VI. Jahrgang. Jlr. 80. Donnerstag, den 6. Hctober 1881. VI. IahrgSNl (Oflicr Jcituiil 'ränumerations-Bedingungen. F»r Eilli t Mit Post-Iirchä »ersiudung: lm«l|4liT(«. . IM ..J.W Istiolw» ... Aaimurij . . . S-W munltt«. . . mimt Au»,»»»» Einzelne Nummern 7 kr. Erscheint zeden Donnerstag 11 nö Sonntag Morgens. Inserate werden angenommen I» bet SsV-dilt»» tct „4IBi»<«,. nehme« InKriti fU* He „« IHi*t .■HtBBfl ' »»! It. *10'1t >B R><», ist BlIfB »rtrutcBtca Status I« ij«ti»r»tl. !>»>. *na-relch tn iJDraj, it. L»»eli5 int tttoitti «t 4»mr. tu wie». A. Silur jJrttuBa» - *»«Btat U tfattut. Wozu die Wühe Z Wien, 4. Lctober. Mit einer Hast, die geradezu Verdacht zu er« cken geeignet ist, verkündet die ossiciöse Presse. \ sich die verfassungstreue, liberale Partei einer sion hingebe, wenn sie glaube, daß die Stellung I Ministeriums Taaffe erschüttert sei, und mit inn gewaltigen Aufwandt von Worten wird der tchwei« versucht, daß insbesondere in den Fragen ir auswärtigen Politik kein Anlaß zu solcher Witterung gelegen sei. Da« H.iterste an der tche ist nun ober, daß die Behauptung, da» lWerium Taaffe sei erschüttert, nicht von übe» im sondern von Blättern ausgestellt wurde, He sich mehr oder weniger al» Anhänger der egierung bekennen oder doch wenigstens die Be-iligung derselben fürchten. In der Thal ist in tuciir Zeit Nicht« vorgefallen, wc« Veranlassung ßkten hätte, die Stellung des geg nwärtige» itinMc« wesentlich zu alteriren, womit nun frei» nicht gejagt ist, daß sie darum fest sei. Fest sie eben nie; sosern man nämlich bei uns so konstitutionell denken darf, als Maßstab Festigkeit einer Regierung ihr Verhältniß zur nlamenlSmajorität anzusehen. Ihren Palt hatte gegenwärtige Regierung von jeher nur in dem, wollen und dürfen es nicht bezweifeln, gerecht-tizlen Vertrauen des Monarchen in den Grafen iMffe und feine ehrlichen Intentionen. Nach hin baumelte da« Ministerium von jeher. Ee. Excellenz Herr Graf Taaffe schien Be« an dieser Baunnl- oder Schaukelpolitik zu Alten und er rühmte sich förmlich derselben, t ohne sie zuvor mit dem wohlklingenderen t» „Politik über den Parteien" zu HUegen. Ueber da« Verhältniß der Regierung zu der drei« einigen Majorität de« Aogeorvnetenhause« in dem gegenwärtigen Moment sind wir nun gewiß nicht in der Lage so authentische Aufschlüsse zu geben, wie etwa die „Politik", das „Vaterland", Adie „Tiroler Stimmen" v tutti quanti. Wenn nun diese conktatiren, daß die Baumel- und Schaukel» schwingungen in der jüngsten Zeit intensiver ge-worden sind, so müssen wir'« glauben und wir können dies um so leichter thun, als in der That vielfache Anzeichen vorliegen, daß da» Cabinet in der bevorstehenden ReichSrathSsession wiederum alle Hänüe voll zu thun haben wird, der wachsenden Begehrlichkeit „ihrer" Majorität zu genügen. Die hinter der „Politik" stehenden Tschechensührer grollen wegen der Bank- und StaatSnoten-Anti-bekleksungS-OrdreS und noch wegen anderer Dinge, von denen zu sprechen uns unsere Preßfreiheit (!) verbietet, die Tiroler Clencalen haben der hohen Regierung ihre Verwaltungsreformvorschläge vor die Füße geworfen uud die Pistole der EoncordatS» Schule an die Brust gefetzt; das „Vaterland" wettert im Auftrage feiner Brodherren, der Feu» dalherren Böhmen«, gegen die Länderbank und verlangt WirthschaftSreformen, deren Lurchführung Oesterreich tief in'« Mittelalter zurückschleadern würde. Ja sogar in Galizien, woseldst man im Gegensatz für die Länderdank schwärmt, vermag nur der Einfluß deS Herrn v. DunajewSki den Landtag von der BrüSkirung der Regierung zurückzuhalten. E« fällt un« also gar nicht schwer den Worten der gegnerischen Presse zu glauben und in den ossiciösen Versicherungen dummdreiste Lügen zu erkennen. Wa« aber die Fragen der auswärtigen Politik anbelangt, da getrauen wir uns allerdings nicht unsere Ansicht auSzusprechen. Wagen e« doch sogar Minister, die sich im Amte befinden, nicht, ihre wahre Meinung laut und öffentlich kund» zugeben l Politische Rundschau. CM. S. Oktober. Wie die Jungslooenen in Srain, so sind auch die Iungtschechen in Böhmen bereit« auf den AuSsterve-Etal gesetzt. Der rlerical-nationale Ge» danke verträgt eben keine liberalen Allüren. Die beiden bestehenden nationalen Club» Böhmen» ändern daher ihre dualistische Orgsni-sation um in einem staatsrechtlichen Club aufzugehen. Der Adreßentwurf de« kroatischen Landtage«, der nunmehr vorliegt, fordert die Vereinigung Fiume« und Dalmatien» mit Eroatien. Die Affaire Göezel-Lendl wird in der Adreß-debatte de« ungarif t tn Reichstage« zur Sprache kommen. Die Regierung beabsichtigt hingegen nicht die mildeste Einwirkung zu machen. Der neue Reichstag vonDeutschland, dessenEiu» berusung sür Mitte November zu gewärtigen steht, wird zunächst nur da« Budget erledigen. Ossiciö« wird versichert, daß der Reichstag, fall« er für die socialen Projecte de« Reichskanzler« irgend eine Majorität ergeben sollte, nicht auf-gelöst werde. Da« sind doch recht hübsche Aspekten. Die Franzosen werden in einigen Tagen trotz aller Proteste de« Bey Tunis besetzen. Der Papst hat da« Jubiläumsjahr, da» mit l. November enden sollte, bi» zum 8. December verlängert. Der russischen Regierung scheint die Juden» frage sehr peinlich zu werden. So befahl bereit« Feuilleton. Die rothe Spinne von Foun-Si. Novelle von Gustav Schneider. (13. Fortsetzung.) — Nach einer halben Stunde kommst Du, t rt üblich, den Körper abzunehmen. E» wird mlll sein und Du bist mit Deinen Leuten allein, r werdet die Körper auf die Wagen laden, , sie zur Grude zu fahren, doch wirst Du am iß de« Galgen« den Körper Pcl-Ho'« vergessen. In« ist Alle«, wa« ich von Dir verlange. — E» wird geschehen, gnädiger Herr! Ich freche e« Ihnen, erwiderte der Henker. — Am selben Abend noch wirft Du da« Spelte der Summe erhalten, die in jener Sr[e ist. Romni verbeugte sich bi« zur Erde, um seine >entbarteit auszudrücken, worauf er die rauchende eme Lampe, welche da« traurige Logis erhellte, ihm und sich anschickte, seinen Besuch hinaus zu lltilen. ' — Ich habe doch nicht« vergessen? fragte Rin$ seinen Begleiter, welcher stummer Zeuge iett Scene und de« seltsamen Kaufes gewesen. — Rein! Nicht«! erwiderte der Schmuggler. !er Eigennutz und die Furcht diese« Subjecte« bürgen für ihn. Machen wir uns wieder auf den Weg, ich könnte sonst zu spät in der Factorei eintreffen. Er ging dem Magistrate voran und über« schritt zuerst die Schwelle de« unheimlichen Hause«, dessen Thüre sich hinter ihnen schloß. Rrumi beeilte sich, sein soeben auf Pelho'« Körper empfangene« Handgeld zu zählen, worauf er wieder feine Opiumpfeife anzündete und sich der Länge nach auf da« Lager streckte. Währenddem marschirten Perkin« uud Ming ruhig und schweigend ihrer Wege, so gut sie e« der Finsterniß wegen auf dem holperigen Pflaster vermochten. Endlich langten sie wieder bei der Brücke an, und nachdem er durch einen Seufzer feine Zufriedenheit zu erkennen gegeben, blieb der ehrenwerte Mandarin plötzlich stehen, erfaßte seinen Gefährten beim Arm und sagte: — Run Capitän! Jetzt habe ich Ihnen Ihren Willen gethan, obgleich ich keineswegs Ihren Plan begreise, doch hoffe ich, daß Sie jetzt auch Ihr Versprechen halten weiden. — Mein Versprechen? Und welche« ? fragte der Engländer, sich verwundert stellend, während er feinen Begleiter in der Richtung der Stadt mit sich zu ziehen versuchte. — Wie? Welche»? rief der arme Ming in nahezu komischer Verzweiflung. Hoben Sie mir nicht versprochen, den wahren Mörder Lin'« ent- decken zu helfen, da, wie e« scheint, Itö doch nicht der richtige ist? Mein Suchen ist vergeblich . . . und e» sind schon volle acht Tage verstrichen. — Ach, Da« ist wahr! Verzeihung mein lieber Präsident! entgegnete der Capitän. Hatte ich Sie doch fast vergessen'. Und wie weit sind wir in der Sache! — Ich bin noch nicht weiter al« am ersten Tage. Vergebens habe ich die geschicktesten Spür-Hunde meine« Collegen Fo-Hop aufgeboten, aber man möchte sagen, daß diese Esel eine wahre Teuselsfreude daran hätten, wenn ich . . . Nun. Sie wissen schon . . . Perkin« nickte bejahend mit dem Kopfe. — Sie entdecken nichts, gar nicht«! Habe ich doch selbst fast alle Gefängnisse besucht, mehr al« hundert Gefangene befragt und mehr als zwanzig eine Bastonade zu Gute kommen lassen. Nicht« ! Nicht«! Keine Spur! — Haben Sie fefcon in Foun-Si bet den Nachbarn der Madame Liou eine Untersuchung anstellen lasse». — Gewiß! Leider ist die Dienerin, wie Sie schon wissen, verschwunden, von den übrigen Leuten aber hide ich wenig in Erfahrung bringen können. Wenn Sie mir daher nicht zu Hilfe kommen und Ihr Versprechen halten, mein braver PerkinS, so b!n ich verloren ! die Oberpreßverwaltung den Redactionen, sich nicht allein jeder Hetzartikel gegen die Juden zu enthalten. sondern die Judenfrage überhaupt nicht mehr zu berühren, bis die Abgesandten der Special-Commissionen sich an Ort und Stelle durch per-sönliche Anschauung über die sage der jüdischen wie der christlichen Bevölkerung informirt und Vorschlage zur Abhilft höhernort« unterbreitet haben werden. In Moskau hat ein Straßenkrawall statt-gefunden, dem in den politischen Kreisen von Petersburg einige Bedeutung zugemessen zu werden scheint. Telegramme über da« Vorkommniß wurden von der Petersburger Censurbehöroe beschlagnahmt. Danach muß der Krawall ein ziemlich arger ge-wesen sein. Vielleicht hängt mit demselben auch der furchtbare Brand de« Moskauer Kaushof« zusammen. Am 26. September nämlich herrschte auf dem Trödelmarkte zu Moskau große« Leben. Dicht gedrängte Menfchenmafsen stände» auch auf dem Schienenwege der Pferdebahn. Ein Wagen überfuhr dabei einen Mann. Da« Volk wurde wüthend, umringte den Wagen, und e« ertönte» Rufe: „Schlagt zu, Kinder! lange genug haben wir geduldet!" Ein Theil des Pöbel« stürtzt auf den Conducter und Kutscher, andere leisteten dem Ueberfahrenen Hülfe. Die Controleure der Bahn erscheinen, werden sofort angegriffen, springen in de» Waggon und schließen die Thüren. Die schnell anwachsende Menge stürmt und demolirt nun den Waggon. Die Polizetpfeifen ertönen. Polizeibeamte und Hausknechte erscheinen, sie werden aber von der Menge geprügelt, die durch Händler aus den Eßbudenreihen und Fleifcherkncchte während dem auf mehrere Hundert angewachsen ist. Dazwischen werden Rufe taut „Haut die Juden!" — doch diese, ein Theil der Händler auf dem Trödel-markt, hatten sich gleich bei AuSbruch de« Kra-wall« entfernt, de» zu unterdrücken es erst gelang, nachdem mehr Polizei am Platze erschienen war. Zvet der Rädelsführer wurden verhaftet. Be-sonder« hervorzuheben ist, daß die berüchtigten MoS-kauer Fleischknechte (Mjasniki), welche sonst immer für die „gesetzliche Macht" ihre Fäuste gebrauchten, diesmal gegen die SicherheitSoigane Partei nahmen und sie durchprügelten. Etwas für Moskau un-erhörtes ! Am 20. September war dieser Krawall, am 27. September begann der Riesenbrand de» KaufhofeS. Kleine Chronik. Cilli. S. Oktober. (Da« NamenSfest de« Kaiser«) wurde in herkömmlicher Weise durch einen Fest-gotteSdienst in der Stadtpfarrkiche, dem sämmtliche hiesige Civil« und Militärbehörden, sowie die Lehr-körper der UnterrichtSanstalten beiwohnten, gefeiert (S t e r b e f a l l.) In Gonobitz starb gestern der Hauplpfarrer und Dechant Dr. Josef — Nicht doch! Nicht doch ! Laßt sehen '. Bor Allem sagt mir: hat man keinerlei Verdacht auf die verschwundene oder entführte Rosa? Oder ist man ihren Entführern auf der Spur? — Nein I Und doch I Ader wa« will Da« sagen? Am Ufer de« Flusse», dort, wo die Räuber oder Entführer gelandet und wohin sie sich mit Me-koui geflüchtet, ist ein Hut gefunden worden, den sie in der Eile de« Rückzüge» wahrscheinlich verloren haben. — Ein Matrosenhut? — Ja. und zwar ein solcher, wie ihn die Fischer der unteren Flußufer zu tragen pflegen oder auch deren Freunde, die Piraten der Ladronen. — Gut! Also eine Fährte! Und wenn e« wirklich die Piraten waren, welche da« Mädchen geraubt haben, so durfte man wohl mit ziemlicher Gewißheit annehmen, daß der Mörder Lm'S gleichfall« einer der ihrigen ist. — Vielleicht möglich! — Wie mich bedünkt, ist der Unglückliche nicht durch einen Räuber, sondern durch einen Eifersüchtigen getödtet worden. — Aber Madame Liou empfing, wie sie doch selbst versichert, Niemand außer ihrem Neffen. — Man kann sie auch a» ihrem Fenster, auf dem «vpijiergange, sowie in der Pagode ge« sehen haben. Ulaga. Der Genannte war gegen da« Ende der Fünfziger Jahre al« Religion«lehrer am hiesigen Gymnasium thätig. Die national-elericale Partei verliert in ihm einen hervorragenden, muthigen Streiter. (M i l I t ä r t a x e.) Zur Entrichtung der Militärtaxe sind aus dem Stadtbezirke Cilli 51 Mann verpflichtet. Für dieselben wurden pro 1881 von der TaxbemefsungS-Commission 193 fl. vorgeschrieben und hievon auch bereit« 139 fl. ein-gezahlt. (Gewerbliche Fortbildungsschule.) In der hiesigen gewerblichen Fortbildungsschule findet Sonntag, den 9. d. 2 Uhr Nachmittags die Schüleraufnahme statt. (Da« F e u e r w e h r f e st.) Programm-gemäß fand Sonntag, den 2. b., zehn Uhr Lormittag der Festzug der freiwilligen Feuerwehren au« Cilli, Hochenegg, Gonoditz, Graz, Laidach. Lichtemvald, St. Marein, St. Peter, Pettau, Rohitfch, RudolfSwerth, Sachsenfeld, Tüffer, Meilenstein und Windisch Feistriz statt. An der Tete marschirte die Kapelle des Cillier Musik-Vereines, ihr folgte der Turnverein und diesem der Männergesangsverein. Trotz de« strömenden Regens drängten sich die Zuschauer in den Straßen. Die Feuerwehrmänner wurden überroll lebhaft acclamirt und von den Fenstern der mit Fahnen und Reisigguirlanden geschmückten Häuser mit Blumen und Kränzen überschüttet. Bor dem geschmackvoll decorirten Sladthause war eine Tri-büne errichtet worden. Hier hielt Bürgermeister Dr. Neckermann eine der Feier entsprechende Rede, in der er das Wirken der Feuerwehr be-leuchtete. Redner übe»gab sodann der Fei erwehr die neue F^hrspritze als dankbare Anerkennung der Bürger und Bewohner von Cill'. Feuerwehr« hauptmann Julius Rakusch dankte hierauf im Namen der Feuerwehr und betonte, daß letztere immerdar bestrebt sei» werde des schönen Geschenke» würdig zu bleiben. Der Zug bewegte sich hierauf »ach dem Hotel zum goldenen Löwe«, woselbst er aufgelöst wurde. Im Gartensalon de» genannten Hoiel» fand dann Mittags das Festbankett statt. An demselben delheiliglen sich 200 Personen, darunter die Spitzen der Civitbehörde» und viele Feuerwehr-freunde. Den ersten Toast auf Se. Majestät den Kaiser brachte Herr Julius Rakusch au». Unter den Klängen der Volkshymne stimmten die An-wesenden mit Jubel in das Hoch ein. Hierauf ergriffBürgermeister Dr. N e ck e r m a n n daSWort um nochmals die fremden Feuerwehren namens der Stadt zu begrüßen. Feuerwehrmann Beer toastirte auf die Spitzen der Behörden, welche durch ihre Anwesenheit das Fest verschönte». Statthaltereirath Haas deantwonete den Toast, er versicherte die Feuerwehren seiner besonderen Sympathien und gedachte auch der Frauen. Nun reihte sich Toast an Toast. Die Feuerwehrhauptleute be« grüßten die Cillier Feuerwehr zu ihrem Feste. — Liou-Sion ging aber so selten au«, und da» Hau«, welche« dem ihrer Mutter gegenüber liegt, ist schon seit mehr al« vier Monaten un-bewohnt. — Und wer bewohnte e« ? fragte Perkin». — Ein Schlächter, der nach Allem, wa» man von ihm hört, die seltsamste, doch auch harm-loseste Person de» ganzen Viertel« gewesen. Eine« Morgen« war er plötzlich verschwunden . . . seit-dem hat man ihn nicht wieder gesehen, spricht auch kaum mehr von Ihm. — Wie hieß dieser Schlächter? — Er hieß Tchou. Die Buben jedoch hatten ihm den Beinamen „Rothe Spinne" gegeben und zu seinem Andenken sogar eine solche an die bi« heute noch unbewohnte Boutike gezeichnet. — Weiß man nicht, fragte jetzt Perkin« weiter, ob da« verfchwundene.Mädchen eine Kunde de« Tchou gewesen? — Das ist roohlj möglich, da fein Laden sehr besucht war. — Wißt Ihr ferner nicht, ob dieser Tchou groß oder klein, stark oder schwach war? — Das weiß ich nicht. Warum auch Da« ? Bei allen bösen Geistern, wa« geht Da« uns an? — Ach! Mein guter Präsident! Wißt, daß Da« un« oder speciell Euch ganz bedeutend an« geht. Erinnert Ihr Euch nicht wehr, daß die im Parke Lin'S bemerkten Fußspuren auf einen großen Herr Doberlet au« Laibach trank auf den human» taieii Gedanken, der den freiwilligen Feuer wehre» ohne Unterschied der Nationalität und Religi«» innewohnt. Herr Mühlenbesitzer Lutz zog ei>» prachtvolle Parallele zwischen den beiden feindliche» Brüdern, dem erhaltenden menschlichen Feuer und! dem elementaren zerstörenden, welch beide um einJ Braut, da« Hab und Gut des Menschen namlichZ freien. Er brachte sein Gla« dem Guten der beide» feindlichen Brüder. Ja einer recht gelungenen Rcta toastirte Bergdau-Adjunct S p i r e k auf d» Leuchte, die unter der Devise Licht und Liebe ioN zwanzigste Jahrhundert hinübergetragen wird. Mit! einem Hoch auf die Frauen, ausgebracht vom! Bürgermeister Dr. Neckermann schloß den Toast-Reigen. Während des Bankett« wäre» BkgrüßungStelegrame au« Pettau, Laidach, Ober«! bürg, Marburg eingelaufen. Das Telegramm de« Bergdirectvr« I h n e au« Hrastnigg erregte judelo-i den Beifall, dasf-ld« lautet: „Persönlich zu erwrnderung über die muster-hafte Ausbildung der Cillier freiwilligen Feuerwehr entlockten. Nachdem der Regen mit erneuerter Ve-hemenz zu schütten begann, so konnte an einen Ausflug nicht gedacht werden. Dafür aber versam-melten sich am Abende die Feuerwehrmänner im Casino zu einem recht animirten Kränzchen. Bi« in die frühen Morgenstunden wurde von Gästen und Einheimischen der Göttin de« Tanzes gehuldigt. Vier Uhr Früh verließ:» die »leisten Feuer« wehrmänner Cilli, hoffentlich mit freuncliche» Erinnerungen an unsere Sannstadt, die trotz der Uuauust des Wetters das Fest zu ihren schönsten, zu ihren harmonischesten Emanationen deS Gemein-sinncS rechnen darf. ZumSchluffe unfereSBerichtc« sei noch der verschiedenen FestcomiteS. besonder« des Be« grüßungS- und BequartierungS-Comit^S, nament-lich aber der Herren KaUigaritich, Pacchiaffo, Aloi« Walland un» Ekolaut, die weder Mühe, Zeit noch Opfer scheuten und denen der Löwenantheil am Erfolge des Festes gebührt, ehrend gedacht. (Theater.) Mit einer Festoorstellung zur Feier des Allerhöchsten Namenstage« eröffnete starken Mann schließen lassen, und daß vie blutige Spur einer Hand auf dem Kissen ebenfalls die-selbe Vermuthung bestätigt? Ist e« doch mehr al« wahrscheinlich, daß da« arme Opfer über-fallen und erstickt, und dann erst von feinem Mörder an die Stelle hingeschleppt worden ist, wo man später feine Leiche fand. Alle» dessen entsinnt Ihr Euch . . . nicht wahr? Trotzdem aber ist eS Euch gleichgiltig, ob ein Mann, welcher Liou-Siou gegenüber wohnte und spurlos ver-schwunoen ist, groß oder klein, stark oder schwach war? — Aber Sie bedenken nicht, fiel hier Ming ein, daß derselbe schon volle drei Monate vor dem Verbrechen verschwunden ist. — Wohl war! nahm Perkin« da« Wort. Doch ist immerhin auch zu bedenken, wie hier ein Mörder gesucht wird, während dort ein Nachbar verschwunden ist. Der Mandarin schüttelte den Kopf. — Und wa« für eine Art Persönlichkeit war jener verschwundene Tchou? — Ein bizarre« Individuum, wie man sagt, oflmal« überaus heiter, doch öfter noch sehr still und melancholisch. — Nun gut? sagte Perkin«, indem er dem Mandarin auf die Schulter klopfte. So wißt denn: meine Meinung ist, daß jener Mann, jener Schlächter in der Goldschlägerstraße, dem Verbrechen gestern Direktor Mayer die diesjährige Theater-faifon. Das vom Herrn Franz Tieftndacher verfaßte allegorische Porspiel, dessen geschmackvoll arrangirte Tableauzc von dem InscenirungStatenie de« noch tn KesterErinnerung stehendenRegisseurSHrn. Hampl neuerding« Zeugniß gaben, fand rauschenden Beifall. Nicht minderen Beifall fand auch das hier bereit« wiederholt gegebene VolkSstllck „Familie Schneck." Namentlich fesselte die degagirt« Dar-stellunzSweise der stimmbegabten Soubrette Frl. GelPke (grau Mayer) und de« Komiker« Herrn Heller (Mucki.) So weit wir heule ein Unheil abgeben sönnen, hat Direktor Mayer für die Posse an den beide» Genannten zwei tüchtige Zugkräfte gewonnen. Hoffen wir auch ähnliche« für da« Lustspiel. (I n h i b i r t.) In Trieft wurde folgende» an die „N. Fr. Pr." gerichtete« Telegramm in« hibirt: „Da« Kaiserlich« Lustschloß Miramar wird in Stand gesetzt. Gerüchtweise verlautet, der Papst werde am Oktober dort eintreffen." Sollte die Nachricht vielleicht mehr ai» ein Gerücht sein? (H u n d e c o n t u m a z.) Mo,gen Donner«-tag. den 6. d. erlischt die vom Stadtamte ange-ordnete dreimonatliche Hundecontumaz. Da« Per-dot bezüglich der Mitnahme ron Hunden in Gast-und Kaffeehäuser bleibt ausrecht. (Selbstmordversuch in Latbach.) Gestern versuchie in Laibach eine dem Mittelstand angehörige Frau ihrem Leben dadurch ein Ende zu machen, daß sie von zwei Päckchen Zündhölzchen den Phosphor abschabte und davon eine Dosi« einnahm. Die Lebensüberdrüssige wurde in dem dortigen LundeSspitale untergebracht. (Versuchter Raud.) Im Laden de» Trödlers Horwat am Burgplatze erschien heute der Lederer-geselle Frrd. Gradischnik. Ohne längere« Besinnen versetze er der im Geschäfte befindlichen Frau einen Sloß in die Brust, riß dann eine Uhr von der Wand und entfernte sit, mit dem Raube. Die Frau eilte ihm jedoch nach, stellte ihn und hielt ihn bi« zu seiner Arretirung fest. Ariv.-Telegr. d. „erger die Post, falls er auf seiner Forderung verharre, sei er gesonnen, beim Landgerichte gegen ihn wegen nicht vorschristSmässiger Behandlung der Häftlinge die Anzeige zu erstatten. Und dabei blieb es. Nun sind beide schon lange todt und werden sich wohl jenseit« wegen der Rechnung geeiniget haben. Ties unten am Fuße des Schloßberge»' liegt der Markt Wind. LandSberg. ein freundlicher Ort mit netten wohnlichen Häusern, welche immer« hin auf einen gewißen Wohlstand btT ©Arger schließe» lassen. Wir finden hier ei» gute« Gast-hau«, denn die Stnitzel» der noch immer schmach-tenoen „Grazerin" sind wegen ihrer Güte weit bekennt. Sollte e« un« zu spät sein, de» Weg nach genommener Stärkung fortzusetzen, so können wir auch hier verbleibe», denn auf der beim Gasthause befindliche» Kegelstätte findet sich töglich gewähltes Publikum ein und auch für Nachtlager ist gesorgt. Eine Stunde westlich des Marktes liegt da» alte Kloster Ulimie, jetzt Kirche und Pfarrhau», nicht weit davon befinden sich die Eisenerzgruben der Steinauer'scheu Erben. Da» Erz wird über Fautsch und Drachenbnrg zum Hochofen nach Edel»« dach geführt. Eine Viertelstunde außer Wind. LandSberg öffnet ^sich daS Thal, wir befinden uns am Grenz« fluße Sottla und verlassen von nun ab selben nur auf wenige Strecken. Die schönsten Aecker, Wiesen, Weingärten liegen vor uns, wir passiren volkreiche Dörfer und habe» die ganze Strecke nach St. Peter bei Königsbeig die jenseit» der Sottla in Croalien anmuthig gelegenen Güter: Milenja, Sella. Pöklet, tc. vor Augen. Kommen wir aus höhere Stroßentheile, so sehen wir in östlicher Richtung in Croatien das alte Schloß Nagy tabor. Nach» dem wir die ertragreichsten Weingegenden Steier-mark» (Stadelberg mit 150 öster. Eimer pr. Joch) und die Ortschaften: Stadeldorf, Taubendorf und PrülaSdorf vorbei find, öffnet sich bei Satteldorf westlich ein schmale» Thal nach Fautsch. Hier beginnt die in der Karte unter Paradies be» zeichnete Gegend. Das früheste Obst Steiermark» erhalten wir von hier. Die schönsten Kirschen, die größten Kastanien, die besten Pfirsiche, Birnen. Aepfel, die frühesten Trauben bietet uns Fautsch — Uebermorgen Abend, am Tage der Hin-richtung der Piraten. — Am Tage der Hinrichtung! — Man wird Eure Gegenwart ganz natür-lich finden. Nehmt zudem meine Einladung zum Essen an. Bis dahin werde ich vielleicht schon manches erfahren haben, baSEuch interressiren dürfte. Doch nun Adieu, mein braver Ming ... hier steht der Palakin. Seid unverzagt l .. Gute Nacht! Während dieser Unterredung hatten sich unsere beiden Freunde dem Gitterthor der englischen Factorei genähert, woselbst Ming'S Diener schlafend neben ihrem Palankin lagen. — Gut! Einverstanden! Also übermorgen früh! seufzte der dicke Mandarin, indem er seine Leute durch einen Fußtritt au» ihren Schlaf aus» schreckte. Aber ich versichere Sie nochmals, daß ich keine Silbe verstehe. Dann stieg er in den Palankin und ließ sich auf den Sitz desselben mit der Resignation eines echten Fatalisten nieder. Der Capitän PerkinS jedoch eilte, ohne sich um unsern Ming zu kümmern, schnell in die Factorei und direkt auf daS Zimmer, welches er daselbst mit seinem Freunde Arthur Murray während seines Aufenthaltes in Canton immer zu bewohnen pflegte. — Nun? fragte dieser, der feine Zuriickkunft sehnsüchtig erwartet hatte. und ein schmaler Streifen gegen Wrenskagorza. Zur Zeit der OMliithe kann e« nicht» schönere», die Augen erfreuender«» geben al» diese herrliche Gegend. Von Fautsch au» werden jährlich Hunderte von Wagen mit den ersten Kirschen nach Agram, Marburg, Cilli tc. verführt. Wir fetzen unfern Weg durch Satteldorf fort, lassen die lieblich gelegene Ortschaft und Kirche ftelddorf recht» liegen und gelangen durch die Dörfer Lastnitsch nnd DekmanSdorf an den Fuß de» Silberberges. Hier wurde feiner Zeit nach Silber gegraben, einige tiefe Höhlungen Ifeft an der steil führenden Bergstraße bestätigen die». Hat un« auch die von Priftova bis Ran« heimische Nachtigall durchweg» mit ihrem Herr« lichen Schlag begleitet, so hält sie sich doch am häufigsten und liebsten hier in den G-büschen de» SilberbergeS auf. Jenseit» de» Silberberge« geht die Straße in verlorener Abdachung und lang» einem schattigen Buchenwald St. Peter zu. C« ist da« St. Peter bei Königsberg, doch ist der Königsberg nebst Schloßruinen gleichen Namens 1 Stunde fövöstlich von hier. Die beiden hohen Berge: Kaisersberg in Croatien und Königsberg in Stciermark bilden da» große Thor, durch welche» der Grenzfluß Sottla hindurchflicßt. Auf beiden Bergen erheben sich mächtige Ruinen, nur sind jene de» Kaisers« berg, seiner Zeit Eigenthum der Grasen von Cilli, schon sehr in Schutt zerfallen. Bei St. Peter, einem bedeutenden Pfarrorte wird daS übrigen» sehr fruchtbare Thal ausge« dehnter, die Bevölkerung aber auch wohlhabender als in den Orten bisher. Ober St. Peter erhebt sich der neue heiligt Berg zum Unterschiebt vom alte» deiligen Berge bei Hörberg. C» hat'S einer allein nicht mehr richten können, man mußte zwei heilige Berge haben. Die jährlich zweimal stattfindende und jedesmal 3—4 Tage andauernde Wahlfohrt führt Tausende von Pilger, meist dem schönen Ge« schlechte angehörig und von Croatien kommend, hier zusammen. Es wird im Freien um die Kirche herum viel gegessen, sehr viel getrunken und im Walde, in nächster Nähe der Kirche, wie sich'» findet, geschlafen. Haben wir in Wind. LandSberg nicht über-nachtet, so müssen wir solches wohl hier thun, da aber im Dorfe kein Wirth mit Fremdeudetten versehen ist, so ist man gezwungen, die Gast-freundschaft des Herrn S t a d l t r, Großgrundbesitzer außer dem Orte in Anspruch zu nehmen. Er führt zum größten Theil de« IahreS Gasthaus, ist aber auch außer dieser Zeit stelS bereit, natürlich gegen billigt Entschädigung, gute Verpflegung und Nachtlager zu bieten, überdies weiß er al» erfahrener Mann über alle Verhältnisse des Orte» und der Umgebung bie besten Auskünfte zu geben. In St. Peter neu gestärkt, durchschreiten wir den Ort und wenden uns dem letzten Berge, der — Alles in Ordnung! entgegnete der Conlre dandier. Ming hat sich ganz vernünftig, fast in-telligent benommen. — Der Henker wird un« also Pei-ho au»« liefern. — Sobald er ihn vom Galgen abgenommen . . . eine Stunde etwa nach der Ausknüpfung. — Gut denn I Ich komme soeben von Hong« kong, wo ich den Doctor Clifton, meinen alten Cameraden gesehen. Er wird Alle« thun, wa» wir wünschen. Vorausgesetzt, daß Euer Plan Euch gelingt. — Clifton ist ein Pfisficu», und Ihr sollt sehen, daß ich vormal« nicht umsonst daS Amphitheater besucht habe. — Und Pel-ho? Wa» für ein Kerl ist es? Kommt er Euch theuer zn stehen? — Nicht doch! Eine Bagatelle! Vierzig Piaster vor dem Strick und etwa hundert nach Lieferung. — Lumperei! — Und um so mehr, als e« ein auSge» wachsener Bursche ist, fünf Fuß sechs Zoll hoch, der da ohne zu mucksen an den Galgen geht und seinen LandeSvater, den Sohn der Sonne segnet, daß er ihn nicht köpfen läßt. — Dann ist Alle» in Ordnung und wir können mit Titu» ausrufen: Unser Tag war nicht verloren. (Fortsetzung folgt.) uns auf unserer Partie begegnet zu. E« ist der Cehovez-Berg. Die Strafe zieht sich in steter Steigung, aber im Schatten und gut gehdar eine Stunde bergauf und wir haben die Anhöhe erreicht. Hier ist die Grenze des Ranner und Drachen-dürrer Bezirkes. Link« im Walde liegt mit Pracht-Vollster Fernsicht da« Schloß Wisell. Wir lenken die Straße recht« ein uud gelangen, nachdem wir nach der sanften Abdachung da« Thal erreicht haben, in die Gegend Wisell. Wer ein Naturfreund ist. der wolle diese Gegend im April oder Mai besuchen. Die unzähligen Obstgärten in ihrer vollsten Blüthenpracht bi« an die Straße grenzend, bieten den reizendsten Anblick. Die ganze Gegend vom Fuje de« l^ehovez bi« hieher ist wie ein un-unterbrochener wundervoller Gerten in seiner grüßten Herrlichkeit. ______ (Schluß folgt.) Bolkswitthschaftlichcs. (Rinderpest.) Nach den vom 23. Sept. tember bi« 1. Oktober d. I. eingelangten Rapporten ist die Rinderpest in NiederÖsterreich in den Orten Hauskirchen de« Bezirke« Misteldoch in zwei Höfen, dann zu Oderweiden und Breiten« fee im Bezirke Groß-Enzer«dorf und zu Ottak-ring im Bezirke Hernal« auSgebrochen. Die Rinderpest herrscht daver gegenwärtig in Nieder-öslerreich in den Orten Simmering, Höflein, Regel«brunn und WildungSmauer im Brucker, Groß-EnzerSdorf, Hof an der March. LoimerSdoif, Rutzendorf, Lassee, Oberweiden und Breitensee im Groß EnzerSdorfer. Dröfing. Hohenau, Nieder« Absdort, SobenSburg und Hauekirche» im Mistel-bacher, Unter-Meidling im Sechshauser und Ollak-ring im Hernalser Bezirke. Erloschen ist die Seuche in Wien im drillen Bezirke. Seit dem «uSbruche der Rinderpest in Riederösterreich sind in den genannten Orten 202 Höfe von derseldeu. ergriffen und in diesen 480 Rinder und 2 Zügen erkrankt; hievon sind 37 Rinder und 1 Ziege gefallen und 443 Rinder I Ziege gekeult worden. Außerdem wurden 1743 Rinder, 1b Schafe und 49 Ziegen, welche mit kranken Thieren in Be-rührung waren, al« seuchenverdüchlig der Keule unterzogen. Der Gesamml-Biehverlust betrügt 2289 Stück. tzourse der Wiener Aörse vom §. Oktober 1881. Goldrente...........94.60 Einheitlich« Staatsschuld in Noten . 76.65 „ „in Silber . 77.70 1860er Staa'.«-Anlehen»lose .... 131.50 Bankaktien...........831.— Credilaclien....., . . . . 366.— London............118.05 Ungarische Godreote 6%.....118.50 Napoleond'or.......... 9.35'/, k. f. Mllnzducaten........ 5.62 100 Reichsmark.........57.75 Ungarische Papierrente 5°/0 .... 89.55 „ Goldrente 4%.....90.60 Mit 1. October 1881 begann ein neues Abon-vemcnt auf die wöchentlich zweimal erscheinende „Killier Zeitung". Der Abonncment«prei« betrügt; Für Cilli mit Zustellung ins Hau«: Monatlich fl. —.55 Vierteljährig „ 1.50 Halbjährig „ 3.— Ganzjährig „ 6.— Mit PostVersendung (Inland): Vierteljährig fl. 1.60 Halbjährig „ 3.20 Ganzjährig „ 6.4« Jene P. T. Abonnenten, deren Abonnement mit 30. September d. I. zu Ende ging, ersuchen wir nm sofortige Erneuerung, damit in der Zusendung keine Unterbrechung eintrete. Administration der „Cillier Zeitung." Eine grosse Wohnung, Hanptplatz 101, ganzer II. Stock allein, neu renovirt, 3 growc, 2 mittlere Zimmer, giosoer Yorsaal. nebst Garten- und anderem Antheil allsogleich zu vermiethen. Anfrage: Wolf. 515— Eine »chOne 52S— 1 bestehend aus 4 Zimmern sammt ZugehOr, ist am Kirchplatze zu beziehen. Auskunft ertheilt die Erpdt. d. BI. Ein gesunder, kräftiger 529—1 Lchrjnngc aus gutem Hause, mit guten Schnlzengnissen, findet in einem hiesigen grösseren Geschäfte sofort Aufnahme. Anträge an die Expedit, der „Cillier Zeitung". Aviso für P. T. Familien. Im Strauss'schen Hause, 2. Stock rechts, werden alle Gattungen Wischartikel sowie Verzeichnungen oder Ausfertigung aller Arten von Stickereien billigst besorgt. Gütiger Zuspruch wird erbeten. 510—2 4 ^— » ♦ >< Zahnärztlicbe üperafionsanstait und zahntechnisches Atelier CILLI, vis-a-vis dem Bahnhöfe, Cafe Hausbaum. Zahnplomben in Gold, Amalgam. Cement etc. Zahnoperationen schmerzlos mit Narkose oder LocalanAstbesie. Künstliche Zahnstüoko werden je nach ihrer Grösse in wenigen Stunden, ganze Geblase in 1—2 Tagen schmerzlos eingesetzt. 458— V , ♦ Princessen -Wasser von August Renard in Paris. Dieses rtthmlichst bekannte Waschwasser gibt der Haut ihre jugendliche Frische wieder, macht Gesicht, Hals und Hände blendend weiss, weich und zart, wirkt kühlt n 1 und erfrischend wie kein anderes Mittel; entlernt alle Hautausschliige, Sommersprossen u. Falten u. erhält den Teint u. eine zarte Haut bis in'« späte Alter. Per Flasche sammt Gebrauchsanweisung a 84 kr. 0. W. Princessen-Seife. Diese durch ihre Milde, selbst für die zarteste Haut wohlthätig wirkende Seife per Stück nebst Gebrauchsanweisung 35 kr. sisterr. Währ. Die beiden durch ihre Solidität so beliebt gewordenen Präparate sind allein echt zu haben bei A. Baumbach's Erben, Apotheke, CILLL v* Zhl. 16.665. Strf. Kundmachung. 522—3 Von dem k. t. firei#«eri4te in Cilli wird hiermit dekannt gegeben, daß bei demselben wegen Sicherstellung der Bejpeisung der eigenen gesunden und kranken Häftlinge und Sträflinge, dann jener de« hiesigen k. k. st. del. «ejirkgerichte«; ferner wegen Sicherstellung der Brodlieferunz für die» selben für tat Jahr 1882 die Offert- und zu» gleich Minuendo-Berhandlung am 13. <5>cto6