ZWEIUNDFÜNFZIGSTER Jahresbericht der k. k. Staats-Oberrealschule ln GÖRZ Uber das Schuljahr 011-012. =0=-------------- INHALT: J. Nikolausspiele aus Tirol, herausgegeben von Dr. A. DEPINYI. 2. Schul nachrichten, vom Direktor. k r # X' OÖRZ 1912. Selbstverlag der k. k. Staats-Oberrealschule. dUOHORUOKEHEI SEITZ. OÖRZ. k------------------ ———-4 ff' ZWEIUNDFÜNFZIGSTER JAHRESBERICHT der K. k. Staats-Oberrealschule in GÖRZ über das Schuljahr OII-IQI2. -----=\m\=--- INHALT: , I. Nikolausspiele aus Tirol, herausgegeben von Dr. A. DEPINY. 2. Schulnachrichten, vom Direktor GÖRZ 1912. Selbstverlag der k. k. Staats-Oberrealschule. tJUCHDHUCKEREI SEITZ. GÖRZ. NIKOLAUSSPIELE aus TIROL, HERAUSGEGEBEN VON Dr. ADALBERT DEPINY. A. NIKOLAUSSPIEL AUS SCHWAZ. I. Der Vorläufer. (Weißes Kleid, Federhut und Mantel mit Geschmeide). Gegriißet seid mir alle, die allhier zugegen, Die Kinder aber solln die Furcht beiseite legen! Gottlob nun bin ich liier in dem bestimmten Ort, Ich trag nur wenig vor, dann eil ich wiedrum fort, 5 Ich bitte um Geduld nur eine kurze Zeit, Denn was ich z’sagen hab, das bringt euch große Freud; Ich bin ein Läufer nur, jedoch des Niklaus Freund, Ich glaub, daß wenig so, wie ich zu finden seind. Ich laufe Tag und Nacht und zähle nicht die Stunden, 10 Bis ich zu euch liieher in dieses Haus gefunden. Und einer Schwärmerrott bin ich zum Glück entgangen, Sie wollten mich mit Gwalt in jenem Walde fangen. Kein Wunder ist es ja, daß ich kaum atmen kann! Allhier in diesem Haus treff ich d’ erst Ruhstatt an. 15 Und wenn ihr wissen wollt, wie viele unser sind: Der erst ein Läufer ist, ich sag es euch geschwind ; Nach mir ein König schwarz, er kommt vom Morgenland, Mit Perlen und Juweln geziert nach seinem Stand; A 1 alle herzlich da zugegen. — 2 alle Furcht. — 3-6 fehlt. — 7 Denn ich bin’s ein Läufer nur, St. Nikolaus treu gesinnt. — 8 daß nicht sehr viel in solcher Treue, auch hier zu finden sind. — 11 Zum Glück bin ich einer Schwärmerrott entgangen. — 13 f. fehlt. — 15 ihr in Kürze. — 16 der erste ich als Läufer. — 17 ein schwarzer König — B 1 Guten Abend wünsch ich jedermann, der allhier zugegen. — 4 nur was wenigs. — 6 ich euch. — 10 Bis ich zu euch, ihr Freund, in dieses Haus herkumm. — 11 Zum Glück bin ich der Schelmrott entgangen. — 15 f. Und wenn ich kürzlich sagen muß, wie viel das unser sein, I der erste ein weiser Läufer ist, der sich allhier tut zeigen. — 17 f. Der zweite ein Mohr von Afrika, er ist in seiner Tracht geziert | und trägt Diamanten gar. — Zwei Schäfer folgen dann, froh schlägt ihr junges Herz, 20 Sic singen auch ein Lied und treiben manchen Scherz; Ein alter frommer Mönch kommt langsam hergegangen, Die Welt ist ihm schon fremd, der Himmel sein Verlangen; Dann folgt der gute Hirt, er führt sein Schäflein mild, Er deckt’ s vqr Satans List mit seinem mächtgen Schild; 25 Ein Jüngling dann tritt ein voll Lust und Lebensmut, Die Welt mit ihrer Pracht gefällt ihm gar zu gut, Doch ach der Sensenmann kommt hinten hergeschritten, Des Lebens Stern verwelkt, da hilft kein Flehn und Bitten; Dann folgt ein Himmelsfürst, ein Engel schön, und rein, 30 In holder Anmut strahlt, erfreuet groß und klein; St. Niklaus tritt dann ein mit seinen Dienern zwein, Um d’ braven Kinder hier mit Gaben zu erfreun; Sind schlimme Kinder hier, so sagt es nur geschwind, Murjel ist auch bei uns, bestraft jeds böse Kind; 35 Zuletzt ein Bettelgsinde treibt noch Narrenpossen Und mit dem Bettelvogt wird’s ganze Spiel beschlossen. Wer’ s nicht hören will, der eil mit mir jetzt fort. Adieu, nun lebet wohl, das ist mein letztes Wort. (ab). II. Der Mohr. (In schwarzcr und roter Kleidung, mit Turban, reichlich geziert mit Ketten, Ringen und Perlen). Gott zum Gruß, seid mir willkommen! 40 Seid ihr da wohl all beisammen! Ich bin ein König vom Morgenland, Bin in der weiten Welt bekannt, Ich komm in dieses Haus, das Nikolausspiel zu spielen, Drum bitt ich euch, macht Platz, damit uns nichts tut irren. 45 Ich bin gereist von früh morgens bis spät gen Abend A. 19 Dann folgen zwei Schäferinnen. — 27 Doch eben ach. — 29 Dann folgen Himmelsfürsten, zwei. — 30 strahlend, erfreuen. — 32 hier fehlt. — 33 Sind aber. — 34 er bestraft. — 37 Wer es aber. — 38 Lebt wohl, Ihr Lieben, alle ade, das... — 42-43 a fehlt. — 44 Platz und Raum. — 45 Ich reiste von früh morgens bis spät abends. — B. 19 f. Dann kommen zwei Schäfer, die werden mit Lachen und Scherzen | lind mit fröhlichen Gesang erfreuen eure Herzen. 21 f. fehlt. — 23 f. Dann kommt der gute Hirt, bei ihm sein Schäflein ist, er tut es bewahrn vor Satans Trug und List. — 25-28 fehlt. 29 f. Dann ein Engel Gottes vom Himmel kommt, \ er glänzt wie die helle Sonnenglut von Kopf bis an den Füßen. — 31 f. Endlich kommt St. Nikolaus mit seinen Dienern zwei, , er wird euch Kinder fragen aus, was christlich Glauben sei. — 34 Den Muriel haben wir auch bei uns, den Teufel aus der Höll, 1 er wird die Kinder packen ein, die gar nicht folgen wölln. — 35 Endlich kommt noch ein frisches Bettlerchor, es spielt Narrenpossen. — 36 Und mit diesen wird das. 37 sehen will. — 44. Drum bitte ich um Ort und Platz. — 45. von Morgen bis gen Abend. — Durch Länder und durch Städte, Sankt Nikolaus nachzufolgen. Und endlich treff ich hier den grossen Wundermann, Drum bet ich Gottes Güte und seine Allmacht an. Drum Kinder seid bereit, recht tugendhaft zu leben, 50 Damit Sankt Nikolaus die Gaben Euch darf geben. Ungerne trenn ich mich von Euch, Ihr lieben Kleinen, Denn ich habe nicht Zeit, mich länger zu verweilen, Noch weit ist meine Reis’ Bis morgen in die Schweiz. III. Die Schäfer. Zwei Schäfer, gekleidet in der Tracht, Schäferstab and Tasche. Stoffi: 55 He Friedl, was tuat denn dös bedeitn: Heit köma ma decht gar nit ausn Läutn! Friedl: Was dös bedeit? Heit is hält da heilige Muri nimma weit. Wenn i dös wissn tat, daß a da tat ftirreitn, 60 So gab i mein’ Schafla die Schellaln zum Läutn! Geh, Stüffi, iatz tean ma geahn mittägn, Es is soviel lädarad in mein Mägn, Schaun, wölla die bössan Nudl tuat häbn. He Friedl, laß da decht amäl klägn, 65 Heit hat ma da Sommawind mein Türknwirla verträgn A. 46 Durch Städte und durch Länder dein heiligen. — 47 Hier in diesem Haus treff ich. — 49 befleißt euch, recht folgsam und tugendhaft zu leben. 50 Damit euch Sankt Nikolaus die Gaben nicht umsonst darf geben. - 51-52 Nun lebt wohl, ihr lieben Kleinen, ungern trenne ich mich von euch, aber zu kurz ist mein Dasein. — 53 Und zu weit. — 54 Ade, ich muß noch heut in die Morgenschweiz. Zwei Schäferinnen (gekleidet... und jede eine Holzschachtel). Demgemäß ist Stöffl ersetzt durch Grell, Friedl durch Liesl. 55-60 gleich, dann: Gretl: Und i tat sie a zsäimntreibn, Aba mir scheint heint die Sunn soviel hoaß, Sigst nit, wia si ummastehn unsre Goas. [61] Geh, Liesl, tean mia decht amäl mittägn, .Mir wird sov’ 1 lädrat im Mägn. 63-65 fehlt. B. 46 In allen Ländern und in Städten d. m heiligen — 47 Und endlich da ich fand. — 48 Dann bet. — 49 recht fromm und tugendhaft. — 50 Damit der heilige Nikolaus nicht die schönen Gaben umsonst darf geben. — 53 Denn ich hab noch eine weite Reis — 54 Bis in die Morgenschweiz. — 65 sauba vertragen. Und mir hat ä die Bäurin die Nudi nit gsälzn Und die Baungga ä mehr nit gschmälzn. Nächa moant d’ Bäurin nu, es is rar, Wann sie’ s umfadlt wia d’ Bettn an d’ Haar. 70 Äba heit könnans mi amäl dafrägn, Heit wer’ i mein Bauer mit den da (schwingt den Stock) die Gruaggn äschlägn. (Die Schäfer sitzen auf den Boden und essen i) Stoffi: Geh, tean mar amäl die Schafla zsämm, mengl is koans. Friedl: Nu nächa singa mar oans. Schäferlied: 1. Ob ich gleich ein Schäfer bin, 75 Hab ich doch ein frohen Sinn, Hab ich doch ein solches Leben, Das mit lauter Freud umgeben, Wechsle meinen Schäferstab Nicht für Kron und Szepter ab. A. 66 Meine Nudln san nit gschmälzn. — 67 a nit gsälzn. — 69 wia d’ Betten fehlt. Dann folgt: Liesl: Iuan sie ä nix, äls in da Kuchl zupfn, ba i wer’ ihr die Häar sauber ausrupfn I Grctl: Und i wer’s’ n Bauern sägn, Däß er sie amäl hernimmt beim Krägn. Liesl : Meinl Sie moant hält mir san leicht mit üppas zfriedn, Äba i glaub nit, daß uns bessre Bröckln in Häls steckn bliebnl Gretl: Na Gretl, dös war nix für unsern Mägn, Dä müßtn jä gär die Herrischn a Schnapsl drauf häbn. Liesl: Intziger Zeit san d’ Bauern hält nix mehr z’neidn, Sie wissn jä bäld ninnna, wia sie Zins und Steuern auftreibn. Gretl : 0 mein, wäs geht däs uns än I Stimma ma liaba a Liadl än! Liesl: Du, tean ma gscheida oans singa, Daweil könna die Schafla a bissl ummaspringa. Schäferlied: Überschrift nur'. Lied I. - 74 eine Schäferin. - 75 dennoch frohen. — 77 Lust. 80 2. Morgens, wenn die Sonn aufgeht Und der Tau im Grase steht, Treib ich mit vergnügtem Schall Meine Schäflein aus dem Stall Auf die grüne Wiese hin, 85 Wo ich ganz alleinig bin. 3. Meinen Hund, das muntre Tier Hab ich Tag und Nacht bei mir; Wann ich liege oder schlaf, So behüt’er meine Schaf, 90 Er vertreibt mir manches Leid Bis zur späten Abendzeit. 4. Wann ich hungrig, durstig bin, Eil ich zu der Quelle hin, Meine Hände abzuwaschen; 95 Alsdann greif ich in die Taschen, Hol mir Käs und Brot herfür — O wie süße schmeckt es mir! 5. Auf der Wies im grünen Klee Spiel ich meine Flöte, 100 Setze mich im Rasen nieder, Singe manche schöne Lieder Und so pfleg ich meine Ruh, Nimm die Flöt und spiel dazu. 6. Wird es Abend, treib ichs heim, 105 Ei! Was kann vergnügter sein. Endlich kommt’ s nach meinem Willen, Meinen Durst mit Milch zu stillen. Also bleibt es halt dabei: Lustig ist die Schäferei! Teufl (in Jiigcriracht gekleidet, ein Gewehr über der Schulter): 110 Ihr Schäfer höret doch auf einmal zu singen! Kann Euch das Schäferleben soviel Vergnügen bringen? Geht lieber in die Stadt, dort gibt’ s der Freuden viel Beim Tanze und beim Spiel. A. 86 Und den. — 88-89 Wann ich sitze an der Heck’, Oder lieg auf meinem Steck. 4. ist in A Sclilußstrophe, besteht aus 92, 93, 96, 97, 108, 109. 96 Nehm ich Brot und Käs. — 97 Ei, wie sülS dann. - 108. Drum ich sag, es bleibt dabei. — Statt Teufel Verführer. 110 Schäferinnen. — 112 dort könnet ihr froh und glücklich leben. — 113 ff. fehlt, dafür: B. 99 Reim verderbt. - 110 Ihr Schäfer, hört auf. — 111 Wie kann euch dies arme. Stöffi: Was willst du, daß ma tänzn solln — 115 Zu den san ma viel z’ster Und gspielt wern ma bald Iiäbn, San die Beufl viel z’leer. Gelt, Friedl! Tänzn fänga ma nit an! Friedl: Na, na, weil is schon gär nit kän, 120 Hän’s a mein Löbtäg nu gär nit tän. Stöffi: Du, wia sicht denn dir da Jaga gleich? Friedl: Jä, mir schon amäl gär nit. Denn dös Sicht man ihm schon außn um än, Daß er nit guat’s im Sinn häbn kän. 125 Geh, mir tean gehn Und lässn den Lumpn alloin dä stehn. Teufl: Die laufen davon. Weil mit diesen nichts ist, Will ich sehen, was der alte üraukopf spricht. A. Gretl: Und zuletzt koiints noch an reichen Herrn äbgeben. Liesl (heimlich zur Gretl, während sie aufstehn): Schau, wer kimmt denn dä her, Mir scheint, dos is gär a fremder Herr. Gretl: Zu dem san ma hält schon z’ alt. Liesl: Und mir is so ä nit z’ kält. Gretl: Was will denn der, Daß er kimmt mit sein Hangerl zu ins daher ? Mir häbn’n jä gar nit eingladn, Was braucht der ins vom Heirat» und Städtlöbn sägn. Liesl: Du, i moan, dös is nit der rechte Kämeräd, Siegst nit, daß er an Krumpn wiar insa Qoasbock hät. Gretl: I moan, es is äm gscheidstn, mir tean gehn, Und lässn den Lackl alloanig dä stehn. (Beide ab.) IV. Der Einsiedler. , Einsiedler: Ich fall nieder auf meine Knie 130 Und bet recht fleißig mein Brevier. (Es klopft.) Wer ist denn heut noch vor der Tür? Teufl: Ein Jägersmann! Reiste herum Den ganzen Tag um ein Stücklein Wild. Der Tag ging aus, die Nacht brach ein. 135 Vater, sei mir gnädig, nimm mich auf in dein Qezelt! Einsiedler: 0 mein liaba Mensch, um dös bist wohl nit z’neidn, Fein häst’s schon decht, als wenn du müssast außn bleibn. Da hast decht an Dach für Wind und Regen. Teufl: Vater, gib mir gleich was zu essen! Einsiedler: 140 Zu essen häb ich hält ä nichts als diese Wurzln. Teufl: Pfui Teufl, das wer ein Gfraß, Das gehört für Schwein und wilde Tier. Ist das die Kost, die du mir angsagt? Sag, was ist dein Aufenthalt allhier? Einsiedler: 145 Mein Aufenthalt ist halt das h. Gebet und die guten Werk! Teufl: Dann wundert es mich nicht, daß du so buglad bist! Einsiedler: Gär a so is’ s schon ä, dächt i, nit, wia du tuast! Teufl: Vater, geh in eine Stadt, kannst fromm und heilig leben, Kannst auch tanzen und singen, den Mädchen was erzählen 150 Und meintwegen noch mehr! A. Die Szene IV fehlt. B. 136 wohl gar. — 137 müssen poschna. — 140 als hier. — 143 da angesagt. — 147. decht a. — Iatzt fällt’s mir erst ein, Du bist koaft rechta Mensch, Du mußt da Teixl sein! latz küß mer dieses Kreuz und tuast ma dieses nit, So mach di glei beiseit, i säg’ s mit Herz und Sinn. Teufl: Was? — Du willst mich mit deinem Kreuz vertreiben? 155 Ich habe Macht genug dir den Kragen umzureiben ! {Packt ihn beim Hals.) Einsiedler: Du machst dich gleich beiseit, du hast bei mir nichts z’schaffen! {Er jagt ihn mit dem Stock.) Teufl {unter dem Hinausgehen): Du bleibst der alte Teixl! Weil ich mit diesem nichts rieht, Will ich sehen, was der junge Grafensohn spricht. Einsiedler {kniet nieder): latz, meine liebn Leut, war er’s wohl gwest der Schelm, 160 Der Tag und Nacht nach nix als nach Listen tracht! O, ös meine lieben Leut, tuat’s Kreuz machen und beten, Denn der Teufl feiert nit, weder bei Tag noch Nacht. (geht ab.) V. Der Klausner. {Einsiedlertracht mit Kapuze, Stab und Schelle). Mea culpa, niea culpa, mea maxima culpa! Ich bin ein Klausner in dem Wald, 165 Bin Sommer und Winter da, es ist mir oft zu kalt, Meine Nahrung ist eine schlechte Kost, Aber das Gebet, das ist mein Trost. Wurzeln und Kräuter ist mein Essen, Aber dabei tu ich Gott nicht vergessen, 170 Litt ein großn Kampf in meiner Zehn, Weil mich das Weibervolk verführen wölln. Sie brachten Bilder und Kreuzln anzrtihren, Sie wissen mit mir ztun, meine Unschuld zverfiihren. {Es klopft an der Tiir.) A zeigt in V gegenüber B mehr dialektische Färbung. — 163 fehlt. — 164 Bin Summa und Winta da. S’ ist mir oft z kalt. — 168 mein einziges Essen. — 169 den lieben Herrgott. — 170 Leid. — 171 das verfluchte. — 172 Bilder, Betten. — B. 153 Sinn Mund 160 nix als List — 161 tuets mir kräd beten und wachen. — 162 beim Tag noch bei der Nacht. — 165 und da ist mir, — 166 f. fehlt — 168 mein hartes Essen — 171-173 fehlt. — Wer ist denn heut noch außt, wer klopft denn heut noch an? {Der Graf und dessen Sohn treten ein, der Graf im Salonanzug, sein Sohn als Student gekleidet.) Graf: 175 Grüß Gott, Vater Klausner! Ich hab an euch eine große Bitte Nehmt mir meinen Sohn zum Unterricht in eure Hütte ! Ich bin ein Graf und hab nur diesen einzgen Sohn Und tue ihn hieher, damit seine Seel bleibt verschont. Klausner: Ihr wollt den Buam hertun? Ich soll ihm lesen lernen? 180 Das geht bei Klausnern nicht für sölle hohen Herren! Graf: Im Lesen und im Schreiben ist er schon unterricht. Nur daß er von der schlechten Eitelkeit nichts sicht! Klausner: Aber die schlechte Kost könnt ihm hält ä net taugn, Könnt wohl gär leicht sein, daß ihm tat’s Leben raubn! Graf: 185 Für Speis und Trank ist schon gesorgt Hier an diesem einsamen Ort. Ich bitte euch, mein Freund, nehmt diesen meinen Sohn, Ihr werdet gut belohnt! Hier, mein Sohn, hast du deinen Vater! Grafensohn: 190 Ach Vater, ich bitte dich, kehre doch bald zurück, Auf dieser Gitzgufel find ich mir gar kein Glück. Graf: Lebe wohl, mein Sohn, ich kehre bald zurück, Vergiß aber indessen meine Lehre nicht. {geht ab.) A. 175 Heut hätte ich an euch eine große. — 177 nur fehlt. — 178 Diesen aber geb ich euch. — 179f. Was wollt ihr den Buam zu mir her tun] Soll ich ihm lesen lernen ? Dös geht bei uns Klausnern nit für an sollen hohen Herrn. — 184 Leicht fehlt: — 187 nehmt auf. — 191 Denn auf. — B. 175 Herr Vater Klausner! — 177 meinen einzigen — 180 Das geht nicht bei uns Klausnern voran solchen. — 182 Eitelkeit der Welt. 183 könnt den Knaben halt auch nicht taugen. — 184 Und könnt ihm halt gar leicht das Leben rauben. — 185-188 fehlt. — 190-191 hinter 192-193. — 190 Nun, mein Vater, kehre aber doch bald. — 193 unterdessen. Klausner : Dein Väter is iatz dahin, was wölln mir iatz da machen? 195 Mir miiaßen beten, fasten, wachen ! Aber dös nit bloß alloan, Mir wer’n schon nu was toaii: Mir tean iatz oans singa, Daß’s durch Berg und Tal tuat klinga. GESANG. (Klausner und Sohn singen mitsammen.) 200 1. Im finstern Wald verborgen Da leben wir Klausner allein, Wir haben sonst nichts zu versorgen, Als daß unsre Seele bleibt rein. Wir leben von Wurzeln und Kräuter, 205 Wir essen das trockene Brot, Auf daß unsre Seele bleibt heiter Und schwingt sich hinüber zu Gott. 2. Wir tragen die schlechteste Kleidung, An schwarzen, an wollenen Rock, 210 Das Kopfkissen auf das wir uns legen, Das ist nur a Stein oder Stock. Wir uns in kein Federbett stecken, Wenn wir etwas rulin in der Nacht, A rauche, a knopfige Decken, 215 Aus Wurzen und Binsn gemacht. 3. Was uns noch am meisten tut quälen Auf dieser gefahrvollen Welt: Uns Klausner mit Listen zu fällen, Hat der Teixl die Weiberleut gstellt. 220 Kann ich mich vor Alter kaum rühren Und kunnt nimma buglada sein, Doch wolltn sie mich noch verführen. Was fällt denn den Lastern nicht ein! 4. Sie wollen uns immer nachsetzen 225 Und lassn uns niemals in Fried. S hoaßt oft: Du wundala Götzn, Warum mägst du’s Heiratn nit? A. 19") iscli nit. Nach 210: 221, 225, 220,227,220, 221, 222, 22:!, 22S. 220 ös wunderli. — 227 mögst denn. B. 194 Nun dein — was wollen wir anfangen ? — 195 immer beten und wachen. — 196 bloß nit. — 197 Wir wollen schon auch was toan. 198 Wir tun auch eins singa — 199 Das durch Berg und Tal soll klingen. — In der 2. Strophe: 212-215, dann 208-211. 210 Hauptküß, worauf. — Die oane kam mit den Betn, Die andre a Kreuzl änz’ riihrn — 230 Ös fälschn, üs listinga Teixl, Ös wollts gräd mein Umschuld verführn. 5. So sperr i hält fleißig mein Zellal Und stundenlang tua i’s nit auf, Und bald’ s amäl laut an mein Schellal, 235 So guck i’s beim Schlüsselloch aus. Und sollt i dablickn an Kittl, So fährt schon da Schreckn durch mi, Still halten is’ s rareste Mittel, Soläng bis die Best is dahin! Klausner: 240 Iatzt vor lauta singa Tuat’s mir an Schlaf herzwinga, Drum, liaba Hansl, tua nur betn, fästn und wächtn, Denn da Teufl tuat Täg und Nächt nach Listen trächtn. (schläft ein.) Teufl: Mein liaba Hansl, willst iatz gär a Klausner wern? Grafeiisolin: 245 Mein Väter will’ s so liäm, i tua’s wohl gär nit gern. Teufl: Geh mit mir in die Städt hinein, Dä kännst du froh und glücklich sein ! Dann nehmen wir uns Madln mit Und führen sie zum Tanze hin. Grafensohn: 250 Jä, mein liaba Herr, lässn Sie sich frägn, Sind die Mädchen schwer? Känn ich sie wohl erträgn? Teufl: Jä, mein liaba Hansl, die brauchst du nit zu trägn, Die nimmst du bei da Händ und führst sie hin zum Tänz. Adje, mein liaba Hansl, iatzt rieht i mi zum gehn, 255 Sinst könnt dös älte Murmeltier von seinem Schlaf aufstehn. {geht ab.) A. 229 Die anderi a Kreuzl mir gab. — 230 und. — 237 durch oan. — 238 is’s rarigste. — 243 List. — Statt Teufl immer Verführer. — 244 Jä was tuast denn du da? — 246 Geh, mein liaba Hansel, geh. — 249 Bleib nicht in dieser Klause hier, da ist ja all’s umsonst. — 254 Aber adje. — B. 229 Die ein bracht mir a Bildl anzrührn. 242-243 fchtt. 246 Geh lieber in. — 249 hin fehlt. 254 1. Halbvers fehlt, 2.: jetzt muß ich gehn. — Klausner {erwacht): Was mir geträumt im Schlaf, das kun i nit vagessen, Ein grausam wildes Tiern wollt auf der Stell dich fressen. Da war mein Herz voll Ängst und hat mich so erschreckt, Daß’ s mich von meinem Schlaf bald hätte aufgeweckt. 260 Was hat nur dös z’ bedeiten ? Klopft gwiß ein Unglück an! — Nur zum Gebet bereiten! Grafensohn: Ja, ich weiß schon, was das bedeuten kann! Mein Vater ist schon alt, es wäre leicht zu glauben, Daß der Tod kam ins Haus und tat meinen Vater rauben. 265 Da mach ich mich gleich auf und keine Zeit verweile, Mit schnellem Schritte ich zu meinem Vater eile. Klausner: Wer hat dich so verblendt, wer ist zu dir geschlichen, Daß du von der Tugend bist gänzlich abgewichen ? Zuvor hast du gefolgt mir willig und bereit! Grafensohn: 270 Dies wird mir nimmer gschehn, weil es mich nimmer freut. Da war i iatz eingsperrt, wia a Vogl in an Häusl. Dein Beten und Plauderwerk freut mich schon gär kein Greisl. Geh lieber in die Stadt, um Glück und Freud zu erwerben. Klausner : 0 du blinder Mensch, du kannst schon morgen sterben. Grafensohn : 275 Das war mir allzufrüh, bin noch nicht zwanzig Jahr. Klausner: Man legte solche auch schon auf die Totenbahr. Und trägt sie hin zum Grab. Grafensohn: Ich als ein junger Knab Bin reich und frisch gewachsen! 280 In der Wüste bleib ich nicht, bei deinen dummen Fachsen A. 257 Es wollte ein grausam wildes Tier dich auf der Stelle fressen. — 259 Daß mir gleich der Schlaf verschwand und hat mich aufgereckt. — 260 kann den dös b... — 261 Es klopft — 2(54 Daß der Tod käm in das. — 265 Dann aber. — 268 von der wahren. — 269 da mir alles gefolgt ganz willig. — 274 ja schon. — 275 mir felill. — 276 schon auch auf die schwarze. — 277 Und schleppt. — 278 Was? — 280 Und in. — B. 262 Ja, mein lieber Klausner. — 264 Wenn der Tod kommt. - 236 Und mit schnellen Schritten. 267 Mein Sohn, wer. — 268 Bist fehlt. — 272 und dieses. — 273 fehlt. — 274 vielleicht kannst du. 275 lang zu früh. — 276 schon auch. — 277 Was? — 280 Und in. — Und bei der schlechten Kost möcht ich mein Gsund verlieren Und derfat auch gär nia an frischen Tanz probieren ! Geh lieber in die Stadt, genießen alle Freuden! Klausner: Wenn dich der Teixl holt, so mußt du’ s auch daleiden ! Grafensohn: 285 Aber Vater Klausner, wie heißt man diese Tierln ? (zeigt auf junge Mädchen.) Klausner: Dies sind Gäns ! Flieh sie, mein lieber Hansl ! Grafensohn : 0 Vater Klausner, ich möcht auch ein solches Gansl! Klausner: Die tean so schrecklich beißen! Grafensohn: Zu beißen haben sie an viel zu kleinen Rachen. 290 Sie schaun mich freundlich an, als wenns mich wolln anlachen. Die Bett’ n zerreiß ich, ’s Buch werf ich hin, Den Mantel verschmeiß ich Und bin schon dahin! (lauft schnell fort!) Klausner: 295 O blinde Welt! O blinde Augen! Kannst nachischaun Und’ s Zeug zsämmglauben. VI. Der Pilger. Der Pilger: Gott zum Gruß! — Ihr tretet an die Pilgerschaft Durch dieses müde Leben. 300 Gott gebe euch dazu die Kraft! Seid ihm nur stets ergeben. Es warten euch der Leiden viel Auf dieser Lebensbahn: Gott allein sei unser Ziel, A. 282 gar fehlt. — 283 kann genießen. — 284 so mußt du’ s auch da- bleiben. — 290 Sie schauen ja so freundlich her. — VI. fehlt in A. B. 290 gar so freundlich. 292 werfe ich. — 295 O du blinde. — 296 Da kannst. — 298 Auch ihr tretet. — 302 manche Leiden viel. — 305 Es liegt sehr viel daran. Es ist ja alles eitler Tand, Die Welt ist voller Narren; Nur eins ist unser Vaterland, Das werden wir erfahren. 310 Reiset immer himmelwärts Und fallet nie zurück, Soll euch auch drücken mancher Schmerz; Nur dort harrt unser Glück, {kniet.) O Maria, Mutter der Barmherzigkeit, obwohl ich großer 315 Sünder nicht würdig bin, dein Diener genennt zu werden, jedoch aus Liebe, die ich zu dir trage, kann ich nicht unterlassen, dich täglich mit dem Ave Maria zu grüßen, und ob zwar dieses von sündhaften Herzen herfließet, so bitt ich dennoch, du wollest mich würdigen, dieses 320 mein Gebet in Gnaden anzunehmen. (steht auf.) Mir ist unwissentlich, daß ich so grob gefehlt, Haben doch andre Glück, die lang nicht soviel beten, Und Gott läßt mich solang in meinen großen Nöten. Ich rufte oft zu Gott, er will mich nicht erhörn. 325 Mich fallen Zweifel an bei dieser Gelegenheit. Ich sollt die Andacht und das Gute legn bei Seiten? Mich halten an die Welt und mich zum Glück bereiten? Tei,fl: Ich eil in schneller Hitz zu meinen Gschäften fort. Pilger: Laßt euch Zeit, mein Freund, und hört an meine Wort. Teufl: 330 Was soll es sein, dem ich dienen kann ? Pilger: Wo treff icli als ein Fremdling die rechte Straßen an? Weiß nicht wohin, wo aus, voll Kummer und so matt! Der Himmel und sein Glauben mich verlassen hat. Teufl: Ist nicht das erstemal! Mein Freund, ich glaub es gern, 335 Es ist nicht allzeit gut, sich an den Himmel kehrn. Probier es nur einmal und laß die Frömmigkeit fahren! Der Himmel, d’ Heilign habnn dich nur für einen Narren. Wenn Gott nur einmal sieht, daß dir die Welt wohl will. B. 319 dich. — 321 ist zwar. — 322 oft großes Glück. — 324 und doch will er mich nicht erhören. — 325 Zweifel fallen mich an. — 32ß Andacht ablegen, das ...legen.. — 327 Soll mich. — 329 und fehlt. — 336 dann laß — 337 die Heuigen haben. — Alsdann kriegst du Geld, viel Glück lind Reichtum viel. 340 Folg also meinen Rat, ich tue dir nichts an, Leb nicht so armutsvoll, weil du es ändern kannst. Pilger: Ich danke euch, mein Herr, ich hatt’ den Willen schon, Aber kein Glegenheit, daß ich mir helfen kann. Teufl: Wenn du bei mir willst sein, sollst haben Geld und Gut, 345 Wenn du dich unterschreibst mit deinem eignen Blut; Besinne dich nicht lang, geschwind ist es geschehen, Alsdann wirst du Geld im Überfluße sehen. Pilger: Aber wohl ein harte Nuli: ewig zugrundegehen! Teufl. Ja nur auf kurze Zeit, du mußt mich recht verstehen! Pilger: 350 Der Hunger zwinget mich und meine große Not. Weil nichts erhalten kann, so will verlassen Gott! Teufl: Nicht nur Gott allein, auch das verhaßte Weib ! So wirst du glücklich sein in deiner Lebenszeit. Pilger: Was ist das für ein Weib, die dir ist so zuwider? Teufl: 355 Die Gott geboren hat! PUgcl • Mir zittern alle Glieder! Soll dies Maria sein, die ich soll verlassen? Teufl: Dies muß geschehen wohl, Ich sag es noch einmal! Pilger: Nein, die verlass ich nicht, mich reut’s, daß ich Gott verlassn! Teufl: 360 Ist sie denn mehr als Gott, den du hast abgeschworen ? Weil du ihn hast verlassen, wärest du schon verloren? Bedenk, daß du noch Glück, wenn du mir dienest treu. B. 337 und seine. — 340 Folge... nichts Übles. — 343 keine Gelegenheit. — 347 Geld und Gut. — 351 nicht — 353 deiner ganzen. — 354 die dir zuwieder ist? — 355 Ach mir. — 359 reut es, dali ich Gott verlassen hab. — 361 hast fehlt. — Pilger: Maria verlaß ich nicht, es bleibet schon dabei. Teuft: Jetzt bist in meinem Garn. Pilger: 365 Soll ich verdammt schon sein, Maria laß’ ich nicht fahrn! Sie ist mir allzeit lieb, ich bleib doch allzeit ihr. Teufl: Du mußt mit mir! (Engel kommt.) Engel: Pack dich, du Bestie, gleich! — Laß mir den Fremdling sein, da hast du nichts zu schaffen! Teufl: 370 Er verließ ja Gott, soll man ihn da nicht strafen ? Engel: Vor großer Schwermut oft ein Stinder kommt zu weit, Der vorher Gott treu dient, erlangt zur Gnad noch Zeit! Weil er zuvor Maria nicht hat wolln verlassen, Hat er noch Zeit zur Buß und kommt zur Himmelsstraßen! Teufl: 375 Die Seel gehört jetzt mein, ich laß’s nicht aus der Hand ! Engl: In Jesu Christi Nam, der mich von Himmel gsandt! Packe dich zur Höli, verfluchter Höllenbrand ! Da hast du nichts zu schaffen! Teufl: Verfluchter Zeit, o harte Gotteswaffen, 380 O Frau, verhaßte Frau, wie straftest du uns Teufl! (geht ab.) Engl: Sieh, was Maria vermag; trag nur daran kein Zweifl! Kehr nur gleich um zu Gott, der dich erlöst vom Tod. Pilger: Ich sag dir tausend Dank, o Engel Gottes noch, Daß du mich errettest von schweren Höllenjoch. B. 372 erlanget doch noch Gnad. — 373 bevor... wollen. — 375 laß sie demnach. — 376 Namen. — 377 Hölle. — 380 wie hart. — 382 vom ewigen. — Engel: 385 Und wer sein Lebtag leidet, und tragt es mit Geduld, Dort ewig große Freuden zum Lohn im Himmel findt. (geht ab.) Pilger: Ich bin ein Sinnbild zwar und werd euch vorgestellt, Doch geht’s uns Menschen so, allhier auf dieser Welt. (geht ab.) VII. Der gute Hirt und das Schäflein. Der gute Hirte (in rotem Kleid, blauem Mantel, mit Hirtenhut, Stab und Tasche) führt ein Kind (Schäflein) in weißem Kleid, mit einer Krone auf dem Haupte. Der gute Hirt-, Mein Vater sandte mich vom hohen Himmelssaal, 390 Das Schäflein aufzusuchen auf diesen Jammertal. Er ist hart und genau mit mir sein’ eignen Sohn; Wegen eines einzgen Schäflein hat er mich nicht verschont, Ich soll nicht eher zriiek, bis ich es hab gefunden, Seht an mein Händ und Ftiß, wie sie sind voller Wunden 395 Durch viele rauhe Weg, durch dreiundreißig Jahre A: Statt 389-409: Vom Himmel her, von meines Vaters Thron Bin icli gesandt in dieses Tal der Tränen. Zur Erde zog es mich, den Gottessohn, Mein Herz, es gliiht in heilger Liebe Sehnen. 5 Die Menschheit war verflucht durch Gottes Zorn Um ihrer Sünde, ihrer Bosheit willen. Ich öffnete des Lebens neuen Born, Ich kam um Leid und Erdenschmerz zu stillen, Als guter Hirt sucht ich die Schäflein mild 10 Und wollte sie zu einer Herde einen, War ihnen Reiter, Schirm und Schild, Doch meine Liebe sollt vergeblich scheinen. Ich lehrte sie den Weg zum Himmelreich, Doch ach nur Spott und llolin war mir zum Lohne, 15 Sie stellten mich sogar dem Mörder gleich, Der Geißlung Qual und selbst die Dornenkrone Genügte nicht, den schmachvoll bittren Tod Am Kreuze, dürstend, mußte ich noch sterben ! So wollte ich, der menschgewordne Gott, 20 Für alle Menschen Heil und Gnad erwerben. O teures Schäflein, bist du nun ganz mein ? Erkennest du des guten Hirten Liebe? Willst du ein Liebling meines Vaters sein, Mir schenken deines Herzens edle Triebe? B. 385 der trag es. — Szenenanweisungen fehlen in B. — 389 hat mich gesandt. — 391 seinem eigenen. — 393 Und soll. — Fand ich ein Schäflein nicht, Bis es endlich gar erzürnet über mich, Das ich so lang gesucht. Ich hab ihm wohl gewollt und mich hat es verflucht. 400 Es sprenget zu die Wölf, mir nur zu Schand und Spolt Und läßt nicht nach, bis es zum Tode mich gebracht. Durch seine Stind und Haß, hab ich’s noch nicht gefunden, Es krönt, es geißelt mich, es hat mich ganz zerschunden! Es hing mich gar ans Kreuz und ließ mich daran sterben, 405 Durch dieses tuts bei mir Barmherzigkeit erwerben. Bis es selbst umkehrt und hält mich ganz umfangen, Drum führ ich es mit mir, auf daß cs soll erlangen Die Huld von meinem Vater, wie auch ihm gschehen wird. Sag willst du mich erkennen für deinen Seelenhirt? Schäflein (spricht zum Hirten): 410 Ich sag dir tausend Dank, daß du mich solang gsucht, Du bist von mir geehrt, die Sünde sei verflucht! Ich hätt es längst verdient, daß du mich hätt’st verstossen, Du hast sogar aus Lieb für mich dein Blut vergossen. Ich bitt vom Herzensgrund, laß mich dein Huld erwerben, 415 Und steh mit Gnad mir bei im Leben und im Sterben. Der gute Hirt: Kein einzigs Schäflein will auf ewig ich verlassen, Wenn es mich aus Lieb als Vater will umfassen. Nun gebe dich zur Ruh, folg weiters meinen Sinn. Schäflein: Ganz willig und bereit, dasselbe ich vernimm! (Schäflein schläft.) Guter Hirt: 420 Das Schäflein ist halt schwach, nun will ich es probieren, Ob es durch Feindeslist sich leicht noch läßt verführen. Schäflein leb nun wohl! Und wenn ich dich sieh streiten, Will ich dir durch mein’ Engel Hilf und Schutz bereiten, (geht ab.) Teufl (tritt heran und spricht): Gemach, wer ruft allhier an dem einsamen Ort? 425 Ist nun der gute Hirt von seinem Schäflein fort, A. 414 bitte dich vom. — 415 mit deiner Gnad. — 416-418 fehlt. — 419 nach 423. — 419 dasselbe tu für immer. — 420 Ob es sich läßt durch Feindeslist noch leicht sich läßt verführen — 424 allhier in diesem. — 425 nun fehlt. — B. 400 zu fehlt. — 401 mich zum Tod. — 402 lange nicht. — 405 mir soviel. 406 es endlich — und hat. — 410 du solang mich. — 414 bitte dich vom. — 422 dich recht sieh. — 424 allda an diesem. — 425 nun einmal der Hirt. — So hat der Wolf das Recht, dasselbe anzufallen. Ja, mit List will ich es bringen in die Fallen. Schäflein, schläfst du? Wach auf! Will dich zu Freuden führen! Schaf lein (erhebt sich): Ach, wer ist denn das, der mich da will berühren? Teufl: 430 Es ist ein guter Freund! Wenn du ihm treu willst dienen, So wird dein Herz allzeit vor lauter Freuden grünen. Schäflein: Was gibst du mir für Freuden? Was kann ich da genießen? Teufl: Gold, Silber und all Freuden sollen dir ersprießen. Schäflein: Die Freude dieser Welt nützt meiner Seele nicht! Teufl: 435 Mein Kind, da irrst du dich, du bist ganz falsch bericht! Ist Gold und Silber nicht auch gut für Leib und Seel? Schäflein: Durch dieses man gar leicht den Himmelsweg verfehlt. Bist ein Verführer du, pack dich von mir gleich fort! Teufl (aufbrausend): Was sagst, Verwegner, du ? — Und glaube meinem Wort, 440 Will sehen, ob du kannst mich abtreibn mit Gewalt! — Auf, ihr Gesellen, all und helfet mir jetzt streiten, Allein bin ich zu schwach, tut mir eur Hilf andeuten ! Nun presse dich herauf, du schwarzes Höllenfeuer, Verzehr den Nikolaus, er soll’s bezahlen teuer, 445 Daß er die Jugend will mit seiner Lehr ergötzen, Und sie sogar am Himmel an unsre Stell will setzen. Aber es geht nicht an, es wird ihm nicht gelingen; Die Höll braucht List und Trug, um sie ins Netz zu bringen. (Der Verführer ist ganz nahe beim Schäflein, droht mit geballter Faust und spricht zornig:) Und du, verwegner Erdenklotz, 450 Du bietest mir dazu noch Trotz? A. 427 Und mit. — 430-431 fehlt. — 433 (jokl und Silber werden dir ersprießen. —434 B. 435 f. Da irrst du dich, liebes Kind, i Ist üold und Silber nicht auch gut für Leib und Seel? — 437 wir gar — verfehlen. — 439-442: Was auch du glaubst meiner Lehre nicht? Drum auf ihr Gesellen, helft mir streiten! Tut mir euere Hilf andeuten! — 443 Nun fehlt. — 444 den fehlt, ebenso der 2. Halbvers. — 416 Und gar den Himmel. — 447 Aber das wird euch nicht gelingen! — 448 Denn die Hölle braucht List und Betrug. — B. 434 Freuden.... nützen — 442 eure. — 445 Tugend. — 448 Betrug und List. Schäflein (zitternd): 0 Jesu, steh mir bei. nimm mich in deinen Schutz! Schutzengel (weißes Kleid mit Goldverzierung, eine Krone auf dem Haupt, in der Rechten ein Schwert): Pack dich zur Höllenglut, allwo du Sitz genommen, Verführer weiche al\ verschone diesen Frommen! Hast deine Lästerzung genug hier ausgeleert, 455 Die Unschuld zu verführen, die Tugend mir betört. Der Höchste wollte einst sehr liebreich zu mir sagen, Ich soll die Kleinen hier auf den Händen tragen. Darum beschütz ich sie, biet Trotz der Höllenmacht, Es wird das kleinste Kind dem Himmel überbracht. Teufl: 460 Auch mir hat Lucifer den strengen Auftrag geben, Daß ich ein’ m Jäger gleich der Unschuld geh aufs Leben. Schutzengel: Vergebens ist dein Macht, die Höll ist hier zu schwach 1 Teufl: So schickt der Höllenfürst noch tausend Geister nach. Schutzengel: Sag an, was hat ein Kind, die Unschuld wohl verschuldet ? Teufl: 465 Haben wir nicht auch die Höllenstraf erduldet ? Nur wegen einer Sünd sind wir der Hölle Knecht. Schutzengel (streng und begeistert): Schweig still, du Hüllenbrand! Dein Urteil ist gerecht. Teufl: Wie? Soll der Erdenklotz einst unsren Sitz anfüllen? Schutzengel: Im Himmel und auf Erd geschehe Gottes Willen! 470 Sag an, warum nahm euch der Geist der Hoffahrt ein ? Teufl: Will doch lieber verdammt, als ihm gehorsam sein! Schutzengel: So bleibt die Himmelstür auf ewig dir verschlossen. A. 451 unter deinen. — 452 Schutz. — 451 Hast an — noch nicht genug ausgeleert. — 455 die Jugend ganz entehrt. — 456 sehr fehlt. 457 hier fehlt. — 459 zum Himmel. — 403 dann noch. — 465 Auch wir haben die. — 466 Wegen einer einziger Sünde sind wir die Höllenknecht. — 463-472 fehlt. — B. 460 strengen Flugs gegeben. — 461 der Tugend. — 467 bleibt ge- recht. — 468 Soll dieser — anfüllen — Teufl: Nur wegen einer Stind sind wir daraus verstoßen, Indem die Menschen hier gleich nach den tausenden 475 In Sünden ganz versenkt, nur Laster hier begehn. Schutzengel: Du bist ihr Richter nicht, pack dich zum Ort der Peinen! Teufl (beschämt, zuletzt zornig): Dein Macht ist mir zu groß, kann nicht mehr hier verweilen, O Schand bedecke mich, o finstres Höllenhaus, Deshalb spei ich hier Gift, Feuer und Schwefel aus. (Beschämt ab.) Schutzengel (belehrend und milde): 480 Fort ist der Verführer, es ist ihm nicht gelungen, Er hat sein altes Lied der Jugend vorgesungen. Kaum hat er mich erblickt, sprang ihm die Saiten ab, Drum Kinder höret nicht die Lehrn, die er euch gab, Und bleibt den Eltern treu, erfüllet eure Pflicht, 485 Dann entgehet euch der Lohn im Himmel nicht Und du getreue Seele, reich mir deine Hand, Dann führ ich dich hinüber ins himmlisch Vaterland. {Nimmt die Hand des Schäfleins). Schaf lein: Nach Gott, o Schutzgeist, sei dir tausend Dank gesagt. Nun will ich Gott treu dienen und ihn nicht mehr verlassen! Schutzengel: 490 Wer nicht von Gott abweicht, der wandelt Himmelsstraßen! Schäflein (zu den Anwesenden gewendet): Der Weg zum Himmel ist sehr schmal, Man wandelt durch kein Rosental, Man trifft auf dieser Erdenbahn Nichts als Dornen, Disteln, Leiden und Kämpfe an. (Beide ab). A. 473 Wegen einer einzigen Siind sind wir vom Himmel verstossen. — 474 hier in Sünden ganz versenken. — 475 Und immer mehr dem Laster zuwenden. — 477 mir fehlt. — 478 I. Halbvcrs: Ich muß zur Hölle eilen. — 479 Aber bevor ich geh aus diesem Höllenhaus. ---479 b Spei ich Feuer, Gift und. — 480 Nun ist.... fort ■ 483 merkt euch nicht. — 484 Folgt euren Eltern. — 485 euch gewiß der große Lohn. — 490 fehlt. — 493 Himmelsfahrt. — B. 478 Darum, o, — 480 A. — 482 Und als er mich — springt. — 483 O, hört auf die Lehren nicht Kinder, die. — 484b: wie Wadis zieht eure Herzen. — 485 Ihr sollt nicht die Lehren und die Gebot verscherzen. — 487 Ich begleite dich hinüber. VIII. Der Jüngling. Jüngling (in Volkstracht, recht frisch lind munter): 495 Grüß Gott, ihr lieben Leut, ihr scheint mir zu gefallen, Man sieht die Lebensfreud bei jedem aus euch allen. Ihr habt gewiß ein Herz voll Freude und voll Lust! Ein solches, liebe Freund, wohnt auch in meiner Brust. O du frohes Jiinglingsherz, 500 Du kennst nicht Leiden, kennst nicht Schmerz. Aller Reichtum, alles Geld Wiegt dich nicht auf hier auf der Welt. 0 Wonnerausch, o Jünglingsleben! Was könnte es wohl Schönres geben! 505 Und doch soll’s einmal enden mit aller dieser Lust! Dann kommst, o Tod, dann kommst und zielst auf meine Brust! Schutzgeist: Hin flieht die Zeit, her kommt der Tod, O Jüngling, bekehr dich schnell zu Gott! (Verschwindet wieder). Jüngling: Was, ich soll mich bekehren in meinen jungen Tagen? 510 Damit solln sich die Alten plagen ! Ich will lieber eines singen Und mir damit die Zeit verbringen ! Singt fröhlich (Spaziert dabei auf und nieder. Der Tod steht schon eine Weile hinter dem Jüngling, während er hoch singt): Wenn i wohl morgens über d’Alma geh! (Jodler). Und dabei den goldnen Strahl der Sonne seh! (Jodler). Tod (lange Gestalt vom Kopf bis zu den Füßen in ein großes, weißes Tuch gehüllt, Rippen aus Pappendeckel auf dem Oberkörper, rauhe, gebrochene Stimme, schleichender und langsamer Gang. Der Tod streckt abwechselnd die Anne aus, der Jüngling schreitet ab-wehrend vor ihm einher): 515 Jüngling, mach dich auf und geh mit mir, Schnell und geschwind mußt du von hier, Mach nur geschwind dein Testament, Es ist schon da dein letztes End. A. 495 Gott grüß euch liebe. — 406 Denn man sieht ja die. — 497 Drum möclit ich mit euch sprechen, ihr habt ein Ilerzvoll Lust. — 498 Und ein — liier in. — 513, 514 fehlt, dafür die Szenenanweisung: Singt und jodelt und spaziert auf und nieder. Tod steht u. s. m. — B. Szenenanweisungen fehlen. — 495 lieben Freunde. — 496. —- A. — 497 und Lust. — 503 f. fehlt. — 505 Doch es soll. — Statt Schutzgeist: Engl. — 509 jungen Jahren. — 515 komm zu mir. — 516 du allhier. — Jüngling {sieht sich erschreckt um und spricht): Wer ist es, der mich ruft allliier ? 520 Wohin, wo aus willst du mit mir? Du mußt erst sagen, wer du sollst sein, Sonst kann ich nicht gehen ein! Tod: Ich bin der Tod und hab die Macht, Dich von der Welt zu rufen ab. Jüngling (händeringend, bittend und flehend): 525 Tod, o Tod halt inn, halt inn, Sieh an zuvor, wie jung ich bin. Sind erst zweiundzwanzig Jahr, Seit ich zur Welt geboren war. Tod: Das ist mir gleich! 530 Bist arm oder reich, Bist jung oder alt, Ich nehm hinweg, was mir gefallt. Jüngling: Ich bin noch jung und ledig, 0 Tod, bitt dich, sei gnädig! Tod: 535 Jüngling, dein so junges Blut Ist gar oft voll Übermut. Jüngling: Wer wird dann mein Gut bebauen, Wer auf meine Herde schauen? Tod: Haus und Hof geb ich wem ändern ! 540 Da hilft nichts, du mußt wandern! Jüngling: 0 laß mich noch zum Priester rennen, Meine Sünden zu bekennen. Tod: Nein! Der Herr spricht: „Sei bereit Tag und Nacht und alle Zeit. A. 521 sagen mir, wer... — 526 Schau. — 527 Es sind. 530 felrfl. 535 Nein sag ich, dein junges. — 536 gar oft voll von — B. 521 Zuerst mußt du mir sagen. — 528 Daß ich. — 543 Nein! Gott der Herr. — Jüngling: 545 Gönn mir doch die Engelspeise, O harter Tod, auf meiner Reise. Tod: Diese hat oft nach der Beicht Dir voll Lieb der Herr gereicht. Jüngling (kniend und händeringend zum Himmel blickend): Nun so will ich mich ergeben, 550 Opfre Gott mein junges Leben, Heute rot, morgen tot, So will es, der liebe Gott. Tod (zum Publikum): Alle Menschen müssen sterben Und die Ursach ist die Stind 555 Und dies muß ein jeder erben, Der da ist ein Adamskind. (Bengalisches Feuer grüner Farbe.) Jüngling (vor dem Tod, der streckt beide Arme aus): Du, o Jüngling, denk an das, Du, o Jungfrau, bet mir was. Jesus ach, — erbarme dich! 560 O Maria - bitt — für — mich ! (Sinkt dem Tod in die Anne. Beide ab.) IX. Der Schutzgeist. Engel, weißes, mit Sternen besätes Kleid, ein Diadem auf dem Haupt und in der rechten Hand ein Kreuz. Feierlich und ermahnend spricht er: Vom hohen Himmel her ist ziemlich weit zu reisen, Die Sonne und der Mond, ihr Sterne könnt’s beweisen. Vom weiten Reiche her auf diese Welt geschickt, Mach ich euch was bekannt, was dieses Haus beglückt. 565 D’ Minute ist schon da, die Stunde hat geschlagen, A. 546 — auf dieser Heise. — 551 morgen tot fehlt. — 555 Und ein jeder muß erben. — 556 Der nur ist. - Überschrift fehlt. — B. Statt 561-574: Gott grüß euch all in diesem Haus Weil ihr sosehr verlangt den heiligen Nikolaus. Er ist heut vom hohen Himmel kommen, Hat viel schöne Gaben mit sich genommen, 5 Die er austeilen will Wo der hl. Nikolaus euch Kinder wird ausfragen, Ob ihr das ganze Jahr mit Ghorsam und getreu Geiernet und getan, gebetet auch dabei. Nur Kinder seid beherzt und nehmt auch wohl in acht, 570 Dali ihr das heilge Kreuz dem Bischof fleißig macht. Groß ist die Macht bei ihm und heilig ist sein Wort, Drum Kinder fürcht euch nicht! Er segnet diesen Ort. Doch sieh, da kommt ja selbst, der große Wundermann, Drum freut euch groß und klein, nehmt seine Gaben an. (Engel geht ab) X. St. Nikolaus. Nikolaus mit weißem Kleid und schönen Mantel, Bischof kappe, in der rechten Hand einen Stab. Links und rechts seine zwei Diener. Nikolaus: 575 Pax vobis! Laudate Christum! Der Friede sei mit euch! Das Laster weiche aus, die Tugend trete ein, Nur Gottes Segen soll in diesem Hause sein! Ich bin von meinem Thron auf diese Welt gekommen, Das Laster zu bestrafen hab ich mir vorgenommen. 580 Weil ich mit Schmerzen seh die Tugend ganz verblendt Und immer mehr und mehr zum Laster sich gewendt. Weh euch, wenn ihr einst müßt vor Gottes Thron erscheinen, Dann werdet ihr erkennen und jede Stind beweinen. Das Schwert ist schon gezückt, die Strafe trete ein, 585 Nur durch schnelle Bessrung, kann geholfen sein ! Jetzt will ich meinen getreuen Diener Gottes fragen, Weh euch, wenn er mir wird schlimme Sachen sagen! Getreuer Diener Gottes, sag mir die Wahrheit an, Was sich dieses Jahr hat zugetrag’n! 1. Nikolausdiener (weißes Kleid, Diadem, in der Hand ein Buch; spricht mit großem Eifer): 590 Heiliger Nikolaus, ich will die Wahrheit sagen, Was sich dieses Jahr hat zugetragen. A. 566 b.: wird kommen eure Kinder aus fragen — 567-570 fehlt. B. Den frommen Kindern in der Still. Nun Kinder bereitet euch, die Minute ist gekommen, Die Stunde hat geschlagen, St. Nikolaus wird kommen euch Kinder ausfragen. 10 — 13 567 - 570. Jetzt, Eltern, nur noch ein Wort an euch! 15 Erzieht eure Kinder fromm und tugendreich! Denkt, dieses ist die größte Pflicht für euch! Ich bin zwar der Schutzgeist, Gottes Engel, Führe sie durch dieses Tal der Mängel Bis hinauf zu Gott. Doch nicht nur ich allein, 20 Sondern auch ihr Eltern müßt wachsam sein! 582 wenn ihr wird einst vor. — 590 Heiliger Vater. — Hier in diesem Buch ist alles aufnotiert, Wie sich diese Kleinen haben aufgeführt. Hier steht alls sonnenklar, kein Wort ist mir entgangen, 595 Ohne Gebet tun sie den Tag anfangen. Gehn sie in die Kirch, so geht das Schwätzen an. Was in der Schul geschieht, ich nicht beschreiben kann, Kommen sie auf die Gassen, Wolln sie den alten Leuten keine Ruhe laßen, 600 Und was zuhaus geschieht, das wag ich kaum zu sagen, Sie unterstehen sich, die Eltern gar zu schlagen. Kommen sie zu Tisch, unterlassen s’ das Gebet, Sie denken nicht daran, daß hier Gotts Gabe steht. Darum, o heilger Vater, die Strafe nur allein, 605 Die kann zur Besserung das beste Mittel sein. St. Nikolaus: Was ich hier hören muß, das bringt mir großes Leid, Weil d’ Jugend immer mehr zum Laster ist geneigt. Nun will ich auch diesen meinen Diener fragen, Vielleicht kann er mir was Besseres sagen. 610 Getreuer Diener Gottes, schnell sag mir an, Ob ich die Jugend lohnen oder strafen kann. 2. Nikolausdiener (weißes Kleid, Diadem, spricht schonend) : Heiliger Vater Nikolaus ! Es ist zwar alles wahr, was dieser vorgebracht, Doch zur Besserung ist die Jugend bedacht. 615 Und daß der Mensch immer zum Bösen ist geneigt, Das hat der erste Mensch im Paradies gezeigt. Wird nicht gebetet, sind sie froh, Drum steht es mit den Kindern so ! Drum tun Sic mit den Kleinen mir nicht so grob verfahren, 620 Denn sie sind noch klein und sind noch jung an Jahren. Dann werden sic noch oft au Ihre Worte denken Und werden ihre Herzen dem lieben Herrgott schenken. Drum heiliger Vater, trifft auch hier das Sprichwort ein: Wo ein guter Baum ist, wern gute Früchte sein. St. Nikolaus: 625 Ganz gut hast du gesprochen, jetzt will ich selbst nachsehen, Wie es bei der Jugend im Unterricht wird stehen. A. 613 dieser hat. — 615 immer mehr. — 619 Drum, o heiliger Vatpr. tun Sie mit den Kleinen nur nicht so streng verfahren. — 620 und jung. — 623 das wahre Sprichwort. — 624 ist auch gute. — B. 619 Darum, o Vater, tun Sie mit den Kleinen nur nicht so grob verfahren. — 624 Baum ist... Befinde ich sie gut, so werde ich sie lohnen, Sonst soll sie aber auch der Klaubauf nicht verschonen. (Nun fragt er die Kinder aus, die Kleinen um das h. Kreuzzeichen und wieviel Gebote Gottes, die größeren um die 7 Sakramente oder die 10 Gebote und vom Katechismus. Dann spricht er): Es sieht so schlimm nicht aus, diesmal will ich verschonen 630 Und euch noch dazu mit einer Schenkung lohnen. Doch hörn sollt ihr den Muriel, das hab ich mir vorgnommen. Wenn ihr euch nicht bessert, wird er ins Zimmer kommen. Muriel, laß dich hören mit deiner Gegenwart! Diener (knien nieder): Ach heiliger Vater, verschone doch die Kleinen ! 635 Vielleicht wird es im nächsten Jahre besser sein! St. Nikolaus: Stehet auf, eure Bitte sei erhört! (Jetzt läßt er die Gaben bringen, die Diener gehen zur Tür und lassen sich die Gaben hereinlangen, und geben sie dem Nikolaus in die Hand. Er sagt): Nun Kinder nehmt die Gaben hin Und bessert euch, daß ich aufs Jahr zufrieden bin. 1- Diener: Liebe Kinder, seid doch brav und folgsam ihm, 640 Betet oft und gern! Euer unschuldsvoller Sinn Gefällt ja Gott dem Herrn ! 2. Diener: Ehrt Gott und sein Gebot und fliechet jede Sünde, Befolgt die Lehren wohl, die euch gegeben werden, Denn sie zielen nur auf euer Glück auf Erden. A. Szenenanweisung vor 629: Jetzt fragt er die Kinder aus, um das h. Kreuzzeichen, 10 Gebote und vom Katechismus. — 630 noch dazu fehlt. — 631 Aber hören sollt ihr den Muriel doch, das. — 632 Und wenn ihr... bessern wollt... aufs Jahr ins... — Szencnanweisung vor 637: Die Diener bringen die Gaben herein, St. Nikolaus verteilt sie und spricht: — 643 Befolget auch — die euch so oft. — 644 auf euer Wohl und üliick. ß- 627 belohnen. — 620, 634 A. — 632 Er wird, wenn.... bessern wollt, aufs Jahr.... — 643, 644 — A. XI. Die Bettler. St. Nikolaus dreht sich um und schaut zur Tür, schreiend kommen die drei Bettler StoffI, Jörgl, Lippl und die Bettlerin Dudl. Die Bettler haben altmodische Tracht z. B: Taschenfrack, Zylinder, große, breite Hüte. Stöffl hat einen Zug oder ein beliebiges, altes Musikinstrument, Lippl auf dem Rücken aus Brettern ein Notenbuch, Jön>l eine Schüssel zum Bettelngehn, Dudl eine Mullkappe und geflickte Schürze, dann einen großen Handkorb mit allerlei Inhalt. Die Bettler: 645 Auf d’ Seit, auf d’ Seit, auf d’ Seit, itz köman d’ Bettlleut. Mächts Platz, mächts Platz, mir köman alle auf an Schmätz. Daß ins a guat traktiern mit Bräntwein und mit Nockn, Sinst, bald ma Hunga liäm, satna saugrobi Sockn! Mir köman her von Ungarn; 650 Bald ma nit glei öppas kriagn, mtiaßn ma glei dalningarn. Ali und was ma nu seclin, den heilign Man, Den bettln ma gen glei z’erst an. (knien alle nieder). O heiliger Man! Mia tätn di bittn, Wennst ins tatst’s Hiiatl voll Zehnerln änschtittn. St. Nikolaus: 655 Was wollt ihr, Birnen, Niissc oder Köstn? Bettler: A Geld war hält gär an bestn! Mia häbn soviel schlechte Zähnt, (reißen das Maul auf.) St. Nikolaus: Hier habt ihr was zu meinem Angedenken! Fangt mir aber keine Raufhändel an, 660 Sonst werde ich euch nichts mehr schenken, (geht ab.) Die Bettler (schreien, solang sie ihn sehen, nach): Gelt’ s Gott, tausend mal, heiliger Man, Wenn mir amäl gstorbn san, Denkn ma ä no drän! Stöffl: Buam, Geld! Geld! Dudl: 665 Wexln! wexln! wexln! (laufen bei der Tür hinaus.) A. 664 Bruada! — B. Szenenanweisung: Jetzt kommen 9. die Bettler ihrer drei; Stöffl und Jörgl, die Bettler schreien bei der Tür herein. — 646 nun sön ma nimma weit an Schwäz. — 654 voll Achtzehner. - Statt 651-665: Die Bettler: Gelts Gott tausndmäl, Klaus! Gelts Gott tausndmal, Klaus! Buam Geld, Geld wexln! wexln! Bemerkung zu Betllstanzer fehlt. Bettlstanzer (als Gerichtsdiener gekleidet und mit einem Stock, tritt streng auf) : Hausherr, das bitt ich mir aus, Daß ihr kein Bettlvolk b’halt in eurem Haus. Ist eine Hochzeit oder ein andre Fresserei, So ist tibrall das verfluchte Bettigsind dabei. 670 Ich möchte Berg und Tal ablaufen Und jede Pris’Tabak und Brantwein teuer kaufen, Aber weh, wenn ich einen erwisch, Werd ich meinen Stock gewiß nicht ruhen lassen, Den ersten schlag ich krump, den ändern blind — 675 Und wenn ich einen erschlag, ist’ s auch keine Siind. (,geht ab.) {Streitend kommen die Bettler.) Dudl: Zählts aus, mir oan, dir oan und äft mir oan! Stoffl: Na, so gehts nit, du urälani Dudl! Du werst dein Säch schon liäbn, Sist nimm i di beim Krägn! Dudl: 680 Du urälda Stier! Trifft di nit ä sexadreisg Kreiza wia mir? Jörgl (welcher leer ausging) : Woaßt, wia du da Bäurin’s Wiagnböttl gstohln Und sie hat gsägt, di soll der Guggn lioln! Stoffl: Sei a bißl stat, es hörn’s ja mehr Leit! (Dudl kehrt den Boden und alle sehen sich an, Stöffl zieht eine Schnupftabakdose hervor und singt): 685 Labt sich Herz und Mund, Ghört da Nasn ä a Pfund. (Alle schnupfen und schneuzen.) Dudl-. Wann i schnupf und schneuz, Vergiß i all mein Kreuz! A. 667 duldet in. — 671 und Glas Brantwein. — 680 f. fehlt. — B. 676 f. fehlt — 678 f. spricht Dudl. - Bei den 3 folgenden Reden (680-684) stellt als Pcrsonenangabe: Der ander. — 684 a bisl fehlt. — Vor 685: Schnupfen und schneuzen und singen alles untereinander. Der eine singt: Wann sich Herz und Mund tut laben Muß die Nase auch was haben (685 f.). — 687 f. fehlt. — Einer nimmt oan den Hat, Stöfjl schreit: Du, tua ma nit man seidan Huat damugln, 690 Mein Dudl hat schon läng brummt und greint Und hat ma’n gstirkt und böglt auf heint. Wuffal, der 4. Bettler, kommt herein mit einem Pack: Iatz hätti mi bald verspät’, latz hän i bei da Nachbarin’s Kuchenkastl ausgräbt! Alle: Was häst denn da dawuschn? Wuffal: 695 A Packl Speck und an ötli Duschn! (Sitzen alle auf den Boden nieder, essen, trinken.) Lippl (mit der Branntweinflasche, singt): Nigl nagl! Nu a Fragl! Jörgl (mit einer Holzschachtel): (essen und trinken.) (Bettelstanzer tritt ein und alle springen auf) Bettelstanzer: Ha! Treff ich hier das verfluchte Bettelgsind, 705 Das ich übrall such und nirgends find. Bettler: Herr Überreita, Mir könna nimma weita! Mir häbn an Krump’n! Bettelstanzer: Wia ? Laß mar änschaun seine Wundn ! Bettler: 710 Iatz hat’ s ins gräd da Bäda vabundn. A. Szenenanweisung vor 689 und (596 fehlt. — 692-695 vor 689; slat Wuffal: Lippl. — 691 Weil sie ma’ s hat müaßn birkn und stögln auf heit. — 698-701 fehlt. — 710 Bader oder Schinder verbundn. — B. 692-695 nach 701. — Zusatz vor 696: trinken, und singen, was ihnen einfällt. Einer: Auf mit da Gspattl, auf mit’n Buck! Der andre initn/ Flaschl: — 702 fehlt. Bettelstanzer: Ihr verfluchte Natternbrut! Ja, ja! Ich seh es ein, ich bin mit euch zu gut. Doch heut will ich gewiß den Stock nicht ruhen lassen, Ich will euch meine Herrschaft zeigen, 715 Daß ihr vor mir die Knie müßt beugen! Bettler alle: Und du vor inseri Bettlsackl. Bettelstanzer: Wollt ihr wider dem Gesetze handeln ?! Bettler alle: Pack den Lümml! Lippl und Jörgl: Mi packt ä da Zorn! Dudl; 720 Nehma ma’ n bei d’ Olirn ! {Hauen den Stanzer mit die Bettelsäck hinaus; kommen dann wieder herein, sitzen nieder und schauen auf Stöffl.) Stöffl: Wiar i in d’ k. k. Korrespondenz Wien bin kömma, Da hätt’ n mi d’ Damen bald älli darißn, Wenn si’s nit hätt’n bei da Ttir außi gschmissn. Äba da Kaisa selba hat ma die Mädäli umghängt 725 Und hat mi zu an sehen schlänkn Tiroler Stöffl ernennt. Und hat ma Glück gwunschn auf d’ Roas, Und hat gsägt, i soll lafn wia a Goas. A. 712 bin für euch noch viel zu. — 715 müßt vor mir. — 723 nit fehlt. — 727 soll aufhupfn wiar a Goas. — B. 712 bin mit euch immer viel zu gut. — 713 will ich meinen Stock. — 716-720 fehlt, dafür wird die Rede des Bettelstanzers weitergeführt; Ich bin der Herr, ihr seid die Untertan, Das beweist schon klar, daß ich euch strafen kann. Ihr wißt ja das Gebot, ihr sollt nicht betteln gehn Und dennoch muß ich euch alle Tage sehn. 5 Folgt mir auf der Stell, sonst brauch ich Gewalt! Jetzt hauen u. s. w. 724. Da Kaisa selba hat mi’n schön schlänkn Tirolerstöffl ghoaßn. — 725. Und hät gsägt. i soll mir läß d’ Madali umaschwoaßn. — 727. soll recht lafn und aufspringa wia a Goas. Damit schließt B. Auf der Schlußseite steht: Ende. Schwaz, am 10. September 1906. Dudi: Iatz läßt’s amäl mi rödn und öppas sägn, Was ma liegt schon läng gällhäntig im Mägn. 730 Is denn dös recht ins Bedla a so z’ hässn ? Nindascht will ma ins aufhänga lässn. Lippl: Bin i danagst in da Städt gwest, Dä häms ma bei an Hauseck a Täfl fürglest, Drauf is gständen — i woaß nit — mit Buchstabn, Ziffern [oder Notn. Alle schreien: 735 Auf Noten! Lippl: Es hät hält’ ghoaßn: Da Bedl is bei Straf vabotn! Wißt äba, Manna, wäs i ma hän denkt dabei? War gscheida, es hoaßat: Vabotn is d’Wuacherei! Üba d Wuachra hät gär insa Herrgott schon klägt 740 Und hät sie mit an Strick ausn Tempi ausgjägt! Jörgl: Äba wißt’ s, z’ bedln tua i mi schon decht no traun. Nu gräd mit’n Betln, will i ma d’Stäffl zum Himmel aufi baun. Dudl: Iatz wer’n mar a oans singa Und du, Jörgl, tuast fleißi mit’n Huat umischwinga! (Jörgl geht betteln, die ändern stehn auf und singen. Lippl macht den Notenständer, Stoffl und Dudl schlagen zeitweis die Bretter hin und her. Mitten im Singen machen sic allerlei Agierungen, wie es paßt.) Lied. 745 1. Lustig mir Bedla, Mir häms häld ä fein, Insa Gwandl is bäld änglegt, In Rock schliafn ma drein. B. Das Lied steht in B nach 701. Szcnenanweisung vor dem Lied: „Stehen auf und richten sicli zum Singen, Wuffal läßt das hölzerne Noten-buch aufrticken und mit singen schlagen sie die hölzernen Blätter hin und her. Und einer, inzwischen die ändern singen, geht mit dem Hut herum. Man verlangt schon ohnehin in jedem Haus das Gewisse.“ Nach dem Lied: Einer sagt: Na, na! heut liegn ma nit auf da Weid, Heut liegn ma in (das Ort, wo man spielt) im Heu. 755 Stoffl (nach dem Singen): 765 0 kann mein Dudl sehen singa, Daß ma auf und davon mecht springa. (lauft aitssi) Dudl: Häschast’s Maul aufgrissn, Kunst ä in Schwitz äwischn! (sic wischt sich ab.) Lippl: Und mir warn bald die Zechn 770 Bei der Näsn äbi grunna! (schneutzt sich.) Jörgl (vom Sammeln zurück): Die Hauptperson wer’ wohl i sein! Dudl - Lippl: Laß ins schaugn, wia viel hast denn drein ? Jörgl: Heint gib i nix, Bin šelba der ärmste Spitz! (lauft hinaus, Dudl und Jörgl laufen ihm nach.) Stöffl kommt herein : 775 Wönn is heint will häbn, Muaß mi mein Dudl aussi trägn. Dudl a! Dudl a! Dudl a ! (Dudl lauft herein.) Dudl: Was? Soll i di aussiträgn? Fiir’s gänzi Jahr die blauen Fleck ummaträgn ? 780 Na, hupf auffi! (trägt ihn auf dem Rücken hinaus.) 2. Mir brauchn koan Spiegl, Koan Kampl zum Haar, Vor Gott san ma gleich, Mir gehn decht zum Ältär. 3. An Össn, an Trinkn Sön ma ä nit hoagl, Da Wein is ins z’ toia — A Bräntweinnoagl. 4. Die Foastn, die Knotscha, Sö könna häm gehn, Viel liaba bin i mäga, Die Bäuch’ stean nit sehen. 5. Mir könna sehen singa, Dös is insa Freud, Mir brauchn koan Bett nit, Mir liegn auf da Weid. Siöffl singt bei der Tür herein: Z’ Vomp auf der Maut Hän i mei Dudl ghaut, Könnt’ s d’ Mautnerleut frägn, Wia is herghaut wer häbn. (Tanzend and hüpfend singt er bei der Tür hinaus): Schluß. Der Bettler, welcher sammeln geht, kann vorher folgendes an die Anwesenden sagen: Iatz, meine liabn, guatn Leit, 790 Teats auf enkern Geldsäck weit, Is’s a Ftinfal, Zehnal oder a Kron, Da Herrgott gibt dafür an großn Lohn Und kimmt da heilige Michael amäl z’ wögn, Wird er enk dös Geld zehnfach auffilögn! B. NIKOLAUSSPIEL AUS SCHWAZ. II. Der Vorläufer: Ich fange an in hohen Eltrn, Was für ein glückseliger Abend wird uns heut wern, Ein glückseliger Abend, eine gliickselge Stund Wird uns heut vom hohen Himmel kund. 5 Meine lieben Freunde, hört es an, Ein geistliches Spiel wolln wir fangen an, Weil wir Erlaubnis haben. Im ersten Akt wird gezeigt die Erschaffung der Welt, Wie es sich samt dem Tod hat zugetragen, 10 Im zweiten Akt wird gezeigt die lustige Schäferei, Im dritten Akt der Erzengel Michael mit dem Teufel haltet [einen Streit, A. 781 Vomp (Ort bei Schwaz) Im vierten Akt ist er wieder durch den Engel gebunden [worden, Im fünften Akt kommen die Diener des hl. Nikolaus, Die werden ihn ankündigen und ein Loblied singen, 15 Im sechsten Akt kommt der heilige Nikolaus Und wird die Kinder fragen aus. Wenn sie ungehorsam sind und nicht aufsagen, Wird er sie lassen durch den Klaubauf vertragen. Wäre das nicht ein rechter Graus ? 20 Adio, ich geh in ein andres Haus. I. Gott Vater: Ich bin die Allmacht und die Weisheit, Der Anfang und das Ende aller Dinge, Durch mein Allmachtswort ich alle Werk vollbringe, Da die Zeit und aller Anfang war, 25 Erschuf ich erstens Himmel und Erde, Licht und Finsternis ganz wunderbar; Zum zweiten erschuf ich das Gewölb, Daß es in der Ordnung gehe; Zum dritten erschuf ich das trockene Land, 30 Berg und Tal, Bäume und Pflanzen samt den Paradies; Zum vierten setzt ich ans Firmament Sonn, Mond und Sterne, Die man glänzen sieht nach weit und ferne; Fünftens sammelte ich die fischreichen Wasser — Und es- ward daraus das Meer — 35 Alsdann die Vögel der Luft, auf der Erde alle Tier Und die Fische schwimmen auch herfür. Die Kreaturen mangeln noch und sind vor allen Die Engel und die Menschen mir zu Gefallen: Die Engel erschuf ich mir, zu dienen nach allen Fleiß, 40 Daß sie die Menschen beschützen auf alle Weg und Weis. Alsdann zum sechsten erschuf ich den ersten Menschen, Der vernünftig tut anschauen Alle meine Werke, zu Nutz und Frucht erbauen, Der alles regieren soll, alles inne halt. 45 Alles, was lebt auf Erden, gab ich in seine Gewalt. Ich gab ihm auch eine Zugehilfin, die Eva recht, Die regieren hilft das Menschengeschlecht. Ich verbot ihnen eine Frucht von einem Baume Und der Teufel tat jene betäuben, 50 Daß sie der Schlange täten glauben. Allein ich verstieß durch einen Engel sie aus dem Paradies, Na.h getaner Sünd ich ihnen mit Schweiß und Arbeit 51 Mit Schweiß und Arbeit. Und sie im Schweiß ihr Brot erwerben ließ, So bestraft ich sie mit dem bitteren Tod. 55 Der Tod ist die Trennung der Seele vom Leib; Den haben ererbt alle, Mann und Weib. Wenn sie das nicht getan hätten, Wie ich ihnen hab vorher gesagt, So wären sie nicht mit dem Tode bestraft. 60 Komm hervor, du gräßlicher Tod und vernimm mich ! {der Tod kommt.) Hier könnt ihr ihn sehen, hier ist jener Mann, Der euch alle vernichten kann. Sehet an seine Gestalt und Bein : So mlißt ihr alle werden, es kann nicht anders sein! Der Tod: 65 O Herrgott, Schöpfer, in allen Dingen Deinen Willen und Gebot will ich vollbringen Und will auf Erden alle Menschenleben Töten und zur Erde niederlegen, Weil sie haben gebrochen dein Gebot 70 Und damit ihr Leben verwirkt dem Tod. Nun will ich auf dein Gebot die Tat vollbringen Und will in aller Menschen Leben eindringen, Ich will alle Herzen brechen, alle Augen blenden Und alles zeitliche Leben enden. Lied des Todes. 75 1 0 Mensch, betracht in deinem Leben, Wie die Sach besteht bei Gott, Tu dich in Gottesfurcht ergeben Und betrachte oft den Tod. Niemand kann dem Tod entrinnen ; 80 Reich und arm hab nachgestellt, Alles muß mit mir von hinnen, Was nur lebt auf dieser Welt. 2. Alle Menschen müssen sterben, Dessen Ursach ist die Stind. 85 Dieses Übel muß nun erben, Wer nur ist ein Adamskind. Und wie kommt’s, daß man nicht achtet Den so ungewissen Tod Und das End man nicht betrachtet, 90 Das bekannt allein ist Gott? 75 0 Mensch, o Mensch. — 77 dich mir. — 80 ich nachstelle. 88 so schnellen und. — 90 Ist allein bei Gott. — 3. Doch lebt man, als wollt man leben Noch vielmehr als hundert Jahr; Aller Wohllust auch ergeben, Denkt man nicht der Höll Gefahr. 95 Aber hört und laßt euch sagen : Wißt, wie lang ihr lebet noch ? Man wird euch zum Grabe tragen, Das kann heut geschehen noch. 4. Sag, wie wirst du dich befinden 100 In dem letzten Todesstreit? Man wird dir ein Licht anzünden Und zum Sterben sei bereit. D’ Augen werden dir aufgehen, Wenn du sie willst schließen zu, 105 Und alsdann du erst mußt sehen, Was du findst für eine Ruh ! 5. ln dem Todbett man nicht wünschet: O hätt ich viel Geld und Gut! In dem Todbett man nur seufzet: 110 O hätt ich getan mehr Guts! Nach dem Gold man dort nicht trachtet, Weil man dies nicht brauchen kann, ln dem Todbett man nur klaget: O hätt ich doch mehr Guts getan! 115 6. So viel Tote euch ermahnen, Die man täglich trägt zu Grab, Die ihr Kräfte all dran sparen Glückselig zum Sterben ab: Heut ist es an mich gekommen, 120 Morgen wird es an dir sein ; Gott hat alles vorgenommen, Rieht’ dich, Mensch, und gib dich drein! Tod: O Welt, nun schau mein Bildnis an, Auf Erden bin ich der stärkste Mann, 125 Ich hab alle Macht, die Menschen zu kränken, Ihm Leib zu töten, zur Erde zu senken, Dazu bin ich gesandt von Gott, Mein Name ist der bittere Tod. Zur Straf hat mich Gott lassen werden 130 Wegen der Sünde ursprünglich auf Erden. Meine Wohnung hab ich im Menschenleben, 103 Es werden dir die Augen 119 dich. — 123 nur hör und schau, — 124 ich nach Gott. — 128 Und mein. — Das hat mir Gott zu töten übergeben, Ich gehe ein am Lebensanfang Und nimm am Lebensend meinen Ausgang, 135 Denn der Mensch empfängt schon im Mutterleib Leben und Tod miteinander gleich. Darum bin ich erschaffen von Gott Und nichts ist gewisser als der Tod, Nichts ungewisser als die Stund, 140 Wann Leib und Leben geht zugrund. Drum wach und bet, o Menschenkind, Daß icli dich nicht in Sünde find. Ich schleich zu dir, icli greif dicli an Und sag dir gewiß kein Wort davon. 145 Du mußt wandern fremde Straßen, Leib, Leben und alle Ding verlassen, Deine Lebenskraft und dein schönes Kleid Gleicht den Blumen auf grüner Haid Und dem lichten Sonnenschein, 150 Der in einer Stund verderbt kann sein. Was lebendig ist, muß alles sterben Und was auf der Erde wächst, verderben. Ich führe einen strengen Sinn Und nimm mit Schmerzen all’ s Leben hin, 155 Groß Ach und Weh tu ich dem Menschen bringen, Daß er schwerlich mit dem Tod muß ringen, Einen Abzug, seines Lebens End, Darob er Mut und Gesicht verwendt Und in seiner Lebenszeit 160 Nie versucht einen solchen Streit. Damit nimmt die Hoffart und starker Leib ein End, Daß man daran keinen Finger kennt; Denn aller Hochmut und weltliche Ehr Zerfl eßt wie Eis und Schnee im (Meer), 165 Sodaß man daran keinen Augenschein findt, Als allein die große und schwere Sünd. Die wird dann dein Wandersgeselle sein ln die ewgei Verdamnis und Höllenpein. Ich schieße meinen Pfeil behend 170 Und mach allen Schmerzen hier ein End, Wiewohl meine Zukunft gar schrecklich ist, Daß alle Kreaturen fliehen mich, Der Fisch im Wasser, der Vogel in der Luft, Es flieht mich alle menschliche Vernunft — 175 Und kann mir doch niemand entrinnen, Flieht er noch so weit von hinnen. ln den Abgrund des Meeres, ans Ende der Welt 139 Und nichts. — 140 Wenn icli komme, gellt Leib und Leben zugrund. — 177 oder der Welt Ende, — Soweit und breit reicht nun meine Hand Und hab alles Leben an einem Band, 180 Daß ich kann vollbringen Gottes Willen Und sein göttliches Gebot erfüllen. Jetzt fange ich zu schießen an, Dessen Ursach ist Adam, der erste Mann Und hernach alle seine Kind, 185 Die mit ihm erben gleiche Siind, Die er begangen im Paradeis Durch Rat und Fraß der süßen Speis. Damit hat er verschuldet den Tod. Und seiner Kinder ganze Not. 190 Darum ich nicht stillhalt meine Hände Von Adams Zeit bis zum Weitende, Bis ich hab getötet alle Menschenherzen Mit Angst, Not und kümmerlichen Schmerzen. Da hilft kein Arzt und keine Arznei, 195 Da hilft kein Adel, wie hoch er sei, Da hilft kein Reichtum, Ehr noch Gut; Da hilft keine Jugendstärk noch Mut, Da hilft kein Panzer, Harnisch und Gewehr, Da hilft kein Menschengut noch mehr, 200 Da hilft keine Weisheifund keine List, Da hast auch weder Ziel noch Frist. Wenn die Stunde kommt, muß man daran, Es sei jung, alt, Frau oder Mann Dein Leib mag dann nicht besser werden, 205 O daß man ihn zudeckt mit Erden! Nach dem Tode und dem Gericht Nimm ich ihm seine Gestalt, sein Gesicht, Seine fünf Sinne ich ihm zerstör Und den ganzen Leib verkehr, 210 Seine Macht und Kraft und schöne Gestalt, Sein Lob und Ehr und alle Gewalt. Ich brich sein Herz und kräftigen Mut Und verwend ihm sein Fleisch und Blut Zu meinem Aas, der Würmer Raub, 215 Zu eitler Asche, Kot und Staub. Steh nun ab, o Mensch, von jeder Siind, Und betracht den Tod, der dich einst fmdt! Denn Gott hat dem Menschen die Zeit gegeben, Daß er sucht das ewige Leben. 220 Du bringst der Erde nichts davon Als die guten Werke, die du hast getan. Die werden dich dort loben und zieren Und zur ewigen Freude führen. (Der lod geht ab.) 205 nit kühler. — 214 Staub. — II. Die Schäferknaben. Erster: Ich bin ein junger Hirtenknab 225 Und hüt mein Schäflein alle Tag, Ich treib sie auf die grünen Haiden, Allwo sie früh und späte weiden. Zweiter: O, lieber Bruder mein Was kann schöner sein, 230 Als der grüne Rasen, Wo unsre Schäflein grasen. Dritter: Lasset uns mit frohen Stimmen Die schöne Schäferei besingen. Lied. 1. Ob ich zwar ein Schäfer bin, 235 Führ ich doch’ nen freien Sinn, Führ ich doch ein solches Leben, Das mit lauter Freud umgeben, Ich wechsle meinen Schäferstab Nicht um Kron und Szepter ab. 240 2. Am Morgen, wenn die Sonn aufgeht Und das Tau im Gras ersteht, Treib ich meine lieben Schafe, Meine Schäflein aus dem Stalle In die grüne Wiese ein! 245 0, was kann doch schöner sein ? 3. Ist die Sonn am höchsten grad, Denk ich mir, es sei Mittag, Hab ich meine Händ gewaschen, Greif ich sodann in meine Taschen, 250 Ziehe Käs und Brot herflir, O wie süße schmeckt es mir. Ist es Nacht, so treib ich ein Meine lieben Schäfelein In den Stall und Ruheort. 0, wie frohe bin ich dort Wenn ich gut nach Hause komm, Fang ich Gott zu danken an. 231 täglich grasen. 4. 255 III. Der Luzifer: Schweigt still, verfluchte Hirtenburschen, Mit euren Singen. 260 Weil ihr mir seid aus dem Netz gegangen Und ich vermeinte euch zu fangen, Kam Nikolaus und hat mich übergangen. Aus Haß und Neid mir mein Herz zerspringt, Täglich zu Zorn und Rache dringt. 265 In mir ist schon gewachsen der Neid Im Himmel zu meiner Anfangszeit. Da ich noch im Himmel was, Dacht ich mir im Herzen das: ..Dem Schöpfer will ich werden gleich 270 Und regieren im Himmelreich.“ Gar bald kam Gott mit seiner Macht Und stieß mich in die Hüll mit Kraft, Darin ich ewig bleiben muß Und leiden schwere Marter und Buß. 275 Mein Stell wollt er dem Menschen geben Und noch dazu das ewige Leben, Darum bin ich ihm neidig worn Und mein Herz erfüllt mit Zorn. Ich trag noch Unmut in mein’ m Herzen, 280 Haß, Neid und kümmerliche Schmerzen; Aber ich will mich dennoch rächen, ' Darum soll Himmel und Erde brechen! Mach dich auf — und fein bald, 0, mächtige Höllengwalt, 285 Und tu dich nicht verweilen, Bellial, komm alsb-ld herein Und vernimm die Klage mein! (Zwei Teufel kommen.) Belial: Was fehlt dir denn, o hoher Herr und Fürst, Wir stehn dir bei, wenn du was stehlen willst! Luzifer: 290 Ihr höllischen Geister, vernehmet mich, Was ich hab euch zu sagen. Geht aus in alle Orte Und tut die Jugend wohl bewahren, Speit ihnen ein viel arge List 295 Und auf ihre Zungen viel Höllengift, Reizt sie zu Sünd und Lastern an 278 großen Zorn. Und bringt die Sach nur deutlich an. Alsdann wird sie Qott verfluchen und vermaledein Und verstoßen zu uns in d’ Höllenpein. Belial: 300 O hoher Luzifer! Ich werde mich schon brauchen mehr Und werde meinen Fleiß nicht sparen, Will die Jugend wohl bewahren Und ihnen einspein viel arge List, 305 Damit wir sie bekommen in unsern Strick. Satan zu Luzijer \ Nun horch, du Herr und Gebieter, bald, Daß ich dich nicht lange verhnlt! All unsre Zeit ist schon bereit, Ich weiß kein bessre Glegenheit, 310 Als das Kind muß daran, Da hab ich gar keinen Zweifel, Sonst heißt es immer: Die Falschheit sind wir Teufel. Ich spar keinen Fleiß und spann meine Macht daran, Damit ich ein frommes' Kind vom Guten abhalten kann. Belial: 315 Es kann uns fehlen nicht, Das ... ist schon aufgericht, Wie ein guter Gritf das! Ich hab ihn selbst erdacht Und mach mich auf in Eil 320 Und schieß meinen giftigen Pfeil. Satan: Ha, ha! Wie muß ich es jetzt machen, Daß ich recht viel kann lachen? Den Kindern will ich speien ein, Daß sie den Eltern ungehorsam sein 325 Und sogar den erwachsenen Leuten. Das warn mir Teufel die grüßten Freuden. Belial: Und merkt, ihr Teufel, alle gut: Wir wollen haben einen großen Mut; Weil uns die List 330 Zu brauchen gegeben ist, So wolln wir verführn alle Menschenkind Und mit sehenden Augen machen blind. So ist mein Herz, Sinn und Mut, Ja, der ganze Leib voll Zorn und Wut. 335 Das Herz soll mir im Leibe brechen, Wenn ich mich nicht an meinen Feinden kann rächen. Erzengel Michael: Wer ist wider Gott und seine Macht ? Da doch der Höchste sprach: Wer ein Kind aufnimmt in meinem Namen, 340 Den wird er hundertfältig belohnen. Luzifer: Wegen einer einzigen Hoffartssünd Ward ich verstoßen vom Himmel geschwind — Und der Mensch, der aus Kot und Lehm gemacht, Hat auch sein Gebot veracht, 345 Der soll jetzt kommen ins ewige Reich, Und wir verbleiben in der Hölle gleich. Erzengel: Luzifer, dir geschieht nicht Unrecht, Du hast verführt das Menschengeschlecht, In der Hölle mußt du bleiben 350 Und große Not und Marter leiden. Belial: Wer bist du ? Das zeige an! Mit Drohen willst du uns abschrecken ? Uber dich will ich die Höllengewalt erwecken, Die Teufel all mit ihrer List, 355 Damit du uns nicht zu gewaltig bist. Allein bist du, ohne Hilf, Dich haben wir gar bald gestillt, Du hast zwar einen großen Namen, Aber über dich will ich viel tausend sammeln. 360 Der Haufen ist uns schnell zur Hand, Der dir leistet Widerstand. Dazu haben wir viel Waffen behend, Viel spitzige Nägel und feurige Bränd, Wir wollen uns wehren mit aller Macht 365 Und mit dir halten eine gute Schlacht. Satan: Nun Fürsten und Teufel höret mich! Was ich euch sag, ist kein Gedicht, Unser Feind ist kommen an Und will uns stürzen von dem Thron, 370 Er will uns stürzen in die Höllenpein, AUwo wir sollen ewig sein. Nun, Engel, fang an! (Geht etwas näher zum Engel.) Willst du dich widersetzen? So will ich die ganze Hölle auf dich hetzen Samt deinem Gott, Was du gesehen hier. 375 Alles, was lebt auf Erden, wird nicht mehr folgen ihm. Alles wird jetzt dunkel, kein helles Licht mehr scheint, Alles, was lebt auf Erden, das macht sich Gott zum Feind. Luzifer! Herr und Fürst, erheb jetzt deine Macht, Sonst gehen wir zugrund und verlieren unsre Kraft. Erzengel: 380 Schweig still, du Höllengeist, Du bist nicht meinesgleichen! Belial: Ha ! ha! Ist uns der Engelgeist nicht wohlbekannt, So wolln wir Teufel sein genannt. Nun haben wir eine billige Klag, 385 Daß uns das Recht nicht wird versagt Und daß wir besaßen mit Nutzen Gewehr, Da nahmst du uns die Ehr. Gewalt und Klugheit mangeln wir in Ewigkeit! Luzifer! Hoher Herr und Fürst! 390 Steh uns bei in diesem Ziel. Wer wir sind, das sieht er wohl, Daß ich dies nicht anzeigen soll. Luzifer: Ich will so mächtig sein, so weit will ich’ s noch bringen, Daß ich Gott von seinem Thron noch einmal will zwingen. Erzengel: 395 Wer ist wider Gott und sein Gebot? Tu du dich nicht dafür erkennen! Luzifer: Ungerecht bist du und dein Gott Und die, die ihn nicht auch so nennen. Erzengel: Wer ist wider Gott 400 Und wer will ober ihn regieren ? (Rotes Feuer) Luzifer: Uns Teufel ist das unser Ziel, Den Sieg wollen wir noch führen. Erzengel: Pack dich, du böser Geist, Anstifter aller Sünden, Du wirst in Ewigkeit bei Gott kein Gnade finden. (Rotes Feuer.) 378 Luzifer I Hoher Herr und Fürst, erheb du jetzt deine Macht. — 403 dich fort — du Anstifter. — Luzifer: 405 Großer Gott, wie stark bist du ! Wie hast du mich verstoßen, verflucht in Ewigkeit! O könnt ich sterben in solchen Leid! O Gott! O Gott! O ach! 0 ach! 410 O weh ! O weh der bösen Sach ! O Schrecken, o Wehmut, o großes Leid! O Not und Pein in Ewigkeit! Wehe über alle Pein, Daß ich muß auf ewig verloren sein, 415 Das ist über alle Pein und Not, Erbarme dich, o großer Gott! Ich hab nicht Lust, ich hab nicht Ruh, Fahr schnurgerad der Hölle zu! Erzengel: Nun Tugend sei getrost, der Feind ist schon gehemmt, 420 Flieht nur des Lasters Weg, dann nimmt in seine Händ, Euch Gott in den Himmel allezeit, Wo er regiert und lebt in Ewigkeit. {Geht ab.) III. Der gute Hirt. Der gute Hirte: Ich bin ein guter Hirt und weide meine Herd, Weil eine jede Seel viel tausend Kronen wert. 425 Da ich zu Sternburg war an meines Vaters Sitz Und eine jede Seel vom Untergang beschützt, Ist ein Schäflein mir, aus dem Stall entgangen, Welches ich jetzt such mit großem Verlangen. O Schäflein, kehr zurück, ich will dich nicht mehr strafen! 430 Auf meine Schultern ich dich nimm, Trage dich zu meinem Vater hin: Ach, ich kann gar nicht schlafen: O Schäflein, Schäflein ! Kehr zurück zu dem Hirten dein! 410 Sachen. — 413 alle Waffe. — 419 böse Feind. — 420 dann wird euch Gott aufnehmen in seine HHnd. — 421 Euch Gott fehlt. — 422 regieret und lebt. — Lied des guten Hirten. 535 1. O mein Kind, tu nicht verzagen, Wann du schon in größter Pein, Nur dein Kreuz geduldig trage Und denk, es kann nicht anders sein, Nur erheb dich aus den Wellen, 440 Komm zu mir, mein liebes Kind! — Und du bist noch nicht verletzet, Der Gefahr du gwiß entrinnst. 2. Ei, sieh hier den Hirten stehen, Beschützen will ich dich, mein Kind, 445 Wenn du nur wolltest zu mir kehren, Küssen will ich dich geschwind. Denke, was ich hab gelitten Wegen deiner großen Siind, Dreiunddreißig Jahr gestritten, 450 Bis ich mein Schäflein find! 3. O wie bin ich weit geloffen Über Berg und Felsgestein, O mein Schäflein, hör mich rufen Und du sollst mein Eigen sein! 455 Endlich gab ich gar mein Leben An dem harten Kreuzesstamm. Das hab ich für dich gegeben, Sieh doch meine Liebe an! 4. Sag doch an! Wer ist unschuldig, 460 Ich, mein Schäflein, oder du ? Trage nur dein Kreuz geduldig Und sieh an am Kreuze mich. Wenn du auf der Reis ermüdest, So komm, mein liebes Kind, zu mir, 465 Sieh, was ich dir anerbiete, Mein Fleisch und Blut, das geb ich dir! Pilger: Ich bin ein Wandersmann, muß meine Reis vollbringen Nach Jerusalem, Gott geb, cs möcht gelingen. Aber, was hört ich denn für eine Stimm von weiten! 470 Es ist ein Hirtenknab! Was muß denn das bedeuten ? 468 Nach Jerusalem ich wallfahrten will, Gott möcht wohl gelingen I — 470 Mich dünkt es ist. — (Fortsetzung im nächsten Jahresberichte.) Schulnachrichten. . Per Lehrkörper. Ernennungen und Veränderungen im Lehrkörper. In den Lehrkörper traten mit Schulbeginn : 1.) die Supplenten Schnabl Ferdinand und Verbich Andreas - bisher am Komunalgymnasium in Korneuburg, bzw. an der Staatsrealscliule in Triest in Verwendung. (Erl. G. S. 650—11, v. 14. Oktober 1911); 2.) die Assistenten Da Fano Gino und Reitz Josef (Erl. G. S. 650—11, v. 14. Oktober 1911, bzw. G. S. 649/3-11, v. 11. Mai 1912; 3.) Der mit Min.-Erl. v. 20. Mürz 1911, Z. 10124, bzw. G. S. 294—11, v. 19. April 1911, ernannte Lehrer der Vorberei-tungsklasse Jurdana Felix. Die bereits im Vorjahr an der Anstalt tittigen Supplenten Ferjan Franz, Dr. Pretnar Janko, Žnidarčič Johann und Bratuš Anton und die Assistenten Cossar Johann und Forna-Sarig Franz wurden mit Erlaß G. S. 650—11, v. 14. Oktober 1911, für die Dauer des laufenden Schuljahres weiterverwendet. Aus dem Lehrkörper traten die Supplenten Kalla Franz und Triesel Hugo, welch letzterer durch 3 Jahre voll Diensteifer au der Anstalt gewirkt hatte. Die Professoren Gärardelli Alois und Žilih Josef wurden mit Min.-Erl. vom 20. Aprtl 1912, ZI. 17516, (G. S. 228/2-12, vom 7. Mai 1912) zu Mitgliedern der k. k. Prüfungskommission für allgemeine Volks- und Bürgerschulen in Gürz für die restliche Dauer der laufenden Funktionsperiode ernannt. Mit Ende Jänner wurde Schulrat Professor Dr. Alois Steiner nach vollendeter Dienstzeit auf eigenes Ansuchen zufolge Min.-Erl. vom 25. Jilnner 1912, Z. 684, (G. S. 767/2-11, vom 1. Februar 1912) in den dauernden Ruhestand versetzt und ihm zugleich die h. o. Anerkennung ausgesprochen. Dr. Steiner begann seine Lehrtätigkeit als Supplent am k. k. Staatsgymnasium in Innsbruck, war mehrere Jahre an der Handelsakademie in Wien tätig und wurde 1882 zum Professor am Staatsgymnasium in Freudenthal ernannt. Von 1887 an wirkte er am Staatsgymnasium in Teschen und wurde 1902 an die Staats-realsclmle in Görz versetzt. 1903 in die 7. Rangsklasse befördert, erhielt er mit Allerhöchster Entschließung vom 20. Mai 1909 den Titel eines Schulrates. Anläßlich des nunmehrigen Scheidens Dr. Steiners aus dem Lehrkörper spricht ihm die Direktion für sein verdienstvolles Wirken als warmer Freund der studierenden Jagend den innigsten Dank aus. Mit Allerhöchster Entschließung vom 28. Dezember 1911 wurde der Direktor in die 6. Rangsklasse mit Rechtswirksamkeit vom 1. Jänner 1912 befördert. (Min.-Erl. vom 10. Jänner 1912, ZI. 55730 ex 1911; G. S. 607/3-10 vom 27. Jänner 1912). Der Direktor und Prof. Dr. Zorn wurden mit Allerhöchster Entschließung vom 11. Mai 1912 für die Dauer der nächsten sechs Funktionsjahre zu Mitgliedern des k. k. Landesschulrates wiederernannt (G. S. 80/5, v. 29. Mai 1912.) Zu wissenschaftlichen Zwecken war Professor Ferdinand Seidl für die Dauer des Schuljahres (Min -Erl. v. 6. Juni 1911, Z. 11184, bzw. vom 16. Februar 1912, Z. 4216, mitgeteilt durch Statth. Erl. VII—436/3 11, v. 21. Juni 1911 und Erl. G. S. 483/10, vom 5. März 1912), und Professor Dr. Johannes Furlani für die Zeit vom 10. bis 23 April 1912 (G. S. 226 — 12, v. 8. März 1912), zu Prüfungszwecken wirklicher Lehrer Rudolf Nachtigall für die Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1911 (Min.-Erl. v. 19. August 1911, Z. 34522, bzw. G. S. 467/2—11, vom 31. August 1911) beurlaubt. Professor Dr. Adalbert Depinyi erhielt eine Subvention im Betrage von 400 K zur Herausgabe eines wissenschaftlichen Werkes (Min. Erl v. 4. März 1912, Z. 3369, bzw. G. S. 796/1-11, bzw. G. S. 796/1-11, v. 27. März 1912) und Professor Dr. Franz Hörburger eine solche im Betrage von 300 K zwecks mundartlicher Studien in Vorarlberg (Min.-Erl. v. 5. März 1912, Z. 100, bzw. G. S. 328/5—11, v. 27. März 1912.) Stand des Lehrkörpers. Direktor: Slop von Cadenberg Viktor, k. k. Direktor der Vi. Rangsklasse, Mitglied des Landesschulrates für Görz und Gradišča. Professoren und Wirkliche Lehrer: MAME und CHARAKTER Lehrfach und Klasse Wöchentliche Stundenzahl Anmerkung Depinyi Adalbert, Dr. phil., k. k. Professor Deutsch IVa, Va, Vb, VII; Lat. Freikurs 14 + 3 Direktionsadjunkt Furlani Johannes, Dr. phil., k. k. Professor, wirkl. Mitglied d. bot. Gesell, in Berlin Naturgeschichte la, lb, 11a, 11b, Va, Vb, VI, Vll 17 (18) Girardelli Alois, k. k. Professor der Vlll. Rangsklasse, Mitglied der k. k. Prüfungskom. für Volks- und Bürgerschulen Italienisch 1, Ul, IV, Vll 15 Kustos der italienischen Schülerbibliothek Gregorin Johann, Dr. phil., k. k. v\ irk-licher Lehrer Deutsch Ul b; Französisch: IVa, IVb, Va, VII 16 Kustos der franz. Schülerbibliothek, Klassenvorstand der 111 .b Klasse Hörburger Franz, Dr. phil., k. k. Professor, Mitglied der k. k. Prüfungskommission für Volksund Bürgerschulen Geschichte u. Geogr, lb; Deutsch 11a, IVb, VI; Engl. Freikurs 16 h-2 Kustos der deutsch, und englisch. Schülerbibliothek, Klassenvorstand der ll.a Klasse Košnik Johann, k. k. Professor, Mitglied der k. k. Prüfungskommission f. Volks- und Bürgerschulen, k. k. Leut-1 nant i. Verh. d. Evid. Mathematik 11 b, IVa, Va; Geometrisches Zeichnen II b ; Physik IVa, Vll 19 Kustos des phys. Kabinettes u. der Programmsamm-lung, Verwalter d. Arnienblicherlade; Klassenvorstand der V.a Klasse NAME und CHARAKTER Lehrfach und Klassa Wöchentliche Stundenzahl Anmerkung Kurschen Marius, k. k. Professor, städt. Bibliothekar Italienisch 11, V, VI, Sep.-Kurs; Französisch 111 b 17 Nachtigall Rudolf, k. k. wirklicher Lehrer Mathematik VII; Geometrie Va Vb, VI, Vll; Kalligraphie la 17 Kustos des geometrischen Kabi-nettes; Klassenvorstand der Vll. Klasse Papež Anton, Dr. phil. et Mag. pharm., k. k. Professor Physik lllb; Chemie IVa IVb, Va, Vb, VI 17 Kustos des chemischen Laboratoriums Seidl Ferdinand, k. k. Professor der Vll. Rangsklasse, korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Agram u. des Musealvereines für Krain. Korrespondent der k. k. Zentralanstalt für Metereologie u. Erdmagnetismus, Referent der Erdbebenkommission der kais. Akademie der Wissenschaften in Wien, Korrespondent der k. k. geologischen Reichsanstalt beurlaubt — Kustos des naturhistorischen Ka-binettes und des metereologischen Observatoriums Sigmund Othmar, k. k. Professor Deutsch la; Geschichte u. Geographie 11a, lllb, Vll; Gesang l.Kurs 17 + 2 Kustos des geographischen Ka-binettes; Klassenvorstand der l.a Klasse Wohanka Ottokar, k. k. Professor Zeichnen la, 11a, 11 b, IV a, VI, Vll 20 Kustos der Lehrmittelsammlung für Freihandzeichnen und Kalligraphie, Klassenvorstand der lV.a Klasse Žilih Josef, k. k. Professor der Vlll. Rangsklassc, Mitglied der k. k. Prüfungskom. flir Volks- und Bürgerschulen. Slowenisch II, V, VI, Vll; Geschichte u. Geographie IV b 17 Kustos der Lehrerbibliothek ; Klassenvorstand der IV b Klasse NAHE und CHARAKTER Lehrfach und Klasse Wöchentliche Stnndensahl Anmerkung Zorn Hilarius, Dr. theol. k. k. Professor der VII. Rangsklasse, Mitglied des k. k. Landesschulrates für Görz und Gradišča, und der k. k. Prüfungskommission für Volks- und Bürgerschulen Religion 1«, 1,*, 11«, 11,9, nia, 111b, IVa, IVb Va, Vb, VI, Vll, Vorbereitungsklasse a und b, Exh. 29 Exhortator Zupančič Jakob, k. k. Professor der Vlll. Rangsklasse Mathematik 111 b, Vll; Geometrisches Zeichnen 111 b; Physik lila, IVb, VI 18 (17) Klassenvorstand der VI. Klasse Supplenten: Bratus Anton, k. k. Supplent Mathematik la, lb. lV|b; Geschichte und Geographie 1 a; Kalligraphie lb 15 Ferjan Franz, k. k. Supplent Mathematik 11a lila, Vb; Geometrie 11a, lila, IVa IV b 20 Klassenvorstand der lll.a Klasse Pretnar Janko, Dr. phil., k. k. Supplent Slovenisch 1,111, IV; Französisch lila Vb, VI 19 Kustos der slove-nischen Schülerbibliothek, Klassenvorstand der V.b Klasse Schnabl Ferdinand, k. k. Supplent, k. u. k. Leutnant in d. Res. Deutsch lila; Geographie und Geschichte 11 b, IV a, Vb, VI 19 Klassenvorstand der ll.b Klasse Verbich Andreas, k. k. Supplent Deutsch 1 b, 11b ; Geographie und Geschichte lila, Va 19 Klassenvorstand der l.b Klasse Žnidarčič Johann, k. k. Suppient Zeichnen lb, lila, 111 b, IVb, Va, Vb 21 Assistenten: KÄME und CNARÄKTER Lehrfach und Klasse Wöchentliche Stundeniahl Anmerkung Cossar Johann, Zeichnen la, 11 a, 11b, IVa, VI, VII 20 Da Fano Gino Geometrie Ha, 11b, lila, 111b, IVa, IVb, Va, Vb, VI, VII 21 Fornasarig Franz Zeichnen lb, lila, 111b, IVb, Va, Vb 21 Reitz Josef Turnen IVa, IVb, Va, Vb, VI, VII 6 Lehrer an der Vorbereitungsklasse: Bonatta Cäsar, k. k. Übungsschullehrer Deutsch, Rechnen Schönschreiben 20 Jurdana Felix, k. k. Übungsschullehrer Deutsch, Rechnen Schönschreiben 20 Auswärtige Lehrer: Janovsky Josef, k. k. Professor der Vlll. Rangsklasse an der k. k. Lehrerin-nenbildungsanstalt Turnen 6 > Schön Rudolf, Volksschullehrer Gesang: 11. Kurs ■2 Tretter Lorenz, Dr. phil., k. k. Gymnasialprofessor Stenographie 1. Kurs 2 Schularzt: em. Universitätsassistent Un. med. Dr. Leo Wolfer. Dienerschaft: STOR JUSTUS und PASCUL KARL für die Rcalscliule, TRAMPUŠ CAL-L1STO für die Vorbereitungsklassen und das ehem. Laboratorium. II. LehrVerfassung. 1. Der Lehrplan im allgemeinen. Im Schuljahr 1911/12 wurde dc-r Unterricht nach dem Normallehrplan für Realschulen (Min.-Verordnung vom 8. April 1909, Z. 14741) erteilt. Die an der Anstalt durch den Min.-Erl. vom 4. Juli 1898. Z. 16568, bzw. Erl. G. S. 751 vom 7. September 1898 eingeführten Modifikationen des Lehrplanes und der Lehrstundenverteilung blieben, soweit sie nicht durch neue Bestimmungen beseitigt wurden, aufrecht. Für den Unterricht in der deutschen Sprache gelten die mit Min.-Erl vom 27. Oktober 1909, Z. 38876, bzw. Erl. G S. 602/7-09 vom 10. Oktober 1909 verfügten Modifikationen. Der neue Normallerplan für Italienis h (Min.-Erl. vom 22 September 1909, Z. 20620, bzw Statth.-Erl. VII-982/6 vom 10. Oktober 1909,) wurde im abgelaufenen Schuljahr von der I. bis zur VI. Klasse durchgeführt. 2. Die einzelnen Schulklassen. Im Schuljahr 1911/1912 hatte die 1. bis 5. Realschulklasse und die Vorbereitungsklasse je eine Parallelabteilung. Somit umfaßte die Anstalt im Berichtsjahre eine Vorbereitungsklasse, 7 aufsteigende Realschulklassen, ferner 1 Parallelabteilung zur Vorbereitungsklasse und 5 Parallelabteilungen zu Realschulklassen. Für den Unterricht aus den Landessprachen bestanden keine Parallelen. 3. Lektüre größerer Literaturwerke aus dem Deutschen und den Landessprachen in den oberen Klassen. Es wurde gelesen : 1) Aus dem Deutschen: in der VI. Klasse: Goethe: Götz von Berüchingen, Egmont; Shakespeare: Julius Cäsar; Schiller: Teil, Kabale und Liebe, Stuart; Saar Innoccns; in der VII. Klasse: Goethe: Iphigenie, Hermann und Do-rothea; Schiller'. Wallenstcin, Maria Stuart; Hebbel: Agnes Ber-öauer. 2) Aus dem Italienischen: in der V. Klasse: Dante Alighieri: „Inferno“ (I—V.); Francesco Petrarca: „Vergine bella, ehe di sol vestita;" in der VI. Klasse: G. Parini; Mattino e Mezzogiorno; Dante Alighieri; Inferno (XI—XXXUI); VII. Klasse: Dante Alighieri: „Inferno“ (I. —XXXIV); Privatlektüre: Ariosto e Tasso. '6) Aus dem Slovenischen : in der V. Klasse: Milčinski: Muhoborci. VI. Klasse: Jurčič Tugomer in Veronika Deseniška; Ma-žuranič: Smrt Smail-age Oengijca ; Cankar: Skralj na Betajnovi. VII. Klasse: Zupančič: Beneški trgovec; Prešeren: Poezije (izbor); Nazor: Veli Jože, Lehrplan der Französischen Sprache und französische Privatlektüre in der VI.—VII. Klasse. III. Klasse. — Laut- und Leselehre. Elemente der Formenlehre aller iiedeteile; vom Verbum insbesondere avoir und etre sowie das Aktivum der 1. und der inchoativen Verba der II. Konjugation mit Ausschluß des conditionnel und des passe ciefini. Von Weihnachten bis zum Schlüsse dos 1. Semesters 4 kurze Diktate; im 11. Semester 4 Diktate und 4 Schularbeiten. IV. Klasse. — Wiederholung und Ergänzung der Formen -lehre; vom Verbum insbesondere die einfachen Verba der II. und die gebräuchlichsten Verba der III. und IV. Konjugation; das Passivum; die reflexiven Verba; der conditionnel', das passe defilli; Uauptregeln der Wortfolge; das Wichtigste Uber den Gebrauch des iniparfait und des passe defini sowie über die Übereinstimmung des participe passe. In jedem Semester 4 Schularbeiten und 4 Diktate. V. Klasse. — Ergänzung der Formenlehre. Systematische Behandlung der unregelmäßigen Verba auf Grund der Lautgesetze; Einübung des persönlichen Fürwortes; (irundziige der Syntax des Artikels, des Substantivs, des Adjektivs und der Pronomina; Übungen im Übersetzen ins Französische und umgekehrt. In jedem Semester 4 Schularbeiten. VI. Klasse. — Systematische Behandlung der Syntax. Die Wortfolge; die Übereinstimmung des Verbs und des Adjektivs; Syntax des Pronomens; Gebrauch der Zeiten und Modi. Lektüre von Musterstücken vorwiegend erzählender und beschreibender Prosa nebst einigen Proben didaktisch-epischer und lyrischer Poesio, verbunden mit kurzen biographischen No • tizen über die betreffenden Autoren. Übersetzen ins Französische zur Einübung der Syntax. In jedem Semester 4 Schularbeiten. VII. Klasse. — Wiederholung und Ergänzung der Syntax. Participe present, adjectif verbal und gerondif; participe passe; Infinitiv Präpositionen: Konjunktionen; Artikel; Grundzüge der Metrik. Lektüre von Musterstücken namentlich historischer rednerischer und reflektierender Prosa nebst Proben der dramatischen und lyrischen Poesie, verbunden mit biographischen Notizen über die betreffenden Autoren. Übersetzen ins Französische zur Einübung der Syntax. Schriftliche Arbeiten wie in der VI. Klasse. Die französiehe Fragestellung, Nacherzählung und Konversation wird in allen Klassen entsprechend eingeübt. 5. Lehrplan Für Italienisch. I. Klasse. — S p r a c h 1 e h r e : Einführung in die richtige Lautbildung, Formenlehre. Lesen: Richtiges Lesen leicht verständlicher Gedichte, Erzählungen, Fabeln, Märchen und Sagen. Freie Wiedergabe des Gelesenen. Sprechübungen und Auswendiglernen von Gedichten. Schriftliche Arbeiten: Etwa 6 Schul- und 3 Hausarbeiten geringeren Umfanges im Semester; Nacherzählungen und Erzählungen. H. Klasse. — Sprachlehre: Erweiterung des grammatischen Wissens. Lesen: Darstellung geschichtlichen oder natur- und erdkundlichen Inhaltes, umfangreichere Gedichte. Sprechübungen und Auswendiglernen wie in I. Schriftliche Arbeiten wie in 1. Umbildungen, Zusammenfassungen, erste Versuche in Beschreibungen. III. Klasse. — Wortlehre (Wortbiegung und Bildung). Lehre vom einfachen Satze unter Berücksichtigung der Mannigfaltigkeiten und Schwankungen des modernen Sprachgebrauches. Übungen zur Schärfung des Sprachgefühls (III. und IV. Klasse): Festgewordene biIdliclic Redensarten, Personen- und Ortsnamen. Homonyma und Sinonyma, Hinweise aut Unterschiede zwischen Volks- und Schriftsprache, Lehn- und Fremdwörter. Ausge-Wählt es aus der Bedeutungslehre. Lesen: Lyrische und größere epische Gedichte, kurze Beschreibungen und Schilderungen. Biographisches übei bekannte Verfasser. Memorieren und Vortragen. Sprechübungen. Eilebtes und Gelesenes. Schriftliche Arbeiten: Im Semester 4 Schul- und 2 Hausarbeiten: Beschreibungen, Schilderungen, Inhaltsangaben. IV. Klasse. — S p ra eil le lir e : Lehre vom zusammengesetzten Satz. Analyse und Aufbau von Satzgefügen. Lehre von den Satzzeichen. Lesen: Manzoni: Promessi sposi, Verslehre. Charakterisierung der Dichtungsgattungen. Sprechübungen wie in III. Schriftliche Arbeiten wie in III. Themen in Anschluß an den Lesestoff, Abhandlungen einfachster Art, Behandlung von Sprichwörtern und Sinnsprüchen. V. Klasse. — Literaturgeschichte: Das Wichtigste von den Anfängen bis zum IG. Jahrhundert. Literatur des 1(3. Jahrhunderts. Lesen: 1. Lesestoff nach der Antologie. Leichtere lyrische Gedichte von Dante und Petrarca, einige Novellen des Boccaccio, Proben aus Poliziano. Auswahl aus den bedeutendsten Schriftstellern des 16. Jahrhunderts. Arioslos „Orlando furioso“ und Tassos „Gcrusalemme liberata“ in Auswahl. — II. Zeitlich nicht gebundener Lesestoff; ausgewählte Lektüre aus modernen Prosaikern. Memorieren und Vortragen. Sprechübungen nach Tunlichkeit wöchentlich in der Dauer von etwa 10 Minuten Aufsätze: 3 Schul- und 2 Hausarbeiten im Semester. VI. Klasse. — Lite raturgeschichte: Das 17. und 18. Jahrhundert. Lesen: a) Nach der Antologie. Auswahl aus den bedeutendsten Schriftstellern des Seicento und Setteeento. Dazu Parinis „Giorno“, jo ein dramatisches Stück von Metastasio, Altieri und Goldoni, b) Dantes „Divina Commedia“, , Inferno“. Memorieren und Vortragen, Sprechübungen und Aufsätze wie in V. VII. Kjasse. — Das 19. Jahrhundert bis nahe an die Gegenwart. Übersicht des Ganges der gesamten literarischen Entwicklung und abschließende Charakteristik der Hauptformen der Poesie mit Ausblicken auf dio Weltliteratur. Lesen : a) Nach der Antologie: Die bedeutenden Schriftsteller des Ottoccnto. b) Montis „Bassviliana1“ Foscolos „Sepoleri“ und eine Tragödie von Manzoni. Proben aus Übersetzungen der Ilias und Odyssee. Musterstrücke moderner wissenschaftlicher Prosa, c) Dantes „Divina Commedia“: Auswahl aus dem Purgatorio und Paradiso, Fortsetzung des Inferno. Kcdeübungen unter Heranziehung der Klasse bei der Besprechung. Aufsätze: Im 1. Semester wie in V, im 2. Semester 2 Schul-und 2 Hausarbeiten. 6. Die Vorbereitungsklasse ist nur für Schüler mit italienischer Muttersprache bestimmt, die keine Gelegenheit hatten, in der deutschen Sprache Unterricht zu genießen. Wer diese Vorbereitungsklasse mit Erfolg absolviert, kann in die erste Klasse des Gymnasiums oder der Realschule ohne Aufnahmsprüfung eintreten. LehrstoFF: Religion, wöchentlich 2 Stunden: Catechismo grande della Religione cattolica. Deutsche Sprache, wöchentlich 13 Stunden: Übersetzung aus der deutschen Sprache in die italienische und umgekehrt. Sprachlehre: das Wichtigste von allen Redeteilen, der einfache erweiterte Satz. — Auswendiglernen und Nacherzählen von Lesestücken. Rechnen, wöchentlich 3 Stunden: Die vier Rechnungsarten mit ganzen, mehrnamigen und Dezima'zahlen. Schönschreiben, wöchentlich 3 Stunden: Die deutschen und lateinischen Buchstaben. 7. Das öurnen ist für die k. k. Staatsrealschule Gürz obligater Lehrgegenstand; mangels eines eigenen Turnlehrers und eines eigenen Turnsaales mußte aber der Turnunterricht im »Sinne des Erl. G. S. 1526, vom 27. Dezember 1901, auf je eine Wochenstunde für jede Klasse eingeschränkt werden. Leider mußte der Turnunterricht während des Schuljahres wiederholt wegen anderweitiger Verwendung des zugewiesenen Turnsaales der k. k Lehrerinnenbildungsanstalt — jedesmal für längere Zeit — unterbrochen werden. 8. Separatkurs und Freikurse. a) Italienischer Separatkurs für solche Schüler, dio noch keinen italienischen Unterricht geflossen und das Italienische als obligate Landessprache besuchen ''vollen. Stundenausmaß: 4 Stunden wöchentlich. Mussafia, Italienische Sprachlehre § 1 bis § 70, Lektüre kurzer Erzählungen. Zahl der Schüler im I. Sem. 15, im II. Sem 14. Prof. M. Kur sehen. b) Englischer Freikurs, Abteilung für Anfänger; wöchentlich 2 Stunden. An der Hand des Elementarbuclies von Nader-Würzner wurden die Übungsstücke und die Grammatik von Kap. I—XVIII durchgenommen, Schriftliche und mündliche Übungen und Konversation. Anzahl der Teilnehmer im 1. Halbjahr 30, im 2. Halbjahr 20. Prof. Dr. F. Hörburger. c) Lateinischer Freikurs, Abteilung für Anfänger, wöchentlich 3 Stunden. Formenlehre (Strigi, Sprachlehre §J—57) an der Hand von J. Strigls lat. Lesebuch I (1- 57). Übersetzungen ins Lateinische. Zahl der Teilnehmer im 1. Halbjahr 26, im 2. Halbjahr 16. Prof. Dr. A Dcpinyi. Stenographie, I. Kurs. 2 Stunden wöchentlich. Die Korrespondenzschrift. Schreib- lind Leseübungen Lehrbuch von G. Kramsall. Schüleranzahl im I. Sem. 47, im II. Sem. 30. Außerdem wurde für solche Schüler, welche den II. Kurs mit gutem Erfolge durchgemacht hatten, ein Fortbildungskurs abgehalten. Wöchentlich 1 Stunde vom 1. Oktober 1911 bis Ende April 1912. Teilnehmerzahl: 6 Realschüler, 6 Gymnasiasten. Prof. Dr. L. Trettcr. Freikurs Für Gesang. In zwei Kursen zu je 2 Stunden wöchentlich. I. Kurs. Notenlesen. Tonbildung, Skalen und Intervalle, Treffübungen, Einübung ein- und zweistimmiger Lieder verschiedenen Inhalts. Schi'ilcrzahl im I. Sem. 30, im II. Som. 25. Prof O Sigmund. II. Kurs. Fortsetzung der Lehre über Dur- und Moll-Tonarten und Intervalle. Mehrstimmige weltliche Lieder, Einübung von Kirchenliedern_und Messen. Kurze Biographien der bedeutendsten Tonkünstlcr Österreichs. Gesang beim Schulgottesdienst. Schülerzahl im I. Sem 40, II. Sem. 20. Volksscliullehrer .Rudolf Schön. Freikurs Für Somatotogie, Physiologie u. Hygiene. Ein Kurs, 1 Stunde wöchentlich. Schülerzahl: 24. I. Semester. Somcitologie li. Physiologie: Knochensystem (Zahnpflege), Muskelsystem, Verdauungsapparat, Gefäßsystem, Atmungsapparat, Harnorgane, Nervensystem, Sinnesorgane. II. Semester. Hygiene. Grundbegriffe, Luft, Wasser, Boden, Ernährung (Trunksucht), Kleidung, Wohnung (Beheizung, Ventilation, Beleuchtung, Beseitigung der Abfallstoffe), Wesen, Verhütung u. Bekämpfung von Infektionskrankheiten, Schutz- u. Heilimpfungen, sexuelle Aufklärung (Bau der Geschlechtsorgane, sexuelle Erkrankungen), erste Hilfe. Emerit. Universitätsassistent Dr. med. L. Wolfe/'. Schießübungen. Während die Schießübungen im Schuljahr 1910/11 nur im beschränkten Maße aufgenommen werden konnten, wurden sie im abgelaufenen Schuljahr ganz im Sinne der erlassenen Weisungen durchgeführt. Den Schießunterricht erteilten Offiziere des k. u. k. Infanterieregiments Freiherr von Beck Nr. 47, die Oberleitung führte k. u. k. Hauptmann Oskar Mayer, als Instruktionsoffizier fungierte k. u. k. Oberleutnant Hans von Prack und an 2 Übungs-tagen k. u. k. Oberleutnant Karl Ilanel. Die Aufsicht über die Schüler führte Professor Johann Košnilc ; im Verhinderungsfälle wurde er von den Supplenten Dr. Pretnar und Schnabl vertreten. Neueingefiihrt wurden militärische Spaziergänge. Anfangs April wurde die nächst dem grossen Exerzierplätze gelegene Flugstation besucht. Dank schuldet die Anstalt für den freundlichen Empfang uud die eingehende Erklärung der Militäraero-plane und Vorführung von Schauflügen. Der folgende Besuch galt den Übungen einer Batterie des hiesigen Feldkanoncnrcgiments, ein weiterer den Übungen einer Kavallerieeskadron. Den Abschluß der militärischen Vorführungen bildet das Schlagen einer Kriegsbrücke über den Isonzo. Der eigentliche Schießunterriclit wurde nach folgendem Plan erteilt: 2. Dezember, 13. u. 27. Jänner, 10 Februar: je eine Stunde Theo rie und Vorschule; 9. Dezember: Belehrungsschießen; 24. Februar: Kapselschießen im Schulhaus.; ü. März: Kapselschießen im Terrain; 27. März u. 4. Mai: Übungsschießen. Den Beschluß bildete ein Bestschießen am 18. Mai. Preise und Beiträge für das ßestschießen spendeten das k. k. Landwehr-kommando in Graz, das Kommando des Infanterieregimentes Nr. 47, des Feldkanonenregimentes Nr. 8 und des Dragonerregimentes Nr. 5, ferner Statthaltereirat Rebek, die Waffenfabrik „Steyr“, Herr Alfred Körting, sowie die Direktion und der Lehrkörper der Anstalt. Auch die Schüler der beiden obersten Klassen veranstalteten unter sicli eine Sammlung. Das Bestschicßen wurde in der von Professor Wohanka und dem Supplenten Žnidarčič festlich geschmückten Militärsehießstätte im Panowitzer Walde abgehalten und dauerte von 2h 15 bis gegen 4 Uhr. Als Festgäste hatten sich eingefunden Generalmajor Scotti, die Kommandanten der in Görz liegenden Regimenter mit ihren Offizieren, die Direktoren der Görzer Schulen, Mitglieder des Lehrkörpers und Angehörige der Schüler. Na-h Beendigung des Schießens dankte der Anstaltsdirektor den Gästen für ihr Erscheinen und gedachte mit Anerkennung der großmütigen Spender der schönen Beste, hob das harmonische Zusammenwirken zwischen Schule und Militär hervor, drückte Hauptmann Mayer und Oberleutnant v. Prack für die militärische Leitung, sowie Professor Košnik für seine aufopfernden Bemühungen den Dank aus und ersuchte Generalmajor Scotti, die Verteilung der Preise vorzunchmcn. Dieser wies in einer kernigen Ansprache an die Jugend auf die Bedeutung des Waffengebrauches für Staat und Menschheit hin und schloß mit einem dreimaligen Hoch auf den edelsten Schützen, unsern allergnädigsten Kaiser, worauf die Militärkapelle die Volkshymne spielte. Von Generalmajor Scotti geboten, verteilte Exzellenz Gräfin Degenfcld die Preise. Solche erhielten die Schiller Ličen, Legiša, Zehner, Zucchiatti, Fillaek Th., Braunitzer, Körting, Vilfan, Zalokar, Cossovcl, Budal, Magušar, Jeras, Simpli und Kuglmayr. Sodann erfolgte unter klingenden Spiel der Heimmarsch der jungen Schützen. Allen Förderern des Festes, den P. T. Kommandanten u. Behörden und insbesondere der Forst- und Domäuendirektion in Görz (für die Gewährung freien Eintrittes in den sonst abgesperrten Panowitzer Wald) wird im Namen der Anstalt der wärmste Dank ausgesprochen. 9. Stundenübersicht über den Unterricht in den obligaten Gegenständen ohne Rücksicht auf die Parallelklassen und auf den italienischen, bzw. slov. Separatkurs im Schuljahre 1912/1913. Wöchentliche Stundenzahl in der GEGENSTAND I. II. III. IV. V. VI. VII. Zu- Klasse sammen Religion 2 2 2 2 2 2 1 13 Deutsch (als Unterrichtsprache) 6 5 4 4 3 3 4 29 Französische Sprache — — 3 3 3 3 3 15 Landes- ! ^lienisch 4 4 4 4 3 3 4 26 sprachen: Slovenisch 4 4 3 3 3 3 3 23 Geographie 2 2 2 2 1 1 — 10 Geschichte 2 2 2 2 3 2 3 16 Mathematik 3 3 3 4 4 4(3) 5 26 (25) Geometrisches Zeichnen — 2 2 3 3 3 2 15 Naturgeschichte 2 2 — - 2 2(3) 3 11 (12) Physik — — 3 2 — 4 4 13 Chemie — — — 3 3 2 — 8 Freihandzeichnen 4 4 4 3 3 2 3 23 Schönschreiben 1 1 Turnen 1 1 I 1 1 1 1 7 mit Italienisch 27 27 3U 33 31 32 33 213 Summe mit Slovenisch 27 27 29 32 31 32 32 210 III. Uerzeichnis der in den oberen Klassen gegebenen Aufsätze. Redeübungen. Die mit * bezeichnten Themen sind Hausarbeiten. 1. Deutsche Sprache. 1) Aufsätze: V. Klasse a und b. *1. Blüten und Hoffnungen. — 2. Der kulturgeschichtliche Hintergrund der Nibelungensage. — 3. Des Menschen Engel ist die Zeit. — *4. Die Lage von Gürz in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung. — 5. Mein Lieblingsheld im Nibelungenlied. — 6. Walther von der Vogelweide als politischer Dichter. — 7. Die welthistorische Bedeutung der Staufer. — *8. Im Verhältnis zur Natur können wir uns groß und klein fühlen. — 9. Der Wert des Fußwanderns. — *10. Es scheint ein Mann oft sehr gering, Durch den Gott wirket große Ding. Dr. A. Depinyi. VI. Klasse. 1. Zur Wahl: a. Welche Bedeutung kommt der Erholung im menschlichen Leben zu ? b. Dio lebendige Kraft unserer Erde. — *2. Lessings Bedeutung für die deutsche Literatur. — 3. Zur Wahl: Ci. Von der Selbstbeherrschung b. Der Charakter Egmonts in Goethes Drama. — *4. Goethes „Fischer4 und Schillers Fischerlied in „Willi. Teil“. — 5. Zur.Wahl: a. Was ist vom Bau der Denkmiller zu halten ? b. Über den Mut. C. Erinnerungen aus meiner Kindheit. — 6. Zur Wahl: a. Der Charakter Werthers in Goethes Roman, b. „Nicht Waffen und der Mann,, — “Das Werkzeug und der Mann,, sollte heute unser Epos heißen.“ Carlyle. C. Gedanken beim Betreten eines Friedhofes. — *7. „Meeres Stille“ und „Glückliche Fahrt.“ Ein Vergleich. -- 8 Zur Wahl: a. Die Zustände in Deutschland bei Beginn der Reformation, b. Der Charakter Weislingens. C. Menschengeist und Menschengliick. — *9 Wie hat Schiller den Sturm und Drang überwunden? — 10. Zur Wahl: 0- Was in des Dammes tiefer Grube Die Hand mit Feuers Hilfe beut, Hoch auf des Turmes Glockenstube Da wird es von zeugen laut. (Schiller.) b. Phönizier und Engländer. c- Etwas fürchten und hoffen und sorgen Muß der Mensch für den kommenden Morgen. Schiller. Dr. F. Hörbnrgcr. VII. Klasse. 1. Der Eindruck von Ruinen. — *2. Orest und Pylades. — 3. Bildung macht frei. — 4. Was man ist, hat man ändern zu verdanken. Goethe. *5. nEs ist kein größeres Unheil als Gesetzlosigkeit.“ Sophokles. 6. Aus welchen Ursachen wird Wallenstein von seinen Anhängern verlassen? — *7. Verwandte Gestalten in Goethes „Egmont“ und Hebbels „Agnes Bernauer.“ — Viel besser tot, Als leben und nicht leben. H. v. Hofmannsthal. *(J- Dreifach ist der Schritt der Zeit: Zögernd kommt die Zukunft hergezogen, Pfeilschnell ist das Jetzt entflogen, Ewig still steht die Vergangenheit. Schiller. 10. Reifeprüfungsarbeit. Dr. A. Depinyi. 2. Italienische Sprache. V. Klasse. L 11 padre Cristoforo. — *2. Origine della lingua italiana. — 3. La vendeinmia. *4. La madre. — Nei dolori e nelle lunglie h'aversie della vita, un solo angelo consolatore ci troviamo al fianeo: nostra madre. — 5. Se avessi cento corone 1 — *6 La Pestilenza di Firenze nella descrizione del Boccaccio e quella di Milano nei „Promessi Sposi'1 di A. Manzoni (Confronto). — 7. II carbone bianco. -- *8. Breve riassunto della Canzone del Pe-b’arca „Spirto gentil....“ — 9. Q.aale fine si prefigge Dante nello «crivere la sua Divina Commedia? — 10. II tempo passa e non ritorna piü. — VI. Klasse. 1. Le figure allegorielie nei due primi canti della Divina Commedia — *2. Quäle & il vostro autore preferito? Perchč? —■ 3. L’ epigrafe piii durevole e quella che 1’ uomo si scolpisce da sfe. — *4. L’ incontro di Dante con Farinata degli Uberti — 5 Se avessi cento eorone! — 6. Pier delle Vigne. — *7. Paolo Mantegazza, richiesto (|uale fosse il piii bel libro, rispose: „II gran libro della natura “ — Clio ve ne pare ? Dite ciö che ne pensate! — 8. Premesso un cenno intorno agli intendimenti morali e sociali deli’ opera di Giuseppe Parini, fate un breve rias-sunto del „Mattino.“ — *9. Tema a scelta — 10. Illustrate questi versi del Parini : „Giustizia entro al tuo seno — Sieda e sul labbro il vero.“ Prof. M. Kurschen. VII. Klasse. *1. Talvolta b ruvida la buccia, ma il sugo h squisito. — 2. Si illustri la terzina dantesca: Sempre natura, se fortuna trova Discorde a se, come ogni altra seniente Fuor di sua ragion fa mala prova; (Parad. VIII.) *3. Babbo e mamma non campano sempre. — 4. .... esser conviene Amor sementa in voi d’ ogni virtude; (Purg. XVII.) *5 La stanzetta d’uno študente povero — 6. La figura di Ge-rione nel canto XVII. dell’Inferno. — *7 I miei castelli in aria. *" *8. La mušica fonte d’ ispirazioue e d’educazione. Prof. L. Girardelli. Slovenische Sprache. V. Klasse. *1. Pravlijca iz domačega kraja. — *2. Dogodek iz pretoki'j1 počitnic. — 3. Vaška lipa. — *4. Človeško vedenje živali v živalski pravljici: Vojska med volkom in psom. — 5. Življenje v mestu in na deželi. — *6. Kaj nas spominja v narodnih pesiti'*1 o kralju Matjažuyna njegovega očeta. — *7. a. Obleganje AjdoV' s k ega gradca. b. Črtomirov značaj. — 8. Gregorčičeva „Oljka.-* "f* *9. Na spomladanskem sprehodu. — *10. Znameniti dogodki mesta Ogleja. VI. Klasse. *1. Na jesenskem lovu. — *2. Zakaj nastajajo velika mesta ob velikih rekah. — 3. Geronov načrt. — 4* a) Kako naznanja zima svoj prihod, b) Andrejev sejm. — 5. Solze-kakšno vlogo igrajo v človeškem življenju. — *6 a) Kako nam koristijo gojzdi. b) Čengič-aga v prvem delu pesnitve. — *7. Prizor ob Morači (po Mažuraniču). — 8. Boj se onoga, tko je viko bez golema mrijet jada. — *9. a) Ogenj v službi človeka, b) Zakaj se v družbi tako čestokrat govori o vremenu. — *1U. Avstrija in Napoleon. VII. Klasse. *1. Pojasniti je pregovor: zlato orožje gotova zmaga — *2. Vojske neprijazno lice. — 3. Ta ni možak, ta ni za rabo Kdor tujih videl ni ljudi. Fr. Levstik. *4. Shylok pred sodnjim dvorom. — 5. V delili svojih sam boš živel večno. — *6. Fortes fortuna. — 7. a) Naj volja tak krepka ko tvoje gore, Naj moč ti bo taka, ko tvojih je rek, Ki trgajo jez in potresajo breg. Sini. Jenko. b) Človeku, ki je vse izgubil, razvretljuje življenje samo upanje. 8. Napoleon leta 1804. — *9. Zrelostna naloga. Prof. Jos. Žilih. IU. Reifeprüfungen. Die mündlichen Reifeprüfungen im Herbsttermin 1911 wurden unter dem Vorsitz des Direktors am 28. und 29. September abgehalten. Die schriftlichen Prüfungen im Februartermin fanden am 24. Februar statt. Zu lösen waren folgende Aufgaben: 1. Französische Sprache: Le sage jugement d’un vieillard. 2. Darstellende Geometrie: a) Man bestimme den Selbst- und Schlagschatten an einem geraden einsersenkrechten Kegelstumpf, der von einer sechseckigen, vorspringenden Platte überdeckt ist. Für den Kegelstumpf ist H = 10 cin., R. 5 cm., r = 2 cm., für die Platte R des umschriebenen Kreises 4 cm., h = 2, 1 = 45° gegen die Achse. b) Nach welchen Methoden werden die Durchstoßpunkte einer Geraden mit einem Kegel bestimmt? Man erläutere don Vorgang an entsprechenden Bildern. c) Der Schnitt eines schiefen Zylinders mit einer doppelt geneigten Ebene ist durchzuführen und man bestimme den Schatten auf diese Ebene. Die mündlichen Prüfungen im Februartermin wurden am 27. Februar unter dem Vorsitz des k. k. Landossehulinspektors Dr. Robert Kauer und am 28 Februar unter dem des Direktors abgehalten. ÜBERSICHT. flffentl. SchQler Externe Sommer-Termin 1911. Zur Reifeprüfung meldeten sich 34 2 Der schriftlichen und mündlichen Prüfung unter- zogen sich 28 2 Darunter zum erstenmal 27 2 Es erhielten: ein Zeugnis der Reife mit Auszeichung . . 1 — ein Zeugnis der Reife 21 1 Reprobiert wurden : auf ein halbes Jahr 6 — auf ein Jahr 1 Herbst-Termin 1911- Zur Reifeprüfung meldeten sich 6 — Ein Zeugnis der Reife erhielten 4 — Reprobiert wurden auf ein halbes Jahr .... 2 Februar-Termin 1912. Zur Reifeprüfung meldeten sieh 8 — Ein Zeugnis der Reife erhielten 7 Reprobiert wurde auf ein halbes Jahr .... 1 ~ Verzeichnis der in den drei Cerminen reiF erklärten Prüflinge. E N NAME Geburtsort Lebensalter (Jahre) Studiendauer (Jahre) Gewählter Beruf, bzw. weitere Studien 1. Abel Egon Triest 18 8 unbestimmt 2. Abram Eduard Tupelče 18 7 Technik 3. Bano Karl Divača 18 7 unbestimmt 4. Bernot Friedrich Wippach 19 7 ■ unbestimmt 5. Bosch Johann Wien 19 7 Privatbeamter 6. Buttignon Karl Görz 21 8 Tierarzt 7. Caldana Alois Manzano 17 7 Elektrotechnik 8. Cappon Anton Görz 21 7 unbestimmt 9. Corgnolan Alois Zell am See 19 9 unbestimmt 10. Del Piero Fabius Görz 19 8 Technik 11. Deu Raimund Laibach 20 10 Eisenbahndienst 12 Dittrich Lothar Görz 17 7 Beamtenstand 13. Dörfles Bruno Görz 18 7 Beamtenstand 14. Dörfles Josef Görz 17 7 Versicheruiigs- tcchnik 15. Fleischer Leo Fiume 19 9 Technik 16. Fornasir Rudolf Cervignano 20 . 7 Eisenbahndienst 17. Gius Albert Mariano 17 7 Tierarzt s N NAME Geburtsort Lebensalter (Jahre) Studien- dauer(Jahre) Gewählter Beruf, bzw. weitere Studien 18. Kovacig Hadrian Görz 19 7 unbestimmt 19. Mauri Guido Udine 17 7 Akademie der bild. Künste 20. f Mudrovčič Max Brazzano 19 8 Tierarzt 21. Paskoevich Friedrich Veruda 20 8 Tierarzt 22. Paškulin Josef S. Peter b. Görz 17 7 Exportakademie 23. Peters Othmar Pola 20 9 unbestimmt 24. Prinzig Johann Görz 18 8 Elektrotechnik 25. Savorgnani Franz, von S. Peter b. Görz 18 7 Forstwesen 26. Schollmayer-Lichtenberg Albin, von Schneeberg. Krain 20 8*/. unbestimmt 27. Scubli Liberius Görz 20 9 Eisenbahndienst 28. Spanghero Lucian *) Pieris 19 7 Technik 29. Sprymar Erich Dol 18 7 Forstwesen 30. Terpin Ernst Görz 23 8 Privatbeamter 31. Turnay Edmund Görz 18 8 unbestimmt 32. Vitass Marius Parenzo 18 8 Postbeamter 33. Jenčič Anton Mengeš 25 9 unbestimmt 34. Endrizzi Leopold Bozen 29 Externist *) reif mit Auszeichnung. Sommer-Germin 1912. Es meldeten sich sämtliche Schüler der 7. Klasse, ferner Babnik Wilhelm und der Externist Uršič Josef. Bei den schriftlichen Prüfungen, welche vom 10.—13. Juni abgehalten wurden, waren folgende Aufgaben zu lösen : I. Deutscher Aufsatz nach freier Wahl unter den folgenden drei Themen : 1.) „Laßet lins sein Beispiel lehren, was der Mensch über sich vermag 1“ Schillers Witwe an ihre Kinder. 2.) Ein jeder lernt nur, was er lernen kann. Doch der den rechten Augenblick ergreift, Das ist der rechte Mann. (Goethe.) 3.) Österreich, das Land der Naturschönheiten. II. Französisch: Moisson d’öpees. (Poesie.) Nacherzählung. III. Landessprachen: 1.) Italienischer Aufsatz nach freier Wahl unter den 3 Aufg.; fl) Cosa penserebbero i nostri grandi trapassati, se dalle loro toinbe potessero levaro il capo a contemplare le ardite con-quiste della scienza moderna? b) Della grande importanza che ha il Danubio per la monar-chia austro-ungariea. c) La storia insegna che non si offendono impunemente le grandi ragioni della giustizia e della umanitk. 2.) Slovenisčher Aufsatz nach freier Wahl unter den 3 Aufg.; fl) Slavni dnevi in avstrijske preteklosti. b) Naš bojs prirodo. C) Zakon nasave je tak, da iz malega raste veliko. IV. Darstellende Geometrie: 1.) Ein hohler Ilalbkegel ist oben von einem Halbzylinder umrandet. Die hier auftretenden Schatten sind mit Tangenten an die Schattenkurven zu bestimmen. 2.) Eine regelmäßige fünfseitige Pyramide, die auf der Ein-serebene aufsteht und eine dreiseitige schiefe Pyramide in oiner Kreuzrißebene durchdringen einander. Man bestimme auch den Selbst- und Schlagschatten der Körper. Grundzahlen für die gerade Pyramide: A B C D E in n(V (O, 6, 0), A (3.5, 5, U), Il — 7. Grundlläche der zweiten Pyramide M NP in einer grundrißproiizierenden Ebene: M (3.5, 3, 0); P: (6, 10, 3); N (5, y, 0), wobei M' P' die Grundrißspur der Basisebene ist. Spitze (— 4, 9 5, 3). 3.) Die Hyperbel ist als perspektives Bild eines Kroises darzustellen. Die mündlichen Reifeprüfungen finden in der Zeit vom 5.—8. Juli statt. Den Vorsitz wird Herr Schulrat Direktor i. K. Justus Hendrych führen. V. l/ermehrung der Lehrmittelsammlungen. 1. Lehrerbibliothek. a) Fortsetzungen. I. 18. Kleyer, Enzyklopädie. — I. 25. Zeitschrift für das Realschulwesen pro 1912. — 111. 124. Verordnungsblatt für den Dienstbereich des k. k. Minist, f.K. u. U. pro 1912. 2. Expl. — VII. 445. Grimm, Deutsches Wörterbuch. — 3 Lief. — XII. 842 Schriften des Vereines zur Verbreitung natur-wiss. Kenntnisse in Wien. 51. Bd. — 1. 1124. Zeitschrift für deutsches Altertum u. deutsche Literatur. 53. Bd. Gcschcnk d. k. k. Minist. — Vlll. 1137. Geographischer Jahresbericht, Jahrgang IV, V u. VI. — VII. 1195. Hettner, Geogr. Zeitschrift pro 1912. — XIV. 1219. Die Kunst, Monatshefte für freie u. angewandte Kunst pro 1911.—I. 1246 Ljubljanski Zvon pro 1912. — VI. 1285. Ans. Salzer, 111. Geschichte. Lief. 42- 47. — XIII. 1370. Fr ick, Physikalische Technik. II. B. 1. u. 2. Abt. — VI. 1407. Veda pro 1912. — III. 1408. Zeitschrift für Kinderschutz und Jugendfürsorge pro 1912. — XIII. 1344. E. Poske, Zeitschrift für den physik. u. ehem. Unterricht pro 1912. b) Neuanschaffungen. 1. 1390. Rieh Wen graf, Jahrbuch des höh. Unterrichtswesens pro 1912. — VI. 1410. Alfrede Nota e Pietro Fontana, Pagine gaie e pagine forti. Mailand. — VI. 1417. Pietro Rossi, Verona c il lago di Garda. Bologna 1908. — VI. 1418. Lectura Dantis, 19. Lief, Florenz, 1901. — 111. 1419. Franc. Piscopo, Mille nuovi temi svolti. 1910. — III. 1420. Franc. Piscopo, Mille temi svolti. 1910. — 111. 1421. Franc. Piscopo, Cinquecento nuovi temi svolti. 1911. — VIII. 1422. Joh. Lemke, Die Reisen des Venezianers Marco Polo im 13. Jahrhundert. Hamburg 1908. — VII. 1423. A. Schicsing, Deutscher Wortschatz oder der passende Ausdruck. Esslingen 1907. — IX. 1424. Gugl. Ferrero, Grandezza e de-cadenza di Roma. Mailand 1909-10. — VIII 1425. Fried. Umlauft, Österreichs Land und Leute in Wort und Bild. Wien. — VI. 142G. Olto Jespersen, Lehrbuch der Phonetik. 1904. — XIII. 1427. Arthur Buntrock, Chemische Zeitschrift mit Patentschriftnesammlung. Berlin 1911. — XVII. 1428. J. Kl au her, Handbuch zur praktischen Beurteilung des Staatsvoranschlages für 1912. Wien 1911. — III. 1429. August Seheindier, Verhandlungen der II. Konferenz der Direktoren der Mittelschulen im Erzh. Oesterreich unter der Enns. Wien 1905-07 — VIII. 1430. Karl Zeh den, Handelsgeographie, Wien 1911. — III. 1431. Dr. Leo Burgerstein u. Dr. Aug. Netolitzki, Schulhygiene. Leipzig 1912. — XIV. 1432. Anonymus, Ein Ausflug nach Italien. Leipzig. — VII. 1433. Hans Schulz, Deutsches Fremdwörterbuch Strassburg 1910. Lief. 1—3 — IX. 004. Jakob B u rek h ar d t, Geschichte der Renaissance in Italien. 4. Aufl. Prof. J. Žilih. 2. Schülerbibliothek. a) Deutsche Abteilung, Durch Ankauf: Berg, Deutsche Märchen. — Scheffel, Juniperus. — Nibelungenhort. — Storm, ges. Schriften. — T o lstoj, Der Überfall. — (-> erstiieker, Abenteurergeschichten. — Deutsche Jugendbüeherei. — Oertzen, Aus einsamen Tälern. — M ü g g e, Sam Wiebe. — Drost e-II ii 1 s-h o f f, Judenbuche. — Polen z, Novellen. — Björnson, Solbakken. — Keller, Das Fähnlein der 7 Aufrechten — Hebbel, Agnes Bcrnauer. — Bibliothek wertvoller Novellen, Band 5-12. — Saar, Innocens (9 Exemplare) — Eyth, Aus dem Wanderleben eines Ingenieurs. — Ertl, Ausgew. Novellen. — G o 11 h e 1 f, Hans Joggeli. — B c h a g h e 1, Die deutsche Sprache. — M ö I 1 h a u s e n, Maior Domus; Ilochlands-pfeifer, Spion — H rusc h k a, Der graue Mann — P a s c h a 1 i, Grenzkapitän Bernhardt — Schott, Der lctzto Richter. — Galen, Das Irrlicht von Argenti&rcs — Schiller, Kabale u. Liebe (5 Exempl.) — Shakespeare, Julius Cäsar (7 Exemplare). — Arens, Der Sohn des Mufti. — Wagner, Das Steppenroß — Scott, Quentin Durward. — V o 11 m e r, Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe. — G o c t h o, Willi. Meisters theatralische Sendung. — R. M. M oy e r, Deutsche Literatur des 19. Jahrhunderts. — Kappstein, Peter Rosegger. — Ranke, Die deutschen Volkssagen. — Nibelungenlied, übers, von Simrock. Durch Schenkung: Vom k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht: Festschrift des üst. Lloyd. Vom Prof. Dr. Depiny : Uhlands Werke. Vom Schüler Di ßlas (IV. b Klasse): T r o I-ler, Hung-li. Dr. F. Hörburger, Kustos. b) Französische Abteilung. Anthologie franz. Prosaiker. — Barante, Jcanne d’Arc. — Boissonnas, Une famille pendant la Guerre de 1870-71. — C a n i v e t, Enfant de la Mer. - Cervantes, Don Quichotte de la Manche. — C h a i 1 1 e y-B e r t, Pierre, le Jeune Commergant. — Chateaubriand, Napoleon. — C h a-t e I a i n, Contes du Soir. — Skizzen u n d E r z ä h 1 u n g e n. — G a s p a r d, Les Pays de France. — Französische Kriegsnovellen. —Maeterlinck, La vie des Abeil-les. — Maistre, Le Lepreux de la Cito d’Aoste. — M o 1 i & r e, Le Misanthrope. — M o 1 i b r e, L’Ecole des Maris — Souve-stre, Au Bord du Lac. — Franqois, Pauvres Gons. — G a g n e b i n, Soeur Vic. — Las C a s e s, Mömorial de Sainte Ildlfsne. — Margueritte, Paul et Victor, Le Desastre. — Narouze, A travers la Tourmente. Dr. Joh. Gregorin, Kustos. C) Englische Abteilung. Durch Ankauf: M u r y a t, Peter Simple. — W i t z e 1-Gougli, Alles lebendige Übung — Bierbaum, History of English Literature. — Gaspey, Englisches Lehrbuch. — Schatz man n, Englischer Lehrgang. — Sch m i d t, Englische Unterrichtssprache. — Nade r-W ü rznc r, Elementarbuch (4 Exempl.) Durch Schenkung vom Verlag Frey tag u. Tempsky, Wien: K i p 1 i n g, Three Stories from tlie Jungle Book; Thre Stories from tlie Second Jungle Book. (2 Exemplare). — L o n g t e 1- 1 o w, Evangelinc (2 Exempl.) — Ledere r, Seven Tales by American Authors (2 Exempl.) — TT u m e, The Hundred Years’ War (2. Exempl.) — Vom Verlage Alfred Holder, Wien: N a d c r-W ii rznc r, Elementarbuch (2 Exempl.) Dr. F. Hörburger, Kustos. d) Italienische Abteilung. A r d i g ö, La scienza dell’cducazione. — B a c c i n i, Come andö a flnire il pulcino, Memorie d’ un pulcino, Cristoforo Colombo. — Barboni, Pagine divertenti. — B a r e 11 i, Lettero. — B a r z i n i, NclPestremo Oriente, Fiammiferino. — Becke r, La capanna. — B e r n i n i, Cinquecento sinonimi. — Bertac-c h i, Canzoniere, Alle sorgenti, A’ tior di silenzio. — B e r t o 1 i, L’arte nella scuola. — Boccaccio, Novelle scelte. — Cae-t a n i, La materia della Divina Commedia (2). — C a n t u, La Lombardia ncl secolo XVII. — Capuana, Scliiaccianoci, Pagine sorridenti, Stato a sentire, C’ era una volta... (2), II Drago (2), Scurpiddu, Spera di solo (2), Fanciulli allegri, lieginotta. — C a r c a n o, Angiola Maria, Novelle. — C a r d u c c i, Qa ira. — Cioci, Lucignolo (2), Befannio Paoluceio e Asciuttino Me-nelik, Bambola, Mocolo (2), Fioretti, Nel regno dei ragazzi. — Coli odi, Racconti delle fate (2), Chitarrino e Tirandello, Viag-gio per 1’Italia (2), Gianncttino, A v venture di Pinocehio (2), II testamento di Berlingaccio — Col o ra bi, I piü cari bimbi — D’A z e g 1 i o, Ettore Fieramosca, Nicoh'» de’ Lapi. — U e A m i-cis, Lettere scelte. — D c Bcnedetti, Verso la meta. — D u p r 6, Pensieri sull’arte. — G i a c o s a, Partita a scacchi, Come le foglie. — G i u s t i, Epistolario (2 vol.) — Grossi, Marco Visconti. — Kling er, A bordo di S. Marco. — Lopez, Nei paesi del Nord. - M a r c h i o, Esercizi sui sinonimi (2). — P a s c o 1 i, Canti di Castelveceliio, Primi poemetti, Nuovi poemctti. — It i t i s, Cuori ben fatti. — S a 1 g a r i, Nel paese dei ghiaeci, II continente raisterioso (2), Al polo australe in ve-locipede — Sel a ve ra n o, Per la mamina, Piecoli semi. — Tumiati, Tripolitania. Vecchi, Caece. — V e r g a, Cavalleria rusticana, Per le vie, Storia d’ una capinera, Eva, Tigre reale, La caecia al lupo. e) Stovenische Abteilung. Durch Ankauf'. A 1 e S o v e c, Ne v Ameriko ! - M i 1 č i n- s k i, Pravljice. — S i e n k i e w i c z, Potop. — Aškerc, Junaki, Akropolis in Piramide, Pesnitve. — Cankar, Volja in moč, Bela krizantema. — B e č i č, Zaobljuba. — La h, Brambovci II d. — Mencinger, Izbrani spisi. — Verne, Kapitan Hat-tcras. — Slov. mat., Zabavna knjižnica zv. 23, Knezova knjižnica. — Simunovič, Tudjinac. — D e v <5 i č, Ugkošlca osveta. — B e č i č, Prokleta kuča. — Voj n o v i ž, Smrt majke Jugovičev. — T o m i č, Zmaj od Bosno — K u m i č i č, Primorci. — Salonska knjižni'a XIII. zv. — Ilešič, Slovanski spomini in jubileji. — Letopis Matice Slov. za 1. 1911. — Koledar druž. sv. Mohorja za 1. 1912 -- Jurčič, Deseti brat. — Meško, Mladim srcem. — Lampe, Zrodbe sv. pisma 17 sv. — Trunk, Na Jutrovem — Štrekelj, Slov. nar. pesmi, 14. sv. — Ljubljanski Zvon I 1911. — Slovan 1. 1910, 1911. Durch Schenkung: Slov večernice 52., 53., 55. zv. — Medved, A. M. Slorašek-Stritar, Lešniki. - Si e g o r s c h m i e d, Pamet in vera. — Življenje svetnikov, vom Schüler Čančer (V. b Klasse) Dr. J. Pretnar, Kustos. 3. Geographisches Kabinett. Durch Ankauf: Sydow Ilabenicht, Österreich-Ungarn. — Stenta, Carta corogralica dei Litorale. — Kiepert II., Wandkarte der alten Welt. — Baldamus, Deutschland und Oberitalicn im 19. Jahrhundert fseit 1815). — Gerasch, Pcndl und Heilmann,. 8 geographische Charakterbilder aus Österreich. — Goering-Schmidt, Ausländische Kulturpflanzen, 5 Tafel in Farbendruck. — Holzels, Geographische Charakterbilder, 3 Tafeln. — Lehmann, 7 geographische Charakterbilder. — Ilölzel, Stadtbild Wien. — Lang), 3 Bilder zur Geschichte. Durch Schenkung: Marine Galerie (Ansichtskarten Album) von Druckereibesitzer Andreas Gaberšček. Prof. O. Sigmund, Kustos. $. Naturhistorisches Kabinett. Durch Ankauf'. Mineralogisches Mikroskop MV von C. Reichert. — Objektiv 18 b, nutn. Apertur 1‘30 für homogene Immersion. — Beweglicher Objekttisch. — Heizbarer Objekttisch mit ErwilrmungsVorrichtung. — Apparat für den Plateau’schen Versuch. Durch Schenkung: Unterkiefer von Hipparion mediterra-neum, von Ferd. Berinda, VII. Klasse. Prof. F. Seidl, Kustos. 5. Physikalisches Kabinett. Neuanschaffungen: a) Apparate: Apparat zum Nachweise der Stabilität der Schwingungsebene des Pendels. Akkumulatorenbatterie von ß Zellen — b) Vcrbrauelisgegenstände und Werkzeuge : 3 Glühlampen verschiedenen Systems. Platindraht. 3 Glaswannen. 10 Kochkolben in verschiedener Größe 2 Sätze Bechergläser. 1 Ballon Akkumuhitorensäure. 2 Stiick Porzellanschalen. 2 Stück Porzellontiegel. 10 Kautschukstöpsel. Tragtornister fllr den photographischen Apparat. Prof. J. Košnik, Kustos. 6. Chemisches Laboratorium. Durch Ankauf: Ein Projektionsapparat. Eine kleine Kollektion von Projektionsdiapositiven aus der chemischen Technologie. — Außerdem wurden die allernotwendigsten Verbrauchsgegenstände angeschafft Prof. Dr. Papež, Kustos. 7. Geometrisches Kabinett. Durch Ankauf: 1 Tafellineal mit Parallelflihrung (System Kuglmayr), 1 Ellipsenlineal. Wirkt. Lehrer R. Nachtigall. Kustos. 8. Lehrmittelsammlung für Zeichnen und Kalligraphie. Durch Ankauf: Gipslioclireliefs : Da3 Lachen, das Woinen und der Zorn von Professor Heller. Dantebliste. Maske Moltkes. Maske Wagners. Christuskopf von Ritsche!. Weibliche Büste von Donatello. Kopf eines lachenden Kindes von Settignano. Tiger. Andel, moderner Zeichenunterricht. Bengler, Leitfaden für den Zeichenunterricht nach der Natur. Baustile v. Schneider und Metze. „Italiens Ilauptdenkmale“. Durch Schenkung'. Vom Schüler Schnerr (Il.a) japanische Vasen. Prof. Ottokar Wohanka, Kustos. Ul. Hohe Uerordnungen und Erlässe. Gymuasialdirektor Dr. Josef Tominšek wurde für die Zeit vom 1. Februar 1912 bis 1. Juli 1914 mit den Funktionen eines Fachinspektors für den Turnunterricht an Gymnasien, Realschulen, Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalten in Krain im Küstenland, in Dalmatien und an den Anstalten gleicher Kategorie mit ital Unterrichtssprache in Tirol betraut. (Min.-Erl. vom 25. Jänner 1912, Z. 41566-1911; Statt.-Erl. VII. 876-12 vom 16. Februar 1912.) Mit Erlaß G. S. 56-12, vom 15. Jänner 1912. wurde die Erhöhung der Jugendspielbeiträge auf 1 K und der Bibliotheksbeiträge auf 2 K genehmigt. Auf Grund des Min-Erl. vom 1. Jänner 1912, Z. 31068, sind die Schüler zu warnen, Lehrbücher ohne Approbationsklausel zu kaufen, da diese unbedingt verboten sind (G.S 115 12 v- 2. Februar 1912). ’ Uli. UnterstützungsWesen. 1. Stipendien. liber die Anzahl der Stipendisten und der Stipendien vgl-Abschnitt XIV. 9. Die Stipendien waren: 1.) 13 vom k. k. Finanzministerium, bzw. von der k. k. Finanz-Direktion in Triest aus dem Fonde der öefällsstrafgekler- Überschüsse verliehene Handstipendien u. zwar 1 im Betrage von 100 K für einen Schüler der Vorbereitungsklasse und je eines zu 200 K für einen Schüler der III. a und III. b Klasse; 2.) eine Jiibilitums-Staatslotterie-Stifiung (Dep. Ia N.o 83, vom 12. Februar 1910) im Betrage von 400 K für einen Schüler der III. b Klasse. Ein Hofrat Josef Zucchiatti'sches Stipendium im Betrage von 224 K und ein Stipendium der Stiftung Pitoritti wurde mit Semesterschluß entzogen und ein 2. Pitorittistipendium sistiert. 2. Anderweitige Geldunterstützungen. Von den Zinsen aus der Karl VOll Kanotay’schetl Stiftung für 1911 im Betrage von 20'29 K erhielten 4 Schüler der G. Klasse als Reisenunterstützung für einen naturwissenschaftlichen Ausflug nach Triest unter Leitung des Prof. Furlani je 2-5 K und ein Schüler der I. a Klasse 10'29 K. Von Schülern veranstaltete Fußballwettspiele warfen einen Reingewinn von 26 K ab, der der Direktion zur Verteilung übergeben wurde. Je ein Schüler der III. a umi III. b Klasse erhielt davon 13 K. Ein würdiger Schüler der IV. a Klasse bekam zur Ermöglichung des Weiterstudiums von Sr. Durchlaucht dem Herrn Statthalter, Prinzen zu Ilohenlohe-Schillingsfürst in der bekannten hochherzigen Weise 200 K u. von Herrn A. Körting 20 K. 3. Jlrmenbücherlade. Im Berichtsjahre wurden G04 Exemplare von Lehrbücherfli bezw. Atlanten an 135 arme und bravo Schüler ausgeliehen-Neu angekauft wurden 56 Exemplare. An Spenden liefen von der Verlagsbuchhandlung Fromme 7, Pichlers Witwe 4, llölder Tempsky 30, vom k. k. Schulbücherverlag 33 Exemplare eiD’ Die Direktion spricht den edeldenkenden Wohltätern, d'0 sich armer Schüler hilfreich annahimn, den wärmsten Dank auS' + * Will. Religiöse Übungen. Für die katho'ischen Schüler wurden diese Übungen unter der Leitung des Herrn Professors Schulrat Dr. II i 1. Zorn in der vorgeschriebenen Weise abgehalten. Am 12. Oktober 1911, am 4. März und am 24 Mai 1912 war gemeinschaftlicher Empfang der hl. Sakramente der Buße und des Altars. Während der Pfingsfeiertage empfingen 28 Schüler das hl. Sakrament der Firmung. Am 6. Juni beteiligten die sich kath. Schüler unter Führung des Direktors und eines Teiles des Lehrkörpers au der Fronleichnamsprozession. Der Gesang beim gemeinsamen Scliul-Gottesdienste wurde vom Sängerchor der Anstalt unter Leitung des Voksschullehrers Rudolf Schön besorgt PSD» IX. Gesundheitspflege. Schüler-Ausflüge. 1. Schulärztlicher Dienst. Zufolge Min.-Erl. vom 30. Dezember 1911, Z. 40198/11, bzw. G. S. 47/9-10, vom 14. Jänner 1912 bleibt der schulärztliche Dienst unter den bisherigen Modalitäten bestehen. Zur Untersuchung gelangten heuer, der bestehenden Vorschrift entsprechend, nur die Schüler der I., III., V. und VII. Klasse, sowie diejenigen der beiden Vorbereitungsklassen. Im ganzen erstreckte sich also die schulärztliche Untersuchung auf 9 Klassen mit zusammen 273 Schülern. Jene Schüler der ersten Jahrgänge, welche keine Impfnarben aufwiesen, wurden in der Anstalt selbst seitens des Herrn Stadtphysikus der Impfung unterzogen. Erfreulicherweise mußten manche im verflossenen Schuljahre 1910-11 als „Überwachungsschüler“ Geführten heuer nicht mehr als solche qualifiziert werden — ein Erfolg der seitens des Schularztes an die betreffenden Eltern ergangenen „Mitteilungen ' und ein Beweis für die Notwendigkeit, die Schuljugend unter ärztliche Aufsicht zu stellen. Anläßlich der Schtileruntersuchungen wurde den hierorts üblichen Landessprachen durchaus Rechnung getragen; konnten dadurch einerseits durch etwaige Mißverständnisse bedingte unsichere Ergebnisse vermieden werden, so steigerte dieser Umstand anderseits auch das Vertrauen der Schüler zum Schulärzte u. löste manche Zunge, die die Härte einer immerhin weniger geläufigen Sprache scheute. Als Untersuchungslokal mußte mangels eines anderen Raumes wie im Vorjahr ein geräumtes Klassenzimmer dienen. Leider fehlte es auch heuer an einem Meßapparat zur Bestimmung der Körpergröße; für das Abwägen der Schüler mußte eine Wage gemietet werden. Nach Beendigung der Schüleruntersuchungen wurden 1-2 mal im Monate Sprechstunden in der Anstalt abgehalten. Um müssigen Schulversäumnissen entgegenzuwirken, wurden von den Klassenvorständen sehr oft schulärztliche Zeug' nisse gefordert. Anläßlich der Ausschließung eines Schülers von der Anstalt wurde zuvor ein schulärztliches Gutachten eingeholt. Über die Ergebnisse der Schüleruntersuchungen mag die Tabelle auf S. 38 f. Aufschluß geben. Außerdem gelangten zu Beobachtung*): je ein Fall von angedeutetem Wolfsrachen, hypertrophischen Nasenmuscheln, Augenmuskelstörung, Kopfläusen, überzählimgem Zahn am Gaumen, Augenprothese, Milzvergrößerung, Taetowie-rting, Prügelstriemen, Hypospadie, Kryptorchismus, Veitstanz; je zwei Fälle von Schielen, Augenlinsentrübungen, adenoiden Vegetationen, Tachykardie, venerischen Erkrankungen ; je drei Fälle von: Ozaena, poliomyelitischen Lähnungen u. fünf Fälle von Scabies. Vorschriftsgemäß, diesmal am Beginne des Sommerseme-sters, wurde die gesamte Anlage u. Einrichtung der Schule einer Besichtigung unterzogen u. der darüber verfaßte Bericht an die Unterrichtsverwaltung geleitet. Die Klassenbesichtigungen wurden in ein „Tagebuch“ eingetragen. Über den Freikurs für Somatologie, Physiologie und Hygiene vgl. S. 15. Bei der am 1. u. 2. März 1912 in Triest abgehaltenen ^Konferenz küstenländischer Mittelschuldirektoren“ hielt unser Schularzt das Referat über „Ärztliche Überwachung der Schuljugend,“ das Correferat hiezu der Berichterstatter. Die Konferenz beauftragte den Referenten, einen „Entwurf für den schulärztlichen Dienst an Mittelschulen“ zu verfassen Mit Befriedigung muß bemerkt werden, daß sich im abgelaufenen Schuljahre Vorurteile gegen die moderne Institution des schulärztlichen Dienstes weniger geltend machten als im Vorjahre. Es ist zu hoffen, daß auch die letzten schwinden u. sich ein richtiges Verständnis dieser zeitgemäßen Einrichtung durchringt. *) Der Übersichtlichkeit wegen wurden im folgenden auch die am k- k. Staatsobergymnasium in (jörz beobachteten Fälle miteinbezogen. 38 — — 39 — Statistik der Sch^funters an der k. k. Staatso^ ^Ischule in Görz Absolute Zahl der Allgemeiner Er-nährungs- u. Kräfte-Zustand Drüsenschwellungen c/2 c/2 *a :CT3 O. CX T3 :3 ■o T3 2-2 68-1 11-3 45 75-0 81-8 70-4 Vorb. 18-2 4-5 36-3 75-0 18-1 45-4 36-4 27-2 5-4 78-3 10-8 2-7 72-9 72-9 62 1 32-4 16*3 2-7 513 162 2-7 5-4 27-0 59 4 29-7 8-1 81-0 8-1 5-4 75-6 72-9 18-9 106 59-4 27 81 56-7 32 7 5-4 35' 1 75-6 27 0 78-3 16-2 16-2 27-0 64*8 72-9 21-6 27 48-7 36-6 14-7 621 40 5 837 81 18-9 lila 24-3 83-7 10-8 135 51 3 16-2 54-0 2-7 10-9 59-4 72-9 27 432 18 9 27 297 2-7 45-9 111 b 12-9 54-8 70-9 74-1 9-6 96 45-1 9-6 3-2 35 4 12-9 61-2 25-9 74i 9-6 3-2 32-2 Va 19-2 7-6 23-0 13-5 34-6 80-7 69-2 46-1 3-8 461 700 11-5 30-7 7-6 38 11-5 63-5 Vb 25-0 12-5 87-5 12*5 583 208 791 16-6 4-1 70'8 41 '6 8-3 70 8 20-8 8-4 VII 2. Dugendspiele. Das k. u. k. Militärstationskommando stellte auch heuer den kleinen Exerzierplatz bei St. Andril der Anstalt an 2 Nachmittagen dor Woche zur Abhaltung der Jugendspiele zur Verfügung, wofür dem genannten Kommando der geziemende Dank ausgesprochen wird. Die Schüler spielten bei günstiger Witterung jeden Mittwoch und Samstag nachmittags durchschnittlich 21j2 Stunden unter Aufsicht des Spielleiters, Supplenten Ferdinand Schnabl. In der Zeit von Mitte Dezember bis Februar mußten die Spiele wegen der durch die Aufweichung des Bodens bewirkten Gefährdung der Sicherheit unterbleiben. Die Schüler der Oberklassen spielten hauptsächlich Fußball, daneben auch Tamburinball, Schleuderball, Tennis und Boccie; die Unterrealschüler Fußball, Faustball, Schleuderball, Tamburinball, Kreisfußball, Sauball, Krocket; ferner Dritten-abschlagen, Katze und Maus, Hinkkampf, Schwarzer Mann, Kreisläufen, Fuchs aus dem Loch u. a. Die durchschnittliche Teilnehmerzahl war 69, d. i. 21% der Schüler. Gespielt wurde an folgenden Tagen: Im Oktober am T; 14., 18., 21., 25 n November 8, 11., 18, 25., 29. ft Dezember 2, 9., 13, Iti. Februar 17., 21., 24, 28. V März 6., ü., 13., 16., 27., 30. V April 10., 13., 17., 20., 24, 27. Mai 1-, 4, 8., 11., 22., 29. n Juni 1-, 5., 8., 12, 19., 22, 26. 3. Ausflüge. a) MaiausFlug. Der Maiausflug fand am 15. Mai statt. Prof. Dr. Hörburger u. Supplent Schnabl machten mit Schülern der II. a, II. b, III. a, IV. b und V. b Klasse einen Ausflug zum Save fall beim Wo-cheinersee ; Supplent Dr. Pretnar machte mit Schülern der V. b Klasse eine zweitägige Radpartie nach Adelsborg und llaidenschaft. Ein Teil der VI. Klasse unternahm unter dei Führung des Prof. Zupančič eine Bergpartie auf den Porezeu. b) Wissenschaftliche flusFlüge. Naturwissenschaftliche Ausflüge unternahm Professor Dr. Furlani mit der L a Klasse am 14. Mai und mit der I. b. am 5. Juni in den Panowitzer Forst, mit der II. a am 8. Mai und der II. b am 12. Juni auf den Coglio, mit der V. a am 5. Mai nach Dornberg-Postclj-Reifenberg, mit der V. b am 12. Mai auf den Sabotino uud mit der VI am 12. Juni in die zoologische Station in Triest. Ausillige behufs geometrischer Messungen im Freien unternahm Supplent Ferjan mit den Schülcrn der II. a und III a Klasse und Prof. Zupančič mit den Schillern der III. b uud IV. b Klasse (Distanz- und barometrische Ilöhenmessungen). Prof. Wohanka machte mit der VI. und VII. Klasse zum Zwecke des Zeichnens im Freien Ausflüge nach Lucinieo, Pa-novitz und Aišovica. X. Meteorologisches Observatorium. Die wissenschaftliche Überwachung des seit dem Jahre 1869 mit der k. k. Staatsrealschule verbundenen meteorologischen Observatoriums hatte Prof. Ferd Seidl Die Stelle eines Obser vators versah wie bisher Herr k. k. Verwalter Johann Bresnig. XI. Aus der Chronik der Anstalt. Das Schuljahr begann am 1(5. September. Vom 16. bis 19. September fanden die Einschreibungen und Aufnahmsprüfungen statt, am 20. wurde der Eröffnungsgottesdienst abgehalten, am 21. begann der regelmäßige Unterricht. Am 4. Oktober fand zur Feier des Allerhöchsten Namensfestes ein Festgottesdienst und am 19. November flir Weiland Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Elisabeth ein Gedächtnisgottesdienst statt Am 2. Jänner starb der Schüler der II. b. Klasse Devetak M., am Leichenbegängnisse am 4. Jänner beteiligten sich die Schüler der Klasse unter Führung ihres Klassenvorstandes und der Direktor. In der unter Vorsitz Seiner Durchlaucht des Herrn Statthalters am 1. und 2. März 1912 in Triest abgehaltenen Direktorenkonferenz hielt Berichterstatter ein Korreferat über das Thema: „Die Bestellung von Schulärzten“ und stellte dabei folgende Leitsätze auf: 1.) Die Schule kann im Prinzip nur mit Begeisterung die Beaufsichtigung der Schuljugend durch einen bestellten Schularzt begrüßen mit Rücksicht darauf, daß die Gesundheitspflege des Körpers auch die des Geistes bedeutet. 2.) Der Schularzt und die Lehrer der Anstalt. — Nicht immer und nicht überall wird die neue Einführung die erwartete Begeisterung hervorbringen wegen der unwcrmeidlichen Meinungsverschiedenheiten zwischen Pädagogen und Schulärzten. Bei der — wenn auch nach so geringfügigen — durch die Neueinführung bedingten Mehrleistung der Lehrer, die sieh zu den anderen neueren Institutionen summiert, sollte für eine entsprechende Verminderung der Berufsverpflichtung, resp. für eine Remunerierug der Mehrleistungen besonders bei Klassenvorständen (wie etwa in Dentschland) vorgesorgt werden. 3). Der Schularzt muß in hervorragender Weise nicht nur in seinem Fache tüchtig und besonders in der Schulhygiene und übeihaupt in der öffentlichen Gesundheitspflege gut bewandert sein, sondern auch Menschenkenntnis, weltmännische Klugheit und Erfahrung und vor allem großen Takt besitzen, um Konflikte mit dem Lehrköper zu vermeiden und um das Vertrauen der Lehrer und der Schüler zu gewinnen, er sollte aber auch materiell so gut gestellt sein, daß er auf keinentanderweitigen Erwerb angewiesen und frei von Existenzsorgen seine ganze Kraft und Tätigkeit der Schule widmen könnte. Am 11. Mai. wohnte Sr. Exzellenz, der Erzbischof dem Religionsunterricht in der IV. b u. \ II. Klasse bei. Am 13. Mai hielt im Lehrzimmer der VI. Klasse Herr Charles Louvricr aus Berlin einen französischen Vortrag, dem 170 Schüler unter Aufsicht des wirk!. Lehrers Dr. Gregorin beiwohnten, und Oberlehrer Hugo Zahr aus München einen Vox--trag deutscher Dichtungen für Gymnasial- und Realschüler, dem von Seiten des Gymnasiums Regierungsrat Dr. Bezjak und Prof. Dr. Hornung und von Seiten der Realschule Prof. Dr. Depinyi beiwohnten. Vom 4.—15- Juni und am 25. Juni inspizierte Landesschul-inspektor Dr. Robert Kauer die Anstalt Das Schuljahr wurde am 5. Juli mit einem feierlichen Gottesdienst und der Verteilung der Jahreszeugnisse geschlossen. XII. Kundmachung für das Schuljahr 1912-13. 1. Aufnahme in die Vorbereitungsklasse. In die Vorbercitungsklasse werden Schiller mit italienisch ej* Muttersprache autgenoinmcn, welche die o. Volksschulklasse mit gutem Erfolg absolviert und das 9. Lebensjahr vollendet haben oder noch 1912 vollenden. Die Anmeldung lindet am 16. S'ptember in der Direktionskanzlei der Realschule von 8 —11 Uhr statt. Die Aufnahme erfolgt nur provisorisch; Schüler, welche innerhalb des ersten Monates nicht die genügende Vorbildung zeigen, werden im Sinne des Min.-Erl vom 28. Mai 187G, ZI. 63;50, an die Volksschule zurückgewiesen. Aufnahmstaxen sind keine zu entrichten, das Schulgeld beträgt 10 Kronen für jedes Halbjahr. Arme und würd ge Schüler können auf Ansuchen der Eltern oder deren Stellvertreter von der Zahlung des Schulgeldes befreit werden. 2. Jlufnahme in die erste Realschulklasse. Jene Knaben, welche in die erste Realschulklcisse aufge-nommen werden wollen, lmben: a) am l(i. September zwischen 9 und 12 Uhr vormittags in Begleitung des Vaters, der Mutter oder eines Stellvertreters in der Direktionskanzlei zu erscheinen und b) den Tauf- oder Geburtsschein und das Frequentations-zeugnis der Schule, welche sie zuletzt besuchten, mitzubringen. Die Bedingungen der Aufnahme sind: 1. Der Nachweis über das vollendete oder im Sonnenjahr 1912 zur Vollendung gelangende zehnte Lebensjahr; 2. Eine mit Erfolg abzulegende schriftliche und mündliche Aujnahmspriifung, welche am 17. September abgehalten werden wird. Bei dieser Prüfung wird im Sinne der Min.-Verordnung vom 14. Mürz 1870, ZI. 2370, an Wissen und Fertigkeiten gefordert : a) in der Religion: jenes Maß von Kenntnissen, welches vom ersten bis zum vierten Schuljahre der Volksschule erworben werden kann; b) im Deutschen: Fertigkeit im Lesen und Schreiben der deutschen Sprache, Kenntnis der Elemente der Formenlehre, Fertigkeit in der Zergliederung einfach bekleideter Sätze-, Bekanntschaft mit den Regeln der Rechtschreibung {abgesehen von der Zeichensetzung), sowie richtige Anwendung dieser Regeln beim Diktandoschreiben; c) Rechnen: Übung in den vier Grundrechnungsarten mit ganzen Zahlen. Zufolge Min-Erl. vom !2. Jänner 1886 ZI. 58, ist eine Wiederholung der Aufnahmeprüfung für die I. Klasse an der gleichen oder an einer anderen Lehranstalt für das unmittelbar folgende Schuljahr u n z u 1 ä s s i g. 3. fluFncihme in dis II -VII. Realschulklcisse. 1. Diejenigen Schüler, welche der Anstalt bereits im verflossenen Schuljahre angehörten, haben sich am 17. September um 8 Uhr vormittags im Lehrzimmer jener Klasse, in welche sie aufsteigen, zu melden, das letzte Semestralzeugnis vorzuweisen und 2 K als BibÜoth ksbeitrag, sowie 1 K als Jugendspielbeitrag zu entrichten. Wer die rechtzeitige Meldung unterläßt, verliert den Anspruch auf Wiederaufnahme. 2. Schiller, welche von einer anderen öffentlichen Realschule an die hiesige übertreten wollen, haben sich am 17. September vormittags in der Direktionskanzlei zu melden. Sic haben den Tauf- oder Geburtss-hein, sowie ihre sämtlichen Semestral- und Jahreszeugnisse, von denen das zuletzt erworbene mit der vor-geschrii bonen Abgangs k lausei versehen sein muß, mitzubringen und können einer Aufnahmsprüfung unterzogen werden. 3. Schüler, die noch keiner öffentlichen Realschule angehörten oder ihre Studien längere Zeit unterbrochen haben, müssen jedenfalls eine Aufnahmsprüfung ablegen und hiefUr eine Taxe von 24 Kronen entrichten. 4. Jeder neu eintretende Schüler hat außer dem Bibliotheksbeitrage vom 2 K und dem Jugendspielsbeitrage von 1 K eine Aufnahmstaxe von 4 Kronen zu entrichten. Die Aufnahmsprüfungen für die II.-VII. Klasse finden am 19. September von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 3-6 Uhr nachmittags statt. Die Aufnahme von Privatisten unterliegt denselben Bedingungen, an welche dio Aufnahme der öffentlichen Schüler geknüpft ist. Wiederholungs- und NachtragsprüFungen. Diese werden am 17. September von 3-6 Uhr nachmittags und am 18. September von 8 bis 12 Uhr vormittags und von 3-6 Uhr nachmittags vorgenommen werden. 5. Schulgeld für Schüler der I.-VII. Realschulklasse. 1. Das Schulgeld im Betrage von 30 K ist im Laufe der ersten sechs Wochen und von den Schillern der 1. Klasse, wenn nicht eine Stundung bis zum Schlüsse des 1 Semesters eintritt, spätestens im Laufe der ersten drei Monate nach Beginn des Schuljahres im vorhinein zu entrichten. Die Schüler erhalten von der Direktion am Beginne eines jeden Semesters einen ausschließlich zur Entrichtung des Schulgeldes bestimmten Erlagschein. Die Schüler haben diesen Erlagschein nach dem Vordrucke und zwar im Empfang-, Rrlag- und Buchungsscheine in deutscher Sprache auszufertigen, wobei die vordere Seite des Erlagscheines folgende Angaben zu enthalten hat: ü) den Betrag des Schulgeldes; b) als Erleger den Zu- und Vornamen des Schülers (nicht den der Eltern oder anderer Personen); c) den Beisatz: Schüler der . . . Klasse der k. k. Staatsrealschule in Gürz. 2. Öffentlichen Schülern der ei sten Klasse kann die Zahlung des Schulgeldes bis zum Schlüsse des ersten Semesters gestundet werden : a) wenn ihnen in Bezug auf das „Betragen" die Noten „sehr gut“ oder ,.gut“ und in Bezug auf die Leistungen in allen obligaten Lehrgegenstiinden (mit Aisuahine des Turnens) mindestens die Note „genügend“ zuerkannt wird; b) wenn sie, beziehungsweise die zu ihrer Erhaltung Verpflichteten wahrhaft dürftig, d. h. in den Vermögens- und Einkommensverlutltnissen so beschränkt sind, daß ihnen die Bestreitung des Schulgeldes nicht ohne empfindliche Entbehrungen möglich sein würde. 3. Um die Stundung des Schulgeldes für einen Schüler der 1. Klasse zu erlangen, ist binnen 8 Tagen nach erfolgter Aufnahme desselben beim Klassenvorstand ein Gesuch zu überreichen, welches mit einem nicht über 1 Jahr alten, behördlichen Zeugnisse über die Vermögens- und Einkommensverhältnisse belegt sein muß. Dieses Zeugnis hat die erwähnten Verhältnisse so genau und eingehend, als zu sicherer Beurteilung erforderlich ist, anzugeben. 4. Schülern, wclclie zur Entrichtung des Schulgeldes verpflichtet sind und innerhalb der erwähnten sechswöchentlichen, bzw. dreimonatlichen Frist ihrer Schuldigkeit nicht nachgekom-men sind, ist der fernere Besuch der Schule nicht gestattet. Bei einem gerechtfertigten Übertritt in eine andere Staatsmittelschule gilt die Empfangsbestätigung über das bezahlte Schulgeld auch für die Anstalt, in welche überzutreten der Schüler veranlaßt war, und zwar unabhängig von der Höhe des an derselben beste • henden Schulgeldes. F> Öffentlichen Schülern kann, insofern sie nicht schon gemäß Punkt 2 von der Entrichtung des Schulgeldes befreit wurden, diese Befreiung gewährt werden, wenn die betreffenden Schüler: a) im letzten Semester im „Betragen“ die Noten „sehr gut“ oder „gut ' erlangt haben, b) bezüglich des Fortganges in den Studien im letzten Semester einen genügenden Erfolg aufweisen, bzw im 2. Semester mindestens „im allgemeinen“ zum Aufsteigen geeignet sind. ü. Nach Maßgabe der Vennögensverhältnisso kann die Entrichtung des Schulgeldes auch zur Hälfte nachgesehen werden. 7. Freiwillige Repeten'en werden insolange im Genüsse der Befreiung belassen, als die allgemeinen Bedingungen bei ihnen zutreffen. 8. Um die Schulgeldbefreinng zu erlangen, ist beim Klassenvorstand innerhalb der ersten 8 Tage des Semesters ein Gesuch zu überreichen, das mit dem letzten Schulzeugnis (Ausweis) und mit einem nicht vor mehr als einem .1 ihre ausgestellten behördlichen Zeugnisse über die Vermögens- und Eiukommensverhält-nisse belegt sein muß. Gegen die Entscheidung, welche durch die Landesschulbehörde über Antrag des Lehrkörpers erfolgt, findet kein Rekurs statt. 1. Diejenigen Schüler, welche am unentgeltlichen Unterrichte in einem nicht obligaten Lehrgegenstande teilzunehmen wünschen, haben” dies am 17. September bei ihrem Klassonvor-stande zu melden. 2. Freie Gegenstände sind: Englisch, Latein, Stenographie und Gesang. Die Teilnahme am Unterrichte im Gesang ist den Schülern aller Realschulklassen, in der Stenographie und im Lateinischen nur denen der IV.-VII. Klasse, im Englischen nur denen der V.-VII. Klasse gestattet. 8 Durch die Zulassung zu einem freien Lehrgegenstande wird dieser für den Schüler insoferne obligat, als er dem Unterrichte durch das ganze Semester beizuwohnen und sich allen Übungen mit ununterbrochenem Fleiße zu unterziehen hat. Der Rücktritt einos Schülers während des Semesters wird nur aus berücksichtigenswertcn Gründen vom Lehrkörper gestattet. XIII. Verzeichnis der Für das Schuljahr 1912-1913 vorgeschriebenen Lehrbücher. NB. Die Verwendung anderer Lehrtexte und Aullagen ist untersagt. Klasse Gegenstand, Verfasser und Titel des Buches Zulässige Auflagen Preis gebunden K h Vorb. Religion. Catechismo maggiore 60 I.-II. » » j Großer Katechismus _ 60 III. Veliki Katekizem 1 Wappler, Kultus der kath. Kirche . . 7. 1 60 III.-IV. Schuster, Biblische Geschichte . . . 1 — V. Wappler, Lehrbuch der kath. Religion I. 7.-9. 2 — VI. n » » » ii II* 6.-8 2 40 VII. » » n » » HI* 6. u. 7. 2 40 Vorb. Deutsch. *) D.fant, Corso di lingua tedesca I. . . 2. 3 20 I.-III. »i » » » n II* * 2. 2 80 Willomilzer-Tschi nkei, Deutsche Sprachlehre 13. 2 40 IV. Willomitzjr, Deutsche Sprachlehre . . 8.-13. 2 40 I. Neumann, Deutsches Lesebuch I. . . 4. u. 5. 2 10 II. .. II. . . 4. u. 5. 2 10 III. Jelinek-Streinz, Deutsches Lesebuch für österr. Realschulen Bd. III 2 80 IV. Dasselbe, Bd. IV 3 V. „ „ V. (ohne mhd. Text) 2. 2 80 VI. „VI — 3 20 VII. „ VII — 3 60 V. Jelinek-Streinz, Leitfaden der deutschen Literaturgeschichte f. ö. Realschulen, I. **l VI. Leitfaden, II — — III.-IV. Französisch. Stefan, Lehrbuch der frz. Spr. f. Real- 3 60 V. gymn. I Dasselbe, II 3 V. Börner-Stefan, frz. Gram. f. Realschulen — 3 50 VI.-VII. Weitzenböck, Lehrb. der französ. Sprache, 11. T. B. Sprachlehre .... 3.-5. 1 50 *) Das Lehrbuch f. die 7. Klasse wird spater bekannt gegeben. **) geheftet. Klasse Gegenstand, Verfasser und Titel des Buches Zulässige Auflagen Preis gebunden K I h VI.-VII. Duschinsky, Choix de lectures expliqučes 4 50 „ Übungsbuch zur französ Syntax — 2 50 Sep. K. Italienisch. *) Mussafia (Maddalena), Italien. Sprachlehre 27. 3 50 I.-IV. Curto, grannnatica della lingua italiana 2.-4. 2 I. Nuovo libro di letture italiane, parte I. — 2 II. » » » » » » II* — 3 — III. " » » n » 11 HI* — 3 — IV. n » ii ii ii »iv. 3 75 » Manzoni, Promessi sposi, ediz. Hoepli 2 V.-VII. Vidossich, Comp, della lett. ital. . . . — 3 — I.-IV Slovenisch. Sket, Slovenska slovnica 8. 3 I. Sket-Wester, Slovenska čitanka. 1. T. . 3. 2 11. a a a 11. 1., . 2. 2 III. Sket, Slovenska čitanka III. T. ... 2. 2 IV. IV T » JJ » 1 v • i ... — 1 60 V.-VI. „ „ „ za peti in šesti razred 3. 3 eo VI. Sket, Staroslovenska čitanka .... 3 VII. „ Slovenska slovstvena čitanka za sedmi in osmi rasred 2. 3 — I. Geographie-Geschichte. Heiderich, Österr. Schulgeogr., I. T. . . 4.-5. 2 40 II.-I1I. II T JJ >J )> 11. I . , . 2. u. 3. 3 60 IV. Mayer-Marek, Vaterlandskunde . . . 9. 2 40 V. Müllner, Erdkunde für Mittelschulen, Ausg. A, IV. T 2 50 VI. Müllner, Erdkunde für Mittelschulen, Ausg. A., V. T. ........ 2 50 VII. Sieger-Weber-Rauchberg, Öst. Vaterlandskunde . 4 I.-VII. Kozenn, Geogr. Atlass 39.-42. 8 I. Gindely-WUrfl, Lelirb. d. Gesch. f. d. unteren Klassen, 1. T 14. u. 15. 2 II. Gindely-Würfl, Lehrb. d. Gesch. f. d. unteren Klassen, 11. '1' 13.-15. 1 50 II.-III. Gindely-Würfl, Lelirb. d. Gesch. f. d. unteren Klassen, III 13. 2 IV. Zeehe-Rebhann, Lehrb. d. Gesch. d. Altertums 1. u. 2. 2 40 V. Zeehe-Rebhann, Lehrb. d. allg. Gesch. f. d. ob. Klassen, II. T 2. u. 3. 2 i 00 *) Das Lehrbuch für die 6. u. 7. Klasse wird später bekanntgegeben. Klasse Gegenstand, Verfasser und Titel des Buches Zulässige Auflagen Preis gebunden K 1 h VI.-VII. Zeehe-Rebhann, Lelirb. d. allgem. Ge-scliiclite, III. T 2. u. 3. 2 I.-VII. Putzger, Mistor. Scliulatlas 24.-30. 3 60 Vorb. Mathematik, Geometrie. Močnik, Viertes Rechenbuch .... 36 I.-III. Jakob, Arithmetik — 2 40 IV.-V. üajdeczka, Lelirb. d. Arithmetik u. Algebra 7. 3 IV.-V. Gajdeczka, Übungsbuch f. Arithmetik u. Algebra : . . . . 7. u. 8. 3 20 VI.-VII. Močnik-Neumann, Lehrbuch der Arithmetik u. Algebra ........ 26.-29. 3 80 I.-III. Schiffner, Raumlehre 2 40 IV.-V. Močnik-Spielmann, Lelirb. d. Geom. . 25. 3 80 VI.-VII. Močnik-Spielmann, Lelirb. d. Geom. . Adam, Logarithmen 23.-25. 3 80 V.-VII. 30. 1 20 IV. Darstellende Geometrie. Renner, Lelirb. d. darst. Geom. u. d. geom. Zeichnens, 1. T 3 20 V.-VI. Mattauch, Lehr- 11. Aufgabenbuch der darst. Geom 4 VII. Barhanek, Lelirb. d. darst, Geometrie . 2. 3 20 I.-II. Naturgeschichte. Schmeil-Scholz, Naturgeschichte des Tierreiches 3. 3 70 n Schmeil-Scholz, Naturgeschichte des Pflanzenreiches 3. 3 80 V. Schmeil-Scholz, Leitfaden der Botanik 1.-3. 3 80 VI. Schmeil-Scholz, Leitfaden der Zoologie — 3 80 VII. Scharitzer, Lehrbuch der Mineralogie u. Geologie 4. 3 — III.-IV. Physik. Rosenberg, Lelirb. d. Physik f. d. unteren Klassen der Mittelschulen . . . 3. 3 IV.-VII. Rosenberg, Lelirb. d. Physik f. d. ob. Klassen 5. 5 — IV. Chemie. Hemmelmayr, Chemie u. Mineralogie f. d. IV. Klasse d. Realschulen . . . 4. 2 50 V. Hemmelmayr, Lelirb. d. anorg. Chemie f d. V. Klasse 5. 2 25 VI. Hemmelmayr, Lehrb. d. organ. Chemie. 5. 3 30 Freigegenstände. Gegenstand, Verfasser und Titel des Buches Zulässige Auflagen Preis gebunden K h Latein. Strigi, Kleine lat. Sprachlehre „ Lat. Lesebuch, II „ Aufgaben 1 1 1 1 1 1 60 50 40 Englisch. Nader-Würzner, Elementarbuch der englischen Sprache 7. 1 90 Stenographie. Scheller, Lehr- und Lesebuch der Gabelsbergi-schen Stenographie 5.—10. 3 60 EmpFohlene Wörterbücher. 1—3 ngenscheidts Xaschenwörtorbücher : G. Sacerdote, Taschenwörterbuch d. it. Sprache, I.-II. . . geb. K 4.20 C. Villatte, Taschenwörterbuch der franz. Sprache, I.-II. . „ „ 4.20 E. Muret, Taschenwörterbuch der engl. Sprache, I-II. ... „ „ 4.20 H. Menge, Taschenwörterbuch der lat. Sprache, I.-II. . . „ „ 4.20 ==3 J= U l/l L_ C^> TD rž -t—' '■+—> rd ■4—» ul X cn h- C'] M r-- »o 1 »-h tJ* 00 ca 00 Tj* tJ- co ro CN co O) MM M -S'*10 t CnC'1 i i | | co co t-' ""II M «m®- ""M II ro »o »o co CN rooiot cn —, ro ro I »n co O) Oj Oj MO J_. OJ 03 cu (D C/3 r U _ alfi iss.. u. «-g — u“ o-c- c <“ >- y<= '5 w> 0-5 2 342 Eov u c « N WQ ES« -H d) 5 D — tuo c bo !S &£ — . *—« S n O «U C c O.-*-4 *-* 5 tn JC X3 S = s £ .a N UZZ 0O^ZZ oro lO —' Tf ca 297 56 1 432 g 376 CDh-ror—Tj*coO(MiQrot-~*-< — ro cj) ca ro t— cn *-« —. 350 i i i i "5f CN 1 1 Tj* I ca i Tj* ca »o Tt* ro ro | ca *-h i-ii- i i S i i Tj* Tj* 1 1 § co co Tj* ca cn »o *— | t- ^ iN r i r ca TJ* V-* 1—> i i CN in i 00 CN ca CO CN r-. _ r-. r-. | - M - M i CO CN v M i tJ* ca ro i CO Tj* ca oo co ca — | ro | 1 n | - 1 . | S 1 1 i i co ca o ~ h- CO Tj* s? i— ro r-. ca ; ro *- i - I i i- i 8 ” 1 i i 00 ca o> I 00 ro »O ro co ro o ro | | | i i i i S ” 1 i i lO co ca i 38 Tj* s b» ro tj* co | ca | IN- II M H v co ro 1 ! CO CN Tj* I 39 ca co o ro ro ca ^ | ro lM 1” 1 1 1 CO co W | 1” CO ca co j 8 h- ro o ^ ro — j ti* | II - II 1 - co ro ca 1 1 s Tj* I 8 CO CN ro oo m ca ca — ca | 1” II II 1 ro v UO Tf ca — co 2 1 38 Tj* Tj* ca ca ^ ca | | ro | llllll” ca ca \n rt ca i i 00 CO I h- ro m ca co CO l> Tj* rt rt | rt -hini i i 3 i *n i i _ co UD , t"- t"- rt lO I I I i i i i m i O s»- 1 ca 1 1 1 CM CN 1 1 1 ca 1 ca i ro I ro rt o ro m i i i i 1 1 1 1 1 1 CD I ca 1 1 1 1 ca 1 ca OJ •- ">3 3 a> Uh ca C/J O) ÖJQ.— Öß C/3 3 cd 3 j= C/) O ci ~a *3 cd g -*-< cd C/5 ‘ OJ cj ii "rt u. d) h J< „ _ «so« a g v- O - G • E 5 :£ » S c •- ~ CÜ £3h0%ji n n ?! u c.S “«■a !; I i -’u i_ L- 1).— , 3-— N r; £ ■*- <— 1 oo'c-a 2ji b~5:0S “r b/5 cd :3 tu ) Mit Ausschluß der Vorbereitimgsklasse. m co io CQ CD cp r- Oj -r^^cooncoooo ^ ü> CO I CN r—■ —f CN 10 CN CN lO l> m ■'T CO «—I *-• CN CN CO co ! | COOt^Tf rf l> co 00 CD Tf O) »o r* rf>n ^ a ~ 1 00 co CN CN CN CN .“N *+ CN CN O) CO 00 rt- O) CO rt 00 CD 00 OJ (OClHH cd m CN rf CO | rf CN 00 m CN CO O) CD I r-4 CN O) co in *-1 CN 00 00 ' 00 10 CN iriioo) rt- 00 cn 00 *n *—■’—> c^i co co r* m CN CN ~ CN rt rt- in l"- CO m cn CN — co cn m 1 co CN 00 00 co CN O MIN rt* 00 — m 00 »-« os »n — I^- CN CO — M - I 1 I I CN O) CN h- 00 co co m cn 00 m cn D 00 GO | co | cn <*» I I | 8 ! I I I CN O CN co 00 0)00 in o co m U <3J cu Of (f) <« ä c & A O u« Ofl C/3 00 a.l.s ^ rt cvico^incoh-coo^oco w *— ^HCUD ^UJLU bX) cd ........................... H r ............................ t2 bß ^ ^ o a) • jjč 0 P N rt ?vti cu ^ Oh c Jr; 3rt > JO rt cn! OTI 1-° | < I -O ! o 1 1 255 230 5975 6045 O 00 o o CN CD OJ 00 S ^ Oi E_i oih ^ CD •—* »—<’—• O O lO m — §9 O O O —• 1 CD 00 00 o? co I I 00 Ol o o 1 1 OJ OJ -JO) »O CD 1230 8 73.60 18.40 1 IS!£3 gR co co O oooo O 00 CN 10 35' 15 12 480 510 s sg§ 05 O) CN -rji r-i 1 1 cnoS §j io '■T TT o OO g5 i cn oo 1 ai rr »O T-H 1182 22 m »o 1020 4 60.80 15.20 I i rt«o> oo 1 Icn-h cm -r Tfr in Q rt Q O O 00 OJ Si2 1- 1 c3 cn 2 § LO r? 8 838 01 oi id CD *- 1 ISS ss rf co Q 'tOO 00 CN 00 OJ O »o‘ CD —< 1 1 S32 Sfi rr (D O O O O *-• CN 00 CN £ ö id CD *—• I I Ol rt o o 1 —• — CO »o CD rf 1080 112 60.80 15.20 | | 03 JO O O »o io 1050 136 59.20 14.80 | j CNCO OO S 1 1 1 1 122 g§ g III • • • • ^ pEES •• . . C 'r? b/) ^ ^ c: o» Jir i> c u. u. m— , j- 3 c c: .sI-sIä O) o> £>£3 -- g S™ xxo3q.ee -°OT^ nj OJ C C/5 3" •a ~ > rt c rt XU. Verzeichnis der Schüler am Schlüsse des Schuljahres 1911-1912. *) Vorbereitungsklasse A. *Boncch Emil Brischi Virgil Chiabai Natale Collarig Josef Dilena Hektor Filippich Karl Gregorich Adalbert Grusovin Alois Badin üuerrino von Calo Eduard Erhart Raoul Furlani Anton Gioitti Sergio Grusovin Alois *IUicher Heinrich Bindeus Adolf Bregine Max Brugger Ario Calligaris Anton Ceh Renatus Delkin Oskar »Exinger Karl Fistravec Fridolin ♦Fried Stephan Gregorig Karl Hackauf Rudolf Batič Franz Bregant Alfred Budin Johann Coffou’Arrigo De Zorzi Ramirus Delkin Josef Del Torre Oskar Drašček Johann Mezzorana Marius Mirkovič Anton *Nadale Rudolf Peressin Albinus *Piva Guerrino Portelli Marius Renčič Angelus ♦Saranz Viktor ♦Kodermatz Karl *Manzutto Hieronymus Del Maschio Johann Nachtigall Guido Pillon Anton degli Stabile Ferruccio Steiner Berthold I. Klasse A. Hočevar Paul Hrtllička Johann Hribar Leopold Hunier Lovro Kebat Ferruccio König Josef Lapanje Johann Machius Rinaldo Mašera Wladimir Meidl Franz Mitteregger Theodor I. Klasse B. Gregorig Josef Keršič Karl Lewicznik Alois Makuc Anton Marn. Karl Olivotto Felix Pavletič Oskar Ramusch Siegfried Screniin Alois Zecchini Hugo Zernettig Anton Zettler Johann Svetličič Zvonimir Braidot Franz Trani Heinrich 23 Vorbereitungsklasse B. Strageneg Rudolf *Susmel Valerius Tomba Ulderico Torelli Anton Velicogna Bruno ♦Ventili Theodor Zorzut Romeo 21 Mulia Anton Nauta Gustav Neumayr Vincenz Pertot Marius Pohl Eduard Runcio Johann Saranz Faustus Stepančič Franz Wehrle Werner Zopfi Alfred 32 Samitz Josef Sartori Marius ♦Skrinar Karl Toso Bruno Weiss Franz Wergles Karl Zoratti Humbert Zupan Stanislaus 24 *) Die Namen der Vorzugsschüler sind mit einem * bezeichnet, Bauzon Hermann Brezigar Primus Bruniat Johann Caliarija Ignaz Cerne Wladimir Csizmadia Viktor Da Fano Hektor De Rocco Eugen Drosg Ignaz Duca Johann Fanin Heinrich Banello Anton Baudaz Alois Bertos Bruno Birsa Johann Celso Egidius Clement Guido ♦Delneri Hygin Dukič Johann Finžgar Josef Gabršček Method Hulka Rudolf Barich Alois Berlot Johann Besednjak Peter Bettiol Ferruccio Bezjak Ladislaus Bianchi Walter Birsa Peter Bregant Adolf Cadel Marino Fenzl Silvius Finžgar Adalbert Howanski Hugo Jourdan Honore Berginec Wilhelm Billiscich Eduard Caliterna Peter Casapiccola August Coana Oktavius Czech Egon ♦Debenjak Anton Del Piero Humbert De Rocchi Karl Dohnalek Eduard Doliach Alois Droč Franz II. Klasse A. Fenzl Gaston Kastelic Josef Keršič Peter Ličen Demetrius Lutman Max Luznik Zoran Manfioletti Guido Marco Demetrius Mels-Coltoredo Graf Nikolaus Mikuž Gottlieb II. Klasse B. Joos Adolf Kerševani August Komel Alfons Komel Anton Kraschner August Makarovič Emil Mosettig Rainer Müller Otto Mungherli Johann Nauta Eugen Paulin Luzian III. Klasse A. Kalin Cyrill Kuštan Ivo Lubej Josef Manfreda Eduard Martelanc Albin May Gerhardt Michaleskul Eduard Možetic Stanislaus Možina Danilo Mrevlje Josef Nauta Erwin Neumeister Franz Nicolieh Uros III. Klasse B. Dubac Mathäus Exinger Heinrich ♦Ferjan Ferdinand Fontanini Virgil Gregoretti Peter Jukelj Kasimir Jelinčič Franz Kavčič Paul Kenda |ohann Kurinčič Franz Macorig Eduard Martelanc Anton *Patik Leo Pitainic Josef Poll Herbert Saksida Wladimir Sciinerr Wilhelm Sellak Alois Smerdelj Friedrich Travan Josef Venturini Richard Verzegnassi Josef Visintin Richard 32 etrič Hermann aber Max Skerl Zoran Šušteršič Ansgur Trobitz Johann Velušček Karl Zanello Bruno ♦Žešlin Rudolf Župan Rudolf 31 Sach Oskar Sbogar Ferdinand Schwab Konrad ♦Seewald Albert Sfiligoj Johann Sket Franz Stanig Johann Trattner Franz Venier Josef Verbiß Johann Visintini Aldo 37 Marussich Aeneas Petracco Renatus Schwarz Johann Tance Ladislaus Tonner-Piskar Johann Tuma Jaroslav Visintin Ferdinand Zardini Alois Zarli Josef Zavka Marius Banaz Karl Bosch Heinrich Brass üuido Bratina |lij Braulin Felix Brazda Josef Culot Tizian Delchin Narzissus ♦Del Torre Georg Drioli Franz Fleissner Daniel Frlan Marius IV. Klasse A. Gorian Artur *Kure Josef Logar Friedrich Mels-Colloredo Graf Reginald Merlo Gallianus Mucchiut Johann Obid Josef Pascoletto Bruno Pilon Wenzel Pipan Erich Prennig Hubert Prinčič Milan Ravter Stanislaus Resch Heinrich Schiozzi Guido Sussig Justus Tominz Hermann Vičič Wladislaus Vidrig Johann Vogrig Ferruzius Vuga Miljutin 33 IV. Klasse B. Belinger Alois Brišček Johann Casasola Anton Cigoj Josef Di Blas Anton Deila Schiava Johann De Rochi Engelbert Dvorak Konrad Facis Anton Fajt Angelus Fantuzzi Alfred Gaberšček Rudolf Janežič Karl Kroutil Otto Ktirner Albert Ličen Max Machnitsch Erich Mighetti Johann Možetič Franz Pezdič Anton Pichl Franz Pocar Eduard Pozzetto Andreas Reiter Ernst Scholz Alfred Schweizer Oskar Skert Spiridion Ukovič Anton Valenčič Rudolf Vrtovec Raimund Vodopivec Stanco Volčič Franz Zavka Anton 33 V. Klasse A. Battan Guido Benedetti Andreas Berks Hugo, Ritter von Bulian Walter Cicin Marius Cerne Johann Engelsberger Richard Hiibl Wilhelm Kranebitter Josef Lasič Andreas Mattiussi Anton May Josef Millonig Johann Nauta Engelbert Pinaucig Luzian Pitarevič Franz Pitner Franz Renčelj Johann Resen Guido Sfiligoj Bogomir Sila Eugen Skok Alfons Šapla Richard Ternovic Franz Udovč |osef Viltori Hyginus Voigtländer Waldem. 27 IJatič Boris Čaučer Alois Delpin Johann Droč Anton Feigenbaum Josef Gentille Gaston Genser Robert Goldnerkreuz Herrn. Grapulin Viktor Gril Karl V. Klasse B. Hočevar Friedrich Košiša Adolf Kovatsch Josef Kvas Stephan Repič Viktor Rossi Alois Schwarz Josef Sfiligoj Theophil ♦Stolfa Josef Tomšič Cyrill Tuma Johann Valentinuzzi Leo Visintin Anton Zandegiacomo Ferruz. Zardini Josef Zoppetti v. Altomare Arko Wladimir v. Bartolomei Guido Blažon Davorin Božič Friedrich v. Braunizer Guido Cozzio Hermenegild ♦Degrassi Placidus Dreyhaupt Otto Fillak Ferruzius Furlani Karl Gaberšček Oskar Hacin Fridolin Jeras Felix Kalin Johann Kness Eduard VI. Klasse. Kobi Karl Kovač Johann Legiša Robert Ličen Josef Lipizer Rudolf Madriz Josef Malner Bruno Miani Marius Micheluzzi Nikolaus Montanari Johann Pan Viktor Paulin Felix Persoglia Josef *Pleschiutschnig Mart. Resberg Oskar Romano Ferruzius Rustia Eugen Schleiner Heinrich Simpli Edmund Steinacker Hans Stih Franz Stoiker Joachim Tominz Agidius Treo Boris Ursig Thomas Valig Peter Zehner Alois Zucchiati Franz 43 VII. Klasse. v. Bartolomei Marius Berinda Ferdinand Budal Alexander Cossovel Emil Craglietto Nikolaus Delneri Alfons De Rochi Franz Drobnig Viktor üentille Egon ♦Körting Alfred Kuglmayer Lewin Magušar Johann Marceglia Alois Medvešček Alois Notarangelo Guido Pltarevic Anton Retti Athanasius Rocca Heinrich Serravalle Karl Sigl Rudolf Tramontin Anton Vilfan Zyrill Visintin Armandus Zandegiacomo Bruno 24 Den Eltern auswärtiger Schüler wird der wohlgemeinte Rat erteilt, ihre Söhne nnr solchen Kost-h ä u s e r n anzuvertrauen, die es mit der Überwach uug ihrer Pfleglinge gewissenhaft nehmen. Die Schule kann den nachteiligen Einflüssen, denen die studierende Jugend ausgesetzt ist, nur dann mit Erfolg begegnen, wenn sie in ihren Bestrebungen vom Hause kräftig unterstützt wird. Auch ist es von großer Wichtigkeit, daß sich die Eltern mit der Schule in fortwährendem Kontakte erlialten. Zum Schlüsse dieses Berichtes spricht die Direktion allen Gönnern der Anstalt, welche deren Zwecke in irgend einer Weise förderten, den wärmsten Dank aus. Görz, am 5. Juli 1912. üiktor von Slop, k. k. Direktor. V/erzeichnis der in den Jahresberichten der Anstalt 1861-1911 erschienenen Abhandlungen- 1861. Zakrajšek Franz: Abriß der neuslovenischen Literaturgeschichte. 27 S. Egger Heinrich: Die Evolute der Ellipse mittels Tangenten graphisch zu konstruiren. 4 S. 1862. Mos/iamer Karl: Zentralprojektion des Kreises. 25 S. 18o3. Tessari Nikolaus: Dei radicali organici e della loro importanza teorico-pratica. 45 S. 1864. Dr. Schreiber Egid: Der Einfluß des Lichtes auf Organismen. 31 S. Villicus Franz: Arbitrage über Anlehenslose. 29 S. 1865. Streisslcr Josef: Beitrag zur Theorie und graphischen Darstellung der Kegelflächen. 5 S. 1866. Villicus Franz: Fragmente aus dem Schullebcn zur Hauserziehung. 5 S. „ „ Skizzen über Realien. 9. S. Lesjak Thomas: Über den Gesang an der Realschule. 15 S. Villicus Franz: Populäre Erklärung über Lebensversicherungen und deren Berechnung. 25 S. 1867. Villicus Franz: Der internationale Goldfuß. 8 S. Zakrajšek Franz: Volilce za lepe pisavo in kratka razlaga prozaičnih in pesniškiv spisov. 50 S. 1868. Filippi Jakob: Primo svolgiinento della lingua italiana. 37 S. 1869. Urbas Wilhelm: O pregovorih in prilikah sosebno slovenskih. 29 S. „ „ Über einige wesentliche Verschiedenheiten des Heliand im Vergleiche mit Klopstock’s Messias. 29 S. 1870. von Kleinmayr Julius: Der Mongoleneinfall, insoweit er sich auf die Karpaten und Sudetenländer erstreckt. 37. S. 1871. Glowacki Johann: Über Flechten aus der Umgebung von Görz. 27 S. 1872. Filippi Jakob: Ceiini sul dramma nel medio bvo. 37. S. 1873. Barchanck Klemens: Die Elemente der darstellenden Geometrie. 48 S. 1874. „ „ Die Elementargebilde im Raume und ihre Bezie- hungen untereinander 40 S. 1875. Dr. Schreiber Eirid: Nekrolog. 3 S. Čebular Jakob: Berechnung der Brigg’sehen und Neper’sehen Logarithmen und Erklärung der Proportionaltäfelchen. 40 S. 1876. Barchanek Klemens: Konstruktion der Linien zweiter Ordnung aus umschriebenen Vierecken. 20 S. Barchanek Klemens: Die darstellende Geometrie als Unterrichtsgegenstand an Realschulen. 28 S. 1877 Erjavec Franz: Die malakologischen Verhältnisse der Grafschaft Görz. 78 S. 1878. Filippi Jakob: 1 Gracchi. 19 S. 1879. Barchanck Klemens: Projektive Behandlung der Strahlenflächen. 55 S. 1880. Plohl Franz: Reimar von Hagenau, seine Dichtung und sein Verhältnis zu Walther v. d. Vogelweide. 47 S. 1881. Kleissl Karl: Theodorich der Große in seinen Beziehungen zum byzantinischen Reiche. 28 S. 1882. Hendrych Justus: Die aus der lateinischen Wurzel „fac“ entstandenen französischen Wörter. 79 S. 1883. Kleissl Karl: Odoakar in seinen Beziehungen zum byzantin. Kaiser Zeno und zu dem ostgothischen König Theodorich. 27 S. 1884. Taurer Ritter von Gallenstein Johann: Beiträge zur Flußmuschel-Fauna Kärntens. 48 S. 1885. Dr. Schreiber Egid: Die Geschichte der Anstalt. 93 S. 1886. Babsch Franz\ Über Caesar’s Kommentarien zum Bürgerkrieg. 45 S. 1887. Barchanck Klemens: Deskriptive Studien über die orthogonale Projektion des Kreises. Mit einer Tafel. 38 S. 1888. Barchanek Klemens: Deskriptive Studien über Kegelschnitte. Mit zwei Tafeln. 54 S. 1889. Petronio Peter-. La matematica in relazione ai sentiti bisogni di riforma delle scuole. 13 S. 1890. Babsch Franz: Philipp Zesens Verdienste um die Entwicklung der deutschen Literatur im XVII. Jahrhundert. 34 S. 1891. Ravalico Nikolaus-. Accenni alla storia nelle opere di Dante Alighieri. 47 S. 1892. Hendrych Justus-, Stellung des französischen Adjektivs. 75 S. 1893. „ „ „ „ „ „ II. Teil. 59 S. 1894. Taurer Ritter von Gallenstein Johann: Studien aus der Najadenfauna des Isonzogebietes. 47. S. 1895. Taurer Ritter von Gallenstein Johann-. Beiträge zur Kenntnis der römischen Glasindustrie nach Funden von Aquileja. 47 S. 1896. Kolt Ludwig: Vorstudien zur geographischen Monographie der [uli-scheu Alpen. I. Teil. 34. 1897. Plohl Fianz: Katalog der Lehrer-Bibliothek. 53 S. 1898. Jelinek Dr. Franz: Die Sprache der Wenzelsbibel in ihrem Verhältnisse zu der Sprache der wichtigsten deutschen Literatur- und Rechtsdenkmäler aus Böhmen und Mähren im XIV. Jahrhundert und der kaiserlichen Kanzlei der Luxemburger. Ein Beitrag zur Geschichte der neuhochdeutschen Sprache. I. Teil. 85. S. 1899. Jelinek Dr. Franz, wie 1898. Schluß. 23. S. 1900. Girardelli A.: Dei poemi georgici nostrali e in particolare della Coltivazione di Luigi Alimani. 39 S. 1901. Brandeis Dr. Arthur: Untersuchung über das Genus Vcrbi und die Rektion im Erec des Chrestien des Troyes. 35 S. 1902. Knittl Michael: Kaiser Ferdinand I. I. Teil. 52 S. 1903. „ „ „ „ II. „ 59 S. 1904. Sigmund Olhmar: Beiträge zur Kenntniss der Höhenregionen in den Ostalpen. 52 S. 1905. 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November Dezember. 758-37 58-34 52-23 51-83 50-79 54-61 55-55 53-27 54-38 54-94 5308 54-68 Max. 767 9 67 4 61-0 63-8 55-7 61 6 610 58-3 60 9 63-1 63-7 62-4 754-34 767-9 Tag 17 16 2 22 25 29 4 27 2 18 29 18.31 17. Jan Min. Niederschlag in Mm. Tag Monat- Summe 20-6 10-6 1643 61-2 138-9 260-3 75-0 17-7 271-6 133-5 131-9 190 1 Jahr 1475-7 Max in 24 Stund. 19-6 5-2 39-6 20-6 27-6 89-3 16-4 7-7 144-7 41-2 46-8 37-1 144-7 5 24 14 27 6 10 20 11 16 24 10 11 16 Sept, 742-6 44-9 38-4 38-5 42-4 45-2 49-0 47-8 44-0 40-6 30-6 438 730.6 Tag 3 26 15 4 19 10.14 16 15 22 1 19 23 Tempe 7h 2h 0-5 -0-2 5-7 10-1 15-3 17-8 21 9 21-6 172 11-5 99 5-0 19. NOV. 11-4 6-9 6-9 12-2 164 20-4 23-5 59-3 30-1 25-0 17-6 14-3 9-1 9h 1-5 2-0 7-6 11-0 155 17-7 22-7 22-5 18-5 12-5 10-2 5-7 17-6 123 |tur in Celsiusgraden 3-0 2-9 8-5 25 71 9-6 ?4-6 Niederschlag '0.1 min <1.0 min Zahl der Tage m** Schl,ee Witter Hage‘ 2 6 12 10 18 16 13 11 12 15 15 13 143 2 4 11 6 14 13 10 4 10 12 8 12 106 1 3 8 9 10 11 8 2 1 53 Mittlerer Feuchtigkeit der Luft Dunst- iti o/. Hpc Movimutnc mittlere Max Tag Min. Tag Druck in m. m. " ! 7h 2h 9h Mittel Bewöl- kung 130 20 -60 30 33 64-5 45-6 65-2 58-4 2-9 12-4 23 -7-4 1 3-8 74-7 53-6 73 2 67-2 5-0 197 29 1-4 1 5-6 76-6 51-2 75-9 67-9 6-6 260 21 3-8 5 6 1 65-1 41 6 64-3 57 0 5-3 28-7 29 120 1 9-9 757 56 2 78-3 70-1 6-1 28-1 25 10-2 15 11-4 72 9 53 2 78 6 68 2 5-8 37-0 28 17-5 10 13-6 70 2 42-5 71-1 61-2 4-0 34-6 30 18-6 12 12-6 64-5 38-4 67 1 56-7 4-0 34-6 4 11-7 30 10-6 70 5 45-8 71-7 62-7 4-3 22 4 8 66 19 89 82-6 61-6 82 4 75-5 5-1 17-6 14 4-6 21 7-9 820 69-5 84-7 78-7 6-3 12 1 8 o-o 4 5-9 832 71 9 83-8 796 6-2 370 28. Juli -7.4 l. Feb. 8-3 73-5 52-6 74-7 669 5-1 j 6bel Wind 5-10 Zahl der beobachteten Windrichtungen N NH i E SE SW i W NW Cal- men Wind- stärke Vom Winde i zuriiekge- Mittel legterWegj in Km 1 6 4 16 6 5 3 — 2 2 1 2 2 1 4 4 6 4 2 10 5 4 7 2 6 5 3 5 8 4 8 7 4 5 6 6 8 8 4 3 2 — 9 -7 1 9 9 I 1 5 1 4 1 7 1 6 — 2 — 2 — 1 60 54 65 53 66 63 70 71 63 73 71 76 0-5 0-4 0-3 0-5 0-3 0-4 0-2 0-2 0-3 0-3 0-3 0-2 1659 1146 1071 2150 1281 1461 1272 1138 1129 597 1007 725 32 21 59 71 13 62 j 6 | 46 Jo 785 0-3 14636 l. Bresnig, Beobachter. Inhaltsverzeichnis der Schulnachrichten. Seite I. Der Lehrkörper ....................................................3 II. Lehiverfassung................................................... 9 III. Verzeichnis der in den oberen Klassen gegebenen Aufsätze. . 18 IV. Reifeprüfungen...................................................22 V. Vermehrung der Lehrmittelsammlungen...............................27 VI. Hohe Verordnungen und Erlässe....................................33 VII. Unterstützungswesen..............................................34 VIII. Religiöse Übungen...............................................35 IX. Gesundheitspflege. Schülerausflüge...............................36 X. Meteorologisches Observatorium....................................41 XI Aus der Chronik der Anstalt.......................................42 XII. Kundmachung für das Schuljahr 1912-13............................44 XIII. Verzeichnis der fiir das Schuljahr 1912-13 vorgeschriebenen Lehrbücher ....................................................48 XIV. Schülerstatistik . . 52 XV. Namensverzeichnis der Schüler ...................................57 1. Anhang: Verzeichnis der Abhandlungen..............................Gl 2. Anhang: Meteorologische Übersicht.