N ARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES SÄ zz »r-c pr.i*at,:LrrrEiSL,"-r-s.;:. sr,.-», —sjs Nr. 102 — 8l Jahrjgang__Marburg-Drau, Montag, 12. April 1943 Einzelpreis 10 Rpf Zusammenkunft Führer-Duce v.«ck,.. x |3l!wA ^ ^ . Totaler Einsatz aller Kräfte bis zum Endsieg — Völlige Beseitigung jeder zukünftigen Gefahr für den europäisch-afrikanischen Raum Dank an die Achsenmächte Kroatiens AuSenminister spracti aus AnlaO der Slaal^grUndungsfeier , Agram, 11. April Anläßlich der Feier des Staalsgrün-dungstagcs hielt Außenminister Dr. Lor-kowilsch im Agramer Rundfunk eine Rede, in der er ausführte, Kroatien verdanke seine Unabhängigkeit einmal denj zähen Kampfe des kroatischen Volkes um seine Freiheil und zum anderen der aktiven Hilfe des neuen Italiens und des .neuen Deutschland. »Leicht«, so führte der Minister weiter aus, »wurde es dem kroatischen Volk nicht gemncht. Voller Haß stürzten sich die ewigen Feinde der Kroaten auf den neuen Staat. Die englischen und bolschewistischen Machthaber schickten Mörder und Brandstifter in kroatisches Land. Der Führer und der Duce aber sandten ihre ruhmreichen Soldaten, die Pest zu vertreiben. Die Söldner Moskaus und Londons legten Feuer an die Ernten, verbrannten Nahrungsmittel und störten die Versorgung. Die Regierungen der beiden Achsengroßmächte aber halfen. Ist es da noch eine Frnge, wer der Freund und wer der Feind des kroati-echen Volkes ist?« Mit tiefer Dankbarkeit, so betonte der Minister weiter, gedenke das kroatische Volk am heutigen Tage der vielseitigen Hilfe, die ihm der Führer und der Duce in diesen zwei Jahren staatli-rher SelbsWndigkeit zuteil werden ließen. »Mit unerschütterlichem Glauben an die Lebenskraft des nnabhänglgen Staates Kroatien und voller Zuversicht In den Sieg der Dreierpaktmachte«, so schloß der Minister seine Rede, »tritt das kroatische Volk in das dritte Jahr •eines stdatlichen Eigenlebens.« Fuhrerhauplqucirtier, 11. April Der Führer und der Duce hatten vom 7. bis 10. April d. J. eine Zusammenkunft. Der Duce war begleitet von dem Chef des italienischen Generalstabes, Armeegeneral Amhrosio, dem Staatssekretär für auswärtige Angelegenhelten, Bastianini, sowie von Beamten des italienischen Aultenministeriums und Offizieren des Italienischen Oberkommandos. Mit dem Führer waren zu der Zusammenkunft erschienen: der Reichsmarschall Hermann Göring, der Reichsauften-minlster von Ribbentrop, der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalicldmarschall Keiivl, der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Grofladmiral Dönitz und der Chef des Generalstabes des Heeres, General Zeitzier. Der deutsche Botschafter in Rom von Mackensen und der Italienische Botschafter in Berlin Dino Allierl nahmen gleichialls an der Zusammenkunft teil. In den umfassenden Besprechungen wurden sowohl die allgemeine politische Lage als auch alle Fragen der gemeinsamen Kriegführung behandelt, über die auf allen Gebieten zu treffenden Maßnahmen wurde völlige Übereinstimmung erzielt Der Führer und der Duce gaben ihier und Ihrer Völker harten Entschlossenheit erneut Ausdruck, den Krieg durch den totalen Einsatz aller Kräfte bis zum endgültigen Sieg und bis zur völligen Beseitigung jeder zukünftigen Gefahr, die dem europäisch-afrikanischen Raum von Westen und Osten droht, zu iühren. Die gemeinsamen Ziele, die die Achsenmächte zur Verteidigung der europäischiMi Zivilisation und für die Rechte der Nationen auf freie Entwicklung und Zusammenarbeit verfolgen, wurden aufs neue bekräftigt. Der Sieg der im iJrei-erpakt verbündeten Nationen soll Europa einen Frieden sichern, der die ZusammenArbeit aller Völker auf der Grundlage Ihrer gemeinsamen Interessen gewährleistet und eine gerechte Verteilung der wirtschaftlichen Güter der Well herbeiführt. Die Besprechungen zwischen dem Führer und dein Duce und die Unterredungen ihrer Milarbeller verliefen Im Geiste großer Herzlichkeit. In weiten politischen Kreisen richtet man das Augenmerk auf die intensive politische Aktivität der Achse, die zu Beginn des Frühjahrs 1943 durch eine Reihe wichtiger Begegnungen in Deutschland und Italien gekennzeichnet wurde und die beweist, daß sich die Achsenführung der politischen Strategie ebenso tatkräftig wie der militärischen bedient. Das der Achse traditionelle Mittel dieser politischen Aktivität ist auch diesmal der persönliche direkte Meinungsaustausch, während bis vor kurzem auf Seiten unserer Gegner die diplomatischen Kanäle gewählt wurden, bis man auf der Feindseite schließlich erkannte, daß die politischen Methoden der Achse in Gestalt der direkten persönlichen Neue Niederlage der Briten Die liampicrprobtcn japanischen Soldaten weiter im Vorgehen »Bald wird der Mosun die Kampfhandlungen unmöjilich machcn« beendet der Londoner Nachrichtendienst sein gewundenes Geständnis. Tokio, 11. April Die völlifjc Vernichtunii der seit Ende März unweit der Mayurnündung auf en-jjcm Gebiet zusammengedrängten britisch-indischen Truppen melden Berichte des Kaiserlichen Hauptquartiers am Samstag-mittaiJ. Der Kommandant der 6. britisch-indischen Brifjade, General Cawendish, crt^ab sich mit dem Rest seiner Truppen. * Die neue NiedcrlajJe, die die Japaner den Briten an der burmesisch-indischen Grenze zuj{efüöt haben, läßt sich auch in England nicht länger verheimlichen. So bequemt sich der Londoner Nachrichtendienst zu dem Geständnis: »Die Kampfhandlungen in Burma verlaufen nicht allzu günstig, Es hat einen bis zwei Rückschläge mit den damit verbundenen Verlusten gegeben. Dann ergeht er sich in eingehenden Schilderungen der besonderen Schwierigkeiten des Geländes, die dii britischen Truppen wochenlang gezwungen hätten, Urwald zu bewältigen, ohne zu bedenken, daß das Gelände für den Gegner mindestens genau so schwierig war und daß mit dieser Schilderung den japanischen Truppen ein besonderes Lob ausgesprochen wird, denn sie waren cs, die in dem Gelände, das den Engländern zur Verteidigung zu schwierig war, Erfolge errangen. Mit dem Sloßfeuer: Reichsleiter Rosenberg in Luxemburg Auf einer Großkundgebung, die am Sonntag In Luxemburg stattfand, sprach Relchsleiter Alfred Rosenberg über den Reichsgedanken und über die Aufgaben der Bewegung. Kontakte wirksamer und fruchtbringender sind, um sie sodann, allerdings mit geringem Erfolg, in Casablanca und neuerdings In Washington zu kopieren. Erölfnel wurde die intensive neue Phase der politischen Aktivität durch die Begegnung Reichsaußenministers von Ribbentrop vom 24. bis 28. Februar mit dem Duce, die die Aussprache über alle europäischen Probleme und die Kriegführung ergab mit der Feststellung, daß Deutschland und liolien eins sind in dem Entschluß der Kriegführung bis zur Vernichtung der feindlichen Streitkräfte und der Errichtung einer sicheren und gerechten Ordnung in Europa im Sinne der Zusammenarbeit der Völker unseres Kontinents. Dieser Begegnung folgte in diesen Tagen der Besuch des Königs Boris von Bulgarien beim Führer, während in Rom die Aussprache zwischen dem Duce und dem ungarischen Regierungschef stattfand. Die Reihe der Begegnungen erhielt die Krönung mit der von Mittwoch bis Samstag dauernden Aussprache Führer— Duce, in der die restlose Übereinstimmung über die kommenden gemeinsamen Aufgaben erzielt wurde, fn aller Klarheit wurden b^l diesem historischen Treffen zwei Grundsätze erneut aufgestellt: Kompromißloser Kampf bis zum totalen Sieg und Vernichtung unserer Gegner, deren Kriegsziel ^]nsere Vernichtung ist. Erneut wurde im Hinblick auf diese Zieiset/unq die Nolwendicjkeil dei Mobilisierung ailet KfciHe tur den Endsieg herdUbgestPlIt. Der Erreichung dieses Zieles sind wir uns (jewill und in dieser unerschütterlichen Siegeszuversicht werden Deutsc hluiid und Itaiien aul allen Gebieten des Lebens ihre Kraftre-serven einsetzen. Nicht ein phrasenhaftes Prugramtn, nirhi eine erlogene At-IcUitik-C harl.i geben übet unsci Wollen Aufschluß, sondern klare Prin:r'p:en füi deren Verwirklirhunq der Fuhrer und der Duce beste Bürgen sind Entgegen der Klarheit und Zustiinnien-arbeit, welche die Besprechung Fiihrer— Ducu beherrschte, sei nur auf die Verworrenheit und Gegensätzlichkeit der Inleressen auf der Feindseite verwiesen, wolür als kleines, aber aufschlußreiches Beispiel nur der Fall de Gaulle-G'raud genannt zu werden braucht, der nach wie vor ungelöst ist, obwohl er nur ein kleiner Ausdruck der starken Meinungsverschiedenheit ist, die hinter den Kulissen der sogenannten Vereinigten Nationen herrscht. Im Hinblick auf diese Klarheit und volle Übereinstimmung in allen Fragen, die bei dieser viertägigen Besprechung zum Ausdruck kam, soll betont werden: Nicht die Herren Churchill und Roosevelt nnd 'ihre Trabanten sondern wir sind die Revolutionäre unseres Jahrhunderts! Durchbruchsversuche bei Tunis vereitelt — Zwei britische Kanonenboote schwer beschädigt Im Osten keine besonderen Kampfhandlungen führte und durch starke Fliegerverbände unterstützte feindliche Durchbruchsangriffe abgeschlagen. Dem Feind wurden zum Teil im Gegenstofi schwere Verluste zugefügt und 60 Panzer abgeschossen. Führerhauptquartier, 11. April Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront verlief der Tag bis auf erfolgreiche Säuberungskämpfe im Raum nordwestlich Isjum ruhig. Die Luftwaffe griff in verschiedenen Abschnitten mit starken Kräften sowjetische Stellungen an und bekämpfte den feindlichen Nachschub sowie Industrieziele im rückwärtigen Gebiet des Feindes. In schweren wechselvollen Kämpfen wurden südwestlich Tunis und westlich Kairouan mit überlegenen Kräften ge- KrieiJibfrichti I Noch ist es nicht Frühllna an der Für eine »Zigarettenlänge« haben diese Fla-Schützen v^r Ihrem Fahrzeug ein If kleines Feuer entfacht, um sich zu wärmen Im Südabs^hnltt gelang es unseren Truppen, sich vom Feinde zu lösen und ihre Bewegungen In neue Stellungen planmäßig fortzusetzen. Feindliche Flugzeuge warfen In der vergangenen Nacht in Südwest- und Nordostdeutschland planlos Spreng- und Brandbomben, vorwiegend auf offene Landgemeinden. Bei diesen Angriffen und bei fagesvorstößen schwacher britischer Fliegerkräfte In den Küstenraum dei besetzten Westgebiete verlor der Feind 13 Flugzeuge Im Kanal kam es in den frühen Morgenstunden des 10. April zu einem kurzen Gefecht zwischen deutschen Vorpostenbooten und drei britischen Kanonenbooten, von denen zwei schwer beschädigt wurden. Die deutschen Schiffe hatten weder Schäden noch Verluste. Deutsche Luftwaffe weiter erfolgreich Berlin, II April In der Nacht zum 11, April griffen deutsche Kampfflugzeuge bei günstigen Wetterverhältnissen einen südlich des Ladoga-Sc« gelegenen sowjetischen Flugplatz im Tiefflug an, Anlagen, Unterkünfte und abgestellte Flugzeuge erhielten dabei schwere Bombentreffer. In den Tagesstunden des 10. April richteten sich Angriffe unserer Kampfflugzeuge mit gutem Erfolg gegen Truppen- und Panzer-nnsammlungen des Feindes südlich des Ilmen-Sees. Die Bolschewisten erlitten dabei hohe Verluste und starke Ausfälle an Kriegsmaterial. Die Bahnhöfe Kowda und Kaschnaja Guba an der Murmanbahn westlich der Kandalak«cha-Bucht waren am 10. April das Antjriffsziel deutscher Slurzjf..Tmpf-(lut^zcuge. In den Bahnhöfen haltende Transportzüge wurden schwer getroffen, ein mit Kriegsmaterial beladener, zur Front fahrender Güterzug schwer beschädigt. Deutsche Sturzkampf- und Zerstörer-flugzeuge bekämpften am 10. April an den tunesischen Fronten Fahrzeug- und Kraft fahrzeugansammlungen, Flakstellun-gen und'Zeltlager. Der Feind erlitt hierbei empfindliche Verluste. Durch Angriffe schneller Kampfflugzeuge und Schlachtflieger wurden fünf Panzer vernichtet, große Brände in Materialdepots entfacht und eine Anzahl Kraftfahrzeuge zerstört. In Luftkämpfen schössen unsere Jäger zwei Spitfircs ab. Der italienische Wehrmachtbericht Rom, 11. April Der italienische Wehrmachtbericht gibt bekannt: Im tunesischen Kampfgebiet geht das Verteidigungsmanöver der Achsentruppen geordnet weiter. Im Zentralabschnitt wurde ein starker Angriff feindlicher Panzerkräfte mit kräftiger Unterstützung der Luftwaffe zurückgewiesen. Der Feind verlor 60 Panzer. Unsere Bomber griffen feindliche Nachschubbasen und Häfen wirkungsvoll an. Vier Flugzeuge wurden von italienischen und deutschen Jägern abgeschossen, zwei weitere wurden über dem Mittelmeer von unseren Flugzeugen abgeschossen, die zum Schutz von Luftgeleitzügen eingesetzt waren. Neapel, Caglierl und La Maddalena wurden von englisch-nordamerikanischen Luftverbänden angegriffen. In Neapel stürzten einige Gebäude zum Tel! ein. Unter der Bevölkerung sind vier Tote und 34 Verwundete tu beklagen. Drei viermotorige Bomber stürzten, von Jägern getroffen, ins Meer, während ein vierter von der Flak vernichtet wurde In den anderen Orten konntp die Zahl der Opfer noch nicht festgestelK werden. V ersenkungsbilanz Von Erich Glodschey Die Londoner »Times« mußte dieser Tage gestehen, daß die Seekriegs- und Schillahrtslage tut England und seine Verbündeten im April 1943 weitaus schlechter ist als im gleichen Monat des Jahres lülB, das die englische Agitation bei Jahresbeginn gein zu Vergleichen herangezogen hat. Inzwischen hat sich an der üstlront erwiesen, daß die feindlichen Holtnungen auf die bolschewistische Winterolfensive durch die deutsche Wehrmacht zum Scheitern gebracht wurden. Auf See aber wurde die Ernennung des Großadmirals Dönitz zum Oberbefehlshaber der Kriegsmarine ein Schrecken lür unsere Feinde, die seit-I dem nicht aulhören, voller Sorge von ! der »Dönitz-Oifensive« der deutschen j Unterseeboote zu sprechen. Außerdem 1 müssen England und die USA noch mit den starken Seemächten Japan und Ita-lien rechnen die an Deutschlands Seite kämpfen Sie binden nicht nur einen großen Teil der feindlichen Seestreit-kralle, sondern versenken ebenfalls viel I Handelsschillsraum Wenn die Englän-' der letzt auf einmal nichts mehr von : dem Vergleich mit 19)0 wissen wollen, I dann können wir ihnen zur Ergänzung I des »Times -Geständnisses mit einigen ' Zahlen ihrem Gedächtnis ein wenig ! ncichhellen. I Wie vorn Oberkommando der Wehr-macht niitgeteilt worden ist, haben di« deutsche Kriegsmarine und Luftwalte ' einschließlich der bisherigen April-Er-lolge bereits über 25,8 Millionen brt an feindlichem Handelsschillsraum versenkt. Dazu kommen 2,7 Millionen brt, die von japanischen See- und Luftstreitkräften vernichtet oder erbeutet, und weitere 2,2 Millionen brt, die von italienischen Kriegsschilfen und Flugzeugen auf den Meeresgrund gescliicki worden sind. Also haben die Dreierpacktmächte zusammen schon 31),7 Millionen brt an Feindtonnage versenkt, eine 'gewaltige Seekrieqsleistunq, an der die deutschen Unterseeboote mil 17,1 Millionen brt in erster Linie beteiligt sind. Wie wirkt sich dieser Aderlaß an der Feindtonnage nun aus? Großbritannien und die Vereinigten Staaten haben Im Jahr 1939 zusammen 30,5 Millionen brt an Handelsschiffen besessen, von denen 21,2 Millionen brt Im britischen Empire beheimatet waren. Dazu kamen 113 Millionen brt, die von England durch den nackten Raub 'verbündeter Handelsschiffe und durch Beschlagnahme und »Zwangsmiete« neutralen Schiffsraums im Jahre 1940 «gewonnen« worden sind. England hat ja immer den Grundsatz gehabt, möglichst andere für sich bluten zu lassen. Also betrug der Schiffsraum, der England und den USA überhaupt dienstbar gewesen ist, insgesamt 42 Mil> Honen brt. Inzwischen haben unsere Feinde natürlich nach Kräften neuen Schiffsraum gebaut Man kann aber kaum damit rechnen, daß auf englischen und amerikanischen Werften mehr als zehn Millionen brt seit Kriegsausbruch fertiggestellt worden sind; es handelt sich da meist um langsame und wenig wertvolle Einheits- und Notfrachter. Aber wir wollen dieser vorsichtigen Schätzung noch zugunsten unserer Feinde weitere 20 v. H. hinzurechnen, um ganz sicher zu gehen. Rechnen wir also großzügig mit sogar 12 Millionen brt an Neubauten. Dies würde rein rechnerisch bedeuten, daß unseren Gegnern insgesamt höchstens 54 Millionen brt an Schiffsraum auf der einen Seite der Bilanz zur Verfügung standen, während sie auf der anderen Seite bereits 30,7 Millionen brt als Totalverlust buchen müssen. Zu den Totalverlusten konunen abet noch die ständig auf den Werften liegenden beschädigten Handelsschiffe. Allein im letzten Monat wurden 57 feindliche Frachter und Tanker durch deutsche Unterseeboote und Flugzeuge schwer beschädigt, also in vier Wochen über 400 000 brt an Schiffsraum. Nach den eigenen feindlichen Geständnissen muß man damit rechnen, dafl ständig 2 bis 2,5 Millionen brt auf den feindlichen Werften liegen und nicht Im Verkehr eingesetzt werden können. Dies würde bedeuten, daß unsere Feinde zusammen nur noch rund 2t Millionen brt an fahrbereitem Schiffsraum besHzen, nicht einmal soviel wie England im Frieden allein qehabt hat. Vor 25 Jahren aber verfügten England und die USA In ihrer schlechtesten Zeit noch übÄr 32,8 Millionen brt Schiffsraum. Belm Vergleich mit den Jetzigen 21 Millionen brt ergibt sich ohne weiteres, wart^ das eiigliftche fte^fierungsorgan »Times« ^ SdU 2 » Nr. 102 * MonUg, 12. April MARBURGER ZEITUNG ■0 beimmhlgt gchralbt, Englands Ton-OMlage Mi vl«I •cblimmer als 1917/18. Dabei sagen dla Zahlen der Versen-kungen und Beicbidigungen noch nicht einmal alles. In Wirklichkeit wird der feindliche Seeverkehr noch durch wei-t«re Kriegsfolgan beeinträchtigt. Durch den Fortfall der Lieferungen aus Europa und die Sperrung des Mittelmeeres muß beispielsweise die englische Schiffahrt weite Umwege machen, die Schiffsraum kosten. Ahnlich geht es den Amerikanern durch den Verlust der Rohstoff-quellan Ostasiens. Dazu kommen die gewallten Nachschubbedürfnisse der feindlichen Armeen in Nordafrika, Vorderasien, Indien, Australien und die Lieferungen für die Sowjetunion. Das überall notwendig gewordene Geleitzugsystem hat außerdem den Ausnutzungsgrad des vorhandenen Schiffsraumes wegen der Zeitverluste stark verringert. Man kann sich also vorstellen, in wie hohem MaBe nicht nur die erheblich ein-geschrAnkte Versorgung Englands, sondern die ganze militärische Bewegungsfreiheit der Briten und Amerikaner durch die Fessel des Unterseebootkrieges st&ndig beeinträchtigt ist. In den Jahren 1917/18 ist England eingestandenermaßen nur gerade noch am Abgrund vorbeigekommen, weil die damalige politische Führung des Deutschen Reiches den Erfolg nicht erkannte und ausnutzte. Heute aber wird unter Adolf Hitlers Führung nichts versäumt, sondern der Kampf wird unbeugsam fortgeführt. Dies weiß die englische Regierung. Sie weis auch, daß die Hoffnungen, auf die USA-Werften trotz aller Anstrengungen ▼ergebllch sein werden. Die schwerwiegenden Tatsachen über die Schiffsverluste sucht Churchill daher dem englischen Volke zu verschweigen. Aber die deutschen Zahlen sprechen eine so klare Sprache, daß sich in England die Kritik an der Schiffahrtslage selbst durch die Zensur Churchills nicht mehr unterdrücken Ifißt. Admirale und Politiker in London stoßen immer wieder den Notruf aus, es müsse endlich etwas Durchgreifendes gegen die »Dönitz-Of-fensive« getan'werden. Auch der USA-Marineminister Knoz, der früher ^o ruhmredig war, warnte jetzt ausdrücklich vor Selbsttäuschung. Er bezeichnete die Schiffahrtslage der USA und Englands als »sehr ernst«. Jede englisch-amerikanische militärische Aktion aber, wie sie Ja aus Moskau dauernd verlangt wird, muB unseren Feinden zur See neue Schwierigkeiten bringen. Die furchtbaren Verluste feindlichen Schiffsraums gehen unerbittlich welter. Die bisher gerissene riesige Lücke läßt sich auch durch gesteigerte Leistungen der feind-Uchen Werften niemals wieder schlie-Ben. In Bereitschaft sein ist alles! Unvergessen wird die innere Haltung der Bevölkerung der Inftgclährdeten Gebiete blelbta Essen. 11. Anril Im Rahmen eines Besuches der durch den britischen Bombenterror besonders heimgesuchten Stadt Essen, berief Reichsminister Dr. Goebbels am Freitag eine Arbeitstagung in die Ruhrmetro-pole ein, an der namhafte Vertreter aller an den Fragen des Luftkrieges interessierten Stellen teilnahmen. Im Ver laufe einer Sitzung, in der alle diese Fragen einer Klärung und Lösung zugeführt wurden, ergriffen nach grundsätzlichen Ausführungen von Reichsmin'-ster Dr. Goebbels in einzelnen Fachreferaten narlltinandor das Wort die Gauleiter Groh6 und Florian, die Stellvertretenden Gaultiter Schießmann und Albert Hoffmann, Generallfeldmarschall Milch und Reichsorqanisationsleiter Dr Ley. Am Nachmittag sprach Relrhsminlster Dr. Goebbels auf einem Appell der Parteiführerschaff des Gaues Essen. Auch hier bildete der Luftkrieg den Kern sei ner Ausführungen, in deren Verlauf ar unter anderem sagte, daß uns allen das Herz blute, wenn wir vernähmen, daP in den Luükriegsgebieten Heimstätten. Kulturzentren und wertvolle Kunstdenk mäler, die in der ganzen Welt berühmt seien, unter dem Terror britischer Born ber verlorengingen. Aber noch wich tiger sei es, daß das deutsche Volk dip von unseren Feinden aufgeworfene Frage beantworte, ob es in dieser Zeil die innere moralische Haltung auf bringe, solche Schläge im Interesse des Gesamtkriegsqeschehens und zur Erringung des endgültigen und totalen Sie ges hinzunehmen. Selbstverständlich bedeute der Luftkrieg für das deutschr Volk nicht nur eine materielle, sondern auch eine psychologische Belastung, An seine Eindrücke in Essen anknüpfend erklärte Dr. Goebbels, daß die moralische Haltung der Bevölkerung jedes Lobes wert sei. Was er hier in der Ruhr-metropole erleben konnte, habe ihn auf das tiefste bewegt. An der Inneren Standfestigkeit und moralischen Charakterstärke dieser Stadt und dieses Gebietes sei überhaupt kein Zweifel erlaubt. Unvergessen wird die innere Haltung bleiben, die die Bevölkerung diesen Prüfungen entgegensetze. Die Engländer seien in keiner Weise materiell, sondern nur vorübergohenH psychologisch in einer besseren Situation als wir. Sie könnten uns sclbstver ständlich durch den Luftkrieg beachtlichen, aber nicht kriegsentscheidenden Schaden zufügen. Unser U-Root-Kripg jedoch halte sie an der Kehle. Hier könnten sie tödlich getroffen werden Er schlage die Engländer schwerer als uns der Luftkrieg trotz aller durch ihn angerichteten Schäden an Gut und Blut tieften könne. Zur gegenwärtigen Lage übergehend-führte Dr. Goebbels aus, daß die Probleme, um die es sich bei Beginn dieses Krieges ursprünglich gehandelt hab« nämlich um die Frage, daß die deutsche Stadt Danzig wieder in den Varband des Reiches zurückkehre und ein Korri dor durch den sogenannten polnischen Korridor gelegt werde, zwergenhaftwin zig erscheinen gegenüber den Probismen, die der überkontinentale Krieg mittlerweile aufgeworfen habe. Niemand von uns habe im September 1939 auch nur in seinen kühnsten Träumen zu hoffen gewagt, daß es unserer heldenhaften Wehrmacht jemals möglich sein würde, die deutschen Verteidi' gunsglinien so weit in den feindlichen Raum vorzutreiben, wie das in der Tat geschehen sei. Damit hielten wir eine einmalige Chance in unserer Hand. Wir hätten deshalb als Volk die geschieht liehe Pflicht, die Leiden, die uns dies« Zeit auch neben den großen Aufgaben Stellungen beschere, im Lichte einer größeren deutschen Zukunft zu sehen. Di» nationalsozialistische Bewegung habe sich ja immer auf das rühmlichste d« durch hervorgetan, daß sie nicht nur die Gegenwart aus der Vergangenheit folgere, sondern auch die Zukunft aus der Gegenwart heraus bestimme. Damit sei es ihr in einem gigantischen Erziehung^ prozeß gelungen, das deutsche Volk zu einer politischen Nation zu machen Nur aus solcher inneren Einstellung her aus besitze es die Kraft, dem Befehl des Führers gehorchend den Auftrag, den die Geschichte ihm stelle, zu erfüllen. Wann die große Stunde des Sieges kommen werde, das vermöge im Augengenblick niemand zu sagen. Man müsse sich nur darauf vorbereiten. Heute wie morgen und für die fernere Zukunft gelte deshalb für die ganze deutsche Nation mehr denn je das Wort: In Bereitschaft sein ist allesl Soziale Gerechtigkeit Köln, 11. April Im historischen Gürzenichsaal sprach Reichsleiter Rosenberg am Samstag auf einer Großkundgebung der NSDAP in Köln. Nach Begrüßun^worten durch Gauleiter Groh^ führte Reichsleiter Ro* senberg aus; Weit über tausend Jahre hatten die Deutschen ihre Dörfer und Städte gebaut und immer ein lebendiget Gefühl für Kultur, Heimat und Landschaft besessen. Heute, da so vieles durch anglo-amerikanische Mordbrenner verwüstet sei und vieles bedroht erscheine, sei diese Liebe noch lebendiger als früher. Wenn man sich frage, ob dieser Zusammenstoß notwendig gewesen sei, dann kann man ihn nur begreifen als die Fortsetzung der großen Auseinandersetzung, die schon 1914, wenn auch nicht allen bewußt, ihren weltpolitischen Anfang genommen hat. Wenn wir von einem totalen Krieg sprechen, so besteht inmitten dieser Totalität ein Problem, um das nunmehr Millionen Menschen nahezu auf der ganzen Erde kämpfen: soziale Gerechtigkeit. Dies ist ein Ruf, der steigend durch das ganze 19. Jahrhundert ging und bei Zusammenballung der demokratisch-marxistischen Systeme immer weiter durch die Länder drang. Der technisch-sozialen Revolution des 19, Jahrhunderts standen die damaligen Weiter erfolgreich im Kubangebiet Berlin, 11. April iBi Kuban-Brückenkopf verhinderte das anhaltende schlechte Wetter auch weiterhin größere Kampfhandlungen. Die aus dem Vorgebirge des Kaukasus kommenden kleinen Nebenflüsse des Kuban führen Hochwasser und haben sich stellenweise auf hundert Meter und mehr verbreitet Die hohen Verluste am ersten Angriffstage hatten die Kampfmoral der Bolschewisten zwar erschüttert, doch wurden sie mit umso brutaleren Mitteln von den Politruks immer wieder vorgetrieben. Deutsche und rumänische Truppen wehrten mehrfach heftigste Angiiffe von Verbänden in Stärke von ein bis zwei Regimentern an. Vielfach standen die Stellungen unserer Soldaten nnter Wasser, so daß auch die geringere Gefechtstätigkeit hohe Anforderungen an ihre Widerstandskraft und ihren Kampfgeist stellte. Sie ließen sich jedoch weder durch die Unbilden des Wetters noch durch das kaum aussetzende Feuer der feindlichen Artillerie beirren und bereiteten den Bolschewisten überall eine blutige Abfuhr. Fast jeder Kampftag bringt neue Beispiele der Tapferkeit und des entschlossenen Einsatzes unserer Soldaten. So erhielt eine Kompanie den Auftrag, mit Unterstützung von zwei Sturmgeschützen einem wichtigen Stützpunkt zu Hilfe zu eilen, der von starken feindlichen Kräften und mehreren Panzern angegriffen wurde. In kühnem und geschicktem Vorgehen gelang es auch ohne wesentliche Verluste, die bedrohte Stellung zu entsetzen und große Ziele des Angreifers zu vernichten. Der Feind gab sich jedoch nicht zufrieden und versuchte nun, den Stützpunkt von anderer Seite her zu umfassen. Auf eigene Verantwortung entschloß sich der Kompanleführer zur vorübergehenden Räumung des Stützpunktes, warf dann aber die weit überlegenen Bolschewisten Tinter hohen Verlusten erneut hinaus. Kaum hatte die Kompanie mit den beiden Sturmgeschützen die Stellung wieder be-sogen, setzten die Sowjets mit zwei bis drei aus der Reserve herangeführten Bataillonen zu neuem Angriff an, der aber auch diesmal an der tapferen Gegen- Vorbildliche Haltung unserer Soldate^ gegen mehrfache Übermacht gestrigen Tages einen Störangriff auf westdeutsches Gebiet durchgeführt hatten, griffen britische Bomber in der Nacht erneut den Westen des Reiches 5^ ZtichnanS von Erik — äcbarl Die beendete Wlnterschlacht »Mit Europa war'i also nichtil Nitschewa — erobern wir Englan^l« wehr der Grenadiere scheiterte, über mehrere hundert Meter verfolgten unsere Soldaten den zurückweichenden Feind. Mehr als fünfhundert tote Bolschewisten wurden rings um den Stützpunkt gezählt und über einhundert Gefangene sowie zahlreiche schwere und leichte Infanteriewaffen blieben in unserer Hand. Wie sich dann später erwies, hatte die Kompanie den Angriff der Masse von drei Regimentern abgewehrt und diese durch drei eigene Gegenangriffe weitgehend zerschlagen. An der Nordflanke des Brückenkopfes fühlte der Feind nur zaghaft vor. Erkundungsvorstöße wurden zum Teil schon in der Entwicklung vereitelt. Ein eigener Spähtrupp, der eine 40 Mann starke Gruppe der Bolschewisten im Anschleichen gegen unsere Stellung bemerkte, arbeitete sich, bis zur Brust im Wasser watend, an sie heran, vernichtete die meisten der völlig überraschten Sowjets und brachte 13 Gefangene und eine Menge Waffen als Beute zurück. Stutzpunkt nach hartnäckigem Kampf genommen Zur Verbesserung unserer Stellungen nordwestlich Isjum traten Grenadiere einer Infanteriedivision am Samstag zu umfaßendem Angriff gegen eine Ortschaft an, die von den Bolschewisten zu einem starken Stützpunkt ausgebaut worden war, von wo aus sie immer wie der die Front beunruhigten. Es entspan nen sich nach Uberwinden zahlreicher Minensperren und ausgedejinter Draht hindernisse hartnäckige Kämpfe mit den sich zähe verteidigenden Sowjets. Vom Nordufer des Donez aus versuchte der Feind dutch das Feuer mehrerer Salvengeschütze und aus dort eingebauten Panzern den Angriff zum Scheitern zu bringen. Während die Grenadiere den Ostteil schnell besetzen konnten, mußte im Westfeil der Ortschaft um jedes Haus erbittert gerungen werden. Die tapfer vorgehenden Grenadiere zerbrachen jedoch den Widerstand des Feindes und schlössen das TInternehmen erfolgreich ah. Ruhiger Tag an der Ostfront Führerhauplquartier, 10. April Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront fanden gestern keine Kampfhandlungen von Bedeutung statt. An der tunesischen Front hält die schwere Abwehrschlacht gegen den mit immer neuen Kräften angreifenden Feind an. Zahlreiche Angriffe wurden von unseren unerschütterlich kämpfenden Truppen abgewiesen, mehrere Einbrüche abgeriegelt. An der Südfront gehen die planmäßigen Ausweichbewegungen weiter. Deutsch-italienische Kampfgruppen stellten sich immer wieder zum Kampf und wichen erst nach harten und erbitterten Gefechten dem Druck des weit überlegenen Feindes. Die Luftwaffe unterstützte in unermüdlichem Einsatz die schwer kämpfenden Verbände des Heeres. Nachdem einzelne feindliche Flugzeuge in den späten Abe»ditunden dea an. In mehreren Orten entstanden Verluste unter der Bevölkerung und Gebäudeschäden. Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden mindestens acht mehrmotorige Bomber abgeschossen. Vor der norwegischen Küste griffen sechs feindliche Torpedoflugzeuge einen deutschen Geleitzug ohne Erfolg an. Sicherungsfahrzeuge schössen zwei der angreifenden Flugzeuge ab. .Schnelle deutsche Kampfflugzeuge erzielten gestern bei einem Tiefangriff erhebliche Zerstörungen in einer südenglischen Stadt. dynastischen oder demokratischen Staaten hilflos gegenüber. Inmitten dieser gärenden Welt kämpften sich nunmehr Großunternehmer, Industriekapitine em- Cor, riesige Bankkonxcme als Vermittler ildeten sich in aller Welt und ein leidenschaftliches Suchen nach der Lösung dieses sozialen Problems ging durch die Welt. Schwärmer und Theoretiker ver-k,ündeten ideale Menschheitslösungen, eine robuste Arbeiterbewegung revoltierte gegen ein als ungerecht empfundenes Schicksal. Der Klassenkampf von oben wurde mit dem Klassenkampf von unten beantwortet. Über die Staaten hinweg bildeten sich die internationalen Wirt-schaftskonzerne, zugleich aber auch die sogenannte Arbeiter-Internationale. Das Erwachen aber der nationalen und der sozialen Ehre, das ist die Weltrevo-lution bei allen wertvollen Völkern der Erde, in einer jeder Nation gemAOen Form. Und darum« geht dieser Krieg heute: Einst begonnen 1914 mit der militärischen Einkreisung, seit 1919 mit finanziellen Mitteln unter dauernder Erpressung und Bedrohung fortgeführt und 1939 erneut aufgenommen. Der Gedanke einer sozialen Gerechtigkeit, einmal als verzweifelter Schrei bei Millionen Unterdrückten aufgetreten, nahezu erwflrgt, irregeleitet und bespien durch Hunderte von Volksbetrügern, soll nunmehr end-gflltig abgedrosscit werden. »Es ist su viel geschont worden«, schrien die Juden, als der Nationalsocialismus immer stärker wurde, jetzt wollen sie mit ihren Knechten in Neuyork, Moskau und so weiter ihm den Todesstoß geben. Das ist es, was die Bomber der Feinde im Westen uns anzeigen wollen, die darauf ausgehen, deutsche Städte und die deutsche Zukunft zu vernichten. Gerade diese Erkenntnis aber wird uns die Kraft zum einmütigen Widerstand geben. Die Verwirklichung der sozialen Gerechtigkeit aber ist das Ziel, ist die Sendung des deutschen Raumes, für die Sicherung Deutschlands und ganz Europas an Nahrung und Rohstoffen, darum kämpft die deutsche Wehrmacht, und die nationalsozialistische Revolution sieht in diesem Kriege ihre höchste Bewährung und ihren Dienst für eine Sendung, wie sie entscheidender nicht gedacht werden kann. Platz den Juden 17 Hebräer als Sowjetgenerale Genf, 11. April Mit großer Befriedigung und einem deutlich drohenden Wink für die britische Regierung teilt die anglo-jüdische Zeitung »Jewish Chronicle« mit, daß wiederum sieben Juden zu Generalen der Sowjetarmee ernannt wurden, nachdem schon vor einiger Zeit die Ernennung von zehn anderen jüdischen Generalen bekanntgegeben worden war. Die sieben neuen Generale heißen: Ana-tolo Breide, Jakob Blnowitsch, Samuel Davidowitsch, Alexander Slavin, Isaak Klatskin, Michail Curewitsch und Jakob Kuritskis. Es ist bemerkenswert, daß diese Veröffentlichung in der gleichen Nummer des genannten Judenblattes erscheint. In der auch in drohendem und bösartigem Ton zu den vermehrten Anzeichen einer judenfeindlichen Stimmung in England Stellung genommen wird. Die Veröffentlichungen des »Jewish Chronicle« sind in mehrfacher Hinsicht aufschlußreich: sie bestätigen zunächst einmal die vollständige Verfilzung zwischen Judentum und Bolschewismus, die für uns I>eutsche ja nichts Neues Ist. Welches Übergewicht das Judentum im Sowjetstaatswesen hat, zeigt die Tatsache, daß in kurzer Zelt nicht weniger als 17 Hebräer Generale der Roten Armee geworden sind, in besonders drastischem Maße, denn der Soldatenberuf ist der Beruf, der den Juden am allerwenigsten liegt. Selbst die USA-Öffentlichkeit, die gewiß judenfromm ist, hat erheblichen Anstoß an der Absicht Roo-sevelts genommen, den berüchtigten Laguardia zum Generalmajor zu ernennen. In Moskau gehören jüdische Generale allerdings schon seit Lenins Tagen zu den landläufigen Erscheinungen, und schließlich war ja schon der erste bolschewistische kriegsminister, Trotzkl-Bronstein, ein Jude. Es ist anzunehmen, daß die 17 neuen Sterne der roten Generalität Politkommissare sind, unter denen das Judentum Ja von jeher vorherrschend war. Finnlands Kriegsziele Helsinki, 11. April über die finnischen Kriegsziele könne kein Zweifel herrschen, stellt »Haemeen Sanomag« in einem Leitartikel fest. Es müsse ein dauerhafter Friede für die kommenden Generationen geschaffen werden, der die Niederwerfung des Bolschewismus und die Finnland zukommende nationale Grenze voraussetze. Jeder denkende Mensch wisse, daß die Sowjetunion ihren Weltrevolutionstraum nicht aufgegeben habe. Kronprlni Umberto besuchte deutsches U-BooL Der italienische Kronprinz Umberto stattete, nach italienischen Zeitungsmeldungen, einem im Mittelmeer eingesetzten deutschen U-Boot in einem italienischen Hafen einen Besuch ab. Nach Besichtigung des U-Bootes trug er sich in das Bordbuch des Bootes ein. Matsenverglftung in einer schottischen Stadt. In der schottischen Stadt St. Andrews sind 117 Personen an Arsenvergiftung erkrankt, zwei sind bereits gestorben. Wie die Londoner Presse hierzu mitteilt, waren aus bisher noch ungeklärten Gründen größere Mengen Arsenik in zum Verkauf angebotene Wurst gelangt. Ein Sachverständiger der Proben, der die vergiftete Wurst analysierte, stellte fest, daß das Gift nicht zufällig mit verwurstet worden sein könne» dazu sei die von ihm festgestellte Arsenikmenge zu groß. Tödlicher Frühling über Tunesien Beiehi: Absetzen vom Feind — Eindrücke von der groBen Abwehrschlacht Tunesien, 8. April 1943 Im weißen Schloß der Division weht die kühle Luft hoher Stäbe. Der Regimentsadjutant, ein freundlicher Württemberger, kann sich schon etwas mehr mit einem abgeben. Auch «r hat in Tübingen studiert. Studentenerinnerungen werden ausgetauscht. Draußen vor dem Gutshof schreien die Tragtiere ohrenbetäubend. Auf den Stuten der Freitreppe sitzen müde Landser und warten auf ihren Abtransport. Ein Wagen kommt, der weiter nach vorn fährt und nimmt einen mit. Beim Bataillon Ist der Empfang geradezu herzlich. Eine im Rucksack sorgsam gehütete Flasche Rum wird dankbar entgegengenommen. Alkohol wärmt und tut wohl nach wochenlangem Aufenthalt in den nassen Wäldern. Bas letzte Quartier, ein kleines Bauernhäuschen, wurde einen Tag, nachdem man es aufgegeben hatte, durch Artlllerlevolltref-fer zerstört. Der Kommandeur, ein jun-der, frischer Hauptmann, hat dafür einen sechsten Sinn, wann es Zelt Ist, zu räumen. Im Augenblick herrscht Ruhe im Abschnitt. Die Männer schanzen und decken die Erdbunker mit dicken Elchenbalken und Eisenbahnschienen zu. Aber, irgend etwas liegt in der Luft. Ruhe vor dem Sturm. Ein Posten meldet seltsamen Feuerschein am Horizont. Welt hinter den Bergen sieht man Mündungsfeuer aufblitzen. Die Richtung, aus der das Feuer kommt, ist beunruhigend. Ist der Feind dort hinten gelandet, Ist er durchgebrochen? Die Beobachtung wird dem Regiment gemeldet. Im übrigen heißt es, abwarten. In der Nacht schießt der Tommy Trommelfeuer, stundenlang, ohne Pause. Die Unterkunft zittert und bebt, bleibt aber wie durch ein Wunder unversehrt. Der neue Tag, der trübe über den Korkelchen aufsteigt, bringt teilweise Ge-wlßhe-lt. Der Feind ist im Nachbarab-schnltt eingebrochen. Er hatte dort ge-gen^iine Kumpanie von uns ein ganzes Regiment Fallschirmjäger im Erdkampf eingesetzt. Die Lage wurde brenzlich. Der Hauptmann begibt sich in die vorderste Linie, zunj Granatwerferzeug, der auf einer Waldhöhe liegt. Die feindliche Artillerie beharkt uns gehörig. Riesige Elchen knicken zusammen wie Streichhölzer. Eine Meldung jagt die andere. Verwundete Kameraden und gefangene Engländer kommen angekeucht und werden nach rückwärts gewiesen. Leichtverwundete werden als Melder eingesetzt. Man braucht jeden Mann. In keinem Augenblick verliert der Hauptmann seine Ruhe und seinen Galgenhumor. Er setzt die Granatwerfer gegen die Fallschirmjäger ein. Das hilft. Wieder ein Melder: »Der Tommy geht stiften!« Die Gefahr ist gebannt. Aber anderswo klappt es anscheinend nicht. Befehl vom Regiment: Die Straße zur Küste ist zu sperren! — Aus Män-nen des Bataillonsstabes und erst heute früh eingetroffenem Ersatz wird ein Zug zusammengestellt, der diese Aufgabe übernimmt. Der Bataillonsgefechtsstand wird zur Verteidigung eingerichtet. Alle wertvollen Geräte werden nach hinten geschafft. Der junge Oberarzt, vom Sumpffle]}er geschwächt, hat alle Hände voll zu tun. Die Tragen gehen aus. Aus Zeltbahnen und Latten werden neue hergestellt. Ein Verwundeter stöhnt. Neben Ihm röchelt ein Engländer. Die letzten verfügbaren Wagen schaffen die Verwundeten nach hinten. In dieses Inferno hinein kommt ein Unteroffizier mit der Feldpost. Man hat jetzt wenig Zeit dafür. Aber der Bataillonskommandeur macht sein Päckchen auf Und was findet er darin? Einen Brief seiner Braut mit einem Gedicht-band von Morgenstern. Und das Unwahrscheinliche geschieht: Der Hauptmann schlägt das Bändchen auf und liest seinen erstaunten Männern Im Gedicht von Morgenstern vorl, Wieviel innere Ausgeglichenheit gehört dazu, in solch einer zum Zerreißen gespannten Situation ein Schalksgedict^t zum Vortrag zu bringen l Aber, schon kommt wieder ein Melder. Der Kommandeur liest den Befehl: Liest ihn nochmal, flucht und springt auf. Das Regiment befiehlt Absetzen vom Feind. Es geht zurück! Der Hauptmann trifft in Sekundenschnelle seine Anordnungen. Der Adjutant und die Nachrichtenmänner bekommen zu tun. In kaum einer halben Stunde ist alles marschbereit. Es kann losgehen. Noch brennt die Lampe auf dem Tisch. Mit symbolischer Geste haut sie der Kommandeur mit seinem Stock in Stücke. Die Flamme erlischt. Dunkel wird es um uns. In musterhafter Ordnung geht es hinaus in die Regennacht. Kilometer um Kilometer werden schwelgend zurückgelegt. Bis der Mond hinter Wolken zum Vorschein kommt und die fremdartige Landschaft mit seinem milden Glanz verklärt. Die neuen Stellungen sind erreicht. Araber kommen aus ihren Hütten und bringen sich in Sicherheit. Weithin tönend erschallt ihr Ruf, von Hütte zu Hütte, von Berg zu Berg. Die Nachbarn zu warnen. »Der Islam ist eine große Trommel«, hat einmal ein Orlentkenner gesagt. Man findet es hier bestätigt. Wir dagegen suchen vorläufigen Unterschlupf in einem regenfeuchten Zelt, auf Stroh und nassen Decken. Der Kommandeur geht Ins Gelände, die neue Stellung zu erkunden. Der Feind Ist noch weit. Nur vorsichtig tastet er sich heran. Er soll nur kommen. Hier wird er sich die Zähne ausbeißen. Hier werden viele sterben müssen In den ewffj grünen Wäldern, im ersten Schein der Frühlingssonne. Für manche wird es das Ende sein. Ein tödlicher Frühling. Krlegsbrlchter Claus Seibert, PK Dniok ■. VarUg Marbnrgcr V«rlagt> o. 0«B. ■. b. H. - V«rU|tUUuBS Egon Hauptachriftlcitiing Anlon Gcrichaik, Marburg a. d. Drau. Badgatbe 6 Z« Zell lOr Anieigeo dia PralilhtJ Nr. \ 1. Juli IMJ gallig. Auatall der BUllaa bai höherer Gewalt oder B>trlabi»tB^''t gil>( kaiitCD Afiytrueh auf Rücktwlunjl <>■* Baiugagaldaa, j Zv/ei J.tlirc (srj'sc' kW Verv/alicn,!!: 1' kk l'ntersteier W '■! ■ o l'-'i l'uinlc (lj' ( ti<* f'.'l Zi\l! -Ol-v illlW'l (l'C vrillslü.lfl.q l ^r>rl('.lunf| df's Rc hti-s (!t Sn^ifit vr'siihri'iin'') in flor Lln'cit-lcio'ni.ir' ciiil (Ic'i Siiinrl flcs Rpirl^f^s vroit' ii 'ii. Li wu is (l ihiii hisl H'"' kci II ;i itc I iinij ist luilz rifn iH, clit.' S<) / <)lv'o fMC )inriinf| in cihen V i'ibit lir.Miiny:. 7V rifjon btiSf hwcil. Dio jurjosliiwischci. Vo.ü.iiisiveih'ii wii.ilni cils Bciliii(js.-.ci Ich iiii des f)cä0nilcii ()rt»bdcii' s lifui I\ri(ii('s iinio(luMil)cii fioni.Khl, ßc s •üd'Mb tjioli sind dui Vt?il)osscuiiu)o in der K)uii)|)bi lidllsvorfiivliPiu.uj, O: Ii s /um ni. Dr.u mhcr ts)4' "on de I :nMii-hinij.v |f>iio liir So/iHlvfisiciic^im , ():nv<>lii l'Mi LcibtiMf]«-'" criri( lifti bereit'-dii"; SuniMT-; von mehr ids sicMinii Mii lionnii Roif'hsniark. I:in Miiiirer mit lim Kindel ii iint.M Iii JdJiroii, der im MtU. l'MI K'1 tcicdicli Ki iidth olifjcme lürsortjerticht, din ehpnfcill s-v/io im Reich qehfindh.tlit wird. Ar Stelle der I leiiucilqomrindn, die mi ili Oll iin/.i!lüiirjli( heil Millelii iiif Iii it S.ötide W'Lir, (.'ine so/lui qehelerip Fu' si>r^f> zu leisten, sind die le slimcfbl.! lüncn, zun ichst runli aus zenLiiiiuM Mil loln ((e.qieislen üeziikslü'soicicveiband dei Kieisp rjeticlen. Dos BcillLMiinwe sen und d f !• is(fi''iniini|sl)iidor z..Mr(> ( bt'i -i w.iiti losi tind ieiks-eii ihmIic gellender Mensc lK.'ii der jncioslti v. :si hi Zeit sind lUis den Slroßen cier iinlPitile: rischen St-'idle verschwunden. Verwahr ifjslo Kinder wuiden aul Pllen:"|)ljl/.ei iitil(^rri<'hrci( ht, iisizitdo nieinenle Ar liwilsrr/ichiinqslagern zuffPliihrt. Juopnd wnhlicihrlrp.'lcfie luu h deulsrlipni Rpr h^ wurde nulrjenommen und srhi'pßlich d IS hnrhcntwickellc di uls'jhe foniilipn unlei h.dtsrpc'hl mit seiner Oelreuuiu) der ;'ur Wehrn^aelit Cinbeuifenpii in vol-If.m Umfnnf]e cinfjefiihrl. Für anerkannte K'ripqsc.firhschndpn wird in einem licson-d'^r'^'i Verfahren aus Mitteln des ("hefs dr ' vilvprwfilliinri F''s"imlpr riesc li illen unfi die Sdi""(liii(l';lnrsorrjp HUSffcli-nit. Im .liihip 1942 wii'tlen in den nernlunrrsstellen fil-Ir.in des Landkreisps Miirluirg iihei lOOOO Sjunlinqsunfersurhunrien durch-npfühit. Din Siiuqlinrisslprlilifhkpit der Stdiit Mfiibii.-q, ft p in jii'|cislriwisr her /'nif über 12 v. II. hetruri, Scink 1112 iiiil 7,.S V.II, im Li-nulkteis Mruburq von ub(M ''1 V. H. auf f),K V. H. iJic Fällo schwerster I: irhitis wurden durch eine dusqe-deh'ilo Viqantnlpropliiltnxp erfolrjrpifh hekiimpft. l-rstmnliq wtiidp rlip knsten-losp fyiphthprie-Schul/.implunq vnn fast 7t) 000 2—HjdliriciPn Kindern durchiip-fiiHrt. In den Krankpnhiinsern wurden überall Verbe-ijcinnnen und Hrweilenm-(jen qc^srhoffen, so in M.iiburq, l'pit.iu, C Uli und Windluhqvo/. Die mit tüchti-qf n F.ichiir/Ipn rtiis der AltslPiormilt>nii'iuril 1!M3 njcli ulnor inühovollun Noubeworliinri von Über I/o 000 Cirundstücken aurt) das düutsctie (■rund .'ueireitil oingiilUtirl und diimil die An-«'^Icli, h'j an dut Rolilisabgubuniecbl voll'- .üd dp ni.'i' :)s- und tinle'-rich'SP' o'q - rtu . ^1 I l. Ml S I h 1; ;il;i | ii (|i' e,i l.. n le Ii" ' r' n S(h;'l .n i!i".d Si Ii e:;:;:rn in (' r d 'ds'l 'i Spi.;cji<' vt ■itiiiid \v ,'i ep.d IUI Ann! t'j'l nn?' ni'ht 1 V. 11 ('er S' hihl'iade denl*;f versl.ju) In riet i-l :■ lul de t eh bei (' r Deut ' h"n .hnji'nd ui )"i Liprnclik'i; . :i ci' s Slniri;, lun llci ■:iatbuiu'p^ i.mm, u'!'» I ■( tuen i..:fh ieii kiiid'^'irls'Uai!lif hr II unri (|e\v("!>l lien f'?. u ■ I nicn, de i'llriii^ de lorllit.hen l-iuiui "^I ftis ui''l >n\d Mit.o leitei iin den \Lu:,.k' ( I iii"n Im .1 'qi.rn' nd Volk iV.e \dn d"ii S; 1 ulen diii' h (eli'hrl II S i'ii'iduiUjiMi det I leilk i i^ilr; ainkiuuier, M.dsleflein, Alt.-;ln|[i> u. e n.l) ir^ "(Ii I c! 'er u'!( III der Lrnlehdh V f» ri Rcf^tcr II n^fpi äs idrnt Dt M u 11 e t • H o c c i ii s , j^O herfuhr er iit ihrem Arheit .nehiet .iidq' hfdi. Di? i den;! n I'i Si . Ii'i in d - i rp i'''veii lirMi'eii y •• 1 hl nie n i'h J(>h '.'it kanin ierlei /ii e-ki^rn'-n. Dei l■ern^!)le^ hvei-;lu, dei sii il im A|.i il I '1 hi e.'iem i'iii» he h-.fllnnn'i.-.!osen Zu-.; .n.l b-.-! r.ul, en i'.(l lu'ule voll-uil d"n .mi slePc'idcn \nl<)idc.iirif(< n. 1 cis'ni'.fi:-lfili cie Fe n hn ib,'i w urden i>inrjCb,uil l.n <|iofV ii ' qes N'el/. \ uii Au' )l>ussc-i f;orMl tii den llu' -.iie nc'i Verkehi. f>te \'ei k -lirf,-'i'liie Olli d'^n Strafien hfit diilV'iordent-if h 'ii'ientimnien. Die; Diiilsihe Rt'i'h i ■ diu li.il (-e .')()() kni I^isenb. hnÜnien in loi rMler>.leie'mai k Slu'k b.ii Stuek in f|(is I'isenbcdinnel/ des Ciirißdcnlsi hen ?(>irhes einf|i'liiqt iin<| so den sietiq 'iMfjend'Mi i'ersonen- und (ailei v o. kebi ^ilarilüs bewailiqen können. Alle so/iri-eil Finne illunqen der Deiilsc hen R?i( hs-'lahn wuidi'u auch ahn teil ba(l iq. /iisanunenlrisscnd iihei allen \ Crwal iMU|sina!iniilinien, die ^uh im Raunu-luswirken stcdit eiiie I an-iesnianiinq ;ind Uiiumotdnumi, die es in .hi-josla-wien iiH ht qal). Die I : lel. .fei't ridiei 'Ih '-c IM.mminfjs iilietleu tmi NikmiIuii ■.'iiiKiei k ri(M|swichl iqei SonderiiMlihah men. Als ZeirlHMi des fortsf hreilend-n ,A.il-b.iiips wurden mit dem 1. .Ap'il l't4" '.ehn (lerich'e errichtet, die in krii'■i'i''ie-naivem R.ihmr'n die liithei durc Ii ri( hier-Mrhe St.nd"rdienststellen beirente Zivil cclilt-rllrgp übernolimen Diesen ("e-iclilon 1 '•.ibsic htiqt clor Chr l de; Zivil \'erwiillue(; am zweiten .lafireslao de .andnnhrpi' airveik de t fiefs der ZiviK'erwalfiinq, aber aiu h in (len rie«-iqeri Sl-irit.-mprhcinisi"iis de> Gl oßdeidsf hen Reiches (jewcihit dem •f hüler V, uicn auili oliq. I^edeuti'nd und kl.u e'^ktmnbiir liir )e kai Hi.'suc h;n, dei d'c; I JnteryJeic^ niai 1 m A|)iil i'H! Still und sie heute wieib lipie'st, sind die keislinujen dei ii'mii /hen \'er\v(d.unq im Bau- und im Vei \ehrswesen, dpi Zuslaiid der StraJ^fm, so-,/eit sie st'i keren V.Tkchr zu tiaqct 'uilten v.iir sehi schlecht und bedeutel. •ine uniiiitt( !'«a'e Celährd'inq des Kralt '■ <'f|eiipaiks. S.iiiHiehe Stialien winden Iure h f^esi h')iUMii''q ond W.d/.uiiq, Ver-ireiti'iuiiq von Fn';slellen und Aush.m !er Kurven iu.,l.Mid(jeüet,.t, die v. ic liliqtn. ^tränen,iinr» qeicqelt und mil staub-'Cien Dieken ve'seheii. Wahrend im \l)hl IfMI nni 24 km Sti.ilien (|epllci .'Oll nd( I ni'l Asphalt be'rril v/aren urd'Mi in d: i I laupl!-'.t'he beieits Il»4' 'Rl km ieidile und seli^vcrc T^-er- und ^^.pha!t(L•f■k>'n he* rqosfp"t., Ifi km mit sleinstelneii cu pflusl'^i I und (i .'i km in "letoii ansr|: tiilnt. (i;) v II. dei llinpl-vcn kehl s'.i I .il'.ni siiul heule slaii'-fn-i 'iü seliweieii Sc)i.'d!qiin'|en durch liiuk '.pnsprc.'nquiuien sind i:n wesentlichen lehoi'en. \'o.i '.rUlO m ffesprcnoic n IJriik keil siiid 2!Uil ni wiedi r herqef^tellt, wo lei eine Rrdhe hedeuiender Hauv/eikc über che qiüueien l'iüsse iils Liid'risunf; orric htPt wurden, über (iO Millionet Reichsmark wuidi-n für Stialien unc l^ücken vciwendet Im Ifoctibeu qehe: ■ziehen VolkF'ichulnebtiudp und über .'iO^ N'eubaiiwohnii' qpn der X'ollendiinq e:il-qeqon. Eine (irofle Mehrzahl der oftent-l'chen Verwaltunqsfjebaude wurde in-standqpsctzt und in qcsundheitlichei Hinsicht vorbps?crl. Mit hpsnndevcr .Aktivität hat dir npulsclip Re'chsposl die Vorwah''l"sunfi unter der iuqosla wisclien Vniwaltunci knndH|Pn Leser d^p bishei in 117 \ er oidttunqs und .Anitshlrillc>rn eis'li cm.'ii enlei stpi i isc he (iespt.'fie'iunfjRwei k ■ledo Vei'irdmmq ist hier ans dem Ge bol der Stunde entsliinden und we'l\ da hei \ cm dem sl iirmisch:'n \'orwdi timq': ' di imcien dei Aufbauarbeit., \ im dei Nnl , •.venciii|ke'l cdastischei .Anprissunq an d:i ' (.iebcile des Kriec|es und von der Aus nchtunrj nach d(?r qrollen Liiii<> de l?e'( hsliihrunq zu erzählen. N'.uli zwei Jtihicm deutscher \'er\^■al iimq in der loilersleieimaik ist un(|<>-acldcH aller Krieqssc hwieiicikeilen dcM liilsric hlic ho Anschluß an cKis Reich f.u' allen wiihtiqeuMi G.ehicden des lillent liehen Leherns erreicht. Die seit Mon.i len laufende Einziehiinq der unteistei risi licMi Bevölkenmq zum Reichsarbpits diensl und zur Wehl macht spreuhen -■ine beredte Sprache. Die neue Grenze j "iidlirh der Sawe Ist nichl luii aul dei Kiu lr vtH/cdc hnc't, sonfle' u c nlspi irh' oercdts den Realildlen des Lebens. De-''.ent.ralinstdnzen des Reiches hcdien dir Autqabp des ( hels der Zivilverwaltuno lederzeit liichlich und finanziell qrob/u qiq fiehirdcrt. Zwischen dem vom Che ler Zivilvcrwaltunq als einziqei politi .eben Grc|iinisation der Unlersteiermark lesc litdlenen Steirischen lleimatbund • ind Siiml liehen Dienststcdlen der zivilen Venvcdlunei hat sich ein enqes und ruchtbaies arbeilsteiliqes Zn-;.im*i>(Mi viikcMi ercjebeMi. Politische Viensr hen uliMinq und Schallen der \crwallunii uid unirennbai mileinrinder verbunden Auf ehe iintersteirisc he lieveilkeiumi t Iii den let/len zwei Jah'en eine Fulb' .i-n neuoiflnendpn .Maf^.nahine'i einqe iuirnl. .Ans dem hair.bf iumi Htveicb dt" i'iii'Illebens, teiiitib iininilli lb.iti'i \Iipqs(|efahi, maei nuitu lies von du viel 'eicht noch nullt rirhtii) f|ewurdiql werten. Scheinbaie Wiilersprüchp tun sich 'uf, wie der /wischen den Wohltäter ■ler nal ionalso/ialistisc h(Mi So/ialord uinq und den halten Krieqsnotwendiq-'ieden einer totalen Mobilmachunq und ler straffen leiikiinq der Redarlsdek viinq. Diese Zusammerihäncie ist man l>emiiht, dem ninsichliqen und Culqesinn-'en ddrziileqen. Dem klaren Geejiier von r^iihrer und Rptch ahpr kann nur nach Kripqsrecht hpqennpt wprden. Entschpi-'end ist letzlich nur eines' der Beitraq len Hip IJnlprsleiprirark für den deut-' h'^n Sieq Iristrt, denn mit dieseni S'eqe ist auch das Glück des L'nlerlan-des utilosbai N'eibunden. I'K '» ilii.i'.m 1 f.fi ''.".h. : N tili r ^i"iii5-.\(l ti| (l-lloot kclii I lu'iin Siolz liiiol r s H l- (i(••^tlnll\ •'!senkuMfis-.•■.ifler emei /vciiah:'q'n Fifuildienst/eil !ursten. Doch neben diesen leuclalen llerrim qab es kleine Leute, die im Dienste el. lerzcqs, des fzrzbiscliofs von Sal/biirn md ck-s Fiiistbisfhofs von Gurk, d" Iraleii von Cilli und anderei oben qe uinnter Herren ihr Leben verbrarliLen ■ lets bereit, m den Krieq zu /iehe'i 'der die zahllosen F'ehden aiis- iifee h •n, in che ihie Herren veiwickelt wiii len. Sie bitdclen die Mrisse der Riltei 'leeie, kaniplleii und slaibeii, wie e hen das Gcschick wollte. Mitunte s'e elen sie in einer Drkunde qeiuinn .nd V (>isc fiwinden drinii sancp um' Maiiqlos Ltniqeii wenuKMi nid.iii'i es ae h tiulziir.chwiiiqon, se'l^st eine ihiw) lerrschalt zu erwerben, dann eine Erl) ochter zu heiidten und schlief^lic Ii '?iller zu werden. Emirip brachten e»^ m IT), und 17. Jalirliiindert zum l'ici hei renstand, z R. die I lerhorstein auf Gutenhari, einiqo wuiclen selbst Grafi'ii ind Fürston, Wic; die Iriiher giMumiiten .Viiid'sehfiriitzer. Diese unlersti« ritlcMliche Klasse hie 'en ' Reisieie Knecli'e oder »vFhrhare t.eiile:, S'e waren I eitieicjene ihres leriii, eie-ii')! l,Mi ihm also nitl leib und ' C'beii und ihieni cj.in/en Resilz an. Sie «landen se h'eehter als nianr her llaiUT binkleii sie Ii iihcH weil erh diemer, \'.'(-i i<^ Widlni fiiif|eti und ibi (Imverbe de 'viieci war Dtieh cbc^ ineislen von ihnen W'iien aus dem Raiiernstiinde hei vor-(eqaii'ien. Sie tuhrton chiher seilen hoc hicmenclp Namen, niiuichp hic^llen nach dem Do:lc?, in weltlioM ilii bescheidener Not slaiid, wie e!wa di' i'oppendotler bei Pellau, die e-, au.* '«leinen Anfäneien bis /u I lotki leqst alen brachten. Andere wieder h uien Namen die dcMii (MStfii Tr.iqer u tdil zum Sp )tli me|ehan'|l woiclen waien. S e sind we n!f|er sc hüll, Tiianehe liiinioi istis« h man i'her derb ocIcm qar »oidiniii . Md elei-'ei Nanuji wollen wir uns lieuli' be icfuiltiqen. Als flerzoq Otakar IV. zu Weihnach en lli'Ui in Klobtcu Adinent v.cdlle, d. befiuidi'n sich ciegen lOU R'tler in sei nein C'efolqe^; lloclilreie, f) enstm.mnen inicuhe Ritter und auch K'nc" h'e. un 'er diesen Konr.icl Sehiiie, Olakii hieke enil Riidiqer Meise. D is klinq' ■her b.nqeilich «ils litlerlieh' llnm.'erl J ihJe sp iter h lüen die "leie'ii von Sanneqq (nae hm.ds G'd'en \on (üb) i Andeiburci. G.-il'TwiI,' und Sehiiiieqq hei I leileps'ein d'mi R.ihni i hüssedn schliid'e n sich lleunitli Pieii hafen, dei um l.'lOl hc/eu'd isl, Ilm nhma!/ (Fitll, .A'ho.' Futle-ilaH |l422t 'inel ,foi(| Futleisr Fro»-»-!- \n die Rindseheid, welfli(< auf lullen-berci siißpri, etinmMt noch licmle dei N'diiie der Kdtastralqcmeiiule Rind il held im besten Luttenberqei Wein-qebiet. Ihre Besitzvorqanqer waren che Schwe nbock, von denen Adam 15.'>5 in Liiltenberq heqraben wurde; Rock isl die in Gbeidonaii iibliche Form liii Mai h. Die Steinheiß, die auch in den Ciraleiist.md erheiben wiirelen, besaßei I rauleiiliuic| bei Leutsi hiich, ehe Ile benstieil den q leichnainicien 1 lid be' Gonobit/,; der Name bmleutcd wohl eilen 11 iedliebendeMi Mann I betiebt den ■"^Ircit ). Der Ahnherr cU;r Pnieschink lie Koiser Friedrich III zu Freüherrei u Stdtieiibeiq im Draiint.ile und Kaisp Maximilian I. zu Graten zu lldrcipc|r mIkiI), triiq wohl mit Vorliebi» Leeler-losi 11 daher der Name. Aue h der Na me Sl haoeiduß qehl auf einen Spil/iui )Tien ziinick; die Familie» wai im .Ab .talerhocken bequtert. Im J.ihie 1440 kiindiqten cltM IMIeuei vem I leihcMimauthen, Sieqmund von Wc^-illpriae h, und seine \crbimdelen lern .Abte von Sl, Paul die Fehde an Wir wellen Eurer und Eures Golzhaie Veint sein und wellem Euren Schilden Irachleii bei Tac| und hed Nachl.^i Pn lerschrieben sind Fritz Ottner, Jii'-e Renner, Christojih Gacher, Lukas Fuchs srhwaii/, Hieronymus 1 luppinditaschen Kunz Peißer, Heinrich Lukas und noch V andere, alles kleine Ritle>r, die vem^ Kiieqe lebten und sich bei diesen Feh den mit Bauern- und Kaulmannsqut be eie hern wollten Weqen einen solchen Fehde- eihielt wohl am h der Himmel feinel seinen Namen. Dem Hhnmellednel sli'hl würch'cj zur Seite der Baiiernleind und auch der Sloiensch.iIz maej seinen Namen hei einem Rauh/uqe eihallen haben. Die* I\'Ueil, die bei Se hwanbeiei und S.ildeiiholen ihren Adedssilz hallen 'vonnlen ihren Urspriinfj nichl verlemi 'len, zumal sie auch im Wappen ein ^iiiue-rleiii fiihrten Ähnlich dic> 11.im iiieil, deren Vorfahren sicher Eisenqe werke waren, und die Wackei/iel ein in den Büchein hei Leonhard beqüler' waten. Eine qanz besondere Auslese wun dei voller Namen enthdlt etei Absaqe briet einer Gesellsclialt, die dein Erz hise hol von Salzhiirq im Jahie 1'12,t die Fehde ankiindete t Ich will Cuei Fein ^eiii |: Ihins Eysentras, Daniel Jud Hiins I lehenstreit, Nikel Sc heuchen ofluq, Hans Per, Markus Praitfueß .Ie)rq Kindelniachei, Hans Sluhenvoll und Leser vci hülle Dein HdU[)l — Meite ^diicli eck Da fleht weiht alle Ueiniiuitik veilo ■en. Aber das Mittelalter liebte solche 'vraftiqe Bezeichnunqen und Spitzna men, sie linden sich auch he i den Ben lern unirrsteirischpr Stiielto iinel Maik e. f^arüber vielleieht ein andercsmal. If FK-Kriciisbi-iiclilei IMoKli-r iStl») Ddü dieser Panzer so zerfot.'t wuide, isl das Weik eines einzigen Mannes, des Ünleiuttizieis von eiiuiin t'miv Kami- uupp. Ei sc hlicii sich an das Umjetum heran und bidchto es mit einer Sprenqlaclunq ziii Explosion Wie em Spielzeug 'wurde die schwere, nun lui Vorderaiund liegende: Kuppel, duich clie Luit gewirbelt Uiitersrhiecl Einmal sollte Gntttrieel Kidler siqer welcher Dnteischied zwischen einem Rechtsanwalt und einem Arzt bestehe Kellei erwideite; »Das ist sehr ein-'ach. Bpi dein einem gehen einem elu A'igen iinf. hei de'n üiideien zui« N'hii Zerstruci'ii umstellt f- lebni -sc rtu! ( !eleq'nq|ii<|fl Mit \\ indes' dr- ()( h'mi leji-us ebiiclis t -r.ool. R 1 K lil'.ion ficHiuiiet - und schon lüaitM un r Lu'.i mit ciiiß'Mjiei Kialt elaniMl zu l-';i)./'!i'Ii wae h.-.t eni b iiirili. li'M /i r ........ (iii di'r Kinun i-nijioi, Klus diu ivl m \V.is.,eM 11 e'i werdende Okular aul Biickboicl clie leere Secj /eiep. Solorl lunteil rull ei Sekunelen sfia-le r in die Zeiilrale. R tuschend stürzen die Wasser in die lanl,!-, sieil tiehl das Bcitit aut liefe». Wis ist qesch"hen? Da kommt der Kommantlmt schon aus dem Turm qpkirllert es wellerleuchlpl norh in seinen r.thiirfrn 7'ioen ■ S'ilche St hwpi iieiei-, sehinqid er. da lietil em 7rr-s'orer e|psic>ppi ^*'0 ni vor uns und srin Kommandfiul md weiHrn ^ Uit.-e be iirp sich e|nradp ubei die l'.i nt ke' Sollte un». tjei Zi tsloii'i ii''ht hrmeikt haben'' ■ - i|i'iike:i riMe imidauliie|. Neben der Zent'.de, nach vorn zu, ist der Auleiilhaltsi.ium des Kommandanten, sein Scnlafsofa uiiel si-in kleiner Schreibtisch. Aul der findeien Seite» ch^s schrna-Ic n (jiinqes lieejen der Horch- und Funk-rt um. Der Kapilaiileiilnanl sit't auf seinem Se hliifsola und sieht zu dem Funk-maat hinüber, der md K'iptheirer vor dem liorchqerat sit/t und leise meldet; 'Sc hr.iuhenqerause he von mcdireren Seiten 'Jetzt geht der Tair,'. los-, n.urmell der Kommanclatd nur Der winzig kleine Hoicluaum ist zum \'illtd[)ankl des linoles c)ewoiden. l.anq-sl ni diehl elei Mw.it. e in 20|ithriger Dres-elener, seit Ki lee^begiiin bei der Krieqs-naiiiif s( n II nd^ mI de" l'di'k cid die tc»sle Sl heibe mil det Gratleinteilung von 0 bis .'^()0 (Jiiiel tie-rie hiel liber die der Zc-icier qlellea. ('„mz niechanisth gibt er seine B'-obiic htiinci wedi't, rniiiq zuriick-gelediiil Wie am Su ueiiiid e in Kiall-ah et ■Geräusche in 21 ■ (."latl c|eheti nach 220, 22.^, 2.'<0 Cjrad • v.i»rdeii schwache»r — wandeln Gelliusrlit» aus 'l.'i Grad ni hmen zu \ \n der Kante e!' s St iihik /um Horc h-raum sammeln ■^le b ein p.i.ir W'a ser-Ireqiten und falle»!» Irr. Ii Doch — fla Icrachl es si hon von fiTiie meh'ere iliimpfe me»lalletie S' Idäqe ins Was-^et. Dort solU'ii 'iie u"s iiihiti sueh(»n' mc»'nf der Kommandant nur. Kl elenn ab'»r nichts \ rm elt»m (ie !ei! /u hoieM''ei ;ilie-ilenden Zri-shireise liianb(»n C ;.-'iau über uns." Fiii'i|e si»hen in d iiietlrieip Decke, lost n dei mit bs'en Srkiiiide» eine Hand auf dem /.e'rsloiei u'm i uns. v'om Zufall qelt»nkt, die \\ ass. • N.unbe, die das S.hill vet nie hte»! ■' »Ei lauft qle;then Kiiis mit uns«, flutten dei ()bersteui-i niiiiMi Der Kommandant geht in d:e Zeiiliale und sagt dort gleichmütig; »(deich wiids rumhsen!« Dds ruhige Atmen des schlalciden I. Wdi holfizies d. r de Nacht über Wae hc hatte, oilii Ii tie»n Rduni Plotzhch kuich^'u griti/ nahe bc uns harte, schwele De tonat'.onen, dal das qaiue Boot sich schidlell und e um uns polleit und kli'it Es schmor ' in t'en Oh^tm. ein Toben ci lullt den e qon Raum. Einer nie kt /iisammen und f .-ht unwillkui bc h zur D(>cke empor, C'nn kracht es von neuem -iber die nächst;; Bombcnscuii^ üe^qt se hon etwas '•nl-leinter. ' Schraubenqei etil sc he wi reieii sch"..'ä-'her —« meldet unbewegt der Funk-m.iat Endlich kommt d u lipfphl zum Auf-tauchen. Ein Bündel Sorneiischi in füllt auf den eisernen Boden clor Zenitale. und mai h-tiq stößt ein Strom frischer Luit in das Boot. Kriegshcrichfcr Dr. Han^harl Kaniijx, PK Seite 4 ♦ Nr. 102 * Montag, 12, April Jus Stadt und iMnd Stark und bereit! « In Bcr«it«chalt «ein ii| allci! Corch F ock Dies ist die große Lehre und zugleicti das Gesetz unserer Zeit: bereit zu sein für den Anruf des großen Schicksals. Erinnern wir uns daran, welch namenloses Unglück über unser Volk gekoin men ist, weil wir vor 25 Jahren in der Stunde der Entscheidung nicht stark genug lür unsere Bewährung waren und nicht bereit, dem Anruf des Schicksals gehorsam zu seini Und denken wir auch daran, wie iwunderbar der nach Versailles schon längst hoffnungslos gewordene Weg der Deutschen aus dem tödlichen Dunkel der Nacht wieder zu einem hellen, strahlenden Morgen führte, weil «n allen Nöten der vermeintlich unentrinnbar sich erfüllenden Zeit die frühen Bekenner des Führers aus ihrem Glauben an Deutschland stark genug und bereit waren für den letzten Ruf des Schicksals. Vergessen wir zu keiner Stunde, wie wunderbar seit der großen Schicksalswende vor zehn Jahren der deutsche Weg steil empor führte, weil wir alle, das ganze deutsche Volk, für jede Aufgabe bereit waren. Weil es so war, hatten wir die Kraft, auch die letzte und größte Bewährung auf uns zu nehmen, die 1939 mit dem von neuem entfesselten Kriege über uns kam. Aus dieser Kraft, mit der ehernen Härte unserer Herzen, der Glut des Glaubens und Willens und in der nüchternen, eiskalten Erkenntnis der unentrinnbaren Entscheidung dieses Krieges über Leben und Tod und selbst aus "der Kraft des Hasses, die wir dem rasenden Mordwillen unserer Feinde entgegenstemmen, sind wir hundertfach stark für unsere größte Bewährung und bereit, dem Anruf des Schicksals im Aufgebot aller unserer Kräfte gehorsam zu seini Gesundes Volk im Unterland Schäden eines Yer^aniSenen Systems behoben — Ein Blick aal die Getundheitalage des Landes I. •Anläßlich einer in Marburg ahgchal-tenen Arbeitstagung des Amtes Volkswohlfahrt im Steirischen Heimatbund hielt Obermedizinalrat Dr. Hans Tollich über die Getundheitslage in der Untersteiermark einen äußerst aufschlußreichen Vortrag, dem wir folgende Einzelheiten entnehmen: Ein trauriges Erbe demokratischer Mifi-wirtschalt Was wir nach der Befreiung der Untersteiermark vorfanden, war eine unhaltbar schlechte soziale Stellung der Winzer, die Erscheinungen hervorrief, welche jeder Beschreibung spotten. Sie wurde durch den reichen Alkoholgenuß dieser Leute nur noch schlechter. Ein fast ebenso trauriges Bild zeigte die Geburtlichkeit, die in ländlichen Gegenden noch halbwegs zufriedenstellend, in den Städten aber, besonders in Marburg, infolge starker Abtreibungen auf ein bedauerlich geringes Maß herabgesunken war. Darüber hinaus schien der Nachwuchs auch durch eine hohe Säuglingssterblichkeit gefährdet, zu der sich noch Rachitisfälle von einer Schwere gesellten, wie man sie im Reich nur mehr in Büchcrn beschrieben findet. Aurh wurden K'nder voroeKinrior o ^ buchstäblich verhungert waren und am Ende Ihres ersten Lebensjahres bloß einige Kilogramm wogen. Auch hinsichtlich der Tuberkulose waren schwere und schwerste Fälle anzutreffen, die bei dem günstigen Klima der Untersteiermark keineswegs hätten erwartet werden können. Es scheint hle-für eine Erklärung einerseits in der sozialen Schichtung der Bevölkerung vorzuliegen, andererseits in der erst in den Das deutsche Buch überall gefragt Ein Jahr Volksbücherei der Stadt Cilli Nach dem ersten Jahr ihres Bestandes hat die Cillier Volksbücherei einen Aufschwung zu verzeichnen, wie er nicht vorauszusehen war und der weit über den Durchschnitt anderer Volksbüchereien steht. Die Bücherei wurde mit 2000 Büchern eröffnet und hat heute einen Bestand von 5102 Bänden. Das ist im Verhältnis zu Einwohnerzahl von Cilli (18.000) noch nicht viel, aber in den Zeitverhältnissen ^ begründet. Die Zahl der Leser und Ausleihen aber ist derartig gewachsen, daß zuweilen ein Viertel, ja ein Drittel des Gesamtbestandes Vinterwegs war, Die Zahl der Leser beträgt 1818. Darunter sind 563 Dienst-'Pflichtige der Wehrmacht und der Polizei, 202 weibliche Angestellte, 168 Hausfrauen, 107 mittlere Beamte und Angestellte und außer anderen kleineren Gruppen 620 Jugendliche, eine überraschend hohe und erfreuliche Zahl» In einem Jahre wurden 20.908 Bücher ausgeliehen, das heißt, daß durchschnittlich jeder Leser in jedem Monat ein Buch las. 21.000 Ausleihen bei einer Einwohnerzahl von 18.000, und dies noch dazu im ersten Jahre des Aufbaues, ist ein Verhältnis, wie es kaum je in einer anderen Stadt vorkommt und legt von dem Bildungshunger, der geistigen Reg-sömkeit und dem Lesebedürfnis der Cillier ein beredtes Zeugnis ab. Eine auffallende Erscheinung ist ferner, daß in Cilli erstaunliche geistige Ansprüche ge-sleit geleistet, die auch den Schmutzkrankheiten zu Leibe rückte. Kampf der Rachitis und der falschen Kinderpflege Durch diese Mütterberatungen und Hausbesuche, ferner infolge der Durchführung einer Vigantolprophylaxe konnten wir es so weit bringen, daß die schweren Rachitisfälle, wie sie hier ehedem gang und gebe waren, heute überhaupt nicht mehr vorkommen. In anderen Gegenden des Reiches ist durch starke Nebel und Rauchschichten das ultraviolette Licht der Sonne daran gehindert, an die Haut der Kinder zu ge- langen, infolgedessen müßten dort Rachitisfälle auftreten, wenn man nicht durch künstliche Maßnahmen, wie etwa tiöht"ns(»nn» und Vigantol vorbeugen würde. In der Untersteiermark, wo Licht, Luft und Sonne in so reichem Masse vorhanden sind, müßte die Rachitis überhaupt verschwinden, wollte man die Kleinen nur diesen wohltätigen Faktoren aussetzen; leider aber hatte die Bevölkerung hier sozusagen ein System ausgeklügelt, um das zu verhindern. Wo aber Licht, Luft und Sonne fehlt, kommt es im Körper zu einem Vitaminmangel. Wir kämpfen diesen, indem wir Vitamin in Form von Vigantol verabreichen neben dem reichlichen Genuß von Rohobst und frühes Zufüttern von Gemil-sen in der Säuglingsnahrung, ferner, indem wir die Bevölkerung anhalten, die Kinder der Sonne auszusetzen, wodurch sich Vitamin in der Haut erzeugt. Forlsetzung folgt m. Untcrsleirische Bevölkerungsbewc gung. In Rohitsch-Sauerbru nn verstfl ben: der 6]L Jahre alte Josef Kode iitsch aus Enawetz, die 74 ährige Mdn> Kidritsch, Radmannsdorf, Anton But, 4' Jahre, aus Negau, Johann Pleutschdi 63 Jahre, aus Tersische. Emma Kidritsch ;^8 Jahre, aus Zerowetz. — fn Prosrhii' dorf bei Tüchern verstarb der 92 Jnhr ilte Andreas Hrowat. m. Oflizlerlaiifbahnen der Wehrmarh tind Wiffen-f^. Das Oberkommando de Wehrmacht veröffentlicht im amtliche Teil dieses Blattes eine Bekanntmo chung über die Offizierlaufbahnen alle Wehrmarhtteile eiÄschl. Waffen-jrf, au die besonders hingewiesen wird. ' Zwei Jahre beireites Unterland Anläßlich dct zweiten Jahrestaftes der BefreiunK der Untersteiermark fand am Sonntag im Marburj^er Heimatbundsaal eine Feierstunde statt, an dei das ;)e-lamte Führerkorps des Steirischen Hci-matbundei von Ortsgruppcnführern auf-v.ärts sowie Manner der Verwaltunjf und anderer Dienststellen teilnahmen Bei der Feierstunde erstattete Bundesführer Franz Steindl einen Rechennchaltsbericht l'ber die Erioliie der zweijährigen Aufbauarbeit, Horaui der Chef der Zivilver-waltunjt in der Untersteiermark. Gauleiter und Reichsstatthalter Dr Sijjfried Uiberreither, zu den Repräsentanten der Untersteiermaik sprach Unter den zahl-leich erschienenen Ehrenjlästen befanden sich Regierungspräsident -Oberführer Dr. Müller-Haccius und dtr Standort-älteste Oberst Vt'estphul (F.incn ausführlichen Bericht über die Feierstunde brin-(Jen wir In der morgitien Ausgabe.) Anläßlich der fjefreiungsfeier weilte der Gauleiter zwei Taj^e in der Unter--.teicrmark Am SamstajJ halte er Be-iprechunjien mit dem AnsicdlunjJsslab und bcsichtiille d^e Ort'ijfriippe Rast de* Steirischen Heimalbundes Am späten NachmittafJ erschien er zum .Appell der ')eul«chen JujJcnd dos Hannes MarburjJ-Stadt, wo er am Sportplatz im Volksöar-tcn zu den 5500 Junten und Mädeln prach. Am Abend fand im Festsaal der Hur't in einfacher militärischer Art die OberreichunjJ der Urkunden an bewährte Wehrmannschaftsführcr durch den Gauleiter statt Am Sonnlaijmorjten lejjte der Gaulcilc: m Ehrenhain bei den Sieben F c'ien einen 'vranz nieder Kranzniede'leiiuri^rn wur-'en flm Vorabend durch die O-Isörunpen-'ührer in allen Ehrenhainen der Unter-"Iciermark durchijcfiihrt. Hitler-Urlauber beim Gauleiter Willkommgruß in der Grazer Landstube an die lieben Gäslc der Steiermark Am Freitaj{nachmitla({ hieß Gauleiter und Rcichsstatthalter Dr. Uiberreither den 800.000 Hitler-Urlauber und dessen Kameraden, die seit eini|{en Tajicn als liebe Gäste in der Steiermark weilen, in der Landslube dei Grazer Landhauses auft herzlichste willkommen. _ Tn den traditionsreichen Räumen bot »ich ein schönes Bild der Verbundenheit von Front und Heimat. Steirische BdM-Mädel in farbenfrohen Dirndllcleidern bildeten einen lebendi(uii|2 der Heimattreue und Hinsutzliereit-schuft ifestalt*4e Kich der crite Appell der in Grolj-Graz arbeitenden Untersteirer, den die Kreislcitunifen Graz-Studt und Graz-Land der NSDAP kürzlich mt-anstaltctcn. in den vollbesetzten DAF-Salcn crklanijen die schntidi^cn Marsche des Gcbieltmusikzu(i{ s der HiUor-Jii^Jend unter der Leitung von Stamnifiihrcr Jell-rang. K-Kreisleitcr Cr-.ndussi eröffnete den Appell mit einem eimiriniliiclicn Hinweis auf die altbewährte Verbundenheit aller Stcirer, worauf die Vertreter der BundesführunjJ des Stcirischcn Heimathundes, der Nationaipolitische Referent Dr. Carstanjen und der Leiter des Ar-beitgpolitischen Amtes Mackl zu den Untersteirern In wiederholt von Beifall unterbrochenen Ausfiiliruni^en über die geschichtliche und hlutbcdin)itc Einheit unseres GrenziJaues und seiner Menschen, sowie über die tJetJenHÜrtiden Rechte und Pflichten der Untersteirer sprnchen, Konzert des Berliner Mozartchors in Pcltau Der Berliner Mo/orlrh.or, der iils hervorragendes Kon/ei tinst runient der liit-Jer-Jufjend gelten kiinn, wird iti Peltau Freittuj, den Ui. Ai-tiI, cun Gdstsiiiel geben, Der Mozcirtrhor isf belfiliin', hnit, wohl .-.eilen niil einer so teingesrhlilff'iien Dv'i.imik im Ausdruck, so lonsi( her unrl mit so vollkom-rnener sMmmterhnisc h'1 und hervorragender Aussprache. Ls is| ein wundervolles Singen aus trohen, klinfjenden Kinderherzen, das frii.ch und luuiekün-stclt wirkt und flas in dieser \ingozwun-genen Weise einen ciii/igarlif|en Reiz ausübt. Auch in der t iiterslei(Mmtirk kennt man den Mo/ait'hor der herliiier Hitler-Jugend bcrfi'ts durch Schidli^bil-ten und aus Rnndlunl sendunfien. Deshalb wird mich in Pcll. n ci.is Kon/ert dieser 75 Jun(|en und Mailol mil S]um-nung erwartet. Auch in ("illl Der IBerlincr Mozart. In)r der Hitler-Jugend gibt am Snmstdft, den 17, April, auch in Cilli ein Kon7eri. Di«^ Vornnslal-lUJ?^ lindet im Deutsc h'Ui I lause statt. Rcichssi^igcr in der Landcsbaiiernschaft Aus dem vom LandcFlcistuniisausschuß lür den Gemüse- und Obstbau beim Lnn dcsbaucrnführer der Landcsb:» urn'^c'iafl Steiermark durch} iiantJcn, die in Derlin durch viine U.kundc des Staatssekretärs Backc jlcehrt wurden: Rudolf Sauermann bei der Firini Fileo-nore Grfbenwarter, Graz (im gärtnerischen Gemüsebau); Willibald fiauch, Raaba bei Graz (im kleinlandwirtschnit-Hchcn Gemüsebau); .Mois Rumplfr, Orls-baucrnführer in Cnterrakitscb, Kreis Mureck (im fcldma(5it5cn Gemüsebau); Dr. Franz Fattini^cr, Stübiu)« (im Ob:,!-bau). Verhütung von UnJällen Die Statistik der Iklriebsunfälle zcijtt, <1aß ein sehr (großer Kil aller Lnfalle durch Unordnunjt, Leicbtsinn und Unaufmerksamkeit, durch .Niühlverwcnduii^ vorhandener Schutzljelu.lfc und Sicher-hcitselnrichtuni^en sosvk; durch schlecht gesicherte Maschinen und Geräte fibt der L'n-fallverhütunßsdienst der Lbcrlcilunilsstellc für Sozialversichcrunji in ZusanmienarlH'it mit dem Arbuitspolitischen Amt des Stei-rischcn Heimatbundes laufend an sämtliche Betriebe der Uutcrstciermark mehr-färbisje Unfallverhütunjisplakate kostenlos ab, die in den Betiieben an cleiitlich sichtbarer Stelle ani«cschla(5cn. jedem Arbeiter und AnjJestellten beispielsweise zurufen; Werkzeuge weiden durch Schlam-perei, Unachtsamkeit und UnjJeschicklich-keit (Jefährlich , Lose KleiduniJ hat oft schlimme PoljJen , Auch im Büro drohen Gcfr»hrcn , 'Erste Hilfe entscheidet-, darum Wunden nie vernachlässijjen, sondern sofort verbinden und ähnliches. Wir werden auf diese Plakate noch zurückkommen. Sport und Jurncn Cilli besiegt die Grazer Postler 4:0 Start der Rückspiele zur steirischen Fußballmeisterschaft Im t^au Steiermark wurden am Sonntag d.e ersten Rückspiele zur Fuflbdll-i nir stüischalt gestartet. Von den drei ! uuferil irischen 1 itehnwäitern erschien ' nur die SG Cilli aul dem Plan, die in eiu'.in überlegenen Spiel die Grazer Post •Sc. ml II) (1;0)-Toren niederrang und beide /.cihler tur sich in Ansj)ruch nahm. Die Ai)teilungen Rapid und Reichsbahn der Mdrburger Sportgemeinschaft wer-cl(Mi erst später in die Ereignisse der sieiiisthun ruliballmeisterschaft eingreifen. Das Treffen zwischen der SG Cilli uiul der C.rdzer Post SG brachte ein schönes, flüssiges Punktespiel, in dem die Überlegenheit der Cillier Elf klar zum Au,sdruck kam. Die zeitweilig systemlose; Zusammenarbeit der Stürmer, sonst die Stärker der Cillier, fand im zäh cieiührten Kampl der rückwärtigen Formalionen ihren Ausgleich. Die Läuferreihe bot im Aufbau und in der Abwehr eine abcieruncleto Leistung. Der Tormann h itte dank der ausgezeichneten .\rbeit der Verteidigung nur seilen Ge-legenlieit, einzugreilen. Die Gaste boten ein hübsches Kombinationsspiel, dem jedoch inlolge der starken Gegenwehr der Erfolg versagt blieb. Eine hervorragende Leistung vollbrachte der Torwart, der durch rasche Entschlußkraft seine Elf vor dem Schlimmsten bewahrte. Die Torschützen waren Wretschitsch, Dobreitz und Tschater, während ein Eigentor das Endergebnis von 4:0 sicherstellte. Schiedsrichter Eigler aus Graz leitete das Spiel bi» auf einige undurchsichtige Abseits zufriedenstellend. 800 Zuschauer folgten dem wechselvollen Spielablauf mit lebhaftestem Interesse. Im Vorspiel blieb die BSG Westen Cilli mit ihrer zweiten Mannschaft mit 2:1 siegreich gegen die zweite Garnitur der SG Cilli. In der Gruppe Süd der steirischen Gauklasse stand am Sonntag nur noch ein Spiel am Programm und .zwar trafen in Leibnitr die BSG Rosenthal und die TuS Leibniiz aufeinander. Die Rosentha-1er sicßtcn mit 7:3 (3:1). In der Gruppe Nord spielten am Sonntag GAK gegen Puch Graz 1:0 (0:0) und Kapfcnberg gegen Donawitz 3:0 (2:0). 3:0-Sieg gegen Knittclfeld Im Mnrbnrgrr Roichsbahnstadion trafen sich am Sonntag die Fußballmann-sch.dton der Rcichsbahnsportgemein-schcillon von Marburg und Knittelfold in cinrm Freundschaftsspiel, daß die Mar-Inirqcr Elf nach entsprechenden Leistungen mit :!;() (2;f))-Toren gewann. Es wurde beiderseits ein flottes, zweckmä-ni(( .uilgcbdutcs Kombinationsspiel vor-gefiihrt, das auch an spannenden Mo- menten nichts vermissen ließ. Die Gäste stellten ein ausgeglichenes Ensemble ins Feld, in dem es nur den Stürmern feitweise an Durchschlagskraft mangelte. Aus den Reihen der Marburger Reichshahner stach besonders das Flin-terspiel hervor, das alle Offensivbemü hungen der Knittelfelder zunichte machte. Die Treffer schössen Krischan (2) \md Koller (1). Spielleiter war Schiedsrichter Konrad. 500 Zuschauer. Wer wird Bannmeister im Fussball? Fußballrundenspiele der Deutschen Jugend des Bannes Marburg-Land Kerschbach in Pulsgau, die Gefolgschaft Windischfeistritz- Ziir Ermittlung des Bannmeisters im Fußball treten ab 17. und 18 April über 82 Maiinschaften der Deutschen Jugend im Stcirischcn Heimatbund zu den Fuß-ballrundenspiclen des Bannes Marburg-Land an. Die Pimpfe kämpfen innerhalb der I'"ähnlcinmann.ichafti.-n und die L'cut-i-chc Jugend in den Gefolgschaften, Damit wird jedem begabten Jungen Gelegenheit ijcbülcn, sein Können am grünen Rasen zu zeigen und damit auch der Spicler-nachwuchs sichergestellt. Am kommenden Samstag spielen die Pimpfcnmcinnschaften und im foljjcnden Sonntag die Gefolgschaften nach fohiea-dem Plan: Die Gefolgschaft Egidi;Gef. I^anzenberg in Egidi, die Gefolgschalt Witschcin:Gef. Kunigund in Kunigund, die Gefolgschaft Jahring;Gcf. Jakobstal in Jahring, die Gefcjlgschaft F'rauenberg;Gefolgschaft Wachscnberg in Wachsenberg, die Gefolgschaft Schlcinilz;Gcf. Frauheim in Schleinitz, die Gefolgschaft Pulsgau:Gef. Windischfcistritz:Gef Land in Windischfeistritz, die Gefolgschaft Lapriach:Gef, Studenitz in Pölt-schach, die Gefolgschaft Pölt8chach:Gcf. Plankenstein in Plankenstcin, die Gefolgschaft Hagau:Gef. Preichau in Hagau, die Gefolgschaft Gonobitz:Gef. Hohlenstcin in Gonobitz, die Gefolgschaft Hartenstein: Waldegg in Harlenstein, die Gefolgschaft Wicderdriß;Gef. Lindenhof in Windischgraz, die Gefolgschaft WindischgraziGef. Richterberg in Richterberg, die Gefolgschaft Saldenhofen:Gef. Hohenmauten in Hohenmauten, die Gefolgschaft Mahrcn-berg:Gef. Lorenzen in Lorenzen, die Gefolgschaft KeifnigiGef. Presen in Presen, die Gefolgschaft ZeUnit5/Drau:Gcf,Rast in Rast. An den darauffolgenden Sonntagen werden die Stamm- und Jungstammei.stcr-schaften zur Austragung gebracht. Die Endausscheidung erfolgt bei den Bann-wettkämpfen im Juni, Erstes Treffen der stcirischcn Radsportler Der Hitler-Junge Villefort siegt vor Gregoritsch und Straicher viermal zu durchqueren war. An dem Rennen beteiligten sich auch mehrere untersteirische Radsportler, die den übrigen steirischen Titelanwärtern harte kämpfe lieferten. Als Sieger ging der Hitler-Junge Villefort aus Graz mit 20 Punkten hervor. Zweiter -wurde Gregoritsch aus Windischgraz, der 13 Punkte auf sich vereinigte und den bekannten Grazer Meisterfahrer Straicher auf den diitten Platz verwies. Der Edelweißler Seunigg aus Marburg wurde Fünfter. In einem Rundstreckenrennen über 30 Kilometer gaben sich am Sonntag die steiirischen Radsportler ihr erstes Stell-clifhcin. Das Rennen führte bei Gratwein iibrr einen Rundkurs von 7.5 km, der m Gebrauchte Schulhürhcr werden ■welter verwendet. Aiuh im iicuen Schuljahr ist OS an don li()hcrcn Schulen nicht moglif h, diih ioder Srhiilcr in allen Fächern ein iIouch Schnibiich erhalt. Der Reichscr/irlningsmiiiifIc h it deshalb die Schulen fiir ilio D.niPr des Kric;-ges angewirspii, mil «illfii Vlilloln dahir zu sorgen, «Liß g"liidiu hlr; Sc hulbüch'T, die noch verwotidb.ir sind, im Unterricht weiter verwcnclct werden. Iti hrsonderen Fallen empfiehlt sich oin Aiiii43 in das 5. Aushijdungsjahr (If'T I.chrfibildungsanstalten gehen, zum Schul j.ihrbeginn im Herbst 1943 den Volksschulen zu einem verlängerten England beginnt sich langsam aber sicher von der ersten Gläubiger-Nation der Welt zu einem gegenüber dem Ausland tief verschuldeten Staate zu entwickeln. Seit jeher mußte ja dieses Land infolge der geringen Leistungsfähigkeit seiner Landwirtschaft und infolge seiner Rohstoffarmut etwa 70—80 v, H. der notwendigen Lebensmittel und Rohstoffe einführen. Bezahlt wurde diese riesige Einfuhr nur zum Teil durch den Export von Industriewaren. Ein wesentlicher Teil des Gegenwertes wurde aber auch durch die Tribute beschafft, die das Ausland und fast alle Mitgliedstaaten des Weltreichs in Gestalt von Zins- und Tilgungszahlungen an England zu leisten hatten. Im Laufe dieses Krieges ist nun infolge der Überlastung der britischen Industrie mit Rüstungsaufträgen der Export an Industriewaren stark zurückgegangen, so daß aus diesem Export nur noch ein verringerter Gegenwert für die Bezahlung der Einfuhr zur Verfügung steht, und zweitens beginnen auch die Zins- und Tilgungszahlungen immer spärlicher zu fließen. Letzteres vor allem deshalb, weil England die Lieferungen der Vereinigten Staaten an Rüstungs-materialien sofort bei Ausbruch des Krieges zunächst mit seinem Gold- und Devisenbestand, und als dieser erschöpft war, mit amerikanischen Wertpapieren bezahlen mußte. Englands Bestand an derartigen Effekten war recht bedeutend, und aus diesen Anlagen zog das Land jährlich bedeutende Beträge an Zinsen, Dividenden und Tilgungszahlungen, die nun bereits seit etwa 1941 fortfallen. Das war aber nur der Anfang einer höchst ungünstigen Entwicklung, die im weiteren Fortschreiten begriffen Ist, denn allmählich sammeln so ziemlich übergehen, früher in London untergebrachte Wertpapiere zurückzukaufen. Sie entschulden sich also England gegenüber. Besonders Argentinien, aber auch Brasilien, dann ferner Kanada, Australien, Südafrika u. a. m, haben sich in den letzten Jahren von den Ländern, die früher gegenüber England schwer verschuldet waren, jetzt zu Gläubiger-Nationen entwickelt, die große Guthaben in London unterhalten und kaum noch Zinsen und Tilgungsraten nach England zu überweisen brauchen, sondern bald welche von dort zu fordern haben werden. Damit tritt aber für London eine außerordentlich schwierige Lage ein, denn bisher hat es mit den Zins- und Tilgungszahlungen aus dem Ausland immer sein Defizit in der Außenhandelsbilanz gedeckt, d. h. den größten Teil seiner Einfuhr finanziert. Wenn das in absehbarer Zeit nicht mehr möglich sein wird, so wird es entweder seine Einfuhr radikal drosseln und den Lebensstandard in empfindlichster Weise weiter senken oder aber sich rettungslos gegenüber dem größeren Bruder jenseits des Atlantiks, nämlich gegenüber den Vereinigten Staaten, verschulden und damit in eine völlige wirtschaftliche und finanzielle Abhängigkeit begeben müssen. srhulprciktischen Einsatz zugewiesen, alle Mitgliedstaaten des Weltreichs und Der fZinsatz erfolgt nur an mehrklasslgen viele andere Länder große Guthaben für Srhulsystetncn und nach einer unter ihre Lieferungen in London an, ohne daß Kiirznng der Sommerferien erzielten ver- sie drtfür britische Industriewaren erhal- slärkten berufspralitischen Ausbildung, tcn können, so daß sie ebenfalls dazu X Kroatische Landesbank A. G., Zagreb. Die Kroatische Landesbank A. G., Zagreb, stellte in der am 3. April abgehaltenen Sitzung die Bilanz für 1942 fest, welche neben den bereits vor Abschluß der Jahresrechnung dem Pensionsfonds zugewendeten 0,6 Mill. Kuna einschließlich Vortrag aus dem Vorjahr mit einem Reingewinn von 5,95 Mill, Kuna abschließt. Der auf den 8. Mai anberaumten Hauptversammlung wird nach mehreren dividendenlosen Jahren die Ausschüttung einer Dividende von 4% vorgeschlagen, die durch die günstige Genehmigung von beiden S<|len. t Wirtschaftsentwickhing im abgelaufenen Jahre ermöglicht wird. Diese zeigt sich besonders in der Erhöhung der Einlagen und sonstigen Kreditoren, sowie in einem Anwachsen der Debitoren. Ferner wird beantragt, dem Reservefonds 0,35 Mill. Kuna und dem Pensionsfonds weitere 0,16 Mill. Kuna zuzuführen und den Rest von 1,27 Mill. Kuna vorzutragen. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 470 auf rund 715 Mill. Kuna, die Steigerung entfällt fast ausschließlich auf die Kreditoren. Auf der anderen Seite haben die Debitoren eine Erhöhung um 100 Mill. Kuna aufzuweisen, X Wirtschaftsabkommen der Schweiz mit Kroatien. Zwischen dem unabhängigen Staat Kroatien und der Schweiz wurde ein neues Wirtschaftsabkommen abgeschlossen, das rückwirkend am 1. April für die Dauer eines Jahres in Gültigkeit tritt. Das Abkommen regelt alle Fragen des Waren- und Zahlungsverkehrs und sieht für Kroatien die Einfuhr von Arzneimitteln und pharmazeutischen Spezialitäten, sowie von elektrischen Maschinen, Traktoren usw. vor, während Kroatien Holz und FIolz-erzeugnisse nach der Schweiz ausführen wird. Die Zahlungen, die sich aus dem Warenverkehr ergeben, werden über ein sogenanntes Clobalkonto »A« bei der Kroatischen bezw. Schweizer Stnats-bank abgewickelt werden. X Bulgarisch-schweizerisches Clearingabkommen. Auf Anordnimg der Regierung befindet sich der Direktor der Außeniiandelsdireklion, Lüben Zoneff, in der Schweiz, wo er Verhandlungen über den Abschluß eines neuen Abkommens zwischen Rulgtirien und der Schweiz führt. Nach Angabe der Presse sind die Verhandlungen am Mittwoch, den 7. April, abgeschlossen worden. Es wurde danach eine bulg.irisch-schweize-rischo Clearingvereinbarunq unterschrieben, in der man sich darüber einig wurde, daß lür die in der Liste festgesetzten Warengattungon der beiderseitige Warenausiausch statttinrlen wird. Auf dem Wege der privaten Komlien*'«-tionen kann eine Erweiterung ^'orge-lommen werden, jedoch nach vflirbcri- ^flirt T / Seite 6 * Nr, 102 * MontajJ, Aus aller Welt A Ein ProzeB gegen Raupen. Im Mittelalter wurden häufig Tiere v^or Geiicht angeklagt, weil sie irgendweichen Schaden angerichtet hatten. Sowohl Saugetiere wie auch die kleinsten Insekten und Schädlinge wurden nach einem regelrechten (ierichtsverfdhren abqeur-, teilt. Einer der merkwürdigsten Prozesse spielte sich im 15 Jahrhundert in Pontmarteau in der französischen Provinz Auvergne ab, wo Raupen angeklagt wurden, weil sie in Wald und Feld übergroße Verwüstungen angerichtet hatten. Die betroffenen Bauern erhoben die An- 2. Aprfl klage, die sich zu einem Riesenprozeß entwickelte. Die Raupen erhielten eine ölfentliche »Vorladung», der sie aber »in trotzigem Übermut«, wie es in den Akten heißt, nicht Folge leis eten. Um ganz gerecht zu sein, wurde den Angeklagten sogar ein Verteidiger gestellt, was aus der Aufstellung der Ge-richtskoslen hervorgeht, Der Verteidiger führte aus, daß die Bäume und Straucher doch eigentlich die natürliche Nahrung der Raupen seien. Der Ricli-ter ließ sich aber nicht erweichen und verkündete das Todesurteil. Diese Entscheidung ist qewiß zu billigen, nur fehlte es leider an Mitteln um das Ur- teil zu vollstrecken. Man forderte die Raupen nochmals auf, sich an einer bestimmten Stelle im Walde zu versammeln, um dort ihre Strafe auf sich zu nehmen. Als diese Aufforderung wiederum erfolglos blieb, mußte das Verfahren eingestellt werden und die ungehorsamen Raupen wurden nur mit einem geharnischten Bannfluch bestraft. d. Agst vor dem Regen. Während wir den Regen als eine ganz natürliche Er scheinung hinnehmen und einen Schirm höchstens gebrauchen, um besonders empfimdliche Kleidung zu schützen, ist die Einstellung zum Regen in manchen anderen Ländern und ganz besonders bei primitiveren Völkerstämen oft grundsätzlich verschieden. In den Balkanländern zum Beispiel findet man noch beute, daß bei der bäuerlichen Bevölkerung der Regenschirm eine besonders wichtige Rolle spielt. Der ärmste Bauer spannt, sobald es nur zu tröpfeln beginnt, gleich seinen Regenschirm auf Ja selbst, wenn er auf seinem Saumtier über Land oder durch das Gebirge rei ten muß, darf das große schützende Regendach nicht fehlen. In China und auf den Südseeinseln ist der der Regen noch viel mehr gefürchtet. Forscher, die Sumatra bereisten, hoben beobachtet, daß Eingeborene oft bis zu den Hüften in MARBURGER ZEITUNG einem Flusse standen und den fruchtbaren Schlamm zutage förderten. Sobald es aber nur ein wenig zu regnen begann, stiegen sie sofort ans Ufer und suchten unter den Bäumen Schutz vor dem Regen. a. Nur Sklaven trugen Ohrringe. Ohrringe waren in den ältesten Zeiten ein Zeichen des Sklaventums. Man pflegte sie im Ohr des Sklaven so fest zu verlöten, daß sie nicht mehr entfernt werden konnten. Dabei wechselte ihre Form, immer aber trugen sie den Namen des entsprechenden Sklavenbesitzers. Erst später pflegten die Frauen Ohrringe als Schmuck zu tragen. STADTTHEATER MARBURG-Drau Amtliche MonUg, 12. April: RInq 3 des Amlt-s für Volkblldung: Troubadour Oper tu vier Akten von Cfiuseppp Verdi. Beginn 20 Uhr, Ende 22.'iQ l'hr. Kein Kiirtcnvprk, Vertriebsabtelluue üntorailliappe Marke „Hanomack" auf der Straße Marburg—Windlschfelstritz verloren. Gegen Belohnung abzugeben bei Dr. Semllttch, Tierarzt, Windlschfelslrllz. 153-4 An unsere Posibezieher! Wenn der Postbote zu Ihnen kommt und die Bezugsgebühr für die ,,Mdrbur-ger Zeitung" ninhebt, bitien wir Sie, ddmit in der Zustellung keine Unterbrechung eintritt, die Zahlung nicht zu verweigern. Die Bezugsgehühr ist immer in voraus zu bezahlen. ,,Marburger Zeitung", Vertriebsabteilung Orlngeod zu kaufen gesucht LKW oder Zug" maschinen'^ Atihängewagen jummibereift, mit Anlaufader Luftdruckbremse, bis >echs Tonnen Tragfahig-teit. Anträge an: ED. SUP-PANZ O. H. G., BAREN-FAL, Untersteierm. 141-4 familien-Anzeigen finden durc h die „Marburger Zeitung" weiteste Verbreitung I Sendet den Soldaten die „Marburge,r Zeitung" an die Fro KT; I