&P0THH1KE des J. v. TK NKÖCZY ZUN GÜLDENEN EINHORN LAIBACH, RATHHAUSPLATZ Depot iler nehtcn in- und ausländischen Kprcliilll iiten sowie »ümnit Heller Arzneien in stets liisihi'strm Zustande. Laibacher flathha ?Pirilit7 PlllUPr isl ('in ■*»■ 1 ilfs«. auflösendes uiul Hut reinigenden Mittel OCIlllllLTUIVGl un,( „„s-r/eiehnet ..i-om II url l«-tl»i «■ kt-it un.l IE 1 u 1»ii 1 Innern | Schachtel lammt Anweisung HO kr. vorzüglich wirkendes Mittel, abend» einzupinseln. 1 l'läschehen 4U kr. ü.'iGkr.,als gut erproh t Regen II nsl I n Hrust- und l.uimciitcldcu. in Magenleiden, KopTneli, Verstopfung, . w. 1 Schachtel « 21 kr., 1 Holle mit rereeodet wird nur eine Bolle. Hütineraugen-Tinctur, Blutreiniflungs-Pillen, £ 6 Schachteln I fl. 5 kr. CilClltlJCiSt 1 fi° ' CilloilerrfIssen, Kreuz- m ■ Ii in •■ i 'Zi n Lähmungen et i Diese A von fy * ' / ~% ZVEZA za TUJSKI PROMET v SLOVENIJI LJUSLJAN4 Laibach. FUHRER DURCH KRAli -o- DIE LANDESHAUPTSTADT LAIBACH und diu schönsten Touren m Obuikrain, Innerkrain und Unterkrain tur Reisende und Einheimische dargestellt VOH v_ IH,ad.ios_ Mit Ansichten von Laibach und anderen her vorragenden Orten In Oberkmln und Hinein rinne von l.ailiuch. LAIBACH 1885. VERLAG VON J. GIOJNTINI. A1 lr Keulil« vorbehalten. VORWORT. Dem vielseitig geäusserten d r i n g e n d e n Wunsche nach einem Führer durch unsere — Dank den vorzüglichen Communicationsmitteln der Südbahn und Kronprinz Eudolfbahu — von Jahr zu Jahr vun mehr und mehr Fremden besuchte schöne Heimat nachkommend und damit in der Thal eine bisherige schwer empfundene lahke in der Literatur Krains ausfüllend, hat sieh die rührige Verlagshandlung entschlossen, ein derartiges Buch erscheinen zu lassen und den Gefertigten mit der Zusammenstellung desselben betraut. Der Verfasser verhehlte sich keineswegs die grossen Schwierigkeiten einer solchen Arbeit, die andernorts heute zumeist nur mehr von Vereinen, und zwar nach grossen kostspieligen und zeitraubenden Vorarbeiten gewagt und unternommen wird; trotzdem ging derselbe, der auszeichnenden Aufforderung entsprechend, daran, geleitet von der Ueberzeugung, dass auch hier Einer den Anfang machen müsse und dass ein solches Erstlingswerk auch den gerne Nacharbeitenden auf gleichem Gebiete als Grundlage immer willkommen bleiben müsse, mögen sie es dann nun eingestehen oder Dicht. Dneh hierum handelt es sich ja eigentlich weniger. In erster Linie handelt es sich um die Fremden und Reisenden und dann, im Einblicke auf Daheim, um die Menge der aufrichtigen Freunde des Vaterlandes; und diese drei mächtigen Fac-lorcn kamen hei Entstehung dieser Schrill hauptsächlich in Betracht. Die Fi'ein den und R.eisenden, welche in unser an N a t u r r e i z e n und historischen Merkwürdigkeiten so reiches, herrliches Land zu Besuch kommen, sie Wanderten bisher, einzig nur auf die kurzen Angaben in den grossen Reisehandbüchern beschränkt, dahin und entbehrten vor Allem jenes I) e i a i 1 s in de n Ä u B k ü u f t 0 n, dessen insliesuiiders derjenige nicht leicht entrathen will, der sieh da und dort zu grösserenT o uren öder fclim So m hieraufenthalte für längere Zeit niederlässt. Fnser Führer soll ihnen — wie ein treuer Berather im Ganzen — auch dieses Detail in möglichst grossem Umfange bieten. Und der eingebe reue Patriot, der so gerne in jedem der geliebten Heimat gewidmeten Buche blättert, er wird sich ausserdem durch solch einen Wegweiser auf eigenem Boden gar oft der Mühe überhoben sehen, eifle rasehbeschlossene Tour ins Land hinein aus den eigenen Kenntnissen und Erfahrungen erst selbst zusammenzustellen, und gar Manchem aus diesen, wenn er, oft plötzlich durch die Ankunft eines Besuches von auswärts überrascht, den liebenswürdigen Cicerone abgeben soll, wird unser Führer erwünscht kommen und in die Lage versetzen, dem Fremden mit Einzelnheiten dienen zu können, denen der Einheimische seihst, wenngleich täglich daran vorbef-geführt, bisher nie oder nur höchst selten sein Augenmerk zu schenken pflegt, Dies waren die leitenden Gesichtspunkte bei Inangriffnahme der Arbeit. Bei der Abfassung selbst bell.'issigle sich der Verfasser nebst möglichster Gründlichkeit und Genauigkeit im Herbeischaffen des Materials jener knappen Darstellung, wie sie bei Werken dieser An in unseien Tagen mit Iv'echt beliebt geworden, da solche Art vorerst die Uebersichtlichkeit und das schnelle Sicli-zureclitfinden im Werke fördert und anderseits auch auf verhältnissmäsaig wenigen Seiten eine ansehnliche Fülle des Stoffes bewältigen lässt. So möge denn dies Buch zunächst den Hauptzweck erfüllen, im Lande selbst ein bewährter Führer /,u sein für Fremde und Einheimische, dann aber auch hinauswandern in weite Fernen und unserem lieben Krain neue Freunde werben zu helfen, damit sieh dessen Schönheiten einem immer grösseren Kreise von Schätzern und Freunden erschlossen können. Dies der innigste Wunsch des Verfassers. Laib ach, im April 1885. .Mein Krtin Ist gar »'in seltsam rälhselhattes Land; Nicht so wie andre Lander liegt es da, Kin aut'geschlag'nes Buch, von dessen BUUtern Das Aug' im Klug' den klaren Inhalt hascht ; Nein, hinter unscheinbaren Zeichen birgt Bl hoben Werth und kaum geahnten Sinn, Begreifen DUM man es, um es zu lieben. J. G. Seiäl. Radios, Krtiin. Topographisches. Lüge; Der Karallelkreis des 4G" n. Br. theilt das Land Krain in zwei ziemlich gleiche Hälften, und zwar derart, dass zwei Dritttheile des Landes östlich und ein Dritttheil westlich vom 32. Meridiaugrad zu Hegen kommen. Grenzen: Krain ist im Norden gegen Kärnten von den Karawanken, im Nordosten gegen Steiermark durch die Steiner (Sukbacherj Alpen und den Savestrom, gegen Südosten von Croatien durch den Kngancabach, das Us-kokengebirge, den Kulpafluss und Cubrankabach sowie den Laaser Schneeberg begrenzt, gegen das südlich liegende Istrien und das westlich sich dehnende Görzer Gebiet ist die Grenze durch den Kücken der julisehen Alpen gebildet. Krain wird je nach der eigenthiimlichen Formation in drei Tb eile geschieden, welche die landesüblichen Benennungen: Oberkrain (sl. Gorensko), Hauptort die Landeshauptstadt Laib ach (sl. Ljubljana)) Innerkrain (sl. NotranJBkoj, Hauptort Adelsberg (sl. Postojna) und Unterkrain (sl. Dolensko), Hauptort Kudolfswerth [sl. Kudolfovo, auch noch im Volksmunde Novomesto (Neu-stadtl)], führen. Die Gebirge Krains sind eine Fortsetzung des Brstockcs der Alpen, welche, von den karnischen Alpen auslaufend, mit dem 1275m hohen Mangart das Land betreten. Der erste Arm dieses Grenzgehirgcs heisst in Krain Grintovec, im benachbarten Kiirnten Karawanken. Dieser Zug fällt vom Mangart in die Thalebene von Kačah, aus derselben erhebt sich das sog. Wurzencr l* Gebirge, dessen höchste Punkte sind: der Mittagskogel (2144m), der Stou 2239"»), die Ročica (17D>»>) der Loibl (1870"), der langgedehnte Kücken der Košata ist 2i:>öm und der Storžie 2134m hoch. Vom Seeherge aus heginnen die Steiner Alpen, welches Gebirge südöstlich die niedrigste Einsattlung am Kozjak und Trojanaberge hat. Die vom Mangart Bädlich ziehende Kette sind die j u 1 i-schen Alpen: der berühmte Triglav, Krains höchster Herg.,misst 2S(l4m, sinkt dann absatzweise und verliert von der Crnaprst immer mehr den schroffen Alpencharakter. Um das Thal von Idria macheu die jüdischen Alpen eine starke Krümmung und verlaufen sich dann in verschiedenen Richtungen, drei Hauptzügo bildend: «) westlich jenen zwischen dem Idria- und dem Wippachflusse, f>) südostlich jenen, der sich wieder in zwei Arme — einer zwischen dem Laibach- und Gurkthale, der andere zwischen dem Gurk- und Kulpathale - theilt, c) der dritte Hauptzug der julischen Alpen schliesst in sich den Birnbaumer-wald, den Nanos (l299m) und den Javornik (12(><>m), sowie den 17%m hohen Laaser Schneeberg, welches der höchste Gipfel Innerkrains ist. Der Theil der julischen Alpen zwischen Idria und dem Schneeberge einerseits, und dem adriatischen Meere und dem Flussgebiete der Gurk anderseits, hat vor allen bis jetzt bekannten Gebirgen die Besonderheit voraus, dass er gar kein offenes Flussthal besitzt, sondern es müssen die Flüsse stets durch unterirdische Höhlen und Grotten den Ausgang suchen. In diesen Gegenden gibt es auch die eigentümlichen kessel- und trichterförmigen Fin-senkungen, mit und ohne Sauglöcber. Das Gebirge ist nämlich hier unterirdisch durch ein nach allen Richtungen hin weitverzweigtes Grottensystem unterwühlt Krains Gewässer fliessen dem schwarzen und adriatischen Meere zu. Der HauptHuss des Landes ist die ■>ave; sie entspringt in zwei Armen am Fusse des Triglav, der nördliche heisst Wurzener Save, der südliche Arm (Savica) bildet den Wocheiner See und vereinigt sich, aus demselben wieder abfliessend, als Wocheiner Save obeihalb Radmannsdorf mit der Wurzener Save, fortan Mos den Namen Save führend. Die Nebenflüsse der Save sind am linken Ufer: die Neumarktier Feistritz, die Kanker, die Gamling, die Steiner Feisiriti (ausserdem münden viele Bäche in dieselbe); am rechten Ufer ergicssen sich in die Save: die Zeier, die Laihach, die Sapota, die Neuring, die Gurk und der Grenzbach gegen (roatien die Breganca. Von bedeutenderen Flüssen sind in Krain ausser der Save zu nennen: die Kulpa, die Wippach. die Idria, die Reka und die Pojk. Die Pojk entspringt am westlichen Abhänge des •lavornik. vorschwindet in die A d eisberger Grotte und kommt bei PI an i na als Unz wieder zu Tage, um bald wieder zu verschwinden und schliesslich nächst Oberlaibach mit dem dritten Namen als Laihachfluss wieder hervorzutreten, der sich unterhalb Laibach (bei Salloch) in die Save ergiesst. 8een zahlen wir in O her krain: die Triglavseen, sieben Seen (schwarzer See), den Veldeser, die zwei Weissenfelser, den kleinen Wurzener und den wildromantischen Wocheiner See; Inner krain weist den in physikalischer Beziehung merkwürdigsten unter allen Seen, den von Dichtern vielbesungenen Zirknitzsee, wo oft in einem Sommer getischt, gesäet und gejagt wird. Das Klima Krains ist je nach den Landestheilen sehr verschieden. In Oherkrain herrscht Alpenklima, I nterkrain hat eine dem Weinhaue sehr günstige Temperatur; während Inner krain im Allgemeinen von einem rauhen Klima beherrscht wird, besitzt der Wippacker Hoden eine „südliche Luft'-, in der Orangen-, Oliven- und Beigenbäume im Freien gedeihen, doch sind auch hier im Herbst und Winter sehr heftig»! Borastürme, die den Einwohnern das Leben gar sehr erschweren. Das Laibaclfer Becken speciell. das sich Dank der Nähe der Steiner Alpen immer einer etwas kühleren Temperatur erfreut — daher von den Südländern mit Vorliebe als Sommerfrische erwählt wird — ist im Herbste von Nebeln heimgesucht, die jedoch nicht schädlich auf den Organismus wirken, und die, je dichter sie am Morgen über dem Weichbihle der Stadt lagern, einen desto herrlicheren Mittag und Nachmittag verkünden. Hauptmomente aus der Landesgescliichte. Die in dem letzten Deeennium systematisch vorgenommenen Aufdeckungen der Pfahlbauten am Laihach er Moore und der prähistorischen An Siedlungen und Begräbnissstätten in Krain im Allgemeinen, beziehungsweise deren Beschreibungen durch den gelehrten Forscher Carl Deschmann und den auch für unser Land viel zu früh verstorbenen hochverdienten Ferd. v. Hochstetten haben die Kenntniss der ältesten (ieschichte Krains wesentlich aufgehellt und erweitert. Namentlich die (irabfelder von Watsch in Iiborkram tunweit Sagor) und von Terž išče (am Zirknitzsee) mit ihren überwiegenden Broncef und en und wo auch nichteine Spur von Kesten vorkam, die sich als aus der Römerzeit herstammend deuten Hessen, bilden einen verlässlichen Ausgangspunkt für weitere Forschungen auf dem hieher einschlägigen Gebiete der Urgeschichte Krains. Die Ergebnisse dieser Ausgrabungen drängen zu der Ansicht, dass, wie in den österreichischen Alpenländorn im Allgemeinen, so auch hier die gesammte Broneeimhistrie wie die Eisenindustrie eine einheimische war. Der zahlreiche Pe rl e nschmu ck aus Bernstein und Glas in diesen Gräbern deutet terner auf bereits sehr ausgedehnte Handelsverbindungen der prähistorischen Zeit. Betreffs der Bewohner der Watscher Ansiedlung kommt die genannte gelehrt»! Forschung, insbesondere mit Rücksicht auf die Analogie der hier gemachten mit den Funden von H a 11 stadt (Oherösterreich | und mit weiterer Rücksicht auf den Umstand, als Hallstadt unzweifelhaft eine tauris- kische Niederlassung war, zu dem Schlüsse, dass auch die Gr a h statte von Watsch den Tauriskern zuzuschreiben sei. Die Taurisker bewohnten also das Savegehiet und die (legend den Laibachrluss aufwärts bis Nauportus (Oberlaibach), während das heutige Innerkrain und der grösste Theil von Unterkruin von den Japoden bewohnt war; die nationale Verschiedenheit zwischen Tauriskern und .Japoden tritt, auch in dem Unterschiede der Fund-materiale von Watsch (Tauriskergebiet) und Teržišee bei Zirknitz in Innerkrain iJapodengebiet) hervor. Der ausgezeichnete Forscher auf dem Gebiete der krainischeu Archäologie, Se. Durchlaucht Fürst Ernst zu Windis ch-Graz, unterscheidet. Skelet- und Brandgräber und deren Fundob jecte strenge aus einander haltend, zweierlei stricte von einander verschiedene Völkerstämme, von denen die einen und die andern Hegrübnissstätten herrühren. Diese jüngsten prähistorischen Forschungen in Krain haben das ganze bisherige Gebäude der „Vorgeschichte des Landes vor der Besitzergreifung durch die Römer" umgestürzt und die vielen bisherigen Fabeln über die älteste Geschichte des Landes illusorisch gemacht. Sie haben vorläufig das wichtige Factum festgestellt, dass der in den frühesten Zeiten in diesen Gegenden sehr lebhaft betriebene Waarenverkehr nicht erst von den Römern ins Lehen gerufen worden ist: es gab also auch hier eine v o r r ö m i s c h e (1 u 11 u r. Der erste unter den Römern überstieg t'onsul Aemilius Scaurus (um 113 v.Chr.) die Kette der Ostalpen (zwischen Triest und Laibach) und schloss Gastfreundschaft mit den Tauriskern; Cäsar Octavius (82 v. Chr.) setzte die römischen Eroherungen fort, und unterjochte die J a p 0 d e u Unter den Nachfolgern des Cäsar Augustus ward das heutige Krain, nun schon ganz römischer Besitz, der römischen Einrichtungen und der römischen Cultur theilhaftig. Aber frühzeitig war auch hier das Christenthum von dem wirksamsten Einflüsse auf die Gesittung der Bewohner, wogegen jedoch durch die Stürme der Völkerwanderung und seitens der einheimischen islavischeni Dewohuer ein Rückschlag erfolgte. Erst die tränkische Herrschaft unter den (Jaroliugern gewann das Land vollends dem Christent.hume; Carl M. führte die fränkische Verfassung ein und that auch hierlands viel für die materielle Wohlfahrt; er selbst legte Musterwirtschaften zu Lack und Veldes an. Nach den bisherigen Darstellungen krainischer Geschichte bot die Verwaltungsgeschichte Krains im Mittelalter ein Wirrwar der Vielherrschaft, in welches nun, da Franz Schumi in seinem Archiv für Heimatkunde die bezüglichen Urkunden zu sammeln unternommen hat, mehr und mehr Ordnung zu kommen beginnt. Das Land sah als deutsches Reichsland immer einen Vertreter des deutschen Königs, der unter dem Namen eines „Lomes" (Gau- oder Landgraf) für den Konig die Zügel der höchsten gerichtlichen und politischen Verwaltung in Händen hatte. Als solche Gau- und öfters zugleich Markgrafen finden wir in der Regierung Krains in den ersten Zeiten des Mittelalters bis zur Vereinigung des Landes mit dem Hause Habsburg f!88&) eine Reihe von Augehörigen des deutschen Adels, die Ebersberg, die Wcimar-Orlamünde, -Istria, die An-dechse, Sponheimer u. s. w., als Reichslehenträger die Herzöge von Kärnten, Markgrafen von Istrien, Grafen von Görz. Patriarchen von A9—127*! regierte in Krain der Böhmenkönig Ott o kar. Nach dem im Jahre 1279 erfolgten Tode des Herzogs Philipp von Kärnten war Krain vollkommen ohne gesetzliche Erben und Nachfolger dem Reiche erledigt. Auf dem Reichstage zu Augsburg, am 27. December IQ82, belehnte Kai s e r K u d o 1 f I, v o n H a h s b u r g seine Söhne Al brecht und Rudolf, unter Zustimmung der lleichsgrossen, mit den Ländern Oesterreich, Steiermark. Krain und der (wind ischenj „March" —nach Schumi's Forschung das heutige linterkrain - und am 11. Juli 1283 huldigten die „Stände" dem Herzog Albrecht 1., der zufolge der Hausordnung vom 1. Juni 12*3 allein dir Itegentschaft über die genannten Länder führen sollte. Wie die Inhaber Krains seit Poppo I. (973) bis in die Entscheidungstage des Jahres 1270 sich Grafen und Herren Krains genannt, so behielten diesen Elnenamtstitel sneti die Söhne Rudolfs von Habsburg und deren nuchae Nachfolger. Erst Herzog Rudolf IV., der Stifter, der 1Q60 in Laibach einen „Cnngress" zur Ordnung der italienischen Angelegenheiten abhielt, veränderte (364 jenen Titel in den noch heute gehenden eines „Herzogs von Krain" und „Herrn der March" ' 15" ö. L, im sogenannten nord-krainischen Hecken in einer fruchtbaren Ebene von Bergen Umkränzt (im Morden der pittoreske Hintergrund der Steiner Alpen), an beiden (fern des LaihachHusses, der rechtsseitige Theil im Bogen um den die Stadt überragenden von dieser Seite bewaldeten Schlossberg. Die Stadt Laibacb zahlt Häuser und hat nach der letzten Volkszählung 'die Vororte und das aetive k. k. Militär eingerechnet eine Einwohnerzahl von 26,284, darunter 12.851 männlichen Und 18.433 Personen weiblichen Geschlechtes. Die Bevölkerung ist grösstentheils katholisch (25.77s), die N'icht-katholiken scheiden sich in Protestanten (9ö4) und Israeliten (74). Andersgläubige zählt man 78 Laibach ist «1er Sitz der k. k. Landesregierung für Krain, eines Bitthums, der Landeshauptmannschaft, eines k. • k. Truppendivisions-Commandos, der normirten Civil- und Militär-Verwaltung und der gerichtlichen Behörden (Landesgericht, Binanzlandesdirection, Platzcominando u s. w. u. s w ). Raibach hat eine f. b. theologische Lehranstalt, ein k. k. Obergymnasium, eine k. k Oberrealschule, eine k k. Lehrer-•Uid Lehrerinuenbildungsanstalt, mehrere Volksschulen und Privatleb*- und Erziehungsanstalten und ist Post-, Telegraphen- und Eisenbahnstation. Es besteben hier eine Reihe von llumanitäts- und Krankenanstalten, sowie Wohlthätigkeitsvereine, religiöse, politische und Unterhaltungsvereine (auch ein Landestlieater mit Wintersaisou , Behl- und Creditinstitute, Sparcassa mit Pfandamt, Filiale der österr.-ungar. Bank und Vertretungen von Actien-gesellschaften (Versicherungsanstalten), krain. Industrie gesellschaft, krain. Ballgesellschaft, Vereine für Handel um Gewerbe, Vereine zur Förderung der technisches Wissenschaft, der Landwirthschaft, des Garten- und Obstbaues Vereine für Wissenschaft und Kunst Die Stadt zählt eii .Mannerkloster (der WW. EE. PP. Franziskaner), eine .....tuende des Ii. tonischen lütterordens, ein Frauenklostei der WW. EE. Frauen Ursulinerinen), sowie den Orden der WW. EE. Töchter der christlichen Liebe vom hl Vimen/, de l'aula Laibach ist die erste Fabriks- und Handelsstadt des Kronlandes; der Handel mit Landes-jiroducten am regsten, lieber den Laiharhfluss führen au] der Stadtseite 5 Brücken (1 steinerne, 1 eiserne um ;■> hölzernei und über den sog. GrubcrVhen Canal (hintei dem Schlossberge) 1 steinerne und 1 hölzerne Brücke. Die Stadt, welche in alten Zeiten und zum Theile noch am Beginne unseres .Jahrhunderts eine befestigte gewesen, ist heute eine offene und zählt mehrere schöne grosse Plätze und verbreiterte in der letzten Zeit auch die dem Hauptverkehr dienenden Strassen, sowie auch einige neue Strassen eröffnet wurden. Sie macht einen freundlichen und reinlichen Eindruck, im sl. Volksliede beisst es das ., weisse Laibach" und rühmt sich mit Kecht vorzüglich schöner Alleen und Promenaden. Die schönsten Aussichtspunkt«! sind vom Schlossberg und vom Schlosse Tivoli (Unterthurn) (Eigen-ihum der Stadt). Behufs der städtischen Verwaltung ist die Stadt Laibach in 5 Bezirke eingetheilt; ausserdem Bind die Vororte Ilauptmanca, Hradetzkydorf, Hühnerdorf, Doma. Ka-rolinengrund und Schwarzdorf zum Gebiete der Stadt Laibach gehörig. Geschichtliches. Während an der Stelle der P f a h 1-b au n i e de r 1 a s s u n g e u am L a i h ac he r M o o r bei dem Orte Igg-Brunndorf sieh die vorröraische und dann römische Stadt Em ona erhol), befand sich an der Stelle des heutigen Laibacb, wie Prof. Alphoiis Müll n er in seinem epochalen Werk'' über Emona nachgewiesen hat, ursprünglich ein r ö m i s che s Mil i t ä r 1 ag e r, aus d"m sich spiiter eine Handelsstadt mit eigenem Namen A(l n i I in a und solbstständiger Bevölkerung entwickelte, Welche im Laufe der Zeit der alten Stadt Emona den Bang ablief und ihre Bedeutung behielt, als Emona lange in der (iesebichte untergegangen war. Aus der römischen Bandelsstadt Aquilin* ging dann der Marktplatz der Slowenen hervor, der schlechtweg Terg = Marktort genannt W|ndo. und als dieser slavische Handelsplatz, grösser geworden, vom rechten Ufer auf das linke Ufer hinübergrilf, d* wurde die letztere Seite der „neue Markt" aiovi terg) lrn Gegensatze zu ersterer dem ralten Markte" (stari terg) '-r(,nannt, welche Bezeichnungen sich als Gassen- beziehungsweise Plätzenamen noch heute theils ofh'ciell, theils nur 'n> Volksniunde (der „Neue Markt" wurde in jüngsten ■'ahren erst in Auerspergplatz umgetauft) erhalten haben. Der Name Laib ach (slov. Llubljana) entstand zur '/iiiheitsbezoichnung der Stadt für die nördlichen und sin 1 -h'chen Handelsfreunde, die Franken und Italiener, in den frühesten Tagen des Mittelalters und ward vom Fbisse ''"hia Lnblanca hergenommen. Die iiitesten Irkimden. in denen wir dem Namen Raibach begegnen, sind von 1111 (tdalrieus de Laihaeh b"ater ducis — Ulrich Graf von Sponheim, Bruder des Herzogs Heinrich von Kärnten) und von 1168 (Plehanus ^f'trusde Laibach - Pfarrer Peter von St. Peter in Laibach ). Die Kärntner Herzoge hatten hier schon im Li. Jahrhundert eine Münzstätte (Laibacher Silhermünzenj, und *ar damals Laibach schon ziemlich volkreich, Handel und Bewerbe blühten, die Juden hatten eine eigene Synagoge, die sie 1211! von Grund auf neu bauten Die 1. f. Beamten, 'he katholische Geistlichkeit und die Fdelleute aus der Nachbarschaft behaupteten den ersten Bang unter den Bewohnern. Die Bürger waren theils Kaufleute, theils Wirthe („Speiser" , tbeÜB Handwerker (Schreiner. Schmiede. Schuster, Fischer, Schiffer, Gärtner), welche ihre Acker-Bründe in der Nachbarschaft hatten Auf dem Laibach-fl^sse fanden Volksfeste (Schiffrennen) statt; auf dem alten Markte tanzte man um eine grosse Linde herum. Im Jahre 1360 (in der Osterzeit) hielt Herzog Rudolf IV. in Laibach einen C ongre s s ab zur Ordnung der italienischen Angelegenheiten und waren bei diesem Ii n i- i t Kruin. 2 Congresse u a. der Patriarch von Aquiloja, der Er/-bischof von Salzburg, die Bischöfe von Frrisiugen, Passau. < itifk. Sailen :Brixen), Chiemsee, La van t, der Markgrat' Meinhard von Branden hu t g. die Pfalzgrafen in Kärnten und Grafen von Gör/, der Grat' von Ortenburg, die Grafen von Cilli und viele andere Kdele aus Oesterreich. Steiermark, Kärnten anwesend Die Durchreise der Königin Elisabeth von Ungarn nach Neapel 1343 ward der Anlass. dass die hohe Frau hier ein Bürgerspital mit der Kirche der hl. Elisabeth gründete (Bürgerspitalgebäude, Spitalgasse). Im Jahre 1 Ii"-bewilligte Herzog lernst von Oesterreich die Wiedererrichtung einer Schule bei der Pfarre St X i klas (heutige Dompfarre), welche „wegen Lässigkeit and Unordüung der Vorderen" zu Grunde gegangen War; es scheint diese neue Pfarrschnle der Heginn des späteren Gymnasiums zu sein Im Streite Friedrich III. mit seinem Bruder A Ihre cht ujid den Cillier Grafen ward Lambach i III von den Truppen der Gegner Friedrichs belagert, aber von Georg Apfalterer tapfer vertheidigt; des Apfalterer's Thurm hei Baibach (das heutige Uutcrthurn-Tivoli) wurde aber niedergebrannt Das Jahr 1-151 brachte den berühmten Barfüsser-Mönch Johann Cap i št ran nttch Laibach', der auch hier mehreremale gegen die Türken predigte. Von der Stiftung des Laibacher Bisthums (l-Hil) ward bereits in der früheren Ahtheilung Erwähnung gemacht. Den Türken sah die Baibacher Ebene wiederholt heranschwärmen, so rasch nach einander 1 H>!>. 1171 und 1472: im letztgenannten Jahre verbrannte er die St. Peterskirche fdamals Stadtpfarrkii che). Im Gefolge des „Erbfeindes der Christenheit" fanden sich Heuschrecken, Hunger und Pest ein; auch war 1511 ein grosses Erdbeben, das u. a da8 Landhaus (heute llegiernngsgebüude) niederwarf. Im Laufe des j »i. Jahrhundei ts geschah mehr und mehr für die Befestigung der Stadt, welche sich die Landesfürsten sein angelegen sein Hessen. Die Bürger wurden in Waffen geübt und zum Wachdienste als Bürgercorps organisirt. 1563 bestand schon ein städtischer Schiessstand, ausserdem später noch einer für den Adel und die OfhViorc. auch gal es in Laibach drei Zeughäuser ("der Inüdsch. Pulvertlmriv auf dem Bühloflsberge cxplodirto durch Blitzschlag 1-686) Grossartige feste feierte Calbach bei der Erbhuldigung Kaiser Leopold I. (1666), wo Pfeife« h und Wein unter das Volk vertheilt wurde (der Wein floss aus eigens errichteten Brunm-n) und man auch (Jehl unter lie Menge warf: der Monarch schritt als (iast der Auorspergo in deren Garten (beim .,Kürsteuhofe") über purpurne Tücher wie hei den Kais* r-krönungen — «Iii1 Dachher der Bevölkerung preisgegeben und von dieser als „Andenken" in Stücke zerrissen wurden. Lude des 17. Jahrhundert« ward hier nach Muster der italienischen gelehrten Gesellschaften eine „Academi a i) p e r o s o r u m" (mit einem l!iem nst.nrk als Symbol, doppelte llindeiitung auf Sanuneltleiss der Mitglieder und Bienen-reichthuni des Landes) gegründet, deren Tochterinstitut - die Philharmonische G e r,e) 1 schaff (1702) — sich bis heute erhalten hat und gleich hei ihrer Gründung die bis um die Mitte unseres Jahrhunderts stattgehabten Lust- und Wasserfahrten auf dem Laihachilusse einführte. Sie war es, die den aus Italien kommenden Prinzen Eugen 11708) mit einer „extrafeinen Mliaik" begrüsste. Iin Jahre 1717 (April) ward das aKe Bathhausgebnude abgebrochen und mit dem Neubau in der heutigen form sofort begonnen; 1771 wurde die erste Numerirung dir Häuser hit-r vorgenommen; im Jahre 1771 (2S. Juli) ver nichtete ein Brand /ur Nachtzeit in der St Petersvorstadt 104 Häuser, 17!»:1 ward die Stadt, Laibach zum erstenmale mit Laternen beleuchtet Am 1. April 171)7 erschien (nachdem die Tage /.uvor Bernadette out seinen Truppen eingez< gen war) der Ge-i.eral Napoleon Bona parte in Laibach. Am IL April 1806 erhiirkte im „deutscheu llnuso" zu Laibach das Licht der Welt Krains grosser Sohn Anastasius (I r ü n (Anton Alexander Graf A ue r s p e r g i, dessen Bedeutung als Dichter wie als Politiker eine unvergängliche ist. Wie durch dieses Datum, erscheint die Stadt Eäibach auf (h n Blättern der Weltgeschichte auch durch den im Monate Jänner 1S21 in ihren Mauern zusammgfitretcntn Laibacher Congress, zu welchem sich die Kaie von Gesterreich und Kussland, der König. \ Me apel, der Herzog von M o den u mit ihren und den Ministern der übrigen verbündeten Mächte, als des hl. Vaters, Preussens, Englands, Frankreichs u. a. in. eingefunden hatten Der kunstsinnige geniale Fürst Metternich benützte die von den anstrengenden, diplomatischen Arbeiten erübrigte Müsse zu häutigen Besuchen der hochinteressanten Baron Sigmund Zois'schen Sammlungen und interessirte sich auf das lebhafteste für das Project des Grafen Franz Hohenwart betreffs der Errichtung eines Museums in Laibach, dessen bald darauf erfolgte Gründungs-Ge-nehmiguiig der Fürst hei seinem Monarchen befürwortete. Kaiser Franz und die Kaiserin Carolina Augusta unternahmen während ihres vier- und einhalbmonatlichen Aufenthaltes in Laibach fast tägliche Spazierfahrten nach dem Moraste, und die Folge dieser Fahrten war die vom Kaiser angeordnete Enquete zur Austrocknung des Morastes, worauf die Trockenlegung einer Fläche von 4 Quadratmeilen vorgenommen wurde; 1825 konnte sich das erhabene Kaiserpaar bereits von dem hier geschaffenen Segen überzeugen. Im Jahre 1839 (15.— U>. September) präsidirte Erzherzog Johann der Sitzung des Vereines zur Beförderung der Industrie und des Gewerbes, besuchte die Landwirth-Bchafts-Gesellschaft (17(>7 unter Maria Theresia gegründet) und das Lesecabinet des Industrievereines Der unserem Lande und der Stadt Laibach zeitlebens besonders gnädig gesinnt gewesene erlauchte unvergessliehc Vater Sr. Majestät unseres allergnädigsten Kaisers, der durchlauchtigste Herr Erzherzog Franz Carl, bereitete der Stadt die hohe Freude, die seinen erlauchten Namen führende neue steinerne Brücke (Marienplatz-Spitalgasse) am 25. September 1842 persönlich zu eröffnen. Im Jahre 1844 weilten die Majestäten Kaiser Ferdinand und Kaiserin M ar i a Anna durch mehrere Tage in Laibach, und fand anlässlich dieses Kaiserbesuches auch die erste Gewerbe- und Industrie-Ausstellung hier statt. (280 Einsender) Das Jahr 184!» brachte (lü. September) den durchlauchtigsten Herrn Erzherzog A 1 b recht als Stellvertreter Sr. Majestät nach Laibach zur feierlichen Vornahme der Eröffnung der Südbahn-Linie Cilli-Laibacb. So. Majestät unser erhabener Monarch Kaiser Fran z J o s e f I. geruhten in Allerhöchstihrer Eigenschaft als Kaiser \<>n Oestetreich, Krain und die Stadt Laibach zuerst im ^'ai 1850 zu besuchen und zwei Tage in der Landeshauptstadt zu verweilen. Se. Majestät kamen in wenigen Jahren wieder und diesmal in Fegleitung unserer allvorehrten. allerguädigsten Kaiserin und Königin Elisabeth (l&ötfj: Ihre Majestät geruhten in hochbeglückender und unvergess-licher Weise Allerhöchstihr Namensfest (üb November) in den Mauern Laibachs zuzubringen; die Tage vom 17. bis 20. November waren Tage des unbeschreiblichster) Jubels, der aus Sillen Theilen des Landes herbeigeströmten Bevölkerung. Grossartig und herzlieh zugleich war der Empfang, den Laibachs Bewohner am 12. Juni 18<>f> dem durchl. 1M. Erzherzog Albrecht auf dem Siegesheimzuge von < ustozza (wo auch das stets ruhmreiche, vaterländische Regiment Nr. 17 wacker mitgekämpft J bereiteten, und herzlich wurde die dargehrachte Ovation von dem durchl Marschall im Namen der Armee entgegengenommen. Von hervorragender Bedeutung für die Stadt war Mich die feierliche Eröffnung des von dem Krainer Spar-cassenvereiu erbauten monumentalen Koalschulgebäudes durch Se. Exe. den gewesenen Cultus- und Bnterrichts-minister K. v. Stremayr. Die Landesjubelfcier 1888, deren bereits in "der früheren (landesgeschichtlichen) Abtheilung gedacht wurde, brachte den allgeliebten Landesfürsten Se. Majestät Kaiser Pran z Josef 1. abermals auch in die Mitte der allezeit getreuen Bewohner der Stadt Laihach. Sc. Majestät geruhten Bei diesem festlichen Aulasse hier auch den Grundstein zum Neubau des den Namen des durchl. Kronprinzen führenden landsch. Museums Rudolf inum zu legen sowie die erste Kulturhistorische Ausstellung Krains zu eröffnen. Die krainisehe Landosvertrotung unter Führung des Landeshauptmannes Grafen Gustav T h u r n - V a 1 s a s s i n a wiederholte Sr. Majestät dem Kaiser Namens des Landes das 1283 vom Lande dem erlauchten Hause Ilabshurg geleistete Belöbniss der loyalen Treue und Hingebung; dem feierlichen Acte wohnte auch der Mitister-Präsident Excellenz Graf 'f aaffe bei. Aufenthalt. Ankunft: Der Fremde ör*eicht Laiharh jti'wölmlieh mit der Eisenbahn: in d r Richtung von Wien und Trie s t her mit der k. k. priv. Südbahn, von Tarvis aus (durch Oberkrain mit der k k. Staats hahn (Rudolfsbahn); aus Uiitorkrain | Gott sehen. Kudolfs-werth (BadTöplitz] verkehren die k. k. To s t und l'inker-g e 1 e g e n h e i t e n. Bei Ankunft der Eisenbahnzü»v sind beim S ü'd bahn h 0 f e II d tel o mu i h USS e, K i a k e f (Einspänner) und Dien s t m ä n n er bereit; die k. k Post (aus 1' n t e r k r a i n, dann die aus Stein u. s. w.) kommt an und geht ab vom k. k Hauptpost«jebäude ( hahrordnumjen und l'reistahelle daselbst) neben Hotel Stadt Wien Schollen-burggasso . Wohnung; Während die Hotels ersten Hanges den Ansprüche« modernen Gomlorts entsprechen, genügen die übrigen allen billigen Anforderungen, dabei sind die 11 u r e 1 p r e i s e da und dort, sehr massige (man erbäb a neb in ersteren Zimmer mit. Iii* und 7<) kr. pr. Tag) und kanu a uf Wunsch auch längerer A u f e n t halt a C C o r-dir t werden Auch in Privathäusern stehen, namentlich im Sommer, zahlreiche Zmmor und moblirte Wohnungen zur Verfügung. " Hotela mit Restaurationen : Stadt Wien (Ecke der Franz Josef* und Sehellonburggasse) Salon mit Vorgarten, Lesezimmer: Elefant iFcke der Wiener- und Eletäntengasse) auch Cafe. Bäder Siehe Abtheilnng: Bäder S. 24 ; Europa (Ecke der Wiener- und Maria Theresiastrasse) aUch Cafe; „Zum SüdbahnhoF' (ehemals „zum Möhren") vis-ä-vU dem Südbahnhofe in der Hahnhofstrasse; Ba i erischei* Hof (Wieners! rassei; Kaiser von Oesterreich (St. PctersEtrasse); Sternwarte (St Jacobsplatz); die beiden letzteren mit Sitzgärten und Kogelhahnen Restaurationen mit Sitzgärten : Stationsgebäude d Südbahn (Saison- Deli ca tesSan, — Musikpavillon); CasinoGm der Sternalloc», (Glassalon, Musikpavillon. Kegol-bahn); Čitalnica (Sehellenburggassc), (Glussalon, Kegelbahn); Goldener Stern (hV«er Josefsplat/i. (Glassalon, Kegel-babn). Restaurationen: Zur Kose (Jynlengasse . Pilsner Bier: /ur Linde (Judongasse), Gra/.or Jiicr: Weber „ Alter Markt); zur Sonne [hinter der Mauer). Bierhallen: Brauhaus Auer iTbeatergasse). drei Letalitäten ilas ganze Jahr hindurch geöffnet: der sogen. ,Waggon". Sitzgarlen mit Glassalon auch im Winter und Kegelbahn. Weinstube, ausserdem neuer Eiskeller mit Garten vor der Kuhthallinie; Brauhaus Perles i Elefantengasse). Winter- und Sommerlocalitäten, Sitzgarten, Kegelbahn: ..Schreiners Bierhalle" (St. Petersstrasse), Grazor Bier. Sommer- u. Winterlocalitiiten, Sitzgart en, Kegelbahn, grosser Salon (auch Tanzlorale : Brauhaus Gebrüder Kosler tin der Sjška, nächst der „Linie" an der Maria Theresiastr.). Winter-und Somiuerbierhalle, grosser Garten mit Wiesenplan i Volksfestplatz). Kegelbahn; überall auch warme Küche Ausser den angeführten Holet», Ke.tiiunitiimen und ttierliullen Killt. eB in l.nihaeh eine (froste Anzahl kleinerer I.oknle, WO rimu srleie.hfalls mit Speise und Trank besten» bedient wird ; u at i o n h le K ü o h e 'i u d K r* i n e r w e i n sind in den nieis'en derselben vorzüglch zu haben. Von Fremden niifgesuclit sind zumeist : .lieiiu M i h a" (St. l'eterähtrasse). beim Jernej" ist. Peter.Strasse), „beim Urbas" (Kesselplatz). Krainerwiirs'e u. ». m.: als W e i n s t a b e s|.....iell beliebt „Her weis»*' Vv'n 1 f ■• (an der Fraii'.ensbrüeke). In dan Ihneh, lleslaur itiimon. Ilier-'t'illen und den besseren kleineren Uastliiiusern speist man übern II nach 'er Kurte, überall werden aber «ueh Aufträge zur Herstellung: grösierer Uhlers, Souper« u. I. w, entgegengenommen Die Bedienung ist, die l!r-ren l.ocale abtrererluiet, duri-hweus eine weibliehe, überull prumpi und freundlich; das Trinkgeld nun* hier schon fust durohg&nglg üblich Cafes. Casino (im Sommer mit Sitzplätzen an der Sternallee); Hotel Elefant; Hotel Europe: Valvasor (Spitalgasse) : Mercur Katlihaiispl.); Cafe u. Conditorei K i r b iseb. Sternallee; Karl (I. Stock,Preširenplatz); Marzolini (Con-gressplatz); National (Kramar) Congresspl.itz i; E g g i a (Eike der Schustergasse u. Auerspergplatzl; M al 1 o t h (Alter Markt); Sternwarte St, Jacobsplatz); Karl (St. Peters-^trasse). Die Billardregel ist in Laibach nach italienischer Art. Conditoreien: K i r b i seh i Sternallee), V o 1t m a n n I Eletäntengasse) vis-a-vis Hotel Elefant. ConÜBeur: Sehn in i (( ongressplatzi Delieateasen- und Weinhandlungen: Peter i-assnik (an der FranzensbrlW-ke. Ecke der 'l'heatergasse): M. E. Supan (Wienerstrasse); J. Wenzel (Rath hau spi.atz\ Charcutiere : Buzzolini i Kafhhausplatzi, Mauser(Con-, gressplatz), Schulz (Petersvorstadt, Petersstrasse . Weine: Johann Ltickmann (Ecke der Schellenburg-und Elefantengasse i, dann in den Delicatessen- und Weinhandlungen. Siehe Seite 2ö\) Erfrischungsorte in der nächsten Umgebung; Tivoli (Kaffee. Bier, Wein, kalte Küche); Unter-Rosenbach Katic,'. Weiiu: Ober-Rosenbach (Kaffee, Bier, Wein, kalte Küche) |auf dem Wege nach Ober-Iiosenbaeh von Tivoli aus auf der Dronikhohe herrlicher Aussichtspunkt nach den Oberkrainischen Alpen und auf die Moorebene |: Schiessstätte Cafe. Restauration); Boben ček (Triester-strasse). Gasthans; K 1 ei n - 11 o s e n h a c h (hinter den: Schlnssberg. Grubersllasse) Cafe; grüner Berg (IJnter-krainerstrassei Gasthaus. Auer hier, Bierlager des Brauhauses; Laverca i,Gasth. Lenče); „Š ep e t a vc", S p e k-hügel, Korbar (auf dem Wege nach Kaltenbrunn) Gast-hauser: „kleiner steinerner Ti sch". Ančnik, Dalmatiner, beim Z Iber t (grosser steinerner Tisch); sämmt-lich Gasthäuser in der Šiška. Bäder: In dem mit allem Comfort ausgestatteten, durchwegs renovirten Hotel Elefant (J. Gnesda) tindet man auch Wannen-, Oouche- und Dampfbäder: Uber ärztliche Anordnung werden verabfolgt: Moorbäder. Eisenbader, Salzhäder. S cb w ef el h ii d c r, Fichten- u. Kräuter-bitder. Die Anstalt ist täglich von früh bis abends geöffnet. Die Dampfbäder stehen für Herren täglich bis 1 Uhr Mittags, für Damen jedoch blos Dienstag und Freitag von 1 bis 4 Fhr zur Disposition. Separat-Danipfbäder müssen eine Stunde früher bestellt und können nur von 1 Uhr ab verabfolgt werden Der Preis der Moo rhu der, Eisenbäder, Salzbäder, Schwefelbäder, Fichten- und Kräuterbäder richtet sich nach dem (Quantum des zu verwendenden Stolfes. Es werden auch Abonnements auf die ganze Moorbade C u r angenommen. Preise der Bäder. Ein Dampfbad TO kr, ein Abonnement auf 10 Dampfbäder fl. 5.20 (es werden auch halbe Abonnements verabreicht), ein Separat Dampfbad tl. 2, ein Douchebad HO kr., ein Abonnement auf 10 Douche- li&der H. 2.")!), ein Wannenbad samnit Wasche (Hol/wanne) 85 kr,, ein Wannenbad sam m t Wäsche ('Steinwanne) 50 kr., fin Abonnement auf l*1 Wannenbäder (Hol/wanne) H. 3180, ein Abonnement auf 10 Wannenbäder (Steinwanno) 11. 1.20. *Die Moorbäder. Die Laibacher Mooronlc entfaltet in all denselben Krankheitsformen, wegen welcher Franzens-l'üd aufgesucht wird, ihre heilkräftige Wirkung. Es sind dies in erster Linie die verschiedenen Frauenleiden, Blut-armuth, Bleichsucht, sowie krankhafte Störungen der weiblichen Gesehlochtssphäre. Nicht minder sind die Moorbäder von wesentlichem Erfolge bei den verschiedenen Lähmungen, Gelen k srh eu mal ismus, (lieht, (iclenksstcifigkeit und Knochenerweichung etc Nach den bisher vom Herrn k. k. Kegiei uiigsratlu Prof, Valenta gewonnenen Heilresultaten ist die Heilwirkung des Laibacber Moores mit jener des Franzenshader siauz analog. (Hygienische Briefe von Dr. Max H i r sch f e 1 d, Laibach 1H81, pag. M3 f) Marienbad, am Brühl Nr. 29, kalte und warme Wannenfader. (Preise: Steinwannen, warmes Bad d5 kr., kaltes Bad :;2 kr., llolzwanneii. warmes Bad :>2 kr., kaltes Bad LS kr.1 Kalte Flussbäder, sog. „Kolesia"-Mühle, am Gra-daschzahach hinter der Tyrnauor Vorstadt (städt. Bad), x,'hönes, neues Schwimmbassin. Doucheapparate (auch Seitendouchen), Militär sehn i m m s c h u le. Theater: Das Laibacher landschaftliche Theater hat "ur Winter-Saison (1885/6 Director Westen): die Logen sind meist Pvivateigenthum, doch werden von den Besitzern oder Pächtern täglich etwelche zum Verkaufe für den Abend feil gehalten, Anfrage: Tabaktratik im Thorwege des Bürgerspitalgebäudes (Spitalgasse); der jeweilige Theater-^irector hat neben ein paar Logen sänuntliche Fauteuils u»d Sperrsitze zur Verfügung. (Preise: Loge im 1, Ifang 5 iL, ~ Rang 1 iL, Fauteuil 80 kr.: Sperrsitz im Parterre 50 kr., Galeries])errsitz 50 kr., Eintritt ins Parterre SO kr., Gar-"isonsbillete 20 kr., Studentenkarte :;o kr. Musik: Künstlerische Genüsse bieten im Winter die koncerte der philharmonischen Gesellschaft (■ui landschaftl. Redontensaale) un l ii il t <■ ii | Iii dir erste Viertels (un :■() 50 lili 50 70 Ttt so 80 50 70 M 50 RIJ 80 M Kabren die I'aiteun nach einem Aufenthalte von riii f Mmuen gleich zuiiick, so ist die Bullte obiger Gebühren zu entrichten, sonst werden die Kückfahrtsgebühren dem heiderseit'gon Uebereinkonimen überlassen, Die Mautligehühr bezahlen die Parteien, Zur Tageszeit werden gorechnet ; in den Monaten Mai, Juni, Juli, August ut:d September die S'undcn zwischen 6 l'hr Früh bis !l Uhr Abends, in den übrigen Monaten aber von 7 Uhr Früh bis (i Uhr Abends. Hei Fahrten weiter über Land iBt mit dein betreffenden Fiaker eigens zu aecordiren. Dienatmanner. Es bestehen zwei Institute, Dienst-manner (blair, ('ommissionäre (roth). Standorte: an der Ecke des Hotel Stadt Wien und Hotel Elefant, an der Kranzonsbrüeko, u. zw.: am Marienplatz nml am Ein-gaUg der Sjdtafirasse (Wechselstube des Bankier E. Mayer . am CongreslBplatz, Itathhausplatz, Ilradetzkybrlloke. Taxen für die Dienstleistungen der Dienstmänner in l.aibach: F ii r b e stimm t e Gange. Für bestimmte (länge ohne Gepäck. IJricfneiidmigcu innerhalb der «Stadt....................—05 Innerhalb der Vorstädte...............—.10 Für den (lang mit O o pack. Von der Stadl in die Vorstädte oder umgekehrt, sowie von einer r Vorstadt in die andere bis 25 Kilogramm........—-20 Verschiedene Arbeiten. Schwere Arbeiten |ir. .Stunde..............— '20 KrankenwärterveiTichtungen tili' 1 Tag und l Nacht.....2M) K rankenübertraguiigen von einem Stockwerk in das andere pr. Mann....................—.20 Fussbodenw ichsen pr. Stunde.............—-25 Glas- und l'orzellanlragen pr. Stunde..........—'26 M ö b e 11 r a D l port e, Clavierüberführcn in der Stadt............. |*Bu Maschinentransporlu oder schwere Cassen pr. Mann und Stunde —-31) Ciavier ein- oder auspacken pr. Mann.......... r — Mübolpacken pr, Mann und Stunde........... — '25 üa ■ I e n transporte. In lief Stadt 200 Kilogramm schwere..........2 — ,, „ 800 , , .......... 8-flO und für jede mehr als fioo Kilogramm schwere fasse pr. Mann . 1-50 «ült auch für den Transport vom oder zum Bahnhofe.) Auf und von dein Bahnhofe. Mit Gepäck bis 25 Kilogramm............. — 'S .lede 50 Kilogramm mehr............... —"10 Möbeltransporte vom oder zum Bahnhofe pr. ICO Kilogramm . . — 30 O a D g B ii li e r's 1. an rt. Auf 7 Kilometer....................... . — 'öO L) i c Die n s t m ii n n er si n d z u v e r wen d e t) . Zu Botengängen. Bestellungen v:>n Kxpressen, Beförderungen roti Effecten jeder Art, in der Verrichtung häuslicher und geschäftlicher Dienste, als: Reinigen von "Wohnungen. Fenster- und Mübelputzen. Teppichatisklopteu . Hinsetzen von W'interfenstein sammt Waschen, Tragen der Einkäufe auf Märkten, Dienstleistungen in Magazinen und YVaarenltigern, Aul- und Abladungen, Qetreldeum werfen, Einpacken; lerner als Fremdenführer, Begleiter, wli hter, Aushilfskellner. Bedienter. 1'ortiiT, Billeteur, Colportetir etc. Das Institut ersetzt den durch die .Schuld seiner Dienstuiäuner herbeigeführten nachweisbaren Schaden bis 50 tl. österr. Währung, welche Entschädigung jedoch nur dann eintritt, wenn längstens binnen 24 stunden nach dem betreffenden Falle dein Institute die Anzeige; gemacht und gleichzeitig die dem Dieustnianne abgenommenen taril-mässigen Marken vorgezeigt worden sind. Beschwerden jeder Art ersucht man in der Institulskanzlei behufs sofortiger Abstellung zur Anzeige zu bringen. Zeiteintheilung bei eintägigem Aufenthalte. Frühstück in einem Städte a f e oder im S c Ii w e i-zerhause in Tivoli (Spaziergang dahin durch Franz. Josefstrasse [Ecke links Palais Bankier Mayer] und Lattermannsallee [links Villenbauten: Bankier Mayer, Apoth. Piccoli, Vollmer] eine '/4 Stunde gemächlich). Faun Besichtigung der hemerkenswerthesten Platze und Strassen Durch Elefantcngasse (rechts Brauerei Perlos-— Conditorei Voltmann; auf den Marienplatz Franziskanerkirche, über steinerne Brücke, dann links „hinterm Wasser" Domkirche, fiirstbischötl. Seminar, Seminargasse auf Valvasorplatz, Kaiser Josefplatz (Handelslehranstalt Mahr — k. k. Finanzlandes-Direction (alte Sparcassoi. Durch Studenteugasse auf den Schlossberg (siehe Abtheilung: Rundschau vom Schlossberge, Seite 32j retour Studentengasse (Museum im Fycoalgebäude am Valvasorplatz — Pfahlbautenfunde [für Fremde immer zu besichtigen; Anmeldung beim Präparator Herrn Schulz], Dom-platz, Bischofhof. Batbhausplatz, Rathhaus. Brunnen mit Obelisk; (Mittwoch und Samstag Wochenmarkt; der Rath -hausplatz Mittelpunkt des Cieschäftslebens); danu über den alten Markt (links Floriansgasse, Florianskirche) auf M) St. Jacobsplatz. Jacobskirche Stadtpfai to), links landscli Redoutcngebäude (mit L&ndtagssaal); recdits Sternkarte, inmitten Platzes Marienstatue |seitab Ohrtingatese neues SchwurgeriehtsgebändP', von Jaeobsplatz durch Trubergasse, Jacobsbrücke auf den Rain (link» s Laibacbufer) Palais Paro.) Zois, von Brücke gerad« aus /o sstrasse neue stallt. Volksschule. Kinonastrasse, Römerstrasse. Ecke Palais Becher, deutscher Platz, deutsche Ordenskirche mit Kom-thurei, Palais Gral Aueisperg, Hermgasse links Palais Kürst ( all Aueisperu „Ki.rstenliot"recliis Landhaus ■ a St. Jacobs-Damm in Laibach. (k. k. Landesregierung Hanptfront am Auetspergplatr)' durch Herrngasse weiter, Palais von Gerlic/.y (zur ('ongresszeit Logis des Königs von Neapel), landschaftliche Burg, Burg platz (rechts Judengasse, Presircnplatz. Hradetzky-Briit l D irr (besonders bemerkenswert h die altslawischen Handschriften ; Bibliothek des Vereines „Slovenska, Matica" (Slavica). (Sternallee im eigenen Hause.) Museum (landschaftliches, altes) im Schulgehäude, Donnerstag und Sonntag von 10—12 Uhr die Sammlungen abwechselnd geöffnet; besonders interessant die Pfahlbau t en f und e sowie die Funde aus den prähistorischen Begräbniss statten von Watsch u. s. w. Fllr Fremde der Besuch auch ausser den normirten Stunden gestattet gegen Anmeldung heim Custos Ilm. Karl Deschmann oder indessen Abwesenheit heim Präparator Hrn. Schulz. Museum „Ru dol fi mini" prachtvoller Neubau, im Aeussern vollendet (feierliche Grundsteinlegung durch Se. Majestät 14. Juli 1883). Diesem Institute hat der kürzlich hier verstorbene Hausbesitzer Herr Victor Smole, ein hervorragender Altertbumsfreund und Sammler, sein gesammtes Vermögen (über loo.ooo fl.) testirt, seiner kunstsinnigen Schwester Frl. Balbine Smole den lehenslanglichen Fruchtgennss vorbehaltend. Schiessstätte (alte) | Schiessstättogasso | vom lti. Jahrhundert bis 187,6 Schiessstand der Faibacher Schützen ; heute dienen die unteren Foculitäten der Laibac her Volksküche als Heim, in den oberen Foealiläten schöne Tanzsäle, im l'arneval zu g sehlossenen Flitebällon. Schiessstätte (neue) am Fusse des Bosenbacher Berges, reizende Lage, BS7<> 21. Aug. eröffnet von der unter dem Protectorate Sr. k. k Hoheit des durehl. Hm. Frzh. Ernst stehenden Kohrschützen-Gesellschaft, in der Entreehalle die Bronzebüste Sr. Majestät (siehe Denkmäler), marmorene Gedenktafeln zum Gedächtnisse an den langjährigen Obers«diützenmeister Dr. Emil Kitter von S t ö c k 1 und „zur bleibenden Erinnerung der besonderen Verdienste" des Unterschützenmoisters Herrn Bankier Emerieh Mayer „um den Bau dieses Schützonhauses" und eine Reihe interessanter alter Scheiben. Schlachthaus (städtisches) auf der unteren Bohiua, nach den neuesten Principien errichtet 1881. Schlosa am Sehlossherge, heute k. k. Männer-Strafanstalt, alter Bau aus dem 15. und 16, Jahrhundert, bis ins vorige Jahrhundert. Besidenz der Fandeshauptleute, dann Casorne, unter den Franzosen die Festungswerke geschleift. Die St. Georgscapelle am Georgstage dem allgemeinen Besuche geöffnet gewesen. Schulgebäude (am Valvasorplatze), früher Franzis-kanerklnster, dann landschaftliches, jetzt ärarisches Eigenthum; darin untergebracht: k. k. Obergymnasium, k. k Studienbibliothek, städt. Volksschule, Museum, Sammlungen dos bestandenen bist. Vereins, k. k. Musikschule, k. k. Turnschuh1. Sehwurgerichtsgebätide (in der Ckrüngasso), Neubau mit grossem Schwurgerichtssaale; an das Gebäude anstossend„und damit in Verbindung stehend das Intpiisitions-haus (am Zabiek). Seminare; f. 1». Seminar für Theologen (Seminargasse) hinter dem Dom, schöner Hau des 18, Jahrh. (lins vollendet) mit grossem Portal: Virtuti et Musis, Karyatiden. Hiblinthekssaal, prachtvolle F:resken von (^uaglia. K n a h e n s emi n a r „Collcgium Aloisianum" (obere Polanastrasse) mit grossem schönen (jlarten. Siechenhaus (im Kuhthale) grosses schönes Gebäude (Neubau), Stiftungshaus unter Leitung der WW. EE, Barmherzigen Schwestern, (Treffliche Unterkunft für Sieche und alleinstehende Kranke, unentgeltlich und gegen Zahlung. Handelskrankenanstalt, Hausarzt Dr Dornik.) Sitticherhof (am alten Markte, vis-ä-vis dem Re-doutengebäude), ehemals dem 1784 aufgehobenen Oister-cienserstifte Sittich in Uuterkrain gehörig, heute k. k. L a n d e s g e r i c h t s g e h il u d e. 8parcasse (alte, Kaiser Josefplatz*, jetzt Gebäude der k k. Kinanzlandesdirection (auch Landeshauptcasse und das Mappenarchiv hier untergebracht). Sparcasse (neue, Knafflgasse), vorzüglich durchgeführter Hau (unter der Amtsdirection des Herrn kais. Rath Janeschitz vollendet), mit allem zweckdienlichen Comfort ausgestattet, Licht, Luft und Ruhe in vollem Masse gewährend; auf dem Frontispitz in goldenen Lettern und Ziffern: Sparcasse, Pfandamt 1820 (Gründungsjahr des Vereine), 1880 (Jahr der Vollendung dos Neubaues). Spitäler: K. k. Mi 1 i tär - Spi tal (und Verpflegs-gebäude, Wienerstrasse), 1648 Kloster der I 'larisserinuen, 178 1 aufgehoben. Givilspital (ländsch), allg. Krankenhaus (Wienerstrasse), (diem. Augustinerkloster (Bärfüsser); Gebäranstalt, anatomisches Gebäude (Sitzungssaal des Vereines der Aerzte), Hebammenlehranstalt (Prof. k k Regierungsrath Dr. A. Valenta, Director sümmtlicher Landes Wohlthätigkeits- •Iii anstalten). Die Regio führen die WW. FE. Barmherzigen Schwertern (Oberin Leopoldine Hoppe), desgleichen in der Irrenheilanstalt, land-ch, in Studenec hei Laihach), neu erbaut; geleitet mit Benützung aller modernen Erfahrungen auf dem Gebiete der Psychiatrie von Primarius Dr. Carl Hl ei weis, Ritter von 1 ersten i Ski, und im Kaiserin Elisabeth - Kinderspital unter Allerh. Protectorate Ihrer Maj. der Kaiserin, durch Sammlungen errichtet und erhalten. Leiter und Director der Gründer Sanitätsrath und Magistratsrath Dr. W. Kovatseh. Sehloss Tivoli bei Laibach. Theater (landsch., Congressplatz) 17(!.r» erbaut; lsIG umgebaut, schönes stylvolles Gebäude mit gedeckter Zufahrt, fasst !K)0—-1000 Personen, es ist mit Parquot, Parterrelogen, dann 2 Stockwerken, Logen und Galerie, zahlreichen, besonders fleissig gearbeiteten Decorationen ausgestattet, die einen scenischen Wechsel zulassen, wie nicht bald auf einer kleineren Provinzbühne. Die Saison ist halbjährig. Tivoli (am Fasse des Šiškaberges, am Ende der Fattermanns-Allee, städt. Eigenthum), Sehloss mit süperbem Vorpark, Terrasse (Standbild F AI. Radetzky's), von hier reizendes Panorama der Stadt Laibach (namentlich bei untergehender Sonne pittoreske Beleuchtung), hinter dem Sehbisse Schweizerhaus (Kaffee- und Gastwirthschaft der Familie K der), im Sommer auch warme Küche (beliebtester Autenthalt für Fre.inile). Im Wahle hinter Tivoli ebenso schöne als bequeme neue Weganlage ii und überraschend schöne Aussichtspunkte auf das Panorama der Stadt und die Alpen. (Das Schloss Unter-thurn. das etwas höher im Walde stand, im Alittelalter den Herzogen von Kärnten gehörig, kam späte" an die Familie Apfaltern, dann an die krain Fandschaft. Ks entstand der Neilbau des heutigen Schlosses, das dann Lust-schloss der Jesuiten wurde. Später kam es an die Stadl, von dieser käuflich an den Grafen Kadetzky, der es Sr. Majestät übergab; schliesslich erkaufte es von der k. k. Fondsgütcrdirection die Stadt Faibaoh, die es heute besitzt.) Waisenhäuser. K n ab e n w a i s en ha u s des Vereines „Vrincentiniim" (obere Polanastrasse). Neubau, schön und praktisch durchgeführt (um den sich der zum Fürstbischof von Faibach ernannt gewesene, aber kurz darauf verschiedene Oanonious Dr. Gogala unvergängliche Verdienste erworben hat\ Die Leitung haben die WW. F K Schulschwestern. Afädcb en Waisenhaus, Kreiin v. Li echte n-t. hurn*sche Stiftung (Polanaplatz1, geleitet von den WW. KK. Barmherzigen Schwestern* Zwangsarbeitshaus (unterhalb der ehern Zuckerfabrik, am rechten Laibachufer). 1847 vollendet (landsch.i. Souvenirs. Ansichten von Krain, T r a c h t e n b i 1 d e r: J. Giontini, Buch- und Kunsthandlung (Kathhausplatz). Nippes mit Aufschriften oder Ansichten von Laib ach, Veldes, Adelsberg: J. Giontini, Carl Karinger, A. Krisper, Vaso Petrieie (Kathhausplatz). GlaBWaaren mit gleichen Aufschriften oder Ansichten: P. Kajzel (Alter Markt). •Hui in»i %uti'iU\iibfiil .W/4 ididbiujiHi .T-afiTüiT «jhairioV Antiquitäten (Majolica, laudesüb).Gürtel, Schränke, Uli reu u. s. w.): Gürtler Sad nikar (St. Petersstrasse). Holzwaaren (landesübliche): Pakie (Hinter dein Wasser, Bürgcr6pitalgebäude). Kurzwaaren ^landesübliche Messer, Tabakbeutel, Geldbeutel u. s. w. in den kleinen Gewölben der Klefantengasse Nr. 20, 2tf, 30, H2). Thonwaaren (landesübl. Pfeifchen, Thicrgestallen, kleine Krüge n. s. w. namentlich an Markttagen, Mittwoch und Samstag, in der Vodnikgasse vor den Häusern). Nähere Ausflüge in die Umgebung. Kaltenbrunn-Josöfsthal Nachmittag-Partie). Zwei Wege. Der eine durch die Polana-Vorstadt r. Ufer der Lailiach hei dem reizend gelegenen Carl Baron Godelli'sehen Schloss Thum vorbei, Stefansdorf, Bisovik, dann über Brücke nach Kaltenbrunn, der andere Weg St. Petersvorstadt-Peterskirche vorbei 1. Ufer der Laibarh Uber Bella (k. k. Beschäl-Departcment) und Moste nach Kaltenbrunn. In Kaltenbrunn schönes altes Schloss (Krau J. Terpinc gehörig) 1528 von Veit Khisel erbaut (Gedenktafel ober Portal), später fürstl Eggeubcrgisch, dann Jesuiten-Somrner-ychloss, alter und neuer Park, Wasserfall des Laibach* nUBses, Karbwaarenfabrik. (Auch mit Südbahn Stat. Salloch.) Von Kaltenbrunn nach Josefs t hal. Grosse Papierfabrik (Leykani-Josefsthal-Gentrale in Wien). Schöner Gasthausgarten. Iiustthal (Tagespartie). Zwei Wege. Der eine per Südbahn (Richtung Laibach-Wien' Station Laase (2. Station ab Laibach), Ueberfuhr über die Save, dann Fusspartic oder aus Lustthal bestellten Wagen. Der andere über Tscher-uutsch auf der alten Keichsstrasse gegen Egg, dann rechts abbiegend. Stimmungsvolle Lage, Schloss (ehem. Baron Erberg'sches Besitzthum, heute Herrn Palme gehörig), beliebte Sommersejour, grosser Park mit vielen exotischen Bäumen, Irrgarten, Grotten, endet hainartig -- Obelisk zur Erinnerung an die Anwesenheit Kaiser Kranz I. (unter Erberg Bibliothek und Museum gegründet, Graf Attelns veräussert; Archiv an das krain. Landesmuseum in Laibach verkauft). Gasthaus des Herrn Leue vor dein Schlosse vorzüglich Stein (Tagespartie). Lieber Tscheruutseh auf Reichs-strasse bis Tersain, dann Bezirksstrasse, bei heiterem Wetter herrlicher Anblick der Alpen bis Schluss der Fahrt Auf dem Wege Mannsburg (Brauhaus mit schönem Garten); in Domžale Strohhiitfabrication (Hausindustrie, grosser Export). In der Umgebung zahlreiche reizende Schlösser und kleinere Besitzthümer; Schloss Habach (Baron Lichtenberg), Schloss Kreuz (Baron Apfaltern), Kreutberg (Baronin Rechbach geb. Gräfin Thum) — in der Nähe Sagoriz (Geburtsort des Mathematikers, Verf. d. Logarithmentafeln, Georg Freih. v. Vega, geb. 1754) - links knapp vor Stein Stein bühcl (Familie des 1884 f Abg. H.v.Schneid), Kothenbühel (Herrn Pelikan); Wolfsöd hei (Herrn Ferd. Souvan) u. s. w. Stadt Stein altberühmter Ort (wo auch in Zeiten per Noth (Türken, Pest) die Landtage von Krain getagt), '\leinveste, drei Capellen über einander, prächtige Aussicht, '''aiiziskanerkloster, ausserhalb Stein grosse k. k. Pulverfabrik; Kaltwasseranstatt von A. Praschniker, Pomfortabel eingerichtet, sehr eleganter Cursalon, reizender Park (Gedenktafel an Besuch Sr. Majestät 15. du'i 1888). |l der Curanstalt ordinirt Dr. Munde aus Görz (gute ■Teilerfolge). Die Restauration unter bewährter Leitung der prau Marie Kecel, geb. Praschniker. Münkendorf und M i c h e 1 s t ät te n (Gemälde von Kremser Schmidt), beide ehem. Frauenkloster, ersteres F&app bei Stein i heute Besitz Praschniker). Von Stein romantische Partien der Feistritz entlegen (Fürstentafel [Erzh. Carl II. von'Steiermark löiil r&gdmahl eingenommen]), dann zum Jagdhaus des Herrn recel und auf die Alpen, über den Sattel in die Sulz-'üeh und ins Sannthal. — Die Feistritz forellenreich. Grossgallenberg (Tagespartie). Mit der Rudolfshahn F*ch Vižmarje (l. Station ab Laibach), zu Fuss rechts wsh Taxen (über die Savebrückc), dann ziemlich steiler * "fRlieg. Waldweg, Wallfahrtskirchlein, schöne Aussiebt (rathsam Erfrischungen mitzunehmen). Arn Filme Besitzungen (schon gelegen) Hrn Dr. Ahačič, Hrn. Hamlels-mann Maurer. Dobrova (Fusspartie oder zu Wagen). Ausgang am schönsten des Morgens Uber Rosen blihel (Hrn. Neunik ans Faihach), 8 tr o h e I h of (Herrn Seunig, Vicepräsidenten der krain. Fandwirthschaftsgesellsehaft\ dann über (ira-ilaschzabach, reclits schönes Thal mit pittoresken Kalksteinfelsen — Dobrova beliebter Wallfahrtsort (geräumige Kirche ; schönes Besitzthnm des Roichsrathsabgeordnoteu Dr. Fokin kar; — diese (regend verdient wegen ihrer Naturscliönbeiten besonders besucht zu werden. Weitere Ausflüge Veldes. Du grünendes Thal, du krystallener See, Du liebliches Eiland mit blinkendem Kirchlein, Ihr trotzigen Felsen, ihr lauschigen Forste, Die ihr mir Aug' und Sinne umstrickt O löst mir das Räthsel und nennt mir das Wunder, Womit ihr das Herz auch in Wonnen berauscht, Den Geist auch in fesselnden Zauber mir bannt? Am Ufer liegen die Stätten der Menschen Zerstreut wie sein fallen gelassenes Spielzeug, Wie farbiger Tand nürnbergischen Schnitzwerks Von Häusern und Hütten und zierlichen Villen 0 Thal der Zauber, voll Grösse, voll Anmutb .... Anastasius (iri'tn (Anton Alex. Graf Äuersperg). Bahji Zob Grotte. Jedes Land birgt seine Schätze Mannigfach und wunderbar, Doch in Kr a in scheint es, als hätte Uns des Schopfers Allgewallt Hier ein Füllhorn ausgestreut, Draus die schönsten Blüthen sprossen. Wunderlich wird's dem Beschauer, Der nach aufwärts strebt hinan Und erreicht nach kurzer Dauer Hat die Grotte am Weiberzahn! Fragend hemmt er seine Schritte, Bleibt am Eingang zagend steh'n, Leise klingt's, wie eine Bitte i Könnt' die Himmelsblum' ich seh'n. Plötzlich weichen alle Bilder, Phantasie und Wirklichkeit Streiten hier im bunten Chaos, Im Urewigen der Zeit. Prächtig glitzern alle Wände, Blendend ist ihr feuchter Glanz, Feenhaft und ohne Ende Reihet sich da Kranz an Kranz. Wundersam sind die Gebilde, Unermesslich reich ihr Schmuck, Feen, Nixen und Kobolde Halten Wache uns zum Trug Olga Giontini. Savica-Wasserfall. Das rauscht wie Donner! Muthig ausgeschritten! Die stolze Tanne hindert meinen Weg. Ei was, Gesell! Man wird dich doch nicht bitten! Die braune Wurzel ringelt sich zum Steg. Den grünbemoosten Felsen nun erklettert! 0 Himmelsauge, das hier niederhlaut, Und dieses hohe, üppige Farrenkraut, Wie es sich schmeichelnd um die Kniee blättert! O Waldesluft, die kräftige Harze würzen, Man könnte dich nur so hinunterstürzen — Ks ist ein Trunk, herzstärkend wie kein zweiter; Ii ml jetzt empor auf steiler Felsenleiter, Ks wandelt immer näher schon der Schall; Durch dieses Thor von Dirken noch und Krlen, Das glitzert, wie von silberweissen Perlen: Ich grüsse dich, Savica-Wasserfall! Der Kelsen wankt, die stärksten Tannen zittern, Und donnernd, wie in Sommernacht-Gewittern Hinunter braust der mächtige Wogenschwall. Nach dem Slovenisehen des Pre&iren von Edward Samhabttr. Triglav. Drei Häupter hebst du trotzig in die Hob/ Wie jener Gott, nach dem sie einst dich hiessen, Und jedes trägt ein Diadem von Schnee. Ich bin umstarrt von hundert liergesriesen, Wenn schwindelnd ich auf deinem Scheitel steh', Es lacht ein grün* Geländ' zu meinen Füssen, Mich grüsst Italien und die blaue See. In deinen Klüften wohnt die graue Sage, Ks klingt ihr Sang so trüb und doch so iraut Wie eines Mädchens leise Traucrklage. hdMmhiith \ „/latent" Schwarzer See am Triglav. Auf Bergeshöh'n, im Kreise steiler Wände, Wo Lärchen grünen, Alpcnhlumeii sprossen, Da liegt, so tief und still und abgeschlossen Ein See, wie man ihn schöner nimmer fände. So liegt er da, als hätten Elfenhände Der Reize vollen Born hier ausgegossen, Dass mitten im Gesteine lichtumflossen Der Schönheit Wunderblume auferstände. Als ob, mit silberstrahlenden Gewanden Geschmückt, ein Eürsteukind hier lag1 umstanden Von Wächtern rings, den Felsen alt und grau. Des Königs Triglav schönstes Kind! Umkränzet Mit Blumen ist die Wiege, d'rüher glänzet Als Riesen-Baldachin d«s Himmels Blau. Edmund Graf. Nach Ober-Krain. Tour au der k. k. Staatsoisenliahn Rudolfsbahnlinie (ab Laibach). 1. S tat i o n. Vi/marje (beliebte Absteigestation der Faibachor bei Sonntagsaustlügen) Gi Ofggalh nI m g, srbimo Kirche. Gutes (lasthaus (in Tratta.) 2. Station. ZwischenwÜBBern (Zusammcntluss der Zeyor und Save [Fabriken der Ges. Loykam-.losefsthal]) Vorzügliches Gastbaus von Kavčič, links seitwärts auf reizendem Buhe] das S o m m e r s c hl o s s Görtscbacb des hocbw. Fürstbischofs von Laibach Dr. Missia. (Hier wurden in alten Zeiten die Laudesfürsten, aus Kärnten zur Huldigung nach Krain kommend, feierlich empfangen; Kaiser Leopold F 1060 nahm hier ein Diner ein.) 8. Station. Laek an der Zeyer, eig. Bischoflack (von 974—1809 Besitzthum der Bischöfe von Freisingen), alterthümliche Physiognomie, gothisohe Pfarrkirche, Ursulinermnenkloster, Kaimzinerkloster, altes Bergsehloss. In der Nähe Altlack (Šchloss, Besitzthum des kürzl. verstorbenen Kunstmäcens Landesgerichtsrath a. D. Ritter v. Strahl, grosse Kunstsammlungen, Gemälde,Kulturhistorisches); K h rengr u h en, goth. Kirche (Gemälde vom Kremser Schmidt); Eisnern an der oberen Zeyer (von Lack 4 Stunden), starke Eisen-fahrication. 4. Station. Krainburg südöstlich von der Feistritzmündung am Einll. d. Kanker auf einem Felsen über der Save, malerische Lage, entzückend schön hier der Anblick der Alpen. Uralte Stadt (Gymnasium), grosser goth Dom (Decanatskirche), hinter demselben schöner Neuhau des f Fürstbischofs von Laibach Dr. Harthol. W i d m er, der liier durch mehrere Jahre in Pension gelobt und auf dem Kr. Friedhofe ruht. Auf demselben Friedhofe liegt auch der berühmte slov. Dichter, der Lehrer und Freund Anast Grün's, der 1849 verst. Franz Pres i reu (Marmor-Monument) Unweit des Friedhofes schöne eiserne Brücke (neu); um die Wasserversorgung Krainburgs hat sieh der gegenw. Bürgin. Apoth. Savnik grosse Verdienste erworben. An der grossen Save-briir.ke Fabrik Majd i č (erste elektrische Beleuchtung in Krain). Gute Gasthäuser. In der Nähe Krainburgs: St raz i š, Rosshaar-GeMeehte-Kabrik (Hausindustrie), Firma Globočnik (seit 100 Jahren), Fxport in weite Fernen. Jodociberg 2 Stunden (Wallfahrtskirche) schöne Aussicht ins K a ii k er t hal (Grintovec). 5. -Station. Podnart, kleiner Ort. In der Nähe liegen, einst ansehnliche, Eisenwerke und Nagelschmieden, die jedoch in den letzten Jahren etwas an Bedeutung abgenommen haben und deren Hebung sich die hohe k. k Regierung auf das Beste angelegen sein lässt; es fand zu dem Ende im vorigen Jahre eine eigene Bereisung des k. k. Inspectors Prot. Ritter v. Hauff e in Begleitung des kais. Käthes und llandolskamniersecretärs in Laibach .1. Murnik statt. Stein hü hei und Kropp (Steinbühel Geburt&ort des Slovenenführers und Reichsrathsabg. Dr. Lovro Toman; hier auch beerdigt). Auslliig nach Neu mark tl (2'/2 St.), Eisen werke,Lederfabriken,Schuhmachereien( Hausindustrie), weiter zur „Teufelsbrücke" (wildromantisch), auf die Košuta und auf den Storžič, Verbindungsglied der Karawanken und der Sanntbaler Alpen, eminenter Orion- tiruijgsp'inkt in den westl. Sannthaler Alpen an der krain.-kilrnl tierischen Grenze. Ii. Station. Radmannedorf, sehr beliebte Sommerfrische (am Zusammenflüsse der Wurzner u. Wocheiner Save), auf einem Hochplateau gelegen, das zum Flusse steil abfallt, sehr alte Stadt, schöne gothische Kirche, imposantes Schloss des Grafen Gustav Thum i Landeshauptmanns v. Krain) mit langgeatr. Facado (am Platze); grosser Schlossgarten Idem Publikum zu freiem Eintritt geöffnet' mit A ussichts-warte auf die ganze oberkr. Gobirgswelt, die sich hier dem Auge in einem prächtigen, überraschenden Panorama bietet. (Aufgang zum Schlossgarten, alterthürnlich pittoresk» s Bild). Mehrere alte Häuser, ältester Besitz der des kais. RathesMur-nik. Erzbischof Gollmayer von Gör/, (geb. Üadmannsdorfer) stiftete sein Geburtshaus als Armenhaus Gute Gasthäuser [Hotel Basti, von Kappus, Bier quelle). Passende Touristenstation, da Ausflüge nach allen Seiten bequem und lohnend, gute Fahrgelegenheiten, In derNühe. Ruine Wallenburg (gräfl. Thurn'scher Besitz, Waldpartie); Fan co v a (reizender Machmittagsspaziergang, Waldpartie); die Wocheiner Save aufwärts nach Vodešic (interessante alte Fresken an der Kirchen wand); St. Peter oberhalb Vigaun (lohnende Bergpartie); Vigaun in der Ebene (bequeme Fusspartie), altes gräd. Lamberg'sches. später Jermann'Bchea Schloss, heute k. k. Weiherstraf-anstalt (Leitung Barmh. Schwestern; vor/., weibl. Arbeiten, Stickereien, ganze Ausstattungen selbst bis Paris besorgt), weiter aufwärts in der Felsenschlucht (rotnant. Partie) Schlossruine Stein (einst grütl Lamberg'scher Besitz), eine der besterhaltenen Ruinen im Lande, Sage vom funken Rösslein des Lamberger's, ,,das nur Goldkörnlcin ass und welschen Wein trank, und seinen Herrn, den edlen Ritter Lamberger, Hugs nach Wien auf den „Markt" (hohen Markt) zum Streite mit dem dreiköpligeii böhmischen Holden Pegam trug, den Lamberger denn auch erschlug". Man zeigt in der Mühle an dar Schlossruine noch heute den Steintrog, aus welchem das Rösslein gefressen. In Vigaun gutes Gasthaus. Polič in reizender Thalehene, wundervolles Panorama der Alpen, s. beliebte Sommerfrische. Vorzügliches Gasthaus beim „Sturm1'. 7. Station Lees - Veldes (in Lees comfortahles Gasthaus W neuerer mit Salon); am Bah nh ofe P osfri u. Privat-f a h rge 1 eg e n h e i te n nach Veldes. Bad Veldes am Veldeser See (grosser, stets wachsender Besuch), Lnuisenbad (Besitz des Grafen Camillo Veldes mit dem Stou. Aich e I b u rg), Therme 28* C,, nach Prof, Kletzinsky ein sehr reiner, dolomitischer, glaubersalzhältiger Natron-Eisensäuerling von mildem Geschmack und blander Wirkung. Seebäder. Im See die Mari en-Wall fabrtskirche („Wunschglorko"). Auf steil abfallendem Felsen die alte Burg der Brixener Bischöfe (1040 —1H5S mit kurzer Unterbrechung), heute Besitz des Herrn Murr aus Wien (Sommerwohnungen, Pension) Bings um den See reizende Villen : Baron Zois, (traf A icheIburg, Pongratz, Baron Lazarini, Skale, Souvan. Tönnies, Grimmig, Dr. 1.1 M o b c h e (Naturheilanstalt von Rikli). Villa Baron Rittmeyor mit grossem schönen Park. Hotel Maliner am See, im grossen Styl, sehr com-fortabel, Table d'höte (vorz.), (Jagd- und Fischerei-theilnahme für Gäste , Vorgarten (mit Veranda in den See hinausgebaut, Frühstückplatz), grosser, tiefschattiger Sitzgarten. Gasthof zum „Erzherzog Heinrich" (vulgo P et ran) am gegenüberliegenden Ende des Sees (Ucber-lährt der Wallfahrer zur Inselkirche) gut. Gasthof J ekler auf der Höhe (vor Veldes), hübsche Aussicht (gut) Denkmäler: Gedenktafel am Hotel Mailner A11 erh. Hoflager Sr. Majestät Kaiser Franz Josef I 16. Juli 1883. Gedenktafel an Anastasius Grün, errichtet von Baron Rittmeyer am gegenüberliegenden Ufer des Sees, in der Mähe der Schiffsstation Sr. Exe. d. Baron Schwegel. Preširen-Denkm al an dem zur schönen Pfarrkirche von Veldes führenden Wege, wo dieser von der um den See führenden Strasse abzweigt. (Der slov. Dichter Franz Preširen wurde am 3. Dec. 1800 zu Vrba bei Veldes geboren.) Veldes, Filiale des Oesterr.-Touristenclub. Spaziergänge in die nächste Umgebung von Veldes: auf den Schlossberg, um den See, auf die Straža, nach Grimschitzhof (Besitz Sr, Exc. des Herrn Baron Schwegel) und Rat sie, nach Obergörjach, nach Wocheincr-Vellach, nach Vödes i c (Abendpartie), nach Z eil ach, nach Kupljenik, nach Slamnik. Touren zu Wagen: Zum Rothweiner Wasserfall. (Morgenpartie.) Dieser Wasserfall, den die aus der Rothwein kommende Rothwein hier bildet, zeichnet sich nämlich in seinem Abstürze aus den zunächst gelegenen Katarakten dadurch aus, dass er vom letzten Felsen abschiesseud hier einen Wirbel bildet und den schäumen den Gischt iti einem schöngeschwungenen Bogen noch einmal in dieses letzte Felsenbecken zurückwirft, bevor die gesammte stäubende und brausende Masse in die Tiefe stürzt. Dies stürmische und dabei so regelrechte Treiben kann man von der 40 Meter betragenden Höhe am besten be- Rothweiner-Fall. trachten. Wer aber nach der Tiefe seihst steigt, der kann, wenn die Sonnenstrahlen günstig auffallen, die Regonbogen-farben des Falles bewundern. In die Stiege (weiter nach dem Wocheiner See). Zur Gewerkschaft in die Roth wein (auch grössere Fusstour). Nach dem Wocheiner See zur Babji-Zob-Grotte und zu dem Wasserfall der Savica. Wer das Wort L Veldes", ausspricht, der schliesst alsbald daran das Wort „Wochein", so unzertrennliche Bogriffe, einander ergänzend schier und erläuternd, sind diese beiden „Perlen" des krainischen Oberlandes. Daher denn auch der fremde, der das lieblich reizende Veldes besucht, schon mit „in des Herzens Tiefe" „die unbezwingbare Sehnsucht" bringt, alsbald auch die abgeschiedene, wildromantische Woehein zu sehen und vorzudringen bis an der „uraltheilgen" Savica donnernden Fall! Von Veldes bis an die Ufer des Wocheiner Sees braucht man zu Wagen nahezu drei Stunden. Man fährt von der Seeringstrasse längs des Veldeser Sees bis Seebach und von da hinab ins Wocheiner Thal, eine der schönsten Gebirgsschluchten, wie weitgereiste Touristen wiederholt, versicherten. Zur Finken tief unten braust die Wocheiner Save in dem ausgewühlten Bette, und jenseits an ihrem rechten Ufer steht majestätisch und die Zackenformation, nach der er den Namen „Weiberzahn1* führt, vollends weisend der Babjizob tiefdunkel in seiner Bewaldung. Zur Rechten der Strasse, auf der wir nach der Tiefe eilen, begleiten uns, hochragend und immer mächtiger werdend, die Felskolosse der zum Triglavstocke gehörigen Vorberge. Hart am Wege weiss der Fleiss des Landmanns dem kargen Boden des Gebirges jedes nur immer taugliche Plätzchen zur Anpflanzung von Nutzpflanzen abzugewinnen, und bilden diese Nutzgärtchen, dann die an den gegen Süd gekehrten Hängen zerstreut liegenden Bienenhäuser und das auf den Alpentriften weidende Vieh eine an-muthende Staffage der sonst so verlassenen Landschaft. Ein Rückblick aus unserm offenen Wagen lässt uns die Scenerie durch den „Hintergrund" der Steiner Alpen — die pompös hervorragen abgeschlossen erscheinen. Wir gelangen zunächst nach Wo c h e in er - V e 11 a c h, wo hei Krivec ein guter Wein zu haben ist Von hier der Weg zur Babji-Zob Grotte des Ö. T-C Vom Dörfchen Wocheiner-Vellach beginnt der Grottenweg; man erreicht in drei Viertelstunden den Fuss der senkrecht abfallenden Felswand, der „Weiber-Zahn" (Babji-IOO) genannt, das Thor der Grotte. Der Gang eröffnet sich erst spärlich; wir biegen um eine Ecke; plötzlich hat sich die Decke gehohen, der Gang zur weiten Halle erweitert, wir stehen im ersten Dom. Zahllose Flammen bezeichnen den unterirdischen Pfad, es ist ein Stuck Märchenwelt von Tausend und einer Nacht, deren Anblick sich hier dem Auge offenhart. Die glitzernden Tropfsteine strahlen im Glänze der Lichter, hoch wölbt sich die Decke über dem in verschiedenen Stufen aufgebauten weiten Kaum; in der Tiefe aber erscheint uns die mächtige Gestalt eines geharnischten Kitters in schnee-weissem Gewände. Wieder steigen wir ober Stufen hinauf und sind am Ende der ersten Halle, an der Stelle, wo ein gewaltiges Becken mit einer Untiefe sich unserem Auge erschliesst. Von hier führt uns ein schmaler, von Säulen umrahmter Gang in den zweiten Dom. Die Schönheit dieser Räume besteht vor Allem in der Jungfräulichkeit der herrlichen Tropfsteinformen von blendend weisser Farbe. Wie wohl selbstverständlich haben aber auch die schönsten und auffallendsten Gebilde ihre Namen erhalten. Der Vorstand der Section Veldes des Oesterr. Touristen-Club, Herr Johann Mailner in Veldes, benennt uns die hervorragendsten dieser Gebilde in treffender Weise. Da sind Pfeiler und Saiden aller Art, glatte und eannelirte, Stampfe und hohe schlanke Säulen, die das Gewölbe tragen; iu der Mitte eine wunderbare Nische, die eine Marien-Statue in sich birgt. Eine Orgel weist ihre Pfeifenreihen auf, die wie Glocken klingen, wenn sie angeschlagen werden. Im Hintergründe sieht mau ein Geschiebe, einem Wasserfall gleichend, auch eine Eishöhle, einen Vorhang und Drapiruugen mit meisterhaftem Faltenwurf. Nun ist die Stelle erreicht, wo die Kunst nachhelfen rnusste. Wir passiren einen bedeutenden Durchschlag und gelangen in den dritten Dom, die C a p eil»! genannt. Ks ist ganz merkwürdig, welche Bildungskraft, welche Weichheit der Formen diesen Tropfsteinen hier innewohnt; so z. B. sehen wir im Prcsbytcrium der Capelle eine Gruppe von Kngelsköpfen, an einer Seitenwand ein Gebilde, welches sich mit versteinertem liegen vergleiche]] liisst. Auch eine vers c hl eie rt e J ungfrau, die ihr Gesicht verschämt zu Boden neigt, finden wir abseits von dieser Stelle. Die Mannigfaltigkeit der Bildungen ist eine wunderbare; in tausenden von Jahren wächst Tropfen an Tropfen an; Stalaktiten, wenn sie von oben her sieh ansetzen, Stalagmiten, wenn sie von unten aus arischiesscn, und es bilden sich Bauten, Figuren, Gestaltungen, wie sie die kühnste Phantasie sich nicht besser und reiner schaffen könnte. Auch die Farbe spielt ihre Rolle; nicht blos felsgrau und krystallglitzernd sind diese Naturgebilde, oft strahlt lebhaft rothe, braune oder milchweisse Farbe aus den gewundenen Formen der wunderbaren Gebilde. Vou Wnehciner Vi'llaeh aus geht die Strasse scharf abwärts, und das Wocheiner Thal verengt sich hier am stärksten, Wir sind hei der sogenannten Stiege augelangt, so benannt wahrscheinlich wegen der engen Passage. Die Wocheiner Save, der wir nun au ihrem linken Ufer ganz in die Nähe gerückt sind, saust und braust so mächtig über hoch aus ilnem Bette emporragende Felsblöcke, dass mau an das sog Gesäuse der Enns (bei Admont) erinnert wird. Es geht über Neuning, Log, Lepence und Bitnah (feist ritz [Eisen- und Walzwerk der kr. Industrie-gcsellschaft]); zur Linken erhebt sich die Črna prst (schwarze Erde), zur Rechten die T ri g 1 a v g r u p p e, die mächtig emporragt (Pernhart's Panorama im Laibacher Museum.) Am Wege gibts Kohlenbrennereien, Kalköfen, weidendes Vieh, starke, tüchtige Pferde (Stuten mit Fohlen) als Staffage. Das Wocheiner Thal ist überhaupt seit einiger Zeit in einem wirthschaftlichen Aufschwünge begriffen, der sehr erfreulich ist. Es wird da aussei- der Pferdezucht auch ausgedehnte Bienenzucht getrieben, und namentlich bat durch K a die 8, Ur.'Oii. i die vom Pfarrer M osar inaiigiivirto und durch die Subvention der h. Kegicrung k r ä f ti gs t u n ter s t U tzt e Bildung von Käsereigenossen sc haften die ganze Umgegend einen neuen, sehr dankenswerthon Erworbszweig gefunden. Hat man Veldes um 7 Uhr Morgens verlassen, so gelangt man um '/^10 Uhr an das Ufer des Wocheiner Sees, der 528 ]f. ü. d Meere liegt,

i> an den See treten, dass sie schier jede Secunde sich in denselben stürzen möchten, dahinter hochragend die schnee- und eisbedeckten Häupter des Triglav — dies Gesammthild, in das die leuchtende und strahlende Sonne mitten hineintrifft, alles mit ihrem Lichte Ubergiesseud und verschönend, wer könnte sich da der Bewunderung und Lobpreisung enthalten, die jede fühlende Brust im Anschauen solch eines NaturbihUs der ewigen Schöpfung zollen muss! Am Seeufer zwei alte Kircblein (die eine gothisch). Am See achtfaches Echo. /um Wasserfalle Savica. (AM.il.lung siehe H. CS.) Vom gegenüberliegenden Ufer des Wocheiner Sees guter, sehr schattiger Weg (zumeist durch Wald), dann auf leichtem Steg über die Savica, Waldhügol empor; Holzstiege mit sicherem Geländer aufs Aussichtsplateau gegenüber dem Wasserfalle. (Auf Plateau Kaum für circa 20 Personen, Marmordenkmal auf Anwesenheit Erzherzog ,1 ohaiin 1807 errichtet von Sigmund Baron Zois.) Weitere Fusstouren von Veldes aus. Nach Gor jus und Koprivnik (wo des slov Dichters Vodnik Muse ihre schönsten Anregungen fand) auf den Bahjizoh und in die Kalkstein-Gr o 11 e, auf die Urna prst (nach dem Ausspruche weil, des gekrönten Botanikers König Friedrich August von Sachsen in botanischer Beziehung die reichhaltigste Alpe unter allen, die dieser erlauchte Forscher auf seinen vielen Reisen besucht hat). Ausserdem, dass man von hier aus ganz Oberkrain mit einem Blicke sozusagen erfasst, sieht man weit nach Süden hin das A d riatisch e Meer und an dessen Ufer das alte, der Fürstin Hohenlohe gehörige Schloss Duino, das feste Schloss Gr a diska, heute k. k. Strafanstalt, die Stadt Udine und die Eisenbahnlinie von da nach Venedig; im Westen in röthlichom Schimmer die Dolomiten von Ampezzo; nordöstlich die ganze Triglavkette, und in derselben Richtung knapp unter sich Thal und See in der Wocheiii; südöstlich den Monte Maggiore und die dinarischen Alpen der Herzegowina und Bosniens. Wasserfall Savica (Siuho S. 07.) In die Ker m a mul Ura tu und zum T e i U'ni k >V a4- se 11» 11. Ausgang von Mojstrana (sehr gutes Gasthaus bei „Schmerz"), wo die Hahnen- um! Gemsenjäger gerne Station machen; nach einer Stunde \\ mmlenm» hört man schon das Tosendes ersten IVričnikfalles. Noch etwa 10 Minuten der Eindruck ist ein ühei w.\lt igender: die Schönheit dieses von steiler Höhe, aher hei weitaus freierer Sc.enerie als an der Savica bogenförmig abstürzenden breiten, oder wie man zu sagen pflegt, doppelten Wasserstrahls, der aus einem Einschnitte oben an der übt »"hängenden, mit Bäumen geschmückten Felswand hervorspringt, ist bezaubernd. Und was den I'ericnik vor der Savica besonders auszeichnet, das ist der Umstand, dass mau in der Tiefe hinter ihm herumkommen kann, so dass der Wassergischt über den Wanderer hinüberspringt und bei günstig einfallendem Sonnenlichte dem freudetrunkenen Aug.' die Farben des Regenbogens erscheinen lässt. Bisher haben die meisten Besucher nach dem Anblick dieses ersten sichtbaren Wasserfalles Kehrt gemacht, und nur wenige sind zu dem zweiten, oder hesser gesagt eigentlich ersten, h ö h e r gel ege n e n F alle vorgedrungen, Jetzt hat der deutsch-österr. Alpenverein (Section Faibach; den Aufstieg hier verbessern lassen. Ferners sind noch Fusstouren: auf die Alpe Stou, auf die K o č, n a, auf die Kihšiea- und L i p a n c a-Alpe, auf dii1 Z e leni ca, auf die S k e r h i u a und zu den sieh e n S e e u (auf dein Triglav). Die E r s t e i g u ng d e s T r i g 1 a v selbst ist nur für die geübtesten Touristen zu ratben und nur mit s e h r s i c h e r e n Führern. (F r a nz F e r d i n an d s-Schutz ha us des Oesterr. Touristen Clubs. Jauerburg, Eiscngewerksehaft (kr. Industriegesellschaft). Austiüge: J a v o r n i k - Wa s se r f a 11. Uebergang ins Bärenthal in Kärnten, auf den Stou, auf die obere Z el e n i c a-A 1 pe (auf der Belšiea ein Sohutzhaüs), "Utes Gasthaus. 7(1 !>. Stati on. Aßsling (Hammerwerke) (gute Unterkunft), freund* liebe Gegend (beliebte Sommerfrische), Spaziergange in die benachbarten Alpen (Hohenthal, hl. Kreuz, Meäaka und na Ziberje). 10. Station. L engen fei d (beliebte Sommerfrische) (g. Gasthaus), grossartigste Aussicht auf den Triglav und dessen Vorberge, von hier lohnendste Touren über Mojstrana zum WeiB8enfelBer See I. I'cricnik, über die Belea nach Kiirnlen. auf den M i 11 ag sk o g cl, auf den Kožica •■'Sattel, auf den T r i g 1 a v. 11. Station. Kronaufs beliebte Sommerfrische)(s g Unterkunft), Lage bochromantisch an der Mündung des l'isencathales, aus dessen I Untergründe die kahlen Kiesenhäupter der julischen Alpen : Mojstroka, l'risinig, Kazor, Kriš, Skerna-terka und Sjiil« wie Thünne einer weitläufigen Festung emporragen. Austlügc: Nach Würzen, reich an bind- scbaftliclu-Ji Schönheiten, auf die Vošca, auf den Mi 11 erbe rg, Gross - P i senca, P risan g, Razor, Moj-h trnka, Mala Pisen ca, Trenta, „einer der abgelegensten und pittoreskesten Winkel Kuropas", sagt weiland der gewiegte Tourist Jäger — die Trenta die Localität der Sage vom „Zlatorog" (Baumbachs berühmtes Kpos). 12. Station. Ratschach-Weissenfeis (erste und hüchstge-legene Bahnstation der Kronprinz-Rudolfsbahn in der Weissenfel8t>r See II. Richtung Tarvis-Kaibach inlKrain), schöne Lage (Alpcn-thal) in 1 ,, Stunde Kussweg nach W o'i's s e n fe I s (Gewerkschaft) s, beliebte Sommerfrische, Schloss und Post, gute Unterkunft, Gasth. zur Post.(Dragan) s. gut. Von Weissenfei s schöner angenehmer Weg zu den zwei Weissenfelser Seen (auch Mangart-Seen). Die Wasserfläche des ersten Sees ist gewöhnlich dunkelgrün, auf Anhöhe nächst dem Ufer RudolfshÜtfte zur Erinnerung an die beglückende Anwesenheit des durch! Kronprinzen Rudolf (8 Juli 1878). II utte des Fischers, der die Fremden auf einem Kahn 7fl spazieren führt. Zwei Folsblöoke g. Süden steil ahfallend trennen ersten vom „zweiten See". Auf Felsblock : .,R u d o 1 f S-felsen" gleichzeitiger Ueherbliek auf beide Seen. Vom zweiten See in '/» Stunde auf Seealpe. Andere AusHügc von Weissenfeis: auf den Sc hl Olsberg (Ruinen der alten Burg Weissenfeis), auf den Fungart, ins Römerthal, auf den Mangart, nach Rat s cb ach ivou der Bahnstation Weg gegen Osten auf das wiesen reiche Hochplateau der Wasserscheide zwischen Drave und Save und in die Planiea. Ton ris ten-Hau s am Wo che in er See Die Krainisc.be Industrie-Gesellschaft baut derzeit am Wocheiner See ein Touristen-Haus, dessen Führung der bekannte Hotel-Besitzer, Herr Johann Mailner in Veldes (Vorstand der dortigen Section des Oesterr. Touristen* Club) übernehmen wird. Dieses neue Untorkutiftehaus wird sich ohne Zweifel eines sehr lebhaften Zuspruches von Seite der Touristenwelt zu erfreuen haben, da es — seihst in schöner Gegend gelegen — als Standort zu einer ganzen Reihe der interessantesten und grossartigsten Partien in den von Jahr zu Jahr stärker besuchten julischen Alpen dienen wird. (Oesterr. Touristen-Zeitung.) Der Oesterr. Touristen-Club hat, wie die „Oesterr. Touristen-Zeitung" vom 16. Mai schreibt, ein von Prof. J. v. Siegl's Meisterband geradezu unübertrefflich schön gezeichnetes Panorama der „Gerna prst" erworben, welches noch im Banfe dieses Jahres erscheinen soll. Nachtrag (wahrem! des Druckes). Niicli Iiinerknün. Zirknitz See Nimmer noch hat tlom See an des Laascr Thals Pforten, Dessen sieh rühmet Krain, das vieledle, der Jahre Mächtige Herrschaft geschmälert den Ruf und die Ehre, Dass man dort (lache zuerst, und wenn später der Hoden Trocken geworden, dass man ihn säend behaue, Und nach der Ernte das unvorsichtige Geflügel Zwischen dem Laube erbeute. Also gestaltet sieh's, dass zu verschiedene^ Zeiten Wasser die nämliche Stelle und Feld und Gehege. Mach Torquato Tusso ven Louise Peaaiak. Adelsberger Grotte. In jener Grotte unterm Bergessehilde Dort waltet der Natur geheime Kraft, Sie bildet nach die eigenen Gebilde Und bildet nach, was Moiisrhenkunst erschafft. Anastasius Grün (Anton Alex. Graf Auersperg), Schloss LuHej Seht ihr dort die Kclskolosse In der Wälder wüstem Schosse Stol/ und prangend aufrecht stch'n ? Wo der l'oik lieschäumte Wogen, Kaust hend in die Luft gezogen, Rastlos, brausend Wirbel dreh'n. Dort wo in der Berge Spalten Grause Klüfte sich gestalten, Wo die Trümmer hangend dräun, Bis die Zeil den Sturz gebietet Buhet, vom Ruin verschüttet, Lnegors modernies Gebein. Johann Koseški Veseli. Innerkrain. Tour an dur Südbahn. Richtung Laibaeh-Triest. Von Laibacb über das Laibacher Moor, Viaduct von Franzdorf, Loitsch, von liier Seitenausuug (sehr gute Strasse) nach der Bergstadt Idria, k. k. Queeksilberborg-werk (nächst Almadon in Spanien das reichste). Rakek, von da Ausflug zum Z i r k n i t z - S e e (bei grosser Trockenheit versiegt), auf dem man oft in einem Jahre fischt, säet und jagt, der unterirdische Abflüsse hat Sehloss llansberg (Fürst Hugo Windiseh-Grätz), S c h u e e b e r g ( Kürst Sohon-burg) — Adelsberg. Section des Oesterr. Touristen-Club. Adelsber jr Zwanzig Minuten von der Bahnstation ist die weltberühmte Adelsbcrger Grotte. Voll der schönsten und gross-artigsten Tropfsteine, Stalaktiten und Stalagmiten, wie sie in der Menge und Schönheit in keiner Grotte der Welt zu sehen sind. Der Dom, der Wasserfall, der Löwe, der Tanzsaal, das Marienbild, das Grab, Belvedcre, der Brillant, das Zelt, Papagei, der Calvarienherg, die Orgel, die grosse Cipresse, über Alles aber der Vorhang sind Objecte in dieser Grotte, welche die kühnsten Erwartungen weit übertreffen, jedermann zum Staunen und zur Bewunderung hin-reissen, und deren Anblick unvergesslich bleibt. Der Besuch dieser Grotte kann daher Reisenden nicht genug anempfohlen werden. Sie ist Staatseigenthum und steht unter einer besonderen Grotten-Commission. Zum Besuche derselben ist ein Zeitaufwand von 2 Stunden erforderlich. Sie ist 3 Kiloin. Iti lang, umi können zwei Drittel des Weges auf einer Schieb-bahn im Wagen zurückgelegt werden ; auch stehen Tragsessel zur Verfügung, in denen man sich die ganze Grotte hindurch tragen lassen kann. — Die Grotte kann das ganze Jahr über zu jeder Tages- oder Nachtstunde hei beliebig zu wählender Kerzen- oder elektrischer Beleuchtung (in Folge von Bewilligung einer Summe von 16 000 ff aus dem Grottenfonde seitens des h. Ackerbauministeriums) nach festgesetztem Tarife begangen werden. — In der Sommer-Saison vom 1. Mai bis 1 Od ober aber ist dieselbe alle Tage um 4 Uhr Nachmittags gegen einen fixen Preis von 2 n\ 50 kr. bei elektrischer und Kerzenbeleuchtung zu sehen. Jährlich zu Pfingsten findet in derselben das grosse Fest statt, an dem die Grotte neben 12 elektrischen Bogen-, lampen ä 1400 Normalkerzenstäi ke von mehr als 10.000 Stearinlichtern erleuchtet wird, und zu welchem von allen Weltgegenden Besucher, oft über 5000 an der Zahl, zusammenströmen. An diesem Tage verkehren S Separatzüge nach Adelsberg, aber auch an anderen Tagen im Jahre werden von <'er Hahn-Direction besondere Vergniigungszüge dabin arrangirt, Wegen des Besuches meldet man sich beim Grotten-Cassier oder im Hotel, wo man abgestiegen ist. In der Tiefe diesst die Pnik (darin der merkwürdige Grottenbewohner Olm [Proteus angtiineus]. eine Mob hart, blassroth, nackt mit aalartigem Feib. zierlichen Füsschon). (DieGrottenführer haben stets solcheTruere zum Verkaute). Die Grotte, schon im Mittelalter bekannt (älteste Inschrift an der Grottenwand 1213), wurde 1810 wieder entdeckt und dann weiter gangbar gemacht; hochverdient Kreiscassier Kitter von Löwengreif; erste Grotten-besebreibung vom Grafen Franz Ilohenwart.il IÖ3Ö mit Abbildungen von Schaffenrath ; 1861 P. v. K a d i c s, Adelsberg ii. s. Grotten, Verlag des Lloyd, Triest. Beschreibung der Adelsberger Grotte. Adelsberg fÖ84 Verlag von Max Schaber. Auf dem Friedhofe in Adelsberg ruht der „östorr. Körner" Dichter Fellinger, gest. 1816, „Gedicht auf die Adelsberger Grotte". Gute Gasthof«-; Grosses Hot el Adclsb o rgerho f i Figenthümer Hr. Progier.) Moderne Hinrichtung, Hader Table d'hotc, Service ä la Carte. Wöchentliche und monatliche Pension. Massige Preise (Omnibus zu allen Zügen, Wagen zu Ausflügen). Täglich während «1er Saison gemeinsamer Grottenbesuch. Hotel zur Krone (Doxat), Vitie, Faurem'ic u. a. Die Piuka-Jama-Höhle (unweit Adelsberg). Ueher Anregung des bekannten Höhlenforschers Herrn Franz Krau s ergriff der C e n t r a 1 a u s s c h u ss des österr. Touristen-Clubs die Initiative und beschloss, nachdem die S ü d b a h n - G es e 11 s c h a f t sowie die Adelsberger G r o 11 e :i - V er w a 11 u n g ihre Mitwirkung zugesichert hallen, gewissermasscn als Probe den oberen Theil des nute; irdischen Fantes der Poik, von der Piuka- J ama-Höhle aus bis zur Adelsberger Grotte, zu erforschen und die dauernde Zugänglichkeit dieses, bisher noch nie hellet« neu Kauines zu sichern. Fs liegt dadurch die Möglichkeit, nahe, das ganze unterirdische System von Grotten und Wasserhöhlen «h'S Adelsberger Bezirkes in Verbindung zu bringen, denn auch die unweit, der Piuka-. lama liegende M a g dal ena-Grotte wird in ihren tiefer gelegenen Theilen bekanntlich überschwemmt wenn die Poik Hochwasser hat, wodurch ein Zusammenhang constatirt ist, wenngleich derselbe bisher nc-cli nicht aufgefunden wurde. l>ie Verbindung mit der Adelsberger Grotte dürfte in der Mibe des derzeit den Besuchern nicht zugänglichen „Tartarus" liegen, dessen Tümpel ebenfalls mit der Poik steigt und fällt. Die Eröffnung einer ganz neuen Welt, mit meilen-langen unterirdischen Bäumen, deren grösserer Theil zu Schilf beijiiem wird durchfahren werden können, ist nur der erste Theil des Ziides, welches der österr Touristen-Club vor Augen hat. Gelingt diese Arbeit, so stillen ihr ähnliche, nicht minder interessante und nutzliche folgen, an denen es in «liesem Wundcrlande nicht mangelt, indem gerade der Bezirk zwischen Adelsberg, Planina und Zirknitz der reichste an Naturwundern ist. Die Ausführung der gegenwärtig in Aussicht genommenen Arbeiten soll an der Piuka-Junia begonnen werden, 7S durch welche man wie durch ein grosses Fenster auf den unterirdischen Lauf der Poik hinabsehen kann. Diese Arbeiten werden durch ein eigenes Comitö geleitet werden, welches über Einladung des Centraiausschusses sich am 25. Februar 1885, in der Cluhkanzlei in Wien constituirt hat, und welches aus folgenden Herren besteht: Vorsitzender: Herr Ilofrath Dr. Franz Ritter von Hauer, Intendant der k. k. Hofmuseen; Stellvertreter: Seine Durchlaucht Fürst Ernst W i n d i sc h - C r ätz, Reichs-raths-Abgeordneter, Gutsbesitzer etc.; Schriftführer • Herr Franz Kraus, Vicepräsident der Section für Höhlenkunde des österr. Touristen-Clubs; Comitd-Mitglieder die Herren: Adolf Ohresa. Reichsraths-Abgeordneter ; Felix Karrer, Secretär des Wissenschaftlichen Club; Christian Lipp er t, k. k. Ilofrath; Dr. J, R Lorenz v. Liburnau, k. k. Hofrath; Prof. Dr. Eduard Sucss, Reicbsraths-Abgeordneter; Raphael Hoffmann, Borgworks-Direetor; Anton S i 1 h e r h u h e r, I. Präsident der Centrale des österr. Touristen-Clubs; Edmund Graf, II. Präsident der Centrale des österr. Touristen-Clubs j .losef S/.ombathy, Assistent am k. k. ITofmuseum. Gleich in seiner ersten Sitzung fasste dieses Comite den Beschluss, es sei vorerst der Schlund der Fiuka-.Jama durch eine Treppen-Anlage gangbar zu machen, um die später vorzunehmenden Nivellirungsarheiten zu erleichtern. Es sei daher die Gen e r al- D ir e c ti o n der Südhahn um die Beistellung eines Ingenieurs und einiger Arbeiter ZU bitten, und Herr Kraus wurde delegirt, diese Arbeiten durch seine Erfahrungen zu unterstützen und über die Verhältnisse am Grunde der Fiuka-Jama hierauf zu berichten. Wir können bei dieser Gelegenheit nicht verschweigen, dass schon durch die Gangbarinarhung des Schlundes für die Besucher viel gewonnen ist, weil man im Sommer dann ohne Gefahr bis zur sogenannten Dol enep forte vordringen kann, die, nach den Berichten Schmidl's, als hervorragende Naturmerk Würdigkeit allein schon einen Besuch wohl verdient. In allen Kreisen regt sich schon ein lebhaftes Interesse für die Arbeiten au der Poik, und sowohl die Südhahn-Gesell Schaft als insbesondere die Bewohner Adelsbergs dürften in der heurigen Saison den Kinfluss derselben auf die Hebung des Fremdenverkehres wohl verspüren. Ausflüge von Adelsberg: über Prä wald (Aufstieg auf Berg Nanos in 3 Stunden) nach L u e g (Eigenthum Fürsten Hugo Windiseh-Grätz), Ilöhlenschloss, romantische Lage, berühmt durch das tragische Ende des Besitzers Erasmus Lueger, der, nachdem er den Grafen Pappenheim am kais. Hofe ermordet und, wegen Einverständnisses mit den Ungarn geächtet, hieher seine Zuflucht genommen, lange von den ihn verfolgenden kais. Truppen belagert, schliesslich nach dem Verrathe seines Kammerdieners durch ein in Folge Bombardements abgerissenes Felsstück getödtet wurde; nach Wippach — „Paradies Krains" — Weinreichthum, südliche Luft; schönes Schloss des Grafen La n t Iii er i; nach P r e s t r a n e c k, k. k. Hofgestütsfiliale von H i p p i z a (k. k. Hofgestüt) und zu diesem selbst; hier berühmte Pferdoraee, sehr ausdauernd, 1880 HOOjähriges Jubiläum, grosse Festlichkeit k. k. Oberststallmeisteramtes in G egenwart Sr. Kxc. des durchl. Prinzen Thum und Taxi s, G. d. C., Oberststallmeister ; seitens des k. k. Oberststallmeisteramtes Ausgabe einer ausgezeichneten Denkschrift [vertagst vom Hofsecretär J. Auer], (Prachtwerk aus der k. k. Hof- und Staatsdruckerei); nach Tri est und Fi ume (Ab baz i a, Südbahnhotel, Sommer- und Winter-curort, Seebäder; zukunftsreiche Gründung des General-directors der Südbahn, Herrn v, Schüler, heute schon „Oesterreichs Riviera" genannt. Siehe „Abbazia" von P. v. Rad i es, Wien FSS1, W. Braumüller). Untorkrain, Tour der Südbahn. Indem man die Südbahnlinie (Richtung Laibach-Wien) auch zu weiteren Ausflügen nach den Gewerkschaften F Uta i (sehenswerthes Blei- und Quecksilberwerk, Werks-gehäude knapp an der Station, Drahtseilbahn) (auf weiterem Weg nach Unterkrain, Schloss Wagensberg, einstiger so Besitz des Chronisten V a 1 vas o r), in deti östlichen Winkel Oberkrains Uber Sagor (Glasfabrik, Zinkhütte), seitab an schöner Dolomitformatinn (Pyramiden) vorbei nach Bad G allen egg (Bes. Herr Praschniker), sehr schön und comf. eingerichtet, ein^t ValvasoFschor Besitz Hrastnik und Trifail (Kohlenwerke) benützt, tritt man auf dieser Linie auch die Fahrt nach Onterkrain an, und zwar auf der Abzweigung der croatischen Linie (ab Steinbrück gegen A gram). Station Gurkfeld (Videm) rechts seitwärts von Gurk-feld (rechtem Saveufer), Schloss T h U r n - am - II a r t, das Tusculum Anastasius Grüu's, heute Besitz des Fandtagsabgeordneten Grafen Frwin Auersperg, mit grossem Parke, tiarin Mausoleum und Gruft des Grafen Anton Alex. Auersperg (Anastasius Grün), im Schlosse die Bibliothek und das Archiv des berühmten Dichters und Politikers. Touren zu Wagen (ah Laibach). Ueber S tam m seh loss Auersperg (Besitz des Grafen Leo Auersperg) mit Ahnengaleric und Rüstkammer (Kopfhaut des Helden Herbard VIII. v. Auersperg, geblieben 1575 gegen ilie Türken Siehe: Herbard VI IT. von Auersperg. Fin krainischer Held und Staatsmann. Von P. v. Radios. Wien 18612, W. Braumüller); nach Gottscheo (Stadt, Gymnasium), Schloss des Fürsten Karl Auersperg Herzogs von Gottschee (die Gottsehewer Waldungen die schönsten in Krain), im Kriedrichsteine und im Hornwald Eisgrotten, die erst in den letzten Jahren erforscht und gangbar gemacht wurden. Die l'i iedriebsteiiier Kisgn.tte (der Stadt Gottschee nahe gelegen) wurde bereits von Vielen besucht, die Alle über diese hohe Naturschönheit entzückt waren. Der Weg in derselben Wurde durchgehends mit Holz angelegt. Ueber Intervention des Herrn Professors P. Wol-egger in Gottschee, hat, dankenswerth, Hr. Fandtagsabgeord. Forstmeister Ernst Kaber (die Grotte liegt nämlich in den Waldungen der fürstlich Aucrsperg'schen Domäne soviel Holz zur Verfugung gestellt, als gebraucht wurde. Es wurden Fiohtcnstämme gefallt, damit die Wege an den Seiten eingerammt, dann neben diesen Pflöcke geschlagen, und daran die Geländerstangen befestigt, so dass jetzt der B4 Meter lange Abstieg mittelst mehrerer Serpentinen selbst für Damen leicht zu bewältigen ist. Die Anlegung des Weges war eine sehr schwierige, weil der Abstieg durchwegs eine Neigung von 46° hat und mit einer dichten feuchten Ilumusschicbte, untermischt mit abgeworfenen Baumästen und Steinen, bedeckt war. Sobald man zum Eise kam, versperrte ein brüchiger Fels den Weg, der abgetragen werden musste. Der Bau Wäre mit den vorhandenen Arbeitskräften kaum zu bewältigen gewesen, und gebührt Herrn Daniel Ranziger, dem Director der Dampf-Säge in Gottschee, der grösste Dank, da er in zuvorkommendster Weise seine Bergarbeiter biezu zur Verfügung stellte. Nach Töplitz Warmbad (Eigenthum des Fürsten Karl A u orsperg), Pächter Herr Kulowic (Beschreibung des Bades von P, v. KadicB: Miueralbad Töplitz, Wien 1878, Wilhelm Braumidier); nach Rudolf s w erth, alte Stadt. (1864 ), Bropst mit Gapitel, Gymnasium, Frauziskanerkloster; freundlicher Aufenthalt. I; .i Hi i, Kraln 6 Fahr-Entfernungen*) bcmerkenswcrthcr, nicht unmittelbar an den Bahnen gelegener Orte (Ausflüge) von den nilchstgelegenon Bahnstationen aus gerechnet (in Kilometern): Mach Auersperg (Ukr.**) (ah Laibach SB.***) HO-4. „ Brunndorf (Igg.) (Okr.) (ah Laibach) *K">. „ Etsnern (Okr.) (ab Bischoflack KB.) 1(>-1. ., Franz (Steiermark) (ah Sagor SB.) [Uber Bad Gallen egg Okr | 24, (ah Laibach SB. über Stein Okr.) r>,V4. „ Goilschcc (Ukr.) (ab Laibach über Auersperg, Gross Laschitz, Reifnitz) 7/9'2 „ HnldeHBOhaf< (im Gör/er Gebiet an der Grenze von Krain |lkr. |) (ab Adelsberg SB. über Priiwald, St. Veit, Wippach) 36*2, (ab Loitsch über Kance, /oll) 29*6. „ Hoff (Ukr.) (ab Laibach SB.) 71-4, (ab Rudolfswerl, h) 2ö«6. (ah Bad Töplitz) VAU. „ [drla (Ihr.) (ab Loitsch SB.) 2S-4. „ Kropp (Okr.) (ab Radmannsdorf RB. über Stein-bühel) 10*4. „ Margarethen (St.)f) (Ukr.) (ab RatschachSB.) 86*9. „ M'»Illing (Ukr.) (ah Littai SB. über Treffern 7»»2, (ab Laibach SB.) 71-4. „ "Nsissenfuss (Ukr.) (ah Savenstein SB.) 14*2. ■i Nach dar offleieljen Kurte antworten von ofiicnil lliibl. "*) Ukr. — Untorkrain, Ikr. = Iiineikrain, Okr, = Oberkrain. <*) SB. = SUdbahn, Uli. = Kronprlni feudolfababn, ■|) V r ü Ii i n t o r i s !• In- I' u ii d i'. Nach Neumarktl (Okr.) (ab Krainburg RR.) 17. „ Oberburgr (Steiermark) (ab Stein) 23*3 [weitere Tour nach Laufen 10 Km., nach Sulzbach 4 Gehstunden|. „ Ossinnltz (Ukr.) (ab Gottschee Uber Brod, Gašparci) 54, (ab Rakek SB., Zirknitz, Laas, Čubar) 65*». „ Planina ilkr.) (ab Adelaberg SB.) !)*4. „ Podendorf*) (Ukr.) (ab Laibach Ober St. Marein, Weixelhurg) 81. „ l'rHwald (Ikr.) (ab Adelsberg SB.) [in der Nähe Aufstieg zum Berge Nanos — Schloss Lueg| 13. „ Prestranek (Ikr.) (ab Adelsherg SB. — auch selbst Haltestelle) ««4. „ Reifllitz (Ikr.) (ab Laibach — über Brunndorf, Auereperg, Gross-Laschitz) 61*2. Rudolfsweitli l J kr.) (ah Littai SR) 49, (ab Laibach) 69*8. „ Heisenberg (Ukr,) (ab Laihach) 65*7, (ah Rudolfswerth) 81*8, (ah Bad Töplitz) 19. „ Senoschetseb (Ikr.) ah Adelsberg) 18*<>. Sittich (Ukr.) (ab Littai SB.) 20. „ Stein (Kaltwasserheilanstalt) (Okr.) (ah Laibach) 25*8, (ah Krainburg RB.) 2.1'7. „ Stclnbliliel (Okr.) (ab Radmannsdorf RB.) ('»'(>. IVon Tarvis (in Kärnten) RB. auf Tour nach Oberkrain; nach Raibl 10'2, nachPredil 133, nach Malborg* k hett 11 71 Nach Teržisce**) bei Zirknitz, Ikr. (Siehe Zirknitz). „ Tolmelii (im Görzer Gebiet) (ah Bischoflack RB. über Pölland, Goreinavas, Kirchheim u. s w.) 98*9. „ Töplitz [Bad] (Ukr.) (ab Laibach) S4*7, (ah Rudolfswerth) 12*3. n TreiTen (Ukr.) (ab Laibach) 49'S. „ TsHiemeinbl (Ukr.) (ab Möttling) 19, (ab Gotisch ee) 32*2. b Vellach (in Kärnten) (ab Krainburg RB. über Kanker, Oberseeland) 4. d Wocliein [See] (Okr.) (ah Lees-Veldes HB. übel, Bad Veldes, Feistriz [Post] 27*4, dann noch 9 Geh- stunden. „ Würzen (Okr.) (ab Kronau SB.) 2-8. „ Zar/. (Okr.) (ab Bischoflack KB.) 2S-4. „ Zirknltz (See) (ab Rakek SB.) »•<». ') H r ti Ii f 1,1 o r i h o Ii e F u n il e. mul Oaie Rudolf Kirbisch am Congressplatz (Sleruallie> niiclisl dum Tliealer. Schönste Aussicht auf die Pro menade. Auflage mehrere In- und Ausländer Journale. Rendez-vous der faahionablen Ge Seilschaft. LATBACH S Altrenoinmirtes Hotel mit vorzüglichen Logis, exquisiter Küche und massigen Weisen. Uebernimmt alle in sein Facti einschlagenden Arbeiten in der Stadt und auf dem Lande. Mannt reelle feine Arbeit. Billigste Preise. Adolf Iborl Ölfarben-, Lack- und Firniss-Fabrikant Gflfi8- u« Schriftenma'.er BAU- und Möbel-Anstreicher-Geschäft Laib ach Marie>i)ilatz. nächst der Fmnziskuner-kirehc. ........... ■ • • ■ •. ■ - - .♦•:* Sur chemisch reine Ölfarben Lacke a. Firnisse. 0^x3 Verkauf en gros und en detail. Billigste Preise. C. KARINGER Handlung zum Fürsten „MILOSCH" in Laibach. Lager feiner Artikel in exquisiter Auswahl von Galanterie-u. Nürnberger Waaren: Tapisserie u. Damenhandarbeiten in geschmackvollsten (»eures nebst sämmtlichom Stickmaterial. Waffen unter Garantie bester Erzeugung. Feine in- und ausländische Parfumerien und Toilette - Artikeln; Schreib-, Zeichnen-, Maler-, Reise-, Jagd-, echt englische Fischerei- und Rauch-Requisiten. Vorzeichnen von Schlingmustern und Monogrammen in jeder Art. Alle Aufträge werden bestens und preiswürdig ausgeführt. ---r-»-::: Q-&m^~ m - liillus! Laibaoh. v 'imijiii Atelier für Portraits, Landschaften (Ansichten der bedeutendsten Orte Krains jederzeit voiTäthig), Architekturen, Keproductionen von Plänen, Zeichnungen, Kunst- und Industriegegenstlinden, Stichen etc. Portraits-Vergrösseruigen von Visit- bis zu Lebensgrösse, Oelpor-traits nach Fotografien. Coulante Preise bei feinster Ausführung. ■s|b ^xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxv I 1 I Barth. Žitnik I 1«— I ^ nacbst der Hradetzky-Briicke in Laibacb. ^ Empfiehlt sein neu angefertigtes grosses || b Lager von Herren-, Damen- und Kinder- 5s |S BeschuInnig (eigenes Fabrikat nach den ^ |^ neuesten Journalen) in jeder Facon und ^ ^ Grösse. S Bestellungen nach Maass | l| werden solide, sowie auch Reparaturen ^ §S billigst ausgeführt. Aufträge von aussen ^ . ® ^ schnellstens effectuirt. D+32103$A iii TIVOLI. Š Frühstück, Mittags tisch, Jause, Souper im Sommer. V Beliebter Spaziergang durch die m V La! term a uns-Allee. V EDER. 39825845 Grösste Sellenswürdigkeit Kniiiis Eines der erhabensten Naturwunder der Erde. Wegen seiner seltenen Tropfstein-gebilde von allen Nationen stark besucht. Näheres im Texte des Führers. lins fütimi'iifi|ri|-iirli|'ti|il)c Atriirr des Josef Anner LAIBACH lottl Klcfmt empfiehlt, sieh zur reinsten Ausführung jeder Art Aufnahmen von Portraits, Häusern, Landschaften nach der Natur und Reproduction. Besondere Force in der Blitzaufnahme, praktisch für Kinder- und Vereinsgruppen. 341 J. S. Benedikt, LaiTjach. „zur Spinnerin am Kreuž Gegründet im .Fahre 1 880. Grbsstes Lager aller Gattungen Hand, Spitzen, Rüschen, Schürzen, Posainentrieii und Bämmtliohdr in das Damenputzfach einschlagenden Artikel. Zu jeder Saison das Neueste in Damenhüten, Kunstblumen u. Fantasiefedern. Ferner Niederlage in Wiener Miedern und Prager Glacehandschuhen, wio auch grösste Auswahl in Grabkränzen und Widmungsschleifeii. yx vxvx yx^x vx *x ^ vV v.V v.V v.Vv.V v.V xxX'vX* x* *x x* x^xxa xxxxxxx^x^xx*'*^ J. Buzzolini Delicatessenhandlung Laibach, Rathhausplatz II. Anerkannt besten Schinken, alle Gattungen Würste, Liqueure, ff". Jamaica-Rum, Flaschenbier etc. — Für Magenstärkung jederzeit bestens gesorgt. Unterzeichnete Firma empfiehlt ein reich sortirtes Lager der f'ushionnbel-sten englischen und französischen Stoffe nach dem modernsten Schnitt, in den diversesten, solidesten Ausführungen und zu den annehmbarsten Preisen. F. Casermaim l,iiib empfiehlt sein reichhaltiges Lager von Sonnen- und Iteyenschirmen in allen gangbaren Grössen, Farben und Stoffgattungen in einfacher wie auch elegantester Ausstattung zu billigsten Preisen Wieder Verkäufern stehen ausführliche Preis-Courante auf Verlangen franco zu Diensten. S * S S S S *•■* ********* *.■* **************** *■* * * M.NEUMANN n LAIBACH, Eiefaritengasse 11- 1 I i ■ Grösstes Lager in ferren-, Knaben-, sowie 'Damen-f onTection. m mmmmm mmmmmm mm wmmi m yV m Säg £g£ Sag >[>; X*. Xf< xf< >X *X SS 'X^X*^VXXK X X** >i*>;>•. >XVX x;<* vV SJjg X*. MARTIN PETTAN in Krainburg am Hauptplatz 105 vis-u-vis der Pfarrkirche empfiehlt sein Lager in Spezerei, Nürnberger und Kurzwaaren, Schreib- und Zeichnenrequisiten nebst Buchhandlung en gros und en detail, auch sind du selbst alle krainischen Erzeugnisse zu den billigsten Preisen zu haben. X*. Säg 5$£ Sjg yV SS vV 5*g«5 X** 2ä& X^X^X^X^X^X-^X^X^XXK *XX*. X*iX*. ^XX^XX^ Xi'A XiX.X4<-X,*'Xi< X.Ä X.A X.< X,< X,X X,* X,X*X,* X.'l X.X X.A'XiJV.X»'/*. Optisches Institut r_ REXINGER.Laibach Specialis! f iii irh aisortirtes Lager opti-scher, niullicrniiiiM-lii'r mul |ihy»ilŠ von in- und ausländischen Mode'stoffen. X\XXXXXXXXXXX\\XX\XXXXXXX\\\XX\XXXXXX\\N luraelrn-, (falb- it. ^ilb crorbcitcr Ferdinand Simonetti in Laltaaoh, R»thh*uiplAtz i>, vormals Peier Simonetti ctablirt seit dem Jalire 1832, em])tieh]t sein reich assortir-tes [jager von Juwelen, Gold-u. Silberwaaren. Auftrüge und Bestellungen vorn Lande aller in das Fach schlagenden Ar-heiten, sowie Reparaturen werden prompt und billigst olTectuirt. Einkauf und Umtausch von allen Arten Edelsteinen, (Jold, Silber und Antiquitäten zu den besten Preisen. Zlatar Ferdinand Simonetti nekdaj Peter Simonetti v Ljubljani na mestnem trgu št. (>, čigar firma, najstarejša te vrste v Ljubljani, obstoji tukaj' že od is;j2. leta, priporoča svojo bogato zalogo srebernine irr zlatnine kakor tudi vseh drugili v njegov obrt spadajoči h reči j. Kupuje tudi staro zlatnino in srebernino, ali jo zamenjuje z novo. Naročila z dežele izvršujejo se brzo, natanko in po ceni. Brüssler Hut-NieilcM'lay;«1 des J. SOZLIC MH ffj'il) 'Jädlj veni i "k U if-' POSAAJIf i «Ji rfl flA^t.f >4 \ (S H_ ) in Laibach, Theaterkasse Nr. 6. Empfiehlt sein wohlsortirtos Lager von Filz-, Seiden- u. Strohhüten aller Grössen, ferner Wäsche, Krügen, Cravaten zu den billigsten Preisen 'und bei promptester Bedienung. Hüte mich der neuesten Facon von fl. 2.'i0 aufwärts, Seiden- u. Cylindor-hüte fi. 4.")0, Knabenhüte fl. 1.50. M. VOLTMANN Zuckerbäckerei Laibaeli, Elefaiitengasse. H spar Besitzer Fr. Progier. IIöti-1-1 'i-iisioii l. Ranges. 2000 Fuss über dem Adriatischcn Meere. Nach Schweizer System eingerichtet. Table d'höte. Service a la carte Bäder, Douchen im Hause. Pension zu ermässigten Preisen bei längerem Aufenthalt. Omnibus zu jedem Zuge. Equipagen im Hause. Wegen billiger und brillanter Beleuchtung der so weltberühmten A d eisberger Grotte beliebe man sich au den Hotelbesitzer zu wenden. LEES (;in der Kronprinz Rudolf-Bahn) Bahnstation1, sumite vor Veldes am See — Oberkraiii. Wucherer's Gasthof liegt zunächst dem Bahnhofe. Hat vorzügliche Küche, Fleisch aus eigener Fleischerei, vorzüglich echte Weine. Bequeme Wohnungen für Sommerau fenthal t und für Touristen. Schönen Garten mit Lauben zum Speisen. Grosse Speisezimmer und aufmerksamste Bedienung. Fahrgelegenheiten sind jederzeit zu erhalten. LEES (an der Kronprinz Rudolf-Bahn) Bahnstation vor Veldes am See — Oberkraiii. Goliaš' Hotel Triglav. Gute Wohnungen für Sommeraufenthalt und Zimmer für Touristen. Schöner Garten mit prachtvollster Aussicht auf die Gebirge „Triglav", ,,Debelapeč", „Skerbina", ,,Manhart\ ,,Stou" u. ,,Schloss Veldes1'. Bad Veldes 1 3 Stunde entfernt. Gute Restauration, echte Getränke. Wagen disponibel. DAS LOUISENBAD mit Thermal- und Seebädern, Fremdenwohnungen. vermiethbaren Villen ti. Restauration ->» -fr- in Veldes am See (Oberkrain) ^ —~- »■ine halbe Stünde von der Rudolts-Rahnstatbin Radmannsdnrf-I.ees, zwei Stunden vou Laibach und drei Stunden von VillaeH entfernt. "\ on schattigen Parkanlagen umgeben, liegt es an einem der schönsten Punkte direct am Ufer des Sees. Veldes geniesst durch seine günstige Lage, die Nähe der Adria, ein sehr mildes, durch Umgrenzung von Kalkgebirgen ein höchst trockenes Gebirgsklima, liegt 501 Meter über der Meeresfläche in der schönsten, gesundesten Alpengegend Oberkrains. Saison-Eröffuung mit 1. Mai — Saison-Sehluss mit Ende Oetober. Nach der vom Herrn k. k. Landesgerichts-Chemiker V. Kletzinsky im Jahre 1874 vorgenommenen Analyse ist die Therme des Louisenbades, welche in grosser Mächtigkeit mit einer constanten Eigenwärme von 23 Grad Celsius unter heftiger Gasentwicklung von Kohlensäure aus Kalkfelsen entspringt, ein sehr reiner dolomitischer, glaubersalzhältiger Natron-Eisensäuerling und hat nach Ausspruch berühmter Aerzte sowohl in diätetischer als balneotherapeutischer Hinsicht einen nachhaltigen Erfolg, insbesondere bei Krankheiten, welche in Blutarmut oder fehlerhaftem und gestörtem Stoffwechsel ihren Ursprung suchen. Bei Infections-Krankheiten und den daraus entspringenden Folgen wurden in Veldes öfter sehr glückliche Resultate beobachtet. Desgleichen bei verschiedenen Erkrankungen des Nervenapparates, ferner bei Rheumatismen und Gicht. Für Reconvalescenten nach allen schweren Erkrankungen ist Veldes als Luft-Curort höchst wirksam. Die Durchschnitts-Temperatur des Sees beträgt 22 Grad Celsius. — Post- und Telegrafenamt in nächster Nähe. — Post-Verkehr täglich zweimal. — Eisenbahn-Verkehr nach Laibach täglich viermal. — Eisenbahn-Verkehr nach TarTis-Villach täglich dreimal. Zur Unterkunft stehen comfortable Zimmer sowie Villen mit Küchen disponibel. Im Louisenbad gute Restauration, Lesezimmer mit Zeitungen. Leihbibliothek und Piano. — Daselbst auch Schiffs-Station mit guten Schiffen. Die Mannigfaltigkeit hiesiger Gegend bietet Naturfreunden sowohl Gelegenheit zu unzähligen äusserst lohnenden Alpenpartien als auch zu Ausflügen ins Flachland. Anfragen und Bestellungen wollen gerichtet werden an die Administration Lottisenbad in Veldes (Oberkrain). Bad Stein in Krain der Herren A. und F. Praschniker & J. Kecel. Klima und topogra lisch e Lage: Am siidliclien Abhänge der Steineralpen :-580 M. Uber dem Meeresspiegel gelegen, durch das Hochgebirge von rauhen Winden geschützt, mit wasserreicher, waldiger Umgebung. Verkehrs verhllUnisse: In nächster Nähe des Bades liegt die Stadt Stein mit einem k. k. Post- und Telegrafenamts. Täglich zweimalige Postverbindung mit Laibach. Ausserdem Fahrgelegenheiten und Omnibus nach allen Richtungen der Umgehung auf bequemen, guten Strassen. Badecinriehtiingen: Eleganter Cursalon, Billard, Lesezimmer, gute Restauration mit billiger Berechnung der Preise. Badehaus mit allen Einrichtungen zum Betriebe des Wusserheilverfahrens mit Elektrotherapie und Massage, Badebassin mit Doublte für Schwimmer und Nichtschwimmer. Ausflüge: In die Heistriz zum Ursprünge (5!>1 M.). zum Steiner Sattel (187'9 M.) und über denselben in das weltberühmte Sulzbadierthal auf den Grintouc (255!) M.), durch das Belathal auf die Oistriza (2360 M.), auf die Kleinalpe 1507 M), in die Tuchein und ins Tschernathal nach St. Primus (845 M) und Rabensberg (720 M ). Für Unterkunft bestens gesorgt. — Diesbezügliche Anfragen bei II. .T. KECEL in Stein. eine Fahrstunde von der Südbahnstation Sagor in Krain entfernt, mit täglich zweimaliger Fahrpost-verbindung, in iiusserst gesunder Gebirgsgegend, wo niemals Epidemien vorkommen, am KröuzungS-imnkte dreier reizender Thiiler Idylllseh gelegen, mit Thermal-Grotten, gedecktem Hassin und freien Scliwimmb'uderii (26° C), seit Valvasör's Zeiten (l kr., für zwei Personen fl. 1 bis tl. 1.20. Vom Bade aus AushMljre durch das romantische Pyramidenthal (1 Stde.), zur Gewerkschaft Sagor (275 M. Meereshöhe), nach Schloss Gailenberg(1 St.), nach Kolowrat, Stammschloss der Grafen Kolowrat (1 Stde.j: weitere Austlüge auf den heiligen Berg [2 Stden.), 869 M., sehr lohnend. Tschemscheniker-Alpe (121- M<), Uber Troj an a (368 M.) Fahrweg nach Franz (Sahnthal). Bestellungen von Wägen, Zimmern etc. sind an die Bade-RestauratIon in Giilleucgg, Post [slnek, zu richten. Alois l'rasvhuiker, Bade-Eigenthilmer. 0 Photographien von Krain. O J.GIONTiNI •'■<'"vs j • Laibacli, Rathhansplatz 17. hten von Laibach Buch-, Verlags-, Kunst-und Musikaltoivllandliiiig. Album mit Ansi o 1 Papier-, Schreib- u. Zeichne^-■ einen Requisiten-Niederlage. © 3 papiei Eitene BuCuMnicrci ~ 53 ••h £ sowie Uehernahme von allen Druckarbeiten in elegantester Ausführung unter Zusicherung billigster Preise und prompter Bedienung. 1—vw@^^^v—1 o © • Reiselektüre. '• © Druck von J. C* Kiichcr &' CtBfi A00000412089A