(Poitain* pl acana t gotoTini.) Mi« Zeitimg ftfchcbd «Schotlich itodMuüt Smmitofi **> ••««tag ftiitz. •chitttUUmso Mb BfTBjßüur^i: ftttoiosa n'lca ZV. 5. t«lepbcm »l. — Inllnbigmaii iMtbra tm bet »ftwalhaig gegen «cnchauu billigster »«bahren enlgegengeno«me»pe,ts«: F«r de« Jv!»»d otlrlljShrtg Ti» . halbjährig Di» »»—. »»»sthng Din l«>—. Kklr da» »»»land e«ttpr»ch«tdi «rh^hnug. — dmi»ln« N°»«eru Tin 1 — Nvmmer 17 Donnerstag, den 26. Februar 1925 50. Jahrgang Zur Wegnahme des „Deutschen Kaufes" in Kelje. Wir haben in unserer Folge vom 12. Februar t I. die vom Herrn Obergespan Dr. Ochmar Pirkmaier versaßle Berichtigung in der Angelegenheit der Wegnahme de« „Teutschen Hause«' in Eelje in dem vorgeschriebenen genauen Wortlaute gebracht, »ie sie unS eingesendet wurde. Da aber die meisten unserer Leser den slowenischen Text dieser Berich-tigung. die übrigens schon vor unserer Veröffentlichung in den slo»enischdemokratischen Blättern als Artikel erschienen war, nicht verstehen, soll im nach folgenden ihre deutsche Uebersetzung folgen, an die wir einige Bemerkungen anschließen werden. Diese Bemerkungen sollen einige von den Trugschlüssen auszeigen, auf denen diese Berichtigung ausgebaut zu sein scheint, nicht wie sie sich dem Juristen dar-bieten, sondern wie sie jedem Richljuristen in die Augen springen, der über ein normales RechtSgesühl Verfügt. Die Berichtigung deS Herrn Obergespan» lautet in deutscher Sprache: „Mit Bezugnahme aus die Artikel „Zur Wegnahme des Teutschen Hauie» in Ceije". die in der „Eillier Zemuig" vom it. Jänner. IS. Jänner und 18. Jänner 1926 erschienen sind, fordere ich Sie mit Berufung auf den L 19 d«S Pressegesetze» vom >7. Tezember 1862, öft. R G.Bl.Nr.« «us dem Jahre isoa, auf, in der ersten oder »weiten Folge Ihre« Blattes, die nach dem Smpfange dieser Zu schrrf» erscheint, an leitender Stelle nachfolgende amtliche Berichtigung »u veröffentlichen: ES ist nicht wahr, daß sich der Verein „Celjski dom" de» Vermögens des aufgelösten Bereines „Tnitiche» Haus" in einer Art bemächtigt hat, die nicht im Gesetze begründet ist; wahr ist, daß der Obergespan des Mari-borer Berwaltungsgebiete» auf Grund de» JL7 des Vereinsgeseves vom ib.Tezember >887, öst.R.G.Bl. r. l»4, mit Beschließung vom I«. Dezember lös«. Zahl l»4«/». nachfolgendes verfügt hat: Alle« beweg, liche und unbewegliche Vermögen des auf-gelöstenVereineS „De ut fch e» Hau »" i st dem mit Beschließ«t«g des Obergespan» des Mariborer BerwaltungSgebieteS vom 12. Juli 1924, ZI. 2084, zur Gründung zugelassenen Verein „Celjski dom" zu über-geben, der im Sinne des § 15 der Statuten desausaelöste» Verein es „DentscheSHauS" «IS Rechtsnachfolge, diese« Vereines in «llen Rechten und Pflichten anzusehen ist. Für diese Verfügung waren nachfolgende Gründe maßgebend: Gemäß dem K li> der Statuten de» aufgelösten Vereines ^Deutsche» Haus" müßte im Falle einer von Seite der zuständigen Behörde veranlaßten Auflösung deS Vereines sein gesamtes Vermögen dem Vereine „©iidtnart" »»fallen, der es zu verwalten und einem Vereine »u übergeben hätte,d«rbie gleicht Tendenz befitzt. Die Tätigkeit deS Vereines „3 ü d in a r f" »urde aber laut Verordnung der Landesregierung für Glowenien, Abteilung für innere Angelegenheiten in >jubljana. vom 2. Juni 1919 in Slowemen verboten und alle »eine Ortsgruppen aufgelöst, weil ihre statutarische Tendenz dem Zwecke des Königreiche» der Serbe,!. Kroaten und Slowene»» zuwiderlief. Die „Südmark" konnte daher als Rechtsnachfolger de» Vereine» „Teutsche» Hau»" nicht in Betracht kommen, »«»halb die gesetzlichen Bestimmungen über die Rechtsnachfolge bezüglich dieses Vermögen» in Geltung treten mußten. In diesem Fall lommt nur der i2 7 de» Vereinsgesetzes vom ib.Dezember l867,öst.R.G.Bl. t. 134, in Betracht, welcher bestimmt, daß die Behörde tzezüollch des BereinSvermögen» entsprechend« gesetzlich« HerfAgunaen treffen mußJ Mit Rücksicht darauf hat der Obergespan be» Mari-h»rer Berwaltung»gebiete« mit Beschluß vom 1». De-z«nb«r 1924 entschied«», daß da» gesamte Vermögen de» «nfgelösten Verem«» „Teui^tS H«u»" vom Verein „nle>t und der Verstäiidigung zw»schen der heimischen slowenischen und de»»tschen Bürgerschaft in Eelje zu fördern und zu pflegen. Zu diesem Zweck soll der „Celjski dom" der MiUelp»lnkt alles geselligen, wissenschaftlichen, künstlerischen und überhaupt kulwrellen Lebens der Bevölkening der Stadt und der Umgebung sein, die jugoslawisch staatlich gesinnt ist. ohne Rücksicht aus «land und Nationalität. Deshalb wird der Verein „Celjski dom" die Bestrebungen aller politischen (?) slowenischen wie deutschen Verein« unterstützen, die daraus hinzielen, daß Bildungsmittel angeschafft, Sammlungen in die Wege geleitet, Vorträgt, Ausstellungen. Borstellnngeii und andere Feierlichkeiten veranstaltet werden-, er «der Verein „Celjski dom") wird versuchen, ein Haus zu gewinnen und m bieten, in dem die gesamte der Erreichung dieser Ziele dienende Tätigkeit konzentriert werden kann. Dieser Beschluß beftW seine rechtliche Rechtfertigung auch in der zivilrechilicheu Literatur. Pfafi „Tas allgemeine bürgerliche Gesetzbuch für das Kaisertum Oesterreich", Wien 1913, nämlich erwähnt, daß eine juristische Person endigt, sobald sie von der Staatsbehörde ausgelöst wird oder wenn sie kein Vermögen besitzt. Was im ersten Falle mit dem BereinSvermögen geschieht, bestimmen meistens die VereinSstatuten. Wenn aber in den Statuten keine dies-bezüglichen Bestimmungen vorhanden sind, muß der S t a a t das Vermögen für einen a h n l i ch e n Zweck vern>enden. „Eine juristisch« Person endigt entweder durch staatliche Aufhebung oder durch Untergang des VennögenS. Meist bestimmen die Statuten, was im Falle der Auflösung des Vereines mit dem Ziennöaen zu geschehen habe. Wenn eine solche Bestimmung fehlt, so irird das Vermögen vom Staat« einem ähnlichen Zwecke z»»zuführen sein.-) Was den Verein ..Union" anbelangt, dem nach der Meirnrna der „Cillier Zeitung" das Vermögen deS aufgelösten Vereine? .Teutsche» Haus" hätte übergeben werden müssen, haben sich feine Statuten, soweit sie die T e n d e n z de» Vereine» anbetrasen, vollkommen mit den Statuten des einstmaligen Vereines „Teutsches Hau»" gedeckt. Diese Tendenz ist aber infolge der nationalen Vereinigung der Sloivenen, Kroaten und Serben im Königreiche SHT »»zulässig geworden, weil sie sich gegen die üdenviegenve Einwohucrschait in Celje richtete und auch einen! friedlichen gegenseitigem Zusammenleben der heimischen Bevölkerung zuwiderlief. Ta sich der Berein „Union" auch ohne Rechtstitel zum Rechtsnachfolger des ausgelosten Vereines „Deutsche» Haus" proklamierte, mußte der Ober-gesvan seine Gründung verbieten. Auch dieser Beschluß stützt sich auf die noch geltende Verivallungs^erichtspraxis, die für ähnliche Fälle bei den einstmaligen österreichischen politischen Behörden beobachtet wurde und die infolge der Gültigkeit der diesbezüglichen Gesetze auch heute noch inaßgebeud ist. Vereinen, die näm-lich ohne eigene Schuld und nur infolge der Veränderung der äußeren Umstände, unter denen sie arbeiteten und bestanden, die Bedingungen für ihren weiteren rechtlichen Bestand verloren und die demonstrativ gegen das friedliche Znsammenleben der Bevölkening untereinander gerichtet waren, hat endgültig auch die Judikatur de» österreichischen Reichsgerichtes da» Recht deS Bestandes ab> gesprochen. Mit Urteil vom 16. April 1883 sprach sich da» Reichsgericht nämlich dahin au», daß ein musikalisch, geselliger Verein, der demonstrativ dem sriedlichen Zusammenleben der Bevölkerung zuwiderläuft, keine Be-dingungen für seinen rechtlichen Best.»,'» besitzt. („Ein musikalische-geselliger Verein, welcher sich einer demonstrativen, dem friedlichen Zusammenleben der Bevölkerung abträg-lichen Haltung schuldig macht, entspricht nicht mehr den Bedingungen ferne» rechtlichen Bestandes"!. Am 24. Jänner 1877 aber entschied e», daß ein Verein auch aus Grund des z 24 de» VereinSgesetze» vom id. Tezember 1867, öft. R. G. BI. Nr. 134, ausgelost werden darf, der ohne seine Schuld nur infolge der Veränderung der äußeren Umstände die Bedingungen für seinen rechtlichen Bestand verloren hat. <„Tie Auflösung des Vereines mit Berufung auf den 8 24 des Bercinsgefetze» darf auch dann erfolgen, wenn derselbe ohn« sein Zutun uud Verschulden, lediglich infolge der Gestaltung der äußeren Verhältnisse, den Bedingungen feine» rechtlichen Bestandes nicht mehr entspricht"). Da» Vorgehen de» ObergespanS de» Mariborer Ver-waltungSgebiet«i< in der Angelegenheit der Vereine .Teutsche» Hau»" und „Union" ist demnach im Gesetze begründet nud im Einklänge mit den bestehenden Vorschriften, besonder« aber mit der w der Brrfassnug begrün-deten Gleichheit nud Gleichberechtigung aller Etaat». bürger de» Königreiche» der Serbe«. Kroaten ««d Glswenen." Diese Richtigstellung ist im Original von Herr» Obergespan Dr. Pirkmaier persönlich gezeichnet. Die Bemerkungen, die wir an sie anschließen, die aber, wie nochmalt hernrgehoben werden mag. nicht >on eine» Juristen gemacht »erden, sind folgende: 1. ES wurde in der „Eillier Zeitung" die Wahrheit »er Tatsache niemals bestrltten, daß der Obergespan des VerwaltungSgebiete« Maribor durch die Uebergab« dcS gesamten beweglichen und unbeweglichen Vermögens deS ausgelösten Vereines .Deutsches HauS' an den durch seinen Ausschuß schlagend gekennzeichneten slowenischen verein „SeljSki dom" veranlaßt hat. Die „Cillier Zeitung* hat im Gegenteil den Inhalt der betreffenden Verfügungen in wortgetreuer Uebersetzung ker Oeffentlichkeit zur Kenntnis gebracht. 2. Die Gegenüberstellung des Vereines „Süd-mark", der nach den VereinSstaluten des aufgelösten Vereines „Deutsches HauS" im Falle einer behördlichen Auflösung das gesamte Vermögen zu übernehmen und einem vereine mitgleicherTendenz zu übergeben hätte, mit der Tatsache, daß die Wirk-samkeit dieses Bereines in Slowenien verboten ist, scheint darauf hinauslaufen zu wollen, bei dem ungenügend informierten Leser die Ansicht zu erwecken, als handle es sich hier um einen zum Zwecke der Uebernahme neu zu bildenden verein, der die g le i ch e Tendenz haben müßte wie die „Südmark". Daraus würde für den Leser folgen, daß, da die „Südmark' in Slowenien verboten ist, ganz natür-licherweise auch ein verein mit gleicher Tendenz wie die „Südmark" verboten werden muß. Daß sich die Gleichheit der Tendenz des neu zu bildenden Vereine« nicht auf den verein .Südmark" beziehen kann, sondern nur auf den aufgelösten Verein „Deutsches HauS", liegt wohl klar auf der Hand. 3. Zugegeben, daß das Verbot des Vereines „Südmaik" aus der Tatsache erflossen ist, daß die Wirksamkeit dieses Vereines gegen die Tendenz de« Königreiche« SHS gerichtet erscheint und daß dieser verein deshalb al« Rechtsnachfolger des aufgelösten Vereines „Deutsches HauS" bezw. als Mittler zwischen seinem vermögen und dem neuzuerrichtenden verein nicht in Betracht kommt, so konnten, wie Herr Ober» gespan Dr. Pirkmaier ganz richtig hervorhebt, wirk, lich nur die gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich der Rechtsnachfolge dieses Vermögens in Wirksamkeit treten. DaS heißt mit anderen Worten: Bei der Ausschaltung des Vereines „Südmark" mußte an seine Stelle treten und die Mittlerrolle übernehmen der Staat. Durch die Ausschaltung des Vereines „Südmark- aber ist für den Fall der behördlichen Auflösung deS alten Vereines nicht ausgeschaltet die Grundbestimmung und der Sinn der Statuten des alten vereine«, die sich ja ihm Rahmen des Königreiches SHS und seiner eigenen Staat«» biirger hätten an«wirken müssen, nämlich daß da« „Deuische HauS' in Eelje einem Vereine mit derselben Tendenz, wie sie der Verein »Deutsches Ha, hatte, übergeben werden müsse. Sogar — wir sagen ausdrücklich sogar -in Fällen, wo der Staat keinen so deutlichen und unzweideutigen Hinweis aus die Verwendung des Vermögen« eine« staatlich ausgehobenen vereine« besitzt wie im Falle de« vereine« .Deutsche« Hau«", wo also solche statutarischen Bestimmungen fehlen, wird da« vermöge« vom Staate einem ähnliche« Zwecke zugeführt. Da« zitiert Herr Obergespan •ette 2 < 111! e e >)iuai9 «nraer 17 Dr. Pirkmaier selbst und die Richtigkeit dieses Auszuges au» der zivilrechtliche» Literatur machen wir un» ohneweiteres zu eigen. Hat aber der Staat bezw. sein ver-treter, auch wenn von der deutlichen Bestimmung be» § 15 der Statuten be» ausgelösten Vereine» „Deutsche» HauS" ganz unb gar abgesehen wird, da« Ver. mögen de» „Deutschen Hause»" wenig-sten» eiuem ähnlichen Zwecke zugeführt? Da» ist der springende Punkt? Indem er eS dem slowenischen Verein „EeljSkt dorn" übergab? Die Aehnlichteit de« Zwecke» ist u» «otleSwillen ja vorhanden I N» »it de« kleinen Uaterschiede, daß jetzt die Slowenen da»Hw« besitzen und nicht die Deutschen, denen e» gehört. Denn die Säle de» Hause» werden ähnlich benätz! werden wie scüher von den Deutschen. Wie e» die Einrichtung deS HiuseS einmal bedingt, kann e» immer „ähnlich" hergehen. U» die „Ähnlichkeit" de» Zoecke» zu charakteri-sieren, sei ein Beispiel erlaubt. Wenn heute ein Mann N,men» « seine« Nachbarn namen« B unter irgend-eine« Titel irgendetwa« wegnimmt, sei e» ein Ein-richtungSstück oder eine Speise o>er Geld, so besteht kein Zweifel, daß diese weggenommenen Dinge „ähnlich* verwendet werden dürsten, „Sehnlich" allerdings, nur mit de« kleinen Unterschied, daß sie der A verwendet und nicht der B. 4. Da» „Deutsche Hin»- ist in den Besitz de» slowenischen Bereine» .Eelj«ki dom" Übergeben worden, der im § 1 seiner Statuteu den Zweck verfolgt, die J5ee der Duldsamkeit und der Verständigung zwischen der slowenischen und deutschen Bürgerschaft zu beschleunigen und zu pflegen. Die große Borbedwgrnig zu dieser ..Dul». somkeit" und „Verständigung" wa,. daß de» deutschen Teil daS HauS der „Duldsamkeit und Verständigung" ganz einsach weggenommen und vo« slowenischen Teile al« erste» und grandioseste« Beispiel der „Duldsamkeit und Verständigung" geliesert wurde. Dieser § 1 der BereinSstatuten de« ,Eelj«ki dom' ist ein Hohn, wie er in der Geschichte aller Weg. nahmen sicherlich in einsamer Größe dasteht. 5. Der von den ehemaligen Mitgliedern de» Bereine» .Deutsche« Hau«' eingereichte Verein „Union* mußte verboten werden, weil sich seine Statuten, soweit sie die Tendenz de« neuen Vereine» betreffen, vollkommen mit den Statuten de« einstmaligen vereine» ..Deutsche» Hau«" decken. Diese Tendenz aber sei gerichtet gegen die Über, wiegende Einwohnerschaft in Eelje und gegen da» friedliche Zusammenleben der heimischen Bevölkerung I Der diese Tendenz bezeichnende Wortlaut lautet in in den alten und neuen Statuten wortwörtlich: Diese» Hau» soll al» Mittelpunkt der Deutschen von Cilli und seiner Umgebung, ohne Unterschied de« Stande», ,ur Förderung ihrer Be-strebungen in geselliger. Wissenschaft-licher und künstlerischer Hinsicht du.rch Unterbringung deutscher Bildung». Mittel, Anlegung von Sammlungen-Veranstaltung von Lorträgen, SchaZu. stellungen und sonstigen Festlichkeiten, endlich behuf» Ermöglichuag bittest Zweckbestimmung auch zur Unter, bringung einer Gastwirtschaft dienen, zu beren Betriebe deren Pächter die erforderliche Konzession zu erwerben haben wird." Diese T-nd-n, ist vom Herrn Ober. gespan Dr. Pirkmaier al« im König, reiche SHS unzulässig festgestellt wor-den. Wenn sie aber unzulässig fein könnte, weil sie gegen da« „friedliche" Zusammenleben der Ein. wohnerschast gerichtet ist. dann dürfte e« h:ute nirgendsmehr und in keinem Staate BereinSvermögen einer nationalen Minderheit geb-«, bau n [ könnten in genauer Befolgung diese» Beispiel» und seiner Begründung die Deutschen Häuser in Prag und BrÜno, da» HnmagoraSgebäude in Klagenfurt u. f. w. ohnewtiter» enteignet und de« „friedlichen" Zusammenleben mit der Staat«bevölkernng geopfert werden, dann müßte in weiterer Folgerung jede nationale Minderheit überhaupt verboten werden, weil die ihr Wesen ausmachenden Grundrechte und Bestrebungen al« gegen die „überwiegende" Ein. wohnerschaft einer Stadt oder eine» Lande» gerichtet gebrandrnaikt werden. Man kann sich sehr leicht vorfltllen, daß irgend ein Privatbesitz gegen da» s r i e d l t ch e Zusammenleben zwischen den Besitzern und diejenigen, die ihn haben möchten, gerichtet sein kann Folgt daraus, daß der Besitzer zugunsten der den B-sitz Wünschenden enteignet werden darf, damit da» „friedliche Z isammenleben" nicht gestö.i wird? Wie könnte man eine lolche Moral nennen? Zrn übrige» irrt der Herr O>ergespan Dc. Pi»kmaier. Die seinerzeitige Landesregierung hat diesen Stand-puakt nicht eingenommen uad den Verein ,,Deutsche» Haut" nicht deshalb ausgelöst, weil seine Tendenz unzulässig geworden war, sondern der Verlaus de» „Deutschen Hause»" diente ihr wegen dc« U e b e r s ch r e i i e n 8 der Statuten al» Ausiösung»grnnd. Sie trat damit, wenn man will, äußerl'ch sogar sür die Tendenz de! Ver» eine» ein. 6. Einer demonstrativen, dem friedlichen Zu-sammenleben bet Bevölkerung abträglichen Haltung hätte sih der Bern» „Union" nicht schulbig machen können, es sei bean, daß die Ex stenz der deutschen Staatsbürger an sich eine Demonstrattoa wäre und damit natürlich auch die Existenz eine« ihren geselligen, wissenschaftlichen uud künstlerischen Bestrebungen dieneaden V reine». 7. Am Schlüsse seiner Berichtigung betont der H-rr Oberg'span Dr. P lkmaier, daß sein Vorgehen in der Angelegenheit der Vereine „DemscheS HauS" und „Union" nach allem im Gesetze begründet sei und im Ewklange mit den bestehenden Bo schr'sten st,he, besonders aber mit der in der Ver« sassung verbürgten Gleichheit und Gleichberechtigung aller Staatsbürger des Königreiches der Serben, Kroaten und Slowenen. Zu dieser Ansicht und Feststellung haben wir kein Wort zu bemerke». Die Artikel 7 und 8 des Minderheitenschutzvertrages von St. Hermain-en-Laye. Im Amtsblatt der Gebietsverwaltung sür Slo» wenien, Uradni llst Nr. 118 vom 29. September 1921, wurde der Wortlaut de» am 10. Sepiember 1919 zwischen den alliierten und assoziierten Hauptmächten einerseits und dem Königreiche SHS andererieü» abgeschlossenen MmderheitSschutzvenrageS von St. Germain-en-Laye, unterzeichnet von den Herren N>k. P. Pai c, Dr. «nie Trumbit und Dr. Ivan Hölzer, verlautbart, worin von den genannien jugoslawischen Bevollmächtigten mit Unterschrift und Siegel erklärt wurde, daß Seine Majestät der König der Serben, Kroaten und Slowenen dem vertrage im Namen de» Staate» der Serben, Kroaten und Slowenen ohne alle Bedingungen und Reserven bettrete. Wir zitieren die Artikel 7 und 8 diese» vertrage»: Artikel 7. Alle serbisch kroatisch slowenischen Untertanen sind vor den Gesetzen gleich und erfreuen sich de« gleichen staatsbürgerlichen und politischen RechteS ohne Rücksicht aus Abstammung, Sprache oder Religion. Der Unterschied in Religion, GlanbenSüber« zeugung oder Glaubensbekenntnis dars keine» serbisch-kroatisch-slowenischen Untertanen am Genuß der staatsbürgerlichen und politischen Rechte besonder» weder bei der Aufnahme in öffentliche Dienste. Si». richtungen und Würden noch an ber Ausübung verschiedener Beruse unb Ulternehmungen hindern. Keine Beschränkung wird vorge« schrieben gegen die Freiheit be« G e> brauche» irgendwelcher Sprache durch jeden serbisch » kroatisch » slowenischen U ntertanen, fei e» In privaten n» b kaufmännischen Beziehungen, sei e» be» züglich der Religion, der Presse oder von Erscheinungen jeder Art, sei e» auf öffentlichen Versammlungen. Auch trotz br Festsetzung einer amtliche» Sprache durch die Regierung der Serben, K oate» und Slowenen werde den serbisch kroatisch, slowenisch» Untertanen anderer Sprache» al» der amtlich» entsprechende Erleichterungen gewährt, daß sie ihr« Sprache, sei e» mündlich, sei e« schriftlich, vor den Gerichten gebrauche» können. Artikel 3. Die serbisch kroatisch.sloivenischen U itertanen, welche ethnische, religiöse oder 'prachliche Minderheiten bilden, genießen rechtlich und tatsächlich die» selbe Behandlung und dieselben Ga« rantienw> die übrigen serbisch k-oatisch-slonenische» Untertanen. S>e haben nämlich dieselben Rechte wie die anderen, aus ihr. Kosten wohltätige, religiöse und soziale Einrichtungen, Schulen und andere Erziehunz«institute zu errichten, zu verwalten und zu beaufsichtigen mit dem Recht, daß sie hier frei ihre Sprache v-rwende» und frei ihre Religion bekennen. Die Kntnattonalisterung völkischer Minderheiten. Bon Dr. Camillo Moroeutti. Aus einervom Verfasser in nächster Zeit im Vertage Engen Tiedench« in Jena erscheinenden polttijche» Srnst „Europa und die vSl-tischen Minderheiten". Die meisten europäischen Siaate» verpflichtete» sich in den FriedenSvkrträgen, die ihnen zugesprochene» völkischen Minderheiten zu schütze». Trotz dieser ver-tragSmäßigen Beipflichtung gewährt vorläufig kein europäischer Staat seine» Minoritäten ge-rechten und allseitigen Minderheiten» schütz! Im Gegenteil: Die siegreichen und virherr-sehenden europäischen Rationen entrechten offenkundig die ihnen unterstellten Mindeih-itSvöiker. Tausend und abertausend Volksschulen, Mittel, schulen, höhere Lehranstalten, Fich und Gewerbe-schulen, private ErziehungSlnstitute. tausend und abertausend Geselligkeit«-, Kultur, und Humanität», vereine der MinderheiiSvöiker, Millionen und Milliarden an Vermögens, und BesitzeSwerte», Vereinthäuser, wissenschaftliche Anstalten, technische Jastituie, Bidlioiheken, Theater, Musikiastitute. Klub, gebäude. Spoitanstalten. Turnhallen, Touristenhütten, Privatgüter, landwirtschaftliche Besitzungen. Fabriken, selbst Sanatorien und Krankenhäuser der Minder-hettSvöiker wurden nach Friedensschluß beschlagnahmt, sequestriert und enteignet. Und diesen Enteignungen, diesem nationalen BefitzeSraub, wurde in ungeheuerlichen Scheinprozefsen rechtliche Billigung, ja völkerrechtliche Anerkennung zuteil. SS ist ein Eiadekeuntni» eigener Schwäch«, ei» Zeiche» völkischer Unntterlichkeit, Macht und 1»* sehen seiner Nation durch Entrechtung eine» anderen wehrlosen Volke» erreichen zu wollen! ES ist politische EinsichtSlosigkeit der neue» SiaatSleitungen. ihre Minderheiten durch Gewalt undHaßzuGewaltlofigkeitundStaat»« treue erziehen zu wollen. Denn e» ist unmöglich, da« volkSbewußtsei» einer Minderheit durch nationale Tenoristerung z» ertöten, unmöglich, den JrredentiSmn« der Minder-heitSvölker durch den Nationalismus der Mehrheit»« Völker auszurotten. Es ist ei» vergebliche« Beginnen, fjummer 17 Cillttc Ze»t»»ß «rite a die Illoyalität eint« MiuderheitSvolke» gegen Mi Staatsuotw» durch Illoyalität der Staat», »ation gegen das Miuderheitsvolk ändern zu wollen. St ist politische Scha«lofigkeit, et» Minder heil«, voll j» nationaler Unfruchtbarkeit und I«-Potenz zu zwingen und sich selbst al« Mehrheit»-teil in nationalistische» Orgasmen aufzupeitschen, vou einem Miuderheitsvolk Leidenschaftslosigkeit zu »erlauge» und fich selbst hemmungslosen nationalen Leidenschaften hinzugeben. (N kennzeichnet die politische Unsähigkeit und Lügenhaftigkeit der heutigen liberale« und demo-»»tischen StaalSlcilungen, wenn sie in demselben GtaatSwese» für da» ein», vorherrschende Bolk Rationalisierung all das höchste Ziel, für da« andere beherrschte uud wehr-lose Miuderheitsvolk Entnationali-sierung als letzte und wichtigste Ausgab« staatlicher Tätigkeit hinstellen. Die an schutzlosen Minderheiten geübte Entrechtung«- und Entvotiovalifierungspolitik zeigt in grellem Lichte die ungeheuere Berantwortungilostgkeit uud Gewifsenlofigkeit der nationalen Föhrer de« Nach« kriegte uropa. Diese neue, unter dem Dtck«ant«l d«S Ratio-■alismufl versuchte Versklavung ohnmächtiger Mino ritäteu erhellt aber auch die ganze innere Haltlosigkeit der heutigen nationalen Freiheit»- und Selbst-bestimwungSbeftrebungen europäischer Völker. Die Teilung der europäischen Nationen in Herren-»ölker und Fronvölker, in »ächlige Mehrhri>«völker und machtlose Minoritäten, in Siegreiche und Be-siegte, iu Gläubiger und Schuldner, diese Teilung ist letzttn Ende« die Folge der Berkapltali-sierung de« Rationalismus und der Politik. Die Minorität»völker sind Fron-Völker kapitalistischer Rationen! Deutlich offenbart da« europäisch« Minoritäten-Problem düsen Kamps zwischen nationale« Feuda-liSmu« uud nationale« Heloten Um, zwischen »ationalem Imperialismus und wahrer völkischer Demokratie, zwischen nationalem Kapitalismus und nationalem Proletariat! Daher find die siegreichen und nationalen Bor-herrschostsvölker, i» welcher StaatSform sie auch tmmer geeint sein mögen, reaktionär, abso» lutistisch und kapitalistisch. »ns diesem Grunde stehen die beherrschte» und botmäßigen nationalen Minderheiten de» republi» kanischen, proletarische» und revolutionären Gruppe» näher, al« jenen Vertretern eirer nationalen Schein-dnuokiatte. Ueber den völkische» DaselriSkamps der europäischen Minder heit«völker find die Fiibrer di« Bolschewismus sehr wohluntcrrlch'et und fie versucht» durch die Bolschewisierung einzelner Minorität«-Völker auch von dieser Seile gegen den nationalen Kapitalismus des Westen« vorzustoßen. So find die uationale» Minderheiten i» den Kamps gestellt, den die Wahrhaft demokratischen Bölker de« Abendlandes gegen den despotischen Nationalismus deS Westen« und gegen den despotischen SozialiSmu» des Ostens aut-zukämpsen haben. Nur im Seifte wahrer Demokratie kann dos Minoritäter Problem gelöst werden, nicht im Seifte jener nationalen Scheindemokratie und kapitalistischen Scheinsreiheit, die sich nur durch Rechtlosigkeit, Gewalt und Entnationalisierung immer voch rücksichl«lo« unter den europäische» Völkern zu behaupten versuch». Wie der outokratische Kapitalismus die Leiden-schasteu de« Proletariat« gewtckt hat, so weckt der outokratische Rationalismus der MehrhriiSvölker den leidenschaftliche» Jrredeutismus der Minoritäten. Entvolknug, Entnationalisierung einer Minderheit ist utvereinbar mit Demokratie, uovereinbar mit nationaler Freihell eines BolkeS. Ein Mehrheit«Volk, daS seine nationalen Minder-heiten eotvalionalisint, bekennt seine politisch, Uner-sahrenheit, sei»« geringe völkische Voraussicht. Den» j« rascher und gewaltsamer «in Volk seine Minderheit?» aufzusaugen versucht, je systematischer e« di« Entnationalisierung seiner Minoritäten betreibt, um so gewaltsamer und rascher untergräbt e« sein eigenes VolkSlum, um so sicherer orga» nisiert es die Jrredenta der unter» drückten Völker gegen sich. Die G«!chicht« des JrredentiSmuS der letzte» Jahrzehnt« «öge gewalttätigen Nationen eine beredte Warnung fein I Trotz der Lehren des Weltkriege«, trotz der Zerrüttung Europa« durch den Gewaltnalionalr««uS großsüchtiger und expansiver Völker, trotz der erfolg-reichen Unterwühlurg Europas durch den Vorkriegs, Allotria. Lustige Erinnerungen auS dem Klnnstadtleben. Bon Dr. Karl Baloqh, Eelje. 11. Der .dressierte" »ff«. Wir hoben Gelegenheit gehabt, unseren Maxt zu »«lauschen, wie er in seinem Stammlokal den Leuten die unglaublichsten Bären aufband. Da» Fitd feiner Tätigkeit verlegte er aber nicht allein tn fein Stammlrkal, sondern mit Vorliebe „schwefelte" er die ländlichen B-lucher der Wochen Märkte »an". Da sammelten fich immer mehrere Reu gierige um ihn herum und er wußte jedesmal etwa» fflcüti. Mitunter tischte er seinen Zuhörern wohl auch Geschichten aus, die ihm selbst der dümmste Sebirg« bauer nicht glaubte. Meist fand er aber doch wieder Lente, die seine Selchichtei, »war für sehr merkwürdig, «der doch sür möglich htelten und die Sache tn ihrem Dorfe weilercrzihllen, di« ihnen weniger Leichtgläubige Nar machten, daß st« die Geforpten seien. So erzählte er etnwai leinen Bekannten vom Wochenmarkt von einem glücklichen Fi!ch»vg, der «hm gelungen fei. Er habe einen 17 Kilo schweren Huchen gefangen. Die« sei wohl ein seltener Fang, aber da«, waS damit noch zusawmenhing werde nicht leicht wieder-kommen. Da er kein Fisch fleisch «ff« und Junggeselle sei, hab« er den Fisch an einen Gastwirt rerkaust und al« mar. den Fisch auSweioite, habe fich da« Wunder« bare er eignet. Im Magen de« Fische« fand man einen Mllkommen »rderlehrlt» 4 Kilo schweren Hecht — er ■uikte eben erst verschlungen worden setn. Damit hatte «tzcr daS Wunder noch kein End«, denn al« man dann den Hecht aufschnitt, fand man tn besten Magen eine» 1'/, KU» schweren, «d«nfall« »n »er lehrten Karpfen. Solcher Art also waren die Neuigkeiten MoxlS. Einmal aber faßen ihm doch zwei Bauer lein grimmig auf. An einem Wochenmarkttag« beklagten stch die Land l«ut« über den Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitern. Maxl sagte darauf, dem ließe stch leicht abhelfen, sie sollen stch dressierte Affen mieten. Ein GutSbefiher habe auf frinen ausgedehnten Hopfenfeldern, den ganzen Hopsen durch dufftartc Affen abnehmen lasten. S» fei ein Vergnügen zuzusehen, wie schnell und poffterlich diese Tiere ihre Arbeit verricht«». AIS man ihn fragte, wo man so einen Affen bei der Arbeit sehen könne, lagt« Maxl, da« sei sehr leicht: Im Hotel „M" hab« der Wirt einen solchen dressierte» Assen zum Putzen de» Eß,engeS gemietet. Kaum hatte Maxl die« gesagt, machten stch zwei Bäuerlcin auf und gingen in daS genannte Hotel, um stch dc» dressierten Assen anzusehen. Der Wirt diese« Hotel» hatte zwar nicht eine« dressierten Affen, sondern einen Werketmann zum Eß zeugpntzen gemietet. Dieser Werkelmann, „Püg«lt wird, so hört man deswegen nicht etwa mit dem Prügeln aus, sondern gidt noch einen k, ästigen Hamme, ichlag zu: „An diesem Hamerschlag seht ihr, wie »echt wir hab«n!" Die ölt«, ri'chi'ch« Regierung befindet sich in einer noch nie dagewesenen und geradezu tragikomi scheu Lige. S>« müßte, um in Kärnten die von den Jugoslawen gewünschte Anzahl von rein slo-wenischen Schule« errichten zu können, die Slowenen geradezu zwingen, ihr- A nder in diese Schulen zu sch cken. Wie etwa die Deutschen in Slowenien gezwungen weiden, ihre Kinder in slowenische Schulen zu schicken. Der Unterschied ist nur der, daß wir Deutsche in Slowenien von einer slawischen Regierung gezwungen werden, unsere Kinder ia slawische Schulen zu schicken, während in Kärnten eine deutsch« Regierung die Slowenen zwinge« sollte, in slowenische Schulen zu gehen. Da« aber ist hinsichtlich der Auswirkungen ans die deutsch« Minderheit in SHS einfach tragikomisch. ES ist allgemein bekannt, daß sich in Kärnte» die sogenannten ukrcq,istisch?n Schulen, In denen beide Sprachen gelehrt werden, eingelebt haben. Die reinslowenisch n Schulen, z. B. in St. Jikob im Rosental und in St. R ipert bei vitkermark», werbe» von außerord«allich weaig Kindern besuch', die erstere, wenn wir nicht irren, voa 3«, die letztere von bloß 7 Kindern. Und da« ist nicht so unbegre stich! Die slowenischen bäuerlichen Eltern legen nämlich G.'wtcht daraus, daß ihre Kinder neben ihrer Muttersprache auch die deutsche Weltsprache erlernen. Da die« tn Kärnken leicht ist, so ist di«s« Ccscheinung begreiflicher al« wenn unser« hi«sig«a slowenisch«» Stad'herren ihre Kinder nach Graz oder in das übrige d«utsch< Ausland sch cken. Herr Uulerrichttm nister Svuozar Prid t v ö würde die Einrichtung dir Schulverhält-nisse in Kärnten sehr leicht verstehen und au« diesem Titel zu keiner R pressalie greifen, wenn er nämlich bei den Bauern in Slowenien selbst eine unbetta. statte Rundfrag« veranstalten würde, ob st« ihre Kinder nicht auch in der deutschen Sprach« unterrichte» lassen wollten. DaS Experiment köante noch viel schärs« und in die Augen springend gemacht werde« dadurch, daß einem deutsche» ParlamentSkandidate» in Slowenien die Zisicherung gegeben wer»«, daß im Falle seiner Au«wahl und abhängig von der Zihl seiner Glimmen die slowenischen B luernkinder auch Deutsch in der . Schale zu erlernen die 0e-legenheit bekämen. Man würde über die Höhe d«r Siimmenzahl staunen! Da» ist natürlich nur da« Spiel ml» eine« Beispiel. Diese Bauern würden sich nicht etwa al« „Austriukanten* sür die Erl«u»»g der deutschen Sprache auSsprechen, sondern au« ganz praktischen Gründen. Der Eigennutz allein wäre da maßgebend. Denn, wie immer in den slowenisch«« Zeitungen schwadroniert Witd, di« Tatsache bleibt bestehen, daß «an mit dieser benachbarten Welt-spräche eben durch dir ganz« Welt kommt. DaS wctß auch der Bauer. Wenn «r eS nicht wüßte, müßte ihn da« Bestreben der Stadtherreu, die stch da« materiell leisten können, ihre Kinder in dieser Spraqe unterrich'en zu lassen, darüber b«l«hr«n. Daß durch dt« E lernung einer großen Sprache allein ein Volk entnationalifiert werde» kann, dies« Behaupiung ge-hört zu« allen E«se». Dann dürft« «B in Prekmurje schon lang« kein« Slowenen mehr geben und bei uu« schließlich auch nicht. Weil nun die Kärntner Slo-wenen die altbewährten utraq aistischen Schule» so sehr vorziehen, daß sie von der österreichischen Re-gierung zum Besuche rein slowenischer Schulen direkt gezwungen werde» müßten, wurden dt« deutsche» Gy«nasteu in der Woiwodina per sofort geschlossen. Fürwahr, eine UnverhältniSmäßigkeit, die einzig da» steht! Wir werden demnächst einige Urteile slowenischer Führer über die utraq uistisch-a Schale» veröffentlichen, welche die Verhältnisse, aus denn» die hiesigen Repressalie» fußen, noch weit schärfer charakterisieren. Und die sonstige Behandlang der Kärntner Slowenen? Wenn wir die Klagen ihrer Führer lesen, die dieser Tage im Kärntner Landtag vor-gebracht wurden, so könme un« ein Gefühl bitteren Neide« beschleichen. Wir müssen unS mit allem Bordehalt an den Bericht de« Lpbljanaer Slovenec halten, weil uns Kärntner deutsche Zeitungen nicht zur versügung stehen. Darnach hätten die slowenische« Abgeoidneten Dr. Petek und Psarrer Poljmec zur Ba»geldtbatle wiederholt daS Wart ergriff.-» und erklärt, daß fie solange Nicht für den Boraafchlag stimme» könnten, als nicht die Bestim»ungen de« FriedenSv^rtrageS über die Rechie d«r nationalen Mindeiheiten durchgeführt würden. Waium die Eisenbahner, die nach der Volksabstimmung ihrer Ratio-nalität halber entlasse» wurde», noch immer nicht angestellt seien? Warn» in der Gemeinde Sveta vi« Deutsche Wähler, kümmert euch »uu euer Wahlrecht! stummer 17 Ctlttei 5« tiij Seite 5 ,i»e cltklrischt Laape allen früheren Verträgen zu« Trotz auf 640.000 Kronen ko«me? Warum Herr Landeshauptmann Echuuy auf einer Versammlung in Bleiburg erklärt hab«, daß diejenigen, denen eS hier (in KLrntev) nicht gefall», au« dem Lande gehen mögen? Di« H«uen irrten sich, «penn fie glauben, »aß st« die Slowenen auf diese Weife gewinnen Knuten: nur wenn sie ihnen gegenüber gerecht sein »erden, w«rd« »an fich tu di« Verhältnisse einleben, ssnfl aber n'cht. Die B«zirtShauptmannschast Völker-«arkt habe dt« Plän« der h«i«ischeu Mühlen ver-lugt, die viel Gelb gekostet hätten. Wozu man fie brauche? Wenn «an »it dem Frühzug nach Klagen-furt fahre, sähe «an auf allen Stationen eine große Menge Kinder, die in die städtischen Volk», und Mittelschulen sahnn. In O-sterteich gebe e« ohnehin schon zuviel Intelligenz. Man müsse darauf sehen, daß ein geistige» Proletariat verhindert werde. Die Pferdezucht zahle fich nicht »ehr au», weil die Auto »obile die Pserde fast ganz verdrängt hätten. Die Regierung möge dafür sorgen, daß Viehzucht und Molkerei besser gedeihlen. Die Slowenen vergönnten den Deutsche» WirtschaflSfchulen; ste »übten aber dennoch verlangen, daß die WirtfchaftSfchule iu St. Rvpert erlaubt und unterstützt, nicht aber er-schwert werde. Wenn es rinmal zu bäuerlichen Kammern ko»me, würden natürlich auch die Slo« wenen ihre Vertretung sordern. Wir freuen und jedesmal vv« Herzen und ehrlich, wenn wir solch« — man kann ruhig sag«", gemütliche — Belichte lesen. Wir find froh, daß die flove»ischen Abgeordneten in Kärnten nicht« von alledim zu erzählen wissen, wa« so schwer aus dex deutschen Minderheit in Jugoslawien lastet. Sie wissen nicht« von VermögenSmegnahmen. von «n schlägt« auf Parla«enttkandidalen u. f. w. u. f. w. Umso trauriger ist e«, daß ihre „Behandlung" durch di« Deutschlärntner, deren Mono »Lei loffen!' europäischen Ruf befitzt, dazu herhalten «uß, daß aus un« von allen Seiten eingehämmert wird. Der Voranschlag der Stadtgrmkinde Crlje für das Jahr 1925. «« Donnerstag, dem 12. d. M.« fand unter de« Borsitze de« Bürgermeister? Dr. Hraöov'c die Voranschlagsitzung de« Ge«einderate« für da« Ber-»altungtjahr 192b statt. Die Satzung begann u« 7 Uhr abend« und endete um 2 Uhr fislh. Nach Verlesung und Genihmgung der letzten verhand« luogifchrift wurden al« Ber»fitatoren die GR Bizjak und Ko!chier ernannt. Al« einziger Punkt der Tagesordnung war der Voranschlag für daS Jahr 192b, worüber ter Referent und Vorsitzende des Finanz-auSschusseS GR Dr. Bosse in längeren «uSsühiungen berichtete. I. Die ordentlichen Erfordernisse für da« Jahr 1925. Da die Stadtbuchhaltung bestrebt war, in den Voranschlag die MoxmalbedalfSbeträg« zu setzen, die Einkünfte aber im Minimum zu bewefsen, wie« der diesbezügliche ursprünglich« Voranschlag 4 777 641 Dinar an Ausgaben und nur 1,403 931 Dinar an Einnahmen au», also einen Fehlbetrag von 3.5,46 258 Dinar, der dmch verschiedene Zuschläge, U«lagen und Gemeindesteuern nur durch einen Betrag von 1.801.450 Dinar gedeckt wäre, sotaß noch tmmer ein Defizit von 1.572.260 Dinar bestünde, da« aber turch neue, bezw. erhöhte Steuern oder durch eine Anleihe gedeckt werden müßte. Der Finanzausschuß stellte sich jedoch aus de» Standpunkt, daß eine Er-höhuog der dmch die Bürgerichast zu tragenden Laste» heute nicht mehr möglich sei und auch eine leicht-fertige Ausnahme einer Anleihe nicht am Platze wäre, daher die Stadtverwaltung bei jeder Gelegenheit sparen müsse. denn nur durch Sparsamkeit aus jede« Gebiete fei «in« Kousolidinuug der Gemeindewirt. schaft »öglich. Der endgültige Voranschlag, der ein-stimmig angenommen wurde, weist an Erfordernissen 2,150 312 Dinar uud an Deckungen 2.185.450 Dinar, also noch einen Ueberschuß von 35.138 Dinar au« 1. Di« Stadtverwaltung weist an Ersordervisie« «inen Betrag von 922.602 Dinar auf. Da hiei von rund 750.000 Dinar sür di« Besoldung der Stadtangesttllten allein lxnötigt werden, ist e« nicht nur rötig, «it der bisherigen Beamten,ahl auSzukommeu, sondern auch da« Am-tierungS'ystrm zu vereinfach«», sodoß eS »öglich werde, auch weniger Kräfte zur Bewältigung der Arbeiten zu benötigen. 2. Die Sassen, Plätze. Kanäle uud Brücken berötigen für ihre Instandhaltung 567.271 Dinar. Der «uSbau der KerSuikrva ul ca zur Bezirktstrahe muß der ungeheuren Kosten wegen unterbleiben. Für die Beleuchtung der Gassen und Plätze ist ein Betrag von 100.000 Dinar vorgesehen, den die Stadt-gemeivdr dem El«ktriz!tä>«wkrt schuld«». In Hinkunft wird diesen Betrag da« ElektrizitälSwerk selbst zu decken haben. Bei dieser Post ergibt sich ein Fehlbetrag von 25.271 Dinar, da durch Mauteiohebungku nur etwa r>42.0C0 Dinar aufgebracht werden können. S. Da« Stadtökonomat benötigt 181.543 Dinar. Auch hier wurden die vor-erst vvrgefeheven Beträge merklich erniedrigt. Ebenso ist hier aus äußerste Sparsamkeit zu sehen. 4. Der Armeofond wurde in feine« Bedarf von 103.944 auf 23.944 Dinar herabgesetzt, da rund 80 000 Dinar durch die Lustbarkeitisteuer und dt« Einkünfte au« dem Kino aufgebracht werden können. 5. Volksgesundheit. Bei di«ser Post wurde» nur geringsügige Aen derungeu vorgeno»m«v. Gestrichen wurde der Betrag sür den Ankaus neuer DeSinsektoren und Apparate sowie sür die Besoldung eine« neuen FachdeSrnfik-teur«, der nicht unbedingt nötig ist. Die Bedürfnisse betragen 36.000 Dinar. 6. Wohltätigkeit und Bildung. Für verschiedene kulturelle Zweck« ist eine Unterstützung im Beilage von 63.000 Dinar vor gesehen. Für den Berlchönerungevereiu werden die biiberigen Zuwendungen in nahira im werte vor, 31.552 Dinar sowie eine Geldunterstützung im Be-trage von 20.000 Dinar bestimmt. Dem Fremde". verkehrSverein wird eine Unterstützung von 2500, dem MufeumSverein von 700 Din und der Studenten» küche von 15(0 Dinar bewilligt. Der Musikverein erhält außer freier Beheizung, Beleuchtung und freien Räumlichktiten einen Betrag von 3500 Dinar zugewendet. Der Dramatisch« B«r«iu hat frei« Beleuchtung und noch einige andere Begünstigungen. Außeidem wird für verschiedene wohltätige Zwecke ein Betrag von 25.000 Dinar bestimmt. Dem Feuerwehrverein wird unter der Bedingung, daß er die slowenische Kommaudo^prache einführe und dem Jugoslawischen Feuerwchrverband beitrete, ein Betrag von 5000 Dinar bewilligt. 7. Da« Schulwesen bildet jenen Posten Im Boranschlage, der außer der Stadtverwaltung die größten Opser erfordert. Bc-sonder« bei der Beheizung, die aus 70000 Dinar zustehe» kommt, ist größte Sparsamkeit geboten. Für Lehrmittel in den städtischen Schulen werden 10.000 Dinar und für «rmenbücher 20.000 Dia bestimmt. Alle Schulerfordernifle belaufen sich auf 413.008 Dinar, darunter 16.500 Dia für die Kaufmännische und 15 000 Diu sür die Gewtlbliche Fortbildung«, schul«. Die HauihaltungSschule wird wegen zu ge-ringen Interesse» ausgelassen. 8. Die Gemeindev«rbindlichk«iten betrage» 413.028 Dt». Dem Gaswerk wurden die Zinsen in der Höhe von 45.205 Dinar für da» Jahr 1925 abgeschrieben. Die G'samtschulde» der Etadtgemeinde betragen rund 5,000.000 Dinar. Der Krediiverkehr betlägt 52 402 Din. I« Ueber-gang«verkehr steht «in Posten von 50.000 Dinar, der aber gedeckt ist. 9. Die Ge»eiud«häusrr befind«» fich j-tzt in eine« guten Zustand. Nur di« Renovierung der Grajei erheischt einen größeren vetrag. Dringend nötig ist. daß die Mietzins« i» den Gemeindehäusern den jetzigen Verhältnissen an-gepaßt werd«». Di« Gesa«t«rfordernifse für die Er-Haltung der Gemeindeliegenfchaften betragen 83.625 Dinar, die Erträgnisse belaufen sich aber aus 236.634 Dinar, wa« einen Ueberfchuß von 153.009 Dinar ergibt. 10. Die Forstwirtschaft weist einen Fehlbetrag vo» 32.486 Dinar auS. Der Boranschlag steht di« Anstellung eine« neuen Förstn» vor, wovon man sich eine günstige Ent-Wicklung der Foistwirtschast verspricht. Auch hier »uß auf Sparsamkeit gesehen werde». Die Abgabe von Holz an die städtischen Angestellten «uß einge-stellt, bezw. beschränkt werden, da so»st mit einem Holzmangel i» den nächsten Jahren zu rechnen ist und dann die Schule», A«tSräume und städtische» Unternehmungen nicht mehr beliesert werden könnten. Die Aufsorpuvg erfordert groß« Summen. 11. Da» Dampfbad ist au» sanitär«» Gründen dringend notwendig. An Srfordernifsen weist e» 24 087 Dinar an», da die Beheizung große Summe» verschling». 12. DaS Stadlheater stillt an den GiMeindefäckel große Anforderungen. Die verfchiedenen Erfordernisse, die Besoldung de» Theatermeister« un» di« Beleuchtung sind mit 22.783 Dinar präl>«iniert. Man trägt stch «et der Absicht, an den Staat um eine Unterstützung für da« Theater heranzutreten. 12. FäkalitnauSfuhr trägt der Stadtgemetnde 19.000 Din ei». Sie ist durch einen besonderen Tarif zu regeln. Au« fani-lären Gründen dürfen staatliche und militärische Gebäude nicht «»«genommen werden. 14. Da« Fischereirecht trägt der Stadtgemeind« jährlich 5000 Dinar «in. 15. Der Stadtsriedhof w«ist eine» Ueberfchuß von 788 Dinar aus. Da der Siodlsriedhos nur schwer feine Erfordernisse deckt, empfiehlt eö fich eine Steuerregeluug der Sätze für Grus!mieten, der Gebühren für Gräber und Glädererveuerungev, sür die Leichen hallengebühr lowie für daS Läuten vorzunehmen. 16. Die Stadtwage hat einen Ueberfchuß von 3285 Dinar auszuweisen. 17. Da» städtische Sannbad weist tn diesem Jahre weder einen Ueberfchuß noch einen Fehlbetrag auS, weil einige dringend notwendige Jnwestitionen vorgenommen wurden. II. Die Deckungen. Für da« Jahr 1925 werden solgende bisher schon geltende Zuschläge, Umlagen und Steuern, die voraussichtlich etwa nachfolgende Beträte eintrage» werde«: Der 50Hige (bi«her 120#ig») Gemeinde« zuschlag auf die staatliche HauSzinSsteuer 152.000 Dinar, die 100^ige Grundsteuer 110.000 Din, der 200^ ige (bisher 250#ig») Gemeindezufchlag auf da« allge«eine Einkomme» 215.000 Din, der 250Aig« G'meindezufchlag auf da« besondere Ein-kommen 5V0.000 Din, die 250'/<>ige Rentensteuer 3000 Din. der 10«^ige ZinSheller 200 000 Din. die 4"/„ige Kanalgebiihe 172.000 Din, die Gemeinde-steuer 10.000 Din, die Gemeindetcre für da« Heimatsrecht 1000 Din, die Ge»eiudetoxe» nach dem Tarife 30 000 Din, die Wagensteuer» 40.000 Dinar, die Nachquartinsteuer in den Hotel?» 100.000 Din, die Steuern auf nächtlichen Besuch von Gast« und Kaffeehäusern 70.000 Din, die Äe-meindesteuer auf die Werizunah«e von Liegenschaften 5000 Din, die Einkünfte aus den Marktgebührcn 70.000 Diu, di« BerzehrungSsteuer aus Wein 457.000 Dinar, auf SchnapS 60 000 Din, auf Bitt 225.000 Din und auf Fleisch 35.000 Din. Die Sinhebung»-kosten dieser Steuern betrag«» 61.875 Di». (Schluß folgt ) Obstbäume in bestbewäbrten Sorten, hoch« und halbstämmig, Nussbäume, n..nn in £?der bMton Schling-. Zier- u. Blüten-Sträucher, Clematis, Trauerweiden, Himbeersträucher Sjä etc. abzugeben in nur Ia Setzlingen bei Hl. Podlogar, Baumschulen, Dobrna beiCtlje Die amtliche Richtigstellungsfrist läuft am 18. März 192S ab! «ein « Politische Ruudscha«. Inland. Vernichtung des deutschen Mittelschnl» wesens in Sndslawien. UnterrichtSminister Svetozar Priblirdic hat an dem Deutschtum in unserem Staate einen furchtbaren Gewaltakt verübt, »urch de» die letzten Rest« deS deutsche« MittelschulwesenS tn Sützslawieu vernichtet werde». Mit einer dieser Tage ergangene» Bet-ordnung hat UnterrichtSmiuister Prtbiceviö die Sperrung der sünsten bis achten Klaffe der deutschen Mittelschulen von Novi vrbaS nnd v i:e sowie der ersten bis vierten Klaffe der deutscheu Mittelschulen in Pavkevo und Ncv sad verfügt. Da die zwei letzteren Städte überhaupt nur untere Klassen besaßen, so werden durch diese Verordnung de» UaterrichtS Ministers Pcibiceviö die deutschen Mittelschulen über-Haupt aufgehoben, während in Novi VrbaS und Bliac die erste bis vierte Klaffe weiter bestehen bleibt. In vlöac wurde di« Errichtung einer Ober. Mittelschule mit serbischer Unterrichtssprache auge-ordnet. Diese Verfügung ist nach der Anweisung Prrbiieviö sofort durchzuführen. Wie au« de« Unter« richtSministerium verlautet, soll dir UalerrichtSmi-nister dies« Maßnahme al» Be-geltungSmaßnahme wegen deS Standes des slawischen Schulwesens in Kärnten und im Bnrgenlande, wo di» österreichische Regierung die Bestimmungen deS MinderheitSschutz-Vertrages nicht eingehalten haben soll, angeo.'dnet haben. Daß diese .Begründung" nur ein Borwand ist, braucht nicht besonders betont zu werden. Denn die Methoden deS Herrn UnterrichiSmmisterS Pn-b^evit sind ja sattsam bekannt. Kundmachung der Opposition gegen die Wahlmethoden der Legierung. Die Chef« des appositionelleu Blocks find zu ihre» Beratungen zusammengetreten, deren Segen-stand die Vorgänge bei den Wahlen, di« durch die Wahlen geschaffene Lage sowie die weitere Taktik der Opposition bildeten. Die Demokraten waren durch Ljuba Davidoviö und Dr. Kumaudi, di« Radi cianer durch Dr. P o l i i und Paul R adi 6, di« Slowenische Volkspartei dmch Dr. Koroiec, die Muselmanen durch Dr. Spaho und Dr. Behmeu v.-rtreten. während sür di« unabhängigen Radikalen Nasta» Petrovlö erschienen war. In einer nach der Sitzung ausgegebenen Verlautbarung des oppositionellen Blocks wird gesagt: Die Vertreter aller Allotria. Lustig« 6rmnerurrgen aus dem kleinstadtleben. Bon Tr. Karl Balogh. Cel>e. 12. Vater Martin» Reitkunst. S« war am Martinilonvtag. Im Stammgasthau« unsere« „Vater« Martin" ging e« recht lästig ,u. Sie waren alle versammelt, die Freude de« „BalerS Martin", und di« Stimmung wir die denkbar beste, denn .Bater Martin" ließ dir Doprxlltterflasche mit Riesling in »„betracht seine« be»orsteh«nden Rimen«>age« recht fleißig füllen. Der feurig« Wein hatte die Zangen ge-lSst. Rede folgte aufR-de; jed«r entdeckie in stch einen Eicero und schwang fich zu einer Ansprache auf, welch« alle auf da« Blühen, Wachsen und «Leihen unsere« .Bater« Martin« auSklangen. Mögen auch manch« dieser Reden keinen Anspruch auf rethorische Schönheit gemacht haben, so waren fie doch gut gemeint und erreichten ihren Zweck. .Bater Martin" lieh immer wieder die Gläser füllen und nahm die Glückwünsche seiner Freud« mit der Würde eine« König«, der grob- Kur H!U, entgegen. So war r« denn kein Wunder, daß die Stimmung immer heiterer wurde. Ia der Gesellschaft befand stch auch der böhmische Uhrmachrr. den wir schon au» der Geschichte von der merkwürdigen Krankheit her kennea. Dieser Sohn Lrbussa« ließ e« nicht nehmen, auch einen Tythirambu« auf unseren ,Vater Martin" loSzulissen. Mit vieler Mühe verschaffte er fich Rah« und nachdem er st» einige Mal gnäuspert und sein Gla«, sowie jene» seine« Nachbar« ,ur Rechten und zur Linken au«getrunken hatte, legte er lo« und hielt folgende kurze aber inhaltsreiche R behalten, di« Demokcattsche Partei erscheint sogar gegenüber den letzten Wahlen gestärkt. Im H-rz-n der Sumadja, im Bezirk Kragujevac. hat die Demokratisch: Partei an Stelle eine» zwei Abgeordnete erhalten, Eseaso hat im Drinadezirke daS Bolk die Politik der Regieruug uod deS Herrn Ev:tozar Prtblievit verurteilt, indem es ihm fein vertrauen verweigerte und den Demokraten anstatt eines z?ei Mandate gab. Der oppositionelle B-ock begrüßt diesen Sieg ia Serbieu mit Freud', da er ganz deutlich beweist, daß auch unter den Serben die J»ee der nationalen Verständigung ausrichtig aufgenommen worden ist. Au» dieser Tatsache schließen die Ber-treter des oppositionellen Blockt, »aß die Wahlen, wenn fie frei und ohne die ungeheuerlichen Gewalu ok.en und Gesetzwidrigkeiten sowie ohne die unerhörten Fälschungen, wie si« am 8. Feder vorgenommen wurden, erfolgt wären, der Pomik der national!» Verständigung und der demokratischen Regiern,g einen vollständigen Sieg gebracht hätten. Die C^f» deS oppositionellen Block« werden ihre Sitzungen in den näch len Tagen fortsetzen. Intervention der deutschen Abgeordneten wegen der Sperrung der deutschen Mittel-schulen. In den Angelegenheit der Auslassung der deutschen Mittelschulen in Novtsad und Pancevo und der Auflaffung der oberen Klaffe» in Novi Brba« und BrZac intervenierten dt« Abg. Dr. N«un«r und Senior Schumacher beim UnterrichiSminister. Beide Abgeordnete ersucht.» de» Minister um Ausktärung, ob die von der Preffe g brachten Nachrichten den Tatsachen entsprechen, wa» Minister Pribicevit bejahte. ES ent» spann sich daraus eine ungesähr halbstündige AuS spräche, im deren verlause die Abgeordneten tu erster Linie vo» dem Minister die Bekanntgab« der Giünde sür seine Maßnahme erbaten. Sie bekäme» au« dieser Aussprache den Eindruck, daß die Verfügung weniger der Initiative deS U.rierrichtSminister« entspringe, alS sie vom Außenminister Dr. Ninktc als Repr'efsalie dafür gesordert wurde, daß der Stand deS slowenischen Schulwesens in Kärnten kein befriedigender sei. Aus de» von Abg. Schumacher darauf gemachleu Elnwand, daß für die Kärntner Schulzustände doch nicht an den hiesigen deutschen Staatsbürgern Vergeltung geübt werden könne, ging Minister Prib c vlc uicht ein, sonder» erklärte entschieden, auf der Sperrung „Aber bitt' ich Ihnen schensten«, daß werden'« mir geben Recht, wenn ich tu sagen'«: I, >se Skandal, daß sprint« kan'S vo,r unsere Bater Marita, wo waren'« beste Retter b«im Hantellerie. Satraceni Kufer-stich I San'« me alle fesch« Kedl, wa« st»' ma da, aber potom, potom tse — Halt« sämtliche Guschen, wann red ichl" — dies« letzten Wort« galten dem höhnischen Gekicher einiger Zuhörer — ,,«l«:an ise ane gute Schuster, ane gut« Schneider, ane gute Tischler san'S alle« recht, aber wen,, ane waren« beste Reiter beim Hantellerie, dann muß me sagen nicht dreimal — zehnmal hoch!" , Zar Bekräftigung ergriff er da» nächstbeste Gla» und trank e« au», dann wieder ein andere« und sofort bi« ihm endlich etn energische« Halt geboten wurde. „Vater Martin", der wie «tr bereit» gehört hahen, sehr viel auf seine Dienst,-it bei der Alliierte «ob und gerne damit protzte, war von der schönen Rede de» Uhrmacher« entzückt, dankte ihm mit einigen Worten und schloß mit der Lern rkung, daß «r auf jedem Pferd«, da« man ihm dringe, zu reiten im-stände iei. In der Gesellschaft befand stch auch ein Schmiede-meister und Kurschmied, wir n:nn«n ihn kur,weg: Schmied. Dieser war ein großer Faxenmacher und mancher gelange»« Ulk, den er gemacht hat, wird noch heute besprochen. Zwilchen „Bater Martin" und dem Schmied ent spann stch eine rege Wechselrede üb«r dt« «dl« Reitkunst. „Bater Marti," behauptete, daß «r auf jedem Pferd, da; ihm der Schmied bringe, reiten werde, wa« der Schmied bestritt. Schließlich würd« zwischen beiden fol-gende Wette vereinbart: Rummer 17 der Schulen als Repressalie sür die Behandlaug der Kärntner Sloweueu beharre« zu wollen. Die Abgeordneten ersuchten daraufhin den Minister, wenig» stenS dahin Verfügungen za treffen, daß der deutschen Mittelschuljugeud die Abgelegung d«» lausenden Schuljahres in den bisherige» Anstalten ermöglicht werde. Der Minister er-klärte auf dieses Ansuchen nach längerer Debatte, daß er im günstigsten Falle dem Bestand des Gymnasium« vo» Novi Vrba« bis zu« Ende des Schuljahres lu Erwägung ziehe» könnt« uud eine diesbezügliche Entscheidung noch treffe» werde. Auflassung des deutschen HSergymua-stums in Novi Aröas. Am 19. Februar wurden auf Anordnung de« Unterrichtsministeriums d,e VI, VII. und VIII. Klaffe deS deuischeu Gy«nnsiu»S in Novi BcbaS gänzlich aufgelösten. Die V. Klaffe wurde beliffen, aber schon am selben Tag- erfolgte d:c Uiteericht t« allen Gegenstände» in serbischer Sprache, so daß die Klasse in eine serbische umgewandelt erscheint. Der Dschemiet ohne Abgeordneten. AuS dem Jaenministerium wird erklärt, daß im Wahlkreis Sv iana Ratkar nach de» neuerliche» Feststellungen kein Abgeordneter Dschemiet gewählt worden sei. An Stelle deS urspiünglich als gewählt erschienenen Dschemieiabgeordueten sei ei« selb-ständiger Demokrat gewählt. Ausammenstoß zwischen Serben und Aentschen in Ainöilievo. In Nriöeoo (Prrdany) kam zu einem zu' sammenstoß ,wt>chen Serben und Deutschen. Z« Zusammenhang damit hat Abg. Dr. W lhelm Neuner, nachdem er ichon von B-lki B>^kerek auS b«im Innen-minister telegraphisch interveniert hatte, an den Mi» nister wegen der une, hörten Vorfälle in PardanH eine schrinl'che Elngrbe gerichtet, »n der er dte Bor. iälle ausführlich sch>l»ert und insbesondere da« ge» s,tzw>drige Vorgehen deS Gem'i-'dellotärS N kola Peirov'6 eingehend darlegt. Dr. Nuner stellt dann fit!> wird der Schmied ein vorkommen miliiärisch gesa t«l»<4 Pferd zur Wertstätte de« „Bater» Marti»" bringe». Wenn er auf diesem Pferde nicht reitet zahle «r ei» große« Faß Bier, welche« vo« der anwesenden Gesell' schaft auS^ktrunken wird. Denn „Bater Martin" hat j, gesagt, er reitet auf jedem Pferde unter dem Jubel der Anwesenden wurde diese Wette durch Hand-schlag zwischen „Bater Martin" und dem Schmied bekräftigt. Am nächsten Donnerstag bewegte fich durch die Stadt ein merkwürdiger Zug. Unser Schmied führte am Zügel da» J-eal einer Rostaanie. Ein alter hoch-»einiger Schimmel war e» Dte Haare der Mähre halte der Schmied mir Seirenwasser gegen den Strich aufgebürstet, so daß ste wie ein Stachtlschwein au»sah. Die Mähn« war zerzaust Der Schweif war uagefiutzt und reichte bt« zu den F-sseln herab, außerdr« hatte er eine ichmuzigbraune Färbung. Ziin Uebtrstafse war der Schimmel noch schellahm. Da» Sattelzeug war t« vollster Ordnung. Mit dieser Rostnanate zog nun der Schmied durch die Stadt. Ied?m der ihn fragte, wohin er dteseS Prachtexemplar führe, gab er bereitwilig zur Antwort, daß damit „Baier Martin" um 3 Uhr au»rette» werde. Der eine oder d«r andere, der auf diesen Ritt neugierig war, schloß stch an und je weiter der Schmied mit seiner Rostnarite kam, desto mehr schloffen stch dem Zuge an und bald war e« ein janz stattliche« Häufchen, da» den Schmied »nd sein Pferd umzaben. Zrm Un-glück war gerade in einer Schul« Schulschluß und die befreite Jugend zog in hellen Scharen mit. Kammer 17 Hin Schreiben Ar. Kohnjec' an den Skupschtinaprästdeuten. Der zweite Vizepräsident der Nationalver-sammlung Dr. Hohnjee ist mit dem Präsidenten Ljada Jovanovic in Fühlung betrete», u« we^en der verschiedenen Ungesetzlichkeiten und Gewalttaten bet den Wahlen Protest zu «heben, uod hat an de« Skupchtin «Präsidenten Zovanoviö auch ein Schreibe« gerichtet, tn welch?« Dr. Hohnjee ausführt, daß viele der vom StaatlauS'chuß eingesetzten Wahl-^> ästdcvte« ihr Amt nicht ausüben konnten, da ihnen »ie politischen Behörden entweder ihre SrnennungS betrete nicht zustelllen oder da sie von den politischen Organen ohne jeden Anlaß enthoben, ja selbst an dem Betreten deS Wahllokale» mit Gewalt verhindert wurden. Dmch solche und ähnliche Mittel sei es ermöglicht worden, daß einfach von deu Urnen der oppositionellen Kandidaten die Summkugeln in jene der Regierungspartei hinüdergeschüttet wurden, un» darum kam eS zu dem in der parlamentarischen Geschichte unerhörten Falle, daß ia d«r zukünftigen Nationalversammlung Leute sitzn werde«, die nicht der AuSdrvck de» wahren, frei geäußerten Volks-willenS, sonder« vielmehr Abgeordnete durch gestohlene Sttmmkugeln sind. Dr. Hoh^jec lenkt die Aufmerksamkeit deS Präsidenten auf dies: Verhältnisse, da, wenn diese gesetzvidrtgen, gewalttätigen und brutalen Akte ungestraft bleiben, die Oeffentlichkeit im Ja- und Auslande sie als einen Beweis dafür aufjaffen mü^te, »atz Südflawien aufgehört hat, ei« Rechtsstaat zu sein. Wen« also durch Druck, T'nor, Kirroption und Schwindel der freie und wahre Ausdruck deS Volks willens verhindert wurde, müsse unser S.'aat auch bei der (leinen Zahl von Kulturvölkern, die bisher wenigstens teilweise an unseren Parlamentarismus glaubten, jeglichen Kredit als denolratlfcheS StaaiS wesen verlieren. Deshalb bittet Dr. Hohnj-c den Präsidenten Ljuba Iovi"0v!6, er mö^e zur Währung der Autorität der Naiionalversammlung und de« StaatiauSschusseS die energischesten Maßregel« ergreifen. Wach dem Kronrate. Am 18. Feder fand in Bevgrad ein Kronrai statt. Die beim Kronra» anwesenden Regierung? Mitglieder wußten zu berichten, datz sich der Kroniat nur mit gesetzgeberisch?« Tätigkeit der Nationalversammlung beichäsitgt habe, mit der Thronrede und anderen ähnlichen Dingen. Dem gegenüber glaubt man, daß diese Nachrichten nicht sehr wahrscheinlich find, da eine Beratung der künftigen Arbeit der jetzige« Regierung angesichts der durchaus ungeklärten politischen Lage verfrüh: wäre, und man hält dafür, daß in erster Linie die Beratung der polittichen Lage Gegenstand der Verhandlungen deS KrourateS ge« wese« sei E« ist unzweifelhaft, daß sich die maßgebenden Faktoren andauernd ernstlich damit beschäftigen, eine Stabilisierung der nach den Wahlen mehr wie „Bater Martin" hatte sich indessen »um Ritte zurechtgemacht und wartete tn seiner Weikstätte. Diese lag an einem der belebtesten Punkte der Stadt und durch die GlaSlüre der Werkftälte konnte er daS Getriebe auf der Straße beobachten. Heute balte stch „Bater JHaitin" sportmäßig herausgeputzt. T ibelloie Miliiär-Reitstiefel — noch vo, feiner Dienstzeit 6;i der Ar* ttllerie her — blank polierte Sporen, R ithol« und Sportmütze vervollständigten seine Reitertracht; in der Hand schwang er unternehmungslustig eine Reiip:itsche, die ihm schon früher d:r Schmied geltchjn halle. So wettete er aus da« Eintreffen das neue Mohnnngsgesetz. Der Entwurf eine« neuen WohnungSgesetzeS ist im wesentlichen bereit« fertiggestellt. Die Ablchluß-arbeite«, die zwei bis drei Tage i« Anspruch nehm« dürsten, betreffen nurmehr die genauere Stilisierung einiger wichtigerer Bestimmungen. In dem Entwurf« t:t ein höherer Mietzin« festgesetzt al« im frühere« Gesetzentwürfe. Zm wesentliche« beruht jedoch der ganze Entwurf auf derselben Grundlage, die d«c Soztalmtnister der Rezierung Davidov.t, Dr. Nehmen, angenommen hatie. DI« früh?« Absicht der Regierung, >« da» Gesetz auch Bestimmungen über die Zuweisung größer« in diesem Jahre zu errichtender staatlicher Wohnzebäude und Beamenvohnhäuser einzufügen, wurde fallen gelassen, weil die budgeiäreu Möglichkeiten dieser Pläne erst während der Budgetdebatte im Parlament feststellbar sind. Der Gesetzentwurf behandelt alle wichtigeren Fragen bezüglich Regelung der vtrhäliuiffe zwischen Vermieter« und Mietern und nimmt, tm Gegensatz zum alte« Gesetze, beide Teile ziemlich gleichwäßig tn Schutz. Bon den Bc. stimmungen deS Gesetze« bleibe« alle öffentlichen un» GeschäftSwkale ausgenommen. Kurze Nachrichten. In der Zeche .Minister Stein* bei Dortmund hat sich ein schweres Grubenuagtück ereignet; 12g ei«, «esahrene Bergleute wurden dmch schlagende Wetter v^schüttet, wovon bereiiS 121 als Leichen geborgen wurden. — Die Waihingioner Automodilausstellnng wurde durch eine Feuerbrunst vernichtet; 350 Auto-mobile wurde« dabei zeistört; der Schaden beträgt zwei Millionen Dollar. — Im Kultusministerium wird die!er Tage an dem Gesetzentwurf über den Bau eines Pantheons in Beograd gearbeitet; für dea Bau ist ein Kredit von 100 Millionen Dinar vor-gefehen. — Die englische Regierung hat die Ant« wort der kanadischen Regierung über daS Genfer Protokoll erhallen; die kanadische Regierung erklärt, daß sie das Pro.o'oll nicht annehmen könne uid nicht einmal Abänderungsvorschläge dazu mach'. — Der D rektor d»S Sofioter „Slowo', Abg. Professor Nikola M.kt«, eine der beste« Stütze« der Regierung!« Partei, ist von unbekannten Tätern aus offener Straße ermordet worden. — Wie au« Lissabon gemeldet wird, ist die politische Lage in Portugal sehr ernst; man befürchtet den AuSbrnch einer Revolution, die von Seite der radikalen Republikaner organisiert wird. — Nach einer Meldung au« Saloniki hat stch der ausgewiesene Patriarch Konstantin bereit erklü>t zu demissionieren, wenn dadurch die griechisch-türkische Lage erleichtert werden könoie. Aus Slattt unfl Tanfl. Beschlagnahme unsere» Blatte«. Die Folgen Nr. 15 und 16 der „Cillier Zeitung" vom 19. und 22. Feder l. I wurden von der Polizei beschlagnahm!. Die erstere wegen deS Leitartikel ,Re. pressalie«", der seilen« »er Polizei zur Gänze be« schla^nahml wurde, den aber da« Gericht später wieder zum größeren Teile freigab, weShalb wir den freigegebenea Teil tn unserer heutigen Folg« nachtragen. Di« Sonntagfolg« verfiel der auch vom Gericht bestätigten Beschlagnahme wegen einer kurzen polittichen Notiz, die wir au« dem .Deutschen Volks» blast* in Novisad übernommen hatten. Verlobung. Wie un« aus Hrastnik berichtet wird, hat fich H »r Jng. Karl Ullmann mit Fräu» lein Luise Biauer au« Großalmerode bei Kassel verlobt. Vor 25 Jahren. In seiner Folge vom 24. Februar l. Z. veröffentlicht der Ljubljanaer Slov Narod eine Zuschrift au» Celje, in der zur Rechtfertigung der j'tz'gen Behandlung der deutschen Minderheit in Jugoslawien und b«sond«r» de« Uel'«tfalle« auf deren Führer Dr. Kraft, dem nach dieser Darstellung bloß »Sie Knochen ein wenig roglig gewacht wurden", dte 25 I.hre zurückliegenden Er-eign sse gelegen«lich de« Besuch'« tschech scher Stu. denten in der damals noch deutschen Stadt Celj? tn äußerst entstellter uod aujhetzender Weis« geschildert werden, ohne daß man auf dies« «I« Vierteljahr» «dte n fllltn 3ett*a| 7 No»«er 17 faibttt zurülkliegnidn, S«sch'chte« näher ekizugkhen braucht — fie wurde« un« bisher ja so oft jchoo aufgetischt —, »rängen fich jede» nur einigermaßen billig denkenben Menschen nachfolgende Fiagta auf: 1. Würbe iv irgendeiner der ba»al« noch beutschen Städte der Steterwarl auch nur ei arm slowenisch«» Mitbürger ein Haar gekrümmt worden fein, wenn die Elowanen dermaßen gedvcki hätten leben müssen, wie die heutige» deutsche« Minderheiten i« diesen Städte« leben? 2. Was würde z. B. be» Deutschen i« Ljubljana geschehen sei«, weu« fie sich in je«er Zeit demonstrativ über hundert deutsch« Studenten zu irgendeinem öffentlichen Fest eingeladen hätte» ? 3. Wa« würde geschehe« — der Gedanke allein Ist unausdenkbar —, wenu fich ®. bi« städtische deutsche Minderheit in»Ptuj oder in Selje oder ia Maribor beisallen ließe, hundert deutsch« Stuben« en — nicht Oesterreich«r oder Reichsdeutsche, sondern deutsche jugoslawisch? Slaatibürger au» der Wo> wobina — durch ein Fest aus de« Boden von E-lje, Piuj oder Maribor ehre» zu wollen? Wagt irgend jemand, die Möglichkeit einer solch« Ber-aostaUuvg zuzugeben oder zu behaupte«, daß Ber-anstalter und Ääste, eine behördliche Bewilligung vorausgesetzt, gelinder davonkSmen als die da-maligen Veranstalter, wo,u noch hinzukommt, baß die Erregung in der da»al« noch deutschen Stadt Eelje infolge der glößercn S fähedang de« deutschen Eharalter« der Stadt ungleich begreiflicher ersche «en muß als die heute ttotz jed«r Gefahrlosigkeit heftig »«»brechende E,regung gewisser slowenischer Aretse, wenn nu>' eine deutsche Liedertafel mit absolut internem Chirakler abgehalten werde« soll? Die Leser diese« Pamphlets im S'.ov. Narod möge« fich diese Frag«« loyal beantworten, bann werden fie gerecht über Ursache uud Wirkung urteilen können. Dann werden sie sehen, deß die vom Schreiber des Pamphlet» gewünschte oder qcrechtfertigte Wirkung heute eine Wirkaug ohne Ursache ist. Da« ist i*t entscheidende Unterschied, wobei wir Deutsch« sroh sei« müssen, daß «a« »u« «ur eine vor 25 Jahr«» unter de« au« unseren Frage« hervorgehend«« Um-stände« ftattgefunde«« wtraß?riprügelei immer wieder vorwerfen kavn, nicht aber, baß wir aus slowenijche «bgr die Btr«iv«der»lögen der Slowenen be-schlagvohwt, deß wir ba« slowenische Lied io ge« schlossenem Ravme unmöglich gemacht haben. Domal« gab eS kein«« internationalen Minderheilschutz I Unser« Herren DertrauensmSnn-r werden ersucht, unsere Wähler in genauer Evidenz zu führe« und während der amtlichen Richtigstellung«-frist, die bekanntlich vom 18. Februar bis 18. März läuft, die nötigen Reklamationen gewissenhaft vor» nahmen, da bekanntlich von einer restlosen Eintragung unserer Wähler ein gut Teil eine« Wahl« erfolge« abhängig ist. Todesfall, «m l7. d. M. starb ia Leoben der Kaufmann Herr Fritz H o p p e nach kurzer Krankheit im Alter von 5V Jahren. Der verstorbene Köchin die «ach im Häuslichen mithilft, aowie ein Stubenmädchen werden für dauernd aufgenommen. Adresse in der Verwltg. d. BI. 30724 Landwirt mit landw. Mittelschale, gute Praxis in allen Zweigen der Forst- und Landwirtschaft, in der Buchführung bewandert, sucht nur auf grösserem Oute Stellung. Zuschriften unter .Ehrlich und jleissig 30730s an die Verwaltung des Blattes. Suche einen erstklassigen Zuschneider der selbständig schneiden und probieren kann, für sofort in eine Provinzstadt nahe Beograd. Zuschriften unter «Zuschneider 30C99* an die Verwaltung des Blattes zu senden. Hrastova stabla (stojeca) u svakoj kolicini kupujemo. 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Da« Feuer verbreitete sich schnell und e8 bedürfte große? «nstrengnng der Feuerwehrleute, daß der Brand lokalisiert werde« konnte. Der Schaden wud auf 25.000 Dinar ««schätz». An die Automobilisten des Kreises Maribor. Der SHS Automobilklub, Zentrale Bevgrad, hat die Errichtung einer eigenen Sektion Maribor bewilligt. Düse Sektion hat im Einvernehmen mit der Zentrale bereit« mit ihrer Tätigkeit begonnen. Die Ha»ptversi,mml»ng findet am 1. März um 11 Uhr in Maribor im Hotel Merau statt, zu welcher alle Interessenten ein eladen werden. Auto-mobilisten, welche Mitglieder dieser Sektion werden wollen, mögen die« an die Adresse des Herrn I. Herberstein, Maribor, GospoSka ulica 20, Tele-phon 133, bekanntgeben. Wegen der schreckliche« Romane, die sich nach der Meinung de» Mariborer Tabor Herr tcnnz Schauer auS den F ngeu, gesogen hat, mag ch diese« Blatt an die Gendarmerie >n Marenberg oder an die BezirkShauptmannschafl in Pevalje oder vielleicht auch an die kgl. Staatsanwaltschaft in Maribor wenden, wo e« den wirklichen Btifass-r diele« traurigen „Schauerromanes" piomp! bestätigt erhalten kann. Ja, darin geben wir dem Tabor recht, dem die Identität de« Kundschafte! ö und Skizzen» zeichnn» sehr wohl bekannt ist: e« ist jeglicher Be wunderung wert, daß aus eine so'che ..G:öße", wie sie Herr Schauer an der Spitze seiner «ehrlosen Minderheit vorstellte, ein Attentat beabsichtigt war tn der Befolgung eine« Beschlusse«, der aus seine Beseitigung hinauslief. Für wukliche „Größen" fehlt eS nämlich an Kurasch. Die Surasch reicht nämlich in ihrer Größe gerade nur sür eine „G>öße" * la Schauer. DaS allein ist der Galgenhumor an der ganzen Sache. Oeatit&mo! Die Marburger Zeitung wird erst «ach den Wahlen schlau und dtsijuu sich darauf, daß «S auch so etwciS wie eine deutsche Minderheit im BerwaltungSgebiete Maribor geben mag. Während fie sich vor den Wahlen ängstlich davor hütet«, auch nur mit einem Worte den verzweifelten Wihlkawpf dieser deutschen Minder lieit zu berühren, kann sie fich jetzt den Genuß deS Eleltritte« nicht versagen, den sie der Person de« htesiegen «Mandatar«", Herrn Franz Schauer, verabreicht. Dieser Herr wild e« zwar immer al« eine Ehre betrachten, tn der Re dkkiion der Marburger Zeitung so hochgradig be-liebt zu sein (bei ihr al« .hochangesehener Führer ver heimischen Deuifchen' zu gellen, würde er alS unerträgliche Schande betrachten!), dei noch fei ihr aber gesagt, daß wir Deutsche in Slowenien die angeblichen .hochangesehenen Führer der heimischen Deutschen" in Maribor, die ihr unseren Wahlmtßerfolg als Absage an die Person de« Herin Franz Schauer zu erklären versuchen, der Marburg Zeitung mit Haut und Haaren schenken. Zu ganz beliebige» Gebrauche I Vor lauter „SiegeSjubel" schwimmen dem Ljubljanaer Jutro roch «wer die Augen und da« Gehirn. Er veröffentlicht rämlich in der heilige» Emsalt seiner lachlustigen Timenseele die Namen jener Männer in Maribor, P:uj und Crlje, welche die deutsche Kandtdaienliste al« Borleger unter-schrieben haben. Dabei kommt er zu dem Schlüsse, daß neben Maribor auch Ptuj und C lj- unterschrieben haben, ohne dte wir „vielleicht" die deutsche Kandidatenliste überhaupt nicht hätten einreichen können!! Da uns der Jutro ia seinem Ei:ge« taumel hartnäckig mit dem Ritter v. ZagorSki zu verwechseln scheint, raten wir ihm, unsere Stimmen zahl auS dem Jahre I9L3 und 1925 sorgfältig auS-zuschneiden und in sein Wi-tschastSbüchklchen einzulegen. Im Iah e 1923 hatten wir nämlich 5980 und im Jahre 1925 dte Zahl von 4362 Stimmen. AuS diesen Zahlen hätten wir »vielleicht" doch noch einige Hunden Listenvortezer zu dem vorgeschrirbenen und rom Jutro ausgewiesenen Hundert aufgetrieben. Denn wir sind in oller Bescheidenheit noch immer die vieristärlste Pariet im Mariborer Gkbiet, auch wenn un« diesmal die Herren Dmokraten mit Herrn Josef DrofeniggS Hilfe den drille« Platz „abgekämpft-habtu. (vstitamol Meldung von Militärpflichtigen. Die Militärpflichtigen der Geburtijahrgänge 1905, 190« und 1907 haben sich ohne Rücksicht auf ihre Z>» ständigkeit zwecks Eintragung in da« Assentierung«-Verzeichnis bei der Militärabieiluna de« Stadtmagist-rate« in (Eelje, 1. Stock, vom 16. bi« einschließlich 26. Februar während der «mISstunden zu melden. Gegen Fettleibigkeit wirkt mit kolossalem Erfolge einzig „Vilfan« Tee". E» ist von Fach« »ännern anerkannt. Erhältlich in allen >?po!heken und Drogerien. Erzeugt: Laboratorium Mr.D. Blfan, Zagreb, Prilaz 71. Nachrichten aus Warivor. EdelweihKrLnzchen. Der Marbnrger Rad-fahrerklnb „E»elwe'ß" veranstaltet am Samstag dem 28. Feder, in sämtlichen Götzsälen ein große« Kränzchen. Die einzelnen SuSschüße sind schon fleißig an der Arbeit, um diesen Abend zu einem Glanz-p mkt deS heurigen Fasching« zu gestalten. Die Veranstaltung wird im alpinen Stile gehalten werden, »« dem Nimen de« Vereines und dem Titel de« «bende« gerecht zu werden. E» herrscht jedoch nicht im geringsten ein Kostümzwang. Um einen Massen-andrang zu veimetden, wird die Veranstaltung nur gegen Borweisung der auf den Namen lautenden E nladuug zugänglich sein, di wird aber gebeten, »ich im Falle eine« BersehenS an den Obmann H rru Anton Oilag oder an den E nladungSa»«-ickaß (Herrn Andrea« Halbwidl) zu wenden. D e Musik besorgt die Kapelle „Drava", ausserdem sind iu-ch mehrere andere Belustigungen (Rutschbahn, Schrammelmusik usw.) in Aussicht gestellt. Eingesendet. Plus. 14./2. 1925. Offener Brief an die Redaktion de« Jutro, Ljubljana. Ihr sinniger Artikel „Deutsche Generale au« Ptuj und ßeljt" ist mir du,ch einen weniger sinnigen Z'iiall in die Hände gekommen. So sehr e« mir perulich ist. Ihr Blatt zu lesen. Ihnen zu schreiben und die Ehre zu haben, mit H-rrn Dr. P vko aus einem und demselben ZeitungSbtatt zu st he» bringe ich doch die Ueberwindung auf, Ihnen Nachstehendes zur Kenntnis zu dringen: Mein Name wurde von Ihnen auch zu den .Generalen- gezählt und ich teile Ihnen »tt, daß ich leider auf diesen hohen Titel keinen Anspruch m chm kann. Ferner sühle ich m>ch gezwungen. Jhien bekannt zu geben, daß ich politi'ch villig u' w sie«» bin und deshalb nicht weiß, daß zwischen der »Orjuna" und dem Jutro überhaupt ein Unterschied best«dt; ich habe bisher alleS als ein un» »asselbe betrach'et, Orjuna und Jutro. Ich mache I wen diese Erklärung aus AnstandSgefühl und auch au« dem Bedürfni». Ihnen *u zeigen, wieviel Beachiung ich un» meine Kreise Ihrem geschätzten Blatte zuwenden. Die am Ende Ihre« philantropischen Artikels ziemlich deutliche Drohung würde einen Bedrohten sicherlich bewegen. Sie der Staatsanwaltschaft wärmsten« anzue»psehlen, wenn ebendiese Drohung in einem ernstzanehmenden Blatt, z. B. im Slovenec u. ä, stünde. So aber weiden Sie «S verstehen, wenn ich Ihnen sür di« meiner Person verursachte Heiterkeit besten« danke und verbleibe Ihr sehr ergebener Dr. Manfred Scheichenbauer t. h. Nachrichten aus FHnlk. Todesfälle. DienStag, den 17. d. M., wur»e der Altdürgermeister und Liegenschaft! besitzer Herr Roman Hcnu unter großer Beteiligung zu Giabe aetrazen. Der Berblichene ent>chl>ef genau vierzehn Tage vor Vollendung seine« 81. Lebensjahre« nach längerer Krankheit. — Am gleichen Tag« starb hier nach kurzem K>avks«in Herr FranzHribernik, Verwalter der Siechenanstalt in Bojnik. Die Beerdigung sand ebenfalls am 17. F-bruar statt. Bllrgermeifterwahl. Da der bisherige Bürgermeister Herr Julius Kovar,r wegen feiner U dersiedlung nach Ljubljina («in A«t niedergelegt hat, wurde in der Sitzung de# Gem-indeausschusies am 13. Februar daS neue Gemeindeobnhaiipt gewählt. Zum Bürgermeister wurde gewählt Herr Johann Urataue, Hausbesitzer und Schneidermeister; v>m Stellvertreter deS Bürgermeisters ober wurde der Liegenschaj'.ib:sitz.-r Herr Jakob KcwJc gewählt. Verstorbene im Jänner 1925. In der Stadt: Gabriele Miletik, Kauf-mannSiochter, '/* Stunde alt; Josef Rebeuschegg, Realitätenbesitzer, 66 I.; Joha»n Seniiar, Eisen» bahnertkind, 1 Monat; Maria Koren, Dienstboten»« kind, 7 Wochen; Maria Jos«k, Tapezier erStochter, l/t Stunde alt; Viktor Mantel, Zuckerbäckerskind, 7 Wochen. — I m Allgemeinen Kranken-Hau«: Margarethe Berder, Besitzerin au« Skale, 45 I; StaniSlauS Rezec, ArbeiterinnenSkind au« Umgeb. Crlje, 8 Monate; FranziSka Jelerc, ArbeitS« lose au« Teharje, 24 I.; H'lene Sailer, Orga» nistenSgattin aus BraSlori,. 32 I.; Barthlmä Mirnik, Feltarbeiter au« Skoija Va«. 59 I.; Adele Reddi, Privatlehrerin auS «elje, 66 I ; Franz Mirna, Bergarbeiter ohne festen Wohnsitz, 75 I.; «nton Skala, Oberlehrer i. R. au« Topolica, 66 I.; Martin Op.einik, Taglöhmr ohne festen Wohnsitz. 65 I.; Anna PoZebal, Bettlerin au« Sv. Jur ob Taboru, 72 I.; Franz Goruian, Schuhmacher au« Sv. V:d pri G obelrem, 25 I.; Maria Hoj t, Private aus Eelje, 76 I ; Barthlmä Pilko, AuS-züglrr au« Loka pri HtiSmu, 85 I.; Karl Bizjak, Oberlehrer au« Eelje, 59 I.; August Mitn, Ma» fchinenführer au« Rogatec, 34 I.; Helena Debevc, Arbeitslose au« Umg. Celje. 31 I.; Maria Puinik, AibettSlofe au« Hrafluik, 65 I.; Aloi« Kukowetz, Kaulmann auS Eelje, 67 I.; Anna HoSlinger, , Dienstbote auS Umg. Elje, 53 I.; Jakob Bolav^ek, Arbeit er auS LcSko, 56 I ; Franz Boj t, Holz« arbeiter au« fiiie, 27 I.; Johann Hren, Dienst-botentkind au« Petrorce, */* 3-5 Johann Schauzer, Pr>vatbeamter an« Eelj», 75 I.; Thomas Kolman, itu--zügler au« Lska, 60 I.; Johann Zsviek, Tag» löhner ohne bist>««ten Wohrsitz. 82 I. — I» Invaliden hau«:Andrea«kocir,Invalid,51 I.; Lo>enz Musi, Invalid, 83 I. Aus aller Wett. Der griechische König verhaftet. In Bukarrst wurde der g.techiichk König von eine» Polt» ,i>trn vn hasiet und zwanzig Minuten aus der Wach« stube behalten. Die interessante Geschichte ha» fol« gende« Vorspiel: Der König lt"kte allem sein Auto, da er aber die Berk,h>«vorschnften nicht kannte, fuhr er statt r«chtS, liokS. Em Polizist zoz ihn zur Vcraniwortung, da der Könia oder nicht rumänisch spricht, wurde er aus die Wt.chftube gebracht, wo »r e st »och zwanzig Minuten von einem Polizei« kommissär befrei» wurde. Ein Gebetmverile« im Petersburger Winterp^ilaft. jm Winte,pa>a>l in Petersburg h.i der mit rer Sorge iüc die h>sto isch-a G mächer betrau e Direktor ein ^eheimn!tvoll-« Kja" meldet, eine Me^aUtür gefunden, die «it Siegeln de« Miniiterium« de» kaiserl'chen Hos S versiegelt war. H nter dieser Tür ftifß man aus eine T"ppe, dte in ein unterirdische« Gewöld« führt, da» gt ist, diele« Gewölbe sei al^ Z flucht«orl sü> die kaiserliche Familie im Falle ein s äli'cblag» n äh end d'S Golie«di.nsteS gedacht g«w's?n. Da« Ge>>ilo, ist jetz' den historischen Ge-wachem de« P ilan.« a^gneiy« und zur B'.stchiigung durch das Publik iw fr ige^eben. Der Anspruch de« Aetna. Die neue AuSdruch?tä»^k'i> de» Ae'na« ve, setzte die B'völ« k-rung d r umlt«gen>en Ortichafien in größte Er« regung. Man sü'chiet «wen ähnlichen AuSbruch wie er vor zwei Jah-en staltfand, der «ine g oge Anzahl von Dörfern in der Nähe d-S Berge» verwüstete. DaS Militär flli^amt desrderl« zwti Flugzeuge tzvr Beobachtung d«S augenbl cklich iu Tängkeit b'find« l-cheu Nordwestkratei«. Die Flieger führten K no« aufnohmearprrate mit uud machten zahlreiche jluf» nahmen von den einzelnen Kratern, obgle ch sie ge-zwangen waren, mit Hilfe von Gasmasken zu ar-betten. Die Erfolge »ieier eigenartigen F>lm>xpedilioa werden die iaierefsiertea Kreise veranlassen, den Stromboll, weicher sich da« ganze Jahr über in Tätigkeit bder, mit Hlf« .von F>l»ausrahmen beobachten zu lassen. •cm 10 «tllUt ZtttNNg Rn*«n 17 Wirtschaft und Verkehr. Di« VIII. Wiener International« Mefie (Frühjahrsmesse 8.-14. MSrz 192S) verspricht nach der Zahl und Qualität der au« dem Zulande uud ewer Reih« von AuSlaudSstaalen ein gelaufenen Anmeldungen einen glänzenden verlaus zu ueh»e». AlS Spezialveranstaltungen werde« vorbereitet die internationale Buchmesse im Mess Palast, die Aufstellung sür Nahrung«, uod Genußmittel in der Rotunde uod — zum ersten Mal — e«ne große MolorradanSstellung. veranstaltet vom isterreichlich Motorsahnroerband. bei der die ersten österreichischen, reichSdeuischen, französischen, englischen uud amerikanischen Motorradfabriken vertreten sein werden. Die Wiener Fiühjahr«»efie wird uicht nur, wie alljährlich, ewe glänzende Revue de« Ssteneich 5chin Schafs,n« aus dem Gebiete der Luxusartikel und der wellbe-rühmten Wiener Mode btete», sondern in der tech. »ischeu Messe avch eine he> vorragende internationale Schau der neuesten Errungenschaften auf de» G--biete be« Maschinenwesen«, der Eiektiolechnik (Radio) und de« gesamten Bauwesen«. Die österreichischen Bundesbahnen haben für die Benützung von Schnell-oder D» und Personeazüge» sehr bedeutende Fahrp ei»-ermäßigunzen gewähr«, ebenso wie einige Schiffahrtsgesellschaften. Besucher der Wiener Misse brauchen kein konsularamtllche« Paßvisum, es genuügt, wenn fie bei einer der ehrenamilicheu Vertretungen oder >v«iuns!«stellen der Messe oder eiuem österreichischen 29) (Nachdruck verboten) Die Gräfin. Roman von G. W. Appleton. Sie hielt inne, um mir eine Tasse Tee zu überreichen und suhr dann sort: Ear'co, mein Gemahl, war ein vornehmer Eha rakter. E« war ihm darum zu tun, ein G'schäst zu machen, al« er mich heiratete, va« ist wahr, und wenn dabei auch die Liebe oicht in F age kam, so war e« doch eiu fairer und loyiler Handel, den ich, soweit eS seine Person anlangte, auch keinen einzigen Augenblick bedauert habe. Würde ich eine» der ältesten Fürstenhäuser Rom« entstammen, so könnte er mich nicht mit größerer Ritterlichkeit, Ehierbietung und Hochachtung behandelt haben. Ich achtete und schätze ihn meinerseits, uod im Laus der Zeit würde ich ihn sicherlich auch lieben gelernt haben. Aber unsere Ehe war vo» so kurzer Dauer, daß ich über diesen Punkt nur Mutmaßungen anstellen kaun. Aber Ihre Tasse ist leer, Dokior. Eilanden Sie mir! Al« diese notwendige kleine Formalität erledigt war, suhr st« fort: Ja, ich habe meinen Galten sehr geschätzt. Denn wie im Leben, so boruj er sich auch im Tode noch ritterlich geg'U mich, indem er mir tn seine» Testament jeden Pfennig zurüchzab, den ich ihm zu-gebracht hatte. Ich bl'ckie einigermaßen erstaunt auf. — Ist daS nicht die Regel? fragte ich. Nein, wie ich gehört habe, erwiderte fie, und der gegenwärtige Erbgras. Bltorio, hat ihm da« Übel genommen. Er befaß sogar die Frechheit, im Namen der Familie dagegen Einspruch zu erheben. Er sagte, ich habe — für de» Fall, daß ich nicht wenigsten« einen gewifsen Betrag auf die Familie übertragen würde, wo»it er seine eigene Tauche meinte — einen berühmten Titel unter falschen Bor spiegelungen erschlichen. Die Frechheit de« Menschen überstieg alle Grenzen, und ich ließ ihn kurzerhand hiuauSlversen. Bravo l rief ich. Da« läßt sich eine Amerika-ncrin oicht gesallen. Leine Frau, die den Namen Frau verdient — sei eS »uu eme Amerikanerin oder Engländer«» oder sooft »ine Frau —, wiiide fich da« bieten lassen, entgegnete sie. Seitdem hat er noch einen oder zwei zaghasle Versuche gemacht, Geld von mir zu er-halten, aber da ich weiß, daß er ein Spieler, «in Rouo und «in Lump ist, habe ich seine Anzapfungen mit verachtuugaoolll« Schweige» beantwortet. Er ist mir nicht« al« ein verwandter, der da« aus rein zusällige Weise geworden ist, und ich kümmere «ich keiuen Pfifferling um ihn. Aber diese Verfolgung der armen alten Gräfin, die vor mir den Titel führte, ist eine Schande, der ein Ende gesetzt werden muß, uud unsere — Zhre und meine — Aufgabe rst's, da« Ende herbeizuführen. Der Borschlag war entzückend mich. Er ersor-derte einen gewisse» Grad voa Vertraulichkeit, der angenehme Aussichten eröffnete. Konsulate eine Paßv sammarke löse« und in ihren Reisepaß einkleben. Der Prei« sür diese Visum-marken beträgt uur ö. Ä. 15.000*—, b. i. Dollar 0*25. Da sür die Messezeit tu Wie« eine Fülle voa künstlerischen uod sportliche» veranstaltunge» sowie AuSslügen und GefellschasiSrelsen in di« herrliche Umgebung der Stadt vorbereitet werden, wird auch diesmal wieder mit einem Mass««»uzug von Em-käuseru au« ollen Ländern der Welt zur Wiener Messe zu rechnen sein. Auöwechstunq der Schienen auf der Strecke Zagreb Beograd. Wie man erfährt, wurden von einer in diesen Tagen in Srsak ein-gelangten Sch'ffsladuug von Eifenbahvschieueu der Zagreber Slaa>«bahndtrekliou 125 Kilomeier zuge-teilt, di« zur Ausbesserung der Strecke Zagreb-Beo grad dieue« werden. Düngung mit NeophoSphat und deren Erfolge. Nach langjährigen versuchen ist eS gelungen, einen künstlichen Dünger herzustellen, der alle sür die Pflanze notw'ndigeu Nährstoffe enthält. „NeophoSphat KÄS* ist die aes.hich -ri-tÜFte Ma>ke für diesen Dünger, der 10°/, PhoSphorsäure, 10% Kali und S«/, St'ckstoff enthält. „NeophoS phii" ist vollkommen neutral und kann daher auf allen Bodenarten augewendet werden. Der P.eis ist verhältnismässig so gering, daß eine unbeschräi kt« Verwendung ermöglich ist. Bei ollen Leguminosen und überhaupl Pflanzen. die dte Eigenschaft de« Stick-stofssammeln» besitz n, träte e8 selbstverständlich Sei- DaS neuen iv r auch »un, sagte ich, da Sie eS so unverblümt autsprechen. ES ist doch Ihr sester Euschluß? Anstatt einer Antwort hielt fie mir die reizeudjie kleine Hand der W lr hin. Der Handel ist abgeschlossen, sügte sie hinzu. Bollkomm-o, sagte ich; u»d nunmehr »üssen wir off?» reden. Ich bin in eiver sür Sie. wie ich glaube, erstaunliche» Lage, aber ich biu über ver-schiedene Punkte noch t» Zweifel, worüber Sie mich aufklären können, verzeihen Sie mir weine Frage, aber was hit der Erbgrof für einen Beweggrund, die arme alle Dame so erbittert zu verfolgen? Unsere Augen trafen sich, und zwet ehrliche Blicke wurden zwischen «hnen ausgetauscht. Meine Kenntnisse drüber, sagte sie, sind sehr einfacher Rat».r und könne» ganz wertlos sei». AuS Jhiem Benehmen «seh« Ich, daß Sie wohl mehr aussen als ich. Nei», nein, entgegnete ich rasch. Ich »»«iß »ichlS außer einigen »nbest »m!en Andeutungen, dte die alte Gräfin iu meiner G-genwait falie» ließ. Ich habe aber einen kleinen Umstand noch oicht erwäh»», da Sie auch nur eine Vermutung habe», wie ich glaube, so teile» Sie mir bitte mit, und dann werden wir vielleicht mit vereinten Kräften in der Lage sein, die einzeloen Stücke zu einem Ganzen zusammen« zusetze«. Gut also, erwiderte sie. Was ich weiß ober vielmehr annehme, ist folgeodeS: Die Familie Fran-gipani ist sehr alt und läßt fich bi« in« Mittelalter zurückvkrfolgeu. Im dreizehnte» Jahrhundert war z. V. eine« ihrer Mitglieder ein Papst CiemenS der Soundsovielte. Aber ich will nicht weiter zurückgehe«, als auf Ugo, den Laier GiooarniS (der unsere alte Lame geheiratet hat), Earci, meine» Galen uud Bittorio. deu U lauSp'tchlichen, den wir jetzt bis auf« Messer zu bekämpfen ü»er»inglkommen find. U..o nun war ein guier Freund deS Kardinals AntoneUi uud de« PapsteS PiuS IX. und soll in den sechziger Jahren große Geldsommen für die päpstlich« Sache ausgegeben haben. Er war »it einer steinreich.'« österreichische» E Herzogin v.-iheiratet. Ihr Liebling«-»ohn war Giovanni und, wie »an fich zutuschelt, > hat fie ihm p >vati» gewisse Gel»er, vcsitziümer, Juwelen, irgend etwas nicht näher Bestimmbares, vermacht, viilorio 'ch.int nun zu vermuten, baß diese Wertgegenstände von G ovairni wiederum seine.-Gemahlin, die er sehr lieble, hinterlassen worden seien. DaS ist olleS. waS ich davon weiß, und eS ist, wie ich Ihnen vn stichelt habe, sehr wenig. Doch glaube ich, daß etwas Wahres daran ff in muß. vittorioS Ausdauer und der alten Dame Hart-näckigkeit uud grimmiger Entschluß, ihm uicht zu weichen und nachzugeben, bestärkt «ich in dieser Aaficht, und ich gestehe ehrlich, daß ich sehr «eu> gierig bi», wie fich die Geschichte ausklären wird. DaS ist meine ehrliche Beichte, fügte sie lächelnd hinzu. Und «un, Doktor, rücken Sie mit Ihren Kenntnissen heraus! Na«, sagte ich. bevor ich baz» ko»me. — Sie waren über die Netoe Episode vo» gestern abend höchlich erstaunt? schweuduug, »och «it Stickstoff zu dünge«, bei diesen ni»»t man «ur SuperphoSphat uud Kali („N-o-phoSphat KS" «it 13 °/t PhoSphorsäure und 10 % »alt). Mit „NeophoSphat" kau» sowohl n» Herbst wie auch i« Fiühjihr gedüngt werbeu. Weil darin all« Nährstoffe i« leicht löslicher und anneh»barer Form «nihalien find, könne« sie «icht »»«geschwemmt werden. Daduich ist auch ei» dauernder Erfolg der Düngung erziel», weil die Nährstoffe, di« die Pflanze «icht verbraucht, der »ächsten Saat zugute kommen. Herr Aloi« Zelevko i« Celje hat im vergan. gene» Sommer tn seiner Gärtnerei ia der Ljubljai'Ska cesta Düngungaversuche mit „NeophoSphat LAS' bei verschiedene» Gemüscqauungen (Frühkraut, Kohl, Sellerie, ParadeiS, Gurke», Kaisiol, Bohne«, Kohlrübe» usw.) vorgevo»«e» und hiebet ganz überraschend« Ersolg« erzielt. Das Auffallendste ist, daß durch die Anwendung des „NecphoiphatS SA«" fast das ganze Ungezieser verschwunden ist. ES kann jede« Garienbefitzer sowie auch jedem Landwirte nur wärwstenS »nmpsohle» werden, Düagungsversuch« mit NeophoSphat vorzunehmen, da stch diese Düngung, abgesehen von den ganz besondere» Erfolge», bideu« tend billiger stellt als jede andere Düngung (Stallmist, Fäkalien usw) .Neophofphat KAS" wurde bisher auch bei Hopsen und bei Wein als ein ganz her» vorragendes Düngemittel angewendet. „Odo!" beste? Mundwasser der Welt. Ueberall erhältlich. Große Flasche Dia 35, kleine Flasche Din 22. Gewiß, noch jetzt verstehe ich sie »icht. Warum wurde die Botschaft in meinem Namen auSgefolgt? Und »xnn Sie nicht geargwöhat hätte», daß etwas »ich» in Ordnung sei, wohin würde der Wage» Sie entsührt haben? Wohin? Wa« meine» Sie? Könne» Sie fich'« nicht denken ? Jawohl, ich kann mir'S denke»; aber z» welchem Zweck«? Der Erbgras hat die Gräfin i» setner Ge-walt, aber warum focht er den» nun Sie i» eine Falle »u locken? Da« ist mir völlig unverständlich. DaS glaube ich schon. ES würde auch anderen unverständlich voikomme». Wie könnte ma» verstehe», daß neulich nach'« Diebe in »ei» HauS eindränge«, daS Oberste darin za unterst kehrten und nicht« vo» irgendwelchen Werte »it sich nahmen, als eine» Zettel, de» sie ia einem geheime» Fache entdecken? Ist da« möglich? Glauben Sie, daß der Erb« gras der Anstifter dazu gewesen ist? Zweifellos. — Und nunmehr erzählte ich ihr mit wenigen Worte» »einen Besuch in Balham und sein Ergebnis. Sie folgte »eiuem Berichte voller Interesse und ihre Pupillen dehnte» sich immer »ehr aus, je weiter «eine Erzählung fortschritt. DaS ist ja wirklich unbegreiflich. be»erkte fie, alS ich zu Ende war, und der Zettel, der entwendet wurde, wa» war da«? Der Schlüssel zu dem Geheimnis, oder — und dabei lachte ich auS vollem Herzen — wenigsten» glaubte» sie, er sei e». Und nunmehr will ich Sie nicht mehr länger aus die Folter spanne», sondern Ihnen voa der Rolle erzähle», die ich in der Ge« schichte spiele. Hierauf berichtete ich ihr ia wenige» Worte» all da». toojJ ich hier ausführlich niedergeschrieben habe. Ihr Erstaune» kannte keine Grenze» mehr. Da»» stnd Sie, Doktor, gegenwärtig der Herr der Situation? Gewiß bin ich'S, und ich biu auch fest über« zeugt davon, weuu ich nicht gestern obend Lunte gerochen hätte —, ich irgendwelche» Glwaltmaß-regel» unterworfen worden wäre, um da» Paket »it be» gelben Siegeln herau»zugeben. Na, Sie Glück gehabt! Wie froh bin ich, daß e» so abgelaufen ist I rief sie »it strahlendem G-sichte. Und, Doktor, denken Sie dara?, daß ich nunmehr zu Ihnen halte, und daß j tzt die arme alte Gräsin gefunden und befreit werden «uß, koste e», wa» «S wolle l Zn diese» Augenblicke betrat der Diener da« Zi»mer. Er brachte aus eine« Präsentierteller ein« Karte. Die Gräsiu waif einen Blick auf die Karte und händigte sie »ir ein. ES standen di« Worte darauf 5 J1 Conto di Fraugipani. Wollen Sie fich i« eiu andere» Zi»«er ver« füge»? ftagte fie, oder — Ich bleibe da, antwortete ich. Führe» Sie de» Herr» herei»! waadte fie fich au de» Diener. I« nächste» Augevblick erhob ich «ich uud stand de» — Mörder «Kittel Vater« gegenüber. (Fortsetzung folgt.> Vtnnaicr 17 Ctlllet Zeit»vz G«ttk 11 Buchhalter Stütze des Direktors mit Kenntnissen in der Metallwarenbranche, Jugoslave, der deutschen n. kroatischen Sprache Yollkommen mächtig, wird von Zagreber Haus gesucht. Genaugehaltono Angebote mit Oehaltsansprüchen, bisheriger Tätigkeit, sowie Angabo von Referenzen, sind eu richten an Inter-rektam d. d.. Zagreb, Palmotioeva ulica Nr. 18, unter Chiffre .Buchhalter 11-94*. Perfektes Stubenmädchen gesucht für Zagreb, Tuälcanac 12, Marko Benedik. Lehrjunge 141/, Jahre alt, mit 2 Bürgerschul, klassen, sucht in einem grösseren Gemisohtwarengeschäfto mit Verpflegung unterzukommen. 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Bürgermeister von Vojnik etc. etc. welcher am Sonntag den 15. Februar um '/,7 Uhr früh nach langem schweren Leiden, versehen mit den Tröstungen der heiligen Religion im 81. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängnis des teuren Verblichenen findet Dienstag den 17. d. M. um Vi^IJhr vormittags vom Sterbehause aus statt, worauf naeh der heiligen Seelenmesse in der Pfarrkirche die Beerdigung im eigenen Grabe auf dem Ortsfriedhofe in Vojnik erfolgt Vojnik, den 15. Februar 1925. Die trauernd Hinterbliebenen. Besonders Putea warSea sieht ausftfeSsa. GchM'« — —tniHw feQCTM'ritn; Hübet - 5>.»o i't m «dt«.