t?-.'k 't Qua Que '' Z4Z Das Quart, des Quartes, die—e; das Quartal, des-es, die-e; der Quar¬ tant, des-en, die Quarte, das Quar¬ tier, des —es, die —e; alle aus dem Lat. iiaitus w. s. f. Der Quarz, Des--es, im BerBane. Da. her quarzicht, dem Quarze ähnlich, quar- zig,'ihn enthaftend. Der Quast, des —es. Die —ä», oft auch die Quaste, ^lur, die — en. Diminnt, Quästchen. . / Die Quecke, «^gMarft, nicht wie Queke,) verwandt mir quick Daher auch das Queck silber. i Die Quele, plur.— n, Da das Wort schon lang genug ist, so ist es unnöthig, es Quehle zu schreiben. Quellen, das Neutrum, gehet irregulär: Du quillst, er quillt; Imperf. quoll; Partie, gequollen. Aber quellen, das Ackivnm, quellen machen, gehet regulär. Daher Die Quelle, bcy einigen der Quell, Dimin. Quellchen, verquellen. !/ Der Quendel, eine Pflanze, aus dem Lat. Lunilg. Das Quent, des—es, die —e, Dimin. Quentchen, aus dem Lat. quinlus. z/ Quer, nicht queer, weil das Wort schon vier Buchstaben hat. Daher die Quere. Querlen, eine eigene Onomatopöie. Daher / der Querl, des—s, die—e- Quet- 346 Sue Rad Quetschen, auch eine eigene Snomatopsi'e, verwandt mit guatsre, quallare. Daher Quetsche, zerquetschen. - Quick, — er, — este, verwandt mit wacker, meist veraltet. Daher Nvch/krquicken, er¬ quicklich, die Erquickung, verquicken, im Hüttenbaue. Siehe auch Quecke. Quitt, ein altes deutsches Wort. Daher quit- / tiren, Fie Quitrrmg. Die Quitte, aus dem Lat. O/clonia. R,. Die Raa, S. Rahe- Die Rabatte, aus dem Franz, kadar. Der Rabultist, des —en, die —en, aus dem Lat. ksdnia. Der Rabe, des—n, die-^- N, von seinem Geschrepe. /Rachen, jetzt regulär, außer daß das Partie, gerochen für gerachet noch zuweilen ver¬ kommt. Daher die Rache, der Racher, Fäm!n./Racherinn,-Pachgierig u. f. f. /- Der Rachen, des —s, plm- m ling. vcr, wandt mit dem Lat. Kiews.- Die Rackete, D-min. Racketchen, aus dem Ital. kaALtto, folglich nicht Raquette, weil wenigstens die heutige französische Sprache die¬ ses Wort nicht kennet. Das/Nad, des — es, piur. Rader, Dimin. Rädchen, verwandt mit Kota. Daher La¬ dern, 1 Rad Rai 347 der», für das niedrige radebrechen, der Rädelsführer,gleichsamRädleinsführer. Der Raden, des— s, plur. inus. eine Pflanze. Der Räder, Les —s , p!nr. uk linF, ein Sieb, von dem veialtstcu raiten, srebey. Da¬ her rädern, sieben. Der Radieß, des —es, die —e, Dimin. Radießchen, ans dem Ital. l^Lelica. Raffen, verwandt mit rnpare. Daher die Raff fel, der RaffZahn. / Ragen, verwandt mit reichen. Hervor ra¬ gen , heraus ragen. Die Rahe, auf den Schiffen, besser als Raa, Rahe, von den Pferde», S. Rehe. /Der Rahm, des —es, piur. c-^. der fette» Thcil der Milch, Schaum; aber^Ler Rah¬ men, des —s, plur. ut linA. Diminut. Rähmchen, der Rand II. s. f. verwandt mir -Riemen, rahmen, zielen, und in anbe- rahmen, ist noch davon verschieden. Der Rain, des —es, die—e, Diminut. Rainchen, verwandt mit Rand, daher cs auch noch das ai bekommt. Daher rennen , grenzen, der Rainfarn, eine Pflanze, weil sic auf den Rainen fährt, das ist, sich ver¬ breitet, folglich nicht Rheinfarrr. So auch dieRainblume,derRainkehl,dleRain- Weide, der Hartriegel, I-i^ulinim vultzars aber die RbeiNweide, der schwarze Pap, pelbaum, kopulim ni^ra, weil er an den Rheinen, dgs ist Bachen wächst, und die Rhein- 348 Ram Nap Ilheinschwalbe, gleichfalls von ihrem Auf. enthalt an den Bachen, Rammen, eine eigene Onomatopöie. Daher die Ramme, rammeln, der Rammler, verdammen, verrammeln. Der/Rand, des - es, plur. Ränder, Di¬ min. Rändchen. Daher rändlg, einen Rand habend, rändern. D r Rang, deses, die — e, ans dem Franz. Der Range, des—n, die —n, ei» lang aafgeschosiener junger Mensch. Der Rank, des —es, plur. Ränke. Da¬ her ränkvoll. . i Der Raakeil, des — s, plur. ut lin§. oft', auch die-^Ranke, xlur.— n. Daher ran¬ ken, das Verbum. Die Ranunkel, plur, — n, aus dem Lat. kanuuculus. Der Ranzen, des— s, plur. ut 5in^. Di¬ min. Ränzchen. Daher der Ränzel- Ranzen, vuIZ. sich heftig bewegen, lärmen. t Ranzig, — er, - ste, von dem Fette. Da¬ her die Ranzigkeit. Die Ranzion, plur. — en, aus dem Franz, kaucon. Daher ranzioniren. !. Der Rappe, des —n, die —n, ein schwarzes Pferd, verwandt mit dem Lat. ravus. 2. Die Rappe, eine Reihe, aus dem Franz, pe. Daher der Rappeh, des —es, die — e, aus dem Franz, kape, rappiren. Rap- Rap Rass 349 Rappeln, verwandt mir reiben. Daher vulZ. rappMpfig. Das Rappier, des — cs, die—e, aus dem Mittel-Lar. Nupjaeria, Franz, kapier. Da¬ her rappieren. . Die Raptusse, verwandt Mil rappen, rasen, Rant u, s. f. Der,Rapunzel, des — s, pl«r. inus. aus dem Lat. lZ.Äj0U!icnNiL. Die Raqnete, S, Rackete. Rar, —er, —esse, aus dem Lat. rnri^. Daher die Rarität, plur. — en. Franz. Karite. /Rasch, —er, — esse, verwandt mit rau¬ schen, rasen, u. s. f. Daher die Rasch¬ heit. / Der Rasch, des —es, die — e, eine Zeug¬ art von dem Nahmen der Stadt Arras in Artsis, wo ßc zuerst verferssgek worden. Daher'» raschen, daraus bereitet«. /Der Rasess, des —s^ plur ur ver¬ wandt mit Gras. Daher berasen. Rasen, eine eigene Onomatopöie, er rasst, ne ras'ten. Daher di^Raserc'y, .verrüs t,. ^Raspeln- auch eine eigene Onomatoovi', Da her dieERaspel, beraspcln. Rasseln, gleichfalls eins eigene.Onomatopöie Daher die Rassel, das Gerassel. Die Z§s Nast Rau Die Rast, plur. in einigen Bedeutungen —en, verwandt mit Ruhe. Daher/rasteuAastlVs. Der Rath, des—es, die Rathe, RatlMlag, und Rachgeber, verwandt mit reden- Daher rächen, verb.-eve^. du rächest, (rächst,) er räch; Prat, rieth; Pamc-gerachen; raehig in beyrachig,/räthlich, —er, ' —ste, rathsam, —er, —ste, die Rath« samkeit,-rathschlagen, verd. re§.rver- rarhen,Perrathen, entrathen, der .Verrath, der Verräther, die Verra- /thcrey. Das Räthsel, des —s, plur. m knx. Di¬ min. Rathselchen, von rächen und der Ableitungssilbe sel; falglich nicht Rätzel, weil das h den Uebergang des j in z hindert» Die Ratze, nicht Ratte, welches die Nieder¬ sächsische Form ist, vvn dem allen rattcu, na-., gen, roöere, für Rat se. ^Rauben, verwandt mit rasten, räMere, u. s. f. Daher der/Raub, derMäuber, die Räuberinn, die^Räuberey,,räuberisch, berauben. < Rauch, —er, —ste, mit Wolle, Federn, oder Haaren bewachsen, verwandt mir raub. Daher -er Ranchhändler; das Rauch¬ werk, mit Haaren versehene gahr gemachte. Felle. . Der Rauch, des-es, plur.cAl-.-Daherrau- chen, räuchern, räucherig, rauchig, das Rauch- Rau Reb Zzr /Rauchwerk, Rauchwerk, womit man rau- che-k, verrauchen, beräuchern. /Die Räude, die Krähe, verwandt mit rauh. Dakcr/rnudiq, die Räudigkeit /Raufen, verwandt mit raffen, rauben u. s. st? Daher/die Raufe, derMaufer. >' Rauh, —er, — este, uneben, IN der Ab¬ stämmling verwandt mik rauch, aber in der Bedeutung verschieden. Daher hie Rauhe, die^Rauhigkeit, b'Wde nur im gemeinen Le¬ ben, rauhen. * Raum, —er, —efke, wofür doch ge¬ raum üblicher ist. Dahcr^d^x ^faUM, des —es, piur. Räume, Dimin. Räumchen, v-raumr.n, -er Raumer, räumig, geräu¬ mig, räumlich, —er, - ste, wie das vorige, die Räumlichkeit, verraumm. Raunen, leise reden, meistens veraltet. Die Raupe, Dimin. Rärrpchen, verwandt Mil repere. Daher raupen, abraupen. /Rauschen- eine eigene Onomatopöie. Daher her Rausch, des — es, piur. Rausche, be- / rauschen, da^Geräusch, verrauschen, RauSpern, auch eine eigene Onomatopöie. Da¬ her Has Geräusper? '» Die Raute, Dimm. Rautchen, eine Pflanze, ein Kranz, ein geschobenes Quadrat, dreh Wörter von verschiedener Abkunft. Die Rebe, oft auch der Rebe, -LS — n, dis—n, Dimin. Rsbchen, verwandt imir Rippe. Der , ZZ2 Reb Rech Der Rebell, des—en, die— en, Famkn. Re- bellinn, a. d. Lat. rebeUi«. Daher die Re¬ bellion, plnr.— en, Lat. kebellio, rebele lisch, —er, —efte oder —re, rebelliren. /Das Rebhuhn, S. Repphuhn. * < Der Rechen, d^es — s, piur. ut^6nZ. Nie- ders. die Harke. Daher rechen, mit dem Rechen arbeiten. /Rechnen, ein Jnitnsivum von dem alten rechen, zahlen. Daher der/Rechner, dieMech. nung, berechnen, verrechnen; und von dem veralteten rechen, das Rechenbrett RechMblW, verschieden von Rechnungs¬ buch , Rechenkammer, Rechenkunst, Rechenmcister,RcchcnpfcnniMlecheU- schaft u. O f. Recht, n6j. et säv. verwandt mir rectus, und richten; mir ist alles recht, es emem recht machen, es ist nicht recht, recht thuN, wo es überall das Adoerbium und nicht das Substantivum ist. Daher dasMecht, des — es, (in einigen wenigen Fallen noch Rech¬ tens,) die — e, folglich Recht haben. Recht behalten, einem Recht geben; rechten^rechtlich, rechts, berechtigen, gerecht, die Gerechtigkeit, zurecht, um der elliptischen Bedeutungen willen zusammen ge¬ zogen ; ferner dieZusammcnsctzungcn, rechtfer¬ tig-rechtfertigen, LieeRechtfertigung, jrechtmaßig, LieGkechtmaßigkeit-recht- schaffen, die^iechtschaffenheit, d.Rechts- Neck Reg M gelehrsamkeit, lange nicht mehr Rechts- gelahrheit, u. s. f. Necken- das Fackivum und Jntensivüm von reü> chen. ^Daher die Recke. ' Der Recior, des-^s, die Rectoren oder Rectoees, aus dem Lat. keclor, Fämitt. Rectorinn. Daher das Rektorat- des -^-es, die-^-e. Reden, verb. re^ er redete, geredet, red- te, geredt, sind theils hart, theils verleiten sie zu einer falschen Aussprache. Daher dik /Rede/ detzResner, die Redneriun, rednerisch, redselig, gesprächig- im Hoch¬ deutschen s-lk-n- die Redseligkeit, beres den,/die Bereötkng) dns Gerede, Vor¬ reden, Zureden. /Redlich, (gedehnt) —er, — ste, von deut veralteten Rede, das Recht. Daher die Red¬ lichkeit. Die Reede, Schifflände, s. Rehde. Das Ress, des —es, die — e, nur in ei- nigen Redensarten. Daher ressen, der Ress« träger. - Die Regel, Dimin. Regelchen, aus dem Lat. keZuia. Daher/regellos, ^regelmä¬ ßig, die Regelmäßigkeit, regulär. 2 Regen, sich schwach bewegen. Daher rege, — r-, — steMe Regung, erregen, die Erregung. Der Regen, des— s, plur. ur sinx. Daher regne», das Jntenfivum von dem Wörlerb d Lenk. Sprache. Z »tt- Z§4 Reg Rci veralteten regen, regenhaft, für die niedri¬ gen regnerisch und regenicht, beregnen ^'Regieren, aus dem Lat. regere. Daher der Regierer, dre/Regierung, dekMegent, des-—en, die—en, Lat. regens, das Regiment, des — es, die — er, aus dem Lär. ke^imen, und Franz. Regiment. / Das Register, des —s, x>lur. ul 6n§. aus dem mitrl. Lat. kLAiNrum^ / Das Reh, d'es — es, die e , DiMinuk. Rehchen. Daher der Rehbsck, das Reh¬ kalb, der Rehfuß u. s. f.^ Die Rehde, die Schifflände, besser als Ree¬ de und Rhede, .weil, Rh kein deutscher Laut ist. Daher der Rehder, die Reßtzerey, Rehe, steif, von den Pferden, nicht räh,. rähe oder reh; die bcyden ersten sind wider die Aussprache, und das letzte wider den Wohl¬ klang. Daher die Rehe. Neiden, ^erb. irreZ. Präter. rieb; Partie, gerieben. Daher die Reibe, der Reiber/ Famin. Neibcrinn, berciben, verrei¬ ben, zerreiben. Reich, —er, — fte, äives. Daher reichern m-.bereichern, reichlich, —er, —fte, der Reichthum, x>lur. Reichthnmer. / Das Reich, des —cs, die—e, verwandt mit dem Lat. kcgnum und >»egsr6. Daher NeichSadel, Neichsstand u. s. f. Reichen, verwandt mit dem Lat. rigere in por- rigere u. s. f. Daher erreichen, die Errei- ch.Mg, zureichen. Reif, Rei Rei ZZ§' / Keif, — er> — ste. Daher dierReife, rei¬ fen, reif werden und machen, reiflich/ — er, —ste. . Der Reif, des —es, die---e, ein Seil, Rand, kruina, Ring, daher es reift, rei-r fen, mik Reifen versehen, der Reifer oder Reifschlager, der Seiler, der Reifrock. Der Reiger, s. Recher. /DieReihe.Dahcrreihkn,anreihen,aüfteihem Der Reiher, des —s, xlur» ur 6r>A« der . Lanz, meist veraltet. / Der Reiher, des —s, p!»r. ul > e, Vogel, vulg. Reiger, daher die Reiher- beitze, der Reiherbusch u. s. f. Der Reim, ^es —es, die —e, Diminur. Reimchen, verwandt mit dem Gricch. ^cr» Dahe^/reimcn, der Reimer, Fämin.Rei- merinn, ungereimt, abgeschmackt; aber für ohne Reime stad reitdfrey und reimlos so wohl bestimmter als edler« i. Der Rein, die Grenze, s. Rüin- s. Der Rein, ei» Fluß, s. Rhtm- ^Rein, —er, — ste, puru?. Dahevreini- gen, von dem veralteten reinen, die>Rei- nigkeit, (nicht Reine oder Reinheit,) die ^Reinigung, reinlich, —er, — ftf, (Niederfächss. reinlich,)Fdie Reinlichkedt. i. Der Reis, Or/^a, s. Reiß. s.^DaS Reis, des —es, ?iur, Reiser, D,'- minut.Reischen, Lnrcuius. Dahc>jhasRei- sig, das ReiSholz, das Reisbund u. 5 f. L » Nei- 356 Rei Rcl /Reisen, verwandt mit reiten. Daher diÄRei- se, bereisen, verreisen, und das veraltete - der Reisige, des —u, die —n, em Soldat, von^Rekse, Feldzug. Der Reiß, des—-Ls, plur. csr. eine Hülsen- srucht, aus dem Griech. und Lat. Orvra; wo¬ her auch das ß rühret. Daher der Neißhrep, das Neißmuß, Ncißbrvt u. s. f. Reißen, (der Aussprache nach richtiger reissen,) . du reissest, er rciffet, reißt; Prat. riß; Partie, gerissen; eine eigene Onomatopöie. D.aher der/Neisser in Possenreisser, Lein¬ wandreisser u. s. f. entreissen, zerreis¬ sen. S. auch Riß. r. Reiten, verb. re§. in Ordnung bringen, nur noch in bereit, bereiten, s. dieselben. 2. Reiten, verb. irreA. Prat, ritt; Partie, geritten; c^nitare, verwandt mir reisen. Laber der Reiter, des—s, piur. I!t smA, (nicht Reuter, weil es von teilen und nicht von reuten abstammet), ^die Rektercy, be¬ reiten, ein Pferd, der Bereiter, errei^ ten, Zureitern Reihen, von reiten, so fern es ehedem auch stechen, bewegen, bedeutete,-und— sen, für reit-sen , verwandt mit ritzen.' 'Daher.dek, /Reitz, des —es, die — e^reitzbar, die ^Reizbarkeit, die Reitzung. Der Rekel, des — s, pi»r. ut KnA. nur m den niedrigsten Sprecharten. Die Reugion, pbir. —. en, aus Lrm Lar. ^eli- ssio. Ren Rest gZ7 8'0. Daher religiös, —er, — este, Der Religiöse, des —n, die —n. Renken, Las Jnlenfivum von ringen. Daher verrenken, die Verrenkung. Rennen, veri). irre§. Prst, rannte; Par- tic. gerannt, oft auch schon regulär, ver. wandt mir Rhein, Fluß; und rinnen. Da¬ her Ler/Nenner, HieMennbahn, das Rennthier, exrennen, verrennen- Der Renomist, des—en, die—en, aus, dem Franz, stenome. Die Rente, noch häufiger im Plural; allein, ' die Renten, aus dem Franz, liente. Da¬ her renten, eintragen, die Renterey, Rent- nerey, Rentey, nur an eimgen.Drken für Rentkammer, Rentamt, der Rentner, vul^. Rentenierer, der von seine» Rcurcis lebt, der Rentmeister u. s. f. Das Repphuhn, des —s, piur. — hH, ' ner^ von dem noch Njcders. reppen, sich schnell bewegen, folglich nicht Rebhuhn, welches zugleich wider die Aussprache ist. Die Republik, plur. —en, ans dem Franz, ^upuhjicjue. Daher republikanisch, der Republikaner, Fämin.Nepublikanerinn. /Der Resident, des—-en, die —en, Fa- mitt. Restdentinn, aus dem Franz.keLiöent. Die Residenz, plur. —en, aus dem Lat. kesirjenlia. A'Der Rest, des —es, die—e, Diminüt. Rkstchcn, aus dem Franz, lde/ie. Daher re- sten. ZZZ Ret Rich sten, zurück styn, «och häufiger restiren, Lak. refisre, der Restant, des-^en, die—en. Retten. Daher der Retter, Fämin. Rette- rinn, di^Rettung, erretten, der Er¬ retter, dre Errettung. Der Rettig, des —es, die—e, aus dem Lat. KZ6ix. Datier Meerrettig. Reuen- Daher diMeye, (nicht Reu,) reuige — er, — este, gereuen, bereuen, die Bereuung. . /DieRkUse, verwandt mit dem Lat, lliscus, Daher gischreuse, Senkreuse, Krebsreu¬ se u. s. f. Reuten, verwandt mit reissen und rotten. Daher die Reute, Reuthaue, das Ges » reut,xausreuten. Der Reuter, Lgues, f. Reiter in Reiten. Das Revier, des — es, die—e, aus dem Franz, lliviere. Daher reviereN, bcp den Jagern. f Die Rhede, s. Rehde. ' '' Der Rhein, des —es, die—e, der eige¬ ne Nähme, der aber ehedem einen jeden Fluß bedeutete, verwandt mit rinnen. Das Rh ist aus dem Gri'ech. und Lat. Kbenus- Daher -er Rheinfall, der Rheingraf, das Rheingold, die Rheinschwalbe, und Rheinweide, verschieden von der Rain¬ schwalbe, und Rainwalde, s. in Rain. Die Ribbe, s. Rippe. Richten, nahe verwandt mit recht. Daher -ex'G Rich- Nie Nie 359 Richter, Fämkn. Richterinn, richterlich, richtig,—er, —ste, die Richtigkeit, be- /richLenOerBericht,berichtigen,dieBe-- richtigung, errichten, die Errichtung, entrichten,dieEntrichtung,dasGericht, / verrichten,?die Verrichtung, zurichten. » ' /Riechen, Verb. irreg. du riechst, er riecht, ssbord. reuchst^ reucht;) P-äter. roch; Partie, gerochen; Jmpcrst. riech, (Lbsrd. reuch;) verwandt mit rauchen. Daher riech- /dar,rdie Riechharkeit,-beriechen, sich verricchen,?der Geruch. / Der Riegel, des—s, x>lur. »r Kn§. Dimin. Riegelchen, verwandt mit Regel, Rei¬ he u. s. f. Daher riegeln in aufriegeln, zuriegeln, entriegeln, verriegeln. Der Riemen, des—s, plur. ut l>n§. (vulg. Riem, des —ens, die—»en,) verwandt mit Rahmen. Daher dkMiemer, Famin. Riemcrinn. Der Riese, des—ns, piur. ur ling. Fämin. Riestnn, von dem alten riesen, in die Höhe schießen, verwandt mit groß. Rieseln, eine eigene Onomatopöie- Daher das Geriesel. / Das Rieß, des —es, die—e, außer m,'t einem Zahlworte, da es km Plural unverän¬ dert bleibt , sechs Rieß, eine Quantität Pa¬ pier von «0 Buch, Das Rieth, (nicht Rikd,) des—es, die --e, Diminpt. RiethchM, Rohr, eine fum- Zöo Rif Aip sumpfige Gegend u, s, f. Daher Riethgpgs, Rlethram u. s. f, /Riffeln, das Jterat. und Dimin, von reiben und raufen. DaherLis Riffel, / Das Nino, des—.cs, die —e. Daher ritt- Hern, nach dein Rinde oder Zuchrochsen ver- langen .^Rindfleisch,Mittdvieh u. s. f. Die Rinde, Dummu. Rindchen, verwandt mit Rand- Daher rindig in grodrindig, hartrindig,u. s. f. - /Der Ring, des —es, tzie — e, Dimi^-t. vuig. Ringelchen. Daher her Ringel, des-7-s, plnr. ul fing. ringelig, rin¬ geln, rzngen, mit Ringen versehen u, s, f, in beringen, umringen, rings. Ringe, actv wofür jetzt geringe üblich ifi, ryclches siche. Daher verringern, die Ver¬ ringerung. r. Ringen, verl). reg, yon Ring, f. in die¬ sem, Daher umringen, umringet, »ich; umrungen- 2. Rittgen, verb. irrox. Prater, rang; Par¬ tie. gerungen. Daher der Ringer, des — s, piur. ul sing, erringen. Der Rinken, des — s, plur. ul fing, ein großer Ring, von diesem Worte. RlNNett, verb. irreg.Peäl.rqNN, Conj-rän- ne; Partie, geronnen; verwandt mit ren¬ nen. Daher die/Rinne, Diminut, Rinn- chen, entrinnen, zerrinnen, gerinnen. Die Rippe, (Rieders. Ribbe,) Dimi», Ripp¬ chen. Riß Rog z6 1 chm. Daher rippen, gerippt. Las Ge- npp. /Der Riß, des Risses, die Risse, Dim-nue, Rißchen, von-reißen. Daher rissig, Riffe haöeiw^Äbriß, Aufriß u. s. f. Der Rist, Les—es, die— e, ein erhöhe- ter Lheil, in einigen Falle» verwandt mit Niese, folglich nicht Röst, auch nicht Rieft,, oder Riester, / Der Ritt, des —es, die —e, von reiten. Daher/dcr Ritter, des— s, piur. Ul linZ. Famin.Ritterinn, ritterlich, die Ritter¬ schaft, ritterschaftlich. /Nltzen, nahe verwandt mit reitzen, für rit- sen. Daher Lep/ Nitz, Les —es, die — e, oft auch die Ritze, plur.— -n, Di- M'ttllt. Ritzchen. Der Robbp, des-N, die—N, der Seehund., Der Roche, des-u, die -n, der Elcphank im Schachspiele, ingleichen ein gewisses Fisch- ^/Röcheln, eine eigene Onomatopöie. Daher / verröcheln,rbas Geröckcl. Der Rock, des—es, die Röcke, Oimiuut. Röckchen, verwandt mit rauch. Der Rocken, des—s, pi»r. ul 6n§. im Spinnen; ingleichen eine Gctreideark, zwcy der Abstammung nach verschiedene Wörter; daS letzte im Rieders, Roggen, welches aber wi¬ der die Hochdeutsche Sprache ist. /Der Rogen, des —s, plur. ur lmg. Daher der Rogener, -es — s, xwr. "tlin§. Roh, z6s - Roh Rsst Roh, — er, — este, verwandt mit rauh, und ruclis. Daher die Rohheit, vul^ Röhlgkeit. /Das Rohr, des —es, die —e. Diminut.> Röhrchen. Daher röhrig, mit Rohr be¬ wachsen./, die Rohrdommel?berohren. ^Die Röhre, xiur. — n, Dim-nuk. Röhr¬ chen , nahe verwandt mit dem vorigen. s Rollen, eine eigene Onomatopöie. Daher die /Rolle, der Roller. Der Roman, des—es, die —e, (vuiZ? die Romane, plur- n,) aus^dem Franz, la llomsn. Daher romanenhafl, —er, — este, romantisch, —er, — este, oder — te, die Romanze. Das Rooß, des —es, plur. inuZ. das Ge¬ wirk im Bienenstöcke, nur in einigen Ge¬ genden. ' j Die Rose, Dimin. Röschen', verwandt mit llotn, roth, u, s. f. Daher rosenfarben, vulx. rosicht. Die Rosine, Dimrnut. Nosinchen, aus dem Franz, llnisin. Der Rosmarin, aus dem Lat. Kosmarmu8, Das Roß, des —ffes, die —sie, Dimin. Rößchen, ein Pferd. Daher der Roßkamm, der Roßtäuscher, aus dem mittl. Lat. l>ium. i. Der Rost,.deS—es,, plur. Röste, ein Gitterwerk, Haufen, u. s. f. zwey der Ab¬ stammung nach verschiedene Wörter. 2. Der Rost Rück ZÜZ Z» Der Rost, des—es, plur. inuZ. ^eru^o, verwandt mit rauch, Rande u. s, f. Daher rosten, berosten , verrosten, rostig, / Rösten, eine eigene Onomatopöie. Daher der Röster. Roth, rbther, rötheste. Daher die Röthe, der Röthel, des—s, piur. ut Kn^. Röthcln, linA. car. (vuiZ. Ritteln,) rö- then, erröthen, röthlich, — er, — ste, der Röthling. Rothwalsch, von Roth, ein Bettler im Roth» walschen, und watsch, fremd, ausländisch. Die Rotte. Daher rotten, vultz. rottireu, der Rottirer. ./ Rotten, das Jntensivum von reuten. Daher ausrotten. Ein anderes ist das Mieders, rotten, verwesen. ' /Der Rotz, des — es, plur. inus. verwandt mit riesen, fließen,' für Rots, Hollans difch keuifel. Daher rotzen, tvtzig. Die Rübe, Dimin. Rübchen, verwandt mit Daher der Nübesamen, Rübsen. Ruchlos, —er, —^ste, von dem alten Ruch, Sorge, Achtung. Zecher die Ruchlosigkeit/ verrucht. / Ruchtbar, — er, —ste, von dem veralteten . Rucht, Gerücht. Daher hie Ruchtbar- keit, dgs Gerüchtt Rucken, >(Oberd. rucken,) verb. neut. und KSt. das ZnttnfivUM vsli regen. Daher der Ruck- ' 364 Rück Rui Ruck, des —es, die —e, berücken, rücken, verrücken. Der Rücken, des — s, p!»r, ut lmg. Da¬ her/rücklings, Zurück, und die Zusammen-' setzungeu, der Nückgrath, des —es, die — e, von Grath, Schärfe, folglich nicht /RÜckgrad, welches zugleich wider die Aus¬ sprache ist; ferner der Rückenhalt, verschie¬ den von Rückhalt, letzteres für IurÜckent- haltung; der Rückfall, die Rückfrage, rückgängig, die/Rückkchr, die Rück¬ sicht,s. f. wo rück für zurück stehet. Der Rüde, des— 7N, dch^-n, ein grosser Hund, /Das Ruder, des—s, plur, m. Da¬ her/ rudern, der Ruderer. * / Rufen, vprb. i'rrLA. Jmperf. rief, Partie, ge¬ rufen. Daher der/Ruf, des — es, plur.' inu5. der Rufer, Fäwitt. Rufcrinn, be¬ rufen ,/ errufen, ^verrufen. Rügen, beschuldigen, tadeln. Daher die Rü¬ ge , das Rüggericht. Ruhen. Daher die Ruhe, rulsig, beruhen. /Rühmen. Daher der/Ruhm, des —es, plur. csr. /rühmlich, -—er, — ste, die Rühmlichkeit, ruhmredig, von reden, (nicht ruhmrättzig,) die RuhMredigkelt, berühmen- , LRühren.^ Daher die Ruhr, der/Aufruhr; - die Rührung ^berühren. / Der Ruin, des —es, xiur. Mus. das Ab- strac- Rum Rut 365 straetum; aber dre Ruinen, car. das Coucretum, aus dem Lat. i^uiua. / Der Rumpf, des —es, ßiur. Rümpft, verwandt mit Strumpf, u. s. f. Rümpfen, verwandt mit irumm u. s f. Rund, — er, — estc, (nicht runder, run¬ deste,) verwandt mit ruttmdus. Daher hie Runde, di- runde Beschaffenheit, (vulx. Rundheit,) die Runde, die kreisförmige Bewegung, ründen, die Rundung und Rundung, rundlicht, — er, — ste. /Runzeln, von rinnen. Daher die Runzel, ^runzelig, Runzeln habend, entrnn;eln° Rupfen, das Jutcusivum ovtt raufen. Daher berupfen, zerrupfen. Im Rieders, rilp- pen; daher das Vu!§. ruppig, eigentlich zerrupft. Der Ruß, des —es, piur. MUS. Daher rußig , -er, —ste, berußt. Der Rüffel, des—s, plur. Ut ÜNZ. Di- minut. Rüfftlchctt. Düsten. Daher rüstig, —er, —ste, die Rüstigkeit, die Rüstung, sich entrü¬ sten , das Gerüst. Die Rüster» xstur. — tt', der Niedersächstsche Na^me des Uimbaumcs. 'Daher rüstett'.. Die Ruthe, Diminur. RÜthchm. ^Rütteln, das Jterativunt von dem veraftttnk rütten, in zerrütten, »ich hieß vc-u tkN, bewegen» Z66 S a a Sack, - S. .^Der Saal, des — es, die Sale, ÄiM- nut. Sälchen, ein großes Zimmer. Die Kürze kes Wortes machte ein Dehnungszei¬ chen notwendig, wozu man schon sehr frühe den verdoppelten Vscal wählte. Ein ande¬ res nur noch in der Zusammensetzung übliches gleich lautendes Wort s. in Sahl -°- und ' Sal. — Der Saame, f. Same. . Die Saat, plur. —en, von säen. DahS / die Aussaat, das Saatfeld, die Saat« zeit u. s. f. Der Sabath, des—es, die —e, aus dem Hebräischen. Der Sabel, des — s, plnr. »t 6n». Mmi- NIU. Säbelchen. Daher säbeln. Der Säbenbcmm, des—es, die—-bau- Ute, aus dem Lak. Labina, folglich nicht St^ venbaum, Sebenbaum, Siebenbaum, Sadebaum, Sadelbaum u. s. f. Die Sache, pl»r. — n, Dimin. vu!Z. Sa¬ chelchen. DaherMrsgchs, vLrursPhen. tSachsen, Genetiv. — s, daher der Sachse, (nicht Sachs,) des —n, die— n,Fämin- Sächsinn, Sächsisch. z Sacht, — er, —este, vul§. für leise, langsam. Dek Sack, des es, -Säcke, Diminuk^ Sack- Sac Gai 367 Säckchen. Daher sacken, vul§. sich besa- cken, sacken. s Das Saeramcnt, des — es, die e, der Saeristan, des-—es, die —e; die Sa-» cristey, die —ktt, alle aus dem mttkl. La» tcinischen. Der SaSebaum, 5 Sabenbaum. Säen, verwandt mit dem altenLüteinischen seo, i«o. Daher besäen, s. auch Saat, und ' Same. '» Der Saffian, des —es, die-^-e, der Safflor, des — es, die — e; der Saff- ran, des-^-s, lauter ursprüngliche morgen» ländische Wörter. ^Der Saft, des — es, piur. Safte, Dimi- riur Saftchen. Dahessastig, —er, —ste, die Saftigkeit. , Sagen. Daher die Sage, saglich in unsäg¬ lich, unaussprechlich, besagen, entsagen,. - die Entsagung, das Gesage, versagen, ^die Versagung, zusagen, die Zusage. Sagen, verwandt Mit dem Lat. secsre. Daher die Säge, der Sager, zersägen. DasGahlband, des—es, die — bander, im Vergbaue, von dem veralteten Sahl, Gren¬ ze , Rand. Daher auch das Sahllmch, dir Sahlleiste. In Sahlweide scheinet es das alte Sahl, ein Bach zu sepn. Die Sahne, der Milchrahm, Rahm. Die Saite, Lbor6a, Diminut. Saitchen. Man hak das Oberd. ai »ermuthlich »m deßw-l-' Zä8 S 6 l Sam len in diesem Worte bepbehalten, um es vok Seite, 1-atus, zu unterscheiden. Daher besaiten. Der Salat, des—es/ die — e, aus dem Lat. ftrlnta, nämlich.berbs. Der Salbader, des — s, pMr. m lmx. vcrmuthlich von dem Nicders. sal, schmutzig» Daker salbadern, die Salbaderei). t Die Salbe, plur. — n, Diminut. Salb» chcn. Dahc^salben, besalben. Die Salbey, aus dem Lat. Lalvia. Der Salm, des —es, die—e, Diminut. Salmchen, aus dem Lat. Liilmo. Der /Salmiak, des — es, die—e, zusammen- gezogen aus 8al ammomucnm. Der Sal¬ peter , des — s - plnr. ut lin^. aus dem Lat. 8al petrse. vu!^. Salniter, aus 8a1 iritrum. Das Salz, des —cs, die —e, verwandt mit dem Lat. 8nl, und Gricch. piXx. Daher salzen, falzicht, dem Salze ähnlich, ein rvcmg salzig, salzig, Salz enthaltend und venatheud, die Salzigkeit, versalzen. Der Same, des— ns, Die — n, von säen, verwandt mit Lernen. Da dieses Wort um des breiten M willen schon Umfang genug hak, so ist unnöthig, den Vocal zu verdoppeln. Daher die«Sämerey, besamen, das Gesame. Samisch, von noch unbekannter Herkunft, vielleicht aus dem Franz. Lirsmois. Sam» ,Sam Sat Z6z Sammeln , (uM sammlen,) ehedem sam- men, daher noch zusammen, bkysam- Mem Von sammeln ist der Sammler, / dic Sammlung/Versammeln, dieVcr- /sammlunq. Der Sammet, zusammen gezogen Sammt, des —es, die-—e, aus dem Griechischen Daher sammeten, von Sammer. Sammt, aäv. von sammen, sammeln» Da- , her/santzntlich, gesamint. Der Sand, Des — es, plur. cnr. Daher sanden in versanden,sandig,—er, —ste. . Der Sander, des-^-s, piur. ur ein Fisch, weil er sich auf dem Grunde im San¬ de aufhält, folglich nicht Zander. /Sanft, — er, —este. Daher di^Sänfte, ein sanfter Lragseffel, die^SanftMUth, sanftmüthig, die/SanftMüthigkeit,/he- sauftigen. . Der Saug, von singen, wofür doch Gesang üblicher ist. Daher der Sanger, die Sän¬ gerin», der Sangvogel u- s. f. Der Sapphier, des —es, die —e, aus dem Griech. und Lat. 8-,ppüirus. » Die Sardelle, Dimin.Sardellchen, aus den? Ital. Lnräella, von der Insel Sardinien« Der Sarg, (r^ik einem Unverfälschten g, nicht" wie Sark,) "deses, die Särge. § Die Sarsche, ans dem Franz. LutAL. Der Satan, des — s, die —e, aus dem Hebr. Daher satanisch. Whrterb. tz, hxnt. Gvrach-- As Satt, 37° Sat Sau * Satt, — er, — este, verwand! mit snt, 5n^ rur. Daher die Sattheit, (vulg. Sattig- keit,) sättig, sättigen, die Sättigung; die Gültigkeit, die^igenschaft einer Spehi se, da sie leicht sättigt, ingleichen einer Per- son, welche leicht zu sättigen ist, etsättlich, /unersättlich, sattsam, die Sattsam- keit. Der Sattel, des —s, plur. Sattel, von sitzen. Daherr satteln, derrSattler, Fämin. Saltlerinn. Der Satyr, !»ks —s, die Satyr en, aus dem Grikch. und Latt 8nl)?r. Daher die Sa-« « tyre, ans dem Franz. 8nl/re; Lat, 8at^ra, satyrisch, — er, — este, oder. —ie. Der Satz, des.— es, p!»r.. Satze, Dimk- Lut. Sätzchen, von setzen. Daher die -Satzung, ResatzurKg, der Ersatz, Ent¬ satz, Versatz. Die Gau, plur. Satte, im Dberd. und bey ' den Jägern, Sauen, verwandt mit Lus« Daher sauen, säuisch, — er, — este, oder — te, die Sauercy, besauen. /Sauber, — er, —sie. ^Daher dierSau- ' berkeit, säuberlich, säubern. / Sauer, — er oder saurer, sauerste, (mA fäurer, sauerstes) dahek!ur. Schalle, erschallen, noch irregulär, Prat, erscholl, Partie, er¬ schollen, s. ailch iSchelle, und Schellen. DlkSchallMepe, aus dem Franz,cvalumea«. /Die Schalotte, aus dem Franz. Lickalolte, nnd dicß aus dem Lgt- ^lcalonja. Schalten, daher de^Schalttag , Schalt¬ jahr, einschalten, die Einschaltung. Die Schaluppe, s. Chaluppe. Die Scham, piur. INNS. Daher.sich-Maä^ H men, schamhaft, —er, — este, di'e /Schamhaftigkeit,^beschämen, die^Be- schamnng verschämt, Der Schäme!, des — S, plu--. ur 6,15. - Diminut. Schamelchen, im Oberd. Schä¬ me!, verwandt mit 8cabeIIum; daher das ä dem e vorzuziehen ist- / Die Schande, piur. car. Daher/schandbar, / die Schandbarkeit^schänden/^schänd¬ lich, — er, —ste, die Schändlichkeit, / verschanden. /Die Schanze. Daher schanzen, verschan¬ zen, die Verschanzung. 1. Die Schar, (nicht Schaar, weil das Wort schon Ausdehnung genug hat,) plur. — en, mehrere Dinge einer Art. Daher sich schü¬ ren, die Scharwache. S. Die Schar, piur.— en, ein schneiden¬ des Werkzeug, nur noch in Pflugschar, f. auch Scharf, und Scheren. Der S ch 6 Scha Z.75 Der Scharoock, des —es, pmr. rar. von dunkelcr Herkunft, Gngl, »rcurv)', wora>E das neuere Las. Lcorbutus^nebildet ist. , Die Schere/scharen, fFnGche-- / Scharf, schärfer, scharfeste, von 2 Schar. Daher die Scharfe, scharfen. /Der Scharlachs des — es,'die-—e, aus dem Morgenländischen. Daher scharlachen« / Das Scharmützel, des —s, plur. nr Nnz;. von Schar und nmtzeln. Das Oberd. Scharmützel, eine Tille, ist aus dem Skla- vonischen. Von dem ersten ist scharmützeltt, vuiZ. scharmutzieren. Die Schärpe, aus dem Franz. Lclinrpe, da¬ her das g der Abstammung gemässer ist, als das e. Scharren, eine eigene Onomatopöie. Daher die Scharre, verscharren. Die Scharte, von 3 Schar und der Ablei- tungssylbe — beider — te, worin auch' der Grund der Dehnung liegt. Daher schartig. Das Scharwerk, des —es, die-^-e, >»r in einigen Gegenden, von dem veralteten scha» ren, arbeiten. DahH scharwerken. Der Schatten, des—s, piur. »r linx. Da¬ her schatten in beschatten, umschatten; überschatten, schattieren, die Schattie¬ rung, schattig. r Der Schatz, des—es, plur. Schatze, Dim, Schätzchen, sm Schals, daher i^lNiederf, Schatt. 376 S ch a S ch e Schatt.Dahe^schatzeninbeschatzenchrand» L.schatzen, die^chatzmig. verschieden von ^schätzen, d-EckatzungHschatzbar, die »Schatzbarkeit, verschieden von^schätzbar, die^Schahbarkeit. SchMdern; das Jntensivum, von schayern, Daher der/Schauder schauderhaft. Schauen, daher die/Schau, beschauen, die Beschauung, beschaulich, die Be.' schaulichs'eit, 1. Der Schauer, des — s, plur. »r 6n^. eine Bedecfung, verwandt mit Scheuer- Da- her^schauerig, vor der Witterung bedeckt. 2. Der Schauer, des — s, x>wr, ur lin^, eine schncü vorübergehende Erschütterung, Da» berftchauerig, schauern, schauervoll. / Die Schaufel, Diminnt. Schaufelchen, L.rwandt mit Schaff und Scheffel. Daher schaufeln, der Schaufier/ /Schaukeln. Daher dieMchaukel, Der Schaum, des—es, pMr. inns. Daher Oschaumen, sowohl das Neutrum, als Acti? '' vum. schaumig. / Die Schecke, dabeckgescheckt, scheckig. Der Schedcl, des — s, ^lur. ut 6n§« ver? wandt mit Scheitel. Der tLcheffel, des—s, plur. vr 6n^. Di« minut. Scheffelchen, verwandt mit Schaff, Schiff, Schoppen, Schuppen, daher vuiA./scheffeln. jDie Schecke, Diminur, Scheibchen, ver¬ wandt mit Schiefer» Die S ch e Sche Z77 Die Scheine, eine hohle längliche Bekleidung. Daher das Gescheide , das Gedärm des Wildprekes. Der Schelm, des — es, die-—e, Dimi- nutivum Schelmchen, Daher die Schel- . »xMer.ey, schelmisch. ^Schelten, verb.jrreA. du schiltst; er schilt; Prat, schalt; Partie, gescholten; das Jnten- sivum von schellen. Daher unbescholten.. Der Schemel, s. Schamel, -eDer Schenkel, des—s, plur. ur Diminut. Schenkelchen. Dahkrschenkelig in gleichschenkelig u, s. f, 7 Scheukeu, verb. r6A. Daher der Schank, des — es, xlur. inus. in Weinschank, Bierschank, der Schenke, des —n, die-—n, Fämin. die Schenkinu, die Schenke, dekSchenker, da^Geschenk, bkschenken, verschenken. Die Scherbe, Dimin, Schephchen, in der Bedeutung eines Gefäßes, der Scherben, des—s, plur. titbng. vulA. der Scherbel- Scheren, (nicht scheeren,) verk. irrk-§. du scherest, (vulZ. schierst)) er scheret, schert (>ulA. schiert;) Prak, schor; Partie- ge¬ schoren; Jmperat. schere, (vulA. schier;) sich schnell bewegen, jemanden schrauben, tou- cieie u. s. f, nahe verwandt mit 2 Schar. Daher die Schere, Diminut. Scherchen, der Sckerer, besonders in Tuchscherer, Schafscherer, Feldscherer, u. s. f. die Sche? M Sche Sch k Schererey, verdrießliche Mühe^bescheren, verschopen. Der Scherf, des —es, die —c, Dimmu- livum Scherfchen, sherd. Schersiein, Der Scherge, des — n, die — n, von dun- leler Herkunft. . , Die Scherpe, ft Schärpe. /Scherzen. Daher derrScherz, des —es, die —e, scherzhaft, — er, — este, die ' Scherzhuftigkert, verscherzen. /Scheu, — er, --- este. Daher VrerScheu, aber derMbscheu/Lscheuen, scheuchen, scheuen machen, verscheuchen, die Scheu¬ che, das Scheusal, des —es, die —e, » /scheußlich, — er, —fte, von dem veral¬ teten Intensiv», scheusten, die/Scheu߬ lichkeit. Die Scheuer, (nicht Scheuroder Scheure,) verwandt mit l. Schauer und Geschirr. Scheuern, (nicht scheuren.) Die Scheune, Diminut. Scheunchen, in den gemeinen Sprecharten für das edlere/SchkUer. Das Scheusal, Scheußlich, ft «n Scheu, / Schichten. DaherMe Schicht, plur.—-en, schichtig in zweylchichtig, u. s. f. Ei» an¬ deres ist Schicht in Geschichte von ge¬ schehen, Schlcken. Daher schicklich, —er, — ste, Vie Schicklichkeit, dass Schicksal, des — es, die — e, die Schickung, das Ge¬ schick,/beschicken,geschickt, verschicken« Schi'e- Schi Schi Z79 «-'^Schieben, V6rb, irreZ. du schiebst, (Oberd. scheubst,) er schiebt, (Overd. scheubt;) Prater, schuld; Partie. geschoben; Jmpov. schieb; (OberAsutsch scheub.) ^Daher der Schieber, des —I, piur. urstng. per» schieben, S. auch Schub. Der Schied, des — es, die—e, von schei- , den, nur noch in Abschied, Unterschied, Gchiedmaker, Schiedsmann u. f. f. Daher schiedlich in unterschiedlich. Schief, — er, — este. Daher die^Schiefe. Der Schiefer, des — s, piur. »r stnK. Da¬ her schieferich, deM Schiefer ähnlich, schie¬ ferig, aus Schiefer oder dünnen Blattern be¬ stehend, sich schiefern. /Schielen, verwandt mit schel. Daher der Schieler, eine Person welche schielet, und ei» Ding, welches in eine andere Farbe spirik, vulA. Schiller, z. B. Schillertaffet, eigentlich Gchielertaffct. Die Schiene, Dimim». Schienchen- Daher schienen, das Schienbein, (mM Schin- bein.) Der Schierling, des-?-es, ?iur. i-n.«. verqiukhlich wegen der eingekerbten Platte^ von dem alten scheren, theilen. Schießen, verb. irreA. du schießest, (Oberd. scheußest,) er schießt, (Oberd. schcußt,) Prat.schoß; Partic.geschoffen; Imp.schieß. (Oberd. scheust.) Daher beschießen,erichie- ßen, das Geschoß, verschießen, S. auch Schuß. Das Z8o Schi Schi / Dsts Schiff, des— es/ die —e, Diminm.', tmum^Schiffchen. Dahcr^schiffbar, die F Schiffbarkeit,^ schiffen,^der Schiffer, Famm.--Schiffermn,^beschiffem, L.kr /Schiffahrer, Vie7Schiffahrt. Der Schild, des — es, die — e, Lcmum; das Schild, des —es, die —er, das Zeichen eines Hauses. Daher schildern, mahlen, die/Schilderey,-die Schilde¬ rung, die/Schildwqche. / Der Schilf, (bey vielen das Schilf,) des — es, die —e, Daher schilfig, damit be¬ wachsen, beschilft. Der Schillertaffet, s. i» Schielen. Der Schilling, des —es, die — e, ver- muthlich yon dem alten schellen, theilcn, da¬ her es so viel als Scheidemünze bedeutete? Der Schimmel, des —s, piur. ul linF. / i. ein weißes Pferd, Diminut.^SchiMMel- chen; 2. ein feines weißes Moos, als ein Zeichen der Fäulniß. Von der letzten Bedeu¬ tung stnd'/.schimmelig, schimmeln, be- schimmeln, verschimmeln. Schimmern, verwandt mit dem vorigen. Da- her der Dchimmer. ' Schimpfen. Daher der Schimpf, des—es, die —e, schimpflich, —er, —ste, die Schimpflichkeit, beschimpfen, die Be¬ schimpfung. < Ale Schindel, verwandt mit dem Laleini, scheu Lcincluig, Daher schindeln. Sch in- Schi Schl Z8l / Schinden- verb- irreg. tzrät. schund, Patt geschunden, verwandt mit sLinciere« Daher deySchinder, FämiierSchinderinU, die -Schinderey, erschinden. Der Schinken, des —s, plur. »r lm^ Diminun Schinkchen. Schirmen. Daher der Schirm, Des —es, die —e, der Schirmer, beschirmen, der Beschirmer, die Beschirmung. 'Schlachten, das Jntensivum von schlagen. Daher di^Schlacht, plur.— en, schlacht- bar, der Schlachter,-, im.'.Niedersächs. für das Hochdeut. Fleischer, geschlacht, um geschlacht. Die Schlacke, plur. — n. Daher schlacken, Schlacken geben, verschlacken, in Schlacke» verwandeln, schlackig, sie enthaltend. Schlafen, verb. irreg.hu schläfst,er schläft; Prat schlief; Partie, geschlafen; verwandt mit schlaff. Daher der Schlaf, des—es, plur. car. außer von den Seite rlheilen deA Hauptes, die Schläfe, der Schläfer, Fa- mkn. Schläferinn, fchlaferig, schläfrig, -er, -ste, die Schläfrigkeit, beschla¬ fen, entschlafen, verschlafen. /Schlaff, — er, — stc. Daher die-Schlaff« ^heit, erschlaffen. , /Schlagender!), irr.du schlägst, er schlagt;- Prat. schlug; Partie, geschlagen- Daher /der Schlag, des—es, pMr. Schlage, schlagbar, die Schlage, noch häufiger der Schlm z8r Schl Schl /Schlägel, fchlageln, der Schlaget, dre /Schlägcrcy, der Beschlag, beschlagen, erschlagen,/entschlagen, verschlagen, das Adjeck. und Verbum, zerschlügen. - / Der Schlamm, des —es, dic-^-e, Daher - schlämmen das Neutrum, Schlamm geben, 5 schlummern das Activlim^ schlammig. / Schlämmen, unmässig essen und trinken, noch verschieden von dem vorigen. Daher dek Gchlämmer, die Gchlammerey. -» > Die Schlange, wm schlingen^ schlank, so wie schlängeln.. Schlank, —er, — este. Daher das mehr übliche geschlank, die Geschlankheit. Schlau, — er, — este. Daher die Schlau- heit, vulg. Schlauigkeit. Der Schlauch, des — es, piur. Schlauche» Schlauderu, das Neutrum, nur selten; schläu- dern, dasAclivum. Dcher dieSchlauder, der Schlauderer. /Schlecht, — er, - este. Daher schlechtem dings, um der figürlichen Bedeutung willett zusammen gezogen, so auch schlechthin, schlechtweg. DcrSchlegel,besscrSchlagel,s.inSchlagen. DieSEehe; plur.— n, (nicht Schlee.) Da- hcrdeMchlchdormdieSchlehblütheu'.s.f-' l Schleichen, Verb. irre§. Prät. schlich, Par¬ tie, geschlichen. Daher der Schleicher, Fämin. Schleicherinn, beschleichen, er¬ schleichen, entschleichen, verschleichem r. Schlei- Schl Sch! Z8A r. Schleifen, verb. reg. auf einer Flüche forkziehen, nahe verwandt mit schleppen. Daher die/Schseife, in mehreren Bedcutun« gen, der Schleifer, in der Musik, fort, schleifen, verschlecht». 2. Schleifen, Verb. irreg.Prät.schliff; Par- . ric. geschliffen; scharf und glanzend wetzen. Daher der/Schleifer, Famin, .Schleife- rinn, das Schleisse!. Die Schlecht, ein Fisch, wegen seiner schick migen Beschaffenheit, besser als Schley oder / Gchleye. >Der Schleim, des-^es,pssv. e. Daher schlci- ^men,verschleimen, schleimig, 7-er,—fte. SchleiffeN/verb.irreg.Prak.schliß; Part.ge- , schlissen.Daher dieSchleiße,verschleißen. /Schlemmen, s. inSchlamm u-SchlaMmen. Schlendern. Daher der Schlendrian. /Schlenkern, verwandt milschlank ».schlingen. /Schleppen, verwandten schlaff und i. schlei¬ fen. Daher dieSchleppe, Dimin. Schlepp- chen, der Schlepper, stas Geschlepp, verschleppen. -- /Schleudern, s. in Schlaudern. Schleunig, —-er, —sre, von dem Obcrd. schlaunen, schnell fortgehen. /Die Schleuse, verwandt Mi! schließen UN- dem Lat. Llula. Die Schleie, s. Schleye. / Der Schleyer, des—s, plur. ur 6ng. Ainu- riut,Schleyerchen, von einem attenSchley, 384 Schl Schl Und der Äbleitüngssykbe er. Daher schley- ern, entschleyern, verschleyern. Der Schlich, des —es, d^e —e, von schleichen. Ein anderes ist der Schlich im Hkttenbaur. /Schlichten, verwandt mir schlecht. Daher schlicht, gerade, nur im gemeinen Leben die Schlichte, der Schlichter- Schliefen, verk. irreK. du schliefst, (Ober- deutsch schleusst,) er schlieft, (Oberdeutsch schleust,) Prät. schloff; Partie, geschlof¬ fen; Jncher. schlief, (Sberd. schleus;)^ verwandt mit schleifen und schlupfen. Da-» her der Schliefer. Schließen, verl). irre§. du schließest, (Ober¬ deutsch schleußeft,) er schließt, (Oberd. schleußt;) Prat, schloß; Part, geschlos-. sen; Jmperat schließ, (Oberd. schleuß.) Daher die Schließe, der Schließer, Fä- min.sSchließerinn,-schließlich,^eschlic-. ßen,/entschließen, verschließen, s. auch / Schloß u„d»Schluß. Schlimm, — er, — fte Daher verschlim¬ mern, die Verschlimmerung. Der Schlingel, des —s, ?iur. ut ling. Daher schlingelhaft, die Schlingeley. Schlingen, verk. irre^. Präterit. schlang, (vulA. schlung;) Partie, geschlungen. Da¬ her die/Schlinge, das Geschlinge ; ver¬ schlingen. Der Schlitten, des— s, plur. ut linZ. Di- minul. Schl Schl Z8S minut. Schlittchen, verwandt mit gleiten und glatt. Daher der Schlittschuh, des —es, die—e, von schreiten, auch Schritt- schuh. . Schlitzen, von dem alten fii'tan; für schlit- seu.' Daher der Schlitz, des — es, die , —e, Diminut. Schkitzchen. > "'Das Schloß, d^ds—sses, pi»r.'Schlösser, Dimch..SMbßchen, von schließen. Da- / her -er Schlösser, Famin. Schlöfferinn- Die Schloßü',"plur. — n, der Hagel. Dah?f das Vertzs schtqßvn, das Schloßcnwetter. Schloßweip, sehr weiß, vermuthlich für schloßweiß, von den Schloßen. '/Schlottern, eine eigene LttvMtUopöie. .Daher . ^schlotterig, —er, —ste» ' ' . '' /Schluchzen, das Ztttcnfioum von schlucken. /»Daher der Schluchzen, LinZuUus, und das Schluck iU. Schlucken. Daher -er Schluck, des—es« dtt —e, der Schlucken, Linguilur, das" Schlucken, der Schlucker, verschlu¬ gen, schlucksen, edler schluchzen. Schlummern- Daher der Schlummer, entschlummern, verschlummern. Schlumpen, vuiF. Daher die Schlumpe, schlumpig. / Der Schlund, des—es, p'ur. — Schlun¬ de, Dinlinut. SchlttUdchen, von dem al- / , Minden , für schlingen- l Schlupfen, (Dberd. schlupfen,) das In- MöMrb d> deut. Sprache» Bb len- ' Zgä Sch! Schm / ttiisivu'.-r von schliefen. DaherLchlüpferig, — er, —sie, Die Schlüpfrigkeit, Der Schlupfwinkel, verschlüpfen- /Der Schluß, des —ffes, piur. Schlüffe, von schließen. Daher schlüssig, die Schlüs¬ sigkeit, der Schlüße!, Dimin. Schlüf- scichen,/der Beschluß,»der Entschluß, der Verschluß. ' Die Schmach, plur. cen... von. schmähen. ;.Daher schmählich- /Schmachten. Dah- verschmähtem schmäch¬ tig, — er , -°-sie. Der Schmack, des—es, die —e, von schmecken, wofür doch Geschmack übliche^ , .... ist., Daher/schmackhast, die Schmackhaft . tigleit. Der Schmach, der GLrbcrbaum, ist aus Suittach zusammen gezogen; die Schmacke aber, eine Art Schiffe, ist aijs dem Holländischen Lmack. /Schmähen, verwandt mit Schmach, und schmählett. Daher die Schmähung, ver¬ schmähen. s Schmahlen, das Inkens, von schmähen, da¬ her das h hier kein bloßes Verlängerungszei- chen ist. Schmählich, s. in Schmach. Schmal, (nicht schmahl, da das Wort schon Umfang genu^ hat,) schmäler, schmaleste. Daher schmaler«. Die Schmälte, ans dem Jtal.StnsIto; da- her cs auch Smaltk geschrieben, und gespro¬ chen wird. DiVs Schm Schm Z87 Das Schmalz, des-es, die—e, vvn schmelzen. Daher schmalzen. /Schmarotzen, von dunkeler Herkunft. Daher beySchmarotzer, des—s, pMr. ur 6n^. Die Schmarre, Dimin. Schmärrchen. Die Schmasche, vnix. von Masche- Aber die Schmasche, ein zubereitetes Lammfell, ist aus dem Polnischen 8mnliclc. Schmatzen, eine eigene Onomatopöie, für schmatsen. Daher der Schmatz, des—es, ?!ur. Schmatze, Dimim Schmätzchen. Der Schmauch, des—es, plur.inus. Daher schmauchen das Neutrum, außer in Tobak schmauchen, wo es active stehet; schmaü- - chen , das Activum, der Schmaucyer. «Schmausen. Daher der?Schmaus, des — es, piur. Schmäuse, der' Schmau- ser, befchmausen, verschmausen- / Schmecken, eine eigene Onomatopöie. Daher /der Schmack und Geschmack, s- dieselbe. ^Schmeicheln, das Jcerativum und Diminu- tivum d,s veralteten schmeichen, verwandt mit schmiegen, wenigstens gewiß nicht von SchmguA schmäuchen, folglich auch nicht schmäuchel^, welches zugleich wider die Aus¬ sprache ist. Daher die/Schmeicheley, der / Schmeichler, Fami«. Schmeichlerin», schmeichelhaft, erschmeicheln. Schmeidig, —er, — ste, wofür geschmei¬ dig üblicher ist, s, dasselbe. ^ichmeifen, der Aussprache gemässer scümeis- Bb « sen, 388 Schm Schm sen , verk. in-etz. Prater, schmiß; Partie, geschmissen. Daher beschmeißen. S. auch Schmiß und Schmitz. ' Schmelzen, v^rb. re§. L irreA. in i^er letz¬ ten Form: du schmilzest, erschmilzt; P. ir. schmolz; Partie, geschmolzen; Jmperat. schmilz; verwandt mit moII-8. Das Neutrum gehet irregulär; das Actioum sollte billig je¬ derzeit regulär gebraucht werden. Daher der Schmilz, des —es, die —e, schmelz¬ bar, die Schmelzbarkeit, der Schmel¬ zer, Fämin. Schmelzermn, verschmel¬ zen. S. auch Schmalz. 1 Das Schmer, des—s, plur. inus. von scl>mieren. Es ist unnöthig, dieses Wort Schmeer zu schreiben, da es überflüssige»' Umfang bat Dcr Schmergel/ des—s, plur. uk lmK. vom Ital. 8meri§Ho, und dieß vom Grieche und Lak. 8miris. Daher schmergkln. x Die Schmerle, ein Fisch.. Der Schmerz, des - ens, dem—en, pl»?. die — en, seltener der Schmerzen, des —- s, plur. ut lmA. Dahersschmerzhaft, —er, —efte^schmerzlich^verfchmerzen. Der Schmetterling., des—-es, die —e, von schmettern, dein Intens. von schmvi- ßen. Niedersächsisch schmitM, gleichsam Schmeißvogcl. Schmettern, eine eigene Onomatopöie. Daher das Geschmetter. Schmie- Schm Schm A89 iSchmiessenž veüvandt Wit schmeißen, Nie- - ders. schmitten, und schmcidig. Daher der Schmied, des —cs, piur. gedehnt die Schmiede, Fämin. Schmiedinn, die Schmiede, die Werkstatt?. . Schmiegen. Daher die Schmiege. /Schmieren, verwandt mir Schmer. Daher das Schmier »der dieFSchmiere, der Schmierer, die Schmiererey, schmie¬ rig, — er, — fte, beschmieren, das Geschmier, verschmieren. Die Schminkbohne, von dem veralteten /schminken, schmiegen. /Schminken. Daher die^Schminke. Der Schmirgel, s. Schmergel. Der Schmiß, des — sses, die—sse, von schmeißen, r 1. Schmitzen, das Intensioum von schmei- , ßen, Rieders, schmitten, für schmit-sen. Daher der Schmitz, ein Schlag, Streich, die Schmitze, ein Werkzeug dazu, ver¬ schmitzt, wie verschlagen, die Verschmitzt heit. ' 2. Schmitzen, verwandt mir schmutzen. Da» her der Schmitz, im Bergbaue, eine schmie¬ rige Erdart, die Schmitze, eine Salbe, bcschmitzen. « Schmollen, Unwillen durch mürrisches Still- - schweigen äußern, vni^. maulen. Schmoren, eine eigene Onomatopöie. Daher der Schmorbraten. Schmu- zyo Schm Schn i Schmücken. Dahe« der2ScWM,-HO — es, die — , ehedem Geschmuck. -Der Schmutz, des — es, plur. inu«. j» manchen Gegenden Schmutz. Es ist von dem vulx. schmudelnd, für Schmud-s, ver- ivandk mit 2. Schmitzeu, woher auch die Dehnung rühret. Daher schmutzen, be¬ schmutzen, verschmutzen , schmutzig. Der Schnabel, des— s, ?iur. Schnäbel, Dimin. Schnäbelchen. Daher schnäbeln, sm Scherze für essen , sich schnäbeln. Die Schnake, ein lustiger Scherz. Daher schnakisch. -°, / Schnallen, eine eigene Onomatopöie, das Neutrum von schnellen-Daher dieSchnalle, Dimin. SchWSchen, schnallzen, schnal¬ zen , das Jnteiisivum, der/Schnallzer. f Schnappen, auch eine eigene Onomatopöie. Daher schnapps, der Schnapper, schnäp- pisch, (vuiK.schnippisch,)derSchnapps, des —es, die —e, schuappsen, der /Schnappsack, verschnappen. s Schnarchen, gleichfalls eine eigene Onomato¬ pöie. Daher der Schnarcher, beschnar- ^chen. -» Schnarren, auch eine NachahmMg des Lau¬ tes. Daher die Schnarre. Schnattern, eine andere Onomatopöie. Daher das Geschnatter. Schnauben, varb. rez», (ehedem irregulär, ich schnob,geschnobcn.)Daher verschnau- ben, Schn Schn zyr ben, dasJnttlisivlim schnaufen,verschnau¬ fen, beschlraufen, besch,räufeln.. DieSchnautze,Niede>s.Snut,fürSchnaut- se. Daher fchnautzen, in anschnautzen; schU äuHett, um der dunkel» Abstammung willen auch wohl schneutzen. . Die Schnecke, Diminuk. Schncckchen, von dem veralteten schnecken, kriiBcn. Der Schnee, (einsylbig,) Les Schuees, plur. in, is. S. auch Schneyt'N. Schneiden, Verb, irrex. Prak, schnitt; Par¬ tie. geschnitten Daher LihlSchneide, der /Schneider, Fami». Schnelderinn, die Schnelderey, schneidern, schneidig, in zweysch neidig, dasJterarivum schneiteln, beschneiden, verschneiden. S- auch Schnitt und Schnitzen- Schnell, —er, —cstc, eine eigene Ono. maropvie. Daher schnellen,beschnellen, der Schneller,dieSchnellhcit/VniZ.Schnel- ligkcit. DieSchnepfe; wegen ihres iangenSchnabssls. Schneutzen, S. in Schnantze. / Schneyen., von Schnee, ehedem Schney. Es gehet regulär, folglich nicht schnie, ge¬ schmeckt, sondern schncycte, geschneyet. Daher beschneyen, verschneyen. Schnippen, eine eigene Onomatopöie. Daher das Schnippchen, schnippcrn, vu>§. schnippeln, schnippisch, wie schnappisch. Der Schnitt, des—es, die—e, von schnei¬ den. Zyr Schn Scho den. Daher die/Schnitte, Dimiiiutivmn Schuiltchen, der Schnitter, Fämininm» Schnittcrinn, der Schnittling. Schnitzen, das Jntmslvum von schniren, jehk schneiden, für schnit-sen. Daher der < Schnitz/^schnitzeln, das Diminut, der Schnitzer, schnitzern- Schnöde", — r, —ste. Daher die Schnö¬ digkeit. SchNttpfeN, vulA. schnuppen, das Jnteiisi- vum von schnauben. Daher der Schnu¬ pfen, des-—s, plur. ul lu^. I. Die Schnur, plur. — en, Diminutivnm Schnürchen, die Schwiegertochter, verwandt mit dem Lat. l^urus; im Hochd. veraltet. s. Die Schnur, plur. Schnüre, Dimin. Schnürchen., Daher schnüren, beschnü- ren, verschnüren. /Schnurren, eine eigene DnomatopHl-! Daher die Schnurre, vu!^. schnurrig. Der Schober, des —S, x>ivr. Schöber, ost auch Schober, Diminuk. Schöberchen. Daher scljobern. Das Schock, des—cs, dieS-e, avßer^ mit einem Zahlworte, da es im Plural unver- andert bleibt, sechs Schock. Daher scho¬ cken, beschocken. Der Schöffe, s. Schöppe. Ter Scholar, Les —en, die —en; der Schviarch, des —eu, die —en; scho¬ lastisch; Der Scholastiker, des—s, plur, ul liuA. aus dem Lat. Die Scho Scho 29Z / /D^Gcholle^Diminuk. Schollchen,in Erd- - schollt'/ Eisscholle, ingleichen ein Fisch. Schon, ar!v. verwandt Mil schehen in ge- > schehen. /Schön, —er, — ste, verwandt Mik schei¬ nen. Daher die^Schöne, eine schöne weib¬ liche Person, die,Schönheir, für das ver¬ altete Abstractuckl^ die Schöne,^beschöni¬ gen,^verschönern. /Schonen, verwandt mit scheuen. Daherder Schoner,Derschonen^dieVerschonung. rDer Schooß, des—es, die Schöße, Sinus. Da das Wort an sich lang genug ist, so be, dürfte cs keine? Verlangerungszeichen, daher das 00 bloß zum Unterschiede von dem folgen¬ den Schoß angenommen worden. Der Schopf, des —es, die Schöpfe, Di- minilt. Schöpfchen, verwandt mit Zopf, Gipfel, u. s. f. Daher geschöpft, schopfig. r. Schöpfen, das Jnkenlivum von schieben, verwandt mit Schuss, < »vnis n. s. f. Daher ^erschöpfen, die Erschöpfung. 2. Schöpfen, das Jnkenslvum von schaffen. Daher dexSchöpftr,FaminSchöpfertnii> /schöpferisch, diezSchöpfung, das Ge- schöpf. Der Schoppe, des—- n, die —n. Oberd. Schöpfe, Schöffe, von dcm alten schö¬ pfen, urkheilen. Der Schoppen, des — s, plur. ut linA. Dimin. Schöppchen, vuiZ. Schuppen Der Z94 Sch'ö Schr / Der Schöpps, des —es^M— Hammel. - Der Schorf, des —cs, die —e, vu!x, Schürf, verwandt mit scharf. Der Schörl, des —s, plur. inus. eine ei?' sklchaltige Steinart im Bergbaue, Der Schorstein, deses, die —e, von dem alten Schor, Feucr'/'verwandt mir schü¬ ren. - Der Schoß, S. Schooß. Der Schoß, des —sses, die —sse, außer wenn es ein Stockwerk bedeutet, und ein Zahl¬ wort für sich hak, da cs denn im Plural un¬ verändert bleibt, drey Schoß hoch; Dimin, Schößchen, ein junger Zweig, ein Stock¬ werk, zusammen geschossenes Geld, u. s. f. von schießen. Daher schoßbar, die Schoß- bar keit,schüssett,verschoffen, der Schös¬ ser, Famiii. Echöfferrun, die Schösserey, der Schößling, daS Geschoß. Die Schote, Diminut. Schötchen. Schraffieren, aus dem Jial. I'crsssisre. Da- ,her die Schraffierung. Echrage, — r, — ste. Daher ßi.e Schrage. . / Der Schrägen, des —>s, piur. ur ssng. ver- . wandt mit dem vorigen. Die Schramme, Dimin. Schrammchen. Daher schrammen. Der Schrank, des —es, plur. Schranke, Diminut. Schränkchen. / Die Schranke, am üblichsten im Plural, die Schran- Schr Schr 295 / Schranken. Dah» schranken in be¬ schränken , verschränken. /Schrauben, MI Hvchd. am häufigsten regulär, ehedem irregulär schrot), gcschrobkN. Da¬ her die Schraube, Dimikiut. Schräub¬ chen, verschrauben. Schrecken, das Neutrum geht irreguläre, du schrickst, er schrickt; Prat, schrack; Par¬ tie. geschrocken; Imp. schrick. So auch erschrecken. Daher die Schrecke, ein schreckendes Ding, der Schrecken, des — s, plur. ut ling. (ehedem der Schreck, des —ens, die —en,) schreckhaft, schrecklich, erschrecklich, - er,—stc, die Schrecklichkeit. ' Schreiben/verb. irreg. Prat, schrieb; Part. ' geschrieben; verwandt mit kcribere. Daher das Schreiben, des — s, plur. ur ling'. der Schreiber, Fcmin. Schreibrrinn, di^Schreiberey Geschreiben, die-Bc- schreibung, erschreiden, das Geschrei« be, überschreiben, die Verschreibung, und die Znsammenseyungcii, die Schreibart, ' die Schreibekunst, da§ Schrelbezeug, der/Schreibfehler, LieLSchreibefeder, das Schreibpapier, die Schreibstube, Schreibtafel. Siche auch Schrift. Der Schrein, des—es, die —e, Dimin. Schreinchen, verwandt mit Lcrinium, Schrank; im Hochd. meist veraltet. Daher der Schreiner, Jami». Schreinerin«, Schrei- -<> Schr Schu Schreiten, verb. irre». Prät. schritt; Partij geschritten; verwandt Mlk^raäi. Daher be¬ schreiten, erschreiten, dersSchrirt, des — es, die —e, Dimin. Schrittchen. Schreyen, verb. irrcA. Prät. schrie, (ein- sylbig) Conjunct. schrie, (zweysplbig,) Par¬ tie. geschrien, (dreysplbig.) Das y ist zum Merkmahle theils der Wurzel schrky! tyeils auch des ehemahligen Gaumenlautes beybchal- ten worden, der sich noch in manchen gemeinen Mundarten findet, schreigen, geschriegen. Daher der Schrey, der Schreyer, Fä- min. Schreyerinn, beschreyen,erschrey- cn, daö/Geschrey. j Die Schrrft, piur. — en, Dimin. Schrift- chen, von schreiben. Daherrschriftlich) die Schriftlichkeit, Ler/Schriftstellcr. ^.Der Schritt, s. in Schreiten. ^'Schroff, er, — este, Dqherdie Schroff- hekt. 5 Schröpfen. Daher die Schröpfe. /Schroten, ^erl). re^. außer daß es im Part. noch häufiger geschroten als geschrotet lau¬ ter. Daher das^Schrot, des —es, die — e. Diminuk. Schrötchen, der Schrö¬ ter, der Schrötling, beschroten, er- schroten, das Geschröte, verlchroten- Gchrumpfen, verwandt mit rümpfen, krumm u. s. f. Daher schrumpfig, ver- schrumpfen. Der Schub, des—es, plur. doch s-lreir die Schü Schü sz/ die Schübe von schieben. Daher de^Ver- schub, der Schubsack. /Schüchtern,-er, — ftc, das Jntensivum vvü scheuchen. Daher dieSchüchternheit. /Der Schuh, des —es, die — e, Dimmut.^ Schühchen. Daher schuhen i» geschuhck, beschuhen, der Schuster, (für Sckuh- ster,)Fäm. Schusterinn, vulz-. schustern. Die Schuld, pUv.-r-.en, verwandt mit gel¬ ten, chllen u. s. f. Daher der Schuldheiß, des — ffen, die —ffcn, zusammen gezo¬ gen Schulze, schuld-g, — er, — ste,die / SchulDigkeit,rschuldigen, nMschuldi- gen, entschulcigen, dcr>Schuldige, jetzt Schuldner, Kämm Schuldnerinn. Die, Schule, verwandt mit 8ckoln. Daher' ^d^ Schüler/Famin. Schülerinn, seiS- s lerßaft, schüterisch- ch Die Schulter, verwandt mipSchild. Daher schultern. Der Schulze, des—n, die —n, Kämm. Schulziun, s. in Schuld. * / Die Schuppe, D-mmnu Schüppchen. Da¬ her schuppen , geschuppt, schuppicht, Schuppen ähnlich, schuppig, sie habend. Der Schuppen, s. Schoppen.' / Schuppen, das Jntcnsivuck von schieben. / Die ScAir, plur. iuus- von scheren. Schüren, vuig. verwandt mit scheuern. ^DerMchurf, f. Schorf. Schürfen, imBcrgbaue. Diher der Schurs, des 298 Schu Schw dßs — es ,, PU»-. Schürft, der Schür« fer, erschürfen. / Der Schurke, des — n, die — n, Dimin. Schürkcheu. t Der Schurz, des — es, die —e, verwandt mit Gurt. Daher die Schürze, Diminut. Schürzchen, schürzen. Der Schuß, des — sses, pl>'r. Schüsse, Dimin. Schüßchen, von schießen. Die Schüssel, Diminul. Schüßelchen,ver« wandt mit dem Lat. Lcuknlin, Lcutelln. / Der Schuster, s. in Schuh. Die Schute, eine Art Schiffe, Holländisch Lcbiike. / Schütten, verwandt mit gießen. Daher der ^Schutt, die Schütte,)beschütten,»ent- ^schütten,^verschütten, das Jttrak./schut- teln, und Jnreiis.^schüttern,^-erschüt- Der Schlitze, (nicht Schütz,) des — n, die — n, (von schießen, und in einer Bedcu, tung auch von Puten,) für SchÜt-s. Da« Herdas Geschütz. Schützen, ein Intens,vum von bäten, Hütte, Sculnm, u. s. f. für schüt'sen. «Daher der/ Schutz Geschützen, derDeschü- » tzer, verschützen. . Schwaben, das Land. Daher der Schwa¬ be, (nicht Schwab), des—n.Lic — n,» Fämin. Schwabinn, Schwäbisch. Schwach, . Schw S chw S99 schwach, schwacher, schwächste, verwandt mil mcich. Dahrr/die Schwache, die Schwachheit, schwächen - schwächlich, die Schwächlichkeit Der Schwader, des—s, plur. in Dunst im Bergbaue, ingicichen eine Grasart. . Der Schwager, (Oberd. Schwäher,) des —s, pl'ir. Schwager, Fämin. Schwäge¬ rin , verwandt mit Locer uiid Locrus. Da¬ her verschwägern. S auch Schwieger. Die Schwalbe,Dimiuut. SchwäiLchen, von ungewisser Herkunft. Der Schwall, des — s, xlur. lnn«. von / schwelle«. Der Schwamm, des—es, pl»r. Schwam¬ me. DimkntSchwämmchen- von schwem¬ men. Daher/schwammicht,einem Schwam¬ me ähnlich, schwammig, Schwämme ent¬ haltend. Dec Schwan, des —es, pwr. Schwane. Ein anderes ist das Rieders. schwaMN für ahnden. z ' Der Schwang, des —es, pl»r. c«r. der r Gchwangel, bcpde von schwingen- Schwanger. Daher die Schwangerschaft, schwängern, beschwangern. l Der Schwank, des —eS, Schwan¬ ke, von schwanken, wir Rank von ran¬ ken. Schwanken, das Neutrum,das Jntensivum von wanken; schwanken, dqsAcrwum, das 420 Schw Sch N) Znttnsivum von schwingen. Daher schwank, dünne und biegsam. Der Schwanz, des —eS, pinr. Schwän¬ ze, Dimin. Schwänzchen. Daher schwän¬ zeln , schwänzen. / Schwären, (nicht zu verwechseln mit schwö¬ ren, obgleich beyde in derConjungation Über¬ einkommen,) verb. irreA. Pral- schwor, (^ulg. schwur, Part, geschworen. Daher der Schwären, des — s, piu,-. ul lm§. S. auchWeschwür. Schweren in beschwe¬ ren ist von beydcn noch verschieden. Der Schwarm, des - s, piur. Schwarme, eine eigene Onomatopöie. Daher/schwärMkN, 'der Schwärmer, Fämin. die Schwärme¬ rin», die Schwarmercy, schwärmerisch. Die Schwarte, von einem veralteten Schwär, verwandt mit Oorium, und'der Ableitungs» fplbc te oder de; Dimin. Schwärtchen. Daher schwartig. Schwarz,schwärzer,schwärzeste. Daher die / Schwärze^schwarzen, schwärzlich. / Schwatzen, von einem veralteten schwaden, reden; daher suaclere, Liiaclus, für schwatz- sen, wie noch im Holländ. stellen. Daher der/Schwätzer, Fämin. Schwatzerinn, ^schwatzhaft, die Schwatzhaftigkeit, be¬ schwatzen,das Geschwätz, verschwatzen- Schweben. Daher die Schwebe. Der Schwefel, (mit einem deutlichen f, nicht wie Schwebe!/ des-s, xlur, ul lwg. Da¬ her Sch tv Schw 40l her schwefelicht, ihm ähnlich, schwefelig, ihn enthaltend, schwefeln. Schweifen, das Intens, von schweben. Da¬ her der Schweif, des-r-es, die —e, Diminut. Schweifchen, schweifig, aus¬ schweifen. Schweigen , verk. rrre§. Prät. schwieg, Partie, geschwiegen. Das reguläre Facti» vum schweigen, schweigen machen, ist nur im gemeinen Leben gangbar. Daher geschwei¬ ge, verschweigen. Das Schwein, des—es, die —e, Dimi- ' nut. Schweinchen.. Daher schweinisch, die Schwernerey."- - .Schweißen, schwitzen und schwitzen machen, nur noch bey den Eisenarbeitern, außer welchen schwitzen üblicher ist. Daher der Schweiß, des —es, die—e, schweißig. Die Schweiz, das Land, nicht Schweitz, wvju kein etymologischer Grund vorhanden ist. So auch der Schweizer, die Schwei¬ zerin», schweizerisch. Schwelgen, Dahor der/Schwelger, die Schwelgermn,schwelgerisch,dieSchwel- gerey, das Geschweige, verschwelgen. i^Die Schwelle, Diminut. Schwellchen, ver¬ wandt mit Zoisa und 8olum. Schwellen. Das Neutrum geht irregulär; du schwillst, er schwillt; Prät. schwoll; Partie, geschwollen; Jmper. schwill. Das Aclivum geht regulär: die sterbende Sst- WSrterb. d. deut-Sprache- Se kN 4or Schw SchW ra schwellte das Mittel- herauf, Zachar- Daher verschwellen. S. auch Schwuist-- / Schwemmen, das Faclivum von schwim« men. Daher di^SchweMMe,verschwem- men, über-chwemmen. ' Schwenden, das Factivum von dem Neutra schwinden, welches nur noch i-averschwen- den, verschwenderisch, die Verschwen¬ dung lebt. Der Schwengel, -es —s, xlux.mstnZ. von schwingen- Schwenken, s. in Schwanken. k Schwer, —er, — ste, verwandt mit .2«^- Daher die^Schwcrk-schweren in beschwe¬ ren undLerschweren, schwerlich, die Schwermuth, schwermüthig. S. auch Schwierig. Das Schwert, (gedehnt,) des—es, die — er, Diminut. Schwertchen, vermuth- lich von wehren, oder sehren in verseh¬ ren , vermittelst der Ablcitungssylbe te oder de; daher die Dehnung. Diese zu bezeichnen , schrieb man sonst. Schwer-t, welches aber wider die Analogie ist, ohne, die Absicht zu erreichen. Die Schwester, pl»r.— n, Dimin. Schwe- . fterchen. Daher schwesterlich, die Schwe¬ sterschaft,da^Geschwister,verschwistert. l Der Schwiebbogen, des—s, plur. rustnA. von schweben. Die Dehnung fordert ein ie. Die Schwieger, verwandt mit Schwagers am Schw Och M 4VZ' s« häufigsteil m den Zusammensetzungen / Schwi. gekoster ^Schwiegermutter , u. s. f. °/ Sc^vieria, ^-er, —ste, von schwer, folg¬ lich nicht schwürig, welches von schwären ist, indentzdas e zwar in ie, aber nicht in ü übergehek. ^Daher die Schwierigkeit. Schwimmen, verb.irreA. Brat, schwamm; Part, geschwommen > das Neutrum von schwemmen» Daher der Schwimmer» / Der Schwinde-l, des —s, piur. m Daher schwindeln, der Schwindele^, / Schwindler ^schwindelig, -schwindlig- die Schwindeley. Schwinden, verb. irreA. Prak, schwand; Part, geschwunden; am üblichsten ist ver¬ schwinden. Daher geschwinde, die Ge¬ schwindigkeit. SchwlNgeN, verk. irreg. Prat. schwüNg, schwimg;) Partie, geschwungen^ Daher die Schwinge. S. auch Schwung. Schwirren , eine eigene Dnomatopöie. Daher das Geschwirr. Schwitzen, das Jntensivum von Schweißen, welches von dem noch Nieders. sweten, u,ih sen gebildet ist. Daher^ schwitzig. Schwören, (nicht zu verwechseln mit schwä¬ ren,) verd. irreß. Prat, schwdk, (vul§. schwur,) Partie, geschworen. Daherche- schwören,svcrschworen» S. anchSchwur. Schwül, — er,—este, nicht schwul, weil E c s das 4^4 Schw Sech das Wort schon Umfang genug Hal. Daher - die Schwüle. » Die Schwulst, ?l»r. inus. von schwellen, in eigentlicher Bedeutung, so auch di^Ge- schwulst; aber der Schwulst, des —es, xlur. inus. in figürlicher. Dahe^schwÜlstig, die Schwülstigkeit. Der Schwung, des — es, xiur. Schwün¬ ge, von schwingen. / Der Schwur, des—es, piur. Schwüre, vont-schwören. Aber das)Geschwür, ^nd /,schwürig, schwärend, sind von schwären. S. auch schwierig. Der Sclave, des—n, die — n, Famin. Sclavinn, aus dem Lat. 8c!avi,!i, von der Nation der Sclaven, jetzt Slaven. Daher ^sklavisch, die^Sclaverey. Der Gcorbut, des—es, xiur. iims. Der Scvrpion, des — es, die — e; der Scripler, des— s, plur. m der Serupel, eine Bedenklichkeit; das Seru- pel, ein Gewicht und Längenmaß, alle aus ' dem Lareinischen , folglich m't einem St. / Sechs, das Zahlwort. Daher die Sechs, der Sechser, sechserley, der sechste, (richti¬ ger sechste;) dasDechstel, sechsthalb, sechzehen, (für sechszehen,) der Sech- . zehner, der sechzehnte, sechzig, ein Sechziger, der sechzigste. Aber sechs hun¬ dert, sechs tausend, sechs Mahl. Die Seck Seh 425 Der Seckel, des— S, plur. ut 6ux. imbiblt- scheu Sinne aus dem Hebe, ft'ir Tasche, aus dem Lat. 8acculus. Das Secret, des—es, die—e; der Se- r.cretär, deses, die —e; der Sect, des —es, die —e; die Secte, ?iur^ — N, die SeMNde; alte aus dem Lat und Französischen. Die See, (einsylbig,) plur. Seen, (zwey- sylbig,) das Meer, Weltmeer, aber deckSee, (einsilbig,) l>acus, des Se»es, die Se-en, (zweysylbig,) daher die Seeei¬ che, Seeeichel, Seeeichhorn, Seeerz, oder wenn eine Dunkelheit zu besorgen. See- Eiche, u. s. f. Die Seele, Dimmut. Seelchen- Daher be¬ seelen, enrftelen- '/-Segeln. Daher das Segel, des — s, xlur- "t Daher besegeln- /Der Segen, des—s, plur. ur ÜNA. Daher ^segnen, (sür segenen.) Sehen, vexk. irr6§. du stehest, (siehst;) er stehet, (steht;) Prät. ich sähe, (sah;) Part, gesehen; Jmperat. siehe, (sich). Daher der Scher, Fämiu.Seherinn, be¬ sehen, ersehen, versehen. S. auch Sicht Sehrmsch, Sä'misch. /Die Sehne, Djminut. Sehnchen, verwandt mit dehnen. Dahertsehnig. ^Sehnen. Daherrsehnlich, -^-er, "-ste, / die Sehnsucht. Sehr, 4o§ Seh Ser Sehv , Statt des Compär. und Superk. gebraucht man dafür starker, am stärksten« Sehren in versehren «st von einem andery Stamme. Seicht, —er, —ste. Daher vulK. dlie Selchtigkelt.edlerftichteBeschaffenheit. -t Die Seide, aus demMorgenlaiidischen. Da-- herrftiden. l Die Seife, aus dem Lat. 8apo. Daher sei¬ fet, einserfen. Hingegen serfen, im Vers¬ taue, waschen, die Seife, der Ort, wo man Merallkörner aus dem Sande waschet, der Seifer, Seifner, der dieses verrichtet, sind von einem andern Stamme. Seiger, im Bergbaue senkrecht. Daher der Seiger, die senkrechte Linie, seigern, ab-« seigern, in die senkrechte Tiefe graben. Der Seiger, eine Uhr, verderbt aus Zeiger» Seigen, im Huttenbaue, das Intens, von seihen- Seihen, das Fackivum von siegen, in Vers siegen. Daher der Seiher, Sei¬ ger,) ein Wer/zeug zum Seihen. Das Seil, des — es, piur. —e. Dimin. Scilchen. Daher der^Seiler, Fämin. Seilennn. Der Seim, des - rs, piur, — e, Daher seimisch, einem Seime-ähnlich. Sein, xron. Daher der,die,das Seittige- zu. Sei Sen 407 - Zusammen gezogen das Seine, seinetwel- gen, serMhalben, um seinetwillen^. / Seit, p-rrt. Daher seither/ richtiger zeither, s. in Zeit« Die Seite- Daher seit, das Adverb, wenn der Hrt bestimmt ist, wie in jenseit, diüßseit, (auf dieser Seite, folglich nicht diesseit, s. oben in Dießfalls,) beyseit, aber seits, wenn es eine Parlhey oder Person bedeutet, dießftits, beyderseits, allerseits. Selb, nur noch in den vulA. selb anher, selb dritte u. 1s. f. Daher -selbe häufiger dersel¬ be, dieselbe, dasselbe, selbiges, selbige, selbiges, selbst, daselbst, die Selbst¬ liebe, u. s. f. /Selig, —er, —-ste. Daher dmSeligkeit, beseligen, glückselig, die Glückseligkeit. Selten, — er, —ste. Daher die Seltcn- /heit, seltsam, — er, —ste, die Selt¬ samkeit, Semisch, s. Samisch. Die Semmel, piur. — n, Dlminut. Sem-- melchen, aus dem Lat. Limila. Der Sendel, des — s, plur. ur aus dem mittl. Lat. Lenöale, Len6a!um, daher oft auch Zendel, Zindel. Senden, verb. irre^. Prät. sandte; Partie. . gesandt. Daher der Gesandte, s. im G. /Der Senf, des —es, xlur. inus. aus dem Lat. Linasi.. Sengen. Dah^rchersengen- Sen- Sen Sich 4»Z z Senken^das Factivum von sinken. Daher der Senkes, diezSenke, der^Senker, der Senkler, das Gesenke, versenken. Der Sensal, des — es, die —e, aus dem Ital. Lensaie. Der September, des—s, xlur. m 6n§. aus dem Lat. Der Sessel, des — s, xsur. m 6n§. Dimi- nut. Sesselchen, von fitzen. Setzen, das Factivum von fitzen, von dem noch, nordischen teia, für set-seN- Daher der/Setzer, derzSetzling,-?besetzen, er- ./.sktzen^entsetzen, das Gesetz, gesetzlich, verfitzen. S. auch Satz. Die Seuche, nahe verwandt mit siech. /Seufzen« Daher der-rSeufzer, beseufzentz verseufzen. SeyN, vrrrb. irr6A. Prat. Fch blN, dll bisi, er ist, wir find, ihr seyd, sie sind; Couj. ich sey, du seyst, er sey, wir seyn, i^r seyd, sie seyn; Prät. ich war, Conj. wä¬ re, Part/ gewesen; Jmperat. sey. Das y ist nicht bloß zum Unterschiede von dem Pro¬ nomine sein eingeführt worden, sondern er¬ halt das Andenken der Wurzel sey, an wel¬ che die Endung des Jnfinitivcs en oder n an- gchänget worden, wie in schreyM, speven, u. s. f- Sich, pron. recipr. Die Sichel, Dimin. Sichetchen. Sicher, — er, — ste-^FNWndt mifi dem La¬ te?- Sich Sie 4«9 teiuischen securus. Daher Nke/Sicherheit, / sich erli chi sich erU)v c r sich e /n,^> i e Versi¬ cherung. Die Sicht; plur. — en, von sehen. Daher /sichtbar, —er, -sie, die Sichtbar¬ keit, sichtig, irr kurzsichtig, blödsichLig- sichtlich, das Gesicht, besichtigen, er-' sichtlich. Sie, pron. pcrs. Daher vuiA. die Sie Sieben, das Zahlwort. Daher die Sieben, der Siebener, Siebner, siebenerley, der siebente, das Siebentel, siebent¬ halb, siebenzehn, häufiger siebzehn, sie- benzig, häufiger siebzig, der Siedzch- ner. Siebziger, siebzigste. Sieben, das Verbum, vuiA. sichten. Daher das Sieb, des—es, die —e, Dimin. Siebchen. / Siech,er, —ste- Daher Siechen, die Siechheit. ,, Sieden, verb.irreg. Prät. sott; Partir.^k- sotten. 'Daher der Sieder, Fättlin. Slk- dcrinn, die Siederey. /DaS Siegel,' dcS —S, piur »r lm^. aus dem Lat. Sillium. Daher siegeln, der Sieg¬ ler, besiegeln, entsiegeln, versiegeln. 1. Siegen, langsam sinken. Daher versiegen, vultz. siegern, sickern. 2. Siegen, vincelo. Daher dcr^l'eg, des — es, die — e,,der Sieger, Fomin. Siegcrinn, sieghaft,/besiegen- Düs 4*2 Sig Sitz Das Signal, des---es, die —e, dis GignMr, die Hn; sigKiren; alle äus dem Franz, und Lateinischen, Das Silber, des—s, plur. inus. Daher Wern,-er Silberling; versilbern. /DerSims, -es —es, die—e, Diminut, Simschen; häufiger das Gesims- Singen, verb. irre^. Prat, sang; Partie, gcsungm. Daher Hesingen, ersingen, singbar. S. auch Sang. /Sinken, Verb. irrsA. Prät. sank, vuig» sunk;) Partie, gesunken , das Neutrum von senken; Daher/V er sinken. / Der Sinn, des—es, die— e, verwandt mit lsnsii8. Daher/sinnen, Verb. irreA. Präe sann, Partie, gesonnen. So auch e' besinnen, ersinnen , gesinnet; Partie. gesonnen, wovon das Adiect. gesinnet noch verschieden ist. Ferner sinnig, in)eigensin» nig ^leichtsinnig,/kattsinnig, u. s. si Mnnlich, —er, -sie, die^Sinnlich- kett, versinnlichen. Die Sitte, pb».— n- Daher/sittlich,— er, — sie, dieWittlichkeW/smsam,- —er, — sie, die Sittsamkeit, gesittet. Sitzen, Verb, irrsg. Prät, saß ; Partie, ge- sessen; das Neutrum von setzen, verwandt mit leciere, für sit-sm. Daher der Sitz, des —es,-le—e, der Sitzer in/Be- sitzer,^8eysitzet u, s. f. dseMitzung, be¬ sitzen, versitzek, das Gesäß. Das Gke Sol 4n Das Skelett, des —es, die —e, aus dem Franz. S^uelelte. / Die Skizre, aus dem Ital. 8cki220, folglich nicht Skize, ein ganz unnöthiges Wort, so .sehr es auch'von undeutschen Affen gewiß- 'brauchet wird. '' » Der Sklave»', s. MeLave- Der Smaragd, ^-des —es, die—e, aus dem Griech. und Lat, 8msr3g6us. Daher smaragden. ^o, die Partikel. Daher die Zusamme nfttzun- gen/sogar,rsogleich, sodann, also, um der figürlichen und elliptischen Bedeutung wil¬ len; aber so bald als) in so fern, in so weit, so wohl, als^ auch, so sehr, fZ viel». f. f. < Die Socke, Dmrinut. Söckchen, verwandt mit dem Lat. 8occus. Die Sohle, Dimiilnt. Söhlchen, verwandt mit Salz und dem Lat. 8olen. Daher be- ' sohlen, versohlen. Der Sohn, des — es, piur. Söhne, Di- minut. Söhnchen. Daher hie Sohnsch^st, selten. /Söhnen, in aussbhnen, versöhnen, dsr. - Versöhner, die Versöhnung." Solcher, solche, solches ?ron. Der Sold, des—es, plur.iuus. Daher be¬ solden, die Besoldung, der Söldner, Der Soldat, des —en, die— en, aus dem s ^tal. 4l2 Sol Spa ^Jtal. 8c>läatc», und dieß von Sold,-ein Lohnkricger. Dcher vul^. soldatisch. Sollen, verwandt mit Schuld. Der Sommer, des—S, plur. ur lln§. Da¬ her sömmern. . Sonder, ohxfe, jetzt, veraltet. Daher^son'd'KrX bar, — er, — fte,.dle Sonderbarkeit, /sonderlich, derVondekling,sondern, das Verbum, sondern, die Partikchzbesonders, insonderheit. Die Sonne, verwandt mit Lol. Daher son¬ nen, der Sonntag, der Sonnabend. /Sonst, sriv. Daher vulx. sonstig, /Sorgen. Daher dietSorge, die Sorgfalt, / sorgfältig, sorglich, dierSorglichkeit, ^sorgmm, die/,Sorgsamkeit,tL, verspotten. / Die Sprache, von sprechen. Daher das Gespräch, gesprächig. Sprechen, vo-K. irre§. du sprichst, er spricht; Prat, sprach; Partie, gesprochen; Jmperat. sprich. Daher /der Sprecher,', Fämin./ Sprecherin ^besprechen ^ent¬ sprechen, versprechen. Die Sprehe, ein Vogel; aber die Spree, ein Fluß. Spreiten, verwandt mit breiten. Daher das Zntensivum sprechen, für spreit-sen; die Spreche. Der Spr Gpr 41- Sprengel, des— s, plur. m kn§. ein Bezirk; aber der Sprenkel/ des—s, plur. ut kinA. ein zusammen gezogenes Reis. /Sprengen, dasFactivum von springen. Da¬ her besprengen, zersprengen. Der Sprenkel, s. in Sprengel. Sprenkeln- das Jterakivum von sprengest- Daher sprenklig. . / Der Spreu, pNn-. cg^.',serwanbt mit sprühen. / Das Sprichwort, des —es, die —Wör¬ ter- von sprechen, ein kurzer Saß , welcher in ähnlichen Fällen ausgesprochen wird > nicht vvn/Spruch, folglich auch nicht SplUch- wort. Daher sprichwörtlich. , Der Spriegel, spriegeln, nicht Sprugel- welches sowohl wider die Aussprache, als auch wider die Verwandtschaft mitRiegelist^ Sprießen, Verb. ii-rex. du sprießest, er sprießt, (Oberd. spreußest/spreußt;) Prak, sproß; Partie, gesprossen; Jmperat. sprieß, (Oberd. spreuß.) Daher der Sprießet- er¬ sprießlich,dieErsprießlichkeit,entsprie- ßen. S. auch Sprossen. Springen, Verb. irrc^.Prat. sprang, (vnlg. sprung;) Partie, gesprungen; das Neu¬ trum von sprengen. Daber dchDpringer- ? bespringen/Zerspringen /^entipringen- detspringen, S. auch^ Sprung. tSprißen, (nicht sprühen,) ein Jiitensivuitt von spreiten, für spreit sen. Daher die Spritze, bespritzen- verspritzen. Wsrmb.d. deut. Sprache. Dd Spkö-- 4^8 Spr GPU ^Spröde, —r, —ste. Daher die Sprödigkeit. ' Der Sprosse, des—n, die — n, Dimina tivum Sprößchen, von sprießen. Daher die Sprosse, z. B. in der Leiler, sprossen, ' verl>. re^. außer daß es im Part- lieber ge¬ sprossen als gesprosset hat, der Sprosser, /der Sprössling, aufsprossen. / Der Spruch, des — es, x>lur. Sprüche, von sprechen. DabcMrnspruchMnspruch.' Mussmuch, Zuspruch u. s. f. Das Sprüchwoct, s. Sprichwort. / Slp'Udeln, eine eigene Onomatopöie, wie stru¬ deln. Daher besprudeln. » Der Sprü'.el, s- Spriegel. Der Sprußel, s- in Sprießen. Sprühen, eine eigene Onomatopöie. » Der Sprung, des—es, plur. Sprünge, von springen. Der Spuck, des— es, plur. in»5. Daher spucken, vuIZ. spücken, nicht zu verwechseln nm spucken, Speichel avswerfcn. Die Spule, Diminutioum Spulchen, aber nicht Spuhle, weil das Wort Umfang genug hak. Daher spulen. Spulen, aus eben der Ursache nicht spühlen. Daher bespülen, das Spülicht. / Der Spund, des —es, plur. Spünde., Diminut. Spündchen. Daher spünden, verspunden. Die Spur, plur.— en. Daher spüren, der Spürer, verspüren. Spü- Sp ä Sta 4rH Spützm, verwandt mit 8puwm, für sput- sen. Daher bespützen- /-Der Staat, des-—es, die—e, in den Äu¬ gen, verschieden vonAStahr, ein Vogel. / Der Staat, des—es, die —en, der Zu¬ stand, das Gepränge, eine bürgerliche Ge¬ sellschaft u. s. f. wenigstens in Einer Bedeu¬ tung aus dem Lat.8tatus. Daher staatlich- noch haufiger/stattlich ,Oie Stattlichkeit. /Der Stab, des—es, piur. Stabe, Dimin. Stäbchen. Daher stabeln. /Der Stachel, des-^-S, die—n, Dimm. Stachelchen, von stechen. Daher stachelig, stachlrch, stacheln. Das Stacket, des —es, die—e, aus dem Ital. 8tacNelta. Die Stadt^ plur. Städte, Dimin. Städt¬ chen, llrbs. Dahcr/der Stadter, städ- ' tisch, aber nicht Stadthalter, sondern ' Statthalter von Statt, l.ocus. /Die Staffel, von stapfen, steigen, in Fu߬ stapfe. Daher die Staffeley der Mahler. In andern Bedeutungen ist das Rieders. Sta¬ pel üblich- Der Stahl, des— es, piur. Stahle. Da¬ her stahlen, verftählen, stählern. Der Stahr, des —es, die—e, oberd. des — en, die en, ein Vogel, verschiede.» von dem Staar in den Augen. DK 2 Dek 42s Gra Eta Der Stahr, des—es, die — e, der Lchaft bock, nur in einigen Gegenden- nicht zu ver* wechseln mit dem St^re. Der Stall, des—es, plur. Stalle- Dimin» - Stallchen. Daher stallen, die Stallung. /Der Stamm, des —es, xlur- Stamme- DiminMivum Stämmchen. Daher stam¬ men das Neutrums - stammen das Activum- stammhaft, stämmig. Stammeln, (nicht stammten, eine eigene Onomatopöie- Daher der Stammler, Das . Gestammel. Der Stämpel, (Oberd- StaMpfel^,) des' — s- xlur. Ut KnA. Diminut. Stämpel- chen, von stampen, stampfen - folglich der nahen Abstammung wegen richtiger mit einem a als mit einem e° Daher ftämpeln. / Stampfen, eine eigene Onomatopöie- Daher die Stanlpfe, der Stampfer. Der Stand, des—es, x>Mr- Stände, Di¬ min. doch nur in Einer Bedeutung, Ständ¬ chen, von stehen. Stand halten - zn Stande kommen,/im Stande seyn. Da¬ her die Stande- ein Gefäß, -er Stän¬ der,/standhaft) — er, — este, die l Standhaftigkeit,Oändig injgnständig- / geständig-Anständig u. s. f.Mndisch - derLBestand, -/.beständig- ^Verstand, 7Zustand,Lzuständig u. f f. Die (Htange, Diminut. Stänglein, vulg. Stangelch en. Daher -er/Stängel, um der nahen Sta Sta 42» Men Ableitung willen besser mit einem ä als., e, ftangern. Hkr Stank, des —es, plur. car. von ftlNs ken. Daher der/Stynker, die Stanke- rey, stänkern, der Gestank. Der Stapel, des— s, xl»r, m lln§. eigent¬ lich die Niederdeutsche Form von Staffel. Daher stapelbar, stapeln, das Stapel¬ recht ». s, f. Der Star, Star, s. Staat, Stahr und Stähr. /Stark, starker, stärkste. Daher die Star¬ ke,/stärken, die-Starkung, bestärken, verstärken, ^Gtarr- - er, — este, verwandt mit dem vorigenVDaher starren, erstarren. Stät, — er, — este, von stehen, verwandt mir Statte, Statt und stets. Daher fta- tig, —er, — fte, die Stättigkeit. / Die Statik, die^Station, der—en, die — en, die Statistik, das Stativ, des — en, die —e, alle aus dem Lat. Die Statt, plur. mus. Statt haben, Statt finden, an meiner Statt, Statt seiner, oder statt seiner, anstatt seiner. Anstatt. Daher die Stätte, plur,— n, statten in / bestatten, Lerstatten, gestatten, aus¬ statten, statthaft, —er, —este, diä Statthaftigkeit, der Statthalter, mchr Stadthalter. Statt- chL2 S ra Ste Stattlich , s. in Statt. / Die Starue , (Oberd. Status Statäe;) die Statur; da^Stytut, des-^es, die — en, alle aus dem Französische» und Latei¬ nischen. Der Staub, des—es, piur. car. Daher stauben das Neutrum , stäuben / das Acti- vum bestauben, bestauben, der Stäu¬ ber, staubern, (vuiA. stöbern,stäupern.) staubig, —er, — ste. Stauchen, eine eig-ene Onomatopöie. Daher verstauchen. / Die Staude, D-minut. Stäubchen. Daher stauben in bestauben. , l Staunen, am üblichsten in erstaunen. Die Staupe, eine große Ruthe. Daher stäu¬ pen, der Staupdesen, der Staupen- schlag. /Stechen, verb, irre§. !^u stichst, er sticht». Prät. stach; Partie, gestochen; Jmperat.' stich; nicht zu verwechseln mit stecken. Da¬ her der Stecher 7 bestechen, erstechen- S. auchMtich. Stecken, verb. (ehedem irregulär, ich stack, für steckte.) Daher bestecken / das Gesteck, verstecken, der Steckbrief. / Der Stecken, des — s , x!ur. ul ling, ver¬ wandt mit Stock- Der Steg, des —es, bie-^e, nahe ver¬ wandt mir Steig und Stiege. Der Steg¬ reif ist zunächst von steigen» Ste- Ste Ste 423 Stehen, Verd, irrsg. Prät. stand , (vu/§/ stund;) Part, gestanden; verwandt mit /igre. Daher/bestehen, entstehen, er- ' '''Ichcn, gestehen,/verstehen- S- auch Stand. Stehlen, verb. lrreg. du stiehlst, er stiehlt, Prak, stahl; Part, gestohlen. Daher der Stehler, bestehlen, der Diebstahl. eSteif, —er, — este. Daher die Steift, steifen. Steigen , verb. irrex. Prat, stieg Z Partie, gestiegen. Daher der Steig, des —es, die — e-^die Steige^nnr in einigen Falles, / der Steiger im Dergbaue,rstcigern, das Faetivum/die Steigerung, versteigern, besteigen, ersteigen, versteigern Steil, —er, —este, vulg. für jähe. Der Stern, des — cs, die —e, Dimmu- tivnm Steinchen. Daher steinern, aus Sröin verfertigt, steinicht, einem Steine ähn¬ lich, steinig, Stein enthaltend, /steinigen, das Gestern, versteinen, mit Grenzsteinen bezeichnen, derstemern,in Stein verwandeln. /Der Steiß, des —cs, dic-^e, Diminur.' Stcißch n. Stellen, das Factivum von stehen. Daher die Stcllk, Dimin. Stellchen, stcllig, /«- ruckstellig, werkstellig u. s. f. die Stel¬ lung ,/bMM», entstellen, das Ge¬ iste«,/verstellen- s Die Stelze, verwandt mit Stiel, Stolz. Der 4^4 Ste Str / Der Stengel, s. in Stange. Steppen, in der Natherep, von dem alkm stepfen, sticken. Sterbe«, verb. irrs§. du stirbst, er ftiM; Prak, starb, (vuiß. sturb,) Couj. starbe, (stürbe;) Pariic. gestorben; Jmperf. stirb. i Daher sterblich, dem Tode unterworfen, die /Sterblichkeit, die Nothwendigkcit zu ster¬ ben, im Gegensätze der Unsterblichkeit.' Aber wenn cH die Anzahl der verstorbenen Per¬ sonen bedeuten soll, so ist es eine ungeschickte Uebersetzuug des Franz. dlortalite. Ferner / der Sterbling ^ersterben ^versterben» Der Stern/r des —es, die —e, Diminp- kivum Sternchen. Daher gestirnt, das /Gest-rn. Stets , a6v. von stat , aber "um der dunkeln Abstammung willen schon seit langer Zeit mit einem e° Steuern, (nicht (teuren,) daher die/Steu- er, HrW, Beystand an Geld, das Stells er, das Steuerruder, besteuern, ver§ steuern. s Der Stich, des — es, die — e, von ste¬ chen. Daher der Stichel, Grabstichel, sticheln, die Sticheley, der Stichling. . § Sticken, verwandt mit stechen°-und stecken« Daher der Sticker, Fämin. Stickerinn, die Stickerey,Ersticken, die Erstickung, der SrickflM auch Stcckflüß, StieZ S tl Stl 4^?5 Wieben, verli. irre^. Prat, stob; Patt, ge¬ stöbert; nahe verwandt mit stauben. Ellef, nur noch in den Zusammensetzungen /Stiefbruder,-Stiefvater, Stiefschwe¬ ster u. s. f. Der Stiefel, des—s, die —n, Dimin»? tioum Stiefclchen. Daher stiefeln. /Die Stiege, eine Treppe, nur im gemeinen Leben, von steige». / Der Stieglitz, des —es, die —e, aus dem Wendischen. /Der Stiel, des—es, die —e, Diminut. ^Stielchen. Daher stielen. Der Stier, des —es, die —e, Diminut. Stierchen, verwandt Mik l^urus. Der SKft, des— Ls, die —e, Dimin. Stiftchen, ein kleiner zugespi'tzter Körper. s. Das Stift, des —es, die — e,. eine, ge-, stiftete Sache, von /stiften. Daher der Stifter, Famin. Stisterinn, stiftisch, ' die Stiftung. Stille, —r, —ste, mit dem e euphonico, auch oft noch ohne dasselbe still. Daher die Stille, stillen, stille schweigen, stille stehen; aber das Stillschweigen, der /Stillstand. Die Stimme, Diminut. Stimmchen. Daher / stimmender Stimmer, stimmig >n voll¬ stimmig, vierstimmig ». s. f./bestim< Men,/ die Bestimmung, "yerftimmig. 42§ Gti St s Stinken, verb. irreA. Prat, stank, (vvlZ. ftunk;) Part, gestunken. Daher stinkig , s. auch Stank. Die Stirn, plur.— ery Diminut. Stirn- chen, verwandt mit Stern. Stöbern, vuiZ. für ftaubern, s. in Staub. Stochern, das Jterat. uad Intens, von stechen. Daher der Stocher in Zahnstocher. r- DerSrock, des —es, die — e, ei» / Stockwerk, Heschoß, Mik einem Zählwerke bleibt es im Nominal, und Accusat. unverän¬ dert, drey Stock hoch; aber, ei» Haus von drey Stöcken. H. DerSrock, des —es, plur. Stöcke, Diminut. Stöckchen, ein Stecken u. s. ss. ' Daher/ stocken, ^bestocken/Iv'erstocken, stöcke», ftöckisch. . / Der Stoff, des —es, die — e, verwandt mit dem Franz. Ltvlks. 'Stöhne», eine eigene Onomatopöie, verwandt mit tönen. Daher das Gestöhn. Da A»s Wort Länge genug hat, so kann es auch das h entbehren. , Die Stolle, Diminut. Stöllchen, ein Back¬ werk , nur in einigen Gegenden ; der Stol¬ len, des— s, p!ur. ut lmA. ein Absatz, em Canal. Stolpern, eiche eigene Onomatopöie. f Stolz, -—er, —este, verwandt mit Stelze- Daher derrStolz, des —eS, ^lur- car. stolziren, nur im gemeinen Leben- Sto, Sto Sir 42^ /Stopfen , verwandt mit Zapfen Daher -er Stopfer, verstopfen. S. auch Stöpsel. /Dre Stoppel , verwandt mit 8tipul3. Daher stoppeln, das Gestoppel- ^Der Stöpsel, des — s, ?iur. »r voy Lstopfen- für Stöpsel, Der Stör, des —es, die—e, eine Art großer Fifche. Der Storch, des—es, plur. Störche, eine Art Vögel. / Stören- Daher der^Störer, Fämin. Stö- rerinn^zerstöken,rdie Zerstörung, ver¬ stören. Störrig, —er, -^-ste, von starr, Daher die Störrigkeit. . , / Stoßen, verb. irreA. du stößest, er stoßt; Prät. stieß; Partie, gestoßen. Daher der -Stoß, des—-es, xiur. Stöße, der /Stößel, noch häufiger Stößer,r.stößig, ) verstoßen ,§der Verstoß,/zeLsroßzn- /Stottern, eine eigene Onomatopöie. Daher / der Stotterer, das Gestotter. Strack, von strecken, nur noch im gemcinM Leben. S. auch stracks. /Strafen. Daher strafbar, die Strafbar¬ keit- die/Strafe ^sträflich, die^Sträf- lichfeit, bestrafen. Straff, -^er, — este, verwandt mir stre¬ ben. Daher die Straffheit. Der Strahl, des —es , die - en. Daher 2strahlen ^-bestrahlen,^strahlig. er, — ste, ^strauben. 4d8 Str Str Die Strähne, verwandt mit Sträng. Da» das Wort Umfang genug hat, so kann das h füglich Wegfällen, Stkäne. Strampfen, eine eigene Onomatopöie. Daher das Gestrampf. «, i Der Strand, des—es, piur^Stran-A, verwandt mit Rand. Daher/stranden. / Der Strang, des —es, xlur, Stränge, verwandt mit lirinAere. Die Strappaze, ftrappazieren, aus dem Ital. sirapxmrarL, n'ur im gemeinen Leben.'. / Die Straße, verwckldt mit dem.Lat. ürsta, nähmlich Via, Die Straube, im Hochdeutschen selten. Da¬ her/ straubig, — er, ste,Lftrauben.. / Der Strauch, -es—es, ?iur. Sträuche, (vulZ. Sträucher,) verwandt mit rauch. Dahez das Gesträuch. In StrauchdM ist cs^ von ^reichen. . * Strauchen, das Jntensivum von dem nvch Sberd. ftrauchen, anstoßen. ?. Der Strauß, des—es, ?l»r. Sträus¬ se, Kampf, Streit, im Hochdeutschen meist veraltet, L. Dck Strauß, dö^—es, die-e, eine Art großer Vögel, aus dem Lat. Ltrutkio. Z. Der Strauß, des—es, piur. Sträu¬ ße, (vulZ. Sträußer,) Dimin. Sträu߬ chen, ein Blumenöüschel, < Stre^ Gtk GLe LLH Streben. Daher die Strebe, in der Bau¬ kunst, bestreben. > Strecken, verwandt mit recken» Daher die /Strecke, erstrecken. ' * ^Streichen, Verb. Prat, strich, Pa'rs rie. gestrichen. Daher der/Strelch, des —es, die—e, die Streiche, nnr in cini» gen Falls« /streicheln, das DlminNt. der ? Streicher, ^bestreichen verstreichen. ^S. auch^Strich. // Streifen, verwandt Mik dem vorigen. Daher ' L der Streif, des — es, die — e., ein Streif- zug, der Streifen, des^-s- piur. ue LiiA. Dimin. Streifchen, ei« langer schma¬ ler Körper, vulA. (die Streife,) die Slrei» * /fereyMeistg, (^uiA.streiflgt,^geftreift. Streiten, vecb. irreg. Prat, stritt; Partie. . gestritten. Daher der/Streit, des—es, die — e/ streitbar, die Streitbarkeit, der Streiter, Fami«. Streiterinn, strei¬ tig, (vuiA. strittig, die Streitbarkeit, bestreiten, erstreiken. Strenge, (nicht streng,) —er, — ste,' von strengen in anstrengen. Daher die Strenge.' », / Streuen. Daher die Streu, x>i»r. doch selten —e,cheftreuen,»verstreuen/zerstreuen. Der Strich , des — es, die—e, Dimin. Strichlein, vulg. Strichelchen, von streichen. "»Stricken« Daher de^Strick, Les-es, die — e. 4zs St? Stä — e, Diminut. Strickchen, bestrickest- erstrickeu,/verstricken. Die Striefe, ft in Streifen. / D^e Striegel, aus dem Lat. LtriZiliL. Dahes /striegeln. * 7^ Die Strieme, Diminut. Striemch.cn. Dahek ^striemig. - Düs Stroh, des— es, plur. cnr. Daher ströhern, das Geftröhd^. Das h ist >W kein bloßes Zeichen der Dehnung, sonder» ge¬ höret zur Win zel. / Der Strom, (nicht Strohm, weil das WoH schon Umfang genug hak,) des — es, pink'. Ströme. Daher/strömen, beströmen. ^Strotzen, von dem Nieders. strutt, starr, steif, fh.r ftrot-fen. Strudeln', eine eigene Onotnatopöie. Dah)k / der Strudel, Hes —s, plur. nr 7 Der Strumpf, des-cs, plur. Strümpfe^ Diminnt. Strümpfchen. Der Strunk, des —es, pim-, Strünke, verwandt mik Truncus. /St"Upp^g, —er, —ste, dasJlikenfivumvv!» ftrau ig. Die Stube, Dimin. StÜhchHN, leßteres in der Bedeutung eines Maßc§ von dem verwand¬ ten Lberd. Stauf, Nieders. Stdff. Der Stüber, des—s, plur. ut ftnA. ei»^ elastischer Stoß, mgleichen eine Münjsortt, zwry verschiedene Wörter. Dsts Stü Stu Hz» Das Stück, des —es, die—e, (außer von Jndividnis mit einem ZMworle, sechs Stück,) Diminut. StÜckchPl. Daher stü-'' cken,/zerstücken, stückeln, zerstückeln. / Der Student, des—en, die — en, aus dem Lat. 8nr6ens, wie studieren aus Nu 6ere^ », Die WKufe, Dimin. Stüfchen, ein Ab¬ satz zum Steigeri , mit Staffel von dem eil¬ ten stufen, steigen, wovon stapfen, das Intens, ist. ». Die Stufe, Dimin. Stüfchen, ein Stück, besonders im Bergbaue. Daher stufen, Zer» stufen, abstufen. Der Stuhl, des — eS, pl»r. Stühle, Di» min. Stühlchen, von stellen. Stülpen. Daher die Stülpe, Diminut. Stulpchen. Stumm, —er, —este, verwandt mit dumm. Daher die/Stummheit,^verstummen. Der Stummel, des — s, pinr. m Daher verstümmeln, zerftümmeln. Der Stümperndes—s, plur. ut Daher- ftümpern, stümperhaft,dieStümperey. /Stumpf, — er, — eftb. .Daher stumpfen, der Stumpf, des — es, „?iur. Stüm¬ pfe. Diminut. Stumpften. Die Stunde, Diminut. Stündchen. Daher stündig, in zweystündig, dreystün-ig, u. f. f. stündlich. Der Sturm, des Sturms, xlur. Stürme, Dimin. Stürmchen, eine eigene Onomaro? pöie. HgL StÄ SÜd pöi-. Sturm laufen. Daher stürmen, hkk . . / Stürmer,^stürmisch, — er, — este - . . oder — te /tbestürmeue /Stürzen, das Intens, von einem veralteten sturen > stören. Daher dereSturz, des — es, plur. Stürze , die Stürze, ei» Leckes Diminut. Stürzchen,ldeftürzt, entstürzen. Die Stute, Dimin. Stutchen, ein Murrer- pferd. Daher di«/ Stuterey. Stutzen , ein Jntenßvum von einem veralteten ftaten, ftuten, für stutssen, wie noch Las Schweb, iiutla. Daher her Stutz, des — es, die-e, her Stutzer, Hämin. Stutzerinn, stutzig. /Stützen, eigentlich das KäctivuM des vorigen für ftüt-ftn. Daher dittStÜtze- /Der Styl, des—es, die —e, aus dem Lat. Stylus» folglich nicht Stil- Daher htk Stylist, des—en, die —em Die Substanz, plur. — en, Subtil, —er, ' ste, beybe aus dem Lajeimschen. Suchen, das Jntensivum von sehen. Daher vuiK. die Suchender Sucher, besu-' chen, derLVcfuch, ersuchen, das Ge^ such,/versuchen, der^Versuch. / Die Sucht, plur. doch selten,— en, vek» wandt mit siech und Seuche. Daher süch- tig, — er, -ste. /Der Süd, des—es, oder — s, plur.inus» det Mittagswind- Daher das Adverbinnr Sü- Sud Süß 43Z" Anden - als ein eigener Rahme mit einem großen Buchstaben,)LsÜdlich. /Sudeln. Daher der Sudler, Famin. Sudle- rinn,die Sudeley, besudeln, versudeln. > /Die Summe, Dimin. Sümmchen- aus dem Lateinischen Summa. Daher fuMMLN ikt aufsummen, summiren, summarisch. Summen eine eigene Onomatopöie. Daher das Gesumme, versummen, das Jntcn- sivnin von/sumseu. , Der Sumpf, des — es, ?iur. Sümpfe, Di¬ min. Sümpfchen. Daher/sumpfig, — er. Der Sund- des-es- die—e, eineMeerr enge. Die Sunde, verwandt mit dem Lat. lonü Dm her der Sünder, Famin. Sünderinn, fündhaft^sündig- sündigen, entsündi- gen, versündigen-sündlich- dieSünd- lichkeit. Der Superintendent- des -en, die—en- Famin. Superiutenbenlinn, aus dem Lat. SuperintenUerrs. Daher dlk SupeNNteN- dcntur. ^Die Suppe- Diminut. Süppchen^ Daher suppig. Suß, — er, —ste- zusammen gezogetl, süßte. Daher die Süßigkeit, ehedem die tSüße^üßen^ersüßen,süßeln,dieSüf° ftley, der Süßling, süßlich, —er,— ste. die Sußlichreit. Wötterb. d. deut. Sprache. E e Dik 4Z4 Syl Taf /Die Sylbe, Dimin. Sylbchen, aus r>M Griech. undLat. 8v!lAb.3, folglich nicht Sil¬ be. Daher sMg in/insylbig, Zweysyl- dig u. s. f. Symbolisch; die Symmetrie, synnne- , trisch; dle Sympathie, (drcyfylbig) pi«r. —n, (vierfylbig,)sympaLhetisch; dieSym^ Ph0tti7, (breysplb-gT plur, — n, (viersil¬ big,) symphoriiisch; der Syntax, des — es, die — e, das System, des — es, dis — e, systematisch; alle ans dem Grieche und Lat. daher das y zur Bezeichnung der' nächsten Abstammung unentbehrlich isti L - Der Tabak, s. Tobak. /Die Tabelle, Dimin. Tabellchen; die Ta¬ verne; das Tabulat, des - es, die — e; der Tact, des —eS, die —e; alle aus dem Lateinischen. /Tadeln. Dahcr^der Tadel/ des — s, plur^ ut tinA. tadelhaft, — et, — este, der Tadler, Famin. Taölerinn. Die Tafel, Mir. — n. Dimin. Tafelchen,- verwandt mit tabula. Daher tafeln, tä- feln, das Getäfel. Der Taffet, Taffent,Taft) des— es, die —e, aus dem Französischen ll'sllö- , tas. Daher tasteten. Der Tag Lar 43Z Der Tag, des —es, die—e, (Oberd. Ta¬ ge,) verwandt mit Dies. Daher/tagen, betagt, tägig in eintägig, zweytägig u. f. f. tägliche Das Talent/ des —es, die—e, aus dem Lat. Ulentum. Der Talg- (nicht Talk,) des —es, piur. car. festes Lhierfett. Daher talgicht, dem¬ selben ähnlich, talgig, damit beschmiert. Der Talk, des—es, piur. inus. eine Steinark, aus dem Morgenlandischen. / Der Tand, des es, plur. cnr. Daher tän¬ deln, der Tändler, die Tändeley, tän- Lelhaft, tandelig, vertändeln-Las Ge¬ tändel? / Die Tanne. Daher taKnen, das Ädjectioum Oberd. tannen, Der Tannhirsch, richtiger Damhirsch, (.dieses. Tanken. Daher der Tanz, des —es, piur. Tanze, Dimin. Tänzchen, der Tänzer, Fäm Tanzerinn,ertanzen, vertanzen. Der Tapt, des — es, piur.inuZ. die Tape¬ te, beyde aus dem Lateinischen lapes, leeres. Daher tapezieren, der Tape- Zierer. /'Tapfer, -er- —ste. Daher dierTapftr- ? reit. '/.Tappen, eine eigene Onomatopöie. Daher . täppisch- betappen, ertappen. Der Tartar, des—s-die —n, Fämim TartariNN/ aus dem Lat. 2?Äktnrus, nicht E e Ä sö 4Z§ Eaf Tau so richtig der Tartar, des — en,d^'—» en. Eigentlich lauict das Wort TatM, welches aber mir in den niedrigen Mund¬ arten üblich ist. Daher die Tartarey,Tar- rarisch. /Die Tasche, Dimin. Täschchen. Daher der . Taschner. Taften. Daher betasten. Die Tatze, Dimin. Tätzchen, verwandt mit dem vorigen und dem französisch, taler, für Tat-ft. Das Tau, des —es, die —e, ein starkes Seil, verwandt mit ThüU. Taub, — er, — este. Daher die,Taubheit, -(betäuben. i Die Taube, Dimin.r.Taubchen. Daher der /Tauber, vu^-. Tauber. Tauchen, verwandt mit taufen. Daher der Taucher, (nicht Taucher,) eintaUchcn. ' Hauken, verwandt mit tief. Daher die Taufe, der/Täufer, derKausiing. Taugen, verwandt mit tüchtig und Tugend» Daher/tguglich, die Tauglichkeit. / Taumeln. Daher der Taumel, taumelig, der Taumler. Tauschen. Daher der/Tausch, des —es/ .die —e, ertauschen, vertauschen. ? Tauschest. Dahcr^ieTäuscherey,-die Täu¬ schung Tausend, ein Zahlwort; ein tausend, zwey tausend, tausend Mahl,«. s. s. n-chr zu- sam- Tax Leu 427 zusammen gezogen. DaherdasTausend, tau- ieuderley, der tausendste. Der Tax, des--es, die—e, der Ta^bau«, aus dem Lat. Hxus. '/Die Taxe, aus dem Lad. laxa. Daher, tas xiren. Teer, s. Theer. r. Der Teich, ein Erddamm, s. Deich. s. Der Teich, des —es, die —e, einWas- scrbehallniß, von deM alten dlken, deichen, graben. Der Teig, des — es, plur. inns. eine weiche Masse. Daher teigicht, dem Teige ähnlich. Der Teller, des—s, plur. ur lin§. Dimin. . Tellerchen. Der Tempel, des—-s, plur. ut 5wZ. au- dem Lat. /Die Lenne, Dimmur. Tennchen. /Der Teppich, des-es, -die—e, verwandt mir Tapete. /Der Termin, des —s, die — e;dM.Lev«... penthin, des—s, piur. inu«. die Ter- tie; das Testament, des —s, die-—e, alle aus dem Lateinischen. Der Teufel, des—s, plur. ur lin§. Dimk- nutivum Leufekchen, aus dem Lateinische» l)iubc>Iiis. Daher die/TeufeleyMustisch,. verteufelt. Die Teute. s. Tüte. Teutsch, s. Deutsch. 43H Tex The / Der Text, des—es, die —e, aus dem Lat- lexlus. Das Thal, des—es, plur» Thaler- Dimin, Thalchen- Thalen, tändeln, richtiger Wahlen, s. dasselbe. Der Thaler, des—s, x>i»r.vt6n§. von der Bergstadt Joachims-Thal in Böhmen, wo; sie häufig gut geschlagen wurden. / Die That, xlur. — en, von thun. Daher / der Thater, Fämin.Ahaterinn,-thatlg, die,Thätigkeit,thätttch,dieThatlichkeit. In ThathandlUNg für FaetUM sagt eines so viel wie das andere, Thatjache, ist ein wenig besser, obgleich auch nicht völlig ana¬ logisch. Der Thau, des - es, die — e, kos. Daher thauen, thauig, bethaut. Tau, ein Seil, und dauen in verdauen sind davon zu un¬ terscheiden. ' * /DerThee, (eilisMig,)des—es, (zweysylbi'g,)^ xlur. inus. aus dem Chinesischen. i Der Theer, (Oberd. das,) -es — es, plur, inus. Da zwey Verlängerungszeichen in de» meisten Fällen unnöthig sind, so schreibt man dieses Wort richtiger Teer oder auch Ther». Daher theerig, mit Theer besudeln, thee-- ren. , ' Der Thnk, des—es, die — e, Diminut. Theilchen. In einigen einzeltten Redensar¬ ten ist cs nach dem Vorgänge der Oberdeut. Mundart ungewissen Geschlechtes, -as Theit- so 439 The Tho sv auch in dasErbtheil,Hintertheil,Vor- , derthcil, Pergtheil, Vatertheil, u-s. s., dagegen es.i>vAnthcil, Nachtheil, Vor- ' theil, Besmndtheil, ein Mascuiinum^st. Großen Thtils, größten ThcilS, gitten Theils, Meisten Zheils, nicht zusammen gezogen, so wenig als eines Theils, an¬ dern Theils, meines Theils, u. s. s. Mehrenrheils, Messer meisten Theils,) ist wegen der Abkürzung ein Compositum s. in Mehr. Daher/theilbar, die Theil- barkeit,/theilen, thcilhaft, thcilhaf- tig, die/Theilnehmung, aber Theil neh¬ men, theiliq in zweytheilig, dreythei-^ !ig u. s. f. theils, die Theilung, erthei, lxn, verteilen,/zertheilen, zurheilen. / Die Theologie, theologisch, derrTH'colo-- ,gc; das Theoren; die Theorie, theo¬ retisch; der Lherjak; dasMhermome« ter, alte aus dem Griech. Der Therpenthin, s. Torpenthin. Theuer, thcurcr, theucrste. Daher die Theurung, betheuern, die V rcheue- rung, vcrthenern. Das Thier, des — es, die— e, Dim. Thier- chen, verwand mit dem Griechischen -i Daher t hierisch, —er, —efte, oder— te. / Der Thon, des —s, die—e, Egills, nicht zu verwechselnmitTon, lonus. Dahertl)ö- nern, aus Thon bereitet, thonicht, ihin ähnlich, thonig, ihn enthaltend, thonartlg, die Art des Thönes habend. . i. 44« Tho Thy L» Das Thor, des — s, die — e, eine gross se Thür, verwandt mit Thür, / 2. DrrThvr, des —en, d.ik —en, Famm. ^Thörtnn, Ltultus. Lahertdie Thorhcil, Wöricht, — er,— este,verhören. Der Thran, des — cs, die—e, verwandt mit s Thränc und thränen, rinnen. Da¬ her thranicht, ihm ähnlich, thranig, ihn enthaltend. I Die Thrane, di? Brutbiene, Wasserbiene, vuix. Drohne. , s. Die Thrane, Dimin. Thranchen, einrin- mendcr Tropfen. Daher thränen, bethränt. / Der Thron, des—es, die—e,'im biblischen Verstände —-kN, aus dem Lat. Ldronur. Daher thronen, entthronen. THUN,^verb. irreZ. ich thUL, du thust, kk thut; Prät. that, (nicht that,) Conj« rhäle; Part, gethan; Jmperat. thue, thu- Daher daSTHun, thunlich, dieThunlich- keit, verthun. S. auch That. Die Thür, (nicht Thüre,) xiur. —en, Dimin. Thürchen. / DerThurm, (nicht Thurn, Oberd. Thürn,) des — es, pinr. Thürme, Dimin. Thürm- chen. Daher thürmen, aufthürmen, der Thürmer, Fämin. Thürmerinn. Das Lhurnier, f. Turnier. Her Thymian, des — es, xlur. cnr. aus dem Lqt. Ichvtyus- Tich- T i ch Loch 44? Lichten, s. Dichten. /Tief, — er, — efte, —ste. Daher das Tief, in der Schiffahrt, die/Tiefe, (im Berg- banc Teufe,) riefen in austiefm, ver¬ tiefen. Der Tiegel, des-^-s, xlur. ut linx. Dimin. Tiegelchen. / Der Tieger, (nicht Tyger,) des-^s, piur. uk si»A. aus dem Lat. DiZrig, nach Deut¬ scher Sitte geformt. Daher tiegertt. /Tilgen, verwandt mit cielere. Daher vertil¬ gen , austilgen. Dre Tinte, aus dem Lat. I'incta, folglich nicht Dinke. Der Tisch, Les — es, die —e, Diminuti- vum Tischchen, verwandt mit dem Lat. Di-' saus. Dah r das niedrige auftischcN, der Tischler,^ (vul§, Tischer,) Jämin. Tisch¬ lerin». / Der Titel, des — s, plnr, »; 6nA.Diminu- tivum Titelchen, aus dem Lat. Ijtulus. Daher vui§. betiteln, titulilen. Der Tobak, Les-—es, plur. die—e, aas dem Brasilianischen; in gezierten Mmidarlen Tabak.. Toben, eine eigene Onomatopöie. Daher vrr- toben, die Tobsucht. Tocht, s. Docht. Die Tochter, piur. Töchter, Diminut. Töch¬ terchen , verwandt mit DK ch4r T och Hop Die Točke, an den Nameren, aus dem Ita¬ lienischen Hccq. Tnckmäuser, s. Dockmanftr. DepTod,des —es, plur. csi-. Daher todt, das Adjeckivuin von dem veralteten tyden , sterben, für lodet. Von dein Substantiv» Tod sind: Todöett, Todfall, Todfeind, bis zum Tode feind, todkrank, bis zum Lode krauk^ tödlich, allenfalls auch/tödt- lich von todt, di^odsünde; von dem Ad- j-ckiyv tohtaberrMdten, der Todtschlag, die Todttheilung, und alle mit Todten- Der Tof, des —es, die—e, derTofstein, aus dem Lat. ^opdus, lolus, vulß. Tufz Tufstein, Tuphstein. /Toll, —er, — ste, daher die Tollheit. - Der Tölpel, des — s, plur. ur Da» her tölpeln, tölpisch, tölpelhaft, die Tölpeley. DerTomback, des—s, die—e, aus dem Malcyischen^omx>gAo, Kupfer, folglich nicht Dompack / Deo Ton, des—es, plur. Töne, eine eige-' ne Onomatopöie, verwandt mit dem Lateiy, ^Onus.Daher/tönen^ertönelrldasGekön« /Die Tonne, Dimin. Tönnchen. Per Topf, -es — es, plur. Töpfe, Dimi- nut. Thpfchen, verwandt mit Tief. Da¬ her der Töpfer, Fämm. Töpferinn, tö¬ pfern, vulx. für thönern, irden; der IypMetN, ein Thonartiger Stein, aus wel¬ chem Tyr Tra 44? Hem man Töpfe drehet, verschieden von dem Aofsttin. / Der Torf, fvuiA. Turf,) des — es, die — e, verwandt mit dem Lat. lurbn. Dök«'Tort,"des —es, piur. inus. aus dem Franz, lorft /Die Torte, Dimin. Törtchen, ausdcmJtal. l^orts, Franz, lyurke. Die Tortur, die — en, aus dem mittl. Lat° lortura. Der Trabant, dös—-en,die—en, aus dem Ital, Irabarrte, und dieß von traben, mie §akey, von dem alten läcken, laufen. Traben, eine eigene Onomatopöie. Daher der Trab,e des — es, die — e. Die Traber, 8inZ, inu«. von dvnkeler Her¬ kunft; doch ist das ä, etymologisch betrach¬ tet, nothwendig , weil alle verwandte Spra¬ chen ein a haben. / Die Tracht, pluv. — >-en, von tragen, Da- hcVtrqchten, trächtig, betrachten, die Betrachtung, beträchtlich. Der Tractat, des— es, die—e, aus de^r Lat. Irnctatus; aber Die Traktaten, 6n§° kar. die Unterhandlungen. /Trage, —r, — fte. Daher diHGrägheht. Tragen, verb. irreg. du trägst', er tragt'; Prak, trug; Part, getragen. Daher trage . bar, die Tragbarkeit,/die Trage, der ' ^Trager, Fämin, Trägerinn , betragen^ /eher Vetrag^ertragen-der Ettrag^er- trag- Tra Tra Lräglich,/vertragen, verträglich. S. such Tracht. / Die Tragödie, aus dem Griech.-"Daher tra¬ gisch/ — er, — este , Ldcr — te. Trampen, eine eigene 0isUtzgto.pvie,.,Ldl(r strampfen. Daher trampeln, das Freguen- tativum. /Der Trank, des—es, piur. Tranke, Di- minut, Tränkchen, von trinken. Daher die Tranke, tranken das Factivum von trin¬ ken, ertränken, das/Getränk /Der Trappe, des - rr, die —n, eine Art großer Vögel, Trappen, das Jutensivum von traben. Die Traube. Diminut. Träubchen. Da¬ her traubig. ?. Trauen, ehelich verbinden, Daher die Tran, edler die Trauung, antrauen. 2, Trauen, glauben. Daher betraut /ge- trauen,jvertrauenIvertraulich,dieMer?' traulichkeit. j Trauern, (nicht trauren,-Daher dieTrauer, - traurig, —er, — ste, die Traurigkeit, betrauern. Traufen, verwandt mit triefem Daher die. /Traufe-rtrausem, das Diminut. betrau' fen, beträufeln. l Der Traum, des—es, plur. Traume. Da¬ her träumen,, (oberdeutsch träumen,) der Träumer, Famin. Träumerin», did Träu-" Era Ete 44s Traumerep, träumerisch, erträumen, verträumen. Traun, eine Partikel Traut, ein Adject. bkydc von 2. Trauen, aber beyde im Hochd- veralten /Die Treber, f. Traber. ^Treffen, Verb, irrex. ^>u triffst, er trifft; Prät. traf; Partie, getroffen; Jmperat. triff. Daher das-Treffen, der^Treffer, trefflich, — er, — ftc, die^Trefflichkeik, betreffen,/ubertrcffen^vortrefflich, die ^Vortrefflichkert. /Treiben; verb. irre^. Prak, trieb; Part, getrieben. Daher der-Treiber, Famin. Treiberinn,ertrciben,durchtreiben,daS Getriebe, vertreiben, S. auch Trieb und Trift. /Trennen. DaherdieKrennungMennbar,' die Trennbarkeit. Die Trense, Diminut. Trenschen, verwandt mit Strehne. ^Die Treppe, Dimin. Treppchen, von trap- ,^.8.en, steigen. ' ^)ld Treipe, eine Pflanze. Die Tresft, Diminut. Treßchen, aus dem Franz. Treffiren, s. Dressiren. Treten, verk. irreg. du trittst, er tritt; Prär. trat; Partie, getreten; Jmperat. tritt. Daher der Treter in Uebertreter, Pflastertreter 5 f. betreten das Adjsck. er» 446 Zre Trk krtreten, vertreten, zertreten. S. äüH Tritt. / Trett, — er,— este, verwandt mit 2. Trau¬ en. Daher die/Treue, treulich, treu¬ herzig, treulos, getreu, getreulich. Treuge, für trocken. Das Tribunal,des—es,piur. Tribunale; dkr Tribut, des —es-- die—e; heyde aus dem Lateinischen- Der Trichterndes plur. urllnF. Dk- minnl. Trichterchen. Daher trichtern.^ Der Trieb, des —es- die—e, von tret- den. DaherMntrieb,Betrieb,betriebsam-, der Vertrieb, das Getriebe. Triefen, verlr. re^. (ehedem uüd noch jetzt im Sberd. irregulär; du trcufst, er treuft; Prat, troff; Partie, getroffen; Jmperak. treuf;) nahe verwandt mit Lraufen und tro¬ pfen. Daher betriefen. Trtegen, (nicht trügen,) varb. irreg. dü triegst, er triegt, (Sb. treugst, treugt ;) Präl. trog, Partie, getrogen; Jmperat.^ triege; Obcrd. trettg.) Daher die Trie- gerey- trieglich- die Lrieglichkeit,/be¬ kriegen- der Betrieger; betriegerisch; alle von triegkn. Aber betrüglich ist zu¬ nächst von Betrug. S. auch Trüg. Trieseln, s. Drieseltt. / Die Trift, pi»r. — en, von treiben. Daher triftig, —er, -fte, die Triftigkeit. Teillen, s. Drillen. Der Tri 44^ Drv Triller- bes—s - xi»r. »c iinA. Itak. 'IHIlo, eine eigene Onomatopöie. Daher ttil- /lern, ^uiZ. trällern. Trillich, Trilling, s- im D. Trinken p verk. IMA, Prak, trank; Pauke., getrunken, düs Neutrum von tränken. Da» her trinkbar, der Trinker, betrinken, er¬ trinken, vertrinken. S. auch Trank und /Trunk. Der Tripper- des ^--s, Mr. m lmg. von . dem provinziellen trippen, tropfen. /Der Tritt, des,—-es, die —e, .Diminnt. ' Trittchen, von treten. »DllheWbtritt-, Antritt, Auftritt- Austritt, u. s. f. /Der Triumph-des —es, die —e, aus dem Lat. 'tHumpiins. Daher triUMphireN. /Trocken- (vniAi treUge,) —er, — fte- Ttaher die Trvckenheit^Lrocknen- ver¬ trocknen- Trödeln, verwandt mit dem vulA. Trudel. Daher der Trödel, der/Trödler, Family e Trödlerin«, vertrödeln» ^DerTr0g,des — es- Mr. Tröge- Diminut. Tröglein, vulZ. Trögelchen. Trollen- eine eigene Onomatopöie, verwandt mit rollen» Trommeln, (vM. trÜMMkln,) auch eine eigene Onomatopöie. Daher die Trommel, das Getrommel. ' Die 44S Trs Ttä Die Trompete, Dimin. Lrompetchen, 1§. Tute, Düte, Deute, Teute,) Dimin. Tütchen, vermuthlichvow dem Niederdcut. Tvyte, ei» Horn, wegen der Achnlichkeit. Tuten, auf einem Horne blasen, eine eigene Onomatopöie. Der Tyrann, des — en, die — en, Fäml- ninum TyraMNNN, aus dem Griech. und F f -r Lat. 4Z2 Ueb Ueb Lat./l'/l-Lnniis, folglich nicht Tiri NN. Da¬ her die Tyranney/^tyrannisch, —ex, — este oder — te, tyrannisieren. u. Uebel, übler, übelste. Daber das Uebel, Dimin. Uebelchen, die Uebeikeit, Ueblrchkeit, verübeln. /lieben, verwandt mit operAri. Daher üblich, die Ueblichkeit, die/Uebung,?geübt, verüben. lieber, eine Partikel, verwandt mit oben und yber, welche mit Derbis, Nennwörtern und Partikeln Zusammensetzungen macht .'-Über¬ aus, überall, überein, überhin, üver- dieß, (nicht Überbein,) richtiger über dieß, weil hier weder Figur noch Ellypse ist, überhand,/üherhaupL, überlaut, vor¬ über, worüber, hierüber. Die Verba sind entweder Neutra, haben folglich keinen Acculativ bey sich, und in diesen liegt der To« auf der Partikel, die zugleich trennbar ist, das ist in der Conjugakion hinter das Ver¬ bum tritt, da sie denn auch das gewöhnliche Augment ge bekommen: Überflüßen, über¬ laufen, Überhängen, es fließt über, übergefloffen. Oder sie sind Aktiva und ha¬ ben den Accusativ bey sich, da denn das Ver¬ bum den Ton hat, die Partikel untrennbar ist, und Ueb Um 45z und das ge wegfallt; überantworten, überdenken, übereilen, er übereilt sich, hat sich übereilet. Werden Verba auf bey- dcrley Art gebraucht, so werden sie auch verschie¬ den conjugirk: der Brey lauft über, ist übergelan/en; aber er überlauft mich, hat mich überlaufen. S. aus überfah¬ ren und überfahren, überfliegen und überfliegen, überführen und überfüh¬ ren u, s. f. Abgeleitet von Über ist Übrig. Irrige Zusammensetzungen sind Übereinan¬ der, Übereinkommen, übereinstimmen ». s. f. richtig über einander, überein kommen u. s. f. Ueblich, s. in Ueben. Uebrig, »civ, von über. Daher erübrigen, entübrigen, übrigens. /A)as Ufer, des — s, plur. ut 6n§. Dimin. Uefcrchen, verwandt mit oben, über. /Die Uhr, pMr. — en, Diminuk. Ührchen, edler kleine Uhr, aus dem Lat. Ilors. Der Uhu, des —es, die—e, von seinem Geschrcye. «Die Ulme, (>»)§. Ame,) aus dem Lar. Ulmus. Um, eine Partikel, welche mit ander» Partikeln, mit Nennwörtern und Verbis zusainmengcsetzet wird; umher, umsonst, herum, dar¬ um, worum, Umkreis,/Umstand u. s. f. Die Verba haben den To» theils auf der Partikel, ihcils auf dem Verbo, Im erste» Falle 4s4 UN Unß Falle ist das UM trennbar, und das gewöh«? liche Augment bleibt: UMgeheN, UlUdrehen, umkehren, ich drehe es um, umgedre- het. Im zwcyken Falle ist sie untrennbar, und das ge fällt weg: wir umfahren die Welt, haben die Welt umfahren, mit Blumen umkranzt, man hat ihn um¬ ringt. Welche verschiedene Conjugakion oft in rinem und ebendemselben Verbo Stakt findet, wir sind viel umgefahren, er hat ein Kind mngeführen; aber eine Insel um¬ fahren. So auch umfassen und umfassen umgehen und umgehen, umgürten und umgürtcn, u. s. 5 Uu, ein Adverbium, verwandt mit ohne, wel¬ ches nur noch in Zusammensetzungen gebraucht wird, unecht; unähnlich u. s. f. Ehedem wurde dafür häufig ohne gebraucht, welches noch im Oberdeutschen geschiehet, ohnrnU geldlich, yhnmöglich., für die richtkgern UN- entgeldlich, unmhglich. Wit haben davon noch Ohnmacht u. ohnmächtig; qberohn- gefahr/ohnlängft, und ohngeachtet wer¬ den fü^ungefahr, unlängst, und unge¬ achtet nur von nachlässigen Schriftstellern ge¬ braucht, welche auch wohl das letzteremitdem Dativ verbinde», dem ohngeachtet, da es Loch den Gruiliv erfordert, dessen UNgk^ achtet. Unbaß, s. Unpaß, Und Und Uns 455 Und, eine Conjunction, welche nie Zusammen, schlingen machen kann. Folglich nicht Zwey- undzwanzig, sondern zwey und zwün-- .zig- Der Unflath, des —es, die—e, der letz¬ ten Hälfte nach dunkel. Daher der Unflä- ther, unfläthig, die Unflätherey. Ungeachtet, s. in Un. Ungefähr, nicht ohngefähr, von wahr in wüchrnehmen, folglich mit einem h,s. in Un. Ungereimt, von Reim, reimen, folglich nicht ungeräumt. Daher die Ungereimtheit. Unpaß, sclv. von dem »ochRieders. Paß, ge¬ hörige Beschaffenheit, nicht aber von dem al¬ ten baß für besser, folglich auch nicht un¬ baß, welches zugleich wider die allgemeine Hvchd. Aussprache ist. Daher unpäßlich, dee/Unpäßlichkeit. Uns, der Dativ und Accusativ des persönlichen Pron. wir. Unsäglich, von sagen, was sich nicht sagen , nicht aussprechen läßt. Daher die Unsäg- lichkeit. Das Unschlitt, des —es, ?l»r. so» dunkcler Herkunft. Das u ist der guten Aus¬ sprache am angemessensten, dagegen gemeinere Mundarten auch Fnschlitt und Jnseltspre- - chen. Unser, pronom. von dessen Deklination eben das gilt, was oben schon bey Euer in . Euch gesagt woHen: unsers, unserm, UN-, fern, 4S6 Unt Unt fern, besser als unsres, unsrem, unsren. Daher der, die, das Unsrige. Unten, actv. von unten an, nicht zusammen gezogen, s» wenig als V0N dem Hause ÜN- 1. Unter, aclj. der, die, das untere, Su° perl, unterste, von dem vorigen. 2. Unter, die Präposition, welche mit Parti¬ kel», Nennwörtern und Verdis zusammen ge¬ setzt wird: unterwärts, unterhalb, hin¬ unter, herunter, hierunter, LaruMelhl Untergang, Unterleib, u. s. f. mit Ver¬ dis ist es bald eine trennbare, bald eine un¬ trennbare Partikel, so wie Über und UM, daher auch die Conjugation solcher Verborum auf eben dieselbe Art verschieden ist, nur daß sie sich bey den Zusammensetzungen mit UM und unter nicht so genau an die Form des Ver¬ bi bindet, als bep den mit über: unterge- hen, unterschieben, unterbreiten, Un¬ terkommen, es gehet unter, ist unter¬ gegangen ; aber unterbrechen,unterdru- cken/untergraben, ich unterbreche, ha¬ be unterbrochen. Daher auch hier beyderley Conjugation oft in einem und eben demselben Verbo Statt findet: einen Topf unterhal¬ ten , und jemanden unterhalten. Der Unterschied, nicht Unterscheid, ob es gleich von unterscheiden ist. Daher unter¬ schiedlich. » Der Unterthan, deS—S,piur.—en. Da- her-unterthanig, diezUntetthänigkeit. Die Unz Ver 457 Alk Unze, aus dem Lat. llncia. Uippig, — er, — stc. Daher die Uippigkeit. Ur, ein altes Wort, welches nur noch in Zu¬ sammensetzungen üblich ist. Uralt, das Ur¬ bild, d'er/Urheber, die Urfehde, die F Urkunde u. s. f. in welche» allein es gedehnt lautet. Ausgenommen ist/Urtheil unWrthei- len, weil es hier ans ertheilen gebildet ist. /Der Urin, des—es, die—e,zdie Urne, vepde aus dem Lat- V. Der Vampyr, des —es, die —en, aus dem Servischeii und Slavonischcn. /Ver Vasall, des —en, die-en. Fa'min. Vasallinn, aus dem Mittel-Lat. Vazgllus. Der Vaier, des-S, plur. Vater, Dimin. Väterchen, verwandt mit Vater, UL1-L? u. s. f. Daher/väterlich, —er, — ste. Der Veil, am häufigsten im Diminut. das /Veilchen, aus dem Lat. Viola, nach wel¬ chem auch die Vwle üblich ist. Vyr, eine alte Partikel, welche nur noch zu Ab¬ leitungen gebraucht wird, da sie den» zu den Vorsilben gehört, welche sowohl zu Nenn¬ wörtern als auch Adverbiis, am häufigsten aber zu Verbis gesetzel wird, und bey dm letzter», wie alle Vorsylben, untrennbar ist f verachten, ich: verachte, habe verach¬ tet. 4Z8 Vek Vek tet, zu verachten , verächtlich, berge? ben§ u. s. f. Als Vorsylbe hat sie keinen Ton, sondern wirft ihn auf das Wort, welchem sie vorgcsctzct ist: verbrennen, der^berdacht. /Mssrdekben , verk. irreA. et reA. du vechs dirb^t, er verdicht; Prät. verdarb;Harti* ^verdorben; Imperat. verdirb; von dem veralteten derben. Das. Neutrum gehet oh- ne Ausnahme irregulär; das Activum im Hoch¬ deutschen gemeiniglich auch, aber imOberdeut- scheu gehet es regulär; hqs Verderbt Mik meine Freude, hat sie mir verderbt. Da¬ her der Verderb, eine Handlung, wodurch etwas verdorben wird, das^Verderben, der Zustand, da ein Ding verdirbt, oder ver¬ dorben ist, wofür auch, obgleich seltener, das'.- Verderhniß, die/Verderbtheit, die Verdorbenheit gebraucht merdenrverderb- lich, die Verderblichkeit, die Eigenschaft, da etwas leicht verdirbt, inglcichen leicht an¬ dere Dinge verderbt, dtp Verderber, Fa- min. Verderberinn. /Verdrießen, verl». lrrs§. du verdrießest^ (Lberd.verdreußest)es verdrießt), Oberd. verdreußt,) Prät. verdroß ; Panic. ver¬ drossen; von dem veralteten drießcn- Daher - verdrießlich, (nicht berdrüßlich, indem es zunächst dem Verbo ist,) — er, — stk, die Verdrießlichkeit, verdrossen, träge, die Verdrossenheit, Der sVerdruß. Ver- , Ver Ver 459, Vereinen, vo» em, wofür roch das Hnkenfi- vum vereinigen, und im Oberd. vereinba¬ ren üblicher ist. Daher der Verein, häufi¬ ger die Vereinigung, vereinzeln. Vergessen, verb. irre-K. du vergissest, er vergißt; Prak, vergaß; Part, vergessen; Jmperat. vergiß; von dein veralteten gcssen, .. » sich erinnern. Daher die Vergessenheit,- . vergeßlich, die Vergeßlichkeit» ' /Verletzen, s. i. Letzen. /Verleumden, nicht verlaumden, weil die alten Mundarten ein en haben. Daher her Verleumder, Fämin. Vexleumderinn, verleumderisch, die Verleumdung. Verlieren, verb. irre-A. du verlierst, Obcr^ deutsch vcrleurft,) er verliert, (Oberd. verleurt;) Prat, verlor; Part, verloren, (nicht verlohr, verlohren;) Imperativ verlier; von dem veralteten lieren, ließen. Daher der Verlust, verlustig- Die Vernunft , nach einer alten Ableitnngs- art vonjvernehmen. DaherAernünfteln, /vernünftig, die Vernünftigkeit. Per Vers, (nicht wie Versch,) des — es, die—e, Dimin. Berschen, aus dem Lat, Versus. Der Verstand, des — es, pUu-. car. von /verstehen. Daher verständig, verstän¬ digen,/verständlich, die Verständlich¬ keit, da§ Verständlich« Ver- 46? Ver Vest Vervollkommnen , vollkommner machen - ein - nicht allein färdie Aussprache sehr hartes, son- dern auch analogisch unrichtiges Wort, weil cs eigentlich vervollkommnern heiße» mü߬ te, nach der Analogie von verbessern, ver¬ schlimmern, vergrößern, verkleinern, verwildern, ». s. f. Die Vervollkomm¬ nung ist noch harter. '/Verwandt, eigentlich das Partie, von per-'*' wenden, für verwendet, daher das dt sei-» neu guten Grund hat. Der Verwandte, Famin. die Verwandte, nicht Verwand- tinn, so wenig alsBekanntinn, Gelieb- tinn u. s."f''"Daher die,Verwandtschaft, Anverwandt ist eine unnütze Verlängerung. I, Verwesen, verfaulen. Daher verweslich, die Verweslichkeit, die Verwesung. s. Verw-sen, verwalten. Daher der Ver¬ weser , Fämin. Verweserinn, Verwirren, Verb. reA. irroZ-. im letzter» Falle, Prat, verworr, (wofür doch im Hochd- schon verwirrte üblicher ist,) Part, verwor¬ ren, auch schon haufigeverwirrt; von dem veralteten wirren, Daher die Verworren-? heit, sellener^Verwirrtheit. Dkk Vesper, aus dem Lat. Vkspera. Asst, die veraltete Schreibart des Wgrtes fest, welche nur noch zuweilen in den Titeln ge¬ braucht wird. Die - Vet Vre 46» Die Vettel, Dimi». Vettelchen, verwandt mik Veluis, obgleich nicht unmittelbar davon herstammend. Der Vetter, (uiche Vätter,) des —S, die—n, Dimin. Vettercherr, verwandt mit Vater und Gevatter. Glatt des Fa- mittinum Vetterinn, ,ist/Muhme gangbar. Daher vetterlich, die Vetterschaft. Veriren, aus dem Lat. VSXLK6. / Das Vieh, des—es, plur?—e, (vulA. —er.) Daher^viehlsch, —er, — efte oder te- Vies, für dessen Compar. mehr, und Superl. Meis! üblich ist, verwandt mit voll, füllen. Daher, vielerley, die-iVielheit, und die Zusammensetzungen Vielmahls, vielmehr, (die Conjunct. aber es ist viel Mehr,) viel- weniger/vielleicht von viel und leicht, für sehr leicht, folglich nicht vieleicht. Vier, das Zahlwort. Daher die Vier, -er Vierer, viererley, vieren, geviert, der vierte, (in der Aussprache gewöhnlich, wie vierte,) das/Viertel>s(h>rsch Viertel,) viertens, (wie viertens,) vierthalb, viertheilen, vierzehcn, vierzig,der vier- Zigste, (alle mit einem geschärften i,) hin^- gegen gedehnt die Vierung, vierfach, vierseitig, der/Vierling, «. s. f. Vier hundert, vier tausend, vier Mahl, m-hr zusammen gezogen, s. auch in Mahl- r. Vis Volt r. Die Viole, die Blume, aus dem Latt Viola, S. auch Veil- 2° Die Viole, eine Geige, wofür doch Vio- line üblicher ist. Daher die Viole, ein chp- misches Gefäß, wegen der Aehnlichkeit, und f „ich! aus dem Latein, kliiala, folglich auch nicht Phiolt. Violett; die Vwline, beyde aus dem Franz: Die Vkp r, aus dem Lat, ViperL. Das Visiers ijreren; diMZisike; aus dem Fan;. / Der Vitriol- aus dem Lai« Vitriolum; da¬ her v triolisch. Der VizthuM , seltener Vizdom, aus dem Lat. Vic6-c'ol7!ii>us. Der Vocat, des^— es, die — o, oft auch die— -en, aus dem Lat. Vocalis. Der Vogel, des —s, piur. Vögel. Dimin- Vögelchen. Daher das veraltete Vogler- für Vogeler, Vogelsteller. Der Vogt, (nicht Voigt,) des —es, xlur. Vögte- der gewöhnlichen Meinung nach aus ^6/ocntu8 zusammen gezogen. Daher die Vogtey, Pogteylich, brvogten- k Das Volk, des —es, plur. Völker, Di- minut.VölkeheN, verwandt mit voll, viel, folgen, Wolke, Vulgus u. ft f. Daher die Völkerschaft,/bevölkern, entvöl¬ kern. Voll, —er,—este, völlcr,völlefte,) das V ön Wx 4^5 das Jntensivum von viel; eine Hand voll/ ein Arm voll. Daher die Vollheit, die Trunkenheit, völlig, die Völlerey, (nicht Füllercy,) und die Völligkeit, die Fül¬ le, s. solches an seinem Orte, und die Zu¬ sammensetzungen- vollauf, vollbringen- /vollenden, vollends, nur vuiz. vollgül- E. "'rig/volljahrigAvachstn? S. auch/Wuchs. Die Wacht, am Wagen, edler Wage; die V Wacht MN wachen, cdlcr/Wache. / Dst Wachtel, Simin. Wachtelchen, eine Nachahmung ihrer Stimme. r das JnteiisivuM und Jterativum voch^ .wegen ui bewegend Daher wackelhaft, wackelig, das Gcwackel. /Wacker, —er, —fte, das Jnrens. von wach. ^/Die Wade, Dimin. Mädchen- ein altes Wort / von unbekannter Herkunft. ' Die Waste- am hauftgstcn im Plural die—n,' V-'N Wappen nur in der Mundart verschieden. Daher waffnen, bewaffnen, entwaffnen. Die Wastel, eine Alt Uuchen, verwandt mit Idervus. Wörterb. d-deut. Sprache. G g Die 466 Wag Wä h / Die Wage, nahe verwandt mit Magen U,?K wegen in bewegen; ehedem ohne NothWsH- ge, bloß um es von dem folgenden zu unter¬ scheiden, mit welchem cs doch nicht so leicht zu verwechseln ist. Die Wage am Wagen heißt in einigen gemeinen Mundarten die Wacht. S. auch Wägen. Der Wagen, des—es, piur. Wagen, auch häufig, doch nicht so edel, die Wägen. Da¬ her der Wagner, Faun«. Wagnerinn. Wagen, der Gefahr des Verlages aussetzc», Daher/wagllch, dieMaglichkeit „ver¬ wegen , die Verwegenheit. / WäßM, verb.« reg. noch häufiger irreg. Prak, wog; PartH. gewogen, von wiegen, «lit¬ in der Mundart verschieden, obgleich dieses ^,uch als ein Neutrum gebraucht wird, (das Elfen wiegt schwer,) wagen aber, nicht. DaFe? der Wager, erwägeA, (nicht erwegefi,^ . die Erwägung. / Wähleli, verwandt mit velie. Daher, LMVahl . . vuiA/wahlerisch-rerwählen, die Erwäh¬ lung. Der Wahlplatz, die Wahlftatt, von deck, veralteten Wahl, ein Gefecht, eine Leicht Wahn, falsch, irrig, thöricht; im Hochd. nur' noch in einigen Zusammensetzungen, der Wahnglaube,d erWahnsinn,derWahn- Witz, wahnwitzig. Wahnen, dafür halten. Daher der Wahn, crwähncn, die Erwähnung. Das Wal 467 Das «nd die Wahr, s. Mehr. Wahr, vermittelst des Gesichtes empfinden, nur noch in wahrkchmen, gewahr, und .^^Wahrzeichen. 'L»„Wahr.,„—er, —este, verus, womit ''.es auch verwandt ist. Daher/ wahrhaft, wahrhaftig, die Wahrhaftigkeit, die Wahrheit, wahrlich, (sprich warrlich,) ^bewahren, / wahrsagen, 'rwahrschein- lich. - /Wahren, schützen, nur noch inLbkwahren undMerwahren. S. auch Gewahr. Wahren, Uurare. Wahrend, das Partie, wahrend des Krieges, nicht wahrendes Krieges, auch nicht wahrend dem Krie- ve, oder in wahrendem Kriege. Der Wahrwolf, richtiger Wärwolf, ein in einen Wolf verwandelter Mensch, von dem veralteten Wüt, ein Mann; daher auch Wahrgeld, oder Wahrgeld: Der Waid, des—es, plur. car. eine Pflanze. Waidwerk. S. 4- Weide. s Die Waise, plur.— n, ohne Unterschied des Geschlechtes, hder der Waise, des — n, die—n, Famln. die Waise, Diminut. Maischen. Orphsnus. Daher verwie¬ sen. Die Wacke, eine gemischte Steinart, nicht Wake. Daher wackig. »Der Wald, des — es, plur. Walder. Dim.. G a 2 Wald» 4^8 Wal Wal Wäldchen, verwandt mit wild. Daher waldicht, einem Walde ähnlich, Waldig, mit Wald bewachsen /die WaltzUNg. /Walken. Daher die Walke, der Walker, die Walk - Erde. Der Wall., des —es, plur. Walle, ver¬ wandt mit Valium. Der Wallach, des —en, die —en, ein Mensch auH der Wallachen, Famin. dikiW^l- lachinn. Aber der/Wallach, des — es, die—e, ein verschnittenes Pferd, weil sie zuerst aus der Wallackey bekannt geworden, Von dem letzten ist Wallachen, ein Pferd castriren, der Wallacher. f Wallen, das Neutrum, eine eigene Onoma¬ topöie, wallen, das Factioum, letzteres nur in einigen Gegenden. Daher^der Wall, das Aufwallen des siedenden Wassers , .Li e§ ^Wallung, die Wallfahre, und wallen,' w a ndsrn, swallfahrten. t Der Wallstsch, von dem veralteten wall, groß. Die Wattiruß, veilZ. aus wülsche Naß, ver¬ derbt von dem alten wähl, fremd. Der Wallrath, des-es, die—e, der ersten Halste nach von Wall,/Walisisch, der zweykcn nach dunkel. Der Walm, des — es, die-e, in der Bau¬ kunst, die fckiefe Richtung eines Daches oder Gewölbes an der schmalen Seite. Daher walmen. Walich- . Wal Wan 469 Mälsch, fremd, ausländisch, besonders Jta, liänrsch. Daher ein Wälscher, eine Wal- schk,Mälschland, kauderwälsch, roth- wälsch. - , Malten. Daher v. rwaltett/ delM)erwalter, die Verwaltung, der Anwalt, die Ge¬ walt, gewaltig, gewaltigen, überwäl¬ tigen^ obwalten. /Ale M?Üzi>''Dlmn!ut. Walzchen, verwandt ' mit Welle- Daher Walten, und IN eini¬ gen andern Bedeulnugen walzen, der Wal¬ zer. Dre Wamme, Dimin. Wammchen, der her, ' ablmngcnde häutige Theil unter dem Kinn, ingleichen der Bauch, vul§. Wampe. Daher die Fehwamme, Fuchswamme u. s. f. Das Wammes, Wamms, des—es, plur. Wammser, D-min. Wämmschen, von dem vorigen. Aber wamsen, vulg. für prügeln, ist eine eigene Onomatopöie wie bamfen. !, Wand, ein Gewebe, nur noch in Gewand- und Leinwand, s. dieselben. 2. Die Wand, piur, Wände, psries, von dunkelcr Herkunft. Mandeln, eigentlich das Nerat, von wen« den, verwandt mit wandern. Daher der z' Wandel,^wandelbar,-verwandeln, die. . / Verwandlung. Mandern. Daher der Wanderer, Fäm.doch selten, Waaderinn, die Wanderschaft, Wanderung. Der 47iur. —Zö¬ pfe, wohl nicht von dem Flusse die Weich¬ sel , sondern wahrscheinlicher von dem alten Wicht, ein böser Geist, so, daß es soviel als die gleichfalls üblichen Nahmen AsPZVpf, und Mahrenklatte bedeutet. t. DieWeide, plur-.- car.. ein nur noch in Eingeweide und ausweiden, übliches Worch s. Wei Wei 475 A. Die Weihe, plur. — n, Speise, Nah¬ rung und der Ort derselben. Daher weiden, das Verbum. I- Die Weide, plur. —n, ein Gewächs, Lulix. Daher weiden, das Adjectivum. 4. Die Weide, "die Jagd, nur noch in Zu¬ sammensetzungen Weidemann, We'demes- ser,, Weidetasche, Weidewerk, u. s. 5 Weidlich, — er, — ste, von du ckcler Herkunft. / Weifen, verwandt mit weben und schwei-- ' fcn. Daher die Weife. Weigern, O»ig. wegern,) ein Jterativum von wegen in bewegen. Die Weihe, ein Vogel, von wehen, Wege« seinen schwebenden Fluges. Wellen, segnen, heiligen. Daher dieWeihe, - entweihen, dehWeihbischof,derMeih- trmrkWeihetrunk, die/Weihfaften, der Weihkessel, die Weihnachten, iniis. der Weihrauch, das Weihwasser. Der Weiher, des — s, pi»r. linZ.,em Leich, am häufigsten im Oberdeutsche». Weil, eine Partikel. Weiland, a6j. in6ec!in. meist veraltet, und von duukeler Herkunft. Die Weile, Diminut. Weilchen. Die lange Weile, nicht zusammen gezogen, wohl aber langweilig. Daher weilen,-verweilen. DerWein, des—es, die —e, ausdemLat. Viirum. Daher weinicht. Der Wek Wei / Weinen. Daher vuix. weinerlich, beweis ncn, vas/Gewein, vermeinen. Weis, soviel als wissend, und ein Wart mit dem folgenden nur im gemeinen Leben und mir machen, einen etwas weis ma¬ chen, ihn eu er Unwahrheit überreden. /-Weise, —k, —ste, sapiens-, verwandt mit dem vorigen. Daher der Weise, die Weis¬ heit, wersiich. sDie Weise, plur.— n, die Art: Ulo.s, auch in Zusammenschiingen, scherzweise, hau¬ fenweise, stufenweise u. s. f. welche doch nur bloße Adverbia stnd„ folglich nicht decli- niret werden könneir, nicht ein ftufenweiser Fortschritt. Weisen, verb. irr«A, Prät, wies; Particip, gewiesen. Daher der Weis r, von den Bienen Weisel,) dm Weisung, bewei¬ sen, der/Bewers,^erweisen,)verweisen, f-er Verweis. Weiß, nlbns, der Aussprache, Abstammung und Bedeutung nach ganz verschieden von wei¬ fe, daher nur sehr stumpfe Sinnen beyde in der Schreibart verwechseln können. Daher das Weiß, plur. car. die/Weiße, wei¬ ßen, weiß machen, der Weißer, wei߬ lich, (nicht zu verwechseln mit wekslich,) und die Zusammensehungen, das Weißbier, derlWeißdorn, derMZeißfisch u. s. f- Meißsagen, von dem obigen weis, wissend, daher Wei Wett. 47s öäher es eigentlich weissagen geschrieben werden sollte! Doch entschuldigt die düukele und den meisten unbekannte Abstammung daS ß. Daher der Wkißsager, die Weißsü- gerinn, die Weißsagung. /Weir, - er, —este. Daher dlchWeite, wei¬ ten, wettern, erweitern^ die Weite¬ rung,/weitlauftig, von dem aNen Lauft für Lauf, (in Zeitläufte,) die Weitläuf- Ligkeit. Der WrrHen, des—s, plur. -nus. vermuth- lich von weiß, da denn dieses Wort eines der wenigen sehn würde, in welchen das A anstatt des intensiven Z stehet, für WeiHen. Allein da es im Gokhischrn lautet, so kann das unsrige auch daraus zusammen gezo¬ gen stytt. / Welcher, welche, welches, ein Pronomen, verwandt mit gualis. /Welk - — er, — este. Daher welkett/ ver¬ welken. / Die Welle. Dimin. Wellchen, verwandt mit wallen, Walze. Daher vui§. Wellern, die Wellerwand. Welsch, s. Wal sch- DieWelt, plnr.Welten. Daherzpeltlich,— er, —ste, dieWtttlichkeit, derWeltling, ein Weltmensch, das Weltall, Genir. des Weltall, nicht Weltalles, rocilZusammem setzungeu dieser Art indeclinabel sind. Wendt'N, verbpirraZ. Prat.Du'.ndLk; Pä^tix. Zk-- 478 Wen Wer gewandt; auch schon häufig regulär, wen¬ dete, gewendet. Daher der Wender, wendig, doch nur in abwendig/ auswen¬ dig, inwendig, die Wendung, bewen¬ den,bewandt,dieBewandtniß,entwen- den, daj Gewende, verwenden -/nerv wandt, die Verwandtschaft. s Wenig, —er, ste. Daher die Wenig¬ keit, wenigstens. Wenn, so wohl ein Nebenwort der Zeit, als auch eine Conjunction. S. auch Wann. Wer, (gedehnt,) Geiiit. wessen, zusammen gezogen wcß. Dat. wkM,Accus. wen, (bcy- . de gedehnt,) pl«r. car. ein Pronomen. /Werben, verb. irreA. du wirbst, erwirbt; Prak, warb; Partie, geworben. Daher der Werber, bewerben, erwerben, die Er- . Werbung, dasMewerbe- Werden, (gedehnt,) veib. i'rrkA. du wirst, er wird; Pr«t. ich ward, (ehedem wurd,) du wardst, er ward, wir wurden, u. s. f- Conj. würde; Partie. geworden, (aber wenn es das Hulfswort ist, nur worden;) Jmperat. werde. Der Werder, des—-, plur. ut 6n§. eine Insel in.eiuem Flusse, in einigen Gegenden Wörth. / Werfen, verb. irreF. du wirfst, er wirft; Prät. warf, Oulx. Wurf,) Conj. würfe; Partie, geworfen; Jmperat. wirs Daher - bewerfenHentwerfenMverwerfen, ver¬ werflich,dre Verwerfung.S.auch Wurf. Wer Weß 479 Der Werft, des—es, die—e, ein Zim,' merplah für Schiffe, ingleichen der Aufzug der Weber, zwei) der Abstammung nach vers schiedene Wörter. I. Das Werk, des— es, plur. inus. zusam¬ men gezogen aus Werrig, von wirren, wel¬ che vollständige Form dem verkürzten Werck / oder Werg vorzuziehen ist. Daher werken, das Adjeckivum. /2. Das Werk, des —es, die —e, Dimi- nulivum Werkchen. S. auch Wirken- Der Wermuth, des — es, piur. cnr. eine Wanze, Angelff ^ormvvoo6, von WurM f ' und dem noH Dgl. 'vöotl, krank, Gewächs, gleichsam Wurmkraut. Das Werrig, s. i. Werk. /Werth, (gedehnt,) — er, —ste. Daher der Wetth, des — es)? plur. cap. S. auch Würde. L / Wefen, seyn, ei» altes Verbum welches noch» in den Participio gewesen des Verbi feyN übrig ist. Daher/dgs Wesen, des — s, xlur. ut wesentlich, —er, —fte, /Verwesen, durch die Faulniß aufhören zu scpn, wofür sich folglich nicht wesen gebrau¬ chen laßt. Die Wespe, Diininut. Wespchen, nahe ver¬ wandt mit dem Lat. VelW. Weß, der zusammen gezogene Genitiv wejsey von wer. Daher weßhalb, weswegen; nicht weshalb, weswegen. Der 48s West W L S / Der West, des —es, die —e, der Abendr wind. Daher Westen-, das Adoebiums ur. »t linA. Daher vnlK. wettern, wetterwendisch. Gr auch Wittertt WetzenVSII dem alten wets, scharf, und ' dies von einem noch altern wet, für wet-skN. ' Wichsen, (sprich wiksen,) von Wachs. . l Wichtig, - er, — tte, v^n wicgm.. Naher, die/Wichkl-Aeit/DasWewicht. ' ' ' /Die Wicke, verwandt mit dein Lat. VHa. Wickeln, ein Iterativni» von wegen in bewe¬ gen. Daher der Wickel - Dimin. Wickel- chen,/bewickelnLLntwickelu- - iHLntwi, ckelung,/verwiMn, diMerwickelüng. Der Widder, des — s, plur. >n ün§. der Schafbock, von dunkcler Herkunft. Wider, eine Präposition, weiche attemahl den Accusativ erfordert, und der Bedeutung und Schreibart von dem Advcrbio wie. er allgemein genug unterschieden ist. Mit Ver¬ dis macht sie Zusammensetzungen, da sie denn bald trennbar, bald untrennbar ist. I » ersten Falle hat ste den Ton, im zweyten wirst sie ihn auf dos Verbum: wider dellett, lll) belle wider, widergebeket; so auch widerhmten, Widerreden, widert ru¬ cken. Wid Wie 48k tken u. s. f. Hingegen widerfahren, es wi¬ derfährt mir, ist mir widerfahren, so auch widerlegen, widerrathen, widerru- fen,/rvidersetzen, widerstreben ms.st Ab-- ' leitungen sind widerlich, — er, — ste, die Widerlichkeit, widern, widrig seyn, (aber erwiedern ist von dem A-verbio wieder,) /widrig, —er, -sie, Vier Widrig¬ keit, widrigen Falls, gecheift, ' /Widmen, (geschärft, nicht wie wiedmerr,) ver¬ wandt mit Witthum. Wie, eine Partikel, wie viel, wie sehr, wie groß ll. s. f. nicht zusammen gezogen, wohl aber um der figürlichen Bedeutung willen wie¬ wohl, und um des gemeinschaftlichen Ablei- tungs- und Bieguugslautes willen, wie¬ vielste. Wiebeln, vulA. si ' in vollen Haufen bewegen. Die Wiede, ein gedrehetcs Band von Ruthen, verwandt mit Z. Weide. /Ter Wiedehopf, des —es, die —e, der ersten Hälfte nach von dem alten Wied, Weide, Koch. Wieder, aclv. von neuen, unterschieden von der Präposition wider. Wenn es seine eigentliche Bedeutung behält, wird es so wie jedes ande¬ re Adverbium mit seinem Verbo nicht zu¬ sammen gezogen: es regnet schon wieder, er wird wieder ausgehcn; wohl aber, wenn die Bedeutung figürlich, oder auch cllyplisch ist, so. daß der voriae Instand oder Ort verschwie- Wortes d. deut. Spra-be. H h gen 48s Wrk Wil gen Wied: wirderkellen, wiederkehrm, j wiederkommen Mviederbringen, wie- , derkäuen u. s. f. Es hat in allen Fallen den Ton, das einzige wiedkrhshlm ausgeiiSm- inen, doch nur üi der figürlichen Bedeutung, für von neuen sagen oder thun, d« es zugleich untrennbar ist, ich wiederhshle ; aber wenn es zurück hohlen bedeutet, hak wieder de^r Ton und ist zugleich lrtnnbar; /wiederhoh- len, ich hohle es wieder. Ableitungen sind, wiederum, und erwiedern, die Erwie-' derung. r. Wiegest / verd. reg. sanft hin und her be¬ wegen , verwandt mit dem folgenden. Daher die Wiege, wiegeln in aufwicgelu. Z. Wiegest, verb. irre^. Prat, wog; Part, gewogen; chie Schwere eines Körpers erfor¬ schen, wie wagen; '-gleiches als ein Nen- rrum, eine bestimmte Schwere haben, düs Packet wiegt zehn Pmnd. Wiehern, eine eigene Onomatopöie- Daher das Gewieher. Die Wiese, Dimin. Wieschen, verwandt mit Wasen, Rasen. Das Wiesel/ Dimin. Wieselchen, von dun¬ kelet Herkunft. /Wild, —er, —este, verwandt mit Wald, DaherdasMild, des-es, pMr. cnr. wil¬ dern in verwildern, die Will heit, (v-g. Müdigkeit,) der/Mi!dling, diefWild- Nlß, und die Zusammensetzungen, die Wild- bähst. W . l Wirr 483 öahn, nicht z» verwechseln mit der Wild-- bann, der Wildfang u. s. f. /A) Ls Wildbret, des — es, plur.-var. der. letzten Hälfte nach verwandt Mit Brot,'so fern cs ehedem Sveise überhaupt bedeutete, folglich nicht Wildpett. Daher das niedrige, wildpern, nach anbrüchigem Mldbrete rie¬ chen und schmecke». Der WM, des—-ns, plur. — n, von wollen. Daher willig, — er, —ste, die Willigkeit, willigen, bewilligen, ver- willigen, der Unwille, unwillig, und die Zusammensetzungen willfahren, verb. reg, gewillfahret, willfährig, die Will¬ fährigkeit, willkommen, acij. et nclv. aber der Willkommen, am häufigsten mit dem betonten Will, die Willkür» /Wimmeln, eine eigene Onomatopöie. Daher das Gewimmel. /Wimmern, auch eine eigene Onomatopöie. Daher das/Gewimmer. Der Wimpel, des —s, plur. ur 5>n§. aus de» Schiffen oft auch die Wimpel, xllir. — n. Die Wimper, plur.^—n, der Rand des obcrn Augenliedes. Daher wiMperN- Der Wind, des —es, die—c, Dlmirmt» Windchen, von wehen. Daher windig, —er, --ste, die Würdigkeit, die Wind¬ webe für Windwehe von wehen, vom Miubx zusammen gewehter Schnee. H h s WiN- 484 Win Wip Winden, vsrb. irrs^o Pröt. wand, (ehedem wund,) Conj. wände; Partie, gewun¬ den; verwandt mit wenden und binden. Daher die Winde, die Windung, die Windel, vo»winden und derAbleitungslylbe el, windeln, bewinden, das Gewiadc, / verwinden. JaArwinden,Überwinden, / viiwere, und UNterw-NdcN ist cs von einem andern Stamm», und s'rmuthlich von win- neu in gewinnen. Der Winkel, des — s, piur. ue l>nA. Di¬ min. W.nkelchen. Daher winkelig. Winken, verb. re^. (folglich nicht wunk, gewunken,) verwandt mit wäNkeN- Daher der/Wink, des — cs, die - e. /Winseln, eine eigene Onomatopöie. Daher Vas Gewinsel. Der Winter, des —s, plur. »r lin§. ver¬ wandt mit Wind. Daher Winterhaft, winterlich, (v»IZ. wintericht, winte- risch, winterig,) wintern, die Win¬ terung. Der Winzer, des —S, plur. »t 6r>§. Fä- inin. Winzerinn, zusammen gezogen ans W-nnzicher. Der Wipfel, des — s, plur. «r lin^. Di¬ min. Wipfelchen, verwandt mit Gipfel. Daher/wipfelN. Wippen, em doppeltes Jntensivum von we¬ ben, bewegen. Daher die Wippe, Ver Wipper, Vie Wippcrey. Wir Wir Wis 485 Wir, der Nominativ im Plural des persönlichen Pronomiiiis der ersten Person; Genik. unser. Dal. und Accusativ UNs. /Der Wirbel, des—'s, plur. ut lmA. Di¬ min. Wirbelchen. Daher wirbelig, (nicht wirbelich, weil es sonst wirbelicht heißeu mnßie,) wirbeln. / Wirken, nahe verwandt mit Werk« Daher derMirker, 'Fäm'in. Wirk^rinn ^wirk¬ lich, d.LWirklichkeit//'wirksam, — er, —fte/die Wirksamkeit) dieLWir- kung ,t bewirken, LasKcwirk,iperwir- ken. Da c und l IN der Ableitung häufig in einander übergehen, aber unmittelbar nicht leicht e und ü, so ist die Schreibart wür- kt!N u. s. f. so wohl wider die gute Ausspra¬ che, als auch wider die Abstammung. Wirren, am häufigsten in verwirren, S. das. selbe. Daher das Gewirr, das Wirr- strob, vi-.iß/ der Wirrwar. Der Wirch, des —cs, die —e, FämiK. Wicthinn. Daher wirthbar, —er, — fte, wohnbar, bewohnt; unwirthbar, wir» then iirMwirthen, die Bewirtbung, / wirthlich, dieKLirthlichkcit/^die Wirth- schaft, wirthschaftcn, der Wirthschaf- ter, Famin. Wirthschafterinn, wirth- schaftlich, wie wirthlich, die Wirtschaft¬ lichkeit. /Wischen, ei,'« eigene Onomatopöie. Daher der /Wisch, derMischer,Entwischen , ver- wischen. Wis- W6 Wif Woch Wispern, flistenk. Daher das Gewisper« Wissen, verb. irre<>. ich weiß, du weißt, (nicht mehr weißest,) er weiß; Prak, wu߬ te; Conj. wüßte; Part, gewußt; Jmperat, ' wisse; nahe verwandt mir weis, weise, vi- clere, viln8. Daher wWar, das Wissen, die Wssenheit in Allwissenheit und Un-. wissenheit, die/Wissenschaft, wissent- ' fchaftlich,Pvissentlich, bewußt, das Ge¬ wissen,/gewissenhaft o. s. f. Der Wißmuth, , des — cs, die —e, sft auch BißMUth, von durikeler Hirkunft. Wittern, von Wotter. Daher die Witte¬ rung, das Gewitter, Ungewitter, ver- /wittern, die Verwitterung. Das Witthum, des—es, die^-e, von widmen, für Widthum, Die Wittwe, p!ur. — n, (Oberd. Wittib,) .verwandt mit ViUua. Daher der Wittwer, /verwittwet. «Der Witz, des—es, plur. cnr. verwandt ' mit wissen, Niederf. wesen, für Wits- DaherLwitzig, — er, — ste, gewitziget, witzeln, der Witzling. Wo, eine Partikel. Daher wobey, wodurch, woher, wohin, wofür, wovor, (S. Für und Vor,) worein, worin, woraus, worüber u. s. f. Die Woche, piur.—n. Die sechs Wochen, aber die Sechswdchnerin.n. Daher wö¬ chentlich, der Wöchner, die Wöch- nerinn. Die Wog W o! 487 Die Woge, verwandt Pik wegen in bewe¬ gen.' Daher woglg. -Wohl, (vulg. wiewohl,) cine Partikel, ver, wandt mit kslla. Daher die Zusammensetzun¬ gen, die Wohlfahrt,/wohlfeil, wohlha¬ bend, der Wohlklang, der Wohllaut, das/Wohlseyn, derTWohlstand, die WohlLhat u. s. f. wo das wohl im Hoch- , deurschcii übcrafl gedehnt laukel- In dem ein- zigcn/Wollust, woyüstig, Wollüstling, hat sich die geschärfte Provinzial-Aussprache auch im Hochdeutschen cingescklichen, daher man diese Wörter auch gemeiniglich yhns Dehnungs¬ zeichen zu schreiben pflegt. «Lohnen. Daher wohnbar, die Wohnbar- teit/wobnhaft, dieMohllung, bewoh¬ nen, gewöhnen, das Neutrum, gewöhnen, Wdas Aclivum, die Gewohnheit, entwöh¬ nen und entwöhnen, verwöhnen. W lben, verwandt mit volvara. Daher dä§ /Gewölbe- Der Wolf, des — es, plur. Wölfe, Fämi». ?Wölfimr, Dimin. Wölfchen, verwandt mit Vrrlpm. Daher Wölfen, Junge werfen, wölfisch, dem Wolfe ähnlich, nur selten. Der Wolfrahm, des — es, die —e, eine Art Eisenerz, von Wolf, wegen dessen schäd¬ lichen Beschaffenheit im Schmelzen,undRtlhM, Ruß, wegen feiner schwärzlichen Farbe; folg, r>ch nicht Wvlfrmn. Die 488 Wol Wor Dre Wolke, plur. — n, Dimin. Wölkchen, wölken, gewölkt, cntwölken, wolkig, — er, —ste, das Gewölk. Die Wolle, plur. cur. verwandt mit Fell und Vellus. Daher wollen, aus Wolle bereitet, (nicht wöllen oder müllen,) wollicht, ihr ähnlich, wollig^, damit versehen. . /Wollen, verb. ii-reZ. ich will, du willst, (nicht will,) er will, wir wollen u, s.f. Conj. wolle; Prär. wollte; Co,>j. wollte; Part, gewollt; nicht verwandt mit'veile. S- auch Wille- Die Wollust, piur. Wollüste, von wohl und Lust, allein nach einer langst veralteten Analogie, nach welcher ein Vocal vor zweye Consonanten auch it; der Zusammenschung ge¬ schärft ward, oder auch nach dem Vorgänge der Niedersachsen, welche wohl wie woll sprechen. Daher wollüstig, —er, —ste, die Wollüstigkeit, der Wollüstling. Die Wonne, das Jntenstoum des alten wäll, schön, verwandt mit bonus und Vsnus. /Worfeln, ein Jutensivum von worfen, für werfen. Das Wort, des — es, plnr. in der eigent¬ lichen Bedeutung eines bestimmten einzelnen Bestandtheiles der Rede, Wörter, äus¬ ser dem aber, wenn es eine Reihe ausgedruck- ttr Vorstellungen bedeutet, Worte, Dimin. Wört- Wör Wu n 4F9 /Wörtchen, der Unterschied des Plural er¬ streckt sichaufdieZusammensetzungen : Kunst-- Wörter^ Hauptwörter, Äurzelwörter u. s. f. aber Schelrworte, Scherzworte, Drohworte, Zauberworte, u. s. f. Nur Sprichwort hat alle Mahl Sprichwörter, ' Ableitungen sind: wörtlich,dieWörtlichkeik. Wuchern, ein Jtcrativum und Jntensivumvou der Wurzel wach; wog/ in wachsen, be¬ wegen, wacker u. f. f. Daher der Wu-- / cher, der Wucherer, Fämin. Wucherinu, wucherhaft, wucherlicb, erwuchern- / Der Wuchs, (sprich Wuks,) des—es, plur. inu«. von wachsen. 4^ Wühlen, verwandt mit walzen. Daher be- ' wühlen, das Gewühl. Die Wuhne, ein Loch im Eise, nur in eitti-j gen Gegenden. Der Wulst, des — es, plur. Wülste, ver¬ wandt mit schwellen , Schwulst. , Wund, sckv. selten ein Adjcctiv. Daher die' /Wunde, verwunden, die Verwundung. Das Wunder, des—s, piur. m lm^. von dunkelet Herkunft. Daher wunderbar (ehe- « dem wundersam,) — er, —ste, wunder¬ lich,—er, — ste,? wundern, bewun¬ dern, verwundern^ Der Wunsch, des—eS, plur. Wünsche, Dimin- Wünschchen- Dahcr/wünschen,er- wünscht/verwünschcn,dieWünschelru. the, vcrmuthlich für Wünschleinsruthe. Die Wär Wär Die Wurde, piur. —n, verwandt mitwerH< Daher würdig, — er, — ste, die Wür¬ digkeit, würdkgett, vulA.wÜrdern, schä¬ tzen, entwürdigen. -/.DerWurf, des.—es, plur. Würfe, von tperfen. Daher/Würfkl; ein Ding, womit rnaii wirft; würfelicht, würfelig, ödes würfellich, (nicht würfeiich, weil die Ab- lertungssylbe lich ist) einem Würfel ähnlich, würfeln. Würgen, vliiA. worgen. Daher der Wür¬ ger,/erwürgen. Würken, die Wurkung, S. Wirken. i Der Wurm, des — es, plur. Würmer, (OberÄ. Wurme.) Dimin. Würmchen, verwandt mit Vcrmis. Daher WUrMkN, wurmig, das Gewürm. Die Wurst, piur. Würste, Dimin. Würst¬ chen , von dunkeler Herkunft. / Die Würze, von dem folgenden Wurz. Dg- her^würzen, verwürzen, das/Gewürz, wurzhaft. / Dis Wurzel, (in der Zusammenfttznng noch oft die Wurz, z. B. Riesewurz,) pi»r. —u, Diminut. Würzelchen. Dahrrwur- zeln, bewurzeln, entwurzeln. Der Wust, des — es, xlur. inus. Dah?r wustig. Must, — er, — este, verwandt mit valiare. Daher die Wüste, die Musteney, wüsten, verwüsten, die Wüstung, der Wüstling? Die Wut Zäh - 49>, / Die Wuth, plur. csr. Daher^vÜtheN, WU thig, — er, — fte, der/Wütherich. Z. /Dre Zacke, pinr. -- n, häufiger der Zacken, des —s, plur. ul sin§. Diminuk. Zäck¬ chen. Dahc^/zackig, zacken, auszacken. Zagen. Daher/zaghaft, — er, — efte, dlö /Zaghaftigkeit, die/Zagheit,verzagen. Zähe, — r, --fte, verwandt mit ziehen. Daher die Jähheit, V«I§. Zähigkeit. / Die Zahl, pMr-. —-en. Daher zahlen, fioi. verc, bezahlen, zahlbar, die Zahlbar¬ keit, der Zahler, Bezahler, dieZahle- rinn, Bezahlerimr, die Zahlung, Be¬ zahlung, zahlen, Iwmei-Zre, sich ver¬ zählen, zählbar,/unzahlbar, die Zahl¬ barkeit, derrZahler,-erzählen/ /Zahm, — er, — fte. Daher zahmen, der Zahmer, die Zahmerinn,/bezähmen, die Bezähmung. DerAahn, des —es, plur. Zähne, Dimin. Zähnchen, verwandt mitve',8. Daher zah¬ nen, im Dimin, zabncln, zähm'q in zwey- zähnig, vierzahnig^u. s. f. Die Zähre, Dimin. Zahrchen, von dunkeler Herkunft, Z Der 4Zr Zai Z Lil Der Zain, des es, dre — e, nur bey den Metallarbeitern, verderbt aus Zahn , daber das sonst ungewöhnliche ai hier etymologisch nothwendig ist. Daher der Zainer. Der Zander, ein Fisch. S. Sander. Die Zange, Dimin. Zünglein, vulg. Zan- gclchen. Daher züngeln, mit einer kleinen Zange fassen. i Der Zank, des — es, piur. mus. Daher zan¬ ken, Dimin./zankeln, der'Zänker, Fa' min. Zankerinn, die Zankerey,/zankisch/ das Gezänk. » ! Der Zapfen, des —s, plur. ur lmA. Di¬ min. Zäpfchen. Dckher zapfen, verzapfen, der Zapfer. / Zappeln, ein Jntenstoum von dem veralteten Za¬ beln. Daher verzappeln, das Gezappel. Die Zarge, ein Rand, verwandt mit Sarg. /Zart, zarter, zarterste. Daher di^Zartheit, (nicht Zarte, oder Zackigkeit,) zarteln, verzärteln, zärtlich, --er, — fte, die ^Zärtlichkeit, der Zärtling. , Die Zaser, xlur. — n, Dimin. Zäserchen- Daher zaserig, zascrn. Der Zauber, des —s, piur. inns. Daher zaubern, der Zauberer, Fämin. Zaube- rinn, die Zauberer), zauberisch, bezau¬ bern, die Bezauberung, entzaubern. Zaudern. Daher zauberhaft, der Zauderer, Famin. Zauderinn, das Gezauder. Der Z au Zeh . 49z Der Zaum, des — es, pMr. Zaume) Dimi::. Zaumcherr. Daher zäumen, uugezaumt. / Der Zaun, des—es,7)iur. Zaune, Diminut. Zäunchen. Daher zäunen, bezäunen, ' umzäunen, verzauckm. Zausen, ein Jntensivum von Ziehen. Daher i zerzausen. Die Zeche, eine GesÄlschaft, vermuthlichnöch verschieden von dem folgenden. Zechen, weidlich trinken , ein Jntensivum von ziehen. Daher der Zecher, Famitt. Zcche- rinn, bezechen- Die Zeder, piur. —- n, ausdemLat. Oecinis, aber als ein eingebürgertes Wort mit einem Z. Die Zehe; plur. — n, verwandt mit Zahn- Daher zehig in einzehig, z.veyzehig u. s. f. Zehen, Zehn, das Zahlwort. Daher die Ze¬ hen, die Zehn, die Zahlfigur, der Zeh-' ner, zehnerlcy, zehente, zehnte, tzaS Zehntel, das Zehend, des —es, die— e, (nicht en,) eine Zahl von zehen Einheiten, das Jahrzehend, aber der Zehente; ver¬ kürzt Zehnte, des Zehnten, Zebuteu Zehenten, Zehnte», der zehnte, . Thkil; daher zehmdeu, Zehnten, der Zehner, zehmtbar, verZehnten. /Zehren, verwandt miklsrera. 'Daher der Ich rer, die Zehrung, verzehren, die Vcr > Zehrung.' Ith Jer Der Zehrgarten, des— s, plur. — gak^ teN/ drr Küchengarten, ingleichen das Maga¬ zin von Lebensmittel» für die Küche, von. zehren, folglich nickt Ziergarten- ' Das Zeichen, des-—s, plur. ut 6nK, ver-v. wandt wir Zeigen, Zeihen und §iAnum. Da- ber/Zeichneu, ^er Zeichner, Famin die sZeichncrinn, die^eichumig, dezeich- neu, verzeichnen. Jeideln, die Bienenstöcke beschneiden, nur noch im Dberd. Daher der Zeidler, und die Zu¬ sammensetzungen Zeidelbar, Zeidelmeister/ ZeidelrechL u. s. f. i Zeigen. Daher der Zeiger, Famin. Zeigen rinn, erzeigen, die Erzergung. ZeihtN, ^erb. irre^. Prak. Zieh; Partie, gk riehen; im Hochdeutschen selten. Daher ver¬ zeihen, verzeihlich, die Verzeihung. /. Die Zeile, Dimin. Zeilchen. Daher Zeitig in zweyzeilig, vierZeitig u.- f. f. . Der Zeisig, des-°-es, tue'—e, Dimmun Zeischen. Die Zeit, plur. —-en, von duttkeler Her- - kunft; von Zeit zu Zeit, Zur Zeit, zN Zeiten, nach der Zeit, vsr Zeiten, bey Zeiten, eint kurze Zeit laug u. s. f. Da- herMitig, — er,— ste, zelligen, die / Zeitigung, Heirlich, die Zeitlichkeit, Zeit- her/(nichk/-ither,) zcitherig, zeitle¬ bens. DiezZeirlättftc, S. in Laufen- Die Z ei Z ex W5 /^ieZcrtung, plur. —en, nicke von dem vorigen, sondern von dem alten tidütt, ge-> schehen. /Die Zelle, Dimin«, Zellchen,.aus dem Lat. (seün. Daher zellig. .. r. Der Zelt, des —Ls, plirr. INNS. der Antritt oder Drepschlag eines Pferdes, Nie¬ dres, der Paß. Daher der Zelter, Latei¬ nisch lolutnrius- 2. Das Zelt, des —es, die- e, von dem alten Seld», Wohnung. Daher Has Ge» zelt, welches üblicher ist als Zelt. Die Zent, plur. — ^e, die Gerichtsbarkeit, nur im Oberdeutschen, vermuthlich von Lentena. Das gleichfalls Oberd. Sslkd, die geistliche Gerichtsbarkeit, ist davon verschieden, und aus L^'nveius verderbt. Von Zent ist zentöar, die Zentbarkcit, der Zelt!Herr, u. s. f. Der Zentner, des—s, plnr. »t ljnA. aus dxm Lat. Leutkimrius; aber als ei» einge¬ bürgertes Wort mit einem Z. Der Zephir, bestes, die—e, aus dem Griech. und Lat. /Das Zepter, des—s, p!ur. IN stnA. Di¬ mini Zepterehen, ans dem Lat. Lceptruni, über da es schon ganz nach deutscher Sitte ge¬ modelt ist, so schreibt man es auch zu An¬ fänge mit einem Z als mit St. Zer, eine Dorsplbs, welche untrennbar ist. und daher den TsnaÜe Mahl Üufdas Verbum wirt: 496 Zer Zib wirft: zerbrechen, ich zerbreche, zer¬ brochen, zu zerbrechen. Zerren, ein Intensivum von ziehen, fürzie- heren. Daher das Gczerr, verzerren r. Der Zettel, des-— s, piur. ut 6nZ. Di¬ min. Zettelchen, aus dem Lat. Lcliecinls. 2. Der Zettel, des — §, pinr. INU8. der Aufzug bey den Webern, vermuthlich von dem vul§. zettel», verzetteln, in kleinen Tei¬ len fallen lassen. ^DerZeug, des — es, piur. inn8. der Stoff, die Materie, das Gewirk, ingleichen in der Jägerei) die Netze; aber/das Zeug, des — es, plur. die—e, ein Werkzeug, leinenes Gerath, eine Sache, bepde von zeugen, machen. Zeugen, aus sich selbst hervorbringsn, ver¬ wandt mit ziehen. Daher der Zeuger, Fa- min. ZeugeriltN, hart und selten, die Zeu¬ gung,/ erzeugen,rdie Erzeugung,?das Erzeugniß. s. Zeugen, ausfagen, hurch seine Aussage be¬ stätigen. Daher dcr/Zcuge, des —n, die — n, von beyden Geschlechtern, folglich im Fäminin. nicht. Zrugknn; das^Zeug- Nlß, bezeugen (nicht zu verwechseln mit bezeigen,) oie Bezeugung. Die Zibebe, S. Eubebe. Der Zibetb, des—es, xlur. inur. aus dem Arabischen 2sbcci. Die Zie Zle 497 Dre Zieche, vuiZ. für Ueberzeug von ziehen. Erträglicher ist die Züge. » Die Ziege, plur. — n, Dimil!. vul§. Zicke. >D.r Ziegel, des.—s, plur. Utling. in ei¬ nigen Gegenden hie Ziegel, p!ur. — u,. aus -em Lat. HZUI8. Ziehen, Verb. irr6§. du ziehest, (Oberd. zeuchst,) erziehet, zieht, (Oberd. zeucht,) Prak, zog ; Cnnj. zöge; Partie, gezogen; Jmper. zieh, (Oderd. Zeuch;) verwandt ° mit zähe, ciscHLe, u. s. f. Daher beziehen, die Verziehung,/erziehen, dierEr- ziehung,/verziehen. S. auch Zucht. i Zielen, das Jnkcnstoum vsn sehen, für sehe- len. Daher dasMel, des—es, die —e, der Zieler. Das Oberdeutsche zielen, er- Zeußsn ist von ziehen und zeugen Ziemen. Daher/ziemlich, geziemen. Der Ziemer, des — s, xMr. utling. das Rückenstück eines Hirsches, vulg. Ziem, Ziemen, Zimmel, Zammcl, Zammer. / Der Zier, plur. c«r. das alte meist v/raltcte Wurz-lwvkk. Daher^zieren,/die Zierde, von Zier'und de , vulg. der Zierath, des — es, plur. die-—en, vermittelst der al¬ ten Ableitungssylbe ath, folglich nicht Zier¬ rat!), als wenn es von Zier und Rath wck- rr;Me Ziererei), der^Zierling,zierlich, — er, — ste, die Zierlichkeit, das-Ge¬ zier, verzieren. Wörterbd. deut. Sprache. Ji Die 498 I if Z in / Die Ziffer, (nicht Ziefer,) xiur.—-n, Di- min- Ztfferchen , aus dem Jtalienischeir ciisi-a. Daher Ziffern, beziffern, ent¬ ziffern. /Der Zigeuner, des — s, xlur. ur ling. Famitt. die Zigeunerinn, aus einer frem¬ den Sprache. 1. Der Zimmer, das Rückenstück, s. Ziemer. 2. Das Zimmer, des — s, xiur. m eine Zahl von vierzig, vermuihlich ein aus¬ ländisches Wort. Z Das Zimmer, dös—s, pl»r. m linZ. W- minut Zimmerchen. Daherzimmern, die Zimmerung, verzimmern. DerZirmnet, Iimmt,des—es, xlur. iims. aus dem Morgenländischen. Zingeln, nur noch in^umzmgeln, aus dem Lat- LinAuIum. Der Zink, des —es, die —e, ein gewisses Halbmetall. Die Zinke, Dimin. Jinkchen, verwandt mit Zahn. Das/Zinn, des —es, ?b,r. inu». aus dem Lat. 8mnn>um. Dahir zinnern^verzinnen. Die Zinne, im Hochdeutschen veraltet, ver¬ wandt mit Jahn und Jinke. Der Jinnvber, des —S, plur. inus. aus dem Lat. LiniiLbaris. Der Z'ms, des-°ses, Vie —se, hingegen d'er Plural die Zinsen, die Abgabe von der Nutzung erborgten Geldes, ist von dem nn« gc- Zip Ztk 499 Zewöhnlichen Singular die Zlttse^ Bryde aus dem Lar. (.'«»Ins. Dah'erjzmMstr, Zinsoarkert, zinsen, verzinsen. Dex Zipfel, des — s, piur. »r sinz;. D-min. Zipfclchetl, verwandt mit Zopf. Daher Zlplclrg. - Das Zipperlein, das Podagra, im Hochdeut, scheu meist veraltet, von dem vui§. Zippern,' oft und viel zucken- Der Zr'rbelbaum, ?inus Sempra, aus dem Lat ET-rrus. Daher die Zirbelnuß. Die Zirbeldrüse; von dem veralteten zerben, sich UN Kreise drehen. / Der Zirkel, des-—s, plur. ut finA. Dimin. Zirkelchen, so wohl Lircinns als Circulus, aus dem ersten, aber nm der übrigen deut¬ schen Tracht willen, in bcydcn Bedeutungen mit einem Z. Es ist in der einen mit einem A, und in der andern mit einem C schreiben westen, eine Grille. Daher zilkcln. / Zischen, eine eigene Onomatopöie. Daher das Diminuk/zischcln, dassGezisch. Der Zits, des —ses, die — se, aus dem Bengalischen Etnts, auch häufig ZiH. Die Ziether, oder um nicht zu einer falschen ge¬ dehnten Aussprache zu verleiten, und doch das th des Skammwortes bcyzubehalten, richtiger die Zither, aus dem Lateinischen ^üb-tra. Ji - Zit- 6->o Zit Zot / ZitterM Daher dereZittrer,zitterig, er Zit- terrU dasMezitter. Der Zitwer, des —s, plur. inus.'aus dem Morgenländischen. Der Zitz, s. Zits. Dle Zitze, Dimin. Zitzchen. Der Zobel, des—s, xlur. m lln^. ein aus¬ ländisches Wort, Der Zoöer, des—s, piur. ur linZ. vul§. Zuber, verwandt mit tief. /Zögern, ein Jterativum von ziehen. Daher dieSögerung, verzögern , die Verzö¬ gerung. Der Zögling, des—es, die—e, von ziehen, r Der Zoll, des— es, die—e, außermit einem Zahlwort, da es unverändert bleibt, sechsDoll. Daher zöllig in zweyMig, fechszbttig, u. s. f. 2 DerZoll, des—es, plur. Zölle, aus dem Lat. Iclonium. ,Daher Zvllbnr, Z0ÜeN, verzollen, der/Zöllner. s Die Jone, plur. — n, aus dem Lat. und Geiech. 2!n§. auch von zwie, zwey. Zwölf, eine Haupkzahl. Daher der Zwölfer, zwölfte, "zwölftens, das Zwölftel.