Ni. 204. Mittwoch, 6. September 1893. 112. Jahrgang. LMcher Zeitung «"Mrlz fi. 11, halbjHhri« st 5 50. Für d,e «uftellunn »i»i»r«t«,n befindet fich «!n°rN°h Hr. »die »e»«ti« V°bnh°1°°Nr Nr, Ib. Lvrechstmiben ber Redaction v°„ » bil 11 Uhr "°rmitt°°< und VVII 3 bi» 4 Uhr nachmittag,, — Unfranlierte »riefe werben nicht angenommen. M°nu!cripte nick» ,urllll,e«ellt. Umtlicher Hheil. . ^„ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit «u-rhöchster Entschließung vom 29. August d. I. dem ^andeigerichtsrathe Clemens Iourets in Ezernowih onlässlich der von ihm angesuchten Versetzung in den dlelbenden Ruhestand taxfrei den Titel und Charakter emez Oberlandesgerichtsrathes allergnädigst zu verleihen geruht. Schönborn m. p. n„ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit ^«rhöchster Entschließung vom 27. August d. I. dem «erkrmeister bei dem Kreisgerichte in Wiener-Neustadt "ndreas Luthmannsberger anlästlich der von M erbetenen Versetzung in den bleibenden Ruhestand ""goldene Verdienfttreuz allergnädigst zu verleihen seruht. Schönborn m. p. . Heute wird das XVII. Stück des «anbesgeschblattes für das vnzogthum Krain ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält "' 26 die Kundmachung der k. l. Landesregierung für Kram vom 22. August 1893. Z. 11.191, womit eine Anleitung zur Disinfection während einer Cholera.Epibemic verlautbart Von der Redaction des Landcsgesehblattes für Krain. ^ Laibach am 6. September 1893. Nichtamtlicher Weil. Die Manöver. «. Die großen Manöver, welche unter den Augen ^r. Mazestät des Kaisers und unter der Leitung ^r-l. und k. Hoheit deS durchlauchtigsten Herrn Feld° Arschalls Erzherzog Albrecht in Galizien und an« Dlleßend daran in Gegenwart Sr. Majestät des Kaisers ^nlhelm und anderer erlauchter Gäste in Ungarn stattfinden, werden von den Blättern ihrer Bedeutung nach gewürdigt und geben denselben Gelegenheit, die Tüchtigkeit der österreichisch-ungarischen Armee und ihrer Mhrer mit warmen Worten anzuerkennen. Das «Fremdenblatt» schreibt: «Das Manövrieren ^ die ernste Vorbereitung für das Operieren im Felde, °" Hochschule deS Krieges. Diese Thatsache lässt die ^sondere Aufmerksamkeit leicht begreifen, mit welcher ^? berufenen militärischen Factoren, und vor allem ^Kriegsherren selbst, diese Erprobung ihrer Heere .""folgen. . . . Größer denn je ist heuer der Stil un« ^ Heeresmanüver. Seit Wochen und Monaten ist w! ^mmermüde, allgegenwärtige Erzherzog Feld-I^schall, welcher die Kriegsbereitschaft unserer Armee mit klarein Auge überwacht, in Thätigkeit, um die weiten Manöverfelber zu recognoscieren, die Vorbildung der Truppen für ihre großen Aufgaben zu verfolgen. Seit einigen Tagen schon weilt er in Galizien, wo sich zwei Corps in lriegsmäßiger Verfassung und Ausrüstung begegnen werden. Unser erhabener Monarch aber ist von Seinem herrlichen Alpensitze aufgebrochen, um die Mühsale und Beschwerden der Manöverwochen mit Seinen braven Kriegern zu theilen und Sich mit Seinem scharfen Soldatenauge von dem Zustande der Truppenmassen zu überzeugen, die auf galizischem Boden das Spiel des Krieges zu üben haben. Nach diesen galizischen Manövertagen werden auf ungarischem Gebiete Heeresinassen aufgeboten, wie sie in solcher Iahl und solcher Ausrüstung seit dem Anbruche der neuen militärischen Aera noch niemals in Oesterreich'Unqarn gesehen worden waren. Die Anwesenheit des deutschen Kaisers und anderer erlauchter Gäste kennzeichnet das hohe Interesse, das man im Auslande diesen Manövern entgegenbringt; sie bezeichnet auch ebenso klar die Herz» lichkeit und Festigkeit des Bundes, welcher die beiden Reiche wie ihre Häupter vereint.» In seinen weiteren Darlegungen hebt das Blatt hervor, dass die Sorgfalt und Einsicht, mit welcher die Vorcinleitungen zu diesen großartigen Manövern gepflogen wurden, auch dafür bürgen, dass keines der sanitären Momente außcracht gelassen wird, welche in diesen Zeiten hohe Bedeutung erlangt haben, und schließt seine Ausführungen mit folgenden Sähen: «So können all jene weiten Kreise, welche den Wehrverhältnissen der Monarchie warmes Interesse entgegentraten, mit berechtigter Spannung, alle Volkskreise aber mit Beruhigung dem großen Kriegs-schauspiele entgegensehen, das mit dem Lwfwande alles militärischen Scharfsinnes insceniert worden ist und zur Erprobung unserer Wehrfähigkeit durchgeführt werden wird. Den Soldaten aber wird die Gegenwart seines geliebten kaiserlichen Kriegsherrn, der ihm zu allen Zeiten ein hehres Vorbild in der Kriegertuaend ist, befeuern und begeistern; sie wird ihm die Opfer leicht machen, die er dem allgemeinen Besten zu bringen hat. Unter den Augen seines Kaisers und dessen erhabenen Freundes und Verbündeten, des Kriegsherrn eines dem unserigen waffenbrüderlich verbundenen Heeres, wird er wie immer zeigen, dass der österreichische Soldat keinem anderen nachsteht in Selbstlosigkeit, Hingebung und Ausdauer, dass er gewachsen ist den höchsten und schwierigsten Aufgaben des modernen Kriegers l» Das «Wiener Tagblatt, sagt: «Der positive Nutzen der Corpsmanöver mit Gegenseitigkeit als Schule der Heerführer liegt offen zutage, besonders wenn ein im Kriege bewährter großer Feldherr an der Spitze der Manöver-Oberleitung steht. Aber auch die Generalstabs-officiere, die Officiere des Artilleriestabes und des Geniestabes sowie die Militärintendanten finden durch die freizügigen Märsche und nie vorherzusehenden Er« eignifse eine solche Uebung in der Technik ihres Special-dienstes, wie sie sonst im Frieden nirgends geboten oder gewonnen werden könnte. Die großen Manöver, wie sie jeht angelegt und durchgeführt werden, schaffen thatsächlich kn^gsmäßige Situationen und Verhältnisse, welche die Erfahrung der Truppen und ihrer Führer bereichern.» An die Meldungen über den Empfang Sr. Maj-stät des Kaisers in Galizien und die Ansprachen, mit welchm Allerhöchstderselbe die Ihm dargebrachten Huldigungen erwiderte, knüpfen sämmtliche Wiener Blätter warme Worte des Patriotismus und der Loyalität. Die «Presse» äußert sich folgendermaßen: «Seitens der Bevölkerung Galiziens wurde dem Monarchen ein enthusiastischer Empfang bereitet, der sich in einer Fülle wahrhaft rührender Kundgebungen der Liebe und Treue offenbarte. Diese fanden in der Antwort des Kaisers auf die Ansprache des Landmarschalls das herzlichste Echo. Die Worte Sr. Majestät werben ganz Galizien mit Stolz und Freude erfüllen, und sie werden aller-wärts einen tiefen Eindruck hervorrufen.» Da« «Fremden-Blatt» schreibt: «Se. Majestät der Kaiser hat die Huldigungen, welche Ihm nach Seiner Ankunft aus dem Manöverterrain der Landmarschall und andere Persönlichkeiten Galiziens darbrachten, mit Worten erwidert, welche ihren tiefen Eindruck auf alle Anwesenden nicht verfehlten.» Im «Extrablatt» ist an der Spitze der heutigen Nummer zu lesen: «Von hellem Jubel begrüßt, auf Schritt und Tritt umrauscht, hat unser Kaiser gestern im Norden Seines Reiches die mühe« und beschwerbe« reiche große Iahresheerschau begonnen, um dieselbe demnächst an der Seite Seines hohen Verbündeten des deutschen Kaisers, im Osten zu beschließen. Aus den Berichten über den Empfang des Monarchen ist ersichtlich, mit welch freudevoller Begeisterung die von nah und fern herbeigeströmte Bevölkerung ihrem an. gestammten ritterlichen Herrscher huldigte.» Die «Neue freie Presse» constati'ert, dass Seine Mazestät der Kaiser in Iaroslau mit eben so viel Feier-lichkeit als Herzlichkeit begrüßt wurde, und erklärt die Ansprachen Sr. Majestät, insbesondere jene an die Hofwürdenträger und den Adel, hauptsächlich aus dem Grunde bemerkenswert, weil noch selten die politische Vertretung eines Kronlandes mit solcher Auszeichnung von dem Monarchen belobt wurde Jeuilleton. Der Feftmonat der Innsbrucker Ausstellung. liH ^. 6l"ch der Reisesaison trifft in höchst glück-H^rWeise mit einer Reihe von originellen und höchst ?"atteriftischen Festen zusammen, welche im Laufe ^ September d. I. den Höhepunkt der Innsbrucker bop » - 6 bilden werden. Die unabsehbaren Scharen Hn^^'enben, welche gegenwärtig Tirol und seine zu? -?""der durchziehen, um sich in der Alpenwelt nur 3 , "' ^"^" ^ b" günstigen Fügung gewiss ^. <)ank wissen, dass sie ihre heurigen Reisetouren orini «" Besuche des herrlichen Innsbruck und seiner ^Ulnellen Ausstellung sowie durch Theilnahme an Un "^vorstehenden Aus stellungsfesten werden krönen wie^ber die Ausstellung felbst ist in der «Presse» dasz?. '" s° ausführlicher Weise berichtet worden, was s'!^" ^llm. mehr etwas zu sageu übrig bleibt, einfüll c^" ^" s" knappen Rahmen einer Zeitung für, Amerhin lässt sich aber eine kleine Nachlese tewh^Nisenden halten, die gerade im Monate Sep-laaen^tt ^lpen durchwandern, dabei den hervor« Perlen? b" tirolischen Ausstellungsobjecte — den und n? !." Innsbrucker Ausstellung — gerecht werden Nack"f„?^e!tig den Ausstellungsfesten beiwohnen wollen, he aA?b sei denn nun eine solche flüchtige Nach. urovten, wie sie jeder Reisende, der nur über knappe Zeit mehr verfügt, halten kann. Solche Nachlese darf natürlich auf gut Glück hin nur das Sehens« würdigste aus der Masse des Ausgestellten heraus« greifen — zunächst die dem Lande ausschließlich eigen» thümlichen Tiroler Specialitäten. Eine solche Specialität begrüßt den Besucher gleich beim Eintritt in den Fischerei-Pavillon — die herrlichsten Forellen aus Tirols krystallhellen, eisig« kalten Gebirgswässern. Bachforellen aller Gattungen und Größen wiegen sich da in ihren durchsichtigen Be-hältern, und mit wahrer Bewunderung wird jeder Kenner vor den Riesen von Bachforellen halten, welche unter andern Herr von Maffei aus Innsbruck-Gschnih ausstellt. Freunde von exotischen Sorten seien auf Leitners californische Regenbogen-Forellen aufmerksam gemacht, welche in Sterziug gezüchtet werden und durch einen wahrhaftigen Regenbogen vom Kopfe bis zum Schweife auf beiden Flanken charakterisiert sind. Nicht unbeachtet dürfen auch die Karpfen-Goldfische von L. Schuhmann in Taschenlehen bleiben. Eine Specialität anderer Art begegnet uns in einem entlegenen Winkel in der «Kuh mit vier lebenden Kälbern». Es ist ein Thier von unansehnlicher Größe und weißgelber Farbe, neben dem man drei kräftige Stierlein und eine eben solche Kalbin von jener schwärzlichen Farbe erblickt, wie sie der Pazauner Nasse eigenthümlich ist, während die Kuh der Ober-Innthaler Rasse angehört. Dies erklärt sich dadurch dass da eine Kreuzung beider Rassen versucht wurde welche ein so phänomenales Resultat ergab. Amtliche Zeugnisse stellen es außer Zweifel, dass man es da mit echten Vierlingen der ehrsamen Kuh aus Flies im Ober.Innthale zu thun hat. Von den zahlreichen Nahrung«« und Genussmit-teln fallen zumeist die Conseroen der Vozener Firmen, dann die überraschend reichhaltigen Feigenkaffeefabrikat e in die Augen, welch beides sich allerwärts zu sehr gesuchten Specialitäten Tirols emporgeschwungen hat. Unter den Ausstellern dieser Kategorie bemerkt man auch den Herrn Erzherzog Albrecht, von dessen Besitz in Arco Weine, Oele und Früchte ausgestellt sind. Kenner loben besonders den Vino 8»nlo. Eine besondere Sehenswürdigkeit stellt sich in der weintraubenartigen Steinfrucht der Zwerg.Fächerpalme dar, wie sie in Japan und Nordchina daheim und nur in Arco acclimatisiert ist. Natürlich präsentieren sich in einem Gebirgslande wie Tirol alle Molkerei-Producte auf das einladendste, und findet auch der betreffende Pavillon überaus zahlreichen Zuspruch. In den Kost-Hallen überraschen die Selchwaren von hörwaael in Innsbruck durch chren Wohlgeschmack, und thatsächlich hat die Fnma die en Artikel zu einer der a wchN Nahrungs-SpecmWäten Innsbrucks qemacht ^ Von überraschender Mannigfalnaleit' sind die L«ibacher Zeitung «r. 204. 1750 6. September 1893. Das «Wiener Tagblatt» schreibt: «Die Kaiser-Worte von Iaroslau werden einen mächtigen, jubelnden Wiederhall in ganz Galizien finden und das Band zwischen Herrscher und Voll noch inniger, noch fester knüpfen.» Das «Neue Wiener Tagblatt» sagt: «Mit un« beschreiblichem Jubel wurde unser Kaiser im Manöver« gebiet'' empfangen. Die Bevölkerung wetteifert, den Einzug des Monarchen glanzvoll zu gestalten.» Auch die «Deutsche Zeitung» constatiert, dass Seine Majestät der Kaiser in Galizien von allen zur Aus« Wartung berufenen Personen, von der ländlichen und städtischen Bevölkerung des Manövergebietes mit großer Begeisterung begrüßt worden sei. Die «Oesterreichische Volks-Zeitung» bemerkt: «Die Worte, welche der Kaiser bei Seinem Einzüge in Iaroslau an die Ihn begrüßenden Amts- und Würdenträger gerichtet, werden im ganzen Lande einen lauten Wiederhall hervorrufen.» Der Reichsrath. Ueber das finanzielle und wirtschaftliche Arbeitsprogramm des Reichsrathes in der kommenden Session äußert sich ein Wiener Blatt wie folgt: «Wenn wir von dem Budget absehen, so wird eine der wichtigsten Aufgaben die Fortsetzung der Berathungen des Steuer« Ausschusses bilden. Die Währungsreform wird in zwei Vorlagen, jene, betreffend die Einführung der obligatorischen Kronenrechnung, sowie die Vorlage, betreffend die Ermächtigung der Regierung zum Abschlüsse des Uebereinkommens mit der österreichisch-ungarischen Bank in Angelegenheit der Einziehung eines Theiles der Staatsnoten, das Parlament beschäftigen. Der Gewerbe» Ausschuss wird auf Grund der Ergebnisse der Gewerbe-Enquöte sowie der von der Regierung veranstalteten schriftlichen Expertise sich mit der Frage allfälliger Aenderungen unserer Gewerbe« Gesetzgebung beschäftigen.' Auf dem Gebiete des Eisenbahnwesens harren mehrere Aufgaben des Parlamentes. Die am Schlüsse des letzten Sessionsabschnittes eingebrachte Regierungsvorlage, betreffend die gesetzliche Sicherstellung der Valsugana-Bahn, ist in Berathung zu ziehen und der Erledigung zuzuführen. Weiter werden Regierungsvorlagen, betreffend die Verstaatlichung der österreichischen Localeisenbahn-gesellschaft und der mährischen Grenzbahn, dem Parlamente zugehen, und auch die Frage des neuen Local-bahngesetzes dürfte dasselbe beschäftigen. Auch ist es wahrscheinlich, d«ss die Förderung der Handelsmarine, beziehungsweise eine hierauf bezügliche Regierungsvorlage, in dem nächsten Sessionsabschnitte auf der Tagesordnung stehen werde.» Weiter soll eine Novelle zum Kranken-cassegesetz noch in der Wintersession eingebracht werden. Vorlagen militärischen Charakters sollen demnächst nicht in Aussicht stehen. Es ist auch zweifelhaft, ob die angekündigte Vorlage des Ackerbauministers, betreffend die bäuerlichen Rentengüter, noch unterbreitet wird. Politische Ueberficht. Lail» ach, 5. September. Ueber die Huldigungen, die Sr. Majestät dem Kaiser in Galizien dargebracht wurden, sprechen wir an leitender Stelle. In Galizien werden des Kai« sers Reden begeisternd auf beide Volksftämme wirken und dazu beitragen, das Band nur noch fester zu knüpfen, das die Bevölkerung mit ihrem geliebten Monarchen verknüpft. Die socialdemokratische Parteileitung in Wien hatte Sonntag abermals mehrere Versammlungen mit der Tagesordnung «Allgemeines directes Wahlrecht» einberufen. Die größte derselben fand in Währing statt; zu dieser, bei welcher mehrere Tausende Personen anwesend waren, hatten auch die Ehristlich-Socialen ein Haustein entsendet, und es kam zu lärmenden Scenen, die auf der Straße ihre Fortsetzung fanden. Der Abgeordnete Dr. Kronawetter hielt l einen Vortrag über das allgemeine Wahlrecht. Die oppositionellen Mitglieder des Agram er Gemeinderathes streiken, weil seinerzeit die Beantwortung einer von ihrem Genossen Brestyensky ge-! stellten Interpellation verweigert worden ist. Nun wurden, wie man aus Agram meldet, für Sonntag den 10. d. M. die Wähler zu einem Meeting einberufen, um sich über das Vorgehen der Opposition im Ge-meinderathe auszusprechen, insbesondere, ob der Streik fortzusetzen sei. Inzwischen werden die oppositionellen Gemeinderäthe den Sitzungen fernbleiben. Bei dem wegen des Processes gegen die Broschüre «Replik» verurtheilten rumänischen Agitator Popovici in Klausenburg wurde vorgestern eine Hausdurchsuchung vorgenommen und eine Menge staatsfeindlicher Schriften saisiert. Gegen die «Tribuna» wird am 12. d. M. wegen Aufreizung ein neuer Process stattfinden, und auch gegen die populäre Ausgabe dieses Blattes «Foia Popolorolui» wird ein Process anhängig gemacht werden. Dass fast alle erschienenen deutschen Blätter des Sedantages in schwungvollen Artikeln gedenken, versteht sich von selbst. Die Parteistellung nimmt auf die festlich gestimmten Rückblicke kaum einen Einfluss, i nur bricht in manchen derselben ein Ton des Miss- , muthes durch. Zur Einigkeit, zu treuem Festhalten an dem Reiche mahnen aber alle ohne Ausnahme. Einem Privattelegramme des Journals «Politiken» aus Christiania zufolge verlautet, dass das Ministerium Stang dem Könige vorschlagen werde, die vom Storthing aufgestellte Bedingung für die Bewilligung des Eonsulatsbudgets nicht anzunehmen. Die Bedingung war, dass die Regierung der schwedischen Regierung die Kündigung des gemeinschaftlichen Consulatswesens so« fort mitzutheilen und dem Storthing in der nächsten Session den Gesetzentwurf über die Errichtung eines eigenen norwegischen Consulatswesens vorlegen sollte. In dänischen Marinekreisen wird neuerdings wieder die Errichtung einer befestigten Flottenstation im Großen Belt erörtert. Die dänische Regierung hat dem Reichstage nach dieser Richtung hin wiederholt Vorschläge gemacht, aber die dänische Volksvertretung hat ihre Zustimmung beharrlich verweigert. Jetzt wird in dänischen Marinefachschriften ausgeführt, dass die ganze Befestigung von Kopenhagen ziemlich wertlos ist, wenn sie nicht durch eine starke Befestigungsanlage bei Agersösund ergänzt wird. Die «Voss. Ztg.» bemerkt dazu, gerade die Festungen seien es, welche die Neutralität Dänemarks am meisten gefährden, mögen sie am Belt oder am Sund liegen, sie gewähren jeder Großmacht Stützpunkte, welche Deutschland in der Ostsee bekämpfen will. Dänemark, außerstande Garantien für die Aufrechthaltung seiner Neutralität zu geben, könne nur durch eine Anlehnung an den südlichen Nachbar seine staatliche Selbständigkeit sichern. Ueber den Kohlenarbeiter « Streik lN England wirb berichtet: Eine Versammlung von dreihigtausend Bergleuten aus Pontypridd beschloss, dass die Bergleute von Süd'Wales sich dem groh' britannischen Bergarbeiterverbande anschließen und oll Vertreter der Bergarbeiter in dem Comite', welches tne Anwendung der beweglichen Lohnscala überwacht, ausscheiden sollen. Die Arbeit wird unter gewissen -v^ dingungen wieder aufgenommen. Sollten die MmeN" besitzer die Bedingungen nicht annehmen, so wird em weitere Versammlung einberufen werden. Die Mhryell der Bergleute von Lothian stimmte für die Wiederaufnahme der Arbeit, nachdem die Grubenbesitzer em zehnprocentige Lohnerhöhung zugestanden haben. ___________________________________^ Tagesneuigleiten. — (Eine neue Silberader im Przlbr«' mer Vergwerle.) Im Marienschachte bei Przib"" wurde an derselben Stelle, wo nach der lurch""" Orubentatastrophe das auf einer Dynamit.PatronenW geschriebene Testament zweier verunglückter Bergleute oo gefunden worden war, eine halbmeterstarke Silbererz« aufgefunden. . „ — (Die Brieftasche de, deutsch ' Kaisers.) Der Lanbrath des Kreises Galzwebel eria' folgende Velanntmachung: «Auf dem Manöverfelde > am 26. August die Brieftasche des Kaisers von «n Frau gefunden und an den Oberwachtmeister Müller geliefert worden. Da mir im Namen des Kaisers dem diensthabenden Adjutanten eine Belohnung "r . Finderin ausgehändigt worden ist, so fordere ich ° .^ hiedurch auf, sich durch den Oberwachtmeifter sM" Salzwedel recognoscieren zu lassen und etwaige A ' des Vorfalles mit zur Stelle zu bringen.» ^ — (Die verstümmelten Kinder) ^e «Ngramer Zeitung, schreibt, find über diese von ^ seinerzeit berichtete Angelegenheit nach den neuestes,^ gebnissen solche Thatsachen zutage gefördert worden, ^ ^ sie in einem milderen Lichte erscheinen lässt, als < ^ nach den ersten Nachrichten und Eindrücken darsi , Veronica Horvat hat infolge einer Nugenentzündung ^, Augenlicht verloren, e« entfallt daher der «erdM ^ die Bettler sie erft verstümmelt hätten. Ebenso y" ^, den Anschein, dass Iana und Ialja Nrlel beret" ^ lrüppelt auf die Welt lamen, da sämmtliche Va"" ^ Iertovac aussagen, die Kinder nicht anders gelan ^ haben. Die Kinder selbst sagen bald so, bald so««' „^ Nettlerbande ist jedenfalls strafbar, da sie den bed" ^ werten Zustand der Kinder für ihre unlauteren o.^ benutzte, aber mitschuldig sind nach diesen ^rge ^„ auch die herzlosen Eltern, welche ihre Kinder z" solchen Zwecke hergaben oder vielleicht gar verlas «,si — (Eine Selbstbiographie oeSsUhgl Milos.) Die serbische Akademie der WissenM' ^ ein alte« Manuscript, da« vierzig Blätter «H' ^hie deckt. Dasselbe enthält eine vollständige Selbftv"» ^ des Fürsten Milos, welche derselbe, da er '" ^t«" Schreibens nicht kundig war, einem seiner dictierte. ^^f^ und die Brandtechnik — letztere in harmonischer Verbindung mit Oelmalerei. Die Nluminium-Intarsien von Marsoner in Bozen bezeugen gleichfalls den hohen modernen Fortschritt der Tiroler Schreinerei. Die Olivenholzindustrie von Arco, die Producte der Intagliatori von Welschtirol, die harmonische Vereinigung von Tischler- und Drechslerarbeit bieten durchwegs ebenso eigenartige als gediegene Leistungen. Entzückt dürfte jeder Alterthumsliebhaber von der historischen Abtheilung sein; dieselbe birgt geradezu unschätzbare Perlen. Die aus dem 16. Jahrhundert stammenden Gobelins des Trienter Domes nehmen sofort jeden Besucher gefangen. Man bewertet sie mit nahe an eine Million. An dem Lusterweibchen aus dem Sterzinger Rathhause, dem Kelche von Wilten, den kolossalen Monstranzen, den Adler'Messgewändern aus Roms ältester Ehristenzeit, dem römischen Rauchfass, einem Kalender aus Holz, einem Katalog in Bildern, einem Email-Altar aus 36 Tafeln mit biblischen Darstellungen, an Bildern alter Tiroler Meister, wie Knoller und Koch, dann zahlreichen Werken von Lucas Kranach — an alledem wird jeder Kenner sein höchstes Wohlgefallen finden. Aber auch Verehrer moderner Kunst dürften hoch befriedigt sein. Die Meister der Gegenwart sind durch ^andestinder, wie Defregger. Schmidt, Gabl, Wappner, ^l ' """berger "- s. w., würdig vertreten. Ent- EaUon«"^«^^?^"^" "°" Rottanara und zu bild der T^/Ä'-^^ändigen d°s Gesammt- wsti ^ ^n«7t Von den Klotz und der Nicht unbeachtet dürfen die Tiroler die Mosailbilder Neuhausers bleiben. "° Die charakteristischeste Kunstspecialität Tirols bleibt aber die Holzschnitzerei und Holzbildhauerei, und auf Schritt und Tritt begegnet man immer wieder neuen Werken dieser Kunstgattung von hoher künstlerischer Vollkommenheit. Hiezu zählt namentlich der Altar von Andergassen in Hall. Andere Specialitäten Tirols finden sich durch die Rosenkranz-Industrie von Inns« brück, durch die Ampezzaner Filigranarbeiten aus Silber und Gold, dann durch Intarsien und nach orientalischen Mustern verfertigte Tar-Kasch-Artikel vertreten . Ein Blick in die technische Abtheilung lässt uns die großartigen Wildbachverbauungen des letzten De-cenniums, überaus kühne Straßen- und Brückenbauten bewundern, welche zumeist dem technischen Departement der Tiroler Landesregierung ihr Entstehen verdanken. Auf dem Modell der Mendel'Straße kann man im Geiste die Wanderung von Bozen ins Nonsthal bis ins geringste Detail wiederholen. Eine originelle Neuschöpfung der Ausstellung ist die Abtheilung für Fremdenverkehr mit Mustern für Errichtung comfor-tabler Hotels beliebigen Ranges, um den gesteigerten Ansprüchen der Touristenscharen entsprechen zu können. Ebenso interessant sind die vom Tiroler Alpenvereine ausgestellten Modelle sämmtlicher Tiroler Schuhhütten, dann die Uebersichtskarte derselben im ganzen Lande. Packend ist auch die mit einer wirklichen Schuhhütte sich bietende Aussicht auf den Iagdgrund im Pitzthale mit der Wildspitze und dem Mittelbergferner, welche den Beschauer im Geiste mitten aus der Ausstellung in die Schneeregion der Ochthaler Gletscherwelt hin« wegzaubert. Von historischer Weihe umwcht, präsentiert sich die vom Lande veranstaltete Ausstellung des Schieß« Wesens desselben mit Reliquien aus dew ^i kriege zu Andreas Hofers Zeit. ^ Md^ Achtunggebietend stellt sich die SchafwoU- ^ Sensen- und Eisen-Industrie Tirols dar. ^„!" In der Abtheilung des Schulwesen« stA ^s dl recht'den Segen der verschiedenen Fachschule" M verschiedenen Special-Industrien Tirols """^ust^ Die verschiedenen Schularbeiten stehen g"^ez -^M giltig da, so zum Beispiel die Ampezzaner ^ ^W. Artikel, Voule-Arbeiten, Intarsien:c., dann " ^° tirolische Spitzenklöppelei von Predazzo, "iz ^. Pl, Preweis. die Strohflechterei von San »or" miero. . -^st f^ Wahrhafte Kunstwerke der Glockengleßw"' sich von Ehiappani in Trient vor. .,^,^r 3',?,l Letztertage wurde ein von der 3""""^ lH Uffenheimer ausgestellter Salon vollendet, w ^M Weltausstellung zur Zierde gereichen wuroe- ^ ^ ist mit himmelblauer Seide tapeziert «no " „,M volle Arabesken in Felder getheilt, "N^" n^U sich die herrlichsten Blumen in täuscheno" ^w von Vögeln und Schmetterlingen umschwe? ,^ Oe» befind«,. Es ist eine wahre Die bairischen Künigsschlösser mit 'H"N " f sH Stickereien haben nichts aufzuweisen, ."^ ^, ei" Höhe der Vollendung stünde. Es ist em m ^^, einer Kaiserin oder Königin, mit ewe .. wahrhaft fürstliches Gemach. . ^t bieHhH< Und unzählige andere Specialitäten v ^<^ brucker Ausstellung aufzuweisen, bleiben müssen, da hier nur das He"" f d Vahnhofe eingefunden: Der Statthalter, der """"shauptmann, der Bürgermeister mit dem Gemeinde, "ye und der Militär-StationScommandant. Der Bürger-«!! 3 ^te die Freude der Bevölkerung über den hohen "e'lich aus und lud den Herrn Erzherzog zur Besichti-»ung der Ausstellung ein. Der Herr Erzherzog danlte für ^n Empfang und sprach seine Freude aus, in Vertretung ^r. Majestät die Ausstellung und das Volksfest besuchen tu lönnen. Hierauf erfolgte die Fahrt zum Ausstellung«-platze durch die mit Fahnen, Festons und Triumph-Pforten gefchmückten Straßen. Feuerwehren, Veteranenvereine, Gesang«, Turn-, gewerbliche Vereine und Genossenschaften bildeten Spalier. Die vieltaufendlöpfige Menschen« Menge brach in stürmische Hochrufe aus. Am Eingänge zur Ausstellung waren anwefend: Der Bifchof, das Fest. comits, der Präsident des Landesculturralhes sowie die spitzen der Behörden. Der Vorsitzende des Ausstellungscomitis begrüßte den hohen Gast Diefer gab seiner Freude darüber Aus» druck, dass er bestimmt sei, Se. Majestät zu vertreten und bei dieser Gelegenheit den Ausfchwung des Gewerbes, der Industrie und der Landwirtschaft in Oberösterreich lennen zu lernen. Er hoffe, dafs der Fortschritt ein andauernder und die Ausstellung von Nutzen begleitet sein werde. Er werde nicht ermangeln, Sr. Majestät über das Gesehene zu berichten. Hienach erfolgte die Besichtigung der gewerblichen und industriellen Abtheilung, wo die Steyrer Eisenindustrie und die Linzer Möbel- und Wagenbau-Industrie das besondere Interesse des Herrn Erzherzogs erregten. Sodann defilierten die obengenannten Vereine vor dem Erzherzog. In der landwirtschaftlichen Ausstellung nahm Erzherzog Franz Salvator wiederholt Anlass, seine Befriedigung und Anerkennung zu äußern. Bei dem Diner auf dem Ausstellungsplatze toastierte der Herr Erzherzog auf Se. Majestät den Kaifer, als Förderer der friedlichen Arbeit, und schloss mit einem begeistert aufgenommenen dreifachen Hoch auf den Monarchen. Von den Anwefenden wurde die Vollshymne angestimmt. Bürgermeister Wimhölzel gab seiner Freude Ausdruck über den Besuch des Gemahls der Kaiserstochter; die Bevölkerung fühle sich hochbeglückt über den hohen Besuch. Redner schloss mit einem Hoch auf den Herrn Erzherzog. (Stürmischer Beifall.) Landeshauptmann-Stellvertreter Villan brachte einen Toast auf die Armee, als Befchützerin des für die Volksarbeit nothwendigen Friedens, aus. Nach Besichtigung der Ausstellung besuchte der Herr Erzherzog den Volksfestplah, woselbst er lurze Zeit den Productionen des Schrammet - Quartetts beiwohnte, von der freudig erregten Volksmenge überall stürmisch begrüßt. Um halb 4 Uhr nachmittags lehrte der Erzherzog nach Enns zurück. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Personalnachricht.) Der Herr Landes-Präsident Freiherr von He in hat sich nach zweitägigem Aufenthalte in Wien nach Gattendorf in Ungarn begeben. * (Von den Unterlrainer Bahnen.) Auf der Linie Üaibach-Grohlupp-Gottschee standen im Monate August durchschnittlich täglich 1192 Tag-löhner, 336 Profesfionisten und 14 Zugthiere in Ver-Wendung. Die Gesammtleistung betrug im vorigen Mo» nate: 12.146 in» Erdarbeiten und 1498 in» Mauerwerl. Naufortschritte waren bis zum 31. August zu verzeichnen: Unterbau W 4, Oberbau 87 8 und Hochbau 8b 8 pCt. Die beiden Tunnels bei St. Marein sind gänzlich vollendet, die Geleise durchaus gelegt, und die Vollschotterung wird mit 4 Schotterzügen fortgefeht. Die Hochbauten sind bis auf geringfügige Arbeiten, deren Vollendung in den nächsten Tagen zu gewärtigen ist, hergestellt, die Wächterhäuser und einzelne Wohnungen in den Stationen bereits bezogen. Die maschinellen Einrichtungen der Bahn find gänzlich, die Centralweichenstellungen bis auf einige Details durchgeführt, die Telegraphenleitung und Einrichtung ist auf der ganzen Strecke vollendet, die Apparate sind aufgestellt, die Zufahrtsstraßen zu den Stationen fertig und bereits collaudiert. Gegenwärtig ist man auf der ganzen Linie mit der Einrichtung und Ausrüstung der Stationsgebäude befchäftigt. Die Vrückenproben finden am 18. d. M. statt, die technisch-polizeiliche Probe wurde für den 80. d.M. festyeseht; die feierliche Eröffnung der Strecke Laibach-Großlupp-Gottfchee wird aller Wahrscheinlichkeit nach am 26. oder 2 7. d. M. erfolgen. Auf der Strecke Großlupp-Rudolfswert-Straza waren im Monate August durchschnittlich 1568 Tag-löhner, 934 Professionisten, 82 Zugthiere in Verwendung, und es standen 28 4 kru Dienstbahnen im Betriebe. Geleistet wurden bis Ende August 60.765 in« Erdarbeiten und 3427 in' Mauerwerk, während der erreichte Arbeitsstand beim Unterbau 72, beim Oberbau 30 5 und beim Hochbau 62 8 M. betrug. Von den 157 Brücken und Durchlässen sind 72 in Ausführung und 85 vollendet. Beim Viaduct nächst Weixelburg sind die 12 Gewölbe geschlossen, beim Sandbergtunnel von 57 Ringen 4 im Vollausbruch, 3 in Mauerung und 46 vollendet, beim St. Annatunnel von 60 Ringen 5 im Vollausbruch, 2 in Mauerung, 30 geschlossen. Die erste Schotterlage ist auf eine Länge von 1 kin eingebracht, die Geleise find auf 5 3 km vorgelegt. Die Oberbauschottervorräthe erreichen eine Höhe von 45 870 m», gleich 47 Procent des Gesammtbedarses. Die Oberbaumaterialien sind zum größten Theile eingeliefert und an die Bau-Unternehmung übergeben worden. Von den Hochbauten sind sämmtliche Objecte in Ausführung, und sie werden der Hauptsache nach auch heuer vollendet. Die Zufahrtsstraßen für Wnxel-burg, Grohlack, Treffen und Hönigstein sind vollendet, jene für Sittich und Strata noch nicht begonnen. Für die Wasseibeschllffungs-Nnlagen werden die Projecte ausgearbeitet. — (Der Pensionsverein für Volks« schullehrer, deren Witwen und Waisen) in Kram hielt gestern seine diesjährige Generalversammlung im Schulgebäude der zweiten städtischen Volksschule ab, nachdem vorher eine hl. Messe in der St. Ialobslirche stattgefunden hatte. Den Vorsitz übernahm an Stelle des abwesenden Veremspräsidenten Dr. Anton Iarc der pensionierte Schulleiter der ersten städtischen Volksschule And. Proprotnil. Der Verein zählt 103 Mitglieder; die Einnahmen im verflossenen Jahre betrugen 3227 st. 1 tr., die Ausgaben 3007 st. 26 lr. Die Mitglieder haben 678 fi. 50 lr. eingezahlt, während die übrigen Einnahmen von den Interessen des Vereinscapitale und der Obligationen, wozu heuer ein Legat des in Graz verstorbenen Landesschulrathes Dr. Fr, Motnil mit 100 fi. lam, stammen. Netheilt wurden zehn Witwen und zehn Waisen mit 1576 st. 91 lr. Das Vereinsvermbgen beträgt zusammen 5829 fl. 71 kr. Der Bericht wurde genehmigend zur Kenntnis genommen und der Wunsch geäußert, dass die Obligationen noch rechtzeitig verlauft und in Kronen-Währung umgetauscht, bann aber fruchtbringend angelegt werden. Gegen säumige Mitglieder wurde beschlossen, fich nach den bestehenden Paragraphen der Vereinsstatuten zu richten, demzufolge ein säumiges Vereinsmitglied au« dem Vereine auszuschließen ist. Dem Secretär wurde für seine Mühe die jährliche Remuneration von 30 fl. bewilliget und für die außerordentliche Mühewaltung ein weiterer Betrag von 15 fl. zuerkannt. Ueber zwei schriftliche Gin. gaben um außerordentliche Unterstützung wurde der Uebergang zur Tagesordnung befchlossen. Den Mitgliedern, die schon über 30 Jahre ihre Jahresbeiträge ordnungsmäßig eingezahlt haben, wurden auch für das Jahr 1894 die . .Da war zunächst am verflossenen Sonntag eine Urolische Bauernhochzeit mit dem landesüblichen Krapfen-Werfen unter das versammelte Volk, mit dem Absingen von Gstanzeln, mit der Aufführung von Tiroler Tänzen, "°bei an 400 Theilnehmer in Nationaltracht mit dem vochzeitswagen erschienen. H Am nächsten Sonntag findet ein Preissingen für Ationalsäuger mit Preisjodeln und Preisranggeln ^auern-Ringkampf) statt, wobei man tirolisches Vo'lks-ä, ^ " Kitten charakteristischesten Weisen und Kraft-uyerungen kennen lernen wird. ». Das darauffolgende Fest wird — entfprechend f«s! "ginnenden Weinlese — ein großartiges Winzer-^ >em, zu welchem eigens ein Massen-Fcstzug aus Wen nach Innsbruck veranstaltet wird. Alles wird Vr« ^ ^ttng nach den traditionellen alten Ge-s,l?"Hen vollziehen. Gleichzeitig wird in der Ausstellung M t>le"Torkel (Weinpresse) im Torkel-Hans in Be-"'eb gesetzt werden. daz; ^ ^ glänzendste aller Feste wird sich aber U Alge gestalten, welches anläfslich des Befuches der Tan euung durch den Kaiser in den letzten September-Hi" veranstaltet und auf ganz Innsbruck und dessen Ulld N Umgebung ausgedehnt werden wird. Taufende ^.Abertausende von Landeskindern in ihren National-den l^n werden sich da zu Ehren des Herrschers an wow l e^chkeiten betheiligen. Schon jetzt kann man um? '?^n. dass der geplante Festabend innerhalb des fey ergleichlichen Gebirgskranzes mit zahllosen Höhen-Wird ^ Innsbruck herum ein Schauspiel bieten zu»^ desgleichen selbst Tirol noch nie vorher auf-«"weisen hatte «Presse.. Z)ie Aeirnat des Olücks. Roman von Vlax von welßenthurn. (49. Fortsetzung.) «Nein, wir haben nichts mehr miteinander gemein l» stieß sie, wie eine Schlange zischend, aus. «Und darum auch werde ich handeln, wie ich es will.» Keine Antwort mehr ward ihr. Ein heftiger Wind« stoß empfieng sie, während sie durch die Thür, die er ohne jede Erwiderung ihr geöffnet hatte, hinaustrat ins Freie. Fast hart hinter ihr schloss Vandergrift die Thür Mit einem bösen Lächeln blieb sie stehen, sah sie zurück «Gemach, gemach, mein hoher Herr!» zischte sie vor sich hin. «Noch ist nicht aller Tage Abend!» Die vorgeschrittene Dämmerung hüllte den Garten in ihr mehr und mehr ersterbendes Zwielicht. Dennoch entgieng ihr, als sie sich dem der Landstraße zu gelegenen Theile desselben näherte, nicht die gebückte Gestalt, die sich zwischen den Beeten zu schaffen machte. Als sie sich näherte, blickte der Mann auf, und sie erkannte den alten Diener, der sie bei ihrem Kommen eingelassen hatte. nef d,e Schauspielerin, wie sich erin« nernd. «Welcher nächste Weg führt dorthin?» — Der Alte beeilte sich, ihr denselben zu beschreiben, indem er hinzufügte, Clyst'Hazel fei durchaus nicht weit, Fräulein Hetty mache den Weg gar oft zu Fuß. «Hetty?» rief sie erregt. «Haben Sie wirklich den Namen Hetty Clyde genannt?» «Ja, gnädige Frau, denn so heißt die Mündel meines Gebieters.» «Und ihr gehört Clyst-Hazel?» «Jawohl, gnädige Frau. Herr von Maquoil, der Vetter meines Gebieters, hat ihr seinen Vesih hinterlassen und Herrn Vandergrift zu ihrem Vormund be» stellt. Clyst-Hazel, wo sie mit ihrem Vater, Herrn Henry Clyde, und ihrer Schwester Barbara seitdem lebt, hat wohl noch nie eine lieblichere Herrin gehabt, Wie die jetzige. Doch — o, da plaudere ich und vergesse das Abendessen, zu dem ich Erdbeeren pflücken follte. Sie verzeihen, meine Gnädige — man ruft mich — ich würde Sie fönst gern nach Clyst-Hazel geleiten, wenn das Ihr Ziel ist.» . Und nach dem kleinen Korbe greifend, m dem er die aromatifche Frucht gefammelt hatte, eilte er nach einer etwas linlifchen Verbeugung davon, indes die Schauspielerin wie angewurzelt stehen blieb und geradeaus vor sich hin ins Leere blickte. «Hetty. — Henry Clyde — Barbara!» sprach sie für sich. «Himmel, kann es einen größeren Zufall geben? Ja, jetzt glaube ich an eine Bestimmung, und ich musste eine Närrin sein, dieselbe nicht ausnützm zu wollen! Das wird cine Neberraschung geben! Aus nach Valencia! Dein Stern strahlt dir. Precwsa! End-U. H?^ stehe ich vor der Erfüllung meiner Wunsche! Dich Entdeckung M mir eine Goldgrube erschließen — eine unerschöpfliche Goldgrube!» (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung «r. 204 1752 6. September 1893. Jahresbeiträge von 6 fl. belassen. Ein weiterer Antrag, dahin zielend, dass die eintretenden Mitglieder auch die Stempelgebüren einzahlen sollen, wurde, um den Mitgliedern den Veitritt zu erleichtern, abgelehnt. Nachdem zur giltigen Wahl nach § 23 ein Viertel der Vereinsmitglieder nothwendig ist und sich nur 23 stimmberechtigte Mitglieder einfanden, wurde beschlossen, dass der bis' herige Ausschuss die Vereinsgcschäfte bis zur nächstfolgenden Generalversammlung statutengemäß weiterzuführen habe. Der Vereinsausschuss besteht daher aus dem Präsidenten T>r. Anton Iarc, dessen Stellvertreter Andreas Praprotnil, dem Cafsier Matthäus Mocnik, dem Secretär Josef Cepuder und den Mitgliedern Noritnil, Eencic, Stegnar, Tomiic und Humer. — (Fräulein Gabriele Nedved f) Vorgestern hat sich das Grab über der Leiche des allzufrüh vonhinnen geschiedenen Fräuleins Gabriele Nedvcd, der Tochter des weit über Krams Marlen ^hinaus bekannten Composileurs Herrn Musildirectors Anton Nedv? d, geschlossen, und die Gesellschaft sowie namentlich die Kunstlreise unserer Landeshauptstadt fühlen sich durch den Verlust dieser ebenso geistvollen al« hoch» gebildeten jungen Dame innigst und theilnahmsvollst berührt, was sich auch bei dem stattgehabten Leichenbegängnisse in schönster Weise äußerte. Die tief gebeugten, schmerzerfüllten Angehörigen mögen aber außer in der allseitigen und vielfach bezeigten Theilnahme beim Hinscheiden der Unvergesslichen darin Trost finden, dass diese künstlerisch angelegte, ideale Mäbchenerscheinung, wenn auch dem leiblichen Blicke entrückt, doch dem geistigen Auge aller, die sie kannten, stets dauernd und lebhaft vorschweben wird! — (Quartiergelberhohung.) Pas Quartiergeld der in Laibach stationierten Beamten der l. l. Staatsbahnen war bisher mit 50 Procent des Wiener Quartiergeldes bemessen. Mit Rücksicht auf die hier herrschenden Wohnungsverhältnisse erfolgte vom 1. September an die Erhöhung aus 70 Procenl vom Wiener Quartiergelde, was einer Aufbesserung von 40 Procent des bisher in Laibach bezogenen Quartiergeldes gleichkommt. — (Prüfungen.) Wie uns mitgetheilt wird, werden im laufenden Jahre die Staatsprüfungen für Forstwirte bei der l. l. Statthalterei in Graz und bei der k. k. Landesregierung in Klagenfurt, welchen auch die bezüglichen Candidaten aus Krain zugewiesen werden, stattfinden. —0. — (K. k. Hochschule für Vodencultur in Wien.) Nach dem soeben veröffentlichten Studienprogramme werden an dieser Hochschule im Wintersemester 1893/94 von 19 Professoren, 13 Honorar- und Privatdocenten und von 2 Lehrern 59 Vorlesungen mit Demonstrationen und Uebungen für das land' und forstwirtschaftliche und für das culturtechnische Studium abgehalten werden Vorbedingung für die Aufnahme als ordentlicher Hörer ist die akademische Reife (Maturitätszeugnis des Gymnasiums oder der Realschule), für den Eintritt als außerordentlicher Hörer der Nachweis einer im allgemeinen für das Verständnis der Vorlesungen befähigenden Vorbildung. Dürftige und würdige Hörer werden von der Entrichtung des Unterrichtsgeldes befreit; für dieselben bestehen außer Staats- und sonstigen Stipendien in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen Staatsunterstü'hungen, Das Studienjahr 1893 94 beginnt am 1. October, Programme können vom Secretariate der Hochschule (Wien VIII., Laudongasse Nr. 17) bezogen werden. — (Nachahmenswert.) Zwischen Sittich u«d Littai wurde ein Weg markiert, der es ermöglicht, diese Strecke in drei Stunden zurückzulegen. Auch landschaftlicher Reize entbehrt diefe Route nicht, indem sowohl der Ausblick auf das ausgedehnte Panorama der Unterlramer Gebirge als auch die Aussicht auf die oberlrainische Seite das Auge fesselt. Die Markierung wurde in sorgfältigster Weise mit rother Farbe von den die Ferialzeit genießenden Söhnen des Herrn k. k. Vezirksrichters Icncic in Sittich durchgeführt. Dieses lobenswerte Unternehmen möge allseits Nachahmung finden, indem es ja überall feriengenießende Studenten gibt und geben wird, die oft in Verlegenheit sind, wie sie die liebe Zeit todtschlagen sollen, durch derlei Unternehmungen aber sich selbst und der Mitwelt die Anregung zum Genusse der herrlichen Natur bieten. ä. N. — (Seltener Fall.) Wie uns mitgetheilt wird, sind im Gebirgsdorfe Konjsko, politischer Bezirk Gurkfeld, vor wenigen Tagen in rascher Folge in einem einzigen Hause vier Personen, und zwar der Besitzer uud seine drei erwachsenen Kinder, an Abdominal'Typhus erkrankt, von denen eine 19jährige Tochter gestorben ist. Ueber die Art der Einschleppung der Krankheit konnte nichts eruiert werden, da in der ganzen Umgebung keine Typhuslrank« heit herrscht und die Erkrankten seit Monaten immer zu Hause waren. — n. ln ^ (Tombola.) Die landwirtschaftliche Filiale ^««.«" und Umgebung veranstaltete am verflossenen T mbow «7 ^."" G°fthau«garten eine öffentliche 57n1öch« welchem die zahlreich anwenden Iu^e^m^^' lichem Interesse lauschten und den feiner Rede lebhaft acclamierten. ^"''° — (Veldeser Euranzeiger.) Die soeben erschienene 9. Nummer des Veldeser Curanzeigers enthält den Bergführertarif einiger Touren mit dem Ausgangspunkte Lengenfeld-Mojftrana, Kronau und Ratschach-Weißenfels und bringt einen längeren Bericht über die Eröffnung der Rothweinllamm. Unter den verfchiedenen Nachrichten erscheint der Beschluss des Veldeser Curhausvcreines von Wichtigkeit, dass von dem Baue des Curhauses abzusehen und der Curpark zum Verkauf zu stellen sei. — (Aus Trboje.) Vorigen Samstag abends überfuhr in Trboje bei Krainburg der 20jährige Sohn des Freithofer Mühlenbesitzers I. Zabret den zweijährigen Sohn des Besitzers I. Kriznar, vulgo Matozov, von Trboje, so dass das Kind auf der Stelle todt blieb. — Montag früh starb in Trboje der dortige 90jährige Psarrverweser Oswald Prosen nach kurzer Krankheit. — (Statistisches,) Soeben wurde über die Thätigkeit der landwirtschaftlichen Wanderlehrer eine statistische Zusammenstellung herausgegeben, welcher zu entnehmen ist, dass im Jahre 1892 in Krain 14 deutsche und 33 slovenische landwirtschaftliche Vorträge theils vom landwirtschaftlichen Wanderlehrer, theils von anderen Fachmännern abgehalten wurden. —o. — (Herr Regierungsrath Dr. F. Kees-bach er) ist von seiner Urlaubsreise zurückgekehrt und hat die Geschäftsthätigleit wieder aufgenommen. — (Kärntner Sänger.) Heute veranstalten einige Kärntner Sänger im Nationalcostüme im «Hotel Elefant» eine Production. Neueste Post. Briginal-Telegramme der Laibacher Zeitung. Krakowiec, 5. September. Der erste Manövertag brachte den Zusammenstoß der beiderseits vorgeschobenen Cavallerie und endigte mit bravouröser, trotz schwie« riger Terrainverhältnisse ausgeführter Reiterattaque. Der Kaiser verfolgte die Bewegungen der Cavallerie mit regem Interesse und kehrte um 1 Uhr nachmittags nach Iaroslau zurück. Das Wetter war trotz des starken, kalten Windes sehr günstig. Der Gesundheitszustand der Truppen ist vorzüglich. Besondere Marschleistungen wiesen das 7. Uhlanen- und das 9. Infanterieregiment auf. Der Kaiser ist auf Schloss Lubiensli eingetroffen und begab sich sofort aufs Manöverfeld. Fredensborg, 5. September. Der Bruder des Kö» mgs, Herzog Wilhelm von Glücksvurg, ist gestorben. Paris, 5. September. Präsident Earnot, der sich vollständig wohl befindet, präsidierte in Fontainebleau einem Mwisterrathe, welcher beschloss, unverzüglich in die Prüfung des Budgetentwurfes pro 1895 einzugehen. Der Präsident der Republik unterzeichnete dtt Decrete, durch welche die Ernennung des Admirals Boissoudy zum Commandanten des Geschwaders im westlichen Mittelmeer, des Admirals Ligaille zum Commandanten der Reserve>Escadre im westlichen Mittelmeer und des Admirals Brovn de Colstoun zum Commandanten des Nordgeschwaders vollzogen wird. Paris, 5. September. Nach dem Verbreiter der lügenhaften Gerüchte über den Gesundheitszustand Ear-nots wird recherchiert. London, 4. September. Das Unterhaus nahm mit 162 gegen 95 Stimmen den Antrag Gladstone's, wonach der Regierung der Rest der Session zur Erledigung ihrer Geschäfte eingeräumt und das Mitternachts-Regle-ment suspendiert wird, an. London, 5. September. Die «Times» melden aus Bangkok: Wie Briefe aus China und Japan beweisen, habe England viel von seinem Ansehen im Orient eingebüßt. Die in Siam geplanten britischen Unternehmungen seien aufgegeben worden, weil die Sicherheit im Lande nicht garantiert sei. Die Chinesen rüsten sich in Süd-Iuennan und Kwangsi, um ihre Interessen am linken Mekong-Ufer zu wahren. Der Commandant der französischen Truppen in Chantabon habe von Saigon Verstärkungen gefordert, da er seine Position für zu schwach halte. London, 4. September. Der Gouverneur von Queensland, Sir H. W. Normann, wurde zum Vicekönig von Indien ernannt. London, 5. September. Im Bezirke Alfreton strei-kende Arbeiter verwüsteten die Grubengebäude. Die Polizei ist machtlos, Infanterietruppen wurden aufgeboten. Belgrad, 5. September. Der Staatsgerichtshof ließ gestern sämmtlichen angeklagten Ministern die Anklage zustellen und gewährte denselben die größte im Gesetze vorgesehene Frist von dreißig Tagen zur Einbringung der schriftlichen Einrede. Zugleich bestellte der Staatsgerichtshof den Richter am Cassationshofe, Stevo Petkovic, zum Untersuchungsrichter. Cholera. Budapest, 5. September. Cholerabulletin: In den letzten 24 Stunden kamen in Ungarn 30 neue Ertrankungen und 28 Todesfälle vor. Trieft, 5. September. In Cussingnacco bei Uoine sind neuerdings zwei tödlich verlaufene Cholera- fälle vorgekommen. In Palermo zeigt die Seuche eine Verschlimmerung. Gestern kamen daselbst 1? Fälle nnt 9 Todesfällen vor. Auch in der Umgegend von Marneo und Partinico ist je ein Fall vorgekommen. Const an tinopel, 5. September. Wie versichert wird, sind in dem Irrenhause in Scntari be: Constantinopel 22 Cholerafälle vorgekommen. Nach der Behauptung der dortigen Aerzte handle es sich um (^kolm-a noitti-a». Hier glaubt man jedoch, dass es (^kolera agiatica sei. Im hiesigen französischen Hospitale ist heute ein verdächtiger Todesfall Angekommene Fremde. Den 3. September. Hotel Stadt Wien. Shener. Hofralh; Schäfer und Mil«, Kflte.; Steinbrecher , Fabrikant - Lazarovits, Reis., Wien. ^ Tautscher, Portors. — Regnurd, Hofrath; Bolafio s- Flvu, Macarata s. Frau; Mazzarolli s. Frau; Sirl und NW'"' Kfltc.; Mölich und Heusel, Private. Trieft. — von Nemecei, k. und k. Major, Pola. — Ottovitz s. Sohn, Klagenfurt. ^ Baron Eme, k. und t. Oberst, s. Frau. Wörz. - G?"r. Berlin. — Eschler, Professor, s. Frau. Wlener-Neustadt.^ Elsel Reichenberg. — Stäber. Kfm.. s. Frau; Just, ^." s. Frau, Dresden. — Kocijanciö, Marlt.Tüffer. — 3«^' Iägerndorf. — Lutschounig. f. und l. Oberlieutcuant, ^°?, — Schinib. l. und l. Oberlieutenant; Boljanic und stemWW s. Frau, Fiume. — Autengruber, ttnittelfeld. ^ ^""' Reifnitz. — Pschick, Gottschee. Den 4. September. Hotel Elefant. Freih. Schwarz; v. Müller, k. u. l. FelgM ineister; Löwenberg, Kfm., Wien. — Fussel; Ochs, A°^ Prag. - Buffelio f. Familie; v. Dedmassai; Muse. 0°° Inspector; Scdlag, Seitncr s. Familie u. Ncinheim, "V'^ — Hawas. Großlanischa. — Oradl, l. u. l. Oberstlieuten«^ Graz. — Spitz, Fünflirchen. — Kosar, Dobrava. „ Gradisnil, Hrastnig. - be Vraneixed. Gürz, - K^ Eisnern, — Spireh, Sarla. — Debeijal Pfarrer, M""' ^ Human, Wiener.Neustadt. — Slerjanc. Pfarrer, Vleme-Iersc, Pfarrer, Dobovc. — Weiser, «gram. — Sel««"»' Pilsen. — Duschel, Haiba. <„. Hotel Stadt Wien. Durchlaucht Fürstin Schönburg. Schne"'H — Graf Miserly, Veldes. — Graf Kolovrot. P"vat: ^ Ballestrem, geh. Kämmerer; v. Hofmansthal f. Sohn, ^" ^, Neuwirth s. Tochter. Krasle, Private; Ohser, Ksm.! ^ Tritsch, Dintl. Reis.. Wien. — Stienc, Perz, K'reiner, ^ — Kucar, Marcochia s. Frau, Koluri s. Schwester, ^. Marinovic. Trieft. — Goldstein. Temesvar. — TerpH ^ rector; Zupanciö. Trifail. — Kreiner s. Familie, SAwe»' ^ Robert und Maria Meszertlh, Marburg.. — Nilctic, ""'^, Gottschee. -- Traut, Trient. — v. Marlovics. Eorve»,' .^ Pola. - Reya, Priester, Rom. - Simonich, s>?"A ^ v. Nruger. Notar, ssiume. — Fltsch, Lehrerin. NmH^ Fenyenz. Gutsbesitzer, Giirz. — Gräfin Lichtenberg, ^ Hallerstein. — Hauff, Oberpostverwalter. Teplih. ««»»olli, Hlltel Baierischer Hof. Litscher s. Familie, Trieft. -" Myec, Reifnch. — Clanin, Stein. — Konar, Littai. ^ "" Wien. ^ ^ Hotel SUdbahnhof. Fried. Haag. - Uranesic, Karls""' Etocl. Fiume. «nit«."" Gasthof Kaiser von Oesterreich. Lorenz. Restaurateur, ""^ril, Kramarcel s. Familie. Neumarltl. — Virsa, Mrz- "^;,M. Prerau. — Etsclj. Lehrer, Rcichenburg. — Proßen^>^ Verstorbene. ^ Den 4. September. Maria Dular. Locht" " j U, lichen Liebe vom heil. Vincenz von Paul, 24 I.. 6"^ Lungentuberculose. <5d^ Den b. September. Ialob Hribernil, ^" 3A I.. Castellgasse 12, acutes Lungenödem. Meteorologische Veovachtuugeu in 5!^A< " ? llTMg. ?m 1^^^^ 7"wMi?^1"^bel 0'^ 5.2 . N. 738-3 196 O. schwach h^" 9. Ab. 7364 18-6 W. schwach ^ z t«^ Morgens Nebel, dann herrlicher Tag. -^ AgrM^>, Mittel der Temperatur 13 6", um 2 4° unter^em^^^ Für die Redaction verantwortlich: Ottomar V a"^^ c«mie Tiefbetrübt geben wir im eigenen !°"P<>ch' I Namen aller weiteren Verwandten die tra'Mge ^, > richt von dem Hinscheiden des innigstgelicbtcll > ders, respective Schwagers und Onkels, Herrn > Peter Nhomann l Steinmetzmeisters ^ welcher heute um 6 Uhr früh nach kurzem, sA" iw I Leiden, versehen mit den heil. Stcrliesacramew > 33. Lebensjahre selig im Herrn entschlum"" ,,^,,eN « Die irdische Hülle des theuren V"l"^M > wird Donnerstag den 7. September um ^ ^ , nachmittags im Trauerhause Wienerstrafic .^fe , feierlich eingesegnet und sodann auf ^"6 > zu Gt. Christoph im Familiengrabc wa/seH ^rche « Die heil. Seelenmesse wird in der ^> > Maria Verkündigung gelesen werden. ,,..,„,„ dew > Wir empfehlen den theuren Verblichene" > frommen Andenken. > Laibach am 6. September 1693. ^ > «onise Hainzer geb Thomann, ^Her, ! Kranz Hainzer, Schwager - «"Me v > Johanna Tever, Lllibacher Zeitmlg Nr.204 _________1753______________^________________ S.September 1893 Course an der Wiener Börse vom 5. September 1893. «a« d«. office C°urM°tte Slaat»chnl»h«n. «eld Wan ^/» ltwhettliche Ne,Xe«n Noten »nz, Mai-liy^cnilicr . , . 87 1»> 97 »5 Wanten ver^sscbrulllAiWiY 97<0 s? Z<» >, ^llbci veiz, Jänner I»l! 9'l->'0 9? 1<> «^ "/" Etaaftlofe . L5U fl. 1<7-- 147 ?b l»»o«l 5°/, „ ganz,. 5,»„ n, 144 7i> ,45,7°, l»«^ ^' " 3ünftel l<«> l. l«i - 1«2 -. ^, »taatslose , . 100 l, 19«-— ,93- - w/ T, " .50 si. 192,H» 198 3« ""/« »°M..Pfbbr. !l 120 fl. . . I5N 75 157 25 A' ^eft> G°lbrente, fteuetfrel li« i' II» »» 4» ° ^^ slotenrente, steuerfrei -'--------'- s«^' A?l° in Kroncnwühr. steuerfrei für »00 »ronen Nom. W 70 WW "U"ba>m.Vta°<«schul>ver. slh^libunaen. ^Kbethbahn in G. steucrftei »r«« ^) für ina fl. V. 4"/» lLi — 121 50 N'^et^Vahn in Silber ^"zKt.)j. 100fl.Nom. b'/.'/n 1»^ 7b K» 7b ^°ou>,,,Kwnenw.stc>!erf.(div. z./ °- ^- fUr !i0« nr.N°m. »<"i, S? «l, 4°/1""/"« st, f, 100 fl. N°m. ^'--------'- "°. in Kronenw. steuerf 4l«, u. »000 Kr. f. L K^r. Nom. »? - 97 5" «3 °b»^""l?verschrclbu». «m °°°^p- Msenb.. «ttlen «ll,abethbahn 200 fl. CM b'/,°/, b<° m«" ^"" ll- 0, W. pi. G«l ft. 0. W bt« <3«,.^A«......234'-»3?.. » ' ^l«b..tlr. 200 fl. O.W. 5°/« »«« 2»» - - °«.»U'.«V.°... U"chbahn 600 u. »uoo N. "« «« Vl. 4°/,. . . . ,l««ii?«5 Gelt» ware Ellsabethbahn, 400 u, 20U0 W. 20« M, 4"/^...... 123 70, lit'»!' ssranz-IuIcph-Ä. Em. 1884 4"/„ 9? »l. 98 >!b waliziichc Karl - Lnbw!« < Nahn Oiil. 1««1 » V°rarlberncr«ahn, Lmiss. 1»»4, 4"/,,(biv.Et.) <2.,f. 100fi. N. !»s^0 SS7N Ung. Golbrenle 4«/„ . . . .---------------- dt°. Paplcrrentc b°/„. . , . —'— —'— dto. Reule «ronrnwähr., 4«/„, steuerfrei für 2N« Kronen Now, 94 20 94 40 dtll.Et.. I. 1»7«, 5°/, . . 1« 7b 12L50 bt°.4V,°/°Schllnrrelllll-«Ibl.^)bl. 10'' »5 ,00 i>0 dto. Urb.°«bl.-Obl. b"/,. . . —-- —-— dto. Präm..«lnl. l^ioo fi. 0. W. 14» »5 149 50 dto. bto. il 50fi». W. 14» »5 14«^ rht!h«Reg.<üose 4°/, 1U0 fl. . I4l>75 14!?5 Gwnd»ntl.»Gbllgationen (für 100 fl. «W.). 5«/« galizische......-'-------------- b°/, nledercherrelchifche . . . lOS'75 11« 75 4°/„ lroatlfche und slavonische . 98-75 99 ?fi< 4°/, ungarifche (1il!7'5!, bto, -«Nlelhe 1878 . , 108-85 109- Nnlehen der Stadt G0rz . . --— — — »nleyen d. Stadlgemelnbe Wien 10?»l> log »b «nleyen d. Vtadtaemclndc Wlen (Silber ober Gold).... 1L«'«> — — Prämie,! «ill. b.Etadta,m, Wien 175-7?, 1?«-»b «örjcbauMülchcil oerlosb. 5°/^ 100bU Nl-bo 4«/, »rainer «ande«-«nl, . , 9?b<> 9X — Plandbli»ft (für iov ft.). Nob«, all«, dst. in 50 I. vl.4°/». 1»»-»b 12, »5 l dt». „ in«) „ 4'/,°/. —— — — Veld Ware! »obci. all«, «ftr. inbOI. vl.4°/<, 9870 99 bN dto. Prüm.-Lchlbo. »°/,,I. vest.-UN«. Ban! veil. 4'/,°/° . ..— .-' dto, „ 4°/» . . ft»90 10<»?" bto, 50jHhr. „ 4°/, . . »9-9U 10N-70 Sparcasse, i.vsl., »oI. b'/,'/»vl. I0l — loz— Driorilats'Vbligaliontn (für ion ft,). Ferdinand« Nordbahn «m, 183« VSM 100!»'» Oesterr. Nordwestbllhn . . . 108 - -10» - Staatsbahn....... «tt? b« - - - Eübbahn k »°/,..... tb? — 1b» — ,, i^ 5°/,..... ill? »!»1»» l»i Ung.-yallz. Vahn .... »07'«0 10« »<> 4°/, Unterlrainer Vahnen . . 98«) »«'— Diners, zoft (per Etült). VubapestNafllica (Dombau) . 9-- 3»n «reditlose 100 fi...... t9!>« 1»« »b - 4"/„ Donau Dampffch.l00fi.EM. l»? — i»7 7l» Ofener L° 1»-7b «°!hcn «l'rnlz, ung, Vef. v.,b ft. « »" <2 «0 ftiubolvliLofe 10 fl.....«»-b» »4b<» Lalm-Lofc 40 fl. CM. . , . «S- 67 — Lt..lAenll!»-Lofe 40 fl, Lose »0 fl. «M. . - - — 70— Vew,°Ech,b. »°/„ Prilm.'Schulbu. d. Vobeucreditllnft. I. Kank»Acti»n (per Stuck). «lnglo-Oest. Van! »00 fi. 60°/» ?b Vanrverew. Wiener 1U0 fl. . »»n- . i»n-?5 V«N» ll»»r« Vobencr.-«lnst.,«st.»oo fl.E.4«°/, 4il>---418-- Crbt.-«nst.f. Hand. u.V. i«0fl. — — —-— dto, dto. per Ultimo August »»4!O «li, bu CreditbanI, «III« ung., 200 fi.. «»»-.-.0 ««compte-Vef.. Ndrbft., bW fi. ««? — s?l> — Vlro.u. Lasicnv,, Wiener. 20Usi. 24b-. 243— Hypothelenb..«st.,L<»«fi.l!b°/„» 79-- »1-. öanbeibanl. öst., 2<»U fi. . . . 244,0 2448Y 0efterr,Unglll. Van! Sftv fl. . 9«2 985 Unionbanl »00 N...... 2b1 «b »l»1 75 «erlehrsbanl, «lll»., »40 fi. . l?4 »«, i?b.»!t. Alll«n VVN Transport-Dnt»nuhmnngu «ussi» Tepl, »isenb. 300 fi, . . l?8« 1780 N5t,m. Nurdbabn 150 fi. . . »0b bO »«« - - „ Weftbahn »00 ft. . . « fi. . —— — — Donau ' Dampfschiffahrt » Ves. Oefterr. bttU fl. b.°Z.)»00fi.V, — — — — Dui'NodeilbllcherV.'V.zoofi.O, — - — — Ferdinllnd»>Nordb. l ovu fi. «M. W7b »»8». »allj.ssarl-Ludw. 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Ducaten........ 5»« 5-»»« »O'ssrllncs'Etücke..... »»?, »»«, Silber........ -- .-- Deutsche «eich«bllnln«ten . . 31 ?i», «i-KN Papier.Nub«l..... l «li«, I 30, Ein junger, erst ausgelernter CJonuHLftsi Snr i r der deu's^hen und der slovenischen nSSÜ- ln W.ort und Schrift vollkommen Schp-H 8 1St) wird beim Gefertigten unter be- emenen Ansprüchen sofort aufgenommen. aiiM, • elbe empfiehlt dem P. T. Publicum «en seme gut eingerichtete (3890) 3—2 Bahnrestauration Q°.Jf8lich warme und kalte Speisen, beste hiir t und bequemes Nachtlager zu den bl"'gsten Preisen zu haben sind „ Franz Xav. Siro ^™^^iiilißr Md Baüiirestanrateur, Krainburit. Studenten ^erden für das künftige Schuljahr bei *in*r distinguierten, kinderlosen Deamt.enfamilie in vollständige, ge-Wlssenhaf(e Aufsicht und Pflege Benommen. Sehr geräumige und gesunde, allen Schulen rahe Wohnung. 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(W to se doloèujeta dva dražbena aileva, prvi na 2 7. kimovca in drugi na 8. listopada 1893, pJi .lkrat od 11. do 12. ure dopoldne bod s°dišèi s pristavkom, da se ZSL }° ze»nljišèe pri prvem röku le druo èez cemtveno vrednost, pri nn«,f-em röku Pa tudi pod to vred-n°%> oddalo. sospr,raŽbeni P^oft vsled katerin Je W0?.0 vsak ponudnik dolžan, pred bene 10 °/o varšèine v roke draž" Za •ga komisarja položiti, cenitveni v È- in ^emljekniižni izpisek leže re8istraturi na upogled. aU(S 9o • okraJno sodišèe v Mokronogu **• »ivgusta 1893. Ueber 1000 Nummern. Das Neueste, was in diesem Genre geboten wird. Xnr noch kurze Zeit hier! ^4.iif" dem Kaiser - Josefs - Platz tCaa*l Qahriel» grossei weltberühmtes ^^^^ anatomisches Museum. IHonstre ¦ A*m»»*«ll.iMmff von hier noch nicht gesehenen Meisterwerken der Meohanlk, Cero- plastlk, Modelller-, Maler- und Bildhauerkunst in der eigens dazu errichteten, über 600 Quadratmeter großen Ausstellungshalle, mit circa 200 Gasflammen feenhaft beleuchtet. Geöffnet täglich von 8 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Das Panoptlkum ist für jedermann, das anatomlsohe Museum nur für Erwachsene zugänglich. Jeden Dienstag und Freitag nachmittags, mit Ausnahme der Feiertage, PV ¦•»Mm«e»m^«t$f> ~^ßl fi^* Preisermässigung. *^P| Entr6e von jetzt ab nur 10 kr.; für beide Abtheilungen, inclusive Extracabinet, 20 kr.; für Militär vom Feldwebel abwärts 10 kr. Anerkannt grösste und reichhaltigste Schaustellung in dieser Branche auf Reisen. (3694) 18 (3938) 3—3 Nr. 3069. Concurs-Edict über das Vermögen der Anna Ker- nicer, Krämerin Unter der Trantsche in Laibach Nr. 1. Das k. k. Landesgericht in Laibach hat die Eröffnung des Concnrses über das gesammte wo immer befindliche bewegliche und über das in den Ländern, für welche die Comursordmmg vom 25. December 1868 gilt, gelegene unbewegliche Vermögen der Anna Kernicer, Krämerin Unter der Trantsche in Laibach Nr. 1, bewilligt, den Herrn k. k. Landesgerichtsrath Alois Tschech in Laibach zum Concurs-Commissär uud den Herrn Dr. Franz Stör zum einstweiligen Masseverwalter bestellt. Die Gläubiger werden aufgefordert, in der auf den 11. September 1893, vormittags 9 Uhr, vor dem Concurs-Commissär angeordneten Tagfahrt nnter Beibringung der zur Bescheinigung ihrer Ansprüche dienlichen Belege über die Bestätigung des einstweilen bestellten oder über die Ernennung eines anderen Masseverwaltcrs und eine's Stellvertreters desselben ihre Vorschläge zu erstatten und die Wahl eines Gläubiger-Ausschusses vorzuuehmen; ferner werden alle diejenigen, welche gegen die gemeinschaftliche Concursmasse emm Anspruch als Con-mrs-Gläubiger erheben wollen, aufgefordert, ihre Forderungen, selbst wenn ein Rechtsstreit darüber anhängig sein sollte, bis 8. October 1693 bei diesem k. k. Lcmdcsgerichte nach Vorschrift der Concursorduung zur Vermeidung der in derselben angedrohten Rechts- Nachtheile zur Anmeldung und in der hiermit auf den 16. October 1893 vor dem Concurs-Commissär angeordneten Liquidierungs-Tagfahrt zur Liquidierung und zur Rangbestimmung zu bringen. Den bei dieser Tagfahrt erscheinenden, augemeldeten Gläubigern steht das Recht, zu, durch freie Wahl an die Stelle des! Masseverwalters, seines Stellvertreters und der Mitglieder des Gläubiger-Ausschusses, die bis dahin im Amte waren, andere Personen ihres Vertrauens end-giwg zu berufen. Die Liquidierungs-Tagfahrt wird zugleich als Vergleichs-Tagfahrt bestimmt. Die weiteren Veröffentlichungen im Laufe des Concursverfahrens werden durch das Amtsblatt der «Laibacher Zeitung, erfolgen. ^ <» u Vom k. k. Landesgerichte Laibach, den 1. September 1893. (3917) 3—3 fit. 5432. Oklic. V tožbi Antona Pintarja iz Kam-nika de praes. 22. julija 1893, št. 4845, pcto. 54 gold. 46 kr. s pr. se neznano kje na Ogerskem odsolnemu tožencu Jožefu Suštarju, vulgo (lašperèku, iz Uäenka postavi Janez Grabnar, župan v Nevljah, kuratorjem ad actum ter se mu vroèi tožba, vsled katere je k su-marni obravnavi s posledki § 18- sum. pat. razpisan narok na 27. septembra 1893 dopoldne ob 9. uri pri tem sodišèi. G. kr. okrajno sodišèe v Kamniku dne 24 avgusla 1893. (3988) St 1427. Zahvala. Dn6 30. junija vpepelil je požar 11 po-sestnikom v predmestji Karlovecu njih pohiätva. Za Tse darove, ki so jih pogorelcem darovali visoki deželni odbor, deželni po-slanec gospod dr. Iran Tavèar in domaèini, izreka županstvo v imeni pogorelcev in mestne obèine najtoplejSo zahvalo. Mestno županstvo Škofja Loka 5. septembra 1893. Valentin Suinlk iupan. "(3856)1^1 "St. 5263. Razglas. C. kr. okrajno sodiööe v Litiji daje na znanje: Ivan Wakonigg iz Smarlna je vložil pri tem sodiäci proti Janezu Deèmanu iz Zavergtnika, zdaj v Ameriki, tožbo de praes. 13. avgusfa 1893, ßt. 5263, za 16 gold. 20 kr. Ker lemu sodisöu ni znano, kje da biva zdaj toženec, se mu je postavil za to pravdno reè gosp. Ignacij 2iore, župan Ömartinski v Grnem Potoku, skrbnikom in se temu vroèila ta tožba, na katero se je doloèila obravnava na 25. oktobra 189 3. To se tožencu v to zvrho naznanja, , da si bode mogel o pravem èasu dru-zega zastopnika izvoliti in temu sodisöu naznaniti, ker bi se sicer le s postav-Ijenim skrbnikom razpravljalo in na podlogi te razprave spoznalo, kar je pravo. G. kr. okrajno sodišèe v Litiji dn6 16. avgusta 1893. (3915) 3—1 St. 3830. Oklic. C. kr. okrajno sodisöe na Brdu daje na znanje, da se je na proänjo To-maža Mihelèièa in drugov (po Jankotu Kersniku, c. kr. notarji) proti Jakobu Prošeku iz Klopc Stev. 5 v izterjanje terjatve 50 gold, s pr. dovolila izvrsilna dražba na 1869 gold, cenjenega ne-premakljivega posestva vlož. St. 23 in 24 zemljiske knjige kat. obè. Vinje. Za to izvräitev sta odrejena dva roka, na 7. o k to bra in na 11. novembra 1893, vsakikrat od 11. do 12. ure dopoldne pri tem sodišCi s pristavkom, da se bode to posentvo pri prvem röku le za ali nad cenilno vrednost jo, pri drugem pa tudi pod njo oddalo. Pogoji, cenilni zapisnik in izpisek iz zemljiske knjige se morejo v na-vadnih uradnih urah pri tem sodisèi upogledati. C. kr. okrajno sodifcöe na Brdu dne H9. avgusta 1893.