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Erstere, wie Arsenik, PhoSphor, Säuren, Sublimat und andere Mineralsalze, dann »lalien (Lauge, Aetzkalk) erregen örtlich heftige tchmerzen, Verätzung der Mundhöhle, Entzündung der Magen- und Darmschleimhaut. 2. Die beiäu> fctnlxn (narkotischen) G'sle sind meisten? Pflanzen, lisle, wie Slrychiun, Opium (Morphium), Toll-.üjche (Atropin), Schierling, Bilsenkraut (Skopola-»in), Fingerhut, Goldregen, Stechapfel und der« gleichen. Tabak, dann Alkohol, Blausäure und Zyan-toli verursachen Betäubung, Irrereden, Bewußi losig-feit, schnarchendes Atmen, Tod durch Gehirn- oder zlähmung. Endlich wären auch die für die erste ilfe weniger in Betracht kommenden septischen, das ßl FäulniSgifte, zu erwähnen, welche Blutzer-Mg bewirken, wie Leichengift, Wurstgift und der-gleiche», und die Tiergifte gewisser Schlangen, Skor-' p»tt«en, Wutgift. Sobald man eine Vergiftung vermutet oder jestgestellt hat, schicke man gleichzeit g zum Arzt und Apotheker, der auch oft Rat weiß. Meist wäre am besten, schleunigst den Magen auszupumpen, doch «ird man sich im Notfälle mit Brechmitteln behelfen, zum Beispiel ein Gramm Kupfervitriol in vasser oder bloß laues Wasser, Kitzeln mit Feder« bart im Hals, später Abführmittel, noch besser Klistier, ausgiebiger Eiplauf mittelst Irrigator. Bei Vergiftungen mit scharfen Substanzen (erste Gruppe) reiche man fette Milch, Rahm oder Oele (mit Auiuahme bei Phosphor, bei welchem höch-stinS zehn Tropfen Terpentinöl auf Zucker mehr« wältige Schläge noch nicht erteilt wurden. Hier wird es sich wohl in einem großen Messen abtun lassen. Der Krieg mag damit zwar noch nicht beendet sein, aber entschieden wird man ihn dann gewiß schon habe». Die militärische Niederlage des Dreiverbandes ist heute eine gegebene Tatsache. Aber mit den Waffen allein sind ja die Herren Engländer, Franzosen und Russen mit den Belgiern als Anhängsel nicht in das Feld gezogen Sie habe» noch auderes, und zwar ganz eigentümliches Rüst' zeug umgetan in der Meinung, damit den Sieg vor-bereiten, und wenn sie ihn gewonnen hätten, erst recht ausnützen zu können. Dieses Rüstzeug ist die Hinterhältigkeit und die Lüge, die diplomatische Dop> pelzüngigkeit und ein ganz unerhörtes, unverschämtes und unmoralisches Treiben hinter den Kulissen. Ja-pan wurde auf Grund eines sehr dcutungSfähigen Bündnisvertrages von England gezwungen, mit in die Reihen der Kämpfer gegen die zwei mitteleuro-päische» Staaten zu treten. Mau hat dies gelassen ausgenommen, mit einer gewissen Genugtuung, nun doch wenigstens auf diese Art Klarheit gefunden zu haben sür die wettere Beurteilung der gelben Rasse die gerade dem Deutschen Reiche gegenüber so heuch-leriich ihre Dankbarkeit, zu der sie alle Ursache hatte, versicherte. Und nun wird von englischer Seite wei« ter Umschau gehalten nach Bundesgenossen, die noch gewonnen werden könnten, da die Macht der Ziffern, die eine doppelte Uebermacht der Heere ergibt, wie schon jetzt feststeht, nicht genügt, um Oesterreich-Un-gar» und Deutschland niederzuringen. Das perfideste Treiben ist da zu beobachten. Mit allen Mitteln der Ueberredungskunst hat man aus Rumänien und Jta-lien einzuwirken versucht, immer noch hoffend, eS werde gelingen, sie durch Lügennachrichten über französische, russische und englische Siege zu veran-lassen, sich an die Seite des vermeintlichen EisolgeS zu stellen, um bei der großen Teilung, die man ver-sprechen hat, als Empfänger dabei zu fein. Aber rascher als die Lügen arbeiteten diesmal die deutschen mal», aber keine fetten Oele zu geben sind). — Daß man bei Sänrevergiftung (schwache Al-kalien) Soda bicarbona, Magnesia oder Kreide in Wasser nehmen läßt und umgekehrt bei Laugen-essenzvergistung säuerliche Getränke (Limonade oder Essigwasser), ist einleuchtend; wichtig ist in diesen Fälle» Oel oder Butter, auch schleimige Getränke. Bor allem, wie schon gesagt, Magenspülung oder Erbrechen, wa« zwar meist von selbst erfolg», sowie oft auch zugleich Abführen wie bei arfeniger Säure (As, 0,), bei Grünspan (Eupriacetate) und bei Sublimat (H? Cl^). Man gebe Magnesia in Zucker-Wasser und Eiweiß in Zuck?rwasser nebst Milch oder Mehlbrei. Bleivergiftungen erzeugen weißgraue Mund- und Rachenschleimhaut, Würgen, Erbrechen, Leibschmerzen und Verstopfung. Man gibt daher Bittersalz oder Glaubersalz nach vorheriger Magen-entleerung. Karbolsäure, Lysol und dergleichen, machen dunkelgrünen Harn, Schwindel, Erbrechen, aussetzenden Atem und raschen Verfall. Man gebe drei Löffel Kalkwasser in einviertel Liter Milch, später Alkohol und Kaffee. Bei Vergiftung mit essigsaurer Tonerde, welche schwach ätzend wirk«, sehen die Schleimhäute wie gegerbt aus. Man reiche Magnesia oder Soda, Ei-weiß in Zuckerwasser nebst EiSpillen, die auch sonst mitunter gut tun, wohl auch Gefrorenes. Akute Alkoholvergiftung (die chronische gehört nicht zur ersten Hilfe) macht tiefe Bewußtseins-störung, oft plötzliches Zusammenstürzen, rote Augen, roteS Gesicht (selten blaß), langsame Atmung, klei-neu Puls, unwillkürlichen Abgang von Urin und Stuhl, tötet durch Gehirnlähmung. Der Magen ist auszuspülen oder durch Erbrechen zu entleeren, dann schwarzen Kasse« einzutrichtern, kalte Umschläge auf Waffen, und so war die militärische Ueberlegenhei, Deutschlands über Frankreich, Belgien und England durch wuchtige Tatsachen aus den Schlachlseldern be« reit» erwiesen und im Osten de« großen Kampfge-biete« Oesterreich-Ungarn den Russen gegenüber be« reitS in eine solche militärische Lage gekommen, daß wohl niemand leicht von einem Vordringen der Ruf« sen, von einer Niederwerfung Oesterreich Ungarn? faseln konnte. So sind die Lügengerüchte über Siege rasch zerstritt worden. Nun ging ein anderes Arbei« ten an. Da das Umschmeicheln nicht zum Ziele ge« führt hat, versuche man es mit Drohungen. Rumä-nien insbesondere und Italien, auf die man eS in erster Linie abgesehen hat. sollte» jetzt, da die Schmeicheleien und Versprechungen phantastischer Art nicht zugänglich waren, mit brutaler Drohung zu dem Bündnis gezwungen werden. Drohen hätte man wohl früher müssen, um wenigstens noch Hoffnung aus Erfolg zu haben, jetzt, da die Gegner aus den Schlachtfeldern niedergeworfen sind, wird die Droh« ung am allerwenigste» verfange». Drohen kann ja nur der Stirke und drohen konnten Rußland, Frank« reich und England den unterschiedlichen Neutralen, die sich mit Waffen gerüstet haben, um gegebenen« sallS doch noch einzugreisen, wenn aus Erfolg auf den Schlachtfeldern hätte verwiesen werde» können. So aber gibt eS nur Niederlagen zu verzeich« nen, und mit Niederlagen erweckt man auch bei den kleinsten neutralen Staate in Europa wohl schwer Zuneigung, so wirbt sie nicht zu Freunden. Droh-ungen, jetzt auigestoßen, können keinen Erfolg haben und die Dreiverbandsmächte müssen sich wohl jetzt schon mit dem endgilligen Ergebnis zufrieden geben, daß sie auf den Schlachlseldern, wenn auch zweisach den Heeren Oesterreich Ungarns und Deutschland? überlegen, sich allein ihre Schläge bis zur voll« ständigen Zermalmung werden gefallen lasse» müssen. den Kops zu geben und künstlich« Respiration ein« zuteilen. Aehnlich wirken Anilinvergiftungen, bei welchen aber nebst frischer Luft noch Sauer'tos'mh.-.laiion und Alkohol nützlich sind; ebenso bei Blausäur« (und auch Zvankali). welche zwar sehr rasch tötet, wann nicht sogleich die Magenpumpe funktioniert, trotz Aether und Kampfer), kalter Uebergießung und künstlicher Respiration. Opium (vertrockneter Mohnkopfsaft), welche» zehn Prozent Morphium enthält, macht Schlaf, Pupillenverengerung, verlangsamt Pul» und Atmung, endlich Lähmung. Zur Magenspülung nimmt ma» etwa? übermangansaureS Kali al? Brechmittel, ei« Gramm Kupfersulfat; dann verabfolgt man Kaffee oder Tee, Hoffmann Sgeist und macht kalte Umschläge auf dem Kopf, künstliche Respiration, ähnlich wie bei Tollkirschen (Atropin-)Bergistung, die starke Auf« regung und Pupillenerweiterung zur Folgt hat. S rychnin (aus Nux vomica) tötet schon in kleinen Mengen unter furchtbaren Streckträmpfen. Man gibt Tannin. Tabak (Nikotin-)Bergiftung macht blaß. Ohnmacht, Erbrechen. Man gebe starken Kaffee oder Tee und Alkoholika. Vergiftung durch Pilze erregt oft erst nach sechs bis zehn Stunden Erbrechen und Durchfall mit Krämpfen. Die Magenpumpe ist nutzlos. Dafür Abführmittel, besonders RizinuSöl, einen Löffel in die Suppe oder Klistier mit Oel; dann belebende Mittel ifllfo!iol:fa) anzuwenden. Fifchgift, Wurstgift und dergleichen macht Brech« durchfall, Jucken, HautauSschläge, Kopfschmerz, Schwindel und Lähmungen bi« zum Tod. Man versucht Magenspülung und Klistier. Elite 2 Englisch-mongolische Einbruchs Aktien-GrfrII-srtjaft (m i t unbeschränkter Gewissenlosigkeit). Richt kurze, nicht lange Worte wären imstande, die Empörung auch nur annähernd zu schildern, welche das freche sogenannte Ultimatum der Gelben von Tokio in deutschen Landen hervorgerufen hat. Deutschem Wesen geradezu widrig in Süßerer Er-scheinung und Gebaren, sind die leider so überanS zahlreichen Vertreter dieser Rasse mit steigendem Unwillen bei nnS gesehen worden. Immer wieder hörte man die Frage: „Tuen wir wirklich recht daran, dieser Gesellschaft im deutschen Hanse Ans-enthalt zu gewähren? Welchen Zweck hat eS. diese Gelben an unseren Fortschritten aus den rerschi«. densten Gebiete» teilnehmen zu lassen? Sie werden ja doch einmal alles, was sie gierig erhascht und ausgesogen haben, gegen uns wenden. Aber wir werden wohl erst klug werden, wenn der Schaden da sein wird." Run haben sich die ewig Lächelnden aus Strümpfen, oder was sie sonst an ihren unteren Gliedmassen tragen oder nicht tragen, aus dem Lande geschlichen; sicher haben sie den Wink hierzu schon vor längerer Zeit von der amtlichen Vertretung ihres asiatischen Heimatlandes erhalten. ,,G»«, daß die Bande raus ist" — hat eS sich seit dem 19. August herzerleichternd aus der Brust von Tausenden un-serer Landsleute, namentlich in den Grobstädten, die alltäglich den Anblick dieser Landplage hatten, ge-rungen. „Zurück kommen uns diese HerzenSsreunde und Gesinnungsgenossen unserer Kanaloettern nicht." Dankbarkeit in politischen Dingen ist eine sei-tene Erscheinung. In letzter Linie Hütten wir sie von der obengenannten Firma erwartet. Daß sich die Aufhetzung der Mongolen gegen das unbestritten größte europäische Kulturvolk dereinst an den An-stistern rächen, daß Albion die Geister, die es rief — wer weiß, in wie kurzer Zeit — vergeblich wieder loszuwerden suchen wird, daran ist nicht zu zweifeln. Doch daS nützt im Augenblick nichts; zunächst heißt es für un«: mit der durch Englands Hinterlist gc-schaffenen Erschwerung unserer Lage nnS abzufinden. Und das werden wir. Daß an der frechen mongo-lischen Ueberhebung das großmäulige leistungSun-sähige Rufsentum seinen guten Anteil hat, liegt auf der Hand. DaS jammervolle Unterliegen des russi» schen RiesenreicheS, seine schmählichen Niederlagen aui dem mandschurischen Kriegsschauplatz, die nackte Enthüllung der in allen Kreisen seines Millionen-Heeres herrschenden moralischen Lerderbtheit haben den Mongolen den Kamm schwellen lassen. Der IapS hak in seinem Gegner Rußland von 1804/05 seine Ueberlegenheit über die weißen Rassen überhaupt festzustellen geglaubt, und die ungeheuerlichsten, user-losesten Wünsche und Träume sind in seinem von Hause au« zum Größenwahn neigenden Hirn zum AuSbruch gekommen. Die ZorneSader schwillt uns, wenn wir jenes, nur eines Fußtrittes würdige und zur Genugtuung Ganz Deutschlands auch amtlich nur einer solchen Behandlung gewürdigt« „Ultimatum" lesen, in welchem die Regierung eines Mongolen-Herrschers sich erkühnt, uns di« Absicht zu einem in der Geschichte einzig dastehenden Raube an srem-dem, an deutschem Gut anzukündigen und uns für die Anerkennung dieser Räuberei und für die Unter-wersung unter den Willen eines Diebe« eine Frist zu setzen. Und das alles nnter des perfiden AlbionS Fittichen, da« alles aus Anstiften des englischen »Gentleman dessen innerste Wesensart in der Per-fon deS schlimmsten Intriganten aller Zeiten, König Eduard VII., ihre Krönung und ihren vollendeten Ausdruck gesunden hat. Aber, warte nur ab, „du stolzeS England", in den Himmel wachsen werden deine Bänme nicht! Millionen deutscher Fäuste drohen deinem schuld-beladen«» Haupt. Mit Abscheu wird fortan in Haus und Schule, in Familie und Öffentlichkeit dein Name bei un» genannt werden. Schämen sich doch, wovon immer häufigere Beweise zeugen, selbst deine eigenen Landeskinder in Entrüstung und Empörung deiner verbrecherischen Politik! Lautete eS doch kürzlich aus einer englischen Feder in deutschen Zeitungen: „Wir wollen hierdurch dem deutschen Volke uiisexe Erkenntlichkeit beweisen sür die Gastsreundschast, die wir seit Jahren in Deutschland genossen haben und *) Aus veni „TfutfdKii Cfjyierblatt", das seit Kriegs^ ausbruch al« wöchentliche» Nachnchtenblatt für das Dfftjter torps im 3tibe erscheint. Preis vierteljährlich M. 175. Jede Postanftalt nimmt Bestellungen entgegen. Die Hefte können im portofreien so^ I«tdpostbri«f in» Feld nachgesandt werden. auch in d«r jetzigen Zeit noch genießen. Gleichzeitig wollen wir unserer Entrüstung Ausdruck verleihen über den ungerechten Krieg, den die gegenwärtige englische Regierung, deren Handlunge» wir verur-teilen, unseren germanischen Brüdern ausgez wunden hat." Wohl ist uns da« eine Genugtuung, aber nicht teilen können wir das Bedauern der unter uns weilenden zahlreichen Söhne und Töchter deine« Landes darüber, daß du uns den Fehdehandschuh hingeworfen, wenn man diesen Ausdruck ritterlicher Kampfansage aus dein unrühmliches Tun anwenden dürfte. Nein, nicht nur mit grimmiger Wut, auch in dem belebenden Gesühl innerster Befriedigung über deine endliche Entlarvung haben wir den Kampf ausgenommen. Vorbei ist die Zeit deiner Heuchelei, mit der du immer wieder daS zum Vertrauen neigende deutsche Gemüt wissentlich getäuscht hast. Wir fürchten dich nicht und würden dich nicht fürchtrn, auch wenn du die dreifache Zahl der Schiffe hättest, die du schon jetzt — zu deiner Schande sei eS gesagt! — nicht mit Söhnen deines Lande« zu bemannen vermagst. Laß dir von deinen noch unter un« weilenden Landsleuten erzählen, wa« sie in diesen Tagen in Deutschland gesehen und erlebt haben, laß dir von ihnen berichten, wie mit unseren, von aller Welt bewunderten und von dir — gib c« nur zu l — gefürchtet?» Blaujacken Ganz-Denlsch-land, soweit eS nur einen Arm rühren kann, sich danach sehnt, dich so zu strafen, daß noch nach Jahr-Hunderten die Alten den Jungen davon erzählen sollen. Schlimmer als den Moskowiter hassen wir dich, du Störenfried und Vergewaltig«? der gesamte» kultivierten und nicht kultivierten Welt! Gewiß, du hast es fertig bekommen, in unsere erhebende Freude über die beispiellosen Waffenerfolge unseres herrlichen, unvergleichlichen Heer>S und un-serer unbegrenzt wagemutigen Flotte einen bitteren Wehrmuttropfen zu schütten — Kiautschou! Aber — das schwören wir dir — daS Blut unserer b:S in den Tov getreuen Tapferen da draußen wird über dein schuldhaftes Haupt komme». Sei auf der Hut, perfides Albion! Den erste» Schlag der deutschen Faust hast du bei Maubeuge verspürt — quew ävuz peräere vult, äemsutat. Der Weltkrieg. Bon den Kriegsschauplätzen liegen drei bedeutungsvolle Nachrichten vor: Die Räumung Lem-bergs vor den Russen, die Zurückschlagung eines serbischen Einsalles bei Mitrowitza in Slawonien, wobei 4000 Serben gefangen wurden und die Er-obirunH der großen Festung Maubeuge in Nord-srankrcich durch die siegreiche deutsche Armee. Die Räumung Lemberg«, die als taktisch« Maßnahme bezeichnet wird, erfolgte zweifellos unter dem Drucke der von Osten über Brody htrandräu-genden russischen Uebermacht, vor der unser rechter Flügel zurückweichen mußte. Wie aus dem Kriegs-pressequarlier gemeldet wird, erfolgte dies« Maßnahm« «intrstil« au« taktischen Gründen, anderseits wollte die Armeeleitung die offene Stadt vor einer Be-schieftung bewahrt sehen. Trotz der Räumung LembergS, die schon am 3. d. M. erfolgte, aber erst heu^ nachtS durch das Korrespondenz-bureau an die Blätter hinauSgegeben wurde, ist — wie aus der Umgebung des Är-ne«-OberkommandoS verlautet — d» Stimmung aller Führer und nn-serer wie Helden kämpfenden Truppen sehr zuversichtlich, da man wisse, daß die Lage auch auf diesem Teil des Kriegsschauplatzes bald eine für die Rusie» ungünstige Wendung nehmen werde. Diese zuversichtliche Hoffnung der führenden Armeckreise, die sicherlich in realen Grundlagen verankert ist. muß auch in uns Mut und Hoffnung aufrechterhalten in den unausbleiblichen Wechselfällen eines Welt-krieges von unübersehbarem Umfange. Die Kämpfe in Ostgalizien und in dem be-nachbarten russische» Gouverncmeut Lnbliip- stellen Ausinarschschlachten in größtem Maßstabe dar. un-ter einem Aufgebot von S'rcilkräften. die dieses ungeheure Ringen zum vollen und ebenbürtigen Gegenbild der Kämpfe längs der gesamten deut'ch-französisch belgische» Grenze machen. Aus russischer Seite wurden 40 Infanterie- und 11 Kavallerie-divisionen eingesetzt. E-»e Infanteriedivision hat ein?» VerpflegSstand von etwa 20.000 Manir und 5000 Pferden und «inen GtfcchtSstand von 14.000 Ge> wehren, 32 Maschinengewehren, 48 bi« 64 Geschützen und von 400 Reitern. Eine Kav illeriedivision hat «inen VerpflegSstand von 4500 Mann und 4800 Pierden bei einem GescchtSstand von 35,00 Reitern, 8 Maschinengewehren und 12 Geschütz«». DaS Heer Nummer 67 also, das Rußland an unserer Ostgrenze aufgeboten ha», entspricht ungefähr 850.0ü0 Mann mit mrtt als 2500 Geschützt«. Schon diese Wahlen allem sind imstande, die überwältigende Gröye de» Kampfe», der hier durchgekämpft wird, zu veranschaulichen. Amtlich wird verlautbart: Außer den schon gemeldeten abermaligen heftige» Kämpfen der Ar«« Dankl, gegen die der Feind mit Bahn namhafte L« stärkungen heranführte, würd« bekannt, daß besonders eine Gruppe unter dem Befehle des Feldmarschal leutnantS Kestranek einen starken Angriff der Aussen blutig abwies und hiebei weiter« 600 Gesänge»? einbrachte. Ansonsten herrscht auf beiden Krieg«' schauplätzen. soweit bekannt, auch heute relative Ruhe. 4000 Serben gefangen! Eine herrliche Siegesbotschaft kommt von der serbischen Grenze. Hier hatte in den letzten Loche» Ruhe geherrscht seit d«n Serben durch unseren Lor-stoß in da« Innere des Landes aus Baljeoo so gründlich heimgeleuchtet worden war: Da» serbische Heer brauchte die letzten Wochen, um sich von de« ihm versetzten wuchtigen Hieben zu erholen. Nu« scheinen die Serben sich wieder einigermaßen ge-kräftigt zu fühlen und so unternahmen sie dem einen Versuch, neuerlich offensiv gegen unsere Truppe» vorzugehen. Derselbe bekam ihnen aber sehr schlecht. Sie wurden mit blutigen Köpsen heimgesendet und mußten ihr keckes Unterfangen, abgesehen von schweren Verlusten an Toten und Verwundeten, mit dem Verluste von 4000 Gefangenen bezahlen. Die amtliche Siegesdepesche über diesen neuen, für unsere Truppen so glorreichen Kamps laut«: Es gereicht mir zur besonderen Freude, bekannt geben zu können, daß etwa 4000 Mann serbischer Truppen bei dem Versuche, östlich Mitrowitza i» unser Gebiet einzubrechen, gefangen genommen wurden. Bei dieser Gelegenheit wurde von unseren brave» Truppen im Süden auch serbisches Kriegsmaterial erbeutet. Dies ist sofort allgemein zu verlautbaren. Erzherzog Friedrich, General der Infanterie. Die Stimmung in Serbirn. Di« „Südslaw. Korr." erhält solgend« Mit-t«ilungen aus Nisch vom 2. d.: Di« Nachrichten über die großen Siege der österrnchisch-imzarische» Truppen aus dem nördlichen KriegSschauplatzt gegen die Russen sowie über die Katastrophe der russische» Armee in Ostpreußen sind trotz aller Geheimhaltnog durch die amtlichen serbischen Stellen aus dem Weg« über Sofia hier bekannt geworden und haben bei d«r serbische» Intelligenz den tiefsten Eindruck gemacht. Die ruffischen Niederlagen und die Meldungen über den SiegrSzug der Deutschen gegen Pari« haben, wie autheutiich festgestellt werden kann, a» serbischen Hofe und in RegierungSkreisen die größte Bestürzung hervorgerufen, eine Stimmung, die sich auch aus die serbisch« Intelligenz übertragen bat. Eine schwere Eutläuschuug hat es speziell sür die Parte» de« Ministerpräsidenten Pasic gebildet, daß die von dieser Seite so oft vorausgesagten inneren Schwierigkeiten in der Monarchie für den Fall eine« Krieges nicht eingetreten sind. Es ist allerdings fest, zustellen, daß di« serbische Armeeleitung und da« serbisch« Offizierskorps seine Ruhe bewahrt hat und sich nach wie vor siegeSsicher zeigt. Die Heeresleitung setzt die Vorbereitungen sür di« bevorstehenden des-tigen Kämpse sort und es werden überall Lesest:-gungen errichtet um dem eventuellen Vordringen des Feinde» wirksam entgegenzutreten. In Nordfrankreich. Die Festung Maubeuge in Nordfrankreich, ewe Stadt mit 25.000 Einwohnern, hat sich Moniiz ergeben. Es wurden 40.000 Franzosen und E»z^ länder, darunter 4 Generäle, gefangen gcnvmmeo und 400 Geschütze erbeutet. Maubeuge war der letzte Stützpunkt der Franzosen in Nordfrankreich und ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil es die Hauptbahnlinie Namur—St. Ouentin—Pari« beherrscht. An der Küste des Aermelkanals scheint die Ve-setzung von Calais, der französischen Uebersahrl«-station nach England (Dower) unmittelbar bevor« zustehen. — DerPräsekt von Pas de Calais fordert die Bevölkerung aus, nicht zu entfliehen, w«»n die Deutschen kommen. Wie aus Kopenhazen unterm 5. d. gemeldet wurde, haben die Franzosen Rouen geräumt und damit die Linie von Paris nach Le Haore frctje-gebe». Rouen, die Hauptstadt de« Deparlemeni« Seine Jnferieure, mit etwa 116 000 Ernwodnern, liegt ungefähr 130 Kilometer aufwärt» der Leire- 5immer 67 «induiiz. Die Seine hat jedoch dort noch immer ane solche Breite und Tiese, daß Seeschiffe von sech» bis sieben Meter Tiesgang bis Rouen jähren können. In Rouen haben di« Engländer im Jahre 1431 die Jungfrau von Orleans, die Verteidigerin der Unabhängigkeit Frankreichs gegen England, »er-draiinl. Die Londoner „Evening News" bringen «in« tentral-Newt-Depesch« des Inhalts, daß Boulogne mm b«n verbündeten Truppen ebensalls geräumt »irdt. — Boulogne ist neben L« Havrc un» llulais einer der wichtigsten Knotenpunkte des Verkehre« juischen Frankreich und England. Festung zweiten Zlanges mit etwa 60.000 Einwohnern. Calais ist bedroht, Le Havre durch die Besetzung Rouen« von Paris und Frankreich abgeschmlten, so daß, wird jetzt auch Boulogne genommen, die Engländer im Norden Frankreichs bald keinen Platz mehr sinden, um nach England zurückzukehren. Amient ist nach dreitägigem Kamps« geuommeu worden. Segen die englisch-französischen Bestialitäten. Die .Nordd. Mg. Ztg." veröffentlicht nachstehende« Telegramm Kaiser Wilhelm« an den Prä. ßdenlen der Bereinigten Staaten von Ameiika, Vilfon: Ich betrachte eS als weine Pflicht. Herr Präsident, Sie als den hervorragendsten Vertreter kr Grundsätze der Menschlichkeit zu benachrichtigen, daß nach der Einnahme der iranzösischcn Festung Longivy meine Truppen dort Tausende Dum-D"m-Geschosse entdeckt haben, di« durch eine besonder« RegierungSwerkstätte hergestellt waren. Ebensolche Geschosse wurden bei getöteten und verwundeten Soldaten sowie bei Gefangenen auch britischer lnppen gesunden. Sie wissen, welche schreckliche vunden und Leiden diese Kugeln verursachn, und baß ihre Anwendung durch die anerkannte» Grund, sthe des internationalen Rechte« strenge verboten ist. Ich richte daher an Sie den feierlichen Protest ge-g» diese Art Kriegführung, welche dank den Methoden unserer Gegner eine der barbarischesten zewbiden ist, die man in der Geschichte kennt. Ntcht nur haben sie diese grausamen Waffen angewendet, sondern die belgische Regierung hat die Teilnahme der belgischen Zivilbevölkerung an dem Kampfe ifftv ermutigt und seit langem sorgfältig vorbereitet, fre selbst von Frauen und Geistlichen in diesem Guerillakrieg begangenen Grausamkeiten auch an dmvuudeten Soldaten, Aerztepersonal und Pflege-rinnin — Aerzte wurden getötet nnb Lazarette durch Gewehrseuer angegriffen — waren derartig, daß meine Generale endlich gezwungen waren, die schärfsten Mittel zu ergreisen, um oie Schuldigen zu bestrafen und die blutdürstige Bevölkerung von der JorNetzung ihrer schimpflichen Mord- und Schandtaten abzuschrecken. Einige Dörfer und selbst bu alte Stadt Löwen, mit Autnahme d:» schönen Stadthauses, mußten in Selbstverteidigung und zum Schutze meiner Truppen zerstört werden. Mein Herz blutet, wenn ich sehe, daß solche Maßregeln unvermeidlich geworden find, und wenn ich an die zahllosen unschuldigen Leute denke, die Heim und Eigentum verloren infolge bei barbarische» Betragen» jener Verbrecher. beschleunigter Autbau und Ersatz der deutscheu Flotte. Da« Wölfische Bureau meldet: Im Anschlüsse an frühere ähnliche Besprechungen sand im Reich»-tazSjiebäud« unter dem Borsitze de« ersten Bize-Präsidenten Dr. Paasche «in« B«ratung südr«nd«r Mitglieder der bürgerlichen Parteien deS Reichstages statt in »er Absicht, den feste» Willen von Abgeordneten, di« sicher den Reichstag und da» deutsche kolk hinter sich haben, zu bekunden, auch im Kampse zur See alle Äräst« der Nation bis zum Ende ein-zusetzen Der hohen politischen Bedeutung des gesagten LeschlusseS Entsprechend, wurde sogleich nach Ab« schloß der Beratung nachfolgende Mitteilung dem StaatSjekretär de« ReichSmartneamteS zur KenntutS gebracht: .Die unterzeichneten Mitglieder de» Reich«-tagt« erklären sich bereit, in ihren Fraktionen nnd m Reichstage dafür einzutreten, daß alle Maß-regeln de« ReichSmarinramie«. welch« die KriegSnot erheischt, in etatsrechtlicher Hinsicht und bezüglich der Rechnungilegung genehmigt werden. Jnsbe sondere ,ind sie bereit, einzutreten, 1. für den sofortigen Ersatz der verlorenen Schiffe. 2. für di« sofortige Dmchsührung aller im Jahre iy 12 beschlossenen Maßnahmen, Ml'sche Wachi 3. für den sofortigen Ban des im Jahre 191b fälligen SchiffSersatzeS, 4. sür die Herabsetzung der Lebensdauer^ der Schiffe von 20 auf 15 Jahre. Dr. Paafche, Freiherr v. Gamp, Erzberger, Grober, Dr. Wiemer, Graf von Westarp, Schulz (Bromberg). In herrlicher Weife zeizt sich wieder die gren-zenlose Vaterlandsliebe, die Einigkeit und eutschlos-sene Opserwilligkeit der Deutschen. Kops und Herz arbeiten in diesem Reich« vom Höchsten bis zum Niedersten mit erhebender, sieghaster Kraft, mit un-ermüdlichem Mute und prachtvoller Voraussicht! Ein folche« Volk muß siegen. • Die „Deutsche Tageszeitung" entnimmt einem Brief eines Soldaten folgende»: Die Engländer ver-schanzen sich für die Schlacht in mehreren Reihen hintereinander. Wenn die Deutschen stürmen, zeigt die erste Reihe weiß« Fahnen und hält die Arme hoch al« Zeichen der Uebergabe. Wenn sich die Deutschen »ädern, schießt di« zweit« Reihe au» dcn Gewehren und Maschinengewehren. * # * Dieser Tage unternahm ein deutscher Aeroplan einen Flug nach Petersburg, dem eS auch gelang, die russische Residenz ohn« Zivischensall zu err ichen Ei» Offizier d«S Fliegerko'pS wars vom Aeroplan au« in die Straßen PelerSburgt deutsche Zeitungen und Flugzettel, worin die tatsächlichen Siege Deutsch-lands auf beiden Kriegsschauplätzen mitgeteilt werden. Al» der Aeioplan über einer Käsern« erschienen war, wurde er von einem Maschinengewehr beschossen. Dem Flieger gelang cS, ganz unbeschädigt nach Deutschland zurückzukehren. » * * Wie reichsdeutschr Blätter mitteilen, betragen die Kosten eines einzigen SchusjcS aus den neuen deutschen 42 Zentimeter Rieseumörsern 4l).v00 Mark. Dasür könne» aber, wie bei Lüttich, drei Lchüsse daS stärkst« Fort, desst» Bezwingung sonst viel« Menschenleben koste» würde, in einen Krater v?r-wandeln. KritgSzustand in Bulgarien. DaS Amttorgan der bulgarischen Regierung, „Narodni Pruva", bringt eiae Kundmachung der Regie, nng> durch welche daS KiiegSministerium und daS Ministerium be« Innern angewiesen werden, alle Arbeiten zur Verkündigung deS KriegSzustanbeS durchzuführen. Wie eS dann in einem Kommentar zu dieser Kundmachung heißt, bedeutet et nicht »ine Verkürzung der Volksrechte, sondern die Einigung de» ganzen Volkes zu einem Gedanken und die Or^ ganifation der volktkräsie. Dauer des ersten Abschnitte» deS Feld» zugeS. An maßgebender Stelle in Ofenpest erklärt man, daß der erste Abschnitt de« Feldzuget in zwei bi« drei Wochen beendigt fein dürfte. Ob et dann zu einem Waffenstillstand oder gar zu Friedentver-Handlungen kommen werde, könne heute niemand voraussagen Da« hinge vornehmlich von der Lage deS Gegner« ab. Doch selbst im Falle der Fortsetz-ung des Feldzuges. woraus wir im vollen Maße vorbereitet sind, dürfte sich bei unt ein starker wirt> schaftlicher Aufschwung bemerkbar machen. Ein Sieg der deutschen Landwehr. Die schlefische Landwehr nahm gestern nach einem siegreichen Gefecht 17 Offiziere unb 1000 Manu vom ruifijchen Garbekorps und dem dritten kaukasischen Korps gefangen. Di« Vernichtung der Timok>Divifion. Nach den letzten Nachrichten hatte der österrei-chische Sieg über die bei Mitiowitza einbringenden Serben viel größere Dimensionen, al« man Ursprung-(ich angenommen hat. Die serbisch« Elittgruppe. bie sogenannte T mok-Divisio», kam zur Nachtzeit unter dem Schutze der Dunkelheit Über bie Saoe und wollte die östeireichischen Streiikräft« während der Nachtruhe überraschen. Die Serben wuiben jedoch mit einem mörderische» Feuer empfange», umzingelt und, was nicht niebergemacht würbe, ertrank zurück weichenb in der Lave oder würbe gesangen genommen. E» wurden 5000 Serben gefangen und viel KiiegSmaterial erbeuter. Die Zahl der Gefallenen und Ertrunkenen wird auf mindestens 5000 angefetzt. Im Raume von Lemberg Hai ein« neu« Schlacht begonnen. Seite 5 Aus Stadt und Land. Oberstleutnant Schöbinger verwundet. Oberstleutnant Franz Schöbinger, ein geborener Untersteirer und Kommandant de« 20. Jägerbataillon«, das zuletzt in Kormon« in Garnison lag, wurde am nördlichen Kriegsschauplatze durch einen Streifschuß in den Fuß verletz». Er befindet sich im Rudolfiner-spital in Wien, wohin sich seine Gattin, eine ge-borene Eillierin, zur Pflege begab. Oberstleutnant Schöbinger diente zuerst beim 87. JR., dann bei dem fieirischen JR. 21. Al« er zum Major be-sördert wurde, erhielt er da« Kommando deS 20. Jägerbataillons. Bemerke Karl Nierhaus f. Semem treuen Freunde Anton Fürst in Kindberg folgte ber weit über die Gemarken unseres Landes hinaus be-kannte Mürzzuschlager Gewerkt Karl NierhauS »ach kurzer Frist im Tob« D«r Nam« NierhauS ist mit dem Mürztale unb mit dem nationalen Leben uns«-ret Landes eng verbunden. Im Jahre 1844 zu RonSdorf in der Rheinprovinz geboren, kam Nier» haut im Jahre 1868 als Direktor der Bleckmann' sehen Phönix Stahlwerke nach Mürzzuschlag. Im Jahre 1873 wurde er selbständig und erbaute die bekannten Hammerwerke zu Spittal a. S. Mürzzu-schlag und Lamming bei Brück, die einen Weltruf besitzen. Der Verstorbene war eine rastlo« tätige Natur und gönnte sich leine Ruhe. Er war der Be-gründrr der Mürzzu'chlager Feuerwehr, die ihn zu ihrem Ehienhauptmann ernante. Auch der Mürzzu-schlaget Turnverein, den er gründet«, zählt ihn zu seinem Ehrenmitglied«. Erfolgreich war er im natio-nole» Leben tätig. Als Mitgründer der Südmark gehörte er durch Jahrzehnte der Hauptleitung an. Alt einer der schneidigsten Touristen und Obmann der Sektion Mürzzuschlag fehlt« er auf keiner Alpen-vereinSlaguug. Nicht wenig trug er zur Erbauung der kvangelifchn, HeilandSkirche in Mürzzuschlag bei und war alt Obmann li« Pretbyteriumt der evangelischen Gemeinde erfolgreich tätig. Karl NierhauS war auch länger« Zeit Lizebürgermeister von Mürz-zuschlag und Mitglied der Bezirktvertretung. Auch war er Direktiontmitglieb der BezirkSsparkasse. Verwundetentransporte in Tilli. Sonntag nachmittag um 1 Uhr passierte ein Zug mit 70V Verwunbeten unsere Stabt, bie der Armee «uffen» berg» angehörten. Am hiesigen Bahnhof« wurden Ihre Verbinde untersuch« und die Verwundeten mit «armen Tee, Kaffee und andere» Erfrischungen gelabt. 15 «er wundete wurde» in da» hiesige Reservrspital im neuen Volksschulgebäude überführt. Im Zuge befand sich auch ein verwundeter Russe. Abend» um 8 Uhr langte hier ein Zug mit 500 Verwundeten von dem Kämpfen um Lemberg ein. Von diesen wurden 215 hier in Cilli untergebracht. E« waren Tschechen, Polen, Italiener, Tiroler, Kärntner, Krainer, 4 M.rnn vom 87. Jnf.» Reg. und 17 vom 26. Landw.-Jnf.-Reg. Die Ber-wundeten wurden »um groben Teile Mittel» Kraftwagen und soweit fte schwere Verwundungen aufwiesen, Mittel» Fahr- und Tragbahren von der SanItSl«mann-Ichast der Freiwilligen Feuerwehr in Silli in ba« Reservespital gebracht. Den Kraftwagenhesitzern, die zu diesem humanen Zwecke ihre Wagen in liebenswürdiger Well« zur Verfügung gestellt hatten, sei an dieser Stelle herzlichst gedankt. Mit besonderer Anerkennung sei auch b«m«rkt, d-b b«r Fiaker Pristouschek seinen Wagen für V«rwundet«ntran»porte unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat. Der Empfang am Bahnhöfe wurde vom Zweigvereini Cilli Stadt de« Roten Kreuze« in tadelloser Weise durchgeführt. Die gesamten ^.«schulten Pflegerinnen walteten exakt ihre« Amte« und der Wirtschast»au»schub funktionierte In glänzender Weise. Die Verwundeten haben auch vielerlei Beutestücke wie Monturstücke, Mäntel, Geschosse, Schal» mitgebracht. Die Steirer im Feuer. Einer der ver-mundeten Offiziere des Landwehrinsanterieregimente« Nr. 3 erzählte im Freundeskreise, daß die wackeren Belgier Seite an Seite mit der Landwehr und dem Eillier Regimente Nr. 87 die Kämpse vom 26. und 27. August bei Rawa-RuSka zu bestehen hatten und sich wie immer glänzend hielten. Der Elan der steirischen Truppe» war großartig. KorpSkomman-dant FZM. EolleruS von Geldern führte mehr wie einmal vor der Front feine Steirer zum Sturme. Alle Gerüchte, die besagen, daß unser« steirischen Regimenter ausgerieben seien, schießen bei weitem über bas Tatsächliche. Die Offiziere ergehen sich in Lobesbczeigungen für unsere wackeren steirischen Soldaten. Kriegsbetstunde. Morgen Dou»«r«tag sin. det in der evangelischen Ehristuskirche um 7 Uhr abend« eine für jedermann zugängliche Üriegibet-stunde statt. Sette l SVjähriges Dienstjubiläum. Der hiesige Wacheführer Franz Zintauer feierte am 6. d. sein AVjähriges Dienstjubiläum. Schon durch ein Men-schenalier wirkt dieser Mann pflichteifrig und nach be-sten Kräfte im städtischen Wachkorps und erwarb ßch allgemeine Wertschätzung. Trotz der langen Zeit, während Herr Lintiuer schon seinen gewiß auf» reibenden und schweren Dienst versah, ersreut er sich der besten kiiperlichen Frische und Rüstigkeit und wir hoffen, daß er noch recht lange dem Wachkorps und der Stadtgemeinde Cilli erhalten bleiben wird. Seine Sollegen beglückwünschten ihn auf das herz-lichste und machten ihm aus diesem «»lasse eine schöne goldene Uhr zum Geschenke. Di« Erfüllung der Stellungspflicht. Räch einem Erlab de« Ministerium» für Lande«ver-tetdtgung vom 28. v. wird daraus aufmerksam gemacht, daß jenen Stellung«pflichtigen, über die der Beschluß „wafen unfähig" lautet, auf ihr Verlangen »um Bewetse der erfüllten EtellungSpsticht von der zuständigen po-Httfchen Bezirktbchöide ein sogenannter Dienstpflicht-EnthebungSschtin vom Nmltwezen auszufolgen ist. StrahenverKehrsregelung in Körnten. Mit dem für da» Gebiet dc« Herzogtum« Kirnten erlassene» Gesetze vom 4. Mal und mit der Verordnung der Landesregierung in Klagenfurt vom 13. Mai d I. wiid ab l. November für sämtliche öffentliche Straß«» in Särnten da« Linksfahren (LinkSauSweichen, Recht«-vorfahren) eingetührt. Poftpaketoerkehr mit Ungarn. Die Handels- und Gewerbekammer in Graz teilt mit, daß nunmehr zwischen Oesterreich und Ungarn der folgende Postpaketverkehr zugelassen ist. Privat-pakete aus Oesterreich, ausgenommen Dalmatien, Galizien und Bukowina, nach den ungarischen Komitaien Arva, Baranya, Bars, Gran. Fejer, Raab, Hanl, Komorn, Lipto, Moion, Nograd, Neutra, Pest Pili« Lolt, AiSkun, Preßburg, Stuhl-weißenburg, TzepeS, Tolno, Turocz, BaS, Beiz« prem, Zala und Zolyvm; ferner nach den Komi-talen Kroatien« und SlawonienS: Lika, Krbava, ModruS, Rijeka, Varadzin, Agram und Bjelovar, Krizeva, weuers nach Stadt und Gebiet Fiume, sowie umgekehrt, auS den genannten Komitaten nach Oesterreich, ausgenommen Dalmatien, Galizien und Bukowina, sind zugelassen. Pakete dürfen nicht schwerer sein al» zehn Kilogramm und dürfen in keiner Richtung 60 Zentimeter übersteigen. Expreß-pakete, dringende Pakete, sowie Pakete mit Büchrrn und anderen Preßerzeugnissen sind von der Be-fvrderung ausgeschlossen. Bon der Klausel „auf eigene Gefahr" ist abzusehen. H^haftung TmirT i ' ™" []' etn,' zclner Wiener Blätter, daß sein einziger slowenisch' klerikaler Abgeordneter verhaftet sein soll, stellezl wir fest, daß der Abgeordnete Johann Rotkar. R»sitäien> befitzer, Abgeordneter deS 24. steirischen Weltreise», Umgebung Marburg, in Graz ln Hast s,ijf Zwei slowenischklerikale^ Abgeordnete. DaS Grazer Tagblatt schreibt^zur Verhaftung d«S Abgeordneten RoSkar: Währen^, ^vie unseren Lesern bekannt ist, der ReichSratS- un»' LandtagSabgeordnete Dr. Kvrosec, entsprechend seirz^r sozialen Stellung, zu längerem Aufenthalte raschesten« nach der Schweiz Aberfiedelte, mußte dessei^auerlicher Parleikollege, der Abgeordnete deS 24^dirischea ReichSratSwahlbezlrkeS (Marburg Landgemeinden), Johann Roskar au« St. Georgen i3B.»V.)Mr einige Zelt in Graz beim Paulu«-tor Quartier ^ehinen. Abg. Ro«kar, auch eine Zierde be« slowen^chen Volke«, steht nämlich in — Be« tzandlung>m>d kann sich schon seit längerer Zeit täglich nur cjpfge Stunden im Freien, und da nur an „geatzter" Stelle bewegen. In der übrigen Tageszeit mjß% et da« Zimmer hüten Besuche seiner Partei stunde kann Abg. RoSkar, der möglickerweise sogar vor einer Operation steht, jetzt nicht empfangen, weil HU film »0„»qtMM.5>u»» - Dr. Vrejc verhaftet. Wie da« Erazer Tagblatt meldet, soll der Advokat Dr. Brejc, der Führer der Slowenischklerikalen in Kärnteu, Sonn-tag im Hotel Maser in Klagenfurt ve:haftet worden sein. Etn Russenfreund. Sonntag nachmittag äußerte sich am hiestgen BiSmarckplaße der Telegraphen-arbeiter Franz Pofinger über die rohe Behandlung unserer Soldaten durch die Russen. Al« die« der 32jih,lge Arbeiter Jakob Orstnek au< Staioztal bel Luttenberg, der in der Nähe stand, hörte, rief er dem Postnger zu: Auf die Russen darf man richt schieß,n, sie find gute Leute I Al» man lhn sodann zur Rechen-schaft zog, konnte er sich nicht legitimieren und gab nur an, daß er al« Ersatzreservist hier eingerückt, jedoch krankheitshalber beurlaubt worden sei. Ta er sich auch sonst sehr frech benahm, wurde er »erbostet. Hiebet wurde er äußerst renitent und vergriff fich an Deutsche $2*0,1 d'M Wachtmeister Brettncr, den er beim Halse erfaßte. Mit Mühe konnte er hinter Schloß und Riegel gebracht weiden. verhaftete Serbenfreunde. Au« Laibach »ird der „Wiener Deutschen Korrespondenz" geschrie-den: Hier und in anderen Städten de« Südens hat man eine Anzahl von Leuten in Haft genommen, die sich teil« hochverräterischer Aeußerungen schuldig gemacht habe», teil» wegen südslawischer Umtriebe verdächtig sind. Kürzlich hat man auch den früheren Bürgermeister und ReichSratSadgeordneten Zvan Hribar, der in feinen Mußestunden Direktor der Laibacher Filiale der Präger Versicherungsanstalt „Slavija" und Präsident der Laibacher Kreditbank ist, hinter Schloß und Riegel gesetzt. Ihm leistet der Gymnasialprosesfor Dr. Jlrsic Gesellschaft. Auch dieser Mann, der vor mehreren Jahren zum Präiiden-ten de« liierarischen Vereines „Matica Slvvenska" gewählt und vor 5 Monaten zum Privatdozenten an der Agramer Univeisilät bestellt wurde, ist ei» eifri-ger südslawischer Agitator, der besonders sür die Schaffung einer einheitlichen südslawischen Sprache tätig ist. Auch wehem Advokaten und Geistliche befinden sich in Hast. — Die Marburg« Zeitung meldet: Gestern abendS wurde wieder ein Rudel vor. Belasteten, unter denen sich auch der Pfarrer Bin-zenz Lorentschitsch von St. Oswald an der Drau besand, unter Gendarmeriebedeckuug nach Marburg gebracht und von hier mit dem Zuge nach Graz geführt, wo sie dem Landwehrgerichte eingeliefert wurden. In Kölsch wurde der Besitzer in Pacheru Johann Bisotschnig Anz wegen Hochverrates vom Gendarwerieposten ve« hastet und dem Militärgerichte in Graz überstellt, serner» der Gastwirt am Kölscher Bahnhose Zosef Gsellmann. Ein Wachposten vom Zuge überfah ren. Am 5. d. wurde der Landsturmmann Joses Kolar von Pöllschach in lebentgesährlicheu Zustande in« Militärlpital nach Eilli überführt. Er war der Streckenbewachung beim Lipoglavatunnel unweit Pöllschach zugeteilt, überhörte das Heran-nahen dr« ZngeS Nr. 31 und wnrde von der Ma-schine ersaßt und zur Seile geschleudert. Kolar er litt außer andere» Verletzungen eine» Schädelbruch. Mit dem Bajonett das Auge ausge-stachen. Am 1. August stieß sich der Einjährig-Freiwillige Mediziner WiSlowSky deS 87. Jnsan-terieregimentes bei einer Uebung das Bajonett in das rechte Auge, da« so schwer verletzt wurde, daß es verloren sei» dürste. Da« Unglück geschah durch allzuhestige« Abnehmen des Bajonettes vom Gewehr. Einer, der für fich selbst Stimmung macht. Der Bahnmeister Franz Pabst l« Gonobid, der durch seine sozialdem^kratischen Umtriebe weit über die Grenzen deS Landes bekannt ist, wurde vom steier-märkischen LandeSauSschusse nach Hl. Geist, bezw. Pöllschach übersetzt, damit in Gonobiß endlich einmal im deutschen Lager Ruhe und Ordnung einkehren. Pabst verfaßte nun eine Eingabe an dem steierm. LimdeSauSschuß, sammelt selbst Unterschriften für sich bel hiesigen Gastwirten und Fleischhauern sowie bei seinen Gesinnungsgenossen, macht sür sich Stimmung und bittet, der Lande«au«schuß mög« den Pabst ln Govobitz lassen, da die Bewohnerschaft gegen ihn nicht» einzuwenden habe! Brandlegung durch einen Elfjöh-rigen. Am 23. August gegen 6 Uhr abend» gingen die Eheleute Johann und Barbara Dolinsek in Marie-Ricck zu dem etwa 26 Minuten entfernten Besitzer Anton Jäger, um dort eine Dreschmaschine abzuholen. Der Bater de« Johann Dolinsek namen» Thoma» Dolinsek war ungefähr 5 Minuten vom Wohnhause der vorgenannten Eheleute auf einem Feld« beschäftigt. Der 11-jährige al» Hirt dort bedienstet gewesene Franz Eernovsek blieb mit einem 8 Monate alten Kinde allein zu Hause. Gegen hald 7 Uhr abend» rief Eer-novlek den Thoma» Dolinsek mit dem Rufe nach Hause, daß plötzlich ein Feuer auSgebrochen sei. Thoma» Dolinsek eilte nach Hause und konnte noch au» dem brennenden Hause da» 8 Monate alte Kind reiten. Alle» übrige fiel dem Feuer zum Opfer. Die HauS-eigentümer erlitten einen Schaden von ungefähr 16000 Kronen, der durch keine Versicherung gedeckt ist. Der Verdacht der Brandlegung lenkte sich sofort auf Eernovsek, «eil einerseits nur er allein zur Zeit des AuSbrvche» de» Brandt» zu Hause war. anderer-seit» weil er gleich nach den, FeuerauSbruche spurlo» verschwunden war. Am 3. d. konnte er von der Gendarmerie in Trifail ausgeforscht werden. Er gestand sofort die Brandlegung zu und erklärte, dieselbe dadurch bewerkstelligt zu haben, daß er ein brennende« Zünd« holz in da» Strohdach gesteckt bitte. Eernovsek, der eine überau« mangelhafte Erziehung genossen hat, wurde dem Gerichte eingeliefert. stammt 67 Hausfrauen ! Die dle»jähri»e Obst, und müseernte ist ungewöhnlich reich. Obst und önniit kommen in Massen billig auf den Markt. Benützet die Gelegenheit, füllet Eure Vorratskammern! Obst nt Gemüse werden in diesem Winter ein wichtige» rungSnriitel feilt. Jeder sorge zunächst für ftch sei»«. Konserviert durch Dörren und Einkochen Gemüse not Obst (auch Fallobst), jeder nach seinen Kräfte» md Kentnissen. Wer sich mit Vorrat versiebt, wird da Markt entlasten. Wer mehr al« fernen Bedarf d«kt. wird Kranken und Hungernden helfen können. Die Fr»uenhilf«aktion im Kriege, Sektion Obst und Gernise. In der Kalkgrude ertrunken, «»s Rann wird geschrieben: Am 29. August nachmittag» übertünchte die Besitzerin Helene Zeijav in Eern« ihr Wohnzimmer mit Kalk. Zu diesem Zwecke hatte sie die unweit de« Hauses gelegene Kalkgrube ge-öffne». Während sie im Hause arbeitete, spielte» i» Hose ihre Kinder, die siebenjährige Anna, die vier-jährige Maria, der dreijährige Joses und die zn>5-jährige FranziSka. In einem unbewachten ilanblicke schlich sich die lleine FranziSka zur offen«, Grube und stürzte kopswärt« hinein und ertrank, Heraus mit völkischer Kleinarbeit, Ihr De»t-scher» Oesterreich» I Rauchet nur mit Zigarette,' hülsen und Papieren der Südmark und des Bunde« der Deutschen Nordmähren«! Unterstützt die heimatliche Erzeugung! FRITZ RASCH, 1.^1..,, CILLI. Schrifttum. „Der europäische Krieg in Doku menten", herausgegeben von der Redaktion de» deutschen GeschichtSkalenderS, betitelt sich eine in-teresfante Publikation, dir i» Heften zum Preise von 144 K zur Ausgabe gelangt und de<-en erste beide Heste nnS vorliegen Mit einem durch jahrelange Uebung geschulten Stäbe von Historikern wurde« hier von Ansang an die Dokumente der beginnen-den Spannung gesammelt und lagen bei AuSbrnch des Kriege« bereit. So kann diese Darstellung An-spruch auf wissenschaftliche Exaktheit machen und bietet jedem Gebildeten eine dokumentarische, zu-sammensassende Darstellung de« europäischen Krieges unter genauer aktenmäßiger Wiedergabe aller wichtigen ParlamentSbeschlüsse, Kriegsmanifeste und amtlichen Kriegsberichte. Bestellungen an den Ber-lag Hugo Keller, Wien, l., Bauernmarkt Z, und jede gute Buchhandlung. Vermischtes. Des Kinde« Abendgebet. Eine Mutter schreibt un«: Meine fünfjährige Erna verrichtet seit AuSbruch deS Kriege« folgende« Abendgebet: „Lieber Gott, erhör« die Bitte Und mein kindliche« Flehn, Beschütz' unsere Soldaten, Die vor dem Feinde steh'n. Bewache Sie immer, Verleih Ihnen Glück Und gid Sie gesund Bald der Heimat zurück 1" Mütter und Bräute. Du hast gerufen, lieb Baterland, Zum Kampf für Ehre und Pflicht, Da nahmen die Männer da« Schwert zur Hand Und sprachen ernst und schlicht: „Die Stunde schlug, die Saat ist reif, Goit schütze Weib und Kind, Lebt wohl — bi« die Feinde von Oesterreich Besiegt und zerschmettert sind. Der Kaiser ruft und da« Vaterland Behüt' mir Kind und Hau«-- Ein letzter Blick noch, Hand in Hand --So zogen die Männer hinaus! Die Frauen, die einsam geblieben find. Gefoltert vom TrennungSschme^z, Sie lenkten mit dem geliebten Kind Die Blicke himmelwärtt«; Und zu dem Himmel — der strahlend blan — Hebt tränenschwer den Blick So manche junge, stille Braut-- Ihr nabm der Krieg das Glück. ---Da« sind die Opferi die Lieb« bringt Mit schwacher Frauenhand, Doch tapfer von zuckenden Lippen e« Hingt: „Gott segne dich, Baterland?* Karlsbad. «nnie Kollmer. I tastou 67 Deutsche Wacht Seiic 9 Der Delavankomet sichtbar. Au« tukau, 31. August, wird gemeldet: Seit mehreren lqei ist in der Zeit von Mitternacht bis früh am glichen Himmel der Delavankomet sichtbar. Vor-pk ist der Komet noch klein, aber wie die Slern-Wzm versichern, soll er binnen Monatsfrist er« ldlch an Größe und Helligkeit zunehmen. L o ich jetzt gern wäre. In Berlin -Pari« — Brüssel — London. Schade, 4 der internationale Verkehr ganz eingestellt ist; wahre Reiseseynsucht hat mich ersaßt. Wie gerne •tyte ich jetzt in Berlin unter den Linde» wandeln, ■ kn Jubel zu sehen und zu hören, der die v'che Hauptstadt durchbraust nach den herrlichen kjeu in Ost und West. Wie gerne möchte ich — erkannt — i« Paris im Eaf« de la Paix sitzen. ri$rnb, wie die Pariser sich an den Lügen ihrer «ssi berauschen, und ihnen dann die lakonischen trdjie de« deutschen Generalquartiermeister« von trta vorlesen. Wie zerne möchte ich im Palasthoicl » Rordbahnhosplatz in Brüssel weilen, und mir ie guten Brüsseler ansehen, die vorläufig ihre Bar« itrini mit 200 Millionen Franken Zahlung büßen «inen. Jedem einzelnen winde ich gerne ein Lehr ich „3n 14 Tagen perfekt Deutsch" widme',. Wie nt wichle ich in London durch PicudiDt? bummeln die langen Gesichter der perfiden BullS sehen. i»in von dem Znsammenbruch ihrer heimtückischen !ta und von de» Heldentaten ihrer Reiterbrigade ken, die an der belgisch sranzösischen Grenze wie-ir bewiesen hat, daß Old England allein die besten -Ziinner der Welt zeugt . . . Wordene im Monate Juaust 1914. I Margarethe Sumrek, 4 Monäflf Bildhauer»« W Johann Tocaj, 66 I, Bäckergehilfe. Gregor sKikdijak, 32 I., Infanterist des 87. Infanterie« Hiaituträ. — Im Allgemeinen Krankenhause in l-li: vinzeaz Bouga, 61 I., Taglöhner au« Ka« W. Franz Jancic, 63 I.. Suszügler an« Mont- &Zatob Breznik, 19 I., Tischler au« Lopata. de Jancic, 4 I., Kind au« Umgebung Cilli. Wp* Kriznik, 42 I., Keuschler au« Ponigl. WP Paulinc, 10 I., Schülerin aus Grobelno. Hyiiiie Paulinc, 9 I., Schülerin au« Grobelno. Iqiji Loß. 28 I, Taglöhnerin aus Süßenderg. Dp« Rill, 50 I., Bedienerin au« Cilli. Anion lortlnif, 28 Z., Taglöhner aus St. Kristos. q Sabcrsck. 74 I., Gemeindearmer au« Um-mg 5illi. Franz Schrieber, 26 I., Kellner au« »ft. Valentin Cater, Ortsarmer an« Umgebung Aeorgni. Laurentiu« Nak, 59 I., Platzmeister »eischach. Maria Supan, 67 I, Taglöhnerin M Vmzdors. Stesan BerliSk, 66 I., Orisarmer col Plttronjitftft. Jvsesa Bianisic, 18 I., HilsSar-Irarn aus Bischosdorf. Derkcörte Wett. Humoreske von A. Saus'Bachmann. llr«»lhaster Ehrgeiz war etwas, da« man dem ni hepft»slingl nicht zum Borwurf machen durfte; X nie hatte tt dem Ruhm gestrebt, erster in der Klasse »u sein. 2?"« etwa an Ehrgeiz in seinem Busen wohnte, da« machte si-5 auf anderen Gebieten al« auf dem der Mathematik und Grammatik geltend! Tont war wohlerfahren in allen Knabenspielen und über die Krieg«, ufe der Blackfoot« oder Eiouxindianer wußte er sicheren Bescheid als über die Borwörter, di« bald den dritten, bald den vierten Fall «zieren. Aber auch der Vater Hopfenstingl war nicht vom krankhaftem Ehrgeiz beseelt; er war vollkommen zufrieden, wenn der Toni nicht länger al» ein Jahr in einer Klasse zubrachte; mehr forderte er nicht. Wozu denn auch 7 Toni sollte mit vierzehn Jahren in« väterliche Ge» fchäft, eine Gtfliigtlhandlung, al« Lehrling eintreten, und er hatte es schon jetzt zu einer gewissen Gewandt-heit im Hähnerabstechen gebracht. So war da« Ber» hältoi« zwlscten Baler und Sohn bislang ein unge-trübte» geblieben. Aber diesmal hatte der Sohn die väterliche Anspruchslosigkeit entschieden mißbraucht, er war in Deutsch und Rechnen durchgcfallen. Daß e» bis zum Sitzenbleibe» kommen würde, da» hatte der Toni doch nicht geglaubt, er hatte sich bi« jetzt immer so durchgeschwindelt mit Abschreibe» und Einlagen, aber in diesem Jahre hatte er Pech gehabt. Er ging auch sehr beklemmten Herzens »ach Haule, und al« er dem Bater da» Zeugni» überreicht hatte, zog er sich in den äußersten Winkel de« Zimmer« zurück. Bedächtig la» der Bater da» Zeugni« vom An-fang bi» zum Ende durch, nur manchmal einen sin» steren Blick auf den bebenden Sohn werfend; al» er bi« »um letzten Buchstaben alles gelesen hatte, legt« er da« Blatt weg, schritt ruhig biS zu dem Schranke und griff hinauf. — „Bater!' schrie Toni, al« er diese Bewegung sah, „Baler, i kann »ix dafür!" — «Nix dasür kannst, daß Du sitzen bleibst, Du elendiger Strick Du? Die Schand' tust mir an, Du, der Sohn von einem Geschäftemann, dab Du im Rechnen durch-, fällst?" — „Ja, Bater, da« sein doch net solchen-Rechnungen, wie Du glaubst, mit Kilo und Liter und Meter; wir müssen «in Trapezoid be.echnen." Mit Absicht hatte der schlaue Toni da» Fremd-wort herbeigezogen, um dem Vater zu imponieren, und er erreichte auch seinen Zweck. Der Vater knurrte zwar ingrimmig: »Da» i» alle» ein«, ob man mit Zucker, Kaffee oder Tapezvrider rechnet, da» i» alle« dasselbe," aber er ließ von dem Kapitel ab Dafür wendet« er sich mit erneuter Wut einem anderen zu .Und in Deutsch? ' schrie er. „In Deutsch fallt der Kerl durch! Schämst denn Du Dich gar net? Da müssen ja die Leut' rein glauben, mir san Böhm l Seine eigene Muttersprach net können! A so a Schand!' Aber da legte der Toni lo« und lieferte den vollgiltigen Beweis, daß er seine Muttersprach« wenigsten« mündlich vollkommen beherrschte. Wie ein Sturzbach ergossen fich die Schmähungen über den Unterricht in D«utsch über Toni» Lippen. »Glaubst Du, wir lernen Deutsch?" schrie er. .Ka Idee! Weißt Du vielleicht, wa» an Attribut oder a Prädikat oder a» Adverb i«? Karn.st Du analysieren? Ich kann '» »et und i mag '« net und i lern 's net!" Diesmal aber batte sich der Toni mit feinen Fremdwörtern verrechnet. »Du Mtstbua, Du l Glaubst Du. Du kannst mich pflanzen? Glaubst, ich Weib net. daß dö« Analysieren und di« Attributer und di« Sachen in die Apotheken g'hören? Na, Dir weid' ich helfen!" Ein Hieb mit dem spanischen Rohr sauste al« Prob« durch die Luft. Toni aber heulte laut auf: »Frag' 'n Lehrer, Bater, hau mi net, frag' 'n Lehrer l" In diesem Augenblicke ging die Tür auf und Gusti, da« Töchterchen der Hopfenstingl«, trat ein. „Vater, Mutter, ich hab' ein schönes Zeugnis!" rief sie jubelnd, da« Papier dem Bater hinhaltend. „Laß mich zuerst mit dem Toni abrechnen!" «ehrte der Vater ab, aber die Mutter, die gerne die Gelegenheit be-nützte, den väterlichen Zorn zu besänftige», meinte, der Toni hätte schon sein Teil, »un wäre e» Zeit, der Gusti gerecht zu werden. Herr Hopfenstingl senkte di« hochgeschwungene Recht« und ergriff mit d«r Linken Gusti« Zeugni«. Aber die Falten auf seiner Stirn glätteten sich nicht. Al» er da» Zeugni» weglegte, fuhr er da» Mädchen an: „Flso, da» ist bei Dir ein gut'» Zeugni», wo Du im Handarb«iten an Dreier haft?" — »Aber Vater, ich hab' dafür Einser in den schwersten Gegen-ständen, in der Geometrie und Geographie und Natur-lehre.' — »Darauf pfeif' ich/ schrie der Vater, der sich selbst in Zorn hineinredete. »Du sollst schneidern lerne», aber »et Geometrie, oder glaubst vielleicht, ich last' Dich auf den Doktor studieren und den Toni kochen lernen?" — „Aber Bater, ich kann doch nichts dafür, daß ich ei»ea Einser in der Geometrie hab'," wendete die Tochter «ln. — »Ruhig bist! Ich kenn' das schon, das ist eine Auflehnung gegen die väterliche Auto . . . Auto . . . Anti ..." — „AutoUtät," half die Tochter schüchtern nach. — »Ruhig bist, hab' ich g'sagt. Da» i» auch so eine moderne, verkehrte Welt, daß die Fratzen die Eltern autbessern! Du weißt ja net einmal, wa» ich sagen will. Da» ist eine Auflehnung gegen die väterlich« Animalltät, aber da seid'» bei mir an den Unrechten kommen. Ich lass' mir mein alibürgerliches Haus net modernisieren, bei mir gibt'» ka verkehrte Welt l Ich werd' Euch helfen, Ihr Fratzen! Der «ine kann net amal Deutsch und die andere tät' mir mit einem Einser iu der Geometrie daherkomme»? Na, wart'l Merkt'« Euch: Die Gusti wird justament eine Schneiderin und der Toni justament ein Doktor, und wenn ich Euch tot-haue» muß!" Der erzürnt« Papa Hopfenstingl gab der Gusti eine Ohrfeige und verließ dann da» Zimmer, die TÜr hinter sich zufchmettcrnd. Er trug da» unklare Be» wußtsein in sich, daß er mit der Verleihung dieser Ohr» feige «in umstürzlenscheS El«mr»t unschädlich gemacht und die erschüit«rt« Weltordnung wieder ins Gleich-gewicht gebracht hade. Di« arm« Gusti ab«< stand verblüfft ob de» un-»erhofften Lohne», den st- sür ihr gute« Zeugnis erhalte» hatt«; st« ahnt« ja nicht, daß sie da» Opfer eine» Prinzips war, da» Opfer de» Konservatismus. Der durchgefallene, straflos gebliebene Toni fühlt sich hoch «>haben 2b:r die Schwester, und doch ist er hartnäckigere Revolutionär. Den» e» ist anzunehmen, d.ifj die Gusti trotz d«» Einser» i» der Geometrie ei»« brauchbar« Schneiderin wird, aber ob der Papa Hopfen» stingl d«n Toni je zum Doktor haut, ist zweifrlhaft. •>« 1 BmiiiMchdmckmi = Druckaufträge = in jeder beliebigen Husfübrung I bei massiger Preisanstellung. Postsparkasse Rechnn»,, 86.900 Geschäftsstelle: Cilli Inseratenaufträge kür die Deutsch* Macht werden nach billigstem Carif berechnet. ♦♦ ffernruf «r. «1 ♦♦ J Rathausgaffe Nr. 5 ®<(U 6 Levck'che ZVacht NUM»5. Jeder Deutsche verwende nur Südmark- oder Nordmährer Zigaretten-Mpiere und -Kliffen Oesterreichisches Erzeugnis. Ueberall zu haben. 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