Nr. 161. Montag, 17. Juli 1899. Jahrgang 118. Mlmcher Zeitung. A,.?^"?"""^""' ^" Poslvtrsendung: «anzjlihrill ll. ,5, halblühr!« ,l. 7 zu. Im «omptolr: ««nzMrig s, n hlllbjühr!» ll. li b0. Für ble Zustellung !n« Hau« aanzMli« ,1.,. - Insertl>.»,«b»r: Für «cms Inletatt bi, ,» 4 Zellen »5 k., »rühelt per Hell» S fr,: bei «»»eien W!ede,h°lun«sn p,r Mle » lr, »i« «Laib. Ztg.» erschtint lä«!!ch. mtt «u»nahme der Lonn» und »elerta,». Die «>«l»»ßr«tl«« b«sind«t ftch «ongrc!«pla» Nr. ». die «,b«ctio» VllrmheiztzcrgllNe Nr lb, Eprechstunden der«eb»ctton von « bl« «0 Nbr v«» mltt«g». UnfranNerte >t!r!,Is werben n!l annenommen, Vlanuscrlpte nlcht zurückgestellt. Amtlicher Theil. Auf Allerhöchste Anordnung wird für weiland Seine kaiserliche Hoheit Georg Alexandrowitsch, Großfürsten-Thronfolger von Russland, die Hof-trauer von Sonntag, den 16. Juli d. I., angefangen durch zwölf Tage mit folgender Abwechslung ge-tragen: die ersten sechs Tage, vom 16. bis einschlieh. "ch 21. Juli, die tiefe und die weiteren sechs Tage, vom 22. bis einschließlich 27. Juli d. I., die min-dere Trauer. ______ Der t. k. Landespräsident im Herzogthume Krain hat dem Messuer Michael Turk in Weixelburg die N"t Allerhöchstem Handschreiben vom 18. August 1898 Mistete Ehrenmedaille für vierzigjährige treue Dienste zuerkannt. __________ Den 14. Juli 1899 wurde in det l. l. Hof- und Staats» vrucleiei das Xl.HI., Xl.IV. und XI.V. Slücl der böhmische» u>ld 5"s XI.V!. Stllcl der rumänischen Ausgabe des sieichsgeseh. vlatles ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom "-Juli 1UW ^r. i^ ^,,^^ h^ Weiterverbreitung folgender ^resserzeugnisse verboten: 3ir. 159 «Deutsche Correspond««;» (Herausgeber Eduard "»«son in Wien) vom 9. Juli 1899. 3ir. 14 «Der Zeitgeist» vom «.Juli 1U99. ., Nr. 185 «Urbeiter.Ieitung' vom 8. Juli 1899 (Morgen-vlutt). .,^ Nr. 341 .Fränkischer Kurier» vom 6. Juli 1899 (Abend Ausgabe). Nr. 185 «Das Vaterland, vom 8. Juli 189». Nichtamtlicher Theil. Schluss der Sobranje-Session. . Der bemerkenswerteste Satz in der Ansprache, nut welcher Fürst Ferdinand die Session der Sobranje geschlossen hat, ist der auf die Finanzverträge bezugliche. Der Fürst dankte den Volksvertretern für die zur gerechtesten Lösung der sinanzwirtschaftlichen Frage aufgewandte Mühe und erklärte, dass durch die An. nähme der Verträge die unaufschiebbaren Verpflichtungen des Staatsschatzes erfüllt werden konnten, der Staatscredit gehoben und das Land von der Finanzkrise befreit wurde. In den letzten zwei Sitzungen der Kammersession kamen noch einige Interpellationen zur ^eantwortung, worunter insbesondere jene des oppositionellen Deputierten Kantschow an den Minister des Aeußern über die Vorgänge in Macedonien weiteres Interesse beanspruchen darf. Deputierter Kantschow schilderte vor allem die Lage der bulgarischen Bevölke« rung in Macedonien vom Jahre 1884 bis auf den jüngsten Vorfall in Prilep und kam zu dem Schlüsse, dafs die bulgarischen Bewohner Macedoniens durch die ihnen zutheil gewordene Behandlung in einen Zustand der Verzweiflung gerathen seien. Unter ausdrücklicher Betonung, dass er keineswegs eine Verschlechterung der Beziehungen Bulgariens zur Türlei wünschen könne, fragte der Interpellant, was die Regierung zur Verbesserung der Lage der bulgarischen Bevölkerung in Macedonian unternommen und welche Schritte sie gethan habe, um die im Berliner Vertrage vorgesehenen Reformen in Macedonien eingeführt zu sehen. Der Minister des Aeußern Herr Grelow wies vorerst auf den heiklen, politischen Charakter der Anfrage hin, indem er zu bedenken gab, dass die bulgarische Regierung doch über die Vorkommnisse in einer türkischen Provinz leine Untersuchung zu verlangen in der Lage sei. Weiters aber constatierte der Minister an der Hand seiner amtlichen Informationen, dafs die in die Oeffentlichkeit gelangten Nachrichten aus Macedonien zumeist fehr übertrieben waren. Was die Conccntrierung türkischer Truppen an der Grenze betreffe, biete sie keinerlei ernste Gefahr, da an einen türkischen Angriff nicht zu denken und die verschärfte Ueberwachung der Grenze auf türkischer Seite nur die Wirkung der Besorgnis vor dem Einfalle von Freischaren sei. Herr Grekow fügte hinzu, dass in der neueren Geschichte lein Beispiel für einen kriegerischen Angriff gegen irgend einen Staat seitens der Türlei vorhanden sei. Der Minister betonte sodann die Wichtigkeit der Erhaltung bester Beziehungen zur Türlei, deren Wert ja auch der Interpellant anerkannt habe. Er erklärte das Verhalten der türkischen Behörden in Macedonien aus dem Misstrauen gegen Bulgarien, welches in der Türkei noch immer als erbitterter Gegner des Bestandes des ottomanischen Reiches betrachtet werde. Dieses Misstrauen müsse vorerst zerstreut werden, was die bulgarische Regierung durch eine correcte und loyale Haltung und durch Perhorrescierung aller Gewaltthaten in Macedonian erreichen lönne. Was die Reformen anbelange, meinte der Minister, sei es nicht Sache Bulgariens, diese Frage, für deren Aufrollung die jetzige politische Stimmung der Mächte ungünstig erscheine, auszuwerfen, da Bulgarien nicht die Autorität besitze, Reformen von der Pforte zu erzwingen. Dies könnte nur Europa thun. Die bulgarische Regierung, so schloss Herr Grelow, appelliere an die Vernunft des bulgarischen Volkes und der macedonischen Patrioten, welche be« greifen müssen, dass ein Aufstand die Lage der Christen in Macedonien nur verschlechtern, ja die leidenden Brüder zugrunde richten könnte. Der Minister hoffe, dass das Haus diese Politik der gegenwärtigen Regierung billigen werde. (Stürmischer Beifall.) Politische Uebersicht. uai bach, 15. Juli. Unter dem Vorsitze des Finanzminister» fand am 13. d. M. neuerlich eine Berathung der mit der Ausarbeitung desActienregulativs betrauten Ministerialcommission statt. Der finanzministerielle Entwurf wurde fchon vor längerer Zeit fertiggestellt und die Vorschläge des Ministeriums des Innern betreffe Behandlung der industriellen Actiengesellschaften sollen jetzt schon zum großen Theile vorliegen. In den letzten Conferenzen ist die Berathung der einzelnen Fragen des künftigen Actienregulatios, wie das «Fremdenblatt' berichtet, erheblich weiter gediehen und die Zahl der Differenzpunlte hat sich sehr wesentlich gemindert. Das Justizministerium hat unter dem 20. Juni an alle Gerichte und Staatsanwaltschaften folgende Verordnung erlassen: Um die gebotene Beschleunigung in der Veröffentlichung des gerichtlichen Verbotes der Verbreitung einer Druckschrift herbeizuführen, werden die Gerichte angewiesen, die ihnen obliegende unverzügliche Veröffentlichung der Verbotserlenntnisse in der officiellen Landeszeitung sofort nach Fällung solcher Erkenntnisse zu veranlassen. Weiters wird im Einvernehmen mit dem k. l. Mini» sterium des Innern verfügt, dass die von den Staats-anwälten an das l. l. Ministerium des Innern behufs weiterer Verlautbarung in der «Wiener Zeitung» und den übrigen Landeszeitungen zu erstattenden Anzeigen über erflossene Verbotserlenntnisse vom 1. August 18W an nicht mehr an das k. l. Ministerium des Innern, sondern unmittelbar an die Direction der «Wiener Zeitung» in Wien einzusenden sind. Aus den Aeußerungen, welche der Ministerpräsident einer Deputation des^ zechischen Abgeordneten-Clubs gegenüber gemacht haben soll, schließt das «Präger Tagblatt», das« die Zurück« drängung des Deutschthums zu Gunsten der slavischen Staatsrechtsparteien fortgesetzt werden soll. Das Blatt beklagt, dass das Ergebnis der Conferenzen des Feuilleton. Das lramische Feldjagerbataillon Nr. 7 «eim Uebttsalle von Freybcrg in Sachsen am 18. September 18i:l. Vom Garde-Oberstlieutenant «itter von Umon. General Georg Scheither, in dessen Brigade sich das Bataillon unter dem Commando des Obersten «arl Baron Veyder von Mahlberg befand, hatte durch Kundschafter erfahren, dass das bei Dippoldiswalde Mende französische Corps des Marschalls Victor 5000 Uttann nach Frauenstein vorgeschoben habe und Frcyberg von Abtheilungen der beiden wcstphälischen Husaren-reglmenter und des 23. französischen Chevaur.legers.Re. glments unter dem General Bruno besetzt sei. Schcither ^schloss, letztere Stadt zu überfallen, marschierte mit vem Bataillon und drei Cscadronen Vincent-Chevaur.. Mrs (jetzt Windischgraetz-Dragoner) am 17. von Seyda über Chemnitz nach Burlersdorf. Die Nähe des zahl-"lchen Feindes erheischte die höchste Vorsicht) daher Ueh der General zur Deckung seines Abmarsches die Kavallerie in diesem Orte zurück, wovon eine Escadron oas feindliche Lager bei Frauenstein alarmieren, zwei aver m der Nacht wieder zur Hauptcolonne stoßen lvllten. Diese brach am Abend des 17. auf und er. Mchte Berthelsdorf mit Einbruch der Nacht. Daselbst Wurde in einer Vertiefung des Bodens mit den, Ba. Alllon in erster und mit der Cavallerie in zweiter "Nie abmarschiert; letztere durfte rscaoronsweise ab- zäumen und abfüttern. Alle Feuer wurden untersagt, die größte Stille befohlen und den das Lager und Dorf umstellenden Posten die Weisung ertheilt, alle Landesbewohner in ihren Kreis hinein, niemanden aber aus demselhcn hinauszulassen. Man war bei dem Dorfe Mulde fo glücklich gewesen, die Pompiers, die von Freyberg wegen Herbeischaffung von Lebensmitteln ausgesendet waren, gefangen zu nehmen; der General erhielt von denselben nähere Auskunft über die Beschaffenheit des Platzes und die Sicherheitsmaßregeln der Garnison. Diese und die Nachrichten, welche Ritt-meister Baron Wucsthof über die Stadt, von der früheren Besetzung her, zu geben vermochte, dienten zur Grund-läge des Angriffsplanes. Freyberg, die Hauptstadt des fächsischen Erz-gebirges, mit ungefähr 10.000 Einwohnern, war mit trockenen Gräben, hohen Mauern und Thürmen um» geben und hatte fünf wohl zu verschließende Thore. Durch die Stadt flieht der kleine Münzbach; die Stadtmauern über demselben waren gewölbt, und die Vogenöffnung erschien mit einem eisernen Gitter, einem sogenannten Piechen, verschlossen, welcher den Boden nicht berührte, sondern Raum zum Durchlricchen ließ. Die Thore wurden über Nacht geschlossen und mit Posten beseht; stärker war die auf dem Platze gelegene Zauptwachc, wo auch der General wohnte; Officiere und Mannschaft waren bei den Bürgern bequartiert, die Pferde in zwei großen Stallungen, deren Lage bekannt war und wo sich nur die Stallwachm aufhielten, untergebracht. Der obige Piechen sollte nach Aussage der Pompiers unbewacht scm. Konnte man den Ein» gang in die Stadt rasch erzwingen, so war im Innerm derselben kein ernster Widerstand zu befürchten. Das Erbisdorfer Thor, durch welches der Weg nach Frauenstein führt, wurde zum Hauptangriffe er-sehen. Zwei Escadronen Vincent.Chevauxlegers, nebst der zweiten Division des Bataillon« unter Hauptmann Schmidt wurden dazu bestimmt; die übrigen Thore waren durch Abtheilungen des Bataillons zu umgehen und zu besetzen, während der Rest der Truppen vor der Stadt aufzumarschieren hatte. General Scheither gab allen Stabs- und Oberofficieren, denen eine be-junoere Rolle zugedacht war, persönlich seine In-structionen. Es regnete die ganze Nacht hindurch, und al« am 18. September, gegen 3 Uhr früh, die Truppe»,, die Pompiers als Führer an ihrer Spitze, ganz durchnässt sich in Bewegung setzten, waren Finsternis und die schlechten Seitenwege denselben gleich hinderlich; anderseits konnte man darauf rechnen, dass dle üble Witterung das Unternehmen begünstigen werde, well dadurch die Besatzung, in größere Sicherheit gewiegt, sich zur Vernachlässigung der Sicherheitsmaßregeln verleiten lassen würde. Um '/.5 Uhr langte die Colonne in der Vorstadt bei dem Erbisdorfer Thore an und machte, ungefähr 150 Schritte von demselben entfernt, halt. Ni« jetzt war das Unternehmen unentdeckt geblieben; die Einwohner der Vorstadt lagen noch in tiefem Schlaft und nur bei einem Bäcker sah man Licht, jedoch ver. hielten sich die Truppen jo still. dusi auch dieser nicht aufmerksam wurde, wie man dies nuö der ruhigen Fort- Laibacher Zeitung Nr. 161. 1292 17. Juli 1899. Ministerpräsidenten der extremradicalen Strömung unter den Deutschen nur neue Nahrung zugeführt hat. — «Narodni Politika» und «Morawskä Orlice> zeigen sich aber auch nicht sonderlich zufrieden mit den erwähnten Aeußerungen des Ministerpräsidenten. Das erstere Blatt meint, von einer entscheidenden Wendung zum Besseren könne nicht die Rede sein; die Zusagen des Ministerpräsidenten dürften sich bestenfalls auf die Sanctiouierung der Gesetze über die Minoritätsschulen, den Sprachgebrauch bei den autonomen Behörden und die Vertretung der Stadt Prag im deutschen Bezirks-schulrathe beschränken. Das mährische Blatt will, dass den schönen Worten die Thaten folgen. Man müsse kategorisch darauf bestehen, dass die Verwaltung von den Grundsätzen des czechischen Programmes geleitet werde, welches auch für die czechische Majorität im Lande die volle Gleichberechtigung verlange. Andernfalls müsste der Weg der Opposition betreten werden. — Dagegen glaubt «Hlas Näroda» aus dem Inhalte des czechischen Communiae' schließen zu können, dass das jungczechische Executiv-Comite' mit dem Berichte seiner Delegierten offenbar zufrieden sei und dass zwischen der Regierung und der czechischen Parteileitung leine principiellen Differenzen bestehen. Wie die «Neue Freie Presse, meldet, wird Fürst Ferdinand von Bulgarien gegen Ende Juli in Wien eintreffen, um sich nach mehrtägigem Aufenthalte von hier nach Karlsbad zu längerem Cu» gebrauche zu begeben. Zugleich mit dem Fürsten wird Prinzessin Clementine von Co burg mit dem bulgarischen Prinzen in Wien eintreffen und zum Sommeraufenthalte nach Schloss Ebenthal über« siedeln. Die «Neue Freie Presse» macht auf ein jüngst erschienenes Buch des l. u. k. Hauptmannes Josef Schön vom Generalstabs-Corps, «Die Ziele Russlands in Asien», aufmerksam, in welchem mit tiefer Kenntnis der einschlägigen russischen Literatur, die statistischen Daten über Handel, Gewerbe, Ackerbau und Verwaltung berücksichtigt werden, und nach gründlicher Behandlung aller mit dem Bau der großen sibirischen Eisenbahn zusammenhängenden ökonomischen und verlehrspolitischen Fragen die Schlussfolgerung gezogen wird, Russland habe eine Riesenculturarbeit in Wen begonnen, zu welcher es freien Raum und Frieden in Europa braucht, ohne befürchten zu muffen, dass seine Concurrenten sein Engagement in fernen Westtheilen zu Rüstungen benutzen. Rujslands Ziel sei und bleibe zunächst Asien. Tagesneuigleiten. — (Das Grab des Kaisers Vespasian.) Die «Nurore» berichtet: Ein Alterthumsforscher, der Doctor Lionel Radiguet, hatte es als nothwendig bezeichnet, in der Schweiz Ausgrabungen zu veranstalten, und zwar in einer Gegend des Cantons Bern, wo die Römer zwei Stationen eingerichtet hatten, die eine in ^vontieuni, die andere aus dem Non» tki-ridilig. Auf Grund der von Herrn Radiguet gelieferten Angaben hat man nun in der That am Fuße der Mauer der dortigen Pfarrkirche drei SteiDlirge entdeckt, von denen einer, wie man glaubt, die Leiche des Kaisers Vespasian enthalten hat, der in ^.ventioum gestorben ist. Die Inschriften auf den Deckeln der Särge scheinen diese Annahme zu bestätigen. Der Sarg, welchen man als den des Kaisers ansieht, enthielt eine prächtige Rüstung aus massivem Gold von merkwürdiger Arbeit. — (Mit der Sense gelüpft.) Im Kustelyer Hotter bei Temesvar geriethen der Landwirt Peter Gatja und dessen Frau Persiba mit dem Schnitter Johann Trailla in Streit, weil sich letzterer während des Schnittes zu häufig die Pfeife stopfte und angeblich zu wenig arbeitete. Trailla gerieth in Zorn, hieb mit der Sense aus und schnitt Gatja den Kopf ab, worauf er auch der Frau Gatjas mit der Sense schwere Verletzungen bei« brachte. Trailla stellte sich nach der That selbst dem Gerichte. — (Eine Kugel im Herzen.) Es ist durch zahlreiche Beobachtungen erwiesen, dass die verschiedensten Fremdkörper, unter anderem Kugeln, im menschlichen Körper einheilen können, deren Extraction nicht möglich gewesen. Vereinzelt dürfte aber der im «Cincinati Lancet» veröffentlichte Fall dastehen, in welchem bei der Leichen« öffnung eines alten Soldaten innerhalb der Wände des linken Herzventrilels nahe an der Spitze eine kleine, in den Mustelfasern eingekapselte Gewehrkugel gefunden wurde. Im Leben waren nicht die geringsten Störungen der Herzthätigkeit vorhanden. Die Verwundung, die der Mann erlitten, reicht bis ins Jahr 1861 zurück. Die Gewehrkugel war von vorn linkerseits zwischen der zweiten und dritten Rippe ln den Brustkorb eingedrungen, durchquerte die Lunge und den Herzbeutel von oben nach unten und blieb im Herzen stecken. Die Schusswunde heilte und der Soldat nahm später seine Beschäftigung als Taglöhner auf. Das Herz hatte also länger als 37 Jahre den Fremdkörper ohne den geringsten Zufall beherbergt. — (Tausend Jahre alt können wir zukünftig alle werden) — so wenigstens ver-sichert Dr. Curtis, Professor der Bacteriologie an der Chicagoer Universität für Aerzte und Wundärzte, in einem offenen Briefe an den bekannten Millionär Andrew Carnegie. Dr. Curtis führt aus, dass alle Menschen bis tausend Jahre alt werden könnten, wenn sie nur ihr Leben entsprechend den Regeln der Hygiene und der Wissenschaft einrichten wollten. Das ganze Geheimnis eines langen Lebens sei die Zerstörung des Parasitismus, und er drängt in Herrn Carnegie, die Kleinigkeit von 50 Millionen Dollars zur Gründung eines Instituts für Hygiene und das Studium der Bacteriologie zum Besten der Menschheit herzugeben. — (Abwechselnd mit Hochdieselbe n.) Aus der Rheinprovinz schreibt der «T. R.» ein Leser: Unser Landrath war kürzlich nicht wenig erstaunt, als er eine Eingabe erhielt, die mit den räthselhaften Worten begann: «Euer Hochwohlgeboren abwechselnd mit Hoch-dieselben bitte ich gehorsamst u. s. w.» und ebenso mit dem Satze schloss: «Ich zeichne als Euer Hochwohlgeboren abwechselnd mit Hochdieselben gehorsamster N. N.» — Des Räthsels Lösung war die, dass der Schreiber einen Briefsteller zu rathe gezogen und darin gefunden hatte, dafs die Anrede «Euer Hochwohlgeboren» abwechselnd mit «Hochdieselben» zu gebrauchen sei! — (Ein achttägiges Bic yclereiten auf einem Schornstein) tritt nächste Woche der Professions-Radfahrer Alexander Schreyer, genannt der australische Wirbelwind, auf der Spitze des höchsten Fabrilsschornsteines in Washington an. Der Schornstein gehört der «Capitol Traction Company», ist 195 Fuß hoch und hat oben 9 Fuß im Durchmesser. Gegenwärtig unbenutzt, wird seine Oeffnung mit Brettern belegt und auf diesem soll Schreyer seine achttägige Radfahrt ausführen. Natürlich handelt es sich nicht um eil. Vorwärts-, Rückwärts- oder Kreisfahren; das Bicycle bleidl stationär und ohne Kette, die Räder laufen auf Rollen, welche ihrerseits auf den Planken befestigt sind und drehen sich mithin auf der «stelle. Ueber dem Rade wird ein großer Sonnenschirm gegen die brennende Hundstagssonne angebracht, ebenso eine kleine Cabine, in welcher Schreyer schläft und seine Mahlzeiten zu sich nimmt, welche zu ihm heraufgezogen werden. Schreyer pedaliert taglich von morgens bis abends und hat große Wetten abgeschlossen, den Record Murphys von einer Meile in der Minute zu schlagen. Man wird ihn von allen Theilen der Stadt aus jederzeit beobachten und controlieren lünnen. Die zurückgelegte Meilenzahl wird durch einen automatischen Apparat festgestellt und ebenso auf einer unten angebrachten Tafel markiert. Um auf die Kosten zu kommen, verlauft Schreyer die gesammten vier Schornsteinwände an eine große Annoncellfirma, welche den Schornstein mit Annoncen in allen Farben des Regenbogens überzieht. — (Die Katze als Lebensretterin.)In einer Londoner Morgenzeitung erschien das Bildnis einer sehr ehrbar dreinschauenden Katze. Das zu diesem Ruhm gelangte Thier ist lein seltenes fremdländisches, das auf einer Ausstellung den ersten Preis erhalten hat, sondern die ganz gewöhnliche Hausgenossin einer in Bristol lebenden Familie mit dem deutsch klingenden Namen Schneidermann. Pussy, zu deutsch Mietze, war schon vor mehreren Wochen nahe daran, einen vorzeitigen gewaltsamen Tod zu finden. Sie litt an einer unheilbar scheinenden Wunde am Bein, und um der Sache ein Ende zu machen, wollte sie ihr Herr ertränken. Die Ausführllng dieses Entschlusses wurde jedoch von Tag zu Tag aufgeschoben und schließlich besserte sich das Uebel. Schneidermann, seine Schwester und zwei andere Personen, die in demselben Hause wohnen, haben jetzt alle Ursache, dankbar zu sein, dass die treue alte Katze am Lebeil geblieben ist. «Baby» —so heißt die berühmt gewordene Mäujejägerin — hat die lobenswerte Gewohnheit, jeden Morgen zu einer bestimmten Stunde in das Schlafzimmer ihres Herrn zu schleichen und ihn dadurch zu wecken, dass sie mit der rechten Pfote sein Gesicht streichelt. Auf die Zuverlässigkeit seiner vierbeinigen Weckerin tann sich der Mann fest verlassen. Eines Morgens in der vergangenen Woche verspürte Schneidermann «Babys» sanfte Berührung zu etwas ungewöhnlicher Zeit. Schon wollte er das Thier wegen der verfrühten Störung ausschelten und aus dem Zimmer weisen, da bemerkte er durch die angelehnte Thür Rauch eindringen. Erschreckt sprang er auf und machte die Entdeckung, dass im Hause Feuer ausgebrochen war. Nur mit knapper Noth konnten die Bewohner die unentbehrlichsten Gegellstände zusammenraffen und sich retten. Einem jungen Manne gelang dies nur durch einen Sprung aus dem Fenster. — (Das amerikanische Tandem.) Aus London wird berichtet: In Newyork haben die Millionäre zur Abwechslung einen neuen Zeitvertreib gefunden. Sie setzen sich vorn auf ein Dreirad und lassen die Vorwärtsbewegung durch einen Neger besorgen, der sich in eleganter Uniform auf dem Hintersitze abmüht. Die Newyorler Blätter berichten bereits über mehrere Fräulein, die in ruhevoller Grandezza vor dem Neger fahren. Auch einzelne männliche Mitglieder der Vierhundert von Newyorl rauchen ihre Cigarre auf dem Vordersitze des Tricycles und können dabei in aller Bequemlichkeit ein Vein über das andere schlagen. sehung seiner Arbeit schließen konnte. Auch die Neben« colonnen hatten sich unterdessen ihren bestimmten Punkten genähert. Der Augenblick des Handelns war gekommen, denn schon begann der Tag zu grauen. Oberlieutenant Josef Angermayer schlich sich mit seinen Jägern Unls zum Piechen ; aber beim Versuch des ersten Mannes, unter demselben durchzukriechen, bewährte ein daselbst aufgestellter Husar seine Wachsamkeit durch ein lautes «Halt! Hui vive?» Der Jäger verhielt sich ganz still, und als die Schildwache, nichts mehr hörend, sich beruhigte, zog sich der Jäger langsam wieder zurück. Oberlieutenant Angermayer, da er hier nicht un« bemerkt in die Stadt dringen konnte, wandte sich mit raschem Entschlüsse rechts gegen das Thor, vor welchem die bestimmten Truppen im tiefsten Schweigen und mit Ungeduld des Augenblickes harrten, der ihnen zu handeln erlauben würde. Beim Thore angelangt, hörte Angermayer die Schildwache unter demfelben ruhig auf« und abgehen. Es wurde an der Einlasspforte geklopft ; die Schildwache erhielt auf ihr: «Wer da?» — den alle weitere List verschmähenden und von einem, mit einem schweren Stück Holz geführten gewaltfamen Stoße begleiteten Ruf: «Oesterrelcher!» zur Antwort. Sie gab Feuer und machte Lärm, aber in demselben Augenblicke wich die Pforte den verdoppelten Stößen; die Jäger drangen unaufhaltsam durch dieselbe ein und die Schildwache fiel als erstes Opfer, dann noch ein Soldat von der aus der Wachstube herausstürmenden Mannschaft, die aber fchnell in diefelbe zurückeilte und sich da einsperrte. (Vchluft folg,.) Madame Uarcisss. «««an von 2l. Nast. l?1. Fortsetzung.) «Du fürchtest wohl. ich sei plötzlich wahnsinnig geworden?» sagte sie leise. «Sei unbesorgt! Ich bin nur nervös, furchtbar nervös! Alles erschreckt mich, alles jagt mir Angst ein!» Von Mitleid erfüllt, trat er wieder auf sie zu und ergriff ihre Hände. «Ich kann mir denken, dass dich der Gedanke, möglicherweise von Drubezkoi verrathen zu werden, sehr aufgeregt hat; aber nun du siehst, dass er einer Aussprache Leczinsli gegenüber aus dem Wege gegangm ist, solltest du doch alle trüben Gedanken von dir weisen, meine ich!» Ihr Kopf sank kraftlos auf ihre Brust herab. «Wenn ich das nur könnte!» seufzte sie kläglich. «Nur nicht verzagt! Die Zeit wird schon wiederkommen, dass du fröhlich sein wirst!» versuchte er sie aufzurichten. Sie schmiegte sich fest an ihn an und blickte zu ihm auf. «Und du wirst mich nie verrathen?» kam es über ihre Lippen. «Nie verrathen und nie verlassen!» betheuerte er ihr. «Sollte wirtlich einmal der Tag kommrn, an welchem du Alexandrowo verlassen musst, dann gehen wir zusammen von hier fort — das schwöre ich dir!» «Zusammen!» Sie lächelte glücklich und schmerzlich zugleich. «Ach. Etienne. ich glaube, dieser Tag ist mcht mehr fern!» «Schwarzseherin!» schalt er sie lächelnd und gab ihr einen leichten Schlag auf die Wange. «Ich gehe jetzt, denn du sollst dich niederlegen und schlafen!» «Ach, Etienne, bleibe noch!» bat sie. Er warf einen Blick auf die Uhr. «Es geht nicht, wirklich nicht!» entgegnete er. «Ich darf Sonja nicht länger warten lafsen!» Sie runzelte die dunklen Brauen. «Sonja!» murmelte sie. «Ich glaube, ich werde bald anfangen, diefes Mädchen, das es fo gut meint mit mir, zu hassen!» «Hast du nicht selbst gewünscht, dass ich mich mit ihr verlobe?» fragte er sanft vorwurfsvoll. «Ja», entquoll es ihr leidenschaftlich, «denn ich tonnte dich nicht im Elend fehen, weil ich dich lieb habe — o, so unsagbar lieb!» Ihre Lippen fanden sich; dann machte Etienne sich frei und verlieh leise das Gemach. Madame blieb noch eine geraume Weile unbeweglich auf derselben Stelle stehen; endlich bettete sie die matten Glieder auf dem Divan und hüllte sich, trotz des warmen Sommertages fröstelnd, in eine weiche Decke ein. «Wie das raufcht!» murmelte sie. «Ob ich das Rauschen auch höre. wenn ich singe?» Und halblaut summte sie vor sich hin: «Ich weih es wohl, dass ich die Sonne bin, An der du hangest mit Herz und Siml —» «Aber das war ja sein Lieblingslied!» gieng es ihr durch den Kopf und sie verstummte erschrocken. «Ich habe es ihm täglich singen müssen, damals — dort unten in Italien! Jetzt wird er es nie mehr huren, nie mchr l» Laibacher Zeitung Nr. 161. 1293 17. Juli 1899. — (Ein eigenartiges Jubiläum) lann in diesem Jahre gefeiert werden. Nach einer alten Zeitungsnotiz sind es nämlich nunmehr hundert Jahre her, dass die Fußbetleidungslünstler anftengen, für jeden der beiden menschlichen Füße einen eigenen Schuh zu bauen. Die betreffende Notiz stammt aus dem Jahre 1799 und besagt: «Da es jetzt in London Mode wird, für den rechten sowohl als linken Fuß einen eigenen Schuh ober Stiefel zu tragen, so hat dies den Schuhmachergesellen in London, deren Zahl sich wohl auf 30.000 beläuft, Anlass gegeben, eine Vermehrung ihres Lohnes von den Meistern zu begehren». Ob diese begehrte Lohnvermehrung den Schnhmachergesellen von den Meistern in Güte gewährt worden ist, oder ob die aufgekommene Mode, einen rechten und einen linken Stiefel zu tragen, Veranlassung zu einem Strike gegeben hat, darüber ver-lautet leider nichts. Jedenfalls ist es interessant, dass heute nach hundert Jahren es wieder Mode zu werden beginnt, Schuhwerl zu fabricieren, das an beiden Füßen getragen werden lann. Local- und Prouinzial-Nachrichten. ^- (Ernennungen.) Der Finanzrath Josef Dob id a wurde zum Oberfinanzrathe für den Bereich ber Finanzdirection in Laibach ernannt. Dem Finanz« rathe der Finanzdirection in Laibach Anton Samuda wurde anlässlich der von ihm erbetenen Versehung in den dauernden Ruhestand taxfrei der Titel und Charakter eines Oberfinanzrathes verliehen. — Der Zolloberamts-Controlor Karl Kastner wurde zum Zolloberamts-Vicedirector bei dem Hauptzollamte in Trieft ernannt. Die Zolloberamts-Officiale Franz Strelel, Heinrich von «erra. Valentin Kosovel und Johann Sumi wurden zu Zolloberamts-Controloren bei dem Hauptzollamte in Trieft ernannt. — (Der Laibacher Gemeinderath) hält morgen um 6 Uhr abends eine außerordentliche Sitzung ab. Aus der Tagesordnung befinden sich u. a. folgende -Uerathungsgegenstiinde: Bericht der Nausection in Angelegenheit einer dritten Knabenvolksschule in Laibach; Gericht der Fiuanzscction über den Recurs einiger Hausbesitzer an der Polanastraße gegen den geforderten Ersatz der Trottoirlosten; Bericht der Schulsectiou betreffs Er-Öffnung eines Kindergartens für die Tirnauer Pfarre und betreffs Aufnahme der Localitäten für die reorgani-Ilerte gewerbliche Fortbildungsschule; Bericht über die Au-slellung einer weiteren definitiven Lehrkraft an der städtischen höheren Mädchenschule; Bericht der Regulierungssection "ber verschiedene Grundankäufe zu Regulierungszwecken, darunter der Bericht über die Forderungen der Besitzer "> Namberg, Fr. Pavloiiö und Iosesine Pickl für Abtretung des zur Eröffnung der Mitlosik-Straße erforder- lchen Grundes; Bericht über den Ankauf des zur Verlängerung der Hilschergassc bis zur Bleiweis - Straße erforderlichen Grundes; Ernennung des Marltcommissärs und des Magazineurs des städtischen Elektricitätswerken "- (Reiseprüfungen an der k.l. Lehrer« Alldungs an st alt.) Den am 15. d. M. beendeten ^elfeftrüfuugen an der k. l. Lehrer-Nildungsanstalt in Laibach, welche unter Vorsitz des Herrn Schulrathes ^r. Iunowicz stattfanden, hatten sich alle 20 Can« "baten des IV. Jahrganges unterzogen. Von denselben erhielten ein Zeugnis der Reife für Volksschulen mit dcut- Sie . 'O, dieses Rauschen!» flüsterte sie. «Wird denn ^n Wind es niemals - niemals müde werden, durch ^chUf und Rohr zu rauschen?» XIII. . Tage und Wochen vergiengen. Auf den Feldern uegann das Korn zu reifen und auf den Wiefen war nwi, mit dem Einbringen des Heues beschäftigt. Die ^onne sandte heiße Strahlen herab und der Himmel !n"' !° w"t da« Auge reichte, von reinster Bläue. "Ur hie und da tauchten kleine Wölkchen auf, weih wle Schwäne, um kaum wahrnehmbar vorwärtszu« gmten und langsam zu zerfließen. Leczinski hatte sich auf Alexandrowo nicht wieder eyen lassen, und es schien ihn auch niemand dort zu vermissen. Sonja, deren Hochzeitstag nahe bevorstand, war so voll ihres Glückes, dass sie nur dann und wann des Freundes gedachte, innig und dankbar zwar, uver doch immer nur minutenlang. Ctienne war ihr Mter Gedanke des Murgens und ihr letzter des «vends. Selbst nachts im Traume sah sie ihn, den '^'Mt der ganzen Kraft ihres jungen reinen Herzens Auch Lutowojski, dem es früher ein Bedürfnis gewesen war, Leczinski täglich bei sich zu schen, empfand ^ letzt förmlich als Wohlthat, dass er nicht kam, da rr «men anderen Wunsch hegte, als den, sich unausgesetzt Madeleine widmen zu können, die fortdauernd kränkelte. . Die einzige, die sich beinahe Tag für Tag nach "czmsli erkundigte, war Madame. (Fvnsthun, solgl.) cher und slovenischer Unterrichtssprache: Rudolf Kalian aus Trifail, Franz Kracman ans St. Üeonhard bei Trifail, Ignaz Labernil aus Pülland bei Bischoflack, Anton Lenarci? aus Nlote, Anton Mahkota aus Laibach, Valentin Mikuj aus Schwarzenberg bei Idria, Leopold Morela aus Zaprice bei Stein, Alois Novak aus Laibach, Alois Ponilvar aus Landstraß, August Praprotnil aus Üolve (Küstenland), Richard Svetlic aus Gleinitz, Martin Tratnil aus Unter-Idria und Franz Voglar au« Hasel-bach. Von den übrigen Kandidaten erhielten drei die Be« willigung zur Ablegung einer Wiederholungsprüfung nach zwei Monaten, vier wurden auf ein Jahr reprobiert. — (DerIahresbericht der l. k. Staats-Oberrealschule in Laibach) veröffentlicht an erster Stelle zwei Abhandlungen, und zwar einen Beitrag zur lrainischen Landesgeschichte (Türkeneinfall 1528) von Heinrich Svoboda und Laibacher Erdbebenstudien von Albin Belar (mit vier Tafeln). Der Lehrkörper bestand außer dem Director aus 22 Lehrkräften. Die Schülerzahl betrug am Ende des Schuljahres 366 öffentliche Schüler und 10 Privatisten (I. a 39, I. d 54, II. u 44-j-i, II. !> 43, III. a 29-l-1. III. d 31, IV. u 33^-3, IV. d 28, V. 27-^1, VI. 24-l-2, VII. 14^-2). Der Muttersprache nach waren 170-j-9 Deutsche, 181 Slovene», 10-^-1 Italiener, 1 ltzeche, 3 Kroaten, 1 Serbe, dem Religionsbekenntnisse nach 359-j-10 katholisch, 5 evangelisch (Augsb. Eonf.), 1 griechisch-orientalisch, 1 israelitisch. Nach dem Wohnorte der Eltern gab es 216-s-i Ortsangehörige und 150-j-9 Auswärtige. Die erste Fortgangsclasse mit Vorzug erhielten 25, die erste Fortgangsclasse 254-j-3, zu einer Wiederholungsprüfung wurden zugelassen 51-j-5, die zweite Fortgangsclasse erhielten 26-s-2, die dritte Fortgangsclasse 9; zu einer Nachtragsprüfung wurde krankheitshalber 1 Schüler zugelassen. Das Schulgeld betrug im 1. Semester 3330 st., im II. Semester 3060 st. Stipendisten gab es 29; sie bezogen an Stipendien 2687 fl. 86 kr. Der Unterstützungs-Verein besaß 1600 fl. in Obligationen und 12 fl. 74 kr. bar. — Das Schuljahr 1899/1900 wird am 18. Sep-tember eröffnet werden. Der Lehrkörper der gewerblichen Fortbildungsschule bestand neben dem Leiter (Schulrath Dr. Rudolf Iunowicz) aus 16 Lehrkräften. Im Schuljahre 1898/99 wurden 301 Schüler (6 Gehilfen und 295 Lehrlinge) aufgenommen. Von denselben waren ihrer Muttersprache nach 267 Slovenen, 28 Deutsche, 1 Italiener, 2 Czechen und 3 Kroaten, dem Glaubensbekenntnisse nach 300 Katholiken und 1 Evangelischer. Dem Gewerbe nach waren Bauschlosser 75, Bautischler 18, Maurer 4, Spengler 11, Zimmerleute 2, Hafner 9, Mechaniker 8, Maschinisten 2, Büchsenmacher 6, Fassbinder 2, Gießer 3, Maschinenschlosser 27, Metalldreher 9, Schmiede 3, Uhrmacher II, Kunstschlosser 7, Modelltischler 1. Messerschmied 1, Wagner 2, Bildhauer 1, Buchbinder 17, Buchdrucker 7, Goldarbeiter 2, Möbeltischler 11. Tapezierer 8, Anstreicher 6, Vergolder 3, Photograph 1, Orgelbauer 1, Bürstenbinder 3, Zuckerbäcker 1, Kürschner 4, Gürtler 5, Sattler 2, Schneider 20, Schuhmacher 6, Friseur 1. — (Schul Nachrichten.) An der vierclassigen Volksschule in Mottling wirkten im abgelaufenen Schuljahre sieben Lehrkräfte. Die Schule wurde von 322 schulpflichtigen Knaben und Mädchen besucht, von denen 44 die erste Fortgangsclasse mit Vorzug, 176 die erste Fortgangsclasse und 97 die zweite Fortgangsclasse erhielten, 2 blieben ungeprüft. Der Wiederholungsfchule gehörten 35 Knaben und 50 Mädchen an. Die mit der Schule verbundene gelverbliche Fortbildnngsschule zählte 74 Schüler, von denen 53 das Lehrziel erreichten, 12 aber ungeprüft blieben. Die gewerbliche Fortbildungsschule wurde durch Dotationen im Betrage von 40 fl. erhalten. — Der Lehrkörper der vierclassigen Knaben-Volksschule in Krainburg bestand aus sieben Lehrperionen. Die Schule zählte am Schlüsse des Schuljahres 155 Schüler, welche alle katholisch waren. Der Nationalität nach gab es 153 Slovenen und 2 Deutsche. Der Fortgang war bei 107 Schülern ein befriedigender, bei 48 Schülern ein nicht genügender. Das nächste Schuljahr wird am 19. September eröffnet werden. Die mit der Anstalt verbundene gewerbliche Fortbildungsschule wurde von 86 Schülern besucht, von denen 60 das Lehrziel erreichten. — (Schulschlussfeierlichkeiten in Rudolfswert und St. Michael.) Am 13. d. fand in der fünfclassigen Müdchenuollsfchule der Schwestern de Notre Dame in St. Michael bei Rudolfswert ein feierlicher Schulschluss statt, wozu der l. l. Bezirls-hauptmann Otto Ritter Fraenzl von Besten eck sammt Gemahlin, Propst Dr. Sebastian Elbcrt, Gemeindevorsteher und Obmann des Ortsschulrathes Josef Zurc sowie viele sonstige Gäste aus der Umgebung erschienen waren. Vorerst fanden in den einzelnen Classen Productionen in gesanglicher und declamatorischer Form statt, wobei das freie, ungezwungene Benehmen sowle d.e verständnisvollen Vortrage der Zöglinge die Zuhörerschaft sehr angenehm berührten. Zum Schlüsse wurden d»e Festgäste in einen schön decorierten Saal gefuhrt, woselbst sich bereits die erwachsenen Anstaltszöglinge auf einer mit Blumen und Fahnen geschmückten Bühne vereinigt hatten, Die Zöglinge hallen hiebci Nalionalsostüme aller Länder angelegt und trugen außerdem die entsprechenden Länderwappen in der Hand. So bot sich den» den Augen ein «lebendes Oesterreich» im friedlichsten Zusammenleben der einzelnen Nationen, das umso wirkungsvoller hervortrat, als alle Völlerstämme Oesterreichs durch gleich jugendfrische Gestalten repräsentiert erschienen. Auch als in dem folgenden Singspiele die einzelneu Nationen ihren Volks- und landwirtschaftlichen Wert priesen, trat leine Disharmonie ein, da jeder Nation unbeneidet vom ganzen Chor in einer Nationalmelodie die Anerkennung gezollt wurde. Der Schluss des Singspieles bildete überdies eine Huldigung Gesammtösterreichs seinem edlen Monarchen. Propst Dr. Sebastian Elbert hielt sodann eine angemessene Ansprache an die Schüler, den Lehrkörper und die Versammelten. Auch Bezirts-hauptmann von Vesteneck fand sich bestimmt, der Schulvorsteherin für die Lehrerfolge und insbesondere für das hervorragend bekundete patriotische Wirken des ge-sammten Lehrkörpers seine Anerkennung und seinen Danl auszusprechen. Preisvertheilung an die Vorzugsschülerinnen nahm Frau Hebwig von Vesteneck, geborene Edle von Lehmann, Gemahlin des l. l. Bezirtshanptmannes, vor. — Auch die von den Schulkindern ausgestellten Handarbeiten erhielten ungetheilten Beifall. — Nachmittags fand in ebenso würdiger wie feierlicher Weise der Schulschluss der vierclassigen Knabenuollsschule in Rudolsswert statt, wobei ebenfalls Propst Dr. Elbert und Bezirls-hauptmann von Vesteneck intervenierten und ein zahlreiches Publicum, zumeist Damen und Herren aus der Stadt sowie aus dem benachbarten Orte Kanoia, sich eingefunden hatte. Auch hier zeugten die vorgetragenen Lieder und Dcclamationen von der trefflichen Unterrichtsmethode des nur aus den 1^. Franciscanern bestehenden Lehrkörpers und von dem guten Schülermateriale. Insbesondere verdient ber Leiter der Schule, 1^. Innocenz Koprivec, der, nebenbei bemerkt, schon durch 24 Jahre — die letzten sieben Jahre auch als Leiter — an der Schule wirkt, vollsten Danl und Anerkennung. Im sonstigen vollzog sich die Feier analog jener in St. Michael. Auch die drciclassige Mädchenschule in Rudolsswert wurde am 14.0. M. in feierlicher Weise unter Anwesenheit des Propstes Dr. Elbert, des Bezirtshauptmannes Ritter v. Vesteneck sammt dessen Gemahlin und eines zahlreichen distinguierten Publicums aus Rudolfswert geschlossen. Die gesanglichen und declamatorischen Leistungen die gleichwie an den beiden vorbenannlen Anstalten theils in slovenischer, theils in deutscher Sprache absolviert wunden, zeugten von der Hingabe des Lehrkörpers und dem Fleiße der kleinen Schülerinnen. —e— — (Oberingenieur Wilhelm Kraupas.) Der am 14. d. M. hier verstorbene pens. l. l. Oberingenieur Wilhelm Kraupa, welcher bis zu seiner infolge schweren körperlichen Leidens vor einigen Jahren erfolgten Pensionierung im Baudepartement der k. l. Landesregierung in Verwendung stand, zählte zu den Pflichttreuesten Beamten des Staatsbaudienstes und erfreute sich zufolge seiner gediegenen fachmännischen Bildung und seines biederen Charakters allgemeiner Hochachtung. An dem Leichenbegängnisse, welches gestern um 5 Uhr nachmittags stattfand, betheiligte sich u. a. Seine it^cellenz Herr Landcspräsident Baron He in mit zahlreichen Beamten der Landesregierung. — (Localaugenschein.) Am 3. August vormittags findet eine commifsioxelle Amtshandlung behufs Bewilligung zur Herstellung eines Fußüberganges beim Kilometer 16.184 der Linie St. Peter - Fiume nächst ber Eisenbahnstation Dornegg-Feistritz statt. —l». — (Vauconsens-Ertheilung.) Wie uns mitgetheilt wird, wurden die Pläne zur Herstellung eines Anbaues an das Aufnahmsgebäude in der Station St. Peter für die Erzeugung von Acetylen-Äas ber l. l. priv. Südbahn-Gesellschaft bestätigt. —d. — (Schuh gege« Hitze.) Die schlanken Quecksilbersäulchen, welche letzthin etwas ungestüm in die Höhe geklettert sind, zeigen uns an, dass wir uns jener Jahreszeit nähern, die man mit dem schönen Namen der «Hundslage» belegt hat. Von der Stirne heiß rinnt der Schweiß. Aber wie den Qualen der unerbittlich einwirkenden Hitze entrinnen? Ein ebenso einsaches wie treffliches Mittel, sehr rasch, augenblicklich eine merkliche Abkühlung des Körpers herbeizuführen, gibt uns die Wasserleitung an die Hand. Ja — wirtlich an die Hand, Man lafje nämlich einen nicht zu schwachen Wasserstrahl e.mgc Minuten über das Handgelenk laufen, so dass das Aa, er die Gegend der Pulsader, also die Beugesette tr.fft. Es tritt sofort eine wohlthuend empfundene Ermedl.gung der Körpertemperatur durch Abkühlung des Blutes ein j denn da das Blut i» ständiger Circulation begriffen lst, so werde» immer neue Mengen desselben durch das her-niederströmende Wasser abgekühlt. — (Gemeindevorstands-Wah l.) Be» der am 24. v. M. stattgefundenen Neuwahl des Gemeinde-Vorstandes der Ortsgemeinde Zelimlje wurden Matthäus Ponitvar von Obergolo zum Gemeindevorsteher, Johann Mchlc von Untergolo, Franz Eenta von Iclimlje und Joses Ialic von Zapotot zu Gemeinoerathen gewählt. -Bei der am 25. v. M. stattgehabten Neuwahl des Oe-memdevorstaudes der Ortsgenmnoe Mlalo. wurden Än-oreas SveMn. Grundbesitzer in Podboch, zum Penui.nd«. Laibacher Zeitung Nr. 161.' 1294 17. Juli 1899. Vorsteher und die Grundbesitzer Franz Cibernil in Gmaj-nica und Johann Iereb in Mlala zu Gemeinderäthen gewählt. — (Politischer Dienst.) Die absolvierten Hörer der Rechte Ernst Kord in und Michael Angelo Freiherr Zois von Edelstein wurden zur Concepts» Praxis bei den politischen Verwaltungsbehörden in Kram zugelassen. — (Kaiser Franz Josef I. städtische höhere Mädchenschule.) Das Schuljahr 1898/99 wurde an dieser Anstalt am 15. d. M. in der üblichen Weise mit einem Dankgottesdienste in der deutschen Ritterordenslirche und der darauffolgenden Zeugnis-vertheilung geschlossen. Der Director der Anstalt richtete an die Zöglinge des 111. Jahrganges eine angemessene Ansprache, worauf Fräulein Deri im Namen der scheidenden Zöglinge dem Director und dem Lehrkörper ihren Dank aussprach. Die Anstalt zählte am Schlüsse des Schuljahres 6? Zöglinge; unter denselben erhielten im 1. Jahrgange 6 ein Zeugnis der ersten Fortgangsclasse mit Vorzug, 20 die erste Classe, 1 die Bewilligung zur Ablegung der Wiederholungsprüfung; im 11. Jahrgange 8 ein Zeugnis der ersten Fortgangsclasse mit Vorzug, 19 die erste Classe; im III. Jahrgang 5 ein Zeugnis der ersten Fortgangsclasse mit Vorzug und « ein Zeugnis der ersten Classe. Im ganzen gab es 40 Ortsangehürige und 27 auswärtige Zöglinge. 13 Zöglinge genossen die Josef Gorup'schen Stipendien. Gelehrt wurden obligat nachstehende Fächer: Religion, slovenische Sprache und Literatur, deutsche Sprache und Literatur, französische Sprache, Geschichte, Geographie, Mathematik. Physik, Naturgeschichte, Zeichnen, Erziehungskunde (im II. und III. Jahrgang). Haushaltungskunde (III. Jahrgang), weibliche Handarbeiten; nicht obligat: italienische Sprache (in zwei Cursen), Gesang, Kalligraphie, Turnen, Steno« graphic. Den Unterricht ertheilten 15 Lehrkräfte; außer« dem war es der Direction gelungen, für den Unterricht in der Somatologie und Gesundheitslehre den l. k. Regierungsrath Dr. Fr. Zupanc zu gewinnen. Die Anstalt besitzt eine eigene Sammlung von physikalischen, natur« historischen, geographisch-geschichtlichen Lehrmitteln, Zeichen« vorlagen und Modellen und eine Schülerbibliothel. — An allen dynastisct>vatriotischen Festen wohnten die Zög« linge dem gemeinsamen Gottesdienste in der deutschen Ritterordenstirche bei. Außerdem wurde das 50jährige Regierungs-Iubiläum Seiner Majestät des Kaisers mit einer entsprechenden Schulfeier begangen, wobei der Director den Zöglingen die Bedeutung des Festes sowohl für Oesterreich überhaupt als insbesondere auch für das flooenische Voll auseinandersetzte. An demselben Tage betheiligte sich der Director der Anstalt ander aus den Directoren der hiesigen Mittelschulen bestehenden Deputation, welche unter der Führung des Herrn Landesschulinspectors bei Seiner Excellenz dem Herrn Landespräsidenten mit der Bitte erschien, den Ausdruck der tiefsten Ergebenheit Seiner Majestät zur Kenntnis gelangen zu lassen. Anlässlich des Allerhöchsten 50jährigen Jubiläums hatte Seine Majestät auch zu gestatten geruht, dass die Anstalt den Allerhöchsten Namen führen dürse; dieses freudige Ereignis bot Gelegenheit zu einem schönen patriotischen Schulfeste am 5. März. Zur heil. Beichte giengen die Zöglinge dreimal und empfiengen bei einem gemeinsamen Gottesdienste die heil. Communion. — Die Einschreibungen für das nächste Schuljahr finden vom Ib. bis 17. September täglich von 10 bis 12 Uhr vormittags in der Directionslanzlei statt. Während der Ferien ertheilt jedwede Auskunft brieflich der derzeitige Director der Anstalt. Herr Dr. Laurenz PoZar, l. l. Gymnasial-Professor. Schloss Ponovic. Post Littai. — («Glas be na Matica») Vorgestern abends fand nnter dem Vorsitze des Herrn Dr. Ferjantic die diesjährige Generalversammlung der «Glasbena Matica» statt. Der Vorsitzende gab ein Bild der Entwickelung des In« stitutes. dessen finanzielle Lage er jedoch als kritisch bezeichnete. Um alle Erfordernisse zu decken, wird es nothwendig sein, neue Quellen aufzusuchen; in dieser Beziehung appellierte der Redner ans Land Kram, an die Stabtgemeinde Laibach und an alle Patrioten in und außer Krain. — Hieraus erstattete der Vereinssecretär Herr Oskar Dev den Bericht über die Thätigkeit des Vereines seit der letzten außerordentlichen Generalversammlung und dankte zum Schlüsse dem Landesausschusse, der Stadtgemeinde Laibach und der krainischen Sparcasse für die dem Vereine votierten Unterstützungen. — Der Bericht des Ver-einscassiers Herrn Lozar wies für das abgelaufene Schuljahr 17.597 fl. 10 kr. an Einnahmen und 17.235 st. 50 kr. an Ausgaben aus. Die Bilauz zeigt einen Vermögens-stand von 670li st. 46 kr., der Voranschlag für das kommende Schuljahr einen Abgang von 1200 st. — Herr Milcinsli berichtete u. a. über die Mitgliederzahl, welche sich in Laibach auf 519 und außer Laibach auf 328 beläuft. Die «Glasbena Matica» hat zehn Ehrenmitglieder und 68 Gründer. Im abgelaufenen Jahre sind 69 neue Mitglieder beigetreten. — Sodann entspann sich eine längere Verhandlung über die Erneuerung des Vertrages mit dem Concertleiter Herrn Hu bad. Es wurden jene Punkte des Vertrages, welche eine Aenderung der Verewsstatuten involoieren. genehmigt und im allgemeinen dem Vertrage, demzufolge Herr Hu bad mit den Bezügen eines Mittelschulprofessors bei einer Lehr« Verpflichtung von zwölf wöchentlichen Stunden mit dem Titel eines Leiters in artistischer und didaktischer Hinsicht bestellt wird, die Zustimmung ertheilt. — Desgleichen wurde der Antrag des Ausschusses betreff,; Herausgabe eines Jahresberichtes pro 1893/99 genehmigt, - In den Ausschuss wurden i>«r »oolüination««, gewählt die Herren: Dr. Andreas Ferjaniic (Obmann), Anton Soetel, Josef Iuh, Franz Koblar, Anton Petrovöic, Matthäus Voduset, Dr. Josef Kusar, Dr. Paul Drachsler, Leopold Schwentner, Franz Gerbic. Engelbert Gangl, Paul Loza», Anton Razinger und Anton Auigelj. Dem Ausschüsse gehört ferner Herr Matthäus Hubao in seiner Eigenschaft als artistischer Leiter an. — (Die hiesige Orgelschule) beschloss ihren 22. Jahrgang mit einer öffentlichen Prüfung am 13. d. M. Vor einer ziemlich zahlreichen Zuhörerschaft wurde von den Lehrkräften ein kurzer Ueberblick entworfen, in welcher Art und Weise der Unterrichtsstoff den zukünftigen Organisten und Chordirigenten übermittelt wird. Die Lehrgegenstände tradieren drei Vereinslehrlräfte: Herr l. k. Professor und Cäcilienvereinspräses I. Gnjezda (Liturgik und Geschichte der Kirchenmusik); Herr 1". An-gelil Hribar (Choral- und Figuralgesang nebst je einer Abtheilung von Orgel- und Clavierspiel); Herr Anton Foerster, Director (Harmonielehre, Contrapunlt, Modulation, canonische Formen nebst Abtheilungen von Orgel-und Clavierspiel. Nach dem theoretischen Theile der Schulprüfung spielte jeder der Zöglinge je eine Composition auf der Orgel und am Clavier, während alle zusammen früher Proben vom Choral- und Figuralgesang (Kyrie und Gloria von L. Perost) abgelegt hatten. Von den 20 Zöglingen bekamen heuer fünf das Befähigungszeugnis zum Organistendienste. — Das nächste Schuljahr wird am 18. September l. I. eröffnet werden. ---(Der Gesangverein «Ljubljana») veranstaltete gestern nachmittags in Koslers Restaurationsgarten ein großes Volksfest, das sich den vielen gelungenen Veranstaltungen dieses Vereines würdig an-schloss. Die Reihe der Gesangspiecen eröffnete A. Sachs' «Domovina», ein vom Chormeister dieses Vereines der «Ljubljana» gewidmeter Chor mit Tenor- und Oariton-solo, der mit reichem Neifalle aufgenommen wurde, sich jedoch zum Vortrage in einem geschlossenen Local mehr eignen und sicherlich einen größeren Erfolg erzielen würde als bei einem Gartenconcert. Auch die übrigen Nummern des Gesangprogramms wurden unter der bewährten Leitung des Chormeisters Sachs exact zum Vortrage gebracht und mussten vielfach wiederholt werden. Die Musil besorgte die Kapelle des 27. Infanterieregiments in gewohnt vorzüglicher Weise. Der Besuch ließ nichts zu wünschen übrig und bald entwickelte sich eine animierte Stimlnung, die selbst der Regen, der sich gegen Abend einstellte, nicht zu beeinträchtigen vermochte. Einen großen Heiterleitserfolg erzielte der improvisierte Circus der sich im Hintergrunde des Gartens etabliert hatte und sein Publicum bestens amüsierte. Die im Garten aufgestellte «Post» hatte natürlich alle Hände voll zu thun. Der Garten war hübsch decoriert. Die Betheiligung am Nest. legelschieben war eine ungemein rege. Der erste Preis sowie auch der Preis für die grüßte Anzahl der Schübe wurde Herrn Leopold Peoalek zugesprochen. Die übrigen Preise erhielten die Herren Anton Zupan, Josef Ogrinc und Johann Finc. — (Vermählungs-Anzeige.) Alma Radesich, geb. v. Gafteiger Edle zu Rabenstein und Kobach, und Alexander Radesich zeigen uns ihre in Trieft erfolgte Vermählung an. — (Todesfall.) Gestern verschied hier der pensionierte l. l. Gymnasial - Professor Herr Valentin Konschegg im 83. Lebensjahre. Derselbe war zu Trojana in Krain im Jahre 1816 geboren und diente in Marburg, Cilli und Laibach; durch ein Jahr war er auch Gymnasial - Director in Krainburg. — Ein ausführlicher Nekrolog folgt. ^- — (Das Beben) welches von der Erdbebenwarte am 14. d. M. nachmittags verzeichnet wurde, dürfte mit der Katastrophe in Reckelhausen bei Bochum, Regierungsbezirk Arnsberg (Weslphalen) im Zusammenhange stehen. Bei dieser Katastrophe sind auch sechzig Bergleute verschüttet worden. Die Erdbewegung wurde bis Münster gespürt. U. — (Unglücksfall.) Freitag den 14. d. M. war die 1?jährige Oberlehrerstochter Fräulein Adele Iavorsel in Schischka in der Küche mit dem Putzen der Handschuhe beschäftigt und benutzte hiezu Benzin. Dieses entzündete sich am heißen Sparherde, und das Fräulein erlitt davon an beiden Händen und im Gesichte so schwere Brandwunden, dass sie dem Landesspitale zur Heilung übergeben werden musste. 6. * (Entgleisung.) Als der gemischte Zug Trieft-Graz am 15. d. M. früh die Station Laibach verlieh, entgleiste der letzte Waggon infolge vorzeitiger Umstellung des Wechsels. Zwei Waggons wurden zertrümmert, jedoch niemand verletzt. Der Stockinann wurde herab-geschleudert. blieb aber unversehrt. — (Eröffnung eines neuen Weges in den Kara wanken.) Am 23. d. M, wird ein von der Section .Krain. d,«« deutschen und österreichischen Alpenvereines erbauter neuer Hohenweg von der Spitze des Mittagslogels zur Baba dem Verlcyr übergeben werden. Aus diesem Anlasse veranstaltet der genannte Verein einen Ausflug in die Karawanken. Die Theil-nehmer fahren Samstag den 22. d. M. mit dem Mittags zuge nach Lengenfeld und wandern von hier zur Bertha» Hütte der Schwestersection Villach, in welcher übernachtet wird. Am folgenden Morgen wird die Höhenwanderung vom Mittagslogel bis zur Golica-Hütte durchgeführt. Die Rücklehr erfolgt Sonntag mit dem Abendzuge. Die Theil-»ehmer werden ersucht, sich vorher beim Ausschüsse der Section «Krain» anzumelden. * (Aus dem Polizeirapporte.) A« 11. d. M. wurden fünf Perfonen verhaftet, und zwar eine wegen Vacierens. eine wegen Excesses und drei wegen Unterstandslosigkeit. — Am 12. o. M. wurden vier Per-sonen in Haft genommen, und zwar drei wegen Vacierens und eine wegen Excesses. — Am 13. d. M. wurden drei Personen verhaftet, und zwar zwei wegen Vacierens und eine wegen Nettelns. —l. — (Todtschlag in Fiume.) In einem Wirts-hause in Fiume erstach am 14. d. M. nachmittags im Streite der 47jährige Bäckergehilfe Anton Sdrave aus Laibach seinen 37jährigen Collegen Matthäus Cve-tresnig aus Canale. Der Todtschläger wurde verhaftet. — (Admiral Dewey in Trie st.) Für oe» 19. d. M. wird, wie man aus Trieft meldet, dortselbst die Ankunft des amerilauischen Kriegsschiffes «Olympia» erwartet mit dem Admiral Dewey, dem Sieger uon Cavite, an Nord. — (Vom Wetter.) Das jüngste Bulletin del meteorologischen Centralanstalt laulel: Im allgemeinen leine wesentliche Aenderung. — (Curliste.) In der Lande« -Curaustall Neu-haus bei Cilli sind in der Zeit vom 1. bis 8. d. Ht, 105 Personen zum Curgebrauch eingetroffen. In Kra pina-Töpl ih sind in der Zeit vom 6. bis 10. d. M. 122 Personen eingetroffen. Theater, Kunst und Literatur. — (Langlebigkeit der Musiler.) Dass der Beruf eines Componisten doch kein ungesunder sein muss, beweist das Lebensalter der bekanntesten Musiler. Die meisten davon haben es auf eine recht stattliche Reihe von Jahren gebracht; im Durchschnitte find 66 Jahre als die Lebenszeit eines Componisten zu betrachten Zwischen 60 und 70 Jahren starben: Bach, Berlioz, Brahms, Vülow und Rubinstein. Ein Alter von ül>er 70 Jahren haben erreicht: Gluck, Gounod, Händel, Haydn, Liszt, Meyerbeer. Rossini, Spontini und Wagner. Mehl als 80 Jahre wurden alt: Cherubini, Cramer, Lachnec, Palestrina, Rameau, Schulz und Taubert, während Auliel sogar das hohe Alter von 89 Jahren erreichte. — («Laibacher Schulzeitung'.) Inhalt der Iulinummer: 1.) Mertspruch von Karl Kehl 2.) Ein Disciplinargesetz für die österreichische Lehrelschaft. 3.) Adolf Pichler, von Anton Wallner. 4.) Zur Geschichte der staatlichen und zunftmäßigen Sprachpflege bei den Deutschen (Schluss), von F. Hintnel. 5.) Leopold Velar f (mit Abbildung). 6.) Aus Stadt und Land. 7.) Zuschrift. 8.) Rundschau. 9.) Mannia/ faltiges. 10.) Eine Bitte an die werten AmtSgenossen w den Provinzen Oesterreichs. 11.) Bücher-, Lehrmittel- und Ieitungsschau. 12.) Amtliche Lehrstellenausschreibungen. Neueste Nachrichten. Ifchl, 16. Juli. (Orig.-Tel.) LandeKvertheibigUtlgs-minister FZM. Graf Welfersheimb ist gestern abends hier angekommen und wurde heute um 2 Uhr nach" mittags von Sr. Majestät in Audienz empfange» unt» sodann der allerhöchsten Familientafel beigezogen. Der Minister reist nachts nach Wien zurück. Voulogne-snr.Mer, 16. Juli. (Orig.-Tel.) I" Lottinghen ist heute vormittags ein VergllügmlgsM entgleist, wobei 0 Personen schwer verletzt wurden. Paris, 16. Juli. (Orig.-Tel.) «Siecle. meldet, es sei nunmehr endgiltig entschieden, dass eine Olga»" zung der gegen den General Pellieux geführte» Unltt" suchung stattfinden werde, mit deren Vornahme jedoch nicht Duchesne, sondern ein anderer General bcttalll werden würde. «Figaro» veröffentlicht eine an den Staatsanwalt gerichtete Denkschrift des Christian Esterhazy, in welcher dieser die betrügerischen Hand' lmigen schildert, welcher sich Major EKzterhazy W gegenüber schuldig geluacht hätte. Paris, 16. Juli. (Orig.-Tel.) Gester» abends fand zu Ehren der senegalischen Schützen der Miss"" Marchands, welche Leute nach Toulon abgehen, "" TlMtre du Chatelet eine Vorstellung statt, nach deren Beendigung sich Marchand mit einer längeren A"' spräche von ihnen verabschiedete. Marchand dankte dB Schützen im Namen Frankreichs, für dessen Woyl st^ mit Erfolg thätig gewesen seien, für ihre HingcuM und nahm von jedem einzelnen unter Hündedrücte" Abschied, Laibacher Zeitung Nr. 161. 129b 17. Juli 1899. Neuigkeiten vom Büchermarkte. Ueber Land und Meer 18N9, Heft 11 (8° Ausgabe), 60 lr. — Die Polen und die Mission des Polenclubs, «0 lr. ---Zippe!, Ausländische Culturpflanzen mit Atlas, 4. Aufl., fl. 10-80. — Pümmler, Handbuch der Zirgclfabrication, l!.Mth., fl. 3-30. — Christiansen, Der Holzbaustil, fl. b-40. — Katechismus des heil.Thomas von Aquin, 8.Aufl.. sl. 2'2«. ^- 6öäielcv, Ils) ß>viss un^eäeslt. sNoman), fl. 2 40. — «'vier. Lehrbuch des ViillerrechtS, 2. Aufl., st. 4 80. — «öwenstimm, Der Fanatismus als Qnelle der Verbrechen, 60 lr. — Stud nicli, Die Wahrheit über Sibirien, sl. 1'80. — Würl. Erzherzog Ludwig Salvator als Forscher des Mittel. Meeres, geb., fl. 5 10. — Eucken, Die Lebensanlchanuugen oer großen Dcnler. 3. Aufl., st. N. — Deitl, Unter Habsburgs «riegsbanner, b. Vand, st. I. — Werner, Bilder aus der deutschen Seelriegs.Gcschichle. geb., st. 6. — Dehn, Die Groß. bazare und Massenzweiggcschäfte, 46 lr. — Harz, Lehrbuch der anorganischen Chemie und Mineralogie für Mittelschulen, st. 1-98. 7- Annegarns Weltgeschichte in 8 Vänden, 8. Anst,, 1. Liefg., 30 lr. — Dr. Burg, Symbolik, 90 lr. — Iobeltih, Aus "efem Schacht (Roman), fl. 1-80. — Muellenbnch, Die Siebolds von Euslirchen (Roman), fl. 1 80. — Römer, Am Aele (Roman), fl. 1 80. — Jahrbuch für Photographie und meproductionstechnil für 18W, fl. 4 80. — Hübncrs statist. Tafel aller Länder der Erde 18!>9, 36 lr. — Richter, Lexikon der Kohlenstoffocrbindungen, 2. Nust., 1. Liefg., st. 1'08. — iurquan, Die Bürgerin Tallion, st.2 76. — Meschler, «ben des heil. Aloisius vou Gon^aga, 5. Aufl., st. 1 50, — «rier. Der Beruf, 3. Aufl.. fl. 1 20. — «orräthig in Jg. ^ Kleinmayr j50 6 50 Rindfleisch pr. Kilo -60 — — Halbsrucht ' —!----------- Kalbfleisch > —62------- Heiden » 8— 9— Schweinefleisch » —75------- Hirse, weiß » 9— 6 50 Schöpsenfleisch » —40------- Kuluruz . 5 70 6 — Hähndel pr. Stücl — 55------- Erdäpfel » 3-----------Tauben » —20------- Linsen Heltolitcr 10-----------Heu pr. q . . 165------- Erbsen . 11-----------Stroh . . . —>---------- Fisolen » 9-----------Holz, hartes pr. ^ Rindsschmalz Kilo 1----------- Klafter 6 50------- Schweineschmalz» — 70-------— weiches, » 4 50------- Speck, frisch » — 62-------Wcin,roth.,pr.Hltl.--------------- — geräuchert » — 70-------— Weiher, »--------------- Lottoziehung vom 15. Juli. Linz: 1 88 6 69 22 Trieft: tt 61 73 43 15 Meteorologische Veolmchluugcn in Laibach. Scehöhc 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. -^ s^ ^?r ^" ! , Clinch, !?«^ 1. 2 U. N. 73? 4 26 4 SSO. mäßig halb bewölkt ^' 9 » Ab. 737 9! 18 8 windstill , bewölkt 7 N. Mg. 738 117 8 SO. fchwach , heiler Ili, 2 » N. 737-2 26 2 S. schwach fast bewölll 0 5 9 » Ab. 737 3 18 0 N. schwach lheilw. heiter 17. > 7 N. Mg. ?3L 6 ! 15-7 s NO. schwach j Nebel I 4^ Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag 20 1° und Sonntag 20-7«, Normale: 19-8«, beziehungsweise 19 8«. Verantwortlich« Redacteur: Anton Funtel. Kostknabe wird von einer deutschen Wiener Doctors-Familie in Pension genommen. Strenge pädagogische Erziehung, liebevolle Behandlung, Clavier. Anträge befördert Rudolf fflosse, Wien, sub «W. N. 3244.» (2790)3-1 Soeben erschienen: Poesien von & ® (Daiua Lmchmarm. Preis gebunden 60 kr., mit Post Versendung nach auswärts 63 kr. — Das Reinerträgnis dieses Büchleins ist dem Elisabeth - Kinderspitale zu Laibach gewidmet. — Zu beziehen durch die Buchhandlung lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg Laibach, Congressplatz. (27!tl) 3 -1 Mt3r Concert von 3er Xapelle i!e5 k. u. k. 27.3nj.-lleg. Xönig 3er Zelgier. liodlkcktunßzvoll Echte Email-Glasur zur Herstellung eines porzellanartigen Anstriches für sich leicht abnichrnde (Gegenstände. ganz besonders für Waschtische, Eisen, Holz, Blech, Stein nnd Wasserlritungs'Muscheln in Dosen zn '/,, nnd 1 Kilu erhältlich bei Nrüder Gberl, «aibach, Krancivcanergasse. Nach auswärts mit Nachnahme. (86«) 11—5 Danksagung. Außerstande, sin die mir und meinen Angehö» rigcn anlässlich des Ablebens meines innigstgeliebten walten, beziehungsweise Vruders, Schwagers und Oulels, des Herrn Wilhelm Kraupa l. k. Oberingenieur i. R. zugekommenen Vcileidslundgebungen und Kranz» spenden allen Freunden und Belannten, insbesondere aber den Herren Beamten, persönlich zu danken, spreche ich auf diesem Wege im eigenen lind meiner Verwandten Namen meinen innigsten und lies' gefühlten Danl aus. Laibach am 16. Juli 1899. Ieannette Kranpa geb. v. Sandor. Course an der Wiener Mrse vom 15. Juli 1899. ^ ^ o^en LourM°tte «»««« « , . «elb war, Zlaals.Znlthen. "^ «l'chslnich^ Nntte !>, Nuten lnH' ^ ^uulO'dsr . . . «ON «l> lNN'80 ^" »er,,.Februar Nuqusl l«0 45> lO' üb "«Über verz, Jänner Juli l<«»»:»,nu t>« l««Np! ^» 6tll°!«wse Ü,-.N st. l?0'" l. ,«9 - l89 ö. !«L?« ^/« " »''''ft" l"» l- l5» - ,s.« 50 d.« ^l°a«l°lt . . 10» l. /»>««"' p" Ultimo - llX, L(! lU0'»0 ll», «' "' InvrftÜlonl-Mente 'ui »oa Kronen Num. . . «g 95 8?vlb 'llftnbahn.Vtaaisschulbve«. iHltibungen. ^lllbethbllhn l» G.. steuerfrei N»«« A')' ,, »ronenw steuerf. (b!v. Ht.), ,ür LW Kr. u» """- , »»»a 89 — ^r«b°h„4«/.,,Kr°nenw' »n^^' "" "- l«'«' Kr. ,. »"u »r. Nom..... 95 U 90 80 °e"« .^""schuldverschrelbu«. e!hl>ah» um) si, EU 5'/.°/« "''«»ri.Uudw.>N,»!«>^.««h», diverse Klücle 4«/„ . . . . 98 «5 S9-Vorarlberg« Vahn, l» ft. «. 98 8« 9930 Un«. Voldrent« 4°/, per «»ss« ll9 «5 l>9 45 biu. blo, per Ultimo .... llö'üü l^!» 4i dtu, Nente in Krulirnwahr., 4"/« stsucrsrri lur liOOjtionell Nu«. 9 fl., 4>/,"/, ,ou bl» 10, 40 bto. Staa<«°Obl<«. (Ung. Ostb.) v, I. l»7N, 5"/„..... 12^- l»0 7« bto.4«/,"/„Schllnlreglll'»lbl.'Obl. loo-— lN'1 N>> btu. Piäm.'Anl, k lno fl, l, W. ,«,-— >«» - dto. dtu. k bofl. », W. I«,-. ,g» — Theiß «e°.,.L°se 4»/. «X» st. . 138 6««»«« Grundenll.'Vbllgattone» (für 100 fl, CM.). 4-^, unaarilche (l fl. ». N.) . 94 40 95 4,' 4«/, lroatilche und slavonijch« . 96-15 9? »° H«dtre Vssenll. Anlehen. DonaU'Rez.-Lllle »>/..... ^88 — <«<> — dt«. .«„Irihe «8?» . . «N8-70 l«9 ?>) «nleyen der Vtndl tt»ör» . . ll» — —'— Anleyen d. Stadlgemnnoe Wien ltt8s0 lllö'L« Anleyen d. Stadisssmeint« VU» «Silber oder Gold) . - ,24 75 ,«k'l>0 Prämien«»!, b. Siabtgm. »Nn, 17» __ ,»<,,_ Aör,.^?. «eld «are psllnddrieft (fur 10N fl.). Vobcr. allll,.0st.. 8"/„, I, Ans». 4«/„ ^.^ ,^, ,<> ^." ^'." ^l."" ^" ' ' W»0l0U9l> bto. bto. bOit.hr. „ 4"/, - - 9,90 «n^,g« Prloriläte.Gllligationen (für iua fl.). sserbwand« Norbuahn Vm. 188« 9g.z^ ^^.^^ Oestrrr. Nurdwestbahn . . . lob b» ll« l,' Stalll«bahn3"/,KFic».500p,St. ^g,^ ^"^ Eübbahn 8«/, i» Frc«. b00 P. «t. ,^.^ ^9.^ Ung. «llliz. «ahn..... ,07.^ ^.^ 4"/, Unterllllin« »ahnn, . . 99^^^ Danll'Acll« (per Etü<). Annlovest, Nanl 200 fl. «l»°/. E. lbl d« l»^ — Vanturrein, Wiener, 1N0 sl. . »71^,2?».. Vobcr..Nnst.,Oesl..200sl.O.4l»°/, «8 _- «0 — «lrbt.Unst. s. Hand. u. <». u;o st. z7?.«5 378 ,° dto. bto, per UMmo Septbr. 378l5»78S5 «lrebltbanl, Ull«, un«, «ooft. . z8?l»0 888 — Depofltenbanl, Nll«., »00 fl. . »2^» 5« »»2 »0 «zcomvtt'Vef., Ndrist., «w ss. ?»» «, ?»?-«> Viru-n.llasstüv, Wiener, L>slv,,Oes».,w<'f> Lö"/>, «. »»— 9«l>0 Läüdsida,,!, Oes«., «<«> fl. - . »4»— »4»'b<> Osslrrr. uogar. Uanl, 60« fl. . Sl1l>l)0«z«> Unim'lmnl »on fl..... »l» — s:»'— «eckhrlbanl. «Ul»., »« ll. . '?« - l7« b«' »»lb «are Hltitn von ^ll»n«zpl>rl' Vnitlnehmungtn (per Stüet). Vl»!stll lepl, Eüenb. »l><> fl, . l«>9' l«l,- B»hm. Nulblinl,!, 1«) fl, . . »4«'— «4»'«ü >li!,schl!lll°<-i- I. ÜNU fl. EM, l«»0 l6»8 blo. dtu, slit. li) 20« fl. . «l» — «l? — Doua» . Dampflchiff«brt« Ges., oesterr, !>««! fl. achsr«.'«.2(>«sl l3. »<,»->. 8b«-— sseidinand« Älorbb. lNUUfl.CÄ». «85- d»45' Lemb, »Czernow.° Iassy»ltilenb.» VeleNschaft » Lloyd. veft,, Trieft. 5-. ,«,-o<> Prag Dxxi-r «tisenb. 1K0 fl, ?5 98 7n Staatifisendahli llW fl. O. . 54« — »4« b„ Sübbahn i!<»<> fl. ß..... 78 l»>) ?4 b<» Kübnotbb. Verb'v, » - l98 .v lramwal» <» tiamwal, Ms., Neu,«Nr., Prw» rität« ÄcÜen IN« sl. . . . l«4'— l»ü — Ung 'nallz, tt.>»«<. — — —>— Zndustsie.Al1len (per Stück). Va>.»sf.. «llg. oft. 'lw si. . - "?- ,°«b° «aybier «ttsen. »nb Otahl'I». in «ien le <8«!i<»«87- Zalg°I«rj. S,e!"l»ylen «« ». H,l'- 8»° - ,,Schl»,l»a«", Pap»«<. »«> fl. I94-. - Ll»0'— »eld ««, Trifallcr llchl, nw, Mrs, ?<» sl. «««.^ ,», wass,ns..s,..Osst.lnWien.l<»,!i «»«_!.,?."' Wn«gon.L,il,<,lift.,«Ug,,inPlsl. Nr. »auaeseilschaft' 1W fl. ' ^^ ^-- Mtnerberner ^ieael-Nctiel! «es. ^,7 "" ^ Divers, Lose (per Stück). Vukapest Vasllica (Dumbau) . „.. ,.«<, «rebitlose fl...... ,^°" ,^.!^ «larhLose 4l> ,l «M . . . 3?.^ ^?.33 4°/„Donll».Dampflch. «WflllVl. ,??." ,3?." Vsener «use 4<» ,1..... A. 3«-^ Palffh'Lose 40 ,1 lllN. . . , "l. "°.^ «° swio<».L°Ie 40 fl . »b,nrredl«>!,s«alt. l. »m. ...^ vto dto l, Vn>. llw» . . »^ A" ««ibach« «ofe...... ^«, ^.«5 Devlftn. llmNerbani....... 9»8b 994« DeuUch, Plitz«...... 5» »»» b9"». London........ l>« »0 l>0 70 Pari, ........ 4?»0 »?»b Gt. Velerlbur«..... —» —»— Valuten. D"^lck!!..... 9.^ 9,^ Dentsche Msichsbantnolen . . , nn A* AA.AA.A AJiAAA AAAA<>AAAAtAAA44> *AAAfrAAAAAAA ZESjol- t3.m.<5. "Voilcot-vif von Kenlen, l*rnun nid Vnlutan. ^'8«) Los-Vorslohorung. ____ jr. C!- Mayer I.aiburh, Spltalg»itw. _____^___-. Privat-Depot« (H»f«-Dfpo»iti*) Vtrzlituii nn Btr-Etslim In Ctiti-Urrtit- Hi Hi BrvlHfc.