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Er winkt einfach den unier den Zuhörern weilenden Beamten der Südsteirischen Sparkasse Loncar herbei, der wie der äeuz ex macbina urplötzlich au« der Versenkung als zwanzigste« Mitglied emporsteigt und den Sitz de« Dr. Filipik einnimmt. Und wa« tu« der Bezirk«hauptmann, Baron Apfaltrern? Er bezeichnet in der Entscheidung, mit der er den deutschen Protest verwirst, diesen Loncar al« den bevollmächtigten Vertreter de« Abgeordnetin v. Berk«. Herr Dr. Sernec hat alle Ursache, de« Bezirk«-hauptmann Baron Apsaltrer die'« EleUungnahme zu dank«n. Ein g«setzmäßiger Vertreter de« Ritter v. Berk« war Loncar aber nie und nimmer, denn der § 47 der BezirkSverfassung hebt au«drücklich hervor, daß eine St»llvtrtr«tuug nur bei jenen Mit-gliedern de« Großgrundbesitze« oder Höchstbesteum«, der Industrie und de« Handels platzgreisen darf, die im Bezirk, ihren bleibenden Wohnsitz nicht haben. Ritter v. Berk« ist ater im Bezirke seßhaft und war durch keine ReichsratSsitzung der Beratung ferngehalten, ja er wurde noch kurz vorbergejehen. Daß man mit der Stellvertretung „Nach Hause l Weh mir, daß ich Eie be-greise, Han«. weh «ir. daß ich den Einn Ihrer Worte fasse." »Ja, Sie erfassen es. Ja, Sie verstehen «ich. Margarete . . . Sie haben den Knaben ja immer verstanden." Er hat sich noch tiefer über sie gebeugt, er erfaßt wie beschwörend ihre Hände und sein Herz schlägt und seine Stimme zittert. „Neigen Sie mir Ihr Ohr an meinen Mund, Margarete . . nur still, daß e« niemand hört. In dem Waffenschrank Ihre« Vater« hängt ein stet« geladener Revolver. Toren sagen, die Kugel in dem Roh:e brächte den Tod! — Ich, Marga-rete. sage — sie bringt die Freiheit und Sie . . . wa« zittern Sie so sehr? Sie haben heute Zutritt hier gefunden, e« wird Ihnen nicht unmöglich sein, nocv einmal Einlaß zu finden. Uebermorgen erst werbe ich vor die Schranken gestellt und dann —" „Nicht weiter!" Sie hat sich von ih« losgerissen. Ein leichte« Zittern geht durch ihre Glieder; dann aber sagte sie plötzlich ruhig und gefaßt, während ein ge-heimniSvolleS Lächeln ihre Lippen umspielt: „Gut, ich werde wiederkehren, Han«. Ich werde Ihnen die Pforten zu jener Freiheit öffnen, die Sie meinen, der Himmel soll Ihnen werden, der ganze Himmel, von de« Hän«chen und Gretchen einmal geträumt aus sommerlicher Heide, aber nur unter einer Bedingung." „He«tfch- #od)i" Schufte dazu, um an einrr auf solch«« Schleich-wegen arbeitenden Verletzung, die schließlich nur auf die persönliche Bereicherung einign „VollS-männer" hinausläuft, Gefalle» zu finden. Die Herren in Krain find um eine zu starke tkonkurrenz in der Ausbeutung des Volke» besorgt und derum soll Kärnten als Neuland uno Nährboden für die slovenifche llkberprodukiion an Atvok^ien herhalten. Zlndentsches «us Wien. Die ReichShaupt-und Residenzstadt Wien versendet gegenwärtig Lose der städtischen Arm«nlotterie an deutsche Privat« Personen, Gemeinden und Vereine zum Vertriebe. Dem ErsuchSschreiben um Absatz der beigeschlossenen Lose und Einsendung des für dieselben fälligen Betrage« liegt auch ein tschechischer Aufruf bei, waS bei dem bekannten christlichsozialen Regime Wien« wohl nicht Wunder nimmt. Aber begreifliche« Erstaunen muß e« erregen, daß die Kommune Wien es wagt, verartige Lose un« Deutschen zu-zusenden, da bei solcher Verletzung unsere« National-gesühleS jeder die Lose mit Verachtung zurück' weisen muß. $«!fu die Steuerschinderei. Wir haben kürz-lich in einigen Notizen dargelegt, wie die Leistung»« Verhältnisse der Deutschen Oesterreich« in Betriff der Steuern beschaffen sind. Dabei gelangten wir zu dem erstaunlichen Erc>«bniffe. daß etwa« über 9 Millionen Deutsche viermal so viel Einkommen« steuer bezahlen, al« 16'/, Millionen Nichtdeuische, so daß also ein Deutscher fast siebenmal so viel dieser Steuer bezahlt, al« ein Nichtdeutscher. Da« ist gewiß sehr rühmlich für den Deutschen in Bezug auf den Wert, den er für den Staat darstellt, e« ist aber n'chtsweniger al« rühmlich für die Politik, welche die Deutschen für ihre eign«» Interessen hier einzuschlagen gewußt haben. Namenilich war e« zumindesten« sehr unklug, daß deutsche Vertreter mit Feuereifer der sogenannten Steuerreform sich hingegeben haben und Hauptschuld sind, wenn heute die slavische Bevölkerung dermaßen auf Kosten der Deutschen entlastet ist. Diese Politik war unklug in Rücksicht auf die traurige Lage, in der da« öfter-reichische Deutschtum von der Regierung erhalten wird. Der natürliche Gedanke ist, daß für beson« dere Leistungen besondere Gegenleistungen verlangt werden, und die« ist seilen« ver deutschen Vertreter verabsäumt worden bi« heute. Ganz außerordentlich abschreckend wird aber da« Bild noch durch da« Vorgehen der Steuerbehörden mit Bezug aus diese Ergebnisse. Denn diese Ergebnisse waren den Deutschen bisher nicht bekannt, die Steuerbehörde aber kennt sie bei eil« vom ersten Einlangen der neue» Steuern an. Anstatt daß die Behörde sich nun einigermaße» geschämt hätte, die Deutschen so ganz unverhältnismäßig in Anspruch zu nehmen, hat sie nicht angestanden, im Gegenteile immer mehr herau«preffen zu wollen, und hat auch wirk-lich die Erträgniffe der Stturn, die wir schl«cht-weg die .neuen Steuern" nennen, von Jahr zu Jahr in deutschen Distrikten in die Hö»e geschraubt, so daß die Differenz zwischen den Leistungen immer augenfälliger wurde. Dazu kommt »och die Hand-habung der Steuergesetze im Sinne einer Finanz-polizei. wie selbe in Oesterreich betrieben wird, die Nummer 7 cs dahin bringt, daß kein Staalsbürger mehr sich feiner Habe sicher suhlt. Da« kann nicht mehr so bleiben, und wir. «»sonderlich unsere Vertreter im Abgeordnet,nhaus«. werden Mittel und Wege find-n muffen, hier Adbilse zu schaffen. Pie Ausgestaltung des Selephsnverkehres. Bekanntlich gehören vo, Oem für da« Hanoell« Ministerium beanspruchten Nach»rag«kredit von einer Million Kronen rund 800.000 Kronen zur ilu«ge-stallung de« Telegraphen« und T?l phono«rkrhrt«. Doch wie von unierrichteter Seite mitgeteilt wird, dieser Betrag kaum sür die Herstellung einiger unumgänglich nolwendi.r>r T«lepkonoerbindu»gen, von der wünschen«werten Ausdehnung und Ver« dichtung de« Telephonnetzt« kann vorläufig , och keine Rede sein. Die Postverwoltung kann gtgen« wärtig nur jene neuen Teleobonkrecken au«fÄhren, deren Erbauung mit verhältnismäßig geringen Kosten verbunden ist nnd wo ein Teil d>r Baukosten durch Beiträge der Jntneffeuien g'decki wird. Der Kredit von 800.000 Kronen wird in erster Linie dazu verwende», um aus den bestehenden Tele-graphen- und Tel phonlinien Verbesserungen einzu« führen, in zweiter Linie, um die «elephonisch« Ver« bindung von Wien und Sieiermark mit Kärnten herzust,llen. Die Telephonleitung nach Ramien ist bereits im Bau; die Leitung ni in Leoven anue-schloss?» und führt läng« der Bahnirasse üver Z>. Beil »ach Villach und Klagensurt. Diese Linie soll »och Heuer fertig unv dem Verkehre übergeben werdtn. Eine zweite Telephonlinie nach Trieft ist im Projekte ber.ii« serti.i, wird aber erst «pät.r zur Au«süvrung gelangen. Auch die Anschlüsse über Salzburg hinau« »ach Tirol sind einem späteren Zeiipunkie vorbehalten. Die Postverwaltung dürfte da« T«mpo de« Telephonbaut« erst dann in ein beschleunigtere« verwandeln und von der nicht überall gerechtfertigten Beitragsleistung der Jnter« effenien absehen, b < da« Parlament bei feiner nächsten Budgetberatung die Erfordernisse de« Post« reffort« bewilligt hat. In Vorarlberg wurde in den letzten Tagen der interurbane Telephonverkehr durch den Anschluß von Basel. Zürich und Bern erweitert. Fie erfinderische» Uchechn». Den Tschechen rinnt nun schon da« Waffer in den Mund. In ihrer Not verfallen sie auf alle möglichen Finien. Jetzt soll gar die wirtschaftliche Notlage der tschechischen Landwirtschaft den politischen Kimpf-Mitteln eingefügt werden Die Roilage wird m schreienden Farben dargestellt und in« Uedergroße vergrößert, die Verantwortung hiesür der Regierung aufgehalst, weil sie sich weigert, den böhmische» Landtag einzuberufen. Die Regierung will e» dort jtdtnfall« nicht zum Aeußersten kommtn lasst», denn ten Tschechen käm« e« fthr gtlegen mit tem Hinwtis aus die Notlage der Agrarier zu Gewalt-maßregeln gegen die deutschen Obstruktionisten im Landtage schreiten zu können. Sie haben ,« >a stet« meisterlich verstaubt», Scheinrecht«gründe für ihre Geivaliiätigkeiten sprrchcn zu lasst». Anden in Zlngarn obenauf. Da« in magya« rischer Sprache ericheinende Judenorgan „Egyen-löstg' verzeichnet triumphierend die verschiedenen Gelte 2 de« Ritter o. Berk« durch den Beamten Loncar nur einen Versuch«ballon steigen ließ, geht ja auch daraus hervor, daß der im Sitzung«saale weilende Lonöar erst in dem Augenblicke an den Beratung«-tisch herbeigewinkt wurde, al« sich Dr. Filipic entfernt hatte und damit die Zahl der stimmberech-tigte» Anwesenden auf 19 herabsank. Bestünde der jedenfall« einzigartige Stand' Punkt de« Herrn Baron Apfaltrern zu Recht, nun so könnten ja auch viele Deutsche die entsprechende Nutzanwendung machen und die Bezirk«vertretung«-sitzungen mit bevollmächtigten Ranbalmachern al« ihren Vertretern beschicken. Irgend ein Grund, we«-halb diese Mitglieder persönlich an der Sitzung nicht teilnehmen können, würde sich schon finden lassen. Damit wäre auch diese Ansicht de« Herrn Bezirk«hauplmanne« »6 absurdum geführt. Wenn ein Mitglied der Bezirttvertretung da« Recht hatte, einen bevollmächtigten Vertreter zu entsenden, so war e« Herr Ambroschitsch, der tat-sächlich seinen Wohnfitz nicht im Bezirke hat. Herr Dr. Decko ha» Herrn Ambroschitsch in verblüffen-der Gesetze«kundigkeit zwar gerrde av« diesem Grunde die Rechte eine« Mitgliede« der Bezirl«-Vertretung aberkannt, aber da« nimmt un« bei ihm nicht Wunder. Wohl aber wundert un«, daß e« ein vezirk«haupimann fertig bringt, in dem Falle Berk« eine Stellvertretung gelten laffen zu wollen. Au« dem Ganzen mag man die Objektivität de« BezirMhauptmanne«, Baron Apfaltrern un« Deutschen gegenüber ersehen. Der Herr Baron glaubt, sich »ach dem Beispiele richten zu müssen, da« von der Staithalierei gegeben wird, die au« Liebedienerei für Pervaken die Ausschreibung der Wahlen in die Bezirktoertretung auf die lange Bank schiebt, um die au« der Affäre K»sem resultierende mißgünstige Stimmung der Bevölkerung gegen die Pervaken verflauen zu lassen, welche Rechnung allerding« nicht stimmt. politische Flundschau. Aenestes von der pervakischen Ilnter- nesmnng gegen Kirnte«. Da« Verhetzung«geschäst und die Aufwühlung Kärnten« wird jetzi nach einer Meldung der Tanie „Politik" von Graz au« betrieben werden. Wie schlau! Die pfiffigen Krainer Pervaken haben if sehr bald herausbekommen, daß der Kärntner sich von dem pervakischtn DoradoS Laibach nicht« Gute« versieht, und s« hat man eben eine Firma-Aenderung eintreten lassen. Die betrügerische Marke .Graz" soll da« Mißtrauen gegen die pervakischen Danaergaben abschwächen. Zu welch' erbärmlichen Mitteln die peroaki'che Hetze doch greifen muß, um in Kärnten übnhaupi Boden fassen zu können? E« gehören ausgemachte »Und diese Bedingung f" „Margarete gibt Ihnen die Ehre wieder vor den Augen der Welt, indem Sie mit Ihnen zu-gleich — „nach Hause gehf, Han«.' „Nach Hause?" »Ja, Han« — Hand in Hand, wie wir der-einst al« Kinder gingen, wenn wir un« im Dunkel verirrt.' „Margarete! Aber ..." Er fährt auk, er schwankt wie ein Berauschter. . . „ich kann'« ja nicht fassen — ich kann'« ja nicht begreifen. Margarete . . „Sie können'« nicht begreifen? . . . Und e« ist doch leicht begreiflich! Oder wie, Han«, glauben Sie wirklich, daß, wen» «an un« hier findet, hier ,m Kerker — Leiche bei Leiche — glauben Sie wirklich, daß dann noch ein Mund es wagt, Sie de« Diedstahl« zu zeihen?" Sie hat sich aufgerichtet; ihr Auge leuchtet; e« scheint über die Schranken de« Leben« hinweg-zublicken . . . „Nein . . . nein", murmelt sie mit lächelnder Bestimmtheit, „die Welt, di« Lebende so oft unge-recht vrrdammi, ist g«r«ch> gegen die Toien. Aus unser« gemeinsame Bahr« wird di« W«lt den Frei-bri«s niederlegkn, den fie d«n Leb«»d«n verwiigert. Hant, und jene geheimnisvolle Allmacht des Todes wird den Menschen das Bekenntnis auf die Lippen zwinge»: „Er war schuldlos; für einen Ehrlosen stirbt kein Weid. Nur eine unglückselige Verkettung der Umstände warS, sie hätten« lösen können da» G>» heimniS; aber sie liebten sich und waren zu stolz, um zu reden — sie schwiegen und sind gestorben." Sie hat geendet mit geschlossenen Lidern, al« spinne sie den Trau« in ihrem Inner n fort, er ober greift wie taumelnd i» die Luft. „O. Margaret«, ja . . . ja. Sie habt» Recht, da« wäre eine Ehrenrettung, aber um Ihr junge« Ltben wäre sie mir zu teuer erkauft, und um den Prei«, daß st» die« reine Leben mit einer Lüge schließen, mit d-r Üüge, daß Sie mich geliebt haben, weife ich sie zurück.' Und da, bei diesen seinen Worten schein» fie ou« dem Traum zur Wirklichkeit zu erwachen. Ein leiser Ausschrei zitiert über ihr« Lippen — sie will auf ihn zustürzen und wurzelt doch wie von Scham besangen am Boden fest. „Und wenn es nun keine Lüge wäre, Han«, daß ich dich liebe, wenn e« eine unselig-selige Wahrheit, eine Klarheit ohne Dunkel wäre? Wenn mein Haß selbst nichts gewesen als die irre Form liner irre», schrankenlosen Liebe k" „Margarete!" Er breitet ihr die Arme entgegen. Sie aber sinkt an seine Brust, ihr zuckender Mund drängt sich dem seintgen entgegen. Es ist ein heißer Kuß, einer von jenen, die gleich sengendem Feuer sich inS Mark des Leben« brennen. Dann aber weicht sie von ihm zurück; ein glühendes Rot zittert über ihre Wangen. Sie sinkt nieder und reckt die Hände zu dem dunkle» Kcrker-gewölbe empor. „O Gott — o Gott dort oben', ringt eS sich von ihrer Zunge, „ewiger Gott zeigt mir o»n Weg, der uns au« Tod und Nacht zu Licht und Leben sühn!" Sie hat sich aufgerafft. Noch einen Blick fchmerzlich-inniger Liebe wirft sie aus den Ge-fangenen zurück und dann ist sie hinau«gea>ankt und dumpf fällt die Tür hinter ihr in« Schloß. VI. Der Gericht«saal ist überfüllt mi, Menschen — draußen Sonnenschein; drinnen unerträgliche Hitze. Alle Köpfe sind nach der Türe gewendet, alle Zungen sind in Bewegung. E« ist «in Geraun, da« «»was U>,heimliche« hat, und da« sich vom leisen Geflüster steigert bi« zu lauten Au«rusen. „Jetzt kommt er." schallt e« in d.r Runde. Und er kommt; er geht zwischen zwei Gendarme». Sein Anilitz ist still, nur über seinem Scheitel schimmert'S wie Reif. ES waren so schreckliche Tage, die letzten Tage und Nächte, die hinter ih> liegen. Er hat aus Margarethe gewartet, immer vergeben« gewartet. Margarethe kam nicht. War«« kam sie nicht? Reuete sie des jungen Leb«»«. Schauderte fie davor zurück, einen Doppelmord aus« Gewissen zu laden? Glaubte sie einen Weg in« Lebe« zurückgefunden zu haben? Er weiß e« nicht, aber er hofft nicht« mehr. (Schluß solgi.) MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. ^onntagsveikage der „ventschen Macht" in gifTi. Er. 4 „Die Sad mark" erscheint jeden Lonntaq als unnttaellliche Beilage für die Leser der „Teutschen Wacht". — Einzeln ist „Die ßadmart" mchl käufliche )n Kelsetn der Schuld. Koma» von Reinhold CrtMann. NachimS rn»oi»l. Erstes Kapitel. Mit der jugendliche» Elastizität seiner vierund-waiizig Jahre eilte Stephan Fogarasiy die vier entsetzlich steilen und unbequeme» Stiegen zu seinem Atelier empor. vielleicht halte er sich dazu mehr Zeit gelassen, wenn es ihm nicht darum zu thun gewesen wäre, einen Mann einzuholen, den er in das Haus hatte eintreten sehen, als er sich selbst noch auf der gegenüberliegenden Seite der Straße befand. Er wußte. daß der Mann nicht zu ihni wollte, aber er hatte nichtsdestoweniger ein außerordentliches Interesse an seiner Person Ans den ersten Wies hatte er erkannt, daß es derselbe schlanke, dunkelbärtige. mit ausgesuchter Eleganz gekleidete Herr sei, der gestern an seine Thür geklopft hatte, um nach ver Wohnung von Mife Maud Glover zu fragen. Und da ihn gestern die dämmerige Beleuchtung verhindert hatte, das Gesicht des Fremden schärker ins Auge zu fassen, ge-dachte er es heute nachzuholen. Denn Miss Glovers Besucher waren ihn, nicht so gleichgültig wie die Leute, die zu den übrigen Hausbtwohiiern kamen. Gerade weil er in den vier Wochen ihrer Nachbar-fchast da oben unter den. Dache bisher niemals wahr-genommen hatte, das; sie Jemanden empfing, schien es ihm außer Zweifel, daß dieser vornehm aussehende Unbe-kannte, der innerhalb eines Zeitraumes von kann» vierundzwanzig Stunden nun schon zu», zweiten Male kam. in irgend welcher näheren Beziehung zu ihr stehen müsse. Und dei der Natnr seiner Empfindungen für Miß Maud Glover war es begreiflich, daß er sich ihn daraufhin etwas näher anzusehen wünschte. In der Höhe des dritten Stockwerks erst holte er ihn ein. Der Fremde war stehen geblieben, als er den raschen Schritt hinter sich hörte, und nuit, da er den jungen Maler erkannte, der ihm gestern Auskunft gegeben, lüftete er höflich seinen glänzenden Seidenhut. Stephan Fogarasiy gab den Gruß wohl zurück: aber er that es mit Widerstreben, denn der Mann. den er jetzt im vollen, durch das Fenster des Treppenhauses einfallenden Tageslichte sah. wollte ihm sehr wenig ge-fallen. Nicht daß er von häßlicher oder abstoßender Ge-fichtsbildung gewesen wäre! Die Meisten würden ihn ver-mutlich sogar im Gegenteil trotz einer gewissen Schlaffheit und Beliebtheit der Züge für einen schönen Mann erklärt haben. Aber das an rasche Beobachtung gewöhnte Äuge des Malers, das vielleicht in diesem Falle durch die Eifersucht noch mehr geschärft war. sah in dem hübschen Gesicht auch die fatalen Linien an den Mundwinkeln, die wie von einem cynischen Lächeln da zurückgeblieben schienen, und den »«sicheren, fast stechenden Blick der auf-fallend dunklen Augen. „Lho, mein Freund," dachte er. während er an dem wartenden Unbekannte» vorüber seinen Weg in das oberste Stockwerk fortsetzte. „Hätte ich Dich gestern so gesehen, ich würde Dir die Thür vor der Nase zugeworfen haben, ohne Dir eine Antwort zu geben. Leute Deine« Schlages soll man von schutzlose« jungen Mädchen fernhalten wie den Marder vom Taubenschlag. Aber ich werde auf der Hut sein und werde sie warnen — ja, das werde ich. selbst auf die Gefahr hm, daß fit es mir übel nimmt. Es ist einfach meine Pflicht." Ingrimmig warf er die Thür seines ..AtelierS" hinter sich ins Schloß. Er selbst pflegte dem niedrigen, kahlen n»d in jeder Hinsicht höchst unbehaglichen Raunte diese hochklingende Bezeichnung allerdings niemals anders als mit stark ironischer Betonung ztt gebe» Er hatte die be-scheidene Küttstlerwerkstatt nebst der anstoßende» winzigen Mansardenkammer uitd mit Allem, was fie an betveglicher Habe enthielt, vor etwa zwei Monaten von einem armen jungen Maler übernommen, de» man hoffnungslos krank in das Hotel Dieu gebracht, und es war ihm bei seinem Einzüge fast unmöglich erschienen, daß er hier länger als ein paar Wochen würde Hansen können. Aber er hatte sich zu seiner eigenen Ueberraschung an die abscheulichen feuchten Wände, von denen der schlechte Putz in großen Stücken herabfiel, bald ebenso gewöhnt wie an den ewig rauchenden eisernen Ofen, mit dessen Hilfe man nur unter Aufwendung eines Vermögens das Atelier hätte envärmen können, und an die vielen sichtbaren und unsichtbaren Fugen, durch die der Wind, der über die Dächer von Paris dahinfuhr, hier immer ungehinderten Zutritt fand, gleichviel, au» wejcher Himmelsgegend er blasen mochte. Stephan Fogarasiy hatte sich an alle diese Unbequem-lichkeiten gewohnt — erstens, weil das Atelier wirklich ausgezeichnetes Nordlicht hatte, zweitens, weil es viel billiger war, als er bisher irgend eines in dem teuren Paris gesunde«, und drittens, weil es sicherlich nirgends in der ganzen Welt eine Nachbarschaft gab. wie die glücklichste aller ZufallSfügungen fie ihm hier beschert hatte. Er trat an die Staffeln, auf der ein fast vollendetes Geniälde stand, das Porträt eines jungen Mädchens in dunklem Straßenkleide und breitkrämpigem, federngeschniück-tem Rembrandlhut Da hatte er sie leibhastig vor sich, diese Nachbarin, deren Bild im Träumen wie im Wachen feine Seele erfüllt hatte, noch eh« fie ihm in großmüthig fröhlicher Laune vergönnt, es auf der Leinwand sestzu-halten. Er vertiefte fich in den Anblick seines Werkes, aber er schüttelte mit finsterem Stirnrnnzelu mißbilligend fern Kops. Wie goldig auch die gemalten Lichireflere daS wundervolle rote Haar hier und da aufleuchten liehen — ihr Haar war eS darum doch noch nicht! Und diese schillerndem Rixenangen. die so verführerisch zu lachen und zu locken schienen, sie mochten die Bewunde-rnng jede« anderen Beschauer« erregen, ihn aber erfüllten fie mit Unmut über die Unzulänglichkeit seine» Könnens, das er trotz allen heißen Bemühens gerade an der Dar-stellung von Maud Glovers märchenhaften Augen immer wieder Schissbruch leiden sah. Wie schön sie doch war. wie unvergleichlich schönt Und wie heiß er dem Schicksal dankte, das dieses herrliche Wesen huldvoll gerade auf seinen Lebensweg geführt! Bei seinen, Einzüge hatten die beiden möblinen Zimmer an der gegenüberliegenden Flurseite leer gestanden — seit Monaten schon, wie ihm der Hausverwalter mitteilte. Und er war es wohl Aufriebe« gewesen, da der gesprächige Mann hinzufügte, day fie sonst gewöhnlich von Schülern oder Schülerinnen des Konservatoriums bewohnt seien, die da droben hoch über allen anderen menschlichen Behausungen ani besten ihren geräuschvollen Kunstübungen ob-liegen könnten. Entsetzt hatte Stephan Fogarasiy ausgehorcht. als ihm vor etwa vier Wochen eines Abends bei seiner Heimkehr von jener Flurseite her die Töne eines überdies gräulich schlechten Klaviers an das Ohr gedrungen war. li. und da er nichl zweifelte, daß die gefürchtete Koyservatoristin nun wirklich ihre» Einzug gehalten, hatte er in jener Stunde den Entschluß gefaßt, das Atelier trotz all seiner Vorzüge schleunigst aufzugeben. Aber am nächsten Morgen schon war er völlig anderen Sinne» gewesen. Zwar an die Musisschülerin glaubte er noch immer, und er hatte inzwischen sogar Gelegenheit gehabt, sich zu überzeugen, daß die trennende Wand Jwischen seinem Arbeiisraum und dem „Salon" der kachbarin viel dünner sei, als er es vermutet. Ader gerade die Schwäche und Durchlässigkeit dieser Wand war es. die ihn alle FInchtgedanken hatte anfgeden lassen. Denn fie gestattete ihm. außer dem sehr mittelmäßige» Klavierspiel auch das helle Gezwitscher einer süße» Mädchen stimme zn vernehmen, wie er sie lieblicher nie in seinem Leben gehört zu haben glaubte. Schon in früher Morgen-stunde halle da« Singen und Trällern da drüben seinen Anfang genommen, und in buntem Durcheinander waren es bald französische. bald deutsche oder englische Liedchen gewesen, deren melodische Weisen durch die dünne Wand bruchstückweise zu ihm gelangten. Den ganzen Vormittag halte Stephan Fogarassy damit zugebracht, auf jeden Laut aus dem Nebenzimmer zu horchen und sich dabei im Geiste auszumalen, wie fie wohl aussehen möge, diese Sängerin, von der er vorläufig nur erriet, daß sie sehr jung und von sehr glücklichem Temperament sein müsse. Aber er hatte nie eine größere Ueberraschung erlebt als in dem Augenblick, da er fie dann zum ersten Mal leibhaftig vor fich gesehen — nichl ein schmächtiges, dnr^iiges Persönchen. wie er auf gründ einer gewissen aUgenieinen Vorstellung von deni Anißer» weiblicher Munlstudirendcr vermutet, sondern eine wunderschöne junge Dame von vielleicht zwanzig oder einundzwanzig Jahren, deren Gestalt trotz aller Zierlichkeit wahrhastig nichts Kümmerliches haiie nnd deren 'eines Profil — mehr hatte sie ihn im Vorübergehen von ihrem Gesicht nicht erhaichen lassen — sein Entzücken in nicht geringerem Maße erregte als das herrliche goldrote Haar, das er in schimmernder Fülle unter dem breiikrämpigett schwarzen Hute hcrvt'niucllen sah. Hatte fie schon vorher »eine Gedanken sehr lebhaft beschäftigt, so war in seinem Geiste jetzt vollends für nichts Anderes mehr Raum als für die holde Nachbari». Und die redselige HanSincisterSsrau. die eine kleine Schwäche für den braunlockigen jungen Ungarn mit dem weichen Tchnnrbärtchen nnd den kemigen. sammetglänzenden Augen hatte, war unschwer zu einigen näheren Mitteilungen über die neue Mieterin zu bewegen gewesen. Slephan Fogarassy erfuhr, daß fie Miß Maud Glover heiße, eine Amerikanerin sei und in Paris mit der Erteilung von Musik- oder Sprachunterricht ihren Unterhalt zu gewinnen gedenke Am nächsten Tage, da fie wieder aus der Treppe zusammeutraieu. wagte er fie anzureden, indem er ihre eine freundlich aufgenommene Artigkeit über ihre Stimme sagte, und noch vor Ablauf der ersten Woche waren sie sehr gute Freunde. An und für fich lag darin wohl gewiß nichts Ausfallendes oder Ungewöhnliches, denn nirgends »verden die Bekannischakten so schnell und zwanglos geschlossen als innerhalb des leichilebigen Völkchens armer junger Künstler, das in den Mansarden des lateinischen Viertels zu Paris sein entbehrungsreiches Zigeuuerdasein sühn. Aber es war diesmal von vornherein für Stephan Fogarassy etwa« ganz Anderes als ein hübsche» kleines Abenteuer, wie er sie i» deu elf Monaien seines Pariser Aufenthalts wohl schon hier und da erlebt hatte. Diese Miß Glover war ihm ein wundersames, seltenes Geschöpf, das fich mit keiner seiner früheren flüchtigen Bekannlscha'len ver-gleichen ließ, ein Wesen ans einer andercn Welt, zn dem man wohl bewundernd emporsehen, aber mit dem :na» nicht leichtfertig tändeln durft«, Er betete sie »»> ihrer Schönheit willen an und beugte fich demütig vor der Ueberlegenheit ihres Geistes, dessen Schärfe und Schlag fertigkeit sie ihm in ihrem sprühenden Geplaiider immer aufs Reue zu ossenbaren wußte. Obwohl fie ihm noch mit keinem Wort von ihrer Herkunft und von ihrer Vergangenheit gesprochen, hegte er doch nicht den geringsten Zweifel, daß sie aus sehr alter Familie sei. und fühlte sich manchmal, wenn sie ihm aus einem seiner armseligen Holzstühle in der anmutig hoheitsvollen Haltung einer jungen Fürstin gegenüber saß. sehr stark versucht, zu glaube», daß die Rolle der armen Lehrerin für fie nur eine luftige Maske sei. die fie eine« Tages lachend ab-werfen wurde, um fich in ihrer wahren Gestalt zu zeigen und ihm vielleicht zugleich für immer zu entschwinde» Sie hatte ihm auf seine schüchterne Bitte erlaubt, sie zu malen, unbedenklich und ohne alles zimperliche Sträube», als käme es ihr nicht einen Angeublick in den Sin», daß solches Zugeständnis unter den obwaltenden Verhältnissen eigentlich nicht ganz unbedenklich sei. — In dem dunklen Slraßeiiauzuge. denen vornehme Einfachheit deni jungen Maler als ein weiterer Beweis ihrer guten Herkunft galt, war sie am nächsten Vormittag pünktlich um die verabredete Stunde zu ihm herüber gekommen, hatte erst wie ein neugieriges Kind in dem Atelier Um-schau gehalten, - jede der wenigen vorhandene» Sehenswürdigkeit« einer sehr genauen Musterung unterwerfend, und hatte sich dann auf den bereit gestellten Stuhl niedergelassen. in einer Haltung des Körpers und des Kopfe«, wie et sie ihr besier und malerischer unmöglich hätte geben können. ..So — nun sangen Sie an!" hatte sie ihm heiter zugerufen. „Und sorgen Sie. daß ich mich nicht lang-weile, während ich hier sitze." Sie führten ihre Unierhaltnng aus gründ eines bald geschlossenen Abkoininens in deniicher Sprache, denn Miß Maud war des Ungarischen ebenso wenig mächiig als Slephan Fogarassy des Englische», und wenn auch ihr gebrocheucS Französisch ganz allerliebst klang, gab sie doch dem auch ihm geläufigen Deutsch, das sie wie eine Muttersprache beherrschte, ans Bequemlichkeit den Vorzug. Sie waren während der Sitzungen immer ganz allcin mit einander gewesen, aber sie hatten darum doch nie-mals von andere» als von ganz harmlosen und unver-sänglichen Dingen gesprochen. Der Zauber der märchen-hasten Nixenangeu. in die er ja ichou um seiner Arbeit willen immer und immer wieder blicken mußte, hatte Stephan FogarassyS Blut wohl manchmal bi« zum Sieden erhitzt und sein Herz in stürmischen Schlägen pochen lasten, ab» zu dem Wagnis «in«r Erklärung hotte «« ihm doch noch immer an dcm rechten Muie gefehlt, und schon du Furcht, daß er sie durch ein uiigeichickleS Wort für immer verscheuchen könnte, hatte ihm die Lippen verschlossen. Ja. wenn er sicher gewesen wäre, daß sie seine leiden schaftlicht Liebe erwiderte! — Manchmal glaubte er es wohl, in ihrem lachende«, berauschend vkrheißungSvollen Blick zu lesen, oder in dem Druck ihrer weichen Hand zu fühlen, wenn sie sie ihm wie einem guten Kameraden reichte. Aber dann kamen wieder Momente, in denen ihr Benehmen ihn so ganz irre werden lies; an all' seinen Hoffnungen und seligen Vermutungen, da« sich sein Herz schmerzlich zusammenzog, und daß er daran verzweifelte, ihr jemals von seiner Liebe sprechen zu dürfen. Bis gestern hatte er unter dieser Ungewißheit aller-dings nicht allzu schwer gelitten Wenn er sie nur in ihrer berückenden Schönheit vor fich sehen, wenn er nur dem Klänge ihrer süßen Stimme lauschen durfte, waren für den Augenblick alle seine Wünsche gestillt. Seit dein Erscheinen des eleganten Fremden aber »var eine neue, bisher ««gekannte Empfindung über ihn gekommen, die Empfindung einer glühenden, bohrenden Eifersucht, die seine Phantasie mit den grausamste» Borstellungen erfüllte nnd einen tollen. unauSfuhrbaren Plan nach dem anderen in seinem «ehir» entstehen lieg Namentlich jetzt, nachdem cr das Gesicht des Mannes gesehen, wurde ihm die Ungewißheit, wer er sei und was cr mit Maud Glover zu schaffen habe, zu einer wahre, Folter. Er hatie gehört, daß sie ihn eingelassen, und nnn war schon eine Viertelstunde verstrichen, ohne daß er wieder gegangen wäre. Daß sie ihn empfing nnd das; sie ihm gestattete, so lange zu verweilen, ivar sicherlich ein Beweis, vaß er ihr mehr war als irgend ein glcichgnl'igrr Bekannter. Jede Lermutnng aber, was er ihr etwa sollst sein konnte, war gleichbedeutend mit einem Messerstich in Slephan Fogarasiiis leidenschaflliche Seele. Er wußte, daß er den Klang ihrer Stimmen hören, vielleicht sogar den Inhalt ihrer Worte versiehe» würde, wem, er sei» Ohr an die dünne Wand legte, die Miß MaudS Wohnzimmer von seinem Atelier trennte. Aber er verschmähte es. zu einem so niedrigen Mittel zu greifen, nnd er durste sich von dem Borwnn der Spionage völlig frei sprechen, als er nun trotzdem etwas von der an scheinend lebhaster gewordenen Unterhaltung da drüben vernahm. Es war die Stimme des Unbekannten, die er hörte, eine volltönende, aber scharf« und gebieterische Stimme, die aus Englisch hrstig«, ohne allen Zweifel sehr unfreundliche Worte sprach. Ob Miß Maud etwas erwiderte. hörte er nicht, ober seine Wangen glühten vor Zorn und sein Atem ging rascher bei der BorsteUlilig, daß ei« .Nichtswürdiger es wage» dnrfte. so zu ihr zu reden. Was mich immer dieser Mensch von ihr begehrte, jedenfalls machte er sich ihre Schntzlosigkeit in brutaler Weise zn nutze, und Stephan Fogarassy halte das Recht — nein, er »alle sogar die Pflicht, ihr beizustehen. Noch «tu« Minute lang schwankte er. dann wandte er sich wirk-lich zum Gehen. Aber er Halle den Fuß noch nicht über die Schwelle gesetz». als er vernahm, wie drüben dir Thür geöffnet und heftig wieder zugeworfen wurde. Ein rascher Schrill, offenbar der des Besuchers, erklang aus der Treppe und verlor sich nach unten. ,,Zn spät!" dachte der Maler mit einer Regung des Bedauerns, daß er den Unverschämten hatte davon-kommen lassen, ohne ihm die gebührende Zurechtweisung zu erteilen. Da knarrte Miß GloverS Wohnungsthür abermals. Stephan hörte ein rasches, kurzes Klopfen, und ehe er auch nur Zeit gefunden halte. „Herein!" zu rufen, stand Maud in feinem Alelier. Zweite» .« aviI« l. Zug für Zuy glich sie dem Bilde da auf der Staffelet, und doch war sie tausendmal schöner als das Portröt. das den bestrickenden Zauber ihrer Persönlichkeit nur sehr unvollkommen wiedergab, ob es auch immerhin Stephan Fogarassys bestes Werk sein mochte. Allerdings hatte er sie vielleicht »och niemals so schön gesehen als in diesem Augenblick, wo fie ihm eine ganz andere schien als sonst. Ihr Gesicht war sehr bleich und die feinen Züge traten chärser hervor: aber diese Veränderung entstellte sie nicht, andern sie gab dem wunderbaren Mädchenkopse nur einen Neuen unbeschreiblichen Reiz. Viel mehr als die sorglose Heiterkeit, in deren sonnigem Widerschein Stephan es bisher gesehen, offenbarte dic leidenschaftliche Erregung, deren Spiegel es in dem gegenwärligen Augenblick war. alle Wunder dieses seltsamen Antlitzes, das in dem prachlvollen Rahmen des üppigen, rotblonden Haares, mit den halb geöffneten, zart gefärbten Lippen nnd den bebende» Nasenflügeln etwas zugleich Berückendes und Dämonisches halte. Ihre Augen erschienen viel dunkler als auf dem Bilde, obwohl sich d«r Maler doch sicherlich nicht über ihre Harbe getäuscht halte, und was in ihnen funkelte und sprühte, war nichl mehr hold verführerische Lockung, sondern die Glut eines flammenden Zornes oder eines löblichen HasseS- „Miß Glover — liebe Miß Glover!" rief Slephan. indem er ans fie zueilt«. „Was ist Ihnen geschehen? — Man hat «s gewagt. Sie zu beleidigen?" Sie warf bei, Kopf zurück und sah ihm mit durchdringendem Blick i«s Gesicht. ,.Ah. Si« haben gehört--?" „Nichts, als daß ein Unverschämter fich heransge nommen, heslig und drohend zu Ihnen zu sprechen. Ich war eben iu, Begriff, Ihnen meine» Schutz anzubieten, als er sich entferitt«." „ES ist trotzdem nicht zu »pät, nur Ihren Schutz zu gewähre«. Ich kam in der Absicht Sie darum zu bitten." „Gebieten Sie über mich!" rief er beglückt. „Niemand soll es küustig wagen. Ihnen zu nahe zu treten, wenn Sie mir das Recht geben, Sie zu verteidigen." Sie schüttelte wie ablehnend den Kopf, aber gleich darauf reichte fie ihm die Hand. „Ich danke Ihnen, mein Freund! Ich wußte wohl, daß ich aus Sie zählen dürft. Aber «S war nicht so gemeint. Sie sollen mich gegen Niemand verteidigen — Sie sollen mir nur behilflich sei«, von hier zu entfliehen." Seine Freude war rasch einer um so tieferen Bestürzung gewichen. „Wie? — Sie wolle» fort? — Fort aus ditsem Hause — vielleicht aus Paris?" „Ja. Und das noch heute." „Und dazu soll ich Ihnen Ijelfen? O. Miß Glover, fühlen Sie beim nicht, welche Grausamkeit Sie damit an mir begehen?" Ein so tiefer ««d ehrlicher Schmerz zitterte in seiner Stimme, daß es wahrlich keiner weiteren Erklärungen mehr bedürfte, um ihr den Zustand seines Herzens zu offenbaren. Und Miß Maud uiachle gar kein Hehl daraus, daß sie ihn erkannt hatte. Ihm ihr schönes Antlitz voll zuwendend, sie sagte leise. „Ich kann nicht anders. Glauben Si« mir. daß ich selbst am schwersten darunter leide." Im nächsten Augenblick kniete er vor ihr auf dem Boden und hatte ihren biegsamen Leib mit beiden Armen umschlungen, ohne daß sie es ihm wehrte. „Maud — meine geliebte, angebeteie Maud! — Nein, ich will — ick kaun Dick nicht von mir lasse«. Ich könnt« ja ohn« Dich nicht mehr leben!" t^orlsetzung solgl.» l'ifb der beschaulichen Neich»» deutschen. ES find zwo» deutsche Brüder, Toch stehen sie mir fern. Wohl kämpfe» diese Braven Mit Madjaren und Slaven Ohne Glück und ohne Stern. Soll ich die Hände rühren, Dieweil ich bequemlich ruh Auf meinen Lorbeeitränzchen? Ich spende euch Sentenzen Und schlag' meine Türe >u. Karl PröIl. In« Album. Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewun-derung und Ersurcht, je öfter und anhal-tender sich das Denken damit beschäftig!»: der gestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir. Kant. » Leidenschaften sind schäumende Pferde, Angespannt an den rollenden Wagen. Wenn sie entmeistert sich überschlagen. Zerren sie dich durch Staub und Erde! Aber lenkest du fest den Zügel, Wird ihre Kraft dir selbst zum Flügel, Und je stärker sie reißen und schlagen. Um so herrlicher roll« der Wagen S. H. M 0 s < n t h a I. • Das, worauf di.> ganze Größe des Menschen zuletzt beruht, wonach der ein-zelne Mensch ewig ringen muß. ist Eigen-tümlichkeit der Kraft und der Bildung. W. v. Humboldt. * Der Gute wie der Böse müht sich viel. Und beide bleiben weit von ihrem jjlH. Goethe. * Was ist das Leben, wenn die Ehr« fehlt. Wenn man dem Mann die eigene Achtung raubt Und ihn zum Borwurs für sich selber macht? — Genommen hast du ihm jedweden Wert. De? Geistes Würde und der Seele Flug! Wenn du dem Aar die Schwingen abgebrochen. Muh er im Staube der Gemeinheit kriechen, Der von der Erde sich zum Himmel hob. Max Ring. Giftfreie» Kliegenpapier. Ein dün-ner Zeig, hergestellt au» seingepulvertem, schwarzen Psesser und gewöhnlichem Syrup, wird mit Bürsten auf grobes Filtrier-papier ausgeiragen. Zu bemerken ist. daß ein mittelst ein,« aus Zucker hergestellten Syrup« bereitetes Präparat besser und schneller trocknet. Zum Gebrauche wird das Papier aus Tellern mit Wasser be-feuchtet. Putzlappen für Messing. Man nimmt Barchent und durchdrängt den-selben vollständig mit einer vei dünnten Lösung von Wasserglas (2 Zeile Wasier-glas und 1 Teil Waffer), sodann wäscht man die Lappen vollständig mit Waffer aus und trockne! sie. Das Gewebe hält eine nicht unbedeutende Menge Kieselsäure zurück und kann man damit Meffingfachen reinigen und blar.k scheuern. Um Schmiedeeisen besonder» weich zu machen, wie die« z. B. namentlich für Kunsiichlofferarbeiten erforderlich ist. wird »S zur Tunkelrotglut erhitzt u«b dann in Schmierseise abg. Dreckt, woraus man es nochmal« aus die frühere Temperatur erhitzt und es dann, in Kaltpulver einge bettet, langsam erkalten läßt. TaS Eilen soll durch diese» Berfahren eine große Dehnbarkeit und Weichheit erhalten. tkine günstige Gelegenheit, Teppiche rein und sarbensrisch zu wachen, bietet sich bei srischgefallenem Schnee. Wenn der selbe etwas gefroren ist. legt man die Teppiche mit der rechten Seite daraus und klopft tüchtig mit dem Ausklopfer. Dann nimmt der Schnee allen Schmutz und Staub an. Bleicbung alter, gelbgewordener Kno-chen- und Elsenbeinarbeiten geschieht am besten durch Einlegen solcher Gegenstände in eine Lösung von 1 Teil frischen Chlor-talts in 4 Teile Wasser. Nach einigen Tagen sind die Knochen völlig weiß; sie werden abgewaschen und an der Lust ge-trocknet. Bei Elfenbein muß die Ein-Wirkung etwas länger dauern. Stote Tinre zum Mäschezeichnen. Dieselbe läßt sich in folgender Weife her-stellen: Man verdünnt Huhn. Eiweiß mit etwa dem gleichen Volumen Waffer und rührt diese Flüssigkeit mit einem Glasstab solange lebhast, bi« sie gehörig Schaum bildet. Dann filtriert man durch seine Leinwand und mischt jeingeriebenen Zinnober aus das Feinste mit dem Filtrat. wodurch man bei genügendem Zusatz des Zinnobers «in» dickliche Flüssigkeit erhält. Diese I'ägt man auf die zu zeichnende Wäsche mit einem Federkiele auf und über-säht! nach dem Trocknen die Rückseite der beschriebene» Stelle mit einem Plätteisen, wodurch da? Eiw«>ß gerinnt und die Schiistzüg« aus d.m Gewebe dauerhaft siliert werden, |o daß sie non Seife, Alkalien und Säuren nit, angegriffen werden. Obig» Tint« läßt sich in gu, ver-schl offenem Glase aulbewahren, ohne den Zinnober abzuschneiden. ttarlchen und der Grscl. Karl sieht nach Schluß des Unterrichtes zu, wie ein vor einen Karien gespannter Esel von mehrer»« Schülern genectt wird. D»r Be-sitzer des gequälten Tiere« naht und während die Missetäter fliehen, bleibt Karlchen harmlos stehen. Der Eselb» sitzer hält natürlich Karlchen für der, Täter und versetzt ihm einige Ohrseigen Hebend geht der aime Junge in die Schule zurück, um sich bei seinem Klaffenlehrer zu be-klagen. Er begegnet aber nicht diesem, sondern dem Probekandidaten Müller, der, ärgerlich über da« laute Gebrüll, unserem Karlchen noch einen kleinen Denkzettel ver» abreicht. Ta naht der Direktor: »Junge, warum weins, du so?" — Karlchen, Herr Doktor Müller ha, mich gehauen und ich habe dem Esel doch gar nicht? getan 1" Abermal» Ohrfeige und eine Stunde Arrest. Am Postschalter. Junge Dame: „Haben Sie vielleicht einen Brief mit Chiffre D 100?" — Beamter: „v 100 babe ich nicht, aber I>0 — Junge Dame: ..Ta« wird er schon sein! wisse» Sie, mein Verehrer stottert ein bißchen." Zu besorgt. Unteroffizier «zu den neuen Kavallerie - Relruien): »Tretet von rückwärts niemals an die Pferde heran, ohne sie anzurujen. Tut Ihr'« doch, fo schlagen sie aiis, treffen Euren dicken Schädel und das End' vom Lied ist, daß wir in der Schwadron lauter — lahme Pserde haben!" Sie kann warten. Ein Photograph aus Philadelphia erzählt folgendes Ge-schichtchen, da» sich wirklich zugetragen haben soll. Eine Frau betrat sein Atelier: »Sie sind Photograph?" «Jawohl, meine Dame.- — „Aachen Sie auch Aus-nahmen von Kindern?" — „Ja, nalür-lich." — „Wieviel verlangen Sie dafür?" — „12 Mark ein Dutzend." — „Gut," sagte die Frau nachdenklich, «ich werde später wiederkommen; ich habe erst eis." Belehrendes, Unterhaltendes, Heiteres etc Nummer 7 Mischen „L'lebiiiäien', welche in »er letzten Zeit in Ungarn kreier» wurden. Et führt die Barone Popper und Schoßberger sowie die Herren Schwab Karoly, Brody Zsigmond. Ehorin Ferencz, Korn» selb Zlign ond und Deutsch Sandor an. welche in da< MagnatenhauS berufen wurden, ferner Decfey Zsigmond, der SenaiSpräfident bei der königlichen Tafel ist, dann die Kurialrichter Neuberger Jgnacz und Szegö Jgnacz. die Hofräte Kolmer Zsigmond, Neumann Armin und Wem Berthold und die Mini-fterialräie vallai Jano» und Szanto Mihaly. Da-mit auch die Jüdinnen in dieser Zelebritätengalerie nicht fehlen, zähl» da« Judenblait noch die Jüdin Groß Arabella aus, welche durch die Verheiratung mit Jokai gleichfall» zu einer judäoniagyarischen Leledriiät geworden ist. Die Verjudung Ungarn» schreitet olio rüstig vorwärt» — Erklärung aenug f'tr die heillosen Zustände, die jetzt daselbst herrschen. per deutschamerikanische Hlationalbund, dessen Gründung seinerzeit vielfach nur mit spötti-schem Zweifel begrüßt wurde, hat sich in kaum zwei Jahren seine« Bestehen» erfreulich entwickelt. Den Grund zum Nationalbund legte bekanntlich der deutsch-amerikanische Zentralbund von Penn-sylvanien, der allein schon weit über 1000 Lokal-vereine al» Mitglieder zählt, die sich 1899 zu einem Sti>at»oerband einigten. Den Deutsch-Pennsylvaniern folgten die Deutschen anderer Staaten, so daß am 0. Oktober 1901 schon eine Reihe von Staats zentraloerbänden ihre Vertreter nach Philadelphia entsenden konnten, wo diese den Nationalbund gründeten. Al» der Bund im September de» ver-gingenen Jahre» fein zweite» Stiftungsfest in Baltimore feierte, gehörten ihm bereit» 15 Zentral» verbände 15 verschiedener Staaten an. So schreibt die .Deutsche Zeitung" von Neuorlean», daß sich die dortige .Deutsche Gesellschaft" nun ebenfalls al« erster demfcher Berein de« Staate« Neuorlean« dem Naiionalbund angeschlossen hat. Auch au« Milwaukee wird berichtet, daß ein Au»schuß de« d»rtigea Deutschen Lehrervereine« und de« Deutschen Preßklub« den Anschluß dieser beiden Körperschaften aa den Nationalbund beschlossen hat. Ferner ist in Texa» jetzt eine Bewegung angeregt worden, die den Anschluß auch der dortigen Deutschen zum Ziel gesetzt bat. „Der Bund." so schreibt die „Deutsch, Zeitung für Texa«", erstreb, genau da«, wa« auch wir Deutschen »n Texa« al« unsere schönsten Ziele betrachten: Erhaltung der deutschen Sprache, Pflege deutscher Sitten und Gebräuche im Schoße der Familie und in Berein«krnsen, deutschen Schul-unterricht, deutsche Kindergärten, Turnerei in den Bolk«schulen, deutsch » amerikanische Geschicht»-forfchung, Förderung der deutschen Presse, Unter-stützung der deutschen Bühne, Regelung der Ein-Wanderung in liberalem Sinn, Kamps gegen die natioistische Auslegung der Naturalisation»gesetz«, persönliche Freiheit im Gegensatz zu den heuchleri-schen Prohiditionisten.' E» ist zu hoffen, daß bei der nächsten Tagung de» Nationalbund«» auch die Deutschen von Texa« vertreten sein werden. Gegen-über einem so erfreulichen Wach«tum de« National» bunde« sollte doch wohl der fruchtlose Zweifel verstummen, und lieber der Hoffnung Raum machen, daß hier in der Tat dem nortamerikanischen Deutschtum eine Organisation auf nationaler G undlage erstanden ist, die gar wohl treuem Wollen die Möglichkeit zu erfolgreicher Arbeit für Erhaltung de« viutschen Elemente« in der Union bitten könnte. Z>er Aufstand der Kereros. Nach Meldungen au« WilhelmShafen ist da« sehnlichst erwartete Kanonenboot „Habicht" mit zirka 100 Mann Be-satzung in Swakopmund bereit« eingetroffen und hat eine mit Maschinengewehren und Revolver-kanone» ausgerüstete Expedition nach Karaibo entsendet. Weiter« ist der Dampser de» Norddeutschen Lloyd „Daimstadt" mit 500 Mann Marineinfanterie und 4 Maschinenkanonen unter Führung de» Major» von Glaßnarp nach Siidwestafrika adge» gangen. Der Deutsche Reich»tag bat die Verstär» kungen für Südafrika mit allen Stimmen außer denen der Sozialdemokraten genehmigt. Ueber die Ursachen de» Ausstande» »erlautet, daß außer dem verhetzenden Einfluß der Engländer ein großer Teil der Schuld auf die im Hererolande ansässigen Händler säUi. über deren rücksichtslose Schuldem-ireibungen die Heiero« erbittert sind und deren sie sich mit einem Schlage entledigen wollten. — Die Lage ist soitdauernd als sehr ernst anzusehen. ES wird die Plünderung EtiooS nördlich von Karaibo und die B^lageiung von Omaruru. dessen Helio-graphenverbinbung unterbrochen wurde, gemeldet. Auch Windhuck ist trotz jeiner 400 waffenfähigen Männer ernstlich bedroht, ebenso wie seine Bahn» „We»tfche W«cht" Verbindung mit Swakopmund. Insbesondere ruft das Schicksal der verstreuten, kleinen Posten ernst» liche Besorgnisse hervor. Die Lage ist umso ernster, als zwischen de« Ausstand der BondelzwattS und dem d«r HereroS ein innerer Zusammenhang zu bestehen scheint und eS nicht ausgeschlossen ist, daß auch die AvamboS sich der Bewegung anschließen. Die HereroS zählen zirka 80.000 Köpfe und find imstande, höchstens 10.000 Krieger in» Feld zu stellen. Sie leben hauptsächlich von der Viehzucht, die allerding» sehr wenig rationell betrieben wird, und sind im Besitze dp, roßen, bi« 10.000 Stück umfassenden Rinderheerd Die Herero« sind hoch» gewachsen, von dunkler Körperfarbe und kriegerisch gesinnt. Odzwar sie jedoch zu« Teil «it modernen Gewehren ausgerüstet sind, sind sie doch al» sehr schlechte Schützen und al» feig bekannt. Wenn ihre schließliche Niederwerfung auch über jeden Zweifel erhaben ist, fo sind die gegenwärtigen Unruhen doch für die wirtschaftliche Entwickelung de» Schutz-gebiete» von de« ungünstigsten Einfluß. Ins Stadt und Land. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonntag, den 24. d. M., vormittag» 10 Uhr findet im «van-gelischen Küchlein in der Gartengasse öffentlicher evangelischer Gottesdienst statt, wobei Herr Pfarrer May predig«« wird. Deutscher Kasinovereiu. Für den am 30. d., stattfindenden Bauernball wird bereit» rege gearbeitet. Die Ausschmückung der Säle soll mancherlei Uebenaschung bieten und wird dem ganzen Feste ein einheitliche» Gepräge verleihen. .Im Gemütlichen" werden die Eillier Schrammeln ihre lustigen Weise» ertönen lassen; im großen Saal wird die Mooskirchner Kapelle zum Tanz ausspielen. Die Leitung des ganzen Feste« ruht in den Händen des Bürgermeisters, der «it seinen Gmoan-raten mit llmsicht und Humor seine» Amte« walten wird. Ein Gmoanschreiber, ein Gmoanwachter und ein Nachtwächter werden ihm zur Seite stehen. Für Bergfexen wird Gelegenheit fein, ihre« Sporte zu huldigen; einige schwierige Kletiertouren. auch durch einen Kamin, werden auf lichte BergeShöh führen, von w» man mit Blitzestile über ein Ei«» selb talab gerade zur Almhütte fahren kann. Tort werden liebliche Sennerinnen, wie sie nur in Liedern, in der Natur nie, vorkommen, jeden herzlich empfangen und perlende« Naß darbieten. Gerade am 30. Jänner hat auch dem Steffelbauer sei Aelieste Hochzeit, sie heirat den Grabnwirt sein Sohn. Der ganze HochzeitSzuy wird unsern Bauer«' ball besuchen und dürften diese Gäste um beiläufig 9 Uhr abends kommen. Mit dem HochzeiiSzug kommen auch die kohlbauerischen Buabn, die werdn jodln. Um dieses Fest, da« in allen feinen Teilen einen äußerst gelungenen Verlauf verspricht, auch weiteren Kreisen zugänglich zu «achen, hat der Ausschuß beschlossen, Einladungskarten auszusenden. Bei Borweisung derselben ist gegen Eintrittsgeld von 1 Krone für die Person der Zutritt auch NichtMitgliedern möglich. Sollte jemand, der eine Einladung wünfcht. eine solche au« Versehen nicht erhalten haben, so wird er ersucht, die« dem Kasino» Au«schuß bekannt zu g-ben. Mitgliederde« Kasino> Vereine« erhalten keine besondere Einladungen. volkstümlicher Aortrag. Wir machen noch» mal« auf den morgen Nachmittag im kleinen Kasii>osaale genau 4 Uhr stattfindenden Vortrag .Deutsche Scholaren in Italien' aufmerksam. Hewertliche Anträge. Die Gewerbetreiben» den Cilli« seien nochmal« aus die für morgen Nach-mittag im Hotel Terschek anberaumten gewerblichen Vortrüge verwiesen. Aleifchhauerkriuzcheu. Morgen findet, wie bereit« mehrfach angekündet, in den Räume» de« Kasino« da» ftleischhauerkränzchen statt. pruckseylerßerichtiguug. Der Setzerkobsld hat in unserer letzten Nummer in der Notiz .Zur Hundekontumaz« au« einer tierärztlichen Hoch-schult eine tierärztliche Fach schule gemacht, wa» wir im Interesse de» tierärztlichen Stande» hiemil richtigstellen. Killier Wänncrgesangverein. Montag findet im Probezimmer die Generalversammlung de» Ver» «ine» stait. ?eteraueukriuzche«. Zu dem am 2. Feder stattfindenden Veteranenkränzchen hat Herr Hotelier Granigg die Verpflegung der Gäste übernommen und wird damit Gewähr für gute Küche und Keller geboten. E« werden auch warme Speisen verabreicht werden. Aur die Wirmellube haben gespendet: Herr Zangger 5 Schaff Erdäpfel, Herr Grenka Lunge, Seite 3 Herr Janic Brot, Frau Marie Pacchiaffo 10 X, Frau Elise Pospichal 10 K. Unxenannt 1 Schaff Hauerkraut, Frau Unger » Ullmann I Schüssel Grammeln und Wurstsuppe, Firma Traun & Stiger 10 K, Herr Rtgula Brot. H«rr PalloS Essig, Frau Gutmann Erdäpftl. Nachdem htuer der Zu» fpruch «in sehr bedeutender ist. — e» wurden an jedem Schultage gegen 250 Kinder gereist — er» geht an alle Kinder- und Schulfreunde die Bitte um Unterstützung. Mäunergesangverei« „^iederkranj". Zu dem von un» über die letzte Hauptversammlung de» Vereine» gebrachten Berichte verdient noch nach» getragen zu werden, daß der V«rein sowohl der Fahnenpatin, Frau Leopoldine Ratusch al» auch der Sparkasse der Stavigemeinde Cilli für zuge» wendete Spenden den wärmsten Dank zum Au»-druck brachte und auch Herrn Moritz Schachenhofer den herzlichen Dank für die in liebenswürdiger und uneigennütziger Weise besorgte Klavierbegleitung bei verschiedenen Veranstaltungen bekundete. Unter den neugewählten Ausschußmitgliedern muß auch noch der Schriftführer, Herr Franz Kullich ge» nannt werden. Theaternachricht. Der kommende Dien»tag sieht aus unserer Buhne da» französische Schauspiel .Geschäft ist Geschäft'. In Vorbereitung befinden sich da» Lustsgiel „Die Notbrücke', die Operette .FrühlingSlun". da« Beyerlein'che Drama „Der Zapfenstreich' und da» Lustipiel „Münchner Kindln". Ausgeloste geschworene. Für die am 8. Fc» bruar l. I. beginnende SchwurgerichiSsesfion wurden ausgelost: a) Hauptgeichworene: Johinn Jefchounig. Großgrundbesitzer in Arndorf; Luka« Pogac, Besitz» in Pameifch; Mariin Urfchkc, Tischlermeister in Cilli; Anton Kajina, Besitzer in Zervonica; Johann Bresinfch, Gastwirt in Rvhiifch; Franz Lamprecht, Besitz« in St. Martin bei Uvter-Drau-bürg; Baron Konstantin Fiedler, Gutsbesitzer in Kapeldorf; Franz Vogrinc, Besitzer in Bukofeh; Johann Kapu«, Friseur in Cilli; Anton Turnsek d. I., Kaufmann in Rietz; Johann VoSnjak. Fabrikbesitzer in Schönstein; Johann Grobusek, Hausbesitzer in Rann; Heimich Dobnik, Holzhändler in Luschbarg; Raimund Gabron, Besitzer in St. Peter bei Königsberg; Franz Amloger, Gemeindevorsteher in Gutiendorf; Josef Ravlen, Hutmacher in Schönsten; Franz Peirin. Holz» Händler in Unter-Pobrefch; Anton Vizjak, Kauf-mann in Liboje; Rudolf Lang. Stadikassier in Cilli; Joses Wouk, Kaufmann in Wernitz: Ferdinand Kunej, Gemeindevorsteher in St. Peter bei Königsberg; Valentin Fischer. Besitzer in St. Martin bei lmter-Drauburg; Anton Brezovnik, Kaufmann in Hochenegg; Martin kostomaj. Be-sitzer in Buchenschlag; Dr. Joses Barle. Notar in Drachenburg; Alexander Jastrobnik, Besitzer in Unter-Dollitfch ; Franz Laßmann. Gastwirt in Cilli; Dr. Han« Lichtenegger, Arzt in Schönstein; Dr. Ivan Teölo. Advokat in Cilli; Andrea« Fretze, Kaufmann in OberSufitsch; Mau hau« Rebernak, Besitzer in Preurai; Franz Lang, Ober-förster in Rann; Karl Steinacher. Besitzer in MarkuSdorf; Jgnaz Rup, Kaufmann in Oberburg; Eduard Weiß, Schneidermeister in Cilli; Hermann Halm, Besitzer in Golische. b) ErgänzungSge» schworen?: Franz Kartin, Kaufmann in St. Georgen; August Kollaritsch, Schneidermeister, August Lakitsch, Kaufmann. Franz Wo>chnag. Bäcker, Franz Pecharz. Apoiheker-Aisistent, Joses Srimz, Kaufmann, Moritz Rauch, Glafermeister. Josef Rebeuschegg, Fleischer-meister, Joses Kostomaj. Gastwirt, sämtlich.' in Cilli. Kammermuftkabend des ßillier Musik-Vereines. Wie lieb und wohnlich wurde un« am vergangenen Freitag der Saal, den die musizieren-den Künstler in eine trauliche Kammer verwandelten. Wieder einmal sammelte die Macht der Klänge die von hundert Tage«eindrücken verfolgte Seele. Die Bronnen der Musik rauscht,n und unser Innere« musizierte leise mit. ES waren keine .leichten" Sachen, welche die bescheidenen, ganz in ihre Kunst versunkenen Künstler un« boien. Wir müssen sie unsere« ganzen Danke« versichern, da e« uns gegönnt war, einen der Neuesten der Neuen, einen Richard Strauß zu hören. Man kann die Wahl der Stücke nur eine glückliche nennen, wenn-gleich wir an dem alten Grundsatze festhalten müssen, daß Kammermusik nie zu lange ausgedehnt werden darf. Gleich da« eiste Bierspiel in X-woli von Rob«rt Schumann gab den Künstlern. Herrn M. Schachenhofer (l. Geig«), Fräulein Schwarzl (2. Geige). Herrn Dir«ktor Kundigraber (Bratsche) und Herrn Richard Markhl (Kniegeige) Gelegen, heit, ihr treffliche« Zusammmspiel zu zeigen. Leicht wurde eS ui-.S, in die Tiefe dieser Töne zu schauen, Seite 4 die unser unvergeßliche Schumann, dies» urdeutsche Meister au« seiner Seele zauberte. Nur an dem Adagio hätten wir eine sattere Klangfarbe ge-wünscht. Mit Geisterhänden greift Grieg in unser Innerste«. Wer erst den oft verworrenen Gängen seiner Gedanken folgen kann, dem tun sich die Schätze feinet Herzen« auf. Die Sonate in E-moll für den Flügel und die Geige, gespielt von Fräulein Friederike Spiller (Flügel) und H'rrn Moriz Schachenhoser (Geige) hat außerordentlich ge-fallen. Die breiten und quellenden Klänge tt« Flügel«, die der zarte Gelenkanschlag der Künstlerin hervorrief und die geläufigen Geigeniöne. die sich wie leichter Samt darüberlegten, einigten sich zu einem seelenvvllen Tongewebe. An der letzten Stelle stand der gewaltige Richard Strauß mit eine» Bierspiel. Wir haben diesen Meister großer Ton-massen hier nicht wiedererkannt. Wie zart und zierlich bau« er seine Gedanken hier aus. Er muiel einem ganz fremdlich un, vertiaulich plaudert er. neckifch klingt sein Scherz, während seine Musik un« sonst hart an die Nerven geht. Die Schwierig« leiten diese« Tonwerke« lösten sich unter den mit adeliger Kraft begabten Händen der Künstler in augenscheinlich einfacher Weife. Die Zukörer folgten ihm mit gespannt« Ausmttksamkei». Nicht für jeden ist diese Musik, die Zartheit ihrer Gedanken er-lausch« nur der, welchem die Musik eine Ton-spräche ist, die nur mit virl Liebe und Geduld er-lernt werd«« kann. Wir bthalitn dit Erinnerung eine« solchen Abend« in un« wie ein Geschenk. Z>e»tschvötkischer Hehilsenveröand. Heute Sonnabend um 8 Uor abend« begeht der Verband in den erweiterte» Veiband«räumen de« Gastbosr« „zum Engt!" stint JahreShauptversamm-lung. Hiezu find deutsche Gäste herzlich will-kommen. Schaubühne Halbe hat mit seinem „Strom" einen dauerhasien Theaiersieg errungen, aber e« ist schließlich doch nur ein äußerer Theaterersolg. Halbe hat sich sichtlich bemüht, einerseits feiner gar nicht dafür angelegten Dichterpsyche schlagende theatralische Wirkungen abzuringen und ist dadurch oft in« Handwerkmäßige und Melodramatische ge-raten, andererseil« wollte er Bei tiefung und groß-zügige Symbolik um jeden Prei« in die im Grunde recht altbackene ländliche Kriminalgeschichie bringen. Daß die verheerende Wut der Fluten just in dem Momente sich enifessel», wo die Katastrophe in Renate« Ehe auSbrich«, ist eine jener nachgerade stereotyp gewordenen theatralischen Kongruenzsälle, die auf feiner organisierte Zuschauer nicht mehr zu wirken vermögen. Die P»ychologie der Haupt-gestalten vermag gleichfalls nicht zu befriedigen. Warum hat Renata seinerzeit dem ihr besser ge< fallenden Heinrich einen Kord gegeben? Der jüngste im Trio der feindlichen Brüder ist. nicht« weiter al« eine etwa« verwässerte Kopie de« geisteS-kranken Amandu« aus der .Jugend'. Ueber die reale Möglichkeit, Weichselvämme durch ein paar Spatenstiche eine« wahnwitzigen Buben zu demo-lieren, wollen wir mit dem Dichter nicht rechten Dank d»r vorzüglichen Darstellung war die Auf-nähme eine sehr beifällige. Frl. Kloetzl haue ficht-lich Seele in ihre Darsttllung gelegt, dagegen hat unfere hochgtfchätzte Nühnau diesmal zu fehr deklamiert. Dankenswerte Leistungen boten un« die Herren Frieberg, Wielland und Frank als die feindlichen Brüder? alle Leistungen ober überragt die von krästiger Realistik und Naiurtreue getragene Darstellung OhmReinhold« durch unseren bewährten Künstler, Herrn Weibmüller. AamMenabend de» Aafiao-ereines. Der Familienabend, der vorige Woche die Mitglieder d.« Kasinovereint« in froher Laune einte, hat die beste Nachitdt hinterlassen. Allgemein hört man nur eine Stimme de« Lobe« über die manüisachen Darbietungen. Selbstredend hat man auch Terpsi-choren in au«giebiger Weife gehuldigt. E« war ein Familienabend, der seinen Beruf, eine gehobene freudige Stimmung zu verbreiten und die Vereins-Mitglieder einander näher zu bringen, nicht ver-. fehli hat. Deutscher Hrtsvereiu „kikli" des ästerr. ung. Mnsilterverbandes. Am 20. d. M. hielt der Ber-etn im Musikverein«lokale feine diesjährige General-Versammlung ad. Der BereinSobmann Herr Wenzel Schramm, welcher die Versammlung leitete, besprach zunächst die Musikerorganisatio». deren Ausgabe eS fei. alle berusSmäßigen Musiker de« Reiche« zu einec achtunggebietenden Körperschaft zu vereinigen, um dadurch die Elande«>nteressen fowie die Ber-besserung der materiellen Lage der Beruftmusiker zu sördern. Der OrtSverein Cilli sei bisher in kluger Einsicht der eminenten Vorteile der Organisation dieser »asgabe nach jeder Richtung hin gerecht ge- „9eutf*e V>**r worden und er wünsche nur, daß der Verein auch für die Zukunft in diesem seinem Bestreben nicht erlahmen möge. Hieraus erstaltet Schriftführer Herr Hugo Le Courtoi« nach Verlesung tS Protokolles über die letzte Generalversammlung einen auSsühr-lichen Bericht über die Tätigkeit deS Vereines im abgelaufenen VereinSjahre. Nach demselben zählte der Berein 25 ausübende und 23 unterstützende Mitglieder. Der Bei ein sei durch auSgiebige Unter-stützung erkrankt« und dürsiiger Mitglieder nicht nur seiner eigentlichen Ausgabe nachgekommen, son-tern habe auch durch verschiedene GeselligkeitSver-anstaliungen. wie Faschingskränzchen. Cäciliens««, AuSflüge u. s. w. einen regen Sinn für das Gefühl der Zusammengehörigkeit und Kollegialität an den Tag gelegt. Au« dem Berichte deS V«einSkassi«S Herrn Michael Kindlhoser ist zu entnehmen, daß der Verein am Schlüsse des Berichtsjahres ein er-freulicheS PluS an Ersparnissen gegenüber den Vor-jähren zu verzeichnen habe. Dem Kassier wird, nach-dem die RechnungSlepung von den Revisoren ge-prüft und für richtig befunden wurde, daS Abfolu-torium erteilt und der Dank durch Erheben von den Sitzen au«gedrücki. Dit hierauf stattg»fundene Neuwahl halte folgende» Ergebnis: Odmann Htrr Wenzel Schramm, Slelloenret« Herr Anion Slry ck, Schriftführer Herr Hugo L' Csurtoi«, Stell-Vertreter Herr Fritz Pugmeister. Kassier Herr Michael Kindlhostr, Ausschußmitglieder dir Herrtn Kaspar Pfeiffer und Jakob Planinz, Kafsareviso«» die Herren Anlon Supantschitsch und Rudolf FinkeS. B im Punkie .AllfälligeS' wuide einstimmig be-schloffen, dem srüheren langjährigen und allv-r-ehrten Kapellmristtr und BeibandSmitglitte Herrn Adolf Dießl. der feit mehreren Jahren in einem Wiener Sptale grlähmt darniederliegt, für allt Zukunft dit Entrichtung dtr VereinSgebühr»» zu er-lassen un:er gleichzeitiger Zusicherung aller Rechte eineS Mitglied»«. Zugleich wurdt zum Beschluss? erhoben, demselben al« ein Zeichen ehrender An-hänglichkeit die aus Vereinskosten zu abonnierende „Deutsche Wachs nach Wien regelmäßig zu übersenden. Auch einem hiesigen erkrankten Mit-gliede wurde die Entrichtung der Eebühren sür «in Jahr «lassen. — Der Versammlung folgte eine fiöhlicht Kneippe. pit Südlleirische „?efl" an der Arbeit Da« hochwürdigt bischöfliche Blatt m Marburg, da« sich nie genug tuen kann in der Verleumdung und dodenloö verlogenen Beschimpfung deutscht? Richt«, Regi«ung«btamien, Lehr« und Kaufleute verbreiiet neuerdings auch wieder die albernsten Lügen über die ivrngelischt Kirch« und zwar bt-sonver» über die ihr gründlich verhaßte Uebertritt»-Bewegung. Wahrscheinlich aus den geistigen und sittlichen Tiesstand der Mehrzahl idrer Abnebm« spekulierend, lischt sie ihnen aus. daß bei einem evangelischen Familienabend in Nordböhmen un-sittliche Dinge getrieben worden seien. Wen sälli da nicht ein. daß einst auch die ersten Christen von den ängstlich kür den Fortbestand ihrer Reli-gion zitternden Heiden ganz ähnlich« Schandtaten beschuldigt wurden? Ueberdie« lügt ditst noble Zeitung ihren Lesern vor, e« seien in Böhme» un» Mähren von den ,Lo« von Rom"-Gewordenen 3000 in den Schoß der römischen Kirche zurück-gekehrt! Immerhin laß« e« sich nich« leugnen, daß e« talsächlich d« rastlosen LiebtSarbtil d« Röm-ling« gelungen ist, durch maßlose Auihetzung alternder Eltern gegen ihre freier denkenden Kinder, in Abhängigkeit befindlich« GeschäfiSleuie gegen ihre Angestellten und durch den angedrohte» Boy-soll gegttl übergetretene Kaufleute einigt wankel-mutige Neupivlestanie» in de» nördliche» Sudettn-ländern in Die stelS offenen Mutierarme d« ,ö-mischen Kirche zu zwingen. Heutzutage vergießt Rom freilich nicht mehr Blut, oder man sperrt dit Frrihtit ein und mordrt dit Gewissen, wenn sie sich nicht mehr knebeln lassen wollen. Trotz-dem schreitet die Bewegung siegreich vorwärts, all-überoll Aufklärung, Befreiung, religiöse Bertiesung und sittliche Erhebung verbreitend. Auch in Cilli ist wieder — wie wir hören, — in den letzten drei Wochen eine größere Anzahl von Katholiken zur evangelischen Kirche übergetreten. Wer folgt nach?! |)U Stimmung der Ztauernschast gegen die Hitlier pervaken. Auf dem Umwege üoer Hochenegg «fahr»» wir. daß in dtr letzten denkwürdigen Vollversammlung der BezirlSvertretun« Cilli für d,n Antrag de« Dr. Filipic, der daraus hinauslief, den Bezirttodmann Dr. Sernec für den dem Bezirk» durch KosemS Betrügereien er-wachsenen Schad»« verantwortlich zu machen und zum Schadenersätze heranzuziehen, nicht nur d« ' Notar BaS, d« GutSbesitz« Zaniljch, d«r Ber- Nummer 7 tret« der Deutschen, Schristleit« Ambroschitsch und der Bau« Podgoröek, sondern auch dit däu«» lichen Vertreter Franz Slosir d. Ae. vulgo Koren au« Dirnbühel und Martin Lednik au« Groß» Pirtschitz stimmte». In dieser Abstimmung erlangte die erregte Stimmung der Bauernschaft ihren un-zweideutigen Ausdruck, dessen Bedeutung nicht zu untnschätztn ist. Die Erbitterung gegen jene Per-vaken in d« BtzirkSverirtsung, di« dtn durch Kostm v«rursacht«n Schaden als neue Steuerlast aus oie Schultern des Volke« überwälzen wollen, ist in stetem Wachstum begriffen. P« Z>efra«daut als Anrenkämpfer Merk-würdige Schicksale hal der unseren Lesern als Süd-bahnassistenl in Storö bekannte 24 jährige Franz Josef Grubhofer aus Poiiendorf in Niederösterreich mitgemach«. Er stell« sich am 20. d. M. abend« auf dem Polizeikommissariate Schmelz mit der Selbstanzeige, daß er vor vier Jahre» als Aspirant d«r Süddahn mit 2000 K, die « als Frachttn-gtbühr eingehoben hatt«, aus Sior^ bei Cilli flüchtig geworden sei. Ueber seine ferneren Schicksale er-zählte Grubhofer Folgendes: Damals wütet« eben der Burenkrieg und « schiffte sich nach TranSval ein, um in den Reihen der Buren g«gen die Engländer zu kämpfen. Er «reichle srinr Absicht, ge-riet aber 1901 mit seinem Kommando in die Krieg«-gesangenschasl der Engländer, di« ihn mit vielen Schicksalsgenossen nach St. Helena d Portier««». Dort blieb er bis zum März v. I. AuS dem Kon-z«niration»lag«r in Freiheit gesetzt, sand «r aus einem Schisse als Leuchtiurmmairos« Beschäftigung. Nun nach zehn Monaten langt« er in Rotterdam an. Di« Sehnsucht trieb ihn nach Wien zurück uns «r reiste mit der Eisenbahn direkt hierher. Hier »ras er am 20. d. M. abend» mit d« W stbahn an, vom Westbahnhofe begab er sich direkt zum Polizei« kommissarial Schmelz. — Grubhof« ist vollständig herabgkkommrn und jchw«r lung«nl«idend. Er wurde in« Jnquisilensp'tal de« Landesgerichte« gebracht. Z»er Aarnenal, auch in vielen Orten Fasching genannt, wurzelt allgemein und lies zugleich i> Leben de« Volke«. Er tritt je nach dem Charakter der beteiligten Nation sehr verschiede« in die Erscheinung. Der Süden mit seinem heißeren Blut und seiner größe e» Leichllebigkei« ist dem Karneval günstiger al» der Norden mit seiner ernsteren, nüchternen Tenkung»ar». Hier wie doit muß er aber al« ein Abkömmling der «hemaligen heidnische, s«st« gellen. Schon im Mitietalter zeichnete" de» Karneval die fetten Schmausereien und die Trink« gelage au«. Wollte man sich d»ch damals schon sür die am Aschermittwoch einiretende Fastenzeit durch leibliche Pflege, durch Vergnügen und Zer> streuungen verschiedenst« Art gleichsam im voraus schadlos halten. Dies« aus den Lebensgenuß ent« nommenene „Vorschuß" steigerte sich ab«, wie alte Chroniken melden, nur allzuoft bis zum unerquick« lichen Uebermaß. In den folgenden Jahrhunderte, wurde die Karneval«z»il erheblich eingeschränkt. Man süllte nicht mehr den Zeitraum vom Feste der Hl. 3 Könige bi« zum Aschermittwoch, wie ehedem, dami« au«, sondern gab den Lustbarkeile» nur die sogenannt« .unsinnige" Woche frei. J> Schmausen und im Zuspruch beim Trinken ließ man sich aber trotzdem nichl» abc«eh-n im Hinblitk aus die nahend« Fastenzeit. E« feierte« unsere Altvordern daher ausdrücklich während dir Karnevals-zeit den seiften Sonntag, den man im Volk mund auch dem «schmalzigen' hieß; den blauen Montag und d«n DtenSiag als letzten KarnevalSiag welche, m>n damals schon Fastnacht oder auch F-ßnacht nanrte. Mit den gemeinsamen FastnachiSsi mäuse» verband man Mummenschanz, maskierte sich i» wunderlichster Weif« und führte Belustigungen alln Art aus. J'alien stand schon in der Vorzeit mit sein« Karnevalsfeier obenan. Ehedem gab Benevig. al« die mächtigste La..unenstadi, darin den T«» an; jpäler lief ihr aber Rom mit feinen glänze»-den, volk«iümlichen Karneval«?-sten den Rang oft. Auch aus deutschem Boden, namentlich am Rhein, wird der Karneval noch mit mehr oder minSer Glanz gefeiert. In den nördlichen und östliche» Gauen hingegen herrscht mehr und mehr ZurA Haltung darin. Kochenegg. (Radfahrerverein.) An 19. d. M. hielt der hierortig« Radfahrerverein feilt Jahresversammlung ab. Nachdem der Obman», Herr Roman Heim, den RechenschasiSbenctit übe« da« Berein«jahr 1903 «stalte« haite, würd« die Wahl vorgtnommt». E« wurden gewählt d« Herren: zum Obman» Fritz Lang, zu dessen Still-Vertreter Roman Henn, zum Schnstführer Ldils Zollt. Ferner wurde b«stimml, daß di« Monats« beiträgt entfallen mögen, da die Vereintstube. so»i« die dazu gehörig« B«rin»k»g«lbahi, soviel eintragen, ▼•rfcUinert« probe aus dtr 6r«.tUbeiUce ..Rausmulik" der Deutschen fraum-Zeitung. l.Wrno fch F ruh- I«, In «ül - I« Rimrorr - lela, trat *<*• «V ick nrt . kMub-mI. edes Best mindestens Zb Selten starte. T Ein Best zum prelle von nur 20 Beller. kenuhen Sie, bitte, untenstehende Karte zu einen Probe-Abonnement! Deutsche Bringt Jährlich ungefähr 500 ßandarbeits • Vorlagen. rauen* Zettung Honmissionsoerlag flr Österreicfc-Uigarii 0. Daberkow, Buchhandlung, (Uien, Rcubaugasse 29. 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Offizial und Kontrollor bebienstet gewesene, derzeit in Marburg befindliche k. k. Pofiverwalier Johann Procha«ka wurde vom Handel«minister zu« k. k. Ober-Post-kontrollor (8. Rang«klasse) in Klagenfurt ernannt. Der genannte Beamte ist infolge feiner hiesigen zwanzigjährigen Dienste«lätigkeit in allen Kreisen der Bevölkerung von Cilli besten« bekannt. ik«>e»a»jeiger. Sonntag, den 24. d. M.: Pro«.: Timoihäu«; Kalb.: Timoihäu«; deutsche Tage?heilige: Markolin, R'inald. — Montag, den 25. d. M.: Prof.: P:uli Bekehrung; Kaih.: Pauli Bekehrung: deutsche Tage«heilige: Argrim. Heinrich. — D»e n «t a g, den 26. d. M.: Prot.: Polykarpu«; Kaih: Polykarpu«; deutsche Tage«, heilig«: Alderich, Baihil>e. — Mittwoch, den 27. d. St.: Pi»t.: Johann; Rath.: Johann; beuische Tage»heilige: Amalbett, Gilduin. |u dem Hrazer Zmtsölatte. Löschung der Firma »Surrogat- und Feigenkaffeefabrik von Kajetan Pachner" In Marburg, G. Marburg. — Kuratel verhängung über ttarl Gracner in Dol, B.-G. Tüffer. — Erledigung einer Polijeiagentenstelle in Gra, Aaßr und Miehmtrkte i» Auterkeiermart Am 2S. Jänner: St. Georgen a. Tator, Bez. Franz, I. n. V. — Am 30. Jänner: Rann, Schweinemarkt. — «m 1. Februar: Dobova, Sej. Kann, B.; Gairach, Sej Tüffer, I. u. B.; Hochenegg, Bez. Cilli, I. u. V. — «m 3. Februir: Jaring, vez. Marburg, V.; Kalobje, Bez, Cilli, V.; Pettau Rinder- und Pferde-markt! Unterpultgau, Be«. Marburg, V.; Videm, Sej-Rann, B. — Am 4. Februar: Rann, Bez. Pettau, Schweinemarkt. Hin verbreitetes Kausmittel. Die steigend« Rachfrage nach „Moll'S Franzbranntwein « n d S a lbeweist die erfolgreiche Verwendbarkeit diese«, namentlich al« schmerzstillende Einreibung best-bekannten antirheumatischen Mittel«. In Flaschen zu K 1*90. Täglicher Versand gegen Post-Nachnahme durch Apotheker «.Moll, k. u. k. Hoflieferant, Wien, Tuch-lauten 9. In den Depot» der Provinz verlange man «usdrücklich M o l l'S Präparat mit dessen Schutzmarke und Unterschrift. 4 Dit feuchle Witterung verursacht vielen Menschen rheumatische Ltiden, »ine Empfindlichkeit der Btin», die der Bewegung im Freien hinderlich ist und schafft eine gewisse Mißmutigkeit Dagegen bewährt sich am allerbesten der vor Kurzem einaesührte Hell'« Menthol-Franzdrantwn Marke .Edelgeist", der obige Zustände nach wen . Tagen beseitigt. IV Vermischtes. Fie reichst, Stadt Deutschland». Der neueste Charlottenburger Verwaliung«bericht konstatiert, daß Charlottenburg die reichste Stadt Deutschland« ist. Charlottenburg zählt nämlich 282 Millionär» und 3886 Bewohner, die über 100.000 Mark 93 11) ; "Q G* co u « X U) CG GQ Gajschek Anton Grenka Johann — 3 — — 2 2 — — — — — — — — 47 55 — Janzek Martin — I Karloschek Martin _1 — 8 — 1 l — — — — — — — - 57 _ Kossär Ludwig LeSkoschtk Johann 8 Payer Samuel — — 1 -r- — — — — — — — _ 83 — _ Planinz Franz — — — 1 — — — — — — — 47 26 Pleftfchak Johann - Pletersky Anton Rebeuschek Josf — 7 — — 3 3 — — — — — — 129 Sellak Franz Seutschnig Anion — 3 Skoberne Anton — » — _ ü 2 — i — — — — — — 91 25 Umek Rudolf Vollgruber Franz — 2 — — Wretfchko Martin — — — 1 1 1 — 1 — — 1 — — _ 38 Gastwirte Private Summe — 24 ü 6 30 35 1 — — 1 t 1- — _ 12» 270 105S Beanstänvet und dem Wasenmeister Übergeben wurden ! ! RindSleber, 1 Schafs«leber wi 1 Schweinsniere. eingeführtes Fleifch in Kilogramm Seite 6 .Ae«!fch- W-cht« Nummer 7 Schlcht"Scife wäscht vorzüglich. Marke Hirsch Beim Einkauf verlange «uair ausdrücklich „Schicht-Seife" u. achte darauf, dass jedes Stück _____ Seife den Namen „8cliicht" u. für Schicht's Sparkernseife die ÄCluilKiliarli© Hirwcll oder Beste Seife für Baumwoll- Scliwau trägt. tssib und Leinenwäsche WM" "CTe"b erall z"u. haben. Marke Schwan für priv. feste Kaliseife Reste Seife zniu Waschen von Woll- a. Seidenstoffen, sie gibt anch die Mehttwute ll W stoch e deren 15 ausweisen und 18 alt sein. In I Griechenland braucht „er" nur 14 und die Ma,d i VI zu zählen. In Portuflal besteht die gleiche Altersgrenze wie in Griechenland, ta« heißt 14. bezw. 12 Jahre. In Rußland müssen die M nner ; 18, die Mädchen 15. b.zw. 10 Jahre zählen. In der Schweiz müssen je nach den Kantonen die Männer 18, die Frauen 13 di« 17 Jahre alt sein und in Jialien 18, bezw. 15 Jahre. Iranjöstfche Geographie. Ein französische« illustriert«« Blatt dringt ein Verzeichnis der hervor» ragenden Vergnüaung«eiadlissem.nt« in d n europäi» schen Städten. An der Spitze steht »Allemagne" al« letzte in der Reihe der Städte von .Allemagne" ist „Prague" verzeichnet; dann erst komm, „Aulriche" mit Wien. Man sieht, wie ernstlich sich die Franzosen mit ihren Freunden „Tcheque«' besassen. Es ist ein Verhältnis gegenseitiger Achtung und Ausmersamkeit. Mr praktisch aus Reisen. Unentbehrlich nach kurzem Eebrauch. Sanltatabehördlich geprüft. ^ Attest Wien, ii. Joli 1887. Nähr- nnd Kräftigungsmittel. BlntliiMiL Ner?eßstärtentl. ~ Appeutanr^ni Klinisch erprobt; bei Blutarmut, Rekonvaieszenten, schwächlichen «indem von hervorragende« Slerjten empföhle». 8903 Zu haben in allen Apotheken und Drogerien, als Puioer 100 ©r. K si, Tabletten 100 3t. K 1-50 und Chokolade- Tablett, n 100 St. K 1-80. Letztere speziell für «inder. — Man frage (einen Arzt. Keil's Anßbodenlack ist der vorzüglichste An» strich für weiche Fußoöven. Der Anstrich ist außer» ordentlich dauerhaft und trocknet sofort, so daß die Zimmer »ach einigen stunden wieder benutzt werden können. 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