Schrisllkilung: ItathauSgasse Nr » I«l«Ml01i Kl. tl, >n>-rir5»». C i i(4(i u 116f: z-glich (mit ttt Coim- u. ntiei-!«»«' "n H—1* Uit Mim. H»ndichr«idc» toctben nicht »orIi!, Rnmrnlofe Ei», smhingftt Met! t«»'» «in,.»» aib CnatKta «i>c,d». »«ßi»»rkoss«m Verwaltung: «athau-aasse »r. 5 ftlcttra Wr. tl, InttTirSta. Bezugsdeliinzange» 9nch Kc «»st brjo,,«,. M-rKIMilg ... K m »• H-'dl-dng . . ,iJ» ««'"I »n> - - . . K 11 M 8#T iRniutlich Yr. « Gilli. Wittwoch» 2<> Jänner 1909. • . . . ic *ü'» sich fit 9«m*«c»at(ra »» »U SoiKttn "rr lr r Csn,;«-ÜM ll$rcn. itatUitttr »t«a foicnt# niitB tu im a.btncfluiri. 34. Jahrgang. Mittel und Wege zur Er-hultung drs deutschen ßt-amttnstandrs i» Drit l>e-drohten Gebieten. Vom ReichsratSabgeordueien Dr. Marckhl. Die bekannte» Laibacher September-Erelg< n:sse wirkten weit über die Grenzen Krains auch dort aufklärend, wo mau bishin über die wahnu Absichten der flovenifchen Machthaber-schast gar nicht oder nur mangelhaft unterrichtet war. Ieoe Ereignisse und ihre Begleit- und Folgeerscheinungen beleuchten mit grellem Lichte die skrupellose Rücksichtslosigkeit, mit der man sich bei Verfolgung des letzten Zieles, der Bereinigung aller von Kroaten, Serben und Slo-venen bedrohten Gebiete zu einem staatsrecht« lichen ZuknnstSgebilde, über die im Wege stehen-den Hindernisse, vor ollen« also über das Dasein einer kulturell und wirtschaftlich fortgeschrittenen deutschen Minderheit hinwegsctzt Daß man es bei dem Versuche, den Weg frei zu machen, mit den natürlichen Geboten der Kultur und Sitte und mit den geschriebenen Geboten der geltenden Gesetze nicht sehr genau nimmt, und daß man, wenn es darauf ankommt, auch davor nicht zurückscheut, die rohe Gewalt der Gasse in den Dienst der Sache zu stellen, die« beweisen zur Genüge jene Ereignisse. Aer Maskenball. Faschingshumoreske. Ich bin weder ein grausamer, noch heftiger Mensch und da ich höre, daß Karlcheu und seine Schwester dergleichen in der Stadt von mir erzählen, glaube ich es mir schuldig zu sein, einen wahrheitS. getreuen Bericht über die ganze jammervolle Geschichte vom Anfang bis zum Ende niederzuschreiben. Mein Arm schmerzt zwar noch, doch will ich er« zählen, solange nach alles frisch in meinem Gedacht-nis ist. Ich erhielt vor kurzer Zeit folgende Einladung: Herr und Frau Stephen Freshfield bitten Herrn I. Holt Leigh zu einem Tanze für Samstag, den 6. Jänner. » Aerger. »Halloh, da bin ich!" sagte ich lustig, im Sinne meiner Verkleidung. Fräulein Freshfield wnrde erst blaß, dann rot und schien in namenloser Verwirrung und Verlegen-heit. Auch Herr Freshfield sah mich fassungslos an. Ä'jr» • Deutsche Wacht So hören wir den stet» lauter und dring-licher werdenden Ruf nach gänzlicher Sloveni-sieruug der utraquistischeu und nach Errichtuug reiu slovknischer Lehranstalten, insbesondere einer slovenisch kroatischen Nniversität in Laibach. Den gleichen Zweck, d«s ist die innerliche Reinigung von allem was deutsch ist, verfolgt auch die zähe und rücksichtslose Hetze, die infolge der Nachgiebigkeit von oben heute schon in mannigfacher Beziehung ihre, da« unter lau bis ehe Deutschtum gefährdend e Wirkung äußert. Genug Anzeichen sind vorhanden, daß man an den maßgebenden Stellen, wo man sich doch btf Wertes einer pflichtbewußten objektiven Amts-pkhnmg und auch dessen bewußt fein müßte, d^ß die Stütze einer derartigen Amtsführung im Unterlande gerade das deutsche Beamteu-element bildet, auch aus diesem Gebiete, wie auf vielen anderen, vor dem stürmischen Drän-gen des windischen Chauvinismus zurückzuweichen beginnt. Darum muß das uuterländische Deutschtum, daS iu der deutschen Beamtenschaft eine feiner wesentlichsten Stütze» findet und uach deu vielfachen Erfahrungen deren Ersatz durch eine national gesinnte slovenische Beamtenschaft mit Gnmd fürchtet, für alle Fälle gerüstet fein, um der Staatsverwaltung dann, wenn diese in einer Anwandlung von Schwäche oder etwa aus po litifchen Gründen daran gehen sollte, den slove nifchen Stürmen und Drängen ganz zu willen zu sein, mit einem entschiedenen: „bis hierher und nicht weiter" entgegentreten zu können Darum darf auch niemals zugelassen werden, daß der aus ein nicht vorhandenes kulturelles Bedürfnis gestützten Forderung nach Errichtung rein flovenifcher Lehranstalten, insbesondere einer (sloveuisch kroatischen) Universität, mit dereu Er-süllung man nichts anderes zu erzielen erhofft, als die Verdrängung der deutschen Beamten-schast im Wege der Ueberproduktion slovenische» Beamtem» iteriales, nachgegeben werde. Dagegen muß für einen anSgiebigen deutschen Beamten-nachwuchs iu den gemischtsprachige» Gebiete» rechtzeitig vorgesorgt werden, soll der Widerstand gegen dit Vetsloveuisierung der öffen'licheu Aemter „Ja, um GotteS,villen, Herr Leigh," sagte er, „wie ist Ihnen denn so etwas eingefallen?" Nun blicke ich mich im Saale um und wäre am liebsten in die Erde gesunken. ES waren wohl über hundert Menschen da. Alles hatte aufgehört zu tanzen und sich zu unterhalten. Alles starrte mich an, mich, den Einzigen, der kostümiert war. Zitternd vor Zorn wandte ich mich an den Hausherrn. „Was soll das bedeuten, Herr Freshfield?" „DaS frage ich Sie," erwiderte er ernst. „DaS ist Verletzung der Gastfreundschaft," sagte ich. „Sie laden mich zn einem Kostümball und —" „Zu einem Kostümball?" unterbrach er mich. „Was in aller Welt hat Sie zn dem Glauben ge-bracht? In der Tat, Herr Leigh, ich wiederhole Ihnen, daß ich äußerst erstaunt bin, Sie iu dieser Weise hier eintreten zu sehen." „Glücklicherweise", sagte ich, mit Mühe meine Ruhe bewahrend, „habe ich die Einladungskarte ansgehvben," und damit schritt ich hinaus, ich kann wohl sagen, würdevoll trotz meines Clownanzugcs. Wütend fuhr ich heim. Zuhause angekommen, sah ich noch einmal die Karte an. Doch ich war ja nie im Zweifel gewesen. Da stand ganz deutlich „Maskenkostüm". Ich riß das seidene Gewand in Stücke und verbraunte es. Doch ließ mir die Sache keine Ruhe, ich fühlte mich nahezu krank, wenn ich an die beschämende Lage zurückdachte, daß ich vor den Augen von Fräulein Freshfield lächerlich gemacht worden war! Aber ich wollte den Schuldigen schon Heransfinden und fürchterliche Rache nehmen. und Behörden in den deutschen Ge»»tinweseu des Unterlandes kein aussichtsloser seiu. Wenn aber gesagt wird, daß da« uuter-ländische Deutschtum mit Grund gegen die Ber-mehrung des slovenische» BeauitenelemeuteS Stellung nimmt, so genügt zur Rechtfertigung dieser Annahme der Hinweis aus jeue bekannten und auch in der Oeffeutlichkeit besprochene» Vorfälle, die deutlich erkennen lassen, daß in der sloveuischeu Beamtenschaft der nationale Radikalismus mehr und mehr überhaud nimmt und schon so weit soitgeschritteu ist, daß sie in der Eineuguug des Gebrauches der deutschen Sprache im Parteienverkehr und iu, inneren Dienst zu Guusteu der flovenifchen Sprache eine ihrer Hauptaufgaben erblickt — einzelne Mitglieder derselben sich sogar schon zur tätigen Anteil-nähme an deu anfangs erwähnten nationalen Uebergr'.ffen verleiten lassen. Zudem darf nicht übersehen werden, welche Bedeutung die slove-nische Presse selbst, deren Einfluß die slovenische Bcamteuschaft stark untenworfeu ist, der Besetzung leitender Beamtenposten in vorwiegen) deutsche» Gemeinweseu mit slovenische» Attwärtern beimißt. Wenn oben gesagt wnrde, daß die gegen die deutsche Beamtenschaft betriebene Hetze ihre das Deutschtum des Unterlandes schädigende Wir-kuug bereits äußert, so rechtfertigt dies die Wahrnehmung, daß infolge dieser Hetze die Beamten-poste» im Unterlande von de» Detttschen in weit geringerem Maße al« in den früh.ren Jahren angestrebt werden, eine höchst bedauerliche Tat-fache, die aus den Maugcl an nationaler Opfer-Willigkeit, an nationalem Mut hindeutet. Soll also auf diesem Gebiete der aufge-zwungene Kamps aussichtövoll gefühlt werden, so muß vor allem das dentsche Beamtentum deS Unterlaudes gegcu jeue wüste Hetze den nötige» Schutz und Rückhalt finden, wozu in erster Linie dessen engerer einheitlicher Znsam-menschluß, also eine Organisation auf nationaler Grundlage wesentlich beitragen würde. Weiter» »niß, wie gesagt, für einen e»t-fpreche»den Nachwuchs, allenfalls unter Heran-ziehung eines solchen o»S dem Oberlande, gesorgt werden Entsprechend ist aber der Nach» wuchs unter den gegebenen Verhältnissen nur dann, wenn er auch deu sprachlichen Anfor- Am nächsten Morgen sprach ich in Hern» Freshfields Kontor vor. Er schien zu glauben, daß ich gekommen wäre, um mich zn entschuldigen. „Nun, nun, daS macht ja nichts," sagte er, „eS geschehen ja allerhand Irrtümer Schließlich haben sich alle nur darüber »nr belustigt." Ich beherrschte mich. Ich zeigte ihm die Karte und fragte ihn, ob er vielleicht die Handschrist er-kenne. Er las und brach, nngezogenenvkife, in ein lautes Gelächter ans. „Rein, dieser Einfall," stieß er dazwischen her-vor. „Dieser kecke Bengel — na, warte, Junge!" So war eS also der Affe Karl. „Was gedenken Sie als Strafe zn tnn?" fragte ich, nachdem er sich gefaßt hatte. „Ich werde dem Buben schon gehörig meine Meinung sagen, verlassen Sie sich darauf." Wieder gelang es mir, mich zu beherrsche». „Ihre Meinung? Aber, ich bitte Sie, Herr Freshfield, Sie mißverstehen die Lage vollständig. Wenn Sie den Knaben nicht strenge bestrafen wolle», so werde ich sicherlich die Rechte in Erwägung ziehen, die mir das Gesetz in diesem Falle gibt." Herr Freshfield weigerte sich, seinen Sohn zu schlagen. Er täte das nie. Run, man sah ja die Folgen. Ich hasse nachsichtige Eltern. Sie sind eine Gefahr für den Staat. Er bat mich, nicht darauf zu bestehe» »ne> mich mit einer Abbitte d?S Jungen zn begnügen. Ich gab uach. Schließlich war es ja Dollys Bruder. Am Abend kam Karlchen zn mir. Er drückte sich in den Ecken herum. „Run?" sagte ich „Ich — ich bin gekommen, nm Ihnen zu sagen, daß — daß es mir leid ist, daß ich gestern deruugen zu genügen »erwäg. Nun ist eS eine bekauute Tatsache, daß der Unterricht in der zweiten LandeSfpr^cd« für Deutsche an den Mittelschulen der gcwifchtsprachigeu Gebiete zu-meist derart erte lt wird, dnß der gewünschte Ersolg im Vorhinein schon ausgeschlossen ist. ES muß daher, iufolnige die Unterr'chteveiwal-tuug diesen Mangel nicht beseitigt, auf aude«? Weise für di? Erniöglichunq der Erlernung der zweiten Landessprache vorgrsorgt und insbesonde-e gefordert werden, daß ähnliche Sprach-kurfe, wie sie derzeit für den richt er-l i ch c u Nachwuchs bestehen, >- n ch f ü r Nachwuchs in anderen Verwaltung»-zweigen eingeführt werde». Da iu der StaatSverwaltuuzeiuüdergeoßev Entgegenkomme» in dieser Richtung nicht zu erwart-.n ist, müssen, derartige UnterrichtSkmfe nötigenfalls durch Auf-Wendung privater Mittel, allenfalls unter Her-auziehnng der Schutzoereiue ermöglicht werden, wie ja ähnliches heute schon — allerdings nur vereinzelt — geschieht. Vielfach scheitert das Bestreben, für uuter-läudifche Beamteupoften aus dem Oberlande zu gewinne«, cm der Mittellosigkeit jener, die sonst geneigt wären, die Beantenlanfbahn im Unter-lande einzufchlageu. Auch hier muß im Wege privater Unterstützung Abhilfe geschaffen werden. w.-.S am zweckmäßigsten durch Gründung und ausgiebige Förderung eigener Unterstntzuugöv er eine geschehe» kaun. Diese müßte« zweckgemäß die G e wä h-r u u g v o u U u t e r st ü tz u »t g e u von der U e be rn a h m e d e r B e r pfli ck t n n g e n zu m Verbleiben in, Uuterland e und znr Erlernung der zweiten Landessprache abhängig mache«. Als erfreuliche Tatsache mag hier sestge-stellt werden, )daß anch schon in dieser Richtung von bestem Erfolg begleitete Schritte unter nommen worden sind. Selbstverständlich müßten derartige Vereine auch auße>halb ihres Sitzes iu allen deutsche» Ortcu, denen ihr Wirken zu-gute kommt, vic nötige Unterstützung finden. Aber auch die dem unterländischen Kampfbodeu ferne stehenden Volksgenossen dürfen sich in der Erkenntnis, daß die Erhaltung des unterläa» dischen DeutfchtumS im Interesse deS gesamte« so einen Narren aus Ihnen gemacht habe. — Haben Sie keine neuen Briefmarken für mich?" Das war seine Abbitte. Einen Moment lang starrte ich ihn an; dann kam ein furchtbarer Zorn über mich. Aus dcm Tische lag mein Spazierstock. — Vielleicht hätte ich es nicht tun sollen Aber ich bin nur ein Mensch. Eine bekannte Schriftstellerin sagt, man könne nichts Schöneres hören als das Lachen eines Kindes. Sie hat jedenfalls Karlchens Brüllen nicht vernommen. Es tut mir — wenigstens vorübergehend — gut, zu wissen, daß dieser Knabe sich für längere Zeit nicht niedersetzen wird, ohne an mich zu denken. Wie gesagt, vielleicht hätte ich es nicht tun sollen. Aber wer wagt zu sagen, daß die Veranlassung mich nicht rechtfertigt? Uebrigens glaube ich nicht, daß Prügel einem jnugen Knaben jemals geschadet haben. Wenn ich Vater wäre, würde ich regelmäßig allabendlich die Buben hauen. Irgendwie verdient haben sie es immer. Jedoch — es scheint, daß andere Lente darüber verschieden denken. Heute morgens erhielt ich folgendes Bnefchcn: „ES war feige und »inwürdig, einen kleinen Jungen zu schlagen. Ich wünscht. Sie nie wieder zn sehen. Zngleich möchte ich erwähnen, dafl ich eS war. die Karlchen veranlaßte, das Wort ans die Karte zu schreiben. Dolly Freshfield. Gut! Noch heute will ich ein Buch beginne», das ich schon lange zu schreiben vor hatte^ Inhalt: DaS Weib. Titel : Die menschliche Katze. Rummer 6 Deutsche Wacht Seite 3 Bolkstum gelegen ist, der Förderung dieses Zweckes nicht entziehen. Auch in diesem Be> lange soll und muß sich die Gemeinbiirgfchaft de tätigen. Allerdings wären alle in di>ser Richtung unternomulenen Schritte vergeblich, wenn die Staatsverwaltung, wie dies wiederholt gefch eht, ohne zwingende Gründe und auch nichts zwecks Hintanhaltung der Schädigung des betreffenden Beamten iu seinem Fortkommen und in seinen wirtschaftlichen Verhältnissen, der zweiten Landes-spräche mächtige teutsche Beamte in Gegenden versetzt, in denen sie diese Kenntnis nicht ver« werten können. Dem vorzubeugen, muß Sache der parlamentarischen Vertretung und deS deut» scheu LaudSmannmiuisterS sein. (Aus den letzten Mitteilungen des Bereines Jüdmark.) Brdnung des Sprächet»-rechtes. Es wird ernst mit den Sprachengesetzen! Baron Bienert ist entschlossen, sie einzubringen, und teilt der „Wiener Abendpost" mit, daß er, um die zunächst interessierten Kreise mit der Borlage nicht zu über-raschen, die Gnmdzüge der bereit!legenden Gesetz-entwürse den Führern der deutschen und tschechischen Parteien vorher vertranlich mitteilen will, damit sie ihr Botnm — ihr beratendes Votum, wie das Komniuuiquee hervorhebt — darüber abgeben und sich eventuell schon vorgängig über einzelne Punkte verständigen können. Dieser Plan der Negierung hat nichts, waS auf deutscher Seite zum Wider-sprnch Heraussordern könnte. Die deutschen Parteien liaben immer die Anschauung vertreten, daß feste Verhältnisse im Sprachenrecht nur durch Gesetze ge-schaffe» werden köiinrn; wenn in letzter Heit einzelne Stimmen in deutschen Blättern für die Oktroyie-rung von Sprachenordnunge» geschwärmt haben, so ist das eine Art, die Dinge anzusehen, welche von den deutschen Abgeordneten absolut nicht geteilt wird. Für die deutschen Parteien ist der gesetzliche Weg der einzig gangbare, schon deshalb, weil er die volle Mitbestimmung der deutschen Volksver-treter verbürgt und jede Lösund gegen deren Willen ausschließt Daß Freiherr von Bienerth die wesentlichsten Züge der in seinem Schreibtische liegenden Gesetz-entwürfe den deutschen Abgeordnete beziehungS-weife einem engen Komitee deutscher und tschechischer Parteienvertreter mitteilen will, kann nur begrüßt werden. DaS erleichtert die Orientierung für beide nationalen Lager und für die Regierung selbst, daS schafft auch die Möglichkeit, eventuell die Vorlage» von einzelnen Bestimmungen zu befreien, die, kämen sie vor das HauS> überflüssige Schwierigkeiten her-vorrufen könnten. Die deutschen Abgeordneten werden in diesen Beratungen, die — es scheint, daß die Regierung großen Wett darauf legt, das zu kousta-tieren — keine BerständignnSkonserenzen, sondern eine Att vertraulicher Umfrage vorstellen sollen, Gelegenheit haben, zu prüfen, wie sich die Regierung eine dauernde Ordnung deS Sprachenrechts vorstellt und wie die Dispositionen für eine Verständigung bei Deutschen und Tschechen liegen. Es ist gut, daß, wie die Regierung verbreiten läßt, zu dieser Bera° tung auch die Vertreter der extremsten radikalen Richtung geladen werden sollen; denn auch die Radikalen werden dadurch genötigt sein, ihren Stand-pnnkt klipp nnd klar zn legen. Die Mitteilung der Abendpost" deutet auch «», daß gegebenenfalls aus einer sich herausstellenden, wenn auch nur teilweise» nnd vorläufigen Uebereinstimmung der Meinungen ein parlamentarisches Kabinett hervorgehen könnte. Es ist zweifellos fehr korrekt von Baron Bienerth, daß er bei jedem Anlaße zeigt, wie sehr er des ihm erteilten kaiserlichen Auf» traas, auf die Bildung eines parlamentarischen Kabinetts hinzuwirken, eingedenk ist. Inwiefern die deutscheu Abgeordneten von der Bereitwilligkeit der Regierung, alles für das Gelingen einer solchen Kombination zu tun, Gebrauch machen werden, läßt sich heute unmöglich sagen. Sicher ist, daß eine Majoritätsbildung mit daranS folgendem Partei-Ministerium nur auf der Grundlage gewisser fach» licher Voraussetzungen möglich ist. Entweder es kommt eine gewisse Einigung über die Sprachen-gesetze, vor allem über die besonders wichtige Vor« läge, betreffend den Sprachengebranch bei den staat-liehen Behörden zustande oder es ist wenigstens eine Vereinigung über einen provisorischen Zustand mög-lich, der bis zur späteren gesetzlichen Regelung ein« verständlich geschaffen nnd gewissenhaft eingehalten werden müßte. Politische Rundschau. Der Krainer Landtag vertagt. Rath Erledigung einer Reihe von nieritorischen Angelegenheiten wurde in der Sitzung von« 16. d. die Debatte über den Dringlichkeitsantrag Krek be-treffend die Annexion Bosniens fortgesetzt. Doktor lsustersii erklärte sich als Anhänger des Trialismus, den er für durchführbar halte; allerdings fei nicht vorauszusehen, in welchem Zeitpunkte. Jedenfalls »«übte» sich die Südslaveu mit dieser Frage recht-zeitig beschäftigen. Abg. Freiherr von Schwegel be-antragte eine Resolution zugunsten der seit vielen Jahren anhängige«« Reinkorporiening von Sichel-bürg und Mariental in Kram. — Die Dringlichkeit und das Meritum des Antrages Krek «vurden schließ-lich angendmnien und derselbe samt der erwähnten Resolution dem BerfafsuiigSausschussc zugewiesen. Hieraus '.rklärte LandeSprasident Freiherr v. Schwarz nach kurzer Daukrede auf Grund allerhöchsten Aus-träges den Landtag sür vertagt. — Es erregt Aussehen, daß in der letzten Landtagssitznng der Landespräsident Baron Schwarz dem Bürgermeister Hribar ohne Widerspruch vorwerfen sonnte, daß er es «var, der bei den letzten Laibacher Ereig-nisten dasMilitür zurHilfe gerufen habe und nicht, wie ausgesprengt ivurde, der Landes-Präsident. Die Schuld an den trarigen Ereignissen vom 20. September fällt daher anch auf ihn. Die klerikale Presse greift Hribar heftig an und kündigt seine Demission an. Slovenisches. In Kran« dauert die slovenische Boykottbewe-gung gegen die Deutsche» trotz des Antiboykott-erlasse? der Regierung ungeschwächt sort. In der Hauptsache richtet sie sich gegen die dentfche krainifche Sparkasse in Laibach, bei der bereits viele Millionen Kronen Einlagen gekündigt wnrden, hauptsächlich infolge unwahrer Alarmnachrichten slovenischer Blätter. — Der südslavische Klub im Abgeordnetenhause beabsichtigt die Ausarbeitung eines SprachengesetzeS für alle von Slovenen bewohnten Kronländer. Die kroatisch-serbische Koalition. Der kroatische Abgeordnete Zagorac ist ans der kroatisch.serbischen Koalition des Königreichs Kroatien auSgetrcten und seinem Beispiele sind acht weitere Abgeordnete gefolgt. Oie kroatischen Abgeordneten beginnen damit von den Serben, die durch die Ereignisse im Königreiche Serbien vielfach kompromittiert worden sind, abz««rücken nnd das scheint nian in Budapest, wie aus einer Aeußerung des AbgeordnetenhanSpräsidenten Justh hervorgeht, be-nützen zu wollen, um mit den Kroate» einen Ber-gleich zu schließen. — Die kroatisch serbische Koaliton erklärt allerdings, daß sie vollständig unerschüttcrt sei und ihre bisherige Politik fortsetzen «volle. Aus Stadt nnd Land. Aaschings Kalender. Jänner: SamStag den 23, UnteroffizierSkränzchen im Waldhause. Sonntag den 24., Feuerwehrkränzchen in ReuhauS. Februar: Montag den 1., Steirerball im Gast-Hause „zum HubertuS". Dienstag den 2., Beterauenkränzche» im Deutschen Hanse. — Fiaker- und Kutscherball im Hotel Post. Dienstag den 6., Kränzchen des GeselligkeitSvereineS im Deutschen Hause. Sonntag den 14., Kränzchen der Genossenschaft der Kleidermacher im Hotel Post. SamStag den 20., Kränzchen des GeselligkeitSvereineS im Deutschen Hause. Faschingdiensiag den 23, Narrenabend, veranstaltet vom deutschen Turnverein im Deutschen Hans. Evangelischer Familienabend. Einen prächtigen Verlauf in allen Einzelheiten nahm der Familienabend, der die hiesige evangelische Gemeinde und deren zahlreiche Freunde am letzten Donnerstag im Deutschen Hause vereinigte. Besonder« der klare und überzeugend wirkende Vortrag des Neunkirchner PsarrerS und HauptschriftleiterS der „Wattburg", des Württembergers Friedrich Hochstetter über die geradezu erstaunliche Entwicklung der evangelischen Kirche Oesterreichs in den letzten'zehn Jahren machte tusen Eindruck auf die Anwesenden. Zeigte er doch in anschaulichen Bildern und mächtig redenden Zahle» — hauptsächlich aus Nordböhmen und Steiermark - wie seit den Tagen der Los von Rom-Bewegung die vei schüchterte und allzu bescheidene evangelische .Kirche unseres Vaterlandes infolge der 60.000 Ueber-t'itte während dieser Zeit zu einer bedeutenden Macht im Kultur- und Geistesleben unseres Volkes sich entwickelte. Die zahlreichen neuentstandenen Gemeinden, die viele» Sammelpunkte evangelische» Lebens in Kirchen und Bethäusern, in Schulen und Wohltätig« keitsanstalten, die vielen ueugegründeten Religions-unterrichtsstalionen, durch welche die in der Diaspora vereinsamten Kinder der Glaubensgenossen gesammelt und in ihrem Glauben gefestigt werden, sind ein er. sreulicher Beweis dieser Bewegung. An den ver'chie« denen geistigen Kämpfen unseres Volke» hat unsere Kirche während dieser zehn Jahre lebhaft Anteil ge-nommcn, so u. a. an den Fragen der freien Schule im freien Staat, der unabhängigen Wissenschaft, be-sonders im Falle Wahrmund. in den Fragen deS Eherechtes u!w. Lebhafter, wohlverdienter Beisall umrauschte den Redner. — Auch die Ausführungen des Ortspfai-re« s, in denen er darauf hinwies, daß die Zahl der Protestanten im Eillier Pfarrbezirk in den letzten zehn Zähren verfünffacht hat, und daß die Gemeinde einen achtunggebietende» Faktor im völkische» und sozialen Leben unsrrer Stadt bedeute, «vurden mit Freude aufgenommen. Einen überaus hohen »lunstgenuß bereiteten die feinsinnigen und kü»stierischen Darbietungen der Herren Swozilek (Violine) und Dr. Zangger (Klavier), die mit immer neuem, nicht enden wollendem Beisall aufge-nominen wurden. Die Gemeinde ist den beiden Herren daduich zu größtem Dank verpflichtet, und dies umso mehr, als Herr Swozilek in rühmenswetter Weise auch bei den Abendgottesdiensten in der EhristuS-kirche mitgewirkt hat. Mit geradezu stürmischem Bei. fall wurden die humoristischen Vorträge des Herrn k. k BergkommissärS Bauer begrüßt,' der wirklich die Lacher auf seiner Seite hatte; er verstand es prächtig, die Anwesenden in eine außerordentlich hei-tere Stimmung zu versetze». Als man gegen Mitter-nacht mit dem frohe» Rufe: ..Auf Wiedersehen!" sich trennte, «var das allgemeine Empfinden: Es war ein schöner, geistig anregender und zugleich gemütvoller Abend. Deutscher Kinderschutz- und Fürsorge-verein. Die gründende Versammlung des deutschen Kinderschutz- und FürsorgevereineS sür den Gericht?-bezirk Cilli findet Sonntag den 24. Jänner 1909 vormittags 11 Uhr im Beratungszimmer des Cillier t^emeinderates mit nachstehender Tagesordnung statt.' 1. Bericht des vorbereitenden Ausschuffes, 2. Vorlage der Satzungen, 3. Wahl des Ausschuffes, 4. Allfällige Anträge. Im Jntereffe der guten Sache wird um zahlreiches Erscheine« ersucht. Der deutschvölkische Arbeiterverband unternahm am Sonntag einen Ausflug nach Store, wo die Teilnehmer einen herzlichen Empfang fanden. Bei Musik nnd Gesang flogen die Stunden dahin, und nur ungern verließ die große Schaar der Mit-glieder und Freunde des Verbandes den beliebten AuSflugSort. ES wurde allgemein der Wunsch aus-gesprochen, recht bald wieder nach Store zu fahren. HandelskrLnzchen. Wie immer, so waren auch d.esmal die Eillier deutschen Handelsangestellten vom Glücke begünstigt. Wider jeder Erwartung war der Abend sehr gut besucht und man kann das HandelSkränzchen gewiß unter die Eliteveranstaltungen der heurigen AaschingSsaison zählen. Dasselbe wurde vom Herr» Bürgermeister Dr. Heinrich v. Jabornegg, Herrn Altbürgermeister Julius Rakusch und Herrn Gremialobman» Josef König mit ihrem Besuche beehrt. Ferner bemerkte man die zahlreich anwesenden Herrn ChesS, viele Offiziere und Beamte verschiedener Behörden Erfreulich war eS daß daS Kränz-chen von auswärtigen Gästen in fo großer Anzahl besucht war. Die duftige» und herrlichen Toiletten der Damen boten ein prächtiges Farbenspiel, im Gegensatz zuiu Gesellschaftsanzug und Uniform der Herren, ganz besonders aber beim Schlußtanz eines Reigens, wo die Damen in ihrer Aufstellung den Gruß „Heil Cilli" (aufgestellt von Herrn Gotlob) darstellten. Die Reigen wurden von den Herren Seile 4 tii'UV.iijC ?•: r 6 Hauswirt^ 5>oppe, Gollob und Deisinger durchgeführt. Es »var ein Abend, an welchem sich alle Besucher unterhielten und einen wiiklich gemütlich.vornehmen Eindruck hinterließ. Eine große Neberraschung bildete» die Damenspenden. Sie wichen in der Form den sonst üblichen ganz ab, die zarten Spenden, bestehend auS weißseidenen Täschchen, auf der Vorderseite ge-schmückt mit dem Cillier Wappen in goldblinkender Umrahmung, werden der Damenwelt eine dauernde Erinnerung bleiben VolleS Lob gebührt dem Aus-schüfe mit Herrn Kukowetz alS Obmann an der Spitze. Der Ausschuß hat, uach den vielen vorher-gehenden Arbeiten, am Ballabend durch unermüdliches Tanzen seine Pflicht voll und ganz erfüllt. Diesem ist es auch zu verdanken, daß dem Fond zur Grün-dung der Greinialkrankenkassa ein Reingewinn zuge-führt werden konnte. ES wäre wohl wünschenswert, daß sich dieses so beliebte Kränzchen einbürgern und jährlich wiederkehren würde. Der Cillier Männergesangverein hielt am 15,. d M. seine ordentliche Jahreshauptversammlung ab und konnte der verdienstvolle lang-jährige Obmann, Herr Karl Teppei, eine große Zahl von Sangesbrüdern begrüße». Anschließend daran erstattete der Vorgenannte den Bericht über das abgelaufene VereinSjahr, deui wir folgendes ent« nehmen. Der Verein zählt 3 Ehrenmitglieder, 62 ausübende und 58 unterstützende Mitglieder. Die Zahl der Bereinsveranstaltungen betrug vier. Außerdem beteiligte sich der Verein beim SängerbundeSseste in Marburg, au der Jubelfeier deS Drucker Männer-gefaugvereines, bei der Jubiläumsfeier Sr. Majestät in der evangelischen Wirthe, ferner bei der zehn-jährigen Bestandfeier des Ranner deutschen HauseS. Das im vergangenen Jahre geplante »iOjährige Wiegenfest konnte wegen unvorhergesehener Ereignisse nicht verwirklicht werden, eS soll aber Heuer in würdiger Weise begangen werden. Die nähere Be-schlußfasjung darüber wird einer außerordentlichen Haupivcisainmlung vorbehalten. Durch Abgang ver-lor der Verein einen uneimüdlichen Schriftführer Herrn Jng v. Blüthge». sowie seinen veldienftvollen Sangwartstellvertreter Herrn Karl Freiberger. Leider hat auch der Tod eine» Sangesbruder, Herrn Doktor Ko^oschetz dem Vereine entrissen, bei dessen Begräbnis sich der Verein vollzählig beteiligte, um ihm die letzten Ehren zu erweise». Im übrigen sprach der Obmann sämtliche» Ausschußmitgliedern seine» wärmsten Dank aus und gedachte im Besonderen der Herren Dr Braiik, Eharwat und Wainbrechtsammer. Nun folgte» die Berichte des Säckel- und Noten-wartes aus denen wir einen erfreulichen Ausschwung des Vereines entnehmen rönnen, obwohl die geringe Anzahl der untnstützenden Mitglieder noch eine »ege Werbearbeit erheischt. Nachdem von den Rechnungs-Prüfern die Kassegebarung in Ordnung befunden wurde, erteilte die Versammlung dem Säckelwart unter stürmischen Heilrufen die Entlastung. Die nun-mehr folgende Neuwahl der Aemterführer ergab: Karl Teppei Obmann, Ingenieur Fritz Wehrhan Obmannstellvertreter, Rechtsanwalt Dr. Fritz Zangger 1. Sangwart, Staatsanwaltfubstitut Dr. Friedrich Braiik 2. Sangwart, Ingenieur HanS Weingerl und Fachlehrer Alfred Wendler Schriftführer, Leopold Wambrechtsammer Säckelwart. Postoffizial Artur Charwat Notenwart, Gustav Stiger und Direktor Othmar Prafchak als Sangräte, Wostry Kneipwart, Franz Krick Hornjunker und Joses Schillernz Fahnenjunker. Unter „AUfälligeS" entwickelte sich über innere Angelegenheiten eine rege Wechselrede, welche in dem Wunsche deS stete» Vorwärtsschreite»« des Vereines ausklang. Im Anschlüsse daran überraschte der zweite Baß die Sangesbrüder mit den neuen Gesamt Quartett- und humoristischen Einzelvorträgen, welche die Anwesenden noch lange in fröhlichster Stimmung im Bereinshum beisammenhielten und Gelegenheit boten, die Verdienste des wiedergewählten Obmannes hervorzuheben. UnteroffizierSkränzchen. Wie wir bereits gemeldet haben, findet das UnteroffizierSkränzchen SamStag den 23. d. M. in sämtlichen Lokalitäten des „WaldhaufeS" statt. Weiters machen »vir auf-merksam, daß der Stadtpark bis zum Waldhaus beleuchtet »vird und daß 3 Wägen von 7 Uhr abends an, am Hauptplatze zur Verfügung stehen werden. Kein Achtergebäck mehr! Die Bäcker-meister der Stadt Eilli bringen zur Kenntnis, daß sie vom 1. Februar 1909 an mit Rücksicht auf die obligatorisch eingeführte Kronen Währung gleich »vie in anderen Orten kein Ächtergebäck mehr, statt diesen» aber Brote zu 20 und 40 Heller zum Verkaufe bringen werden. Um Mißverständnissen vor-zubeugen »vird bemerkt, daß diese PreiSänderung nicht etwa eine Verteuerung des Brotes bezweckt, vielmehr der einfacheren Gefchäftsgebahrung dienen soll und die von nun an in Verschleiß kommenden Brotsorten im Gewichte entsprechend schwerer er-zeugt »verdcn. Unglaublich aber wahr ist es, daß der k. k. Finanzkommissäe Dr. Povalej, trotzdem sich dieser iu strafgerichtlicher Untersuchung befindet, von seiner vorgefetzten Behörde noch immer nicht vom Dienste suspendiert wurde. Bei anderen Beamten »vürde die Sulpendierung in einem solchen Falle sofort verhängt werden; »armn dies gerade beim Dr. Povalej nicht geschieht, darüber stellen nicht nur die k. k. Staalsbeamten Betrachtungen an . . . Besitzwechsel. Das am Hauptplatze, dem Hern» Altbürgermeister Rakufch gehörige Haus hat Herr Josef Krobath käuflich erworben. Spenden sür den Deulfchen Schnlverein erfolgten in Steiermark in der Zeit vom 6. bis 13. Jänner: Graz, Landesausschuß 4<}0 K; Gemeinden: Eilli 100 K; Deutsch Laudsberg 10 K; Hofendorf 20 K; Kindberg 20 K; St. Peter am KammerS-berg 10 K; Sparkasse; Pettau 50 K; SchulvereinS-freunde: Graz. Albert Gartlgruber (für 20 Heller-Spendenblocks) 42 K; Wildon, Dr. Hansel, Sühngeld sür Ablehnung der Obmannstelle, 40 K; Pragerhof, Stammtisch der Eifenbahnbeamtcn. Silvesterfeierertrag, 55 ü; Sammeliurmertrag; Rötelstein, AloiS Blum-an er, 20 K. Bom Handelsgerichte. Eingetragen wurde in das Cillier Register, Abteilung A: Sitz der Firma: Ran». Firmawortlaut: Thomas Götz. Be-triebsgegenstaud: Handel mit Bier in verschlosfenen Gefäße». Inhaber: Anton Götz in Marburg. Zweig-Niederlassung der in Marburg bestehenden Haupt Niederlassung. Tag der Eintragung: 4 Jänner 1909. Advokatur. Herr Dr. Johann S er nee, Advokat in Marburg, hat auf die Ausübung der Advokatur Verzicht geleistet. Mit 31. Dezember 1908 wurde er aus der steiermärkifche», Advokatenliste gelöscht. Lehrstellen. A» der Lehrerbildungsanstalt i« Graz gelangt mit Beginn deS Schuljahres 1909/10 eine dauernde Hauptlchrerfielle für Matheniatik u»»d Ph»lsik als Hauptfächer zur Besetzung. — Gesuche sind bis 28. Februar 1909 bei dem Landesfchulrate in Graz einzubringen. Todesfall. In Wöllan ist gestern abends der Bergdirektor ». R. Herr Wilhelu» Kompofch im Alter von 66 Jahren gestorben. Die Leiche »vird durch die Beftattniigsanftalt Konkordia" zur Beisetzung »»ach Graz überführt. Einbrüche in Rohitsch. Rohitsch befindet sich in großer Ansregtmg. I» der Nacht zum 17. d. kamen »vieder zwei Einbrüche vor. Die Einbrecher hatten diesmal Ställe auserschen. Beim Fiaker Huber und Schneidermeister Lorber wurden mehrere Hühner gestohlen, denen sie an Ort und Stelle den GarauS machten. Bei Jelovschek wurde ein in der Kohlenkammer verborgener Koffer des Knechtes auf-gebrochen und das darin verivahrte Geld, eine Zehn» kronennote entwendet. Für Pettau deutsche Priester! Ans Pettau schreibt man uns: Was ist „Pozor'? So sehr die deutsche Bevölkerung Untersteiermarks diesen Namen kennen lernen mußte, so wenig dürfte er weiteren Kreisen bekannt sei». „Pozor", zu deutsch „Aus Vorposten", ist der Name eines slovenischen HetzvereineS, eineS HetzvereineS ärgster Sorte. Als in den Septembertagen deS abgelaufenen Jahres der Cyrill- und Methoudverein in Petiau seine Haupt-Versammlung — so hieß der offizielle Titel der Ver. anstaltung — hielt, war eS wohl von. Ansänge klar, daß sie nur der Deckmantel für nationale Wühlarbeit sei. Heute weiß man mit Gewißheit, daß eS sich damals um eine Mache des „Pozor" handelte. Das Gewünschte ivurde erreicht. „Pozor" war es, der in den Gemeinden der Umgebung Ver-iammlnngen hielt, der die Landbevölkerung gegen die Deutsche» Pettaus aufhetzte, die Bauernbursche» fana-tisierte und sie zu Gewalttaten gegen friedliche Bürger reizte. Dem Vereine „Pozor" hat die deutsche Be völkerung den Belagerungszustand, während dessen sich niemand »»bewaffnet ans der Stadt herauSivagen dürfte, zu danken. Der Verein „Pozor" war der Anreger und Leiter der Boykot!be»vegung, die die deutsche Bevölkerung PettauS aus das empfindlichste treffen sollte. Der slovenische Advokaturskonzipient Kodermann »var damals der Sprecher dieses Vereines. Wer sind seine Hintermänner? Der „Novi slovenSki Stajerz", ein klerikales Hetzblatt erster Güte, gibt selbst Aufklärung. In der Leitung diese» Vereines sitzen dec Stadtpfarrvikar Pfchunder nnd der Mino-ritenpfarrer Waupoditsch. Erster ist der erste Kap-la» der deutschen Stadtpfarre Pettaus, in feine» Händen liegt die Führung des Taufbuches und aller wichtigen Kirchenangelegenheiten. Waupoditsch ist Pfarrer der von 95 v. H Deutsche» bewohnten Vorstädte Pettaus. Diese beiden Priester, die das Seelenheil der Deulsche» Pettaus lenken und leitr» sollen, die als Seelcnhiiten der Deutschen berufe» wären. Frieden und Eintracht zn predigen, »!tzen also im Vorstanpe dieses die Deutschen so schwer schädigenden Vereines. Das ist mehr, als sich der ruhigste Deutsche bieten lassen kann. Die Bewohner der Kanifchavorftadt und des Villenviertes hat demgemäß eine tiefe Erbitterung ergriffe» Sie verlange» die Einpfarrung der beiden Vorstädte zur Stadtpfarre und drohen — wenn ihnen dies verweigert werben sollte — mit einem Massenübertiiite. Die Bevöl-kerung der innere» Ltadt hatte längst schon kein Vertrauen in die Tätigkeit dauf Medvedec zur Strafe des schweren und verschärften Kerkers in der Dauer von fünf Jahren verurteilt wird Eine oft bestraste Diebin. Vorsitzender: Landesgerichtsrat Kotzian. Die 37jährige ledige Dienstmagd Koker aus Laufen ist eine wiederholt abgestrafte Diebin. Nach ihrer letzten Omouligcn Kerker strafte besuchte sie am 20. Juni v I. den Grundbesitzer Pikl tu Laufen. Bei dieser Gelegenheit stahl sie den Sohne desselben aus einer an der Wand hängenden Weste Uhr und Kette im Werte von mindestens 7 K. Nach zwei Monaten wurde die Uhr vom Uhrmacher Basle, welcher vom Befohlenen verständigt worden war, gelegentlich einer Anfrage des Josef Pirkovic. bei welchem Jofefa Kaker die Uhr um 7 K versetzt hatte, zustandegebracht. Seit 13. Oktober war die Kaker bei Maria Drobez in Savina als Magd bedienstet und verließ am 25. den Dienst. Am 2(3. kam sie zmück, blieb jedoch nur kurze Zeit im Hause und verschwand dann. Bald darauf bemerkte die Drobez, das; sie bestohlen wotden sei; es war ihr aus einem Wandkaften die Barschast von 24U K entwendet worden. Die Beschuldigte ist geständig. Auf Grund des Wahrspruches der Ge schworen?« wird Josefa Maser zur strafe des schweren Kerkers in der Dauer von 3 Jahren verurteilt. Herichtslaat. Die Geschäfte des lt. k. Finanzkommissärs Dr. Povalej. Bor dem Zivilseitate des Marburger Preisgerichtes ist eine Angelegenheit zu Ende geführt worden, die das Kreisgericht feit dreiviertel Jahren beschäftigte und deren Mittelpunkt der Marburger Fiuauzkommifsär Dr. Povalej steht, der sich derzeit in strafgerichtlicher Untersuchung befindet, und zwar wegen anderer Privatgeschäfte. Der Sachverhalt ist kurz folgender: Die Inhaberin eines renommierten Marburger Handlungshauses äußerte sich zu Be-ginn des vorigen Jahres zu mehreren Personen, darunter auch zum Prokuristen der Firma, daß sie ihre im Poßruck gelegene, mit einem großen Wald-bestände verbundene Weingartenrealität um 20.000 K verkaufen möchte. Am l l. März v. I. fithr die Dame dann nach Wien. Einige Tage später er-schien bei dem Prokuristen der Firma Herr Emanuel Mayer mit dem k. k. Finanzkommifsär Dr. Povalej, der die Besitzung kaufen wolle. Der Prokurist schätzte den Besitz auf 22.00t) it., dem Doktor Pyalej erschien dies zn viel. Nach langen Verhandlungen willigte endlich der Prokurist in eine Ver-kanfsfiimine von 17,500 ft ein. Der Prokurist teilte dem Dr. Povalej noch mit. daß die Untcrfer-tiguug des erst aufzustellenden Kaufvertrages der Besitzerin vorbehalten bleiben müsse, die am 20. März von Wien zurückkehre. Als die Besitzerin in Wien durch den Prokuristen von diesen Berhand-lnugeu erfuhr, teilte sie diesem sofort mit, daß sie mit diesem Verkauf »licht einverstanden nnd der an-gebotene Kaufpreis viel zu ge.iug sei. Der Rechts-freund der Firma, Dr. Orofel, teilte dies sofort brieflich dem Dr. Povalej mit, und zwar mit der Aufforderung, die Schlüssel der Besitzung, die er so-fort au sich genommen hatte, wieder herauszugeben. Dr. Povalej tat dies aber uicht, sondern benahm sich gleich als Herr des Grundes, ließ Bäume fällen, verkaufte Kühe nfw. Dr. Orosel brachte daher beim Kreisgerichte Marburg gegen Dr. Povalej die Fest-stelluugbklage dahin ein, es werde gerichtlich festge-stellt, daß kein rechtsgültiger Kauf abgeschlossen wurde, weil dem Prokuristeu die nötige Vollmacht mangelte; Dr. Povalej sei schuldig, sich jeder Besitz-und Eigentunishandlung aus jenem Gute zu enthalten und sämtliche Klags- und Gerichtskosten zu bezahlen. In der Verhandlung wurde Doktor Povalej sachsällig. Daraufhin brachte er gegen den Prokuristen eine Klage auf Zahlung einer Schaden-ersatzsumme von 1500 S ein. Er begründete diese Klage damit, daß er bereits einige Tage uach jenen gerichtlich als ungültig erklärte» Kaufsoerhandlnngen den zur Realität gehörenden Wald behufs Abstockuug an den Holzhändler Slomschek tu Marburg um 24.000 K weiterverkauft hak; jiir den übrigen Weingartxnrealitätenteil feien ihm weitere 10000 K angeboten worden. Da er durch deu Ankauf der Realität um 17.500 K und deren Weiterverkauf um 34.000 K in einigen Tagen, abgesehen von den ihm erwachsenden Gebühren kosten usw., 14.500 K profitiert hätte, so müsse ihm der Prokurist deu durch das richterliche Urteil cutgaugenen voraussichtlichen Profit ersetzen. Außerdem stellte Dr. Povalej noch alle seine Wege, die er behufs Besichtigung der Realität gemacht habe, ferner seine „Mühewaltung" usw. und schließlich auch noch die Kosten deS ersten von ihm verlorenen Prozesses in Rechnung. Haftbar sei der Prokurist für alles, weil er ihm die Versicherung gegeben habe, die Besitzerin werde den Bertrag ge-nehmigen. Dr. Orosel bestritt, daß der Prokurist dafür gutstand, daß die Besitzerin den Kalifvertrag genehmige, und daß der Prokurist schadenersatzpflichtig sei, da er der irrtümlichen Meinung war, daß ihn die Prokura auch zu Kaufabschlüssen über Realitäten berechtigte, daher keine schuldbare Handlung vor-liegt. Dr. Povalej könne nur die tatsächlichen Ans-lagen in der Zeit vom 13. März als Tag des ttu- Sk.ie ö gültigen Vertragsabschlusses bis zum 16. März, als er das Schreiben des Vertreters der Besitzerin erhielt, begehren, da ein Gewinnstentgang nur dann zu ersetzen ist, wenn eine Schuld auS böser Absicht oder auS auffallender Sorglosigkeit entsteht. Ueber diese Ein-Wendungen wurde durch Zwischenurteil festgestellt, daß der Prokurist für das Zustandekommen eines Kaufvertrages nicht gehaftet hat nnd ans diesem Grnnde nicht schadenersatzpflichtig sei, sondern nur deshalb, weil er sich als zum Kaufverträge bevoll-mächtig! ausgegeben habe. Bei der gestern unter dem Vorsitze des LandeSgerichtSrates Fraidl abge-führten Streitverhandluug hielt Dr. Rosina alle KlagSbehauptuugeu aufrecht, während Dr. Orosel betonte, daß lediglich die tatsächlichen Auslagen vom 13. bis 17. März, die nur wenige Kronen auS-machen zu ersetzen sind, keineswegs aber der an-gebliche Gewinnstentgaug, welchen er unter rechtlichen Ausführungen einer scharfen Kritik unterzog. Nach längeren BewriSauSführungen beider Redner wurde die Verhandlung geschlossen. DaS Urteil wird in den nächste» Tagen schriftlich herausgegeben werden. Deutsche Volksgenossen; fördert das Deutsche Haus durch Apenden, Mitgliedschaft und regen Besuch. Vermischtes. (Weihnachten in Bosnien.) „Wie die für die Soldaten in Bosnien gesammelten tHelder verwendet werden", schreiben die ..Rumburger Nach-richten": Ein an der boSuischen Grenze liegender Soldat hat an seine in Rnmbnrg weilenden Ange-hörigen letzter Tage einen Brief geschrieben, dem Folgendes zu entnehmen ist: „Die Lebensverhält-nisse sind hier sehr teuer, man kamt sich fast gar nichts kaufen, weil einem trotz der verschiedenen Zulagen nicht» übrig bleibt. Ihr werdet meinen, daß wir jetzt viel bekommen haben, weil doch vor Weihnachten in ganz Oestereich gesammelt wurde. Dem ist aber uicht so. Wir haben zwar pro Manu drei Kronen bekommen, aber nur auf vieles Drängen, denn man wollte uns überhaupt kein Geld geben, sondern etwas dafür kaufen. Weil wir aber das nicht wollten, so erhielten wir doch das Geld. Anch Wein haben wir bekommen, allerdings erst dann, als die Rechnnngsnnteroffiziere, die hier ein Leben wie Gott in Frankreich führen, alle total betrunken waren. Diese Herren werden nämlich überhaupt gar uicht mehr nüchtern. Bon den vielen Zigarren, welche geschenkt wurden, haben wir die allerwenigsten er-halten. — Damit genug. Jede Gemeinde, die ihr patriotisches Empfinden kundgeben will, soll ihre Soldaten unterstützen, damit nicht Unberufene — etwa tschechische Rechnnngsnnteroffiziere — sich von deutschem Gelde ein gutes tun können. (Ein HauS des Unglücks.! Aus Boden-bach schreibt man: Sonntag früh brach im Gast-hause ..Zur Hoffnung" in Schneeberg ein Feuer aus, dem das ganze Objekt nebst Stallung, Scheuer und Schupfen zum Opfer fiel. Das niedergebrannte Anwesen dars mit Recht ein „Haus deS Unglücks" genannt werden. In den letzten Jahren wechselte eS wiederholt den Besitzer. Ein früherer Eigentümer, der Fleischhauer Richter, erschoß sich, die spätere Besitzerin, Frau Antonia Pürschuer. erhängte sich im Gastlokale, der Fleischhalter Karl Löbel tat dasselbe in der Fleischbank, und den jetzigen Besitzer, Ernst Albrecht hat man verhastet, weil Brandlegung vermutet wird. iEhristus nnd Dr. Trylowski.) Vor dem Kreisgericht Stryj hatte sich am 6. Juni v. I. der ruthenische Bauer Stephan Maticzijow aus Polcnow wegen Verbrechens der Religionsstörnng zu verantworten. Am Totenbett eines Nachbarn war Maticzijow mit den Ortsbewohnern ans religiöse Fragen zu sprechen gekommen und hatte dabei die Aenderung getan: „Christus war gar kein Gott, aber ein sehr gescheiter Mensch, und ein Radikaler, wie Dr. Trylowski." Der Erkenntnissenat in Stryj fand in diesen Worten den Tatbestand der Gottes-lästerung enthalten und verurteilte Maticzijow zu einem Monat schweren Kerkers. Dieser Tage be- Scne 6 Nummer 6 schästigte den Kassationshof die Nichtigkeitsbeschwerde deS Verurteilten. Der Üa^ationshos unter Porsitz des HosrateS Buezaeki verwarf die Nichtigkeitsbeschwerde und bestätigte das Urteil erster Instanz mit der Begründung, daß in der Behauptung, ChristilS sei kein Gott, sondern ein Mensch, zweifellos eine Herab-Würdigung der Gottheit und somit eine Gottes-lästming liege. (Alle freiheitlich gesinnten Abgeord-neteu und Parteien sollteü gegen diese Jurisdiktion geschlossen auftreten. Eine solche Rechtsprechung müßte folgerichtig jede ernste Auseinandersetzung und jede wissenschaftliche Erörterung religiöser Fragen unmöglich machen.) (Gretchentaschen.) Aus Paris schreibt man der „Äölu. Ztg.": Die am Gürtel getragene Tasche hat sich jetzt anch das HauS erobert. Der Form nach ist sie groß, von einem Halbkreis von langen Fransen umgeben mit einem flachen glatten Mittel-teil. Man trägt sie befestigt au einer Kette, die um die Taille geschlungen ist, linksseitig vor» herabhängt und die Tasche selbst mit einer kunstreich ausge-führten Metallklemme in die Falten des Kleides hineinschiebt. Dadurch wirkt die Tasche wie eine wirkliche Gretcheutasche. Für das Haus ist diese Art der Anbringung unvergleichlich hübsch und anmutig; der erste wirklich künstlerische Ersatz sür die schon lange abgeschworene Kleidertasche. Auf der Straße aber bürgert sie sich in dieser Form weniger ein. Man trägt sie nach wie vor steis in der Hand und läuft Gefahr, sie zn verlieren oder liegen zu lassen. An Ketten werden nnr die winzig kleinen geldbörsen-artigen Taschen auS glattem Metall, aus Metall-geweben oder aus inetallbedecktem schwere» Brokat getragen. ie hängen vorn herab nnd können znr größeren Bequemlichkeit seitlich nnt einem Haken im Gürtel befestigt werden, Raum haben diese Täschchen freilich nur sür wenig kleines Geld, für einen eigens hergestellten flache» Behälter mit flacher Puderquaste, und sür das an sich umfangreiche, aber, da es spinnwebzart ist, vollständig zusammeupreßbarc Taschentuch aus chinesischem Seidengewebe. Die großen Gretchentafchen, die außerhalb Frankreich» meist in ihrer crsten Gestalt ans weichern schwedischen Leder mit Lederfransen bekannt sind, werden jetzt vielfach auS dem Stoff des Kleide« gefertigt, zn dem sie getragen werden. Doch sieht mau sie auch in Brokat, Mompadourseide und vielfarbig gemusterter Liberty. (Ausder ,.freien Republik". In Frank' reich sind — dem Drängen der öffentlichen Meinung folgend — dieser Tage vier Todesurteile an Straßen-räubern vollzogen worden. Die Hinrichtung geschah in der Arbeiterstadt Bethune öffentlich. Es war gerade Markttag. Die wogende Menge begrüßte den Henker und feine Gehilfen mit brausenden Hochrufen. Nach jeder Exekution brach die Menge in wilde Rufe der Freude aus. Sie applaudierte dein Henker und saug Spottlieder auf die Verbrecher. Während der Exekution hörte man die dumpfen Töne einer Pauke und die heiteren Weife» einer Musikkapelle — eine Bergwerksknappschaft hatte ihre Mnsikbande mitgebracht . . . (Die russischen Helden.) AuS Peters-bürg wird berichtet: Gtneral Stößel nnd Admiral Nebogatov, die in der Peter-Panl-Feste inhaftiert find, haben anläßlich des kommenden russischen Neujahrs dem Zaren ein Bittgesuch n >' Begnadigung unterbreitet. Die Entscheidung des Kaisers ist noch nicht erfolgt. (Die fprachltche Verwirrung bei der P r a g e r P o st d i r e k t i o n.) In Angelegenheit der Regelung der geradezu trostlosen Verhältnisse bei d,r Prager Postdirektion erhalten wir ans deutsch-böhmischen Abgeordnetenkreisen folgende Mitteilung: Nm endlich eine geregelte AmtSführnng bei der Prager Postdirektion zu ermöglichen, wurde bekannt-lich vor kurzen« vom Leiter des Handelsministeriums SektionSchef Mataja und Generalpostdirektor Ritter von Wagner-Ianregg eine Konferenz mit den beiden Prager Postpräsidenten abgehalten, in welcher über die wichtigsten Grundzüge der sprachlichen Geschäfts-behandlnng ein« Einigung zustande kam. Die ge-trvffenen Vereinbarungen hätten in Form eines Erlasses an die Prager Polizeidirektion hinaus« gegeben werden folleu. Bedauerlicherweise ist es infolge tschechischer Einflüsse und Proteste uicht zur Hinaiisgabe dieses Erlasses gekommen. Insolgedessen dauert die sprachliche Willkür bei der Prager Post« direktion fort, es werden immer neue Tschechisicruugs-versuche gemacht und es wächst unter den Deutschen die Erbitterung über die wohlwollend geduldete tschechische Agitation und die Disziplinlosigkeit der tschechischen Beamten. Schon im Sommer v. I. wurde den dentschböhmischen Abgeordneten vom Ministerium Beck die bestimmte Zusage gegeben, daß die Regierung den chaotischen, jeder geltenden Ver-ordnung hohnsprechenden Verhältnissen bei der Präger Postdirektion ei» Ende bereiten werde. Diese Zusage wurde bisher nicht eingehalten und es ist nun be-absichtigt, daß iu den nächsten Tagen die in Prag anwesende» deutschböhmischenAb^cordueteu zusammen-treten, um zn dieser Angelegenheit Stellung zu nehmen und dagegen zu protestieren, daß gegen eine deu administrative« Dienst regelnde und ans dem Gesetze fußende Verfügung dem tschechischen LandS-mannminister und den tschechische» Abgeordneten ein Einspruchsrecht zugestanden wird. FRITZ RASCH, GILLI. ? Schrifttum „Die Dollarprinzesfin" und „Der fidele Bauer", die beiden Schlager der Zaison, um in der Theatersprache zu reden, bringt das soeben im Verlage von Ullstei« und lio, Wien 1., erschienene neue Heft der populäre» Musikbibliothek „Musik sür Alle". Der Heransgeber hat eS verstanden, in prägnantester Form den ganzen Inhalt der beiden Fall'schen »iompositionen in ihren schönsten Teilen wiederzugeben. Die einzelnen Stücke sind leicht spielbar nnd mit Text gebracht. Wie bei den bis-herigen Heften ist chronologisch vorgegangen. „Die Dollarprinzesfin" beginnt mit dem Auftritte der Alice und der Chorseene „Wiglwagl", daranschließt sich gleich der reizende Summ Walzer. Ferner bringt der erste Akt Amerika gib Acht und das Walzeren-semble „Wie war eS wuuderschöu". Der zweite Akt beginnt mit dem Couplet „Olga von der Wolga" und es folgt der Höhepunkt der Operette das ent-zückende Riugelreih'n, das durch seinen einfachen, melodischen Gehalt seine Wirkung wohl nirgends verfehlt. Vou besonderer Eigenart ist auch der Walzer „Das sind die Dollarpriuzessiiu" und das nlkige „Snib, Snob Duett", mit dem die Dollarprinzessin ausklingt. Auf einen ganz anderen Ton ist die Musik des „sidelen Bauer" gestimmt. Wir finden hier das biderbe bäurische Milieu. Nachdem Ztefan fein Lied gesungen (Wenn'S nach mir ging) werden wir gleich mit dem Liede von der Zipfel' hanb.n des Matthäus iu die richtige Stimmung ver-setzt. Es folgen auch zivei sehr hübsche Walzer, die sich leicht dem Gedächtnis einpräge». Bon s
esonders stark vertreten. In drei Namen von gutem Klang. — Stephan Milow, I. I. David und Josef Willomitzer — repräsentieren sich gleichzeitig drei verschiedene Arten unsrer Dichtung: stimmungsvolle Ayrik, ernste, reife Novellistik und humorvolle Phantasieknnst. Wer mit dem österreichischen Literaturleben der Gegenwart auch nnr einigermaßen vertraut ist, wird sich mit Stolz daran erinnern, daß Milow und David zu den besten, tiefsten und abgeklärtesten Dichterper-sönlichkeiten erzählt werden, die in den letzten Jahr-zehnten innerhalb der schwarzgelben Grenzpfähle erstanden sind. Dagegen ist der allzufrüh verstorbene Willomitzer noch nicht in dem allgemeinen Maße l>e-kannt geworden.wie es durchaus originelle Knast wohl verdiente. Uni so mehr ist jetzt zn begrüßen, daß dnrch das Erscheinen eines Answadlbändche»S seiner „Humoresken tn Werk nnd Prosa" in Max HesseS Volksbücherei (Nr. 489 — 490 Geh. 48 h. Geb. 96 h. Iu Geschenkbd. « 1 *801 allen Kreise» bequemste Gelegenheit geboten wird, seiner Kunst, die nichts vou seichtem Oberflächenhumor an sich hat, näherzutreten. Das Stephan Milow-Bändchen (Nr. 491—492. Moderne Lyriker V. Geh. 48 h. In Leinenbd. 96 h. In geschenkbd. >t > 80) ent-hält einen dankenswerten, einführenden Essai Prof. Ed. Engels über Milows Persönlichkeit und Kunst. Was das Bändchen aber besonders wertvoll machen dürfte, ist wohl der Umstand, daß der Dichter selbst die AnSwahl der Gedichte getroffen Hai n..d uns somit das seiner Ansicht nach Reifste und Wertvollste feiner Kunst beschert. (Ei» Bändchen „Erzählungen" MiloivS ist in der Volksbücherei unter Nr. 422/24 kürzlich erschienen.) Die in der Nr. 48.°'.—484 unter dem Titel „Stimmen der Dämmmernng u.a. Erzählungen" (Geh. 48 h. Geb. 96 h. In (4e-schenkbd. H 180) vereinigten Novellen I. I. Davids stellen eine sorgfältige Auslese auS den be-dentendsten Schöpfungen dieses Meisters strenger, herber StimmnngSrunst dar und lassen seine mensch» lich hochstehende, künstlerisch aber durch reife Per-söulichkeit erkonnen. — Gleichzeitig fei schon jetzt darauf hingewiesen, daß Max Hesses Verlag einem der größten österreichischen Dichter unsrer Tage, Ferdinand v. Saar, eine besondere Ehrung bereitet. Noch in diesem Jahre werden nämlich Saars sämt-liche Werke in 12 Bänden, mit einer Biographie von Dr. A. Bettelheim, herausgegeben von Prof. Dr. I. Minor (In 4 Leinenbdn. K 12. Feine Ausgebe K 16 80. Luxusausgabe K 21*60. Ans imit. Büttenpapier in 8 Leinenbdn. K 18. In 8 Halbfranzbdn. auf imit. Büttenpapier K 24) er-scheinen und hoffentlich dazu beitragen, dem Dichter ivenigstens nach feinern Tode die wohlverdiente Volkstümlichkeit zn sichern. Hingesendet. 25.00« Kronen beträgt der Haupttreffer der I tt b i l ä u m s-W i t w e n- und Waisenfond. Lotterie. Wir machen ltusere Leser darauf aufmerksam, daß die Ziehnng schon am 21. Jänner 1909 stattfindet nnd empfehlen angelegentlichst, dieses patriotische nnd hnmanitäre Unternehmen dnrch An-kauf eines Loses zum Preise von 1 ilrone zu unterstützen. Da hab ich was Schönes ins neue 3al>r geschleppt, ?den hartnäckigsten R iarrh von der Welt! Trocken« yalS. schmerzende Bronchien, Stechen bei jedem Aiemzug - dann der Schleim, der sich gar nicht iöien will - «der Mensch, warum quälen «« sich dem, sannt? Verlangen Sie in der nächsten > Apotheke. Drogerie oder Tl liierul wa**erImi»«tluM8s fflt K 1.25 eine Schachtel Sodener Minerai-Pastillen (Fayi echte) und ich wette. Sie sind alle B«schwerd«n loS. wenn wir un« abends am Stammtisch sehen l CKitttaljelitiftiitoM für Oftterrflrh • Uofcurii: W. Th. Gnnt*«rt, Wien IV I. (»rote üimaoflf It. (Fin vorzüglicher weißer Austritt, für Wasch-tische ist Keils weihe Wa-:..'. 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