vnd vmb seinen gewin/ gewcrbe Md handthierung/daß wol ge- Linge/bittet er den/ so gar nichts vermag. xim.Lap. ! Von chörheit der Götzen anbekter/von Göttlicher macht vnd weißhett/von straffe deren/sa dieBrlvermachen/vndveren/sö ste ehren/ von vrsach vü anfang derBilder/vn daß alles vbels anfang vrsach vnd ende auß Götzendienst Herkommen. Cßgleichcn thut/ der da schiffen Wil / vnd durch wilde stutenzu fahren gedenckt/ vnd ruffet an vil ein feulcr Holtz/ den das Schiff ist/ darauff er fchrct. Denn daffelbige ist erfunden Narung zu suchen/vnd der Meister hats mit tunst zubereitet.Aber deine für- sichtigkeit/ O Vatter/ regieret es/ den du auch im Meer Wege gibst/ Ers». ,4. vnd mitten vnter den wellen sichern lauff. Damit du beweisest/wie du an allen enden Helffen kanst/ob auch gleich jemand on Schlfftnns Meer sich gebe. Doch weil du nicht wilt daß ledig lige / was du durch deine Weißhcit geschaffen hast/ geschichts/daß die Menschen jr leben auch so geringem Holtz verträumen/ vnd behal¬ ten werden im Schtff/damit sie durch die Meerwellen fahren. Denn auch vor alters/da die hohmütigen Rtsen vmbbracht wurden/flohen die/ an welcher Hoffnung bleib die Welt zu mehren / in ein Schiff/ welches deine Hand re¬ gierte/ vnd liessen also der Welt Samen hindersich. Denn solche Holtz ist segcns wol'Noha. wehrt / damit man recht handelt. Aber deß fluchs wehrt ist das / so mit henden ge- schnitzt wirt/ so wol als der / der es schnitzet. Dieser darumb / daß crs machet / Jenes darumb/ daß es Gott gcnennet wirt / so es doch ein vergenglich ding ist. Denn Gott ist beyden gleich feind / dem Gottlosen/vnd seinem Gottlosen gescheffte/ vnd Wirt das werck sampt dem Meister gequelet werden. Darumb werden auch die Götzen der Heyden heimgesucht/denn sie sind auß s -er Kreatur Gottes/ zum greuwel vnd zum ärgerniß der Menschen Seele / vnd zum Götzen. Stricke den vnverstendigen worden. Denn Götzen auffrtchten ist die höchste Hure- rey/vnd dlesclbigen erdencken/tst ein schädlich Exempcl im leben. H^On anfang sind sie nit gewesen/ werden auch nicht ewig bleiben/ sondern durch cdeitel Ehre der Menschen sind sie in die Welt kommen/vnd darumb crdacht/daß die Menschen emes kurtzen lebens sind. Denn ein Vatter/ so er vber seinen Son/ der jm allzu frü dahin genommen ward / leyd vnd schmertzen trug / Ließ er ein Bild ma¬ chen / vnd fieng an/ den/ so ein tod Mensch war / nun für Gott zu halten / vnd strfftet für die seinen ein Gottesdienst vnd Opffer. Darnach mit der zeyt ward solche Gott¬ lose weise für ein Recht gehalten/daß man auch mußte Bilder ehren auß der Tyran- nenGebott. Deffclbigen gleichen/welche die Leute nicht kundten vnteräugen ehrcn/darumb daß sie zu ferrnc wohncten/ liessen sie auß fermen Landen das Angesicht abmalen/vn machti ein löblich Bilde deß herrlichen Königs/auff daß sic mit fleiß heuchlcn möch¬ ten dem abwesenden/als dem gegenwertigcn. So treib auch der Künstler chrgettzig- kett die vnverstendigen zu sterckcn solchen Gottesdienst/denn welcher dem Fürsten wolt wol dicnen/der machte das Bild mit aller kunst auffs feinest. Der Hausse aber so durch solch fein Gemächtc gerecht ward / sieng an den für ein Gott zu halten/ welcher kurtz zuvor für ein Mensch geehret war. Auß solchem kam der betrug in die Welt/ wenn den Leuten etwas angelegen war/oder wolten den Tyrannen hoffieren/gaben sie den Steinen vnd Holtz solchen Namen / der doch denselbigen nicht gebürt. liessen sic sich nicht dran benügen/ daß sie in Gottes erkentniß jrretcn/ sondern ob sie gleich in eim wüsten wilden wesen der vnwcißhcit lebeten/neu- neten sie doch solchen krieg vnd vbel friede. Den entweder sie würgen jre Kinder zum "p Opffer/ dcrWGclt. XV. Lap. ,6-- Opffer/odcr pflegen Gottesdienst/der nicht zu sagen ist/oder halten wütige frefferey/ nach vngewöhnlicher weise/vnd haben förtcr weder reinen wandel noch Ehe/son¬ dern einer erwürget den andern mit list / oder beleidiget in nm Ehebruch» Vnd gehet Rom... bey inen vnternander her/blut/mort /diebstal/ falsch bctrug/vntreuw/hochcn/mein- eyd/" vnruhe per fronrmen/vndanck/der jungen hcrtzen ärgerniß/stummen fänden/ blutschandcn/Ehebruch/vnzucht.Denn den schendtlichen Götzen dienen/ist alles bö- d-n,roL« au! sen anfang/vrsach vnd ende. A Halten sie Feyertage/so thun sie als weren sie wütend. Weissagen sie/ so ists eitel Lügen. Sie leben nicht recht/ schweren leichtfertig falschen Eyd: Denn weil sie glau¬ ben an die leblosen Götzen/ besorgen sie sich keines schadens/ wenn sie fälschlich schwe¬ ren. Doch wirt aller beyde Recht vber sie kommen/ bcyde deß/ daß sie nicht recht von Gott halten / weil sic auffdie Götzen achten / vnd deß / daß sie vnrecht vnd fälschlich schweren / vnd achten kein Heyliges. Denn der Vngcrechten boßheit nimmet ein en¬ de/ nicht nach der Gewalt die sie haben / wenn sie schweren / sondern nach der straffe/ die sie verdienen mit jrem sündigen. XV.Lap. Die Gottsfärchtige werden von Sünden abgehalren durch die treu«, vnd freundtllgkeit Gst^ tes/ v nd lassen sich durch Bilder nicht verführenden mchtigkeir der Geyen. L Der du / vnstr Gott / drst frcundtltch/ vnd treurv/ vnd Danck- gedültig/vnd regierest alles mit Barmhertzigkctt.Vnd wen wir gleich sagung. sündigen/smd wir doch dein/ vnd kennen deine macht. Weil wir denn solches wiffen/sündigen wir nicht/ denn wir sind für die deinen gerech- Iohün .7. «et. Dich aber kennen/ ist eine vollkommene Gerechtigkeit /vnd deine macht wissen/ist eine wurtzeldess ewigen Lebens. Denn vns verführen Nichtsoder Menschen böse fündle/ noch der Maler vnnütze arbeit/ ncmlich/ ein bundt Bilde mit manchcrlcy färbe / welchs gestalt die vnvcrstcndigcn ärgert/ vnd die gern böses thun/ Erkennt- haben auch jrcn tust an dem leblosen vnd todten Bilde. Sic sind auch solcher frucht mß Gottes, jvchrt/beyde die siemachcn/begercn vnd ehren. ein Tepffer / der den weichen Thon mit mühe arbeitet / machet allerley Ge- c^faß Zu vnserm brauch / Er macht aber auß erncrlcy Thon beyde Gefässe / die zu Rsm.s. vnd zu gleich auch die zu vnreincn wcrcken dienen. Aber wozu ein jeglichs der- selbigcn sol gebraucht wcrdcn/das stehet bey dem Töpffer. Götzen- Aber das istcin elende arbeit/wenn er auß demselbigen Thon einen nichtigen wachervnd Gott macht/so er selbß doch nicht lang zuvor von Erden gemacht lst/vnd vber ein klet- Gen< r;. nes wider dahin fchret/davon er genommen ist/ wenn dte Secle/so er gebraucht hat/ von jm genomen wirt. Aber seme sorge stehet darauff/ nicht daß er arbeite / noch daß er so em kurtz leben hat / sondern daß er vmb die wette arbeite mrt den Goldschmiden vnd Srlbcrschmidcn/vnd daß crs den Rotgicffern nach thun müge. Vnd er helrs für einen ruhm/daß er falsche arbeit macht.Dcn seins hertzen gcdanckcn sind wie aschen/ vnd sein Hoffnung geringer denn Erden/vnd sein leben verächtlicher denn Thon/wcil er den nicht kennet der in gcmachk/vnd im die Seele/so in im wirckt/eyngegossen/vnd den lebendigen Othem eyngeblasen hat. v Sie halten auch das Menschliche leben für einen schertz/vnd Menschlichen wan¬ del für einen Iarmarckt / Geben für / man müsse allenthalben gewtnst suchen / auch durch böse stück. Disc wissen für allen/ daß sie sündigen/wenn sie solche lose ding vnd Bilder auß in dischem Thon machen. Sie sind aber thörichter vnd elender denn ein Kind(nemlicl) dte Femdc deines Dolcks/welchs sie vnterdrücken) daß sic allerley Gö- piAm.tzen der Heyden für Götter halten/wclchcr äugen nicht sehcn/noch jre Msen lufft ho- len/noch die Ohren hörcn/noch die Finger an iren Henden fühlen könen/vnd jre fasse e rij gar « Sassmd die schlan, geo/ welche Gencs;, auch verflucht sind. Zao Buch xvi.Lap. gar faul zu wandermDenn ein Mensch hat sie gemacht/vnd der den Qthem von eim andern hat/hat sie gebildet. Ein Mensch aber kanja nicht machen das jm gleich sey/ vnd denoch ein Gott sey/ denn weil er sterblich ist/ so macht er freilich einen todten mit seinen Gottlosen henden. Er ist ja besser denn das/ dem er Gottesdienst thut/ denn er lebet doch/jene aber nimmermehr. Dazu ehren sie auch die aller feindseligsten Thier/welche so man sie gegen andere vnvernünfftige Thier Helt / sind sie viel ärger. Denn sie sind nicht lieblich wie andere Thier/die fein anzusehen sind/vnd sind von Gott weder gelobt noch" gesegnet. xvi.Lap. k.r. Gott strafft die Abgöttische Tyrannen vnd das Gottloß Volck mit mancherley plagen/ vnd ste werden vom Keuwer gefressen/da rgegen aber bleibt sein zoriknicbr envrlich vber den Gotts- förchtigen/wenn sie gestrafft werden/sondern sie werden erhalten für allem vbelwnd durch das wort Gottes wnnderbarlich ernehrr. Arumb wurden sie mit derselöigen gleichen öilltch L geplagt/vnd wurden durch die menge der bösen Wärme gemar- tert. Gegen welche plagethetestu deinem Volckgute/vnd bereitest ^.,5 W jm em neuw essen/ nemlich/ Wachteln zur narung/ nach welcher sie lüstern waren / auffdaß die/ so nach solcher Spesse lüstern waren/ durch solche dargcgebene vnd zugeschickte Wachteln lehrneten auch die natürliche notturfft abhrechen. Die andern abcr/so eine kleine zcyt mangel litten/ einer neuwen Speise mit genossen/ Denn es solle also gehm/daß jenen/so tyrannisch handelten/solcher mangel widerführe der nicht auffzuhaltcn wcre / Disen aber allein ein anzcigcn geschche/wie jre Feinde geplagt würden. AWar es kamen vber dise auch böse zornige Thiere / vnd wurden gebissen vnd vcr- "Iderbet durch die krumruen Schlangcn-Doch bleib der zorn cndtlich nicht/sondern num. s wurden eine kleine zeyr erschreckt zur Warnung. Denn sic hatten ein hcylsam" Jei- ehcn/auff daß sie gedächten an das Gebottin deinem Gesche. Denn welche sich zu chrn wider o.cftuw^ demselbigerr Zeichen kehreten / die wlwden gcsundt/ nicht durch das / so sic anschauwe- r.Lt.t Vchlaugen. durch dich / aller Heyland / vnd daselbst mit bewelsestu vnsern Femden/ daß du bist der Helfferauß allem vbel. Aber jene wurden durch Heuwschreckenvnd Fliegen zu Lod gebissen/vnd kund- ten kein hülffe jres Lebens finden/deun sie warens wchrt/oaß sie damit geplagt wär- den. Aber deinen Kindern kundten mich der giftigen Drachen Jecne nicht schaden/ denn deine barmhertzigkeit war dafür/vnd machte sie gesundt. Denn sie wurden da- rumb also gestraft/vnd stugs wider gcheilet/ auff daß sie lehrneten an deine wort ge- dcncken / vnd nicht zu tieff innövergesscufielen/sondern blieben vnabgewcndet von deinen Wolthaten/ den es heylete sie weder Kraut noch Pflaster/ sondern dein wort HLRR/welches allesheylet. Den du hast gewalt/beyde vber leben vnd vber tod/vnd kchate»)Daß du führest hinunter zur Hellen Pforten/vnd führest wider herauß.Etn Mensch aber/ ' Res so er jemand rödtet durch seine boßheit/so kau er den außgesahren Geist nicht wider sei'chehmwarc'!!^^ bringen / noch die verschiedene Seele wrdcr holen. ^lBer vnmüglich ists deiner Hand zu cntfllehen / denn die Gottlosen so dich nicht Az kennen woltcn/smd durch deinen nrächtigen Arm gesteupt/da sie durch vnge- wöhnlichc Regen/ Hagel/ Gewässer/ den sie nicht entgehen kundten/ verfolget/ vnd durchs fmwcr auffgefressen wurden. Vnd das war das aller wünderlichste/ daß feu- Ewv - wer am meisten im' Wasser brannt/welches doch alles außleschet/deu die Welt streit für die Gerechten. Iu weilen thet die flamme gcmach/daß sie ja nicht verbrenncte die Thier/so vnter die Gottlosen geschickt waren/sondern daß sie selbß sehen mußten/wie sie durch Gottes Gerichte also zuplaget würden. Iu weilen aber brennete die flamme rm Waffer/vbcr die macht deß feuwers/auff daß es die vngerechten vmbbrechte. Dagegen dttMGm. XVII.Lap. ,66 Q Dagegen nehretestu dem Volckmit Engelspcisc /vnd sandtest inen Brot bereit vom Himel/on arbeit/welchs vermocht ^allerlei) lustzrr geben/ vnd war einemieglft i ? pl»l«7s. chen nach seinem schmack eben(Dcnn so man auffdich harret/das macht deinen Kin^ ^"72« mache» dern offenbar wie süsse du seyest) denn ein jegklicher machte darauß was er wolt/nach Exod.;. dem in tust ankam / so oder so zu schmecken. Dort aber bleib auch der Schnee vnd kochen/derre>»/rc. Schlossen im feuwer/ vnd verschmoltzen nit/ auffdaß sie innen würden/ wie das feu- wer/so auch im Hagel brenete/vnd im Regen blitzete/ der Feinde Früchte verdcrbcte. Die Are Daffelbige fcuwcr/anffdz sich die Gerechtenbekereten/must es seiner eigen krafft 87cc,5pl" vergessen. Denn die Kreatur/ so dir/ als dem Schöpffer/dienct/ist hefftig zur Plage v.,v wolcha? vber die vngerechten/vn thut genrach zur wolchat vber die/so dir trauwen. Darumb ließ sie sich auch dazumal in allerley wandcln/vn dienete in der gäbe/ welche alle neh¬ me nach eines jeglichen willen/ wie ers bedurfft/ auff daß deine Kinder lerncten/ die 4 d" HERR lieb hast / daß nit die gewachsene früchte den Menschen ernehren / sondern ' "dein Wort crhelt die/so an dich gläubcn. Denn das/so vom feuwer nicbt verzehret ward/das ward schlecht von eim geringen glantz der Sonnen warm vnd verschwel- Dancksa auffdaß kund würde/ daß man/ ehe dieSonne anffgehet/ dir dancken solle/vnd srmg.' für dich trctten/wcnn das Liecht anffgehet. Denn eines vndanckbarn Hoffnung wirt E„d da- wie ein Reiffe im Winter zurgehen / vnd wie ein vunütz Wasser verfliessen. XVll.Lap. Von dekgrausamenFlttffLrmss^Schrecken/BllndhLlr vnd bösenGewt'ssen/sö vber Egypten zur ;exr Mose kommen. Roß vnd vnsägllch sind deine Gcrichte/HSRR/ Dar- umb" fehlen auch die thörichten Leute. Denn da sie meyneten das heylige Volckzuvnterdrückcn/ wurden sie/als die vngerechten/der ans-hleqe Er flnstcrntß gebundene/vnd der langen nacht gefangene/vnd als die flüchtigen lagen sievntcr den Dächern verschlossen für der ewigen weltzyett.Vnd da sic meyneten jre Sünde sotten verborgen/vnd vnter einem blinden Deckel vergessen seyn / wurden sie grausamlich zcrstreuwct / vnd durch Gespenste er¬ schrecket : Denn auch der Winckel/ darinn sie warcn/kundte sie nicht on furcht bcwa- ren.Da war gedöne vmb sie her/ daß sie erschreckt/ vn scheußliche Larffen erschienen/ davon sie sich cntsatztenVnd das feuwer vermocht mit kewcr machtjnen zu leuchten/ noch die Hellen flammen der Sternen kundten die elende Nacht liecht machen. Es er¬ schein jnen aber wo! ein selbbrcnncnd Feuwer/voller crschreckmß. Da erschracken sie für solchem Gespenste/ das doch nichts war/ vnd dachten / cs wcre noch ein ärgere da- hindcn / denn das sie sahen. (^^As gauckelwerck dcrschwartzen kunst lagauch darnidcr/vnd das rühmen von ^Zzircr kunst ward zu spott. Denn die sich vnterwunden die furcht vnd schreck- Mrer^d^ ntß von den krancken Seelen zu treiben/wurden selbe kranck/daß man auch jrer furcht spottet. Vnd wenn sie schon keine solcher schreckniß hette crschreckt/so hetten sie doch mocht für furcht vergehen/da die Thier vnter sie fuhren/vnd die Schlangen mit Haussen so zischeten / Daß sie auch in die Lufft/ welcher sie doch nit cntbcrcn kundten/ nicht gern sahen. Denn daß einer so verzagt ist/ das macht seine eigene boßheit/die in vberzcugt vnd verdampt/vnd ein erschrocken Gewissen versitzet sich immerdar dcß ärgesten. Denn furcht kommet daher/ daß einer sich nicht trauwet zu verantworten/ c<,E-üti. mir- noch keine hülffe weiß. Wo aber wenig tröst im hertzen ist / da macht daffelbige verza- " gen bänger denn die Plage selbß. n Die abcr/so zugleich dieselbige nacht schlieffen(welche ein grruwliche vflein rechte «v»». nacht/vn auß der greuwlichcn Hellen winckel komm war)wurden etliche durch grau same gespenste vmbgetriben/etliche aber fielen dahin/dz sie sich deß lebens erwegetem e iiij Denn AasBuA xvm.Lap. Dem es kam vber sie eine plötzliche vnd vnversehene furcht/daß gleich wo einer war/ der drin ergriffen ward/der war gleich wie im Kercker verschlossen/on Eiftnverwah- ret/ er were ein Ackermann/ oder Hirte/ oder ein Arbeiter in der Wüsten/ sondern er mußte/als vbereylet/solche vnm eidliche not tragen.Denn sie waren alle zu gleich mit etneklcy Ketten der finsterniß gefangen. Wo etwa ein Wind hauchete/oder die Vögel süsse sungen vnter den dicken Zwei¬ gen / oder das Wasser mit vollem lauff rauschete / oder die Steine mit starckem pol¬ tern fielen/oder die springenden Thier/die sie nicht sehen kundten/liessen/oder die grausamen wilden Thier heulcten/ oder der Widerhall auß den hohen Bergen schal- let/So erschreckt es sie/vn machte sie verzagt.Die gantze Welt hatte ein Helles Liecht/ vnd gieng in vnverhinderten Geschefften/allein vber Visen stund eine Liesse Nacht/ welche war ein Bilddeß Finsterniß/das vber sie kommen solte/aber sie waren inen selbß schwerer denn die Finsterniß. xvm.Lap. a (Ernes ) Aas ist/ Moses/EM. r. DreRlnde«. Israel waren nicht mit ver finstermsse geplagt wie dieEgxpter/vil eine feuwri- ge Seul leitet sie auffvem wege/ Sie assen auch das Lsterlam mir freuden/da alle erste gebürt in Egypten hinweg starbe/wie Gott gerevr harte. In der wüstensüirdiger das Votck/va straffet sie der HER R/vnd liesse ab von seine«» ;orn/durch Mose fürbtrr. Ber deine Heiligen hatten ein groß Liecht/bnd dte^ Feinde hörckcn irc stim wol / aber sahen irc gestalt nicht. Vnd lobte» es/daß sie nicht dergleichen litten/vnd dancketen/daß die/so von inen zuvor beleidiget waren/sich nicht an inen recheten/vnd wündscheten/ daß sie ja ferrue von inen blieben. Dagegen gabestu disen ein Feuw- EM.«;. rige Seule/die /nen den vnbekannten weg weiset/vnd liessest sie die Sonne nicht ver¬ sehren auff der herrlichen Reise. Dennftne warens auch wehrt / daß sie deß Liechte beraubt / vnd im finsterniß/ als im Kercker / gefangen legen / so deine Kinder gefangen hielten / durch welche das vnvergengliche Liecht deß Gesetzes der Welt gegeben solt werden.Vnd als sie gedach¬ ten der Heyligen Kinder zu tödten( "Eines aber dersclbigen so weggeworffen/vnv jnen zur straffe erhalten ward) namestu inen Kinder mit Haussen weg/ vnd verderbe- test sie auffein mal in mächtigem wasser. 9War dieselblge nacht war vnsern Vättern zuvor kund worden/auffdaß sie gewiß ^jweren / vnd sich freuwetcn der Verheissung / daran sie gläubten. Vnd dein Volck wartet also auffdas heil der Gerechten/vn auffdas verderben der feinde. Denn eben du die widerwertigen plagtest/machtestu vns/so du zu dir fordertest/herrltch. Vnd vntc7stch E/ o» als die hcyligen Kinder der frommen dir opffcrten im verborgen / vnd handelten das Lgypter. Gütliche Gesetz eintrechtig / namen sie es an / als die Heyligen /beide guts vnd böses mit einander zu lciden/vnd die Vätter sungen vorher den Lobgcsang. (^^Agegcn aber erschallet der Feinde gar vngleich geschrey/vnd kläglich weinen v höret man hin vnd wider vber Kin dcr.Denn es gieng gleiche rache/beide vber Herrn vnd Knechte/ vnd der König mußte eben/ daß der gemein mann/leiden. Vnd sie hatten alle auffeinen Haussen vnzehliche Todten/einerley todes gestorben/daß der lebendigen nicht gnugwaren sic zu begraben/ Denn in einer stunde war dahin/ was EM jr edelste gebürt war. Vnd da sie zuvor nichts glauben wolten/durch die Zäubercr verhindert/ musten sie/ da die Erstegeburt alle erwürget wurden/ bekennen/ daß diß Volck Gottes Kindcrweren. Denn da alles still war vnd ruhet/vnd eben recht Mitternacht war/fuhr dein all- mechtiges wort herab vom Himel auß Königlichem Thron/ als ein hefftiger Kriegß- luan/mitten in das Land/so verderbet werden solt/ nemlich/ das scharpffe Schwert/ das ein ernstlich Gebott bracht / stund vnd machts allenthalben voller Todten. Vnd wie der Weisheit. xix.Lap. ,6? wicwol es auffErden stund / rüret es doch biß in Himmel. Du erschrecket sie plötzlich das Gesicht greuwlicher Träume/vnd vnvcrsehcns kamen furcht vber sie. Vnd lag einer hie/dcr ander da/halb tod/ daß man wol an inen sehen kund/ auß was Ursachen er so stürbe.Denn die Traume/so sic erschrecket hatten/zeygtens an/anffdaß sie nicht verdürben vnwisscnd / warumb sie so vbel geplagt wercn. traff aber dazumal auch die Gerechten deß todes anftchtung / vnd geschach Dasf^ c^in der Wüsten ein Riffz vnter der mrnge/aber der zorn wäret nicht lang. Denn eilend kam der vnsträffliche Mann/der für sie streit/vnd führet die Waffen seines Ampts/nemlich/das Gebett vnd Versühnung mit demRäuchwerck/ vnd widerstund dem Zorn / vnd schaffet dem iammer ein ende / damit beweiset er / daß er dein Diener were. Ervberwandaberdas schreckliche wesen/nicht mit leiblicher macht/noch mit Waffen krafft/sondcrn mit dem Wort warffer vnter sich den plager/da er erzelt den Eyd vnd Bund den Vättern verheissen. Denn da jetzt die Todten mit Haussen vber einander sielen / stund er im mittel vnd steuwret dem zorn / vnd wehret mr den weg zu Exsd.rb. den lebendigen. Den in seinem langen Rocke war der gantze^schmuck/vnd der Vät- (Schmuck) Die ter "ehre in die vier Riege der Steine gegraben/vnd deine herrligkeitandcm Hut pri-stEhe seines Häupts. Solchen stücken müße der Verderber weichen/vnd solche mußte er <. fürchten/denn cs war daran gnug/daß allein ein Versuchung deß zorns were. Stämme Israel. xix.Lap. Die Gottlosen vergessen der straffe/vn sündigen immer fort/biß sie endtkich verde rben/In masten solch« mit de» Egyprern vn den fün ffGrarten geschehen/Aber die GottsfLrchtigen wer-- ven Munvervsrkcherweiseauß allen sren ängsten erlößr. Der dre Gottlosen vbersiel der zom/on barmhertztgkelt EM^W biß zum ende. Denn er wußte zuvor wol was sie künfftig thun wür- den / nemlich / da sie jnen gebotten hakten weg zu ziehen /vnd dazu sie mit stetß lassen geleiten / daß sie es gereuwcn würde/ vnd jnen nachja- UMÄAW gen. Denn da sie noch leyd trugen / vnd bey den Todtengräbern klag-- tcn / sielen sie auff ein anderß thörlich fürnemmen / das sie verfolgen wolten / als die Flüchtigen/welche sie doch mit stehen hatten außgestossen. Aber es mußte also gehen/ daß sie zu solchem ende kemenwie sie verdienet hatten/vnd mußten vergessen was jnen widerfahren war / auff daß sie vollend die Straffe vbcrkemen / die noch dahin- den war/vnd dein Volckeinwünderliche Reffe erführe/ jene aber ein neuwe weise deß Todes fänden. Denn die gantze Kreatur / so jr eigen art hatte / veränderte sich wtderumb nach deinem Gcbott / dem sie dienet / auff daß deine Kinder vnvcrsehret bewart würden. Da war die Wolcke vnd beschattet das Läger/ da zuvor Wasser stund/ sähe man ;ro- Kxod.r4. ckm Land herfür kommen. Da ward auß dem roten Meer ein weg on hindemiß/ vnd auß den mächtigen fluten ein grünes Feldt. Durch welches gieng alles Volck/ so vnter deiner Hand beschirmet ward/ die solche wünderliche Wunder sahen/ vnd gicn- gm wie die Rosse an der Weide/vnd lecketen wie die Lammer/vnd lobten dich HERR Der sie erlöset hatte. Denn sie gedachten noch daran/ wie cs ergangen war im elende/ Wie die Erde an statt der gebornen Thier Fliegen bracht/vnd das Wasser an statt der Fisch Frösch die menge gab. Hernach aber sahen sie auch eine neuwe art der Vö- gel/da sie lüstern wurden/vnd vmb niedliche Speise baten/den es kamen jnen Wach¬ teln vom Meer /jr lüft zu büßen. v H^sVch kam die straffe vberdie Sünder/durch Zeichen/so mit mächtigen blitzen Aß,geschahen. Denn es war recht / daß sie solches litten vmb jrer boßheit willen/ weil sie hatten die Gäste vbel gehalten. Etliche/ wenn die kamen/so nirgend hin wu߬ ten /namen sie dieselbigm nicht auff. Etliche aber zwangen die Gäste/so jnen gurs gethan Vorrede vöcr das BO gethan hatten zum dienst (vnd das nicht allein/ sondern es wirt auch noch ein anderst cynsehen vber sie kommeu/daß sie dieFrembden so vnftcundlich hielten)Etlichc aber/ die so sie mit freuden hatten angenomen / vnd Stattrecht mit geniessen kaffen / plag¬ ten sic mit grossem schmertzemSie wurden aber auch mit blindtheit geschlagen(gleich wie jene für der Thür deß Gerechten) mit so dicker finstermß vberfallen/daß ein jegli¬ cher suchte den gang zu seiner Thür. se-r.,» Die Element giengen durch einander/ wie die satten auffdem Psalter durch ein¬ ander klingen/vnd doch zusamen lauten/wie man solcho an der that wo! sihet. Denn was auff dem Lande zu seyn pflegt / das war im Wasser / vnd was im Wasser zu seyn pflcgt/gicng auffdem Lande. Das Feuwr war mächtig im Waffcr/vber seine krafft/ vnd das Wasser vergaß seine krafft zu laschen. Widerumb die Flammen verzehreten nicht das fleisch der sterblichen Thtere so drunder giengen/vnd zerschmeltzten nicht die « vnsterbliche "Speise/die doch wie em Etß leichtlich zuschmaltz. m?lbO/2c7svö!I HERR du hast dein Dolck allenthalben herrlich gemacht vnd geehret/ schm§E? vnd hast sie nicht vcracht/Sondern allezeyt vnd ' an allen orten jncn beyge- standen. Ende des; Buchs der Waßhetk. Vorrede auff das BO Tobte- auchem rccht/schön/hcylsiun/nützlich gctkcht vnd Spiel/cmes Geist¬ reichen Poeten. Vnd istzu vermuten/ daß solcher schöner Getichtvnd Spiel bey den Juden viel gewest sind / darinn sie sich auff jre Feste vnd Sabbath geübr/vnd derIugerw also mit lust Gottes Wort vnd Werckeynge- bildet haben/Sonderlich da sie in gutem Friede vnd Regiment geses¬ sen sind. Denn sie haben gar treffliche Leute gehabt/als Propheten/ Scnger/Llchtcr/vnddcrglclchen/dieGottcswortfierssigvndallcrley werfe getrieben haben. Comedim Erage, Vnd Gott gebe da ß die Griechen jre weise / Comedien vnd Tragedicn zu spiclen/von den Juden dien der Griechen«, gcnomcn habcn/wie auch vilandere Weisheit vnd Goktesdicnst/rc. Den Judith gibt eineguke/ernste/ Was dieBücherI»tapffcreLragedicn/sogibtLobiaseincfcine liebliche GottscligeComcdien.DmgleichWiedas Buch dich vnd Tobie an- Judith anzcigt/wie es Land vnd Leuten offt clendigklich gehet/vnd wre die Tyranen erstlich hoffertig- zeigen. lrch toben/vnd zu letzt schandtlich zu boden gehen/Also zeigt das Buch Tobias an/wie es einem fromm Bauwcroder Bürger auch vbcl gehet/vnd vrl lcydens im Ehestand scy / Aber Gott jmmcr gncdigklich helffe/vndzulctztdasendemitfrcudcnbeschlicsse.AuffoasdicEhcleurcsollenlchrnengcdulthabcn/vnd allerley lcydenauffkünfftigehoffnunggcrne kragen/in rcchtcrfurcht Gottes vndfestem Glauben. Nd das Griechische Exemplar sihet fast also/ daß es ein Spiel gewest sey / den n es redet alles in TobiasPerson/wiedie Personen imSpieszuthun pflegen.Daenachistcin Mciftcrkommcn/ vnd hat solch Spiclin ein ordentliche Rede gefasste. Diezu stimmen die Namen auch fern / denn Tobias heißt ein from Mann/ derzcuget auch wider einen Tobias/vnd muß in gcfahr vn sorgen leben/ Tdöl'tA beyde der Tyrancn vnd seiner Nachbar halben. Wirt dazu (daß ja kein vnginck alleine sey) auch blmd/ vnzu letztauch mit scinerlrebcn Hanna vneins/vndverschickcnjren Son weg/vndistjacinelendküm- mcrlkchLcben/AbercrblclbLftstimglauben/gedultvndgutcnwerclen. , Hannahelßtholdsellg/dasist/cinclicbe Haußsrauw/diemttMM Marr in liebvndfreundschassk lebet. Dcr Teuffel Äsmodesherßtein vertilgcr oder vcrderber/daskst der Haußtcuffc l/dcr alles hindert HstllMi- vndverderbet/daß man wedermitKind noch Gesinde fort kan. Saba hcrßt eine Kämpfferin odcrSi- Ema. gerin/diezu letzt obligt/sigek vnd gcwinnct.So ist der Engel Raphatt (das rst) Artzt oder Gesundma- eher/ auch da/ vnd nennet sich Asarja/ das ist/ Helffer oder Beystand/ deß grossen Asaya Son / das rst/ " Gottes MM vom Buch Judith gesagt ist/das mag man auch von dtsem Buch Tobie sagen.Isto em geschicht/ so lsts ein fein heylig Gefthichke/Ists aber ein Gericht / so ifis warlich Jesus Sprach. Tobic. l.Lap. Gottes deß höhesten Beystand / Gesandter oder Botte. Denn Gott HW haußhalten /vnd stehet den Ehclcutcn bcy / sonst kündten siefür dem Asmod nirgend bleiben. ^X Arumbist das Buchvns Christen auch nützlich vnd gut zu lesen/alseines feinen Ebrcischcn Poeten/ der kein leichtfertige/ sondern die rechten Sachen/ handelt/ vnd auß der massen Christ- lieh treibtvndbeschreibt. Vndauffsolch Buch gehört billich Jesus Sprach/als derem rech¬ ter Lehrer vnd Lrösteristdeßgemeinen Manns vnd Haußvattersin allen sachen/vnd Tobias eben solche Buchs cm Excmpel. ,68 TasBuMUMe. I. L'ttp. Vom Geschlechte/Leben vnd Gottesforcht Tobl'e/vnd deß Röniges von Ast^rreuTxrgnnex, 4-Reg. 7. Salma- »rasser. HwarclnWmttinittna- men TobtaS/auß dem Stamme Naphthalt/ auß einer Statt in OberGalilea/ vber Äser/ an der straf¬ fen zur ltncken seyten gegen dem Meer/dcrselbig ward mit ) gefangen zu den zeyten Salmanaffcr deß Königs in Assy¬ rien. Vn wicwol er also vntcr frembden gefangen war/ist er dennoch von Gottes wort nit abgefallen/vnd alles was er hatte/theilet er seinen Mitgefangenen Brüdern vn ver¬ wandten mit.Vnd wicwol er der jüngste Mann war deß Stams Naphthali/so hielt er sich doch nicht kindisch. Vnd da sonstiedcrman den gülden Kelbern dtenete/welche ;.Reg..-. Lerobeam/der König Isracl/Hatte machen laßen/meydet er doch solchen Greuwel/ vnd hielt sich zum Tempel vnd Gottesdienst zu Jerusalem / vnd dienet da dem HER¬ REN/vnd betet an den Gott Israel. Gab auch seine Erstlinge vnd Achendengantz Sxod. rr. r;. Lreuwlich/also/daß er allzeit im dritten -ar den Frembdlingen/Wittwen VN Waisen/ Lem.rr.r8.r6 behenden gab. Solchs hielt er von iugend auff/nach dem Gesetz deß HERRN. Nrrm.z8. ^^A er irun erwachsen war/ nam er ein Weib/auß dem Stam Naphthali/ mit namen Hanna/vnd zeuget mit ir einen Son/welchen er auch Tobtam nenne- rc/vnd lehrete in Gottes wort von jugend auff/ daß er Gott fürchtet/ vnd die Sünde L Salma- vasser. I-rfc.4s. Gabel. Genna- hcn'b. mevdete. Vnd als er mit seinem gantzen Stam/ mit seinem Weib vnd Kindern/vnter den gefangenen weggeführt ward in die Statt Ntneue/vnd jedcrman aß von Opffern vnd Speisen derHeyden/hütet er sich/vnd vervnreinigt sich nicht mit solcher Speise. Vnd weil er von gantzem hertzen den HERRN fürchtct/gab im Gott gnade für Sat- manasser dem Könige zu Assyrien/daß er im erlaubt frey zu gehen wo er hin wolt/ vnd außrichten was cr zu thun hatte. So zog er nun zu allen die gefangen waren/ vnd tröstet sie mit Gottes wort. Vnd er kam in die Statt Rages in Meden / vnd hatte bey sich zehen Pfund Sik bers/ damit in der König begabt hatte. Vnd da er vnter andern Israelitern sähe ei¬ nen mit namen Gabel/außseinemStam/dersehr armwar/thcterim daffelbige Gclt/vnd nam eine Handschrifft von im. Ang aber hernach/nach dem Tod Salmanasser/da sein Son Senaherib nach L^jm regieret/ welcherden KmdernIsrael feind war/gicng Tobias tägkch zn allen MsBuA II. Lap. Mett Israelitett/vndtrösietsie/vndtheilet einem iegklichen mit von seinen gütern was er vermocht. Die Hungertgen speiset er / die Nackten kleydct er / die Erschlage¬ nen vnd Todten begrub cr.Sennaherib aber der König war geflohen auß Iuvea/da fn Gott geschlagen hatte vmb seiner Lästerung Witten. Da er nun wider kam/Mr er i rres ergrimmet/vnd ließ vil der Kinder Israel tödten/derselbigen Leichnam verschaffte Tobias zu begraben. Als aber solche der König erfuhr/hicß er in tödten/ vnd nam im alle seine Güter. Tobias aber flöhe mit seinem Weibe vnd Sone/ vnd hielt sich heim¬ lich bey guten Freunden. Aber nach fünff vnd fünfftzig tagen ward der König von seinen eigenen Sönen erschlagen/ vnd Tobias kam wider heim/vnd alle sein Gut ward im wider gegeben. n.Lap. Tobias begräbt die Todten on scheuwe deß Röntg«/ wirt blind/vndseine Hauß« frauw mir im vnems. Arnach auff deß HERRN Fest/da Tobias in sei- nem Hause ein herrlich Mal zugcricht hatte/sprach er zu seinem Son: Gehe hin vn lade die Gottfürchtigen auß vnserm Stamc/ daß sie mit vns cssen.Vn als er wider heim kam/sagte er dem Vat¬ ter Tobia/das einerauff der gaffen wdlege. Da stund Tobias bald auffvom Tisch/vor dem effcn/vnd gieng zu dem todten Leich¬ nam / vnd Hub in auff/ vnd trug in heimlich in sein Hauß / daß er jn deß nachts heim¬ lich begrübe. Vnd als er die Leich heimlich versteckt hatte/aß er sein Brot mit trauw- ren/vnd dacht an das wort/welchs der HERR gercdt hatte durch Amos den Prophe- Am-«», ten .Euwer Feyertage sollen zu Trauwertage werden. Vnd deß nachts gieng er hm vnd begrrzb den todten. Seine Freunde aber alle straffeten in/ vnd sprachen: Jetztneuwlich hat dich der König vmb der fache willen heissen tödten/vn bist kaum davon komen/noch begrebstu die todten.Tobias aber furchte Gott mehr denn den König/vnd trug heimlich zusam¬ men die crschlagenen/vn hielt sic heimlich in seinem hause/vn deß nachts begrub er sie. begab sich aber auffeincn tag / da er heim kam / als er Todten begraben hat- O^/te/vnd müde war/vndsich neben eine wand leget/vnd entschliess/schmeisset eine Schwalbeauß irem Nest/das fiel im also heiß indie Augen/davonwarder . blind. UM. lil. Lap. ,69 Exempel blind. Solch trübsal aber ließ Gott ober in komm/ daß die Nachkomen em Exempel d«rg-d»lt. dergedulthetten/wie an dem heiligen Hiob. Vnd nach dem er von jugend auff Gott gefürcht/vnd seine Gebott gehalten hatte/zürnet noch murret er nicht wider Gott/ daß er in hatte lassen blind werden / sondern bleib bestendig in der furcht Gottes/ vnd Hiob, dancket Gott alle sein lebenlang. Vnd wie die Könige deß heiligen Hiobs spotteten/ §>ob4. Also verlachten Tobiam seine eigene Freunde/vnd sprachen: Wo ist nun dem ver- trauwen/darumb du dein Allmosen gegeben/vnd so vtl Todten begraben hastk Vnd Tobias straffte sie/vnd sprach: Saget nicht also/denn wir sind Kinder der Heiligen/ vnd warten auff ein Leben/ welches Gott geben wirt dcnen/so im glauben starck vnd feste bleiben für jm. Anna aber sein Weib die arbeitet fleissig mit jrer hand/vnd ernchret jn mit spin- DAnen. Es begab sich aber/daß sie eine junge Aegen heimbrachte / Vnd da siejr Mann Tobias höret blecken / sprach er: Sehet zu daß nicht gestolen sey / gebets dem rechten Herrn wider/denn vns gebürt nicht zu essen vom gestolen gut/oder daffelb an- zurüren. Vber dise rede ward sein Haußfrauw zornig/antwortet/vnd sprach: Da si¬ tzet man / daß dein verträumen nichts ist/ vnd dein Allmosm verloren sind. Mit sol¬ chen vnd andern mehr Worten warffsie jm sein elend für. 111. Lap. Tobias bett;» Göttin seiner vnd deß Volcks gefengniß. Von Ssra/Ragnelt» Toch¬ ter / irenr vnfatt vnd Geber. A crscufftzet Tobias ticff/vnd Hub an zu wemen/vnd zu betten/ vnd sprach: HERR du bist gerecht/vnd alle dein Thun ist recht/vnd eite! güte vnd treuwe. Vnd nun mein HERR sey mir gne- dig/ vnd reche nicht meine sünde/ gedencke nicht meiner oder meiner Vatter misscthat. Denn weil wir deine Gebott nicht gehalten ha¬ ben/so sind wir auch dahin gegeben vnsern Feinden/ daß sie vns be¬ rauben/ gefangen halten/ vnd tödtcn/ vnd sind zu schänden vnd spott vnd hohn wor¬ den den frembdcn / dahin du vns zerstreuwet hast. Vnd nun HERR / schrecklich sind deine Gerichte / weil wir deine Gebott nicht gehalten / vnd nicht recht gewandelt ha¬ ben für dir. Ah HERR erzeige mir gnade/ vnd nim meinen Geist weg im friede/denn ich wil vil lieber tod seyn denn leben. Sara/ A^5Nd es begab sich dcffelbige tages/daß Sara/ eine Tochter Raguel/ in der Me- ^^dcr Start Rages / auch vbcl gcschmähet vnd gescholten ward von einer Magd jrcs Vatters / der hatte man sieben Männer nach einander gegeben /vnd ein böser Gcist/Asmodt genannt/hatte sie alle getödtet/als bald wen sie beyligen sollen. Dar- um b schalt sie jrcs Vatters Magd / vnd sprach: Gott gebe daß wir nimer einen Son oder Tochter von dir sehen auffErden/du Männcrmörderin /Wiltu mich auch töd¬ tcn/ wie du die siben Männer getödtet haste Auffsolche wort gieng sie in eine Kammer/ oben im Hause/vnd aß noch tranck mt drcy tage vnd drcy nacht/vnd hielt an mit betten vnd weinen/vnd bat Gott daß er sie von der schwach erlösen wolt. n Darnach am dritten tage / da sie jr Gcbctt vollendet hatte / lobet sie Gott/ vnd Hab»-. 4. sprach.Gelobet sey dein Name HERR/ein Gott vnser Vätter/denn wenn du Zürnest/ erzeigest» gnade vnd güte / vnd in dem trübsal vergibst« sünde / denen die dichanrüf- Sara ftn. ?u dir/ mein HERR/kchre ich mein angesicht / Zu dir hebe ich meine äugen auff/ B-bctt. vnd bitte dich/daß du mich erlösest auß diser schweren schwach/ oder mich von hinnen Ls«« 4°. nemest.Du weißt HERR/daß ich keines Mannes begert habe/vnd meine Seele rein behalten von aller böser lust / vnd habe mich nie zu vnzüchtiger vnd leichtfertiger Ge¬ sellschaft gehalten. Einen Mann aber zu nemen habe ich gewilliget in deiner furcht/ s vnd Tobie Gebete. Wo MH mi.Lap. vnd nicht auß fürwitz. Vnd entweder bin ich jr / oder sie sind meiner / nicht wehrt ge- wescn/vnd du hast mich villeicht einem andern Manne bchalten/denn dein Naht ste¬ het nicht in Menschen gewalt. Das weiß ich aber für war / wer Gott dienet / der wtrdt nach der anfechtung ge- tröst/vnd auß der trübsal erlöset/ vnd nach der Züchtigung findet er gnade. Denn du hastnicht tust an vnserm verderben. Denn nach dem vngewitter lastu die Sonne wider scheinen/vnd nach dem heulen vnd weinen vberschüttestu vns mit freuden- Deinem namen sey ewiglich ehre vnd lob / du Gott Israel. der stunde ward dieser beider Gebe« erhöret von dem HERRN im Himmel. ^A^Vnd der heylige Raphael/ der Engel dcß HERRN/ ward gesandt/ daß er jnen Raphael beiden hülffe/ weil jr Gebert gleich auff eine zcyt für dem HERRN fürgebracht ward. im.Lap. Tobias gibt seinem Sone/ als er sich versähe bsw ;u sterben / gute lehre vnv vnder- richt Gottselig;u leben. A nun Tobias gedacht/ daß fern Gebett also erhöret were/ daß er sterben würde/ rieff er seinen Son zu sich/ vnd sprach ^öias zu jm: Lieber Son höre meine wort/vnd behalt sie fest m deinem MD DMH hertzcn. Wenn Gott wirdt meine Seele wegnemmen/so begrabe nm- Exov -.. Leib.Vnd ehre deine Mutter alle dem lebcnlang/denckc dran/ '''' was sie für fahr bestanden hat / da sie dich vntcr jrem hertzcn trug. Vnd wenn sie ge¬ storben ist/ so begrabe sie neben mich. Vnd dein lebenlang hab Gott für äugen vnd im hcrhen / vnd hüte dich / daß du in keine Sünde willigst/ vnd thustwider GotkesGcbott. Von deinen gütem hilffden armcn/vnd wende dich nicht vom armen/so wirt dich Gott wider gnädig ansche. Wo du kanft da hrlffden dürfftigc.Hastu viel/so gib reich- Luc. .4. lich/ Hastu wenig/so gib doch das wenig nut treuwem hertzcn. Denn du wirst samlen sv^' einen rechten lohn in der not/den die Allmoscn erlösen von aller süuDen/auch vom to- dc/vnd lasten nicht in der not. Allmosen ist ein grosser (rost für dem höchsten Gott. Hüte dich mein Son für allerlei) tzurcrey/vnd on dein Weib halt dich zu keiner 2^.-4- andern. Hoffart laß weder m deinem hertzcn noch in deinen Worten herrschen/denn sie ist v ein anfang alles verderbens. Wer dir arbcitet/dcm gib bald seinen Lohn/vnd halt niemand seinen verdienten watth. 7. Lohn für. Was du wilt das uran dir thue/ das thue einem andern auch. Thcile dem Brot den Hlrngerigen mit/ vnd bedecke die Mckcten mit deinen Klei- dern. Gib Allmosen von deinem Brot vnd Wein bey dem begräbmß der frommen/ vnd jß noch trinck nicht mit den Sündern. Allezeit suche raht bcy den Weisen. Vnd dancke allezeit Gott/vnd bette/daß er dich regiere/ vnd du in alle deinem für- nemmen seinem wort folgest. Du solt auch wissen mein Son/daß ich zehen psimd Silbers/da du noch ein Kind wärest / geliehen habe dem Gabel in der Statt Ragcs / in Meden / vnd seine Hand- Gabel, schriffthabeichbeymir. Darumbdenckewieduzu jm kommest/vnd solch Gcltfor- dcrst/ vnd jm seine Handschrifft wider gebest. Sorge nur nichts wem Son/wir sind wol arm/aber wir werden vil gutes ha- ben/so wir Gott werden fürchten/ die Sünd meiden/vnd guts thun. V. Lap. Tobias schicU seinen Son gen Blages in Meven/das geliehen Gelk/so ,m Sabel daselbst schäldig va» eynzufordern/ vnd ein Engel geleit ->»- Uoöte. v. 170 L A antwortet der junge Toklas seinem Vatter/vnd sprach: Alles was du mlr gesagt hast /mein Vatter /das wtl ich thun / Wie ich aber das Gelt ermanen sol/ das weiß ich nicht / er kennet mich nicht/ so kenne ich in auch nicht. Was sol ich im/ür ein Zeichen bringen / daß er mir glauben gebe? So weiß ich auch den weg nicht dahin.Da antwortet jm sein Vattcr/vnd sprach.Seine Handschrifft habe ich bey mir/wen du die im weisen wirst/ so wirt er dir bald das Gelt geben. Gehe nun hin/vnd suche einen treuwen Gesellen/der vmb seinen lohn mit dir ziehe / daß du solch Gelt bey meinem leben wider kriegest. Raphael (^^A gienge der iunge Tobias hinauß/vnd fand einen feinen inngen Gesellen ste- c^LD hen / der hatte sich angezogen vnd bereitet zu wandern / vnd wußte nicht daß der Enge! Gottes war. Grüßet in/ vnd sprach: Von wanne bistu guter Geselle Vnd er sprach: Ich bin ein Jsraeltter. Vnd Tobias sprach zu im: Wcisiu den rveg ins Land Mcdcn?Er antwortet:Jch weiß in wol/vnd bin in offt gezogcn/vnd bm zur Herberge Gabel- gelegen bey vnscrm Bruder Gabel/welcher wohnet in der Statt Ragcs/m Meden/ welche ligtauff dem Berg Egbatana. Vnd Tobias sprach zu im: Lieber verzcuch ein wenig/ biß daß ich diß meinem Vatter wider sage. v Vnd Tobias gieng hineyn/vnd sagt solche seinem Vatter/vn der Vatter verwun- dert sich/vn bat den Jüngltng/daß er htncyn gienge.Vnd er gieng zum Alten hmcyn/ vnd grüßet in/vnd sprach:Gott gebe dir freude.Vnd Tobias sprach zu im:Was sol ich für freude habcn/der ich im finstern sitzen muß/ vnd das Liecht dcß Himmels nicht se¬ hen kan? Vnd der Jüngling sprach zu im: Hab gedult/Gottwirdt dir bald helsscn. Tobias sprach zu im :Wiltu meinen Son geleiten in die Statt Rages in cx^Meden / zu Gabel? So wil ich dir deinen Lohn geben wenn du wider kommest, Vnd der Engel sprach zu im: Ich wil in hin führen/vnd wider zu dirher bringen. Vnd Tobias sprach zu im: Ich bitte dich/ zeige mir an/ auß welchem Geschlecht/ Raphael vnd von welchem Stamm/bistu? Vnd der Engel Raphael sprach: Sey zu Wieden/ Isis nicht gnug/daß du einen Botten Hast/Was darffstu wißen woher ich bmtDoch Azarias, daß du dcste weniger sorgen dürffcsi/so wil ich dirs sagemJch bin Azarias deß großen Ananie Son. Vnd Tobias sprach: Du bist auß einem guten Geschlechte / Ich bitte dich/ du wollest nicht zürnen/daß ich nach deinem Geschlechte gefragt habe. Vnd der Engel sprach: Ich wil deinen Son gesund hin vnd herwider führen. Tobras antwor¬ tet/ So ziehcthin/Gott scy mit euch auffdem wege/vnd sein Engel geleyte euch. schickt sich Tobias mit allem/was er mit im wolte nemcn/vnd gesegnet Vat- <^^ter vnd Mutter / vnd zog mit seinem Gesellen dahin. Vnd seine Mutter ficng an zu weinen/vnd sprach: Den trosi vnsers Alters hastu vns genommen vnd weg¬ geschickt / Ich wolt daß das Gelt nie gewesen were/ darumb du in weggeschickt hast. Wir weren wol zu frieden gewest mit vnserm armut/das were ein groß Reichthumb/ daß unser Son bey vns were. Vnd Tobias sprach: Weine nicht / vnscr Son Wirde fttsch vnd gesund hin vnd wider ziehen/vnd deine äugen werden in sehen. Denn ich gläube/daß der gute Engel Gottes in geleite/vnd alles wol schicken wirt das er für hat/Also/daßerauchmitfieudenwirdtwiderzuvnskommen. Also schweigseme Mutter stille / vnd gab sich zu frieden. vi.Lap. Derr'lMg Tobras sehet einen Lisch /vnd der Engel befihlt sm das Hertz / Leber/ vnd Valle varvoa zur arynex zu behalt en/Verherßr sm auch Raguelis Tochrer zu einem N?eroc/ vnd bettchrsn/rpre er sich mir sr halten sol- f st Vnd !Ws Buch VI.Lgp. Nd Tobtas zoch htn/vnd etn Hündlin liess mit jm. L Vnd die erste Tagreise bleib er bey dem wasser Tygriö. Vnd gieng hin/daß er seine süsse wüsche/Vnd srhe ein grosser Fisch fuhr herauß/ in zu verschlingen» Für dem erschrack Tobias/vnd schrey mit lautet stim/vnd sprachD HERR/er wil mich fressen.Vnd der Engel sprach zu im: Ergreiffin bey den Floßfedern/vnd zeuch in herauß. Vnd er zog in auffs Land/ da zappelt er für seinen süssen. Da sprach der Engel: Hauwe den Fisch von einander/ das Hertz/ die Gallen vnd die Lcbcrn/behalt dir / denn sie sind sehr gut zur arheney. Vnd etliche stück vom Fisch brieten sic / vnd namens mit auff den weg / das ander stützten sie eyn/ daß sie es vnter wegen hetten/biß sie kämen in die Statt Rages in Meden. Da fraget Tobias den Engel /vnd sprach zu im: Ich bitte dich Azän'a / mein bru- der / du woltest mir sagen / was man für artzeney machen kan von den stücken die du hast heissen behalrmt Da sprach der Engel: Wenn du ein stücklin vom Hertzen legest auffglücnde kolen / so vertreibt solcher rauch allerley böse Gespenst / von Mann vnd von Frauwen/also/daß sie nicht mehr schaden können. Vnd die Galle vom Fisch ist gut dre Augen damit zu salben/daß einem den Star vertreibe. A6W?d Tobias sprach.Wo wöllen wir denn cynkehrcn? Vnd der Engel antwortet/ k c^vnd sprach: Es ist hie ein Man/ mit Namen Raguel/ dein verwandter von dei- Raguel» mm Stamme/ der hat nur ein einige Tochter/ die heißt Sara / vnd sonst kein Kind/ Sara, dir sind alle seine güter bescheret/vnd du wirst die Tochter nemmen. Darumb wirb vmb sie bey irem Vatter/so wirdt er sie dir geben zunr Weibe. Da sprach Tobias: Ich habe gehöret/ daß sie bereit zuvor siben Mänern verträumt ist/die sind alle tod/vnd dazu sagt man/ein böser Geist habe sie getödtet. Darumb fürchte ich mich/ daß mirs nicht auch also möchte gehen / so würden denn meine Eltern für leide sterben / weil ich ein einiger Son bin. Da sprach der Engel Raphael: Höre zu/ ich wil dir sagen vber welche der Tcuffek gewale hat/nemlich vber die jemgen/welche Gott verachten/ vnd allein vmb vnzucht willen Weiber nemm/wie das tumme Vieh. Dlr aber wenn du mit deiner Braut in die Kammer komestcholtu drey tag dichir enkhaltcn/vnd mitjr betten. Vnd dicselbige nacht/wen du wirst die Leber vom Fisch auffdie glüende kolen legen/so wirt der Teuf- fel vettriben werden. Die ander nacht aber soltu zu jr gehen züchtiglich/ wie die heylt- gm Patriarchen. Die dritte nacht wirst» erlangen/daß gesunde Kinder von euch ge¬ boren werden. Wenn aber die dritte nacht fürüber ist/so soltu dich zu der Jungfrauw zuthun mit Gottesfurcht / mehr auß begterde der frucht / denn auß böser lust/ daß du vnd deine Kinder den Segen erlangest/ der dem Samen Abraham zugesagt ist, vil.Lap. Tobias kompt mit dem Enge! xir Raguel /vnd nimpt desielbigeu Tochter S»rameinem Werbe. sie kchretcn zum Ragucl epn/vnd Raguel em. xAWMÄpfiengsiemttfreuden. Vnd ersähe Tobiam an/vnd sprach zu Ham Hanm na seinem Weibe: Wie gleich sihet deriunge Gesell vnserm Vettern. Vnd als er das saget/sprach er: Von wanne seytjrlieben Brüder? Sie sprachen: Auß dem Stamm Naphthali sind wir/von den ge¬ fangenen in Nineue. Raguel sprach zu inen: Kennetjr Tobiam meinen Bruder? Sie sprachen: Ja/wir kennen in wob Vnd als er nun vtl guts von Tobia redet/ sprach der Engel zu Raguel: Der Tobias / nach dem du fragest / ist dises Jünglings Vatter. Vnd Raguelneiget sich gegen im/weinet/vndfielimvmbdmhalß/vnd küssetin / vnd sprach: Q mein lieber Son / gesegnet scystu/ denn du bist eines rechten * frommen Tobias wirbt vmh Lara. Tsoie. vm.Lav. ftommm MannesSo». VndHanna scinWeib/vndSarafteTochter/ficngen auch an zu weinen. (^^Arnach hieß Raguel einen Scheps schlachten/vnd das Mal bereiten.Vnd als sie sie baten/daß sie sich wolten zu tisch setzen/sprach Tobias:Ich wil heute nicht essen noch trincken/du gewärest mich denn einer bitte/vnd sagest mir zu / Saram dei¬ ne Tochter zu geben. Da das Ragucl höret / crschrack er / denn er dachte was den si- ben Männern widerfahren war / welchen er zuvor seine Tochter gegeben hatte / vnd furchte sich es möchte disem auch also gehen. Vnd da er nicht antworten wolt / sprach der Enge! zu im: Schcuwe dich nicht im die Magd zu geben / deine Tochter ist im be¬ scheret zum Weibe/ weil er Gott fürchtet/ darumb hat deine Tochter keinem andern werden mögen. nam. -L. Da sprach Ragucl.W zweissel nicht daß Gott meine heisse thronen vnd Gebett Sara erhöret habe/vnd gläube/daß er euch habe darumb lassen zu mm kommen/ daß meine Tochter Visen krigen wirt/ auß irem geschleckt/ nach dem Gesetz Mose. Vnd nun hab NE», keinen zweiffel/ich wll dir sic gcben Vnd nam die Hand der Tochter/vnd schlug sie To¬ bte in die Hand/ vnd sprach: Der Gott Abraham/ der Gott Mac / der Gott Jacob/ sey mit cuch/vnd hclffe euch zusamen/vnd gebe scrmn Segen reichlich vber euch.Vnd sic namen einet; Bricff/ vnd schrieben die Ehestiffmng/ vnd lobten Gott/vnd hielten Malzeit. Vud Raguel ricff zu sich Hannam sein Weib / vnd hieß sie die andere Kammer zurichtm. Vnd führeten hincyn Sarmn seine Tochter/vnd sie weinet. Vnd er sprach zu jr: Scy getrost meine Tochter/ der HERR deß Himels gebe dirfreude für das lerd/ das du erlitten hast. VIII. Lap. Tobürs gehet nirr selnee Braut ;u Betke/Helr sich nach dein befehl deß Engels/vud werve» bexoe für schaden behüret. Nd nach denr Aömdwal führeten sie den jungen To- biam zu der Iungfrauwen in die Kammer. Vnd Tobias dachte an Oie rede deß Engels /vnd langet auß seinem Secklin ein stücklin von der Lebern/ vnd leget cs auff die glüendc kolen. Vnd der Engel Ra- NAM^Aphaclnamden Geist gefangen/vnd band in in die Wüsten/fcrrne in Egypten. Darrrach verrnanet Tobias die Zungfranw/vnd sprach: Sara stehe auss/vnd laß vns Gott bitten/ heut vnd morgen/ denn disc drey nacht wollen wir bet¬ ten / darnach wollen wir vns zusammen halten als Eheleute. Denn wrr sind Kinder Corinth. der Heiligen/vnd vns gebürt nicht solchen Staudt anzufahm wie die Hewen/die Gott verachten. Vnd sie stunden auss/vnd betteten beide sseissig/daß sie Gott behüten wolt. Vnd Tobie Tobias bettet/vnd sprackiHERR mein Gott/du Gott vnser Vatter/dich sollen loben t>n SaraGe- Himel/Erde/Mecr/aUe Wasser vnd Brunncnwnd alle Kreaturn/ vnd was daritt- G-nef.r. nen ist. Du hast gemacht Adam auß einem Erocnkloß/ vnd hast sM gegeben Heuam zu einem gehülffcn. Vn nun HERR/du weißt daß ich nicht böser tust halben dlsc mei¬ ne Schwester zum Weibe genommen/sondern daß ick möge Kmder zcugen/dadurch dein heyligcr Name ewiglich geprcrsct vnd gelobet werde. Vnd Sara sprach/HERR erbarm dich vnser/daß wir beyde gesund mögen vnser Alter erlangen. A^Nd vmb Mitternacht ricff Ragucl seinen D.cncm/vnd gieng mit inen/ daß sie ö^ein Grab machten/ denn er sprach: Es möcht jm vüleicht auch gangen scyn wie den andern siben/welche nnt jr vercrauwet gewescrisind. Vnd als sic das Grab ge¬ macht hatten kam Ragnel zu seinem Welbe/vnd sprack:Schickc hin ein Magd/vnd laß sehen / ob er auch rod ja- / daß wir jn vor tage begraben. Vnd die Magd schleich f üj m die Mas WuD IX. Lap. Ln d''c Kannncr/fand sre bcyde gcsundt vnd frisch/vnd schlaffend bey cinandcr/vnd sre bracht streli die gute Bottschafft. Vnd Raguel vnd sein Weib Hanna danckten Gott/vnd sprachen: Wir danckcn Danck- dir HERR/du Gott Israel/daß cs nicht geschehen ist wie wir besorgten. Denn du hast deine barmhertzigkeit an vns erzeigt / vnd hast vnsern Feind /der vns leide that/ vcrtricbcrr / du hast dich erbarmet ober dise zwcy einige Kinder. Vnd nun HERR gib streu daß sie dich allezeit loben für solche gnade / vttd dir allezeit prciß vnd lob opffern/ daß ander Leute an inen erkenncn/daß du allein Gott bist in aller Welt. Vnd alsbald befahl Ragucl/daß sie das Grab wider fülletcn/ ehe cs tag würde. Vnd seinem Weibe befahl er/daß sie wider cm Mal zurichtct/vnd schüffe strenalle notturfft auff den weg. Vnd er ließ zwcy feiste Rmder schlachten/ vnd vier Schaffe/ vnd lud alle seine Nachbarn vnd Freunde zu gast. Vnd Raguel vermahnet vnd bat Tobiam hoch/daß er zwo Wochen wolt bey stu verziehen. Vnd von allen seinen Gü¬ tern gab er die helffte Tobie / vnd machtcine Verschreibung / daß nach seinem tod die andere heisst auch Tobie werden soltc. ix.Lap. Der Engel bringt das Gelt von Gabelvnv führetsn nut ;ur Hochreit. Nkff Tobias den Engel zufich/denner meinet/es were ein Mensch/vnd sprach zu stn: Asarja mein Bruder/ich bitte dich GM, höre mein wort.Wcnn ich mich dir gleich selbs zu einem eigenen Kriech- te gebe/ so were cs noch nichts gegen deiner wolthat. Doch bitt ich dich/ Knecht vnd Kamel/vnd zeuch zu Gabel gen RagesmMe- den/vnd gib stn dise Handschrifft/vnd nim von stn das Gclt/vn d brtte jn/daß er wolle zu meiner Hochzeit kommen. Denn du weißest/ mein Vatter zc lce stund vnd tag/vnd Werin ich einen tag zu lang aussen bliebe / so würde seine Seel betrübt. Vnd du weißt wie sehr mich Raguel gcbettcn hat/daß ichs jm nicht kan abschlagcn. nam der Engel Raphael vier der Knechte Raguclis/vn d zwcy Kamel/ vnd (^Azog gen Ragcs / vnd fandt den Gabel/ vnd gab im die Handschrifft / vnd cm- pficng das Gelt von stn. Vnd zeigt stn an alles was geschehen war vom Son Tobie/ vnd bat sti zur Hochzeit. Vnd da sie mit einander kamen in das hauß Raguelrs / fundcn sie Tobiam vber 6 tisch/vnd sihc/ er ßuird gegen inen auff/ vnd küssetcn einander. Vnd Gabel wcrncte/ Gabel, vnd lobet Gott/ vnd sprach: Es segne dich der Gott Israel/ denn du bist eines fromm gerechten vnd Gottförchtigen Manes Son/der den Armen vtl guts gcthan hat.Ge- segnet sey dein Wcib/vnd deine Eltern/vn Gott gebe daß jr sehet euwcre Kstrder/vnd cuwre Kmdskindcr/blß ins dritte vnd vierdte gcschlccht/vnd gesegnet sey dein Same von dem Gott Isracl/der da herrschet vn regieret ewiglich. Vnd als sie alle Amen ge- ss-rochcn/satztcn sic sich zu tische/aber das Mal vnd freude hielten sic irr Gortes furcht. X. Lap. Der alt Tobias vnd sein Weib somd bekümmert vm b sren Son / dieweil er also lang aussen bielbt.Der sung Tobias ertangr vrlaub von setnem Schweher/vn zeucht mir seiner Braur yet>n. der junge Tobias seiner Hochzeit halben lang xDWrW aussen war / fmig dcr alte Tobias/seinVattcr/an zu sorgcn/vnd Dcrsbe sprach:Warumb wirt mein Son so lang aussen seyn/vnd was Helt nauffk Vrllcicht ist Gabel gestorben/vnd niemand Ml stn das Gelt wider geben. Vnd wurden sehr trauwrig/Tobias vnd Hanna seine Hauß- MMe. x. Lap. Haußfrauw / vtid weinetett beyde / daß jr Son miss die bestimpte zeyt nicht wider heim kam. / Vrrd seine Mutter Minete/ daß sie sich nicht wolt trösten taffen / vnd sprach: Ah mein Son / Ah mein Son / Warumb haben wir dich taffen wandern /vnser einige Tobias om, fteudc/vnser einiger tröst in vnserm alter/vnser Hertz vn vnser Erbe.Wir hetten scha- tzcs gnug gehabt/wennwir dich nicht hetten weggelaffen. Vnd Tobias sprach zu jr: Schweige vnd sey getrost / vnserm Son gehets / ob Gott wil/ wo!/ er hat einen treu- wen Gesellen mit sich. Sie aber wolt sich nicht trösten lassen/vnd liess alle tage hin- auß/vnd sähe auffalle Straffen da er Herkommen solt/ob sie jn etwa ersehe. v JE' Agucl aber sprach zu seinem Eyden Tobia: Bleib bey vns/ ich wil einenBotten oA^schrcken zu Tobia deinem Vatter/vnd jn wissen lassen/ daß dirs wolgchet. Vnd Tobias sprach schweiß daß mein Vatter vnd Mutter jetzundalle tage vnd stunde zelen/vnd sind meinet halben hoch bekümmert/vnd als Raguel mit vilen Worten To- biam bat / vnd ers in keinen weg willigen wolt / befahl er jm Saram /vnd gab jm die helffte aller seiner Güter/ an Knechten/ Mägden / an Vieh / Kameln vnd Rindern/ vnd vrl Gelt/ vnd ließ jn gesandt vnd frölich von sich ziehen / vnd sprach: Der heylige Engel dcß HERRN sey bey dir auff dem Wege/vnd bringe dich gesunde wider heim/ daß du deine Eltern gesundt findest/ vnd Gott gebe/ daß meine äugen mögen euwere Kinder sehen ehe ich sterbe. Verma- Vnd die Eltern namen die Tochter/ vnd küffctcn sie / vnd liessen sic von sich/vnd Fl, vermaneten/daß sie ja wolt jres Mans Eltern ehren/als jr eigen Eltern/ jren Mann Lochte, lieben/das Gesinde fleissig regieren/vnd sich selbs züchtiglich halten. xi.Lap. Tobias der sung vnd der Engel kommen wtderumb;u seinem Vatter vnd Mutter/vny al« dem Alten die äugen mit der Ftschgatlen gesalbr/wlrdr er Mderumb sthend/vnd danckr Gorr. Nd auff dem Wege/ da sie gen Haram kamen / Micks WWMÄ? auff ha lbm Wege ist gegen Nmeuc / am cilfftcn tage / sprach Der Em gel: Tobia/meitt Bruder/du weißt wie wirs mit deinem Vatter ver- lassen haben. Wenndirs gefiel/ sowolten wir vorhin ziehen/vnd dein Weib so gemach lassen hernach ziehen mit dem Gesunde vnd Raphael Vich.Vnd als Tobias solchs gefiel/sprach RaphaeMim zu dir von deß Fisches Gal- lcn/dcnn du wirstjr bedürffen. Da nam Tobias deß Fisches Gatte zu sich/ vnd zogen also vorhin. Anna aber saß täglich am Wege auff einem Berge / daß sie kundt wett vmb sich Vnd als sie an dem ort nach jm sähe / ward sie jres Sons gcwar vsnfcrr- nc/vnd kannt jn vonsmnd an/vnd lieffhin/vnd sagets jrem Manne/vnd sprach: Si¬ tze dein Son kommet. Vnd Raphael sprach zu Tobia:Bald wenn du wirst ins Hauß kommen/so bette vndruffe zum HERRN / vnd dancke jm/vndgehe darnach zu deinem Vatter/vnd küsse jn/ vnd alsbald salbe jm die äugen mit der Gallen vom Frsche / welche du bey dir hast/ so werden von stund seine äugen geöffnet werden/vnd dein Vatter wirdt wider schend/vnd sehr fro werden. v Da liess der Hund vorhin/ welchen sie mit sich genomen hatten / vnd wedelt mit seinem schwantz/sprang vn stellet sich frölich.Vn sein blinderVatter stund eilend auff vnd eilet/daß er sich sticß/da ruffct er einem Knccht/der jn bey der Hand führcr jcmcm Son entgegen. Dergleichen that die Muttcr/vn küffercn jn/vnd wemelen b»yoe für fteudcn. Vn als sie gebettet hattcn/vnd Gott gedanckt/satzten sie sichZusamm rüder. Da nam Tobias von der Gallen deß Fischcs/vn faldct dem Vatter ferne äugen. Vnd er leid das fast eine halbe stunde / vnd der Star gicng jm von dm äugen wie em f inj heutlm HasBM xii.Lap. heutlin von einem Ey. Vnd Tobias nam cs/vnd Zog es von seinen augen/vn als bald ward er wider sehend. Vnd sie prciscten Gott/cr vnd sein Weib/vnd alle die cs erfuh¬ ren. Vnd Tobias sprach: Ich dancke dir HERR/du Gott Israel/daß du mich gezüch¬ tigt hast/vnd doch mir wider geholffen/ daß ich nieincn lieben Son wider sehen kan. ^^Nd nach siben tagen kam auch Sara/ seines Som Wcib/Mit alle -rem Gesin- Sara. c>nAde/ Vieh vnd Kameln/ vnd brachten vil Goldes mit sich / vnd auch das gelt das er empfangen hatte von dem Gabel. Vnd Tobias erzelete seinen Eltern so vrl guts/ das Gott bcy jm gethan hatte/durch den Gesellen der mit jm gezogen war.Vnd Achi- or vnd Nabath / Tobte Vettern / kamen zu jm / vnd wünschten jm glück/ freuwcten sich mit jm alles deß glücks das jm Gott gegeben hatte. Vnd siben tage lang affen sie mit einander/ vnd waren Mich. XII. Qp. L>ecEugel offenbaret sich/vnd verschwmdt vor Tobt». Arnach rrcff Tobias seinen Son zu sich /vnd sprach: Was sollen doch wir dem hcyligcn Manne/deinem Gesellen/ge- bcn / der mit dir gezogen ist? Tobias antwortet seinem Vatter: Wie können wir die groffe wolthat/die er mir gethan hat/vergel- tenk Er hat mich gesandt hin vnd wider bracht/hat das Gelt selbs crz Gabel geholct / hat mir zu discm Weibe geholffen / Dazu hat er den bösen Geist vermebcn/vnd jrc Eltern ersteuwet. Ja mich selbe hat er errettet/da Mich der groffe Fisch fressen wolt/ vn hat dir wider geholffen zu deinem Gesichte/ vnd hat vns vbcr dw mässe vil guts gethan / wie können wir jm denn solche grosse wolthat vergelten? Aber ich bitte dich mcm Vatter / beut jm an die hclffte aller Habe / die wir nm vm bracbt haben / daß crs wolk anncmmen. bcyde/ Vatter vn Son/ forderten jn auff eine ort/vnd baten jn/daß er wolt cxJünnemmcn die helffte aller Güter/Die sie mit sich bracht hatten. Vnd er saget hermllcdzujnen: Lobet vlid danckct jr Gott von 5Mmel bey jcderman/daßercuch Danck- solche gnade erzeigt hat. Der Könige vnd Fürsten raht vnd hcrmligkeit sol man vcr- sagung. schwelgen/ aber Gottes wcrck sol man herrlich preisen vnd offenbaren. Ein solch Ge- Ap 4. bctt mrk fasten vn Allmofin ist besser/ denn vil Golds zum schätz samlen/dmn die All- moscn erlösen vonr Tod/ tilgen dre Sünde/Halten bey dem lebe / Die Gottlosen aber bringen sich selber vmb jr leben. So wrl ich mm die warheit offenbaren/vnd den heimlichen befehl euch nicht vcr- s bergcn.Da du so heiß wcinctest vnd bcttest/stundcst von der Malzeit auff/mw begru¬ best dre todlcm hieltest die Leichen heimlich ui oemcm Harffc/vud begrlibest sic bey der nacht / Da bracht ich dein Gebett für den HERRN/ vnd weil du Gott lieb waresi/so musib so seyn/on anfcchtung mustesm nit bleiben/auff daß du bcwärt würdest. Vnd nun hat mich Gott geschickt / daß ich dich sol heilen / vnd den bösen Geist vertreiben/ S"p r s»- der vmb Sara/ deines Sons Wcrb/war. Vnd ich bin Raphael/ einer von den siben Engeln/ die wir für dem HERRN stehen. HV sLs sie das höretcn/ wurden sie betrübt/zittcrten/vnd fielen auff jr Angesicht zur ^^Erden.Vnd der Engel sprach zu jnen: Seyt getrost/vn fürchtet euch nicht/denn Gott hats so haben wollen / daß ich bey euch gewesen brn / den lobet vnd dancket. Es schein wol/als esse vnd trüncke ich mit euch/aber ich brauche unsichtbare speise/die kern Mensch sehen kan. Vnd nun ists zcyt/ daß ich zu dem wider hin gehc/der mich ge¬ sandt har. Dancket jr Gott/vnd verkündiget seine Wunder. Vnd als er das gesagt hatte / verschwand er fürjren äugen / vnd sahen jn armer. Vnd sie fielen mdcr drey stunde lang / vnd danckren Gott. Vnd darnach stunden sie auff/vnd sagten solchs nach/ vnd verkündtgeten seine groffe Wunder. Der UM. XIII.Lttp. ,7Z XIII. Lap. Der alt Tobias lobt Gott / vnd ermanet anvere dessglerchen za tlM. t.Reg.r M ObiaS aber thet seinen Mund auff/ lobet Gott / vnd sprach: HERR du bist ein grosser starckcr Gott/vnd dein Reich wäret ewiglich. Du züchtigest / vnd tröstest wider/ du kanst in die Helle stossen / vnd wider hcrauß führen/dctner Hand kan niemand entfliehen Ir Kinder Israel lobet den HERRN/ vnd für den Heyden preiset in. Warum Denn darumb hat er euch zerstreuwet vnter die Heyden / welche in nicht kennen/ Iftai E daß ir seine Wunder verkündiget/vnd die Heyden erkennen/daß kein Wmäcktiaer PKL Gottistdcnnerallein. Erhatvns gezüchttget vmb vnser Sünden willen/vnd durch seine güte hilffter VN6 wider. Sehet waöeranvnö gethan hat/mit furcht vnd zittern lobet in in seinen Wer- cken/vnd preiset den der ewiglich herrschet. Vnd ich wil jn auch preisen in diesem Lande/darinn wir gefangen stnd/dcnner hat seine Wunder vber ein sündlich Volck erzeigt. k Darumbbekehret euchirSünder/vndthut gutesfür Gott/vnd gläubt daßer euch güte erzeigt. Vnd ich wil mich nun von hertzen freuwen in Gott/Lobct den HERRN ir seine Außerwehleten/haltet Ireudentage/vnd preiset in. Erusalcm du Gottes Statt / Gott wirdt dich züchtigen vmbHeincr Werck wil- er wirdt sich wider dem erbarmen. Lobet dm HERRN vmb seine gäbe/ vn preise den ewigen Gott / daß er deine Hüt¬ ten wider bauwe. Vnd alle deine Gefangene wider hole/daß du ewiglich dich freuwen mögest. Du wirst wie ein Heller gtantz leuchten/vnd an allen enden auffErden wirdt man dich ehren. Von fermen Landen wirdt man zu dir kommen/vnd geschencke bringen. In dir werden sie den HERRN anbetten / vnd du wirst das Heyligthumb heissen/ den grossen Namen dcß HERRN werden sie in dir anruffett. Genes. ». Verflucht werden seytt alle die dich verachten/ Derdampt werden seyn alle die dich lestern /Gesegnet werden seyn alle die dich bauwen. e Du aber wirst dich freuwen vber deinen Kindern/denn sie werden alle gesegnet/ vnd zum HERRN gebracht werden/ wol denen/ die dich Lieben/vnd die dir wünschen daßdirswolgehe. Meine Seele tobe den HERRN/dentt der HERR vnser Gott wirdt die Statt Je¬ rusalem von allen trübsaln erlösen. Wol mir/so die vbrigen von meinem Samen sehen werden Jerusalem in seiner herrligkeit. Apse. Die Pforten Jerusalem werden von Saphir vnd Smaragd gebauwet werden/ vnd auß Edelsteinen/rings vmb alte jre Mauren. Mit weissem vnd reinem Marmor werden alle jre Gassen gepflastert werden/ vnd in allen Straffen wirdt man Haletuia singen. Gelobet sey Gott der sie erhöret hat / vnd sein Reich bleibe ewiglich vber ste/ Amen» Nach Ms BO UM. XI m. Lap. xi m. Lap. Nach dem Tobias alt worden / sagt er vor fernem tsde von zukünftigen dingen / vnd erma^ net seine Rinder/daß sie nach fernem rodezuNrneue nicht bleiben sollen. Ach diesem Geschieht/ als Tobias war wider sehend worden/lebt er noch zweyvnd viertzig jar/vnd sähe seiner Kinds- ktnd. Vnd als er nun hundert vnd zwey jar alt war / ward er ehrlich begraben zu Nineuc. Denn da ersechß vnd fünfftztg iar alt war/ ward er blind/vnd im sechtzigsten iar ward er wider sehend. Vnd hat die vbertge zeytseines Lebens frölich zugebracht/vnd namzuin Gottes furcht/ vnd starb in gutem friede. A^Or seinem tod aber fodert er Tobiam seinen Son zu sich/ vnd siben junge Kna- ^obie c>Aben/seincs Sons Kinder/vnd sprach zujnen: Nimue wirdt bald zu bodem ge- hen / denn das wort deß HERRN wirdt nicht fehlen / Aber in Meden wirkt alsdenn noch ein zeitlang friede seyn. Vnd vnsere Brüder/ welche auß dem Lande Israel zer- streuwet sind/werdcn wider kommen. Vnd vnscr Land/das jetzt wüsttst/wirdt wider allenthalben bewohnet werden. Vnd das Gotteshauß/ das da verbrennet ist/ sol wi¬ der gebauwet werden/vnd werden wider hin kommen alle die Gott fürchten. Vnd auch die Heyden werden jre Götzen verlassen / vnd werden gen Jerusalem kommen/ vnd da wohnen/vnd alle Heyden vnd Könige werden sich in jr freuwen/vnd anbeten den Gott Israel. So höret nun meine Söne euwern Vatter. Dienet dem HERRN in der war- heit/vndhalteuchzu jm rechtschaffen. Thut was er gebotten hat/vnd lehret solches Derma- euwere Kinder/ daß sie auch Allmosen geben/daß sie Gott allezeit fürchten vnd trau- wen von gantzem hertzen. Vnd liebe Kinder höret mich/vnd bleibet nicht hie zu Mnc- ue/sondcrn wenn jr euwer Mutter auch begraben habt neben mich in meinem grabe/ Alsdenn macht euch auff/ daß jr von hinnen ziehet/ denn ich sehe daß die Sünde Ni- neue Wirts mit jr ein ende machen. A5Wd als bald nach seiner Mutter tod zog Tobias von Nineue/ mit seinem Weib/ (d^lndern/ vnd Kindskindcrn/ vnd zog in Meden zu seinem Schweher / vnd sei¬ nes Weibs freunden/vnd fand siefrisch vnd gesundt in einem guten rüglichemal¬ ter/ vnd er pfleget jr. Vnd als sie stürben / drücket er jnen auch jre äugen zu / vnd krie¬ get also das gantze Erbe vnd güter Raguelis.Vnd lebet biß in das fünffte Geschlecht/ vndsaheseine Kindervnd Kindskinder. Vndalser neun vnd neuntzigjaralt war/ welche er in Gottes furcht frölich zugebracht hatte / begruben jn seine Freunde. Vnd alle sein Geschlecht bleib in heiligem wandel vnd leben/ Also daß , sie angenem waren für Gott vnd den Leuten/ vndallen dieimLandewoh- netcn. Ende deß Buchs TM. Vorrede Vorrede auff das WuA Nt- su Sprach. !74 Ecclesia- sircus. At Wel¬ cher zeyt Ie- <,cweftn/nem- lieh weil rn Egypten ein köstliche Llbrarcy war / durch Euergekiö Vatter/den König Philadclphum/ Köstliche Librarey ltch vor Chri- zugencht: Daß zu der zeyt/ bcyde Bücher vnd ackerte Leutc/in grossen ehren warcn/vnd au ß allen Lan- Esyptm. ?ngrc-4r. den/als eine grosse Hoheschule/zuschlugcn/sonderlich auß Griechenland/dazu auch die Juden einen Tempel daselbst bauwetcn / vnd Gottesdienst auffrichtctcn. Solchs zeigt auch an / daß in dresern Buch nicht ordentlich ein stück auss das ander.gefastet ist/ als eines Meisters werck/sondern auß manchcrlcy Meistern vnd Büchern gezogen/vnd durch einander gcmeugct/wie eine Biencauß manchcrlcy Blumen jr fasst lm senget/vnd m einander menget. Vnd schcinct/daß dieser Jesus (sprach scygcwcst auß dem Königlichen Stam Dauids/vnd ein Neff oder Auma En ckcl Amos Sprach/welcher der öberst Fürst gcw-scn rstinl Hause Juda/ wie man auß pknlone mag s'" a, nemmen/vmb die zwcy hundert jur vor Christi gebürt/ ongcfehr bcy der Maccabcer zeyt. /^Srstein nützlich Buch fürden gemeinen Maw denn auchallc sein ficlßist/daß cremen Bürger Ihesus Sprach oder HaußvattcrGottfürchtig/from vnd klug mache/wie er sich gegen Gott/Gottcswort/ B. G für Priestern/ Eltern/ Weib vnd Kindern/ eigen Leib/ Gütern/Knechten/Nachbarn / Freunden/ ^"scmcm-n mann. Fclndcn/Obcrkeit/vnd jederrnan/haltcu sol.Daß mans wol möcht ncnncn/L'in Buch von dcrHauß- Buch von der Haust- zücht/oder/Von Lugenden eines frommen Haußhcrrcn/wclchs auch die rechte Geistliche zücht ist nant im Latin Ecclefiafircus/welches sie Ha- ben vcrtcutscht/Die Getstlichc zücht. Vnd ist fast wolge¬ trieben vnd gebraucht in den Kirchen / mit tc scn / singen vnd predigen/ aber mit wenigem verstaubt vnd nutz/on daß cs hat müssen der Geistli- ll chen standt vnd Kirchcngcprcngc rühmen. Sonst heißt sein rechter namcn Jesus Sprach / nach seinem l Meister / wie sein eigne Vorrede vnd das Griechische gibt. Wie auch Moses/Iosua/Esaie/vn aller Propheten Bücher/nach jren Meistern heissen. VndistvondenaltenVattcmnlchtinderzaldcrherligcuSchrifft/sondcrnals sonst ein gut fern Buch eines weisen Manns gehalten / da bcp wirs auch lassen bleiben. S dünckt vns aber/ weil er selbst in der Vorrede bekeuct/ Er scy zu deß Königs Eucrgettö Zeykcn DtoleMtUS rn Egypten kommen / vnd daselbst diß Buch vollendet ( welche scm Großvatter hatte zuvor an- Euergeees. ^L/gcfangen) daß er habe auß vilen Büchern zusammen gelesen das beste so erfunden hak. Sonder¬ lich vor Chri- zugericht: Daß zu der zeyt/ bcyde Büchervnd gclcrte Leuke/in grossen ehren warcn/vnd auß allen Lan- i»r. ^^5^vnö aber für arbeit gestanden hat/diß Bucbzu verttutschen/Wcr das zu wissen begerck/dcr vnserLeutsch gegen alle andere Exemplar haltcn/bcrdc Grlcchischer/Latcinischer/vnd (^OTcutschcr Sprache/ sie sind alt oder neuw/so sol das Wcrck demMcister wol Zcugniß geben. ^7?md kovil Klügling in allen Sprachen vber diß Buch komcn/daß mt wunder werc/wcil on daß alle drna drrücn von seinen! anfang nicht m der Ordnung gefasftt gewest sind / daß esgantz vnd gar vnkent- tt^/vnvcr5wndlich/vndallerdrngvtttüchtigwordenwcre.Wlr habens aberwiecmenzurtssen/zertret- te vnd zcrstrcuweten Bricff/ wider zilsammcn gelesen/vnd den Kok abgcwüscht/ vnd so fcrrn bracht/ alsein ical eher wol sehenwrrt/Gottscy lobvnddance/Amcn. Christenwcrdcnvnshlcrlnnmk schcl- ten/dicWeltaberwirt/wlc sie bißher gcchan/jrcr rügend nach/vns wol wissen dafür zu dancken. Borrede Aesu sprach auff fern Buch. Groß- Satter Jesus Sprach. S Haben vnsvrlvnd grosse Leute die Welkheit auk dem Gcsctz/propßctcn/vnv andcr»/so dmsclbtaci, nachactolaet/ dargcthan/dahcr man muß Israel brllich loben vmb,rc Werßbcrt vnd Lehre Dar- vrmnciigcütihM/Nomcrfüraucheiwaozuschrelbcn/vonWklßhclivndguicnsincn.Auffdößdic/ soMN,chmmrnNugw->dmw°l-m/dcsto«chmo,gcovngcschlck«wmdmnnM,,chm^ NN so -oo > II ch'ncn slv dlcbkrühmicRedcner- Dcn w>>s>n Lbrrischcr spracht gcschnkbclff/daölaulck m - ch wol wc» mano drmgi m rm and« Sprach/nichk allcin disce mnn Buch/s°i,dcrn s0M/s«xrophrttnvnanbcmBüchkr/>amcngarv-lE AasBuA l.Lap. Als ich nun in Egypken kam /im acht vnd dreissigsten jar/zurzeikdeß Königes Ptolomci Euerge- tis/vnd mein Lcbenlang drinnen blcrb/ gcwan ich raum viel gurs zu lesen vnd zu schreiben/ darumbsahe ichsfür gutvnd notan/daßich den fleiß vnd die mühe draufflegere/vnd diß Buch verdolmetschtt.Vnd ' dieweil ich zeyt hatte / arbeitet ich vnd kehret fieiß an/ daß ich diß Buch au ßmachte / vnd an tag brächte/ aufs daß auch die Frembvcn/ so lehrncn wollen/ sich zu guten sit« ttn gcwehnen/auff daß sie nach dem Gesetze dcß HERRN leben mögen. I. Lap. Die weißheit ist von Gort slleiir/vnd zeuget Gottes forcht/dieselbige komet auß den Gebotteu/ wo ms» .tuß wsrheit für Gorrhanvclr. DeweiHeitistvonHott^ dem HERRN/vnd ist bey jm ewrglrch. furcht Wer hatzwor gedacht/wie vil Sand tm Meer/wie vil trepffcn tm Regen / vnd wie vil tage der Welt werden soltcnkWcr hat zuvor gcmessen/wie hoch derHimmel/wie breit die Erden / wie tieff das Meer seyn soltek Wer hat Gott jegclehretwas er machen soltek Denn seine Weiß- hett ist vor allen dingen. Gottes Wort ist der Das wort Gottes deß Mlerhöhesten ist der Brun der Weißheit / vnd das ewige Gcbokt ist jre quelle. Wer kündte sonst Wissen wie man die Weißheit vnd klugheit er¬ langen soltt Emer ists/der Mcrhöhest/der Schöpffer aller dinge/allmächtig/ein ge¬ waltiger König/ vnd sehr erschrecklich/der auff seinem Thron sitzet / ein herrschender Gott.Der hat sie durch seinen heiligen Geist verkündigt/der hat alles zuvor gedacht/ gewußt vnd gemessen / Vnd hat die Weißheitaußgeschütt vber alle seine werck/ vnd vber alles fleisch/nach seiner gnade/vndgibt sie denen so in lieben. Gott-- wort lehr-t ^^e furcht deß HERRN ist ehre vnd rühm/ frcude/ vnd eine schöne Krone. Die v Gottfürchtm/ ke- HERRN wacht das Hertz frölich/vnd gibt frcude vnd Wonne ewig¬ lich. Wer den HERRN fürchtet/dcm Wirts wolgehcn in der letzten not/ vn wirt endt- lich den Segen behalten. Gott lieben/das ist die aller schöneste Weißhcit/vnd wer sie ersihet/der liebet sie/denn er sihet/welche grosse wunder sie thut. Die furcht deß HERRN ist der Weißheit anfang/ vnd ist im hertzen grundt allein pßrlnu bey den Gläubigen/vnd wohnet allein bey den außcrwclcten Wcibern/vnd man fiu- ' det sie allein bey den gerechten vnd gläubigem Die furcht deß HERRN ist der rechte Gottesdienst/der behüt vnd macht das Hertz from / vnd gibt freude vnd Wonne. Wer den HERRN fürchtet/ dem Wirts wol gehen/ vnd wen er trosts bedarff/ wirt er gesegnet seyu. Gott fürchten / ist die Weißheit die reich machet / vnd bringet alles gutes mit sich/ Sie erfüllet das gantze hauß mit jrer gaben/vnd alle gemach mit jrem schätz. Die furcht deß HERRN istem Kron der Weißheit / vnd gibt reichen Frieden vnd Heil. Dise Weißheit macht recht kluge Leute / vnd wer an jr fest Helt / dem hilfst sie auß mit Ehren. Den UesirsHymM. j75 Den HERRN fürchten/ist dieWurtzel derWeißhcit/vnd/re Ilveige grünen ewiglich. Die furcht deß HERRN wehret die sündc/Denn wer on furcht fehret/ der gesellt Gott nicht/vnd seine frechheit wirt in stürtzen. Aber ein demütiger erharret der zeit/ die in trösten wirdt/Dennwiewol seine fache ein zeitlagvnterdrückt wirt/So wer¬ den doch die frommen seine Wetßheit rühmen. Gottes wort ist dem Gottlosen ein greuwcl / Denn es ist ein Schatz der Weiß- heit/der im verborgen rst. Mein Son/wtltu weise werden/so lehrne die Gcbotk/so wirt dir Gott die Weiß- heit geben. Denn die furcht deß HERRN ist die rechte Weißheit vnd Jucht/vnd der glaube vnd gedult gefallen Gott wol. Sitze zu/daß deine Gottesfurcht nichtHcucheleyfey/vnd diene imnicht mit fal- tzeucheley. schem hertzen. Suche nicht ruhnr bcy den Leuten durch Heuchelcy / Vnd sitze zu / was du redest/glaubest oder fürhast. Vnd wirst dich selbe mcht auff/daß du nicht fallest/ vnd zu schänden werdest/vnd der HERR deine tücke offenbare/ vnd stürtze dich offene lich für den Leuten/Darumb/daß du nicht in rechter furcht Gott gedicnet hast/vnd dein Hertz falsch gewest ist. Il.Lap. - 5ucwelßheltgehZrtgedulr/stare Hoffnung;» Gstt/viidhastungsetner Gebote. z Ern Kmd/wrltu Gottes Diener sepn/so schicke dich Zur WWW Glaub/ anfcchtunge.Halt fest/vnd leide dich/vnd wancke nicht wenn man dich tungMab^AT E davon locket. Halt dich an Gott/vnd weiche nicht/auff daß du immer stercker werdest. Alles was dir widerfehret/das leide / vnd sey gedültig in allcrlcy trübsal/Denn gleichwie das Gold durchs Feuwer/Also werden die so Gott gcfallen/durchs Feuwcr der trübsal bewart. Vcrtrauwe Gott /so wirt er dir außhelffen/ Richte deine wege/vud hoffe auffim Die so irden HERRN fürchket/vertrauwet im/Denn es wirt euch nicht fehlen. Die/so ir den HERRN fürchtet/hoffet deß besten von im/so wirt euch gnade vnd tröst allzeit widerfahren. Die/so ir den HERRN fürchtet/harret seiner gnade/vnd weichet nicht/auffdaß ir nicht zu grundt gehet. Sehet an die Exempel der Alten/vn mercket sie/Wer ist iemals zuschanden wor- den/der auffin gehoffet hatt Wer ist iemals verlaffen/der in der furcht Gottes blieben ist? Oder wer ist iemals von im verschmähet/der in angeruffcn hattDenn der HERR ist gnedig vnd barmhertzig/vnd vergibt sünde/vnd hilfft in der not. v Weh denen / so an Gott verzagen / vnd nicht fest halten/ vnd dem Gottlosen/ der (ver^by ErM hin vnd wider wancket. Weh den verzagten/denn sie glauben nicht/Darumb werden vumrd^rftud.^ sic auch nicht beschirmet. Weh denen so nicht beharren/wie Wil es inen gehen wenn sie der HERR Heimsuchen wtrtk DiedenHERRN förchten/glauben seinem wort/vnd die in lieb haben/halten seineGebott. DiedenHERRNförchten/thunwasimwolgefellet/vnddiein liebha¬ ben/ halten das Gesetz recht. Die den HERRNförchten / schicken ir Hertz/ vnd demü¬ tigen sich für im/vnd sprechen: Wir wollen lieber in die hende deß HERRN fallen/ >.R-g >4. weder in dtehende derMenschen/Denn seine Barmhertzlgkeit ist iaso groß als er selber ist. i n.Lap. WkeSreRtnder Vatter vod Mutter ehren/vnv ver Mensch lankNmütt'g vnv de« mtzttgseynsol. g Lieben Has Buch m. Lap. Kinder gehorchet mtr/euwerem Vatter/vnd le- bet also/auffdaß euch wol gehe. - Ehr Var Denn der HERR wil den Vatter von den kindern geehret haben/ Vnd was eine Mutter die Kinder heisset/wil er gehalten haben. Wer seinen Vatter ehret/ deß Sünde wirdt Gott nicht straffen/ Außle- Vnd wer ferne Mutter ehret/ der samlet einen guten schätz. Wer seinen Vatter ehret/ 4. der Witt auch freude an seinen Kindern haben/Vnd wenn er betet/so wirt er erhöret. Exov"°' Wer semenVatter ehret/der wirt desto lenger leben/Vnd wervmb deß HERRN Wil- EphA?' kcn gehorsam ist/ an dem hat die Mutter einen tröst. Wer den HERRN förchtet/der ^"^7. ehret auch den Vatter/vnd dienet seinen Eltern/vnd Helt sie für seine Herrn. Ehre Vatter vndMuttermitthat/mitWortenvndgedult/auffdaß jrSegen vber dich komme. Denn deß Vatters Segen bauwet den Kindern Häuser/aber der Mutter fluch reisset sie nider. Spotte deines Vatters gebrechen nicht/ Denn es ist dir kein ehre. Denn den Vatter ehren/lst dein eigen ehre/ vnd dein Mutter verachten / ist dein eigen schände. Liebes Kmd pflege deines Vatters im alter/vndbetrübe jn ja nicht so lange er le- bet/Vud halt jm zu gut ob er Kindisch würde/Vnd veracht jn ja nicht/darumb daß du geschickter bist. Denn der wolthak dem Vatter erzeigt/wirdt nimmermehr vergessen 3 werden/Vnd wirt dir guts geschchen/ob du auch wol ein Sünder bist/Vnd dein wirt gedacht werden in der not/Vnd deine sünde werden vcrgehen/wiedaöEyßvon der Sonnen. Wer seinen Vatter verleßt/der wirt geschändet/ Vnd wer seme Mutter be¬ trübender ist verflucht vom HERRN. FMebcs Kind bleib gern im nidrigen Stande/das ist besser denn alles da die Wett Demut, a k^Anach trachtet.Ie höher du bist/je mehr dich demüttge/so wirt dir der HERR hold LhwoNanst ftyn/DcuttderHERR ist der Allerhöhest / vnd thut doch grosse ding durch die" De- h.-.chzu wcrden/wie ^.^lsiLN. Stehe nicht nach höherm Stande/vnd drucke nicht vber dein vermögen / Son¬ dern was Gott dir befohlen hat/deß nim dich stätsan. Denn es frommet dirnichtö daß du gaffest nach dem / das dir nicht befohlen ist: Vnd was deines Ampts nicht ist/ da laß deinen fürwitz/Denn dir ist vor mehr befohlen weder du kanst außrichtcn. Solcher dünckel har vil mehr betrogen/vnd jre Vermessenheit hat sie gestürtzt. Denn (Vörmessstt) Die wer sich gern in fahr gibt/ der verdirbt drinnen / Vnd einem ^vermessenen Men- NcNode^ schm gehets endtlich vbcl auß. Ein vermessen Mensch macht im selbs viel VNglücks/ ArE-» Md / Da vnd richtet einen jammer nach dem andern an. Denn hohmut thut nimmer gut / vnd guts auß werd-,,, kau nichts denn arges drauß erwachsen. 1111. Lap. welßheitlchrLtbarmhertzl'g vnd freundtlichsepki gegen iederman.Wl'emchttwLißyeitsdcheti/ on falstch/vnd begangene fehle bekennen sal. ZN vernünffttg Mensch lehrnet Gottes Wort gertt/L Vnd wer die Weißhett lieb hat/der höret gerne zu. Wie das Wasser ein brennend Feuwer lescht / Also tilget das All- MtW mosen die Sünde/Dnd der öberst Vergelter Wirts hcrnachmals ge- dencken/vnd wirt jn im vnfall erhalten. Liebes Kind/laß den Armen nicht not leiden/vnd sey nit hart gegen dem dürffti- gen.Derachte den hungerigen mcht/vn d betrübe den dürfftigen nicht in seiner armut. Einem betrübten hertzen mache nicht mehr leides/ vnd verzeuch die gäbe dem dürffti¬ gen nit.Die bitte deß elenden schlage nit ab/ Vnd wende dein angesicht nit vö dem ar- men.Wende deine äugen nit von dem dürfftige/Auff daß er nit vber dich klage/ Den der jn gemacht hat/erhöret sein Gebet/wenn er mit traurigem hertzen vber dich klaget. NcfusZMG. IIII. Lap. ,76 JättckM. Sey nicht zänckisch für Gericht / vnd halte den Richter in ehren. Höre den Ar¬ men gerne/vnd antworte jm freundlich vnd sanfft. Errette dcn/dem gcwalt geschihet/ von dem/der im vnrecht thut/Vnd sey vnerschrockm wenn du vrcheilen solt. Halt dich gegen die Waisen wie ein Vatter/vnd Men jre Mutter wie ein Haußhcrr/ So wirst du scyn wie ein Son deß Allerhöhesten / vnd er wirt dich Heber haben denn dich deine Mutter hat. .. (^^ZeWeLßheiterhöheLireKmder/vndnimetdieauffdiesiesuchen. Werste lieb (^LD hat/der hat das Leben lieb/Vnd wer sie fleissig suchet/wirt grosse freude haben. Wer fest an ir Helt / der wirt grosse Ehre erlangen/ Vnd was er fürnimmet/da wirdt der HERR glück zu geben-Wer Gottes wort chret/der thut den rechten Gottesdienst/ Gottes Vndweresliebhat/denhatder HERR auch lieb. Wer der Weißheit gehorchet/der worr ehren. andere Leute lehren/Vnd wer sich zu ir helt/dcr Wirt sicher wohnen.Wer on falsch ist/dcr wirt sie erlangen/Vnd seine Nachkommen werden gedeyen. Vnd ob sie zum ersten sich anderst gegen im stellet/vnd macht im angst vnd bange/vnd prüfet in mit irer Ruhten/vnd versucht in mit irer ZüchLigung/biß sie befindet/daß er on falsch sey/ So wirt sie denn wider zu im kommen auffdem rechten Wege/ vnd in erfreuwen / vnd wirt jm offenbaren irgeheimniß.Wo er aber falsch befunden wirt/wirt sie in verlast sen/daß er verderben muß. ^HZebes Kind brauche derzett/vnd hüte dich für vnrechterfache / Vnd schäme dich OtAnicht für deine Seele das recht zu bekennen. Denn man kan sich so schämen/daß m» dAL' man sünde dran thut/Vnd kan sich auch also schämen/daß man gnade vnd ehre da von hat. Laß dich keine Person bewegen dir zum schaden/noch erschrecken dir zum ver¬ derben/Sondern bekenne das Recht sey/wenn man den Leuten Helffen so!/Denn durch bekenntniß wirt die Warhett vnd das Recht offenbar. o Rede nicht wider die" Warheit/sondern laß den hohn vber dich gehen / wo du in Äasthuu die E/ Wachen, der fache gefehlct hast. Schäme dich nicht zu bekennen wo du gefchlet hast / vnd strebe oder 7m'ech7Ä2 mchtwiderdenstrom. ^vmbf-ha»- Diene einem Narren in seiner Sache mcht/vnd srhe seme gewalt nicht an/Son- chen wsnm / Son¬ dern vertheidige die warheit biß in tod/so wirt Gott der HERR für dich streiten. f27 Seynichtwiedie/sosichmithohenwortenberbieten/Dnd thundoch gar nichts «^2 da^^t. ) ^nin er- Sey nicht ein Löw in deinem Hause/Vnd nit ein Wüterich gegen deim Gesinde. ft- dem Deine Hand sol nicht auffgethan seyn immer zu nemmen/Vnd zugeschloffm nim- 32 mer'zugeben. M-gm-wowre. (Zugebe«) Äas Md die karge Hauß- Herrn/d>e?r Gesinde vbertreiben/vnd we¬ nig essen zu lohn ge. Heu. V. Lap. wsn sol sich Rer'chthambs vnd gewglts nicht vberheben/vnd Gottes barmhertzrgkelt vnd langmüttgkett nrchr verachten. L Erlaß dich Nicht auff deinen Reichthumb/ vnd dcncke Gut nicht/ ich habe gnug für mich. Folge deinem Mutwillen nicht / ob du machtmut. es gleich vermagst/vnd thu nicht was dich gelüstet/Vnd dcncke nicht/ wer Wil Mirs wehren e Denn der HERR/ der öberst Recher/ Wirts rechen. Dcncke nicht/Lch habe wol mehr gesündigt/vnd ist mir nichts böses widerfahren. Denn der HERR ist wol gedültig/Aber er wirt dich nicht -«gestrafft lassen. Vnd sey nicht so sicher/ob deine Sünde noch nit gestrafft ist/ daß du darumb für vnd für sün¬ digen wollest. Dcncke auch nicht/Gott ist sehr barmhertzig / er wirdt mich nicht straf- ftn/ich sündige wie vil ich wil. Er kan bald also zornig werden / als gnedig er ist / Vnd sein Zorn vber die Gottlosen hat kein auffhören. Darumb verzeuch nicht dich zum H ERRN zu bekehren / vnd schieb es mchtvou g st einem HasBuK vi. Lap. einem Lage auffden andern. Denn sein zorn kommet plötzlich/vnd wirdts rechen/vnd dich verderben. Auff vnrecht Gut verlaß dich nicht/Denn es hilfft dich nicht wenn die anftch- Lungen kommen werden. FH Aß dich nicht einen jeglichen Wind führen/vnd folge nicht einem jeglichen Wege/ 8 o^wie die vnbestendigen hertzen thun/Sondern sey bestendig in deinem wort/vnd Bestem blerbe bey einerley rede. Sey bereit zu hören/vnd antworte was recht ist/ vnd. vbereyle dich nicht.Verstehestu die sache/so vnderrichte deinen Mhestcn/Wo nicht/so halt dein Maulzu. Denn reden bringet ehre/vnd reden bringet auch sclMde/vnd den Men¬ schen feilet seine eygene Zunge. Sey nicht ein Ohrenblascr/vnd verleumbde nicht mit deiner Jungen. Em Dieb Ohren- ist ein schändtlich ding/aber ein Derleumbder ist viel schändtlicher/ Achte nit geringe/ bläs-r. esseyklein oder groß/laß dich nicht bewegen daß du deinem Freunde gram werdest/ denn splcher Derleumbder wirt endtlich zu schänden. vi.Lap. Von rechter vnd falscher Freundtschaffr/s-mpt einer ermäEng die weißheitHZrerr. MMN W dich nicht zu klug düncken/jcherman zu tadeln/daß kalčke.) vergessen. deine Bletter Nit verwclcken/vnd deine Früchte verderben / vnd auch ^en. der mal eins werdest wie ein dürrer Baum. Denn ein solcher gifftiger Derist w^sevn wol Mensch schadet jm selber/ vnd Wirt seinen Feinden ein spott, a Wider- Estenkchrt^ umb/wer alles zum besten außlegt/der machtjm viel Freunde/Vnd wer das beste zur Sache redet/von dem redet man widerumb das beste. MAlw mit jederman freundtlich/ Dertramve aber vnter tausend kaum einem. Freunde s ^Verträume keinem Freunde du habest jtt denn erkannt in der not. Denn es sind sindnmG- Gehmrrv-^uss-m vrc!^ Freunde/Milsie es gemessenkönnen/Abcritt der not halten sie nicht. Vndist loth/ Sols aber cül mancher Freund/ der wirdt bald Feind/vnd wüßte er einen mordt auffdich/er sagctö sch«/r m nach.Es sind auch etliche Tischfreunde/vnd halten nicht in der not. Weil dirs wol ge- qumlei». h(t/so Geselle/vnd lebet in deinem Hause/ als were er auch tzaußherr / Ge¬ het dirs aber vbel/so stehet er wider dich/vnd leßt sich nirgend finden. Thu dich von deinen Feinden/vnd hüte dich gleichwolauch für Freunden. Ein « Treuwer Freunde, Freund ist ein starcker schutz/wer den hat/ der hat einen großen Schatz. Em treuwer Freund ist mit keinem Gelt noch Gut zu bezalen. Ein kreuwer Freund ist ein tröst deß Lebens/wer Gott förchtet/der krieget solchen Freund.Denn wer Gott förch- tet/dem Wirts gelingen mit Freunden/Vnd wie er ist/also wirt sein Freund auch seyn. FHWes Kind/Laß dich die Weißheit ziehen von jugend auff/so wirdt ein Weiser Liebzur OAMann auß dir. Stelle dich zur jr/wie einer der da ackert vnd säet /vnd erwarte r»cht. jre gute Früchte. Du mußt eine kleine zeit vmb jrer willen mühe vnd arbeit haben / A- ber gar bald wirstu jrer Früchte geniesten. Bitter ist sie den vngebrochen Menschen/ vn d ein Ruchloser bleibet nit an jr.Denn sie ist jm ein harter Prüfestein/vnd er wirfft sie bald von sich.Sie rühmen wol viel von der Wcißheit/abcr wissen wenig drumb. LiebesKind/Gehorche meiner Lehre/vnd verachte nicht meinen Raht. Ergibt deine süsse in jre Fessel/vnd deinen halß injre Halßeisen. Bücke deine schulternvnd trage sie/vnd sperre dich wider jre bande nicht. Halt dich zu jrvongantzem hertzen/ o vnd bleibe mit allen krefften auffjrcm Wege. Forsche jr nach/ vnd suche sie / So wirst» sie smden/Dnd wenn du sie ertrügest / so laß sie nicht von dir / Denn endtlich wirst» tröst an jr haben/vnd wirt dir dein leid in freude gckchret werden. Vnd jre Fessel wer¬ den dir ein starcker schirm/vnd jr Halßeisen ein herrlich Kleid werden. Sie hat eine güldene Krone/mit einer Purpur Haubcn/daffelbige Kleid wirst» anziehen/ vnd die- selbige schöne Krone wirst» auffsetzen. , X Liebes NesiwHMD. vil.Lap. j?7 Liebes Kind/Wiltu folgen/so wirstu weiß/Vnd nimmestu es zu hertzen/so wirstu klug. Wirstu gern gehorchen/so wirstu sie kriegen/ Vnd wirst du deine Ohren neigen/ so wirstu weiß werden. Sey gerne bey den Alten/vnd wo ein weiser Mann ist/zu dem halte dich. Gottes Höre gern Gottes wort/vnd mcrcke die guten Sprüche der Weißheit. Wo du et- tvort hören. vernünfftigen Mann fihcst/zu dem kom mit fleiß/ vnd gehe stäts auß vnd eyn bey tm. Betrachte immerdar Gottes Gcbott/vn dencke stäts an sein wort/ Der wirt dein Hertz vollkommen machen/vnd dir geben Weißheit/wie du begcrest. vn.L'ap. Mancherlex schöne Lehre vnd vnderwel'sunge. L Hu nicht böses/so widerfehret dir nicht böses/ Halt dich vnrechten/so trifft dich nicht vnglück. Säe nicht auff den Acker vngerechttgkeit/so wirstu sie nicht erndtcn sibcnfeltig. Dringe dich nicht in Empter für Gott / vnd ringe nicht nach ge- Eyteler walt beym Könige. Laß dichs nicht düncken für Gott/ du scyeft tüchtig Ehre sucht, gnug darzu/vnd laß dich nicht düncken beym Könige/du seyest weise gnug darzu. Laß dich nicht verlangen Richter zu seyn/Denn durch dein vermögen wwsm nicht alles vnrecht zu recht bringen. Du möchtest dich entsetzen für einem Gewaltigen / vnd das Recht mit schänden fallen lassen. Ruhte nicht" auffruhr an in der Statt/vnd henge dich nicht an den Pöbcl/Auff c Auffmbr) wer nicht tragen müssest Zwyfeltige schuld/Dcnn cs wirt keine vngestrafft bleiben. hen'qttLcu7a7Ah/ Dencke auch nicht / Gott wirt dafür mein groß Opffer ansehen/ vnd wenn ich dafür Dem Mcrhöhesten Gott opffere/ so wirt ers annemmcn. rcü v» aü7s 7nr!cht Gebet. Wenn du betest/so zwetffel nicht/Vnd sey ntcht laffz Allmosen zu geben. Almosen Spotte deß betrübtennit/Denn es ist einer/derkan beyde nivrtgen vnd erhöhen. Lügen. Stiffte nicht lügen wider deinen Bruder/noch wider deinen Freundt/Gewehne dich nicht an die lügen/denn das ist eine schädliche gewonheit. rnatth.-. Sey nicht wäschhaffüg bey den Alten/Vnd wenn du betest/so mache mt vil wort. n Ob dtrs sauwer wirt mit deiner Nahrung vnd Ackerwerck/das laß dich nickt ver- vir§ keiice? driessen/Denn Gott hats so geschaffen. Q n°n Verlaß dich nicht drauff/ daß der Hausse groß ist/mit denen du vbel thust/ Son- dern gcdencke/daß dir die straffe nicht ferrne ist. Darumb demütige dich von hertzcn/ Denn Feuwer vnd Würme ist rache vber die Gottlosen. Vbergib deinen Freund vmb keines Guts willen/ Noch deinen treuwen Bruder vmb deß besten Golds willen. Scheide dich nicht von einer vernünfftigen vnd frommen Frauwcn/Denn sie ist edler weder kein Gold. Infr.;;. Einen treuwen Knecht vnd fleissigen Arbeiter halt nicht vbel/Einen frommen Knecht habe lieb/Vnd hindere in nicht wo er frey werden kan. Hastu Viehe/ so warte sein / Vnd tregt dirs nutz / so behalt sie. Hastu Kinder/so zeuch sie/Vnd beuge iren halß von iugend auff. Hastu Töchter/so bewahre iren Leib/vnd verwehne sie nicht. b Beruhte deine Tochter/so hast du ein groß werck gethan/ Vnd gib sie einem ver- nünfftigenMann. . Hastu ein Weib / das dir liebet/ so laß dich nicht von jr wendcn/sie zu verstossen/ 7!^ Vnd verträume der" Feindseligen nicht. kemcwagd7s.77' Sap.;. Ehre deinen Vatter von gantzem hertzen/ vnd vergiß nicht wie sauwer du deiner ' Mutter worden bist/ Vnd dencke daß du von inen geborn bist / Vnd was kanstu inen , die nr dafürthun/vassieandirgechanhabent g iii Fürchte BasBG vi ii. Lap. A^Ärchte dm HERREN von gantzem hertzen/Vnd halt seine Priester in allen c HsEhren. Mer Liebe den/der dich gemacht hat von allen krefften/ vnd seine diener verlaß nicht, «hrm. Summa. Fürchte den H ERRN/vnd ehre den Priester/Vnd gib inen jr theil/ wie dir gebot, km ist/von den Erstlingen vnd Schuldopffern vnd Hebopffern/vnd was mehr gehet, liget wirt zum Opffer/vnd allerley hcylige Erstlinge. Reich- dem armen deine hand/auffdaß du reichlich gesegnet werdest/ Vnd deine wolthat dich angenem mache für allen lebendigen Menschen/Za beweise auch an den - "Todten deine wolthat. !echMlmO d-hMch Laß die weynenden nicht on trost/Sondern trauwre mit den trauwrigen. Beschwere dich nicht die Krancken zu besuchen/ Denn vmb deß willen wirstu ge- HMZ willen. ' liebet werden. Was du chust/so bedencke das ende/So wirstu nimmermehr vbels thun. vm.Lap. Daß man zanrk meiden/uiemand verachten oderschmähen/vnd sich für Bürgschaffte / zornige« Leute» vnd Nsrren/Hkten sol. Ancke nicht mit einem Gewaltigen / daß du jm nicht in die hende fallest.Iancke nicht mit einem Reichen/daß er dich nicht stechen/vnd beweget auch wol der Könige Hertz. Zancke nicht mit einem Schwetzer/ daß du nit Holtz zutragest zu seinem feuwer. Schertze nicht mit einem groben Menjchen/daß er dein Geschlecht nicht schmähe. Rücke dem nicht auffseine sünde/der sich beffert/Vnd gedencke/daß wir alle noch schuld auffvns haben. Veracht das Alter mcht/Dmn wir gedencken auch alt zu werden. Frcuwe dich nicht daß dein Feind stirbt/gedencke daß wir alle sterben müssen. Verachte nicht was die Weisen reden / sondern richte dich nach jren Sprüchen/ Denn vonjnen kanstu etwas lehrnen/vn wie du dich halten solt gegen grossen Leuten. Laß dich nit klüger düncken denn die Alten/ denn sie habens auch von jren Vät- tern gelehrnet/Denn von inen kanstu lehrnen wie du solt antworten wo es not ist. « ÄELasedemGottlosenmchLsem"Feuwerauff/daßdunichtauchmitverbrennest.ö Lege dich nicht an einen Lasterer/daß er dir deine wort nicht verkehre. liew. Leihe nicht einem Gewaltiger« denn du bist/Leihestu aber / so achts als verloren. . Werde nicht Bürge vber dein vermögen/ Thustus aber/so dencke vnd bezale. Bürg, Rechte nicht mit dem Richter/ Denn man spricht das vrcheil wie er wik. Wandere nicht mit einem Tollkünen/daß er dich nicht in vnglück bringe / Denn er richt an was er wil/so mustu denn vmb seiner chorheit willen schaden leiden. Hadere nichtmtt einem Iornigen/vnd gehe nicht allein mit im vber Feld / Denn erachtetBlutvergiessen wie mchts/Wenn du denn keine hülffe hast/so erwürget er dich. s Mit b Narren halt keinen Raht/Denn es gehetjnen nicht zu hertzen. Für einem frembden thue nichts daß dichhäl Hat/Denndu weissestmcht was drauß kommen möchte. Offenbare dein Hertz nicht jederman / Er möchte dir vbel dancken. IX. Lap. !wr'e man sich gegen die Weiber halten/vnd alte Freunde nicht vb ergebr n/vsn dsn Gewaltigen enchalten/pod sich;v frommen verstendige» Leure» fol gesellen, Eyffec NOsHprjK ix. Lap. >78 Wer nicht vber dein frommes Weib / denn solch hart auffsehen bringt nichts guts. Laß deinem Weibe nicht gcwaltvber dich/daß sie nicht dein Herr werde. ^^LeuchdieBulerin/daßdunichtinjre stricke fallest. Gcwehne Addich nicht zu der Singerin/daß sie dich nicht fahe mit jrem reitzen. Sihe nicht nach den Mägden/daß du nicht entzündet werdest gegen sie. Henge dich nichtan die Huren/daß du nicht vmb das deine kommest. Gaffe mcht rrr der Statt hin vnd wider/vnd lauste nit durch alle winckel. Wende dein angesicht von schönen Irauwen/vnd sihe nicht nach der gestalt anderer Weiber. Denn schöne Weiber haben manchen bethöret/vnd böse lust entbrennet davon wie ein ftuwcr. Sitze nicht bey eins andern Wetb/vnd Hertze dich nit mit jr/ vnd prasse nit Mtt jr/ Daß dein Hertz nicht an sie gerahte/vnd deine sinne nicht bethöret werden. Alte Vbergib einen alten Freund mcht/denn du weiffest nicht ob du so vil am ncuwen Freunde, kriegest. Ein neuwerFreundt tstcinneuwer Wein/laß jn alt werden/so Wirt er dir wol schmecken. b Laß dich auch nicht "bewegen den Gottlosen in seinen grossen Ehren/Denn du (^wegs») weiffest nicht wie es ein ende nemen wirt.Laß dir nicht gefallen der Gottlosen fürnem- chcl vmw hcng« °.ch mcn/Denn sie werden nimmermehr fronr biß in die Helle hineyn. Halt dich von denen/so gewalt haben zu todten/ So darffestu dich nicht besorgen daß er dich tödte. Mußtu aber vmb jn seyn/so vergreist dich nicht/daß er dir nicht das Leben nemme / da du dichs am wenigsten versihest/Dnd wiffe/ daß du vnter den stri¬ cken wandelst/vnd gehest auff eytel hohen spitzen. b Erlehrne mit allem fleiß deinen Mhesten/vnd wo du Raht bedarffest/so such es hN?hür»c I bey weisen Leuten / vnd besprich dich mit den verstendigen/Vnd richte alle deine fache NwM«'! nach Gottes wort. c Geselle dich zu frommen Leuten/vnd sey frölich/Doch mit Gottes furcht. X. Lap. Von Richtern vnd Oberkcrteu/vnd wie man hohmut melden so!/samptanvern der- glerche» nützliche» Lehre». c (Geselle )L) asist/ halte Collation / ;ß vudrrürck/rc. VonRe- gittUNL. Aöwnck lobet den Meister/vnd einen weisen Für- sten seine Händel. Es ist ein fährlich ding in einem Regiment vmb ei- D nm «Dchwetzer/vnd ein" jächcr Wäscher wirt zu schänden. (Mcher) D-r-M Ern weiser Regent ist strenge/vnd wo ein verstendige Qberkeit Kc7-nsR vnd aI< A ist/da gehet es ordentlich zu. Wie der Regent ist/so sind auch seine lcsgewäsch s«nwuß Ämprleute. Wie der Raht ist / so sind auch die Bürger. Ein wüster König verderbet Land vnd Leute/Wenn aber die Gewaltigen klug sind/so gedeyet die Statt. Das Regiment auffErden stehet in Gottes henden/derselbige gibt jr zu zetten ei¬ nen tüchtigen Regenten. Es stehet in Gottes henden daß einem Regenten gerahte/ derselbige gibt jm einen löblichen" Kantzler. «tEl-Es-m Reche nicht zu genauw alle miffcthat/ vnd küle dein mütlin nicht wenn du straf- »ehest-» Nahe W e Hoffart, fen sott. Den hoffertigen ist beyde Gott vnd die Welt feind /Denn sie handeln für al- Len beydcn vnrecht. Geitz. Vmb gewalt/vnrecht vnd geitzes willen/kompt ein Königreich von einem Volck auffs ander. Was erhebt sich die arme Erde vndäschek Wer doch ein eytel schändtlicherkoht weil er noch lebet. Vnd wenn der Artzt schon lang daran flickt/so gchcts doch cndtlich also/Heute König/mergcn tod. Vnd wen der Mensch tod ist/so freffenjn die Schlan¬ gen vnd Würme. g tiij 'Da HasVuM X.Lap. - fettM Dasist/ kommet alle Hoffart hcr/wenn ein Mensch von Gott c abfellet/vnd sein Hertz k G >ttc^ Wort ver- von seinem Schöpffer weichet.Vttd Hoffart treibet zu allen fänden / Vnd wer darinn Vchmtig stcckt/der richtet vilgrenwel an. Darumb hat der HERR allzeit den Hohmut geschändet/ vud endtlich gestürtzet. Gott hat die hofferttgen Fürsten vom Ktul herunder geworffm/ vnd Demütige Luc «. drauffgesetzt.Gott hat der stoltzen Heyden wurtzel außgerottet/vnd Demütige an jre stette gepsiantzet. Gott hat der Heyden Land vmbgekehret/ vnd zu grundt verderbet/ Er hat sie verdorren lasten vnd verstöret/vnd jren Namen vertilget auffErden. Daß die Leute hoffertig vnd grimig sind/dao ist von Gott nicht geschaffen. Der Sünde Mansch ist nicht böß geschaffen/ Sondern welcher Gott förchtet / der wirdt mit ehren bestehen/Welcher aber Gottes Gebott vbertritt/der wirt zu schänden. Vnd die so Gott fürchten/halten jrenRegenten in Ehren/Darumb behütet erste. Es sol stch beyde der Reiche vnd Arme/der grosse vnd kleine / keines andern rüh- men/denn daß sie Gott fürchten. Es taug gar nichts/Daß man einen armen verstendigen verschmähe / vnd einen reichen Gottlosen ehre. Fürsten/Herrn vnd Regenten/stnd in grossen Ehren/Aber so groß stnd sie nicht/ e als der so Gott fürchtet. Einem weisen Knecht muß der Herr dienen/Vnd ein vernünfftiger Herr murret nicht drumb. Stehe nicht auff deinem eygen Kopff in deinem Ampt/Vnd mache dich nicht stoltz wenn man dein darff. Esist besser daß einer seines Thuns warte dabey er gedeyet/Denn sich viel ver- messe/vnd dabey ein Bettler bleibe. Rein Kind/Irrwiderwertigkcit seygetrost/vndtrotze auff deinAmpt/Denu wer an seinem Ampt verzagt/wer wil dem helffenk Vnd wer Wil den bey Ehren erhal- ten/der sein Ampt ftlbs vnehretk Der Arme wirdt geehret vmb seiner Klugheitwillen/vnd der Reiche vmb sei¬ ner Güter willen. Ist aber die Klugheit löblich an einem Armen/ Wie vil mehr an ei¬ nem ReichenkVnd was einem Reichen vbel anstehet/das stehet vil mehr dem Armett vbelan. Die Weißheit deß geringen bringet jn zu Ehren/Vnd setzet in bey die Fürsten. Du solt niemand rühmen vmb seines grossen ansehens willen/Noch jemand verachtenvmb seines geringenansehens willens. Denn die Biene ist ein klemes Dö- r, gelin/vnd gibt doch die aller süsseste Frucht. (Ehren) W-mrdu Erheb dich nicht deiner Kleider/vnd sey nicht stoltz in deinen d Ehren/Denn der v M Gewalt xrMge» HERR ist wunderbarlich in seinen wercken/vttd niemand weiß was er thun Wil. Viel ps-l- m»ßt. Tyrannen haben müssen herunter auffdie Erden sitzen/Vnd ist dem die Kron auffge- setzt/auffden man nicht gedachthette. Viel grosser Herrn stnd zu bodengangm/vnd gewaltige Könige sind andern in die hende kommen. Verdamme niemand ehe du die fache zuvor erkennest/ Erkenne es zuvor/ vnd straffe es denn. Du solt nicht vrtheilen ehe du die Sache hörest / Vnd laß die Leute zuvor auß- reden. Menge dich nicht in stembde Sache/Dnd sitze nicht bey vnrechtem vrtheik. xi.Lap. Man sol sich nicht in mancherlei Handel stecken/ nicht mm Reichthumb exlen/vvd sich glkcks nicht vbernemmen, M» k f.-LMrch- Handel. S Lin Kind/Stecke dich nicht in mancherlei) Händel/ H Dcnnwodudirmancherleyfümimmcst/wirstu nicht vic! vran gc- " wmnen. Wenn du gleich fast darnach ringest/so erlangest» es doch nicht/Vnd wenn du gleich hie vnd da flickest/so kommest» doch nicht herauß. Mancher leßts im sauwer werden/vnd eilet zum Reichthumb/ vnd hindert sich nur selber damit. Dagegen thut mancher gemach/ der wol hülffe bedürffte / ist dazu schwach vnd arm/Den sihet Gott an mit gnaden/vnd hilfft im auß dem elend/vnd bringt in zu chrm/daß sich sein viel verwundern. Es komet alles von Gokt/glück vn vnglück/lcben vnd tov/ armut vn retchthurri. Den Frommen gibt Gott Güter die da bleiben/ Vnd was er bescheret / das ge- deyct immerdar. Mancher karget vnd sparet/vnd wirt dadurch Reich/vnd dencket er hab etwas Luc.für sich bracht. Vnd spricht: Nun wil ich gut leben haben/ essen vnd trinckm von Mei¬ nen Gütern/Vnd er weiß nicht daß sein stündlinso nahe ist/vnd muß alles andern lassm/vnd sterben. Bleibe in Gottes wort / vnd übe dich drinnen/ vnd beharre in deinem Beruff/ M Be- yrih dich mt jrren/wie die Gottlosen nach Gut trachtemVertrauwe du Gott/vnd NULU .ci m. Howern deinem Beruff/Denn es ist dem HERRN gat leicht einen Armen Reich zu machen. Gott segnet den Frommen ire Güter/vnd wenn die zeit kompt/ gedeyen sie bald. » Sprich nicht/was hilffts mich/vnd was hab ich dieweil k Sprich nicht: Ich habe gnug/wie kan mirs fehlcnk Wenndirswol gchet/sogcdencke/ daßdirs widervbelgehen kan /Vndwenn dirs vbel gehet/so gedencke/daß dirs wider wol gehn kan/Denn der HERR kan einem jeglichen letchtlich vergelten im tod wie ers verdienet hat. Ein böse stunde machet daß man aller freude vcrgiffet/ vnd wenn der Mensch stirbet/so wirt er innen wie er gelebt hat. Darumb soll» niemand rühmen für seinem ende/ Denn was einer für ein Man gewest scy/das findet sich an seinen Nachkommen. XII. Lap. Mit' was beschLi'denhett/vnd wem MSN Mts thun/vnv dem Feiude nicht vertksuwev sot. Erbcrge nicht einen jeglichen in deinem Hause/ Denn HswM die Welt ist voll vntrcuw vn list. Ein falsch Hertz ist wie ein Lockvogel auffdem Kloben/vnd lauret wie er dich sahen möge. Denn was er gute sihet/deutet er auffs ergest/ vnd das allerbeste schändet er auffs Auß einem funcken wirt ein groß feuwer/vnd der Gottlose höret nicht auff biß er Blut vergiesse. Hüt dich vor solchen Buben / sie haben nichts gute im sinn/daß sie dir nicht ein ewige schände anhengen.Nimestu einen ftembden zu dir eyn/so wirt er dir vnruhe machen/vnd dich auß deinem Eygenthumb treiben. Wilt du gute thun/so sihe zu wem du es thust/so verdienest du danck damit. Thu äzuchm?" dem Frommen guts/so wirt dirs reichlich vergölten/Wo nicht von -m/ so gefchichtes gewißlich vom HERRN. Aber den bösen Buben/die nicht daneben für dte wolthat/ Wirts nicht wol gehen. Gib dem Gottförchtigen/vnd erbarm dich deß Gottlosen nicht/ Thu guts dem Elcnden/vnd gib dem Gottlosen nicht. Behalt dein Brot für im/vnd gib im nichts/ daß er dadurch mcht gesterckt werde/ vnd dich vntertrette/Du wirst noch eins so viel boßheit durch in empfahen/alö duim guts gethan hast. Denn der Allerhöhest ist den Gottlosen femdk/vnd wirt die Gottlosen straffem Wenns NrsBuK xm.Lsp. Wenns einem wolgehet/so kan man keinen Freundt recht erkcnnen/Wcnns aber s vbel gehet/so kan sich der Feind auch nicht bergen/Dcnn wcnns einem wolgehet/ das verdreußt seinen Feind/ Wenns aber vbel gehet/ so weichen auch die Freunde von jm. Trauw deinem Feinde nimermehr/Denn gleichwie das Eysen immer widerro-- stet/also leßt er auch seine tücke nicht.Vnd ob er sich schon neiget vn bücket/ so halt doch m-ht" vcÜ an dich/vnd hüte dich für jm.Vnd wenn du gleich an im polierest wie an einem Spie- gel/so bleibt er doch rostig. Zeuch in nicht zu dir/ daß er dich nicht weg stosse / vnd trete an deine statt. Setze in nicht neben dich/ daß er nicht nach deinem Sml trachte / vnd zu letzt an meine wort drucken müffest/vnd dich denn gereuwen wirt. Gleich als wenn ein Schlangenbeschwerer gebissen wirdt/ das iamert niemand/ als wenig als das/so einer mit wilden Thieren vmbgehet/vnd von inen M issen wirt/ Also gehets dem auch/der sich an den Gottlosen hcnget/vnd sich in ire Sünde men¬ get. Er bleibt wol eine weil bey dir/Aber wenn du strauchlest/so beharret er nicht. DerFeindgibt wolgute wort/vnd klaget dichsehr / vnd stellet sich freundtlich/ kan auch dazu weinen/Aber im hertzen drucket er/wie er dich in die Gruben felle/Vnd krieget er raum/so kau er deines Bluts nicht satt werden. Wil dir iemand schaden chun/so ist er der erste/vud stellet sich als wolt er dir helffen/vnd fettet dich meuchlings. Seinen Kopff wirt er schütteln / vnd in die faust lachen/ dein spotteu/vnd das Maul auffwerffeu. XIII.Lüp. Lvie sich der Arm gegen dem Reichen vnd Gewaltigen halten so!. besudelt sich damit/Vnd wer-» sich geselletzum Hoffertigen/der lehrnet Hoffart. Gleiche Geselle dich nicht zum Gewaltigen vnd Reichen/ Du legest sonst Sch«. ein schwäre last auffdich. Was sol dir der jrrdene Topff bey dem ehr- ne Topff/Deun wo sie an einander stoffen so zubricht er. Der Reiche thut vnrecht/vnd trotzt noch dazu/Aber der Arnre muß leiden / vnd dazu dancken. So lange du im nütz bist/ brauchet er dein/ Aber wenn du nicht mehr kaust so leßt er dich fahren. Weil du hast/so zehret er mit dir/vnd bekümmert in nichts daß du verdirbest. Wenner dein bedarff/kan er dich fein äffen/vnd lächelt dich an/ verheißt dir vil/vnd gibt dir die besten wort/vnd spricht: Bcdarffestu etlvas k Vnd lä- det dich ein maloder dreyzu Gast betrieglich/biß er dich vmb das deine bringe/vnd spottetdcin zu letzt. Vnd wenn er gleich deine not sihet/lcßter dich doch fahren/vnd schüttelt den Kopffvber dich. Darumb sihe zu/daß dich deine einfeltigkeit nicht betrie- - gc/vnd m VNglück bringe. Wenn dich em Gewaltiger wil zu sich ziehen/so wegere dich / so wirt er dich desto mchrzujwziehen/Dringedichmtselbszuim/daßdunitverstossenwerdest/Fleuchs auch nicht zu sehr/daß man dich zur not brauchen künde. Wehre dich nicht/ so er dir et¬ was befihlet / Aber verlaß dich nicht drauff/ daß er dir sehr gemein ist. Denn er ver¬ sucht dich damit/vnd mit seinen fmmdtlichen geberden holet er dich auß.Wenn cr vngnedig wirt/so bleibets nicht bey solchen freundtlichen Worten/ vnd schertzet nicht mit straffen vnd gefengniß.Darumb Hüte dich/vnd sihe dich wol für/du lebest in gros- ftrfahr. Ein jeglich Thier Helt sich zu seines gleichen / So sol ein jeglich Mensch sich ge- s setlen zu seines gleichen. Es ist eben als wenn sich der Wolff zum Schaf gefettet/ ^ena>5 MNM wenn ein Gottloser sich zum frommen gesellet. Me a Hyena mit dem Hunde sich ge- w Egypt? / das lehr- stNet/also auch der Reiche mit dem Armen. Wie der Löw das Wild fristet in der Hey- de/so fressen die Reichen die Armen. Wie dem Hoffertigen vnwehrt ist was gering ist/Also ist der Arme dem Reichen auch vnwehrt. Wenn der Reiche fallen wi!/so Helffen Jesus HMA. xiiii. Lap. hclffm jm seine Freunde auff / wenn der Arme fettet/ stossen jn alrch feine Freunde zu beden. Wenn em Reicher nicht recht gethan hat/so sind vil die sm vbcrhelffcn. Wenn er sich mit Worten vergriffen hat/so muß mans lassen recht scyn. Wenn aber ein Ar¬ mer nicht recht gethan hat/so kan mano auffmutzen/ Vnd wenn er gleich weißlich re- det/ts findets doch keine statt. Wenn der Reiche rcdet/so schweiget jederman/ vnd sein wort hebt man in den Himel.Wenn aber der Arme redet/so spricht man: Wer ist dere Dud so er fehlet/so muß er her halten. Reich- Reichchumb ist wol gut/wennman csonSünde brauchet/Aber Armut deß thumb. Gottlosen lehret jn viel böses reden» Was einer im sinn hat/das sihet man im an den äugen an/ es sey guts oder böses. Hat er guts im sinn/so sihet er frölich auff/ Wer aber mit heimlichen tücken vmbgeht/ kau nicht ruhe dafür haben. Gut Ge- Wol dem/der nicht bösen Raht gibt/Vnd davon nicht böse Gewissen hak. WO». Wol dem/der kein böse Gewissen Hat/Vnd seine Zuversicht im nicht empfallen ist. XlllI.Lap. Vonden vntreirü»e»t Reichen vnd Rnrgeü» an daß er reich ist/ vnd Kargheit was sol Gelt vnd Gut einem kargen Hundek vys Bech. Wer vil samlet/vnd im selber nichts guts thut/ der samlets ande- ren/vnd andere werdens verprassen. Wer im selber nichts guts thut/ was solt der andern guts thurrs Er wirt seines Guts nimmer fro. Es ist kein schendtlicher ding denn daß einer im selbe nichts guts gönnet / vnd das ist Vie rechte Plage für seine boßheit/Thut er etwas gutes/so weißer freylich nichts Vmmb/vnd zu letzt wirt er vngcdültig drüber. Das ist ein böser Mensch/der nicht sehen mag daß man den Leuten gutes thut/ Sendern wendet sein angesicht weg/vnd erbarmet sich Niemands. Ein vorthciltscher Mensch leßt im nimmer genügen an seinem theil / vnd kanfür gcitz nicht gedeyen. Ein Neidischer sihet nicht gern essen / Vnd thut im wehe / wenn er sol Essen geben. 8UP.4. 6?MEm Kind/ Thu dir selbs guts voii dem deinen/Vnd gib dem HERRN Opffer Lsv.4. U^Hdie im gebüren. Gedenck / daß der Tod nicht seumet/ Vnd du weißt ia wol was du für einen Bund mit dem Tod hast. k Thu gutes dem Freunde für deinem ende/ Vttd reiche dem Armen nach drittem Gut thun. vermögen. Vergiß der Armen nicht wenn du den frölichen tag hast / So wirt dir auch freu- de widerfahren / die du bcgerest / Du mußt doch deinen sauwren schweiß andern las- scn/vnd dem arbeit dm Erben vbergeben. Gib gern/so wirst» wider empfahen / vnd" heylige deine Seele/ Denn wenn du ctz-Me) M d--- todbist/sohastuaußgezehret. kchespW--L ^-4«. Alles Fleisch verschleißt wie ein Kleid/Denn es istder alte Bunde/du mußt L'r sterben. Gleich wie die grünenBletter auff einem schönen Baum / etliche abfallen/ etli¬ che wider wachsen/ Also gehets mit den Leuten auch/etliche sterben/ etliche werden ge- born. All vergengklich ding muß ein ende nemmen/Vnd die damit vmbgehen fahren auch Mit dahin» Die HasWuB XV. Lap. xv. Lap. Dre weißheitkompt durch Gottes wort/vnd der Gottloß kau sie nicht lehrnen, Ol dem/der stäts mu Gottes Wort vmbgehet / vnd dasselb außlegt vnd lehret/ Ders von hertzen betracht/ vnd gründt- Weiß- lich verstehen lehrnet/vnd der Weißheit immer weiter nachforschct/ vnd schleicht ir nach wo sie htngehet/vnd kucket zu ircm finster htm Derma- eyn/vnd horchet an der Thür/sucht Herberge nahe bcy jrem Hause/»« E»t- vnd richtet an irer wand seine Hütten auff/vnd rst jm ein gute Her- berge. Er bringet seine Kinder auchvnter irDächlin/vnd bleibtvntcr jrcr Laube/ darunder wirt er für die Hitze beschirmet/vnd ist im eine herrliche Wohnung. Solchs thut niemand / denn der den HERRN förchtet/ Vnd wer sich an Gottes wort helt/der findet sie.Vnd sie wirt im begegnen wie ein Mutter/vnd wirt in cmpfa- Heu wie ein iunge Braut. Sie wirt in speisen mit Brot deß vcrstandw/vnd wirkt in trenckcn mit Wasser der Weißheit. Dadurch wirt er starck werden / daß er fest stehen kan/vnd wirt sich an sie halten / daß er nicht zu schänden wirkt. Sie wirt in erhöhen vber seine Nehesten/vnd wirt im seinen mund auffthun in der Gemeine. Sie wtrdt in krönen mit frcuden vnd wonnc/vnd mit ewigem Namen begaben. A'lBer die Narren finden sie nicht / vnd Gottlosen können sie nicht ersehen/ Denn v ^We ist ferm von den hoffertigcn/vnd die Heuchler wissen Nichte von ir. Ein Gott¬ loser tun nichto rechts lehren/dennce kommet nicht von Gott. Denn zu rechter Lehre gehört die Weißheit/so gibt Gott gnade dazu. (Gottaachan) Du darffest nicht sagen: Hab ichvnrecht gelehrt/so hatö" Gott gethan/Denn Rechte Mas sind die falsche was er hafftt/das soltu nicht thün. Du darffest nicht sagen: Hab ich vnrecht gelehret/ LeHm- 5umb vnter Got'tes so hat er mich betrogen / Denn er darff keines Gottlosens/denn der HERR hasset alle AchwE AR Abgötterey/Vnd wer in förchtet/der scheuwct sich dafür. Gote mU M E Er hat den Menschen von anfang geschaffen / vnd im die Wahl gegeben / Wiltu lehren/:?.' ''"" so halt die Gebott/vnd thu was im gesellt in rechtem verträumen. Er hat dir Feuivcr vnd Wasser fürgestellt/greiffzu welchem du wilt.Der Mensch hat für sich Leben vnd Tod/welches er wil das wirt im gegeben werdcn.Den die Weißheit Gottes ist groß/ vnd er ist mächtig/vnd sihet alles/vnd seine äugen sehen auff die so in förchten/ Vnd er weißwolwas recht gerhan oder Heucheley ist. Er heißt niemand Gottloßseyn/vnd ^4. erlaubtniemandzusündigen. XVI.Lüp. Viel böse Rt'trder srttd kein twst. Der frommen hoffrmtig vnd der Gottlosen straff bletbt nicht aussen. Reuw dtch nit/ daß du vtl vngerahtener Kinder hast/ Vnd boche nicht drauff/daß du vtl Kinder hast/ wenn sie Gott nicht Vngera- förchten.Verlaß dich nicht auffsie/vnd trauwe nicht auff ir vcrmö- gen.Denn es ist besser ein fro»n Kind/denn tausend Gottlosen. Vnd ist besser on Kinder sterben/denn Gottlose Kinder haben. frorner Mann kan einer Statt auffhelffen/Aber wenn der Gottlosen gleich <>^vil ist/wirt sie doch durch sie verwüstet. Deß hab ich mein tage viel gesehen/ vnd noch vil mehr gehöret. Das Feuwer verbrannt dengantzen Haussen der Gottlosen/vnd der zorn gieng rro» .4 ^ anvberdie vngläubigen. Er verschonet der altenRisen nicht/diemit irerstercke zu bodem giengen. Er schonet auch nicht dere /bey welchen Loch ein Frembdlmg war/ G«,ss.^ Sondem AesusHpmB. XVII. Lap. jS, Sondern verdampt sie vmbjrcshohmutswillen/vnd verderbet das gantze Landon alle barmhcrtzigkeit/dte es mit Sünden vbermacht hatten. Also hat er wol sechß hun- ttum. .4 ^.dert tausend weggerafft/darumb daß sie vngehorsam waren. Wie solt denn em eini¬ ger vngehorsamer vngestrafft bleibenk Denn er ist wol barmhertzig/ aber ist auch zok- nig. Er lasset sich versühnen/vnd strafft auch greuwlich.So groß sein barmhertzigkeit tst/so groß ist auch seine straffe. Vnd richtet einen jeglichen/wie ers verdienet? Der Gottlose wirt mit seinem vnrcchte nicht entgehen/ Vnd dcß Frommen Hoff¬ nung wirt nicht aussen bleiben. Rom. r. Mtle wolthat wirrjre stett sinden/Vnd einem jeglichen wirt widerfahren wie ers verdienet hat. Sprich nicht: Der HERR sihet nach mir nicht. Wer fragt im Himmel nach wirk Vnter so grossem Haussen dcncket er an mich nit.Was bin ichgegen so grosser Weltk Denn sihe/der gantze Himmel allcnthalben/das Meer vn Erden / beben/ Berg vnd Thal Zittern/wenn er Heimsucht/Sott er denn in dein Hertz nicht sehenkAbcr was er thun wil/das sihet niemand/vnd das Wetterso fürhanden ift/nlerckt kein Mensch/ vnd er kan vil thun deß sich niemand versihet. Vnd wer kans außsagen vnd ertragen so er richtetk Aber solch dräuwcuist zu weit auß den Augen/vnd Wenns ein roher Mensch höret/bletbt er doch bey seiner Thorheit/vnd bey seinem jrrthumb. xvn.Lap. wie Gott alle ding in ire state Ordnung / den Menschen auch gleicherweise/geschaffen/vber alle Tk>iev gestyr/vnd i m seinen Göttlichen willen vnd Gesetz eröffnet/vnd Israel auß allen Völckern allein erwehlt. Em Krnd gehorche mir/vnd lehrne Werßhert/vnd mm cke auff mein wort mit ernst/Ich Wil dir ein gewisse Lehre geben/vnd dich klärlich unterrichten. Genes.« ^<^Dtthat von anfang seine werck wol geordnet/vnd einem jegli- '^)chcn sein eigen Werck gegeben. Vnd erhelt sie für vnd für in sol¬ cher Drdnung/daß sie jrAmpt jmmerdar außrtchten/vnd keine das ander hindere/ sondern sind immerdar seinem befehl gchorsam.Weiterhaterauchauffdie Erden ge- schm/vnd sie mit seinen Gütern erfüllet/Vnd machet das Erdtreich voll Thiere/wel- che wider vnter die Erden kommen. Mensch. Ott hat den Menschen geschaffen auß der Erden/ vn machtjn wider zu Erden/ Genes. «. r. bestimpt irren die zeit jres Lebens / vnd schuff sie beyde/ ein jeglicbs zu seiner § art/vnd macht sie nach seinem Bilde. Er gab inen daß alles F'leffchsie fürchten (AryMmmlmvnd mußte/vnd sie herrschen sotten vber Thier vn Vögel.Er gab inen vernunffc/Sprach/ 5 ,.r. Augen/ Ohren vnd Verstandt/ vnd erkenntniß/vnd zeigt inen beyde guts vnd böses. U L» Vnd hat sic für andern Thieren sonderlich angeschen/inen zu zeigen seme grosse Ma- g-Smai. testet. Er hat sie gelehret/vnd ein Gesetz deß Lebens gegeben. Er hat einen ewrgen Bund mit inen gemacht/ vnd seine Rechte offenbaret. iDic haben mit iren äugen sei¬ ne Maiestet gesehen/vnd mit jrcn Ohren seine herrliche stim gehöret. Vnd er sprach zu inen: Hütet euch für allem vnrecht. Vnd befahl emem ieglichcn seinen Nehesten/Ir wesen ist immer für jm/vnd nicht verborgen. v dW allen Landen hat er Hcrrschafften geordnet / Aber vber Israel ist er sclbs worden.Älle ire werck sind für im so offenbar wie die Sonne / vnd seine ^gen sehen on vnterlaß alle ire wesen.Auch sind alle ir boßheit jm vnverborgcn/vnd alle ire Sünde sind für jm offenbar. Er behelt die wolthat dcß Menschen wie ein Si- 2 m , gelrmg/vnddiegutewcrckwieeinAugapffcl.Vndzuletztwirterauffwachcn/vndei- ' nem ieglichcn vergelten auffseinen Kopff/wie ers verdienet hat. Aber die sich bessern/ leßt er zu gnaden komm/Vi rd Vic da müde wcrden/tröstet er/daß sie nicht verzagen. So bekehre dich nun zum HERRN/vnd laß dein sündlich Leben/ Bitte den h HERRN/ WsBuA XVlll.Qp. HERM/vnd höre auffvom bösen.Halte dich zu dem Höhestcn/ vnd wende dich vom VcrnW vnrccht/vnd hasse mit ernst die Abgöttercy.Wcr wtl den Höhestcn loben in der Hellet «»ngM eG Denn allein die lebendigen können lobcn/Dlc todten/als die nicht mehr sind/könncn p,- nicht loben/ Dammb lobe den DERRN/dicweil du lebest vnd gcsundt bist. xvm.Lap. Gokke« Bsrmhei-tzlgkelt vnd wunder/fo er dem vergengkilchen Menschen erzeigt/ sind vnbegrerffs llch/Gort rst langmütlg/str«ffl vnd lehrt «ile dle so zuchr/lehr vnd straffe annemmen. Wie ist dle DarmhmMtt des; HERRN so groß/vnd leßt sich gncdig finden / dellen so sich zu jm bekehren. Denn was kan Gottes doch ein Mensch scyn/ sintemal er nicht vnsterblich rst t Wae rst Heller drc Sonnet Noch muß sie vergehcn/vnd was Fleisch vnd Blut tichket/das ist ja böß ding. Er sitzet die vnmaffigc höhe deß Himmels/ Aber alle Menschen sind Erden vnd staub. Der da aber ewig lebet / alles was der macht/das ist vollkommen.DerHERR ist allein gcrecht/Niemand kan seine wcrck außsprechcn. Wer kan seine grosse Wun¬ der bcgreiffen t Wer kan seine grosse macht messcnt Wer kan seine grosse Barmher- tztgkeit erzchlcnt Man kan sie weder wehren noch mehrcn/vnd kan seine grosse Wun¬ der nicht begreiffen. Aber ein Mensch/wenn er gleich sein bestes aethan hat so ists noch kaum angefan gen/Vndwenner mernct/er Habs vollendet/so fehlet cs noch wett. Denn was rstdcr Menscht Wozu taug ertWas kan er frommen oder schaden thuntWcnn er lang lebet so lebet er hundert jar. Gleich wie ein tröpfflm Wassers gegen das Meer / vnd wie ein Körnlin gegen dem Sand am Mecr/so gering sind seine jar gegen die Ewigkeit. Darumb hat Gott gcdult mitjnen/vnd schüttet seine Barmhertzigkcitauß vbcr sie. Er sitzet vnd weiß wol/wic sic alle deß tods scyn müffen/Darumb erbarmet er sich desto reichlicher vbcr sie.Ems Menschen Barmhcrtzigkcit gehet allein vbcrseinen Ne- Hcsten/Aber Gottes Barmhertzigkett gehet vbcr alle Welt. Er straffet vnd züchtiget/ Er lehret vnd pflcgct/wie ein Hurte seiner Herde. Er erbarmet sich aller die sich ziehen lassen/ vnd fleissig Gottes wort hören. Ein Kind/ wenn du jemand gute thusts/so mache dich nicht vnnütz/Vnd wenn k v^^du etwas gibst/so betrübe jn nit mit harten worten.Der Thauw kület die Hitze/ Wie gu- ^Also ist cm gut wort bcffcr denn die gäbe/Ja ein wort ist efftangencmer denn ein grosse gabe/vnd ein holdseliger Mensch gibt sie alle beyde.Em Narr aber ruckts ei¬ nem vnhöfilch auff/vnd ein vnfreundtlichc gäbe ist verdrießlich. Lehme vor sclbs/ehe du andere lehrest. Hilffdtr vor sclbcr/che du andere artze- Andere neyest. Straffe dich vor sclbs/ehe du andere vrthetlest/so wirst« gnad finden/wenn andere gestrafft werden. Pare deine Busse nicht biß du kranck werdest/Sondern besser dich weil du noch Wenn mit bcsscrung ^>le;uchunt deines lebens biß in den tod. Vnd Wilm Gott dienen /so laß dirs ernst seyn/auff daß du Gott nicht versuchest/ Gedcnck an den zorn / der am ende kommen wirdt / vnd an die rache/wenn du davon mußt. Denn wenn man satt tst/sol man glcicbwol dcnckcn/ daß man wider hungern kan/Vnd wen man reich ist/sol man denckcn/daß man wider arm werden kan. Denn cs kan vor abends wol anderst werden weder es am morgen war. Dnd solchs alles gc- schlhet bald für Gott. Ein weiser Mensch ist in diesem allem sorgfcltig/vnd hütet sich für Sünden/ Wei! ernoch sündigen kan. Wer verstendig ist/der nimpt solche Weißhcitan/vndwcrsie kctegt/der lobet sie. Wer solche Lehre recht gclehrner hat/der kan sich weißlich halten/ vnd wol davon reden zur besserung. DaK WsusOimH. xix. Lap. XIX. Lap. Düst böse lüste/schlenimerey vnr> welber/metden/vnd mcht bald was man höret/ glaube» oder nschsagen sol. Arglistigkett ist nicht weißhelt. Prassen. Lust, k Vetschwigcn- Herr. Olge nicht deinen bösen lüsten / sondern brich deinen M willen/ Denn wo du deinen bösen lüsten folgest / so wirst du dich dei- ' nen Feinden sclbs zum spott machen. Sey nicht ein Prasser/vnd gewchne dich nicht zum schlemmen/ D Auffdaß du nicht zum Bettler wcrdest/Vnd wenn du nimmer Gelt . im Scckcl hast/auffwuchcr ncmmen müssest. Vollsauf Ein Arbeiter der sich gern voll saufft/der wirt nicht reich/Vnd wer ein geringes nicht Zu raht helt/der nimpt für vnd für ab. Aurerey. Wein vnd Weiber bethören die Weisen/ vnd die sich an Huren hengen/werden <, wile/vnd kriegen Motten vnd "Würme zu lohn/vn verdorren den andern zum merck liehen Excmpel. re Rranckhejt der Bald Wer bald gläubet der ist Leichtfertig/vnd thut im/ wenn er sich so verführen lcßt/ släubm. stchg schaden. Wer sich freuwet/daß er schalckheit treiben kan/der wirt veracht/ Wer aber sol- che vnrrütze Schweizer hasset/der verhütet schaden. cschalckheü) Aks ^Orestduwas böses/das sage nicht nach/denn schweigen schadet dir nicht/Du ^nc"us/pfaff?om weder Freund noch Femde sagen/ Vnd offenbare nit/ wo du es on böse Ge- Amberg, wissen thun kanst / Denn man höret dir wol zu/ vnd merckct drauff/ aber man hasset dichglcichwol. Hastu etwas gehöret/ laß es mit dir sterben/so hast du ein rühig Gewissen/Denn du wirst ja nicht davon bersten. Aber ein Narr bricht herauß wie ein zeitig Kind her- auß wil. Wenn ein wort im Narren steckt / so ists eben als wenn ein Pfeil in der hüfft steckt. v Sprich deinen Nchesten drumb an/vielleicht hat ers nicht gethan/ Oder hat ers gechan/daß ers nicht mehr thue. Sprich deinen Nchesten drumb an/vielleicht hat ers nichtgcredt/hat ers aber ge- redt/daß ers nicht mehr thue. Sprich deinen Frcundt drumb an/denn man leugetgern auff die Leute / drumb glaube nicht alles was du hörest. Es entfehrct offt einem ein wort/vnd meinets doch nicht also/Denn wer ist/dcm nicht zu weilen ein wort cntfehretk Sprich deinenNchesten drumban/ehe dumitjm bochest/vnd denckean Gottes Gebott. Denn die furcht Gottes machet weißlich thun in allen Sachen/ vnd Gottes Gcbott lehret klüglich fahren in allem Handel. HURglistigket ist nicht Weißheit/vn der Gottlosen tücke sind keine Klugheit / Son- ^Adcrn ist ein boßheit vnd Abgöttercy/vnd eytel Thorheit vnd Vnwetßhett. Es ist besser/geringe klughcitmit Gottes furcht/ denn grosse klugheit mit Gottes Verachtung. Es ist mancher scharffsinniger / vnd doch ein Schalck/ vnd kan die fachen drehen wie ers haben wil. Derselbe Schalck kan denKopffhengenvnd ernst sehen/vnd ist doch eitel betrug. Er schlegt die Augen nider/vnd horchet mit Scbalcks Ohren / Vnd wo du nit acht auff jn hast/so wirt er dich vbereilen. Vnd ob er zu schwach ist/ dir scha¬ den zu thun/so wirt er dich doch/wenn er seine zeit sihet/berückcn.Man sihets ei¬ nem wol an / vnd ein vernünfftiger merckt den Mann an seinen ge- berden/ Denn seine Kleydung/lachen vnd gang/ zeigen jn an. Mansol Hao NuK xx. Lap. XX. Lap. Mü» sol nicht;vr vn;elt f^rsffan/wt'e man reden vnd schwelgen/vnd sich vor lä-s gen hüren sol. S straffet einer offt semen Nehesten zur vnzelt / Vnd thet weißlicher daß er schwiege. Str Es ist besser ftey straffen / denn heimlich hass; tragen/ Vnd wer, zu danck annimpt/dcm bringets frommen. Wer gewalt vbet im Gericht/der ist eben als ein Hofmeister/ der eine Zungfi auw schendet/dte er bewaren sol. Etlicher schweiget darumb/daßer sich nicht kan verantworten/Etlicher aber schwcigct/vnd wartet seiner zeit. Ein weiser Mann schweiget/ biß er seine zeit ersitzet/ aber ein jächer Narr kan der zeit nicht erharren. Wer vil plaudert/der macht sich feindselig/Vnd wer sich vilgewalts anmasset/ dem wirt man gram. Es glückt manchem in bösen sachen/Aber es gedeyetjm zum verderben. Es gibt offt einer mvas/da ers vbel anlegt/ Dagegen gibt etner/da ers sehrwol anlegt. Wer sehr pranget/der verdirbt drüber/Wer sich aber drücket/der komet embor. Mancher kauffet am ersten wolfeyl/Aber hernach muß ers theuwer gnugbe- zahlen. Ein weiser Mann machet sein Geschenck wehrt mit lieblichen Worten/ Aber was v die Narren schencken/machen sie selbe vnwehrt. Deß Narren Geschenck wirt dir nicht viel frommen/ Denn mit einem Auge gibt Narren er/vndmit siben Augen sitzet er was er dafür kriege. Er gibt wenig/vnd rücket einem ^4«». vi! auff/vnd schreyete auß / als ein Weinrüffer / Heute leihet er/morgen Wil ere wider haben. Das sind feindselige Leute. (Treuw) Er tau Der Narr klagt: Mr ist niemand" treuw / niemand dancket mir für meine wol- seine wolthüt Nicht that/Auch die mein Brot essen/reden nichts guts von mir. O wie offt vnd von vielen gwßgnugachten. verspottet/ Er fellet fährlicher durch solche Rede / denn so er vom Söller fiele» Also gehets den bösen/daß sie doch zu letzt plötzlich fallen müssen. Ein grober vngezogen Mensch plaudert vnfürsichtiglich/Vnd wüschet immer fort/wieesimeynfellt. Wenn ein Narr schon etwas gucs rcdet/fo taug es doch nicht/ denn er redcts nit zu rechter zeit. Manchem wehret sein Armut/das er nichts vbels thuk/davon hat er das vor- theil/daß er kein böß Gewissen hat. Mancher thut lieber daß ergste/denn daß er seine Ehre verliere/Vnd thuts vmb Gottloser Leute Willem Mancher dienet dem andern zuvnrechtenfachen/vndebcn damitkriegeterjn zum Feinde. Die Lügen ist ein heßlicher Schandfleck an einem Menschen / vn ist gemein bei) c vngezogen Leuten. Ein Dieb ist nicht so böß als ein Mensch der sich zu Lügen geweh- Lügen. net/Aber zu letzt kommen sie beyde an den Galgen. Liegen ist dem Menschen em schändtlich ding/vnd er kan nimmermehr zu Ehren kommen. Ein weiser Mann bringt sich sclbs zu Ehren durch seine weise Rede/ Vnd ein klm ger Mann ist lieb vnd wehrt beyFürstem Wer seinen Acker fleissig bauwet/der machet seine Haussen groß/Vnd wer bey Fürsten sich helt/daß er lieb vnd wehrt ist/der kan vil böses verkommm. Geschenck AcsiwHyraS. x xi. Lap. GefchenE» Geschenck vnd Gaben verblenden die Weisen / Vnd legen jncn einen bäum ins Maul/daß sie nicht straffen können. Ein weiser Mann/der sich nicht brauchen leßt/vnd ein vergrabener Schatz/wo zu sind sie beyde nützekEs ist beffer/daß sich der vnweise verkrieche denn der Weise. Ein Sünde MMM z« vermeiden. xxi.Lap. Sünde so! m»n mekden/vnd keinen gemalt treiben. V-n vnderscheid der Weisen vnd Thoren. Ein Kind Haft du gesündigt / so höre auff/ Vnd Kitte/ daß dir die vorigen auch vergeben werden. Fleuch für der Sünde/ A wie für einer Schlangen/Denn so du jr zu nahe kompst/so sticht sie dich/ Zre Jeene sind wie Löwen Jeene/vnd tödten den Menschen. ___ Ein jegliche Sünde ist wie'ein scharffSchwert/vnd verwundet daß niemand heylen kan. Wer" gewalt vnd vnrecht thut/muß zu letzt zum Bettler werden/Vnd wer stoltz « ist/kompt zu letzt von Hauß vnd Hofe.Denn so bald der elende rufft/so höret es Gott/ vnd die Rache wirt eilend komm. Wer jm nicht sagen leßt/der ist schon auffder bahn E^«»»en. der Gottlosen. (Gottlosen ) Ver^- Dnd wer Gott fürchtet / der nimmetö zu hcrtzen/ Wer aber noch dazu trotzt/den sihet Gott von ftrrn/Vnd ein kluger mcrckt wol daß er vntcrgehen wil. Wer sein Hauß bauwet mit ander Leut gut/der samlet steine jm zum Grabe. Die Rotte der Gottlosen ist wie ein Hausse Wercks/das nut Feuwer verzehret wirdt. Die Gottlosen gehen zwar auff einem feinen Pflaster/ deß ende der Hellen ab- grundtist. Gottes E^Er Gottes Gebott helt/der folget seinem eigen Kopffnit/Vnd Gott mit ernst Etb-tthaltc. ^Lfsrchten/ist Weißheit. Wo nicht vernunfft in tst/das leßt sich nit ziehen / Etliche sind vernünfftig gnug/ richten aber damit viel vnglücks an. Weiser Eins weisen Manns Lehre fleußt daher wie ein flut/Vnd wie ein lebendige quell. V.T Deß Narren Hertz ist wie ein Topffder da rinnet/vnd kan keine Lehre halten. Merck. Wenn ein Vernüttfftiger ein gute Lehre höret/ so lobet er sie/vnd breitet sie auß/ Höret sie aber ein mutwilligcr//so mißfellt sie jm/vnd wirfft sie hinder sich. v Die Rede deß Narren drücket wie ein Last auffdem Wege/Aberwenn ein Wei¬ ser red et/das ist lieblich zu hören. ZmRaht hat man achtwas derWeiseredet/vnd was er^redt das gilt. Deß ^0^«^ Narren rede sihet wie ein cyngesallen Hauß/ vnd deß vnvcrstcndigen Rah: karr man Nichtwissen was es sey. , Wenn man den Narren ziehen wil/so stellt er sich/als wolt man jm Fessel an hm- de vnd süsse legen/Aber einWeiser achtsfür einen gülden schmuck/vnd für cm Ge¬ schmeide am rechten Arm. Ein Narr läufft frey einem ins Hauß/Aber ein vernünfftiger scheuwet sich. EtnNarr^ucketfreyeinemzumFensterhineytt/abereinÄernünffttgerbleibt heraussen stehen. leVÄViLU" Es ist ein vnvernunfft eineman der Thür horchen/Einvemünfftigerhieltes mausas^n" für eine schwach. Die vnnützen Wäscher plaudern das nichts zur fachen dienet/ Die Weisen aber bewegen jre wort mit der Goldwage. Die Narren haben jr Hertz im Maul/ Aber die Weisen haben jren Mrmd im Hertzen. HasWuK XXII. Lav. Ein Narr lachet vber laut/Etn Weiser lächelt ein wenig. Wenn der Gottloß einem Schalet flucht/so flucht erim selber. Die Ohrenbläser thun jnen selbe schaden/Vnd hat sie niemand gern vmb sich. XXII. Lap. Von vngerahtenen Rmvern/Em Narr leßt sich woder vnterweiftn noch straffen. Lex einem Freunve sol man haken in seiner armut. In fauler Mensch ist gleich wie etn Stetn/der tm koht L ligt/Wer jn auffhebt/der muß die hende wider wüschen. " Fauler Em vngezogen Son ist seinem Vatter ein vnchre / Ein vernünff- tige Tochter krieget wol einen Mann/aber ein vngerahtene Tochter leßt man sttzen/vnd sie bekäme« jren Vatter. Vnd welche wildt ist/ Dte lst/beyde dem Vatter vnd dem Mann/ eine vnchre/ vnd wirt von beyden gehaftet. Ein Rcde/so zur vnzeit geschicht/reimet sich eben wie ein Saitenspiel/wenn einer trauwrig ist/Straffvnd Lehre sol man zu rechter zett vben. Wer einen Narren lehrct/dcr flicket Scherben zusamen/vnd thut eben/als wenn man einen auß einem Liessen schlaff weckt. Wer mit einem Narren redet/der redet mit einem schlaffenden/wenns auß ist/so spricht er: Was istsk Vber einem Todten pfleget man zu trauwren/denn er hat das Liecht nicht mehr/ Narren Aber vber einem Narren solt man trauwren/daß er keinen verstände hat. siE-M. Man sol nicht zu sehr trauwrcnvber den Todten/Denn er ist zu ruhe kommen/ Aber deß Narren leben ist ärger denn der tod. Sibcn tage trauwret man vber einen Todten/Aber vber einen Narren vnd Gottlosen jr lebenlang. « Rede nicht viel mit einem Narren/vnd gehe nicht vil vmb mit einem Vnvcrstem GMm VK digen.Halt dich von jm/daß du nicht in einenffchweiß geführt/vnd von seinem vnflat sül,re» wanchm m befleckt werdest. Weiche nur von im/so bleibestu mit ftieden/vnd komest nicht in angst em vber seiner Thorheit. Was ist schwerer denn Bley k Vnd wie Wil man einen Narren anderst heissen denn Bleyk Es ist leichter Sand/Saltz vnd Eisen tragen/ denn einen vnverstendigen Menschen. Gleich wie ein Haust das fest in einander Verbunden ist/ nit zufellt vom Sturm- s wind/Also auch ein Hertz/das seiner Sachen gewiß ist/das fürcht sich für keinem schrecken. Gleich wie der schone Tünch an der schlechten wand wider den Regen / vnd ein Jaun auff hohem Berge wider den Wind / nicht kan bestehen / Also stehet das blöde Hertz deß Narren in seinem fürnemmen wider kein erschrecken. Wenn man das Auge drückt/so gehen Threnen Herauß/Vnd wenn man einem das Hertz trifft/so leßt er sich mercken. Wer vnter die Vögel wirfft/ der scheucht sie weg / Vnd wer seinen Freundt schmähet/der zertrennet die Freundtschafft. Wenn du gleich ein Schwert zückest vber deinen Freundt/so machstu es nicht so Schy^ böß(als mit schmähen)Denn ir könnet wol wider Freunde werden/ wenn du in nicht hmi, metdest/vnd redest mit jm. Denn man kan alles versünen/außgenomen die schwach/ Verachtung / offenbarung der heimligkett/ vnd böse tücke/ solche Stücke verjagen den Freundt. Bleib treuw deinem Freundt in seiner Armut/Daß du dich mit jm freuwen mögest Wenns jm wolgehet. Haltfestbeyjm Wenns jmvbel gehet/Auss daß du seines glücke auch geniessen mögest. Der rauch vnd dampffgehet vorher/wenn ein feuwer brennen Wil/Also kompts ' vom schmähen zum Blutvergiessen. Schäme Sup.;» Herr, Vttkeufthhcit. Gebctt Jesus Sy-- racy. « (Vergeblich) One schade» d;i? gehest?, b F!ach)Wie die Hei¬ den schwere» durch UesusZMW. xxm.Lap. Schäme dich nicht deinen Freundt zu schützen / vnd meide /n nicht / Mderfehret dir etwas böses von jrrr/so wirt sich für im hüten wers höret. xxm.Lap. Ei« ernstlich Gebett ;u Gott/ daß er den mund vttd ;unge«/vor schädlicher rede vnd schrve- ren/vnd das Hertz vor bösen gedancken/beh-te/ mit anreignng/ wie so ein schändtlich läster der Ehebruch sey. W Das; ich künde ein Schloß an meinen Mund legen/vnd ein fest Siegel auffmein Maul drücken/ Daß ich dadurch nicht zu fall käme/vnd meine Junge mich nicht verderbete. HERR Gott Vatter / vnd HERR meines Lebens / Laß mich nicht vnter die Lästerer gerahtcn/vnd laß mich nicht vnter inen verderben. Q> daß ich meine gedancken kündt im Zaum halten/vnd mein Hertz mit Gottes wort züchtigen / vnd ich mein nicht schonet/ wo ich fehlete / Auffdaß ich nicht Sünde anrichte/vnd grosse irrthumb stiffte/vnd vre! vbels begteng/ Damit ich nicht vntcrge- hcn müßte für meinen Feinden/vnd jnen zum spott würde. HERR Gott Vatter/vnd HERR meines Lebens/ Behüt mich für vnzüchtigem Gesicht/vnd wende von mir alle böse lüste. Laß mich nicht in schlemmen vn vnkeusch- heit gerahten/vnd behüte mich für vnverschemptem Hertzem V-rschwigen, Lieben Kinder/lehrnet das Maul halten/ Den wer es helt/der wirt sich mit Wor¬ ten nicht vergreiffen/wie die Gottlosen vnd Lasterer/vnd stoltzen/dadurch fallen. Schwe- Gewchne deinen Mund ntt zum schweren/vnd Gottes Namen zu füßremDenn gleich wie ein Knecht der offt gesteupt wirt/ nicht on striemen ist/ Also kan der auch nit rein von Sünden seyn/der offt schweret/vnd Gottes Namen führet. n Wer offt schweret/der süridiget offt/Vnd die Plage wirt von seinem Hause nicht bleiben. Schwerer er vnd verftchets nicht so sündiget er gleichwol / Verstehet ers vnd > verachks/so sündiget er zwyfeltig/Schweret er aber" vergcblich/so ist er dennoch Nicht on sünde/scin Hauß wirt hart gestrafft werden. Es ist auch ein tödlicher^'fluch/dafür behüte Gott das Hauß Jacob/Vnd die Gottfürchtigcn fliehen solches/vnd besudeln sich nicht mit dieser Sünde. Match r. Gewchne deinen Mund nicht zu leichtfertigem schweren/ Denn es kommet auß Abgöttrr. bösem fürnemcm Vergiß nicht deines Vatters vnd deiner Mutter Lehre/So wirst du vnter den Herrn sitzen/vn wirt dein auch nit vergessen Mrdem Daß du nit gcwonest der Narr- hcit/vnd zu letzt woltcst/du werest nie gcborn/vnd verfluchest den tag deiner Geburt. Wer sich gewchnet zu" schmähen/dcr bessert sich sein lebtage nicht. (Schmäh-n) Das andermal sündigen / das ist zu vil/ Das drittmal bringt die straffe mit sich, afftmcdm/vnd O^^Er in der brunft stickt/ der ist wie ein brennend Feuwer / Vnd höret nicht auff/ l«n? ^^^btß er sich selbe verbrenne. Ein vnkcuscher Mensch hat kein ruhe an seinem Leibe/ biß er ein feuwer anzünde. Einem vnkeuschcn Menschen ist alle speise süß/vnd lcßt ntt ab/biß ers erfülle, «w Ein Mann der seine Ehe bricht/vnd denckct bey sich selbe: Wer sitzet mich k Es ist .Es/wsir« ^«1 Ehebruch, finster vmbmich/vnd die wende verbergen mich/daß mich niemand scher/wen sol ich Balck"fürMschL schcuwen k Der Allerhöhest achtet meiner sünde nicht. Solcher schenwet allein der Menschen augen/vnd drucket ntcht/daß die Augen deß HERRN viel Heller sind denn die Sonne/vnd sehen alles was die Menschen thun/ vnd schauwenauch in die heim¬ lichen winckcl. Alle ding sind im bekannt ehe sic geschaffen werden/also wol/ als wenn sie geschaffen sind. Derselbe Mann wirt offen i- ch m der Statt gestrafft werden/vnd Wirt erhascht werden/wenn er sichs am wenigsten versitzet. Also Wirts auch gehen dem Wecke/dic jrm Menn verletzt / vnd einen Erben von einem andern krieget. Ersilich/ist sie dem Gebote Gorees vngehorsam/ Zum andern/ h iiij sündiget iWoBus xxim.Lap. sündiget sie wider jren Mann / Ium dritten/ bringet sie durch jren Ehebruch Kinder von einem andern.Diese wirt man auß der Gemein werffen/vnd jre Kindern müssen jr entgelten. Ire Kinder werden nicht wurtzeln/vnd ire Zweige werden nicht Frucht bringen. Sie leßt ein verflucht gedächtntß hinder sich/vnd jre schände wirt nimmer¬ mehr vertilget. Daran lchrnen die Nachkommen/daß nichts bessere sey denn Gott fürchten/vnd Nichte süffere/denn auffGottee Gebott achten. xxim.Lap. Lob der wetßhet't/düß sie nrnik'ch das Buch deß Göttlichen Bunds/ sb von niemand >mag aussgelehrnt werden. Wetßhettpreiset sich/vnd vnder dem Volckrüh^ niet sie sich. Sie prediget in der Gemeine Gottes/vnd lobet sich in Gottes seinem Reich / vnd spricht also: Ich bin Gottes wort/vnd schwebe vber der gantzen Erden/wie die Wolcken. Mein Gezellt ist in der Höhe/vnd mein Stul in den Wolcken. Ich allein bin allenthalben so wett der Himmel ist / vnd so tieff derAbgrundt ist. Allenthalben im Mer/allent¬ halben auff Erden/vnter allen Lcuten/vnter allen Heyden. Bey diesen allen habe ich Wohnung gesucht/daß ich etwa statt fände. Da gebott mir der Schöpffer aller dinge/ vnd der mich geschaffen hat/bestellet mir eine wohnung/vnd sprach: In Jacob solt du wohnen/vnd Israel sol dein Erbescyn. Vor der Welt von anfang bin ich geschaffen/vnd werde ewiglich bleiben/vnd ha- Gotte- be für jm in der Hütten gedtenet/Vnd darnach zu Zion eine gewisse stette krieget/Vnd Wm. er hat mich in die heylige Statt gesetzt / daß ich zu Jerusalem regieren solte. Ich habe cyngewurtzelt bey einem geehrten Volck/ das Gottes Erbthetl ist. Ich bin hoch ge- wachsen/wie ein Kedern auff dem Libano / vnd wie ein Kyprcffcn auff dem Gebirge Hermon. Ich bin auffgewachsen wie ein Palmbaum am Wasser/vnd wie die Rosen- Rosenzu fiöcke/so man zu Hiericho crzeucht/wie ein schöner ölbaum auff freyem Felde/ Ich bin s auffgewachsen wie Ahornen. Ich gab einen lieblichen Geruch von mir/ wie Kynamet vndköstliche Würtze/vnd wie die "bestenMyrrhen/wieGalban vndOnych/vnd ist der-'ste saffl/L Myrrhen/vnd wie der Weyrauch in dem Tempel. dem Myrcheubaum Ich breitet meine Zweige auß wie eine Eyche/vnd meine zweige waren schön vnd s lustig. Zchgab ein lieblichen Geruchvon mtr/wie der Weinstock/vnd meine Blüet andere heisset Hxacht ehrliche vnd reiche Frucht.Kommet her zu mir/ alle die jr mein begert/ vnd sät- dieanß dem Schnitt tigtt euch von meinen Früchtcn.Mine Predigt ist süsser denn Homg/vndmeine Ga- vomLimm flmßt. he süsser denn Honigssim. Wer von mir ssset/den hungert immer nach mir/Vnd wer vonmirtrincket/dcn dürstet immer nach mir. Wer mir gehorchet/der wirdt nicht zu schanden/vnd wer mir folget/der wirt vnschüldig beiden. (A^Iß alles ist eben dasBuch deß Bunds/mit dem tzohesten Gott gemacht/nem- Außbrei- (^L^lich/das Gesetze/ welches Moses dem Hause Jacob zum Schatz befohlen hat. ^gd-ß won- Darauß die Weisheit geflossen ist/wie das Wasser Phison/wcnn es groß ist/vnd wie das WafferTygris/wenn es vbergehetimLentzen. Daraus der verstandt geflossen ist/wie der Euphrates/wenn er groß ist/vnd wie der Jordani» der Erndte. Auß dem selben ist herfür brochen die Jucht wie das Liecht/ vn wie das wasser Mus im Herbst. Er ist nie gewest/der es außgelehrnet hette/vn wirt nimmermehr werden/ der es auß- gründenmöchte/Denn sein Sinn ist reicher weder kein Mer/vndsetjiworttieffer denn kein Abgrundt. Es fliessen von mir vil Bächlin in die Gärten / wie man das Wasser hineyn ley- Gärten tet/Da wässere ich meine Gärten/vn trencke meine Wiese. Da werden meine Bäch- lm zu grossen Strömen / vnd meine Ströme werden grosse See. Denn meine Lehre leuchtet so weit als der liechte Mrgm/vnd scheinet ferrne. Auch schüttermeine Lehre Weissagung MM HMD. XXV.^üP. j8§ Weissagung auß/die ewig bleiben muß.Da sehet jr/daß ich nicht allein für mrch arbei- te/sondern für alle/die der Weißheit begcren. xxv.Lap. D rey schöne/dre^ feindselige/ neun löbllche/vinge/vnd wie schädlich ein böff/;vrnig/ « geschwätzig Weib. ä UW^K Rey schöne ding ftind/ die bkyde Gott vnd den Mett- X lcbcn wolgcfallen. Wenn Brüder eins find/ vnd die Nachbarn sich lieb haben/vnd Mann vnd Weib sich mit einander wol begehen. Drei) stück sind / den ich von hertzen feind bin/ vnd ir wesen ver- drcußt mich vbcl. Wenn ein Armer hoffertig ist/vnd ein Reicher gern leuget/vnd ein alter Narr ein Ehebrecher ist. Wenn du in beringend nicht samlest/waswiltu im alttrfindenk O wie fein steheto/wenn die grauwen Häupter wctß/vnd die Alten klug/ vnd die Herrn vcrnünff.tg vnd fürsicbtig sind. Das ist der Alken Krone / wenn sie vil erfahren haben/ Änd ir ehre ist/wenn sie Goktförchtem Neun stück sind / die ich in meinem Hertzen hoch zu loben halte/ vnd Vas zehettde wil ich mit meinem Munde preisen. Ein Mann der freudc an seinen Kindern hat. Wer erlebet/daß er seine Feinde vntergehn sihet.Wol dem/ der ein vernünfftig Weib r. hat. Wer mit seinem reden keinen schaden thut. Wer nicht dienen muß/ denen so es nicht wehrt fmd.Wol dem/der eine treuwen Freundt hat.Wol dem/der klug ist/Änö der da lehret da mans gern höret. D wie groß ist dcr/so weiß ist.Aberwer Gott förch- tet/sbcr den ist niemand. Denn die furcht Gottes gehet ober alles/wcr dieselbigen fest helt/wemkaumündenvergleicbenk b. ist kein wehe so groß/als Hcrtzcnleid/ Es ist kein list vber Frauwen list. Es ist A 8^/kcin laurcn vber dcß Neidharw laurcn/Es ist kein Rachgie vber der Feinde Rachgir. Es ist kein Kopffso listig als der Schlangen Kopff/ vnd ist kein Zorn so bitter als der Frauwen zorn.Ich wolt lieber bey Löwen vnd Drachen wöhnen/dcnn beyei¬ nem bösen Weibe. Wen»; sic böß wirt/ so verstellet sie jr geberd / vnd wirt so scheußlich wie ein Sack. Zr Mann muß sich ir schämen / vnd wenn manssm fürwirfft/so thuts sin im hertzen wehe. Alleboßheit ist geringe gegen der Weiber boßheit/Es geschehest was den Gottloser geschicht. . Wäsch- Ein wäschhafftig Weib ist einem stillen Mann Wie ein sandiger Weg hinauff/ tzaffttgWejsi. einem alten Mann / Laß dich nicht bekriegen daß sie schön tst/vnd bcger sr nicht dar- umb. Wenn das Weib den Mann reich macht/so ist da eytelHader/Verachtung vnd grosse schwach. Ein böß Weib macht ein betrübtHertz/trauwrig Angesicht / vnd das Hertzelcyd. Ein Wcib/da der Mann keine freud an hat/die macht sn verdrossen zu allen dingen. Ge» z. Die Sünde kommet her von einem Welbe/vnd vmb irer willen Müssen wir alle sterben.Wie man dem Wasser nicht raum lassen sol/ also sol man dem Weibe seinen willen Nicht lassen- Wil sie dir nicht zur Hand gehen/so" scheide dich von sr- (Sche.de) Äasisr nach dem SesetzMo ' xxvi.Lap. Lob eines frommen tugenisamen Weibs / was schaden vnd elend von einem bösen Weib kompt/ Vnd wie eine freche Tochrer rn halten, Wol dem TaoBuZ xx vi.Lav. Ol dem/der em tngentsam Werb hat/deß lebt er noch z einest so lang. Tuaent, ^WÄW Ein heußlich Weib ist jrem Mann eine freude/vnd macht jm ein fein rühig leben. Ern tngentsam Weid ist ein edle Gabe/ vnd wirt dem gegeben der Gott fürchtet/Er scy reich oder arm/so ists jm ein trost/vnd macht in allzeit frölich. (^^Rcy ding sind schrecklich/ vn das vierdte ist grcuwlich/Vcrrähtercy/Auffruhr/ OLH vnschüldig Blut vcrgiesscn/welche alle ärger sind denn der Tod. Das ist aber a (VttMch )D'L rverbKrselccn rcrch. das Hcrtzlcid/wenn ein Weib wider das ander ciffcrt/vnd schendet sie beyiedcrman. Wenn einer ein böß Weib hat/ so ists eben/ als ein" vngleich bar Ochsen/ die ne- VH bmander ziehen sollen/ Wer sie kriegt/der kriegt ein Scorpion. Ein truncken Weib ist ein grosse plag/Denn sie kan irc schände nicht decken. Ern hürisch Weib kennet man bcy irem vnzüchtigen gesicht/ vnd an jren äugen. St dein Tochter nicht schsmhafftig/so halt sie Hart/Auff daß sie mcht iren mut- Töchter treibe/wenn sic so frcy ist. ^t. Wenn du mcrckest/daß sie frech vmb sich sihet/fo sihc wol drauff. Wo nicht / vnd g sie Lhut darüber wider dich/so laß dichs auch nicht wundern. Wieein Fußgenger der dürftig ist/lechtzet sie/vnd trincket das nehest Wasser das sie krieget / vnd setzet sich wo sie ein Stockfindet/vnd nimmet an/wasir werden kan. Einfreundtlich Weib erfreuwetjrcnMann/Vnd wenn sievernünfftigmitjm vmbgehct/erfrischt sie im sein Hertz. Ein Weib das schweigen kan/das ist ein gäbe Gottes/ Ein wolgezogen Weib ist nicht zu bezahlen. Es ist nichts ltebers auffErden denn ein züchtig Weib/ Vnd ist nichts köstlichere denn em keusches Weib. Wie die Sonne wenn sie auffgangcn ist/in dem hohen Himel deß HERRN ein Zierde ist/ Also ist ein tngentsam Weib ein Zierde in irem Hause. ^vmwSclücn ul Ein schön Weib das fromb bleibt / ist wie die Helle Lampen auff dem hcyligen derHüttcwMost.' Leuchter. Ein Weib das ein bcstendig gemüt Hat/Zst wie die gülden Seulen auff den sil¬ bern Stülen. XXVII. Lüp. Mattcherlex schöne Sprüch vnd Lehve. Wey stück sind die mich vcrdnkssen/vnd das dritte x thut mir zom. Wenn man einen streitbar« Mann zu letzt armut lei¬ den leßt/ Vnd die weisen Nähte zu letzt veracht/ Vnd wer vom rech¬ ten Glauben abfellet zum vnrechten Glauben/Visen hat Gott zum Schwert verdampt. Ein Kauffman kan sich schwerlich hüten für vnrecht/vn ein Krä- Kauss- mer für sünden/Denn vmb guts willen thun viel vnrecht/ Vnd die reich werden wöl- (Augenab)Das lcn/wenden die" äugen ab.Wie ein Nagel in der Mauren zwischen zweycn Steinen stickt/AlsosticktauchSündezwischenKauffervndVerkauffer.Hcltersich nicht mit KMrr. fleiß in der furcht deß HERRN/so wirt sein Haust bald zerstöret werden. Wenn man siebet/so bleibet das vnstättge drinnen / Also was der Mensch für- Trübsal, nimpt/so klebet immer etwas vnrcinö dran. Gleich wie der Ofen bewärt die neuwen Töpffe/Also bewärt die trübsal deß Menschen sinn. An den Früchten mercket man wie deß Baums gewartet ist/ Also mercket man an der Rede/wie das Hertz geschickt ist. Du AcsusHMD. XXVlI.Lap. >Sü Dusolt niemand loben/du habest jn denn gehöret/Denn an der rede kennet Man den Mann. Folgest» der Gerechtigkeit nach/so wirstusie kriegen/vnd anziehcn wie einen schönen Rock. Die Vögel gesellen sich zu ftee gleichen / Also Helt sich die warheit zu denen / die ft gehorchen. Wie der Löuw auffden Raub laurct/ Also crgrciffetzu letzt die Sünde den V- bclthätcr. Ein Gottfürchtigcr redet alle zeit das hcylsam ist/ Ein Narr aber ist wandelbar wie der Mond. Wenn du vnter den vnweisen bist/so mercke was die zeit leiden wil / Aber vnter den Weisen magst« fortfahren. Der Narren rede ist ober die maß verdrießlich/ Vnd ft lachen ist eitel Sünde/ ' m.i-r vnd ° kützcln sich doch damit. ^I,rtzwc- Wo man Vic! schweren hört/da gehen cincm die Haar zu berg/Dndjr Hadem macht daß man die Ohren zuhalten muß. ' Wenn dle Hoffertigen mit einander hadern/ so folget Blutvergiessen darnach/ Vnd ist verdrießlich zu Hörer; wenn sie sich so zuschelten. Heimlig- Wer heimligkeit offenbart/der verleuret den Glauben/Vnd wirt nimmermehr einen treuwen Freundt kriegen. Halt deinen Freundt wehrt/vnd halt jm glaubcn/Wo du aber seine heimlrgkett offenbarest/so wirst» in nicht wider krregcn. Wer seinen Freundt verlcurt / dem geschieht wol so vbel/als dem sein Feind ent¬ gehet. Gleich als wenn du einen Vogel auß der Hand testest / also tsts/ wenn du deinen Freundt verlcffest. Du sähest in nicht wider/du darffcst imnichtnachlauffen/Ertst zrr ferm weg/ ec ist cntsprungen/wie ein Rehe auß dem Netze. Wunden kau man ver¬ binden/ Scheltwort kau man sühnen / Aber wer Heimligkeit offenbaret/mit dem istsauß. Wer mit den Augen winckct/der hat böses im sinn/vnd lestet sich nicht davon wenden. Für dir kau er süß rcden/vnd lobet sehr was du redest / Aber hinderwcrts re¬ det er andcrß/vnd verkehret dir deine wort. Ich bin keinem ding so feind/als dem/vnd der HERR ist jm auch ftindt. xxvni.Lap. was schaden auß Arg!lsttgkerr'Rackctl'vl^tert/badervnd rauck/erfolget. Von elnem bösen Man!/ virv Vaß >nan sich mit reden gewarsam halten sol. i MMM Er den Stein in die höhe wirfst / dem feilet er auff den Kopff. Wer heimlich sticht/ der verwundet sich selbs. Wer eine Grube pl»lm. 7. grebt/der stllt selbe drcyn. Wer emem andern stcllet/dcr sehet sich selbs. Wer dem andern schaden thun wil/dem kompts sclbs vber seinen halß/ daß er nicht wcrß woher. DieHoffertigen höhnen vnd spotten/Aber die rache lauret auffsie wie ein Löw. Die sich freuwcn Wenns dem frommen vbel gehet/werden im Strick gefangen/ das Hertzleid wirt sie verzehren ehe sic sterben. I 2orn. Zorn vnd wüten sind grcuwel/ Vnd der Gottlose treibt sie. V Reeden. Wersichrcchent/andcm Wirt sich der HEM wider rechen/Vnd Wirt im seine I Sünde auch behalten. I Verge- Vergib deinem Nehesicn/was er dir zu lcyd gethan Hat/Vnd bitte detttt/so wcr- h",g. ycn dir deine Sünde auch vergeben. Em Mensch Helt gegen dem andern den Zorn / vnd wil bcy dem HERRN gnad§ suchen. Er ist vnbarmhcrtzig gegen seines Gleichen/ vndwil für ferne Sünde btk- -s im» Etz HasBG xxvm.Lav. ttn.Er ist nur Fleisch vnd Blut/vnd Helt den zorn/Wer w>! denn jm seine Sünde vcr» gebenk Gedmcke an das ende/vnd laß die Feindschafft fahren/die den todvndverder- s ben sucht/vnd bleibe in den Gebotten.Gedenck an das Gebott/vnd laß dein dräuwen wider deinen NehestemGedencke an den Bund deß Höhesten/ vnd vergib die vnwis- senheit.Laßabvom Hader/so bleiben viel Sünde nach. Denn ein zorniger Mensch züttdttHaderan/vndderGottloftverwirretgmeFreunde/vnd hetzet wider einam der die guten frieden haben. Wenn deß tzoltzes viel ist/wirt deß Feuwers desto mehr/ Vnd wenn die Lertte e,. waltig sind/wire der zorn desto grösser/ Vnd wenn die Leute reich sind / wirt der Ä m desto Hefftiger/Dnd wenn der Hader lang wäret/so brennets Desto mehr. Iäch seyn zu Hader/zündct feuwer an/Vnd jachscyn zu zanckm/ vergcußt x Bläsestu ins füncklm/so wirt ein groß Fcuwer drauß/Speyestu aber uw füuck- lm/so verlescht es/Vnd beydes kan auß deinem munde kommen. vnd falsche böse Meuter sind verflucht/Denn sie verwirren OLHviel die guten frieden haben. Ein böß Maul macht viel Leute vnemo/ vnd treibet sie auß einem Land im am Böse der/Es zubricht feste Stätte/vnd zerstöret Fürstemhumb. Ein böß Maul verstosset (w-sbkr) redliche" Weiber/vnd beraubet sie alles/daßinen sauwer worden ist. Wer im gchor- SidbZffKk/wi!t thet/der hat nimmer ruhe/vnd kan nirgend mit frieden bleiben. AUEch Wech oh» Die Geissel macht stricmen/Aber ein böß Maul zerschmettert Beine vnd alles, e 'N ftyu" Dii sind ge^ilLlt durch die scherpffe deß Schwerts/ Aber nirgend so vil als durch -h°bo7-M-»l-r. bZseMeulcr. Woldem/derfür bösemMaul bewahret ist/vnd von sm vngeplagt bleibt/vnd sein Joch nicht tragen muß/vnd in seinen stricken nicht gebunden ist. Denn sein loch ist Eisern/vnd seine stricke Ehernen/ Seine p läge ist bitterer denn derTod/vnd ärger denn die Helle. Aber es wirdt den Gottfürchtigen nicht vnterdrücken / Vnd er wirdt in desselben Feuwer nicht brennen. Wer den HERRN verleßt/der wirt dreyn fallen/vnd drinn brennen/vnd es wirt nit außgelescht werden. Es wirk jn vberfallcn wie ein Löuw/vnd auffreibenwieeinPard. Du verzeunest deine Güter mit Dornen/Warumb machst« nicht viel mehr dei¬ nem Munde Thür vnd Rigelk Du wegest dein Gold vnd Silber eyn/ Warunrb we- gestu nicht auch deine Wort auffder GoldwagekHüte dich/daß du nicht dadurch glet- test/vnd fallest für deinen Feinden/die auffdich lauren. xxix.Lap. Von Leihen/Be;aken/Bürgfchaffte/vnd genüglgem gemät / bex gerliger ttsrüng«. vom l-ihcn WUZE Er fernem Nehestm lelhet/der thut em tverck der barm borsm. hertzigkeitVnd wer Güter hat/der sol solche thun- Lethe deinem Nehesten wenn ers bedarff/vnd du ander gibs auch wider zu bestimpter zeit. Halt was du geredt hast/vnd handel nicht betrteglich mit im/So findest» allezeit deine notturfft. Mancher meinet es sey gefunden was er borget. Vnd macht den vnwillig/so im geholffen hat.Er küsset einem die Hand/dieweil man im leihet/ vnd re¬ det so demütiglich vmb deß Mhesten Gclt/Aber wenn er sol wider geben/ so verbucht ers/vnd klagt schr/Es sey schwere Zeit.Dnd ob ers wol vermag/gibt ers kaum die helfft wider/vn rcchenks ienem für einen gewinszu. Vermag ers aber nit/so bringet erienen vmbs gelt.Dcrselb hat im denn selber einen Feind gckaufft mit seinem eigen gelde/vnd iener bezalet in mit fluchen vnd schclten/Vnd gibt im schmähwort für danck. Mancher Mancher leihet vngerne/auß keiner bösen Meinung / Sondern er muß fürchten/ er komme vmb das seine. Doch habe gedult mit deinem Nehesten in der not/ Vnd thu das Allmosen dazu/ daß du im zeit lassest. Hilffdem armen vmb deßgebotts willen/Vn laß Minder "not nicht lär von dir. - v Verleur gern dein Gelt vmb deines Bruders vnd Nehesten willen/vnd vergrab d.7not?aO?^ cs nicht vnter einen Stein/da es doch vmbkommet. Matth.-. Samle dir ein Schatz nach dem Gcbott deß Allerhöhesten/ der wirdt dir besser . Trm.-. seyn denn kein Gold. Lege dein Allmosen an ein sondern ° ort/ dasselbwirt dich erretten auß allem vn- v glück. Es wirt für dich streiten wider deinen Feind/ besser denn kein schtld oder Spieß. WSAmZ Ein frommer Mann wirt Bürge für seinen Nehcsten/ Aber ein vnverschämpter Mos-T5d,^° leßt seinen Bürgen stehen. hmde» belesen v«? Vergiß nicht der wolthat deines Bürgen/ denn er hat sich selbs für dich versetzt. nge woAÄAH Der Gottlose bringet seinen Bürgen in schaden/ Vnd ein vndanckbarer leßt sei- p^l»s/-.Cor.^ nen Erlöser stecken. Bürge werden/ hat viel reiche Leute verderbt / vnd hin vnd wider gemorsten wie die wellen im Meer.Es hat grosse Leute vertrieben/daß sie in frembden Landen mu߬ ten in der/rrc gehen. Ein Gottloser/ so er Bürge ist worden / vnd gehet mit Rencken vmb / daß er sich außwickele/der wirt der straffe nicht entgehen. Hilffdeinem Mhesten auß so vil du kanst / Vnd sihe dich für / daß du nicht selbst drüber zu schaden kommest. ist gnug zu diesem Lcben/wer Wasser vnd Brot/Kleider vnd Hauß/hat/da- Ä<>imit er seine" notturfft decken kan. - Es ist besser geringe narung vnter einem brettern eygen Dach / Denn köstlicher o Dsch vnter dcnfrcmbdcn. NWLL Eygen Laß dirs gefallen/ du habest wenig oder viel/ Denn es ist ein schändlich leben von ists-lt- Hauß zu Hauß ziehen/vnd wo einer frembd ist/ thar er sein Maul nicht auffthun / Er muß zu sich lassen/vnd mit im trincken lassen/vnd keinen danck haben. Muß dazu bit- tere wort hören / nemlich: Gast gehe hin vnd bereite den Tisch / laß mich mit dir essen §oK»g?c,n!vn! was du hast. Ztcm/zeuch auß/ich hab eilten ehrlichen Gast kriegi/Zch muß das Hauß A? haben/ Mein Bruder zeucht zu mir eyn. Solches ist schwärer einem vernünfftigen fthwarMg Man/daß er vmb der Herberge willen solche wort fressen muß/vnd daß man im auff- ^4^-^ rücket wenn ruan im geliehen hak. SLgHß LL vnd banweanfahen/ xxx.Lav. Don Rmver ruckt. Bespr aem vnv gesandt seyn /denn reich vnd kranck. Msnsol dssgemök nicht uUruvtl rn trnuwrtgkett begeben. Er sein Kind lieb hat/ der hclt es Mts vnter der Ruh- Kindcr ten/ Daß er hernach freude an «in crleSe. , . zücht. Wer sein Kind in der zücht helt/der wirdt sich sein freuwen/Vnd darff sich sein bey den bekannten nicht schämen. Wenn einer sein Kindzeucht/das verdreußt seinen Felnd/vst er- freuwet seine Freunde. Den wo sein Vatter stirbt/ so ists/ als were er nicht gestorben/ Den er hat seins gleichen hinder sich gelassen. Daer lebete sähe er sei¬ ne tust/ vnd hatte freude an jm. Da er starb durfft er nicht sorgen/Denn er hat hinder sich gelassen einen schütz wider seine Feinde/ vnd der den Freunden wider dienen kan. Wer aber seinemKindzuweichtst/derklagtseinestriemcn/vnderschrickt csweinet. . L Einvcks Mas BuA XXX. Lap. Ein verwehrtet Kind wirt mutwillig/wie ein wildt Pferd. Zettle mit deinem Kinde/so mußtu dich hernach für jm fürchten / Spiele mit /m/ so wirt es dich hernach betrüben. Schertze nicht mit im/ auff daß du nicht mit jm hernach trauwren müssest / Vnd deine Zeene zu letzt kirren müssen. Laß jm fernen willen nicht in der jugend/ Vnd entschüldige seine thorheyt nicht. Berrge jm den halß weil er noch jung ist / blcuw jm den rücken weil er noch klein Lst/Auff daß er nicht halßstarrig vnd dir vngchorsam werde. Zeuch dein Kind / vnd laß es nicht müssig gehen / Daß du nicht ober jm zu schän¬ den werdest. Es ist besser einer sey arm/vnd dabcy frisch vnd gesunde/denn reich vndvnge- 8 sundt. Gesundtvnd frisch ftyn ist besser denn Gold/Vnd ein gesunder Leib rst besser Gesum denn groß Gut. Es ist kein Reichthumb zu vergleichen einem gesunden Leibe/ vnd kei- ne freude dcß hertzen st ende gleich. Der Tod ist besser den cur stech leben/ oder stätc krancktzeit / Es ist eben als ein gut Gericht für einem Maul das nicht essen kan/Vnd wie die speise so man bey eins todtcn Grab setzt. Denn was rst dem Götzen das Opffcr nütze? Kan er doch weder essen noch riechen ? So ists mtt dem reichen auch / den Gott stech macht / Er sthet cs wol mit den äugen/vnd scufftzet Darnach / Vnd ist wie ein verschnittener der bey einer Iungkfrau- wcnligt/vudseufftzet. Mach dich selbs nicht trauwrig/vnd plage dich nicht sclbs mit deinen cygenge- Trauw- dancken/ Denn ein Mich Hertz ist deß MnschmLcben / vnd sein ftende ist fern lan- r ges leben. Thue dir guts/vnd tröste dein Hertz/ vnd treibe trauwrigkcyt ferrn von dir/ c tt'-d-r-nd) Sie trauwrigkcit tödtet vtl Leute/ vnd dienet doch" niergend zu. h-!ffr nichts/vnd ma- Eyffer vnd Zorn verkürtzcn das leben/vnd sorge macht alt vor der zeit.EiNem frö- Wassolsie dem-;" ' Lichen hertzcn schmücket alles wol was er jffet. xxxi.Lap. wie vnselig ein Mensch der heffng nach Reichchumb tracht/Vnd wie man sich vber Tisch ;üchrig/vnd sonst mit essen massig halten sol. Achen nach Reichthumb verzehret den Leib/ Vnd dar- umb sorgen/lcßt nicht schlaffen. Wenn einer ligt vnd sorget/so wachet Gcitzen MMHW er jmm cr auff/ gleich wie grosse kranckheyt jmmcr auffweckt. T!» k."' Der ist reich/ der da arbeitet vnd jamlct Gclt/vnd höret auff/vnd gemußt setz; auch/ Der ist aber arm/dcr da arbeitet vnd gcdcyet nicht/ Vnd wenn er schon auffhöret so ist er doch ein Bettler. Wer Gelt lieb har der bleibet nicht on Sünde / Vnd wer vergcnglichs suchet/der wirdt mit vergehen. Vil kommen zu vnfall vmb Getto willen/ vnd verderben darüber für jrcn äugen. . « „ Diejm" opffern/ die stürtzt es/ pnd die vnfürstchtigcn sehet es. d!cncn! Wol dem Reichen der vnsträfflich funden wirt/vnd nicht das Gelt sucht / Wo ist Reich- ftyAb^ deriso wollen wtr jn loben/ Denn cr thut groß ding vntcr seinem Volck. Der bewart hierumvnd rechtschaffen erfunden ist / derwirdt bllttch gelobet. Erkündtewol vbels MMS pfaftm vad thun/vnD thetö doch nicht/schaden thun/vttd thcts auch nicht / Darumb bleiben seine gütcr / vnd die Heyligcn preisen seine Mmoscn. Wenn du bey eines reichen Mamm Tisch sttzest/ so sperr deinen rachen nicht auff/ Tisch- vnd dencke nicht/hie ist vil zu fressen / Sondern gedencke das ein vntrcuwcs äuge neu disch ist (denn was ist neidischer weder em solch äuge?) vnd wcynct wo cs sthet einen ,, zugrciffcn. Greiff nicht nach allem was du sthest / vnd nim nicht das für jm in der Schlüssel s ligr.Mms> UcsusZyrG. XXXii.Lap. ,S8 ligt. Nims bey dir selbe ab / was dein Nehester gern oder vngern hat /Dnd halt dich vernünfftig in allen stücken. Zß wie ein Mensch / was dir fürgcscht ist/ Dnd friß nicht zu sehr/ auffdaß man b dir nicht gram werde. ch« Dmb der zücht willen höre du am ersten auff/ Dnd sey nicht ein vnsätttger Fraß/ daß du nicht vngunst erlangest. Wenn du bey vilen sitzest /so greiffnicht am ersten zu. Ein sätttger Mensch leßt im am geringe genügen / darum darff er in seinem Bet¬ te nicht so keichen. Dnd wenn der Magen massig gehalten wtrt/so schläfft man sanfft/ So kan einer deß morgens ftü auffftchen/ vnd ist fein bey sich selbe. Aber ein vnsatti- ger Fraß schlafftvnrüwtg / vnd hat das grimmen vnd bauchwehe. Wenn du zuvil gessen hast/so stehe auff/ vnd gehe weg/ vnd lege dich zu ruhe. xxxn.Lap. Arbeyt. Kostfrey. W Kargheit Trun- cktnh-ir. Me rebetdie gantze Stattvbel/ vnd man sagetrecht daran. Em kostfreyer Mann wirt gelobt. Vom Wein/wie vnd warumb er nach nottnrfft/vnd nicht rum vberfluss/ru gebrauchen, wie man sich bey ehrlicher Gesellschaffr vernünfftig halten sol. Ein Kind gehorche mtr/vnd verachte mich nicht/Daß dich zu letzt meine wort nicht treffen. Nim dir etwas fürzu arbeiten/ so widcrfehret dir keine kranckhctt. Einen kostfreyen Mann loben die Leute/vn sagen:Er sey ein ehr¬ licher Mann / vnd solchs ist ein guter rühm / Aber von einem kargen Sey nicht"ün Weinsauffer / Denn der Wein bringet vtl Leute vmb. Die Esse prüfet das gelötet Eysenwerck/Also prüfet der Wein der freffeln her- tzen wenn sie truncken sind. Der Wein erquickt dem Menschen das Leben/ so man in mässigltch trirrckt / Dnd was ist das lebe/da kein Wein tstk Der Wein ist geschaffen/ daß er den Menschen frö- lieh sol machen. Der Wein zur notturfft getruncken erfreuwet Leib vnd Seel/ Aber so man sein zu vil trinckt/ bringet er dashertzleyd. Die trunckenheit macht einen tollen Narren noch töller / daß er trotzt vnd bocht biß er wol gebleuwet/geschlagen vnd vcrwundt/wrrt. v Schilt deinen Nehesten nicht beym Wein / vnd schmähe in nicht in seiner freude/ Gib im ntt böse wort/vnd begegne im nicht mit harter rede / Sondern halt dich gleich wie ste/vnd richte dich nach inen/so sitzestu recht / Dnd gib dazu was dir gebürt/ wtltu mit sitzen/auffdaß sie mit dir fröltch seyn mügen/ Damit du die Ehre davon kriegest/ daß man dich einen stetigen / holdseligen Mann heisset. Jucht in Der Elteste sol reden / Denn es gebäret im / als der erfahren ist. Dnd irre die sastung. Spielleute nicht/ Dnd wenn man Lieder stngt/so wasche nicht dreyn/ vnd spare deine weißheit biß zur andern zeit:Wie ein Rubin in feinem Golde leuchtet /Also zieret ein « Gesang das Mal. Wie ein Smaragd in schönem Golde stehet/Also zieren die Lieder -TUmAL beym guten Wein. A Juchtder Ein Jüngling mag auch wol reden ein mal oder zwcy / wenns im not ist / Dnd ZuZcnd. wenn man in fragt sol ers kurtz machen/ vnd sich halten als der nicht vtl wisse / vnd lie- aL Ec?! ber schweige. Dnd sol sich nicht den Herrn gleich achten/ vnd wenn ein alter rcdek/nit NmNAK drcyntvaschkn. L-LLL Scham. Donner bringet grossen blitz/ Schäme macht grosse gunst. verschampeciugeud. Stehe auch bey zett auff/vnd sey nicht der letzte / Sondern gehe eylend heim/ vnd (BocheDDas ge, spiel daselbst/vnd thuewasduwilt. Doch daß du nichts vbelthuest/vnd niemand NS'/ §2!» bochest / Sondern dancke für das alles dem / der dich geschaffen /vnd mit seinen gü- UmuÄ! tern gesattiget hat. das BO xxxm.Lap. xxxm.Lap. wie m»n Gott fürchteu/sem wort für äugen halren/freundtliche straffvn guten nchtannem- men/vnvuusfGott vecrrauwen sol-Vsn vnrerschetd der tage/vnd der Menschen/vnd daß rn al¬ len wercken Gottes je eins wider das ander. Den Rindern oder andern verwandte/sol niemand seme Güter vbergcben/vnd jnen hernach in die Hande sehen, wie Gesind im Hause;» halten. b < (Gchlecht)Es schci nee/als gehe» diebö- LygLtt ANWerN. seu auss cytcl gluck/ Aber zuletzt stürtzct sie der weg in ab- grundt. , Wre der Dchelhcngst fthreyet gegen allen dNehren / Ägo ymget juh der Heucy- fter Rlügel/dcr Wil ler an alle Spötter/ vnd spricht: Warumb muß cm Lag heyliger ftyn denn der ändert ftyu/Rr'2:N! So doch die Sonn zugleich alle tag !M jar macht. q-AMSarE Die Weißhcit deß HERRN hat sie so vnterscheiden / vnd er hat die Zarzeit vttd Gottes vertag heplZ/VN,e- Feyertage also gcordnet/Er hat etliche außerwehlct vnd gcheyliget für andern tagen, weißhcit. mn7'M ° LvM Gleich Wie alle Menschen auß der Erden/vn Adam auß dem staub geschaffen ist/vnd ^^Wmumb Ät doch der HERR sie vnterschieden hat nach seiner manchfeltigcn weißheit/vnd hat stus--i'b'vud Bl-It mancherley weise vnter jnen geordnet. Etliche hat er gesegnet/crhöhet vnd gcheyliget/ ftyn/w. vnd zll seinem Dienst gefordert/Etliche aber hat er verflucht/vnd genidriget/vnd auß ftcur Stande gesiürtzt / Denn sie sind in seiner Hand wie der Thon in deß Töpffers Hand. Er macht alle seine wcrckwie es jm gesellet. Also sind auch die Menschen in der hand/dcß/der sie gemacht hat/ vnd gibt einem ieglichen wie es in gut däucht. Also ist das gute wider das böse/ vnd das Leben wider den Tod/vn der Gottfürch o tige wider den Gottlosen/geordmt. Also schauwe alle werck deß Höhcsten/ so sind jm- d wer zwey wider zwcy/vnd eines wider das ander/geordnet. Ae antwort^ Ich bin der letzt aufferwacht/wie einer der im Herbst nachlieset/vn Gott hat mir e m cdc^vom he! li! sigen dazu gegebi dz ich meine kelter auch voll gemacht hab/ wie im vollen Herbst. g!!!cagmc.°"^ Schauwt wie ich Nit für mich gearbeitet hab/sondern für alle die gern lehmenwölten. Gehorchet Er den HERRN fürchtet der lcßt sich gern ztehen/Vnd wer sich fr üe dazuschickt der wirt gnad finden. Straffe, Wer nach Gottes wort fraget / der Wirts reichlich vberkommen/ Wer s aber nit mit ernst meyner/ der wirt nur ärger dadurch. Wer den HERRN fürchtct/der trifft die rechte Lehre/Vnd macht die Gerechtigkeit leuchten wie ein Liecht. Ein Gottloser lcßt sich nicht straffcn/Vnd weiß sich zu behclffen mit anderer Leu- ° Ercmpc! in seinem sümemmcu. 'Ncht daß lenen, vbel Ein vernünfftiger Mann veracht nicht guten raht/ Aber ein wilder vnd hofferti- ntt Gotttswort'ach ger fürchtet sich m'chtö/er habe gleich gethan was er wölle. schLi-KrIk. Wr nichts on raht/ so gereuwets dich nicht nach der that. Raht. Gehe nicht den weg da du fallen möchtest / Noch da du dich an die Steine stoffen möchtest. Verlaß dich nicht drauffdaß derweg^ schlecht sey/Za hüte dich auchfür deinen Was du fürnimsi so verträum Gott von gantzem hertzen / Denn das ist Gottes Gott ver Gebott halten. Wer Gottes wert glaubet der achtet die Gebott / Vnd wer dem HERRN ver- trauwet/dcm wirt nichts mangeln. Wer Gott fürchtet dem widerfthret kein leyd/ Sondern wenn er angefochten ist wirt er wider erlöset werden. Ein werser leßt im Gottes wort nicht verleyden / Aber ein Heuchler schwebet wie ein Schiff auffm vngestümmm Meer. Ein verständiger Mensch Helt fest an Gottes wort /vnd Gottes wert ist jm gewiß wie ein klare rede. Werde der fachen gewiß/darnach rede davon/ Laß dich vor wo! lehren/ so kanstu antworten. Deß Narren Hertz ist wie ein Rad am wagen/ Vnd seine gedancken lausten vmb wie die Nabe. Wie der Schelhengst schreyet gegen allen Mehren / Also hmget sich der" Heuch- NcsusHMA. xxxim.Lap. i§9 Ehorchet mir ir grossen Herrn / vnd ir Regenten im Volek nemmets zn Hertze». Gebott ^^)Laß vem Son / der Frauwcn / dem Bruder / der» Freunde / nicht gemalt ober tm Hachregi- dich weil du lebest / vnd vbcrgib niemand deine Güter / daß dichs nicht gereuwe /vnd müssest sie darumb bitten. Dieweil du lebest vnd athem hast vntergib dich keinem an¬ dern Menschen/Es ist besser daß deine Kinder deiner bedürffen/den daß du inen müs¬ sest in die Hände sehen. Bleib du der öberstin deinen Gütern/vnd laß dir deine ehre nicht nemmen. Wenn dein ende kommet daß du davon mußt/ alsdenn thetl dein Er¬ be auß. Dem Esel gehöret sein futter/getffcl vnd last/ Also dem Knecht sein Brot/ straffe vnd arbeit.Halt den Knecht zur arbeyt/ so hastu ruhefür im/ Lcssestu in müssig gehen/ so wil er Juncker seyn. Das Joch vnd die Seyle beugen den Halß/Einem bösen Knechte stock vnd knüt- tel. Treibe in zur arbeyt/daß er nicht müssig gehe/müssiggang lehret vtl böses. Lege im arbeyt auff/ die einem Knecht gcbüren / gehorcht er denn nicht / so setze in in den stock. Doch lege keinem zu vil auff/vnd halt maß in allen dingen. Hastu einen Knecht so halt vber im als vber dir selbs/Denn wer im thut/der mey- net dein Leib vnd Leben. Hastu einen Knecht/so laß in halten als * werestu da/Denn - d du bedarffest sein wie deines eygen lebens. GcE U Heltestu in aber vbel / daß er sich erhebt / vnd von dir läufft / Wo wiltu in wider MhL suchen? xxxim.Lap. Der Gottlosen Hoffnung ist vergeblich/aber die Vottsförchtigen hoffen auffden verhelffe» kun. Daß guff Traume nicht»;»halten. Leute bekriegen sich selbs mtt thörtchten hoff- Träume. nungen/ Vnd Narren verlassen sich auffträume. Wcrauffträumehelt/dergreifftnachdemschatten/vndmilden wind Haschen / Träume sind nichts andcrß denn bilde on wäsen. Was"vnmnist/wiekandasreinscyn?Vnd was falsch ist/mie« c/) 11^1' fVnreln)^),eträu» kan das war scyn? me find falsch VN VN- Eygen Weissagung / vnd deutung / vnd träume/ sind nichts/ vnd machen doch ei- nem schwäre gedancken. Vnd wo es nicht kommet durch eyngebung deß Höhesten/ so halt nichts davon/ Denn träume betrtegen viel Leute/ vnd fehlet denen die darauff bäumen. Man darff keiner °> lügen dazu / daß man das Gebott halte/ Vnd man hat gnug am wort Gottes/ wenn man recht lehren wil. r>» trau«, frage» Ein wolgeübter Mann verstehet viel / vnd ein wol erfahrner kan von Weißheyt ^78^2^ reden. Wer aber nicht geübt ist/der verstehet wenig/vnd die irrigen Geister sttfften vil böses. s Da ich noch im Zrrthum war/kundt ich auch vil lehrens/ vnd war so gelehrt daß ichs nicht alles sagen kundt/ vnd bin offt in fahr deß todes drüber kommen / biß ich da¬ von erlöset worden bin. Nun sehe ich/ daß die Gottsfürchtigen den rechten Geist ha- bcn/Denn ire Hoffnung stehet auffdem/der imn Helffen kan. Gott Wer den HERRN fürchtet/ der darff für nichts erschrecken/ noch sich entsetzen/ frech»». Denn er ist seine Zuversicht. Wol dem/der den HERRN fürchtet/ Warauffverläffet er sich? wer ist sein trotz? Die äugen deß HERRN sehen auff die so in lieb haben. Er ist ein gewaltiger Schutz/ ein grosse stercke/ ein schirm wider die Hitze / eine Hütte wider den heissen Mttag/eine Hut wider das straucheln/eine hülffe wider den fall/ Der das Hertz erfreuwt/vnd das Angesicht frölich macht/vnd gibt gcsundtheyt/leben vnd fegen. t ist Gott r Aas BO XXX V.Lap. xxxv. Lap. Gott wirbt nicht mit opffern vnd fasten / sondern mit besserung dess lebens / Kalkung seiner Gebott/vancksagungfür seine woltharen/ vnd barmhertzigkelr gegen dem Nehesten / versüknr/ Sonst sollen vie eusserliche Lpffer nicht desteweniger reichlich vnd auffricht ig gegeben werden. Gort ntmpr sich vmb Wittwen vnd Walsen/ vnd alle elende/an/ vnd erhört >r Gebert. Er von vnrechtem Gut opffcrt / dcf? Opffcr ist ein ge- spott/Aber solch gcspött der Gottlosen gesellet Gott nichts vberal. Vnr - Die Gaben der Gottlosen gefallen dem Höhesten gar nichts/ vnd Sünde lasten sich nicht versühncn mit vil opffern. Wer von deß Armen Gut opffcrt/dcr thut eben als der den Son D deß Vatters äugen schlachtet. ' Der Arme hat nichts denn ein wenig Brots/ Wer in darum b bringet/ der ist ein Mörder. Wer einem seine narung nimet/ der tödtet seinen Mhesten. Wer dem Erbeiter seinen lohn nicht gibt/der ist ein Bluthund. Bauwet) Sle wo-l. Wenn einer" bauwet vnd widerumb zubricht/ Was hat er davon denn arbeyt? Wenn einer betet/ vnd widerumb flucht/ Wie sol den der HERR erhören? mcht vöu Günd-»/ Wer sich wascht wenn er einen todten angerühret hat / vnd rühret in wider an/ Widm §uwm vud b:Acm Was hilfft denn sein waschen ? Aiso ist der Mensch / der fürseine Sünde fastet/vnd U'nbsünrb NE sündigetjmmer wider / Wer sol deß Gebe« erhören/vnd was hilfft in sein fasten? Gottes Gcbott halten das ist ein reich Opffer/Gottes Gebott groß achten/das 8 Opffer hilfft wol. Rechte Wer Gott dancket/Das ist das recht Semmelopffer. Wer Barmhertzigkeyt vbct / Das ist das rechte Danckopffer. Von Sünden lasten/ das ist ein Gottesdienst der dem HERRN gesellt/ Vn aufsi hören vnrecht zu thun/ das ist ein recht Sühneopffer. (wchklLr)Mesie Du solt aber darumb b nicht lär für dem HERRN erscheinen / denn solches muß Exod.r;. sage»: Helffc» gute man auch thun vmb Gottes Gebottö willen. !^7wEnchEtL/ Deß Gerechten Opffer machet den Altar reich/ vnd sein Geruch ist süsse für dem Was solle» vns die Ehesten. Deß Gerechten Opffcr ist angeneme/vnd desselben wirdt ttinnuermehr vergessen. Gib Gott seine ehre mit frölichen augen/Vnd deine Erstlinge on allen fehl. Was du gibst das grb gerne/ vnd heylige deine Ichenden frölich. Gtb ^Sett prie, " Gib dem Höhesten nach dem er dir bescheret hat / vnd was deine Hand vermag vnd Leuirm7 das gib mit frölichen angelt/ Denn der HERR/ der ein Vergelter ist/wirt dirs sibenfeb ttg vergelten. Verstümpcl deine gäbe nicht/denn es ist nicht angeneme. Suche nicht vorthcyl e wenn du opffern solt/Denn der HERR ist ein Recher/vnd für jm gilt kein ansehen der Person. Er hilfft dem armcn/vnd sihet kein Person an/vnd erhört das Gebett deß be- leydigten/Er veracht deß Waisen Gebett nicht/ noch die Wittwe/wenn sie klagt. Die threncn der Wittwc n fliesten wol die Backen herab/ Sie schreyen aber vber Der M srch/widcr den der sie herauß dringet. wmG-b--r. Wer Gott dienet mit lust/der ist angcnem/vn fein gebett reicht biß in die wolcken. Das Gebett der Elenden dringet durch die wolcken/ vnd leffet nicht ab/biß hinzu Der elen komme/vnd höret nicht auff/biß der Höhest dreyn sehe. Vnd der HERR wirdtrecht richten vnd straffen/vnd mcht verziehen/ noch die lenge leiden/ biß er den vnbarmher- tztgen die Lenden zuschmctterc/vnd sich an solchen Leuten reche/vnd vertilge alle die jene belcydigcn/vnd die gcwalt der vngerechten stürtze/ vnd gebe einem jeglichen nach seinen wercken/vnd lohne jncn wie sie es verdienet haben/Vnd reche sein Volck/vnd erfreuwe sie mit seiner barmhcrtzigkett. Gleich AesusHymB. xxxvi. Lap. Gleich wie der Regen wol kompt wenn es dürr ist/ Also kommet die barmhertzig- keyt auch in der not zu rechter zett. xxxvi.Lap. Lin Gebettzu Gott/ vmb straffvver die Feinve/vnd versamlung deß Volcks Gottes. Maß fte solte» das Dolck segnen jn Eot res Name». Ein schön Sebett. DA LRR Allmächtiger Gott / erbarme dich Vilser / vnd sche dreyn/vnd erschreck alle Völcker. Hebe deine Hand auffvber die frembdcn/daß sie deine macht sehen.Wie du füriren äugen geheyli- gct wirst bey vus / Also erzeige dich herrlich an in für vnsern äugen/ Auff daß sie erkennen gleich wie wir erkcnnm/daß kein ander Gott sey denn du HERR. Thu neuwe Zeichen vnd neuwe wunder/ erzeige deine Hand vnd rechten Arm herrlich. Errege den grim / vnd schütte Zorn auß / reiß den Widersacher dahin/vnd zuschmcisse den Feind/vn eyle damit/ vnd dencke an deinen Eyd/daß man deine Wunderthat prcyse. Der Zorn dcß Feuwers müsse sic verzehren/ die so sicher le¬ ben/vnd die deinem Volck leyde thun/müssen vmbkommen. Zerschmettere den Kopff der Fürsten die vns feindt smd/vnd sagemWir finde "allein. Vcrsamle alle Stämme Jacob/ vnd laß sie dein Erbe seyn/ wie von anfang. Er- «'Gs. barm dich deines Volcks das von dir den Namen hat/ vnd deß Israel/ den du nennest deinen ersten Son. Erbarm dich der Statt Ierusalem/da dein Heyligthumb ist/vnd da du wohnest. Richt Zion wider an/ daß daselbst dein wort wider auffgehe/daß dei¬ ne ehre im Volck groß werde. Erzeige dich gegen die/so von anfang dein Eygenthumb gewest sind/Vnd erfülle die Weissagung die in deinem Namen verkündiget sind. Vergilt denen so auff dich harren/daß deine Propheten warhafftig erfunden wer¬ den. Erhöre HERR das Gebe« dere/ die dich anruffen/ nach dem Segen Aaron/ v vbcr dein Volck/Auff daß alle/so auffErden wohnen/erkennen daß du HERR der ewige Gott bist. xxxvn.Lap. Litt verständig Hertz merckr falsche wort. Vom lob eines frommen Weibs. Vonwarervnd falscher Lreundtschaffr/ Vnd wie man guten rahr bey frommen Gottsförchtigcn Leuten / ,a zu¬ vor an bey Gott / suchens«)!. z Er Bauch nimpt allerlep speise zu sich/ Doch ist eine speise besser denn die ander. Wie die Junge das Wildpret kostet/ Also merckt ein verständig Hertz die falsche wort. Ein tückischer Mensch kau einen in vngtück bringen / Aber ein erfahrner weiß sich dafür zu hüten. Die Mütter haben alle Söne lieb/vnd gereht doch zu weilen eine Tochter baß denn der Son. EM from Em schöne Frauw erfreuwct jren Mann/ vnd ein Mann hat nichts liebers/ Wo Weib. sie dazu freundtlich vnd fromb ist/so findet man deß Manns gleichen nicht. Wer eine Haußfrauw hat/der bringet sein gut in raht / Vnd hat ein treuwen ge- hülffen/vnd eine Seulc der er sich trösten kan. Wo kein zaun ist wirt das gut verwüstet/ Vnd wo kein Haußfrauw ist/da gehets dem Haußwirt als giengc er in der irre. Wie man nicht verträumet einem Strassenrauber/der von einer Statt in die ander schleicht/ Also träumet man auch nicht einem Man der kein Nest hat/ vnd eyu- kehren muß wo er sich verspätet. st Freunde. Ein ieglicher Freundt spricht wol: Ich bin auch Freundt/ Aber etliche find allein mitdemNamen Freunde. L iiij Wenn a (Schilde) Wo ste schul; vnd gunst wis¬ sen /essey mir Gott oder nicht. Wenn Freunde einander feindt werden/ so bletbetder gram biß in den tod. Ah wo kompt doch das böse ding her/ daß alle Welt so voll falschheyt ist? Wenns dem Freunde wol gehet so freuwen sie sich mit im/Wenns jm aber vbel g gehet/werden sie seine Feinde.Sle trauwren mit jm vmbs Bauchs willen/ Aber wen dre not hergchet/ so halten sie sich zum ° schtlde. Vergiß deines Freundes nicht wenn du frölich bist / Vnd gedencke an /n wenn du reich wirst. Ein jeglicher Rahtgeber Wil rahten/Aber etlich rahten auffiren eygen nutz.Dar- Rahtge- umb hüt dich für Rahten/bedcnck zuvor obs gut sey. Den er gedruckt villeicht im selbs zu rahten/vnd wil dichs wagen laffen/vnd spricht:Duseyst auff der rechten bahn/vud er stehet gleichwol wider dich/ vnd merckt wie cs gerahten wil. Halt keinen raht mit dem der em argwöhn zu dirhat/ Vnd nim nicht zu raht die dich neiden. Gleich als wenn du ein Weib vmb raht fragtest / wie man jrer Feindin freundt- lich seyn sol. Oder einen verzagten/wie man kriegen sol/ Oder einen Kauffmann/wie hoch er deine wahr gegelt feine achten wolle / Oder einen Kauffer/wie theuwer du ge¬ ben solt/Oder einen neydischen/wie mau rvvlthun/ Oder einen vnbarmhertzigen/wte man gnade erzeigen solle/ Oder einen faulen von grosser arbcyt/ Oder einen Taglöh¬ ner der niergend besessen ist/wie man nit auß der arbeyt gehen sol k Oder einen trägen Haußknecht von vilen geschefften. Solche Leute nun nicht zuraht/sondern halt dichstäts zuGottfürchtigenLeu- e ten da du weißt daß sie Gottes Gebott halten. Die gcsinnct sind wie du bist/die mit¬ leiden mit dir haben/wo du strauchelst/ Vnd bleibe bey derselben raht/ Denn du wirst keinen treuwern raht finden. Vnd solcher einer kan offt etwas baß ersehen denn siben Wachter/die oben auffder Warte sitzen. Doch in dem allem ruffe auch den Allerhö- Ehe dl! was anfahest/ so frage vor/ Vnd eh du was thust so nim raht dazu. Denn (Doch)Lsistnicht Wachter/die oben auffder Warte sitzen. Doch in dem allem ruffe auch denAllerhö- süng gmen raht ha- hcsten an/daß er dein thun gelingen/ vnd nicht fehlen lasse. !uchMtkda.u?eN Ehe dl! was anfahest/ so frage vor/ Vnd eh du was thust so nim raht dazu. Denn mch?fZNnn?r wo man was neuwes für hat/da muß der vier eins kommen/daß es gut oder böse wer- wilauchmitscyn/vk de/das leben oder tod drauß folge. Vnd diß alles regiert allezeit die Junge. ZaAon gchmB Mancher ist wol geschickt andern zu rahten / vnd ist jm selber nichts nütze, ßa^lssm Lygm Mancher wil klüglich rahten/vnd man höret jn doch nit gern/ vn bleibt ein Bett- sanggchemRS lcr/Denn er hat nicht vom HERRN die gnade dazu/ vnd ist keine weißheyt in jm. b- die v'lrahcm/vnd Mancher ist weiß durch eygene erfahrung/ Der schafft mit seinem raht nutz/vnd nicht dazu. § trifftS. Ein weiser Man kan sein volck lehren/vn schafft mit seinem raht nutz/vnd triffts. Ein weiser Mann wirt hoch gelobt/ Vnd alle die in sehen/ preisen in. Ein jeglicher hat ein bestimpte zeit zu leben/ Aber Israels zeit hat kein zal. Em weiser hat bey seinen Leuten ein groß ansehen/Vnd sein Äame bleibt ewig- klich. xxxvm.Lap. Messig leben behelr die gesundtheit/wie Eryte vnd Arynex/als eine gabeGottes/in krancks Heiken ;u gebrauchen/vnd mit was müssen die verstorbene sollen betrauwcer werden. Em Kind prüfe was deinem Leib gesundt ist/ vnd fche . was jm vngesundt ist das gib im nicht. Denn allerley dienet nicht je- Z derman/ So mag auch nicht iederman allerley. -ndMa Vberfülle dtchnichtmit allerleyniedlicher Speise/vndfrißnit zu ging. Denn viel fressen macht kranck/vnd ein vnsättiger Fraß kncgtoatrgi'tmmcn. Viel Haden sich zu tod gefressen/ Wer aber mässig ist der lebt deste lenger. Ehre den NcfusKvrag). xxxvm.Lap. >9, Artzt zu Ehre den Acht mit gebürlicher Verehrung / daß du in habest zur not. Denn der «h»», HERR hat in geschaffen / vnd die Artzney kommet von dem Höhesten / vnd Könige ehren in. Die Kunst dcß Achtes erhöhet jn/ vnd macht in'groß bey Fürsten vnd Herrn. Der HERR leßt die Artzney auß der Erden wachsen / vnd ein vernünfftiger ver¬ acht sic nicht. Ward doch das bitter wasser süsse durch ein Holtz / Auff daß man seine krasst erkennen solte.Vnd er hatte solche kunst den Menschen gegcbcn/daß er gepreiset würde in seinen Wundcrthaten. Damit hcylct er vnd vertreibt die schmertzcn / vnd der Apotccker macht Artzney drauß. Summa / Gottes wcrck kan man nicht alle er- zchlen/ vnd er gibt alles was gut ist auff Erden. Was in Mein Kind / wenn du kranck bist / so verachte diß nicht / sondern bitte den HER- RCN/ so wirt er dich gesunde machen. "Laß von der Sünde/vnd mache deine Hände ^aßvonEMch vnsträfflich/vn reinige dein Hertz von allermiffethat. Opffersüffcn geruch/vnd Sem- weU mcl zum Gedenckopffer / vnd gib ein fett Opffer /als müsscstu davon. Darnach laß b»m7 Am den Acht zu dir / Denn der HERR hat in geschaffen/vnd laß in nicht von dir/ weil du AAs?"" sein doch bedarffest. u Es kan die stunde kommen daß dem Krancken allein durch icne geholffen wer- de / wenn sie den HERRN bitten daß mit im besser werde / vnd gcsundtheit kriege len- LAm» arme!m/ Akk SU mehr denn der Aryt/ Wer für seinem Schöpffer sündigt/ Der muß dem Artzt in die Hände kommen. AmfiEDmnmb Traurig- Ein Kind werur einer stirbt so beweine in / vnd klage in als scy dir groß leyd ge- Ema» d-ß betens d-! vcrstsrb?- ^-d(5Hch^/Vnd verhülle seinen Leib gebürlicher weise/vnd bestatte in ehrlich zum Niger? "w" mÜ." Grabe. Du solt bitterlich wcinen/vnd hertzlich betrübt seyn /vnd lcyde tragen / dar¬ nach er gewest ist/ zum wenigsten ein tag oder zween / auff daß man nicht vbcl von dir reden möge. Vnd tröste dich auch wider / daß du nicht trauwrig werdest / Denn von trauwrenkomptdcrTod/vnddeßhertzentrauwrigkeit schwächet die kreffte. Trauwrigkeyt vnd Armut thut dem hertzen wehe in der anfechtung / vnd - vber- (vbertrdltdk- tritt. mässe nicht. Laß die trauwrigkett nicht in dein Hertz/sondern schlag sie von dir/vnd dencke ans ende / vnd vergiß nicht / Denn da ist kein wider kommen / es hilfft in nicht / vnd ( A«« E) M- du thltst dir schaden. Gedcncke an in wie er gestorben/so mußtu auch sterben. Gestern KUUmSch wars an mir/Hcute ists an dir. muß;u>mErkom- Weil der todte nurr in der ruhe ligt/ so höre auch auff sein Zu gedencken / Vnd trö- ste dich wider vber jn / weil sein Geist von hinnen gcscheiden ist. xxxix.Lap. wer sich dre Schrrffr vnd das Gesetz Gottes zu lebriien vnverstehet/sol vemseiblgeu allein . - , gleich wie etn feder Hanvwercksmann auff ferne arbeit / so doch hreher gar mchtzu sich gentzlrch pflegt zu begeben. Er die Schrrfft lehrnen sol / der kan keiner andern ar- beit warten / Vnd wen man lehren sol / der muß sonst nichts zu thun haben. Wie kan der der Lehre warten / der pflügen muß / vnd der gerne die Ochsen mit der Geissel treibet/vnd mit der gleichen wercken vmb- gehet/vnd weiß nichts denn von Ochsen zu reden e Er muß dencken wie er ackern sol / vnd muß spat vnd frü den Kücn futter geben. Also auch die Tischer vnd Ammerleute/die tag vnd nacht arbeiten/ vnd schnitzen Bildwerck/vnd fieiß haben mancherlei) arbeit ^machen/ Die müssen dencken daß es O recht werde / vnd frü vnd spat dran seyn daß sie es vollenden. Also ein Schmid/der muß bey seim Amboß seyn/vndseiner Schmittenwar- ten/vnd vergleichen s, Welche die Gchrifft lehrneu solle»/ künnen keiner andern arbeyt warten. Ms BO XXXIX.Lap. ten/ vnd wirdt matt vom Feuwer / vnd arbeit sich müde vber der Esse / das hämmern schlegt jm die ehren voll/vnd sihet drauff wie er das werck recht mache /vnd muß den- cken/wic ers fertige/vnd früe vnd spat dran seyn/daß erö fein außarbeite. Also ein Töpffer/der muß bey seiner arbeit seyn/vnd die Scheiben mit seinen süs¬ sen vmbtreiben/vnd muß immer mit sorgen sein werck machen/vnd hat sein gewiß tagwerck. Er muß mir seinen Armen auß dem Thon sein Gefeß formieren/ vnd muß sich zu seinen süssen müde bücken / Er muß dencken wie ers fein glasure / vnd früe vnd spat den Ofen fegen. Diese alle trösten sich jreo Handwercko/ Vnd ein jeglicher fleissiger sich daß er sei- 8 ne arbeit könne/Man kan jrer in der Statt nicht emberen/Aber man kan sie niergend hinschicken / Sie können der Ampt auch nicht gewarten / noch in der Gemeine regie¬ ren. Sie können den verstandt nicht haben die Schafft zu lehren/noch das Recht vnd Gerechtigkeit zu predigen. Sie können die Sprüche nicht lesen / sondern müssen der zeitlichen narung warten/vnd dencken nicht weiter denn was sie mit jrer arbeit ge¬ winnen mögen. - c Lehr««- > Wer sich aber drauffgeben sol / daß er das Gesetz deß Höhesten" lehrne/der muß Prediger pfarrhcrroke? die wetßheit aller alten erforschen / vnd in den Propheten studieren / Er muß die Ge- vnd pfar?, vüvme/a!lÄ!yBä schicht derberühmpten Leute mercken/vn denselbennachdencke/wassie bedeutenvnd gib! M Att a?h lehren. Er muß die Geistlichen Sprüche lehrnen / vnd in den tieffen reden sich vben. Bauch °faff?leßt Der kan den Fürsten dienen / vnd bey den Herrn seyn. Er kan sich schicken lassen in «r Ledi/ frembde Land / Denn er hat versucht was bey den Leuten taug oder nicht taug. Vnd denckt wie er früe auffstehe den HERRN zu suchen/ der jn geschaffen hat/vnd betet für dem HöhestemEr thut seinen mund getrost auff/vn betet sür deß gantzen volckö sünde. Vnd wenn denn der HERR also versöhnet ist/so gibt er jm den Geist der weißheit reichlich/daß er weisen raht vnd lehre geben kan gewaltiglich / dafür er dem HERRN danckt in seinem Gebett. Vnd der HERR gibt gnade dazu/daß sein Raht vnd Lehre fortgehen. Vnd betrachts vor bey sich selbe/Darnach sagt er seinen Rahtvnd Leh¬ re herauß / vnd beweisen mit der heiligen Schafft. Vnd viel verwundern sich seiner wetßheit/vnd sie wirt nimmermehr vntergehen. Sein wirt nimmermehr vergessen/ vnd sein Name bleibet für vnd für. Was er gelehret hat wirdt man weiter predigen/ vnd die Gemeine wirt jn rühmen.Dieweil er lebt hat er ein grossem Namen denn an¬ dere tausend/Vnd nach seinem tod bleibt jm derselbige Name. XI.. Lap. Daß alle werck vnv geschöpfte Gottes gut sind/ een sedes ;rr seiner;ett/vnd wir sollen jnvarurnb loben vnd Preisen. Vom elend deß Menschlichen lebens. WMM LH Hab noch etwas mehr zu sagen / Denn ich bin wie L einVollmond. Gehorcht mir jr heyligen Kinder/vnd wachset wie Verma- die Rosen an den Bächlin gepflantzt/ vnd gebt süssen geruch von 2^ euch wie Weyrauch/blühet wie die Lilien/vnd riechet wol. Singet s»»s> . löblich / vnd lobet den HERRN in allen seinen Wercken / preiset sei¬ nen Namen herrlich/ Dancket jm/vnd lobet jn mit singen vnd klingen/vnd sprecht al¬ so im dancken: , §Mle werck deß HERRN sind sehr gut/Vnd was er gebeut das geschieht zu rech- Danck- ^Ater Zeit / Vnd man darffnicht sagen: Was sol das k Denn zu jrer zeit kommen sie s«, gewünschet. Gleich als da durch sein Gebott das wasser "stund wie Mauwren/vnd durch sein Wort die Wasser stunden als weren sie gefasset. Denn was er durch sein Gebott schaffet das ist lieblich / vr-R' ran darff vber keinen mangel klagen an seiner bültse. Mer Menschen Werck sind für jm / vnd für seinen Augen «st nichts verborgen. NesusHvraK. XI.. Lap. 192 Er sitzet alles von anfang der Welt biß ans ende derWelt/vnd für im ist kein ding neuw. Man darffnicht sagen/was sol das k Denn er hat ein ieglichs geschaffen daß es etwa zu dienen sol. b Denn sein Segen fleußt daher wie ein ström / vnd trencket die Erden wie eine Sindflut. Widerumb / sein Zorn trifft die Heyden/ als wenn er ein wasserreich Land verdorren leßt. Sein thnn ist bcy den Heyligen recht/Aber die Gottlosen stossen sich dran. Wes was von anfang geschaffen ist/das ist dem fromm gut / aber den Gottlosen schädlich. Der Mensch darff zu seinem leben / Wasser/Fcuwer/ Eysen/ Saltz/ Mäl/Ho- nig/Milch/ Wetn/öl/ vrrd Kleider / Solchs alles kompt den frommen zu gut/vnd den Gottlosen zu schaden. Es sind auch die Winde ein theyl zur rache geschaffen / vnd durch ir stürmen thun sie schaden / Vnd wenn die straffe kommen sol / so toben sic /vnd richten den Zorn auß/ deß der sie geschaffen hat. Fcuwer/ Hage!/ Hunger/Tod/solches alles ist zur rache geschaffen. Die wilden Thier/ Scorpion/ Schlangen vnd Schwerdt/sind auch zur rache geschaffen/zu ver¬ derben die Gottlosen/Mit freudcn thun sie seinen befehl/vnd sind bereit wo er -r be- darffauffErden/ vnd wenn das stündlin kommet/ lassen sie nicht ab. Das ists/das ich anfieng vnd gedacht zu schreibcn/nemlich/Daß alle Werck deß HERRN gut sind/vnd ein ieglichs zu feiner zeit nütz ist. Daß man nicht sagen darff: Es ist nicht alles gut/Denn es ist ein ieglichs zu seiner zeit köstlich. Darumbsolman den Namen deß HERRN loben vnd daneben/ mit hertzm vnd munde. o ist ein elend iämmerlich ding/vmb aller Menschen leben von Mutterleib an/ Elend cz^ biß sie in die Erden begraben werden/ die vnser aller Mutter ist. Da ist immer NA«-' ° sorgc/furcht/hoffnung/vnd zu letzt der Tod/ so wol bcy dem/ der tu hohen chrcn sitzt/ ° als bey den geringsten auffErden. So wol bcy dem der Seyden vnd Kron trcgt/als mrdaszuküM bcy dem der einen groben Kittel an hat. Da ist immer'zorn/eyffcr/widerwertigkeyt/ ° vnfriedc/vnd todcs fahr/neyd vnd zanck. ^7^?« Vnd wenn einer deß nachts auffscinem Bette ruwen vnd schlaffen sol / fallen im manchcrley gedancken für. Wenn er gleich ein wenig ruhet so ists doch nichts/ denn er erschrickt im Traum/als sehe er die Feinde kommen. Vnd wenn er auffwacht/vnd si- hetdaß er sicher ist/so ist im als der auß der Schlacht entrunnen ist/vnd ist wunder fro daß die forcht nichts ist gewesen. Solches widerfehretallem fleisch/ bcyde/ Men¬ schen vnd Vieh / Aber den Gottlosen sibenmal mehr. Mordt/blut/hader/schwcrt/vnglück/hunger/vcrderbe vn plage/solchs alles ist ge ordnet wider die Gottlosen / Denn auch die Sindflut vmb iren willen komcn mußte. XI^I.Lap. Alle dl'ng sind vergenglsch / aber die warhert blcibr ewiglich / der Gottlosen Hab vnd Güter verschwindcn/vnd die Goktsfürchtigen ßrmlen dte rechte Schatze. Vom Tode / wie bttrer er den Gorrlosen/vnd den frommen gar nicht ;u fürchten. X Llks was auß der Erden kompt / muß wider zu Erden werden / wie alle Wasser wider inns Meer fliessen. Alle Geschanck vnd vnrecht Gut müssen vntergehen / Aber die warheyt bleibet ewiglich. Der Gottlosen Güter versahen wie ein Bach/wie ein Donner verrauscht un Regen. Sie sind fröltch so lang sie Gcschänck nemen/ aber zu letzt gehen sie doch zu boden. Die Nachkommen der Gottlosen werden keine zweige kriegen / Vn der vngercch- ten wurtze! stehet auffeinem blossen Felsen. Vnd wenn sie gleich sehr feucht vnd am wasser stünden/wcrden sie doch außgerottet ehe cs reiffwirt. AasBuD xn Lap. Wolthmi aber ist wie ein gesegneterGarte / Vnd barmhertzigkeit bleibt ewiglich. Wer sich mit seiner arbeit nehret / vnd läßt jm gnügen / der hat ein fein rüwig le- ben/Das heißt einen schätz vber alle schätze finden. Kinder zeugen/vnd Statt bessern/ macht ein ewig gedächtniss/ Aber ein ehrlichs Weib mehr denn die alle beyde. Wein vn Saitenspicl erfreuwen das Hertz / Aber die Weißheyt ist lieblicher denn die beyde. pfeiffenvnd Harpffen lauten wol/ aber ein fmmdtliche rede besser den die beyde. Dein äuge sitzet gern was lieblich vnd schön ist/Aber ein grüne Saat lieber denn die beyde. Ein Freundt kompt zum andern in der not/ Aber Mann vnd Weib vil mehr, s Ein Bruder hilfft dem andern in der not/Aber barmhertzigkeythilfftvil mehr. Gold vnd Silber erhalten einen Mann / Aber vi! mehr ein guter recht. Gelt vnd Gut macht mut/Aber vilmehr die furcht deß HERRN. Der furcht deß HERRN mangelt nichts/ Vnd sie bcdarff keiner hülffe. Die furcht deß HERRN ist ein gesegneter Garte/ Vnd nichts so schöne als sie ist. (Betteln) ÄMd Mein Kind gib dich nicht auffs" betteln / es ist besser sterben denn betteln, ^^erl-cker/su- Wer sich auffeins andern Tisch verleßt/ der denckt sich nicht mit Ehren zu mH- Mc/diefaMschkl! ren/denn er muß sich versündigen vmb frembdcr speise willen. Aber dafür hütet sich ein vernünfitiger weiser Mann. Bettelcy schmäckt wol dem vnverschämpten Mautz' (velfündks-n)Et Oberer Wirt zu letzt ein böß Fieber davon kriegen. muWmchM/redcn/ ^.Tod wie bitter bistu / wenn an dich gedenckt ein Mensch/der gute tage vnd ge- Tod. M." ocZnug hat/ vnd on sorge lebt / Vnd dem es wolgehet m allen dingen/ vnd noch wol essen mag. O Tod/wre wol thustu dem dürfftigen/der da schwach vnd alt ist/der in allen sor¬ gen steckt/vnd nichts beffers zu hoffen noch zu gcwakten hat. Förchte den Tod nicht / Gedencke/ daß also vom HERRN geordnet ist vber alles Tod nit fleisch/ beyde dere/ die vor dir gewesen sind/ vnd nach dir kommen werden. Vnd was ruf-M-» wegerstu dich wider Gottes willen / du lebest'zehen/hundert/oder tausend iar k Denn im tode fraget man nicht wie lang einer gelebt habe. X^ll.Lap. Vom fluch vber die Gottlosen vnd /re Rinder/ wie edel ein guter Nam« sex. eveff man sich schämen oser m'r schäme sol. Von sorge für vnberahtene vn hur eurer vnschLmhaffngen Tochter. ä Der GoktlöD Minder. vmb seinen willen sind sie veracht. Weh euch Gottlosen/ die jr deß Höhesten Gesetz verlaßt/Ir lebt oder sterbt so scyt jrversiucht. Gleich wie alles so auß der Erden kompt / widerumb zu Erden wirdt / Also kom- men die Gottlosen auß dem fluch zum verdammst. Eines Menschen leyoen mag hie waren so lang er lebt / Aber der Gottlosen Na¬ men muß vertilget werden/denn er taug nicht. Srhe zu/daß du einenguten Namen behattest/Der bletbetgewisserdenntau- send grosse Schätze Golds. Ein leben/cs scy wie gut es wölle/ so wäret es ein kleine zett / Aber ein guter Nam bleibt ewiglich. Meine ; Je Kinder der Gott!osen/vnd dte sich zu den Gottlosen gesellen/werden eytelgreuwel. Der Gottlosen Kinder Erbgut kompt vmb/ Vnd /r Nachkommen müssen veracht seyn. Die Kinder müssen klagen vber den Gottlosen Vatter/Denn UesusHMA. X^n.Lap. j9Z Meine Kinder/wens euch wolgchet/so sehet zu vnd bleibet in Gottes furcht.War- umb schämet ir euch meiner wortt ^QAn schämet sich offt da man sich nicht schämen solt/ vnd btllicht offt/ das man VHMnjcht billichen sott. 8 Es schäme sich Vatter vnd Mutter der Hurerey.Ein Fürst vn Herr der lü- Weß mä gen. Elli Richter vnd Raht deß vurechten. Die Gemein vn Volck deß vngehorsamo. ftchs-hE sol. Ein ^ehester vn Freund leyd zu thun. Ein Nachbar deß stätens.Schäme dich daß du mit dcim arm auffdem Brot ober üsch ligcst.Schämc dich daß du vbel bestehst in der Rcchnung/vnd nicht danckest wenn man dich grüßet. Schäme dich nach den Huren zu sehen/ vnd dein Angesicht von deinen Blutfteunden zu wenden. Schäme dich das Erbtheil vnd Morgengab zu cntwendcn/vn eines andern Weib zu begeren. Schäme dich eines andern Magd zu begeren/vnd vmb jr Bette zu stehen.Schäme dich deinem Freunde auffzurücken/ vnd wenn du jm etwas gibst/so verweise es im nicht. Schäme dich nacbzusagenalles was du gehöret hast/vnd zu offenbaren heimliche verträumte rede. Also schämestu dich recht/ vnd wirst allen Leuten lieb vnd wahrt scyn. Weß mä Aber dreser stücke schäme dich keincs/vn vmb nicmands willen thue vnrccht/nem- mW? Lich/Deß Gesetzes vnd Bunds deß Hehcsten.Dcn Gottfürchtigen bey recht zu erhal- tett.Treuwlich handeln gegen dem Nchesten vn gesellen. Den Freunden das Erbtheil zu zuwenden. Fleissig scyn/rechte Maß vnd Gewichte zu haltcn.Iu fridcn seyn/du ge¬ winnest vil oder wenig. Recht handeln mit zeitlichem Gut/in kauffen vnd verkauffen. e Die Kinder mitfleißziehen. Den bösen Knecht wol steupen. Für einem bösen Weib das deine wol bewaren. Wo vil zugreiffens ist/ alles wok verschliessen. Was man inen muß vnter die Hände geben/alles zelen vnd abwägen. Alle außgabe vnd eynname an- schreiben. Die vnverständigen vnd Thoren vnterwetsen. Auch die gar alten Leute/ daß sic sich nicht mit den jungen hadern.Also wirstu ein recht wol geschickter Mensch/ vnd bey allen Leuten gelobt. Tochter. ^E*2ne Tochter die noch vnberahten ist macht dem Vatter viel wachens / Vnd das Obsorgen für sie nimmet im vil schlaffe. Weil sie jung ist / daß sie möcht veralten/ Oder wenn sie ein Man krieget/daß er ir möcht gram werden. Oder weil sie noch Zungkfrauwist/daß sie möcht geschändet vnd inns Vatters Hause schwanger wer¬ den,Oder wenn sie bey dem Mann ist/daß sie sich nicht recht halten/oder er kein Kind mitjr haben möcht. . Wenn deine Tochter nicht schamhafftig ist/ so hatte sie hart/daß sie dich nicht dei¬ nen Feinden zum spott mache / vnd die gantze Statt von dir sage / Vnd du von einem jcdern schände hören/vnd dich für allen Leuten schämen müssest. Sihc dich nicht vmb nach schönen Menschen / vnd scy nicht so gern vmb die Wei¬ ber. Denn gleich wie auß den Kleidern Motten kamen/ Also kompt von Weibern vil böses. Es ist sicherer bey einem bösen Man zu seyn / denn bey cim freundtlichen Weib/ die in zu hohn vnd spott macht. xi^m.Lap. Lob vnd rühm vermacht vnd wnnderbarlichenwerch'e Gottes/der Sonne / deß Monds/ Gternen/vn anderer herrlichen Gescdöpffe / welche er durch sein wort alle sampc in > rem ordent- lichen wesen bestLnviglicherhelr/darumv auch seine Allmächtige krafft vnd weißhett xu erken¬ nen vnd zu preisen. Kh wil nun preisen deß HERRN Werck/ auß der Hep- Gottcswcrck- ligen Schrtfft seine Werck verkündigcn/wie ichs gelesen hab. Die Son gibt aller Welt liecht/vnd ir Liecht rsi das altechellcst Sonne. Liecht. ^F^S ist auch den Hcyligen von dem HERRN noch nie gegeben/ c^dchaß sie alle seine wunder außsprcchcn köndtcn/Denn der All- k mächtige KasBuK x^m.Lap. mächtige HERR hat sie zu groß gemacht/vnd alle ding sind zu groß nach wirden zu loben. Er allein erforschet den abgrundt/vnd der Menschen hertzcn/ vnd weiß was sie gcdencken. Den der HERR weiß alle ding/vnd sihet zu welcher zeit ein jegtichs gescheh hen werde. Er verkündigt was vergangen/vnd was zukünfftig ist/vnd offenbart was verborgen ist/Er verstehet alle heimligkeyt/vnd ist jm kein fache verborgen. Er bewei¬ set seine grosse weißheik herrlich / vnd er ist von ewigkett biß in cwigkeit. Man kan jn weder grösser noch geringer machen / vnd er bedarffkeines Rahrs. Wie lieblich sind alle seine werck / wiewol inan kaum ein fünckltn davon erkennen kan. Es lebt alles/ vnd bleibt für vnd für /Vnd wozu er ff bcdarff/sind sie alle gehor¬ sam. Es rst immer zwcy'gegcn zwey/vnd eins gegen eins/ Vnd was er macht/daran ist kein fehl. Vnd hat ein jeglichs geordnet wozu es sonderlich nütze seyn sol. H6^Nd wer kan sich seiner Hcrrligkeyt satt sehen k Man sihet seine Hcrrligkeyt an Firmament, grossen Höhe / an dem Hellen Firmament / an dem schönen Him¬ mel. Sonne. Die Sonne wenn sie auffgchet / verkündiget sie den tag / Sie ist em Wunder- s werck deß Höhcstcn. Im Mittag trockend sie die Erde/vnd wer kan für ffer Hitze blei¬ ben k Sie machets heisser denn vil öfen / vnd brennet die Berge / vnd blaset cytel Hitze vonsich/vndgibtsohellenglantzvonsich/daß sie die augcnblendet. Das muß ein grosser HERR ftyn der sie gemacht hat/ vnd hat sie heissen schnell lausten. Mond. der Mond in aller Welt muß scheinen zu seiner zeit / vnd die Monat vnter- oAscheiden/vnd das jar außtheilcn. Nach dem Mond rechnet man die Jeste/Es ist ein Liecht das abnimmet / vnd wider znnimet / er machet dm Monat / er wächßt vnd verändert sich wunderbarlich. leucht auch das gantz Himlisch Heer in der Höhc/am Firmament/vn die Hel- Sterne. <^len Sternen zieren den Himmel. Also hat sie der HERR in der Höhe heissen die Welt erleuchten. Durch Gottes wort halten sie jre ordnung / vnd wachen sich nicht müde. Regenbogö. Sihe den Regenbogen an/vnd lobe den/der jn gemacht/ Denn er hat sehr schöne Farben. Himmel. Er hat den Himmel fein rund gemacht/ vnd die Hand deß Höhesten hat jn außge- breitet. Schnee. Durch fein wort fellt ein grosser Schnee/Vnd er leßt es wünderlich durch einan- Blitz. der blitzen/daß sich der Himmel auffchut/vnd die Wolcken schweben wie die Vögel Hagel. fiiegen.Er macht durch ferne krafft die Wolcken dicke/daß Hagel herauß fallen/Setn Donner. Donner erschreckt die Erde/vnd Berge zittern für jm. Winde. Durch seinen willen wehet der Südwind vnd der Nordwind / vnd wie die Vö- c: Schnee, gel stiegen so wenden sich die Winde / vnd wehen den Schnee durch einander / daß er sich zu hausten wirfft/ als wenn sich die Heuwscdrecken niderchun. Er ist so weiß daß er die äugen blendet / vnd das Hertz muß sich verwundern solchs scltzams Regens. Reisse. Er schüttet den Reisten auffdie Erden wie Saltz / vnd wenn cs gcfreuret so wer¬ den Eyßzapffen wie drc spitzen an den stecken. Vnd wenn der kalte Nordwind wehet/ Eiß. so wirt das Wasser zu Erst wo Wasser rst da wehet er vberher/vnd zeucht dem Wasser gleich ein Harnisch an. Er verderbt Oie Gebirgc/vnd verbreitet die Wüsten/vnd ver- Ncbel. dorret alles was grün ist wie ein Fcuwcr. Dawider hilfft ein dicker Nebel / vnd ein Thauw. Thauw nach der Hitze/ der erquickt alles wider. Meer. Durch sein Wort wehret er dem Meer daß es nicht außreiffe / Vnd hat Insulcn Wunder im dreyn gcsäet. DieauffdasMeerfahren/die sagen von seiner fahrligkeit/vnd die wirs Meer. hören/verwundern vns.Dasclbsr sind scltzame wunder/mancherley Thiere VN Wall- sische/durch dieselbigcn schifft man hin. sein wort bestehet alles/ wenn wir gleich vil sagen/so können wirs c^Idoch nicht erreichen. Kurtz. Er isis gar. Wenn wir gleich alles hoch rühmen/ - wasist NcsirsHMA. xi.iin.Lap. was ist das k Er ist doch noch vtl höher weder alle seine werck. Der HERR ist vnauß- sprcchlich groß/vnd seine macht ist wundcrbarltch. Lobet vnd preiset den HERRN/so hoch jr vermocht/Er ist doch noch höher. Preiset in auß allen krefften/vnd laßt nit ab/ Noch werdet jrs nicht erreichen. Wer hat in gesehen/daß er von im sagen kündtek Wer kan in so hoch preisen als er ist r Wir sehen seiner werck das wenigst/ Denn viel grössere sind vns noch verborgen. Denn alles was da ist/ das hat der HERR ge- macht/vnd glbts den Gottförchtigen zu wissen. Xl.IIll.Lap. Lob derfrommenAltvKttcr/ Enoch/ ttoah/ Abraham/ Isaac/vnd ^sacob /an welchen Gott ferne machr vnv welßhelr auffErdcn gar herrlich er;eigr/vnd veren löbliche Thaten/so man sie recht bevenckr/auchweiß vnd Gottefärchitg machen. » Aßt vns loben dre bcrühmptc Leute / Vnd vnser Vät- kcr nach einander. L-ucnn vok-k A6^Iel herrltchs dings bat der HERR bey inen gethan/von an- ^^fang durch seine gwjjc macht. Sie haben ire Königreiche wol regteret/vnd löbliche Thaten gekhan. Sie haben weißlich geratzten vnd gcweiffagt. Sie haben Land vnd Leute regieret mit raht vnd vcrstandt der Schrifft. Sic haben Mušicam gclchrnet/ vnd Geistliche Lieder getichtet. Sie sind auch reich gewest /vnd haben grosse Güter gehabt/ vnd im frieden regieret weil ste hie gewesen sind. Also sind sic alle zu jren Zeiten löblich gewest / vnd bey ircm leben gcrüh- mct/Vnd die haben ehrlichen Namen hmder sich gelassen. Aber die andern haben kei¬ nen rühm / vnd sind vmbkommen als weren sie niHgcwest. Vnd da sie noch lebeten/ waren sic eben als lebeten sie nicht/vnd jrc Kinder nach stren auch also. Aber jenen heyltgen Lcuten/wclcher gcrcchtigkeit nicht vergessen wirdt/ist ein gut Erbe blieben sampt jren Kmdcm. Ire Na chkommen sind im Bund blieben/ vnd vmb jren willen sind jre Kindskindcr immer fü and für blieben / vnd jr lob wirdt nicht vn- tergchen. Sie sind im frieden b egrabc >cr ir Name lebt ewiglich. Die Leute reden von jrer weißhcyt/vnd die Gcm eme vc; l d.gct jr lob. Enoch. .^^Noch S^l dE HERRN wol / Dn^- P weggcnomen/daß er der Welt eine Ver¬ se»-. c^manung zur Buffe wcre. L Us^De ward erfunden vnsträfflich /Vn zur zeit dcß zorns hat er gnade funden/vnd Noe. A^Aist vbrig behalten auffErden/da die Sindflut kam. Er empficng den Bund für sen.7 yze Welt / Daß nicht mehr alles fleisch durch die Sindflut vertilget werden solt. Abra- AsBraham der hochberühmpte Vatter viler Völcker/hat seines gleichen nit in der ham. ehre. Er hielt das Gesetz dcß Höheften/ vnd Gott machet mitjm ein Bund/ vnd s-- »7» denselben Bund in sein Fletsch / Vnd er ward treuw erfunden / da er versucht ward.Darum verhieß jm Gott mit einem Eyde/Daß durch seinen Samen die Hey¬ den selten gesegnet werden/Vnd er wie der staub der Erden gemehret solt werden/ Psalms. Vnd sein Same erhöhet wie die Sterne/ vn Erben werden von einem Meer b.ß ans ander/vnd vom Wasser an biß an der Welt ende. H^'Nd hat denselben Segen vber alle Menschen / vnd den Bund auch Mso bestätt- Isaac. c^get mit Isaac/vmb seines Vatters Abrahams willen.Vnd hats auff Zacob kom Jacob, men vnd bleiben lassen/ Er hat jn gnädiglich gesegnet/vnd das Erbe gegeben/vnd sein «s«» Heil abgesöndert/vnd in die zwölff Stamme getheilet. Xi.v.Lap. Von dem heiligen Propheten Mofe/Von seinem Nrnver Aaron/vom herrlichen Priesters thninb/priesterlichen Rleivern/vnd ordnungLder GpffLr/atleitt dem Gramme Leut;» verrich. tenbefoklen worden. Von straffe ver Anffrsihrer/ Dathan/Adiram/vnd Rorah. Vom prnehas vnd seiner redlichen Thars- k ij Er hat hat außjm komm lassen dm heyltgen Mann Mo^ sen/ der aller Welt lieb vnd währt war/vnd beyde Gott vnd Men- Mose, schen im hold waren/Deß Name hoch gepreiset wirt. Er hat in auch geehret/ wie die heylige Vätter/ vnd hoch erhaben/ daß in die feinde fürchten mußten/vnd ließ in mit Worten vil Zeichen thun. Er mach- Ex-v.^s. te in hm iny für den Königen /vnd gabim befehl an sein Volek/ vnd zeiget im seine (Stand?) Äaß er Herrligkeyt. Er har in außerkorn zum heyligen" Standt/vmb seiner treuw VN sanfft- «>7sött. E'" mutwrllen/vnd auß allen Menschen erwehlet. Er ließ in hören seine stim/vnd führet in in die finster Wolcken.Er hat im gegenwcrtig die Gebott gegeben/nemltch/das Ge¬ setze deß Lebens vnd der Weißhcit / Daß er Jacob solt den Bund lehren/ vnd Israel seine Rechte. hat Aaron seinen Bruder auß demselben Stam Leut auch erhöhet / vnd im A:^n. (^gleich außerkorn. Er machte einen ewigen Bund mit jm/ vnd gab im das Prte- stmhumb im Volck. Er hat in ehrlich vnd schön gekleidet / vnd legt im ein herrlichen Rock an/vnd zoch im allerlcy schmuck an.Er rüstet in mit köstlichem Geschmeyde/vnd legt im an die Niderwad/dcn Langenrock vnd Lcibrock.Dn Hieng vil güldener Schel¬ len vnd Knäuffe vmbher an in / Daß es klänge wenn er auß vnd eyngienge /vnd der klang gehört würde im Heyligthumb / damit seines Volcks für Gott gedacht würde. Ia/dcn heyligen Rock mit Golde/geler Seyden vnd Scharlacken/gestickt.Das s Machtschtltlin auff der brust / mit dem Liecht vnd Recht / künstlich gewirckt / mit den edlen Steinen/ darin» die Namen der zwölff Stämme Israel gegraben/ vnd in gold gefastet durch die Stcinfchnetder/daßir gedacht würde für Gott. Das güldene stirn¬ blatan dem Hut/ darin die Heyligkeyt gegraben war / welchs alles war herrlich/ köst¬ lich/lieblich vnd schön/Man hac deßgleichen vor im nie gesehen. Es muß sie auch kein ander anziehen / on seine Kinder alleine / vnd Kindskinder / für vnd für. Seine Opffer wurden täglich zweymal vollbracht. Moses fülletjm die hände/vnd salbete in MitdemheyLigenölc. Es ward der Bund mit im gemacht/daß er vnd seine Sone ewiglich/so lange LE die tage deß Himmels wären/ im dienen / Priester seyn / vnd sein Volck in seinem Na¬ men segenen sotten. Er hat in erwehlet auß allen lebendigen/daß er dem PERM opffern sötte Spaßopffer vnd Räuchopffer zum süssen gcruch vnd gedächtniß/das Volck zu versühuen. Er befahl im das Ampt seines Worts/ daß er Jacob seine zeugniß lehren/ vnd Israel mit seinem Gesetz erleuchten sott. Es rotteten sich wol andere wider in/vnd neideten in in der Wüsten/mmlich/ die n«m. Dathan. mitDathanvnd Abiram waren/vnd die wütende Rotte Korah. Aber der HERR Abtram, sähe es/vnd gefiel im nicht. Vnd sic wurden verschlungen im grimmigen zorn/ Er be- Korah. weiset ein schrecklich Wunder an incn/vnd verschlang sie mit seinem Feuwer. ErehrckAaron noch weiter/vnd gabim cm Erbthcil/ nemlichalle Erstlinge thei- e let er im zu. Für allen andern verordnet er inen zum ersten Brots gnug/Denn sie sot¬ ten essen deß HERRN Opffer / die er im vnd seinem Sarnen gab. Aber sie mußten kein theil am Lande haben/noch mit dem Volck erben/Sondern der HERR war ir theyl vnd Erbe. Pinchas. ^^Inchas/der Son Eleasar/ war der dritte in solcher Ehre / Der eyfferte in Got- AHtes fnrcht/Vnd da das Volck abfiet/stund er treuwlich/fest vnd kcck/vnd versüh- net Israel. Darumb ward im gegeben der Bund deß fricdes/ daß er dem Hcy- ligthumb vnd dem Volck fürstchcn / vnd er vnd sein Same die Priesterliche wirdig- keyt ewiglich haben sott.Gleich wie mit Darrid auß dem Stamm Juda der Bund ge¬ macht ist / daß allein auß seinen Sönen einer König seyn sol / Also sollen auch Aaron vnd sein Same die Erben seyn / Das man vns Weißheit lehre / vnd sein Volck recht regiere/Auff daß ir Standt vnd Heiligkeit nicht vntergehe/sondern für vnd für bey inen bleibe. , Vom Ma JesusHyraA. xi^vi.Lap. xi^vi.Lap. Von Josua dem Helden/vnd fernen herrlichen Thaten / von seinem Mitgesellen Lgleb/vnv Ven Richtern in Israel/biß auffden rreuwen Propheten Samuel. 195 Esus Naue war ein Held im strept / vnd ein Prophet Ms Naue/ nach Mose/der grosse Stg behielt für dle außerwehletcn Gottes/ (wie sein Name gibt) vnd sie rechet an den Feinden/von welchen sie den mau sonst Sig. angegriffen wurden/Auff daß Israel jr Erbe kriegeten. Er hat ehr erlanget/ da er die Hand außrecket/ vnd das schwerdt zücket wider die Jos»..«. Stätte. Wer ist jemals so freydig gestandentEr sieng die Feinde deß HERRN. Vmb feinet willen stund die Sonne/ vnd ward ein tag so lang als zween. Er rieffan den Höhesten vnd Mächtigsten / da er seine Feinde allenthalben dren- get/Vnd der HERR der grosse erhöret jn/vnd ließ sehr grosse Hagelsteine fallen auff num.4. die Feinde / vnd schlug die Widersächer tod da sie hcrunder zogen. Vnd die Heyden wurden gewar was diese für Geschütz hetten/vnd daß der HERR selbe gegenwertig werc in dem streyt/ Vnd er jagt den Gewaltigen nach. num.«, AS^Nd zur zeit Mose thet er vn Kaleb/ der Son Iephunne/ein gut werck/Da stun- Kgleb. c^den sie wider den Haussen/vnd wehreten dem Volck die Sünde/vnd stilleten die schädliche Auffruhr. Darumb sind sie zween allein erhalten vnter sechß hundert tausend Mann/vnd haben das Volck zum Erbe gebracht inne Land/da Milch vnd I-str 4 Honig inne fleußt. Vnd der HERR erhielt den Kaleb bey leibskrefften biß in sein Al- ter/daß er hinauffzog auffs Gebirge im Lande/vnd sein Same besaß das Erbe/ Auff daß alle Kinder Israel sthen/wie gut es ist/ dem HERRN gehorchen. v A^Nd die Richter/ ein jeglicher nach seinem Namen/ welche nicht Abgötterei) trie- Richter, c^^ben/ noch vom HERRN abflclen/ werden auch gepreiset. Ire Gebeine grünen * noch immer da sie ligen/ Vnd ir Name wirdt gepreiset in iren Kindern/ auffwelche er geerbet ist. H6^Nd Samuel der Prophet dcß HERRN/von seinem Gott geliebt/richtet ein Kö Samuel, o^nigreich an/vnd salbete Fürsten vber sein Volck/Er richtet die Gemeine nach dem Gesetze deß HERRN/vnd der HERR sähe Jacob wider an. VndderProphet ward rechtschaffen vnd treuw erfunden/ Vnd man erkannt daß seine Weissagung ge¬ wißlich war worden. Er rieffan den HERRN/ den Mächtigen/da er seine Feinde al¬ lenthalben drengete/vnd junge Lämmer opfferte. Vnd der HERR donnerte vom « Reg Himmel herab/vnd ließ sich hören in einem grossen Wctter/vnd zerschlug die Fürsten zu Tyro/vnd alle Herrn der Philister. . Reg .-. Vnd vor stimm ende/ehe er starb/bezeuget er für dem HERRN vnd seinem Ge- salbetcn/daß er von keinem Menschen gelt/ auch nicht einen schlich/ genommen hette/ Vnd kein Mensch kundt jn etwas zeihen. Vnd da er nun entschlaffen war/weissaget ..Reg rs. cr/ynd verkündiget dem Könige sein ende/Vnd ließ sich hören auß der Erden herfür/ vnd" weiffaget/Daß die Gottlose Leute sotten vmbkommen. (we.Mgt)Äa-, «het nicht Samuel/ VN VII o^an L'LV I V dem ein Geist inSa f Muelis Namen. Von ven Rönlgen/Damv/SsIonro/vnd dem vnrvetse» Roboam- O zur zett Dautds wetssagete Nathan. Vnd Nathan, -«eg». Dauid war vnter den Kindern Israel außerkorn/wie das fette am Dauid. Opffer Gott geeygend war. Er gieng mit Löwen vmb als schertzet er ».Reg e/. mit Böcklin/vn mit Bären als mit Lämern. In seiner jugend schlug er den Ristn tod/vn nam weg die schwach von seinem volck.Auffhub er seine Hand/ vnd warff mit der Schleuder/ vnd schlug den stoltzen Goliath dawider. Denn er rieff den HERRN dentzöhestenan/derstercktjmstine k iij Hand/ hand/daß er erwürget den starcken Krieger/ vnd erhöhet das Horn seines Volcks. Er ließ jn rühmen/als zehen tausend Mann währt/vnd ehret jn mit Göttlichem Segen/ ..Reg rZ. daß er die Königliche Krone kreig. Er schlug die Feind allenthalben/ vnd vertilget die Philister/feine Widersacher/vnd zerbrach jr Horn / wie es noch heutiges tages zerbro¬ chen ist. Für em ieglicbo werck danckt er dem Heyligen/ dem Höheren/ mit einem schönen - paral.-, Lied.Er sang von gantzcm hertzen/vn liebete den dcr jn gemacht hatte.Er strfftet Sen- gcr bey dem Altar/vnd ließ sie seine süsse Lieder singen.Vn ordnet die Fcyertage herr¬ lich zu halten/vnd daß man die Iarfeste durchs gantze iar schön begehen solte/mit lo¬ ben den Namen deß HERRN/ vnd mit singen deß morgens im Heyligthumb. Der HERR vergab jm seine sünde/vn erhöhet sein Horn ewiglich/ Vnd macht cincn Bund mit jm/Daß das Königreich vnd Königlicher Stul in Israel auff sm bleiben sol» Salomo. Hs^Ach jm ward König sein kluger Son Salomo/dem der Vatter gute ruhe ge- s ^Ischafft hatte/daß er im fride regierte. Den Gott hakt alles vmher still gemacht/ ^5--.-; Daß er seinem Namen ein Hauß bauwcte/vnd ein Heyligthunib auffrichtet/ das für vnd für bliebe. O wie wol lehrncstu in deiner jugcnd/ vnd wärest voll Verstandes/ wie ein wasser das Land bedeckt/vnd Hast alles mit Sprüchen vnd lehren erfüllet/Vnd dein Name ward beruffen ferm in die Insulen. Vnd vmb deines Friedes willen wä¬ rest» lieb vnd wehrt gehalten. Alle Land verwunderten sich deiner Licder/Sprüche/ Gleichmß vnd außlegung/ vnd lobeten den HERRN/ der da heisset der Gott Israel. Du brachst so vil Gold zuwegcn als Jin / vnd so vil Silber als Bley. Dem Hertz Hieng sich an die Weiber/vnd liessest dich sie bcthören/ vn hiengest dei- o ner Ehre ein schandsieck an/ Vn machtest/daß deine Kinder vcrworffen seyn mußten/ vnd der Zorn vber deine Nachkommen gieng/ zur straffe deiner chorheit/ Da das Kö¬ nigreich zertheilet ward/vnd in Ephraim ein Abgöttisch Königreich entstund. Aber der HERR wendet sich nicht von seiner barmhcrtzigkeyt / vnd änderte nicht fein verheissen werck/ vnd vertilzete nicht gar seines Außerwehleten nachkomen/ vnd thtt nicht weg den Samen seines Liebhabers / Sondern behielt noch etwas vber dem Volck Iacob/vnd ein Wurtzcl von Dauid. Salomo entschliessmit seinen Vättern/vn ließ hinder sichseines Samens/ r-Reg,». ^oboam. c^Roboam / einen vnwessen Mann das Volck zu regieren / der keinen verstände Ierobeam. hatte/der das Volck mit seinem cygen sinn abfellig macht.Dazu Ierobeam/dcn Son Ncbat/der Israel Zur Abgötterei) bracht/vnd führet Ephraim in Sünde/vnd irer Sünde wurden fast vil/ daß sie zu letzt auß jrem Lande vertrieben wurden/Denn sie erdachten allerlei) Abgötterei)/ biß die rache vber sie kam. XttVlll.Lap. Von den Propheten Etta vnd Ettsa/ vom Rönrg Ezechra/ vnd dem Propheten Esirrs. Was. der Prophet Elras brach herfür wie ein Feuwer/ vndsein wort branntwie eine Fackel/Vttd bracht die Lheuwre zeit vber sie/ vnd macht ste geringer durch seinen eysscr/ Denn durch das Wort deß HERRN schloß er den Himmclzu. Dreymal bracht er vd Fcmver herab. O wie herrlich bistü gewest Elias mit deinen Wun- dcrzelchcn. Wer ist so herrlich als duk Durch das wort deß Höhesten hast» einen Todten aufferweckt/vnd wider auß « der Helten bracht. Du hast stoltze Könige gestürtzt auß jrem Bette / vnd vmbbracht. s8)^W-eMe'tt Du hastauff dem Berge Sina gehöret die künfftigc" straffe / vtid in Horeb die Ra- KmÄm che.Du hast die Könige geweissagt die da straffen solten/vnd Propheten nach dir ver- bm/5euwerlcdcut) ordnet. Du bist weggenommen in einem Wetter/ mit einem feuwrigen Wagen vnd Du bist verordnet daß du straffen solt/zu seiner zeit zu stillenden zorn ehe dergrim Aesus-ßMA X izvili.Lap. ,96 m«r»ch.4> der grün kommet/Das Hertz der Vätter zu den Kindern kehren/vnd die Stämme Jacob widcrbringen. Wol dcnen/Lie dich sehen/ vnd vmb deiner Freundtschaffc wil¬ len gechret seyn werden/Da werden wir das recht leben haben. v Elias im Wetter weg war/ da kam sein Geist auff Eliseo reichlich. In seiner Elisens. 4-Reg.r. erschrack er für keinem Fürsten/vnd niemand kundt in vberwinden.Er ließ sieb nichts zwingen/Vnd da er tod war/weissagt noch sein Leichnam. Daerlebtthet er Jeichen/vnö da er tod war thet er wunder. Noch halffdas alles nicht/ daß sich das Was sol doch dmu volck gebeffert/vn von iren sürrde gelassen Hctte/Biß sie auß jrem lande vertricbcn/vn in alle Laude zerstreuwet wurden/vnd ein klein häufflm vberbleib/vnd ein Fürst im Hause Dauid.Vntcr welche etliche theten wz Gott geficl/Aber etliche sündigeren sehr. ?echias befestiget seine Statt/vnd lcytet wasser hincyn. Er ließ in den Felß gra- Ezechtas. c^Nben/vn Brunnen machen. Iu seiner zeit zog herauffSanherib/vn sandte Rab- Sanherrb. sacen/ Er Hub seine Hand auffwider Aon/ vnd trotzte mit grossem hohmut. Da erzit¬ terten irc hertzen vnd hände/vnd ward inen bärige/ wie einem Weibe in Kindsnötcn. Vnd sie riesten den barmhertztgen HERRN an / vnd Huben irc Hande auffzu im / vnd der Heylige im Himmel erhöret sie bald/ vnd erlöset sie durch Esaiam. Er schlug das Esaias. Heer der Affyre'r/vnd sein Engel vertilget sie.Dcnn Ezechtas thet was dem HERRN wol gefiel/vnd bleib beständig auff dem Wege Dauid seines Vatters/wie in lchrcte Esaias / der ein grosser vnd warhafftiger Prophet war in seiner Weissagung. ^V deffelbigen zeit gieng die Sonne wider zu rück/vnd erlengert dem Könige das Kleben. Er weiffagete mit reichem Geist was Zu letzt geschehen solt/ vnd gab den be- trübten zu Aon tröst/ damit sie sich für vnd für trösten möchten. Er verkündigte das zukünfftige vnd verborgen ehe denn es kam. XU Lap. Vom frommen Röm'g Iosiu/ vnd feinen redlichen Thaten / auch wie von wegen deß Gottlo¬ sen wesen fair aller anderen Ränige/die Statt Jerusalem , m it dem Romgreich, vnd dem Volck/ zu bodcn gangen/nach dec wetffagunge Jeremia- Vom Heseciel/ vnd den andern nachfolgenden Propheten. Von SeruBabel / Jesu dem Sone Iosevech/vnd Nehemia. Von Henoch / Joseph/ Gem/Serh/Adam. Er Name Josias ist wie ein edel Räuchwcrck auß der Josias. § Apokccken/Er ist süsse wie Hon ig im mundc/vnd wtc cm Saikcnspiel Wein. Er hatte grosse gnade das Volck zubckchm/vnddie greuwel/dieAbgötterey/abzuthun. Erwagets mit gantzem hertzen sMZW^Aauff den HERRN/Er richtet den rechten Gottesdienst wider auff/ da Las Land voll Abgötterei) war. E^iLle Könige/außgenommenDauid/EzcchiasvndJosias/habensichverschul- Königein ^^det/den sie verliessen das Gesetz deß Höhesten.Darnach war es auß mit den Kö- Niger; Juda/Denn sie mußten jr Königreich andern lassen/vnd jre Herrligkeyt ei¬ nem frembdm Volck. Die verbrannten die außerwehletc Statt deß Heyügthumbs/ Irrem ;S. vnd machten ire Gaffen wüst. Wie Jeremias geweissagt hatte/welchen sie vbel plag- Jeremias. Len/der in Mutterleib zum Propheten außcrkorn war/daß er außrettcn/zerbrechen vrrd zerstörcn/vnd widerumb auch bauwen vnd psiaritzen solte. E.rcch r. /^Esckielsahe die Herrügkelt deß HERRN im gesichte/ welche er im zeiget auß dem Hesckiel. Wagen Aherubim. Er hat gcwcissaget wider die Feinde / Vnd tröst verkündi- ger/dencn/ die da recht thun. 8^KNd Ser zwSU Propheten Gebeine grünen noch/da sic ligcn. Denn sic h-ben pr-ph-t-„. x>iA^t>cob getröstet/vnd crlösung vcrheiffen/dcr sie gewiß hoffen solten. ch,-««ndw!,d-». k.LsrüE^Ie wollen wir Sorobabel preisenk Der wie eilt ring an der rechten Hand war/ Sorobabel. M^§Vnd Jesus den Son Iosedech/welche zu irer zett den Tempel bauwten/vnd Jesus, dasyeylige Hauß dem HERRN wider auffrichteten/das da bleiben sott zu ewiger Herrligkeyt/ " k inj Vnd Mas BuZ i^.Lap. Nehemias. Nehemias ist allezeit zu loben/der vns die zerstöreten Mauren wider auffge- n-hem 7. c^richt hat/vnd die Thor mit schloffen gesetzt/vnd vnsere Häuser wider gebauwet. Henoch. Nj^Amand ist auff Erden geschaffen/ der Henoch gleich sey/ Denn er ist von der Se» -°, Joseph. E/ Erden weggenomen. Dem Joseph auch nicht/ welcher war ein Herr vber seine Brüder/vnd Erhalter seines volcks.Seine gebeine wurden widerumb heimgebracht. Seth. Seth vnd Sem sind vnter den Leuten in grossen ehren gewest. Sem. AsDam aber ist geehret vber alles was da lebt/ Daß er der Erst von Gott geschaf- Adam. Mfm ist. l^.Lap. Vom Hohenpriester Simon/ dem Son Onk. Simon. Imon der Son Ome/der Hohepnester/der zu ferner^ zeit vmbdas Hauß Gänge bauwete/vnd Pfeyler dran setzete/vnd ^U7 mau nicht vtl bcsser im Esopo/ oder noch gcringern Büchern/kan sin- deu. Dn daß im vierdten Buch dazu cykel Träume stnd/wie S.Hie- ronymuszwar p ios sa^c/vua Lyr a nicht hat wollen außlegen/Dazu im Griechischen nicht funden wer¬ den. Es sol vnd mag sie sonst verdolmetschen wer dawil /Doch in dieser Bücher zal nicht mengen. Baruch lassen wrr mik lauffe n vmcr dlesen Haussen/ weil er wider die Abgöttcrey so hark schreibet/ vnd Moses Gesetz sürhclk- Bomdcauffden Propheten Baruch. TcrProphetBaruK. I. Qp. Bankch verlieft das Nu6i der Gefangenen ;u Babel / vnd sie schiften Gelt gen Jerusirlem/ Mit dem b:gern,d»ss man .^pffern vnd Gort für den Röntg/ vmer welchen sie gefangen/ vnd für jreSünde/ffsiedemücigllch bekennen? bttten wolle. NHslNddlerede/weW- Bamch der Son Nerle/deß Sons Mhasic/ deß Sons Sedechie/deß Sons Sedei/dcß Sons Hel- chic/ in cm Buch geschriebe hat zu Babel/ im fünfften sar/ am sibendcn tag dcß Mondeo/zur zett da die Khaldecr Jerusalem gcwonnen/vnd mit Fcuwer verbrannt hatten. Vnd Baruch last diß Buch für IcchanIa/dem Son Joiakim / dem Könige Juda / vnd für dm Ohren altts Volcks/das darzu kam/vnd für den Ohren der Fürsten/ vnd der Könige Sone / vnd Mesten / vnd für allem Volek/ beyde/ klein vnd groß / das da wohnet zu Babel / am Sud. Wasser Sud. Vnd sie wcynetm/fasteten vnd bcteten/mit ernst für dem HERRN/ Vnd legeten zu Hauff was ein jeglicher vermochte / vnd sandten cs hin gen Jerusalem zu Joiakim/ dem Son Helchie/deß Sons Salomt/dem Priester/vnd zu den (andern) Priestern/ vnd zu allem Volck/ das mit sin war zu Jerusalem / Das er -neu brächt ins Land Ju¬ da die Gefässe deß Hauses deßHERRN / die etwa auß dem Tempel weggcnommen Siban. waren/am zehcndm tag deß Mondes Slban/ncmlich/dic silbern Gefässe/ welche ge¬ nüget hatte Icdechta/ der Son Iosia/ der König Juda/ da NebucadRezar/ der Kö- JechanIa. nig zu Babcl/weggeführt hatte den JechanIa/vnd die Fürstcn/vnd die gefangenen/ vnd die gewaltigen/vnd das Landvolck von Jerusalem/vnd hatte sie gebracht gen Babel. Vnd schrieben jncn also: Jhe/ wir senden euch gelt/dafür kauffet Brandopffcr/Sündopffer/Weyrauch s cN^vndSpLlßopffer/vndopffertcsauffdem Altar deß HERRN vnscro Gottes, -D^Vrrd bittet für das leben NebucadRezar / dcß Königes zu Babel/ vnd str das leben Belsazer seines Sons/Daß jre tage auffErden seyen so lang die tage deß Him¬ mels waren/ BmA i.Lap. Wels wärm / So wirt der HERR vns gnug vnd gute tage schaffen/vnd werden leben vnter dem schatten NcbucadRezar / deß Königes zu Babel /vnd vnter dem schatten Belsazer seines Sons / vnd inen dienen lange zett / vnd gnade für inen finden. Auch bittet für vns zu dem HERRN vnserm Gott/Denn wir haben vns versündiget an dem HERRN vnserm Gott/vnd sein grim vnd zorn ist von vns nicht gewandt biß auffden heutigen tag. Vnd leset diß Buch / Denn wir haben es darumb zu euch gesandt / daß irs lesen Gebett. solt im Hause deß HERRN / an den Feyertagen vnd Iarzeiten. Vnd sprechet: Der HERR vnser Gott ist gerecht / wir aber tragen billtch vnser schände / Wie es denn ictzt gehet den von Juda/ vnd den von Jerusalem/ vnd vnsern Königen/ vnd vnsern Für- sten/vnd vnsern priestern/vnd vnsern Propheten / Vmb deß willen/daß wir für dem HERRN gesündiget / vnd im nicht geglaubt haben / vnd nicht gehorchet der stim deß HERRN vnscrs Gottes/ Daß wir gewandelt hetten nach seinen Gcbotten/die er vns gegeben hat. Ja von der zeit an / da der HERR vnser Vatter auß Egyptenlande ge¬ führt hat/btß auff drsen heutigen tag/ find wir dem HERRN vnserm Gott vngehor- sam gewesen/vnd haben veracht seiner stim zu gehorchen. Derrt.rZ. Darumb ist mm vber vns kommen die straffe vnd der fluch / den der HERR ver¬ kündiget hat durch Mosen seinen Knecht/da der HERR vnser Vättcr auß Egypten- land führetc/daß er vns ein Land gebe/ darum Milch vnd Honig fleußt. Vnd wir ge¬ horchten nit der stimc deß HERRN vnsers Gottes/wie vns die Propheten sagten/ die er zu vns sandte. Sondern ein jeglicher gicng nach seines bösen hertzen geduncken/ vnd dierreterr frembden GöttemMd theten böses für dem HERRN vnserm Gott. 11. Lüp. Daß der HERR dle qedrLuwere straffe vber sein Volff geschifft/vnd sein wort gehalten/ Darumb bekennen hiemir vle Juden;» Babel - re Sünde/ vn erinnern Gort seiner gnädige» Ver¬ heissungen. der HERR hat sein wort gehalten/das er geredt zu vns vnd vnsern Richtern ^Königen vnd Fürsten/die Israel regieren sotten/vnd zu den von Israel vndJuda. Vnd hat solche grosse straffe vber vns gehen lassen/ desgleichen vnter allem Himmel nicht geschehen ist/wie vber Jerusalem gangcn ist.Gletch wie geschrte Dcvt.-s. bcn stehet rm Gesche Mose/daß ein Mensch seines Sons vnd seiner Tochter Fleisch fressen sol. Vnd er gab sie dahin zu Knechten in alle Königreiche die vmbher ligen/zur schwach vn zum fluch vnter alle Völcker/die vmb vns sind/vnter welche sie der HERR zerstreuwet hat/vnd sie werden immer vnterdrückt/ vnd können nicht wider auffkom- nrcn. Denn wir haben vns versündigt an dem HERRN vnserm Gott/ m dem/ daß wir seiner stim nicht gehorcht haben. S»?.,. Der HERR vnser Gott ist gerecht/ wir aber vnd vnsere Vätter tragen billich vn- serc schande/wie es den icht geht/ Alles vnglück/das der HERR wider vns geredt hat/ ist vber vns kommen. Vnd wir haben nicht gestehet dem HERRN / daß sich ein jegli¬ cher gekehret hette von den gedancken seines bösen hertzen. Vnd der HERR hat gewa- chet vber vns zum vnglück/das er vber vns hat gehn lassen.Den der HERR ist gerecht in allen seinen werckcn/ die er vns hat gebotten / Wir aber gehorcheten nit seiner stim/ daß wir gewandelt Herten nach den Gebotten deß HERRN/ die er vns gegeben hat. v nun HERR/Israels Gott/der du dein Volck auß Egyptensand gcführct Gebett. c^Ahast mit starckcr hand/mit grosser macht/ vnd hoher gewalt/ d«§rch Zeichen vnd D-n «. Wrm d^/ynd hast dir einen Namen gemacht wie er jetzt tst/Wir habm ja gesündiget/ vnd sind leyder Gsttloß gewesen/vnd haben gethan wider alle deine Gebott. Ah HERR vnser Gott/lasse ab von deinem gnm vber vns/Denn wir sind sehr gering worden vnter den Heydcn/ dahin du vns zerstreuwet hast. Erhöre HerUrsphet il.Lap. Erhöre HM vnser Gebe« vnd vnser flehen/vnd hilff vns vmb deinen willen/ Vnd laß vns gnade finden bey dencn/die vns weggeführt haben. Auffdaß alle Welt erkenne daß du HERR vnser Gott bist/Dem Israel vnd sein Same ist ja nach dir genennet. Sihe/HERR von deinem heiligen Hause/vnd gedencke doch an vns. Neige HERR dein ohr/vnd höre doch. Thu auffHERR deine äugen/vnd sihe doch. Denn die todten in der Helle/welcher Geist auß jrem Leibe gefahren ist/rühmcn nit die Herr-» ligkeyt vnd gerechtigkcyt deß HERRN / Sondern eine Seele die sehr betrübt ist/ vnd pwm.?. gebücket vnd iämmcrig her gehet / vnd jre äugen schier außgeweynet hat / vnd hunge- rig ist/die rühmet HERR deine Hcrrligkeit vnd Gerechtigkeit. Vnd nuli HERR vnser Gott/wir ligen für dirmit vnserm Gebett/Nicht von we- o gen der Gerechtigkeit vnser Dätter/vnd vnser Könige/Sondern von wegen deiner Barmhcrtzigkeit. Nach dem du deiner» grim vnd zorn haft vber vns gehen lassen/ wie du geredt hast durch die Propheten/deinc Knechte/vn gesaget: So spricht der HERR: Neiget euwre schulder«/ vnd ergebt euch dem König zu Babel /so werdet jr im Lande bleiben/welchö ich euwern Vättcru gegeben habe.Wo ir aber der stimm deß HERRN nicht gehorchen werdet/euch zu ergeben dem Könige zu Babel/So Wil ich in den Stätten Iuda/vnd von Jerusalem/ wegnemmen das geschrcy der freuden vnd Won¬ ne/ vnd die stimm deß Breutgams vnd der Braut / vnd das gantze Land sol wüst ste¬ hen/ vnd niemand drinnen wohnen. Wir aber gehorchten nicht deiner stimme/daß wir vns ergeben hetten dem Köni¬ ge zu Babel. Darumbhastu dein wort gehalten/das du geredt hast durch die Pro- phet'en/deine Knechte/ daß man die Gebeine vnser Könige/ vn die gebeine vnser Vät- ter/auß jren Gräbern geworffen hat/vnd zerstrcuwet/Daß fic am tage an der Son- ne/vnd deß nachts in» Thauw/gelegen sind / Vnd sind sehr jämmerlich vmbkommen/ durch hunger /schwerdt/ vnd gefengkniß. Vnd vmb der miffethat willen deß Hauses Israel / vnd deß Hauses Juda / hast» dem Hauß / darinn man deinen Namen ange- ruffen hat / so zerstören lassen / wlc cs jetzt stehet. A^KNd du HERR vnser Gott hast ganh gnädiglich/vnd nach aller deiner grossen v c^Barmhcrtzigkeit/mit vns gchandelt/wie du durch Mosen deinen Knecht geredt A hast / am tage da du jm gebotest zu schreiben dein Gesetz für den Kindern Israel / vnd sprachst:Wo jr meiner stimm nicht gehorchen werdet/ So sol gewiß dieser Hauff/ deß eine grosse menge ist/gantz gering werden vntcr den Heyden/dahm ich sic zerstrcuwen wll. Denn ich weiß doch wol/daß sie mir nit gehorchen werden/ Denn es ist ein halß- starrig Volck. Sie werden sich aber wider bekehren im Lande/darinn sie gefangen sind/vnd werden erkennen daß ich der HERR jr Gott bin/Vnd ich Wil jncn ein verständig Hertz gebcn/vnd ohren die da hören. Denn werden sie mich preisen im Lande darinn sie ge¬ fangen sind/vnd werden an meinen Namen gedcncken/ vnd sich von jrem harten na- cken/vnd von jren Sünden/kehren.Dcn sie werden dran gcdcnckcn/wre esjrmVät- tern gangen ist/welche für den» HERRN sündigten. Vnd ich wil sie wider bringe in das Land/das ich jren Vättern/ Abraham/Isaac vnd Iacob/geschworen habe/vnd sie sollen drinnen herrschen. Vnd ich wil sie mehren vnd nicht mindern. Vnd wil einen ewigen Bund mit jncn auffrichten/daß ich jr Gott wil seyn/vnd sic mein Volck. Vnd wil mein Volck Israel nicht mehr treiben auß dem Land/das ich jncn gegeben habe. m.Lap. Ern herrlich Gebott;u Gstt/vwb hülffvnd errettung auß nSten/vnd ermanuug ;ur Buss- vudbekehrunge. Allmächtiger BaruK. 1I I. Lap. >99 Israel /in dieser großen MMMW angst vnd not schrey ich zu dir / höre vnd sey gnädig HERR / denn wir haben wider dich gesündiget. Du regierest für vnd für/wir aber vcr- gehen immerdar. Allmächtiger HERR/du Gott Israel/ höre nun das Gebett Israel/die dem Tod im Rachen stecken/vnd das Gebett der Kinder/die sich an dir versündiget/vnd der stim deß HERRN fres Gottes nicht ge¬ horcht Haben/Darumb ist auch die straffe statshindcr vns her gewest. Gedencke nicht der miffethat vnserer Vättcr/sondern gedenckjetzt an deine Hand/ vnd an deinen Mmcn/DennDu bist ja HERR vnser Gott/so wöllen wir HERR dich loben.Denn darumb hast» deine forcht in viiscr Hertz gcgcben/daß wlr dcincnNamen anruffen/vnd dich in vnserm gefangmß loben sollen. Den alle miffethat vnserer Vat- ter/die für dir gesündiget haben/ gehet zu hcrtzcn/ vns/ die wirjetzt sind in vnserm Ge- fängniß/dahin du vnsvcrstoffen hast/zur schwach / zum siuch vnd greuwel/vmb aller miffethat willen vnserer Vatter/ die von dein HERRN/ freu, Gott/ abgcwrchm sind. /ÄDere Israel die Gebott deß lcbens/mercke steissg drauff/vnd behalt sie wol. Wie ^Akompt es Israel/daß du in der Heyden Lande verschmachtest? Daß du in enn frembden Land bist? Daß du dich vervnremigesi vmer den Todrm? Daß du vnter die gerechnet bist/die in die Helle fahren? Das ist die vrsach/daß du den Brunnen der Weißheit verlassen hast. Werestu auffGottes Wege blieben/ du hcttest wo! jmmcrdar im Friede gewöhnet. v So lchrne nun rechte Wcißheit/auffdz du crfahrcst/wer der scy/der langes leben/ güter/freude vnd friede/gibt.Wer weiß wo sie wohnet? Wer ist in lr Kammcrlm kom¬ men k Wo sind die Fürsten der Heyden/die vbcr das Wild auffErden herrschen ? Die da spielen mit den Vögeln deß Himmels ? Die Silber vnd Gold samlcn/ darauff die Menschen ir verträumen setzen/vnd können sein nmuner satt werden ? (Denn sie wer¬ ben Gelt/vnd sind gefiiffm drauff/vnd ist doch alles vergeblichste sind vcrtilget/vn in die Helle gcfahrm/vnd andere sind an ire statt l'c.umcn. Die Nachkomen schm zwar wol das Liccht/vnd wohnen auff dem Erdöodem / vnd treffen doch dm weg nicht / da man die Weißheit findet/dm sie verachten sie/ dazu jrc Kinder sind auch irre gangen. In Kanaan höret man nichts von ir.Zu Thcman schet mar» sie mcht.DieKmder Hagar forschen der indischen Weisheit zwar wol nach/Desgleichen die Kauffleute vonMeran/vnd die zu Theman /vre sich klug düncken/Aber sie treffen dochdmwcg nicht/da man die Weißheit findet. Q Israel/wrc herrlich ist das Hauß deß HERRN / wie weit vnd groß ist die stätt seiner Wohnung? Sie hat kein mde/vnd ist vnmäßlich hoch.Es waren vor Zeiten Rt- sen/groffe berühmte Leute/vnd gute Krieger/diesclbigen hat der HERR nicht erwch- let/noch inen den weg deß cr kanntniß offcnbart/Vnd weil sie die Weißheit nicht hat- ten/sind sic vntcrgangcn injrer Thorheit. Wer ist gen Hmrmcl gefahren/vnd hat sie geholct/vnd auß den Wolckm herab bracht ? Wer ist ober Meer geschiftet vnd hat sie sundcn/vnd vmb köstlich Gold herge¬ bracht ? Summa/es ist niemand der den weg wiffe/da mau die Werschm findet. o (F^Eraberalledmgweiß/kennetsie/vndhatsicdurch seinen wrstaudt fundm. Weiß- <^z Dcr den Erdboden bereitet hat auff ewige zeit/ vn in erfüllet mit allerlei) Thic- NE ren. Der das Liecht leßt auffgehen/vnd wenn er jm wider rüfft/muß cs inl gehorchen. Die Sternen leuchten irr -rer ordnung mit freuden/vnd wen er sic hcrfür rüstet/ ant- pfalm. 147. Worten sie: Hie sind wir/ vnd leuchten mit freuden/vmb deß willen / der sic geschaffen hat. Das ist vnser Gott/vnd keiner ist stu zu vergleichen. Der hat die Werschen sun- Ven/vnd hat sie gegeben Jacob / seinem Diener/ vnd Israel / seinem geliebten. Dar¬ nach ist sie erschienen auff Erdm/vnd hat bcy den Leuten gewöhnet. Drse Weißheit ist das Buch von den Gebottm Gottes/vnd von dem Gesetz das ewig ist. Alle die cs halten/werdm leöm/die es aber vberttttttn/werom sterbe. Kehre L dich AcrUrophct iiii.Lay. dich wider dazuIsrael/vnd nim cs an / wandel solchemLiecht nach/ das dirfürkeuch- tet.Vbergib nicht deine ehre einem andern/vnd deinen Schatz einem frcmbdmVolck. Q selig sind wir Israel/dcnn Gott hat vns seinen wiücn offenbart. im.Lap. Srmasvngwrgrdvlt/anß Hoffnung deßtrosts auffrukänffrigeerlösung. Eygctrost mrtnVolck/du preyß Israel. Ir seyt der-x kaufft den Heyden nicht zum verderben / Darumb aber/ daß ir Gott erzürnet habt/seyt ir euwern Feinden vbergeben. Denn jr habt den/ der euch geschaffen hat / entrüstet/ in dem daß jr nicht Gott / sondern den Tcuffeln/gcopffcrt habt. Ir habt vergessen dcß ewigen Gottes/ der euch geschaffen hat/vnd Ierusalem/die euch hat aufferzogen/habt jr betrübet. Denn sie hat gesehen den zorn Gottes/ der vber euch kommen würde/vnd gesagt: Höret zu jr Eynwohner Sion/Gott hat mir grosses leydzugcschickt/Denn ich habe gesehen das Gefengmß meiner Sönc vnd Töchter/ welches der Ewige vber sie gebracht hat. Ich hab sie mit freuden aufferzogen/nm wei¬ nen aber vnd hcrtzenlcyd habe rch sie sehen wegführem Niemand freuwe sich vber mich/daß ich eine Wittwe/vnd von vielen verlassen bin/Ich bin zur Wüsten gemacht vmb der Sünde willen meiner Kinder. Den sie sind vom Gesetze Gottes abgewichen/vn haben nicht erkannt seme Rechte/ sie haben nicht gelebt nach Gottes befehl/vnd haben seine Gebott nicht gehalten. Kommet her jr Eynwohner Sion/vnd verkündiget das gefengniß meiner Sone vnd Töchter/das der Ewige vber sie gebracht hat. Denn er hat vber sie gebrachtem Volck von ferrnen/ein greuwlichVolck/vn einer vnbekanntcn Sprache/die sich nicht schcuwen für den Mcn/noch sich der Kinder erbarmen. Dieselben haben weggeführt die lieben (Sone) der Wittwen/vnd die Einsame jrer Töchter beraubet. Aber wiekan ich euch helffcn k Denn der vber euch gebracht hat diß vnglück / wirdt euch von euwer Feinde Hand erretten. Ziehet hin jr lieben Kinder/ziehet hin / Ich aber bin verlassen/ einsam. 'Ich habe mein Frcudckletd außgezogen/vnddasTrauwcrklLid angezogen/ Ich wil schreyen zu dem Ewigen für vnd für. getrost Kinder/ schreyer zu Gott/so wirt er euch erlösen von der Gewalt vnd 8 ^Ader Hand der Feinde/Denn ich hoffe schon/daß der Ewige euch hclffen wirdt. TrWg. Vnd ich werde freude haben von dem Yeyltgcn/vmb der barmhertzigkett willen/die euch schnell widerfahren wirt von vnserm ewigen Heyland. Ich habe euch ziehen las¬ sen mit trauwren viid weynen/ Gott aber wirdt euch mir wider geben mit Wonne vnd freude ewiglich. Vnd gleich wie die Eynwohner Sion nun gesehen haben euwer Ge- ftngniß/Aso werden sie auch bald sehen die hülffe voneuwercm Gott /dre vber euch komincn wirt mit grosser Herrligkcit vnd ewigem Trost. Ir Kinder leydct gedültiglich den zorn/der von Gott vber euch kommet. Denn dein Feind hat dich verfolget. Vnd du wirst sehen in kürtz sein verderben / vnd auff jre Hälse wirst» trctten. Mine zarte(Kmder)mußten gehen auff rauhem Wege / sie sind weggeführt/wtc ein Herd von den Feinden gcraubet. Seyt getrost jr Kinder/vnd schrcyet zu Gott / Denn der euch hat wegführen las- sen/wirt euwer nit vergessen. Denn wie jr euch geflissen habt von Gott abzuweichcn/ also bekehret euch nun/vnd flcissiget euch zehen mal mehr den HERRN zu sucben.Den der vber euch dise straffe hat lassen gehen, der wirt euch helffcn/vn ewiglich crfreuwen. Jerusalem scy getrost/denn der wirt dich trösten/nach dem du gencnnet bist. Vn- felig müssen seyn die dir leyd gethan/vnd vber deinem falle sich gefreuwct haben. Vn- setig müssen seyn die Stätte/ welchen deine Kinder gedienet haben / vnd vnselig müs¬ se seyn/die deine Kinder gefangen Helt. Denn wie sie vber deinem fall gejauchtzet/ > vnd Tröstüg. BaruK. v. Lap. 200 vnd vber deinem verderben sich gefreuwet hat / Also so! sie betrübet ftyn wenn sie ver¬ wüstet wirt. Vnd ich wtl wegnemmen jre macht/darauff sie trotzet/ vnd jren rühm in klage verwandcln.Denn ein Feuwer wirt vber sie kommen von dem Ewigen viel tage lang/vnd Teuffel werden jre Wohnung in jr haben lange zeit. Tröstliche verhel'ssung/daßgewlsseerlösimg vorhanden. Ihr vmbher Zcm salcm gegen Morgen/ vnd schauwe den (rost der dir von Gott kommet. Gihe/deine Kinder / die wegge¬ führt sind/komen/Ia/sie komenversamlet/bcydc vom Morgen vnd vom Abend/durch Vas wort deß Heyligcn/vn rühmen Gottes ehre. Zeuch außIemsalem Dein Trauwcrklcid/vn zeuch an den herrlichen Schmuck von Gott ewiglich. Zeuch an den Rock der Gerechtigkeit Gottes / vnd setze die Kron der Herrligkeit deß Ewigen auff Vein Häupt/Gottwirdt deine Hcrrligkeit vnter allem Himmel offenbaren/ Denn dein Name wirt von Gott genennet werden Ewiglich/Fried/Gerechtigkett/Prelß/vud Gottseligkeit. Mache dich auffIerusalcm/vnd tritt anff die Höhe/vn sihe vmbher gegen Mor¬ gen/vnd s-hauwe deine Kinder/Die bcyve vom Abend vnd vom Morgen versamlet sind/durch das wort dcß Hey!igen/vn freuwen sich / daß Gott jrer wider gedacht hat. Sie sind zu fuffen von dir durch die Femde weggeführt/ Gott aber bringet sie zu dir/ erhöhet mit chrcn/als Kinder oeß Reichs. Denn Gott wilalle hohe Berge nzdrrgen/vnd die langen Vfcr vnd Thal dem Lande gleich Mlen/auff daß Israel sicher wandere/vnd Gott preisc.Die Walde aber vnd alle wslricchende Baume werden Israel auß Gottes befehl schatten geben. Den Gott wirt Israel herwider bringen mit freuden/durch seinen herrlichen Trost/mit Barmhcrtzigkeit vnd semer Gerechtigkeit. VI.Lap. Warnungen dlegsfattgene;» Babel/daßsL-sich kerne Heidnische Adgörrcrcx solle» verführen lassen. Iß ist die ASschnfft der Epistel/ die Jeremias gesandt AWrifftder har an die/so gefangen weggeführt sollen werden gen Babel/von EMelIercmi«. dellt Könige zu Babel / Darinn erjnm solches verkündiget / wie jm A Gort befohlen hatte. Vmb euwersünde willen/ die fr gcthan habt wider Gott/werdet ff gen Babel gefangen weggeführt wcrden/von NcbucadNezar/dem Könige zu Ba¬ bel. Vndffwerdet zu Babel bleiben müssen eine lange Zeit/mmlich/sibmtzig /ar/ Darnach wil ich euch von dannen wider Herauß führen mit friede. Vnter dcß aber werdet ff sehen zu Babel/daß man auff den Achtln tragen wirt Wawüg für diesilbern/gülven/Vndhültzcrn Götzen/für welchen sich die Heyden fürchte'?»/Dar- umb sehet euch für/daß jr jnm solches nicht nachchuk/vnd dmHmdc u nicht gleich wer¬ det. VndwennffsehctdasDolck/dasvor vndnachgehet/die Götzen anbctcn/So sprecht m euwrem hertzen:HERR/dlch sol man anderen / denn mein Enge! so! bey euch seyn/vnd ich wil euwcr Seelen rechen. Re Zunge lst vom Werckmeister fein gemacht / vnd sie sind mit Gold vnd Sil- Dergleichen ber gezicret/M haben geschnitzte Jungcn/Aber es sind nicht rechte Zungen/ vnd ,md dcs?Vapsts o^'könncn nicht reden. Sie schmücken sie mit Gold/ wie eine Metze zum tantz/vnd setzen jnen Kronen auff.Vnd dre Pfaßrn stalen das Gold vn Silber von den Götzen/ vnd bringens vmb mit den Huren rm Hurhauff/vnd schmücken die silbern/gülden/ vnd hültzern Götzen mitKlerdern/alswercns Menschen. Siekönnen sich abernicht l i/ verwarcn MrWsphu vi.Lap. verwarenfürdcm Rost vnd Mottcn/Vnd wen man inen ein Purpurkleid anzeucht/ so muß man mm den Staub abwüschen/dcr auff mm ligt. Vnd er tregt ein Sccpter in der Hand wie ein König/vnd kan doch niemand strgsi 3 fen/der jm lcyd thut. Er hat auch ein Schwerdt vnd Att in der Hand/ er kan sich aber Der Diebe vnd Räuber nicht erwehren. Daran sihetmanwol/daßsie nicht Götter sind/Darumb fürchtet sie nicht. Gleich wieein Gefcß/das ein Mensch brauchet/wcnn es zubrochenwirt/vnnütz ist/eben so sind jre Götzen. Wenn man sie in jre Häußlin setzt / werden sie voll staubs/ von den füssen/dere/dic htncyn gehen.Die Priester verwaren der Götzen Tempel mit Thürcn/Schlössern vnd Rigeln/daßsievondcn Räubern nicht gestolen werden/ Eben als wenn man einen gefangen legt vnd verwaret / der sich am König vergriffen hat/vn zum wde vcrvrchetlt ist. Sie zünden jncn Lampen an/vn der vil mehr/ den sie für sich selbß anzündcn/vn sehen doch nichts.Sie sind wie die balcken im Hause/ vn die würm/so auffder Erden kriechen/ fressen jre Hertz vn ire klcider/vnd sie fülcne doch nit. Vnterjrem Angesicht sind sie schwartz vom rauch imHause/vnd die Nachteulen/ Schwalben/vnd andere Vögel/setzen sich auff jre köpffe/deßgleichen auch die Katzen. Daran jria Merckcn könnet/daß es nicht Götter sind/darumb fürchtet sie nicht. Das Gold/das man vmb sie her hmget/sie damit zu schmücken/gleisset nit/wenn wanden Rost nitabwüschet.Da mansiegegossen hat/fühleten sie es nicht/Auß al¬ lerlei) köstlicher Materien hat man sie gezeuget/vnd ist doch kein leben darin. Weil sie nicht gehen könnm/muß man sie auff den Achseln tragen / daran die Leute sehen kön- nen/daß es schmdtliche Götter seyen. ^E*S müssen sich auch jrer schämen/ die sie ehren/ darumb / daß sie weder von siren e selber können auffstehen/so sie auff die Erden fallen / noch sich regen / so man sie auffgericht hinsetzet/noch sich auffrichten/so man sie lehnet.Vnd wie man den Todtcn Opffcr fürsetzet/also setzet mans jnen auch für. Ire Priester aber bringen das vmb/ das inen gegeben wirt/deßgleichen auch ire Weiber prassen davon/vnd geben weder dem Armen noch dem Krancken etwas davon. Vnreine Weiber vnd Sechßwöche- rin rühren ire Opffer an.Daran ir ia mercken könnet/daß es nicht Götter sind/Dar- umb fürchtet sie nicht. Vnd woher sollen sie Götter heissen k Denn die Weiber pflegen der silbern / gül- dcn/vnd hültzernen Götzen.Vnd die Priester sitzen in ircn Tempeln mit weiten Khor- röcken / schärerr den Bart ab/vnd tragen Platten/sitzen da mit blossen Köpffcn/ heu- lenvnd schreyenfür iren Götzen/wieman pflegt in der Todten Begengnissen/die Pfaffen stalen inen ire Kleider/vnd kleiden ire Weiber vnd Kinder davon. Man thuinen böses vnd gutes/so können sie es doch nicht vergelten. Sie vermö¬ gen weder einen König cynzusetzen/nochabzusctzen. Sie können weder gelt noch gut geben. Gelobet inen iemandetwas/vnd Heltes nicht/so fordern sie es nicht. Sie kön¬ nen einen Menschen vom Tod nicht erretten / noch einem schwächcrn helffen wider den starckm. Sie können keinen Blinden nicht sehend machen. Sie können einem Menschen in der not nicht helffen. Sie erbarmen sich der Wtttwen nicht/vnd helffen den Waisen nicht.Denn sic sind hültzen/ mit Gold vnd Silber geztcret/den Steinen gleich/diemanaußdem Berghauwet/Darumb/diesieehrcn/müffen zu schänden werden. O^KIe sol man sie denn für Götter halten/oder so heissen k Weil auch die Khaldeer 0 D^nicht groß von inen halten. Denn wenn sie einen Stummen sehen/der nicht reden kan/bringen sie den Bel/vnd sagen: Der Stumme solin anruffen/gleich als verstünde ers/Vnd wiewol sie wissen/daß kein Leben in inen ist/noch lauffen sie inen nach. Die Weiber aber sitzenfür der Kirchen mit Stricken vmbgürtet/vnd bringen Obs zum Spffer.Vnd wen jemand fürüber gehet/vnd eine von jnen hinweg nimmt/ BaruK vi. Lap. vnd bey sr schläfft/rühmet sie sich wider die andere/ daß sene nicht fey wehrt gewesen/ wie sie/daß sr der gurt auffgeleset würde. Alles was durch sie geschieht/ ist eitel triege- rey/Wie sol man sie denn für Götter halten/oder so heissen? A6^On Wcrckmeistcrn vnd Goldschmiden sind sie gemacht / vnd wasdieWerck- <>^ntelster wöllcn/muß drauß werden/ vnd nichts anderst. Vnd die/ so sie gemacht haben/könen nicht lange lebm/Wie solten denn das Götter seyn / so von snen gemacht sind ? Darumb geben sie den Nachkomcn nur ärgcrniß/ vnd vrsache zur schendtlrchen Abgötterey. Denn wenn Krieg oder sonst ein vnglück vbcr sie kompt/rahrschlagen die Pfaffen vnternander/wo sie sich zu gleich mit den Götzen verbergen wöllen.Darumb kan man wol mercken/daß cs keine Götter sind/weil sie sich selber weder für Krieg noch anderm vnglück schützen können/denn es sind doch nur hültzern/vergüldt vnd vbersilberte Götzen. Darumb kan man nun fort wol erkcrtnen/daß es triegerey ist / allen Heyden vnd Königen offenbar/vnd »iicht Götter/ sondern von Menschen Händen gemacht/ vnd ist keine Gottheit m snen.Darunrb kan scderman wo! nrercken/daß cs nicht Götter sind. Denn sie erwecken keinen König im Lande/sic geben den Menschen nicht Regen/vnd nemmen sich keines regierens noch straffens an/so wenig als die Vögel / so in der Lufft hin vnd wider stiegen. Wenn das Hauß der hültzcrn vergüldten vnd vbersilberten Götzen/vom fcuwer angehet/solauffendie Pfaffen davon/vnd verwahren sich für schaden/sie aber ver¬ brennen wie andere Dalcken. Sic können weder Königen noch keinem Kriegßvolck nicht widerstehen/wie sol man sie denn für Götter halten oder neunen? Die hültzern/vbct silberte/vnd vbergüldcte Götzen können sich nicht schützen für Dieben vnd Räubern / denn sie sind snen zu starck / daß sie sie berauben vnd außzie- hen/nemmcn snen Gold/ Silber vnd Kleider weg/vnd kommen davon / so können sie snen selber nicht Helffen. Darumb ist es viel besser ein König seyn/der seine macht be¬ weisen kan/ oder ein nützlich Haußrahtscyn/das im Hause nütze ist/oder eine Thür/ die das Hauß vcrwahret/odcr eine hültzcrnc Scule in einem Königlichen Saal/den ein solcher onmächtiger Götze. Sonn/Mond vnd Steme/schcimn/vnd sind gehorsam wie sie Gott Heist. Deß gleichen der Blitz leuchtet/daß man jn sihet/dcr Wind weher in allen Landen/vnd die Wolcken fahren durch die gantze Welt/vnd thun was sieGott heißt. Also auch das Feuwer von oben her/ schlegt Berge vnd Walde / vnd thm was jur gcbotten ist. Die Götzen aber können sich weder regen noch etwas thun. Darumb sol man sie nicht für Götter halten/oder so heissen/dcnn sie können weder straffen noch helffcn. k A^^Eil jr denn wrffet/daß es nicht Götter sind so fürchtet euch nicht für inen/ denn ^K^)sie können die Könige weder verfluchen nochstgenen. Sic können auch kein Alchen am Himmel den Hcydcn anzcigcn. Sie können es nicht liecht mache»; wie Vie Sonne/noch einen schein geben wie der Monde.Die vnvernünfftigen Thier sind bes¬ ser denn sie/sie können doch in eine Hüte flichen/vud sich verwahren. Darumb ist aller ding offenbar/ daß sie keine Götter sind. Denn wie ein fchcu- sal im Garten nichts verwaren kan/Also sind auch jre hültzcrnc/ vcrgüldete/ vn vber¬ silberte Götzen kein nütz.Vnd wie eine Hecken im Garten ist/ darauff allerlei) Vögel ntsten/odcr wie ein Todter der im Grabe ligt/ Also sind jre hültzcrnc / vcrgüldete vnd vbersilberte Götzen. Auch kan man es daran mercken/dast sie nicht Götter sind/denn der Scharla- cken/den sie vmbhaben/wlrdt von dcn Motten zusresscn/vnd sie selbst cndtlichauch dazu/dast irjedcrman spottet. Wol dem Menschen der gerecht ist/ vnd keine Götzen hat/derwirtnichtzuspott. Ende deß Buchs Baruch. l ü- Vorrede 2Oj ^Oanielis. Trost für die Christ? »etztist dieser letzten M:c, Bmedeauffdasi.BuK Maccabeorum. Buch lst auch der eins /dre man Nicht M die Sbreische Biblia zehlet / Wicwvl es fast eine gleiche N ""lic hclt/mir reden vn Worten/ wie andere der hcyligen Schrrfft Bü, chcr/vnd nicht vnwirdig gewest were hineyn zu rechen/weil es sehr em ä id» notigvndnützlich Buch lst/zu verstehen den Propheten Daniel imn. Capttkl/ Denn das jenige/ so Daniel weissagt im genannten Capitel/ WAMjM von dem greuwelvnd vnglück deß Volcks Israel/so zukünsstig seyn - solt/dcssclbcn erfüllung beschreibt diß Bmh/nemlich/Antiochum den -V. Cdlen/vnd wie Daniel sprichtiDic kleine hülffe vn grosse Verfolgung _ vondcnHcydenvndfalschcnIüden/diczurzeitdcrMaceabecrgesche, henist. Derhalben es vne Christen auch nützlichistzu lesen vnd zu wissen. Atttiochuö F^Rstlich/dtcwcildcrsclbige Antiochus eine Figur oder Bilde deß Endechrists gehalten wirdt/dek ein 5-aurdeßEnde- solchegreuwclvndverstörungGottcsdicnstszuIcrusalem/vndimIüdischenLande/nichkferrn chnsts. vor Christus Geburt vnd erster zukunfft angerichtet hat/ lehrnen wir darauß den rechten Ende- ^b^terEndechnst chnst crkcnnen/derfür der andern vnd letzten zukunfft Christl die Christenheit auch verwüsten/vnd den kunfftLhriftt/ ' Gottcsdienstzerstörensolr.Auffdaßwirnichtkrschrcckensollen/wcnnwiresalsocrfahrcn/vndfürvn- fern Augen schen/sondern den tröst empfahcn/vnd fest Halten/Daß wir sampt der Christenheit dennoch erhalren/vnd endtlich errettet werden müssen/cs sey das wüten wie groß es wölle/ vnd der Trüffel so zor- nigalserjmmcrkan. Schwert/damit dkr Aennwir sehen ja auch dieselbige hülffe/wiewol klein vnd gering/die vns Gott der Allmächtig genw-n ^^angcfangcn hatzu erzeigen. VnddasllcbehcyligeEuangellumistdaeSchwert/damitdie feinenden jetzigen Cndcchrist dennoch gantz redlich angrcrffen/vnd etwas schaffcn/wicwol es viel Blutvergiessens Maccabeer. vndleidcnskostct.GleichwtcerdurchdasSchwcrkderMaccabeerauchseinemVolckzuderzeithalff/ wiewolesnichtonvcrfolgungvndgrosseshertzlcid Zugieng/Dennoch reinigten sie den Tempel/vnd Gottesdienstwidcran/vndbrachtendas Völcklinwiderumbzuhauffin das vorige Regi- ftyalftt. " " mcnt^ Glerch wie setzt das Euangclmm die Abgötterey außfcgct /vnd wie Christus spricht: Daßseine Eugelwcrdcnalleärgernißauffrcumcn auß seinem Reich/vnd samlet die rechten Christen widcrumb zusammen in den alten rechten Christlichen glauben/vnd zu rechtschaffenen guten Werckcn vnd Got¬ tesdienst. Vm andern/Daß wir vns auch deß trösten / daß er jenen hilfst/ nicht allein wider den Antiochum/ ^vnd die Heyden/sondern auch wider die Verrähter vnd dieabtrünnigcn Iüden/dre sich zun Heyden (I schlugen/vn hu lffcn jr eigen Volck/jre Brüder/verfolgen/ tödtcn/vnd alles hertzleid anlegen. Daß wirs gewiß sollen seyn/vnd vncrschrockcn blecken/Db die falschcn Christen vnd Rotkengeister/dienun auch vn sere Verrähter worden sind/wtder vnesich legen/vndwolso sehr/wo nicht mchr/vns plagen vnd Falsche Brüder tlgi schaden thun/alö vnser Antiochus oder Cndechrist/Denn cs hak Daniel also gesagt/ vnd vns zum tröst grösscrir schadest dm Vkrkündiqct: Cs müßte also gehen vnd geschehen/daß die Kinder vnscrs Volcks verrähtcrlich an vns Tyramrm. Endeln würdcn/vno getrost verfolgen helffcn. Darumb werden wir cs nicht viel besser haben/denn es jene ftommc Kinder Israel gehabt haben vnter jrem Antiocho oder Cndechrist/bcy jren falchen Brü¬ dern. V letzt aberwerden gleichwol dieselben Feinde vnd Verrähter durch Gott gar weidlich gestrafft/ ^vnd bleibt jr Tyranney vnd Verrähkerey nicht vngcrochen. Daß wir mit frölirhen Augen vnd gu- tem mubtauchvnsercCndcchristcn/TyrannenvndRottengerstcr/ mögen ansehen/vndjrentrotz außstchen/Älsdiewirgewißsind/siesollenesnicht lang treibcn/viel weniger dahin bringen/da sie hm gcdencken/sondern(wie der Antiochus vnjenc Verrähtcr)jren verdimtcn Lohn gar bald empfahen/wie dcnn bercrt an solcher Straffe ein gut theil angangen ist/vnd täglich sich mehret. Wiewol sie verstockt pnd verblcndet/sich daran nicht kehren/ Daligtvns auch nicht macht an/ Sie wöllens erfahren/ wie jene gethan haben/ D as gebe Gott der Allmächtige/weil sie ja nichts anderst wöllen/ daß cschlend vnd bald geschehe/zu heyligen seinen Namen/vnd zu fördern sein Reich/ vnd zu trösten alle betrübten vnd gefangene Hertzen in deß Teuffels vnd Endechrists Reich/ Aas -TA Bucl, Maccaöeorum. I. Lap. / 2o2 Don dsr grossen mschtAlex»ndrk/vndthet1ungsetttes Reichs. wieAntr'ochns Epiphanes seine Txrsnney gegen dem Indischen Volck geübr/den Tempel ;u Jerusalem beraubt / die Starr hernach vber;wex iar widerumb vberfalken / gar e^nnemmen/pländern / verbrennen / verwk- sten/vtl Volcks vmbbrlngen/ gefangen nemme«/ die Statt Dautds lallen befestigen / vnd Gott, lose Rriegßleute ;ur Besatzung hinexn gelegt / auch allen Gottesdienst nach dem Gesetz ;u hal¬ ten verdorren. -Wxander/ der Hon Wt--««-. ltppt/ König zu Mcedonia/ der krst Monarcha/ auß Grccia/ist außgezogcn auß dem Lanvc Wttm / vnd hak Khitini. grosse Kriege geführt/ die feste Stätte erobert / vnd der Per- sen König/Darium/geschlagen/Hernach andere Könige in allen Landen vnter sich bracht.Vnd ist jmer fort gezogen/vnd hat alle Land vnd Königreich cyngenomen / vnd hat sich nie¬ mand wider in setzen dürffen/Vnd hatte ein gewaltig gut Kriegßvolck. er nun die Königreich innen hatte/ward er stoltz/vud fiel in Kranckheit. Da er aber mercket/ daß er sterben würde/ forderte erzu sich seine Fürsten / die mit jmvonjttgcndaufferzogenwaren/vndsetzetsiezu Häuptleuten vber die Länder bey Mrader seinem Leben. Hernach ist Alexander gestorben/als er regiert hatte zwölffiar. regiert kr. rar. Nach seinem tod ist das Reich auff seine Fürsten kommen/die namen die Länder cyn/LM jeglicher Häuptmann seinen ort/vnd machten sie alle Zu Königen / vnd regier¬ ten sie vnd jre Nachkommen lange zeit. Vnd sind grosse Kriege zwischen inen gewesen/ vnd ist allenthalben in der gantze Welt viel jammere worden. dieser Fürsten einem ist geborn eine schädliche böse Wurtzcl / Antiochus ge- Antiochus/ ^Hnannt/der Edel/der zu Rom ein Geisel gewesen ist für seinen Vatter/den Gros- dcr Edre/hac «nge. ChAt G-- sen Antiochum.Vnd dieser Antiochue/der Edel/fieng an zu regieren im hundert .^'lard-ßGu-G- 77' vnd siben vnd dretssigsten jar deß Griechischen Reichs. n Ar dieser zeit waren in Israel böse Leute/die hielten an bey dem Volck/vndspra- DielIüdenschlage« chen: Laßt vns einen Bund machen mit den Heyden vmher/vnd jre Gottesdienst an- nemmcn/Denn wir haben viel leyden müssen/ sint derzeit/ da wir vns wider die Hey¬ den gesetzt haben. Diese Meinung gefiel jnen wol/vnd wurden etliche vom Volck zum Könige gesandt/ der befahl jnen Heydnische weise anzufahen. Da richten sie zu Jeru¬ salem Heydttische Spielhäuscr an/vnd hielten die Beschneidung nicht mehr / vnd fie¬ len ab vom heyligenBundt/vnd hielten sich als die Heyden/vnd wurden gantz ver- stockt/alle schände vnd läster zu treiben. Ws Ls nun Antiochus sein Reich gcwaltiglich innen hatte/vnterstund er sich dasKö- nigreich Egypten auch an sich zu bringen/daß er beyde Königreich hette.Vnd zog in Egypten wol gerüst/ mit Mägen / Elephanten/ Reisigen / vnd viel Schiffen / vnd kriegt mit Ptolemeo/dem König Egypti. Aber Ptolcmcus furchte sich vnd flohe/Vnd Ptolemeus sind viel Egypter vmbkommen.Vnd Antiochus hat die festen Stätte in Egypten eyn- p^-mecor. genommen/vnd groß Gut da geraubet vnd davon bracht. Ws Ls aber Antiochus in Egypto gesiget hatte/ vnd wider heimzog / im humdert vnd '4?. sar. ^sdrey vnd vicrtzigsten jar/reiset er durch Israel/vnd kam genIerufalem miteinem E-ktk Jerusalem grossen Velck.Vnd gieng rrotzlich in dasHcyligthumb/vnd ließ wegnemmen den gül- den Altar/Leuchter/vnd was darzu gehört. Den Dsch/ darauff die Schauwbrot la- gen/die Becher/Schalen/die gülden Kellen/den Vorhang / die Kronen / vnd gülden Schmuck am Ämpel/vn zerschlugs alles. Vnd nam das silber/vnd gold/vnd köstliche L iiij Geftß/ NüSl.BuK i.Lap. Gcfcß/vnddie verborgen Schätze/soviel er fand/vnd sühretsmit sichin sein Land. Vnd ließ viel Leute tödten/vnd lästerliche Gebott außruffen. DawarimgantzenIsrael/vnd wo sie wohneten/großhertzleid. Die Fürsten trauwretcn/die Eltesten/Iungfrauwcn vnd Frauwen/sahcn jämmerlich / Man vnd Frauwen sahen jämmer lich/Mann vnd Werb klagtm/vnd das gantze Land ward bc- trübet/von wegen der wüterey/ drc darin gcschach/ Vnd das gantze Hauß Jacob war Jerusalem geplün¬ dert/viel Leute er. schlagen/rc. zugleich eznerlcy Gottesdienst halten sotten. Da verliessen alle Völcker jre ctze/vnd willigten in die weise Anüochi/vnd viel auß Israel willigten auch ^lNtiochus sandte auch Brieffe aen Ierusalem/vnd in alle Stätte Iuda/darinne v ^ergcbot/daßsicder Heyden Gottesdienst annemmen sotten/vnd die Brand- opffer/Speißopffer/Sündopffcr/im Heyligehumb/Sabbath vnd andere Fest /ab- heyligm solt/ Vnd ließ Mar/Tempel vnd Götzen /auffnchtm/ vnd Säuwfleisch opffcm/vnd andere vnreinc Thier. Vnd die Bcschneidung verbot er/vnd gebot die Leute zu gcwchncn zu allen greuweln/daß sie Gottes Gesetz vnd Recht vergessen/ vnd volljammcrs. Ndnachzweyenjarm sandte der König einen Hauptmann in Juda/der kam e ^^mit einem grossen Kriegßvolck gen Ierusalem/vnd begcrte / man solte jn eynlas- scn/so wolt er keinen schade thun/aber cs war eitel betrug. Da sie jm nun gläub- ten/vnd liessen jn eyn/vberfiel er die Statt verrähterlich / vnd erschlug viel Leute von Israel / vnd plündert die Statt / vnd verbrannt die Häufte / reiß die Mauren nider/ Vurgk ke- vnd führet Weib vnd Kind vnd Vieh hinweg. Vnd befestiget die Burgk Dauid mit Psalm,?->. de-Atzt/r^^ e' stM-^cn Malwen vnd Thürnen/vnd besetzt sie mit einem Gottlosen hauffen/der allen Mutwillen drauffvbet. Vnd raubeten Waffen vn Speise auß der Statt Jerusalem/ vnd schafftcno auff die Burgk. Vnd belagerten da das Heyligthumb/vnd laut eten auff die Leute/dic in Tempel giengen/vnd fielen herauß auß der Burgk in das Hey- ligthumb/den Gottesdienst zu wehrcn/vnd vergossen viel vnschüldigs Bluts bcy dem Heyligthumb/vnd entheyligeten es. -eMthumb ügt Vnd die Bürger zu Jerusalem flohen wcg/vnd die frem bden blieben zu Ierusa- tem/vnd die/so daselbst geboren waren/mußten weichenDas Heyligthum ward wü- ste/die Fcyerrage wurden eite! Trauwcrtage/ die Sabbath eitel jammer / vnd alle jre Herrligkeit ward zu nicht. Als herrlich vnd hoch Jerusalem zuvor gewesen war/so jämmerlich vnd elend mußte es dazumalseyn. Antiochi Ge- Nd Antiochus ließ Gedott außgchen durch sein gantz Königreich/daß alle Völ- bott. Ä/Hckcr zugleich eznerlcy Gottesdienst hatten sotten. Da verliessen alleVölckerjre Gcsctze/vnd willigten in die weise Antiochi/vnd vielauß Israel willigten auch dareyn/vnd opfferten den Götzen/vnd entheyligtcn den Sabbath. Brieffe Mtiochi an ' - -- - - — . . . . . eillcIM/daßtreder Heyde Götzendienst sotten anneminen. Seyliachumbent- thun/vnd befahl/daß man das Hcylrgihumo/vnd das hcylige Volck Israel/em- heyligm solt. Vnd ließ Altar/ Tempel vnd Götzen / auffachtm / vnd Säuwfleisch opffcm/vnd andere vnreinc Thier. Vnd die Bcschmidung verbot er/vnd gebot die Leute zu gcwchnen zu allen greuweln/daß sie Gottes Gesetz vnd Recht vergessen/ vnd andere weise annemmen selten. VndwerAnttocho nicht gehorsam seyn würde/den Aasten. Grmwel der Verwü¬ stung auff Gottes Alcär gesetzt/re. DieBücherdeß Ge fttzcs zurisscu vnnd verbrannk/:c. , solt man tödtcn. Diß G-bott ließ er außgehen durch sein gantz Königreich/vnd verordnet Häupt- leute/dic das Volck zwingen soltcn/solchs zu halten. Diese richten in Juda Opsser an/ vnd geboten die zu halten. Vnd viel vom Volck fielen ab von Gottes Gesetz zu mm. Allen Mutwillen trieben sie im Lande/vnd verjagterr das Volck Israel/das es sich ver¬ bergen vnd verstecken mußt in die Hülcn/als die flüchtigen. M hundert vnd sünff vnd vier tztgsten jar / am fünfftzehenden tage deß Monats Kasleu/ließ der König Antiochus den Greuwelder Verwüstung auff Gottes setzcn/Md ließ in allen Statten Juda Altar auffnchten/daß man öffent- ttch in Gassen/vnd cm jeder für seinem Hauß/räuchert vu -,p f/rt. Vnd ließ die Bü- cher deß Gesetzes Gottes Meissen vnd verbrennen / vnd a / y denen man die Bü¬ cher deß Bunds Gottes fand/vnd alle so Gottes Gesetz hiellm/wdfthlagen. Vnd das thütmsienttk wem Knegßvolck alle Monat/wenn das Volck zusammen kam in die Stätte. Am fünffvndzwentzlgstcntage deß Monats opfferten jreMff dem Altar/ den sie hatten auffgmcht gegen dem Altar deß HERRN- Die Mttaöeorum. II. Lap. 2°; L Die Weiber/welchejre Kinder beschnltten/wmdengetödtct/wie Antlochusge- Grosser hotten hatte. Die Eltern wurden in jren Häusern erwürget / vnd die Kinder drinnen »ammer. Effgchenckt. Aber viel vom Volek Israel waren bcstendig/vnd woltcn nichts vnreins csscn/vnd liessen sich lieber tödtcn/denn daß sie sich vervnremigten / vnd woltcn nicht vom heyligen Gesetz Gottes abfallen/darumb wurden sie vmbdracht. ii.Lap. MatSthias wtl mit sanipt sernen Söne» sich vom Gsfttz deß HERRN nicht lasse» abdri»«- Hsn/ertövtaustelffervmbvasGesetzernenIüvett/det:dem Heydmschen Gäye» wolle opffern/ vnd zu gleich mir sm deß Antiochl Hauprma K/ weicht darnach mit viel Leuten in die wüste/ Vnd dieweil anff einen Sabbarl) in die tausend wurden vmbbrachr/ die sich nicht wehren wolten / be¬ schleußt Matathiasden Sabbarh in solchem fall nicht?» halten/vnd vermahnet seine Söne/als er sterben wil/bex dem Gesetze Gottes besiandiglich zu verharren. S war aber ein Priefter/MtakhiaS/der Son Johan Matthias,' nw/deß Sons Simeons/auß dem Geschlecht Ioarlm/von Ierusa- lem/ der wohnet auffdcm Berge Modln/vnd hatte fünff Söne/ Johanna« / mit dem Zunamen Gaddls/ Simon/mit dem Juna- men Thasi/Iuda/mit demIunamenMaccabeus/vnd Eleazar/mit dem Zunamen Aaron/vnd Ionathan/mit dem Zunamen Apphus. Diese jammerte sehr das groß elend in Juda vnd Jerusalem. Vnd Matathias klaget: Ach/daß ich dazu geboren bin/daß ich meines Volcks vn Matathias der heyligen Statt zerstörungc sehen muß/vnd dazu still sitzen/vnd die Feinde jren^ Mutwillen treiben laffen.Dle frembden haben das Heyligthumb innen / vn der Tem¬ pel Gottes ist wie ein verdampter Mensch/seinen schmuck hat man weggeführt. Die Alten sind auff den Gassen erschlagen / vnd die junge Mannschafft ist von frembden erstochen. Das Reick ist allen Heyden zu theil worde/die cs plündern/ alle seine Herr- ligkeit ist weg. Es war eine Königin/nun ist cs eure Magd. Sihe/vnser Heyligthumb vnd vnscr rühm vnd preiß ist weg/die Heyden habens verwüstet / Wen solt noch gelü¬ sten Zu leben k Vnd Matathias zurciß seine Kleider/er vnd seine Söne/vnd zogen Sack an/vnd trauwreten sehr. L nun deß Anriochi Häuptleute auch dahin kamen/ die / so geflohen waren in Antiochi die Statt Modln auch zu dringen von Gottes Gesetze abzufallcn / vnd zu opf- fern vnd zu räuchern/Da fielen viel vom Volck Israelzu jnen( Aber Matathias vnd seine Söne blieben beständig) Vnd die Hauptleute Antiochi sprachen zu Matathia: DubistderfürnemestvndgewaltigstindiescrStatt/vnd haftvtcl Söne/vndeme grosse Freundtschasst/darumb tritt erstlich dahm/vnd thuewasdcr König gehörten hat/wic alle Länder gethan haben/vnd die Leute Juda / so noch zu Jerusalem sind/ so wirst« vnd deine Söne einen gnädigen König haben/vnd begäbet wider mit Gold vnd Silber/vnd grossen Gaben. Da sprach Matathias frey herauß: Wenn schon alle Lander Antischo gehorsam MatatbLe weren/vnd jederman abfiel von seiner Vatter Gesetz/ vnd williger in deß Königes ge- boit/so wöllen doch ich vnd meine Söne vnd Brüder nicht vom Gesetz vnserer Vat- ter abfallen/da sey Gott für/das wer vns nit gut/daß wir von Gottes wort vnd Got¬ tes Gesetz abfielen. Wir wollen nicht willigen in das Gebott Antiochi/ vnd wollen nit opffern/vnd von vnserm Gesetz abfallcn/vnd eine andere weise annemmen. ^Ä^Aeralso außgeredt hatte/gehet ein Iüd hin für jrer aller Augen/vnd opsserk GnIüd opf- <^^den Götzen auffdem Altar zu Modin/wie der König gcbotten hatte. Das sa- strezu Modm ü heMatachias/vndglengjm durchs Hertz/vndsein Eiffer entbrannt vmb das Ge- setz/vnd liess hinzu/vnd tödtet bey dem Altar den Iüden vnd den HauptmannAn- tiochl/vnd warff den Altar vmb/vnd elffertvmb das Gesetze/wie Phinecs chetdcm Jamri/dern Son Salomi.Vnd Matathias schrcy laut durch die gantze Statt: Wer vmb das Gesetz eiffcrt/vnd den Bundt haltcnwil/der ziehe mit mir auß der Stark. Al-o Matathras l^racyschlagct sich Matathias ermancc vnd rröstct ftl»e Sone vor sei¬ nem todnrc. Also flohen er vnd seme Söne auffs Gebirg/ vnd verliessen alles das sie hatten in der Statt.Vnd viel frommer Leute zogen hinaußm die Wüsten/vnd hielten sich da mit Weib vnd Kind/vnd jrem Dich. Denn die Tyrannei) war allzu groß worden. aber deß Königs Volck zu Jerusalem in der Statt Dauid höret/ daß etliche L <^^sich wider dcß Königs Gebottsitzten/vn sich auß den Stätten gcthan hetten/ sich heimlich in der Wüsten zu verstecken vnd auffzuhalten/vnd daß viel Volcks zu jnen gezogen war/Erhuben sie sich eylend am Sabbath/ sie zu verfallen / vnd liessen jnenjagen:2voltirnochmchtgehorsamseynk Ziehet herauß/vnd thm was der Kö¬ nig gebotten hat/so solt jr sicher scyn. Darauff antworten sie: Wir wöllen nicht her- außziehcn/gcdenckcn auch nicht den Sabbathzu cnthcyltgen / wie der König gebeut. Vnd die draussen stürmcten den Felsen/vnd die drinnen wchrcten sich nicht/ worffen nicht einen Stein hcrauß/machten auch den Felsen nicht zu/vnd sprachen: Wir wollen also sterben in vnser vnschuld. Himmel vnd Erden werden zeugen seyn/ daßjrvnsmit gewaltvndvnrechtvmbbringet. Also wurden die drinnen amSab¬ bath vberfallen/vnd jr Weib vnd Kind vnd Vieh vmbbracht/ bey tausend Personen. ^22 (§^A Matathias vnd seine Freunde solches höretcn/that es inen sehr weh/vü spra- <^^chcn vneernander: Wollen wir alle thuu wie vnscre Brüder/ vnd vns nit weh¬ ren wider die Heyden/vnscr Leben vnd Gesetz zu retteu/so haben sie vns lcichtlich gantz vertilget. Vnd beschlossen bey inen: So man vns am Sabbath angrciffen würde/ wöllen wir vns wehren/daß wir nicht alle vmbkommen/wie vnsere Brüder in dm Hülm ermordet sind. Vnd cs samlct sich zuhauff eine grosse menge der Frommcn/die alle bestcndig blie- v ben im Gcsetz/vnd kamen zu inen/alle die/so für der Tyrannei) flohen. Darumb rüste¬ ten sic sich auch/vnd erschlugen viel Gottlose vlid abtrünnige inirem ciffcr vudzorn/ Die vbrigen aber gaben die flucht/vnd entrunncn zun Heyden. Darnach zog Mata¬ thias vnd seine Freunde getrost vmbhcr im Lande Wacl/vnd reiß die Altar wider ni- der/vnd beschneit die Kinder/ so noch vnbcschnittcn waren / vnd griffen die Gottlosen an. Dud cs Kat jnen gelungen/ daß sie das Gesetz erhielten/ wider alle macht der Hey¬ den vnd Könrgcn/daß die Gottlosen nicht vber sie Herrn worden. A aber Matathias sehr alt war/ sprach er vor seinem tod zu seinen Sötten: Es -istgroffcTyranttcyvnd Verfolgung/vnd ein grosser grimm vndhartestraffe voer vns kommen. Darumb/liebcn Söne/ctffert vmb das Besitze/vnd waget cuwcr Leben Abraha. Genes, rr. Joseph. Genes 4». Phinees. Nnm.rL. Zosua. Josua,. Kaleb. Num.14. Jasna ,4. Mcmöeorum. ll.Lap. Leben für den Bund vnserer Vätter. Vnd gedencket/welchc Thaten vnsere Vätter zu jren zetten gethan haben/so werdet jr rechte Ehre vnd einen ewigen Namen erlangen. ^lBrahamwardversucht/vndbleibfestimGlauben/Das istjm gerechnet wor- ^Adcn zur Gerechtigkeit. Joseph hielt das Gebott in seiner trübsal/Vnd ist Herr in Egypten worden. Phmees/vnserDatter/eiffert Gott zu ehren/ vnd erlanget den Bundt/ daß das Prieftcrrhumb auff jm bleiben solt. Josua richtet den Befehl auß/der lm gegeben war / Darumb ward er der öberst Fürstin Israel. Kaled gab zeugniß/vnd straffet das-Volck/Darumb hat er ein besonderErbe erlanget. 2OH Dauid bleib treuw vnd rechtschaffen an Gott/ Darumb erbet er das Königreich Dauid. ewiglich. E?a/ Elias eiffert vmb das Gesetz/vnd ward gen Himmel geführt. ^Rcg r. Ananja/Azarja/vnd Msael/gläubten/Vnd wurden auß dem Feuwer errettet. Ananja. Daniel ward von wegen seiner vnschuld errettet von den Löwen. Dame!.;. Daniel. Dsmel. s. Lso bedrucket was zu jeder zett geschehen ist / so werdet jr finden/ daß alle / so auff ^AGott verträumen / erhalten werden. Darumb fürchtet euch nicht für der Gott¬ losen trotz/ Denn jre Herrligkett ist Kot vnd Wurm/Heute schwebet er embor/ morgen ligt er darntdcr/vnd ist nichts mehr/ so er wider zu Erden worden ist/vnd sein fürnem- men ist zu nicht worden. Derhalben/lieben Kinder/seyt vnerschrocken/vn haltet fest ob dem Gesetz/so wirt euch Gott widerumb herrlich machen. Euwer Bruder Simon ist weiß/ demfelbigen gehorchet alsetnem Vatter. Judas Maccabeus ist starck vnd ein Held/der sol Häupt- « mann seyn/vnd den Krieg führen. Vnd fordert zu euch atte/so das Gesetz halten. Re¬ chet den gewalt an euwerm Volck geübt/vnd bezalet die Heyden/ wie sie verdienet ha- ben/Vnd haltet mit ernst ob dem Gesetz. Darnach segnet er sie/vnd ward versamlet zu seinen Vättern / vnd starb im hun- Matachias dert vnd scchß vnd viertzigsten jar. Vnd dre Sone begruben jn in seiner Vätter Grab sestorbcim,4- zu Mdin/vnd gantz Israel trauwret sehr vmb jn. 111. Lüv. Iudss/Matathl» Son/grelfft die Hexde» mr't dem Schwert an/erlcgt Appolonmm mrt sei- nemHeer/vnVlchlegrSeronm,cseinem Volck,nviefluchr. LxsiaLwrxxvon Ancwcho mseinem abwesen Verordner al» em Srarrkalrermilt befehl dre Jüden zu vertilgen. Lxsas lägerr sich bex ÄmaoiJuvas deßglelchen/vnd rüffr vmb halste;» Gort. Nd Zudas Maccabeus kam an setue^Vatters statt/ Judas Mac- vnd seine Brüder/ vnd alle/ die sich zum Dauer gehalten hatten/ ^M hulffenjm wider die Feinde/vnd schlugen sie mit freuden. Illdas er¬ langet dem Volck grosse Ehre / Er zöge in feinem Harnisch wie ein Held/vnd schützet sein Heer mit seinem Schwert.Er war freydig wie ein Lowe/kün wie ein junger brüllender Löwe/ so er etwasjagt. Er suchet VW abtrünnigen vnd Gottlosen / die das Volck drangen vom Gesetz ab- zufallen/vnd straffet vnd verbrannt sie/daß allenthalben seine Feinde für jm erschra- cken/vnd flohen/vnd die abtrünnigen wurden gevämpfft / vn er hatte glück vnd Sig. Das verdroß viel Könige / Aber Jacob war es cine freude/vnd jm ein ewiger rühm vnd ehre. Er zog durch die Stätte Iuda/vnd vertilget darinnen dre Gottlosen/daß er den zorn von Israel abwendet. Vnd er war allenthalben rm Lande berühmct/ daß al¬ le vnterdrückten zu jm liessen. (c^^Argegen bracht Appolonius ein groß tzeer^usammen/von Heyden vnd von Appolom'us Šamana/ wider Israel zu streiten. Da Judas das höret/zog er gegen jm/ ers-hlagm/rc. vndkhat Hasl. BuA m. Lap. vnd that eine Schlacht mir jm/vnd erschlug jn vnd einen grossen Haussen Feinde mit jm/dle vbrigen aber flohen. VndJudas gcwan den Raub/vnd nam deß Apollonij Sebwert/das führet er hernach sein lebenlang. Seron. (AX Arnach da Seron/derHäuptmann zu Syria/HSret/daß die Frommen sich zu ö (T^sIuda hiclten/vnd daß em groß volck bey einander war/spracd er:Ichwil ehre cynlegcn/daß ich im gantzen Königreich geprersct werde / vnd Wil Judam vnd seinen hauffenHer deß Königes Gebott veracht/schlagen. Darumb rüstet er sich/vnd zog mit im eine grosse macht/daß sie sich an Israel recheten/vnd kamen biß an Bechoron. Judas ver- (AXA zog Judas gegen im mit einem kleinen Haussen. Als sie aber die feinde sahen/ mahnctdkseinen/rc. ^^spr§chcnsie: Vnser ist wenig / dazu sind wirmatt von fasten/Wic sollen wir vns mit einem solchen grossen vnd starckcn Haussen schlagen k Aber Judas sprach: Es kanwol geschehen/daß wenig einen grossen Haussen vberwinden/Denn Gott kan eben so wol durch wenige Sig geben/als durch vrele/Denn der SigLomet vom Him- mcl/vnd ivirt nicht durch grosse menge crlangct.Sie trotzen auffire grosse macht/vnd wollen vns/vnsere Weib vnd Kind/ermorden vnd berauben: Wir aber müssen vns wehren/vndfürvnser LebenvndGesetz streiten/Darumb wirt sie Gott für vnsern Augen vertilgen/ Ir sott sie nicht fürchtet:. Seron mit Daer alsoaußgeredt hatte/greiff crdie Feinde an/ehe sie sichs versahen/vnd 8'lagc^^^ scbltlg den Seron vnd sein Volck in die flucht / vnd jaget sie von Bechoron herunter mnoBlachfeld/ vnd schlug acht hundert zu tod / die vbrigcn flohen in der Philistertum Land. Also kam eine forcht in alle Dölckcr vmbher/für Juda vn fernen Brüdern/vnd rn allen Ländern sagt man von Juda vnd seinen Thaten. Vnd es kam auch für den König. (AXAnun solches alles Anttochus höret/ergrimet er schr/vnd schickte auß/vnd ließ c: (^Nauffbieten im gantzen Königreich/vnd bracht eine grosse macht zusammen/vud * greiff seine Schätze an/ vnd ordnet Sold auff ein jar / vnd gebot / daß man stäts sott gerüstet seyn. Da er aber sahe/daß er nicht Gelt gnug hatte / vnd daß das Land / von wegen deß Kriegß/den er nun lange führet wider das Gesetz/ nicht vtl geben kund/ be¬ sorget cr/er vermöchte den grossen kosten länger nitzu tragen/ wie bischer / da er Sott vnd Gaben außgegeben hatte/mehr denn alle Könige vor jm. Darumb ward er be¬ trübt/ vnd zog in Persen/dasselbig Land zu scbatzen/vnd Gelt auffzubringm. Lysias. H^Nd ließ im Lande einenFürsten/mit Namen Lysiam/ den macht er zum Haupt- Obmann vber das gantze Königreich / vom Euphrare an/brß an Egypten / vnd be- faysjm seinen Son/deu jungen Antiochum/drewcrl er äusser dem Lande seyn würde. Vnd ließ jm die helffte deß Kriegßvolcks/vnd der Elcphanten/ vnd that in: behhl von allen Sachm/auch ven Iudea vnd Jerusalem / daß er mehr Vclcks dahin schicken solt/archzurotten die vbrigen Leute in Israel vndIerusalem/vnd das Land den frcmb- dcn außzuthcilcn/vnd Heyden allenthalben dareyn zu setzen. Im hundert vnd siben vnd viertzigstkn jar/zog der König auß von seiner Statt ^7 l->-. Antiochia/vber den Euphraten hinauffün die öbersten Länder. EBer Lysias wehlet etliche Fürsten/deß Königs Freunde / zu Häuptleuten / nern- Ptolemeus. lich/Ptolemeum/den Gon Dorymcms/Nlcanor vnd Gorgram. Vnd gab inen Nrcanor. vierhig tausend MannzuFuß/vndsibentatssmdzu Rossz/daßsie das LandIudea Gorgias. vberziehen soltcn/vn'o die Jüden außrotten/wic der Könrg befohlen hatte. Nach dem sie nun mit diesen: Heer außgczogcn waren/lägertcn sie sich crstllcb bey Ammao / auff dem Blachftld. Da solchs d:c Kauffleutc in den Landen vmbher hörcten/kamen sic in das Lager/vnd brachten viel Getts mit sich/die Kinder Israel zu Haussen/daß sie ire Knccbre seyn müßten. Vnd auß Syria vnd von andern Heyden zog inen mehr Knegßvolckzu. Judas. (§L>.A n:m Judas vnd seine Brüder sahen/daß die Verfolgung grösser ward/vnd v daß die Icmoe an der Grentzc lagen/ vnd vernamen/daß der König verdorren harre/ Mcmöeorum. iii.Lap. 205 hatte/ganh Juda zu vertilgen/waren sie vnerschrocken/vn verelntgten sich/sie wolten ft Volck retten/vnd für die Heyligen streiten. Darumb brachten sie ft Kriegßvolck zu- sammen/daß sie bey einander weren / vnd warten / wenn man die Feinde angreiffen müste/daß sie auch mit einander betetcn/vmb gnade vnd hülffc von Gott. ^sBer die zeit war Jerusalem wüste/vnd wohnet kein Bürger mehr da/vnd das Jerusalk ver- ^sHeybgthumb war entheyltget mit dem Götzen/der dareyn gestellet war.Vnd die wüst«/ das Heyug. Heyden hatten die Burgk innen vnd war alle Herrligkett von Jacob weggcnommen/ vnd man höret da weder Pfciffcn noch Harpffen. Darumb kam das Volek zusammen gen Mispath/gegen Jerusalem vbcr/Denn Mispath. Israel mustc vorzeiten zu Mspath anbcten. An diesem ort kamen sie jetzt auch zusam- men/fasteten da vnd zogen Säcke an/streuweten aschen auffjreHäupter/vnd zurissen fte Kleider. Vnd trugen herfür die Bücher deß Gesetzes/welche die Heyden suchen liessen/jre Götzen dareyn zu schreiben vnd zu mahlen. Sie brachten auch dahin die Priesterliche Kleider/ die Erstlinge vnd Aehenden/vnd machten Nazareos/ welche -re bestimpte zeit halten musten/vnd schryen kläglich gen Himmel: Wo sollen wir diese hin Gebet, führen k Denn dein Heyligthumb ist vervnreiniget/ deine Priester sind verjagt / Vnd 2 sihe/alle Heyden embören sich wider vns/daß sie vns gantz vertilgen.Du weißest was sie wider vns im sinn haben/ Wie können wir für jnen bleiben/Du heissest vns denn/ vnftrGott. (^^Arnach ließ Judas das Volck zusammen ruffen mit der Posaunen / vn machte 'Zudas ver- C^Nein Feldtregimcnt/Obcrste/Häuptleute/vnd Weibel. Auch ließ er außruffen/ daß diejenige/soHäuser bauwctcn/over freyetcn/oder Weinberge pfiantzten/oder die voll furcht waren/wider heimzichen möchten / wie solchen das Gesetz erläubet. Dar¬ nach zogen sie fort / vnd schlugen ft Läger auch am Ammao/ gegen Mittag. Vnd Ju¬ das vermahnet sein Volck/vnd sprach: Rüstet euch/vnd scyt vnerschrocken/ daß jr morgen bereit scyt zu streiten wider diese Heyden/die vns vnd vnscr Heyligthumb ge- dcncken zu vertilgen. Vns ist leidlicher daß wir im streit vmbkommen/denn daß wir solchen jammer an vnserm Volck vnd Heyligthumb sehen. Aber was Gott im Himel wil/das geschehe. IIü.Lap. Judas erhell durch Göttliche hälffede» Si'g wider Lysrani vnd Gorgl'am/nr'mmek die Statt widerumb e^n/vnd relnlgek den Tempel. WZWWLNdGorglas nam fünff tausend Zu fuß/vndtausend Gorgia». Rcisigcn/die bestcn/vnd rücket bey nacht heimlich hinan an derJüdcn Läger/sievnverschcnszuvberfallen/vndführetendcn Haussen etliche die auffdcr Burgk in der Besatzung gelegen waren. Aber Judas war zuvor auff mit dem besten Haussen/daß er ehe käme/vnd die Feinde vbcrcrlct/ vnd schlüge sie/diewell sie noch zerstreuwet hin vnd her lagen. Da nun Gorgias an Iuvas Läger kam/vnd niemand da fand / zog er jnen nach indasGcblrgc/vno mcmet sie weren für jm gestoßen. Aber Judas eilet/daß er mor¬ gens früe ms Blachftr d käme mit drey tausend Mann / die doch keinen Harnisch hat- Deur. r«. ten/on allein jrc Kleider vnd Schwert. Da sie nun sahen/ daß die Feinde wol gcrüst Erc.d-.4- ^arcn mit Harnisch/vn hetten einen starcken Reisigen zeug/ vn waren rechte Kriegß- leute/sprach Judas zu scmcm Volck: Fürchtet euch nicht für dieser grossen menge/vnd Judas ver- fürjrer macht erschreckt nicht/gedenckct wie vnsere Vättcr im rohten Meer errettet man« diesem?^. Judas sind/dajnen Pharao mit einem grossen Heer nach eilcte. Last vnsgcn Himmel ruf- Glaubc. /so wirvt vns der HERR auch gnädig scyn / vnd an den Bund gedencken / den er mit vnscrn Vättcrn gemacht hat/vnd wrrt vnsere Feinde für vnsern äugen vertilgen. Vnd alle Heyden sollen innen wcrden/daß Gott ist/ der sich Israel annimmet/ hilfft vnd errettet. Da nun m Jude Mac- cabei Gebet. eine grosse Menge Volcks Fusainen/die Inden;» vertilgen/ Supj DanundieHeyden sahett/daß Judas gegen inenkam/zogen sieauch außdcmö Läger/Iudam anzugreiffen. Judas aber ließ drometen/vn greift' die Feinde an/ Vnd Heyden in die die Heyden wurden in die flucht geschlagen/dass sie vber das Blachfeld flohen/vnd die flucht geschlagen/ re. jetzterr erstochen wurden. Denn Judas jaget inen nach/ biß gen Assaremoth/vnd ans Feld Edom/gegen Asdod vnd Jamnia/vnd blieben tod drey tausend Mann. gen, (^^A aber Judas w»oer vmdkehret/gebot er seinem Volck/vnd sprach:Ir solt nicht o plündern/Denn wir müssen noch eine Schlacht thun/ Gorgias vnd sein Hauff ist für vns im Gebirge/darumb bleibt in der Ordnung/vnd wehret euch. Darnach so jr die Feinde geschlagen habt/kündt jr plündern sicher vnd on fahr. Gorgias. Da Judas also redet/thut sich ein Hauffauff dem Gebirge herfür. Vnd Gorgias sähe/ daß seine Leute geschlagen waren/ vnd das Lager verbrannt / Denn er sähe den Rauch/davon kundte er abnemmen/was geschehen war/Dazu sahen sie Judam vnd sein Kriegßvolck im Blachfeld gerüstzur Schlacht/Darumb erschrack Gorgiassehr/ vnd flohen in der Heyden Land. Also kehret Judas widerumb das Läger zu plündern/ vnd erobert einen grossen Raub/viel Gold/Stlber/Setden/pmpur/vnd groß Gut. Darnach zogen sie heim/dancketen vnd lobeten Gott mit Gesang/vn sprachen: Dan- cket dem HERRN/denn er ist freundtlich/vnd seine güte wehret ewiglich. Auff diesen tag hat Israel herrlich Sig gehabt. Lysraö bringt (A^Ie Heyden abcr/soetttrunnenwaren/kamenzuLysia/vndsagtenjm/wiees (^^jnen gangen war. Als Lysias solche höret/ward er sehr betrübt/daß nicht ge- ' rahtcn war/wie es der König befohlen hatte. Darumb brächt Lysias im folgenden' jar widerumb viel Kriegßvolck zusämmen/sechtzig tausend Mann zu Fuß / vnd fünff tausend Reisigen/die Jüden zu vertilgen. Diß 5^ccr zog in Idumea / vnd lägert sich bey Bechzura.Dahin kam Judas auch mit zehen tausend Mann. Da er aber sähe/daß die Feinde so ein groß Volck hatten/betet er/vnd sprach: Lobseydir/du Heyland Israel/der du durch die Hand deines Knechts Dauids den-Zeg.,7. grossen Risen erschlagen hast/vnd hast ein gantz Heer der Heyden geben in die Hände' Zonathe/Salils Son/vnd seines Kncchts.Ich bitte dich/du wollest diese vnfere Fein¬ de auch in die Hände deines Volcks Israel geben / daß sie mit jrer macht vnd Reisigen zu schänden werden. Gib jnen ein erschrocken vnd verzagt Hertz/schlage sie nider mit dem Schwert deren/so dich lieben/daß dich loben vnd prcyscn/alle/so deinen Namen kennen. Darnach greiff er sie an. Vnd Lysias vcrlohr bey fünfftausend Mann. Da aber Uaccaöeorum. im.Lap. 206 aber Lysiassahe/daß die seinen fiohen/vnd daß dieJüden vncrschrocken wa- c^LD ren/vnd daß sie bereit warcn/beyde/ehrlich zu leben/oder ehrlich zu sterben/zog erabgenAntiochia/widerumb Kricgßvolckauffzubringen/vnd tzieZüden noch stär- ckerzuvberziehen. Ädas aber vnd seine Brüder sprachen: Dieweil vnsere Feinde verjagt sind / so laßt vnshinauffziehen/vnd das Hcyligrhumb wider reinigen. Darumb kam H-yltgthumb mvee 0^0das Kriegßvolck alles zusamen/vnd zogen mit einander aufs den Berg Sion. Vnd da sie sahcn/wiedas Heyligrhumb verwüstet war/der Altar encheyligct/tzie Pforten verbrant/vnd daß der platz vnrbher mit Graß bewachsen war/wie ein Wald oder Gebirge/vnv der Priester Kellen zerfallen waren/Da zuriffen sie jre kleider/vnd hatten eine grosse klage/streuwcten Aschen auff jre Hänpter/fielcn nidcr auff jre An- gesichte/vnd bliesen Drommetm/vnd schryen gen Himmel. O Vnd Judas wehlet einen Haussen/ den Feinden in der Burgk zu wehren / daß sie nicht hcrauß fielen/tzieweil er das Hcyligrhumb reinigen liesse. Vnd nam dazu Prie¬ ster/ die sich nicht vervnreiniget hatten/ sondern beständig im Gesetz blieben waren/ Diese reinigten das Heyligchumb/vntz trugen den grcuwcl vnd die vnreinm Steine weganvnheyligeort. auch der Mar deß Brandopffers enchcyligct war/hiclten sie raht/wie <^Dsie es damit halten sotten. Vnd fanden einen guten recht/nemltch / daß man jn gantz cynreiffen solt/ daß nicht argernrß Davon käme / dieweil jn die Heyden enrheyli- get hatten/darumb ward er gantz eyngeriffcn.Vnd verwarcten diese Steine auffdcm Berge bey dem Hause an einem besonder« ort / biß ein Prophet käme /der anzeigete/ was man damit thun solte. Sic namen aber andere ncuwe vngchauwcnc steilw / wie das Gesetz lehret/vnd bauweten einen neuwen Altar/gleich wie der zuvor gewesen war. Vnd bauweten das Heyligchumb wider/vnd die Stüle vnd Priester Keilen im Mar vo» n-uw-m Hause.Vnd liessen neuwe heylige Gcfeß machen/ den gülden Leuchter/ den Räuchal tar/vnd den Tisch/vnd brachtens wider in Tempel. Vnd stelleten das Räuchwerck auffdenAltar/vnd zündeten die Lampen auff dem Leuchter an / daß sie im Tempel Exsd.-o. buchten. Auffden Tisch legten sie die Brot/vnd hengeten die Vorhänge auss/vM richteten den Tempel gantz wider an. x am fünff vnd Müßigsten tage deß neundtcn Monden/der da heißt Aas- Kasleu. ?uEerich?" o^leu/tm hundert vnd acht vnd viertzigstcn jar/stunden sie früe auff/ vnd opsscrten »4S M. wwerumb nach dem Gesetz auffdem Altar deß Brandopffcrs.Das ist das erste Qpf- fcr gewesen nach der zeit/als die Heyden das Heyligchumb vervnreiniget haben/ Vnd ward dieses Opffer wider angericht mit Gesang/ Pfeiffen/ Harpffen / vnd Zimbeln/ Vnd alles Volck fiel nider auff das Angesicht/ beteten an / vnd lobeten den HERRN Lm Himmel/der jnen glück vnd sig gegeben hatte/vnd hielten das Fest deß neuwenAl- tars achttage/vnd opfferten darauff Brandopffer vnd Danckopsser mit freuden. Vnd schmückten den Tempel mit gülden Kräntzen vnd Schützten/ vnd machten neu- we Thor vnd Kellen. Vnd warschr grosse freude im Volck / daß die schände von jnen genommen war/dic jnen die Heyden angelegt hatten. Vnd Judas vnd seine Brüder/ vnd alles Volck Zsracl/beschloffen/daß man jarlich vom fünff vnd zwentzigsten tage an deß Monden Kasleu acht tage deß neuwen Altars Fest halten solt/mit freuden Kaslmist der Vttd dancksagung. Vnd sie bauweten feste Mauren vnd Thürne vmb das Heyligchumb auff dem rechnet. ' Berge Sion/daß die Heyden das Heyligchumb nicht eynnemmcn vnd verwüsten kütttzten/wie zuvor. Vnd Judas legt Kriegßvolck dreyn/ das Heylithumb zu be- waren. Er befestiget auch Bethzura/daß das Volck eine Festung Bechzura. innen hette gegen Ioumea/ darinn sie sich auffenthalten vnd wehren kündten. Judas m ff J»da schlegt dleEdomrter/dre Binder Lesn vnd Ammon. Simon sigtin Galtlea. ^»vs schiegr Tlinotheum/ntmmet eyn dre festen Starre in Galaad/fchlegr hernach Trmorheum aber¬ mals in die flucht/vttd gewinr Laruarm vnd Lphron. Die Hanptiente Joseph vnd Azaria qreif- fendie Heiden onbefehl an/vndwerden geschlagen. A aber die Heyden vmbher höreten / das; der Altar wsi L der auffgcricht/vnd das Heyligthmnb gercinigct war/ergrün meten sie sehr/ Vnd namm für / Das gantze Geschlecht Jacob außzurotten / vnd fiengenan alle Juden an jrenGrcutzenzu tödten. Aber Judas zog in Idumea/wwer die Kinder Esau/ vnd vberficl sie zu Arabath/da sic die Kinder Israel belagert hatten/vnd schlug viclIdumecr Kinder Bea. tod/vnd plündert sie.Diewei! auch die Kinder Beau auffder Straffen vntreuw vnd msrdt getrieben hatten wider Israel/Hats inen Judas auch gedacht/vud belägert vnd Ammon, verbrannt jre Burgk/nrlt allen so darinn waren. Darnach zog er wider Ammon/die Timotheus, waren wo! gerüst/ vnd hatten viel Kricgßvolck / vnd ein Hauptmann/ Timotheum/ Daruntb thatIudas viel Schlachten mit inen/vnd hatte Sig/vnd gewan die Statt Jazer. Jazer/mit andern vmbligenden Flecken. Darnach zog er wider heim in Iudeam. Israel bedrm waren aber die Heyden auch auff in Galaad wider Israel an jrer Grentze/ bo»dcltHcyd::r. o^Lchsie zu vertilgen/Abcr das Volck flöhe auff die Burgk Datheman/ vnd schrieben gz; Judam vnd seine Brüder/ also: Die Heyden vmbherhaben sich alle versamlet wider vns/daß sie vns alle vmbbringen/jrHauptumnn ist Timotheus/vnd wöllen vn- ser Burgk/dareyu wir geflohen sind/stürmen. Darumb bitten wir/du wollest vns zu hülsse kommen/vnd vns retten/denn vnscr ist wenig/Denn die Feinde haben vil vmb- Tuörn. bracht/vnd zu Tubin bey tausend Man getödtet/vnd ir Weib/Kind vnd Güter/weg- GaLilm. geführt. Da man diesen Briefs lase/ kamen mehr Botten auß Galilea/ die zuriffen /re Kleider / vnd sagten kläglich / Daß die Heyden auß allen Stätten vmbher mit macht Galileam vberzogen hatten/auß Ptolemais/Tyro vnd Sldon/vnd dasgantz Galilea voll Feinde were/Israel außzurotten. ^sLs mm Judas vnd das Volck solches höreten/hielt man raht/wie sie jren Brü- V ^>l^dem in dieser not Helffen kündten. Vnd Judas befahl seinem Bruder Simon/ daß er jm einen bcsondem Haussen wehlen solt / vnd in Galileam ziehen / die Brüder da zu retten so wolten/er vnd sein Bruder Ionarhas/in Galaad ziehen. Vnd machte Josephom Son Iacharia vnd Azaria zu Hauptleute vber dasvbrige volck daheim/ Iudeam zu bewaren. Vnd befahl inen/sic soltcn das Volck regieren/ vnd mcht außzie- hm die Feinde anzugreissen/biß er wider käme. Szpis, t Vnd Simon zog in Galileam mit drey tausend Mann / Judas in Galaad mit ' ' acht Lausend. Da nun Sunon in Galileam kam/that er viel schlachten mit den Hey¬ den /vnd siget/vnd jaget sie biß gen pwlemais an das Thor/daß bey drey tausend Heyden vmbkamcn/vnd Simon plündert sie. Darnach kam er wider zu seinen Brü¬ dern in Galilea/vnd zu Arabath/vnd hieß sie mit Weib vnd Kind mitjm in Juden ziehen/vnd führet sic dahin mit grossen freuden. Judas Mac- ^lBerIudasMaccabeus/vndIonathas/seittBruder/zogettvber denIordanin ^"'6. ^Adie Wüstcn/drey tagreise. Da kamen zu jnen die Nabatheer/vnd empfiengcn sie caoakheer. s^undtlich / vnd zeigeten jnen an / wie cs jren Brüdern in Galaad gienge / vnd daß viel gefänglich weggcführt waren gen Barasa/ Bosor/Alima/Kasbon/Mageth/ vnd Karnaim/welches eitel grosse vnd feste Stätte waren/ Daß auch viel in andern Stätten in Galaad gefangen lagen. Darumb beschlossen sie / daß sie morgens als¬ bald dicselbigen festen Stätte vberziehen vnd stürmen wolten.VndIudas kehret vmb Bosor. zu rücke eine Tagreise/vnd stürmet die Statt Bosor/ehe sie sichs versahen/vnd er¬ obert sie/vnd ließ alle Mannsbilde drinnen erstechen/vnd plündert vnd verbrannt die Statt. . c" Darnach Mmaöeorum. v. Lap. 207 e DamachresseterfortbeynachtzuderBurgk/dafeine Brüder belägert waren. Vnd da er deß morgens dahin kam/ sähe er eine grosse mächtige menge Dolcks on zahl da/welche Leytern vnd Wagen trugen/vnd den Sturm anfiengen/vnd war in der Statt ein kläglich geschrcy/daß in Himmel schallet. Da vermanet Judas sein Volck/ daß sie für ire Brüder streiten wolten/sie zu retten. Vnd macht drcy spitzen/ vnd greiff sie zu rück an im sturm/vnd ließ drommeten/vnd das Volckschrey laut/vnd betet zu Gott.Als aber das Heer Timothei sahe/daß Judas hinder inen war / flohen sie / vnd Acht tausend wurden hart gcschlagen/daßauß inen diesen tag bey acht tauscndtod blieben. Dar- s'-n? ' nach zog Judas gen Maspha/stürmet vnd erobert sic/vnd ließ alle Mannsbilde drin¬ nen tödren/vnd plündert vnd verbrant die Statt. Darnach gewan er Kasbon/Ma- Stätte in gtth/Bosor/vnd die andern Stätte in Galaad. ^M Bcr Tunotheus bracht widerumb ein groß Hecrzusamen/vnd lägert sich gegen ' ^ß,Raphott/icnseit der Bach. Da schicket Judas Kundtschaffter hin/vnd ließ bese- Raphon. heu/wic starck die Feinde wcren/vnd wie sie legen. Diese sagten im wider / daß sehr ein grosse menge were auß allen Heyden vmbher/daß sie auch Kriegßknechre auß Arabia bey sich hetten/denen sie Sold müßten geben/vnd daß sich das Heer ienscit der Bach gelägcrt hette/vnd weren gcrüst zur Schlacht. Darumb zöge Judas auß wider sie. Vnd Timotheus sprach zu feinen Häuptlemen: Wenn Judas an die Bach Timotheus, kompt/vnd so mutig ist/daß er herüber ziehen thar/ so können wir im nit widerstehen/ sondern er wirt vns schlagen/Wcnn er sich aber fürchtet/vn thar nicht vber die Bach herüber/so wollen wir vber das Wasser/ vnd in angrelffen vnd schlagen. v Da nunIudas an die Bach kam/stellet er die Priester an das Masser/vnd gebot inen/sie solten alles Volck hinüber treibcn/daß sie die Feinde hülffen schlagen / vn nie¬ mand solt dahinden bleiben. Da nun also Judas vnd sein Heer erstlich vber das was¬ ser kamen/flohen die Feinde/vn liessen ire Wehre fallen/vn kamen in einen Tempel in der Statt Karnaim.Aber Judas erobert die Statt/vn verbrennet den Tempel/vnd Aarnaim cr- alle die darin waren/vn Karnaim ward zerstöret/vn kundte sich nit schützen fürIuda. (^^Arnach ließ Judas alles Volck Israel/ das in Galaad war/klem vnd groß/ Weib vnd Kind/zusammenkomcn/ daßesmitinIudea zöge. Vndauff dem wegc kamen sie zu einer grossen festen Statt/ Ephron/ die an der straffen lag/ da man Ephron. durch must/vnd nicht neben hin ziehen kund.Nun wollen die Leute zu Ephron Judam nicht durchlassen/sondern machten sich in die Statt/vn hielten die Thor zu/ Aber Ju¬ das sendet zu jnen/fagrjnen frieden zu /vnd bäht freundtlich/daß man sie durchließ/ denn inen solt kem schade von den seinen geschehen/Er bcgert nichw denn allein durch- zu ziehen/Aber die von Ephron wolten sie nicht cynlassen. Da ließ Judas außmffcn im gantzen Heer/ daß das Kriegßvolck eine ördnung Ephron erö- machen solt / vnd den sturm anlauffen/ ein jeder hauffan seinem ort.Also stürmten sie bert/g-Mn-e«/ v„d die Statt den gantzen tag vnd die gantze nacht/vnd eroberten sic. Vnd Judas ließ er-' """" stechen alle Mannsbilde drinnen / plündert vnd zerstöret sie / vnd zog durch / vber die rodtcn Körper hin.Vnd kamen vber den Jordan auffdas Blachfeld.Vn Judas trclb das Volck fort/das sich dahinden seumet/vnd tröstet sie die gantze Resse auß/ biß er sie tns land Juden brach t. Da zöge sie auffdcn berg Sion mitgrossen freudm/vn opffer ten Brandopffer/dz inen Gott sig gegebö/ vn sie mit fteuden wider heimbracht hatte. c^^Ieweil aber Judas vnd Jonathas in Galaad war/vnd Simon/ jr Bruder/in Ieweil aber Judas vnd Jonathas in Galaad war/vnd Simon/ ir Bruder/in Galilea fürPtolemais/ vnd Joseph/ der Son Iacharic vn Azarie/die Häupt- leute/höreten vonircm Sig vnd grossen thaten/sprachen sie : Wir wellen auch Ehr cynlegen/vnddie Heyden vmbvns her angreiffcn. Vnd geboten ircm Kriegßvolck/ daß sie solten auffseyn/vnd zogen gegen Iamnia. Da zog wider sie Herauß Gorgras mit seinem Heer/vnd schlug den Joseph vnd Azariam in die flucht/vnd jaget sie biß ^erschlaF ins Lmrd IudaVn Israel verlor den tag vilVolcks/nemlich/bcy zwcy tausend Man/ Älana Ur die flucht Darumb/daß sie Jude vnd seines Bruders befehl nicht gehorcht hatten/vnd sich auß M ltz eigener Msl.BuK vi.Lap. eigener Vermessenheit vntersiandcn einen rühm zu erjagen /so sie doch nicht die Leute waren/denen Gott verliehen hatte/daßIsrael durch sie geheissen würde.AberIudas vnd seine Brüder wurden groß geacht bey gantzem Israel/vnd bey allen Heyden/vnd wo man sie nennet/wurden sie gepreiset. Hebron ero- ec7^ Nd Judas zöge auß mit seinen Brüdern wider die kinder Esau/gegen Mittag/ rm. ÄAvnd erobert Hebron/vnd dieFlecken vmbhcr/vnd verbrannt jreMaurenvnd Thürne.Vn kehret vmb in der Heyden Land gen Samaria/da sind vil Priester vmbkomen/welche auch zu kühn waren/vnd die Feinde on raht vud befehl angriffen. Asdod. Darnach zog Judas gen Asdod in der Heyden Land/vnd reiß die GötzenAltareyn/ vnd verbrenct die Götzen/vn plündert die Stätt/ vn kam wider heim ins Land Juda. vi.Lap. Anttochus belagett Vke Statt Elimais rn perfta/rtcbt aber nichts »uß/vernr'met zesttttigvsn derJüden glücklichen Slg/wtrtbekämmert/vndstrrbtfärlttv.Iuvas belagert VleBvrgkzuJir- rusalem/Rönig Euparor unterstehet sich inen zu Helffen/Iudas zeucht stti entgegen erlegt in die sechß hnnvert Mann vnd zeucht wider in seinen vorcheil. Bethzura ergibt sich dem Rönige auß Hungers not. Der Röntg belagert das Hexligthumb/vnd macht einen Fried mit den IüSett. Antiochus. A aber der König Antiochus oben tni Königreich hm-r Elirnais. vnd her rcifete/höret er von der berühmeten Statt Elimais in Pcrsia/ daß viel Gold vnd Silber vnd groß Reichthumb da war/ vnd daß im Tempel groß Gut/ vnd die gülden Kleidcr/Harnisch vnd Schilt/ wa- ren/die der Son Philippi/Alexander/derKönig auß Macedonia/da- Antiochus hm gegeben hatte. Darumb kam Antiochus für die Statt/sie zu erobern vnd zu plün- dem. Aber die in der Statt waren verwarnet/Darumb waren sieauffsich zu weh- Mrden? den.VndAntiochuskundtenichtsschaffen/sondernlnustewiderabziehcn/vndkehret Babylon, vmb gegen Babylon mit grossem vnmut. kam jm Bottschafft/daß sein Heer/ das er ins Land Juda gesandt hatte / ge- (^^schlagen were/vnd daß Lysias hatte fliehen müssen. Vnd daß die Jüden in sei¬ nem Läger groß Gut vnd viel Waffen gewonnen / damit sie sich hernach besser gcrüst hctten/vnd mächtiger worden weren/Vnd hettcn den Greuwel auß dem Tempel zu Jerusalem geworffen/vnd das Heyligthumb wider mit festen Mauren bewaret / wie Antiochus Mvor/dazu auch Bethzura befestiget. Da Antiochus solches höret / erschrack er sehr/ wrrtsükgrosscm leid vnd ward hoch betrübet/ leget sich nider/vnd ward für leyd kranck/daß sein fürnemen !!!dschb!drüb-!/rc! nicht geruhten war/vnd bleib lang in dieser Statt/Denn der kummer ward je länger je grösser/vnd macht jn so schwach/daß crsahe/daß er sterben muste. Darumb fordert er seine Freunde zu sich/vn sprach zu jnen: Ich kan keinen schlaff mehr haben für grossem kummer vnd Hcrtzleid das ich habe. Ach wie hat sichs so gar mit nur vmbkehrct/so lang ich regiert habc/hab ich freude vnd sig gehabt / vnd bin bei¬ den meinen auch lieb vnd wehrt gewesen/Aber nun bin ich so hertzlich bctrübt/vnd ge- 8 dencke an das vbel/das ich zu Jerusalem gechan habe / da ich alle güldene vnd silberne Gefcß auß dem Tempel wegführct/ vnd licß vnschüldigc Leute in Iudea tödten. Da¬ her komet mir jetzt alles vnglück/vnd muß in einem frembden Lande von dtser trauw- rigkeit sterben. Philippus. ^d er fordert einen seiner Freunde / Philippum / den verordnet er zum Haupt- HHmannvberdasgantze Königreich/vnd gab jm die Kron/Mantel vnd Ring/ Vnd befahl jm seinen Son / den jungen Antiochum / auffzuziehen/ vnd in das Königreich eynzusetzcn.Darnach starb Antiochus in derselbigen Statt/im hundert Tod Am neun vnd viertzigsten jar. Antiochus (§^A nun Lysias höret/daß der König tod war/macht er zum Könige den Son Lupat-rvon Lysta ^L^Antiochi/deß Edlen/den jungen Antiochum / welches Juchtmeister er gewesen Escmes war/vnd nennetjn Eupator. ^is^Vn thatcndieHeyden/sodteBurgk auff Sion noch innen hatten/demVolck MHIsrael im Heyligthumb viel schadm/dcn sie hatten eine gute Festung. Darumb mm Nacmöeorum. vi.Lap. 2°s Nam Judas für sie zu belägem/damit er sie vertilgen mochte. Vnd das Volck kam zu- rr° kar. sanumn ün hundert vnd fünfftzigsten jar/vnd brachten dafür allerley Kriegßrüstung Vnd etliche Heyden kamen auß der Burgk/daß sie zum Könige zögen/hülffe zu suchen. Zu diesen thaten sich viel abtrünnige auß Israel/die zogen mit inen zum Körn- gr/vnd sprachen: Warumb wiltu nicht straffen/vnd vnsere Brüder rechen k Denn wir woltcn deinem Vatter vnderthan/vn seinenGebotten gehorsam seyn/Da fiel vn- ser Volck von vns ab/vnd wo sie vnscr einen ergriffen/tödten sic in/vnd theileten vnscr Erbe vnker sich/vnd plagten nicht allein vns/sondern trieben solchs im gantzen Lande. Vnd letzt bclägern sie die Burgk zu Jerusalem/ sie zu erobern / vnd haben das Heylig- thumb vnd Bethzura befestiget. Wo du nicht eilen wirst lnen zu wehren/werden sie siärcker wcrden/vnd mehr schaden thun/vnd wirst sic nicht mehr bezwingen können. König solchs höret/ergrimmct er sehr / vnd ließ zusammen fordern seine Mtiochus <^LHFürstenvndHäuptleute vbcr das Fußvolck/vnd vbcr die Reisigen/vnd nam bringet «»e grosse frembde Knechte an auß den Insulen/vnd bracht zusammen hundert tausend Mann Zu Fuß/zwentzig tausend zu Roffz/vnd zwen vnd dreißig Elephanten / zum Krieg ge- vberziehen. wehnet. Diß Heer zog durch Idumea/vnd da sie ans Land kamen/belägcrten sie Bethzura be- Bechzura/vnd machten davor mancherley Kriegßrüstung zum sturm/Aber dieIü- lagere, den fielen herauß / vnd verbrenneten diese werck/vnd stritten Ritterlich. ^^NdIudas zog ab von der Burgk Sion/vnd kam mit dem Heer gen Bethzacha- Bethzacha- c>^ra/gegcn deß Königs Läger. Da war der König morgens frü auff/vsr tag/ ww führet das Heer an die straffe für Bethzachara/vnd ließ die Schlachtordnung machen/ vnd drometcn / vnd die Elephanten mit rotem Wein vnd Maulbersafft be- sprützcn/sic anzubringen vn zu erzürnen.Vnd theileten die Elephanten in die Haussen/ Elephanten. also/daß ra zu einem Elephanten tausend Mann zu Fuß/in eisern Helmen vnd Har¬ nisch/ vn sünffhundcrt Pferd/verordnet wurde.Dise warteten also auff den Elephau ten/daß sic nicht von jm wichen/vnd wohin man den Elephanten wcndet/da mußten sie-auch hin/vnd trug ein jeder Elephant einen hültzern ^hurn/dartun waren ja zwen vnd dreiffig Krieger/vnd der Mor/so die Bestien regiert.Den vbrigcn Reisigen zeug ordnet er auffbeydcn feiten/ das Fußvolck zu bewarcn/ daß cs nicht zertrennet würde. Vnd da die Sonn auffgicng/vnd scheinet auff die güldene Schilt/ leuchtet das gantze Gebirge davon / als wcre cs eitel Fcuwer. Vnd deß Königs Heer zog ein theil auffdem Gebirge/ein theil herunter im Blachfeld/ in guter ordnung / vnd sürsichrig- lich. Vnd wer sie höret/der entsatzt sich für dem grausamen gethöne/vnd der grossen menge vnd getümmel/das sie mit dem Harnisch vnd Eisen machten/Denn es war sehr ein groß vnd wolgerüst Volck. v Vnd Judas zog auch gegen lnen in seiner Ordnung / sich zu wehren / vnd schlug verschlage, sechß hundert tod auß deß Königs Heer. A6^Nd einer/genant Eleasar/der Son Saura/merckt einen Elephanten/ der war Eleasar. c>H^höher vnd besser gerüst denn die andern/vnd dacht der König werc drauff/ vnd waget sich/daß er das Volck Israel errettct/vnd einen ewigen Namen erlanget. Liess mit grosser künheit hinzu/drang durch die Feinde/vntödtctlrcr vil auffbeydcn feiten/ vnd machet sich vntcrden Elcphanten/vndstachjn/daßder Elephantvmbfielauff -n / vnd starb/vnd schlug /n auch tod. Dieweil aber die Iüdcn sahen / daß deß Königs Heer eine solche grosse macht war/wichcn sie beseits/vn liessen die Feinde auff diß mal von sich. Darumb zog deß Königs Heer fort gen Icrusalem/vnd kam inIudca. Ber die auffBethzura kundten Hungers halben nicht länger darin blctben/denn Bethzura ^Aes war das sibcnde jar/darinn man die Felder muste feiren lassen/ vnd sie erlang- eyngenomm vnd kc, ten Geleit vom Könige / daß sie sicher herauß möchten gehen. Da nam der König Bethzura eyn/vnd leget Kriegßvolck dareyn/diesc Festung zu bewarcn. Vnd zog fort gegen Sion / vnd belägert das Heyligthumb eine lange zeit / vnd richtet dagegen Heyligthumb auffallerley Geschütz. Es wehret sich aber das Volck Israel im Heyligthumb vil tage/ b^ge«^ Könige. m iii, vnd KasI. Buch vil.Lap. vnd machten auch Geschütz vnd Krigßrüfmng wider die Feinde. Eshatte aber auch nichtzueffen/dieweilesdassibende jar war/Vnd die frembden Iüden/soauß der Heyden Länder in Iudea vmb sichcrheit willen geführt waren/hatten den Vorraht alle verzehret/vnd wurden der Heyligen sehr wenig/ denn sie stürben Hungers / Dar- umb mußten sie von einander ziehen/vnd sich in andere Stätte theilen. M^ItlerzeitvernamLysias/daßPhilippus/demdeßKönigsVatter/Antiochus/^ j, Puppus. tz^Hden jungen König vnd das Reich/bey leben befohlen hatte/wider komm war^"' ^^außPersen vnd Meden /mir dem Kriegßvolck/das der König dahin geführet hatte/vnddaßsich Philippus deßRcgiments vnterstunde/darumb eilet er wegauß Iudca wider ins Königreich/vnd sprach zum Könige vnd zun Häuptleuten: Wir lei¬ den hie not/vnd haben nichts zu cssen/vnd verlieren viel Leute / vnd diß ort ist sehr fest/ so wir doch daheim nötiger fachen zu thun haben / Frieden im Königreich zu erhalten. Last vns friden mit diesem Volck machen/vnd zulaffen/daß sie jr Gesetz halten wie zu- vor/Denn sic zürnen vnd streiten allein darumb / daß wir jnenjr Gesetz abthun wöl- len.Diese Meinung gefiel dem Königevnd denFürstenwol. Vnd der König schicket zu jaen/einen Frieden mit jnen auffzurichten. Da sie aber herauß kamen auß jrer Festung/zog der König hineyn. Dn da er sähe/ daß so fest war/ Philippus hielt er seinen Eyd nicht/sondern gebot die Mauren vmbher wider eynzureiffen. Dar- RÄauMc! nachzog er cilendweg gen Antiochia/da vcrnam er/daßsich Philippus da auffge- worffen hatte für einen König/mit dem streit er/vnd erobert die Statt widerumb. vn.Lap. Antlochrrs/Seleucl Gsn/kompt widcp in ftinRZnlgrelch. Aitwchusvnd Lyftas werden vom Rnegss- volck getödr. Alcimus wirr Hoherprtester/lässt viel frommer Lent jämmerlich vmbbrmgen/ verklagt nach mals vre Iüven. Darauff wirr wcanor wwer Judam geschickt/der erlegt jm bex fünffraufend Man. Nr- canorfchwert/ErwälledenTempelverbreirnen. Die Priester vndJudas schrexen ;nm HER^N/vnd wirt Nicanor fampt seinem Heer erlegt vnd erschlagen. Demetrius. MWWHM hundert vnd ein vnd fimfftzigstkn jar / kam Demo ä trius/Seleuci Son/von Rom widerumb in sein Königreich/vnd DEMM «am Statt cyn am Meer/mit wenig Volcks/vnd regiert da als oe , s - ein König. Vnd da er in die Hauptstatt Antiochia kam / fieng das Kriegßvolck Antiochum vnd Lysiam/dteselbigen Demetriozuvber- volckgefaugeu bn»d antworten. Da aber solches Demetrio angezeigt ward/gcbot er/man solt sie nicht für seine Augen kommen lassen. Darumb tödtet sie das Kriegßvolck. <^^A nun Demetrius das Reich innen hatte / kamen zu jm viel Gottlose vnd ab- Alcimus. (^tztrünnige Leute auß Israel/ vnd war der fürnemmest vnterjnen Alcimus/ der Judas ver- weregermHoherpriester worden. Diese verklagten Judam/ vnd jr eigen Volek/ vnd klangt sürÄcme- spMM/Iudas NN seine Brüder haben alle/so dir wollen gehorsam seyn/ vmbracht/ oder auß vnserm Land verjaget/Darumb sende jemand dahin / dem du verträumest/ vnd laß bcsehen/wie sie vns vnd deß Königs Land verderbt haben/ vnd laß sie vnd al¬ len jren anhang straffen. Bacchides/ Darumb macht der König Bacchidcn/seinen Freundt/der im Reich gewaltig Äcmctn, Haupt- war/vnd dem der König viel vertrauwet/zum Hauptmann vber das gantze Land dis- Alcünus ^)o- deß Euphratis/vnd schickte mit jm den abtrünnigen Alcimum/den er zum Hohen- herprEer von^ö- Priester gemacht hatte/ vnd befahl jm das Dolck Israel zu straffen. Vnd sie zogen inns ge- mit einem grossen Heer/vnd schickten Bottschafft zu Juda vnd seinen , Brüdern/vom Frieden zu handeln / vnd stelleten sich/als wolten sie frieden mitjnen halten. Abcreswareitelbcttug/darumbgläubLjnenIudaömcht/ denn ersahe/daß sie wol gerüst waren/ vnd ein groß Heer mit sich führeten. Alcimus Han §UBer El Priester kamen zu Alcimo vnd Bacchide/ vnd viel von den frommen in 8 d-lt als cm vcrzwttf ^ß.Israet/die versahen sich gutö zuAlcimo/vnd begerten frieden/vnd sprachen: Al- ftlter Bö,;w>cht/ rc. ein Priester auß dem Geschlecht Aaron / er Wirt vns kein vntreuw beweisen. Vnd Alcimus saget jnen frieden zu/vnd that einen Eyd/ vnd sprach: Wir wollen euch vnd Nactaöeorum. vii.Lap. 209 vndeuwcre Freunde nicht beleydigen. Da sie jm also gläubten/ließcrsechtzigauß prUm. -s. ^en fahcn/vnd tödtet sie alle auffeinen tag/wie die Schrifft spricht: Das Fleisch dei¬ ner Hcyligen haben sie den Thiercn gegeben. Sie haben Blut vergossen vmb Jem- . salem vmbher wie Wasser/vnd war niemand der sie begrub. Darumb kam eine sehr grosse forcht vnd schrecken in das Volck/welchs klagct/daß weder glaube noch treuwe in Alcimo were/dcnn er hielt seinen Eyd nicht. Bacchides zog weg von Ierusalem/vnd belägert Bechzecka/vnd sendet auß Bethzccha. c^^vnd ließ viel fahen/so zuvor sich an m ergeben/ vnd von wegen der vntrcuw wi¬ der von jm flohcn/vnd ließ jrcr viel tödtcn/ die warff er in eine grosse Gruben. Dar¬ nach befahl Bacchides das Land Mimo/vnd ließ Kricgßvolck bey jm/vnd er zog wi¬ der zum Könige. Vnd Alcimus vnterstunde sich mit gcwalt Hoherpriester zu werden/ vnd hcnget an sich alle abtrünnigen in Israel/vnd bracht das Land Inda mit gcwalt Nkimi pra- vnter sich/vnd plaget das Volck Israel sehr hart. (^^A nun Judas sahc/daß Alcimus vnd die abtrünnigen auß Israel viel grösser Judas strafft schaden in Israel thaten/zog er abernral vmbher durch das gantze Land Juda/ vnd straffet die abtrünnigen/vnd wehret jnen/das sie nicht mehr also urr Larwehiu vnd her ziehen thursten. Q aber Alcimus sahe/daß Judas vnd sein Volck wider gewaltig war/ vnd daß Alcimus ver- <^^D§r jnen nicht widerstehen kundt/zog er wider zum Kömge/vnd verklagt sie hart. me?tiAiitiae!än Darumb sendet der König einen grossen Fürsten/Manor/dahm/ der dem Volck Is- rael sehr gram war/vnd gebot jm/das Volek Israel garrtz znvertilgcrr. Vnd Manor zog mit einem grossen Heer gen Jerusalem/vnd schickte Botten zu Juda vnd seinen d,eIüde7san77', Brüdern /bctrieglich/ die sich stellensolten/als Wolter frieden mit jnen halten/vnd sprechen: Wir wöllen frieden mit einander halten/ich vnd jr/vnd wil urit wenig volcks komen friedlich/daß ich euch anspreche. Also karr; Manor zu Juda / vnd sie cmpsien- gen vnd sprachen einander friedlich an.Aber cs war bestellet/daß man den Irrdam da sahen ss!t. Diß ward Juda verkundtschaffr/daß Nrcanor darumb zujm kommen we- re/ jn mit diesem betrug zu fahen/darmnb hütet er sich für jm / vnd wolt nicht mehr Zu jm kommen. M da Manor merckt/daß sein fürnemen war offenbar worden/zog er wider Mcanorver- I^HIuda/vnd thet eine schlacht mit jrn bey Kaphar Salama. Da verlor Nicanor l-E 50°°. Man. fünff tausend Mann/vnd sein Heer mußte fliehen auff Damds Burgk. Dar¬ nach kam Manor auch zum Heyligthumb auff den Berg Sion/ vn die Priester vnd die Eltesten giengcn herauß/jn friedlich zu cmpfahcn/vnd jm zu zeigen/daß sie für den König grosse Opffer rhetcn. Aber Nicanor verspottet sie nm jrem Gottesdienst / vnd lästert vnd entheyliget die Opffcr/vnd schwur einen Eyd/ vnd sprach: Werdet jr mir Manor Judam vnd sein Heer nicht überantworten in meine Hand/ so wrl rch dieses Hauß vcr- ^»7«^ brennen/so bald ich glücklich wtdemmb hcrksmme/Vnd zog weg mit grossem grim. Aber die Priester giengcn hmeyn/vnd traten für den Altar im Tempel/ vnd wei- neten/vnd sprachen: Ach HERR/ dieweil du dieses Hauß mochtet hast/ daß man dich Der Priester La anmffm/vnd von dir predigen sol/so bitten wir/du wöllcst an diesem Manor vnd seinem Heer rach vbcn/vnd daran gedcncken/daß sie dein Heyligthumb vnd dich ge¬ lästert haben/vnd wöllest sie auß dem Lande verjagen vnd vertilgen. v Nd Manor zog von Icrusalernweg/vndlägert sich bey Bcrhoron/Dakam ^Hnoch ein Heer auß Syria zu jm / jm zu heissen. Aber Judas lagert sich gegen jm bey Adasar/mit drey tausend Man / vnd betet zu Gott/vnd sprach also: HERR Gott/da dich die Boten deß Königs Senacherib lasterten/schrcktestu eine Engel/ der schlug tod hundert vnd fünffvnd achtzig tausend Man/Also schlag diese vnscre Feinde heut für vnsernaugen/ vn richt Visen Manor nach seiner grosser, mtffcthat. Daß an- (Adar)ist der der Leut crkenen/daß du jn darumb gestrafft hast/dz er dein Heyligthum gelästert hat. Monat §-bmanus Vnd am dreytzehcndcn tage deß Monats Adar thaecn sre eine Schlacht mit cirr- r-ch»^ ander/ Aaöl.BuA viii.Lap. ander/vnd Manorkam zum aller ersten vmb. Vnd da sein Heer solchs sähe/ wursten sie die Waffcll von sich/ vnd flohen. Aber Judas jagetjneN nach eine tagreise/vonA- ' Dasar biß gen Gaza/vnd ließ drommeten/daß das Volck auß allen Flecken vmbher auffdem Lande hcrauß zujm liesse/ vnd hülffe die Feinde schlagen / vnd kamen zu Im Manors da/vnd hielten sich wider zu jm. Alsowarddas Heer Mcanoris geschlagen/vnd kam hecrerschiagm. davon.Vnd Judas plündert sie/vnd führet den Raub Mit sich weg. Manor kom Dem Nitanor aber ließ er den Kopffabhauwen/vnd die rechte Hand/die er zum r v. mec vmb. Eyd außgereckt hatte/da er lästert/vnd dern Heyligthumb dräuwct / vnd ließ beyde/ Kopss vnd Hand/mik führen/vnd Zu Jerusalem auffhengen. Da ward das Volck wi¬ der sehr frö!tch/vn feyreken diesen tag mit grossen fteuden.Vnd verordneten/daß man järlich diesen tag/nemlich/den dreytzehcnden tag deß Monden Adar/feyrensslte.Also ward wider fncde im Lande Juda eine kleine zeit. vm.Lap. Judas höret von dec Römer macht /grossen thaten/ vnd chrkarkelt/ schickt auch derhalben eine Lorrschassr;» men/bcgerct einen Bund zu inachcn/vnd wirr gLVack. Der Römer bdrct aber Judas von den Römern / daß sie sehr MachtvndglttRe- mächtig ivercn/vnd frembdc Völckcr gerne in schütz nemen/die hülffe bcy nun sirchten/vnd daß sie treuw vnd glauben hielten. Denn er hö- rct/wie ehrliche thatcn sie gethan wider die Gallos/ welche sie bezwun- gcn vud vnter sich gebracht hatten. Auch welch grossen Kriege sie in Hispama gcführet hatten/vnd die Berckwerck erobert/ da man Gold vn Silber grä- bet/vnddaßsievlclLänder/fcrrnvonRom/mit grosser vernunfft vnd ernstgewon- ncnhettcn/vnd erhielten. Daß sie auch viel gewaltige Könige/ die jnen in jr Land mit macht gezogen sind/ geschlagen vnd verjagt hettcn/vn jre Königreich vnter sich bracht. Vnd daß sie neuw- llch den König von Kithtm/Philippum/vnd hernach seinen Son/ Persen/ vberwun- Den hetten.Auch von dem grossen Amiocho/dem König in Asia/der wider die Römer gezogen war mit hundert vnd zwcntzig Elephantcn/ mit grossem Reisigen Zeug / vnd Wägen/ aber die Römer hatten sein Heer geschlagen/ vnd jn gezwungen/ daß er vmb frieden bitten must. Vnd haben jm vn'seinen Erben nach jm eine grosse schatzung auff- gclegt /die sie järlich den Römern geben mufien/dazu must er den Römern Geissel schicken. Sic namen jm auch Ionien/Asien/vnd Lydien/die edelsten Länder/ vnd ga- DE». Eumenes. hm sie dem Könige Eumeni. Griechen. Es setzten sich auch die Griechen mit grosser macht wider sie / Aber sie schickten ei¬ nen Häuptmann wider die Griechcn/dcr schlug sie/vnd nam das Land eyn/vnd ließ in Stätten die Mauren nider reissen/daß sie müssen fride haltcn/vnd gehorsam seyn. Golchen ernst erzeigeten sie gegen allen jren Feinden/ daß sie alle die jenigcn bczwun- gen/dic sich wider sie setzten. Aber mit den Freunden vnd Bundgenosscn hielten sie guten frieden/vnd hielten glauben. Vnd waren mächtig vnd gefurcht in allen Landen/Wem sie hulffen/der ward geschützt vnd erhalten bcy seinem Königreich/ Welchen sie aber straffen Wolken/ Der ward von Land vnd Leuten verjagt. Vnd wurden sehr mächtig. Rahtzu Vnd ward solche Tugend bcy jnen/daß sich keiner zum König machte/es war Römer N""'- glich kein König da/sondcrn der Raht/das waren drey hundert vnd zwcntzig Mann/ Tug-»». Die regierten wob Vnd järlich wehtet man einen Häuptman / der in allen jren Landen zu gebieten hatte/dcm müssen sie alle gehorsam scyn/vnd war keine Hoffart / neid noch zwytracbt/beyjnen. Judas sendet Nd Judas wchlctEupolcmum/den Son Johannis/deß Sons Jacob/vn Ia- Eicm^mRom'/mic A^son/Elcasaw Son/ vnd sendet sie gen Rom/mtt den Römern Freundtschafft dm'Amm eine!, ^r^pnd einen Bund zu machen/daß sie jnen hülffcn/Daß Das Königreich Ismet Bund austjurjchtt. " Naccaßcorum. viii.Lap. 2,0 nicht vnterdrücket würde von den Griechen.Diese zogen gen Rom einen weiten weg/ vnd kamen für den Raht/vnd sprachen also: Zudas Maccabeus / vnd seine Brüder/ vnd dasZüdtsche Volck/Haben vns zu euch gesandt/etnen Frieden vnd Bund mit euch zu machen/daß jr vns in schütz nemen wolt/als Freunde vnd Bundgenoffcn. Das ge¬ fiel den Römern/vnd liessen den Bund auff Messinge Tafel schrerben/welche sie gen Jerusalem schtckten/zu einem gedechtniß deß auffgerichtcn Friedens vndBunds/vnd lautet also: L Ott gebe den Römern vnd Züden glück vnd frieden zu Land vn zu Wasser/vnd Bund zwi- behüte sie für Krieg vnd Feinden ewiglich. Wo aber die Römer Krieg haben Römer» ^^würden zu Rom/ oder in iren Landen vn Gebieten/ so sollen die Züden den Rö- mern getreuwlich hülffe thun/darnach es die not fordert/ vnd sollen der Römer Fein¬ den nicht Speise/Waffen/Gelt/Schtff/vnd andere ding/ zuschicken. Dieses fordern die Römer von den Züden/vnd sollen die Züden solche stück trenwlich halten/on allen betrug vnd außzug. Dagegen auch/so die Züden Krieg haben würden/ sollen inen die Römer getreuwlich Helffen / darnach es die not fordert / vnd sollen der Züden Feinde nicht Speise/Waffen/Gelt/Schiff/oder andere ding/zuschicken. Das sagen die Rö- Was gutes mer zu/vnd wöllen solchen Bund treuwlich vnd on betrug halten. Also ist der Bund da auß koKenscy/ zwischen den Römern vnd den Züd-n auffgcricht. So aber hernach dieser oder iener theil bedächten mehr stück dazu zu setzen / oder etwas zu andern/vnd davon zu thun/das sol jeder theil macht haben. Vnd was sie da¬ zu setzert oder davon thun werdcn/sol alles stät vnd fest gehalten werden. (^F^As auch der König Demetrius an den Züden gewalt vbet/davon haben wir Der Romer (T^Bim geschrieben/also: Warums plagestu vnser Freunde vnd Bundgenoffenk SchnfftanL>mrk- Wo sie weiter vber dich klagen werden / so müssen wir sie schützen / vnd wöllen dich zu Land vnd Wasser angreiffen. IX. Lap. Judas wrrtr'n der Schlacht er schlagen. Jonathas wirt Hauptmann an strne statt/rächet fernenBruderIohannem/welchendte RrnderIambrr ermocdr hatten/ vndschlecht das Heer Bacchrdts. Alctmus strrbt/vndes wrrtfrred rm Lande. Folgend« kompt Bacchrves widerumb/ vnd als sm nicht wolle gelingen/macht er einen frred mrtIonatha. Ztlerzett/da Demetnus vernam/ daß Nrcanor mit sei- nem Heer geschlagen vnd vmbkomen war/ sendet er widerumb in Zu- deam diese zwecn / Bacchtdcn vndAlcimum/vnd mit jnen sein best Vacchides. ^WH^M Kriegßvolck/das in Schlachten pflegte auff der rechten feiten zu ste- Alcimus. hcn. Diese zogen gen Galgala/vnd belägcrten vnd eroberten Mas- loch in Arbela/vnd tödten da viel Leute. Arbela. vr-sar. Arnach im hundert vnd zweyvnd fünfftzigsteniar/im ersten Monden/zogen . sie gen Zcrusalem/vnd von dannen gen Berea/mit zwentzig tausend Mann zu Flrß/vnd zwey tausend zu Roffz. Vnd Judas lägert sich bcy Laisa mit drey tausend Man. Da aber sein Dolck sähe/ daß die Feinde eine solche grosse macht hattö/erschra- cken sie/vnd flohen davon/daß nicht mehr bey Juda blieben denn acht hundert Man. Da Judas sahe/daß sein Heer nicht bey einander bleib/vnd doch die Feinde auff jn drungen/ward im bang. Vnd da er sahe/daß er nicht raum hatte sein Volck zu rrö- sten/vnd wider zusammen zu bringen/sprach er in dieser angst zu den vbrtgen: Auff vnd last vns versuchen/ob wir die Feinde angreiffen vnd schlagen möchten. Aber sie wolten nicht/vndwehretenim/vndsprachen: Es ist nichtmüglich/daß wir etwas schaffen/sondern last vns auff dtßmal weichen/vnd wider abziehen/vnd vnsere Brü- der/die von vns gelauffcn sind/wtder zusammen bringen/ denn wöllen wir widerumb an die Feinde ziehcn/vn sie angreiffen / jetzt ist vnser viel zu wenig. Aber Judas sprach: Das sey ferrne/daß wir fliehen solten/Zst vnser zeit kommen/so wöllen wir Ritterlich sterben vmb vnser Brüder willen/vnd vnsere ehre nicht lassen zu schänden werden. Vnd AasI. MH ix. Lap. Nd die Feinde mren auff/ vnd machten jee Ordnung also : Im Vorzug waren N die Schützm/vnd die besten Krieger stunden fern an der spitzen. Der Reisige f»My2 Aeugwargetheilct in zween hauffeu/auffjede feiten eine / der Hauptman Bae-LT chides warauffder rechten feiten. Mit dieser ordnung zogen sie daher mit grossem ge^ schrey vn drometen.Da ließIudas auch drometen/vnd zog an sie/vn thet eine schlacht von morgen an biß auff den abettd/daß die Erde bebet von dem grossen getümmek. Da nun Judas sahe/daß auffder rechten selten Bacchides selbst/ sampt der gros¬ sen macht war/ Da griffe er daselbst an/cr vnd die andern / die ir leben wägeten / vnd erschreckten sie/vnd schlugen denselbigen Haussen auff der rechten feiten in die flucht/ vnd jagten jnen nach bist an den Berg bey Asdod. Da aber die auff der lincken selten solchs sahen/ daß Judas jnen nachjaget/etletcn sie dem Juda auch nach. Da must sich - Judas gegen diese kehren/vnd wehret sich lang/vnd gcschach da elne harte Schlacht/ Judas komet daß viel verwundet wurden/vnd vmbkamen auffbclden feiten/bißIudas auch zu letzt vmb m der schlacht, pnrbkam. Da flohen dle vbrigen. Vnd Jonathas Vnd Stmon namen den Leichnam jres Bruders Jude / vnd be¬ gruben jn in seiner Vatter Grab. Vnd alles Volck Israel trauwret vmb Juda lange zeit/vnd klaget jn sehr/vnd sprachen: Ach daß der Held vmbkommen ist/der Israel ge- schützet vnd errettet hatte. DlstistdieHtstoriavonIuda/Erhatabersonstnoch viel mehr grössere Thaten gethan/welche vmb der menge willen nicht alle beschrieben sind. mIstael. Ach dem tod Juda wurden dte Gottlosen vnd aötrün- c nigc Leute wider gewaltig im gantzen Lande Israel. Vnd zu discr zett war grosser Hunger im Lande/daß sich alles Volck Bacchidi ergab. Da erwehlet Bacchtdcs Gottlose Männer / dte macht er zu Ampt, leuten/vnd ließ allenthalben dcß Juda anhang vnd Freunde suchen/ vnd für sich bringen/daß er sich an jnen rechet/vnd seinen Mutwillen an jnen vbete. TE vnd M-r Vndwar in Israel solchtrübsal vndjammer/deßgleichen nicht gewesen ist/sinddaß i'kIsracl. rnan keine Propheten gehabt hat. (^^Arumb kam deß Judaanhang zusammen/vndsprachen zu Jonatha: Nach Codeines Bruders Jude tod haben wir ntemandmehr seines gleichen/der vns Jonathas zu schütze wider vnsere Feinde vnd Bacchiden/die vns verfolgen. Daeumb Wehlen wir K stc ^wchlet an dich an seine statt zum Fürsten vnd Hauptmann/ diesen Krieg zu führen. Also ward sstart''b Jonathas jr Fürst/vnd regiert an seines Bruders statt. Da solches Ba cchides innen ward / ließ er jn suchen/daß er jn vmbbrächte. Als aber Jonathas vno Simon/sein Bruder/solchs merckten/ flohen sie/ vnd alle / so bey jnen waren/in die Wüste Thecoe / vnd schlugen ein Läger am See Aspar. Solches Aspar. vcrnam Bacchides/vnd machet sich auff/ vnd zog wider sie. däms/Io- hatte Jonathas seinen Bruder Johannen;/einen Hauptmann/zu seinen /4 ^Bruder?vou Freunden/den Nabatheern/gesandt/siezu bitten/ daßsiejreHab vnd Güteritt 44N-7vndgt- ^^ire Statt nemmen/vnd bewaren wolten. Aber die Kinder Zambri zogen auß rsvE Madaba/vnd vbersiclcn den Iohannem/vnd fiengen jn/ vnd namen alles das er mit sichführet/vnd beachtens in jre Statt. (F^Arnach ward Ionathe vnd Simon/seinem Bruder/ verkllndtschafft / daß die v ^^Kindee Iambei eine grosse Hochzeit anrichten/vnd würden die Braut holen vonNadabat mit grosser Pracht/denn sie war eines Fürsten Tochter auß Kanaan. Jonathas vn Nun gedachte Jonathas vn Simon/ daß diese jren Bruder Johannen; getödtet hat- tzdimon rccbeil den ten/Daeumb zogen sie hmauff/vn versteckten sichneben den Bceg/vnd lauerten auff I Haunu;. dre Km der Iambei. Da nun der Breutgam daher zog mit seinen Freunden/ vnd mit viel Volcks vnd gütern/mit paucken vnd pfciffen/vnd köstlichem geschmuck/Da fielen Jonathas vn Srmon auß dem Gebirg herauß/vnd griffen sie an/vn schlugen vrl tod/ daß die accaöesrum. IX. Lap. 2„ daß die vbrigen ins Gcbirg entrinnen mußten/vn raubeten alte jre Güter. Da ward auß der Hochzeit ein hertzcletd / vnd auß dem pfelffen ward em heulen. Also rechetm diese denmordtan jremBruder begangen/vnd kehreten widcrumb/vnd zogen au den Jordan. L^s^Vn kam Bacchides auch an Jordan mit einem grossen Heer am Sabbach. Bacchides. MIDa sprach Jonathas zu seinem Volck:Auffvnd rüstet euch zur Schlacht/denn jetzt kündt jr nicht still hie ligeuwte zuvor/denn die Feinde sind da/vnd wir müssen vns wehren/dieweil wrrdoch nicht entrinnen können. Denn wir haben Feinde für vns vnd hindex vns / so ist der Jordan auff einer settcn / auff der andern sind Lachen vn Gebirg. Darumb solt jr schrcyen gen Hünel/daß ir von den Feinden errettet wer¬ det. Vnd sie griffen an / vnd Jonathas schlug nach Bacchide / aber Bacchides weich zu rück.Da sprang Jonathas vnd sein Volek in Iordan/vnd kamen vbcr das wasser/ vnd Bacchidis Volek war nicht so küne daß sie sich ins Wasser begeben hetten. Vnd sind auffdiesen tag vmbkommen auß dem Heer Bacchidis tausend Mann. erM«, wider abe/vnd kam gen Jerusalem/vnd fimgaudie Statte im Lande zu befestigen / Er ließ Thor vnd hohe Mauren bauwen vmb Jericho/ Amao/ Bethoron/ Bethel/ Thamnata/ Phara/ Topo/ vnd leget Kricgß, volck dareyn in die Besatzung/die Israel sotten plagen. Dergleichen ließ er befestigen Bethzura/Gaza/vnd die Burgk zu Jerusalem/ vnd leget auch Kriegßvolck dareyn/ vnd versorget sie mit Speise. Vnd nam der fürncmsten Leute Kinder zu Geissel / vnd behielt steauffdcr Burgk zu Jerusalem. hundert drey vn fünfftzigften jar/ im andern Monden/ gebot Alcimus auch D^die inwendigsten Mauren deß Vorhofs / die »ehesten für dem Tempel / welche die heyligen Propheten hatten bauwen lassen/eynzureissen. Vnddamansolchsan- fieng/straffet Gott den Alcimum/ daß das angefangen Werck wider verhindert Alcimus von ward/ denn der Schlag rühret jn/ daß er nicht mehr reden kundt/ oder etwas ordnen GottgestrM. vnd schaffen von seinen sachen/vnd starb also mit grossem schmertzen. Da aber Bac¬ chides sähe/ daß Alcimus tod war/ zog er wider weg zum Könige / da ward fried vnd §nede rm Land« ruhe im Lande zwey jar. ' Aber die abtrünnigen im Lande hielten raht/vnd sprachen .Jonathas vnd sein Anhang sitzen still/vnd haben frieden/vnd sind sicher/laßt vns Bacchidcm wider Bacchides. fordern/der kündt sie jetzt in einer nacht alle sahen. Also zogen sie zu Bacchide/vnd sagten jm jren raht. Da machte sich Bacchides auff mit einem grossen Heer / vnd schickte Bricffe heimlich zu seinem Anhang im Lande Juda / daß sie Jonathan / vnd alle so bey jm ware/fahen solten.Aber diser anschlag ward Jonatha verkundtschafft/ darumbschafften sic nichts/sondernJonathas fieng bey fünfftzig/die fürnemesten Abtrünnige vo» deß abtrünnigen vnd Gottlosen hauffens/vnd ließ sie tödten. scfanscn/ Arnach wichen Jonathas vnd Simon/vnd jrVolck/in die Wüste in einen Fzcrstöreten Flecken Bethbesen / den bauwet er widerumb / vnd machte jn fest. Bcthbcsen. a nun Bacchides solchs vernam / war er auff mit seinem gantzen Heer / vnd ließ den Jüden auch auffgebieten /vnd zog für Bethbesen / vnd belägerts lang/ vnd stür¬ met es / vnd machte Geschütz vnd Kriegßrüstung davor. Aber Jonathas befahl die Statt seinem Bruder Simon/ vnd er zog mit einem Haussen herauß/vnd schlug Qdaren/ vnd desselbigen Bruder/ vnd die Kinder Pha- seron in jren Hütten. Dieweil es jm aber also glückt/ liessen mehr Leute zu jm/daß er stercker ward^ Mitler zeyt fiel Simon auch auß der Statt in der Feinde Läger/vnd Simon schle- verbrennet die Kriegßrüstung/vnd schlug den Bacchide« in die flucht. Vnd Bacchi- des hermet sich sehr/daß sein anschlag vnd zug vergeblich war/vnd ergrünet sehr vber Bacchides die abtrünnigen Jüden / die jm gerechten hatten wider in das Land zu kommen / vnd keße der abnü»- ließ jr vtl tödten. Vnd rüstet sich wider weg in sein Land zu ziehen. ««sm Mdm tödkm. DaIonachassolchs vernam/schickt er Botten zu jm/einen Frieden mit jmzu n machen/ Masi.BucZ X.Qp. machen/vnd bat jn/daß er den Raub vnd die gefangene wider ledig geben wolt.Das williget Bacchides gern/vnd thet solchs / wie Jonathas begert/ vnd schwur im einen Eyd/daß er in sein lcbcnlang nit mehr beleidigen wolte. Vnd gabim den Raub vn die gefangenen auß Jul a wider ledig/vnd kehret vmb/vnd zog in sein Land/vnd kam nit Friede in wider in das Land Iuda.Also ward wider frieden in Israel.Vn Jonathas wohnet zu Machmas/vnd regieret da vbcr das Volck/ vn vertilget die abtrünnigen auß Israel. Mck Mas. X.Lüp. Von Alexandre» / Ankiocht Eplphanrs Gon /vnd Lemetn'o / begeren mit Jonatha Bündniß ;u machen. Demetrius thvt den Juden sehrstattlichevelheissung/abecsiewLllen im nichr glau¬ ben geben. Demetrius wirterschlagen/vnd AlexandernimptLleopatrain zum weibe/vnder- »eigrvem Jonatha grosse ehre. Der iunge Demetrius entbeut Jonatha ssolyeworr/vnd Jona¬ thas sigt wider -n/ vnd erobert vrl Starre. Alexander/ WNM M hundert vnd ftchtzlgstm jar kam Alcxandtt/ Antik ä «»«chl-ch Ldi-» chlveß Edlen Son/vndnamdie Statt Ptolcmaio cyn/vndregiert da. Da aber Demetrius solches vernam/bracht er ein groß Heerzu- saumuu/vttd zog wider Alcxandrum/jnzu verjagen. Darumd schreib Demetrius an den Jonathan / vnd sagt jm zu / er wolt frieden mit im halten/vnd wolt jm alles guts thun. Denn er dachte / es ist besser/ daß ich in zuvor au mich bringe/ ehe denn er sich zu Alcxandro schlahe wider mich/ darumb daß ich scmcu Bruder vmbbracht habe / dazu im vnd seinem Volck vil leides gethan habe. Demetrij Vnd Demetrius schreib an Jonathan / vnd erlaubet im Krtcgßvolck anzunemen grifft«»» vnd zu halten/ vnd Kriegßrüstung zu machen / vnd daß er sein Bundgenoß seyn solt. Vnd befahl/ daß man die Geisel auffder Burgk dem Ionakhe wider ledig geben solt. kam Jonathas gen Jerusalem / vnd ließ dise Brieffe für allem Volck/ <^^vnd für denen in der Burgk / lesen. Da sie nun höreten / daß im der König er¬ laubte Knegßvolck anzunemen / vnd Kriegßrüstung zu machen / vnd daß in der Kö¬ nig für ein Bundgcnoffcn hielt/ furchten sic sich sehr für im / vnd gaben im die Geisel ledig/ vnd Jonathas gab sie iren Eltern wider. Jerusalem Also fieng Jonathas an zu Jerusalem zu wohnen/vn die Statt wider zu bauwcu mrdt wider gcbau- vnd zu bcffern/vnd ließ die Mauren wider auffrrchten/vn den Berg Sion wider be- wetvon ^Siiat a. mit guten starckcn Mauren / von eitel Werckstücken. Also ward Jerusalem widerumb fest gebauwet. Vnd die Heyden in den Flecken/die Bacchides hatte lassen festmachcn/fiohen davon weg in ir Land/allein Bethzura behielten sie inncn/vnd da hin liessen die abtrünnigen/denn daselbst hatten sie iren auffcnthalt. ^A^A nun Alexander vernam/ daß Demetrius bey Ionathe freundschafft suchte/ 8 (^Avnd höret die löblichen Thaten die Jonathas vn seine Brüder gethan hatten/ spracher: Deß redlichen Manns gleichen findet man nicht/darumb wollen wirjm schrciben/daß er vnscr Freund vnd Bundgenoß werde/ vnd schreib jm also: Alcxandri Der König Alexander entbeut seinem Bruder Ionache seinen Gruß. Wir hc- SchafftenanIona- ttn dich preisen für einen trefflichen Mann / vnd wehrt/ daß du vnser Freund seycst. Darumb setzen wir dich zum Hohenpriester vbcr dein Volck/vnd solt deß Königes Freund heissen / vnd schicken dir hiemit ein Purpur vnd gülden Kron. Darumb wöl¬ kest dich treuwlich zu vns halten/vnd vnser Freund bleiben. Also zog Jonathas an das Priesterliche Kletd/im hundert vnd sechtzigsten jar/im sibmden Monden/am Laubcrfest/vnd bracht ein Heer zusamen/vnd ließ vil Krieg߬ rüstung machem E woltjnm auch freundtlich schreiben/vnd ehre vnd gut verheissen/daß sie jm hüM sagteu/vnd schreib jnen also: A aber Demetrius solches vernam / ward er sehr betrübt / daß Alexander die Jüdenvon jmabwcndetzusich/ vnd dadurch stercker ward/vnd bedacht/er Naccaöeorum. x.Lap. 2,2 Der König Demetrius entbeut den Jüden seinen Gruß. Wir haben gerne ge- Demetrij höret/ vnd ist vns eine grosse freude/ daß jr nicht von vns abfallet zu vnsern Feinden/ v,« L sondern haltet mit allen treuwenanvns. Darumb bitten wir/Ir wolt also forthin ' treuwlich an mir halten/vnd euch nicht von mir wenden lassen. Diese euwer treuw wollen wir vergelten/vnd euch vil Bürden erlassen/ vnd mehr freyheit geben vn gna¬ den thun. Vnd erlaß jetzt allen Iü den den Schoß / den Anß vom Saltz / die §ron- sieuwer/den dritten Scheffel vom Getreyd/die helfft die mir vom Obß gebürt. Von Visen Bürden sol nun forthin das Land Juda / vnd die drey Vogteyen/ so dazu gehö- ren/in Landen Samaria vnd Galilca/gefrcyet seyn alle zeyt/ vnd Jerusalem sol hei¬ lig vnd frey seyn von allen Bürden / Schoß vnd Ichend. Ich wil auch die Burgk zu Jerusalem widerumb räumen lassen/vnd dem Ho¬ henpriester vbergcben / daß er sie cynneme / vnd Leute darauff lege/ wen er wil/ sie zn bewaren. Vnd alle gefangene Jüden in meinem Königreich sollen ledig gelassen wer- Ven/vnd frey seyn/vnd sollen sie vnd jr Vieh vom Schoß gefreyet seyn. Auch sollen sie Freyheit haben in alle meinem Königreich / jr Sabbath / Neuw- mond/vnd andere bcstimpte Fest/zu halten/vnd drey tag vor vnd nach dem Fest/von jederman vnverhindert seyn an jrem Gottesdienst. Vnd man sol dreiffig tausend Mann in Juda wehlen/ den wil ich sold geben wie meinem andern Kriegßvolck/vnd sie sollcn in die feste Stätte dcß Königes verord¬ net werden- Vnd auß jncn sollen gewehlet werden etliche/ dir der König in seinen h§- hesten Händeln / als vertrauwetc Nähte / gebrauchen wirdt. Die Jüden sollen auch nicht frembde/ sondern eigene Hauptleute haben/ auß jnen gewehlet / daß sie jre Ge¬ setz halten mögen/wie im Lande Juda. 0 Vnd die drey Vogteyen im Lande Samaria vnd Galilea/ so zu Iudea gehören/ sollen niemand vnterthan seyn denn allein dem Hohenpriester / daß man wisse / daß er allein Herr drübersey. Die Statt ptolemais/vnd die Landschafft so dazugehört/ Kebe ich dem Tempel zu Jerusalem/zum kosten/der auff das Opffer gehet. Ich wil auch järlich fünfftzchen tausend Sekel silbersvon meinem eygen Eyn- kc-mmen verschaffen zum Gebeuw deß Tempels/vnd was ich von alters her auß mei¬ nen Emptern schüldig gewest zum Tempel zu gcben/das sol jncn forthin gereicht wer- den. Vnd die fünff tausend Sekel silbers/ welche meine Amptleute von deß Tempels eynkommen entwendet haben / sollen den Priestern widerumb järlich folgen. Es sol der Tempel auch dise Freyheit haben/ Wer in meinem gantzen Königreich eine straffe verwirckt hat/vnd fliehet in den Tempel/der sol da sicher seyn mit Leib vnd mit Gut. Iumgebeuwvn besserung dcß Tempels vnd der Mauren vn Thürn zu Ierusa- lem/vn sonst im lande/wil der König den kosten auch legen von seins eigen eynkomen. ^>A man aber Visen Brieff Ionathe vn dem Volcklaß/wolten sie jm nicht trau- wen/ vnd namens nicht an / denn sie wußten wol/welch vntreuw vnd grausa¬ me Tyrannei) er zuvor gegen Israel geübt hatte. Vnd beschlossen/dem Alexandro hülffe zu thun / der zuvor Freundtschafft bey jncn gesucht hatte/ vnd frieden zugesagt. Diesem thcten sie hülffe sein lebenlang. Da nun Alexander vn Demetrius wider einander zogen/vn angriffen/da flöhe Demetrius Demetrius Heer/ vnd Alexander eilet jm nach/vnd thcten eine grausame Schlacht/ erschlagen, von morgen an biß an abcnd/vnd Demetrius ward dcnselbigen tag erschlagen. r ^^Arnach sendet Alexander Botten zu Ptolomeo dem Könige in Egypto/mit di- Alexander Nachdem ich wider in mein Reich kommen bin/vnd sitze auff dem Königlichen Thron/vnd habe das Regimentwtderan mich bracht/vnd habe mgspÄomc» " Demetrium verjagt/vnd mein Erbland wider erobert/Begcre ich Freundtschafft mit dir zu machen/vn bitte dlch/d u wollest mir deine Tochter zur Ehe gebcn/so wil ich mich gegen dir/ als dem Erden/halten/vnd danckbar seyn/vnd jr ein Königliche Lesb- n ij zücht Masi.BuA X.Lav. zücht verordnen. Daralrff antwort Pwlemeus/vnd wünschet Alexandro glück/daß er wider in sein Vatteriand komm war / vnd sein Königreich eröbert/vnd sagt im zu/ das zu thun/ wie er begerr hatte/ vnd begertc/er wolt zu im gen Ptolemaje komen/da wolten sie einander selbe ansprcchen/ vnd Den Heyrath vollziehen. hundert vnd zwey vnd scchtzigsten iar zog Ptolemeus mit seiner Tochter Kleopatra MUlcopatra anß Lgypto/vnd kamen gen Ptolemais/dahin kam auch der König Alexandre Vernich- Alexander. Vnd Kleopatra ward dem Alexander vermehret/ vnd die Hochzeit ward Mtgrossem Königlichen Pracht gehalten. A6WÄd her König Alexander schreib Ionathe / vnd fordert in zu sich. Da kam Io- ^-lar, ^Mnathas mit grosser Herrligkeit gen Ptolemais zu bcyden Königen / vnd schenckt inen vnd sren Freunden köstliche gaben von gold vnd silber/vnd fand gnade bey inen. Jonathas I^-Nd etliche abtrünnige auß Israel kamen dahin/den Jonathan zu verklagen/ § Mrtg-chrct. der König wolt sie nicht Hören/Sondern befahl/daß Jonathas seine klei¬ det ablegen/ vnd ein Purpur anziehen solt/ welche also geschach. Da setzet in der Kö¬ nig neben sich/ vnd befahl seinen Fürsten/ daß sie mit im in der Statt vmbher ziehen foltm/vnd außruffm laffen/daß in niemand verklagen solt/oder sonst belerdigen Da aber seine Verkläger sahen / daß in der König so hoch ehret / daß er in hatte ein Pur¬ pur heissen anziehen/vnd solches von nn außruffm ließ/flohen sie alle davon. Vnd der König tßat im grosse ehre/vnd ließ in schreiben vntcr seine fürnemeste Freunde/ vnd machet in zum Hauptmann vnd zum nehestenRaht. Darnach zog Jonathas widerumb gen Jerusalem mit freuden/vnd in guten: frieden. Demetrius / dW hundert vnd fünff vnd sechtzigsten iar kam der König Demetrius/deß vori- A^gen Demetrij Son / auß Kreta / in sein Lrbkönigreich / Da erschrack Alexan- Apollonius. der sehr/ vnd leget sich gen Antiochien. Aber Demetrius henget den Apollonium an sich/dcn Hauptmann in Mdersyria/ der bracht jm ein Kriegßvolck zusamen/vnd lä- gert sich zu Iamnia. Vnd sendet zu Jonatha dem Hohenpriester/ vnd ließ im sagen: Niemand thut vns widerstände/ denn du allein/ vnd machest/ daß man mich verach¬ tet. Du trotzest wol im Gebirg/ aber wiltu eine redliche That thun/ so ziehe herunter m das Blachfeld / vnd laß vns mit einander versuchen. Wenn du fragen wirst / wie starck wir sind/ich vnd die andern/ so mir zuziehen vnd helffen/ so wirt man dir sagen: Ir werdet nicht bleiben können für diesen Leuten/von welchen euwereVätter zwey mal in euwrem eigen Lande geschlagen sind. Vil weniger kanstu im Blachfeld für solchem grossen Volck zu Rossz vnd zu Fuß bestehen/ da keine Berge vnd Felsen sind/ dahin man fliehen kündte. Jonathas (A^A Jonathas solch rühmen höret / erzörnet er / vnd wchlet zehen tausend 6 s^Man/vnd zog auß von Ierusalem/vnd sein BruderSimon kam zu jm/jm zu metri, Hattplmann. httffen/ vnd Werten sich für Ioppe.Aber die in der Statt Joppe liessen /N nicht eyn/ Denn Apollonius hatte Volck dareyn gelegt in die Besatzung/darumb stürmet sie Jonathas. Da erschracken die in der Statt/vnd theten die Thor auff/ Also erobert Joppe ero- Jonathas die Statt Joppe. vert. (^^A Apollonius diß vernam / leget er sich für Joppe mit drey tausend Reisigen/ (^Avnd mit einem grossen Fußvolck/vnd stellet sich/als wolt er weg gen Asdod zie- hen/daß er Jonathan herauß locket auff das Blachfeld / denn er hatte einen grossen Reisigen Zeug / deß tröstet er sich. Jonathas eilet jm nach gen Asdod/vnd zog daher ürsichtiglich in seiner ordnung gerüst zur Schlacht. Aber Apollonius hatte hinder ich im Läger heimlich tausend Reisigengelaffen. Nun mercket Jonathas daß Leute Mer jm heimlich versteckt waren/ darumb/ da sie an sein Volck kamen/ hielt Jona¬ thas in seiner ordnungDa schossen die Reisigen den gantzen tag/von morgen an biß auff den abend/auff das Volck/biß jre Pferd müde wurden. Darnach nam Simon sein Heer/vnd greiffdie Feinde an. Da flohen die Reisi- gen/den sie waren müd/vnd wurden zerstreuwet hin vnd her im felde/vnd flohen gen Uaccaöeorum. xi.Lap. 2,z Asdod/vnd eileten in den Tempel deß Götzen Dagon/ir leben da zu retten-Aber Zo- nathasplündertdie Statt AsdodvttddieIleckenvmbher/vnzündetstean. Erver- Äsdod ge- brennet auch den Götzentempel mit allen so dareyn geflohen waren / vnd die Suma der erschlagenen vnd vcrbrenneten zusamen waren bey acht tausend Mann/Dar¬ nach zog Zonathasmit dem Heer für Ascalon. Da giengen /m die Bürger auß der Statt herauß entgegen/vnd ergaben sich/vnd enrpfiengen in mit grosser Pracht. Al¬ so zog Fonathas wider gen Jerusalem mit seinem Heer vnd Raube. A6^Md da Alexander solche höret/ ehret er Jonathan noch höher/ vnd sendet im et- Alexander. c>^nen gülden Gürtel/ wie man allein eins Könige gcbornen Freunden gibt. Da¬ zu schencket er jm Accaron/dae dazu gehört/zum Eygenthumb. xi.Lap. ptolemeus nkmpt Alexandra sein Römgrerch eyn / machet einen Bund mit Dsmetrio/ vnd gibt ,m die Tochter/welche er zuvor dem 2ttexandro gegeben. Als aber Alexander vnd prole- meus vmbkommen/nimpr Dcmetrms das Reich exn/erzetgr den, Ionacha grosse ehr/vnange- sehen der abtrünnigen Juden verklagung/vno leßt im den Schoß nach ?» Antiochia wtrdr ei¬ ne Auffruhr wider Demerrium/vnd drex rausendJüden erretten in. Anrtochus/Alexanders Son/nimpt das Königreich exn/bestätigtIonarhan/vnd erschlegr die Hexden. WWW Nd der König in Egypto kracht Volck zusaMcn/so vtl pwlomms deß Sands am Mer ist /vnd vil Schiff/vnd vndersiund sich das Reich Alexandri mit betrug an sich zu bringen/ daß er bcyde König- »es E^m«/ «27. reich hettc. Darumb zöger inSyrien/mit discmschein/als kemeer gm! Wie ein Freund.Da thet man im alle Stätte auff/vnd zogen im ent¬ gegen/ vn d empfiengen in hcrrlich/wte denn Alexander befohlen hatte /dieweil dieser sein Schweherwar. Gup.,°. Aber in welche Statt Ptolemeus kam/ da ließ er einen Haussen Kriegßvolck da¬ rinn zur besatzung. Vnd da er gen Asdod kam/zcigten sie im wie Jonathas den Tem¬ pel Dagon/dazu die Statt/vcrbrennt vnd verwüstet hatte/vnd wie die todten Leich¬ nam hin vnd her zerfireuwet lagen /vnd Hügel auffgeworffen waren am wege / dar- vndcrmandte Erschlagenen mit Haussen begraben hatte. Vnd sagten dem Könige/ daß Zonathas Visen schaden gethan hette/damit sie im einen vngnädige König mach- ten/Aber der König schweig still dazu. Vnd Jonathas zog auch dem König entgegen gen Ioppe/da sprachen sie einander an/vnd blieben vber nacht da bey einander. Vnd Cleuthe- Zonathas geleitet den König biß an das Wasser/ genant Elcuthcrus/ darnach zog er rus. wider heim gen Jerusalem. Vnd der König Ptolemeus nam die Stätte eyn biß gen Seleucia am Mer/vnd vnterstund sich Alcxandrum zu vertreiben. Vnd schickt Botten zu Demetrio/ daß er zu im komm solt/einen Bund mit im zu machen/so wolt er im seine Tochter geben/ die Alexander hatte / vnd wolt jm Helffen daß er König würde. Vnd sprach: Es hette in Ptolemeus gercuwen / daß er Alexandro die Tochter gegeben hette/vnd gab Alexandro schuld/ E^2er7b?b Er hette im nach dem Leben vnd Königreich getracht.Er erzeiget auch seinen hassz öf- g.btsieDemcm». ftntltch / vnd wendet sich von Alexandro / vnd nam im die Tochter / vnd gab sie De- mctrio. Vnd da Ptolemeus gen Antiochia kam/setzet er bcyde Kron auff/ deß Reichs Egypti / vnd deß Reichs Asie. LABer der König Alexander war dazumal in Zilicia / denn etliche Stätte waren Alexander ^Adaselbsi von im abgefallen. Da er nun von Ptolcmeo höret / zog er wider in mit im zu kriegen. Aber Ptolemeus war starck gerüst/vnd zog jm entgegen/vnd verjagt vo» in. Vnd Alexander flöhe in Arabien / daß er da sicher were. Aber der König Ptole- ' dabdiel. meue war sehr mächtig/Darum ließ Jabdiel/der Araber/seincm Gast/dem Alexan der/den Kopff abhauwen/vn schicket in dem Könige Ptolemco. Vn Ptolemeus starb Dtolemeus an; dritten tage hernach / da wurden die Krieger / so Ptolemeus in die Stätte ge egt n rij ha te/ Hasl.BuK XI. Lap. hatte/auch vmbbracht vom Volck in Stätten. Also nam Demetrius das Reich eyn/ tw hundert vnd siben vnd sechtzigsten jar. Demetrius AB dieser zeyt bracht Iorrathas sein Volck im Lande Juda zusamcn/ die Burgk zu Ro^gnach Alcxan- HIcrusalem wider zu erobern/ vnd ließ Bollwerck vnd Geschütz dafür auffrichten. Jonathas pgen etliche abtrünnige zum Könige Dcmctrio/vnd verklagten den Jonathan/ v-rkl.gt bey vnd sagtcn/daß er die Burgk belägert hette. Da crzörnet der König sehr/vnd zog ei- lend gen Ptolcmais / vnd schreib Ionathe/ daß er die Burgk nicht belägern solt/ vnd solt eilend zu jm gen ptolcmais kommen/da wolt er mit lm von etlichen fachen reden. Da aber Ionathc diese Bottschafft kam/ließ er nicht ab von der Belagerung/ o vnd wchlet etliche ältesten in Israel/vnd Priestcr/die mit fm Ziehen selten/ vn macht Demetrius sich auff/ vnd waget sein Leben. Vnd nam vil köstlicher Kleinst mit sich / von Gold/ Silber vnd Klcidern/vnd zogen gen Ptolcmais zum Könige/vnd fand gnade bey jm. Da jn nun die abtrünnigen seines Volcks verklagten/ hielt jn der König ehrlich/ wie er zuvor gehalten war/ vnd thet jm grosse ehr für allen seinen Fürsten/ vnd bestätiget jn in seinem Hohcnpriestcrampt / vnd in allen andern ehren/dte er bißhcr gehabt hat- te/vnd hielt m für seinen fürnemestcn Freund. ^TOnathas bat auch den König/daß ergantzem Iudea/vnd den dreyen Vog- ^McheycninSamaria/vnd Gaülea/den Schoß erlassen wolt/vnd erbot sich/ vmv dise Freyhett zu geben drcy hundert ^ Zentner Golds. Das williget der König/ r^nru^.vnddicy vnd gab Ionathe Brieff darüber/die lauten also: hMdcrtÄ ach" Der König Demetrius entbeut seinem Bruder Zonathe / vnd dem Jüdischen tz.g tausendRromn. Dolck/seincn Gruß. Wlr senden euch ei ne Abscbnfft deß Brieffö/ den wir an vnsern Vatter den Lasthencn euwerthalbcn geschriben Haben/ daß jr solches wissen möget. Lastbencs. Der König Demetrius entbeut Lastheni simem Vatter/seinen Gruß. Wirge- dencken vnsern Freunden vnd treuwenBundgenossen/den Jüden/gutes zu chun/ von wegen jrer treuwe vn Freundtschafft gegen vns. Darumb so bestätigen wir/daß die Priester zu Jerusalem/ das gantz Iudea/ vnd die krey Stätte / Lyda vnd Rama- tha/vn jre zugcher/innen haben soücn.Wir erlassen jnen auch alles/das sie zuvor dem Könige haben järüch geben müssen / Gctreyd / Obß / Jehend / Schoß/ Saltzzinß/ Kronsteuwer. Von diesen allen sollen sie forthin gcfrcyet seyn / vnd solche freyhett sol jnen fest vnd stät gehalten werden. Discs Briests Mschrifft sol man Ionathe geben/ daß maus auff den hcyligen Berg stelle/ als an einen ehrlichen vnd öffentlichen ort. der König Demetrius sähe/daß im gantzenKönigreich fridcn war/ o O^Kvud sich niemand mehr wider jn setzte/ da ließ er das Kriegßvolck von sich/ das im Königreich daheim war/ein jeden wider in seine Statt.Aber das frembdeKriegß- volck / das er in den Insulen hrn vnd her angenommen hatte / behielt er bey sich / dar¬ umb ward jm das Eynländrsche Volck sehr gram. Tryphon. aber Tryphon / ein Hauptmann / der etwa deß Alexandri Frcundt gewesen war/ sähe/ daß das Kriegßvolck einen hassz wider den König Demetrmm ge- Emalkuel. fasset hatte/zog er zu dem Araber Emalkuel/dcr den jungen Antiochum/den Son Alcxandri/erzoge. Beydisemhulteran/daßer jm den Knaben geben solt/so wolt er jn widerumb in seines Vatters Reich cynsctzen.Vnd sagt dem Araber/wie vnd war- mnb das Kriegßvolck den König Demetrmm hasteten/ vnd bleib also eine zeyt lang bey dem Araber. Ionathe öWI Atler zeyt schreib 'Jonathas dem König Demetrio/vnd bat jn/er wolt denen/ Schnfft Zog im zu allcsKriegßvolck in Syria/im zu hclffen. Vn da cr für Ascalon kam/ Malom giengen im die Bürger entgegen/vnd empficngen in ehrlich/vnd ergaben sich. Dar¬ nach zog cr für Gaza/ aber die von Gaza woltcn in nicht eynlaffen/darumb belägert Gaza. cr die Statt/vnd verbrant dicVorstätte vmbher/vnd plündert sic.Da baten die von Gaza vmb friden/Vnd Jonathas machte einen frieden mir inen/vnd nam etliche ire Kinder zu Gcisel/vn d schicket sie gen Zernsalem/Er aber zog fort durchs Land biß gen Damasco. A cr aber höret/daß deß Königs Demetrii Hauptleute mit einem grossen Demetrij Heer in Kcdcs in Galilea kommen warcn/dre Lande cynzunemmcn/die im der Hauptlcmc. König cyngcthan hatte/da zog er wider sie/vn ließ seinen Bruder Simon im Lande/ der zog fürBethzura/vnd belägert es lange zeyt/so hart/daß sie nicht hcrauß fallen Bechznm thursten. Darumb baten sie vmb friden /vnd Simon machet friden mit inen/vnd Em. ließ sie frcyabZtehen/vnd namdie Stattcyn/vndleget Krtegßvolck dareyn indic Besatzung» Aber Zonathas zog mit seinem Heer an den Sce Gencsara/vnd war morgens frü auff/ vnd kam in das Blachfeld Hazar/da zogen die Heyden gegen im im Blach- fcld/vnd hatten einen Haussen versteckt im Gebirg. Da nun Zonathas den andern Haussen angreiff/ fiel der versteckte Hauff herauß auß dem Gcbirge/vnd grctff auch an.Da fiohe das gantze Heer Zonathe/vnd bleib niemand denn allein die Hauptlcu- te/Mathathia/der Son Absalomi/vnd Zudas der Son Kalphi. Da zerreiß Zona- thas seine Kleidcr/vn streuwet Erden auff sein haupt/vnd bcttet/vnd rcnct die feinde widerumb an/vn schlug sie in die flucht. Da nun sein Volck/das zuvor geflohen war/ n mi solchs Hasl.BuK xii. Lav. solche sahe/kehreten sie wider vmb/ Ionathe zu helffen vnd sagten dm Feinden nach biß gen Kedes in jr Lägcr/vnd sie machten da auch ein Läger/vn d sind disen tag vmb- kommen bey drey tausend Heyden. Darnach zog Jonathas wider gen Jerusalem. ?°°° H- xn.Lap. Jonschas erneuw^t ven Bund mkt den Römern vnd Spartanern. Die Hauptleute Deme-s trq uekenwtder ,n/vnv er bett sich srerauff. Trxphonberreugr Jonathan imr grossen Verheis¬ sungen/ vnd ntmpk ,n darüber gefangen. A aber Jonathas sähe/daß er nun raum gewonnen hatte/wchlet er etliche die er gen Rom scndet/den Bund mit den Bund mit Römern zu vcrncuwen/ vnd widerumb auffzurichten. Er schreib auch denen von Sparta/vn an andere ort mehr. Da nun die Bot- ten gen R om kamen/grengen sie für den Raht/vnd sprachemIona- ^p^eprtesier/vnd das Jüdische Volck/Haben vns gesandt/ den Bund/sozwischen vns etwa gemacht ist/widerumb zu verncuwen. Vnd die Rö¬ mer gabenjnenBrieffevndGclciL/daßsiesicherwiderumbhetmzögcn. Ionathe also schreib Jonathas denen von Sparta: Jonathas der Hohepriester/vnd §,?Aana^' cxIdie Eltesten deß Volcks/ vn Oie Priester/ vnd das Jüdische Volck/cmbietcn sren Brüdern/denen von Sparta/ sren Gruß. Areus. Vor etlichen jaren hat cuwer König Areus an vnsern Hohenpriester Oniam ge- Dnias. schrieben / daß jr unser Brüder seyt/ wie denn dersclbig Bricff laut/ vnd Dnias cm- pfieng euwern Botten ehrlich/ vn nam die Freundtschafft vnd den Bund an/davon rm Brieffgeschriben war. Wicwol wir nun jetzt nicht frembder hülffe bedürffen/vnd tröst haben an Gottes wort / das wir täglich lesen / Doch gleichwol senden wir Bott- schaffk zu cuch/die Brüderschafft vnd Freundtschafft zwischen vns Zu verncuwen vnd zu beftätigcn/daß wir derselben nicht vergeffcn/denn cs ist nun ein lange zeyt daß jr zu vns geschickt habt. Darumb wiffct/das ww allezeit an Feycrtagen/vnd allen arrdern tagen/so man opffert/ in vnserm Gcbett vnd Opffer cuwer gedenckcn/ wre sichs denn gebürt der Brüder zu gedenckcn. Vnd euwre ehre vnd wolfatt ist vns eine freude. Aber wir haben mittler zeyt grosse nor gelttten/vnd schwäre Krieg gehabt mtt den V Königen vmbher.Wir haben aber euch vlw andere vnsere Freunde vnd Bnndgenos- scn Nicht bemühen wöllen in drsen vnsern Kriegen/ denn wir haben hülffe vom Himel gehabt/ vnd Gott hat vns geschützt wider vnsere Feinde/vnd die Femde unterdrückt. Dieweil wir aber jetzt dise vnsere Botten/ Nmmnmm/ den Son Äntiocht/vnd An- tipakrum/den Son Jasonis/zun Römern senden/ die Freundtschafft vnd Bündmß mit jnen widerumb zu verncuwen/haben ww juen dabey befohlen/daß sic auch zu euch ziehen sollen/vnd euch vnsern Grußsagcn/vnd diesen Briefs überantworten/ vnsere Brüderschafft zu verneuwcn/vnd bitten vmb Antwort. (^^Iß aber ist die Abschrrfft deß Brieffes / welchen Areus der König zu Sparta « ^^vNöetwagesandthatte^AreuöderKömgzuSpartaeutbeutOtticdcmHo-Bn-ffM tTAu spana hcnpriester seinen Gruß. Wir finden in vnsern alten Schrifften/ daß die von Spar- tci!7v'!^ha^grosse ta vnd Juden/Brüder sind (dieweil bcyde Völckervon Abraham her körnen) Nach NÄ aus; Ma« dem wir nun solchö wiffen/bitten wir/jr wöllet vns schreiben wie es euch gchet.Vttd so d^ual vnd glück gc- euch gesellt/ so sol vnser Vieh/ Hab vnd Gut/vnd was wir vermögen/seyn als were tym gchÄÜw.^r es euwer eygen/vnd das euwer sol seyn/als were es vnser cygm. Drß haben wir be- ^?d7^Ä5fohleNeuchaNZUZeigcN. . nach^^Arnach höret Jonathas/ daß Demetrij Hauptleute widerumb mit grosser Deme- Uarca "merÄ ^^'macht denn Zuvor kamen / vnd wolten jtt vberzlehen / darumb zog er auß von Römcrkommen. wider sie in das Land Hemath / denn er wolt nicht harren daß sie jm zuvor in sein Land fielen. Da et nun kundschaffter m der Fen-de Läger sendet/ta¬ rnen Naccaöcorum. x 11. Lap. men sie vnd sagten:daß die Feinde beschlossen hetten/dise nacht jn zu vberfalten.Dar- umb gebot Jonathas seinem Heer abends/daß sie wachen/vnd die gantze nacht im Harnisch vnd gerüst seyn sotten / vnd verordnet Leute vmbs Läger vmbher in die Schiltwache. 2)5 Da aber die Feinde sahen/ daß Jonathas Zur Schlacht gerüst war/ kam sie eine furcht an / daß sie auffbrachen vnd wegzogen / Vnd daß man ja solche nicht mcrckcn solt / liessen sie vil feuwer iw Läger hin vnd her machen. Darumb dachte Jonathas nicht daß sie wegzogen biß morgens frü / denn er sähe die Feuwer hin vnd her im Lä¬ ger. Morgens aber jaget er jncn nach/vnd kundte sie nicht ercilen/denn sie waren be¬ reit vbcr das wasser Eleutherum. Da kehret sich Jonathas gegen Amben/welche Jabidei. Haffen Zabidei/schlug vnd plündert sie/vnd kehret sich wider gen Damasco/vnd ver¬ mehret das Land alles vmbher. Simon aber zog gen Ascalon/vn in die festen Stätte Joppe, dabcy/darnach kehret er sich gegen Joppe/denn er vernam/daß sie sichwoltendeß Demetrij Hauptleute crgeben/darumb kam er zuvor/ vnd nam Joppe eyn/vnd leget Kriegßvolck dareyn/die Statt zu bcwaren. ^^Arnach kam Jonathas wider heim / vnd hielt raht mit den Eltesten im Volek/ ^^z daß man etliche Stätte befestigen solt in Iudea/vnd die Mauren zu Jerusa¬ lem höher machen / vnd zwischen der Burgk vnd der Statt eine hohe Mauwer bau- wcn/daß die Statt von der Burgk abgesondert würde / daß die auff der Burgk ntt in die Stare herauß fallen kündten/ vnd daß man jncn nichts zuführen vnd verkauf- fcn möchte. Da nun das Volck zusamen kam/ vnd anfieng zu bauwen/ dieweil die Mauwer vber dem Bach gegen morgen verfallen war/bauweten sic dasselbige stück wider/das Kaphna daherffet Kaphnatha. Vnd Simon bauwetedte BurgkAdidazu Sephcla/vnd «h«. machet sie fest/vnd bewahret sie mit einem starcken Thor. As^Vn hatte Tryphon für das Königreich Asie an sich zu bringen / vnd die Kron Tryphon M^Hauffzusetzcn/vn den jungen Antiochum/dcn König/zu tödten. Dieweil er aber handel MMch besorget / Jonathas würde es wehren/ vnd wider jn ziehen/ trachtet er auch darnach/ rc. wie er Jonathan sahen vnd vmbbrmgen möchte/darumb Zog er gen Bethsan. Da Bethsam kam Jonathas auch dahin mit viertzig tausend Mann wol gerüst. Da aber Tryphon sähe/ daß Jonathas eine grosse macht bey sich hatte / furchte er sich/vnd durfft nichts öffentlich wider jn fürnemmen/sondern empßeng jn herrlich / vnd befahl jn seinen Freunden ehrlich zu halten / vnd gab jm Geschencke / vnd gebot seinem Heer / daß sie Ionathe gehorsam seyn sotten wie jm selbs. Vnd sprach zu Jonatha: Warumb machest« dem Volck solche mühe/ so wir doch keinen Krieg habcntLaß sie wider heim ziehen / Allein wehte dir wenig Letzte / die bey dir btcrbcn/vnd zeuch mit mir gen ptolemats/dise Statt wil ich dir eyngeben/vnd die andern festen Stätte/vnd wil dir alles Kriegßvolck vnd Amptleute befehlen / denn ich muß widerumb wegziehen/auch bin ich allein derhalbcn jetzt Herkomen / darumb wollest mit mrr ziehen. Jonathas glaubt jm/vnd ließ sein Volck von sich heimziehen ins Land Iuda/vnd behielt allein drey tausend bey sich/ davon schickt er zwey tausend in Galileam/das eine tausend aber zog mit jm. v Da nun Jonathas in die Statt Ptolemais kam/ließ Tryphon die thor zuscblies- Tryphon ni- sen/vnd nam Jonathan gefangen/vnd ließ seine Leute erstechen. Vnd schickte Fuß- volck vn Reisige in Galileam/auffs weite feld/ das ander Kriegßvolck Ionathe auch vmbzubringen. Da sie aber vernamen/ daß Jonathas gefangen vnd vmbkommen war sampt seinen Leuten/vermaneten sie einander/vnd rüsteten sich zur Schlacht/ vnd zogen getrost gegen den Feinden. Da aber die Feinde sahen/daß jnen jr Leben geltensolt/dieweil sich dise wehren woltcn/kehretcn sie wider vmb/vnd zogen weg. Da zog das Volck auch widerumb heim ins Land Juda mit frieden/vnd klaget den Jonathan vn die andern/die mit jm vmbkomen waren/ vn gantz Israel traurete Tasi.BuM xm.Lap. schrvmb Jonatha. Vnd alle Heyden vmbher fiengen an das Dolck zu bochen vnd zu plagen/vnd sprachen.Sie haben kein Haupt vnd keinen schütz mehr/Nun wöllen wir sie vberzlehen vnd außrotten/vnd iren Namen auff Erden vertilgen. xm.Lap. Stmon Mrdt Oberster an stknes Bruders stakt/ vnterstehet i« rvlderumb zu lösen/ aberTrxs Phon Helt kel iren glauben/sondern errödt Ionarhan mir zweien Sönen. Gr mon begrabt Ionas tkan/ vnv laßt eln stattlich Grab inaäicn für seinen Vatter vnv Bruder. Trxphonrödt Annas chum. Simon macht ernen Fried mn Demerrto/gewlut die Statt Ga;a/vnd dre Burgk zu Je¬ rusalem. Simo» vcr- WMM A nun Stmon höret / daß Tryphon ein groß Heer bep t mantt das Dolck. einander hatte / das Land Juda zu vberztehen/ vnd zu verderben/ vnd sähe/ daß dem Volek sehr bang vnd angst war/ kam er gen Jerusalem/ vnd tröstet das Volek/ vnd sprach: Ir wiffet/welche schwere Kriege ich vnd meine Brüder/vnd mein Vattcr/für das Gesetz vn Heyligthumb geführee haben/ vnd habt die not gesehen/ darinn gantz Israel gewesen ist / in welcher vmb Israel willen alle meine Brüder vmbkommen sind /vnd lebet keiner mehr denn tch. Nun begere ich meines lebens nicht zu schonen in dieser trübsal/denn ich bin nicht besser denn meine Brüder / vnd begere cs nicht besser zu haben denn sie / sondern wtl metnVolck/vnserHcyligthumb/vudvnsereWctbervndKmdcr/rechcn/dennalle Heyden vmbher sind auffvns ergrimmet/vnd rotten sich zusammen vns zu vertilgen. Simon zum ' VondiesemtrostkriegtdasVolckwidereinhertz/vndfaffetetmnmut/vndant- Worten darauff/ vnd schryen: Du solt vnscrHauptmann seyn/an Judas vnd Iona- rc- thas deiner Brüder statt/ vnsern Krieg zu führen/ vnd wir wollen dir gehorsam seyn tn allem das du vns heissest. Da fordert Simon das Kriegßvolck zusammen / auch schaffet er/ daß man eilend die Mauren zu Jerusalem außbauwen must / daß die Statt gantz vmbher wol bewaret vnd fest were.Vnd schickt Jonathan den Son Ab¬ solonu mit einem Heer gen Joppen. Vnd Jonathas treib die Feinde auß Joppe/ vnd behrelt die Statt inn. Tryphon. ^>Azog Tryphon von Ptolemais auß mit grosser macht / cynzufallen ins Land s c^L^Iuda/vndführetIonathangefangenmitsich/AberSimon zog gegen jtn/ vnd lagert sich forn am Blachfeld bey Addus. Da aber Tryphon vernam / daß Si¬ mon an seines Bruders Jonathas statt Hauptmann worden war / vnd gedächt sich mit jm zu schlagen/da sendet er Botten zu Simon/vnd ließ im sagen: Ich hab Jona¬ than von wegen einer Summa gelte/die er dem König schüldig blieben istauß den Emptern/behalten. Wiltu mir nun hundert Zentner schicken/vnd seine zween Sone zu Geisel geben / daß er nicht von vns abfalle / vnd sich darnach wider vns setze wenn er loß worden ist / so wil ich dir jn ledig gebem Wicwolaber Simon wol mercket/daß eitel betrug war/schaffet er dennoch/daß dem Tryphon das Gelt vnd die Kinder geschickt wurden/ daß das Volck nicht ober in klagete/Ionathas hette derhalben müssen vmbkomen/daß er in nicht hctte lösen wöl- « len/darum schicket er dem Tryphon die Kinder/sampt den hundert "Zentnern. Aber Tryphon hielt nicht glauben/vnd wolt Jonathan Nit ledig geben. Darüber zog auch tzkgtausmkRronm. fort / daß er ins Land kcme / vnd möcht einen schaden thun / vnd zog neben dem Lande daher auff der straffen die gen Ador gehet. Aber Simon war immitsci- nem Heer stats auffder seitcn/vnd wo er hereyn fallen wolt/da wehret im Simon. ^E^S schickten auch die auff der Burgk einen Botten zu Tryphon/daß er durch e r^tz/die wüste zu inen ziehen solt/ ehe sichs Simon versehe/ vnd solt inen speise zufüh- ken lassen. Darumb wolt Tryphon mit seinem gantzen Reisigen Zeug cylend auff seyn/vn zu inen komcn.Abcr in derselbigen nacht fiel ein sehr ticffer schnee/der vcrhin- dert/n/ daß er nicht kam- Darnach zog er m Galaad/ vnd bey Baschama ließ er Jo¬ nathan Naccaöesrum. xm.Lap. 2,6 nathan mit seinen Sönen tödten / die wurden da begraben» Darnach zog Tryphon Jonathas widerumb in sein Land weg. Begräb- 5-cr^Eo seines Vatters Grab zu Modln/vnd gantz Israel trauwret kläglich vmb d,«» ' Jonathan lange zeyt.Vnd Simon ließ ein hohes Grab von gehauwcn Steinen ma¬ chen seinem Vatter vnd seinen Brüdern/vnd daraufffttzen siben Settlen/eine neben der andcm/dem Vattcr/der Mutter/ vnd den vier Brüdern/ vnd ließ große Pfeiler Vmbher bauwen/daran er jren Harnisch hengct zum ewigen gcdächtuiß/vndvber dem Harnisch ließ er gchauwene Schiff setzcn/die man auff dem Meer sehen kundte. Diß Grab zu Modln stehet noch auff diesen tag. §MBer Tryphon führet den jungen Antiochumbctricglichhmvndhcrim Lande/ Tryphon töd biß daß er jn heimlich tödtet. Darnach setzet er selbs die Kron auff/ vnd ward «c Amwchum/ v»d König in Asia/vnd plaget das Land Juda hart. M "°" Ber Simon bauwet vn befestiget vi! Stätte im Lande Juda mit dicken Mau- ^^rcn vnd hohen Thürnen/vnd starckcn Thoren/vnd schaffet Speise in die feste Stätte. Vnd schicket Botten zu dem Könige Demetrio / vnd bat vmb erlaffung der Lass/diejmTryphonauffgclegt hatte/denn Tryphon treib eitel Raub vnd Mordt im Lande. Darauffantwortct Deinetrino/vnd sprach also: v <^^Er König Demetrius entbeut dem Hohenpriester Simon/vnd den ältesten/ Demetrij (2^Änd dem Jüdischen Volck/semcn Gruß. Schnffta»S^ Die gülden Kron / sampt den Palmen / die jr mir geschickt habt / haben wir em- pfangen / vnd sind bereit einen guten frieden nut euch zu machen / vnd den Amptlcu- ten zu schreiben/ daß sic euch erlassen alle Last / die wir euch zuvor zu erlassen zugcsagt haben. Vnd was wir euch verheissen Haber: / das so! trcuwlich/stät vnd fest/ gehalten werden. Alle Festungen / die jr gcbauwet habt / sott jr behalten vnd inne haben / vnd vergeben euch/was jr mittler zeyt wider vns gethan habt. Die §ronsteuwer/vnd an¬ dere Schoß/ so Jerusalem hat geben müffen/crlaffm wir euch/ vn welche vns dienen wöllcn/die wöllen wir annemmen/vn sol zwischen vns guter friede vnd eimgkcit scyn. '7° rar. (o^M hundert vnd sibcntzrgsten jar ward Israel erst wider freyvon den Heyden/ Israel wirdk AAvnd ficng an zu schreiben in jren Driessen vnd Geschichten / also: Im ersten jar Stmoms/ deß Hohenpriesters vnd Fürsten der Juden. Gaza er- 9^ dreser zeyt belagert Simon die Stakt GaZa/vnd richtetauff davor Bollwcrck «bk«, 'Avnd Geschütz/ vrrd stürmet die Statt/ vnd erobert einen Thurn. Vnd dicselbigen so auff den Thum kamen/sprangen in die Statt. Da erschrack das Volckmder Statt/ vnd verzaget gantz/ vnd liessen mit Weib vnd Kinder auff die Mauren/ vnd zernssen jre Kleider / vnd schryen laut/vnd baten gnade/vnd sprachen: Straffe vns nicht nach vuser boßheit / sondern sey vns gnc dig / so wollen wir gern gehorsam seyn. Dieses jammert Simon/ daß er sie nicht tödtct/abcr crgcbotjncn weg zu ziehen auß der Statt/vnd ließ die Häuser wider reinigen/darinn sie Götzen gcstellet hatten. Darnach zog er hineyn in die Statt / vn ließ alle Greuwel wegthlrn vnd außrotten/ vnd setzet Leute hincyn/die Gottes Gesetz hielten. Vnd machet die Statt fest/vnd bauwet jm selbs em Hauß dareyn. L die auff der Burgk zu Jerusalem waren belägert/daß niemand auß oder ö^eyn kommen/vnd da weder kauffcn noch verkauften kundtc/vnd litten so grossen hunger / daß vil Hungers sterben mustcn. Darumb rufften sie zu Simon / vnd baten vmb friden/vnd ergaben sich. Da that jncn Simon gnade/vnd ließ sie lcben/aber sie " müssen auß der Burgk weg. Vnd Simon ließ die Burgk wider reinigen von allen «EdjeÄrgr-y^ Greuwcln / vnd nan: sie eyn am drey vnd zwentzigssen tage deß andern Monden/ im »7l.iar. hundert vnd ein vnd sibcntzigsten^ar. Vndzogdreynmit Lobgesang vnd Palmen- habcnsicdicHeydm zweigen/ vn allerlcy Saitcnspiel / vn danckten Gott dz sie diser grossen Tyraneyauß Israel waren loß worden» Vnd gebot/daß man disen tag Mich mit freudcu begehen solt. Wsi.BuK xiiii. Lap. solt. Vnd auff dem Berge bauwet er Mauwren/vmb den Tempel vmbher vntcr der Burgk/ vnd machte jn noch fester/ vnd wohnet droben/ er vnd die/ so er bey sich hatte. Johannes Vnd dieweil er sähe / daß scm Son Johannes ein tüchtiger Mann war / macht cr jn V-». Hauptmann ober alles Kricgßvolck/ vnd ließ jn zu Gaza wohnen. XlIIl.Lap. Demetrius sucht hülff wider Tryphon/vnd wirse vsnpartkiecn gefangen / vnd eswirdt frievbexdenIüdenvnterSlmo»!!»Regiment. Die RLmervnd Spartanerernenweren die ei- nigung inir Glmon/ welchem das Jüdische Volck alle regrerung vbergibc. Schrifftder a (Arfaces),Vondi- ftr zeyc an stnL nnn inQttencdieparten rnäcktiaworde/vnd d-'r. iiche vntreuw that Ptolemeus in Israel/ vnd thet jm solche boßhelt fürseine wolthat. schreib er solchs dem Könia Antiocho/ vnd bat/ daß erjm Kriegßvolck e (^L^zu hülffe schicken wolt/das Land vnd die Stätte mit aller Nutzung eynzunem- men.Kr sendet auch einen Haussen gen Gaza dmIohannem vmbzubringen/vnd schreib an die Hauptleute/daß sie zu jm kommen sollen / so wolt er jnen grossen Sold vnd Geschenck geben. Auch schicket er Kriegßvolck/ Jerusalem vnd das Heyligthumb eynzunemmen. AbereinBotte kam zuvor genGaza/dersagetIohanni/daßsein Vattervnd seine Brüder vmbkommen lvaren/ vnd daß bestellet were/ daß man jn auch vmb- bringen solte. Da Johannes solchs höret/entsatzt er sich sehr/vnd ließ die Leute sahen/ die geschickt waren jn vmbzubringen/vnd da er befand/daß sie jn wolten ermordt ha¬ ben/ließ er sie tödten. Was aber Johannes hernach weiter gethan hat/vud die Kriege die er geführt hat/ vnd wie er regiert vnd gebauwet hat/das ist alles beschriben in einem eigen Buch/ von der zeit seines Regiments/ so lange er nach seinem Vatter Hoheprie¬ ster gewesen ist. Ende deß ersten Buchs Mccabeorum» Vorrede Vorrede auffdas ander BuM Maccabcorum. 2,9 W Heißt vnd sol scyn das ander Buch Mac- cabeorum/wie der Tittel anzeiget/aber daskan nicht recht scyn / weil es etliche Geschieht meldet / die vor deß ersten Buche Ge¬ schichten geschehen sind/vnd nicht weiter kompt/denn auff den Judam Maccabeum / das ist/ biß in das stbend Capitcldeß ersten Buchs.Daß ce billicher dae erst, denn das ander sott heissen. Man wott es denn Hess- ftn/ Ern anderst Buch / vnd nicht /Das ander Buch Maccabcorum/ ^.liulnvel^IienumlLiliLe^nonleLUnäuin. Abcrwir lassens so mit hingchen/vmb verschönen Geschieht wil¬ len der slben Marterer Maccabcorum/ vnd jrcr Mutter/vnd anderer mehr stücken/ Es sihet aber/als sey cs nicht ein Meister gewest / sondern zusammen geflickt außvielen Büchern. Ar auch einen harten Knoten im 14. Capitel an dem Raflas/der sich selbs erwürget / welche auch Rastas. Augustinus vnd die alten Vatter anflchk. Denn solch Exempcl taug nicht/vnd ist nicht zu »8A loben/obs gleich geduldet/vnd wol außgclegt mag werden. So bcschreibets auch den tod Antio- chr im ersten Capitel gar anderst denn das erste Buch thut. Summa/so billich das erste Buch sott in die zal der hcyligen Schnffk genommen seyn/so bitt lieh ist diß ander Buch herau ß geworffcn/ob wolerwas gute darinnen stehet. Es sey aber alles dem frommen Leser befohlen /vnd heimgestcllt zu vrtheilen vnd erkennen. Aas ander BuK der Maccabecr. i.Lap. Die Ariden von Jerusälem schrerben Aristobulo vnd den Jüden r'n Egypten /eiu Brteff/ dancken Gotr/d«ß er sie von sren Lernven errettet/vnv mtt fn'edllcher zelt wtderumb begnadet/ verkündigen snen darneben dl'ezwey Feste/verRkrebwerhe vnd Reinigung deß Tempels / vnd erreien wie Nehemms das heyUg Zeuwer ;u>tt Gpffer nach der Babylonischen gefengkniß fun- den hat. Ur Mdcn cuwrc Brü- der / so zuZcrusalem vnd durch das gantze Jüdische Land stnd/wünschen euch Jüden / vnsern Brü- dern/so in Egypten sind/Glück vnd Heil. Gott segene euch/ vnd gedencke an seinen Bund/den er Abraham/Isaac vnd Jacob/ seinen treuwen Knechten zugesagt hat/vnd gebe euch ein rechtschaffen Hertz / daß ir in seinem Gesetze fest vnd bestendig bleibet/vnd verleihe euch/ daß ir fleissig seyt in seinen Gebotten / vnd tröste euch / er erhöre cuwer Gebe«/ vnd sey euch gnedig/vnd laß euch nicht in der not. Also bitten wir stäts für euch. O^SIr haben an euch geschrieben in vnscr höhesten not/ da Jason vnd sein anhang Jason. G^)von dem heyligen Land/vnd von dem Königreich/ abtrünnig ward /vnd ver-' brannten vnsere Thor/vnd vergossen das vnschüldige Blut.Da beteten wtr/vnd der HERR erhöret vns / vnd wir opffertcn im Semmelmäl / vnd zündeten die Lampen an/vnd legten die Schauwbrot auff/ vnd begeren/daß ir ietzt wolt die Kirchweihe mit vns halten/deß Monden Kasleu. Datum im hundert vnd neun vnd sechtzigsten Lasten sar. jar/zu der zeit deß Königs Demetrij. Aönia De- O^^Ir zu Jerusalem vnd im gantzen Iudea/sampt den Eltesten/vnd Johannes/ m«nus7 (^»)wündschcn Aristobulo/deß Königes Pwlemei Schulmeister/der von dem Aristobulus. * 0 tii Priester- Priesterlichem Stamme ist /vnd den andern Men/so in Egyptosind/Glückvnd ' -AH Wir dancken Gott billich/daßervnsauß so grosser not erlöset hat/die wir vns« gegerr so eurem mächtigen König wehren mußten. Denn Gott hat vnsere Feinde auß yl der heyligen Statt weg getrieben/biß gen Persien/daselbst ward der König mtt sei- WütmÄd w-rt vnvberwindlichem Heer im Tempel Vane erwürget/auß list der Priester Vane. Tempel hie andcrß beschrieb Denn da Auriochus dahin kam/sampt seinen Freundett/zur Göttin Diana/alö wolt rr sie freyen / vnd alles Gelt auß dem Tempel zur Morgengabe nemen/ vnd da es die Priester der ?ane herfür trugen/ vnd er mit etlichen in die Kapellen gegangen war/ schloffen sie die Kirchen hmder im zu/vnd worffen in vnd alle die mit im waren/mit Steinen zn tod/ darnach hieben sie jn zu stücken/vnd worffen sie herauß. Gott habe immer lob/daß er die Gottlosen so hat weg gericht. Demnach weil wir auffden fünffvnd zwcntzigstm tag deß Monden Kasleu gc- dencken die rernigung deß Tempels zu begehm/habm wirs euch wöllen anzeigen/daß ir auch mit vns daffclb Fest begehet. Wie man begehet den tag / daran Vehemias das Feuwcr gefunden hat/da er den Tempel vnd den Altar bauwet/vnd wider opfferte. da vnsere Vatter in Persien weggeführet wurden/ haben die Priester das Feuwcr vom Altar in eine tieffe trockene Gruben versteckt vnd erhalten/daß es niemand erfuhr. Als nun nach etliche jaren Vehemias/ nach dem willen Gottes/vom Könige hcimgesandt ward/schicket er derselben Priester Vachkomen/die das Feuwcr verborgen hatten / daß sie cs wider sucheten / Aber wie sie vns berichtet haben/haben sic kein Feuwer / sondern ein Luckes Wasser funden/ daffclb hat er sie heissen schepffcn vnd bringen. Da es nun alles zum Opffer zugerüstet war/hat Vehemias befohlen/sie soltcn das Wasser vber das Holtz vn das Opffer/das auffdem Holtz läge/giessen. Als sie daffclb gcchan hatten/vnd die Sonne wol herauffkommen war/ vnd die Wolcken Wie vergangen/ da zündet sich ein grosses Feuwer an / deß verwunderten sie sich alle. Da simgen die Priester vnd das Volck an zu beten/biß das Opffer verbrannt war. Vnd 8»-!^ Jonathas sang vor/die andern aber sprachen sm nach mit Vehemia. chÄ^Iß aber war das Gebet Vehcwie/HERR vnser Gott/ der du alle ding geschah- Vchemir hast vnd bist schrecklich/starck vnd gerecht/vnd barmhertzig/ vnd allein der rechte König vnd Gesalbete/der du allein alle gaben gibst / der du allein gerecht/ All- mechtig vnd ewig bist / der du Israel erlösest auß allem vbel/der du vnsere Vätter er- wehlet / vnd sie geheyliget hast/ Mm das Dpffer an für das gantze Volck Israel/ vnd bcware vnd heylige dein Erbe. Bringe vns zerstreuwete wider zusammen / erlöse die so den Heyden dienen müffen/vnd sihe vns verachte an/dafür jederman ein grauwm hat/daß doch die Heyden erfahren/daß du vnser Gott seyest. Straffe die vns vntcr- drückm/VNd mit grossem bochen ms alle schände anlegen/ Pflantze dein Volck wider an deinem heyligen Ort/wie Moses gesagt hat. Darnach sungen die Priester Lebgesang dazu / biß das Opffer verzehret ward. Darnach hieß Vehemias das vbrige Waffer auffdie grossen Stein giessen / da gieng auch ein flamme auff/ aber sie ward verzehret von der flamme deß Feuwers auffdem Altar. Diß ist bald lautbar worden/ vnd vor den König der Persen komen/wie man an dem ort/da man das feuwer versteckt hatte/wasscr gefunden/vnd daffclb die Opsi fer angezündet hette.Da Versuchers der König auch/vnd ließ den ort außsöndern vnd befnden/vnd gab viel Gelte dazu. Vnd deß Vehemias Gesellen ncnneten den ort Nechpar. Vechpar/auffTeutsch/Reinigung/etliche hiessen in auch Nephtar. n.Lap. Daß der Prophet Jererm'z die Hätte/dieLade deß HEAR^/Vnd Aitat deß Muckopffers/ heimlich versteckt/welcdcr ort zur zeit der erlösung sol offenbart werden/was ln den Jüdischen Jeitbüchern Segriffen/vnd weicher gestultdtses Buch fürgen-mmen^ MttavcsmM. II. Lap. 22° An findet auch m den Schnfftm/ daß Jeremias der Prophet/die so weggeführet waren/geheiffen habe ?daß sie das Feu- wer sotten mit nemm/wie oben angezcigt/vndjnen das Gesetz mit gegeben vnd befohlen habe/daß sie ja deß HERRN Gebote nicht ver- gessen/vnd sich nicht liessen verführen/ wenn sie die gülden vn silbern Götzen/vnd jren schmuck/sehen.Vnd habe jnen dergleichen vil mehr befohlen / daß sie das Gesetz nit auß jrem hertzen wotte lassen.So stund das auch in derselben Schrifft/ daß der Prophet nach Göttlichem befehl sie geheissen hab/daß sie die Hütte deß Jeug- ruß vnd die Laden sotten mit nemmen. . De»t ;4- Als sic nun an den Berg kamen/da Moses auffgewesen/ vnd deß HERRN Erb- land gesehen hatte/fand Jeremias eine Hülen/dareyn versteckt er die Hütten/vnd die Laden/vnd den Mar deß Räuchopssers/vnd verschloß das loch- Aber etliche die auch mit giengen/wolten das Loch mercken vnd zeichnen/sic kundtens aber nicht finden» Da das Jeremias erfuhr/ftraffet er sie/vnd sprach: Drse stett sol kein Mensch finden/ noch wissen / biß der HERR sein Volek wider zu Hauff bringen/ vnd jncn gnädig scyn wire/dcrm Wirts inen der HERR wol offenbaren. Vnd man wirt denn deß HERRN Herrlrgkeit sehen in einer Wolcken/ wie er zu Moses Zeiten erschein/ vnd wie Salomo bat/daß er die stett wolt heyligen. . Reg VnDIeremiaöerzehletjnenauch/wieSalomogcopffetthatte/dadieKirchege- par. s. weihet/vnd der Tempel fertig ward/auch wie Moses den HERRN gebeten / vnd das fcmver vom Himel das Opffer verzehret hatte.Also bat Salomo/vn das feuwer ver¬ zehret auch das Brandopffer. Vnd wie Moses gesagt hatte / daß sein Dpffer fty vom feuwer verzehret worden/vnd nit gessen/Also hat Salomo auch acht tage geopffcrt. v Das alles findet man in den Schrifftm/die m Nehemias Zeiten geschrieben sind» Vnd gleich wie er der Könige / propheten/vnd Damds Bücher/vnd die Brieffe der Könige von der; Opffem/wLder zusamen gesucht/vnd eine Librareyzugericht Hat/Att Librarey» so hat Judas auch gethan/vnd was für Bücber/weil Kriege im Lande gewesen sind/ verfallen/wider zusamen bracht. Vnd wir haben sie hie/ woltjr sie nun lescn/so laffets bcyvns holen» Dieweil wir nun solch Fest begehen wollen/ haben wirs euch wollen schreiben/ denn LS gebürt euch/daß jrs auch haltet.Wir hoffen aber zu Gott/daß der HERR/der seinem Volck hilfft/vnd das Erbe vns wider gibt/nemlich/das Reich vnd daspne- stcrthum/wie ers im GeseiMcheifferr hat/werde sich vnser bald erbarmen/vnd werde vns auß der weiten Wett an dem heyligen ort wider zusammen bringen/wie er vns be¬ reit auß grossem vnglück crrettet/vnd den ort gereiniget hat» Fe Historien aber von Juda dem Maccabeer vn seinen Brüdern/vnd von der Judas» - Reinigung deß Hohenpriesters / vnd wie man den Altar geweihet hat / vnd von dem Krieg wider den Antiochum den Edlen/vnd seinen Son Eupawr / vnd von Antiochus den Zeichen von Himel/die denen/so das Jüdenchum redlich beschützt haben/geoffen- bart smd/daß jr so ein kleiner Hausse das gantze Land geplündert/vnd eine grosse men¬ ge der Heyden m die flucht geschlagen/vnd jnennachgeeylet haben/vnd weiter von dem Tempel/wie man jn wider bauwet/wie man schon allenthalben davon weiß/vn die Statt jre Freyheit wider erlangt habe/daß alle andere Gesetz auffgehaben/vnd allem deßHERRN gehalten sol werden/welcher vns jetzt wol wrl/vnd gnedig ist.Diß vnd anderst mehr/dasIason in fünffBüchern verzeichnet/gedencken wir hie auffdas Jason» kürtzcst zusammen zu ziehen. Denn wir schen/wie die zal in einander geworssen ist/ daß es schwer Wil seyn / die Historien/wcil sie also auffeinem Haussen ligen/recht zu fassen» Darumb haben wirs also machen wollen/daß mans gerne lese / vnd leichter behalten könne/ vnd iederman möge nützlich seyn. Vnd zwar/wir mercken/daß vns eben schwer Wil werden/ daß wir vns der mühe vnttrstattden habm/denn es gehöret vil arbeit vnd grosser fieiß dazu. e tiitz Gleich Hasli.BG m. Lap. Gleich wie es on arbeit nicht zugchet/der eine Malzeit zurichten/ vnd den Gästen güt¬ lich thun wil. Dennoch wollen wir dasselb nicht ansehen/ vnd disr mühe /den andern damitzu dienen/gcrn auff vns uemmcn. Zn den Historien an inenselbs wollen wir nichts ändern/sondern bleibenlassen wie sic vorhin geschrieben sind/on daß wirs kürtzer wollen zusamen ziehen.Vnd gleich wie cm Ammerman/wenn er ein neuwcs Hauß bauwet/ntcht weiter denckt/ den daß ers also mache/daß es einen bcstandt Habc/Wie man es aber malen vnd schmücken sol/ da leßt er einen andern für sorgen/Also wollen wir auch thun/vnd den/der zum ersten die Historien geschrieben hat/ dafür sorgen lassen/ wie ers alles gcredt/vnd alle stücke mit flciß durcharbeitet habe: Wir aber wollen nicht mehr thun/ denn auffs kürtzest die Summa fassen. Vnd wollen nun zu der Historien grciffen/vnd diß also zum eyngang gesagt haben/ daß nicht die Vorrede grösser werde denn die gantze Historia. 111. Lap. Der Tempel ;rr Jerusalem wirt auch von Heydntschen Röntgen tn ehren gehalten.Vsn dem zanck Simonis mit dem Hohenpriester Arnach namen sie in mit Recht für/vnd weil der König gen Tyro komm war/ liessen ir drey/deß Rahts Gcsandten/den handel für in gelangen/ daß er darin solt vrtheil sprechen. Als aber Menelaus vberwetset ward / verhieß er dem Ptolcmeo PtolemcüS. viel Geldes/wenn er in beim König möcht außbitten. Da gicna Ptolemeus allein zum Könige in seinen Sal/da er sich inne külct/vnd beredet den König/daß er Mene- laum/der alles vnglück angericht hatte/loß ließ/vn die armen leut zu tod vervrtheilt/ die doch auch bey Tattern vnschüldig erfunden vn erkennet wcren worden. Also wur¬ den dre/ so deß Volcks vnd deß Tempels fachen auffdas treuwlichst gehandelt hatten/ vnschüldiglich erwürget.Das thet etlichen zu Tyro wch/vnd liessen sie ehrlich zur Er¬ den bcstattcn.Menelaus aber bleib beym Ärupt/auß hülffetlicher gewaltige am Hofe dre sein gcnossen/vnd ward je lengerje ärger / vnd legt den Bürgern alles vnglückam Aas II. BO v. Lap. v. Lap. Zason. Menelaus. Arctas. Zosonistod. Jerusalem eyngenomcn durch Antiochnm des Wüterich. Als Antlochxs wider in Egxpren zeucht/ werden;u Jerusalem wunderbarliche Zsichenün Lllfftegesehen. Jason vberfellr dre Starr Jerusalem / handelt grausamlrch / muß doch schendt- lich entrinnen/vnd stirbt rm elende. Anriochus kompt wider auß Egxpten / verhehrer Jerusa¬ lem/ beraubt den Tempel. Hernach nimpt Appolonius die Starr noch ein malern mit grossem Blutvergiessen. Flntiochuözum andern malm v Egypten. Man sähe aber durch die gantze Statt/viertzig tage nach . einander / in der Lufft Reuter in güldem Harnisch/ mit langen spiest! sen/ in einer Schlachtordnung/vnd man sähe / wie sie mit einander traffen/ vnd mit den Schilden vnd Spiessen sich wehreten/vnd wu' sie die Schwcrtzückten/vnd auff einander schossen/vnd wie der gülden Zeug schim¬ mert /vnd wie sie mancherley Harnisch hatten. Da betet jederman/daß esjanichts böses bedeuten solt. ^sBereskamemerlogengeschreyauß/wieAntiochus solttodseyn.Da nam Ä- ^l^son bey tausend Mann zu sich/ vnd greiff vnversehens die Statt an. Vnd als er die Mauren mit dm seinen erstiegen/vnd die Statt erobert hatte/flöhe Menelaus auffdie Burgk. Jason aber würget seine Bürger jämmerlich/ vnd gedachte nit/weil es jm so glücket wider seine Freunde/daß es sein grosses vnglück were/sondern ließ sich Düncken/er siget wider seine Fcinde/vn siget wider seine Bürger. Er kundt aber gleich wol das Regiment nicht erobern / sondern krieget seinen lohn/wie er verdienet hatte/ vnd flöhe mit schänden wider in der Amoriter Land. Da ward er zu letzt verklaget für Areta der Araber König/daß er von einer Statt in die ander fliehen mußt/ vnd nir¬ gend sicher war.Vnd jederman war jm feind/als eincm/der von seinem Gesetz abtrün nig war/auch verfluchtjn jederman/als einen Verrähter vnd Feind seines Vatter- lands/vnd ist also m Egypten verstossen worden.Vnd wie er viel Leute auß jrem Vat- terland vertrieben hatte/so mußt er auch selbe im elend sterben/zu Laccdemon/da er verhofft einen auffenthalt zu fi^dcn/weil sie mit einander gefreundt waren/ Aber wie er vü vrrbegraben hin gcworffen hat/so O er auch hin gestorben/ daß niemand vmb jn leyd getragen. Vnd hat nicht allein nicht glück gehabt/daß er in seinem Vatterland were begraben worden/ sondern hat auch in der frembde kein Grab haben mögen. HULs dcm Könige solches fürkam/gedacht er gantz Iudea würde von jm abfallm. 8 ^-z Vnd zog in einem grün auß Egypten/vnd nam Jerusalem mit gewalt eyn / vnd " hieß die Kriegßknechte erschlagen / on alle Barmhertzigkcit / was sie funden auffder Gassen vnd in Häusern. Da würget man durch einander Zung vnd Alt/Mann vnd Wcib/Kinder vn Zungfrauwen/ja auch die kinder in der Wiegen / daß also in dreyen tagen achtzig tausend vmbkamen/viertzig tausend gefangen/vnd bey achtzig tausend Menelaus verkaufst wurden. AsBerAntiochusließ jm an diesem nicht gnügen/sondern greiffauch die heyligste !. ^Gstett auffErden an/vnd Menelaus der Verrähter führete jn hineyn. Da raubet Ler-Tm, er mit seinen verfluchten Henden die hcyligen Gefäß/vnd alles was die andern Koni- gezum Tempel gegeben hatten/zum Schmuck vndAerde/das raffet er mit seinen sündigen Henden hinweg/vnd vberhub sichs sehr/ vnd sähe nicht / daß der HLRR sol¬ ches verhenget/vber die so in der Statt warcn/vmb jrer Sünden willen. Das war die vrsach/daß Gott die heyligen Stätte so schendtlichzurtchten ließ/ S»p.,. Heliodorus. sonst solts dem Antiocho eben gangen seyn wie dem Hcliodoro/der vom Könige Se- lcuco gesandt war/dicSchatzkamerzu besichtigen/vn ward wol drob zerschlagen/daß er mußte von seinem freffeln fürncmen abstehen. Denn Gott hat das Volek nit auß- erwehlet vmb der Stätte willen/sondern die Stätte vmb deßVolcks willen. Dar- umb mußt sich der heylige Tempel auch mit leiden/ da das volck gestrafft ward/wie er auch widerum deß volcks genoß. Denn wie der Tempe l von den Feinden eyngcnom- mcn Nütmöeovum. v i. 22z wep ward/da der HERR zürnet/ Also ist er wider zu ehren vnd zu recht komen/da der HERR inen wider gnädig ward. b^Ie summa aber alles was Antiochus auß dem Tempel geraubet hat/ sind acht- ^^öchen hundert Zentner silbers/die nam er mit sich/ vn zog flugs gen Antiochia/ rnnT'emM mit einem solchen stoltz vnd hoffarr/daß er gedacht/Er wott nun die Erden machen daß man dranff schiffte wie auff dem Meer / vnd das Meer / daß man darauff wan¬ delt wie auffder Erden/önd ließ hinder jm zu Jerusalem etliche Amptleute/ böse Bu- ben/philippum auß phrygia/dcr noch ärger vnd wilder war denn sein Herr.Iu Ga- Philippus, rizim Andronicum/vnd neben den beyden / Menelamn/ welcher vber die andern alle Andromcus. war/daß er sein eygen Volck so Plager. Menclaus. EHEtl aber Antiochus den Jüdm so gar feindt war/schickt er jnendenschändli- EH^chcn Buben Apollomum/ mit Zwey vnd zwcntzig tausend Man ms Land/vnd Apollonius, gebot jm/Er solt alle erwachsene Männer erwürgen/die Weiber aber vnd das jun¬ ge Volck verkauffen. Als er nun für Jerusalem kam / stellet er sich friedlich / biß auff den Sabbath tag / da die Jüden an fcyren / da gebot er flugs seinen Leuten / Sic sol- Grosser kläglicher ten sich rüsten. Als nun jederman zulieff/ vnd sehen welte was da werden würdc/ließ lem!-" er sie alle erstcchcn/vnd kanr also mit dem gantzen zeug in die Statt/ vnd erschlug eine grosse menge. AlBec Judas Maccabeus machte sich davon mitncunBrüdern in die Wildniß Judas Mac- vnd das Gebirge / Vnd enthielt sich da mit allen/ so sichzujm geschlagen hatten/ von den Kreutern/daß er nicht müßte vnter den vnreinen Heyden leben. v I. L'üp. Aitkrochus vbet grosse Txranney wtv^r dis Iäde»/entwechetden Tempel vnd Alkes wüs hsx- lig r'st zu Jerusalem / zwingt vte Iüven zu H ^'dnifthen Gpffern in allen Stätten. Solche straffe schickt Gort vmb der Sänve willen/vnv daß man sich bessere. Eleazar willieber sterben den» vom Gesey Gottes weichen. L MMM Acht lang darnach sandte der König einen alten mann von Antiochia / daß er die Jüden zwingen sötte/daß sie von jrerVät- ter Gesetz abfielen/vnd Gottes Gesetz nicht mehr hielten/vnd daß er den Tempel zu Jerusalem solt vervnreinigen/ vnd jn heissen dcß Jouis Tempel ver- Olimpij Kirchen / vnd den Tempel zu Garizim/deß Jonis Fenij Kir- chen/dieweil frembde Leute daselbst wohneten. Aber solch wüste wesen thet jedcr- man sehr wehe / denn die Heyden schwelgeten vnd prasseten im Tempel / vnd trieben allerley vnzucht mit den Weibern an der Heyligen stett/vnd trugen viel hineyn das sich nicht gebüret. Man opffert auffdem Altar verbottene Opffer im Gesetz/vnd hielt weder Sab¬ bath noch andere gewönliche Feyer / vnd durfft sich gar niemand mcrcken lassen daß er ein Jüd were /sondern man treib sie mit gcwalk alle Monden zum Opffer wen dcß Fcst B-cchi. Königs Geburts tag war. Wenn man aber dcß Bacchi Fest begieng/da zwang man die Züden/daß sie in Krentzen von Epha/dem Bacchozu ehre/eytcher gehen mußten. Man hatte auch auß deß ptolemei angeben ein Gcbott lassen außgehen an die Stätte der Heyden / die vmb Jerusalem waren / daß sie die Jüden allenthalben zum opffer zwingen selten. Vnd so etliche darauffbestünden/ daß sie es nit mit den Heyden halten wolten/die solt man flugs erstechen.Da sähe man einen grossen jammer. n ÖWo Frauwett wurden für geführt/ daß sie jre Sone beschnitten hatten/ den band Hempel von Hman jre Kindlin an die Brüst/vnd führete sie hcrumb durch die gantze Statt/ zwoLrauwe». vnd wurffen sie zu letzt vber die Mauwer hinab. Etliche hatten sich in der nähe ver¬ krochen in die Löcher/daß sie den Sabbath halten möchten/diesclbigen/als es Philip- Philippus, po angezeigt ward / verbrennet man / Denn sie wolten sich nicht wehren / daß sie sich am Sabbath nicht vergriffen. Ich muß p Woll.BuK Vi.Lav. muß aber hie den Leser vermanen / daß er sich nicht ärgere vber diesem jaw- I^mer/ sondern gedcncke/ daß jnen die straffnicht zum verderben/ sondern vns zur Warnung widerfahren sey. Denn das ist eine grosse gnade/ daß Gore den Sündern fÄÄN sic nicht fortfahren/vnd ist bald hinder jnen her mit der straffe. Den vn- baldher/rc. fer HERR Gott sihet vns nicht so lange zu/ als den andern Heyden/ die er letzt hinge- hen/ biß sie jre maß der Sünden erfüllet haben/daß er sie darnach straffe / Sondern wehret vns/daß wirs nicht zu ml machen/vnd er zu letzt sich nicht an vns rechen müsse. Derhalben hat er seine barmhcrtzigkcit noch nie von vns gar genomen.Vnd ob er vns mir einem vnglück gezüchriget har/hat er dennoch sein volck nie gar verlaffen.Diß hab ick zu einer ermammg hie sage wöllcn.Nu wollen wir wider auffdie Historien komm. Eleasar. war der fürnemesten Schrifftgelehrten einer Eleasar/ ein betagter vnd doch Hempel O^schr schöner Mann / demselben spcrreten sie mit gewalt den Mund auff/ daß er A EZ' solt Schweinen Fleisch essen / Aber er wolt lieber ehrlich sterben/denn so schändlich le- ben/vnd lerd es gedültig.Vnd da er zur marter gieng/straffct er die/so verbotten fleisch affen auß liebe deß zeitlichen lebens. Die nun verordnet waren /daß sie die Leute Zu Schweinen fleisch w,dcr das Gesetz dringen solten/ weil sie jn so ein lange zeit gekennt hatten/namm sie jnauffeinen ort/vndsagten/sie wolten jm fleisch bringen das er wol essen dürffte/Er solt sich abersteltm/als were es geepffcrt Schweinen fleisch/ vnd solts dem König zu lieb effen/daß er also beym Leben bliebe/ vnd der alten Kundt- schafft genösse. Aber er bedachte sich also/ wie es denn seinem grossen alter vn eyßgrauwen kopff/ e auch seinem guten wandel / den er von jugend auff geführt hatte / vnd dem heyligen Göttlichen Gcfttz/gcmaß war/vnd sagt dürr herauß: Schicket mich immer vnter die Erden hin ins Grab. Denn es Wil meinem alter vbel anstehen/daß ich auch so heuch- le/daß die lugend gedencken muß / Eleasar / der nun nmntzig jar alt ist / sey auch zum Heyden worden/vnd sie also durch meine heuchele,) verführet werden/ daß ich mich so für den Leuten stelle / vnd mein Leben so eine kleine zeit / die ich noch zu leben hab / also friste / das were mir ein ewige schände. Vnd zwar was hab ichdavon / wenn ich schon setzt der Menschen straffe also entflöhe/weil ich Gottes Händen/ich sey lebendig oder tod/nicht entfliehen magk Darumb wil ich letzt ftölich sterben/ wie cs mir a ltcm Man wol anstehet/vnv der jugend ein gut Excmpel hinder mir lassen/ daß sie willig vnd ge¬ trost vmb deß herrlichen heyligen Gesetzes willen sterben. er diese wort also geredt hatte/bracht man ln an die marter.Die jn aber füh- (^^retcn wnd jm zuvor freundlich gewesen warcn/ergrimeten vber jn vmb solcher wort willen/ Den sie meincten er hctts auß eim trotz gesagt. Als sie ln aber geschlagen hatten/daß er letze sterben solt/seufftzct er vnd sprach: Der HERR/ dem nichts verbor¬ gen ist/der weiß es/datz ich die schläge vn grossen schmertzen/dcn ich an meinem leib tra ge/wol hett mögen vmgchn/wo ich gewolt hett/ Aber der secle nach leid ichs gern vmb Gottes willen. Vnd ist also verschieden/vud hat mit seinem tod ein tröstlich Exempel hinder sich gelaffen/dz n,t allein die jugend/ sonder jederman/zur tugend ermanen sol. vn.Lap. Von den stbm Brüdern vnd /ree Gottselt'gen Mutter/wte sie oann getrost gestorben /ehe denn ste dem Röntge gehorsamen/ vnd vom Gesetze deß HERRN abrrerren wolre. «°»°.. >7. S wurden auch siben Brüder sampt jrer Mutter W langen/ vnd mit Geisseln vnd riemcn gcsteupk / vnd gedrungen vom «r Könige / daß sie solten Schweinen fletsch essen / das jnen im Gesetz ^«rM. verbotten war. I. Da sagt der Eltest vnter jnen also: Was wiltu vil fragen / vnd vonvnswrjfenk Wir wöllen ehe sterben/denn etwas wider vnser Vätterlich Gesetz handeln. Da ergrirnntet der König/ vnd gebot/ Man solt eylends Pfannen vnd Kesi NüttBe-rum. V1I. Lap. sel vber das Feuwer setzen. Da man das gethan hatte / gebot er/ Man sott dem Eltc- sten die Zunge außschneiden/ vnd Hände vn süsse abhauwen/ daß die andern Brüder vnd die Mutter selten zusehen. Als er nun so zustümpelt war/Ließ er /n zum Feuwer führen/ vnd in der Pfannen brahten. Vnd da die Lohe allenthalben in die Pfannen schlug/ermanetcn sie sich vnternander/sampt der Mutter/daß sie vnverzagt stürben/ vnd sprachen: Gott der HERR wirdt das Recht ansehen / vnd vns gnädig seyn / wie Dem.;,. Moses zeuget in seinem Gesang / Vnd er ist seinen Knechten gnädig. lLs der Erste so verschieden war / führet man den andern auch hin / daß sie /rett ^Amutwillen mit jm trieben/vnd zogen im haut vnd har ab/Vnd fragten in/ Ob er Schweinen fletsch essen wolt / oder den gantzen Leib mit allen Gliedern martern lass sinkEr aber antwortet auffscine Sprach/vnd sagte: Ich wrls nicht thun. Da namen sie jn/vnd marterten /n wie den ersten. Als er nun jetzt in den letzten Zügen lag/sprach er:Du verfluchter Mcnsch/du nimmest mir wol das zeitliche Leben / Aber der HERR aller Welt / wirdt vns / die wir vmb seines Gesetzes willen sterben/ aufferwecken zu ei¬ nem ewigen Leben. v (ZAArnach namen sie den dritten/vnd trieben auch jren Mutwillen mit jm. Vn da (^Dsie es von jm forderten / reckt er die Zunge frcy herauß / vnd strecket die Hände dar/vnd sprach getrost:Diese Gliedmassen hat mir Gott von Himel geben/Darumb Wil ich sie gern fahren lassen vmb seines Gesetzes willen.Denn tch hoffe/er werde mirs wol wider geben. Der König aber vnd seine Diener verwunderten sich/daß der Iünglmg so freydig war / vnd die Mutter so gar nichts achtet. dieser auch tod war/peinigcten sie den vierdten auch/vnd geiffelten jn.Da er (Tz^aber jetzt sterben wolt/sprach er: Das ist ein grosser trost/daß wir hoffen/wenn vns die Menschen erwürgen/daß vns Gott wirdt wider aufferwecken/Du aber wirst nicht aufferweckt werden zum Leben. (^^Arnach namen sie den fünffren / vnd geiffelten jn auch. Der sähe Antiochum <^^an/ vnd sprach zu /m : Du bist ein Mensch vnd mußt sterben / Weil du aber ge¬ waltig auffErdett bist/ so thustu was du wilt. Das soltu aber nicht in sinn nemmen/ daß vns Gott gar verlassen habe/Verzeuch eine kleine weile/so soltu erfahren/wie mächtig Gott tst/der dich vnd dein Geschlecht plagen wirt. AlTL Ach diesem führetcn sic den sechßtcn auch herzu / derselbig saget auch / da er jetzt M^stcrbcn solt:Du wirst mich nicht so bekriegen/Denn wir haben diß leiden wol verdienet / darumb daß wir vns an vnscrm Gott versündiget haben / vnd er handelt schrecklich mit vns / Aber es wirt dir nicht so hingehen/ daß du also wider Gott tobest, e kE aber ein grosses Wunder an der Mutter / vnd ist ein Exempel / das wol cx^währt ist daß mans von jr schreibe / Denn sie sähe jre Sone alle siben auffeincn tag nach einander martern/ vnd leide es mit grosser gedult / vmb der Hoffnung will. n die sie zu Gott hatte. Dadurch ward sie so mutig / daß sie einen Son nach dem an¬ dern auffjre Sprach tröstet/vnd fasset ein männlich hertz/vnd sprach zu /neu: Ich bin ja euwere Mutter/vnd hab euch geboren/Aber den Othcnnm das Leben hab ich euch nicht gegeben/noch euwre Gliedmaß also gemacht. Darum so wirt der/der die Welt vndalle Menschen geschaffen hat/euch den Othcm vnd das Leben gnädiglich wider geben/ wie jrs jetzt vmb seines Gesetzes willen waget vnd fahren lasset. (^^A Antiochus diß höret/meinet er/sie verachtet vn schmähet jn auffjre Sprach/ (^Z vnd nam den jüngsten Son für sich/ der noch vbrig war/ vnd vermanet jn mit guten Worten/ vnd geredetjm mit einem Eyd/ Wenn er von seinem Vätterlichen Be¬ sitze abtretten wolt/ so solt er einen gnädigen Herrn an jm haben/ vn wolt jn reich vnd einen Herrn auß jm machen. A er sich aber nicht bereden wolt lassen/ließ der König die Mutter für sich kom- Sie wolte doch den Son dahin bereden/daß er bcy dem Leben erhalten würdeDa er sie mit viel worren gebettcn hatte/ sagt sic im p ij zu/Ste 224 II. III. IUI. V. VI. VII. Möll.BuK V II. Lap. zu/Sie wolt es thun.Aber sie spottet nur deß Tyrannen.Dam sie gieng zunl Sone/ vnd redet heimlich auffjre Sprache mit jm/vnd sprach: Du mein liebes Kind/das ich neun Monden vnttr meinem hcrtzen getragen / vnd bey Drey jaren geseugct / vnd mit grosser mühe auffcrzogen Hab/Erbarme dich doch ober mich. Sihe an Himel vnd Er- dcn/vnd alles was darinn ist / diß hat Gott alles anß nichts gemacht / vnd wir Men¬ schen sind auch so gemacht. Darumb förchte dich nicht für dem Hmckcr/sondem stirb gemc/wic deine Brüder/daß dich der gnädige Gott sampt deinen Brüdern wider le¬ bendig mache/vnd mir wider gebe. Da die Mutter noch mit dem Son also redet/sprach der Jüngling :Warauffv harret jrkGedenckt nur nit/daß ich den; Tyrannen hierin gehorsam seyn wil/ sondern AE«. ich wil das Gesetz halten/das vrffern Vättern durch Mosen gegeben ist. Du aber/der du den Jüden alles leid anlegest/solt vnserm HERRN Gott m't enelauffen.Wir leiden vmb ynser sünden Mlen/dae ist war/vn ob wol der lebendige Gott eine weil vber vns zornig ist/vnd vns straffet M züchtiget/ so wirt er doch seinen Knechten widerum gnä¬ dig werdcn/Abcr du Gottloser versiuchter Mensch/vbechebe dich deiner gewalt nicht zusehr/vn trotze nir auffdie eykele hoffnung/daß du die Kinder Gottes verfolgst/Dm du bist denl Gericht deß Wmachugen Gottes/der alle ding schet/ noch nie entlausten. Meine Brüder/ Nie eine kleine Zeit sich haben martern lassen / die warten jetzt deß ewigen Lebens/ nach der vcrheAmg Gottes/ Du abersolt nach dem Vrcheir Gottes gestrafft werden/wie du mit deinem Hohr.: ut verdienet hast. Ich wil mein Leib vnd le¬ ben vmb meiner Vatter Gesetz willen dar ri geben / wie meine Brüder / vnd zu Gott schreym/ daß er bald seinem Volck amwig werde. Du aber wirst noch selbe bekennen müssen/durch grosse matter vnd quai. aaß er allein der rechte Gott sey. Aber Gottes zoru wirkt an mir vnd meinen Brüdenttvmdm/welcher Wich vber mser gantzes Volck gangen ist. Da diß der König höret / ward er toll Wd choricht/ vnd ließ jn noch härter mar¬ tern denn die andern / Denn es verdroß jn / daß sie sein noch dazu spotteten. Also ist Mutter auffs dieser auch fein dahin gestorben / vnd hak allen seinen tröst auff Gott gestellet. Ium lemgemht. letzten ward die Mutter auch hmgerichtet. Diß sey gnug von dem Hcydmschen Opff fer/vnd der grausamen Marter. Judas Mac- caberisvnddjcsemcn beccn. vm.Lap. Iud»s Maccabeus verksmler em Rrlegßvolck/thut r>ri männliche thatcri/eLmant sem volck Mlt herykchem ernst / auffGorr festig:ich vcrtrauwen/vnd erhell einen herrlichen Srg wrver denNrcsnor. Ber ZudaS Maccabeus vnd seine Gesellen giengen heimlich hin vnd wider in die Fleckcn/vuD rieffcnzu hauffjre Freundt- schafft / vnd was sonst bey der Aden glauben blieben war/daß er bey sichß tausend Mann zu Hauff bracht. Vnd sie ruffcen Gott an / daß er das arme Volck/welches von jcderman geplagt war/ausehen wolt/ vnd sich erbarmen vber den TcmpcL/wclchen die Gottlosen Menschen enchcyligthat- ten/vnd vber die verderbte Statt/ die gar wüste ward. Vnd daß er doch das vnschül- dige Blut / so zu jm ruffet / Horen /vnd der vnschüldige Kindlin/ so wider alles Recht erstochen worden/ gcdenckcn wolt / vnd die Lästerung seines Namens rechen. 8^Nd Maccabeus mit seinem Haussen plagte die Heyden wo! / Denn der HERR . O^Meß von scmem zorn/vn ward jnen wider gnedig.Ä vbersicl unversehens Stät¬ te vnd Fiecken/vnd stecket ste an/ Vnd nam eyn die bequemsten ort/vnd thct den Fein- , den grossen schaden. Am masten aber trieb er das bey nacht/ daß man weit vnd breit von seinen Thaten sagete. Philippus. (cÄ^A aber Philippus sähe / daß er je lenger je stcrcker ward / weil es jm so glücket/ Ptolemeus. er an Ptolemeum/den Hauptmann in NiderSyria vnd Phernce/vmb hülffe/ Wamöedmw. 225 Hülffe/Den es lag dem Könige vil dran» Da schickte Ptolemeus seinen besten freund/ den Nicanor/deß Patrecli Son/ mttzwentzig taustnd Mann/ daß er die Jüdcn gar Nicanor. außrotten solt/ vnd gab /m einen Hauptmann zu / mit Namen Gorgias / welcher ein Gorgias, erfahrner Krieger war. Manor aber gedacht / er wolte anß den gefangenen Jüden das gelt lösen/das der König den Römern Mich geben mußte/ncmltch/zwcy tausend Kentncr.Darumb schicket er als bald in die Statte am Meer hin vnd wtder/vnd ließ anßruffen/wie er die Jüden verkauffen wolt/ncuntzig Jüden vmb einen Kcntner/ Denn er gedacht nicht/daß jm die straffe von Gott so nahe were. v nun Judas höret von dem zug / den Manor fürhatte / hielt er cs seinen Iü- (^LD den für/die bcy jm waren/ wrc ein Heer kommen würde. Welche nun verzagt waren / vnd hatten das verträumen nichfzu Gott / Daß er straffen würde / die ließen davon vnd flohen. Die andern aber vcrkaufften alles was sie hatten/ vnd baten den HERRN/daß er sie ja erlösen wolte / welche der Manor verkaufst hatte ehe er sie ge¬ fangen hatte. Vnd wolt crs nicht vmb jren willen thun/daß crs doch thet vmb deß Bunds willen/ den er mit iren Vattern gemacht hart/ vnd vmb seines herrlichen gros¬ sen Namens willen/ darnach sie genenmL sind. Als nun Maccabeus seine Leute zu Hauff gebracht hatte / bey scchß tausend / ver- Judas erma- manet er sie zum ersten/daß sic sich nie entsetzen sollen für der; Feinden/noch sich förch- l^ck« vr¬ ten für der großen menge der Heyden/ die sie wider Recht vnd vnbrllrch plagten / son¬ dern sich tapffer wehren/vnd gcdencken an die schwach/die sie der hcyligen Statte angelegt/vnd wie sic die Statt verhöhnet vnd geplaget/vnd das Gesetz abgcthan het- H. Reg. »s. ten. Sie verlassen sich (sprach er) auffircn Harnisch/ vnd sind voll trotzes/ Aber wir verlassen vns auffden Allmächtigen Gott/ welcher kan in einem augcnblick/ nicht al¬ lein die/ so jetzt wider vns ziehen/ sondern die gantze Welt/ zu bodcn schlagen» Er erzehlet inen aber auch alle Historien/wie Gottsoofft gnädiglich iren Vat¬ tern geholffcn hctte/ Wie Scnacherib mit hundert vn fünffvnd achtzig tausend Man Seflacherib. in einer nacht vmbkommen were. Wie es in der Schlacht zu Babylon wider die Ga¬ later gegangen ist / wie sie alle in grosse not kommen sind/acht tausend Jüden/vn vier tausend Macedonier.Wie die Macedonier auß furcht still gehalten/vnd die acht tau¬ send Jüdcn allein mit der hülffe Gortes hundert vnd zwentzig tausend Mann erschla- gen/vnd groß Gut dadurch erlanget haben. <2 (^^A er inen mit solchen Worten cm Hertz gemacht hatte/daß sie vmb deß Gese- (^^tzes vnd ires Vattcrlands willen gerne sterben woltcn/ macht er vier Haussen/ vnd ordnet seine Brüder fom an die spitzen/daß sie es führen solterr/nemlich/Si- mon/Ioseph/vnd Jonathas/ vn gab einem jeden fünfftzehen hundert Mm zu. Dar¬ nach ließ er Elcazarum das hcylige Buch lesen/vnd gab jnen ein Deichen/daß jnen Gott helssen würde / Vnd zog also forn an der spitzen für den andern her/ vn traffmit dem Nicanor» Aber der Allmächtige Gott stund jnm bey/daß sie das gantze Heer in -°°°- tz-yv-n die flucht schlugen/vnd vil wundt machten/vn bey neun tausend erschlugen. Vnd jag- Manoris «schlagen, ten Denen nach/die da kommen waren/daß sie die Jüden kauffen woltcn/ vnd namen m- fluchr jnen das Gelt. Doch mußten sie gleichwol wider vmbkehren/ denn es war der abend vor den? Sabbath.Das war die vrsache/daß sie ansshorcten jenen nach zu eylen. Darnach plünderten sie/ vnd namen den Harnisch vnd Wehre / vnd hielten den Sabbath/vnd lobten vnd preiftten Gort der sic auffden tag erhalten/ vnd wider an- gefangen hatte seine gnade zu erzeigen. Nachdem Sabbach thctlctensie den Raub auß vnter die armen Wittwcn vnd Waisen / vnd das vorige behielten sie für sich vnd jre Kinder.Vnd sie hielten ein gemein Gebctt/ Daß der barmhertzige Gott wolr seinen zorn gar von jnen abwcnden. i»°c>s.htyde /^^Arnach theten sie vil Schlachten mit Timocheo vnd Bacchide/vnd erschlugen Timotheus, »schlage», ^^tzberzwentzig tausend Mann/ vnd eroberten Die Festungen/ vnd cheileten den Bacchldes. Raub gleich vnter sie/vnd vnter die vertriebene Waisen / Mtrwen vnd Alten. Vnd p nj da sie Hasii.BuM ix.Lcm. da sie geplündert hatten/brachten sie die Waffen auff die Festungen/vnd sühretcn auch grossen Raub gen Jerusalem / vnd brachten vmb einen Hauptmann bey Timo- theo/cmen Gottlosen Mann/der die Iüden sehr geplagt hatte. Antiochus tnuß mit schände auß persen Ziehen. Es wuchsen auch Maden auß dem verfluchten Leibe/vnd verfaulet mit grossem s schmertzen / daß gantze stücke von seinem Leib sielen/ vnd stanck so vbel/ daß niemand für dem stanck bleiben kundte. Vnd der sich vor düncken ließ/er rührete an den Him- mel/dcn kundte niemand tragk/vmb deß vnleidlichen stancks mllemDa mußt er von seinem ix.Lap. wie Antiochus in semein hohmut von Gott wirt angegriffen vnv gestrafft /wie er den Iä- den gsr freundtiich schreibr/vnv eiendigUch stlrbt. Wb dtcftlbrze zeit mußte Antiochus mit schänden z auß Perscn abziehcn / Denn alo er gcn Perscpolin gezogen war/vnd hatte sich da unterstanden die Kirche zu plündern/vnd die Statt eynzunemmen/ waren die Bürger auff/ vnd wchretm sich/ vnd trie- ben den Antiochum zu rück/daß er mit schänden mußte abziehemAls Ecbathana. er nun zu Ecbathana war / kam es für jn / wie es Nicanori vnd Timochco gegangen were. Da ergrimmet er/ vnd gedachte die schwach an den Iüden zu rechen / vnd fuhr tag vnd nacht/daß er ia bald hin kame/denn es treib in Gottes zorn/ daß er so frech gc- redt hatte/Als bald er gm Jerusalem käme/so wolt er auß der Statt eine Todtcm gruben machen. Gottes straff (^^Arumb straffet in der Allmächtige HERR / der Gott Israel / mit einer heimli- vberAntiochum/rc. ^L^chen plage/die niemand heylen kundte. Denn als bald er solchs geredt hatte/ kam in ein solchs reissen im Leib an / vnd so ein grosses trimmen m den Därmen / daß man im nicht Helffen kundt. M zwar es geschach jin eben recht/ darumb/daß er ander Leute mit mancherley vnd vor vnerhörter matter geplagt hatte. Noch ließ er von sei¬ nem trotz nit ab/sondem ward noch wütiger / vnd brannte vor boßheit wider die Iü- den/ vnd eylete / vnd imrennenfiel er von dem Wagen so hart / daß in in allen seinen gliedern reiß.Da mußte der(so zuvor sich für grosser Hoffart düncki ließ/cr wolte dem Svp.l. Meer gebieten vnd die Berge auffeinander setzen)von einem einigen fall sich in einer Senfften tragen lassen / Daß frey iederman an im sähe die gewalt Gottes. Waccaöcsmm. ix.Lap. 226 seinem hohmut ablaffen/vnd sich erkennen/ weil er von Gott so angegriffen war/ vnd die schmertzen immer grösser wurden. A^Nd da er zu letzt den stanck selbe nicht mehr erleiden kundte/da sprach er:Es ist ja sprecht / daß man sich für Gott demütige / vnd daß ein sterblicher Mensch nicht so vermessen sey / daß er sich düncken lasse / er scy Gott gleich. Vnd der Bösewicht Hub an/vnd betet zu dem HERRN / der sich nun nicht mehr ober in erbarmen wolt. Vnd verhieß/daß er die heylige Statt / die er zuvor gedacht zu vertilgen /vnd eine Todken- gruben darauß zu machen/frey wolte lassen. Vn die Füden/die er zuvor nit währt Ze¬ ucht / daß sie sotten begraben werden / sondern den Vögeln vnd Threren zu fressen ge¬ ben wolt/die wolte er frey laffen/wie die Bürger zu Athen. Vn den heyligen Tempel/ Athen» den er zuvor beraubet hatte/wolt er mit allerlei) schmuck wider zieren/vn vil mehr hei¬ liges Gerehts dahin geben/weder zuvor da gewest were. Vn was iärlich auffdie Opf- fer gienge/das wolte er von seinen eygen Renten reichen. Dazu wolte er selbe ein Zü- de werden/ vnd an allen orten die gewalt Gottes preisen vnd verkündigen. aber die kranckheit nicht wolte Nachlassen/Denn cs war Gottes gerechter j!kGebot er seinen Leuten auff/vnd ruffet zu Gott/dem gerechten Richter/Vnd Judas ruffek zog wider die /so seme Brüder ermordet hatten/vnd zündet bey nacht den Port an/ vnd verbrannt die Schiff alle/vnd was für Leute im Port waren/erwürget er mit dem Schwert. Weil aber die Statt verschlossen war/zog er ab/in der meimmg/daß er bald wider kommen/vnd die Statt schleissen wolt. ward im auch angezeigt/ wie die zu Jamnia gleich solche wider die Jüden /so Jamnia» c^^bcy inen wohncten / fürhatten. Darmnb fiel er auch bey nacht zu inen eyn/ vnd verbrannt inen den Port vnd alle Schiff/daß man das Feuwer zu Jerusalem sähe/ welche doch zwey hundert vnd viertzig Feldwegs davon lag. b (^^Arnach zog er neun Feldwegs fort/wider denTimotheum/Da stiessen bey Judas sieget fünfftauscnd Araber/ vnd fünfhundert Reuter auffin/ vnd schlugen sich mit mäch-?'A^ «n? sm/vnd thaten eine grosse Schlacht / Vnd Judas mit seinem Haussen / durch Göttli- ehe hülffe/ behielt den Sig.Vnd weil die Araber dawider lagen/baten sie in vmb frie- de/vnd verhiessen im/sic wolten im Vieh geben/vnd auch sonst hülffe thun. Judas ge¬ dacht/wie es denn auch war wäre/sie möchten im auch wol nütz ftyn/vnd sagt inen fneden zu. Vnd da sie cs an einander gelobt hatten/ zogen sie wider heim. Iud,c.^E^R siel auch in die Statt die mit Brücken wol bcwaret/ vnd mit einerMauwer (^^beschlossen war/ da mancherlei) Volcks innen wohnet/vn hieß Kaspin. Aber die in der Statt verliessen sich auffire feste Mauwren/ vnd grossen vorraht von Speise/ vnd fragten nit vil nachIuda vn den seinen / Ja sie spottete» je noch dazu/ vnd läster¬ ten vnd fluchten inen vbel. Da ruffet Judas vnd sein Hausse zu dem mächtigen HER- Judas ruffct REN aller Welt/der zu Josua zelten on alle Kricgßrüstung / so man zum sturm brau- A"/"' chct/Iencho in einander geworffen hatte. Vnd liessen mit einem grün an die Mauw- ren/vnd eroberten also die Statt/vnd würgetcn vnsägllch viel Menschen/daß der Teich/der dabey lag/vnd wol zwey Feldwegs weit war/ sähe wie eytcl Blut. (A^Arnach zogen sie welter/siben hundert vnd fünfftzig Feldwegs/vnd kamen gen Wegs von Jerusalem ligt.Weil aber die Iuden/so bey den Schyten wohncten/ inen zeugnrß gabi/ daß sie inen alle freundtschafft in den schwären zelten bewiesen het- ten/stelleten sie sich auch frcundtlich gegen sie/vnd danckten inen darumb/ Vnd baten sie / sie wolten weiter gegen jre Leute so gutwillig seyn. Vnd zogen also wider gen A- rusalem/vnd kamen eben aufftue Pfingsten wider heim. Gorgias der Ach Pfingsten aber zogen sic wider Gorgiam / der Edomiter Hauptmann / der Ld« Häuxc, ^^heg^gnet jnen mit drey tausend Fußknechten / vnd vier hundert Reysigen. Vnd da es an die Schlacht greng/kamcn wellig Juden vmb. Vnd Dositheus/ein starcker Reuter auß deß Baccnoris hauffen/crhaschet Gorgiam/vnd hielt in bcym Mantel/ Bacem vnd führete in mit gewalt /vnd wolt in lebendig fangen / Aber ein Reuter auß Thra¬ kien rennet auff in zu / vnd hieb im den Arm ab / daß der Gorgias davon cnrran gen Moresa. Judas ruffet Da nun deß Gorgias Hausse lenger sich wehret/vnd not fürhandcn war/ruf- zirmHERREN. fet Judas zum HERRN/daß er inen heissen/ vnd für sie streiten Welt/vnd schrcy seine Leute an auffEbreisch / vnd fieng einen Gesang an. Da wandte sich Gorgias Volek vnversehens in die flucht. Vnd Judas zog mit seinem Volek in die Statt Odollam/ Vnd weil es noch in der Pfingstwochen war/ reinigten sie sich nach dem Gesetze / vnd PfinM hielten den Sabbath daselbst. AsM andern tage darnach kamen sie zu Juda/ daß sie ire todten holeten / wie man x ^spflcgt/vnd bey ire Vätter begrüben. Da sie nun außzogen / funden sie bey einem ftden erschlagenen vnter dem Hembde Kleinst von den Götzen auß Iamnia/welches den 'Jüdenim Gesetz verbottcn ist. Da ward es offenbar für iederman/warumb die¬ se erschlagen weren. Da danckten sie Gott dem gerechten Richter / der das heimlich so an tag gebracht hatte / vnd baten in / Er wolt ia vmb dieser Sünde willen sie nicht alle vertilgen. Vnd der Held Judas vermanet den Haussen tröfiltch/daß sie sich fort¬ hin für fänden bewaren wolten/wei! sie für jren äugen sehen/ daß diese vmb irer fände willen erschlagen weren. hieß er sie eine steuwer zusamen legen / zwey tausend Drachmas Sil- (^Abers/die schicket er gen Jerusalem zum Sündopffer/Vnd thät wol vnd fein dran / daß er von der Aufferstehung eine crinnerung thät. Denn wo er nicht gehof- fet hette / daß die / so erschlagen waren / würden aufferstchen / were es vergeblich vnd emerhorheyt gewest für die Todten zu bitten: Weil er aber bedacht/daß die/so im rechten Glauben sterben/freude vnd seligkeyt zu hoffen haben/ ist es eine gute vnd hcy- lige Meinung gewest.Darumb hat er auch für diese Todten gebeten/daß inen drc fän¬ de vergeben würde. 2m hum accaöcorum. xiil.Lap. 229 xiil.Lap. Antiochus vnd Lystas ;i«hen mit grosser macht wider die Iäden. Menetaus wirbt wie eis DerrLhtergericvt/Die IädenruffenzuGottvmb hülffe/vnd ist sre Losung/Gott gibt Sig. Ju¬ das sthlegt den Röntg Eupator/ vnd dersetbig macht einen Fried ms im. 14,-iar. Sup.ro, 8z» M hundert vnd neun vnd vierktgsten jar kam es für Antiochus U Juda vnd die seinen/daß Antiochus Eupator mit einer grossen macht EuMor ziehee mit E wider Iudeam zöge / vnd Lysias / sein Dormünd vnd oberster Naht/ M mit jm/vnd hetten hundert vnd zehen tausend GriechischerFußknecht/ vndfünfftausendvnddrey hundertzuRoss;/vnd zweyvnd zwentzig Elcphanten/vnd drey hundert Wägen mit Eyscrn zacken. Darüber schlug sich Me- nelaus auch zuinen/vnd vermanet Antiochum mit grosser Heuchcley zum verderben seines Vatterlands/daß er dadurch das Hohcpriesteramptcrlangete. ^sBer der König aller Könige erweckt deß Anttochi mut / daß er den abtrünnigen HASchalck straffte. Denn Lysias zeiget im an/wte er ein vrsach wcre aller dieser vn- ruwe/ Darumb ließ er in gen Berea führen / vnd nach irer Lands weise am selben ort tödten. Denn es war ein Thum da / fünfftzig Elen hoch / voll Aschen / vnd auff der Aschen stund ein vmblauffend vnd schuckelt Rad/darauff rädert man die Gotteslä¬ sterer vnd grossen Dbelthäter. Eines solchen Tods mußte der abtrünnige Menelaus Mnelaus auch sterben/vnd nicht begraben werden / vnd gcschach im recht / Denn weil er sich so g-rädere. offt an deß HERRN Almr/da das heylige Feuwer vnd Aschen war / versündigt har- te/hat er auch auff der Aschen müssen getödtct werden. <^^Er König aberwarsehrergrimmctauff die Jüden/vndgedachts ia so greuw- Judas ver- <^^lich zu machen mit inen/als sein Vatter gemacht hatte. Solchs erfuhr Judas/ vnd gebor dem gantzen Volck/Sie soltcn tag vnd nacht den HERRN amuffen/das er inenietzt/wie offtmals vor/wider die hclffmwolte/die sie deß Gesetzes/deß Datter- Lands/vnd deß hcyügcnTempels/berauben wolten/ Vnd daß er das Volck/ das sich kaum ein wenig erholet hatte/nicht wolte in der verfluchten Heyden Hände geben. Da . sie nun solches einhellig mit einander theten/vnd bähten den barmhcrtzigen Gott mit weinen vnd fasten/vnd lagen drey gantze tage auff der Erden/Tröstet sie Iudas/vnd hostet hieß sie zu im kommen. Vnd da er vnd die Eltesten bcysammen waren/berahtschlagt vndveman«ts-inc» er mit inen/Er woltc/ehe der König nm seinem Heer in Iudeam käme/ vnd die Statt eynneme/im entgegen ztchen/vnd die fache mit Gottes hülffe enden. Vnd befahl sich also Gott/vnd vcrmanet sein Volck / daß sie wölken getrost biß in tod streiten/zu er¬ halten das Gesetze/dcn Tempel/die Statt/das Vatterland/ vnd Regiment. Losung Vnd er lägert sich berModin/vnd gab diese wort inen zur Losung/Gott gibt Gig. tausend Darnach macht er sich bey nacht auffmit den besten Kriegßknechten/vnd fiel dem Ko- Hcyd/crschla njg in sein Lager/ vnd erschlug bey vier tausend Mann/ vnd den fördersten Elephan- sE' hn/ sampt allen die im Thürmlin waren / darmit brachten sie ein groß schrecken vnd furcht in das gantze Läger/ vnd zogen ehrlich vnd glücklich davon / am morgen da dcr tag anbrach/Denn Gott war ir helffer gewest. svp». Der König aber/als er versucht hatte/daß die Jüdenso fteydigweren/wendet sich/vnd zog durch vnwegsame oxt/vnd führt sein Volck für die Festung Bethzura der Bethzura. Jüden/die nicht besetzt war/Aber er ward da auch in die flucht geschlagen/ vnd richtet nichts auß/vnd nam schaden/Denn Judas schickte alle nottm fft in die Festunge. war aber einer vnter dcnIüde Rodocns/der verrteht den Feinden alle heim- Rodocus. c>O/ligkeit/Aber man vcrkundtschafft in/vnd fieng in/ vnd iagten in davon. ^^^Arnach ward der König andcrß zu raht/vnd machte frieden mit den zu Beth- t^LB Zura/vnd zog davon/vnd schlug sich mit Juda/ vnd verlor die Schlacht. Vnd weil er erfahren hattc/daß Philippus abgcfallen war/ den er hinder sich zu Antiochia Philippus. st zum Kasli.BG xim.eap. ZUM Statthalter gelassen hatte / erschrack er sehr. Vnd ließ mit den Jüdett handeln/ vnd vertrug sich mit inen/ vnd schwur den Vertrag zuhalten/vnd war also jr Freund. Vnd opffert vnd ehret den Tempcl/vn hielt sich fteundtlich gegen die Statt/vnd nam Maccabenm anzum Freund/vnd machte jn zum Hauptman von Ptolemaide an biß andieGcrrencr. Als aber der König gen Ptolemais kam/sahen die Ptolemaier den Vertrag nicht gerne/Denn sie besorgten sich/ man würde inen nicht glauben halten / gleich wie sie nicht hatten glauben gehalten. DatratLysias öffentlich auff/vnd entschädiget den König/vnd beredet sie/daß sie zu frieden waren/vnd stillet sie/daß sie sich alles guts zu inen versehen solten/Darnach resset er wider Zu rück gen Antiochia. So ists mit di- ses König reise vnd wider hetmzUg gangen» XIIII.Lüp. Demetrws erschlagt Ven Lupawr M Lxsiam.Alclmug/gewesenet- HohevprieNer/vevbitterk fn wider Invnm. Nlcnnor wirr abgefertiger wider dte Iüoen/vnd ülsersre künhetr verntmpr/ mucbrec einen Fnv nur »nttnchmnls vnrerstnnd er sich jnanffveß Rönigv befehl zu sahen Ra¬ ziš rödtsich selbß. Achdreyenjaren darnach vemanr Judas vnd dleset^ neu/daß Demetrius/Seleuci Son/zu Tripoli mit grossem Volck' vnd vrl Schissen ankommen/vnd das Land eyngenomen/ vnd Antio- chum sampt Lysiam/dcsselben Vormündcn/erschlagen hatte.Alcimus aber/der zuvor Hoherpriestcr gewest/vnd schendtlich abgcfallen war zur zeit der verfolgung/vnd nun dacht/daß er weder beym leben bleiben/noch wider zum Hohcnpricstcrampt kommen möchte/dcr zog zum Könige Demctrio im hundert vnd ein vnd fünfftzlgsten/ vnd brachtjm eine güldene Kron/ vnd Palmen vnd ölzwci- ge/die in den Tempel gehörete». Vnd den ersten tag verzog er / biß er seine zeit ersähe/ Pie im hülffe zu seiner Wüterey. Äleimus ver- ^^A jn nun Demetrius in den Naht fordern vnd fragm ließ/ wie es vmb die Iü- nagt I uvam md (^Adctt stünde/vnd was sie fürhetten k Antwortet er also: DieJüden/die sich die Frommen nennen / welcher Hauptmann ist Judas Maccabeus / erregen immerdar . Krieg vnd Auffruhr / vnd lassen dem Reich keinen frieden / Haben auch mich meiner Dätterliche hcrrligkeit/ nemlich/ deß Priesterthumbs/bcraubt/darumb bin ich hteher komm. Ium ersti/dem Könige zu gut/vn daß ichs treuwlich meine. Ium andcrn/daß ich auch meinem Volck gern wolt raht schaffcn/denn mit solcher vnordnung Wirt vn- ser gantzes Geschlecht vntergehen. Darumb wolte der König in die fachen sehen/vnd nach seiner berühmten gütigkett dem Lande vnd vnserm gantzcn Geschlecht in dtser fa¬ chen rechten vn helffen/den weil Judas lcbt/ift es nit müglich dz fride im Lande werde. Da er solche geredt hatte/ergrimeten die andern auch wider den Iudam/vn ver- s Manor zum hetzten den Demetrium wider in/daß er alsbald Manor/den Hauptmann vber den Hauptmann vcrord- Elephantenzcug/fordert/vn in zum Hauptmann wider die Jüden verordnet.Vnd bc- nkkwcher^udE. daß ex Judam vmbbringen/vnd seinen Haussen zutrennen/vn AletMtun mm Hohenpriester cynsetzen solt. Da schlugen sich zum Manor alle die Heyden so Judas auß dem Lande verjagt hatte/ vnd Hoffeten der Juden vnglück ssltjr glück seyn. ?ndas vn die ^sLs nun Judas vnd die seinen hörcten/ daß 7ücanor wider sie zöge / vnd die Hey- ftmc ruMöottan. HApen allenthalben sich mit Haussen zu im schlügen bestreuwetcn sie sich mit aschen/ vnd ricssen Gott an/der sein Volck von der Welt her erhalten/vnd seinem häufflin offenbarlich geholffen hatte. Da inen nun ir Hauptmann gcbot/machten sie sich auff/ Dessa. vndsticssenauff dieFeindebeymFleckcnDessa.Simsnaber/Iudas Bruder/grerff Mattor an/vnd Nicanor were schier geschlagen/weil in die Feinde angnffen/che er ir gewar ward. Da nun Manor höret/daß Judas solche kühne Leute bey sich het- te/die Leib vnd Gut getrost wagten fürjrVatterland/furcht er sich/vnd wolt keine Schlacht AlciMus. Demetrius/ 8 Seleuci Son. accaöcorum. x mi.Lav. 2z° Hauptman dem alle sache furhielt/vnd sie der fach einig waren / bewilligten jie Ä?atatbias. ln den Vertrag/Vnd stimmeten einen tag/da die bepde allein zu hausskommen sotten. e Da nun der tag kam/sctzct man jeglichem einen Stul. Vnd Zu das verordnet et¬ liche in jrem Harntsch/nicht ferm davon/daß die Feinde nicht onversehensjm einen rück beweiseten/vnd redten mit einander ire notturfft.VndManor bleib eine Zeitlang zu Jerusalem / vnd nam nichts für wider sie / vnd ließ sein Kriegßvolck abziehen / vnd hielt denZudam ehrlich für den Leuten / vnd thm sich freundtlich zu jm / Vernranetjn auch/Daß er ein Meib nemmen/vnd Kinder zeugen solt. Also nam Judas ein Weib/ vnd hatte guten friedcn/vnd wartet seiner Nahrung. nun Alcimus sähe/ daß diese zween eins mit einander waren/vnd frieden ge- Alcimus der- macht hatten/zog er widerumb zum Dcmetrio / vn verklaget den Nicanor/daß ni-. Maear.7. «Werdet jr mir den Judam nicht gebunden vberantworten/so Wil ich diß Gotteshauß Manor schleissen/vnd den Altar vmbreissen/vnd dem Baccho eine schöne Kirche an die statt Er wm« fetzen. Vnd da er diß geredt hatte/gieng er davon. v Die Priester aber reckten jre Hände auffgcn Himmel/vnd rieffen den an/ der alle Der Priester zeit vnser Volek beschützt hat/vnd sprachen: HERR/wiewol du keines dingo darffest/ Abettfür dm T«« Hat es dir dennoch wolgefallen/daß dein Tempel/darinn du wohnest/vntcr vns seyn solt. Darumb/du heyliger Gott / dem allein gehöret alles was heylig ist/ beware fort¬ an dein Hauß/welches wir ncuwlich gereiniget haben/ daß cs nicht wider vervnreini- get werde/Vnd stopffe die bösen Mäuler. ,/m*S ward aber Nicanoriangezetgt/eineraußden Eltcstezu Jerusalem/mitM- Nieanor. cz^'men Rhazis/daß er ein Mann were/dcr das Bäuerlich Gesetz lieb / vnd allem- Rhazis. halben ein gut lob/vnd solche gunstvnter seinen Bürgern hette/daß jnjederman der Züden Vatter hieß. Auch war er für diser zeit darumb verklagt vnd verfolget gewest/ vnd hatte Leib vnd Leben männlich gewagt vber der Züden glauben. Da nun Ma¬ nor sich erzeigen wolt/wie bitter feindt er den Züden were/sandte er vbcrfünff hun¬ dert Krtcgßknechte/diejn sotten fahcn/dcnn er meinet/wenn er jn gefangen hette/ er würde jnen einen grossen schaden zuwenden. Da sie aber an den Thurn/darinn er war/das Thor stürmcten/vnd Feuwer bringen hiessen/vnd das Thor anzündeten/ Vnd er merckt/daß er gefangen were/wolt er sich" selbst crstechen/denn erwolt lieber/ a ehrlich sterben/denn den Gottlosen in die Hände kommen/ vnd vonjnen schändtlich ge- verdat S-Ä-u- höhnet werden. Aber in der angst traffer sich nicht recht. «mb Ach Da sie nun mit Haussen zu jm eynfielen/cmlieffer auffdie Mauren/vn stürtzt sich N?c.?altL Däü männlich hinab vntcr die Leute. Sie wichen jm aber/ daß er raum Hette. Vnd er stel W-wol auch auffdre Lenden/Er lebet aber gleichwol noch.Vnd macht sich in einem grim auff/wie- dmmeu.st" g ij woler Möll.BuK XV. Lap. wo! er sehr blutet/vnd die Wunden im weh thaten/vnd liess durch das Volck/vnd trat ' auffcinen hohen Felsen. Vnd da er gar verblutet hatte/nam er noch die Därmer auß demLetbe/vndwarffsievnterdie Kriegßknechte/vndrieff zu Gott/der ober Leben Md Geist HW tst/Er wolt jm diß alles wider geben/Vnd starb also. xv.Lap. Ntcsnor facht IudamM Šamana, Judas rüffr;u Gott/vnd ermanet setu Volck/mtt an;ek- gung/wle,m Dnlas vnd Jerettuas erschlcnen. ^kcauorwtn erschlagen/vnd das Jüdisch Volck loder den HERRN. A aber Manor höret / daß Judas mit den seinen in z Samariensichenthielt/gedachLcr/erwolLesiedeß Sabbaths onalle fahrangreiffen. Vnd da in die Jüden/so er genötigt hatte mit zu zie- hen/ vermaneten/ Er wolte sie nicht so iämerlich vmbbringen/ sondern y^ß heyligen tagcs dran verschonen / den Gott selbs geehret vnd gehey, liget Hette/Fraget sie der Ertzbösewicht/Der den Sabbath gebottenhat/ Ist der HERR im Himel k Vnd da sie jm antworten:Ia/es ist der lebendige HERR/Er ist der HERR im Himel/der den sibenden tag zu feyren gebotten hat. Sprach er drauff: So bin ich der Herr auffErden /vnd gebiete euch/ Ir solt euch rüsten/ vnd deß Königs be¬ fehl außrichten. Aber er kundte sein fürnemen glcichwol nicht erhalten. Vnd Mcanor Wcano- rühmet vnd trotzet/vn war gewtß/daß er wolt grosse ehr eynlegcn wider den Judam. A sBcr Maccabeus hatte eine stäte Zuversicht vnd Hoffnung / der HERR würde im ' Judas erma- ^zbeystehen. Vnd tröstet die/so vmb in warcn/Sie wölten sich für den Heyden/so setm»? wider sie zögen/nichks fürchten/ Sondern gedencken an die hülffe / die inen vormals offt von Himel herab geschehen were/vnd ietzt auch auff den künfftigen Sig vnd hülf- fe/dieinen der HERR schickenwürde/hoffen. Also tröstet erste außdem Gesetz vnd den Propheten/vnd erinnert sie der glückseligen Schlachten/die sie vor gethanhat- tcn/vnd machet inen also ein Hertz. Vnd da er sie also ermanet hatte/ erzehlet er inen auch/wie die Heyden sich verwirckt hettcn/vnd widerir Eydes pfiicht thäten/ VnD rü¬ stet sie also/nit mit trotz auff Spieß oder Schilt/ sondern mit tröst auff Gottes wort. tzwenGeilcht saget inen auch einGesicht/dasgläublich war/daser gesehen hatte/davon n Iudcgezcigt. Ovalle einen mut kriegten/ vnd das war diß Gesicht: Onias/der Hohepriester/ ein bvp-r» trefflicher/chrlicher/ gütiger/wolberedter Mann/ der sich von Jugend auff aller Tu¬ gend geflissen hatte/der recket seine Hände auß/vnd betet für das gantze Volck der Iü- den. Darnach erschein im ein ander alter herrlicher Man/ in köstlichen Kleidern/ vnd OniüS. ln einer gantzen herrlichen gestalt. Vnd Onias sprach zu Juda: Dieser ist Jeremias/ Jeremias, k-er Prophet Gotkes/der deine Brüder sehr lieb hat/vnd betet stäts für das Volck/vnd die heylige Statt. Darnach gab Jeremias mit seinen Händen dem Juda ein gülden Schwerdt/vnd sprach zu im: Mm hin das heylige Schwerdt/das dir Gott schencket/ damit soltu die Feinde schlagen. Da sie nun Judas mit solchen schönen worten/die einem ein Hertz vn mut machen/ getröstet hatte/bcschloffen sie/ sie wöltk kein Läger mache/ sondern stracks an die Fein¬ de ziehen/vnd sie mänlich angreiffen/ vnd der fache ein ende machen/ Den es stund die Gtatk/der Gottesdienst/vn der Tempel/in fahr-Vn zlvar/Weiber vnd Kinder/Brü der vn Freunde fahr/ achteten sie nit so hoch / sondern ir höhcste sorge war für den hey¬ ligen Tempel/Vn die in der Statt blieben/waren in grosser sorge für ir Kriegßvolck. (^XAcsnun gelten solte zum treffen/vnd die Feinde sich versamlet/vnd ire Ord- ^z^nung gemacht/vnd die Elephanten an ir ort verordnet / vnd den Reisigen zeug zubeyden seytenangehangen hatten/vnd Maccabeus die Feinde sähe/vnd ir man¬ cherlei) rüstung/ vnd die schrecklichen Thier/ Recket er seine Hände gen Himel vnd bat denwunderbarlichen Gott/ der alles sihet/ Denn er wußte wol daß der Sig nicht kämedurchHarntsch/sondernGottgebe in wem ersgönnet.Vnd betet also: HM Mmaöeorum. x v.Lap. 2Z! ^ERR/duhasidemmEttgelzurzettEzcchie/derAdenKönig/gesandt/vndder- Maccabei Ei-tez7k ^>sclb erschlug in deß Senacherids Läger hundert vndfünffvnd achtzig tausend Mann/So schicke nun auch (du HERR nn Himmelleinen guten Engel für vns her/die Feinde zu erschrecke/laß die erschräcken für deinem starckeu Arm/ die mit Got¬ teslästerung wider dein heiliges Volck ziehen. Vnd damit höret Judas auff. Also zog Mcanor vnd sein Hauff her mit Drometen vnd groffcnl gcschrey.Adas Mcanor. aber vnd die seinen griffen die Feinde anmitdemGebett/vndruffen zu Gott/Vnd mit den Händen schlugen sie/mtt dem hertzcn aber schryen sie zu Gott/vnd erschlugen Heiden in die fünffvnd dreyffig tausend Mann/vnd freuwetcn sich sehr/daß sich Gott so gna- erlchlage.', ^L^igthatte. nrm die Schlacht vollendet ward/vnd wider abzogen/kenncten sie Nicanor Nicanor cr- C^LHam Harnisch/ daß er auch erschlagen war. Da crhub sich ein groß gcschrey vnd lch^sc». jauchtzen/vnd lobten Gott auff jre Sprach. Vnd Adas/der Leib vnd Gut für sein Volek dargestreckt/ vnd von lugend auffscim volck viel guts gethan hatte/gcbot/Man solt dem Mcanor den Kopff vnd die Hand sampt der Schulter abhauwen/vnd mit gen Jerusalem führen. Nscrnunhinkam/riefferseinVolckzu Hauff/vnd stellet die Priester für den Altar/vnd schicket nach den Feinden auff die Burgk / vnd zeiget deß Manors Kopff/vnd deß Lästerers Hand/welche er gegen das heylige Hauß deß All- O mächtigen außgereckt / vnd sich hoch vermessen hatte. Er schneit auch dem Gottlosen Mcanor die Jungen ab / vnd hieß sie zu stücken für die Vögel zuhauwen. Vnd die Hand/damit er dre vnsinmgkett geübt hatte/gegen dem Tempel vber auffhengen. I»dlch 14. Vnd das gantze Volck lobete Gott im Himmel/vnd sprachen: Gelobet sey der/der seine Statt bewaret hat/ daß sic nit ist vcrvnreinigt worden. Vnd er steckt deß Mca- nors Kopffauff/ daß cs jcderman auß der Burgk sehen kundte/zu eim öffentlichen zei- chen/daß inen derHERR geholffen hatte.Es ward auch einträchtig von allen beschlos- sen/Man sslt den tag nit vergeffcn/sondern fcyren/ ncmlich/ den drcytzehcnde tag deß zwölfften Msnden/der Adar auffSyrisch heißt/einen tag vor deß Mardochai Fest. Adar. wil ich nun hlcmit jetzt diß Buch beschlicsscn/nach dem Mcanor vmbkomen/ c^Ivnd die Aden die Statt wider erobert haben. Vnd hettc ichs lieblich gemacht/ daswolt ich gerne/Ws aber zu geringe/so habe ich doch gethan so viel ich vermocht. Denn allezeit Wein oder Wasser trincken ist nicht lustig/ Sondern zu weilen Wein/ zu weilen Waffer/trincken/daß ist lustig. Also ists auch lustig / so man mancherlei) lie¬ fet. Das sey das ende. Eudr des; Andern Buchs der Mccaöeer. Vorrede auff die Htücke Escher vnd Daniel. Je folge etliche Stücke / so wir tm Propheten Daniel / vnd im Buch Esther/nicht haben wollen vcr- keutschen/Senn wir haben solche Kornblumen (weil sie imEbrcischen Aaniel vnd Esthernicht stehen)außgerauffk/Vnd doch/ daß sie nicht ' verdürben/hie in sonderliche Würtzgärrlin oder Bette gesetzt / weil dennoch viclguts/vnd sonderlich derL.obgesang/vLneüiclcL,darinnen fundenwirt. AberdcrTextSusanne/dcßBel/Abacuc/vndDrachenö/sihek SusaNNg. < auch schönen Geistlichen Gcttchten gleich /wieIudith vnd Tobias/ Denn die Namen lautcncruchdazu. Als Susanna/Heißt eine Rosen/ Das ist/cin schön fromb Land vnd Volck/oder armer Hausse vnker den Dörnern.DanielhcißtcinRichtcr/vndso fortan-IstakeslerchtlichZu deuten auffeincPolicey/Leco- Dackel, nomey/odcr frommen Haussen der Gläubigen/es sey vmb die geschichLwieeskan.^ Hama». Adar. Diß ssück möcht ge¬ lesen werde nach dem . -r-Capitel im Buch Esther. W-H lamct aöer der Bncff/- Der grosse König Artaxerxcs/ von Zndta biß Arm- AM an Morenland/Entbeut den hundert vn siben vnd zwen- tzigFürsten/sampt den Vnderchanen/seinen Gruß. " ich ein mächtigcrKönig bin/vnd der grössesi' Merl. ^H^Herrauff Erden/hab ich doch mich meiner gcwalt ^"' nlcht wollen vbcrheben/sondern mich gcfltffen/gnädiglich vndsanfftzu regieren/ vnd den lieben Frieden / deß sich je- derman ftcuwet / zu halten / Damit ein jegllcher rüwiglich leben vnd werben möcht. Demnach hielt ich mit meinen Fürsten Raht/wie solches geschehen möchte. Da zeigt mirauHaman/mem klügster/liebster vnd treuwcsterRaht/ der nach dem Könige der höhest ist/Wie ein Volek sey/das in allen Landen zerftreuwet/sonderliche Gesetze halte/wider aller Lande vn Leute weise/vn stäts der Könige Gebott verachte/dadurch sie ftiede md etnigkeit im Reich verhindern. Da wir nun vernamen/daß sich ein einiges Volck wider alle Welt sperrete / vnd v ft eigen weise hielte/vnd vnsern Gebotren vngehorsam wcre/dadurch sie groß schaden theten/vnd friede vnd einigkeit in vnscrm Reich zerstörcten/befahlen wir/dast/ welche Haman/der öberstFürst/vndder Höhest nachdem Könige/vnserVatter/anzeigen würde/mit Weib vnd Kind/durch jrer Feinde schwerdt/on alle barmhertzigkeit/vmb- bracht/ vnd niemand verschonet werde/vnd das auffden Viertzehenden tag Adar/ deß zwölfftenMonden in diesem iare/Auff daß die vngehorsamen alle auff einen tag er- schlagen werden/vnd ein beständiger friede in vnscrm Reich bleiben müge. A»nId!m m7e NVNd Mardochcus bettet zum HERRN/vnd erzchlct seine Wunderwerck/vnd o^sprach:HERR Gott/du bist der Allmächtige König/Es stehet alles in deiner wacht/vnd deinem willen kan niemand widerstehen/wenn du Israel hclffen wilt.Du hast Himmel vnd Erden gemacbL/vn alles was drinnen ist/ Du bist aller HERR/vnd niemand kan dir widerstehen. Du weisses; alle ding/vnd hasts gesehen/daß ich auß keinem trotz noch Hoffart den stoltzcn Haman nicht habe anbetcn wollen / Denn ich wcre bereit/Israel zu gut/auch seine Füsse willigltch zu küssen / Sondern Habs gethan auß furcht/daß ich nicht die Ehre/so meinem Gott gebüret/einem Menschen gebe/ vnd niemand anderst anbetct/ denn meinen Gott. MardocheL Vnd nun HERR/du König vnd Gott Abraham / erbarm dich vber dein Volck/ Gebm. denn vnftre Feinde wöllen vns vertilgen/ vnd dein Erbe / das du von anfang gehabt hast/außrotten. Verachte dein Häufflin nicht/das du auß Egypten erlöset hast.Erhö- remeinGebett/vndsey gnädig deinemVolck/vnd wende vnftrtrauwrcnm fteude/ auffdaßwir leben/vnd deinen Namen preysen/vnd laß den Mund nicht vertilgen/ dere/ so dich loben. Vnd das gantz Israelrieffauß allen kräffrcn zum HCRRN/denn sie waren in todo nötcn. Nd die Königin Esther kehret sich auch zum HERRN in solchem Todes kampff/ AHvnd legetjrc Königliche Kleider ab/vnd zog Trauwcrkleidcr an / vn für das edle Wasser vnd Balsam/ streuwet sie äschen vnd staub auff ft Häupt / vnd demüti¬ get ften Leib mit fastm/vnd an allen örtern/da sie zuvor frölich gewest war / raufst sie fr Hahr auß/vnd betet zu dem Gott Israel/vnd sprach: Esther Ge- MERR/ der du allein vnftr König bist/hilff mir elenden/Ich hab keinen andern ker' M^Helffer denn dtch/vnd die not ist für augen.Ich hab von meinemVattcr gehöret/ Ierem.^ HERR/daß du Israel auß allen Heyden gesöndert/vnd vnsere Vätter von alters her zum ewigen Erbe angcnommen/vnd inen gehalten was du geredt hast.Wir haben für dirgesündigt/Darumbhastuvnsvbergebenin vnscrFeinde Hände. HERR/du bist gerecht/dcnn wir haben fte Götter geehret. , Aber nun lassen sie /nen nicht dran bcnügcn/ daß sie vns in grossem zwang hal¬ ten/ -ßtück m Esther. 252 ten/sondernjren Sigschreiben sie zu der machtjrer Götzen/ vnd wöllen deine Verheis¬ sung zu nicht machen/vn Vein Erbe außrotten/ vnd den Mund dere/so dich loben/ver- stopffen/vnd die ehre deines Tempels vnd Altars vertilgen / vn den Heyden das maul auffthun/zu preisen die macht der Götzen/vn ewiglich zu rühmen einen sterblichen Kö¬ nig. HERR gib nit dein Scepter denen/ die nichts sind/ daß sie nit vnsers jamers spot- ten/sondern wende jr fürnemcn vber sie/vnd zeichne den/der das wider vns anrtchtet. Gedenckan vns HERR/vnd erzeige dichinvnsernot / Vnd stärcke mich HERR/ Löwe, du König aller Götter vnd Herrschafften.Lehre mich wie ich reden sol für dem Löwen/ vnd wende sein hcrtz/daß er vnserm Feinde gram werde/Auff daß er selbß sampt sei¬ nem anhang vmbkomme. Vnd errette vns durch deine Hand/vnd hilff mir/ deiner Magd/die kein ander hülste hat denn dich HERR alleine/der du alle ding weißest/ Vnd erkennest/daß ich keine sieude hab an der Ehre/die ich bey den Gottlosen habe/ auch keine lust ander Heydmschcn vnd frembden Heyrath. Du wcisscst daß tchs thun muß/vnd nicht achte der; herrlich n Schmuck/ den ich auff meinem Haupt trage wen ich prangen muß/Sondcrn Halts wie ein vnrein Thuch/vnd trage nicht äusser dem geprenge / Auch hab ich nie mit Haman gcffcn/noch frcude gehabt am Königlichen Tisch/noch gctruncken vom Qpffcrwem Vnd deine Magd hat sich nie gefreuwct/sint ich bin hieher gebracht/ blß auff diese zeit / on dein allein HERR / du Gott Abraham. Erhöre die stim der verlassenen/dustarckerGott vber alle/vnderrettevnsvon dec Gottlosen hand/vnd erlöse mich auß meinen noten. o am dritten tage leget sie jretägltche Kleider ab/vnd zog jren Königlichen JASchrnuck an/vnd war sehr schön/ vnd rieste Gott den Heyland an /der alles st- AAU c-?. het. Vnd nam zwo Mägde mit sich / vnd lehnet sich zierlich auff die eine / die an¬ der aber folgetjr/vnd trug ir den schwantz am Rocke/Vn jr angcsicht war sehr schön/ lieblich vnd frölich gestalt/aber jr Hertz war voll angst vnd sorge. Vnd da sie durch alle Thürcnhineyn kam/trat sie gegen dem Könige / da er fast auff seinem Königlichen Stul/ in seinen Königlichen Kleidern/die von Gold vnd Edelsteinen waren/vnd war schrecklich anzusehcn. Da er nun die äugen auffhub/ vnd sähe sie zorniglrch an/erblasset die Königin / vnd sanck in eine onmacht / vnd leget das «Heus. Ptole- meus. Brieff der Purim. Haupt auff die Magd. pr-verb. r,. Da wandelt Gott dem Könige sein Hertz zur güte/vnd jm ward bang für sie/vnd sprang von seinem Stul/vn vmbfieng sie mit seinen armen/ biß sic wider zu sich kam/ vn sprach sie freundtlich an: Was ist dir EsthcrkM bin dein Brudcr/Fürcht dich nit/ Du solt nicht sterbcn/Den dtß verbott trifft alle andere an/aber dich nicht/ Tritt her¬ zu. Vnd er Hub den gülden Sccptcrauff/vndlegt jn auff jre Achseln/vndküsset ste/ vnd sprach: Sage her. «Es.Vnd sie antwortetDa ich dich ansahe/daucht mich/ich sehe einen Engel Gottes/ r- Reg. Darumb erschrack ich für deiner grossen Maiestet/den du brst sehr schrecklich/vnd dei¬ ne gestalt ist gantz hcrrbch.Vnd als sie so redet/sanck sie abermal in eine onmacht/vnd siel darnidcr. Der König aber erschrack sampt seinen Dienern/vnd trösteten sie. C^M vierdten jar dcß Königes ptolcmei vnd Kleopatre /brachten Dositheus/ (welcher sich für einen Priester auß dem Stam Leut außgab) vnd ptolemeus/ vvr dem ^^sein Son/ diesen Brieff der Purim / vnd sagten: Daß Lystmachus / ein Son' Ptolemei/denftlbigen verdolmetschet Hette zu Jerusalem. « ^sRtaxerpes/der grosse König von India biß in Morenland /entbeut den hundert ^svnd siben vnd zwentzig Fürsten/ sampt den Vnderthatten/setnen grüß. lag-EmFü.^ vü. f Wir befindcn/daß viel sind/welche derFürsten gnade mißbrauchen/vnd von den fürchte,-M d'ne!'s» ehren/ so jnen wtderfchret/stoltz vnd böß werden. Also/daß sie nicht allein die Vnder- thanen bochen/ sondern auch gedencken die Herrn selbß/ von denen sie erhöhet sind/ d!M vnter die süsse zu tretten.Vn thun nit allein wider natürliche billigkeit/durch vndanck- Larkeit/sondern sind durch Hoffart so verblendet/paßsteauchmeinen Gott (der auff «». ' q iiij die Htück in Wher. drefrommensihet)straffesolchevntreuwnicht. Sie bekriegen auch fromme Fürsten/ auff daß sic vnschüldig Blut vergiessen/ Vnd die icnen so treuwlich vn redlich dienen/ tn alles vnglück bringen möchten. Welcher Excmpel man findet/nicht allein in den al¬ ten Geschichten/sondern auch noch täglich ersetztet/wie viel solche vntreuwe Nähte vnglück sttfften. Weil vns denn gebürt darauffzu sehen/daß hinfurt friede im Reich bleibe/Müs-Esth« sen wir nach gelegenheit der fachen zu weilen die Gebott ändern / wo wirs anderst fin- den/denn wir bericht waren/vnd nicht zu geschwinde fahren. Haman. Äs^Ach dem nun Haman/ der Son Hamadathi / auß Macedonta / vnd nicht der ^Wersen geblüt/auch nicht vnser gütigen art/ sondern bey vns ein Gast ist / Dem wir (wie wir pflegen gegen alle Nation) alle gnade erzeigt/vnd also erhöhet haben/ daß wir in vnscrn Vatter ncnneten/vnd von jederman / als der Netzest nach dem Kö- nige/geehret ward/Ist er so stoltz worden/ daß er sich vnterstanden hat vns vmb vnser Königreich vnd leben zu bringen. Denn er hat Mardocheum (der durch seine treuw vnd wolthat vnser leben errettet hat) vnd vnser vnschüldig Gemahl / die Königin Esthcr/samptiremgantzenVolck/fälschlich vnd bößlich verklaget/daß sie alle solten vmbvracht werden. Vnd alsdenn/ wenn die hinweg weren / die vns bewaren / hat er gedacht/vns auch zu erwürgen/vnd der Persen Reich an die Macedonier zu bringen. Wir befinden aber/daß die Mdm/welche der verjagt Bube wolt tödten lassen/^ vnschüldig sind/gutc Gesetz haben/vnd Krnder deß Höhesten / grössestcn vnd ewigen Gottes/sind/der vnsem Vorfahren vnd vns diß Reich gegeben hat/vnd noch erhclt. Darumb solt jr euch nicht halten nach dem Brieffe/ welchen Haman außbracht hat. Denn vmb solcher That willen ist er mit alle seinem Geschlecht für den» Thor zu Su¬ san an den Galge gchcngt/Vn hat jm also Gott bald vergolten wie ers verdienet hat. As Ber diß Gebott/ das wir euch jetzt zuschrckcn / solt jr in allen Stätten verkündi- HAgen/daß die Mden mögen jr Gesetz frey halten / Vnd wo man jnen gewalt chun Adar, wolt/am dreytzehende»» tage deß zwolfften Monden/ der da heisset Adar/ da solt jr sie schütze/ daß sie sich an jenen rechen mügen / Den denselben rag hat jnen der Allmäch- - ME.» tige Gott zur freude gemacht/ daran sie/das außerwelte volck/ solten vmdkomcn seyn. Darumb solt auch jr neben andern Fcyertagcn dssen tag fcyrcn in allen freuden/ Auffdaß es vns wolgehe/ vnd allen/so der» Persen treuw sind / Vnd ein Excmpel sey/ wie vntreuw gestrafft werde. Wclchs Land aber oder Statt diß Gebott nicht halten mrt/die sol mtt Schwert vnd Fcuwer vertilget werdcn/also/daß weder Mensch noch Thier/nochVögel/hinfurt drinnen wohnen können. Diß stückmazman M andern jar deß grossen Königs Artaxerxes/ am ersten tage deß Monden Ni- Mtt. san/ hatte Mardocheus einen Traum/der ein Md war/ein Son Iairi/deß^^ ist aewe t far o^Sons Semei/ deß sons Kis/ vorn stam BenIamin/ vnd wohnet in der Statt twlg nach der ge- Susan/ ein ehrlicher Mann / vnd am Komgllchen Hofe wolgehalten / Er war aber der gefangener einer/ so NebucadRezar/wr Körug zu Babel/weggeführet hatte von Jerusalem/mit den» Könige IcchanIa/dem Könige ^Zuda. Vn das war sein Traum. Traum ^E*S erhub sich ein geschrcy vnd getümmel/ donner vnd crdbeben/vn eir» schrecke»» o Mardochej. c^'auffErdcn.Vnd sihe/da waren zween grosse Drachen/die gierigen gegen cinan- derzu streiten. Vnddasgeschrey war so groß/dass alle Länder sich auffmachtcn/zu streiten wider ein heilig Volck. Vnd es war ein tag grosser smstcrniß/trübsal vn angst/ vnd war ein gross jammer vnd schrecken auff Erden.Vnd das heylige Volck war hoch betrübt/vnd furchten sich für jrem vnglück /vnd hatten sich jres lebens erwegen/vn sie schryen zu Gott. Vnd nach solchem geschre») ergoß sich ein groß Wasserstrom auß ei¬ nem kleinen Vrunn/vnd die Sonne gieng auff/vnd ward Helle / vnd die Elenden ge- wonnen/vnd brachten vmb die Stoltzen. Als nun Mardocheus erwacht nach dein Traum/dacht er/ was Gott damit mci- net/vnd behielt den Traum in seinem Hertzen/vnd dacht jm nach b»ß in die nacht/vrw hettegern -Atütk in -EMer. 2zz hette gern gewußt was er bedeutet. Vnd Mardocheus sprach: Gott hak das alles ge- schickt/Ich drucke an meinen Traum/vnd es ist eben ergangen wie mir geträumet hat. kleine Brunn/ der ein groß Wafferstrom ward / da die Sonne schein / vnd Deutüg deß c^Lhelle ward/das ist Esther/welche der König zum Gemahl genommen / vnd zur Königin gemacht hat. Die zween Drachen sind/Ich vnd Haman. Der eine bedeutet Die Hcyden/so zusammen kamen/ vnd dm Namen der Jüdcn außtilgen wolten. Der ander bedeut mein Volck Israel/welches zum HERR^r rieff/vnd der HERR halff sei¬ nem Dolck/vnd erlöset vns von diesem vnglück. Er thut grosse Zeichen vnd Wunder vnter den Heyden/Denn er hat allezeit vnterscheid gehalten zwischen seinem Volck vnd den L^eydcn. Vnd wenn das stündlin kommen ist/ daß die Heyden am stöltzesten/ vnd wir am schwächsten/gewesen sind/vnd daß Gott hat richten sollen / So hat er an sein Volck gedacht/vnd seinem Erbe den Sig gegeben. Vnd dtse tage sol man halten im Monden Adar/auff den viertzehenden vn fünff- zehenden tage desselben Monden/in allen frcuden/vnd mit hohem fleiß/wenn das Volck zusammen kompt/Vnd sol ewiglich also gehalten werden im Volck Israel. Ende der Stück tn Escher. OistoriavsnderHusanna vnd Daniel. H war em Wann zu Wa- bylon/ mit Namm Joiakirn/Der hatte eln Iolakim. Wetb/die hieß Susana/eine Tochter Helkia/die war sehr Susanns, schön/vnd dazu Gottfürchtig/Denn sie hatte fromeEl- tern/die sie vnterweiset hatten nach dem Gesetz Mose.Dn jr Man/Iorakim/war sehr reich/ vnd hatte einen schönen Garten an seinem Hause.Dnd die Juden kamen stäts bey jm zusmumen weil er der fürncmste Mann war vnter inen allen. ^^S wurden aber im selben jar Mm Eltesten auß dem Dolckzu Richtern gesetzt/ O<^das warm solche Leute/von welchen der HERR gesagt hatte: Ire Richter vben alle boßheit zu Babylon. Dicselbigm kamen täglich zu Ioraktm/vnd wer eine Sache hatte/mußte daselbst für sie kommen. Vnd wenn das Volck hinweg war/vmb den Mttag/pfleget die Susanna in jres Manns Garten zu gehen. Vnd da sie die Eltesten sahen täglich dareyn gehen/wurdcn sie gegen jrentzündt mit böser lüft/vnd wurden drüber zu Narren / vnd wurffen die äugen so gar auff sie/daß sie nicht kundten gen Himmel sehen/vnd gedachten weder an Gottes wort noch straffe. L Sie waren aber beyde zugleich gegen jr entbrant/vnd schämet sichs einer dem an¬ dern zu offenbaren / vnd jeglicher hette gern mit jr gcbulet / Vnd warteten täglich mit fleiß auffsie/daß sie sie nur sehen möchten. Es sprach aber einer zum andern: Ey / laß vns heim gehen/denn es ist nun zett essens. Vnd wenn sie von einander gegangen wa¬ ren/ kehret darnach jeglicher wider vmb / vnd tanzen zugleich wider zusammen. Da nun einer den andern fragte/ bckanten sie beyde jre böse tust. Darnach wurden sie mit einander eins/darauffzu wartcn/wenn sie das Weib möchten allein sindcn. q v Vnd WomvoirHusama da sic einen bequemen tag besttmpt hatten auff sic zu lauttn/kam die Gm' »««. I^Hsanna mit den zwo Mägdett/wte jre gewonheit war/in den Garten / sich zu wa- schen/denn es war sehr heiß. Vnd cs war kein Mensch im Garten/on diese zwen Eltesten/die sich heimlich versteckt hatten/vnd auffsie lauteten. Vnd sie sprach zu /ren Mägden: Holet mir Balsam vnd Seiffen/vnd schliesset den Garten zu / daß ich mich Wäsche. Vnd die Mägde thaten wie sie befohlen hatte/vnd schlossen den Garten zu/ vnd giengen hinauß zur Hinderthür/daß sie ir brächten was sie haben wolt/Vnd wurden der Männer nicht gewar/denn sie hatten sich versteckt. nun die Mägde hinauß waren/kamen die zween Eltcsten herfür/vnd liessen (^Kzujrzu/vndsprachen: Sihe/der Garten ist zugeschlossen/ vnd niemand sihet vns/ vnd sind entbrannt in deiner liebe/Darumb so thue vnsern willen. Will du aber mcht/so wollen wir auffdich bckennen/Daß wir einen iungcn Gesellen allein bey dir funden habcn/vnd daß du deine Mägde darumb habest hinaußgeschickt. Da erseufftzet Susanna/vnd sprach:Acb/wie bin ich in so grossen ängstcn/Denn wo ich solches thu/so bin ich deßTods/Thu ichs aber mcht/so kome ich nicht auß euwe/ ren Händen. Doch Wil ich lieber vnschüldig in der Menschen Hände kommcn/denn wi¬ der den HERRN sündigen. Vn fieng an laut zu schrcycn.Aber die Eltcsten schryö auch vber sie.Vn der eine lieffhin Zu der thür deß Gartcn/vn thet sie auff. Da nun das Ge¬ sinde solch geschrey hörete/licffcn sie herauß in Garten zur Hinderthür / zu sehen was jr widerfahren wcre.Vnd die Eltcsten ficngen an von jr zu sagen / daß sich die Knechte jremhalbe schämeten/denn deßgleichen war zuvor nie von Susanna gehöret worden. Nd deß andern tags/da das Volck in Zoiakim/ires Mannes/ Hause zusammen ^^kam/Da kamen auch die zwen Eltesten / voll falscher list wider Susanna / daß sie ir zum tod hülffen.Vnd sprachen zu allem Volck: Schickt hin/vnd lasset Su- sanna/die Tochter Helkie/Ioiakims Werb/Her holen. Vnd da sie gefordert war / kam sie mit jren Eltern vnd Kindern/vnd irer gantzen Freundtschasst. Sie aber war sehr zart vnd schöne/Darumb hiessen diese Bößwicht/r den Schleyer wegreisscn / damit sie verhüllet war/auff daß sie sich ergetzten an /rer schönheit. Vnd alle die bey ir stun- Ven/vnd die sic kcnneten/weyneten vmb sie. Vnd die zwen Eltesten traten auff mitten vrtter dem Volck/ vnd legten die Hände auff ir Haupt. Sie aber weyncte/ vnd Hub die äugen auff gen Himmcl/Dcnn ir Hertz hatte ein verträumen zu demHERRN. VnddieEltesten fiengenan/vnd sprachen: Da wir Md Mantel» 254. Da wir beyde allein in dem Garten vmbher giengen/kam sie hineyn mitzwoMäg- drn/vnd schloß den Garten zu/vnd schickte die Mägd von jr. Da kam ein junger Ge? o ftlle zu jr/der sich versteckt hatte/vnd legt sich zujr. Da wir aber in einem Winckel im Garten solche schände sahen/lieffen wir eylend hinzu/vnd funden sie bey einander / Li¬ ber deß Gesellen knndten wir nicht mächtig werden / Denn er war vns zu starck / vnd stieß die Thür auff/vnd sprang davon. Sie aber ergriffen wir / vnd fragten / wer der junge Geselle were/ Aber sie wolt es vns nicht sagen. Solches zeugen wir. Vnd das Volckgläubte den zweyen/als Richtern vnd Obersten im Volek /vnd vervrthcileten die Susanna zum tode. Sie aber schrey mit lauter stimme/vnd sprach: Susanna HERR/ ewiger Gott / der du kennest alle heimligkeit/ vnd weiffest alle ding zuvor/ ehe S-bm. sie geschchen/Du weiffest/daß diese falsch Jeugniß wider mich gegeben haben. Vnd nun sihe/Ich muß sterben/so ich doch folchs vnschüldig bin/daß sie bößlich vber mich gelogen haben. Vnd Gott erhöret jr ruffen. -'° »^d da man sie hin zmnwd führet/erweckt Gott den Geist eines jungen Kna- Daniel. " ^Hbens/dcr hieß Daniel/der fieng an laut zu ruffen :Ich wil vnschüldig seyu an di- scm Blut. Vnd alles Dolck wendet sich vmb zu jm/ vnd fraget jn/was er mit sol¬ chen Worten metnetek Er aber trat vnter sie/vnd sprach: Scyt jr von Israel solche Narren/daß jr eine Tochter Israel verdampt/ehe jr die fache erforschet/vnd gewiß werdet k Kehrt wider vmb fürs Gerichte/denn diese haben falsche zeugniß wider sie geredt. Vnd alles Volck kehret eylend wider vmb. - Reg.-;. A6^.Nd die Eltestcn sprachen zu Daniel: Setze dichherzuvns/vn berichte vns/weil c^Adich Gott zu solchem Richterampt fordert. Vnd Daniel sprach zu juen: Thut sie von einander/so wil ich jeglichen sonderlich verhören. Vnd da sic von einander gcthan AovS.7. waren/fordert er den einen/vnd sprach zu jm:Du böser alter Gchalck/jetzt treffen dich deine Sünde/die du vorhin getrieben hast/daduvnrccht vrcheil sprächest/vnd die vnschüldigen verdamptest/Aber die schüldigen loß sprachest. So doch der HERR ge¬ holten hat: Du soll die frommen vnd vnschüldigen mcht tödten. Hast»nun diese ge- sehen/so sage an/vnter welchem Baum hastu sie bey einander funden k Er aber ant- wortet:Vntcr einer Linden.Da sprach DaniebO recht/der Engel dcß HERRN wirt >w/das hL" Dich finden/vnd zuscheitcrn/denn mit deiner lügen bringest» dich selbst vmb dein leben, d-r BE/'darv°» L Nd da dieser hinweg war/hieß er den andern auch für sich kommen / vnd sprach HHzu jm: Du Kanaans art/vnd nicht Juda / die schöne hat dich bethöret / vnd die we» aber der tust hat dein Hertz verkehret. Also habt jr den Töchtern Israel mit gefahren/ fthm nikbe!anm hat vnd sie haben auß furcht müssen euwern willen thun/Aber diese Tochter Juda hat nit "2^! in euwere boßheit gcwilliget. Nun sage an/vnter welchem Baum hastu sie bey einan¬ der ergriffen k Er aber antwortet: Vnter einer Eychen. Da sprach Daniel: O recht/ der Engel deß HERRN wirt dich zeichen/vnd wirt dich zurhauwen/ Denn mit deiner tügen bringst» dich selbß vmb dein leben. ^^A fieng alles Dolckan mit lauter stimzu ruffen/vnd preiseten Gott/der da hilf- (^LHfetdenen/soauffjn hoffen vnd verträumen. Vnd traten auff wider diezween Eltesten/ weil sie Daniel auß jren eigen Worten vberwerset hatte / daß sie falsche Jeu- v; Brach daselbst/dm die zu Babel anbrteten. Vnd der König sprach zu Daniel: Wie/wiltuvondcm auch sagcn/daß er irichts denn ein ehern Götze scy k Sthe/ er lebetja/ denn erjssct vnd trincket/vnd kanst nicht sagen/ daß er nicht ein lebendiger Gott scy/ darumb so bete in an. Aber Daniel antwortet: Ich wtl den HERRN meinen Gott anbetcn/dcn derselbige ist der lebendige Gott.Du aber Herr König erlaube mir/ so wil ich Visen Drachen vmbbringen on einig Schwert oder Stangen.Vnd der Kö¬ nig sprach: Ia/es sey dir erläubt. Da nam Daniel Bech/ Fettes vnd Har /vnd kockt cs vnter einander/ vnd macht Küchlin darauß/ vnd warffs dem Drachen ins Maul/ vnd der Drache barst davon mitten cntzwcy. Vnd Daniel sprach: Sihe/das sind euwere Götter. D-E - nun die zu Babel solches horeten/verdroß sie es sehr/ vnd machten eine auff- (^LH nchr wider den König/ vnd sprachen: Vuser König ist ein Iüde worden / denn er hat den Bel zcrstörct/vnd den Drachen getövtet/vnd die Priester vmbbracht.Vlid sic traten für den König/vnd sprachen: Gib vns den Daniel Hcr/Wo nicht/ so wöllcn wir dich vnd dein gantzes Hauß vmbbringen. Da nun der König sähe / daß sie mit ge¬ malt auffjn drungen/ muste er inen den Daniel vbergeben.Vnd sie worffen /n zun Lö- Danlel in wen in den Graben/ darinn lag er scchß tage lang. Grabe» v Vnd es waren sibcn Löwen un Graben / den gab man täglich zween Menschen/ vnd zwey Schafe/Aber drese tage gab man inen nichts/auss daßsie Daniel srej,en selten. war über ein Prophet/Habacuc/inIudea/der hatte einen Brey gckocht/vnd Brot eyngebrocket meine treffe Schüssel/vndgicngdamit auffs Feld/daßers denSchnittern brächte. Vnd der Engel deß HERRN sprach zu Habacuc: Du mußt das Esscn/das du tregsi/dcm Danrcl brürgen gen Babel/in der Löwen Graben. Vnd Habacuc Habacuc antwortet: HERR / Ich hab dre Statt Babel nie gesehen/ vnd weiß mcht/ eM" wo der Grabe ist. Da fasset jn der Engel oben bey dem schopff/vnd führet in wie ein starcken Wmd z.Reg.t7 gen Babel an den Graben. Vnd Habacuc rieffe/vnd sprach: Daniel/Daniel/nim hm das Essen/das Gott dir gesandt hat. Vnd Daniel sprach: HERR Gott du ge- denckest ja noch an mich/vnd verkästest die nicht/die dich anruffen/vnd dich lieben. Vnderstundauffvndaß. Aber der Engel Gottes bracht Habacuc von stund an wi¬ der an seinen ort. Vnd der König kam am srbenden tage Daniel zu klagen. Vnd da er zum Graben kam/vnd hincyn schauwet/ Sthe/ da saß Daniel mitten vnter den Löwen. Vnd der König rieff laut/vnd sprach :O HERR/du Gott Dantelis/du bist ein grosser Gott/ Dama. H ^ist ^in Gott denn du. Vnd er ließ jn auß dem Graben nemmcn/Aber die andern/so jn zum Tode wolten bracht haben/ließ er in den Graben werffen/ Vnd wurden so bald für sei¬ nen Augen von den Löwen verschlungen. HassKMtWrie/Aan.iii. auß dem Griechischen. NdAsana stund mitten tm glücnden Ofen/vnd thck^ feinen Mund auff/betet/vnd sprach: ElobctseystuHERR/der Gott vnsercrVätter/vnd dein Name gepreyfet vnd geehret werden ewiglich. Den du bist gerecht in allem / das du vns gethan hast. Alle deine Werck sind rccht- schaffen/vnd was du thust das ist recht/ vnd alle deine Gerichte sind vnsträfflich. Du thust vns recht/daß du vns gestraffet hast mit solcher straffe/die du vber vns hast gehen lasten/vnd vber Zerusalcm/die heilige Statt vnsercr Vätter / Za / du thust recht vnd wol daran/vmb vnser Sünde willen. Denn wir haben gesündigt vndvbel gethan/ damit daß wir von dir gewichen sind/vnd allenthalben wider dich gethan habcn/vnd deinen Gebotten nicht gehorcht/ noch ir geacht/daß wir darnach thcten/ wie du vns befohlen hast/auffdaß cs vns wob giengeDarumb hasturecht gethan/daß du solches alles vber vns hast gehen lassen/ vnd vns gegeben in die Hände vnserer Feinde/der Gottlosen bösen Leute /vnd dem vn- gerechten grausamsten Könige auff Erden. Vnd wir thüren vnsern Mund nicht auffthun/so sind wir zu schänden vn zu spott worden für deinen Knechten/vnd für allen die dich fürchten. Aber doch verstosse vns nicht gar vmb deines heiligen Namens willcn/vnd verwirff deinen Bund nicht/ vnd mm deine Barmherzigkeit nicht von vns vmb Abrahams/detnes geliebten Freunds/ willen/ vnd deines Knechts Zsaac/vnd Zsrael/deines Heyligen/welchen du verheissen hastirett Samen zu mchren/wte die Stern amHimel/vnd wie den Sand am Meer. Denn wir sind geringer worden denn alle Heyden/ vnd sind jetzt die verachtcsten s auff Erden/ vmb vnser Sünde willen/daß wir nun keinen Fürsten / Propheten n och Lehrer/mehr haben/ vnd weder Brandopffcr noch täglich Opffer/noch Speißopffcr/ noch Näuchwerck/vnd haben keine stätte da wir für dir opffern/vnd gnade finden möchten/Sondcrn mit betrübtem hertzen dnd zerschlagenem Geist kommen wir für dich/als brächten wir Brandopffer von Widern vnd Rindern/vnd viel tausend fetter Schafe. Also woltestu vnser Opffer heute für dir gelten vnd angencm seyn lassen/ Denn du testest nicht zu schänden werden/die/so auff dich hoffen. Also kommen wir nun mit gantzcm hertzen/vnd suchen dein angesicht mit furcht. Darumb laß vns nicht zu schänden werden / Sondern thu vns / HERR/ nach deiner gnade/vnd nach deiner grossen barmhertzigkeit/ vnd errette vns nach deinen wunder- thaten/vnd gib deinem Namen die ehre/daß sich schämen müssen/alle/die deinen Knechten leyd thun/vn zu schänden werden für deiner grossen macht vnd gewalt/ daß jre macht zerstöret werde/ damit sie erfahren/daß du brst der HERR/dcr emige Gott/ herrlich auff dem Erdboden. Nd die Diener dcß Königs/ die sie in den Ofen geworffen hatten/höreten nicht AHauff/vndwarffen immerzu Schwefelvnd Bech/vndWerck/vnd dürre Rei- ^^ser/daß die loh oben auß dem Ofen schlug/bey neun vnd viertzig Elen hoch/ vnd fraß vmb sich/vnd verbrannt die Khatdeer/die es erreichte für dem Ofen. Aber der Engel deß HERRN trat mit denen/ die bey Asaria waren / in den Ofen / vnd stieß die loh vom Feuwer auß dem Ofen / vnd machte im Ofen wie einen külenThauw/daß das Feuwer sie gar nicht an- rührete/noch schmertzete oder be¬ schädigte. DerGe- ^er Besang dcr drcycr Männer tm Fcuwer / Daniel. 111. auß dem Griechischen. MWW A fiengen drese drey mit einander an zu singen / prepst- ten vnd lobeten Gott in dem Ofen/vnd sprachen: Gelobet seystu HERR / der Gott vnser Dätter / Vnd müssest ge- preisetvndhoch gerühmct werden ewiglich. Gelobet sey dein herrlicher vnd heyliger Name/ Dnd müsse geprei- set vnd hoch gerühmet werden ewiglich. Gelobet seystu in deinem heyltgen herrlichen Tempel/ Dnd müssest gepreiset vnd hoch gerühmet werden ewiglich. Gelobet seystu der du sitzest auff dem Kherubim/vnd sihest in die tteffe/Dnd müs¬ sest gepreiset vnd hoch gerühmet werden ewiglich. Gelobet seystu auff deinem herrlichen Königlichem Stul / Dnd müssest gepreiset vnd hoch gerühmet werden ewiglich. Gelobet seystu in der Festen deß Himmels/Dnd müssest gepreiset vnd hoch gerüh¬ met werden ewiglich. psalm. «4S. ^*S loben den HERRN alle seine Werck/ Dnd müssen jn preisen vnd rühmen c>^ewiglich. " Ir Himmel lobet den HERRN/Preiset vnd rühmet in ewiglich. Lobet den HERRN ir Engel deß HERRN/Preiset vnd rühmet in ewiglich. Lille wasser droben am Himel lobet den HERRN/Preiset vn rühmet in ewiglich. Alle Hecrschare deß HERRN lobet den HERRN/ Presset vn rühmet in ewiglich. Sonn vnd Mond lobet den HERRN/Preiset vnd rühmet jn ewiglich- s Lille Sternen am Himmel lobet den HERRN/ Preiset vnd rühmetin ewiglich. Regen vnd Thauw lobet den HERRN/ Preiset vnd rühmet in ewiglich. Alle Winde lobet den HERRN/Preiset vnd rühmet in ewiglich. Feuwer vnd Hitze lobet den HERRN/Preiset vnd rühmet jn ewiglich. Schlossen vnd Hagel lobet den HERRN/Preiset vnd rühmet in ewiglich. Tag vnd nacht lobet den HERRN/Preiset vnd rühmetjn ewiglich. Liecht vnd Finsterniß lobet den HERRN/Preiset vnd rühmet in ewiglich. Eyß vnd Frost lobet den HERRN/Preiset vndrühmetin ewiglich. Reissen vnd Schnee lobet den HERRN/Preiset vnd rühmet jn ewiglich. Blitz vnd Wolckcn lobet den HERRN/Preiset vnd rühmet in cwtgttch. Erde lobe den HERRN/Preise vnd rühme in ewiglich. Berge vnd Hügel lobet den HERRN/Preiset vnd rühmet in ewiglich. Alles was auß der Erden wächßt lobe den HERRN/ Preise vnv rühme in ewig¬ lich. Ir Brunnen lobet den HERRN/Preiset vnd rühmet in ewiglich. e <^v^Eer vnd Wasserströme lobet den HERRN/Preiset vnd rühmetin ewiglich. Walfische vnd alles was sich reget im Wasser lobet den HERRN / preiset ^^vnd rühmetin ewiglich. HMLle Dögel vnter dem Himel lobet den HERRN/Preiset vnd rühmet in ewiglich. Alle wilde Thier vnd Dich lobet den HERRN/ Preiset vn rühmet in ewiglich, lobet den HERRN/ Preiset vnd rühmetin ewiglich. Israel lobe den HERRN/Preise vnd rühme in ewiglich. Ir Priester deß HERRN lobet den HERRN/Preiset vnd rühmet in ewiglich. Ir Knechte deß HERRN lobet den HERRN/Preiset vnd rühmet in ewiglich. Ir Geister vnd Seelen der Gerechten lobet den HERRN/Preiset vnd rühmet in ewiglich. IrHey- A Heyligen/so elend vnd betrübt fmd/lobet den HERRN / Dreysek vnd rühmet ln ewiglich. ^^Nanta/Azaria/vndMisael/lobet den HERRN / preyset vnd rühmet in ewig- Denn er hat vns erlöset auß der Hellen/vnd hat vns geholffen von dem Tode. Vnd hat vns errettet auß dem glücnden Ofen/vnd hat vns mitten im Feuwer erhalten. Dancket dem HERRN/Denn er ist freundtlich/vnd seine güte wäret ewiglich. Alle die den HERRN fürchten/lobct den Gott aller Götter/Preyset in/ vnd rüh¬ met daß seine güte ewiglich wäret.« Aas Ocöett Uanaße/ deß Königs Iuda/da er gefangen war zu Babel. E RR Allmächtiger Gott vnser Vatter / Abraham/ä Isaac vnd Jacob/ vnd jrcs gerechten Samens / der du Himel vnd Er- den/vnd alles was drinnen ist/gemachthast. Vnd hast das Meerver- sigelt mit deinem Gcbott/vnd hast die tieffc verschloßen vnd vcrsigelt/ zu ehren deinem schrecklichen vnd herrlichen Namen/daß iedcrman muß für dir erschrecken/vnd sich fürchten für deiner grossen macht. Denn vnträglich ist dein zorn/ den du dräuwcst den Sündern/Aber die barmhertzigkett / so du verheis¬ sest/ ist vnmässig vnd vnaußforschlich. Denn du bist der HERR/dcr Allerhöhest vber den gantzen Erdboden/von grosser gedult/vn sehr gnädig/ vnd straffest die Leute nicht gerne/Vnd hast nach deiner güte verheissen Buffe zur Vergebung der Sünden. Aber weil du bist ein Gott der Gcrechten/Hastu die Buffe nit gesetzt den Gcrcch- ten/Abraham/Isaac vnd Iacob/welche nicht wider dich gesündigct haben / Ich aber habe gesündiget/vnd meiner Sünde ist mehr denn deßSands am Mcr/vnd bin ge- krümmct in schwären Eyscrn Banden/vnd habe keine ruwe/ darumb/ daß ich deinen zorn erweckt habe/ vnd groß vbcl für dir gcthan/ damit / daß ich solche greuwel vnd so viel ärgerniß angerichtet habe. Darumb beuge ich nun die Knie meines Hertzens/vu bitte dich HERR vmb gna¬ de. Ach HERR/ich habe gcsündiget/Ia/ich habe gesündiget/vnd erkenne meine miffe- that/Ich bitte vnd flehe/vcrgib mir/O HERR/vergib mirs/Laß mich nicht in meinen Sünden verderben/vnd laß die straffe nicht ewiglich auff mir bleiben. Sondern wol- test mir vnwirdigcn Helffen nach deiner grossen barmhertzigkett / So wrl ich mein lebenlang dich loben. Denn dich lobet alles Himcls- Heer/vnddich solman preysen immer vnd ewiglich/Amen. Testaments. Borrede auff das nemve Testament. Leich wie das alte Testament ist ein Buch/ MT-st.««. darinnen Gottes Gesetz vnd Gebott/darneben dieGe- schichte/beyde dere/dledicsclbigcn gehalten vnd nik gehalten haben/gc- schriebenfind/AlsorstdaeneuweTestamenternBuch/darinnendas MuwTestament. EuangcliumvnGottesverheissung/darnebenauchGeschichke/bey- ^re/die daran glauben vnd nicht glauben/geschricbcn find. w Tcftamme ^^sein Gutbescheidet/nach scinem Tode den benannten Erbenaußzutheilen/Alsohatauch Chri- m«uLms. stus vor seinem sterben befohlen vnbcscherden/solch Euangclium nach seinem Todeaustzuruffcn in alle Welk/vnd damit allen/die da gläuben/zu eigen gegeben alles sein Gut/Das ist/ sein Lebcn/damik er den Tod verschlungen/seine Gerechtigkeit/ damit er die Sünde vcrtilzek/vnd seine Seligkeit / damit er die ewige Verdammst vberwunden hak. Nun kan/e verarme Mensch in Sündcn/Todvndzur Helle vcr- strickt/nichtö tröstlichere hörcn/denn solche kheuwre/liebliche Botkfthafft von Christo/ Vnd Mltst sein Hertz von grundt lachen/vnd frölich drüber werdcn/wo crs glaubt daß war sey. Rom. ^s^-Vn hak Gott solchen Glauben zu stärckcn/dises sein Euangcliumvnd Testament viesfältigim Euangettum durch PZ) L alten Testament durch die Propheten verheissen/Wie S. Paulus srgt/Rom i.Ich binaußge- d>e prophcccnvcr- söndertzu predigen das Euangclium Gottes/welchcs er zuvor verheissen hak durch seine Pro- - pheken/in derhcyligen Schrifft/von seinem Son/derjm geboren ist von dem Sarnen D a ard/ re. Genes;. Vnd daßtvrrder etliche anzeigen/hat ers am ersten oerheiffn/da er sagt zu der Schlangen/Gen.g. IchwilFeindtschafftsetzenzwischendirvnddemWeibe/vndzwischcndeinem Samen vnd rem Sa- men/Derselb soldirdenKopffzukrekken/Vndduwirstjn in dieVersen stechcn.Christus ist der Same ChnstuedeßMciKs dieses Weibes/ derdemTeuffel sein Kopff/sasist/^ündc/Tod/ Helle/ vndalle seine krafft/zutMten Same. Hak/Denn on diesen Samen kan kein Mensch derSündc/dem Tod/noch oerHellen/enrrrunem Genesrr. Ikem/Genes.rr.vcrhicßersAbraham/Durch deinen Samen sollen alle Völckcr auffErden Galat.;, gesegnet werden. Christus ist der Same Abrahe/ spricht S- Paulus/Gal. z. der hat alle Welt gesegnet Christus hamlle durchsEuangeliuin.DcnwoChristusnichtist/daistnochderFluch/dervberAdamvndseine Kmder Mckgcftgnct. fiei/da ergesündigcthatte/dastfieallezumalderSände/dcßTsds/vndderHellen/schüldigvnd eigen seyn müssen. Wider den Fluch scgnctnun das Euangclium alle Welt/damit/ daß es ruffck öffentlich: Wer an diesen Samen Abrahe gläubct/solgescgnet/das ist/von Sünde/Lod vnd Helle/loß seyn/vnd Jshan.«. gerecht/lebendig vnd selig blerbcn ewiglich. Wie Christus selbst sagk/Iohan.ii. Wer an mich gläubek/ der wirt nimmermehr sterben- r.Reg.7. Itcm/So verhieß crs Dauid/r.Sam.^. da er sagt :Ich wil erwecken deinen Samen nachdir/ Ruch Christi / «m dersol meinem Namen ein Haust bauwen/ Vndich wil deri Stul seines Königreichs bestätigen ewig- Reich des; Lebens. lich.Ich wil sein Vatter seyn/ vti er sol «nein Son seyn/re. Das ist das Reich Christi/davon das Euan¬ gclium lautet/ein ewiges Reich/ein Reich dcß Lebcns/der Seligkeit vn Gerechtigkeit/ dareyn komnrcn auß dem Gcfcngm ß der Sünde vnd Todes alle die da glauben. rmch.x. Solcherverkcissungdcß Euangclij find viel mehr auch in den andern Propheten/als Mich. 7. Vnddu Bethlehem Ephrata/diedukleinbistgegen den tausenden in Iuda/Austvir sol mir kommen/ der inJsracl HERR sey. , Oft-,;. Itcm/Hoseeamiz.Ichwilfieerlöscnauß der Hellen/ vnd vom >Lod erretten. Tod/tchwiidrr ein Gisst ftyn/Helle/ich wildirein Pcsttlentz seyn. Distnun das Evangelium nichtsandcrß/denn einePredigtvon Chrtsto/ Gottes vnd Dauids EuangMmi. ^E^Son/warcmGottvndMcnsch/dcrfürvnsmttftmemSterbenvnd Aufferstehcn aller Mcn- sehen Sünde/Tod vnd Hcllc/vbcrwunden hat/drc an jn gläubcn.Daß also das Euangclium ei¬ ne kurtze vnd lange Rede mag seyn/vnd einer kurtz/der ander lang/beschreiben mag.Der bcschrelbts lang der viel WerckvndWortChristibcschreibck/alödiemcrEuangclrstenthun.Dcrbcschreibtkaberkurtz/ dernicht von Christus Wcrckcn/sondern kürtzlich anzeigck/wic er durch fern Sterben vnd Aufferfichm Sünde/Tod vnd Helle/vberwunden habe/dencn die an jn gläuben/wie S.Pckrus vnd Paulus. r tz Darumb Vorrede. A»ß Christo solman Darumb sihe nun drauff/daß du nichtauß Christo einen Mosen machest/ noch auß dem Euange- Nlt Moftn machen/ lio ein Gefttz oder Lehrbuch/wicbißhergeschehenist/vnvetlichö Vorrede/auch S.Hieronymi/sich hör dernm vn^ t-en lassen. Denn das Euangelium fordert eigentlich nicht vnsere werck/daß wir damit fromb vnd selig sondern den glauben. werden/Ja/cs verdamptsolchewerck/Sondcrncsfordcrtden glauben an Christo/daß derselbe für vns (VÜnde/Tod vnd Helle/vberwundcn hak/vnd also vne nicht durch vnsere werck/ sondern durch seine ei, gene wcrck/sterbcn vnd lciden/fromb/lcbcndig vnd selig machet / Daß wir vns seines sterbens vnd sigs mügcn annemmen/alöhettertwirsselbsgethan. unEnauacl^^" Aß aber Christus im Euangcliö/dazu S. Petrus vnd Paulus/viel Gebote vnd Lehre geben/ ' ^^ÄvnddasGesctzaußlegcn/Solmangleich rechnen allen andern wercken vndwolthatenChristi. Vnd gleich wie seine wcrckc vnd gcschichte wisscn/ist noch nicht das rechte Euangelium wissen/ Denn damit weistu nochnicht/daß er die Sünde/ Tod vnd Tcuffel/vberwunden hat / Alsoistauch das Euangelium wissen, noch nicht das Euangelium wissen/wenn du solche Lehre vnd Gebotk Missest / Sondern wenn die stim konrpt/die da sagt: Christus sey dein eigen/mit leben/lehren/wercken/sterben/aufferstehen/vnd alles was enst/hat/thut vnd vermag. Christus locket Also sehen wir auch/daß er nicht dringet/sondcrn freundtlich locket/vnd spricht:Sclig sind die Ar, Mosescreibet. men/rc. Vnd die Apostel brauchen dcß wortö/Jch ermane/ich fiehe/ich bitte. Daß man allenthalben si- hct/wiedasEuangelium nicht ein Gesetzbuch ist/sondern eigentlich eine Predigt von den wolthatcn Christl/vnö crzeigk/vn zu eigen gegcben/so wir glauben. Moses aber in seinen Büchern treibet/dringck/ dräuwck/schlegt vnd straffet greuwlich/dcnn er ist ein Geseßschreiber vnd treiber. Daher komptsauch/daß einem Gläubigen kein Gesetzgegeben ist/dadurch er gerecht werde für rAinmha, Glaub ist uichtmüs- Gott/wie S. Paulus sagt/i.Tim.i.Darumb/daß er durch den glauben gerecht/ lebendigvnd seligist. Vnd ist jm nicht mehr nok/denn daß er solchen glauben mit wercken beweise. Ja/wo der glaub ist / kan er sichnichthalten/erbeweisetsich/brichtheraußdurchgutewerck/bekennetvnd lehret solch Euangelium für den Leuten/v nd waget sein Leben dran-Vnd alles was er lebet vnd thut/das richtet er zu deß Nehesten nutz/jm zu Helffen. Nicht allein auch zu solcher gnade zu komen/sondern auch mit Leib/ Gut vnd Ehre/ wieer sihet/daßjmChnstusgethan hat/vndfolgekalso dem EpempelChristinach. Das meynet auch Christus/da er zur letze kein ander Gebott gab/dcnn die Liebe/daran man erken¬ nen solte/werseine Jünger weren/vnd rechtschaffene gläubigen. Denn wo die werck vnd liebe nicht her, Glaube ist Nicht ou au ß bricht/da ist der glaube nicht recht/da hasstet das Euangelium noch nicht / vnd Christus ist Nit recht gute werek. erkannt. Sihe/nun richte dich also in die Bücher dkß neuwen Testaments/ daß du sie auff diese weise zu lesen wissest. Ale WKer deß neuwen Testaments. r. Euangelium S. Matthes. 2. Euangelium S. Marcus. z. Euangelium S. Lucas. 4. Euangelium S. Johannis. s. Der Apostel Geschichke/beschrieben von S. Lucas. 6. EpistelS.Paulian die Römer- 7. Die i. Epistel S. Pauli an die Corinther. 5. Die r.EpistelandieCorinther. 9. EpifielS-Pauli an die Galater. 10. EpistelS.Paulian die Epheser. ir. Epistel S. PauliandiePhilipper. 12. EpistelS.PauliandieColosser. iz. Die i. Epistel S. Pauli an die Thessalon. 14. Diea. EpistelS.PauliandieThessalon. 15. Die 1.EpistelS.PaulianLimstheum. 16. Diea. EpistelS.Paulian Timotheum. iT'. Epistel S. Pauli an Titum. is. EpistelS.PaulianPhilemon. 19. Die 1. Epistel S. Peters. 20. Die 2. Epistel S- Peters. 21. Die 1. Epistel S. Johannis. 22. Die 2. EpistelS. Johannis. 2z. Diez. EpistelS.Johannis. 24. Die Epistel an die Ebreer. 25. Die Epistel Jacobi. DieEpistelJude. Die Dffenbarung S. Johannis. Luong« Amngellum H. Mtches. i.Lap. Vom Geschlecht vnd Menschwerdung Thrifts /auch wie der Enge! Joseph der empfengmß Lhrrstrbenchrer/vnv defihlc Martam;» sm »unemme». Läce ß ist das BuK von der Geburt IHcsu Christi/dcr daist em Son Da- uids/deß Sons Abraham. Braham zeitgete Isaac. HAZsaac zeugcte Jacob. ZacobzeugeteZudavndscineBrüdcr. Juda zeugcte pharez vnd Saram/von der Thamar. Abraham vn Mautd werden für- nemlich anaerogcn/ danimi'/ das; tcuscl- dtgen Christus son¬ derlich vechetuen ist. Pharez zcugete Hezron. Hezron zeugcte Ram. Ram zcugete Aminadab. Aminadab zeugcte Mhasson. Nahasson zeugcte Salma. Salma zeugcte Boao/von der Rahab. Ruch4. Boas zeugcte Obed/ von der Ruth. Obed zeugcte Jesse. Jesse zcugete den König Dautd. ».Reg». (A^Er König Damd zeugcte Salomon/Vdtt dem Weib deß Vrle. Salomon zeugcte Roboam. Roboam zcugete Abia. Abia zcugete Assa. L Assa zcugete Josaphat. Josaphat zeugcte Zoram. Zoram zeugereOsta. OstazeugeteZotham. Zocham zcugete Achas. Achas zcugete Ezcchta. r iij S. Matthe- us lesset et'ich Glied aussen'/ vnd führet Christus Geschlecht von Salomon/ nach dcnlGesetz.AberS« Lueas führe cs nach der J^aenr/ von than / Salomoms Bruder. -Denn das Gesetz nennet auch die Rinder / so von Brüdern aufi nach, gelassenem Wetbge borenstnb/Oeuc.-L. Luangciium i.Qp. Ezechia zeugete Manasse. Manasse zeugete Amon. Amon zeugete Iosia. Zosia zeugete Zechonia vnd seine Brüder/ vm die zett der Babylonischen Gefengniß. 4-r^ As^Ach der Babylonischen Gefengniß zeugete Jechonia Sealthiel. M H Sealthiel zeugete Aorobabel. ^Aorobabelzeugete Mud. Mud Zeugete Eltachim. Eliachim zeugete Asor. Asor zeugete Aadoch. Aadoch zeugete Achin. Achin Zeugete Eliud. Eliud zeugete Eleasar. Eleasar zeugete Mathan. Mathan zeugete Jacob. Jacob Zeugete Ioseph/den Mann Marie/von welcher ist geborn Jhesus/ der da heißt Khristus. Alle Glied von Abraham biß auffDaüid sind vtertzehen Glied.Von Dauid biß auff die Babylonische Gefengniß sind vtertzehen Glied. Don der Babylonischen GcfenMß biß auff Khristum sind vtertzehen Glted. <^^Ie Geburt Khrtstt aber war also gethan: Als Marta/ seine Mutter / dem Jo- « (Joseph vertrauwet war/ehe er sie heimholet/erfand sichs/ daß sie schwanger war Awok sieÄh/w Von dem heyligen Geist.Ioseph aber/ tr Man/ war fromb/ vnd wolt sie nicht" rügen/ ?aÄrÄ aber sie heimlich Zu verlassen. In dem er aber also gedacht / Sihe / da erschein nrMthatt nachdem -mein Engel deß HERRN im Traum / vnd sprach: Ioseph/du Son Dauid/fürchte ARAAms dichmcht/Mariam/deinGemahl/zudirzunemmen/Denndasmirgebornist/das ist von dem heyligen Geist. Vnd sie wirdteinen Son geberen/deß NamensoltuIhe-AssN nes rcchtm vmb üe- strß Heissen/Denn er Wirt sein Volck selig machen von jren Sünden. e Das ist aber alles geschehen/auff daß erfüllet würde/das der HERR durch den F sB.ß)Sollütdcr- Propheten gesagt hat/der da spricht: Sihe/eine Jungfrauw Wirt schwanger seyn/«7. vnd emen Son geberen/vnd sie werden seinen Namen Emanuel heissen / das tst ver- EmaW n^h crtcnuetchabe/ do!Mclschet/G0tt Mit VN6. - dtt Da nunIoseph vom Schlaff erwachet/thet er wie jm deß HERRN Engel befoh- len hatte/ vnd nam sein Gemahl zu sich/ Vnd erkennet sie nicht/biß sie jrcn ersten Son gebar. Vnd hieß seinen Namen Jhesus. die Schrifft nicht/dz vRab hernach tom, meuscy. Also auch hkc/folget nicht/daß Joseph Manam her »ach erkennet habe. ll.Lap. Dieweisen kommen vom Morgenlande gen Jerusalem/forschen nach dem neuwgeboren AöntgederJüven/durchbele^tung eines Sterns gen Bethlehem/vnd opffern dem Rindlern Jhesa- Joseph fieuchr/auß befehl ernes Engels/mlt der Mutter vnd dem Rinde in Egxpten. Hsrodestödter dieRmdleinttn Jüdischen Lande/vnv nach seinem tov komptIhesus wider auß Egxpren. a (Weisen) Die S. Märchens >1aZ08 ttcnitet/stnd Natur, kundiger vnd prie-- stergewese». A Jhesus geöom war zu Bethlehem im Jüdischen Lande/zur zeit deß Königes Herodis/ Sihe / da kamen die" Weisen vom Morgenlande gen Jerusalem/ vnd sprachen: Wo ist der neuw- gcborne König der Juden k Wir haben seinen Stern gesehen im Morgcnland/vnd sind kommen jn anzubeten. Da das der König Hcrodes hörcte/erschrack er/vn mit im das gantze Jerusalem/ vnd lreß versamlen alle Hohepriester vnd Scbrifftgelehrten vnter dem Volck/ vnd er- forschete von /neu: Wo Christus solt geborn werden ? Vnd sie sagten im: Au Bethle- hem/im Jüdischen Lande. Denn also stehet geschrieben durch den Propheten: Vnd duBethle- H.Wütthes. II. Lap. 240 NA»? bu Bethlehem im Jüdischen Lande/ bist ° mit Nichte die kleincst vnter den Fürsten ° . tL Zuda/Dcnn auß dir sol mir kommen der Hcrtzog/der vbcr meinDolck Zsracl ein HMscy. Da berieffHerodes dte Weisen heimlich/vnd erlehrnekmit ficiß von inen / wenn der Stern erschienen were k Vnd weisete sie gen Bethlehem/ vnd sprach: Ziehet hin/ »V ) hinzugeA vnd forschet fleissig nach dem Kindltn/Vnd wenn jrs findet/so saget mirs wider/ Daß tzm,d7-/höE wL ich auch komme/vnd es anbete. s-b°w 8 Als sie nun den König gehört hatten/zogen sie hin. Vnd sihe/der Stcrn/dcn sie im Morgenland gesehen hatten/gteng für inen hin/biß daß er kam/vnd stund oben vber/da das Kindlin war. Da sie den Stern sahen/wurden sie hoch erfreuwet / Vnd giengen in das Hauß/vnd funden das Kindlin mit Maria seiner Mutter/ vnd fielen mdcr/vnd beten cs an. Vnd theten ire Schätze allff/ vnd schenckten im Gold / Wey¬ rauch vnd Myrrhen. Vnd Gott befahl inen im Traum/daß sie sich nicht selten wider zu Herodes lencken/Vnd zogen durch einen andern weg wider in ir Land. sie aber hinweg gezogen waren/Sihe/da erschein der Engel deß HERRN dem Joseph im Traum/vnd sprach: Stehe auff/ vnd nim das Kindlin vnd sei¬ ne Mutter zu dir/vnd fleuch in Egyptenland/vnd bleibe allda/ biß ich dir sage. Denn es ist fürhanden/daß Herodes das Kindlin suche/daffclb vmbzubringen.Vnd er stund auff/vndnam das Kmdlin vnd seine Mutter zu sich/bey der nacht/vnd entweich in Egyptenland/vnd blieb allda/biß nach dem Tod Herodis. Auff daß erfüllet würde/ das der HERR durch den Propheten gesagt hat/der da spricht : Auß Egypten hab ich meinen Son geruffen. 0 Da Herodes nun sähe / daß er von den Weisen betrogen war/ ward er sehr zor- tiLg/Vnd schickte auß/vnd ließ alle Kinder zu Bethlehem tödten/ vnd an iren gantzen Grmtzen/ die da zweyjärig vnd drunter waren / nach der zeit/die er mit fleiß von den Weisen erlehrnct hatte.Da ist erfüllet das gesagt ist von dem ProphctenIeremia/der Ierem.;,. da spricht: Auff dem Gebirge hat man ein Geschrey gehöret/viel klagens/weinens vnd heulens. Rahel beweinet sie Kinder/vnd woltsich nicht trösten lassen/ denn cs wa? auß mit inen. - ^^A aber Herodes gestorben war/Sihe/da erschein der Engel deß HERRN ^0- c^LDseph im Traum in Egyptenland/ vnd sprachStehe auff/vnd nim das Kindlin «»Mogm/ Das e- vnd seine Mutter Zu dir/vnd zeuch hin in das LandIsrael/Sie sind gestorben/die dem esIL «»-^2 Mrde nach dem Leben stunden. Vnd er stund auff/ vndnam dasKindlin vnd seine Z^LlKtsicha!! Arche- Mutter zu sich / vnd kam in das Land Israel. Da er aber hörete/ daß Archelaus im la»-. Jüdischen Lande König war/an statt seines Vatters Herodis/furcht er sich dahin zu m.tve.- Chnstcnhe-t! kommen/Vnd im Traum empfieng er befehl von Gott/ vnd zog in die örter deß Gali- leischm Landes/vnd kam vnd wohnet in der Statt / die da heißt Nazareth. Auffdaß N^rV. A Jesa». erfüllet würde/das da gesagt ist durch die Propheten: Er sol Nazarenus heissen. ftnimlcyden stehe. 4- Johannes predigst Buß vnv Vergebung ver Sünven/taufft/Meißt die Leute auff den HERRN Lhrrstuin, welcher auch kompr/vnv sich selbst von Johanne rauffen lestc. III.Lap V der zelt kam Johannes der Täuffcr / vnd prediget in Z'MLN der Wüsten deß Jüdischen Landes/vnd sprach: Thut Buffe/das Htm- melreich ist nahe herbey kommen/Vnd er ist der/von dem der Prophet Iesaias gesagt hat/vnd gesprochen: Es ist eine stimme eines Predigers 7°chS-bulm/sMvn in der Wüsten/ Bereytet dem HERRN den weg / vnd machet richtig '^7^7 L-- Marci». s-Me Steiae. HLRRkoMet/wie Er aber/Zohannes/hatte ein Kleid von Kameelharen / vnd einen Ledern Gürtel chan hak^""^ S-' r irtz vmb -Effangelimn III. Lap. vmb seine Lenden/ seine Speise war Heuwschrecken vnd wild Honig. Da gieng zu jm hinauß die Statt Jerusalem/ vnddasgantzeJüdischeLand/vndalleLänderan dem Zordan/vnd liessen sich täuffen von jm im Iordan/vnd bekannten jre Sünde. Ls er nun viel phariseer vnd Saduceer sähe zu seiner Tauffe kommen / sprach er HAzu inen: Ir Qtterngezichte/wer hat den euch geweiset/daß ir dem künftigen zom entrinnen werdet k Sehet zu/thut rechtschaffene Früchte der Buffe.Dencket nur nit/ daßjr bey euch woltsagcn: Wir haben Abraham zum Vatter. Ich sage euch: Gott 7^. vermag dem Abraham auß diesen steinen Kinder zu erwecken. Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurtzel gelegt/Darumb/welcher Baum nicht gute frucht bringet/ wirt abgehauwen/vnd ins Feuwers geworffen. Ich Muffe euch mit Wasser zur Buffe/Der aber nach mir komet/ ist stärckcr denn ich/dem ichauch nicht gnugsam bin seine Schuch zu tragen/der wirdt euch mit dem m-rc.-. heyligenGeist vn mit Feuwer täuffen.Vnd er hat seine Worffschauffel in seiner Hand/ er wirt seine Tenne fegen/vn den Weitzcn in seine Schemen samlen/Abcr die spreuw wirt er verbrennen mit ewigem Feuwer. O V der zeit kam Jhesus auß Galtlea an den Jordan zu Johanne/daß er sich von jm ma«.,, ^Ltäuffen liesse.Aber Johannes wehret jm/vnd sprach: Ich bedarff wol daß ich von dir getauft werde/vnd du komest zu mir k Jhesus aber antwortet/ vn sprach zu jm: (Alle Gerechtlg- Laß jetzt also seyn/also gebürt es VN6 alle" Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ ers jm zu. kettMle Gcrcchttg Vnd da Jhesus getaufft war/steig er bald herauffauß dem Wasser. Vnd sihe/da Johann wmn^wlrMsall"r thttsichderHnnmetauff vberjm. Vnd Johannes sähe den Geist Gottes/gleich als elne Taube/Herab fahre n/vnd vber jn kommen. Vnd sihe/eine stimme vom Himmels'' dm gchalttn w"Z/ herab sprach: Dtß ist mein lieber Son/an welchem ich wolgefallen habe. ini.Lap deraerechtsey/vnae- recht mache die gläu¬ bigen. DtßlhmIo, Hannes/so er sich sei¬ ner gerechtjgkeit eus- sert/ vnwilvonChrj sto/ als em Sünder/ getaufft vnd gerecht¬ fertigt werden. L)iß thue auch Christus/ so ersteh seiner gerech tigkeit vnd ehre nicht annimpt/sondernles- set fich täuffen vnd tödten als em ander Sünder, wie Christas vom Tevffel in der wüsten versucht wirdt/ vnd mit Göttlichemwort von sich treibt. Christus begibt sich in Galileam/ wohnt;» Laperiraum/Hebt an zu predigen/vnd be¬ russt seine Jänger/petrvm/Andream/Igcobum vnd Johannem. A wardMesus vom Geist in die Wüsten geführet/auff^ daß er von dem Teuft! versucht würde. Vnd da er vicrtzig tag vnd LA H viertzig nacht gefastet hatte/hungerte jn. Vnd der Versucher trat zu 8M lm / vnd sprach: Bistu Gottes Son / so sprich/ daß diese Stein Brot ä werden. Vnd er antwortet/vndsprach: Es stehet geschrieben/Der De«.?, Mensch lebt nicht vom Brot alleine/sondern von einem jeglichen wort/das durch den Mund Gottes gehet. D a führet jn der Teuffel mit sich in die heylige Statt / vnd stellet jn auff die An¬ nen deßTempels/vnd sprachzujm:BistuGottes Son/solaß dich hinab/Denn es stehet geschrieben: Erwirdt seinen Engel vber dir befehl thun/Vnd sie werden dichpsM auffden Händen tragen/auff daß du deinen Fuß nicht an einen Stein stossest. Da sprach Ihesuszujm:Wtderumbstchetauchgeschricben:Du soltGott deinen HER-Dem.--. REV nicht versuchen. Widerumbführetjn der Teuffel mit sichauff einen sehr hohen Berg/vnd zeiget ü jm alle Reich der Welt/vnd jre Herrligkeit/vnd sprach zu jm: Diß alles wtl ich dir gc- ben/soduniderfellest/vndmichanbetest. Da sprach Jhesus zu jm: Heb dich wegvon mir Sathan/Dennes stehet geschrieben: Du solt anbeten Gott deinen HERM/D-»t.§. vnd jm allein dimen. Da verließ jn der Teuftl/vnd sihe/da traten die Engel zu jm/vnd dieneten jm. ^^A nun Jhesus höret/daß Johannes überantwortet war/zoch er in das Gali- ^^leische Land/vnd verließ die Statt Nazareth/kam vnd wohnet zu Kaper- naum/die da ligt am Mer/an der Grentzc Jabulon vn Nephthalim/Auffdaß erfül¬ let würde/ -G. Matthes. V. Lap. 24^ Jeßr s.s. let würde/ das da gesagt ist durch den Propheten Jesaiam / der da spricht: Das Land Jübulon/vnd das Land Nephthaltm am Wege deß Mecrs/ffnscit deß Jordans/ vnd die Heydnische Galtlea.Das Volck/das im sinstcrniß saß/ hat ein grosses Liecht gcse- hen/vnd die da fassen am ort vnd schatten deß Tods/dencn ist ein Lucht auffgangen. I6^On der zeit an fieng Jhesus an zu predigen / vnd sagen: Thut Busse / das Him- ist nahe herbey kommen. Ace*;? Als nunIhcsusan demGalileischMeergreng/saheerzween Brüder/Simon/ Vocario Perri, All der da heißt Petrus/vnd Andream/setnen Bruder/die worffen ire Netze inns Meer/ denn sie waren Fischer. Vnd er sprach zu inen .Folget mir nach/ich Ml euch zu Men- schcnfifthern machen. Bald verliessen sie ire Netze/vnd folgeren im nach. Vnd da er von dannen fürbaß gteng / sähe er zween andere Brüder/ Jacobum/ den Son Jebcdet/ vnd Johannen; seinen Bruder/ im Schiff mit irem Vatter Jebe- Iohanwo/ daß sie ire Netze fiicketen. Vnd er ricffinen: Bald verliessen sic das Schiffvn ircn Vatter/ vnd folgeren im nach. 6(7^ NdIhesusgicngvmbherimgantzen Galileischen Land/lehretetn iren Schu- ^Hlcn/vnd prediget das Euangclium von dem Reich/vnd heylet alkerlcy Seuche vnd Kranckheit im Volck. Vnd sein Gerüchte erschall in das gantz Syricnland. Vnd sie brachten zu im allerlei) Krancken mit mancher ley Seuchen vnd quäl behafft/ Lü-e die Bescffencn/dle Monsüchtigen/vnd die Gichtbrüchigen / vnd er machet sie alle ge- sund/Vnd es folgere im nach viel Volcks auß Galilea/ auß den zehen Stätten/von Icrusalcm/auß dem Jüdischen Lande/vnd von imsett deß Jor dans. V. Lap. Hr'e wirt beschrieben die Predigt vest HERRN Lhrlfft/die er auff dem Berge gethan bat/ darinnsrangezekgr/wasdie rechteSeUgke:l/yas Ämproer^>verk«tt/vad der rpare Verstanvr deß Gesetzes/sy. »UMMK A'er aver das Volcksahe/gtenger auff einm Berg/, - vnd satzte sich/vnd seine Jünger traten zu jm. Vnd er khct semen mund ^^MHauff/lchretsie/vnd sprach: Lrrce s. Selig sind die da Geistlich arm sind/ denn das Himmelreich ist ir. bertctt/sonsu iehree Selig sind die da leyde tragen/denn zre sollen geirostct werden. Selig L-bmfür Gonim sind die sanfftmütigen / denn sie werdet» das Erdreich ° besitzen. Selig sind die da b hungert vnd dürstet nach der Gerechtigkeit/dcnn sie sollen satt werden. Selig sind die barmhertzigen/dcnn sie werden barmhcrtzigkeit erlangen Selig sind die reines her- tzen sind/dcnn sie werden Gott schauwen. Selig sind die' friedfertigen / denn sic wer- stc grÄA?e! Abe" dm Gottes Kinder heissen. Selig sind die vmb Gerechtigkeit willen verfolget wer- ^d'.e^"e w?- Willen schmähen vnd verfolgen/vnd reden allerley vbels wider euch/so sie dran liegen. haben sie verfolget die Propheten/die vor euch gewesen sind. k Marcs. Luce »4. dm/dcnn das Himmelreich ist ir. Stttgseytir/wenn euch die Menschen vmb meinen sMÄ-wüliMt b-si- _ ,I ___. .. . _ c Gcyt frölich vnd getrost/es wirt euch im Himmel wol belohnet werden. Denn also m^m- dUU - ' ' . . - - - mcn/ncmlicb/diedcir - . , ' . Fnde machb/fördcti» R scyk das d Saltz der Erderr/wo nun dasSaltz thumwirt/womitsolman sich tzcne Es istzu nicht hinfurt nütze/denn daß man es hmaußschütte/vndlaßdie st-m "üs b-uGot« Leute zutretten.Irseyt das Liecht der Welt. Es mag die Statt/die auff einem ^fn-de gemacht. Berge ligt/nicht verborgen scyn. Man zündet auch nicht ein Liecht an/vnd setzet es Gm!e"wÄ Mar.4 7.1-. vnter einen Scheffeb sondern auff einen Lcuchtcr/so leucbtct es den allen/dic im haiise sind. Also lasset euwer Liecht leuchten für den Lcuten/daß sie euwcre gute werck sehen/ ftm.. vbcchl^/vus vnd euwren Vatter im Himmel preisen. R solt nicht wehnen/daß ich kommen bin/das Gesetz oder dieProphetcn auffzu- lesen/Ich bin nicht kommen aiiffzulöfen/sondcrn zu erfüllen.Denn ich sage euch ^^warltch: Biss das Himmel vnd Erde zergehe/wirdt nicht zergehen der klcmcst Buchstab/noch ein Büttel vom Gesctze/btß dass cs alles geschehe. Wer nun eines von diesen o (Zöllner) Heisse» Lateinisch?u'olica , - - - dÄe?Am?rÄ»'! daß ft' Kinder seyt euwers Vatters tm Himmel. Denn er leßt seine Sonne auffgehen tevnd Töllbestände die bösen vnd vber die guten/ vnd leßt regnen vbergerechte vnd VNgerechte/ Den mamgkc^Hecclose so jr liebet die euch lieben/was werdet ft für lohn haben k Thun nicht dasselbig auch die Wm-m " JöltncttVnd so ft euch nur zu euwem Brüderrr freundtlich thut/was churft sonder- Denn ich sage euch: Es sey denn euwcr Gerechtigkeit besserdenn derSchrtfftge- R habtgehött/daß zu den Alten gesagt ist: Du solt nicht tödten/ Wer aber töd- Em»., tet/der sol deß Gerichts schüldtz seyn. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bru- '^^der zümet/der ist deß Gerichts schüldig.Ter aber zu seinem Bruder sagt: * Ra- lesen seyn. cha/der ist deß Raths schüldig. Wer aber saget: Du Narr/der ist deß Hektischen Feu- (Der phan'seer) WevS stt)Nldig. 2^h-7 all-m m Darumb wenn du deine Gabe auff den Altar opffcrst/ vnd wirst allda eynden- e vnd schemlehnst. 7 kken/daß dein Bruder etwas wider dich Habe/So laß allda für dem Altar deine Ga- aberfordert deß he! be/vnd gehe zuvor hin/ vnd versühne dich mit deinem Vruder/vnd alödenn kom/vnd yensfrEä, ^fferdctneGabe. Sey d willfertig deinem Widersacher bald/ dieweil du noch bey im auff dem Wege LMU, zeicheu. Etltch-n,-ss bist/auff daß dich der Widersacher nicht der mal eins vberantworte dem Richter/ Lb^eUmlWk'E vnd der Richter vberantworte dich dem Diener / vnd werdest in den Kercker geworf- dks Mgmkz^ug/ fen/Ich sage dir warlich/du wirst nicht von dannen herauß kommen / biß du auch dm Aber/ tarnst har- letzten Heller beMst. ter/ N auch schaduch/ . — . - -- . - - - nicht alle»» vncstch- tigist. k Willferttg) Gleich wie s schüldig »st Z» versünen/derdeman 7l^st de! sMld?g besser/daß eins deiner Glied verderbe/vnd nicht der gantze Leib in die Helle geworffen -———- - -- -- ... gescheh? ist/daß kei» zom bleibe aujf bey. Leusmren. (Reiß) Geistlich WÄA/U» brieff. Ich aber'sage euch: Wer sichvon seinem Weib scheidet (es sey denn vmb Ehe- W»? deraugmüÄMöd- macht dass sie die Ehe bricht. Vnd wer eine abgescheidene freyet/ der bricht He. k Rrhabtweitergehört/daßzudenMengesagtist: Dusoltketnen falschenEyd v chuu/vndsolt Gott deinenEydhalten. Ich abersageeuch: Daß ft aller ding ^mcht schweren solk/weder bey dem Himel / denn er ist Gottes Stul/Noch bey -! ' ! , I ? . > st«n2GotttÄ! grossen Königes Statt. Auch soltu nicht bey deinem tzäupt sthweren/Dcnndu ver- auchdH zom'vcrsot ja/Min/nein/Was drüber ist/dasist vom vbel. R habt gehört/daß da gesagt ist: Aug vmb Aug/ Jan vmb Jan. Ich aber sage H euch/Daßft "nichtwiderstreben solt dem vbel/Sondern so dir ftmand einen Dm^ Ostreich gibt auff deinen rechten Backen/dem biete den andern auch dar. Vnd so 7h?.?EZeSbc7 so dichjemand nötiget eine Meile/so gehe mit/m zwo. Gib dem der dich bittct/vn wen- folchschM/^omI^ de dich nicht von dem/dcr dir abborgen Wil. h^bt gehört/daß gesagt ist: Du solt deinen Mhesten lieben/ vn deinen Feind Ä hassen. Ich aber sage euch: Liebet enwere Feinde/segenet die euch fluchen/thut ^wot denen die euch Hassen/Bittet für die so euch beleidigen vnd verfolgen / Auff Mo dich* kleinesten Gebottcn'aufflöset/vnd lehret die Leute also/der wirt der ^kleimst sNN/tt Ä HO'stu im Himmelreich/Wer es aber thut vnd lehret / der wirt § groß heissen tm Him- stiseyenmchcgebokt/ Melktich. sonder» "Rähte. Ais'istMch^ft"?/ ^'brtcnvnd phariseer/so werdet ft nicht in das Himmelreich kommen. vnd verworffm wer dm. § (GroßhetWn)Hz ist/ »rost vnd außer- fen/Ich sage dir warlich/du wirst nicht von dannen herauß kommen / biß du auch dm R habt gehört/daß zu den Alten gesagt ist: Du solt nicht Ehebrechen. Ich aber E»»»..,. sA sage euch: Wer ein Weib anschet jr zu begern/der hat schon mit ft die Ehe gedro¬ schen in seinem Hcrtzen. Ergett dich a ber dein rechtes Auge/ so reiß es auß/ vnd wirffs von dir. Es ist dir ... M!üq7ch"»d?kyd werde. Ergert dich dein rechte Hand/so hauwe sie abe/vnd wirff sie von dir. Es ist dir besser/daß eins deiner Glied verderbe/vnd nicht-er gantze Leib in die Helle geworf- fen werde. Es ist auch gesagt: Wer sich von seinem Weib scheidet/der sol ft geben einen scheid bottm!dch!st/wcn» brieff. Ich abersage euch: Wer sichvon seinem Weib scheidet (es sey denn vmb Ehe-N, tct wirbt »m Hertz;»/ vndabgechan. m (Gchverew)Al!es schtvere» vnd cydm isthieverbotten/das der Mensch von ,m , , - ü1e!d!!7ebIbott/ der Erden/denn sie ist seiner FüffeSchcmel / Noch bey Jerusalem / denn sie ist eines ^L"8?eich wl! wagst nicht ein einiges Hahr weiß oder schwach zu machen. Euwer rede aber sey/ Ja/ tenist/virddochlöb- lich/wenn. eraußlie- bevndzuGottes eh¬ re erfordere wirt. N^7s iK Me- jemand mit dir rechten wil/vnd deinen Rock nemen/dem laß auch den Mantel. Vnd Lncerr. L H.Mttpes. VI. Lap. 242 lichst Thun nicht die Zöllner auch also k Darumb sott jr vollkommen seyn / gleich wie euwer Vatter im Himmel vollkommen ist. vi.Lap. Wie man Allmoftn /recht beken/fasten/ Schätze km Himmel sirmlen / Gott alleirr drenen/vnd für reitliche leibliche nahrung nicht sorgen sol. Abt acht auff euwer Allmosen/ daß jr die nicht gebt für denLeutcn/daß ir von inen gesehen werdet/Zr habt anderst keinen lohn A beyeuwremVatterimHimmel. Wenn dunun Allmosen gibst/solt du Mimosen nicht lassen für dir posaunen / wie die Heuchler thun / in den Schulen sev-n. vnd auff den Gassen/auff dast sie von den Leuten gepreyset werden. Warlich ich sage euch/sie haben jrcn lohn dahin. Wenn du aber Allmosen gibst/so laß deine linckc Hand nicht wissen was die rechte thut/ auff daß dein Allmosen verborgen fty/Vnd deinVatter/der in das verborgen sihet/wirt dirs vergelten öffentlich. M^-Nd wenn du betest/soltu nit seyn wie die Heuchler / die da gerne stehen vnd beten Beten. c>^ittdenSchulen/vndandenEcken/auffdenGaffcn/auffdaß sievonden Leu- ten gesehen werden. Warlich ich sage euch/ sie haben jren lohn dahin. Wenn du aber betest/so gehe in dein Kämmerlin/ vnd schleuß die Thürzu/vnd bete zu deinem Vatter rm vcrborgm/vnd dein Vatter/der in das verborgen sihet/ wirt dirs vergelten öffent¬ lich. Vnd wen jr betet/solt jr nicht viel plappern/wie die Heyden/Denn sie meinen/sie werden erhöret wenn sie viel wort machen. Darumb solt ir euch inen nit gleichen/Eu- wer Vatter weiß was ir bedürffet/ ehe denn ir in bittet. Darumb solt ir also beten: 8 Nser Vatter in dem Himmel. Dein Name werde gehcyliget. Dein Reich kom- Ä^me. Dein Wille geschehe/auff Erden/wie im Himmel. Vnser täglich Brot gib Lvce tt. <2^vns heute. Vnd vergib vno vnsere Schuld/wie wir vnsern Schädigern verge¬ ben. Vnd führe vns nicht in versuchung/Sondern erlöse vns von dem vbel. Den dein ist das Reich/vnd die Krafft/vnd die Herrltgkeit in ewtgkett/ Amen. Denn so ir den Menschen ire fehle vergebet/so wirt euch euwer Himmlischer Vatter auch vergeben: Wo ir aber den Menschen ire fehle nicht vergebet / so wirdt euch euwer Vatter euwere fehle auch nicht vergeben. Marc ». E^Ennjr fastet/solt jr nicht sauwer sehen wie die Heuchler/Denn sie verstellen ir Fasten. W^)Angesicht/auff daß sie für den Leuten scheinen mit irem fasten. Warlich ich sa¬ ge euch/sie haben iren lohn dahin. Wenn du aber fastest/so salbe dein Häupt/vnd Wä¬ sche dein Angesicht/ auff daß du nicht scheinest für den Leuten mit deinem fasten / son¬ dern für deinem Vatter/welcher verborgen tst/vnd dein Vatter/ der in das verborgen sihet/wirt dirs vergelten öffentlich. ^s-R solt euch nicht Schatze samlen auff Erden/da sie die Motten vnd der Rost Schätze AW fressen/vnd da die Diebe nach graben vnd sialm.Samlet euch aber Schätze im lamk». ^^Himmel/da sie weder Motten noch Rost fressen/vnd da die Diebe nicht nach graben noch stalen/ Denn wo euwer Schatz ist/da ist auch euwer Hertz. Das Auge ist deß Leibs Liecht/Wcnn dein Auge einseitig ist/so wirt dein gantzer Leib liecht seyn. Wenn aber dein Auge ein Schalck ist/so wirt dein gantzer Leib finster Luce r.. scyli. «Wenn aber das Liecht/das in dir ist/finsterniß ist/ wie groß Wirt denn die firrster- rrtß selber scynk Luce ^^Femand kan zweyen Herrn dienen/Entweder er wirt einen hassen/ vnd den an- Luce». M Ätzern lieben/oder Wirt einem anhangen/vnd den andern verachten. Fr kündt ^mchtfürdle" Säuw werffett/auff daß sie dieselbigen nicht Metten mit jren ^rchalleRggchcy Fussen/vnd sich wenden/vnd euch zurelffen. kg-twcrdrn. HV^ttet/so wirt euch gegeben/Suchet/so werdet jr finden/Klopffet an/so Wirt euch L«e«. Hunde sind / die das AAauffgcthan. Denn wer da bittet / der empfehet / Vnd wer da suchet / der findet/ Wort verro gen. qntwpffet/ dem wirt auffgethatt- Welcher ist vnter euch Menschen / so jn S sein Son bittet vmbs Brot/ derjm einen Stein biete ? Oder so er jn bittet vmb einen ll'sk das Work mehr Ftsch/der jm eine Schlange biete ? So denn jr/ die jr doch arg seyt/kündt dennoch eu- weren Kindern gute Gaben geben/ Wie viel mehr wirt euwer Vatter im Himmel gu¬ tes gebcn/dencn die jn bitten? §Mles mm/das jr wollet/ das euch die Leute thun sollen / das thut jrjnen/Das ist Lv«-. das Gesetz vnd die Propheten. Ehet cyn durch die enge Pforten/Denn diePforte ist weit/vnd der weg ist breit/ L ^Ader zur Verdamniß abführet / vnd jr sind viel die drauff wandeln. Vnd die Pforteisteng/vndderWegistschmal/der zum Leben führet/vnd wenig istjrdie jn finden. Ehet euch für vor den falschen Prophetcn/die in Schafskleidern zu euch komm/ aber sind sie reissende Wölffe/An jren Früchten solt jr sie erkennen. Kan man auch Trauben lesen von den Dörnen ? oder Feigen von den Disteln ? Also L««-. ein jeglicher guter Baum bringet gute Früchte/aber ein fauler Baum bringet arge Früchte.Etn guter Baum kan mchtarge Früchte bringen/Vnd ein faulerBaum kan mt gute Früchte bringen Ein jeglicherBaum/der nicht gute Früchte bringet/wirt ab-MM gehauwcn/vnd ins Fcuwer geworffcn. Darumb an jren Früchten soltjr sie erkennen. ; Matthes. VHI.Lup. 24z Es werden nicht alle/die zu mir sagm/HERR/HERR/in das Himmelreich kom- men/Sondem die den willen thun meines Vatters im Himel. Es werde n viel zu mir sagen an jenem tage :HERR/HERR/Haben wir nicht in vernem Namen gewcissagtk Haben wir nicht in deinem Namen Teuffe! außgetriebenk Haben wir nicht in deinem Namen viel thaten gethan k Denn werde ich inen bekennen: Ich hab euch noch nie er- psaim s. kannt/Wcichet alle von mir jr Vbelthätcr. dise meine rede höret/ vn" thut sie/ den vergleiche ich einem klugen « <^sMann/ der sein Haust auffemen Felsen bauwet. Da nun der Platzregen fiel/ Mo vm vnd ein Gewässer kam/vnd wcbcten die Winde/vnd stiessen an das Haust/ fiel cs doch Glaube»/Dm» wo mcht/Denn es war auff einen Felsen gegründet. Vnd wer diese meine rede höret/vnd man thut sie nicht/der ist einem thörichtenMann gleich/der sein Haust auff den Gandt ^K?»a-hdem bauwet. Da nun ein Platzregen fiel/vnd kam em Gcwasser/vnd wcbeten die Winde/ ^7-hemst>!d'I"»d7 vnd stiessen an das Hauß/da fiel es/vnd thct einen grossen fall. Dagegen wö Vnd es begab sich/da Jhesus diese rede vollendet hatte/entsalzte sich das Volck 7/777,'/w'sclsol! vber seiner Lchre/Denn er prediget gcwaltig/vnd n-.cht wre die Schrifftgelehrten. ff"« ZA viii.Lap. ne Hertze» rhun. Der Glaub aber reiniget das Hertz / Accor, i/. Vn iolc»e frömbterk steber fest wider alle Marc. 1. Luc. 5. Winde/das ist/alle warbt ü Helle»/Den ste ist anff den Helft Christum durch den Glauben gcbanwet. Guce Merck on glau- Marci 1. Luce 4« Ies«.r;. gesagt ist durch den Propheten Isaia/der da spricht: Er hatvnserschwachheit auff sich genommen/vnd vnser Seuche hat er getragen. s Vnd Cbriffus reiniget einen Aussetzigen/machtcinesHsuptmannsRnechtznCapernaum/ rnS Peters Gchwieger/gesundr/rrelbt böse Geister von Ven Besessenen «ruß. vn machr allerlei kra n- cken/so;u stn gebrackrrvnrven/gesundt/gcbreinemGchrcffrgelestrren antwort/ wrl einemIün«, gernlcbrgestacten seinen Varrerzu begraben stlUrdce vngestümmigkeir auffdem Meer/vno erlaubt den Teuffeln auß den Besessenen in eure Herd Geu w ;u fahren. A er aber vom Berge Herab gteng/folget jm vrclVolcks LÄK2' U nach. Vnd sihe/ein Auffctziger kaw/vn betet irr an/vnd sprach:HERR/ o» o-e. "soduwilt/kanstumichwolrcinigcn. Vnd Jhesus strecketscmeHand « auß/rührctjn an/vnd sprach: Ich Wils thun/scy gcreimget. Vnd als w.7'7^07 bald ward er von seinem Aussatz rem. Vnd Ihcsus sprach zu jm: Sche GEsAaoe?^ zu/sags nicmand/sondern gehc hin/vnd zeige dich dem Priester/vnd opffcre die Ga- Leuit. 14. be/dic Moses befohlen hat/zu einem zeugniß vbcr sie. Luc. 7. aber Ihcsus eyngieng zu §apcrnaum/trat ein Hauptman zu jm / der batjn/ <^^vnd sprach: HERR/mcm Knecht ligtZu Hause/ vnd ist Gichtbrücbig / vnd hat grosse quäl. Ihcsus sprach zu jm: Ich wil komm/vnd jn gesandt n;achen. Der Haupt¬ man antwortet/vn sprach: HERR/ich bin nitwchrk/daß duvmer nrein Dach gehest/ Sondern sprich nur ein wort/so wirt mein Knecht gesandt. Den ich bin ein Mensch/ dazu der Dber kett vnderthan / vnd habe vmer mir Kriegßkncchte / Noch wenn ich s sage zu einem: Gehe hin/ so gehet er. Vnd zum andern: Kom Her/ so kompt er. Vnd zu AAst /A/L7 meincm Knecht:Thudas/so thut ers. , we7LLpL L Da das Jhesus höret/verwundert er sich/vnd sprach zu denen / die jm Nachfolge- dmnLcme wo». ten: Warlick ich sage euch/ solchen Glauben habe ich in Israel nicht fundcn. Aber ich sage euch: Vic! werden kommen vom' Morgen vnd vom Abend/vnd mit Abraham (vom Morgen) vndIsaac vnd Jacob un Himmelreich sitzen/abcr die Kinder deß Reichs werden auß- §rde» 77 gestoffcnin das finsternißhiuauß/da wirt seyn heulen vndzecnklappen. VndIhesus dammb/dMgst» sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin/dir geschehe wie du geglaubt hast. Vnd sein Knecht ward gesandt Zu dcrstlbigLU sillnd. Rom^°^ Marci , Jhesus kam in Peters Haust/ vnd sähe/ daß seine Schwiger lag / vnd hatte L«ce4.' H^das Fiebcr/Da greiffer jre Hand an/vnd das Fieber verließ sie. Vnd sie stund , d ^auff/vnd dieneee men. M abend aber brachten sie viel Besessene zu jm/ vnd er treib die Geister auß mit worten/vnd machte allcrlcy Kranckm gesundt/Auff daß erfüllet würde/ das da ö a (Seine Statt) Ca- Kemaum. S (Gtchrbrüchr'g) 'tz ^)erttems oder hul- beschlag/die Sicht» Hiangclmm i x. Lap. da ^hestiS viel Volcks vmb sich sähe/hieß er hinüber jenseit deß Meers sah- c^Arcn. Vndcstmtzuimein Schriffkgelehrtcr/der sprach zu im: Meistcr/ichwil cw-»»l»««,li.d!r solgcn'woduhmgchest.Hcsussagt zuim: Die Füchse haben Grubm/vnddie Vl>I.Ud° m Dögcl rmtcr dcmHimmel haben Ncster/Aber deß Menschen Son hat nicht da er sein »,<» gewiß wohin. L)ar- HüUPt stmlege. mnb verwirfst Chri- - - - stusdiscn/alsdernit , ,, .-. — sach7«7or°gew^" hingche/vnd zuvor meinen Vatter begrabe. Aber Zhefus sprach zu jm: Folge du mir/ ftynwil. , f (Begraben) Et- liehe wenden gute § werckfür/daßsienit > folgen oder glauben wöllcn/Abcrhiedcu- . - ' " - ret Christus todtevn sprachen :HLRR/hilff vns/wir verderben. Da saget er zu inen: Jr Kleingläubigen/ vki ornegute wercl. styl jr soforchtsam? Vnd stund auff/vnd bedräuwetedenWind/vnddas Meer/ da ward es gantz stille. Die Menschen aber verwunderten sich / vnd sprachen: Was ist das für ein Mann/daß jm Wmd vnd Meer gehorsam ist? Vnd er kam jenseit deß Meers/ in die Gegend der Gergefencr/Da liessen jm ent- mar-t gegen zwen Beseffene/die kamen auß den Todten Grabern/ vn waren sehr grimmig/ also/daß niemand dieselbigen straffe wandeln kundt. Vnd sche/sie schryen / vnd spra¬ chen : Ach Hesu/du Son Gottes/was haben wir mit dir zu thun ? Bist» Herkommen vns zu quclen ehe denn es zett iste Eswaraber ferme von jnen ein grosse Herd Sauw an der Weyde. Dabatenjn die Teussel/vnd sprachen: Wtltu vns austtreiben/ so erläube vns in die Herd Säuw zu fahren. Vnd er sprach: Fahret htn.Da fuhren sie auß/vnd fuhren in die Herd Säuw. Vnd sihe/die gantze Herd Säuw stürtzt sich mit einem sturm ins Meer/vnd ersoffen im Wasser. Vnd die Hirten flohen/vnd giengen hin in die Statt/vn sagten das alles/ vnd wie es mit den Besessenen ergangen war. Vnd sihe/da gieng die gantze Statt Vnd ein ander vnter seinen Züngern sprach zu jm: HERR/ Erläube mir / daß ich 4. t. l. Otl.... _< , Lvces. vnd laß die Todten irc Todten begraben. Nder trat in das Schiff/vnd seine Jünger folgeten im. Vnd sihe/ da erhub sich s ein groß vngestüm im Meer / also / daß auch das Schifflin mit Wellen bedeckt ward/Vndcrschlieff. VnddicJüngertratcnzuim/vndwccketenjnauff/viid warumb seytjr soforchtsam? Vnd stund auff/vnd bedräuwete dewWind/ vnddas Meer/ da ward es gantz stille. Die Menschen aber verwunderten sich / vnd sprachen: Was ist das für ein Mann/daß jm Wind vnd Meer gehorsam istt Vnd er kam jenseit deß Meers/in die Gegend der Gergesencr/Da liessen jm ent- gegen zwen Besessene/dte kamen auß den Todten Gräbern/ vn waren sehr grimmig/ '' i chen: Ach ^hesu/du Son Gottes/was haben wir mit dir zu thun ? Bistu Herkommen vns zu quclen ehe denn es zett ist? Es war aber ferme von jnen ein grosse Herd Säuw an der Weyde. Dabatenjn die Teussel/vnd sprachen: Wtltu vns austtreiben/ so erläube vns in die Herd Säuw zu fahren. Vnd er sprach: Fahret hinDa fuhren sie auß/vnd fuhren in die Herd Säuw. Lm Wasser. Vnd die Hirten flohen/vnd giengen hin in die Statt/vn sagten das alles/ vnd wie es mit den Besessenen ergangen war. Vnd sihe/da gieng die gantze Statt hcrauß Mesu entgegen. Vnd da sie jn sahen/baten sie jn/daß er von jrer Grentze wei¬ chen wolle. IX. Lap. Jhesus macht einen Gschtbrüchtgsn gesandt- berusst Matcheum vom Zoll/fßt mit Zöllnern vnd Sündern/vnd gibt den Jüngers Johannis bescheid aufffre frag. Ein Weib rühret den Saum deß Rlerdes Lhrrstt an / v»d wirdr vom zwölffiattgen Blurgange erlediget. Christus macht deß Obersten Tochter wider lebendig ;ween Blinde sehend / einen Besessenen stummen redend / Lehrer das Euangelium in allen Sratten/Marckten/ Schulen/M hexlt allerlei kranck- heilen. A trat er m das Schrff/vnd fuhr wider herüber / vnd-r W kam in "seine Statt. Vnd sihe / da brachten sie zu jm einer? Gicht- H brüchigcn/der lag auff einem Bette. Da nun Hesus jren Glauben sahe/sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Sey getrost/ mein Son/ deine Sünde sind dir vergeben. Vnd sihe/etliche vnter den Schrifftgelehrten sprachen bey sich sclbß: Dieser lä- AA-.,. stert Gott. Da aber Rhesus jre gedancken sahe/sprach er: Warumb dencket jr so arges meuwcrenhertzen? Welches ist leichter zu sagen? Dir sind deine Sünde vergeben? Oder zu sagen: Stehe auffvnd wandele? Auffdaß jr aber wisset/ daß deß Menschen Son macht habe auff Erden die Sünde zu vergeben/sprach er zu dem Gichtbrüchi¬ gen : Stehe auff/ hebe dein Bett auff/ vnd gehe heim. Vnd er stund auff/ vnd gteng heim. Da das Volck das sähe/ verwundert es sich / vnd preiset Gott / der solche macht den Menschen gegeben hatt. Nd da Hesus von danen gieng/sähe er einen Menschen amMsitzen/derhieß AHMattheus/vnd sprach zu jm: Folge mir. Vnd er stund auff/vnd folget jm. Vnd cs begab sich/da er zu tisch saß im Hause/Sthe/ da kamen viel Zöllner vn Sün- der/vndsaffenzutischmitNesu/vndscinenZüngern. Da das die Phariseer sahen/ sprachen N7are.;. Luce». H. Matches, ix. Lap. 244 Wracken sie zuseinen Jüngern: Warumb jffet euwer Meister mit den Zöllnern vnd Sündern? Da das Hesus höret/sprach er zuinen: Die starcken dürsten deßArtztes nicht/sondern die krancken. Gehet aber hin/ vnd lehrnet was das sey (Ich Habe wolge- .«!" fallen an Barmhertzigkeit/vn nicht amOpffer)Ich bin komcn die Sünder zur Buffe zuruffen/vnd "nicht die Frommen. rNarc. r. Lnc.,. F * 44444^^4» ^V44L4V4r4 4/ßsv ändern? DadasHesus höret/sprach erzuinen: Diestarcken dürsten deß Achtes (Mcht die Lw,». fallen an Barmhertzigkeit/vn nicht amOpffer)Ich bin komcn die Sünder zur Buffe mkMAT N deß kamen die Jünger Johannis zu jm/vnd sprachen: Warumb fasten wir §XA vnddiePhartscer so viel/vn deine Jünger fasten nicht? Hesus sprach zu jnen: Um^wNem- ^^Wie können die Hochzeitleute "lcyde tragen/so lange der Breutigambeyjnen l!g "»machen^" ist ? Es wirt aber die zeit kommen/daß der Breutgam von inen genomen wirt/ alsden werden sie fasten." Niemand flickt ein alt Kleid mit einem lappen von neuwem thuch/ «st ^.-crAi^ denn der lappe reisset doch wider vom Kletd/vnd der riß wirt ärgert. Man fasset auch Äl^Son.mc»/ Nit Most in alte schleuche/anderß die schlcuche Meissen/ vnd der Most wirt verschütt/ Mc ZT« vnd die schleuche kommen vmb/Sondern man fasset Most in ncuwe schleuche/so wer- den sic beyde mit einander behalten. -h-» heie Marc. r. er solches mit inen redet/Sihe/da kam der Obersten einer/vnd fiel für jm Ni- dufter'auch "A A^der/ vnd sprach: HERR / meine Tochter ist jetzt gestorben / Aber kom/ vnd lege deine Hand auff sie / so w:rt sie wider lebendig. Vnd Hesus stund auff/vnd fslgctim nach/vnd seine Jünger. vüscTahl^gcftlK 8^Nd sihe/cin Weib/das zwölst iar den Blutgang gehabt/ trat von hinden zu jm/ <>^vttd rühret seines Kleides säum an / Denn sie sprach bey jr selbst: Möcht ich nur ftZgNM NN sem Kleid anrührcn/so würde ich gesundt. Da wendet sich Hesus vmb/vnd sähe sie/ vnd sprach: Sey getrost meine Tochter/Dein glaub hat dir gcholffcn.Vnd das Weib E der BEM» ward gesundt zu derselbigen stund. '.NI5L c e Vnd als er in deß Obersten Hauß kam / vnd sähe die Pfeiffer / vnd das gctümcl kAN Nv A» deß Volcks/sprach er zu inen: Weichet / denn das Mewltn ist nicht tod / sondern es »och bü- schlefft. Vnd sie verlachten in. Als aber das Volck abgetrieben war/gieng er hineyn/ vnd ergreiffsic beyderhand. Da stund das Mcidlinauff. Vnd diß gerächt erschall indasselbtgegantzeLand. l^eKaEuTd da Hesus von dannen fürbaß gieng/folgeren jm Men Blinden nach/die war.. TsaE (2^schryen/vnd sprachen: Ah du Son Dauid/ erbarm dich vnser. Vnd da er heim AUAeM» v»! kam/traten die Blinden zu im. Vnd Hesus sprach zu Mn: Gläubr ir daß ich euch so!- NanAoL^ chesthunkan? Da sprachen sie zu jm: HERR/Ja. Da rühret er ire Augen an/vnd sprach: Euch geschehe nach euwrem glauben. Vnd ire Augen wurden geöffnet. Vnd g-taks ÄmA! Hesus bedräuwete sie/ vnd sprach: Schetzu/dast es niemand erfahre/ Aber sie gien- W^^stch'Lan¬ gen auß/vnd machten in rüchtbar im selbigen gantzen Lande. A nun diese waren hinauß kommen / Gihe/da brachten sie zu im einen Men- " ^-D-schen/derwar stumvnd besessen/Vnd da der Teuffel war außgetrieben/redet Da Ewa» E- der stumme. Vnd das Volck verwundert sich/vnd sprach: Solche ist noch nie in U aiNfleMiNn Israel ersehen worden. Aber die Phartseer sprachen: Er treibt die Teuffcl auß durch Nma»R'ÄN der Teuffel obersten. chenLeuem predige, Marc. Nd Ihesus gieng vmbhcr in alle Stätte vnd Märckte/ lehret in iren Schulen/ Wttma»'"etz7EhM D^vnd prediget das Euangeltum von dem Reich/vnd heylete allerley Seuche vnd UAlNÄV allerley Kranckheit im Volck. Vnd da er das Volck sähe / jamert in desselbigen/ Denn sie waren verscbmacht/vnd zerstreuwet wie dle Schafe/die keinen Hirten ha- Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Erndte ist groß/Aber wenig sind der Ar- (pfe,ffe/,Dieman beiter / Darumb bittet denH ER RV der Erndte/daß er Arbeiter in seine Erndte iettde. vtis beleutec vnd bc. -- singet die todtö/Bc, dcuudz der tod durch . T/ FF DF. das Gcseir bezeuget V v virdgcfühkkwtrt. «eine zwölffIängeransi/nntbefehl^ ex den Iäden;n predigen/vnd ireLehr ru deftarigen/mlranhangendem ferrasrm vnrürrtchr/wre sie sich tn irem Ai ft ^rm'stäub^M ergehen am jüngsten Gerichre/dcnn solcher Statt. 8si/e7kE^ ^/Ihe/ich sende euch wie Schafe/mittcnvntcrdieWölffe. Darumb seyt klug wie Lu«.,, jr mchk n.wcn. NU,// (-^Aoie Schlangen / vnd on fatsch wie die Tauben. Hütet euch aber für denMen- Amh7hM scheu/Denn sie werden euch verantworten für jreRahthäuser/vnd werden euch gersselu in jren Schulen. Vnd man wirt euch für Fürsten vnd Könige führen/vmb meinen willcn/zum zeugniß vber sie vnd vber die Heyden. Wenn sie euch nun vberantworten werden/ so sorget nicht/ wie oder was jr reden solt / Denn es sol euch zu der stunde gegeben werden was jr reden solt / Denn jr seyt cs nicht/dic da reden/Sondern euwers Vatters Geist ist es/dcr durch euch redet. Es wirt aber ein Bruder den andern zum tod vberantworten/vnd der Vatter den Son/vnd die Kinder werden sich embören widerjre Eltern/vnd inen zum rode Helffen/Vnd müsset gehastet werden vonjedcrman/vmb meines Namens Men/ Wer aber biß an das ende beharret der wirt selig. Wenn sie euch aber in cmer Statt verfolgen/so fliehet in ein andcre.Warlich/ich 6 - sage euch/ Ir werdet die StätteIsrael" nit außrichte/biß deß Menschen Son komet. Der Jünger ist nicht vber seilten Meister/noch der Knecht vber den Herrn.Es ist ,; >z Ichwciß wol/d;^ dem Jünger gnug/daß er sey wie sein Meister/vnd der Knecht wie sein Hem Haben d"»/ Än L E sie den Haußvatter Beelzebub geheissen/ Wie viel mehr werden sie seine Haußgenos- LV/VU sin also heissen k Darumb fürchtet euch nicht für jncn. bck-b>ckw.uden/G Es ist nichts verborgen/das nicht offenbar werde /Vnd ist nichts heimlich/das Marc.4. zumcttcc cr " ^g^^ch^^^stE^/dasredettmlkcht/Vndwas jr höret in das ohr/das prediget auff den Dächern. EcT^Nd fürchtet euch nicht für dcncn/dic den Leib tödten vnd die Seele nicht mögen o^tödtcn/ Fürchtet euch aber vtl mehr für dcm/der Leib vnd Seel verderben mag/ iE Helle. Kaufft man nicht zwecn Sperling vmb einen Pfenninge Noch fcllt der, selbigen keiner auff die Erdcn/on euwren Vatter/Nun aber sind auch euwre har auff dem Haupt alle gezehlet/Darumb fürchtet euch nicht/jr seyt besser denn vil Sperling. Darumb -A.Wtthes. XI. Lap. 245 mar^s. Darumb/Wermichbekennet fürden Menschen/den wil ich bekennen für mei¬ nem Himmlischen Vatter. Wer mich aber verleugnet für den Menschen/den wil ich auch verleugnen für meinem Himmlischen Vatter. O ^^R solt nicht wchnen/daß ich kommen sey/Friede zu senden auff Erden/Zchbtn mA'?;. nicht kommen Friede zu senden/sondern das Schwert. Denn ich bin komm den o^Muschen zu erregen wider seinen Vatter/vnd die Tochter wider ire Mutter/ vnd die Schnur wider jre Schwiger/Vnd deß Menschen Feinde werden seine eigene Haußgenoffenseyn. L»-. .4. *7. Wer Vatter vnd Mutter mehr liebet denn mich/ der ist mein nicht wehrt. Vnd Ioyav». wn Son oder Tochter mehr liebet denn mich/der ist mein nicht wehrt.Vnd wer nicht seinKreutzauffsichnimmet/vndfolgetmirnach/deristmein mchtwehrt. Wersein Leben findet/der Wirts verlieren/vnd wer sein Leben verleuret vmb meinen willen/dcr Wirts finden. °*' euchauffnimmet/der nimmet mich auff/ vnd wer mich auffnimet/ der nim- I-Hanu;. ^H^met den auff/dermich gesandt hat.Wcr einen Propheten aufftttmmet/in eines Propheten Namen/der wirt eines Propheten Lohn empfahen. Wer einen Gerechten auffnimmet/in eines Gerechten Namen/der wirt eines Gerechten Lohn empfahen. Vnd wer dieser geringsten einen nur mit einem Becher kaltes Wassers trcncket mei¬ nes Zünger Namen/Warlich ich sage euch/es wirt im nicht vnbelohnet bleiben. xi.Lap. Johannes sthEr stilne Jünger nrni HERRN Lhrlsto/vnd er gibt »'nen guten bestherd. Chri¬ stus preißrIohannem vnd sein Ampr/sichüt die vudanckbarkelr der,enlgen-st> sich weder an sti-- ner Lehre noch Wunderwerken besiern/danckrdem Htmmllschen Vattec/vnd rufftalle niühstlt- ge vnd beschwerte;usrch/mltdattcksagung seiner hülffe. » es begaö sich / da Wesirs solch Gekokt zu seinen zwölffNttgern vollendet hatte/gieng er von dannen fürbaß/zu lch- ren vnd zu predigen in jren Stätten. (^^Aaber Zohannesim Geftngniß die Werck Khristi hörete/ <^tzsandte er seiner Jünger zwen/vnd ließ im sagen: Bum vr r da L»cer7. komm sol/odcr sollen wir eines andern wartenkHesus antwortet/vnd sprach'zu inen: Gehet hin/vnd saget Johanni wider/was ir sehet vnd höret / Die Bünden sehen/ die Lamm gehen/die Auffetzigen werden rein/ vnd die Tauben hören / die Todten ste- Esir.;5. hm auff/Vnd den Armen Wirt das Euangclium geprcdiget.Vnd selig ist der sich nicht an mir ärgert. Da die hin giengen/fieng Hesus an zu reden zu dem Volck von Johanne: Was seytirhinauß gegangen in die Wüsten zu schenk Woltet ir ein Rohr sehen/ das der Wind hin vnd her webdkOder was seyt ir hinauß gegangen zu schenk Woltet ir einen Menschen in weichen Kleidern schenk Sihe/die da weiche Kleider tragen/ sind in der Könige Häuser. Oder was seyt ir hinauß gegangen zu schenk Woltet ir einen Prophe¬ ten sehen k Za/ich sage euch/dcr auch mehr ist denn ein Prophet. Denn dieser ists/von marsch. dem geschrieben stehet: Sihe/ ich sende meinen Engel für dir her / der deinen weg für dir bereiten sol. L Warlich/ich sage euch/vnter allen die von Weibern geborn find/ist nicht auff- « Luce 'S. kommen / der grösser sey denn Johannes der Täuffer. Der aber" der kleinest ist im (Der Bl-luest) Himmelrcich/istgrösserdenncr.AbcrvondentagenJohannisdeßTäuffers/bißhie Matth.,?« her/bleidct das Himmelreichgewalt/virddiegewaltthun/diererffeneszu sich. Denn malach.4. alle Propheten/vnd das Gesetz/haben gewcissaget brß auff Johannes. Vnd so irs UA-LvE wolt anncmmen/Er ist > s/ c er da sol ZMnfftig seyn. Wer Ohren hat zu hören/ der höre. rvehrm kan. s ttj Wenn Huangellum xi.Lap. sol ich aber dlß Geschlecht vergleichenkEs ist den Kindlin gleich/die an dem EH)Marckt sitzen/vnd ruffen gegen jre Gesellen/ vnd sprechen: Wir haben euch ge- pfiffen/vnd jr woltet nicht tantzen/ Wir haben euch geklaget / vnd jr wollet nicht wei- Lm nm. Johannes ist kommen/aß nicht/vnd tranck nicht/so sagen sie :Er hat denTeuffel. Dcß Menschen Son ist kommen/jffet vndtrincket/ so sagen sie : Sihe/wie ist der Mensch ein Freffer/vnd ein Weinsäuffer/der Zöllner vnd der Sünder Geselle e Vnd die Wcißhcit muß sich rechtfertigen lassen von jren Kindern, (^^A fieng er an die Stätte zu schelten/in welchen am meisten seiner Thaten ge- (^tzschchcn waren/vnd hatten sich doch nicht gebessert. Wehe dir Khorazin /Weh L«cew dir Bechsaida/weren solche Thaten zuTyro vn Sidon geschehen/als bey euch gesche¬ hen sind/üe hetten vor zelten im Gack vnd in der Aschen Buffe gethan. Doch ich sage 6 euch: Eswirt Tyrovnd Sidon träglicher ergehen am jüngsten Gerichte/dcnn euch. Vnd du Kapernaum / die du bist erhaben biß an den Himmel/ du wirst biß in die Hel¬ te hinunter gestossen werden .Denn so zu Sodom die Thaten geschehen weren/dte bey dir geschehen sind/sie stünde noch Heutes tages. Doch ich sage euch/es wirt der Sodo- wer Lande träglicher ergehen am jüngsten Gerichte/denn dir. O D derselben zeit antwort Jhesus/vnd sprach: Ich preyse dich Vatter vnd HM L»«.* ^Hlwmelo vnd der Erden/daß du" solchs den Weisen vnd Klugen verborgen hast/ »Mgettum vK yrw hast es den Vnmündigen offenbaret. Ia/Vatter/Dcnn es ist also wolgefellig gelvescn für dir. Alle ding sind mir vbergcben von meinem Vatter. Vnd niemand I-h-«.» kennet den Son/denn nur der Vatter/vnd niemand kennet den Vatter/ denn nur der Son/vnd wem es der Son wil offenbaren. Kommet her zu mir alle die jr mühselig vnd beladen seyt / Ich wil euch erquicken. NcmmctauffeuchmeinIoch/vndlehrnctvonmlr/Denn ich bin sanfftmütig/vnd d von hertzen demütig/so werdet jr ruwe finden für euwere Seele / Denn mein Joch WAWch isr sanfft/vnd meine Last ist leicht. teiast/denm/diedas . Luangcliun, fthmc. m»»»ds«dX» 11. -der HERR Lhrtstn« verantwortet seine Jänger/in dem fle am Sabbach Ehern außrLuf- fen vnd essen/Hetlrein verdorrte Hand/mgchtgesundr em Beseffeoen/welcher blmv vnd stumm tvar/vndbeweißr/daßersetnewercknichttlrueourchBeel;ebub.phariseervnd Schrifftgclehr- ten begerren ein Zeichen. Die Murrer Jhesu vnd seine Brüder begeren seiner. durch dtkSaatamSaböath/z EMdM vnd seine Jünger waren hungcrig/fiengen an Ehren außzuräuffen/^?' vnd affen. Da das die Phariseer sahcn/sprachen sie zujm: Sihe/deine Jünger thun das sich nlt ziemet am Sabbath zu thun. Erabersprach zu jnen: Habtjr nicht gelesen was Dauid thct/da jn vnd die mit jm wa- ren/hungcrtek Meer in das Gottes Haußgieng/vnd aß dieSchauwbrot/diejm^u. doch nitzicmetcnzuessen/noch denen die mitjm waren/sondern allein dm Priestern. Oder habt jr nicht gelesen im Gesetz / wie die Priester am Sabbach im Tempel den Sabbath brechcn/vnd sind dochon schulde Ich sage aber cuch/daß hie der ist/der auch grösser ist denn der Tempel. Wmnjr aber wüßtet/ was das scy (Ich habe wolgefallen an der barmhertzigkclt/vnd nicht am cvsee Opffer) hcttet jr die Vnschüldigen nicht verdammet. Deß Menschen Son ist ein « HERR auch "vber den Sabbath. baMWeraNtt L<^Nd er gieng von dannen fürbaß/vnd kam in jre Schule. Vnd sihe/da war ein Mar.;. Win c^Mcnsch/der hatte eine verdorrcte Hand. Vnd sie fragten jn / vnd sprachen: Ists Mt bcfthÄdigetvom recht am Sabbath heylenk Auffdaß sie eine fache zujm hetten. Aber er sprachzu ' jnen: Welcher ist vnter euch/ so er ein Schaf hat / das jm am Sabbath in eine Gru¬ ben fellet/der es nicht crgreiffe/vnd auffhebe k Wie viel besser ist nun ein Mensch denn ein Schafe Darumb mag man wol am Sabbath guts thun. Da sprach er zu dem Menschen: H. Muches. xii.Lap. 246 Menschen: Strecke deine Hand auß. Vnd er streckt sie aust/vnd sie ward /m wider ge- sund/gleich wie die andere. (^^A giengen die Phariseer hinauß/ vnd hielten einen raht vber in/wie sie in vmb- A^Dbrächten/Abcr da Zhesus das erfuhr/weich er von dannen. Vnd im folgere viel Volcks nach/Vnd erheyletesie alle/vnd bedräuwete sie/daßsie in nicht meldeten. Es»- 4» Auff dz erfüllet würde/das da gesagt ist durch den ProphetenIesaiam/der da spricht: Sihe/das ist mein Knecht/den ich erwchlet habe/vnd mein Liebster/ an dem meine Seele wolgefallen hat. Ich wtl meinen Geist auff in legen/vnd er sol den Heyden das Gericht verkündigen. Er wirt nicht zancken noch schreyen / vnd man wirt sein geschrcy nicht hören auff den gaffen. Das zustoffen Rohr wirt er nicht zubrechen/vnd das glü- mende Tocht wirdt er nicht außleschm/bißdaßer außführe das Gericht zum Sig, Vnd die Heyden werden auff seinen Namen hoffen. ward ein Besessener zu im bracht/der war blind vnd stum/ Vnd er heylet in/ <-^Za!so/daß der blmdc vnd stumme/beyde/redct vn sähe. Vnd alles Dolck entsatz- tesich/vnd sprach: Ist dieser nicht DamdsSont Aber die Phariseer/oa sie cs höre- ten/ sprachen sie: Er treibet die Teuffcl nicht anderst auß/ denn durch Beelzebub / der Teuffcl Obersten. Ihesus aber vernam ire gedancken/vnd sprach zu inen.Ein ieglich Reich/so es mit sm selbst vneins wirt/das wirr wüste. Vnd eine jegltche Statt oder Hauß/so es mirim selbst vneins wirt/mags nicht bestehen. So denn ein Sathan den andern außtreibt/ so muß er tmtim fclbs vneins seyn/Wie mag denn sein Reich bestchenkSo ich aber die Teuffel durch Beelzebub austtreib/Durch wen treiben sie euwerc Kinder auß e Dar- umb werden sie euwere Richter styn. Go ich aber die Teuffel durch den Geist Gottes außtrctbe/soist ie das Reich Gottes zu euch kommen. Oder wie kau iemand in eines starcken Haust gehen/vn im seinen Haußraht rau- ben/Es sey denn/ daß er zuvor den starcken btnde/vnd alsdenn im sein Haust beraube? Wer nicht mit mir ist der ist wider mich/ vnwer nicht mit mir samlct/dcr vcrstreuwet. Lucs». Darumb sage ich euch: Alle sünde vnd lasterung wirt den Menschen vergeben / Aber d.e lasterung wider den Geist wirr den Menschen nicht vergeben. Vnd wer etwas re¬ det wider deß MenschenSon/dem wirt es vergeben/Aber wer etwas redet wider den hcyligen Gerst/dem Wirts nicht vergeben/ weder irr dieser noch in icner Welt. Setzet entweder emen guten Baum/so wirt die Frucht gut/ Oder setzt einen fau- -Daß h,e len Baum/so wirt die Frucht faul. Denn an der Frucht erkennet man den Baum.Ir d Lrrce 6. Otterngezrchte/Wic kündt ir gukö reden/diewei! jr böß ftytkWeß das Hertz voll ist/ deß gehet der Mund vbcr.Ein gutMensch bringet gutes herfür/auß sctirem guten Schatz m,cr ewige» deß Hertzen/Vnd ein böser Mensch bringet böses herfür/auß seinem bösen Scbatz.Ich ' sage euch aber/daß die Menschen müssen rechenschaffr geb? am jüngsten Gericht von einem jeglichen vnnützen wort/ das sie geredt haben. Auß deinen Worten wrrstu ge¬ rechtfertigt werden/ Vnd auß deinen Worten wirst» vcrdampt werden. M§rc.s. ^^^A antworten etliche vnter den Schrifftgelehrtcn vnd Phartseern/vn sprachen: '' Nnem Menschen/der guten samen auff seinen Acker säet.Da aber die Leut schliefi- fen/kam sein Feind/vnd säet vnkraut zwischen den Weißen/vnd gieng davon. Da nun das Kraut wuchß/vnd Frucht bracht/da fand sich auch das vnkraut. Da traten die Knechte zu dem Haußvatter/vnd sprachen :Herr/hastu nicht guten Samen auff deinen Acker gesäet k Woher hat er denn das vnkrauttEr sprach zu jnen: Das hat der Feind gcthan. Da sprachen die Knechte.Wiltu denn daß wir hingehen/vn es außget- ten k Er sprach: Nein/auff daß jr nicht zugleich den Wettzen nut außräuffet / so jr das vnkraut außgettet/Laffets beydcs mit einander wachsen/biß zu der Erndte/Vndvmb der Erndte zeit wil ich zu den Schnittern sagemSamlet zuvor das vnkraut/vn bindet es in bündlm/daß man es verbrene/ aber den Weitzen samlet mir in meine Schemen. L^ce ö,^ ander Gleichniß leget er jnen für/vnd sprach: Das Himmelreich ist gleich ei- Römern Senffkorn/das ein Mensch nam/ vnd säet auff seinen Acker/welchesdas b klemest ist vnter allem Samen/wenn es aber erwächst / so ist es das grösscst vnter dem vN?^^Z! Köl/vnd wirt ein Baum / daß die Vögel vnter dem Himmel kommen / vnd wohmn , vnd vA L vnter seinen Iwcigen. kraMgers / d-nn c» Genes: -s, ander Gleichniß redet er zu jnen: Das Himmelreich ist einem' Sauwerteig A vE c^/gleich/dcu ein Weib nam/ vnd vermenget ju vnter drcy Scheffel mäls/biß daß er gar durchsäuwcrt ward. cs«uwEg)M Solches alles redet Ihesus durch Gleichnisse zu dem Volck/vnd on Gleichnisse auchdas.vorc/d^ redet er nicht zu jnen.Auff daß erfüllet würde/das da gesagt ist durch den Propheten/ »e»w-rt. °"' p^r-ri.78. der da spricht :Zch Wil meinen Mund auffthun in Gleichniffen/vnd wil außsprechen die hcimligkeit von anfang der Welt. v c^^AließZhesus das Volck von sich/vnd kam heim. Vnd seine Jünger traten zu ^z^jm/vnd sprachen: Deute vns die Gleichnisse vom vnkraut auff dem Acker. Er antwort/vnd sprach zu jnen: Deß Menschen Son ists/der da guten Samen säet. Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder deß Reicks. Das Vnkraut sind die Kinder der boßheit. Der Feind/der sie säet/ist der Teuffel. Die Erndte ist das ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel. Gleich wie man nun das vnkraut auß- gettet/vnd mit Feuwer verbrennet/ So Wirts auch am ende dieser Welt gehen. Deß Menschen Son wirt seine Engel senden / vnd sie werden samten auß seinem Reich al¬ le ärgernisse/ vnd die da vnrecht thun / vnd werden sie in den Feuwerofen werffen/ da wirt seyn heulen vnd zeenklappcn. Den werden die Gerechten leuchten wie die Son¬ ne in jres Vatters Reich. Wer Ohren hat zu hören/der höre. HMBermal ist gleich das Himmelreich einem verborgen" Schatz im Acker/welchen v-r-. ^Aein Mensch fand/vnd verbarg in/ Vnd gieng hin für freudcn/ vber demselbigen/ vnd vcrkaufft alles was er hatte/vud kauffet den Acker. s--adc vndgcr^httg. L^sBermal ist gleich das Himmelreich einem Kauffmann/der gute Perlen suchte/ ^ß,Vnd da er eine köstliche Perle fand/gieng er hin/vnd verkauffte alles was er hat- te/vnd kauffte dieselbigen. ^!sBermal ist gleich das Himmelreich einem Mtze/dao ins Meergeworffen ist/da- »m^rc^uweg? ^j,mit man allerley gattung sehet / Wenn es aber voll ist / so ziehen sie cs hcrauß an ua-Icuum^Mch' -as Vfer/sitzen vnd lesen d?e guten in ein Gefcß zusammen/aber die faulen werffen drep-rlen. sie weg. Also wirt es auch am ende der Welt gehen/Die Engel werden außgchcn/vud - ' dkbo- Hmngelium XI m.Lap. die bösen von den Gerechten scheiden/vnd werden sie in den Feuwerofcn wcrffen / da wirt heulen vndzeenklappen seyn. Vnd Zhesus sprach zu inen: Habt fr das alles verstanden k Sie sprachen: Za (5»m HEeireich HERR. Da sprach er: Darumb ein ieglichcr Gchrifftgelehrter" zum Himmelreich 2V gclehrt/tstgleicheinemHaußvatter/dcraußseinem Schatz ^ncuwcs vnd^altesher- dere lehren/ vnd zum für tlegt. Himmel bringen. - (Neuwes)Has Euangclmm. (Alrcs)^)as Ge¬ setz. es begab sich/da Zhesus diese Gleichnisse vollendet hatte / gieng er von dan- Marc... c^ncn /vnd kam in sein Vattcrland/vnd lehret sie in iren Schulen / also auch/ daß sie sich entsatzten/vnd sprachen: Woher kompt disem solche weißheit vnd thatenlZst er nicht eines Zimmermanns Son k Heißt nicht seine Mutter Maria k Vnd seine Brü- dcr/Zacob vnd Zosco/ vnd Simon/ vnd Zudas k Vnd seine Schwestern sind sie nicht alle bey vns k Woher kompt jm denn das alles k Vnd ärgerten sich an jm. Zhesus aber sprach zu inen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn in seinem Vattterland/vnd in Ishs« 4. seinem Hause. Vnd er thet daselbst nicht viel Zeichen vmb jres vnglaubens willen. xim.Lap. Wrc Johannes Agteng auff einen Berg/vnd salzte sich allda. Vnd eskamzujmvielVolcks/dte hatten mit sich Lamen/Blinden/Stummen/ Krüpler/vnd viel andere / vnd wurffen sieIhesu für die Füffe/Vnd er heylet sie/daß sich das Volck verwunderte/ da sie sahen/ daß die Stummen redeten/dieKrüpler gesund! warcn/die Lamm giengcn/dieBlin¬ den sahcn/vnd preyseten den Gott Israel. Nd Ihcsus ricffseme Jünger zu sich/vnd sprach: Es jammerte mich deß Vokcks/ Wrc ?. ^^Dennsicnun wo! dreytage bcymir beharren/vnd haben nichts zu essen/Vnd ich Ml le nicht vngessen von mir lassen/auff daß sie nicht verschmachten auff dem wegc. Da sprachen zu jm seine Jünger: Woher mögen wir so vil Brots nemen in der Wüsten/daß wir so vil Volcks sättigcnk Vn Ihcsus sprach zu jncn: Wie vil Brots habt jtt Sle sprachen:Siben/vn ein wenig Fischlin.Vnd er hieß das Volck sich lägern auffdleErden.Vnd nam dicsibcnBrot/vnd dieFischc/dancket/brachsie/vndgabsie seinen Iüngern/Vnd die Jünger gaben sie dem Velck.Vnd sie affen alle/vnd wurden satt/Vndhuben auff was vberbleib von Brockcn/siben Körbe voll. Vnd die da gcssen harten/der war vier tausend Mann/außgenonnnen Weiber vnd Kinder. Vnd da er das volck hatte von sich gclasscn/trat er in ein Schiff/ vn kam in die grenke Magdala. XVl.Lap. Jhesus warncl seme Jünger vor dem Sauwerterg der phanseer/ fraget feine Jünger / für wen er bey andern Leu ren vnd bex men gehaii en werke. Petrus rhut die Bekännrntß / Der HERR befihlt /m dre Schlüssel/ vnd zeiget den Jüngern an, wie erzu Jerusalem leiden müsse. a (Ferchen) Die ^ci- A cken metnr Christus ferne wunderthaten/ die verkündiget wa- ren/daßste geschehen solcen zu Christus jerccik/Iesa.zr. A traten die Phartseer vnd Saduceer zu jm/dlevw N suchten jn/vnd forderten/dass er sie ein "Zeichen vom Himmel schm 8 Nesse. Aber er antwortet/ vnd sprach: Deß abends sprecht jr: Es wirdt M ein schöner tag werden/denn der Himmel ist rot/ Vnd deß morgens ) sprecht jr: Es wirr heut vngewitter scyn/ denn der Himmel ist rot vnd trübe. Jr Heuchler/ deß Himmels gestalt könnet jr vrtheilen/Könnetjr den nicht auch die Zeichen dieser zeit verheilen k Disc böse vnd Ehebrecherische art suchcttin Zeichen/ vnd soljr kein Zeichen gegeben werden/denn das Zeichen deß Propheten Ionas. Vnd er ließ sie/vnd gicnq davon. Nd da setni- Jünger waren hinüber gefahren/ hatten sie vergessen Brot mit sich rn^. AHzu ncmen-Ihcsus aber sprach zu jnen:Sehetzu/vn hütet euch für dem Sauwcr- teig der Phariseer vndSaduceer. Da dachten sie bcy sich selbst/vnd sprachen: Das Wirts scnn/dast wir nicht haben Brot mit vns genommen. Da das Ihcsus ver- nam/spracherzttjncn:IrKlemgläubigen/wasbckümmcrtjr cuchdoch/daß jrnicht habt Brot mit euch genommen e Verncmmet jr noch nichts k Gedenckt jr nicht an die sünffBrot/vnter dre fünff tausend/vnd wie viel Körbe jr da anffhubct k Auch nicht andre H. Matches. XVI. §ap. 249 an die sibenBrot/ vnder die vier tgusend/vnd wie vil Körbe jr da auffhubkk Wie ver- Sauwr-- nicht / daß ich euch nicht sage vom Brot / wenn ich sage: Hüttt euch für t«§. dem Sauwerteig der Phariseervnd Saduccer k Da verstunden sie / daß er nicht ge¬ sagt hatte / daß sie sich hüten sotten für dem Sauwerteig dcß Brots / sondern für der Marc. ,8. der Phariseervnd Saduccer. Luc.-. (^D^A kam Jhesus in die gegcnd der Statt Kesarea Philippi / vü fraget seine Jütt- c^L^ger/ vnd sprach: Wer sagen die Leute / daß dcß Menschen Son seyk Sie spra¬ chen: Etliche sagen/Du seyest Johannes der Täuffer.Die andcrn/du seyest Elias/Et- liche/du seyest Jeremras/oder der Propheten einer. Er sprach zu inen: Wer saget denn Mtnr'ü lr daß ich seyk Da antwortet Simon Petrus / vnd sprach: Du bist Khristus/ deß le- bendigen Gottes Soll. Vnd Jhesus antwortet/ vnd sprach zu jm: Selig bißu / Si- mon/Ionas Son/Denn Fleisch vnd Blut hat dir das nicht offenbart/ sondern mein Vatter im Himmel. Vnd ich sage dir auch/Du bist ^Petrus/vnd auff diesen Felsen e-ph-r Wil ich bauwcn meine Gemeine/vnd die Pforten der ^Hellen sollen sie nicht vberwel- / p«rus digen. Vnd Wil dir deß Himmelreichs Schlüffe! geben. Alles was du aussErden bin- E-üRTR Za den wirst /sol auch im Himmel gebunden seyn/ Vnd alles was du auff Erden lösen wirst/solauch im Himmel loß seyn. imslh»"/w°iÄst verbot er seinen Jüngern / daß sie niemand sagen sotten/ daß er Jhesus/ der dcrFelß/d^a^pc. Ahnst were. Von der zeit an/fieng Jhesus an/vn zeiget seinen Jüngern/ wie er gcbauwtt sindT- Marc 8. müßte hin gen Jerusalem gehen/vnd Vie! leiden von den Eltcsten vnd Hohenpriestern a^hderNa L»c.s.rs. Schrifftgelehrten vnd getödtet werden/vud am dritten tage auffcrstehm. Vnd »»e. Petrus nam in zu sich/fuhrin an/vnd sprach: HERR schone dein sclbs/das wwcrfah- c Heile» pf-rte») re dir nur nicht. Aber er wand sich vmb/vnd sprach zu Petro: Heb dich Sman von nrir/ du bist mir argerlich/denn du meinest nicht was Göttlich/ sondern was Mensch- /Ä/-E lieh ist. Weltlich Weißheit S»p -°. sprach Jhesus zu seinen JüngcrmWil wir jemand nachfolgen/der verleugne b ^^Zsich selbs / vnd nemme sein Kreutz auff sich/ vnd folge mir nach. Denn wer sein Joy«»..-. Kehen erhalten wi!/der Wirts verlieren. Wer aber sein Leben verleuret vmb meinen wltten/der Wirts finden. Was hülffs den Menschen / so er die gantze Welt gewänne/ vnd neme doch schaden an seiner Seele k Oder was kau der Mensch geben / damit er seine Seele wider löset Denn es wirt je geschchen/daß deß Menschen Son komme in der Herrligkeit seines Vatters/mit seinen Engeln. Vndalsdenn Witter mrgel en ei¬ nem jeglichen nach seinen wercken. Warlich ich sage euch: Es stehen etliche hie/die nicht schmecken werden den Tod/ biß daß sie dcß Menschen Son kommen sehen in seinem Reich. XVll.Lap. Lhrlstus wirt verklärt auffvem Berge/Herlet einen Monfücbtlgen/Sagtden Jüngern aber¬ mals von fernem künffngen Tod vnd Aufferstehpng/vnd besthlr perro den Toll außrurlchtcn. d (DenTod)Dasist wer an mich glaubet ivlrde dcn Tod nicht sehen/Johan.S.».»,. No nach sechß tagen nam Mesus zu sich Petrunr / vu L^c.?. Iacobum/vnd Johanncm seinen Bruder/vnd führet sie besettö auff Erklä- einen hohen Berg / vnd ward verkläret für jnen. Vnd sein Ange- ru»g Chnsti. sicht leuchtet wie die Sonne/vnd seine Kleider wurden weiß als ein Liecht. Vnd sihe/ da erschienen jncn Moses vnd Elias/die redeten mit jncn. Petrus aber antwortet/vn sprach zu Jhesu: HERR/Hie ist gut seyn. Wittu/ so wöllen wir drcy Hütten machen/ Dir cine/ Mosi eine/ vnd Elias eine. Da er noch also redete/sihe/da vberschattet sie eine liechte Wolcken. Vnd sihe / eine stime auß der Wolcken sprach: Diß ist mein Lieber Son/ an welchem ich wolgefallen habe / den sott - pet r. jr hören. Da das die Jünger höreten/fielen sie auff jr Angesichte/vnd erschracken sehr. Jhesus aber trat zu jnen/rührct sie an/vnd sprach: Stehet auff/vnd fürchtet euch nicht. Da sie aber jre äugen auffhuben/sahcn sie niemand denn Ihcsum alleine. Huangelmm xvii.Qp. Vnd da sie vom Berge herab giengen/gebot jnen Zhesus/ vnd sprach: A solt diß Gesicht niemand fagen/biß deß Menschen Son von den todten ausserstande« ist. seine Anger fragten in/ vnd sprachen.Was sagen denn die Schrtfftgelehr- c>Aten/ Elias müsse zuvor kommen k Zhesus antwortet / vnd sprach zu inen: Elias sol ja zuvor kommen/vnd alles zu recht bringen. Doch ich sage euch: Es ist Ellas schon Elias, kommen/vnd sie haben in nicht erkannt/sondern haben an im gethan was sie wolten. Also wirt auch deß Menschen Son leiden müssen von inen. Da verstunden die An- ger/daß er von Zohanne dem Teuffer zuinen gercdt hatte. I^Nd da sie zu dem Volek kamen/trat zu im ein Mensch/ vnd fiel im zu süssen / vnd Ma«., (^sprach: HERR/erbarm dich vber meinen Son/denn er ist Monsüchttg/vnd hat ein schwäres leiden/er fellt offt ins Feuwer/ vnd offt ins Wasser/ vnd ich hab in Zu deinen Angern bracht/vnd sie kundten in» nicht hclffen. Hesus aber antwortet / vnd sprach: Q Lu vngläubtge vnd verkehrte art/wie lang sol ich bey euchseynk Wie lang sol ich euch duldentBringet mir in hieher.Dnd Hesus bedreuwete in/vnd der Teuffcl fuhr auß von im/vnd der Knabe ward gesundt zu derselbigen stunde. Da traten zuim seine Anger besonders/vnd sprachen: Warumb kundtenwir c in nicht außtreiben k Hesus aber antwortet/vnd sprach zu inen: Vmb euwersvm glaubens willen- Denn ich sage euch warlich: So ir glauben habt als ein Senffkorn/ so müget ir sagen zu diesem Berge:Hcb dich von hinnen dort hm/so wirt er sich heben/ Vnd euch wirt nichts vnmüglichseyn. Aber diese art fchret nicht auß/denn durch be- tm vnd fasten. sie aber ir wesen hatten in Galilea/sprach Hesus zu inen: Es ist zukünfftig/ daß deß Menschen Son vberantwortet werde in der Menschen hende/vnd sie werden in tödten/vnd am dritten tage wirdt er aufferstehen. Vnd sie wurden sehr be¬ trübt. Da sie nun gen Kapernaum kamen/giengen zu Petro die den Anßgroschen eyn- namen /vnd sprachen:Pfleget euwer Meister nicht den Anßgroschen zu gebmt Er sprach: A. Vnd als er heimkam/kam im Hesus zuvor/vnd sprach: Wasdüncket dich Simone von wem nemmen die Könige auffErden den Zoll oder AnßkVon iren Ktndern/oder von Frembdenk Da sprach zu im Petrus: Von den Frembden. Hesus §rex)Wiew°kThri sprach zu im: So sind die Kinder a frey. Auffdaß aber wir sie nicht ärgern/so gehe hin dochdmÄKm andasMeer/vndwirff den Angel/vnddcn ersten Fisch deraufferfehret/dennim/ No Sl'» ChrIm vnd wenn du seinen mund auffthust/ wlrstu einen Stater finden / denselbigen nim/ vnd gtbinfürmich vnd dich. «tzs- XVIII. Lav. (Skater) Ist ein Lohe/wenn es-Wer Lhrtstus lehret seme Junget demütig sexn / vnd daß sederman sich für Lrgermß hüten sol. ist / so macht cs ein Don den Engeln verRmder/von einem vcrirreten Schafe/wie cm sündiger Bruder zu straf- halben gulden ftn/vnd tvre offt einer dem andern verzeihen sol/mtt anhangender Gleichnisse. V derselbigen stunde traten die Jünger ch Mesu/bnd sprachen: Wer ist doch der grössest im Himmelreich kZhesus rieffein Kind zu sicb/vnd stellet das mitten vnter sie/vnd sprach: Warlich ich ^^RM^Usage euch: Es ftydenn/daßlr euch vmbkehret/vnd werdet wiedie Kinder/so werdet jr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbs mvriget / wie diß Kind/ der ist der grössest im Himmelreich. Vnd wer ein solches Kind auffnimmet in meinem Namen/der nimmet mich auff/ Wer aber ärgert dieser geringsten einen/die an mich gläuben/dem were besser daßcinMülstem an seinen halß gehenckt würde/vnd erseufft würde im Meer/ da es am tieffcsten ist. Weh der Welt der ärgerntß halben. Es muß ja ärgerntß komm/doch weh dem Menschcn/durch welchen ärgerniß kommet. So aber deine Hand oder dein Fuß dich ärgert/so hauwejn ab/vnd wirff ju von drr/Es lst dir besser/daß du Zinn Leben lahm/ oder H.Ugtthes. XVIII.EÄP. 250 oder ein Krüppel eyngehest/denn daß du zwo Hcnde oder zwen Füsse habest/vnd wer¬ dest in das ewige Feuwer geworffcn. Vnd so dich dein Auge ärgert / reiß cs auß /vnd wirffsvondir/Esist dir besser daß du einäugig zum Leben eyngehest/denn daß dir zwey äugen habest/vnd werdest in das Hektische Feuwer gcworffen. Sehet zu / daß jr nicht jemand von Visen kleinen verachtet / Denn ich sage euch/ Engel, lre Engel im Himmel sehen allezeit Vas Angesicht meines Vatters imHimmel.Denn deß Menschen Son ist kommen/selig zu machen das verloren ist. n Was dünckt euch? Wenn irgend ein Mensch hundert Schafe hette/vnd eines vn- L--c venselbigen sich verjrretk Leßt er nicht die neun vnd neuntzig auff den Bergen/ge- hct hin/vnd suchet das vcrjrrete. Vnd so sichs begtbt/daß ers findet / Warlich sage ich euch/er frcuwet sich drüber mehr denn ober die neun vnd neuntzig/ die nicht verjrret sind. Also auch ists für euwcrem Vatter im Himmel nicht der Wille / daß jemand von diesen kleinen verloren werde. Erm aber dein Bruder an dir/so gehe hin vnd straffe jn zwischen dir vnd jm demenBruder gewonnen. Höret erdrchnicht/ Io. s" "tm noch einen oder zween zu dir/auffdaß alle fache bestehe auff zweyer oder dreyer Zeugen munde. Höret er die nicht/so sage cs der Gemeine. Höret er die Gemeine nit/ so halt jn als einen Heyden vnd Jölner. . Warlich ich sage euch: Was jr auffErden binden werdet/sol auch im Himmel ge- bun den seyn/Vnd was jr auffErden lösen werdet/sol auch im Himmel loß scyn. Wei- Sünde», ter sage ich euch/wozweenvnter euch eins werden auff Erden/warumb es ist/das sie bitten wollen/das soljnen widerfahren von meinem Vatter im Himmel. Denn wo Zween oder drcy versamlet sind in" meinem Namen/da bin ich mitten vnter jnen. « LS--.7- ^^^A trat Petrus zu jm/vnd sprach: HERR/Wie offt muß ich denn meinem Bru- der/der an mir sündiget/ vergeben k Ists gnug siben mal k Ihesus sprach zu jm: Äm" Ich sage dir/nicht siben mal/sondern sibcntzig mal siben mal. c: Darumb ist das Himmelreich gleich einem König/der mit seinen Knechten rech¬ nen wolt. Vndals er anfieng zu rechnen/kam jm einerfür/ der war jm zehen tausend pfund schüldig. Da ers nicht hatte zu bezalen/hieß der Herr verkauffen/ jn / vnd sein Weib/vud seine Kinder/vnd alles was er hatte/vnd bezälen. Da fiel der Knecht nidcr/vnd betet jn an/vndsprach: Herrhabe gcdultmitmir/ichwil dirs alles beza¬ len. Da jammert den Herrn deffelbigcn Knechts/ vnd ließjn loß/vnd die schuld erließ erjm auch. Da gieng derselbige Knecht hinauß/vnd fand einen seiner Mitknechte / der war jm hundert Groschen schüldig: Vnd er greiffjn an/vnd würgetjn/vnd sprach: Bezale mir was du mir schüldig bist.Da fiel seinMitknechtnider/vnd batjn/vnd sprach: Hab gedult mit mir / ich wil dirs alles bezalen. Er woltaber nicht/sonderngimg hin/ vnd warffjn ins gefengkniß biß daß er bezalet was er schüldig war. Da aber seine Mitknechte solche sahen/wurden sie sehr betrübt/vnd kamen vnd brachten für jren Herrn alles das sich begeben hatte. Da fordert jn sein Herr für sich/ vnd sprach zu jm: Du Schalckknecht/ alle diese schuld hab ich dir erlassen/dieweil dn mich batest/ Göltest« denn dich nicht auch erbarmen vber deinen Mitknecht / wie ich mich vber dich erbarmet habe? Vnd sein Herr ward zornig/ vnd verantwortet jn den Pcinigern/biß daß er bezalet alles was erjm schüldig war. Also wirt euch mein Him- lischer Vatter auch thun/so jr nicht vergebet von euwerem hertzen/ein jeglicher seinem Bruder seine fehle. xix.Lap. Von Ehescheidung/vnd wie es damit;» halten. Es werden Rindlin mm HERRNg« brachvvnderlegtdlehenve auff sie.Ein reicher Jüngling bringe»dem HERRN eine Frage für/vnd wirt beantwortet. Die Jünger werden berrchr/wasfür belohnung ;u gewarken/ den re« nigen/lö »lies verlassen/ vnv dem HERRN nachfolgen. t « Vnd HlüMlmm M Nd es begab sich/ da JhesuS dtse rede vollendet hatte/ ä , crhub er sich auß Gal!lm/vn kam in die Grcntze deß Mischen Lam M des/jenselt deß Iordans/vnd folgere jm viel Volcks nach/vnd er hey- Mlete sie daselbst. Da traten zujm die Phariseer/versuchten in/vnd sprachen zu GM, stmIstsauchrecht/daßsich einMann scheidet von seinem Weibe/vmb irgend einer vrsachekEr antwortet aber/vnd sprach zu inen: Habt jr nicht gelesen/ daß / der im am fang den Menschen gemacht hat/der macht/daß ein Mann vnd Weib seyn soltt Vnd sprach: Darumb wirt ein Mensch Vatter vnd Mutter lassen / vnd an seinem Weibe hangen/vnd werden die zwey ein Fleisch seyn/So sind sie nun nicht zwey / sondern ein Fleisch. Das nun Gott zusammen gefüget hat/das sol der Mensch nicht scheiden. Da sprachen sie: Darumb hat denn Moses gebotten einen Scheidbricffzn ge- a bett/vndsichvonjrzuscheidcneErsprachzujnemMoscshateucherlaubet zuschcidm -l? Bchtzlchrm/tt- von euwern Weibern/ von euwcrs hertzen" härtigkeit wegen/Von anbegin aber rßö nicht also gewesen. Ich sage aber euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (Es sey s-,p. dennvmb derHurercywillcn)vndfreyetemandere/derbricht dieEhe/Vndwer die Lu7ö7 d?DamMssenfie abgescheidtte sreyct/der bricht auch die Ehe. Mchwikäswek- Da sprachen die Jünger zu im: Stehet die fache MW Mannes mit seinem Weh ö kch SchwerLt auch be also/so ists nicht gut Ehelich werden. Er sprach aber zu jncn: Das wort fasset nicht jedcrman/sondcm denen es gegeben ist. Denn es sind erliche verschnitten/ die sind auß b Mutterleib also gcborn/vnd sind etliche verschnitten/ die von Menschen verschnitten rmr^. vrH? ^schiIm sind/vnd sind etliche verschnitten/die ° sich selbsverschnitten haben vmb deß Himmel- n"AAwMg/keu! Reichs willen. Wer es fassen mag/der fasse es. "chhctt^öAwere^s wurden Kindlrn Zu jm gebracht/daß er die hcndeauffsie legte/vnd betet.Die denudaskibttch ge- Jünger aber fuhren sie an. Aber Hesus sprach: Lasset die Kindlitt/ vnd wehret schcht. jnen nicht zu mir zu kommen/denn solcher ist das Himmelreich. Vnd leget drehende auffsie/vnd zog von dannen. (Mich aut) Gleich ASMd sihe/eimr trat zu jm/vnd sprach: Guter Meister/ was sol ich guts thun/ daß Mark.,°, c^lch das ewige Leben möge habcnk Er aber sprach zu jtmWas heissest»' mich gurk Alft-Mch A!"I-h Niemand ist gut/denn der einige Gott. Wiltu aber zum leben eyngehen/so halt die b-nzu«^ Liumchtgut> Dmu Gebott. Da sprach er zu jm: Welche ? Hesus aber sprach: Dusolt nicht tödten/Du solt nicht Ehebrechen/Du solt nicht stälcn/ Du solt nicht falsch gezeugmß geben/Ehre Mc?zu G?cAMO Vatter vnd Mutter/Vnd du solt deinen Nehesten lieben als dich selbo.Da sprach der - (VoUkEm-tt) Dngling Zu jm: Das habe ich alles gehalten von meiner fugend auff. Wasfehletmir Dollkömmeuhctt ist uochkHcsus sprach zu jrn: Wiltu vollkommen ffyn/so gehe hin vnd verkaufte was du NVLA hast/vn gib- den arm en/so wirst» ein Schatz im Himel tzabcn/vnd kom vnd folge mir MgÄtt nach.Da der Jüngling das wort höret/gieng er betrübt von jm/den er Hatte vil güter. im grmwt Nicht ge- Ihesusaber sprach zu seinen Jüngern: Warlich ich sage euch / ein Reicher wirdt 0 meintt / Da"'»g?t schwärlich ins Himmelreich kommen. Vnd weiter sage ich euch: Es ist leichter/ daß ein Reich, daß^:7 rechnen Kamel durch ein Nadelöhre gehe/denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme, K-iB vrch-'ltt Da das seine Jünger höreten/entsatzten sle sich sehr/ vnd sprachen: Je / wer kau denn Laß Mn Reicher se- silig wcrdenk Hesus aber sähe sie an/vnd sprach zu jncn: Bey den Menschen istö vn- IünEugauch^mer Müglich/Aber bey Gott sind alle ding müglich. dW^7Li7§ottes Da antwortetPetrus/vn sprach zu jm:Sihe/wir haben alO verlassen vnd sind AA Gebotthatten. dir nachgefolget/was wirdt vns dafürk Hesus aber sprach zu jnen:Warlich ich sage euch/daß jr / die jr mirseyt nachgefolget in der Widergeburt/ da deß Menschen Son wirt sitzen auffdem Stul seiner Hcrrligkeit/werdet jr auch sitzen auffzwölffStülen/ vnd richten die zwölffGcschlcchtHrael.Vnd wer verleffet Häuser/oder Brüder/oder Schwester/odcr Vatter/odcr Mutter/oder Weib/oder Kinder/ oder Ecker/vmb mei nes Namens willen / derwirtshundertfeltig nemmen / vnd das ewige Leben ererben» Aber vil die da sind die ersten/werden die letzten / vn die letzten werden die ersten scym H. Watches. xx. Lap. 25, XX. Lap. dkeKl«'chm'ff vsn ekttem Haustv banm/vndwletlm Tempel gefragt/auß was gewalt er solche Wunder rchrre: Erfragt sie Ml« derumb/ vnd straffrjren Gottlosen vngehorsam durch Gleichnissen. 8l sie nun nahe bey Jerzrsalem kanren / gen Vethpha- an den Delbcrg/ sandte Ihcfus seiner Jünger zween/ vnd sprach M jneu: Gehet hm in den Fleckcn/der für euch ltgt / vnd bald werdet ir em Eselin finden angebunden/vnd cm Füllen bey jr/ löset sie auff/ vnd führet sie zu mir. Vnd so euch jemand etwas wrrt sagen / so spre¬ chet : Der HERR bedarffjr/ So bald Wirt er sie euch lassen. Das gcscbach aber alles/ Auff daß erfüllet würde das da gesagt ist durch den Pwpheten/der da spricht: Saget der Tochter Aon: Sihe/dein König kompt zu dir sanfftmütig/vnd reu auffeincm E- scl/pnd auffeincm Füllen der lastbaren Eselin. Die Jünger gierigen hin/vnd theten wie jnen Jhesus befohlen hatte / vnd brach¬ ten die Eselin vnd das Füllen/vnd legten jre Kleider drauff/vnd satzten jndrauff. Aber vrl Volcks breitet die Kleider auffden weg. Die andern hieben Zweige von den « Bäumcn/vnd streuweten sie auffden weg. Das Volck aber das vorgieng vnd nach, ««A""ff folget/schrcy vnd sprach: § Hosianna dem Son Dauid / Gelobet sey der da kompt in Mm.»,. dem Namm deß HERRN/Hosianna in der höhe. tzi gik VN b^Nb als er zu Jerusalem eynzog/erreget sich die gantzeStatt/vndsprach:Wer Ma«,u (xDlst derk Das Volck aber sprach: Das ist der Jhesus/dcr Prophet von Nazareth aupGalilea. VudIhesus gieng zum Tempel Gottes hincyn/vnd treib hcrauß alle Verkäuffer vnd Käuffer im Tempel/vnd stieß vmb der Wechßlcr Tische/ vnd die stüle H- der Taubenkrämer. Vnd sprach zu jnen: Es stehet geschrieben /Min Haußsol ein Bcthauß heissen/Ir aber habt ein Mördergruben drauß gemacht. Vnd es giengcn zu jm Blinden vnd Lamm im Tempel/vnd er heylete sie. Daaber die Hohenpriester vnd Scbrifftgelehrten sahen die wunder/ die er thet/ vnd die Kinder im Tempel schreyen/vnd sagen: Hosianna dem Son Dauid/wurden sie entrüstet/vnd sprachen zu jm: Hörestu auch was diese sagenkIhesus sprach zu jnen: Ia/Habtjrnie gelesen/ Auß dem munde dervnmündigcn vnd seuglmgen hastu lob zugerichtt Vnd er ließ sie da / vnd gteng zur Statt htnauß gen Bethanien / vnd blech daselbst. HALs er aber deß morgens wider in die Statt gieng/hungerte jn. Vnd er sähe einen n«rc.«. ^^Fcigcnbaum an dem Wege/vnd gieng hinzu/vnd fand nichts dran denn allein bletter/vnd sprach zu jm: Nun wachse auffdir hinfurt nimmermehr keine frucht. Vnd der Feigenbaum verdorretc als bald. Vnd da das die Jünger sahen / verwunderten sie sich/vnd sprachen: Wie ist der Feigenbaum so bald vcrdorretkHesus aber antwor- tet/vnd sprach zu jnen: Warlich tcb sage euch/ So jr glauben habt/vnd nicht zweiffelt/ so werdetjr nicht allein solche mit dem Feigenbaum thun/sondern so jr werdet sagen Mjl- M' zu diesem Berge:Hcb dich auff/vnd wrrffdich trrs Mcer/so Wirts geschehen.Vnd alles be..Lkraftr. wasjr bittet im Gcbett/so jr glaubet/so werdet jrs empfahen. Vnd cA. Matthes. XXI. ^ap* 252 ^empelkarn/traten zu inr/als er lehret / dre Hohenpriester vnd L^c ro" ^^Eltesten im Volek / vnd sprachen : Auß waser macht thustu das ? Vnd wer hat dir die macht gegebene Jhesus aber antwortet / vnd sprach zu inen: Ich wil euch auch ein wort fragen / so jr mir das sagct/wil ich euch sagen/ auß waser macht ich das thue. Woher war die Tauffe Johannis ? War sie vom Himmel / oder von den Menschen? Da gedachten sie bcysich sclbs/vnd sprachen: Sagen wir/sie sey vom Himmel ge- weftn/so wirt er zu vns sagen: Warumb glaubt ir im denn nicht? Sagen wir aber/ sie sey von Menschen gewesen/so müssen wir vns sür dem Volek fürchten/ Denn sie hiel¬ ten alle Johannes für einen Propheten. Vnd sie antworten Ihesu/vnd sprachen: Wir wissens nicht. Da sprach er zu inen: So sage ich euch auch nicht/ auß waser macht ich das thue. lO^^Asdünckt euch aber? Es hatte ein Mann zwecn Sone/vnd gieng zudem er- EHHsten/vnd sprach: Mein Son/gehe hin vnd arbeite heut in meinem Weinberge. Er antwortet aber/vnd sprach: Ich wrls nicht thun. Darnach reuwet es in/vnd gieng hin. Vnd er gieng zum andern/vnd sprach gleich also. Er antwortet aber/ vnd sprach: Herr/ia/vnd gieng nicht hin. Welcher vnter denzwcyenhatdeß Vatters willen ge- than? Sic sprachen zu im: Der erste. Ihesus sprach zu inen: Warlich ich sage euch: Die Jölner vtid Huren mögen wo! ehe ins Himmelreich kommen / denn ir. Johan- (Ebe) M-l ncs kam zu euch vnd lehret euch den rechten weg/vnd ir glaubtet im nicht/aber die Jöl- K ner vnd Huren glaubten im. Vnd ob irs wol sähet/ that ir dennoch nicht buffe / daß jr . im darnach auch geglaubt hcttet. mü'^n ' Qeret ein ander Gletchntß. Es war ein Haußvatter / der pflantzet einen Wein- be»!»;r-rS»h.^ Luc.^o.'' ^Iberg/vnd siHret einen Zaun drumb/vnd grub eine Kelter drinnen / vnd bamvet Ierenr. r. erneu Thurn/vnd thet in den Wemgärmern auß/vnd zog vber Land. Da nun herbey werde». kam die zeit der Früchte/ sandte er seine Knechte zudenWeingättnern/daßste sein: Früchte empficngen. Da namen die Weingärtnerseine Knechte/einen steuprensie/ Den andern tödten sie/den dritten steinigten sie. Abermal sandte er andere Knechte/ mehr denn der ersten waren/vnd sie theten inen gleichalso. Darnach sandte er seinen Son zu inen/vnd sprach: Sie werden sich für meinem Sonscheuwen. Da aber die Weingärtner den Son sahen/sprachen sie vnternan- der: Das ist der Erbe/kompr laßt vns in tödten/vnd sein Erbgut an vns bringen.Vnd sie namen in/vnd stiessen in zum Weinberge hinanß/vnd tödten in. Wenn nun der Herr deß Weinberges kommen wirdt/ was wirdt er diesen Wctngärtnern thun? Sie sprachen zu im: Er wirdt die Bösewicht vbel vmbbringen/ vnd seinen Weinberg an¬ dern Weingärtnern außchun/die im die Früchte zu rechter zeit geben. Mbn.ns. Desus sprach zu inen .Habt irnie gelesen in der Schrifft/Der Stein/den die Bauwleute verworffen haben/Der ist zum Eckstein worden. Don dem HERRN ist das geschehen/vnd es ist wunderbarlich für vnsern äugen. Darumbsage ich euch/ Das Reich Gottes wirt von euch genommen/ vnd den Heyden gegeben werden / die § seine Früchte bringen. Vnd werauff diesen Stein gellet/der wirt zurschetlen/auff M?» welchen aber er fellet/den wirt er zumalmen. Vnd da die Hohenpriester vnd phari- stoss-»/ L-üc^ seer seine Gleichnisse hörcten/vernamen sie/daß er von inen redet. Vnd sie trachteten AA, ' darnach/wte sie in griffen/ Aber sie furchten sich für dem Volck / Denn es hielt in für einen Propheten. XXII. Lap. Die GleichniD von einet Aoniglichen Hoch;eik/vnd einem Gnff/derkein HockzeitkicbRkeid Knbarre. Die phartseer fragen/Gb man dem Reyser sinß geben sol. Sropffr den Saduceern die rNLuler/wirrgefrags/welchesvasfürttLmestGebstklM Gesetze/vnd erfraget die ptzgriseer widerumb/weß Son Lhnsius sexe. Vnd t tüi §MWiium XXll.Lap. Jhesus antwortet / vnd redet abermal durch Gleichnissezuinen/vndsprach:Das Himmelretchtst gleich einem ^^WME Könige/der seinem Son Hochzeit machte/vnd sandte seine Knechte auß/daß sie den Gästen zur Hochzeit rüsteten/ Vnd sie wolten nicht kommen. Abermal sandte er ändere Knechteauß/vnd sprach: Sa¬ get den Gästen: Srhe/meine Malzcit habe ich bereitet/meine Ochsen vn mein Mast¬ vieh ist geschlachtet/ vnd alles bereit/ Kommet zur Hochzeit. Abersie verachteten das/ vnd giengen hin/einerauff seinen Acker/der ander zuftiner handthierung. Etliche aber griffen seine Knechte/höhneten vnd tödten sie. Da das der König höret/ward er zornig/vnd schicket sein Heer auß/vnd brachte diese Mörder vmb/vnd zündetjre Statt an. Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit/aber die Gäste rvarens nicht wehrt. Darumb gehet hin auffdie strasten/ vnd ladet zur Hochzeit wen jr findet. Vnd die Knechte giengen auß auffdie straffen/vnd brachten zusammen wen sie funden/böse vnd gute/vnd die Tisch wurden alle voll. Da gieng der König hineyn die Gäste zu bcschen/vnd sähe allda einen Menschen Aach;ekrltch kleid) der hatte kein "Hochzeitlich Kleid an/vnd sprach zu im: Freundt/Wieblst dtthercyn M kommen/vttd hast vock) kein Hochzeitlich Kleid ant Er aber verstummet. Da sprach ,v,rfstdjeW-!'c?hT der König zu seinen DienermBindet jm hendc vnd füste/vnd wcrffet in in das finster- E niß hinauß/da wirt seyn heulen vnd zcenklappen. Denn vil sind bcruffen/ aber wenig sindaußerwehlet. ^^A giengen die Phariseer hin/vnd hielten einen raht/ wie sie in fiengen in seiner n <^^rede. Vnd sandten zujm ire Jünger/sampt Herodis Diener/vnd sprachen: Meister/wir wissen daß du wachafftig bist/vnd lehrest den weg Gottes recht/vnd du fragest nach niemand / denn du achtest nicht das ansehen der Menschen. Darumb sage vns/was dünckt dicht Ists recht/daß man dem Kcyser Inß gebe/oder nrchtk Da nun Jhesus marckte ire schalckhcit/sprach er: Ir Heuchler/was versucht ir micht Weiset mir die Imßmüntze. Vnd sie reichten im einen Groschen dar.Vnd er sprachzu inemWcßistdas Bild vnd die VbcrschriffttSiesprachenzuim:DeßKeyserö.Da sprach er zu inen: So gebet dem Keyser was deß Keysers ist/vnd Gott was Gottes ist. Da sie das höreten/verwunderten sie sich/vnd liessen in/vnd giengen davon. ASM dcmsclbigen tage traten zu im die Saduceer/die da halten / es sey kein Äusser- «?<,«.». ^Kffrehung/vnd fragten in/ vnd sprachen: Meister/Moses hat gesagt: So einer Dm.-,, siirbt/vnd hat nicht Kinder/So sol sein Bruder sein Weib fieyen/vn seinem Bruder samcn erwecken. Nun sind bey vns gewesen sibcn Brüder. Der erste freyet/vn starb/ vnd dieweil er nicht Samen hatte/ließ er sein Weib seinem Bruder / Desselben glei¬ chen der ander/vnd der dritte/biß an den sibendem Zuletzt nach allen starb auch das WeLb.NuninderAttfferstehung/weLchesWetb wudt sie seyn vnter den sibentSie habensieiaallegehabt. Jhesus aber antwortet/vnd sprach zu inen: Ir irret/vnd wisset die Schrifft nicht/ noch die krafft Gottes. In der aufferstehung werden sie weder fiepen/ noch sich fiepen lassen/Sondern sie sind gleich wie die Engel Gottes im Himmel. Habt ir aber nicht gelesen von der Todten aufferstehung/das euch gesagt ist von Gott/ da er spricht: Ich r, bin der Gott Abraham/vnd der Gott Isaac/vnd der Gott Jacobe Gott aber ist nicht ein Gott der todten/sondern der lebendigen. Vnd dasolchs dasVolck höret/entsatz- ten sie sich vber seiner Lehre. (A^A aber die Phariseer höreten / daß er den Saduceern dasMaul gestopfft hat- te / versamleten sie sich. Vnd einer vnter inen / ein Schrifftgclehrter/ versuch¬ te in/vnd sprach: Meister / welches ist das fürnemcste Gcbott im Gesetzt Jhesus aber sprachzu im: Du solt lieben Gott deinen HEAM von gantzem hertzen/ von gantzer H.Uatchcs. XXIII.Lap. tzE ck. ganher Seelen/von gantzem gemüte/Diß ist das fürncmest vnd gröste Gebote. Das ^st/Ke! anderistdemgleich/Dusolt deinen Nehesten lieben als dichsclbs. Zn diesen zweyen Ml, Gebotten hanget das gantze Gesetz vnd die Propheten. Mkm.tt». Da nun die Phartseer bey einander waren / fraget sie Zhesus/vnd sprach: Wie iL dünckt euch vmb Khristok Weß Son ist erkSie sprachen: Dauids.Er sprach zu inen: Wie nennet jn dennDauid im Geist einen HERRN k Da er sagt: Der HERR hat gesagt zu Meinem HERRN: Setze dich zu meiner Rechten/biß daß ich lege deine Feinde zum schemel deiner süsse: So nun Dautd jn einen HERRN nennet / wie ist et denn sein Son t Vnd niemand kundt /mein worr antworten/vnd thurst auch nie¬ mand von dem tage an hmfurt in fragen» 25; XXIII.Lap. Lhrt'irusschreyetacht weh vbecdke Gchnfftgelehrten vnd phün'ster/ stes gkeiffnerlfLeK wescns/vnglaubens/vnvvngehorsams halben / mlr KNhüngender verkünvrgungvon der Zer¬ störung Jerufslem-vnv deß Jüdischen Volch's. A redete Jhesus Zu dem Volek/ vnd zu fernen Mm gcrn/vttd sprach: "AuffMoscoStulsitzcn die Schrifftgelchrten vnd Phariseer/Alles nun was sie euch sagen/das jr halten sollet/das h^itctvnd khuts/Abernach jren wcrcken sollet jr nicht thun. Siesa- Moft8§estTrec/ gcns wol/vnd thuns nicht.Sie binden aber schwäre vnd vnträgliche MRsstu^damÄ Bürden /vnd legen sie den Menschen anff den halß / Aber sie wollen dieselben nicht nac^rc W^w mit einem finger regen. Alle sre Wcrck aber thun sie/ daß sie von den Leuten gesehen Mmschc»^ Marc rr' werden. Sie Machen ire Denckzedcl breit/vnd die säume an jren Kleidern groß. Sie sitzen gern oben an vber Tssch/vnd in den Schulen/ vnd habens gerne daß sie gegrüs- set werden auffdem Marckt vnd von den Menschen Rabbi genannt werden. . Ma - 2lbcr jr solt euch nicht Rabbi nennen lassen/ denn einer ist euwcr Meister / §hri- er?^ " stus/ir aber scyt alle Brüder. Vrrd sott niemand Vatter heissen auff Erden/denn ei¬ ner ist euwer Vattcr/dcr im Himmel tst.Vnd ir sott euch nicht lassen Meister nennen/ denn einer ist euwer Meister/ Khrtstus. Der grösscst vnter euch sol euwcr diener seym Luccas. wer sich selbe erhöhet / der wirdt ernidrigek / vnd wer sich selbe ernidriget/ der - wirt erhöhet. O^HEH euch Schrifftgelchrten vnd Phariseer/ir Heuchler/dic jr das Himmelreich zuschliesset für den Menschen/Zr kommet nicht hineyn/vnd die hineyn wöl- 5 lcn/lassetir nicht hineyn gehen» rna«.,r. O(^LEH euch Schrifftgelchrten vnd Phartseer /jr Heuchler/die ir der Wittwen Luc.r°. frcsset/vnd wendet lang Gebet für/Darumb werdet jr deste mehr vcr- damnißempfahen- lehrrn hmderk7n ste/ MHEH euch Schrifftgelchrten vnd Phartseer/ ir Heuchler/ die ir Land vnd wasser ^7 g-^ lM^vmbziehet/daß ir einen Züdengenoffcn machet/vn wenn ers worden ist/macht ir auß im ein Kind der Hellcn/zwyftltig mehr denn ir scyt» v Ol^EH euch verblcndte Lcyter/die ir sagt:Wcr da schwerer bey dem TeMpel/das ist Lac. ti. ^^L^chtö/wer aber schwerer bey dem Gold am Tempel/der ist schüldig.Zr Nar¬ ren vnd blinden/was ist grössere Das Gold oder der Tempel/ der das Gold heyltgetk Wer da schwerer bey dem Altar/das ist nichts/wer aber schwerer bey demOpffcr/ das droben ist / der ist schüldig. Zr Narren vnd Blinden/was ist grössere das Opffer/ oder der Altar/der das Opffcr heyttget k Darumb/wer da schwerer bey dem Altar/ der schwerer bey demselbigen/vnd bey allem was droben ist. Vnd wer da schwerer bey dem Tempel / der schwerer bey dcmselbigen / vnd bey dem/der drinnen wohnet. Vnd wer da schwerer bey dem Himmel/der schwerer bey dem Stul Gottes/vno bey dem/ Der drauff sitzet, Weh O OiiMMum XXIIII.Lüp. O^.EHeuch Schrifftgelehrten vnd Phariseer /jr Heuchler/die jrverzehendet die G^)Mrntz/Till/vndKümmel/vnd lasset dahinden das schwärest im Gesetz / mm- „ Gmcht/die Barnrhertzigkeit/vnd den Glauben/ Dtß solt man thun / vnd je- ir macht -nge Gewls nee ntt lassen.Ir verblcndte Leitcr/die jr c Mücken seigct/vnd Kameel verschluckt. Ln/LLZ! euch Schrifftgelehrten vnd Phariseer /jr Heuchler/die jr die Becher vnd dcrgrossmstücke. Schüsseln außwcndig reinlich haltet/inwendig aber ists voll raubsvnd d frass (Lmsses ) Ml ft- ses/Ott blinder Phanseer/reinige zum ersten das inwendige am Bücher VN Schüss stchg7nssm/vnd im scl/auffdaß auch das außwendige rein werde. nZämnach g-fta MWH euch Sthrifftgelchrten vnd Phariseer /jr Heuchler/die jr gleich seytwie 0 d" Ack?bl.cbm/ b^^Eicrtünchte Gräber/welche ausmendig hüpsch scheinen/Aber tnnwendig sind DieSchftsclvnnd sie voller Todtenbcm / vnd alles vnffatö. Also auch jr/ von aussen scheinet jr für den WWW Menschen ftomb/abcrinnwendigseytjr voller heucheley vnd vntugend. Eb'vadfcaft"'^ 6^EH euch Schrifftgelehrten vnd Pharisecr/jr Heuchler/diejrder Propheten Gräber bauwet/ vndschmücket der Gerechten Gräber/vnd sprecht:Wcrcn wir zu vnser Vätter Zeiten gewesen / so wolten wir nicht theilhafftig seyn mit jnen an der Propheten blut. Go gebt jr zwar vber euch selbs zeugniß/ daß jr Kinder feyt dere/ die die Propheten getödtet haben. Wolan/ erfüllet auch jr das maß euwerer Vätter. Jr Schlangcn/jr Ottemgezlchte/wie wölletjr derHellischen verdamniß entrinnen? (d^Ammb sthe/Ich sende zu euch Propheten/vnd Wcistlt/ vn Schrifftgelehrten/ (^LDvud derselbigen werdet jr etliche tödten vnd creutzigen/vn etliche werdet jr geiss seln in euwern Schulcn/vn werdet sie verfolgen vm einer Statt zu der andern. Auff Lire.«, baß vber euch komme alle das gerechte Blut/das vergossen istauffErden/vondem Aiescr Äarachias Blut an deß gerechten Abels/biß auffs Blut Zacharias/^ Barachie Son/welchen jr r.par. ^cü^par^'wn't getödtet habt zwischen dem Tempel vnd Altar. Warlich ich sage euch / daß solches al- ^ttdnm"de?b?a.!ch les wirt vber diß Geschlecht kommen. tstzweyer^amcnttt Jeruftlcm/Ierusatcrn/die du tödtest die Propheten/vnd steinigest die zu dir ge- lenthalbuf sandt smd/wie offt habe ich deine Kinder verfamlen wollen/wre eine Henne versam- let jre Küchlin vnter jre flügel / vnd jr habt nicht gewolt k Sihe/euwer Hauß sol euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch/jr werdet mich von jetzt an nicht sehen/ biß jr sprecht: Gelobet scy der da kompt im Namen deß HERRN. XXIIII.Lüp. Di'e Jünger fragen vom ende der welt/vnd was für Teichen für der zuknnffr deß HEARN geschehen sollen. Christus saget men von verfähnschec Lehre/von Verfolgung vn andern grevw-- lictien dmgen/warner vnd ermaner ße verhalben;u wachen/vnv achrung auffmhaben. No Mesus gleng hinweg von dem Tempel/vnd seine jünger traten zu jm/daß sie jm zeigeten deß Tempels Gebeuw. He- A7? ^^WWM sus aber sprach zu jnen: Sehet jr nicht das alles? Warlich ich sage euch/eswirthienicht ein stetnauffdemandernbleiben/der nicht zu- brochcn werde. Vnd als er auff dem Oelberge saß/traten zu jm seine Hager besonders/ vn spra¬ chen : Sage vns/wenn wirt das geschehen? Vnd welches wirt das Zeichen seyn deiner Aukunfft/vnd der Welt ende? Hesus aberantwortet/ vnd sprach zu jnen: Sehet zu/ baß euch nicht jemand verführe.Denn cs werden vtl kommet; vnter meinem Namen/ vnd sagen: Ich bin Khristus/vnd werden viel verführen. Jr werdet hören Kriege/vnd geschrey von Kriegen/ Sehet zu/ vnd erschreckt nit/ das muß zum ersten alles geschehen/Aber es ist noch nicht das ende da- Denn es wirt ^c..-. sich embören ein Volek vber das ander/vnd ein Königreich vber das ander / vnd wer¬ den seyn Pestilentz vnd Theuwre zeit/ vnd Erdbeben hin vnd wider/ da wirt sich aller¬ erst die not anhebcn. Alsdenn werden sie euch vberantworten in trübsal/vnd werden euch tödten/ Vnd jr müsset gehastet werden vmb meines Namens wtllen/von allen Dölckern. Denn H.Wtthes. XXIIII.Lüp. 25H Denn werden sich vil ärgern/vnd werden sich vnternandervcrrahten/vnd werden sich vnternander hassen.Vnd es werden sich vil falscher Propheten erheben/ vnd wer¬ den vil verführen. Vnd dieweil die vngerechtigkeit wirt vberhand ncmmen/ wtrdt die Liebe in vielen erkalten. Wer aber beharret biß ans ende/der wirt selig. Vnd es wirdk gcprediget werden das Evangelium voM Reich in dcrgantzcn Welk/zu einem zcug- niß ober alle Dölcker/vnd denn wirt das ende kommen» ^ö^Enn jr nun sehen werdet den"Greuwel der verwüstunge/davon gesagt ist (sreuwMÄi-set- den Propheten Daniel/ daß er stehet an der heyligen stette / Wer das li- schönere!! set der mercke drauff. Alsdenn fliehe auffdie Berge wer im jüdischen Lande ist/ Vnd Fm Mrd^W-le wer auff dem Dacb ist/der steige nicht hernider etwas auß seinem Hause zu holen/ ^bm/damitd^rcch- Vnd wer auffdem Felde ist/der kehre nicht vmb seine Kleider zu holen. Weh aber den st« Ardr/M- Schwängern vnd Säugern zu derzeit. Bittet aber daß euwer flucht nicht geschehe d im Wrnter/oder am Sabbath. Denn es wirt alsdenn ein groß trübsal seyn / als nit Akercy wÄc7. gewesen ist von anfang der Welt/bißher/vnd als auch nicht werden wirt.Vnd wo dise tage nicht würden verkürtzt/so würde kein Mensch selig / Aber vmb der Außerwchle- EmrffSp^orts ten willen werden die tage verkürtzt. gFg?7§A/dA ^"7?' So alsdenn iemand zu euch wirt sagen:* Sihe/hle ist Khrisius/odcr da/so solt irs nicht glauben. Denn es werden falsche Khristi vnd falsche Propheten auffstehen/vnd grosse Zeichen vnd Wunder thun/daß verführet werden indcnZrrthumb(woes müglich were)auch die Außerwehleten. Sitze/ich Habs euch zuvor gesagt. Darumb wenn sie zu euch sagen werden: Sihe/erist in der Wüsten/so gehet nicht Hinauß/Si- hc/er ist in Der Kammer / so gläubet nicht. Denn gleich wir der Plitz außgetzet vom / n- -m guc Auffgang/vnd scheinet biß zum Nidergang/Also wirdt auchseyndieZukunfftdeß d.n7c'kodc.'nmw^ Menschen Sons." Wo aber ein Aß ist/da samlen sich die Adeler. iÄ'?^c?ekam" L §V§Ald aber nach dem trübsal derselbigen zett/werden Son vnd Mond den schein ^Z verlreren/vnd die Sterne werden vom Himmel fallen/vnd die kreffte derHim- «bcr si v v.cwaffa» Lae. r.. mc! werden sich bewegen» Vnd alsdenn wirdt erscheinen das Zeichen deß Menschen Sons im Himel. Vnd alsdenn werden Heulen alle Geschlechteauff Erden/ vnd wer- cmUsÄ den sehen kommen deß Menschen Son in den Wolckcn deß Himels mit grosser krafft vnd Herrligkeit. Vnd er wirt senden seine Engel mit hellen Posaunen/vnd sie werden vn^wol susE samlen seine Außerwehlcten von dm vier Winden/von einem ende deß Himmels zu demandcrm An Dem Feigenbaum lehrnet ein Gleichntß/wenn sein zweig jetzt safftig wirt/vnd ftnd'r^ L»c ». Bwtter gewinnet/so wisset jr daß der Sommer nahe ist. Also auch/ wenn jr das alles lich an/Ä». sehet/so wiffet/daß es nahe für der thür ist. Warlich ich sage euch:Dtß Geschlecht wirt «sem^e) Dz -st, nicht vergchen/btß daß dieses alles * geschehe» Himmel vnd Erden werden vergehen/ aber meine wort werden mehr vergehen. »och besser M/ Luc. r,. dem tage aber/ vnd von der stunde/wciß niemand/ auch die Engel nicht im 'r' Noe. O^Himmel/sondern allein mein Vatter. Gleich aber wie cs zu der zeit Noe wat/ also wrrt auch seyn die Zukunfftdeß Menschen Sons. Denn gle ch wie sic waren in Genes. .7. Yen tagen vor der Sündflut/sie affcn/sie trüttcken/sie freyeten/vnd liessen sich freyen/ biß an den tag / da Noe zu der Archen cyngicng/ vnd sie achtens nicht/biß die Sünd- flut kam/vndnam sie alle dahin/Also wirdt auch seyn dieZukunfft deß Menschen Sons:Denn werden zween auff dem Feldeseyn/einer wirt angcnommen/vnddet ander wirt verlassen werden. Zwo werden malen auffder Mülc/eine wirt angenom- men/vnd die ander wirt verlassen werden. v Darumb wachet / Denn ir wisset nicht welche stunde euwer HERR kommen wirt. Das solt ir aber wissen / Wenn ein Haußvatter wüßte/welche stunde der Dieb kommen wolt/so würde er ja wachen/vnd nicht in sein Hauß brechen laffcn.Darumb seyt ir auch bcreit/Denn deß Menschen Son wirt kommen zu einer stunde/die ir nicht Meines Welcher -GlMMum XXIIII. Lap. L^Mcher ^^ber nun ein treuwer vn kluger Knecht / den der Herr gesetzt hat vber Wuseln Gesinde/daß er jnen zu rechter zeit Speise gebet Selig ist der Knecht/ wen fern Herr kompt/vnd findet in also thun. Warlich ich sage euch/ er wirt jn vbrr alle sei¬ ne Gütersetzen. So aber jener / der böse Knecht / wirt in seinem hertzen sagen: Mein Herr kompt noch lange nicht / vnd sehet an zu schlahen seine Mitknechte/ jffet vnd trincket mit dm trunckcnen. So wirt der Herr desselben Knechts kommen an dem tage/ deß er sich mt vcrschet/vnd zu der stunde/die er nicht mctnet/vnd wirt jn zuscheitern/vnd wirt jm sei¬ nen lohn geben mit den Heuchlern/da wirt seyn heulen vnd zeenklappen. xxv.Lap. Die Gleichnist von den zehen Jungkfrauwen. Von einem Mann der vber Feld reißk/vn» feinen Rnechren seine GLrer vertranwer. wie die leyre zukunfft deß HLR'X)'! vnd das Ge- rrchr ge schehen werde. Enrrwrrdt dasHrmmclmchglrlch seyn zchen Jungk- r frauwen/dre irc Lampen namen / vn gicngen auß dem Breutgam ent- gegen. Ader fünff vntcr jnen waren thöricht/vnd fünff waren klug. Die klugen aber namen öl in iren gefäffen/sampt jren Lampen. Da ^aub!!l"d?>uüsftn uun der Breutgam verzog/wurdcn sie alle schläfferig/vnd entschliessen. alle vcrlcsch-n/Das Jur Mitternacht aber ward ein geschrcy.Sihc/dcr Breutgam kompt/gehet auß GÄAmGewtssm im entgegen. Da stunden diese Iuttgfrauwen alle auff/vnd schmückten jre Lampen. de?chmg»ttWmk! Die thörichten aber sprachen zu den klugen: Gebt vns von euwerem öle/denn vnsere abe^hie dos öl Mne ^'-Mpen. verleschen. Da antworten die klugen/vttd sprachen: Nicht also / auff daß ML der ^üdenr aibt/Älso vus vnd euch gebreche/Gehet aber hin zu den Krämern/vnd kaufft für euch selbs.Vnd da sie hin gicngen zu kauften/kam Der Breutgam/vnd welche bereitwaren/giengen mit jm himyn zur Hochzeit. Vnd die Thür ward verschlossen. Zu letzt kamen auch die andern Iungkfmuwen / vnd sprachen: HERR/ HERR/ thue vns auff. Er antwortet aber/vnd sprach: Warlich ich sage euch/Ich kenne cuwer nicht. Darumb wachet/ denn jr wisset weder tag noch stund/in welcher deß Menschen Son kommen wirt. Leich wie em Mensch der vber Land zoch/ruffete seinen Knechten / vnd thct jnen 8 (LMtner) Die ^^selne Güter eyn/vnd einem gaber fünffb Zcntner/dem andern zwen/ dem drtt- v Mtncr sind das be- tenanen/cinemiedern nach seinem vermögen/vnd zog bald hinweg. Dagiengder W-rra?wölttttL! hin/der fünff Zentner empfangen hatte/vnd handelte mitdenselbigen/vndgewan andere fünffKenttm-.Deßgleichen auch der zween Zentner empfangen hatt/ gewan m-- MM auch zween andere. Der aber ein en Zentner empfangen hatte/gieng hin/vnd machte jm Ms :st cmcrl-y cme grübe in die Erden/vnd verbarg seines Herrn Gelt. dmch Gliche 'meh! Vber eine lange zeit kam der Herr discr Knecht/vnd hielt Rechenschafft mit jnen. 8än»mb O Da trat herzu der fünff Zentner empfangen hatre / vnd legcte andere fünff Zentner fünff/ ,c.;r zwccn har/vnd sprach: Herr/du hast mir fünffZentner gethan/Sihe da/ich habe damit an- <.cnlncrgei>cn.-cc. gewonnen. Da sprach sein Herr zu im: Ey du frommer vnd ge- trcuwer Knccht/du bist vber wenigem gctrcuw gewest/ich wil dich vbervilsetzcn/Ge- hc eyn zu deines Herrn freude.Da trat auch herzu der zween Zentner empfangen hat- te/vnd sprach: Herr/ du hast mir zween Zentner gethan / Sche da / ich habe nnt den¬ selben zween andere gewonnen. Sein Herr sprach zu jm: Ey du frommer vnd getreu- werKnecht/du bist vberwenigem getreuw gewest/ich wil dich vber viel setzen/ Gehe eyn zu deines Herrn fteude. Da trat auch herzu / der einen Zentner empfangen hatte / vnd sprach: Herr/ ich o wußte daß du ein harter Mann bist / du schneidest/ wo du nicht gesäet hast/vnd sam- lest/da du nicht gcstreuwet hast/vnd furchte mich/gicng hin/vn verbarg deinen Zent¬ ner in die Erden /Sihe/ da hast» das deine. Sein Herr aber antwortet/vnd sprach zujm: H.Wtthes. XX v. Lap. 255 zu jm: Du Schalck vnd fauler Knecht / wußtest» daß ich schneide / da ich nicht gesäet habe/vn sam le da ich nicht gestreuwet habe/ So soltestu mein Gelt zu den Wechßlem gethan haben / vnd wenn ich kommen were / hette ich das mein zu mir genommen mit n- wucher. Darumb nemmet von jm den Zentner / vnd gebets dem / der zehen Zentner Luce hat. Denn wer da hat dem Wirt gegeben werden/ vnd Wirt die fülle Haben/Wer aber nicht hat/ dem wirt auch/ das er hat/ genommen werden. Vnd den vnnützen Knecht werfft in die Ftnsterniß hinauß / Da wirt seyn heulen vnd zeenklappen. O^äEnn aber deß Menschen Son kommen wirdt in seiner Herrligkeit/vnd alle ^^^hcylige Engel mit jm/denn wirdt er sitzen auff dem Stul seiner Herrligkeyt/ vnd'werden für jm alle Völcker versamlet werden/Vnd er wirdt sie von einander scheidcn/gletch als ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet/vnd wirdt die Scha¬ fe zu seiner Rechten stellen/vnd die Böcke zur Linckcn, Da wirdt denn der König sa¬ gen zu denen zu seiner Rechten: Komet her jr gesegneten meines Vatters/ ererbet das Reich / das euch bereitet ist von anbegin der Welt. Denn ich bin hungerig gewesen/ vnd jr habt mich gespeiset/Ich bin durstig gewesen/vud jr habt mich getrenckt/Ich bin ein Gast gewest/vnd jr habt mich beherbergct/Ich bin nacket gewesen/vn jr habt mich bekleidet. Ich bin kranck gewesen/vnd jr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen/ vnd jr seyt zu mir kommen. v Denn werden jm die Gerechten antworten/vnd sagen: HERR/wenn haben wir dichhungerig gesehen/vnd haben dich gcspetsctkOdcr durstig/vnd haben dichge- trencketkWcnn haben wir dich einen Gast geschen/vn beherberget^ Oder nacket/vnd haben dich bekleidet k Wenn haben wir dich kranck oder gefangen gesehen/ vnd sind zu dir kommenkVnd der König wirt antworten/vn sagen zu jnemWarltch ich sage euch: Was jr gethan habt einem vnter diesen meinen geringsten Brüdern / das habt jr mir gethan. (^^Enn wirt er auch sage zu denen zur Lincken: Gehet hin von mir/jr verfluchten/ <^Nin das ewige Feuwer/ das bereitet ist dem Teuffel vnd seinen Engeln. Ich bin hungerig gewesen/vnd jr habt mich nicht gespeiset. Ich bin durstig gewesen/vn jr habt nnch nicht getrenckt.Ich bin ein Gast gewcscn/vnd jr habt mich nicht beherberget. Ich bin nacket gewesen / vnd jr habt mich nicht bekleidet. Ich bin kranck vnd gefangen ge¬ wesen/vnd jr habt mich nicht besucht. Da werden sie jm auch antworten/vnd sagen: HERR/wenn haben wir dich gese¬ hen hungcrig/oder durstig/oder einen Gast/ oder nacket/ oder kranck/ oder gefangen/ vnd haben drr nicht gedienetkDenn wirdt er jnen antworten/vnd sagen: Warlich ich sage euch/was jr nicht gethan habt einem vnter diesen geringsten/das habt jr mir auch nit gcthan.Vn sie werde in die ewige pcin gehen/aber die gerechten in das ewige leben. xxvi.Lap. Histort vom Leiden Lhnsti sehet an?Ein werd geußt köstlich waflerattssdcß HERRN Haupt. Judas lesst sich bestellen zur vsrrahtersx. Von dem Osterlamms vnd Eynseyunge deß heiligen Nachrmals/ deß Leibs vnd Bluts Lhrrstt. wie der HERR am Oelberge betet/ dasel- best gefangen / für Larpha geführt / verspottet/ verspexet/ vnd vbelgehalten wirdt/ auch wie in Petrus verleugnet. Maret »4. Luce». Johan.»». Mar« «4 Johan.» 5!d es begab sich/ da Jhesus alle diese Rede vollendet hatte/sprach er zu seinen Jüngern: Jr wiffet/daß nach zweyen tagen M8 Ostern wirt/ vnd deß Menschen Son wirt verantwortet werden/ daß er gecreutziget werde. Da versamleten sich die Hohenpriester vnd Schrifftgelehrten/ " vnd die Etteuen im Volck/in den Palast deß Hohenpriesters/der da hießZaiphas/ vnd hielten Raht/wie sie Jhesum mit listen grtsten vnd tödten.Sie sprachenaber:Ia nicht auff das Fest/auff daß nicht ein Auffruhr werde im Dolck. v Da nun Luangelmm xxvi.Lap. nun Jhesus war zu Bethanien/im Hauß Simonis dcß Auffätzigen/trat zu <^)jm ein Weib / das hatte ein Glaß mit köstlichem Wasser / vnd goß cs auff sein Haupt/da er zu Tisch saß.Da das seine Jünger sahen/wurden sie vnwillig/vnd spra¬ chen: Wozu dienet dieser vnraht k Dieses Wasser hette möcht theuwer verkanfft/ vnd den Armen gegeben werden. Da das Jhesus mü-ckte/sprach er zu inen: Was bckümert jr das Weib k Sie bat (Gat eltt" Zut wcrck an mir gethan/ Ir habt allezeit Armen bey euch / Mich aber habt jr Nit hetman/daß - glaub allezeit. Daß sie diß Wasser hat auff meinen Leib gegossen / hat sie gethan / daß man IIIaMMcstatt/är- mich begraben Wirt. Warlich/ich sage euch: Wo diß Euangclium geprediget Wirt in gantzen Welt / da Wirt man auch sagen zu irem gedächttttß was sie gethan hat. Ank Ke Sleng hin der Zwölffen einer/ mit Namen Was Mansch / zu den Hohen- k tverckflnddicb-stcn/ ^LDpricstern/ vnd sprach: Was wolt jr mir geben / ich Wil in euch verrahten k Vnd Ar"' '4' Vnd von dem an suchet er gclegenheyt/daß er jn ' (B-Mben)Laßtvcrrichte. L A-ÄA mst sBer am ersten tage der säffen Brot/traten die Jünger zu Jhesu/vnd sprachen zu M,demuchsoldoch 4>jpim: Wo wilt du/ daß wir dir bereiten das Osterlamb zu essen t Er sprach: Gehet Alte st-rbek N; die Statt/ zu einem / vnd sprecht zu im: Der Meister leßt dir sagen / meine zeit steril ist hie/ ich wil bcy dir die Ostern halten mit meinen Jüngern. Vnd die Jünger thatcn wie inen Hesus befohlen hatte/ vnd bereiteten das Osterlamb. Vnd am abend sichte er sich zu Tisch mit den dwölffen.Vnd da sie assen/sprach er: Warlich ich sage euch/ einer vnter euch wirt mich verrahten. Vnd sie wurden sehr be¬ trübt/ vnd Huben an/ ein icglicher vnter inen / vnd sagten zu im: HERR / bin ichs k Er antwortet/vnd sprach: Der mit der Hand mit mir in die Schüssel tauchet/ der wirdt mich verrahtm.Dcß Menschen Son gehet zwar dahin/wie von im geschriben stehet: Doch weh dem Menschen/durch welchen dcßMenschen Son verrahten wirt/Eswc. re im besser daß derjenige Mensch noch nie geborn were.Da antwortet Iudas/der in verricht/vnd spracb:Bin ichs Rabbit Er sprach zu im:Du sagsts. Abendmal A sie aber affen/ nam Jhesus das Brot/dancket/vnd brachs/vn gabs den Jün- d-ßHLRRH. ^^gern/vnd sprach: Ncmmet/effct/das ist mein Leib. Vnd er nam den Kelch/vnd kL danckct/gab inen den/vn sprach: Trincket alle darauß/das ist mein Blut dcß neuwett Testaments/wclchs vergossen wirt für vtl/zur Vergebung der Sünden. Ich sage euch: (Trlncren) Da^st Ich werde von nun an nicht mehr von diesen; Gewächß deß Weinstocks' trincken/biß rcinekltMttlMwau an den tag da ichs nettw trincken werde ttttt euch/ in meines Vatters Reich. dcl nm einander ha- E6^Nd da sie den Lobgesang gesprochen hatten/ giengen sie hinauß an den Oelberg. 0 sey». o^IDa sprach Jhesus zu inen: In dreser nacht werdet )r euch alle ärgern an mrr. l I. Ämn es stehet geschriebemIch werde den Hirten schlagen/vnd die Schaft der Herde Oelberg. werden sich zustreuwen. Wenn ich aber aüfferstehe/ wil ich für euch hingchen in Ga- lilean. Petrus aber antwortet/vnd sprach zu im: Wenn sie auch alle sich an dir ärger- ten/so wil ich doch mich nimermehr ärgern. Jhesus sprach zu im: Warlich ich sage dir/ in dieser nacht/ehe der Hane krehet/ wirst» mich dreymal verleugnen. Petrus sprach zu im: Vnd wenn ich mit dir sterben müsste/ so wil ich dein nicht verleugnen. Deßglei- chen sagten auch alle Jünger. kam Jhesus mit inen zu eim Hofe/der hieß Gethsemane/vnd sprach zu seinen Am <4. Jüngern: Setzet euch hie/biß daß ich dort hin gehe/vnd bete. Vnd nam zu sich Petrum/vnd die zwccn Söne Jebedet/ Vnd fieng an zu trauwren vnd zu zagen. Da «zn sMch Jhesus zu inen:" Meine Seele ist betrübt bißan den tod/ Bleibet hie/vnd wa- str .m Sanem chet mit mir. Vnd gieng hin ein wenig / fiel nider auff sein Angesicht/ vnd betet/vnd sprach:Mein Vatter/Ists müglich/so gehe dieser Kelch von mir/Doch nit wie ich wil/ sondern wie du wilt. Vnd er kam zu seinen Jüngern/vnd fand sie schlaffend/vn sprach zu Petro.Könnet ir denn nicht ein stund mit mir wachenkWachet vnd betet/daß ir nit rn anftchtung fallet. Der Geist ist willig / aber das Fleisch ist schwach. Marci »4- Luce». Jaha». III. k Auphäs folgere jttr nach von ferrns / biß in den Palast deß Hohenpriesters / vnd gicng hincyn/ (Legion-Legio» E vnd satzte sich bey die Knechte/auffdaß er sehe/wo cs hinauß wolte. se',!d7nge"ä^ v Ium andern mal gierig er aber hin / betet / vnd sprach: Mein Vatter / ists nicht müglich/daß dieser Kelch von mir gehe/ich trtncke jn denn/ so geschehe dein Wille. Vnd er kam vnd fand sie aber schlaffend/Vnd jre äugen waren voll schlaffs.Vnd er ließ sie/ vnd gieng abermal hin / vnd betet zum dritten mal / vnd redet dieselbigen wort. Da kam er zu seinen Jüngern/vnd sprach zu inen : Ach wolt ir nun schlaffen vnd ruhen? Sthe/die stund ist hie/ daß deß Menschen Son in der Sünder Hände vberantwortet wirt. Stehetauff/laßt vns gehen. Sihe/ er ist da/der mich verräht. M als er noch redet / Sitze / da kam Iudas/derzwölffcn einer/vnd mit im eine grosse Schar / Mit Schwerdtcn vnd mit stangcn/ von den Hohenpriestern vnd Eltesten deß Volcks. Vnd der Verrähter hatte inen ein Zeichen gegeben/ vnd ge¬ sagt : Welchen ich küssen werde/ der ists/ den grciffet. Vnd als bald trat er zu Ihesu/ vnd sprach/Gegrüssetseystu Rabbi/vnd küsset in. Ihesus aber sprach zu im: Mein - Ihesus Freundt/warumb bistu kommen ? Da traten sic hinzu / vnd legten die Hände an He- RAM-W sum/ vnd griffen in. . LWuL-Ä b^5Nd sihe/ciner auß dcnen/die mit Ihesu waren/recket die Hand auß/vnd zog sein Mckzu rc. «T^Schwcrdt auß/ vnd schlug deß Hohenpriesters Knecht / vnd hieb im ein ohr ab. Sa sprach Ihesus zu im:Stecke dein Scbwerdt an seinen ort/Denn wer das schwere ^nimmet/dersol durchs Schwerdt^vmbkommcn. Odermeynstu daß ich nicht künd- te meinen Vatter bitten/ daß er mir zuschtcktc mehr denn zwölff Legion Engel ? Wie ^werdt >»>«>»-»/ würde aber die Schrifft erfüllet? Es muß also gehen. gewak br7»ch7^^ . L Zu der stunde sprach Ihesus zu der scharen.Ir scyt außgangen/als zu einem Mör- (vmbk?mmen) der/mit Schwerdten vn mit stangen/ mich zu sahen / Bin ich doch täglich gesessen bey euch/vnd habe gelehret im Tcmpel/vnd ir habt mich nicht gegriffen. Aber das ist alles w°l geschehen/daß erfüllet würden die Schnfft der ProphetenDa verliessen in alle Mn- ^E,g«.r w»7b s«- gervndflohen. Je aber Ihesum gegriffen hatten / führetcn in zu dem Hohenpriester Kaiphas/ Ihesuszu A^dahin die Schrifftgelchrtenvnd Eltesten sichversamlet hatten. Petrusaber Schwerdt. vnd satzte sich bey die Knechte/auffdaß er sehe/wo cs hinauß wolte. ^^Ie Hohenpriester aber vnd Eltesten/vnd der gantze Raht/suchten falsche zeug- <^^niß wider Ihesum/auff daß sie in tödtcn/ vnd funden kcins. Vnd wiewol viel falscher Zeugen herzu traten/ funden sic doch kcins. Zu letzt traten herzu zween falsche Johan.», beugen / vnd sprachen: Er hat gesagt: Ich kan den Tempel Gottes abbrechen/ vnd in dreyen tagen denselben bauwcn. Vnd der Hohepriester stund auff/vnd sprach zu im:Antwortcst du nichts zu dem/ daß diese wider dich zeugenkAber Ihesus schweig Me.Vnd der Hohepriester antwor¬ tet/ vnd sprach zu im: Ich beschwere dich bey dem lebendigen Gott/daß du vns sagest/ ob du scyest Khristus der Son Gottes? Ihcsus sprach: Du sagsts. Doch sage ich euch/ von nun an Wirts geschehen/daß ir sehen werdet deß Menschen Son sitzen zur rechten der Krafft/vnd kommen in den Wolcken deß Himmels. k Da zureiß der Hohepriester seine Kleidcr/vnd sprach: Er hat Gott gelastcrt/was dürsten wir weiter Jeugniß ? Sihe / letzt habt ir seine Gotteslästerung gehört. Was dünckt euchtSie antworten/vndsprachen:Erist deß todesschüldig. Da spcyeten sie auß in sein Angesicht/vnd schlugen in mit Fäusten. Etliche aber schlugen in ins Ange- sicht/vnd sprachen: Weissage vns E hriste/wer tsts/der dich schlug? Mare,4. ^^-Etrus aber saß draussen im Palast / Vnd cs trat zu im eine Magd / vnd sprach: ZL)Vnd du wärest auch mit dem Ihesu auß Galilea. Er leugnet aber für inen al- Petrus len/vnd sprach: Ich weiß nit was du sagest. Als er aber zur Thür hinauß gieng/ ehnstum? sähe in ein andere/ vnd sprach zu dellen/ die da waren: Dieser war auch mit dem He- su von Nazareth. Vnd er leugnet abermal / vnd schwur dazu: Ich kenne deß Men¬ schen nicht. Vnd vber ein kleine weile traten hinzu die da stunden/vnd sprachen zu v tj Petro: -GuangcklM XXVII.Lap. Petro:Warlich/du bist auch einer von denen/ denn deine Sprache verräht dich. Da Hub er an sich zu ver fluchen vnd schweren/Ich kenne deß Menschen nicht. Vn als bald krähet der Han.Da dachte Petrus an die wort Jhesu/da er zu im sageuEhe der Hane krähen wirt/wirstu mich dreymal verlcugnen.Vn gieng hcrauß/vn weynet bitterlich. xxvn.Lap. Ihcsiis wirt für den Landpfleger pllakmn gcfükrt / Inda« bereuwet seine vsrrLhterev/vnd verzweiffelt/ Pilatus gibt Barrabam lost/ leßr Ihcsum gelsscln/vn vberan»worrer in zum rode. Jhesus wirr gecreuyiget/vnv noch am Lreuygelästert/ ecsihrectiiche Seichen bezeugen seine vn- schuld/vnd al» er verschieden/ wirr er in ein Grab gelegc/vnd darinn verwart. Eß morgens aber hielten alle Hohepriester vnd die^ Eltesten deß volcks einen Raht ober Ihcsum/daß sie /n todten. Vad m bunden in / führeten jn hin/ vnd vberantworten in dem Landpsieger Jhesus M PonttopUato. - UL"" Da das sähe ^udas/der in verrahten hatte/ daß er verdammet war zum tode/gereuwet es in/ vnd bracht herwider die dreyffig Sil- berlmg den Hohenpriestern/vnd den Eltesten/ vnd sprach: Ich habe vbel gechan/ daß ich vnschüldig Blut verrahten habe. Sie sprachen: Was gehet vns das an? Da sihe Du zu. Vnd er warst die Silberling in den Tempel/ Hub sich davon/ gieng hin vnd er- henger sich selbe. Aber die Hohenpriester namen die Silberlinge/vnd sprachemEs taug nicht/daß wir sie in den Gotteskasten legen/ denn cs ist Blutgelt. Sie hielten aber einen Naht/ vnd kaufften einen Töpffers Acker darum/zum Begräbniß der Bilger / daher ist der- selbige Acker genennet/ der Blutacker/ biß auff den heutigen tag. Da ist erfüllet/ das da gesagt ist durch den Prophet? Jeremias/da er sprichtSie haben gcnomen dreyffig Silberlinge/damit bczalet ward der verkauffte / welchen sic kaufften vö den Kmdern Israel/ vn haben sie gegcbe vmb einenTöpffers acker/als mir der HERR befohlen hat. d^Hcsus aber stund für dem Landpflcger/Vndder Landpfleger fragete in/vnd sprach: Brstu der Jüden König? Jhesus aber sprach zu jm: Du sagcsts. Vnd da er verklagt ward von Den Hohenpriestern vn Eltesten/antwortet er nichrs.Da sprach Pilatus zu innHörestu nicht wie hart sie dich verklagen? Vnd er antwortet jm nicht auffem wort / also/ daß sich auch der Landpfleger sehr verwunderte. FUVff das Fest aber hatte der Landpfleger gewöhnet/ dem Volck einen gefangenen s wttsaM 4^Moß zu geben / welchen sie wollen. Er hatte aber zu der zeit einen gefangen/ einen daß Matus dm är- «sonderlichen für andern / der hieß Barrabas. Vnd da sie versamlet waren / sprach Barm- Ällm AT-agm! Pilatus zu juemWelchen wolt jr/daß ich euch loß gebe?Barrabam oder Jhesunr von b^. dem gesagt wirt / Er sey Khristus ? Denn er wußte wol/daß sie in auß neid vbcrant- § lvortct hatten. AcMchcfl-Göt/ L6^Nd da er auff dem Richtstul saß/schickte sein Weib zu im/vnd ließ jm sagen:. ko ^^Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten / Ich hab heut viel erlitten im Tramn/von seiner wegen. V vr t Aber die Hohenpriester vnd Eltesten überredeten das volck/daß sie vmb Barra- dm bas bitten soltcn/vndJhesum vmbbrachten.Daantwortet nun der Landpflcger/vnd sprach zuinemWelchen woltir vnter diesenzwcyen/den ich euch sol loß gebe?Sic spra- E^dasch/Rö . Barrabam. Ptlatus sprach zu inen: Was sol ich denn machen mit Jhesu/von Ichschcaber/ daß cr vcm gesagt wirt:" Er sey Khristus?Sie sprachen alle:Laß in creutzigen.Der Lalldpfle- Mmfthlk" ger sagete: Wae hat er denn vbels gethan ? Sie schryen aber noch mehr/vnd sprachen: Laßincreutzigen. (ErMLhrtstus) N aber Pilatus sahe/daß er nichts schaffet/sondern daß viel cittgwfferge- ft woltaL-Költch ^^tümmel ward/nam er Waffer/vn wusch dre Hände für dem Volck/ vnd sprach: cEmrcomL-rm- vnschüldig an dem Blut dieses Gerechten/sehet irzu. Da antwortet das H.Mtchcs. xxvii.Lap. 25-, gantze Volck / vnd sprach: Sein Blutkomme ober vns vnd ober vrisere Kinder. Da gab er jnen Barrabam loß/ aber Ihesum ließ er geißeln / vnd vberantwortetin / daß er gecreutziget würde. o namen die Kriegßknechte deß Landpflegers Ihesum zu fleh in das Richt- L^ce^' hauß/vnd samleten vber in die gantze Schar.Vnd zogen in auß/vnd legten im Jod«»..-. (Men Purpurmantel an/vnd flochten eine dörnen Krone/ vnd satzten sie auff seln Haupt/ vnd ein Rohr in seine rechte Hand / vnd beugeten die knie für im /vnd spotte¬ ten in/vnd sprachemGegrüsset seystu Iüden König. Vnd speyetenin an/vnd namen das Rohr/vnd schlugen damit sein Haupt. sie in verspottet hatten/ zogen sie im den Mantel auß / vnd zogen im seine Leiden Q^Kleider an/vn führetcn in hin/daß sie in creutzigten. Vn rn dem sie hinauß gien- gen/funden sie einen Menschen von Kyrene / mit Namen Simon / den zwungen sie/ daß er im sein Kreutz trug. Vnd da sie an die stett kamen/mit namen Golgatha / das ist verteutschet Schedelstett/gaben sie im Essig zutrincken Mit Gallen vermischet/ (S^lst-tt) Vnd da ers schmeckct/wolt er nicht trincken. Heißt dama» vi-cv- (A^A sie in aber gecreutziget hatten/theileten sie seine Kleider/ vn wurffen das Loß dI-Gacgc5M.^ c^tz darumb/Auffdaß erfüllet würde/das gesagtist durch Den ProphetemSie ha- EodmE d« psalm », ben meine Kleider vnter sich getheiler/vnd vber mein Gewand haben sie das Loß ge- worffen. Vnd sie fassen allda/vnd hüteten sein. Vnd oben zu seinen Häupten hefften sie die vrsachseines tods beschriben/nemlich: Diß ist Ihesus/ der Iüden König. Vnd da wurden zween Mörder mit im gecreutziget/ciner zur Rechten vn einer zur Lincken. o (§^Ieaberfürübergiengen/ lästerten in/ond schüttelten ire Köpffe/ vnd sprachen: <^LHDer du den Tempel Gottes zubrichst/ vnd bamvest in in dreyen tagen/hilffdir selber. Bist» Gottes Son/so steig herab vom Kreutz. Deßgleichen auch die Hohen¬ priester spotteten sein/sampt den Schrifftgelehrten/ vnd Eltesten / vnd sprachen: An¬ dern hat er geholffcn/ vnd kan im selber nicht Helffen. Ist er der König Israel/ so steige er nun vom Kreutz/so wöllen wir im glauben. Er hat Gott verträumet / der erlöse in mm/lüstcts in.Denn er hat gesagk:Ich bin Gottes Son. Deßgleichen schmäheten in auch die Mörder/die mit im gecreutziget waren. Nd von der sechßten stunde an ward ein Finsterniß vber das gantze Lande / biß AHzuder neundtenstunde. Vnd vmb die neundke stundeschrey Ihesus laut / vnd sprach: Eli/ Eli/ lama/afabthani k Das lst/Mem Gott/Mcin Gott/warumb pftlm.». verlassene Etliche aber die da stunden/da sie das horeten/sprachen sie:Der rüffct dem Elias. Vnd bald liess einer vnter inen/nam einen schwam vnd füllet in mit Essig/vnd steckt in auffein Rohr/vnd trenckt in. Die andern aber sprachemHalt/laß sehen/ob Elias konnne vnd im hclffe. Aber Ihesus schrey abermal laut/vnd verschied. Nd sihe da/derFürhangLmTempelzureiß inzwey stück/ von oben an bißvn- A^ten auß. Vnd die Erde erbebete/ vnd die Felsen Missen / vnd die Gräber theten sich auff/vnd stunden auffvil Leibe der Heyligen/ die da schliessen / vnd giengen auß den Gräbern nach seiner Aufferstchung/vnd kamen in die heylige Statt/vnd er¬ schienen vilen. Ber der Hauptmann/ vnd die bey im waren / vnd bewareten Ihcsum / da sie sa- ^shcn das Erdbeben/vnd was da geschach/erschracken sie sehr/vnd sprachen:War- lich/dieser ist Gottes Son gewesen. Vnd cs waren vtl Weiber da/die von ferrne zusahcn/die da Ihesu waren nachge- folget auß Galilea/ vnd hatten im gedimet/vnter welchen war Maria Magdalena/ vnd Maria die Mutter Jacobi vnd Ioses/vnd dle Mutter der Kinder Jebedei. V l AsM abend aber kam ein reicher Mann von Artmachia/der hieß Joseph/wel- HAcher auch ein Jünger Ihesu war/dergiengzuPtlato/vndbatinvmbdenLeib bAcn."ö Ihesu. Da befahl Pilatus/man solt im in geben. Vnd Joseph nam den Lerb/vnd wickelt in in ein rein Linwad /vnd legte in in sein eygen neuw Grab / welches er hatte v iii lassen Cmngelmm xxviil.Lap. lassen in einen Felß hauwen / vnd weltzet einen grossen Stein für die Thür deß Gra- bes/vnd gieng davon. Ls war aber allda Maria Magdalena/vnd die ander Maria/ die satzten sich gegen das Grab. (A^Eß andern tags/ der da folgt nach dem Rüstage/ kamen die Hohenpriester vnd ZA Phariseer semptlich zu Pilaw/vn sprachen: Herr/wir haben gedacht/daß dieser Verführer sprach/da er noch lebet: Ich wil nach dreyen tagen aufferstehcn. Darumb befihle/daß man das Grab verware/biß an den dritten tag/auff daß nicht seine Jün¬ ger kommen vnd stälen jn/vnd sagen zum volckEr ist aufferstanden von den Todten/ vnd werde der letzte betrug ärger denn der erste. Pilatus sprach zu jnemDa habt jr die Hüter/gehet hin/ vnd verwaret/ wie jr wisset. Sie giengen hin/vnd verwareten das Grab mit Hütern/vnd versigelten den Stein. xxviil.Lap. Von der Aufferstehung Lhrtstt/revgttiß der Engel/vnd der Hüter deß Grübs/von falschhert Her JLven/vnv sußsenvung der Jünger in die Welt/rmk befehl/;» lehren vnd ;u rüuffen/rc. abend aber deßSabbathö/welcheranbncht am Schrifft sehet den morgen/ deß ersten Feyertages der Sabbathen / kam Maria Maa- «bmd'/vnd^-ffelbm dalena/ vnd die ander Maria/ das Grab zu besehen. Vnv sihe / es gcschach ein groß Erdbcbcu. Denn der Sigel dcß Auff-.i-,. KVEL UMTSWI HERRN kam vom Himmel herab/ trat hinzu/vnd waltzct dm stein ft» -m m/rg-» von der khür/vnd satztc sich drauff/ Vnd feine gestalt war wie der plitz/vnd sein Kleid n» «' weiß als der Schnee. Die Hüter aber erfchracken für furcht /vnd wurden alo wenn bruch deß erste Fey- ertagswar.Denste ^-cmL.csechßtage Aber der Engel Antwortet / vnd sprach zu den WeibermFürchtet ellch Nicht/Ich N alleheybg/ vnd weiß daß jr Ihcsum den gecreutzigeten suchet/cr ist nicht hie/ Er ist aufferstanden/wie ß7Lch er gesagt hat.Kommct her vnd sehet die stett/da der HERR gelegen hat.Vnd gehet ey- Listerfrstr. lend hin/vnd saget es seinen Jüngern/daß eraufferstandensey von dentodten. Vnd sihe/Erwirdtfüreuch hmgehen in Galüean/da werdet jrjnsehep. Srhe/ ich Habs euch gesagt. sie giengen eylend zum Grabe hinauß/mit furcht vnd grosser freude/vnd cxAlieffen/daß sie es seinen Jüngern vcrkündigeten.Vnd da sie giengen seinen Jün¬ gern zu verkündigcn/Sihe/da begegnet jnen Ihcsus/vn sprach: Seyt gegrüffet. Vnd sie traten zujm/vnd griffen an seine Füsse/ vnd fielen vor jm nider. Da sprach Asus zu jnen: Fürchtet euch nicht /Gehet hin/ vnd Verkündigers meinen Brüdern/daß sie gehen in Galileam/daselbs werden sie mich sehen. sie aber hin giengen / Srhe / da kamen etliche von den Hütern in die Statt/ s ^Avnd verkündigeten den Hohenpriestern alles was geschehen war. Vnd sie ka¬ men zusammen mit den Eltesten/vnd hielten einen raht/ vnd gaben den Kriegßknech- ten Gelte gnug/vnd sprachen: Saget/scine Jünger kamen deß nachts/vnd stolen jn/ dieweil wir schliessen. Vndwo es würde außkommenbey demLandpflcger/wollen wir jn stillen/vnd schaffen/daß jr sicher seyt. Vnd sie namen das Gelt/ vnd thcten wie sie gelehret warenSolches ist eine gemeine Rede worden bey den Iüden/biß auffden heutigen tag. AsBer die eylffJünger giengen in Galilea auffeinen Berg/ dahin Asus jnen be- Nsscheiden hatte. Vnd da sie jn sahen/fielen sie fürjm nider/etliche aber zweyffel- ten. Vnd Asus trat zu jnen/redet mit jnen/ vnd sprach: Mir ist gegeben alle gewalt im Himmel vnd auffErden. Darumb gehet hin / vnd lehret alle Völcker / vnd täuf- fet sie im Namen deß Vatters / vnd deß Sons / vnd dcß heyligen Geists / Vnd lehret sic halten/alles was ich euch befohlen habe. Vnd sihe/ Ich bin bey euch alle tage / biß an der Welt ende. , Euangelium HMarms. II. Lap. vber etliche tage gicng er rvideruml) gen Caper- / vnd es ward rüchtbar / daß er im Hause war. Vnd alt) bald versamleten sich viel/also / daß sie nicht raun; hatten/auch Haussen für der Thür/vnd er saget jnen das wort. Maur, Vnd es kamen etliche zu im / die brachten einen Gichtbrüchigen Lu«5. vor; vieren getragen. Vnd da sie nicht kundten bey in kommen für dem Volek / deckten sie das Dach auff/da er war/ vnd grubens auff/ vnd liessen das Bette ermder/da der Gichtbrüchige innen lag.Da aber Ihesus iren Glauben sahe/sprach er zu dem Gicht- Gichtbrü brüchtgemMcin Son/deine Sünde sind dir vergeben. ch.a wrdtge- Es waren aber etliche Schrtfftgclehrten/ die fassen allda/vnd gedachten Miren Hertzem Wie redet dieser solche Gotteslästerung ? Wer kan Sünde vergeben denn al¬ lein Gott ? Vnd Ihesus erkennet bald in seinem Geist / daß sie also gedachten bey sich ftlbs/vnd sprach zu jnm'.Was gedencket ir solches in euwem hertzcn? Welches ist leich¬ ter zu dem Gichtbrüchigen zu sagen: Dir sind deine fände vergebene Oder/stche auff/ mm dein Bette vnd wandele?Auffdaß ir aber wisset/daß deß Menschen Son mache hat zu vergeben die Sünde auffErden/sprach er zu dem GicbtbrüchigemIch sage dir/ stehe auff/nim dein Bctte/vnd gehe heim. Vnd als bald stunde er auff/nam sein Bet- te/vn gieng hinauß für allen/ also/ daß sie sich alle entsatzten/vnd pmseten Gott/vnd sprachemWw haben solches noch nie gesehen. u er gieng widerumb hinauß an das Meer/ vnd alles Volck kam zu im/vnd er watth.s. A^lehrct sie.Vnd da Ihesus fürüber gieng/ sähe er Leui/den Son Alphei/am Zoll Leni. Beruf- sitzen/vndsprachzuim:Folgemirnach. Vnd er stund auff/vnd folgerejm nach. " fung Mar. Vnd es begab sich/da er zu Tisch saß in seinen» Hause/satzten sich vil Zöllner vn Sün- der zu Tisch mit Ihesu vnd seinen Jüngern / Denn irer war viel die im nachfolgcten. Vnd die Schnfftgelchrten vnd Phariseer/ da sie sahen / daß er mit den Zöllnern vnd Sündern aß/sprachen sie zu seinen Jüngern :Warumb iffet vndtrincketermitdcn ' Zöllnern vnd Sündernk Da das Ihesus höret/sprach er zu inen:Die starcken dürffm keines Artztes/sondern die krancken. Ich bin kommen zu ruffen den Sündern zur bus- se/vnd nicht den Gerechten. matth. s. Nd die Jünger Johannis vnd der Phariseer fasteten viel. Vnd es kamen etliche ASdre sprachen zu im: Warumb fasten die Jünger Johannis vnd der Phariseer/ ^vud deine Jünger fasten nicht? Vn Ihesus sprach zu jnen.Wie können die Hoch¬ zeitleute fasten/diewei! der Breutgam bey inen istkAlso lange der Breutgam bey inen tst/können sie nicht fasten. Es wirt aber die zeit kommen/daß der Breutgam von inen genommen wirt/ denn werden sie fasten. c Niemand sticket einen lappen von neuwem Thuch an ein alt Kleid/ denn der neu- we lappe reisset doch vom alten/vnd der ristz wirt arger. Vnd niemand fasset Most in alte Schleuche/anderst zureiffet der Most Die Schleiche/vnd der Wein wirdtver- 259 nir facierü, Brot das,wer vor Anqc-k scynsol/ wiedz Got¬ tes wort Mcr für vir fern Herren tag vi.d nackt scyn sol/psal. r?. ?araüi in cc>n- .Hwüu ryeo rnorr- lsor. schüttct/vnd die Schleuche kommen vmb/Sondem man sol Most in neuwe Schlcu- che fassen. Ace?'"' Nd es begab sich/ da er wandelte am Sabbath durch die Saat/vnd seine Iün- (AbratiÜ-r)Ifl Sabbatb ^Sgerfiengen an/itt dem sie giengen/Ehren außzuräuffcn. Vn die Phariseer spra- mnbsaA§Efft' zu : Sitze zu / was thuu die Jünger am Sabbath / das nicht recht ist? l?chges-!!chss?oaU Vnd er sprach zu inen: Habt ir nie gelesen / was Dauid thet/da es jmnot war/ vnd in e'»e> zeit priest'r hungerte/fampt venen/dte bey im waren ? Wie er gieng in das Haust Gottes /zur zeit " Abiachar deß Hohenpriesters/ vnd aß die" Schauwbrot/ die niemand durffte essen "VA denn die Priestcr/vnd er gab sie auch denen/ die bey im waren. Vnd er sprach zu inen: Der Sabbath ist vmb deß Menschen willen gemacht/vnd nir der Mensch vmb deß Sabbaths willen. So ist deß Men¬ schen Son an HERR/auch deß -Euangelium m.Lap. m. Lap. Christus hexlet eitta verdorrte hand/die pharrseer haken raht vber ,'n/vnd er entweicht ans Meec/Hexle vil krancke/Ocdnet dre zwöiffIünger »nit irem befehl/wirr van den phariseern ge lästert seiner Wundeczeichen halben, er aber verantwortet sich, vnsagt von der vnvergebllche» lästecung wider den Hexligen Ge»st/Anch wer seine Mutter,Brüder vnd Schwestern,sexen. M er grenz abermal in die Schule/Vnd es war da § ein Mensch/der hatte eine verdorretc Hand. Vnd sie hielten auffin/ N obcrauchamSabbathin heylen würde/anff daß sie eine Sache zu im hetten.Vnd er sprach zu dem Menschen mit der verdorrctm Hand: Tritt herfür. Vnd er sprach zu inm: Sol man am Sabbach gutes thun/oder böseö thunkDas Leben erhalten/oder tödtenk Sie aber schwigcn stille. M er sähe sie vmbhcr an mit zorn / vnd war betrübet vber jrcm verstockten Hertzen / vnd sprach zu dem Menschen: Strecke deine Hand auß. Vnd er strackte sie auß / vnd die Hand ward im gesundt wie die ander. A^Nd die Phariftcr giengen hinauß / vnd hielten als bald einen raht mit Herodie c^Dienern/vber in/wic sie in vmbrächtm/Aber Rhesus entweich mit seinen Dün¬ gern an das Meer/Vnd viel Volckofolgete im nach auß Galtlea/vnd auß Juden/ vnd von Icrusalcm/vnd auß Idumea/vnd von ienscit deß Gordano/ vnd die vmb Ty ro vnd Sidon wohnen/ eine grosse menge/ die seine thatcn hemm/ vnd kamen zu jm. Vnd er sprach zu seinen Jüngern: Dao sie im ein Schifflin hielti/vmb deß volcks willen/daß sic in nicht drängen. Denn er heylcteircr viel/also/daß in vberfielcn al¬ le die geplagt waren/ anff daß sie in anrühretcn. Vnd wenn in die vnsaubern Geister sahen/siclen sie für im ntder/schryen/vnd sprachen: Du bist Gottes Son. Vnd er be- dräuwete sie hart/daß sie in nicht offenbar machten. H6^Nd cr gtcng auffeincn Berg / vnd rufft zu sich welche er wolte / vnd die giengen g exAhin zu im. Vnd er ordnete die Zwölffe/daß sie bey im seyn solten/ vnd daß er sie Maith.,-, außsendcte zu predigen/vnd daß sie macht hetten die Seuche zu hcylen/vnd die Teuf- xil.^vs fel allßzutretben. Vnd gab Simon den Namen petrus/vnd Jacoben den Son Ze- st-l. bedci/ vnd Johannes den Br udcr Jacobi / vnd gab inen den Namen" Bnchargem/ iBnel a M) D' dedci/ vnd Johannes den Dl udcr MM / vnd gab inen den 2 camcn Dnchargem/ ist/RmderdeßDon dasistgesagt/DonnersKindcr/vndAnbream/vndPhilippü/vrrdBarcholomeum/ IchamÄsoüd-lM vnd Matthcum/ vnd Thomam/ vnd Jacobum Alphci Son/vn Taddcum/vnd Si- humViNT won von Kana/vnd Judas Ischarioth/der in verricht. wclchöck emgewal- d§^Nd sie kamen ZN Hause / Vnd da kam abermal das Volck zusammen /also/ daß !Rreckt^^vttd ä^sic nicht raum harten zu essen. Vnd da es höreten die vmb in waren/ giengen sie Emchtbar"maA hmauß/vnd Wolken IN Halten/Denn sie sprachemEr Wirt "von sinnen kommen. Die Matth.., (Vou sinnen) Sie Schrifftgelehrten aber/die von .Jerusalem abher komm warm/sprachen: Er hat den fluchst er thetimzu c Beelzebub/ vnd durch den öbersten Teuffel trabt er die Tcuffel auß. mäs"stht-D "wttst Vnd er rieff sie zusammen / vnd sprach zu inen in Gleichnissen: Wie kan ein Sa- den köpft toll mache. den andern außtrcibcn k Wen ein Reich mit im selbö vnternandervneins Lvirdt/ e (Beei;ebub)Istso nicht bestehen. Vnd wenn ein Hauß mit im selbe vnternanber vneins wirbt/ ?.usul/odcr5l.!ge!» nmg es nicht bestehen. Setzet sich nun der Sathan wider sich selbö/ VN lst mit im selbö NsichArT-S Meins w kan er nicht bcstchm/sondern es ist auß mit im. Es kan niemand einem star- ckcrr irr sein Hauß fallen / vnd seinen Haußraht rauben / es scy denn daß er zuvor den scn Heiligen. starckm binde/ vnd alödenn sein Hauß beraube. Warlich / ich sage euch: Alle Sünde werden vergeben den Menschen Kindern/ AM.-, auch die Gotteslästcrung/damit sie Gott lastern/Weraber den heiligen Gast lästert/ der hat keine Vergebung ewiglich/ sondern ist schüldig deß ewrgcn Gerichts. Denn sie sagten: Er hat einen vnsaubern Geist. Nd es kam seine Mutter/vn seine Brüder/vnd stunden Haussen/schickten zu im/ Match., A^vnd treffen im ruffen (vnd das Volck saß vmb in) Vnd sie sprachen zu jm:Sihc/ deine Mutter/vnd deine Brüder draussen/ fragen nach drr. Vn o er antwortet inm/ H.MttUö. Illl.jküp. snen / vnd sprach: Wer ist meine Mutter vnd meine Brüder ? Vnd er sähe rings vmb sich auffdie Zünger/dtc vmb in im kreiß sassen/vnd sprach: Sihe/ das ist meine Mut- ter/vnd meine Brüder.Dcnn wer Gottes willen thut/der ist mein Bruder/vnd mei- ne Schwcster/vnd meine Mutter. 1111. Lap. Lhrr'stus erklärt den laüffdcß Reichs Gottes durch G letchnlsse vom Samen/ Rertzen/vnd Senffkörnlln Grüler demnach das Meer/vnd den wind. er stengabermal an zu lehren am Meer/Vnd eö c"? versamlet sich vilVolcks zu im/also/daß er mußte in ein Schifftret- ten/vnd auffdem Wasser sitzen/vnd alles Volck stund auffdem Lan V am Meer/ Vnd er prediget inen lang durch Gleichnisse. Vnd in seiner Predigt sprach er zu inemHöret zu/Sthe/es gieng Seman. ein Seemann auß zu säen/Vnd cs begab sich in dem er säet/fiel et- lichs an den weg / da kamen die Vögel vnter dem Himmel vnd frassens auff. Etlichs fiel in das steinichte/da es nicht viel Erden hatte/vnd gieng bald auff/ darumb/ daß es nicht Liesse Erden hatte / Da nun die Sonne auffgteng / verwelcket es/vnd dieweil cs nicht wurtzel hatte/verdorret es. Vnd ctlrchs ficl vnter die Dörnen/ vnd die Dörnen wuchsen embor/vnd ersticktens/vn cs bracht keine fruchte. Vnd etlichs fiel auffein gut Land/vnd bracht frucht/die da zunam vnd wuchß.Vnd etlichs trug dreyffigfiltig/vnd etliche sechtzigfeltig/vnd etliche hunderfelttg. Vnd er sprach zu inen: Wer Ohren hat zuhörcn/derhöre. Jesche Nd da er allein war/ fragten in vmb diese Gleichnisse die vmb in waren / sampk AH den Iwölffen. Vnd er sprach zu inen: Euch ists gegeben das Geheimmß deß Reichs Gottes zu wtffen/denen aber draussen wtderfehret cs alles durch Gleich- niffen/auff daß sie ce mit sehenden äugen fthen/vnd doch ntt erkennen/vnd mit hören¬ den ohrcn hören/vnd doch nit verstehen / auff daß sic sich nicht der mal eins bekehren/ vnd jre Sünde inen vergeben werden.Vnd er sprach zu inemVerstehetir diese Gleich¬ nissen nicht/wie wolt ir denn die andern alle verstehen? v Der Seematt säet das wort.Diese finde aber die an dem Wege sind/wo das wort gesäet wirt/vnd sie es gehöret haben/ so kompt alsbald der Sachan/ vnd nimmet weg das wort/dz in ir Hertz gcjäet ward. Also auch/die sinds/dic auffs stcintchte gesäet sind/ wenn sie das wort gehört haben/ncmmcn sic cs bald mit feeuden auff/ vnd haben kei¬ ne Wurtzel in inen / sondern sind wätterwendisch / wenn sich trübsal oder Verfolgung vmbs Worts willen erhebt/so argem sie sich alsbald.Vn diese sinds/dte vnter die Dör¬ nen gesäct sind/die das wort hören vn die sorge dieser Welt/ vn der bctriegliche Reich- thum/vnd vil andere lüste/ gehen hincyn/ vnd ersticken das wort/vn bleibet on frucht. Vn dsse sinds/die auffetn gut Land gesäet sind/die das wort hören/vn nemens an/vn bringen ftucht/etltcher dretssigfeltig/vn etlicher fichtzigfiltig/vn etlicher hundertfeltig. Nd er sprach zu inen: Zündet man auch ein Liecht an/ daß mans vnter einen Matthk. Scheffel/odervntereinenTisch/setzekMitnichte/sondcrndaßmansauffetnen luchter fitze. Denn es ist nichts verborgen / das nicht offenbar werde / vnd ist Ne?.'° nichts heimlichs/das nit herfür kome. Wer Ohren hat zu hören/der höre. Vnd sprach rnacth 7. inen: Sehet zu/was ir höret. Mit welcherlei) maß ir messet/wirdt man euch wider m "»h r;. messen/vnd man wirt noch zugeben euch/die ir diß hörct.Denn wer da hat dem wirdt gegcb m/vnd wer nicht hat/von dem wirt man nemmcn/auch das er hat. Matth. Nd er sprach: Das Reich Gottes hat sich also / als wenn ein Mensch Samen d' AHauffs Land wirfft/ vnd schläfft/ vnd stehet auffnacht vnd tag/vn der same gehet auffvnd wächfit/daß ers nit weiß (Den dic erde bringet von ir selbs zum ersten das Graß/darnach die Ehrn/darnach den vollen Weitzen in den Ehrn)Wen sie aber die Frucht bracht hat/so schicket er bald die Sicheln hin / denn die Erndte ist da. Vnv >.r, -tzuangclmm v. Lap. er spmch:Dem wollen wir das Reich Gottes verglcichenkVnd durch welch (7 I^HGleichniß wöllen wir es fürbildcn k Gleich wie ein Senffkom/ wenn das gesäet z. ^^wirr auffs Land/so ists das kleinest vnter allem Samen auffErden/vnd wen es gesäet ist/so ntmmct es zu/vnd wirt grösser denn alle Kolkreuter / vnd gewinnet grosse Aveyge/ also/daß die Vögel vnter dem Himel vnter seinem schatten wohnen können. Vnd durch vil solche Gleichnisse sagt er inen das wort/ nach dem sie es hören kundten/ vnd on Gletchniß redet er nichts zu inen / Aber in sonderheit legt ers seinen Jüngern alles auß. Nd an demselbigen tage deß abends/sprach er zu inemLaßt vns hinüber fahren. M^r. I^Vnd sie liessen das Volck gehen/vn namen in/wie er im Schiffwar/vnd es wa- ^^ren mehr Schiff bey im. Vnd es erhub sich ein grosser Windwirbel/vnd warff die Wellen in das Schiff/also/daß das Schiffvoll ward.Vn er war hinden auffdem Schiff/ vnd schliess auffeinem Küssen. Vnd sie weckten in auff/ vnd sprachen zu im: Mersier/fragestu nichts darnach daß wir verderben k Vnd er stund auff/vnd bedräu- wete den Wind/vnd sprach zu dem Meer: Schweig vnd verstumme. Vnd der Wind leger sich/ vnd ward eine grosse stille. Vnd er sprach zu inen: Wie seyt ir so furchtsame Wie daß ir keinen Glauben habt e Vnd sie furchten sich sehr/ vnd sprachen vnternan- dcr:Wer ist dere Denn Wind vnd Meer sind im gehorsam. v.Lap. Lhrtstrrs erlediget einen Besessenen von vilen Teuffeln/vnd erlaubt >ne« in eine Herd Seuw fahren/Heylet dasweiv/so den Blutgang zwölff-ar lang gehabr/rn erwecket deß Iairi Toch ter vom tode. M Nd sie kamen jensett desi Meers/ in die Gegend der ä A Gadarener.Vnd als er auß dem Schtfftrat/licffim alsbald entgegen W auß den Gräbernein besessen Mensch/mit einem vnsaubern Geist/ der seine Wohnung in den Gräbern hatte. Vnd niemand kundte in Mich r, WW binden/auch nicht mit Ketten/denn er war offt mit Fesseln vnd Ketten *- gebunden gewesen/vnd hatte die Ketten abgerissen / vnd die Fessel zurieben / vnd nie¬ mand kundt in zämcn. Vnd er war allezeit / beyde / tag vnd nacht / auff den Bergen vnd m den Gräbern/schrey vnd schlug sich mit steinen. Da er aber Zhesum sähe von ferrns/ liess er zu / vnd fiel für im nidcr / schrcy laut/ vnd sprach: Was hab ich mit dir zu thun k O Hesu / du Son Gottes deß Allerhöhe- stcnkM beschwere dich bey Gott/daß du mich nicht quelest.Er aber sprach zu im.Fah- re auß du vnsauber Geist von dem Menschen. Vnd er fragte in: Wie heissest duk Vnd er antworret/vnd sprach: Legion heisse ich/denn vnser ist vil. Vnd er bat in sehr/daß er sie nichtauß derselben Gegend triebe. Vnd es war daselbst an den Bergen ein grosse Herd Scuw an der Weyde / vnd Teuffcl die Teuffel baten in alle / vnd sprachen: Laß vns in die Seuw fahren. Vnd als bald «WEn, erläubetinenHesus. Da fuhren die vnsaubern Geister auß/vn fuhren in die Seuw. Vnd die Herd stürtzte sich mit einem sturm ins Meer, ^r war aber beyzwcy tausend/ vnd ersoffen im Meer. Vnd die Seuwhirten flohen/vnd verkündigetcndasmder Statt vnd auffdem Lande. Vnd sie giengen hinauß zu sehen/was da geschehen war/ vnd kamen zu Hesu/vnd sahen den / so von den Teuffeln besessen war/ daß er saß vnd war bekleivet/vnd vernünffctg/ vnd furchten sich. Vnd die es gesehen hatten / sagten inen/ was dem besessenen widerfahren war /vnd von den Seuwen. Vnd sie siengen an vnd baten in / daß er auß irer Gegend zöge. Vn da er in das Scbifftrat/ bat in der Bcseßne/ daß er möcht bey im seyn/ Aber Ihesus lreß cs im mt zu sondern sprach zu im: Gehe hin in dein Hauß / vnd zu den dei¬ nen / vnd verkündige inen / wie grosse wolthat dir der HERR gethan / vnd sich dcmcr erbarmet hat. Vn d er gieng hin/vnd fieng an außzuruffcn in den zehen Stätten/wie grosse wolthatjm Hesusgethan hatte. Vnd iederman verwundert sich. Vnd H.Mrcuo. v.Lap. 26, matth.,. da Zhcsus wider herüber fuhr im Schiff / versamlet sich viel Volcks zu im/ . LHvnd waran dem Meer. Vnd sihc/da kam der Obersten einer von der Schule/ ^armo. ^^mitNamenZatrus /Vnd da er in sähe/fiel er sm zu süssen/vnd batjn sehr/vnd sprach: Meine Tochter ist in den letzten Zügen/ du wollest komm/ vnd deine Hand auff sie legen/daß sie gesundt werde/vnd lebe. Vnd er gieng hin mit /m. Vnd es folget /m vil volcks nach/vnd sie drungen jn. da war ein Weib/ das hatte den Blutgang zwölffiar gehabt/ vnd viel erlit- o«Aten von vilen Ertztcn / vnv hatte alle jr Gut drob verzehret / vnd halff sie nichts/ sondern vtl mehr ward es ärger mir jr. Da die von Zhrsu hörete/ kam sie im volck von Hinden zu / vnd rühret sein Kleid an / denn sie sprach: Wenn ich nur sein Kleid möchk am'ühren/so würde ich gesundt.Vnd als bald vcrtruckct der Bmnnjres bluts/vnd sie fühlets am Leibe/daß sie von jrer plage war gesunde worden. L Vnd Hesus fühlet als bald an jm selbs die krafft/ die von sm außgangi war/vnd wandte sich vmb zum volck/vnd sprach: Wer hat meine Kleider angcrühret k Vnd die Jünger sprachen zu jm: Du sihest/ daß dich das Volck dringet/ vnd sprichst: Wer hat rnichangerührettVn er sähe sich vmb/nach der die das gechan hatte. Das Weib aber furchte sich/ vnd zittert (denn sie wußte was an jr geschehen war) kam vnd fiel für jm mder/vnd saget jm die gantze warheit. Er sprach aber zu jr:Min Tochter/dein glaub Hat dich gesundt gemacht / Gehe hin mit frieden/ vnd sey gesundt von deiner plage. noch also redet/kamen etliche vom Gesinde deß obersten der Schule/vnd sprachen: Deine Tochter ist gestorben/was mühestu weiter den Meister k Zhe- sus aber höret bald die rede/die da gesagt ward/vnd sprach zu dem obersten der Schu- k:Fürchte dich mcht/glaube nur.Vnd ließ niemand jm nachfolgen denn Petrum vnd Zacobum/vnd Zohannem/den Bruder Zacobi. Vnd er kam in das Hauß dcß obersten der Schule/ vnd sähe das getümmel/ vnd die da sehr weyneten vnd heuleten. Vnd er gteng hincyn/vn sprach zu jnenWas tum¬ melt vnd weyntt jrMas Kind ist nicht gestorben/sondern es schläfft. Vnd sie verlach¬ ten jn. Vnd er treib sie alle auß / vnd nam mit sich den Vatter beß Kindes / vnd die Mutter / vnd die bey jm waren / vnd gieng hineyn da das Kind lag / vnd ergreiff das Kind bey der hand/vnd sprach zu jr: Talitha kumi/das ist verdolmetscht/Metdlin/ich Deß Zairi sage dir/stehe auff. Vnd als bald stund das Meidlin auff/vnd wandelte. Es war aber zwölffjar alk. Vud sic entsatzttn sich vber die maß. Vnd erverbotjnenhart/daßes niemand wissen solte/vnd saget/ sie selten jr zu essen geben. vi.Lap. Lhrkffus kehrst r'n ftt'ttem Vatterlsnds/wl'rdt von dsnfst'nen verachtdnrch sren vngtauben. Er p-vdrauß ferne;rvölftIänger/vst gibt tuen befehl wie sie ßchhalten löklen. Von derenthaup- lungJohannis / vnd wre der HERR Jhesus mit fünff Broten vnd;ween Fischen fänff tausend Man» sperßr/auffdem Meer wanvelt/den Wind strllr/vnv hexlt allerlex kranckhelt. Nd er gteng auß von dannen / vnd kam tu sein Vak- terland / vnd seine Jünger folgeren jm nach. Vnd da der Sabbath kam/ Hub er an zu lehren in jrer Schule. Vnd vil die es höreten/ ver- k wunderten sich seiner Lehre/ vn sprachen: Woher komptdem solchsk vnd was weißheit ists die jm gegeben ist / vnd solche thaten/die durch seine Hände geschehen k Ist er nicht der Ammermann/Marie Son/vnd der Bruder Zacobi vnd Zofts / vnd Jude vnd Simonis k Sind nicht auch seine Schwestern all- hie bey vnskVnd sie ärgerten sich an jm. Zhesus abet sprach zu jnen: Ein Prophet gi lt mergend weniger denn im Datterland/vnd daheim bey den seinen. Vnd er kundt all- da nicht ein einige that thun/On wenig Siechen legt er die Hände auff/vnd hcylet sie/ Ich-»». 4 pnd er verwundert sich jres vnglaubens. Mer gieng vmbher in die Flecken im kreiß/ vndlehrete. ' x Vnd -ßuangelium vi.Lap. Nd er berieff die zwölffe/vnd Hub an/vnd sandte sie/ja zween vnd zwecn/vn gab I^jnen macht vbcr die vnsaubcrn Geister/vnd gebot jnen/daß sie nichts bey sich trügen auff dem wege/denn allein einen stab/kcine Tasche/kctn Brot/kein Gelt ^"dscn, im gürtcl/sondern weren gcschucht/vn daß sie nicht zween Röck anzögcn. Vndsprach zu inen: Wo jr in ein Hauß gehen werdet / da bleibet innen / biß jr von dannen ziehet. Vnd welche euch nicht auffnemmennoch hören/da gehet von dannen herauß/vnd schüttelt den staub ab von euwern Füssen / zu einem gezcugniß vber sie. Ich sage euch warlich/Es wirdt Sodomen vnd Gomorren arn jüngstenGcricht träglicher ergehen denn solcher Statt. ^s^lmachted-e Vnd sie giengen auß vnd predigten/ Man soltc buffe thutt/ vnd trieben Vil Teuf- ü Attß"w.'kh?m h-!', fcl auß/vnd salbcten vil Siechen mit öl/ vnd machten sie gesundt. A^ONd cs kam für den König Herodes (denn sein Name war nun bekannt) vnd er m-mh.,«. b-'^rEMa-- o^sprach: Johannes der Täuffcr ist von den Todten aufferstanden / darumbthut dal--ia salbe heisse.,/ ersolche Thaten. Etliche aber sprachen: Er ist Elias. Etliche abcr/Er ist ein Prophet/ alsp Ml MabsaL oder einer von den Prophetcn.Da es aber Herodes höret/sprach er:Eö ist Johannes/ te/Matth rs. ven ich enthäuptet habe/ver ist von den todten aufferstanden. Er aber/Herodcs/hatte außgcsandt/vnd Iohanncm gegriffen/ vn ins gefengniß gelegt/vmb Herodias willen/ seines Bruders / Philippus Weib / denn er hatte siege, freyet. Johannes aber sprach zu Herode : Es ist nicht recht / daß du deines Bruders Weib habest. Herodias aber stellet jm nach/vnd wolt jn tödtcn/ vnd kundt nicht. He, rodes aber fürchte Iohannem/ den er wußte/ daß er ein frommer vnd heyliger Mnn war/vnd verwahret jn vnd gehorchet jm in vilen fachen / vnd höret jn gerne. Vnd es kam ein gelegener tag / daß Herodes auff seinen Iarmgein Abendmal gab den Obersten vnd Hauptleuten/vnd fümemesten in Galtlea. Da trat hincyn die Tochter der Herodias / vnd tantzete / vnd gefiel wol dem Herode / vnd denen / die am Tisch fassen. Da sprach der König zum Mcidlin: Bitte von mir was du wilt/ich wil dirs geben/vn schwur ir einen Eyd/ was du wirft von mir bitten/ wt! ich dir geben/biß an die helffre meines Köntgretchs.Sie gieng hinauß/vnd sprach zu jrer MuttenWas sol ich bitten k Die sprach: Das Haupt Johannis deß Täuffcrs. Viid sie gieng bald hineyn mit eyle zum Könige / bat/ vnd sprach: Ich wil daß du mir gebest / jetzt so bald/ Johan, auff eine Schüssel das Haupt Johannis deß Täuffcrs. Der König ward betrübet/ doch vmb deß Eydes willen / vnd dere die am Tische o " fassen/ H.Wrnis. VI. Lap. 262 fassen/wolte er sie nicht lassen ein Fehlbitte thun. Vnd bald schickt hin der König den Hencker/vnd hieß sein Haupt her bringen. Der gieng hin/vnd enthäuptete in im Ge- fengkniß / vnd trng her ein Haupt auffeiner Schüssel / vnd gäbe dem Meidlin / vnd das Meidlin gäbe jrer Mutier. Vnd da das seine Jünger höreten/kamen sie/vnd na¬ men seinen Leib / vnd legten in in ein Grab. Match.,4. die Apostel kamen zu Jhesu zusammen/ vnd verkündigten im das alles/ vnd c^was sie gethan vnd gelehret hatten. Vnd er sprach zu inen: Lasset vns besonders in cme Wüsten gehen/vnd ruhet em wenig/denn irer war viel die abvndzugien- gen/vnd hatten nicht zett gnug zu essen. Vnd er fuhr da in einem Schiff zu einer Wü¬ ste besonders. Vnd das Volck sähe sie wcgfahren/ vnd vil kannten in/ vnd liessen da¬ selbst hin mit einander zu fasse/ auß allen Seätten/vnd kamen inen zuvor/vnd kamen rnotth s. jm. Vnd Jhesus gieng herauß/vnd sähe das grosse Volck/vnd esiammerteindcr- selbigen / denn sie waren wie die Schaft Die keinen Hirten haben. Vnd fieng an eine « lange predigt. Marth.,4- (^^A NUN der tag fast dahin war/traten seine Jünger zu im / vnd sprachen: Es ist <^tzwüste hie/vnd der tag ist nun dahin / Laß sie von dir/daß sie hingehen vmbher in die Dörffer vnd Märckte / vnd kar-ffen inen Brot / denn sie haben nichts zu essen. Ihcsus aber antwortet/vnd sprach zu inen: Gebet ir inen zu essen. Vnd sie sprachen zu im.Sollen wir denn hingehen/ vnd zwey hundert Pfenning währt Brot kauffen/vnd Ä 'n - ö» essen gcbenk Er aber sprach zu imn:Wie vil Brot habt ittGchet hin vnd sehet. Vnd da sie es erkundet haktcn/sprachcn sie:Fünffe/vnd zween Fische. v Vnd er gebot inen/daß sie sichalle lägerten/bey Tisch vollen/auff dasgrüne seh-nDschemdi- Graß. Vnd sie salzten sich nach schichten/ ia hundert vnd hundert/fünfftztg vnd fünff- tzig. Vnd er nam die fünffBrot/vnd zween Fffch/vnd saheauff gen Himmel/vn dan- cket/vnd brach die Brot/vn gab sie den Jüngern/ daß sie inen fürlegten/vn die zween Fisch theilet er vnter sie alle. Vnd sie affen alle / vnd wurden satt. Vnd sie Huben auff die Brocken / zwölffKörbe voll/ vnd von den Fischen. Vnd die da gessen hatten/der MAE war Mfftausend Mann. March., 4. Nd als bald treib er seine Jünger/daß sie in das Schiff traten / vnd vor im hin- AHüber führen gen Bechsaida / biß daß er das Volck von sich liesse. Vnd da er sie ^^von sich gcschaffet hatte/gimg er hin auff einen Berg zu beten. Vnd am abend war das Schiffmitten auff dem Meer / vnd er auffdem Lande alleine. Vnd er sähe daß sie not litten im rudern/denn der Wind war inen entgegen. Vmb die vierdte Jhesus wan- Wache der nacht kam er zu inen/vnd wandelte auff dem Meer. Vnd er wolt für inen d-ltauffdemMeer. vbergehcn. Vnd da sie in sahen auff dem Meer wandeln/meyneten sie/es were ein ge- spenst/ vnd schryen/ denn sie sahen in alle/vnd erschracken. Aber als bald redet er mit inen / vnd sprach zu inen: Seyt getrost / Ich bins / Fürchtet euch nicht. Vnd trat zu inen ins Schiff/ vnd der Wind leget sich. Vnd sic entsatzten vnd verwunderten sich vber die maß / denn sie waren" nichts verständiger worden ober den Broten / vnd ir « Hertz war «erstarret. NL'AZ da sie hinüber gefahren waren/kamcn sie in das Land Gcnesarcch/vnd WBM o^Afuhrcn an. Vnd da sie auß dem Schifftratcn / als bald kannten sie in/vnd lieft word-n seymdaß fcn alle in die vmbligenden Länder/vnd Huben an die Krancken vmbher zu führen auffBetten/wo sie höreten daß er war. Vnd wo er in die Märckte/oder Stätte/odcr Dörffer/eyngieng/da legten sie die Krancken auff den Marckt / vnd baten in/ daß sie nur den Saum seines Kleides anrührcn möchten/vnd alle die in anrühreten/wurden gesundt. Vll.Lap. Lhrl'stua verweißt den pdanseern vnd Schriffrgelebrken / saß sie die Gesetze Gottes durch /re satzttnge auffheben.Eln Heidnisch werd ruffr den HERRN an/vnd >re Tochter wlrvt vom Trüffel erledrgc. Der HERR Jhesus hexlr einen Tguben der stym vgr. t « Vnd Hiangclmm v II. Lap. Nd cs kamen zu jm dte phanseer/vnd etliche von den /r H Schrrfftgelehrtcn/ die von Jerusalem komm waren. Vnd da sie sa- Eh ',. M hcn etliche seiner Anger mit "gemetncn/dasist/mitvngewaschen Händen das Brot effen/vcrsprachcn sie es. Denn dte Phartseer vnd alle Aden essen nicht/ sie waschen denn die Hände manchmal. Hal- Mensch, ten also dre auffsetze der Eltesten / vnd wenn sie vom Marckt komm/ essen sie nicht/sie züZszu Gottes, waschen sich denn. Vnd deß dingo ist vil / das sie zu halten haben angenommen/ von Trinckgefäffen/vnd Krügen/vnd ehernen Gesässm/vnd Tisch zu waschen. Da fragten jn nun dte Phartseer vnd Schrifftgelchrten:Warumb wandeln deine Anger nicht nach den auffsetzen der Eltestm/sondern essen das Brot mit unge¬ waschenen Händen? Er aber antwortet/vnd sprach zu jnm: Wol fein hat von euch HeuchlernFaiasgeweissaget/wiegeschrLebenstehet/Diß Volck ehret mich mit dm I-ltte:-. Llppen/aber jr Hertz ist ferrne von mtr.Vergeblich aber ists/daß sie mir dienen/dieweil sie lehren solche Lehre / die nichts ist dennMmschm Gcbott. A verlasset Gottes Ge- bott/vnd haltet der Menschen auffsätze/ von Krügen vnd Trinckgefäffen zu waschen/ vnd desgleichen thmjr vil. Vnd er sprach zu jnen: Wol fein habt jr Gottes Gcbott auffgchaben / auff daß jr s cuwer auffsätze haltet. Denn Moses hat gesagt: Du solt delnen Vatter vnd deine swd.,.. Mutter ehren/vnd wer Vatter vnd Mutter fluchet/dersol deß Todes sterben, ^r Deu!? (Lorban) heisset aber lehret/wmn einer spricht zum Vatter oder Mutter (b Korban/das ist/wennichö 'k. ^-op^r/vnckkurtz opffere/ so ist dirs vil nützer) der thut wol/ vnd so laßtjr hinfurtjn nichts thunseinem Vatter lch gebe d-rs Vatter oder seiner Mutter / vnd hebt auff Gottes Wort durch euwer auffsätze / die jr Co "ban/Ichlegb cs auffgefttzt habt/ vnd desgleichen thut jr vtl. Gottg^/veMdm K^Nd er ricff zu ün das gautze Volek / vnd sprach zu juen: 5)örctmir alle zu/vnd M-ch» kesser"^ d'H c^verncmmetö. Es ist nichts äusser dem Menschen/ das m kündte gemein machen/ so es in jn gehet/sondern das von jm außgehet/das ists das den Menschen gemein macht. Hat jemand ohren zu hören der höre. Vnd da er von dmi volck ins hauß kam/ fragten jn seine Jünger vmb dise Gleich- niß. Vnd er sprach zu jnemSeyk jr denn auch so unverständige Verneinet jr noch nit/ das alles was aussen ist/vnd in den Menschen gehet/ das kau jn nicht gemein machen? Denn cs gehet nicht in sein Hcrtz/sondern in den Vauch/vnd gehet auß durch den na¬ türlichen gang/ der alle speise außfeget. Vnd er sprach: Was auß dem Menschen ge- het/das macht den Menschen gemein/dmn von innen auß dem hcrtzen der Menschen gehen heraus böse gedancken/Ehebruch/Hurerey/Mort/ Dieberey/ Geitz/Schalck- c VttvermmM Heit/Ltst/Vnzucht/ Schalcksauge/ Gotteslästerung/ Hoffart / * Vnvcrnunfft. Alle Das ist/gtobhc.t vn hicse böse stück gehen von innen herauß/vnd machen den Menschen gemein. ?7snssaÄmvc!- ^^KNd er stund auff/vnd gieng von dannen m die Grentze Tyri vnd Sydon/vnd e vnd stoitzss. o^gicng in ein Hauß/vnd wolt es niemand wissen lassen/vnd kundt doch nicht ver- ltch anvccc verachte. seyn. Denn Weib hatte von jm gehört / welcher Töchterlein einen vnsau- bern Geist hatte / vnd sic kam / vnd fiel nrdcr zu seinen süssen (vnd es war cin Grie, T-chm, chisch Weib auß Syrophenice)Vnd fie bat jn/daß er dm Teuffel von jrcr Tochter alißtriebe.Hcsus aber sprach zu jr:Laß zuvor die Kinder satt werden.Es ist nicht fein/ daß man der Kinder Brot nemme/ vnd werffs für die Hunde. Sie antwortet aber/ vnd sprach zu jm:A HERR/aber doch essen die Hündltn vnter dem Tisch vö den Bro¬ samen der Kinder.Vnd er sprach zu jr:Dmb deß Worts willen so gehe hin/der Teuffel ist von deiner Tochter außgefahren. Vnd sie gieng hin in jr Hauß/vnd fandt daß der Teuffel war außgefahren/ vnd die Tochter auff dem Bette ltgend. NddaerwideraußgiengvondenGrentzcnTyrivnd Sydon/kam er an das AAGalileische Meer/mitten vnter die Grentze der zehen Stätte. Vnd fie brachten , zu jm einen Tauben / der stumm war / vnd fie baten jn/ daß er die Hand auffjn legte. n (Gemein) Hcylig »rennet das Gesetze/ was außgcsondert warzu Gottsdienst. ^)arqegcn gemein/ was vnrein vnd vn. dienst war. Z.Mrms. viii.Lap. legte.Vnd er nam jn von dem Volck besonders/vnd legte -m die Finger in die Ohren/ vnd spützet/vnd rühret seine Zunge/ vnd sähe auffgen Htmmel/seufftzet vnd sprach zu jm.Hephethah/ das Lst/thu dich auff. Vnd als bald cheten sich seine Ohren auff/ vnd Das band seiner Zungen ward loß/vnd redet recht. Vnd er verbot jnen/sie soltens nie¬ mand sagen. Ze mehr er aber verbot/ie mehr sie es außbreiteten / vnd wunderten sich vbcr die maß/vnd sprachen: Er hats alles wol gemacht/dte Tauben macht er hörend/ vnd die Sprachlosen redend. vm.Lap. Jhefu« speiset vier tausend Mann mit siben Broten/ vnd wemgFtschiein. Warnet die Inn-- ger vor dem Sanwerteig der phariseer vnd Herodis / Ermaner sie;um verrranwen anff Gorr/ macht einen Blinden sehend. Die Jünger bekennen Christum/vnd er verkündigt fnenvonsetF nem Leiden/ mir ermanung/ wie man fm sol recht nachfolgen. V der zett/da Ml Volcks da war/vnd hatten nichts Martha;. zu essen / rieff Zhesus seine Jünger zu sich / vnd sprach zu inen: Mich jammert dcß Volcks/denn sie haben nun drey tage bcy mir behar- ret/ vnd haben nichts Zu essen/vnd wenn ich sie vngessenvonmir heim liesse gehen/würdcn sie auffdem Wege verschmachten/ denn et- L uche waren von ferme kommen. Seine Jünger antworten jm: Woher nemen wir Brot hie in der Wüsten / daß wir sic sättigen k Vnd er fragte sie/wie vil habt jr Brots k Sie sprachemSiben. Vnd « er gebot dem Volck/ daß sie sich auffdie Erden lägerten. Vnd er nam die siben Brot/ vnd dancket/vnd brach sie/vnd gab sie seinen Züngem / daß sie dieselbigen fürlegten. Vnd sie legten dem Volck für. Vnd hatten ein wenig Fischtin / vnd er danckt vnd hieß testet dieselbigen auch fürtragen. Sie affen aber vnd wurden satt/ vnd Huben die vberigen ' Brocken auff/siben Körbe. Vnd jrer war bey vier tausend/die da gcffen hatten. Vnd er ließ sie von sich. M-rtthas. b^Nd als bald trat er in ein Schiff mit seinen Jüngern/vnd kam indiegegend cdDalmanutha. Vnd die Phariseer gicngcn herauß/vnd fiengen an sich mit jm Zu bcfragen/versuchten jn/vnd begerten an jm em Zeichen vom Hrmmel.Vnd er seuff- tzet in seinem Geist/vnd sprach:Was suchet doch diß Geschlechte Zeichenk Warlich ich sage euch/es wirt diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben. Vnd er ließ sie/vnd trat wi- dcrumb in das Schiff/ vnd fuhr herüber. k sie hatten vergessen Brot mit sich Zu «einen / vnd hatten nicht mehr mit sich Sau- tz^im Schiff denn ein Brot. Vnd er gebot jnen/vnd sprach: Schauwet zu/vnd wcrms. euch für / für dem Sauwerteig der Phariseer / vnd für dem Sauwertcig Hero¬ dis. Vnd sie gedachten hin vnd wider/vnd sprachen vnter einander:Das ists/daß wir nicht Brot haben. . Match.'-. Vnd Zhesus vernam das/vnd sprach zu jnen: Was bekümmert jr euch doch/daß jr nicht Brot habt k Vernemet jr noch nichts / vnd scyt noch nicht verständig k Habt jr noch ein verstärket Hertz in euch k Habt äugen vnd sehet nicht / vnd habt ohren vnd hö¬ ret nicht. Vnd dencket nit dran/da ich süuff Brot brach vnter fünfftausend/Wie vil cBLumeEr s^e Körbe voll Brocken hubt jr da auffk Sie sprachen: Zwölffe. Da ich aber die siben brach vnter die vier tausend/Wie vil Körbe voll Brocken hubt jr da auff? Sie spra- ER chen:Siben.Vnd er sprach zu jnen:Wie/vernemmct jr denn nichts. E?"Ner anfang Blinder. kam gen Bethsaida/vnd sie brachten zrHM einen Blinden/vnd baten ftiRacb?w-rd?aR" ^Ajn/daß er jn anrühret.Vnd er nam den Blinden bey der hand/vn führet jn hin- auß für den Flecken/vnd spützet in seine augen/vnd leger seine Hand auffjn/vnd b fraget jn / Ob er ichtes sehe k Vnd er sähe auff/ vnd sprach: Ich sehe Menschen gehen/ Das "/"A als sehe ich" Bäume.Darnach leget er abermal die Hände auffseme augen/vnd hieß V'' k irj jr; aber- Huangelmm Vlii.Lap. ft- abermal sehen. Vnd er ward wider zu recht bracht/ daß er alles scharffsehen kundt. Vnd er schicket in heim/vnd sprach.Gehe nicht hineyn in den Flecken/vnd sage es auch niemand drinnen. Zhesus gieng auß/vn seine Jünger/ in die Märcktc der Statt Kesaree Phi- e OiDlippi. Vnd -auff dem Wege fraget er seine Jünger / vnd sprach zu jnen: Wer sa- gen die Leute daß ich seyk Sie antwortemSie sagen/du scyest Johannes der Täuffer. Etliche sagen/Du seyest Elias/Etliche/Du seyesr der Propheten einer. Vnd er sprach zu inenIr aber/wer sagt ir/daß ich seyk Da antwortet Petrus/vnd sprach zu jm: Du bist Khristus.Vnd er bedräuwete sie daß sie niemand von jm sagen soltcn. Vnd Hub an sic zu lehren / Deß Menschen Son muß vil lcidcn/vnd verworffm werden von den Eltesten vnd Hohenpriestern/vnd Schrifftgelehrten/vnd getödtetA»» » werden/vndvberdreytageaufferstehen. Vnd er redet das wort frcy offenbar. Vnd Petrus nam in zu sich/fieng an im zu wehren. Er aber wandt sich vmb/ vnd sähe seine Jünger an/vnd bedräuwet Petrum/vnd sprach:Gehe hinder mich du Sathan/denn du meynest nicht das Göttlich / sondern das Menschlich ist. H6^Nd er rieff zusichdem Volck/sampt seinen Jüngern/vnd sprach zu inen: Wer mmh«. c>^mir wilnachfolgcn / der verleugne sich selbs /vnd nemme sein Kreutz auff sich/ vn d folge mir nach. Denn wer sein leben Wil behalten / der Wirts verlieren / vnd wer sein leben verleuwrct/vmb meinen vn deß Euangelti willen/der Wirts behalten.Was hülffs den Menschen/ wenn er die gantze Welt gewänne / vnd neme an seiner Seelen schaden k Oder was kan der Mensch geben / damit er seine Seele löse k Wer sich aber mein vnd meiner wort schämet/vnter dtscm Ehebrechcrrschen vn sündigem gcschlecht/ deß wirt sich auch deß Menschen Son schämen/ wenn er komm wirdt in der Heilig¬ keit seines Vattere/mit den heyligm Engeln. Vnd er sprach zu inen: Warlich ich sage euch / Es stehen etliche hie / die werden den Tod nicht schmecken / biß daß sie sehen das Reich Gottes mit krafft kommen. Der HERR Ikesus wirt verklart auffdem Berge/grbr den Jüngern zu verstehen daß Elias üllbeceit kommen / Treibt auß einen sprachlosen Geist / vnd lehrr / daß den Gläubigen alle ding mäglich- Sagt arrch seinen Jüngern a bermals von seinem kniffligen leiden/ ermaner sie zur de- mur/mirfärstellung eines Rindlins vnd warnet für Ergcrniß. LMMM Nd nach sechs; tagen nam Zhesus zu sich Petrum/ Jacobum vnd Iohamiem/vnd führet sic auff cmm hohen Berg/ besonders alleine/vud verkläret sich für inen.Dnd seine Kleider wur- Vcrkla- den hell vnd sehr weiß wie dcr Schnee / daß sie kein Ferber auff Er- den kan so weiß machen. Vnd es erschein inen Elias mit Mose/ vnd hatten eine rede mit Ihcsu. Vnd Petrus antwortet / vnd sprach zu Ihcsu: Rabbi/ hie ist gut seyn /Lasset vns drey Hütten machen/ Dir eine/Mosi eine/vnd Elias eine. Er wußte aber nicht was er redet/denn sie waren vcrstürtzt. Vnd cs kam eine wolckcn/die vberschattet sie. Vnd eine stimme fiel auß der Wolcken / vnd sprach: Das ist mein lieber Son / Den soltir hören. Vnd bald darnach sahen sie vmb sich / vnd sahen niemand mehr / denn allein Ihcsumbcyinen. Da s>e aber vom Berge herab giengen/ verbot inen Ihcsiw /daß sie niemand sa¬ gen soltcn was sie gesehen hatten / biß deß Menscher; Son auffcrstünde von den tod- ten. Vnd sie behielten daswortbeysich/vnd befragten sich vnter einander: Was ist doch das aufferstchcn von den todtenk Vnd sie fragten in/ vnd sprachen: Sagen doch die Schrifftgelehrten/ daß Elias muß vor kommen k Er antwortet abcr/vnd sprach zu incn:Elias sol ia zuvor kommen/ AaG vnd alles wider zu recht bringen / dazu deß Menschen Son sol viel .leiden vnd verach¬ tet wer- HMarcus. IX. Lap. 264 mwerdcn/wie denn geschrieben stehet.Aber ich sage euch/Elias ist komen/vttd sie ha^ -en animgethanwas sie woltcn/nach dem von im geschrieben stehet» b er kam zu seinen Jüngern/ vnd sähe vil Volcks vmb sie/vnd Schrisstgelehr- ^Aten/ die sich mit inen befragtem Vnd als bald da alles Volckin sähe/entsalzten ^^sie sich/liessen zu/ vnd grüffetenin. Vnd er fragte die Schrifftgelehrten/ Was befraget ir euch mit inen k Einer aber auß dem Volek antwortet/ vnd sprach: Mei¬ ster/ich hab meinen Son herbracht zu dir/der hat einen sprachlosen Geist/vnd wo er in crwüschet / so reiffer er in / vnd schäumet vnd knirschet mit den Jemen /vnd ver- dorret. Ich habe mit deinen Jüngern geredt/daß sie in außtrieben /vnd sie könnens nicht. . , Er antwortetim aber/vnd sprach: O du vngläubigeo Geschlecht/wie lang sol ich bey euch seyn k Wie lange sol ich mich mit euch leiden k Bringet in her zu mir. Vnd sie brachten in zuimVnd als bald da in der Geistsahe/reiß er in/vnd fiel auffoie Erden/ vnd wältzet sich/vnd schäumet. Vnd er fraget seinen Vatter: Wie lange ists / daß im das widerfahren isttEr sprach:Von Kind auff/vnd offt hat er in in Immer vnd Was- Dm ser geworffcn/daß er in vmbbrächte. Kanstu aber was/so erbarm dich vnscr/vnd htlff Zhesus aber sprach zu im: Wenn du kündtestgläubcn/Me ding sind müglich/ ' dem der da gläubet. Vnd als bald schrey deß Kindes Vatter mit threnen / vnd sprach: Ich glänbe/ lieber HERR/ hilffmeinem vnglaubcn. Da nun Jhesus sähe/ daß das Volck zulieff/ bedräuwet er den vusaubern Geist/ vnd sprach zu im:Du sprachloser vnd tauber Geist/ich gebiete dir/daß du von im auß- fahrcst/vnd fahrest hinfurt nicht in in. Da schrey er/ vnd reiß in sehr / vnd fuhr auß/ Vnd er ward als were er tod/ daß auch vil sagten/Er ist tod. Jhesus aber ergreiffin c beyderhand/vndrtchtetinauff/Vnderstundauff. Vnddaerheimkam/fragtenin . seine Jünger besonders : Warum b kundtm wir in nicht außtretbenk Vnd er sprach: Diese art kan mit Nichte außfahrm/ denn durch beten vnd fasten. sie giengm von dannen hinweg/vnd wandelten durch Galileam/vnd ev o^wolte nicht daß es iemand misten solt. Er lehret aber seine Jünger/vnd sprach Mrtrh.17. zu inen: Deß Menschen Son wirdt vberantwortct werden irr der Menschen Hände/ vnd sie werden in tödten/vnd wenn er getödtet ist / so wirdt er am dritten tage allster- stehen. Sie aber vernamcn das wort nicht / vnd furchten sich in zu fragen. AEh.°s. A6^Nd er kam gen §apernaum/vnd da er daheim war / fraget er sie: Was handelt mit einander auff dem Wege k Sie aber schwigm / denn sie hatten mit einan¬ der auff dem Wege gehandelt/Welcher der gröffest were k Vnd er satzte sich/vnd riest rnstth .s. Iwölffm / vnd sprach zu irren: So iemand wrl der erste seyn /der sol der letzte seyn für allen/vnd aller Knecht. Vnd er nam ein Kindlm / vnd stellet es mitten vnter sie/ vnd hertzere dastelbige/vnd sprach zuinemWer ein solchesKtndlin in meinem Namen rmtth.ro. auffnimpt/der nimpt Mich auff/vnd wer MH auffnlmpt/der nimpt nicht Mich auff/sondem Den der mich gesandt hat. ^0 ^Hannes aber antwortet im / vnd sprach: Meister / wir sahen einen / der treib in deinem Namen auß / welcher vus nicht nachfolget / vnd wir verbot- renschn / darumb / daß er vns nicht nachfolget. Jhesus aber sprach: Ir solts im nicht verbicten/denn es ist niemand der eine ^hat khue in meinem Namen/ vnd möge bald vbel von mir reden. Wer nicht wider vns ist/ der ist für vns. Wer aber euch trencket mit einem Becher Wasters in meinem Namen/darumb daß ir Khristum angehöret/ Matth. Warlich ich sage euch/ Es wirdt im nicht vnvergolten bleiben. Vnd wer der kleinen ei- ""7' nm ärgert/die an mich gläuben/dem were es bester/daß im ein Mülstein an seinen halß gehenget würde/vnd ins Meer geworffen würde. dich aber deine Hand ärgert/so hauwe sie ab/es ist dir bester daß du einKrüp- cKIpcl zum leben eyngchest / denn daß du zwo Hände habest / vnd fahrest in die Hel- Ielare le / in das ewige Feuwer/da ir wurm nicht stirbt/vnd ir Feuwer nicht verlescht.Ergert x iti/ dich a >.ro. -GUüNgelMM X.Qp. dich dein Fuß/ so hauwe jn ab/ es ist dir besser/ daß du lam zum Leben eyngehest/ denn daß du zween Füsse habest/vnd werdest in die Helle geworffen in das ewige feuwer/ da jr wurm nicht stirbt/vnd jr feuwer nicht verlescht. Ergert dich dein äuge/ so wlrffs von dlr/cb lst dir besser/daß du einäugig in das Reich Gottes gehest/ den daß duzwey äugen habest/ vnd werdest in das Helltsche Feuwer geworffen / da jr wurm nit stirbt/ vnd jr Feuwer mcht verlescht. lnuß alles mit Feuwr" gcsaltzen werden/ vnd alles Opffer wirdt mit saltz ge- m-tch, dm;l-cnTestament (^saltzet. Das saltz ist gut/ so aber das saltz thum wirdt/womit Wirt man würtzenk geftltzen/v7d voÄ Habt saltz bey euch/ vnd habt friede vnter einander. lem Opffer ward et« was verbrannt mtt feuwer. Aas zeucht Christus hie an/vnd legt cs geistlich auß/ Nemltch/daß durchs Enangclium / als durch ein feuwer vnd saltz/deralteMensch gecreutziget/ verzeh¬ ret vnd wol gesalyen wirdt. Aenn vnscr . leib ist das rechte opf fer/Rom.ir. Woa-f her bas Sali-thum Wirt/vnd das Euan gclm mir Menschen Lehre Verderber/da »st kein würyen mehr VonderLbefcheidung. Es werden Rmdlm ;um H LRRN gebracht / vaß er die Händeauss sie legere. Der reich Jüngli ng fragt/ wardurch er das Leben ererben möge, wie schwerlich die Reichen in Gottes Reich kommen werden/ vndwasviefenige/so alles verlassen/vnd Lhncho nachfolgen / für eine belohnung ;n gewarten. Die Söne Zebedet rhun ein bin an ven HERRN Ikesüm vnd als sie kommen gen Jericho/ macht Jhesirs einen Blinden sehend. Nd er macht sich auff/vnd kam von dannen an die L örter dcß Jüdischen Lands/jenscit deß Jordans/ vnd das Volck gieng aberma! mit Haussen zu jm / vnd wie seine gewonhcit war/ leh- xctcrsreabermal. ka wIEchMa Vnd die Phariseer traten zu jm/vnd fragten jn / Qb ein Mann Match be?/d?rumbTott M) ftvewen möge von seinem Weibe k Vnd versuchten jn damit. Er antwortet aber/ gedulc vndfrtedeha- vnd sprach:Was hat euch Msscs gcbottenk Sie sprachen: Moses hat zugelassen einen Deut r4, »mM sa tz. Schetdbrieffzu schreibe n/vnd sich zu scheiden. Jhesus antwortet/vnd sprach zu jnen: Vmb euwers hertzen härtigkeit willen hat er euch solch Gebott geschrieben / Aber von - anfang der Kreatur hat sie Gott geschaffen ein Männlin vnd Fräuwlin. Darumb wirt der Mensch seinen Vatter vnd Mutter lassen / vnd wirdt seinem Weibe anhan- gen/vn werden seyn die zwey ein fletsch.So sind sie nun nicht zwey/sondern ein fleisch. Was denn Gott zusammen gefüget Hat/ sol der Mensch nicht scheiden. Vnd daheim fragten jn abermal seine Jünger vmb daffelbige. Vnd er sprach zu jnen: Wer sich scheidet von seinem Welbe/vnd freyct ein andere/der bricht die Ehe an jr. Vnd so sich ein Weib scheidet von jrem Manne/ vnd freyet einen andern/dte bricht jreEhe. ^s^Nd sie brachten Kindlin zu jm / daß er sie anrührete. Die Jünger aber fuhren k ^Adie an/die sie trugen. Da es aber Jhesus sähe / ward er vnwillig/vnd sprach zu jnenrLasset die Kmdttn zu mir kommen/vnd wehret jnen nicht/denn solcher lst das KM Reich Gottes. Warlrch ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht cmpfchct als ein Kindlin/der wirt nrchk hmeyn kommenVnd er hcrtzet sie vnd leget die Hände auffsie/ vndsegenetsie. da er hinauß gangen war auff den weg/licffeiner form für/kniet für jn/ MM.,, tz^vnd fraget jn: Guter Meister/ was sol ich thunwaß ich das ewige Leben ererbet Aber Jhesus sprach zu jm: Was heissestu mich gut k Niemand ist gut denn der einige Gort. Du Missest je die Gebott wol / Du solt nicht Ehebrechen / Du solt nicht töd- ten/ Du solt nicht stälen/ Dusolt nicht falsch gezcugniß reden / Du solt niemand teu- a siff/es schen/Ehre deinen Vatter vnd Mutter. Er antwortet aber/vnd sprach zu jm:Mei- AtÄ aam' vnd ster/das hab ich alles gehalten von meiner jugend auff. Vnd Jhesus sähe jn an / vnd M Kn7vn? L lrebet jn / vnd sprach zu jm:' Eines fehlet dir / Gehe hin / verkaufst alles was du hast/ vmbmc.n'cawttlin/ vnd gtbs den Armen / so wttstu einen Schatz im Himmel haben / vnd kom/folgemir n"ch 7t nur^lndm. nach / vndNlmdas Kreutz auff dich. Er aber ward vnmms vber der rede/ vnd gteng wo» q7Äich d-7n trauwrig davon/ denn er hatte vil Güter. Vnd Jhesus sähe vmb sich / vnd sprach zu seinen Jüngern: Die schwärlich wer¬ den H.Mrcus. x.Lap. 265 den die Reichen Ln das Reich Gottes kommen. Die Jünger aber emsatzten sich vber senur rede.Aber Asus antwortet widerumb/vnd sprach zu inemLieben Kinder/wie schwärlich isto/ daß die/ so ir verträumen auff Reichthumb setzen / ins Reich Gottes komm. Es ist leichter daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe / denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. Sie misatzten sich aber noch vil mehr / vnd sprachen unter einander: Wer kau denn selig werden k Asus aber sähe sie an / vnd sprach: Bey den Menschen ists vnmügtich/ aber nicht bey Gott/ denn alle ding sind müglich bey Gott. v saget Petrus zu jm: Sihe / wir haben alles verlassen / vnd sind dir nachge- (^Hfolget. Asus antwortet/vnd sprach: Warlich ich sage euch / Es ist niemand/ so er verlesset Hauß/ oder Brüder/ oder Schwester/ oder Vatter/ oder Mutter/oder Wetb/oder Kinder/ oder Ecker/ vmb meinen willen/ vnd vmb deß Euangelti willen/ der nicht hundertfeltig cmpfahe/ setzt in dieser zeit/ Häuser vnd Brüder/ vnd Schwe¬ ster vnd Mutter/vnd Kinder vnd Ecker/ mit Verfolgungen/ vnd in der zukünfftigcn s Welt das ewige Leben. Vil aber werden die letzten seyn/ die die ersten sind/ vnd die er- muß sten seyn/die die letzten sind. Sie waren aber auffdem Wege/vnd giengcn hinauffgen Jerusalem / vnd Asus gieng fürjncn / vnd sie cntsatztcn sich/ folgeren im nach/ vnd furchten sich. " match.-°. No Asus namabermal zu sich die zwölffe/vnd saget inen/was im widerfah- AHren würde. Sihe /wir gehen hinauffgen Jerusalem/ vnd deß Menschen Son ^^wudt vberantwortet werden den Hohenpriestern vnd Schrifftgelchrten / vnd sie werden in verdammen zum tode / vnd vberantworten den Heyden / die werden in verspotten vnd getffeln/vnd verspcym/vnd tödten/vnd am dritten tage wirdt er auff- erstehen. giengen zu im Jacobus vnd Johannes/die Sone Jebedet/vnd sprachen: match.r°. ^^Meister/wlr wollen daß du vns thust/was wir dich bitten werdcn.Er sprach zu inen: Was wolt ir daß ich euch thue k Sic sprachen zn im: Gib vns daß wir sitzen/ ei¬ ner zu deiner rechten /vnd einer zu deiner lincken/ in deiner Herrligkeyt. Asus aber sprach zu inen: Ir wisset nicht was ir bittet. Kündt ir den Kelch trincken/den ich trin- cke/vnd euch täuffenlassenmttderTauffe/da ich mit getaufft werde k Sie sprachen zu im: Ja / wir können es wol. Asus aber sprach zu inen: Zwar ir werdet den Kelch trinckcn den ich triucke / vnd gemufft werden mit der Tauffe / da ich mit gemufft wer¬ de. Iu sitzen aber zu meiner rechten vnd zu meiner lincken/stehet mir nicht zu euch zn gcben/sondern welchen es bereytct ist. x Vnd da das die Jehcn höreten / wurden sie vnwiltig vber Jacobum vnd Iohan- matth.ro. nem. AbcrIhcsusrteff incn/vnd sprach zu inen :Ir wisset/daß die weltliche Fürsten ""' herrschen/vnd die mächtigen vnter inen haben gewalt.Aber also sol cs vnter euch nicht seyn/sondcrnwelcherwilgroßwcrden vntereuch der soleuwer Dienerseyn/vnwel¬ cher vnter euch wil der fürnemest werden / der sol aller Knecht seyn. Denn auch deß Menschen Son ist nicht komm daß er im dienen lasse/ sondern daß er diene/vnd gebe sein Leben zur bezalung für vile. Matth ». Nd sie kamen gen Jericho / vnd da er auß Jericho gieng / er vnd seine Jünger/ ÄAvnd ein groß Volck / da saß ein Blinder / Bartimeus / Timet Son/ am Wege/ vnd bettelt. Vnd da er höret / daß es Asus von Nazareth war/ fieng er an zu schreyen/vnd sagen: Ihesu/du Son Dauid/erbarm dich mein. Vnd vil bedräuweteu in / er solte still schweigen. Er aber schrey viel mehr / Du Son Dauid / erbarm dich mein. Vnd Asus stund stille/vnd ließ im ruffen. Vnd sie rteffen dem Bltnden/vnd sprachen zu im: Sey getrost/stehe auff/er ruffet dir. Vnd er warffsein Kleid von sich/ stund auff/ vnd kam zu Asu. Vnd Asus antwortet / vnd sprach zu im: Was wiltu das ich dir thun sol k Der Blinde sprach zu im: Rabboni/ daß ich sehend werde. A- sus aber sprach zu inr.Gche hin/detn glaub hat dir geholffen/Vnd als bald ward er se- hend/vnd folgcte im nach auffdem Wege. Ihesus I -TuüMimm XI. Lap. XI.Lap. Jhesirs rext sx« mIsmsalem anffsmsm Fällen/verfiucht am andern tags einen Feigenbaum, treibr dre Verkauffsr vnd Rauster auß dem Tempel. Die Hohenpriester vnd Schriffrgelehrte trachten M nach/Lehrt seine Iüttgsr/wie sie mir festem glaubende, en sollen/ Vnd Mlrvt im Tem¬ pel gefragr/auß welcherley macht er seme werck thue, da sie nahezuIemsalemkamep / gen Bethphage vnd Bethanien / an den ölberg/ sandte er seiner Jünger zween/ vnd ^tth.-k. sprach zu Mn: Gehet hin in den Flecken/der für euch ligt/vnd als ^^^^^ZW bald wenn jr hineyn kompt/werdet jr finden ein Füllen angebun- den / auffwelchem nie kein Mensch gesessen ist / Löset es ab / vnd füh¬ ret es yer.Vno so jemand zu euch sagen wirdt: Warumb thut jr das? So sprecht:Dcr HERR darff sein / so wtrdt ers bald her senden. Sie giengen hin/vnd funden das Füllen gebunden an der thür/aussen auffdem wegschcid/vnd lösetens ab. Vnd etliche die da stunden/sprachen zu Mn: Was machet jr/daß jr das Füllen ablöset k Sie sagten aber zu jnen/wie Mn Hesus gebotten hatte/ vnd die liessens zu. Vn sie führeten das Füllen zu ^hesu/vnd legten jre Kleider drauff/ vnd er satzte sich drauff. Viel aber breiteten jre Kleider auff den weg. Etliche hieben Icha».». Meyen von den Bäumen/ vnd strcuwetcn sie auff den weg. Vnd die forne vorgien- gen/vnvdtehernachsolgcten/schryenvnd sprachen: Hosianna/Gelobet scy der da komptin demNamen deß HERRN /Gelobet sey das Reich vnsers Vatters Dautd/ das da kompt in den; Namm deß HERRN/Hosianna in der höhe. Nd der HERR gieng eyn zuHrusalem/vnd in den Tempel/vnd besähe alles/ 8 ^Hvnd am abend gieng er hinanß gen Bethanien mit den zwölffen. Vnd deß an- maO.--. oern kages/da sie von Bethanien giengen/ hungerte jn/ vnd sähe einen Feigen¬ baum von ferme/ der Bletter hatte/ da trat er hinzu/ ob er etwas drauff fünde. Vnd da er hinzu kam/fand er nichts denn nur Bletter/denn cs war noch nicht zeit daß Fei¬ gen scyn selten. Vnd Hesus antwortet/vnd sprach zu jm: Nun esse von dir niemand keine frucht ewiglich. Vnd seine Hngerhöreten das. Nd sic kamen gen Jerusalem/vnd Hesus gieng in den Tempel/fieng an vnd MM.n. TAtreib auß die Verkäuffer vnd Käuffer in dem Tempcl/vnd die Tisch der Wechß- ler vnd die Stüle der Taubcnkrämcr stieß er vmb/vnd ließ nicht zu daß jemand etwas durch den Tempel trüge. Vnd er lehret/vnd sprach zu jnemStehet nit geschrie- bcn/Mcin Hauß sol heissen ein Bethauß allen Völckern/ H aber habt eine Mörder- M-e ;s. gruben darauß gemacht. Vnd es kam für die Schrifftgclchrten vnd Hohenpriester/ vnd sic trachten wie sie jn vmbbrachten.Sie furchten sich aber für jm/denn alles volck verwundert sich seiner Lehre. Vnd deß abends gieng er hinauß für die Statt. Nd am morgen giengen sie fürüber/vnd sahen den Feigcnbaum/daß er verdor- JAret war biß auff die wurtzel. Vnd Petrus gedachte daran/vnd sprach zu jm: Rabbi/sihe/ der Feigenbaum/ den du verflucht hast/ist verdorret. Hesus ant- wortet/vnd sprach zu jnemHabt glauben an Gott/ Warlich ich sage euch/Wer zu die- o scm Berge spreche: Heb dich / vnd wirff dich ins Meer /vnd zweiffclte nicht in seinem hertzen/sondern gläubte daß cs geschehen würde / was er saget / so Wirts jm geschehen was er saget. Darumb sage ich euch / Alles was jr bittet in cuwrcm Gebe«/ gläubet nur daß jrs empfahen werdet/so Wirts euch werden. Vnd wenn jr stehet vnd betet/ so vergebet wo jr etwas wider jemand habt/Auff daß auch euwer Vatter im Himmel euch vergebe euwere fehle. Nd sie kamen übermal gen Jerusalem/vnd da er in den Tempel gieng/kamen A. Hzu jm die Hohenpriester vnd Schrifftgelehrtcn / vnd die Eltestcn /vnd sprachen zu jm: Auß waser macht thustu das k Vnd wer hat dir die macht gegeben / daß du solchs chustk Hesus aber antwortet/vnd sprach zu jnen: Zch wil euch auch ein wort fragen/ H. Mrcus. XII. Lap. 266 fragen/Antwortct mir/so wil ich euch sagen/auß waser macht ich das thu. Die Tauff Zohannis/war sie vom Himel/oder von MerrschentAmwort mir.Vnd sie gedachten bey sich selbs/vnd sprachen: Sagen wtr/sie war vom Himmel/so wirt er sagen: War- umb habt ir denn jm nit gegläubet k Sagen wir aber/jie war von Menschen/so fürch¬ ten wir vns für dem Volek/ denn sie hielten alle/daß Johannes ein rechter Prophet were. Vnd sie antworten/vnd sprachen zu Ihesu: Wir wissens nicht. VndZhcsus antwortet / vnd sprach zu inen: So sage ich euch auch nicht / auß waser wacht ich sol- chcs thue. - xii.Lap. Erne Gletchnt'ß vom Weinberge / wle er von den Iüsen sol gcnomcn werden. Ob man dem Rexser schüldig Tmß ;u geben? Bercchr von Anfferttehung der Todren/wider vte Saduceer. welches lm Gesetz das fkrnemest Geborr/vnd weß Son Lhrt stus s exe.Der HERR warnet das Volck für den Schrlsfrgelehrten vnd rkhmer dre Gab der armen Wlkkwe. Nd er fteng an zu jncn durch Glelchntssc zu reden. Lm Mensch pfiantztc einen Wcliiberg/vnd führet einen Jaun drumb/ Z-c«- - vnd grub eine Kelter/ vnd bauwec einen Thum / vnd thct in auß den ° Wetngärtmrn/vnd zogvber Land. Vnd sandte einen Knccht/da die zeit kam/zudcnWcingärtnern/daß er vondenWcingärtncm neme vvnder Frucht dcß Weinberges. Sic namen in aber vnd stcupten in/ vnd lies¬ sen in lär von sich. Abermal sandte er zn inen einen andern Knecht / demselbigen zcr- wocffen sie den Kopffmit steinen/vnd liessen in gcschmächt von sich. Abermalsand- teereinenandern/dcnselbentödtensic/vndviclandere. Etlichestcuptensie/etliche Matth, r». Luc.ro. Deut. »5« tödten sie. Ä hatte er noch einen einigen Son / der war im Lieb / den sandte er zum letzten auch zu inen / vnd sprach: Sie werden sichfür meinem Son scheuwen. Aber tödten/so wirt das Erbe vnser scyn. Vnd sie namen in/vnd tödten in/vnd wurffcn in Nate 8.rs. herauß für den Weinberg. Was Wirt nun der Herr dcß Weinberges thun t Er Wirde Rom^' kommen/vnd die Weingärtner vmbbringcn/vnd den Weinberg andern geben. Habt ,-pet.r. jx auch nicht gelesen diese SchriffttDen Stein/den die Bauwleutverworffenha- bcn/der ist ein Eckstein worden. Von dem HERRN ist diß geschehen/ vnd es ist wün- derbarlich für vnsern äugen. Vnd sie trachten darnach / wie sie in griffen/ vnd furch¬ ten sich doch für demVolck/denn sie vernamen/ daß er auffsie diese Gleichnisse geredt sic sandten zu im etliche von den phariseern/vnd Hcrodis Dtenern/daß sie AHn siengcn in Worten. Vnd sic kamen/vnd sprachen zu im: Meister / wir wissen daß du warhafftig bist/vnd fragest nach niemand/denn du achtest nicht das ari¬ schen der Menschen/sondern du lehrest den weg Gottes recht. Zsts recht daß man dem Keyser Itnß gebe/oder nicht k Sollen wir in geben/oder nicht geben k Er aber mercket ' Jinßgro- sse Heucheley/vnd sprach zu inen: Was versucht ir mich k Bringet mir einen Groschen fth-» daß ich in sehe. Vnd sie brachten im. Da sprach er: Weß ist das Bild vnd die Vber- Rom.v;. schrifftkSie sprachen zu im: Dcß Keysers. Da antwortet Ihesus/vnd sprach zu inen: So gebt dem Keyser was deß Keysers ist/vnd Gott was Gottes ist. Vnd sie verwun¬ derten sich sein. traten dieSaduceerzuim/die da halten/es scy keine Aufferstehung/dte fragten jn/vnd sprachen: Meister/Moses hat vns geschrieben/Wenn iemands Bruder stirbt / vnd leßt ein Weib / vnd leßt keine Kinder / so sol fein Bruder desselbi- gen Weib nemen/vnd seinem Bruder Samen erwecken. Nun sind siben Brüder ge¬ wesen/ Der erste nam ein Weib/ der starb/vn ließ keinen samcn/vn der ander nam sie vnd starb/vnd ließ auch nit samen / der dritte deffclbigen gleichen/ vnd namen sie alle siben/ dieselben Weingärtner sprachen vnter einander: Diß ist der Erbe / kompt laßt vns in tödten/so wirt das Erbe vnscr seyn. Vnd sie namen in/ vnd tödten in/ vnd wurffcn in s. herauß für den Weinberg. Was wirt nun der Herr dcß Weinberges thun k Er wirdL ir mich nicht gelesen diese SchrifftkDcn Stein/den die Bauwleutverworffenha- derbarlich für vnsern äugen. Vnd sie trachten darnach/wie sie in griffen/vnd furch- hatte/vnd sie liessen in/vnd giengen davon. v rMtth. rr. Lvc.n.ro. :,u, AMMitum XII. Lap. sibcn/vnd liessen nicht Samen. Zu letzt nach allen starb das Weib auch. Mninder Aufferstehung/ wenti sie aufferstehm / Welche We»b wirdt sie seyn vnter inen/deun st- den haben sie zum Weibe gehabte Da antwortet Hesus/vnd sprach zu inen: Ists nicht also k Ir irret darumb/ daß c: lr nichts wisset von der Schrifft/noch von der krafft Gottes. Wenn sie von den todten Arrsser- aufferstehen werdcn/so werden sie nicht fteyen/noch sich freyen laffen/sondern sie sind wie die Engel im Himmel. Aber von den todrcn/ daß sie aufferstehen werden/ habt jr nicht gelesen im BuchMosi/bey dem Pusch/wie Gott zu im sagt/vnd sprach: Ich bin ' J' per Gott Abraham/vnd der Gott Isaae/vnd der Gott Jacobe Gott aber ist nicht der todten/sondern der lebendigen Gort/darumb irretir sehr. tz^Nd es trat zuimderSchrifftgelehrtcneiner/derinenzugchörcthatte/wieste m^h». AHsich mit einander befragten/vnd sähe daß erinenfein geantwortet hatte/vnd . ^"fraget in:Velchsistdasfürnemest Gebott für allen kIhesus aber antwortet Dasfür- sm: Das fürnemest Gebott für allen Gebotten ist das/ Höre Isracl/der HERR vnser As-b-tt. Gott ist ein etnigerGott / vnd du solt Gott deinen HERRN lzeben von gantzem her- tzen/von gantzcr Seele/von gantzem Gemüte/ vnd von allen deinen Krefftcn/ das ist Lm das fürnemeste Gebott. Vnd das ander istim gleich/ Du solt demen Mhcsten lieben eA als dich selbs. Es ist kein ander grösser Gebott/dcnn diese. Vnd der Schrifftgelehrte sprach zu im: Meister/du hast warlich recht geredt/den es LstemGott / vnd ist kein ander äusser im / vnd denselbigcn lieben von gantzem Her- tzen/von gantzem Gcmüte/von gantzer Seele/vnd von allen Krefften/ vnd lieben sei¬ nen Nehesten als sich selbs/das ist mehr denn Brandopffer vnd alle Qpffcr. Da Jhe- strs aber sähe / daß er vernünfftiglich antwortet/ sprach erzu im: Du bist nicht ferme von dem Reich Gottes. Vnd es thurste in niemand weiter fragen. A6^Nd Jhesus antwortet/ vnd sprach/ da er lehret im Tempel: Wie sagen die v -tz. v^Schrtfftgelchrtcn / Khrisius sey Dauids Son t Er aber/ Dauid/spriche durch denheyligen Geist: Der HERR hat gesagt zu meinem HERRN/Setze dich zu meiner Rechten / biß daß ich lege deine Feinde zum schemel deiner Füsse. Da heißt in ja Da¬ vid seinen Herrn/woher ist er denn sein Son k Vnd vil volcks höret in gerne. erlchret sie / vnd sprachzu inen: Sehet euch für/ für den Schrifftgelehrten/ M^h O^die in Langen Kleidern gehen/vnd lassen sich gerne auff dem Marckt grüßen/ vnd sitzen geme oben an in den Schulen/vnd vbcr Tisch im Abendmal/sie fressen der Wittwen Häuser / vnd wenden langes Gcbett für / dieselben werden desto mehr ver¬ dammst empfahen. Hesus setzet sich gegen dem Gotteskasten/ vnd schäumt wie das Volck o^Gekt eynlegte in den Gotteskasten/ vnd vil Reichen legten vil eyn. Vnd es kam eme arme Wittwe/vnd legte zwey Scherpffttn eyn/ die machen einen Heller. Vnd er rteffseme Jünger zu sich/vnd sprach zu inen:Warltch ich sage euch/diese arme Wittwe hatmehr m den Gotteskasten gelegt/ denn alle die cyngelegt haben. Denn sie haben alle von irem vbrigen eyngelegt/Diese aber/hac von irem armut/alles was sie hat/ire gantzenarung/eyngelegt. Xill.Lap. Die Iängerfragün den HERRN wunderbark'chedl'nge/eegrbtinenankVsrt/vndsagt/wie es gegen vem ende der Welt allenthalben greuwilch vnd erschrecklich werde »»gehen. Nd da er auf; dem Tempel gierig / sprach zu jm ferner Jünger einer: Meister/sihe/weLche Steine vnd welch ein Bauw ist A M das k Vnd Jhesus antwortet /vnd sprach zu im: Sihestu wol allen diesen grossen Baum Nicht ein stein wirt auff dem andern bleiben/ L«..,. der nicht zubrochen werde. Vnd H.Darms. xm.Lap. 267 Vnd da er auff dem ölbcrg saß gegen dem Tempel/ fragten jn besonders Petrus vnd Zacobus/ vnd Johannes/ vnd Andreas: Sage vns/ wenn wirt das alles gesche¬ hene Vnd was wirdt das Zeichen scyn/ wenn das alles sol vollendet werden? Hesus antwortet jnen/vndfiengan zu sagen: Sehet zu/daß euch nicht jemand verführe/ denn cs werden vil kommen vntcr meinem Namen/vnd sagen: Zeh bin Khristus/vnd werden vil verführen. LE^Enn jr aberhören werdet von Kriegen vnd Kriegßgeschrey/so förchtet euch W^)nicht/dcnn es muß also gcschehen/Aber das ende ist noch nicht da. Es wirt sich ein Volek vbcr das ander cmbörcn/vnd ein Königreich vber das ander. Vnd werden geschehen Erdbeben hin vnd wider / vnd wirt seyn theuwrc zeyt vnd schrecken / das ist der not anfang. watth..«. Zr aber sehet euch für / denn sie werden euch vbcrantworteü für die Rahthäuser wEh.,4. vnd Schulcn/vnd jr müsset gesteupet wcrden/vnd für Fürsten vnd Könige müsset jr geführet werden / vmb meinen willen / zu einem zeugntß vber sic. Vnd das Erränge- lium muß zuvor gepredtget werden vnter alle Völcker. Wenn sie euch nun führen vnd vberantworten werden/ so sorget nicht was jr re¬ ti den solt/ vnd bcdencket euch nicht zuvor / sondern was euch zu dersclbigen stunde gege¬ ben wtrt/das redet/dcnn jrseyts nicht die da rcden/sondcrn der heylige Geist. Es wrrt aber vberantworten ein Bruder den andern zum todc/vnd der Vatter den Son/ vnd die Kinder werden sich embörcn wider die Eltern/ vnd werden sic Helffen tödten. Vnd werdet gehastet scyn von jederman vmb meines Namms willen. Wer aber be¬ harret biß an das ende/dcr wirt selig. AA. '4 E^Enn ir aber sehen werdet den greuwel der Verwüstung / von dem der Prophet D-»,-'. M^)Daniel gesagt hat/daß er stehct/da er nicht sol (Wer es lieset/der verneine es) alodcnn wer in Zudea ist/ der fliehe auff die Berge. Vnd wcrauff dem Dach ist/dcr steige nicht hernider insHauß/vnd komme nicht dreyn etwas zu holen auß seinem Hause.Vnd wer auff dem Fe lde ist/dcr wende sich nicht vmb seine Kleider zu holen. Weh aber den Schwängern vnd Seugcrin zu der zeyt. Bittet aber/daß euwere flucht nicht geschehe im Wtnter.Denn in diesen tagen werden solche trübsalseyn / als sie nie gewesen sind bischer/ von anfang der Kreaturen/ die Gott geschaffen hat / vnd als auch nicht werden wirdt.Vnd so der HERR diese tage nicht verkürtzt hette/würde kein Mensch selig/aber vmb der Außerwchletcn wtllen/die er außcrwchlet hat/hat er diese tage verkürtzt. rnakch. ,4. Wenn nun jemand zu der zeyt wirt zu euch sagen: Sihe/ hie ist Khristus/sihe/da L»c. .7. ist er / so glaubet nicht / denn es werden sich erheben falsche Khristi /vnd falsche pro- pheten/die Zeichen vnd Wunder thun/daß sie auch die Außerwchleten vcrführen/so es möglich werc. Zr aber sehet euch für. Sihc/Zch Habs euch alles zuvor gesagt. AsBcr zu der zeyt/ nach diesem trübsal/werden Sonne vnd Mond jren schein ver- HAlicren/vnd die Sterne werden vom Himmel fallen/vnd die Krefftc der Himmel werden sich bewegen.Vnd denn werden sic sehen dcß Menschen Son kommen in den Wolckcn/ mit grosser Krafft vnd Herrligkeit. Vnd denn wirdt er seine Engel senden/ vnd wirdt versamlen seine Außerwchleten/ von den vier Winden / von dem ende der Erden/ biß zum ende der Himmel. An dem Feigenbaum lehrnet ein Gleichniß/wcnn jetzt seine Zweige safftigwcr- dcn/vnd Blctter gewinnet/so wisset jr/daß der Sommer nahe ist. Also auch wenn jr sehet / daß solche geschieht / so wisset / daß cs nahe für der thür ist. Warlrch/ ich sage euch/ Diß Geschlecht wirt nicht vcrgchen/biß daß diß alles geschehe. Himel vnd Er- S- den werden vergehen/meine wort aberwerden nicht vergehen. Von dem tage aber vnd der stunde waß niemand/auch die Engel nicht im Himmel/ auch der Son nicht/ sondern allein der Vatter. Sehetzu/ wachet vnd bcttct/ denn jr wisset nicht wenn es zcyt ist. Gleich als cyn Y Mensch/ -tzuangelmm xiiii.Lap. Mensch/ der ober Land zoch/ vnd ließ fein Hauß/ vnd gab seinen Knechten macht/ ei- nem jeglrchensein wcrck/vnd gebot dem Thürhüter/ er solt wachen. So wachet nun/ denn jr wisset nicht wenn der Herr deß Hauses kompt/ ob er kompt am abend/oder zn mittcrnacht/odcr vmb den Hanen schrey/ oder deß morgens/ auff daß er nicht schnell komme/vnd finde euch schlaffend. Was ich aber euch sage/das sage ich allen/wachet. xim.Lap. Lt'e Hl'storr vsm letzten Nachrm»!/ Leiden/ Sterben/ vnv Begräbnisse virsecs HERAN IhesirLhttstl. Discr groschen einer tvürde bey vns ma¬ chen fast zo. Meiß. Nische Lauwenpfcn- ninA / oder dntthal, beit vnsergroschc». nach zweyen tagen war Ostern/ vnd die tage der süssen Brot. Vnd die Hohenpriester vnd Schrifftgclehrten juchten Llce».^ wie sie jn mit listen griffen/ vnd tödten. Sie sprachen aber: Ja nicht auff das Fest / daß nicht ein Auffruhr im Volek werde. Vnd da er zu Bethanien war/in Sinronis deß Aussehigen Ham Mi,.», se/vnd saß zu nsch/da karu ein Weib/die hatte ein Glaß mit vngefälschtem vnd köstli¬ chem Nardenwaffer/ vnd sie zubrach das Glaß/vnd goß es auffsein Haupt. Da wa¬ ren etliche /dre wurden vnwülig/vnd sprachen: Was sol doch dieser vnrahtk Man kündt das Wasser mehr denn vmb drey hundert" Groschen verkaufft haben / vn das- selb den Armen geben. Vnd murreten vbcr sie. Jhesus aber sprach: Lasset sie mit frieden/ was bekümmert jr sie? Sie hat em gut werck an mir gethan. Jr habt allezeit Arme bey euch/vnd wenn jr wolt/könnetjrjncn gues thun/ Mtch aber habt jr nicht allezeit. Sie hat gethan was sie kundt/ sie tst zuvor kommcn/meinen Leichnam zu salbcn/zu meinem Bcgräbniß. Warlich ich sage euch/ wo dzß Euangelium gepredigt wirdt in aller Wclt/da wirdt man auch das sagen zu jrem gedechkniß/ das sie jetzt gethan hat. I. A^Nd Judas Ischarioth/einer von den zwölffen/gieng hin zu den Hohenpriestern 3 Alt Oster- c^^daßer jn verrieht. Da sie das höreten/wurden sie fro/vnd verhiessen jm das KM. Gelt zu geben. Vnd er suchcte/wie er jn füglich verrichte. am ersten tage der süssen Brot/da man das Osterlambopfferte/sprachen (T^semeJüngcr zu jm:Wowiltu/daßwirhingchenvndbereiten/daßdudasO- srertambeffestt Vnd er sandte seiner Jünger zween/vnd sprach zu jnen: Gehet hin in die Statt/vnd es wirdt euch ein Mensch begegnen/der treget einen Krug mit wasser/ folget jm nach/vnd wo er eyngehcr/da sprecht zu dem Haußwirt:DerMeistcr leßt dir ftgen/Do ist das Gasthauß/darinne ich das Ostcrlamb esse mit meinen Jün- gernk Vnd er wirt euch einen grossen Sal zcigen/der gepflastert M bereit ist/ daselbst richtet für vns zu. Vnd die Jünger giengen auß/vnd kamen in die Statt/vnd fun- Yens/ wie er jnen gesagt hatte/ vnd bereiteten das Ostcrlamb. Am abend aber kam er mit den Iwölffen. Vnd als sie zu Tisch fassen vnd assen/ m-Eu. sprach Jhesus: Warlich ich sage euch/ciner vnter euch der nm mir jsset/wirt mich ver- rahtcn. Vnd sie wurden traurig/vnd sagten zu jm/etner nach dem andermBm ichsk Vnd der andcr/Btn ichskEr antwortet/vn sprach zu jnen: Einer auß den Zwölffen/ der mit mir in die Schüssel tauchet. Zwar deß Menschen Son gehet hm/ wie von jm geschrlbcn stehet. Weh aber dem Menschen / durch welchen deß Menschen Son ver- rahten wirt / Es were demselbigen Menschen besser/ daß er nie geboren were. Abendmal in dem sie asscn/nam Jhesus das Brot/danckct/vn brachs/ vnd gabs jncn/ c deß HLRR2?. (X^pnd sprach: Nemmct/effet/das ist mein Leib. Vnd nam den Kelch/vnd danckcr/' Lonnt". vn d gab jncn den/ vnd sie truncken alle darauß/ vnd er sprach zu jncn: Das rst mein Blut deß neuwen Testaments/das für vile vergossen wirdt. Warlich ich sage euch/ daß ich hinfort nicht trtncken werde vom gewächse deß Weinstocks / biß auff den tag/ da ichs neuw trincke in dem Reich Gottes. Vnd H.Uarcuo. XIIII- Lap. 26s dm Lobgesang gesprochen hatten/giengen sic hinauß an den ölberg. I I. Zhesus sprach zu jnen .Ir werdet euch in dieser nacht alle an mir ärgern/ Qelberg. denn cs stehet geschrieben/Ich werde den Hirten schlagen/vnd die Schafe werden sich zcrstreuwcn / Aber nach dem ich aufferstehe/wil ich für euchhingehen in Galile- am» Petrus aber sagt zu im: Vnd wen sie sich alle ärgerten/so wolt doch ich mich nicht ärgern.Vnd Ihcsus sprach zu jm:Warlich ich sage dir/Heute in dieser nacht/che denn der Han zweymal krehet/wirst» mich dreymal verleugnen. Er aber redete noch wei¬ ter / Za wenn ich mit dir auch sterben müßte/wolt ich dich nicht verleugnen. Desselbi- gen gleichen sagten sie alle. A^Ndsie kamen zudem Hofe/mit Namen Gethsemane/vnd er sprach zu seinen o^AZüngern: Setzet euch hie/biß ich htngehe/vnd bette. Vnd nam zu sich Petrum/ vnd Jacobum/vnd Zohanncm/vnd fieng an zu zittern vnd zu Zagen/vnd sprach zu Z- inen-.Meine Seele ist betrübt biß an den tod/ enthaltet euchhre/vnd wachet. Vnd Grifts l-id-nChr, makch --. gttng ein wenig fürbaß/ficl auff die Erden/vnd bettet / Daß/ so cs mügltch were/die stunde fürüber gienge/ vnd sprach: Abba/Nietn Vatter/ es ist dir alles müglich/vber- hebe mich dieses Kclchs/docb nicht was ich wil/sondern was du wilt. v Vnd kam vnd fand sie schlaffend. Vnd sprach zu pctroSimon schlcffestu? Ver¬ mochtest» nicht eitle stunde zu wachen? Wachet vnd bctrct/daß jr nicht in Versuchung fallet. Der Gcrst ist wtllig/aber das Fleisch ist schwach. Vnd gicng wider hin/vnd be¬ tet/vnd sprach dtesclbtgcn wort. Vnd kam wider/vnd fand sie abermal schlaffend/ denn ire äugen waren voll schlaffs/vnd wußten nicht was sic jm antworten. Vnd er kam zum dritten mal / vnd sprach zu inen: Ah wolt jr nun schlaffen vnd ruhen? Es ist gnug / die stunde ist kommen / Sche deß Menschen Son wirdt vbcrantwörtct in der Sünder hände/stchet auff/laßt vns gehenSihe/der mich verräht/tst nahe. MONdalsbaldda er noch redet/kam herzu Judas/der Iwölffcn einer/vnd eine LEchleidenChrr. Ior-stt. .s. o^Vgrosse Schar mitjm / mit Schwel ten vnd mit Stangen / von den Hohenpne- stern vnd Scbrifftgelehrten vnd Eltcsten. Vnd der Verrähtcr hatte inen ein Jerchelr aegcbcn/vnd gesagt: Welchen ich küssen werde / der isis/den grciffet/vnd führet in ge- wrß.Vnd da er kam/trat er bald zuim/vnd sprach zu jm^Rabbi/Rabbi/vnd küsset in. Die aber legten irc Hände an jn/vnd griffen in. Einer aber von dmen/die dabey stun¬ den / zog ftm Schwerdt auß/vnd schlug deß Hohenpriesters Knecht / vnd hicb mi em Ohr ab. L VndJhesusantwortet/vnd sprach zu iuen: Jr scykaußgegangcn alszu. einem Mörder/mte Schwerdten vnd mit Stangen/mich zu sahen/Ich bin täglich bcy euch imTempelgewcsen/vndhabe gclchret/vnd jr habt mich nicht gegriffen/Aber auff daß die Schrifft erfüllet werde. Vnd die Jünger verliessen i» aile/vnd fiohcn.Vnd es war ein Jüngling/dcr folgete jm nach / der war mit Lmwad bekleidet auffdcr blossen haut/Mrd die Jünglinge griffen jn. Er aber ließ den Linwad fahren / vnd flöhe bloß von jnen. A"? ^^HNd sie führeten Ihcsum zu dem Hohenpriester / dahin zusammen kommen wa- 11 s. Isy«n..s. A^ren alle Hohepriester vnd Eltesten/vnd Schrifftgelehrten. Petrus aber folgete Zhcsus ge- iin irach von ferrnen/biß hineyn in deß Hohenpnesters Pallast / vnd er war da/ vnd mLha¬ sas? bey den Knechten/vnd wermete sich bey dem liecht. Ber die Hohenpriester vnd dergantze Rahr suchten zeugniß wider Jhesirm/auff daß sie jn zum todc brechtcn/vnd fanden nichts. Viel gaben falsch zeugniß wider sir/abcr jr Zeugniß stimmete nicht vbcr cin.Vnd etliche stunden auff vnd gaben falsche I-hsn. r» zeugniß wider jn/vnd sprachm: Wir haben gehöret / daß er saget /Ich ml den Tem¬ pel/ der mit Händen gemacht ist / abbrechcn / vnd in drcyen tagen einen andcm bäumen/der nicht mit Händen gemacht scy. Aber jr zeugniß stimmete noch nicht pberein. Vnd der Hohepriester stund auff vntcr sie/vnd fragte Ihcsum/vnd sprach: Art- y tz workeßu -HuangMm XV. Lap. wortestu nichts zu dcm/das diese wider dich zeugen? Er aber schweig stille /vnd ant, wertet nichts» Da fragte in der Hohepriester abermal/vnd sprach zu jm: Bisiu §hri- x stus/der Son deß Hochgelobten? Hesus aber sprach: Zeh bins. Vnd ir werdet sehen deß Menschen Son sitzen zur rechten Hand der Krafft/vnd komm mit deß Himmels wolcken. Da zureiß der Hohepriester seinen Rock/vnd sprach: Was dürsten wir wei¬ ter Zeugen? Ir habt gehöret die Gottslesterung. Was düncket euch? Sie aber ver- dampten in alle/daß er deß todes schüldig were. Da fiengö an etliche jn zu verspeyen/ vndverdecktmseinAngesicht/vndmitfeusten schlagen/vnd zu im sagemWeistage vns. Vnd die Knechte schlugen in ins Angesicht. Nd Petrus war daniden im Pallast/ da kam deß Hohenpriesters Mägde eine. MM).,,. I^Vnd da sic sähe Petrum sich wärmen/schauwet sie inan/vnd sprach: Vnd du ^^warestauchmitIhesuvonNazareth.Erleugnetaber/vndsprach.Ichkcnnetn ' nicht/weiß auch nicht was du sagest. Vndergienghinauß in den Vorhof/vnd der Han krehet. Vnd die Magd sähe in/vnd Hub abermäl an zu sagen zu dcncn/die dabey stunden/Diser ist der einer. Vnd er leugnet abermal. Vndnach einer kleinen weile sprachen abermal zu Petro/die dabey stunden: Warlich du bist der einer/denn du bist ein Galileer/vnd deine Sprach lautet gleich also. Er aber ficng an sich zu verfluchen/ vnd schweren/Ich kenne deß Menschen nicht von dem ir saget. Vnd der Han krehet zum andern mal. Da gedachte Petrus an das wort/das Ihesus zu im sagte: Ehe der Han zweymal krehet/wirstu mich dreymal verleugnen/ Vnd er Hub an zu weinen. X V. Qp. LreHlstorl vsm letzten Naäitmal/Leiden/Sterben/vndBegtLbniW vnsers Ihes» Ll-rrstl. - iii i. bald am morgen hielten die Hohenpriester einen z < §hristus Pi- Naht mit den Eltesten vn Schrifftgelehrten/ dazu der gantze Naht/ lar/vberantwortct. vnd blinden Ihesum/vnd führeten in hin/vnd vberantwortm in Pi- »r. ^A^^AMlato. Vnd Pilatus fraget in:Bistu ern König dcrIüden? Erant- wertet aber / vnd sprach zu im: Du sagests. Vnd die Hohenpriester beschuldigten in hart.Pilatus aber fragte in abcrmal/vn sprach.Autwortestu nichts? Sihe/ wre hart sie dich verklagen. Ihesus aber antwortet nichts mehr/ also/ daß sich auch Pilatus verwunderte. pflegte aber inen auff das Osterfest einen Gefangenen loß zu geben/welchen MM.-7. c^sie begertcn.Es war aber einer/genannt Barrabas/gcfangcn mit den auffrüh- rischen / die im Auffruhr einen Mordt begangen hatten. Vnd das Volek gieng hin- auffvnd bat/daß er thet/wic er pflcget.Prlarus aber antwortet inen: Wolt jr/daß ich s euch den" König der Iüdcn loß gebe? Denn er wußte/daß in die Hohenpriester auß neid vberantwortethatten. Aber die Hohenpriester rettzctcn dasVolck/daß cr inen ^^cc<-sagen-Rla- lieber den Barrabam loß gebe. ? r'Uu-schRömg Pilatus aber antwortet widerumb /vnd sprach zu inen: Was wolt ir denn daß ichthue/dem/den ir schüldiget/Er sey ein König der Juden? Sie schryen abermal/ Kreutzige in. Pilatus aber sprach zu inen: Was hat er vbelö gcthan? Aber sie schryen noch vil mehr/Kreutzige in. Pilatus aber gedachte dem Dolck gnug zu thun/vnd gab inen Barrabam loß/ vnd vberantwortet inen Ihesum/ daß er gegeißelt vnd gecreu- tziget würde. (A^IeKriegßkncchte aber führetcn in hineyn in das Richthauß/vnd riesten zu- v ^^sammen die gantze Schar/vnd zogen im ein Purpur an/vnd flochten ein dör- ^^-7. ne Kron/vnd setzten sie im auff/vnd fiengen an in zu grüffemGegrüffet seystu der Iü- I-v«» den König. Vnd schlugen im das Haupt mit dem Rohr/vnd vcrspcyten in/vnd fielen auff die Knic/vnd betteten in an. V . : . ' Vnd A6^Nddasie in verspottet hatten/zogen sie im die Purpur auß/vnd zogentznseine v. e^Mgene an/vnd führeten jtt auß/daß sie in creutzigten.Dnd zwungen ei/ Leiden Mi¬ nen/ der fürüber gieng/ mit Namen Simon von Menc/der vom felde kam (der ein l" «« Vatter war Alcpandrt vnd Ruffi) daß er im das Kreutz trüge. Dnd sie brachten jn an die stett Golgatha/das ist verdolmetschet/Schedelstett/vnd sie gaben im Myr¬ rhen im Wein zu trtncken/vnd er nams nicht zu sich. psalm». ^6^Nd da sie in gecreutziget hattcn/theileten sie seine Kleider/vnd worffen das Lost ^^drumb / welcher was vbcrkcme. Vnd es war vmb die dritte stunde / da sie in , x, creutzigten. Vnd cs war oben vber ingeschricben/wasman im schuld gab/nemlich/ Ein König der Iüden.Dnd sie creutzigten mit im zween Mörder/einen zu seiner rech- ten/vnd einen zur lincken. Da ward die Schrifft erfüllet/die da sagt: Er ist vnter die Äm i Vbelthäter gerechnet. M / wre di^anber» HS^Nddiefürübergiengen/lcsterten in/vndschütteltenire Häupte/vnd sprachen- ^E-.-cLer LA cz^Pfu dich/wie fein zubrichstu den Tempel/vnd bauwest in in dreyen tagen. Hilff MchLML dw nun selber/vnd steige herab vom Kreutze. Deffelbigen gleichen die Hohenpriester d-§ verspotteten in vnternander/sampt den Schrifftgelehrten/vnd sprachen: Er hat an- (^^1 dern geholffcn/vnd kan im selber nicht Helffen/Ist er Khrtstus/vnd König in Israel/ N-KN2 so steige er nun vom Kreutz/daß wir sehen vnd gläuben. Vnd die mit im gecreutziget waren/schmäheten in auch. andn- mcht'fast vü- o ^^NdnachdersechßtenstundewardetttfinsternißvberdaögantzeLand/bißvmb "D ^Hdieneundte stunde. Vnd vmb die neundte stunde rieffIhesuslaut/vnd sprach: Eli/Eli/lama asabthanie Das ist verdolmctschet/Mein Gott/mein Gott/ wa- rumb hastu mich verlassene Vn etliche die dabey stunden/da sie das höreten/sprachen sie: Sihe/ er ruffct dem Elias. Da liess einer/ vnd füllet einen Schwam mit Essig/ vnd stecket in auffein Rohr/vnd trencket in/vnd sprach: Halt/laß sehen/ob Elias komme/vnd in herab nemme. Aber Ihcsusschreylaut/vnd verschied. Nd der Fürhang im Tempel zuretß in zwei) stück/von oben an biß vnden auß. Ah" '» LZDer Hauptmann aber der dabey stund gegen im vber/vnd sahe/daß er mit sol- verschied/sprach er : Warltch dieserMensch ist Gottes Son ge¬ wesen. Nd es waren auch Weiber da/die von ferme solche schauwcten/vnter welchen JAwar Maria Magdalena/vnd Maria deß kleinen Jacobs vnd Joses Mutter/ vnd Salome/die im auch nachgefolget/da er in Galilea war/vnd gedienet hat- ten/vnd vil andere/die mit im hinauffgen Jerusalem gegangen waren. am abend/dicweil es der Rüsttag war/welcher ist der Dorsabbath/kam Io V I. AHscphvon Arimathia/ein ehrbarer Rahtsherr/welcher auch auff das Reich Christus be- Gottes wartet/der wagets/vnd gieng hineyn zu Pilato/vn bat vmb den Leich- sr«b-n. namZhesu. Pilatus aber verwunderte sich/daß er schon todwar. Vnd rieffdem Hauptmann/vnd fraget in / Ob er lcngst gestorben werck Dnd als crs erkündet von dem Hauptmann/gab er Joseph den Leichnam. Dnd er kauffte eine Linwad/vn nam in ab/ vnd wickelt in in die Linwad/vnd legte in in ein Grab/ das war in einen Felß gehauwen/vnd weltzet einen Stein für deß Grabs thür. Aber Maria Magdalena/ vnd Maria Joses/ schauweten zu/wo er hin gelegt ward. XVl.Lap. Vonder herrliche» Auferstehung/Erscheinung/beseh'. z» predigen/vnd zu taufen/auch von der Himmelfuhrr vnsersJhesuChristi. W^^ANd da der Sabbakh vergangen war/kaufftenMrra Luc. -4.^ Magdalena/vnd Maria Jacobi/ vn Salome/ Specerey/auff daß oha» - sic kemen/vn salbeten in. Dnd sie kamen zum Grabe an einem Sab- bathcr sehr frü/da die Sonne auffgieng. Vnd sie sprachen vnter d y einander/ Auangelium X vi.Lap. einander: Wer waltzet vnsden Stein von deß Grabes thürk Vnd sie sahen dahin/ vnd wurden gewar/daß der Stein abgcweltzt war/denn er war sehr groß. Vnd sie gtengen himyn in das Grab/vnd sahen einen Kngltng zur rechten Hand Aussck sitzen/der hatte ein lang weiß Kleid an/vnd sie entsatzten sich. Er aber sprach zu jncm Entsetzet euch nicht/Ir suchet Hesum von Nazareth/den gecreutztgten/ Er ist auffer- standen/vnd ist nicht hie. Sihe da/die stette/da sie jn hin legten. Gehet aber hin/vnd sagctö seinen Züngern/vn Petro/daß er für euch htngehen wirt in Galilea. Da wer¬ det jr in sehen/wte er euch gesagt hat. Vnd sie giengen schnelle herauß/vnd flohen von demGrade/denneswar sie zitternvndentsetzen ankommcn/vnd sagten niemand nichts/denn sie furchten sich. urct)denEnget Gabri«! verkündet. Mar»» lobt den ^>E0^^/vnd besuchr fr« Mumen Eltfaberk/diestlb,ge gebiert rine» Gon/vnd erwtttIo- bannes genannt. Zacharias weissagt/vnd lobt den HLR1KN. ^Zntemal sichs vll vnterwunden haben/zu stellen dlö Rede von den Geschichten/so vnker vns ergangen sind/wie vNs das DMG gegeben haben / die es von anfang selbe gesehen / vnd Diener deß Dörte gewesen sind/ Habe iche auch für gut angesehen/ nach dem ichs rLrMWW allce von anbcgin erkundet habe/ daß iche zu dir/mctn guter Theophi- lc/mit siciß ordentliche schrlbc/Auffdaß du gewissen grundt erfahrest der Lehre/ wel¬ cher du vnterrtchtct bist. UK der zeyt Serodis / deß W Königs Inder / war ein Priester von der ord, ^MnungAbia/mit Namen Iachartas/vnd sein Weib von den Töchtern Aaron/welche hieß Eüsaberh. Sie waren aber alle beyde ftom für Gott/vnd giengcn in allen Gc» HM^bottenvnd Satzungen deß HERRN vntadelich/vndste WZ hatten kein Kind/denn Elisabeth war vnfruchtbar/vnd waren beyde wol betagt. Vnd es begab sich/da er Priesterampts pfleget für Gett/znr zeyt seiner ordnung/ nach gcwonheit deß Pricsterthumbs/vnd an im war/daß er räuchern solt/gieng er in den Tempel deß HERRN/ vnd die gautze menge deß Volcks war Haussen vnd bettet/ vntcr der stunde deß räuchens. - 4, erschein irn aber der Enge! deß HERRN / vnd stunde zur rechten Hand am vw cwpftug, c^iRäuchaltar. Vnd als Archanas in sahe/erschracker/vndeskam in ein furcht «H- an. Aber der Engel sprach zu im: Fürchte dich nicht Iacharia/ denn dem Gebe« ist P iitz erhör.tt «.Parat. 14. Johan- msLlccra. k Huangeüum i.Lap. erhöret. Vnd dein Weib Elizabeth wirdt dir einen Son geboren/dcß Namen soltu Johannes hcissen/vnd du wirst deß freude vnd Wonne haben/vnd vil werden sich sei¬ ner gebürt freuwcn. Denn er wirdt groß seyn für dem HERRN/Wein vnd starčke GcttünckewLrtermchttttttckem Vndwtrtnoch LnMutkerlcLbe erfüllet werden mit rmkch.4. den» heyligen Geist/vnd er wirt der Kinder von Israel vil zu Gott dem HERRN be¬ kehren. Vnd er wirt für -m her gehen/tm Geist vnd Krafft Elias/ zu bekehren die her- tzenderVätter zu den Kindern/vnd die vngläubigen zu der kiugheit der Gerechten/ zu Zurichtcu dem HERRN em bereit Volck. Vnd Zacharias sprach zu dem Engel: Wobcy sol ich das erkennenk Denn ich bin ° ale/vnd mein Weib ist betagct. Der Engel antwortet/vud sprach zu im: Ich bin Ga- briel/oer für Gott stehet/ vnd bin gesandt mit dir zu reden/daß ich dir solches verkün- digte.Vnd sihe/du wirst erstummen/vnd nicht reden können/biß auff den tag/dadiß geschehenwirdr/darumb daß du meinen Worten nicht gegründet hast/welche sollen erfüllet werden zu jrcr zcyt. Vnd das Volck wartet auff Zacharias/vnd verwunderte sich/daß er so langeim Tempel verzog.Vnd da er hcrauss gieng/ kundte er nicht mit inen reden. Vn sie merck- ten daß er ein Gesichte gesehen hatte im Tempcl.Vnd er wincket inen/vnd bleib stum. Vndesbegabsich/da die zcyt seines Ampts außwar/gieng er heim in seinHauß. Vnd nach den tagen ward sein Weib Elizabeth schwanger/vnd verbarg sich füuff Mondcn/vnd sprach: Also hat mir der HERR gethan/in den tagen/da er mich ange¬ sehen hat/daß er meine schwach vnter den Menschen von mir neme. A6^»Nd im sechßtcn Mond ward der Engel Gabriel gesandt vo Gott in eine Statt An, Galilea/ die heißt Nazareth/ zu einer Iungfrauwen/ die verträumet war ei- OnaH mm Manne/ mit Namen Joseph/vom Hause Dauid/vud die Iungfrauw hieß^' Maria. Vnd der Engel kam zu ir hincyn/vnd sprach: Gegrüffet seystu holdselige/der MM. « , HERRistmitdir/du^gebenedeytevnterdenWeibern. «NffNutsch/ Da sie aber in sahe/erschrack sie vber seiner rede/ vnd gedachte/ Welch ein Gruß 0 L>uHochq-lobt-. ist hast Vnd der Engel sprach zu jnFürchte dich nicht Maria / du hast Gnade bcy Gott funden. Slhe/ du wirst schwanger werden im Leibe/ vnd einen Son geberen/ dcß Namen soltu Ihcsus heissen. Der wirt gross/ vnd cm Son deßHöhesten genen-Hesus. ntt werden.Vnd Gott der HERR wirdt jm den Stucl seines Vatters Dauid geben/ vnd er wirdt ein König seyn vber das Hauß Jacob ewiglich/vnd seines Königreichs wirdt kein ende seyn. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie sol das zugchenk Sintemal ich von kci- Ls nem Manne wetßkDer Engel antwortct/vnd sprach zu ir: Der heylige Geist wirdt vber dich komm/ vnd die krafft deß Höhesten wirdt dich vberschatten. Darumb auch das Heylige/das von dir gcborn wirt/wirt Gottes Son gencnnet werden. Vnd sihe/ Elijaberh deine gesreundte/ist auch schwanger mit einem Son/in jrcm alter/vnd ge- hetjetzt im sechßtcn Monde/die im gcschrey ist/daß sie vnfruchtbar scy/den bey Gott ist kein ding vnmüglich. Maria aber sprach: Sihe/ ich bin deß HERRN Magd/ mir geschehe wte du gesagt hast.Vnd der Engel schied von jr. üeM Aria aber stund auff in den tagen/vnd gieng auffdas Gebirge endelich/zu der Maria AM Statt Zudc/vnd kam in das Hauß Zacharias/ vnd grüfftt Elisabeth. Vnd es begav sich/als Elisabeth den Gruß Maria höret/hüpffet das Kind in jrem Leibe. - Vnd Elisabeth ward dcß heyligen Geistes voll/vnd rieff laut/ vnd sprach:' Gcbene- dcyet btsiu vnter den Deibcrn/vnd gebenedeyet ist die Frucht deines Leibes. Vnd wo¬ her kowpt mir das/daß die Mutter meines HERRN zu mir komptt Sihe/da ichdie stune dcmes Grusses hörete/hüpffct mit freuden das Kind in meinem Leibe. Vnd/Q selig brstu/ die du geglaubct hast/denn es wirdt vollendet werden/was dir gesagt ist von Sem HERRN. Vnd Marm sprach: Meine H.Mums. I.EÄp. 27) N Denn er hat seine elende Magd angesehen / Sihe/von nun an werden mich se¬ lig preisen alle Kindskind. Denn er hat grosse ding an mir gethan/der da mächtig ist/Vnd deß Namen hcy- ' ligist. Vnd seine Barmhertzigkeit wäret tznerfürvnd für/Bey denen/die in fürchten. Er vbetgewalt mit seinem Arm/Vnd zerstreuwet die Hoffertig sind in ffesher- tzen sinne. Er stosset die Gewaltigen vom Stul / Vnd erhebet die Elenden. Die Hungerigen füllet er mit Gütern/Vnd leßt die Reichen lär. Er dcnckt der Barmhertzigkeit/Vnd hilfft seinem Diener Israelanff. Wie er geredt hat vnsern Vättern/Abraham/vnd seinem Samen ewiglich. Vnd Maria bleib bey ff bcy dreyen Monden/ Darnach kehret sie widcrumb heim. Johan- Nd Elisabeth kam ffe zeyt/daß sie geberen solt/vnd sie gebar einen Son. Vnd m- gkburr. TAffc Nachbarn vn gefreundtcn höreten/ daß der HERR grosse Barmhertzigkeit ^^an ff gethan hatte/vrrd freuweten sich mlt ff.Vnd cs begab sich am achten tage/ kamen sie zu beschneiden dasKindlin/vnd hiessen jn nach seinem Vatter Iacharias. Aber ferne Mutter antwortet/vnd sprach: Mit rnchten/sondern er sol Johannes heis¬ sen. Vnd sie sprachen zu ir:Ift doch niemand in deiner Freundrschafft der also heisse. Vnd sie wincketen seinem Vatter/wie er jnwolt heissen lassen. Vnd er forderte Johan- ein Täfelm/schreib/ vnd sprach: Er heißt Johannes. Vnd sieverwunderten sich alle, x Vnd als bald ward sein Mund vnd seine Junge auffgcchan/ vnd redete /vnd lobete Gott.Vnd es kam ein furcht ober alle Nachbarn/vnd diß Gcschicht ward alles rücht- barauff dem gantzen Jüdischen Gebirge.Vnd alle dieeshöreten/namenszu bertzcn/ vnd sprachcmWas mcincstu/wil auß deck Kindlin werdenden die Hand deß HER¬ REN war mit jm. Vnd sein Vatter Iacbarias ward deß heyligen Geistes voll/weiffaget/vn sprach: Wcissa- ^^Elobcr sey der HERR / der Gott Israel/ Denn er hat besucht vnd erlöset ftm gun-vnnd Volek. Lac§fa^ Vnd hat vns auffgericht ein Horn deß Heils / In dem Hause seines Dieners Dauid. Als er vor zeyten geredt hat/Durch den Mund seiner heyligen Propheten. Daß er vns errettet von vnsern Feinden/Vnd von der Hand aller die vns hassen. Vnd die Barmhertzigkeit erzeigete vnsern Vättern/Vnd gedechte an seinen hey- ligenBund. Vnd an den Eyd/den er geschwore hat vnserm Vatter Abraham/Vns zu geben. Daß wir erlöset auß der Hand vnfcr Feinde / Im dlcnetcn on furcht vnser leben¬ lang. In Hcyligkeit vnd Gerechtigkeit / Die im gesellig ist. Vnd du Kindlin wirst ein Prophet deß Höhcstcn heissen/Du wirst vor dem HERRN her gehen/daß du seinen weg bereitest. d Vnd " Erkennmiß deß Heils gebest seinem Volek/ Die da ist in Vergebung ffer fttt soll?/Wieste ftliK Durch die hertzliche Barmhertzigkeit vnsers Gottes/Durch welche vns besucht ^rch?,eWn'el?ch hat der' Auffgang auß der Höhe. Auffdaß er erscheine denen/die da sitzen im finsterniß vn schatten deß tods/ Vnd , richte vnscre Füsse auff den weg deß Friedes. (A»ssga«g) Thrr, Vnd das Kindlin wuchßvndward starck ün Geist/Vndwar in der Wüsten/ bißdaß er solthcrsürtretten für das Volck Israel. Das a (Geschätzt) Schäften ist hie/ daß emicglichcrhatMüs-- sen ein Qrc dcßgäl-- den geben von jegli¬ chem Haupt. -Guangelmm li.Lap. 11. Lap. Das RmdllN Tlkefus wirt gekörn/dön Hirten verkündigt/ am achten tage beschnitten / vnd nachmals rm Tempel geopffert. Snneon vnd Hanna loben den HERAN/vno weissagen. MM S begab sich aber zu der zeyt/dasi ein Gebott von dem Keyser Augusto außgieng/daß alle Welt - geschätzt würde.Vnd diese Gebm HUA Schatzung war die aller erste/vnd gcschach zur zeyt/da Kyrenius Landpfleger in Syrien war. Vndiedermangieng/daß er sich schä¬ tzen liessc/etn jeglicher in seine Statt. Da machet sich auch auff Joseph/ auß Galilea / auß der Statt wich t. Nazareth / in das Jüdische Land / zur Statt Dauid / die da heißt Bethlehem / dar- umb/daß er von dem Hause vn Geschlechte Dauid war/ auff daß er sich schätzen lies¬ se mit Maria seinem verträumten Weibe / die war schwanger. Vnd als sie daselbst warcn/kam tue zeyt/daß sie geberen solte. Vnd sie gebar jren Wtth ersten Son/vnd wickelt jntnWindeln/vnd legte in in ein Krippen/denn sie hatten sonstkeinen raum in der Herberge. Vttd es waren Hirten in dcrselbigen gegend auff dem Felde/ bey den Hürten/die hüteten deß nachts jrer Herde. Vnd sihe/deß HERRN Engel trat zu inen/vnd die klarheit deß HERRN leuchtet vmb sie/vn sie forchtcn sich sehr. Vnd der Engel sprach Auaniß Zu inen: Fürchtet euch mcht/sihc/ Ich verkündige euch grosse Freude / die allem Volck d-r L»g-l !- widerfahren wrrt / Denn euch ist heute der Heyland geborn / welcher ist Christus der ^ HERR/m dcr Statt Damd. Vnd das habt zum zeichen/ir werdet finden das Kind in Windeln gcwickelt/vnd s in einer Krippen ligcn.Vttd als bald war da bey dem Engel die menge der Htmlischm Heerscharen/dte lobten Gott/vnd sprachen:Ehre seyGott in der Höhe/vnd Friede (woig fallen) auffErdcn/vnd den Menschen ein d Wolgefallen. Daß Li-Mc,stchm A6^Nd da die Engel von inen gen Himel fuhren/sprachen die Hirten vnternander: Allgniß hL"wttLs!M ^ALaßt vns nun gehen gen Bethlehem / vnd die Beschicht sehen / die da geschehen W»« ^si/drevns der HERR kund gethan hat. Vnd sic kamen eilend/vnfunden bcydc/M- danckaunemeu/ vnd rianr vnd Ioseph/dazu das Kittd in der Knppcn liqen.Da sie es aber gesehen hatten/ f>vude!uaßcuv!/ltt, breiteten sie das Wort auß/welchs zu inen von diesem Kind gesagt war.Vnd alle/für die es kam/wundertcn sich der rcde/dte inen die Hirten gesagt hattcn.Maria aber be¬ hielt alle diese wort/vnd beweget sie in jrcm hertzen. Vnd die Hirten kehreten wider vmb / pressetcn vnd lobten Gott / vmb alles /das sic gehöret vnd gesehen hatten /wie denn Minen gesagt war. A^Nd daacht tage vmb waren/daß das Kind beschnitten würde/da ward sein cxPName genennet Jhesus / welcher genennet war von dem Engel / ehe denn er in Mutterklbe empfangen ward. 8^LNd dadictage jrerreinigung nach demGcsetzMosikamcn/brachten sie in gen Mack O^Ierusalem/auff daß sie in darstelleten dem HERRN / wie denn geschrieben ste-"" hct in dem Gesetz deß HERRN / Allerlei) Mänlin/ das zum ersten die Mutter bricht/ sot dem HERRN gehctliget heissen/ vnd daß sie geben das Opffcr/nach dem gesagt ist im Gesetz deß HERRN/ ein par Turteltauben / oder zwo iungc Tauben. Vnd sihe/ ein Mensch war zu Jerusalem/mit Namen Simeon/vnd dersclb « Mensch war from vnd Gottfürchtig/ vnd wartet auff den Trost Israel/ vnd der hey- SiiMti lige Geist war in im- Vnd jm war ein antwort worden von dem heyligen Geist / Er M.'"" solt den tod nicht sehen/er hette dcnn zuvor den Christ dcß HERRN gesehen. Vnd kam auß anregen deß Geistes in den Tempel. Vnd da die Eltern das Kind Jhesum in den Tempel brachten/daß sie für in the- ten / wie man pfleget nach dem Gesetz/ da nam er in auff seine arm / vnd lobte Gott/ vndsprach: / * ' . - > HERR e (Friede fahren) Mas »st/ Nun wrk ich ftvljch stcrbeNi. H.Mums. II.Lgp. 272 U M^ERR/Nun lessestu deinen Diener im ^Friede fahren/wie du gesagt hast. SA Denn meine äugen haben deinen Heyland gesehen. x ' Welchen du bereitet hast für allen Völckcm. Ein Liecht zu erleuchten die Heyden/ Vnd zum pretß deines Volcks Israel. sein Vatter vnd Mutter wunderten sich deß/das von im geredt ward.Vnd ^^Simeon segnet sie/vnd sprach zu Maria seiner Mutter: Sihe/diser wirt gesetzt zuememfallvndaufferstehen viler in Israel/vnd zu einem Zeichen dem widerspro¬ chen wirt. Vnd es wirt ein Schwerin durch deine Seele dringen/auff daß viler her-- tzen gedancken offenbar werden. Jeugniß Vnd es war ein Prophetin Hanna/ eine Tochter Phanuel/vom Geschlecht A- sir/die war wol bctaget/vnd hatte gelebt siben jar mit jrem Manne nach irerIung- ehristo. frauwschafft. Vnd war nun eine Wittwe bey vier vnd achtzig iaren/die kam nimmer vom Tempel/ dienet Gott mit fasten vnd betten tag vnd nacht. Dteselbige trat auch hinzu zu derselbigen stunde/vnd preiset den HERRN/ vnd redet von im/ zu allen/ die da auff die erlösung zu Jerusalem warteten. v Vnd da sie cs alles vollendet hatten / nach dem Gesetz deß HERRN/ kehreten sie wider in Galileam/zu ircr Statt Nazareth.Aber das Kind wuchß/vnd ward starck im Geist/ voller Weißhett/ vnd Gottes gnade war bey jm. Rhesus I^Nd seine Eltern giengen alle iar gen Jerusalem auff das Osterfest. Vnd da er ,a» alt. (zAzwölff iar alt war/ giengen sie hinauffgen Jerusalem / nach gewonhcit deß Fe¬ stes. Vnd da die tage vollendet waren/ww sic wider zu Hause giengen/bleib das Kind Ihcsus zu Jerusalem/ vnd seine Eltern wußtens nicht. Sie mcineten aber/ Er were vnter den Gefcrten/vnd kamen eine ragreise/vnd suchten in vnter den gefreundten vnd bckannten.Vnd da sie in nicht fundcn/giengcn sie widerumb gen Ierusalcm/vnd suchten in.Vnd es begab sich nach dreycn tagen/funden sie in im Tempel sitzen mitten vnter den Lehrern/das er inen zuhörete/vnd sie fragetc. Vnd alle die im zuhöreten/ verwunderten sich seines verstandts /vnd seiner antwort. Vnd da sie in sahen/ent- satzten sie sich. Vnd seine Mutter sprach zu inn Mein Son/warumb hastu vns das gethank Sihe/dein Vatter vnd Ich haben dich mit schmertzen gesucht. Vnd er sprach zu inen: Was ists/daß ir mich gesucht habt? Wisset ir nicht daß ich seyn muß in dem/das mei¬ nes Vatters iftk Vnd sie verstunden das wort nicht/das er mit inen redet. Vnd er giengmtt inen hinab/vnd kam gen Nazareth/vnd war inenvnterthan. Vndseine Mutter behielt alle dise wort in ircm hcrtzen. Vnd Ihcsus nam zu/an wetßhett/alter vnd gnade / bey Gott vnd den Menschen. m.Lap. Johannes predigt Buß vnd Vergebung der Sünden/ gibt reugniß von Chrrsto/tkusfr da» Volek»'» Iordan/vnd den HERNN Christum selbs/vud wirr vom Herode gefangen. Die Ge- burtlini deß Christi. WWW dcmfünfftzehendm jar deßKepserthumbsKeysers ?u^vcl- Tyberii/da Pontius Pilatus Landpfieger inIudeawar/vndHero- bannes des ein Vierfürst ittGalilea/vnd sein Bruder Philippus ein Vier- fürst in Zturea/vnd in der gegcnd Trachonitis/vnd Lssanias ein Vierfürst zu Abilene/da Hannas vnd Kaiphas Hohepriester wa- ren/Da geschach der befehl Gottes zu Iohannes/Zachartas Son/ in der Wüsten. Marth. Vnd er kam in alle gegend vmb den Jordan/ vnd prediget die Tauffe der Busse/ Zur Vergebung der Sünde/wie geschrieben stehet in dem Buch der Rede Iesaias deß I-faieA Propheten / der da sagt: Es ist eine stimme eines Predigers in der Wüsten / Bereitet Johan- dm weg deß HERRN/vnd machet seine steige richtig. Alle Thal sollen voll werden/ ms predige, yyh M Berge vnd Hügel sollen ernidriget werden/vnd was krumb ist/sol richtig werden/ önMelchi. Witt gekauft/ daerbey;». Mn alk ist. werden / vnd was vneben ist / sol schlechter weg werden. Vnd alles Fleisch wirdt dm Hcyland Gottes sehen. ^^A sprach er zu dem Volck / das hinauß gleng / daß es sich von jm täuffen liesse/ c^sZr Otterngezichte / wer hat denn euch gewciset / daß ir dem zukünfftigen zorn entrinnen werdetk Gehet zu/ thut rechtschaffene frucht der Busse/ vnd nemmet euch nicht für zu sagen: Wir haben Abraham zum Vatter. Denn ich sage euch/ Gott kan dem Abraham auß diesen steinen Kmder erweckcn.Es ist schon die Art den Bäumen an die Wurtzel gelegt. Welcher Baum nicht gute früchte bringct/wirt abgehauwm/ vnd in das feuwer gcworffen. HSKNd das Volck fraget jn/vnd sprach: Was sollen wir denn thunk Er antwortet/ sAvnd sprach zu jnen: Wer zwen Röck hat/ der gebe dem/ der keinen hat/vnd wer Speise hat/thue auch also. Es kamen auch die Zöllner/ daß sie sich täuffen liessen/ vnd sprachen zujm:M- ster/was sollen denn ww thunk Er sprach zu jnemFordcrt nicht mehr denn gesetzt ist. Da fragten jn auch die Kriegßleute / vnd sprachen: Was sollen denn wir thunk « Vndersprachzujnen:Thutniemand^gewaltnochvnrecht/vndlaffetcuchbenügen m öft^mlicherfrM/ an euwerm Solde. AcZn Eckendem ^sLs aber das Volck im wahn war/ vnd dachten alle in iren hertzen von Johanne/ Matth.;, andern s-nrr-chcvcr ex villeicht Khristus were/antwortet Zohanes/vnd sprach zu allcmZch täuffe ^'--rkchret. euch mit Waffer/Eö kompt aber ein stercker nach mir/dem ich nicht gnugsam bin/daß ich die riemen seiner Schuch aufflöse/Der wirt euch mit dem heyligen Geiste vnd mit feuwer täuffen. Zn deffelbigen Hand ist die Wurffschauffel/ vnd er wirt seine Tennen fegen/vnd wirdt den Weitzcn in seine Scheuwren samten/ vnd die Spreuw wirdt er mit ewigem Feuwer verbrennen.Vnd vil anderß mehr vermanet vnd verkündiget er dem Volck. ^Lrodes aber der Vierfürst / da er von jm gestrafft ward / vmb der Herodias wil, ^lm/scincsBrudersWcib/vndvmballes vbels willen das Herodes thet/vber das alles leget er Johannes gefangen. A6Md es begab sich/ da sich alles Volck täuffen ließ/ vn Zhesus auch getaufft war/ cM vnd bettet/daß sich der Himmel auffthet/vnd der heylige Geist fuhr hernider/in I-An. lewlicher gestalt auff jn/ wie eine Taube. Vnd eine stimme kam auß dem Himmel/die sprach: Du bist mein lieber Son / an dem ich wolgefallen habe. Vnd Zhesus gieng in das dreissigst jar/ vnd ward gehalten für einen Son Zo- c seph / welcher war ein Son Eli. Der war ein son Mathath. Der war ein son Leui. Derwaretn DerwareinsonZanna. DerwaremsonZoseph. Der war ein sonMathathiae. Der war ein son Amos. DerwareinsonNahum. Der war ein son Esli. DerwareinsonNange. Der war ein son Maath. Der war ein son Mathathias. Der war ein son Simei. DerwareinsonZosech. Der war ein son Juda. Der war em son Johanna- DerwaremsonResia. sonMelchi. son Addi. Der war ein son Zorobabel. Der war ein son Salathiel. Der war ein son Neri. Der war ein Der war ein. Der war ein son Kosam. Der war ein son Elmadam. iZmas. son Obed. r> Der war ein son Her. Der war ein son "Jeso. DerwareinsonEliezer. DerwareinsonZorem. Der war ein son Mattha. Der war ein son Leui. Der war ein son Simeon. Von ditftn Der war ein son Juda. lkvundÄ- Derwareinson Joseph. Nus" Gliche Der war ein son Zonam, aussenleßr. Der war ein sott EliakttN. Der war ein son Melea. Der war ein son Menam. Der war ein Son Mathathan. Der war ein son Nathan. DerwaretnsonDauid. DerwareinsonZesse. Der war ein sonTharä. sonNachor. sonSaruch. sonRagahu. sonphalcg. Der war ein son Boos. Der war ein son Salmon. Der war ein son Nahasson. Der war ein son Aminadab. Der war ein son Aram. Der war ein son Esrom. L Der war ein son Phares. Der war ein son Zuda. DerwareinsonZacob. DerwareinsonZsaac. Der war ein son Abraham Der war ein Der war ein Der war ein Der war ein Der war ein Der war ein son Eber. Der war ein son Sala. Der war ein son Kainan. Der war ein son Arphachsad» Der war ein son Sem. Der war ein son Noe. Der war ein son Lamech. Der war ein son Machusala. Der war ein son Enoch. DerwareinsonZared. in.Lap. 27; - Der °§mngel!üm Illl.Lav. DerwareittsonMalaleet. Der war citt so« Katnan. DerwareinsonEnos. Der war ein son Seth. Der war ein son Adam. Der war Gottes. IIII.Qp. Ihesns fastet in der WLsten/vnd wr'rt vom Teuffel versucht/kompt darnach kn Galileam/lehrt kn das Gchulen/vnv bezeugt zu Nazareth feinen Geist mit dec Prophecey Iefasa/thnt daselbst kein »eichen in sei¬ nem "varrerlaude/wtrr verfolgt/vnd zum tod geführt. Er aber kompr hmweg/lehrt zu Lapernaum/trel, bet einen vnreinen Teuffel auß/macht Simonis Gchwieger/vnd sonst vtl Rrancken/gesvndt. Hesus aber voll heyltges Getstes/kam wider von dem ^^^^^UHrdan/vnd ward vom Geist indie Wüsten geführet/vnd ward viertztg tage lang von dem Teuffel versucht/ Vnd er aß nichts in dem Aus m selbigen tagen/vnd da dieselbigenein ende hatten/hungert in dar-vA^ nach.DerTeuffelabersprachzuim:BistuGotkesSon/sosprichzu dem Stein/daß er Brot werde. Vnd Hesus antwortet / vnd sprach zu im: Es stehet geschrieben: DerMensch lebetnicht allein vom Brot/sondern von einem iegltchen Lms. Wort Gottes. Vnd der Teuffel führetinauff einen hohen Berg/vnd weiset im alle Reich der gantzen Welt/in einem Augenblick/vnd sprach zu im: Diese macht wil ich dir alle ge- bm/vnd ire Herrligkeit/denn sie ist mir vbergeben/vnd ich gebe sie welchem ich wil/ iL iDodu nun mich wilt anbeten/so sol es alles dein seyn.Hesus antwortet im/vn sprach: Heb dich von mir weg Sathan/Es stehet geschrieben: Du solt Gott deinen HERRN Dem. anbeten/vnd im allein dienen.- Vnd er führet jn gen Jerusalem / vnd stellet in auff deß Tempels Annen / vüd sprach zu im: Bistu Gottes Son/so laß dich von hinnen hinunder/ Denn es stehet ge- psalm, schrieben/ Er wirt befehlen seinen Engeln von dir/daß sie dich bewarcn/ vnd auff den henden tragen/auffdaß du nit etwa deinen fuß an einen stein stossest. Hesus amwor- tet/vndsprachzuim:Esistgesagt/DusoltGottdeinenHEMN nitversuchen. Vnd Dem.-, da der Teuffel alle Versuchung vollendet hatte/weich er von im eine zeitlang. Vnd Hesus kam wider in deß Geistes krafft in Galilean/Vnd das gerächt er- g schall von im durch alle vmbligende ort.Vnd er lehret in jren Schulen/vnd ward von jedermangcpmset. M-Nd er kam gen Nazareth / da er erzogen war / vnd gieng in die Schule nach sei- Ms c^ner gewonheit am Sabbath tage/vnd stund auff vnd wolt lesen. Da ward im das Buch deß Prooheten Zesaias gereicht. Vnd da er das Buch rumb warff/fand er ° den ort / da geschrieben stehet: Der Geist deß HERRN ist bey mir/ derhalben er mich gesalbet hat/vnd gesandt zu verkündigen das Evangelium den Armen / zu hcylen die zustossen hertzen/zu predigen den Gefangenen/ Daß sie loß seyn sollen/ vnd den Blin¬ den das Gesicht/vnd den zuschlagenen/ daß sic frey vnd ledig seyn sollen /Vnd zu pre¬ digen das angeneme iar deß HERRN. Vnd als er das Buch zuthet/gab ere dem Diener/vnd satzte sich. Vnd aller Au¬ gen die in der Schulen waren/ sahen auff in. Vnd er fieng an zu sagen zu inen: Heute ist diese Schrifft erfüllet für euwern Ohren. Vnd sie gaben alle zeugniß von im / vnd verwunderten sich der holdseligen wort/die auß seinem Munde gicngen/vn sprachen: ( Josephs Son) M Has Nicht" Josephs Sone L°Ä?-7. Vnd er sprach zu inemIr werdet fteyttch zu mir sagen diß Sprichwort/Arht HU dir seiber. Denn wie groß ding haben wir gehöret zu Kapernaum geschehene Thue iLauch also hie in deinem Dattcriandc.Er sprach aber: Warlich ich sage euch:Kcin pro- * phct lsi angencm in seinem Battcrlandc. H.Eutiw. IIII.Lap» 27^. Q Aber in der warheit sage ich eucb/Es waren vtl Wrttwen in Israel / zu Elias zei- ; R-g. »7. tcn/da der Himmel verschlossen war/drey jar vnd scchß Monden/ da eine grosse theu- rungwar mi gantzen Lande/vnd zu der keiner war Elias gesandt/denn allein gen 4» Reg. 5. Sarcphtha/der Sldonier/zu einer Wittwe. Vnd viel Außsetztge waren in Israel zu deß Propheten Eliseus Zeiten/vnd derkcincr ward gcreinigct/denn allein Naaman auß Syrien. Vnd sie wurden voll zorns alle die ln der Schulen waren/da sie das horeten/ stunden auff/vnd stiessen jn zur Statt hinauß/vnd sühreten in auff einen Hü¬ gel deß Berges/darauff ire Statt gebauwet war/daß sie in hmab stürtzeten/Aber er gieng mitten durch sie hinwcg/vnd kam gen Kapernaum/ in die Statt Galilca / vnd lehrete sie an den Sabbathen.Dnd sie verwunderten sich seiner Lehre/denn seine Re¬ de war gewaltig. war ein Mensch in der Schul/bcscssen mit einem vnsaubern Teuffel/vnd Teuffel c>^dcr schrey laut/vnd sprach: Halt/was haben wir mit du zu schaffen / Ihelu von AßAm'E Nazarethk Du bist kommen vns zu verdcrbcn/Ich werßwcr du bist/ nemlich/der hey- lige Gottes. Vnd Ihesus bedräuwct in / vnd sprach: Vcrstumme/vnd fahre auß von jm. Vnd der Teuffelwarffin mitten vntersie/vnd fuhr von im auß/vnd thet im kei¬ nen schaden. Vnd es kam eine furcht vber sie alle/vnd redeten mit einander / vnd spra- v chcn: Was ist das für ein ding k Er gebeut mit macht vnd gemalt den vnsaubern Gei¬ stern/vnd sie fahren auß. Vnd es erschall sein geschrey in alle örter deß vmbligenden Landes. AE/ ^^HNd er stund auff auß der Schulen/vnd kam in Simonis Hauss/vnd Simonis Petri o^Schwiger war mit einem harten Fieber behafft. Vnd sie baten in für sie/ Vnd Schwigcr. jr/vnd geb§t yem Iieber/vnd es verließ sie/ Vnd bald stund sie anff vnd die¬ nere inen. 8^Nd da die Sonne vntergangen war/alle die so Krancken hatten mit manchcr- cx^lcy Scuchen/brachttn sie zu im. Vnd er leget auffeinen jeglichen dle hcnde/ vnd machet sie gesundt. Es fuhren auch dieTeuffel auß von vilcn / scbrycl; / vnd sprachen: Du bist §hristus/derSon Gottes. Vnd er bedräuwct sie/vnd ließ sie nicht reden/ Denn sie wußten/daß er Khrtstus war. rn-rc. r. es aber tag ward/gieng er hinauß an eine wüste stette/Vnd das Volck suchte in/vnd kamen zu im/vnd hielten in auff/daß er nicht von inen gienge. Er sprach aber zujnen:Ich muß auch andern Stätten das Euangetzum predigen vom Rach Gottcs/Denn dazu bin ich gesandt. Vnd er prediget in den Schulen Galilca. V. Lap. Jhesir« lehret dchs Volck auß er'nem Schiffe. Simon sehet eine grosse menge Llsche. Der HD'RR Ihesus macht einen Aussätzige« rern/htlffr sedecman/heilretnen Glchtbrüctngen / ve> -- gibt sm sernesünve beruffr Matrheum vom Toll/ vnd gibt anrrvorr/warumb selneJünger nicht fasten rvre die Jünger Johannis/.c. S begab sich aber/da sich das Volck zu jm dranz/zu hören das Wort Gottes/vnd er stund am See Genczareth/vnd sä¬ he zwey Schiff am See stehen/die Fischer aber waren außgctrcttm/ vnd wuschen ire Netze / trat er in der Schiff eins/ welche Smwms war/vnd bat jn/daß crs em wenig vom Lande führet. Vnd er satzte sich/vnd lehret das Volck auß dem Schiff. Fisch- Vnd als er hatte auffgehöret zu reden/sprach er zu Simon: Fahre allff die höhe/ fa»Z. vnd werffet euwere Netze auß / daß ir einen Jug thut. Vnd Simon antwortet/ vnd sprach zu im: Meister/wir haben die gantze nacht gearbeitet/vnd nichts gefangen/ Aber auff dein wort wil ich das Netze außwerffen. Vnd da sie das theten / beschlossen sie ein grosse menge Ftschc/vnd ir Netz zureiß. Vnd sie wtnckcten iren Gesellen / die im z ij andern LMWlmm V.Lüp. andern Schiffwaren/daß sie kemen/vnd hülffen inen ziehen. Dnd sie kamen vnd fül- Leten beyde Schiffvoll/also/daß sie suncken. Da das Simon Petrus sahe/fiel er Jhesu zu den knien/vnd sprach: HERR/ Ge- he von mir hinauß/ich bin ein sündiger Mensch. Denn es war in ein schrecken ankom- " men/vnd alle die mit im waren/ vber disem Fischzug/den sie mit einander gethan hat- ten/Deffelbigen gleichen auch Jacobum vnd Zohanncm/die Söne Zcbedei/ Simo¬ nis Gesellen. Vnd Zhesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht / Denn von nun an wirstu Menschen sahen. Vnd sie führeten die Schiff zu Lande/vnd verliessen alles/ vnd folgetenjm nach. b^Nd es begab sich/ da er in einer Statt war/ Gihe/da war ein Mann vvll Auß- v c^satzs. Da der Jhesum sähe/fiel erauff sein Angesicht /vnd bat in/vnd sprach: HERR/wiltu/so kanstumich reinigen. Vnderstrecket die Hand auß/vnd rührctjn Außsttzi- an/ vnd sprach: Ich Wils thun /sey geretniget. Vnd also bald gteng der Außfatz von im. Vnd er gebot im/daß crs niemand sagen solt/Sondern gehe hin/vnd zeige dich dempriester/vnd opffer für deine Reintgung/wie Moses gebotten hat/inenzm^M Zeugniß. Es kam aber die sage von im ie weiter auß/Vnd kam vil Volcks zusamen / daß sie in höreten/vnd durch in grsundt würden voniren Kranckheiten. Er aber entweich m die Wüsten/vnd betet. H^-Nd es begab sich auffeinen tag/daß er lchrete/Vnd fassen da die Phartseer vnd » ch^Schrifftgelehrten/die da kommen waren auß allen Märckten in Galilea vnd A"/, Iudea/vnd von Jerusalem/vnd die krafft deß HERRN gicng von im/vnd halff jeder- man. Vnd sihe/etliche Männer brachten einen Menschen auffeincm Bette/ der war Gichtbrüchrg/vnd sie suchten/wie sie in hineynbrechten/vnd für in legten. Dnd da siefürdemVolck nicht fündcn/an welchem srrsiejn hineynbrechten/stiegen sic auff das Dach/vnd liessen in durch die Ziegeln hermder mitdemBettlln/mtttcnvmer sie/fürIhcsum.Vnd da er iren Glauben sähe/ sprach er zu im: Mensch/ deine sünde sind dir vergeben. VnddieSchrifftgelchrtenvnd phartseer fiengeuanzu drucken /vnd sprachen: o Wer ist der/daß er Gotteslästerung redettWer kan sünde vergeven/ desr allein Gottk DaaberIhesus ire gedancken merckte/antwortet er/vnd sprach zu inen: Was den- ckct jr in euwcrn HertzenkWelchs ist leichter zu sagen: Dir sind deine sünde vergeben/ oder zu sagen: Stehe auff vnd wandelet Auffdaßir aber wisset/daß deß Menschen Son macht hat auffErden sünde zu vergeben / sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Ich sage drr/stcheauff/vnd hebe dein Bettlin auff/vnd gehe heim. Vnd alsbald stundet auff für jren Augen /vnd Hube das Bettlin auff/ darallff er gelegen war/vnd gieng heim/vnd preisete Gott. Vnd sie cmsatzten sich alle/vnd preiseten Gott / vnd wurden voll furcht/vnd sprachen: Wir haben heute seltzame ding gesehen. A^ENd darnach gieng er auß/vnd sähe einen Zöllner/mit Namen Leui/am Zoll si- o^tzen/vnd sprach zu im: Folge mir nach. Vnd er verließ alles/stund auff/vnd fol- Beruf- gctim nach. Vnd der Lcui richtet jm ein groß Mahl zu in seinem Hallst/ Dnd vil Zoll- AsMa, ner vnd andere fassen mit im zu Tisch. Vnd die Schrifftgelchrten vnd phartseer mur- rcten wider seine'Jünger/vnd sprachen :Warumb esset vnd trmckct irmit den Zöll¬ nern vtld SünderntDnd Ihcsus antwortet/vnd sprach zu inen:Die Gesunden dürf- fcn deß Achtes nicht/sondern die Krancken. Ich bin kommcnzu ruffcn den Sündern zur Buffe/vnd nicht den Gerechten. E'Ie aber sprachen zu jm.Warumb fasten Johannis Jünger so offt/vnd beten so v ^Aviel/defstlbigcn gleichen der phariseer Jünger/Aber deine Jünger essen vnd ZAA? trinckent Er sprach aber zu inen: Jr müget die Hochzcitleute nicht zu fasten treiben / so lange der Vrcutgam bcy inen ist. Es wirt aber die zeit kommen/dass der Bremgam von inen genommen wirt/denn werden sie fasten. Dnd Mütth. s, rNarc.L. Vom Sabbach, H. Mmas. VI. lkap. 275 MEH-. Vndersagtezu jnen einGleichniß: Niemand flickt einen Lappen vomneuwen Msrc... Kleid auffein alt Kleid/Wo anderß/so reisset das neuwe/vnd der Lappe vom neuwen reimet sich nicht auffdas alte. Vnd niemand fasset Most in alte Schleuche / Wo an¬ derst / so zureiffet der Most die Schleuche / vnd wirdt verschüttct/vnd die Schleuche kornmcn vmb. Sondern den Most sol man m ncuwe Schleuche fassen / so werden sie beyde behalten.Vnd niemand ist/der vom alten trincket/vnd wolle bald deß neuwen/ denn er spricht: Der alte ist mitten v I. -m Werbe/ vnd sprac!) ;n Smron: Srhest du diß Werb? Ichbmksmmenmde uHau hast nur r:cvl Wasser gegeben zu meinen Füssen. Oise aber hat m enre Fü sie mit v re neu genetzet vnd mit den Haaren jrcs Häuprs ge-- trücknct. Du haft ln:r lünerr Kuß gcgcbcn/Desc aber/ nach dem sic hercyn kommen iss hat sie nicht abgelaffen meine Füsse zu küssen. Du hast mem Haupt mcht mit öle gesa' bct/Sic aber hat meine Füsse mit Salben gesalbet. Derhalbcn sage ich dir :Ir sind viel Sünde vergeben/ Denn sic hat viel geücbct: Welchem aber wenig vergeben kwt dcrl lt-tu nig. Vnd er sprach zu jr: Dir sind deine Sünde vergeben. Daficngen an die mitjm zu Tisch saffcn/vnd sprachen bcy sich selbs: Wer ist drser / der auch die Sünde vergibt? Er aber sprach zu dem Werbe: Dein Glaub hat dw gcholffen/ Gehe hm mit ftlden. VIII.Lap. Ibesvs predigt im Lande hl'u vnd wlder vnd vn l Weiber folgen im nacd/Eri- hretdas Vo!^ drn cb MIeicbnisse. Vom Seemann vnd Samen/vom gebrauch deß Lieclnsineinem Hause. wer deß ^07Ihesn Murrer/.Brüder vnd Scbweitern Ibesusschlefftlm Sct«ffeMie Junger w kenin/vnder fflüerdre vngeffümmigken deß Winds vnd deß Meers Treibet em Legion T uffel auß/erlankr ,nen ln ein Herd Seuw ;u fahren / Hexler den )wölff»artgcn Blutgang eines Weibs, vnd erweck, Jalti Tochter vom Tode. bl-gab srck darnach/das; er repsete durch Stätte vnd Mäicktevnd prediget vnd vei kündiget das Euangcliumvom ' BARM" M Reich Gottcs/vn die Iwölffc Mit jm. Dazu etliche Wcibcr/dle er ge- suntt gemacht von dcrr bösen Geisten vnd Kranckheucn/ nem- da Magdalena heisset/von welcher waren siben Tcuffcl außgtfahrcn/vud whanna das WeibKhusa/deßPfiegcrs Hcrovis/vnd Susanna/vnd vtl andere/dlc jnen Handreichung thetcn von jrer Habe. niin vil Volcks bcy einander war/vnd miß den Stätten zu jm cyleten sprach r durch cine Glcichmffe : Es gieng ein Seemann auß zu fiicn seinen Samen/ Vom vnd in dem er säet/ fiel etlichs an dm Weg / vnd ward verwetten/vnd die Vögel vuter dem Himmelfraffens auff. Vnd etlichsfielauffdenFelß/vuddaesauffgreng/ verdorret H.Lucao. viii.Lap. verdorret es/darumb/daß es nicht fasst hatte. Vnd etlichs fiel mitten vnter die Dör¬ ren/vnd die Dornen giengen mit auff/vnd ersticktens. Vnd etlichs fiel auffein gut Land/vndeo gieng auff/vndtrug hundertfelttge Frucht. Daerdassaget/rieffer: Wer Ohren hat zu hören/der höre. fragten in aber seine jünger / vnd sprachen: Was diese Gleichnisse werek Er O^aber sprach: Euch ists gegeben zu wissen das Geheimniß deß Reichs Gottes/ Dm andern aber in Gletchntffen/daß fie cs nicht sehen/ob fie es schon sehen/vnd nicht verstchen/ob sie es schon hören. v Das ist aber die Gleichniß/ Der Same ist das Wort Gottes/Die aber an dem Wege smd/das sind die es hören/darnach kompt der Teuffcl vnd nimpt das wort von jrem hertzen/auffdaß sie nit glauben/vnd selig werden. Die aber auffdem Felß/ sind die wenn sie es hören / nemen sie das Wort mit freuden an/vnd die haben nicht wur- tzel/Eine zeitlang gleuben sie/vnd zu der zeit der anfechtung fallen sie ab. Das aber vnter die Dörnen fiel / sind die / so es hören / vnd gehen hin vnter den sorgen/ Reich- rhumb/vnd Wollust dieses Lebens/vnd ersticken/vnd bringen keine Frucht. Das aber auffdem guten Land sind/die das Wort hören vnd behalten in einem feinen guten hcrtzen vnd bringen Frucht in gedult. N«"? Niemand aber zündet ein Liecht an/vnd bedeckte mit einem Gefeß/oder setzts vn- ter eine Banck / sondern er setzte auffeinen Leuchter/ auff daß/ wer hineyn gchct/das Liecht sehe. Denn es ist nichts verborgen/das nicht offenbar werde/Auch nichts heim- lichs/das nicht kundt werde/vnd an tag komme. So sehet nun drauff/ wie jr zuhörek. Denn wer da hat/ dem wirt gegeben/Wer aber nicht hat/ von dem wirt genommen/ auch das er meinet zu haben. LNstth rr. ^E^S giengen aber hinzu seine Mutter vnd Brüder/vnd kundten für dem Volck ^^-^Echtzu im komm.Vnd es ward im ungesagt: Deine Mutter vnd deine Brüder sichen draussen/vnd wöllen dich sehen. Er aber antwortet/vnd sprach zu inen: Meine Mutter vnd meine Brüder sind diese/die Gottes wort hören vnd thun. M-tbd 8^'^ es begab sich auffder tage einen/daß er in ein Schiff trat/sampt seinenIün- tz^gern/vnder sprach zu inen: Lasset vns vbcr den See fahren. Sie stiessen von Lande/vnd da sie schifften / entschliess er. Vnd es kam ein Windwirbel auff den See/ vnd die Wellen verfielen sie/vnd stunden in grosser fahr. Da traten sie zu im/vnd weckten in auff/vnd sprachenMcister/Meister/wir verderbcn.Da stund er auff/vnd bedräuwete den Wind/vnd die Wage deß Wassers. Vnd es ließ ab/vnd ward eme stille. Er sprach aber zu inen: Wo ist euwer Glaube k Sie furchten sich aber / vnd ver¬ wunderten sich/vnd sprachen vnternander: Wer ist diserk denn er gebeut dem Wrnde vnd dem Wasser / vnd sie sind im gehorsam k Vnd sie schifften fort in die Gegend der Gadarener/welcke ist gegen Galilcan vber. d^k'Nd als er außtrat auff das Land / begegnete im ein Mann auß der Statt/ der Bescffe- Ä^hatte Teuffel von langer zeit her / vnd thet keine Kleider an/vnd bleib in keinem «erm der G-- Ause/sondem in den Gräbern. Da er aber Ihesum sahe/schrey er/vttd fiel für im Ni¬ vard der/vnd rLcfflaut/vttd sprach: Was hab ich mit dir zuschaffen/Zhcsu du Son Gottes deß Allerhöhcften k Ich bitte dich/du wöllcst mich nicht quelen/Denn er gebott dem vnsaubern Geist/daß er von dem Menschen außführe/ denn er hatte jn lange zeit ge- plaget.Vnd erwar mit Ketten gebunden/vnd mit Fesseln gefangen/vnd zureiß die Bande/vnd ward getrieben von dem Teuffcl in die Wüsten. Vnd Ihcsus fraget in / vnd sprach: Wie heissest duk Er sprach: Legion / denn es waren viel Teuffcl in in gefahren. Vnd sic baten jn/daß er sie nicht hiesse m die Liesse fahren. Es war aber daselbst eine grosse Herd Seuw an der Weyde auffdem Berge/ vnd sie baten in / daß er inen erlaubet in dieselbigen zu fahren. Vnd er erläubte inen. Da fuhren die Tcuffel auß von dem Menschcn/vnD fuhren in die Seuw/vn dieHerd stürtzet sich mit einem sturm in den See/vnd ersoffen* Da aber die Hmm sahen/ 277 Außscndung derzivölsfApvstelir. Hmgelmm Vlli.Lap. was da geschach / flohen sie/ vnd verkündigetcns in der Statt/ vnd in den Dörflern. Da giengen sie hinauß zusehen/was da geschehen war/vnd kamen zu Hesu/vnd o fundcn den Menschen/von welchem dieTeuffel außgefahren waren/sitzend zu den Füssen Hesu/bckletdet vnd vernünffttg/vnd crschracken. Vnd die es gesehen hatten/ verkündigetensinen/wie der besessene war gesundt worden. Vnd es bat in die gantze menge der vmbligenden Länder der Gadarener/daß er von jnen gienge/ denn es war sie ein grosse furcht ankommen.Vnd er trat in das Schiff/vnd wandte wider vmb. Es bat jn aber der Mann/von dem Die Teuffcl außgefahren waren/daß er bey jm möchte seyn. Aber Hesus ließ in von sich/vnd sprach: Gehe wider heim / vnd sage wie groß ding dir Gott gethan hat. Vnd er gieng hm/vnd prediget durch die gantze Statt/wie groß ding im Hesus gethan hatte. ^^Nd es begab sich/da Hesus wider kam/nam in Dao Volckauff/ denn sie warte- ten alle auff in. Vnd sihe/da kam ein Mann mit Namen Hirus/Der ein Ober¬ ster der Schulen war/vnd fiel Hesu zu den Füssen/vnd bat in/daß er wslte insem 5)auß kommen/Denn er hatte eine einige Tochter/bey zwölffiaren/die lag in den letz¬ ten Zügen. Vnd da er hin gieng/drang in das Dolck- As^Nd ein Weib hatte den Blutgang zwölffiar gehabt/ die hatte alle ire Nahrung OMan die Ertzte gewandt/vnd kundte von niemand geheylet werden/Die trat hin- DH mrbs züvon hinden/vnd rühret seines Kleides säum an/Vnd also bald bestund ir der Blut- gang. Vnd Hesus sprach: Wer hat mich angerühret t Da sie aber alle leugneten/ L sprach Petrus / vnd die mit im waren: Meister / das Volck drenget vnd Drücker dich/ vnd Du sprichst: Wer hat mich angerühret k Hesus aber sprach: Es hat mich iemand angersihret/Denn ich fühle daß eine krafft von mir gegangen ist. Da aber Das Weib sähe/daß nicht verborgen war/kam sie mit zittern/vnd fiel für in / vnd verkündiget für allem Volck/auß was vrsach sie in hette angerühret/vnd wie sie were als bald gesandt worden.Er aber sprach zu ir:Scy getrost meine Tochter/ Dein Glaub hat dir gcholffen/ Gehe hin mit friden. Da er noch redet/kam einer vom Gesinde dcß Obersten der Schule/ vnd sprach -Ach ^ai zu jm: Deine Tochter ist gcstorben/bemühe den Meister nit. Da aber Hesus das ho- «204^ rete/antwortet er im vnd sprach: Fürchte dich nicht/ Glaube nur/ so wirt sie gesandt. Da er aber in das Hauß kam/ließ er niemand hineyn gehen/ denn Petrum vn Hco- bum/vnd Iohannem/vn deß kindes Vatter vnd Mutter.Sie weineten aber allc/vnd klageten sie. Er aber sprach: Weinet nicht/ Sie ist nicht gestorben/ sondern sie schlefft. ZL Vnd sie verlachten in/wusten wol daß sic gestorben war.Er aber treib sie alle hinauß/ nam sie bey der HanD/vnd rieff/vnd sprach:Kind/stehe auff. Vnd ir Geist kam wider/ vnd sic stund also bald auff. Vnd er befahl / man solt ir zu essen geben. Vnd ire Eltern entsatztensich.Lrabergebotitten/daßsienienmndsagtcnwaögcschehenwar. IX. Lap. Jhesirs sendet die zwölffApostel auff;» predigen Herodes fSrchtflch vorfm. lehrt vas Volck m einer Wüstenwnd speiffr wol fünffrausend Man mtt fünffBroten vn zweyeu Fischen. Petrus vnd die Jünger bekennen Lhrlstum/ vnd er sagt «nen von seinem zukünftigen Letven/Lehrrwiemanimsol nachfolgen/ Vndwirdrverklart auffdem Berge/Trerbt eine» Geist auffweichendieJüngec nit kunvren auffrrelben/vermanetdieJüngerzurdemut/nünpr strne reiß für nach Jernsalem/vnd drex wollen -m Nachfolgen. R fordert aber dre Iwölffe zusamm / vnd gab jnen ge-- walt vnd macht vber alle Teuffcl/vnd daß sie Seuche hcylen kund- Mar?«" ten.Vnd sandte sie auß zu predigen das Reich Gottes/vnd zu heylen die Kranckcn.Vnd sprach zu inen: H solt nichts mit euch nemcn auff den weg/weder stab noch taschen/ noch brot/ noch gelt / es sol auch ei¬ ner nicht zween Röcke haben- Vnd wo jr in ein Hanß gehet/ da bleibet biß ir von dan¬ nen ziehet. Vnd welche euch nicht auffnemmen/da gehet auß von derselben Statt/ vnd H.HuW. IX.Lstp. 27s Uetötz.«; Md schüttelt auch ab den Staub von euwcren Füssen/zu einem Zcugniß vber sie.Vnd sie giengenhinauß/vnd durchzogen die Märckte/predigten das Euangelium/vnd machten gesundtan allen enden. walch. ,4 kam aber für Herodes den Vierfürstcn/alles was durch ingeschach/Vnder Wsrc. ^^besorget sich/dieweil von etlichen gesagt ward/Iohannes ist von den todten auff erstanden/Von etlichen aber/ Elias ist erschienen/Von etlichen aber/ Es rst der alten Propheten einer aufferstanden.Vnd Herodes sprach: Johannen; den hab ich enthalt- ptet/Wer ist aber dieser/von dem ich solche höre? Vnd begeretjn zu sehen. ^le Apostel kamen wider/vnd erzeleten im / wie groß ding sie gethan hatten. cz^AVnd er nam sie zu sich/vnd entweich besonders meine Wüsten bey der Statt/ die oa heißt Bethsaida. Da deß das Volck innen ward/zog es im nach.Vnd er ließ sie Zn sich/vnd saget inen vom Reich Gottes/vnd machte gesandt die es bedurfften. Aber der tag fieng an sich zu neigen. b traten zu im die Iwölffe/vnd sprachen zu im: Laß das Volck von dir / daß sie c^Bhingehen in die Märckte vmbher/vnd in die Dörffer/daß sie Herberge vnd Ich«» Speise finden/Denn wir sind hie in der Wüsten. Er aber sprach zu inen: Gebt ir inen zu elfen. Sie sprachen: Wir haben nicht mehr denn fünff Brot/ vnd zween Fisch. Es sey denn daß wir hingehen sollen/vnd Speise kauffen für so groß Volck (denn es wa¬ ren bey fünfftausend Mann.) Er sprach aber zu seinen Jüngern: Lasset sie sich setzen werdc^E bey schichten/iafünfftzig vnd fünfftzig. Vnd sie thaten also/vnd satzten sich alle. Da speiset. rram er die fünff Brot/ vnd zween Flsch/vnd sähe auffgen Himmel/vnd dancket drü- ber/brachsie/vndgab sie den Jüngern/daß sie dem Volck fürlegten. Vnd sie assen vnd wurden alle satt. Vnd wurden auffgehaben / das inen vberbleib von Brocken zwölff Körbe. ^^H7cd es begab sich/da er allein war/vnd betet/vnd seine Jünger beyim / fraget er Wer o^We/vnd sprach:Wer sagen die Leute/daß ich seyk Sie antworten / vnd sprachen: Lhnstusscy. Siejagm/duftycst JohannesderTäuffer/etlicheaber/duseyestElias/etlicheaber/es fty der alten Propheten einer aufferstanden.Er aber sprach zu inen: Wer saget ir aber daß ich ftyk Da antwortet Petrus/vnd sprach: Du bist der Khrist Gottcs.Vnd er be- dräuwet sie/ vnd gcbot/daß sie das niemand sagten.Vnd sprach: Den deß Menschen Son muß noch vil leiden / vnd verworffen werden von den Eltesten vnd Hohenprie- stern/vnd Schrifftgelehrten/vnd getödtet werden/ vnd am dritten tage aufferstehen. o Da sprach er zu inen allemWer mir folgen wil/der verleugne sich selbs/vnd nem- MarÄ.^ me sein Kreutz auffsich täglich/vnd folge mir nach. Denn Mr sein leben erhalten wil/ Kre utz der wirt es verlieren / Wer aber sein Leben verleuret vmb meinen willen/der Wirts er- rra-M, halten. Vnd was nutz hette der Mensch/ob er die gantze Welt gewänne / vnd verlüre sich selbs koder beschädiget sich selbst Wer sich aber mein vnd meiner wort schämet/ deß Wirt sich deß Menschen Son auch schämen/wenn er kommen wirt in feiner Hei¬ ligkeit /vnd seines Vatters/ vnd der hcyligen Engel. Ich sage euch aber warlich: Daß etliche sind von denen / die hie stehen / die den tod nicht schmecken werden/ biß daß sie das Reich Gottes sehen. A^HNd es begab sich nach diesen reden bey acht tagen / daß er zu sich nam Petrum/ Erklerüg Iacobmn/vn gieng auffetnen Berg zu beten. Vnd da er betet/ ehristt. ward die gestalt seines Angesichts anderß/vnd sein Kleid ward weiß vn gläntzet.Vnd sihe/zween Männer redeten mit jm/welche waren Moses vnd Elias/die erschienen in klarhert/vnd redeten von dem" außgang/wclchen er solte erfüllen zu Jerusalem. Pe- „ ä trus aber/vnd die mit im waren/waren voll schlaffs. Da sie aber auffwachtcn / sahen N Was?r sie seine Klarheit/vnd die zween Männer bey im stehen. mvenE Vnd es begab sich/da die von im wichen/sprach Petrus zu Jhesu: Meister/ hie ist gut seyn / Lasset vns drey Hütten machen/ Dir eine/ Most eine/ vnd Elias eine/ vnd wußte nicht was er redet. Da er aber solches redet/kam eine Wolcken/vnd überschat¬ tet sie/ Auangelium ix.Lüp. tet sie/Vnd sie erschracken/da sie die Wolcke vberzog. Vnd es fiel eine stimme auß der Wolcken/die sprach: Dieser ist mein lieber Sen/Den solt ir hören. Vnd in deur solche stimme geschach/funden sie Jhesum alleine. Vnd sie verschwiegen vnd verkündigeten niemand Nichte in denselbigen tagen/was sie gesehen hatten. begab sich aber den tag hernacb/da sie von dem Berge kamen / kam inen ent- v O^gegen viel Dolcks. Vnd sihe/ein Mann vnter dem Volck rieff/ vnd sprach: Mi- .7. ster/ich bitte dich/besitze doch meinen Son/denn erist mein einiger Son. Sihe/der Geist ergreifft jn/ so schreyet er als bald / vnd reisset in / daß er schäumet/ vnd mit not weichet er von jm/wenn er in gerissen hat. Vnd ich habe deine Jünger gebetten/daß sie in außtrieben/vnd sie kundten nicht. Da antwortet Jhesus/vnd sprach: O du vngläubige vnd verkehrte art/wie lang sol ich bcy euch seyn/vnd euch duldenk Bringe deinen Son her. Vnd da er zu jm kam/ reiß in der Teuffel / vnd zerret in. Jhesus aber bedräuwet den vnsaubern Geist/vnd machet den Knaben gesundt / vnd gab in seinem 2er Vatter wider. Vnd sie entsalzten sich alle vbcr der Herrligkeit Gottes. sie sich aber alle verwunderten vber allem das er thet/sprach er zu seinenJün e^tzgern:Faffetirzu euwern Ohren diese Rede/Denn deß Menschen Son muß >fr.,s, vberantwortet werden in der Menschen hende. Aber das wort vernamen sie nicht/ vnd es war für inen verborgen / daß sie es nicht begriffen/ Vnd sie furchten sich in zu fragen vmb dasselbige wort. kam auch ein gedancken vnter sie/ Welcher vnterinen der Gröffest were. Da Matth. e^/abcr Rhesus den gedancken ires Hertzen sähe / ergreiff er em Kind/vnd stellete es neben sich/vn sprach zu inen: Wer das Kind auffnimet in meinem Namen/der nimpt Mich auff/vnd wer mich auffnimet / der nimpt den auff/ der mich gesandt hat. Wel¬ cher aber der kleinest ist vnter euch allen/dcr wirt groß seyn. (^^A antwortet Johannes/vnd sprach: Meister/wir sahen etnen/der treib die auß in deinem Namen / vnd wir wehreten im / denn er folget dir nicht mit vns. Vnd Jhesus sprach zu im: Wehret imnicht/Dennwernicht wider vns ist/ deristfürvns. MfthttS. Lucas S begab sich aber/da die zeit erfüllet war/daß er solt von hinnen ge-L AhMgmIttu nommen werden/wendet er sein Angesicht stracks gen Jerusalem zu saknu wandeln-Vnd er sandteBotten für im hin/die giengen hin/vnd kamen in einer?Marckt der Samariter/ daß sie im Herberge bestelleten. Vnd sie namen in nicht an/ darumb daß er sein angesichts gewendet hatte zu wandeln gen Jerusalem. Da aber das seine Jünger/ Jacobus vnd Johannes/sahen/ sprachen sie: HM wiltu/so wellen wir sagen/daß feuwer vomtzimel falle/vn verzere sie/wie Elias thett 4 «eg... Ihcsus aber wandte sich/vnd bedräuwet sie/vnd sprach: Wisset ir nicht/ welches Gei¬ stes KinderirseyttDeß Menschen Son ist nicht kommen derMenschen Seelen zu verderben/sondern zu erhalten. Vnd sie giengen in einen andern Marckt. ^?S begab sich aber/ da sie auff dem Wege waren / sprach einer zu im: Ich wil dir (^folgen wo du hin gehest.Vnd Jhesus sprach zu im: Die Füchse haben gruben/die m-mh. r. Vögel vnter dem Himmel haben Nester/Aber deß Menschen Son hat nicht da er sein Haupt hin lege. er sprach zu einem andern: Folge mir nach. Der sprach aber: HERR/crläu- MEH. s. o^bemir/daßich zuvor hingehe vndmeinen Vatter begrabe. Aber Jhesus sprach zuim.Laß die Todten jreTodten begraben/Gehe du aber hin/vnd verkündige das Reich Gottes. 8^HNd ein ander sprach: HW / Ich wil dir nachfolgen / aber erläubEir zuvor/ c^daß ich einen abschied mache mit denen/ die in meinem Hause sind. Jhesus aber sprach zu im. Wer sein Hand an den Pflug ieget/vnd sihct zu rück/der ist nicht geschickt zum Reich Gottes. Darnach -A. MMS. X.End Bethsatda. Die sibenytg Jünger kommen widerumb. Jhesusfreuwek sich lmGeist/vnv preiset ven Varrer.Eln Gchrrffsgelehrter fragt / wodurch er dasewtg Leben ererben mäge/vnv wer sein Nehesier sex. Darauff sagt ver dre Gleich- nrß vom verwandten Mann vnd dem Samariter. Martha nimpt den HERR)?avffinir Hauß/vndtff forgfeltig. m--° - Arnach söndcrt der HERR andere fibcntztg auß/vnd Scndug sandte sie/ja zween vnd zween/für jm her/in a lle Stätte vnd ort/da erwolthin kommen» Vnd sprach zu jnen:Die Erndte ist groß der Matth.»-,. Arbeiter aber ist wenig/Bittet den HERRN der Erndtcn/daß er Arbeiter außsende in seine Erndte. Gehet hm/sche/Ich sende euch/ als die Lämmer mitten vnrer die Wolffe. Traget keinen Beutel / noch Taschen / noch Schuch/vnd grüffet niemand auff der straffen. Wo jr in ein Haust kompt/ da sprecht zu erst: Friede sey in diesem Hause/Dnd so daselbst wirdt ein Kind deß Fricdcs scyn/so wirdt euwcr Friede auffjm beruhen/ Wo aber nicht / so wirdt sich euwcr Friede wider zu euch wenden. In demselbigen Hanse r T,m 5. bleibet/effet vnd trincket was sie haben. Denn ein Arbeiter ist seines Lons wehet. * Jr solt nicht von einem Hause zuw andern gehen. Vnd wo ir in eine Statt kompt/vnd sie euch auffnemmen / da effet was euch wirt Matrh.»°, sürgctragen/vnd heylet Die Kraucken/die daselbst sind. Vnd saget jncn: Das Reich Gottes ist nahe zu euch kommen. Ws jr aber in eine Statt kompt/da sic euch nit auff- nemmcn/da gehet hcrauß auff jre gaffen/vnd sprecht: Auch den staub/ der sich an vns gehenget hat voneuwer Statt/schlagen wir ab auff euch/Doch solt jrwiffen/daß euch das Reich Gottes nahe gewesen ist. Ich sage euch/cs Wirdt der Sodoma träg- kicher ergehen an jenem tage denn solcher Statt. ö E^EH dir Korazin/weh dir Bcthsatda / Denn weren solche Thaten zu Tyro vnd Matth«. ^^SLdongeschehcn/dtebeyeuchgeschehenstttd/siehettenvorzeitenimSackvnd in der Aschen geseffen/vnd Buffe gechan. Doch eswirtTyrovnd Sidon träglicher Marth..°, ergehen am Gerichte denn euch. Vnd du Zapernaum/die du biß an den Himel erha¬ ben bist/du wirst in die Helle himmder gestossen werden. Wer euch höret/der höret mich/vnd wer euch verachtet/dcr verachtet mich/ Wer aber Mch verachtet / der ver¬ achtet Den/der mich gesucht hat. (Ad^Ie slbentzig aber kamen wider mit freuden/vnd sprachen: HERR/es sind vns (^L^auch die Tcuffel vnderthan in deinem Namen. Er sprach aber zu jnemIch sähe wol dcrr Satanas vom Himel fallen/als einen blitz. Sehet/ich hab euch macht geben zutrettcn auff Schlangen vnd Scorpion/vnd vbcr alle gewalt deß Feinds/vn nichts wirt euch beschädigen. Doch darum freuwet euch nit/daß euch die Geister vnderthan sind/ Freuwet euch aber daß euwere Namen im Himmel geschrieben sind. Matth.«. §)V der stunde freuwet sich Ihesus im Geist/vnd sprach: Ich preise dich Vatter vnd Dancha ^HERR Himmels vnd der Erden/ Daß du solches verborgen hast den Weisen vnd «Ms NM.. A^gen/vn hast es offenbart den vnmündigen. Ja Vatter/also war es wolgefellig für dir. Es ist mir alles vbergeben von meinem Vatter. Vnd niemand weiß wer der Son sey/denn nur der Vatter/ noch wer der Vatter sey/den nur der Son/vnd welchem es der Son wil offenbaren. Matth..;. er wandte sich zu seinen Jüngern/ vnd sprach in sonderheit: Selig sind die o^augcn/die da sehen/das jr sehet. Denn ich sage euch/ vil Propheten vnd Könige wollen sehen/ das jr sehet/ vnd habens nicht gesehen/ vnd Horen dasjr HZret/vnd ha¬ bens nicht gehöret. Vnd sihe/ da stund ein Schrifftgelehrtcr auff/ versucht in/ vnd sprach: Meister/ was muß ich thun / daß ich das ewig leben ererbet Er aber sprach zu jm: Wie stehet rm Gesetz geschriebentwie lisestut Er antworter/vnd sprach: Du solt Gott deinen DER- Aa RENlte- Hrangelmm x.Lap. REN lieben von gantzem hertzen/von gantzer Seelc/von allen krefftcn/vnd von gan- tzem gemüte/Dnd deinen Nehestcn als dich selbe- Er aber sprach zu jm: Du hast recht gcantwortet/Thuc das/so wtrstu leben. Er aber wolt sich selbe rechtfcrtigen/vnd sprach zu Hesu: Wer ist denn mein Ne- Mr dee Hestert Da antwortet Hesus/vnd sprach: Es war ein Mensch/der gieng von Ierusa- N-hcstcs-y. lem hinab gen Jericho / vnd siel vnter die Mörder/ die zogen jn auß/vnd schlugen jn/ vnd giengen davon/vnd liessen jn halb tod ligen. Es begab sich aber ongefthr/daß ein Priester dieselbigc straffe hinab zog / vnd' da er jn sähe/ gieng er fürüber. Dcffelbigm gleichen auch ein Lcuit/da er kam bey die stett/vnd sähe in/gteng er fürüber. Ein Samariter aber reiset/vnd kam dahtn/Dnd da er in sähe/ jammerte jn sein/ v gieng zu jm/verband jm seine Wundcn/vnd goß dreyn öl vnd Wein / vnd Hub jn auff semÄier/vnd führet jn in die Herberge/vnd pfleget sein. Deß andern tages reiset er/ vnd zog hcrauß zwen groschcn/vnd gab sie dem Wirte/ vnd sprach zu jm: Pflege sein/ vnd so du was mehr wirst darthun / wil ich dirs bezalen wenn ich wider komme. Wcl, (ME) eher düncket dich / der vnter diesen dreycn der" Nehest sey gewesen/ dem/der vnter die w^5m/sonLrn d!r Mörder gefallen wartEr sprach:Dcr die barmhcrtzigkeit an jm thet.Da sprach Ihc- suß zu jm: So gehe hin/vnd thuc deßgleichen. A-ELer'Äc- Es begab sich aber / da sie wandelten / gieng er in einen Marckt. Da war ein -me». Weib/mttnamcnMartha/dte nam in auffinjrHauß.Vnd sie hatte eine Schwester/ Martha dle hrcß Maria/dic satztc sich zu Ihcsus füffcn/ vnd höret seiner rede zu. Martha aber machte jr ml zu schaffen/jm zu dienen. Vnd sie trat hinzu/vnd sprach: HERR/fragcstu nicht darnach/ daß mich meine Schwester leßt alleine dienen t Sage jr doch/daß sie cs auch angreiffe. Hcsus aber antwortet/vnd sprach zu jr: Martha/Martha/du hast ml sorge vnd mühe.Eines aber ist not-Maria hat das gute rherl erwehlet/das sol nicht von jr genommen werden. xi.Lap. Jhesus lehret ferne Jünger beten/treibt einen stummen Teuffel auß/vnd etliche faßen / Ec thu es durch Beelzebub. DerhEN^i verantwortet ferne Wunderwerck/ fagrdem Volck von der böfen art der pharrseer/vnd jrer vnbußferrrgkelt. Ern pl-arifeer ladet r» Zur Mäkelt / vnd erschrexerweh vber Schrtfftgelehrte vndphartfeer. Änd H.Mucas. XI. Lap. Nd es begab sich daß er war an einem ort/vnd betet. Vnddacrauffgchörkhatte/sprachscincrZüngerkincrzuim:HELA lehre vns beten/wie auch Johannes seine Jünger lehretc. Er aber sprach zu jncm Wenn ir bctct / so sprecht: Vnscr Vatter im Himmel/ Dein Namewerdcgcheyliget. Dein Reich komme. Dein wt liege. slhehI/mistErvcn wie im Himmel. Gib vm vnser täglich Brot immerdar. Vnd ver¬ gib vnovnser Sünde/denn auch wir vergeben alle die vns schüldigsmd.Vnd führe vno nicht in Versuchung. Sondern erlöse vns von dem vbel. V-^>Vd er sprach zu inen: Welcher ist vntcr euch/der einen Freundt hat/vnd gieng zu KSim zu mtttcrnacht/vn spreche zu jm: Lieber Freundt/lcihe mir drcy Brot/Dcnn es ui mein Freundt zu mir kommen von der straffen/ vnd ich habe nit daß ich im fürle- gc/Dnd er drinnen würde antwortcn/vnd sp-cchenöNache mir keine vnruhe/dic thür ustsebon zugeschloffen/vndmctne Kindlinsmd bey mir in der Kammer/ichkan nicht auffstchen/tmd dir geben. Zeh sage euch / vnd ob er nicht auffstchet / vnd gibt stn/dar« umb/baßcrsein Freundt ist/so wirt erdoch vmb seines vuverschämptcn geilens wil¬ len auffstehen/vnd,m geben wie viel er bcdarff. A- Vnd ich sage euch aucb:Bittet/so wirt euch gcgcbcn/Snchct/so werdet ir finden/ m-ns. Mopstet an/so wirt euch auffgethan. Dcnnwcr dabittct/dcrnimpt.Vndwcrdasu- findct.Vnd wer da anklopffct/dem wirt auffgethan. Wo bittet vntcr euch ein Son den Vatter vmbs bwt/der im ein stein dafür bietet Vnd so er vmb ein fisch bittet/ der im eine Schlangen für den fisch bietet oder so er vm ein Ey bittet/dcr im ein Scoi- pion dafür bietet So denn jr / die ir arg sept/ könnet cuwcrcn Kindern gute gaben ge- ben/vil mehr wirt der Vatter im Himel den heyligen Geist geben/denen/dic in bitten. e L<^Nd er treib einen Tcuffcl auß/ber war stum/vn es geschach/ da der Teuffel auß- 0» ASfuhr/darcdct der stum. Vnd dasVolck verwundene sich. Etliche aber vnter »Ni"' liimsprachcn: Er treibt die Tcuffcl auß durch Beclzebub/den Sbcrsien der Teuffcl. In was Die andern aber versuchten in/ vnd bcgcrtcn ein zcichcn von im vom Himel. Er aber ozonom Ire gcdanckcn / vnd sprach zu inen Ein ieglich Reich/so es mit im sclbs vncin» wtri/daswirtwüst/VndeinHaußfeilet vbcr dasandcr.IstdennderSatanasauch mit im selb» vneine/wie wil sein Reich bestehen/dieweil ir sagtt: Ich treibe die Tcuffcl auß Durch BeelzcbubkSo aber ich die Teuffel Durch Beelzebub außtreibe/Durch wen treiben sie cuwere Kinder außrDaruwb werden sie euwere Richter scyn.So ich aber durch Gottes finger die Teuffel außtrcibe/so kompt je Das Reich Gottes zu euch. Wenn ein starcker gewapneter seinen Pallast bcwarct/ so bleibt das seine mit frt- den/Wenn aber einstercker vber in kompt/vnd vberwindet in/so nimpterjm seinen Harnisch/darauff er sich verließ/vnd Heilet Den Raub auß. Wer nicht mit mir ist/ der ist wider mich/Dnd wer nicht mit mir samlet/der zurstreuwet. Wenn der vnsauber Geist von dem Menschen außferet/ so durchwandelt er dür¬ re stette/suchet ruhe/vnD findet ir nicht. So spricht er:Ich wil wider vlnbkercn in nmn 5)auß/darauß ich gegangen bin. Vnd wenn er kompt/so findet ers mit Dcscmen geke- ret vnd geschmückt. Denn gehet er hin/vnd nimpt siben Geister zu sich / die arger sind denn er sclbs/vnd wenn sie hineyn kommen/wohnen sie Da/vnd wirt hernach nut dem selbenMenschenärgcrdcnnvorhin. L6^ND es begab sich/da er solchs redet/ Erhub ern Werb im volck Die strm/ vn sprach AHzujm: Selig ist der Leib/der dich getragen hat/vnd die Brüste die Du gesogen O' hasi^Er aber sprach: Ja selig sind/die Gottes wort hören vnd bewaren. ck^As Dolck aber drang Hinzu/Da fieng er an vnd saget: Diß ist ein arge art / sie )^^begerct ein Zeichen/vnd es wirt irkcm Zeichen gegeben/denn nur das Zeichen ych Propheten Ionas. Denn wie Ionas einzeichen war den Niniuiten/also wirdt tzcßMnschenSon seyn disem Geschlecht. DieKönigin von mittag wirt aufftreren für Dem Gerichte/mit Den Leuten Dtses Geschlechts/ vnv wirt sie vervammcn. Denn Matth, s. Wie mä bctsasol. 280 -Tuangckmn xi. Lap. sie kam von der Welt ende/zu hören die Weißheit Salomoms/ Vnd sihe/ hie ist mehr denn Salomon. Die Leute von Nimm werden aufftretten für dem Gerichte/mit 7^».^ diesem Geschlecht / vnd werdens verdammen / denn sie thctcn buffe nach der Predigt Ionas. Vnd sihe/hic ist mehr denn Ionas. Niemand zündet ein Liecht an/vnd setzt es an einen heimlichen ort/ auch nicht vn- matth. ter einen Scheffel/ssndern auff den Leuchter/auff daß/ wer hineyn gehet/ das Liecht sehe. Das Auge ist deß Leibs liecht/wenn nun dein äuge einseitig seyn wtrt / so ist dein gantzerLeib liechte. Soaber dem Auge ein Schalck seyn wirdt/so ist auch dein Leib finster. So schauwe drauff/daß nicht das Liecht in dir finsterniß sey. Wenn nun dein Leib gantz liecht ist/daß er kein stück vom fiHcrniß hat/so wirt er gantz liecht seyu/vnd wirt dich erleuchten/wie ein Heller blitz. (^^A er aber in der rede war/bat in ein Phariseer/daß er mit im das Mittags mal r> «AL^esse. Vnd er gieng hineyn/vnd satzte sich zu Tische. Da das der Phariseer sähe/ Hend verwundert er sich/daß er sich nicht vor dcm effen gewaschen hette. Der HERR aber sprach zu im: Ir Phariseer haltet die Becher vnd Schüssel außwendig reinlich / aber euwer innwendiges ist voll Raubs vnd boßheit.Ir Narren/meinetir/ daß inwendig rein sey / Wenns außwendig rein ist k Doch gebt Almosen von dem das da ist/ sihe/so Almostti tsts euch alles rein. Aberweheuch Phariseer/daß ir verzehendetdie Mintze vnd Rauten/vndal- Matths lerleyKöl/vndgehet für dem Gericht vber/vnd fürder liebe Gottes. Dißsoltman thun/vnd ienes nicht kaffen. Weh euch Phariseer/daß ir gerne oben an sitzet in den Schulen/vnd wolt ge-Wchv- grüffetseyn auffdem Marckte. e-rdiepha, Weh euch Schrifftgelehrten vnd Phariseer/ir Heuchler/daß ir seyt wie verdeckte" Todtengräber/ darüber die Leute lauffcn/vnd kennen sie nicht. von den Schrifftgelchrten/vnd sprach zu im: Meister/mit Worten schmehestu vne auch. Er aber sprach.Vnd weh auch euch Schrifft- gelehrten/ Denn ir beladet die Menschen mit vnträglichen lästen/vnd ir rühret sie nit mit einem finger an. Weh euch/dennirbauwet der Propheten gräber/euwereMtterabcr habensie getödtet/So bezeuget irzwar/vnd bewilliget ineuwerVätterwerck/denn sietödten sie/so bauwet ir ire gräber. ^^Arumb spricht die Weißheit Gottes:Ichwil Propheten vnd Apostel zu inen MM », (^^senden/vnd derselbigen werden sie etliche tödten vnd verfolgen/auffdaßgefor¬ dert werde von diesem Geschlecht aller Propheten blut/das vergossen ist sint der Welt grundt gelegt ist/ von Abels blut an/btß auffdas blut Iacharie/der vmbkam zwischen' dem AltarvndTempel. Zaichsageeuch/eswirtgefordert werden von diesem Ge¬ schlechte. Weh euch Schrifftgelehrten/dennir den Schlüsseldeß Erkenntniß Habt/Ir kompt nicht hineyn/vnd wehret denen die hincyn wollen. (Fi^A er aber solches zu inen saget :Ftengen an die Schrifftgelehrten vnd Phari- scer hart auffin zu dringen/vnd im mit mancherlei) Fragen den mund zu stopf- fen/ vnd lauretcn auff in/vnd suchten/ob sie etwas erjagen kündten auß seinem mun- de/daß sie ein e fache zu im hetten. xn.Lap. Jhesu« warnet seine Jünger für dem Gauwerteige ver phariseer / vnd wil onefdrcht be¬ kannt fern/wil einen Erbfall zwischen zweyen Brüdern nicht theilea/sagt eine Gleichniß von einem reichen Mann/verbeut die vbrige sorge für zeitliche Nahrung/vnd lehret wie man der znkunfft deß HERATr wirrten/ sich nach seinem willen richten sol/ Christus nicht zeitlichen frld bringet. Lö liess H.Mums. XII. Lap. S liess das volck zu/vnd kanten etliche vtl tausend zu- sammen/also/ daß sie sich vnternander traten. Da sieng er an vnd saget zu seinen Iüngern/zum ersten: Hütet euch für dem Sauwcr- teig der Pharifter/welchs ist die Heuchclcy.Es ist aber nichts verbor¬ gen/ das nicht offenbar werde/ noch heimlich/ das man nicht wissen werde. Darumb was lr im finstermß saget/das wirt man im liecht hören/ Was ir re¬ det ins ohr/in den Kammern/das wirt man auffden Dächern predigen. Match. Kh sage euch aber meinen Freunden: Fürchtet euch nicht für denen die den Leib Trost wr ^Atödtcn/vnd darnach nichts mehr thun können. Ich wtl euch aber zeigen für wel- chcrn jr euch fürchten solt/ Fürchtet euch für dem/ der/ nach dem er getödtet hat / auch macht hat zu Wersten in die Helle. Ja/ ich sage euch / für dem fürchtet euch. Verkaufft man nicht fünssSperlinge vmb zween Pfenninge? Noch ist für Gott derselbigen nicht eines vergessen. Auch sind die Haar auffeuwercm Haupt alle gezelet.Darumb fürch- Matth. ,->. nicht/denn ir seyt besser denn viel Sperlinge. Ich sage euch aber/wer mich bekennet für den Menschen/den wirt auch deß Mcn- matth.,-. scherr Son bekennen für den Engeln Gottcs/Wer mich aber verleugnet für denMcn- Marcwirt verleugnet werden für den Engeln Gottes. Vnd wer da redet ein wort wider deß Menschen Son/dem sol es vergeben werden: Wer aber lestert den heyligm Matth. rNarc. 8. Gauwcr 8 rcig dcr pha- s rizce,-, Gerst/dem sol es nicht vergeben werden. Wenn sie euch aber führen werden in jre Schulen/vnd für die Qberkeit/ vnd für Mar?,;? die Gewaltigen / So sorget nicht/ wie oder was jr antworten/oder was jr sagen solt/ Denn dcr heylige Geist wirt euch zu derselbigen stunde lehren was jr sagen solt. ^F^S sprach aber einer auß dem Volckzu im: Meister/ sage meinem Bruder/ daß (Thermitmir das Erb theile.Er aber sprach zu im:Mensch/wer hat mich zum Rich¬ ter oder Erbschichter vber cuch gesetzt ? Vnd sprach zu inen: Sehet zu/ vnd hütet euch Geitz. für dem geitz/Dmn niemand lebet davon/daß er viel güter hat. Vnd er saget inen ein Gleichniß/vnd sprach: Eccles,;. ivar eilt reicher Mensch/deß Feld hatte wolgetragen/vnd er gedachte beyim c^'selbs/vnd sprach: Was sol ich thun?Ich habe nicht da ich meine Früchte hin sam- kc. Vnd sprach:Daswilichthun/IchwilmeineScheuren abbrechen/vnd grösser bauwen/vndwil drcynsamlen alles was mir gewachsen ist/vnd meine Güter. Vnd wl! sagen zu rneiner Seelen: Liebe Seele/ du hast einen grossen vorraht auff viel iar/ habe nur ruhe/jß/trinck/vnd habe guten mut. Aber Gott sprach zu im: Du Narr/di- ft nacht wirt man deine Seele von dir fordern/vnd weß Wirts seyn/das du bereytet hast?Also gehet es/wer im Schätze samlct/vnd ist nicht reich in Gott. Mstw.-. sprach aber zu seinen Jüngern: Darumb sage ich euch/ sorget nicht für euwer Sorgvcr jr essen sollct/auch nicht für euwern Leib/ was ir anthun sollet. Das xch^n ist mehr denn die speise/vnd der Leib mehr denn die kleidung. Nemmet war der Raben/die säen nicht / sie erndten auch nit/ sie haben auch keinen Keller noch Scheu- rm/vud Gott nehm sie doch. Wie viel aber seytir besser denn die Vögel? <7 Welcher ist vnter euch/ob er schon darumb sorget/der da kündte eine Ele lang sei¬ ner grosse zusetzen?So irdcnndas geringste nicht vermöget/Warumb sorget ir für das ander? Nernet war der Lilien auff dem Felde/wie sie wachsen/ sie arbeiten nicht/ so spinnen sie nicht. Ich sage euch aber/ daß auch Salomon in aller seiner Herrligkeit (vnv «cchk nicht ist bekleidet gewesen/ als der eines. hoH her) So denn das Graß/das heute auff dem Felde stehet/vnd morgen in den Ofen geworffen wirdt / Gott also kleidet/ Wie vil mehr wirt er euch kleiden/ir Kleingläubi- gkaMös-»^ anA gen? Darumb auch ir/fraget mt darnach/was ir effen/oder was ir trincken solt/" vnd fahret mt hoch her» Nach solchem allen trachten die Heyden in dcr Welt. Aber euwer verzagm. Qdcc Vatter weißwol/daß ir deß bcdürfftt/ Doch trachtet nach dem Reich Gottes/so wirt cuchdasalleszufallen. Aa iij Fürchte -Guangelium xii.Lap. Fürchte dich nicht du kleine Herd/Denn es ist euwers Vatters wolgefallen / euch V-rkaussm / ^6 Reich zu geben. b Verkauffet was jr habt/vnd gebt Allmosen. Machet euch seckel uNUm/nU Ult veralten/ eint schatz/der nimer abnimpt im Himel/da kein Dieb zu kompt/vnd h!bm^"^ställc6 E^lne Motten fressen. Denn wo euwer schätz ist/da Wirt auch euwer Hertz seyn. gesagt anff die mL MAssct euwre Lenden vmbgürtet scyn/vnd euwre Liechter brenncn/vnd seytgleich Wachen vbÄott v.md M Otz^den Menschen/die auff /ren Herrn warten/ wenn er auffbrechen wirdt von der !he / Sondem Hochzeit/auffdaß/wenn er kompt/vnd anklopfft/sie im bald auffthun. Selig sind die v MeS. Paulus sagt Knechte/dte der Herr/so er kompt/wachend findct/Warltch ich sage euch/er wtrdt sich Matth.r^ auffschürtzen/vndwirt sie zu tssch setzen/ vnd für inen gehen/ vnd inen dienen. Vnd so r«. kompt in der andern wache/vnd in der dritten wache/ vnd Wirts also finden/ Selig find diese Knechte. Das solt ir aber wrffen/wcn ein Hausherr wüßte/zu welcher stun¬ de der Dieb keme/so wachet er/vnd ließ nit in sein Haust brechen.Darumb seyt ir auch bereit/Derm dcß Menschen Son wirt kommen zu der stunde/da ir nicht meinet. Petrusaber sprach zu jm:HERR sagestu diß Gleichnis zu vns/oder auch zu al- lenkDer HERR aber sprach:Wie ein groß dmg ists vmb ein treuwm vn klugen Haust Halter / welchen sein Herr setzet vbcr sein Gesinde/ daß er inen zu rechter Mir Gebär gebe? Selig ist der Knecht/wc lchen sein Herr findet also thun/wen er kompt/Warlich ich sage euch/er wirt in vbcr alle seme güter setzen. So aber dcrselbige Knecht in seinem hertzen sagen wirt: Mein Herr verzeucht zu komen/vn sehet an zu schlagen Knecht vnd Megde/auch zu essen vn zü trincken/vn sich voll zu sauffen/so wirt desse lbigen Knechts Herr komen/an dem tage/da er sichs nicht versihet/vnd zu der stunde / die er nit weiß/ vnd wirt in zuschcitern/vnd wirt im seinen lohn geben mit den vnglaubtgen. Der Knecht aber/ der seines Herrn wtllcn weiß / vnd hat sich nicht bereitet / auch nicht nach seinem willen gethan/dcr wirt vil streiche leiden müssen. Der es aber nicht wciß/hat doch gethan das der streiche wehrt tst/wirt wenig streiche leiden. Denn wel¬ chem vilgegeben ist/bey dem wirt man viel suchen/Vnd welchem viel befohlen ift/von c dem wirt man viel fordern. bin komen/daß ich ein' Feuwer anzünde auff Erden/Was wolt ich lieber/ Ich w,l ttu 5-uwer M-dcnn es brennete schont Aber ich muß mich zuvor täuffen laffen/mit einer Tauf- 8cuwer ft/vnd Wie ist mir so bange biß sie vollendet werdet Meinet jr/ daß ich her komm bin/ deAmnA AÜm^.Vnkwok Friede zu bringen auff Erden t Zch sage nein / sondern zwytracht. Denn von nun an A-mh.^ ^^AbcrlchmAu werden fünff in einem Hause vnetno seyn/drey wider zwey/vndzwey wider drey. Es -mm-mL-bendar. wirdt scyn der Vatter wider den Son/vnd der Son wider denVatter/die Mutter wider die Tochter/vn die wchter wider die Mutter/die Schwiger wider die Schnur/ vnd die Schnur wider die Schwiger. Er sprach aber zu dem Volck: Wenn jr eine wolcken sehet auffgehen vom abend/ Mndtft sehen / wie so sprecht jr bald.Es kompt ein regen/vn es geschjcht also.Vnd wenn jr sehet den Sud- gE ^Wammb N wind wehcn/so sprecht jr: Es wirt heiß werden/vnd es geschieht also. Zr Heuchler / die gestalt der Erden vnd deß Himmels kündt jr prüfen/ wie prüfet jr aber diese zett nicht/ Warumb richtet jr aber nicht an euch selber was recht ist. M^Oduaber mit deinem Widersacher für den Fürsten gehest/so thue fieißauffMatth,i. dAdem Wege/ daß du sein loß werdest/ auff daß er nicht etwa dich für den Richter ziehe/vnd der Richter vberantworte dich dem Stockmeister/vnd der Stockmeister werffe dich ins gefengkniß.^ch sage dir/du wirst von dannen nicht herauß kommen/ biß du den aller letzten scherff bezalest. xm.Lap. Der HERR Jhesus ermantdurch Exempel dre Galileer/ so von pllato getödt / vnd deren/ so vom Thurn in Siloha erschlagen wurden /ftderm«n;»r besserung/heyleram Gabdarh en» Weib vom Geiste einer achyeheniarlgen kranckheir / sagr Gleichnisse vom Genffkorn / vnd dem Gauwerreige/ lehrt zur engen pforren eyngehen/ mxt gewarnt vor dem Herode / vnd beklaget das könsftrg verderben der Srarr Jerusalem. Eö MM» XIII. Lap. 282 S waren aber zu derselßrgcn zeit etliche dabcy/ die X^^D^^verkündigeten jm von den Galileern/welcher blut Pilatus sampt jren Opffern vermischet hatte. Vnd Ihesus antwortet/ vnd sprach zu jncn: Meinet jr/ daß diese Galrleer für allen Gableern Sünder das erlttten haben? Ich sage/nein: Sen- ^ujse nicht beffert/werdetjr alle auch also" vmbkommen.Odcr meinet jr/daß « die achtzehen/auffwelche der Thurn in Siloha fiel/vnd erschlug sie/ scyen schüldig ge- ^2^'^ wescn/für allen Menschen/die zu Jerusalem wohnen? Ich sage/ nein / Sondern so jr Nw°?M»g?/d"r euch nicht beffert/werdet jr alle auch also vmbkommen. were farGo« ange. ^MIR saget jnen aber diese Gleichniß: Es hatte einer cm Feigenbaum/der war ge- c^ofpfiantzet in seinem Weinberge/vnd kam vnd suchte frucht drauff/vnd fand sie nicht. Da sprach er zu dem Weingärtner/ sihe: Ich bitt nun drey jar lang alle jar kom¬ men/vnd habe frucht gesucht auff diesem Feigenbaum/vnd finde sie nacht/hauwe jtt ab/ was hindert er das Lande Er aber antwortet/vnd sprach zu jm: Herr/ laß jn noch diß jar/biß daß ich vmb jn grabe/vnd bctüngc jn/ob er wolt frucht bringen/Wo nicht/ so hauwe jn darnach ab., Syna- lehret in einer Schule am Sabbath. Vnd sihe/ein Weib war da/das soga. o^hatte einen Geist der kranckheit achtzehen jar / vnd sie war krumb/vnd kundre Am sab- ;rui)t wo! auffschen. Da sie aber Ihesus sahc/ruffet er sie zu sich/vü sprach zu jr:Wab/ tacl) h-yleu. von deiner Kranckheit.Vnd leget die hcnde anffsie/vnd also bald richtet sic sich auff/vnd preiset Gott. L Da antwortet dcr Oberste der Schule/vnd war vnwrllig / daß Ihesus auff den Sabbath heylete/vnd sprach zu dem Volck: Es sind sechß tage / darinnen man arbei¬ ten sol/in denselbigen kompt vnd laßt euch heylen/ vnd nicht am Sabbath tage. Da ' antwortet jm der HERR/vnd sprach:Du Heuchler/löset nrcht ein jeglicher vnter euch seinen Ochsen oder Esel von der krippen am Sabbath/ vn führetjnzur trencke? Solt aber nicht gelösct werden am Sabbath diese/ die doch Abrahams Tochter ist/ von di- scm bande/welche Satanas gebunden hatte nun wol achtzehen jar? Vnd als er solchs sagte/mußtcn sich schcmen alle die jm wider gewesen waren. Vnd alles Volck ft euwet sich ober allen herrlichen Thaten/die von jm geschahen. sprach aber: Wem ist das Reich Gottes gleich / vnd wem sol rcLs vergleiche c^Es ist einem Senffkom gleich/welche ein Mensch nam/vndwarffsm seinen Garten/Vnd es wuchß/vnd ward ein grosser Baum/vnd die Vögel deß Himmels wohneten vnter seinen zweigen. Vnd abermal sprach er: Wem sol ich das Reich Gottes vergleichen? Es ist einem "" ' Sauwerteigc gleich / welchen ein Weib nam/ vnd verbärge jn vnder drey Schöffel Mäls/biß daß es gar sauwer ward. Vnd er gieng durch Stätte vnd Märckte/vnd lchrete/vnd nam seinen weg gen Jerusalem. Es sprach aber einer zu jm: HERR/meinst du/daß wenig selig werden? Er aber Marth.7» sprach zu jnen: Ringet darnach/ daß jr durch die enge Pforten eyngehct. Denn viel werden (das sage ich euch/darnach trachten/wie sie hineyn kommen/vnd werdens sichmüymg Matths, nicht thun können.Von dem an/wenn der Haußwirtauffgestanden ist/vnd die Thür verschlossen hat/da werdet jr denn anfahcn draussen zu stchen/vnd an die Thürklopf- fcn/vnd sagen: HERR/HERR/thue vnsauff. Vnd er wirt anrworten/ond zu euch sa¬ gen: Ich kenne euwer nicht/wo jr her seyt. L So werdet jr denn anfahen zu sagen: Wir haben für dir geffen vnd gctrnnckm/ s vndauffdcngaffenhastuvns gelehret. Vnder wirdtsagcn:Ich sage euch/ichkenne " euwer nicht/wo jr her seyt. Weichet alle von mir jr Vbclthäter/Da wirt ftyn heulen vnd zcenklappen / wenn jr sehen werdet Abraham / vnd Isaac/ vnd Iacob/vnd alle Prophcten/im Reich Gottcs/euch aber hinauß gcstoffen. Vnd cs werden komm vom morgen vnd vom abmd/von Mitternacht/ vnd vom Mittage/ die zu tisch sitzen werden Aa ich im HiMgclmm XIIII.Lap. im Reich Gottes.Dnd sihe/Ls sind letzten/die werden die ersten scyn/Vnd sind ersten die werden die letzten seyn. ^lNdemselbigentagekammetlichePhariscer/vndsprachen zu jm: Heb dichhm- ^!ß.auß/vnd gehe von hinnen/denn Herodcs Wil dich tödten. Vnd er sprach zu inen: c Gehet hin/ vpd saget demselben Fuchß: Sihe / ich treibe Teuffel auß / vnd mache ge- sundt heut vnd morgen / vnd am dritten tage werde ich ein ende nemem * Doch muß w-/sondennchmuß ich heute vnd morgen / vnd am tage darnach/ wandeln. Denn es thuts nicht/daß em LL^rprophetvmbkommeausserZerufttlem. < Zerusalem/Ierusalem/die du tödtest Propheten/ vnd steinigest die zu dir gesandt werden/wie offt habe lch wollen deine Kruder versamlen/wie ein Henne jr Nest vnter jrestügel/VndjrhabtnichtgewolttSkhet/cuwerHaußsoleuchwüste gelassen wer¬ den. Denn ich sage euch: Zr werdet mich nicht sehen/ biß daß es komme/ daß jr sagen werdet: Gelobet scy/der da kommet in dem namen deß HERRN. Xllll.Lap. Ihestrsheylet einen wassersüchtigen am Gabbath/Lchrtwl'enianzurHochzestfttzen/vnd wie man zu Gast lave» sol. Vom grossen Avenvmal/va;» Vie geladene nicht wollen kommen, wer Christo Nachfolge» wil/sol zuvor ferne kreffre/rc. erwegen. Nd es begab sich / daß er kam in ein harrß eines Ober- -r sten der Phariscer/auff einen Sabbath/ das Brot zu essen/ Vnd sie hielten auff in. Vnd sihe/ da war ein Mensch fürjm/ der war Was- Schrifftgelchr- ten vnd Phanseern/vnd sprach: Zsts auch recht auff den Sabbath Am sab- heylent Sre aber schwiegen stille. Vnd er gretffjn an/ vnd heylct jn/ vnd ließ jn gehen, hepim. Vnd antwortet / vnd sprach zu jnen: Welcher ist vnter euch/dcm sein Ochse oder Esel in den Brunnen fellet/vnd er nicht alsbald jn herauß zeucht am Sabbath taget Vnd sic kundten jm darauff nicht wider antwort geben. saget aber ein Gleichntß zu den Gasten/da er mcrckct wie sie erwehlctcn oben Demut, c^^an zu sitzen / vnd sprach zu jnen: Wenn du von jeman d geladen wirst zur Hoch¬ zeit/ so setze dich nicht oben an/ Daß nicht etwa ein ehrlicher denn du / von jm geladen fty/vnd so denn kompt der dich vnd jn geladen hat/ spreche zu dir: Weiche diesem/ vnd du müssest denn mit schäm vnden an sitzen. Sondern wenn du geladen wirst / so gehe hln/vnd setze dich vnden an / Auff daß/ wenn da kompt der dich geladen hat / spreche zu dir: Freundt/rücke Hinauff/Denn wirstu ehre haben für denen die mit dir zu tische sitzen. Denn wer sich sclbo erhöhet/ der sol ernidriget werden / vnd wer sich selbe erni- driget/dcr sol erhöhet werden. Er sprach auch zu dem/der jn geladen hatte: Wenn du ein Mittags oder Abend- v mal machest/so lade nicht deine Freunde noch deine Brüder/ noch deine gefreundten/ Gast la- noch deine Nachbarn / die da reich sind/auff daß sie dich nicht etwa wider laden/vnd dir vergolten werde/Sondern wenn du ein Mal machest/so lade die armen/dre krüp- pcl/die lamm/die blinden/so bistu selig. Denn sie habens dir nicht zu vergelten/Es wirt dir aber vergolten werden in der aufferstchung der Gerechten. <^^A aber solche höret einer der mit zu Tisch saß/sprach er zu jm: Selig ist der das »z a brot jffet im Reich Gottee.Er aber sprach zu jm:Es war ein Mensch/dcr mach- ^>»'1 tc ein groß Abendmal / vnd lüde viel dazu. Vnd sandte seinen Knecht auß zur stunde deß Abendmals/zu sagen den geladenen: Komet/dcnn es ist alles bereit. Vnd sie steti¬ gen an alte nach einander sich zu entschädigen. Der erste sprach zu jm: Zch habe einen Acker gckaufft/vttdmußhinaußgchcn/vndjnbeschen/M bitte dich emschüldige mich. Vnd der ander sprach: Zch hab sünffjoch Ochsen gekaufft/vnd ich gehe jetzt hin/ sie zubesehen/Zch bitte dich emschüldige nnch.Dnd der dritte sprachHch hab ein Weib genommen/darumb kan ich nicht kommen. Vnd a ' inaH niemarrd bcfle. As Saltz ist em gut ding / Wo aber das Saltz thumwirt / womit wirdt man würtzenk Es ist weder anffdas Land/noch in den Mist nütze/sondern man wirt sm, besuche g»ado es wegwerffen. Wer ohren hat zu hören der höre. E« Z.Mums. x v.Lap. 28z Vnd der Knecht kam/vnd saget das seinem Herrn wider. DawarddefiHauß- Herr >ornig/vnd sprach zu seinem Knechte: Gehe aüß bald auff die straffen vnd gaffen der Gtakt/vnd führe die Armen vnd Krüppel vn Lamcn vn blinden hereyn. Vnd der Knecht sprach: Herr/es ist geschehen/was du befohlen hast / Es ist aber noch raum da. Vnd der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe auß auffdie Landstrassen/vn an die Zäu¬ ne/vnd nötige sie hereyn zu kommen/auff daß mein Haust voll werde. Ich sage euch aber/daß der Männer keiner/die geladen sind/mein Abendmal schmecken wirt. n-tch.i°. gieng aber vil Volcks mit jm/Vnd er wandte sich/vnd sprach zu inen: So je- c^mand zu mir kompt/vnd hasset nicht seinen Vatter/Mutter/Weib/Kind/Brü- der/Schwester/auch dazu sein eygen leben/der kan nicht mein Jünger seyn. Vnd wer nicht sein Kreutz tregt/vnd mir uachfolgct/der kan nicht mein Jünger seyn. Wer ist aber vnter euch/ der einen Thurn bauwen wil/ vnd sitzt nicht zuvor / vnd vberschlegt die kost/ob ers habe hinauß zu führen k Auff daß nicht/wo er den grundt gelegt hat / vnd kans nit hinauß führen/alle die es sehen/ sahen an sein zu spotten/vnd sagen: Diser Mensch Hub an zu bauwen / vnd kan es nicht hinauß führen. Oder wel¬ cher König wil sich begeben in einen strett/wtder einen andern König / vnd sitzt nit zu¬ vor vnd rahtschlagt/Ob er künne mit zehen tausend begegmn/dem/ der vber in kompt mit zwentzig tausend k Wo nicht/ so schickt er Bottschaffe/wenn jener noch ferrneist/ vnd bittet vmbfride. Also auch ein jeglicher vnter euch/der nicht "absaget allem das er hat/kan nicht mein Jünger seyn. Matth.;. Marc. 9. Verlorne Schafe, xv.Lap. Elerchnlß vom verlornen Schafe/Groschen/vnd Gone/dadnrch vns die Barmherylg- kett Gottes wirt fürgcbüdct. Snahetmaberzu jm allerlepMnervnd Sünder/ daß sie jn höreten. Vnd die Phariseer vn Schrifftgelehrten murre- ten/vnd sprachen: Dieser nimpt die Sünder an/ vnd iffet mitjnen. Er saget aber zu inen diß Gleichniß/vnd sprach: Welcher Mensch ist vnter euch/der hundert Schafehat/vnD so er eines verleuret/der nicht lasse die neun vnd neuntzig in der Wüsten/vnd hingehe nach dem verlornen / biß daß ers findet Vnd wenn ers funden hat/so leget ers auff seine achselnmitfreuden. Vnd wenn er heim kommet/ ruffct er seinen Freunden vnd Nachbarn / vnd spricht zu jnen: Freuwet euch mit mir/denn ich habe mein Schaffunden/das verloren war.Ich sage euch: Also wirt auch freude im Himmel seyn vber einen Sünder / der buffe thut/ für neun vnd neuntzig Gerechten/ die der buffe nicht bedürffen. Oder welch Weib ist/dte zehen groschen hat/so sie der einen verleurt/ die nicht em Liecht anzünde/vnd kere das hauß/vnd suche mit fleiß/biß daß sie jn findctVnd wenn sie in funden hat/ruffet sie jren Freundinnen vnd Nachbarinnen/vn spricht: Freuwet euch mit mir/ Denn ich hab meinen groschen funden/den ich verlorn hatte.Also auch/ sage ich euch/wirt freude seyn für denEngeln Gottes/vber einen sündcr der buffe thut. v A^Wd er sprach.Ein Mensch hatte zween Sone/ vnd der Jüngste vnter inen sprach Vo dem' ^Azu dem Vatter: Gib mir Vatter das theil der güter/das mir gehört. Vnd er thei- o«rlormnson. ltt jnen das Gut. Vnd nit lang darnach samlet der jüngste Son alles zusamen/vnd zog ferrnc vber Land/vnd daselbst bracht er sein Gut vmb mit prassen. Da er nun alle das seine verzehrt hatte/ward ein grosse theuwrung durch dassclbige gantze Land/vnd er fieng an zu darben. Vnd gieng hin/vnd henget sich an einen Bürger deffelbigen Lands/der schickt jn auff seinen Acker der Scuw zu Hüten/Vnd er begert seinen bauch zu füllen mit Trebern/die die Seuw assen/vnd niemand gab sie jm. Hiangeimm xv.Lap. Daschlug er in sich/vnd sprach: Wie viel Taglöhner hat mein Vatter / die Brot die fülle haben/vnd ich verderbe im hunger. Ich wil mich auffmachen vnd zu meinem Vatter gehen/vnd zu jm sagen: Vatter/ich habe gesündiget in den Himel vnd für dir/ vnd bin fort nicht mehr wehrt daß ich dein Son heisse/mache mich als einen deiner Taglöhner. Vnd er machte sich auff/ vnd kam zu seinem Vatter. Da er aber noch ferrne von dannen war/sahe jn sein Vatter/vnd jamerte in/lieff vnd fieljm vmb seinen halß/vnd küsset jn. Der Son aber sprach zu jm:Vattcr/ich ha¬ be gesündiget in den Himmel/vnd für dir/Ich bin fort nicht mehr wehrt / daß ich dein Son heisse. Aber der Vatter sprach zu seinen Knechten: Bringet das beste Kleid her- 6 für/vnd thut jn an/vnd gebt jm einen Fingerreiffan seine Hand / vnd Schuch an seine süsse / vnd bringet ein gemestet Kalb her / vnd schlachtete/ Lasset vns essen vnd Mich seyn / Denn dieser mein Son war tod/ vnd ist wider lebendig worden/Er war verlo- rcn/vnd ist funden worden. Vnd fiengen an Mich zu seyn. LUBer der Elteste Son war auffdem Feld/vnd als er nahe zum Hause kam/ höret HAer das Gesenge vnd den Reigen / vnd rieffzu sich der Knechte einen / vnd fraget was da wertt Der aber saget jm: Dein Bruder ist kommen/ vnd dein Vatter hat ein gemestet Kalb geschlacbret/daß er jn gesundt wider hat. Da ward er zornig/ vnd wolt nicht hineyn gehen. Da gieng sein Vatter herauß/vnd bat jn. Er antwortet aber/vnd sprach zum Vatter: Sihe/so viel jar diene ich dir/vnd habe dein Gebott noch nie vber- tretten/vnd du hast mir nie einen Bock gcgeben/daß ich mit meinen Freunden Mich were. Nun aber dreser dein Son kommen ist/der sein Gut mit Huren verschlungen hat/hastu jm ein gemestet Kalb geschlachtet. Er aber sprach zujm: Mein Son/ du bist alle zeit bey mir / vnd alles was mein ist/ das ist dein. Du soltest aber Mich vnd guts muts seyn/ Denn dieser dein Bruder war tod/vnd ist wider lebendig worden/ er war verloren/vnd ist wider funden. xvi.Lap. Vom Reichen Mann vnd selnAirHnußhalter/von dem Mammon. Von Ehescheidung. Vom reichen Mnan/vntz dem armen Lazaro. 8 R sprach aber auch zu semen Jüngern: ES war em reicher Man/der hatte einen Haußhalter/der ward für jm berüchti-dom vn L get/als hette er jm seine Güter vmbbracht. Vnd er fordert jn/vnd A sprach zu jm: Wie höre ich das von dir k Thu rechnung von deinem _HHaußhalten / denn du kanst hinfurt nicht Haußhalter seyn. Der Haußhaltersprach bey sich selbs:Wassolich thunkMeinHcrrnimpt das Ampt von mir/grabenmag ich nicht/so schäme ich mich zubetteln. Ich weiß wolwas ichthun wil/wenn ich nun von dem Ampt gesetzt werde/daß sie mich in jre Häuser nemmen. (Mammon) Vnd er rieffzu sich alle Schüldencr seines Herrn / vnd sprach zu dem ersten: Wie MammonistEbre- vil bistu meinem Herrn schüldig k Er sprach: HundertTunnen öls. Vnd crsprachzu jm:Mm deinenBrieff/setzedich/vnd schreib flugsfünfftzig. Darnach sprach er zu (Vnrechr) MaÄon dem andern: Du aber/ wie viel bist» schüldig? Er sprach: Hundert Malter Weihen. -Vnd er sprach zu jm: Nim deinen Brieff vnd schreib achtzig. Vnd der Herr lobte den rcm bra^h Mder. vngerechten Haußhalter/daß er klüglich gethan hatte. Denn die Kinder dieser Welt ^aN/daArmcht sind klüger denn die Kinder deß Liechtö/in jrem Geschlechte. Vnd ich sage euch auch: l/ch- Machet euch freunde mit dem vnrechten" Mammon/ auffdaß/ wenn jr nun darbet/ vn.ftr VN warhafftig sie euch auffnemmen in die ewige Hütten. Wer im geringsten tteuw ist/der ist auch im grossen treuw/vnd wer im gering- v ZNhest-?7ut sten vnrecht ist/der ist auch im grossen vnrecht.So jr nun in dem»vnrechten Mamon E vu Eig-?M nit treuw seyt/wer wil euch das warhafftige verträume? Vnd so jr in dem fremden nit Geistlichen treuwe treuw seyt/wer wil euch geben das jenige das euwcr ist? Kein Haußknecht kan zweyen ftyn ,aer w.ctkemes / Entweder er wirdt einen hassen / vnd den andern lieben/ oder Wirt ei¬ nem an- MM?. H.^ucas» X VI» Lap. 284 Nem anhangm / vnd den andern verachten. Zr könnet nicht Gott sampt dem Mam¬ mon dienen. alles horeten die Pharifeer auch/die waren geitzig/vnd hotteten seyn. Vnd er sprach zu jncn: Ir scyts/die fr euch selbs rechtfertiget für den Menschen/Aber Gott kennet cuwere hertzcn/ denn was hoch ist vnter den Menschen / das ist ein Greu- wel für Gott. Matth .l. Das Gesetz vnd die Propheten weissagen biß anff Johannes/ Vnd von der zeit Maccao. an/wirt das Reich Gottes durchs Euangelium gcpredigt/vnd/cderman dringet mit gewalt hineyn. Es ist aber Leichker/daß Himel vnd Erden vergehen/ deü daß ein Tüt¬ tel am Gesetz falle. Wer sich schadet von seinem Wetbe/vn freyct ein andre/der bricht die Ehe/Vnd wer die abgescheidene von dem Manne freyet/ der bricht auch die Ehe. Vom war aber ein reicher Mann/ der kleidet sich mit Purpur vnd köstlichem Lin- rcichk't Man o^wad/vnd lebet alle tag herrlich vnd in freuden. Es war aber ein armcr/mit Na- vnva Lazarus/der lag für seiner thür voller Schwaren/vnd begcrt sich zu sättigen von den Brosamen/die von deß Reichen Tisch fielcn.Doch kamen die Hunde/vnv leckten jm seine Schwaren.Es begab sich aber/daß der Arme starb/ vnd ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch/ vnd ward begraben. e Aw er mm in dcr Helle vnd in der Qua! war/ Hub er feine äugen au ff/ vnd sähe Abraham von ftrrnen/vnd Lazarum in seinem Schoß/ricffvn sprach: Vatter Abra- ham/crbarm dich mein/vn sende Lazarum/daß er das cusscrste seines fingers ms was¬ ser tauche/vnd küle meine zungc/dcnn ich leide pcm in dffcr flammen. Abraham aber sprach: Gcdenck Son/daß Du dein gutes empfangen hast in deinem leben / vnd Laza¬ rus dagegen har böses empfangen/ Nun aber wirt er g'möstct/ynd du wirst gepeinigt. Vnd vber das alles ist zwischen vns vnd euch eine grosse klufft befestiget/daß die da wolten von hinnen hinab fahren Zu euch/können nicht/ vnd auch nicht von dannen zu vns herüber fahren. Da sprach er: So bitte ich dich Vattcr/daß du in sendest in meines Vatters hauß/ Denn ich hab noch fünff Brüder/ daß er inen bezeuge/ auffdaß sie nit auch komm an - Visen ort dcr quäl. Abraham sprach zu im:' Sie haben Mosen vn die Propheten/laß 2«?» sie dtcsclbigen hören. Er aber sprach: Nein/Vattcr Abraham/ sondern wen einer von Den Todten zu inen gieng / so würden sie buffe thun. Er sprach zu im:Hören sie Mosen zÄLA vn die Propheten nir/so werde sie auch nit gläubk/ob iemand vö den todte auffstünde. Der Hmgeitmn XVii.Qp. xvii.Lap. Der HER'X Jhesus warnet für Ergerniß/lehrer wie man einander Brüver!ick straffen vnd verleihensol/vnd wenn wir alles vas senig/ so vns befohlen/gechan/dennoch vnnüye Rncchre sex» Ihesns reiniget;chen Anßseylge/vnd sagt seinen I»ngern/wie es werde zugehen vor seiner plötzliche« zukunffc. LMWM R sprach aber zu ftmen Jüngern: Es ist vnmüglich/ daß nicht ärgcmiß komm/Weh aber dem/ durch welchen sie krmen/ cs werc im nützer / Daß man einen Mülstein an seinen halß hengct/ Erger- vnd würffe jn ins Meer/denn daß er diser kleinen einen ärgert. Hü- tet euch. So dein Bruder an dir sündiget/ so straffe jn / vnd so er sich bessert/vergw nn. Vnd wenn er siben mal deß tages an dir sündigen würde/vnd siben Verge- mal deß tages wider keme zu oir/vnd spreche: Es reuwet mich, so soltu im vergeben. ^6^Nd die Apostel sprachen zudem HERREN :Stercke vns den Glauben. Der rnatch.^, " w-r. Menschen Son komm wirt / meynstu daß er auch werde Glaube finden auffErdenk Er saget aber zu ctlichen/die sich selbe vermaffm/daß sie frorn weren/vnd verach- Vock teten die andern/ein solch Gleichniß.Es giengen zween Mensche hinauffin den Tem- AElcerv»- pel zu bcten/einer cinMariseer/dcr ander ein Zöllner/ Der Phariseer stund vnd bet¬ tet bey sich selbe also: Lh dancke dir Gott/ daß ich nit bin wie die andern Leute/ Räu- ber/Vngerechte/Ehebrecher/odcr auch wie dieser Zöllner. Ich faste zwier in der Wo- chen/vnd gebe den Zehenden von allem das ich habe. Vnd der Zöllner stund von ferr- ne/wolte auch seine äugen nicht auffhcbengen Himmel/soudern schlug an seine brust/ vnd sprach:Gott sey mir Sünder gnädig.Ich sage euch/dieser gieng hinab gerechtfer- /Em) tiget in sein Hauß für ienem. Denn wer sich selbe erhöhet / der wirt ernidrtgct wer- den/vnd wer sich selbs ernidriget/ der wirt erhöhet werden. danA n M^Ie brachten auch iunge Kindlin zu im / daß er sie solt anrühren. Da es aber die ^IIünger sahen/bedräuweten sie die. Aber Ihesus rieffsie zu sich/vttd sprach: Las- EsA/AAuff Der fit die Kindlin zu mir kommen/vnd wehret inen nicht / denn solcher ist das Reich Got- vertrat Rmdttu tft tes. Warltch ich sage euch/wer nicht das Reich Gottes nimpt/ als ein Kind/ der wirdt E Mff Fürstcwdz mchthincynkommm. L'LKL b^Nd es fraget in ein Oberster/vnd sprach:Guter Meister/was muß ich thun daß r,. 'O^ich das ewige Leben ererbe k Ihesus aber sprach zu im: Was heissest du mich gutk H » -»Bub-» mstth.Kemand ist gut / denn der einige Gott. Du wcrffcsi die Gebote wol / Du solt nicht HiElAnemLü" mar«.«,. Ehebrechen/ Du solt nicht tödten/Du solt nicht sialen/Du solt nicht falsch gczeugniß Sxsv.ro. reden/Du solt deinen Vatter vnd deine Mutter ehren. Er aber sprachDas habe rch W« k alles gehalte von meiner iugend auff. Da Ihesus das hörete/sprach er zu im:Es fehlet dir noch' eines/Verkauffe alles was du hast/vnd gibs den Armen / so wirst» einen . Vb Schatz Hmttgclmm xvi ii.Lap. Schatz im Himmel haben / vnd kom vnd folge mir nach. Da er das höret / ward er ' trauwrig/destn er war sehr reich. Da aber Jhesus sahe/daß er traurig war worden/sprach er:Wie schwärlich wer¬ den die Reichen in das Reich Gottes kommen. Es ist leichter daß ein Kamee! gehe durch ein Nadelöhre/denn daß ein Reicher in das Reich Gottes kome. Da sprachen A ^°' die das höretemWcr kau denn selig werden k Er aber sprach: Was bey den Menschen vnmüglich ist/das ist bey Gott möglich. Da sprach Petrus: Sihc/wir haben alles ver!affen/vn sind dir nachgcfolget. Er e aber sprach zu inen: Warlich ich sage euch: Es ist niemand der ein Hauß vcrlcßt/oder Eltern/oder Brüder/oder Weib/oder Kind/vrn deß Reichs Gottes willcn/dcr es nit vtlfeltig wider empfahe in dieser zeit/ vnd in derzukünfftigen Welt das ewige Leben. ^E*R uam aber zu sich die zwölffe/vnd sprach zu inen:Schtt/wir gehen hinauffgen VerkütU c^o/Ierusalem/vnd es wirt alles vollendet/ das geschrieben ist durch die Propheten/ d-gm,g von deß Menschen Son. Denn er wirdt überantwortet werden den Heyden/ vnd er m»"« wirdt verspottet vnd geschmähet/vnd verspeyet werden/vnd sie werden in geißeln vnd -°' tödten/Vnd am dritten tage wirt er wider auffcrsteßen. Sie aber vernamen der kei- nes/vnd die rede war jnen verborgen / vnd wußten nicht was das gesagt war. geschach aber/ da er nahe zu Jericho kam/ saß ein Blinder am wcgc/ vnd bet- Blinder (>i^telt. Da er aber höret das Volck/das durch hin gieng/forschet er was das we- D- re k Da vcrkündigcten sie im: Jhesus von Mzareth giengc fürüber. Vnd er rieff/vnd sprach:Ihcsu/du Son Dauid/crbarm dich mein. Die aber form an giengcn bedräu- wcten jn / er solt schweigen. Er aber schrcy viel mehr: Du Son Dauid/crbarm dich mein. Hcsus aber stund stille / vnd hieß in zu sich führen. Da sie in aber nahe bcy in brachten/fragt er in/vnd sprach: Was wiltu daß ich dir thun so! k Er sprach: HERR/ daß ich sehen mügc. Vnd Jhesus sprach zu im: Sey scherrd/dem glaub hat dir gcholf- Glaub, fen. Vndalsobald ward ersehend/vnd folget im nach/vudpreisete Gott. Vndalles Dolck/das solches sahc/lobetc Gott. xix.Lap. a cli, luprL ^eMpriL>noncL. priScus, L 6cu Lc moro,' ' ' NLumüb.r. VouZacheo dem bußfertigen Zöllner/Glotckm'ffvonelnem Edlen/der feinenRnechken etli¬ che Pfund gube/in seinem abwesen vamlt;u handle». Jhesus reyret ex» zu Jerusalem auffeinrm Fülien/weint vber Vas rnkünffrig elend der Statt/ Trerbr die Rauffer vnd Verkaufferaußdein Tempel/vnd die Hohenp rrester vnd Schrijfrgelehrten rrachren,m nach. Nd er zog hlncpn/vnd grcng durch Zcrtcho/Vnd srhe/ da war ein Mann/genannt Aachens/ der war ein oberster der Zoll- Aachens, ncr / vnd war reich / vnd begertc Ihcsum zu sehen / wer er were/vnd klrndte nicht für dem Volek/ denn er war klein von Person. Du er liess für hin/vnd steig auffcinen"Maulbcerbaum/auffdaßcrjusehe/ denn allda solt er durch kommen. Vn als Ihcsus kam an dieselbige stette/sahe cr auff/ e«, ^c'us vnd ward sein gcwar/vnd sprach zu irn: Iachee/stcig eylend herntdcr / Denn ich muß a »cu heute zu deinem Hause eynkchren. Vnd er steig eylend herntdcr /vnd nam in auffmit Vi6e /cr!re- ftcudelt. Da sic das sahcn/murretcn sie alle/ daß er bey einem Sünder eynkehret. — Aacheusaber trm var/vnd sprach zu dem HERRN:Sihe/HERR/die hclffte mei¬ ner Güter gebe ich den Armen / Vnd so ich iemand betrogen hab / das gebe ich vierfcl- tig wider. Hcsus aber sprach zu im: Heut ist diesem Hauß heyl widcrfahrcn/sintcmal cr auch Abrahams Son ist. Denn deß Menschen Son ist kommen zu suchen/ vnd se¬ lig zu machcn/das verlorn ist. sie nun zuhöretcn/saget cr weiter eine Gleichniß/darum/daß er nahe bey Je- MMh § (^Arusalem war/vn sic mcincte das Reich Gottes solt also bald offenbart werden. Vnd sprach: Ein Edler zog ferrne in ein Land / daß cr ein Reich cynneme / vnd denn wider keme.Dffer fordert zche seiner kuecht/vn gab men zehen pfund/vn sprach zu inen: Handelt H. Eucao. x IX. Lap. Handelt biß ich wider komme. Seine Bürger aber waren im feindt/vnd scbickcten Bottschafft nach im/vnd liessen im sagen .Wir wöllen nit daß dieser vber vns herrsche. v Dnd es begab sich/da er wider kam / nach dem er das Reich eyngmommcn hatte/ Don deß hieß er dtesclbigcn Knechte fordern/ welchen er das Gelt gegeben hattc/daß er wüßte L"-Lk. wascinicgüchcrgchandclthctkc. Datrat herzu der erste/vnd sprach: HERR/dein pfund hat zehen pfund crworben-Dnd crsprach zuim:Ly du frommer Knccht/dicweil du bist tm geringsten trcuw gcwescn/soltu macht haben vber Zehen Stätte.Dcr ander kam auch / vnd sprach: Herr dein pfund hat fünff pfund getragen. ?u dem sprach er auch:Dnd du soirscin vber fünffSkättc. Dnd der dritte kam/vnd sprach : Herr/fihe da/hie ist dein pfund/wclchce ich habe im Schwcißthuch bchaltcn.Zch furchte mich für dir/den du bist ein harter Mann/du ntmmest / das dn nicht gelegt hast / vnd crndtcst / das du nit gesäct hast. Er sprach zu jm : Auß deinem Muude richte ich dich. Du Sehalck/Wußtest» daß ich ein harter Mann bin/ncmc das ich nicht gelegt habe/vnd crndtc das ich nicht gesäct Habc/War- ümb hast» denn mein Gelt nie in Sie Wechselbanck gegeben/Vnd wenn ich kommen wcrc/hekte ichs mit Wucher erfordert. Vnd er sprach zu dcncn/dic dabcy stundemNeMmct das Pfund von im/vn gebet» dcm/der zehen pfund hat. Vrid Pc sprachen zu im: Herr/Hat er dochzchcn pfund. Zch , . sage euch aber: Wer da hat/dcm wirkt gegeben werdcn/Von dem aber/dcr nicht hat/ wirt auch das genommen werden/ das er hat. Doch iene meine Fcinde/dic nicht wol¬ len daß ich vber sic herrschen solte / bringet her/ vnd erwürget sic für mir. Dnd ais er solches fagct/zog er fort/vnd reysetc hinauffgcn Jerusalem. c vs>sNd es begab sich/als er nahet gen Bcthphage vnd Bethanien/ vnd kam an den AHölberg/sandte er seiner Zünger zween/vnd sprach: Gehet hin in den Marckt/der xuch ligt / vnd wenn ir hincyn kompt / werdet jr ein Füllen angebunden finden/ , Eynzug g,afwclchem noch nie kein Mensch gesessen ist/ löset cs ab/ vnd bringet». Dndsocuch N-L icmandfragct/warumb ireablöset/Sosaget also zuim:Der HERR bcdarffsein. Vnd die Gesandten gierigen hin/vnd funden wie er inen gesagt hakte.Da sie aber da» Füllen ablösctcn/ sprachen seine Herrn zu inen: Warumb löset ir das Füllen ab / Sie aber sprachcmDcr HERR bcdarff sein. Vnd sic brachten» zu Hess,/vnd wurffcn irc Kleider auffdas Füllcu/vnd sichten Zhesum drauff. Da er nun hinzog/ breiteten sie ircKleiderauffdenwcg. , . Vnd da er nahe hinzu kam / vnd zog den olbcrg herab / fieng an der gantzc Hausse seiner Züngcrmitfreudcn Gott zu loben mit iaukerstime/vber alle Thatcn/dicsicge- schen hatten / vnd sprachen: Gelobct sey der da kompt/ein König/ in dem Namen deß vku»HERRN/Friede sey im Himmel/ vnd ehre in der höhe. Dnd etliche der Pha risecr im Volck sprachen zu jmMeistcr straffe doch deine Züuger. Er antwortet/ vnd sprach zu inemM sagc euch/wo diese werden schweigen/ so werden die Steine schreyen. o Ns als er nahe hinzu kam/sahc er die Statt an/ vnd weinet vber sic/vnd sprach: Don der Ä^Wcnn du cs wüßkest/sowürdcstu auchbedcnckcnzudicscrdeinerzcit/waszu pttnern Friede dienet. Aber nun ist« für deinen äugen verborgen. Denn cs wirt vic zcitvbcrdich kommen/daß deine Feinde werdcnvmbdich/vnddeine Kindermit dir/einc Wagenburgk schlagcn/dich belagern/ vnd an allen Srtcn ängsten / Vnd wer¬ den dich schlciffcn/vnd keinen Stein auffdcm andern lassen / Darrmrb / daß du nicht erkeunet hast die zeit/darinncnd» hcimgcsuchk bist. m-«».».. Vrrd cr gicng in den Tempel / vü ficrrg an außzuircrbcn die darinnen vcrkaufftcn vnd karrffrcu/Vnd sprach zu incu:Ls stehet gcschrrben:Meiu Hauß rst ein Bcchhauß/ aber habt» gemacht zur Mördergruben. Vnd lehret täglich im .z-,mt,lau c^auff Erden wirdt den Leuten bange scyn/vnd werden zagen/ vnd dasMeervnd das-st!b!pansmk- die Wasserwogen werden brausen/vn die Menschen werden verschmachten für furcht Te^l wttdt Nicht vnd für warten der dmger / die kommen sollen auff Erden. Denn auch der Himmel »vwcrauffkommcn. kräffte sich bewegen werden. Vnd alöden werden sie sehen deß Menschen Son komm in der Wolcken/mit grosser krafft vnd hcrrligkeit. Wenn aber dieses anfehct zu gcsche- hen/so sehet auff/ vn hebt euwre Häupter auff/ darum daß sich euwer erlösung nahet. Vnd er saget jnen ein Gleichniß: Sehet an den Feygenbaum / vnd alle Bäume/ wenn sie jetzt außschlahen/so sehet jrs an inen/ vn mercket daß jetzt der Summer nahe ist / Also auch jr/wenn jr diß alles sehet angchen/ so wisset daß das Reich Gottes nahe ist. Warlich / ich sage euch: Diß Geschlecht wirdt nicht vergehen / biß daß cs alles ge- schche.Himmel vnd Erden vergehen/ Aber meine wort vergehen nicht. Aber hütet euch/daß euwre hertzen nicht bcschwäret werden mit fressen vnd sauf- Doti freß sen/vud mit sorgen der narungc/vnd komme dieser tag schnell vber euch/ Den wie ein lmvnscmff^ Fallstrick wirdt er kommen vber alle die auffErden wohnen. So seyt nun wacker alle zeit/ vnd betet / daß jr wirdig werden möget zu empfliehen diesem allen dgs geschehen sol/vnd zu stehen für deß Menschen Son. Vnd er lehret deß tages im Tempel / deß nachts aber gieng er hinauß / vnd bleib vbernachtam Oelberge. Vnd alles Volckinachtesichfrüauffzujm/imTcmpeljn zuhören. XXll.Lap. Von Iuv» dein Ve urah ter. Vom Gsterlanib/vnd exnstrtzung deß Nachtmsls/veß Leibs vnd Bluts deßHERRN DieJünger zcrncken/welchervnrerinen der grössestsexnsolte.DerHERR derer sm Gelberge wirdt gefangen/vnd ms Hohenpriesters Hauß geführt/ von Petro verleugn net/von dem Gottlosen Gesindeversporret/vnd bekennet dsß er Gottes Gon sexe. SMWG S war aber nahe das Fest der süssen Brot/ das da L Ostern heißt. Vnd die Hohenpriester vnd Schrifftgelchtten trachte- N« ten wie sie jn tödten/ Vnd furchten sich für dein Volck. Johans Es war aber der Sathanas gefahren in den Judas / genannt Adas. Ischarioth/der da war auß der zal der Awölffen. Vnd er gieng hin vnd redet mit den Hohenpriestern/vnd mit den Hauptleuten/wie er jn welte inen vberantworten.Vnd sie wurden fro/vnd gelobten jm Gelt zu geben.Vnd er versprach sich/vnd suchte gelcgenheit/daß er jn vberantwortet on rumor. kam nu der tag der süssen Brot/auffwelchem man mußte opffern das Oster- I. c^lamb/vnd er sandte Petrum vnd Johannem/vnd sprach .Gehet hin/bereitet Me O vns das Osterlamb / auff daß wirs essen. Sie aber sprachen zu jm: Wo wilt du daß wirs bereiten? Er sprach zu jnen:Sihe/wenn jr hineyn kompt irr die Statt/wirdt euch rvam^- ein Mensch begeguen/der tregt einen Wasserkrug/ Folget jm nach in das Hauß/da er hineyn ge- xxii.Lap. 2§s hineyn gehet/vnd saget dem Haußherrn: Der Meister leßt dir sagen/Wo ist die Her¬ berge dämme ich das Osterlamb esse möge mit meinen Jüngern t Vnd er wirdt euch einen grossen gepflasterten Saal zeigen/dasclbst bereitet es.Sie giengen hin vnd fun- den wie er inen gesagt hatte / vnd bereiteten das Osterlamb. v Vnd da die stunde kam/satzte er sich ntder/vnd die zwölff Aposteln mit /m/vnd er sprach zu inen: Mich hat hertzlich verlanget diß Osterlamb mit euch zu essen/ehe denn ich leide. Den ich sage euch/daß ich hinfurt nicht" mehr davon essen werd/biß daß er- « füllet werde im Reich Gottes. Vnd er nam den Kelch/ dancket vnd sprach: Nemmet denfelbigcn/vnd theilet in vnter euch / Denn ich sage euch: Ich werde nit mucken von vmbgche? dem Gewächse deß Weinstocks/biß das Reich Gottes komme. Z- " «am das Brot / dancket vnd brachs / vnd gabs inen/vnd sprach: Das ist Abend- c^metn Leib/ der für euch gegeben wirt / Das thut zu meinem gedächtniß. Dessel- blgen gleichen auch den Kelch nach dem Abendmal/vud sprach:Das ist der Kclch/das Matrh 2^. ncuwe Testament/in meinem Vlut/das für euch vergossen wirt. Doch sthe / die Hand meines Verrähters ist mit mir vber Tische. Vnd zwar deß Menschen Son gehet hin wie es beschlossen ist/Doch weh demselbigen Menschen/ durch welchen er verrahten wirt.Vnd sie fiengen an zu fragen vnter sich selbs/wclchcr es dochwere vnter jnen/der das thun würdet " Hub sich auch ein zanck vnter inen / Welcher vnter inen solte für den großen (T^gehalten werden. Er aber sprach zu inemDte Weltliche Könige herrschen/vnd Werder di?Gewaltigen heisset man gnädige Herrn /Ir aber nicht also: Sondern dergrössest gröstcscy. euch sol scyn wie der iüngste/vnd der fürnemest wie ein Diener. Denn welcher ist der gröffest t der zu Tisch sitzt / oder der da dienet k Ists nicht also / daß der zu Tisch sitzt? Ich aber bin vnter euch wie ein Diener.Ir aber feyts/die jr beharret habt bey mir in meinen anftchtungen.Vnd ich wil euch das Reich bcschctden/wie mir mein Vatter bescheiden hat/daß jr essen vnd trmckcn solt vber mememTtsch in meinem Reich/vnd sitzen auff Stülen/ vnd richten die ZwölffGeschlechte Israel. nAÄ.4. (A^Er HERR aber sprach: Simon/Simon/Sihe/der Sathanas hat euwer be- gert/daß er euch möcht sichten wie den Weitzen/ Ich aber hab für dich gebeten/ daß dein Glaube nit auffhöre/ Vnd wenn du der mal eins dich bekehrest/so stercke dei¬ ne Brüder. Er sprach aber zu im:HERR/tch bin bereit mit dir ins Gefcngmß vnd in Petri ver den tod zu gehen. Er aber sprach:Petre/ich sage dir/der Han wirt heut nit krähen/che mcsscichcjt. denn du dreymal verleugnet hast/daß du mich kennest. er sprach zu inen: So offt ich euch gesandt habe on Beutel/ on Taschen/vnd c^Aon Scbuch/Habt jr auch je mangel gehabt?Sie sprachen:Me keinen. Da sprach er zu inen.Aber nun/wer einen Beutel hat der nemme in/dcsselbigen gleichen auch die Taschen. Wer aber nicht hat/verkauffe sein Kleid/ vnd kauffe ein Schwerdt. Denn ich sage euch: Es muß noch das auch vollendet werden an mir / das geschrieben stehet: IelMzr. Er ist vnter die Vbclthäter gerechnet. Denn was von mir geschrieben ist/das hat ein ende. Sie sprachen aber:HERR/srhe/hie sind zwey Schwert. Er aber sprach zu inen: ^Esistgnug. -) k- n b o Nd er gieng hmauß nach seiner gewonheit ar; den Oelberg. Es folgeten im aber 5?'^mehr 11. ASscine Jünger nach an densclbigen ort. Vnd als er dahin kam/ sprach er zu inen: ZchwettfeTA" Geistlich Betet / auff daß ir nicht in anfechtung fallet. Vnder reiß sich von inen/bey ei- imTaÄi?" ucm Stetnwurff/vnd kniet nider/betct/vnd sprach:Vatter/wiltu/so nim diesen Kelch s^-- Matth"". von mir / Doch nicht mcin/sondern Dein wille/geschche. Es erschein im aber ein En- Johans, gel vom Himmel / vnd stercket in. Vnd es kam daß er mit dem Tode rang / vnd betet H hefftiger.Es ward aber sein schweiß wie Blutstropffen/die sielen auffdie Erden.Dnd ft-, er stund auffvon dem Gebctt/vnd kam zu seinen Jüngern/vnd fand sie schlaffend für Schwcr?tÄs trauwrigkeit/vnd sprachzuinen: Was schlaffet ir ? Stehet auff vnd betet/auffdaß ir M." nicht in anftchtlmg fallet. Bb W Da er griffen jn aber/ vnd führeten jn/vn brachten in in deß Hohenpriesters Hauß/ v c^APetrus aber folget von fermen. Da Zündeten sie ein Feuwer an mitten im Pa- III. last/vnd faßten sich zufam men. Vü Petrus faßte sich vnter sie. Da sähe jn eine Magd Jhesus sitzen bey dem Liechr/vnd sähe eben auffjn/vnd sprach zu jm: Dieser war auch mit jm. Er aber verleugnet jn/vnd sprach:Wcib ich kenne sein nicht. Vnd ober eine kleine wei- le sähe jn ein andcr/vnd sprach:Du bist auch der einer. Petrus aber sprach: Mensch/ ich btns ntcht.Vnd vber eine weile/bey einer stund/bckräfftigets ein ander/vnd sprach: Warlich/dieser war auch mit jm/denri er ist ein Galileer.Petrus aber sprach:Mcnsch/ ich weiß nicht was du sagest. Vnd alsbald/da er noch redet/ krähet der Han. Vnd der HERR wandte sich/vnd sähe Petrum an. Vnd Petrus gedachte an deßHERRN wort/als er zu jm gesagt hatte/Ehe denn der Han krähet/wirst» mich dreymal ver¬ leugnen. Vnd Petrus gtcng hinauß/vnd weinet bitterlich. Die Männer aber die Mesum hielten/ verspotteten jn/ vnd schlugen jn / verdeck- tcn jn/vnd schlugen jn ins angesicht/vnd fragten^/ vnd sprachen: Welffage/wer ists/ Ich»»üs.' der dich schlugkVn d vil andere lasterungen sagten sie wider jn. Nd als es tag ward/samlcten sich die Eltestcn deß volcks/die Hohenpriester vnd Khristus ÄSSchrtfftgelehrtcn/vnd führeten jn htnauff fürjren Naht/ vnd sprachen: Bistu N» Zhrtfius k Sage es vns. Er sprach aber zu jnen: Sage ichs euch/ so gläubct jrs nicht/Frage ich aber/so antwortet ir nicht/ vnd lasset mich doch nicht loß. Darumb/ von nun an wirt deß Menschen Son sitzen zur rechten Hand der krafft Gottes. Da sprachen sie alle:Bistu denn Gottes Son k Er sprach zu jnen: Ir sagets/dcnn ich bins. Sie aber sprachen: Was dürffcn wir weiter zeugniß t Wir habens selbs gehöret auß seinem Munde. XXlll.Lap. Wieder HERRJhesus zvmtod vervrtheilk/gecreutzlgt vnd begcaben/wr'rt. Nd der ganße Hausse stund auff/ vnd führeten jn für Pilatum. Vnd fiengen an ja zu verklagen/vnd sprachen: Diesen fin- H11» U den wir / daß er das Volck abwcndet / vnd verbeut den Schossz dem Rhesus Keyser zu geben/vn spricht:Er scy Khrtstus/der König. Pilatus aber N«/ fraget jn/vnd sprachEtstu der Juden KönigkEr antwortet jm/vnd A^-/. sprachMu sagests. Ptlatus sprach zu den Hohenpriestern/ vnd zum Volck: Ich finde kein vrsach an diesem Menschen. Sie aber hielten an/vnd sprachen: Er hat das volck crrcget/damit/daß er gclehret hat/htn vnd her/ im gantzen Jüdischen Lande/vnd hat in Galrlea arrgefangcn/biß hichcr. A aber Pilatus Galtleam hörct/fragct er: Db er auß Galilea were k Vnd als er vcrnam daß er vnter Herodts Öberkeyt gehörete / vbersandte er jnZu Hero- Jhesus des/welcher in denselbigen tagen auch zu Jerusalem war. Da aber Herodes Ihesum sahe/ward Hiangellum XXII. Qp. er aber noch redet / Sihe / die Schar vnd einer von den Zwölffcn/ genannt (^DIuda/giengfürjttetther/vndnahcLsichZttIhcsu/jnzuküffcn. Jhesusaber sprach zu jm: Juda/ verrähtestu deß Menschen Son mit einem Kuße Da aber sahen / die vmb jn waren / was da werden wolte / sprachen sie zu jm: Mal- HERR sollen wir mit dem Schwcrdt dreyn schlagen k Vnd einer auß jnen schlug deß Hohenpriesters Knecht / vnd hieb jm sein recht Dhr ab. Jhesus aber antwortet/ vnd lSsferrne) Lasset sprach:Lassct sie doch c so ferme machen. Vnd er rühretsein Öhr an/ vnd heyletjtt. Üben.^fennc"u5vcr ^!Hefus aber sprach Zu den Hohenpriestern vnd Häuptleuten deß Tempels/ vnd hengt Wirdt/E s hat Elteste/die vber jn komcn waren:Ir seyt als zu einem Mörder mit Schwer- däßw"7n2!dürft ten vnd mit Stangen außgcgangen.Ich bin täglich bey euch im Tempel gewesen/vnd ftnselbsreche». keine Hand an mich gelegt / Aber diß ist euwer stunde / vnd die macht derFitt- nen abschelvet/vnd gen Hrmmel fehrr. VIII. Der an der Sabbather einem sehr ftü kamen sie zum Ehrtstt Auff- Grabe/ vnd trugen die Specerey / die sie bereitet hatten / vnd etliche " . Myung. " mrt jnen. Sre sunden aber den Stein abgeweltzet von dem Grab/ vnd giengen hrneyn / vnd funden den Leib deß HERRN Jhesu nicht. Vnd da sic dar umb bekümert waren / Sihe / da traten bey sie zween Manner nrrr glentzendcn Kleidern. Vnd sie erschracken/vn schlugen jre angesichte nt- der zu der Erden.Da sprachen die zu jnemWas suchet jr den Lebendigen bey den Tob¬ ten k Er ist nicht hie / Er ist aufferstanden. Gedcnckct daran / wie er euch saget / da er noch in Galrlea war/vnd sprach: Deß Menschen Son muß vbcrantwort werden m die Hande der Sünder / vnd gecreutztget werden / vnd am dritten tage auffcrstehen. Vnd sie gedachten an seine wort. H^Nd sie giengen wider vom Grabe/ vn verkündigeten das alles den Eylffeu/vnd andern allen. Es war aber Maria Magdalena/ vnd Johanna / vnd Ma¬ na Iacobi/vnd andere mit jnen/ die solche den Aposteln sageten. Vnd es dauchten sie jre wort eben als werens Märlin / vnd glaubten irren nicht. Petrus aber stund auff/ vnd lieffzum Grabe/vnd bücket sich hineyn/vnd sähe die leinen Thücher alleine lrgcn/ mb gieng davon/Vnd es nam in wunder wie es zugienge. H6^Nd srhe/ Zween auß jnen giengen an demselbigen tage in einen Flecken/der war k « ^Avon Jerusalem sechtzig feldwcgs weit/ deß Namen heißt" Emmahus / vnd sie Etirnia- SÄk' redeten Mit einander von allen diesen Geschichten. v"°- lm/Me/Burgk. nen/ sehret. Also ist ein jeglicher/ der auß dem Geist geborn ist. gleich Me"uWmd! Modernus antwortet/vnd sprach zu inen: Wie mag solche zugehcn ? Hcsus ant- cn-andlrsiMsa^ wortet/vnd sprach zu jm:Bistu ein Meister in Isracl/vn wciffcst das nicht ? Warlich/ warlich/ich sage dir: Wir reden das wir wtffen/vn zeugen das wir gesehen haben/vnd jr nemet vnscr zeugniß nicht an. Glaubt jr nicht/wcnn rch euch von jrrdischen dingen sage/wie würdet jr gläubcn / wenn ich euch von HimKschen dingen sagen würde? n Vnd niemand sehret gen Himel/denn der vom Himel erntder körnen ist/nemlich/ n»m. Menschen Son/der im Himmel ist. Vnd wie Moses in der Wüsten eine Schtan ge erhöhet Hat/Also muß deß Menschen Son erhöhet werden/Auffdaß alle die an jn gläuben/nicht vcrlorn werden/ sondern das ewige leben haben. Lieb Got WsLso hat Gott die Welt geliebet/daß er seinen etngeborne Son gab/ Auff daß al- »cs. ^sle die an jn gläuben/nicht verloren werden/sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Son nicht gesandt in die Wclt/daß er die Welt richte/sondern daß die Welt durch jn selig werde. Wer an jnglaubet/der wirdt nicht gerichtet. Wer aber nicht gläubet / der ist schon gerichtet / Denn er gläubet nicht an den Namen deß eingebornen Sons Gottes. Liecht. Das ist aber das Gcrtchte/daß das Liecht in die Welt kommen ist/vnd die Men¬ schen liebcten die Finstcrniß mehr denn das Liecht / Denn jre werck waren böß. Wer arges thut/ Der hasset das Liecht / vnd kompt nicht an das Liecht / auff daß seine werck nicht gestrafft werden. Wer aber die warhcyt thut/der kompt an das Liecht/daß seine werck offenbar werden/Denn sie sind in Gott gcthan. (A^Arnach kam Acsus vnd seine Jünger in das jüdische Land/vnd hatte daselbs Tauffc. e^L sein wesen mit jnen/vnd täuffet.Iohannes aber täuffet auch noch zu Enon/na- he bey Salim/denn es war ml Wassers daselbs. Vnd sie kamen dahin/vnd liessen sich täuffm/Denn Johannes war noch nicht ins Gefengniß gelegt, cc erhub sich eine Frag vnter Den IüngernZohannis/sampt den Iüdö/vber der Johann Reinigung. Vnd kamen zu Iohanne/vn sprachen zu jm: Mcister/der bey dir war jen- (versiegelt« Sup '. strt dem Iordan/von dem duzeugetest/ Sthc/dertäuffct/vndjedcrmankomptzujm. H-!« ^glach deß aber errnanetcn in die Iünger/vnd sprachen:Rabbr/iß.Er aber sprach zu s^siren: Ich hab eine' Speisezu effen/da wissetir nicht von.Da sprachen die Iün- gervmer- H. Uohanms. mi.Lap. 29z gcr vntemander.Hat jm jemand zu essen gebrachttIhesus spricht zu jnenMeinc speise ist die/daß ich ihue den willen deß der mich gesandt hat/vn vollende seine wcrck.Sagt jr nit selber: Es sind noch vier Monden/so kompt die Erndte k Sihe/tch sage euch: He¬ bet euwre Augen auff/ vnd sehet in das Feld/ denn es ist schon weiß zur Erndte. Vnd wer da schneidet der rmpfchet Lohn/vn samlet frucht zum ewigen Leben.Auff daß sich mit einander freuwen/der da säet/vnd der da schneidet. Den hie ist der Spruch war/ Dieser säet/dcr ander schnetdct.Ich habe euch gesandt zu schneiden/ das jk nik habt ge¬ arbeitet/^ Ander haben gcarbettct/vndjrseyt in jre arbeit kommen. (Ander Samari ^E'Sgläubten aber an jn vil der Samariter auß dcrselbigk Stütt/vmb deß weibs ph-eenhaben g§t! Obrede willen/welches da zeugete/Er hat mir gesagt alles was ich gethan habe.Alv nun die Samariter zu jmkamen/bähtensiejn/daß erbcyjnenbliebe. Vnderblcib zwccn tage da. Vnd viel mehr gläubctm vmb seines Worts willen/ vnd sprachen zum Weibe: Wir gläubcn nun fort nicht vmb deiner rede wtllcn/Wir haben selber gehöret vnd erkmnet/Daß dieser ist warlich Khnstus/dcr Welt Heyland. v ^sBer nach zweyen tagen zog er auß von dannen / vnd zog in Galileam /Denner Marci Nksselber/Ihesus/zeugete/Daß ein Prophet daheim Ntthtö gilt.Da er nun in Gali- Lu« 4. Kan kam / namen jn die Galilecr auff/ die gesehen hatten alles was er zu Jerusalem auffs Fest gethan hatte / Denn sie waren auch zum Fest kommen. Vnd Jhesus kam <5ana. abermal gen Kana in Galilea/da er das Wasser Hütte zu Wein gemacht. DeßKö- ^^NdeowareinKönigischer/deßSonlagkranckzuKapernaum. Dieser höret/ mgis-hc G-n. ^^daß Jhesus kam auß IudeatnGalilean/vndgicng hin zu jm/vnd bat jn/daß er hinab käme / vnd hülffe seinem Son / denn er war todkranck. Vnd IhcsuS sprach zu jm:Wenn jr nicht Zeichen vnd Wunder sehet/so gläubct jr nicht. DerKönl- gische sprach zu jm:HERR/kom hinab ehe denn mein Kind stirbt. Jhesus spricht zu jm: Glaub. Gehe hin/dein Son lebet. Der Mensch gläubete dem wort/ das Jhesuozu jm sagete/ vndgienghitt. Vnd in dem er hinab gieng/begegneten jm seine Knechte / verküttdigeten jm/vnd sprachen: Dein Kind lebet. Da forschet er vonjam die stunde/in welcher es besser mit jm worden war. Vnd sie sprachen zu jm.Gestern vmb die sibende stunde verließ jn das Fieber. Da merckct der Vatter daß vmb die stunde were/in welcher Jhesus zu jm gesagt hatte:Dein Son lebet.Vnd er gläubct mit seinem gantzen Hause. Das ist nm das ander Jeichm/dasJhesus rhct/ da er auß Juoea in Galilean kam» V. Lap. iZhesus müchtdeit acht vnd dreMg »LrigenÄränckert üesundt de^m Teich Bethhesd» / vnd dre Iüden verfolgen m/drewell er solches auffden Sabbathqerkan / Jhesus verglelchr trch dem Vatter. V0m Rechten Glauben/von der Aufferstehitnge vnd Gerichte/ auch wie er von Johan-- nes vom Vatter/vnd der Schrrffce/ zengnrß habe. ward ktn Fest der Jüdrn / vnd Jhesus zoch Pfingstfcst. hinauff gen Jerusalem. Es ist aber zu Jerusalem bcy dem Schaf- hause ein Tetch/dcr heisset auffEbretsch" Bethhesda / vnd har fünff ^ethhe-va) Za-s Hallm/in welchen lagen vil Krancken/ Blinden/ Lamm/ Dürren/ die warteten wenn sich das Wasser bewegete. Denn ein Engel fuhr darin/^dmar- herab zu seiner zeit in den Teich / vnd bewegete düs Wasser/ Welcher nun der erste/ nachdeMdas Wasser beweget war/htneyn steig/der ward gesandt/Mit welcherley seuche er behafft war. chcs bcy dem war aber ein Mensch daselbs acht vnd drcyffig jar kranckgelegen. Da Ihe- OL>isu6 denselbigen sähe ligen /vnd vernam daß er so lang gelegen war / spricht er zu Ln Jlbs solches mrWiltu gesundt werdenk Der Krancke antwortet jm:HERR/ich habe keinen Mm- chen/wenn das wasser sich beweget/der mich in den Teich lasse /Vnd wenn ich kome/ '0 steiget ein ander für mir hineyn. Jhesus spricht zu jm: Srehc auff/nim dein Bene/ Ke iij vndgehe -ZMMlium v. Lap. vnd gehe hinVnd also ward dcrMensch gesundt/vnd nam sein Bttte/vnd gieng hin. Es war aber desselbjgm tages der Sabbath. Da sprachen die Wen zu dem/der gesunde war worden: Es ist heute Sabbath/ Saöbach es Ziemet dir ntt das Bette zu tragen.Er antwortet jnen.Der mich gesundt macht/der sprach zu mir:Nim dein Bctte/vnd gehe hin k Da fragten sie jn: Wer ist der Mensch/ der zu dir gesagt hat: Mn dein Bette/vnd gehe hm k Der aber gesundt war worden/ wußte nicht wer er war/ Den Hcsus war gewichm/da so vil Volcks an dem ort war. Darnach fand jn Hcsus im Tempel / vnd sprach zu jm: Sihe zu / du bist gesundt k wordcn/sündige fort nit mehr/ daß dir nicht etwas ärgers widerfahre. Der Mensch gieng hin / vnd verkündigcts den Iüden / es sey Hcsus / der in gesundt gemacht habe/ Darumb verfolgeten dieIüden Hcsum/vn suchten jn zu tödkcn/daß ersolchsgethan hatte auff den Sabbath.Hesus aber antwortet men: Mein Vatter Hircket bißher/ b vnd ich wircke auch. Darumb trachteten im die Hdcn nunvilmehrnach/daßsiejn tödten/daß er nicht allem den Sabbath brach/sondern saget auch/GottseyseinVat- dämmt-2 ter/vnd machte sich sckbs Gott gleich. auch Nit / sousu wir- (^^A antwortet Jhesus/vnv sprach zu inen: Warlich/warlich/Lch sage euch: Der <^L Son kan mchw von im selber thun/denn was er sihet den Vatter thun/ Denn was derselbige thut / das thut gleich auch der Gon. Der Vatter aber hat den Son Vatter, lieb / pnd zeiget im alles was er thut / vnd wirdt im noch grössere werck zeigen / daß ir Son. euch verwundern werbet. Denn wie der Vatter die Todlen aufferweckt/vnd machet sie lebendig/Also auch der Son machet lebendig Mlche er wil.Dcnn der Vatter rich¬ tet nicmand/sondern alles Gerichte hat er dcnrSon gegeben/Auff daß sie alle den /Z. Son ehren/wie sie den Vatter ehrcn.Wer den Son nicht chrct/der ehret den Vatter Den son nit/der in gesandt hat. Warlich/warlich/ sage ich euch: Wer mein wort höret/vn gkäu- bet dcm/der mich gesandt hat/ der hat das ewige Leben/ vnd kommet nicht in das Ge¬ richte / sondern er ist vom Tode zum Leben hindurch gedrungen. Warlich/warlich/ich sage euch: Es kompt die stunde/vn ist schon jeht/daß die tod- o ten werden die Strme dcß Sons Gottes hörcn/vnd die sie hören wcrdcn/die werden leben. Denn wie der Vatter das leben hat in im selber / Also hat er dem Son gegeben das leben zu haben in im selber/vn hat im macht gegcben/aucb das Gerichte zu halten/ (Desi Menschen darumb/daß er deß c Menschen Son ist,Verwundert euch dcß tticht/Denn cs kompt Äusserste Son M Das G-- die stunde / in welcher alle die in den Grabern sind / werden seine stimme hören / Vnd N werden herfür gehen/die da guts gcthan habe/zur auffersiehrrng deß lebens/Die aber 2 muß Är ÄT vbclö gcthan habcn/zur aufferstehung deß Gerichts. ter auch Mesch scytt/ fun nichts von mir selber thun. Wie ich höre/so richte ich/ vnd mein Gerichte Mr dA auch Gott/ ist rccht/Denn ich suche nicht meinen wtlleu/sondcrn deß Vatters willen/der mich ge- sandthat.So ich von mir sclbs zeuge/so ist meinzcugnißnicht war.Ein anderists/der von mir zeuget/vnd ich weiß daß sein Zcugniß war rst/ das er von mir zeuget. Eoll R schicket zu Hhanne/vn er zeugete von der warhcyt.Ich aber neme nicht zeug- v ^>^mß von den Nmsche/sondern solchs sage ich/auffdaß jr selig werdet.Er war ein 'ZohaniS brennend vnd scheinend Liecht/H aber woltet eine kleine werte frölich seyn von seinem liechte. Ich aber hab ein grösser zeugntß denn Hhaunis zeugnrß. Denn die werck die mir der Vatter gegeben hat/ daß ich sie vollende/ diesclbigcn werck/ dre ich rhu/ zeugen von mir/dz mich der Vatter gesandt habe. Vn der Vatter der mich gesandt hat/ dersel bige hat vö mir gezeuget. H habt nie weder seine stim gehört/noch seine gestalt gesehe/ vnd sein wort habt ir ntt in euch wohnend/Den ff gläubet dem nit/den er gesandt hat. Suchet in der Schrifft / Denn ff meynct jr habt das ewige Leben drinnen / Vnd sie ists /die von mir zeuget /Vnd ff wolt nicht zu mir kommen / daß ff das leben haben möchtet. Ich neme nicht ehre vonMenschen/Aber ich kenne euch/daßff nicht Gottes liebe in euch habt. Zch bin kommen in meines Vatters Mrnen / vnd jr nemmet mrch nicht au. So einander wirt in seinem eygen Namen komm / den werdetjr annemen. Die könnet H.Uohanmö. VI. Lap. 294. Wie könnet jr gläuben/die jr ehre von einander nemettVnd die ehre/dre von Gott al¬ lein ist/suchetjr nicht. H solt nicht meynen daß ich euch für dem Vatter verklagen werde/Es ist einer der euch verklaget/der Moses/auffwelchen jr hoffet. Wen jr Most gläubtet/ so gläub- tet jr auch mir/ Denn er hat von mir geschrieben. So jr aber seinen Schrifften nicht gläubet/wie werdet jr meinen Worten gläubmk vi.Lap. Der HERR Jhesüs speifft mit fünff Gersten Broten vnd zweien Flsthen / fünff tausend M.,-. nicht sterbe.HH bin das lebendige Brot/vom Himmel komen/ Wer von diesem Brot Lebendü essen wirdt/derwirdt leben in cwigkeit. Vnd das Brot das ich geben werde/ist mein Fleisch/welchö ich geben werde für das Leben der Welt. Sacwmcni Da zanckten die Hden vnternandcr/vnd sprachctt'.Wie kan dieser vns sein fleisch v!ß br7cs v» »Ms, zu essen geben? Hesus sprach zu inen: Warlich/warlich/sage ich euch: Werdet jr nicht L' essen das Fleisch deß Menschen SonS/vnd trincken sein Blut/ so habt jr kein Leben in stusGott v» mAch euch. Wer Mein Fleisch jffet/vnd trincket mein Blut/der hat das ewige Lcben/vnd ich sein blut für viw vee> werde jn am Hngstentage auffcrwecken. Den mein Fleisch ist die rechte Speise/vnd L Mein Blut ist der rechte Trauet. Wer mein Fleisch jsset/vnd trincket mein Blut/der bleibt in mir/vnd ich in jm.Wie mich gesandt hat der lcbendigeVatter/vn ich lcbe^mb deß Vatters wtllen/Also wer mich iffet/derselbige wirt auch leben vmb Meinen willen. Diß ist das Brot/das vom Himmel komen ist.Nicht wie cuwcr Vätter haben Man¬ na gessen/vnd sind gestorben.Wer diß Brot jsset/der wirt leben in cwigkcyt. Olches saget er in der Schute da er lehrete/zu Kapernaum. Vil nun seiner Hn Erger- c^Agcr die das höreten/sprachemDas ist ein harte rede/wer kan sie hörenkDa Ihe- K (wie) Ergkkt euch sus aber bey sich selbs mercket / daß seine Httger darüber murrcten / sprach er zu jnen: Usti pr, L^Wae 2Ä Ergert euch das^Wie wenn jr denn sehen werdet deß Menschen Son aufffahren da wcrden/wcnich vom hm/da er vor warkDcr Geist istö/der da lebendig macht/das Fleisch ist kein nütz. Die ke7vM- wort die ich rcde/die sind Geist/vn sind lebt. Aber es sind etliche vnter euch/die gläubk W Mrd«?" nitDenn Hesus wußte von anfang wol/welche nit gläubend waren/ vnd welcher jn verrahten H.Uchanms. VII. Lap. verrahten würde. Vnd er sprach: Darumb hab Ich euch gesaget:Ntemand kan zu mir kommen/es sey im denn von meinem Vatter gegeben. > Von dem an gtengen seiner Jünger vil hinder sich / vn wandelten fort nicht mehr mit jm.Da sprach Zhcsus zu den ZwölffemWolt jr auch weggehenkDa antwortet im Simon Detrus: HERR/ wohin sollen wir gehen k Du hast wort deß ewigen Lebens/ Vnd wir haben gegläubet vnd erkannt / Daß du bist Shrtstus/der Son deß lebendi- gen Gottes. Zhesus antwortet im: Hab ich nicht euch Zwölffe erwehlet/vnd euwer ei- Judas. ner ist ein TeuffelkEr redet aber vö dem Zuda Simon ^scharioth/ dcrsclbige verrieht in hernach/vnd war der Zwölften einer. 295 Lemk.r;. Fest der Laubrust. VII.Lap. Jhesus wstv t von den strne» gering geachtet / kompt gen Jerusalem ausf das Laubhütten- fest/ lehret im Tempel/ das Volck redr von , m mancherlei/ vnv die Hohenpriester vnd pharister stellen sm nach dem Leben. k Arnach zöge Jhesus vmbher m Galtlea / Denn er wolte nit in Zudeavmbher ziehen /darumb daß im die Züden nach dem leben stelleten. Es war aber nahe der Aden Fest/der Laubrust. Da sprachen seine Brüder zu im: Mache dich auffvon dannen/vnd _ W> gehe in Iudeam / auff daß auch deine Jünger sehen die werck die du thusr.Mcmand thut etwas im verborgen/vnd Wil doch frey offenbar seyn/ Thustu sol- ches/so offenbare dich für der Welt.Denn auch seine Brüder gläubten nicht an in. Da spricht Jhesus zu inenMeine zett ist noch nicht hie/euwcr zeit aber ist allweg. Die Weltkaneuchnichthaffen/Mtchaberhaffetsie/Dennich zeuge vonir/daßire werck boß sind/Gehet ir hinauffauff dieses Fest/Zch wil noch nicht hinauffgehen auff dieses Fest/denn meine zett ist noch nicht erfüllet. Da er aber das zu inen gesagt/bleib er in Galilea. Als aber seine Brüder waren hinauffgegangen / da gieng er auch hin- auffzu dem Fest/nicht offenbarlich/ sondern gleich heimlich. Da suchten in die Züden am Fest/vnd sprachen: Wo ist derk Vnd es war ein groß gemürmel von im vnter dem Volck.Etltche sprachen.Er ist from.Die andern aber sprache:Netn/sondern er verfüh¬ ret das volck. Niemand aber redete frey von im/vmb der furcht willen für den Iüden. Christi ^iBer mitten im Fest gieng Jhesus hinauffin den Tempel/vn lehret. Vnd die Zü- Lehre. A^den verwunderten sich/vnd sprachen: Wie kan dieser die Schrifft/so er sie doch nicht gelehrnet hatkIhcsus antwortet inen/vnd sprach: Meine Lehre ist nit mein/son- dem deß der mich gesandt hat. So iemand wil deß Willi chun/dcr wirt innen werden ob diese Lehre von Gott sey/oder ob ich von mir selbs rede. Wer von im selbs redet/der suchet seine eygen Ehre / Wer aber suchet die Ehre deß/ der jn gesandt hat/der ist war- hafftig/vnd ist keine vngerechtigkeyt an im. 8 Hat euch nicht Moses das Gesetze gegeben / vnd niemand vnter euch thut das - Gesetze kWarumb sucht ir mich zu tödten k Das Volck antwortet/vnd sprach: Du gNt/E.sMz hast den Teuffel/wer suchet dich zu tödten k Jhesus antwortet/vnd sprach:Ern einiges A ""Ms- werck hab ich gethan/ vnd es wundert euch alle. Moses hat euch darumb gegeben die Beschnei Beschneidung/nit daß sie von Mose kompt/ sondern von den Vättern/noch bcfchnei- r>u»s det ir den Menschen am Sabbath. So ein Mensch die Beschneidung annimmet am » Sabbath. Sabbath / auff daß nicht das Gesetze Mose gebrochen werde / Zürnet ir denn vber bachhakss/istMosts mich/daß ich den gantzen Menschen habe am Sabbath gesundt gemachte Richtet nit ZKLAKL nach dein anschen/sondern richtet ein recht Gerichte. Md w,s«». sprachen etliche von Jerusalem :W das nicht der / den sie suchten zu tödtenk <^BVnd sihe zu/er redet frey/vn sie sagen im mchrs.Erkenncn unsere Obersten nun eÄ muß 2 E gewtß/daß er gewiß Khristus sey k Doch wir wissen von wannen dieser ist/ Wen aber Christus kommen wirt / so wirt niemand wissen von wannen er ist. Mm,g ,<, E «»ff Da ricffHesus im ^empel/lehrct/vnd sprach: Ia/ir kennet mich/vnd wisset von d-mm wannen Hrangellum vi i.Lap. wannen ich bin/ Vnd von mir selbs bin ich nicht kommen/ sondern es ist ein warhafftt- ger/der mich gesandt hat/ welchen jr nit kennet. Ich kenne jn aber/ den ich bin von jm/ vn er hat nnch gcsandr.Da suchte sie jn zn greiffen/aber niemand leget die Hand an jn/ Denn seine stunde war noch nicht kommen/ Aber viel vom Volck gläubten au jn/vnd sprachen: Wen Khristus komen wirt/ wirt er auch mehr Zeichen thun/den dieser thutt b^H^d es kam für die Phanscer / daß das Volck solche von jm mumelte. Da sand- cxItcn die Phanscer vnd Hohenpriester Knechte auß/ daß sie jn griffen. Da sprach Ihesus zu jnen: Ich bin noch ein kleine zeit bey euch / vnd denn gehe ich hin zu dem/ der mich gesandt hat.Ir werdet nnch suchen/vnd nicht finden/vnd da ich bin/könnetjr nit c hin kommen. Da sprachen die Iüden vnternandenWo wil dieser hin gehen/daß wir jn nicht finden sollen ? Wil er vnter die Griechen gehen/ die hin vnd her zcrstremvet li- gen/vnd die Griechen lehren ? Was ist das für eine rede/ daß er saget: Ir werdet mich suchen/vnd nicht finden/vnd/Wo ich bin/da könnet jr nicht hin kommen? lBer am letzten tage deß Festes/der am herrlichsten war / trat Ihesus auff/ rieff/ ^Avnd sprach:Wen da dürstet/der komme zu mir vnd trincke.Wer an mich gläubct/ Mce 44. wie die Schrifft saget/ von deß Leibe werden ströme deß lebendigen Waffers stießen. Das saget er aber von Dem Geist/welchen empfahen soltcn/die an jn glaubten/Dcnn Der heylige Geist war noch nicht Da / denn Ihesus war noch nicht verkläret. Viel nun vom Volck/die diese rede hörcten / sprachen: Dieser ist ein rechter Prophet. Die an¬ dern sprachemEr ist Khrtstus.Etliche aber sprachemSol Khristus auß Galilea kom- menkSpricht nit die Schrtfft:Von dem Samen Dauid/vn auß dem Flecken Beth- Mch r. lehcm/da Dauid war / solle Khristus kommen ? Also ward eine zwytracht vnter dein Volck vber jm. Es wolten aber etliche jn greiffen / aber niemand legte die Hand an jn. (^^Ie Knechte kamen zu den Hohenpriestern vnd Phansccrn / vnd sicsprachen zu (^^jnemWarumb habt jr jn nit gebracht? Die Knechte antwortemEs hat nie kein Mensch also gcredt/wie dieser Mensch.Da antworte jnen die PharisecnSeytjrauch verführet ?Gläubet auch jrgend ein Oberster oder Phartscer an jn? Sondern das Dolck/das nichts vom Gesetz wciß/ist verflucht. Spricht zu jnen Nicodemus/der bey Nicode- der nacht zu jm kam/welcher einer vnter jnen war: Richtet vnser Gesetz auch einen Menschen/ehe man jn verhöret/ vnd erkenne was er thut ? Sie antworten/vnd spra¬ chen zu jm:Bistu auch ein Galtlcer?Forsche vnd sihe/auß Galilea stehet kein Prophet auff. Vnd ein jeglicher gieng also heim. Vül.Lap. Der HTRR Lhnstus ek!cdlgcr stn Lhedttchentt / so in, wurde färgeörscht im Tempel/ hgk einweMuffige Dlsput^tion mrrdcnIüdcn/darob sie auch erzürnt/vnd in wollen steinigen. Hcsus aber gieng an den Oelberg / Vnd ftü morgens WAl kam cr wider in den Tempel/ vnd alles Äolck kam zu >m / vnd er satzte W sichend lehret sie. ^M<^lBer die Schrifftgelehrten vnd Phariseer brachten ein Weib zu _ A ^M/im Ehebruch begriffen/vnd stelleten sie ins mittel dar/vnd pracycn zu jm:Meister/ Diß Weib ist begriffen aufffrischer that im Ehebruch / Mo¬ es aber hat vns im Gesetze gcbotten/solch e zu steinigen. Was sagest du?Das sprachen LM.». re aber/jn zu vcrsuchen/auff daß sie eine fache zu jm hetteu. Aber Ihesus bücket sich nider/vnd schreib mit dem Finger auff die Erden. Als sie nun anhielten jn zu fragen / richtet er sich auff/ vnd sprach zu jnen: Wer vnter euch on Sünde ist/der werffe Den ersten stein auffsie. Vnd bücket sich wider nider/vnd schreib Ehebre- auffdie Erden. Da sie aber das höreten/giengcn sie hinauß/einer nach dem andern/ von den Eltesten an. Vn Ihesus ward gelassen allein/vn das Weib im mittel stehend. Ihesus aber richtet sich auff/ vnd da er niemand sähe / denn das Weib / sprach er zu jr: H.Achanms. vm.Lap. 296 Weib/ wo sind sie / deine Verkläger k Hat dich niemand verdampt k Sie aber sprach: HERR/niemand. Ihesus abersprach:So verdame ich dich auch nicht. Gehe hin/vnd sündige fort nicht mehr. redet Ihesus abermal zu jnen/ vnd sprach: Ich bin das Liecht der Welt/ wer Khrisius c^H Mir nachfolgct / der wirt nit wandeln im Finsterniß / sondern wirdt das Liecht Las Liecht der Heß Lebens haben. Da sprachen die Phariseer zu im: Du zeugest von dir selbö / dein Zeugniß ist nicht war. Ihesus antwortet/vnd sprach zu inen:So ich von mir selbs zeu¬ gen würde/so ist mein Jeugniß war / Denn ich weiß von wannen ich komm bin/ vnd v wo ich hmgehe.Ir aber wisset nicht von wannen ich kome/vnd wo ich hmgehe.Ir rich¬ tet nach dem fleisch/Ich richte niemands.So ich aber richte/so ist mein Gerichte recht/ Denn ich bin nit allein/sondern ich vnd der Vatter/ der mich gesandt hat. Auch stehet .7. j« euwrem Gesetz geschriben/daß zweyer Menschen Jeugniß war sey.Ich bins/der ich vonmir selbe zeuge/vnd derDatter/ der mich gesandt hat/zeuget auch von nur. Da sprachen sie zu im: Wo ist dein Vatter k Ihesus antwortetet kennet weder mich noch meinen Vatter. Wenn jr mich kennetet/so kennetet ir auch meinen Vatter. Diese wort redet Ihesus an dein Gotteekastcn/da er lehret im Tempel. Vnd nie¬ mand greiffin/Denn seine stunde war noch nicht kommen. sprach abermal Ihesus zu inen: Ich gehe hinweg/ vnd ir werdet mich suchen/ (^Lvnd in euwer Sünde sterben / Wo ich hingehe da könnet ir nicht hin kommen. Da sprachen die Iüden: Wil er sich denn selbe tödten/daß er spricht:Wo ich hin gehe/ da kündt ir nicht hin komm k Vnd er sprach zu inemIr seyt von vnten Her/Ich bin von /L oben Herab/Ir seyt von dieser Welt/Ich bin nit von dieser Welt.So habe ich euch ge- Glaubt, sagt/daß ir sterben werdet in euwren Sünden/Denn soir nicht gläubet/daß ichs sey/ so werdet ir sterbrn in euwern Sünden. Da sprachen sie zu im:Wer bistu dennkVnd Ihesus sprach zu inen:" Erstlich der/ <, der ich mit euch rede. Ich hab vil von euch zu reden/vnd zu richten/Aber der mich ge- sandt hat/ ist warhafftig/ vnd was ich von im gehöret habe/ das rede ich für der Welt, sf Wen» Sie vernamen aber nir/daß er inen von dem Vatter sagete. e Dasprach Ihesus zu inen: Wenn ir deß Menschen Son erhöhen werdet/denn werdet ir erkennen daß ichs sey/vnd nichts von mir selber thue/ sondern wie mich mein Vatter gelehret hat/so rede ich/ vnd der mich gesandt hat/ist mit mir. Der Vatter läs- set mich nicht alleine/ denn ich thu alle zeit was im gesellet. Da er solches redet/gläub- tenvilanin. - , ^^A sprach nun Ihesus zu den Iüde/die an in gläubten: So ir bleiben werdet an <-^Dmeiner Rede/so seyt ir meine rechte Iünger/vnd werdet die warheyt erkennen/ vnd die warheyr wirt euch frey machen. Da antworten sie im: Wir sind Abrahams Samen / sind nie kein mal iemands Knecht gewesen. Wie sprichst» denn / ir solt frey werdenk D- Ihesus antwortet inen/vnd sprach: Warlich/warlich/ich sage euch: Wer Sünde Befrey- thut / der ist der Sünden Knecht / Der Knecht aber bleibet nicht ewiglich im Hause/ ^Adurch her Son bleibet ewiglich. So euch nun der Son frey machet/so seyt ir recht frey. Ich weiß wo! daß ir Abrahams Samen seyt/aber ir suchet mich zu tödten/denn mein Re¬ de sehet nicht vnter euch. Ich rede was ich von meinem Vatter gesehen habe/so thut ir was ir von euwrem Vatter gesehen habt. Sie antworten/vnd sprachen zujrmAbraham ist vnser Vatter. Spricht Ihesus zu inen: Wen ir Abrahams Kinder wem/ so thetet ir Abrahams werck/ Nun aber su¬ chet ir mich zu tödten/einen solchen Mmschen/dcr ich euch dre warheit gesagt habe/die ich von Gott gehöret habe / das hat Abraham nicht gethan. Ir thut euwers Vatters werck. Da sprachen sie: Wir sind nicht vnchlich geborn/wir haben einen Vatter/ Gott. Ihesus sprach zu inen: Were Gott euwer Vatter/ so liebetetir mich/ Denn ich bin außgegangen/vnd komme von Gott. Denn ich bin nicht von mir selber kommen/ sondern o HmngcHum vm.Lap. sondern er hat mich gesandt. Darmnb kennet jr denn meine Sprache nicht? Denn jr knrwt ja meme wort ult hören. Jr scyt von dem Vatter dem Teuffel / vnd nach euwers Vatters tust wolt jr thun. v Derselbige lst em Mörder von anfang/vnd ist nicht bestanden in der warheit / Denn Teuffel die warhcyt ist nicht in jm. Wenn er die lügen redet/so redet er von seinem eygen/ denn er ist ein Lügener vnd ein Vatter derftlbigm. Ich aber/weil ich die warhcyt sage/so gläubet jr mir nicht. ^^Elcher vnter euch kan mich einer Sünde zeihen ? So ich euch aber die warheyt AH^)sage/ warumb glaubet jr mir nicht ? Wer von Gott ist / der höret Gottes wort. Darumb höret jr mcht/denn jr seyt nit von Gott. Da antworten die Iüdcn/vnd sprachen zu jmSagen wir nicht recht/daß du ein Samariter bist/vn hast den TeuffekIhesus antwortet: Ich habe keinen Teuffel/son- dern ich ehre meinen Vatter/vn jr mehrer mich. Ich suche nit meine Ehre/ Es ist aber einer der sic suchet vnd richtet. fM-rnwort) Das Warlich/warlich/ich sage euch:So jemand mein wort Wirt halten/der Wirt den bcn?o'de"? ^7 nit sehen ewiglich. Da sprachen die Iüden zu jmMun erkennen wir daß du den ü»m gcsast7"^^' Teuffel hast.Abraha ist gestorben vnd die Prophcten/vn du sprichst:So jemand mein wort helt/dcr wirt den tod nit schmecken ewtgltch.Bistu mehr den vnscr Vatter Abra- hamkwelchcr gestorben ist/vn die Propheten sind gestorbi.Wz machst» auß dir selbe? Ihesus antwortct:So ich mich selber ehre/so ist mein ehre nichts. Es ist aber mein Datter/der mich ehret/welchen jr sprecht: Er sey euwcr Gott/vnd kennet jn nicht / Ich aber kenne jn. Vnd so ich würde sagen: Ich kenne sein nicht/so würde ich ein Lügener/ gleich wie jr scyt/Aber ich kenne jn/vnd halte sein wort. (Abraham) Alle " Abraham euwer Vatter ward fro/ daß er meinen tag sehen solk/ vnd er sähe jn/ heiliget, von der welk vnd fteuwet sich. Da sprachen die Iüden zu jm: Du bist noch nit fünWg jar alt/vnd hast AbrahamgeschenkIhesussprach zujnen:Warlich/warltch/ich sage euch.Ehe den hE.5vndfinÄ«ch- Abraham ward/bin ich. Da Huben sic steine auff/daß sie auffjn würffen. Aber Ihe- reLhristen. sus verbarg sich/vnd gieng zum Tempel hinauß. IX. Lap. Ihesus macht erneu geboruen Blinden sehend/derselbrg rühmt > n vor den pharrscern als et> nen prophecen/Wirc verhalben von inen verstossen / vnd Christus gibt sich >me ;u erkennen, Nd Ihesus grenz fürüber/vnd sähe einen der blind ge dorn war. Bnd seine Jünger ftagtm jn/vnd sprachen: Mclster/wer hat gesündlgetkDlser oderseine Eltern/ daß erist blind gebornkIhe- mnsehendl sus antwortet:Es hat weder dreser gcsündtget/noch seine Eltern/som dern daß die werck Gottes offenbar würden an jm. Ich muß wircken dre werck/ dch/ der mich gesandt hat/so lang es tag ist/ Es körnt die nacht/da Niemands wircken kan. Dtewetl ich bin irr der Welt/ bin ich das Liecht der Welt. A er solches gesagct/ spützct er arrff die Erden / vnd machet einen Kot auß dem ^Speichel/vnd schmieret den Kot auffdcß Blinden Augen/vnd sprach zu jm: Gehe hm zu dem Teich Siloha (das ist verdolmctscht/gesandt)vnd wasche dich. Da TeichSt gieng er hin/vnd wusch sich/vnd kam sehend. « Die Nachbarn/vnd die jn zuvor gesehen hatten/daß er ein "Bettler war/spra- chen: Ist dieser nicht/der da saß vnd bettelttEtliche sprachen:Er istö. Etliche aber/Er Daßerblmdwar. ist/mahnlith. Er sclbö aber sprach: Ich bins. Da sprachen sie zu jm:Wie sind deine Augen auffgcthan? Er antwortet/vnd sprach: Der Mensch/ der Ihestw heisset / ma¬ chet einen Mt/vnd schmieret meine Augen/vnd sprach: Gehe hin zu dem Teich Silo- ' ha/vnd Wäsche dich.Ich gieng hin vnd wusch mich/vnd ward schend.Da sprachen sie zu jwWo ist derselbigetEr sprach:Ich weiß nicht. Da führe- still. Ihesirs lehret von waren vnd falschen Hirten/ Wie sie sich gegen vnd bex den Schafen Hal« ten. Die Iüven werden zwxrrechttg vber feinen worren/wölle» > n steinigen/ vnd rrachren wie sie »n möchten sahen. M Arlich/warltch/tch sage euch: Wer nicht zur Thür hin« eyn gehet in den Schafsiatt /solwern steiget anderßwo hineyn/derist ein Dieb vnd ein Mörder. Der aber zur Thür himyn gehet/ der rst ein MZ Hirtt der Schafc/dcmsclbelr chm der Tyürhüterauff/ vnd die Schafe hören e Da führcten sic jn zu den Pharisccrn/dcr weiland blind war (Es war aber Gab, bath/da Ihesus den Kot machte/vnd seine Augen öffenMDa fragten sie in abermal/ auchdiePhariseer/wtccrwere sehend worden? Er aber sprach zu inen: Kot leget er mir auff die Augen/vnd ich wusch mtch/vnd bin nun sehend. Da sprachen etliche der Sab- Phartseer: Der Mensch ist nicht von Gott/diewcil er den Sabbath nicht Helt. Die bath heylen. andern aber sprachen: Wie kan ein sündiger Mensch solche Zeichen thun k Vnd es ward eine zwytracht vnter iner.Sie sprachen wider zu dem Blinden: Was sagst» von im / daß er deine Augen hak auffgcthan ? Er aber sprach: Er lst ein Prophet. Zück der (^^Ie Iüdm glcubten nicht vonirn/daß er blind gewesen / vnd sehend worden we- ?ÄmdA c^L^re/biß daß sie ricffen den Eltern/ deß/ der sehend war worden/ fragten sie/ vnd sprachen: Ist das cuwer Son/welchcn jr saget/Er sey blind geborn? Wie ist er denn nun sehend k Seine Eltern antworten inen/vnd sprachen: Wir wissen/ daß dieser vn- ser Son ist/vnd daß er blind gcborn ist/Wie er aber nun sehend ist / wissen wir nicht/ Oder wer im hat seine Augen auffgethan/wissen wir auch nicbt.Er ist alt gnug/fraget in/laffet in sclbo für sich reden. Solchs sagten seine Eltern/denn sie forchecn sich für den Iüden/Den die Iüden hatten sich schon vereiniget/ So iemand in für Christum bekennete/daß derselbig in Bann gethan würde. Darumb sprachen seine Eltern: Er tstaltgnug/stagetin. Da ricffen sie zum andern mal dem Menschen/der blind gewesen war / vnd spra¬ chen zu im: Gib Gott die chre/Wir wissen/daß dieser Mensch ein Sünder ist.Er ant- wortet/vnd sprach: Ist er ein Sünder/das weiß ich nicht / Eins weiß ich wol / daß ich blind war/vnd bin nun sehend. Da sprachen sie wider zu im: Was thct er dirk Wie thet er deine Augen auff? Er antwortet inen: Ich Habs euch jetzt gesagt/ habt iw nicht L gehörete Was wolt iw abermal hören? Wolt ir auch seine Jünger werden? Da fluch¬ ten sie im/vnd sprachen: Du bist sein Iünger/wir aber sind Moses Jünger. Wir wis¬ sen/daß Gott mit Mose geredt hat/ Diesen aber wissen wir nicht von wannen er ist. Der Mensch antwortet/vnd sprach zu inen: Das ist ein wünderlich ding / daß ir nicht wisset von wannen er scy/vnd er hat meine Augen auffgethan.Wir wissen aber/ daß Gott die Sünder nicht horet/sondern/so jemand Gottfürchtig rst/ vn thm semen willen/den höret er. Von der Welt an ists nicht erhöret / daß jemand einem gebornen Blinden die äugen auffgcthan habe.Were dieser nit von Gott/ er kündte nichts thun. Sie antworten/vnd sprachen zu jm: Du bist gantz in Sünden geborn/vnd lehrest vns/vnd stiessen in hinauß. Son Es kam für Ihcsum/ daß sie in außgestossen hatten. Vnd da erjn fand / sprach er zu jm: Gläubstu an den Son Gottes ? Er antwortet/vnd sprach:HERR/welcher rstsk auffdaß ich an in gläube. Ihesus sprach zu im: Du hast in gesehen / vnd der mit dir re- det/derists.Erabersprach.HERR/ich gläube/vnd betet in an. Vnd Ihesus sprach: Ich bin zum Gericht auff diese Welt komen/auff daß/die da nicht sehen/schend werden/vnd die da sehen/bltnd werden. Vnd solches höreten etliche der Phariseer/dte bcy im waren/vnd sprachen zu im: Sind wir denn auch blind?Ihe- sus sprach zu inen: Werct jr blind/so hettet jr keine Sünde/Mn jr aber sprecht: Wir sind schend/bleibet cuwere Sünde. QmlWkum x.Lap. hören seine sttmme.Vnd er mffet seinen Schafen mit namen/vnd führet sie auß. Vnd Mnn er seine Schafe hat außgelasscn/gehet er für jnen hin/vnd die Schafe folgen jm nach/Denn sie kennen seine stimme. Einem frembden aber folgen sie nicht nach/son¬ dern fliehen von jm/denn sie kennen der frembden stimme Nicht.Diesen Spruch saget Zhcsus zujncn/Sie vernamen aber nicht/was es ivar/das er zu inen saget. Da sprach Ihesus wider zu jnen: Warlich/warlich/ich sage euch/Ich bin die thür zu den Gchafcn.Alle die vor mir kommen sind/die sind Diebe vnd Mörder gewesen/ aber die Schafe haben inen nicht gehorchet. Ich bin die Thür / so jemand durch mich eyngehet/dcr wirt selig werden/vnd wirt eyn vnd außgchen/ vnd Weyde finden. Ein Dieb kompt nicht/denn daß er stäle/würge/vnd vmbbringe. Ich bin kommen/ daß sie das Leben vnd volle gnüge haben sollen. Kh bin ein guter Hirte. Ein guter Hirte leffet sein Leben für die Schafe. Ein G^er ZH Mictling abcr/der ntt Hirte ist/deß die Schafe nicht eigen sind/ sitzet den WolffHn«. ^Ekommen/vnd verleffet die Schafe/vnd flcucht/vnd der Wolfferhaschet vnd zcr- streuwer die Schafe. Der Mietling aber fieucht/denn er ist ein Mietling / vnd achtet L der Schafe nicht. Ich bin ein guter Hirt/vnd erkenne die meinen/vnd bin bekannt den meinen. Wie mich mein Vatter kennet/vnd ich kenne den Vatter/vrw ich laffe mein Leben für die SchafeVnd ich habe noch andere Schaf/ die sind nit auß diesem stalle/ Vnd dieselbtgen muß ich herführen/vnd sie werden meine stimme hören / vnd wirt ein Herd vnd ein Hirte werden. Darumb liebet mich mein Vatter/ daß ich mein Leben lasse/ auff daß ichs wider nemme. Niemand nimmet es von mir/sondern ich lasse es von mir selber/Ich habe es macht zu lasscn/vnd habe es macht wider zu nemen. Solche Gebott habe ich empfan¬ gen von meinem Vatter. Da ward aber eine zwytracht vnter den Iüden vber diesen worten.Vicl vnter jnen sprachen Er hat den Teuffel/vud ist vnsinnig was höret jrjm zu k Die arrdern sprachenDas sind nicht wort eines Besessenen/kan der Teuffel auch der Blinden äugen auffthunt (wteiang-)Da- F^S ward aber Kirchwcihe zuIerusalcm/vnd war Winter/vnd Ihchö wandel- Das fest cAte im Tempel in der Halle Salomonis. Da vmbringeten jtt die Iüden/vnd d-rRttchM» k^'v-'dvmdbm,- suchen zn jm: Wie" lange hcltestu vnser Seelen auffk Bistu Khrist / so sage es vns M ChZum ftey herauß. Ihesus antwortet jnen: Ich habe es euch gesagt / vnd jr gläubet nicht. Die werck/die ich thu in meines Vatters namen/die zeugen von mir. Aber jrgläubet H. Ushannis. XI. Lap. 29S Schafe nicht/denn jr seyt meiner Schafe nicht/als ich euch gesagt habe. Denn meine Schafe Horen meine sttmme/vnd ich kenne sie/vnd sic folgen mir/Vnd ich gebe jnen das ewige Leben/vnd sie werden nimmermehr vmbkommen/vnd niemand wirt sie mir auß mei¬ ner Hand reissen. Der Vatter/der mir sie gegeben hat/ ist grösser denn alles / vnd nie¬ mand kan sie auß meines Vatters Hand reissen. Zeh vnd der Vatter sind eines. e Da Huben die Iüden abcrmal steine auff/daß sie jn steinigten. Ihesus antwortet jnen: Viel guter werck hab ich euch erzeiget von meinem Vatter/vmb welchs werck vn- terdenselbtgen steiniger jr mich t Die Iüden antworten jm/vnd sprachen: Vmb deß guten wercks willen steinigen wir dich nicht/sondern vmb der Gotteslästerung willen/ vnd daß du ein Mensch btst/vnd machest dich selbs einen Gott.Ihesus antwortet jnen: ps-lm.s;. Stehet nicht geschrieben in euwerem Gesetz / Ich habe gesagt: Ir sept Götter k So jr die Götter nennct/zu welchen das wort Gottes geschähe/vnd die Scbnfft kan doch nicht gebrochen wcrden/Sprecht jr denn zu dcm/den der Vatter gcheyliget vnd in die Welt gesandt hat: Du lästerst Gott / darumb/daß ich sage: Ich bin Gottes Sonk Thu ich nicht die werck meines Vatters/so gläubt mir nicht / Thu ich sie aber / gläubt doch den wercken/wolt jr mir nicht gläuben/Auffdaß jr erkennet vnd glaubet/daß der Vatter in nur ist/vnd ich in jm. Sie suchten abermal jn zu greiffcn/Aber er entgieng jnen auß jren händen/vnd zog hin wider jensett deß Jordans/an den ort/da Johannes vorhin getaufft hatte/ vnd bleib allda. Vnd viel kamen zu jm/vnd sprachen: Johannes thet kein Zeichen/ Aber alles was Johannes von diesem gesagt hat/das ist war/Vnd gläubten allda viel anjn. Xl.Lap. Von derkranckheit/tode/wlder aufferweckungLazari;u Betkanta/vnd was sich varbex zutregr. Vnd von ver Weissagung deß Hohenpriesters Larphas/vndarglistigen Rahsschlage/ den HERRN Jhesum ;u rödrey. S lag aber emer kranck/nrlt Namen Lazarus/ von Be- thania/in dem Flecken Maria vnd jrer Schwestern Martha. Marr:a aber war/die den HERRN gesalbethatte mit Salben/ vnd seine Füsse getrücknet mit jremHaar/derselbigen Bruder/Lazarus/lag kranck. Da sandten seine Schwestern zu jm/ vnd liessen jm sagen:HERR/sihe/ den du lieb hast/der ligt kranck. Da Ihesus das hörct/sprach er: Die kranckheit ist nit zum tode/sondern zur ehre Gottes/daß der Son Gottes dadurch geehret werde. Ihe- sus aber hatte Martham lieb / vnd jre Schwester / vnd Lazarum. Als er nun höret/ daß erkranck lag / bleib er zween tage an dem ort/da er war. Darnach spricht er zu seinen Jüngern: Laßt vns wider in Iudeam ziehen.Seine Jünger sprachen zu jm: Meister/jenes mal wolten die Iüden dich steinigen/vnd du wilt wider dahin ziehen k Ihesus antwortet: Sind nicht deß tages zwölff stundenk Wer deß tages wandelt/der stöffct sich nicht/denn er sihct das Liecht dieser Welt.Wer aber deß nachts wandelt/der stößt sich/ denn es ist kein Liecht in jm. Solches saget er/vnd darnach spricht er zu jnemLazarus/ vnser Freundt/ schlefft/ Aber ich gehe hin/daß ich jn auffwecke. Da sprachen seine Jünger: HERR/schlefft er/ so Wirts besser mit jm. Ihesus aber saget von seinem tode/Sie meineten aber/er redet vom leiblichen schlaff. Da sagts jnen Ihesus srep herauß: Lazarus ist gestorben/vnd ich bin fro/vmb euwrcn willen/daß ich nicht da gewesen bin/auff daß jr gläubet.Aber lassetvnszu jmziehcn. Da sprach Thomas/der genennet ist Zwilling/zu den Jün¬ gern : Lasset vns mit ziehcn/daß wir mit jm sterben. e kam Ihesus/vnd fand jn/daß er schon vier tage im Grabe gelegen war. Be- Betha- c^^thauia aber war nahe bep Jerusalem/bey fünfftzehen Feldwegs. Vnd vielIü- m«. ven waren zu Martha vnd Maria kommen/ sie zu trösten vber jrem Bruder. D d ij Als VomLa zaro / wie er vom todeauff erweckt. Hmngcimm xi. Lap. AlsMarchanunhöret/daßHesuskompt/gehetsiejm entgegen/ Maria aber bleck daherme sitzen. Da sprach Martha zu Hesu: HERR/werestu hie gewesen/mein Bruder were nicht gestorben. Aber ich weiß auch noch/daß/was du bittest von Gott/ das wirt dir Gott geben. Hesus spricht zu jr: Dein Bruder sol auffcrstehm.Marcha spricht zu im: Ich weiß wol daß er aufferstehen wirt in der aufferstehung am jüngsten Tage.Zhesus spricht zu jnIch bin die Aufferstehung vnd das Lcben/wer an mich gläu- bet/der wirt leben/ob er gleich stürbe/Vnd wer da lcbet/vnd gläubet an mich/der wirt itimmermehr sterben. Gläubstu das t Sie spricht zu jm: HERR/ja ichgläube/ daß du bist Khristus/der Son Gottes/dcr in die Welt kommen ist. da sie das gesagt hatte/gieng sie hin/vnd rieff jrer Schwester Maria heim-» o^uch/vud sprach: Der Meister ist da/vnd ruffet dir.Dicselbige/alö sie das höret/ stund sie eilend auff/vnd kam zu jm. Denn Hesus war noch nicht in den Flecken kom- mm/sondern war noch an dem ort/da jm Martha war entgegen kommen. Die Iü- dcn/die bey jr im Hause waren/ vnd trösteten sie/da sie sahen Mariam/ daß sie eylend auffsiund/vnd hinauß gieng/folgeren sie jr nach/,vndsprachen: Sie gehet hin zum Grabe/daß sie daselbst weine. Ms mm Maria kam da Hesus war/vnd sähe jn/fiel sie zu seinen Füßen /vnd e sprach zu jm: HERR/werestu hie gewesen/mein Bruder were nicht gestorben. Als Hesus sie sähe weinen/vnd die Hden auch weinen/die mit jr kamen/ergrimmet er rm Geift/vnd betrübt sich selbß/vnd sprach: Wo habtjr jn hingclegt t Sie sprachen zu jm: HERR /kom vnd sihees. VndIhesu giengcndie äugen vber. Da sprachen die Juden: Sihe/wie hat er jn so lieb gehabt. Etliche aber vnter jnen sprachen: Kundte/ der den Blindcn die Augen auffgethan hat/nit verschaffen/daß auch dieser nicht stür¬ be t Hesus aber ergrimmet abermal in jm selbß/vnd kam zum Grabe/es war aber ein klufft vnd ein Stein darauff gelegt. Hesus sprach: Hebt den stein abe. Spricht zu jm Martha/die Schwester dcß verstorbenen: HERR/er stinckt schon/den er ist vier tage gelegen. Hesus spricht jr: Hab ich dir nicht gesagt/ So du gläuben würdest/ du sottest die Heiligkeit Gottes sehen t Da Huben sie den stein abe/da der verstorbene lag. Hesus aber Hub sei- H- m äugen embor/vnd sprach: Vatter/ich dancke dir/daß du mich erhöret hast. Doch Khristi ich wüß/daß du mich allezeit erhörest/sondern vmbdeß Volcks willen/das vmbher siehct/sage ichs/daß sie gläuben/du habest mich gesandt. Da er das gesagt hatte/rieffer mit lauter stimme: Lazare kom herauß. Vnd der verstorbene kam herauß/gebunden mit Grabthüchern an süssen vnd händm/vnd sein angesicht verhüllet mit einem Schweißthuch.Hesus spricht zu jnemLöset jn auff/vnd lasset jn gehen. Viel nun der Jüden/die zu Maria komm waren/ vnd sahen was Jhe- sus chet/gtäubten anjn. Etliche aber von jnen giengen hin zu den Phariseern/vnd sagten jnen was Hesus gethan hatte. ^^A versamlctcn die Hohenpriester vnd die Phartseer einen raht/vnd sprachen: v (T^D Was thun wirt Diser Mensch thut vil Jeichen-Laffen wir jn also/so werden sie Der Ho- alle an jn gläuben/so komcn denn die Römer/vnd nemen vns Land vnd Leute. Einer NAÄ aber vnter jnen/ Kaiphas/der deffelbigen jars Hohcrpriester war / sprach zu men: H wisset nichts/bedenckt auch ntchts.Es ist vns beffer/dz ein Mensch sterbe für das volek/ denn das gantze Volek verderbe. Solches aber redet er nicht von sich sclbs/sondern dieweil er desselbigen jars Hohcrpriester war/weiffaget er / Denn Ihcsus solt sterben für das Volck/vnd nit für dasVolck allcine/sondern daß er die Kinder Gottes/ die zu- streuwet waren/zusamen brcchte.Von dem tage an rathschlugen sie wie sie jn tödten. Hesus aber wandelte nicht mehr frey vnter den Jüden/sondern gieng von dan- nm in eine Gegend/nahe bey der Wüsten/in eine Statt/genannt Ephrcm/vnd Ephrem. ^Lhatte sein wesen daselbst mit seinen Jüngern. Es war aber nahe die Ostern der Wm/Vnd es giengen vil hinauff gen Icrusalem/auß der Gegend/vor den Ostern/ daß sie H.Achannis. xii.Lap. 299 daß sie sich reinigten. Da stunden ste/vnd fragten nach Zhesu/vnd redeten mit einan¬ der im Tempel/Wasdünckteuch/daß er nicht kompt auff das Fest k Es hatten aber die Hohenpriester vnd Phariseer lassen ein Gebott außgehen/ So jemand wüßte/wo er were/ daß ers anzeiget/daß sie in griffen. Mstth. rs. Marc. »4. xii.L'ap. Jhesrrs kompt gen Bethania/ wirt von Maria gesalbt/ Judas/ der verrohter/ ;örnt darob/ Iyesus verantwortet sie/vnvdke Hohenpriester begern auch La;arum;u rävren. Leß andern rages reit der HERR Christus;» Jerusalem evn/erliche Griechen begern - n ;» sehen / vnd ec bringt viel schöner Lehre herfhr. s Echst tage vor den Ostern kam Mksus gen Bethania/ HL I da Lazarus war der verstorbene / welchen Zhesus aufferweckct hatte Die dritte G von den TodtemDaselbst machten sie im ein Abendmal/vnd Martha ^r». W dienete/Lazarus aber war der einer/die mit im zu Tische fassen. Da nam Maria ein Pfund Salben/ von vngefälschter köstlicher sH.' Narden/vnd salbete die Füsse Zhesu/vnd trücknet mitirem Har seine Füsse/ Das Hauß aber ward voll vom geruch der Salben. Da sprach seiner Jünger einer/ Zu- das/StmonwSon/Zschariotes/derjn hernach verricht: Warmnb ist diese Salbe nicht verkaufft vmb drey hundert Groschen/ vnd den Armen gegeben k Das saget er aber nicht/daß er nach den Armen fragete/sondern er war ein Dieb/vnd hatte den Beutel/vnd trug wasgegeben ward. Da sprachZhcsus: Laß sie mit frieden/solches hat sie behaltenzuM tage meiner Begräbniß. Denn Arme habtjr allezeit bey euch/ Mich aber habt ir nicht allezeit. Da erfuhr viel Volcks derZüdcn/daß er daselbst war/vnd kamen nicht vmb Zhe- sus willen allein/sondcm daß sie auch Lazarum sehen/ welchen er von den Todten er¬ weckt hatte.Abcr die Hohenpriester trachten darnach / daß sie auch Lazarum Lobten/ Denn vmb seinen willen giengen viel Züdcn hin/vnd gläubtcn an Zhesum. L (c^^Eß andern tages/viel Volcks/das auffs Fest komen war/ da es höret/ das Zhe- ^Hsus kompt gen Jerusalem/ namen sie Palmenzweige/vnd giengen hinaußjm Luc",'"' cntgegen/vnd schryen:Hosianna/Gelobetsey der da kompt in dem Namen deß HER- ps»lm.»^ ^EN/cin König von Israel. Zhesus aber vberkam ein Eselin/vnd reit darauff/wtc r»ch-- denn geschrieben stehet: Fürchte dich nicht du Tochter Iion/Sihe/ dein König kompt reitende auff einem Esels Füllen- Solches aber verstunden seine Jünger zuvor nicht/ sondern da Zhesus verkläret ward/da dachten sie dran/daß solchs war von jm geschri- ben/ vnd solches jm gethan hatten. Das Volck abcr/das mit jm war/da er Lazarum auß dem Grabe rieff/ vnd von den Todten aufferwcckt/rühmete die That. Darumb giengim auch das Volck cntge- gen/da sie höreten/ Er hette solches Zeichen gethan. Die Phariseer aber sprachen vn- ternander: Zr sehet/daß jr nichts außrichtet/Sihe/alle Welt läufft jm nach. ^M?S waren aber etliche Griechen vnter denen/ die hinauff komen waren / daß sie Philip- 8^anbetetenauffdasFest.DieLratenzuPhilippo/der von Bethsaida auß Gali- leaÄar/baren jn / vnd sprachen: Herr / wir wollen Zhesum gerne sehen. Philippus tompt/vnd sagets Andreas/vnd Philippus vnd Andreas sagtens weiter Zhesu. Zhe- susaber antwortetjnen/vndsprach: Die zeit istkommen/daß deßMenschcn Son verkläret werde. Wettzen- Warlich/warlich/ich sage euch: Es sey denn daß das Wettzenkom in die Erden r°m. falle/vnd ersterbe/ so bleibets alleine. Wo es aber erstirbet / so bringets viel Früchte. Wer sein Leben lieb hat/dcr Wirts verlieren. Vnd wer sein Leben auff dieser Welt has- -. stt/der Wirts erhalten zum ewigen Leben. Wer mir dienen wil / der folge mir nach/ Vnd wo ich brn/da sol mein Diener auch seyn- Vnd wer mir dienen wtrdt/den wirdt rmin Vatter ehren. Maria fum. Luangclmm xil.Lap. Jetzt ist meine Seele betrübet» Vnd was sol ich sagen k Vatter/ hilff mir mH die- ser stunde/ Doch darumb bin ich in diese stunde kommen. Datter/verkläre deinen Na- men. Da kam eine stimme vom Himmel: Ich habe jn verkläret/vnd wil in abermal Gottes verklären. Da sprach das Volck/das dabcy stund/vnd zuhöret: Es donnerte. Die am deß Dat«r. dern sprachen: Es rcdte ein Engel mit im. Ihcsus antwortct/vnd sprach: Drse stimme ist nicht vmb meinet; willen gcschehen/sondern vmb euwern willen. Jetzt gehet das Gericht vber die Welt/Nun wirt der Fürst dieser Welt außgestos- Fürst Vi¬ sen werden. Vnd ich/wcnn ich echöhet werde von der Erden / so wil ich sie alle zu mir ziehen. Das sagt er aber/zu deuten/welches todes er sterben würde. Da antwortet jm ' das Volck: Wir haben gehöret im Gesctz/Daß Khristus ewiglich bleibe/ Vnd wie sa- geslu denn: Deß Menschen Son muß erhöhet werden k Wer ist dieser Menschen Gon k Da sprach Ihcsus zu inen: Es ist das Liecht noch eine kleine zeit bcy euch.Wan- Liecht, dclt dieweil jr das Liecht habt daß euch die finsterniß nicht verfallen. Wer im finster- niß wandelt/der weiß nicht wo er hin gehet. Gläubet an das Liecht dieweil jrs habt/ auff daß jr deß Licchres Kinder seyt. ^^^Olch-s redetIhesus/vnd gieng weg/vnd verbarg sich für jnen. Vnd ob erwo! r> r^Asolche Zeichen für jnen thet/gläubten sie doch nicht an jn/auffdaß erfüllet würde der Spruch deß Propheten Jesaia/den er saget: HERR/wer gläubet vnserm predi- gcn/vndwenr ist der Arm deß HERRN offenbaret e Darumb kondten sie nicht gläu- ben/ denn Icsaias sagt abermal: Er hat jre Augen verblcndet/vnd jr Hertz verstecket/ Ies».-. daß sie mit den Augen nicht sehen/noch mit dem Hertzen vernemmcn / vnd sich bekeh- . rcn/vud ich jnen hülffe. Solches saget Jesaias/ da er seine Herrligkeit sahe/vnd redete von jm. Doch der Obersten gläubten viel an jn/ Aber vmb der Phariseer willen be¬ kannten sie es nicht/daß sie nicht in den Bann gethan würden. Denn sie hatten lieber die ehre bey den Menschen/dcnn die ehre bcy Gott. dl Hefiw aber rtcff/vnd sprach: Wer an mich gläubet/ der gläubet nicht an mich/ Glaube an den/der mich gesandt hat. Vnd wer mich sihet/ der scher den/der"" rnrch gesandt hat. Ich bin kommen in die Welt ein Liecht/auff daß/ wer an wch Mu- ber/mcht im finsterniß bleibe. Vnd wer meine wort höret/vnd gläuber nicht/ den wer¬ de uh nicht nchten/Denn ich bin nicht kommen/daß ich die Welt richte/sondern daß ich die Welt selig mache. Wer mich vcrachtet/vnd nimmet meine wort nicht auff/ der hat schon der jn richtet/ das wort/welchs ich gercdt habe/ das wirt jn richten am jüng- sten Tage.Denn ich habe nicht von mir selber geredt/sondern der Vattcr/der mich ge- E sandt hat/der hat mir ein Gebott gegeben/was ich thun vnd reden sol. Vnd ich weiß/ daß sein Gebott ist das ewige Leben. Darumb das ich rede / das rede ich also / wie mir der Vatter gesagt hat. xin.Lap. Wieder HERR Ikesus seinen Jüngern die Füsse wsschr/inen zn einem Exempel / sagt inen von seinem VerrLhter/gtbt)nen das Gebotr ver Lrebe/sagt;» petw/wie er »n drexmal «erde verleugnen. Or dem Fest aber der Ostern/ da Ihcsus erkennet / das;» seine zeit kommen war/daß er auß dieser Welt gicnge zum Vatter/ wie hatte geltebet die seinen/die in der Welt waren/so liebet er sie ans ende/Vnd nach dem Abendessen/da schon der Teuffel hatte dem Juda Iuda-i Simonis Ischarioth inns Hertz gegeben/daß er jn verrichte/wußte" Ihcsus/daßjmder Vatter hatte alles in seine Hände gegeben/vnd daß er von Gott kommen war/vnd zu Gott gieng/stund er vom Abendmal auff/leget seme Klcider ab/ vnd nam einen Schurtz/vnd vmbgürtet sich. Darnach goß er Wasser in ein Becken/ Hub an den Jüngern die Füsse zu Wäschen/ vnd trücknet sie mrt dem Schurtze / damit crvmbgüttetwtm . Da kam Vom Füß- Wälchc». H.Achann!S. xm.Qp. z°o Da kam er zu Simon Petro. Vnd dcrselbigesprachzu jrn: HERR/soltcstu mir meine Füsse Wäschen k Ihesus antwortet/vnd sprach zu jm: Was ich thue / das weisse- stu jetzt nicht / du wirsts aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu jm: Nimmer¬ mehr soltu mir die Füsse wäschen.Ihesus antwortet jm: Werde ich dich nicht Wäschen/ so hastu kein thet! mit mir. Spricht zu jm Simon Petrus: HERR/Nicht die Füsse al- leine/sondern auch die Hände vnd das HauptSpricht Ihestrs zu jm: Wer gewäschen tss/der darffnicht denn die Füsse Wäschen/sondern er ist gantz rein. Vnd jr seyt rein/ aber nicht alle. Denn er wußte seinen Verrähter wol/darumb sprach er: Jr seyt nicht allerem. L er nun jre Füsse gewäschen hatte/ nam er seine Kleider / vnd satzte sich wider (^T ttider/vnd sprach abermal zu jnen: Wisset jr was ich euch gethan habe ? Jr heis¬ set mich Meister vnd HERR/ vnd saget recht dran/ Denn ich bins auch. So nun ich/ euwer HERR vnd Meister/euch die Füsse gewäschen habe/so soltjr auch euch vnter einander die Füsse wäschen.Ein Beyspiel hab ich euch gegeben/daß jr thut wie ich euch gethan habe. Warltch/warlich / sage ich euch: Der Knecht ist nicht grösser denn sein Herr/noch der Apostel grösser denn derjn gesandt hat. « So jr solches wisset/selig seyt jr/so jrs thut. Nicht sage ich von euch allen/Ich weiß 82«" pkaim-4- welche ich erwehlet habe. Sondern daß die Schrifft erfüllet werde: Der mein Brot M»rrr!). ^xitt mich mit Füssen. Jetzt sage ichö euch/ehe denn cs geschihct/auffdaß/wen es geschehen ist/daß jr gläubet daß ichs bin.Warlich/warltch/icb sage euch: Wer auff- L»-e nimmet/so rch jemand senden wcrde/der nimmet mich auff. Wer aber mich auffnim- mek/der nrmmet den auff/der mich gesandt hat. MEH. r-. solches Ihesus gesagt hatte/ward er betrübet im Geist/vnd zeugete/vnd L«csrr'?' (^tzsprach: Warlich/warlich/sage ich euch: Einer vnter euch Wirt mich vcrrahten. Da sahen sich dieIünger vnter einander an/vnd ward jnen bang von welchem er re¬ dete. Es war aber einer vnter seinen Iüngern/der zu Tisch saß an der Brust Hesu/ welchen Ihesus lieb hatte/demwincket Simon Petrus/daß er forschen solt/ wer es were/von dem er sagete ? Denn derselbige lag an der Brust Hesu / vnd sprach zu jm: HERR/werists ? Ihesusantwortet: Derists/demich den bissen eyntauche/vnd gebe. Judas. Vnd er tauchte den bissen eyn/vnd gab jn Juda Simonis Ischarioth. Vnd nach dem bissen fuhr der Sathan in jn. <ü Da sprach Ihesus zu jm: Was du thust / das thue bald. Daffe lbige aber wußte niemand vberdem Tisch/wozuersjmsagete. Etlichemeineten/dieweil Judas den Beutel hattc/Ihesus spräche zu jm: Kauffe was vns not rst auff das Fest / oder daß er den Armen etwas gebe. Da er nun den bissen genommen harre/gieng er sobald hin- auß. Vnd es war nacht. Da er aber hinauß gegangen war/spncht Ihesus: Nun ist deß Menschen Son verkläret / vnd Gott ist verkläret in jm. Ist Gott verkläret in jm/ so wirt jn Gott auch verklären in jm selbß/vnd wirt jn bald verklären. Neuw ge F^Ieben Kindlin/Ich bin noch eine kleine weile bey euch. Jr werdet mich suchen/ bott von d» Od'vnd wie ich zu den Iüden saget: Wo ich hin gehe/da kündt jr nicht hin kommen. s Vnd sage euch nun: Ein neuw Gebott gebe ich euch/ daß jr euch vnter einander lic- N w7 bet/wie ich euch gcliebethabe/auff daß auch jr einander lreb habet. Dabey wirt jeder- ZA-2 man erkennen/daß jr meine Jünger seyt/so jr liebe vnter einander habt. Spricht Si- mon Petrus zu jm :HERR/wo gehest» hin? Ihesus antwortet jm: Da ich hingehe/ kanstu mir dtßmal nicht nachfolgen/aber du wirst mir hernachmals folgen. Petrus scy^d"ß^-»L Petri ver sprichtzujm: HERR/warumb kan ich dir dtßmal nicht folgen? Ich wil mein Leben «essmhett. für dich lassen. Ihesus antwortet jm: Soltestu dein Leben für wich lassen? v r deß ME Te- Warlich/warlich/ ich sage dir: Der Han wirt nicht krähen/ biß du mich drey mal habest ver- leugnet. D d tiij Eine Predigt §hri sti durch die vier fol- gmveCaxittl. -HuanMum xim.Lap. xliii.Lap. Line schöne predigt / in welcher der HERR Christus seine Jünger zur letze vermavrt ru ielden/gedult/vemut/glauben/llebegegenjni/vnd liebe gegenvns. Darneben tröstet er sie auch wlverumb/vecheißl,nen den hexligen Geist/mit anzeigung/ was derselblg wlrckeir vnd anrich- ren werde. Nd er sprach zu seinen Jüngern: Enwer Hertz erschre^ cke nicht. Gläubet jr an Gott/so gläubet jr auch an mich. Zn meines U Vatters Hause sind viel Wohnungen / Wenns nicht so were/so wolt D ich zu euch sagen: Zch gehe hin/euch die stätte zu bereytcm Vnd ob ich hin gienge/euch die statte zu bereyten/wil ich doch widerkommcn/vnd euch zu nur nemen/ auss daß jr seyt wo ich bin / vnd wo ich hingehe / das wisset jr / vnd denwegwiffetjrauch. Spricht zu jm Thomas: HERR/wir wissen nicht wo du hin gehest / vnd wie kön- nen wir den weg wissen? Zhesus spricht zu jm: Zch bin der Weg/vnd die Warheit/vnd das Leben. Niemand kompt zum Vatter/ denn durch mich. Wenn jr mich kennetet / so kcnnetct jr auch meinen Vatter. Vnd von nun an kennet jr jn/vnd habt jn gesehen. Spricht zujm Philippus: HERR/ zeige vns den Vatter / so gnügct vns. Hcsus spricht zu jm: So lang bin ich bey euch/vnd du kennest mich nicht ? Philippe/wer mich sihet/der sihet den Datter/wie sprichst» denn: Zeige vns den Vatter? Gläubestu nicht daß ich im Vatter/vnd der Vatter in mir ist?Die wort/die ich zu euch rcde/die rede ich nicht von mir selbe. Der Vatter aber/der in mir wohnet/derselbige thut dieWerck. Gläubet mir/daß ich im Vatter/ vnd der Vatter in mir ist. Wo nicht/ so gläubet mir doch vmb derwerckwilken. Warlich / warlich/ich sage euch: Wer an mich gläubet/ der wirdt die werck auch Verheiß /L thun/die ich thue/vnd wirt grössere denn diese thun/Denn ich gehe zum Vatter. Vnd v/» er. was jr bitten werdet in meinem Namen/das Ml ich thun/auffdaß der Vatter geehret 8-«^ werde in dem Son. Was jr bitten werdet in meinem Namen/ das wtl ich thun. Zebetjr mich/so haltet meine Gebott. Vnd ich wil den Vatter bitten / vnd er sol 6 « oAeuch einen andern" Tröster geben/ daß er bey euch bleibe ewiglich/ den Geist der Msier/ Warhett/Wclchen die Welt nichtkan empfahen/denn sie sihet jn nicht/ vnd kennet jn b^Endftn^7nchu nicht. Zr aber kennet jn/denn er bleibet bey euch/vnd wirt in euch seyn. Zch wil euch nit Waisen laffen/ich komme zu euch. Es ist noch vmb ein kleines/so wirdt mich die Welt AlAhmde7hÄ^e nicht mehr sehen/Zr aber solt mich sehen/Denn ich lebe/vnd jr solt auch leben.An dem VArGott^ selbigen tage werdetjr erkennen/daß ich in meinem Vatter bin/ vnd jr in mir / vnd ich Gericht/ wider die ^Uth. Wer meine Gebott hat/vnd Helt sie/derists/der michliebet. Wermich aber lie- bet/derwirtvon meinem Vatter geliebet werden/vnd ich werde jn lieben/vnd mich (was bst-) Wie lm offenbaren. Spricht zu jm Zudas/tticht der Fcharioth: HERR/»was ists/ daß du gehetd«szu/waösolvns wilt dich offenbaren/vndnichtderWelt? Zhesus antwortet/vnd sprachzu jm: da« fty». Wer mch liebet /der wirt meine wort halten/ vnd mein Vatter wirt jn lieben/vnd wir werden zu jm kommen/ vnd Wohnung bey jm machen. Wer aber mich nicht liebet/ der Helt meine wort nicht.Dnd das wort/das jr höret/ist nicht mein/sondern deß Vatters/ der mich gesandt hat. Solche habe ich zu euch geredt / weil ich bey euch gewesen bin / Aber der Tröster/ der heylige Geist / welchen mein Vatter senden wirdt in meinem Namen / derselbige wltts euch alles lehren/vnd euch erinnern alles deß/das ich euch gesagt habe. Den Friede lasse ich euch/meinen Friede gebe ich euch.Nicht gebe ich euch wie die Welt glbt.Euwer Hertz erschrecke nicht/vnd fürchte sich nicht. Zr habt gehöret/daß ich euchgesagt habe :Zchgehe htn/vnd komme wider zu euch. Hettet jr mich lieb/so würs detjreuchfreuwen/daßichgesagthabe: Zch gehe zum Vatter/Denn der Vatter ist H. Johannis. XV. Lap. grösser denn ich. Vnd nun hab tchs euch gesagt/ehe denn es geschieht / auff daß / wenn cs nun geschehen wirt/ daß ir gläubet. Ich werde fort mehr nicht viel mit euch reden/Denn es kompt der Fürst dieser Welt/vnd hat nichts an mir. Aber auff daß die Welt erkenne/daß ich den Vatter lie- be/vnd ich c also thue/wie mir der Vatter gcbotten hat. Stehet auff/vnd lasset vns von hinnen gehen. XV. Lap. Gleiches Innhalts mit vem vorigen Lapitek. CH bin eM rechter Weinstock/ vnd mein Vatter ein Christus Weingärtncr. Einen ieglichen Reben an mlr/der nicht Frucht brin- M gct/wirt er wegnemmen / vnd einen jeglichen/der da Frucht bringet/ ° ' WUkTMU wirt er reinigen/daß er mehr Frucht bringe. Ir seyt letzt rein vmb deß EUAZMr Worts willen/das ich zu euch gercdt habe. Bleibet inmir/vnd ich in euch. Gleich wie der Rebe kan keine Frucht bringen von jm selber/er bleibe denn am Zos e ( Also tdue) Die Welt muß lchrncn/ daß allein Christus für vns de» willen Leß Vatters thut/ Rom.;.?ervnius inode6ienriaxec« c»rores,pervnius okecliLNliLm in- üimulri,öic. Wetnsiock/Also auch jr nicht/ir bleibet denn an mir. Ich bin der Weinstock /jr seyt die Reben. Wer in mir bleibet/vnd ich in im/der bringet viel Frücht.Denn on mich kündt ir nichts thun. Wer nicht in mir bleibet / der wirt weggeworffcn wie einRcbe/vnd verdorret/vnd man samlet sie/vnd wirfft sie ins /L Feuwer/vnd muß brennen.So ir in mir bleibet/vnd meine wort in euch bleiben/wer- dct ir bitten was ir wolt/vnd cs wirt euch widerfahren. Dar innen wirt mein Vatter geehret/daß ir viel Frucht bringet/vnd werdet meine Jünger. Gebott ^j^Lcich wie mich mein Vatter licbtt/also liebe ich euch auch. Bleibet" in meiner « Chnsti vo» ^^liebe.So ir mein Gebott haltet/so bleibet ir in meiner liebe/glcich wie ich meines AstN d-rstcbe.^ Vatters Gebott halte/vnd bleibe in seiner liebe. Solches rede ich zu euch/auff daß meine Freude in euch bleibe/vnd euwcr frcude vollkommen werde. Das ist rneinGe- bott/daßireuchvnternanderliebct/gletchwielcheuch Kebe. Nremandhat grofferlre- eseuchgehe. bc derrn die/daß er sein Leben lässet für seine Freunde.Ir seyt meine Freunde/so ir thut was ich euch gebiete. Ich sage hinfurt nicht/daß ir Knechte seyt / denn ein Knecht weiß nicht was sein Herr thut. Euch aber habe ich gesagt / daß jr Freunde seyt / denn alles was ich habe von meinem Vatter gehöret/hab ich euch kundt gechan. n Ir habt mich nicht erwehlct/sondern ich habe euch erwehlet/vnd gcsetzt/daß ir hm gehet/vnd frucht bringet/vnd euwere Frucht dleibe/auffdaß/so ir den Vatter bittet m meinem Namen/daß ers euch gebe. Matth..-,. vnter einander liebet. So euch die Welt hasset/ c^sso wiffet/daß sie mich vor euch gehaffet hat. Weretir von der Welt / so hcrte die Welt das ire lieb. Dieweil ir aber nicht von der Weltseyt/sondern ich habe euch von der Welt erwehlet / darumb hasset euch die Welt. Gedcnckt an meine wort / daß ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht grösser denn sein Herr. Haben sie mich vcrfol- get/sie werden euch auch verfolgen. Haben sie mein wort gehalten/so werden sie eu-- wcrs auch halten. s Aber das alles werden sie euch thun vmb meines Namens willen/denn sie kennen ÄsA «AA den nicht/der mich gesandt hat. Wenn ich nicht kommen wcre/vnd hette es inen gcsa- get/so hettcn sie keine Sünde/ Nun aber können sie nichtsfürwmden/ireSun- l,chcrvm^r de zu entschädigen. Wer mich hasset / der hasset auch meinen Vatter. Hette ich v». nicht die Werck gethan vnter inen/die kein ander gethan hat/so hettcn sic kerne Sün- st,^^a.,'^hEcn/ de/Nun aber haben sie es gesehen/vnd hassen doch beyde/mich vnd meinen Vatter. pl-lmzr. Doch daß erfüllet werde der Spruch/in irem Gesetz geschrieben: Sie Haffen mich on vrsache. mchtgiäube» Wil. Wenn Huangelium xvi.Qp. Wenn aber der Tröster kommen ivirt/ welchen ich euch senden werdevom Vat- Tröster/ ter/der Geist der Warheit/der vom Vatter außgchet/dcr wirt zeugen von mir. Vnd be-'kgc st werdet auch zeugen/denn jr seyt von anfang bey mir gewesen. XVl.Lap. Ittnhalts wie in bexden vorigen Cspkteln. M Olchs hab ich zu euch gmdt / daß ft euch nicht ärgert, z ' L Sie werden euch in den Bann thun. Es kompt aber die zeit / daß / wer euch tödtet/wirdt mcynen/ er thue Gott einen dienst dran. Vnd solches 2»« wcrdensiecuchdarumbthun/daßsiewcdcrmeinenVatternochmich^ f, erkennen. Aber solches habe ich zu euch gercdt/auff daß/wenn die zeit kommen wirt/ daß jr dran dencket / daß ichs euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch von anfang nicht gesagt/denn ich war bey euch. As^Vn aber gehe ich hin zu dem/dcr mich gesandt hat/vnd niemand vnter euch fra- A^getmich:Wogehest»hink Sondern dieweil ich solchszueuchgeredt habe/ist ^^cuwer Hertz voll trauwrens worden. Aber ich sage euch die warheit: Es ist euch gut daß ich hingche. Denn so ich nit hingche/ so kompt der Tröster nit zu euch. So ich abcrgehc/wilichjnzucuchsenden.Vndwendcrsclbigckompt/derwtrtdie Welt straf- . fenvmbdicsünde/vndvmbdiegercchtigkeit/vndvmbdasGerichte.Vmbdie-sünde/sterwtrdtd!e daß sie nicht glauben an mich. Vmb die Gerechtigkeit aber / daß ich zum Vatter gehe/ strask-n. daß vngla7b'ftnde/ vnd jr mich fort nicht sehet. Vmb das Gerichte/daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist. rmO^vnd GE« Ich habe euch noch viel zu sagcn/aberjr könncts jetzt nicht tragen. Wenn aber je- 2 Gcüchc vcrdaml al- iier/ der Geist der warheit/komen Wirt/ der wirdt euch in alle warheit leiten-Denn er dieChn Wirt nrcbtvon jm selber rcden/sondern was er hören wirt/dasWirt er reden/ vnd was d-mscheinG"tc^s zukünffciglst/wirter euch verkündigen. Derselbige wirt mich verklären/Denn von Älkmbst?a^!"er l>cm meinen wirt ers nemen/vnd euch verkündigen. Alles was der Vatter hat / das ist hc^GM un e- rnein/ darum hab ich gesagt:Er Wirts von dem meinen nemen / vnd euch verkündigen. ^^Ber ein klcmes/so werdet jr mich nicht sehen/ vnd aber vbcr ein klernes/so werdet Khristus slaube.ft. c^?)jr mich sehcn/denn ich gehe zum Vatter. Da sprachen etliche vnter seinen Iün- gern vntcrnander: Tas ist das/das er saget zu vns k Vber ein kleines so werdet jr mich nicht schen/vnd aber vbcr ein kletnes/so werdet jr mich sehen / vnd daß ich zum Vatter gehet Da sprachen sic: Was ist das/das er saget/vbcr ein kleines k Wir wissen nicht was er redet. Da mcrcket Hcsus/daß sie jn fragen wolten / vnd sprach zu jncn: Da¬ von fraget jr vnternander/daß ich gesagt habe:Vbcr ein kleines so werdet jr mich nicht fthen/vnd aber vbcr ein kleines so werdet jr mich sehcn.Warlich/warlich/ich sage euch: Jr werdet weinen vnd heuten/aber die Welt wirt sich freuwcn. Ir aber werdet trau¬ rig seyn/Doch euwer traurigkcit sol in frcude verkehret werden. EinWcib/wennsiegcbicrct/sohatsie traurigkcit/ dcnnjre stunde ist kommen/ e Wenn sie aber das Kind geboren hat/dcnckt sie nicht mehr an die angst/vmb der frcu¬ de willcn/daßdcr Mensch zur Welt geboren ist. Dndjrhabtauch nun trauwrigkcit/ Abcrichwil cuchwldcr schcn/vndcuwcrhcrtzsolsichfrcuwcn/vndcttwcr freudcsol nicmand von euch ncmmen. Vnd an dcmsclbigen tage werdetjr mich nichts fragen. O(^.Arllcb/ warlich/ich sage euch: So jr den Vatter etwas bitten werdet in mei- A Deinem ) camcn/so Wirt ers euch geben. Bißher habt jr nichts gcbcttcnm meinem Namen. Birrct/so werdet jr ncmmen/daß euwcrfreude vollkoinmcu scy.Solchs hab »E ich zu euch dlrrch Sprichwort geredt. Es kompt aber die zeit/ daß ich nicht mehr durch Sprichwort mu euch reden werde/sondern euch frey hcrauß verkündigen von mei¬ nem Vatter. An dcmselbigcn tage werdet jr bitten in meinem Namen. Vnd ich sage euch nicht/ daß ich den Vatter für euch bitter, Ml/ Denn er selbe/der Vatter/ hat euch lieb/darumb/daßjrmichliebct/vndglättbet/daß ich von Gott außgcgangcnbm. Ich H.Uohannis. xv II. Lap. ;°2 Ich bitt vom Vatter außgegangen/vnd kommen in die Wett/ Widerumb verlasse ich die Welt/vnd gehe zum Vatter. Sprechen zu im seine Jünger: Sihe/ nun redest» freyherauß/vnd sagest kein Sprichwort. Mn wissen wir daß du alle ding weiffest/vnd bedarffest nicht daß dich * iemand frage. Darumb gläuben wir / daß du von Gott außgegangcn bist. Ihesus s antwortet inen: Jetzt gläubetir. Sihe/es kommet die stunde/vnd ist schon kommen/ daß ir zustreuwet werdet/ein iegltcher in das seine/vnd mich alleine laffet/Aber ich bin NoM nichialletne/denn derVatter ist beymir. Solchehabeich mit euchgeredt/daß ir in antwort/aisd-rda« mir Friede habet. In der Welt habt ir angst/aber seyt getrost/Ich habe die Wett ober- wunden. xvn.Lap. Ern ernstlich GeSettdeß HERRN Christ! für fetneIänger/ vnv alle diesenlgen/ so durch sre Lehr an ,n glauben werden. OlchesrcdktIhrsus/vnd Hub seine Augen auff gen Htmmel/vnd sprach :Vatter/die stunde ist hie/daß du deinen Son verklärest/auff daß dich dein Son auch verkläre/gleich wie du im macht hast gegeben vber alles Fleisch/auff daß er das ewige Leben gebe/allen die du im gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben/ Z- daß sie dich/daß du allein warer Gott bist/ vnd den du gesandt hast / Ihcsum Ahnst/ erkennen. Ich habe dich verkläret auffErden/vnd vollendet das Wcrck/das du mir gegeben hast/das ich thun sott. Vnd nun verkläre mich du Vatter / bey dir selbs / mit der klar- heit/die ich bcy dir hatte/ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen offenbaret den Menschen/die du mir von der Welt gegeben hast.Sie waren dein/ vnd du hast sie mir gegeben/vnd sie haben dein Wort behalten. Nun wissen sic/das alles/was du mir ge¬ geben hast/ sey von dir. Denn die Wort die du mir gegeben hast hab ich inen gegeben/ vnd sie habens angenommen/ vnd erkannt warhafftig / daß ich von dir außgegangcn bin/ vnd gläuben daß du mich gesandt hast. Ich bitte für sie/vnd bitte" nit für die Welt/sondern für die du mir gegeben hast/ « denn sie sind deinVnd alles was mein tst/das ist dein/ vnd was dein ist / das ist »tein/ As vnd ich bin in inen verkläret. Vnd ich bin nicht mehr in der Welt/ Sie aber sind in der . Welt/vnd ich komme zu dir.Heyliger Vatter / erhalt sie m deinem Mmen/dic du mir gegeben hast/daß sie eins seyen/gleich wie wir. Dieweil ich bey inen war in der Welt/ EWsA erhielt ich sie in deinem Namen.Die du mir gegeben hast/ die hab ich bewaret / vnd ist Judas, keiner von inen verlorcn/On das verlorne Kmd/daß die Schrifft erfüllet würde. L Mn aber komme ich zu dir/vnd rede solches in der Welt/Auff daß sie in inen ha- ben meine Freude vollkommen. Ich hab inen gegeben dein Wort/ vnd die Welt hasset i>ü^^T'S°>ch sie/Dcnn sie sind nicht von der Welt/wie denn auch ich nicht von der Welt bin. Ich 2-?. bitte mcht/daß du sie von der Welt nemest / sondern daß du sie bewarest für dem vdel. werde. Sie sind nicht von der Welt/gleich wie ich auch nicht von der Welt bin. Hcyttge sic in deiner Warheit. Dein Wort ist die Warhett. Gleich wie du mich gesandt haft in die Welt / so sende ich sie auch in die Wclt.Ich heylige mich selbe für sie/auff daß auch sie gchcyliget seyen in der Warheit. §o^§h bitteabernichtalleinfürsie/sondernauchfürdie/sodurch ir wort an Mich Gebett I^Mauben wcrdcn/Auff daß sie alle eins seyen/ gleich wie du Vatter in mir / vnd AEN"' ich in dir/daß auch sie in vns eins seyen/Auff daß die Wett gläube / du habest mich ge- sandt.Vnd ich hab inen gegeben die Hcrrligkeit/ die du mir gegeben hast / daß sie eins seyen/gleich wie wir eins sind/Ich in inen/vnd du in mir/auffdaß sie vollkomen seyen/ in eines/ vnd die Welt erkenne/daß du mich gesandt hast/ vnd liebest sie / gleich wie du mich liebest. Vatter Auangellum xvm.Lap. Datter/Ichwil/daß/woichbin/auchdiebcymirseyeii/diedumirgegcbcnhast/ daß sic meine Herrligkeit scheii/dic du mir gegeben hast / Denn du hastmtch geliebet ehe denn dieWcltgcgründetward. GerechterVatttr/dic Welt kennet dichnicht/M aber kenne dich/vnd dise erkcnncn/daß du mich gesandt hast.Dnd ich habe inen deinen Namen kundtgethan/vndwilincn kundt chmi/Auff daß die Liebe/damit dumich liebtst/seyinsncn/vndichinjnen. XVlll.Lap. Der HERR Jhesus wkrt am Delberge gefangen/für ven Hohenpriester geführt/ von petr» verleugncr/vno folgend« für pUstum gebracht. A Jhesus solchs geredt hatte/glmg er Hinauß mitsel^ ncn Jüngern ober den bach Kidron/da war ein Garte/dareyn gieng Garte. Jhesus vnd seine Jünger/Iudas aber/der in verrteht/wußte den ort auch/dcnn Jhesus vcrsamlete sich offt daselbst mit seinen Jüngern.^»-»' Da nun Judas zu sich hatte genommen die Schar/vnd der Hohen¬ priester vnd pyartseer dtener/kompt er dahin mit Fackeln/Lampen/vnd mit Waffen. AsLs nun Jhesus wußte alles was im begegnen solt/ gieng er hinauß /vnd sprach zu HAinen: Wen suchet ir e Sie antworten im: Ihcsum von Nazareth. Jhesus spricht zu inen: Ich bins. Judas aber/der in verrieht/stund auch beyinen. Als nun Jhesus zu inen sprach: Ich bins/wtchcn sic zu rück/vnd fielm zu boden. Da fragt er sie abermal: Wen suchet ir k Sie aber sprachen:Ihcsum von Nazareth. Jhesus antwortet: Ich Habs euch gesagt/daß ichs sey/Suchetir denn mich/so lasset diese gehen. Auffdaß das -7- wort erfüllet würde/wclches ersagct: Ich habe der keinen verloren/ diedumirgege- benhast. hatte Simon Petrus ein Schwert/vnd zog es auß/vnd schlug nach dcß Ho- Petrus, (z^hcnpriestcrs Knechte/vnd hieb im sein recht ohr ab/vnd der Knecht hieß Mal- chus. Da sprach Jhesus zu Petro: Stecke dein Schwert in die Scheide. Sol ich den Kelch nicht trincken/ den mir mein Vatter gegeben hatk (F^Ie Schar aber vnd der Oberhauptmann/ vnd die Diener der Jüden/namen n. Jhesum/ vnd bunden in /vnd führeten in auffs erste zu Hannas / der war Kai- phasSchweher/wclcherdeßiarsHoherpriesterwar. Eswar aber Kaiphas/dcr den gAzuHa» Hie sol?stehen der Jüdcn rieht: Es were gut/daß ein Mensch würde vmbbracht für das Volck. a zu Cayha? M^Imon Petrus aber folgete Zhesu nach/ vnd ein ander Jünger.Derselbige Jün- L' c^Iaer war dem Hohenpriester bekannt/vnd gieng mit Jhesu hineyn in deß Hohen- m-« .4. A. Ist vonde schrei. Priesters PallastPetrus aber stund draussen für der Thur.Da gleng der ander Jun- werffmd^ dem Hohenpriester bekannt war/hinauß/vnd redet mit der Thürhüterin/ wie offt grschicht. ^hret Petrum hincytt. Da sprach die Magd/die Thürhüteritt/zu Petro: Blstu 8 nicht auch dieses Menschen Jünger einer ? Er sprach: Ich bins nicht.Es stunden aber die Knechte vnd Diener/vnd hatten ein Kolfeuwer gemacht/denn es war kalt/vnd wermeten sich. Petrus aber stund bey inen/ vnd wermct sich. ^sBcr der Hohepriester ftaget Ibesum vmb seine Jünger/vnd vnrb seine Lehre. ^^Ihcsus antwortet im: Ich habe frcy öffentlich geredt für der Welt. Ich habe alle¬ zeit gclchret in der Schule vnd in dem Tempel/ da alle Jüdcn zusammen kommen/ vnd habe nichts im verborgen geredt. Was fragcstu mich darumb k Frage die drumb/ die gehöret haben was ich zu inen geredt habe/sihe/ dicsclbigen wissen / was ich gesagt habe. Als er aber solches redet/ gab der Diener cmer/ d' ' dabey stunden / Jhesu einen Backcnstreich/vnd sprach: Soltu dem Hohenpriester also antworten k Jhesus ant¬ wortet : Hab ich vbcl gercdt/so beweise es/daß böß sey/ Habe ich aber recht geredt/was schlegstu nuch k Vnd Hannas sandte in gebunden zu dem Hohenpriester §aiphas. A Simon Petrus aber stund vnd wermct sich. Da sprachen sie zuim: Bistunicht seiner H. AohannlS. XVIII. L'ap. A seiner Jünger einer k Er verleugnet aber/vnd sprach: Ich bins nicht. Spricht deß Ho/ hcnprtcsters Knecht einer/etn gefreundter deß/dem Petrus das ohr abgehauwen Hat- Petrus " re/Sahe ich dich nicht im Garten bey im e Da verleugnet Petrus abermal/Vnd als bald krähet der Hanek L führeten sie Jhesum von Kaipha für das Richthauß. Vnd es war frü /vnd III. sie gtengen nicht in das Richthauß/auff daß sie nicht vnreiu würden / sondern Jhesus Ostern essen möchten. Da gieng Pilatus zu inen herauß / vnd sprach: Was bringet gM ir für klage wider' diesen Menschen e Sie antworten/ vnd sprachen zu im: Weredie- ^rftn)Es.stwu» ^7 ' ser nicht ein Vbclchäter/wir hettcn dir in nicht vberantwortet. Da sprach Pilatus zu der wa^r w,d-rs°l. M«rc inen: So nemmet ir in hitt/vnd richtet in nach euwcrem Gesetz. Da sprachen die Iü- tm Mittage»" ^uce r; zu jm. Wir niemand tödtcn/auff daß erfüllet würde das wort Jhesu/wel- chcs er saget/da er deutet/welches tods er sterben würde. Da gieng Pilatus wider hineyn ins Richthauß/vnd rieffIhesu/vnd sprach zu im: Bistu der Jüden König k Jhesus antwortet: Redest» das von dir selbe / oder ha¬ bens dir andere von mir gesagte Pilatus antwortet: Bin tchctnJüdek Dein Volck vnd die Hohenpriester haben dich mir vberantwortet/Was hastu gethankIhcsus ant¬ wortet : Mein Reich ist nicht von diser Welt/were mein Reich von dieser Wclt/mcine Diener würden drob kempffen/daß ich den Jüden nicht vberantwortet würde. Aber nun ist mein Reich nicht von dannen.Da sprach Pilatus zu im: So bistu dennoch ein König k Jhesus antwortet: Du sagsts. Ich bin ein König. Ich bin dazu geborn/ vnd in die Welt kommen/daß ich die warhcit zeugen sol. Wer auß der warhett ist/ der hö¬ ret meine stmnne. Spricht Ptlatus zu im: Was ist warheitk w / Vnd da er das gesaget/gieng er wider hinauß zu den Jüden / vnd spricht zu inen: irolki'o E-m Ich finde keine schuld an im. Ir habt aber eine gewonhett/ daß ich euch einen auff O- stern loß gebe/Wolt irnun daß ich euch der Jüden König loßgebet Da schrycn sie Barren wider allesampt/vndsprachen: Nicht diesen/sondern Barrabam. Barrabasaber bas " war ein Mörder. Lernt, r 4. Johgn. Jhesus «eaeissclt. Marth, r^. Marc.r;. Luce rz. xix.Lap. Vom Ler'den/fterbe»/vnd Begrabmß Lhnstt/rc. A nam Prlatus Mesum/ vnd gcisselt jn. Vnd die .Kncgßkncchte stochten eine Krone von Dörnen / vnd setzten sie auff W sein Haupt/vnd legten im ein Purpurkleid an/vnd sprachen :Sey gegrüffet lieber Jüden König. Vnd gaben im Backenstretche. Da gieng Pilatus wider herauß/vnd sprach zu inen: Sehct/ich führe in herauß zu euch/daß ir erkennet/daß ich keine schuld an im finde. Also gieng Jhesus herauß/vnd trug eine Dörnen Krone/vn Purpurkleid.Vnd er spricht zu inen: Sehet/welch ein Mensche Dai» die Hohenpriester vnd die Diener sahen/schryen sie/vnd sprachen: Kreutzige/Kreutzige. Pilatus spricht zu inen: Nemmet ir in hin/vnd creutziget in/ denn ich finde keine schuld an im. Die Jüden antworten im: Wir haben em Gcsetze/vnd nach dem Gesetze sol er sterben/ Denn er hat sich selbs zu Gottes Son gemacht. <^^A Pilatus das wort höret/ furcht er sich noch mehr/ vnd gieng wider hineyn in das Rrchchauß/vnd spricht zu Jhesu: Von wannen btstuk Aber Jhesus gab im kein antwort. Da sprach Pilatus zu im: Rcdestu nicht mit mir k Weiffestu nit/daß ich macht habe dreh zu creutzigen/vnd macht habe dich loß zu geben k Jhesus antwortet: Duhettestkeine macht vber mich/wenn siL dir nicht were von oben herabgegeben. Darumb / der mich dir vberantwortet hat / der hats grösser Sünde. Von dem an trachtet Pilatus/wie er in loß liesse. Die Jüden aber schryen/ vnd sprachen: Lessest du diesen loß/so bist dudeßKeysersFreund nicht/Denn wer sich zum Könige machet/ der ist wider den Keyser. E e Da Pi- EuaiWlium xix. Lap. Da Pilatus das wort höret/führet er Jhesum herauß/vnd satzte sich auffdett MEh.,7. Richtstul/an der stätte/ die da heißt Hochpflaster / auffEbreisch aber Gabbatha. Es rmr a ber der Rüstag in Ostern/vmb die sechßte stunde / Vnd er spricht zu den Men: Sehet das ist euwer König. Sie schryen aber: Weg/weg/mit dem. Kreutzigejn. Spricht Pilatus zu men: Sol ich euwcrn König crcutzigen k Die Hohenpriester ant¬ worten : Wir haben keinen König/dcnn den Keyser. Da vberantwortet erjn / daß er gecreutziget würde. H H» M^Ic namm aber Jhesum/ vn führeten jn hin. Vttd er trug sein Kreutz/vnd gieng rhesus ge- zur stätte / die da heisset Schedelstätt/ welche heißt auff Ebreisch Gol- creutz,get. gatha/alida creutzigeten sie jn/vnd Mit im zwen andere zu beyden feiten / Jhesum aber mitten inne. ^>Ilatus aber schreib eine Vberscbnfft/vnd setzte sie auff das Kreutz / vnd warge- Vber- H^scbneben: Jhesus von Mzareth/der Jüden König. Diese Vberschrifft lasen viel fEc^erd? Juden/ denn die stätte war nahe bey der Statt/ da Jhesus gecreutziget ist. Vnd es war geschrieben auffEbrelsche/Griechische vndLateinischr/Sprachc.Da sprachen die He henpriesicr der Men zu pila ro: Schreib nicht der Men König/sondern daß er gesagt habe: Ich bin der Jüden König. Pilatus antwortet: Was ich geschrieben habe/das hab ich geschrieben. (^^Ie Kriegßknechtc aber/da sie Jhesum gecreutziget hatten/namen sie seine Klei- c: dcr/vn machten vier therl/eincm jeglichen Kriegßknccht ein theil/dazu auch den Nock.Dcr Nock aber war vngenähct /von oben an gewircket / durch vnd durch. Da sprachen sic vnternander: Lasset vns den nicht zu theilcn/sondern darumb lossen/ weß D' er seyn sol. Auffdaß erfüllet würde die Schrifft/die da saget: Sie haben meine Klei- Mlm.r,. der vntcr sich getheilet/vnd haben vber meinen Nock das loß geworffen. Solches the- teudicKrrcgßknechte. stund aber bey dem Kreutze Jhesu seine Mutter/ vnd seiner Mutter Schwe- Die mut c^ster/Maria/Kleophas Werb / vnd Maria Magdalena. Da nun Jhesus seine Mutter sahe/vnd den Jünger dabey stehcn/den er lieb hatte / spricht er zu seiner Mut¬ ter: Wcib/Sihe/das ist dein Son. Darnach spricht er zu dem Jünger: Sihe/das ist deine Mutter. Vnd von der stund an nam sie der Jünger zu sich. (^A^Arnach als Jhesus wusste/daß schon alles vollbracht war/ daß die Schrifft er- Khristus fülletwürde/sprichter:Mich dürstet. Da stund einGefcsse voll Essigs. Sie aber fülleten einen Schwam mit Effrg/vnd legten jn vmb einen Isopen / vnd hielten es jm dar zum Munde. Da nun Jhesus den Essig genommen hatte / sprach er: Es ist vollnbracht. Vnd neigete das Häupt/vnd verschied. ^^Ie Jüden aber/diewcil es der Nüstag war / daß nicht die Leichnam am Kreutz blieben den Sabdach vber (denn desselbigen Sabbaths tag war groß) baten sie pilatum/daß jre Gebeine gcbrochcn/vnd sie abgcnommen würden.Da kamen die Kriegßknccht/vnd brachen denr ersten die Bctnc/vnd dem andern/der mit jm gecreu- tztgetwar. Als sie aber zu Jhesu kamen / da sie sahen/daß er schon gestorben war/brachen sie v jm die beirre nicht/sondern der Kriegßknechte einer öffnet seine fette mit cmcm Spehr/ Vnd alsbald gicng Blut vnd Wasser hcrauß. Vnd der das gesehen hat/der hat es be- E^.». zeuget/ vrrd sein Icugniß ist war. Vnd derselbige weiß/ daß er die warheit saget / auff daßauchjrgläubet. Denn solches ist geschehen/daß die Schrifft erfüllet würde /Ir mar-V solt jm kein Beinznbrcchcn. Vnd abcrmal spricht einander Schrifft: Sie werden Ei¬ schen in welchen sie gestochen haben. V ArnachbatpilatumIosephvonArimathia/dereinJüngerJhesuwar/dochJoseph, ^besusbe- ^^hcimlich/außfurchtderJüden/daßermöchteabncmmen den LeichnamJhe- g^bcn. su. Vnd Pilatus erläubt cs. Es kam aber auch Modernus / der vormals bey der nacht zu Jhesu kommen war/vnd brachte Myrrhen vnd Aloen vnternander/bey hundert H. Nchanmo. xx. Lap. 304 hundertPfunden.Da namen sie den Leichnam Ihesu/vnd bunden in in Leitten Thü- cher mit Specereyen/wie dieJüdcn pflegen zu begraben. Es war aber an der stätte/da er gecreutziget ward/ein Garte/vnd im Garten etn murv Grab / in welches niemand je gelegt war. Daselbst hin legten sie Jhesum/vmbdeß Rüstags willen der Züden/ dieweil das Grab nahe war. xx.Lap. Von der Aufferstehyng vnd Erscheinung deß HERRN Jhesu Lhrtstk. Mstth. r8, Marc. »L. Luce -4. Luce r4- II. bm VnS'.Zchan- ties sondc! lfch für an l der» EuanccMcn? ....... ....... kam Zhcsus/ vnd trat mitten cyn/ L° sieh vnd spricht zu inen: Friede sey mit euch. Vnd als er das sagete/zeiget er inen die Häm Ius22 «uffdrnabed. de/vnd seine Seite. Da wurden die Jünger fro/daß sie den HERRN sahen. Da bet: Er habeffchlast sprach Jhesus abcrmal zu inen: Friede sey mit euch. Gleich wie mich der Vatter ge- l^>eWe.bergurü. sandthat/so sende ich euch. Dnddaerdassagete/bließ er sie an/vnd spricht zu inen: Mmmet hin den heyligen Geist/welchenir die Sünde erlasset/den stud ste erlassen/ vnd welchen ir sie behaltet/denen sind sic behalten. Thomas aber der zwölften einer / der da heisset Zwilling/ war nicht bey inen/ da Thomas Jhesus kam. Da sagten die andern Jünger zu im: Wir haben den HERRN gesehen. Cr aber sprach zu inen Es sey den/daß ich m seinen Händen sehe die nägelmal / vnd lege meinen finger in die nägelmal/vn lege meine Hand in seine feiten/ wil ichs mt gläuben. Ee ii Vnd N der Sabbather emem kompt Maria Magdalena vi. ftü/da es noch finster war /zum Grabe/ vnd sitzet/ daß der stein vom Khristiauff- Grabe hinweg war. Da läufft sie/vnd kompt zu Simon Petro/ vnd zu dem andern Jünger/welchenIhcsus lieb hatte/vnd spricht zu inen: Sie haben den HERRN wcggenommen auß dem Grabe/vndwir wissen nicht/wö sie in hingelegt haben. Da gieng Petrus vnd der ander Jünger hin- auß/vnd kamen zum Grabe. Es liessen aber die zwecn mit einander/vnd der ander Jünger liesszuvor/schneller denn Petrus/vnd kam am ersten zum Grabe / kucket hin- eyn/vnd sihet die Leinen geleget/Er gieng aber nicht hineyn. Da kam Simon Petrus im nach/vnd gieng hineyn in das Grab/vnd sthet die Leinen geleget/vnd das Schweißthuch/das Jhesuvmbdas Haupt gebunden war/ nit bey die Leinen gelegt/sondern besetts eyngewickelt an einen sondern ort. Da gieng auch der ander Jünger hineyn/ der am ersten zum Grabe kam / vnd sähe / vnd § gläu- ^iLubcrs) bets. Denn sie wußten die Schrlfft noch nicht/daß er von den Todten aufferstehcn erwcreweg^m- müße. Da giengen die Jünger wider zusammen. 7an!!Äg7'' ^^Aria aber stund für dem Grabe/vnd weinet draussen. Als sie nun weinet/km O^Hcket sie in das Grab/ vnd sihet zwen Engel in weissen Kleidern sitzen / einen M ^-^häuptcn/vnd den andern zun füffen/da sie den Leichnam Jhesu hingelegt hat¬ ten. Vnd dieselbigen sprachen Zu ir: Weib/was wcincstuk Sie spricht zu inenSie ha¬ ben meinen HERRN weggenommen/vnd ich weiß nicht/wo sie in hittgelegt haben. v Vnd als sie das saget/wandte sie sich zu rück/vnd sihet Jhesum stehen/vnd weiß I' nicht daß es Jhesus ist. Spricht Jhesus zu ir: Weib/ was weinestu k Wen suchestuk Jhesus Sie nremet es sey der Gärtner/vnd spricht zu im: Herr/Hastu in weggetragent So sa- ÄMagdare- ge mir/wo hastu in hingelegt k so Wil ich in holen. Spricht Jhesus zu ir: Maria. Da wandte sie sich vmb/vnd spricht zu im: Rabuni/das heisset Meister. Spricht Jhesus Zu ir: Rühre mich nicht an/denn ich bin noch nicht aussgesahren zu meinem Vatter/ .5 f /L Gehe aber hin zu meinen Brüdern/vnd sage inen: Ich fahre auss zu meinem Vatter/ vnd zu euwrem Vatter/zu meinem Gott/vnd zu euwrem Gott. Maria Magdalena kompt/vnd verkündigt den Jüngern: Ich hab den HERRN gesehen/vnd solches har er zu mir gesagt. ' -- ^tM abend aber desselbigen Sabbaths/da die Jünger vcrsamlet / vnd die Thürn ^^verschlossen waren/auß furcht für den Jüden/kam Jhesus / vnd trat mitten eyn/ EMWlttim XXI. Lap. Nd vber acht tage waren abermal seine Jünger drinnen/ vn Thomas mit jnem Kompt Jhesus da die thürn verschlossen waren/vnd tritt mitten eyn / vn spricht: Friede sey mit euch. Darnach spricht er zu Thoma : Reiche deinen Finger her/ vnd srhe meine hände/vnd reiche deine Hand her / vnd lege sie in meine setten / vnd sey nicht vngläubtg/sondern gläubig. Thomas antwortet/vn sprach zu jm: Mein HM vnd mein Gott.Spricht Jhesus zu jrmDiewetl du mich gesehen hast/Thoma/so gläu- bcstu/Selig sind/die nicht sehen/vnd doch gläuben. Auch viel andere Zeichen thetIhesus für seinen Jüngern/die nicht geschriben sind in diesem Buch/Diese aber sind geschrieben/daß jrgläubet/Jhesus sey Khrist/der Son Gottes/Vnd daß jr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen. XXl.Lap. Der HERR Ihefus offenbart sich semen Jünger« abermals am Meer bex Txberias/Be. fihlt Petro seine Schafe;» wetden/vnv gibt > m;» verstehett/mit was rode er Gort preisen werde. Arnach offenbart sich Jhesus abcrmal an dem Mer beyTyberias.Er offenbaret sich aber also: Es waren bey einander Si¬ mon Petrus/vnd Thomas/der da heisset Zwilling/vnd Nathanael von Kana Gatilea/vnd die Sone Zebedei/vnd andere zwen seiner Jünger. Spricht Simon Petruszujnen : Ich wil hin fischen gehen. Sie sprachen zu jm: So wollen wir mit dir gehen. Sie giengen hinauß / vnd traten in das Schiff also bald/Vnd in dcrselbigen nacht ficngen sie nichts. (^^A es aber jetzt morgen war/stund Jhesus am Äser/aber die Jünger wußten (I^nicht daß es Jhesus war. SprichtIhesuszujnen:Kindcr/habt jrnichts zu es¬ sen t Sie antworten jm: Nein. Er sprach aber zu inen: Wcrffct das Netze zur rechten deß Schiffs/sowerdetjrfinden.Dawurffensie/vndkundtensnicht mehr ziehen für der menge der Fische. Da spricht der Jünger/ welchen Jhesus lieb hatte/zu Petro: Es ist der HERR. Da Simon Petrus höret/daß der HERR war / gürtet er das Hembd vmb sich/denn er war nacket/vnd warff sich ins Meer. Die andern Jünger aber ka¬ men auff dem Schtffe/denn sie waren nicht ferme vom Lande/sondern bey zwey hun¬ dert Elen/vnd zogen das Netze mit den Fischen. Als sie nun außtraten auffs Land/sahen sie Kolen gcleget/vnd Fisch drauff/ vnd s Brot.Dpricht Jhesus zu jnemBrtnget her von den Fischen/ die jr jetzt gefangen habt. Simon Petrus steig hineyn/vn zog das Netze auffs Land/ voll grosser Fische/ hundert vnd drey vn fünfftzig.Vnd wiewol jr so viel waren/zureiß doch daß Netze nit. Spricht Jhesus zu jnemKompt vnd haltet das Mah!.Niemand aber vnter den Jüngern thur- ste jn fragen/Wer bistu k Denn sie wußten/daß der HERR war. Da kompt Jhesus vnd nimmet das Brot / vnd grbts jnen/ desselbigen gleichen auch Fisch. Das ist nun Das dritte mal/daß Jhesus offenbaret ist seinenJüngern/nach dem er von den Todten aufferstandenist. Da sie nun das Mahl gehalten hatten/spricht Jhesus zu Simon Petro: Simon Johanna/hastu mich lieber denn mich diese haben? Ersprichtzu jm: Ja HERR/du wetffest daß ich dich lieb habe. Spricht er zu jm: Weide meine Lämmer. Spricht er aberzumandernmalzujm:Simon Johanna/hastu mich lieb? Er spricht zu jm:Ia HERR/duwetssest daß ich dich lieb habe. Spricht er zujm: Weide meine Schafe. Spricht er zum dritten mal zu jm: Simon Johanna / hastu mich lieb ? Petrus ward traurig/daß er zum dritten mal zu jm sagetc: Hastu mich lieb? M sprach zu jm:HERR du wetffest alle ding / du weisseff daß ich dich lieb habe. Spricht Jhesus zu jm: Weide meine Schafe. Warlich/warlich/ich sage dir: Da du jünger warest/gürtcstu dich selbe/ vn wan- o -elst wo du hin woltest. Wenn du aber alt wirst/ wirst» deine Hände außstrccken / vnd einander - HI. 8 Sffmbarüg Christi au de Meer deyTyberias. «HeschlKe. s. Cap. ;o6 - rcdc HMiHnm DM^kj^W^gethan/ltcherTheophrle/von a!!e dem/ das vrw zu lehrm/biß an Den tag/da er auffgenommcn ward/ nach dem er den Aposteln (welche er hatte erwehlet)durch den heyligen Geist befehl M^^^MMHDM^gethan hatte/welchen er sich nach seinem Leiden lebendig « erzeigethatte/ourch mancherlei) erweisung/vnd ließ sich sehen vnter inen viertzrg tage lang/vnd redet mit jncn vom ^Ace>7ftme^E Reich Gottes. Vnd als er sie versamlet hatte/befahl erjncn/daß sie nicht von Jerusa- ^»^vnd lem wichen/ sondern warteten auff die Verheissung deß Vatters/welche jr habtge- ° hört(sprach er)von mir/Denn Johannes hat mit Wasser gemusst /Ir aber solt mit dem hcyligen Geist gemusst werdcn/mcht lang nach diesen tagen. Die aber/so zusammen kommen waren/fragtcn jn/vnd sprachen: HERR/wirstu auffdiese zeit wider auffrichten das Reich IsraeltEr sprach aber zu jne:Es gebürt euch nicht zu wissen zeit oder stunde/welche der Vatter seiner macht fürbehalten hak/son¬ dern jr werdet die krafft deß heyligen Geistes empfahcn/welcher auff euch kommen s wirt/vnd werdet meine Jengen scyn zuIerusalem/vnd in gantz Iudea vnd Sama- ria/vnd biß an das ende der Erden. Acm v-r gnadc>r ^ch^Nd da er solches gesagt/ward er auffgehaben Zusehens/vnd eine Wolcke nam jn ChM^ o^auff für jren äugen weg. Vnd als sie jm nachsahen gen Himmel fahrend/Gihe/ Himmelfahrt, da stunden bey jnen zween Männer in weissen Kleidern/welcbe auch sagtcmZr Män¬ ner von Galllea/was stehet jr/vnd sehet gen HimmelkDieserIhesus/welcher von euch ist auffgenommcn gen Himmel/wirdt kommen/wie jr jn gesehen habt gen Himmel fahren. V Da wandten sie vmb genIerusalem/von dem Berge/der da heisset der Oelberg/ welcher ist nahe bcy Jerusalcm/vnd lrgt ein Sabbather weg davon. Vnd als sie hin- eynkamcn/stiegen sie auff den Söller/da denn sich enthielten Petrus vnd Jacobus/ Johannes vnd Andreas/ Philippus vnd Thomas / Bartholomeus vnd Maktheus/ Jacobus/AlphciSon/vnd Simon Jelotes/vnd Judas Jacobi. Diese alle waren stäts bey einander einmütig/mit betten vnd fichen/sampt dm Weibern / vnd Maria/ Der Mutter Jhesu/vnd seinen Brüdern. A^Ndinden tagen trat auff Perms vnter die Jünger/vnd sprach (Es war aber c^Adre schar der Namen zuhauffbey hundert vnd zwcntzig) Jr Männer vnd Brü- M4tch.r7. dcr/Esrnuste die Schrifft erfüllet werden/welche zuvor gesagt hat der heylige Geist durch den mund Dauid/von Iuda/der ein fürgängcr war/dere/dieIhesum fiengen/ denn er war mit vns gezelct/ vnd hatte diß Ampr mit vns vberkommen. Dreser hat er- Judas er¬ worben den Acker vmb den vngercchten Lohn/ vn sich erhenckt/vnd ist mitten entzwei) gcborsten/vn alle sein cyngcwctde außgeschütt.Vn cs ist kund worden allen die zu Je¬ rusalem wohnen/also/daß derselbige Acker gencnt wirt auff jre spräche / Hakcldama/ Mi. r--. das ist/etn Blutacker.Deu es stehet geschrieben im Psalmbuch.Ire Behausung müsse wüstwerden/vn scy niemand der drmenwone. Vnsein Bisthum empfahe ein ander. So muß nun einer vnter Diesen Männern/die bey vns gewesen sind die gantze zeit vber/welche der HERR Jhesuo vnter vns ist auß vnd eyn gangen/ von der Tauffe Johannis an/biß auff den tag/da er von vns genommen ist / ein Zeuge seiner Auffer- stehung mit vns werden. Vnd sie stelleten zwen/Ioscph/gcnannt Barsabas/mit dem Zunamen Just/vnd Matthiam/beteten/vnd sprachen: HERR/aller Hcrtzenkündi- ZMtthias zu ger/zeige an/welchen du erwehlethast vnter diesen zwcyen/Daß einer empfahediesen Axostclerwehl«. Dienst vnd Apostelampt/davon Judas abgewichen ist/daß er hingicnge an seinen ort. Vnd sie worffen das Loß vber sie/ vnd das Loß fiel auff Matthiam/Vnd er ward zugeordnct dcncilff Aposteln. E e iiij Von dm 11. Lap. Von den pfingste»/vnd senvung deß hexligen Geists. Die Jünger Christi sahen an zu vre/ digen/vnd die Iüven von allerlei Nationen hören vnd vernemmen sie / ein > eder auff seine Sprach. Petrus rhut eine besondere previgt vom HERRN Christo vttd seiner Avfferstehuna/ vnd werden bist in drex tausend Seelen dadurch zu Christo bekehret. Nd als der tag der Pfingsten erfüllet war / waren sie N Geist ae- alle einmütig bey einander. Vnd es geschach schnell ein brausen vom MM «m pfingst- Himcl/als eines gewaltigen Windes/vnd erfüllet das gantze Hauß/ da sie fassen. Dnv man sähe an inen die Jungen zertheilet/ als wcren sie feuwrig/Vnder satzte sich auff einen jeglichen vnter jnen/vnd wurden alle voll deß heyligen Geistes/vnd siengen an zu predigen mit andern Jun- gen/nach dcm der Geist jnen gab außzusprechen. waren aber Iübcn zu Jerusalem wohnend/ die waren Gottfürchtige Män- c>oiner/auß allerley Volck/das vnter dem Himmel ist. Da nun diese stime geschach/ kam die menge zusammen/vnd wurden vcrstürtzt/Denn es hörete ein jeglicher/daß sie mit scmer Sprache redeten. Sie entsatzten sich aber alle/verwundertcn sich / vnd sprachen vnter einander: Sihe/ sind nicht diese alle/die da reden/ auß Galilea k Wie hören wir denn ein jeglicher seine Sprache/dartnnen wir geboren sind k Parther vnd Meder/vnd Elamiter/vnd die wir wohnen in Mesopotamia/vnd inIudea/vü Kap- padocia/ Ponto vnv Asia/Phrygia vnd Pamphilta / Egypten / vnd an den enden der Lybien bey Kyrenen/ vnd Außländcr von Rom / Iüden vnd Iüdengenoffen /Kreter vnd Arabcr/wir hören sie mit vnsern Jungen die grossen Thaten Gottes reden. Sie entsatzten sich alle/vnd wurden jrr/vnd sprachen einer zu dem andern : Was wildas werben k Die andern aber Hattens jren spott/vnsprachen:Sie sind voll süsses Weins. G. Peters ^^A trat Petrus auff mit den Eilffcn/Hub auff seine stimme/vnd redete zu jnen: predigt am pfingst Iüden/liebeu Männer/vnd alle die jr zu Jerusalem wohnet / Das seyeuch s kund gcthan/vnd lasset meine wort zu cuwcrn Ohren cyngehen.Lenn diese sind nicht truncken/wie jr wehnet/sintcmal cs ist die dritte stunde am tage/ sondern das tsts / das /L durch den Propheten Joel zuvor gesagt ist: Vndessol geschehen in den letzten tagen/ I-a.,. ANesFlc.sch)B-v- sprichtGott: Ichwilaußgiessen von meinem Geist auff alles "Fleisch/vndcuwcre Söne vnd euwcre Töchter sollen welssagcn/vnd euwcr Jünglinge sollen Gesichte se- srosindst-ott-"le>ch/ hen/vnd euwre Eltestcn sollen Traume habcn.Vndauffmeine Knechte vnd auffmci- ne Mägde Wil ich indenselbigen tagen von meinem Geist außgiessen/vnd sic sollen ruffm. weissagen. Vnd ich wtl Wunder thun oben am Himmel/vnd Zeichen vnben auff Er- den/Blut vnd Feuwer/vnd Rauchdampff. Die Sonne sol sich verkehren in Finster- mß/vndberMonbinBlut/chedenn der grosse vnd offenbarliche tag deß HERRN kommet. Vnd sol geschehen/wer den Namen deß HERRN anruffen wirt/ der sol selig werden. H- R Männer von Israel höret diese wort:Ihesum von Nazareth/den Mann von AÄI Gott vnter euch mit Thaten/vnd Wunder/vnd Zeichen/ beweiset/ welche Gott ^^durch jn thet vnter euch (wie denn auch jr selbe wisset) Denselbigen (nach dem er auß bedachtemraht vnd vcrschung Gottes ergeben war) habtjrgenommen durch die Hände der vngcrcchten/vnd jn angehefftet vnd erwürget. Den hat Gott aufferwcckt/ vnd auffgclösct die scbmertzcn deß Todcs/nach dem cs vnmüglich war/ daß er solt von jm gehalten wcrdcn.Denn Dauid spricht von jm: Ich habe den HERRN allezeit für- pl-im.,-. gesetzt für mein angesichtc/Dcnn er ist an meiner Rechten/auffdaß ich nicht bewegt werbe. Darumb ist mein Hertz ftöltch/vn d meine Junge freuwet sich/denn auch mein Fletsch wirt ruherr m der Hoffnung. Denn du wirst meine Seele nicht in der Helle la- sen/auchnichtzugcben/baßbcinHcyligerdieverwesung sehe. Du hast mir kundtge- than bie wcge deß Lebens/ Du wü st Mich erfüllen mit freuden für deinem Angesichte, ps-lm Jr Männer/ücbcn Brüder/Lasset mich frey reden zueuchvon dem Lrtzvatter Dauid/ -ZAesihtMre. 1l. Lap. zc>7 Dauid/Er ist gestorben vnd begraben / vnd sein Grab ist bey vns biß auff diesen tag. Als er nun ein Prophet war/vnd wußte/ daß jm Gott verheissen hatte mit einem Ey- de/daß Die Frucht seiner Lenden solte auff seinem Stul sitzen / Hat ers zuvor gesehen/ vnd geredt von der Aufferstehung Khristi / daß seine Seele nicht in der Hellen gelas¬ sen ist/vnd sein Fleisch Die Verwesung nicht gesehen hat. Diesen Ihesum hat Gott aufferwcckt/dcß sind wir alle Ieugen.Nun er durch die rechten Gottes erhöhet ist/vnd empfangen hat Die Verheissung deß heyligcn Geistes vomVatter/hat er außgegoffcn/diß/das ir sehet vnd höret. Denn Dauid ist nicht /L gen Himmel gefahren. Er spricht aber: Der HERR hat gesagt zu meinem HERRN: psalm,. »°. Sm? dich zu meiner Rechtcn/biß daß ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füs¬ se. So wisse nun das gantze Hauß Israel gewiß/daß Gott diesen Ihesum / den jr ge- creutziget habt/zu einem HERRN vnd Zhrist gemacht hat. v (^F^A sie aber das höreten/giengs inen durchs Hertze/ vnd sprachen zu Petro vnd zu (T^H den andern Aposteln: Ir Männer/licben Brüder/ Was sollen wir thun k Pe¬ trus sprach zu inen: Thut" Busse/vnd lasse sich ein ieglichertäuffen auff den Namen« Ihesu §hristi/zur Vergebung der Sünde/So werdet ir empfahen die Gabe deß hey- wVrveVduAs 2 ligen Geistcs.Denn euwer vnd euwerer Kinder ist dise verheiffung/vnd aller die ferr- ne sind/welche Gott/vnser HERR/herzu mffen wirdt.Auch mit viel andern Worten h-ylrgrEsseu. bezeuget er/vnd crmanet/vnd sprach: Lasset euch hclffen von diesen vnarttgcn Leuten. Die nun sein wort gerne annamen/liessen sich tauffen/ Vnd wurden hinzu gcthan an zooo.bekehret. dem tage/bcy drcy tausend Seelen. . (A^Ie blieben aber beständig in der Aposteln Lehre/ vnd in der Gemeinschafft / vnd c^Aim Brot brechen/vnd im Gebett. Es kam auch alle Seelen furcht an. Vnd ge¬ te./ " " sthahenviel Wunder vnd Zeichen durch die Apostel. Alle aber/die gläubig waren worden/ waren bey einandcr/vnd hielten alle d ng gemein. Ire Güter vn d Habe ver- kaufften sie/vnd thcileten sie auß vnter alle/nach dem iederman not war. Vnd sic wa¬ ren täglich vn ftäts bey einander einmütig im Tempel/ vnd brachen das Brot hin vnd her in Häusern/namen die Speise/vnd lobeten Gott mit freudcn vnd einfeltigcm her- tzen/vnd hatten gnaoe bey dem gantzen Dolck. Der HERR aber that hinzu täglich die da selig wurden zu der Gemeine. III. Lap. Petras vnd Johannes machen im Namen Ihssu einen kämen Bettler gerSd. Petrus vnter« richr das Volck/vast solches durch den Glanbenanven Namen Lhrrstl geschehen. Vndermanet Zn rechtschaffener Buffe. L Etruöaber vnd Johannes gtengcn mrt einander hm- auffin dcn Tempelvmb die ncundte stunde/da man pflegte zu beten. Vnd cs war ein Man lahm von Mutterleibe/der ließ sich tragen/ vnd sie satztcn jn täglich für deß Tempels Thür / die da heisset die Schö- ne/daß er bettelte das Allmosen von denen / die m Tempel giengen. Da er nun sähe Petrum vnd Iohannem / daß sic wolten zum Tempel hmcyn gehen/ bäht er vmb ein Allmoscn. Petrus aber sähe jn an mit Johanne/vnd sprach :Sihe vns an- Vnd er sähe sie an/warter/daß er etwas von incn empficnge. Petrus aber sprach : Silber vnd Gold habe ich nicht/ was ich aber habe/ das gebe ich dir. Im Namm Ihesu Zhnsti von Na¬ zareth stehe auff/vnd wandele.Vnd greiffin bey der rechten Hand/ vnd richtet in auff. Also bald stunden seine schenckcl vnd knöchel feste/sprang auff/ kundt gehen vn stehen/ Kamer ge- vnd gieng mit inen in den Tempcl/wandelte vnd sprang/vnd lobete Gott. s»»d gemacht/--. Vnd es sähe in alles Volck wandeln/vnd Gott loben/sie kannten in auch/ daß ers war/der vmb das Allmoscn gesessen hatte für der Schönen thüre deß Tempels. Vnd sie wurden voll Wunders vnd emsetzens/vber dcm/das im widerfahren war. Als aber KcrNposicl 111. Lap. Als aber dieser Lame r/der nun gesund war/sich zu Petro vnd Johanne hielt/ liess alles Volek zu juen m die Halle /die da heisset Salomonis/vnd wunderten sich. Als S. Peters Petrusdassahe/antworteterdemVolck: IrMänner von Israel/was wundert jr predig^ euch darüber k Oder was sehet jr auff vns / als hetten wir diesen wandeln gemacht durch vnser eigene krafft oder" verdienst r Der Gott Abraham/Isaac vnd Iacob/der c, o er w>r!g ci. Vätter/Hatseitt Kind/Jhesum/verkläret/welchenjr vberantwortet vnd verleugnet habt für Pilato/ da derselbe vrtheilet jn loß zu lassen. Jr aber verleugnetet b den Heiligen vnd Gerechten/vnd batet/daß man euch den Mörder schencket/aber den E'KLÄc b Fürsten deß Lebens habt jr getödtet. Den hat Gott aufferwecktvon den Todten/deß iff?s/vö todte» an^ sind wir Jeugen. Vnd durch den Glauben an seinen Namen/ hat er an Diesem / den Krafft L» wi!fr sehet vnd ßennet/bestätigct seinen Namen/vnd der Glaube' durch jn/ hat diesem ge- d-ßMbeu-. werden. geben diese gesundtheit für euwern äugen. (Durch )N)ÄMN ^f^Vtt/lieben Brüder/ich weiß daß jrs durch vnwissenheitgethan habt/wie auch bmwftanGoct?" M^euwere Obersten. Gott aber/was er durch den Mund aller seiner Propheten ^^zuvor verkündiget hat/wie Khristus lewen solt/hats also erfüllet. So thm nun Buffe/vnd bekehret euch/daß euwere Sünde vertilget werden/Auffdaß da kome die fEmEung)vnd zeit der Erquickung/für dem Angesicht deß HERRN/wenn er senden wirt/den/der Nichr ;um schrecken euch jetzt zuvor geprediget wirdt / Jhesum Ahnst/ welcher muß den Himmel eynnem- oder schände. men/biß auff die zctt/da herwiderbracht werde alles was Gott geredt hat durch den Mund aller seiner heyligen Propheten/von der Welt an. Denn Moses hat gesagt zu den Vättern: Einen Propheten wirt euch der HERR Devt..s. euwer Gott erwecken/auß euwern Brüdern/gleich wie mich / Den solt jr Horen in al- lem/das er zu euch sagen wirt.Vnd es wirt geschehen/ welche Seele denselben Prophe¬ ten nicht hören wirdt/die so! vertilget werden auß dem Volek. Vnd alle Propheten/ vonSamuelan/vndhernach/wievieljr geredt haben/die haben von diesen tagen verkündiget. zzunds)Erschwei Irscyt der Propheten vnd deß' BundsKinder/welchenGott gemacht hat mit Genese euwern Vättern/da er sprach zu Abraham: Durch deinen Samen sollen gesegnet Bund werden alle Völcker auff ErdemEuch zu forderst hat Gott aufferwecktsein Kind Jhe- e u Buuddcrgnadc/ sum/vud hat jn zu euch gesandt/euch zu segenen/daß ein jeglicher sich bekehre von sei- wc-k. (Boßhert) Äusser ' dem Glauben heisset er alle Heiligkeit eytel boßhcit/denn er redet L. L. de froGcn vnd^'ösc»' > Petrus vnd Johannes werden gefangen/ vnd bex den Gbersten/ Eltesten / vnd Schrifftge» ' ' ' lehrtcn/fhcgestellr/dieselbtge verbieten >nen/daß sie den Namen Jhesu nicht mehr sollen lehren. Sie kommen aber wrderumb ;u den sren/ sagen/ wie es snen erggngen/ vnd ruffen Gott an. Von gestalt der neuw angehenden Rirchen. Ls sie aber zum Volck redeten / traten zu juen dre Prte- L. ster/vnd der Hauptmann deß Tempels / vnd die Saduceer (die ver- droß/daß sie das Volck lehreten/vnd verkündigten an Jhesu die auff- Dctrus erstehung von den Todten)vnd legten die Hände an sie / vnd setzten sie hauucs eyngesE. eyn/btß auß morgen/denn es war jetzt abend. Aber vil vnter denen/die der« wort zuhöreten/wurden gläubig/ vnd war diezal der Männer bey fünfftausend. Als nun kam auff den morgen/versamleten sich jre Obersten/vnd Eltesten/vnd Hannas. Schrifftgelehrten/genIerusalem/Hannao/PerHohcpricster/vndAaiphas/vndZo- hannes/vnd Alcxander/vnd wie viel jr waren vom Hohenpriester Geschlechte/vnd stelletcn sie für sich / vnd fragten sie: Auß welcher gewalt / oder in welchem Namen/ habt jr das gethank Verantwor- ^Etrus/volldeß heyligenGeists/sprachzujnen:ZrObersten deß Volcks/vnd tungbudbeken Eltesten von Israel/ So wir heute werden gerichtet vber dieser wolthat/an ^demkranckenMenschen/durch welche er ist gesund worden/So sey euch vnd allem chcsthGcc. im.Lap. ;°s allem VolckvonIsraelkundgethan/daß in dem Namen IhesuMristi von Naza- reth/welchenjr gecreutziget habt/den Gott von den Todten aufferweckt hat/stehet dieser allhie für euch gesundt. Dao ist der Stein von euch Bauwleuten verworffen/ der zum Eckstein worden ist. Vnd ist in keinem andern Heil/ist auch kein ander Na- (Re.»^verrr»- me den Menschen gegcbcn/darinnen wir sollen selig werden. b Sie sahen aber an die Freidigkcit Petri vnd Johannis / vnd verwunderten sich/ Denn sie waren gewiß/daß es vngelchrte Leute vnd Leyen waren/vnd kannten sie auch wol/ daß sie mit Ihesu gewesen waren. Sie sahen aber den Menschen / der ge¬ sandt war worden/bey inen stehen/vnd hatten nichts dawider zu reden. Da hiessen sie sic hinauß gehen auß dem Raht/vnd handelten mit einander/vnd prachen : Was wöllcn wir diesen Menschen thun k Denn das Zeichen durch sie ge- chehcn/ist kund/offenbar/allen die zu Jerusalem wohnen / vnd wir könnens nicht cugncn. Abcrauff daß es nicht weiter eynreisse vnter das Volck/Lasset vns ernstlich sie bedräuwen/daß sie hinfurt keinem Menschen von diesem Namen sagen. Vnd rief- ftu jncu/vnd gcbotten jncn/ daß sie sich aller dinge nicht hören liessen / noch lehreten in dem Namen Ihcsu. Petrus aber vnd Johannes antworten / vnd sprachen zu inen: Richtet jr selbß/ obs für Gott recht sey/daß wir euch mehr gehorchen denn Gott. Wir könnens ia nicht laffm/daß wir nicht reden sollen was wir gesehen vnd gehöret haben. Aber sie dräu- wetcn jncn/vnd liessen sie gehen/vnd fänden nicht wie sie sie peinigten / vmb deß Dolcks Mllen / Denn sie lobcten alle Gott vber dem / das geschehen war. Denn der Mensch war vber vicrtzigjar alt/an welchem diß Zeichen der gcsnndtheit geschehen war. H6^Nd als man sie hatte lassen gehen/ kamen sie zu den iren/vnd verkündigten inen/ o^Awas die Hohenpriester vnd Eltesten zu inen gesagt hatten. Da sie das höreten/ hüben sie ire stimme auffeinmütiglich zu Gott/vnd sprachen: HERR/der du tust der Gebettder c: Gott/der Hlmmel vnd Erden / vnd das Meer / vnd alles was drinnen ist / gemacht Apostel», r. hgs/Der durch den Mund Dauids/deincs Knechts/gesagt hast: Warumb embö- rcn sich die Hcyden/vnd die Völckcrnemmcn für/das vmb sonst iste Die Könige der Erden wetten zusammen/vnd die Fürsten versamlen sich zu Hausse wider den HER- REN/vnd wider seinerr Khrist. Warlich ja/sic haben sich versamlct ober dein heiliges Kind Hesu/welchen duge- salbet hast/ Herodes/ vnd Pontius Pilatus / mit den Heyden vud dem Volck Israel/ zuthun/wasdemehandvnd dein Raht zuvor bedacht hat/das geschehe usolt. Vnd nun HERR/sihe an jr oräuwcn/vnd glb deinen Knechten mit allerlei) freldlgkett zu re¬ den dein wort/vnd strecke deine Hand auß/ daß gcsundthcit/vnd Zeichen / vnd Wun¬ der/geschehen durch den Namen deines heyligen Kindes Hesu. Vnd da sie gebettet hatten/beweget sich die stätte/da sie versamlet waren/vnd wurden alle deß heyligen Geistes voll wnd redeten das wort Gottes mit freidigkcit. Gemein- (F^Er menge aber der Gläubigen war ein Hertz vnd eine Seele. Auch keiner sage- schafftderGü ^^Ztevon seinen Gütcrn/daßsiescinweren/Sondcrn cs war jnen alles gemein. Vildmitgroffer^krafftgabendieApostelzeugniß von dcrAufferstehung deßHER- REN Ihcsu/ vnd war grosse gnade bey jnen allen. Es war auch keiner vnter inen /der mangel Hattc/Denn wie viel jr waren / die da Ecker oder Häuser hatten / vcrkaufften sie dasselb/vnd brachten das Gelt deß vcrkaufften Guts / vnd legetcns zu der Apostel Füsse/vnd man gab einem jeglichen was im not war. (HtOses aber/mit dem Zunamen von den Aposteln genannt Barnabas (das Hess- Barnabas. JI set ein Son deß Trosts) vom Geschlecht ein Leuit / auß Kypern/ der harre einen Acker/vnd verkaufe in/vnd brachte das Gelt/vnd legetozuder ApostclFüsse. Ananias Aer Apostel v. Lap. v.Lap. AttSMchs vnd S»phtr»Uege» für de» Aposteln /vnd sterben beyde gählrng. Idi e Aposteln tyu» grosse wunverzerchen / hexlen allerley Rranckhetre/ werden vom Hohenpriester vndsti- nem anhange gefänglich eyngezogen/ durch den Engel deß HERRN erlediget / vnd als sie her¬ nach lvtdernmb für den Raht gestellk/bekennen sie Lhristuin on alle fcheuw. Gamalrel grbr einen rahr/wt'e mir dem handel vmbrugehen. Die Apostel werden gesteupt. Atiantao. In Mann aber / mit Namen Anamas / sampt fernem An GeTmsso Weib/Saphira/verkauffteseine Güter/vnd entwandte etwas vom der Rirchen Güter Gelde/Mitwissen seines Weibs/vnd brachte einstheilö/vndlegetszu mAsVafü/thun!'" der Apostel süsse. Petrus aber sprach: Anama/warumb hat der Sa- than dein Hertz erfüllet/ daß du dem heyligen Geist lögest/vnd entwen¬ dest etwas vom Gelde deß Ackerst Hettestu jn doch wol Mägen behalten/dadujn Hattest/Vnd da er verkaufft war/war cs auch in deiner gewalt. Warumb hastu denn solches in deinem Hertzen fürgenommcnk Du hast nicht Menschen/sondern Gott/ge- logen. Da Ananias aber diese wort höret/ fiel er nider / vnd gab den Geist auff. Vnd Ananias es kam ein grosse furcht vber alle die diß Höreten-Es stunden aber die Jünglinge auff/ vnd thäten jn beseit/vnd trugen jn hinauß/vnd begruben jn. Saphira/ A^^d es begab sich vber eine wetle/bey dreyen stunden/kam sein Weib htneyn/ vnd AnMeWrib. ^Awußte tttchtwas geschehen war. AberPctrusantwortetjr:Sagemir/habtjr den Acker so theuwcr verkaufft t Sie sprach: Ia/so theuwer. Petrus aber sprach zu jr: Warumb scyt jr denn eins worden / zu versuchen den Geist deß HERRN t Sihe /die ' Füsse dere/dte deinen Man begraben haben/sind für der Thür / vnd werden dich hin- auß tragen. Vnd alsbald fiel sie zu seinen Füssen/vnd gab den Geist auff. Da kamen die Jünglinge/vnd funden sie tod/trugen sie hinauß/vnd begruben sic bcy jrem Man. Vnd es kam eine grosse furcht vber die gantze Gcmeine/vn vber allc/die solche höreten. ^*S geschahen aber viel Zeichen vnd Wunder im Volck durch der Apostel Hände, ö c^^Vnd waren alle in derHalle Salomonis einmüttglich/Der andern aber durste sich keiner zu jnk thun/sondern das Volck hielt groß von jnen. Es wurden aber je mehr zugethan/die da gläubten an den HERRN/ eine menge der Männer vnd der Weiber/ also/daß sie die Krancken auff die Gassen herauß trugen / vnd legten sie auff Betten vnd Baren/auffdaß/wenn Petrus käme/daß sein schatte jrer etliche vbcrschattet. Es Petri kamen auch herzu viel von den vmbligenden Stätten gen Jerusalem/vnd brachten^ die Krancken/vnd die von vnrctnen Geistern gcpciniget waren / vnd wurden alle ge- sundt. Hannas ist stund aber auff der Hohepriester/vnd alle die mit jm waren (welches ist die A Ach?rpneste! Sette der Saduceer)vnd wurden voll eyffcrs. Vnd legten die Hände an die A- tst/Kn?.7 ' postel/vnd wurffen sie in das gemeine Gcfengniß. Aber der Engel deß HERRN that Engel be Apostel inne m per nacht die Thür deß Gcfengniß auff/vnd führet sie herauß / vnd sprach: Gehet sch^-r Gefengmß s'^^/p„y^ttct auff/vnd redet im Tempel zum Volck alle wort dieses Lebens. Taste das gehöret hattcn/giengcn sie frü in den Tempel/vnd lehrctcn. Der Hohepriester aberkam/vnd die mitjm waren/vndrieffen zusammen den o Raht/vnd alle Eltestcn der Kmder von Israel / vnd sandten hin zum Gcfengniß/ sie zu holen. Die Diener Aber kamen dar/vnd funden sie nicht im Gcfengniß/Kamen widcr/vnd verkündigten/ vnd sprachen : Das gcfengniß funden wir verschlossen mit allem fleiß/vnd die Hüter Haussen stehen für den Thüren/Aber da wir auffthcten/ funden wir niemand drinnen.Da diese rede höreten der Hohepriester vnd der Haupt¬ mann deß Tcmpclö/vn andcreHohepriestcr/wurden sie vbcrjnen bctrcttcn/was doch das werden wolt. ^!^A kam einer dar/ der verkündiget jnen : Schct/die Mäner/ die jr inns Gefcng- ^^niß geworffen habt/sind im Tempel/stehen vnd lehren das Volck. Da gteng hm der Hauptmann mit den Dienern/ vnd holcten sie / nicht mit gcwalt/Dcnn sie furchten sie furchten sich für dem Volek/ daß sie nicht gesteinigt würden. Vnd als sie sie brach- ten/stelleten sie sie für den Naht. Vnd der Hohepriester fraget sie/ vnd sprach: Haben wir euch nit mit ernst gebotten / daß jr nit sollet lehren in disem Namen? Vnd sehet/jr habt Jerusalem erfüllet mit euwrer lehre/vn wolt dises Mensche blut vber vns füren. Hl^Etrus aber antwortet/vnd die Apostel/vnd sprachen: Man muß Gott mehr Petrus. H^gehorchen denn den Menschen. Der Gott vnser Vätter hat Mesum aufferwe- cker/welchen ir erwürget habt/vnd an das Holtz gehangen. Den hat Gott durch seine rechte Hand erhöhet zu einem Fürsten vnd Heyland/zu geben Israel Buße vnd Ver¬ gebung der Sünde. Vnd w'r sind seine zeugen vber diese wort/ vnd der heylige Geist/ welchen Gott gegeben hat/denen die jm gehorchen. Da sicdashöreten/gtengsjnen durchs hcrtz/vnd dachten sie zu tödten. stund aber auffim Naht ein Phariseer/mit namen Gamaliel/ ein Schrifft- Gamalielis (^LD gelchrter/wol gehalten für allem Dolck/vnd hieß die Apostel ein wenig htnauß thun vnd sprach zu jnen: Ir Manner von Israel/ nemmet euwcr selbs war an diesen Menschen / was jr thun sollet. Vor Diesen tagen stund auff Theudas/vnd gab für er Theudas. were etwas/vnd Hienge« au jmeine zal Männer/bcy vier Hundcrt/Der ist crschla- gen/vnd alle die jm zusiclcn sind zusircuwet vnd zu nicht worden. Darnach stund auff Judas auß Galilea/inden tagender schätzung/vnd machet vilVolcksabfellig jm Judasauß nach/vnd er ist auch vmbkomrnelr/vnd alle die jm zusiclcn sind zustreuwet. Gauiea. Vnd nun sage ich cuch:Laffet ab von Visen Menschen/vnd lasset sie fahren.Ist der raht oder das werck auß den Menschen/ so Wirts vntergehen/ Ists aber auß Gott/ so könnet jrs nicht dempffen/auffdaß jr nicht erfunden werdet/ als die wider Gott strei¬ ten wöllen. Da fielen sie jm zu. Vnd ricffen den Aposteln/steupten sie/vnd gebotten DieAposteln jnen/sie sollen nicht reden in dem namen Ihcsu/vnd liessen sie gehen. werde» gcsteuxc. Sie giengen aber frölich von deß Rahts angcsichte/ daß sie wirdtg gewesen wa¬ ren/vmb seines Namens willen schwache leiden/vnd hörcten nicht auffalle tage im Tempel/vnd hin vnd her in Häusern zu lchrcn/vnd zu predigen das Euangelium von IhesuKhristo. Vl.Lap. Es werde» siben Manner rrwehl t/vnd vber die tägliche Handreichung verordnet Stephan nas/derselbigen einer thur grosse reichen vnrer dem Volck / vnd wt« fälschlich verklagt/för de» Rahtgeführt/vnv nilr falschen zeugen beschwert. N den tagen aber/da der Jünger vtl wurden/erhuö sich ein murmele« vnter Den Griechen wider Die Ebrecr/darumb/ jre Wittwen vberschcn wurden in der täglichen Handreichung. <7^. Da riesten die zwölffe die menge der Jünger zusamen/ vnd sprachen: 0^ ÄiE Es taug nicht/daß wir das wort Gottes vnterlassen/vnd zu Lisch die- Ehrliche» Zen,«». nen. Darumb jr lieben Brüder/sehet vndereuch nach siben Männern/die ein gut Gerücht haben/vnd voll heutiges Geistes vnd Weißhcit sind/welche wir bestellen mögen zu Dieser notturfft/ Wir aber wollen anhaltm am Gebett / vnd am Ampt deß Worts. Vnd die rede gefiel der gantzcn menge wol/ vnd crwchleten Stephanum/ einen Stephanus Mann voll glaubens vnd heyliges Geistes/vnd Philippum/vnd Prochorum/vnd sampt-mdcrner- Nicanor/vnd Dmon/vnd Parmenam/vnd Nieolaum/Den Iüdengenoffen von An- tiochia. Diese Meten sie für die Apostcln/vnd beteten/vnd legten die hende auffsie. Vnd das wort Gottes nam zu/vnd die zal der Jünger ward sehr groß zu Ierusa- lem/Es wurden auch vrl Priester dem glauben gehorsam. Tephanus aber voll glaubens vnd krcfften/thet Wunder vnd grosse Zeichen Stephant O^vnter dem Volck. Da stunden etliche auffvon der Schule/die da heisset der Li- Wnßhettvnd bertiner/vnd der KMner/pnd der Alexanderer/ vnd Derer Die auß Mcia vnd Asia Na Apostel v I I. Lap. waren/vnd befragten sich mit Stephans /vnd sievermochten nicht widcrzustchei- dcr Wcißhett vnd dem Geiste der da redete. Da richten sie zu etliche Männer/ die sprachen: Wir haben in gehöret lesterwort reden wider Mosen/vnd wider Gott: Vnd bewegten das Volck/vnd die Eltestm vnd die Schrifftgclehrten/vnd traten herzu/vnd rissen in hin/vnd führeten in für den Raht/vnd stelleten falsche zeugen dar/die sprachen: Discr Mensch höret nicht auff zu reden Lesterwort wider diese heylige stette vndGesctz. Denn wir haben in hören sa¬ gen : Jhesus von Nazareth wirt diese stette zustören / vnd endern die Sitten die vns Moses gegeben hat. Vndsie sahen anff in alle die im Naht fassen/vnd sahen sein an- gesichte/wie eines Engels angesichts. vn.Lap. Stephanus thut eme schZne predt'grfärdem Ruht der Jüden/straffr/reu vngehorstrm ge¬ gen Gotr/vnv wrrt von inen gesteinigt. WA sprach ber Hohepriester/ Ist dem also t Er aöer, MMdM^ach: Lieben Brüder vnd Vätter höret zrr. Gott der Herrligkeit er- ^^^^Ischeinvnserm Vatter Abraham/da er noch in Mesopotamia war/bra¬ che er wohnctemHaram/vndsprachzuim: Gcheauß deinem Lan-^' de/vnd von deiner Freundtschafft/vnd zeuch in ein Land / das ich dir zergcn ml. Da gieng er auß der Khaldecr Lande/vnd wohnet in Haram. Vnd von dannen/da sein Vatter gestorben war/bracht er in herüber mdlßLand/dairnun inne wohnet. Vnd gab im kein Erbtheil drinnen/auch nicht eines fuffes breit/vnd ver¬ hieß jm : Er wolle es geben im zu besitzen/vnd seinem Samen nachjm/da er noch kein Kind hatte. Aber Gott sprach also: Dein Same wirt ein Frembdling seyn in einem fremb- den Lande/vnd sie werden indienfibar machen/vnd vbcl handeln vier hundert iar. Vnd das Volck dem sie dienen werden/wil ich richten/sprach Gott. Vnd darnach Beschnei- werden sie außziehen/vnd rnir dienen an dieser stette. Vnd gab im den Bund dcrBe-. rnus.'' schneidung/vnd er zcugete Isaac/vnd beschneit in am achten tage/vnd Istmc den Ia- rob/ vnd Jacob die zwölffErtzvätter. Joseph ver- 'Vnd die Ertzvättcr neideten Ioseph/vnd vcrkaufften in in Egypten. Aber Gott kaufft ^ war mit im/vnd errettet in auß alle seinem trübsal/vnd gäbe im gnade vnd weißheit für dem Könige Pharao zu Egypten /dersatzte in zum Fürsten vber Egypten/vnd vber sein gantzesHauß. chemvmng. Es kam aber eme theuwre zeit vber das ganhe Land Egyptcnvnd Kanaan/vndn ein grosser trübsal/vnd vnsere Vätter funden nicht fütterung. Jacob aber höret/ daß ^«<4^ in Egypten Getreyde wcre/vnd sandte vnsere Vätter auß auffs erste mal/Vnd zum G-nes^.^ andern mal ward Joseph erkannt von seinen Brüdern / vnd ward Pharao Josephs '°- Geschlecht offenbart. Joseph aber sandte auß/vnd ließ holen seinen Vatter Jacob/ vnd seine gantze Freundtschafft/fünffvnd sibcntzig Seelen. Vnd Jacob zog hinab in Egypten/vnd starb/er vnd vnsere Vätter. Vnd sind herüber bracht in Sichern / vnd gelegt in das Grab/das Abraham gekaufft hatte vmbe Gelt von deri Kindern Hcmor zu Sichern. (A^A slch nun die zeit der Verheissung nahet/die Gott Abraham geschworen hat- (^Ate/wuchß dasVolck/vnd mehret sich in Egypten/biß daß ein arrder König auff kam/der nichts wußte von Joseph. Discr treib hindcrlist mit vnserm Geschlechte/vnd handelt vrrsere Vätter vbel/vnd schaffet/daß man die jungen Kindlin hin werffen mußte/daß sie nicht lebendig blieben. Mocr zeit ward Moses geborcn/vnd war ein fein Kind für Gott / vnd ward drey EM«. boVn.' ^Monden ernehret in seines Vatters Hause. Als er aber hin gemorsten ward/na- m die Tochter Pharaonts auff/ vnd zöge jn auff zu einem Son. Vnd Mo¬ ses ward Verantwortung vnd Predigt. HcsMrc. vii.Lap. z, ° fes ward gelehretin aller weißheit der Egypter/ vnd war mächtig in Wercken vnd Worten. Da er aber viertzig iar alt ward/gedacht er zu besehen seine Brüder / die Kinder von Israel. Vnd sähe einen vnrecht leiden/da vbcrhalffer/vnd rechete den / dem leide geschach/vnd erschlug den Egypter. Er meinet aber seine Brüder soltens vernemen/ daß Gott durch seine Hand inen heyl gcbe/aber sie vernamens nicht. e Vnd am andern tage kam er zu inen/da sie sich mit einander haderten /vnd Han- Exov.r. hrlt mit inen/daß sie friede hetten/vnd sprach: Lieben Männer / jr seyt Brüder / war- umb thut einer dem andern vnrecht ? Der aber seinem Nehesten vnrecht that / stieß in von sich/vnd sprach: Wer hat dich vber vns gesetzt zum Obersten vnd Richter? Wtltu mich auch tödte/wie du gestern den Egypter tödtcst?Moses aber flöhe vber diser rede/ vnd ward ein Frembdling im Lande Madian/ daselbstzeugete er zween Sone. Exod vber viertzig iar erschein im in der Wüsten auffdem Berge Sina der Engel Engel deß Mose c^dcß HERRN/in einer Feuwerflammen im Pusch.Da es aber Mose sahe/wun- beruft, dm er sich deß Gesichtes. Als er aber hinzu gieng zu schauwen/ geschähe die stimme N;!" deß HERRN zu im: Ich bin der Gott deiner Vatter/der Gott Abraharn/vn der Gott Isaac/vnd der Gott Jacob. Moses aber ward zittern/ vnd thurste nicht anschauwcn. Ebre.»7'' Aber der HERR sprach zu im: Zeuch die schuch auß von deinen süssen/ denn die stette da du stehest/ist heylig Land. Ich habewol gesehen das leiden meines Volcks/das in Egypten ist / vnd hab ir scufftzen gehört/ vnd bin herab kommen/sie zu erretten. Vnd nun kom hcr/ich wil dich in Egypten senden. Exov Disen Mosm/welchm sic verleugncten/vnd sprachen: Wer hat dich zürn Ober¬ sten vnd Rrchter gesetzt? Den sandte Gott zu einem Obersten vnd Erlöser durch die Hand deß Engcls/der im erschein im Pusch.Diftr führet sie auß/vn thetWunder vnd Aod.'b4. zejcher; m Egypten im rote »Meer/vnd in der Wüsten/viertzig iar. Diß ist Moses/ Chüstus. Zu den Klüvern von Israel gesagt hat: Emen Propheten wirt euch der HERR eu- wer Gott erwecken auß euwern Brüdern/gleich wie mich/Den solt ir hören. v Diser ists/dcr in der Gcmeine/in der Wüsten/mit dem Engel war/der mit im re- Exod..° ». hetauffdem Berg Sina/vnd mitvnsern Vattern. Dieser empfieng das Lebendige wort vns zu geben/welchcm nicht wolten gehorsam werden euwcre Vätter / sondern stiessen in von sich/vnd wandten sich vmb mit ircn hcrtzcn gen Egypten /vnd sprachen «vor».;, zu Aaron: Mache vns Göttcr/die für vns hmgehen/denn wir wissen nicht/was disem Mosi/der vns auß dem Lande Egypten geführet hat/widerfahren ist. Vnd machten ein Kalb zu der zeit / vnd opfferten dem Götzen Opffer/ vnd freuweten sich der Werck ircrhende. Aber Gott wandte sich/ vnd gab sie dahin/ daß sie dieneten deß Himmels Heer/ Amos 5. wie denn geschrieben stehet in dem Buch der Propheten/Habt ir vom Hause Israel die viertzig iar in der Wüsten/mir auch ie Opffer vnd Vieh geopffert? Vnd irnamet die Hütten Moloch an/vnd das Gestirn cuwers Gottes Remphan/dieBilde die ir Moloch, gemacht hattet/sie anzubcten.Vnd ich wil euch wegwerffen jenseit Babylonien. Rcmphan- E^d. r-. hatten vnsere Vätter die Hütten deß Zeugkniß in der Wüsten/ wie er inen Ebre.s,. verordnet hattc/da er zu Mose redete/düß er sie machen solt nach dem Für- bilde/das er gesehen hatte. Welche vnsere Vätter auch annamen/vnd brachten sie mit I-l» r Iosue in das Land/das die Heyden inne hatten/welche Gott außstieß für dem Ange¬ sichte vnserer Vätter. Biß zur zeit Dauid/der fand gnade bey Gott / vnd bat / daßcr Dauid. eine Hütten finden möcht dem Gott Jacob. Salomon aber bauwetim ein Hauß. A- Salomons L berdcr Allerhöheste wohnet nicht in Tempeln/die mit henden gemacht sind/wie der Tempel. Prophet spricht: Der Himmel ist mein Stul/vlw die Erde meiner süsse Schemel. Ies» 66. Was wolt ir mir denn für ein Hauß bauwen? spricht der HERR/oder welchs ist die stette meiner ruhe? Hat nicht meine Hand das alles gemacht? Ir halßstarrigen vnd vnbeschnitten an hertzen vnd ohrcn/ir widerstrebet alle Ff ii zett Stephanus bittet für seine Fein, de/Lie jn steinigen. TcrApostcl vm.L«p. zeit dem heyligen Geist/wie euwere Vätter/ also auch jr. Welchen Propheten haben euwere Vätter nicht verfolget k vnd sie getödtet/die da zuvor verkündigetmdiezu- kunffrdisesGerechtenk welches jr nun Verrähter vnd Mörder worden seyt.Zr habt das Gesetz empfangen durch der Engel gescheffte/vnd habts nicht gehalten. (^hAsie solche höreten/giengs jnen durchs Hertz/vnd bissen dieZeene zusammen vber in. Als er aber voll heyliges Geistes war/sahe er auffgcn Himel/vnd sähe die Herrligkttt Gottes/vnd Hesum stehen zur rechten Gottes/ vnd sprach: Sihe/ ich sehe den Himel offen/vnd deß Menschen Son zur rechten Gottes stehen. Sie schryen aber laut/vnd hielten jre ohrenzu/vndstürmeten einmütiglich zu jmeyn/stiessen jn zur Statt hinauß/vnd steinigten jn. Vnd die Zeugen legten ab jre Kleider zu den süs¬ sen eines Iünglings/der hieß Saulus. Vnd steinigten Stephanum/der anrieff/vnd sprach:HERR Hesu/nim meinen Geist auff. Erkniet aber nider/vnd schrey laut/ HERR behaltjnen diese Sünde nicht. Vnd als er das gesagt/entschlieffer. Vlll.Lap. Es entstcheteme grosse Verfolgung vber Vie Gemeine der Christen / vnd Saulus lefft stch heffrig dazu gebrauchen. Philippus predigt zu Samaria/vnd tauffr Simon den sauberer. Die Samariter empfahen den heyligen Seist durch das Gebett Petri vnd Johannis. Simon beur den Aposteln Gelt an/vmb gewalt den Hexligen Geist zu verleihen. Philippus tauffr der Köni¬ gin Landaces Rammerec. Verfolgung der Gemeine Christi im andern far nach deß anfffahrt gen Himel. 2 Aulus aber hatte wolgefalle» an seinem tobe. Cs w hubsichaberzuderzcit eine grosse Verfolgung ober die Gemeine zu Sauluk Jerusalem/vndsiezerstreuweten sich alle in die Länder Zudea vnd Samaria/ondieApostel/Esbeschickten aber Stephanum Gott- fürchtige Männer/vnd hielten eine grosse klag vber jn. Saulus aber Philippus prediget Christum in Šamana. zerstöret die Gemeine /gieng hin vnd her in die Häuser/vnd zog hcrfür Mann vnd Weiber/vnd verantwortet sie ins gefengkniß. <^^Ze nun zerstreuwet waren/giengen vmb / vnd predigten das wort. Philippus ^Aaber kam hinab meine Statt in Samaria/vndpredigetjnenvon Khrtsto. Das Volck aber höret einmütiglich vnd fleissig zu/ was Philippus sagcte / vnd sahen die Zeichen/die er thet. Denn die vnsaubern Geister fuhren auß vielen besessenen mit grossem geschrey/ auch viel Gichtbrüchige vnd Lamm wurden gesundt gcmacht.Vnd ward eine grosse freude in derselbigen Statt. Simonder Mr zuvor ein Mann/mitnamenSimon/in derselbigen Statt/der sauberer. (T^trcib Zauberey/vnd bezauberte das Samarische Volck / vnd gab für / Er wert etwas grosses. Vnd sie sahen alle auffjn/beyde klein vnd groß/vnd sprachen: Der ist die krafft Gottes/die da groß ist. Sie sahen aber darumb auff jn / daß er sie lange zeit mit seiner Zauberey bezäubert hatte. Da sie aber Philippus Predigten gläubten/ von dem Reich Gottes/vnd voll dem Namen Hesu Khristt/ltessen sich täuffen/bcyde Männer vnd Weiber. Da ward auch der Simon gläubig/vnd ließ sich täuffen/vnd hielt sich zu Philipps. Vnd als er sähe die Zeichen vnd Thaten/dic da geschahen / ver¬ wundert er sich. Petrus vnd (^^A aber die Aposteln höreten zu Jerusalem/daß Samaria das wort Gottes 3' hatte/sandttn sie zu jnen Petrum vnd Zohannem.Welche da sie hinab kamcn/betctcn sie vber sie/daß sie den heiligen Geist empsiengen. Denn er war noch auff keinen gefallen/ sondern waren allein getaufft in dem Namen Khristt He- su. Da legten sie die hende auffsie/vnd sie empsiengen den heyligen Geist. A aber Simon sähe/daß der heyligc Geist gegeben ward/wenn die Apostel ^^die hende aufflegten/ bote er jnen Gelt an/vnd sprach: Gebt mir auch die macht/daß/so ich jemand die hende aufflege/derselbige den heyligen Geist empfahe. kaparus °m- Petrus vber sprach zu jm/daß du verdamt werdest mit deinem Geld/daß du meinest/ nmvenörrxecu- a^ZEsGabe durchGelt erlanget. Duwirstweder theil noch anfall haben an di- chMKtc. vi II. Lap. an dlseM wM/denn dein Hertz ist nicht rechtschaffen für Gott. Darumb thu buffe für D-vt r» boßhett/vnd bitte Gott/ob dir vergeben werden möcht der kuck deines her- hen. Denn ich sthe/daß du bist voll bitter Galle/ vnd verknüpfst mit vngercchttgkeit. Da antwortet Simon / vnd sprach: Bittet fr den HERRN für mich/ daß der keines vber mich kome/davon jr gesagt habt. Sie aber/da sie bezeuget vnd geredt hatten das wort deß HERRN/wandtcn sie widerumb genIerusalem/vnd predigten das Euarr- gclium vilen Samarischen Flecken. Der En- AsBer der Engel deß HERRN redet zu Philippo/vnd sprach: Stehe auff/ vnd ge- ^>he gegen mittag / auff die straffen die von Jerusalem gehet hinab gen Gaza / die da wüste ist. Vnd er stund auffvnd gierig hin. Vnd sihe/cin Mann auß Morenland/ Kammerer ein Kämmerer vnd gewaltiger der Königin Kandaces in Morenland/welcher war ^ßM-r'nland. vber alle ire Schatzkammern/der war kommen gen Jerusalem anzubetcn/vnd zog wider heim/vnd saß auffseirtcrn Wagen wnd lase den Propheten Iesaiam. e Der Geist aber sprach zu Philippe: Gehe hinzu / vnd mache dich bey diesen Wa¬ gen. Da liess Philippus hinzu/vnd höret daß er den Propheten Iesaiam last/vnd sprach: Verstehest» auch was du liesest ? Er aber sprach: Wie kan ich / so mich nicht je¬ mand anleitct? Vnd ermanet Phrüppum/daß er aufftrete/ vnd setzte sich beyin- Der I-str- rr- tnnhalt aber der Schrrfft/ die er lase/ war dieser/ Er ist wie ein Schafzur schlachtung geführet/vnd still wie ein Lamb für seinem schcrer/Älso hat er nicht auffgethan seinen Mund. In seiner nidrigkeit ist sein Gerichte erhaben. Wer wirt aber seines Lebens (Leb^ lenge) lenge außreden? Denn sein Leben ist von der Erden weggenommcn. Da antwortet der Kämmerer Philipps / vnd sprach: Ich bitte dich / von wem redet der Prophet sol- emMch. ches? von im sclber/odcr von jemand anderst? Dieser Philippus aber that seinen Mund auff/vnd fieng von dieser Schrifft an/vnd pre- Philippus Armererwirt digetjmdas Euangclium von Ihesu. Vnd als sie zogen der straffen nach/kamen sie merekoasE«^.' d'l!g gcrech" an ein Waffer. Vnd der Kämmerer sprach: Srhe / da lft Wasser/ was hinderte / daß l'E/rc. GlaÄn^" ich mich täuffen lasse? Philippus aber sprach: Gläubeftu von gantzem hertzen/ so magö wol seyn. Er antwortet/ vnd sprach: Ich gläube / daß Ihesus Khrtstus Gottes Sonist. Vnd er hieß den Wagen halten/vnd stiegenhinab in das Waffer/bcyde Philippus vnd der Kämmerer/vnd er täuffet jn. Da sie aber herauffstiegen auß dem Wasser/ rücket der Geist deß HERRN Philippum hmwcg / vnd der Kämmerer sähe jn nicht mehr.Er zog aber seine straffe fröltch. Philippus aber ward funden zu Asdod/ vnd wandelt vmbher/ vnd prediget allen Stätten das Euangelium/ biß daß er kam gcnKesaricn. IX. Lap. Sauius/aisergenDamascoreißc/dteLhnstenmverfoigett/wictvsm darnidergeschlagen kommcr;um Ltirlsttichen glauben/wst t getaufft / vnd prediget Lhnstum. Die Jünger lasten in ;u Damascoin einem Rordevberdie Mauwerhtnauß/vnderkompr g n Jerusalem ;n den Aposteln. Dre Gemeine dec Lhrrsten nrnipl zu/ perrris macht einen G.chlbrü- chigen gcsundr/vnderwecket Tabeam vom Tode. Auluö aber" schnauöcte noch mit dräuwen vnd mor- > wider die Jünger deß HERREN. Bud gicng zum Hohen- p"ester/vnd batjn vmbBricffe gen Damasten an die Schulen/ auff daß/so er etliche dieses Weges fände/Männer vnd Werber/er /AHWÄE sie gebunden führcte gen Ierusalem.Vnd da er auff dem Wege war/ vnd nahe bey Damasten kam / vmbleuchtet jn plötzlich ein Liecht vom Himmel/vnd fiel auff dre Erden/vnd höret eine stimme/dic sprach zu jm: Saul/ Paulus Saul/was verfolgest» mich? Er aber sprach: HERR/ wer brstu ? Der HERR sprach: bekehmng. Ich bin Ihesus / den du d verfolgest. Es wrrdt dir schwer werden wider den Stachel b leckem Vnd ersprachmitzitternvnpzagen:HERR/waswiltudasichthunsol?Der Ff Nj HERR WrNpsffcl IX. Lap. V0--.U- HEM sprach zu «m: Stehe auff/' vnd gehe 2 CEH t, ward Saulo kundt gethan/daß sie im nachstelleten.Sie hüteten aber tag vn nacht Saulostellen ' an den thoren/daß sie jn tödten. DanamenindieZünger bey der nacht/vnd theten jn durch die Mauwren/ vnd liessen in in einem Korbe hinab. Da aber Saulus gen Jerusalem kam/versuchte er sich bey Hie Jünger zu ma¬ chen / vnd sie furchten sich alle für im / gläubten nicht daß er ein Jünger were. * Bar- leirimönium nabas aber nam in zu sich/vnd führet in zu den Aposteln/ vnd erzclet inen / wie er auff der straffen den HERRN gesehen/vnd er mttimgeredt/vndwieerzuDamascoden namen Zhcsu frey geprediget hctte. Vnd er war bey inen/vnd gicngaußvndeynzu Zerusalem/vnd prediget den namen deß HERRN Zhesu frey. Er redet auch / vnd be¬ fraget sich mit den Griechen/ aber sie stellcten im nach/ daß sie in tödten. Da das die Brüder erfuhren/geleiteten sie in gen Kesarien/vnd schickten in gen Tarsen. So hatte nun die Gemeine fried durch gantzIudea vnd Galilea/ vnd Sama- ria/vnd bauwete sich/vnd wandelt in der furcht deß HERRN/ vnd ward erfüllet mit tröst deß hcyligcn Geistes. i) ^E*S gcschach aber/da Petrus durchzog allenthalben/daß er auch zu den Heyligm Petrus, cz^kam die zu Lldda wohnctcn. Daselbst fand er einen Mann/mit namen Eneas/ Eneas. acht iar lang auff dem Bette gelegen/ der war Gichtbrüchig. Vnd Petrus sprach zn im: Enea/Hesus Khristus mache Dich gesundt. Stehe auff/vnd bette dir selber. Vnd Lidda. also bald stund er auff. Vnd es sahen in allediezu LiddavudzuSaronawohneten/ di- l b-k-hmm sich;» dcm HEMN. v°ri,<>,/n° i--- L)V Joppe aber war eme^ Jüngerin /mit namen Tabea/welches verdolmetscht ö-o?eribus. 'Ahciffct ein Rehe / Die war voll guter Werck vnd Allmosen/ die sie thet. Es begab ( Jungen» > Erst sich aber zu Serftlbigen zcit/daß sie kranck ward/vnd starb. Da wuschen sie diestlbige/ >5?ü»g-r^damach vnd legten sie auff den Söller. Nun aber Lidda nahe bey Joppen ist/da die Jünger chuesievilMs. höreten / daß Petrus daselbst war/ sandten sie zu im/ vnd ermaneten in/ Daß er sichs nicht liesse verdriessen zu inen zu kommen. Petrus aber stund auff/vnd kam mit inen.Vnd als er dar kommen war/führeten sie in hinauffauff den söller/vnd traten vmb in alle Wittwen/weincten/ vnd zeigeten im die Röcke vnd Klcidcr/welche die Rehe machte weil sie bey men war. Vnd da Pe¬ trus sie alle hinauß getrieben hatte/kniet er mdcr/ betet vnd wandte sich zu dem Leich¬ nam / vnd sprach: Tabea/stehe auff. Vnd sie that ire äugen auff/ vnd da sic Petrum sähe/ salzte sie sich wider. Er aber gab ir die hand/vn richtet sie auff/vnd rieffdcn Hey- Tabea ligen vnd den Wittwen / vnd stellet sie lebendig dar. Vnd es ward kund durch gantz h Joppen/vndvil^ wurden gläubig an den HERRN. Vnd esgeschach/daßerlange zeir zuIoppe bleib/bey einem Simon/der ein Gerber war. X. Lap. Petrus Wirt bericht durch ein gesicht/v.rß auch Vie Heyden ;um Reich Gottes gehören, kompk hernach geu Lesarten / ;mn Hauptmann «Lorneilo/vnd prediget in fernem Hanse. Lerhexsige Gersr feUrauff alle dre semgen/ so sm zuhören/vnv sie werden gerausfc. L S war aber- c,n Mann zu" Lesarten/ mit namen Kor- Korne- uclms / ein Hauptmann von der schar/die da heisser die Welsche/ ^b-st-mH-vd vno Gottselig vnd Gottfurchtrg / sampt seinem gantzcn Hause/ vnd gab G-jch /vnd hat doch oem Volck viel Atlmosen / vnd betet immer zu Gott. Der siche irr ep UlÄn?dcrp?k- gesichteoffenbarlich/ vmb die neundte stunde am tage/cincn 7/-r"wol°em Rr"/- Engel Gortes zu jm cyngehen/der sprach zu im: Kornett. Er aber sähe in an/erschrack/ .m" vnd sprach: HERR/ was ists k Er aber sprach zu im: Dein Gebe« vnd dein Atlmosen ü Lhnssi. sind hinauffkomenins gedechtniß für Gott. Vnd nun sende Männer gen Joppen/ vnd laß fordern Simon/mtt dem Zunamen Petrus/welcher ist zur herberg bey einem Gerber Simon/ deß Hauß am Meer ligt/ der wirt dir sagen was du thun solt. Vnd da der Engel/der mit Kornelio redet/hinwcg gegangen war/rieff er zweenseiner Ff ich Hauß- Her Apostel x.Lap. Haußknechte/vnd einen Gottfürchtigen Kricgßknecht/von denen dieauffjn warte- ten/vnd erzelet es inen alles/vnd sandte sie gen Hoppen. (^^Eß andern tagcs/da diese auff dem Wege waren/vnd nahe zur Statt kamen/ steig Petrus hinauffauffden Söller zu bcten/vmb die sechßte stunde. Vnd als erhungcrigward/woltecranbeiffen. Da sie im aberzuberciteten/ward erentzückt/ Petrus vnd sähe den Himmel auffgcthan/vnd hernider fahren zu im ein Gefeffe/wie ein groß leinen Thuch an vier ztpffel gebunden/vnd ward nider gelassen auff die Erden. Dar¬ innen waren allcrlcy vierfüfflge Thicrdcr Erden/vnd wilde Thier vnd Gewänne/ 6 iss vnd Vögel dcß Himmels. Vnd gcschach cine stimme zu im: Stehe auff Petre/schlach- te vnd iß. Petrus aber sprach: O nein HERR/denn rch habe noch nie etwas gemeines oder vnreines geffen. Vnd die stimme sprach zum andern mal zu im: Was Gott gerei- niget hat/das mache du nicht gemein. Vnd das gcschach zu drey malen. Vnd das Ge- feste ward widerauffgenommen gen Himmel. AsLs aber Petrus sich in im selbe bekümmerte/was das gesichte were/das er gese- ^I^hen hatte/Sihe/da fragten vieMänner/vonKorneliogesandt/nach dem Hau¬ se Srmonis/vnd stunden an der thür/ricffcn vnd forscheten/Ob Simon/mit dem Zu¬ namen Petrus/allda zur Herberge wcrck Hn dem aber Petrus sich besinnet vber dem gesichte/ sprach der Geist zu im: Sihe/ die Männer suchen dich. Aber stehe auff/steig hinab/vnd zeuch mit incn/vnd zweiffel ntchts/dcnn ich hab sie gesandt. Da steig Petrus hinab zu den Männern/die von Kornelio zu im gesandt waren/ vnd sprachSihe ich bins/den ir suchet. Was ist die sache/darumb ir hie seytkSie aber sprachen: Kornelius der Hauptmann/ein fronnncr vnd Gottfürcbtiger Mann/ vnd gutes gerächte bey dem gantzen Volek der Hüdcn/Hat einen befehl empfangen vom heyligen Engel/daß er dich solte fordern lasten in sein Hauss/vnd wort von dir hören. Da rteffcr incn hineyn/vnd beherberget sie. Petrus wirt (^^Eß andern tagcs zogPetrus außmit jncn/vnd etliche Brüder von Hoppen A ordert;» Lor- (^Dgicngen mit im. Vnd deß andern tagcs kamen sie eyn gen Kcsarien. Kornelius E' aber wartet auffsie / vnd rieff zusammen seine Verwandten vnd Freunde. Vnd als Petrus hineyn kam/gieng im Kornelius entgegen/ vnd fiel zu seinen Füsten/ vnd betet Kornetts inan. Petrus aber richtet in auff/vnd sprach: Stehe auff/ich bin auch ein Mensch. Vnd als er sich mit im besprochen hatte/gieng er hincyn/vnd fand irer vil die zusamen komen waren. Vnd er sprach zu inen: Hr wisset/ wie cs ein vngcwohnct ding ist einem HüdlschenMann/sichZUthunoderkommcnZlreinem frcmbdlingcn/Abcr Gott hat mir gezcigct/ keinen Menschen gemein odervnrein zu heissen. Darumb habe ich mich nicht gcwegert zu komen/als ich bin her gefordert. So frage ich euch nun / warumb ir Mich habt lassen fordern? Kornelius sprach: Hch habe vier tage gefastet biß an diese stunde/vnd vmb die neundtc stunde betet ich in m einem Hause. Vnd sihe/ da trat ein Mann für mir in nem Hellen Kleid/vnd sprach: Kornclt/dein Gebet ist erhöret/ vnd deiner Allmoscn ist gedacht worden für Gott. So sende nun gen Hoppen/ vnd laß her ruffcn emcn Si¬ mon/mit dem Zunamen Petrus/welcher ist zur Herberge in dem Hause deß Gerbers Simon/an dem Meer/dcr wirt dir/wenn er kommet/sagen. Da sandte ich von stund Predigt Pe- ttttirLorneli-hauß. anzudir/vndduhastwol gethandaßdu konnncnbist. Nun sind wir alle hiegegcn- wcrtig für Gott/zu hören allcs/was dir von Gott beföhle : r st. ^l>'Etrusabcr that semen Mund auff/vndsprach:N'mr erfahre ich mit der war- > ^)heit/daß Gott die Person nicht ansihct/ sondern in c, rlcy Volck / wer jn fürch¬ te vnd recht thut/der ist jmangencme. Hr wisset wol von der Prcdigt/die Gott zu den Kindc rHsrael gesandt hat/vnd verkündigen lassen den Friede/durchHhcsumKhristum (welcher istem HERRvbcr alles)die durchs gantze Hüdische Land geschcherr lst / vnd angangcn in Galilca /nach der Tauffe/die Hohannes predigte/wie Gott dcnsclbigcn Hhesum von Nazareth ge- salbct v salb et hat mit dem heyltgen Geist vnd krafft/ der vmbher gezogen ist / vnd hat wolge- than vnd gesundt gemacht/alle/die vom Teuffel vberweltiget waren/denn Gott war mit jm. Vnd wir sind Jengen alles/das er gethan hat im Jüdischen Lande vnd zu Je¬ rusalem. Den haben sie getödtet/vnd an ein Holtz gehangen. DenselbigenhatGottaufferweckt am dritten tage/vnd in lassen offenbar wer- den/nicht allem Volck/sondern vns/den vorerwehlten Jeugen von Gott/ die wir mit im geffen vnd getruncken haben/nach dem er ausserstande» ist von den todten.Vnd er hat vns gebotten zu predigen dem Volck/vnd zeugen/daß er ist verordnet von Gott Jeugkniß al- Lr ein Richter der Lebendigen vnd der Todten. Von diesem zeugen alle Propheten/ daß Wt?""""" durch seinen Namen/alle die an in gläuben/Vergebung der Sünde empfahen sollen. (^^A Petrus noch diese wort redet/fiel der heylige Geist auffalle die dem wort zu- Die Heyden ^^höretcn. Vnd die gläubigen auß der Beschneidung/die mit Petro komen wa- cmpfah-»denh-yli, rcn/entsatzten sich/daß auch auff die Heyden die Gabe deß hcyligen Geistes außge- gla2/ona>lev-r' gofferr ward / denn sie hörcten/ daß sie mit Jungen redeten/ vnd Gott hoch prcisetcn. d'mstvrr mrck. Da antwortet Petrus/Mag auch iemand das wasser wehren / daß sie nicht gemusst werden/dic den heyligen Geist empfangen haben/gleich wie auch wirk Vnd befahl sie zu täuffen in dem Muren dcß HERAN. Da baten sie in / daß er etliche tage da blieb. xi.Lap. Dre Jünger,so ausi der Beschneidung ;um Christlichen Glauben bekehrt worden / rancken mir Petro, da ft er mir Hexden ;u thun gehabt.Er aber verantwortet sich/vnd sie loben Gott/dar. umb/dasi er auch die Hexven anneine. Saulus vnd Barnabas lehren ;u Antiochien/ vnd Aga- bus verkündiget eine grosse Theuwrung. Die Jünger der Christlichen Gemeine schicken eine Handreichung den Brüdern in Jude». DMWM S kam aber für dre Apostel vnd Brüder / die m dem Jüdischen Lande waren/daß auch die Heyden hetten Gottes Wort angenommen. Vnd da Petrus hinauffkam gen Jerusalem/zanck- auß der Beschneidung waren/vnd sprachen: Du bist eyngegangenzu dm Männern/ die Vorhaut haben/vndhast mit inen geffen. ^^Etrus aber Hub an/vnd erzehlete inen nach einander her/ vnd sprach: Ich war H^ttt der Statt Joppe im gebett/vnd war entzückt/vnd sähe ein Gesichte/nemlich/ ein gefesse hermder fahren/ wie ein groß leinen Thuch/mit vier zipffeln/vnd nider ge¬ lassen vom Himel/vnd kam biß zu mir. Dareyn sähe ich/ vnd ward gewar/ vnd sähe vrerfüffige Thier der Erdcn/vnd wilde Thier/ vnd Gewürme / vnd Vögel deß Htm- mels. Ich höret aber eine stimme/ die sprach zu mir: Stehe auff Petre/ schlachte vnd iß.Ich aber sprach: O nein HERA/denn es ist nie kein gemeines noch vnreines in mei¬ nen Mund gegangen. Aber die stimme antwortet mirzum andern mal vom Himel: Was Gott gereiniget hat/das mache du nicht gemein. Das geschach aber dreymal/ vnd ward alles wider hinauffgen Himmel gezogen. Vnd sihe/von stund an stunden drey Männer für dem Hause/darinnen ich war/ gesandt von Kesarien zu mir. Der Geist aber sprach zu mir:Ich solte mit inen gehen/ vnd nicht zweiffeln.Es kamen aber mit mir dtse sechß Brüder/vnd wir gicngen in deß Mannes Hauß. Vnd er verkündiget vns/wie er gesehen hette einen Engel in seinem Durchs Hausse stehen/ der zu im gesprochen hette: Sende Männer gen Joppen / vnd laß for- ^de«. dem den Simon/mit dem Junamen Petrum/der wirt dir wort sagen/dadurch du A-tor.». sekg werdest/ vnd dein gantzcs Hauß. In dem aber ich anfieng zu reden / fiel der hey- lige Geist auffsie/-gleich wie aüffvns am ersten anfang. Dadachteichan daswort (Gielch)Lnvnter. deß HEAAN/als er saget: Johannes hat mit wasser gemufft / Ir aber sollet mit dem d-r DEnst/ heyligen Geist getaufftwerden. So nun Gott jnen gleiche Gaben gegeben hat/wie °" auch vns/die da gläuben an den HERAN Ihesum Khrtst/ wer war ich/daß ich kündt Gott Apostel XII. Lap. Gott wehrenk Da sie das höreten/schwigen sie sttlle/vnd lobeten Gott/vnd sprachen: So hat Gott auch den Heyden Buffe gegeben zum leben. Ze aberzerstrcuwet waren in dem trübsal/so sich vber Stephans erhub / gim- Euange- ^Hgenvmbher/bißgen Pheniccn vnd Zypern/vnd Antiochia/vnd redeten das wort zu niemand / denn allein zu den Züden. Es waren aber etliche vntcr inen/Män- ncr von Zypern vnd Zyrenen / die kamen gen Antiochia / vnd redeten auch zu den § Griechen/vnd predigten das Evangelium vom HERRN Hesu. Vnd die Hand deß (Nekchret)OnGe HERRN war mit inen/vnd eine grosse zal ward gläubig/vnd b bekehret sich zu dem ft^mmst-zuChr^ERRN. kam aber diese rede von inen für die ohren der Gemeine zu Jerusalem/vnd c^isic sandten Barnabam/daß er hin gicnge biß gen Antiochia. Welcher da er hin Barna- komm war/vnd sähe die gnade Gottes/ward er fro/ vn ermanet sie alle/ Daß sie mit festem hertzen an dem HERRN bleiben wolten / denn er war ein fromer Mann/ voll hcyltges Geistes vnd glaubens. Vnd es ward ein groß Volck dem HERRN zugethan. Barnabas aber zog auß gen Tarsen/ Saulum wider zu suchen/ vnd da er in fand/ führet er in gen Antiochia. Vnd sie blieben bey der Gemeine ein gantz iar/vnd lehrten vil Volcks/daher die Jünger am ersten zu Antiochia Shristen gencnnet wurden. Christen denselbigen tagen kamen Propheten von Zerusalcm gen Antiochia. Vnd ei- Agabno. I^ner vntcr inen/mit namen Agabus/stund auff/vnd deutet durch den Geist eine Thcuwrung. große Theuwrung/die da kommen solt vber den gantzen Kreiß der Erden/welche ge- schach vnter dem Keyser Klaudio.Abcr vnter den Züngern beschloß ein ieglicher/nach Keyser dem er vermochte/zu senden eine Handreichung den Brüdern/die in Zudea wohne- Claudius, ten/wie sie denn auch theten/vnd fchicktens zu den Eltcsten/ durch die Hand Barnabe vnd Sauli. XH.Lap. Herodes töd- tcrIacobum/birdfe-- het pcerum. Herodes lsßt Jäcobum mit dem Schwert tödten/ legt Petrum gefa ngen/vnd der Engel deß HERRN führet in «ruß der gefengnisse. Hccodes stirbt/vnd Barnabu« kommet mit Saulo wi- decvmb gen Jerusalem. Mb dresMge zett leget der König Herodes dte Hende an etliche von der Gemeine zu peinigen. Ertödtet aber Zacobum/ Gemeine U Johannes Bruder/mit dem Schwert. Vnd da er sähe/daß es den WZüdengefiel/fuhrerfort/vnd ficng Petrum auch. Es waren aber -, eben die tage der süssen Brot. Da er in nun greiff/ leget er jn ins ge- (Vier thcil) Em fengmß/vnvberantwortetjnvter'viercheilenKrLegßknechttn/jnzubewaren/vndge- m Mr ch'il g-chcM dacht in nach den Ostern dem Volck für zu fiellen-Vnd Petrus ward zwar im gefeng- mußte gchalten/aber die Gemeine betet on auffhören für in zu Gott. Vnd da in tzero- n7hc wu chcu ^ius des weit fürstcllen/in derftlblgen nacht schliess Petrus zwischen zwcyen Kriegßkncch- vmb ander. ten/gebunden mit zwo Ketten/vnd die Hüter für der thür hüteten deß gcfcngttiß. At"an am GcL 8^k'Nd sihe/der Engel deß H ERRN kam daher/ vn ein Liecht schein in dem gemach/ Engel VN ließ mcht aö / wie em schlug Petrum an die seiten/vnd wecket in auff/ vnd sprach: Stehe behende l"- Hüter, recht Oertt seh» sol. die ^(^cn stelen von seinen hendcn. Vnd der Engel sprach zu im: Gürte dich vnd thu deine schuch an.Vnd er thet also.Vnd er sprach zu im: Wirffdeinen Man Petri cr¬ kel vmb dich/vnd folge mir nach. Vnd er gieng hinauß/ vnd folget im / vnd wußt nicht Nuns. Daß im warhafftig solche geschehe durch den Engel/sondern cs dauchte in/er sehe ein Gesichte. Sie giengcn aber durch die erstevnd ander Hut/vnd kamen zu der eyscrn Thür/welche zur Statt führet/die thet sich inen von ir selber auff. Vnd traten hin- auß/vnd giengen hin ein gaffen lang/vnd also bald schied der Engel von im. Vnd da Petrus zu imselber kam/spracher: Nunweißich warhafftig/daßder HERR seine Engel gesandt hat/vn mich errettet auß der Hand Herodts/ vn von allem warten deß Jüdischen Dolcks.Vnd als er sch besinnet/ kam er für das Hauß Maria/ der sKeDKe. Xlll.Lap. Johann der Mutter 'Johannis/der mit dem Zunamen Marcus hieß/ da vil bey einander wa- ttes Ä>rarcu3. xen/vn beteten.M aber Petrus an die thür klopffet deß thors/trat herfür eine Magd zu horchen/mit namen Rode. Vnd als sie Petrus stime erkannte / that sie das thor nit aufffür freuden/lieffaber hineyn/vnd verkündigets jnen/Petrus stünde für dem thor. Sie aber sprachen zu ir: Du bist vnsinnig. Sie aber bestund drauff/es were also. Sie -mZs- sprachen: Es ist sein Engel. Petrus aber klopffet weiter an.Da sie aber aufftheten/sa- hen sie in/vnd entsatzten sich. Er aber wincket inen mit der Hand zu schweigen / vnd er- zeletjnen/wie in der HERR hatte auß dem geftngnißgeführet/vnd sprach:DerkündL- gct diß Jacobo vnd den Brüdern.Vnd gteng hinauß/vnd zog an einen andern ort. es aber tag ward/ward nicht eine kleine bekümerniß vrtter den Kriegßknech- c^^ten/wie es doch mit Petro gangen were.Herodes aber/da er in fordert/vn nicht stino/ließ er die Hüter rechtfertigen/vn hieß sic wegführemVnd zog vonIudea hinab gen Zesarien/vnd hielt allda sein wesen/Denn er gedachte wider die von Tyro vnd Sidon zu kriegen. Sie aber kamen etnmütiglich zu im/vnd vberredten deß Königes Kämnrerer/Blastnm/vttd batenvmb fride/darumb/daßire Lande sichnchren muß- ten von deß Königes Land. Aber auffeinen bestimpten tag thet Herodes das Königliche kleid an/sichte sich auffden Richtftul/vnd that eine rede zu inen. Das Volck aber rteffzu / Das ist Got- Herodes tes stimme/vtid nicht eines Menschen. Als bald schlug in der Enge! deß HERRN/ da- Tod. rumb/daß er die ehre nicht Gott gab/vnd ward gefressen von den Wärmen / vnd gab den Geist auff. (^^As wort Gottes aber wuchß vnd mehret sich.Bamabas aber vnd Saulus ka- (T^Dmen widergen Zerusalem/vnd vberantworten die Handreichung / vnd namen mit sich Zohannem/mit dem Zunamen Marcus. Barna¬ ba«. Saulus. ft^vnd sm-^ Gaulum/zu dem wcrck/dazu ich sie beruffcn habe. Da fasteten sie vnd beteten/ So»8tteAdcnn dmrg pa'ür vnd legten die hende auffsie/vnd liessen sie gehen.Dnd wie sie außgesandt waren vom bn Gcrst/kamcu sie gen Seleucta/vn von dannen schifften sie gen Zypern. Vnd das ist der nameče¬ va sie m die Statt Salamin kamen/verkündigeten sie das wort Gortes in der W denschulen. Sie hatten aber auch Zohannem zum Diener. MWd da sic dre Insulen durchzogen/biß zu der Statt Paphos/fanden sie einen ^sgeLUha" o^Iauberer vnd falschen Propheten/einen Iüden/ der hieß" BarIehu / der war Sergius bey Bergio Paulo dem Landvogt/einem verstendigen Mann.Derselbige rieffzu sich mmv «2^7^° Barnabam vnd Saulum/vnd begerte das wort Gottes zu hören.Da stund inen wi- ^"nz-ichm brau der der Zauberer "Elimas( denn also wirt sein Name gedeutct) vnd trachtet/daß er den Landvogt vom glauben wendet. «Ä Lbrci^ fast, Saulus aber/der auch Paulus heiffet/voll heyliges Geistes/sahe inan/ vnd AKdasUFok sprachD du Kind deß Teuffels/voll aller lrst vnd aller schalckheit/vnd fand aller Gc- Ibcrcn^G^ibett- rechtigkeit/du hörest nicht auff abzuwcnden die rechten Wege deß HERRN. Vnd mm Elimas sihe/die Hand deß HERRN kompt vber dich/vnd soll blind scyn/vnd die Sonn ein M b-hstichTm^si^ v,,« bk»d. nitschemVndvonstundanfielauffintunckelheitvndfinstcrniß/vndgiengvmb-Lmk» her/ XIII. Lap. Paulus vnd Barnabas werden vou andern Lehrern zu Antiochia abgesondert zum Apo- fielampr pauius macht den oäuberer Etimas blrnd/vnd verLandvogt Sergius glaubt seiner Lehre. Nachmals predigt Paulus den Iüden tn der Schule zu Antiochia in pistdia/weißt sie auffLhrtstum/mik Zeugnissen der Gchrtsst/vnd wendt sich mir Barnaba zu den Hcxden. S waren aber zu Antiochia in der Gemeine PropHe- ten vnd Lehrer/nemlich/Barnabas vnd Sirnon/genannt Niger/ vnd Lucius von Zyrenen/vnd Manchen/mit Herodes dem Vier-' fürsten erzogen/vnd Saulus. Da sie aber dem HERRN drcueem § vnd fastetcn/sprach der heyligc Geist: Söndert mir auß Barnabam c BarIehn) ^as Mer Apostel Xiii.Lap. L,r suchteHimdlctter. Al»der 'Landvogt dasGeschlcht sahe/gläubkccr/vnö O.aauchonGcsttze verwunderte sich der lehre deß HERRN. Un'vn^ jn waren/von Papho schiffetcn/kamen sie gen ö ALhÄrtst.^ Pergen/ im Land Pamphyüa. Johannes aber welch von mm/ vnd zog wider gen Jerusalem. Sie aber zogen durch von Pcrgen / vnd kamen gen Antiochian/im Lande Pisidm/Nnd gicngcn ;n die Schule am Sabbathcr tag/vnd satzten sich. Nach der Lcctlon aber dcß Gesetzes vnd der Propheten / sandten die obersten der Schule zu Men /vnd liessen inen sagen: Lieben Brüdcr/wolt jr etwas reden / vnd das Volck er- manen/so saget an. stmrd Paulus auff/vnd wincket mit der Hand/ vnd sprach: Jr Männer von <^^Israel/vnd die jr Gott fürchtct/hörct zu. Der Gott drses Volcks hat erwehlet Predigt vnsere Vätter/ vnd erhöhet das Volek / da sie Frcmbdlinge waren im Lande Egypti/ vnd mit einem hohen Arm führet er sie auß demsclbigcn/vnd bey viertzig jarm lang ZL duldet er ire weise in der Wüsten.Vnd vertilget siben Völcker in dem Lande§anaan/ (L'rey hundert) vnd theilet vnter sie nach dem loß jener Lande.Darnach gab er jnen Richter bey"drey Ecrhundl7/al^dtt hundert vnd fünfftzig jar lang/btß auffden Propheten Samuel. Vnd von da an ba- 2ngde7i7?l-?dmg ken sie vmb einen Köttig/vnd Gott gab jnen Saul/den Son Kis/ einen Rann auß Nicht. Ist deß schrei- dem Geschlechte BenIamin/viertzig jar lang.Vnd da er denselbigen weg thct/richtek fü7dre7 g'chbne7m er auffober sie Dauld zum Köntge/von welchem er zeugete/ Ich hab funden Dauid/Reg l-. sestre, 7lm Grie- den SonIeffe/clncn Mann nach rnetncm hcrtzcn/der sol thunallen meinen willen, chschen, Auß dises Samen hat Gott/Wie er verheissen Hat/ gczeugetIhesum/dem Volck Matth ;, Israel zum Heyland/alsdcnn Johannes zuvor dem Volck Israel gepredigt die Tauff der Busse/ehe denn er anficng. Als aber Johannes seiner; Lauff erfüllete/sprach er: Ich bin nM der/dafür jrmich Haltct/Aber sihe/Er kompt nach mir/deß ich nicht wehrt bm/daß rch jm die Schuhe seiner Füsse aufflöse. ^tR Männer/ lieben Brüder/jr Kinder deß geschlechts Abraham / vnd die vnter S A^euch Gott fürchten/Euch ist das wort dises Heils gesandt. Denn die zuIerusa- (Nschtk^net-n) ientwohnctt/vndjreObcrstcn/dicwcilsiediscn'nichtkenncten/nech die stimme der Propheten (welche auffallc Sabbather gelesen werden) habe sic diesclbigen mit jrem plvurcr», vnnddclt- vrrherlcn erfüllet. Vnd wicwol sic keine vrsach dcß todes anjm fundcn / baten sie doch nm7.LcMc»7"^ Pllatum jtt ZU tödten. Vnd als sie alles vollendet hatten / was von jm geschrieben ist/ namcn sie jn von dem holtz/vnd legten jn in ein grab. Aber Gott hat jn aufferwcckt von den todten/vnd er ist erschienen vil tage / denen/ die mit jm hinauff von Galilca gen Jerusalem gegangen warcn/welche sind seine zeugen an das Volck. Christi guff, Vnd wir auch/verkündigen euch die Verheissung/ die zu vnsern Vätkern gesche- cO-Mg. hcttist/DaßdicselbigeGott/vns/jrettKindern/erfüllcthat/indemdaß crIhesum aufferwcckt hat. Wie denn im ersten Psalm gcschribcn stehet/Du bist mein Son/Heu te hab ich dich gezeuget.Daß er jn aber hat von den todten auffcrwcckt/daß er fort mt mehr sol verwcsen/spricht er also:Ich wil cuch die gnade/Dautd verhciffen/treuwltch Iesa. x- halten. Darumb spricht er auch am andern ort/ Du wirst cs nicht zugcben/daß dein Hcyliger die Verwesung sehe.Den Dauid/da er zu seiner zeit gedienet hatte dem wil¬ len Gottcs/ist er cntschlaffen/vnd zu seinen Vättcrn gcthan/vnd hat die Verwesung gcschcn. Den aber Gott aufferweckt hat/der hat die Verwesung nicht gesehen. Go scy cs nun euch kundt/ltcbcn Brüder / daß euch verkündiget wrrc Vergebung v Glauben an per Sünde durch disen/vnd von dem allem/durch welches jr nicht kundtct im Gesetz Mosi gerecht werden. Wer aber an discn gläubct/dcr ist gerecht. Sehet nun zu/daß nicht ober cuch komme/das in den Propheten gesagt ist/ Sehet jr Verächter / vnd ver- -- wundert euch/vnd werdet zu ntchtc/dcnn ich thuc ein werckzu euwcrcn zciten/welches jr nicht gläubcn wcrdet/so es euch jemand erzehlcn wirt. (A^A aber die Juden auß der Schule qiengen/baten die Heyden/ daß sie zwischen Sabbaths jnen die wort sageren. Vnd als die Gemeine der Schul pon einan¬ der gicn- chcsKcZtc. XIIII.Lüp. der giengen/folgeten Paulo vnd Barnaba nach viel Jüden vnd GottfürchtigeIü- dengenoffen. Sie aber sagten incn/vnd vermanetensie/daßsie bleiben selten in der gnade Gottes. folgenden Sabbath aber kam zusamen fast die gantze Statt/ das wort Got- ^ß,tes zu hören. Da aber dieJüden das Volck sahen/wurden sie voll neids/vnd widersprachen dem/das von Paulo gesagt ward/widersprachen vnd lesterten. Pau¬ lus aber vnd Barnabas sprachen frey öffentlich/ Euch mußte zu erst das wort Gottes gesagt werden/Nun ir es aber von euch stosset/vnd achtet euch selbs nicht wehrt deß ewigen Lebens / Sitze / so wenden wir vns zu den Heyden. Denn also hat vns der Beruffung HERRgebotten/IchhabedichdenHeydenzumLiechtgesetzt/daßdudasHeyl seyest biß an das ende der Erden. Da es aber die Heyden höreten/wurden sie fro/vnd preiseten das wort deß HER . REN/vnd wurden gläubig/wie vil ir zum ewigen Leben verordnet waren. Vnd das ve-HoFn« wort deß HERRN ward außgebreitet durch die gantze gcgend. Aber die Aden be- ue«ün!ur^ wegten die andächtigen vnd erbarn Weiber/vnd der Statt Obersten/vnd erweckten Pauli eine Verfolgung vber Paulum vnd Barnabam/ vnd stiessen sie zu jren Grentzen hin- auß. Sie aber schüttelten den staub von jren süssen vber sie / vnd kamen gen Iconten. Die Jünger aber wurden voll frcuden vnd heyliges Geistes. xim.Lap. Die Evnwohnerzu Iconren trennen sich vber ver 2lposio!lsiHen Lehre. Paulus macht el-r nengebornen Lame» gerad ru Lxstra lnLycaonl»/vnddas Volck helc >n vnd Barnabam für Götter/ aber sie wehren > ncn. Paulus wirt gesieinigt/kompt mit Barnaba gen Derben/vnd wr-s derumb gen Lxstra vnd Iconien/stercke» daftlbst die Jünger/vnd blelben hernach eine zerriang ;u Antiochia. S geschähe aber zu Konten / daß ste zusamen kamen Ironien. der Jüdenschule»/also/daß eine grosse menge der Aden vnd der Griechen gläubig ward. Die ungläubigen Juden aber erweckten vn entrüsten die Seelen der Heyden wider die Brü- der. So hatten sie nun ir wesen daselbst eine lange zeit/ vnd lehreten frey un HERRN/welcher bezeugetc das wort seiner gnade/ vnd ließ Zeichen vnd wun¬ der geschehen durch jre hende. Die menge aber der Statt spaltet sich/ Etliche hicltens mit den Jüden/vnd etliche mit den Aposteln. (F^A sich aber ein sturm erhub der Heyden vnd der Jüdcn/ vnd irer Obersten / sie C^§zu schmehen vnd zu steinigen/wurden sie deß innen/vnd entflohen in die Stat- Lystra. te deß Landes Lycaonia / gen Lystram vnd Derben / vnd in die gegend vmbher/ vnd Derben, predigten daselbst das Evangelium. es war ein Mann zu Lystra/der mußte sitzen / denn er hatte böse süsse / vnd Lamer ge- cxAwar lam von Mutterlcibe/der noch nie gewandelt hatte/ der höret Paulum re- sEgemE. dem Vnd als er in ansahe / vnd merckte/ daß er gläubte/im möchte geholffen werden/ sprach er mit lauter stimc: Stehe auffrichtig auff deine süsse. Vnd er sprang auff vnd wandelte. Da aber das Volek sähe/was Paulus gethan hatte/Huben sie bestimme auff/vnd sprachen auff Lycaonisch: Die Götter seind den Menschen gleich worden/ vnd zu vns ernider komen.Vnd nenneten Barnabam Jupiter/vnd Paulum Mcrcu- rius/dieweilcr das wort führet. Der Priester aber Jupiters/der fürirer Stattwar/ brachte Ochsen vnd Krentze für das Thor/vnd wolte opffern/sampt dem Volck. v Da das die Apostel/Barnabas vn Paulus/Höreten/ M issen sie jre Kleidcr/vnd sprungen vnter das Volck/ schryen vnd sprachen: Ir Männer was macht ir dak Wir sind auch sterbliche Menschen/gleich wie ir/vnd predigen euch das Euangelium/daß ir euch bekehren solt von discn falschen/ zu dem lebendigen Gott/ welcher gemacht hat Himmel vnd Erden/vnd das Meer/ vnd alles was drinnen ist. Der in vergangenen Gg Men HMpsstcl XV. Lap. Zeiten hat lassen alle Heyden wandeln jre eigene wege. Vnd^zwar hat er sich selbs nicht vttbezeugct gelaffen/hat vns vil gute gcthan/ vnd vom Himel Regen vnd fruchtbare Zeitung gegeben/vnfere hertzen erfüllet mit speise vnd fteuden. Vnd da sie das sagten/ stilleren sie kaum das Volck/daß sie inen nicht opfferten. Daulus ge- ^M^S kamen aber dahin Züden von Antiochia vnd Zconicn / vnd vbemdeten das c^Dolck/vnd steinigten Paulum/vnd schleissten in zur Statt hinauß/meineten er were gestorbett. Da in aber die Jünger vmbringeten/stund er auss vnd gieng in die Statt. Vnd auff den andern tag gieng er auß mit Barnaba gen Derbcn/vnd pre¬ digten derselbigen Statt das Euangelium/vnd vnterweiseten irer vil/ vnd zogen wi¬ der gen Lystram vnd Icottjen/vttd AttLischLan/stcrckten die Seele der Dnger/pnd ermanten sie/daß sie im glauben blicbcn/vnd daß wir durch vil trübsal müssen in das Apsstelampt ^^Lch Gottes gehemVnd sie ordneten jncn hin vnd her Eltesten in denGcmeinm/bc- teten vnd fasteten/vnd befohlen sie dem HERRN/ an den sie gläubig worden waren. A6^Nd zogen durch Pisidian/vnd kamen in Pamphylian/ vnd redeten das wort zu ^ergen/vnd zogen hinab gen Attalian/vnd von dannen schifften sie gen Antto- Pergem äMn/von dannen sie verordnet waren/durch die gl-adeGottes/zu dem werck/das Attaliq» sie hatten außgericht. Da sie aber dar kamen/versamltten sie die Gemeine/vnd ver- kündigeten/wie viel Gott mit jncn gethan hatte/vnd wie er den Heyden hette die thür deß glaubens auffgethan. Sie hatten aber jr wesen allda nicht eine kleine zeit bey dm Jüngern. XV.Lüp. vp» dcc spältuttg so sich der Beschnerdsng halben zwischen de» Christen erhoben / wie dec wegen eine vecsirmlnng der Aposteln vnd Eltesten zu Jerusalem gehalren/vnd was daselbst gc- handelt. DkeApostel vnd Eltesten schreiben an die Brüder auß den Hexden zu Antiochia. Pau¬ lus vnd Barnabas lehren daselbst/vnd werden vdec Johanne Marco etwas vneinrg. M etliche kamen herab von Juden / vnd lehretm die Brüder: Wo jr euch nicht beschneiden lasset/nach der messe Mose/so A^inig WW kündt ir nicht selig wcrden.Da sich nun ein auffruhr erhub/vü Pau- L-hic/" lus vnd Barnabas nicht ein geringen zanck mit inen hattcn/ordne- - ken sie/daß Paulus vnd Barnabas/vnd etliche andere auß jncn/ hinauffzögen gen Ierusalem/zu den Aposteln vnd Eltestcn/vmb dieser Frage willen. Vnd sie wurden vö der Gemeine geleitct/vnd zogen durch Pheniccn vn Samarian/ vnd erzeleten den wandel der Heydcn/vnd machten grosse frcudc allen Brüdern. Da sie aber dar kamen gen Jerusalem / wurden sie empfangen vo der Gemeine/ vnd von den Aposteln/vnd von den Eltestcn.Vnd sie verkündigeten/wie vil Gott mit inen gethan hatte. Da tratet; äusserliche von der Phariseer Setten / die gläubig wa¬ ren worden/vnd sprachen: Man muß sic beschnciden/vnd gebieten zu halten das Ge¬ setz Mosi- Aber die Aposteln vnd Eltesten kamen zusammen/dise rede zu besehen. Detrus (^^A man sich aber lange gezanckt hatte/ stund Petrus auss/ vnd sprach zu inen: c^L?r Männer/liebcn Brüdcr/Ir wisset/daß Gott lang vor dieser zeit vntcr vns erwehlethat/daßdurchmcinen Mund die Heyden das wort deßEuangelijhöreten vnd glaubten. Vnd Gott der Hertzkündiger zeugcte vbcr sie/ vnd gab inen den heyli- Tretnvnkecsch-W) gen Geist/gleich auch wie vns/vnd macht kein Unterscheid zwischen vns vnd inen/ vnd reiniget jre hertzen durch den glauben. Was versucht jr denn tnu; Gott / mit auff- Lgwerdm. legendeßZochs auss der Jünger halse/welches weder vnsereVättcr noch wir haben mögen tragen k Sondern wir glauben durch dicgnade deß HERRN Hesu Khristi selig zu werden/gleichcr weise wie auch sie. Da schweig die gantze menge stille/vnd hö- reten zu Paulo vnd Barnaba/die da crzelctcn/wic grosse Icichcn vi;d Wunder Gott (Hevden)Diedoch yzjxch ste gethan hatte vitter den Heyden. Darnach als sie geschwiegen waren/antwortet Zacobus / v!w sprach: Zr Män- u mr «SeschGte. XV. Lap. z,6 ner/licbcn Brüdcr/Hörct mir zu/Simon hat crzclet/wie ausss erst Gottheimgesucht hat/vnd angenomen ein Dolckauß den Heyden/ zu seinem namen. Vnd da stimmen Amo- mit der Propheten rede/als geschrieben stehet/ Darnach wtl ich wider kommend vnd wil wider bauwen die Hütte Dauid/die zurfallenist/vndirelückewil ich wider bau- wen/vnd wtl sie auffrichten/auffdaß/was vbrig ist von Menschen / nach dem HER- , REN frage/dazu alle Heyde/vber welche mcinMame gcnennt ist/spricht der HERR/ cr-r-me) der das alles thut. Gott sind alle seine werck bewußt von der Welt her. Darumbbc- m/ng!ncmttw«dm schließe ich/daß man denen/so auß den Heyden zu Gott sich bekcren/nicht vnruhe mache / sondern schreibe jucn/ daß sie sich enthalten von vnsauberkcit der Abgötter/ p» AZ«'« d-ß vnd von Hurerey/vnd vom ersticktcn/vnd vom blutDenn Moses hat von langen zei- rcn her in allen Stetterr die jn predigm/vnd wirt alle Sabbather tage in den Schu¬ len gelesen. ^udas Lc^Nd es dauchte gut die Apostel vnd Eltesten/sampt der gantzen Gemeine/auß I^Ajncn Männer erwehlen/vnd senden gen Anttochian / mit Paulo vnd Barna- ba/nemlich/Zudam mit dem zunamen Barsabas / vn Silan/welche Männer Lehrer waren vnter den Brüdern/vnd sie gaben Schrifft in jre Hand also: Wir die Apostel vnd Eltestcn / vnd Brüdere/wünschcn Heil den Brüdern auß den Heydcn/die zu Antiochia vnd Syria/vnd Alicia sind. ^Schüsse (Ä^Zcweil wir gehöret haben/daß etliche von den vnsern sind außgegangen / vnd drr Apostrln haben euch Mlt lehren irre gemacht/ vnd euwere Seelen zu rüttet / vnd sagen/ vndUtz «md,e beschneiden laffen/vnd das Gesetz halten/welchen wir nichts befohlen ha- bcn/Hat es vns gut gedaucht cinmütiglich vcrsamlet/ Männer erwehlen/vnd zu euch Benüh« v«e senden nut vnsern licbsmr/Barnaba vnd Paulo/welche Menschen ire Seele darge- geben haben für den namen vnsers HERRN ZhesuKhnstt. So haben wir gesandt Judam vnd Sllan/welche auch mu Worten dasselbige verkündigen werden. Denn es gesellt dem heiligen Geiste vnd vns/cuch kerne beschwcrung mehr auffzulegm/derrn nur dtsc nötige stück/daß jr euch enthaltet vom Götzcnopffcr/vnd vom Blut/vnd vom erstickten / vnd von Hurercy/ von welchen/so jr euch enthaltet/ thutjr recht. Ge¬ habt euch wol. Da dise abgcfertiget waren/kamen sie gen Antiochian/ vü versamleten die men- ge/vnd überantworten den Brieff. Da sie den lasen / wurden sie deß trosts fro. Zu- (rrost-)D-°, das aber vnd Silas/die auch Propheten waren/ermaneten die Brüder mit vilen re- k«y i» den/vnd stercketen sic. Vnd dasie verzogen eine zeit lang/wurden sie von den Brü¬ dern mit friden abgefertiget zu den Aposteln. Es gefiel aber Sila/ daß er da bliebe. Paulus aber vnd Barnabas hatten jr wesen zu Antiochia/lehreten vnd predigeten deß HERRN wort/sampt vilen andern. ^(^>Ach etlichen tagen aber/sprach Paulus zu Barnabas: Laß vns widerumb zte- W Ihen/vn vnsere Brüder besehen durch alle Stette/ in welchen wir deß HERRN S^wort verkündiget haben/wie sie sich halten. Barnabas aber gab rath/daß sie mit sich nemen Zohannem/mit dem zunamen Marcus.Paulus aber achtet es billich/ daß sie nicht mit sich nemen einen solchen/der von inen gewichen war in Pamphylia/ vnd war nicht mit inen gezogen zu dem werck. Vnd sie kamen scharff an einander/al- so/daß sie von einander zogen/ vnd Barnabas zu sich nam Marcum / vnd schiffte in Kypcrn/Paulus aber wehlet Silan/vnd zog hin/der gnade Gottes befohlen/von den Brüdern. Er zog aber durch Syrien vnd Ktlicien/ vnd stercket die Gemeine. xvi.Lap. Pavlu» beschneist Dmotheon. Der hexlig Geist wehret inen IN Afra zu predigen/vnd korken alsi> gen Philipprs in Macedonia L^dta die pwrpurkcemerin Hörer Paulum vnd leßr sich mrr irem Hause rauffen. Paulus rreibr von einer Magd erneu warsager Geii) auß / wirr mir Srla gsstevpr/vndtnsgefengnißgelegr. Der Rerckermerster wrrr rurn Christen glauben bekehret/ pnd dte Apsstei/als Röiner/ossenklich widerumb ledig gelassen. G g ij Erkam Philippi». Magdmit dem Warsagex R kam aber gen Derben vnd Wran/vnd flhe/eM^ ' Jünger war daselbst mit namen Timotheus/eines Jüdischen Wei besSon/die war gläubig/aber eines Griechischen Vatters. Der hatte ein gut gerächte bey den Brüdern vnter den Lystranern/vnd (ILnger) Sn Be¬ setz vud vubcschnic, teu/ S geschach aber/da wir zu dem Gebett giengcn/ daß eine Magd vns begegnet/ ^.die hatte einen Warsager Gcist/vnd trug jrcn Herrn vil genieß zu mit Warsir- gen. Dieselbige folgete allenthalben Paulo vn vns nach/schrey vnd sprachDise Menschen sind Knechte Gottes deß Allerhöhesten / die euch den weg der seligkeit ver¬ kündigen. Solchs that sie manchen tag. Paulo aber that das wehe/vnd wandte sich vmb / vnd sprach zu den; Geiste: Ich gebiete dir in dem namen Jhesu §hristi/ daß du Teuffck von jr außfahrest. Vnd er fuhr auß zu derselbige stunde. aber jre Herrn sahen/daß die Hoffnung jres genieß war außgefaren/ namen Paulum vnd Silan/zogen sie auffden Marckt für die Lbersten/vnd führe- ten jie zu den Häuptlcuten /vnd sprachen: Dise Menschen machen vnser Stattjrre/ vnd sind Jüde'n/vnd verkündigen eine weise/ welche vns nit ziemet anzunemen / noch zu thun/wcil wir Römer sind. Vnd das Volck ward erreget wider sie/vnd die Haupt- Paulus vnd kut liessen jnen die Kleider abreissen/vnd hiessen sic steupcn.Vnd da sie sie wol gcsteu- gcworffm. pet hattcn/worffen sie sie ins gefengniß/vnd gebotterr den; Kerckermeistcr / daß er sie wol bewarete. Der nam solch gebott an/vnd warffsie in das innerste gefengntß / vnd Legetjre süsse in den Stock. Mb die Mitternacht aber beteten Paulus vnd Silas/vnd lobeten Gott. Vnd cr ^Aes höreten sie die gefangenen. Schnell aber ward ein grosses Erdbeben/also/ l . daß sich bewegeten die grundfeste deß gefengniß. Vnd von stund an wurden schü" d-! sm, alle thürcn auffgethan/vndaller bande loß. Als aber der Kerckermeistcr auß dem fürchttM. schlafffuhr/vnd sähe die thürcn deß gefengniß auffgethan/zog er das Schwert auß/ vnd woltb sich selbe crwürgcn/dcnn er meinetc/die gefangene weren entflohen. Pau¬ lus aber riefflaut/vnd sprach: Thue dir nichts vbels/denii wir sind alle hie. Lrfor- chesMtt. xvil.Lap. ;i7 Erfordert aber ein liecht /vnd sprang hineyn/vnd ward ztttern/vnd fiel Paulo Dief-rMmmE vnd Sila zun füssen/vn führet sie hcrauß/vnd sprach: Lieben Herrn/was sol ich thun/ gsteAMdmch?!u daß ich selig werdet Sie sprachen: Gläube an den HERRN Jhesum/ so wirst du vnd Üben¬ dem Hauß selig.Vnd sagten jm das wort dcß HERRN/vnd allen die in seinem Hause waren. Vnd er nam sie zu sich in derselbigen stunde der nacht/vnd wusch inen die Me¬ inen ab/ vnd er ließ sich täuffen / vnd alle die seinen/ also balde. Vnd führet sie in sein Hauß/vnd setzet inen einen Tisch/ vnd freuwet sich mit seinem gantzen Hause / daß er an Gott gläubig worden war. da es tag ward/sandten die Hauptleute Stattdiener/vnd sprachen: Laß die c^AMenschcn gehen. Vnd der Kerkermeister verkündigete diese rede Paulo/Die Auptleute haben her gesandt/daß jr loßseyn sollet. Mn ziehet auß/vnd gehet hin mit friedett. Paulus aber sprach zu inen: Sie haben vns on recht vnd vrtheil öffentlich Paulus gesteupt / die wir doch Romer sind / vnd in das gefcngntß geworffen / vnd selten vns nun heimlich außstossenk Nicht also/ sondern lasset sie selbö kommen/ vnd vns hinauß führen. Die Stattdtener verkündigeten diese wort den Hauptleuten. Vnd sie furch¬ ten sich/da sic höreten/daß sie Römer waren/vnd kamen vnd ermantcn sie / vnd füh¬ rten sie hcrauß/vnd baten sie/daß sie außzögen/auß der Statt. Da giengen sie auß dem gefengniß/vndgicngcn zu der Lydia/vnd da sie die Brüder gesehen hatten vnd Lydia, gctröstet/zogcnsieauß. xvil.Lap. Paulus kompt mit Gila vnd Timotheo gen Thcssalonich/predigt Lhristnm/Dnd als men vil Leutezufallen/richren die Juden eine Auffruhr in der Statt an / vnd führen Jasonem / wel¬ cher sie auffgenommen/für die Obersten. Hernach kompr Paulus fampt seinen Mirverwandren gen Nerrhoe/vnd folgend« allein gen Achen/predtZt wie zuvor/ vnd etliche nemmen die Lehre von Lhrrsto an/dte andern aber verachten sie. Mf^WAsieaöerdurchAmphtpollnvndApollonlam reist- Thcffa- MW^>M tm/kamen siegen Thessalomch/va war ein Mdenschulc. Nach dem nun Paulus gewöhnet war / gicng er zu inen hineyn / vnd redet mit jnen auff drey Sabbathcn auß der Schrifft/ thet sie inen auff/ vnd legew inen für/Daß Shrtstus müßte leiden/vnd aufferstehcn von den todten/vn daß diser Jhesus/dcn ichcsprach er)cuch verkündige/tst der Khrisr/vnd etlichevnterinenfielenimzu/vndgescllttensichzuPaulo vndSila/auch der Gott- fürchtigen Griechen eine grosse menge/dazu der fürnemesten Weiber nicht wenig. Aber die halßstarrigcnIüden neideten /vnd namen zu sich etliche boßhafftige Männer/Pöbelvolcks/machten eine rotte/vnd richteten eine Auffruhr in der Statt an/vnd traten für das Hauß Zasonis/ vnd suchten sie zu führen vnter das gemeine Assaroni^mdec Volck. Da sie aber sie nicht funden / schleiffeten sie den Jason vnd etliche Brüder für die Obersten der Statt/vnd schrym: Diese/die den gantzen Weltkreiß erregen / sind auch hcrkommen/die herberget Jason. Vnd diese alle handeln wider des Keysers Ge- bott/sagen: Ein ander sey der König/nemlich/Ihesus. Sie bewegten aber das Volek/ vnd die Obersten der Statt/ die solche höreten. Vnd da sie Verantwortung von Ja¬ son vnd den andern empfangen hatten/lieffen sie sie loß. Brüder aber fertigeten also bald ab bey der nacht Paulum vnd Silan gen Berrhoen.Da sie dar kamen/giengen sie in die Jüdenschule.Denn sie wa- Berrhoem ren die edlesten vnter denen zuTheffalonich/die namen das wort auffgantzwilliglich/ vnd forschetcn täglich in der Schrifft/ob sichs also hielte. So gläubten nun viel auß lnen/auch der Griechischen ehrbarn Weiber vnd Männer nicht wenig. ö §^sLs aber die Jüdcn von Thessalomch erfuhren/daß auch zu Berrhocn das wort ^Mottes von Paulo verkündiget würde/kamen sie / vnd bewegten auch allda Das Volck. Aber da fertigeten die Brüder Paulum also bald ab/daß er gieng biß an das Gg iij Meer/ WEpoM XVIl.Lap. Silas. Meer/Silas aber vn Timotheus blieben da. Die aber Paulum gelcyteten/ führeten Timotheus. in biß gen Athene / vnd als sie befehl empfiengen an Silan vnd Timotheum/daß sie Athene, auffs schierste zu im kemen/zogen sie hin. (§Z^A aber Paulus irer zu Athen wartet/ergrtmmet sein Geist in im/da er sähe die Statt so gar abgöttisch. Vnd er redet zwar zu den Iüden vnd Gottfürchtigcn in der Schule/auch auffdem Marckt alle tage/zu denen die sich herzu funden. Etliche 5xerwoio§us im aber der Epicurer vnd Stoiker Phtlosopht zanckten mit im. Vnd etliche sprachen: LmcerÄe» /T Was Wil diser Lotterbube sagen? Etliche aber/es sihet/als wolte er ncuwe Götter per- kündigen/das macht/er hatte das Euangelium vonHesu vnd von der Aufferstehung Des/ das mir vmrü- inen verkündiget. Sie namen in aber/vnd führeten in auff den Richtsatz/ vnd spra- L'^N»defl!hchen: Können wirauch erfahren/was das für eine ncuwe Lehre sey/ die du lehrest? nchrcr. Denn du bringest etwas neuwes für vnsere ohren/so wolten wir gerne wiffen/was das sey. Die Athener aber alle/auch die Außländer vnd Gäste/waren gerichtauff nichts anderß/denn etwas neuwes zu sagen oder zu hören. PredlgtS. 6 s^Aulus aber stund mitten auffdem Richtpkatz/vnd sprach :Ir Männer von A- ^)then/Ich sehe euch/daß ir in allen stücken allzu abergläubig seyt. Ich bin her- durch gegangen/vnd hab gesehen euwcre Gottesdienste/ vndfand einen Altar/ dar- auffwar geschricbeu/Dcm onbekannten Gott. Nun verkündige ich euch denselbigen/ dem ir vnwiffend Gottesdienst thut. Ott/der die Welt gemacht hat/vndalles was drinnenist/ Sintemaler ein o ^^HERR ist Himmels vnd der Erden/wohnet er nicht in Tempeln mit hendenge- macht/sein wirt auch nicht von Menschen henden gepsieget/ als der iemand bcdürffe/ so er selber iedcrman Leben vnd ochem allenthalben gibt. Vnd hat gemacht / daß von . einem Blut aller Menschen Geschlecht auffdem gantzen Erdboden wohnen/ vnd hat Ziel gesetzt zuvor versehen/wie lang vnd weit sie wohnen sollen/daß sie den HERRN § suchen so!ten/ob sie doch infühlcn vndfmden möchten. Vnd zwar/er ist nicht ferme sM/M Das pyn einem ieglichen vnter vns/denn in jm leben/weben/vnd sind wir. Als auch etliche herkome"! ak'vE Poeten bty euch gesagt haben/wir sind seines ^Geschlechts. So wir denn Göttliche Aratus. 2)accrover Lchopf- Geschlechts siud/sollen wir nicht meinen / die Gottheit sey gleich den gülden /silbern/ steinern Bilden/durch Menschliche gedanckcn gemacht. Vnd zwar Gott hat die zeit der vnwiffenheit vberschen/ Nun aber gebeut er allen Menschen an allen enden Buffe zu thun/darumb/daß cr cmen tag gesetzt Hat/ auff welchen errichten wil den kreiß deß Erdboden/mit gerechtigkcit/ durch einen Mann/ in welchem ers beschlossen hat/vnd iedcrman fürhelt deu glauben//nach dem er jn hat von den todtenaufferweckt. (AXAsie höreten die Aufferstehungder tsdteu/Hattens etlichejrenspott. Etliche «Mubrg)QnGe, (^^aber sprachen: Wir wöllen dich davon weiter hören. Also gieng Paulus von inen. Etliche Männer aber hiengen im an/ vnd wurden b gläubig/ vnter welchen wa^ Dionysius. Dionysius / einer auß dem Rahe / vnd ein Weib mit namen Damaris/ vnd andere Damaris, mitinen. xvm.Lap. Paulas kompt gen Lortutho/vud lehret dalclbst Iüden vnd Grsecheu/Hat seine wohnung bex einem Juden auß pomo/AqurlagenanNt/vnd nachfolgend» be^ Lrifpo. Die Iüden verklagen »n/ aber GaUlon der Landvogt wrlvbersn nicht rtchren. Paulus reifer von dannen/kompt in Asia geir Lpheso/Lesaria/Antlochra/durchwanvelr Galarrarn vnd phryglam/sterckr die Jünger va^ selbst. Vnd Apollo ein bekehrter Iuv von Aleranvrta/lehrt auch vom N Lhrlsro. xormthnö. Arnach schtede Paulus von Athene / vnd kam gen Aquila. Korinthen/vnd fand einenIüden /mit namen Aquila/der gebürt Priscilla. auß Ponto/ welcher war neuwlich auß Welschland kommcn/sampt Claudius- seinem Weibe Priscilla/darumb/daß der KcyserKlaudius gebot- Kcyser ten hatte allen Iüden zu weichen auß Rom. Ar denselbigen gieng / ereyn/ c. chGWe. XVlll.Lap. er eyn/vttd dieweil er gleichs Handwercks war/ bleib er bey jnen vnd arbeitet (sie wa- Paulus ein reu aber deß Handwercks Teppichmacher) Vnd er lehret in der Schule auffalle TeMchmachrr. Sabbather/vnd beredet beyde Jüden vnd Griechen. aber Silas vnd Timotheus auß Macedonia kamen/drang Paulum der Geist zu bezeugen den Jüden/Jhesmn/daß er der Khrist sey. Da sie aber wi¬ derstrebten vnd lesterten/schüttelt er die Kleider auß/vnd sprach zu inen: Euwer Blut sty vber euwer Haupt/ Ich gehe von nun an rein zu den Heyden. Vnd macht sich von dannen/vnd kam in ein Haust eines/mit namen Just/der Gottfürchtig war/ vnd des- Justus, selbigen Haust war zu nehest ander Schule. Krispus aber der oberste der Schulen/ Krispus. gläubte an den HERRN/mitseinem gantzen Hause. Vnd vil "Korinther/ die zuhöre- ^r„cher)Di- ten/ wurden gläubig/vnd liessen sich täuffen. ^EIS sprach aber der HERR durch ein gesicht in der nacht zu Paulo/ Fürchte dich c^nicht/sondern rede/vnd schweige nicht/denn ich bin mit dir/vnd niemand sol sich vnterstehen dir zu schaden/denn ich habe ein groß Volck in dieser Statt. Er saß aber Paulus ein daselbst ein iar vnd sechst Monden/vnd lehret sie das wort Gottes. A aber Gallion Landvogt war in Achaia/emböretcn sich dieJüden einmütig- Gallion, lich wider Paulum / vnd führeten in für den Richtstul / vnd sprachen: Dieser vberredet die Leute Gott zu dienen/dem Gesetze zuwider. Da aber Paulus wolte den mund auffthun/sprach Gallion zu den Jüden: Wen es ein freffel oder schalckheit we- 6 re/lieben Jüden/so höret ich euch btllich/weil es aber ein Frag ist von der Lehre/vnd von den worten/vnd von dem Gesetz unter euch / so sehet ir selber zu / ich gedencke dar¬ über nicht Richter zu seyn. Vnd treib sie von dem Richtstul. Da ergriffen alle Grie¬ chen Sosthenen Den obersten der Schulen/vnd schlugen in für dem Richstul/vnd Sosthenes. Gallion nam sichs nichts an. E^l^Aulus aber bleib noch lange daselbst/darnach machte ersemen abschied mit den H^Brüdern/vnd wolt in Syrien schiffen/vnd mit im Priscilla vnd Aquila/vnd er xrum. -t. brjcE sein Haupt zu Kenchrea/denn er hatte em gelübde. Vnd kam hinab gen Ephe- Kenchrea. sum/vnd ließ sie daselbst. Er aber gieng in die Schule vnd redet mit den Jüden. Sie Ephesus, batenM aber/daß er lenger zeit bey inen bliebe. Vnd er verwilliget nit/ sondern mach¬ te seinen abschied mit inen/vnd sprach: Ich muß aller ding das künfftig Fest zu Jeru¬ salem halten/wils Gott/so wil ich wider zu euch kommen.Vnd fuhr weg von Ephefo/ vnd kam gen Kesarien/vnd gieng hmauff vnd grüsset die Gemeine. Vnd zog hinab gen Antiochian/vnd verzog etliche zeit. Vnd reiset auß/vnd durchwandelte nach ein¬ ander das Galatisch Land/vnd Phrygian/vnd sterckte alle Jünger. kam aber gen Ephcsmn ein Jüd/mit namen Apollo/ der gebürt von Alexan- Apollo, e^dria/eitt beredterMann/vnd mechttg in der Schrifft. Dieser war unterweiset den weg deß HERRN/vnd redet mit brünstigem Geist/ vnd lehrete mit fielst von dem HERRN/vnd wußte alleine von der Tauffe Johannis. Dieser fieng an frey zu predi- Aauila gen in der Schule. Da in aber Aquila vnd Priscilla höreten/namen sie in zu sich/vnd Driscilla legten im den weg Gottes noch fleissiger aust. Da er. aber wolte in Achaiam reisen/ " schrieben die Brüder / vnd vermaneten die Jünger/ daß sie in auffncmen. Vnd als er darkommen war /halffer viel/denen/die gläubig waren worden durch die gnade. Denn er vberwand die Züden bestendiglich/vn erweiset öffentlich durch die Schrifft/ daßIhesusderKhristsey. XIX. Lap. Paulus taufst zu Ephefo zwölssManner/welche zuvor allem auffdie Tauffe Johannis ge- taufft waren/thut grosse wunderzeichrn/vud die Lehr von Christo kompt auß durch gauy Asia/ von etlichen Beschwerern/vnd wie vtl fürwitzigeArmstbücher verbrennt worden. Demetrius ein Goltschmidt erweckt eine aussruhr wider päulunr/vrrv der Lanyler stillt das Volck. Aer Apostel xix.Lap. S geschach aber/da Apollo zu Korinthen war/das; Paulus durchwandelt die öbern Länder/vnd kam gen Ephesum/vnd Ephesm fand etliche Jünger/zu denen sprach er: Habt irden heyligen Geist cmpfangeu/da ir gläubig worden scytk Sie sprachen Zu /m : Wir ha¬ ben auch nie gehört/ob ein heyliger Geist scy. Vndersprach zu /nen: Warauff seyt ir denn gemusst k Sie sprachen: Auff Johannis Tauffe. Paulus aber sprach: Johannes hat gemusst mit der Tauffe der Duß/vnd saget dem Volek/ daßsie solten glauben an den/der nach im kommen solt/das ist/an Jhesum/ daß derKhristus sey. Da sie das höreten/liessen sie sich Muffen auff den Namen deßHERRN Hesu. Vnd da Paulus die hende auffsie legte/kam der heylige Geist auff sie vnd redeten mit Zungen/vnd weissageten.Vnd alle der Männer waren bey zwölffen. Er gicng aber in die Schule/vnd predigte frey drey Monden lang/lehret vnd be¬ redet sie von dem Reich Gottes. Da aber etliche verstockt waren/vnd nicht gläubten/ vndvbe! rcdten von dem wege für der menge/weich er voninen/vndsöndertab die Jünger/vnd redet täglich in der Schulen eines/der hieß B-rannus. Vnd daffelbige Tyram ^schach zwey jar lang/also/daß alle die in Afra wohnetcn / das wort deß HERREN "»s- Lpheso. " Hesu höreten / bcyde Juden vnd Griechen. Vnd Gott wirckte nicht geringe thaten Wunder durch die hende Pauli / also/ daß sie auch von seiner Haut die Schweißthüchlin vnd ? Koller vber die Krancken hielten / vnd die seuche von inen wichen/vnd die bösen Gei- EM- g-- ster von inen außfuhren. vnrerwunden sich aber etliche der vmblauffenden Jüden/die da Beschwerer n (^warcn/den namen deß HERRN Jhesu zu nennen/ vber die da böse Geisterhat- ten/vud sprachen: Wir beschweren euch bey Hesu/den Paulus prediget. Es waren ir aber siben Sone eines Jüden/Sceua deß Hohenpriesters/die solchs theten. Aber der böse Geist antwortet/ vnd sprach: Hesum kenne ich wol/ vnd Paulum weiß ich wol/ Wer seyt waber? Vnd der Mensch/in dem der böse Geist war/sprang auff sie/vnd ward wer mechtig/vnd warffsie vnter sich/also/daß sie nackend vnd verwundet auß densselbigen Hause entflohen. Dasselbigc aber ward kundt allen die zu Ephcso woh- neten beyde Jüden vnd Griechen/vnd fiel eine furcht vber sie alle/vnd der Name deß HERRN Hesu ward hoch gelobet. « , kamen auch vil dere/die gläubig waren worden/vnd bekannten vnd verkün- c>^digtcu/ was sie" außgericht hatten. Viel aber die dafüttvitztge kunst getrieben hatten/brachten die Bücher)usammen/vnd verbrannten sie öffentlich/vnd vberrech- macbct ober ucten was sic wehrt waren/ vnd fm^dcn deß Geldes b fünfftzig tausend groschen. Also ftcs-ß-halb" taustndt mcchtig wuchst das wort deß HERRN/Vttd nam vberhand. das außgerichtet war / faßte im Paulus für im Geiste / durch Maccdonian vnd Achaian zu reisen/vnd gen Jerusalem zu wandeln/vnd sprach: Nach dem/ . ßb^Ir aber vollzogen die Schiffart von Tyro/vnd kamen gen Ptolcmaida/vnd ^MHgrüsseten die Brüder/vnd blieben einen tag bey jnen. Deß andern tages zogen wir auß/ die wir vmb Paulo waren/vnd kamen gcnKcsarien.Vndgicngenmdas Hauß Philippi deß Euangclistcn/der einer von den siben war/vnd blieben bcyjm. Derselbige hatte vier Töchtcr/die waren Inngfrauwm/vnd weissagten. v M wir mehr tage da blieben/reiset herab cm Prophet außIttdca/mitna- tz^Amen Agabus/vnd kam zu vns.Der nam den Gürte! Pauli/vnd band seine Herr- Agabus weist Svp. 6. dc vnd füsse/vnd sprachDas saget Der heylige Geist/Den Mann/dcß der Gürtel ist/ saget von S. pa»li werden die Juden also binden zu Jerusalem/ vnd verantworten in der Heyden hem de. Als wir aber solches höreten/batcn wir jn/vnd die desselbigen orts waren / daß er nicht hinauff gen Jerusalem zöge. Paulus aber antwortet: Was machet jr/vaß jr weinet/vnd brechet mir mein Hertz k Denn ich bin bereit/nicht allein mich zu binden lassen/ sondern auch zu sterben zu Jerusalem/vmb deß namens willen deß HERREN Jhesu. Da er aber sich nicht vberreden ließ/schwiegcn wir/vnd sprachen: Deß HER¬ REN Wille geschehe. MOM nach densclbigen tagen" entledigten wir vns / vnd zogen hinauff gen Jeru- Ena"-gr c^Asalem. Es kamen aber mit vns auch etliche Jünger von Kcsaricn/vnd führcten vns zu einem / mit namen Mnason auß Zypern/ der ein alter Jünger war / bey dem wir Herbergen selten. Da wir nun gen Jerusalem kamen /namen vns die Brüder gerne auff. Eß andern tages abergieng Paulus mit vns eyn zu Jacobo/vnd kamen die EL- oT^testmalledahin.Vndalserstegegrüssethatte/crzelcte er eines nach dem an- Vcrn/was Gott gethan hatte vnter den Heyden/ durch sein Ampt. e Da sic aber das hörctcn/lobeten sie den HERRN/ vnd sprachen zu jm: Bruder/ Jacobi du sihest / wie viel tausend Jüden sind/ die gläubig worden sind/ vnd sind alle ciffcrer zupMo^ vber dem Gesetze. Sie sind aber bericht worden wider dich/daß du lehrest von Mose abfallen alle Jüden / die vnter den Heyden sind/ vnd sagest: Sie sollen jre Kinder nit beschneiden/auch nicht nach desselbigen weise wandeln. Was ist denn nun? Mer din¬ ge muß die menge zusammen kommen / denn es wirt für sie kommen daß du kommen bist. So thu nun das/das wir dir sagen. Nlrm.-r. O^äIr haben vier Männer/die haben ein gelübde auff sich/ dicselbigcn nim zu dir/ M^)vndlaß dich reinigen mit jnen/vnd wage die kost an sie/daß sie jre Haupt be- schärcn/vttd alle vernemmcn / das nicht sey/ weß sie wider dich berichtet sind/ sondern G»p -5. daß du auch eynher gchest/vnd haltest das Gesetz. Denn den gläubigen auß dm Hey- Den haben wir geschrieben / vnd beschlossen / daß sie der keines halten sollen/ denn nur sich bewarcn für dem Götzcnopffcr/für blut/für ersticktem/vnd für Hnrcrcy. Da nam Paulus Die Männer zu sich/vnd ließ sich deß andern tages sampt jnen reinigen/ vtid gieng in den Tempel/vnd ließ sich schen/wie er außhielt Die tage der Reinigung/ biß daß für einen jeglichen vnter jnen Das Opffer geopffert ward. Inf. §TLs aber die siben tage soltcn vollendet werden / sahen jn die Jüden auß Asia ^ß,im Tempel/ vnd erregeten das gantze Volck / legeten die Hende an jn / vnd schrycn:Ir Männer von Israel/ hclfft/diß ist dcrMcnsch/der alle Menschen an allen enden Lehret wider dißVolck/wider das Gesetz/vnd wider diese Stätte. Auch Jetterge- schrcyderZüdeik vber Paulum. Her Apostel XXH.Qp. dazu hat er die Griechen in den Tempel geführet/vnd diese heylrge stette gemein ge¬ macht. Denn sie hatten mit im in der Statt Trophimum den Epheser gesehen / den- selbigen meineten sie/Paulus hette in in den Tempel geführet. Vnd die gantze Statt ward beweget/vnd ward ein zulauff deß Volcks. Sie griffen aber Paulum/vnd zo¬ gen in Ztun Tempel hinauß. Vnd als bald wurden die thüren zugeschlossen. (^^Asiejn aber tödtenwolten/kam das geschreyhinaufffür den öbersten Haupt- Auff- (^Hmannderschar/wie das gantze Jerusalem sichemböret. Der nanr von stund an die Kriegßknechte vn Hauptleute zu sich/vn lieffvnter sie. Da sie aber den Haupt¬ mann vnd die Kriegßknechte sahen/höreten sie auffpaulum zu schlahen.Als aber der Hauptmann nahe herzu kam/nam er in an/vnd hieß in binden mit zwo Ketten/vnd fraget/Wer er were/vnd was er gethan hette k Einer aber rieff diß/der ander das/ im Volek. Da er aber nichts gewiß erfahren kundt/vmb deß getümmels willen / hieß Paulus er in in das Läger führen. Vnd als er an die stuffen kam/ mußten in die Kriegßknechte "'"s-fange. tragen/ fürgewaltdeß Volcks/ denncs folgere viel Volcksnach/ vndschrey: Weg mit im. Als aber Paulus letzt zum Lager eyngeführet ward/sprach er zu dem Haupt¬ mann: Tharich mit dir reden k Er aber sprach :Kanstu Griechisch k Bistu nicht der Egypter/der vor diesen tagen ein Auffruhr gemacht hat / vnd führetest in die Wüsten hinauß vier tausend Meuchelmörder k Paulus aber sprach: Ich bin ein Jüdischer Marm/von Tarsen/ein Bürger einer namhafftigen Statt in Alicia. Ich bitte dich/ erlaube mir zu reden zudemVolck. Als ers aber im erläubete/trat Paulus auff die stuffen/vnd wincket dem Volck mit der Hand. Da nun eine grosse stille ward /redet er zu inen aussLbreifch/ vnd sprach: xxn.Lap. Paulus entschuldiget sich gegen verIäden snklage/vnd erzelec seinen beruff vom »nfang. Der Hauptmanu leßt , n blnden/vernimpr daß er Römisch sey/vnd stellet i n deß andern tags für die Hohenpriester vnd denRahtm Jerusalem. Verantwort R Manner / lieben Brüder vnd Vatter / höret mein z verantworten an euch.Dasieabcrhöretcn/daß erauffEbrcischzu erzeltt wirt' sttcn redet / wurden sie noch stiller. Vnd er sprach: Ich bin ein Iü- bischer Mann/geboren zu Tarsen in Alicia/vnd erzogen in dieser Statt zu den süssen Gamaliclis/gelehret mit allem fleiß imVätter- lichen Gesetz. Vnd war ein eyfferer vmb Gott / gleich wie ir alle seyt Heutes tages/vnd hab diesen weg verfolget biß an den tod. Ich band sie/vnd vbcrantworttt sie ins ge- fengniß/bcyde Mann vnd Wcib/wie mir auch der Hohepriester/vnd der gantze Hauff der Eltcsten/zeugniß gibt/von welchen ich Bricffe nam an die Brüder/ vnd reiset gen Damafton/daß ich/dic daselbst waren/ gebunden führete gen Jerusalem / daß sie ge- peiniget würden. ^»Sgeschach aber/da ich hin zog/vnd nahe beyDamasconkam/vmbdenMit- A-t-r.,--. c>tz'tag/vmbblickct mich schnell ein groß Liecht vom Huncl/ vnd ich fiel zum Erdbo- den/vnd höret eine stimme/die sprach zu mir: Saul/Saul/was vcrfolgestumichkIch antwortet abcr/HERR/wer bistuk Vnd er sprach zu nm: Ich bin Ihesus von Naza- reth/dcn du verfolgest. Die aber mit mir waren/sahcn das Liccht/vnd erschracken/die stimme aber deß/der mit mir redet/höreten sie nicht. Ich sprach aber: HERR/was sol ich thunk Der HERR aber sprach zu mir: Stehe auff/vnd gehe in Damascon / da wirt man dir sagen von allem / das dir zu thun verordnet ist. Als ich aber für klarheit dieses Liechte nicht sehen kundt/ward ich bey der Hand geleytct von denen / die mit mir waren/vnd kam gen Damascum. Ananias. Es war aber ein Gottfürchttger Man nach dem Gesetz/ Anamas/der ein gut ge¬ rächte chcscWtc. xxil.Lap. ?2, rächte hatte bey allen Mm / die daselbst wohneten / Der kam zu mir / vnd trat bey mich/vnd sprach zu mir.Saul lieber Bruder/sihe auff. Vnd ich sähe in an zu derselbi- gen stunde. Er aber sprach: Gott vnser Vatter hat dich verordnet/daß du seinen wil¬ len erkennen sottest/vnd sehen den Gerechten/vnd hören die stime auß seinem munde/ Denn du wirst sein Zeuge zu allen Menschen seyn/deß das du gesehen vnd gehöret hast.Vnd nun/was verzeuchstuk Srehe auffvnd laß dich tauffen/vnd abwäschen dei¬ ne Sünde/vnd ruffe an den Namen deß HERRN. ^*S geschach aber/da ich wrdcr gen Jerusalem kani/vnd betet im Tempel/daß ich Khristus er- ^(/entzückt ward/vnd sähe in. Da sprach er zu minEyle vnd mache dreh behend von sch-m-tp«»:-. Jerusalem Hinauß/Dmn sie werden nicht auffmmmm dein Jeugniß von mir. Vnd ich sprach:HERR/sie wissen selbsdaßichgcfangmlegLe/vnd stcupre die/soandich s»p 7. glaubten / in den Schulen hin vnd wider / Vnd da Das Blut Stephani deines Zeu¬ gen vergossen ward / stund ich auch daneben / vnd hatte wolgefallen an seinem tode/ vnd verwahret denen die Kleider/die in tödten. Vnd er sprach zu mir : Gehe hm/dcnn ich wil dich strrne vntcr die Heyden senden. M^e höreten jm aber zu biß auff diese wort / vnd Huben ire stimme auff/ vnd spra- mit solchem von der Erden/denn "cs ist nicht billich daß er leben sot. L Da sie aber schryen / vnd ire Kleider abwurffen / vnd den staub in die lufft wursten/ hieß jn der Hauptmann in das Läger führen/vnd sagetc: Daß man /n stcupcn vud er¬ fragen solt/ Daß er erführe/vmb welcher vrsach willen sie also vber in riesten. Als er jn aber mit Riemen anhand/sprach Paulus zu dem Vnterhauptmann/ der dabey stund:Zsts auch recht bey euch/emen Römischen Menschen on vrtheil vnd Recht geis- selnkDa das der Vnterhauptmann höret/gicng er zu dem Oberhauptman/vnd ver¬ kündiget im/vnd sprach:Was wilcu machen k Dieser Mensch ist Römisch. Da kam zu im der Oberhauptmann / vnd sprach zu jm: Sage mir / bist du R§- mischkEr aber sprach: Za. Vnd der Oberhauptmann antwortct/Zch habe diß Bür¬ gerrecht mit grosser Suma zu wegen gebracht.Paulus aber sprach:Zch aber bin auch Paulus ein Römisch geborn. Da traten also balde von im ab die in erfragen sotten. Vnd der ^.mscherBürger. oberste Hauptmann furchte sich / da er vernam / daß er Römisch war / vnd er in ge¬ bunden hatte. Deß andern tages wott er gewiß erkunden / warumb er verklagt würde von den Züden/vnd löset in von den banden/vnd hieß die Hohenpriestervnd irengantzen Raht kommen/ vnd führet Paulum herfür/ vnd stellet in vntcr sic. xxm.Lap. paulns entschuldiget sich abermals / vnd wrrdt dardurch eine trennnng im Rabt zwischen denSaducecrnvndPdarlftern. Der HERR erscheinet Paulo in der nachr. Vrernig Jüdische Mannner schweren zusammen/wie sie paulum wollen tödren/AIs aber der Hauptmann solches vernimmet / schickt er sn gen Lesarten;um Landpfleger. Aulus aber sähe den Raht an / vnd sprach: Zr Man- ner lieben Vrüder/ich habe mit allem guten Gewissen gewandelt für Gott/bißauffdiesen rag. Der Hohepriester aber Anamas befahl de- Ananias. nen die vmb in stunden/daß sie in auffs Maul schlügen. Dasprach Paulus zu im: Gott wirt dich sch!agen/du getünchte wand. Sttzestu vnd richtest mich nach dem Gesetz/vn heissest mich schlagen wider das GeschkDie aber vmbhcr stunden/sprachen: Schlllest du den Hohenpriester Sottest Exov.rr. Vnd Paulus sprach: Lrebcn Brüder / ich wußt es nicht/ daß er der Hohcrpriestcr ist/ Denn es stehet gefchrieben/Dcm Obersten deinesVolcks sottu nicht siuchen. ' ^sLs aber Paulus wußte / daß ein thei! Saduceer war / vnd das ander theyl Pha- ^^riseer/rieffcr im Raht.Zr Manner /lieben Brüder/Zeh bineinPhanftcr/ pMp.;. vnd eines Phariseers Son/Zcy werde angeklagt vmb der Hoffnung vnd auffersie- Hh hung ^crApostel XXlll.Lap. Phariseer. hmig Witten der Todrcn. Da er aber das saget / ward ein Auffruhr vnter den Phari- Saduceer. fiern vnd Sadurcern/vnd die menge zurspaltet sich. Denn die Saduceer sagen: Ls rn-rtch.^ fty kein Aufferstchung/ noch Engel / noch Geist. Die Phariseer aber bekennens bey- dcs. Es ward aber ein groß geschrey. Vnd die Schrifftgelehrten der Phariseer theyl stunden auff/stritten vnd sprachcn:Wir finden nichts arges an diesem Menschen.tzat aber ein Geist oder ein Engel mit jm geredt/so können wir mit Gott nicht streiten. Da aber die Auffruhr groß ward/ besorget sich der oberste Hauptmann/ sie möchten Paulum zureissen/vnd hieß dasKricgßvolck hinab gehen/vnd jn von jnen reiffen/vnd in das Läger führen. (^^Eß andern tagcs aber in der nacht stund der HERR bey jm/vnd sprach:Sey o getrost Paule / Denn wie du von mir zu Jerusalem gczeuget hast / also mußtu auch zu Rom zeugen. VerbündnLß aber tag war/ schlugen sich etliche Wen zusamcn/ vnd verbanneten sich/ widtrpaulum. weder zu essen noch zu trincken/ biß daß sie Paulum getödtet hctten. Irer aber waren mehr denn vicrtzig / die solchen Bund machten. Die traten zu den Hohenprie¬ stern vnd Eltesten/vnd sprachen: Wir haben vns hart verbannet/ nichts anzubeijsen/ biß wir Paulum getödtet haben. So thut nun kund dem Oberhauptmann/vnd dem Raht/daß er in morgens zu euch führe/als woltct jr in baß vcrhören/wtr aber sind be¬ reit in zu tödten/ehe denn er für euch kommet. aber Paulus Schwester Son den anfthlag höret / kam er dar/ vnd gieng in (T^L das Läger/vn verkündiget Paulo.Paulus aber riest zu sich einen von den Vu- terhäuptleuten/vnd sprach: Diesen Jüngling führe hin zudemOberhauptmann/ denn er hat im etwas zu sagen. Der nam in an/vnd führet in zum Obcrhauptmann/ vnd sprach: Der gebunden Paulus riest mir zu s ch/ vnd bat mich/diesen Jüngling zu dir zu führen / der dir etwas zu sagen habe. Da nam in der Oberhauptmann bcy der Hand/ vnd weich an einen sondern ort/ vn fraget jn/Was ists/das du mir zu sagen haste Er aber sprach: Die Jüden sind eins wordcn/dich zu bitteu/daß du morgen Paulum für den Raht bringen testest/ als wol¬ len sie in baß verhören / Du aber trauwe inen nicht/dcnn es halten auffin mehr denn viertzig Männer vnter inen/die haben sich verbannct/weder zu essen noch zu trincken/ biß sie Paulum tödten/vnd sind jetzt bereit/ vnd warten auff deine Verheissung. ließ der Oberhauptmann den Jüngling von sich/vnd gebot im/daß ers nie- (^K mand sagete/daß er im solche eröffnet hette. Vnd er rieff zu sich zweyenVntcr- hauptleuten/vnd sprach: Rüstet zwcy hundert Kriegßknechtc/daß siegen Kesaricn ziehen / vnd sibcntzig Reuter / vnd zwey hundert Schützen / auff die dritte stunde der nacht. Vnd die Thierc richtet zu daß sie Paulum drauffsetzen/vnd bringen in bewah¬ ret zu Felix dem Landpfleger/vud schreib einen Brieff/ der hielt also: Klaudius Lysias/Dem theuwrcn Landpfleger Fclix/Frcude zuvor. Felix. (^^Jesm Mann hatten die Jüden gegriffen/vnd wolten in getödtet haben/Da <^^kam ich mit dem Kriegßvolck dazu/vnd reiß in von inen/ vnd erfuhr daß er ein Römer ist. Da ich aber mich wolte erkündlgen der vrsache/ darumb sie jn bcschüldig- tcn/führet ich in in ircn Raht. Da befand ich / daß er beschüldtget ward von den Fragen ircs Gesetzes/ Aber keine a»rklage hatte deß todes oder der bande währt. Vnd da für mich kam / daß etliche Jüden auff jn hielten / sandte ich in von stund an zu dir/ vnd entbot den Klägern auch / daß sie für dir sagten / was sie wider in hctten. Gehab dich wol. Die Kriegßknechte/wie inen befohlen war/namen Paulum/vnd führctcn in Paulus bey der nacht gen Antlpatriden. Deß andern tagcs aber liessen sie die Reuter mit jm ziehen/ vnd wandten widerumb zum Läger. Da die gen Kesaricn kamen / vber- Tr/ antworteten sie den Brieffdem Landpfleger / vnd stelleten im Paulum auch dar.""*"""' Da der Landpflegcr den Briefflase/fraget er/ Auß welchem Laude er were e Vnd da crerküm HchMe. XXIlil.Lap. 522 er erkundet/daß er auß Kilicia were/sprach er:Zch wil dich verhören wenn deine Ver¬ kläger auch da sind. Vnd hieß in vcrwaren in dem Nichthauß Herodis. XXllll.Lap. wie der Hohepriester vnd die Ehesten Paulum vor dem Laudpflegsr anklagen / vnd er sich binwtder veranrwort / wie er in geftugltcher vcrwarunge gehalren / vnd Festus hernach an §c-- ltcts statt Landpsteger wlrvt. Aulus aber/da im der Landpfleger wmcktc zu reden/antwortet: Dieweil ich Paulus ver- ^1 antwortetstch. Tcrtul- lus. Bcr fünff tage zog hinab der Hohepriester Ananlas Paulus witt mit den Eltestcn/vndmitdcmRcdener Tcrtullo/ die erschietrcn für dem Landpsteger wider Paulum. Da er aber beruffcn ward / sieng an Tertullus zu vcrklagen/vnd sprach: Daß wir in grossem friede le- HbenVnterdrr/vnd viel redlicher Thatcn diesem Volck widerfahren durch deine fürsichtigkeyt/aller theuwerster Felix/ das nennncn wir an/ alle Wege vnd crllenchalben/mit aller danckbarkeit. Auffdaß rch aber dich ntt zu lang auffhalte/bitte lch dich / du wollest vns kürtzlich hören nach deiner Gelindigkeit. Nazare- Wir haben diesen Mann fundcn/schädlich/vnd der auffrnhr erreget allen Juden ner Sect. dem gantzen Erdboden / vnd einen fürncmesten der Setten der Nazarener /der auch versucht hat den Tempel zu entweihen. Welchen wir auch griffcn/vnd wollen in gericht haben nach vnscrm Gesetz / Aber Lysias der Hauptmann vnderkam das / vnd führet in mit grosser gewalt auß vnsern handen/vn hieß seine Verkläger Zu dir körnen. Von welchem du kaust / so du cs erforschen will / dich deß alles erkündigcn / vmb was wir in verklagen. Die Juden aber redeten auch dazu/vnd sprachcn.Es hielte sich also. k viti U" uttlrvorrec: Wiewen rcy RIwciß/daß du in discm volck mm vil iar ein Richter bist/wil ich vnerschrocke rnich verantworten. Denn du kauft erkenmn/daß nit mehr den zwölfftage sind/daß ich bin hinauffgen Jerusalem komcn anznbctcn/Auch haben sie mich nicht fundcn im Tempel mit iemand reden/ oder ein auffruhr machen im volck /noch in den Schulen/ noch in den Stätten/Sic können mir auch nicht bcybringen deß sie mich verklagen. Pauli be Das bekenne ich aber dir/Daß ich nach diesem wege/den sie eine Setten Helffen/ kenntmß. jch also dem Gott meiner Vatter/daß ich glaube allem/was gcschriben stehet im Gesetze vnd in den Propheten / Vnd habe die Hoffnung zu Gott / auffwclche auch sie selbs wartcn/ncmlich/Daß zukünfftig scy die auffcrstchung der Todten/beyde der ge¬ rechten vnd vngcrechkcn. In demselben aber übe ich mich zu haben ein vnverletzt Ge- Vnvcrletzt wissen allenthalben / bcydc gegen Gott vnd den Menschen. Gewissen. Aber nach vielen iaren bin ich kommen/vnd habe ein Allmoscn bracht meinem Volck vnd Opffcr / Darüber fundcn sie mich / daß ich mich reinigen ließ im Tempel/ c on alle rumor vnd gekümmel/Das waren aber etliche Wen auß Asia/welche sollen S»p.r». sgx vw/vnd mich verklagen/so sie etwas zu mir hetten. Oder laß drese selbs sa- gm/ob sie etwas vnrechts an mir fundc haben/dieweil ich hie stehe für dem Raht.Ön vmb deß einigen Worts willen / da ich vnter inen stund / vnd rieff/ Vber der aufferste- hung der Todten werde ich von euch heute augcklagt. aber Felix solchs höret/zog er sie auff/Denn er wußte fast wol vmb diesen ^LHweg/ vnd sprach: Wenn Lysias der Hauptmann herab kompt/ so wil ich mich euwcrs dinges erkündigen.Er befahl aber dem Vnderhauptmann Paulun; zu behal- tcn/vnd lassen ruhe haben/ vnd niemand von den feinet; wehren jm zu dienen/ oder zu jm zu kommen. Ul^rAch etlichen tagen aber kau; Felix mit seinem Weibe Drusilla/die eine Iü- Mx. ^Idin war/vnd fordert Paulum/ vnd höret in von dem Glauben an Khristo. Da Drusilla. aber Paulus redet von der Gerechtigkcyt / vnd von der Kcuschheyt / vnd von dem zu- künfftigen Gcrichte/erschrack Felix / vnd antwortet: Gehe hin auff dißmal/wcnn ich gelegene zeit habe wil ich dich lassen ruffen. Er hoffet aber darneben/daß im von Hh ss Paulo Her Apostel XXV.Lap. . Paulo solte Gelt gegeben werden/daß er jn loß gebe / Darumb er /n auch offt fordern Paulus ließ/ vnd besprach sich mit jm. Da aber zwey jar vrnb waren/ kam Portitls Festus an Felip statt.Fclip aber wolte den Iüden eine wolthat erzeigcn/vnd ließ Paulum hinder sich gefangen. XXV. Lap. Paulus rvtrdt abermals von den Iüden vor Festo verklagt/ er verantwortet sich redltch/be- ruffr sich auff den Rexser/vnV Festus crxehlr dem Röntge Agnppa was er darauff fürzunem- men bedacht. Portms Fc. A nun Fcstus Ins Land kommen war / zöge er vöer ä ' drey tage hinanffvon Kesaricngcn Jerusalem. Da erschienenfür ^^Mtz^Wjmdte Hohenpriester/vnd die fürnemesten der Iüden wider Pau- lum/vnd ermaneten in/vnd baten vmb gunst wider /n / daß er jn for- dern ließ gen Jerusalem / vnd stelten jm nach / daß sie jn vnter wegen vmbbrechten. Da antLvortet Fcstus/ Paulus würde ja behalten zu Kesarien/ aber er würde in kürtz wider dahin ziehcn.Welche nun vnter euch (spricht er) können/die laßt mit hinab ziehen/vnd den Mann verklagen/ so etwas an jm ist. (^^Aerabcrbey inen mehr denn zehen tage gewesen war/zog er hinab gcnKesa- secMo. ^LHrea.Vnd deß andern tagcs satzt er sich auff den Richtftu!/vnd hieß Paulum holcn.Da derselbige aber darkam / traten vmbhcr die Iüden/ die von Jerusalem her¬ ab kommen waren/vnd brachten auffvil vnd schwäre klage wider Paulum/welche sie nicht mochten beweisen. Diewcrl er sich veranrwortet/Ich habe weder an der Juden Gesetz/noch an dem Tcmpel/noch am Kcyser/rnrch versündiget. Fcstus aber wolte den Iüden eine gunst erzeigcn/vnd antwortet Paulo/vnd sprach:Wiltu hiuauffgcn Icrusalcm/vnd daselbst vbcr diesem dich für mir richten las- ponlus appelliert smr Paulus aber sprach: Ich stehe für deß Kcysers Gericht / da sol ich mich lassen rich¬ ten/ Den Iüden habe ich kein lcyd gcthan / wie auch du auffs beste weiffest. Habe ich k aber jemand lcyd gcthan/ vn deß todcs währt gehandelt/ so wegere ich mich nit zu ster¬ ben / Ist aber der kcmcs nicht/ dcß sie mich verklagen / so kan mich jncn niemand erge¬ ben. Ich beruffe mich auff den Keyscr. Da besprach sich Festus mit dem Raht/vnd antwortet / Auff den Kcyser hastu dich bcruffen/zum Keyscr soltu ziehen. Agrippas. AlBer nach etlichen tagen kamen der König Agrippas vnd Vernice gen Kesa- Bcrnice. ^Micn / Fesrum zu cmpfahen. Vnd da sie vil tage daselbst gewesen waren/lcget Fe- sius dern Könige den Handel von Paulo für / vnd sprach: Es ist ein Mann von Felip hinder gelassen gefangen/ vmb welches willen die Hohenpriester vnd Eltestcn der Iü- den für mir erschienen/ da ich zu Jerusalem war / vnd baten / ich solte jn richten lassen. Welchen ich antwortet: Es ist der Römer weise nicht/ daß ein Mensch ergeben werde vmbzubringen/chc denn der Verklagte habe seine Klager gegcnwerttg/vnd raum cm- pfahe sich der anklagc zu verantworten. Da sie aber her zusammen kamen/ machte ich keinen auffschub / vnd hielt deß an¬ dern tages Gcrichte/vnd hieß den Mann fürbringcn.Von welchem/da die Verkläger Me sittlich vmid aufftraten / brachten sie der vrsachc keine auff/dcr ich mich versähe. Sie hatten aber etliche Fragen wider jn von jrem Aberglauben/vnd von einem verstorbenen Ihesu/ fto vtt vnscrn, Gkau, welchem Paulus sagte/er lcbcte. Da ich aber mich der Frage Nit verstund/ sprach e ichDb er wolte gen Jerusalem rcyscn/vn daselbst sich darüber lassen richtcn.Da aber Paulus sich berieff/daß er auffs Keysers erkcnntniß behalten würde/hieß ich jn behal¬ ten / biß daß ich jn zum Keyscr sende. Agrippas aber sprach zu Festo: Ich möchte den Menschen auch gerne hören. Er aber sprachMorgen soltu jn hören. 8^'Nd am andern tage/da Agrippas vnd Vernice kamen mit grosserngepränge/ c^vnd giengen in das Richchauß mit den Hauptleuten vnd fürnemesten Män¬ nern der Statt. Vnd da cs Festus hieß/ward Paulus bracht. Vnd Fcstus sprach: Lieber chesrhGtt. XXVI.Eap. Lieber König Aprippa/ vnd alle sr Männer / die sr mit vns hie seyt/Da fthetsrdcn/ vmb welchen mich die gantzc menge der Züden angclanget hat/ beyde zu Jerusalem/ vnd auch hte/vnd schreyemEr solle nicht tengcr leben. Zch aber/da ich vernam/daß er Dauli VN nichts gethan hatte das deß tods währt sey / vnd er auch selber sich auffden Keyser be- sihuid. ^ff/ hab ich beschlossen / in zu senden. Don welchem ich nichts gewisses habe/daß ich dem Herrn schreibe. Darumb hab ich jn lassen herfür bringen für euch/allermeist aber für dich/König Agrippa/auffdaß ich nach geschehener erforschung haben möge/ was ich schreibe. Denn es düncker mich vngeschickt ding seyn / einen Gefangen zu schi¬ cken/ vnd keine vrsach wider jn anzeigen. xxvi.Lap. Z2Z psulus ttdet für dem Landpft 'fser v»v Röntg Agnppa/vsr» allein seinem stande/wesen/vnv beruffe/ vnd sie finden an f m kerne schuld veß roves. Grtppas aber sprach zu Paulo: Es tst dir erlaubt für Agrippas, dich zu reden. Da verantwortet sich Paulus / vnd recket die Hand Pauli vcrant auß/Es ist mir sehr lieb/lieber König Agrippa/daß ich mich heut für Exa!" dir verantworten sol/ alles deß ich von den Züden beschüldrget wer- - de/Allermeist/weil du weißest alle sitten vn fragen der Züden.Dar- umd bitte ich dich/woltest mich gedültiglich hören. ^War mein leben von lügend auff/wie das von anfang vnter diesem Dolck zu Zeru- Asalem zubracht ist/wissen alle Züdcn /die urrch vorhin gekannt haben/wen sie wol¬ len bezeugen. Denn ich bin ein Phariseer gewest / welche ist die strengste Setten vn- Phariseer sers Gottesdiensts. Dnd nun stehe ich/vnd werde angeklagtvber der Hoffnung an Sttt. die verheiffunge/so geschehen ist von Gott zu vnscrn Dättern/zu welcher hoffen die zwölffGeschlecht der vnsern zu komen/mitGottesdienst tag vn nacht embsiglich.Die- ser Hoffnung halben werde ich/lieber König Agrippa/vorr den Züden beschädiget. Warumb wirt das für vngläubig bey euch gerichtet/ daß Gott todten auffcrwecktk Acr-r.r,. <>War ich meynete auch bey mir selbs/ich müßte vilzu wider thun dem Namen Zhe- 'Asu von Nazareth/Wie ich denn auch zu Jerusalem gethan hab/da ich viel Heyli- gen in das Gefengkniß verschloß. Darüber ich macht von den Hohenpriestern em- pfieng/vnd wenn sie erwürget wurden/ halffich das vrtheil sprechen. Dnd durch alle Schulen peiniget ich sic offt/ vn zwang sie zu lästern/ vnd war vberauß vnsinnig auff v sie/verfolget sie auch biß in die frcmbden Stätte. Dber welchem/da ich auch gen Da- «»<>»„. mascum reyftt/mit macht vnd befehl von den Hohenpriestern/ mitten am tage/ lieber König/ sähe ich auffdem Wege/ daß ein Liecht vom Himmel/ Heller denn der Sonnen glantz/mich vnd die mit mir reyseten/vmbleuchtet. Da wir aber alle zur Erden mderfielen/höret ich eine stimme reden zu mir/die sprach auffEbreisch: Saul/Sau!/ was verfolgest du mich k Es wirdt dir schwär seyn wider den Stachel zu lecken. Zch aber sprach: HERR/wer bist duk Er sprach:Zch bin Zhesus/den du verfolgest.Abcr stehe auff/vnd tritt auffdeine füffe.Denn dazu bin ich dir erschienen/daß ich dich ordne zum Diener vnd Augen / deß / das du gesehen hast/ vnd daß ich dir noch Wil erscheinen lassen. Dnd wil dich erretten von dem Dolck/vnd von den Heyden / vnter welche ich dich setzt sende / auffzuthun sre äugen / Daß sie sich bekehren von der finsterniß zu dem Liecht/vnd von der gewalt deß Sachaus zu Gott/ Wie wir ge- zu empfahen Vergebung der Sünde/vnd das Erbc/sampt denen / die gehcyliget wer- tcchtvnds-üg den durch den Glauben an mich. ««tor ». Daher/lieber König Agrippa/war ich der Himlischen erscheinung nicht vngläu¬ big / sonder verkündiget zu erst denen zu Damasco / vnd zu Jerusalem / vnd in alle ge- Summa der gend Jüdisches Landes/auch den Heyden/Daß sie busse theten/vnd sich bekchretcn zu p"dtZtS.pMp L Gott/vn theten rechtschaffene werck der busse. Dmb deß willen haben mich dre Züden Hh ns im Her Apostel XXVil.Lap. im Tempel gegriffen/vnd vnterstundenmichzutödten. Aber durch HEe Gottes ist « mir gclungcn/vnd stehe biß auffdiesen tag/vnd zcuge/beyde/ dem kleinen vnd grossen/ vnd sage nichts äusser dem/das die Propheten gesagt haben/daß es geschehen solt/ vnd Moses / Daß Khristus solt leiden / vnd der erste seyn auß der Aufferstehung von d en todten/vnd verkündigen ein Liecht dem Volek vnd den Heyden. Festus. er aber solchs zur Verantwortung gab/sprach Fcstus mit lauter sti»ne:Pau- (^LD le/du rasest/ Die grosse kunst machet dich rasend. Er aber sprach.Mein theuw- rcr Feste/ ich rase nit/ sondern ich rede wäre vnd vernünfftige wort. Denn der König weiß solche wol/zu welchem ich freydig rede: Denn ich achte/jm sey der keines nicht verborgen / Denn solches ist nicht im winckel geschehen. Glaubest» König Agrippa Den PropheteneM weiß daß du gläubcst. Agrippas aber sprach zu PauloEs fehlet nicht viel/du vberredest mich/ daß ich ein Khrtsten würde. Paulus aber sprach: Zch wünschet für Gott/es fehlet an vil oder an wenig/daß nicht allein du/ sondern alle die mich heut hören/ solche würden wie ich bin/Außgcnommen diese Bande. Vnd da er das gesagt / stund der König auffvnd der Landpfleger /vnd Vernice/ vnd die mit inen sassen/vnd entwichen beseits/redcten mit einander/vn sprachemDie- ser Mensch hat nichts gethan/das deßtodesoder verbände wahrt sey.Agrippas aber sprach zu Festo: Dieser Mensch hette können loß gegeben werden / wenn er sich »richt auffden Keyser berußen hette. Zulirrs. Aristarchus. XXVII.LüP. Paulus wirt mit etlichen andern Gefangenen nach Rom geschickt / vnd sie kommen l'n große gefahr auffden» Meer durch vngewitter. Paulus aber;eigk inen an/wie rm ern Engel erschteF nen/vnd ;u verstehen gegeben / daß ste alle bey leben bleiben sollen. es aber beschlossen war/ daß wrr m Welschland schiffen solterr / vbergaben sie Paulum vnd etliche andere Gesänge- Paulus ne dem Vuterhauptmann/ mit Namen Zulio/ von der Keyfmschen schar. Da wir aber in ein Adramitisch Schiff traten/daß wir an Asiam hin schiffen solten/fuhre»; wir vom Lande / Vnd war mit vns Aristarchus auß Macedonia von Thessalonich/vnd kamen deß andern tages an zu Sidon. Vnd Julius hielt sich freundtlich gege»r Paulum/erlaubet jm zu seinen guten Freunden zu gehen/vnd seiner pflegen. Vnd von dannen stiessen wir ab / vnd schifften vnter Zypern hin / darumb / daß ZMus. vns die Wind entgegen waren/vnd schifften auff dem Meer für Alicia vnd Pam- zchylia vbcr/vnd kamen gen Myra in Lycia/Vnddaselbst fandt derVnterhaupt- mail ein Schiffvon Alexandria/das schiffte in Welschland/vnd lud vns drauff. Da wir aber langsam schifften/vnd in viel tagen kaum gen Guidum ka»nen( Denn der Wind wehret vns) schifften wir vnter Kreta hin / nach der Statt Salmone / vnd zo¬ gen kaum fürüber / da kamen wir an eine stette / die heisset Gutfurt / dabey war nahe Die Statt Lasea. ^^A nun vil zeit vergangen war/vnd nun mehr fährlich war zu schiffen/darumb/ ^Aaß auch die Fasten schon fürüber war/vcrmanet sie Paulus/vnd sprach zu jnen: Lieben Männcr/ich sehe /daß die Schifffahrt wil mit belcydigung vnd grossem schaden ergehen/nicht allein der Last vnd deß Schiffs/sondern auch vnscrs Lebens. Aber der Vuterhauptmann glaubet dein Schiffherrn vnd dem Schiffmann mehr/ s denri dein das Paulus sagete.Vnd da die Anfuhrt vngelegen war zu wintern/bcstun- Den jr das mehrer theil auffdem raht/ vorr dannen zu fahren / ob sie kündten kommcu gen Phenica zu wintern/welches ist eine Anfuhrt an Kreta/ gegen dem Winde Sud¬ west vnd Nordwest. Da aber Südwind webd/ vir sie meyneten/sie hettcn nun jr für- trcirrmcn/erhuben sie sich gen Asson/ vnd fuhren an Kreta hin. Nicht lange aber darnach erhub sich wider jr fürmmmen eilte Windsbraut / die man E>MGre. xxvn.Lap. Z24. Fährlig-. inan nennet Nordost. Vnd da das Schiffergriffen ward/vnd kundtsich nicht wider Schiffm^ den Wind richten / gaben wirs dahin / vnd schwebcten also. Wir kamen aber an eine S.paul,. Insulen/ die heisset Klauda / da kundte wir kaumet einen Kahn ergreiffen/den Huben wir auff/ vnd brauchten der hülffe / vnd bunden sn vnden an das Schiff/ Denn wir furchtm/cs möchte in die Syrien fallen/vn liessen das Gefässe hinunder/ vnd fuhren Sytten sind also. Vnd da wir groß vngewttter erlitten harten / da theten sie deß nehestcn tages ei-- Wirbel ansand-ge, neu außwurff. Vnd am dritten tage wursten wir mit vnsern Händen auß die bcrcyt- "" schafft im Schiff. Da aber in vilen tagen weder Sonne noch Gestirn erschein / vnd nicht ein klein vngewitter vns wider war / war alle Hoffnung vnsers Lebens dahin. L^ONd da man lang nicht geffen hatte/ trat Paulus ins mittel vnter sie/ vnd sprach: o^Lieben Männer / man solt mir gehorchet / vnd nit von Kreta auffgebrochen ha- bm/vnd vns dieses leydes vnd schadens vberhebt haben. Vnd nun ermane ich euch/ Vmb hgß jx vnverzagt scyt/ Denn keines leben auß vns wirdt vmbkommcn/on das Schiff, paullwmn! Denn diese nachtist bey mir gestanden der Engel Gottcs/deß ich bin/ vnd dem ich die- ne / vnd sprach: Fürchte dich nicht Paule / du mußt für den Keyser gestellet werden/ Vnd sihe/Gott hat dir gescheucht alle die mit dir schiffen. Darumb/ lieben Männer/ ftyt vnverzagt/ Denn ich glaube Gott/ cs wirt also geschehen/wie mir gesagt ist. Mr müssen aber anfahren an eine Insulen. L)a aber die viertzehcnde nacht kam / vnd wir in Adria fuhren vmb die Mitter¬ nacht/ rechneten die Schiffleute / sie kämen etwa an ein Land. Vnd sic senckten dm Blcywurffcyn/vnd fundcn zwentzig Klaffter ticff/vnd vber ein wenig von dannen senchtttt sie abcrmal/vnd funden fünffachen Klaffter. Da furchten sie sich/sie wür^ Den an harte örter anstossen / vnd wurffen hinden vom Schiffvier äncker / vnd wün- scheten daß tag würde. Da aber die Schifflcute die flucht suchten auß dem Schiff/ vnd den Kahn niderliessen in das Meer / vnd gaben für / sie wolten die äncker forne auß dem Schifflassen/sprach Paulus zu dem Vnterhauptmann/vnd zu den Kriegß- Gotter- knechten:Wenn diese nicht im Schiffbleiben/sokündtsr nicht beym leben bleiben. Da hieben die Kriegßknechte die strick ab von dem Kahn/vnd liessen jn fallen. A^ONd da es anfieng liecht zu werden / ermanet sie Paulus alle / daß sie Speise ne- ^Amen / vnd sprach: Es ist heut der vicrtzchcnde tag / daß sr wartet vnd vngcffm blieben seyt / vnd habt nichts zu euch genommen. Darumb ermane ich euch Speise 0 zu ncme/euch zu laben. Denn es wirdt euwer keinem ein Har von dem Haupt entfal¬ len. Vnd da er das gcsaget/ nam er das Brot/damket Gott für men allen/vn brachs/ vnd ficng an zu essen. Da wurden sie alle guts muts/ vnd namen auch speise. Vnser »7- M-ttsch? waren aber alle zusammen im Schiff/ zwcy hundert vnd sechß vnd sibcntzig Seelen, im Schff. <2^ hg sw satt wurden / erleichterten sie das Schiff/ vnd wurffen das Getreyde in das Meer. es aber tag ward/kannten sie das Land nicht. Eines Anfuhrts aber wurden sie gewahr / der hatte ein Vfer / da hinan wolten sie das Schiff treiben / wo es Schiff- möglich were. Vnd da sie die Äncker auffgehuben/liessen sie sich dem Meer/vnd kmch. löschen die Ruderband auff/vnd richteten den Segelbaum nach dem Winde / vnd trachteten nach dem Vfer.Vn da wir fuhren an einen ort/der auffbeyden feiten Meer hatte/sticß sich das Schiffan/vn das förder theyl bleib feste stehen vnbcweglich / Aber das hindertheyl zubrach von der gewalt der wellen. Die Kriegßknechte aber hatten einen raht/die Gefangenen zu tödten / daß nicht r'emLMd/so herauß schwümme/entflöhe. Aber der Vnterhauptmann wolte Paulum erhalten/vnd wehret irem fürnemmen / Vnd hieß die da schwimmen kundten / sich zu erst in das Meer lassen /vnd entgehen an das Land / die andern aber / ctlich auff den Brettern / etliche auff dem das vom Schiffe war. Vnd also geschähe cs/daß sie alle erhalten zu Lande kamen. Hh iiij Paulus Her Apostel XXVlll.Lüp. XXVill.Lap. Paulus thvr ei« Zeichen in der Insel Meltte/machr publ», Vatter/ vnd andere viel RranckH aesunvt/wtrdr gen Rom bracht / handelt daselbs mit den Jüden von seiner Lehre/ prediger das Reich (Sorres/ vnd lehrr von» HERRN Jhesu alte die ,enigeo / so -u im kamen. Nd da wir außkanren/erfuhren wir / daß dicInsulm Melite» Melite hieß. Die Leutlin aber erzeigeten vns nicht geringe freundt, schafft Zündeten ein Feuwer an/ vnd namen vns alle auff/vmb deß Regens/ der vbcr vns kommen war/ vnd vmb der kälte willen. Da aber Paulus einen Haussen Resscrzufnncn raffclt/vnd legt Paulus es auffs ftlNver/ kam ein Otter von der Hitze/ vnd fuhr Paulo an seine Hand. Da aber 7"»-^ die Leutlin sahen das Thier an ferner Hand hangen/sprachcn sie vnternander: Dieser Mensch rnuß einMörderseyn/ welchen die rache nit lebe lessct/ ob er gleich dem Mer entgangen ist.Er aber schlcnckert das Thier ins fcuwer/vn im widerfuhr nichts vbcls. Sie aber warteten/wenn er schwellen würde/odcr tod niderfallen. Da sie aber lange wartcten/vnd sahcn/daß jm nichts vngeheuwers wtderfuhr/verwandten sie sich/vnd sprachen: Er were einGott. Publius. denselbigen örtern aber hatte der Oberste in der Insulen/mit Namm Pu- blius / ein Fuhrwerck / der nam vns auff / vnd herberget vns drey tage frcundt- ltch. Es geschach aber/daß der Vatter Publtj am Feber vnd an der Ruhr lag/Iu dem gieng Paulus hineyn vnd betet/vnd leget die Hand auffjn/vn d machet /n gesandt. Da Pauli das geschähe / kamen auch die andern in der Inseln herzu / die kranckheyt hatten /vnd liessen sich gesundt machen/vnd sie theten vns grosse Ehre. Vnd da wiraußzogcn/lu- den sieauffwasvnsnot war. C^s^Ach dreyen Monden aber schiffeten wir auß in einem Schiffe von Alerandria/ s (ZwMng)DienM MAwelches in der Insulen gewintert hatte/vnd hatte ein Panirder "Zwilling. Vnd da wir gen Syracusa kamen / blieben wir drey tage da. Vnd da wir vmbschiffe- Syra- bcy dcn Hendm ge- ten/ kamen wir gen Region / Vnd nach einem tage / da der Sudwind sich erhub / ka- "sa- dtt den SchMut-n men wir deß andern tages gen Putcolen/ Da funden wir Brüdere/vnd wurden von !üv inen gebeten/daß wir Den tage da blieben. Vnd also kamen wss gen Rom. Vnd von Paulus pottm. dannen / da die Brüdere von vns höreten / giengen sie auß vns entgegen biß gen Ap- komme»g^der Iüden. Da diesclbigen zusammen kamen / sprach er zu inen: Ir Männer/ Neben Brüder/Ich hab nichts gethan wider vnser Volck/noch wider vätterliche Sit- ten/Vnd bin doch gefangen auß Jerusalem vbergeben in der Römer Hände/Welche/ da sie mich verhöret hatten/wolten sie mich loß gebe/ dieweil keine vrsach dcß todes an mir war.Da aber die Iüden dawider redeten/ward ich genötiget/mich auff den Key- serzu berllffcn/nicht als hette ich mein Volck etwas zu verklagen. Vmb der vrsach wil¬ len habe ich euch gebeten / daß ich euch sehen vnd ansprechen möchte. Denn vmb der Hoffnung willen Israelis bin ich mit dieser Ketten vmbgeben. Je aber sprachen zu jm: Wir haben weder Schrifft empfangen auß Iudea des- e kein Bruder ist kommen/der von dir etwas arges verkündi- gct oder gcsaget habe / Doch wöllcn wir von dir hören / was du Heltest / Denn von dieser Selten ist vns kund / daß jr wirdt an allen enden widersprochen. Vnd da Predigt Pau sic im einen Tag bestimpten/kamen viel zu jm in die Herberge/welchen er außleget lt von Thnsto j« bezeuget das Reich Gottes/ vnd prediget jnen von Ihesu auß dem Gesetze Mosi/ -HcschKc. XXVIII.Lap. 525 Mosi/vnd auß den Propheten /von früe morgens an biß an den abend. Vnd etliche fielen zu dem/das er sagete/Etlichc aber glaubten nicht. Da sie aber vnternander mißhellig waren/giengen sie weg / als Paulus ein I-sake s. Mort redet / Das wo! der heyligc Geist gesagt hat durch den Propheten Zesaiam / zu vnsern Vättern/vnd gesprochen: Gehe hin zu diesem Dolck/vnd sprichMit den ohren werdet jrs hören/vnd nicht verstehen/ vnd mit den äugen werdet irs sehen/ vnd nit er- tennen.Denn das Hertz dieses Volcks ist verstocket/vnd sie hören schwärlich mit ohren/ vnd schlummern mit jren äugen/Auff daß sie nit der mal eines sehen mit den äugen/ vnd hören mit den ohren/vnd verständig werden im hertzen/vnd sich bekehren/daß ich inen hülffe. So sey es euch kund gethan/ daß den Heyden gchandt ist diß heyl Gottes/ vnd sie werdens hören. Vnd da er solche redet/ giengen die Mden htn/vnd hatten vil fragens vnter jnen selbe. Paulus aber bleib zwey iar in seinem eygen gedinge/ vnd nam auffalle die zu im eynkamen/predtget das Reich Gottes/vnd lehret von dem HERRN Wsu/ mit aller freydigkeit/ vnverbotten. Ende der Apostel Geschichte. Paulus kltibtr.M in seinem gcdiir. Vorrede auffdte -Epistel H. Wult an die Römer. Jese Epistel tst das' rechte Hauptstück des; Nem Testaments/vnd das allerleutersteEuangelium/wel- dch nkuwen'W^ ehe wolwirdig vnd währt ist / daß sie cm Christen Mensch nichtallein von wort zu wort auswendig wrsse / sondern täglich damit vmbgche / als mir W täglichem Brot der Seelen. Denn sie nimmer kan zu viel vnd zu wol ge- lesen oder betracht werden. Vnd je mehr sie gehandelt wirdt/jeköstlicher sie wirdt/vnd baß schmecket. Darumb ich auch meinen dienst dazu thun wil/vnd durch diese Vorrede einen eyngang dazu bereiten/so vil mir Gore verliehen hat / damit sic desto baß von jederman verstanden werde. Denn sie bisher mit gloscn vnd mancherley gcschwätz vbcl verfinstert ist/die doch an jrselbs ein Helles Liecht ist/ fastgnugsam diegantzc Schrrfftzu erleuchten. Auffs erste müssen wir der Sprachen kündig werden /vnd wissen was S.Paulus meyner durch diesewort/Gesctz/Sünde/Gnade/Glaube/Gercchkigkeik/Flcisch/Geist/vnddergleichen/sonstistkein lesen nütz dran. As wörtlm / Gesetz / mußt du hie nicht verstehen Menschlicher weise / daß eine Gesetz. ^^Lchrescy/wasfürWerckzuthunodcrzulasscnsind/Wie es mit Menschen Gesetzen zugehet/ da man dem Gesetz mit Wcrckcngnug thur/obs Hertz schonnichkda ist. Gott richtet nachdeß Hertzen gnmdt/Darumb fordert auch ftm Gesetz dcß Hertzen grundt/vnd lässet jm an Werckcn nicht Gottes Ges-y for. benügcn/Sondern straffet viel mehr die Wcrckon hertzen grundt gethan/als Heuchcley vnd Lügen. deß Hertze» psalm.»-. Daher alle Menschen Lügner heissen / Psalm.nö.darumb /daß keinerauß hertzen grundt Gottes Ge- fetz hclt/noch halten kan/Denn jederman findet bey sich sclbs vnlust zum guten/vnd tust zum bösen. Wo nun nit ist frcye lust zum gutcn/da ist deß hertzen gründe nicht am Gesetz Gottes / Da ist denn gewißlich auch sünde vnd zorn verdienet bey Gott/ob gleich außwendig vil guter wcrck/ vn ehrbare leben scheinen. Rom.-. Daher schleußtS-Vaulusamr-Capitel/DaßdieIüdenalleSündersind/vndspricht:Daßal¬ leine die Lhäter deß Gcsetzcsgerecht sind bey Gott. Wil damit/ daß niemand mir wercken deß Gesetzes Niemand ist mu Thäker ist/ Sondern sagt viel mehr zu inen also: Du lehrest man solle nicht Ehebrechen/vnd du brichst wercken vcß Gest. Tbätcr die Ehe. Item/worinncn du einen andern richtest/darinncn verdammest du dich selbs/weil du eben das- deö Gesetzes, selbigethust/das du richtest. Als solteersagemDu lebesteusserlich fein in deß Gesetzeswercken/vndrich¬ test die /die nicht also leben / vnd weisscstjcderman zulchrcn /Den Splittersihcstu in Verändern äuge/ Aber deß Balcken in deinem äuge wirstu nicht gcwar, Senn Wmde. Art der Werckhey- Dennobduwolaußwendigdas Gesetz mit Wercken hclkest/auß furcht der straffe/oder licbe deß lige». lohns/ So thustu doch alles on freye inst vnd liebe zum Gesetz/sondern mit vnlust vir zwang/ wölkest lie¬ ber ändcrß thun / wenn das Gesetz mehr were. Darauß sichs denn schleußt / daß du von hertzen grundk dem Gcfttzc ftindtbist. Wasistsdenn/daß du andere lehrest nicht stalen/ so dl; in; hertzen sclbs ein Dieb blst/vnd eufferlich gerne wercst/wenn du thürstest i Wiewol auch daseufferlichc wcrck die lenge nit nach bleibet bey solchen Heuchlern. Also lehrcstu andere / Aber dich selbe nicht / wciffestauch selbst nicht was Gesetz mehret die du lchrcst/hast auch das Gesetz noch nie recht verstanden. Ja dazu mehrer das Gesetz die Sünde / wie er Sünde. saget rm s.Cap.Darumd/daß jm der Mensch nur fcinder wirt/ic mehres fordert/dcß er keines kan. Rom .5. Gesetz ist Geistlich. Darumösprichrcram^.Cüp.Das GesctzistGcistlich.WaöistdaöiWcnndasGesetzLciblich Rom-7. were/so gcschehe-m mir Wercken guug / Nun es aber Geistlich rst/thut jm memandgnug/es gehe denn vonhertzen grundt alles wasduthust. Aberein solchehcrtzgibtnicmand denn Gottes Geist/verma¬ chet den Menschen d-M Gesetz glcich/daß er lustzum Gesetz gewinnet von hertz/n/vnohinfurtnichrauß furcht noch zwang/sondem auß freyenr hertzen/alles thut. Also ist das Gesetz Geistlich/das mit solchem geistlichen hertzen wil geliebetvno e; füllet scyn / vnd erfordert euren solchen Geist. Wo der nicht im Her¬ tze» ist/da bleibet Sünde/vnlust/feindtschafft wider das Gcsetz/das doch gut/gerecht vnd hcyligisi." Äcst Gesetzes werck D gewehne dich nun der rcde/Daß viel ein ander ding ist deß Gesetzes Werck thun/vnd das Ge- thun/v!,d das Gesetz erfüllen. Deß Gesetzeswcrck ist alles/das der Mcnsch rhut/odcr thun kan am Gesctze/auß sei- crsu!iar/itz zweycr- nemfreyen willen vnd eygenkrafften.Weil aber vtttcr vnd neben solchen wercken bleibet im Her¬ tze» vnlust vndzwang zum Gesetz / sind solchewerckalle verloren / vndkein nütze. Das meynet Sanck PaulusCap.z.da er sprich t: Durch GesetzeswerckwirtfürGottkeinMenschgercchk. Dahcrsihcstu Rom.;. SoHlßtN. nun / daß die Schulzanckcr vnd Sophisten Verführer sind/wenn sic lehren mitwerckcn sich zur gnade bcrciten.Wic kan sich mu wercken zum guten bercitcn/dcr kern gut werck/ on vnlust vil vnwillen imher- tzcn/thutiWic sol das wcrck Gott gclüstcn/das au ß einem vnlustigcn vnd widerwilligem hertzen gchctt DasBcsctzerfüllen. Aber das Gesetz erfüllen/ ist mit lüft vnd licbe seme wcrck thun /vndfrcyon deß Gcsctzcszwang Göttlich vnd wol leben / als were kein Gesetze oder straffe. Solche lüft aber frcycr licbe gibt dcrH.Geist ins Hertz / wie er spricht Cap. 5. Der Geist aber wirbt mcht gegeben / den rr allein/ m/ nut vnd durch den Rom.;. Glanl'komet durchs glauben an Jhesuin Christ/wiccrin der Vorrede jagct-.So kompt der Glaube nik/on allein durch Got- Luangclmm. tcsWork oder Luangelium/das Christurri prcdigct/wic er ist Gottes Son vnd Mensch/gestorbcn vnd aufferstandcn vmb vnscrn willen. Wie er am 5. 4. vnd lo.Capilclsagck. Rom.;. 4.,». Glaub macht allein Daherkompts/daßallcin der Glaube gerecht machet/vttd das Gesetz crfüllct /Denn er bringt den screcht. Geist auß Christueverdicnst. Der Geist aber machctern lustig vnd frey Hertz/ wie das Gesetz fordcrt/so Gesetz wirbt durch gehen den die guten wcrck au ß dem glauben selber. Das meynet er Cap.z.nach dem er deß Gesetzes werck Rom.;. den glauben auffge, verworffcn haktt/daß es lautct/als wolt er das Gesetz auffhcbcn dtrrch den glaubcn/Ncin(sprichtcr)wir richten das Gesetz an durch den glauben/das rst/wir erfüllens durch den glauben. Sünde. Dnde heißt in der Schufst / nicht allein das eufferliche Werck am Leibe / son- I luitt (<^dcrn alle dasgcscheffk / das sich mit reget vnd weget zu dem cufferlichen wcrck / nemlich / deß her- ycn grundt mit allen krefften. Älso/daß daswörtlm/Dhun / sol herffen / wenn der Mensch gantz dahin feütvnd fchret in die Sünde. Denn cs geschieht auch kem eufferlich wcrck der sünde/dcr Mensch fahre denn gann mit Leib vnd Seele hinan.Vnd sonderlich sihct die Schrrfft ins hcry/vnd auffdic wur- Vnglaube Haupt, tzclvnd Hauptquelle aller Sündc/welchc ist der vnglaubc im gründe deßhcrtzcn.Älso/daß wie der Glau quelle alicrsünde. bc allein gerecht macht/ vnd den Geist vnd lust bringet zuguken cufferlichen Wercken / Also sündiget al¬ leine der Vnglaubc / vnd bringet das fleisch auff/ vnd tust zu bösen cufferlichen wercken/wre Adam vnd HcuaacschahcimParadyß/Gen.z. Christus nmnct al- Daher Christus allein den vnglauben fände nennet/da er spricht Johannis lö. Der Geist wirdk Johan.'S. lcin den vnglaubc-; die Welt straffen vmb die sündc/daß sic mehr glauben an mich. Darumbauch/ehedenngureodcrböse fände. w^rck gcschehen/als die gtttcn oder bösen Früchte/muß zuvor rrn hertzen da seyn Glaube oder vnglaubc/ als dre wurtzcl/safft vnd hauptkrafft aller Sündc.Welchs in der Schrifft auch darumb der Schlangen Kopffvnddeßalten Drachen Haupt heisset/dcndcßWcibesSame/Chrrstus/zutretten nmß/wie Adam verheissen ward/Gcn.z. Scn z. Zierde sH Nade vnd Gabe smd deß Mderfcheids / daß Gnade eygentliche hcGt Gottes M^huldc odcrgunst/dic crzu vns tregtbcy sich selbs / auß welcher er geneigt tvirt/Chnstum vnd den Vade. Gcrst nllt seinen gaben m vns giessen / wie das auß dein 7.Cap. klar wirdt / da er spricht: Gnade Rom.;, vndgabcin Chrrsto/rc. Ob nun woldie Gaben vnd derGerst invnötäglichzuncmmcn/vndnoch nicht Böse lüft iurdsünde vollkommen sind/daß also noch böse lüste vnd fände in vns vberblerbcn / welche widerdcn Geist streiten/ tudm Heyligen vbe, saget /R0M.7. vnd Galls. Vnd wie Gcn.z. verkündigt ist der hader zwischen deß Weibes Sa- "2"^' ^,cn vnd der Schlangen Samen / So thut doch dre Gnade so vrl/daß wir gantz vnd für voll gerecht für Gott gerechnet werden. Denn seine Gnade thcilct vnd stücket sich nicht/ wie die Gaben thun / sondern nimpr vns gantz vnd gar ar, ff in die hulde / vmb Chri stus vnscrs Fürsprechers vnd Mittlers willcn/vnd vmb das in vns die Gaben angefangm sind. Ck-steil stnd aer -cht Also vcrstehcstu denn das 7. Cap. da sich S.Paulus noch einen Sünder schilt. Vnd doch im s. R0M.7.S. vud'dvch Sünders' spricht: L'ö sen nü Hs vcrdaiülichs Ml dcncn/dic in Christo sind / der vnvollkomcncn gaben vnd deß Gei¬ stes halben.Vmb deß vngetödkcn Fleisches willen sind wrr noch Sünder/Abcrwcr l wir an Christo glau bcn/vnddeßGeistcsanfanghaben/istvnsGotksogüttstigvndgnadig/daßersolchc Sünde nit achten noch noch richten wkl/Sondern nach dem glauben an Christo mir vne fahren/biß Vie Sünde geto'dket werde. Welch- ^attbe ist nicht der Menschliche wahn vnd Traum/den etliche für Glauben Hal- Glaube, ^rhaffkiger ten/ Vndwenn sie sehen / daß keine bcsserung deß Lebens noch gute merek folgen / vnd doch vom oder erttchter glauben vil Horen vnd reden können/ fallen sie in den srrkhumb/vnd sprechen: Der glaube sey Nit Glaube. gnug/Man müsse wcrck Lhun/so! man ftomb vnd seltg werden. Das machk/wenn sie dasEuangelium hörcn/so fallen sie dahcr/vnd machen inen auß eygen krefften einen gedancken im hertzen/dersprichtrIch gläubc/Das halten sie denn für einen rechten giauben.Aber wie cs ein menschlich gekichkvnd gedancken rst/dcn deß Herren grundt nimmer erfehret/ Also thut er auch nichts/vnd folger keine bcsserung hernach. Johan.». Aber Glaube ist ein Göttlich werck in vns/dae vns wandelt vnd neuw gebiet auß Gott / Iohan.i. Rrasse s»d geschtff« Vnd töoret den alten Adam / machet vns gantz ander Menschen von hcrtzen / mut / sinn vnd allen krcff- Glaubens, ren/vndbringet den heiligen Geistmit sich/D esistein lebendig/fchcfftig/thekig/mächtig ding vmb den Glauben/ das vn m üglrch ist/ daß er nicht on vntcrlaß solte guts wirckcn. Er fraget auch nicht/ ob gute Glaube vnd Wer» werck zu thun sind/sondern ehe man fragct/hat er sie gcthan/vnd ist smmerrm thun-Wcraber nicht sol- l»»d vngcftheidc». cke werck rhut/der ist ein glaubloser Men sch/ tappet vnd siher vmb sich nach dem glauben vn guten wer- ckcn/vnd weiß weder wasglaube oder gute werck sind/waschek vnd schwätzet doch vrl wort vom glauben vnd guten wcrckcn. Glaube ist ein lebcndige/erwegcne Zuversicht auffGottes gnade/ so gewiß/ daß er tausendmal drä- bet stürbe. Vnd solche Zuversicht vnd erkenntniß Göttlicher gnade machet frölich/ trotzig vnd lustrgge- gcnGottvndallcCreakurn/wklchesdcrhcyligcGeistthutimglauben. Daher der Mensch on zwang/ willig vnd lustig wirtscderman guts zu chun/jederman zu dienen/allcrlcyzu lciden/Gottzu liebe vnd zu lob/dcrimsolchegnadecrzeigekhat.Also/daßvnmüglichist/wcrckvomglaubcnscheidcn/Iasovnmäg- Dinglich Wcrck lich/als brennen vnd leuchten vom fcuwcr maggescheiden werden.Darumbsihc dich fär/für deinen ey- vom glaube» scheu gen falschen gedancken/ vnd vnnützen schwätzern / die vom glauben vnd guten werckcn klug scyn wollen zu vrthcilen/vnd sind die gröstcn Narren. Bitte Gort / daß er den glauben in dir wir ckc/svnst blechest» wol ewiglich on glauben/ du richtest vnd rhust was du wiltoder kanst. Erechtigkeit ist mrn solcher Glaube / Vnd heisset Gottes Gcrccbtigkat/oder die Gerechtigkeit für Gottgilt/darumb/daß sic Gott gibt/vnd rcchcnt für gcrechtigkeit/vmb Christus willen vn- Gortes. sers Miktiers/vü machr den Menschen/daß er jedcrman gibt was er schuldig ist.Denn durch den glauben wirr der Mensch on sünde/vn gewinkt tust zu Gottes gebotten/Damik gibt er Gott seine ehre/ vnd bezalerjmwae er sm schuldig ist. AberdcnMenschendicneterwilliglich/womiterkan/vndbezalek damit auch jederMan.Solche gcrechtigkcit kan Naklw/freyer willc/vnd vnser kreffte nichrzuwegen brin gen/Denn wie niemandsm selberkan den glauben geben/So kan er auch den vnglauben nicht weqncm- men/Wie wiler denn ein einige kleine fände wegneMcni Darumb ists alles falsch/heucheley vndfände/ Rsm.,4. wasausserdemglaubcnoderinvnglaubengcschtchk/Rom.i^.csglcisscwiegutesmag. ^FZ^Leisch vnd Geist mußtu hie nicht also verstehen/ Daß Fleisch alleine sey was die Beisch. ^D^vttkeuschheitbckrcffc/vndGeisiwasdasinnerlichcnn hcrtzen bekrcffe/Sondern Fleisch hcrssct Iohan.,. 0^9 S.Paulüs/wie Christus Johan. z.allee was auß Fleisch geborn rst/ den gantzen Menschen mik Leib vnd Seele/mir vernunffrvnd allen sinnen/Darumb/daß cs alles an ?m nach dem Fletsch trachtet. vernic,. Also/daß du auchdcn Fleisch lich wisse st zu hcissen/deron gnad von hohen Geistlichen fachen vilkichket/ Galat. 5. lehret vnd schwätzet.Wie du das auß den werckcn deß Flcisches/Gal.s.wolkanst lehrnett/da er auch Ke- Rom. s. tzcrey vn bass; Fleisches werck heisset. Vn Rom. s.spncht cr/Daß durchs Fleisch das Gesetz geschwächt Merckdeß fleifthc». wirt/welches nicht von vnkeufchheit/ sondern von allen fänden / allermeist aber vom vnglauben / gesagt ist/ der das aller Geistlichste Lastcrist. Widcrumb auch/den Geistlich heiffck/der mit den allercusserlichstm wercken vmbgehet/als Chri- Gastlich M-nsch. stus/daer der Jüngerfüsse wufch/vnd Pctrus/daer das Schrffführctvnd fischet. Also/daß Fleisch sey Fleisch, ein Mensch/dermnwcndigvnd auswendig lebet vnd wircket/daszudcß Fleisches nutzvndzeitlichem Lebendienek.Gcistscyderinnwendigvndaußwcndiglebekvndwircket/daszudemGcistvndzukünffti- gem Leben dienet. Dn solchen verstandt dieser Wörter wirstu diese Epistel SanctPauli/noch kein Buch derheiligen Schrifft/nimmermehr verstehen. Darumb hüte dich für allen Lehrcrn/die anderst diese wort brauchen/ sie seyen auch wer sic wöllcn/obs gleich Lrigencs/Ambrosius/Augustinus/ Hicronymus/vnjrcs gler- chen/vnd noch höher/wcrcn. Nun wollen wir zur Epistel gmssen. Icwcil eitlem Euangclischk Prediger gcbürt/am ersten durch offcnbanmg Ampt rintsLuMs- deß Gesetzes vnd der Sünden alles zu straffen/vnd zu fänden machen/das nicht auß dem lsschm prediger». Geist vnd Glauben an Chrrstum gelebt wirt / damit die Menschen zu jrem eygen erkennt, nist vndsammcr geführt werden /daß sic demütig werden / vnd hülffe begeren. So timt S.Paulus auch/vnd sehet an im i.Cap.vnd straffet die groben fände vnd vnglauben/die f öffentlichsind am tage/als der Heiden fände waren/vn noch sind/die on Gottes gnade lcben/vn spricht: Es werde offenbaret durchs Euangeliunr Gottes zorn vor, Himel ober alle Mensthe/vmbjrcs Gottlo, scn wesensvn Ungerechtigkeit willen.Den obsie gleich wissen vn täglich erkeäcn/dz ein Gottsey/So ist doch die Natur an jr selbs/ausscr der gnade/so böß/daß sie jm weder dancker noch sn ehret. Sondern ver¬ blendet sich seibs/vnd feilet on vntcrlaß in ärger wcsen/Biß daß sie nach Abgöttereycn/auchdie schändk- tichsten fänden/mltallen Lastern wirckek/vnvkrschämpk/vnd darzu vngestraffe lessek an dm andern- ii. r.Kapitclstrccketcrsoickc siraffc auch ivcitcr auff dic / so cusserlich sroxi scheu nen/odcr heimlich sündigen/Als die Juden waren/vnd noch alle Heuchler sind/die on tust vn liebe ^^wol vn ebrbarlich leben/vnim hcrtzenGottcs gcsctzftindt sind/vn doch ander lenke gerne vrtheilen. Art der Heuchler. Wie aller Meißner attist/daß sie sich sclbs rein achtcn/vnd dochvollgeitzes/hasscs/hossark/vndallcsvn- fiats steckcn/Matt.rz. Vie sinds cbcn/die Gottes gütigkeitVerachten/vnd nach jrer hartigkcitöen zorn S.panlus leßt nie. vber sich Haussen.Also/daß G.paulus/alscin rechterGesetzverklarer/niemand on sünde bleiben lasset/ wand on fände bla- Sondern allen den zorn Gottes verkündiget/dieauß Natur oder freycm willen wollen wol leben /vnd lessct sie nichts besser feyn den vieössencltchesünver/jaer spuchüSic seycn hartmütigcvndvnbußfcrLige. ui. z.wirffter stcalle bcyremnttmhauffcn/vndspkichtiSncrseywicdcran. Iäden vnd Heyden D/S der/alle zumal sündcr für Gott. On daß die Inden Gottes wort gchabt/wiewolvil nicht dran ge- alle Münder. ^glaubt haben/Doch damit Gottes glaube vnd warhcit nicht auß iss Vnd führet zufellig kyn dm Warumbdas Ge- Spruchauß demsi.Psalm/Daß Gott gerecht bleibet in seinen Worten. Darnach koinet er wider dar- psslm./.. setz gegeben sey. auff/vnd beweiset auch durch Schrlsst/daß sic alle Sünder sind/vnd durch Gesetzes wcrck niemand ge¬ recht wcrde/Sondcrn das Gesetz nur drc fände zu erkennen gegeben sey. Darnach sehet er an/vnd lehrctdenrechtenweg/wre man müsse fromb vnd selig werden/vnd Wie man für Gott sprichk-.Sic sind alle ssnder/vnd mangeln dcß ruhmsdcnsican Gotthabcn sollen /Müssen aber onver- gerecht vnd Mg dienst acrccht wckdcn durch den Glauben an Christum / der vns Elches verdienet hat durch scm Blut/ vnd vns ein Gnadcn stul worden von G ott/der vns alle vorige sünde vergibt. Damit er bewersc/daß sei¬ ne Gerechtigkeit / diecr gibt un glauben/allcin vns helsse / die zu derzeit durchs Euangclrüm ossenbart/ vndzuvor durchs Gesetz vnd dic Propheten bezeuget ist. Also wirt das Gesetz durch den glauben aussge- rrckt/ob wol dcß Gesetzes werck damit werden nidergelegt, samptjrcrn rühm. Frucht vnd Werck des; Glaubens. _ Gerechtigkeit/Tod vud Leben/Herkommen. Vnd Helt die zwcen fein gegenander/Adam vnd gVcr^t hat dir Äun. Christum. Wil also sagen: Darumb Niu ßte Chrijkue kommen/ ein ander Adam/ der seine Ge¬ bt / Also erber Chn- fechttgkelt aussvns crbcte/durch ein ncuwe Geistliche Geburt litt glaubcn/Gleich wie jener Avant auff Geleehnqtnf.' vttögccrbcthatdtesündc/durchdiealte flclschlicheGeburk. Niemand kau ,m Damit wrrdt aber kund vnd bestätiget / Daß jmnicmandkan sclbö auß Sünden ZurGerechtrg- selbsans; derSüu- ktyt Mit wcrcken hclffkn/so wenig crkan wehren/ daßer leiblichgcborn wirt. Das wirdtauch danrit be- de hMc»,. wctscit/daß das Göttliche Gesetz/das doch btllich heissen solkc/ so etwas Helffen solte zur Gcrcchtigkeyt/' nrchk iui. 4. Als nun durch die ersten z.§apitel die Sünde offenbaret/vnd der weg deß Abrakam,st allein glaubenszurgcrcchtigkcit gelchrct ist/ Fehet er an zubegegnen etlichen Lynrcden vü Ansprüchen, gerecht worden^ H^Vnd nimmctam ersten den für/den gemeiniglich thiinalle die vom Glauben hören/wie er on werck gerecht mache/vn sprechen: Sol man denn nun keine gute werck thun k Also Helt er hie jm sclbs für den Abraham/vnd sprichttWas hat denn Abraham mit seinen wcrckcn gethaniIsts alles vmb sonst ge- weseniWarcn seine werck kein nütziVnd schleussct/Daß Abraham on alle werck/allcrn durch den glau- Beschneidung A, bcn/gerccht worden scy/So gar/daß er auch vor dem Werck seiner Beschneidung durch die Schrissk al- brahk. leinscinesglaubcnsharbcngcrechkgepreisctwcrde/Genes.is.HatabcrdabwcrckdcrBeschnetdungzu Ve».v. seiner Gerechtigkeit nichts gcthan/das doch Gott jm gebot/vnd ein gut werck dcß gehorsame war/ So wrrt gewißlich auch kein ander gut werck zur gcrcchtigkeit etwas thun/ Sondcrn/wie die Beschneidung Abrahc ein cusserlich Zeichen war / damit er seine Gerechtigkeit im glauben beweiset/ Also sind alle gute werck nur cusscrliche Zeichen/die auß dem glauben folgen/vnd beweisen / als die guten Früchte / daß der Mensch schon für Gott innwendig gerecht sey. -Der Mensch wirdt Damit bestätiget nun S.pauluo/als miteinem kresstigen Exempcl/auß der Schrissk seine vori- Rom.;, bccabcrnttonttxrc" Ak Lkhreim z.Capitcl vom glauben. Vnd führet dazu noch einen Icugen/Dauid/auß dem Z2. Psalm/ pk»lm.zr. wen tt gerecht wor- der auch saget: Daß der Mensch on werck gcrcchtwcrde / wiewol ernicht on werck bleibet /wenn erge¬ ben- ' recht worden ist. Darrrach breitet er das Excmpelauß wider alle andre werck deß Gcsctzcs/vnd schleußt/ daß dieJüdcn nicht mögen Abrahams Erben scyn/allcin deß Geblüts halben/ vilwcnigcr deß Gesetzes des; Glaubens wcrck Halben/Sondcrn müssen Abrahanlö glauben erbc/wöllcn sie rechte Erben seyn.Sintemal Abra- ' Icindcr / vnd Er- ben/rc. "b hamvordcinGcsetzcchcydeMosivndderBeschncidung/durchdenglaubcnistgcrechrwordcn/vndcin Vatter genennetallerglaubigen-Dazu auch das Gesetz vil mehr zorn wircke denn gnade/diewcil es nie¬ mand mit liebe vnd tust thut/Daßviel mehr vngnade denn gnade durch deß Gesetzes werck kommet. Darumb muß allein dergkaube die gnads/Abrahe vcrhcissen/ertangen. Sen auch solche Exempcl vmb vnscrn willen geschrieben sind/daß wir auch glaubcnsollen. z. kommet erauffdie Früchte vnd Werck deß Glaubens/als da sind/Friede/ Freude/Liebe gegen Gott vnd jedcrman/ dazu sicherheik/ trotz/freydigkeit/ muth vnd Hoffnung in ^^trübsal vnd leiden. Den solche alles solgct/wo derglaubc recht ist/ vmb deß vbcrschwenglichen gu- teswillcn/dasvysGottin Christo crzcigck/daß crjnfürvnöhatsterben lassen/ehewirjn da, unrbbitten kundtcn/ ja da wir n och Feinde waren. Also haben wir denn/ daß der Glaube on alle Werck gerecht ma- chct/Vnd doch nicht darauß folget/daß inan varuinb keine gute Werck thun solle/sonöcrn daß die recht- Mcrckheilrgeu wist sehassenc werck Nit aussen bleiben / Von welchen die Werckherligen nichts wissen/ vnd lichten jnen sclbö stn nichts von dm cygcnc wcrck/darinnen weder fricdc/fteude/sicherheit/liebe/hoffnung/rrost/ noch keines rechten Christ- ck«! stodlmglaichm llchcn Werckö vns G laubcns art / innen ist. folge». Arnach tbut er einen lustigen Außbruch vnd Spaeiergang/ vnd er-ehlct/wo beyde/ Sünde vnd .. o-.v. > WieAdamauffvns Borrede. 327 nicht allein on hülffe kommen ist/ sondern hak auch die sünde gemehret /darumb /daß die böse Natur jm Gesetz mehrer die desto feinder wirt / vnd jrc tust desto lieber büssen wil / je mehr jr das Gesetz wehret. Daß also das Gesetz sünde. Christum noch nötiger machet/vnd mehr gnade forderk/die der Natur helffe. ^/M6.mmpt er das sonderliche werck deß Glaubens für sich/dm streit deß Geistes VI. L/v mrt dem Fleische/vollend zu tödten die vbrige Sünde vnd lüste/die nach der Gerechtigkeit vber- Adcm^msth. ^^bleiben Vnd lchretvns/Daß wir durch den Glauben nicht also gefreyeksind von sünden/daß wir müssig/faul vnd sicher/seyn solken/ale wcre keine sünde mehr da-Esist sünde da/Aber sic wirdt nicht zur verdamniß gerechnet/vmbs Glaubens willen/ der mitjr streitet. Darumb haben wir mit vns selbs ge- Glanb fichton vneer nug zu schaffen vnserlebenlang/daßwirvnfcrnLcibzämen/seinelüsteködten/vnd seine Gliedmaß zwin '^rmr. gen/daßsiedemGeistgehorsamseyen/vndnichkdenlüsten. Damit wir dem Tod vnd Aufferstehung Christi gleich seyen/vnd vnser Tauffc vollbringen (die auch den Todder sünden/vnd ncuwLeben der -Deueug der Tauffc. gnaden bedeutet) Biß daß wir gar rein von Sünden/auch leiblich mit Christo aufferstehen/vnd ewig¬ lich leben. ' Vnd das können wir thun/sprichker/weil wir in der Gnaden/vnd nicht in dem Gcseß/sind. Wel- On Gesetz seyn. ches er selbe außleger/daß on Gesetz scyn / scy nicht so vll gesagt/ daß man keine Gesetze habe / vnd möge thunwasstdermangelüstet/Sondern vmcrdem Gesetz seyn/istwennwiron gnademitGesctzcsWcr- Diner dem G-ses ckcnvmbgehen/Alsdenherrschet gewißlich dicsündedurchsGcsctz/stntemalnicmanddem Gesetze hold sey»- ..ist von Natur/Dassclbige ist aber grosse sünde. Die gnade machet vns aber das Gesetz lieblich/So ist denn keine sünde mehr da/vnd das Gesetz nicht mehr wider vns/sondern eins mit vns. Dasselbige aber ist die rechte Freyheik von der sünde vnd vom Gesetze/von welcher er biß ans en- Freyhe» von sünde» de dieses Cap.schreibek/Daß es sey erne Freyheik nur gute zu thun mitlust / vndwol leben on zwang deß vnd Gcsetze/rc. Gesetzes. Darumb ist die Freyheik em Geistliche Freyheik/ die nicht das Gesetz auffhcbk / sondern dar- reichet/was vom Gesetz gefordert wirt / ncmlich lust vnd liebe/ damit das Gesetz gestrüct wirt/ vnd nicht mehr zu treiben vnd zu fordern hat. Gleich als wenn du einem Lchmherrn schüldig wercst/vnd kündtest nicht bezalen/Von dem möch test du zweyerlcy weise loß werden/ Einmal/daß er nichts von dir neme/vnd sein Register zurisse. Das andermal / daß ein fromb Mann für dich bezaleke/vnd gebe dir / damit du seinem Register gnug thctest. Aufs diese weise hat vns Christus vom Gesetz freygemacht. Darumbistsnicht eine wilde fleischliche Freyheit/dic nichts thun solle/Sondern die vil vnd allcrtey thuk/vn von deß Gesetzes fordern vnd schuld ledig ist. /.bestätiget er solches mit einem Gletchmß deß Ehelichen lebens. Alswenn vn. Q^i ein Mann stirbt/so ist dieFrauwauchledig/vndistalsoeinsdeßandernloßvndab. Nicht also/ GleichnißvomEhe- ^l^daß die Frauw nicht möge oder solle einen andern Mann nemmen/Sondern vil mehr/daß sie nun allererst rechtfreyist/einen andern zu nemmen /Dassie vorhin nicht kundte thun/ehe sie jenes Mannes abwar. AlsoistvnserGewissenverbundendemGesetz/vnterdemsündlichenalkenMenschen/Wenn der getödtet wirk durch den Geist/so ist das Gewissen frey/vnd eines deß andern loß. Nicht daß das Ge¬ wissen solle nichts thun/sondern nur allererst recht an Christo/ dem andern Manne/Hangen /vnd frucht bringen deß Lebens- /^^Arnach streichet er weiter auß die art der fände vnd deß Gesetzes /wie durch das Gesetz die sünde Sje ^e reget <14 sich nun recht reget vnd gewaltig wirk. Den veralte Mensch wirt dem Gesetz nur desto feinder/ durchs Gesetze / v»r> weiter nicht kan bezalen / daß vom Gesetz gefordert wirk. Denn sünde ist seine Natur/ vnd kan ^"gewalttger/rc. von jm selbe nichts anderst / darumb ist das Gesetz sein tod/vnd alle seine Marter. Nichtdaß das Gesetz böse scy / sondern daß die böse Natur nicht leiden kan das gute/daß cs guks von jm fordere. Gleich wie ein Krancker nik leiden kan daß man von jm fordere lauffen vnd springen/ vnd andere Werckeines Ge¬ sunden. Darumb schleußt SanctPaulushie/daß/wodasGesetzrechterkennetvndauffsbestegefassek Amptdeß Gestus wirdt/da thut cs nichts mchr/denn cs erinnert vns vnser sündc/vnd tödtct vns durch diesclbige/vnd ma- wcmis recht erkannt chet vns schüldig deß ewigen Zorns. Wie dasalles fein sich lehrekvnd erfchrct im Gewissen/wcnns mit dem Gesetz recht troffen wirdt. Also/ daß man muß etwas anderst haben/vnd mehr denn das Gcsetz/den Menschen fromb vnd selig zu machen.Wclche aber das Gesetz nicht recht erkennen/dic sind blind/gchcn Heuchler erkennt» ' Mit Vermessenheit dahin/ meynen jm mit Wercken gnug zu thun/ denn sie wissen nicht wie viel das Ge- Gesetzes setz fordert/nemlich/ ein frey/ willig / lustig Hertz. Sarumb sehen sie Mosi nicht recht vnter augen/das Lhuch ist jnen dafür gelegt vnd zugedeckt. G.Pau- ins nennet Geist vud Fl-ischem Gesetz. /^^Arnach zeiget er/wie Geist vnd Fleisch miteinander streiken in einem Menschen.Vnd setzet sich ^ampffdest Geiste« selbs zu einem Erempel/Da st wir tehrnen/das Werck (die sünde in vns selbs zu ködten) recht er- vnd Fleisches in den kennen. Er nennet aber bcyde den Geist vnd das Fleisch ein Gesetze/ darumb/ daß gleich wie deß Heiligen. Göttlichen Gesctzesart ist/daß es treibetvnd fordert/Also treibetvndfordert vnwükekauch das Fleisch wider den Geist/vnd wil seine lust haben. Widerumb kreibk vnd fordert der Geist wider das Flcisch/vnd wil seine lusthaben. Dieserzanck wäret in vns/so lange wir lcben/in einem mehr /im andern weniger/ darnach der Geist oder Fleisch sterckerwirdk. Vnd ist doch der gantze Mensch selbs alles beydes / Geist pndFleisch/dermik jm selbs streitet/biß ergantz Geistlich werde. Ii Am IX.X.XI. L,'chre dott der ewige versahlmg Gottes. XVI. Warnung fürMm sehen Lehre. ccttalcs^ Menschlicher Gesetzen vnd Gcbottcn/dic jetzt alle Welt ersäuffet/vnd diese Epistel vnd alle hcylige XIIII. Wie man mit den schwachen Gewissen rmbgchcnso!. XII. Koffer der Christen/ dte-allepkiestersiud. XV. -Diegebrechiich stud/ solmanttsgen. Vndzergtsein Ämpt vnd Predigt an.Vndblttctsiegar seuberlichvmbsteurean die Armen zu Ierusa- lcm- Vnd ist cytel trebe/ davon er redet/ vnd damit er vmbgchct. letzte Kapitel ist ein Grußcapltcl/Abcr darunder vermischet er gar eine edle Warnung für Menschen lehren/drc da neben der Euangelischen Lehre eynfallen/vn ärgerniß an- richten. Gcradals hetteer gewißlich erschen/daß auß Rom/vnd durch dieRömer/kommcn sot¬ ten die vcrfübri schen/ärgerlichen Canonesvnd Decrckales/vno das gantzc Geschwürm vnd Gewürm - - - . . e^v> ^..r, . ... . . Echrrfft/sampt dcm Geist vnd Glauben / vertilget haben / daß nichts mehr da blieben rst/denn der Ab- gott/Bauch/dcß Diener hie S.Paulus schilt. Gotterlöse vns von jncn/Amen. XIII. Warum das Welt- Kch'Xegimemcynge » setze seh. 'n f^vbelötstun. Darumb es zu ehren rst auch den frommcn/ob sie wolsern nicht dürffen. Endt- llchabcrfasscterallcölndicLicbe/vndbcschlcußLesindasErempelChrlsti/wicdervnogkthanhat/daß wir auch also thun/vnd jm Nachfolgen. 14 lehret er die schwachen Gewissen im Glauben scuberlich führen/vnd lr Vom ^^oncn/DaßmandcrChrrstenftcyhcltnlchtbrauchczuschadcn/sondcrnzufvrdcrungderschwabrauchdtt Wöben Dennwomandasnikthut/dafolgctzwytrachtvndverachkungdcßEuangclrj/darandochsteyhttt. Daßcsbesseristdcnschwachgläubigcncinwcnigwclchen/brßsicstcrckerwcrden/dcnndaß daswvUttttauch»°>inöimist/d->mannttiFl->schkss-n»nd!Mdkrftcyh-i!/ftkchMdrauch/onMnok d>c schwachen Gewissen zmnltclt/ehe sic die wache» erkennen. , „.scl-ct cr Christum zum Erempcl/daß wir auch die andern schwachen dul« ^ldcn/a,s°ics°nstq-brcch,>chsinI>inoffen,Nchensan0en/°!ikrvonvn,ufi>gcnSMcn/weIchcman „kNem,ikknnwcrffcn/sondcrn lraqen/bihsie auch besser werden. Denn aisobae^hnstuomitvns Vorrede. L.tröstctersolcheStreiter/daßsiesolchFleischnichtverdamme.Vndzciget dl^Bcistts. o7?ivcltcr an/was Fleisches vnd Geistes art scy/ vnd wie der Geist kompt auß Christo / dervneseinm ' ^Heiligen Geist gegeben hat/dcrvns Geistlich machet / vnd das Fleisch dempffet / vnd vns sichert/ daß wir dennoch Gottes Kinder sind/wiehart auch die sünde in vns wütet/So lange wir dem Geiste fol Dusfleischvn ftnde gcn/vli der sünde widerstreben sic zu tödten.Wcrlaber nichts so gut tst/dae Fleisch zu tauben/als Creutz vnd Lcrden/tröstet crvns im Leiden/durch bcystandt deß Geistes/der liebe/vnd aller Creaturen/nemlich/ daß beydc der Gcistin vns seufftzet / vnd die Creatur sich mit vns sehnet/ daß wirdeß Fleisches vnd der Sünde loß werden. Also sehen wir/daß diese drey Cap.ö.7. s. auff das einige werck deß Glaubens trei- ben/das da hersset/den alten Adam tödken / vnd das Fleisch zwingen. 9.10. vnd II. Kapitel/ lehret cr von verewigen versähung Gottes/Daher es vrsprünglich flcussct/wcrgläuben oder nichtgläuben sol/von Sünden loß/odcrnichk loßwcrden kan. Damit cs je gar auß vnscrn Händen genommen/ vnd allein in Gottes Hand gestcllct sey/daß wirfromb wcrdcn.Vnd dasist auch auffs allerhöhest not/Dcnn wir sind so schwach vnd vngetvrß/daß/ wenn cs bey vns stünde/würdc freystch sticht ein Mensch selig / der Trüffel würde sie gewißlich allevber- waldigcn.AbcrnunGottgcwißist/daßjmselNverschungnichtfehlct/nochjcmandjmwehrcnkan/ha- bcn wrr noch Hoffnung wider die sünde. Bcr hie ist den freffcln vnd hochfahrenden Geistern ein mal zu stecken / die jren verstände am ersten oH stiehcrfükren/vnd oben an hcbcn/zuvor den Abgrundt Göttlicher vcrsähungzu forschen/vndver- dgeblich damit siel) bckümmern/ob sie versehen sind. Dre müssen sich denn sclbs stürtzcn/daß sie ent¬ weder verzagen/oder sich in die frcyc fchantz schlahcn. Wie bott-der dersä- Du aberfolge dieser Epistel in jrer ordnung/Bekümmeredich zuvor mit Christo vnd dem Euan- HmigMchrensey. ^elio/daßdudeinesündevndftineGnadeerkenncst.Darnachmitdersündenstreitcst/wiehiedasi.r.z. ^.s.ö.^.s.Capitclgelchrcthabcn.Darnach wenn duindass.kommenbist/vnterdasCreutzvnd Laden/ daswirt dich recht lehren die vcrschung im lo.vndii.Capitel/wietröstlichsicsey. Dennonleiden/ Creuß vndTodsnötm/kan man die vcrschung nit on sthadcn vn heimlichen zorn wider Gott handeln. Darumb muß Adam zuvorwol tod scyn/ehe cr diß ding lerde/vnd den starcken Wein trinckc. Darumb sihe dich für/daß du nicht Wein trinckcst/wcnn du noch em Säugllngblst/cin jegliche Lehre hatjre mas- se^eik vnd alter. > ir.lchret er den rechten Gottesdienst/und machet alle Khristen zu Pfaffen/ NZ daß sie opffcrn sollen/ nicht Gelt noch Vieh/ wie im Gesetz / sondern M eygene Leibe / mit tödrung ^l^dcr lüste. Darnach beschreibet er den cusserlichen wandel der Christen/im Geistlichen Regiment/ wiesiclehren/prcdtgen/regieren/dicnen/gcben/lcidcn/ltcbcn/lebenvndthunssllen/gegenfreundk/ftind/ vnd jederman. Das sind die werck die ein Christen thuk/Denn/wie gesagt rst/ Glaube fcyret nicht. iz. lehret cr das Weltlich Regiment ehren vnd gehorsam scyn / Welches dar- dZ umbeyngejenkist/ obswol die Leute nicht fromb machet für Gott/ so schaffeksdoch ssviel/daß die ^^frommcn eusserlich friede vnd schütz haben / vnd die bösen on furcht oder mit friede vnd ruhe nicht V-mde* 528 z^/^so stttden wir in dieser Epistel auffs aller rcichlichste/was ein Christen wissen sol/nemlich /was Was ein Christ wist 8^8 Gcscyc/Euangelmm/Sünde/Straffe/Gnade/Glaube/Gerechtigkeit/Christus/Gott/gute ft» sil/ ist rcichlick.u Wcrck/Liebc/Hoffnung/Creutz/scy.Vndwicwirvns gegen jederman/ersey frombodersünder/ °^er^p"lci siarck oder schwach/Frcundt oder Fernd/vli gegen vns sclbcr/halten sollcn.Dazu daß alles mit Schriff- ken trcfslich gcgründet/mit Excmpeln sein selbe vn der Prophetc beweisek/da ß nichts mehr hie zu wünd- sehen ist. Darumb cs auch scheinct/als habe SPaulus in dieser Epistelwöllen einmal in die kürrzc ver¬ fassen die ganye Christliche vnd Euangclrsche Lchre/vn einen cyngangbereiten in dasgantze alte Testa¬ ment .Denn on zweiffel/werdiese Epistelwolimhcrtzcn hat/dcrhatdcß alten Testaments liechtvnd krafft bcy sich. Darumb lasse sie ein jeglicher Christ jm gemein vnd stätig in vbung seyn. «Da gebe Gott seine gnade zu/ Amen. We-Epistel H» Muli an die Römer. l.Lap. Der Apostel zeigt an seinen Berufs/ da« Euangelion zu verkündigen / vnd wie der zorn Gat¬ tes vber alles vnrechrden Menftkeu offenbart worden Aulus eln KneKt Uesu Khrlstt/brruffen zum Apoftel/außgesöndert zu predigen das Evangelium Gottes/welches er zuvor verheissen hat durch seine Propheten / in der hcyligen Schrifft/von seinem Son/ der gcborn ist von dem Sa¬ men Dauid/nach dem Fleisch/vn erweiset derAllmäch- (nackdemGcM tigc Son Gottes/" nach dem Gcrst/dcr da heiligt durch die Ausserstehung der Codtcn / nemlich / Ihcsus Khrtst st»» Aussme/vo» d«, vnser HERR/Durch welchen wir haben empfangen Gnade vnd Apostelamptvnter st^/wi'v"mr' Chri alle Heydcn/den gehorsam dcß Glaubens auffzurichten in seinem Namen/ welcher jr d^et- BEAon Vbcr- ZUM cheil auch scyt / die da bcruffen sind von Zhesu Khristo. . schnfft. Izilen die zu Rom smd/ den liebsten Gottes/ vnd beruffencn Hcyligen. vudzetche», 2i ij Gnade (Anß Glauben) fit Christo. Alle Gottselige von anfang biß z» end rr Weit werden durch Gnade sey mit euch vnd frtde/von Gott vnserm Vatter / vnd dem HERRN He- Gruß. Vffs erst / Dancke ich meinem Gott/ durch Hcsum §hrist/euwer aller halben/ Abje, cmerle.) l mbcn gc- MDaß man cuwern Glauben in aller Welt preyset. Denn Gort ist mein Auge tuns, recht/dem-Christus (welchem ich diene in meinem Geist/ am Euangelio von seinem Son) daß ich on vtt- !»verlaß euwcr gedcncke/vnd allezeit in meinem Gebctt flehe / ob siche einmal zutragen (Offenbaret) Es wolt/daß ich zu euch käme durch Gottes willen. Denn mich vcrlanget>euch zu sehen/ ^rdt von Himcl oft auffdz ich euch Mttthetle etwas Geistlicher gabe/cuch zu stcrcke (das ist) daß ich sampt M^Ätt'dEn euch getröstet würd durch euwern vnd meinen glauben / den wir vmernandcr haben. NchfroK sty si'r Zch wrl euch aber nicht verhalten/liebcn Brüder/daß ich mir offt habe fürgcsetzt s §mp7(2!tloß § ^uch zu kommen/bin aber verhindert bißher/ Daß ich auch vnter euch frmht schaft ^vng!rcchc chüs ftte/gletch wie vnter andern Heydcn.Hh bin ein Schüldencr/ beyde der Griechen VN Vt Cap 'b. der Vttgnechen/beyde der Weisen vnd der Vnwcisen. Darumb/ so Vit an mir ist/bin Vudwcnusteschon ich genüget auch euch zu Rom Vas Evangelium zu predigen. ^Go^clwas w.ft Denn ich schäme mich deß Evangelij von Khristo nicht / Denn es ist eine krafft s!"roch ft! hsc/däß Gottes/dte daselig machet/ alle / die daran gläuben / die Züden erstlich / vnd auch die noch dttncn. Äahtt Griechen/Sintcmal darinnen offenbaret wtrdt die Gercchtigkeyt / die für Gott gilt/ A auch .Mstse» M kompt" auß Glauben in Glauben/Wie denn geschrieben stehet/Der Gerechte AbEt. wirt seines Glaubens leben. (Ttchtcn)Womt(^^Enn Gottes zom von Himmel wirdt" offenbaret vber alles Gottloses wesen/Bußpre^ ?cnum'si-v!!ucu.n!! O^Hvttd vilgercchtigkcit der Menschen/ die die warheyt in vngerechtigkeyt auffhal- digt. ^w vcrbftudt wicht ttn. Denn daß mali weiß / daß Gott sey / ist jncn offenbar / Denn Gott hat cs inen Offenbch mpcm lichlc» Wit offenbart/ dalNit/ daß Gottes vnsichtbares wäsen/ das ist seine ewige Mmächtigkcyt ftchigmAstcu ge! vnd Gottheit/Wirt erschen/denn man rnuß es mercken an den wercken /die er thut an schicht, e der welt/die er geschaffen Hat/Also daß sie keine cntschüldigung habe/dicwcl! sie wuß- (Gottes wachett) ten daß ein Gott ist/vnd haben jn nicht gepreiset als einen Gott/ noch gedancket/ son- Hott"habe>7fie dern sind in jrcm d richten eytel worden / vnd jr vnverständigs Hertz ist verfinstert. Da Abgötter Goveng-macht. si^ sich si-r iV^ise hielten/ sind sie zu Narren worden / vnd haben verwandelt die Herr- rey. v Ad"w rttbtmEp?« ligkat deß vnvergenglichen Gottes in ein Bilde/glcich dem vergenglichenMenschen/ cü' crch.cda kbe»als pjid derVögel/vnd der vierfüßigen vnd der kriechenden Thier. scy m» G^tt. Darumb hat sic auch Gott dahin gegeben/in jrer hcrtzen gelüste/in vnreinigkeit/ 6 ^M chhm-nwud Zu schänden jre cygene Leibe an jncn selbs/Die' Gottes warhcit haben verwandelt in Der Hey a^-"u1ftenv"s ^ie lügen/ vnd haben gcchrct vnd gedicnet dem geschöpffe mehr denn dem Schöpffer/ ^'^a»vc. ftndttlichölvüstuds der da gelobet ist in ewigkeyt/ Amen. Darumb hat sie Gott auch dahin gegeben in doch Nicht. schändliche lüste: Denn jre Weiber haben verwandelt den natürlichen brauch in den ra?w.d »acht vnnatürllchen/Deffelbigen gleichen auch die Mann haben verlassen den natürlichen «n andern Leuten brauch deß Weibes/vnd sind an einander entbrannt in jren lüften/vnd haben Mann r!mn! ffw'^auch A Mik Mann schände getrieben / vnd den lohn jres jrrttzumbs (wie es denn scyn solte) an Upra«^ l"^n. Ni!) gleich wie sie nicht geacht haben/daß sie Gott erkenncten/hat sie Gott auch (Vnvernüttffctg) dahin gegeben in vcrkehrcten sinn/Zll thurr eytel Laster/voll alles vnrechtcn/hurercy/ KbAaft L s schalckheit/ geitzes/ boßhett/voll hasses/mordes/haders/lists/gifftig/ohrenbläser/ver- Veräch^ Lo7ssEurch^'leumbder/lGottcövcrächter/frcffeler/hoffertig/^u^^ . ? vngchorsam/' vnvernünfftige/treulvlose/' störrige/ vnversühnlich/vnbarmhcrtzig. d-rüch7 LMsttsch! Die Gottes Recht wissen (daß die solches thun/deß todes wirdig sind) thun sie cs Nit N u7U;uW7 allein/soltdern haben auch gefallen an denen die es thun. ber/A»»der/Brüder/ - . Schwester / ja El. tern/ haben. l ( Vnvecjunllch ) Die nicht vergeben können/nicht juvte. suhncnjmd. II.Lap. Weder das freffenli ch vrthetl vnter den Menschen/ mr e verineldnng« daff vor Gott kein as- sehen der Person daß Jüoen vnd Hexden Sändec/vnd welche die rechte Iüden sexen. Darumb/ Erech.zs, Beschnei t>UI»g» Vorhaut das recht im Gesetz Helt / meynsm nicht/ daß seine Vorhaut werde für eine setz vollbrittget/dtch richtcn/dcr dii vntcrdcm Buchstabe»vndBeschneidung bist/ d«K°Lsq»^ de ist/auch ist das nicht ein Beschneidung die außwendig im Fleisch geschicht/ssndern b..I'.... - - _ -. . - Geist, eine Beschneidung die im * Geist/vnd nicht ün Buchstaben / gcschicht / welches leb ist an die Mmer. map. 529 Arumb / O Mensch / kanstu vtch nicht enkschüldrgen/ wer du bist / der da richtet. Denn worinne du einen andern richtest/ ^AT ^dämmest du dich selbö / sintemal du eben dasselbige thust / das du richtest. Denn wir wrssen/daß Gottes vrchctl ist recht ober die/so sol- chcs thun. Dcnckkstu aber / O Mensch/der du richtest die/ so solches thun/vnd thust auch dasselbige/ daß du dem vrtheil Gottes entrinnen werdest e Oder verachtest» den Rcichthumb seiner güte / gedult vnd" langmütigkeyt e Weiffest du . nicht/daß dich Gottes güte zur buffe leytet. Du aber nach deinem verstockten vnd vubußfertigemHertzen häuffest dir selbe den Zorn auff Den tag deß zorns vnd der offeubarung deß gerechten Gerichts Gottes/ welcher geben wirt einem jeglichen nach semen Mrcken/mmlich/Preiß vnd Ehre/vnd vnvergenglichs wesen/ denen / die mit gedult in guten wercken trachten nach dem cwi- '^2 7nr-§Nr gen leben/ aber denen die Da zänckisch sind/ vnd der warhett nit gehorchen / gehorchen 2? aber dem vnrechten/vngnade vnd zorn/trübsa! vnd angst/vber alle Seelen der Men- ^/0^--^ schen/die da böses thun/erftlich der Iüdcn vn auch der Griechen.Preiß aber/vnd ehre vnd friede/allen denen/die da guts thun/ erstlich den Men / vnd auch den Griechen. Denn es ist kein ansehen der Person für Gott / Welche on Gesetz gesündiget ha- ben / die werden auch on Gesetz verloren werden. Vnd welche am Gesetz gesündiget haben / die werden durchs Gesetz verA theilr werden. Sintemal für Gott nicht die Das Gesetz hören/gcrecbt sind/sondem dre das Gesetze thun werden gerecht seyn. Den so Vie Heyden/die das Gesetz nicht haben / vnd doch ° von Natur thun deß Gesetzes werck/ dicselbigen/dieweil sie das Gesetze nicht habm/sind sie jnen selbst ein Gefttz/da- ^.ürkchc G-sm-st, mit/daß sie beweisen/deß Gesetzes werck scy bcschriben in jren hcrtzen/ sintemal jr Ge- wissen sie bezeuget/ dazu auch die gedanckm/ ott sich vnternander verklagen oder ent- 87 schüldigen/auffden tag/da Gott das verborgeir der Menschen/ durch Zhesurrr §hrist/ v» richten wirt/lauts meines Euangcltz'. v Ihe aber zu / du heissest ein Mds / vnd verläffest dich auffs Gesetz / vnd rühmest w^hrIus DerW- weissest seinen willm/Vnd weil du auß dem Gesetz vndemch- ^mGZtz »k« Sünde, test hist / prüfest» was das beste Zu thun sey / vnd vermissest dich zu seyn ein Letzter der dclmd^mpc^be Blinden/ein Liecht dere/die im fiusterniß sind/cinZüchtiger der chorichten/ein Lehrer Werci-chu»' Ledi- dcr einfältigen/haft die forme was zu wissen vnd recht ist im Gesetz. Nun lehrest du KL7LL andere/vnd lehrest dich selber nicht. Du predigest/Man solle nicht stälen/vnd du bist A oaß'"8Md' selbs ein Dieb.Du sprichst:Man solle nicht Ehebrechen/vnd du bist selber ein Ehebre- sröss-r'st dmd« eher. Dir grauwelt für den Götzen/vn" du bist selbs ein Gotkesdteb. Du rühmest dich ''' Jesai-kk veß Gcsetzes/vnd schändest Gott durch vbertrettung deß Gesetzes. Den euwrem Hal- """ '"ben wrrt Gottes Namen gelästert vnter den Heyden/ als geschrieben stehet. M «L Beschneidung ist wol nütz / wenn du das Gesetz Heltest / Helrest du aber das ^^ÄGtletz nichr/so ist deine Beschneidung schon ein Vorhaut worden. So nun die > d Beschneidung gerechnete Vnd wirt also das von Natur ein Vorhaut tst/vnd das Ge- vnd ein Vbertrekter deß Gesetzes. Denn das ist mt sm Züde / der außwendig ein Zü- de ist/auch ist das nicht ein Beschneidung die außwendig im Fleisch geschicht/ssndern das ist ein Jude / der innwendig verborgen ist / md die Beschneidung deß Hcrtzen ist : e Buch- nichtaußdenMenschen/sondemaußGott. GottimMMfth'e» vbcrdic Nat»rwir- ckct.Bnchstabheissrt II» ßR alles thu» der „E , -E. W»vivv der Iäd VM Hevdes vbertresfe/d-ß sie bexder serts Sünder fe^en/der g»adr Gotte» be- dürffen/vndwreder Mensch gerecht verve, 2> «l War (Btß anher)-Oie fände klUldkc wider »Jesen noch kein gut wcrck wegnemcn/es nnsirsChristusvnd d»c Vergebung chun. 6 Amnrb wirt denn das Züdmthumb so hoch gchaltrni Ddcr was nützet Sie BcschneidungtAvar fast vil. Ann ersten/Inm W verträumet Gottes wort. Das aber etliche nicht gläuben an dassel- WMDD bige/ was ligt dran k Soll jrcr vnglaube Gottes Glaube auffhebcnk ° Das sey ferrne.Esbklbe vil mehr also/Daß Gott sey warhafftig/vnd (.falsch)Gott Helt gewiß/wer aber anff Menschen trauwet/ dcrfchlct. b (Herrlicher wirt) rOmnd spricht/-Die allein hab ich gesünLi gct vnd vbclfür dir - sry r »vUl»)UlsUg/VN0 A , Ä^l)an^2lnffdaßdu alle Menschen" falsch.Wie geschrlben stchet/Auffdaß du gerecht scyest in deinen wor- woncu/vü v'"rwm, tcn/vnd vberwlndest/wcnn du gerichtet wirst. Istö aber also/daß vnsere vngerechtLgkeit Gottes Gerechtigkeyt prcisct/was wöt- de!huu/auffdzÄtt lcn wrr sagen k Ist denn Gott auch vngerecht / daß er darüber zürnet k (Ich rede also gerecht sey / wre hie auffMenschcn weise) Das sey ferrne. Wie köndte sonst Gott die Welt richtcnkDenn doch so die Warhett Gottes durch meine lügen herrlicher wirt zu ftlnem preiß / Warumb WdV«, solt ich denn noch als ein Sünder gerichtet werdmkVrrd nicht vil mehr also thun(wie ftbid'ci" gelästert werden / vnd wie etliche sprechen / daß wir sagen sollen) Lasset vns vbcl !r <2 m ftrurm Gc- thun/auffdaß gutes darauß kommekWelchcr vcrdamniß ist gantz recht. ^)!rrknuuwe^ M^äAs sagen wir denn nunkHabcn wir einen vortherlk Gar keinen. Denn wir ha- za^die M^ben droben bewclsct / daß bcyde / Iüden vnd Griechen / alle vnter der Sünde M«-khcy^»n-.it / Wie denn geschahen stehet: Da ist nicht der gerecht sey /auch nicht einer / da ist p^m .4. w^^msch°dc!c!m nicht der verständig sey / da ist nicht der nach Gott frage. Sic sind alle abgewlchcn/ psi"" G^lügcmr vnd vnd alle sampt VNtüchtig wordcn/da ist Nlt der gutes thue/auch nicht einer. Ir schlund Psalm NL.E K lst ein offen Grab / mit jrerr Jungen handeln sie trieglich. Ottern Gtfft ist vnter jrcn NL-'' nun S.paul7s/doß Lippen. Ir Mund ist voll fluchens vnd bittcrkcyt. Ire Füsse sind eylcnd Blut zuver- p'^m^wcrccö giessen. In jren wegen ist cytcl vnfall vnd hertzlcyd/ vnd den weg deß fricdes wissen sie gm-Äun) sondE Nicht. Es ist keine furcht Gottes für ircn Augen. ^R"8ottAc'lne dir wissen aber das/was das Gesetz saget/das saget es denen/die vnter dein Ge- 3 gEc/^Älso l^lbct setz sind / Auffdaß aller mund verstopfft werde/ VN alle Welt Gott schüldrg sey/Dar- F lT,'! umb/daß kein Fleisch durch deß Gesetzes wcrck für jm gerecht scyn mag. Denn durch ^nnswöttlvud"! das Gesetz kommet nur crkenntniß Der Sünde. ^!uudmachcGoc. As^Vn aber istonzuthun deß Gesetzes dle Gerechtigkeyt/die für Gottgilt/offenba- n cr'üwm HHrct/ welche doch ist bezeuget durch das Gesetz vnd die Propheten. Ich sage aber von solcher Gerechtigkeyt/für Gott/die da kompt durch den Glauben an Ihesum (Mer-ked-ß)Ä« Khrist/zuallcn/vndauffalle/die da gläubcn. sind Utto Dmneslsthiekcin vnterschcid/" Siejindallzumal Sünder/vndmangclttdeß Aup-st^ vnd d!r d Ruhmcs/dcn sie an Gott haben sollen/ Vnd werden on verdienst gerecht auß seiner «E pckci!2?cIn'R Gnade / durch die Erlösung / so durch Khristo Ihcsu geschehen ist / welchen Gott hat fürgcstcllet zu einem Gnadenstul/durch den Glauben in seinem Blut/damit er die was n^dmcbdas Gerechrrgkeit/ditfür jm gtlt/darbiete/in dem/daß er sünde verglbt/welche chjß anher ^Gl2!ugc^h! blrebcn war vnter Göttlicher gedult/auff daß er zu diesen zetten darböte die Gerech- ^'KfwÄ-L tigkeit/dic für jm gilt / Auff daß er allein gerecht sey/ vnd gerecht mache deti/ der da ist l"- l>acdan.u cca!lcr hsst GlaubtNS UN WsU. ruh.mwü ccstlbsh.e Wo bleibet nun der rühm k Er ist nichts / Durch welch Gesetz k Durch der wcrck Go!«» GesetzkNicht also/sondcrn durch deß Glaubens Gesetz. So halten wir cs nun / Daß gnade vnd chec. her Mensch gerecht werde on deß Gesetzes Wcrck / allein durch den Glauben. Oder (Rükmcs^uncn ist Gott Mein der Iüdcn Gott ? Ist er nicht auch der Heyden Gott k Ja frcylich auch der Hcydcn Gott. Sintemal es ist ein einiger Gott/ der dagcrccht macht die Beschnei düng auß dem Glauben/ VN die Vorhaut durch den Glauben. Wiek Heben wir denn das Gesetz auff durch den Glauben k Das sey fcrrne/sondern wir ^richten das Ge- HII.Lap. Von Abrahsm vnd seinem Glauben / vnd daß die Gercchngkelt nicht auß den wercken/ sondern auß dem Glauben komme. Was sülv / Wie denn gkschnbcn stehet: Da ist nicht der gerecht scy/auch nicht einer / da ist Psalm Psalm.,4«, andicMmer. iili.Lap. As sagen wir denn von vnserm Vatter Abraham/ f, - daß er fanden habe nach dem Fleisch k Das sagen wir:M Abraham -O» GlaubAsuei durch die Werck gerecht/ss hat er wol ruhm/Abcr nit für Gott.Was «M?? m» TÄ sagt aber die Schrifft? Abraham hat Gott geglaubt / vnd das ist jm Gesetzes, zur Gerechtigkeit gerechnet. Dem aber/ der mir Wa cken vmbgehet/wirdt der lohn nicht auß gnade zugere chnet/sondern auß pflicht. Dem aber/der nicht mit wercken vmbgehet/ glaubt aber an den/dcr die Gottlosen gerecht machet/dcm wirt sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit. psaim p. Nach welcher weise auch * Damd sagt: Daß die Seligkeit scy allein dcß Men-- « schen/wclchem Gott zurechnet die Gerechtigkeit / on zuchun der Werck / da er spricht: Selig sind die/welchcn jre vngerechtigkeit vergeben sind/vn welchen jre sünde bedeckt Ko>2'a2nG-k. sind. Selig ist der Mann/welchem Gott keine sünde zurechnet. "«gnade. Nun diese Seligkeit / gehet sie vber die Beschneidung / oder vber die Vorhaut? Wir müßen je sagcn/daß Abraham sey sein Glaube zur Gerechtigkeit gcrechnct.Wie ist er jm denn zugerechnet? In der Beschneidung oder in der Vorhaut ?^On Meissel ^Mraham nicht in der Beschneidung sonder in der Vorhaut. Das Zeichen aber in der Beschnei- ätLd 2 gZÄ düng empfieng er zum Sigel der Gerechtigkeit deß Glaubens / welchen er noch in der wa?v! Vorhaut hatte. Auffdaß er würde ein Vatter aller / die da gläuben in der Vorhaut/ AL v'oÄwÄ daß densclbigcn solches auch gerechnet werde zur Gcrechtigkcyt/vnd würde auch ein fty» mW. Vatter der Beschneidung/Nicht alleine dere/ die von derBeschneidung sind/sondcm auch dere /die wandeln in den Fußstapffm dcß Glaubens/welcher war in der Vor¬ haut vnscw Vatters Abrahams. b Denn die Verheissung / daß er solte scyn der Welt Erbe / ist nicht geschehet» Abra¬ ham oder seinem Samen durchs Gesetz/sondern durch die Gerechtigkeit dcß Glau- bens.Den wo die vom Gesetz Erben sind/so ist der Glaube nichts/vnd die Verheissung ist a b/ Sintemal das Gesetz richtet nur zorn an. Denn wo das Gesetz nicht ist / da ist auch kein vbertrettung. Derhalben muß die Gerechtigkeit durch den glauben komm/ Auff daß sieseyaußgnaden/vnd die Verheissung fest bleibe "allemSamen/Nicht - dem allerne/ der vnter dem Gesetz ist / sondern auch dem / der deß glaubens Abraham Ä/LANd ist/welcher ist vnser aller Vattcr.Wie geschriben stehct:Ich habe dich gesetzt zum Vat- ter viler Heyden/ für Gott/ dem du geglaubet hast / Der da lebendig machet die Tod- A« AnN tett/snd ruffet dem das nicht ist/ das cs sey. de«. Vnd er hat gegläubet auffhoffnung/da nichts zu hoffen war/ Auffdaß er würde ein Vatter viler Heyden / Wie denn zu jm gesagt ist: Also sol dein Same scyn. Vnd er ward nicht schwach im glauben/ sähe auch nicht an seinen eygen Leib/ welcher schon erstorben war/wcil er fast hundert järig war/auch nicht den erstorbenen Leib der Sa¬ ra. Denn er zweyffclt nicht an der Verheissung Gottes durch vnglauben / Sondern » ward starck im glauben/vnd gab Gott die Ehre/vnd wußte auffs aller gcwissest/das/ NNE N was Gott verheißt/das kan er auch thun. Darurub ists jm auch zur Gcrechtigkeytge- rechnet. ' scy. Also erfüll« der (A^As ist aber nicht geschrieben allem vmb scinen willen/daß jmzugercchnetist/ geb2/v,iE2d-.'! (A^sondern auch vmb vnsem willen/welchen es sol zugerechnet werden/so wir LI gläuben an den/der vnsern HERREN Aesum auffcrwccket hatvondenTodten/ «Lenst^'^^ welcher ist vmb vnser Sünde willen dahin gegeben/vnd vmb vnsererGerechtigkeyt willen aufferwecket. V.Lap. Fried im Gewissen/ vnd trsi? in trübsal/ folge« auß dem Glauben. Von der vbersthwengli« chen liebe Gortes gegen vns/daß die Sünde vnv der Lod durch Adam in die Welt komme» / di« Ssrechrigkelt aber vnd da» Leben durch Christum. 3' W Nm l,ch .st /was anvns eines gehorsam werdenvilgerechten, e Wie Adams sünde vnstr eyaen worden G-EZeit Tr Auff daß/gleich wie die sünde geherrschet hat zu dem tode/ Also auch herrsche die gua- «vscu w-rdm. de durcb die aerecbtiakeLt mm ewigen Leben/ durch Hesum Christ. V 4- Vn wir denn sind gerecht worden durch den glauben/ ä so haben wir friede mit Gott / durch vnsern HERRN Hesum Christ. Früchte Durch welchen wir auch einen Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade/darinnen wir stehen/vnd rühmen vns in derHoffnung der zu- künfftigen Herrligkcir/die Gott geben sol.Nicht allein aber das/Son- dern wn rühmen vus auch der rrübsal/dieweil wir wissen/daß trübsalgepult brin- c Erfahrung) get / Gedult aber bringet erfahnmg /" Erfahrung aber bringet Hoffnung/Hoffnung versucht ^ber läßt nicht Zu schänden werden. Denn die Liebe Gottes ist außgegossen in unser tst/vndkcmdavon re- Hertz durch den heiligen Geist/ welcher vns gegeben ist. O' Denn auch Christ us/da wir noch schwach waren nach der zeit / ist für vns Gott¬ losen gestorben/Nun stirbt kaum jemand vmb deß Rechtes willen/ Vmb etwas gutes willen thürste vtlleicht jemand sterben. Darumb preiset Gott seine Liebe gegen vns/ ZL daß Khrlstus für vns gestorben ist / da wir noch Sünder waren. So werden wir je viel mehr durch jn behalten werden für dem Zorn/nach dem wir durch sein Aut ge¬ recht worden sind. Denn so wir Gott versühnet sind/ durch den tod seines Sons / da wir noch Fein¬ de waren / Ml mehr werden wir selig werden durch sein Leben / so wir nun versühnet (Gattes ?Dz Gott smdMcht allein aber das/sondcrn wir rühm? vns auch b Gottes/ durch vnsern HER Hesum § hrist / durch welchen wir nun die Versühnung empfangen haben. gem"m von >mvnd wie durch einen Menschen die sünde ist komm in die Welt / vnd der wik,mhabeninaller juverstchr. tmttltt TodvndLc- Gesctz/ Aber wo kein Gesetz ist/ Da achtetmarl der sündentt. Sondern der Tod herr- bm/hettomme." schtte von Adam an biß auffMoscn/auch vber die/die Nit gesündiget haben/ mit glei- (Bllde) Wie Adä eher vbertrettung/wie Adam/welcher ist ein c Bilde/ deß/ der zukünfftig war. »uns mir frcmbder ' " — Sünde/ odn vnsere l schuld/verdcrbet hat/ Denn auch Christ us/da wir noch schwach waren nach der zeit / ist für vns Gott¬ willen thürste vtlleicht jemand sterben. Darumbpreiset Gott seineLiebe gegen vns/ viel mehr durch jn behalten werden für dem Zorn/nach dem wir durch sein Aut ge¬ recht worden sind. Denn so wir Gott versühnet sind/ durch den tod seines Sons / da wir noch Fein¬ de waren / Ml mehr werden wir selig werden durch sein Leben / so wir nun versühnet (Gattes ?Dz Gott smdMcht allein aber das/sondern wir rühmi vns auch h Gottes/ durch vnsern HER Erhalbm/ wie durch einen Menschen die sünde ist komm in die Welt / vnd der - Tod durch die sünde/vnd ist also der Tod zu allen Menschen durch gedrungen/ Wo beyde dieweil sie alle gesündrget haben.Denn die Sünde war wol inder Welt/biß auffdas > fchete von Adam an bißauffMoscn/auch vberdie/dienitgesündiget haben/mitglei- AfBcr nicht Helt sicbs mit der gäbe / wie mit der sünde. Denn so an eines sünde viel Gnade Also hat vns Lhn. Abgestorben sind / So ist vil mehr Gottesgnade vnd gäbe Vilm reichlich widcrfah- vmb gnad«, stns nmfrembdergr ren/Durch dke gnade deß einigen Menschen Hesu Christi. dstUftkggMach!.' Vnd nicht ist die gäbe alleine vber eine sünde/ wie durch deß einigen Sünders ei- I-lMu nige sünde alles verderben. Denn das vrtheil ist komm auß einer sünde zur vcrdam- niß/ diegabe aber hilfft auch auß vilen fänden zurGerechtigkeyt.Denn so vmb deß ei¬ nigen sünde willen der Tod geherrschet hat / durch den einen / vil mehr werden die / so da empfahm die fülle der Gnade vnd der Gaben zur gerechtigkeyt / herrschen im Le- s Durch emen) bm/ durch einen Zhcsu Christ. Mcrckdaß er hrc v5 Wie nun durch eines sünde die verdamniß vber alle Menschen komm ist / Also weiE^Ln ist aüß ist auch durch eines gerechtigkeyt die rechtfertigung deß Lebens vber alle Menschen Dahcr^aLsAw- komm. Denn gleich wie durch eines Menschen VNgehorsam vil sünder worden sind/ (A^As Gesetz aber ist neben eynkommm/auffdaß die sünde mächtiger würde. Wo Gesetz, ^^tzaber die sünde mächtig worden ist / da ist doch die gnade vil mächtigerworden. de durch dre gerechtigkeit zum ewigen Leben/ durch Hesum Christ. ' v I. Lap. Daß dke qlöubl'gen in der Sünde nicht beharren / sondern derstlbigen abgestorben/ vnd al- so vnrer der gnade/vnd nicht vnrer dem Geseye/srnd. As wöllen wlr Htezu sagen k Sollen wir denn in der» d,ßE--2 Sünde bcharren/auff daßdie gnadc desto mächtiger seyk Das scy »--Msch. M W AW ferrne. Wie soltcn wir in Sünden wöllen leben / der wir abgcstor. den sind tWOljr nicht/daß alle diewir inZhesum Khrist gemufft sind/ Ml die Römer* Vl.^ap. zzi find/diesind in seinen Lod gemusst k So sind wir ie mit im begraben durch die Tauf- « ft in den Tod/ auff daß / gleich wie Khristus ist aufferweckt von den Todten durch dre N wi?aEw?e Herrligkeyt deß Vatters / also sollen auch wir in einem neuwett Leben wandeln. So stA?d-rAdeE wir aber sampr sm gcpfiantzt werden gleich wie er/ in seinen tod/ so werdi wir auch der Aufferstehung gleich seyn. Dieweil wir wissen/ daß vnser alter Mensch sampt jm ge- creutziget ist/ auff daß der sündliche Leib auffhöre/daß wir hinfurt der Sünden nicht dienen. Denn wer gestorben ist/der ist gerechtfcrtiget von der sünde. Sind wir aber mit Khristo gestorben/ so glauben wir/ daß wir auch mit jm leben werden. Vn wiffen/daß Khristus von den Todten aufferwecket/hinfurt nicht stirbet/ der Tod wirt hinfurt vber jn nicht herrschen. Denn daß er gestorben ist/das ist er der Sünde gestorbö/zu einem mal/Daß er aber lebet/das lebet er Gott.Also auch ir/hal- ret euch dafür / daß jr der Sünde tod seyt / vnd lebet Gott / in Khristo Ihesu vnserm HERRN. v lasset nun die Sünde nicht herrschen in euwrem sterblichen Leibe / ir gehör- Auch begebet nicht der Sünden euwre glteder zu Waffen der Vngcrechtigkeyt/Sondern begebet euch ftlbs Gott/als die da auß den Todten lebendig sind/vnd euwre Glieder Gott zu Waffen der Gerechtigkeit/' Denn 8»! die Sünde wirt nicht herrschen können vber euch / sintemal jr nicht vnter dem Gesetz langEgnade seyt/sondern vnttc der gnade. nunk Sotten wir sündigen/dieweil wir nicht vnter dem Gesetz/sondern vn- Mng« d-esündetn, der gnade sind k Das fey ferrne. Wisset ir nicht/ welchen ir euch begebet zu d"reg!en/!»7/v»d Knechten / in gehorsam / deß Knechte seyt ir / dem ir gehorsam seyt / es fty der Sünde zum Tode/oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeyt k Gott fty aber gedancket/daß ir Knechte der Sünde gewesen seyt / Aber nun gehorsam worden von Hertz en dem Für- bilde der Lehre/welchem ir ergeben seyt. Denn nun ir frey worden seyt von der sünde/ scyr ir Knechte worden der Gerechtigkeyt. Ich muß Menschlich davon rcden/vmb der fthwachheyt willen euwcrs Fleisches. Gleich wie ir euwre glieder begeben habt zu dienste der vnreintgkeit/vnd von einer vn- gerechtigkeit zu der andern/also begebet auch mm euwre glieder zu dienste der Gerech- tigkeyt/daß sie heylig werden. Denn da ir der Sünde Knecht wäret/ da wäret ir frey von dcrGerechtigkeit.Was hattet ir nun zu der zeit für fruchtkWelcbcr ir euch ictzt schä met/Den das ende derselbigen ist der Tod. Nun ir aber ftyt von der Sünde frey/vnd Gottes Knechte worden/ habt ir euwere frucht / daß ir heylig werdet / Das ende aber das ewige Leben. Denn der Tod ist der Sünden Sold/Aber die gäbe Gottes ist das ewige Leben/in Khristo Ihesu/vnserm HERRN. vn.Lap. Das Fleisch Widerstrebet dem Gesetze/ vnv die Süide wicdt dürch das Ge¬ setze erkannt. ML jr mcht/lteben Brüder(Denn ich rede mit denen Glelchniß die das Gesetz wissen) daß das Gesetz herrschet vber den Menschen/ ^ewigen Leb«,, so lange er lebet k Denn ein Weib/ das vnter dem Manne ist/dieweil Gb wol nochSüitdeim fleisch wütet/ so vcr- damptesdoch nicht/ L)arum daß s Geist gerecht ist/vnd dawi¬ der st reic/Wo dersel- bige nicht ist/da wirt das Gesetze durchs fleisch geschwächt vn vbertrette/Daßvn- .. ... . «WvLW Fleisch geschwächt ward) das that Gott/vnd sandte seinen Sonin dergestalt dcß süiidlichcn Fleisches /vnd vcrdamptc die Süiidc ,,n Fleisch durch Sünde / Auff daß Gercchtigkeyt vom Gesetz erfordert/in vns erfüllet würde/die wir nun Nit nach anffii^nsereftiiide/ dem Fletsche wandeln/sondern nach dem Geist. W eZtt^ Denn die da Fleischlich sind/dte sind Fleischlich gesinet/ Die aber Geistlich sind/ scmen Gast. sind Geistlich gcsinnct. Aber Fleischlich gcsinnet siyn/ ist der tod / Vnd Geistlich c Fl-ischlich gost..- gesinnct seyn/ist leben vnd fride.Denn Fleischlich gcsinnet scyn/ist eine Freundtschafft .n" nchts nachBott wider Gott / sinterna l cs dem Gesetze Gottes nicht vnderthan ist / denn es vermag es LLw Lch!sda auch nicht.Die aber Fleischlich sind/mögen Gott nicht gefallen. vonvcrstchct. Araber seyt nicht Fleischlich /sondern Geistlich/so andcrß Gottes Geist in euch wohnet. an die Mm«. vm.Lap. M Wohnet. Wer aber Khrtstus Geist nicht hat/ der ist nicht sein. So aber Khristus in euch ist/so ist der Leib zwar tod vmb der Sünde willen / Der Geist aber ist das Leben/ vmb der Gercchttgkcyt willen. So nun der Geist/ deß/ der Zhesum von den Todten auffcrwcckt hat/in euch wohnct/So wirt auch derselbige/der Khristum von den Tod- ten aufferLvcckt hat/euwere sterbliche Leibe lebendig machen/vmb deß willen/daß sein Geist in euch wohnet. L b O sind wir nun lieben Brüder/schüldener/nicht dem Fleisch/daß wir nach dem cZtzAsteisch leben/Denn woir nach dem fletsch lebet/so werdet ir sterben müssen. Wo ir aber durch den Geist deß fletsches geschaffte tödtct/so werdet /r leben. Denn welche der Geist Gottes treibet / die sind Gottes Kinder. Denn jr habt nicht einen knechtli- chen Geist empfangen/ daß jr euch abcrmal fürchten müßtet / Sondern jr habt einen Kindlichen Geist cmpfangen/dnrch welchen wir ruffcmAbba/lieber Vatter.Dersel- brge Geist gibt zeugniß vnserm Geist/ daß wir Gottes Kinder sind. Sind wir denn Kmdcr/so sind wir auch Erben/nemlich Gottes Erben / vnd Miterben Khristi / doch daß wir mit leyden / anff daß wir auch mit zur Herrligkeyt erhaben werden. Trost vö Denn ich halte es dafür/ daß dieser zeit leiden der Herrligkeyt nicht währt sey/ die Cr-utz vttd l-i, an vns sol offenbar werden. Denn das ängstlich harren der Kreatur wartet auff die offeubarung der Kinder Gottes. Sintemal die Kreatur vnderworffcn ist der eytel- keit/on iren willen/ Sondern vmb deß wille/der sie vnderworffen hat auffhoffmmg. Denn auch die Kreatur frey werden wirdt von dem dienst deß vergenglichen wesens/ zu der herrlichen freyheit der Kinder Gottes. Denn wir wiffen/daß alle Kreatur seh¬ net sich mit vns/vnd' ängstet sich noch immerdar. - Nicht alleine aber sie / Sondern auch wir selbe / die wir haben deß Geistes Erst- N^^22! liug/schnen vns auch bey vns selbs/nach der Kindtschafft/vnd warten auffvnsers Lei- des erlösung. Denn wir sind wol selig/ Doch in der Hoffnung. Die Hoffnung aber/die man sihet/ist nicht Hoffnung / Denn wie kan man deß hoffen/das man sihet k So wir aber deß hoffen/das wir nicht sehen/so warten wirsem durchgcdult. Destelbigen gleichen auch der Geist hilfft vnscrer schwachheit auff. Den wir wis- sen nicht was wir beten sollen/ wie sichs gebürt / Sondern der Geist selbs vertritt vns gewalriglich/mit vnaußsprechlichem seufftzen.Der aber die hertzen forschet/der weiß/ was deß Geistes sinn sey/Denn er vertritt die Hcyligen nach dem das Gott gesellet. Wir wissen aber/daß denen/die Gott lieben/alle ding zum beste dienen / die nach dem fürsatz bemffm sind.Den welche er zuvor versehen hak/die hat er auch verordnet/daß sie gleich seyn solten dem Ebenbild feines Sons / Aüffdaß derselbige der Erstgeborne sey vntcr vilen Brüdern. Welche er aber verordnet hat/die hat er auch bcruffcn/ wel¬ che er aber beruffen hat/die hat er auch gerecht gemacht / welche er aber hat gerecht ge¬ macht/ die hat er auch herrlich gemacht. wollen wir denn weiter sagenk Zst Gott für vns/Wer mag wider vns seynk auch seines eygen Sons nicht hat verschonet/sondern hat in für vns alle dahin gegeben/Wie solt er vusmitimnichtallesschenckenk Wer wildieaußer- wehleten Gottes beschüldigenk Gott ist hie/ der da gerecht machet / Wer wil verdam- , men k Khrtstus ist hie/der gestorben ist/ Ja vilmehr/ der auch aufferweckt ist/welcher ist zur Rechten Gottes/vnd vertritt vns. Wer wil vns scheide von der LiebeGotteskTrübsal oder angstkOder verfolgungk Oder hungerkOdcr blösekOder fährligkeitkOdcr Schwcrdtk Wie geschriben stehet: xsrim.44 Vmb deinen willen werden wir getödtet den gantzen tag / Wir sind geachtet für Schlachrschafe. Aber in dem allen vberwinden wir weit/vmb deß willen/der vns ge- liebet hat. Den ich bin gewiß/daß weder Tod noch Leben/weder Engel noch Fürsten- thumb/ltoch gewalt/weder gegenwertigs noch zukünfftiges / weder hohes noch tieffes/ noch keine andere Kreatur/mag vns scheiden von der Liebe Gottes/die in Khristo Zhe- sitist/vnserm HERRN. Der WHpW IX. Qv. IX. Lap. Der Apostel zeiget an fern hertzUch mitkelden/von wegen der Iüden/als semer Brüder/ nachdem fleisch/daß sie durch sie vndanct'barkelr vnd vnglanben verstossen /vnddte Heyden angenommen seyn/Ermahner sie auch varmit/vonsolchem vnglaubenadrustehen/vnd Lkrt- stum anzunemmen. Von der ewi- Kmversehung/daher> der Glaube fleußt. ! Kh sag die warhett tn Lhrrsto/ vnd liege nicht/ deß mir M Zeugnis? gibt mein Gewissen / in dem heyligen Geist / Daß ich grosse M trauwrigkeyt vnd schmertzen on vnderlaß in meinem Hertzen habe, habe gewündschet/ verbannet zu seyn von Khnstö/für meine Brüder/ die meine Gefreundte sind nach dem fleisch / die da sind von Ijrael/welchen gehöret die Kindschafft/ vnd die Herrligkeit/ vnd der Bund/vnd das /L Gesetz/vnd der Gottesdienst/ vnd die Verhetssung/welcher auch sind die Vätter/auß welchen Khristus her kompt nach dem Fleisch/Der da ist Gott vber alles/gelobet in Khrtstns Aber Nicht sage ich solche/ daß Gottes wort darumb auß sey. Denn es sind nicht alle Israeliter/ die von Mae! sind / Auch nicht alle die Abrahams Samen sind/ sind darumb auch Kmder / Sondern in Isaac sol dir der Samen genennet seyn / das ist/ Ge».«. Nicht sind das Gottes Kinder/die nach dem Fleisch kinder sind/ Sondern die Kinder der Verheissung werden für Samen gerechnet. Denn diß ist ein wort der Verheiß /L sung/da erspricht'.Vmb diese zeit wil ich kommen/vnd Sara sol einen Son haben. Ge^r. Nicht allein aber tsts mit dem also/sondcrn auch da Rebecca von dem einigen Isaac/vnscrm Vatter/schwanger ward/ehe die Kinder gebom waren/vnd weder gu- Ge».-,. tes noch böses gethan hatten/Auff daß der fürsatz Gottes bestünde nach der wähle/ ward zu jr gesagt: Nicht auß verdienst der wcrck/ sondern auß gnade deß Beruffers/ also/ Der gröffest so! dienstbar werden dem kleinen/ Wie denn geschrieben stehet/ Za- rmkch... cob habe ich geliebet/Aber Esau hab ich gehastet. O^As wollen wir denn hie sagenkIst dem Gott vngerechttDas sey ferrne/Denn u spacht Zu Mose: Welchem ich gnädig bin / dem bin ich gnädig/ vnd welches L. ich mich erbarme/deß erbarme ich mich. So ligt es nun nicht an jcmands wollen oder lausten/sondern an Gottes erbarmen. Denn die Schrifft sagt zum Pharao/Eben Ex<>d." darumb hab ich dich erweckt/daß ich an dir meine Macht erzeige/ Aust daß mein Na¬ me verkündiget werde in allen Landen. So erbarmet er sich nun/welches er wil/ vnd verstockctwelchenerwil. E O sagest du zu mir: Was schüldiget er denn vnskWerkan seinem willen wr- lieber Mensch/wer bistu denn/daß du mit Gott rechten wiltk Spricht auch ein Werck zu seinem Meister / warumb machst» mich also t Hat nit ein Töpffer macht/ auß einem klumpen zu machen ein Faß zu ehren / vn das ander zu vn- ehren k Derhalben da Gott wolte zorn erzeigen / vnd kund thun seine Macht / hatrr mit grosser gedult getrage die gcfesse deß zorns/die da zugertchtet sind zur verdamniß/ Auff daß er kund thctc den rcichthumb seiner hcrrltgkeyt/an den gefäffen dcr barm- hertzigkeit/die er bereitet hat zur herrligkeit/ Welche er beruffen hat/ncmlich vns/Nit allein auß den Iüdcn / sondern auch auß den Heyden. Wie er denn auch durch Osee Ds-e r. /L spricht: Ich wil das mein Volck hcisscn/das nicht mein Volck war/ Vnd meine Liebe/ Beruf- (St-urett)Sb Wok die nicht die liebe war. Vnd sol gcschchen/an den, ort/da zu /nett gesagt ward: Zr scyt s das mchrcrchcil da- ^ein Volck/ sollen sie Kinder deß lebendigen Gottes genennet werden. Icsaias aber schrcyet für Israel/Wenn die zal der Kinder Israel würde seyn wie o alskfa'L / ftnE» der sand am Meer/So Wirt doch das vbrige selig werdenDen cs Wirt ein verderben '°' vnu?du!'7stcft,"n geschehen/dem doch gcsteurt wirdt zur Gerechtigkeit/ vnd der HERR wirdt dasselbige Wort vndgnadcde^^^en thun auff Erden. Vnd wie Iesaias davor sagt: Wenn vns nicht der HERR IMe,. ^n7d^ Zebaoth hette lassen Samen vberbleiben / so weren wir wie Sodoma worden / vnd g-rttht vnd herrlich gleich G0Nr0rra. Was an'MWmer. X.Lap. ^^AswöHenwtrnunhiesagenkDaöwöttmwlrsagm: Die Heydm/die nicht GH^Haben nach der Gerechtigkeit gestanden/haben die Gerechtigkeit erlanget/ Ich sage aber von der Gerechtigkeit/die auß dem Glauben kompt.Isracl aber hat dem Ge¬ setz der Gerechtigkeit nachgestanden/vnd har das Gesetz der Gerechtigkeit nicht vber- komen. Warumb das ? Darumb/daß sie es nicht auß den: Glauben/sondern als auß tzen wercken deß Gesetzes suchen. Denn sie haben sich gestossen an den Stein deß an- (AnlauffcnsMn lauffeus/wie geschrieben stehet: Scheda/Ich lege in Aon einen Stein deß anlauf- fens/ond einen Felß der ärgerniß/ Vnd wer an in gläubet/ der sol nicht zu schänden werden. . s-msich.' X. Lap. Innl-ast wie ün vorigekt Lüprtel, L Icbcn Brüder / tnrmrs Hrrtzen wünsch rst / vnd siche auch Gott für Israel/daß sie selig werden. Den ich gebe inen das zeug- mß/daß sie eyssern vmb Gott/Aber mit vnverstandt. Denn sic erken- ncn die Gerechtigkeit nicht/die für Gottgilt/vnd trachten jre eigene ge- rechtigkeit auffzurrchten / vnd sind also der Gerechtigkeit / die für /LGottgilk/nichtvnderthan. Denn Khristus ist deß Gesetzes ende/ Werandmgläu- bet/der ist gerecht. L-mt.r7. Moses schreibt wol von der Gerechtigkeit / die auß dem Gesetz kompt / welcher Mensch diß thue/ der wirr" darinnen leben/ Aber die Gerechtigkeit auß dem glauben (Daringleb-») spricht also: Sprich nicht in deinem Hcrtzen: Wer wil hinauff gen Himmel sichren? ist > Er m«- (Das ist nicht anderß/denn Khristum herab Holm) Oder wer wil hinab in die Treffe -"^8- "" fahren k (Das ist nicht anderß/denn Khrismm von den Todtcn holen)Aber was sagt NÄ sie k Das wort ist dir nahe/nemlich in deinem Munde/vnd in deinem Hcrtzen. sürGoce. Diß ist das wort vom Glauben/das wir predigen. Den so du nut deinem munde Wcrmtgläuketdaß bekennest Ihesum/daß er der HERR sey/vnd glaubest in deinem Hcrtzen/ daß jn Gott aNaEAv»» von den Todtcn aufferweckt hat/so wirstu selig. Denn so man von hertzen gläubet / so AmÄZdeNS: wirt man gerecht/Vnd so man mit dem munde bekcnnet/so wirt man selig. Denn die Z" ltgmH-mmek Ies».r8. Schlifft spricht :Wer an in gläubet/wirt nicht zu schänden werden. Tftegesih^Kas .? . Es ist hie kein vnterscheid vnterIüden vn Griechen/Es ist allerzumal ein HERR/ E Ioeu. reich ober alle/dic in anruffen. Denn wer den Namen deß HERRN wirt anruffcn/ sol selig werden. Wie sollen sie aber anruffen/an den sic nicht gläuben k Wie sollen sie w-r mw dcm mmwe aber gläubenvon dem sie nichts gehört habmkWie sollen sie aber Horen on Prediger? »N Lm- Wie sollen sie aber predigen/wo sie nicht gesandt werdcn t Wie denn geschrieben sie- Iesa.cr. : Wie lieblich sind die Füsse dere/die den Friede vcrkündigen/die das Gute verkütt- digen/Aber sie sind nicht alle Dem Euangelio gehorsam.Denn Esaias spricht:HERR/ wer gläubet vnserm predigen ? So kommet der Glaube auß der Predigt/ Das predi- pl»lm. aber durch das wort Gottes.Ich sage aber: Haben sie es nicht gchorettIwar es ist je in alle Land außgegangcn irer schall/vnd in alle Welt ffe wort. Dem. ;r. Ich sage aber . Har cs Israel nicht erkannt k Der erste Moses spricht: Ich wil euch eyffernmachen ober dem/das nicht mein Volckist/vnd ober einem vnverständigcn I-str Volck wil ich euch erzürnen. Icsaias aber thar wol so sagen: Ich bin erfunden von de- nen/die mich nicht gesucht habcn/vnd bin erschienen denen/die nicht nach mir gefragt haben. Ar Israel aber spricht er: Den gantzen tag habe ich meine Hände außgestreckt zu dem Volck/das jm nicht sagen läffet/vnd widerspricht. XI.Lap. SütlchmölstgccIunhglr/wtemdeoziwezfevv-rigeoLapite!». Kk Sosage a (Versehen) Ls ist nicht alles Gottes Volek/ was Gottes Volek heisset/darum O sage Ich nun: Hat denn Gott scm Vokk verstossen? /e Das scy ferme. Denn ich bin auch ein Israeliter/ von dem Sam^n Von 'vek- Abraham/auß dem Geschlecht BenIamin. Gott hat sein Dolck ntt Nm ' verstosscn/welchcs er zuvor" versehen hat. r.Reg.,-. Oder wisset jr nicht/ was die Schrifft saget von Eliar^ Wie er t- a.^ . für Gott wider Israel/vnd spricht:HERR/sie haben dcüie Propheten getödtet/ i^svc7s^sse»"obdas vnd haben deine Altaraußgegraben/vndich bin allein vbcrbliebcn/vnd sie stehmmir stosst "wmEh nach meinem Leben. Aber was sagt jm das Göttliche Antwort k Ich hab mir lassen vbcrbleiben siben tausend Mann/die nicht haben jreKnie gebeuget für dem Baal. Also gehcts auch jetzt zu dieser zeit/daß dennoch etliche blciben/nach der wähl der gna¬ den. Isis aber auß Gnaden/so tsts nicht auß verdienst der Werck / sonst würde Gnade nicht Gnade scyn. Ms aber auß verdienst der Werck/ so ist die Gnade nichts / Sonst were verdienst nicht verdienst. v - denn nuntDas Israel suchet/das erlanget er nicht/die ° wähl aber erlanget ist/r^ttwchltt sind cs/dte andern stud vcrstockt/wie geschrieben stehet: Gott hat inen gegeben ein crbittcr- Jesir.«. im Volck Gokkcs. Gcist/Augen daß siemicht sehen/vnd Ohren daß sie nicht hören/biß auff den heu¬ tigen tag. Vnd Dauid spricht: Laß jren Tisch zu einem Strick werden/vnd zu einer Psalms, berückung/vnd zum ärgemiß/vnd inen zur Vergeltung. Verblende ire Augen / daß sie nicht sehen/vnd beuge iren Rücken allezett. ^"O sage ich nun : Sind sie darumb angelauffen/daß sie fallen sotten k Dassel) s r^Ifcrrnc. Sondern auß irem fall ist den Heyden das Heyl widerfahren / auff daß sie denen nach cyffern sotten. Denn so irer fall der Welt Reichthumb ist/ vnd ir schade ist der Heyden Rcichthumb/Wic viel mehr wenn ir zal voll würde. Mit euch Heyden rede lch/Denn dieweil ich der Heyden Apostel bin / Wil ich mein Ampt prcysen / ob ich möchte die/so mein Fleisch sind/zu cyffern rcitzen/vnd irer etliche selig machen. Denn , so irer Verlust der Welt versünung ist/was were das anderst / denn das leben von den (Nemmen) Von todten c nemmen t Ist der anbruch hey!tg/so ist auch der Teig Heylig/Vnd so die Wur¬ holen/tst inch-s wie tzelheyltg ist/jo sind auch die Iweige hcylig. leben daherkommcn! Ob aber nun etliche von den Iweigen zubrochen sind / vnd du / da du ein wilder ^vndNnd Vil Oelbaum wärest/bist vnter siegepftopffet/vnd theilhafftigworden der Wurtzcl vnd mehr solle d>c lodccn dcß Saffts im Oelbaum/So rühme dich Nit wlder die Iweige. Rühmest» dich aber dEr-mp7zuÄc- wider sie/sosolru wissen/ daß du die Wurtzcl nicht tregcst/sondern die Wurtzcl tregt v?eu°r^ v7uio8 dich. So sprichst»: Die Iweige sind zubrochcn/daß ich htneyn gepfropffet würde. Ist -mulem'ur,öcc. Wol geredt/Sie sind zubrochen vmb ircs vnglaubens willen/Du stehest aber durch den glauben. Sey nicht stoltz/sondern fürchte dich. Hat Gott der natürlichen Iweige nicht verschonct/daß er villeicht dein auch nicht verschone. Darumb schauwe die güte vnd den ernst Gottes / Den ernst an denen/die gefal¬ len sind/ Die güte aber an dir/so ferme du an der güte bleibest/sonst wirstu auch abge- hauwen werden. Vnd jene / so sie nicht bleiben in dem vnglauben / werden sie cynge- pftopffct werde/Gott kan sic wol wider eynpfropffen. Den so du auß dem Oelbaum/ der von Natur wilde war/bist außgehanwen/vnd wider die Natur in den guten Oel- bäum gepfropffet/Wie viel mchr werden die Natürlichen cyngepfropffet in jren cygen Oelbaum. Ich wil euch nicht verhalten/lieben Brüder/dieses Gcheimniß/auff daß jr nicht o Gotthmvns seinen swltzseyt. BlindheitistIsracleinsthetlö wtderfahrcn/so lange/blßdiefülle der Hey- Songeschenckt/ vnd Yen cyngtgangen scy/vttd also das gütttze Israel selig werdc/wre geschrieben stehet: Es r». bttuffEweenich! wirt kommen auß Aon der Erlöser/der da abwende das Gottlose Wesen von Jacob. c?nich7s eigms7de! Vnd dtß ist mein Testament mit jncn/wcnn ich jre Sünde werde wegnemmen. Nach sonderlichs machen/ Euangclio halte ich sie für Felnde/vmb cuwren willen/ Aber nach der wähl habe stel m/dte Ebreer t(h sie ltcb vmb der Vätterwillen. «m -.vndeo Cap. Gottes d gaben vnd bcruffung lassen sich nicht ändern. Denn gleicher weise / wie auchjr die Lehre von guten werckr. §H crmane euch/!reben Brüder/ durch dre Barmher-- tzigkettGottes/daßjreuwcre Lerbe begebet zum Opffcr/dasdale- bendrg/hcüig/MD Gott wolgcfclltg sey/welchs sey euwcr vcrnünff- ( vernüuffe.a) G. tiger Gottesdtenst.Vnd stellet euch nicht dieser Welt gleich / sondern k OpNÄerck/ verändert euch durch vcrncuwerung euwers snmeo/ auff daß jr prü- An7777en»st7-7r Den ich sage durch die gnade/die mir gegeben ist/ jcderman vnter euch/Daß nie- ^l-hchen. siglich halte/nach dem Gott außgetheilet hat/einem jeglichen gläubigen sein Maß. eincrley geschcfft haben/ Aljo sind wlr vile ein Leib in Khristo/aber vnternandcr ist ei- i .? ist. Hatjcmand Wcissagung/so sey sie dem glauben chnlich. Hat jemands em Ämpt/ warte er deß ermanens. Gibt jemand/so gebe er emftltiglich. Regieret jemand/ so sey AnstE/führ^Ä er fleissig. Dbet jemand Barmhertzigkeit/so thuc crs mit gutem willen. ksstluyK jst?so Llebc sey nicht falsch. Hasset das arge/ Hanget dem guten an. Die Brüder- liehe Liebe vnternandcr seyhertzliw.Emcr kome dem andern mit Ehrerbietung studd-c offenbar»»- zuvor. Scye nicht träg was jr thun solt.Scyt brünstig im Geist. Schicket euch indic zeit. Seyt frölich in hoffnung/gedültig in trübsal.Haltet au am Gebett.Nemmct euch AiÄA s»qm?" derHeyligennotturfft an. Herberget gerne. Segnet die euch verfolgen/segenct/vnd Lehret) M»»l^ fluchet nicht. Freuwet euch mit den frölichen/vnd weinet mit den weinenden. Habt ci- ^^^mch^v,s. fcn möget/wcichs da scy dcr gute/der wo!gefel!ige/vnd der vollkomcne Gottes Wille, glaube» v»d Gottes Den ich sage durch die gnade/die mir gegeben ist/ jcderman vnter euch/Daß nie- mand weiter von jm halte/dcnn siche gebürt zu halten / Sondern daß er von jm mäs- siglich halte/nach dem Gott außgetheilet hat/einem jeglichen gläubigen sein Maß. Den gleicher weise als wir in einem Leibe vi! Glieder haben/abcr alle Glieder nit eincrley geschcfft haben/ Also sind wir vile ein Leib in Khristo/aber vnternandcr ist ei¬ ner deß andern Glicd/vnd haben mancherlei) gabcn/nach der gnade / die vtw gegeben ist. Hatjcmand Wciffagung/so sey sie dem glauben chnlich. Hat jemands ein Ampt/ (Ebnl.cb)Meweif so warteer dcß Ampto. "Lehretjemand/so warte cr der Lehre. Ermanetjemand/so warte cr deß ermanens. Gibt jemand/so gebe cr emftltiglich. Regieret jemand/ so sey C7aß Lstristus ein Diener der Beschneidunge. Vom beruffe der Hexden. wsrumb vnd welcher gestalt diese Epistel an die Römer geschrieben / vnd was der Apostel noch;n verrichten fürhabe. Ir aöer / die wir ftarck sind / sollen der" schwachen qe- brechligkeit tragen/vnd ntcht gefallen an vns selber haben. Es stelle sich aber ein jeglicher vnter vns also/daß er seinem Neheste gefalle zum gu- ten/zur befferung. Denn auch Khristus nicht an im selber gefallen hat- te/sondern wie geschrieben stehetDie schwach dere/die dich schmähen/ auch emge»' mw »w sind vber mich gefallen. Was aber vorhin geschrieben ist/das tst vns zur Lehre geschrie- psalm a ben/auffdaß wir durch gedult vnd tröst der Schrifft Hoffnung haben. Gott aber der gedult vnd deß trostes/gebe euch/daß ir einerley gesinnetseyt vnternander/ nach Ihe- Gewissen khm z« su Khrtst/auff daß ir emmüttglich mit einem Munde lobet Gott / vnd den Vatter vn- sers HERRN Zhesu Khristi. Darumb nemmet euch vnternander auff/gleich wie euch Khristus hat auffgenommen zu Gottes lobe. Gumma fum Kh sage aber/ daß Zhesus Khristus sey ein Diener gewesen der Beschneidung LpM/bcyde vmb der warheit willen Gottes/zu bestätigen die Verheissung denVättern ge- Apost-k/ pr-dtg!« ttmsiüa ^^schehen/Daß die Heyden aber Gott loben vmb der barmhertzigkeit willen / wie '2 mchN-N werdeu/rc. geschrieben stehet: Darumb Wil ich dich loben vnter den Heyden/vnd deinem Namen den/perMlichge, singen. Vnd abermal spricht er: Freuwet euch ir Heyden mit seinem Volck.Vnd aber- mal:Lobet den HERRN alle Heyden/vnd prcyset in alle Völcker.Vnd abermal spricht Zesaias: Es wirt seyn die Wurtzel Zeffe / vnd der aufferstehen wirt zu herrschen vber die Heyden/auff den werden die Heyden hoffen. Gott aber der Hoffnung / erfülle euch mit aller freude vnd friede/Lm glauben/daß ir völlige Hoffnung habet durch dte krafft deß heiligen Geistes. ^^Khweiß aber fastwolvoneuch/lteben Brüder/daßirselber vol gütigkeitseyt/ ÄasO/Söft Mi. erfüllet mit aller erkeutniß/daß ir euch vnternander könnet ermanen. Zch Habs ^^aber dennoch gewagt/vnd euch etwas wollen schreiben/ lieben Brüder / euch zu dN vo» G°ttL crümern/vmb der gnade willen/die mir von Gott gegeben tst/daß ich sol seyn ein Die- mr Khrifii/vnter die Hcyden/zu opffern das Euangelium Gottes/auff daß die Hey- v.,drrmmm. den ein Opffer werden/Gott angeneme/geheyliget durch den heyligen Geist. Kk ist Darumb Mc-Hplstel xv. Lap. . Darumb kan ich mich rühmen in Zhesu Khrist/daß ich Gott 'diene. Dennich priesterbin. ' thürste nicht etwas reden/wo daffelbige Khristus nicht durchmich wirckete/dteHey-^ den zum gehorsam zu bringen/durch wort vnd Thaten / durch krafft der Zeichen vnd Wunder/vnd durch krafft deß Geistes Gottes / Also / daß ich von Jerusalem an vnd (rNch?bekmm^ d'UbherbißanUyrimm/allesmtLdem Euangelto Khristi erfüllet habe. Vnd mich wLzuvo?"'!"- sonderlich gestiffen dasEuangelium zu predigen/wo Khristus Name nicht "bekannt war/Auff daß ich nicht auff einen frcmbden grundt bauwctc/Sondern wie geschrie-« 2-7da'Chnst!,'" benstehet:Welchennichttstvonjmverkündiget/die sollens sehen/Vnd welchenicht „och Ntchtgepredtget gehöret haben/ sollens verstehen. Das ist auch die sache/darumb ich viel mal verhindert bin zu euch zu komm. Nun e ich aber nicht mehr raum hab in Visen Ländern/Habe aber verlangen zu euch zu komm von vilen jaren her/wen ich reisen werde in Hispanien/wil ich zu euch kommen. Denn ich hoffe/daß ich dadurch reifen/vnd euch sehen werde/vnd von euch dorthin geleytet werden möge/ So doch / daß ich zuvor mich ein wenig mir euch ergetze. wÄmch 8^ fahre ich hin gen Jerusalem/ den Heyligcn zu dienst.Den die auß Ma- vnd scubeckch sucA AHcedoma/vnd Achaia/ haben' williglich eine gemeine Steuwer zusammen ge--(GE) §ceuw?bcy^l^ legt den armen Heyltgen zu Jerusalem/ Sie habens williglich gethan / vnd sind auch Röm««-. jre Schüldener.Denn so die Heyden sind jrer Geistlichen Güter theilhafftig worden/ Ists billich daß sie jnen auch in leiblichen Gütern dienst beweisen. Wen ich nun solchs < Versi/clt ) Das a ußgerichtet/vn inen diese Frucht f versigelt habe / Wil ich durch euch in Hispanicn zte- hen- Zch weiß aber/wenn ich zu euch komme/daß ich mit vollem Segen deß Euange- Wörter. lii Khristi kommen werde. Kh ermane euch aber/lieben Brüder/durch vnsern HERRN Hesu Khrist/vnd durch die Liebe deß Geistes/daß jr mir helffet kempffen mit beten für mich zu ^^Gott/auffdaß ich errettet werde von den Vngläubigen in Iudea/ vn daß mein dienst/den ichgenZerusalcnr thu/angencm werde den Heyligen/auffdaß ich mit freu- den zu euch komme/durch den willen Gottes/vnd mich mit euch erquicke. Der Gott aber deß friedes sey mit euch allen/Amen. XVI.Lap. Der Apostel Paulus grüßt etliche fromme Christen in fonderhett/ vnd ermanet alle Glllübige/ sich für falschen Lehrern zu hüten. Gruß VN war CH befehl euch vnser Schwester PHebcn / welche ist am z .nrngvorJ en chuk dtenstder GemeinezuAnchrea/daßjrsieauffnemmet in dem HER- REN/wiesichsziemetdenHeyligen/vndthutjrbeystandt inallcmge- scheffte/darinnen sie euwerbedarff/denn sie hat auch vielen beystandt gethan/auchmirselbs. Rüffet die Pristan vnd den Aquilan/meine gehülffen in KhristoHesu/welche Erhaben für mein leben ire Hälse dargegeben / welchen nicht allein ich dancke/ son- dcrn alle Gemeine vnter den Heyden/Auch grüffct die Gemeine in jrem Hause. Grüßet Epenetum/meinen liebesten/welcher ist der Erstling vnter denen auß Achaia in Khristo. Grüßt Mariam/welche viel mühe vnd arbeit mit vns gehabt hat. Grüßt dell Andronicum vnd denIuntan/mcine Gefreundte/vnd meine mitgesangene/wel- che sind berühmte Apostel/vnd vor mir gewesen in Khristo. Grüßt Amplian/metnen lieben in dem HERRN.Grüßt Vrban/vnsern gehülffen in Khristo/vn Stachyn/mci ncn lieben.Grüßt Apellcn/den bewerten in Khristo.Grüßt die da sind von Artstobuli Gesinde.Grüßt Herodtonem/meinen gefreundten. Grüßt die da sind von Narctffus Gesinde/tn dem HERRN. Grüßt die Tryphcna vnd die Tryphosa/welche vtl erlitten haben in dem HERRN. Grüßt die Persida/mcine liebe/welche vil erlitten hat in dem HERRN. Grüßet Ruffum/derr außerwehlten in dem HERRN/ vnd seine vnd meine ündieRöMt. XVI.Läp. zz6 Mutter. Grüsset Asynmtum vnd Phlegonteu/ Herman / Patroban/ Hermen / vnd Die Brüder bey fnen.Grüsset Philologum vnd dieZulian/Nereum vnd seine Schwe¬ ster/vnd Olympan/vnd alle Heyligen beyfnen. Grüsset euch vnternander mit dem Heyligen Kuß. Es grüßen euch die Gemeinen Khristi. b ^^Khermane aber euch/lieben Brüder/daß frauffsehet auffdie da zutrennung DasO wider aikM vnd ärgcrniß anrichtcn/tteben der Lehre/ die fr gelehrnet habt / vnd weichet von A MmschmLehrs o^venselbigen.Den solche dienen nicht dem HERRN Ihesu Khristo/sondern frem Bauche/vnd durch süsse wort vnd prächtige rede verführen sie die vnschüldigen Her¬ tzem Denn euwer gehorsam ist vnter federman außkommem Derhalben freuweich mich vber cuch.Ich wil aber/daß fr weise seyt auffs gute/aber einfeltig auffs böse. Aber der Gott deß friedes zutrette den Sathan vnter euwere füsse in kurtzem Die Gnade vnsers HERRN IhesuKhristi sey mit euch. ^E^S grüffen euch Dmothcuo/mem gehülffe/vnd Lucius/vndIason/vnd Sostpa- Timotheus c^ter/meine gefreundten- Ich Tertius grüsse euch/der ich diesen Brieffgeschrieben habe/in dem HERRN. Es grüsset euch Gaius/ mein vnd der gantzen Gemeine Wirt. Es grüsset euch Erastus/dcr Statt Renntmeister/vnd Quartus/der Bruder. Die gnade vnsers HERRN Zhesu Khristi sey mit euch allen/Amen. Dem Aber/der euch stärcken kan/ laute meines Euangelif vnd Predigt von Zhe- su Khrist/durch welche das Geheimniß offenbaret ist / das von der Welt her ver¬ schwiegen gewesen ist/Nun aber offenbaret/auch kundt gemacht durch der Propheten Schrifft/auß befehl deß ewigen Gottes/den gehorsam deß Glaubens auffzurich- ten vnter allen Heyden/ Demselbigen Gott/ der allein weise ist/ sey Ehre/durch Ihesum Khrist/in ewigkeit/ AMEN. An die Römer. Gesandt von Kortntho durch Pheben / die am Dienst warderGemeinezuKmchtt«, Vorrede auffdtei.-KMelH.Wull an die Korinther. N dieser Epistel vermanetS. Paulus die Ko- UM«» rinther/ vaß sie solle» eMtrechtigscyn im Glaube»/vndin der Lehre / vnd darauff sehen / daß sie das Häuptstück / nemlich (daß Christus vnser Heylist) wol lehmen / An welchem sich alle vernunfft vnd wcißheik flösset. Denn gleich wie fetzt zu vnser zeit / so das EüangeliuM an tag ArtderAesek kommen ist / finden sich der tollen Heyligen vil(welche man Rottengei¬ ster/ Schwermer vnd Ketzer / heißOdie alle zu frü klug vnd gelehrt wor¬ den sind / vnd können für grosser kunst vnd weißheik sich mit niemand gleich oder eintrechtig halten. Einer Wit hie nauß/der ander dort nauß/ Als were es grosse schänd / wo nicht ein feglicher ein sonderttchs füme- me/vnd scyneygenweißheikauffwürffe/Welche niemandkanwiderumb zu Narren machen/So sie doch im gründe gar nichts von den rechten Hauptsachen wissen noch verstehe/ob sie gleich mit dem maul ricldaom Müdem. a». tN) L Pauls Alsogiengs S. Pauloauch/da er seine Corinther hatte den Christlichen Glaubenvnd die Frey- hert vom Gesetz gclehret/Funden sich auch die tollen Hcyligen vnd vnzeitige Klüglinge/zutrenncten dre mmechtige lchre/vnd machten spaltungvnterden Gläubigen. Emerwolt Paulisch/ der ander Apol- ltsch/eittc r Petrisch/der ander Christisch seyn.Eincrwoltdie Beschneidung haben/ der ander Nit. Einer > ^^^dicC'hc/derandermcht.EincrwoltGötzenopffercsscn/derandernicht. Etlichewoltcnleiblichftey lchn. Etliche Weiber wollen in Haren gehen/vnd dergleichen. Biß sie dahin gerichten/daß einer der Areyheir nußbrauchet/ vnd nam siine Stieffmuttcr zur Ehe. Vnd etliche nichts von dcrTodtcn Auff- ersichung hielten. E tliche nicht viel vom Sacrament. Vnd msumma/esgieng wüst vnd gantz vnördigzu/ daßjeglicherwoltMeisterseyn vnd lehren/ vnd mit dem Euangelio/Sacramenk/Glauben/machen was jn gut daucht. Vnd liessen dieweildas Hauprstückfein fahren vnd ligen/Das Christus vnser Heyl/ Gerechtigkeit/Erlösung ist/ale hetten sie es längestan den Schuhen zurissen. Wie denn solch stück nicht kan auff der bahn bleiben/wo man be¬ ginnet zu klügeln vnd weise zu seyn. -Rottozu vttscrzeit. ^!Animb straffet vnv vcrdampt S. Paulus solche schädliche tveißhcit gar ernst, vier Caplttl. lich/vnd machet solche nasenwcise Hcyligen wider zu Narren/sprichk schlecht/ daß sie nichts wis- sin von Christo/noch von dem Geist vnd Gaben Goktes/vns in Christo gegeben/ vn sollen noch anhcben zu lchrnen/Es müssen Geistliche Leute seyn/die cs verstehen sollen/Weiß seyn wöllcn/vnd klug- hcitfürgcben ün Euangelio/scy eben das rechte ärgcrniß vndhindemiß/ChristumvndGottzucrkencn. Rotten vnd zwykracht anzurichten/da mag die kluge vernunffk vn weißhcitwol zu dienen / daß eitel tolle Wcifi seyn Em Hcyligcn vnd wilde Christen iverden/Abcr vnsern HERRNCHnstum mögen sicnimmermehr erken- imLuangelto/rc. werden denn wtderumb zu Narren/vndlassen sich dcmütiglich durchs kinfeltige Wort Gottes lehren vnd führen- Solches treibet er durch die ersten vier Capitel. Dütttj. Ims. strafft er die grosse vnzucht/dcß/der seine Stieffmuttcr genotnen hakke/vnd wiljn in Bann v. thun/vnd dem Trüffel geben. Zeiget damit an ein rechte weise deß Banns zu brauchen / Daß er mit be- willigung dergläubigen Gemeine gesellet sott werde/vber die öffentliche Laster/wie auch Christus Mat- Hader. Ehestände. Zungftauw- Z schafft. thei am achtzehenden lehret. Imö.strafferer das Hadern vnd zancken für Gerichre/sonderlich/für den Heyden vndVngläu-v i. bigen. Vnd lehret/daß sie vnternandcr felbs sollen die fachen schlichken/oder vnrecht leiden. Im 7. gibt er vnterricht von der Keuschheit vnd Ehelichem Stande. Lobet die Keuschheit vnd vn. Iungfrauwschafft/daß sie nütze scyen/dcß Euangelijdesto baß zu warten. Wie Christus auch lehret/ Matth.am19.von den Keuschcn/die vmbsEuangelij oderHimelrcichswillen keusch sind. Aber Pau¬ lus wil sie vngenötigek vnd vngezwungen/ vnd on fahr grosser Sünde / gehalten haben / sonst sey besser frcycn/denn Keuschheit/ die in stäkigerbrunst steckt. Wieschwache Ge- Ims.bißauffsiahandelk er mancherlcywcise/wie man die schwachen Gewissen führen vnd hal- VI n. IX. wissen zu halten, tensolincusserlichensachcn/alsdasind/essen/trincken/Kleider/Sacramenthaben. Vnd weret allent-x. X I. halben/daß die starcken nicht verachten sollen die schwachen/ sintemal er selbe / ob erwol ein Apostel sey/ dennoch viel sich enthalten hab/da er wol recht zu hette. Dazu sich die starcken wolfürchten mögen /die- Mil vor Zeiten in Israel so vielvntergangcn sind/die doch allesampk durch Wundcrwerck auß Egypten geführet sind. Vnd machet daneben etliche außlaufft heilsamer Lehre. (Hakwii Got- Im ir. vnd iz. handelt er/wiemancherley Gaben Gottes sind/vmer welchen doch die Liebe das xn.xm. " ' beste scy/Daß sie nicht sich erhcben/sondcrn dienen sollen vnternander emmütig/dieweilesist ein Gott/ ein HE RR/ein Gcist/vnd alles ein/wie mancherley es auch sey. Dredicret* Im 14. lehret er die Prediger / Propheten vnd Sänger / daß sie ordentlich irer Gaben brauchen/ x 11n. ' vnd nur zur besscrung/ nicht zu eigener Ehre/jre predigen/kunst vnd vcrstandt/ fürgcben. Äusterstehüil Im 15. straffet er die/ so von Aufferstehung deß Fleisches vnrecht gclchrek vnd gegläubet hakten. X V. derTodten, Im letzten/vermanct er sie zu Brüderlicher hülffc/in zeitlicher Narung/dcn dürfftigen. XVI. Die Wcl.TMciZ.Wulmn dtt Korinther. I. Lüp. -der Apostel ermanst dt« zwxtrachttgen Lortnthev zur ekntgkettwnd daß Gottes Wort vnd Weltweißhetr nicht zusammen stimmen. Vnter- schlifft. Gosthe- ncs. Dbcr- schlifft. Gruß. Danck- sagunz. Aulus öeruffcn zum Apo stclWcsu Khrrstt/Durch vcn willen Got- tes/vnd Sosthenes/vnser Bruder. Der Gemeine Gottes zu Korinthen / den gcheylig, ten in Khristo Ihcsu/dcn bcwffenen HcyUgen / Sampt allen denen/die anruffen den Namen vnsers HERRN Ihcsu §hristi/an allen iren vnd vnftrn orten. Gnade seymit euch vnd Friede/von Gott vnscrm Vatter/vnd dem HERRN Ihesu Khristo. Kh dancke meinem Gott allezeiteuwerthalben/für die gnade Gottes/die euch gegeben ist in Khristo Ihesu/daß ff seyt durch man allen stücken reich gemacht/ ^^an aller Lehre/vnd in aller erkenntniß/Wre denn die Predigt von Khristo in euch kräfftig worden ist/Also/daß ff keinen mangel habt an irgend einer Gaben / vnd wartet nur auff die Offenbarung vnscro HERRN Ihesu Khnstt/welcher auch wirt v Spal- tu»»-. euch fest behalten biß ans ende/daß ff vnsträfflrch seyt auffden tag vnsers HERRN Ihesu Christi. Denn Gott ist trcuw/ durch welchen ir bcruffen seyt zu" gcmemschafft (skmemschaffo scimoGonsHcsuKhrlsti/vnscrsHERM. Hermane euchaber/lieben Brüder/durch den Namenvnsers HERRNIhesu ff»allcrGäterKhri. tz hristi/daß ff allzumal einerlcy rede führet/vnd lasset nicht spalmng vnter euch yn/sondern haltet fest an einander in einem sinne / vnd m einerlei) mcynung. » Denn mir ist fürkornen/liebcn Brüder/durch die auß Klocs Gesinde/von euch / daß §A!rknüm"'^ zanck vnter euch fty. Ich sage aber davon/dz vnter euch einer spricht: Ich bin Vaulffch. Der ander: Ich bin Apollrsch. Der DrttnIch bin Kcphrsch. Der vierdt: Ich bin §hri- Mel.Hpistcl ll.Lap. stisch.Viek Ist Khristus nun zutrennett Ist denn Paulus für euch gecreutziget k Oder seyt jr in Paulus Namm gemuffte Ich dancke Gott/daß ich niemand vnter euch ge¬ mufft habe/onKrispumvnd Gatum/daß nicht jemand sagen möge: Ich hette auff meinen Namen gemufft. Ich habe aber auch gemufft dcß Stephana Haußgesmde/ Darnach weiß ich nicht/ob ich etliche andere gemufft habe. Denn Khristus hat mich nicht gesandt zu Muffen/sondern dasCuangelmmzu predigen/Ntcht mtt klugen Worten/ auff daß nicht das Kreutz Khrtsti zu nicht werde. D' Denn das wort vom Kreutz ist eine thorheit/ denen/ die verloren werden / Vns aber/ die wir selig werden/ists eine Gotteskrafft.Dcnn es stehet geschrieben: Ich Ml zu nicht I-sa. machen die weißhcit der Weisen/vn den versiandt der verständigen Wil ichvcrwcrf- fen. Wo sind die Klugen k Wo sind die Schrifftgelchrten k Wo sind die Weltweisenk Hat nicht Gott die weißheit dieser Welt zur thorheit gemachte Denn dieweil die Welt durch ire weißheu Gott in seiner weißheit nicht erkante/e gefiel cs Gott wol durch thörichtePrcdigt selig zu machm/die/so daran gläubemSim temal die Iüden Zeichen fordern/vnd die Griechen nach weißheit fragen. Wir aber predigen den gecreutzigten Khrist/dcn Iüdcn ein Ergemiß/vnd den Griechen eine ^horheit/Dmenaber/die beruffen sind/bcyde/Iüdcn vnd Griechen/ predigen wir GEche thorhm Khrtstum/Göttlichekrafft vnd Göttlicheweißheit. Denn die "Göttliche thorheit ist das EnäSum/d» Welser denn die Menschen sind / vnd die Göttliche schwachhcit ist stärcker denn die Menschen sind. k' Äh / Aber für Gehet an/lieben Brüder/euwcrn Bcruff/ Nicht viel Weisen nach dem Fletsch/ md mt viel Gewaltige/ nit viel Edle/sind bcruffen/sondern was thöricht ist für der Welt/ dashatGotterwehlet/daßerdieWeismzuschandenmachet. Vnd was schwach ist für der Welt/ das hat Gott erwehlct/daß er zu schänden machet was starck ist / Vnd das vncdclfür der Welt/vnd das verachte/hat Goterwchlct/vnddasda nichts ist/ Daß er zu nicht machet was etwas ist/Auffdaß sich für jm kein Fletsch rühme. Von welchem auchjrherkomptin Khristo Ihesu/ welcher vns gemacht ist von Gott zur Welßhelt/vn d zur Gerechtigkeit/vnd zur Heyligung/vnd zur Erlösung.Auff daß(wie geschrieben stehet)Wer sich rühmct/der rühme sich deßHERRN. 11. Lap. ldaßdre Lehr deß Göttlichen worts nicht in zirrllchrr rede vnd Menschlicher welßkekt/ son¬ dern in der kraffr Gorees, besrehe/daß auch niemand die Handel Gottes mag vernemmen / denn derienig dem sie Gott durch seinen Gelsr offenbart. Nd tch/lteökn Brüder/da ich zu euch kam/ kam ich nit-v mit hohen Worten / oder hoher Weißheit / euch zu verkündigen die M Göttliche Predigt. Dennlch hielt mich nicht dafür/daß ich etwas wüßte vnter euch /on allein IhesumKhristum/ dm Gecrcutzigten. Vnd ich war bey euch mit schwachheit/ vnd mit furcht / vnd nut gros¬ sem zittern. Vnd mein Wort vnd meine Predigt war nicht in klugen reden Menschli¬ cher Weißhcit/sondcrn in Überweisung deß Geists vnd der Krafft/ Auff daß cuwer sarE Glaub" bcstche/nicht auff Menschen weißhcit/sondcrn auff Gottes kmfft. k^c» mmschcnlchrc Da w r aber von rcden/das ist dennoch Weißhcit bey den vollkommen / Nit eine Ä!^od"rgla!!-' Weißheit dieser Wclt/auch nicht der Fürsten dieser Welt/welcbe vergehen/ Sondern bmssey». p^n der heimlichen verborgenen Weißhcit Gottes/welche Gott verordnet hat für der Welt zu unserer Herrligkcit/ welche keiner von den Fürsten dieser Welt er- h?» vnd"vem angchörct/wie sie dem Manne gefalle. Solche aber sage ich zu euwrem" nutz/nit daß NAwm, A- ich euch einen' Strick an den Halß werffe/ Sondern dazu/daß es fein ist / vnd jr stäts beste -st, vnd vnvcrhindert vcnr HERRN dienen könnet. c Gtr.ck) Paulus So aber jemand sich lässet düncken/es wolle sich nicht schicken mit seiner Jung- vÄ',e?cu"^w'cEtzt ftauwen/weil sie eben wol manbar ist/vnd es wil nicht anderst seyn/So thu er was er ?/y wil/er sündiger nicht/er lasse sie freyen. Wenn einer aber im fest fürnimpt / weil er vn- P^ffen/Muuchc« gezwungen rst/vnd seinen' freyen willen hat/vnd beschleußt solche in seinem Hertzen/ seine Iungfrauw also bleiben zu lassen/der thut wol. Endtltch/welcher verh'eyratet/ Ver thut wol/welcher aber nicht verheyratet/dcr thut besser. .wm!geIer,?e»» Em Weib ist gebunden an das Gesctz/so lang jr Mann lebet/So aber jr Mann Rom. 7. entschläfft/ist sie frcy/sich zu verheyraten welchem sie wtl/allein daß es in dem HER- g REN geschehe. Seliger rft sie aber/wo sie also bleibet/nach meiner meynung/ Ich hal- -NNAmA te aber/ich habe auch den Geist Gottes. «MuE kct/sonbnwieerdro. X/ ! I I. b ben sagt/daß er baß V I. a. Gottes wartenka« f »n diesem leben. sich die Gläubigen mir dem essen deß Abgöttischen Gpffers halten/vnd ei'ttThn'ft sich seiner Fceyheir/nichr ;um mutwrlien deß Siersches/noch fernem Nehesten / der noch schwach/ ;um argerntsse/gebrauchen sol. 4 On dem Götzenopffer aber wissen wir / denn wir haben Lrspotttt >r. sich jemand düncken lasset/er wisse etwas / der weiß noch nichts / wie er et?>RL ^efeA wiffensol. So aber jemand Gott liebet/derselbige ist vonjm erkannt. So wissen wir nun von der Speise deß Götzenopffers / daß ein Götz nichts in der Welt sey/vnd das kein ander Gott sty/on der einige. Vnd wiewol es sind/ die Götter genemm werden/cs sey im Himmel oder auff Erden (Sintemal es sind viel Götter vnd viel HERRN) So haben wir doch nur einen Gott / den Vatter / von welchem alle ding sind/vnd wir in jm/vnd einen HERRN Ihesum Ahnst /durch wel¬ chen alle ding sind/vnd wir durch jn. Eshatabernichtjedermandaswiffen/Denn etliche machen jnennochein Ge¬ wissen vber den Götzen / vnd essens für Götzenopffer / damit wirt jr Gewiffen/weil es so schwach ist/beflecket. Aber die Speise fördert vns nicht für Gott. Essen wir/ so wer¬ den wir darumb nicht besser seyn/Essen wir nicht/ so werden wir darumb nichts weni- gerseyn. e - Mißbrauch Sehet aber zu/daß diese euwere freyheit nicht gerahte zu einem anfioß der schwa- Ker Freyheit. chewDenn so dich(der du das erkenntniß hast)jemand sehe zu Tische sitzen im Götzen- hause/wirt nicht sein Gewissen/dieweil er schwach ist/vervrsachet das Götzenopffer zu essen k Vnd wirt also vber deinem erkenntniß der schwache Bruder vmbkommcn/ vmb welches willen Doch Ahrtstus gestorben ist. Wenn jr aber also sündiget an den Brüdern/vnd schlaget jr schwaches Gewiffen/so sündiget jr an Ahristo. Darumb/ so die Speise meinen Bruder ärgert/ wolte ich nimmermehr Fletsch essen/auff daß ich meinen Bruder nicht ärgerte. L l ij Was die Hlcl.-HMel iX.Lap IX. Lap. wss die Apostel vnd Prediger veß Euangelq ;rr srer vnterhaltung nemmen vnd gebrau¬ chen mögen/ vnd wie sich Paulus in semem beruff Haire. K ich Nicht em Apostel t Bin ich nicht ftcp t Hab ich t !^«W nicht vnscm HWM WsumKhristumgcschentScyt nicht jrmein NWlDU Wcrck in dem HERRN t Bin ich andern nicht ein Apostel / so bin ich ÄU doch euwcr Apostel/ Denn das Sigel meines Apostelampts scyt/r in dem HERRN-Wcnnmannnch fraget/so antworte ich also: Haben wir nicht macht zu essen vnd zu trinckent Haben wir nicht auch macht eine Schwester zum Weibe vmbhcrzu führen t wie dlc andern Apostel/ vnd deß HERRN Brüder/ vnd Cephas k Oder haben alleine ich vnd Barnabas nicht macht solches zu thuni Welcher reyset jemals auff seinen cygcnsöld t Welcher pflantzeteinen Weinberg/vnd jffcc nicht von seiner frucht t Oder welcher wcydct eine Herd/vnd jffck nicht von der ^^?i!ch der verdenk Rede ich aber solches auffMenschcn weiset Sagctnichtsolchcs das Gesetz aucht» U Denn im Gesetz Mose stehet geschrieben: Du solt dem Ochsen nicht das maul verbin. „ , dm/der da dreschet. "Sorget Gott sürdie Ochscnt Odcrsagetersnicht aller dinge ML »L i L' KM „nssr willen t Den cs ist ja vmb vnscrn willen geschrieben. Denn der da pflüget/ sol auffhoffnungpflügcn/vnd der da dreschct/svl auffhoffnung drcschcn/daß ersciner LL«L7hoffnungth-ilhaffngw-rdc.SowtrcuchdasGcistbchsäenns,seingroßding/obwirs cuwcr ielbüchvirndcen t So aber andere dieser macht an euch thcchasmg snid / war- umb nicht viel mehr wirk Aber wir haben solcher macht nicht gebraucht / sondern wir vertragen allerley/ da opstcrn/cffcn vom Opffcr tÄnd die deß Altars pflegen/genicsscn deß AltarstÄlso M,,,., u-hat auch der HERR bcsohlcn/daß/die das Evangelium verkündigen /sollen sich vom EÄ/auchv-E Euatlgeüo nehren. 'Ich aber habe der keines gebraucht. dern Apostel Excm- peldajuhac. m-«»-»»»»» -iber tvir haben solcher macht" nicht gebraucht/jondcrn wir vertragen allerley/ daß wir nicht dem Euangelio Khristi eine hmderniß machen. Wisset jr nicht / daß die k s' ' ,1 , . . , j . hat auch der HERR befohlen/daß/dre das Euangelium verkün digen / sollen sich vom §h scheibe auch nicht darumb davon/dast mit mir also solt gehalten werden/ cs weremirlieberichstürbe/denndaßmirjemandmeinenruhmsolte zu nichtma- . o^Lchen.Dcnn daß ich das Euangelium prcdige/darffich mich nicht rühmen/denn ich muß es chuu/vnd weh mir/wen ich das Euangelium ntt prcdigte.Thue ichs gerne/ so Wirt mir gclohnet/rhu ichs aber vngcrne/so ist mir dao Ampt doch befohlen.Was ist w; ist mein lohn) den nun mein c lohn k Nernlich/daß ich predige das Euangelium Khristt/vnd thu daß Nm M I-Z sclbrgc frcy vmb sonst/auff daß ich nicht meiner freyheit mißbrauche am Euangelio. dlg/so7dcm daß^r Denn wiewol ich frcy bin von icdcrman / hab ich doch mich selbst sederman zum o vmuftnftxrcbrdcon Knechtegemacht/auffdastichirervielgewinnc. Den Jüdcn bin ich worden alsein Jüde/auff daß ich die Jüdcn gewinne. Denen die vntcr dem Gesetz sind/bin ich wor- vndmhm. vnter dem Gcsctz/auff daß ich die/so vntcr dem Gesetz sind / gewinne. Denen die ou Gesetz sind/bin ich als on Gesetz Word? (so ich doch nicht on Gesetz bin sür Gott/ - r> sottdernbittindcmGesetzKhrjsti)Auffpaßichdie/soonGesctzsind/gcwinne. Den N schwachttr birr ich worden als cm schwacher/auff daß ich die schwachen gewinne. Ich bm aus;lä!t^!"d!ß bin sedcrmau allerley worden/auff daß ich allenthalben ja etliche seltg mache. Solche der^Ifi chttt vt'I'fchl ^ber thu ich vmb dcst Euangellj willen/auff daß ich sein thcilhafftig werde. sttttchc-Gtt"7h!2- W^Mtsr ttit/daß die/so in den schranckct) lausten/ dlc lausten alle kAber eitlerer- NoAt'cs alKe Gelanget das Kleinst. Laustet nun also/ daß jr es crgrcrffct. Ein jeglicher aber der on^aubt'thm'-Dest bä kcttlpffet/enthclt sich alles dingcs / Jene also/daß sie eine vergängliche Krone ein¬ st« sind vng-wch/wie pfahcn/Wir aber eine vnvergenglichc.Ich lauste aber also/nicht als auffs vngewisse. stnd7a.7u"siiid cs Ich fechte also/ nicht als der in die Lustt streichet / Sondern ich betäube meinen Leib/ ^IchvfttÄ vnd zänre jn/Dast ich nicht den andern prcdige/vnd selbs verwerfflich werde. Dcrmanung andleLormthrr. x. Lop. x.Lap. Vcrinanung zu GotkssÄrchtt'gem Leben / vaff man GZyendl'enss meiden / vnv wie man sich mit esse» vnv rrrncken/auch bex den vnglaubtgen/ vnargevllch halt«, sol. L NWMx §hwll euch aber/liebenBrüder/mcht verhalten/Daß vnscr Rätter sind alle vnter derWolcken gewescn/vnd sind alle durchs Meer gcgangen/vnd sind alle vnterMosen getaufft mit der Wolcken vnd mit den; Meer/vnd haben alle einerley Geistliche Speise geffcn/ vnd haben alle einerley Geistlichen Tranck getruncken / Sie truncken Khristus aber von dem Geistlichen Fclß/ der mit folget/welcher war Khristus. Aber anjr s-lß. vielen hatte Gott keinen wolgefallcn/denn sie sind nidcrgeschlagen in der Wüsten. Das ist aber vns zum Fürbilde geschehen/daß wir nicht vns gelüsten lassen deß bösen/gleich wie jene gelüstet hat. Werdet auch nicht Abgöttische/ gleich wie jener etli- Nm p' ^eworden/Alsgeschrieben stchetDas Volek satzte sichniderzu essen vndZu trincken/ vnd stund auffzu spielen. Auch lasset vnsnicht Hurcrcy treiben/wie etliche vnter jenen nam.,-. Hurcrcy tricben/vnd fielen auffcincn tag drey vnd zwentzig tausend. Lasset vns aber .4 auch Khristum nicht versuchen /wie etliche von jenen jn versuchten /vnd wurden von den Schlangen vmbbracht. Murret auch nicht/gleich wie jener etliche murreten/ vnd lvurden vmbbracht durch den Verderber. L Solches alles widerfuhr jenen zum §ürbi!de/Es ist aber geschrieben vns zur war- nung/arrffwelche das ende der Welt kommen ist. Darnmb/wer sich läffet düncken/ er stche/mag wol Zusehen/ daß er nicht falle. Es hat euch noch keme/den Menschliche ver- veracht suchunge/betrettcn/Abcr Gott ist gerreuw/dcr euch nicht lässct versuchen vber euwer nerd-»a»dem/w^ vermögcn/Sondcrn machet daß die Versuchung so ein ende gewinne/daß jrskündt NwttwV crtragen.Darumb/mcine liebstcn/siiehet von der» Götzendienst. langer Ms bM«. Ls mit den Klugen rede ich/richtet jr/was ich jage. Der gesegnete Kelch / welchen Aß wir segcncn/ist der nicht die gemeinschafft deß Bluts Khrifti? Das Brot das wir brechen/Ist das nicht die gemeinschafft deß Leibs Khristi? Denn ein Brot ists/ so sind wir viel ein Leib/dieweil wir alte eins Brots theilhafftig smd. Sehet an den Israel nach dem Fleisch / welche die Opffcr effen/smd die nicht in der Gemeinschafft deß Altars? Was sol ich denn nun sagen ? Sol ich sagen/daß der Götze etwas scy ? Oder daß das Götzenopffer etwas sey ? Aber ich sage/ daß die Heyden/was sie opffern/das ops- ftrn sie dm Teuffeln/vnd nicht Gott. Nun wrl ich nicht/daß jr in der Teuffcl gemcin- schafftseynsolt. Ir kündt nicht zu gleich trmckm deß HERRN Kelch/vnd der Teuffel Kelch. Jr kündt nicht zugleich theilhafftig seyn deß HERRN Tischcs/vnd der Trüffeln Tisches. Oder wöllcn wir den HERRN trotzen ? Sirrd wir starcker denn er? <2 Ich hab cs zwar alles macht/aber es frommet nicht alles. Ich hab cs alles macht/ aber es bessert nicht alles. Niemand suche was sein ist/sondern cm jeglicher was deß - andern ist. pst,lm.r4. Alles was feil ist auff dem Fleischnrarckk/das effet/vnd forschet nichts/auff daß jr deß Gewissens vcrschonet.Denn die Erde ist" deß HERRN/ vn was drinnen ist. So « aber jemand von den Vngläubigen euch ladct/vnd jr wolr hmgehen / so esset alles was euch fürgeLragmwLrt/vnd forschet nicht/auff daß jr deß Gewissens verschonet. Wo aber jemand würde zu euchsagcn: Das ist Götzenopffer/so esset nicht/vmb deß wrl- vmge-/ len/der es anzerget/auff daß jr deß Gewissens verschonet(Die Erde ist deß HERRN/ (Lassen „rekeM vnd was drinnen ist) Ich sage aber vom Gewissen / nicht dein selbß / sondern deß an- dem. Denn warumb solte ich meine Freyhcit^ lassen vrtheilen von eines andern Ge- U?e7vnd wissen? Denn so ichs mit dancksagung geniesse/was solte ich denn verlästert werden fanseus-^b^M^ vber dem/dafür ich dancke? Ll iij Jr esset Mi.TpW xi.Lap. Hreffctnunodcrtrinckct/odcrwassrchuk/sothutcsallcszuGotttsEhrc. Seyc Nit ärgerlich weder den Züdcn/noch den Griechen/noch vcr Gemeine Gottes. Gleich wie ich auch ledcrman in allerlei) mich gesellig mache/ vnd suche nit was mir / sondern was vilcn/fronict/daß siescligwerden. Seytmeine nachsolger/glcich wie ich Misli. XI. Lap. Von srdnunaln der Gemekne/wse nemiich der Monn sein Haupt vnbeveck't / vnd dos Vvetd Ikc Haupt sol bedeckt haben. Vom Nschrmol veß Leibs vnd Bluts vnsers HERRN Lbrlstl/ vnd vnd wrees darmtt zutzalten. LH lohe mch/ltebm Brüder / daß jr an mtch gedenckek z in allen stücken / vnd haltet die weise/ gleich wie ich euch gegeben habe. KG MW Ich laste euch aber wissen/daß Khristus ist eines jeglichen Mannes Zu Haupt/der Mann aber ist deß Weibes Haupt / Gott aber ist Khristus A Haupt. Em jeglicher Man/der da betet oder weissagct/vnd hat etwas auff dem Haupt/der schändet sein Haupt.Lin Weib aber das da bettet oder weissaget mit vnbedecktem Haupt / die schändet jr Haupt / Denn cs ist eben so viel /als wcre sie beschoren. Wil sie sich nicht bedecken / so schneide man jr auch das Hahr ab. Nun es aber vbel stehet/daß ein Weib verschnitten Hahr habe/oder bescheren fty/ so lastet sie das Haupt bedecken. Der Mann aber sol das Haupt nicht bedecken/ sintemal er ist Gottes Bilde vnd » Ehre. Das Weib aber ist deß Mannes ehre. Denn der Mannistnicht vom Weibe/ sondern das Weib ist vom Manne. Vnd der Mann ist nicht geschaffen vmb deß Wei- Les willen/ sondern das Weib vmb deß Mannes willen. Darumb sol das Weib eine (Macht) Äasist/" Macht auff dem Haupt haben/vmb der Engel willen.Doch ist weder der Mann on das Werb/nocb das Weib on den Mann/in dem HERRN. Denn wie das Werb von ckc-datzfts vnt.r 'd-i Yem Manne/Also kommet auch der Mann durchs Weib/Abcr alles von Gott. Htttts.7. Richtet öey euch selbs/obe wolstehet/daß ein Weib vnbedeckt für Gott bette.Oder s lehret euch auch nicht die Natur/daß einem Mann ein mehre ist/so er lange Hahr zcugct/vnd dem Weibe eine ehrc/so sie lange Hahr zeuget ? Das Hahr ist jr zur Decke gegeben. Ist aber jemand vnter cuch/dcr lust zu zanckcn hat / der wisse / daß wir solche weise nicht Haben/Die Gemeine Gortes auch nicht. Kh muß aber diß bcfch.cn/Ich kans nit leben/ daß jr nicht auff besser weise/ son- Vom A- dern auffärger weise/znjamcn kommct.Zum ersten/wen jrzusamen kommet in NRÄ o^dcr Gemeine/höre Lch/csscyen spaltung vnter euch/vnd zum thcil glaube ichs. Den cs müssen Rotten vnter euch scyn / auff daß die / so rechtschaffen sind / offenbar vnrcr euch werden. Wenn jr mm zusamcn kommet/so Helt man da nicht deß HERRN Libcnvmal: Den so man das Abcndmal halten sol/nimpt ein jeglicher sein eigens vor- him rn einer tsi hungeng/ der ander ist n uncken. Habt jr aber nicht Hauser da jr essen vnd trmckcn möget?Dder verachtet jr die Gemeine Gottes/vnd beschämet die/so da nichts haben? Was sol ick euch sagen? Sol ich euch loben? Hicrinen lobe ich euch nicht. Kh habe es von dem HERRN empfangcn/das ich euch gegeben habe. Denn der Ma«h. HERR Ihesus in der nacht da er verrahten ward/nam er das Brot/ dancket VN Lucer^ o^brachs/vnd sprach: Nemet/effet/ das ist mein Leib/ der für euch gebrochen wirt/ o Solche thmzu meinem gcdechtntß. Dcssclbigengleichen auch den Kelch nach dem Mendmal/vrrd sprach: Discr Kelch ist das neuwe Testament in meinem Blut/Sol- chcs thut/so offt jrs trincket/zumcinem gedechtniß. Den so offt jr von drscm Brot cffct/vnd von disem Kelch trincket/solt jr deß HER- h REN Tod verkündigcn/biß daß crkompt.Welcher nun vnwirdtg von diesem Brotjs- (pkkft) Das E/ sit/ oder von dem Kelch deß HERRN trincket/der ist schuldig an dem Leib vnd Blut w!/e?gia-^ deß HERRN. Der Mensch b prüfe aber sich sclbö/vn also esse er von disem Brot/ vnd trinckc von diesem Kelch.Denn welcher vnwrrdig jffet vnd trincket/der jffct vn trincket Von den Gastliche ga- bc« Gottes. andteLsrlmhcr. xii.Lap. 542 jm selber das Gerichte/damit daß er 'nicht vnterscheidet dm Leib dcß HERRN. (wchtv»t-rs<Äe,> Darumb sind auch also viel schwachen vnd kranckm vnter euch/ vnd ein gut thcil ) Chnst«; schlaffen.Dcnnso wir vns selber richteten/so würden wir nit gerichtet. Wen wir aber vamü vmbgch!/ gerichtet werden/so werden wir von dem HERRN gezüchtiget/auffdaß wir nit sampt mchÄnnaL^^ der Welt verdampt werden.Darumb/meine lieben Brüder/wen ir zusamen kommet zu essen/so harre einer deß andern.Hungert aber jemand/ der esse daheimen/auff daß jr nicht zum Gerichte zusammen komet. Das ander ml ich ordnen wenn ich komme. XII. Lap. wieder Geist Gottes seine mannigfaltige Gaben in vec Rirchen vnd Gemeine Gottes auff-- theile/vnv solches wirt erkläret durch eine Glelchniß veß Menschliche» Leibs/vn seiner Glieder. EMWOn den Gastlichen gaben aber wrl ich euch/lieöen Brü- dcr/nicht verhalten. Jr wisset" daß jr Heyden seyt gewesen/vnd hinge- (Daß ,2 H-yven) gangen zu den stummen Götzen/ wie jr geführt wurdet. Darumb thu ich euch kund/Daß niemand Hcsum verfiuchet/ der durch den Geist Es, w-dcr vo» Gottes redet. Vnd niemand kau Ihesum einen HERRN heissen /on hNmGchtÄm durch den heyligm Geist. sind" mancherley Gaben/ aber cs ist ein Geist / vnd es sind mancberlcy Em- N^Pter/aber es ist em HERR/vnd es sind mancherley kräffttn/aber es ist ein Gott/ vtt!'m-y?"!rflachc! De?da wircket alles in allen. Zn einem jeglichen erzeigen sich die gaben deß Geistes/ zum gemcmcn nutz. Einem wirt gegeben durch den Geist zu reden von der Welßhett/ dem andern Wirt gegeben zu reden von der Erkänutmß nach demselbigen Geist / Ei- new andern der Glaube in demselbigen Geist/Emem andern die gäbe gesundt zu ma- tt»ander"vbc» chen in demselbigen Geist/Einem andern Wunder zu thun/Einem andern Wciffa- sederma gung/Einem andern Geister zu vnterscheiden/Einem andern mancherlei) Sprachen/ L7N G-tt7r- Einem andern die Sprachen außzulegm. Diß aber alles wircket derselbige einige Geist/vnd theilet einem jeglichen seines zu/ nach dem er Wil. ?e» 7A li.k weA Denn gleich wie ein Leib ist/vnd hat doch vil Glieder/alle Glieder aber eines Lei- Gllnbm b-Ä bes/wicwoljr viel sind/sind sie doch ein Leib/Also auch Khrisms. Den wir sind durch einen Geist alle zu einem Leibe gctaufft/wir seyen Iüden oder Griechen/Knechte oder M werckm/als-i- Freyen/Vnd sind alle zu einen: Geist' geträncket.Denn auch der Leib ist nit cin glied/ sondern vile.So aber der Fuß spreche: Ich bin keine Hand/darumb bin ich deß Leibes ArE' gliednicht/Golt ervmbdeß willen nit deß Leibesgliedseynk Vnd so das Ohre spre- che: Ich bin kein Mge/dammb bin ich nicht dcß Leibes glied / Solt es vmb dcß willen n-mck-n ,> nichtdeß Leibesglied seyn e Wenn der gantze Leib Auge wm/wo bliebe das gehöree So er gantz das gehöre were/ws bliebe der geruchk 8 Nun aber hat Gott die glieder gesetzt / ein jeglichö sonderlich am Leibe / wie er ge- wi. wolt hat. So aber alle glieder ein glied weren/wo bliebe der Leib k Nun aber sind der glieder viel/aber der Lech ist eimr.Es kau das Auge nit sagen zu der Hand:Icb bedarff dem nicht. Oder widermn das Haupt zu dcn FüffcmIch bcdarff euwer nit.Sondern vil mehr die glreder deß Leibs/die vns düncken die schwächsten scyn/sind die nötigsten/ vnd die vns düncken die unehrlichsten seyn/denselbigen legen wir am meisten ehre an/ vnd die vns vbel anstehen/dre schmückt man am meisten/ Denn die vns wol anstehen/ die bedorffmo nicht. Aber Gort hat den Leib also verwmget/vnd dem dürfftigen glied am meisten ehre gegeben/ auff daß nicht eine spaltung iw Leibe sey/sondern die glieder für einander gleich sorgen. Vnd so ein glied leidet/so leiden alle glieder mit. Vnd so ein glied wirt herrlich gchalten/so freuwen sich alle glieder mit. Gphef.4. d^Rscyt aber der Leib Khristj/vnd Glieder/ein jeglicher nach seinem theil. Vnd hat gesetzt in der Gemeine/auffs erste die Apostel/auffs ander dieProphe- wn/anffs dritte die Lehrer / darnach die Wunderthäter/ darnach die Gaben gesundt zu machen/ Heisser/ Regicrer/mancherley Sprachen. Sind sie alle Apostel k Sind ZM.Wsscl XIII.Lap. sie alle ProphctenkSind sie alle Lehrcrk Sind sie alle Dunderthäter k Haben sie alle Gaben gesunde zu machend Reden sie alle mit mancherley Sprachen k Können sie al¬ le anßlegcn k Strebet aber nach den besten Gabcn.Vnd ich wil euch noch einen köstli¬ cher» Weg zeigen. Zwar es a (Allen Glauben) W>cwol allein der Glaube gerecht ma¬ chet/als Paulus allemhalbe» doch wo! ^lgec/w:rcverglau MikSNithtSNÜtzk. r-chs!7b'cr^leich Die Lrcbc ist langmütig vnd freundtlich/Die Liebe eyffcrt nicht / die Liebe treibet Wuchere, nicht Mutwillen / sie blähet jich nicht / sie stellet sich nicht b vttgcberdig / sie suchet nicht das jre/ sie lcffet sich nicht erbittern/sie trachtet nicht nach scbaden/sie freuwct sich nicht g-in vaaedültlgen svcntts' vnrccht zugehct/ sie freuwet sich aber Wenns recht zugehet/sievertregt alles/ ropstc-y m. vertrauwct alles/sie hoffet alles/sie duldet alles. Die Lrcbc höret nimcrmehrauff/ -b?e mAü^aust So doch die Weissagungen auffhören werden/vnd die Sprachen auffhören werden/ watt Brecht N vnd das Erkenntttißauffhörcn Wirt. !l'ac/'da'D 'u>d!m Denn vnser wissen ist stückwerck/vnd vnser weissagen ist stückwerck.Wenn aber Usal-m flöhe.' " kommen wirt das vollkomen/so wirt das stückwerck auffhören. Da ich ein Kind war/ (SrücrwcrckEe da redet ich wie cinKind/vn war klug wie cm Kittd/vnd hatte kindische anschläge/Da all^hÄu^'^ lch aber ein Mann ward/thate ich ab was kmdssch war. Wir sehen letzt durch einen n-.mv.'sGolt.st/vn Spiegel in einem tunckeln wort/ denn aber von angesichte zu angcsichte. 'Jetzt erkenne ichö stückwetse/Denn aber werde lchs crkennen/glctch wie ich er kennet bin. Nun aber g-g-u bleibet/Glaube/Hoffnung/Licbe/ drese drey/ Aber die Liebe ist' diegrösscst vntcrjnm. dcrzukünfftigeuklae heul e (Dregtöffest)Lie- be macht Ult gerecht/ sondern der Glaube/ Rom.». Weil aber glaube vnd Hoffnung gegö Bott handeln/ vn nur guts cmpfa- hen/ dazu auffhören müssen / L)te Liebe aber gegen dem we¬ hesten handel: / und nurgutsthut/darzi! ewig bleibet / ist fle grosser/das ist/wei- ter/chatigervnwar- hafftiger. (Zungen redet) daß jrweissagctet.Denn Verda weissaget/lsi grösser denn der Mit Amgen redet/Es ift/pA'cu^ pro- sey denn daß crs auch außlcge/ daß die Gemeine davon gebessert werde. Nun aber/ ^ie.'/oderfflu?c7/'vü lubeu Brüder/wcrurich zu euch kamc/vnd redet mitIungcn/was wert ich euch nützck w So ich rricht Mit euch rcdct/cntwcdcr durch offenbarung / oder durch Erkentniß/odcr stih euWeissagni ist vurch Weissagung/odcr durch Lehre. «e« Helt sichs doch auch also in den dingen/ die da lauten / vnd doch nicht leben / cs sey N/ d?u'L!'an- cine Pfeiffc oder eine Harpffe/wcnn sic rricht unterschiedliche strme von sich gcbcn/wie mcmttR kan man wissen was gepfiffen oder geharpffet ist k Vnd so die Posaune einen vndcut- Mtt Tu^en «den/ lrchcn dohn gtbt/wcr Wil sich zum strcyt rüsten k Also auch lr / wenn jr mit Jungen rc- m^McissaA^ det/solr nicht eine deutlichercdcgebet/wic kanman wissen was geredtistk Denn lr di!gemc!u?." werdet indcn Wind reden. XIII.Lap. Daß die Liebe alle andere Gaben vbertreffe/vnd was sreartfex. Ennrchmtt Menschen vnd mrt Engeln Jungen redek/ vnd bette der Liebe nicbt/so were ich ein dorrend Ertz/ oder ein klingende Von der Schelle. Vnd wenn rch weissagen kündte / vnd wüßte alle geheimniß/ vnd alle crkentniß/vnd hctte "allen Glauben/also/ daß ich Berge ver- sctzte/vnd hette der Liebe nicht/so were ich nichts. Vnd wen ich alle mei- ditLiÄn/t »e Habe den Armen gebe/vnh liesse meinen Leib brennen/ vnd hctte der Liebe nicht/so XIlll.Lüp. Von den Sprachen/wr'e nützlich siever Rcrchen stpen / vnd daß fle vor der Gemeine invers standriichen Sprachen reden/oder Außlcger haben/ vnd wie es darneben m:r andern fachen or¬ dentlich sol gehalten werden. Trröet nach der -ltebe / Fleissiger euch der Gersilichen Gabcn/am meisten aber/daß lr weissagen w öget. Denn der mit Jun- Wie der HW gen redet / der redet nicht den Menschen / sondern Gott / Denn lm hö- m rct niemand zu/Im Gcrst aber redet er die geheimniß: Wer aber weiß sagcr/dcr redet den Menschen zur beffcrung / vnd zur ermanung/vnd zurtröstuttg. Wer mit der" Jungen rcdct/der bessert sich selbe/Wer aber weissaget/ der bessert die Gemcme.Ich wolt daß lr alle mit Jungen reden kündtct/Aber vil mehr an-ieLortiither. xim.Lap. Iwar/es ist mancherlei) art der stimme in der Welt/ vnd dersclbigen ist doch keine vndeutlich. So ich nun nicht weiß der stime deutunge/werde ich vnteutsch seyn/ dem/ der da redet/ vnd der da redet wirdt mir vnteutsch seyn / Also auch ir / sintemaljr euch fleiffigct der Geistlichen Gaben/Trachtet darnach/ daß ir die Gemeine bessert/auff daß jr alles reichlich habt. Darum/welcher mit Jungen redet/der bete also/dz ers auch außlege/So ich aber mit der Jungen bete/so betet mein Gctst/Aber mein sinn bringt niemand frucht/ Wie sol es aber denn seyn k Nemlich also/Ich wil beten mit dem Geist/vn wil beten auch im sinn. Ich wil Psalmen singen im Gcist/vnd wil auch Psalmen singen mit dem sinn. (Mü vcm 5»») Wenn du aber segenest im' Getst/wie sol der/ so an der statt deß Leyen stehet/ A- N»7" men sagen aufs deine dancksagung/sintcmal er nit verstehet was du sagestkDu danck- sagest wol fein/aber der ander wirt nicht davon gebessert. Ich dancke meinem Gott/ ber.mGcist rede/ist daß ich mehr mit Jungen rede denn ir alle/Aber ich wil in der Gemeine lieber fünff --cn/vad'.»^ aus!!^ wortredenmitmeinem^sinn/auffdaßtchanchanderevntcrwelse/dcnn sonst zehen tausend wort mit Jungen. " " m /L Lieben Brüder/werdet nicht Kinder an dem verstänntntß / sondern an der boß-d Ies». rs. hejj seyt Kirwer/an demverstenntniß aber scyt voilkommen.Im Gesetz stehet gcschric- 8.""» -Z Mvi! ben: Ich wil mit andern Jungen vnd mit andern Lippen reden zu diesem Volek/ vnd s^ußl-gm. sie werden mich auch also nicht horen/sprtcht der HERR.Darumb/so sind die Jungen (^5»re-che») zum'Zeichen / nicht den Gläubigen/sondern den Vnglaubigen/Die Weissagung s.mgmwEnd^ aber/nicht den Vagläubigen/sondern den Gläubigen. MÄÄA-et/2 Wenn nun die gantze Gemeine zusammen käme an einen ort/vnd redeten alle W mit Jungen/Es känren aber hineyn Leyen oder Vngläubige/würden sie nicht sagen/jr d»-ch weissagugwer weret vnsinnigk So sie aber alle weiffageten/vn käme den ein Dngläubigcr oder Leye bcsscl"v»7d gKä^ hineyn/der würde überwiesen vonjnen allen/daß er bekennen muß für allen/Vnd daranste^-ngcau^ also würde das verborgen seines hertzen offenbar/vnd er würde also fallen auffsein "rechts^"" Angesichte/Gottanbeten/vnd bckennen/daß Gott warhafftig in euch scy. f e ^E^Ie ist jm denn nun/lieben BrüdcrkWenn jr zusameu komet/ so hat ein jeglicher M^)eincn Psalmen/er hat eine Lehre/er hat eine Junge/ er hat offenbarung/ er hat außlegung/Lasset cs alles geschehen zur besserung. So jemand mit der Jungen redet/ oder zween/odcr auffs meiste drcy/eins vmbs ander/ So lege es einer auß. Ist er aber nicht ein Außlegcr/so schweige er vnter der Gemeine/rede aber jm selber vnd Gotte. Die Weissager aber lasset reden / zween oder drcy / vnd die andern lasset richten. So aber eine Offenbarung geschieht einem andern der da sitzt/so schweige der erste. Ir kündt wol alle weissagen/einer nach dem andern/Auff daß sie alle lehrncn/vnd alle ermanct werden/Vn die Geister der Propheten sind den Propheten ^vnderthan. s Denn Gott ist nicht ein Gott der vnordnung/sondern deß Friedes/wiein allen Ge- !he nM-nc8/"Rsie meinen der Heyligen. , Euwer Weiber lasset schweigen vnter dcrGememe/dcnn es sol jnen nicht zugelas- Genes.;, stn werden daß sie predigcn/sondernvttderthanseyn/Wie auch das Gesetz sagt.Döl- dEß^nn Sectm len sie aber etwas lehrnen/so lasset sie daheim jre Männer fragen. Es stehet den Wer- T » Zä« paL« '^rhernvbel an vnter der Gemeine predigen. OderistdasWort Gottes voncuchauß- kommen k Oder ists allein zu euch kommen k So sichjemand leßt dünckcn/er fty ein Prophet/odcr Geistlich/ der erkenn was ich euch schreibe / Denn es sind deß HERRN Gebott.Ist aber jemand vnwissend/der sey vnwissend.Darumb/lteben Brüder, fielst siget euch deß weissagen/vnd wehret nicht mit Jungen zu reden. Lassetsalles ehrlrch'L7A7r-ch«vnv vnd ordentlich zugehen. rwi»gesi<, xv.Lap. Der Apostel bewerfet dreAufferstehung aller Tovten durch die Auffersichung Chrk'str/vnd » welcher gestalt sie geschehe» werde. - Icherin- mit den Wilsen Thieren gefochtene Was hilfft wichs/so die Todtcn nicht aufferstthene (s-schwstz--s-- ° gcschwätze verderben gute sitten. Berdctdoch ein mal recht nüchtern / vnd sündiget Sechte hie aber jemand sagen: Wie werden die Todten aufferstchenk Vnd mit welcherlei) Leibe werden sie kommt Du Narr/das du säest wirt nicht lebendig/ ersterbe MKKHmnnerecuch aber/ lieben Brüder/deß Euangeltj/ KMHvasicheuchvcrkündigethab/wclchcsjr auch angenomcnhabt/inwel-^ö auss< !chemirauchstehct/durchw-lchesjrauch selig werdct/Wclchcr gcstaltÄ«»? °" WHHMich cs euch verkündiget habe/so jrs behalten habt/ Es wcre denn / daß jr vmb sonst gegläubet hettct. Denn ich habe euch zu förderst gegeben welches ichauch empfangen habe/Daßss-s- /L Khristus gestorben scy für vnsere Sünde/nach der" Schrifft/vn daß er begraben sey/ (T7ach s Schrlffr) vnd daß er aufferftanden sey am dritten tage/nach der Gchrifft. Vnd daß er gesehen Ne' L-hS worden ist von Kephas/darnach von dcnIwölffcn.Damach ist er gcsche worden von ist alles thöchch z» mehr den füttffhundert Brüdern auffcin mal/der noch vtl leben/aber etliche sind ent- schlaffen. Darnach ist er gesehen worden von Zacobo / Darnach von allen Aposteln. Am letzten nach allen/ist er auch von mir/als einer vnzettigen geburt/gesehe wor- den.Denn ich bin der geringste vnter den Aposteln/als der ich nicht wehrt bin/ daß ich ein Apostel heisse/Darumb/daß ich die Gemeine Gottes verfolget habe. Aber von Gottes gnaden bin ich/das ich bin/vn ftine gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen/ Sondern ich habe viel mehr gearbeitet/denn jemand vnter jnen allen/ Nicht aber ich/ sondernGottesgnade/dieinmirist. Es sey nun ichoderjene/also predigen wir/vnd alsohabtjrgeglaubet. ES aber Khristus geprediget wirt / daß er scy von den todten auffcrstanden/Wie s r^Isagen denn etliche vnter euch/die Aufferstehung der Todten scy nichts e Ist aber die Aufferstehung der Todten mchts/so ist auch Khristus nicht auffcrstanden.Maber Khrtfius nicht auffcrstanden/so ist vnscr Predigt vergcblich/so ist auch euwer Glaube vergeblich.Wir würden auch erfunde falsche Jeugen Gottcs/dz wir wider Gott gezen get Hetten/Er hette Khristum aufferweckt/dcn er nicht aufferweckt hette/ sintemal die Todten nicht aufferstehen.Denn so die Todten nicht aufferstehen/so ist Khrtstus auch nit aufferstandi/Ist Khrtstus aber nit auffcrstanden/so ist euwer glaube eitel/so seytjr noch in euwcrn sünde-So sind auch die/so in Khristo enrschlaffcn sind/verlori. Hoffen wir allein in disem lebi auffKhristum/ so sind wir die clendesti vnter allen Menschen. Nun aber ist Khristus aufferstanden von den Todten/vnd der Erstling worden vnter denen die da schlaffen.Sintcmal durch einen Menschen der Tod / vnd durch ei¬ nen Menschen die aufferstehung der Todten komet. Denn gleich wie sie in Adam alle sterbcn/Also werden sie in Khristo alle lebendig gemacht werden. Ein jeglicher aber in seiner ordnung. Der Erstling Khristus/darnach die Khristum angehörcn/wenn er /Z- kommen wirt. Darnach das ende/wcnn er das Reich Gott vnd dem Vatter vberant- Worten wirt/wenn er auffhebcn wirt alle Herrschafft/vnd alle Sberkeit vnd gewalt. Er muß aber herrschen / biß daß er alle seine Feinde vnter seine Füsse lege. psalm.»-. Der letzte Fcind/der auffgehaben wirt/ist der Tod. Den er hat jm alles vnter sei- o ne Füsse gcthan.Wen er aber saget/daß es alles vnderthan sey/ists offcnbar/daß auß- genommen ist/der jnmllcs vnderthan hat. Wenn aber alles jm vnderthan scyn wirt/ alsden wirt auch der Son selbs vnderthan scyn dem/derjm alles vnderthan Hat/Auff daß Gott scy alles in allen. « Was machen sonst die sich täuffen lassen vbcr den Todten/so aller dinge die Tod- Aaujft'im bekenn? ten nicht aufferstchen k Was lassen sie sich täuffen vber den Todkcnk d!kaVstchunsder Vnd was stehe wir alle stunde in der fahr/bey vnserm ruhm/den ich hab in Khristo Todten. Aesu vnserm HERRNt 'Ich sterbe täglich/Hab ich Menschlicher meynung zu Ephcss mit den wiMn Thieren gcsochtcnk Was hilfft michs/so die Todten nicht aufferstehenk Lsac«». Lasset vns essen vnd trinckcn/dm morgen sind wir tod. Lasset euch nit verführen/Böse Poeta (G^zu euch käme mit den Brüdern/Vnd es war aller dinge sein Wille nicht/daß er jetzt kärue. Er wirt aber kommen/wenn es im gelegen seyn wirt. M^Achet/stehet im Glauben/seyt männlich/vnd seyt starck.Me euwere ding lasset * ^A»)in der Liebe geschehen. Alt Kh ermane euch aber/lieben Brüder/ Ir kennet das Hauß Stephan« / daß sie Stepha- ADind die Erstlingen in Achata/vn haben sich selbs verordnet zum dienst der Hey- ltgen/auff daß auch jr solchen vnterthan seyet/vnd allen die inttwircken vnd arbeiten. Ich freuwe mich aber der zukunfft Stephana/vnd Fortunati/vnd Achaici/Denn wo Fortu- lch euwer mangel hatte / das haben sie erstattet / Sie haben erquickt meinen vnd eu- wern Geist/Erkennet die solche sind. Achai- grüffen euch die Gemeinen in Asia. Es grüssct euch sehr in dem HERRN A- Aquilas. O^quilas vnd Priscilla/sampt der Gemeine in jrem Hause. Es grüssen euch alle PrssM Brüder. Grüßet euch vnternander mit dem heyligen Kuß. Ich Paulus grüße euch auff T-utsch/ mir meiner Hand. So jemand den HERRN Ihesu Ahnst nicht lieb hat/der sey b Aua- Anathema auffG-ie chema/Maharam Mota. Die gnad deß HERRN Ihesu Ahrtsti sey mit euch. Meine AVLA Liebe sey mit euch allen in Khristo Zhesu/Amen. Moth aber Heist tod/ Wil nun 'S. Paulus sagen: Wer Christi! mt lieber/Verist ver, bannet znmrod/Vi- ele I^euir. 6, ( Anathema/rc.) Das ist / verbannet Die I. Epistel an die Korinther/ Gesandt von Philippen/durch Stephanan/vnd Fortunatum/vnd Achaicum/ vndTimotheum. nm diesem fluch/der Herrkommet-Dem, dlcse wort sind ein stuch gewesen / Da« mitmandieleucever bannet hat. Als so man spricht : Der Herr sol bald vber Vorrede auff die 11. Wsccl an die Korinther. N der ersten Epistel hat S. Paulus die Ko- Apost-l. rinther hart gestrafft in vtlen stücken / vn scharpffen Wein in die Wunden gegossen/vnd sie erschrecket. Nun aber ein Apostel sol ein tröstlicherPredigerftyn/dieerschrockcnvnö blödenGcwisscnauff zurichtcn/mehr den zu schrecken.Darum lobet er sie nun widcrumbm dieser Epistel/vnd geusset auch öl in die wunden/vnd thut sich wunder freundtlich zu jnen/vn heisset den Sünder mit liebe wider auffnemcn. Am i.vnd r. Cap. zeiget er seine liebe gegen sie/wie er alles geredk/ i. n. gethan vnd gelitten habe zu jrem nutz vnd heil/Daß sie ja sich alles be¬ sten zu jm versehen sollen. Amz.4.vnds.preisekerdasEuangelifcheAmpk/welehcsdas m.nn. S Äs / Mara» ^o^st vnd tröstlichste werck ist/zu nutz vü heil der Gewissen. Vnd zeugek/wre dasselbige edler sey dcü deß V. AthaEtlichrhade» Gesetzes Ampt/vnd wiedasselbigeverfolgetwirt/vnddochzunimmct an den Gläubigen vnd eine hoff- eure andere Ausilc- nung machet durchs Crcutz der ewigen herrligkeit.Aber Mik dem allem rürck er die falschen Apostel/wel- tha ?dÄ?/v?rbas^ das Gesetz wider das Evangelium triebcn/vnd eytel eusscrliche hcyligkeit (das ist hcuchelcy) lehrten/ zum tod/ davon an vnd liessen die innwendige schände dcßvnglaubcns stehen. ander» vrtktt weiter. Im 6. vnd ^.crmanet er sie/Daß sie solcher Predigt folge thun/mit wercken vnd leiden. Vnd be- VI. VII. schleußt cs mit jrem lobe/daß er sie reiße fortzufahren. Im s. vnd-.ermanet er sie/daß sie auch mikzeitlichernarungsteuwer vnd hülffe khcten den Hei- vm. ix. ligen zu Jerusalem in dertheuwrenzeü/welchevon anfangjre Güter alle hatten vbergcben/Act. 4. Im io. n.vndir. hak ermüden falschen Aposteln zu schaffen. x. xi.xu, Imz.dräuwet er de nen/die gesündigek hatken/vnd sich nicht besserten. x m. Die dich komen/vnd dich schrecklich straffen. Vnd Maram ist ein gewöhnlich wort in Syriagewesen/dar- Mit Gott genennet/ heißt aber so viel/als Herr oder Herrscher. Vnd schreibet Hie¬ ronymus/ daß noch Zu seiner zeit der Gö¬ tzen? phoenieia die¬ sen Namen Maran gehabt hat. Atha ist so viel/als kommet/ vcnic.Diesesist die 545 Danck- sagmlg. Psalm. 4s- Aicandcr LMcimidic Kormthcr. i. Lap. Trost m anfqchtmig vnd reltlrchcr wlderwerklgker'tso vns vmb Lhrkstt willen begegnet. Aulus cm ApostclUhcsu Lhnstt/durch dm willen Gottes / vnd Ti- Amo»hcm>. motheus vnser Bruder. Der Gemeine Gottes zu Korinthen/sampt allen HeyligentygantzAchaia. Gnade scy mit mch/vnd Friede von Gott vnserm Vatter/vnd dem HERRN Ihesu Khristo. Gelobet sey Gott/ vnd der Vatter vnscrs HERRN Ihcsu Khristi/der Vatter der barmhcrtzigkett/vnd Gott alles Trostes/der vns tröstet in alle vnserm trübsal / Daß wir auch trösten können / die da sind in allerley trübsal/ mit dem trost/damit wir getröstet werden von Gott. Denn gleich wie wir deß leidens Khristi vil haben/also werden wir auch reichlich getröstet durch Khristum. Trübsal- Wir haben aber trübsal oder tröst/ so geschieht es euch zu gute. Ists trübsal/so ge- Trost, schicht es euch zu tröst vnd heil (welches hei! beweiset sich / so jr leidet mit gedult/der maffen/wie wir leiden) Ms trost/so geschuht es euch auch zu tröst vnd heil. Vnd stehet vnscr Hoffnung fest für euch/dieweil wir wissen/daß/wiest deß leidens theilhafftig seyt so werdet jr auch deß Trostes theilhafftig scyn. v (^^Enn wir wollen euch nicht verhalten/liebenBrüdcr/vnscrn trübsal/der vns Asia widerfahren ist/da wir ober die mässe beschwöret waren/vnd vbcr macht/Älso daß wir vns auch deß Lebens erwegemr/vnd bey vns beschlossen hatten/ wir müßten sterben. Das geschähe aber darmnb/daß wir vnser vcrtrauwen nit auff vns selbs stellen / sondern auff Gott / der die todten aufferwcckt/ welcher vlis von sol¬ chem tode erlöset hat/vnd noch täglich erlöset/vnd hoffen auffin/er werde vns auch hinfort erlösen/durch hülffe cuwererfürbitt fürvns/Auffdaßvbervns/für die" Ga- ^rdcuftarckc» be/die vns gegeben ist durch viel Personen/ viel dancks geschehe. chcnTwst. Denn vnser Ruhm ist der /nemlich/ das zcugmß vnscrs Gcwissens/da " > n ^uhlN c^sselrigkeit vnd Göttlicher lauterkeit / nicht in Fleischlicher weißheit/ sond^ u der " !>««» ^,'d gnade Gottes/in der Welt gewandelt haben/allermeist aber bey euch. Drmrwir '"'h"rkE werde, schreiben euch nichts anderst/denn das stleftt/vndauch befindet. Zch hoffe aber/ st werdet vns auch biß ans ende also bcfinden/gleichwiestvns zum thcil befunden habt: Denn wir sind cuwer Ruhm/glcich wie auch st vnftr Ruhm seyt/ auff deß HERRN /L Helu tag. Vnd auff solch vertrauwen gedacht ich jenes mal zu euch zu kommen/ Auff daß st abcrmal eine wolthaL empfienget/vnd ich durch euch in Macedoniam reisete/vnd wi- dcrumb auß Maccdonia zu euch käme/vnd von euch geleytet würde in Zudeam. o Hab ich aber einer lcichtfertigkeit gebraucht/da ich solchs gedachtekOder sind mei¬ ne anschläge ficischlichk Nicht atso/sondern bey mir ist ia/ia/vnd nein ist nein. Aber O ein treuwcr Gott/daß vnser wort an euch nicht ja vnd nein gewesen ist/Denn der Son Gottes/Hesus Khristus/der vnter euch durch vns gepredigt ist/durch mich vnd Siluanum/vnd Timothcum/der war nicht ja vnd nein/sondern es war ja in im. Stluanus. Denn alle Gottes Verheissung sind ja in im/vnd sind "Amenin im/Gott zu lobe/ Drrwtbeus dttrch vns. Gott lsts aber der vns befestiget sampt emh in Khristum/ vnd vns gcsalbet - vnd versigelt/vnv irr vnsere heriM das pfand/den Geist/gegeben hat. vZ " Mm Der^^' Niell.Wsiel II. Lap. II. Lap. Dee Apostel ist ;u fride» mit der straffe deß ausgeschlossenen Hurers/vnd daßim auff ernstliche reuwe verzlegen / vndermdie Gemeine wtderumb auffgenommen werde/damit er nicht in verrweiffelung falle. WWW! Sh ruffe aber Gott an zum zeugen/ auff metne Seele/ z daß ich euwer verschonet habe / in dem / daß ich nicht wider gen Ko, rinthen kommen bin- Nicht daß wir Herrn seyen vbcr euwern Glau- ben/sondern wir find Diener euch zur freude / denn jr stehet im glau- ben. M dacht aber solche bey mir/daß ich nicht abcrmal in trauwrig- kclt zu euch keme.Denn so ich euch trauwrig mache/Wcr ist der mich frölich mache/on der da von mir betrübet wirt k vnd daffelbige habe ich euch geschrieben/ daß ich nicht/ wenn ich keme/rrauwrig scyn müßte/vber welchen ich mich billich so! frcuwen / sinte¬ mal ich mich deß zu euch allen versche/daß meine freude euwer aller freude sey. Denn ich schreib euch in grosser trübsal/vnd angst deß hertzcn/mit viel thrcnen / Nicht daß jr solt betrübet werden/ sondern/auff daß jr die Liebe erkennet/ welche ich habe /sonder- (Mch ) Das ist/ er lltbZU eltth. ein betrübniß hatangericht/derhat nicht" mich betrübet/on rTortatht» E i'-Dennwa^ch (^Azunr thcil/ auffdaß ich nicht euch alle beschwüre. Es ist aber "'gnug/daß dersel- - mn- bige von vielen also gestrafft ist/daßjr nun fort jm desto mehr vergebet/vnd tröstet/ ^mwmcn'/ daß er nicht in allzu grosser trauwrigkeit versincke. Darumb crmane ich euch/ daß jr die liebe an jm bewerfet. Denn darumb habe ich euch auch geschrieben/daß ich erkeuuetcobjrrcchtschaffenseytgehorsamzustyninallenstücken/welchemaber jrct-s m o7r.. was vcrgcbct/dem vergebe ich auch. Denn auch ich/so ick etwas vergebe jemand/ das ^^Wbe ich vmbeuweren willen/an Khristusstatt/auffdaßwirnichtvberforchcilet Än man werden vorn Satan. Denn vns ist nicht vnbewußt/was er im sinn hat. 7 ich aber gen Troada kam/zu predigen das Euangelium Khristi / vnd mir ei- (^^uethürauffgethan war in dem HERRN/ hatteichkeine ruhe inmeinem Geist da ichTitum meinen Bruder nicht fand/sondern ich macht meinen abschied mit jnen/ vud fuhr auß in Macedonian. Aber Gott sey gedanckt/der vne alle zeit Sig gibt in Titus^ Khrisro/vnd offenbaret den geruch seiner crkcnntniß durch vns an allen orten: Denn wir sind Gott ein guter geruch Khristi/beyde/vnter denen/die selig wcrden/vnd vnter denen die verloren werden. Diesen ein geruch deß Todes zumTode/Ienen aber ein geruch deß Lebens zum Leben. Dnd wer ist hiezu tüchtig k Denn wir sind nicht/wie et- ms vüdmtms licherviel/die mit Gottes wort 'Krämerey treiben/sondern als auß lauterkeit/vnd ^-/^-s^uchsw!d alsaußGottfurGott/redenwirinKhristo. - Zküzeü willen. m.Lap. Vondem Bnchstabett vnd Geiste/ auch von der deckefär dem angesichts Mosk Eben wir denn abermal an vns selWu pmsenk oder bedürffenwir/wie etliche / der Lobcbrieffe an euch/oder Lobebrieffe von euch k Jr scyt vnser Brieffin vnser Hertz gcschrieben/der erkannt vnd gelesen wirdt von allen Menschen/ d'.c jr offenbar worden seyt/ daß jr ein Briefs Khristi seyt/durch vnser Predigampt zubcreitet/ vnd durch vns geschrieben/Nicht mlt Ttntcn/sondern nut dem Geist deß lebendigen fVertrauwen)Dz Gottts/Nlk in steinerlt Tafelu/sondern in fleischern Tafeln deß hcrtzcn. Ein solch^ver- ^rciÄab'cn?"^ tl auwelr aber haben wir durch Khristum zu Gott/Nicht daß wrr tüchtig sind raht zu finden von vns selber/ als von vns selber/sondern daß wir tüchtig sind / ist von Gott/ welcher auch vns tüchtig gemacht hat das Amptzn führen deß neuwcn Testaments/ Nicht L Lolis, r. «bre.«. Sears.». L andre Lsrlmher. lll.Lap. 546 Nicht deß ^Buchstabens/sondern deß Geistes. Denn der Buchstabe tödtet/aber der ' Geist macht lebendig. staben lehrest >a« Lfvv.;^. So aber das Ampt/das durch die Buchstaben tödtet/vnd in die steine ist gebil- k!h1^h7dcrg7mdl det/klarheit hatte/also/daß die Kinder Israel nicht kundtenansehcn das Angesichte Mosi/vmb der klarhcit willen seines Angesichtö/dic doch auffhöret/Me solte nicht vil mehr das Ampt/ das den Geist grbt/klachett haben? Denn so das Ampt / das die ver- was ver AA "st v damniß prediget/klarhcit hat/ viel mehr hat das Ampt / das die Gerechtigkeit predi- Ä Go-7cs'"»ad- get/vberschwengliche klarhcit. Denn auch jenes theil/ das verkläret war / rst nicht für klarhcitzu achten gegen dieser vberschwenglichcn klarhcit. Denn so das klarheithatte das da auffhörct/viel mehr wirt das klarheit haben das da bleibet. ftv 7^^ 7h Dieweil wir nun solche Hoffnung haben/brauchen wir grosser freydigkeit/vnd M-nsthieb-nNs thun nicht wie Moses/dcr die decke vor sein Angesicht Hieng /daß die Kinder Israel nicht sehen kundtcn das ende deß der auffhörct/fondern jre sinne sind verstocket-Denn cDe-fe)Die^-ck« biß auffden heutigen tag bleibet dicselbige decke vnauffgcdccket vber dem alten Testa- st?21»d ment/wenn sie cs lesen/welche inAhristo auffhöret. Aber biß auffden heutigen tag/ 7^27 Ä?" wenn Moses gelesen wirt/ hengct Die decke für jrcm hertzen. Wenn cs aber sich bekeh- rete zu dem HERRN/sowürde die decke abgethan. Denn der HERR ist der Geist, gnadenv» d^Ga- Wo aber der Geist deß HERRN ist/ da ist frcyhcrt: Nun aber schauwen wir alle die klarhett deß HERRN/wie in eim * spiegel/mit auffgcdecktcm angesichte/vnd wir wer- va^r-«77^ den verkläretin daffelbige Bild/von einer klarhcitzu der andern/als vom HERRN/ v»v we ck müssm der der Geist ist. ' — — . (Es)-Äaö I I 14- 6(Splegel)Mede- Spigcl ein bild f her/ In welche» das Evasgelwm verdeck'r Von zettllchcm träbsal vvd leiden der Aposteln vnd die"/rkenn7»!ß Ammbdlewcrlwrrcm solch Ampt haben/nach dem vns Barmhertzigkcit widerfahren ist / so werden wir nicht müde/ (Heimlich schänd) U sondern meiden auch" heimliche schande/vnd gehen nicht mit schalck- falsche» heit vmb/fälschen auch nicht Gottes wort/ Sondern mit offcnba- sirlAsch^glN Irung der warhcit / vnd beweisen vns wol gegen aller Menschen Ge- wissen für Gott. - Manh rz. Ist nun vnser Evangelium verdeckt/so ists in denen/die verloren werden/ver- deckt/bcy welchen der Gott diser Welt der vnglaubigen sinn verblendet hat/ daß sie (GotOÄcrTeuf. nicht sehen das Helle Liecht deß Evangelij vö der klarhcit Mristi/wclcher ist das Eben- vn^Gott/dmIkA bilde Gottes. Denn wir predigen nicht vns selbs / sondern Ihesum Khrtst / daß er sey ^»d »ft v». der HERR/Wir aber euwere Knechte vmbIhesus willen. Denn Gott/der da hieß das Liecht auß der finsterniß hcrfür leuchten / derhat einen Hellen schcin in vnser her- . - tzen gegebcn/daß durch vns' entstünde die erleuchtvng von der crkcntnlß der klarheit ?Ä* Gottes/indcm'AngesichteHesvShristi. ZLLLL ^^SIr haben aber solchen schätz in jrrdischen Gesessen/auff daß die vberschwcng- «/stl-a sbusw v»s A^Hliche krafft sey Gottes/vn nicht von vns.Wir haben allenrhalbcn trübsal / aber 7» 'wcc/»nd A wir ängsten vns nicht.Vns ist bange/aber wir verzagen mcht.Wtr leiden Verfolgung/ aber wirwerden nicht verlassen. Wir werden vntergcdrückt / aber wir kommen nicht 5^- vmb. Vnd tragen vmb allezeit das sterben deß HERRN Ihesu an vnserm Leibe / auff das angestcht MA daß auch das leben deß HERRN Ihesu an vnserm Leibe offenbar werde. ÄKcfty-7'Ln» Denn wir/die wir lcben/werden immerdar in den Tod gegeben vmb Ihesus Wil- len/Auff daß auch das Leben Ihcsu offenbar werde an vnserm sterblichen Fleische. DarumbsoistnundcrTodmechtiginvns/aberdaslebenin euch. Dieweil wir aber ' denselbigen Geist deß glaubens haben/nach dem geschrieben stehet/Ich gläubc/dar- umb rede ich. So gläuben wirauch/darumb so reden wir auch / vnd wissen / daß der/ so den HERRN Ihesum hat auffcrweckk / wirt vns auch auffcrwecken durch Ihcsum/ Mm ij vnd Meil.-Hplstel v. Lap. Md wirt vns darstellen sampt euch. Denn es geschieht alles vmb euwern willen/Auff daß die vberschwengliche gnade durch viler dancksagen Gott reichlich preise. Darumb werden wir nicht müde/sondern ob unser eusscrlicher Mensch verweset/ so wirt doch der innerliche von tag zu tag verneuwet. Denn vnser trübsal/die zeitlich vnd leicht ist/schaffet eine ewige vndvbcr alle maß wichtige herrligkeit/vns/die wir nicht sehen auff das sichtbare / sondern auff das unsichtbare. Denn was sichtbar ist/ das ist zcitlich/was aber vnsichtbar ist/das ist ewig. V. Lüp. Ma» ger theteu vor dem leidcn/soudcr>»a» sei¬ ne»: wort bmügett/ darinnen ste eitel Geistlich vnd ewigs güc haben. . Wir sind aber getrost/vnd haben vil mehr tust äusser dem Leche zu wallen/ vnd dahei- stml'cbc»Ekidüg men zu scyn bcy dem HERRN.Darumb fleissigen wir vns auch/wir sind daheim oder wallen/daß wir jm wolgefallcn. Denn wirmüffen alle offenbar werden für dem Rrchtftul Khristi/ Auff daß cm jeglicher cmpfahe nach dem er gehandelt hat/ bey Lei¬ bes leben/csseygm oder böse. - , Kewell wir denn wissen/ daß der HERR zu fürchten ist/ ? fahren wir schott mit s den Leuten/ aber Gott sind wir offenbar. Ich hoffe aber daß wir auch in cuwe- reu Gewissen offenbar sind. Daß wir uns nicht abermal loben/ sondern euch eine vr- ftefftlä ^e'qimntt?/ fache geben zu rühmen / voll vns / Auffdaß jr habt zu rühmen/ wider die/ so sich nach Von dem irrdl'schen banse vnsers sterblichen Leibes/ vnd dem ewigen Himmlischen Hause/ «ach welchem die glaub, ge sebnltches veUangen haben/vnd Christum erkennen/nlchr nach dem Lleische/sondetn nach dem Gerste. - Jr wrlscn aber / so vnscr Zrrdisch Haust dieser Hütten L zudrochen wrrt/daß wir einen Bauw haben von Gott erbauwet/ein Hauß/ntchr mit hcnden gemacht/das ewig ist/im Himmel-Vnd ober demscibigm sehnen wir vns auch nach unserer Behausung / die vom tzlmmclrst vnd vnsverlanget/daß wir damit vbcrklcrdet werden/ " So dech/wo wir bcklerdet/vnd nicht bloß erfunden werden. Denn a (Godoch)disewort schliessen gcwaltig- iich/daßlndisemielzi, gen lebe vor den: rod in Menschen ncuwe gc!-7'!n>7,s7eh7 dieweil wir in dcrHütceri sind/sehnen wir vns/vnd sind bcschwcrct/sintemal wir wol- vudcmgcAchgkm tcn lieber nicht entkleidet / sondern vberklerdet werden/auffdaß das sterbliche würde ^amss'splE er ab verschlungen von dem Lcben. Dcr vns aberzu dcmselbigen bereitet/ das ist Gott / der so: Wn werden ver- vns das pfand/dttt Geisi/gegebttt har. N",c>>cmLnbvnd Wir sind aber getrost alle zcrt/vnd wiffcn/ daß/ dieweil wir im Leibe wohnen /so R0M..4. vnAr?a»AIn/ wallen wir den: HERRN / Denn wir wandeln im glauben/ vnd nicht im schauwen. doch diejenigen/in welchen znvorsin di- angcfangeist/die nir Lloß stud/ das ist /on rechten glauben vnd ? rechte bekehrung zu Gott. b (Fahrenschon) Dasist/wti Tyran- nistren noch treiben O die Leute nicht nur bunncn/noch andern i - .> ' ,- . .... « -- Gott/ Sondein leh- dem ansthen kühmen/vn nicht nach dem hcrtzcn. Delin c thlm wir zu vil/so thun wirs wn''.um'and'auft? Gotte/sittd wir mässig/so sind wir euch Nlässig. Denn die liebe Khristi dringet vns al- stüpjg machen, so/sitttcmal wir halten / daß / so einer für alle gestorben ist / so sind sie alle gestorben/ (Lbunwir rnvil) vndcristdarumbfürallc gestorben/auff daß diesodaleben/hinfurtnicht/ncnselbs scha5ffmH tenLew lebe»/ sondern dem/der für sie gestorben vnd aufferftandcn ist. Darirmb von nun an kennen wir niemand * nach dem Fleisch. Vnd ob wir auch D)ü wa ab'n seuber- Ahnsimn gekannt haben nach dein sie tsch/so kennen wir jtt doch jetzt nicht mehr.Dar- söchu» w!'s liwb ist jemand in Khi isto/ so ist er eine neuwe Kreatur. Das alte ist vergangcn/sihe/ es ist alles neuw worden. Aber das allcs vor: Gott/der vns mit jm selber versünet hat/ wolgt-hauift. durch Ihcsum Khrist/vnd das Ampt gcgcbetr/das die Versühnung prediget. Denn (Nach dem fleisch) Gott war in Khnsto/vud vcrsühnct die Welt mit )M selber / vnd rechet jncn jre Sün- Z!'!nc7 nach 7-m de nicht zu/vnd hat vncer vns auffgcricht das Wort der Versühnung. n!-lm!'ms.!chbnob!r So sind wir nun Bottschaffteii an Khristits statt/ denn Gott vermanct durch gcwartö/wiedicM- ynß. So bitten wir nun an Khrtstus statt / lasset euch vcrsühncn mit Gott. Denn er hat den/der von keiner Sünde wußte/ für vns zur Sünde gemacht/Auff daß wir würden in jm die Gercchtigkeit/die für Gott gilt. andre Lsnmhcr. vi.Lap. Z47 vi. Lap. LNausol dkegnade Gottes mitdaniLbarketranneinmLU/vnd erkennen. was Paulus vmb Christr willen erlrrren/vnd daß wir mit den vnglaublge» nicht sollen gemeinschaffr haben. Iesal'e4s. Zr crmancn aber euch als Mthelffer/daß jr nicht ver gebltch die gnade Gottes empsahet. Denn er spricht :Zch habe dich indcrangenemen zeit erhöret/vnd habe dir am tage deßheyls ge- holffen. Sehet/setzt ist die angenemezeit/ichtistder tag deßheyls. _Lasset vns aber niemand irgend eine ergerniß geben/auff daß vnser Ampt nicht verlestert werde/Sondernin allen dingen lasset vns beweisen/als die Diener Gottes. In grosser gedult/in trübsaln/in nöten/in engsten/in schlagen/in gefengniffen/in auffruhren/in arbeit/in wachen/in fasten/in keuschheit/in erkenntniß/ in langnmt/ in freundtligkeit/in dem hcyligen Geist / in vngefcrbter liebe/ in dem wort der warheit/ in der krasst Gottes/durch Waffen der Gerechtigkeit/zur Rechten vnd zurLincken/ Durch ehre vnd schände/ durch böse gerächte vnd gute gerächte / Als die Verführer/ vnd doch warhafftig / als die vnbckannten/ vnd doch bekannt/als die sterbendm/vnd sthe/wir leben/als die gezüchtigten/vnd doch nicht ertödtet/alsdie traungcn/aber allezeit frölich/als die armen/aber die doch vil reich machen/als die nichts inne ha¬ ben/vnd doch alles haben. v ^.IrKorLnther/vnserMundhatsichzueuchauffgethan/vnserHertzistgetrost. AcAVnsert halben dürfft ir euch nicht ängsten/ Daß ir euch aber engstet / das thut (EuM^Auß d^ ir auß hertzlicher meynung.Zch rede mit euch als mit meinen kmdern/daß jr euch auch alsogegLNMirstcllct/vndseytauchgetrost. Ziehet nicht am frembden ^och mit den vngläubrgen. Denn was hat die Gerech- st-i belcidigethE»' tigkett für genieß mit der vngerechtigkeit k Was hat das Liecht für gemeinschafft mit der finsternißkWie stimmet Khristus mit BelialkOder was für ein Heil hat der glckr- bige mit dem vngläubigen k Was hatder Tempel Gottes für eine gleiche mit den Gö- »öA tzenkIr aber seyt der Tempel deß lebendigen Gottes/wie denn Gott spricht:Zchml Yim wohnen/vnd in jnen wandeln/vnd wil jr Gott seyn/vnd sie sollen wein Volck I-ssie 5r. seyn. Darumbgehetaußvoninen/vndsöndert euch abe/ spricht der HERR/vnd ruh' retkeinvureinesan/sowil ich euch annemmen/vnd euwer Vatterseyn/vnd jr sott stZ meine Sone vnd Tochter seyn/spncht der Allmechttge HERR. es a»-h »rchtn»t ist. vn.Lap. paulu« tröstet die Lorl'uther/vnd rühmet sten gehorsam. G Icweil wir nun solche Verheissung Haben / meine Liebsten/ So lasset vns von aller befleckung deß Fleisches vnd deß «, U" Geistes vns reinigen/vnd fortfahren mit der Hcyltgung/in der furcht Gottes. Fasset vns/wir haben niemand leyd gethan/wir ha- b-flcck»na"Äe die ben niemand verletzt/wir haben niemand vberforthetlt. Nicht sage ich solchs / euch zu verdammen / Denn ich habe droben zuvor gesagt/das jr in vnserm hertzen ftyt/ mit zu sterben/ vnd mit zu leben. Zch rede mit grosser freydigkeit zu euch/ ich rühme viel von euch/ich bin erfüllet mit trost/ich bin vberschwenglich in freuden/ in allem vnserm trübsal. Denn da wir in Macedoniam kamen/Hatte vnser Fleisch keine ruhe/sondern al¬ lenthalben waren wir in trübsal/außwendig streit/innwendig furcht / Aber Gott der Titus, die geringen tröstet / der tröstet vns durch die zukunfft Titi. Nicht alleine aber durch S»p-'r- stine zukunfft/sondern auch durch den tröst/ damit er getröstet war an euch / vnd ver- Mm iij kündiget Well.EMl vlll.Lüp. kündiget vns euwer verlangen/ euwcr weinen/ euwem eiffer vmb mich/ also/daß ich michnochmehrfrcuwete. Denn daß ich euch durchden Brieffhab trauwriggemacht/reuwetmich nicht. Vnd obs mich reuwete/so ich aber sehe/daß der Brieff vielleicht eine weile euch betrü¬ bet hat/so freuwe ich mich doch nun/nicht davon/daß ir seyt betrübt worden / sondern » daßjrbetrübtseytwordenzurreuwe.Dennjr seytGöttlich betrübt worden/daß ir vonvnsjakeinenschadenjrgendinnenemet. Denn die Göttliche trauwrigkett wir- cketzurseligkeit einereuwe/die niemand gereuwet/Die trauwrigkeit aber der Welt wircketdenTod. Sihe/daffelbige/daß ir Göttlich seyt betrübt worden/welchen fleiß hat es in euch gewircket/dazu verantwortung/zorn/furcht/verlangen/eiffer/rache. Ir habt euch be¬ weiset in allen stücken/daß ir rem seyt an der that.Darumb ob ich euch geschrieben ha- be/so isto doch nicht geschehen vmb deßwillen der beleidiget hat/auch nicht vmb deß willen/der beleidiget ist/ sondern vmb deß willen/ daß euwer fleiß gegen vns offenbar würde bey euch für Gott. Derhalben sind wir getröstet worden/daß ir getröstet seyt. überschwenglicher aber haben wir vno noch mehr gcfreuwet/vber der freude Titi/ Denn sein Geist ist er- Mus, quicketan euch allen. Denn was ichfür imvon euchgerühmcthabe/bmichnichtzu schänden worden/Sondern gleich wie alles war ist/das ich mit euch geredt habe/also ist auch vnser Ruhm bey Tito war worden. Vnd er ist vberauß hcrtzlich wol an euch/ d wenn ergedencktaneuwerallergehorsam/wieirinmitfurcht vnd zittern habt auff- I-h kans Mit euch genommen. Zch freuwe mich daß ich mich zu euch b alles versehen thar. vm.Lap. wie die Mscedsnter den Brüdern m Indes j'L AUmosen reichlich gesteywert/vnd dsß die Lo-- rtnther jre liebe dieses falls auch solle» erzeigen. thue euch kund / lieben Brüder/ die gnade Gottes die in den Gemeinen in Macedoma gegeben ist/Denn ire freude war Verma- da vberschwenglich/da sic durch viel trübsal bewärt wurden/Vnd wtewolsie sehr arm warm/haben sie doch reichlich gegeben Maller einfeltigkeit. Denn nach allem vcrmogen(das zeuge ich) vn vber ver- mögen/waren sie selbs willig/vnd fleheten vns mit vilemermanen/daß wir auffne- men die wolthat vnd Gememschafft der Handreichung/dre da geschieht den Heiligen. Vnd nicht wie wir hoffeten/sondem ergaben sich selbs/ zu erst dem HERRN vnd dar¬ nach vns / durch den willen Gottes. Daß wir mußten Titum ermanen/auffdaß er/ wie er zuvor hatte angefangen/a lso auch vnter euch solche wolthat außrichtet. Aber gleich wie jr in allen stücken reich scyt/tm Glauben vnd im Wort/vnd in der erkenntniß/vnd in allerlei) fieiß/vnd in euwer liebe zu vns/Also schaffet daß jr auch in diser wolthat reich seyt.Nicht sage ich/daß ich etwas gcbiete/Sondern dieweil andere so fleissig sind / versuche ich auch euwere liebe/ ob sie rechter art sey. Denn jr wisset die S- gnade vnscrs HERRN HcsuKhristi/daß/oberwolreichist/warerdocharm/vmb cuwern willen/auff daß jr durch scin armut reich würdet. « VttdmetttwolmetnenhierinngebLich/Dennsolchsisteuchnützlich/diejr^ange- ft7td?^stc?gewe> fangen habt für dem jare her/nicht allein das thun/sondern auch das wollen. Nun N" aber vollnbringet auch das thun/ Auffdaß/gleich wie da ist ein geneigt gemüt zu wöl- len/so sey auch da ein geneigt gemüt zu thun/ von dem das jr habt. Denn so einer wil¬ lig ist/so ist er angeneme/nach dem er hat/mcht nach dem er nicht hat. Nicht geschickt das der meinung/Daß die andern ruhe haben/vnd jr trübsal/son- dern daß es gleich sey.So diene euwer vberfluß jrcm mangel/ dise(theuwre)zeit lang/ Auffdaß auch jrer Überschwang hernach diene euwerem mangel/ vnd geschehe das gleich lMdteLotimher. IX. Lap. Z4§ gleich ist/wie geschrieben stehet: Der viel samlet/hatte nicht vberflust / vnd der wenig Kxov.r? samlet/hatte nicht mangel- Titus. Gott sey aber danck/der solchen fleiß an euch gegeben hat in das Hertz Mi. Denn er nam zwar die ermamrng an / Aber dieweil er so sehr fleissig war/ist er von /M selber Zueuchgeretset. Wir haben aber einen Bruder mit jm gesandt/der das lob hat am Euangelio Lucas, durch alle Gemeinen. Nicht allein aber das/sondern er ist auch verordnet von den Gemeinen zum geftrten vnser walfahrt in dtser wolthat/welche durch vns außgerich- tct wirt/dem HERRN zu ehren/ vnd (zum preist) euwers guten willens. Vnd verhüt tendas/daßvns nicht jemand vbel Nachreden möge/solcher reichen steuwer halben/ die durch vns außgerichtet wirt/vnd sehen drauff/daß es redlich zugehe/nicht allem für den; HERRN/ssndem auch für den Menschen. Auch haben wir mit jm gesandt vnsern Bruder/den wir offt gespüret haben in vielen stücken daK er fleissig fty/nun aber viel fleissiger. Vnd wir sind grosser Zuver¬ sicht zu euch/ cs sey Mus halben (welcher mein Geselle vnd Gehülffe vnter euch ist) oder vnser Brüder halben (welche Aposteln sind der Gemeinen/vnd eine ehre Khrt- sti) Erzeiget nun die bewcisung euwer Liebe vnd vnsers ruhmesvon euch an diesen auch öffentlich für den Gemeinen. IX.Qp. Von der stevvre;» sgmlen/wke such im vorigen Lapr'tei» , ö Enn von solcher steuwre/ die den Hkpltgen geschtchk/ ist mir nicht not euch zu schreiben. Denn ich weiß euweren guten jleuwre. mlkn/davsn ich rühme bey den auß Macedonia (VN sage) Acbata rst für dem jar bereit gcwesen/vnd euwer Exempel hat viel gerechek. Ich hab aber diese Brüder darumb gesandt / daß nickt vnser rühm vM euch zu nicht würde in dem stücke/ vnd daß jr bereit seyt / gleich wie ich von euch gesagt habe. Auff daß nicht/so die auß Macedonia mit mir kämen/ vndeuch vnberm Mdm /wir (Wil nicht sagen jr) zu schänden würden mit solchem rühmen. Ich habe es siv nötig angesehen/die Brüder zu ermanen/ daß sie zuvor anzogm zu Luch/zü verftrxgsn d-csen zuvor verheissenen Segen/ daß er bereitet sey / also / daß es sey ein Scgen/vud nicht ein" Gertz. Ich meine aber das/ Wer da kärglich säet / der wirt auch kck-gtt y mW- n/V«rd wer da säet im Scgen/der wirt auch erndten im Se- LL gcn. Ein jeglicher g man willkör/nichtmit vnwillen oderauß zwang/denn einen ftolichm gcber hak Gott Ücb. v Gott aber kan m chm/daß allerley gnade vnter euch reichlich sey/ daß jr in allen dingen solle gnüge sswt/Md reich seyt zu allerley guten wercken / wie geschrieben ste- psalm.het: Er hat austgeftreuwet vno gegeben den armen/scine Gerechtigkeit blerbr in ewig- keit (Der aber Samen reichet dem Säeman/der wirt je auch das Brot reichen zur Speise/vnd wirt vermehren euwern Samen/ vn wachsen lassen das gewechse euwer Gerechtigkeit / daß jr reich seyt in allen dingen/ mit aller einseltigkeit/welche wirckek , ) durch vns dancksagung Gotte. Denn die Handreichung dieser steuwre erfüllet nicht allein den mangel der Hey- vderchrEs^ kigen/sondern ist auch vberschwenglich darinne/daß viel Gott dancken für diesen vn- fern treuwen dienst/vnd pressen Gott vber euweremvnderthänigen bekenntnißdeß iL Evangelij §hristt/vn vber euwer einfeltigen steuwre an sie vnd an alle/vnd vber jrem Gebet für euch/welche verlanget nach euch/vmb der vberschwenglichen gnade Got¬ tes willen in euch, Gott aber sey danck für seine vngußsprechliche gäbe. Mm ich Was Alt 11. -Epistel x.Lap. x.Lap. wu« für wehr vnd Waffen die Christen gebrauchen/ mit anhangender Verantwortung« wider etliche stolye Lehrer/so sich vnterjtanden Paulum bex den Lorinchern zu verkleinern. LH aber Paulus ermane euch / durch dte sanfftmüttg- keit vnd lindigkett Khrtsti/ der ich gegenwertig vnter euch gering birtz/ 2" diesen im abwesen aber bin ich thürstig gegen euch. Zeh bitte aber/daßmrr ZAcL lrtcht not sey gegenwertig thürstig zu handcln/vn der künhcit zu brau- chen / die man mir Müsset gegen etliche/ die vns schätzen als wandel- ten wrr Flerschllcher weise. Denn ob wir wol im Fletsch wandeln/ so streiten Mr doch nicht Fleischlicher weise. Denn die Waffen vnser Ritterschafft sind nicht fleischlich/ sondern mächtig für Gott / zu verstören die bcfcstungen / damit wir verstören dte an- fchläge/vnd alle höhe/dte sich erhebet wider das erkenntntß Gottes/ vnd nemmen ge¬ fangen alle vernunfft/vnder den gehorsam Khristi/vnd sind bereit zu rechen allen vn- gchorsam/wenncuwer gehorsam erfülletist. Richtetjr nach dem avsehenk Verleßt sich jemand darauff/daß er Khristum angehöre/der dcncke solche auch » widerumb bey jm/daß/gleich wie er Khrtstum angehöret/also gehören wir auch Khri stum an.Vnd so ich auch etwas weiter mich rühmete von vnser gewalt/welche vns der HERR gegeben hat/euch zu bcffern/vnd nicht zu verderben/ wolt ich nicht zu schänden werden. (Dassageich aber) daß jr nicht euch düncken lasset/als hctte ich euch wolt schrecken mit Brieffen. Denn dte Brieffe (sprechen sie) sind schwer vnd starck/aber die gegenwerttgkeit deß Leibes ist schwach/vnd die rede verächtlich. Wer ein solcher ist/ der dcncke/daß/ wie wir sind mit Worten in den Brteffen/ im abwesen /so thüren wir auch wolseyn mit der that gegenwertig. Denn wir thüren vns nicht vnder die rechen oder zelen/ so sich selbs loben. Aber dieweil sie sich bey sich sclbs mcffen/vn halten allein von sich selbs / verstehen sic nichts. Wir aber rühmen vns nicht vber das ziel/ sondern nur nach dem ziel der Regel/damit « vnsGott abgemessen hat das ziel/zu gelangen auch biß an euch. Denn wir«fahren sÄ.7ü^uwcj'c urcht zu weit/alö hctten wir nicht gelanget blß aneuch/Denn wir sind jebißauchzu »ühmcn / wo wir Nit euch kommen mitdem Euangclto Khrtsti / vnd rühmen vns nicht vbers ziel in fremb- ^crenw^ der arbeit. Vnd haben Hoffnung/wenn nun euwer glaube in euch gewachsen / daß VNstr wir vnfe^ Regel nach wöllenwetter kommen/vnd das Euangclium auch predigen/ »st. denen/die jcnseit euch wohnen / vnd vns mcht rühmen in dem / das mit frembder Re¬ ge! bereit ist. I x.Lap. palüvs rühmet sich deffdem HE Lhrr'sto zu ehren/wider die falsche Ztpostel/mkt ver- »neidung/wreervondenLottnrhernkütire besoldung semer lehre halben genommen/ vnd was cr vmb Lhrlstt wülen erlitten. Er sich aber rühmet/der rühme sich desi HERREN Denn darumb ist einer nicht tüchtig / daß er sich selbs lobet/ sondern daßjn der HERR lobet. Wolte Gott/jrhieltet mireinwenig thor- heit zu gut/dochjr haltet mirs wol zu gut/Denn icheiffere vber euch mit Göttlichem eiffer. Denn ich habe euch verträumet einem Man- rie/daß ich eine reine Jungfrauw Khristo zubrächte. Ich fürchte aber / daß nicht/ wie die Schlange Heua verführete mit jrer schalckheit/also auch cuwere sinne verrückt werden von der einfeltigkeit in Khristo. Denn so der da zu euch kompt einen andern Jhesum prcdigete/denwir nicht gcpredigct haben/oderjreinen andern Geist em- psicnget/dcn jr nicht empfangen habt/oder ein ander Euangclium/ das jr nicht ange¬ nommen habt/so vertrügetjrs billtch. ündicLormchcr. Xl.Qp. Denn ich achte/ich fty nicht weniger denn die hohen Apostel sind. Vnd ob ich al¬ ber bin mit reden/ so bin ich doch nicht alber in dem erkenntniß/ doch/ ich bin bey euch allenthalben wol bekannt. Oder habe ich gesündiget / daß ich mich ernidriget habe/ auffdaß jr erhöhet würdet? Denn ich habe euch das Euangelium vmb sonst verkün- b dtget/vnd habe andere Gemeine beraubet/vnd Sold von inen genomen/daß ich euch predigte. Vnd da ich bey euch gegenwertig/vnd mangel hattc/war ich niemand be¬ schwerlich / Denn meinen mangel erstatten die Brüder/die auß Macedonia kamen/ Vnd hab mich in allen stücken euch vnbcschwerlich gehalten/vnd wilauch noch mich also halten. So gewiß die warheit Shristiinmtrist/sosol mir dieser Ruhm in den Ländern Achaia nicht "gcstopfft werden. Warumbdas/daßich euch nicht solte lieb haben? Gott weiß es. Was ich aber thue vndthunwll/daöthmichdarumb/daßichdievr- sacht abhauwe / denen die vrsache suchet,/ daß sie rühmen möchten/ sie scyen wie wir. a -chlaufftn'"«?!!!! Denn solche falsche Apostel vnd trügliche arbeitet verstellen sich zuAhristus Apo- ^^ttpregehm. stcln. Vnd das zst auch kein wunder/denn er selbs/ der Satan/verstcllet sich zum En¬ gel deß Luchtes. Darumb ist es nicht ein grosses/ ob sich auch seine Diener verstellen/ als Prediger der Gercchtigkeit/welcher ende seyn wirt nach ircn wercken. Ich sage abcrmal/daß nicht jemand wehne/ichsey thöricht/ Wo aber nit/so nem- metmichan als einen thörichten/daß ich mich auch einwertig rühme. Was ich jetzt rede/das rede ich nicht als im HERRN sondern als in der thorhcit/ drewerl wir in das rühmen kommen sind. Sintemal vil sich rühmen nach dem Fletsch / Ml ich mich auch rühmen. Denn jr vertraget gerne die Narren/dtewcil jr ktug seyt.Ir vertraget so euch jemand zu Knecht machct/so euch jemand schinvet/so euch jemand nimrnet/ so jemand euch trotzet/ so euch jemand in das angesicht streichet. Das sage ich nach der vnehre/ (nachv« vnehr) als wercn wir schwach worden. / w,r E» <7 O^^Orauff nun jemand kün istüch rede in thorheit) darauffbin ich auch kün. Sie di^schwachkn/dA M^sind Ebreer/ich auch. Sle sind Fraeliter/ ich auch. Sic sind Abrahams Sa- Ldoch TÄnd men/lch auch. Sie sind Diener Christi/ ich rede thörlich / ich bin wol mehr. Ich habe mehr gearbeitet/ich habe mehr schlüge erlitten/ich bin öffter gefangen/offt in todes nöten gewest. Von denIüdcn Habich fünffmal empfangen viertzigstreich/weniger eins. Ich bin dreymalgesteupet/ein mal gesteintget/ dreymal hab ich Schiffbruch er- lttten/tag vnd nacht hab ich zubracht in der tieffe (deß Meers) Ich habe offt gereyftt. Ich bin in fchrligkeit gewesen Zu Wasser/ in fehrligkeit vttter den Mördern/in fthxlig- kett vnter Den Iüden / in fehrligkeit vnter den Heyden/ in fehrligkeit in den Stärken/ in fehrligkeit m den Wüsten/in fchrligkeit auffdem Meer/ irr fehrligkeit vnter den fal¬ schen Brüdern. In mühe vnd arbeit/in vil wachen/m hunger vnd durst/m vilfasten/ in frost vnd blöffe. On was sich sonst zutregt/mmlich/daß ich täglich werde angelauffen / vnd trage sorge für alle Gemeinen. Wer ist" schwach / vnd ich werde nicht schwach? Wer wirkt c Schwach) Mr. geergert/vnd ich brenne nichtkSo ich mich je rühmen sol/wi! ich mich meiner schwach- heit rühmen. Gott vnd der Vatter vnsers HERRN Hesu Khnsti/ welcher sey gelobet E/d!ße"tt>ol «T Actsr.5. in ewigkeit/weiß daß ich nicht liege. Ar Damasts der Landpfleger deß Königes Are- Me e^Corinch."! tha verwarete die Statt der Damascer/vnd woltc mich greiffen/Vnd ich ward in ei- ^m/das-stEs nem Korbe zum Fenster auß durch die Mauwcr mdcrgelaffen/ vnd entrann auß sei- ncnhcnden. -rg-rr^ XIl.Lap. Paulys errelt seine ossenbarung im dritten Himmel/ Vom pf.rl in seinem steisthe/vnv rLH, mer sich Vochfürnemlich seiner schrvachhelt. Es ist - Gesicht vnos fcnbarungpauü. D S ist mir ja das rühmen nichts nütze. Doch Mich kommen auffdie gesichte vnd offenbarungdeß HERRN. Ich kenne einen Menschen m Ahristovorviertzehenjaren/IsterindcmLeibe gewesen/so weiß tchs nicht/oder ist er äusser dem Leibe gewcsen/so weißichsauchnlcht/Gottwcißes. Derselbtge ward entzückt biß in den dritten Himmel. Vnd ich kenne denselbigcn Menschen/ob er in dem Leibe oder äusser dem Leibe gewesen ist/weiß ich nicht/Gott weißes. Er ward entzückt in das Paradiß/vnd höret vnaußsprechltche wort/welche kein Mensch saget; kan. Davon wil ich mich rühmen/vö mir selbe aber Wil ich mich nichts rühmen/on meiner schwach- Helt. Vnd so ich mich rühmen wolte/thet ich darumb nicht thörlich / denn ich wolte die warhett sagen. Ich enthalte mich aber deß/auff daß nicht jemand mich höher achte Venn er an nm schet oder von mir höret. « Vndauff daß ichmich nicht der hohen Offenbarung vbcrhebe/ist mir gegeben dWschFAE ein" pfak ins fleisch nein lrch / dcß Satans Engel/ der mich mit Austen schlage / auff r^ur vnE^^daß ich mich nicht vber hebe. Dafür ich dreymal dem HERRN gestehet habe/daß er »nnd"chreckn/vE von mir wiche. Vnd er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner gnade gnügen/Denn NmaE Lmt? meme krasse ist in den schwachen mächtig. Darumb wil ich mich am aller liebsten rühmen meiner schwachheit/auffdaß die krafft Khrtsti bcy mir wohne. Darumb bin hac/rc. ich guts Muts in schwachheiten/in schmachcn/ in noten/ in Verfolgungen / in engsten/ (M-in- krafft) vmb Khrisms willen. Denn wenn ich schwach bitt/so bin ich starck. ^t'Nus°Ldtt Ä bin ein Narr worden vber dem rühmen/dazu habt jr mich gezwungö. Denn ü lcwNnKen» c! solte von euch gelobt werdet» / sintemal ich nichts weniger bin denn die hohen kanftmstcrck m vns Apo/kel find/wiewol ich nichts bitt. Denn es sind ja eines Apostels Zeichen vnter euch _ .ponel sind/wiewol ich nichts bin. Denn es sind ja eines Apostels Zeichen vnter euch N» denn'schw7ch/ geschehen /mit aller gedult/ mit Zeichen/ vnd mit Wunder/ vnd mit thaten. Welches »Een- istö/darinnen jr geringer scyt/denn die andern GcmeincnkOn daß ich selbs euch nicht habe bcfthwcret. Vergebet mir diese Sünde. Sihe/ich bin bereit zum drittcnmalzn euch Ztr kemmm/vnd wil euch nicht beschweren. Denn ich suche nicht das euwere/son- dcrn euch. Denn es sollen nicht die Kinder den Eltern Schätze samlen/sonderndie Eltern den Kindern. Ich aber wil fast gerne darlegcn vnd dargelegt werden für euwer Seele/ wiewol ich euch fast sehr liebe / vnd doch wenig geliebet werde. Aber laß also seyn/daß ich euch nicht habe beschweret/sondern dicwctl ich tückisch war/ hab ich euch mit Hinderlist ge- fangm. Habe ich aber auch jemand vberfortheilt durch deren etliche/die ich zu euch gesandt habet Ich habe Titum ermanet/vnd mit jm gesandt einen Bruder/ Hat euch Titus, auch Titus vberfortheilctk Haben wir nicht in einem Geist gewandelte Haben wir nlcht in einerley Fußstapffen gegangene Lasset jr euch abermal düncken wir verant¬ worten vnsk Wir reden in Khristo für Gott. Aber das alles gcschicht/meine Liebsten/euch zur besserung/Denn ich fürchte/ wenn ich komme / daß ich euch nicht finde wie ich wil/ vnd jr mich auch nicht findet wie jr wolt.Das nicht hader/neid/zorn/zanck/affterrcden/ohrenblasen/auffblähen/auff- ruhr/da sey. Das ich nicht abermal komme/ vnd mich mein Gott demütige bcy euch/ vnd müsse leid tragen vber vicl/die zuvor gesündigct/vud nicht buffe gethan haben für die rmremigkett vnd Hurerey/vnd vnzucht/die sie getrieben haben. xm.Lap. Voß die Liebe alle andere Gaben vbertreffe/ vnd was >re arrftxe. ich zum dritten mal zu euch /so sol in Meyer z -MMALoderdreyermund bcsichcnallcrlcy fache. Ich Habs euch zuvor gesagt/ es euch zuvor/als gcgcnwertig/zum andern mal/vndschrci- M^MÄbecsnun im abwcsen/denen/ die zuvor gesündtgct haben/ vnd den andern andicchMer ii. Lap. z?. die Gemeine Gottes verfolgete/vnd verstörete sie/vnd narrt zn im Jüdenthumb/ ober vittnmres gleichen/in meinem Geschlecht/vnd eiffert vber die mässe vmb das Vatter- Da es aber Gott wolgefiel/der mich von meiner Muttcr Leibe hat außgesön- dert/vnd beruffen durch seine gnade/daß er seinen Son offenbaret in mir / daß ich in durchs Evangelium verkündigen solte vnter den Heyden / Also bald fuhr ich zu / vnd besprach mich nicht drüber mit Fleisch vn blut/kam auch nit gen Jerusalem/ zu denen/ die vor mir Aposteln waren/Sondern zog hin irr Arabiam / vnd kam wtderumb gen DamasconDarnach vber drey iar kam ich genIerusalem Petrum zu schauwcn/vnd bleib fünfftzehen tage bey im. Der andern Apostel aber sähe ich kcinen/on Jacobum deß HERRN Bruder. Was ich euch aber schreibe/sihe/Gott weiß/ich liege nit. Darnach kam ich in die Länder Syria vnd Alicia. Ich war aber vnbekannt von angesichte den Khristlichen Gemeinen in Iudea. Sie hatten aber allein gehöret/ daß/dervns weiland verfolgete/der prediget ictzt den Glauben/welchen er weiland vcrstörete/Vud preiseten Gott vber mir. n.Lap. Mcpaulus gen Jerusalem ;u den Aposteln kommen / sich mit snen bespracht / vnd etlicher für gefallener streitiger meinunge halben verglichcn/auch nachmals ;u Antiochia Petro wider- standen/vnv bewarr/daß man nicht durch werck des) Gesetzes/sondern durch den Glauben an Christum/gerecht werde. Arnach vber vlertzehen pr/ zog ich abermal Htnauff gen Jerusalem mit Barnaba/vnd nam Mum auch mit mir. Ich zog aber hinauffauß einer offenbarung / vnd besprach mich mitsnen vber dem Euangelio/das ich predige vnter den Heyden/besonders aber mit denen/ die das ansehen hatten/ auff daß ich nicht vergeblich Barna- U bas. ext Titus. lrcff/oder gelauffen hette/Aber es ward auch Mus nicht gezwungen sich zubeschnei¬ den/ dec mit mir war/ ob er wol ein Griech war. Denn da etliche falsche Brüder sich mit eyngedrungen/ vnd neben eyngeschlichen waren/zu verkundtschaffen vnser Frcy- hcie/die wir haben in Mristo Mesu/ daß sie vns gefangen nemen/wichen wirden- selbigerznicht "eine stunde vnderthan zuseyn/Auff daß die warheit deßEuangcltz « bey euch bestünde. ^Eme stund-) Von denen aber/die das ansehen hatten/ welcherlei) sie weiland gewesen sind/ da-rchre^sach-scy!,/ da lige mir nichts an. Denn Gott achtet das ansehen der Menschen nicht. Mich aber wc,chm/TLU haben die/so das ansehen hatten/nicht anderß gelehret. Sondern widerumb/dasie sahen/daß mir vertrauwet war das Euangelium an die" Vorhaut / gleich lvie Petro das Euangelium an die Beschneidung (Denn der mit Petro krefftig ist gewesen zum M-an o-L zw U Apostelampt vnter die Beschneidung/ der ist mit mirauchkrefftig gewesen vnter die Heyden)vnd erkannten die gnade/ die mir gegeben war/ Jacobus vnd Aphas / vnd Johannes/ die für Seulen angesehen waren/gaben sie mir vnd Barnaba die rechte Hand / vnd wurden mit vns eins / Daß wir vnter die Heyden/ sie aber vnter die Be- Es schneidung/ predigten/ Allein daß wir der armen gedechten / welches ich auch fleissig i^E^E-Z bin gewesen zuthun. pr-L!me"derL V (^^A aber Petrus gLtt^ltttiochiam kam/widerstund ichjmvnteräugen/denn es d-r/l Eormch.;. ^LHwar klag vber m körnen. Denn zuvor ehe etliche von Jacobo kamen/aß er mit cvorkaur) den Heyden. Da sie aber kamen/entzog er sich/vnd sondert sich/darumbdaßerdie von der Beschneidung furchte/Vnd heuchelten mit jm die andern Jüden/also/daß «icht bes-hmstMd. auch Barnabas verführet ward mit jnen zu heucheln. Aber da ich sahe/daß sie nicht richtig wandelten/nach der warheit deß Euangelij/sprach ich zuPerro für allen of- Die Haupt- fentlich:Sodu/der du ein Jüd bist/Heydnisch lebest/vnd nicht Jüdisch/Warumb lchredstsEp.M zwiugestu denn die Heyden Jüdisch zu lebenk Nn Mewol .ir. Wiewolwir von natur Iüden/vndnichtSünderaußdentzcydensind/Doch weil wir wisscn/daß der Mensch durch deß Gesetzes werck nicht gerecht wirt/ sondern durch den glauben an Ihcsum §hrist/so glauben wir auch an Khristum Ihesum/auff daß wir gerecht werden durch den glauben an §hrtstum/vnd nicht durch deß Gesetzes werck. Denn durch deß Gesetzes werck wirt kein fleisch gerecht. - v Sölten wir aber / die da suchen durch Khristum gerecht zu werden / auch noch Wodurch Wcr?k selbe Sünder erfunden wcrden/so wcre Khristus ein Sünden diener. Das seyferr-» !h!!^m^!s!nacht ne. Wenn ich aber das/so ich zubrochen habe/widerumb bauwe/ so mache ich mich ^lbszll einem Vbertretter. Zeh bin aber durchs Gesetzt dein Gesetz gestorben/auff x!cd,gc>i vu^id-m daß ich Gott lebe/ich bin mit Khristogcereutziget. Ich lebe aber/doch nun nichtich/ sondern Khristus lebet irr mtr.Den was ich jetzt lebe im flcisch/das lebe ich in dem g!au- I/^sstumverl-ug bett deß Sons Gottes / der mich gelicbet hat/ vnd sich sclbs für mich dargegeben. Ich werffe nicht weg die gnade Gottes. Denn so durch das Gesetz die Gerechtigkeit kom- K ue zu met/so ist Khristus vergeblich gestorben. predigt abgerhä!« Ivar. e (Dem Gesetz) Durch den glauben/ der ein Geistlich / le¬ bendig Gesetz ist/stnd tvir dcm Gesetz deß Buchst« bens gestor¬ ben/daß wirimnicht mehr schuldig stttd/ R0M.7. Paulus strafft dre Galater iror vnbestLNvlgkett halbem vnd glSk sttett gewlsse» bericht/wie vnd welcher gestalt die Gerechtigkeit durch den glauben an Lhrtstum/vnd nicht durch die werck deß Geseyes/kommen. Zrvnverstcndtgm Galater/wer hat euch bezaubert/ , daß >r der warhcit nicht gchorchctk Welchen Khristus Hcsu» für die äugen gcnialctwar/vnd jetzt vnter euch gccreutzrgctist. Das wrlich allein von euch lehrnen.5)abt jr den Geist empfangen durch deßGe- ?verdcm psetzes werck/oder durch die Predigt vom glauben? Seyt jr so vnver- stendig? Im Geist habt jr angefangen/wolt jrs denn nun im Fletsch vollenden? Habt jr denn so vil vmb sonst erlittenkists anderß vmb sonst. Der euch nun den Geist rctchct/vnd thut solche thaten vntcr euch/thut ers durch deß Gesetzes werck? oder durch die Predigt vom glauben? Gleich wie Abraham hat Gott gegläubet / vnd es ist jm gerechnet zur Gerechttg- Genes,,. keit/So erkennet jr ja nun / daß die deß Glaubens sind/ das sind Abrahams Kinder. Die Schrtfft aber hat es zuvor ersehen/ daß Gott die Heyden durch den glauben Genes.«, gerecht macht/Darumb verkündiget sie dem Abraham: In dir sollen alle Heyden ge- segnetwerdcn. Also werden nun/die deßglaubens sind/gesegnet mit dem gläubigen Abraham. Denn die mit deß Gesetzes wercken vmbgchen/die sind vntcr dem Fluch. Deut.,?. Derrn es stehet geschrieben: Verflucht scy jederman / der nicht bleibt in alle dem/ das , geschrieben stehet in dem Buch deß Gesetzes/daß ers thue. Daß aber durchs Gesetz Leu1?.'.8." niemand gerecht wirt für Gott/ist offenbar/ den der gerechte wirt seines Glaubens le, ... bcn. Das Gesetz aber ist nicht deß glaubcns/sondcm der Mensch der es thut/ wirt da- durch leben. Khristus aber hat vns erlöset von dem fluch deß Gesetzes / da er ward ein -- fluch für vns(Dcnn cs stehet geschrieben: Verflucht ist jederman der am Holtz hanget) Deut.«, auffdaß der segen Abrahe vnter die Heyden keme/in Khristo Ihesu/vnd wiralso den verheissen Geist cmpficngcn/durch den glauben. Lieben Brüder/Ich wil nach Menschlicher weise reden. Verachtet man doch ei- «sre.-» nes Menschen Testament nicht(wenn es bestätiget lst)vnd thutauch nichts dazu.Nun ist je dre Verheissung Abrahc vnd seinem Samen zugesagt.Er spricht nicht: Durch die Samen/als durch vile.Sondcrn als durch einen/ Durch deinen Samcn/wclcher ist Khristus.Ich sage aber davon/das Testament / das von Gott zuvor bestätiget ist auff Khristum/wtrt nicht auffgehabcn/ daß die Verheissung solte durchs Gesetz auffhören/ welches gegeben ist vber vier hundert vnd dmssig jar hcrnach/denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde/ so würde cs nicht durch Verheissung gegeben / Gott aber «^.4» hats Abraham durch Verheissung frey geschcnckt. z an dre «Halam. im.Lap. sol denn das Gesetz k Es ist dazu kommen vmb der Sünde willen/biß der Samen käme/dem die Verheissung geschehen ist / vnd ist gestellte von den En- ^«ham vE^! geln/durch die Hand deß Mittlere. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler/ Gott aber ist einig. Wiek 'Ist denn das Gesetz wider Gottes verheissen k Das sey ferme. Wenn aber A"wocr/ Das Ge, '' ein Gesetz gegeben were/das da kündte lebendig machen/so käme die Gerechtigkeit warhaffttg auß dem Gesetz. Aber die Schrifft hat es alles beschlossen vnter die Sün- de/Auffdaß die Verheissung käme durch den glauben an Ihcsum Khristum/gegeben denen/dte dagläuben. Go/taußguadcuA Ehe denn aber der Glaube kam/wurden wir vnter dem Gesetz verwahret vnd dasGeFal^g" verschloffen/auff den Glauben/der da solt offenbart werden. Also ist das Gesetz vnser !n^hm7wa-'dü'.ff. duchmreister gewesen auff Khristum/daßwir durch den Glauben gerecht würden. Mn aber der Maubc kommen ist/smd wir nicht mehr vnter dem Fnchtnrcistcr.Dcnn jr seyt alle Gottes Kinder/durch den Glauben an Zhristo Jhesu.Denn wie vtleuwcr getaufft sind / die haben Khrtstnm angezogen. Hie ist kein Jude noch Grieche/hie ist d wa".A rM. kein Knecht noch Freyer/Hie ist kein Mann noch Weib/ Denn ir seyt allzumal einer in KhristoIhesu. Seyt ir aber Khristi/so seyt jrja Abrahams Samen/vnd nach der Volci-h-tt/d^G-b VechciffungErbkN. — 5- Sostc cs nun nie HSrcmSgen/wiemag l I He. »48»^ sie das Gesetz ftomb I. L L L-S nmcheSGottabertst » «inig/dasist/eristal- wl'e vns Lhrt'stlls vom Defttz fre/ geuiacht/ vnd was für helmliche vesrung vnrec Isaac ' viuro hatseincs vnv Isinael/dLvdcn Abrahams Gönen/;» verstehen. gleichen uichr/ Dar. umboilMitlcniicht W sage aber: So lange der Lebe em Kmd lst/so ist vn- LUNW" ter jm vnd einem Knechte kein vnterscheid/ ob er wol ein Herr ist aller MU güter/sondern er ist vnter den Vormünden vnd Psieqcrn/biß auff WM die bestimpte zett vom Vatter. Also auch wrr/da wir Kinder waren/ M waren wir gefangen vnter den eusserlichen Satzungen. Da aber die zeit erfüllet ward/ sandte Gott seinen Son/ gcborn von einem Weibe/ vnd vnter das Gesetz gethan/auffdaß er die/ so vnter dem Gesetz waren/erlöset/ Daß wir die Kind- Rsm.r. schafft empficngcn. Weil ir denn Kinder seyt/ hat Gott gesandt den Geist seines Sons in euwere hertzen/ der schrcyct: Abba / lieber Vatter. Also ist nun hie kein Knecht mehr/sondcrn eitel Kinder/ Sinds aber Kinder/so sinds auch Erben Gottes/ durch Khristum. Aber zu der zeit/dair Gott nicht erkanntet/dimet irdenen/die von natur nicht Götter sind. Mn jraber Gott erkannt habt (ja vtlmehr von Gott erkanntseyt)wie wendet ir euch denn vmb/ wider zu den schwachen vnd dürfftigen satzungen/welchcn ff von neuwes an dienen woltk Ir haltet Tage vnd Monden/vnd Feste vnd Jarzeit/ Zch förchtc euwer/ daß ich nicht villctcht vmb sonst habe an euch gearbeitet. Seyt doch wie ich/denn ich bin wie ir. e I^Iebcn Brüver(Ich bitte euch)ir habt mir kein leid gethan. Denn ir wisset/daß Odtch euch in schwachhett/nach dem Fleisch/das Euangeltum geprediget habe/zum ersten mal/pudmemeanfechtungen/dte ich leide nach dem Flasch/habe ir nickt ver¬ achtet noch verschmähet/ Sondern als einen Engel Gottes namet jr mich auff ia als Khristum Jhesum. Wie wäret -r dazumal so selige Zck bin euwer zeuge/daß/wenn cs mügltch gewesen were/ir hertet euwere äugen außgenffen/ vnd mir gegeben. Bin ich Venn also euwer Feind worden/daß ich euch die warhcit fürhaltek Sie affern vmb euch nrckt fein/Sondern sie wollen euch von mir abfellig ma¬ chen / daß ir vmb sie solt etffern. Eiffern ist gut / wenns inimerdar geschieht vmb da- gute/vnd nicht allein wenn ick gcgenwertig bey euch bin. Meine lieben Kmder / welche ich abermal mit engsten gebere/biß daß Khristus in Nn tj euch Ak-Epistel V. kap. euch eine gestalt gewinne. Ich wolt aber/daß ich jetzt bey euch were/vnd meine stimme wandeln kündte/Dcnn ich bin jrre an euch. H' EAgetmir/die jrvnter dem Gesetz seynwolt/habt jrdas Gesetz nicht gehöret? G-nes.- Or^Denn es stehet geschrieben/daß Abraham zween Sone hatte/einen von der Magd/den andern von der Frcycn/Aber der von der Magd war/ lst nach dem fleisch gcborn/Der aber von der Freycn/ist durch die Verheissung geboren. Die wort bedeu¬ ten etwas. Denn das sind die zwcy Testament/eins von dem Berge Sina/das zur Sina Knechtschafft gebiert/welches ist die Agar. Denn Agar heisset in Arabia der Berg Sina/ vnd langet biß gen Icrusalem/das zu diser zeit ist/vnd ist dienstbar mit seinen ' Kindern. Aber das Jerusalem / das droben ist/ das ist die Freye/ die ist vnser aller Mutter. Denn es stehet geschrieben: Seyfrölich du vnfruchtbare/die du nicht gebiercst/vnd brich herfür vnd ruffe die du nit schwanger bist/Denn die einsame hat vil mehr kinder Rom.,, den die detr Man hat.Wir aber/liebe brüder/sindIsaac/nach der verheissnng/kinder. Aber gleich wie zu der zeit/der nach dem fleisch geboren war / vcrfolgete den / der nach dem Geist geboren war/Also gehet es jetzt auch. Aber was spricht dieSchrifft? Stoß die Magd hinauß mitjrem Son / Denn der Magd Son sol nicht Erben mit dem Son der Freyem So sind wrr nun/lieben Brüder/nit der Magd Kinder/son¬ dern der Ireyen. v.Lap. Vermanung kn der Freybekt/rvelche Lbriffus erworben/;» blekben/Iedoch/ daß sie nkcht za mutwülm deß Fleisches gebrauckr werde. Von der Kebe/ vom lrrelre veß Fleisches wider den _Geist/ von wercken deß Flersches/vad früchtsn veß Gerste«. EMM 0 bestehet nun ln der Frcyhett/damit vns Lhrlstuö -i befreyet hat/ vnd lasset euch nicht widerumb in das Knechtische Joch farrgen. Sthe/ich Paulus sage euch/wo jr euch beschneiden lasset / so (Schuldig) Denn euch Khristus kein nütz. Ich zeuge aber einem jcderman der sich -n- Olau^,> 'st kem lässet/daß er noch das gantze Gesetz" schuldig ist zuchun. r^iMt ck' kcm'" Jr habt Kytistum vcrloren/die jr durch das Gesetz gerecht werden wolt / vnd seyt von Werst recht Md der Gnade gefallen. Wir aber warten IM Geist durch den glauben der Gerechtigkeit/ der man hoffen muß. Denn in KhristoIhesu gilt weder Beschneidung noch Vor¬ haut etwas/sondcrn der Glaube/dcr durch die liebe thätig ist. Jr liesset fein/ wer hat euch auffgehalten/ der warheit nicht zu gehorchen? Solch vberrcdcn ist nicht von dem/der euch beruffen hat. Ern wenig Sauwcrteig verfemet den gantzen Teig. Ich versehe mich zu euch in dem HERRN/ jr werdet nichts anderß gcsinnct scyn. Wer euch aber jrr macht/der wirt sein vrthcil tragen/ er sey wer er wol¬ le. Ich aber/lieben Brüder/so ich die Beschneidung noch predige/warumb leide ich denn Verfolgung? Sohctte das ergerniß deß Kreutzes auffgchörct. Wolte Gott/daß sie auch außgerottet würden/dle euch verstören. aber/lieben Brüder/scyt zur Freyheit beruffen/allein sehet zu/daß jr durch n (Raum g-bet) A^dic Frcyhcit dem fleisch nit ö raum gebet/ sondern durch die liebe diene einer dem T andern. Denn alle Gesetz werden in emem wort erfüllet/ in dem/ Liebe deinen Nchc- /?oÄ!n wir sten als dich selbe. So jr euch aber vnternandcr beisset vnd fresset/so sehet zu/daßjr n.'chks gl.^hun/^ nicht vnter einander verzehret werdet. Ich sage aber: Wandelt im Gcist/so werdet jr die lüste deß fleisches nicht vollbrin¬ gen. Denn das fleisch gelüstet wider den Geist / vnd den Geist wider das fleisch. Die- selbige sind wider einandcr/daß jr nit thut was jr wöllet.Regiret euch aber der Geist/ so seyt jrnicht vnter dem Gesetz. Öffenbar sind aber die werck deß fleisches/ als da sind Deß flei- Ehcbruch/Hurercy/vnreinigkeit/vnzucht/Abgötterey/IaubcrcyFcrndrschafft/Ha-s^wttck. dcr/neip/zorn/zattck/zwytracht/rotten/haffz/nrordt/sauffen/freffcn/vndderglcichen/ Von welchen ich euch hab zuvor gesagt/vn sage noch zuvor/daß die solchs thun/werderr das Reich r. n. m. (L studnicbc die narbe» «m Christus leib/son¬ dern allerley leiden das Wir am leib vmb Christus W,ll«n tra¬ gen. a (Nicht an einem andie Halam. v i. Lap. DeßGei das Reich Gottes Nit erben. Die frucht aber deß Geists ist/liebe/freude/fride/gcdult/ fttöfruchr. freundligkcit/gütigkeit/glaubc/fanfftmut/keuschhett/wider solche ist das Gesetz Nicht. Welche aber Khristum angchören/die ereutzigen jr fleisch/sampt den lüsten vndbe- gterden. Pauli/ an die Epheser. DK N dieser Epistel lehret S. Paulus auffs erst / was das Euangeltum sey/ wie es allein von Gott in ewigkeit versehen/ vnd A durch Christum verdienekvnd außgegangen ist/Daß alle/die dranglauben/gerecht/ M fromb/ lebcnvig/ftllg/vnd vom Gesey/Sünden vnd Lod/frey werden / Aas thur er durch die drcy erste Capikel. Darnach lehret er meiden die Nebenlehre vnd Menschen Gebokt/Auffdaßwiran einemHaupk bleiben/gewiß/rechtschaffen vnd völlig werden in Christoallcin/an welchem wirs garhaben/daß wir HH- ausserjmnichtsdürffen.Dasthuterim 4.Capikel. V. VI. Kort an lehret er den glauben vben vndbeweiscn mit guten wercken /vnd fände meiden /vnd mit Geistlichen Waffen streiken wider den Leuffcl/damik wir durchs Creutz in Hoffnung bestehen mögen. N n n) Sie vi.Lap. Vermanung n»r Lrebe/daß einer deß andern schwachheittragev / vnv sonst in anders wege gutes thun sol. MO wir im Geist leben / so lasset vns auch im Gciskwan- deln. Lasset vns nicht eiteler ehre geitzig ftyn/vnternanderzu entrüsten M vnd zu hassen. Lieben Brüder/So em Mensch etwa von einem fehle ^vbcreilet würde/so helfftjm wider zu recht mir sanfftmütigem Geist/ die jr Geistlich seyt/vnd sihe auffdich selbe/daß du nicht auch versuchet werdest. Einer trag deß andern last/ss werdet st das Gesetz Khristt erfüllen. So aber sich jemand leßt düncken/er sey etwas/so er doch nichts ist/der betreuget sich selbe. Em jeglicher aber prüfe sein selbs werck/vnd alsdenn wirt eran jm selber rühm haben/ vnd" nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wirt seine last tragen. aber vnterrichtet wirdt mit dem wort/der theile mit allerley guts/dem der <^LDjn vnterrichtet. Irret euch nicht/ Gott lest sich nicht spotten/ Denn was der ftcfromW-rden/s2 Mensch saet/das wirdt er erndten. Wer auffscin fleisch säet/der wirdt von dem fleisch 2"rn?«! das verderben erndten. Wer aber auff den Geist säet/der wirdt von dem Geist das 2m s ewige leben erndten. Lasset vns aber gute thun / vnd nicht müde werden/ Denn zu sei- «»v L ner zeit werden wir auch erndten on auffhören. Als wir denn nun zeit haben/so lasset v»d mA rS'hF vns gutes thun an jederman/allermeist aber an deß glaubens Genossen. ^^Ehet/mit wie vtlen Worten hab ich euch geschrieben mit eigener Hand. Die sich angenem machen nach dem fletsch / die zwingen euch zu beschneiden / al¬ lein daß sie nicht mit dem Kreutz Khristi verfolget werden. Denn auch sie selbs/die sich beschneiden lassen/halten das Gesetz mchk/sondem sie wollen daß jr euch beschnei¬ den laffet/auffdaß sie sich von cuwerm fleisch rühmen mögen. Es sey aber ferme von mir/rühmm/denn allein von dein Kreutz vnsers HERRN Ihesu Khristi/durch welchen mir die Welt gecreutzigct ist/vnd ich der Welt. Denn in N Khristo Ihesu gilt weder Beschneidung noch Vorhaut etwas/sondern eine neuwe - b Kreatur. Vnd wie vil nach dieser^ Regel eynhergehen/vber die sey friede vnd barm- NnicAM-u hertzigkeit/vnd ober den Istael Gottes. Hinfurt mache mir niemand weiter mühe/ Denn ich trage die Malzeichen deß HERRN Ihcsuan meinem Leibe. A glaub inCyEo, Die Gnade vnsers HERRN Ihesu Khristi sey mit euwerem Geist/ heben Brüder/Amen. An die Galater/gesandt von Rom. MWstelH.Wui! an die Epheser. l.Lap. was vns fär «rosst gnavednrch Lbr.stun, wrderfahren was wir an ,m haben/ vnd wk herrlich rvasvnssargrn „^Hunin-lvber alleLreawren erhaben. 4 R ^t^Elobet scy Gott/vnd der Vatter vnsers HERRN ^^^Ihcsu Khristi / der vns gesegcnet hat mit allerlcy stgung. / Umstt/durch den wülen Äottes. " Den Heyligen zu Epheso/vnd gläubigen anKhristo Gnade sey mit euch/ vnd fride von Gott vnsermVat- ter/vnd dem HERRN Zhesu Khrrsto. a - - - — d^'-selrwm-aan Geistlichen, Segcn/in Himlischcn gütern durch Khristum. Meer vns denn erweh- emmster haug"^!- lct hat durch densclbigen / ehe der Weltgrundt gelegt war / daß wir solten seyn Hey- lig vnd vnsträfflich für jm in der Liebe. Vnd hat vns verordnet zur Kindschafft gegen lm selbs/durch Zhcsum Khrist/nach dem wolgefallen seines willens/zu lob seiner Herr- a ^Vndistiman' lichen gnade/durch welche er vns hat angcncm gemacht in dem Geliebten. oZlcchb a§N An welchem wir haben dle Erlösung durch sein Blut/nemlich/die Vergebung W si772A-7we't dcrSünde/nach dem Reichthumb seincrgnade/wclche vnsreichlich widerfahren Ermnfth ("vntcreinHäupt) verfasset würden in Zhristo/ bcyde/ das im Himmel vnd auch üch gcschlccht wwcr- Erden ist/durch in sclbs. Durch welchen wir aucbzum Erbthei! kommen sind/ Eürvüdstlmnd^ die WU'zuvor verordnet sind/nach dem fürsatz/dcß/der alle ding wirckct/nach dem ch"!crstm!!7r^r- rahtfelues willens/auff daßwir etwas scyen zu lob seiner Herrligkeit/dic wir zuvor Lwcb'c / wLLA al,ff Shrrsto hoffen. qcn L^cl n./cw.g. Durch welchen auch ir gehöret habt das wort der Warheit/ nemlich/ das Euan- 8. br7/^ Mk-chGott gclium von cuwcr Seligkcit/durch welcherr jr auch/ da ir gläubctet/ versigelr worden §nd wöstcn !ns dtst scyt Mit dem heyligen Geist der vcrheiffung/welcher ist das pfänd vnsers Erbes/zu vn- wl77?v§7g!» s2 hl' Erlösung/daß wir sein Eigenthumb würden/zu lob seiner Herrligkeit. l7n7ob Sch grossc auch ich/nach dem ich gehöret hab von dem Glauben bey euch / an den Efü!7H»siI <^KHERRN Hesum/vnd UON cuwercr lieb zu allen Heyligen/Höre ich nicht auff zudancken für euch/vnd gedencke euwer in meinem Gebett/Daß der Gott vnsers hcuffl.n chstmcu allc ^,EFRN Ihesu §hristi/dcr Vatter der Hcrrligkcit/gcbe euch den Geist der Weißheit zcttdch.lccu. Offenbarung/ zu seines selbö crkcnntntß/ vnd erleuchtete Augen LUwers stdstemsokSupc verstcnntntß/daß ir erkennen möget/wclche da sei) die hoffnrrng euwers beruffs / vnd SSE'Sr S« welcher scy der Reichthumb seines herrlichen Erbes an seinen Heyligen / Vnd welche k.nHERR lst/vber da die vberschwcngliche grosse seiner Krafft an vns / die wir gläubcn nach der wir- Tcnsfc, Wcll -c stcrckc/wclche er gcwirckct hat in Khristo/ da er in von den tod- §2 wi«k^ tcn auffcrwcckt hat/vnd gesetzt zu seiner rechten im Himmel/ vbcr alle Fürstcnthumb/ .777 'Dm'n'ü, >st gcwalt/macht/herrschafft/vnd alles was genannt mag werden / nicht allein in dieser ftm "ttc Aamr vol. Welt/ sondern auch in der zukünftigen. Vlld hat alle ding vnter seine süsse gethan/ m^cUD'itftt- vnd hat in gesetzt zum Haupt der Gemeine * vber alles / welche da ist sein 7,m!qantt!7!7Ä Leib/ ncmlich/die fülle/ dcß/dcr alles in vMgcrHausse>st. allen' erfüllet. Wer wrr an die Epheser. l i.Lap. Zz^. Ii. Lap. U)er wir zuvor vndehe sennwirznmEuangelio beraffen worden/gewesen/wozv wir'fetzund beruffen/vndwie wir in solchem neuwenberuffvns mir vnsirm leben schicken solle»/daß Christus vnser Fried/vnd v nrch > n/ bexve/Iüden vnd Hexden/etnen frexen Zugang zu Gott habe». z Nd auch cuch/da jr tod warct/durch vöerttettung vnd ss weiland gewandelthabt/nach dem lauff dieser Welt/vnd nach dem Fürsten/derin der Lufftherrschet/nemlich/nach dem Geist/der zu diser zeit sein werck hat in den Kindern deß vnglau- bens/vnter welchem wir auch alle weiland vnsern wandel gehabt ha¬ ben in den lüsten vnsers Fleisches/vnd thaten den willen deß Fleisches/vnd der ver- nunfft/vnd waren auch Kinder deß zorns von natur/gleich wie auch die andern. Aber Gott/der da reich ist von Barmhertzigkeit/ durch seine grosse Liebe / damit er vns geliebct hat / da wir tod waren in den sünden / hat er vns sampt Khristo leben¬ dig gemacht(Denn auß gnade seyt jr selig worden)vn hat vns sampt im aufferweckt/ vnd sampt im in das Himlische wesen gesetzt/in Khristo Zhffu / Anff daß er crzcugete in den zukünfftigen Zeiten den vberschwenglichen Reichthum seiner gnade/durch seine güte/vber vns in Khristo Ihesu.Denn auß gnade seyt ir selig worden/durch den glau- ben/vnd daffelbige nicht auß euch/Gottcs gäbe ist es/mcht auß den wcrcken/ auffdaß sich nit icmand rühme. Denn wir sind sein werck/ geschaffen in Khristo Asu /zu gu¬ ten wercken/zn welchen Gott vns zuvor bereitet hat/daß wir darinne wandeln sollen. v (^^Arumb gcdcncket dran/daß ir/ die ir weiland nach dem Fleisch Heyden gewe- (^L^senseyt/vnd die Vorhautgenennet wurdet/von denen/die genennetsind die Beschneidung nach dem Fleisch/die mit der Hand geschieht/ Daß ir zu derselbigen zeit wäret on Khristo / frembde/ vnd äusser der Bürgerschafft Frael / vnd frembde von den Testamenten der Verheissung/ Daher ir keine Hoffnung hattet/vn wäret on Gott in der Welt/ Mn aber/die ir in Khristo Hesu seyt/vnd weiland ferme gewesen / seyt nun nahe worden/durch das Blut Khristi. Wie die Denner ist vnser Friede/der auß beyden eins hat gemacht/vnd hatabgebrochen vlcsühmnrg den Zaun der dazwischen war/in dem/ daß er durch sein Fleisch wegnam die Feindt- geschehen, nemlich" das Gesetz/ so in Gebotten gestcllet war/ Anff daß er auß zweyen ei- (Das Gesitz)Sas ncn neuwen Menschen in jm selber schaffctc/vnd frid machte/ vnd daß er beyde vcrsü- nete mit Göttin einem Leibe/durch das Kreutz/Vnd hat die Fcindschafftgetödtet durch sich selbe. Vnd ist kommen/ hat verkündiget im Euangelio den Friede/ euch/ die ir ferrne warct/vnd denen die nahe waren/Denn durch in haben wir den Zugang alle dürchAK^ beyde in einem Geiste zum Vatter. sofAemdschaLm So seyt ir nun nicht mehr Geste vnd frembdlinge/sondern Bürger mit den Hey- ligen/vnd Gottes Haußgenoffen/erbauwet auffdcn gründ der Apostel vnd Prophe- Kristus ten/da Zhesus Khristus der Eckstein ist/anff welchen der gantze Bauw in einander ^rE-kste>„. gefügtt/wechßt zu einem hcyligen Tempek/in dem HERRN/ anffwelchen auch ir mit erbauwet werdet/zu einer behansung Gottes ini Geist. I11. Lap. Vorn beruff ver Heyden/vnd daß sie Miterben seyen Göttlicher Verheissung in Christo/Wie derApostel Paulus das Evangelium purer die Hexvcn zu verkündigen beruff«» / vnd welcher massen er zu Gott für Vie Epheser bitt. X Erhalbcn ich Paulus / der gefangener sshtlstt Mesu/ für euch Heyden / nach dem ihr gehöret habt von dem Ampt der Gnade Gottes/die mir an euch gegeben ist/daß mir ist kundtwor- den dieses Geheimniß / durch Offenbarung / wie ich droben auffs Nn iiii kürtzcst We-Tpistel m. Lav. a kürtzefi geschoben Habe / Daran sr / so jw leset/ mercken kündt meinen verstand an geheimniß Khristt/welche nicht kund gechan ist m den vorigen Zeiten den Mcn- G?c!ssi!ld!soers" Kindern/als cö nun offenbart ist seinen heyligen Aposteln vnd Propheten/durch ren^cdoch teglich a» den Geist/nemlich/daß die Heyden mttcrben scyen/vnd mit eyngeleibt vnd mitgenos- wc sen seiner Verheissung in Ahristo/durch das Euangelium/deß ich ein Diener worden außM^W,^ gäbe auß der gnade Gottes/die mir nach seiner mechtigenkrafftgegc- ChristllsLuc. amrx. H(N ist» EnAfr?,wm vbcr Mir dem aller geringsten vttter allen Heyligen / ist gegeben diese gnade vnter die ^^""'"^^-HcydcnzuverkündigettdettvnaußforschltchenRetchthumbKhristi/vnd zu erleuchten (Ruche/) E^nd^^^E/ welche dasey die Gcmcinschafft deß geheimniß/dasvon derWeltherin au/ailEnM alle Gott verborgen gewesen ist/der alle ding geschaffen hat durch Hesum Ahnst/auff I?^7»schc7 daß setzt kund würde" den Fürstenthümen/vnd Herrschafften in dem Himmel/an der 2 dmn^si- alle ^gc- Gemeine/die manchftltige weißhcit Gottes/nach dem sürsatz von der Welt her / wel- schaffclihar. che er beweiset hat in Khristo 'Jhesu vttserm HERRN/ durch welchen wir haben frey- (dte bE) Die digkeit vnd Zugang in aller Zuversicht durch den Glauben an sn. *Mube «NE (^^Arumb bitte ich / daß jr nicht müde werdet vmb meiner trübsal willen / die ich AdE cT^sür euch leide/welche euch eine ehre sind. Dcrhalben beuge ich meine knie gegen so brnc / laug / tt-ff/ dem Vatter vnscrs HERRN ^hesu Khristi/dcr der rechte Vatter ist vber alles was da u!chcnEhab!v!!d b Kinder hciffet/im Himmelvnd auff Erden/das er euch krafft gcbe/nach dem Reich- NÄchmcht/w/ thumb seiner Herrligkeit / starck zu werden durch semen Geist/ an dem «inwendigen ?rcu Mcnschen/Vttd Khristum zu wohnen durch den glauben in euwrcn hertzcn/vnd durch lang/ticffÄ'Me die liebe eyttgcwurtzelt vnd gegründet werden/ Auffdaß sr bcgreiffen müget mit allen M'koHcyligcn/welchcs da sey die" brcyte/ vnd die lenge/vnd die ticffe/ vnd die höhe / Auch ruo? h erkcnnen/daß Khristum" lieb habcn/vil besserist/dcnn alles wiffen/Auffdaß sr erfül- Ahristu (Liebhaben) Viel letwcrdetmitallerley Gottes fülle. licbhahe». ChM/ml,-'"haben! Dem aber / der vberschwcnglich thun kan vber alles / das wir bitten oder verste- 7en"ÄonA. W? hcn/nach der krafft/dic da in vns wircket/dem sey ehre in der Gemeine/ die in Ahrtsto WI^So7 Zhcsutft/zu aller zett/von cwigkeitzu ewtgkctt/Amcn. wand Gotcüebt/der ist von ihm erkannt/ Iohanncsrr. kerre 2MLSMS? öcc. e Gottes fülle) Das; Gott alleine»»» euch regiere vnd wircke/ vnd-rs-involl seyt. 1111. Lüp. Vermanungzu recktgeschaffenem Lhrtfflrchen» Leben/von vnterschredllchen gaben tn dec Alrchen LhrlMvnd da ß wrr den alten Menschen ablegen /vns rm Gellt erneuwern / vnv von allen bösenwerckensollenabstehen. O ermane nun euch rch gefangener in dem HERRN/ daß sr wandelt/wie sichs gebürt euweremberuff/darinnensr beruf- ^rma- M fen scyt/mit aller dcmut vnd sanfftmut/mitgcdult/ vnd vertraget ei- -7»V7 WS ner dem andern in der liebe/ vnd seyt fleissig zu halten die einigkeit im Geist/durch das band deß friedes. Ein Leib vnd ein Geist/wie sr auch beruffcn seyt / auff cmerley Hoffnung cuwers beruffs. Ein HERR/ ein Glaube/ (Das gefongmb- ein Tauffe/cin Gott vnd Vatter(vnser) aller/der da ist vber euch alle/ vnd durch euch allc/vnd m euch allen. das ff- vns Nicht fa. Einem scglichcn aber vnter vns ist gegeben die gnade / nach dem maß der gäbe s-» psalm 68. Khrlstr. Darumb sprtchr er: Er ist auffgefahrcn m Yle hohe/ vnd hat das gcsengniß (Alles erfüllen) gefangen geführet/vnd hat den Menschen gaben gegeben. Daß er aber auffgefahrcn 2^.77"r7c/vü on lst/was istsk denn daß er zuvor ist hinunter gefahren tn die vntcrstcn örter der Erden. ;n nichtsg-than /ge. Der hinunter gefahren ist / das ist derselbige/ der auffgefahrcn ist vber alle Himmel/ E^/ noch gc ac.t auff ha^b^^fülltt. (rugencht) Das Vnd er hat etliche zu Apostel gesetzt / etliche aber zu Propheten / etliche zu Euan- gelisten/ctliche zu Hirten vnd Lehrer / daß die Heyligen * zugericht werden zum wcrck vnnd jiibereit / daß deß Ampts/ dadurch der Lcrb Khristi crbauwct werde /biß daß wir alle hinan kom- dc/ZK'nh" t/!-.^ men/zu eincrlcy glauben vnd erkentntß deß Sons Gottce/vnd ein vollkomen Mann werden/ M die Epheser, mi.lLap. zzz werden/der da sey in der mässe deß vollkommenen alters Khristi. Auff daß wir nicht mehr Kinder seyen/vnd vns wegen vnd wiegen lassen von allerley Wind der Lehre/ durchdschalckheit der Menschen vn teuscherey/damit sie vns erschleichen zu verführen. r» v Lasset vns aber rechtschaffen seyn in der Liebe/vnd wachsen in allen stücken/an Christus den/der das Haupt isi/Khristus/auß welchem der gantze Leib zusammen gefüget/vnd Las Haupt. Glied am andern hanget/ durch alle gclenckc/ dadurch eins dem andern handrct- vm?/ chung thut/nach dem wcrck eines jeglichen glicdes/in seiner maffe/vnd macht/daß der l!hrefü!geÄ."^^ Lelb wcchset zu sein selbs befferung/vnd das alles rn der Liebe. sage lch nun / vnd zeuge in dem HERRN / daß jr nicht mehr wandelt wie die o^anderu Heyden wandeln/in der eitelkeit-res sinnes/welcher verstandt verfin¬ stert ist / vnd find entfrembdet von dem Leben / das auß Gott ist/ durch die vnwissen- hcit/so m inen ist/durch die blindheit jres hersten/welche ruchloß find/vnd ergeben sich der vnzucht / vnd treiben allerley vnremigkeit / sampt dem Geist. Zr aber habt Khri- stum nicht also gclehrnet/so jr anderß von im gehöret habt/vnd injm gelehretseyt/wie in Zhesu ein rechtschaffen wcscn ist. Muwer So leget nun von euch ab/ nach dem vorigen wandel/ den alten Menschen / der -E durch lüste mrirrthum sich verderbet. Erneuwcrt euch aber im Geist euwers gcmüts/ - 4 Mh ziehet den neuwen Menschen an/der nach Gott geschaffen ist/in rechtschaffener gerechtigkeit vnd heyligkeit. Darumb leget die lügen ab/vn redet die warhert / ein jeg¬ licher mit silnem Mhesten/sintemal wir vnternander Glieder sind. Zürnet vnd sün¬ diget nicht/Lasset die Sonne nicht vber euwerm zorn vntergehen. Gebet auch nicht raum dem Lesterer. Wer gestolen hat der stäle nicht mehr / sondern arbeite vnd schaffe mit den henden etwas gues/Auff daß er habe zu geben dem dürffttgen. Laßet kein faul geschwetz auß euwerem munde gehen/sondern was nützlich zur bessmmg ist/da es not thut/daß es holdselig sey zu hören. Vnd betrübet nicht den hey- ligeu Geist Gottes/damit jr versigelt seyt auff den tag der Erlösung. Alle bitterkeit vnd grim/vnd zorn/vnd gcschrey/vnd lesterung/sey ferrne von euch/ sampt aller boß- heit. Scyt aber vnternander freundtlich/hertzlich/vnd vergebet einer dem andern/ gleich wie Gott euch vergeben hat in Shristm v. Lap. Vermattung daß man sich fär allen lästern vnd lel'chtfertigkekt bäten / vnd in aller frömb- kett leben solle. Vom gel)e«mniß dec Vermahlung Lhrrstt mit seiner Rrrchen/wle dteseldtge »m Eheständefürgebrlder / vnd wle sich Mann vnd werb gegen emander halten sollen. O ftyt nun Gottes Nachfolger / als die lieben Kinder/ vnd wandelt in der Liebe / gleich wie Khristus vns hat geltebet/ vnd MH selbs dargegcben für vns/zur Gabe vnd Opffer/Gott zu einem süssen geruch. Hurerei) aber vnd alle vnremigkeit oder Gertz lasset nit von euch gejagt werden/wis den Heyligen zustehet/auch schand¬ bare wort vnd uarrentheiding/over schertz/welche euch nicht ziemen/sondern ml mehr Dancksagung. Denn das solt jr wiffen/daß kein Hurer oder vnreiner/oder geistiger/ (welcher ist em Götzendiener)erbe hat an dem Reich Khristi vnd Gottes. Lasset euch niemand verführen mit vergeblichen worten/Denn vmb dieser willen kompt der zorn Gottes ober die Kinder deß vnglaubens. Darumb scyt nicht jre Mitgenoffen/ Denn jr wäret weiland Finsterniß/nun aber scytjr ein Liecht in dem HERRN. frucht Wandelt wie die Kinder deß Liechtes. Die frucht deß Geistes ist allerley gütig- deßGetstks. Eeit vnd gerechtigkeit vnd warheit. Vnd prüfet was da sey wolgefellig dem HER¬ REN. Vnd habt nicht gemeinschafft mit den vnfruchtbarn wercken der Finstcrniß/ straffet sie aber viel mehr/Denn was heimlich von jnen geschicht / das ist auch schend- lich zu sagen. Das alles aber wtrdt offenbar / Wenns vom Liecht gestrafft wirdt/ Denn Mle Wsicl v. Lap. Denn alles was offenbar wirt/das ist liecht. Darumb spricht er: Wache auff/ der du Iesa,e schleffcst/vnd stehe auffvon den todtcn/ so wirt dich §hristus erleuchten. Lss M" O sehet nun zu/wie jr sürsichtiglich wandclt/nicht als die vnwcism/ sondern als (BLse;«t)Esbt- (Wsjewelsen/Vud schicket euch in die zeit/Denn cs ist "böse zett. Darumb werdet L geznmem?Chnftm nicht vnverstendig/sondern verstcndig/wusdajey dcßHERRN Wille. Vndfauffet euch nit voll Weins/darauß ein vnordig wesen folgct/Sondern werdet voll Geists/ N-r vnd redet vntcrnandcr von Psalmen vnd Lobsängcn/ vnd Geistlichen Liedern. Sim w>-n^gefangEr get vnd spielet dem HERRN in euwercm hertzcn/vndsaget danck allezeit für alles/ dttzm g7c'ch stalen/ Gott vnd dem Vattcr/in dem namen vnscrsHERRN HesuKhristi. Vndseytvnter w!r Un m?ß >mt einander vnderthan/in der furcht Gottes. sprLk Weiber scycn vnderthan jren Männern als dem HERREN. Denn der Vim r«r remxorir. ^^^Munn ist dcß Weibs Haupt/ Gleich wie auch Ahristus das ^)aupt ist der Ges Lhelkiit«,. c Vnor^g) Wie meine/vnd er ist seines Leibs Heyland. Aber wie nun die Gemeine ist Shristo vnder, LwL^Lde/ than/also auch die Werber jren Männcrn/in allen dingen. Männer/liebet euwere Weiber/glcich wie Khristus gclicbet hat die Gemeine/ gczogr flnd/mtt wor. sich für sie gegeben/Auffdaß er sie Hcyliget/Vnd hat sie gereiniget durch L/ÄWch-n- das Wafferbad im wort / Auffdaß er sie jm selbs darftellct eine Gemeine/ die herrlich sey/dte nicht hab einen Flecken oder runtzel/oder dcß ctwas/sondern daß sie heylig scy vndvnsträfflich. Also sollen auch die Männer jreWeiber lieben/als jre eigene Leibe. Wersein Weib liebet/der liebet sich selbs. Derrn niemand hat jemals sein eigen fleisch gehastet/ sondern er «ehret es/vnd pfleget sein. Gleich wie auch der HERR die Gemeine/Denn e wir sind glieder seines Leibs / von seinem Fleisch vnd von seinem Gebeine. Vmb deß ». willen wirt ein Mensch verlassen Vatter vnd Mutter/ vnd seinem Weibe anhangen/ h«ißt ME- vnd werden zwey ein Fleisch seyn. Das * Gcheimniß ist groß/Ich sage aber von Khri- am tmq"da7 doch sto vnd der Gemeine. Doch auch jr/ ja ein jeglicher/ hab lieb sein Weib/ als sich selbs/ LÄLV Das Wcibaberfürchte dcnMann. VI. Qp. wie die Rinder den Eltern gehorsam seyn/die Eltern die Rinder erziehen / die Unechte gs> gen den Herrn/vn die Herrn sich gegen den Unechte» halte» sotten. Die Geistliche Rüstung zum streit wider die läster. WWW R Kinder/styt gehorsam cuwern Clttrn/m dem HER z REN/Denn ras ist billich. Ehre Patter vnd Mutter/ das ist das er- Kinder stc Gebote das Verheissung hat/ Auffdaß dir» wolgchc/vnd lange le- se alle»/ was Ehrt. v.ffautz El den. Dnd ir Vättcr reihet euwere Kinder nicht zu zorn/Sendcrn Zie- DcrM hct sic auffm der zücht vnd vcrmanung zu dem HERRN. ^iRKnechtcseytgcho:samcuwcrnlciblichmHcrrn^mitfurchtvndzittem/inem. Der L^fcltigkcit cuwcrs hcrtzcn / als Khristo/ Nicht mit dienst allein für augcn/als den Meuschcn zu gcfallcn/sondcrn als die Knechte Khrtsti. Daß ir solchen willen Gottes khnt von hcrizen/mik gutem willen. Lasset euch dünckcn/dass ir deni HERRN dienet/ vnd nicht den Menschcn/vnd wiffct was ein jeglicher gutes khun wirt/das wirt er von dem HERRN cmpfahcn/cr scy ein Kuccht oder ein Frcyer. Vnd jr Herrn thut auch dassclbigc gegen incn/vnd lasset das dräuwcn /vnd wlsi DerHr sct daß auch cuwcr HERR im Himmel ist/vnd ist bcy jm kein anschcn der Person. letzt/meine Brüdcr/scyt starck in dem HERRN/vnd in der macht seiner sterckc. Derma, -A^tehct an dm Harnisch Gottes/daß jr bestehen kündtgcgcn die listigen anläuffYL dcp Teuffcls. Denn wir haben nicht mit Fleisch vnd Blut zu kempffen / Som »'«> dem mit Fürsten vnd Gewaltigen/nemlich/ mit den Herrn der Welt / die in der Fin< ücrniß dieser Welt herrschen/mit den bösen Geistern vnter dem Himmel. Dmbdeß willen/ tz.ynstus VN seine ge¬ meine eine Geheim. ,iiff/ cm groß heutig VerborgendMg/das manqlättsirnvndmt scyenkan. Eswirvt cHer durch Man vn andteLphcscr. vi.Lap. z;6 Witten / so ergreifst den Harnisch Gottes/ auff daß jr/ wcnll das bose stkmdlitt kowpt/ widerstand thuu/vud alles wol außrichten/vnd das feld behalten möget. So stehet nun / vmbgürtet euwere Lenden mit warheit/ Md angezogcn mit dem ChnstmHar- Krebs der Gerechtigkeit/vnd an Beinen gcstlffelt/als fertig zu "treibeu das Euange- Äas ist/predigen/ E' lium deß friedes / damit jr bereitet seyet. Vor allen dingerr aber ergreifst den Scbildt §7" was "um deß Glaubens/mrt welchem jr außleschcn kündt alle feuwrige pfeil deß Bösewichtes. E-Mo gehöret. Vnd nemlnet den Helm deß heyls/vnd das Schwert deß Geistes/ welchs ist das wort Gottes. Vnd betet stäts in allem anligcn mit bitten vnd flehen/im Geist/ vnd wachet dazu mit allem anhalten vnd flehcn/für alle Heyligen/vnd für mich/ auffdaß mir ge¬ geben werde das wort/mit freydigem auffthun meines mundes/daß ich möge kundt machen das Geheimniß deß Euangelij/wclches Botte ich bin in der Ketten/ auff daß ich darinnen fteydig handeln moge/vnd reden wie sichs gebürt. FMVff daß aber jr auch wisset/wie csvmb mich stehet/vnd was ich schaffe/Wirts Aß euch alles kund thunTychicus/mein lieber Bruder vnd getreuwer Dienerin D)chLcuS. dein HERRN/welchen ich gesandt habe zu euch/vmb deffelbigen willen/ daß jr erfah¬ ret wie es vmb mich stehet/ Vnd daß er euwere hertzen tröste. Fride scy den Brüdern/ vnd liebe mit Glaubcn/von Gott dem Vatter / vnd dem HERRN Hcsu Khristo. Gnade fty mit allen / die da lieb haben vnsern HERRN Zhesum Khrist vuverrückt/ Amen. Geschrieben von Rom/an die Epheser/durch Tychicum. Vorrede auff die Lpistcl H. Pault/andrePhtltpper. dieser Epistel lobet vnd ermanct S. Paulus die Philipper/daß sie bleiben vnd fortfahren sollen im rechten Glauben/vndzunemmen in der Liebe. Dieweil aber dem Glauben allezeit schaden thun die falschen Apostel vnd Wcrcklehrer/warnek er sie für den selbigen. Vnd zeiget jnen mancher- ley A-rediger/etliche gute/etliche böse/auch sich selbs vnd seine Jünger/ Limotheum vnd Epaphroditum. Daskhut er im i.vnd 2. Capikel. 1.11, Im z. verwirfst er die Glaublose vnd Menschliche Gerechtigkeit/so III. durch die falschen Apostel gelehrek vnd gehalten wirk. Setzt sich selbs zum Exempel/ der in solcher Gerechtigkeit herrlich gelebthabe/vnd doch nun nichts davon halke/vmb Chri¬ stus Gerechtigkeit willen/Denn jene macht nur den Bauch zum Gott/vnd Feinde deß Creußs Christi. Im4.mnanek er sie zum Incde vnd gutem eusserlichen wandel gegen einander.Vnddanckek rill- jnen für jr Gc schenek/das sie jm gesandt haben. Die 1 MAMH.Pauli andiephilipper. l.Lap. Dmothcus. W Der Apostel dänckc Gott/daß dte phülpper zum EüangeUo kommen/mst vermeldung/wte es,mgehe/vndvsßetllchedas Euangelmm zu Rom nicht auß reinem heryen predigen/was , man seinem leben ode^sterben gelegen/vnvdtrß die philipperbex dem Euangelio wider alle Mulus md Timotheus/- Knechte Mesu Christ-. AllenHcyligen in Khristo HefuzuPhilippw/sampt den Bischoffen vnd Dienern. Gnade scy mit euch vnd Fride von Gott vnserm Vat- , ter/vnd dem HERRN Hesu Khristo. Räħ^^EeinemGott/soofft tcheuwergedmcke I^(welchesichallezeitthue/inalle meinem Gebettfür s«. * euch alle / vnd thue das Gebcer mir freuden) vbcr euwer Gemeinschafft am Erränge- lio/vom ersten tage an bißher/Vnd bindesselbigen inguter Zuversicht/daß/der in euch angcfangen hat das gute werck/der Wirts auch Vollführen / biß an den tag Hesu Khristi/Me cs denn mir billich ist/daß ich dermassen von euch allen halte/darumb daß ich euch in meinem hertzen habe/ in diesem meinem gcfengkniß/dartnn ich das E- uangelium verantworte vnd bekrefftige/als die jr alle mit mir der gnade theilhaff- tigseyk. Denn Gott ist mein Zeuge/wie mich nach euch allen verlangt von hertzen gründ v in Hesu Khristo. Vnd daselbst vmb bete ich/daß euwere liebe sc mehr vnd mehr reich werde/ in allerley erkenntniß vnd crfahrung/ daß jr prüfen möget/ was das beste scy/ auffdaß jr seyt lauter vn vnanstsfflg biß auffdm tag Khristi/erfüllet mit flüchten der gercchtigkett/die durch Ihesum Khristum geschehen(in euch) zu ehre vnd lobe Gottes, djöhlaffe euch aber wissen/lieben Brüder/daß/wie esvmbmichstchet/dasist ^Auur mehr zur förderung deß Euangelij gerahtcn/ also/ daß meine Band effen- barwordensind in Khristo/in dem gantzcn Richthause/vnd bey den andern allen/ vnd vi! Brüder in dem HERRN auß meinen Banden Zuversicht gewonnen / deste dürftiger worden sind/das wort zu reden on fchcuw.Etliche zwar predigen Khristum/ auchvmbhaffzvnd Haders willen.Etliche aberauß gutermeinung. Hneverkündi- -rlcyp^ gen Khristum auß zanck/ vnd nicht lauter. Denn sie meincn/sie wollen ein trübfal zu s«' wendenmeinen Banden/Diese aber auß liebe/denn sie wissen daß ich zur Verant¬ wortung deß Euangelij hie lige. Was ist jm aber denn? daß nur Khristus verkündiget werde allerley weise / es ge¬ schehe zufallens/oder rechter weise/so freuwe ich mich dochdarinne/ vnd wtl mich auch freuwcn.Dentt ich weiß/daß mir daffclbige gelinget zur scligkeit/durch euwer Gebet/ vnd durch Handreichung deß Geists Hesu Shristi/wie ich endtlich warte vnd hoffe daß ich in keinerlcy stück zu schände werde/sondern daß mit aller freydigkett/gleich wie sonst allzeit/also auch jetzt/ Khristus hoch gepreiset werde an meinem Letb/es scy.durch leben oder durch tod/Denn Khristus ist mein lebcn/vnd sterben ist mein gewtn. Sintemal aber im Fleisch leben/ dienet mehr frucht zu schaffen/ so weiß ich nicht/ welche ich erwelen sol/ Denn cs ligt mir beydes hart an/ Zch hab tust abzuschelden/ vn bey Khristo zu seyn/welchs auch vtl besser wcre/ Aber cs ist nötlicher im fleisch bleiben/ vmb euweren willen. Vnd in guter Zuversicht weiß ich/ daß ich bleiben/ vnd bey euch alten seyn werde/euch zurförderung vndzur freude deß Glaubens/Auff daßjreuch sehr rühmen möget in Khristo Hesu an mir/durch meine zukunfft wider zu euch. Wandelt andtcWliipper. ll.Lip. Wandelt nur wirdiglich dem Euangelio Christi / auff daß / ob ich körne vnd sehe euch/oder abwesend von euch höre / daß jr stehet in einem Geist vnd einer Seele / vnd sampt vns kempffet für den Glauben deß Evangelij. Vnd euch in keinem weg erschre¬ cken lastet von dm Widersachern/welche ist ein anzcigen inender verdamniß/euch aber der scltgkeit/vnd daffclbige von Gott. Denn euch ist gcgeben/vmb Christus wil- len zu thun / daß jr nicht allein an jn glaubet / sondern auch vmb seinen willen leidet/ vnd habt dmsclbigm Kampff/ welchen jr an nur gesehen habt/ vn nun von mir höret. Z57 11. Lap. Vsrmaimngrurll'ebe'el'mttkLtt/deniut/vndgehor-am/iiachdem EpempelLhrrstl.Vonder ;rik»nffr Ttmorhet zu den phltlppern/vnd wre Epaphrodrrus kranck gewesen. MMMSt denn bcy euch crmanung in Khnsto/ist tröst der Verma- liebe/ist gerneüstchafft deß Geistes/ist hertzlicbe liebe vnd barmhcr- !!->dc.Ä^ eWUMiE tzigkeyt/so erfüllet mcme srcude/daß jr eines sinnes seyt/gleiche liebe WWWU habt/einmütig vnd einhellig seyt/nichts thut durch zanck odereykel ehre / sondern durch demut achtet euch vnteruandcr cmer den andern höher denn sich selbs/ vnd ein jeglicher sehe nicht auff das seine / sondern auff das deß andern ist. Ein jeglicher sey gesinnct / wie Asus Christus auch war / welcher / ob er wol in Göttlicher gestalt war/hielt ersnicht für ein Raub Gott gleich seyn /sondern custert sich selbs/ vnd uam Knechts gestalt an/ ward gleich wie ein ander Mensch/ vnd ar? ge¬ li erden als ein Mensch erfunden/Ernrdrigct sich selbs/vnd ward gehorsam biß zum tode/ja zum tode am Kreutz. Darumb hat jn auch Gott erhöhet/vnd hatjm einen Nainen gegeben / der ober alle Namen ist / daß in dem Namen Asu sich beugen sol¬ len alle der knie/ die im Himmel vnd auff Erden / vnd vnter der Erden sind / vnd alle Zungen bekennen sollen/daß Asus Christus der HERR sey/zur Ehre Gottes deß Vatters. AsLso/ meine Liebesten/wie jr alle zeit ftyt gehorsam gewcsen/nicht allein in meiner Asgcgcnwcttigkett/sondern auch nun vü mehr m meinem abwescn / schaffet / daß jr selig werdet mit furcht vnd zittern. Denn Gort rsts/der in euch Mrckct/beyde/" das « wollen vnd das vollbringm/nach seinem wolgefallen. gAKÄnnwÄ Thut allesonmurmelung/vndonzwerffel/auffdaß jrseytontadel/vndlau- L ter / vnd Gottes Kmvcr/ vnftrafflich / mitten vnter dem vnschlachtigem vnd verkehr- (SnzweiffeyDaß tcm Geschlecht/vuter welche»! jr scheinet als die Liechter in der welL/damir/Daß jr Hal- d»G«tm v,d-77deÄvs tndemBuchdeßLebens. SLLW Freuwet euch in dem HERRN alle Wege / vnd abermal sage ich / Freuwet euch. Nm7yn«dN Emver lindigkcit lastet kund seyn allen Meusche.Der HERR ist nahe.Sorget nichts/ n-mestcuB.schvffiu sondern in allen dingen lastet euwer bitte im Gebe« vnd flehen mit dancksagung für Gott kund werden. Vnd der friede Gottes/ welcher höher ist denn alle vcrnunffk/be- wahre cuwere hertzen vnd sinne in Khristo Zhesu. Wciter/lieben Brüder/was warhafftig ist/was chrbar/was gcrecht/was keusch/ was lieblich/was wo! lautet/ Ist etwa eine tugend/ist etwa ein lsb/dem dcncket nach/ welches jr auch gelehrnet vnd empfangen / vnd gehöret vnd gesehen habt an mir/ das thut/so wirt der HERR deß friedes mit euch seyn. Danck- §oTöh bin aber höchlich erfreuwetin dem HERRN/daßjrwider wacker worden bsung. ^^seyt für mich zu sorgen / wiewol jr allwege gesorget habt / aber die zeit hats nicht wollen leiden. Nicht sage ich das deß mangels halben / denn ich habe gelehrnet / bey o welchem ich bin/mirgnügen lasten. Ich kan nidrig seyn / vnd kan hoch seyn / Ich bin mallen dingen vnd bey allen geschickt/beyde satt seyn vnd hungern/beydevbrig ha¬ ben vnd mangel leiden. Zch vermag alles/ durch den/der mich mächtig macht/ Khri- stus» Doch jr habt wol gethan/ daß jr euch meines trübsals angenommen habt. Zr aber von Philippen wissck/daß von anfang deß Euangelij/ da ich außzog auß Maccdonia/kcine Gemeine mit mir getheylet hat/nach Verrechnung deraußgab vnd eynnam/dcn jr alleine.Denn gen Theffalontch sandtet jr zu meiner notturfft ein mal/ vnd darnach aber ein mal / Nicht daß ich das Gcschäncke suche / sondern ich suche die frucht / daß sie vberfiüffig in euwer rechnung sey / denn ich habe alles / vnd habe vber- flüffig. Zch bin erfüllet/ da ich empfieng durch Epaphroditum / daß von euch kam ein Epaphro- süffer Geruch / ein airgenem Dpffer / Gott gesellig. Mein Gott aber erfülle alle eu- were notturfft nach seinem Reichthumb/in der Herrligkeyt in Khristo Zhesu. Dem Gott aber vnd vnserm Vatter/ sey ehre von ewigkeyt zu ewigkeyt/ Amen. Grüffet alle Heyligen in Khristo Zhesu. Es grüffen euch die Brüder/ die bey mir sind. Es grüffen euch alle Hcyligen/sonderlich aber die von deß Keysers Hause. Die Gnade vnsers HER¬ REN Zhesu Khristi sey mit euch allen/Amen. Geschrieben von Rom/durch Epaphro¬ ditum. Qo ij Vorrede Vorrede «mff die Wstkl H. Pauli an die Kolosser. Leich wie die Epistel an die Galater sieh artet vnd ge> rahten ist nach der Epistel an die Römer/ vn eben dasselbige mitkcrr- ßem begnfffassct/daß die an die Römer weiter vnd reicher außfühm/ Also artet sich Cesran dieColosiernachder an die Ephcftr/vnd fajsetauch mitkuryem bcgriffdcn- selbigen innhalk. Auffe erste / lobet vnd wünschet der Apostel den Colossern /daß sie im Glau, den vlclvm vnd zuneükn/vnd streichet auß was das Euangelrum vndder Glaub sey/ncmlich ein weiß- heit die Christum einen HERRN vnd Gott erkenne /für vns gecrcutzigct/ Die von der Weither ver- I. borgen/vnd nun durch sein Ampt herfür bracht sey. Das ist das erst Capikel. 11. Im r.Capitel warnet er sie für Menschen lehren/die alle zeit dem Glauben entgegen sind/vnd ma¬ let dicseibigen also eben abe/als sie niergend in der Schriffk abgemahler sind/ vnd tadelt sie meisterlich. Hl- Imz- ermanet er sie/daß sie im lautern Glauben fruchtbar scyen/mit allcrley guten Wercke» gegeneinander. Vnd beschreibt allerley Ständen jr eygenwerck. Uli. Im4befihletersichinjr Gebckt/vnd grüsiet vnd stercket sie. Aie-CpistciH.M!ian dte Kolosser. I. Lap. Der Apostel dancke vnd bitt Gott de« Le losier hslbett/mtr sttretgunA/ w/rs wir am HERRP? Lhrrsto habemwer er sex/vnd rvte ervns versöhne. Vom Leiden vnd predtgampr pault. Nuluscm Apostel We-> sit Khnstt/durch dm willen Gottes'/vnd Bruder Timotheus. Brno- Den Hcyligcn zu §oloffen/vn den gläubigen Brü th-"-- dcrninKhristo. Gnade sey mit euch / vnd Friede von Gott vnscrm Vatter/ vnd dem HERRN Hcsu Khristo. Wir dancken Gott vn dem Vatter vnscrs HERRN Hesu Khristi Md beten alte zeit für euch /nach dem wir gehöret haben von euwerem Glauben an Zhristum Hesum/vn von der liebe zu allen Heyligen/vmb der Hoffnung willcn/die euch beygclcgt istim Himmel / von welcher jr zuvor gehöret habt durch das wort der warheit im Euangelio/ das zu euch komm ist / wie auch in alle Welt / vnd ist fruchtbar/wic auch in cuch/von dem tage an da jrs gehöret habt/vnd erkannt die gna- Lpaphra. de Gottes in der warheit/wic jr den gclchrnet habt von Epaphra/vnserm lieben Mit- bicner/wclchcr ist ein trcuwer Diener Khristi/ für euch / der vns auch eröffnet hat cu- werc liebe un Geist. Dcrhalben auch wir / von dem tage an / da wirs gehöret haben / hören wir nicht k aufffür euch zu beten/vn bitten/ daß jr erfüllet werdet mit erkentniß seines willcns/in Was allcrley Geistlicher weißheit vnd verstandt/ daß jrwandelt wirsiglich dem HERRN/ zu allem gcfallen/vnd fruchtbar scyt in allen guten wercken/vnd wachset in der crkcnt- befty. mß Gottes / vnd gesterckt werdet mit aller krafft/ nach seiner herrlichen macht / in al¬ ler gedult vnd langmütigkcit/mit freuden. Vnd dancksagct de.u Vacrcr/der vns tüch¬ tig gemacht hat zcr dem Erbthcrl derHcyligenim liecht. Welcher vlw errettet hat von der Oberkcit der Finsterniß/vnd hat vns versetzt in das andleLslosser. II. Lap. 359 das Reich seines lieben Sons/ an welchem wir haben die Erlösung/ durch sein Blut/ Wer Khrt- nemlich/ die Vergebung der Sünde. Welcher ist das Ebenbild deß unsichtbaren Got- ^s-y- tes/ der Erstgeborner vor allen Kreaturen / denn durch in ist alles geschaffen / das im Himel vnd auffErden ist/das sichtbare vnd vusichtbare/beyde die Thronen vn Hcrr- schaffteu/vnd Fürstenrhumen/vud Qberkettm/ es ist alles durch jn vnd ZU im gcschaf- fcn/vnd er ist vor allen / vnd es bestehet alles in im. Vnd er ist das Haupt deß Leibs/nemlich/der Gemeine/welcher ist der anfang vnd der Erstgeborner von Den eodttn / auff daß er in allen dingen den fürgang habe. Denn cs ist das wslgcfallen gewesm/daß in im alle fülle wohnen solte/ vn alles durch in versühnet würde zu im selbs / es scy auff Erden oder im Himmel / damit daß er frie¬ de macheke durch das Blut an seinem Kreutz/ durch sich selbs. e Vnd euch/die ir weiland frcmbde vnd Feinde waret/durch die vernunfft in bösen wcrcken/ nun aber hat er euch versühnet mit dem Leibe seines Fleisches/ durch den tod/ Auffdaß er euch Darstellet heylig/vnD vnstrafflrch/ vnd en tadel für im selbs / so ir an¬ derst bleibet im Glauben / gegründet vnd feste vnd unbeweglich von der Hoffnung deß Euangclii/welchs ir gehöret habt/welchs gepredigt ist vnter alle Kreatur die vnttr dem Himmel ist / welches ich Paulus Diener worden bin. S. Pau- Us^Vn freuwe ich mich in meinem leiden/ daß ich für euch leide/ vn erstatte an mei- it Ampr. ^H^ncm fleische was noch mangelt an trübsaln in Khristo / für seinen Leib / welcher ist drc Gemeine/welcher ich em Diener worden bin/nach dem Göttlichen Predig- ampt/das mir gegeben ist vnter euch/ daß ich das Wort Gottes reichlich predigen sol/ mmlich/das gehemmiß/das verbergen gewesen ist von der Welt her/ vnd von den Zei¬ ten her/ Nun aber offenbart ist feinen Heyligcn/ welchen Gott gcwolt hat kund thun/ welcher da scy der herrliche Reichthumb dieses geheimmß vnttr den Heyden (welches ist Khristus in euch) der da ist die Hoffnung der herrttgkeyt/ den wir verkündigen / vnd vermancn alle Mmschen/vnd lehren alle Menschen mit aller weißhcyt/ auff daß wir -arstellen einen ieglichen Menschen Vollkommen in Khristo Aesu/ daran ich auch ar¬ beite vnd ringe/nach der wirckung/deß/ der m mir krefftiglich wircket. War- O »mnqfär mm- schm lehre. 11. Lap. ps»l«s sorgstfüedke Lokosisr / ermant fte;uc belrändrgkelt /daß sie durch zierlich geschwätz/ oder Menschliche vernunssc der f-üsche» Lehrer/stchmchr verführe»/v»v -re Gewrssen durch Menschen Ssyrmge nicht sollen binde» lassen. SH lasse euch aber wissen / welch einen kampff ich haße vmb euch/vnd vmb die zu Laodicca/vndalle die meine Personmr M Fleisch nit gesehen haben / auff daß -re hertzen ermaner vnd Zusamen gefaffct werden in der liebe / zu allem Reichthumb deß gewissen Ver¬ standes/ zu erkennen das geheimmß Gottes / vnd deß Vatters / vnd Kyristi/m welchem verborgen ligcn alle Schätze der weißheyt vnd der erkcnntmß. sage aber davon / daß euch niemand bekriege mit vernünfftigen "reden. ob ich wol nach dem fleisch nicht da bin / so bin ich aber im Geist bey euch/ verumM ge.mß vn fteuwe mich/vnd sehe euwere ordnung/vndeuwerenfesten Glauben an Khristum. rcvouw!^^^ Wie ir nun angenommen habt den HERRN Khristum Zhcsum/so wandelt in jm/ vnd seyt gewurtzelt vnd gebauwet in jm/vnd seyt fest im Glauben/wie ir gelchret seyt/ vnd seyt in demselbigen reichllch danckbar. Sehet zu/daß euch niemand beraube durch die Philosophia vn ° lose Verführung s nach der Menschen lehre/vn nach der Welt satzungm/vnd nicht nach Khristo. Denn O." in im wohnet die gantze fülle der Gottheyt leibhafftig/vn ir seyt" vollkomen in im/wcl- (voliko^en)Das chcr ist das Haupt aller Fürstenthumb vnd Oberkcyt / in welchem ir auch beschnitten feyt/mit der Beschneidung on Hände/ durch ablegung deß sündlichen leibcs im fleisch/ u^s" Oo iij nemlch/E^»- nemllch/nrtt der Beschneidung Khristt/ in dem/ daß jr mit im begraben scyt durch die Tauffe/ in welchem ir auch seyt aufferstanden durch den Glauben / den Gott wircket/ ^welcher in aufferwcckt hat von den todten. Vnd hat euch auch mit im lebendig ge¬ macht / da ir tod wäret in den Sünden / vnd in der Vorhaut euwers Fleisches. Vnd » e^»dsch«ffr) hatvnsgcschencktalleSünde/vndaußgetilgetdie^andschrifftsowidervnswar/ welche durch satzung entstund / vnd vns entgegen war / vnd hat sie auß dem mittel ge¬ gen Gcw,ssett damtt than/vnd an das Kreutz gehefftet / vnd hat außgezogen die Fürstenthumb vnd die gc- HanArGvb-nm walrlgcn/vnd sie schauw getragen öffentlich / vnd einen Triumph außinen gemacht/ get w-rdcu/wckrdas ^mh sich) silbS. offenbamdanm w,r lastet nun niemand euch Gewissen machen vber speise/ oder vber tranck/oder Niben haL/ A! O^vber bestimptcn Feyertagen /oder Neuwmonden / oder Sabbather / welche ist v!.s?HL-m 2 der schatten von dem das zukünfftig war / aber der Körper selbe ist in Khristo / Lasset v"d ^"bttänch ^rch niemand das ziel verrücken / der nach eygener wähl cynher gehet / in demut vnd dc» T-nM Mit der geffckchkeyt der Engel / beß er nie keines gesehen hat / vnd ist on fache auffgeblascn in seinem fleischlichen sinn / vnd Helt sich nicht an dem Haupt /auß welchem der gantze Leib durch gelenck vnd fugen Handreichung cmpfchet/vnd an einander sich entßelt/ vnd also wächßtzur Göttlichen grosse. So jr denn nun abgestorben seyt mit Khristo den Satzungen der Welt/was las¬ set jr euch denn fangen mit Satzungen/ als lcbetet jr noch in der Welt k (die da sagen) Du solt das nicht angreiffen / Du solt das nicht kosten / Du selt das nicht anrühren/ welche sich dochallcsvnter Händen verzehrct/vud ist Menschen Gcbott vnd Lehre/ welche haben einen schein der weißheit/durch sclbcrwchlcte Geistligkeyt vnd Demut/ (Ehre )^Gott Wil vnd dadurch / daß sie deß Leibs Nit verschonen / vnd dem fleisch Nit seine ' ehre thun zu L->, Lrib gechret ha-sejst-x NNttMstt. ben/dasist/cr sol> ciir futter/kicidcr/rc. zur notcurfft haben/vnd nicmttvnträgllchem fasten/arbeit/odcr vn müglichcrkcuschheit/ Verderbtwerde/wie der Mensche« Lehrt thun. Ermanung ru emem nevwen Leben / vnd allen guten tugenden. wie sich Mäaner/Werber/ ^rnderElteru/Herrn vnv Anechte/feveL ln seinem stände/gegen dein andern recht halten sol. . Ept jr nun mit Lbrrsto aufferstanden / so suchet was ) drobm ist/ daKhristus ist/sitzend zu der Rechten Gottes. Trachtet Don den nach dem das droben ist/ nicht nach dem das auffErden ist. Denn jr seyt gestorben / vnd euwcr Leben ist verborgen mit Khristo/in Gott. Wenn aber Khristus/euwerLcben/sich offenbaren wirt/den werdet jr auch offenbar werden mit jm in der Herrligkcyt. EOtödtctnuneuwreglicder/die auffErden sind/Hurcrey/vnreinigkcyr/schänd- c^Aliche brunst/böse lust/vnd den geitz (welcher ist Abgötterei)) vmb welcher willen kompt der zorn Gottes vber die Kinder deß vnglaubens / in welchen auch jr wcyland gewandelt habt/da jr drinnen lebetet. Nun aber leget alles ab von euch/den zorn/ grlm/boßhcyt/lästerung/schandbarewortaußeuwremmunde/liegetnitvuternan- der. Itehct den alten Menschen mit seinen Werckcn auß / vnd ziehet den ncuwcn an/ Alter der da verncuwert wirt zu der erkcnntntß/ nach dem Ebcnbilde dcß/der jn geschaffen Me'2" Hat/Da nit ist Grieche/Züde/ Beschneidung/Vorhaut/Vngrieche/ Schyra/knccht/ Frcyer/sondcrn alles vnd in allen Khristus. ziehet nun an / als die außcrwchleten Gottes Heyligcn vnd Geliebten/ hertz- (Regstr?)Das ist/ (Mlichö crbarmcn/freundltgkcit/demut/sanfftmut/gedttlt/vnd vertrage einer dem AL Eh' andern/vn vergebet euch vnternandcr/so jemand klage hat wider den andern/ Gleich wie Khristus euch vergeben hat/also auch jr. Vber alles aber ziehet an die Liebe/die ü Eo!!trm'm M volrkonlcnhcit/ vnd der friede Gottes" regiere in cuwcrn hertzcn/ Zsj welchem jr auch btruffen seyt/ rn einem lerbe / vnd scyt danckbar. das wort Khristi vnter euch reichlich wohnen in aller wetßhcyt. Lehret vnd vermanet andteLolosser. im.Lap. z6° VermaneL euch ftlbs mit Psalmen vnd Lobsängen/vnd geistlichen lieblichen ° Liedern/ » vnd singet dem HERRN in euwerem hertzen. Vud alles was jr thut mit Worten vnd NrsstWÄI miewercken/das thut alles in dem Namen deß HERRN Hesu/vnd dancktt Gott vnv dem Vatter km'rch in. ^oTR Weiber seyt vnterthan euwern Männern in dem HERRN/wie sichs gebürt. Manner liebet euwere Weiber/ vnd seyt nicht bitter gegen sic/Ir Kinder seyt gehorsam den Eltern in allen dingen/denn das ist dem HERRN gesellig. Ir Dätter/ erbittert euwere Kinder nicht/ auff daß sic nicht scheuw werden. ^^R Knechte seyt gehorsam in allen dingen euweren leiblichen Herrn/nicht mit ZW dienst für auge/als den Menschen zu gefallen/ sondern urit einfeltigkeyt deß her- o^otzen / vnd mit Gottes furcht. Alles was ir thut / das thue von hertzen / als dem HERRN/vnd nicht den Menschen. Vnd wisset/ daß ir von dem HERRN empfahen werdet die Vergeltung deß Erbes/denn ir dienet dem HERRN Khrifto.Werabcrvn- recht thut/der wirdt empfahen was er vnrechtgethan hat/vnd gilt kein ansehen der Person. Ir Herrn /was recht vnd gleich ist / das beweiset den Knechten / vnd wisset/ daß ir auch einen HERRN im Himmel habt. mi.Lap. Daßttiankm Gebettirttwegs» mirdancksagung «»halten/ vnv sinek för deu andern bitten sol. Errehlung der Grösse. Met an am Gebet! / vnd wachet in demsclötgen mit Gtbett. dancksagung/vnd betet zuglcich auch für vno/auff daß Gott vns die chür deß worto auffchuc / zu reden das gcheimniß Khristi/ darumb kWUNM ich auch gebunden bin / auff daß ich daffelbtze offenbare / wie ichsol reden. Wandelt weißlich gegen die draussen sind/vnd schicket euch in die zeit. Euwer rede sey allezeit' licblich/vnd mit fall? gewürtzet/daß ir wisset wie ir,. einem ieglichen antworten sollet. O^KIe es vmb mich stehet / wirdt euch alles kund thun Tychicus /der liebe Bruder Tychicus. AH^vnd getreuwe Diener vnd Mitknecht in dem HERRN / welchen ich habe dar¬ umb zu euch gesandt/daß er erfahr wie es sich mit euch Helt/ vnd daß er euwere herlM ernlane/ sampt Onesimo dem getreuwen vnd lieben Bruder / welcher von den euwe- Qnesimus. ren ist/alles wie es hie zustehet werden sie euch kund thun. grüffet euch Aristarchus mein Mitgcfangener/vnd Marcus der Neff Bar- Aristarchus. O^nabc/von welchem ir etliche befehl empfangen habt. So er zu euch kompt/nemet Marcus, jn auff/vno Ihesus der da heißt Just / die auß der Beschneidung sind. Diese sind al- Hchrs. lein meine aehülffen am Reich Gottes / die mir em tröst worden sind. Es grüffet euch Epaphras/der von den euwern ist/ein Knecht Khristi/vnd allzeit Epaphras» ringet für euch mit gebeten/auffdaß ir bestehet vollkomen/ vnd erfüllet mit allem wil¬ len Gottes / Ich gebe im zeugniß / daß er grossen sieiß hat vmb euch / vnd vmb die zu Laodicea vnd zu HLerapoli.Es grüffet euch Lucas der Artzr/der geliebte/vnd Demas. Lucas. Grüffet die Brüder zu Laodicea/vnd den Nrmphan/vnd die Gemeine in seinem Demas. Hause. Vnd wenn die Epistel bcy euch gelesen ist / so schaffet / daß sie auch in der Ge- Nimphan. meine zu Laodicea gelesen werde / vnd daß ir die an die von Laodicea leset. Vnd saget dem Archippo / Sihe auff das Ampt / das du empfangen hast in dem HERRN / daß Archtppns. du daffelbige außrichtest. Meirr Gruß mit meiner Paulus Hand. Gedencket meiner bande. Die Gnade sey mit euch/ Amen. Geschrieben von Rom/ durch Tychicum vnd Onesimum. Oo iiij Vorrede Vorrede auff diel.-EMelH. Pauli an die Thessalonicher. I. II. III. im. v. Jese Epistel beschreibt S. Paulus ar,st sonderlicher Wb- vnd Aposw!-scher sorge. Denn er lobet s.c durch die ersten Dey H Capttcl.Wusic0asEuangcllUMhabcnvonjmmitsolchcmcmstangcnommen/ F dass jrc auch durch lcrdcn vndVerfolgung drrnncn bestanden / vnd allen Gemeinen allenthalben em schön Excmpct dcß Glaubens worden smd/vnd gleich Chrrstovnd --M seinenÄpostctn/vottdenIüdenjrkncygengefrcundten/Verfolgunqcrllttettkaben/ wie crstlbs auch bey jncn erlitten hattc/jncn zum Exempel/vndein heylig Leben bey men acfüstree von danckcr er Gott/daß solche frucht bcy)ncn fern Cuangelmmgeschasstthakke. Imzzctgetcrseincnflistvndsorge/dastsolchescmcarbcitvndirlobltcheranfang/nichtdur^drn Tcuffcl vn »eine Äposteln/mu Menschen lchrcn/vcrstörct würden. Darum habe er zuvor ^imotkmm zu inen gesandt/ solchszu erkunden- Vnd dancket Gott/ daß siche noch recht bey -ncn stunden hat /vnd wünschctjncndasruntmmcn. Iing-ermanetersie/daß sic sich fürSünden hüken/vndgutsvntcrnandertbun. Dazuantwor- teter jncn auffcineIrage/ die sic an jndurch Dmokhcum hatten getragen / von der Lobten Äusserste- Hung/Db sic aUczuglerch/oder nach cmander/werden äusserstesten. Im ^-schreibet er vom Jüngsten Lage/wie dcrsclbigc kommcn sollebehende vnd schncll/vnd gibtjncn etliche gute ordnung für/die andern zu regieren. Vnd wie sie sich gegen der andern Leben vnd Lehren halten sollen- Alcl.EplstciO.Pjiiiii an die Thessalonicher. Der Apostel lobt vrn Siaaben vnd rechtschaffene werck ver Thessalonicher. lonchcrruhm. MNM VU MY' Timotheus. m.- Dcr Gemeine zu Thessalontch / in Gott dem Vat- ter/vnd dem HERRN Hesu Khristo» Gnade sey mit euch vnd Friede von Gott vnscrm A Vattcr/vnd dem HERRN Hesu Khristo. dancken Gott allezeit für euch alle/vnd ge- ^^dcncken euwer in vnscrm Gcbett on vnterlaß/ vnd dcncken an euwer wcrck im Glauben/vnd an euwer arbeit in der licbe/vnd an cu- wer gedult in der hoffnung/welche ist vnser HERR Hcsus Khristus/ für Gott vn vn- serm Vatter» Denn lieben Brüdcr/von Gott gclicbet/wir wisscn/wie jr außerwehlt seyt/ daß vnser Evangelium ist bey euch gewesen / nicht allem im wort / sondern bcyde in der krafft / vnd in dem hcyligen Geist / vnd in grosser gewißheit / wie jr wisset / wel¬ cherlei) wir gewesen sind vnter euch/ vmb euwern willen. Vnd jr seyt vnser Nachfolger worden vnd dcß HERRN/vnd habt das wort auffgenommcn vnter vllen trübsaln mit freudcn im hcyligen Geist / also / daß jr wor¬ den seyt ein Fürbildc allen Gläubigen in Macedonia vnd Achaia. Derm von euch D^rTbcssa- istaußersckollen das Wort dcß HERRN/ntcht allein in Macedonia vnd Achaia/ sondern an allen orten rst auch euwer Glaub an Gott außgcbrocken/also/daß nickt not ist euch etwas zu sage». Denn sic sclbs verkündigen von euch / was für einen cyn- gang andicWcssalsnlAer. 11. Lap. gWg Wir zu euch gehabt haben/ vnd wie ir bekehret seyt zu Gott / von den Abgöttern/ zu dimm dem lebendigen vnd waren Gott / vnd zu warten seines Sons vom Him¬ mel / welchen er ausserweckt hat von den todten/ Ihesum / der vns von dem zukünfti¬ gen Zorn erlöset hat. I1. Lap. treutvlüÄ vnd austvichtigder Apostel zuThessaloniea gelehrt/ tvie Thrfstlichstedas !VortGottes angenommen/vnd daß er ;uinen zu kommen zweimal verhindert worden. ttzOW^Enn auch ft wisstt/lieben Brüder/von vnserm cyip UMMMU gangzu euch/ daß er nicht vergeblich gewesen ist/ sondern als wir zu» gelitten hatten / vnd geschwächt gewesen waren zu Philippen A«-r(wie ir wisset) waren wir dennoch frcydig in vnscrm Gott/ Key euch zu sagen das Euangelium Gotte»/ mit grossem kempffcn. Denn vn« ser ermanungist nicht gewesen zu lrrthum/ noch zu vnrcinigkcu/noch mit list/ sondern wie wir von Gott bcivärt sind / daß vns das Euangelium verträumet ist zu predigen/ also reden wir / nicht als woltcn wir den Menschen gefallen / sondern Gott/ der vnscr hertzprüsct. Denn wir nie mit schmcichelworten sind vmbgangcn( wie lr wisset) noch dem geitz gestellet/Gott ist deß Zeuge/Habcn auch nicht ehre gcsucbtvon den Leuten/ weder von euch/noch von andern/ hctten euch auch mügcn schwär s-yn / als Khristi Apostel. Sondern wir sind mütterlich gewesen bcy euch / gleich wie eine Amme srcr Kinder pficget/alsohattcn wir Hertze» bist an euch/vnd waren willig cuchmitzutheilen/nicht allein das Euangelium Gottes/sondero auch vnscr Leben/ darumb/ baß wir euch lieb haben gewonnen. -Th-W z. Zr seyt wol cyndächtig/lieben Brüder/vnscr arbeit vnd vnser mühe/ den tag vnd nacht arbeiten wir / daß wir niemand vnter euch bcschwärlich wenn / vnd predigten e vnter euch das Euangelium Gottes. Dcß seyt st Zeuge vnd Gott/wic heyligvndge« recht vnd vnsträWch wirbey euchcdiest gläubig wäret) gewesen sind. Wie st den wis« -K--r -° sek/ daß ivir / als ein Vatter seine Kinder/ einen jeglichenvnter euch ermanet vnd ge-- tröstct/vnd bezeuget haben/ daß lr wandeln sollet wirdigllch für Gokt/der euch beruf« fen hat zu seinem Reich/vnd zu seiner Hcrrligkcyt. r^^Arumb auch wir on vnterlaß Gott dancken/ daß st/da st empfienget von )L§/vns da» Wort Göttlicher predigt / namck lrs auff/nicht als Menschen wort/ sondern (wie es denn warhafftig ist) als Gottes Wort/ welcher auch wirckek in euch/ die ir gläubct. Denn lr seyt Nachfolger worden/ lieben Brüder / der Gemeine Got¬ tes in Zudca/in §hristo Zhcsu/daß lr eben daffelbige erlitten habt von euweren Blut- freunden / daß lene von den Men / welche auch den HERRN Zhesum gctödtct ha« ben/vnd stc eygcne prophetcn/vnd haben vns vcrfolgct/vnd gefallen Gott nicht/v»d sind allen Menschen wider/wchren vns zu sagen den Heyden/ damit sie selig würden/ emffdaß sie stc sündc erfüllen allwcge/ denn der zorn ist schon cndtlich ober sie komm. Wir aber/ lieben Brüder / nach dem wir euwer eine weil beraubet gewesen sind/ nach dem angcsicht/nicht nach dem hertzen/haben wir desto mehr gecylet euwer ange- sichk zu scheu niit grossem verlangen. Darumb haben wir wöllcn zu euch kommen (ich Paukw My mal/vnd Satanas hat vns verhindert. Denn wer ist vnser Hoffnung/ oder sreuvc/oder Kron deß rühmst Seyt nicht auch sts für vnserm HERRN Hesu Khristo/)u seiner zukunfsttZr seyt la vnser ehre vnd frciivc. III. Lap. psttlus Hst Tl'motheum von Athen gen ^heffälonica geschickt / die Brüder daselbst ZU ster- cken/aaffdast sie rn rräbsatn/welcheinen vorhin verkündigt/ „ir weich würden / Vnd dieweil er/ Paulus / von j» zren glauben vnd lieb vernomen/ist er wol zu fttdem vnd begert bex)»en zu seyn. Ale I. -Epistel 111. Lap. ÄWWM Arumö haben wirs nicht Wetter wollen vertragen/» WWAH vnd haben vns lassen wolgefallen/ daß wir zu Athene allein gelassen würden/vnd haben Timotheum gesandt / vnsern Bruder vnd Die- ner Gottes/vnd vnsern Gehülffen im Euangelio Khristt/cuch zu stcrcken vnd zu ermanen in euwerm Glauben / daß nit iemand weich (Gesetzt) Äasist/ würde in diesen trübsaln/Denn jr wtffet/daß wir dazu" gesetzt sind. Vnd da wir bey Es wilnlchr anderst euch waren/sagten wirs euch zuvor/wir würden trübsal haben müssen/wie denn auch geschehen ist/vnd jr wisset. Darumb ichs auch nicht lenger vertragen / hab ich außge- sandt/daß ich erführe euwern Glauben/auffdaß nicht euch villeicht versucht hette der Versucher/vnd vnser arbeyt vergeblich würde. M^Vn aber so Timotheus zu vnsvon euch kommen ist/vnd vns verkündiget hat em Timo- MIweren Glauben vndliebe/vnd daß jr vnser gedencket allezeit zum besten/vnd verlanget nach vns zu sehen / wie denn auch vns nach euch / da sind wir / lieben Brü¬ der / getröstet worden an euch / in allem vnserm trübsal vnd not/durch euwern Glau- ben.Denn nun sind wir lebendig/dreweil jr stehet in dem HERRN. Denn was für ei, nen danck können wir Gott vergelten vmb euch/für alle diese freudc/ die wir habt von euch für vnserm GotttWir bitten tag vnd nacht fast schr/daß wir sehen mügen euwer angesichte/vnd erstatten /so etwas mangelt an euwerm Glauben. Er aber/GottvnserVattcr/vnd vnser HERR AesusKhristus/schicke vnsern weg zu euch. Euch aber vermehre der HERR/vnd lasse die liebe völlig werden vn- ternander/vnd gegen jederman (wie den auch wir sind gegen euch) daß euwre hertzen gesterckt vnd vnsträfflich seyen inder heyligkeit für Gott vnd vnserm Vatter / auffdie zukunfft vnsers HERRN Zhesu Khrisii / sampt allen seinen Heyligen. im.Lap. »ermanvng;u einem Gottseligen vnstcLffllchen leben vnv wanvet/auch wie es mlt der Arrff- erstehung von den Tovren werderngehen. Etter / ltebeu Brüder / bttten wtr euch / vnd ermanen indem HERRN Hcsu/nach dem jr von vns empfangen habt/wie Ermch jr sollet wandeln vnd Gottgcfallcn/daß jr jmmcrvölliger werdet. NN"" Denn jr wisset/welche Gcbott wtr euch gegeben haben durch den HERRN Hesum.Dcnn das ist der Wille Gottes/cuwcr Heyligung/ daß jr meidet die Hurcrey/ vnd ein jeglicher vnter euch wisse sein Faß zu behalten in Heyligung vnd ehren / nicht in der lust seuche / wie die Heyden / die von Gottnichtswiffen. Vnd daß niemandzuwcitgreiffenochverfortheylescincnBrm der im Handel / denn der H ERR ist der Rccher vber das alles / wie wir euch zuvor ge¬ sagt vnd bezeuget haben. Den Gott hat vns nicht beruffen zur Vnreinigkeyt/ sondern zur Heyligung. Wer nun verachtet/dcr verachtet nicht Menschen / sondert; Gott/der seinen heyligen Geist gegeben hat in euch. (noch völlig«) Don der brüderlichen Liebe aber ist nicht not euch zu schreiben. Denn jr seyt selbs chü! von Gott gelehret/ euch vnternandcr zu lieben/ VN das thut jr auch an allen Brüdern vnd das ftü c..wer die in gantz Maccdonia sind. Wir ermanen euch aber/ lieben Brüder / daß jr" noch ö w7s völliger werdet/vnd ringet darnach/daß jr stille seyt/ vnd das euwere schaffet/ vnd ar- -uch b-fohl-nist. hcytetnut euwern cygen händcn/wie wir euch gebotten haben/auff daß jr ehrbarlich idnrkrtt iuEbcn lvnndclt gegen die/dte draussen sind/ vnd b jrer keines bedürftet. vndlig^n-cdcnLcu- ^^^^r wöllen euch aber/ lieben Brüder/ nicht verhalten / von dellen die da schlaf- VöatO ww'd.'^aukn Btt! Mofen/auff daß jr nicht trauwrig seyt/wie die andern/dte keine Hoffnung ha- erftchungdtt !ö^"I!,L^ben/ Denn so wir glauben / daß Zhesus gestorben vnd ausserstande» ist / also wirdt ' dc>u. solche find VN. Gott auch/die da entschlaffen sind durch Ihesum/mit jm führen.Denn das sagen wir euch/als ein wort dcß HERRN/daß wir/dte wir leben vnd vberbleiben in der zukunfft deß M die Thessal-mAet. v. Lap. deß HERRN/werden denen nicht vorkommen die da schlaffen. Denn ersKs der HERR wirt mit einem Feldgeschrey/vnd stimme deß Ertzengels / vnd mit der Posau¬ nen Gottes ernidcr kommen vom Himmel/vnd die Todten in Khristo werden auffer- stehen zu erst. Darnach wir/ die wir leben vnd vberbleiben/ werden zugleich mit den- selbigen hin gezuckt werden in den Wolcken/ dem HERRN entgegen in der lufft/ vnd werden also bey dem HERRN seyn alleZcit.So tröstet euch nun mit Visen Worten vnternandcr. v.Lap. wte ma» gegen der herrlichen Fukunfft Lhrl'str mit wachen / nüchtern leben vnd beten / alle zelt geschtckrftyn,dre Drenerveßworts bedencken/vnd ln ehren hglremvnv sonst allem Gottse- lrgen leben sol nachkommen. On den zetten aber vnd stunden / lieben Brüder / ist nicht not euch zu schreiben. Denn st selbe wisset gewiß / daß Vertag I tag. deß HERRN wirdt komcn wie ein Dieb in der nacht / Venn wenn sie werden sagen: Es ist friede / cs hat keine fahr/so wirdt sie das verder- ben schnell vberfallen/gleich wie der schmertz eines schwängern Wei¬ bes/ vnd werden nicht entfliehen. ' «o'».,;. A aber/licben Brüder/seyt nicht in der finstcrniß/daß euch der tag wie ein Dieb ergretffe/ ^r seyt allzumal Kinder deß Liechts, vnd Kinder deß tages/wir sind nit von der nacht noch von der sinsterniß. So lasset vns nun nicht schlaffen / wie die andern/ sondern lasset vns wachen vnd nüchtern seyn. Denn die daschlaffen/die schlaffen deß nachts/vnd die da tmncken sind/dte sind deß nachts truncken. Wir aber/ die wir deß Eph-ss. tages sind/sollen nüchtern seyn/ angethan mir dem Krebs deß Glaubens vnd der Lie- be/vnd mit dem 5)elm der Hoffnung zur scligkcyt. Denn Gott hat vns nicht gesetzt zum Zorn / sondern die scligkeyt zu besitzen durch vnsern HERRN Aesum Khrist/der für vns gestorben ist/auff daß/ wir wachen oder schlaffcn/zugleich mit im leben sollen. Darumb ermattet euch vnternander/ vnd bau- wet einer den andern/wie st denn thut. v bitten aber euch / lieben Brüder / daß st erkennet die an euch arbeiten /vnd (^Heuch fürstehen in dem HERRN / vnd euch vcrmanen/ habt sie desto lieber vmb euwers wercks willen/ vnd seyt" si iedsam mrt irren. « Wir ermarren aber euch/lieben Brüder/vermanet die vngezognen/tröstet die Luc.,?, kleinmütigen/traget die schwachen/seyt gedültig gegen iedernran. Sehet zu/ daß nie- mand böses mit bösem stmand vergelte / sondern alle zeitiaget dem guten nach/beyde vL-E^c stc mch?. vnternander vnd gegen iederman. Seyt alle zeit frölicb/betet on vntcrlaß/seyt danck- ( wi- bar in allen dingen / denn das ist der Wille Gottes in Khristo an euch. U»'«A« 7-8 Den Geist ^dempffct nicht/die Weissagung verachtet nicht/Prüfet aber alles/ vttd das gute behaltet. Meidet allen bösen schein. Er aber der Gott deß fricdes Heylige st-do» auch wj euch durch vnd durch/vnd cuwer Geist 'gani; sampt der Seele vnd Leib/müffe bchal- tenwerdenvnsträffltchauffdiezukunfftvnscrsHERRN ZhesuShristi. Gerreuwist LhLLNL er/der euch ruffet/welcher Wirts auch thun. LicbenBrüder/betct für vns.Grüsset alle 27/^' Brüder mit dem heyligen Kuß. Ich beschwere euch bcy dem HERRN / daß st ' ?' diese Epistcllesen lasset allen heyltgen Brüdern. Die gnade vn- fers HERRN Zhesu Khrrstr fcy mit euch/ wA Amen. An die Thessalonicher die Erste/geschrieben von Athen. Dorrcde Vomde auffdle 11. LpistclH. Paulr/an die Thcffalomchrr. MMW N der ersten Lprste! hatte S. Panlus den Thcssalo- »MWUM nichcrn eine Frage auffgclöset vom ZüngstenTagc/wie dcrsclbige schnell/ als em Dnb m der nacht/ komm wirt. Wie es nun pfleget zu kommen /daß DMMMWt immer crnc ^rag die ander gcbicrt/auß falschem verstände/ verstunden die Thcssa- lomchcr/der Jüngste Tag wcre sthon vorhanden-Darauffschmbm diese Epistel/ vnd erklärt fleh selbe. I. Im l.EapltcltröstctcrsiemitdrrewrgenbelohnungflesGlaubenö/vndgedultinallcrley leiden/ vnd mrt der straff ;rer Verfolger rn ewiger pcin. l l. Im a.lchrct er wrc für dem Jüngsten Tage das Römische Reich zuvor muß vmergehen / vnd der Endechrrst sich für Gottauffwerffen in der Christenheit / vnd mit falschen Lehren vnd Deichen dievn- gläubige Welk verführen/brß daß Christus komme / vnd verstöre jn durch seine herrliche Aukunfft/vnd mrt erner Geistlichen Predigt zuvor ködke. IH Im z.chut er etliche ermanunz/vndfonderlich/daßsiedic müssigen/die sich nicht mireygener hand ernehrcn/straffcn/vnd wo sie nicht sich bcsscrn/merden sollcn/welches gar hart wider den jetzigen Geistlichen Standt lauret- AieII.LpistclH.Wul! an dic Thcssalonrchcc. / paiNss i ähniet der Theffulonlcher Glauben lieb vnd gedüst in Verfolgungen vnd kräbfaln/ Ml't anhanZenscm rcost' vast Gott dlc Verfolger ewiglich straffen werde. NMUV vlt c^uuanrw vny Trnrotheus. Der Gemeine zu Thcffalonicb/ in Gott vnserm Vatter vnd dem HERRN Hesu Khrijio. Gnade sey mit euch vnd Friede von Gott vnserm Valter/vud dem HERRN Hesu Khristo. Lob der ^hes- wachset sehr/ vnd dre liebe eines jeglichen vnter euch allen nimpt zu gegenandcr. Also/ salsmchcr daßwwvns cuwcr rühmen vnter dell Gemeiner, Gottcö/von cuwergedultvndglau- bcn/in allen cuwercn Verfolgungen vnd trübsaln/ die jr duldet. Welches anzetgt/ daß Gott recht nehm, wlrdt/vnd /r wirdig werdet zum Reich Gottes/vbcr welchem jr auch leidet. Nach dem cs recht ist bey Gott zu vergelten trübsal/ dener, dic euch trübsal anlcgcn/ Euch aber/ dic jr trübsal leidet / ruhe mit vns / wenn nun der HERR Hcsus Wirt offenbart werden vom Himel / sampt scu Engeln seiner krafft / vnd mit feuwer- flannnen rach zu gebet, vber die/ so Gott nicht erkennen / vnd vber die / so nicht gehör- Vom ?üng- sam sind den, Euangcllo vnscrs HERRN Zhesu Shristi/welche werden pari leiden/ fleuGmcht. ewige verderben von dem Angesichte deß HERREN / vnd von seiner herrlichen macht/ wenn er komm wirt / daß er herrlich erscheine mit seinen Heyligcn / vnd wun¬ derbar mtt allen Gläubigen/denn vnscr zeugniß an euch von dcmselbigen tage habt jrgegläubct. Vn d dcrhalben beten wir auch allezeit für euch / daß vnser Gott euch wirdig ma¬ che deß bcruffs/ vnd erfülle alles wolgcfallcn der güte / vnd das Werck deß Glaubens in der kraffr/auffdaß an euch gcpreisct werde der Name vnsers HERRN Hesu §hri- ßl/vnd andlcWcssalonGcr. ii.Lap. ;6z sti/ vnd jranjm/nach der Gnade vnsers Gottes/ vnd deßHERRNZhesuKhristi. 11. Lap. Die Thessalonicher sollen sich von der rechten meynunge / so sie vom Apostel / der tukrmfft Christi halben/gelehrnt/nichr lassen abWenven/ daß der Antichrist zuvor offenbart werden/vnd durch die zukunfft Christi ein end nemmen sol. Dom Iüng« si m tage vnd deLndechnst« Ber der zukunfft halben vnsers HERRN Jhesu Art, sti/vnd vnser versanrlung zu jm/bitten wir euch/lieben Brüder/daß jr euch nicht bald bewegen lasset von euwrem sinn / noch erschrecken weder durch Geist noch durch wort/ noch durch Bricff/als von vns gesandt/daß der tag Khristi fürhanden sey.Laffet euch niemand ver führen in ketnerley weise. Denn er kompt nicht/es sey denn/daß zuvorderabfall komme/vndoffenbaretwerdederMenschder Sünden/vnd das Kind deß verder- Iesaie«. bens/der da ist ein widerwertiger/vnd sich vberhebet vber alles das Gott oder Got¬ tesdienst heißt/also/daß er sich "setztinden Tempel Gottes/alseinGott/vndgibtsich « für/ er sey Gott. -Dassitze/zstdasR« Gedencket jr nicht dran/ daß ich euch solche sagte/ da ich noch bcy euch war t Vnd 7^^ was es noch auffhelt/wisset jr/daß er offenbart werde zu seiner zeit. Denn es reget sich / vEt schon bereit die boßheit heimltch/on daß der es jetzt auffhelt/ muß hinweg gethan wer- A» Gott-sG-bÄ den/vndaledenn wirt der boßhafftige offenbaret werden/welchen der HERR vmb- wl^VnddÄfa!! bringen wirt mit dem Geist seines Mundes/ vnd wirdt sein ein ende machen durch die LA AmL"» erschcinung seiner zukunfft/ deß/welchs zukunfft geschieht nach der wirckung deß Sa- lehr- mtt/wi- «»4 tanas/mit allcrlcy lügenhafftigen krefften vnd zeichen/vnd wundern/vnd mit allerlei)' v Verführung zur viigerechtigkeyt / vnter denen die verloren werden / dafür / daß sie die Liebe zur Warheit nicht haben angenommen/daß sie selig würden.Darum wirt jnen Gott kräfftige jrrthumb senden/daß sie gläuben der lügen / auff das gerichtet werden alle die der warheyt nicht glauben/ sondern haben lust an der vngerechtigkcyt. ^^Ir aber sollen Gott dancken alle zeit vmb euch/geliebte Brüder/von dem M^HERRN/daß euch Gott erwehlet hatvö anfang zur seligkeit/ in der heyligung deß Geists/vnd im glauben der warheyt/darinnen er euch beruffenhat durchvnser Euangelium/ zum herrlichen Eygenthumb vnsers HERRN Zhes» Khristi. So stehet nun/lieben Brüder/vnd haltet an den Satzungen/ die jr gelehret seyt/ es sey durch vnser wort oder Epistel. Er aber vnser HERR Hesus Khristus/vn Gott/ vnd vnftr Dattcr/der vns hak geliebet/ vnd gegeben einen ewigen tröst/ vnd eine gute Hoffnung / durch gnade / der ermane euwere hertzen/ vnd stercke euch in allerley Lehre vnd gutem wcrck. ui. Lap. Vermsnung daß sie der empfangenen Lehre pauk bestandiglich Nachkommen / mit Sen vn- ordrgen Brüdern keine gemetnschaffr habe»/ vnd das Brot nicht mit Müssiggang eßen sollen. L Etter lieben Brüder/ betet für vns / daß das wort des; Derma- HERRN lauffe/vnd gepreiset werde/wie bey euch/vn daß wir erlöset «u»g. werden von den" vnartigen vnd argen Menschcn.Denn der glaube » ist nicht jedermans ding/Abcr der HERR ist treuw/der Wirt euch stcr N-BAs§rru cken vnd bewaren für dem argen. Wir versehen vns aber zu euch in LLm LU" dem HERRN/daß jr thut vnd thun werdet was wir euch gebieten. Der HERR aber richte euwere hertzen zu der Liebe Gottes/vnd zu der gcdult Khristi. rThess; gebieten euch aber/lieben Brüder /in dem Namen vnsers HERRN He- Äcror ro. ^Osu Khristi / daß jr euch entziehet von allem Bruder / der da vnordig wandelt/ vnd'nicht nach der Satzung/die er von vns empfangen hat. Denn jr wrffet/wiejr vns solt nachfolgen/denn wir sind nicht vnordig vnm euchgewesen/ haben auch nicht Pp vmb Ml.-Epistel IlI.Qp. vmb sonst das Brot genommen von jemand/sondern mtt arbeit vnd mühe tag vnd nacht haben wir gewircket/ daß wir nit jemand vnter euch bcschwärlich weren. Nicht o darumb/ daß wir dcß nit macht haben / sondern dass wir vns selbe zum Fürbilde euch geben/vns nach zu folgen. Vnd da wir bey euch waren/gebotten wir euch solchs/taß/ Arbeyt so jemand nicht wil arbeiten/dcr sol auch nicht essen. nregM««. Denn wir hören / daß etliche vnter euch wandeln vnordig / vnd arbeiten nichts/ sondern treiben fürwitz. Solchen aber gebieten wir / vnd ermanen sie/ durch vnsern HERRN Acsum Khrist/ daß sie mtt stillem wäsen arbeiten/ vnd jr eygen Brot essen. Zr aber/ lieben Brüder/ werdet nicht verdrossen guts zu thun. So aber jemand nicht gehorsam ist vnserm wort/den zeichent an durch einen Brieff/ vnd habt nichts mitjm zu schaffen/auff daß er schamrot werde. Doch haltet jn nicht als einen Feind/sondern vermanet jn als einen Bruder. Er aber/der HERR deß Friedes/gebe euch Friede allenthalben/ vnd auffallerley weise. Der HERR sey mit euch allen-Der Gruß mit meiner Hand Pauli/ das ist das Zeichen in allen Brieffen/also schreibe ich. Die gna¬ de vnsers HERRN Zhesu K hristi sey mtt euch allen/Amen. Geschrieben von Athen. Vorrede auff die I. Epistel H. Pauli an Timotheum. Jese Epistel beschreibet S. Paulus zum Für- bild allen Bischoffen/was die lchrcn/vnd wie sie die Khri- stenheit in allcrlcy Standen regieren sollen /auff daß nicht not sey auß eygcnem Menschen dünekel dic Christen zu regieren. Im i.Capitel bcfihlet er/daß eln Bischoff halte vbcr dem rech¬ ten glauben vnd licbe/vnd den falschen Gcsctzprcdigern widerstche/dic neben Christo vnd dem Euangelio auch die werck dcß Gesetzes tmben wollen / vnd fasset in eme kurtze Summa die gantze Christliche Lehre/ wozu das Gesetz diene/ vnd was das Euangellum scy-Sctzkt sich selbs zum tröstlichen Exempel allen Sündern vnd betrübten Gewissen. Im r.befihlct er zu beten für alle Stande. Vnd gebeut/daß die Weiber nicht predigen / auch nicht köstlichen Gcschmuck tragen / sondern den Mannern gehorsam sol¬ len scyn. Im z.bcschrcibeter/waefür Person die Bischoffe oder Priester vnd jre Weiber seyn sollen/Ikcm/ die Kirchendiener vnd jre Weiber-Vnd lobets/so jemand bcgert ein Bischoff solcher weise zu scyn. Im 4. verkündiget er den falschen Bischoffvnd Geistlichen Standt/der dem vorgesagten entge¬ gen ist/da solche Person nicht scyn werden/ sondern die Ehe vnd Speise verbieten/ vndgantz daswider- spielmitMenschenLehrcntrcibcnsollen/deßBildes/daserangezeigthat. Im s.bcfihletcr/wic die Wittwen vnd junge Werber sollen bestellet werden/vnd welche Wittwen man von der gemeine Steuwcr nehrcn solle. Auch wie man fromme vnd straffliche Brschoffoder Prie¬ ster in ehren halten oder straffen solle. Im 6. ermanct er die Bischoffe/daß sie dem lautern Euangclio anhangen/dasselbigc mit predigen vnd leben treiben/ der vnnützcn für-witzigen Fragen sich entschlagcn/ die nur zu Weltlichem Ruhm vnd Reichthumb zu suchen auffgcworffen werden. II. III. IUI. v. VI. Die Aic I.LpisiclH.Mik anDmotheum. Ermanangdast Tr'motheusbex der rechtfthaffette» lehre fortfahren/ vnd darr'nn beständig bleiben wolle. Dle Hauprstimma beß Gestyes lst die Ltebe. wem das Gesetz gegeben/vnv wie der Apostel auß einem Verfolger etrrLehrer deß Euangell, worden. s>i KHrtsii/nach dem Befehl Gottes vnsers Heylands/vnd deß HERREN Aesu Khristi/dervnser Hoffnung ist. Ämothco meinem rechtschaffen Son im Glauben. Gnade/ Barmhertzigkeyt/ Fride von Gott vnserm Vatter/ vnd vnserm HERRN Ihesu Khristo. Wie ich dich ermanet habe/daß du zu Epheso blie¬ best / da ich in Macedonian zog / vnd gebotest etlichen / daß sie nicht anderst lehrcten/ auch nicht acht hetten auffdie Fabeln vn der GesthlechtRegister/dic kein ende haben/ vnd bringen Fragen auff/tnehr den befferung zu Gott im glauben. Denn die Haupt- sumina deß Gebottö ist/Liebe von reinem hertzen/ vnd von gutem Gewissen/ vnd von vngcftrbtem Glauben. Welcher haben etliche gefehlet/ vnd sind vmbgewandtzu vn- nützem geschwätz/ wöllcn der Schrifft Meister seyn / vnd verstehen nit was sie sagen/ oder wao sic setzen. Rom.?. Wir wissen aber/daß das Gesetz gut ist/ so sein jemand recht brauchet/vn weiß sol- Welchen cheo/ daß dem Gerechten kein Gesetz gegebe ist/ sondern den vngerechtcn vn vngehor- ge- samen/dcn Gottlosen vnd Sündern/ derr vnheyiigcn vnd vngeistlichen / den Vatter- mordern vn Muttermordern/ den todschlägern/dcn hurern/ de knabenschendcrn/den v menschendieben/den lügenern/den meyneidigen/vn so etwas mehr der heylsamen lehr wider ist/nach dem herrliche Euangelio deß seligen Gottcs/welcho mir verträumet ist. Pauli Vnd ich dancke vnserm HERREN Zhrisio Zhesu/der mich starck gemacht/vnd weuw geachtet har/vnd gesetzt in dao Ampt/der ich zuvorwar ein Lästerer/vnd ein Pp tz Verfol- Ziel. Epistel II. Lap. Verfolger vnd ein Schmäher» Mer mir ist Barmherhigkeyt widerfahren/denn ich Habs vnwiffend gethan/im vnglauben. Es ist aber desto reicher gewesen die gnade vn- scrs HERRN/sampt dem Glauben vnd der Liebe/ die in Khristo ^hesu ist. Denn das ist je gewißlich war/vnd ein theuwer werdes wort/ daß KhrtstusHe- ME suö körnen ist in die Welt/dte Sünder selig zu machen/vnter welchen ich der fürrmnest bin/aber darumb ist nur Varmhertzigkeyt widerfahren / auffdaß an mir fürncmlich Asttö Khrtstus erzetgetealle gedult/zum Exempcl denen/die an in gläuben sollen/ zum ewigen lebem Aber Gott dem ewigen Könige/dcmvnvergenglichen vnd vnsicht- barn/vnd allein weisen/sey ehre vnd preiß in ewigkeit/Amcn» r Drsi Gebott) l^^Iß Gebott befehl ich dir/metn Son Timothee/nach den vorigen * weissagun- c^sgen vber dir/daß du in denselbigen eine gute Rittcrschafft vbest/vnd habest den K!d/»ttEewclt Glaubenvnd gutGcwiffen/welche etliche von sich gestoffcn/vn am Glauben SchG tv-mnc.-scy re. ^-uch er litten haben/vnter welchen lst Hymeneusvttd Alexandcr/wclche ich habe dem Hyme- Satana gegcben/daß sie gezüchtiget werden/nicht mehr zu lästern» du zuvor empfange» Alk^M- hast / welche in den 's 1° der. Daß man für alle Mensche«/vnd für di« Gberkeü/ bitten so! / wie die Männer beten/ vnd die Werber mit ehrlicher ;üchriger Rleidung m der Gemeine Gottes erscheinen / nicht lehren / noch vber den Mann herrschen sollen. wie ein Bischoff/oder Auffseher vnd andere Diener der Rirchen Goctes/sampt ,ren weiber» vnd Rindern nttceusserlichemtebenvndwavdel sollen geschaffen sez'n. As lst je gewißlich war / so jemand ein Bischoffs U Ampt begcrt / der bcgert ein köstlich Merck. Es sol aber ein Bischoff Bffch.ff. D vnsträffltch scyn/ctnes Weibes Mann/ nüchtern/mäfftg/sitttg/gast- frcy/ Lchrbafftig/ nicht ein Wcinsäuffcr/ nicht bochen/nit vnehrliche handthierüng treiben/ sondern gelinde/ nit haderhaffttg/ nit geitzig/ der imiem eygcn Hause wol fürstehe/der gehorsame Kinder habe nut aller ehrbarkeit/ O ermane tch nun / daß man für allen dingen zu erst ) thue/Bltte/Gebett/ Fürbitt vnd Dancksagung/für alle Menschen/ Verma- für die Könige vnd für alle Oberkeyt/ aufsdaß wir ein gcrüglich vnd D«? stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit vn ehrbarkeyt.Dcn solches ist gut/ dazu auch angeneme für Gott vnserm Heyland / wel¬ cher wrl/daß allen Menschen gcholffen werde/vnd zurerkcnntniß der warhcyt kommen» Denn es ist ein Gott vnd ein Mittler / zwischen Gott vnd den Menschen / nemlich / der Mensch hristus Hesus / der stch sclbs gegeben hat für alle zur Erlesung/daß solches zu seiner zeit gepredigct würde. Dazu ich gesetzt bin ein Pre¬ diger vnd Apostel (ich sage die warhcit in Khrrsto/vnd liege nicht) em Lehrer der Hcy- den/im Glauben vnd in der Warheyt. So Wil tch nun/daß die Männer beten an allen örten/vn auffhebcn heylige hän- (»wEMDaß ste bc/on Zorn vnd a zweiffel. Deffelbigen gleichen dieWciber/daß sie in zierlichem Kleide .ttchr murreu Wwcr mit schatt! vnd zücht sich schmückcn/nit mit Iöpffen oder Gold oder Perlen/ oder köst- llchcm Gcwand/sonder n wie sichs ziemet den Weibern/ die da Gottscligkcyt beweisen Eewijstu/pWp.r. ^urch gute werck.Etn Weib lehrne in der stille/mit aller vnderthänigkcit.Einem Wei¬ be aber gestatte ich nicht/daß sie lchre/auch nicht daß sic dcß Manns Herr sey/sondern stille sey. Denn Adam ist am ersten gcmacht/darnach Heua. Vnd Adam ward nicht r.Lor.«. verführet das Weib aber ward verführet/ vnd Hat die vbertrcttung eyngeführt. Sie (Bie.bon) Mau wirt aber selig werden durch Kinder zeugen/ so sie l bleiben im Glaubcn/vn in der Ltb- bm! de/vnd m der Hcyltgung/sampt der Jucht. denn esist von Wci- hcrn m gemein gc- redk/nicht von Rin¬ dern dazu / wie etli¬ che sich hke on v>fach Marter». Diener. ».rim;. »per». Falsche f Bischosfvii Geistlicher Slmidt. anTimocheum. im.Qp. z6; (So aber jemand seinem eygen Hause nit weiß fürzustehen / wie wirt er die Gemeine Gottes versorgen?)Mcht ein Muwlmg/auffdaß er sich nicht auffblase/ vnd dem Lä¬ sterer ins vrtheil falle. Er muß aber auch ein gut zcugniß haben von denen die draus¬ sen sind/auffdaß er nicht falle dem Lästerer irr die schwach vnd strick. — Effelbigen gletchcn/die Diener sollen ehrbar seyn/nichtzwcyzüngig/nttWein- säuffer/nicht vnehrllche Handthierung treiben / die das geheimniß deß Glau¬ bens in reinem Gewissen haben / vnd dieselbigen lasse man zuvor versuchen / darnach lasse man sie dienen/wenn sie vnsträfflich sind. Desselbigcn gleichen jre Weiber solle ehrbar scyn/nit Lästerinne/nüchtern/treuw in allen dingen. Die Diener laß einen jeglichen seyn eines Weibes Mann/die jren Kindern wol fürstchen/vn jren eygen Häusern.Welche aber wol dienen/die erwerben jnen selbs eine gute Stuffen/vn eine grosse frcydigkeit im Glauben/ in Khrifto Hcsu. ^^Ölches schreibe ich dir/ vnd hoffe auffs schierst zu dir zu komen / So ich aber ver- du wissest wie du wandeln solt in dem Hause Gottes/welchs »st die Ge- meme deß lebendigen Gottes/ein Pfeiler vnd Grundtfeste der Warheyt. Vnd kündt- Etiich- habe» lich groß ist das Gottselige Geheimniß / Gott ist offenbaret im Fleisch/ gerechtftrtrgek § uiche Gott, a erschienen den Engeln / geprcdigct den Heyden / geglaubct von der Welt/ c 2m Ge-st) Dee auffgcnommenindie Hcrrligkeyt. --7» gelio vnd Glauben/ ö s Z » welche sonstalle Welt ' L I I vktdMpt »ff lästert. Wie srchinderkünffrigen letzten zeit viel ,rrthumb durch verfährische falsche Lekre werdS zutragen. Wie sich Timotheus in seinem Ampt mir der Lehre vnd eussexlichem wandel recht halten sol. Er Geist aber saget deutlich / daß in den letzten zeyten werden etliche von dem Glauben abtretten/ vnd anhangen den vcr- M führischen Geistern/ vnd Lehren der Teuffel/ durch die/ so in Gleiß- I ncrey Lügcnreder sind/vn Brandmal in jrem Gewissen haben/vnd verbieten Ehelich zu wcrden/vnd zu meiden die Speise/die Gott ge¬ schaffen hat/zu nemen mit dancksagung den Gläubigen/ vnd denen die die Warheyt erkennen/ Den alle Kreatur Gottes ist gut/vnd nichts verwerfflich/ das mit dancksagung empfangen wirt / denn es wirt geheyliget durch das Wort Got¬ tes vnd Gebett. Wenn du den Brüdern solche fürhcltst/ so wirfiu ein guter Diener Hesu Khri- sti scyn/auffcrzogen in den Worten deß Glaubens vnd der guten Lehre/bey welcher du jmerdar gewesen bist.Der vngeistltchen aber vn Altvcttelschen fabeln entschlage dich. 8 Vbe dich selbs aber an der Gottscligkeyt. Denn die leibliche vbung ist wenig nütz/ Aber die Gottscligkeyt ist zu allen dingen nütz / vnd hat die Verheissung dieses vnd deß zukünffttgen Lebens. Das ist je gewißlich war/vnd ein theuwer werdes wort/Dcnn dahin arbeiten wir auch/ vnd werden geschwächt / daß wir auff den lebendigen Gott gchoffet haben/welcher ist derHcyland aller Menschk/sonderlich aber der Gläubigen. Solche gebeut vnd lehre.Memand verachte deine jugend/sondern scy ein Fürbild den Gläubigen im wort/ im wandel/in der liebe/iw Geift/im Glauben/in der keuschheyt. Halt an mit lesen/mit ermanen/mit lchren/biß ich komme.Laß nicht auß der acht »nm.,, die gabe/die dirgegebe ist durch die Weissagung/mitHandaufflegung" der Eltcsten. , Solchs warte/ damit gehe vmb/ auff daß dein zuncmen in allen dingen offenbart scy. ster oder pueste« Hab acht auffdich selbs/vnd auff die Lchre/beharre in diesen stücken/den wo du solchs thust/wirstu dich selbs selig machen/vnd die dich Horen. v.Lap. wie stch Timotheus in ermanunge» oder cxnrede» gegen den Alten / Jungen / Manns vnS Weibs personenauch rechten Wittwen/Halren sol. Von rechten alten vnd mngen Wttkwen/vnv wie man den Dienern vest worrs versehnng thun/vnd die Sünde straffen sol. Pp iij Einen VI. Lap. wie sich die Rnechte gegen sren Herrn halten sollen was für vnfug an ß falscher Lehre er¬ folge. Das man den Geiy meiden sol. warauffdie Reichen ;n ermanen/zu weisen/ Vnd daß Ti- inoi Heus allem befehl/so ,m in dieser Epistel ausferlegr / fleissig sol nachkommen. Ic Knechte/ so vntcr dem joch sind/ solle jre Herrn al- lcr ehren währt haltcn/auffdaß nicht der Name Gottes vir die Leh- Knecht, re verlästert werde. Welche aber gläubige Herrn haben / sollen die- selbigen nicht verachten (mit dem schein) daß sie Brüder sind / son- dem sollen vil mehr dienstbar scyn / dieweil sie gläubig vnd geliebt/ vnd der wolthat thcilhafftig sind. Solche lehre vnd crmane. So jemand anderst lehret/vnd bleibet nicht bcy den heylsamen Worten vnscrs -.nm.». " HERRN Hcsu Khrtsti/ vnd bcy der Lehre von der Gottseligkeit/ der ist" verdüstert/ vnd Inen alten schelte nicht / sondern ermane jn als einen Vatter / die jungen als die Brüder / die alten Weiber als die Mt- ter/die jungen als die Schwestern / mit aller keuschhcit. Ehre die Wittwen/ welche rechte Wtttwen sind. So aber eine Vv iM- Wittwe KtnderoderMffenhat/solchelaßzuvorlehrnenjreeygene Häuser Göttlich rcgiercn/vnd den Eltern gleiches vergelten/ denn das ist wolgethan/ Ensamwasist/ vnd angcnem für Gott. Das ist aber eine rechte Wittwe/ die" einsam ist/die jr hoff, die niemand zu vcr- nung auffGott stelltt/vnd bleibet am Gebettvud flehen tag vnd nacht. Welche aber sorgen Hac/Mid alle.» in wollten lebet / die ist lebendig tod. Solche gebeut/auff daß sie vntadclich seyen. So aber jemand die seinen/sonderlich seine Haußgenoffen/nicht versorget/der hat den Glauben verleugnet/ vnd ist ärger denn ein Hcyde. Laß keine Wittwe erwehlct werden vnter scchtzig jaren/ vnd die da gewesen scy ei¬ nes Mannes Weib / vnd die ein zeugniß habe guter werck/ so sie Kinder auffgezogen hat/so sie gastfrcy gewesen ist/so sie der Heyligen Füssegcwäschen hat/so sie den Trüb¬ seligen Handreichung gethan hat/ so sie allem guten werck nachkomen ist. Der jungen b Wittwen aber entschlagc dich / denn wenn sie geil worden sind wider Shristum / so Er'iiA/wkilsie wollen sie freycn/vnd haben jr vrtheyl/daß sie den ersten Glauben verbrochen haben. Mmosm ?vött/bcm Darneben sind sie faul / vnd lehrnen vmblauffen durch die Häuser / nicht allein aber müssig gchen/vmrd silch sie faul/sondcrn auch schwätztg vnd fürwitzig / vnd rede» das nicht scyn sol. So wll ich nun daß die jungen Wittwen ftcyeu/Kiudcr zeugen/haußhalten/dem s Widersacher keine vrsach geben zu schelten/den es sind schon etliche vmbgcwandt/dem Sathan nach/So aber ein Gläubiger oder Glaubigmne Wittwen hat/der versorge dicselbigcn/vn lasse die Gemeine nicht beschwurt werden/auffdaß die/so rechte Witt- Wen sind/mögen gnug haben. c^^Ie Eltcstcndic wol fürstche/die halt rnan zwyfacher ehren währt/sonderlich die ^^da arbeiten im Wort vn in der Lehre.Denn es spricht die Schrtfft:Du solt dem Mmrh'.». Ochsen/der da dreschet/ nicht das Maul verbinden. Vnd ein Arbeiter ist seines lohne währt.Wider einen Eltestcn nim keine klage auff/ äusser zwcyen oder dreyen Jeugen. Die da sündigen/dic straffe für allen/ auffdaß sich auch die andern fürchten. fGutdünck-,)Dasi Hh bezeuge für Gott/vnd dem HERRN Hcsu Khrtsto/ vnd den austerwehleten Engcln/daß du solche haltcst/on cygen' gutdünckcl/vnd nichts thuest nach gunst.Die gcbcst/ovcr vberhelf- niemand bald auff/ mache dich auch nicht thcilhafftig frembder Sünden, vü LnMcü Halt dich selber kcusch.Trmck nicht mehr Waffer/sondcrn brauche ein wenig Weins/ ch!.7ov!'rdL!Ä vmb deines Magens willen/vnd daß du offt kranck bist. oder NU« p-rsou Etlicher Menschen sünde sind offenbar/ daß man sie vorhin richten kan. Etlicher Lrrdag rccht^' ''' aber werven hernach offenbar.Dcssclbigen gleichen auch etlicher gute werck sind zu- (Offenbar) Etli, vor offenbar/ vnd die andern bleiben auch nicht verborgen. cher Rtöcr vnd bö¬ ser Leucc mescu ist s- osscnbar/das; flc nie¬ mand mit heucheln Letnegc können. Et¬ liche bciriegcn eine iveil/akcrjulcittkom mets doch an tag. Also tviderumö etli¬ che/lehren vnd leben Göttlich/Las offen¬ bar ist/vnd bessert,e- vrrman. Etlichera- ber reden vnd thun leßtmänit gut scyn/ biß die zeit hernach offenbar macht/daß cs gut gewesen scy. a (Verdüstert) Kr- ronirus,derin seine gcdaucke ersoffen ge. 'hrt/ vst niemand ach tct. an Unochcmn. Vl.Eap. ;66 vnd weiß nichts/sondern ist seuchig in fragen vn wortkriegen/ auß welchen entsprin- s gct ncid/hadcr/lästcrung/ böse argwöhn/ schulgezänck / solcher Menschen/die zurütte ist a«?Wech sinne haben / vnd der warheit beraubt sind / die da meinen / Gottseligkeitsey ein * ge- K- werbe. Thu dich von solchen. Es ist aber ein grosser gcwin/wer Gottselig ist/ vnd testet Gewerbe) Ei» jm genügerr-Denn wir haben nichts in die Welt bracht/darumb offenbar ist/wir wer- Händeiche» ?vE den auch nichts hinauß bringen. , ^-»/»»72' Hwb.. Wenn wir aber Narung vnd Kleider haben/so lasset vns benügen. Denn die da GortdimmaA». Geitz. reich werden wöllen/die fallen in Versuchung vnd stricke/ vnd vil thörichter vnd schäd¬ licher lüste/welche versencken die Menschen ins verderben vnd vcrdamniß. Den geitz ist ein wurtzel alles vbels/welchs hat etliche gelüstet/ vn sind vom Glauben irr gegan- v gen/vnd machen inen selbs vil ° schmertzcn. Aber du Gottes Mensch fleuch solche. Za- » ge aber nach der Gerechtigkeit/der Gottseligkeit/dem Glauben/der Ltebe/der gedult/ der sanffrmut. Kempffe den guten Kampff deß Glaubens/ ergreiffe das ewige Leben/ ^"»^272 dazu du auch beruffcn bist/ vnd bekannt hast ein gut bekenntniß/ für vilen Zeugen. 2mc?fro Ich gebiete dir für Gott/der alle ding lebendig machet/vnd für KhristoZhesu/ Me«uch Christus der vnter pontio Pilato bezeuget hat ein gut bekenmiß/ daß du haltest dtß Gebote on »c» fleckcn/vnvertadclich/biß auffbie erscheinung vnsers HERRN Zhesu Khristi/welchen ^§/2^ wirt zeigen zu seiner zeit/der selige vnd allein gewaltiger/ der König aller König/ vnd rn-mh HERR aller Herrn / der allein vnsterbltgkeit hat / der da wohnet in einem Liecht / da niemand zu kommen kan/wclchen kein Mensch gesehen hat / noch sehen kan / Dem sey Ehre vnd ewiges Reich/Amen. Von (^^En Reichen von dieser Welt gebeut/ daß sie nicht stoltz seyen/ auch nicht hoffen Reiche», c^^auffden vngewissen Retchthumb/ sondern auff den lebendigen Gott / der vns dargibt reichlich allerley zu geniessen. Daß sie gutes thun/reich werden an guten wer- cken/ gerne geben / behülfflich seyen/ schätz samlen/jnen selbs einen guten grundt auffs zukünfftige/daßsie ergreiffen das ewige Leben. Q Timothee/beware das dir verträumet ist/vnd meide die vngeistliche lose ge- schwätz/vn das gezänck der falsch berühmeten Kunst/ welche etliche fürgeben/vnd feh¬ len deß Glaubens. Die gnade sey mit dir/ Amen. Geschrieben von Laodieea/ die da ist ein Hauptstatt deß Landes phrygia Pacatiana. Vorrede auff die 11. -Epistel H. Pauli an Ttnwthcum. MMstzCX Jese Epistel ist ein Letzevrteff/ dann« S. Paulus Ti- ermanet/daß er fortfahre/wie er angefangen habe/das Euangelmm zu treiben. Das auchwol nok ist / sintemal vil sind die abfallen/dazu falsche Geister vnd Lehrer sich allenthalben erregen / Darumb einem Bischoff zu- stehek/jmmer zu wachen vnd arbeiten an dem Euangclio. J« sonderheit aber verkündiget er im dritten vnd vierdken Capitel die fahr- liche zeit am ende der Welt/darinne das falsche Geistliche Leben alle Welt verführen sol mit eusser- lichem schein/darunterallerley boßheit vnd vnkugend jr wesen habe- Wiewirleyder jetzt sehen an vnsern Geistlichen diese Prophecey S. Pauli allzu reichlich erfüllet werden. Pp ittj Die Mü.EWelH.Wuit anTimothmm. I.Lap. Der Apostel ermanet Timotheum seines Ampts/ vnd vaster sich veß Euangelii / vnd was darneben für rrübsal erfolget/mchr schämen sol. MMDW Aulus em Apostel Ahe-' su Shnstl/durch den willen Gottes/nach der Verheissung deß Lebens/ in Khristo Hesu. Meinem Lieben Son Timotheo. Gnade / Barmhertztgkeyt / Friede von Gott dem satter/ vnd Khristo Hesu vnserm HERRN. ,^M§H dancke Gott/dem ich diene von meinen Vor-' ^^ältern her/in reinem Gewißen / daß ich on vnter- laß dem gedencke in meinem Gedett/tag vnd nacht/vnd mich verlanget dich zu se¬ hen (wenn ich dcncke an deine Threnen) auff daß ich mit frcuden erfüllet würde/vnd erinnere mich deß vugeftrbten Glaubens in dir/welcher zuvor gewöhnet hat in dei¬ ner Großmutter Loide/vnd in deiner Mutter Eumke/bin aber gewiß/ daß auch in dir. Ämb welcher fache willen ich dich erinnere / daß du erweckest die gäbe Gottes/dte R->m.s. in dir tst/durch die aufflcgung meiner Hände. Denn Gott hat vns nicht gegeben den (rucht)Äa-wsü/Geist der furcht/sondern der krafft vn der liebe/vnd der - zucht.Darum so schäme dich ü s' N nicht deß zeugniß vnftrs HERRN/noch meiner / der ich sein gebundener bin / sondern ft7dz w.r''u Tcucsch leid dich mir dem Cuangclio/ wie lch/ nach der krafft Gottes / der vnshat selig ge- öttch/vEnMg macht/vnd beruffcn mit einem heyligen rnff/nichtnach vnsern wercken/sondern nach fahren vongebcrden. Fürsatz vnd gnade/die pns gegeben ist in Khristo Ihcsu/ vor der zeit der Welt/ Timm Jetzt aber offenbart durch die erscheinung vnscrs Heylands Hesu Khristi/der dem tod die macht hat genommen/vnd das Leben vnd ein vnvergenglich wesen ans Liecht ge¬ bracht / durch das Euangeltum / zu welchem ich gesetzt bin ein Prediger vnd Apostel/ vnd Lehrer der Heyden/vmb welcher fache Wille ich solche leide. Aber ich schäme michs r.nm.r. nichk/denn Lch weiß/an welchen ich gläube/ vnd bin gewiß/ daß er mir kan meine bey- lage bcwaren/biß an jenen tag. Halt an dem Fürbilde der heylsamen wort/die du von mir gehöret hast/vom ..Dm.4. Glauben vnd von der Liebe in Khrtsto Jhesu. Diesen guten Beylag bewarc durch den heyligen Geist / der in vns wohnet. Dao weiffestu / daß sich verkehrt haben von mir alle die in Asia sind / vntcr wel- Phigcllus. chcn ist Phtgellus vnd tzermogcnes. Der HERR gebe barmhertztgkeyt dem Halise Hcrmogcnes» Onesiphort/detttt er hat mich offt erquicket/vnd hat sich meiner Ketten nit gcschämet/ Onesiphorus. sondern da er zu Rom war/suchet er mich auffo fletffigst/ vnd fand mich. Der HERR ^.4. gebe im daß er finde barmhertztgkeyt bcy dem HERRN/an jenem tag.Vnd wte vtcl er mir zu Ephcso gedienet hat/wetffcstu am besten. II.LüP. Dast Timotheus / was er von Paulo gestört / andern Leuten / so zur Lestre tüchtig / gleicher weise so! befehlen. So wir mit Christo leiden/werden wir mit>m auch frend haben. wieslest Timotheus in seinem Ampr hallen/vngeistlichen geschwayes euchalten/vnd Vie löste der jugeud stiehen soi. Soscy L nc»». Phile- kus. anTunscheum. ii.Lap. ;6? O sep nun starck / mein Son/ durch dre gnad in Lhrt- sto Zhesu. Vnd was du von mir gehöret hast/ durch viel zeugen/ das befehl treuwen Menschen / die da tüchtig sind auch andere zu leh¬ ren. Leide dich als ein guter Streiter Zhesu Shristi. Kein Kriegß- mann flicht sich in Händel der Narung/auff daß er gefalle dem/der «. Tlm.4. »per.;. I Ii.Lap. Von küttffttgen gceuwlt'che» zer'ken/vnd falschen Lehrern. Daß Timotheus Sex der Schrrffr bleiben sot/vnd war;» sie »üy seye. As soltu aber wissen / das; in den letzten tagen werden M greuwliche zeit komm. Denn es werden Menschen ftyn/ die von sich stlbß halten/geitzig/rühmrätig / hoffcrtig/ lästerer/ den Eltern vnge- horsam/ vndanckbar/ vngeistlich / störrig / vnversühnlich/schändcr/ v nkeusch/wilde/vngütig/verrähter/ freffeler/ auffgeblaftn/diemehr lieben Wollust denn Gott/die da haben den schein eines Gottseligen wesens/aber sei¬ ne krafft verleugnen sie/vnd solche meide. Auß denftlbigen sind/die hin vnd her in die Häuser S—..---—.„ .. > LE s. jn angenommen hat. Vnd so icmand auch kcmpffet/wirdt er doch nichtgckrönet/er kenlpffe denn recht.Es sol aber der Ackcrmann/der den Acker bauwet/der Früchte am ersten geniessen. Mercke was ich sage. Der HERR aber wirr dir in allen dingen ver- standt geben. Halt ingedächtniß Ihcsum§hristum/deraufferstandcn istvondentodten/auß dem Samen Dauid / nach meinem Euangelio / vber welchem ich mich leide / biß an dre Bande/als ein Vbclthäter/abcr Gottes wort ist nicht gebunden. Darumb dulde rcbs alles vmb der Außerwehleten willen/ auff daß auch sie die Seligkeit erlangen in Khristo Hesu/mit ewiger Hcrrligkeit. Das ist ie gewißlich war/sterben wir mit/ so werden wir mit leben/ dulden wir/so werden wir mit herrschen/verleugnen wir/ so wirdt er vns auch verleugnen / gläubcn wir nicbk/so bleibet er trcuw/er kan sich selbe nicht leugnen. Solchs erinnere sie/ vnd bezeuge für dem HERRN/daß sie nicht vmb wort zancken/ welche nichts nütz ist/denn zu verkehren die da zuhörcn. n 6)^Esieiffige dich Gott zu erzeigen einen rechtschaffen vnd vnsträfflichen Arbeiter/ der da recht" theile das wort der Warheit. Deß vngeistlichen losen geschwätzes « Hyme- cntschlage dich/ denn es hilfft viel zum vngöttlichen wesen / vnd fr wort frisset vmb sich m?v' s Bc?tz v.w «en». Me der Krebs/vnter welchen ist Hymencus vnd Philctus/ welche der warheitgefehlet ^"^7 haben / vnd sagen: Die Aufferstehung sey schon geschehen / vnd haben etlicher Glau- den verkehret. bösm/vnvwcrfffle Aber der feste Grundt Gottes bestehet/vnd hat diesen Sigel/Der HERR kennet Rech!odE bE die seinen/vnd es trctte ab von der vngercchtigkeit wer den Namen Khristi ucnet.Zn Eem/ ftMtr^ einem grosse Hause aber sind nicht allein güldcnevnd silberne Gefässe/sondern auch ^mud-mLE hültzene vnd srrdlsche/ vnd etliche zu ehren/etliche aber Zu vnehrcn. Sonunjemand^ / sich reiniget von solchen Leuten/der wirdt ein geheyligek Faß ftyn/zu den ehren dem Haußherrn bräuchlich/ vnd zu allem guten werck bereitet. Fleuch die lüste der jugend / jage aber nach der Gerechtigkeit / dem Glauben/ der Liebe/dem fride/mit allen die den HERRN anruffen vö reinem hertzen. Aber der thö- richten vnd "vnnlchen Fragen eutschlagedich/dcuduweisscst/daßsienurzanckgebe- - Tttumz.ren. Ein Knecht aber deß HERRN sol nicht zänckischftyn/sondern freundtlich gegen sederman / lehrhafftig / der die bösen tragen kan mit sanfftmut /vnd straffe die wider- spenstigen / ob inen Gott der mal eins busse gebe / die warheit zu erkennen / vnd wider nüchtern würden auß deß Teuffels strick / von dem sie gefangen sind zu seinem willen. MlI.Lpjstel Illl.Lap. Häuser schleichen / vnd führen die Weiblin gefangen / die mit Sünden beladen sind/ vnd mir mancherley lüsten fahren/lehrmnjmmcrdar/vnd können ntmer zur erkennt- niß der warhcyt kommen. Jannes. Gleicher weise aber / wie Hannes vnd Hambres Most widerstunden / also widm Exov 7. HambreS. stehen auch diese der Warheyt.Es stnd Menschen von zurütten sinnen/vntüchtig zum Glauben/Aber ste werdens die lcnge nicht treibcn/den jre thorheyt wirt offenbar wer¬ den jederman/gleich wie auch jener war. aber hast erfahren meine Lchre/meine wcise/meine meinung/mcinen Glau- 8 c^D ben/meinc langmut/meine liebe/meim gedult/meine Verfolgung/ meine leide/ welche mir widerfahre sind zu Antiochia/zu Hconio/zu Lystran/welche Verfolgung ich da ertrug/vnd auß allen hat mich der HERR erlöset. M alle die Gottselig leben wol¬ len in Mrisro Hesu/müssen Verfolgung leiden.Mtt den bösen Menschen aber vü ver- A-tor.4. führischen wtrdts je lenger je ärger/verführen/vnd werden verführet. Du aber bleibe in dem/das du gelehrnet hast/vnd dir verträumet ist/stntemal du -.p«.-, wcisscst/von wem du gelehrnet habst. Dnd weil du von Kind auff die hcylrge Schrifft weissest / kan dich dicsclbige vnterweisen zur seligkcyt/ durch den Glauben an Khrtsto D- Hhesu.Denn alle Schrifft von Gott eyngegcben/ist nütz zur Lehre/zur straffe/zur bes- serung/zur Züchtigung in der Gerechtigkeyt/ daß ein Mensch Gottes sey vollkommen/ Zu allen guteri ivercken geschickt. Illl.Lap. Paulus et°manet Tlmotheum auss das höchst/ daß er rreuvilch lehren / vnd semem Ampk fielffegnachkominen wälle/ mlt Vermeidung stmes vorstehenden rodes/rc. IO bezeuge ich nun für Gott vnd dem HERRN Wesu §hr!sto/dcr da zukünfftig ist zu richten die lcbcndigm vnd die todten/ nrn seiner Erscheinung vnd seinem Reich/ predige das wort/halt an/ es sey zu rechter zett oder zur vnzeit/straffe/dräuwe/ermane/mit aller gedult vnd lchre.Denn cs wirt eine zeit seyn/da sie die heylsame lehre Nicht leiden werden / sondern nach jren cygcn lüsten werden sie jncn sclbs Lehrer auff- laden/nack dem inen die ohrcn jücken/vnd werden die ohren von der warhcyt men- dcn/vnd sich zu den Fabeln kehren. Du aber sey nüchtern allenthalben leide dich/thu das Merck eines Evangelischen Predigers / richte dein Ampt redlich auß. Denn ich werde schon geopffert/vnd die zeit meines abfcheidens ist fürhanden. Hch hab einen guten Kampffgckempffet / ich hab den lauffvollendet / ich hab glauben gehalten.Hmfurt ist mir beygelegt die Kron der Gercchtigkeyt/welche mir der HERR an jenem tage/der gerechte Rickner/geben wtrdt / Nicht mir aber allein/sondern auch alleri die seine Erscheinung lieb haben. Demas. sz^Lciffige dich/daß du bald zii mir komest. Denn Demas hat mich verlassen/ vnd Krescens. Z^dicse Welt lieb gewonnen/vnd ist gen Thessalonich gezogen / Krescens in Gala- Tttiis. tian/ Titus in Dalmattan / Lucas ist allein bcy mir. Marcum nun Zit dir / vnd brili- Lucas, gejn mit dir/denn er ist mir nützlich zum Dienst. TychicumhabichgcnEphcsumge- Marcns. sandt. Den Mantel den ich zu Troada ließ bcyKarpo/bringe mitwcnndukompff/ Tychicus. vnd die Bücher/ sonderlich aber das pergamen. Alexander der Schmid hat mir viel s böses beweiset / der HERR bezale jn nach seinen wcrcken / für welchem hüte dich auch/ denn er hat vnsern Worten sehr widerstanden. Hn meiner ersten Verantwortung stund niemand bey mir/sondern sie verliessen mich alte/Es sey jnen nichtzugcrechnet. Der HERR aber stund bey mir / vnd stcrckte mich/auffdaß durch mich die predigt bestätiget würde/ vn alle Heyden höreten / vnd ich bin erlöset von deß Löuwen rachen. Der HERR aber wirt mich erlösen von allem vbcl/ anTimochcum. Onesiphorus Emsiub. Trophimus. Eubulus. Pudens. Linus. Klaudia. vbel/ vnd außhelffm zu seinem tzimlischen Reich / welchem sey Ehre von ewigkeyt zu ewigkeyt/Amen. Grüsse Pristan vnd Aquilan / vnd das Hauß Qnesiphori. Erastus bleib zu Ko- Prista. rintho. Trophimum aber ließ ich zu Mleto krarrck. Thue fleiß/daß du vor dem Win- Aquila. ter kämest. Es grüsset dich Eubulus vnd Pudens/ vnd Linus vnd Klaudia/vnd alle Brüder. Der HERR Zhesus Khristus sey mit deinem Geiste/ Die gnade sey mit euch/Amen. Geschrieben von Rom die ander Epistel an Timotheum / da Paulus zum andern mal für den Keyser Nero warddargestellet. Vorrede auff die Epistel H. PaultanTttum. M tst eine kurtze Epistel / aber ktn Außbundt Lhristls Lehre/darinnen allcrley so meisicrüch verfasset ist/dao einem Christen not ist zu wissen vnd zu leben. I. Auffs erste lehret er/wae ein Bischoff oder Pfarrherr für cm Mann scyn sok/ nemlich/der fromvnd gelehrt sey das Euangeliumzu predigen/ vn die falschen Leh- per der Merck vnd Menschengesetzezuverlcgen/welcheallezeitwiderden Glaube» streiten / vnd die Gewissen von der Christlichen Freyheik verführen/ in das Gefengniß-rer Menschen- werck/als sotten sie für Gott fromb machen/die doch kein nütz sind. Il. Im r.Capitel lehret er allerley Skände/Alk/Iung/Frauwen/Manner/Herrn vnd Knechre/wie sie sich halten sollen/als die Christus durch sein sterben erworben hak / zum eygenkhumb. LH. Im z.lehrererdie Weltlichen Herrschafften zu ehren/vnd jnen gehorchen. Vnd zeucht abermal an die gnade/ die vns Christuserworben har/damit niemand dencke/daß esgnug sey gehorsam seyn der Herrschafft/sinremal alle vnsere Gerechtigkeit nichts ist für Gokk.Vnd befihlek die halßstarrigen vndKetzer zumeiden. Ne Epistel Muli anTttum. I.Lap. Paulus srmanet Trtum/das fenrg so erauß fernem befehl kn Creta fürgenommen/rv vollere- hen/daßer nemlrch Lehrer vnd Rrrchendrener rn den Stätten verordne/wre dtcselblgesampt , ren Werbern vnd Binder» sollen geschaffen sexn/ vnd daß den Verführern das Maul müsse ge, stopfst werden. AuluseinSLneKm Alic. Glauben/ in der Liebe / in der gcdult. Den alten Weibern deffelbi- NI gen gleichen / daß sic sich stellen/ wie den Hcyligen ziemet / nicht Lä- » Tim s, sterin seyen/ nicht Welnsäufferin / gute Lehrerin / daß sie die jungen Weiber lehren züchtig seyn / jrc Männer lieben / Kinder lieben /ste¬ tig scyn/keusch/ häußlich/ gütig / jrcn Männern vnderthan / auff daß nicht das wort Gottes verlästert werde. Dessclbrgcn gleichen die jungen Männer ermane / daß sie züchtig seyen. Allenthalben aber stelle dich selbe zum Fürbilde guter werck/mit vnverfälschter Lehre/mit ehrbarkcyt/mit heylsamen vnd vntadcltchem wort/auff daß der widerwer¬ tige sich schäme / vnd nichts habe/ daß er von vns möge böses sagen. Den Knechten/ Knechte, daß sic jrcn Herrn vnderthänig seyen/in allen dingen zu gefallen thun/nicht widerbel- Eph<--- len/nicht vcrvntreuwen / sondern alle gute trcuw crzeigcn/auffdaß sie die Lehre Got¬ tes vnscrs Hcylands zieren m allen stücken. (^^Enn cs erschienen die heylsame gnade Gottes allen Menschen/vnd züchtiget AAns/daß wir sollen verleugnen das vngöttliche wäscn/vnd die weltlichen lü- ^D sist ßEnd^üchtig/gercchtvndGottseliglebentttdieserWelt/vndwartenauffdiese- mZ?cmüuffüg/ lige Hoffnung vnd erscheinung der Herrligkeytdeß grossen Gottes/vnd vnscrs Hey- c lands Zhcsu Khristi/der sich selbe für vns gegeben hat/auffdaß er vns erlösete von al- !fsic ler vnretnigkcyt/vnd reiniget jm selbe ein Volck zum Eygenthumb/das fleissigwere zu Go.-csGc^t/vnd g^^n wercken.Solchö rede vnd ermane/vnd straffe nut gantzem" ernst. Laß dich nie- wand verachten. Uttum. 111. Lap. m. Lap. fexn/vnd dkewerckder Liebe gegen einanderbsvelst«». Daß die Gläubige sich in guten wercken fürtreffenlich nn er ein mal vnd übermal ermanek/gany vnv gar met-- 369 sie/daß sieden Fürsten vndder Oberkeitvn- c pceru / die nicht vu- nütze Leute sind/die zu Nichte rügen / als Munche/ Meß- knechte/re. n/nlcht hadern/" gelinde seyen/ alle sanfftmütigkeit bewei- « len Menschen. Denn wir waren auch weiland vnweise/ li/jrrige/dienend den lüsten vnd mancherley wollüsten/vnd stenk-hr'"/ vnd"--n" nctd/vndhaffettnvnövntcrnander. m,/oder Emmen, frcundtligkeit vnd leutscligkcit Gottes vusers Hcylands/ ' willen der Gerechtigkeit/die wir gcthan hatten/sondern eit machte er vns selig/durch das Bad dcr Widergcburt/ ligen Geisto/welchen er außgcgoffen hat vber vns reichlich/ rn Heyland/Auffdaß wir durch deffelbigen gnade gerecht en Lebeuö/uach der Hoffnung/Das ist je gewißlich war. du' fest lehrest / auff daß die/ so an Gott gläubig sind wor- di-r-u. 1. Tim. den/in eim standt guter wcrck funden werden. Solchs ist gut vnd nütz den Menschen, re .mrck-n vüv Mu. -.Tim.-. Derthörickten fragen aber/der GeschlechtRegistcr/deßzancksvnd streitevber dem Nfty/wLduÄ Gesetz/ cntschlage dich/ denn sie sind vnnütz vnd eytel. Einen Ketzerischen Menschen SauWrrwA meide/wenn er ein mal vnd abcrwal crmanee ist/ vnd wisse/daß ein solcher verkehret ^.hak^akEn- tst/vnd sündiget/als der sich selbe vervrtheilet hat.' dlug.MeCAus! Artemä. Wenn icb zu dir senden werde Attcman oder Tycbrcum/sokom eyleud zumirgen waÄSchl-h?-t/nit Tychicus Mopolin/ Denn daselbst habe ich beschlossen den Winter zu bleiben. Jenan/den wieblephans-». Jenarr. Schrifftgelehrten/vn Apollon/fertige ab mit fleiß/auffdaß inen nichts gebreche. Laß Apollon, aber auch die vnsern lehrnen/daß sie im standt guter werck sich finden lassen' wo man ir bedarff/auff daß sie nicht vnfruchtbar seyen. Eq grüffcn dich alle die mit mir sind. LAALnäT Grüsse alle die vns lieben im Glauben. Die gnade sey mit euch alten/ Amen. Geschrieben von Mcopoli/ in Macedonia. Vorrede auff die -Epistel H. Pauli au Philemon. Qq Die Jest Epistel zeiget ein Meisterlich lieblich Exem. pciKhrMchcrlicbe.DmndasehMivir/ivie S. Paulus sich deß armen Dncsimi annimpt/vnd jn gegen ftinem Herrn vertritt/ mir al¬ lem das er vermag/Vnd stellet sich nicht andcrß/denn als sey er sechs Dnc- simue/odcr sich versündiget habe. Doch thut er das nicht mitgcwalt oder zwang/als er wol recht hetke/ Sonderneustert sich seines rechten/damik er zwinget/daß Philemon sich seines Rechten auch verzeihen muß. Eben wievns Christus gethan hat gc, gen Gott dem Vatter / Also thut auch S» Paulus für -Onesimo gegen Philemon. Denn Christus hat sich auch seines Rechten geeussert/vnd mit liebe vnd demuk den Vatter vberwunden/daß er seinen zorn vnd recht hat müssen lcgen/vnd vnszu gnaden ncmen / vmb Chri¬ stus wrllcn/der also ernstlich vns vertritt/ vnd sich vnser so hertzlich annrmpt/ Senn wir sind alle seine Dnesinri /so wirsgläuben. Epa/ shras. Mam ArrslM chus. DcmK Lucge. an Phüemon. NulusdcracbundcLbri- stt Ihesu/vnd Tullothcu6/der Bruder. Dmo- Phrlcmoni / dem lieben vnd vnserm gehülffcn/md , Apphia/ der lieben / vnd Archippo/ vnserm streitgenos- p»». sen/vnd der Gemeine in deinem Hause. Gnade scy mit euch vnd Friede / von Gott vnserm WA Vatter/vnd dem HERRN Ihesu Khristo. Ich dancke meinem Gott/vnd gedencke dein allezeit r LEH , in memcm Gcbttt/nach dem ich höre von der Liebe vnd dem Glauben/ welche du hast an den HERRN Ihesum/vnd gegen alle Hcyligen/daß dein Glaube/dcn wir mit ein¬ ander habcn/in dir kräffng werdc/durch erkentniß alle deß guten/das ir habt in Khri- stoIhcsu. Wir haben aber grosse frcudc vnd tröst an deiner Liebe/Denn die Hcrtzen der Heyligen sind erquicket durch dich/licber Bruder. Darumb/ wicwol ich habe grosse frcydigkeit in Khristo / dir zu gebieten / was dir Ziemet/So wil ich doch vmb der L;cbc willen nur vcrmancn/der ich ein solcher bin/ ncmlich/ein alter Paulus/nun aber auch ein gebundener Ihcsu Khristi. So cnnane lch dich vmb meines Sons willen Onesi'.ni/ den ich gezcuget habe in meinen banden/ welcher weiland dir vnnütze/ Nun aber mir vnd dir wol nütze ist/den habe ich wider gesandt. Du aber wollest jn/das ist/mein eigen Hcrtz/annemmen. Denn ich woltejn » bey mw behalten/daß er mir an deiner statt dienet in den banden deß Euangelij/Aber on deinen willen wolte ich nichts thun/auff Paß dein gutes nicht wcrc genötigct/son- dernfreywillig. Villetchtaberisterdarumbcinezeitlangvondirkommen/daßdu in ewigwider Hettest/Nun nicht mehr als einen Knecht/sondcrn mehr denn einen Knecht / einen lie¬ ben Bruder/sondcrlich mir/wie viel mehr aber dir beydc nach dem Fleisch/ vn in dem HERRN/So du nun mich hcltcst für deinen Gescllcn / so wöllcstu jn / als mich selbs/ anncmmen.So er aber dir etwas schaden gethan hat/oder schüldig isi/das rechne mir zu. Ich Paulus hab cs geschrieben mit niemer Hand / ich Wils bezalcn / Ich schweige/ daß du dich selbe mir schüldig bist. Ia/lreber Bruder/ gönne mir / daß ich mich an dir crgetze in dem HCRRN/Erquicke mein Hertz m dem HERRN. Ich hab auß Zuversicht deines gehorsame dir gcschrü ben/Denn ich weiß du wirst mchrthun denn ich sage. Daneben bemtmir die Herberge/Denn ich hoffe/daß ich durch euwer Gebett euch geschenckt werde. Es grüssct dich Epaphrae/ mein Mitgefangener in Khristo Ihesu/Marcus/Aristarchus/Dcmas/Lu- cas/metne gehülsten. Die gnade vnsere HERRN Ihesn Khristi sey mit euwrem Geist/ Amen. Geschrieben von Rom durch Onesimum- Domde H. Mero. II. Lap. ii. Lap. Ferrnereermanung zu Gottseligem lebe» vnd wandel, wie man ver Dberkeit so! gehor¬ sam sexn/wa s fr Ampr/wre sich die Rnechre gegen > ren Herrn halten/ vnd wie man vmb veß Ge¬ wissens willen;u Gorr das vnrecht/nach dem Exempel Lyrtstr/letden solle. Z7j M O leget nun ab alle boßhett/vnd allen betrug/ vnd Heu- chcley vnd neid/vnd alles affterrcdcn/vnd seyt girig nach der "ver- nünfftigen lautern Milch/als die jetzt gebornen Kindlin / auff daß jr m-lch / w-iche'st das durch dieselbigeu zunemmet/ So jr anderß geschmackt habt / daß der 2 dcmg'E^ fäs- psalm »8. HERRfteundtlrchist/zuwelchem jr kommenseyt/als zu dem lebendi- !hemfl.!^Ännda'. Matth ä Stein/der von den Menschen verworffcn / aber bey Gott ist er außcrwehlet vnd köstlich. Vnd auch jr/als die lebendige Steine / bauwet euch zum Geistlichen Hause/ vnd zum heyligen Priesterchumb/zuopffern Geistliche Opffcr/die Gott angenem sind/durchIhcsum Khristum. Darumb stehet in der Schrifft: Sihe da / Ich lege einen außerwehleten köstli- L-kor.? chen Eckstein in Aon/Vnd wer an jn gläubet/der sol nicht zu schänden werden. Euch I-saie »8. jr gläubet/ist er köstlich/ den vnglaubigen aber ist der Stem / den die Bauw- Jesaie s. leut verworffen haben/vnd zum Eckstein worden ist/ettt Stein deß anstoffens / VN ein Felß deß ärgemtß/die sich stoffen an dem Wort/vnd gläuben nicht daran/ darauff sie gesetzt sind. b Ir aber seyt das außerwehlete Gcschlecht/das Königliche Priesterthumb/das hey- sxova-. Dolck/das Volek deß Eygemhumbs/daß jr verkündigen solt die tugend/ deß / der euchberuffenhatvonderFinsterniß/zusemm» wunderbaren Liecht. Diejrweiland nicht ein Volck waret/Nun aber Gottes Volck seyt / vnd weiland nicht in gnaden wa- » (Au den tag) Es men wirt. klM«;» leyt m» m »Nakta». Seyt vttdetthan aller Menschlichen Ordnung/ vmb deß HERRN willen/ es sey Äorge» Amm';. demKönige/alsdemOberstcn/oder den Hauptleuten/als den Gesandten von jm/ zur rache ober die Vbelthäter/vnd zu lobe den Frommen. Denn das ist der Wille Got- var werde/Matt.i°. tes/daßjrmitwolthunverstopffetdie vnwiffenhertder thörichken Menschen/als die Freyen/vnd nicht als hettet jr die Freyheit zum deckel der boßheit/ sondern als Die Knechte Gottes. ThutEhrejedermarr. Habrdie Brüderlieb. Fürchtet Gott. Ehret den König. o Ir Knechte seyt vndcrthan mit aller furcht den Herrn/nicht allein den gütigen sphes. vnd gelindcrn/sondern auch den wündcrlichcn. Denn Das ist gnade/so jemand vmb Ta»»»-.' deß Gewissens willen zu Gott das vbel vertregt/vnd leidet das vnrecht.Denn was ist das für ein ruhm/so w vmb mifferhat willen streiche leidet? Aber wenn jr vmb wolchat willen leidet vnd erduldet/ das ist gnade bey Gott. Denn dazuscyt jrberuffen/Sintemal auch Khristus gelitten hat für vus/vud Iehl-r;. vnsein Fürbrlde gelassen/daß jr solt Nachfolgen seinen Fußstapffen. Welcher keine Sünde gethan hat / »stauch kein betrug in seinem Munde erfunden/ welcher nicht widerschalt da er gescholten war/nicht dräuwet da er lcyd/Er stellet es aber dem heim/ der da recht richtet/Welcher vnser Sünde selbs geopfferthat an seinem Leibe/auff dem Holtz/auffdaß wir der Sünde abgestorben/der Gerechtigkeitkbcn. Durch wel- I-ssc-y ches Wunden jr seyt heylworden. Denn jrwäret wie die jrrende Schafe/Aberjr seyt mmbekehrerzudemHrrttnvndBischoffeeuwerGeelen. Qq iij Deffcl- LU. Ephes.4. M Colossz. Ebr« »». saiat.r. Jeden Druder/^cyermaneeucyals die ^remvvnngenvnoxdttgerm/enthaltet oAeuch von Fleischlichen lüsten/welche wider die Seelen streiten. Vnd führet einen guten wandel vnter den Heyden / auff daß die/so von euch affterreden/als von Vbel- belthätern/euwere gute werck sehen /vnd Gott preysen/wenns nun an den tag kom- Ziel. CM m.Lap. 111. Lap. Daß sre Weiber sren Mannern vnderthknig/nlcht von aussen/sondern knnwendig/gezieret ftvn/ die Manner auch vernünsskig gegen >ren Werbern handeln/vnd sonst menniglich gegen einander zu elninüngkeir/liebe/barmhertzigkeir/vnd andern Gottseligen tngenven/gesinnet st^n/vnd ein gutgewissen haben sollen/damtt man mir warheir »rchrs arges von inen sagen kön¬ ne. wie Christus den Geistern gepredigcr. Effelbrgm gleichen sollen die Wetber jren Mnnern vn-ä MWMM dcrrhan seyn/auffdaß auch die/so nicht gläuben an das wort/durch der W,. Weiber wandel/on wort/gewonnen werden /wen sie ansehen euwrcn»Tlmsch r, keuschen wandel in der furcht/ Welcher geschmuck sol nicht außwendig riLUdWZ ftyn mit harsiechten/vnd Gold vmbhengen/odcr Kleider anlegcn/som « dem der verborgen Mensch deß hcrhen^vnverrückt/mit sanfftem vnd stillem Geiste/ ^m md ttchS Dao ist k^ Denn also haben sich auch vorzeiten die heyligen Weiber Mssenrm Glauben geschwückt/die ire Hoffnung auff Gott satztcn/vnd iren Männern vnderchan waren/ " v wiedieSaraAbrahamgchorsamwar/vndhießjnHerr/wclcherTöchterjrworden Genes.», ftyt/so jr wolthm/vnd nicht so schüchter seyt. ÄWWLk Deffelbigen gleichen jr Männer wohnet bey jmn mit vernunfft / vnd gebt dem aberfcsteftyn/vnob Weibischen / als dem schwächsten Werckzcuge/ seine ehr/ als auch Miterben der gnade dcß Lebens/auff daß euwere Gebett nicht verhindert werden. ' ^"Ndtlich aber/scyt allcsampt gleich gcsinnet/ mitleidig/ brüderlich/ barmhertzig/ ! V »'N G°Ü l^ffreundtlich.Vergeltet nicht böses mit bösem/oder scheltwort mit scheltwort / son- " Aber dem dagegen segcnet. Vnd wisset / daß jr dazu beruffen seyt / daß jr den Segen beer- ! steA'nd E mue bet. Denn wer leben Wil / vnd gute tag sehen / der schweige seine Junge/daß sie nichts Psalm 4 ftm böses rede / vnd seine Lippen/daß sie nicht triegen. Er wende sich vom bösen / vnd thue F -c b rmmffk Zuscho gutcs/Er suche Friede/vnd jage jm nach. Denn die äugen deß HERRN sehen auffdie ' -rhAcl Gercchten/vnd seine Ohren auff jr Gebett. Das Angesicht aber dcß HERRN sihet auff die da böses thun. Vnd wer ist / der euch schaden kündte/so jr dem guten nachkomet k Vnd ob jr auch leidet vmb Gerechtigkeit willen/so seyt jr doch selig. Fürchtet euch aber für jrem trotzen nicht/vnd erschreckt nicht/Hcyliget aber Gott den HERRN in euweren hertzen. Seyt aber allezeit bereit zur Verantwortung jedcrman/der grundt fordert der hoffmmg/die ^sa. - m euch ist/vnd das mit sanfftmütigkeit vnd furcht/Vnd habt ein gut Gctvissen/auff daß die/ so von euch affterreden/als von Vbelthatcrn/zu schänden werden/ daß sie ge- schmähet haben euwren guten wandel in Khrtsto. Denn cs ist besser/so es Gottes Wille ist/daß jr von wolthat wegen leidet/denn Matth, s von vbelthat wegen. Sintemal auch Khristus ein mal für vnser Sünde gelitten Hat/ AA.' der Gerechte für die Vngerechten/auff daß er vne Gott opfferte/Vnd ist getödtet nach dem Fleisch/aber lebendig gemacht nach dem Geist. Zn dcmsclbigcn ist er auch hin gegangen/vnd hat geprediget den Geistern im Ge- fcngmß/die etwa nicht gläubtcn/da Gott eins mals harret/vnd gcdult hatte/zudcn zetten Noe/da man die Archa zurüstet/in welcher wenig/das ist/ acht Seelen / bchal- tcn wurden dlwchs Wasscr.Wclchs rrnn auch vns selig macht/in der Tauffe/dre durch Mur. ,».,4 ^und) snxuiu- jenes bedeutet ist. Nicht das abthun dcß vnflats am Flctsch/sondern der" Bund eines guten Gewissens mit Gott/durchdie Anffcrstchung Hcsu Khristi/welcher istztlr M vnd mrs Gottes in den Himmel gefahren/vnd sind jmvndcrthan die Engel/vnd die Gewaltigen/vnd die Krefften. IIII.Lüp. Dtewest Christus im Fleisch für vns gelitten/sollen wir auch leiden an vnferm Fletsche / vnd von allem sündh-ffcigen wesen ablassen. Dieweil auch das ende aller dinge nahe / sollen wir nüchttr stxn zum Gebert/etnander rechte liebe erzeigen/vnd vnschklviger weise zu leiden bereit Jacob 4. Ermanung an die Llteften der Gemerne/vud deßgicichen an dremngen/wie sie sich gegen em-- ander halren/denrktlg vnd nüchtern sexn/auch dem leidigen Teuffet mir festem Glauben wider¬ stehen sollen. Je Eltcstrn/so vnter euch sind/ ermane ich der MitLb KK ste/vnd zeuge der leiden/die in Christo sind/vu theilhafftig der Herr- „ ligkeit/die offenbaret werden sol/weidet dieHcrdeKhrlsti/soeuchbe- Dbers Vslcx z M- fohlen ist/vnd sehet wol zu / nit gezwungen / sondern williglich / nicht si!c§ vmbschendlicheö gewins willen/sondern von yertzrn gründe/ nicht als die" vbers Volek herrschen/fondern werdet fürbilde der Herde. So werdet jr(wm erscheinen wirt der Ertzhirte)die vnverwelckliche Krone der Ehren empfahm. s/er Deffelbigen gleichen jr Amgen seyt vnderthan Den Eltcsten.Allesarnpt feyt vnter «ander vnderthan/vn haltet fest an der demm/Den Gott widersteht den hoffcrüge/ Jacob 4. aber den demütige gibt er gnad.So demütiget euch nu vnter die gewaltige Hand Got- ' tes/dz er euch erhöhe zu seiner zeit.Alle euwre sorg wcrffer auffjn/den er sorget für euch. v-EM/ vn»d Seyt nüchtern vnd wachet/denn euwer Wrdcrsacher/der Teuffel/ gehet vrnbher scy7aßsieÄÄ7s- wie em brüllender Löwe/vnd suchet / welchen er verschlinge. Dem widerstehet fest un , z Qq rrij glauben/ Eil nun Christus im Fletsch für vns gelitten hat/So wapnet euch auch mit demselbigcn sinn. Denn wer am Fleisch leidet/ der höret auff von Sünden/daß er hinfurt/was noch hinderstelliger WU Zeit im Fleisch ist/nicht der Menschen lüsterr / fondcm dem wrllen Gok- tes/lebe. Denn es ist gnug/daß wir die vergangen zeit deß Lebens zu¬ bracht haben nach Heydnischcm willen/ da wir wandelten in vnzucht/lüsten/trun- ckenheit/fresserey/säuffercy/vnd greuwlichen Abgöttercyen. Actor. Dao befrembdet sie/ daß jr nicht mit inen laustet in daffclbige wüste vnordig we- sen/vnd lästern/welche werden rechenschafft geben/dem/der bereyt ist zu richten die Lebendigen vnd dte Todten. Denn dazu ist auch den Todten das Euangelium ver¬ kündiget/auff daß sie gericht werden nach dem Menschen am Fletsch/aber im Geist Gotte leben. Es ist aber nahe kommen das ende aller dinge. prouerb.ro. seyt nun mässig vnd nüchtern Zmn Gebett.Für allen dingen aber habt vnter- a c^Anander eine brünstige Liebe/Dm die Liebe" deckt auch der sündcn menge. Seyt Gastfrey vnternander on murmeln/ Vnd dienet einander / ein jeglicher mit der Gabe de'-l-ßt sicb n-M c" e die er empfangen hat/als die guten Haußhalter der mancherley gnaden Gottes. So 77-7^7/7^7^ jemand redet/daßers rede als Gottes wert. So jemand ein Ampt hat/daßerschu als auß dein vermögen/das Gott darreichet / Auff daß in allen dingen Gott geprei- s^de m-»«-d-ck->^ set werde / durch Ihesum Christ. Welchem sey Ehre vnd gewalt von ewigkcit zu ewig- v-rercg7 keit/AmeN. (Hrye)Dasist/vev R Liebcn/Laffet euch die hitze/so euch begegnet/ nicht befrembdcn (die euch wi- derfehret/ daß jr versucht werdet) als widerführe euch etwas seltzams / sondern das Gow. ^^freuwet euch/ daß jr mit Christo leidct/auff daß jr auch zur zeit der Offenbarung Roni.s. stoter Herrligkeit freude vnd Wonne haben möget. Selig seyt jr / wenn jr gcschmähet werdet ober dem Namen Christi/Denn der Geist/der em Geist der Herrligkeit vnd Gottes ist/ ruhet auffeuch/ bcy jnen ist er verlästert/aber bey euch ist er gepretset. Niemand aber vnter euch leide als ein Morder/oder Dieb/oder Vbclchäter/odcr der in ein' frembd Ampt greiffet. Leideter aber als em Christen / so schäme ersichnit/ (FEb» Ampt) Srech. 0. er ehre aber Gott in solchen; fall. Den es ist zeit/ daß anfahe das Gericht all dem hau- TeÄ att7rm-Kr Jere.rx^st Gottes. So aber zu erst all vns/wao Wils für ein ende werden mit denen/die dem dcns'lsth-nChnste/ Euangelio Gottes nicht gläubcnk Vnd so der Gerechte kaum erhalten wirt/wo wi! ;ns^7f7h777sk prouerb.". hex Gottlose vnd Sünder erscheinen k Darumb/welche da leiden nach Gottes Wil- len/die sollen jm jre Seelen befehlen/als dem trcuwen Schöpffer in guten Wercken. §hmthm7--Ir2 die Welt. I tcm/dlS. Anffrührischen vnd fürwitzigc Prediger/ schädllche vnd sehr- ljcheLeute. Well.-Epistel l.Lap. glaubcn/Änd wiffet/daß eben dieselben leiden ober cuwreBrüder in der Welt gehen. Der Gott aber aller gnade/der vnsberuffen hat zu seiner ewigen tzerrligkctt/in Khristo Hesu/derfelbige wirt euch/ die /reine kleine zett leidet/ voll bereiten / stärcken/ kräfftigcn/gründen.Demselbigen sey ehre vn macht/von cwigkett zu ewigkett/ Amen. Durch euwern treuwcn Bruder Siluanumcals ich achte) hab ich euch ein we¬ nig geschrieben/ zu ermanen vnd zu bezeugen/daß das die rechte gnade Gottes ist/dar- tnnenjrsteher. Esgrüffeneuch diesampt euch außcrwehlet sindzuBabylonia/vnd mein SonMarcus. Grüffet euch vnter einander mit dem kuß der Liebe. Friede sey mitallen/die in Khristo Hesu stnd/Amen. Domdeauff die II. Epistel S. Peters. II. Ise Epistel ist wider dte geschriben/so da meinen/ H der Khristliche Glaube möge on Werck seynDarumberma- net er sic/daß sie durch gute Wercksich prüfen / vnd deß Glaubens gewiß werden/Glnch wie man an den Früchten die Bäume erkennet. Vnd sehet darnach an wider die Menschenlehre das Evangelium zu preisen/daßman daffelbigc allein solle hören/vnd keine Menschenlehre. Denn als er spricht: Es ist noch nie kein Prophccey von Menschen willen H geschehen. Darumb warnet er am-weyten Capitcl für den falschen Lehrern zu- künfftig/diemitwerckenvmbgehen/vnd dadurch Christum verleugnen. Vnddrauwetdenselbigcn hark mitdreyen greuwlichen Exempeln /vnd mahlet sie so eben ab mit jrem geitz/hohmut/fteffcl/hurereychcucheley/daß manö greiffen muß/daß er den heutigen Geistlichen standk meine/dcr alle Welt mit seinem geitz verschlungen/vnd ein ftey ficisthlich weltlich leben freffelich führet, r i l. Im dritten zeiget er/daß der Jüngste tag bald kommen werde / vnd obs für den Menschen tausend jar düncketscyn/ists doch für Gott als ein tag.Vnd beschreibet wie es zugehen wer de amIüngsten tage/ daß alles mit Feuwer verzehret werden sol. Er weissaget aber auch /daß zur selbigen zeit die Leute gantz spöttisch scyn/ vnd nichts vom Glauben halten wcrdcn/wic die Epicurer. >ZH»Vmma/Das erst Capitelzeigek/wiedicChrrstenheit stehen solk/zurzer'rdcßrcinm Euangeli/. ^E^Das zweyt Capitelzeigek/wie sie zur zeit deß Bapsts vn Menschen lehre stehen werde.Das dntt/ ^^^wic hernach die Leute/beyde/Evangelium vnd alle Lehre/verachten/vnd nichts glauben werden/ Vnd das gehet jetzt in vollem schwanck/biß Christus komme. Ate II. Epistel H.Wters. I. Lap. ErMLNUng/daßwir/vemnach vns Gott strnerGöttilchen natur cherlhasftlg gemacht/vn» auch allertugendsollenbcfietsstgcn/vnstrn beruffvnd erwehlungvamlr;u befelhgcn.DerApo« stelthur meldungvonsetnem vorstehenden Tove/zeugk von Lhrtsto vodden gowessenpropheF ceyen/so der hexlig Geist durch Menschen geredk. vnd Apostel Zhesu Khrlstt. Dcnm/die nut vns eben densclbigen thcuwrenGlau- bett vberkommen haben/in der Gerechtigkeit/ die vnser l Gott gibt/vnd der Heyland Hcsuo Khristus. Gott gebe euch vtcl gnade vnd friede durch das crkent- Z Gottes/vnd Hesu Khristi vnsersHERM. Nach dem allerlei- seiner Göttlichen krafft(was zum le- benvnd H. Peters. l.Lap. z-? ben vnd Göttlichem wandel dienet) vns geschenckt ist/durcb die erkentniß deß/der vns beruffen hat/durch seine hcrrligkctt vnd tugcnd/ durch welche vns die theuwre vnd al¬ ler gröffcsten Verheissung geschenckt smd/nemlich/daß/r durch dassclbige theilhafftig werdet der Göttlichen Natur/fo lr fliehet die vergängliche lüst der Welt. So wendet allen euweren fleiß daran / vnd reichet dar in euwercm glauben lü¬ gend/vnd in der tugend bescheidenheit/vndindcrbeschcidenheit Mässigkeit/ vnd in -er Mässigkeit gedult/vnd in der gedult Gottseligkeit/vnd in der Gottseligkeit Brü¬ derliche licbe/vnd in der Brüderlichen liebe gemeine liebe. Denn wo solches reichlich bey euch ist/wirts euch nicht faul noch vnfruchtbar scyn lassen in der erkenntmß vnsers HERRN Zhcsu Khristi. Welcher aber solches nicht hat / der ist blindt/ vnd tappet mit . der hand/vnd vergiffet der reinigung seiner vorigen Sünde. b Darumb/liebcn Brüder / thut desto mehr fleiß/ euwern berrrffvnd erwchlung fest zu machen. Denn wo ir solches thut/werdetjr nicht strauchcln/Vnd also wirt euch reichlich dargereicht werden der eyngang zu dem ewigen Reich vnsers HERRN vnd HcylandsAcsuKhrlsti. (^^Arumb wrl tchs nicht lassen/ euch allezeit solches zu erinnern / wicwol lrs wisset (^Hvnd gestärckct seytin der gegenwcrtigen Warhcit. Den ich achte es billich seyn/ so lange ich in dieser Hütten bin / euch zu erwecken vnd erinnern / Denn ich weiß/ daß ich meine Hütten bald ablegen muß/wie mir dennauchvnser HERR Zhcsus §hri- sius eröffnet hat. Zch wil aber fleiß thun/daßjr allenthalben habt nach memem Ab¬ schied solchs in gedächtniß zu halten. Denn wir haben nicht den klugen Fabeln gcfolgtt/ da wir euch kundt gethan ha¬ ben die krafft vnd zukunfft vnsers HERRN HcsuAhristi/Sondern wir haben seine Herrligkeit selber gesehcn/da er empfieng von Gort dem Vatter ehre vnd preist/ durch rn?rc^'eine stimme/die zu im geschachvondcr grosser: Herrligkeit/dcrmassen: Diß ist mein Luce -°, lieber Son/ gn dem ich wolgefallen habe. Bild drese stimme haben wir gehöret vom Himmel bracht/da wir mit im waren auffdem hcyligen Berge. Wir haben ein festes Prophetisch wort/vnd ir thut wol/daßir darauffachtet/als auffein Liecht/das da scheinet in einem mnckeln ort/biß der tag anbrccb/vn der Mor¬ genstern auffgehe in euwrenhertzen. Vnd das soit ir für das erste wissen/daß keine «.Tim.;. Weissagung in der Schrifft geschihct auß eigener außlegung/Denn cs ist noch nie keine Weissagung auß Menschlichem willen hcrfür bracht/Sondern die hcyligen Menschen Gottes haben geredt/getrieben von dem hcyligen Geist. n.Lap. Von falschen Propheten vnd Lehrern /so vorzeiten gewesen / vnd noch kommen sollen/Wie Vottrm HlmniLl vnd auff Erdendtesänv mchrvngestraffrgagslen/vnv solches noch nicht rhun werde. Von arr vnd eigenschafft der falschen Anllchrtstrschen Lehrer vnd Gotteslästerer/vnv womit sie vmbgehcn/rc. L S warm aber auch falsche Propheten vndcr dem volek/ jE wie auch vnder euch seyn werden falsche Lehrer / die neben eynführen werden verderbliche Secten/vnd verläugncn den HERRN/ der sie er- kaufft hat/vnd werden vber sich felbs führen ein schnell verdammst/ MWWsB vnd viel werden Nachfolgen irem verderben. Durch welche wirdt der weg der Warhcit verlästert werden/vnd durch Geitz mit ertichtcn Worten werden sie an euch handthieren / von welchem das vrtheil von langes her nicht säumig rst/ vnd jr verdammst schläfft nicht. se-es. 7. e, ^XEnn so Gott der Ettgel/die gesündigt haben/ nicht verschonet hat / sondern hat <^LDsie mit Ketten der finsterniß zur Helle verstossen/vnd vbergeben/ daß sie zum Gerichte behalten werden/Vnd hat nicht verschonet der vorigen Welt/sondern de- wareteNoe den Prediger der Gerechtigkeit selb achte/vnd führcte dre Smdflut oder die Welt Mell.TMci ii.Lap. dte Welt der Gottlosen. Vnd hat die Stätte Sodoma vnd Gomorra zu äschen ge- Genes '-, macht/vmbkchm/vnd verdampt / danrit ein Exempel gesetzt den Gottlosen / die her¬ nach kommen würden. Vnd hat erlöset den gerechten Loch/wclchem die schändtllche Leuteallesleidtheten/mitjremvnzüchtigen wandel. Denn dieweil er gerecht war/ vndvnttrjnenwohnct/daßeröschcnvnhörenmußLe/quclcttttsie die gerechte See¬ le von tag zutagnutjrenvnrcchmi wcrckcn. Der HERR weiß die Gottseligen auß der Versuchung zu erlösen/die vngcrcchten aber behalten zum tage deß Gerichtes zu peinigen. Allermeist aber die/so da wandeln nach dem Fleisch/ in der vnreinen tust / vnd die Herrschafften verachten/thürstig/eygensmnig/nicht erzittern die Maiestctenzulä- stcrn/So doch die Engel/die grösser stärcke vnd macht haben/nicht ertragen das lä-s stcrliche Gericht wider sich vom HERRN. Aber sie sind wie die vnvcrnünfftigen Thicr/dievon Natur dazu geborn sind/daß sie gefangen vndgcschlacht werden/lä¬ stern da sie nichts von wissen/vnd werden in jrem verderblichen wesen vmbkommen/ vnd den Lohn der vngcrechcigkeit davon bringen. Sie achtens für wollust/das zeitliche wollcben / sie sind schänd vnd läster/pran- (Aktmose») Die genvoneuwrcn"Allmoscn/praffen mit dem cllwren/haben äugen vollEhebruchö/ Slifft v»d pttbcn- lassen jncn die Sünde nicht wchrcn/locken an sich die leichtfertigen Seelen/Habcn ein rhunNttm euw-r Hertz durchtrieben mit geitz/verfiuchte Leute/vcrlassen den richtigen wcg/vnd gehen jr- Aöä kMn krn' re/vnd folgen nach dem weg Baal/dcß Sons Bosor/wclchem geliebte der Lohn der Baa- t^u'pr°^6o vngcrechtigkeit/hatte aber eine straff seiner vbertrettung/ nemlich/ das stume lastbar Äi/d!r Leule "als Thicr redet mit Menschen siimmc/vnd wehret deß Propheten thorheit. ;unÄch?dcnswö" Dassmd Brunne on Wasser/vnd Wolcken von Windwirbcl vmbgetriebcn/ vu/estrafs7§cn.^ welchen behalten ist ein tunckel Finsterniß in cwigkcit.Denn sie reden stoltze wort / da b ' nlchw htnderist/vndreitzen durch Anzucht zur Fleischlichen lust/diejenigen/die recht entrunncn warcnwnd nun im jrrthumbwandeln/vnd verheissen jnen Freyheit/ so sie sclbs Knechte deß verderbens sind. Denn von welchem jemand vberwunden ist/dcß !!!7'wl^nfle7sÄ^ Knecht ist er worden. " Denn so sie entflohen sind dem vnsiat der Welt / durch die erkänntntß deß HERRN vnd Hcylandö Zhestt Khristi/werden aber widerumb in dieselben geflochten vnd vbcrwunden / W mit jnen das letzte ärger worden denn das erste. Denn es were jnen beffer/daß sie deri weg der Gerechtigkeit nicht erkennt hetten / denn daß sie jn er- kennen/vnd sich kehren von dem heyligen Gebott/das jnen gegeben ist. Es ist jncn wi¬ derfahren das wäre Sprichwort: Der Hund frisier wider was er gcspcycthat. Vnd: Die Sauw waltzet sich nach der schwemme wider im Kot. 111. Lap. Lrmanungzurbeftandrsikcrtlni glaaben.warrmng für etlrckienSpZttern vnd Verächtern der verkcr siunaen vnd dedräuwungcn Gone«/vnv was sie darob zu gcwarten. von ver zukunffr vesi HERRN Lhrlfir zum Ge richre/wie es zugehen/vnd wir vns darauff sollen bere» machen. Iß »st dir ander Epistel / dre ich euch schreibe / fr Lieben/ in welcher ich erwecke vnd erinnere euwern lautern sinn / daß jr gcden- « cket an die wort / die euch zuvor gesagt sind von den heykigen Prophe- Abüttr 2 s7 ten/ vnd an vnscr Gebott/ die wir sind Apostel deß HERRN vnd Hcy- duccer/dir weder diß iandeö» Np Wisset das auffs erst/daß in den letzten tagen komnrcll werden - Spötter/die 'r'N* p-nussag^^ch ASnacl) jrcn cygcn lüsten wandeln / vnd sagen: Wo ist die Verheissung seiner zu- wa'7wa" sic Wöll!!!! kunfft r Denn nach dem die Vätter entschlaffett sind/blechct cs alles / wie es von Iviewirfüraugcnst- anfang der Kreaturi gewesen tst.Aber Mutwillens wöllen sic nit wissen/daß der Him- ' s mcl vor zeitenauch war/dazu die Erde auß Wasser vnd im Wasser bestanden/durch vudWr?^" Gottes Wort/dennoch ward zu der zeit dte Vclt durch ^diesclbrgen mit der Sind- flut H. Pncrs. III. Lap. 374- G-ne^ flut verderbet. Also auch der Himel jetzund vnd die Erde / werden durch sein wort ge- sparet/daß sie zum Feuwer behalten werden/am tage deß Gerichts vnd verdamniß der Gottlosen Menschen. Eines aber sey euch vnverhaltcn /jr lieben/daß ein tag für dem HERRN ist wie ' lmo ^tausendjar/ vnd tausend jar wie eln tag. Der HERR verzechet nicht die Verheissung/ L wie es etliche für einen Verzug achten/sonder er hat gedult mitvns/ Vnd wil nicht/ daß jemand verloren wcrde/sondern daß sich jedcrman zur buffe kehre. Es wirt aber deß HERRN tag kommen als ein Dieb in der nacht / in welchem die Himel zergehen 2§oc^ werden mit grossem krachen/die Element aber werden für Hitze schmeltzen/vnd die Erde/vnd die werck die drinnen sind/ werden verbrennen. So nun das alles sol zergehen/wie sott jr denn geschickt seyn mit heyligemwan- Apoc.». dtt vnd Gottseligem wesen k^Daß jr wartet vndeyletzu derzukunfft deßtages deß HERRN/in welchem die Himel vom Feuwer zergehen/vnd die Element für Hitze zer- Esme schmeltzen werden. Wirwarten aber eines neuwen Himmels/ vnd einer neuwen Er- dcn/nach seiner verheiffung/tn welchen Gerechtigkeit wohmt. ^^^Arumb/meine Lieben/dieweil jr darauff warten sollet /so thut fleiß/ daß jr für vnbesieckt vnd vnsträfflich im Fride erfunden wcrdet.Vnd die gedult vnsers PauülS. HERRN achtet für euwer Seligkeit/Als auch vnser lieber Bruder Paulus/ nach der Weißheit/die jm gegeben ist/euch geschrieben hat/wie er auch in allen Brieffen davon redet. In welchen sind etliche ding schwer zu verstehen/welche verwirren die ungeleh¬ rigen vnd leichtfertigen/ wie auch die andern Schrifften/zujrem eigen verdamniß. Jr aber/meme Lieben/weil jr das zuvor wisset / so verwaret euch/daß jr nit durch jrrthumb der ruchlosen Leute/sampt jnen/ verführet werdet / vnd entfallet auß euwer eygcn Festung. Wachset aber in der gnade vnd crkenntmß vnftrs HERRN vnd Hey- lands Ihcsu Khristi. Demselbigen sey Ehre/nun vnd zu ewigen zeiten/Amen. h Ise erste Epistel S. Johannis ist eine rechtschas- A fene Apostolische Epistel/vnd sott billich bald nach seinem E- uangelio folgen. Den gleich wie er im Euangelio den Glauben treibet/al- so begegnet er in der Epistel denen/die sich deß Glaubens rühmckm/one werck. Vndlehret manchfalkig/wie diewerck mehr aussen bleiben / wo der Welcher alau glaubeist.Bleibensieabcraussen/soistdcr glaube nicht rechtschaffm/son- vernlügen vnd finsiermß. Erthurabcrdasselbigenicht mit treiben auffs Gcseße/wieS. Jacobus Epistel thut/sondern mit reißen/daß wir auch lieben sollen/wie Gott vnsgeliebet hat. Er schreibt aber auch drinnen hart wider die Ccrinther/vnd wider den Geist deß Widerchrists/der dazumal schon anfieng Lhrrstum zuvcr!eugncn/daß ermsFlelsch komen sey/ welche nun allererst recht im schwang achek/Den ob man wolsetzk nicht leugnet mit dem munde öffcntüch/daß Christusins sicisch kcmen fcy/So leugnen sie es doch mit dem hertzcn/mit der lehre vnd leben. Denn wer durch seine werck Warum Ehrt vnd thun wi! from vnd selig werden/der thut eben so vil/als der Christum verleugnet/ sintemal Christus st»s ms FlcA iom darumb ms Fleisch komm ist/daß ervns on vnserc werck/allein durch sein Eluk/from vnd selig machete. men fty. Also streitet die Eprstel wider beyde cheil/wider die/so gar on werck seyn wollen im Glauben/Vnd wider dre/so mit wercken wollen fromb werden. Vnd bchelkvns auff rechter mittel straffen / Daß wir durch den Glauben fromb/vndder Sündeloßwerden/vnddarnach auch/wenn wirnunfromb sind/gu- te werck vnd liebe/vmb Gottes willcn/üben/freyon alles gcsuch. Die andern zwo Episteln seyn nicht Lehre Episteln/sondern Exempel der Liebe vnd deß Glauben/Vnd haben auch einen rechten Apostolischen Geist. Vorrede auff die drcn Lpisicln S. Johannis. Mel. Epistel H. Uo- hanms. I. Lüp. Johannes xevgt von Thrksto/aaffdaß wir auch rn seme Gemeinschafft kommen/Gsttist eis Lischt/ Darumb sollen wtrun Liechr/vnd mcht tn der Ftnstermß/ wa ndeln/den sonst können wir mrtim keinegemelnschaffrhaben.wir sexn alle Sünder/vnv wenn wir vnsere Sünde bekennen/ so vergibt er sie vn». da von Anfang war/- daß wir gehöret haben/das wir gesehen ha- ben mit vriscm augen/das wir bcschauwet haben/ vnd vn- scre Hände betastet haben/vom wort deß Lcbens/Vnd das Lcbenist erschienen/vnd wirhaben gesehen/vnd zeugen vnd verkündigen euch das Leben/ das ewig ist/wclchs war bey dem Vatter/vnd ist vns erschienen. Was wir gesehen Johan.,-. euch/Auff daß auch jr mit vns gemeinschafft habt/ vnd vnsere gcmeinschafft sey mit dem Vatter / vnd mit seinem Son Hesu Khrisio. Vnd solches schreiben wir euch/ auff daß euwcr freu- Ve völlig sey. Vnd das ist die Verkündigung/die wir von im gehöret haben/vnd cuchvcrkün- digen/daß Gott ein Liecht lsi/vnd in im tfi kein finstcrntß. So wir sagen / daß wir gc- Ä- memschafft mit im habcn/vnd wandeln im sinsterniß/so liegen wir/vnd thun nicht die warheit. So wir aber im Liecht wandeln/wie er un Liecht ist/so haben wir gcmcin- schafft vnter einander / Vnd das Blut Hesu Khristi / seines Sons / machet vns rcln von aller Sünde. So wir sagen: Wir haben keine Sünde / so verführen wir vns selbs/vnd die warheit ist nicht in vns. So wir aber vnsere Sünde bekennen / so ist er treuw vnd gerecht/daß er vns die Sünde vergibt/vnd reiniget vns von aller vntu- gend. So wir sagen: Wir haben nicht gesündiget/so machen wir jn zum Lügener/vnd sein wort ist nicht m vns. Meine H.N,ohannts. ii. Lap. z?? 11. Lap. Cknstvs ver etnrg Mttler/wer ln -m sexn wil / derstlbig so! wanvela wie er gewandelt Hat. Vom Gebort ver Liebe/ Vnd daß man mchr die Welt lieben sol. Von der leyreo rett. Vom Wider, chnst/vnd falschen abtrünnigen Lehrern. L MMM Eine Klndlm/solchs schreibe ich euch / auff daß jr Nicht sündiger.Bildobicmandsündiget, Sohaben wir einen Fürsprecher bey dem Vatter / Ihcsum Ahrtst / der gerecht ist / vnd derselbige ist die vcrsünung für vnscr Sünde/ Mcht allem aber für die vnsere/ sondern auch für der gantzen Welt. Vndandemmerckenwtr/daßwirjnken- I»fr 4 nen/so wir seine Gebott halten. Wer dasaget: Ich kennein/vnd Helt seine Gebott nicht/der ist ein Lügcner/vnd in solchem ist keine warheit. Wer aber sein Wort helt/in solchem ist warlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir/daß wir in jm sind. Wer ha saget/ daß er in jm blcibct/dcrsolauchwandeln/gleich wie er gewan¬ delt hat. Vrüder/Ich schreib euch nicht ein neuw Gebott / sondern das alte Gebott/ das jr habt von anfang gehabt. Das alte Gebott ist das Wort/das jr von anfang gehöret habt. Widcrumb/em neuw Gebott schreib ich euch/das da warhafftig ist bey jm vnd Iohan i;. euch/Den die Fittsterniß ist vergangen/vnd das Ware Liecht scheinet jetzt. Wer da saget/Er sey un Ltecht/vn hasset seinen Bruder/dcr ist noch im Ftnstermß.Wer seinen Bruder liebet der bleibet im Liecht/vn ist kein ärgerniß bey jm.Wer aber seinen Bru¬ der hasset/der ist im finsterniß/vnd wandelt im finstcrniß / vnd weiß nicht/ wo er hin- gchet/denn die finstcrniß haben seine Augen verblendet. ^HIebeKindlm/Ich schreibe euch/daßeuch die Sünde vergeben wcrden/durch (^Ascinen Namcn.Ich schreibe euch Vättern/denn jr kennet dcn/der von anfang ist. v Ich schreibe euch Iünglingen/denn jr habt den Bößwichtvberwundcn. Ich schreibe euch Kindern/denn jr kennet den Vatter. Ich habe euch Vattern geschrieben/daß jr ' ' Den kennet/der von anfang ist. Ich habe euch Jünglinge geschrieben/daß jr starck seyt/ vnd das Wort Gottes bey euch bleibet/vnd den Bößwicht vderwunden habt. Habt nicht lieb die Welt/noch was in der Welt ist. So jemand die Welt lieb hat/ in dem ist nicht die liebe deß Vatters.Den alles was in der Welt ist (nemlich/deß«flei- csi-ss«--- kam-» schcs lust/vnd der äugen lust/vnd hoffertigcs leben)ist nicht vom Vatter / sondern von der Welt. Vnd die Welt vergehet mit jrer Lust/ Wer aber den willen Gottes thut/ der 27^8^, bleibet in cwigkclt. gewait/iob /vk obm Inder/es ist die letzte stund/vnd wie jr gehöret habt/ daß der * Widerchrist kom- - D^mct/vnd nun sind viel Wlderchristen worden/dahcr erkennen wir/daß die letzte NKstA«!" ^^stundc ist. Sic sind von vns außgegangen/aber sic waren nicht von vns/Denn chnst. wo sie von vns gewesen wercn/ so weren sie ja bey vtrs blieben / aber auff daß sie offen¬ bar würden daß sic nicht alle von vns sind. e VndjrhabtdteSalbungvondemderHeyligist/vndwissctalles. Ich habeench nicht gcschrtcben/als wüßtet jr die warheit nicht/sondern jr wisset sie/ vnd wisset / daß keine lügen auß der warheit kompt. Werist ein Lügener/ on der da läugnct/ daßIhe- WttderM.sus der§hrift sty k Das ist der Widerchrist/der den Vatter vnd den Son läugnet. »erchrjst fty. Wer ven Son längnet/dcr hat auch den Vatter nicht. Was jr nun gehöret habt von anfang/das bleibe bey euch. So bey euch bleibet was jr von anfang gehöret habt/so werdet jr auch bey dem Son vnd dem Vatter bleiben. Vnd das ist die Verheissung/ die er vns verheissen hat/das ewige Leben. Solchs hab ich euch geschrieben von denen/dte euch verführen. Vnd die falbung/ die jr von jm empfangen habt/ bleibet bey euch. Vnd dürstet nicht / daß euch jemand lehre/sondern wie euch die Salbung allerley lehret/so ists war/vnd ist keme lügen. Vnd wie sie euch gelehret hat/so bleibet bey demselben. Dud nun Kindlin/bleibek bey Rr jm/ Ml.Wstei III. Lap. jm/auffdaß/wenn er offenbaret wirt/daß wir freydigkeit haben/vnd nicht zu schän¬ den werden für jm/in seiner zukunfft. So jr wiffet/daß er gerecht ist / so erkennet auch/ daß/werrechtthut/deristvonjmgeborn. lli.Lap. Von der Liebe Gottes gegen vns/wo bey die Rinver Gottes vnd deß Tenffelszn erkennen/ Von Brüderlicher Liebe. Das Summarisch Gebott Gottes Ist / daß wir an den Rainen Jhest» Lhrlstlglauben/vnV vns vnreretnanver lieben. Ehet/welche klnc Liebe hat vns der Vatter crzetget/daß wir Gottes Kinder sollen heissen,Darumb kennet euch die Welt nicht/ denn sie kennet jn nicht. Meine lieben / wir sind nun Gottes Kinder/ vndistnoch nicht erschienen was wir seyn werden. Wir wissen aber/ wenn es erscheinen wirt/daß wir jm gleich seyn werden/dcnn wir wer¬ den jn sehen wie er ist-Vnd ein jeglicher/der solche Hoffnung hat zu jm/dk reiniget sich/ gleich wie er auch reit» ist. Wer Sünde thut/der thut auch vnrecht / vnd die Sünde ist das vnrecht/ Vnd jr wiffet/daß er ist erschienen/auff daß er vnsere Sünde wegneme/ K vn d ist kerne Sünde in jm. Wer in jm bleibet/der sündiget nicht. Wer da sündiget/der hat jn nicht gesehen noch erkannt. Zndlm/laffct euch niemand verführen.Wcr recht thut/der ist gerecht/gleich wie Av-^er gerecht ist. Wer sünde thut/ der ist vom Teuffcl/ den der Teuffcl sündiget von IoiM.,. ^^anfang. Dazu ist erschienen der Son Gottes/ daß er die werck deß Teuffels zu¬ störe. Wer auß Gott geboren ist/dcr thut nicht sünde/denn sein Same bleibet bey jm/ vnd kau nicht sündigen/denn er ist von Gott gcborn. Daran Wirts offenbar / welche die Kinder Gottes vnd die Kinder deß Teuffels sind. Wer nicht recht thut/der ist nicht von Gott/vnd wer nicht seinen Bruder lieb hat. Denn das ist die Bottschafft/ die jr gehöret habt von anfang / Daß wir vns vn- ter einander lieben sollen/nicht wie Aam/der von dem argen war/ vn erwürget seinen Genese Bruder. Vnd warumb erwürget er jrtt Daß seine werck böse waren/vnd seines Bru- ders gerecht.Verwundert euch nicht/meine Brüder/ob euch die Welt haffct.Wir wis- sen/daß wir auß dem Tode in das Leben komm sind/den wir lieben die Brüder^ Wer I-h-rn.,,. den Bruder nicht liebet/der bleibet im Tode.Wer seine Bruder haffet/der ist ein Tod- " schläger.Vnd jr wiffet/daß ein Todschläger hat nicht das ewige Leben bey jm bleibend. Daran haben wir erkannt die Liebe/daß er sein Leben für vns gelassen hat/ Vnd wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. Wen aber jemand diser Welt Güter hat/vnd sihet seinen Bruder darben/vn d schleußt sein Hertz für jm zu/ Wie bleiber die Liebe Gottes bey jm t Meine Kindlin/lassct vns nicht lieben mit Worten/ noch mit der Aungen/sondern mit der that vnd mit der warhcit. ^-^Aran erkencn wtr/daß wir auß der warheit sind/ vnd kosten vnser Hertz für jm Hiob - Rinderzucht Mer Perms Heister dz EuangeliS milch/ als deß »euwen Te¬ staments Linder Speise, Lnnahnvng/daffwir durch den Glauben/der Verheissung Gotkes/weicheerdemAltvatter Abraham müdem Eide bekrafftrget/ vus chetthaffrrg machen, VI. Lap Darumb NcLpifccl vi.Lap. WWtzW Arumb wollen wir dre Lehre von anfang Lhrtstlrchs -v lebens jetzt lassen/ vnd zur vollkomenhcit fahren/ nicht abermal grundt legen von Buffe der Todten werck/vom glauben an Gott/von der der Lehre/ von Händen aufflcgen/ von der Todten Äusser- ^^^^^stehung/vnd vom ewigen Gerichte. Vnd das wollen wir thun/socs Gott anderst zulasset. Denn es ist vnmüglich/daß die/ so einmal erleuchtet sind / vnd geschmeckt haben die Himlische Gaben/vnd thetlhafftig worden sind dest heyligen Geists / vnd geschme- cket haben das gütige wort Gottes/vnd die kräffte der zukünfftigen Welt/wo sie ab¬ fallen (vnd widerumb jnen selbs den Son Gottes crcutzigen vnd für spott haltenMß sie sollen widcrumb erneuwert werden zur Busse. Denn die Erde/ die den Regen trinckct/der offt vber sie kompt/vnd bequem kram tregct/denen die sie bauwen/empfähet Segen von Gott/welche aber Dornen vnd Disteln treget/ die ist vntüchtig/ vnd dem Fluch nahe/ welche man zu letzt verbrennet. A^^Ir versehen vns aber/jr Liebsten/ bcssers zu euch / vnd daß die Seligkeit näher nm wol also reden.Den Gott ist nicht vngerecht/daß er vergesse euwers wercks vnd arbeit der Licbe/die jr beweiset habt an seinem Minen/ da jr den Heyligen dienetet/vnd noch dienet. Wir bcgcrn aber/daß euwer jeglicher dcnselbtgcn fleiß be-s wclsc/die Hoffnung fest zu halten/ biß ans cnde/Daß jr nicht wanckel werdet/ sondern Nachfolger dere/ die durch den glauben vnd gedult ererben die Verheissungen. Denn als Gott Abraham verhieß / da er bcy keinem grossem zu schweren hatte/ schwur er bey sich selbs/vnd sprach: Warlich/M wil dich segcnen vnd vermehren.Vn also trug er gedult/vnd erlanget die Verheissung. Die Menschen schweren wol bey ei- mm grossem denn sie sind/vnd der Eid machet ein ende alles Haders/dabey es feste bleckt vnter jnen/Aber Gott/da er wolle den Erben der Verheissung vberscbwenglich beweisen / daß sein Raht nicht wancket/hat er einen Eid dazu gechan / Auff daß wir durch zwcy stück/ die nicht wancken(Dcnn es ist vnmüglich daß Gott liegc)eincn star- cken tröst haben/die wir Zuflucht haben/vnd halten an der angebotten Hoffnung / wel¬ che wir haben als einen sichern vnd festen Anckervnser Seele/der auch hineyn gehet in das mnwcndige deß Vorhanges/dahtn der Vorläuffcr für vns cyngcgangen/2he- sus/ ein Hohcrpriester worden in ewtgkeit/nach der ordnung Melchtsedech. v 11. Lap. Vom Melchssedech/wle ee ekno Figur over Furblid deß pnefterthumbs Lhristi/vnV wie weit dieser Hohepriester das Aaronisch oder Leutrisch priesterthumb vnvVpffervberrreffe. Zcscr Melchrscdech aber war ein König zu Salem / ein Priester Gottes deß Alkcrhöhesten/der Abraham entgegen gienge/ da er von der Könige Schlacht widcrkam / vnd segnet jn/ Welchem auch Abraham gab den Ichendcn aller Güter. Auffs erste wirt er" verdol- Melckistdech heisset metscht/cin König der Gerechtigkeit/Darnach aber ist er auch eür Kö- ^G^rechttq' "ig Salem/das ist/ein König deß Fricdes/on Vatter/on Mutter/on Geschlecht/ vnd km/Melchisalöhns hat weder anfang der tage/noch ende deß Lebens/Er ist aber vergleicht dem Son Fncdes/Änü Ä Gottc6/vnd bleibet Priester in cwigkeit. k^^wAede?vnd Schauwet abcr/wie groß ist der/dem auch Abraham/der Patriarch/den Zchcn- ftm^elchistMe^ der eroberten Beute. Zwar/die Kinder Lem/ da sie das Priesterthumb Gott!d"rchdö/lau-cmpfangen/habcsie ein Gebott/den Jehendcn vomVolck/dasist/vottjrenVrüdcrn/ brn/Aomvnvr. ,ielttlncn/nach dem Gesetz/wiewol auch dicselbigen auß den Lenden Abrahe komm smd/Aber dcr/dcß Geschlecht nicht genennet wirdt vnter jncn / der name den behen¬ den von Abraham/vnd segnete den/der die Verheissung hatte. Nun tsts on alles wi¬ dersprechen also/daß das geringer von dem bessern gesegnet wirt. Vnd andleMrccr. v II. Lap. v Vndhlenemmm dm behenden die sterbenden Menschen/aber dort bezeuget er/ daß er lebe. Vnd daß ich also sage: Es ist auch Leui/der den Aehenden nimpt/verzehcn- det durch Abraham/Denn er war je noch in den Lenden dcß Vatters / da jm Melchi- sedech entgegen gieng. St nun die vollkomenheit durch das Lcuitische Priesterthumb geschehen (denn I^vnderdemselbigen hat dasVolck dasGesetz empfangen)was ist denn weiter uor zu sagen/daß ein ander Priester auffkomen solle nach der ordnung Mclchisedech/ vnd nicht nach Verordnung Aaron k Denn wo das Priesterthumb verändert wirt/ da muß auch das Gesetz verändert werden- Den von dem solchs gesagt tst/der ist von einem andern Geschlecht/auß welchem nie keiner deß Altars gepfleget hat. Den es ist ja offenbar/daß vonIuda auffgegangcn istvnserHERR/zu welchem Geschlecht Mo¬ ses nichts geredt hat vom Priesterthumb. Vnd es ist noch klärlicher/Sonach der weise Mclchisedech ein ander Priester auffkompt/welcher mchtnachdem Gesetz deß sieifchlichen Gebotts gemacht ist/son- «ach der krafft deß vnendtlichen Lebens. Denn er bezeuget/ Du bist ein Priester ewlgltch/nach der ordnung Melchrftdech. Denn dam it ivirdt das vorige Gesetz auss- gchaben (Darumb / daß cs zu schwach vnd nicht nütz war / Denn das Gesetz kundte nicht vollkommen machen) vnd wirdt eyngcführtt eine bessere heffnung/durch welche wir zu Gott nahen. o Vnd dazu/das viel ist/nicht on Eid/denn jene sind on Eid Priester worden/ Die- pl» stpMx^udcmEid/durch den/der zu im spricht: Der HERR hat geschworen/vnd wirt jn nicht gereuwen/ Du bist ein Priester in ewigkeit/ nach der ordnung Melchise- dech. Also gar viel eines bessern Testaments außrichtcr ist Hesus worden. «-«.s. Vnd jener sind viel/dte Priester worden/Darumb/daß sie der Tod nicht bleiben ließ.Dieser aber/darumb/daß er bleibet ewiglich / hat er ein vnvcrgänglich Priester- thumb. Daher er auch selig machen kan jmerdar/ die durch jn zu Gott komm / vnd le¬ bet jmmerdar/vnd bittet für sie. Denn einen solchen Hohenpriester soltcn wir haben/ der da were heylig / vnschül- dig/vnbefleckt/von den Sündern abgeföndcrt/vnd höher denn der Himmel ist/ Dem nicht täglich not were/wie jenen Hohenpriestern / zu erst für eigene Sünde Dpffcr zu thun/darnach für deß Volcks sünde/Denn das hat er gechan ein mal / da er sich selbst opfferte.Dmn das Gesetz macht Menschen Zu Hohmprtestern/die da scbwachhcit ha¬ ben/ Diß wort aber deß Eids/das nach dem Gesetz gesagt ist/setzet den Son ewig vnd vollkommen. vm.Lap. Vom Hohenprr'estevthmnb Thristi/km neuwen Testsmsm/vnd abthuvng deß Alte« Testaments/ so vret das eusserUch belangt. As ist nun die Summa/davon wir reden. Wirhakm Gup.4 einen solchen Hohenpricster/der da sitzet zu derRechtcn auffdem Stuk der Maicstet lm Hrmmel/vnd ist em Pfleger dcrhcylrgen Güter/vnd der warhafftigen Hüften/ welche Gott auffgerichtet hat / vnd kein Mensch. Denn ein jeglicher Hoherpncster wrrdt cyngejetzt Zu opffcm Eros. rr. Gaben vnd Opffer/Darumb muß auch dieser etwas haben/ das er opffere. Wenn er ""'7' nun auffErden were/so were er nicht Priester/Dteweil da Priester smd/die nach dem Gesetz die Gaben opffern/welche dienen dem Fürbilde/vnd dem schatten der Hunli- schen güter. Wie das Göttliche antwort zu Mose sprach/da er solte die Hütten vollen¬ den : Schauwe zu/ sprach er/daß du machest alles nach dem Bilde / das dir auff dem Berge gezeiget ist. Nun aber hat er ein besser Ampt erlanget/als der eines bessern Testaments Mit- lerist/ AicEplstcl ix.Lap. lerist/Mlchesauchauffbcssemverheiffungenstehet.Dennsojenes/daserste/vntade-Ierem.z.. lich gewesen were/würde nicht raum zu einem andern gesuchtDenn er tadelt sie/ vnd K saget: Sihe/es kommen die tage / spricht der HERR/Daß ich vber das Hauß Israel/ s vndvberdasHaußZuda/einneuw Testament machen wil/nicht nach dem Testa- ment/das ich gemacht hab mit euwern Dättcrn an dem tage / da ich jre Hand ergreiff/ sie außzuführen auß Egyptenland/ Den sie sind nicht blieben in meinem Testament/ so hab ich jr auch nicht wollen achten/spricht der HERR. Denn dabist das Testament/das ich machenwildem Hause Urael/nachdiesen tagen/spricht der HERR:Zch Wil geben mein Gesetz in jrcn sinn/vnd in jr Hertz wilich es schreiben/vnd wil jr Gott scyn/vnd sie sollen mein Dolck seyn/vnd sol nicht lehren je¬ mand seinen Mhesten/nock jemand seinen Bruder/vn sagen: Erkenne den HEM: Denn sie sollen mich alle kennen/von dem kleinesten an biß zum gröffesten / Denn ich wil gnedig seyn jrer vntugend/vnd jren Sündcn/vnd jrer vngerechtigkeit wil ich nicht mehr gedencken:In dem er saget/einneuwes/machet er das erste alt/Was aber alt vnd vberjaretist/daöist nahe beysemnn enve. IX. Lap. Vaader Hätte vnv priesterndeß alten Testaments / wie der Hohepriester sein Ampt vod Gpfferfärlichverricht/ vnd wie viel vollkommenUcher der HERR Christus/der Hohepriester . »eß neuwen Testaments/dncch sich selbs/da« ewtgwerende Vpffer anff einmal verricht. Shatte zwar auch das erste ferne Rechte / vnd Gottes- dienst vnd eusserliche Heyligkeit. Denneswardaauffgericht dasfir-^^ dertheil der Hütten/darinnen war der Leuchter/ vnd der Tisch/vnd die Schauwbrot/vnd diese heisset die Heylige. Hinder dem andern Für- Hang aber war die Hütte/ die da heisset die allerheyligste / die hatte das gülden Räuchfaß/vnd die Lade deß Testaments/allenthalben mit Gold vberzogen/N '.' . m welcher war die güldene Gelte/ die das Himmelbrot hatte / vnd die Ruhte Aaron/ die gegrunet hatte/vnd die Tafeln deß Testaments. Oben darüber aber waren die Khcrublm der Hcrrligkeit/die vberschatteten den Gnadenstul/ von welchem jetzt nicht zu sagen rst insonderheit. Da nun solches also zugericht war/giengen die Priester allezeit in die fördersten Er-d. '-, Hüttcn/vnd richteten auß den Gottesdiensten die ander aber/ gieng nur ein mal im jar alleine der Hohepriester/nicht on Blut/das er epfferte für sein sclbs vnd deß volcks vnwlssenhcit. Damit der heylige Geist dcutet/daß noch nicht offenbar were der Weg zur Heiligkeit/so lange die erste Hütte stunde/welche muste zur selbigen zeit ein Fürbild seyn/in welcher Gaben vnd Opffer geopffert wurden/ vnd kundten nicht vollkommen 2 machen nach dem Gewissen/den/der da Gottesdienst thut/allein mit Speise vnd Tranck/vnd mancherlei) Tauffe vnd cusserlichcrHcyligkeit/diebiß auff die zeit der befferungsindauffgelegt. ^Hustus aber ist kommen/daß er sey ein tzoherpriestcr der zukünfftigen Güter/^pet-- Z^durch eine grössere vnd vollkommenere Hütten/die nicht mit der Hand gemacht Nk ist/das ist/die nicht also gcbauwet ist. Auch nicht durch der Böcke oder Kelber Blut/ sondern er ist durch sein eygen Blut ein mal in das Heylige cyngcgangen/vnd hat eine ewige erlösung erfunden. Denn so der Ochsen vnd der Böcke blut/ vnd die aschen von der Kue gcsprcnget/ rwm-..-. . heyliget die vnrcincn zu der leiblichen rcinigkeit/ Wie viel mehr wirt das blut Khnsti/ der sich selbs on allen wandel/durch den heiligen Geist/Gotte geopffert hat/vnftr Ge¬ wissen reinigen von den todten werckcn/zu dienen dem lebendigen Gottk Vnd darumb rst er auch em Mitler deß neuwen Testaments/auff daß durch den G«'«"; Tod/so geschehen ist zur erlösung von den vbertrettungen (die vntcr dem ersten Te- stamentwarcn) die/so beruffen sind/das verheissen ewige Erbe cmpfahen. Denn wo em andie-ZHrccr. x.kop. ?8, wo ein Testament ist /da muß der Tod geschehen/ deß/ per das Testament machet/ Denn em Testament wirt fest durch dcntod/anderßhar es noch nichtmacht/wenn der noch lcbct/der es gemacht hat. e Daher auch das erste nicht cm Blut gestifftet ward/ Denn als Moses außgeredt Elor>.-4» HE? von allen Gebotten/nach dem Gesetz zu allem Volek/ naw er Kelber vn Bocks- blut/mit Wasser vnd Purpnrwolle/vnd Zsopcn/ vnd besprenget das Buch vnd alles Volck/vnd sprach: Das ist das Blut deß Testaments/das Gott euch gebotten hat. Vnd die Hütten vnd alles Gerehte deß Gottesdiensts besprenget er deffelbigen glei¬ chen mit Blut. Vnd wirt fast alles mit Blut gereimget/nach dem Gesetz/ vnd on blut vergiessen geschieht keine Vergebung. Go mußten mm der Himlischen dingen Fürbilder mit solchem geretnigct wer¬ den. Aber sie sclbs/die HLmiischen/müssen besser Opffer haben den jene waren.Denn M istus ist nicht eyngegangen in das Heylige/ so mit Henden gemacht ist (welches ist em Gegmbild der rechtschaffnenffondem in den Himmel selbs / nun zu erscheinen für den» Angesichte Gottes/für vns.Auch nicht daß er sich offrmals opffere^gleich wie der Hohepriester gehet alle iar in das Heylige mit ftcmbdem Blut/sonst hette er offc müs¬ sen leider» von anfang der Welt her. Nun aber aw ende der Welt ist er einmal erschie¬ nen durch sein eigen Opffer/ die Sünde auffzuhebcn. . per.;. Dnd wie der» Menscher» ist gesetzt ein malzu sterben/ darnach aber das Gerichte/ Also ist Khristus ein mal geopffert/wegzuncmm Viler Sünde / zurr» andernmal aber wirt er en Sünde erschcinen/denen/die auffjn warten zur seligkeit. X. Lap. Von vnvsttkommenhLlt der Gpffer deß Gesetzes,vnd Vollkommenheit deff (vpsters Jheftr Lhnftt/mrranhnngcndervermanttng/ivtewrL deflelblZLkr gebrauchen/nicht mutwrUlgsündl^ gen/,a noch «llerlex rrübsirl »rrrgevult sollen l erben. L Enn das Gesetz Hat den schatt? von den znkünffttgen gütern/ntt das wesen der güter selbs. Alle iar muß man epffern jmer einerlei) Opffer/ vnd kan nicht Die da opffern vollkommen machen/ Sonst hette das opffern auffgehöret / wo die / so am Gottesdienst sind/kein Gewissen mehr hekten von den sünden/wenn sie einmal ge- rernlgt weren. Sondern es geschieht nur durch dieselbigm em gedcchtniß der sünderi alle jar/Denn cs ist vnmüglich durch Ochsen vnd Bocksblut sünde wegnemmen. ps»lm.4°. Darumb / da er in die Welt kompt/ spricht er: Opffer vnd Gaben hast u nicht ge- wolt/den Leib aber hastu mir zubereitet / Brandopffer vnd Sündopffcr gefallen dir nicht.Da sprach ich:Gihe/ich komme/nn Buch stehet fürnemlich vor; mir geschribm/ daß ich thun sol Gott deiner» willen. Droben als er gesagt hatte/ Opffer vnd Gaben/ " Brandopffer vnd Sündopffer/Hastu nicht gcwolt/sie gefallen dir auch nickt (welche nach den» Gesetz geopffert werden)Da sprach er: Sihe/Ichkomme zu thun Gott dei¬ nen willen. Da hebet er das erste auff/ daß er das ander eynsetze/In welchem willen wir sind gcheyiiget/emmal geschehcn/durch das Opffer deß Lerbs Ihesu Khrtsti. Vnd ein jeglicher Priester ist eyngesetzt/daß er alle tage Gottesdienst pflege / vnd pl-rlm. n°. t>Mmals einerlei) Opffer thu/welche nimmermehr können die sünde abnemen/Diescr aber/da er hat ein Opffer für die sünde geopffert/das ewiglich gilt/sitzt er nun zur rech ten Gottes/vnd wartet hinfort/biß daß seine Feinde Zum Schemel seiner Füsse gelegt werden. Denn mit eine»»» Opffer hat er in ewigkcit vollendet die geheyliget werden. v Es bezeuget vns aber auch der heylige Geist/Denn nach dem er zuvor gesagt hat¬ te: Das ist das Testament/das ichjnen machen Wil nach diesen tagen/spricht der Jerem. HERR: Zch Wil mein Gesetz in jr Hertz geben/vnd in jre sinne Wil ich es schreiben / vnd jrcr sünde vnd jrer vngerechtigkeit wil ich nicht mehr gedencken. Wo aber dcrselbigm Vergebung ist/da ist nicht mehr Opffer für die Sünde. Gs Sowie Tie LMei x. Lap. wir denn nun haben/liebcn Brüdcr/die freydigkeit zum eyngang in das Hei- (xAlige/durch das Blut Hcsu/welchcn er vns zuberctt hat zum neuwen vnd lcben- digcn Wege / durch den Vorhang/ das ist/ durch sein Fleisch/vnd haben einen Hohen¬ priester vber das Haust Gottes/So lasset vns htnzugehcn/mit warhaffttgem hertzcn/ in völligem Glaubcn/bcsprcnget in vnsern hertzen/ vnd lost von dem bösen Gewissen/ vnd gewaschen am Leibe mit reinem wasser/ Vnd lasset vns halten an der bekenntmß der hoffnung/vnd nicht wancken/ Denn er ist treuw/dcr sie verheissen hat. Vnd lasset vns vntcrnander vnscrsclbö warnemmen/mit reisten zur Liebe vnd guten wercken/ vnd nicht verlassen vnsere Vcrsamlung/ wie etliche pflegen/ sondern vntcrnander er- manen/Vnd das so Nil mehr/so ml jr sehet dast sich der tag nahet. Denn so wir mutwillig sündigen/ nach dem wir die crkenntniß der Warheit em- r>M. ,7. pfangen haden/haben wir fürter kern ander Opffer mehr für die Sünde/ sondern cin schrecklich warten deß Gerichts, vn deß ftuwerv eiffer/ der die widerwcrtigen verzercn wirt. Wen jemand das Gesetz Mosi brrcht/dcr muß sterben on barmhertzigkeit/durch zwen oder drey zeugen/Wie vil nreinct w crger straff wirt der verdienen/ der den Son o Gottes mit süssen tritt/vnd das Blut deß Testaments vnrein achtet / durch welches er gcheyltget ist/vnd den Geist der gnaden schmehett Denn wir wissen den> der da saget: Die Rach ist mein/M Wil vcrgclten/sprtcht der HERR. Vnd abermal/ Der HERR rrom.^ Wirt sein Volck richten. Schrecklich ists in die hende deß lebendigen Gottes zu fallen. Gedencket aber an die vorigen tage/in welchen jr erleuchtet / erduldet habt einen grossen kampffdeß leidcns/zum theil ftlbs/durch schwach vn trübsal ein Schauwspiel worden. ?um theil gemeinschaffr gehabt mit denen/den es also gehet. Dcnn tr habt nut meinen banden mitleiden gehabt/vnd den Raub euwer gütermit freuden erdul- « det/ Als die jr wisset / daß jr bey euch selbs eine bessere vnd bleibende Hab im Hrmmcl habt. "Werffet euwer verträumen Nicht weg/welchs eine grosse belohnung hat. Gc- dult aber ist euch not/auffdaß jr den willen Gottes thut/vnd die Verheissung empfa- v het. Denn noch vber eine kleine weile so wirt kommen/der da kommen sol/vnd nit ver- ziehen. Der Gerechte aber wirt deß glaubens leben. Wer aber weichen wirt/an dem . Wirt meine Seele kein gefallen haben. Wir aber sind nicht von denen / die da weichen sT vnd schiklchtdavoi,. ptty perdamptwcrden/sondernvondcnen/dtedaglauben/vnd die Seelen erretten. xi.Lap. was der Glaub/ vnd wie kraffüg er sey. a C5erttg)Dnsist/sie ist i» schwangt ge< brache/daß ste gehet bud steh« »ach Got- . . . . - welchen cr zcugniß vbcrkomen hat/daß er gerecht scy / da Gott zeugctc von seiner ga- «»-uKS'-». be/vnd durch dcnsclbiacn redet er noch/ wicwol er aestorbcn ist. (Auß nicht)Das btestehet/inuiitbi- 1ibu8 , heissen wir niedre/ vnd ist auch noch nichts / brß es grschchcr. S ist aber der Glaube eine gewisse zuverstcht/deß/das» man hoffet/ vnd nicht zweiffcl an dem / das man nicht sihet. Durch dcnhabcn die Altenzeugniß vbcrkomen. Durch den Glauben wer- Genese, ckcn wir / daß die Welt durch Gottes wort" fertig ist/daß alles was man sihet/ auß Nichte worden ist. Durch den Glauben hat Abel Gott ein grosser Spffer gethan denn Kain/ durch Ml. be/vnd durch dcnsclbigcn redet er noch/ wicwol er gestorben ist. Durch den Glauben ward Enoch weggcnommen/daß er den tod nicht sehe/ vnd Enoch, ward nicht erfunden / darumb daß jn Gon wcgnam. Denn vor seinem wegnemmcn ^"'s hat er zeugniß gehabt/daß er Gott gefallen habe. Aber on Glauben ist vnmüglich Gott gefallen. Denn wer zu Gott kommen wil/der muß gläuben/ daß er scy/ vnd de- ncn/die jn suchen/cin Vergelter seyn werde. Durch den Glauben hat Noe Gott gcchrct / vnd die Archa zubereitet / zum Hcyl Noe. seines Hauses/da er ein Göttlichen befehl cmpficng von dem/das man nochntchtsa- He/Durch welchen er verdampt die Wclt/vnd hat ererbet die Gerechtigkeit/ die durch den Glauben kommet. andte-§6rcer. XI. Lap. 5S2 Abrahä. (c^^Vrch den Glauben ward gehorsam Abraham/da er beruffen ward/ außzuge- Genes», (^^henin das Land /vas er ererben solte/vnd gteng auß/vnd wußte nicht wo er hin käme. v Dlrrch den Glauben ist er ein FrembDling gewesen in dem verheissen Lande / als in einem frembdcn/vnd wohnet m den Hütten mit Isaac vndIacob/denMiterbcn dersclbigcn Verhcissunge.Dcnn er wartet auffeine Statt/die einen grundt hat/wel- cher Bauwmetstcr vnd Schöpffer Gott ist. Sara. Durch den Glauben empsieng auch Sara krafft/daß sie schwanger ward / vnv Gcnes. r«. gebar vbcr die zeit ires alters/ Denn sie achtet in treuw / der es verheissen hatte. Dar- Genes. ,r. umb sind auch von etnem/wicwol erstorbens Leids/vil gcborn/wie die stern am Him- mcl/vnd wie der Sand am rande dcß Mecrs/ocr vnZchlich ist. Disc alle sind gestorben im Glauben/vnd haben die Verheissung nicht empfan- gcn/sondcrn sic von fcrrnen gesehen, vn sich der vertröstrt/vn wo! benügen kaffen/vnd bckannt/daß sie Gäst vnd Fremvdlmgc auffErden sind. Denn die solches sagen / die geben zu verstehen/ daß sie ein Vattcrland suchen.Vnd zwar/wo sie das gemeinct het- ten/von welchem sie waren außgezogen/hatten sie ja zeit wider vmbzukehren. Nun aber begcren sie eines bessern/ Nemlich/cincs Htmüschen. Darumb schämet sich Gott ir ntcht/zu heissen ir Gott/Dcnn er hat inen eine Stattzuberett. Durch den Glauben opfferte Abraham den Isaac/da er versucht ward/vnd gab Isaac. NA'», dahin den cmgebornen/da er schon die Verheissung empfangen hatte/von welchem ge¬ sagt war: In Isaac wirdt dir dem Samen geheissen werden. Vnddachte/Gottkan auch wol von den Todren erwecken. Daher er auch in zum Fürbild wider nam. o Durch den Glauben segencte Isaac von den zukünfftigen dingen den Jacob vnd Jacob. Genesis. Esau. Dirrch Den Glauben segencte Iacob/da er starb/beyde Sön Josephs/ vnd nci- Esan. get sieb gegen seines Scepters spitzen. Genes. r°. Durch den Glauben redet Joseph vom Außzug der Kinder Israel/da er starb/ Joseph, vnd thct befehl von seinen Gebeinen. Exov.». (^xVrch den Glauben ward Moses/ da er gcborn war / drey Monden verborgen Moses. <^Nvon seinen Eltern/ darumb daß sie sahen/wie er ein schön Kind war/vnd furch¬ ten sich nicht für deß Königes Gcbott. Durch den Glauben wolt Moses / da er groß ward/ nicht mehr ein Son heissen der Tochter Pharao / vnd erwehlet vil lieber mit dem Volck Gottes vngemacb zu lei¬ den/ denn die zeitliche ergetzung der fänden zu haben/ Vnd achtet die schwach Khristi für grösser Reichthnmb/denn die Schätze Egypti. Denn er sähe an die belohnung. Durch den Glauben verließ er Egypten/vnd furchte nicht deß Königes grimme/ Denn er hielt sich an den/dcn er nicht sahe/als sehe er in. «xsv.». Durch der, Glauben hielt er die Ostern vnd das Blutgieffen/auff daß/ der die Erstcngeburten würgete/ sie nicht treffe. Llsv. .4. Durch den Glauben gicngen sie durch das rote Meer/ als durch trocken Land/ welches die Egypter auch versuchten/ vnd ersoffen. Iss».-. Durch den Glauben fielen die Mauwrcn Jericho/ da sie siben tage vmbher ge¬ gangen waren. v Durch den Glauben ward die Hur Rahab nicht verloren mit den ungläubigen/ Rahab. '' da sie die Kundtschafftcr freundtlich anffnam. Iuv.4 -.-r. tz-?ENd was sol ich mehr sagenk Die zeit Würde Mir ZU kurtz/wenn ich solte erzehlen Da», r. o^von Gedcon/vnd Barac/vnd Samson/vrrd Icphthahe/ vnd Dauid/ VN Sa- muel/vnd den Propheten/ welche haben durch den Glauben Königreich bezwungen/ Gerechtigkeit gcwlrcket/die Verheissung erlanget/ der Leuwen rachen verstopfst/ deß « seuwers krafft außgelescht/deß Schwerts schcrpffe entrunnen/seind krcfftig worden auß der" schwachheit/sind starck worden in» streit / haben der frembdcn Heer danider n?r?affc2r' ,.R-g. »7.'-. gejagt. Die Weiber haben ire Todten von der Aufferstehung wider genommen. w Ss ij Die WEpistcl xii. Lap. Die andern aber sind zurschlagen/ vnd haben keine Erlösung angmomen/Aiiff r par .4. daß j ie die aufferstchung/die besser ist/erlangetcn. Etliche haben spott vnd getsseln er- litten/dazu Band vnd Gefengniß. Sie sind gesteiniget/zuhackt/zustockcn/durchs schwere gctödtct. Sie sind vmbher gegangen in Bcltzcn vn Jigenfcllen/ mit mangel/ mit trübsal/mit vngemach/der die Welt nicht wehrt war/vnd sind im elend gegangen in den Wüsten/auff den Bergen/m den Kläfften vnd Löchern der Erden. Diese alle haben durch den glauben zeugniß vberkommen / vnd nicht empfangen die verhetssung/darumb/daß Gott etwas bessere für vns zuvor versehen hat / daß sie nicht on vns vollendet würden. Xll.Lap. Ernstliche ermammg/daß wir im kampffwider die Sünde / Welt vnd Fleisch /in allem lei¬ den sollen bestendigsexn/mit a»;etgung/war;u das leiden vnd die straffe/so Gort vber die fei¬ nen kommen leßr/nüyvnd dienstlich seye. L^WMAmmbauchwrr/dtewerlwirsolchm Haussen zeugen ^^^M5)M vmb vns haben/lasset vns ablegen die sünde/so vns immer anklebt cE vnd träge macht/ Vnd lasset vns lauffcn durch gedult in dem kampffl , auffHesum/denanfcngcrvnd Vollender deß Glaubens/welcher/da er wot hcttemögen freudeha¬ ben/ erduldet er das Kreutz/ vnd achtet der schände nicht/ vnd ist gesessen zur Rechten auffdem Stul Gottes.Gedencket an dcn/der ein solche widersprechen von den Sün¬ dern wider sich erduldet hat/daß jr nicht in cuwerm mut matt werdet/vnd ablasset. Denn jr habt noch nicht biß auffsBlut widerstanden vber dem kempffcn wider die Sünde/vnd habt bereit vergessen deß trostcs/der zu euch redet/als zu den Kindern: Mein Son/achte nicht gering die Züchtigung deß HERRN / vnd verzage nicht wenn pw«erb.;. du von jm gestrafft wirst. Denn welchen der HERR lieb har/dcn züchtiget er/erstem pct aber einen jeglichen Son / den er auffnimmet. Sojrdte Züchtigung erduldet/so erbeut sich euch Gott als Kindern. Denn wo ist ein Son/den der Vatter nicht züchtigcttSeyt jr aber on Züchtigung/ welcher sie al¬ le sind theilhafftig worden/soscytjrBastartvnd nicht Kinder. Auch so wir haben vnsere leibliche Vättcr zu züchtigcrn gehabt/ vnd sie gcschcuwet/ solten wir denn nicht viel mehr vnderthan scyn dem Geistlichen Vatter/daß wir leben k Vnd jene zwar hm v ben vns gezüchtigct wenig tage nach jrem düncken/ Dieser aber zu nutze/auff daß wir seine Heyligung erlangen. Alle Züchtigung abcr/wcnn sie daist/düncketsie vns nicht freude/sondern trauwrigkcit seyn. Aber darnach wirt sie geben eine fricdsame frucht der Gerechtigkcit/dcnen/die darnach geübt sind. (^^Arumb richtet wider auffdte lässigen Hende/vnd die müden Knie/vnd thut ge- ^^wiffentrtttMcuwerettfüffcn/daßnltiemandstrauchele wie ein lamer/son- dem vtl mehr gesunde werde. Zaget nach dem friede gegen jcderman/vnd der tzcyli- gung/on welche wirt niemand den HERRN sehen/vnd sehet drauff/daß nicht jemand AA- Gottes gnade verscume. Daß nicht etwa ein bitter Wurtzel auffwachse/ vnd vnftiede anrtchte/ vnd vil durch dresclbigen vcrvnreiniget werden. Daß nicht jemand sey ein Hurcr oder ein Gottloser / wie Esau/ der vmb einer Speise willen seine Erstegcburt vcrkauffte. Wisset aber / dass er hernach/ da er den Segen ererben wolte/vcrworffcn ist/Denn er fand keinen raum zur Buffe/ wicwol er sic mit threnen suchte. Denn jr seyt nicht komm zu dem Berge den man anrüren kundte/vnd mit feuwer brante/noch zu dem tunckel/vn finsterniß vn vligcwitter/ noch zu dem hall der Posau- nen/vnd zur sttme der wort / welcher sich wegerten die sie hörcten/ daß jncn das wort ja nit gesagt würde/Denn sie mochtens nit ertragen was das gesagt ward. Vn wenn ein Thier den berg anrürct/solt es gesteinigt / oder mit einö Geschoß erschossen werd?. Vnd also erschrecklich war das gesichte/dzMoscs sprach:Zch bin erschrocken vn zittere. Sondern an die-Meer. xm.Lap. ;S? Sondern jr seyt kommen zu dem Berge Aon / vnd zu der Statt deß lebendigen Gottes/zu dem Himlischen Zerusalem/vnd zu der menge vtler tausend Engele/vnd zu der Gemeine der Erstgebornen / die im Himmel angeschriben sind / vnd zu Gott dem Genes. 4- Richter vbcr alle/vnd zu den Geistern der vollkommen Gerechten/vnd zu dem Mitt¬ ler deß neuwcn Testaments Zhesu/vnd zu dem Blut der Bcsprengunge/das da bester redet denn Habels. ^MEhetzu/daßireuchdeßnichtwegert/der daredet. Denn so /ene nicht entflohen sich wegerten/da er auff Erden redet/Vtel weniger wir / so wir vns deß wegcrn/ der von; Himel redet/ welches stimme zu der zeit die Erde beweget. Mn aber verheisset er/vn spricht: Noch ein mal wil ich bewegen/ nicht allein die Erden/sondern auch den Himmel. Aber solche noch einmal/ zeigt an / Daß das bewegliche sol verän- Deot. 4. dert werden/als das" gemacht ist/auffdaß da bleibe das vnbewcgliche. Darum/ die- « weil wir empfahen ein vnbcweglich Reich/ haben wir gnade / durch welche wir sollen Er Gott dienen/jm zu gefallcn/mtt zücht vnd furcht / Denn vnser Gott ist ein verzehrend "" Feuwer. xm.Lap. Vtl schöner Lehre/wt'e man Lhrtfrltch leben sol. Vom Gpffer Lhnstl/vnd wie wir sm hinwi, der mik ü-pffern dienen sollen. Gastfrei) zu sepn Genest.,?. vergesset nicht/Denn durch dasselbige haben etliche on jr wissen En- gel beherberget. Gedencket der gebundenen/als die mitgebundene/ vnd dere/die trübsal lerden/als die ir auch noch im Leibe lebet. Die Ehe sol ehrlich gehalten werden bey allen / vnd das Ehebett vnbefleckt. Die Hurer abcr/vnd die Ehebrecher/ wirt Gott richten. Jos«. Der wandel sey on geitz / vnd lasset euch benügen an dem das da ist/ Denn er hat xsal r-.»s. gesagt: Ich wil dich nicht verlassen noch verseumen. Also/daß wir thüren sagen: Der HERR ist nrein Helffer / vnd wil mich nicht fürchten / was solt mir ein Mensch thunk Gedencket an euwcr Lchrer/die euch das wort Gottes gesagt haben/welcher ende schauwet an/vnd folget ircm Glauben nach. N"" * ^^tHesus Khrlstus/gestern vnd heute/vnd dcrsclbige auch in ewigkeit. Lasset euch M^nit mit mancherley vnd frembden Lehren vmbtreibcn. Denn es ist köstlich ding/ daß vas Hertz feste werde/welches geschieht durch gnade/nicht durch «speisen/davon (Spels-L^asiff, Leult 4. keinen nutz haben / so damit vmbgehen. Wir haben einen Altar/davon nicht macht haben zu essen die der Hütten pfiegen.Denn welcherThiercr blut getragen wirt durch !l-kder'^hrn?/mA den Hohenpriester in das Heylige für die Sünde/derselbigenLeichnam werdender- glaube». brannt äusser dem Läger. Darumb auch Zhesus/auffdaß er heyligte das Volek durch sein eigen Blut/Hat er gelitten aussen für dem Thor. So lasset vns nun zu im hinauß »->> Mich -, gchcn/ausser dem Läger/vnd seine schwach tragcn/Denn wir haben hie keine bleiben- de statt/ sondern die zukünfftige suchen wir. v So lasset vns nun opffern durch in das Lobopffer/Gott allezeit/das ist/ die frucht Opffer. derLippcn/dieseinenMmcnbekennen.Wolzuthunvnd mitzutheilen vergesset nit/ Denn solche Opffer gefallen Gott wol. Gehorchet euwern Lehrern/vnd folget inen/Denn sie wachen vber euwere See- len/alsdterechenschafft dafür geben sollen/Auff daß sie das mit freudenthun/vnd nicht mit seufftzen/denn das ist euch nicht gut. Betet für vns. Vnser tröst ist der/daß wir ein gut gewissen haben/ vnd fleissigen vns guten wan¬ del zu führen bey allen. Zchermane aber zumvberfluß/solchszuthun/auffdaßich auffs schierest wider zu euch komme. ' Gott aber deß Frtdes/der von den todten außgeführet hat den grossen Hirten der Ss iij Schafe/ NeWstcl xiii.Lap. Schafe/durch das blut dcß ewigen Testanicnts/vnsern HERRN ^hesum/ der mache euch fertig in allem guten werck/zu thun seinen willen / vnd schaffe in euch was für jm gesellig ist/durch Hesum Khrtst/welchem scychre von ewtgkettzu cwigkeit/Amcn. Zeh crmane euch aber/ltcbcn Brüder/Haltct das wort der ermanung zu gut/denn Timotheus, ich hab euch kurtz geschrieben. Pisset daß der Bruder Dmochcuo wider ledig ist / mit wclchem/so er bald kompt/wil tch euch schen-Grüffet alle euwrc Lchrcr/vnd ailc Heili» gen. Ls grüssen euch die Brüder auß Ztalia.Die gnade sey mit euch allen/ Amen. Geschrieben außAalia/durchDmotheum. Vorrede auff die Epistel Na- cobt vnd Jude. Ainpt eines Apo¬ stels. p r-üfestem aller Bsicher. Jese Epistel S. Jacobs/wtewol ftk von den Ab reu verworffen ist/lobe ich/ vnd halte sie doch für gut/darumb daß sie gar kein Men schen Lehre setzt/vnd Gottes Gesetz hart treibet. Aber daß ich meine Meinung darauff stelle / doch on jedcrmans nachtheil/achte ich sie für keines Apostels Schrifft. Vnd ist das meine vrsache: Auffs crst/Daß sie stracks wider S. Paulum vnd alle andere Schrifft den wercken die Gerechtigkeit grbt/vnd spricht: Abraham seyauß seinen wercken gercchtworden/daer seinen Son opffcrt. So doch S. Paulus Rom.4.dagegen lehm/Daß Abraham onewcrck sey gerecht worden/al-- lein durch den Glauben/ vnd beweiset das mit Mose / Gencs, is. ehe denn er seinen Son opfferr. Ob nun dieser Epistel wol möchte gcholffen/vnd solcher Gerechtigkeit der werck eine glose stunden werden/kan man sie doch darinne nicht schützcn/daß sie den Spruch Mose/ Gene.is. (wclcherallein von Abrahamsglaubcn/vnd nit von seinen wercken/sagt/wie jnS. Paulus Rom.4. führet) auff die wcrck zeucht/ Darumb dieser mangel schleußt/ daß sie keines Apostels sey. Auffs ander/daß sie wil Christen Leute lehren / vnd gcdcnckt nit einmal in solcher langen lehre deß leidens der aufferstehung/deß Geistes Christi.Er nennet Christum etlich mal/Aber er lehret nichts von sm/ssndern sagt von geineinem glauben an Gott-Denn das Ampt eines rechten Apostels ist/da ß er von Christus Letden vnd Aufferstehung/vndAmpt/predige/ vnd lege deffclbigen Glaubens grundk/wieer selbe sagk/Iohan.is. Irwcrdctvon mir zeugen.Vnd darinn stimenattcrcchLschaffcnehcylige Bücher vber eyn/daß sie alle sampt Christum predigen vnd treibcn.Auch ist das der recht Prüfcstcm alle Bücher zu tadein/wenn man sihek/ob sie Christum treiben oder nicht/ Sintemal alle Schrifft Christum zeiget/ Rom.z.VndS.Paulusnichksdcnn Christumwisscn wil/i.Cor.r.Wae Christum nutzt lehret/ das ist noch nicht Apostolisch/wenns gleich S- Petrus oder Paulus lehret. Widerumb/was Christum prcdiget/daswereApostolisch/wcnns gleich Iudas/Hannas/Pslatus/vndHerodee/thet. Ader diser Jacobus thuk nicht mchr/denn treibet zu dem Gesetz vnd seinen Wercken/ vndwirfftso vnordig eins ins ander/Daß mich dünckck/es sey irgend ein gut ström Maü gewesen / der etliche Sprü¬ che von der Aposteln Jünger gefaffet/vndalso auffsPapyrgcworffcn hat-Oder ist vielleicht auß seiner predigt von einem andern beschrieben. Er nennet das Gesetz/ein Gesetz der Freyhcit/so es doch S.Pau- lus ein Gesetz der Kncchtschafft / deß Iorns/dcß Lodcs/vnd der Sünde/nennet. Vber das führet er die Sprüche S-Petri/Die liebe bedecket der Sünden mcnge.Itcm/demütigc euchvnterdieHandGottcs.Item/SPaulusspruch/Gal.s. Den Geist gelüstet wider das Fleisch/ sodoch S.Iacobus zeitlich von Herodes zu Jerusalem vor S-Peter getödtet war/daß wol scheinet/ wieerlengestnach S. Peter vnd Paulgewesen sey. Summa/Er hat wollen denen wehren/die auff den Glauben on werck sich verliessen/vnd ist der fachen zu schwach gewescn/Wil es mit dem Gesetzkreiben außrichtcn/ daß die Apostel mit rcitzen zur lrcb außrichtcn. Darumb kan ich jn nichtvntcrdie rechten Häuptbüctzcr setzen/Wrlabcr damit niemand wehrcn/daß er jn setze vnd hebe wie es jn gelüstct/Dmn viel guter Sprüche sonstdarinncn sind. Je Epistel aber S. Judas kan niemand leugnen/daß sic ein Außzug oder Abschrifft ist S. Pe- ^v)tcre ander Epistel/so dcrselbigcn alle wort fast gleich sind. Auchsorcdctcr von den Aposteln/ <^^als ein Jünger lcngest hernach. Vndführct auchSprüch vnd Geschieht die in der Schrifft nirgend stchcn/welchs auch die alten Vatter bewegt hat/dise Epistel auß der Haupkschrrfft zu wcrffen. Dazu so ist der Apostel Judas in Griechische Sprach nicht kommen/sondern in Pcrscn Land/als man sagt/daß er ja nicht Griechisch geschrieben hat. Darumb ob ich wol sie preise / ists doch eine vnnötige Epistel vntcr die Häuptbüchcr zu rechen/die dcß G lau- bens grundt legen sollen. Die Nie Epistel H. Aacoöt. i.Lap. 384 Vermanung ;ü gedult in letden/vnd daß man Gottün Glauben vn;weiffenllch bitten söl. Gott versucht niemand ;»m bösen, wtrsollen nit allein Zuhörer/sonvern auch thäter Veß wort«/ seyn. was rechter Gottesdienst sex. W Les/vnd deß HERRN JhesuKhnstt. Den zwölffGeschlechttrr/dte da sind hin vnd her.Freude M' zuvor. Mcoöus/cmAncBtE>ot ^L^Einc lieben Brüder/achtet es eitel freude/wenn jr in O^^Hmancherley anfechtung fallet/ Vnd wisset / daß euwer o^^Glaube/so er rechtschaffen ist/ Gedult wirckct/ Die ge- dulc aber sol feste bleiben biß ans ende/Auffdaß jr seyt vollkommen vnd gantz/vnd kei¬ nen mangel habt. matth.7.rr. So aber jemand vnter euch Weißheit mangelt / der bitte von Gott/ der da gibt Iohanas. ejrssMMh jederman/vnd rückcts niemand auff/So wirt sie jm gegeben werden.Er bitte aber im Glauben/vnv zweiffel nicht/ Denn wer da zweiffelt/der ist gleich wie die Meerswoge/die vom Winde getrieben vnd gewebt wirt.Solcher Mensch dencke nit/ daß er etwas von dem HERRN empfahen werde." Ein Iweiffcler ist vnbestendig in (E,„;weiff-ker) allen seinen wegen. ^enmMaubenm« Ein Bruder aber der nidrig tst/rühme sich seiner höhe/vnd der da reich ist/rühme mancherl^an! 7»- 4°. sich seiner nidrigkett.Denn wie ein Blume deß Grases wirt er vergehen/Die Sonne auff/-.Tim"?Lc7. M4,' gehet auffmit der Hitze / vnd das Graß vcrwelcket/ vnd die Blume fellt ab / vnd sein schone gestalt verdirbet/Also wirt der reiche in seiner Habe verwelcken. -rkmnWß'dcr Selig ist der Mann/der die anfechtung erduldet/ Denn nach dem er bcwärt ist/ wirt er die Krone deß Lebens empfahen/welche Gott verheissen hat denen / die jn lieb haben. Niemand sage/wenn er versucht wirt/daß er von Gott versucht werde/Denn Gott ist nicht ein Versucher zum bösen/er versucht niemand. Sondern ein jeglicher wirt versucht / wenn er von seiner eigen lust gereitzet vnd gelockt wirt / darnach wenn die lust empfangen hat/gcbiert sie die Sünde/die Sünde aber wenn sie vollendet ist/ gebiert sie den Tod. prouerb.r7. ^ARrct mcht/licbcn Brüder/Me gute gäbe/ vnd alle vollkommene gabe/kompt MDvon oben herab/von dem Vatter deß Liechts/bcy welchem ist keine Veränderung noch wechsel deß Liechte vnd finsterntß.Er hat vns gezeuget nach seinem willen/durch das wort der warheit/Auff daß wir weren Erstlinge seiner Kreaturen. Darumb lie¬ ben Brüder/ein jeglicher Mensch sey schnell zu hören/langsam aber zu reden/vnd langsam Zum zoru/Denu deß Menschen zorn thut nicht was für Gott recht lst. Darumb so leget ab alle vnsaubcrkeit vnd alle boßheit/vnd nemmet das wort an R""''' mit sanfftmut/das in euch gepsiantzt tst/welchs kan euwer Seele selig machen. Seyt aber Thäter deß worts/vnd nicht Hörer allein/damtt jr euch selbe betrieget: Denn so jemand ist ein Hörer deß worts/vnd nicht ein Thäter / der ist gleich einem Mann / der sein leiblich angesicht im Spiegel bescbauwet/Denn nach dem er sich beschauwet hat/ gehet er von stundan davon/vn vergisset wie er gestalt war. Wer aber durchschauwet in das vollkommen Gesetz der Freyheit/vnd darinnen beharret / vnd ist nicht em ver¬ geßlicher Hörer/sondem ein Thäter/dcrsclbige wirt selig seyn in seiner chat. r. per.So aber sich jemand vnter euch leffet düncken er diene Gott/ vnd Helt seine Jun¬ gen nicht im Jaum/sendern verführet sein Hertz/deß Gottesdienst ist eitel. Ein reiner vnd vnbefleckter Gottesdienst für Gott dem Vatter ist der/die Waisen vnd Wittwcn tnjren trübsaln bcsuchcn/vnd sich von der Pelt vnbefleckt halten. Ss iiij Der McLMci n.L«p. II. Lap. Der Glaub anLhttstum tetdt kein ansehen der Person. Die lieb deß Nehesten sol on vnter- scheid durchanß gehen. Wer wider em Gebott sündiger/ ist ein vbertretter deß ganyen Gesetzes. Der Glaub vnd Werck der Liebe sollen bex einander seyn. Wen Brüder/Halts nicht dafür/ das; der Glaube an z HesumKhristvnsern HERRN der Herrligkeit ansehung der Per¬ son leide/Denn so in euwer Versamlüng käme ein Mann mit einem gülden Ringe/vnd mit einem herrlichen Kleyde/Es käme aber auch ein armer Meinem vnsaubern Kleyde/vndir sehet auffden/der das herrliche Kleyd tregt/ vnd sprechet zu jm: Setze du dich her auffs beste. Vndsprechet zu dem Armen: Stehe du dort/oder setze dich her zu meinen süssen/vnd bedcncktes nicht recht/sondern jr werdet Richter/vnd machet bösen vnterschetd. Höret zu / meine lieben Brüder / Hat nicht Gott erwehlet die Armen auff dieser Welt/die am Glauben reich sind/vnd Erben deß Reichs/welchs er verheissen hat/de- nen/dte jn lieb habenk Zr aber habt dem Armen vnehre gethan. Sind nicht die Rei¬ chen dte/die gewalt an euch vben/vnd ziehen euch für Gerichte Verlestern sie nicht den guten Namen/davon ir genennet seytk So jr das Königliche Gesetz vollendet/nach der Schrifft/ Liebe deinen Nehesten L-vst. als dich selbs/so thut jr wol / So jr aber die Person ansehet / thutjr sünde/ vnd werdet NL gestrafft vom Gcsetz/alo die vbertretter. Denn so jemand das gantzc Gesetz Helt / vnd sündiget an einem/der isto gantz schüldig. Denn der da gesagt hat: Du solt nicht Ehe- brechen/derhatauchgesagt:Dusoltmchttödten. SodununnitEhebrichst/tödtest aber/bistu ein vbertretter deß Gesetzes.Also rcdet/vn also thut/als die da sollen durchs Gesetz der freyheit gerichtet werden.Es wirt aber ein vnbarmhertzig Gericht vbcr den gehen/der nicht barmhertzigkett gethan hat.Dnd die Barmhertzigkeit rühmet sich wi¬ der das Gerichte. O^As hilffts/lieben Brüder/so jemand sagt: Er habe den Glauben/vn hat doch ö (MHdie Werck nicht k Kan auch der Glaube jn selig machen k So aber ein Bruder oder Schwester bloß were/vnd mangel hette der täglichen Nahrunge/vnd jemand vnter euch spreche zu jnen.Gott beruhte euch/wermet euch vnd sättiget euch/gcbet jnen aber nichts was deß Leibs notturfft ist/Was hülffe sie das k Also auch der Glaub/ wenn er nicht Werck hat/ist,er tod an jm selber. Aber es möchte jemand sagen: Du hast den glaubcn/vnd ich habe die werck/ Zei¬ ge mir deinen Glauben mit deinen Werckcn/so wil ich auch meinen Glauben dir zei¬ gen mit meinen Aercken. Du gläubest/daß ein einiger Gott istt Du thust wol dran/ die Teuffel glaubens auch/vnd zittern. Wiltu aber wissen/du eiteler Mensch/daß der Glaube on Werck tod seyk^Zst nicht Genes.«. Abraham/vnserVatter/durchdieWerck gerechtworden/da erseinen SonUaac auffdem Altar opffertt Da sihestu/ daß der Glaube mit gewtrcket hat an seinen wer- cken/vnd durch die Werck ist der Glaube vollkommen worden. Vnd ist die Schrifft AA. erfüllet/die da spricht: Abraham hat Gott gegläubct/ vnd ist jm zur Gerechtigkeit ge- Er rechnet/vnd ist ein Frcundt Gottes geheissen. So sehet jr nun / daß der Mensch durch die Werck gerecht wirdt/nicht durch den Glauben alleine. Desselbigen gleichen die Hur Rahab/ Zst sic nicht durch die werck gerecht worden/da sie tue Botten auffnam/ - vnd ließ sie einen andern weg hinauße Denngleichwic der Leib on Geist tod ist/also auch der Glaube on Werck ist tod. III. Lap. Daß die 3nng eines Menschen vilvnd groß vh^l anrichte. Vs» HiLIlscher vnd Fleisch- Lieben H. MM. 11I.Lap. ;S; L Wen Brüder/ vnterwtnde sich nicht jederman Lehrer MMKW zu seyn/vn wtffet/daß wir desto mehr vrtheil cmpfahen werden.Denn wir fehlen alle manchfelriglich. Wer aber auch in keinem wort fehlet/ der ist ein vollkommener Man/vnd kan auch den gantzen leib im zäum halten. Sihe/die Pferde halten wir in zäumen/ daß sie vns gehorchen vnd lcncken den gantzen Lerb.Sihe/dte Schiffe/ob sie wo! groß sind/vnd von starcken winden getrieben werden / werden sie doch gclenckt mit einem kleinen Ruder/wo der hin wil/der es regiert. Also ist auch die zung ein klein glied/vnd richtet groß ding an. Sihe/cin klein Feuwer/welch ein Wald zündets an ? Vnd die Junge ist auch eiü feuwcr/eine Welt voll vngerechtigkctt. Also ist auch die Jung vntcr vttsern Gliedern/ vnd befleckt den gantzen Leib/vnd zündet an allen vnscm wandel/wenn sie von der Helle entzündet ist. Denn alle Natur der Thier/vnd der Vögel/vnd der Schlangen/vnd der Meer- wunder/werden gezämet/vnd sind gezämet von der MmschLichen Natur/Aber die Junge kan kein Mensch zämcn/das vnrühige vbel/voll tödlicher gifft.Durch sie loben wir Gort den Vattcr/vnd durch sie fluchen wir den Menschen/ nach dem Bilde Got¬ tes gemacht. Auß einem munde gehet loben vnd fluchen. Es sol nicht / lieben Brüder/ ö alsoseyn. Qmllet auch ein Brunn auß einem loch süß vnd bittere Kan auch/lieben Brüder / ein Feigenbaum öle / oder ein Weinstock Feigen/ tragen? Also kan auch ein Brunn nicht saltzig vnd süß Wasser geben. Wer ist weiß vnd klug vnter euch?dcr erzeige mit seinem guten wandel seine werck in der sanfftmut vnd wcißheit. Habt ir aber btttern neid vnd zanck in euwern hertzen/ so rühmet euch nicht / vnd lieget nicht wider dle warheit. Denn das ist nicht du weiß- hett die von oben herab kompt/sondcrn jrrdisch/ Menschlich vn Teuffelisch. Denn wo neid vnd zanck ist/da ist vnordnung/ vnd eitel böse ding. Die Weißheit aber von oben her/ist auffs erst keusch/darnach frtdsam/gelinde/leßt jr sagen/voll barmhertzigkeit vn guter Früchte/vnpartheyisch/on heucheley. Die Frucht aber der Gerechtigkeit wirdt . gcsäet im friede / denen die den frieden halten. im.Lap. Wider die lüste deß Lleisthe»/daß man dem Tenffel widerstehen/sich ;uGoit nahern/keufchs keryen haben/reitlicher freude nicht hoch achten/demüligsexn/ vnd einander nicht verleumbden sollen, wieknryvnd zorgenglich vnser leben. LOhcrkompt streit vü krieg vnter mchiKompts nicht daher/auß euweren wollüsten/die da streiten in euwern Gliedern? Ir seyt beging vnd erlangets damit nicht/ Ir hasset vnd neidet/vnd ^nandernhasse./nei gewinnet damit nichts/Ir streitet vnd krieget/jr habt nicht/darumb s".ndet/st"ettec"gch daß ir nicht bittet.Ir bittet vnd krieget nicht/ darum daß ir vbel bit- «uschet/rc. tet/Ncmltch dahin/daß irs mit euwern Wollüsten verzehret. Ir Ehebrecher vnd Ehebrecherin/wisset ir nit/daß der Welt freundtschafft Got¬ tes fetndtschafft ist? Wer der Welt Freundt seyn wil/der wirt Gottes feind seyn.Oder Gaiat. lassetir euch düncken/die Schrtfft sage vmb sonst: Den Getst/dcr tu cltch wohnet / ge¬ lüstet wider den haffz/vnd gibt" reichlich gnade? RE-L So seyt nun Gott vnderchenig/widerstehet dem Teuffel/so fleucht er von euch, dcn geitzcn megcn/ Nahet euch zu Gott/so nahet er sich zu euch.Reiniget die hende ir Sünder/vnd macht wE euwer Hertzen keusch ir wanckelmütigen. Seyt elend/vnd traget leyde/vndweynct/ L-mKedeLT euwcr lachen verkehre sich in weinen / vnd euwer frcude in trauwrigkett. Demütiget L euch für Gott/so wirt er euch erhöhen. 8 Affterredet nicht vnternander/lieben Brüder/Wer seinem Bruder affterredet/ vrtheilt seinen Bruder/der affterredet dem Gcsctz/vn vrtheilt das Gcsetz.Vrthci- lestu aber das Gesctz/so bistu nit ein thäter deß Gesetzes/sondern ein Richter.Es ist ein einiger M HpW H.AaM. v. Lap. einiger Gesetzgcber/der kan selig machen vnd verdammen. Per bist du / der du einen andern vrchetlestk Wolan/die jr nun saget: Heut oder morgen wöllen wir gehen in die oder die Statt/vnd wollen ein jar da ligen/vnd haudthicren vnd gewinnen/die jr nicht wisset was morgen ftyn wirt (Denn was ist cuwer leben k ein dampff ists/dcr ein kleine zeit wäret / darnach aber verschwindet er) Dafür jr sagen sollet: So der HERR wil/vnd so wir leben/wöllm wir diß oder das thun. Nun aber rühmet jr euch in euwerem hoh- mut/ Aller solcher rühm ist böß. Denn wer da weiß guts zu thun/ vnd thuts nicht/ demistssünde. v.Lap. wtder die reiche Get'tzlge. Daß man leiden vnd gedülrrg ftyn/ der znknnffr deß warren/mcht schweren/ vnv wie man sich bey de» leiblichen Arancken hatren sol / was das Geber deß Gerechten oder Gläubigen vermöge. ober euwttr elend/das vber euch kommen wirt. Euwcr Reichthum ist verfaulet/ cuwer Kleider sind mottenfrässlg worden / cuwer gold vnd silber ist verrost? /vnd jrer Rost wirt euch zum zcugmß scyn/vnd wirt cuwer Fleisch fressen wie ein feuwcr.Zr habt euch Schätze gcsamlct an den letzten tagen. Sihe/der Arbeiter lohn/dte cuwer Land cyngeärndtet haben / vnd von euch abgebrochen ist/das schreyet/vnd das ruffcn der Erndtcr lst körnen für die Ohren dcß HERRN Zebaoth. Jr habt wol gclcbct auff Erdcn/vnd cuwer Wollust gehabt/ « vndeuwer hertzcn geweidet/als auff einen" Schlachttag. Zrhabt vcrvrthciletden Wttman?urW. Gerechten/vnd getödtct/vnd er hat euch nicht widerstanden. schlitt"/ So seyt nun gcdültig/ lieben Brüder/biß auff die zukunfft deß HERRN. Sihe/ Schlachtet em gc'- ein Ackcrman wartet auff die köstliche frucht der Erden/vnd ist gcdültig darübcr/biß Mcm-Ochst» vnd er cmpfahe den Morgenregen/vnd Abcndrcgcn / Scyt jr ailch gcdültig / vnd stercket Mastvieh- ist ge. hertzen/ Denn die zukunfft deß HERRN lst nahe. Scufftzet nicht Wideman- der/lteben Brüder/auff daß jr nicht verdampt werdet. Sthe/dcr Richter ist für der thür. Ncmmet/meine lieben Brüder/zum Excmpcl dcß leidens vnd der gcdult/die Propheten/die zu euch gcrcdt haben in dem Namen dcß HERRN. Sihe / wir preisen sclrg die erduldet haben. Die gedult Hiob habt jr gehörct/vud das ende deß HERRN habt jr gesehen/ Denn der HERR ist barmhertzig/vnd ein Erbarmet. Für allen dingen aber/ meine Brüder / schwerer nicht/ weder bcy dem Himmel/» noch bcy der Erdcn/noch mit keinem andern Eyd. Es scy aber cuwer wort/ Za/ das ja ist/vnd Nein/das nein ist/auff daß jr nicht in Heuchelet) fallet. Leidet jemand vntcr euch/dcr bete. Ist jemand gutes muts/der finge Psalmen.Zst jemand kranck/dcr ruffe Marc.-, zu sich die Eltesten von der Gemeine/ vnd lasse sie vber sich beten / vnd salben mit öle/ in dem Namen deß HERRN/Vnd das Gebet deß glaubens wirt dem Krancken Helf- fen/ vnd der HERR wirt jn auffrichten/vnd so er hat sündc gethan/wcrden sic jm ver¬ geben seyn. Bekenne einer dem andern seine sünde/ vn betet für einander/daß jr gesund wer- ^»<.4. Elias» dct. DcßGerechten Gcbctvermagviel/wenn es ernstlichist. Elias war ein Mensch " gleich wie wir/vnd er betet ein Gebet daß es nicht regen solte/ vnd es regend nicht auff Erden drey jar vnd sechß Monden. Vnd er betet abcrmal/vnd der Himmel gab den Regcn/vnd die Erde brachte jre frucht. Lieben Brüder/ so jemand vnter euch jrren würde von der warheit/vnd jemand bekehret jn/Der sol wiffen/daß/wcr den Sünder bekehret hat von dem jrrthumb seines Weges/der hat einer Seele vom Tod gc- holffcu/vnd wirt bedecken die menge der Sünden. Die M-TMl-A.Uudas. ;§6 'UWWBdas cm KneKt Wesir M Khrrstt/Aöer em Bruder Iacoöi. Den bernffenen/ die da geheyliget sind in Gott dem Vat- ter/vnd behalten in Ihesu Khristo. Gott gebe euch vtl barmhcrtzigkeit/vnd ftide/vnd liebe. L^lR Lieben/Nach dem ich fürhatte euch zu schreiben von I^vnftr aller Heyl/Hielt ichs für nötig euch mit Schrifften zu ernmnen/daß jr ob dem glauben kempffet/der cm mal den Hcyligen fürgegeben ist. Denn es sind etliche Menschen neben cyngcschlichen/ von denen vorzeiten geschrieben r.per.r ist/zu solcher straffe/die sind Gottloft/vfl ziehen die gnade vnftrs Gottes auffmutwil- lcn/vud verleugnen Gott/vn vnsern HERRN Ihesum Khrtst/ dcn einigen Herrscher, num. ri Kh wil euch aber erinnern/daß ir wisset auffeinmal diß / daß der HERR / da er - per. r. ^^vem Volck auß Egypten haG zum "andernma! bracht er vmb die da nicht Mr- Mem beten. Auch die Engel/dte jre Fürstenthum nitbchielttn/sondern verliessen jre behau- sung/hat er behalten zum Gericht dess grossen tags/ mit ewigen banden mr finstemiß. demV-»..-. v Wie auch Sodoma vn Gomorra/vrrd Die vmbligende Stätte / die gleicher weift wie Genes. .9. h.^Eßgehuret haben/vnnach einem ander;; fleisch gegangen siud/MN Exempel ge¬ setzt sind/vn leiden dcß ewigen ftuwers peirnDeffelbigen gleichen sind auch dtft Trcu- mcr/die das fleisch beflecken/die Herrschafften aber verachten/vn die Marestet lestern. Michael aber der Ertzengcl/da er mit dem Teussel zanckte/ vnd mit jm redet ober dem Leichnam Mose/ thurste er das vrtheil der verlesterung mt fetten/ sondern sprach: GEs4» Der HERR straffe dich. Dise aber Lestcrn/da sie nichts von wissen/ Was sie aber M- NÄM. ,6. -4. erkenncu/darinnett verderben sic/ wie die vnscruünfftigen Thier. Weh inen/ denn sie gehen den weg Kain/ vnd fallen in den jrrthumb dcß Balaams / vmb gcnieß wrllcn/vnd kommen vmb in der Auffruhr Kore. Diese vnfläter prassen von crrwerem Almosen on scheuw/ weiden sich selbe/ Sie sind Woickenon Wasser/ von dem Wind vmbgetricbcn/kale vnfruchtbare Baume/ zwsy mal erstorbcn/vnd anßaewurtzelt/wilde wellen dcß Meers/ die jre eigen schände außschcumen/irrige Gttm/wclchen behalte ist das Lunckel der finsterniß in ewigkeit. o Es hat aber auch von selchen gewetssaget Enoch/der sibendc von Adanr / vnd ge- sprochen:Sihc/der HERR ksmpt mit vil tausend Heyligen/Gericht zuhaltenvbcr al- te/vnd zu straffen alle jre Gottloscn/vmb alle werck jres Gottlosen Wandels/ damit sie Gorrloß gewesen sind/vn vmb alle das harte/das die Gottlosen Sünder wider jn ge- r.pet.r. redt haben. Dise murmeln vnd b klagen jmmerdar/die nächsten lüstenwandeltt/vnd ft Mund redet stoltze wort/vnd achten das anfthen der Person vmbs nutz willen. Ir aber/meine Lieben/ermnert euch der wort/die zuvor gesagt sind von den Apo- ».pst.stcltt vnftrs HERRN Ihesu Ahristi/ da sie euch sagten: Daß zu der letzten zeit werden 'n2Nwis§? »N, Spötter ftyn/die nach jrcn eigen lüsten deß Gottlosen wesens wandeln. Dise sind die da Rotten machen/fleischliche/die da keinen Geist haben. Ir aber/meine Licben/erbauwet euch auffeuwrcn allerheyligsten glauben/durch den hcyligen Geist/ vnd betet / vnd behaltet euch in der liebe Gottes/ vnd wartet auff die barmhertzigkeit vnftrs HERRN Ihesu Khristi/zum ewigen leben. Dnd haltet die¬ sen vnterscheld/daß jr euch etlicher erbarmet/" etliche aber mit furcht selig macht/ vnd (Etliche) ^as-st rücket sie auß dem Feuwer/vnd hasset den befleckten Rock deß Fleisches. mit Dem aber/der euch kan behüten on fehl/vnd stellen für das Angesicht seiner Herr- ligkeit / vnsträfflich mir freuden/ Dem Gott/der allein weiß tst/vnftrm d-!ÄUdeß7wk Heyland/fty Ehre/vnd Maiestet/vnd Gewalt/vnd Macht/ nun vnd zu aller ewigkeit/ Amen. Vorrede MMde aufs die Hffeuöamng S. Johannis. U*"" MMMWD? Anchcrlcp Weissagung findet man in der Khristtnhctt. ElUchcwciffagctalso/daßsicdcrProphc- tcn Schrrffr außlegk/ davon S. Paulus /1. Corinth. 12. vnd 14. vttd an mehr orten sagt. Drse ist die ttötigste/vnd man muß sie täglich haben/alsdie das wort Gottes lehret/ den gründe der Christenheit lc- get/vnddcn glauben verthcidigt/vndsumtna/diedasPrcdtgampt l'egicret/crhelt/bcstellt vnd außrrcht. Etliche weissagetvon künffrigcn dingen / die nicht zuvor in der l. Mussammg von Schrlfft stehcn/vnd disc ist dreyerlcy. Die erste thuts mit außgctruck- kuajftlZeaBirgen. tcnwortcn/on Bilde vnd Figurcn/Wie Moses/ Dauid / vndderglci-- chen Propheten mehr/ von Christo weissagen /vnd wie Christus vnd die Apostel von dem Endcchristvnd falschen Lchrern/rc. Die andere thuts mit Büdcn/abcr doch senr daneben auch die außlegung mit außgetruckken wor- II. tcn/wreIOftphdieLräumcaußlegt/vndDaniel/beydc/TräumevnvBrldcraußlcgt. Dre drrkie/die ceon wort odcraußlcgung/mit blosen Bilden vnd Jiguren/thut/wiediß Buchder III. Dffcnbamng/vnd viler heyliger Leute Lräume/Gcsichtc vnd Bilder / welche sie vom hcyligenGeist haben. Wie Aclor.r.S. Petrus auß Joe! predigt / Euwere Sön vnd Töchter sollen weissagen / vnd euwere Jünglinge sollen Gesichte sehen vnd euwere Eltesten sollen Träume träumen. Vnd so lange solcheWeissagunge vngcdeutbleibet / vnd keine gewisse außlegungkriegt/ ists ein verborgene stumme Wcissagung/vnd noch nicht zu jrem nutz vnd frucht koinmcn/ den sie der Christen¬ heit geben so!. Wie denn auch disem Buch bisher gegangen. Eshabcn wo! viel sich dran versucht/aber biß auffden heutigen tag nichts gewisses auffbrachk/etliche viel vngcschicktö dingsaußjrcmKopffhin- cyngebreuwet. L-ffmbanmg S. Vnlbsolchervngewisscn außlegung vnd verborgen verstände willen/ haben wirs bisher auch lasi si^ligcn/sonderiichweilesauchbeyetlichenaltenVättcrngcachtet/daßnrchtS.IohanntödeßApo- siele scy/wie in Lib. z- Histor. Eccles. Cap. 27. stehet. In welchen zwcrffel wirs für vns auchnochlasi fen brerben/ Damir denn niemand gcwehret scyn sol/ daß crs halte für S. Johannis deß Apostels/odkk wie er wrl. Eil wir aber dennoch gerne die deutung oder außlegung gewiß hekten/wöllen wirdcn andern ^vnd hohcrn Geistern vrsachen nachzudencken geben / vnd vnser gedanckcn auch an tag geben/ 5ecmllch also/ Weil cs sol ein Offenbarung seyn künfftiger Geschicht/vnd sonderlich künffri- ger rrübsalu vnd vnfall der Christenheit/achten wir/ das solte der nchcste vnd gewisseste griff seyn/die Außlcgungzusinöcn/soman die ergangene Geschieht vndvnfällin der Christenheit bisher ergangen/ aus den Historien neme/vnd dicselbigen gegen diese Bilde hiclte/vnd also auff die wort vergliche. Wo sichs alsoenn fein würde mit einander reimen vnd cynkrcffen/ so kündte man drauff fussen/als auffeinc gcwisse/oderzumwenigstenalsauffeincvnverwerffliche/außlcgung. Emnachhalten wir /wie der Text zwar sclbs gibt/daß die ersten drey Capitel/so von den siben I.II.III. Gemeinen/vnd jren Engeln in Asia/reden/nichts anders wollen / denn einfcltiglich anzeigcn/ wie dicselbigen dazumal gestanden sind/ vnd vcrmanet werden / daß sie blcrbcn vnd Memmen/ Ettgcl- oder sich bessern sollen. Vber das lehrnm wir drauß/durch das wort/ Engel/hernach in andern Bilden oder Gesichten verstchen/Bischoffe vndLchrcr in der Christcnheit/etliche gute/als die hcyligen Vättcr vnd Bischoffe/etliche bösc/als die Ketzer vnd falsche Bsschoffe/welcher doch mehr in diesem Buch ste¬ hen denn jener. Innhakt der ersten dreyenCapttel. Vier leibliche plagen sovber die vcracbrcr Gottes worls folge. M 4. vnd;. Kapitel Wirt fürgcbildetdie ganhcKhristenheit/die solch zukünff- IIII.V. tig trübsal vnd plagen leiden sol. Da sind vier vnd zwenyig Eltesten für Gott (das sind alleBi, oAsschoffe vnd Lehrer eintrcchtig) mic dcrn glauben gekrönet/die Christum/ das Lamb Gottes / mit den Harpffen loben(das ist) predigen/vnd mit Räuchfassen dienen /dasist /im beten sich vbcn. Das alles zu tröst der Christenheit/daß sie wissen sollen/die Christenheit solle dennoch bleiben in künfftigen plagen. M 6. gehen an die künfftigcn trübsaln/ vnd erstlich die leibliche trübsaln/ als da vl. sind Verfolgung von der Weltlichen Obcrkeit/welche ist der gekrönte Reuter mit dem Bogen O^oauff dem weissen Ross;. Itcm/KriegvndBlut/wclche,stderRcutcr mit demSchwertauff dem roten Ross;. Ittm/Tkeuwer zeit vnd Hunger/welche ist der Reuter mit der Wogen auff dem schwartzcn Ross;. Item/Pesttlentz vnd Drüse/welche ist derReutcr im Todsbildeauff dem fahlen Ross;. Denndics?vier Plagen folgen gewißallezcit vberdievndanckbarnvndvcrächtcrdeßWortö Gottes/ncben andern mehr vcrstörungvnd änderung der Dbcrkeit /biß an Jüngsten tag/Wie am ende deß sechsten Capuelsgezeiget wirt/vnd die Seelen der Märterer solchs auch treiben mit jrem ge- schr-P- 2m Vier vnd Zwcntzig Lltcfte».' VII.VIII. j IX.X. ;87 M 7.vttd 8.§ap.gehet an die Offenbarung von Geistlichen trübsaln/das scind rn-iM» mancherley Kenerey. Vnd wirt «dermal vorher ein Trostbildc gesicllet/da der Engel die Chri- Lhnstenhett. kosten zeichnet/vnd den vier bösen Engeln wehret. Auffdaß man «dermal gewiß sey / dre Christen¬ heit werde auch vnter den Kcncrn frome Engel vnd das reine wort haben. Wie auch der Engel mit dem - Rauchfaß/das ist/mik dem Gebet zeiget. Solche gute Engel sind die heyligen Vatter / als Spiridon/ "8"^ Athanasius/Hilarius/vnd das Coneilium Nicenum/vnd dergleichen. DerersteböseEngelistTatlanusmitseinenEncratiten/welchedieEheverdokten. Ikem/auß TatMNUS. werckcn frombseyn wollen/wre die Iüden/Denn die Lehre von Wer ckheyligkeit mußte die erste seyn Lehre von Merck wider das Euangelium/blcibt auch wol die letzte / Dn daß sie immerdar neuwe Lehrer vnd andere Na- menkricgk/alsPclagianer/rc. Der anderist/Martion mit seinen Caraphrygen/Manicheis/ Monkanis/rc. Die fre Geisterey Martl0U. rühmen vber alle Schriffr/vnd fahren wie dieser brennende Berg zwischen Himmel vnd Erden/Als bey vno der Müntzer vnd die Schweriner- Der dritte r st/Drigenee/der durch die Philosophia vnd vernunffk die Schriffk verbittert vnd ver- OngtUeS. derber hak/tvie bey vns die Hohen schulen bißher gethan. Dcrvlcrdtlst/Nvurtusmitserttm Cacharen/welchc die Busse versagten/vnd für andern die rei- Kathavl. ncstcn seyn wolten. Der art waren die Donatisten hernach auch. Vnsere Geistlichen aberseind schier NouatUS. alle vrererlcy. Die Gelehrten/so die Historien wissen/werden dißwolaußzurechnen wissen. Senn cs were zu lang alles zu erzelen vnd beweisen. M y.vnd io. hebt sich der recht jammer/ dmu bißher die leibliche vnd Geistliche Gastliche vnd Leib, tmbsaln fast ein schertz gewesen scind gegen diesekünfftigeplagen. Wie auch der Engel am ende A^y deß s. Capitcls selbs anzeiget/ Es sollen drey weh kommen/welche weh sollen die andern drcy/ das ist/ dcr fünfft/sechßt/sibcnd Engel/außrichren/vnd damit der Welt ein ende. Hie kommen beyde Geist¬ liche vnd Leibliche Verfolgung zusammen/derftlbtgensollendrey seyn/Dicerstegroß/dieandernoch grösser/die dritte am aller grössestcn. So isinun das erste weh/der fünffce Engel/Anus der grosse Ketzer/vnd seine Gesellen/dcr die Dasn-fleweh. Christenheit so grcuwlrch geplagt hat in aller Welt/daß wol ver Sext hie sagt / Die frommen Leute we- MMS* rcn lieber gestorben / denn solches ge sehen/ vnd haben doch solchs mässen sehen vnd nicht sterben. Ja er spricht / Der Engel auß der Hellen/genannr Verderber/ sey jr König. Als wölken sic sagen/ der Teuf- fcl reiecsie selbs. Denn sie nicht allem Geistlich/sondern auch letblrch/mit dem Schwcrdt die rech¬ ten Christen verfolget haben. Liese die Geschieht von den Ariancrn/so wirst du diese Figur vnd wort wol verstehen. Das ander weh/ist der sechste Engel/derschen dkliche Mahomek mit seinen Gesellen den Sara- Das ander weh. eenen/wclche mit dem lehren vnd mit dem Schwerk dI(wie is. Paulus sagt/2. Theff. 2.) seinen Endechrist/vndkompt der Engel mit dem Erränge- r.Thesr. ^b'liowtderdasbitterBuchdeßstarekenEngclö.VndstehcnnunwidcrumHeyligcn/auchIung- frauwcn / vmd das Lamb her/ vnd predigen recht. Aufs welch Euangelrum folget dcß andern Engels Badi)!ow stimme/daß die Statt Babylon fallen soll/vnd das Geistliche Bapsthumb vndergchcn. Weiter folget/Daß die erndte gehalten wirt/vnd die/so am Bapsthumb wider das Euangelrum beharren/äusser derStatkChristi in dre Kelter Gottlichszorns geworffcn werden. Dasist/durchs Euangelrumwerden sie / alsvon der Christenheit/ abgesondert/ vervrthciler zum Zorn Goktes/welchcr ist vil/vnd die KeltergibtvielBluts.Sdervillerchtmag noch wolctwa ein redliche straffe vnd vrtheil fürhandcn scyn vdervnser sünde/ die auß der massen vbcrrcrff sind. Arnach im iz. vnd l6. Kap. kommen die siben Engel mit den siben schalen/ Da xv.xn. nimpk das Euangelrum Zu/vnd stürmet das Bapsthumb an allen enden durch viel gelehrte . frommePrediger/vnd wirdtdeß Thiers stul/dcß Bapstegewalt/finster/vnsclig vnd veracht. Frosche, 7Mrsie werden M'Zornig/vnd wehren sich getrost. Denn cs gehen drey Fröschc/drcy vnsaubcre Gei¬ ster/auß deß Thiers Maul/rcitzcn damit die Kömgcvnd Fürsten wider das Evangelium. Aber cs hilfft nicht/jr streit gcschicht doch zu Harmageddon. Die Frösche scind die Sophisten/ als Faber/Eck/ Emscr/rc. die vilgeken wider das Euangelium/vnd schaffen doch nichts/vnd blcrbcn Frösche. M l7-wirt das Keyserliche Bapsthumb vnd das Bäpstliche Keyserthumb gantz x vn. AE!! von an fang biß ans ende in ein Bild gcfasset/vnd gleich in cine summa fürgestcllet/ wie cs nichts OÄosey(dcnn das alt Römisch Reich rst lengcst dahin)vnd scydoch(dcnn es sind ja etliche Länder/vnd dazu die Statt Rom/auch noch da) solch Btldk wirt hrefürgestcUct/glcrch wre man cmenVbclthäter öffentlichfürGericht gestcllet/daß ervervrtheilct werdcnsol/Auff daß man wisse/wiedißThlcrsol nunbaldauchverdampt/vndwieS.Paulussagek/durchdieerschcinungderzukunfftvnseröHERTrK Bapsthumbs zcrstörekwcrdcn.Wclchöfahcnan/wlccrlmTcxrsagk/auchdeßBapsthumbsSchutzherrn/diecöalso Schutzherr«. jftzt schützkN/daß die Gklstlichen gar schrer nackkt sitzen werden. M 1 geht nun an die verstörung/vnd gcht die herrliche grosse Pracht zu boden/ x vm» AÄi vnd hören auff die Sriffträubcr vnd Psiündendiebe / die Cortisancn. Denn auch Rom dar- . .. Q^Lumv har müssen gcplündcrk/vnö durch jrcn eigen Schutzherrn gestürmetwerden/zum anfang derendtlrchcn verstörung. Och lassen sie nit ab/suchen/tröstcn/rüsten/vnd wehren sich/vn wie erhie sagt xix. im 19. Cap.Nun sic mit cschriffk vnd Büchern Nit mehr können/vnd die Frösche außgegcckt haben / grctffen sie mit ernst dazu/ vnd wollens nut gcwaltaußführcn/sanrlcn Königevnd Für¬ sten Zum streit / Aber sic lausten an /Denn der auff den; wcrsscn Rosse/ der Gottes wort hciffct/dcr gc- wrnnck/biß daß beyde/ Lhicr vnd Prophet/crgrrffcn/in du Helle geworffcn werden. N deß nun solchs alles geht/ kompt im 20.Kap. auch herzu der Letzetranck/Gog xx. AEZ vnd Magog/dcr Türckc/dic roten Iüdcn/welche der Sakan/so vor tausend jarcn gefangcn ge- tvcsen ist/ vn nach tausend jarcn wrdcr loß wordcn/bringck/Abcr sie sollen mit >m auch bald in den feurigen pful. Dcü wir achten daß diß Bild/ als cm sondcrlrchs vori den vorigcn/vmb dcr Türcken wil- Anfana der len gestellt scy.Vnd die tausend iaranzufahcn scind vmb dlezctt/da diß Buchgcschriben rst/vnzursclbi- tausendlar. genzcytauch dcrTcuffclgcbundcnsey. Dochmußdrercchnungnicht sogcnauwalleMinutentrcffcn. Auff dic Türckcn folget nun fluxe das Jüngste Gcrrcht am cndc diß Cayitclk/wicDan.7. amh zeiget. ^Vletztanni.wirt der endtlichtrostgebildet/daß die hcyligc Statt sol vollend be- xxr. ^rcit/vnd als cine Braut zur ewigen Hochtcu geführt werden. Daß Christus allcrne HERR sey/ (F vndallc Gottlosen vcrdampt/samprDcmTcuffcl m die Hcllcfahren. Achdicscraußlcgungkönncnwirdiß Buch vnsnüi;machen /vnd wol brauchen- Erstlich/zm rröstung/ Daß wir wrsscn/wie daß kern gcwalt noch lügen / keine wcifchcir noch hcylrgkett/ kern trübsalnoch lcyd/wcrden die CH« istcnhett vnrcrdrückcn/sondcrn sic solcndtlichdcn Sigbehal- ten/vndobltgcn. - - - Zum Vorrede. ;8S Aum andern / Aurwarnung/ wrdcr das grosse fchrlichc/ rrranchfelkige Ergerniß/so sich begibt an der Christenheit. Denn diewctl so mächtige gcwalt vn schein solte wrdcr die Christenheit fechtcr^vnd sie so gar on alle gestalt vntcrso viel trübsaln/Keycreyen vnd andern gebrechcn/verborgcn seyn / ist der ver- nunffk vnd natur vnmüglich die Christenheit zu erkennen/sondern ftllct dahin / vnd crgert sich anjr. . Heisset das Christliche Kirche/ welches doch der Christlichen Kirchen crgcste Feinde sind / Vnd wider- CkMtl P (M umb heisset das verdampte Ketzer /dre doch die rechte Christliche Kirche sind. Wiebißhcrvnterdcm d/u Christenheit. Bapsthumb/Mahomet/jabcyallkKctzcrn/geschchcnist.VndverliercnalsodisenArtickel/Ichglam Vnrecht vr¬ be eine hcylige Christliche Kirche. thctlderv-rnmrfft/ Gleich wie auch jetzt etliche Klüglinge thun/weil sie Ketzcrcy/jwytrachk/ vnd mancherley mangel sehen/daß viel falscher/viel lostr Christen /sind/ vrtheilen sie fluxs vnd frey /cs scyen keine Christen da» Denn sic haben gehöret/daß Christensollcncin heylig/fricdsam/cinträchtig/frcundtlich/tugendreich Volck seyn/Demnach meinen sic/Es soll kein Ergcrniß/keineKetzerey/kcin mangcl/sondern eitel fride vnd Lugend da seyn. Diese sollen dißBuch lescn/vnd lehrnen die Christenheit mitandern Augen/denn mit dcrvcr- MitWässklcy nunsst/ansehen.DenndißBuch(meineich)zeigcjagnuggrcuwlichcr vngehcuwrcrThicre/scheu ß- ^o.gend,e Chnn-n- liche/fcindscligeEngel/wüstevndschrcMcheVlagen.Ichwildcranderngrossengcbrechcnvndmän- anzusehen jey gcl schwcigen/wclche doch allzumal sind in der Christenheit vnd vntcr den Christen gewest /daß freylreh allcvernunsstvnrer solchem wesen die Christenheit hat müssen verlieren. Wirschen jahieklärltch/was grausamer Ergerniß vnd mangel vorvnsern Zeiten gewest sind/da man doch mcinet/die Christenheit habe am besten gcstanden/Daß vnscr zeit ein gülden iar gegen jene wol zu rechnen were. Mcinftu nicht/ die Heyden haben sich auch daran geärgert/ vnd die Christen für mutwillige / lose /zänckischc Leute ge¬ haltene Eeistdiß stück(Ich glaub ein heylige Christliche Kirchc)eben so wol ein Amck'el deß Glaubens/ Ichglättbe tk¬ ale die andern. Darumb kan sie kem vcrnunfft/wenn sieglcichallc Brillenauffsctzt/erkennen/Der »eheylige Christliche Teussclkansicwolzudeckcn mit Ergernissen vnd Rotten/daßdu dich müssest dranärgcrn So kan sie ^che. Gott auch mit gebrechen vnd allerlcy mangel vcrbergen/daß du mußt drüber zum Narren wcrdcn/vnd rin falsch vrtheil oberste fassen. Siewilnichterschen/sondcrncrgläubtscyn/Glaubeabcrist von dem/ Esstuöt» das man nicht sihet/Lbre. ii. Vnd sie singet mit jremHERRN auch das Lied: Selig ist/der sich nik ärgert an mir. Es ist ein Christ auch wol jm selbs vcrborgcn/daß er seine Heyligkeit vnd lügend nicht st- hct/sondern eitel vnrugcnd vnd vnheyligkeit sthct er an sich. Vnd du grober Klügling/woltcst die Chri¬ stenheit mit deiner blinden vernunsst vnd vnfaubern Augen sehen. Summa/vnscrheyligkcitistimHimmcl/da Christus ist/vnd nicht ittder Welt für den Augen/ Heiligkeit der wie ein Kram auff dem Marckt. Darumb laß Ergerniß / Rotten/Kctzcrcy/ vnd gebrechen seyn/vnd Änst-n- schassen was sie mögen. So allein das wort deß Euangelij bcy vns rein bleibet/vnd wirs lieb vnd wchrk haben/ So sollen wir nicht zweiffeln/Christus sey bey vns/vnd mit vns/wenns gleich auffs ärgestegehet- Wie wir hie sehen indiescmBuch/daßChristusdurchvnd vber alle plagen/Thier/bö se Enget/dennoch bey vnd mit seinen Heyligen ist/vnd endtlich vbligk» M chffcMrung H. Uchaums des; Theologen. I. Lap. ! Mesu Chnstl/die jm Gott gegeben Hat/ set- Mtt Knechten zu zeigcn/was in der kürtz geschehen sol/Vnd hat sie gcdeutet/vnd gesandt durch semen Engel/zu seinem Knecht Iohanncs/der bezeuget hat das wort Gottes / vnd W das zcugntß von Hesu Khristo/was er gesehen hat. Sc- _ lig ist/der da lr^sct/vnd die da hören die wort der Weissa¬ gung ?vnd behalten was drinnen geschrieben isi/dcnn die zcitist nahe. ^o^Ohannesdcnsiben Gemeinen in Asm. Gnade scy mit euch vnd fride/von dem A^ocr da ist/vnd der da war/vnd der da kompt/vrld von den sibm Geistern/ die da sind vor seinem Stul/vnd von Hesu Khristo/wclcher ist der treuwe Jeuge/vnd Erst¬ geborner von den wdten/vnd em Fürst der Könige auffErden.Der vns geliebct hat/ -Johan.,, vnd gewäschen von den Sünden mit seinem Blut/ vnd hat vns zu Königen vü Prie¬ stern gemacht/für Gott vnd seinem Vatter/DcmselbigcnscyEhre vnd gewalt von , per.r. cwigkeit zu cwigkcit/Amcn.Sihc/Er kompt mit den Wolcken/vnd cs werden in sehen ZV-i. alle Augcnwnd die jn gestochen haben/vnd werden heulen alle Geschlecht der Erden/ Ia/Amcn.Ich bin dasAvuddasO/deranfang vnd das ende/spricht der HERR/ der da ist/vnd der da war/vnd der da kompt/dcr Allmächtige. ^o^KH Johannes/ der auch cuwcr Bruder vnd Mitgenoß mn trübsüist/vnd am n ^^Rcich/vndandergedultHcsuKhristi/waruldcrHsulcrr dredaheiffetPach- Path, mos/vmb deß Worts Gottes willen / vnd deß Icugniß Hesu Khrtstt. Ich war" im Geist an dcß HERREN tag/vnd höretc hmder mir eine grosse stimme/als einer Pesauncn/die sprach: Ich bin das A vnd das O/ der erst vnd der letzt. Vnd was du si¬ tzest / das schreibe in ein Buch/ vnd sende es zu den Gemeinen in Asm / gen Ephcsum/ vnd gen H.Achannrs. il.Lap. 389 vnd gen Smyrncn/vnd gen pergamum/vnd gen Thpatiras/ vnd gen Sardis / vnd gen Philadclphian/vnd gen Laodicean. o Vnd ich wand mich vmb/ zu sehen nach der Stim die mit mir redet. Vnd als ich KM- wand/sahe ich siben gülden Leuchter/ vn mitten vnter den siben Leuchtern einen der war eines Menschen Son gleich/der war angethan mit einem Kittel/ vnd begür- tet vmb die brüst mit einem gülden Gürtel. Sein Haupt aber vn sein Har war weiß/ wie weisse Wolle/als der Schnee. Vnd seine Augen wie ein Feuwerflamme/ vn seine Füsse gleich wie Meffmg/das im Ofen glüet/Vnd seine stime wie groß Wasser rau- scbcn/Vnd hatte siben Sterne in seiner rechten Hand.Vnd auß seinem Munde gieng ein scharpffzwcyschneidig Schwert/vnd sein Angesicht leuchtet wie die Helle Sonne. I<§rre44. Vnd als ich jn sahe/ficl ich zu seinen Füssen als ein todter. Vnd er leget seine rechte Hand auffmich/vnd sprach zu nur: Fürchte dich nicht/Ich bin der erst vn der lctzt/vnd der lcbcndige/Ich war tod/vnd sihe/in bin lebendig von ewtgkeit zu cwigkeit/ vnd hab Jei»». die Schlüssel der Helle vnd deß Tods. Schreib/was du gesehen hast / vnd was da ist/ Sterne, vnd was geschehen sol darnach. Das gehcimmß der siben Sterne/die du gesehen hast Leuchter, in meuter rechten hand/vnd die siben gülden Lcuchter.Dte siben Sterne / sind Engel der siben Gemeinen/Vnd die siben Lcuchter/dic du gesehen hast / sind siben Gemeine. ll.Lap. I. Engel derznLphcso. Nd dem Engel der Gemeine Zu Lpheso schreibe / Das sagt der da Helt die siben Sterne in seiner Rechten/der da wandelt mitten vnter den siben güldenen Leuchtern/Ich weiß deine werck vnd deine arbeit/vnd deine gedult/vnd daß du die bösen nicht tragen kanst/Vnd hast versucht die/so da sagen/ sie seyen Apostel / vnd sinds Molar¬ em. II. Engel der Zu Smyr- nen. mcht/vnd haft sie lügener erfunden/vnd vcrtregcst vnd hast gedult / vnd vmb meines Namens willen arbeitestu/vnd bist nicht müde worden. Aber ich habe wider dich/daß du die erste liebe verleffest. Gedcncke wo von du gefallen bist/ vnd thue busse/ vnd thue die ersten werck/Wo aber nicht/werde ich dir kommen bald/ vnd deinen Leuchter weg stoffen von seiner stett/wo du nicht busse thust. Aber das hastu/daß du die werck der Ntcolaiten haffest/welche ich auch Haffe. Wer ohrcn hat der höre / was der Geist den Gemeinen sagt. Wer vberwindet/dem Wil ich Messen geben von dem Holtz deß le- bens/das im Paradiß Gottes ist. A6^»Nd dem Engel der Gemeine zu Smyrnen schreibe / Das saget der erste vnd der c^lctzt/der tod war/vnd ist lebendig worden: Ich weiß deine werck vnd deine trüb- al/vnd deine armut(du bist aber rcich)Vnd die lcsterung von denen die da sagcmSie lNd Jüden/vnd sinds nicht/sondern sie sind deß Satanas Schule. Fürchte dich für v derkemcm/das du leiden wirst. Srhe/ der Teuffel wirt etliche von euch insGcfeng- niß werffen/auffdaß ir versucht werdet/vnd werdet trübsal haben zehen tage. Sey getreuw biß an den tod/so wil ich dir die Kron deß Lebens geben. Wer ohren hat / der höre/was der Geist den Gemeinen sagt. Wer vberwindet/dem sol kein leyd geschehen von dem andern Tode. III. H6^Nddem Engel der Gemeine zu Pergamon schreibe: Dassagt der dahatdas Engelderzn ^veyschneidige Schwert. Ich weiß was du thust/ vnd wo du wohnest/ p^-nom da veß Satans Stul ist / vnd hcltest an meinem Namen/ vnd hast meinen Glau- Antipas ben "icht verleugnet. Vnd in meinen tagen ist Antipas mein treuwer Zeuge bey euch Balaam getödtet/da der Satan wohnet. Aber ich habe ein kleines wider dich/das du daselbst Balac. hast/die an der Lehre Balaam halten/welcher lehrctc durch den Balac cin ärgcrniß rrum.r;.4-. auffrichten für den Kindern Israel/zu essender Götzenopffcr/vnd Hurerey treiben. Nicolai- Also hastu auch die an der Lehre der Nicolaitenhalten / das Haffe ich. Thu buffe/ Wo aber nicht / so werde ich dir bald kommen / vnd mit jnen kriegen durch das Schwerdt > Tt iij meines We-HffmölMng m. Lap. meines Mundes. Wer ohren hat der höre/was der Geist den Gemeinen sagt. Wer vberwindet/dem wtl ich zu essen geben von dem verborgen Manna/ vnd wil im geben cingutIcugniß/vndmitdem Jeugntß einen neuwenNamen geschrieben/welchen niemand kennet/denn der in empfehet. 8^KNd dem Engel der Gemeine zu Thyatira schretbe/Das saget der Son Gottes/ tzzAder äugen hat wie die Feuwerfiammen/vnd seine Füsse gleich wie Messing. M H H. weiß deine werck/vnd deine liebe/vnd deinen dienst/vnd deinen glauben/vnd deine Engel gedult/vnd das du ie lengcr ie mehr thust/Aber ich habe ein kleines wider dich/ daß du Ä." leffcst das Weib Zesabel/die da spricht/sie sey cin Prophetin/lehren/vnd verführen Zesabel meine Knechte/Hurerey treiben/ vnd Götzenopffer essen. Vnd ich hab ir zeit gegeben/ daß sic solte buffe thunfürireHurercy/vnd sie thut nicht buffe. Sihe/ich werffeste in IE..7. ein Bctte/vnd die mit ir die Ehe gebrochen habcn/in grosse trübsal / wo sie nicht buffe rhunfürire werck/ vnd ire Kinder wil ich zu tod schlagen/Vnd sollen erkennenalle Gemeinen/ daß ich bin / der die Nieren vnd Hertzen erforschet / Vnd werde geben ei¬ nem ieglichen vnter euch nach euwern wercken. Euch aber sage ich vnd den andern/die zu Thyatira sind/ die nit haben solche lehre/ vnd die nicht erkannt haben die tieffe deß Satans(als sie sagen)ich wil ntchtauff euch wcrffen eine andere last/Doch was jr habt/das haltet biß ich kome. Vnd wer da vber- windet/vnd Helt meine werck biß ans ende/dem wil ich macht geben vber die Heyden/ vnd er sol sie weyden mit einer Eisern Ruhten/vnd wie eines Töpffers Gefeß sol er sie Psalm. r. zuschmeissen/wie ich von meinem Vatter empfangen hab/ vn wil jm geben den Mor¬ genstern. Der ohren hat der höre/was der Geist den Gemeinen sagt. III. M dem Engel der saget der die Geister Gottes hat/vnd die siben Sterne/Ich welß det- V. ne werck / denn du hast den Namen/daß du lebest/ vnd bist tod. Sey Engel wacker / vnd stercke das andere/ das sterben wil/ denn ich habe deine werck nicht völlig erfunden für Gott. So gedencke nun / wie du cm- pfa»rgcnvndgehörethast/vndhalts/vndthubuffe. Soduntchtwirstwachen/werde ich vber dich komcn wie ein Dieb/ vn wirst nit wissen welche stund ich vber dich komm r'N' werde. Du hast auch wenig Namen zu Sarden/die nicht ire Kleyder besudelt haben/ Vnd sie werden mit mir wandeln in weissen Kleidern/dcnn sie sinds währt.Wer vber windet/der sol mit weissen Kleidern angelegt werden / vn ich werde fernen Namen nit außtilgen auß dem Buch deß Lebens/ vn ich wil seinen Namen bekennen für meinem Vattcr/vn für semi Engeln. Wer ohre hat der höre was der Geist den Gemeint sagt. Eilgelder zu MKNd dem Engel der Gemeine zu Philadelphia schreibe/Das saget der Heylige/ pvladchhia. <)^per warhafftige/der da hat den Schlüssel Dauid/ der auffthut/ vn niemand zu nme» schleuffet/der zuschleuffet/vnd niemand auffthut/Ich weiß deine werck. Sihe/ich hab für dir gegeben eine offene Thür /vnd memand kan sie zuschlieffcn/denn du hast eine kleine krafft/vnd hast mein wort behalten/vnd hast meinen Namen nicht verleugnet. Sihe/ich werde geben auß Satanas Schulc/die da sagen/sie sind Iüden / vnd sinds nicht/sondern lrcgen. Sihe ich wil sie machen daß sie kommen sollen / vnd anbetcn zu deinen Füffcn/vnd crkennen/daß ich dich geliebet habe. Dieweil du hast behalten das wort meiner gcdult/wtl ich auch dich behalten für rr der stunde der versuchungchtc kommen wirt vber der gantzcn Welt kreiß/ zu versuchen die da wohnen auff Erden. Sihe/ich komme bald/halt was du hast/daß niemand deine Krone neme. Wcr vberwindct/dcn wil ich machen zum Pfeiler in den Tempel meines Gottes/vnd sol nicht mehr htnauß gehen. Vnd wil auff in schreiben den Na¬ men meines Gottes/vnd den namen deß neuwen Zerusalem/der Statt meines Got¬ tes/ Lap. AErdbcbcn/vnd die Sonne ward schwach wie ein härin Sack/vnd der Mond L 'nd vndLcltt vcr- js^wd wie Blut / vnd die Sterne dcß Himmels fielen auff die Erden/ Gleichwie ein Feigenbaum seine Feigen abwirfft/wenn er von grossem Winde bewegt Wirt. Vnd der Himmcl cntwcich/wie ein cyngcwickclt Buch / vnd alle Berge vnd Assulcn wur¬ den bewegt auß jrcn örtern. Vnd die Könige auffErdcn/vnd die Obcrstcn/vnd die Rcichcn/vnd die Hauptleute/vnd die Gewaltigcn/vnd alle Knechte/ vn alle Frcyen/ verborgen sich in den Kläfften vnd Felsen/an den Bergen/ vnd sprachen zu den Ber¬ gen vnd Felsen: Fallet auff vns/ vnd verberget vns für dem Angesichte deß/der auff dcmStulsitzt/vndfürdemzomdeßLambö/Dcnncsistkommendcr grosse tag sei, ms zorns/vnd wer kan bestehen? Zpie gchc an die Geist licht» trübsaln vnnd plaaen/ die Kepcrcy- «ir-Dn zuvor rrosiet er die Christe/das; sie sollen gczeichendvUd Lehüttt werden. vii.Lap. Nd darnach sähe ich Mr Engel stehen auff den Mr Ecken der Erden/die hielten die vier winde der El den/Auffdaßkein M Wind vber die Erde bliese/noch vbcr das Meer/mch vber einigen Baum. Vnd sähe einen andern Engel auffstetgen von der Sonnen Auffgang/dcr hatte das Siegel dcß lebendigen Gottes/vnd schrey Mit grosser stimme zu den vier Engcln/wclchen gegeben ist zu beschcdigen die Erden/ vnd das Mcer/vnd er sprach: Beschediget die Erde nit/noch das Meer/noch die Bau me/ Biß daß wir versiegeln die Knechte vnscrs Gottes an jrcn Stirnen. Vnd ich VH.lLnp. Z92 Vnd ich hörete dre zal dere /die versiegelt worden / hundert vnd vier vnd viertzig Lausend/die versiegelt waren von allen Geschlechten der Kinder Israel. Don dem Geschlechte Iuda/zwölfftausend versiegelt. Von dem Geschlechte Rubcn/zwölfftausend versiegelt. Von Dem Geschlechte Gad/zwolff tausend versiegelt. Von dem Geschlechte Aser/zwölfftauftnd versiegelt. Von Dem Gcftölechte Ncphkhali/ zwölfftausend versiegelt. Von dem Geschlechte Manaffe/zwölfftausend versiegelt. Von dem Geschlechte Simcon/zwölfftausend versiegelt. Von dem Geschlechte Leui/zwölfftausend versiegelt. Von dem Geschlechte Isaschar/zwölfftausend versiegelt. Von Vern Geschlechte Jabulon/zwölff tausend versiegelt. Vor; dem Geschlechte Ioseph/zwölffrausend versiegelt. Von dem Geschlechte BmIamin/zwölfftausend versiegelt. b ^^Arnach sähe ich / vnd sihe / ein grosse schar/welche niemand zelen kund/auß al- len Heyden vnd Völckern/vnd Sprachen/für dem Stul stehend / vnd für dem , Lamd/angethan mit weissem Kleide/vnd Palmen in ircn Henden/schryen mit grosser strm/ vnd sprachen: Hcyl sey dem der auffdem Stul sitzt/vnserm Gott vnd dem Lam. Vnd alle Engel stundenvmb den Stul/ vnd vmb die Eltesten/vnd vmb die vier Thicr/vnd sielen für dem Stu! auffjr Angesicht/vnd beteten Gott an/ vnd sprachen: Amen. Lob vnd Ehre/vnd weißhcit/ vnd danck vnd preist / vnd krafft / vnd stercke sey vnserm Gott/von ewigkeit zu ewigkeit/Amen. Vnd ee antwortet der Eltesten einer/ vnd sprach zu mir: Wer sind diese mit dem wässen Kleyde angethank Vnd woher sind sie kommenkVnd ich sprach zu im:Herr du wciffests.Vnd er sprach zu mir: Dift sindö/dte kommen sind auß grossern trübsal vud haben ire Myder gewaschen/vnd haben ire Kleider Helle gemacht nn blut Vest Lams/ Darumb sind sie für dem Stul Gottes/vnd dienen jm tag vnd nacht in seinem Tem- pel.Vnd der auffdem Stul sitzt/wirt vber jnen wonen. Sie wirt nicht mehr hungern Asaie r/. noch dürsten/ cs Wirt auch nicht auffsie fallen die Sonnc/oder irgend em Hitze/Denn das Lamb mitten im Stu! wirt sie weyden/vn leyten zu den lebendigen Wafferbrun- mn/vnd Gott wirt abwaschcn alle Irenen von jren Augen. Vnd Da kommen die stb«, Hetzer nach «uiander/ Vnd gehet aberv,rhercrostdeß Gebers/re. s M-Hffcnöarung viii.Lap. vm.Lap. MUMNd da es das sißettd Slgel auffthet / ward ein stille in M ^^n Himmel/ bey einer halben stund. Vnd ich jähe stbenEngcl/die MW da traten für Gott/ vnd inen wurden stben Posaunen gegeben. Vnd AI em ander Engel kam vnd trat bey den Mar/vnd hatte em gülden ch Räuchfaß/ vnd im ward vil Räuchwercks gegeben / das er gebe zum Gebet aller Hciligen/auff den güloö Ä itar für dem Srul.Vn der Rauch dcß Räuch- wercks vom Gebet der Heiligen gieng auff von der Hand dcß Engels für Gott V nd der Engel nam das Räuchfaß/vnd füllet es mit feuwer vom Altar/vnd schüttcw auff die Erden. Vnd da geschahen Stimmcn/vnd Donncr/vnd Blitzen/ vn Erdbcbung. Dißist Tati- mmsvnddieLncra, rite/welche die Ehe verbottcn vn Merck he»ltgen waren/wce hernachmals die Pc, lagcancr. P) chdre jrben Engel nut den stbcir Posaunen hatten sich gerüstet zu posaunen. Vnd der erste H. Aohannls. vi ii.Lap. -er erste Engel posaunete /vnd es ward em Hagel vnd Feuwermit Blut gemenget/ vnd fiel auff die Erden / vnd das dritte theil der Bäume verbrannte / vnd alles grüne Graß verbrannte. L2 Das ist Lrlgeat«. der dritte Engel posaunete/Dud es fiel ein grosser Stern vom Himmel/ der (^^branntc wie eine Fackel/vnd fiel auffdas dritte theil der Wasserströme/ vn vber die wasserbrünne/vn der name deß Sterns heißt Wermut.Vnd das dritte theilward Wermut/vnd vll Menschen stürben von den wasscrn/daß sie waren so bitter worden. M^Nd der vierdte Engel posaunete/Vnd es ward geschlagen das dritte theil der Nouams. Sonnen /vnd Vas dritte theil deß Mondes / vnd das dritte theil der Sternen/ Vv Daß i H^Nd der ander Engel posaunete / vnd es fuhr wie ein grosser Berg um Feuwer MAu o^Lmnnend ins Meer. Vnd das dritte theil deß Meers ward Blut / vnd das drit, no>, Mam- te theil der lebendigen Kreaturen im Meer stürben/vnd das dritte theil der Schiff .m"Cam"hry wurden verderbet. Hie Hffmöarung IX. Lap. daß ir dritte theil verfinstert ward / vnd der tag das dritte thcil nicht schein/vnd die n!d,7d7?ö>-'sc i!uq.' nacht desselben gleichen. Vnd ich sähe / vnd höret einen Engel stiegen mitten durch -7yü7S für^- den Himmel/vnd sagen mit grosser sttme: Wch/wch/weh/dcncn die auff Erden woh- nen für den andern stimen der Posaunen der dreycr Engel/dte noch posaunen sollen. IX. Lap. Das erst Meh/ Vas ist der grosse I^eyer Aritts/dersshristum nicht alanber/daß er Gotkscy. der sünffre Engel posaunete / Vnd rch sähe emen Sternen gefalle vom Himelauff die Erden /vn jm ward derschlüfi scl zum Brunen deß Abgrundts gcgcben.Dnd er thet den Brun dcß Abgrundts auff/vnd cs gicng auffein rauch auß dem Brun/wie ein rauch eines grossen Ofen/vnd cs ward verfinstert die Sonne vnd drc Luffr von dem rauch dcß Brunnen. Vnd auß dem Rauch kamen Hcuwschreckcn auff >1 H. UohülMts. IX. 594. auff die Erden / vnd inen ward macht gegeben / wie die Skorpion auff Erden macht haben. Vnd es ward zu inen gesagt /daß sie nicht beleidigeten das Graß auff Erden/ noch kein grünes/noch keinen Baum/sondern allein die Menschi/die nit haben das si- Al Gottes an iren strrncn.Vn es ward inen gegeben/daß sie sie nit tödten/ sondern sie Lu» gueleteu fürrffMondcn lang/vnd jre quäl war wie ein quäl vom Skorpion / wenn er einen Menschen heuwet. Vnd in denselbigen tagen werden die Menschen den Tod su- chen/vnd nicht finden/werden begercn zu sterben / vnd der Tod wirt von inen fliehen. Vnd die Hcuwschrecken sind gleich den Roffcn/die zum Krieg bereit sind/vn auff iremHaupt wie Krone dem goldegleich/vndirantlitz/gleich der Menschen antütz/ Vnd hatten Har wie Weiber Har/vnd ire zeene waren wie der Löuwcn. Vnd hatten Pantzer wie eysern Pantzer/vnd das raffeln irer flügel / wie das raffeln an den wagen viler Roffz/die in Krieg lauffm. Vnd hatten schwäntze/gleich den Scorpion/vnd cs waren Stachclan iren Schwanken / vnd ire macht war zu beleidigen die Menschen fünff Monden lang. Vnd hattt n vbcr sich einen König / einen Engel auß den? Ab- grundt/deß Namen heißt auffEbreifch/Abaddon/vnd auffGriechisch hat er den Na Muddon/AMyon. men Apollyon. Ein weh ist dahin/Sihe/es korunien noch zwey weh nach dem. n der sechßte Engel posaunete/vnd ich höret eine stime auß den vier ecken deß L)asanderW-h/ ch^Agülden Altars für Gott/ dre sprach zu dem sechßten Engel/ der die Posaune hat- tc/rdse auff die vier Engel / gebunden an den grossen Waffcrstrom Euphrates. Vnd «»»». cs wurden die vier Engel loß/die bereit waren auffeine stunde/ vn auff einen tag/vud auff einen Monden/vnd auffein iar/daß sie tödten das dritte thett der Menschen. Vnd die zal deß reysigen Zeugs war vil tausend mal taujend.Vn ich höret sre Zal.Vnd also sähe ich die Roffz im gesichte/vnd die drauffsaffen/daß sie hatten ftuwrige vu gele vnd schweffcliche Pantzer/vnd die Häupte der Rosse/ wie die Haupt der Löuwen/vnd auß irem munde gieng feuwer/vn rauch vnd schweffcl.Von diesen dreyen ward ertöd- ter das dritte thcr! der Menschen/von dem fcuwer/ vnd rauch/ vnd schweffel / der auß irem munde gieng/ Denn jre macht war in irem munde. Vnd ire schwäntz waren den Schlangen gleich/vnd hatten Häupter/ vnd mit denselbigen thcten sie schaden. Vnd blteben noch Leute/die nit gctödtet wurden von disen plage/noch büß thetcn für die werck irer hande/daß sie nitanbcten die Teuffel/vnd güldcne/silberne/eherne/ steinern vnd hültzern Götzen/ welche weder sehen noch hören/ noch wandeln kundten/ Vie auch nicht buffe theten für ire Mörde/Iäubcrey/Hurerey vnd Dieberey. Vv ij Vnd Bapst/ Aasisi/der-VS, iinsch Bapst im GriiliiHr» «k, sm. Nd ich salMnen andern srarckm herab komm / der war mit cmer Wolcken bekleidet / vnd cm Regem o M bogen auffscinem Haupt/vnd sein Antlitz wie die Sonne/ vnd seine Füsse wie die feuwerpfeilcr.Vnd er hatte irr seiner Hand ein Düchlin M auffgcthan/ vnd er setzt seinen rechten Fuß auff das Meer / vnd den lincken auffdie Erden / Vnd er schrcy mit grotzcr stim/wte ein Löw brüllm Vnd da er hattcn/wolt ich sie schrcibcn.Da höret ich eine stime vom Himmel sagen zu mir: Ver- srgel was die sibcn Donner gercdt habcn/dieselbigc schreibe nicht. Vnd der Engcl/dm ich sähe stehen auff dem Mccr/vnd auff der Erdm/Hub seilte Hand H.Aohannis. x.Lap. N? Hand aussgen Himmcl/vnd schwur bey dem Lebendigen von ewigkeyt zu ewigkeyt/der den Himmel geschaffen hat / vnd was drinnen ist / vnd die Erde vnd was drinnen ist/ vnd das Mccr/vnd was drinnen tst/Daß hinfurt" keine zeit mehr scyn sol / Sondern in den tagen der stimme dcß sibenden Engels / wenn er posaunen wirdt/ So sol vol- s»l vneerde,. ,Bapst/ lendet werdm das geheimniß Gottes /mr er hat verkündiget seinen Knechten vnd Ausserdem « thumb ist kein Chn. Propheten. stm/erwildzHdt v ^^Nd ich höret eine stimm vom Himmel abermal mit mir reden / vnd sagen: Ge- En st--». / ^im das offene Büchlin von der Hand deß Engels / der auff dem Mer vnd auff der Erden stehet. Vnd ich gicng hin zum Engel / vnd sprach zu im: Grb mir das Büchlin. Vnd er sprach zu mir: Mm hin vnd verschlinge / vnd es wirdt dich im Merck/ daß M-«, Bauch krimcn/aber in deinem Munde wirdts süsse scyn wie Honig.Vnd ich nam das KA! v»dV Büchlin von der Hand deß Engels/vnd verschlänge / vn ee war süsse in meinem mun- dewieHonig. Vnd da ichegeffm hatte/krimmctmichs im Bauch. Dndersprachzu psalm^vnd... mir: Du mußt abermal weissagen den Völckem / vnd Heyden / vnd Sprachen/vnd vilcn Königen. ? M-Md cs ward mir ein Rohr gcgebcn/eiricm stecken gleich/vnd sprach: Stehe auff c^vnd miß den Tempel Gottes/ vnd den Altar / vnd die darinnen anbeten / Aber «Atz«, mEA" den tnnern Khor deß Tempels wirffhinauß/vnd miß in nicht/ denn er ist den Heyden gegeben / vnd die Heylige Statt werden sie zurretten zween vnd vrertzig Monden. xi.Lap. z Nd Ich wü metne zween Zeugen geöen / vnd sie sollen 5» °°-E weissagen tausend ZMy hundert vnd sechtzigtage/angethan mitsä- wo« «m «Hal. ckcn/Diese sind zween Schäume vnd zwo Fackeln/stehend für dem Gott der Erden. Vnd so i»mandsiewtlbeleydigcn/So gehet das Feuwer auß irem Munde / vnv verzehret ire Feinde / vnd so iemand sie wtl beleydrgen/der muß also getödtet werden. Diese haben macht den Himmel zu verschlieffen/daß es nicht regenc in den tagen ircr Weissagung / vnd haben macht vber das Wasser/zu wandeln im Blut/vnd zu schlagen dre Erde mit allcrlcy Plage / so offt sie wollen. Dg».7.K^Nd wenn sie ir zeugniß geendet haben / so wirdt das" Thier / das auß dem Ab- . « O^grundt auffsteiget/mit inen einen Streyt haltcn/vnd wirt sie vberwinden / vnd N BaK wirdt sie tödten. Vnd ire Leichnam werden ltgen auff der Gaffen der grossen Stakt/ v die da heißt Geistlich/die Sodoma vnd Egypten/da vnser HERR gecreutzigetist. Vnd es werden ire Leichnam etliche von den Völckem vnd Geschlechten /vnd Spra- chen/drey tage vnd einen halben sehen / vnd werden ire Leichnam nicht lassen in Grä¬ ber legen. Vnd die auff Erden wohnen/ werden sich freuwen vber inen/ vnd wol le- ben/vnd Geschänck vnter einander senden/ Denn diese zween Propheten quelcten die auff Erden wohneten. Vnd nach dreyen tagen vnd einem halben / fuhr in sie der Geist deß Lebens von Gott/vndsietratenauff ire süsse/Vnd eine grosse forcht fiel vber die sie sahen. Vnd sie höreteu eine grosse stim vom Himmel zu inen sagen: Steiget herauff. Vnd sie stie¬ gen auffin den Himmel/in einer Wolckcn/vnd es sahen sie ire Feinde. Vnd zu derscl- bigen stund ward ein groß Erdbeben/ vnd das zehcnde theil der Statt fiel / vnd wur¬ den ertödtettnderErdbebung siben tausend Namen der Menschen/vnd die andern erschracken / vnd gaben Ehre dem Gott deß Himmels. Das ander weh ist dahin / Sihe / das dritte weh kommet schnell. Vv ist Vnd Hie kompt der welt¬ lich Bapst / Abcrzu- vor tröstcc er aber- m.il die Christen für solchem grcnwel. Aicchffcnöarung XH.Lap. Xil.Lap. M der sibend Engel posaunete/ Vnd es wurden groš- L sc Mc im Himmcl/die sprachcmEs sind die Reiche der Wclt vnsers HERRN vnd seines Khristus worden/ vn er wirt regieren von ewig- kett Z" cwigkeit. Vnd die vier vnd Zwentzig Eitcsrm/die für Gott auff jrcn stülen fassen/ fielen auff sre angcsicht/ vnd beteten Gott an/ vnd spr achemWir dancken dir HERR allmächtiger Gott/der du bist/vn wärest/ vn künff- tig bist/daß du hast angenomen deine grosse krafft/vn herrschcst.Vnd die Heyden sind zornig worden/vnd es ist komen dein zorn/vn die zeit der todtcrr/zu richten vn zu geben den lohn deinen knechten den Propheten/vn den Heyligcn/vnd denen die deinen Na¬ men förchten/den kleinen vnd grossen/vn zu verderben dre die Erden verderbet haben. Vnd der Tempel Gettos ward auffgethan im Himel/vnd die Archa seines Te¬ staments ward in seinem Tempel gesehen/ vnd es geschahen blitzcn/vnd stimmen/ vnd Donner/vnd Erdöeben/vnd ein grosser Hagel. A^VNd cs erschein ein groß Zeichen im Himmel / Ein Weib mit der Sonnen beklei- ir"scchßhundcrtp»d!cchßv»dftchtzig. dcrc vnd srchß vnnd srchyig>ar. lang stehet das Weltlich Bapsthumd- Sechß HM terc vnd skrhtz vndskchtziz. L HietrösteterdieChtl firn/daß solltch weh vnnd Greuwel sol durchs Euangcüum geftürtzt werden. ich sähe ein Lamb stehen auff dem Berg Aon/ vnd mit jm hundert vnd vier vnd viertzig tausend/die hatten den Namen seines Vatters geschrieben an jrer Stirn. Vnd höret eine stimm vom Himmcl/als eines grossen Wassers/vnd wie eine stimme eines grossen Donners/vnd die stimme die tchhöret/war als der Harpffenspiclcr/die auff jrcn Harpffcn spielen. Vnd sungcn/wie ein neuw 5 H.NohMms. xmi.EÄj). Z97 neuw Lied für dem Stul / vnd für den vier Thieren vnd den Eltesten /vnd niemand kundt das Lied lchrnen/on die hundert vn die vier vn viertzig tausend/die erkaufft sind von der Erden. Diese sinds/ die mit Weibern nicht befleckt sind/ denn sie sind Jungk- frauwen / vnd folgen dem Lamb nach / wo es hin gehet. Diese sind erkaufft auß den Menschen/zu Erstlingen Gott vnd dem Lamb/vnd in jrem munde ist kein falsches funden/Dcn sie sind vnstraffltch für dem Stul Gottes. psüim -4r. K6^Nd ich sähe einen Engel fliegen mittendurch den Himmel/der hatte ein ewig o^Euangelium/ zu verkündigen denen die auffErden sitzen vn wohnen/ vnd allen Heyden/vnd Geschlechten/vn Sprachen/ vnd Völckern/ vnd sprach mit grosser stim: Förchtet Gott/vnd gebet jm die ehre. Denn die zeit seines Gerichts ist komm/ vnd be¬ tet an/den/ der gemacht hat Himel vnd Erden / vnd Meer / vnd die Wasserbrunnen. v em ander Engel folget nach/der sprach: Sie ist gefallen/sie ist gefallen/Ba- c^bylon die grosse statt/den sie hat mit dem wein irer hurerey getrenckt alle Heyde. K^Nd der dritte Engel folget diesem nach/vnd sprach mit grosser stimme : So je- c^mand das Thier anbetct vnd sein Bilde/vnd nimpt das Malzeichen an seine Stirn oder an seine Hand / der wirdt von dem Wein deß zorns Gottes trtncken/ der eyngeschcnckt vnd lauter ist in seines zorns Kelch/ vnd wirdt gcquelet werden mit Feu- wcr vnd schwefel für den heiligen Engeln/ vn für dem Lamb. Vnd der rauch jrer quäl wirt auffsteigen von cwigkeit zu ewigkeit. Vnd sie haben keine ruhe tag vnd nacht/die das T hier haben angebctet vnd sein Bilde /vnd so jemand hat das Malzeichen seines Namens angenomcn. Hie ist gcdult der Heyligen. Hie sind/ die da halten die Gebott vnd den Glauben an Ihcsu. ich höret eine stim vom Himmel zu mir sagen: Schreibe/ Selig sind die tod- c^ten/dtc in dem HERRN sterben von nun an. Za/der Geist spricht/daß sie ruhen von irer arbeit/ Denn ire werck folgen jnen nach. c A6^Nd ich sähe / vnd sihe/ ein weisse Wolcke / vnd auff der Wolckcn sitzen einen/der E-» Mkilkreß c^Agleich war eines Menschen Son / der hatte eine güldene Krone auff seinem ? Haupt/vnd in seiner Hand cin scharpffe Sichel. Vnd ein ander Engel gieng auß dem Tempel/vnd schrey mit grosser stimme zu dem / der auffder Wolcken saß / Schlag an mit deiner Sicheln vnd erndte / denn die zeit der erndten ist kommen/ denn die erndte Ion.;, der Erden in dürr worden. Vnd der auff der Wolcken saß / schlug an mit seiner Si¬ cheln an die Erde/ vnd die Erde ward geemdttt. Vnd HieMMrung xv.Lap. c^. Nd ein ander Engel gteng auß demTempel im Himmel/der hatte cine scharpffe AAHippcn. Vnd ein ander Engel gieng auß dem Ältar / der hatte macht vber das Feuwcr/Vnd ricffmit grossem geschrcy zu dem/der die scharffe Hippen hatte/ vnd sprach: Schlage an mit deiner scharffcn Hippen / vnd schneide die Trauben auff der Erdcn/denn ire Beer sind reiss. Vnd der Engel schlug an mit seiner Hippen an die Erden / vnd schneit die Reben der Erden / vnd warft sie in die grosse Kelter deß Zorns Gottes. Vnd die Kelter ward äusser der Statt gekeltert/vnd das Blut gteng von der Kelter biß an die zäume der Pferde/durch tausend sechßhundert feldwegs. xv.Lap. Ich sähe ein ander Alchen tm Himmel/das war A»m E"-?' groß vnd wundersam / sibcn Engel / die hatten die letzten sibm Pla- gen /den mit denselbigen ist vollendet der zorn Gottes. Vnd sähe als den Sig behalten hatten an dem Thier vnd seinem Bilde/ vn seinem Malzeichen/ vnd seines Namens zal/daß sie stunden an dem gläsern Meer / vnd hatten Gottes Harpf- fen / vnd jungen das Lied Mosi / deß Knechts Gottes / vnd das Lied deß Lambo / vnd sprachen: Groß vnd wundersam sind deine Werck / HERR Allmächtiger Gott /ge¬ recht vnd warhafftig sind deine wcge/du König der Heyligcn. Wer sol dich nit fürch¬ ten HERR / vnd deinen Namen preisen k Denn du bist allein heylig / Denn alle Hey¬ den werden kommen vnd anbcten für dir/denn deine vrrhcil sind offenbar worden. (AF^Arnach sähe ich/vndsihe/da ward auffgcthan der Tempel der Hüttendeß (zNzcugniß im Himmel / vnd giengen auß dem Tempel die sibcn Engel / die die si- ben Plagen hatten/angcthan mit reinem Hellen Linwad/vnd vmbgürtet jreBrü- ste mit güldenen Gürteln. Vnd eines der vier Thier gab den siben Engeln siben gül¬ dene schalen voll Zorns Gottcs/der da lebet von ewigkctt zu cwigkeit. Vnd der Tempel ward voll rauchs für der Hcrrligkeit Gottes/vn für seiner krafft/Vnd niemand kundt in den Tempel gehen / brß daß die sibcn Plagen der siben Engel vollendet wurden. xvi.Lap. Nd Ich höret erne grosse stimme auß dem Tempel / die z sprach Zu den siben Engeln: Gehet hin / vnd giesset auß die Schalen deß zorns auff die Erden. H6^Nd der erste gieng hin / vnd goß seine Schale auß auff die Er- I, c^de/Vnd cs ward cm böse vnd arge Drüse an den Menschen/ drc das Malzelchen deß Thlers hatten/ vnd die sein Bild anbeteten. M^Nd der ander Engel goß auß seine Schale ins Mecr/Vnd cs ward Blut als ci- 11. 8^nes todten/ vnd alle lebendige Seele starb in dem Mccr. ^^Nd der dritte Engel goß auß seine schale in die Wasscrströme/vnd indieWas- m. ^^serbrunnen/vnd cs ward Blut. Vnd ich höret den Engel sagen: HERR/du bist gerecht/ der da ist/ vnd der da war / vnd heylig / daß du solches gevrtheilct hast. Denn sie haben das Blut der Hcyltgen vnd der Propheten vergossen/ vnd Blut hast du jnen zu trinckcn gegeben/ denn sie sinds währt. Vnd ich höret einen andern Engel auß dem Altar sagen: Za/ HERR/ Allmächtiger Gott/deine Gerichte sind warhaff¬ tig vnd gerecht. N^Nd der vicrdte Engel goß auß seine Schale in die Sonne/vnd ward im gege- im, A^Zben den Menschen heiß zu machen mit Fcuwer. Vnd den Menschen ward heiß fürgrosscr Hitze / vnd lästerten den Namen Gottes / der macht hat vber diese Plagen/ Vnd thaten nicht buß/jm die ehre zu geben. L Nd es kam einer Schalen hatten/redck mit mir/vnd sprach zu mir: Kom / Ich wil dir zeiget er zeigen das vrthcil der grossen Huren / die da auffvtleu Wassern sitzt/ D mit welcher gehurct haben die Könige auff Erden/vnd die da woh- ch nen auff Erden truncken worden sind von dem Wein irer Hurerey. Dnd er bracht mich im Geist in die Wüsten. Dnd ich sähe das Werb sitzen auff einem Rosinfar- V. der fünffke Engel goß auß seine Schale auffden Stul deß Thiers / Vn sein e^iReich ward verfinstert/ vnd sie zubiffen ire Zungen für schmertzen / vnd lästerten Gott im Himmel für jrem schmcrtzen/vnd für jren Drüsen/Dnd theten nicht buffe für ire werck. VI. dersechßte Engel goß auß seine schale auffden grossen Wasserstrom Euphva- (>Ate6/Dnd das Wasser vertrocknet/auff daß bereitet würde der weg den Köni- gm von auffgang der Sonnen. Dnd ich sähe auß dem munde deß Drachens/vnd auß dem munde deß Thiers/ vn auß dem munde deß falschen Propheten / drey vnrei- ne Geister gehcn/gleich den" Fröschen. Dn sind Geister der Tcuffel/die thun Zeichen/ - vnd gehen auß zu den Königen auffErden/ vnd auff dem gantzen Kreiß der Welt/ sie pE- zu versamlm in den streir/auffjenen grossen tag Gottes deß Allmächtigen. Sihe/Zch Ä Mütth. r.4. komme als ein Dieb / Selig ist der da wachet/vnd Helt seine Kleider/daß er nicht bloß wandele / vnd man nicht seine schände sehe. Dnd er hat sie versamlct an einen ort/dcr da heißt auffEbrcisch Harmageden. (Harmag-vo») Auff Teutsch / ve» dampce Arteger/be« fluchte rüstnug/odee vn glückselige lrtegs;. lent / ad vierem 6c VII. slbend Engel goß auß seine Schale in die Lufft. Dndesgicngaußeitte vom Himmel auß dem Stul/dic sprach: Es ist geschehen. Dnd cs wurden^ summe/ vnd Donner vnd Blitzen / vnd ward ein grosse Erdbebung / daß solche nicht gewesen ist/sint der zeit Menschen auff Erden gewesen sind/solche Erdbebung also groß.Dnd auß der grossen Statt wurden drey theil/vn die Stätte der Heyden fielen. Dnd Babylon der grossen ward gedacht für Gott/jr zu geben den Keich deß Weins von seinem grimmigen zorn.Dnd alle Insulen entfiohen/vn keine Berge wurden fun- den. Dnd ein grosser Hagel/ als ein Zentner/ fiel vom Himel auff die Menschen/vnd die Menschen lästerten Gott vber der plage deß Hagcls/Dcn seine plage ist sehr groß. XVH.Lav. am einer von den Den Engeln / die die Den x >s H>e Offenbarung X Vl l.Lap. Rosiufarben Thier/das ivar voll Namen der lästerung/vn hatte zehen Hörner. Vnd das Weib war bckkwtt mit Scharlackm vnd Rosinfarb / vnd vbergüldet mit Gold vnd Edelsteinen vnd Perlen / vnd hatte einen gülden Becher in der Hand / voll grem Wels vnd vnsauberkerk jrcr Hurerey. Vnd an jrer stirn geschrieben den Namen / das Gcheimmst/vie grosse Babylon / die Mutter der Hurerey vnd aller greuwcl auffEr- dcn.Vnd ich sähe das Weib truncken von dem Blut der Hcyligcn/vnd von dem Blut der Zeugen ^hesu. Vnd ich verwunderte nncb sehr/da ich sie sähe. a ^6^Nd Engel sprach zu minWarumb verwunderstu dichk^ch wil dir sagen das Gchcitynrß von dcrn Weib vn von dem Thier das sie tregt/ vn hat sibcn häup- che grosse Babylon. rervndzehmHömcr. Das Thier/ das du gesehen hast / ist gewesen/vnd ist nicht/ DzRömssck -Reich vnd wrtt Lvlder kommen auß dem Abgrundt/vnd wirdt fahren ins verdammst/ Vnd Dcü"es O n!ch't d?s werden sich verwundert! die auffErden wohnen/ der Namen nicht geschrieben stehen nachÄ§Ä durch m dem Buch dcß Lebens von anfang der Welt / wenn sic sehen das Thier / daß es ge- wesen rst/vnd nicht ist/wicwol cs doch ist. Vnd hie ist der sinn/da wcisthcit zu gehöret. e Die sibcn Häupter sind siben Berge / auff welchen das Weib sitzet / vnd sind si, n vRE» mT- > ben Könige/ Fünffsind gefallen/vnd" einer ist/vnd der ander rst noch nicht kommen/ chculaud.^ And wenn er kompt / muß er eine kleine' zeit bleiben. Vnd das Thier / f das gewesen (Em-r) Äas ist/ tst/vtw nicht ist/ das ist der achte/ vnd ist von den siben / vnd fehret in das verdamniß. man». zehen Hörner/die drr gesehen hast/das sind zehen Könige/die das Reich Das .st >cyt Hssxa. noch haben / Aber wie Könige werden sie eine zeit macht empfahen kom 1 odcrWclsch. mit dem Thier. Diese haben eine meint,ng/vtt werden jre krafft vnd macht geben dem la»d. Thier/Dicse werden streiten mit dem Lamb/vn das Lamb wirt sie vberwinden/ denn (Röntge) es ist der HERR aller Herrn / vnd der König aller Könige / vnd mit im die Bcruffene vltd Außerwehletcn vnd Gläubigen. s-r» ckÄ Nd er sprach zu Mir/Die wasser/die du gesehen hast/da die Hure sitzt/sind Völ- Arauc re.c) u. 2^ckcr vnd Scharen/vnd Heyden / vnd Sprachen. Vnd die zehen Hörncr/dte du Zapst1v7dschL gesehen hast auff dem Thier / die werden die Hur Haffen / vnd werden sie wüst machen / vnd bloß / vnd werden jr Fletsch essen / vnd werden sie mit Feuwer vcrbren- werdn. pnd dtc L>ü- nen. Denn Gott hatö inen gegeben in jr Hertz / zu thun seine Meinung / vnd zu thun ei- vesensottZ ?a^-e, ncrley meinung/snd zu geben jr Reich dem Thier/ btst daß vollendet werden die wort Gottes. Vnd das Wctb / das du gesehen hast / ist dle grosse Statt/die das Reich hat ober die Könige auffErden. . Vnd H.N-channis. xvm.Lap. 399 L v a (Wollust) Mut¬ wille». XVIII. Lap M Nd darnach sähe ich etnen andern Engel nldcrfahrcn vA. vom Himel/der hatte eine grosse macht /vnd Die Erde ward erleuch- f^g-schrey^« tet von seiner klarheit.Vnd schrey auß macht mit grosser stimme/vnd dmgefallen^aK. D sprach: Sie ist gefallen/sie ist gcfallcn/Babylon die grosse / vnd eine E Behausung derTeuffe! worden/vnd ein behältniß aller vnreiner Getster/vnd cur behältniß aller vnrerncr feindseliger Vögel. Den von dem Wein deß zorns jrer hurerey haben alle Heyden gerruucken/vn die Könige auffErdcn haben mit jr Hurerey getriebcn/vnd ireKauffleute sind reich worden von jrer grossen" Wollust jch höret ein andere stim vom Himmel/die sprach: Gehet auß von jr/ mein daß jr nicht empfahet etwas von jrer Plagen.Dcnn jrc Sürrde reichen biß in den Himmel/vnd Gott denckt an jren freffel. Bczalct sie/wie sie euch bezaler hat/vnd machte jr zwyfältig/uach jreu wercken. Vnd mit welchem Kelch sie euch eyngcschenckt hat/ schencket jr zwyfäktig eym Wie vil sie sich herrlich gcmacht/vnd jrcn mutwrllen gehabt hat / so vil schcnckt jr quäl vnd lcyd eyn. Denn sie stricht in jrem hertzen:Zch sitze vnd bin eine Königtn/vnd wer¬ de keine Wittwe seyn/vnd lcyd werde ich nicht fthen.Darumb werden jre Plagen auff L einen tag kommen der Tod/Leid/vnd Hunger/mit Feuwerwirt sie verbrannt wer- den/Denn starck ist Gott der HERR/der sie richten wirt. 8^^d cs werden sie beweyncn/vnd sich vber sie beklagen die Könige auff Erden/ o^dte mit jrgehuret/vud Mutwillen getrieben haben/wenn sie sehen werden den rauch von jrem Brandt/vnd werden von ferme stehen für forcht jrer qua! / vnd spre¬ chen :Wch/wch/die grosse Statt Babylon/die starčke Statt/auffeine stunde ist dein Gericht kommen. Vnd die Kauffleute auff Erden werden weynen/vnd leyd tragen bey sich selbß/daß jre Wahr niemand mehr kauffen wlrt/dieWahr deß Golts vn Stl- bers/vnd Edelgesteins/vnd die Perlen/vnd Sewcn/vnd Purpur/vnd Scharlacken/ vnd allerlei) Thincnholtz/vnd allerley Gefäß vonHclffcnbem/vnd allerlei) Gefäß von köstlichem Holtz/vnd von Ertz/vnd von Eysen/vnd tzinamet/ vnd Thimian/ vnd Galben/vnd Weyrauch/vnd Wein/vnd Ocle/vn Gcmlen/vnd Weitzen/vndVteh/ vnd Schafe/vnd Pscrd/vnd Wagen/vnd Leichnam/vnd Seelen der Menschen. F r Vnd s Wechffenöarung xix.Lap. Vnd das Obs/da deine Seele tust an hatte/ ist von dir gewichen / vnd alles was völlig vnd herrlich war/tst von dir gewichen/ vnd du wirst solchs ntt mehr finden. Die Kauffleute solcher Wahr / die von jr sind reich worden / werden von ferrne stehen für forcht jrer qual/weynen vnd klagen/vnd sagen: Weh/weh/die grosse Statt/die beklei¬ det war mit Seiden vnd Purpur/ vnd Scharlacken/ vnd vbergüldet war mit Gold/ vnd Edelgestein/vnd Perlen/ Denn in einer stunde ist verwüstet solcher Reichthunib, Vnd alle Schiffhcrrn/ vnd der Hausse / die auff den Schiffen handthieren/ vnd 6 Schtffleute/ die auss dem Meer handthieren / stunden von ferrne/ vnd schryen/da sie Den Rauch von jrem Bräunt sahen / vnd sprachen: Wer ist gleich verdrossen Statte Vnd sie wurffen staub auff jre Häupter/ vnd schryen/weyneten vnd klagten/vnd spra¬ chen .Weh/weh/die grosse Statt/in welcher reich worden sind alle die da Schiff im Meer hatten von irer Wahr/Denn in einer stunde ist sie verwüstet. ^»Reuwe dich vber sie Himel/vnd jr heyligen Apostel vnd Propheten/ Den Gott hat euwer vrtheil an jr gerichtet. Vnd ein starcker Engel Hub einen grossen stein o^auff/als einen Mülstein/warffjn tuns Meer/vnd sprach: Also wtrdt mit einem sturm verworffen die grosse Statt Babylon/vnd nicht mehr erfunden werden. Vnd die stime der Sängervnd Saitenspieler/Pfeiffer vnd Posauner/sol nicht nrehr in dir gehöret werden/vnd kein Handwercksmann einiges Handwercks sol mehr in dir ge- - funden werden/vnd die stim der Mülen sol nicht mehr in dir gehöret werden / vnd die stim deß Breutigams vnd der Braut sol nicht mehr in dir gehöret wcrdenDenn dei¬ ne Kauffleute waren Fürsten auff Erden» Denn durch deine Jaubcrey sind verirret worden alle Heyden/ vnd das Blut der Propheten vnd der Heyligen ist in jr erfunden worden/vnd aller derer/die auffErden erwürget sind. XIX. Lap' L DasWort Gottes kget ob wis die schütz Herrn deß Bapst«/ vnd hilfst kein wehre. K Amach Höret tth eine stim grosser scharen tm Himmeln U die sprachen : Haleluta. Heil vnd preiß/ehre vnd krafft/scyGottvn- H serMHERRN / denn warhafftig vnd gerecht sind seine Gerichte / daß erdiegrosseHurevervrthetlethat/welche die Erden mit jrer Hurcrey Z verderbet/vnd hat das Blut seiner Knechte von jrer Hand gerochen. Vnd sprachenzumandernmal.Haleluia. Vnd der Rauch gehet auff ewiglich. Vnd die vier vnd zwcntzig Eltesten/vnd die vier Thier/fielen nider/ vnd beten an Gott/ der guffdemStulsaß/vndspmchen:Amen/Haleluia. Vndeine stimm gieng von dem Stul/Lobet vnsern Gott alle seine Knechte/vnd die jn förchten / beyde klein vnd groß. Vnd ichhöret eine stim einer grossen schar/ vnd als eine stim grosser Wasser/ vnd als eine stime starcker Donner/die sprachen: Haleluia. Denn der Allmächtige Gott hat das Reich cyngenommen/Laffet vns freuweu vnd Mich seyn/ vnd jm die ehre ge- ben/denn die Hochzeit deß Lambs ist kommcn/vnd sein Weib hat sich bereytet. Vnd es ward jr gegeben sich anzuthun mit reiner vnd schöner Seiden (Die Seide aber ist die Gerechtigkeit der Heyligen.)Vnd er sprachzu mir: Selig sind die zum Abendmal deß Lauchs beruffen sind. Vnd er sprach zu mir: Diß sind warhafftige wort Gottes. Vnd ich fiel für jn zu seinen füffen/jn anzubetcn.Vnd er sprach zu mir: Sihe zu/thu es nicht/ ich bin deinMitknecht/vnd deiner Brüder/ vnd dere/ die das Jeugniß Hesu haben. Bäte Gott an(Das Jeugnist aber Zhesu ist der Geist der Weissagung.) H6^Nd ich sähe den Himmel auffgechan/Vnd srhe/ ein weiß Pferd / vnd der drauff c>^saß hieß Treuw vnd Warhafftig/vnd richtet vn streitet mit Gerechtigkeit. Vnd seine äugen sind wie ein Feuwcrflame/vnd auff seinem Häupte vil Kroncn/vnd hatte einen Namen geschrieben/den niemand wußte denn er selbst. Vnd war angethan mit einem Kleyde/das mit Blut besprenget war/vn sein Nam heistt Gotteswort. Vnd jm H. MHmiMS. XIX. Eüp. 400 folgete nach das Heer im Himel altff weissen Pferden/ angethan Mit weisser vnd rei¬ ner Seiden. Vnd auß seinem Munde gieng ein scharpff Schwerdt / das er damit die psalm r. Heyden schlüge/vn er wirt sie regieren mit der Eysern Ruhten. Vnd er tritt die Kelter deß Weins deß grimmigen zorns deß Allmächtigen Gottes. Vnd hat einen Namen gcschriben auff seinem Kleyde/vnd auff seiner Hüfften/also/Ein König aller Könige/ vnd ein HERR aller HLMN. Vnd ich sähe einen Engel in der Sonnen stehen/vnd er schrey mit grosser stimme/ vnd sprach zu allen Vögeln / die vnter dem Himmel fliegen: Kommet / vnd versamlet euch zu dem Abendmal deß grossen Gottes/daß ir esset das Fleisch der Könige/vnd der Häuptleutc/vnd das Fleisch der starcken/vnd der Pferde / vnd dere / die drauff sitzen/ vnd das Fleisch aller Freyen vnd Kncchten/beyde/ der kleinen vnd der grossen. A^f'Nd ich sähe das Thier/vnd die Könige auff Erden/vn jre Heer/versamlet/ streit c^zu halten mit dem/ der auffdem Pferde saß/vn mit seinem Heer. Vnd das Thier ward gegriffen/vnd mit im der falsche Prophet/der die Zeichen thet für im/durch wel¬ che er verführet/die das Malzeichen deß Thiers namen/vnd die das bilde deß Thiers ««betten. Lebendig wurde dise beyde in den feuwrigen Pful geworffen/der mit schwef- fel brannte/Vnd die andern wurden erwürget mit dem Schwerdk/deß/der auffdem Pferde saß/das anß seinem munde gieng/Vn alle Vögel wurden satt von jrem fleisch» xx.Lap. ; EWU Nd lch sähe einen Engel vom Hlmmel fahren/der Hatte" den Schlüssel zum Abgrundt/vnd eine grosse Ketten in seiner Hand. Vnd ergretffden Drachen/diealte Schlange/welcheist derTeuffcl Dietaus-nd.aeMs. vnd dcr Sathan/vnd band jn tausend jar/vnd warff in in den Ab- s-n anfahm'da W grundt/vnd verschloß in/vnd vcrsigelt oben darauff/daß er nicht mehr Nm. de/Ärck N verführen solt die Heyden/biß daß vollendet würden" tausend iar/ vnd darnachmuß § er loß werden eine kleine zeit. ftmÄcben?vndh7 Nd ich sähe Stüle/vnd sie faßten sich drauff/ vnd inen ward gegeben das Gc- bc7regi-7et 0» 8 Töricht/ vnd die Seelen der enthaupten / vmb deßIeugntß Ws"/vnd vmb deß Worts Gottes willen/vnd die nicht angebcttek hatten das Thier/noch seinBil- KI de/vnd nicht genommen Hattert sein Malzeichen an jre Sttrn/vnd auff jre Hand/dise K ' Fx Lj lebten s Mte-Hffenöarung xx.Lap. lebten vnd regierten mit Khristo tausend iar. Die andern Todten aber wurden nicht rvider lebendig/biß daß tausend iar vollendet wurden.Diß ist die erste Aufferstchung. Selig ist der vnd heylig/der theil hat an der ersten Aufferstchung. Vber solche hat der ander Tod keine macht sondern sie werden Priester Gottes vnd Khristi seyn/ vnd mit D regieren tausend jar. Nb wen tausend jar vollendet jind/ wu r vcr ^arhanao loß werden auß semem 8 ^HGeftngniß/vnd wirdt außgehen zu verführen du Heyden in den vier orten der Erden/den Gog vnd Magog/sie zu vcrsamlen in einen streit / welcher zal ist wie der Sand am Meer. Vnd sie traten auff die brente der Erden/ vnd vmbrmgctcn das Gog> MaaoH st:id die "Tllko ^cn/die von dm Tat tcrnstcrkcmiiNM/vri LicrocmIüdrnyels- seu. . Hecrlägcr der Heyligen/vu dre geliebte Statt. Viid co siel das Icuwcr von Gott äuß dem Himmcl/vnd verzehret sie/Vnd der Teuffel der sic verführet/ ward gclvvrffen in den fcuwrtgcn Pful/vnd Gchweffcl/da das Thier vnd der falsche Prophet war /vnd werden gcauelct werden tag vnd nacht/von cwlgkert zir cwigkcrt. Bnd H. WtMMS. XXI. Lap. Vnd ich sähe einen grossen weissen Stul/vnd den der drauffsaß/für welches An¬ gesicht flöhe die Erde vnd der Himel/vnd inen ward keine Stätte erfunden. Vnd ich sähe die Todten/beyde/groß vnklein/stchen für Gott/Vnd die Bücher wurden auff- gethan/Vnd ein ander Buch ward auffgethan / welches ist deß Lebens/ vnd die Tob¬ ten wurden gerichtet nach der Schrifft in den Büchern/nach jren Wercken.Vnd das Meer gab die Todten die drinen waren/ vnd der Tod vnd die Helle gaben die Todten die drinnen waren/vnd sie wurden gerichtet/ ein jeglicher nach fernen Wercken. Vnd der Tod vnd die Helle wurden geworffen in den fcuwrigenpful. Das ist der ander Tod. Vnd so jemand nicht ward erfunden geschrieben in dem Buch deß Lebens/der ward geworffen in den feuwrigen Pful. xxi.Lap. če Nd ich sähe emm nmwen Himmel/vnd emeneuwe Erden/Denn der ersteHLmmel vnd die erste Erde vergicng/vnd das Meer ist nicht mehr. Vnd ich Johannes sähe die heyltge Statt/das neuwe Jerusalem/von Gott auß dem Himel herab fahren/ zubereit als eine geschmückte Brautjrem Mann. Vnd höret eine grosse stim EK«--,, pon vem Sml/ die sprach: Sthe da/eine Hütte Gottes bey den Menschen/vnd er * wirt bey jnen wohnen/vnd sie werden sein Volck seyn/ vnd er selbs Gott mit jnen wirt Es»«--,, jr Gott seyn. Vnd Gott wirt abwäschmalle thränen von jren Augen/vnd der Tod wirt nit mehr seyn/noch leyd/noch gcschrey/noch schmertzen/wirt mehr seyn/ denn das Ek,e4?. erste ist vergangen. Vnd der auff dem Stu! saß/sprach: Sihe/ich mache alles neuw. r.L--m.r. er spricht zu mir: Schreibe/denn diese wort sind warhafftig vnd gewiß. Ef»ke 44- Vnd er sprach zu mir: Es ist geschehen.Ich bin das A/vnd das O/deranfang vnd das ende.Ich wil dem dürftigen gebt von dem brun deß lebendigen Wassers vmb sonst. Wer vberwindet/der Wirts alles ercrben/vn ich werde sein Gott seyn / vn er wirt mem Son seyn. Den verzagten aber/vn vngläubigen/vnd greuwlichen/vn Todschlägern/ vnd Hurern/vndIäuberern/vnd Abgöttischen/vnd allen Lügenern/der theil wirt seyn in dem Pful/der mit Feuwer vnd Schweffel brennet / welches ist der ander Tod. K^Nd es kam zu mir einer von den siben Engeln/ welche die siben Schalen voll hat c^ten der letzten siben plagen/vnd redet mit mir/vnd sprach: Kom/ ich wtl dir das Fx iij Weib Wcchffcnömmg XXl.Lap. Weib Zeigen/die Braut deß Lambs. Vnd führet mich hin im Geist auffeinen grossen vnd hohen Berg/vnd zeiget mir die grosse Statt/das heyligeZerusalem/hermdee fahren anß dem Himmel von Gott/vnd hatte die Hcrrligkett Gottes/vn jr Liecht war gleich dem aller Edelsten Stein/einem Hellen Iaspis.Vnd hatte grosse vn hohe Mau- ren/vnd hatte zwölffThor/vnd auff den Thoren zwölff Engel/ vnd Narncn geschrie- ben/welchc sind die zwölff Geschlechte der Kinder Israel. Vom Morgen drcy Thor/ von Mitternacht drey Thor/vom Mittag drey Thor/vom Abend drcy Thor. Vnd die Mamvcr der Statt hatte zwölffgründe/vnd in denselbigen die Nanicn der zwölff Aposteln deß Lambo. Vnd der mit mir redet/hatte ein güldin Rohr/ daß er die Statt messen solt / vnd jre Thor vnd Mauren. Vnd die Statt ligt vterecket / Vnd jrc länge ist so groß als die « breyte. Vnd ermaß die Statt mit dem Rehr/auff zwölff tausend Fcldwegs/Die (Hundert v»r vier länge vnddte breyte/vn die hohe der Statt/sind gleich.Vn er maß die Mauren/" Hun L Da/ist dÄ,ckeder dctt vnd vier vnd viertzig Elen/nach der maß eines Menschen/die der Engel hatVnd MEcn. der Bauwirer Mauren war von Jaspis/vnd die Statt von lauterm Golde/gleich dem reinen Glasc.Vnd die gründe der Mauren vnd der Statt waren geschmückt mit allerlei) Edelgesteine.Der erste Grundt war ein Iaspis/Der ander war ein Saphir/ Der dritte ein Kalcedonier/Der vierdte em Smaragd/ Der fünffte em Sardonich/ Der sechßte ein Sardis/Der sibend ein Khrysolit/Dcr achte einBerill/Der neund- teein Topasicr/ Derzehendein Khrysopras/Dereilffteein Hyacint/Derzwölffte em Ametist. Vnd die zwölff Thor waren zwölff Perlen/vnd ein jeglich Thor war von einer Pcrlcn/vnd die Gassen der Statt waren lauter Gold / als ein durchscheinend Glaß. Vnd ich sähe keinen Tempel darinnen/Denn der HERR/der Allmächtige Gott/tst jr ' Tempcl/vn das Lamb.Vnd die Statt darffkeiner Sonncn/noch deß Monden/ daß sie jr scheine. Denn die Herrligkeit Gottes erleuchtet sie/ vnd jre Leuchte ist das Lamb. LD--. Vnd die Hcyden/die da selig werdcn/wandeln in demselbigen Liecht / vnd die Könige auff Erden werden jre Herrligkeit in dicsctbigen bringen. Vnd jre Thor werden nicht verschlossen deß tages/denn da wirt keine nacht scyn. Vnd wirt nicht hincyn gehen jr- gend ein Gemeines/vnd das da greuwcl thut vnd lügen / sondern die geschrieben sind in dem lebendigen Buch deß Lambs. XXII.Lap. Mer zeiget nm einen lautern Strom des; lebendigem Wassers/klar wie ein Kristall / dcrgiengvondemStul Gottes vnd deß Lambs/mitten auff jrcr Gasscn.Vnd auffbcyden selten deß stroms stund Holtz deß Lebens/das trug zwölffcrlcy Früchte/ vnd brachte seine Früchte alle Monden. Vnd die Blctter deß Holtzs dienetcn zu der gc- sundthcit der Heyden.Vnd wirt kein verbanntes mehr seyn/vnd der Stul Gottes vnd deß Lambs wirt darinnen seyn/vnd seine Knechte werden jm dienen/vnd sehen sein Angeslcht/vnd sein Name wirt an ircn Stirnen scyn/vnd wirt keine nacht da scyn/ vnd nicht bcdürffen einer Leuchten/oder deß Liechts der Sonnen/Denn GottderMe--. HERR wirt sie crlcuchtcn/vnd sie werden regieren von cwigkcit zu ewigkctt. ^k>cr sprachZu mrr: Diesewortsindgewiß vnd warhafftig. Vnd Gottdcr A^HERR der hcyligcn Propheten hat seinenErrgelgcsandt/zu zeigen seirren Knecht ten / was bald geschehen muß. Sihe / Ich komme bald. Selig ist der da Helt die wort der Weissagung in diesem Buch.Vnd ich bin Johannes/der solches gesehen vnd gehört hat. Vnd da ichs gehöret vnd gcsahe/ fiel ich nider anzubetcn zu den Füssen deß Engcls/dcr mir solches zeiget. Vnd er spricht zu mir: Sihe zu / thu es mcht/Dcun ich bin dem H.Uohcmms. XXII.Lap. 402 bin dein Müknecht/vnd deiner Brüder/der Propheten /vnd dere die da halten die wort dieses Buchs. Bete Gott an. 8 Vnd er spricht zu mir: Versiegele nicht die wort der Weissagung in diesem Buch/ denn die zeit ist nahe. Wer böß ist/der scy immer hin boß/vnd wer vnrein ist/der sey immer hm vnrein/Aber wer fromist/dersey immer hin from/vnd werhcyltg tst/dcr sey immer hin heylig. Vnd sihe/Ich komme bald / vnd mein Lohn mit mir/zu geben ei¬ nem iegltchcn wie seine wcrck seyn werden. Ich bin das A vnd das O / der anfang vnd das ende/der erst vnd der letzte. Selig sind die seine Gebott halten/auff daß ire macht sey an dem Holtz deß Lebens/vnd zu den Thoren cyngehen in die Statt. Den Haussen sind die Hunde/vnd die Iäuberer/vnd die Hurer/ vnd die Todschläger / vnd die Ab- göttischen/vnd alle die lieb haben vnd thun die Lügen. Ich Ihcsus habe gesandt meinen Engel/solchs euch zu zeugen an die Gemeinen. Ick) bin die Wurtzel deß Geschlechts Dauid/ein Heller Morgenstern. Vnd der Geist " ' 7 vnd Die Braut sprechen: Kom. Vnd wer es höret/der spreche: Kom.Vnd wen dürstet Der komme/Vnd wer da wtl/der nemme das Wasser deß Lebens vmb sonst. Ich bezeuge aber alle/die da hören die wort der Weissagung in diesem Buch / So jemand dazu setzet/ so wirt Gott zusetzcn auffin die plagen/dte in dtscm Buch geschrie¬ ben stehen. Vnd so jemand davon thut von den Worten deß Buchs diser Weissagung/ so wirt Gott abthunseintheilvom BuchdeßLebens/vnd von derheyligcn Statt/ vnd von dem/das in diesem Buch geschrieben stehet. Es spricht der solches zeuget/ Ja/ Ich komme bald/Amen. Ia/kom her Ihesu. Die gnade vnsers HERRN Ihesu Khristt sey mit euch allen/Ämen. Ende deß neuwen Testaments. Xx tnj Register Register der Episteln vnd Hrange- sten / dleman liefet an Sontagen vnd nam- hafftigm Festen. Am ersten Sontag deß Avucnks. Distel/Rom. iz. Vnd dieweil wir solches wissen. Ende/daß,r nicht geyl werdet/ Luang.Mmt.ro. Da sic nun nahebei) Jem- salem-E ndc/ in der höhe. Am andern Goncagdeß Aduents. Lpistel/Rom.»;. Was aber vns fürgeschrieben ist. Ende/ Lurch die krasse deß heylegen Geistes. Euangelion/ Luce re. Vnd es werden- Ende/vergehen nicht. Am dritten Goncag deß Aduencs. Epistel/l-Connch. 4. Dafürhalte vnssederman. Ende/lob widerfahren.Euangelion/Matt.n.DaaberIohan»es.En- Le/bercrrensol. Amvierdeen Goncagdeß Aduencs. Epistel/philip^.Freuwet enchin^em HERRN. En¬ de/ in Christo Jhesu. Euang. Johan. ». Vnd diß ist das zeug, niß.Ende/daIohannes täuffer. In der ersten Christmeffc. Epistel/ ^liton/r. Ls ist erschienen. Ende / mit gantzem emst. Euang. Luce r. L s begab ssch. Lndc/Lcn Menschen rin wolgefallcn. Inder andern Messe. Lpistel/Tit on ;-Da aber erschein. Lnde/nach der Hoffnung. Euangelion/ Luce r. Vnd da die Engel. Ende/ zu,neu gesagt war. In der dritten Messe. Eoiltcl/Ebre.,. Nachdem vorzeiten. Ende/werdennicht «uffhöreu. Euangelion/I ohana.Im anfang/rc. Ende/gnade/ »ndwarheit. An G. Gcephairs tag. Eprstel/Acr.s. Tccpbanus aber voll glaubens/re. Ende/ Mit dem letzten vnlerscheid deß 7. Capitels. Eangelion/ Mat. >; am ende/ Sihe/I ch sende/rc. Ende/im namen deß HER¬ REN. An S. Johannes tag. Eoistel/Eccle. ixWer Gott förchcet. Euangelion/) ohan. u. Da er aber. Ende/ daß fern zeugniß war ist. Am Goncagjnach dem Christcag. Epsstel/Gal 4-)chsageabcr.Ende/durch Christi». Euan- gelion/Lucer. Vndfern Vatter vnd Mutter. Ende/Gottes gaadc warbcy,m. Am neuwen Jars tag. Epistcl/Gal.;. Ehe denn aber/rc. Ende/nach der verheiss sung erben. EuangeUon/Luce r. Vnd da acht tage. Ende/cm- pfangen ward. Am tage der Erscheinung Christi/ Epiphanie. - Epistel'Iesa.s*. Macvedlchauff.Ende/deßHERRN lob verkündigen. Euang. Matth.r. Da Ihrsus geboren war. Ende/in,rLaud. Am ersten Gontag nach Epiphanie. Epistel/Rom.»r.Ich ermane euch. Eude/die vns geben ist. Euauqelton/Lucer. Vnd da er zwölff,ar-E nde/Gotl vü den Menschen. Au, andern Gontag nach Epiphanie. Epistcl/Rom.rr.Hat,emaud Weissagung. Ende/zu den ni« drigen.Eua»g.)oh.r.Vnd am dritten tage.Ende/sane Jün¬ ger glaubten an, n. Am dritten Gontage. EpistelRom.ir.Halteteuch nicht selbsfür klug. Lnde/niit gutem. Euang. Matth. 8. Da er aber vom Berge. Ende/zu dcrselbigen stunde. Am vierdten Gontage. Epistcl/Rom.»?.Styt Niemands nichtsschüldig.Ende/deß Gesetze« erfüllung. Luangcll0u/Macth.8.Vnd er trat IN da» SchiffEndc/tas Meer gehorsam ist. Am fünsttcn Goncage. Epistel/Coloss.;. Sozicbetnun an. Ende/GottdemDat, t.r durch ,n. Euaugcliou/Matth «;. Er legec,nen ein ander Glttchnißfür. Ende/samlet mir m meine Schcuren. A»n Goncag Gepcuagesima. Epistel/'. Connth. 0. Wisset ,r nicht. Ende/im zehenden Capitcl/Nidergeschlagen in derWüsten-Euangelion/Mac- t)« rc>. Das Himmelreich »ft gleich. Ende/wenig stnd anß, erwehlec. Am Goncag Sevageßma. Epistel/».Cor.»». Ir vertraget gerne. Ende/im»». Caplteb kep mir wohne. Euangeliott/Luce 8.Da nun vilDolcks.En- be/ingedult. Am Fastnacht Goncag. Epistel/».Corin »z.das gantz Capitel. Euang. Lucet8. Er nam aber zu sich. Ende/Lobet Gott. Am ersten Fasten Goncag/ Innocnmr. E pistel/r.Corin. s. Wir ermanen.Lnde/vnd doch alles ha¬ ben. Euangelion/Matth.4- Da wardIhcsus. Ende/vnd dic»ete»,m. Am andern Goncag/ Keminitcere. Epistel/Thess. 4.. Weiter/liebci» Brüder. Ende/Für Hey, ltgnng.Euang.Matth.»;.DndIhesusgieng. Ende/Zursel- bigen stunde. Am dritten Goncag / Oculi. Epistel/Ephes;. Soseytnun/rc. Ende/gerechtlgkeitvnd warheit.Euang.Luce »».Vnd er »reib. Ende/ hören vnd beo waren. Am vierdcen Goncag/DTtare. L pistel/Balat. 4. Saget mir. L nde/sondern derfreyen-E- uang. Joh s. Darnach fuhrI Hcsus-E nde/crftlb allein. Am fünsscen Goncag/ luclica. Epistel/Lbre.s. Christus aberiftkommen-Ende/ewige er¬ be empfahe». Euang. Johan. 8. Welcher vnter euch. Ende/ zum Tempel hinauß. Am PalmSoncag/Vomme. Epistcl/ph»lip.r.Ein,eg'icherseygestnnet. Endc/Gotte« deß Vatters. Luangelion/Makth.ro.Daftenun nahege» Jerusalem. Ende/urder höhe. Am grünen Donnerstag/d«nL Domini. Epiftel/».Cor.»».Wenlr,rztlsamnlen kommet. Ende/famxt dcrWcltverdamptwerden.Euangcl,on/)ohan.»z.Dordem Feste. Ende/wie ich euch gethan habe. Am Qstercage. Epistel/,.Cor.;.Fcgetden alte SauwerteigaußEnde/der laurerkeit vnd warheit. Euangelion/Marc« »s. Vndbader Sabbath. Ende/Dcnn ste forchcen ftch. Am Ostermontag. Epistel'Act.,0. Petrus aber thet seinen Mund anff. Ende/ Vergebung der Sünde empfahensollen-Luang.Luk.»4. Vnd fihe/zwenauß,ne».Ende/daerdasBrol brach. Am D>sterdicnstag. Ep>stel/Act.»;.)rMänner/liebenBchdcr.Ende/IhesuM äusser,vecker hat. Euang. Luce »4. Daste aber davon red«, ten. E ndc/zu Jerusalen». Am ersten Goncag nach Astern/ c^uastmoeio. Lvistcl/Johan.;. Alles was von Gott gebomist. Ende/ harsolchszeugniß»n,m. Euangel,on/Iohän.»o. Am abend aber Ende/in fernen Namen. Am andern Sontag/ Vliseri coi-äia. Epistel/». pet- r. Dazu seyt,r beruffen. Lndt/^ifchoffeu- wer Seelen-Euang.Iohan.io. Ich bin ein guter Hirt. End» rrne Hüne» werden. Amdrieren Goncag /lubilare. Epistel/», pct.r. Lieben Brüder. End«/dasift Gnadebey GottLuangtlron/Iohair. »s.Vbereiukleines. End«/nicht» frage». Am vierdten Goncag / danrare. E pisttl/J acobi r. Alle gute gäbe E nde / euwere seclekan se¬ lig machen-Euang. Johan. »c>. Nun abergehrich.Endt/vad cnch verkündrgen. Am fünffcen Goncag/ Vocem lu. curiclitakit. Lpistel/Iacobi».Seyt thärerdeß Worts. Ende/ vnd vnbe, stecket behalten.E uang.I ohau. rs. Warlich/ warlrch/ ich sagt euch Ende/von Golt außgangen bist. An Christus t)immclfahrcs eag. Epistel/Act.,. Die erst« rede. Ende/gen Himmel fahren. E'raug. Marc.»L.Fu leyt/da L»c rilssc-Eudr/durch mitfolgen- de Feichen. Am Goncag nach der t)immelfahrc/ kxrusti. E Pistrl/». pec.H.So seyt nun mässig-Ende/ju cwigkeit/A- ,_men- s Prstel/Rom. 10. Denn so man von het'tzen glaubt.Ende/inalleWclt;rewort.EuangiMatt.4, O^x-Als nun J hesus-Lnde/folgeten M. AnG-Tbomasrag. Epistel/Ephes.,-Gelobctsey Gott. Ende/in den geliebten- Euan.Iohan.ro.Thomas abcr.Endc/vnd doch glauben. Am tag S-^aulus Bekehrunfl. Epistcl/Aetor. 9. Paulus aber. Ende/daß dieserist Christ. Luangelion/Matth.,//. Ma antwortet Petrus. Ende/dte er- stcnscyn- . Am tage der L>pfferung im Tempel/ kririücarionis. Epistel/Malach.;. Sche/lch sende. Ende/vnd wie von al¬ ters her-Euan.Luc.r.Vnd da die tage ,rer Reinignng.Ende/ zum preyß deines Volcks Israel. » AnGMacrhiastag. Eprstel/Actor.r. Vnd in den tagcn.Ende/zudeneilffApo- stcln. Euang.Matth.«.T»r selb,gen zeit antwortet. Ende/ »Mine last ist Leicht- Am rag der Verkündigung Marie. Epist. Jes 7- Mer Herr redet abermal zu Achas. Ende/Vn gntszuerwehlc.Euan. Luc.,.VttimscchßtcnMond.Ende/ vnd d er Engelschied von;r. Mn.Lnattgelion/Iohatt.lL.vndrs. Wenn aber der Tröster. Ende/denn ich warbey euch. AmPfingstkage- Epistel/Acto.r. Vnd als der tag der Pfingsten. Ende/Volk süsses Weins. Euang. I ohan.,4- Wer mich liebet. Ende/wie Mir der Vatter gebottm hat. Ampfingskmoncag. Epistcl/Actro. Vndder Herr hatvns gcbottenzupredi- gen.'Eüdc/iNdemWamcndcs; Herren. Euan. Johan-;. Also hat Gott die Welt geliebet-Endem, Gott gethan. AmAfkngMienstag. Epistel / Actor. 8. Ma aber die Aposteln höretenEnde/cm- pfiengcndenheyligenGeist. Euang.Ioh.»o.Warsich/war- tich.Ende/volle gnügc haben sollen. Am erDen Gonrag nach 1 rinitLris? Epistel/I ohan-4>Gott ist die Liebe. Ende/ seine» Bruder liebe. Euangelion/Luce ,s. Es war aber ein reicher Mann. Ende/vondenTodtenauffstünde. Anr andern Gonkag. Epistel/Iohan.;. Verwundere euch nicht. Ende/mitder warheit. Euangelion/Luc.,4. Es war ein Mensch / Ende/ mein Abcndmal schmecken wirt. Am drrecsn Gontage. Epistel/,. Petr. L. So demütiget euch. Ende/ zu ewigkcit/A- Men.Euangelion/Luc.,5.Esnaheten aber zu ;m. Ende/der Bussethut. Am vierdten Gontage Epistcl/Rom.8. Menn ich Halts dafür. Ende/ vnserskibs erlösung.Euang. Luc.«. Seyt barmherzig. Lnde/auß deines Brudersauge ziehest. Am fünffcen Gontage. Epistes/ r. pet.;. Endtlich aber.Ende / In cuwer Herren. E»angclion/Luc.;.Es begab sich aber-Ende/folgece ;m nach. Am sechßcen Gonrag. Epistel/7^om.6.Wissrt;rnicht/dasiallr/:c. Ende/inIhesu Christ vnserm Herrn / Eügngelion/ Matth. 5. Es sey denn eu- tver Gerechtigkeit besser. Ende/den letzten Heller bezalest. Am stdenden Gonrag. Epistel/Rom. a. Ich muß Mcnschlichdavo» reden- Ende/ vnsern Herrn. Euangclion/ Marc. 8. Tudtr zeit. Ende/ließ sie von sich. Amacheen Gonkag. Epistel/ Roman. 8. So find wir nun. Ende/erhaben wer¬ den. Euang. Matth.7. Sehet euch für. Ende/meines Vat¬ ters im Himmel. Am ncundeen Gonrag. Episteln Cortn.ro. Mas ist aber vns zum Fürbilde. Ende/ das; ;rs künd ertragen. Euangelion/Luce,s. Er sprach aber. En de/in die ewigen Hütten. Am zehenden Gonrag. Epistel/,. Cor.ir.Von den geistlichen gaben-Endc/nach deM rrwil/Euan.Luc.is.Vnd als cr nahe. Enbc/Vnd höret;n. Am eilffren Gonrag. Episteln. Cor. 15. J ch cri unsre euch aber. Ende/die in mir ist. Euan. Luce rSEr saget aber. Ende/ der Wirt erhöhet werden. Am zwslffren Gonrag. , Epistcl/r. Corin.;. Emsolch vertrauwenabt..Ende/vberS schwencklicbcklarheit.Euangelion/Marc.7. Vnd daer wider außgieng. Ende/vnd die sprachlosen redend. Am dreytzehcnden Gonrag. Epistel/Gal.;.Lieben Brüder/ich wil/rc. Ende/denen/ die daglaubcn. Euang. Lucero. Vnd erwandstch. Ende/thu deßgleichen. Am viertzekenden Gonrag. Epistel/Gal.z-Lreben Brüder/rch wil/'.c. Ende/ lüsten vnd bcgierden/ Euang. Luc. »7. Vnd es begab sich. Ende/Hat dir geholffen. Am fünfftzehenden Gonrag. Epistel/ Galat, s. So wir im Geist leben. Ende/ des; glau¬ bens genossen. Euang. Matth.ü.MemandkanzweyenHcrrrß dienen. Ende/scin eigen vbcl hat. Am sechtzehenden Gonrag. Eplstel/Ephes.;. Marumb bitte ich. Ende/zu cwigkeit/A- men. Euang. Luc.7. Vnd cs begab sich darnach-Endc/vmb- ligende Lander- Am sibcntzehenden Gonrag. Epistcl/Ephes.4. ^>oerma>reich.Ende/in vns alle.Euan» Luc.r^.Vnd es begab sich. EnLe/sol crhöhet werden. Am acvtzehenden Gonrag. Epistel/ r. Corint. r. Ich danckc meinem Gott.Endc/vnsers Herrn Ihesu Christi. Euang. Matth, rr. Ma aber die pha, riscer. Ende/Hinfurchn fragen. Am neuntzLhenbLN Gonrag. Epistel/Ephes. 4. So leget mm von euch. Ende/ zu geben demdürfftigen.Euang. Matth, s- Datrat crindas Schiff? Ende / den Menschen gegeben hat. Am zwentztgstett Gonrag. Epistel/Lphes. 5- Sosehct nun zu.Ende/ in der fvrcbt Got¬ tes. Euang Matth.rr. Vnd Ihesusantwortec.Ende/wen/g sind äußcrwehlet. Am rr. GonMg. Epsstel/Ephes s. Tulctzt meine Brüder. Ende/dasworL Gottes. Euang.Iohan.4Wnd cs war cinAönigischrr.En- dc/inGalileamkam. Am rr. Ssntag. Epistel/Philip-». Ich danckc meinem Gott. Endc/zn ehre,' vnd lob Gottes.Euang.Matt. 17. Marumbist das Himmel reich. Ende/seine fehle. Am 2;. Gonrag. Epistel/ Philip.vnd 4. ^olaetmir/licben Brüder-Ende/ im^Such deß Lebens. Euang. Matth, rr. Magiengcndie phariseer hin. Ende/vnd giengcndavon. Am 24. Gonrag. Episteln.Cöloss.c.Merhalben aucb wir. Ende/nemlich/die vcrgebungder Sünde.Euangelion/Mat.s.Macrsolchs mit zncn redet. Ende/in daffelbigegantze Land. Am 25. Gonrag. Epistel/,. Thess.4. Wir wollen euch aber. Ende/vnterein- a»dcr.Euangelton/Mat.r4. Wenn > r nun sehen werbet. En- de/anch die Adler. , Auff dte namhaffttgc Feste. AnS.Andrcastag. . Geist. Euangelion/ Johan. 14. Vnd er sprach zu seinen Jün¬ gern. Endc/das Wil ich khun. Am rag Johannis dcß Täuff-rrs. Epistcl/Iesa.40.Tröstet/tröstet mein Volck. Ende/des Herrn mund redet. Euang. Lucer. Vnd Elisabeth kam ;re zeit-Ende/das Volck Israel. Am rag ^>crri vnd Aauli. Epistel/Att.cr. Vmb dieselbigc zeit. Ende/von allem w -r- tendes; Jüdischenvolcks.Euang.Mütth.ia.MakamIhcE Ende/der Christus wcre. AmragLdaMariazu Elisirbethgreng. Eprstcl/Rom.i r. Mie Liebe fty nicht falsch. Endc/mtt alle» Menschen friede. Euang. Luce r-Marra aber stund auff. En- de/kehret sic widerumb heim. AnG. Aacobsrag. Epistel/Rom- 8. Wir wissen abcr/das; denen. Ende/Ihesu Christ vnserm Herrn. Euang.Matth.10. Matratzu;mdie MutterderAindcr.Ende/von meinem Vatter. An G. Eaurentzcn rag. Epistel/r.Cori». s-Ich meine aber.Ende/dancksagunci Got¬ tes.Euang. Johan-, r-Warlich/warlich/ich sage euch. Ende/ den wirt MM Vatter ehren, AnS- An G- Bartholomeus rag. Eplstcl/r.Cor.4-.Wtt-habe»aber. Ende/an vnsermLeibe offenbar wert.. Enangelion/Luce rr.E» erhubstchanch-Ln- dc/Geschlechke Israel. AnG- Maerheus kag. E pistcl/ l. Corin.». Es sind mancherlei) gaben. Ende/nach dem er wil. Euangelton/ Matth. s. Dnd da Ihcsus von dan¬ nen gieng. E nde/vnd nicht die Frommen. Au G- Micbelseag. Epistel/ Apocal.rr. Dnd cs erhub sich ein streit. Endc/nicht drinnen wohnen. E uangclion/Matth.rb. xur selbigen stunde. Ende/verlorenist. Am rage Simonis vnd Jude. Epistel/ i.pee.r. Gelobetsey Gott. Ende/der Seelense- ligkeit. Euangelion/Johan.>s. Has gebiete ich euch. Ende/ der mich gesandt hat. EiidcdcßRcgistcrsvber dieEpistcln vndEuangchen. END E. gedruckt zu Kranckfm am Wyn/ durK Hcorg Uaöcn/Higmund Uey- crabcuvvnd Wcygand Hanen Lrvcn. >4. v. 1.XX.