MbacherOMma. ^r. 135. zZMNVNZNU Donnerstag, 17. Juni. '^^^^/M?^« 1875 Amtlicher Theil. I>er Flnanzminister hat den t. k. Steuercinnnehme, ^°>cf Podrelar zum Hauptstcucreinnehmer in der "U. Nangsklassc für den Bereich der Finanzdirection " «aibach ernannt." ^ Der Handelsminister hat der Wiederwahl des ^Mor Freidcrrn v. Ritter-Zabony zum Präsiden. ^ lind des Andreas Paulctig zum Vicepräsidcnlcn °kl Handel«- und Gcwerbckammcr in Gürz für das ^ahr 1875 die Bestätigung ertheilt. ' Wiederholt. Nichtamtlicher Theil. Zur Action )er Slaven. Die Scparatgelüsle der slavischen Völlerstämme in Oesterreich.Ungarn scheinen wieder greifbare Formen N'Mehmen zu wollen. Die Softhislil Palacty Niegers schlagt lm Lande der Czcchen neue Wurzel und die neue-!len Demonstrationen in Dalmaticn und Kroatien geben beutlich zu erkennen, daß das Band, welches dicsc Pro-binzen mit Gcsammtösterreich zusammenhält, gelöet werden will. Die „Tagespresse" tritt diesen auf idealen An. schaunngen beruhenden Separatgcliistcn in cincm länge? rcn Artikel enigcgen, dessen zweiter Theil folgende be-achtcnswerthr Nlellcn enthält: „In dtr Erwägung, als die österreichisch-ungarische Monarchie ms dem Prinzipe der Versöhnung, und nicht der Gegenüberstellung der verschiedenen Nationalitäten des Reiches beruht, so ist es klar, daß der slavische Rassenhaß gründlich überwunden werden muß, wenn der innere Friede des Reiches zur Wahrheit werden soll. Das Nationalitiitsprincip, welches seit der Action savours die staatenbildende Bewegung in Europa beherrscht, hat jenen Rassenhaß großgezogen und namentlich die Pechen auf eine falsche Bahn gedrängt, von der sie ^ledcr umkehren müssen, wenn sie nicht unsägliches Un-')"l über sich und dadurch freilich wol auch über die ^ügtn bringen wollen, welche mit ihnen im gcmeinsa-!?n Staatsocrbande leben müssen. Die österreichischen Slaven dürfen nicht übersehen, daß das Nationalitä's-?^"cip, wie sehr es auch immer in dem letzten Viertel' Mhundert seine staatenbildende Kraft bewährt hat, in ^ Polyglotten Oesterreich keine politische Zukunft ?U"tn kann, weil es, in seinen letzten Eonsequenzcn vcr-^' zur Zertrümmerung des Reiches führeni müßte. Abgesehen davon ist der Rassenhaß, wie er in dem Antagonismus der österreichischen Slaven gegen die anderen Nationalitäten zutage tritt, keineswegs ein Aus-flutz des Nationalilätenprincips. Wir haben gesehen, daß ein Schrei der Entrüstung durch ganz Europa ging, als Frankreich in einem Augenb.ick begreiflichen Unmu» lhcs die Ausweisung der Deutschen decrctiette. In allen voruriheilsloftn Kreisen haben die Beschimpfungen, welche wahrend des letzten Krieges und nach demselben die preußischen Preßorganc gegen die französische Nation schleuderten, Mit'falw, nnd Etcl erregt. Der humanitäre Zug, welcher unser Jahrhundert durchdringt, sträubt sich auf das heftigste gegen jeden Versuch, die Nationen gegen einander zu hetze», und so imaginär nnd illusorisch man auch immer die Träume der politischen Idealisten von einer allgemeinen Verbrüderung der Völker und dem ewigen Fricdcn finden mag, so ist doch die Zeit des Rassenhasses für immer vorüber. Nicht einmal die Staats, tunst Biemarcks hat es vermocht, den unnatürlichen Haß, zu dem er die Deutschen gcgen die Franzosen auf. zustacheln wußte, lange über den Krieg hinaus aufrecht zu erhalten. Wollcn die österreichischen Slaven allein sich gegen den Geist der Zeit stemmen und die verzehrende Flamme des fanatischen Nalionalhasses in ihrem Herzen fortlodern lassen?" Die Zoll- und Handelsbillldnis-Frage. Die „Monlags-Rcvue" sagt: „Die Verhandlungen der beiderseitigen Regierungen über die Erneuerung des östcr reichi sch-ungar i. schen Zoll- und Handelsbündnisses beginnen am 24d M. m.d es braucht nicht erst gesagt zu werden welchen Wmh das ciolcichanische'Cabinet auf die Aufrechlhallung der durch einen Vertrag abermals zu MNMidcn Gemeinsamkeit der materiellen Interessen leql, um dcr BcrcttwilliMt u»d dem weitgehendsten Entgegenkommen der diesseitigen Regierung Ausdruck zu geben Mai'cher Schritt, den Ocsirrlcich halte rascher lhun lönncli, ist durch dao Ucbcrcmtominen verlangsamt, mancher Erfolg verringert oder gar gehemmt worden. Trotzdem hat das österreichische Ministerium nicht einen Au. gcnblick in seiner Ansicht geschwankt und dem Gedeihen des größeren Ganzen die Wünsche und berechtigten An. fordcrungen der von ihm vertretenen Hälfte untergeordnet. Diesen Standpunkt wird das Cabinet auch bei den bevorstehenden Verhandlungen einnehmen und die Quotcn-frage, so sehr sie mit dem Ungarn gegebenen Macht, gebiete im Widersprüche steht, unberührt lassen. Aber die Erklärung können wir heute schon mit aller Ve stimmthcit abgeben, daß eine neuerliche Schädigung der materiellen Interessen der diesseitigen Rcichshülftc in keiner Form von dem gegenwärtigen Eabinete acceptiert werden wird. Wenn es insbesondere wahr ist, daß Ungarn die indirecten Steuern oder elnen Theil derselben in den gemeinsamen Staatshaushalt einbezogen oder sonst in einer Art daran zu participieren wünscht, so sind wir in der Lage, bündig versichern zu können, daß daS ungarische Ministerium hierin auf den absoluten Widerstand unserer Regierung stoßen wird. Die ungarischen Delegierten würden Gelegenheit haben, sich sehr bald von diesem Standpunkte des cislcithanischen Eabinets zu über-zeugen und es erscheint deshalb räthlich, einen Standpunkt aufzugeben, dessen Aussichtslosigkeit im vorhinein entschieden ist und dessen Geltendmachung zu Verwicklungen ernster Art führen müßte. Bon der Einsicht und der staatsmännischen Erkenntnis der ungarischen Regierung steht zu erwarten, daß sie, ferne von allen Uebertreibungen, den Werth der bisher bestandenen Vereinbarungen genügsam erkannt hat, um nicht diese großen Vortheile für unerreichbare und vvllig unberechtigte Wünsche preiszugeben." Der ..Hon" bringt über die »clion in dieser Fraze folgende Mittheilung: „In der Zollfrage hat der Finanzminister Hinsicht» lich der in fein Ressort gehörenden Angelegenheiten schon vor zwei Monaten ein Elaborat ausgearbeitet, ln welchem die Frage der Verzehrungssteuern, die finanzielle Seite der Zollfrage, die Rückerstattung der Gebühren u. s. w. eingehend erörtert wird. Das Elaborat ward dem Handelsministerium übersendet, das seine Bemerkungen dazu machte; über die anderen in das Ressort des Handelsministeriums gehörigen Selten der Zollfragen arbeitete daS letztere ein ausführlicheres Elaborat auS, baS wieder dem Finanzministerium behufs der aus fiskalischem Gesichtspunkte zu machenden Bemerkungen übermittelt wurde. Auf Grund dieser beiden Elaborate erfolgte zu Ende des vorigen Monates eine von uns bereits erwähnte Zuschrift an die österreichische Regierung. Die Antwort der letzteren ist bereits nach Budapest gelangt. Sie ist sehr kurz und beschränkt sich auf die Erklärung, dah die österreichische Regierung geneigt ist, die Verhandlungen zu beginnen; die Bestimmung des Termins überläßt sie der ungari-schen Regierung. Auf Grund diefer Erwiderung fanden Confercnzen zwischen dem Finanzminister, dem Handels« minister und dem Staatssekretär de« HandelsminisleriumS statt, deren Resultat ein einheitliches, alle Seiten der Frage beleuchtendes Elaborat ist, dessen Formulierung je zwei Beamten des Handels- und des Finanzministerium« übertragen wurde. Diese Formulierung gelangt vermuthlich am nächsten Dinstag vor den Minislerralh und wenn sie von diesem angenommen wird, was keinem Zweifel unterliegt, wirb sie der österreichischen Regierung übersendet und gleich- Feuilleton. Lucy Gray. Novelle von Walter Stahl. (Fortsetzung.) vül, ^""1 sank auf den Boden, indem sie Verzweiflung«, all"«'"'! b"' Handen nach dem Kopf griff, in welchem " wirr durcheinander ging. «Ills" pl'ch' Nobert," sagte sie endlich, «erzähle mir H!os.^ " erzählte ihr die Ereignisse der vergangenen die ^ ^ kinem lallen, harten Tone, seine Augen auf ^nle ^ ^richtet, von wo aus ihm Geisterhände zu ^schienen, dort seinen Tod zu suchen, ^t!ist über den Sternen nur al« Fremde begegnen? Ich kann daran nicht glauben und ich will nicht warten! Du sollst mit mir gehen, Lucy — ich kann dich nicht hergeben!" Ucbermcnschlich versucht, wie sie wurde, unterlag sie dennoch nicht — er gehorchte endlich und ging mit der Verzweiflung im Herzen von bannen; nur einmal blickte er noch rückwärts und rief mit lauter Stimme ihren Namen. Lucy wies mit der Hand nach oben. Er verstand den stummen AbschieoSgruß und eilte weiter, während die Nbenoglocken vom Dorfe her durch die stille Luft ertönten.__________ » Dreizehntes Kapitel. Ein Jahr war vergangen — ein langes, schreckliches Jahr. Es war abermals ein Tag im Frühsommer, der Amy auf der weinumrantten Veranda sitzen sah. Arme Amy l Sie hatte sich sehr verändert, sie war gewachsen und die frühere lindliche Unbefangenheit hatte sie verlassen. Ein sorgenvoller, melancholischer Hug lagerte auf ihrer Stirn, der sonst dort nicht zu finden gewesen war. Sie blickte träumerisch die Allee hinab und sah George Morton heraufkommen. „Amy, liebe Amy!" rief er, „ich habe dich fo lange nicht gesehen — und," fuhr er fort, ihr for-schcnd ins Gesicht blickend, „du bist seitdem so bleich ge. worden." „Ich glaube nicht, George, das scheint dir wol nur so." > ..Hast du dtilien Vormund kürzlich gesehen, «my?" 996 zeitig auch die Aufforderung beigeschlossen, sie möge er-llären, ob sie schriftlich — durch Uebersenduug eines Antwort'Memorandumö — oder mündlich durch Bevollmächtigte die Perhandlungen fortsetzen will. Die Nachricht, als habe die österreichische Negierung bereits ihrer ersten Zuschrift ein derartiges Memorandum beigelegt, ist unbegründet. Ueber das erwähnte, dcm dinstägigen Ministerrathe vorzulegende Elaborat hören wir, daß es sich eingehend mit der Frage der Verzehrungssteuer befaßt; es «numeriert die bisher beobachteten Unzukömmlichkeiten, hebt die Schädigung der ungarischen Interessen hervor und bezeichnet eine Modalität, wic dem — unter Aufrechterhaltung der Gemeinsamkeit des Zollgebietes — ein Ende gemacht werden tonnte. Eine ähnliche Verfügung schlägt es, ausführlich mit Daten illustriert, in der Angelegenheit der Gebühren-Rückerstattung vor und beschäftigt sich schließlich mit den allgemeinen Zollsätzen, hinsichtlich deren es die als nothwendig erachteten Mo-oisicationen aufzählt. Auch in der Frage der Eonsulate, der Privilegien und der Eisenbahnangelegenheiten werden wesentliche Modifications gewünscht, doch wird erklärt, daß die Verhandlungen hierüber erst nach einer Vereinbarung über die ersterwähnten hochwichtigen Fragen nothwendig seien." Zur europäischen Friedeussrage läßt sich der „Golos" vernehmen, wie folgt: „Wir haben unlängst gesagt, daß das Bündnis der drei Kaiser in Europa am besten vor der Möglichkeit einer Friedensstörung bewahrt. Ohne allen Zweifel gibt das Bündnis die zuverlässige Garantie gegen alle jene Mächte, welche nicht zu dem Bestände des Bundes gehören. Aber sichert dieses Bündnis etwa gleichermaßen den Frieden Europa's gegen kriegerische Bestreu düngen, welche stch innerhalb dezs Bündnisses selbst äußern tonnen? Nußland kann nicht den geringsten Grund haben, den Krieg, gegen wen es auch sei, zu wünschen. Oesterreich-Ungarn lann auch nicht einmal denken, über jemanden herzufallen. Dafür sind aber, wie jetzt bekannt geworden, kriegerische Vestrebun» gen einigen Sphären der deutschen Gesellschaft und zwar hochgestellten Pcr>onen, durchaus nicht fremd. Wird die deutsche Negierung auf lange Zeit imstande sein, diesen Bestrebungen entgegenzuwirken? Wird andererseits das russisch-deutsch-österreichische Bündnis eine neue Probe, zu welcher die Umstände in Zukunft führen lönnen, aushalten. Die öffentliche Meinung Eur5fta's hat sich mit groß» ter Sympathie und Anerkennung zu den gemeinsamen Anstrengungen Nuß lauds und Englands gestelll, Dank welchen der Frieden ditsesmal nicht gestört wurde. Wir, wic cbcnso die Engländer, habcn nicht das geringste Interesse daran, oaß Europa sich im Zustande eines beständigen Schwankens zwischen der Furcht vor dem Kriege und der Hoffnung auf Erhaltung des Friedens befinde und es liegt keine Berechnung darin, einen Krieg in Europa zu erregen oder gar eine kriegerische Stimmung zu unterstützen. Aus dcm Grunde sind Rußland und England ihrer Stellung sowol der natürlichen als der politischen nach berufen, in Europa die Interessen des Friedens zu wahren. Die Slellung, welche sie in letzter Zeit inbezug auf die deutsch französischen Mißverständnisse eingenommen haben, ist dadurch besonders wichtig, daß sie durch die Gewalt der Dinge selbst hervorgerufen wurde. Die englischen Staatsmänner und die Politiker be» greifen, wie angenommen werden muh, welche Gewalt die politischen Interessen ihres Landes mit den Interessen unseres Vaterlandes verbindet, und welche außerordentliche Bedeutung die Politik Englands gewinnen lann, wenn sie mit d:r Rußlands Hand in Hand geht. Die Engländer haben es schon begriffen und ausgesprochen, daß ihnen die französischen Angelegenheiten mehr Interesse bieten als selbst die Fragen der vaterländischen Gesetzgebung. Für uns wäre es vielleicht nach den großen Reformen der verflossenen bcidei» Decennien auch zeitge« maß, uns mit den Angelegenheiten der auswärtigen Politik zu befassen. Wir hoffen, nicht falsche Interpreten unferer öffentlichen Stimmung zn fein, wenn wir sagen, daß die Position, welche die russische Diplomatie in der letzten Zeit eingenommen hat, von den Nüssen mit Begeisterung und Entzücken begrüßt worden ist. Gemäß dem Charakter als friedliebende Nation, welche am meisten für Erhaltung des Bestehenden besorgt ist, können wir nur mit Nationen, welche im selben Maße friedliebend sind, in einem festen und nicht compromittieren-den Bündnis stehen. Das ist der Grund, warum das Bündnis mit England, das Bündnis im Namen der conservative« Principien in der Sphäre internationaler Beziehungen, im Namen der Principien des Friedens und der Gerechtigkeit, sich uns durch die Gewalt von Thatsachen selbst aufdrängt." Politische Uebersicht. «aibach, 16. Juni. Das preußische Herrenhaus genehmigte die Aufhebung der Verfassungsartilcl 15, 10 und 18 in zweiter Abstimmung. — Das preußische Abgeordnetenhaus nahm in seiner am 14. d. abgehaltenen Sitzung den Gesetzentwurf über die Verfassung der Verwaltunas-gerichtc nach den Beschlüssen des Herrenhauses an. Es ist somit eine Uebereinstimmung beider Häuser über die Vcrwaltungsreform erzielt. — In Berlin sind, nachdem die Session des Landtages geschlossen wurde, blos noch der Bundesrath und die R eichs«Iustiz> Commission bei der Arbeit. Der erstere hat, anknüpfend an den weimar'schen Antrag wegen Verminderung der Matricularbeiträge und Erweiterung der Neichssteuern, beschlossen, eine Verdopplung der Brau-steuer, sowie eine Besteuerung von Wcrthpapieren, Schlußscheinen und Lombarddarlehen in Auesicht zu nehmen. Die bezüglichen Gesetzentwürfe sollen von dem Ausschusse für Zoll- und Steuerwesen ausgearbeitet werden. Die Ncichs-Iustiz-Commission fügte in dem Strafgesetzcntwurf die Bestimmung ein, daß Nedacteur, Verleger und Drucker einer Zeitung nicht gehalten sein sollen, den Autor eines strafgcrichtlich verfolgten Preßerzeugnisses zu nennen. Ein pariser Brief der „Ind6pendance Belge" erwähnt eines angeblich von Wien stammenden bemerkens» werthen Gerüchtes, wonach Fürst Bismarck während seiner Vacanz die Berufung eines allgemeinen Staaten-congresses zur Sanction der Grenzverimderung vom Jahre 1K71 und zur Bildung einer Liga gegen den Ullramon-tanismuS vorbereilet. Der „Temps" oelöffentllcht das von Dufaure ausgearbeitete neue Preßgcsetz, dcsscn erster Artikel jeden Angr,ff gegen ^S Princip oder die Fomi der republikanischen Regierung in Frankreich mit einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten bis zu drei Jähren „Seil mehreren Wochen nicht. Ich erwarte ihn indessen und —." Hier hielt sie plötzlich inne, währnd' ein leichter Schauder sie durchrieselte und abwechselnd Blässe und Nöthc ihr Gesicht bedeckte. „Dir ist jedenfalls nicht wohl," bemerkte George. „Sie lassen dich zuviel allein, du solltest mehr Gesellschaft um dich sehen." ..Ach nein, ich habe die Ruhe gern und bin daran gewöhnt." „Es lag aber früher in deinem Wesen so etwas Gedrücktes nicht, Amy, wie jetzt, cs scheint, als habest du gar keinen rechten Lebensmulh mehr — es muß dir doch wol etwas fehlen." „Ich sage dir ja, George, daß mir nichts fehlt, doch jetzt komm mit ins Haus, Mrs. Seaford wird sich freuen, dich zu sehen." „Jetzt, in diesem Augenblick noch nicht, Amy, gehe erst mit mir nach der Laube. Weißt du noch, als wir zuletzt dort gesessen haben und ich dir Robert Earllons Gedichte vorlas?" Sie erbebte und sah ihren Jugendgespielen mit einem raschen, fragenden Blick an. „Entsinnst du dich dessen nicht?" wiederholte George. „O, ja wol, es ist aber sch^n so lange her." „Dann hast du mich also vermißt, Amy, tausend Danl dafür. Er nahm ihre Hand und führte sie sanft die Stufen hinunter, nach der Laube hin, wo sie an jenem Sommerabend gesessen. Amy dlickle ihren Begleiter nicht an, sonst würde sie bemerlt haben, daß er seine gewöhnliche Heiterkeit, welche ihn so fröhlich und leichtsinnig erscheinen ließ, abgelegt hatte und ernst, ja soH traurig aussah. „Wie glücklich ich mich fühle, daß ich wieder hier bin, es ist nirgends so schön wie hier." Amy lächelte und blickte ihm freundlich in die offenen, ehrlichen Augen. „Jetzt bist du wieder die Alte, Amy, jetzt erkenne ich dich erst wieder." „Hast du mich denn wirklich verändert gefunden?" „Verändert! Nein, Amy, ich möchte nicht den. len, daß du anders geworden seiest. Ich bin in der Msichl hergekommen, um mit dir zu sprechen." „Was meinst du, George, jetzt bist du es ja, der so ernsthaft aussieht." „Ich denke daran, wie glücklich wir hier gewesen- sind." „Und das macht dich so ernst?" „Das nicht. Ich dachte nur, wie daS jetzt lange hinter uns liegt und wir beide nun erwachsen sind." „Was recht schade ist, George. Ich wollte wir wären noch Kinder; wir werden nie wieder so glücklich werden." „O doch, Amy, wenn du nur willst. Ich möchte lein Kind wieder sein, und ich freue mich, daß du erwachsen bist. Ich habe dir schon so lange etwas sagen wollen und habe doch nie den Muth dazu gehabt." Sie blickte erröthend nieder, für den Augenblick alles vergessend und nur das Glück fühlend, das seine Worte ihr verursachten. „Ich liebe dich. Amy, und ich glaube, daß du meine Liebe erwiderst. Wir sind beide noch sehr jung, doch bitte ich dich um das Versprechen, mein Weib werden zu wollen, sobald dein Pormund seine Einwilligung gibt." (Fortsetzung solgt.) und mit einer Geldbuße von 500 bis 5000 Fran bcdioht. Ebenso ist cs bis zum Ablauf der Gewaw des Marschalls verboten, die Revision der consul"» ncllen Gesetze zu fordern. Die gegen die in Mle, Lyon, Maiscille und Versailles erscheinenden Ze»tUM' in Aussicht genommenen Ausnahmemaßregeln sollen or Monate nach Eonstitnlerung der neuen Vertretung" aufhöien. ,,.,„ Das endgiltige Budget des italienische' Finanzministeriums und das gesummte Einnahms» li" Ausgabsbudget pro 1875 werden genehmigt. Ueber die Lage in Spanien wird der'M' Fran«?." geschrieben: „Die Verlegenheiten der spanW Regierung verwickeln sich seit einigen Tagen in bebe. licher Wcisc. Es ist jedermann klar geworden, daß?° Cabinet, so wie es jetzt zusammengesetzt ist, in keiner M tung handeln lann. Von den Liberalen und den ^ mäßigten bestürmt und in der Unmöglichkeit, die cM und die anderen znfrie» enzustellen, hat cs alle im y^ sten verstimmt. Ich habe, seitdem ich mich in Spa" aufhalte, der gespannten politischen Lagen manche 8^ sehen, aber ich glaube nicht, daß die jetzige si ins leere hinausstarrt, entbehrt aller Lebens Alfonso XII. ist, man muß es sagen, sehr sclMl "^ geben. In dieser Umgebung scheint es nicht leicht ^ Don Mfonso je seine Unschlüssigkcit überwinde. 2r^ und mit Recht, von den jüngsten politischen Very"! . gen sehr betroffen. Die zweite Serie von Proscr'pl" bringt die Zahl der verbannten oder ohne Urthe'l "^ tierten Generale auf zwölf. Und es steht zu befitt^ daß sie in der Armee, die hier immer die Heldl" ^ Revolution ist, eine betlagenswerlhe Wirkung j werden." Hassesnemgkeiten. Somnambulismus und Mesmertsmus. (Fortsetzung und Schluß.) ,.^ Half diese Manipulation nicht, und in de" "^ Fällen genügte sie nicht, so kam die FingermaniP"^,,, an die Reihe. Beide Daumen wurden an der .« aufgesetzt, an den Schläfen wurde nach abwärts 9 ^. gen, die flachen Hände in leicht drückenden wellen! gen Bewegungen seitlich als Begleiterinnen. ^ Die Daumen auf dcm Brustbein nach a^ / die stachen Hände mit leichtem Fingerdruck iibt^ Brüste, dann über den Unterleib, dort wieder pH^ und in kurzem Bogen an die Innenseite der ^^ wieder pausiert, dann erst nach abwärts bis l^> Zehen. Diese Manipulationen wurden, je nachdet? ^ rend der Behandlung schmerzhafte oder trampst ^ actionen auftraten, A0 bis !i0 mal nach einandl ^ü in kurzen Sitzungen wiederholt. Sind die ^v^ heftig, so sucht man sie abzuleiten, indem man d> ^ oder die Fingerspitzen einige Zeit auf dem all Theile ruhen läßt. ^ Verräth die Kranke Schlaf, so kommt M"' /, die Manipulation des Einschläfern« zu Hilfe, int"' ^, mit dem Daumen über die Schläfe herab""./ Wangen zu manipuliert. Diefer Schlaf hat mcht ^, dcrbares an sich, jedes Eintönige bringt nur i ^i> Schlaf hervor. Man läßt sie liegen, bis sie v"".. ll> erwacht. Dieser Schlaf in seiner einfachen M»' / magnelische und hat in seinem wirtlichen ^l"^^ ^ die Wohllhalcn des gewöhnlichen Schlafes. 3" ^ o^ Wirkung, die Gewalt des MagneliseurS zu >'^ o^ die Kranke schon durch seine frühere Manipula '".^ Ncrvcnerregtheit sehr angegriffen, so erfolgt o> ^ Erwachen, Elairvoyance -- aus der Kranke" ^c Somnambule geworden, die im Schlaf "^«HpN^ und Dinge berichtet, oft weissagend. Ih" ^, li^. über Gott, Natur und Leben nach dem "^„M sich allerdings nach Erziehung, Glauben und ^ , des MagneliseurS. Der psychische Neflef, lM^ der Seele der Somnambule ist beinahe unlcu» ^c> Die Somnambule schmiegt sich in 'l)" ^ >, chen vollkommen dem geistigen Einfluß "l, ^t , Meister auf sie ausübt, über ihtc Kla,'llicn ^^>l> dcm einsprechend anatomische Kenntnisse, gll> .^t!^ zu ihrer Behandlung an, je nachdem sie h°" ecl^ oder alläopilhisch behandelt wlld. lich, daß diese höchsten Zustünde „ur nach '" ^l '. jahrelanger Vehaudlung mit Zul^"^''^ "" ,, Unterstützung der Manipulationen Haupt,»" ^ o führten Mittel: Glaube, Liebe, s"undl'^ ^ll.!>^ zärtlicher Blick, die harmonischen Töne der ^ ^ ^ eintreten. — Ost bewegt sich die SoMnaM" ^ Rede und Gesprächen in Höhelen ^'" ^ne" ,,l stirne werden in das Bereich ihrer 6°"" fl je ^ zogen, aber niemals hat die Rullllw'«"'!'" ,^ hcl" neue Entdeckung auS dem Mnzr»den G^uie^ nehmen tonnen. „^. den 6 ^ Die schönen Fingermanipulationen u°^, ^i' ^i Körper hinweg wurden aber nicht c" ,,.Hgcf"h h/ tientinnen mit so eiserner Eonscqucnz ou^» ^ einigen, älteren wahrscheinlich, wußte 937 Zufächeln der magnetischen Kraft, durch Anwerfen oder ^magnetisches Wasser, magnetisches Glas, den mag. nn chen Baum zu helfen; wurde die Praxis des Mag-nemeurs zu groß, so wurden nur die besonderes Inter-M darbietenden Kranken einzeln vorgenommen, die an« °eren mit dem sogenannten Baquet, mehrere mit Lei-lungsdrähten zusammen in Verbindung gebracht, auf stören gestellt. Der Magnetiseur war dabei die elec-ll'lche Batterie und wenn er glaubte genug seiner Kraft «Meben zu haben, wurde die Sitzung geschlossen und °le Kranken wann ein gutcS Theil ihrer Heilung näher ^ Für den Arzt ist die Heilung mit thierischem Magnetismus sehr bequem, er macht seine Manipula« "°n, braucht leine Kenntnisse, sondern nur Ausdauer. Mr den Patienten ist sie angenehm, er braucht gar "'ne Medicin zu schlucken, nur etwas litzlich ist das .. Ueber die Schattenseite dieses sinnlosen Treibens "wchte ich am liebsten schweigen, sagten doch schon die «nhänger des Viagnetismus, daß im günstigsten Falle "ne exaltierte Nervenstimmung zurückbleibe, daß selbst Störung der Menstruation, rapides Verlaufen der Schwindsucht, vollständige Zerrüttung des geistigen Vcr-"wgens die Folgen häufig gewesen seien. Daß in einem ^nstigen Fall allmälig die magnetischen Erscheinungen Mt mehr wirksam werden, die Clairvoyance an Hcllig-lllt verliert und dabei doch die Patientin nach Beendigung der Kur ein inniges Freundschaftsbündnis mit °lM Vtagnatiseur eingeht und eine herzliche Zuneigung zu ihm behält, dürfte auch wol zu den Schattenseiten ^rechnet werden und auf das nicht ganz lautere Manipulieren bezogen werden. Wir tömnn uns wol mit Recht freuen, die Zeit °cs MeSmeriSmus hinler uns zu haben. In politisch erhabener Zcit schlafen glücklicherweise solche Ausgeburten °cr Phantasie einen Todesschlaf, leider oft nur, um "bc> lurz oder lang von neuem in diescr oder jener flockenden Form wndcr aufzutreten. Sic find die miüde des menschlichen Geistes, und so wie wir die ^lßcten Feinde niedergeschmettert, so mnß es auch das Bemühen eines jeden scm, diese Feinde des Geistes mit allen Waffen zu bekämpfen. — (Jubiläum.) Nm Samötag dm 1?. b. fallt, in Schwenkers Eolussmm in Wien die IubiliwillSfeic,, von zehn Angestellten der Hos- und Stllalödrnckcrci statt. Hie Festrede hielt ein Kollege der Iuliilure, Herr Kühn, dieser jolgle eine Ansprache de« Director« der Hof- und StaatSdruckerci, Hofralh Bccl, worauf dic Ucbcrgabc dcr Fcstgrschenle stattfand. Das Fest schloß mit einem Tanzlriwzchen. Wie die „Wr. Ztg." mcldct, hat Sc. Majestät dcr Kaiser in Annlcuuuug oieljähriger, treuer und belobter Dicilsllrislung dreien von den zeh» Il,I>ilar sta h l.) Wie der wiener Polizcidircction .graphisch mitgetheilt wird, ist dcr Beamte der baierifchcn Ost. h ^ ^lcxander Asimout vor ewigen Tagen anS München l lycgangen, nachdem er au« dcr Hauptlassc der erwähnten ^^ ^rsanstalt 100 Stück Ostbahn-Priorilllts-Obligationcu im »nnalwcrthc vo» 35,0tt0 si. entwendet hatte. e>ll! ^ ^^stcrreichisch - ungarische Pferde.) Der ^ Me Draht dringt d,e erfrenliche Kunde von den brillanten l>c„°^"' '"^lche österreichisch-ungarische Pferde beinahe in dcrfel. ^ lNlidc auf zwei weit uuu einander gelegenen ansländischcn ^^'ftllitzei^ Acrlin u„d Warschau, zu erringen wußten. So ^ wl Graf Johann T°ruowSti'S dreijähriger brauner Hengst ^g ^"'^'" der Derby-Gewinner in Wieu, auch iu Warschau i!^ ^l) in der cclalantcslcu Weist. In Berlin errangen zwei h„ "^sch-Mlgarische Pferde brillante Erfolge; so gewann Gras ^lilll ^"^^ zweijährig „Elena" von Salamander a. d. i!ast ^>d L "^ ^^luchsrenucu der Stuten gegen neun Concurreulcu Advents' ^^"^ ^ dreijähriger Fuchs-Hengst „Schwindler" von bonier ^ °' ^' ^'""°l mit entschiedener Uebcrlcgenheit, im le»>,c,i' ^"^°" Sta.ltsprcis vou 9000 Marl im Union- h,^,^°wittt r.) Am 13. d. abends entlud sich imVcznle ^Urlschl^ '" Sleicrmart ein schweres Oewilter mit heftigem ^ Uchei^^^^" "' ^" Gemeinden Dentsch-Fcistrih. Peggau Achtete Ä ^'^ ^leuchte, fowic Obstbllume beinahe gänzlich ^°b»nn'<, 1"°^ ^^"^ ^ babselbc Gewitter in die Oenmuden °^ n»d Leb " ^" ^' '^""' Seicrsberg. Stallegg, Ruders' ° Maaten tb"' "" ^^'"^ Umgebung Graz aus und vernichlltc ^t°^ ^°"er Planet.) Am 8. d. ist abermal« cm neuer t ""'. u.,d "^"' ^°"°'° ''""t« der dritte - «msgefunden °"" b" 146 '^" "°" ^°"'lly in Marseille. Lö ist dies be-' l>°r entdeckten kleinerm Planeten. — (Von der neuesten Nordpolerpebltlon.) Laut Telegramm aus Tromsv ist die Expedition des Professor« N o r d en sljü ld am 8. d. mittags von dort nach Novaja-Scmlja abgegangen. Die Expedition wird unternommen mit der norwegischen Eismeeryacht „Proven," geführt von Lapitiln I. N. Isalscn, welcher seit vielen Jahren nach Spitzbergen und iu den letzteren Jahren nach Novaja-Semlja gefahren ist, gleichwie er auch früher den Professor Nordensljälb auf dessen Eismeerfahrten begleitete. DaS Schiff soll nach dem südlichen Theile von No» vaja-Semlja steuern, wo man Samojeden anzutreffen hofft, und vou dort gedenlt mau allmcllig in östlicher Richtung nach den Flüssen Obi und Ienisei vorzudringen, woselbst Professor Nor< densljüld bann das Schiff verläßt, um die Erpedition per Voot weiter zu führen. » Locales. Mittheilungen an« dem Jahresberichte des l. l. Forftinspectors für Krain pro 1874. (Fortsetzung.) Nach d?n Erfahrungen ilder d!e einstige Vestockung dcs lrai..lschcll «aistco war es dic Eichc (auch Zcrr-cichc), welche bis 050 Mcter Scchöhe noch ein, wenn auch durch langsamen Wuchs gelennze-chnctrs, so doch cntsplcchmdcS Ocoeihen fand, und noch hcute zeigen E.chenaesllüpftc delsclbcn Höhexla^c, an, Slocl gesltzt, einen schr üppiacn Wuchs. Diese Eifahrun.,cn bieten Oclcgrnheit versuchsweise auch die Eiche als Schuhholz ^u dancn, weil deren Fortkommen durch den Tiilb dcr Fahlwurzel nach einer der AuSlrocknuna nicht mehr freien Tiefe cimrscitS, sowie durch das Vorhandensein vielfacher Knospen im häufigen Falle deS Abfrieren« andcrcrfeils nicht gefährdet erscheint, welcher letztere Umstand andere Holzarten, als Esche ober Ulme, vollkommen unpralticabcl macht. Sind die ziemlich geschlossen gebauten Eichen zwei-bis dieijährig, so gewähren sie durch deren Glätter, schmuck bereits einen so artigen Schuh der Godendecle, daß die Einwirkung der Sonnenstrahlen nicht mehr so intensiv sein lann, um den dann inzwischen zu pflan. zenben Nadelhölzern die zu ihrem Leben nöthige Boden, feuchtiytcit entziehen zu lölwen. Nebenbei ist die Elchclsaat lcine so mühselige oder lo,lsp.ai«e und der Erfolg gewahrt die kuSsicht in ver. haltnlsmahtg lllrzcr Zeit mcht nur ennn glsicherten Be< ,taud d.r Nadelhölzer, so.dcrn auch eine anßcmcssene Zwlschumuhung zu erzielen, Ncsultatc dieser Art del ttunstdpwaldung, j0i»ie auderev vielseitiger Versuche mit Lchlchvflanzen zu registricr.n, muß natürlich einer spü-lcren Z>üt volbehaltcu werden. «am bcsundercs Aug.llincrk wu-de dcr Erwcitelunu. der Saalläulpe und der Erziehung eines genü^ndeli Pftanzcnmateilüles zugewendet. Im Frühjahr 1874 gelangten 670.000 Stück zweijähriger Fichten, Weiß- und Schwarzfohren zur unenl-^cllliäzcn Berthcilung a» Gcmcindcn u.ld Private und 70,000 Ztüä Schwarzföl,lcn zum Verlaufe. Dic vcrlhclltcn Pflanzen wurden lntwckcr iu dc». tuhlabgelrieb^uen Waldungen odcr auf tt,,stweiden aüS< gepflanzt und es ergäbe sich bei Abrechnung der enormen Zlffcr tincs Abganges von 50 pHt. unlcr Zugrunde-leguug eines einmclrigln PielerverbandrS noch immel eine Fläche von 35 lla. Karstlund, welch,, hiedulch der Waldtultlir gewidmet elscheii't. Die durch Entnahme der Pflanzen leclgcwordei>eu Geele wurdc«, soglcich wieder bebaut und deren Zahl dutch thiilwnsc At>aptitlM,g der Ucberschulun^räumc um ein bcdeuleudcs vermchlt. Nebst den am Karste ein sich.rcs Gedeihen finden-dcn Waldpflanzen werden auch Obst^äumc gezonei,, um hiedulch in anderci, Wcisc dcr Kultur am ttalste Vor. schllb zu leisten, da sich speciell an südlichen Lehnen für die Obstzucht ein sehr güustiucS Fclo zcigt. Die Verlhcilung der Pflanzen cifolgt nach dcn, erreichten zweiten oder drillen Jahre unentgeltlich in d.r W>,>fe, daß jeder Bittsteller rechtzeitig bei dcr poli. lifchcn AezillSdehortie fcincn Bcdarf anmelden, wie auch das zu lnlliuicnnde Object genau bezeichnen muß, nach hierauf elfolgter Bclanntgadc deö Tages der Vcrabfol« i;ung dicse an Ort uud Slcllc dcr Saallämpc bczicl,en lann, nachdcm ihm volher dic Art und Weisc des Ver. sctzcns praktisch demonstliell wird. Dlc Kostcn dilscr Pst mzmerzichung belicfen sich in dcn Jahren 1872 und 1873 auf 2316 fl. «2 kr. und nach Aoschlac, dls Erlöses per 140 fi. auf 2176 ft 82 lr., wonach 100 Stück auf circa 30 kr. ö. W. zu stchen kamen. Dcr Ncuanbau und die Er oelteiung dlr allrn, sowi^ Anlage zwcicl neuen Saatlä!,'p,n im Jahre 1874 kosteten 1285 fl. 32'/, lr. inclusive dcs SchutzrS; bare Sllbvcütloncu für Karslaufforslung wurde nur rinc an dic O^lmindc Rc^lilni^ verubfollit. Die Kaistlullir ist sohin, tlvtzdciu so vicleS über dicselbi gl.sp'ochcn und gfsch'icocn wurde, noch lmmer im embryonischen Zustande, und wird es insolange dlci-bm, als die Karstler durch die nun vollzogene Grund, lastcüablösung das Vewußlsein haben, wenn auch nur einige Slämmc, so doch noch Wald zu lusitzcn. Erst, wenn sie damit fertig sind, was übrigens nicht lang auf fich »allen läßt, werden diejenigen, deren weitere Existenz in ihrer Heimat noch möglich j»m wird, für die Bewaldung der so schnell geschaffenen Oe>en gefügiger zu treffen fein. III. Mschmtl. Forstliche Durchforschungen uud Wald-Kataster. Den mlt hohem Ministerialerlasse vom 3. Juli 1873 angeordnlten forstlichen Durchforschungen und der damit im Zusammenhang stehenden Anlage deS Wald-latasters konnte im Laufe de« Jahres 1874 nicht in dem Maße die volle Aufmerlsamleil zugewendet werben, al« es dem Zwecke entsprechend erschienen, weil eben für diese Arbeit noch die nöthigen Kruste mangelten und viele wichtige polizeiliche Anordnungen bringender Natur denselben vorangehe» mußten. Nachdem erst mit 1. November 1874 eine hilfS-traft für dies« Arbeiten gewonnen wurde, so blieb die «nlaae de« WaldlatasterS bloS auf den adelsberger Veziil beschränkt, der mit wenigen Nachtragserhebungen im heurigen Frühjahre seine» Zwecke zugeführt werden wird. Es wurde eine UebersichtSlarle im Maßstabe von 1 : 36,000 angefertigt, aus welcher nebst den sämmtlichen Waldungen, die Gewässer, die geologischen Formationen, die bestehenden CommunicationSmitlel, die politische und finanzielle Einlheilung, alle Ortschaften, die gtttofsemn forstpolizeilichen Maßnahmen, geometrische und hypsometrische «"Haltepunkte, endlich auch theilweise die Parzellennummern zu ersehen sind. Die dem Waldlataster als Grundlage dienenden forstlichen Durchforschungen wurden jedoch auch auf die Gezirle Planina in Innerlraln, Gottschee in Unterlrain und RadmannSdorf in Overtrain ausgedehnt, es lassen sich aber die hiebei erhobenen Daten nicht systematisch zusammenstellen, da sie eben nur GelegenheitSerhebun-gen entspringen, und erst durch die regelmüßige Auf» nähme seinerzeit ergänzt, bei Verfassung de« Waldlala-sterS benutzt werden können. (Fortsetzung folgt.) Handels- und Gewerbelammer für Krain. (Fortsetzung.) VII. Kammerrath Leopolo Bürger als Obmann dcr 3. Section tragt wcitcrs vor dcn Bcrichl über das von der t. t. Postoircttion Tricst mit Note vom 6. April 1875, Z. 3093, an dcn Stadtmagistrat Laibach und von diesem mit Tergalnotc ooo. 14. April 1875, Z. 4957, dcr Kammer übermittelte Gesuch dcs l. t. Postamtes Laibach um Einstellung des Posttasscdiknstcs an Sonn- und Fcicrtagrn nachmittags — und stellt in Erwägung, daß beim laibacher Postamte nur in drn seltenste» Fällrn an brsagtrn Nachmittagen htthrre Anwei. sungcn als 100 ft. zur Aufgabe kommen; in Erwägung, als auch Äilliglcitsgründc dafür sprechen, daß den bei-dcn Posttasscbcamtcn cinc Erholung gewährt wcrdc, wie solche auch dic Kasscbcamten in Trieft, Gör;, Pola ic. haben, und endlich in Erwägung, als die Ein- und Aus. zahlung dcr Gcloanwcisungsbclrügc bis zu 1(X) fl. und die Auf- und Abgabe der Gcldbriefe unberührt bleiben, nachdem diese Geschäfte von anderen und nicht von den Posttasscbcamtcn versehen werden, folgenden Antrag: „Die Handels- und Gewcrbelammer wolle sich in ihrer Aeußerung für die Einstellung dcs Posttassedicn-stes in Laibach an Nachmittagen dcr Sonn- und Feiertage mit Ausnahme jcncr aussprechen, welche auf den crstcn odcr letzten Tag im Monate fallen." Kammcrrath Emerich Maycr unterstützt den Antrag dcr Section und stellt mit Rücksicht darauf, daß cs im Interesse des Puvlicumö gelegen ist, daß die Postlassc nicht vor 0 Uhr nachmittags geschlossen werde, den Antrag: „Dic Kammer wolle sich verwenden, daß die Post-kasse an Werktagen nicht vor 6 Uhr nachmittags geschlossen und die Ein» und Auszahlungen bishin erfolgen werden." Nachdem noch der Präsident einige für die An» träge sprechenden Bemerkungen beigefügt, werden örr Antrag dcr Section, sowie dcr des Kammcrrathes Emerich Mayer angenommen. VIII. Der Obmann der 3. Section, Kammerrath Leopold Bürger, trägt vor den Bericht über da« Grsuch dcr Herren Schivitz H Eomp. ans Trieft um Unterstützung dcs Unternehmens, Trieft mit Heidenschafl mittelst cinrr schmalspurigen Eisenbahn zu vcrbin den, — und beantragt in Erwägung, daß diese Bahn dcn Verkehr zwischen Hcidcnschaft, dem Wippacherthale tc. mit Tricst erleichtern, und auch einem Theile des Kam> mcrbezirtes Krain Vortheile bringen wird. Die Han» dels- und Gewerbelammer für Krain begrüßt mit Freude das Unternehmen der Herren Schioitz k Comp. in Trieft, eine Eisenbahn von Trieft bis Hcidenschast zu bauen und crtlürt sich bereit, dasselbe nach ihren Kräften bci dcr hohcn t. t. Rrgierung und dcn bezüglichen Gemeindevertretungen dcö Kammerbczirles Krain zu unterstützen. Dieser Scctionsantrag wird einstimmig angenommen. IX. Der Präsident Alexander Dreo bestimmt zu Vcrificatorcn dcs heutigen Sitzungbprototolles die Kammcrräthe Albin Achtschin und Ignaz See-m ann. 998 X. Der Obmann dcr 1. Section, Matthäus Treun, bringt die am 2. l. M. eingelangte 5'lschrift der grazer Handels- und Gewerbckammec zur Kenntnis der Kammer, in der dieselbe mittheilt, daZ nach c^ner Verfügnng des tön. ungarische Ministeriums in Ungarn N!'.' jene metrischen Maße uud Gewichte in VcNocnduug konuncn dürfen, welche von einem nn-garischcn Aichamte gcaicht worden sind. Da dies den Ha »del mit in Cisleithanicn geaichtcn Maßen und Gewichten in Ungarn ausschließt, so hat sich die Schwcstcrkammer in Graz an das hohe k. t. Handelsministerium mit der Bitte gewendet, zu erwirken, daß die obcrwähntc Verfügung des kön. ungarischen Ministeriums wieder aufgehoben und der freie Verkehr von in Cislcithanien geaichtcn Maßen nnd Gewichten in Ungarn gestattet werde. Der Referent beantragt: „Die Handels- und Gc-werbckammcr für Krain wolle das Einschreiten d?r geehrten Schwcstcrkammcr in Gra; mittelst einer ähnlichen Eingabe dcim hoycn k. k. Handelsministcrinm »inter-stützen." Bei der Abstimmung wird dieser Antrag angenommen. XI. Der Obmann der 1. Section, Kammcrrath Trenn, bringt zur Kenntnis ein eben eingelangtes Promemoria mit der Bitte, die Kammer wolle sich verwenden, damit die Pfcrdchnfn ägcl vom hohen t. k. Kriegsmil'istcrium bei den Eiscnindustricllen in Kropv bestellt werden möchten, — und beantragt: „Die Handels- und Gcwerbctamu'cr wolle sich mittelst einer Eingabe beim hohen k. k. Handelsministerium für die Hufnägel-Erzeuger Kropps verwenden." Kammcrrath Leopold Bürger erklärt diesen Gegenstand für einen wichtigen, hält jedoch dafür, daß es der Sache nicht abträglich sein wird, wenn übec denselben in einer Sectionssitzuug gründlich berathen und erst in der nächsten ordentlichen Sitzung ein endgiltigcr Beschluß gefaßt werden würde. Die nur kurze Zeit verzögerte Erlcdiguug kann für den fragliche.! Industriezweig mit keinem Nachtheile verbunden sein, weil für das laufende Jahr das hohe Ministerium ohnehin an die bezüglichen Licfcrungsverträge gebunden ist. In Erwägung dieser Gründe beantragt der Redner: «Dieser Gegenstand wolle der 1. Section zur Prüfung und Berichterstattung ill der nächsten Sitzung zugewiesen werden." Kammerrath Ignaz Seemann bemerkt, daß in dem Promcmoria von einem bestimmten Zeitpunkte, mit welchem die Lieferung der Hufnägel übernommen werden könnte, nicht die Rede ist, sondern eö wird nur gebeten, daß die Kammer sich für diesen Industriezweig Krams verwende!» möchte. Hierauf unterstützt Redner noch die Anschauungen des Vu» ccdners und erklärt schließlich, daß der Abschluß des fraglichen Lieferungs-vertragcs nicht allein im Interesse der Eiscnindustricllcn Kropps, sondern auch in dem des hohen Aerars gelegen sein dürfte. Nachdem Referent erklärt, daß er auch den Ansichten des Kammcrrathes Bürger beipflichtet und seinen Alltrag zurückzieht, wird der Vertaguugsantrag mit Majorität angenommen. (Schluß folgt.) — (Persoualnachri cht.) Der englische StaalSsecrctär I, L. Leslie hat im a. h. Auftrage den Rapport des Bezirlswnnd-«rztes Herrn Franz Sau ran in Stein llber die Erfolge seiner achtzehnjährigen Erfahrungen im Fache der Impfung entgegengenommen nnd den Empfang dieses Schriftstückes mit Schreiben vom 7. Juni l. I., Z. 1775/91, bestätiget. — (Die Geueralversammlnng) der philharmo: Nischen Gesellschaft findet am Sonntag den 20. d, vormittag« um 11 Uhr in den VereinSlocalitilteu statt. — (N u S dem P e r eins leb cn.) Der Postmeister-verein für Kram, Küstenland und Dalmaticn hielt gestern im hiesigen „Hotel Elefant" feine diesjährige Generalversammlung ab. Anwesend waren 18 Theiluehmer in Person und 10 durch Vollmachten vertreten. Der VercinSoorstcher Herr Postmeister Dragan aus Weißmfels begrüßte die Ansammlung mid brachte dasProtololl Uberdie vorjährige Gmeralversammlungzilr Verlesnng, In dem Rechenschaftsberichte wurde die Thätigkeit im abgelaufen?» Vereinsjahre 1874/75 näher bslenchtet uuo der Anschluß an die vom tühliuscheu Postvelmie gmchmig!,.' und an das h. Handelsministerium gerichtete Petition betont. Die erwähnte Petition enthält folgende Pnnlle: 1. Regulierung der Amtsbczüge der nicht ärarischen Postmeister uud Postbedien-steten; 2. Mielhziuö fur da« AmtSlotale, desstu Nciuigung, Be-lcuchtuug nnd Bcheitzuug; 3. Lutlohnuug flir die von den Post-amtslcitcrn außer deu vorgeschriebenen AmtSstuuden verrichteten Postdimste; 4. Gründung eine« PcnsionSfondeS filr nicht Ura< rischc Postbcdicnstcte durch monatliche Zurücklassuug eiucs zu fixierenden'Betrages im Gebahrungsausweise uud Uebernahme dieses Fondcs in die Verwaltung deS Staates. — Zwei Depu-licrte dicscö VcrcmcS haben sich nach Schluß der Versammlung nach Wieu begeben, um den dort stattzufindenden Beschlußverhandlungen iubclrcff der Verfassung und Uebcrreichnng einer neuerlichen Petition au daS h. Handelsministerium beizuwohnen. — Der Vcreiuölassier erstattete den Kassebericht, nach welchem im abgelaufenen Vcreiusjahre die Empfänge 611 fl. 83 lr. und die Ausgaben 400 fl. 51 lr. betragen haben. — Der Stand der Verein smitgliedcr belauft sich derzeit auf 137, im Ver. laufe des VoljahrcS sind 18 Mitglieder aus» nnd 15, neue beigetreten. Hierauf wurden dieWahIen vollzogen : M. Dragau in Weisjeufelö zum Vcreinsuor'tand, Pattai in Pisino zum Stellvertreter, Bradii ich in Pedena zum Secretär und Kassier. — Die Generalversammlung drückte den Wunsch aus, das Organ dcS Vereins, die „Oesterreichisch.ungarischc Post," möge sich in ihren Artikeln von persönlichen Angriffen fcrnchaltcn. — Die Vcrsamlung drücke dcn Fahrpreise - Begünstiguu» ge» gewährende« bahnen, namentlich der Silo- und Kronprinz» Nudolfbahn, den Daut aus, — Die Generalvcrfammlung fendete eiu Huldigungstclegramm an Se. Lfcclleuz den neuernanuten Herrn Haudelöministcr Ritter v. Chl'imecly ab und ernannte dcn l. l. Oderpostdireclor Herr» Karl Vauer in Trieft zum Ehrcunntglicoc dieses Vereins; auf diesen Act lief folgendes Telegramm ein: „Sehr geehrt durch eiustimmige Ernennung zum Ehrcumitglicde danle ich verbindlichst, achtungsvollst grllßcud, und werde so viel als möglich mit wahrem Vergnügen stets nach den Paragraphen 2 und 11 der Vereinsstattllcu hand.ln. Bauer." — Während der Berathungen liefen ll) T e l c g r a m m e aus Böhmen, Mähren, Nicderiistc^cich uud von Postämtern ein. — Nach erschöpfter Tagesorduuug versammelter, sich die Mitglieder deS Vereins im Hotel „Elcfaut" zum gemeinschaftliche» Mahle, bei welchem eiu äußerst gemüthlicher Ton herrschte. Die Versammlung brachte begeisterte Toaste auf Se. Majestät den Kaiser, Ihre Excellenzen die Minister Bauhaus uud Chlumccly, dm Sec-tilluSchef in der Gcncraldirection dcS Post» und Telegraphen» wcsenS Ritter von Kolbensteiner und den Postdireclor Bauer in Tricst ans. — Schließlich ist zu bemerken, daß an d!>ser Versamm» lung Angehörige des PostdicnstcS theiluahmcn, welche vermöge lhrcr andeuueitigcn Stellung die in der Petition angedeuteten Wohlthaten nicht so sehr bedilrfen und jener Ausbesserung lciuer Veziigc wiliischcnde Theil dcr Vereinsmitgliedcr der geilrigeu Versammlung fernblieb. — (V ergnll g ungSanzei ger.) Die Musittapelle de« f. l. 46. Linien-Infanterie»RcgimenteS conccrlicrt heilte abends im Garten der Easinorcstauration. In der hiesigen Citalnica findet die durch regnerische Witterung am 12. d. vereitelte Veseda am Samstag den 19. d. statt. — (Wünsche uud Beschwerden.) Gegen das schnelle Fahren auf dcn Plätzen, in den Straßen und Gassen der Landeshauptstadt werden wol sehr strenge Strafen iu Geld oder Arrest zur Auwcudung lommeu müssen, nachdem im Wege der öffentlichen Mahnung und Belehrung, wie wir täglich wahrzunehmen Gelegenheit haben, eine Sinnesänderung der i>. t. Rosscleulcr uichl zu erwarten ist. Nicht nnr die mit Pferden be> spannten Fuhrwerke, auch die Führer der Haudwäglchcn lassen ihr Fuhrwerk mit solcher Blitzesschnelle über Straße und Tro-toir rollen, daß beispielsweise vorgestern ein alter Mann in der Bahnhofgasse derart niedergestoßen wurde, daß er seine Besin» uuug verlor. Der Al.n dcr Gerechtigkeit erfaßte den Schuell-fahrcr bei frischer That.--Eiu Act äußerster Rohheit vollzog sich vor eiuigen Tagen in einem nächst dem Feldwege gelegenen Hanshofc in dcr Petersvorstadt. Ein Knabe unterhielt sich mit Abschießen von Holzpfeilen mit einem au« spanischem Rohr gemachten Bogen und mag entweder ein anderes Kind verletzt oder eine Glasscheibe zerbrochen haben. Der erzürnte Vater ergriff dcu Kliabru, hob ihn bei deu Füßen in die Höhe, ließ dessen Kops zum Boden hängen und schlug den Knabe» mit dem svanischm Rohr. Dicse grausame Execution erregte Aergernis und Me der Passanten. ^. - (Fllr daS 6 ° stadenlmal) sind weltere 71 fl. b" "' eingegangen. ,— Nenejle Post. Bularesi, 16. Juni. Gelegentlich der Ichici" rung der rumänischen Flottille seitens deS Fürsten v« bei Giurgevo wurde der Fürst vom lürlijchcn P°I" eingeladen, die Garnison von Rustschut zu bestchw'' Der Fürst nahm die Einladung an und wurde in M, schul ausgezeichnet aufgenommc,,. Auf der »iückMl ^ Bukarest zwischen Filaret und Colrocenl find eino fammcnstoß mit einem anderen Zuge statt. Der u > sowie mehrere Herren des Gefolge« erlitten leichte, gefährliche Kontusionen. Telegraphischer Wechselcurs onm l6. Juni. ,Ml Papier-Rente 7010. - Silber-Rente 7410. ^..^ie' StaatS-Nulehen 112 20. — Vanl-Nctien 966. - ^red'^^, 223—.— London 111-35. — Silber 10185,- K,t. Vl'"^. catcn 5 2b'/,. - NapoleonSd'or 8 8«'/,. — 100 Reichsma« l" Wien, 16. Juni. 2'/, Uhr nachmittag«. (Schl^H Ercditactien 223—, 1860er Lose 112—, 1864er Lose "^ österreichische Rente in Papier 70 10. SlaatSbahn 281'^'/^ bahn 1i»5 25, 20°Franlenstl'!cke 8 86'., ungarische 2"d>'°, 221 50. österreichische Francobaut 39 50. österreichische ^'^sihl 122 60, Lombarden 105 25. Uuionbanl 100 —, austro-ortt!!^ Baul — —, LloydacUen 436'—, austro-oltomanische va>>l M türlischc Lose 54-10, Eommunalanlehen 106'—, ^^ 165 25. ^^^g. Handel und GolkswirthschaM «aibach, 16. Juni. Auf dem heutigen Marlle ft schieueu: 10 Wagen mit Getreide und 21 Wagen mit V»' Durch schnitt«-Preise. ^^^I Mtl.. Mg,.- , «"'" ^ fl. ,r. fi. ll. _!^<Ü Weizen pr. Metzeu 4 70 5 27 Butter Pr. Pfund ^^-Korn „ 3 30 3 77 Eier pr. Stück in^ Gerste „ 2 40 2 83 Milch pr. Maß y? ^ Hafer „ 2 10 2 12 Riudflcisch Pr. Pfd. -' ^^^ Halbfrucht „ -------4 2 Kalbfleisch « ^3-"' Heiden „ 2 60 297 Schweinefleisch „ ^ Schwcinsschlnalz „ - 50-------Wein, roth., Eimer - ""^ Speck, frisch „ - 40-------— weißer, „ ^ ' j ^ geräuchert „ — 43----- ^^^ Angekommene Fremde. Am 16. Juni. Hst«ß, Hotel Stadt Wien. Daus, Neis.. Berlin. - Herz-A ü«" Schreinzer, Mittler und Majer, Reisende; Albert i«'^K Schwarz, Wien, — Wcstburg, Nürnberg. — Neumann, ^^ — Heisinqer. Agram. — .«rauö, Kfm.,' und Rieß, !"'" — Kudeil, Reis., gürick. .. ^ ^ Hotel »lefant. Meißner, Heilbronn. - Sortsch. Fl'tl^gB, banl'k', Tupalie. - Debeuz, Postmeister, Stein. ^. ^. ^ Weißenfels. — Leslowitz. Idria. - Dolmar, KreUA ^B Vanp°ti(!, Stein. — Lußer, Nudolfswerth. — Iehn^ director, und Saltolaviö, Wie». ^ F^ Hotel Europa. Madame Menzinger, Kraiuburg. — A»' — Duisberg. Stuttgart. — Carl v. .haqermeistcr, V^--^ MeteoroloMe Bcobachtunncu in^aibN^ k 5Z W zz z -j B 6U. Mg. 734 U8 fl'',« NO. s, schw. zieml h"'" 0-<" 16. 2 ,. N. , 734.34 -j-22,« SW.s.schw.! bew"Il 10 „ Ab. , 734.4» -j-i7,ü , wiudstill i ^'"<, ^ «<" Morgen« dünn bewilll, dann heiter, Somiensche <^,M Mittag Negenwollen au« Südwest ziehend, Nbc«drol>,'^ v Abend, mondhell. Da« TageSmill,l dcr Warme -^ 0 3° über dem Normale. r«> «erantwortllcher Rrbacteur : Otl 0 m »r ^ °^-<^!h< ^l'^'s^Nl^Vll^t Wien, 15. Juni. Die Enrse der Speculationspapicre hoben sich unbedeutend, weil von auswärts ruhige Stimmung gemeldet wurde. Dageaen ware» Sch"' <^Vl^N^llU/l. leinesweg« in günstiger Tendenz und siud hier jedenfalls mehr Rückgänge als Reprisen zu verzeichnen. .^^B^ «, ' . , ^","^ ^".i. ^-. ° . ««lb Na« G«lb N°« 74.^ ^^ Mm- ) y (...../015 /0 25 0 l^ Illnner-) Silberrente < - ' ^ ^ ^'^ Depositenbaul.......,«5__ iz,?... Staatsliahn........282 - 283-- Südbahn ü 3«/, ...--' ^ftöti H,' Npr:l- ) >"'""««« ^ . . . 74.90 74-40 Esc°n>ptea„st°lt......740—755-. Südbahn.........10?- K.7 25 „ 5°?......y3-^ ^b kose, 1839........261- 263- - Flanco-Baui.......40-59 40-75 Theiß-Bah»........19350 184-. Südbahn, VonS ...--' ^«b0 ^ ^ 1854........105 25 105 75 Haudelbkaul........,-7.^ 5750 Ungarische Norbostbahu . . . 12550 12V-- Una ONbahn ....--' ,s. „ I860........112 80 112 50 Nalionalbanl.......Vß?. 969-. Ungarische Ostbahn.....b2- . b2-50 «rloatloft. <«^ ,l>^ ^ I860 zu 100 st. ... 117— 11725 Qesterr. Vanlgesellschaft . . . -.— -- Tramway-Gesellfch...... -- - ^. ,. „ VN«"""" ^b ^g?' „ 1864........134 25 13475 Unionbanl ........10340 103 60 A""'^«.......' ^'^ Domänen-Pfandbriefe .... 12675, 127- BcreinSbanl........ ,8- 1325 Vaugesellschaften. RudolfS-L......- ' ' ^ Prämieuaulehen der Stadt Wieu 106 25 106 50 «erlehrbdaul .......92- 9250 Mg. osterr. Vaugcsellschaft . . 11-50 11-75 ^0)'"' ^-B ^ ««^ü «rund- ' ' ^ b" ^ « » ^ <> «. ^,. . Wiener Baugefellschasl 28 25 28 75 N«y«burg........' 53!" ^' 3"'^"" ^ f«l- / - ^^ ^2b Uctien von Transport-Unterneh- »',"<, Franlfurl........' f.4 nl"3 Glebenbürgen , f^ . 79 ^ 79 50 ^^gen. Pfandbriefe. Hamburg........' lUH lj^l, ^ «. . ««f U^I^" ^" Ware Nllg. dsterr. Nodencredit . . . 9650 97— London .......- ' 4405 Una v s ^.'N'°. ^ ' ' im ^ ?3'^ Alfdld-Bahn........134' 13450 °.°. iu 33 Jahren 87 25 8775 P°rie ......^ -.' Un3' ^'^"''^^".....'3 '^ ^f^ Karl-Ludwig-Bahn.....234 75 235. Nationalbanl ij. N. .... 97-40 9760 Ueldftrte«. ^ ft. Wien« 3.!^. ,''«,'.'.' ' A'.^ ^'^ D°u°U'T°mpschiff..Ges<Äsch°fl 386- 888 - Ung. Vodencredil......86'80 87>- «H./ lr 5 st-^<> W.ener kommunal - Nnlehen . 92 25 92 50 Elisabeth-Weftbah,......18150 182- Ducaten .... bst.^". ^ S»,^. »,.l.« ^« «...,.« Llis°WH.B°hn(Linz-Budweiser Prioritäten. NapolenSd'or . . «"^«'"l"i0' ""'" Von Vaulen. Strecke)......... - - Clisabeth.-V. I. ,«>. ««" N»« Ferdiuands-Nordbahn . . . 1960—1965- Ferd.-N°rdb.-S.......1044010460 Silber .... 102«-' " ^, ««n n^in........^b" 125 50 ^ranz - Joseph - «ahn .... 164— 16t,— zr°nz-I°seph-V.......97-60 97i"0 "------7^o^Obl'S°"^ ^°"°" '" '.........'0450 105— Kmb.'ttzen,..3°ssy.Val)N . . 13850 139— Val. Karl-Ludwig-«., 1. <5m. . 'M-25 101 75 Krainische Grundentlosi"^ Oolt VsdmcredttMM....._.^_ ___ i!l°yd.OeMsch........4öv- 439- 0eU«r. »tordwt».«. .... 9U7b V4- Vrwainöüeruna: seld sb ,