Mmküi Drcuenhmkrs samt dessen übrigen Wollsch Zur nöthigen Erläuterung der esterreWWen, WtcyermärckisZen und Mevmschen Keschtchtt». Alls der Stadt Steyer uralten ^rckiv und andern glaub- würdigen Urkunden, ^6ki8 ?udlici8 und bewährten komibus, mit besonder» Fleiß verfasset. Dürnberg, VerlegtS Johann Adam Schmidt, Buchhändler. Okriiii -- Kenen Koch - und WohlUdlcn, Destreng - und LochgUahrt/ auch Mm / Besten/ Lorstchttz- und WodlN'kism Kn« Mkgkkmk M Richter und Rath -er Kayserlichen und Landes-Fürstlichen Ural¬ ten Lämmer-Guetbs Stadt Steyer/ im Ertz-Herzogthum Desterreich ob der Ennß rc. rc. Weinen Oroßgünstig Uochgechrtestm Nerren. Noch - und MohKdle -c. Insonders Großgünstig Uochgeehrteste Werren. Edlen rc. den herrlichen lind sonder A baren Nutzen vorzusteUen mich Uli- tcrstehen solle / den sich Obrigkeits- Personen ans der Historie überhaupt/ und in¬ sonderheit aus der ^liKoria particulLi-i 4 öc vomettica, zu Mein und Zhro von GOtt dem Allerhöchsten Ihnen anvertrauten Stadt und Unterchanen besten zu versprechen haben so würde Materie und Vorrats) zu et¬ lichen Bogen übrig und genug vorhanden scyn. Allein ich würde weiter doch nichts thun/ noch sagen können/ als was bereits von vielen hoch¬ gelehrten Mannern schon zum öftern geschehen/ und der gelehrten Welt zu besonder« Vergnü¬ gen/ mit den auserlesensten Worten und Redens- Arten, mehr als einmahl vorgelegct worden. Hingegen aber könnte man mit höchsten Fug und Recht/ mich einer allzugrossen Vermessen¬ heit beschuldigen/ wann ich Ew- Hoch -und WHlEdlM Sachen vortragen wolte/ welche Ihnen ohnedtß bekannt sind: Zumahlen da ich hier von gantz andern Sachen und Ursachen zu gedencken habe, die mich zu dieser OeLca- rion und Zuschrifft veranlaßen. Ich habe vor einiger Zeit das Glück ge¬ habt/ daß die kreuenkueberischm NÄles 8t^renie8 mir aus einer vornehmen kibliotkeL gnadtgst Lommumcittt worden. Nachdem ich nun dieses langst ge- wünsch- M besonders zu rühmen gen gewählten Wappen der vornehmsten Steyertschen Familien und Geschlechter / unter andern eintzig und alleine zu dancken habe. Da nun diese bißanhero von vielen Ge¬ lehrten vielfältig gewünschte kreuenkuebe- rischc Historisch - und Genealogische Schrifften sich so wohl wegen ihres Urhebers/ als auch und in die ^reuenl^uederijchm^ri- n^Ie8 8v^renie8 ihres vortrefflichen In» Halts wegen sich von sechsten rühmen und re- cornrnendiM) So hat mir dieses die zuversichtliche Hoffnung gemacht/ daß es nicht unangenehm noch entgegen seyn werde/ Ew. Hoch und WohlEdlM sothanes Hi¬ storische Werck gehorsamst zu 6e6icirM und zuzueignen: Mit angehängter gany dienstlicher Bitte/ Meine Hochgeehrtesten Herren geruhen großgünstig/ sothane meine Freyhett ge- zu befördern mir feste vorgesetzetSo habe EW- Hoch - Ulld WohlEdlM geneigte Gunst und Förderung vor vielen andern gantz besonders zu rühmen: Wie ich dann Dero be¬ sonder» Gütigkeit/ die zu dem Werck gehöri¬ gen gewählten Wappen der vornehmsten Steyertschen Familien und Geschlechter / unter geneigt und gütig auf und anzunehmen. Wor¬ ben ich Denenselben dann alle selbst wün¬ schende krolperitXt und Wohlergehen von Hertzen wünsche/ mich zu Dero beharrlichen Gewogenheit bestens empfehle/ und ver¬ harre Uw. KoG -und MhlWlen Meiner großgünstig Hochgeehrtesten Werren und katroUll rc. Nürnberg den 25. April Hn. 1740. uriterthäniger Johann Adam Schmidt, Buchhändler- W )O( W Worrede. encigtcr Weser. MS wird nicht nLthig sei)»/ dir gegenwärtig Sammlung ^citläuff- W» tia anrupreisen. Sie kan dir nolhwendig nicht mißfallen, Wen von der Syrischen Historie noch biß dato nichts vochandcn; ohnerachtet verschiedene Gelehrte über d,eftn M-mg ;ch°n viw- länaft aeklaaet. will zum Bewerß deffeN/UM bekehr willen/vor andern nur den eintzigen Herrn ^^EudewUundmr die wenigen Worte anführen / deren sich derselbe vor ^-i-n Jchr n m seiner Oermania prmcipc I^ib I. Lap V. p. 4 > 7- b^ > . - , peculiari jidro illuttravit I^^^8L(>IU8. 8QM>^ ^1!- ^ovo c-än OrXcenÜ8 ^rL promM 5uM: vili. M der notrre,)Lo m^8 18 cieiiäer-iMc, (8(M^°U8) c^nonicim 8cr.p -r/r^ /Ä/?o^rE. Oonlulencici ellenr ne ^o^nn^en- t3, c^uL reeensetH. 6is)!iot^ecL Vin6o!DON. - ? 8» d "E Dolanu w.r auch alles aus dem I.EMXwas ;mSteMsche.^i- storie gehöret/exeerprrcn und zusammen lesen/ so wird der gantze Vorrath vl leicht nur auffolgeiwe Stücke ankommen ^b.II.P^ 6ice in folio, (i.) 6^Eco?rO cipium: der Hertzog Hatmich mit dem Grenn dingt dem Murchgrav chern von Steyer sein aigen rc. eju^em ^romci exemplur antkenticum extat in ^UAnliiNmX LibliotdccL 6ice M8to, inrer Ew8 Ooäices ttikorico8, Lxt^t idiöem eti-km tertium Linkern (^kronici exemplur iv , O" 6ice ^/I8ro I^iüoriLO letino e6äm olim uM8 e o 8^n- LN8^^Lm^,ut viäere eli Isidro VII. 6e mi'^tionidn8 gentium, cjn.ppe n r non 1o!um 3li^norie8 citÄwr, seä Lc Konori8 L^uL cxprcüe clppel utnr,^- E lll-- Lollcx 0^00^81 Kog'« Sokom^ vu- ci8 ^.usiriX 8cirrX, Lc Uurcivoni8 Mor^viX i^oturii >. . (;.) vttcrwm ^arabjonum L vuaum/rnstnx srqueL).»«, ex iiIuikriiiim!lLomimm L-,^»sv^en/ttEiamiim onunaoium, puMm joro- ül or-Mone, pclrtim rvtlnni8, (7e^mE5e. . . V Volumine LkLlrcLceo in todo, xarnm letino x tun Oerm-inlLo, i^c Lonnnentur. /.) vcrernm iVl^c^ionnm k vncum ^uliriL ^^ne dtiriX, ex fanüli'ä Oermanice. __ WZ )o( DK _ Ouci88t^riLöatum a. (^. 1186. c^uoOucem^u- Kriae, Z-eo^s/tZr/w ^/. Lo^nomiue viZkorioium, 6eclarat b^reclem iuum, ac tuc- cetlorem; 8imul öc autic^ua DuoatU8 8t)MX privileZia reccnlet, atc^ue con- 6rmat; Z,^r/r^. z.) don6rmatioprXce6enti8 Diploma(i8per Imper. k^rklericum II. pro- mulZata in caliro LremonX, an. 1249. Z-^r/r^. 4. ) ?rivileZiorum DucatU8 8tiriae Zupra memoratorum eonbrmatioöc auZmentatio per Diploma Imper. /. 6atum VinöodonXlive^/ien- NL, an. 1277. 5. ) Dorunclem conbrmatio per ^rcbiclucem ^.ulkriX nomine 8apienteM (üontraÄum, promulZata an. 1 zzy. (/e^^-rrce. 6. ) ^.lia eorun6em conbrmatio per ^rcbiclucem kKIDMIOU^s, ^.rcbi6uci8 Z.eopolcli ?robi blium- 62t?. anno. 1424. 7. ) (Conbrmatio 6c au^mentatio privileZiorum DucatU8 8tiriX, per Im per. blium ipbu8 ^l^XI^IIDI^XUX4 I. partim Z^r/rL, partim Und^><5/. Xumero ^Io6u8öck'ormuIaZZsM^tt Imper. kl^I- DMI(^O V. in Ducatibu8 Ltr>r7^ ö^c. augen¬ scheinlich das Gegentheil. Vors andere/ hat auch der diesen Lo- öicem gar ost gebrauchet/ solchen nie für eine Steyrische Lhronic gehalten/ sondern nie anderst/ als pervetuilum Ooöicem vetutkilimorum ^unalium ^uttriacorum genennet. Und wann wir die Nachricht, die uns I^aml)eciu8 noch ferner/ an einem andern Ort/ von eben diesem Lockce ertheilet/ dargegen halten/ so wird um so viel deutlicher erhelle»/ daß er vor keine8peLia!>Historie von Steyermarck keines Wegespailiren kau. in^uit, e/-E/cr Z/siZice Zl^Lto, centeirmo nona^climo leptimo, /«/>^ -r -ro^e/? ---^rs. Der Ort und Stelle/ darauf er sich allhier beziehet/ ist das 4-te Lapitel in diesem Uten Buch pa§. 71. Oap. W )o( W cap. IV. Oe ^OAuKMmX kibl'ordecX O^üireL Lo^rn ^s<5to in 4to. i'nter dcllce8 ^I8tO8 Di^orico8 Durivo8 LXOVII c^uo inter aliäcovrivemr i ) ^^^clb/^/^D/co^^r-^s-Otto- cari U. Lodemi^ - - Xomrio, pclrrrm lob iplo l^e^e Lv. 1265. 6c 1267. vdrtim Mem x>oii 3NVUM 127z. sub Imx»er. Kuäo^ko I. com^oli- tum Lee. Und noch deutlicher pa§. 75. (^Mn6vHui6em V' H)^r's, e-cirnnciem Mi^v-l ^ubervLtio beveiicio vereri8 likiu8 KAriovar-ii plu- rimum iüulkrüri potcik^ince^rum illu^inster^ui 8^ntokk-tc, volenre Deo, e6imrv8 lum. Interim nune d^c xrruca. 8peeimini8 loco in rrntecellum pra> mitto. ^nno Domini ^4(^dXV. re^nkin- te Domino Oroc-Z^o, incl^to Loemornm I^e^e L^c. reli. 75. 76. ie^. biß -!omatLUNd Documenta anführet/ dieznrStiyerrschen Historie gute Dienste ryun könnten: Kemer Stkyrischen drnvicaber od r8x>e- cial-Historie gedenckt er nirgends; Und noch vielweniger/an oder ^nn<üc.8 8t)rensc8. Dahero kan dw nothwendig diese Sammlung von Steirischen und Desterreichischen Geschichten/ lucht mißfallen. Vielmehr wird du olche ver- hoffentlich ga tz wohl a fall n,w ü du zu deinen Dunsten die Genealogisch und historischen Gchrtfften eines Mannes hier beysammen findest/ der wohl in Dilkorm jXlrncustäN, live DomelkicL gar wenig seines gleichen hat z Du magst dein Auge nu r auf die Treu und Redlichkeit der Erzchlung/ oder aufdm Flerß und Gründlichkeit der Arbeit nchten. N^r ist es Schade/ daß von diesen fleißigen/ gelehrten und umdieOester- reichische und Etmerische Historie so wohl verdienten Manne überall so wenige ja fast gar keine Nachr ckt anzutreffen noG zu finden. Der Herr gchemide Rath Moser wn d/ohnerachtet die 1^8 DiterM heut zu Tag in ziemlichen Flor ist/ wohl noch bchch-rco unter allen fast der eintzige feyn, der seiner gedacht hat. Er hattebey semem damahligenAuftnthalt in der Kayserl. Restdentz den löblichen und guten Vorsatz gefastet/ sowohl alte als neue E8ta von allen DilcixlivkN/sonderlich aber OittoricL zu beschreiben; Insonderheit den Inhalt derer die noch nicht gedrucket find fleißig zu erzchleN/ von dem šotore aber und andern Merckwürdigkeiten der Oo66. soviel ihm würde bekannt sepn beyzufü- gen. Und machte ^.v. 1722. damit den Anfang. DerTite! war: Maxime ^vccdotorum, eorumcjue Oiikoricorum.4M. Xo- riberAX 1722. Nun ch Zwar in diesem ersten und letzten 8xecimine eine/ wiewohl ziemlich * 2 kurtze W )O( W kmtze Nachricht von Preuenhuebers^nnLlibu8 x»aZ> io. iec;. Eri8, die in der VAndhagischen Libjiotbcc anzukreffeN/ enthalten: Alleine von dem ^utore schweigt er, wie die andern alle/ stockstille. Und die wenigen Umstande,so viettnchre hier und dar aus Preuenhuebers^niMbu8, und andern seinen Schafften noch möchten zusammen zu klauben seyN/bedeuten auch nicht viel besonders. und geben uns von dem ^uwre schlechten Trost. Dann wann ich gleich anführen wolte/ daß der ^utor Gewerckschaffts-8ecretariu8 zu Steyer gewesen/ daß er sich ^.nno 16z i. zu Regensburg aufgehalten, und in der vor seinem däckro 8tyren1i an den damadligen Burggrafen der Herrschafft Steyer / den Freyherrn von Lamberg Vorgesetzten/ und den letzten eoch zu Regensburg clatirken Oecbcarion in der Unterschrifft sich selbst, gewesener GewerEschaffrs - zu Steyer gemnnet; daß er i6zy. und vermutlich auch wohl 1642. noch zu Regensburg gelebet/ und in eben diesem Jahre seine OenealoAmm kolliLil- iDianam daselbst versertigt; circa ^nn. 1650. Vderz2. abervermuchiich u sei¬ nen Vättern versammlet worden; daß er einen Sohn, gleiches Rahmens ge¬ habt; unddaß dieser Valentin Preuenhueder der jüngere/^n.i6z2.und 165z. verschiedene von seines Vatters wohl elaborirten OeneLlo^isch- und Historischen Opuiculi? Md Schrifften, mebrenrheils zu WieN/ zum Druck befördert: Ich sa- M wann ich dieses alles und noch mehr dergleichen umständlich anführen/ auch aus seinen SchrGen klar und deutlich beweisen woltt/sosind es doch nur Sache«/ die mehr seine Bücher/ als sein Leben und bEä betreffen. Ja, wenn ich die Warheit sagen soll/ was, und wem wird doch wohl mit diesen schlechten Brosamen und Brocken, oder rci literariX fr^memi8, eben viel geholffen und gedienet seyn ? Dahn o kan ich dir vor dißmahl/biß zu besserer Gelegenheit/ wozu der Ver¬ leger huovi8 moc!o dehülfflich zu seyn verspricht/ mit guten Gewissen weiter nichts/als nur em und anderekurtze Nachricht von Preuenhuebers Schrifften versichern: Davon dir in dieser so nützlich als nöthigen Sammlung vorjctzo V. an der Zahl vorgeleget werden. Als I. dessen längst gewünschte/ und auch in K488w bißhero ziemlich rare b^^.dd8 81V^O^l8Ö8 1. Ferner/ dessen II. daürum 8t^renle öcc. III. b!rckoriridomiMm,^liircbionum,öcOucum8t)'riXöcc. p. z8i.^. IV. Oickoria /VuckriX lux)eriori8^öcdatclloßU8supremorum ibiäem dripi- tancorum äic. 4.01. Und endlich V. dene'-ckoAM ?olbaimi^n-r, 447. ic^. Die samt UNd sonders Mr Erläuterung und Ergantzung der OesterreichischeN/ absonderlich der Ober-Oesterreichisch und Steuerlichen dene^ogie und Hrstorie importunt, nützlich und nothwendig mit gutem Fug und Recht ge- nennet werden. Die sogenannten ^M^0L8 8"VV^L^8L8 verdienen billig die erste Stelle: Dann sie sind unter allen Preuenhueberischen 6cnerlloM)en und Hi¬ storischen Schrifften wohl die wichtigste und auch die stärckeste; wovon gar viel zu sagen wäre/wann die Zeit und der Raum solches Messen. Doch ___ W M___ Loch ich werde mich nicht kürtzer expe6wen können, als wenn ich des Herrn geheuuden Ruh Mosers, obwohl Ziemlich kurtz geralhene Nachricht hier mit einrucke, und solche, jedoch mit dessen gütiger Eriaudmß, hwrundda, wo es nöthig seyR wi d fortsetze und kuppkre. Seine Worte, rn der oben an¬ geführten Libliotkeca U8torum sind drese Is. LxtcwI;oL X18tumiu publica kibliotkecL Viermeuii, cui ü conciitore ^inclkiuchANX nomen eck. Wobey lch nur noch dieses zu aedencken h be, daß gegenwärtige Auflage sich aus diesem Ooch'ce MintlkAMUX keineswegs her- schreibt, sondern daß der Verleger das Et. a s eine beglauvte Oopie vor, dl ar Stfymschcn Or^mrll, von hohen Handcn auö einer vornehmen WioLeo gna- digst communieirt erhalten. lxx ^rokiivo 8t^renck cklL potiickmum 6eiumckcke ie in operi8 krönte ^oriÄMr ZLutoi^ ulleM praetcreu rLu^uam fontes, ut eöitL Q-ceam, cko- rum Quorum operni U88t'a: in 8tch^Laex eo conireerc; (ju-to- tum nrmeo per erirlori^m evolmiooem ju6icare lieuit^ viöi -^utorem Qon temere klliorum öiiAg!e^ui,luee^ue ^uam nun^uum^uo^ <^ui6em e^o iciLm, eile öi^niilimum. Mik dem letzter« hat eö ferne gute Richtigkeit; Und was das erste Pünctlein betrifft, so gehöret solches zur^oLuratelIL,Miß und Gründ¬ lichkeit des Buchs, davon nm oben überhaupt bereits gedacht haben. Solche nun wir vielen Stellen zu bekräfft igen, würde gar was leichtes ftyn; Es mag aber zur E^be für drßmahl nur bey zwey ?aiIÜMN oder Stellen sein Bewenden haben. L re erste p-^. 1 s.l^. betrifft die Frage, ^uo ^imo die Maragrafschafft Steyer zum yerzogtbum, und MarggrafOttocrrr IV. von Kayser kriöeriLoI. zum ersten HerzogvonSteyermarck gemacht worden? Uud in der andern wird dieFcage erörtert, wie Steyermarck an die ersten Oerzoge Von Oesterreich, aus dem alten Babenbergischm Lauste gediehen, an t--0NÄti0M8, -cin Lmtioni8 titulo? Vieler andern Stellen, woraus des Omoris sonderbare Liebe zur Warheit, samt der alten Treu und Redlichkeit Sonnenklar hervor leuchtet, zu geschweige!!. * 3 Ja, -___ DZ )o( W Ja/ damit er nur dem Leser nichts ungewisses noch ungegründetes vorlegen darf/ so gestehet und bekennet er viel lieber seine eigene Unwissenheit und Schande; wo er keine sichern Urkunden noch zuverlaßigen Bericht und Zeugnisse gefunden. Viä. paA. 45. collata kamen supra paAina. 9. Lontiner s.iber potiikmum ^.nnale8 (^i vitati8 8t^rX; facit kamen ekiam Oprime 36 re8 ^rcki-Oucatuum in Universum./,/^ /. mcipik^nno7z^. iiveaburbe corlclita,6eiimc ^nno nM. //. äeknik an. 1282. an. 1404.. an. 1457. an 1497. an. iziy. an. 1^64. /,r^ ^///. an. 1576. 7^5. an. 1608. an. 1619. (^etei um in kran8cursu ex koc libro 6i6ici, , cuiu8 LioArapbia8 Impcrakorum Kii6erici V. 85 ^laximüiani I. cuml^csakione eäiöi, ^ucmc^uein bacipsaaökäem mci ^8ti ^laximiliano I. Imp. aOonli1Ü8 inki- mioribu8 8c conreibone tuiile ailcrui, obiiile munu8 KMorici ^ue^lakbe- maticün au!a6i(Aorum Imperatorum amborum, ortum fuille cüäaOvikake 8k7ra,8cab Imperatore ^aximiliano I. molenäino prope öi^am Ovitakem fuille clonatum, in 9U0 8enex vixerik. Oenic^ue scriplllle eum sforolcopum Oivitati8 8t7renii8,9ULtempore aclbuc mulkorum in manibu8 i'uerit, in 90a vero iöem ei p!ure8 NLV08 monckrat. Lc Viöe^ib.I. ^.nnal.paA.4. Mit einem Wort/das gantze Buch ist voller ?arkicularitLten. Jchwillmich aufdie8peciaüavon der Stadt Steyek/und derselben Gegend nicht einmal)! bL- ruffen; Vicl. kamen HI. paA. 8-vom Steyerischen Stahl/und dem weltbe¬ rühmten Stahl-und Eisen Bergwerck von uralten Zeiten her; xaA.iz. von derkunclarion des Kloster Garsten; paA.47.85paA.72.s99. von der an. IZ09, se99.und an. iM.zuSteyer wider diewaldenser vorgenommenen ln9uisition; paA.96. vondem Bau der Pfarr-Kirchen zuSteyer, und von der groffen/aber bald entdeckten Untreu des Baumeisters; sondern will/der Kürtze wegen/ anjetzo nur aufdie Gteyermarckisch und Oesterreichischen MerckwücdigkeiteN/ wie¬ wohl nur obiter und remickive mich beziehen: Wie Steyermarck an die Herzoge von Oesterreich aus dem alten Labenbergjschen Hause gelanget/p. 16.19. Wann und wie die Herrschaffk Skeyer dem Lande ob der Ennß incorporiret wor- deN/paA. i8.lW- Wieweit sich vor Zeiten das Land ob der Ennß erstrecket/ PLA.2I. Vondem Landes-Zustandunter Kayser Kriclcrico II. und dem letztem Herzogkri6erico Lellicolo, paA. 28.59. Von dessen Ende und Untergangs paA.28. Er(HerzogFriedrjch)kmmte ohneRriegnichtruheN/ - -- Als er aber unlang hernach am 2z. /E 1246. dein Aönig^e/^von Un¬ gern nahe bez» der Neustadt eine Schlacht gebessert/ siegte er zwar ob/ wurde aber tödtlich verwundt/ und i,n Gedränge von seinen eigenen Leu¬ ten ums Leben gebracht. Er hat mit seinen Gemahlinen kein Aind er¬ zeuget z dahero mit ihme der männliche Stamm der Herzoge von Oester¬ reich/aus dem Labenbergischen Haust und Geschlecht abgestorben/ und erloschen. Herzog Friedrichs Leichnam liegt im Lloster zum Heil. Lreutz begraben. Ferner -_W)o( M__ Ferrier P3A. 29. von dem Landes-Zustand nach des Herzogs Tod; Un- einigkeir und Zwietracht unter den Oesterreichischen Landes-Ständen: Sie schi¬ cken eine Gesandschafft nach Meißen um einen Landes-Herrn; Es werden aber die Gesandten in Böhmen an-und aufgehalten/ 30. Und , damahlrger Marggrasvon Mähre»/ nachhero König von Böhmen, stellte sich an. i2zi. als Landes-Fürst selber in dem Lande einp.Zi. Kayser Rudolphs von HabsburgKriegeundSchlachtenmitdem König 0^05^ x.z2. Und 48.lhq. wird der Krieg zwischen Kayser und dem Kayser Zitt- zz^. oder umständlich beschrieben. Und PAZ. 49. die Erzehlung endlich mit diesen merckwürdigen Worten beschlossen: Biß ins dritte Jahr wurde Friedrich im Schloß Traußnitz in Bayern gefänglich gehalten/ nach seiner Er¬ ledigung aber habe er (schreiben etliche) das Kayserthum neben Z^o-nc-s zugleich regiert. Er ist^n. izzo. den rz. Jenner/ auf dem Schloß Guttenstein Oe- stermch/an der Ruhr gestorben/ und liegt im Lartheuser-Doster zu Maurbach m WienerMald/ welches er nach seiner Erledigung iunckret/ begraben. Ja/ich muste fast das gantze Buch/B!at vor Blat excerpir N/ wann ich alle darinn ent¬ haltene Oesterreichische und Steyermarckisc^ kartiLulAritXten und Merck- würdigkeiten anführen solle. vino ven6ibil!9m6opU8ett beckerL? Doch da der ^Mor aus Beschei¬ denheit sein Buch weiter Nicht/M nur gantz schlecht und gerecht^nnciles Lt^renses betitult; Gleichwohl aber in dem Wercke selbst weit mehr zu suchen und zu finden ist/als in Kubro undaufdem^wl versprochen wird.- So wird oonnölhen seyN/ daß ich zum wenigsten hiernur den Inhalt dieser X. Bücher summarisch und gantz kurtz berühre. Das Z. Buch/ handelt von dem Ursprung und Erbauung der Stadt Steyer, und mit einem Wort/ von der alten GteperLschen Historie/ der Stadt/Grafen/Marggrafen und Herzoge von Stepel/ biß auf den er¬ sten Herzog von Oesterreich und Steyermarck/ Z^Z. oder^r>- r^o/^^vas ist/'ctb llrbe(^onchtL bjß^.nno 1188- Das //.Buch/pa^.22. (99. enthält die Historie derHerzoge von Oester¬ reich und Steuer z^eo^o/ö/r z^/. /. Z^osss/iZr Z^/Z. Z/. oder des letzten Herzogs aus dem alten Babenbergischen Stamm; und Röntg vonLöheim/ von ^nno 1188 biß 1282. Im //Z Luch/ folgte Z^.l^.dje Historie derH erzog undErtz-Her- Zoge von Oesterreich Habspurgischen Stammes / Z. Imper. z^r^rc/ pnlcbri, Röm. Rönigs / Herzog o^s, zz. Zr^Z" Z/Z. ///. und ZZ^. Von ^.nno 1282. biß 1404. Im ZZ( Buch/ 76 ieqc;. die Historie nur gedachten Herzog Z^rZ- Z>es/>o/^/ UNO iracrum, Imperat. !I. und dessen ^ohn/ Rönigs Z,^F/^r von Ungarn und Böhmen/ vou^nno L404. viß 14^7. Das Buch/ P2Z. m. /99. enthalt die Regierung und Geschich¬ ten der beyden Brüder Herzogs Z^Z. und Rayser ZZ/. oder Z^. von^nno 14^7. biß 149z. Das Buch, psZ.is6. hq. /.Regierung,von^nno i/ry- bik icro biß ^4 -°8.kgg. Daysers ^,44^/. LegLung, vönLl';^. Das Buch, pag. 277.^^ von^/E»,7^»o//^nno 1564. biß ,<74 Das « Luch, psg. 294.^14 vouRayser //. und dessen Renier,,,in von änno 157S. biß 1Ü08. klndendlich " «cgiclUiig, von -im 4 und letzten Buch/ was in diesen fanden, bep Regierunns-Zeiten des itzrn- HerzsM «4-^,4- zu Oesterreich, zu Hungarn und Lohn.cn Rönigs , und hemack tta°gen^" b'ß -6-9- sich denckwürdtges begebe., uudzuA . ^yaus dann augenscheinlich und zur Genüge erhellet/ daß gegenwärtige 1^8 8IV8W5S keineswegs Wetter Nichts als nur für eine ?-»/-«/«/, Lkronick oder ^«,4/. Hssrorie von der eintzigen Stadt Steyer zu achten scyn; Ssichern dal? dan,'„en, äusser den merchwürdige,, Geschichten der Stadt Skeyer m>d derselbe Gegeiid/noch weit,»ehr enthalten sey; N-mlich die alte und neue Historie der oan' tzen Grafichasst, Macggrafschafft und Herzogtkum Steyermarck : -sa vielmebr 1>as diese sogenannte Steyersschc Lhronick zur Erläuterung der qantzen Sten cmärck.M?» und Oesterreich,,che„ Historie ein höchst nöthig und recht nützlich W-rck s-y7 Zumalsten wann dieubrigenc-«/?»/«, und insonderheit des»-//«»- ^4»ir-»«», ch »^/4 zusammen genommen werdeii. Und dieses zwar um so viel mehr, da der ^°-°r fast alles, was er vorkrägt, oder worinnen er von andern adwel»f überall mit glaubwürdigen vocom-nren, Urkunden, viplomaribu«, und tüchtiae» km? ribus zu bekcafstmm und zu beweisen, die zu seinen Zeiten wohl reckt una-mem/a», höchst-löblich- Weise und Gewohnheit hält. ungemeine,guteund Und das ist es, Geneigter Leser, was ich von dem Inhalt gegenwärtiger io nüab-b chs nöthig-n neuen Sammlung der Preuenhuberischen 8-n°i>l°Ksch, und H,stor ickm Schristten überhaupt, und insonderheit von dessen sogenannten vol tnbus zu erinnern hatte. V-rmuthlich hat der -äucor diese Munsies --nc-^aa' geschrieben, oder ist doch ungefehr um diese Zeit, und nach dem isrcstcn'^ah- - mit dieser Arbeit fertig geworden. Vich verb-i von der Eisen - Hand,»na r . Diese LrE-Ws-i,-Hai,diu,.g - - - - so gewähret KP ^^"k dä d^d-^ Bergwercks-Glieder, die Verlag-Stadt St-n-r, Rathund Hammerm-lst-rE „«/«-x/r-t; Und m -me gesamte Gewerckschaffr gezoge,, worden. VE ebener anderer Stellen zu geschweigen. - ""'^'^cner Nun möchte zwar der Vortrag und der Stylus des Ambons nicht eben überall nach der neuesten Mode, und nach dem M-c-ten Geschmack unserer Zeiten seyn. Dann ob wohl der Verleger, auch diesem, wiewohl klein und geringen Mangel, abzuhelffen alle So^ falt angewendet ; So hat man doch nicht so verwegen seyn wollen noch dürfen, den Vor trag und den Srylum des ^uwr,8 zu verändern, oder gantz umzuqiessen: Wiewob vielleÄ^ solches viel leichter gewesen wäre, als die andere und ziemlich mühsame Arbeit dn von kr-°°nku°b°r-Redens-Art und Wort-,, niemahls, und nicht-her abgewichm ms nur wann es dann und wann die äusserste Nothwendigkeit erfordert, für ein ander altväte¬ risch oder dunckles -hort und Redens-Art eine andere zu setzen, so zu unfern Zeiten deutli¬ cher oder doch bekannter und gebräuchlicher gewesen. Lebe wohl, geehrter Les», und bleibe dem Verleger ferner günstig und gewogen. Nürnberg den -6. AM. 174° Sum- G )o( Wß WummarWcr Ucgriff des Inhalts der zehen Bücher Stadt Steyrischcr Das erste Buch. LUHEgreifft in sich die Erhebung der Stadt Steyer, derselben Burger schafft, Auf- nehmen, Gewerb.und Handthierungen, und dann die Regierung der alten Grafen, Marggrafen, und Herzogen von Steyer, ^nno ckrissi 735. biß II88. L. Das andere Buch. l^L't innen die Regierung der Herzogen von Oesterreich und Steyer, aus dem Baben- v ' bergischen Stammen, nemlrch Herzogs Leopold! des VI. Herzogs Frtderici des E sten, Herzogs Leopoldi des Siebenden, und Friderici des Ersten, fo wohl Königs Qttocari von Böharm, und was sich darunter zu und um Steyer denckwürdigeö hat zu¬ getragen. Von ^nno n88. biß 1282 pgZ. 22. Das dritte Buch. > WEr Herzogen von Oesterreich Habspurgischen Stammens Regierungen, und da- W! runter fürgeloffenen Geschichten unter Kayser ^Ibenco primv, dessen Sohn und Enckeln, Herzog Rudolpho, Herzog Friederichen Röm. König, Herzog Otten, Herzog Albrechten ll. Herzog Nudolff IV. Herzog Aldrechten HI. Herzog Wilhelm und Herzog AlbrechtenIV. von ^nno 1282. biß in ^nnum 1404. pa§. zs. Das vierdte Buch. ^Arinnen beschrieben was sich unter Regierung Herzogen und Röm. König, Alber- ^5 ti II. und dessen Soyn Königs Ladislai denckwürdigeö begeben, äe^nno 1404. biß ^457. PS8-76- Das fünffte Buch. k^Arinnen ist begriffen, was sich denckwürdigeö zugetragen bey Zeiten der Regierung Herzog Aldrechten des Sechsten zu Oesterreich, und seines Brudern Kayser Fride- richcn Ul. von^nno -4^7. biß 149z. p^. m. Das sechste Buch. DlEnckwürdige Geschichten unter Kayser ^ximili-mi primi Regierung von Anno M 149z. biß 1519« p»8 156 Das siebende Buch. MIe denckwürdigen verloffenen Sachen unter E-z-Herzog König und Kaysers Ferdü nandi Regierung »b ^nno »^19. biß ins Jahr 1564. pa§. 208. Das achte Buch. AAEgreifft solch fürqeganacne Geschichten be» Regierungs-Zeiten Kaysers kkaximisisni ^'bscuncli von ^nno 1^64. biß iz/6. P3F. 277. , ' Das neunte Buch. AA^As M bey Kaysers Rudolphi n. Regierung denckwürdigeö zu Steyer verloffeu von Jahr 1576. biß 1608. PSF. 294. Das zehende und letzte Buch. HMAs sich denckwürdiqes zugetragen, ais König und Kayser Mathias regiert von EiXZ e^NNO 1628. biß 1619. "pgZ. zz6. )( ^u- W )o( W Aus denen diese Anales, ausserhalb gemeiner Stadt Steyer ^rckiv colliZirt und lu^plirt worden seyn. 0Lnrie8 ^.uentinu8. k^ieron^mus ^te§ileru8. 1oanne8 I^2uc1eru8. 6er^r6u8 I^oo. 8imon 5ckär6iu8. ^nne8 (^ulpjni'3NU8. ^oanne8 8lei6ani28. ^OLNNL8 8MMpKu8. ^Lne38 8)^Iuiu8. ^3L^3riL8 HobaI6u8. ^s-ctrcu8 Gelier. Vita O. Lercktolck ^.bl)Lti8 Orrrti. kunöatio ^onalierü 8t. I^mber- ti in 8t)ria. Geschriebene Stores. Alt Oesterreichische OKronic». Herr Reichart Slrein Herr zu Schwachen«». Joseph Grücnbeck O. Lhristsph Jordan. Erhardt Wirth. Wolff Schützenauer. Lorenz Püchler/ oder Lo!!,n. ^NtKowU8 öoriNMU8. Lruickiu8. ^oLnnc8 ^nnenclcel. Fürsten Buech von Oesterreich. 6eorßiu8 ?3briciu8. IoLN. Oräileru8. ^jZuIcu8 Hundt O. Hannß Haug, kaulus 1ouiu8. ^oli^LNZUL luU7.M8. Daß Begreifft in sich der derselben MMNgM/ von ^Nlio 735. biß n88. m- KmdthterungM/ und dan« Maß vor gar alten Zeiten an dem Ort, wo die jetzige Stadt ännu» Steyr anzusehen, oder doch in derselben Gegend herum, Z eine aus den Zwölffen in Norico gelegenen Römischen Reichs-Städten: Ocsso6unum.^§umum,oder aber die wei- Ob Steyr W land berühmte Stadt Nori8 oder Nores gestanden sey, für eelld- M davon finden sich bey den u-lkori-Schreibern ungleiche . und widerwärtige Meynungem oder iorrnnes ^venrmus ittseinerBayerischen Lkronics- da er Hertzog Oerbalts seye^ in Bayern (welchervon ^.nnockriNi s98- bis 612. regiert) mit den8c!auenund ihren Bunds : Genossen den Uunnen gehaltene Schlacht beschreibt, sagt er, es sey dieselbe bey der Stadt Quorum geschehen, welche etliche fürSteyer halten. Der Oestcrreichische Uittoncug V^olSZsoZug l^rrrius in seinem Commenrs- rio 6e liep. KomklNä ii'o. 12. ist hergegen dieser Meynung, daß die Völcker 6e5- genannt, nit fern von FlußderDonau an denGranzen des Lands Steyer und zwar an dem Ort oder Revier um Steyer eine Stadt erhebt, und gebaut, die sie nach ihrenNamen Oelloäuoum genannt haben ;!nrer 8ryro8 (sagt er) Koc 6^» elk, Igurilcog kabitsnceg Oellatse proxime illi8 6ello6unum concjiclere, guoä bauenOet- ko^ieävererumlncolgrnmüve nomine, live inligni gclkuc 8tyrs sppellswr, und nimmt dessen Beweiß erstlich des Lands Gelegenheit und 8iru nach , aus der Welt-Beschreibung des ecolomsei; sowohl als denen in solcher Revier überge¬ bliebenen noch bekannten alten Namen, indem das Thal, von der Stadt Steyer aus, gegen dem Gebürg zu, noch auf heutigen Tag, daher das Gästen- werblib» thal, wie auch das bey Steyer liegende Closter, beydes in alten briefflichen Ur- Nah¬ kunden, als noch aufgegenwärtige Zeit, von gemeinen Mann, Gasten genennt d"n werde. So gebe auch ferner solcher alten Stadt ein Anzaig, der im Jahr m. Christi 1299/nit fern vonSteyer auögegrabene grosse Schatz, vonRöm. gül¬ denen Müntzcn, darauf Kaysers ^nronini pü Tochter der kauttmse: Kay¬ sers kr-»rci ^.urelü, (welche beyde sb ^nnoLKrilii 140. bis 182. regiert) Ge- wahlin Nahmen geprägt gewest, und dann ein alter Stein, welcher selber Otten sey gefunden worden, darinnen folgende Schrifft eingegraben, und zu lesen gewest: )ovi 8^ lori () VMv8 (^6 Oick^NV8 ^V6 sognnes Kauclerus Vol. 2. Zenerat. hält darfür, die Stadt Steyer habe ^e>r Zeiten Nori8 geheissen: krst (spricht er) Lc SteyrerEliNgen. A Wies 2 W )O( W Lnnu« Wiewolen nun, unter jetzt erzehlten dreyenMeynungen, des seine fast NE glaubwürdigste zu seyn scheinet, zumahlen dieselbe Herr ^grcug Vielter» weyland Stadt-Pfleger zu Augspurg, der in ttittocken und Erkundigung der Hnrr'quitLten trefflich erfahren / in seinem erst und andern Buch Bayrischer Geschichten/ damit etlicher massen bestättigt / wann er schreibt/ daß die Bay¬ rische Oeüsrse und SenomschenVölcker/nachdeme sie lraliam, darinnen sie nach Eroberung der Stadt Rom bey 400. Jahren geweft/ wiederum verlasse«/ sich ungefthr im Jahr 186. vor des Herrn Christi Geburt/ übers Gebürg heraus in das laurilcer-Land begeben/und theils aus ihnen derer Enden am Wasser der Donau niedergethan re. Ungleiche Jedoch unangesehen dessen allen / so beruhen angedeute Meynungen, Meynun- mebrers auf LonjeNuren (wie fast in allen derlei) Hmiczuiräten zu beschehett Pflegt) als auf versicherter der SachenGewißheit. Immassen dann gemeldter rum. Huenrmug in seiner Meynung / wo nemlich die Stadt Aguntum gelegen sey/ selbstenzweifflet; Dannl.ib. 2.5. i6s. in der Teutschen Löirion, sagt er / nach Kaysers ^nromnj Beschreibuirg / wäre selbige auf den Gräntzen der Graf¬ schafften Tyrol vnd Görtz gelegen / etwan umb l^uenr, Toblach und Braun- egg; aber z. meldt er/ sie seye unter dem Fluß Inry 6o. Wälischer Mei¬ len von Villach: Etliche meynen/spricht er/ es seye Luenz oder Braunegg, et¬ liche halten es fürSteyer, etliche für die Neustadt in der Steyermarck, andere wollen, sie seye etwan um die Traa und Muhr gelegen. Also hält Uierony- MU8 kleFilerug in seinen ^nnallbus Lsrintkise die Stadt ^AUMUM für Imkhen, am Ursprung der Traa/vorgemeldter Welser aber fürSt.VeitinKärndten. Daß hingegen aber 6ello6unum für die Stadt Saltzburg zu halten sey/ vermeynt Herr Liübalcluri Pürckhaimer von Nürnberg/ in explicmiombug locorum per 6erm3Ni3M, auch aus dem ?colomXc> zu behaupten, sosnneg LrumKus, derSchweitzerische Uilloricug, hält es für Jbbs. äueminug aber/ ob er wohlLellollunum ein alte Röm. Reichs-Stadt nennet / kan er doch/wo die¬ selbe gelegen/ keine eigentliche Anzeig gebe«/ sondern schreibt üb. 2.5. i;z. Er befehle solche andern zu erforschen. Er seye zu arm darzu. Also ist auch droben gedachte des Lucien Meynung ungewiß/dann andere Morici, und unter denen gemeldter iVlexilerud ausführt / daß Wori8 oder 1^0- tes eine Stadt grossen Beruffö/ schon zu des klinii Zeiten sey zerstöret/ und da gestanden / wo jetzt die Stadt Görtz: Oder nach anderer Meinung drey Meilen von dannen gegenWippach, wo der Zeit das Dorffund Kirchen zu Sk Georgen liegt, alda viel Anzeigungen einer alten Heydnischen Stadt noch ge¬ funden werden. Ursach sol- Solch Ungewißheit nun, in vLicl-ipriombu8 locorum rühret her, aus der eher Unge- lang verloffnenZeit, undAlter,in welchen die von den Römern und noch vor- lenÄve- hero von andern Völckern erbauten Stadt, Lolonise und klumcipig, öffter- anpnoni- mals wieder zerstöhrt, und darmit auch Ihr vor Alters gehabte Nahmen un- io- tergangen, oder hernach in andere verwandelt worden, sonderlich aber, daß man aus dem Itinerario Kaysers und Lo8M0Zrgpkig?colomNi (darinnen wie andere Uillorici vermerckt, viel ungleiches Ding von Teutsch- land berichtet, und die Nahmen der Städt geradbrecht seynd) daraus ^ven- tinus und Drills ihre Beschreibung genommen, der Meilen Ausrechnung / wie weit ein Ort von den andern gelegen, unfehlbar nicht versichert ist,welcher öe- kett dann auch der weiland wohlgebohrne in denHiftorienund Oesterreichischen ^miguiräten hocherfahrne Herr Reichart Stein, Herr zu Schwartzenau seel. in seinen Ober-Enserischen ^nnslibus vermerckt, und demnach von solchen dominum 6c locorum conjeökuri8, jedem sein Bedencken und sullicium drüber freystellet. Dannenhero, obschon zugegeben würde, daß nach Anzeige, ermeldte eessoäu- Stadt, oderwie Erste nennet ^lumUprum zu, oder um Steyer jemahlen geftan- num. vtzn, so ist doch dieselbe ebner Gestalt, wie die beyden berühmten Römischen Lolorriett/ —___ W )O( ___z Colonien/ ^ureliana oder Ouilabis, und I.sureacum, jetziger Zeit -Lambach und Lkrlüi Ennß indiesenLand/ durch derTeutfchenOllroZotten/UNdsonderlich derHun- nen vielfältige Einfäll, dermassen verwüst, zu Grund gericht und untergan- ^?bach gen, daß allein der blosse Nahmen/ sowol der Stadt Steyer, welche von den Römische^ 8cribemen / und sonst auch noch auf heutigen Tag in Latein 6csso6unum ge- cotooien heissen wird / als auch derer in selber Revier liegenden Oerter und derer Nah: vor Zeiten- men/Gästen / Gästenthah wendisch Gästen rc. stoch übrig; sonsten aber nicht das geringste VeibZium von alten Gebäuem kMeribug oder andern klonu- mencen/jetziger Zeit mehr zu zeigen oder zu finden. Wie nun solcher Gestalt die zu unseren jetzigen Zeiten zusehende Stadt Meyer Steyr / für das alte / und vorlängst untergangene 6eüo6unum nit mehr zu halten; Also ist auch hingegen gründlich nit wo! anzuzeigen / zu welcher Zeit n-enrchr oder Jahr solche jetzige Stadt und dasSchloß daselbst Anfangs zu erbauen oderz« haue», zu erheben seye angefangen worden. Vermuthlich aber istes gleichwol/ weilen die Röm. Kayser/ Könige und Vesiungm Herzoge in Bayer«/neben andern ihren Provinzen, auch das Noricum klpenle wider'die (darunter damahlen die Revier um Steyer auch begriffen war) beherrschet/ Hunnen und dahero die Gräntzen, wieder die Hunnen und ^varn, welche biß an den erbauet. Fluß der Ennß (der beyde des Fränckischm und Hunnischen Königreichs March oder l^me8 gewest) gewöhnet haben / mit Gebäu befestigen/ und mit nörhiger Besatzung versehenjnüssen/daß demnach / wo nicht schon zuvor/ doch zur selben Zeit dergleichen Befestigung wo jetzt das Schloß Steyr stehet / er- Darunter hebt worden. Jmmassen man ex irac-mone Nachricht hat/ daß dasclbften Schloßt lang vor Erbauung des jetzigen Schloß/ ein befestigter Thurn/UnterBewohn- Steyer. und Verwahrung der dahin gelegten Krtegs-Ousräi gestanden seye. Dann es seyn gedachte Hunnen nit allein offtermahls über gedachte March Der Hun, der Ennß eingefallen/ das Land mit Schwerdt und Feuer jämmerlich verheert/ nenEmfärr. ums Jahr des Herrn Christ! 7Zs. vorgemeldte Röm. Colvniam und Stadt l-sureacum gantz und gar / und zwar / nach etlicher Meynung / zum änderten Zerstöh, mahl, zerstört/ und samt der gantzen Gegend daherum verwüst. Daher das ^->n- alldazu Lorch gewesene Ertz-Bißthum gen Passau rranskerirt worden; Son- dern es seyn mehr- angezogene Hunnen auch hernach circa ^noum 788. vom 788. I^fflione oderThesseh dem Hertzog in Bayern/Stifftern des Closter Lrems- wünfter, als er wieder König Carln von Franckreich (der damahls Kayser grifft. Carl der Grosse genannt war) rebelliret, zu Hülffgeruffen und ins Land ge¬ bracht worden. Denselben nun (nachdem gemeldter Hertzog Thessel sich ergeben / und in e->roiu, em Closter gestossen) zu wehren/und das Land zu beschützen/ ist Carolus ^r>no 790. sechsten in Person mit einen gewaltigen Kriegs-Heer an die Ennß gelangt/ die Ennß, sich daselbst gerüft, die Hunnen in folgenden Jahr zu Wasser und Land über- schlägt dis öogM/ deren eine grosse Menge in der Ennß ertränckt/die übrigen gar über und hinter den Fluß Rab und Tyeysse verjagt / und derselben Land mit Wenden und Bayern besetzt / daher dann auch die Refier um Steyer pars 8c!avarlorum Akuennt worden/wie zu sehenüMerropoIi 8a!isburgenMn.>X7iFu!eiHund,in den Liefen des Closter Wieder-2l!taich / darinnen Kayser l.uciovicus pius, Caroli mZ§ni(Zohn/ etwas von jetzigen Dorff Kranftorff ^nno 825. einem seiner Le- Cran- Hen-Leut eigenthumlich übergeben hat: ConceKmus 36 proprium, lauten die Wort/perenri cuiclam Vaürllo. 66e!i öc familiari nollro karagero, guancZsm Vil- von Wen» lam juris nollri, propelluviumLulia in ComitatuOerolöi Lomiris, quZe öicitur den be- ^rsnesöortk.quL ell lita in parte 8c!avanorum. Dabero dÜNN auch Zweifels- vhne das Ort und Gegend von Steyer im Gebürg hlneinWündischgäften den Wündisch, Nahmen noch heutigen Tags hat. Es seyn aber hernach ^nno 889. die Ungern E". aus ^6s kommen und haben gemeldteWünden und Bayern wieder vertrieben/ ßr ,^n nach den Tod Kaysers ^rnulpki über die Donau gefallen/ das Land bis an die gar an dn A r Ennß 4 GZ )O( M _ AMM Ennß herauf verheert , dahero dessen Sohn/ König Ludwig verursacht ward ums Jahr 900. nik fern von der zerstörten Stadt Lorch, auf einen Hügel gegen ^i>ur- der Ennß eine Vestung zu erbauen, die wurde genannt ^nnasburgnm Ennß- od«r berg, ingleichen baute um selbige Zeit GrafStchart von Semps, das Schloß EA, Ebersperg, den Traun - Fluß von der wütenten Ungern Einfall zu behüten» baur. ' Allda zu Ennßburg rüstet sich König Ludwig mit ein grossen Heer, l-eopoM Znglei- her Bayrische Marggraf überfällt ein Theil Ungern in der Gegend, wo die Schloß Ennß in die Donau fällt, die bis dahin das Land verderbt hatten, ertränckt Ebersperg. dieselben, und treibt die übrigen in die Flucht, das geschah 907. Aber 9->7- m folgenden Jahr hernach wurde dieses Volck von den Ungern bey Preßburg 908' erlegt,Marggrafl-eopolll samt etlichen Bischössen, undAebten,und 19. Bay¬ rische Grafen erschlagen; Darüberzogen die Ungern abermals an die Ennß, 909. und geschah circa ^.nno 909. nahe bey der jetzigen Stadt Ennß, eine blutige Schlacht, darinnen die Christen wiederum untergelegen, und flöhe König Lud¬ wig von dannen gegen Passau, die Ungern aber zogen fort in Bayern, plün- klöster derten Kirchen und Clofter, unter denen auch St. pöldten in Oesterreich, Gc-poid- Erernbsmünster, und St. Florian in diesen Land gantz verwüst worden. So Lremvs- kamen auch gemeldte Ungern zur Zeit Kayser Otten des Grossen, ums Jahr Münster, 94Z. (alii 4.8.) mit einen Heer an die Traun, wurden aber, um 8c. baurenren- L?kio- Tag/ von Hertzog Bertholden aus Bayern bey Welß in die Flucht ge- «-n, wer-schlagen, und deren eine grosse Menge in der Traun und Ennß ersäusst. den ver- Das habe ich darum gern, doch kürtzlich erzehlt, damit anzuzeigen, daß gleichwie die Veftungen Annaspurg und Ebersperg, zu Bewahrung des Enns- und Traun-Fluß erbauet, also eben zu solchen End vermutlich auch das Schloß, oder der vorgemeldte alte Thurn zu Steyer (ob aus den kucleribus des alten 6ello6uni, oder von neuen, ist ungewiß) zu einer Wöhr seye aufge- führet worden,den Feinden dieweitern Streiff und Cinfäll über beyde Was¬ ser-Flüße, Ennß und Steyer, zu benehmen. r>. lotexk In welchen Jahr aber solche Erbauung des Schloßes, wie auch folgends Gnren- der Stadt, den Anfang genommen, ist nicht leichtlich zu wissen. voÄor Joseph E von Grüenbeck, einSteyerisches Burger-Kind, Kaysers krillerici m. und iVlsxi- Lrbauung milisni I. gewester ^scbemaricus und ttilloric»8, hat seinem Vatterland, der schloß Stadt Steyer, länger dann vor hundert Jahren nunmehr», als er in seinen Gteytt Alter auf der Mühl beym Spital allhie, die ihme Kayser klaximil. eingegeben, 980. gewöhnet, eine ^ttrologische dlarivicät cleclicirt, welche noch in vieler Leut Hän¬ den, darin setzt er die erste Erhebung Schloß und Stadt in das 98O. Jahr un¬ ter Negierung Kaysers Orcoms II. und machts so gewiß, daß er Monath und Tag ,jagar dieStund, darinnen man zu bauen angefangen, zu benennen weiß. Wiewohlennun die so genaue Ausrechnung etwas verdächtig scheinen möchte, Grüenbeck auch hierinnen einen Irrthum begehet, da er schreibt, daß ange- deute Erbauung untern Vvmirisno und kecicisno geschehen seye, so doch die¬ ser vomirisnus (wie l-ariug und klieron^mus Xlexiserus schreiben, dann von kecicrano sind ich nichts) circa 829. tub Imperio I^ullovici I. und also mehr dann 150. Jahr vor Kayser Otten II zum Regenten in Kärndten gesetzt gewest, jedoch so ist gleichwol in Ansehung hernach folgender Umständ die Zeit solcher -8->- Erhebung ums Jahr 980. an ihr sechsten nicht unglaublich. In den ^Kis und Schrifften die Eysen-Handlung concernirend, bey Zei¬ ten des allhie gewesten Stadt-Schreibers Melchior Hebbers abgeführt, wird der Stadt Steyer Anfang gleich bald in annum cbrilli 800. gesetzt, und dar- bey gemeldt, daß auch von solcher Zeit an die Eisen-Handlung daselbst schon im Gebrauch gewesen sey. LrurenM Also hat auch I.3urenciu8 Pichler oder collinus, von Ennß, nachmahlS Mmnüna Gerichtö-^vocsr zu Lintz, einen Lateinischen commentsrium über der Stadt v Steyer Erhöhung geschrieben, und ^nno 1^81. einen Ersamen Rath llelli- (M/ darinnen er zwar solche Erhöhung denen Grafen von Steyer zueignet, aber aber gar zu Kaysers Carl des Grossen Zeiten, und will, daß die Stadt schon zu seiner Zeit über siebenhundert Jahr gestanden sey. §r°- Derjenige, so der Grafen vonSteyer 6eneslo^ism zusammen getragen, Der Graf gehet noch weiter hinaus, und giebt für, wie nemlich der Gothische Heerfüh- A vor» rer y^inulpbus, der circa an. Lbritti 408. unter Verico, der Gothen König, Oenmio- in das Noricum kripenfe, in die Gegend an die Ennß kommen, der habe hernach 8ie: Mey- ^nno 412. die Stadt Steuer erbauet. hier. Aber diesen jetzt-erzehltcn dreyen Meynungen kan ich noch weniger, als Einöde des Grüenbecken seiner, beyfallen,sintemahlen aus den Historien bekannt, daß und WS, nach zerftöhrter Statt Lorch und Verwüstung des Lands umher, wegen der J"-»? Hunnen und Ungern ftätigen Überfällen, bis zu Kayser Otten des Grossen nach zer. Zeiten, der von ^nno 936. bis 73. regiert, fast keine Christen mehr in der Re- böhE vier um die Ennß gewohnt haben; Ja daß noch tempore Orconis M. welcher ab ^nno 982. bis IOOI. Kayser war, dieser Ort mehr Wald als Land gewe¬ sen seye, auch eben bey Autrettung erst gemeldten Kaysers Regierung auf dem ums Jahr 98Z. zu Tulu gehaltenen Land-Tag, und dabey zwischen Hertzog s8z. Heinrichen von Bayern,Marggrafen Leopolden zu Oesterreich, und Bischoss Lkrittisn zu Passau gemachten Vertrag, Geist - und Weltlichen zugelassen gehauen, worden, wieder der Ungern Einfäll, Castell/Schlösser und Flecken aufzu¬ bauen, dabey dann die neuen Jnnwohner von allen Anlagen, Diensten und Herren-Forderung befreyt worden: ln eoclem Conciüo (sagt Klerropoüs 8a- lispurF:)6ecremm, quonism es reZio LrvsriX(War damahl das Land ob der Ennß und angräntzende Revier) ob frequentes UnZsrorum incurfsriones 6e- loigcz s^lvelcebst» uc novi Lvloni omnium onerum immunes korent, 6atsque ell öojsriis tsm Lccleüsüicis qusm feculsribus, Übers poteliss LsÜells, oppicla Lc arces conlkruere, ob UnZarorum irruptiones. Daraus dann des Grüenbecken Anzeigen um so vielmehr bestärckt wird, Grafen daß auch um selbe Zeiten ungefehr das Schloß Steyer zu erheben seye ange- von fangen worden, solches aber, nicht zwar von gedachten vomitisno oder kieci- Aurbv risno, wie Grüenbeck will/ sondern von denen in dieser Revier vor langer Zeit beides schon wohnhafft gewesten Grafen von Steyer/ welche für die ersten Erheber Schloß u. Schloß und Stadt Steyer in den Historien gefunden werden: Aus denen damahlen Libero Graf von Steyer im Leben und Regierung gewesen ist. . Sie aber haben solchen ihren Namen geschöpfft von denen droben auch Arafvon gedachten alten Völckern, den lauriicis, die von den Römern darum also ge- DmNa» nennet wurden/ weil sie in ihren Kriegs-Fahnen isurum, einen Stier geführt/ mm daher sie Styerer und Steyrer / und diese / Grafen von Steyr genennt wor- den, wie zuvor ermeldter Herr Marx Welserlbib. 2. rerumöojsricsrum schreibt, von dm es habe sich mit der Isunwer Namen ein wunderbarliche ungewöhnliche Ver-^Ei« Wechslung begeben. Dann derselbige Namen allerdings abgangen, und in Men andern, der noch auf unsere Deutsche Sprach ebenmäßige Bedeutung bat / wie dieser in Lateinischen /verändert worden/ indem selbiges Land der lau» rlt'cer, jetzo Steyermarck, zu Latein S^ris, alles von Steyer, genenntwird. Dieses und obiges bestätiget auch bsrius in üb. i2.6ekepRom3na:cion- "^(sagt er) s I3uriici8 8tyro8, sbbis rurfus 8l/rsm 0ppl6um,Lcvetutti6imum ^^p^lümumque^ullriL Lomirsrum,ab bis ^enique §c psrtem dlorici iVleöiter- rsnei 8r^iX -cksrcbsm. qusebollievucstus ett, öenommsrionemsccepille. DaS m: Es seye bekannt, daß von den Isurilcis, die Steyrer, und von diesen wie¬ derum die Stadt, auch die alte grosse Grafschafft Steyer imLand ob der Ennß, w wohl als auch ein Theil von Kärndten, die Steyermarck, oder das jetzige ^ertzogthum Steyer, den Namen empfangen. . Woher es aber kommet, daß dieses Geschlecht der Grafen von Steyer Mappe« vas alte obgemeldte Wappen, den Stier nemlich verlassen, und hingegen das Panther-Thier angenommen, das mögen andere erforschen. Wie nun An- und dm * längs die Stadt Steyer von vielgemeldten Grafen erhebt, und derselben glei- Stave A z cher d^ 6_—_ W )o( W___ cher Namen gegeben worden / also gebraucht/ sie von Alters her in ihren Im ,8,! * siegels Fertigungen und sonsten / neben dem Wappen und Schild / ein weisses Panther-Thier / im grünen Feld / allermassen gemeldte Grafen von Steyer/ Marggrafen und Hertzoge vor Zeiten / ingleichen das Land und Fürssenthum Steyer; wie auch die jetzigen Grafenvon Losenftein/und die Herrn von Wah¬ renberg , als die samt den abgestorbenen Geschlechten der Herrn vonBernegg und Hohenberg/ von den Grafenvon Steyer entsprossen/ es ebenfalls in ihr renWappen / doch mit unterschiedenen Farben/ geführet und noch führen. Abriß der Stadt Steyer Wappen und Insiegel. Angedeute Erbau- und Erhebung nun vielgedachter Stadt Steyer / ist wie leicht zu erachten/ nicht auf einmal)!/ oder zugleich zu einer Zeit/sondern succetssve zugegangen. Dann nachdem die streitigen Ungarn / von den Röm. Deutschen Kaysern/zu mehrmahlen geschlagen/letztlich zum ChristlichenGlau- ben gebracht / und also die Lande von ihren weitern Überfällen und Verwü- Anlaß/ zu stungen etwas gesichert worden / daneben auch das Eisen-Bergwerck sich im- Stcmr^^lner "reichlicher erzeiget/ das Gehöltze in den wilden Wäldern abgestockt, und Erbauung, neben dem Stahl und Eisen an der Ennß heraus gegen Steyer/ und von dan¬ nen weiter geführet worden/ so hat sich bey solchen erscheinenden Gcwerb/ der Eisen-und Holtz-Handlung/ anmuthigen/ lieblichen Gelegenheit des Ortes, Mischenden zweyen flüssenden Wassern, und des alldaverspührten gesunden Luffts, ein Menge Volcks nach und nach niedergelassen, welche anfangen ihre Häuser und Wohnungen zu bauen, und wie aus den alten Briefen äbzuneh- Hauser anr men,so seyn anfänglich die Häuser vom Schloß um den Berg herum, folgends Lber-Zeill die Ober - Zeil! in der Stadt gebauet. In Ennßdorff stunden vorhin etliche in der Fischer-Häuser, davon sie den Namen Fischhuebcn noch auf den heutigen Tag Stadt, behalten; Allda hin, wie auch in Steyerdorff,nach und nach, mehrere Behau¬ sungen , die Mühlen, Schmiden, Schleissen, Bäder, Bräu-Häuser, und ande¬ re Werck-Stätt mehr aufgerichtet, sonderlich aber sind erst in den nächft-ver- untereZeil flossetten 2OO. Jahren, die meisten Häuser an der untern Zeill in der Stadtne- ben der Ennß, (welche mit den Stuben damahls nur in der Nieder gebaut, und Gräm» zum Theil mit Stroh gedeckt waren) wie auch die Häuser in Grüenerdt, wie rrdt mans jetzo nennet, vor Zeiten aber, weilen daselbst ein schöner grüner Anger Erüev gewesen, daß Grünordt geheissen hat, in jetzigen Stand erhebt worden. -rdt, Sinke- Daß Smtemahlcn dann diese Stadt und Schloß Steyer, zwischen vorgemeld- ten zweyen Wasser-Flüssen, der Ennß und Steyer, erbauet und gelegen,^, welche Wasser die beyde vor Zeiten gewesene Dörffer, anjetzo aber Vorstädte, das Steyer-und Ennßdorff, von der Stadt absondern; Auf welchen Wassern auch der meisten Bürgerschaft Gewerb und Nahrung, sonderlich aber der Stahl und Eisen zu- und abgeführet wird, so ist meines Erachtens nicht un- nöthig, sowohl von diesen zweyen Wasser - Strömen, als auch von dem Ei- scm und Stahl-Bergwerck, wo dasselbe gelegen, an diesen Ort mit wenigen zu gedencken. Die Ennsi, entspringt nun aus dem Ertz-Bißthum Salzburg, nicht fern Beschert« von der Statt Rattftatt; Allda im Gebürg, aus einem Brunnen, der Ennß- Brunnen genannt, ein kleines Büchel herfür quillet, welches seinen Lauff für Rattftatt; und daselbsten die Taurach, (die aus den hohen Gebürg des Ratt- stetter Taurn, von den Hurilcig noch also genennt fliesset) zu sich nimmet. Sie rinnet ferner fort für Schladnung, durchs Ennßthal, fürClofterAdmont, und also folgends durch das Gebürg hindurch biß gegen Steyer, und von dannen für die Stadt Ennß: Daselbsten nicht fern davon, gegen Mauthaußen über, sie sich in die Donau ergiesset, und also den Namen verlieret, Verviel¬ fältigen Krümme nach, wie solches Wasser von Gebürg her seinen Lauff nimmt, seyn die Meilen nicht wohl auözurechnen, dem Land nach aber er¬ streckt sich solcher Lauff in die - - Meilen ungefehr. Die Zwerch- oder Sei- ten-Bäche, die sich in die Ennß ergiessen,seynfürnemlichdiese, unterRattstatt fällt drein die Manlich, beySchäldting derBach solchen Namens,und baß drun¬ ter der weissen Bach,inEnnßthal dieSchölchdieSalza, derDonspach,beyLiezen jenseits die Palten, disseits der Piernbach aussern hohen Gebürg des Piern, in der Hiffelau rint darzu der Arztbach, aussern Eisenarzt, hernach die Sal¬ za, der Reiffling-Bach,der weissenBach,die Laufach, dieFrenz. Klein Reiff- ltng,der Schröbach,Kafflenzdach,Ascha, Retchranning der Lausser, Stiers, Wembach, Trätten-Tambach, Gasenbach, dann letztlich die Steyer, und et¬ was hinab die untere Reich-Rämbing; Durch welcheZuflüsse ermeldter Ennß- Strom, in solche Groß erwachsen, daß man von droben gemeldten OrtReiffr nng aus biß in die Donau mit Schiffen fahren kan; Wiewohl solche Schiffarth allererst bey 6o. oder 70. Jahren, (wie an seinen Ort soll gemeldet werden) da vorhin allein die Floß-Fuhr in Gebrauch gewesen. Es ist aber dieser Ennß- Strom in den Morien sonderlich daher be-^orch/by rannt, weilen erstlich an Außlauffdesselbigen in die Donau, die oben gedach- te, von den ttunnen zerftöhrte berühmte Röm. Reichs-Stadt und Lolonie l^au- derEnnß re^cum oder Lorch gestanden hat, welche unter Regierung Kaysers Llau- gelegen Si¬ on 7>l)erii, der das Noricum gantz unter der Römer Gewalt gebracht, und ne"' von ^nno (Ulli 16. biß Z9. regiert; Nach anderer Meynung aber, von Kayser -ckarco ^.urelio ^momno, dessen auch droben gedacht, und der von ^nno i6z. biß i82.indcr Regierung gewest, erbauet, und daheroLoloma^u- ^ellgns l.3ure3cenli8 genennet worden: Und soll dieselbe in dem ebenen Feld bey ^r jetzigen Stadt Ennß, gegen der Donau-Werts, welches dahero noch das ^archfeldt geheissen wird, gestanden haben, welche Stadt vor Zeiten ein ^z-Bischofflicher Sitz gewesen, und nach Luipiniani Anzaig, in ihrerLänge »wer 2Ovo. Schritt, oder bey einer halben Deutschen Meil in sich begriffen, und wie l.sriu8 andeutet, gar biß gegen Spielberg sich erstrecket haben; Wo- vln selber Gegend, auf den Berg gegen der Ennß, die jetzige Stadt Ennß, wie oroden schon gemeldet, erbauet worden; Und dahin deuten folgende an den Men Thurn zu Ennß angeschriebene Vers: ^ipicis exizuam nec maZni nominis Vrbem ()uam kamen seternus curat amatczue Deus. Mc cie l.aureaco religus ell, w's Marcus in oris Lum I-uca Lkritti llvZma prokeüus erat. 8 E__ , Kn»us Daß auch zum änderten, Viuus klorisnug, weiland ein Edler Ritter und ckMi Kriegs - Haubtmann, folgends ein Christlicher Lehrer und Prediger in der qemeldten Stadt Lorch/ ums Jahr Christi 2zo. die Marter-Cron erlangt, in der indem derselbe, aus Befelch ^gmlini, Kaysers vjoclermni Statthalters m Dorico, von einer Brucken gestossen, und in diesen Fluß der Ennß ertrancket * worden. Zu dessen Gedächtnußund Ehren hernach, nicht weit von der Stadt i-orch eine Kirchen erbauet, und folgens das noch stehende Closter 8r.k!o- ri-m, so vor Zeiten nach ^uenumMeynungLaurißheim geheissen, von Herzog Theffel aus Bayren, funölrt worden; Allwo im Creutzgang folgende ln. icripnon zur Gedächtnus angeschrieben zu lesen ist: 8c. klorignus in ps§o reilelmuro mteriorig crrca gn. ckrrür LXQ nstus, tub ^(juilino viocletiam milicum prEkeLio, cvrio coronstus ^nno Lbr. LLXXX. Ennß eine Drittens, ist der Ennß-Fluß daher berühmt/ Weiler: derselbige vor die- sen eine gewisse March und ^ime8, zwischen den Bayrischen und Fräncki- Md N schen, und rwischen dem »mnischen Königreich gewesen; Und wie er damah-, ie» die Hunnen von den Bayern und Francke» geschieden, also hak er in fol-. ^ichs/an- genden Zeiten, das Herzogthum Bayern, von der Onenrallschm oder Oe er- landes reichischen March und Margraffschafft abgesondert, und wird also noch auf Ober- und yeuntigen Tag, die vor Alters gewesene Bayrische March, aryezo aberOber- Oesterreich,vöndiesenWasser-FlußdasLand ob derEnnß genennt,und damit Ä die Gräntzen gegen Unter-Oesterreich angezeigt. Beschrei- Das andere bey der StadtSteyer fliellendeWasser,dle Steyer genannt, bunLdes .«mmt seinen blrsprung auf der andern Seiten des Gebürges, ungefehr - - ^Ätemr- Meilen von der Stadt in einer Wildnus, der Stotter genandt, hat nur kleine unachtsame Zubächel und nicht Schiffreich, doch zu Flössen, daraufman das aeschnittene >>oltz zur Stadt bringt, bequem, an welchen Wasser viel Müh¬ len, Saaqem Schleissen und andere Werckstätt mehr gebauet, und davon ge¬ trieben werden, dieser Fluß giesset sich nechft untern Schloß Steyer am Spiz der Stadt, zwischen zweyen Brücken , in die Ennß, und verliehrt also den Eisen und d^Anlangend das Eisen-Uttd Stahl- Werck, darvon der Stadt Steyer ihr Stahl- ursprünglich Aufnehmen, und den Burgern daselbst ihre meiste 9 Ehrung und Bergwerck Vermögen zu gewachsen / ist dasselbe von Steyer aus bey zwo Tag-Reisen LL weit, hinein in das Gebürg deß Lands Stemr gelegen. Daß nun solches 7i2.erfun- lang vor Erbammg der Stadt Steyer ums Jahr Christ: 712. erfunden,lftitt der Kirchen im Eisenarzt allda ungeschriebner zu lesen, also auch bey einer Gern. Stadt kemiirncur, in einer alten vorhandenen Inlll uNion cle^nno 149^. un¬ ter andern zu finden, darinnen gemeldet wird, das Leobinische Elsen sey mit §ob und Preyß nun bey 700. Jahren gearbeith, und in allen Landen, vor andern Stahl und Eisen berühmt gewest. Nach l^-ii Anzeigen, war eben dieses das Bergwerckh, dessen der ältist Griechische Poet ttvm«ru8 , welcher zur Zeit des Trojanischen Kriegs 1180. Jahr vor des HErrn Christi Geburt aelebt, in seinen Schrifften gcdenckt, und darinnen dloncuw Lksl^bem son¬ derlich rühmet, dardurch des ttomeri imerpres eben den Stahl, cjUl kociis ssvricht er) in 8tyrla gpu6 I.eub>ngm prsellantillimuZ conllatur psrarur, wel¬ cher noch heunt zu Tag in Land Steyer bey Leoben in fürtrefflicher Güte aeschmoltzen wird, verstehet; Dahin dann gemelter m eommem. keivubl. Kom. insonderheit stehet, da er schreibt, es seye vor Zeiten m Norico Nleöicerraneo, das herrliche gute Eisen zubereitet worden. Allermassen der- aleichen Werckstätt in selber Refier, und sonderlich unterhalb Rottenad ge¬ funden werden, von den Jnnwohnern, vortern-vnd hmter-Berg im Eisenärzt aenennt, allda ein grosse Anzahl Stahls und Eisen geblahet werde, daß da¬ von ganz Deutschland, Ungern und Italien nnt Waffen und Messern ver¬ sehen werden; Diesemnach nun mehrgemeldttsBergwerck nunmehr weit über """" dritt- 9 GewekS und Hand» Landman, schafft. schen Bür¬ gers- Töch¬ tern. ner von Steyer waren auch von der Ritter- schafft und Adel. Die von Adel zu- Verhey» karhung zwischen den Herrn und Adel dritthalb tausend Jahr gestanden wäre, wiewohlen entzwischen in so langer Zeit dasselbe Enals in Verwüstung und Erliegung gerathen, und wie obge- dacht in Jahr 712. wiederum erhebt worden seyn mag. Dieses Bergwerck nun, daraus Stahl: vnd Eisen- Handlung entsprun- Jnnwoh- gen, hat wie droben gemelt, Anlaß gegeben, daß sich viel Volcks zu Steyr niedergelassen, und alda ihren Handel und Wandel geführet; Solche Inn- wohneraber, waren vor Zeiten neben den Burgern und Handwercks-Leu¬ ten, auch eines theils der Ritterschafft und Adels, welche ihre Wohnung und Wesen in der Stadt Steyr gehabt, waren auch dem Statt- Regiment etli¬ cher massen verwandt, unter denen gewest die Preyhauen, die Scheckhen,die von Hüesendorff,Lobnich,von Prunbeckh, von Schachen,Stadel und andere, die sich die Gmain der Ritter zu Steyr genennt und geschrieben haben, aus gleichBür- den aber sich vill zugleich in das Burger-Recht begeben, Gerichts-und Raths- Aemter getragen, unter welchen auch allhie zu Steyr damahlen und volgen- der Zeit hernach gewesen seynd, diePahnhalm, die von Aspach, von Kher- sperg, die Milwanger, Teyrwanger; die von Stegen , Halle, von Pleß, Eppendorff, von Wünckel Rußtorff und andere. Und wie diese jetzterzehlte von Adel vor Zeiten ihnen für keine Unehr achteten, sich zugleich in das Bür¬ gerliche Wesen zu begeben, also seyn mit Veränderung der Zeiten etliche aus denselben, wie nicht weniger auch folgends, von Zeit zu Zeiten andere Steyer rische Bürger, und deren Kinder, nächdeme sie nun des Geld - Gewinnens gleichsam satt, die Last des Bürgerlichen Stadt-Regiment länger zu tragen, Skeym> überdrüßig, oder sich sonsten nach höher» viZmrseren gesehnet, in höhere Ständ des Adels, und wie mans anjetzo zu nennen pflegt, in die Landmann- den sich w schafft emei-Fi'rt, die sich aus der Stadt und Bürgerschafft mit Persohn und Ada und Gut aufs Land begeben; Als da gewesen, und theils noch seyn vorgemeldte Panhakm, Khersperger zu Stadelkirchen, Millwanger zu Krueb, die Schaff- holtinger zu Pirlach, die Hiernpecken, die ksrer noller zu k-nernvllersu, die Teyerwanger, Goldschmidt genannt Steyrer, die Rußdorffer Hasicker zum Hag, Forster zu 8t. kUrE, Lueger zu Hub, die Wiener, Grüentaller zu Crembö-Egg, die Pandorffer, Pfeffer! zu Biberbach, die Khölnbecken zu Sal- henberg, die Engel zu Wegram, Feenzel zu Wolfstein und Seissenburg, Strasser zu Gleiß, die Händel zu Hein und Rämnigdorff, und andere rc. Darneben haben sich auch viel Fürnehme aus höhern Ständten, von Herrn und Adel, durch Heyrathen mit den Töchtern der Bürger zu Steyer, also hingegen der Burger in den Adel vor diesem befreundet, deren Geschlecht theils abgestorben, theils noch sind, das Fürstliche Hauß von Cronau und ^ggenberg, die Herrn von Dietrichstein, und Herrn Preyner Freyhcrrn, Steyen, die von Schönburg, Kiembser zu Clingenberg, Truckseße von Stüz, Egger von Neuhauß, von Meckniz, Feistriz, Geymann von Galßpach, die Zöllner Zu Vorchdorff, Pfandorffer zu Thall, die Lerochen,Gniger und andere mehr, welche alle den alten Steyersschen Bürgerlichen Geschlechten, den Fuxper- flern rc. verwandt gewesen. Wiewohlen durch solche fürgangene Verheyra- tdungen, inmassen die von Steyer Eno 1525. in einer Landtags-Schrifftan- ^lgen, vielmehr Güter aus der Burgerschafft in den Adel, als von demselben in are Stadt unter die Burger kommen seyn. Edeme ichnunerzehltermassen,derInnwohner inderStadtzuSteyer sedachr, s» erfordert die Sach zugleich auch der Burger daselbften geführte thierffngm Handthierung und Gewerbschafften Andeutung zu thun. Dieselben aber zu Steyer. 'üruemlich in der Eisen-Holtz-Wein-und Venedigischen Handlung gestan- ... Da dannvors erste zu wissen ist, daß gemeldte Eisen-Handlung mcht UAllma' jederzeit auf einerlei) Art und Weise geführt worden. Dann Anfangs, nach- oeme der Eisen-Zeug seinen Ausgang nach der Ennß heraus gegen Steyer verommen, wurde aller solcher Zeug zu Steyer ntedergelegt, und den Bür¬ gern allda drey Tage nacheinander feil gebotten, und verkaufst, in demPreiß B wie ro _ W W __ wie solchen zween erbare Raths - Männer ausgesprochen; Wann sich aber kein Abkauffer sande, durffte der Eigenthumer nach den dreyen Tagen, solch Eisen und Stahl, seiner Gelegenheit nach, von dannen führen und verkauft fen, welcher Gebrauch gar viel und lange Jahre also gewähret, hernach aber dahin geändert worden, daß dieser oder jener Burger zu Steuer mit einen oder mehrer» Hammer: Meister dahin comrskirt, daß er allen dessen aufge¬ brachten Stahl und Eisen käufflich übernommen, hingegen solchen Hammer¬ meister mit Darlehen und stetigen Geld-Zusatz geholffen. So waren auch vor Zeiten viel in hiesiger Burgerschafft, welche unter der Herrschafft Steuer, dem Closter Admonth und Garsten, ihre eigene Hammerwerck bearbeitet, den geschlagenen Zeug von Steyer aus, als Bur¬ ger allda, ihres Gefallens weiter verhandelt, biß ungefehr ums Jahr 1500. etlich 70. zum erstenmahl durch die regierenden Lands-Fürsten in Oesterreich und Steyer mit Gem. Stadt und Burgerschafft, auf einen gewissen und be¬ ständigen Geld-Verlag, welcher auf dem Rath und Hammerwercken liegend geblieben, und bleiben solle, rrnttirt und verglichen worden; Da sich dann aus den Steyerischen Bürgern gewisse Eisenhändler befunden, welche ses oder jenes Hammerwerck mit solchen Verlag und Geld-Zusatz ausgehalten; Hingegen war derselbige verlegte Hammermeister verbunden, seinen Zeug nie¬ mand als seinen Verleger zu verkauffen. Diese?rivk,r Eisen-Handlung ist bey den Burgern verblieben, biß ins Jahr i^8Z. in welchen wegen des gewissen und steten Verlags deö gantzen Berg-und Hammerwercks-Wesen, zu würdig-und unwürdigen Zeiten, eine ^ompkiFme oder 8c,cjerät unter den Burgern zu Steyer, mit der StadtOon- lens daselbsten aufgerichtet worden, welche Companie das gantze Wesen mit dem Ocknsn Verlag, und Monatlichen Geldes - Vorschuß ausgehalten, und die Verhandlung Eisens und Stahls allein geführt, so gewährt, biß ^nno 1625. da die dreyBergwercks-Glieder, die Verlag-Stadt Steyer,Rath¬ und Hammermeister conjunZwet, und in eine gesamte Gewerckschafft gezo¬ gen worden» Messer- Es sind aber dieser Eisen- Handlung, und dem daraus entspringenden und Ge- Gelverb bey der Stadt anhängig, sowohl die Messer- als andere Geschmeid- HaMun- Handlung, von allerhand Gattung aus Eisen und Stahl geschmiedet, als gen. da scyn, Sensen, Sicheln, Nägel, Zweck, Feilen, Bögen, Scheeren, Schcer- messer, Ahlen, Schlösser und andere dergleichen Geräthe, darzu jährlich eine merckltche Summa Stahl und Eisen, von den Handwercks-Leuten, zu und um Steyer wohnhafft, verarbeitet, alsdann von den Handels-Leuten da¬ selbst , wider an andere Orte verschickt worden; Dahero sich dann auch ein grosse Anzahl solcher Handwercks-Leut und Arbeiter in Eisen allda zu Steyer niedergelassen, sonderlich aber das Handwerck der Messerer allda ihre Haupt- Werckstatt aufgerichtet, und von den regierenden Landes-Fürsten und Rö¬ mischen Kaysern mit stattlichen Privilegs und Handwercks-Ordnungen be¬ gäbet worden, auch viele von ihnen zu grossen Vermögen erwachsen. Und weilen solche Handwerck das fürnehmfte und ftärckefte an der Zahl von Mei¬ stern und Gesellen, und also nicht der geringste Theil von der Bürgerschafft gewesen seyn, so ist von Alters her oblervirt geblieben, daß aus solchen Handwerck 2. oder z. auch nach Gelegenheit, mehr oder weniger in das Raths-und genannte Mittel, und also zu gemeiner Stadt Negierung gezo¬ gen worden. Hoitz- Die Holtz - Handlung war bey der Stadt Steyer vor diesem in einem Handlung, viel grösser» Vertrieb, als jetziger Zeiten, weilen damahlen, ehe das Land, nach den Wassern Ennß und Steyer, mit Bauern, Urban- und Forst-Gü¬ tern, auch allerhand Werckftätten, Vteh-Weyden und dergleichen (wie es jetziger Zeit stehet) bebauet und zugertchtet gewesen, das Geböltze in grosser Menge abgeftockt, und zum Verkaufs verführet worden: Da denn Krafft Ge- mei- Weiner Stadt Steyer Privilegien, alles solches Brenn-Bau-und ander ge- schnitten Holtz, so auf gemeldten beeden Wasser - Strömen zur Stadt ge; bracht, (so wie das Eisen und der Stahl,) den Bürgern drey Tage lang an- gefeilt werden müssen; Als welche den Vorkauff hierinnen haben, >und nach wren Belieben, über dasjenige, so sie zu gemeiner Stadt und der Bürger¬ schaft Gebrauch vonnöthen haben, das Holtz weiter verführen und verhan¬ deln mögen; Worbey sich vor Jahren mancher ehrlicher Burger in solcher Holtz-Handlung wohl befunden, und seine Nahrung und gutes Auskommen damit suchen können. Sonderlich aber hat dieVenedigische Kauffmannschafft viel Gelds und Venedig,, Reichthum, den Steyerischcn Burgern vor Jahren zu- und eingetragen. Nk HE Dann dahin verhandelten dieselbigen fürnemlich Wachs, Messer, und anders kleines Eisen-Geschmeide, und liessen dagegen heraus gehen süsse Weine, Specerey, Oehl, Gewürtz und seidene Waaren, welche Waaren dann aller¬ seits grossen Abgang fanden, weil vor Zeiten die Strassen von und nach Ve- nedig, mit der Handlung zu gebrauchen, nach Innhalt der Privilegien, den ^and-Städten ob der Ennß, und derselben Burgern eintzig und alleine zuge- laffen, den andern aber, und sonderlich den Geymärckten, wie zugleich auch alle andere Kauffmannschafft am Gey, und bey den Kirchen verboten Ware; Daher dann obgemeldte und andere Waaren allein in den Städten, und also auch allhier zu Steyer, von denen Schlössern, Clöstertt, Märckten, Flecken wrd Dörfferngesuchetund gekaufft wurden. t Nlcht weniger hat auch die Handlung mit Weinen, ehe noch die drey Wrm, Stände, von Prälaten, Herrn und Ritterschafft sich derselben, wie nun et- H""^ uch viel Jahr zum Nachthell der Städte im Gebrauch ist, unterzogen, denen Bürgern beydeö mit den ausschencken und verkauffen unter dem Raiffen jähr¬ lich einen mercklichen Nutzen und Gewinn eingetragen. Vermittels jetztgemcldter Haupt- und dann auch anderer Neben - Hand- Wohlstand lungen, welche die Bürger zu Steyer reipeÄive durch Teutsch- und Welsch- Stadt land, Polen, Ungern, Siebenbürgen und anderer Orten geführt und getrte- den, har diese Stadt sowohl an Mannschafft der Bürger, und vielen Hand-' lverckcn fast zugenommen, und seyn dieselben durch den Seegen GOttes an Nahrung, Vermögen und Reichthumzu grossen Aufnehmen erwachsen, und von den regierenden Landes-Herren, von einer Zeit zur andern mit mehrern r nvilegien begnadet, und nachdeme auch daselbsten das Stadt- Regiment wit trefflich erfahrnen auch verständigen ansehnlichen und wohl begüterten Leuten bestellt gewesen, die eine so grosse Gemeine mit guten Spuren, Po- ucey, und Manns-Zucht regiert haben, so ist daher erfolgt, daß dieseStadt Steyer, allen andern Städten in Ober- und Unter-Oefterreichischen Landen (äusser Wien' vorgezogen, auch in fremden Landen fast berühmt gewesen. Und dahin sichet auch obgedachter Grünbeck in seinem ^ttrologischen ^ommem-rrro, da er meldet, daß die Stadt Steyer durch Dero Landes - Für- mn dergestalt geordnet, geziert und bekräfftiget worden seye,-aß dieselbe in . ieserEandcn vieleIahr die Lron des-Lobs und der Übertretung getragen labe; Dahcro sie dann auch nicht unrechtvon mehr gemeldten kMorico vzipjyum celeberrimum Lc Lmporium ingens, ein fürnehme berühmte Handels-Stadt, von<^lp-rro kruscbio aber, in einen seiner O.rMinum, in fole. Zerwen Verlen eine mächtige Stadt genennet wird: ()uoc! li jam pulcbra8 eriam 1peÄsblmu8 Urbes, U38 guvljue prseclsras -^ullria lliveg kabet. blon ^Igbomerigens krsüam vbllclione illullri conkpicunmgue koro ; morre sui ksmoläm ^lsximilisni, pacrio nomen sb smne gerens, prseclsrsm öc verere8; pyrentSM Uchjs SÜLM üioenia cells _12_ W )o( W __ Annu5 Gleichwie aber alles Menschliche auf der Welt nicht allein seinen Anfang AE uiw Zunehmen hat, sondern auch vielen Veränderungen, O, ruprionen, und Jetziger endlich der Vergänglichkeit selbst unterworffen; Folglich die Städte und ks- Zusiand zu xudliquen zwar aufgerichtet werden, und eme Zeitlang wachsen, aber doch aus Göttlicher Verhängniß nach erreichten ?erio6o, sich lviedernm vcrrnv gern und abnehmen, ja wohl gar vergehen; Also ereignet sich dergleichen ebe- «ermassen, jetziger Zeit auch bey dieser weyland so weid berühmten herrlichen Gewerb- und HandelsStadt Steuer, und derselben Burgerschafft: Da von allen derselben vor diesen gehabten Gewerben, Mannschafft, Vermögen, 8plen- clvr, und ^-?Zni6cenr kaum noch der Schatten mehr übrig ist. Die Ursachen dessen, und woher solches rühre , zu erzehlen, gehöret hieher nicht. GOtt der Allmächtige aber wolle geben, and verleihen, daß diese Stadt, und deren zugethane Bürgerschafft wiederum in gewünschtes Aufnehmen, und zu ihrer vorhin gehabten I'rOsserirät reichlich gelangen möge; Welches ich, als der in dieser Stadt Diensten nunin die achtzehen Jahre, und also die beste Läge meines zeitlichen Lebens , GOtt sey Lob , mit Ehren zugebracht, auch mehr gutes als böses solche Zeit über daselbften empfangen, und dahero solche Stadt nicht anderst als für mein Vatterland achte, ehre und liebe, von Grund meines Hertzens wünschen thue. Ottocsiu, Nun schreite ich wiederum zu den ^nn-rlibu-, wo ich selbige droben in ^raf"von 98Z. gelassen. Und hat demnach dem Grafen ^iberom von Steuer in der Steyer. Regierung succeäiretsein Sohn 0/^oc/r^ diß Namens der Erste, deme Kau ser Ounrsöus ll. ums Jahr IOZO. ungefehr die Vcstung , welche wie vor gemeldt, von König Ludwig zum Theil auf des Closter 8r. Uorign Grund und Boden erbauet worden, zu Lehen verliehen: brnms nennetrsei- Gras- ne Grafschafft; Oomirsmm s6 ripam ^NÄÜ llumin>8 in Dorico lijpensi excur- mÄrcli? renrem, welche Vestung und Stadt gedachter König Ludwig gemeldten Clo¬ ster 8r. klorrgn erngoben, nachmahls aber das'Bißthum Passau vom Kamer Orcone ll. zu Lehen empfangen bat. Durch diese Beleihung aber, sft die Grafschafft Steuer um ein gutes erweitert worden, und haben in gefolgten Zeiten, allda, zu Ennß auf den damahligen^ chlosse auf derHöhe, gegen dem Wasser hinaus gelegen, so man noch t. Görgenberg nennet, mW wo die tiu- 6ers von alten Geniauer noch gesehen werden , zuweilen ihre Hofhaltung und Kellllenr gehabt. Oltocsiur Ocrocaro l ist nachgefolgt sein Sohn Ottocsrus der Andere, Graf von ir Graf ^yer, ein berühmterKrlegeö:Held, welcher Kayser Heinrichen dem IVren in Etryer. seinen wieder die Sachsen und Ungern geführten Kriegen Lreflich beygestan- den, sonderlich wieder den König äba von Ungern, der Oesterreich grossen Schadenzugefüget,die SradtTulnverwüstet, den er beypeuau aufö Haupt erlegey auch alle Gefangene samt dem Raub wieder abgenommen. Gedachter Kayser hat ihm auch dre March an Kärndten, so vorhin die Hertzogen von Kärndten besessen, damahlcn aber die 8ucceffion zu diesen Hertzogtlmm zwi- schen dem Grafen vonAuelenz oder Müertzthal und dem Hertzog von Zarin« ^en strittig war, circs ^n. IO72. ungefehr zu Lehen verliehen, und ihn aus einem Marggra- Grafen zum Fürsten und Marggrafen erhoben; vongrus ä (^sUsre bLi o tuo fen ge- (sagt I^sTlus) Onenrsli lLsrnoruw ^rovinciL p:n w, gua (-omicstum 8r^rse aä macht. konceg ^nsll, sc 8. lmpeni prniceps sawrsrutz M. Etrycr- Bey welcher Absonderung gemeldter Marek von Kärndten, und setzt be- marck hat sagten neuen Lehens-Verleihung, dieselbe ihren alten Namen, nemlich Kärndt- von E" nerische Marek verlohrm, und hingegen nach der alten Grafschafft Steyer, Graf- die Steyermarck genannt, und derselben nachmahls dle StadtSteyer incor- Et^ner porirt worden, also daß solche eine DingStadt des Landes Steyer gewesen; Stadt Wie solcher Namen m vielen alten Schrifften, sonderlich aber in weyland Steyer Herrn Ritter von Liechtenstein, Obristen Cämmerers in Steyer, und Herrn wird der Ritter OttvonLlchtenWn, Hauptmann zu Frießach, Gsstern öo .ännv IZ40. - '' . - ,.6 - gusgß- ausgefertigten ^rrettacion über der von Steyer Mauth-Freyheit zu finden, A""' darinnen sie unter andern bezeugen, daß diese Stadt Steyer von Alters her Ar zu dem Land zu Steyer gehöre, und seye eine Ding-Stadt rc. Das ist ein Steyer- solcher Ort, allda Recht und Gericht besetzt und gehalten worden, und wie Eck m- vermuthlich, zu Steyer deswegen, weilen daselbsten die Marggrafen und Her- MdAdes tzogen Hof gehalten, und also das höchste Gericht allda bestellt gewest. Landes Daß aber der Namen Ding-Stadt ein solches mit sich bringe, ist wahr- D-ngftadt. zunehmen aus des Closters 8c. klorian Freyheit einer lle ^nno i2O4.von Her- was «s zogen stsopolllo zu Oesterreich und Steyer ertheilt, darinnen desselben Closters ftvee Leute von weltlichen Gerichts-Zwang Herrn Ortolffs von Volckerftorff eximirt Werben, da es heisset: „Decrevimug ergo,nr nuill ungu3m oomprovin- „cislium fullicum, in bonis Lcciellse, llcear alicujus stlacitarionum kormam ba- »,bsre, negus rerminum sur locum sullicialem, appellatuc, in prX- ,'6Ü8 ejus conllituere, „ und Herzog Friederich in der LonMmgrion dieses sei¬ nes Vatters ?civile§ii giebts noch deutlicher, bis Verdis: ^.ut locum stlllr- s r-cisiem vulZaricer sppellatur. Krafft angedcuter Incorporacion nun der Stadt zum Land Steyer, hat sich dieselbe, nachdeme sie auch schon hernach bom gemeldten Land Steyer Sceyerha- lvieder gesondert, und zum Land ob der Ennß gewümbet worden, dannoch ih- den vor rer alten Freyheit und Rechtens mit Handel und Wandel in die Steyermarck, As Recht so wohl als andere Inwohner des Landes, gebraucht und ruhig genossen. Als ,m Handel aber in folgenden Zeiten den Burgern von Steyer hierinnen, weil die Stadt und Wan- nacht mehr zum Land Steyer, sondern zum Land ob der Ennß gehörig, Ir Steyer-^ rung und Eintrag geschehen wollen, hat solches Kayser Xlaximilianu« I bald marchwir abgeftellt; Wie zu sehen aus einen an Andream Spangensteiner, Verwesern alle In¬ in Steyer, ^nno ,512. abgegangenen Befehl: Dieweilen dann (sagt der Alben Kaystr) uufereStadt Steyer vor Alters zu unfern Land Steyer gehöret Landes, hat,und irun zu unfern Land ob der Ennß, doch d-'tt. unabgenommen ihrer Freyheiten, und alten Herkommen, incorporirt, auch unfern Eisen-Ertzt bey Leoben, das Eisen daselbst zu heben fürgefttzt ist, und denselben de¬ sto baß abzufein, alle die Aecht mit Kauften und Verkauften, wie andere unsere Stadt ir; unfern Lande Steyer gelegen , Haber: sollen ; So befehle demnach , Seine Majest. die Burger zu Steyer bey ihren alten Herkommen, mit der Handlung ins Land Steyer, bleiben zu lassen, und darwieder nicht zu beschweren. Woher es aber nach diesen wiederum kommen, daß-die Burger bon Steyer jetziger Zeit für Fremde im Land Steyer gehalten werden , undW ber vorigen Freyheit und Herkommen nicht mehr geniessen, kau ich nicht lviffen. - Oircaannnm 1082. hat MarggrafOttocar von Steyer, nach getroffenen ws-» Lausch oder Wechsel mit Bischoff Altman zu Passau , um die Kirchen am ^^0/° kmrMrg- die gedachten Marggrafen zugehörig war, gegen die Kirche zu Gär siers Gär- steu .so gen Passau gehörig gewest, allda zu GärsteneiN Thum Stifft zu k»A sie». den angefangen, dahin etliche Lsnvnicos krezulitres 8c ^uZnllini-Ordens, Mit dem ersten probst kLelbarllus genannt gesetzt, und zu derer Unterhaltung et- Höf und Güter dahin gestifft, von welcher kuMrion allda zu GärMfi ^Probst sd'gendes angeschriebener zu lesen ist: M-q. „VnNo A parru Virginev 1082. lllullris Düx Zc X^arcbio 8tyrige permurations iütka ä lieVerenllMmo Domino , stgrA. ,,vienü Lpilcopo »prokcclelia in Lebemper^ 8acram 6«rikeEm gellem »impec, avic, Lanvnicisgue llellicavit, izuw ramen LZ« tantum ^nnotr „eam babirarunr. k-l-- nun Steyer noch vor des ClosterGürstcn kunllacion, und asso Zweift SWir,ck- msohne schon lang vorher, eine ziemliche Stadt gewest, solches erscheinet aus 17 ^2* ^buchten Bischoffs Akman Tausch-Brief in der Specikerition dös- Gemärcks- Mn da/ «ab Zehend-Rechttns, welches der Bischoff gegen Mksten übergiben , darbey Mhun. !4 W )o ( W __ Knnm der Stadt ausdrücklich gedacht wird / Verbi«: guse meerjacent mrer kubim» ckriüt cksm, inferius I7rbem msn-mrem, Lc kukinicam 8uperiorem öcc. Das ist / so gelegen ist, zwischen der obern und untern Rönning, welche unterhalb der Stadt fliesset rc. Elisabe- ^nno 11 IO. nach dem Tod Marggraf Ottocari Gemahlin Frauen Eli: Iha/Matg- fabeth, Marggrafen beopolöi 8snAi zu Oesterreich Schwester, die allda zu Otwcsr Gärsten begraben liegt, hat gedachter Marggraf die Canonicos zu Gärften in Gemahlin. Mönch KenecüLliner-Ordens verändert, das Closter vollends erbauet, und ö. mo. VirZini XlariL cieöicirt: Zu welcher Veränderung wurde er bewegt durch einen ^uGärsten Unfall, indeme etliche canonici, nachdeme ihr Probst obgedachter k-berkar- in Mönch civ8 gestorben war, in der Ennß, darinnen sie in heissen Sommer gebadet, er- Benedicti. truncken. Es wollten aber gemeldte canonici nicht alle den Orden 5r. öene- dtns vrr, öiKi annehmen; Daher» etliche aus dem Closter gelassen, diejenigen aber die ändert, den Marggrafen jure proprierati« mit der Leibeigenschasst, die selber Zeit in UbKew Gebrauch war, unterworffen waren, die wurden hierzu mit Schläg und Ban- mahl m den gezwungen. Diesen Clofter-Leuten ist Anfangs zu einem Prior, VViemr Gebrauch, genannt, außm Closter Göttweich, vorgesetzt/ als aber dieser unlang hernach "m Farnbach worden, ist v. Zercktowu« ?rior zu gedachten Göttwerch,zum Gärsten. ersten Abt gen Gärften von Marggrafen Ottocar eingesetzt worden. Das Wie nun die alten Grafen von Steyer vorher, also hat auch Marggraf Schloß Oktocur seine Fürstliche kelillenr und Hofhaltung aufm Schloß Steyer ge- Sreyeyder 8e^em,sagt Hius, live Kegiam iuam habebsr,'n 8t/rL Lattro nZtslls Fürsten cowkaws: Dahin dann Ertz-BischoffLonracj von Saltzburg, ein gebohrner Leüüenr. Herr von Abensperg,in damahligen 8ckismare Mischen den Römischen Stuhl und Bischöffen eines, und Kayser Heinrich dem Fünfften, andern Theils, in sei¬ nem Lxillo, ums Jabr nikoder i6.ungefehr, seine Zuflucht genommen, und allda, wie auch in Closter Gärften, sich eine Zeitlang aufgehalten: Wie hie¬ von Meldung thut ^uckor Vir-e l)n. öercbloläi mit diesen Worten: Olloca- ru8licerkrincep»secul3N8» tarnen giii« porenribus mukum ciillimilis, Lullor ci8,^M3kor fultiri3e, Lc cvnrra immanirarem, periecmionem, T'urris Lcelellae jnexpuZnsbiiig. dlam 8a1rl>urZentem Lpilcopum Dom. Lhunracium gui io sst- vi« Lc wonrium Isrebris per mulcv8 ilies periecucionem kuZiens laricaverat» sit le veniencem cum konore ma^no lulcepit. manu renuir, guoö nullus krin- cipum lacere suüis kuit. Uoc fa^um lub 6. öerchcoiclo, etism iptum Lonciü- cem rlevore suscipientc.atgue iniVlonallcrio luo cum reverentia, guamcliu vo- suir, lervsme, das ist: Otcocaru« ob er wohl ein weltlicher Fürst war, jedoch andern Potentaten gar ungleich, war ein Stiffter des Friedens, Liebhaber der 'Gerechtigkeit, und ein unüberwindlicher Thurn der Kirchen, wieder die Grau¬ samkeit der Verfolgungen; dannHerrn Oonraöum Ertz-Bischoff von Saltz- Durg, welcher in seiner Verfolgung und Flucht, sich viel Tag lang in wilden ' 5 Wäldern und Höhlen der Berge verborgen, den hat er bey seiner Ankunfft zu - ^hm mit grossen Freuden ausgenommen, und Schutz geleistet; Wiewohl Dergleichen zu thun, sich kein anderer Fürst getraute. Solches ist beschehen Dey Leb-Zeiten des AbtS öerckcokn zu Gärsten, welcher nicht weniger gedach¬ ten Bischoff mit aller Ehrerbietung empfangen, und so lang ihme beliebte, in s'p seinem Closter beherberget. Desgleichen beliebte auch vielgemeldtes Schloß Steyer zur Kelläenr, sowohl den folgenden Marggrafen und Hertzogen von Steyer, als auch denen Hertzogenvon Oesterreich, des abgestorbenen, und des noch regierenden Hau¬ ses, wann sie sich in diesem Land befunden; Von denen etliche daselbst die Pflicht und Huldigung von den Bürgern zu Steyer in Person genommen ha- «WarM den, wovon ,nemlich von der Fürsten Hofhaltung ohne Zweiffel noch auf diese Stunde geblieben ist, daß man noch heut zu Tage das Schloß oder Burg zv Stryerdtk Steyer den Hof zu nennen, und zu sagen pfleget, dieser oder jener wohntt im Hof genen« Hof, oder gehöret untern Hof/ und dergleichen, «a wird. der Clöster Daran, ^nno 1122. ist Marggraf Ottvcgr zu Rom, dahin er vermuthlich nach sel- berZeit Gebrauch gewallfarth, mit Tod abgangen, und begraben, hernach ^2 aber seine Gebeine ins Clofter Gärsten gebracht, und in der St. Lorenzem „22 Capelle daselbst zur Erden bestattet worden. Im Chor ist sein kpirapkium, ^«1 und Grabmahl, als Stifftern des Clofters, mit seiner darauf liegenden Bild: Marggraf Niß ZU sehen. O-rocer. In der Regierung hat ihm iucceckrt sein Sohn l.eopc>I6us. Marggraf von ^o?ora§ Steyer, zugenannt koi-tis der Starcke, Stiffter desClosters Rain oderRein Marggraf bey Grätz, so vorher ein Schloß und Grafschafft wäre, die Marggrafl-eo- pvlll nach Absterben ^illonis des letzten Grafen von Rein, von Reich zu Le: ger¬ ben überkommen; Zum Gemahl hat er gehabt Sopkiam» eine Tochter Hertzog Heinrichs aus Bayern, und Berchtold von Zäringen nachgelassene Wittib: Er ist ^nnv 1128. gestorben, und liegt in gemeldten Closter Rein begraben. Deme ist in der Regierung gefolget Marggraf Onocsr diß Namens der Dritte, I.eopolck' korci8 Bruder, oder, wie andere wollen, Sohn, sein Ge¬ mahl war Kunigund, Gräfin von Vohburg. keperim,-, schreibt Lorias, Ks- bitatle in Onllro primXVO ac kgmilise suX snciguiore. Kezia dlorici kipenlls, h^uci procul 3 L.guresci Veceris Vettiziis, welches sowohl V0M Schloß Steyer als von Anaspurg oder Ennß kan verstanden werden. Hnno 1140. am Abend vor Sr.kamaleoms, den 27. Iulii, ist der erste Abt ZU Gärsten 6. öerckrolllu8 mit Tod abgangen. Er war von Geburt und Herkommenein Sclsvomer,aus dem Geschlecht der Grafen von Rachez oder Rocbaz, beyden Römischen Kaysern Heinrich demFünfften, und Lunico dem Dritten, dessen Beicht-Vatter er war, seines frommen Wandels und ho- Heu Verstands halber, sehr angenehm, dessen Rath sie auch in vielen wichtigen Sachen gepflogen. Er liegt in der Mitte der Kirchen zu Gärsten begraben, allda ein erhebt Grab, darauf sein Bildnuß ausgehauen zu sehen. Man will mme unter die Heiligen zehlen, weilen beydes durch ihn in seinen Leben, als auch nach seinen Tod bey seinen Grabe, unterschiedliche Klüacuin sollen ver¬ richtet und geschehen seyn, wie dasselbe in der ^.nno 1617. in Druck auögange- uen Beschreibung seines Lebens mit mehrern verzeichnet, dahin ich den Leser will gewiesen haben. Marggraf Ocrocsr zog neben andern Fürsten des Reichs, mit Kayser Marggraf Friedrichen seinen Schwagern, (dann sie hatten zwo Schwestern zur Ehe) in .0^ zu Beläaerung der Stadt Mayland ri§8. in welcher Kriegs- Italia«, ^peclition Eckyebertus der letzte Graf von Neyburg und Pitten, in einen "58» Scharmützel umkommen, durch welchen Todes-Fall, das Fürstenthum und Mafschafft Steyer abermahls erweitert wurde; Dann Marggraf Ocrocar M-ltte mit Marggraf Berchtholden von Oesterreich um ihres FreundesMarg- llrafens Eckheberten verlassene Herrschafften; Der Oesterreicher überkäme Auburg am Inn, Occocsr aber, Varnbach, Schärding, Lambach samt der ^rafschafft Pitten. ^nno 116^. den - - Ianuarii, starb Marggraf Ottocar zu Fünffkirchen in ^65. "ugern,bey vorgehabten Zug ins gelobte Land, und liegt zu Varau in der ^eyermarck begraben, welches Closter sowohl auch die Cartdauß St. Jo- chm. uünn, und Spital in Cetwalt er geftifftet hat. Sein Sohn Ottocsrus der ZMr Edtc, feigke ihm in der Regier«»«. LL gemeldten 1165. Jahr, ist die Marggrafschafft Steyer zu einem Her- Johann, svgtyurrr, und gemeldter Ocroc^rus von Kayser Friedrichen erhoben worden. Hpttals zwar, und andere ^nngleki und tjittorici fetzen solches erst ins H8O. ivaldt. ^ayr, aber unrecht, weilen nicht allein mehr gemeldter Onocar vor solchenIahr o»»cE Herzog genennet worden, sondern auch weil er schon vor ge- Kosten Jahr das Fürstenthum Steyer seinem Schwieger-Vatter, zogen ge, verzog Leopolden zu Oesterreich übergeben hat, der sich, (wie bald hernach macht. mit i6 G )o( W .4nm>; mit mehrern gemeldt werden soll) bereits im Jahr H77' einen Herzog zu Steyer geschrieben hat. Kayser ^nno 1170. hat Kayser kriciericus I. den Palm".Tag im Closter Gärsten Snderrch gehalten/davon des Closters /^nnZ1e8 also melden: Lselar krillericus lmpers-- CiosieV"^ kor usgue 36 k.eubmre monrsna nollrs inrrsvit, sc cliem ?almsrum Spu6 6sr- Gärstcn. llen celebrsvit. in ?enrecolle vero Lurism apucl kiscigbonsm babuic. Mrßge> ImIahr hernach ^nno 1171. hat, (wie erst- gemeldte Zonales verzeichnet,) blirt dey bey Steyer eine Kuh ein Kalb geivorffen, mit zweyen Köpffen, acht Füssen Steycr. und zlveyen Schwänyen. H78- ^nno 1178. ftarb 6ercbtoI6u8 Abt zu Gärsten / der Andere diß Nahmens/ ^us^i Mr an sein Stadt ist vom Lonvem erwählet worden Lunrsäus. zu Garsten Nur gedachter Herzog Ocrocsrzu Steyer, wurde nach den Tod seiner Ge¬ erbt. mahlin Frauen Agnes, Herzog l.eopo!cli von Oesterreich Tochter, mit dem 8no°?r Aussatz behafft, und weilen er keine Leibes-Erben hatte, entschlösse er sich das wird aus- Fürstentum Steyer seinem Schwieger-Vatterzu übergeben, und VON der Ws über- Regierung abzusiehen. Es sind aber die Uiikonci hierinnen ungleich, bcydes Esten- in der Zeit, wann solche Übergabe geschehen, als auch, obs eine Vonsrion oder lhum sei- Geschenck gewesen seye- Dann obwohlen die aufgcrichte vonsbon im Jahr urn 1186. clstirt, so erscheinet doch aus andern brieflichen Urkunden/ daß schon et- g^Vatt-r lich Jahr zuvor Herzog Leopold zu Oesterreich, der Schwieger-Vatter Her- Herzog zogs Occocsri, sich der Regierung des Fürstentums und Grafschafft Steuer Leopolden unterzogen, wie zu sehen aus seinen Con6rmscion8 - Brief über des Closter reich. Gärsten erivileZien, 6e clst. Grätz ^n. H77. darinnen er unter andern vorge- Abt 'u meldten Abt llercbrbolclen II. zu Gärsten zum obristen Lspellsn über seine <^s- Gärsim pelle im Schloß Steyer bestellt und bestätigt hat / also daß in des Abt Gegen- °briM Mart der GOtteödienst vor ihn nach seinen des Abts Willen, und Anordnung über die solle verrichtet werden: Item / in des Closters Gleintck Freyheit einer um ein c-peiie im Fisch-Weyher, deren 6stum Ennß/ 7. May Hn. H78. darinnen wie auch in Schloß, phjgen Gärstnerischen ?rivileZio, er sich einen Herzogen zu Oesterreich und MeEum Steyer nennet, daher» abzunehmen, daß angedeute vonstion längst nach der gen von vorhin beschchenen Übergab, und Abtretung, erst geschehen seyn müsse. der Uber- Ferner, von der Schenckung oder Kauff; so schreibet hiervon der ^.uror Landes^ von des Closter St. Lambrechts in Steyer kunöstion also: Uxore lbeopolcli Ereyer, ^.uttrisci blis. birič migrante , mox turpi inücirur I.eprse morbo, iocero iZitur als eine Mi Oucstus millsrü psi tem oboliš 6iven6ens pro rribug, resll'umen8 ^sarcbio- nis Sc nomen Sc riculum öcc. Und in der alten geschriebenen Oesterreichischen ekronica heisset es: „Nun war Graf Ottocsr ausmerckig, und sein eigen ,,Land Steyer, das verkaufst er Herzog Leopolden so wohlfeil, da man die „Raithung thäte, da war geschätzt, daß ein jeder Ritter, oder Ritter-mäßi¬ ger gefiel im Kauff um z. Helbking, und ein jeder Bauer um ein Mödl. Herr Jo- Herr Johannes der Enenckel in seinen vor 4OO. Jahren geschriebenen UEs Fürsten-Buch von Oesterreich und Steyer-Land, welches Uieron^mus Kle- imFürsten- 8'leru8^n. 1618. in Druck geben, gedenckt auch dieses Kauffö, bey Herzog Buch. Leopolds Zeiten, mit folgenden Reimen, Wan es wardt mir von Ihm bekhandt, dar er der war von Steyrerlandt. Chaujft von einen Füerften Rranch der müest vill gar ohne seiiwn Danch. Daß Landt da verkhauffen vmb Silberne Haussen derselbe Fürst aussetzi" was, alß ich an dem Buech laß. Gab er es vill ringe, vmb Lützel Pfenninge, die Ritter wurden da gezalt vnd V )o( M 17 und auch die Baurn manigfaldt/ ännur da wardt geacht, alß Ich vernomben Han, daß leftlich Ritter woll gethan, Cham da vill Ringe vmb drey Helbelmge, der paur um ain ainges Grdth, so vernamb Ich hie vnd dorth, rc. Luipmisnus schreibt kN seiner dmttris hievon also: Ottocarus sunior l9kar- Zorn, ea- ^bio 8r^riX» vucstum 8ryrige ulcro socero llio b.eopo!do donsvit, sntegusar moreretur; kdinc omnia bona ius ksvens, guod cum LFre tulillent slü, torrsn- ksgue bona Zrstis dsri 5ine erism iubditorum sllenlli, ne res in dilleniionem ve- Mret, neve gms cavillari pollec, 8r/rism omnem l^eopoldo vendidit, led sdmo- rium precio perexi§uo. kdenricus Imperator bsnc emptionem öc donstronem, ^eEonem iL be§scionem spprobsvir, biterisgue rstiKcavit, I^eopoldo feuduur conceiHr, rplumgue krincipem 8tyr?ge cresvic §cc. Das ist: „ Ottocsr dw "Jüngere, Marggrafvsn Steyer, hat das Herzogthum Steyer seinemSchwie- r-ger-Vattcr, beopoldo freylvillig geschenckt, als deme er vor seinen Todt alle --seine Güter vermacht; Als aber andere solches übel aufnahmen, daß solche „Güter umsonst, auch ohne der Landsassen Lontens sollten hingegeben werden, „hat Orcocarus, alle Weitläufftigkeit und böse Nachred zu verhüten / gemeldte ,-Steyermarck Herzog Leopolden verkaufst, doch aber in einen gar ringen und . »'schlechten Werth. Kayser Heinrich hat solche Kauffs- Schenckung, Uber- "gab und Geschäfft, bestätiget/ und mit Briefen bekcäfftiget, l.eopo!do die Le- -»hen verliehen und zum Fürsten über Steyer erhoben. Wohlgemeldter Herr Reichart Strem aber meldet in seinen Hnnotstlonl- HerrRG, über die Oesterreichischen Landes Freyheiten aus einer alten dey Händen «harr» habender geschriebenen Idilloris ^uliriscs, folgendes: „ ^nno 1192. vux 8ty- drrein« „riae obrit. Lujus bseredicstem Dux de M3NU //e»- Im^rgcoris solennirer lulcepir, Herzog Ottocsr V0N Steyer seye ^nno "-I92. verstorben, dessen Verlassenschafft habe Herzog Leopold von Kayser »Heinrich zu Lehen empfangen. „ Solches nun, sagt Herr Strem, verglei¬ che sich besser mit der vonstion Ottocsri, als mit deme, was man insgemein vom Kauff saget, welches, wie er dafür achtet, von einen erdacht seye, der durch diesen Kauff dec Steyrer Berühmen, daß sie freye Steyrer seyn, verlachen Freye Wollen. Steyrer. ^er viel besagte vonsnon Herzog Otrocsrl, darinnen auch der Meymschen Land-Herren Freyheit und altes Herkommen, unter andern mse- /"^ufM'chkund ^,i„aufGt. IürgenMerg beym Marckt Emisi, dlerelbean diesem Ortgantzeinzurücken eben nicht vonnöthen; Doch 'val rch nur dre darinnen benannten Zeugen hieher setzen: ' Lomes de peilllein. Lc bizbaräus Oormtes a 8cbs!acb. - A blemicus Somices Bleien. ZL ^äelrsmug ae , Lomes 6e 8cbsunbercb. l^uellsrn. bei FS. O^ro Lomes cle Oame. cle V^rebsenburA. Ii.u6olpb lle LbimelbelF- 6 Lrlscb. Lomes 6e Morien» A Otto tle bibensu. Lomes öe Oorenbercb. 6e blsFensu. cls blsn^enberF. de Onesbscb. de öernecc. vr/o de bengenbscb. de HuettberZ. de LsrlspetF. de klurre, öc glii guam plurcs. 0on3ttonr Herzogs Otrocgrk, und darin» uen infc- rirte ZeW gen. H8L, E Herzog 18 _ W )o( DH __ -knni» Herzog Ottocar hat sich nach abgetrettener Regierung in das von ihm ge- 1188^ ftifftete Closter Cattheuser-Ordens Seiz in Steyer begeben, und darinnen Herzog die übrige Läge seines Lebens beschlossen, wiewohlen in des Closter wülle- Ottvcar ring ^raüirion- Buch zu finden, daß Herzog Ottocsr Hnno I I88. allda im Ectdre Elofter gewesen, und als ihm Abt llilZerug in der Messe (wie selber Zeit ge¬ st» Seitz, wöhnlich)den Kuß gab, seye er durch solch des Abt Demüthigkeit also ent- u»d begibt Mdet worden zur Andacht, daß er demClosterden Hof zu Teidlern gege- den habe.- rinKur Durch angedeutete Übergab nun des Herzogthum Steyek/ ist daneben ins Closter auch die Grastchafft und Stadt Steyer an ein ander Hauß, nemlich dieHer- Wullenng von Oesterreich des Babenbergischen Stammes gelanget. Ehe ich aber derselben Regierung, nnd darunter zu Steyer vorgangene denckwürdige Geschichten beschreibe, wird nothwendig von folgenden Stücken eine etwas nachrichtliche Erinnerung vorhero zu thun seyn. Wann Und zwar erstlich, entstehet hiebey die Frage: Zu welcher Zeit die Grast Steyerden schafft und Stadt Steyer vom Herzogthum oder Land Steyer abgesondert, Enn/j» und dem Land ob der Ennß incorporirt worden? Ob solches mit der obges corponrt meldten Uonsrion, oder aber, durch die zwischen Herzog Albcechten dem Drit- «orden. ten, und Herzog Leopolden zu Oesterreich Gebrüdern, IZ79. vorgegan¬ gene Landes - Abtheilung geschehen seye ? Welchen Zweiffel mir erwecket, wei¬ len die von Steyer in einer äupplic^rion an Kayser ivUxim-lianum I. Hnno i5i8. sich dieser Worte bedienen: „Die Stadt seye eine Ding-Stadt des „Landes Steyer gewest, und habe zu denselben Land gehöret; Gey aber ^'6. „vor hundert und erwannviel Jahren zum Land ob der Ennß gewidmet wor- „den rc.,. welches zwar anjetzo nut vorqemeldter Landes- Abtheilung um ^nn. IZ79- zuträffe; Ich kan aber diesem dennoch, was die Zeit anbelanqt nlcht Beyfall geben. Dann das Gegentheü, nemlich die ältere der Stadt Steyer geschehene lnoorporgkion zum Land ob der Ennß erscheinet aus unter¬ schiedenen Gemeiner Etadt Privilegien : Als, Herzog Albrecht i!, cle ^nno ZZ47. darinnen derselbe die Stadt Steyer befreyet, daß sie auf ihren Jahr- marckt eben die Freyheit haben solle, als andere Städte in Oesterreich. 9loch klärer aber in Herzog Albrechten lll. den gesamten Städten ob der Ennß er- theilten Freyhcittn cke Hnno 1572. darinnen gemeldtcr Herzog um besserer Aufnahme gedachter Städte willen, ordnet ü d gebeut, daß fürbaß, aus -em Gey, noch vor den Mrchen, kein Rauffmannschafft solle feil gehabt werden, und daß man allein in seinen Städten ob der Ennß, kauffen und verkauffen solle, auch niemand , als nur dieselbigen Städte gen Venedig über die Zeyring handeln und fahren sollerc. Daß nun auch unter solche Srädt ob der Ennß Steyer damahlö schon sey gezehlt worden, ist daraus ab- zunehmen, daß Herzog Albrecht in gemeldten Privileg seinen Haupt- und Amtleuten gebeut, daß sie seine Stadt Steyer, und alle andere Städte ob dec Ennß dabey schützen sollen. Also ist solche ältere lneorporarion erweißlich aus des erstgedachten Her¬ zog Albrechts ^.nno IZ78- und also noch im Jahr vor gemelkter Lands-Thei- lung, an den Hauptmann ob der Ennß, Herrn Heinrichen von Welser ab¬ gegangenen Befehl, darinnen der Herzog unrecht heisset, daß er einen Steye- rischen Burger, Heinrich den Zauner, für ihn geladen, mit Andeutung , weilen seine Herrschafft Stener allweg herv abgesondert sey gewesen, mit ih¬ ren Gericht, so solle er Hauptmann , die Bürger zu Gteyer bleiben lassen, wie es vor Alters Herkommen rc. Wann nun Steuer damahlen noch zum Lande Steyer gehört, so Härte der Hauptmann ob der Ennß, seine Befehl und Oiraric^en in einem andern und seinem Gerichts - Ztvang nicht unter- worffenen Land, wie das Hürstenthum Steyer damahlen aewcft, nicht aus- fertigen können. Daß asso diesemnach wohlermeldter Herr Reichart Gtrein in seinen Ober-Ennsmschen ^nnallbys gantz recht schreibet, daß mitvorge- rneld- ll)ut von solcher abgesonderten surisHAivn auch Meldung der im Closter Ney- sE bürg an Sonntag vor Michaelis 1)79. zwischen droben gedachten zweyen 6^ weldter Herzogs Orrocari vonsrion auch die Grafschafft und Stadt Steyer älwur zum Lano ob der Ennß kommen, und damahlen von der Steyermarck abge- sondert worden sey. Und zwarvon selber Zeit an ist vielgemeldte Grafschafft Steyer, ander- Wasmu selben Weite und jungE-on um ein merckliches gemindert und eingezogen ^rGraf. worden. Dann zu geschweigen, daß nicht allein schon lange zuvor, nemlich Steyer ums Jahr Christi 1074. Marggraf Occocsr der Erste, und Libero sein ferner zum Bruder, genannt der Waldgraf aus ihrer Grafschafft Steyer Gütern, das Closter Admont, mit einem grossen Bezirck Landes, Aichdorff,Aerning,und mm. Hützenbihel-Thal begabt; Hiernechst auch bey der kurMsrion des Closter Gärsten, dasjenige, was die alten Marggrafen und Herzoge von Steyer gleich Anfangs und nach und nach an Land und Gebiet, nechst um das Schloß Steyer, und dann weiter hinein nach der Ennß gelegen, und also ein grosses Gezirch wie auch ein und anders so sie zum Closter Gleinck gestifftund geschafft, davon kommen. So ist noch über dieses und vornemlich mit gemeldter Lands-Übergab Ennß, von gedachter Hcrrschafft die Stadt Steyer, Ennß, die Closter Gärsten, Gärsim, Meinck, Lambach und andere Gebiete mehr abgesondert, und dieses alles zum Ambach Land ob der Ennß gezogen, was aber jenseits der Ennß gelegen, zu Unter- Oesterreich, ein gut Theil aber zum Land Steyer geschlagen, und dahin m- cvrporiret worden: Mithin von selber Zeit an Steyer nicht mehr für eine Grafschaft Graß sondern nur für eine Herrschafft, wie noch, geachtet und gerechnet Steyer lvor^n wird «ine ^Vt0en. Herrschaft» Jedoch ist dieselbe damahls und noch lange Zeit hernach bey ihrer sonder- von bahren surKöitHon und Gerichts-Stab gelassen, und von der Landes-Haupt- der Landes» männischen lnlbmr des Landes ob der Ennß völlig eximirt geblieben. Es H^pt- chut von solcher abgesonderten juri^-Aion auch Meldung der im Closter Ney- ^>"1^ bürg an Sonntag vor Michaelis IZ79. zwischen droben gedachten zweyen Brüdern, Albrechten und Leopolden Herzogen zu Oesterreich, aufgerichte Theil-Brief, bey dem Articul, was in fein, Herzog Albrechts Gerichts- owang gehören solle, da es heisset: „Daß alles in die ebegenannte Hof- " Schramm gen Wien, in die Hauptmannschafft ob der Ennß , und die ''Pflege zu Steyer gehöret, so wie es biß anhero ein Land - Marschallin "Oesterreich, ein Haupmann ob der Ennß, und ein Burggraf zu Steyer in- ' Nen gehabt und besessen haben re.,, Solche surischÄion nun hat ein Pfleger vder Burggraf zu Steyer in Namen und an statt der regierenden Lands-Für¬ sten zur selben Zeit, und lang hernach, auch aber die Stadt Steyer exei-ciret, vor denen in anderter Inttgn- der Rath und die Bürger zu Steyer Recht ge¬ ben und genommen, wie solches unter andern, aus Herzog Albrechten Aus- lpruch, der unten am bedüngen Orte vorkommen wird , ^nno 1Z96. zwi¬ lchen den Burgern zu Steyer, und Friedrichen den Pogner, der auf dem ^hurm in der Veste zu Steyer gewohnt, zu sehen ist, darinnen dem Pfleger A Steyer eingestellt wird, gedachten Pogner zu keinen Thätigungen, die vorm Pfleger geschehen, und die Bürgecschafft zu Steyer, oder auch nur etliche verleiden angehen, nicht zu fordern rc. Ingleichen aus Herzog Albrechts V. -Befehl an Herr Reinprcchten von Walser, Hauptmann ob der Ennß, abgan- ,,darinnen er ihm befiehlt, die Bürger von Steyer bey ihren Freyhewm -'bleiben zu lassen, Krafft deren sie nicht schuldig seym in der Hauptmannschafft -'Zu erscheinen, und sie nicht ferner für ihn oder seinen Attwaldt zu laden; '-Sondern, da jemand an dieselben Burger was zu sprechen, der möge das „vor seinen (des Herzogs) Pfleger, dem Richter, oder dem Rath daselbst zu „Steyer, als vormahls Herkommen, wem aber Dingnus Noth geschehe, das- „mve an ihn den Fürsten thun rc.» Dahero ist auch in den meisten der Stadt 1 nvuetzien die Handhabung derselben, und Adhelffunss der Beschwerden dar- C 2 wider. 20 W )o( W -^nnu, wider, gedachten Burggrafen oder Pflegern der Herrschafft Steyer von dem i Lands - Fürsten aufgerragen gewest. Streit Solcher Lxcmrions-Befreyung von der LandsrHauptmannischenlnllan?, über der haben sich die von Gteyer jederzeit/' auch noch damahlen, zu Zeiten Königs AAr IMislai - Herzog Albrechten des VI. und seines Bruders, Kayser Friedrichs Lxcmrwn. des III. da der Burggrafen juriscliLkion gegen der Stadt Steyer nicht mehr üblich gewest, gebrauchet, und in die Hauptmannschafft zu Red und Antwort nicht erscheinen wollen, sondern sich aufden Landes-Fürsten selbst, oder des¬ sen Hof» Rüth und Regierung gewendet, wessentwegen sonderlich zu Kayser Friedrichs, Vlaximiliani und kercknancli I. Zeiten zwischen der Landes - Haupt- mannschafft und der Stadt Steyer langwierige Strittigkeiten erwachsen, biß endlich der König kerclmanclusl. ^nno I5Z2. dieselben entschieden, davon unten an seinem Ort ein mehrers. v.Hosephs Aus deme, was jetzo erzehlet worden, ist fürs andere der Irrthum wahr- Grünbecks zunehmen, den der oben gedachte Grünbeck in seiner über die Erhebung der ^rrthum. StadtSteyer gestellten MroloZischen dlarivität, beaangen, darinnen er die Ein¬ verleibung dieser Stadt zum Lande ob der Ennß Kayser kuäolpho primo zu- schreibet. Stadt Es ist auch bey solcher Incorporation noch ferner, und zum Dritten in Dorruq acht zu nehmen, daß damahlen unter denen jetziger Zeit Sieben Städten im vor denan- Land ob der Ennß, allein Steyer eine dem Landes-Fürsten selbst zugehörig der» 6. ge Stadt gewest, die übrigen alle aber noch ihre absonderliche mittelbahre § Land" Herren gehabt, oder doch zu Städten noch nicht erhebt gewesen. Dannen- hero Steyer als die ältiste Land-Stadt vor Alters her, wie auch noch auf gegenwärtige Zeit, die LrXeminenr und Vorzug mit den Vorsitz, erster Stimme, Fertigung und andern in Land - Tagen und andern Zusammen- künfften der Land-Stände, und sonsten, vor den andern Sechs Städten ge¬ habt, und noch hat. Antz und Dann es ist bekannt, daß Liny wie auch Weiß erst nach der Donation Herzogs Orrocarl ums Jahr H9O. durch Herzog I.eopolcken zu Oesterreich; KE.' Lmtz zwar, und alles das eigen (wie die Wort lauten) das darzu gehört her zu Theil von dem Ränder Holtz, von Herrn Gottschalck,von Güntßberch; Weiß aber, und die Leute, und alles was die eigen und zur selben Stadt ge¬ hört, von Bischoff Heinrich von würyburg erkaufst worden. Ennß Ennß, möchte zwar in Ansehung derselben ersten Erbauung umS Jahr 900. nen, sondern die gantze Zugehörung war allein, 2 llumme ^nall, »ggue 26 „lluvium Kunöi'ala, vel 2 8ylvs ?scsvienll usgue acl ^naüim, von dem Ennß- »Fluß, biß an den Bach Rundsal, 21,33 Rottsala, oder von Passauer Wald, --biß an die Ennß. Die Grafschafft Lambach hat ihren sondern Grafen ge¬ habt, also die Grafschafft welß, so erst hernach zu Oesterreich kommen; »«So hat die Grafschafft Steyer dem Marggrafen von Steyer zugehört/ wie »auch das Ländel zwischen der Ennß und der Crembß begriffen, absonderlich '-zu Oesterreich noch hievor durch einen Kälbern Beltz kommen. Ingleichen »damahlen die Frcyen von Schaunberg ihre Herrschafft von Reich zu Lehen »-getragen. Jenseits der Donau, ist das Mühl-Viertel, von der Grafschafft »Pogen darzu kommen, das Mahland erst nach Absterben der Grafen von »Elam; so hat die Riedmarch daselbsten, auch noch zuvor zu Oesterreich ge- »höret; Dahero dacfür zu halten, daß darum der gemeine M ann von ihren rändel os "Vor-Eltern her, ranguam per M3NU8 trackcum, das gantze Land ob der woher"es "Ennß anderst nicht, als ein Ländel, noch auf den heuntigen Tag, zu nen- also gmm» ''Nen pflegen rc.„ üsec 8cre!N,u3 öaro. net, . Jetziger Zeit aber, wie die vorhandenen Land-Lags äöa öe ^nno *568. zeigen, erstrecket sich solches Land ob der Ennß in seinen Begriff, nach der Breite, auf acht und zehen, in die Länge aber, auf achtzehen Meilen weit rc. Ende des ersten Buchs. §3 Das 22 W )o( W Was andere MG Hält in sich die Regierungen der Herzoge von Oester- reich und Steyer, aus dem Babenbergischen Stamme. Nemlich: Herzog t.ec>poi6i des Sechsten. Herzog iHäerici des Ersten. Herzog l^eopoiäi des Siebenden. Herzog lUclerici des Letzte«/ und Königs Ottocan von Behamb. Und was sich darunter zu- und um Steyer denckwürdiges zuge- tragen hat. Von Hnno 1188. biß ins Jahr 1282. Fas andere Ach. ännu« 'M- eopol6u8, diß Namens der Sechste, zugenannt der Tugendhasste, Her- I zog zu Oesterreich, ein Sohn Herzog Heinrichs, den man seines Z . Sprichworts halber: Ja samber GGtt, nannte, war aus diesem VI. Herzog -L—/ Geschlecht der Erste Herzog in Steyer, nachdem ihm sein Tochter- reicht mann, Herzog Ottocar, wie wir oben gemeldt, solches Herzogthum übergeben Steyer. und abgetretten. cumsäAbt I lyo. starb Sunr36lt8 Abbt zu Gärsten im zwölfften Jahr seiner zu Gärsten Regierung; Ihm ist nachgefolgt 8xru§. 1-1190- ^nno H92. ist mit Tod abgangen offtgedachter Herzog Orcocar von ottoA Steyer der Letzte, in seiner Stifft der Carchauß Seiz, darinnen er begra- 1-1192- ben liegt. Herzog Deme ist im Tode nachgefolgt, sein Schwieger - Vatter s.eopo!6u8 -Zn. Veopoiäu^ als er w tzen Heil. WerhnachdFeyertagen, nahe beym Schlosse Grälz von Roß gefallen, und ein Bein gebrochen, das ihm mufte abaenommen wer¬ den. Er hegt in dem Clostcr Heil. Creutz in Oesterreich begraben. Friedrich Friedrich, genannt der Christlich/ und r.eopo!cl der VH. der Ehrsame, poiäusvil Gebrüder, vor^:meldten Herzog l.eopolck Söhn : theilen die Landes Regie¬ regierende' rung; Friedrich wird über Steyer, und'Leopold über Oesterreich regieren- Herzogen. Herr. Herzog ^nno I i y8. vel 99 stirbt Herzog Friedrich, im Zug nach dem Heil. Land/ Friedrich zum Heil. Creutz begraben, und verließ kein Kind, daher fiel das Land Steyer 1-1198. wieder an Herzog Leopolden. Abt8yrur Hnno I20O. schied aus dieser Welt, Abbt 8/VU8 zu Gärsten, als er IO. 21200. Jahr regiert, sein 8ucce6or war 6eicbco!(iu8 lll. -Znno 1201. gibt Herzog l-eopolö dem Clofter Gleinck die Kirchen zu Dietach, für das Dorff daselbst welches Marggraf Ocrocsr von Steyer dem Abtverck- Clsstex gestlfft. und cuu-"' Gemeldter Abbt 6ercktol6 HI. zu Gärsten lebte nicht lang in seiner?rX- i^äus n. igtur, und starbe -^nno 1205. An seine statt wurde erwählt Om^clu8 n. Weit aber auch dieser in eben dem Jahre noch sein Leben beschlossen, so kam an sei- _ W )O( M _2Z ne statt ttaclmgruZ. Bey dessen Zeiten hat ein Ritter oder Edelmann, Düring ännus von Ternberg genannt, Eberhards Sohn ihr etlich nebst Herrn Otten Scheck- hen zu Gärsten auf dem Freudhof erschlagen, deswegen zur Abbüssung gen^°' Rom, und folgend mit Herzog l.eopo1äen von Oesterreich über Meer wall¬ fahrten gezogen. Die Annsles des Closter Gärsten gedencken im Jahr 12 IO. den ZV. Dec- 1210. eines grossen Gewässers, mit diesen Worten : kluvia maxims repome etluiä GroßGe- sc inunckatione katts, ciie Dommico, circa meriäiern mulri komines perierunt. So auch im folgenden 12Uten Jahr eines in dieser Refier gefallenen 1211. grossen Schnee, dergleichen vorhin niemand gedacht, dadurch viel Leute umge- ZAe. kommen seyn. Anno r2iz. an 8t. Ikomas-Tag war Herzog r.eopolö zu Steyer, Mit I2IZ. deme zog damahlen vorgemeldter Abt Uaämar zu Gärsten über Meer, zum Heil. Grab; Und ist vermuthlich nicht wieder kommen, weilen in diesemIahr Ayer. ein anderer Abbt erlvählt worden, Rahmens Arnkalm. Um diese Zeit, werden in Herzog l-eopolck zu Oesterreich Briefen ,die er Mttev Ge- Anno I2 IZ. dem Closter Gärsten ertheilet, als Zeugen gefunden, ^uöolpb und Alechr der Orrocar Preyhaffen, und Otto 8ckeckL )Ln Urbs 8cyria, die waren aus der undScheck' Zahl, der damahlen zu Steyer gewesenen Gemeine der Ritterschafft, davon hen zu an seinem Ort mit mehrern. Hier aber will ich nur melden, was von diesen S^er. beyderr fürnehmen Steyerischen Ritter-Geschlechten in Brieflichen Urkundm vnd ^onmnenris gefunden wird. Der Herren Preyhaffen Wappen. Ottskerur co^nomj- ne Prey« Haffen, Zeug in Herzog - Dietmayrder Preyhaffen, Zeuge, in des Closter Crembsmunstee Briefen von Marggraf Ottocar von Steyer ausgehend, öeAnno nr6. öerciicolä und Ueinrick. unter Marggraftn Occocal s Lehen- und Hof', ^euten circa Annum 1186. Kuflolpb, Ottocar und Alber, seyn Zeugen neben an¬ dern fürnehmen Herren Geschlechtern, in Herzogs beopolcli zu Oesterreich und Steyer, dem Closter Gärsten und 8c. klorian gegebner Freyheit, fle Ann. iroz. 12O und des Closter Crembömünster An. 1207. k(u6o!pk §t Ottocar Preyhaffen, Brüder, in l)rbe 8txra, zeugen in Herzog "vxvick Briefs,lvje gemMAn. I2iz.und l22z. Friedrich zu Oesterreich Brie- 24_ W )O( W _—— L'MUS Briefen, dem Frauen- Clofter Erlach ertheilt,ttsrirt in^nsso Hnn. I2Z7. priä. ck^ari Oslenfl. )umr. 2*'' V^slcbm, ^lgrgogrtt §c öertbolö, haben gelebet ^n. 1 261. §r 72. ksrcbolcl hat ein Sohn verlassen, Rahmens Uemricb, der gelebet 1298. öcr Zoo. LLj Ottocsr ^n. 1297. ^lsrguarö- Ueinricb, §c öercktoltt, Gebrüder ^n. 1298. Ueinrrcb starbe /^n. r Z O2. Die waren Herrn Marcharts Söhne. ttemrick.6erckko168 Sohn, aus der Gemein der Ritter zu Steyer^. izo^. ^jargusrö, Oiermrrr, Ulrich, Hemrick, ^r>. r zo8. Neinrick, der alte Preyhaffen, Herrn Marcharts Vater, haben gelebt 1318. liegen im Clofter Gärften begraben. In Friedrich Biber Kauft-Brief auf Frau Demuth von Volckenftorff, Marcharts Oxor. X4. Otten des Stainers zu Haußeck Tochters, iz 26. Seiten, seyn Zeugen und Siegler, Herr Ulrich von Grünburg, Herr Marchart Prey- Haffen, Herr Eberhard von Walsee, zu den ZeitenHauptmann ob der Ennß/Herr Heinrich von Volckenftorff, und Herr Gundacker von Losenstein, ^n. i 340. dar¬ aus abzunehmen, in was hoher Achtung die Preyhaffen müssen gewesen seyn, wetten Herr Marchart vielen andern vornehmen Herrn Geschlechtern vorge- fttzet wird. Ueinn'cb der Preyhaffen,Otten von Flachenegq sein Oheimen. IZ^9. Peter der preyhaffen, Pfleger oder Burggraf zu Steyer ^n. r Z70. der übergibt einen Weingarten im Raitzenthal seiner Haußfrauen, Framn^nnL und ihrem Krnd. Zeugen, Herr Hannß Tozenpeck von Tozenpach, und Hein¬ rich der Libenperger vonHekßtem iz8o. diese Frau ^nns verkaufte ihr frey- eigenes zu Feyecsbrunn in Oesterreich, ihren Vettern, Herrn Wernhardten dem Truchseßen vonRetcherstorff ^n. r z?8. Wenzel und Ernst, der Preyhaffen Gebrüder ^n. i z86.§c9r. Der Edel, Ernst der Preyhaffen zu Clingenpergund Schwerdperg,kaufft Gülten, gelegen IN der KüntgswtsserPfarr,von Margret Heinrich des Lehen¬ hauser seel. Tochter,^». 14^2. wird der Erbar imirulirt, und hat noch gelebt ^nno 1422. Dieses Geschlechts liegen etliche in Clofter Gärften, dahin sie sondere Jahr -Täg geftifft, begraben: Allda in der Kirchen ein Grabstein, darauf ste¬ het, Heinrich Preyhaffen, und im Creutzgang/Geörgen Preyhaffen Grabstein Md Wappen, beyde ohne Jahr-Zahl. Der Herren Scheckhen Wappen. vierericus Scheckhe, Zeug in des Closters Crembsmünster Briefen, von Marggraf Ottocar von Steyer r i26. LKrM viermZ ör Xlarguarä fracres, Mnillenales Herzogs Ottocgri VON Steyer/ Und ^sekiro, vlrick, Kercktolck Octo^ minillerisles Oucis Zr^rise, Eberhard und Ott sein Bruder An. n86. ^eopO^us Gcheckhe,Aeug in Herzog L-eopolö zu Oesterreich und Steyer Briefen, dem Closter 8r. Norian gegeben Anno 1204. Occo des Düring Sohn, Zeug in dem Steyer Gärsterischen Briefen An. 1205. Item An. I2rz. Otto Scheckhe in vrbe 8c^r3. Herrn Otten, hat Herr Düring von Ternberg, neben andern zu Bärsten im Freithoferschlagen. HerrDiemmr Scheckh,Herzogs l^ovolck zuOesterreichMarfchallA.i22z. OurinZns §i.vlricu8, voMomine Scheckhe werden in der Fürsten BriefalS Zeugen gefundenen. 12Z7.62.72. Herr UlrrchScheckhAn. 1290. )osepb, Xlar^uarcl-kerckrolö haben gelebt An.4296. Herr Marchart schreibt sich in BriefenIch Herr XlZr-guru-cl Scheckhe, DieScheck- Hcrrn Dürings Sohn, des Scheckhen von Steuer, An. 1298. Er war einer aus Mk,' der Gemein decRittec zu Steyer. An. izo?. A rzc>7 vxor, Adelheid. Briefen öercbroicius cle 8checke, Dilles 6e 8r/tt3, vxor,KttNigUNd,erist An. iZiZ. Herren, gestorben, lepulr. zu Bärsten. ^Otto, der Erbar, Ritter, Herrn MarchartS Sohn, dem bat die Mühl beym Spital zugehörr, stlfft eine ewige Wochen Meß, in der Spital-Kirchen zu halten, ^n. iz2z, warBurggrafaufSteyerAn. rzzz. liegt zu Bärsten begraben: Auf seinen Leich-Stein stehet, An. KlLLVXbVI. in invemione 8t. 8topbani lttotomart/ris f Ke- verenclus ^li!es-L)n.Otro8cbleckA6s1kei'chs,vxor Occonis dcliek s An. »«- Eberhard Scheckh lebte An. izo4. jo3nn war BurggrafanfSteyer^n. izsz. An. 56. noch einer diesesNas Wens, der auch zu Gärsten begraben, An. f keverenllusXtiles On. josnnes 8cbec!ce. Ottunb Friedrich die Scheckhen An. 1554. Der Erbar Herr, Herr Niclas der Scheckhe, H. Ottens Sohn, war Burgs grafzuSteyerAn 1357.58.undzumanderntnah!An. iz62. Heinrich, Georg und Stephan die Scheckhen wohnend zu Steyer; Also schreiben sie sich in Briefen An. -Z7Z.§c 79. Gemeldter Heinrich, Hanns und Ulrich seine Söhn haben ein Seifst zur Pfarr-Kirchenzu Steyer gethan, so Wan unter unser lieben Frauen Amt für Lebend und Todte betet, soll auch für sie und ihr Geschlecht gebeten werden. Es solle auch am nechsten Tag, nach unser lieben Frauen Scheidung, zu Abend eine ViZil, und Morgens ein gesungen ^eel?Amr,mid zwo gesprochene Messen, gehalten, und selbiges Tags der Pfar¬ rer, den armen Leuten ins Spital Brod, Wein, Ever und Fleisch schicken. Hanns und Ulrich, die Schecken Gebrüder, verkauffen unter andern Gül¬ ten, daß Amt Gaissern, und die Kirch-Vogtey zu Ernfthoffen Herrn Heinrich Selckhjng An. 1Z96. Ulrich Scheckhe, von Menhardstorss An. iz6k. Stephan odgermldten Heinrichs Sohn, auch BurggrafzuSteyerA. rz-i» . Der Erbar, Vest Ritter Herr Stephan Scheckhe, An.iZ/r- sein Gemahl war Frau Kunigunv Hn.Wehrnhards des Truchsessen vonRicherstorff Toch- wr, verkauffen das Hauß zu Richerstorff Herrn Wehrnhard Truchsessen, seinen ^ohn, und ihrenErbm. Zeug seyn Vetter Heinrich der Scheckhe von Steyer, und Lew der Truchseß von GötzenstorffAn. 1)74. Der Erbar veste Ritter, Herr Stephan der Scheckhe verkaufst etliche Gü¬ ter m der Sünrger Pfarr, Herrn Peter von Losenstein An. iz8 Er setzt sei¬ nen Sohn (pmo den Borgen) zu Gerhaben . Bischoff Berchtolden zu Freising, D Hann- 26 _ W )O( M _ ännm Hannsen Bibringer Ritter/ und Hannsen den Tetzenstorffer; Auf seinen Leichs Ak' stein zu Bärsten stehet, -Zn. Oom. XI (.LLl.XXXVl. f On. 8tepkanus 8cbecke , m clie 8t. Meise, Stephan und Heinrich/ Vettern ^n i z8 s. Ulrich und Hannß Gebrüder/ GeorgihrVetter^Zn. 1597.^1406. Ulrich und Niclas liegen zu Bärsten, de¬ ren Grabschrifft ^n.xlccccvi. lV.Xul.- - - fUlricus 8ckecke. /Zn. Xl OLLLb.. f Xlileg d^icolLUS 8cbLcks. Georg dec Scheckhe von Wald, Gerhab seiner Vettern Hannß und Georg derScheckhenund ihrer Schweftervon Wockhing -Zn. 1409. Georg Scheck von Wockhing, vxor, Catharina von Haltenberg/Zn. 1455. Hannsi Scheckh von Wockhing, /Zn. 1457. schon todt, bli« Margareth, Xlai-ic. Alex. Hofer am Hof-Zn. 1422. Hat ihren Mann über¬ lebt, und den Sitz am Hof Frau lleaciix von Zelckhing zu Fciedcgg verkaufst /Zn. 1440. -,iz8N'Lcu- Der Edel und Veste Ritter, Georg von Schecke vom Wald, zum Aaqstein Ocors und Ottenschlag Herzog Albrechts zu Oesterreich Cammermeifter und Pfleger 8ckeckc, auf Steyer cZn. I4ZO. hat bei) den Leichen-conäutt Käufer Alberti n. zu Wien Li2A-aer /Zn. 1459. den Schild des Römischen Reichs getragen: Seine beude Töchter liegen allda begraben/ zu Wien bey den Augustinern mit folgender Grabschrifft : cipi, 8c 'Hie seyn begraben, Jungfrau Apollonia, und JungfrauDo> Oucir ^1- rothea, Herrn Georg des Scheckhen von Wald Töchter, den A» 'u. bedeli GOtt genad. Gemeldter Herr Georg Scheckh, (den ich für den legten dieses Geschlechts halte) hat sein Hauß aufm Berg zu Steyer, an der Stadt Mauren, das vnrte HaußvonderHof- Brucken gelegen, seinem Diener, Stephan Hasider, Bur¬ ger zu Steyer geschenckt, derUbergab-Briefistllarirt aufnAggstem/Zn. 146^. cumsä u.' /Zn. 12 s 6. wird Lunraclus Hl. zum Äbten zu Gärsten erwählet, war vor- Gärsten. herol'ttvrzuMeick. Herzog -Zn. 1217. befand sich Herzog Mopolll allhie aufn Schloß Steyer, wie zuse- I^eopoiä Herr aus seinen llrivileZio dem Eloster Crembsmünster gegeben / darinnen er das- Aosse zu selbe, gegen Dargab einer Summa Geldes/ an Herrn Ortolffen von Volcken- Gttyer. storff befcevet sb/Zcivocacorum opptellione Lc fuclicum 8ecularium potellsre. Oueum in OMro suo8r/tL Dominics Mo mibi. Was Herzog Mopollldamahs len für vornehme Leute zu Steyer um und bey sich gehabt, wird zum Theil in diesem Befreyungö-lnllrumem, so er dem Cloftec Crembsmünster ertheilct, gedacht; Und werden darinn als Zeugen, die bey der Handlung mit gewesen, mit Nahmen benennet. Nemlichen, Oottkricius -Zbbas -Z6moncenÜ8, Lonrsclus -Zbbs8 Osrllenlls, Diecmsru«, 8icenlletenlis»Dietbolciu8 Xlarcbio 6eUocbbur§, Otto /Zllvocstus 6e MnZilibscb, Ulricus 6e ?erneclc, UIrrcu8 Xlsrescbslcus, kernbsrllus 8crein, Otto cle llorre, Ounclslcer eie 8t/rg, §L irscer ejus Durinzus, Ottalcer?reubsven,lmbrico 6e 8teinbscb Lt kriäericus 6e 8cstoue. -Znno 1218. wird Abt Lunrallus III. zu Gärsten zum Abten des ClosterS «einberm, Mölck erwählt, an dessen statt kommt gen Gärsten, keinbercus, oder keßin- Abt zu bertus, bey dessen Zeiten ist /Zn. I21-. das Eloster Gärsten abgebrannt. Als Az, Reinbertus gestorben, kam zur llrselstur llercbcolcjus !V. -Zn. 1229. 1229- -Zn. i22z. im Herbst, war Herzog Mopolll zu Oesterreich abermahl allhier aufm Schloß; Solches erscheinet aus Herrn Ernesten von Stigesperg, Xlini- ' tterislis gedachten Herzogs Stifftung in das Eloster Gärsten, so geschehen in Osllro Steyer; Dardey seyn Zeugen gewest, Abt MZrin zu Gleinck, Gundacker und Dietmar, Dürings von Steyer Söhne, Ott von Nor, Berthold Schenck von Emerberg, Ocrocar und llullolpb Preyhaffen Gebrüder, Düring von Scha¬ chen, Dietmar Scheckh des Herzogs Marschall, Ott Scheckh, Xlsrgusrll von Steyer, Wolckhim, OKcialis zu Steyer. Hnno _ W )v( DH 27 o i2ZO. starbHerzog I.eopol6. m^pulig, als er den Pabft mit Kayser F - ich II vereinigen wollte, liegt im Clofter Lilienfeldt, so er geftifft, be- en. Ihme ist in der Regierung über Oesterreich und Steyer iucceckrt sein Herzog Sohn Friedrich der Andere diß Namens, genennet der Streitbare, weilen Leopold e- mir allen seinen Nachbarn, den Ungern, Behaimen, Bayern, Kärndtenund A""' Pussau, Krieg geführt, auch sich Kayser Friedrichen H. mit Waffen wiedersetzt.' Herzog Davon ich nur mit wenigen dieses melden will, was sich im Land ob der Ennß Friedrich und um Steyer verlosten, wie ^vemmug berichtet, mit diesen Worten: Astl'r) ',Umß Jahr i2Z i . war im Land ob der Ennß ein grosser Räuber genannt Mu rc-ch. „ringer Weser, Herzogs Friedrich zu Oesterreich Hauptmann, (es war Herr „Ecchtnger von Weser) der beraubte überall die Leut, nahm Schärding und "Fahrnbach das Clofter ein, jagt die Münch weg, macht allda eine Rauberey, »mnd verbrennete die Gegend daselbst. Herzog Gtt in Bayern zog ins Land Herzog „ob der Ennß, brennete Lambach aus, verderbte alles mit Brand und Raub um A" »>die Traun, bis an die Ennß, gewann Schärding, stürmet Fahrnbach, sienq 49 thutbiß cm „darinnen, die ließ er köpfen und hencken, gab hernach mit etlichen Bischöffen die Ennß „ein Bindnus an, wieder Herzog Friederichen, der war ein frischer Herr, gab »»um niemand, ließ keinem, wiewohlen er Friedrich heisset, keinen Fried rc. baec "^veminu8. /i.nno I2Z4. starb Abt ksrcbtolöus IV. zu Gärften, ihm iucceöirt Ulnc»8, I2Z6. Ums Jahr i2z6. kam Herzog Friedrich ins Röm. Reichs Acht, die Ursachen ZAF waren,das Beklagen, so stetig von den Benachbarten wäre, welche er ohne Auf- wardindi- hören mit Krieg bttrengete; Seine Verweigerung für dem Kayser zu erscheinen, M ex» dessen Gesandten er schmählich rrattirte, und seine leibliche Mutter mit Gefäng- uuß belegte; darzu käme die unfürstliche That, mit einer schönen Wienerischen Burgers^Frauen begangen: Item, daß er seine Landsassen mit ungewöhnlichen kxsÄionen beschwerte, und alle Clöster in Oesterreich auf einen Tag unverse¬ hens spolirt haben sollte. V. >Vi§uieu8 Hund in seiner Saltzburgerischen Metropol;, schreibt von diesen Handel also: „ In tuprs cliÄo maZno äcbifmare mcer kriöericum lecun- "llum öc ?omi6cem ktomanum, cum kriäencug Dux ^ullrige ab Imperators 26 I^loZunriam citatus, comparere noller: Otto LavariX Dux, manäato „lmperarorig, una cum keZe öobemlL.katrisrcba ^gurleZrenü, kopone 6am- "berF.ktuLÜAero paravien. Lc Lunrs6o kritin^enll 6pi5copi8. tumpris srmis, /^u-> "lliizm ScLl^riam valiarnM, binrium frullraobseöerunt, I2z6. inguo bel- „lo pstJviens. 6c knlmA. bpilcopi a kriclerico capti tunc, das ist: Als in Wäh: -senden vorgedachten Zwiespalt zwischen den Pabsten und Kayser Friedrichen "ll.der Herzog Friedrich von Oesterreich auf den Reichs Tag zu Mayntz nicht „wollte erscheinen,nahmen aufdeSKaysersBefehl/HerzogOttvonBayern,neben "ten Körng in Bchaim, Patriarchen zu Aglarn, und den Bischoff l^opo zu B-schoff -»Bambergs Rüdingern von Passau, und Conrad von Frcysinq, die Waffen Frey? »Hur Hand, verwüsteten Oesterreich und Steyer, belagerten Limz, aber verr in welchen Krieg der Bischoff von Passau und Fccysing von Herzog werde« "Friederich gefangen worden; Solche Entsetzung verrichtet Herzog Frrednch, „wre ^venün»8 meldet, mit Hülff Grafen 2llbrechts von Bogen, vor den und die / »sobald. Stadt ent» Im folgenden Jahr hernach än. 1237- kam Kayser Friedrich samt seinem Al- Aohn Köntg Lunracl mit einem grossen Heer in diese Land, dessen Einzug ge- brecht 'chah nn Monat April; Unter seinen Kriegs-Volck waren unter andern, wie von Bo- n e in des Fürstentbums Steyer FreybeitS« Lonüi Marion von gemelvten ZMer damahlcn zu Ennß ertheilet, als Zeugen benennet styn : ,237. ^eyftid, Errz: Bischoff zu Maynz. Heinrich, Landgraf in Thüringen. ^ cceorecht, Bischoff zu Bamberg. Hermann, Marggraf von Baa-n komme Lueger, Bischoffzu Passau. den, indEand Eonrad, Bischoff zu Freyfing. Gottfried, Graf von Hohenlohe. 28 W )o( M ak-ikki I2Z7- sten und Grafen, so en- nse Oprimare« 36 vucem kriclericum recieunr, leZari Impersrorig veniunr lse- rnm nuncinm, v6elicec Zrgsjgm Imperstori« porrunre« eitlem: „Nachdem- ..sich die Stadt Wrenn ergeben, stellen sich die Herren beym Herzog Friedrich ,.w eder ein; undkommen des Kaysers Gesandte nntfröiicherBottschafft, und „bringendesKaysers Gnade mW. Hnno 124Z. wird der Abr öcrcbtolö V- zuGäcsten ab-und an seine Stelle gefegt Orto'pbus. ^nno 1244. zerstöhrt Herzog Friedrich des Bischoff von Passau Schloß Ebersperg m oreftm Land; Er kunnte ohne Krieg nicht ruhen, fieng in der Schlacht bey Laa 124^ Herzog Ulrich aus Kärnvten, samt zoo. seiner Edelleure, welche den König aus Behaim beystäudtg waren; Als er aber uns l^nq hernach am 2^sten Iunii 1246. dem König Leise von Ungern na¬ he bcy derNeustadt eine Schlacht gelicffcrt,siegte er zwar ob,wurde aber tödts tlch vcrwundt, und im Gedränge von seinen eigenen Leuten umsLeben gebracht; Er hatmit seinen Gemahlinnen kein Kind erzeuget, dahero mit ihme der Männ¬ liche Stamm der Herzoge von Oesterreich, aus dem Babenbergischen Hauß und Geschlechte abgestorben, und erloschen. Herzog Friedrichs Leichnam hegt im Closter zum H. Creutz begraben. Hiebey nun stunde Oesterreich, Steyer und Crain ohne einigen Lands- Fürsten, gienge dahero aller Orten nicht zum .besten zu, und zwar im Land ob der Ennß, Ware nach Anzeige der Gä'stnerischen ^nnnlium, grosse Uneinigkeit unter den Land Herren, die zwischen der Ennß und Thraun gesessen. Es waren aber aus dem Oefterreichischen Stamm noch zwo Weibs Pers re.h von sonen übrig, Frau Margareth, Herzog Friedrichs Schwester, König Hem- richs von Xpulien, Kayser Friedrichs Sohn, nachgelassene Wittib, und Frau Frau Ger- Gertraudt, Herzog Heinrichs zu Mödling, Herzog Friedrichs Brudern Toch- " " ter, welche sich ^n. 1247. an Macggrafen Uladislaum von Mähren vermäh¬ lt __ W)O(W __ __29 let hatte, der sich zwar der Regierung über Oesterreich unterzogen, er starb aber ^n», in Kürtze, und griff hernach Frau Gertraut zur änderten Ehe, mit Marggrafen Ak" Hermann von Baaden. 1249. sterreich 1248. Herrn Ul¬ richs von Lovenstem Pfandt- schafft über die Herr¬ schafft um Herzog Otto von Bayern kommt nach Ennß. Abt Or- t ipk zu Garsten reißt zum Kayter Eiender Zustand im Lande. Land-Her¬ ren und Adel seyn zweyspäl- kig- Bey solchem lnrerreZnv hatder Kayser, (nach Anzeig der alten geschrieb- umer- nenOesterreichischen Lkronics) einen hohen Herrn von Aach, (f) und hernach AyM* Grafen Meinharten von Tyrol gesandt, daß ihnen die Lande Oesterreich und Statthal- Steyermarck werden sollten. Andere melden, der Kayser habe auf der Land- ter m Er¬ schafft Anhalten Herzog Otten aus Bayern ^nno 1248- zu einen Statthalter in Oesterreich gesetzt. In diesen Jahr bestätiget Kayser Friedrich llöslrico Rodenstein, ob iiZnsrionem öe?ostestiom'bu8 strig spust Austum, sst oKcium Nocsngms 8c^riX perrinencibus, per (lomirem ste Lderstein stustum Lspitsneum ^ustrise 8r^ riss pro stucenris übrig Vienn. monetse fskism: m OviLscem esnstem, ä proximo prsererito testo 8 Martini usgue sst snnum unum,sst Honorem (inguicOLisr) nostrum, cum expenstg stu's cuttostire stede-rr. Düs ist, der Kayser bestätiget »den Herrn Ulrich von Lobenftein,(sie waren Herren im Land ob der Ennß, Ennß. »davon das öde Schloß Lobenftein noch vorhanden) die Verschreibung über »die Herrschafften oder Güter bey Ennß gelegen, und (wie ichß verstehe) zum ,'Cantzler-Amt Steyer gehörig, welche ihm vormahls der Graf von Eberstem, gewester Statthalter in Oesterreich und Steyer für 200. Pf. Wiener-Müntz »zum Pfand gegeben: also und dergestalt, daß er von Lobenstein dieselbe Stadt, »(die ich für Steyer oder Ennß halte) von verwichenett St. Martins-Tag, »noch ein Jahr lang, zu Ehren des Kaysers, doch aufseine Unkosten, behalten „und verwahren solle. 2n gemeldtenIahr ist Abt OrrolpH zu Gärsten in seinem und der Kirchen Geschäfften zu Kayser Friderichen in Jtaliam nach Cremon gezogen, von den- mben mit aller Ehrerbrethung empfangen, und wieder abgcftrkiget worden. Es wäre damahls ein erbärmlicher und kläglicher Zustand, wie im gantzen Lan¬ de, also auch um die Stadt Steyer, und wufteniemand wer Koch öder Kellner lvar; Marggraf Herman von Baaden kam ins Land, mit Volck, und zog die Regierung, als Ehe-Vogt seiner Gemahlin, von Oesterreich an sich, konnte aber nicht völlig zu seinen Zweck gelangen: Etliche Land-Herren hiengen ihm am andere, und sonderlich die von Khünring waren ihm zuwider, also stund der Adel gegeneinander, waren uneinig und zertrennet, Sc nullus tust psmru8 incer *pst>8, gui conlistersts luse nodilitsrig msreria pscem Lscerer sut servsrec, sagen die Gürstnerischen /Znnsles: „ Es seye keiner unter ihnen gewest, der in Anse¬ hung seines Adel-Stands Friede gemacht, oder F iede gehalten hätte „ Auf vereinen Seiten konnte auch Herzog Otto von Bayern seinem vom Kayser an- befohlenen Statthalter-Amt solchergestallt auch kein Genügen thun; Er kam zwar mit wenig seines Volcks nach Ennß, und brachte etliche Lands-Herren m seine d)Lvorion, wurde aber nach seinen Abzug, als ein weibischer Herr, wi der verlassen. Immittelst gieng es in Land bund über Eck, cerrs mrbnrur (sprechen die Gärftnerischen ^nnales) psupere8 clsmsnr, Hcclellse spoli-mrur, 'Ncenciig commicruntur, Zc non erst snAulug gui non zemerer, das Land Ward "verunruhjget, die armen Leute schrien über denIammer, die Krochen hat man "geplündert, mit Sengen und Brennen grossen Schaden getban, und sey kein '»«rmckel zu finden gewest, da nicht Heulen und Schreycn gehöret worden. Solcher Jammer vermehrete sich noch mehr nach dem Tod Marggraf Oermans von Baaden, der Hn. 1250. gestorben und zu Closter Neuburg bkgra- N wurde Dann hierauf, schreibt Xvemmug, seyen etliche Oesterreich- und ^teyrerische Land-Herren, zu Herzog Otten von Bayern gen Landshut kom¬ men, und begehrten, ihnen seinen Sohn zu schicken, deme wollten sie zum Für- —__ D Z __ sten k-., j ^^(5 O^on.Llsuttro-diseuburALnk. jaker. (kom, doch die nennen solchen einey 'veren von OedH W )O( Annu» sten annehmen; Darauf bat Herzog Ott seinen Sohn Ludwig mit einem Ao Kriegs-Heer ins Land geschickt, welcher sich der Städte, Lintz, Ennß, und an- Stever derer bemächtiget, drunter auch Steyer herhalten müssen, wie dessen OeorAius tvirdeinge- Ealawinug in seiner gedruckten IrLZOLcha: Luäolpk und Orcocaru8 imirulirt, nommm,^ gedenckt, da er spricht: Ium Ds/s nollros Uunnus atrvx, bellua kines^ue 8r^ri vallsr: ^Enes Orbo I.u6ovico vras 6!io 6oiu8 premit. Uoc tumulm bincium lerrsc caput, Lr 8c^ra > tnalam . Le plura 5e 6eclerunt loca. Des Closters Garsten ^nnales beschreiben Herzog Ludwigs von Bayern Einzug ins Land auch, und melden, er seye als ein junger Herr, mit Krregs- Volck wieder die Oesterreichischen Lands - Herren ankommcn, habe Schlösser und Städte angegriffen, hernach habe er zu gütlicher Abhandlung griffen, und sowohl mit Fürwendung des Kaysers Geschäfft, als auch durch Verheissung Gelds, die Land-Herren auf seine Seite gebracht, hernach scy er wieder nach Hauß gezogen,und habe vermeinet, die Sache gar wohl ausgerichtet zu haben. Die Mit dem Clostcr Garsten aber ist dieses Bayerische Volck nicht zum Bayern freurMchften verfahren, dahero dessen ^nnsles von den zugefügten grossen -emAoster Schaden sehr kläglich schreiben: „Ipü bavari lupramocium aäbccieüam 6ar- Garsten „ttensem rspaciter accjchnres, cum ex improvisoiine prsemumtionerpsum Lsc- Zar feind- „nobium invenirecur, lslirer iuam ne^umam imra Lc extra, ferocirer prvbave- „runt, guvcl bene cvn66o cle Oominv, c^uocl üne ulrione clivina non teeermc „ranca mala. Das ist: Und diese Bayerische Völcker sind über alle Müssen, „wie die Räuber, aufdas Closter Garsten zugeerlet, und weil sie dasselbige also „unversehens, ohne alle Verwahrung gefunden, haben sie innerrund äusser- „haid ihre Boßheit dermassen grausam geübet, daß ich zu GOtt hoffe, (so sagt „der ^utor, welcher diesen Handel erlebet) daß sie solches Übel nicht ohne Gött¬ liche Straffe werdengethan haben rc „ OhueZwerffeUvtLd dicStadtSteyer hierbey auch ihren Theil gehabt, und gentten haben, da es ihren Nachbarn also ergangen. Bestätti' ^nno i2>i. bestätiget Herzog Ott von Bayern vorgedachten Herrn Ul- v der richß YON Lobenstein Losse6ione8 (wie die Worte lauten) aci ^nasum, a6 of- g sicium b!or3risru8 perrinenreg, wie er dre von Kayser Friedrichen gehabt, und Herrn von verpfändet ibme solchenoch ferner, wegen der treuen Dienste, ihmc und seinen Lobenstein. Sonn Herzog Ludwig erwiesen, pro üucenrrs 1ibrr8. Land-Her- Kayser Friedrich war unlängst zuvor verstör den, wormit dann sein inOe- rcnin Oe- sterretch gesetztes Statthalter-Amt, erloschen, die Zwietracht hingegen unter seyn Wch den Land-Herren nahm je länger je mehr überhand; Die eine Parrhcy (schreibt xwi.ipäi- dulpimanu8) hatte der Schenck von Ruspech, die andere, Herr Ott vonHaß- rig lau, und Herr Hattmar von Luchtenberg, diesen stunden bev die Pottendorffer, derSchenckvonVeldtsperg,dervonKhüenring-dievon Vo!ckenstorff,dievon Wmckel, der von Meissau, der von Liechtenstein, der von Sonnenberg, und die von Zelcking; Und war im Land fast unfticdlich, allo daß mcmaud bey den Seinigen mochte sicher sevn. Endlich wurden doch zu Tuln die Lands-Her- Schickten xen einig, schickten Gesandte zu Marggraf Heinrich von Meissen um seiner einen, Hix er mit.Fra'EConttanris, Herzog Friedrich des letzten von Ersten in Oesterreich, Schwester erzeugt hatte, zum Landes Fürsten. Da aber die Ge- Aussen, sandten, welche waren, der Abt zu Schotten, der Probst zu Closter Neuburg, gemeldter Schenck von Rucspc ch, und Herr Heinrich von Liechtenstein, gen Prag kamen, wurden sie von König V^ence8lav stattlich gehalten, und nach erkundigter ibrer beßMion e> betten, seinm Sohn, ^rimislgo Orrocaro, Marg- grafen von Mähren. zur Reaierung über Oesterreich zu verhelffen, dessen sie sich zwar Anfangs veewidertcn, nächdeme aber der König ihnen das Gelette fern er Ludwig aus Bayern. W )o( DH Zi ferner zu reisen, geweigert, erschrackerr sie, sagten seinem Begehren zu, und kehr-- ännu« ten zuruck in Oesterreich: Die Land-Herren versammteren sich, und Liessen des Königs Brief öffentlich verlesen, daran ihrer viel Mißfallen trugen; Doch de- liebte den meisten die Sach gar wohl, nahmen also Marggrafen Orcocarn zur - Marggraf Herrn und Lands-Fürsten an, verstellte sich bald hernach ^nno irsk.persön- Mrco rr lich ein; und vermählete sich mit gedachter, nunmehr wohl betagten Frauen ^" ^2' Margaret!) von Oesterreich, damit er in mehrerer Ruhe und Frieden den die- Herr m sem Lande bleiben möchte. bester- Während der Zeit, da gedachter massen im Lande alles durcheinander gieng, AA bat Herr Dietmar von Steyer, aus dem Geschlecht der alten Grafen von m„r E E teyer sich der Stadt Steyer, auch anderer da herum gelegenen Oerter (weiß uicht aus was Recht oder Ursach) bemächtiget, welche Oerter er auch innen dehalten, bis sich der neue Landes-Fürst Orrocarus, nachdeme derselbe die Stadt Steyer wieder eingenommen, mit ihm^n. 1252. vertragen, und lautet der aufgerichte Vergleich also : dlos Orrokerus, Oei grätig Dux ^ullri-eLc8tyciX, Lc X^larchio ^loravrse in- vero > lwrellimus univerli8,guo6 66eli vollro hovellacis suse me- . hhsivclinari. jus nvllmm in kollein 6uximus conkerenclum, volenres hrmiker, Hc'- ur teoclv suo , quo6 kurchlehen vulFsrirer 6icitur, in Lsllro 8ceyer pleno jure ,, 8^u6eat, velur «me, in guo callro inimicos luos non locskimus aliquarsnus, permillo, in iuum prseju6icium. aur §i avamen. 8uper hsec, urfavoris nottri pleniruch'nem Joelle, Lc contra senriac cum effeilu, pcrsolve° m»8 eic-lem ,urLc ipte vobis aclelle clebeat perperuo, omni - hsecmio öc66elira- te, nec 6e cLrero renear civicarem nollram 8rexer, Lc alias polkellioves, L' slia psXjuöicinm occupara, ie6 permiccatl^osLcnollros, in 6n§ulis nollrr's polleiho- nihusLc jun'huspacillcosLc guiero3,cLterum contra Lc iuis remittimus uv'ver- inju, i«8 acgue 6amva, guae vobis Lc nolln's a morce iliullris Ducis -^ullriss nol'cirur irro^alle. In cujus kaAj memoriam Lc cautelam, cum «uhscri- püone rellium, clari manclavimus Has parentes liceras, llzilli nollri muviun is ^boratas. Gelles 5unr Venerabilis^micus voller Dominus V«»^^«/krilinZen- kpilcopus, Lomes Occo , Lomes Libero 6s , Libero 6e kincerna /^ullriae, V^orsho Lomes 6e Üurccavius in ^no/m. Lunraclus 6e ^ellcinZen. Lun^alcarus 6e Oiricus 6e Lapeil. V^oMerus 6e karaim» Lc slü guam plures: ^Kum Lc 6s- *urn spucl anno Domini ^lillelimo llucenteümo ^uinczua§ellmo le- ^unöo, rercio K«l. 8eptembris, zu Teutsch aber: Mir von GOttes Gnaden, Herzog zu Oesterreich und Steyer, Marggraf zu Mähren rc. thun kund männiglich, daß wir unfern getreuen neben Diettmarn von Steyer, in Ansehungseiner ehrlichen Verdiensten un¬ kt Recht und Gerechtigkeit aufLostain abgetreten und übergeben haben, wol- 'kn auch kräfftiglich, daß er, seines Lehens, insgemein das Bürcklehen genannt, M den Schloß zu Steyer vollkömmlich möge geniessen, wie vorhin; In wel- Ak» Schloß wir, ohne seiile Erlaubnis, keinen seiner Feinde legen wollen, zu nmen Schaden oder Beschwer. Uber dlß, und damit er die Vollkommenheit geneigten Willens wiederum und noch ferner in der That sehen soll, wol- en wlr ihme 2cx). Pf. lassen erlegen, auf daß er hinführo uns stätig mit aller und Gehorsam zugethan seye, auch unsere Stadt Steyer, andere Güter voer Herrschafften, und alles, anders was uns und den Unsrigen zuständig, und ^.ouumernund der UnsrigenEntgeld eingenommen hat,wiederum abtrette,und ^edllch verbleiben lasse. d-« c u des Durchleuchtigen Herzogs Friedrich von Oesterreich zugefügt wor- k" leyn. Dessen zur Gedächtnis und Versicherung, geben wir diesen offenen Brief, HUXcjue, guL covrinZunr ex 6ebiro !^os Lc l^ollros, in voll, um Lc nottr< rum psTjuöicinm occupara, 5e6 permitcatdlosLcnollros, in linFulis nollrr's pollelho- nibus Lc )ui>hu8paci6cosLc guietos,cLterum conrra Lc iuis remittimus un»ver- injm izs acgue 6amva, guse vobis Lc nollris a morre illullris Ducis -Zullrigr nol'cirur irro^alle. In cujus taöii memoriam Lc cautelam, cum lubscrr- ptione relliuna, 6ari manclavimus Has patentes liceras, llzilii nollri muninuns ^ohoracas. L'elles llinr Venerahilis^micus voller Dominus krillngen- u^hpilcopus, Lomes Oc/o Lomes ^lhero 6s Libero6ec7^«o/rv^»kincern2^ullriae, V^otsho Lomes6e ..L>""'-----ü>» ^iricns 6e Lapell. V^olfkerus 6e karaim» Lc slii guam plures: ^Kum Lc 6a- kum «^u6 anno Domini ^lillellmo 6ucevtellmo ^uincjuaZellmo te- cun6o, rercio Kal. 8epcemhris, zu Teutsch aber: Mir o//oc^, von GOttes Gnaden, Herzog zu Oesterreich und Steyer, Marggraf zu Mähren rc. thun kund männiglich, daß wir unfern getreuen neben Diettmarn von Steyer, in Ansehung seiner ehrlichen Verdiensten un- er Recht und Gerechtigkeit aufLostain abgetreten und übergeben haben, wol- lln auch kräfftiglich, daß er, seines Lehens, insgemein das Bürcklehen genannt, Alf den Schloß zu Steyer vollkömmlich möge geniessen, wie vorhin; In wel- M Schloß wir, ohne seine Erlaubnis, keinen seiner Feinde legen wollen, zu ms Schaden oder Beschwer. Uber diß, und damit er die Vollkommenheit , 6 geneigten Willens wiederum und noch ferner in der That sehen soll, wol- wir hm? 2OQ. Pf. lassen erlegen, auf daß er hinführo uns stätig mit aller und Gehorsam zugethan seye, auch unsere Stadt Steyer, andere Güter verschafften, und alles, anders was uns und den Unsrigen zuständig, und ^,oU unfern und der Unsrigen Entgeld eingenommen hat, wiederum abtrette, und uns und die Unsrigen in unfern Besitz und Gerechtigkeiten ruhig und 'cievuch verbleiben lasse. Hingegen verzeihen wir auch Ihm und den Seini- UU' alle und jede Injurien und Schäden, die unsund denUnsrigen seitdem Abr nerven d-6 cr- - - - W )o( W Z2 Annu! Brief/ unter unfern Insiegel und folgender Zeugen Unterschrift bekräfftiget, welche seyn; Der Ehrwürdig unser lieber Freund, Conrad Bischoff zu Frei- sing, Otto Graf von Hardegg, Ulrich Graf von Pahnenberg rc. Geschehen und geben zu Lintz ^-n. 1252. den zo. HuZulli. Etliche 12 ^4. verliesse Abt Ortolph zu Gärsten durch den Tod sein Clofter; ru Gärsten Die Brüder erwählten ihnen zum Vorsteher OerunZum, der regiert nur vier sterben. Jahr, und kam KN seine statt^nno 1258. Ulricus II. welcher aber auch in solcher 1258. Ehr nicht lang verbliebe; Dann als er^n. 1261. verschiede, iucceckrte ihm in ' der Prälatur ein anderer, genannt. Theu- In gemeldten 1261.Iahristalles Getraid inOesterreich aufdemFeld ver- brennt, das Dreh umgefallen, und eine solche grosse Theurung damahls gewest, reich. daß man ein Muth Korn um IO. und 14. fl. geben, welches man damahls für die gröste Wohlfeile hielte- 12^2. Ums Jahr 1272. wird gefunden, Herr Heinrich von Haag, daß er krocu- ?lä>'^vott circa ^nssum gewesen, vermuthlich von König Orcocarn dahin gesetzt. Haag, Was dessen Amt eigentlich gewesen, und ob seine im isiMjon sich auch über kro-ura- Steyer erstreckt gehabt, ist nicht wohl zu wissen; Dann auch um selbe Zett 127z. Pfleger ob der Ennß gewesen, Herr N. Irenfried, von dem es in Briefen heisset, dH ist geschehen vor Herrn Irenfried, dem Pfleger ob der Ennß, da zu Steyer in der Bürckhe. Orwcarus der König in Behaim und Herzog zu Oesterreich führte gar ein Übels und tyrannisches Regiment; dann er nicht allein sein Gemahl, Herzogin Tyranncy. Margaretham von sich gestossen,und wie etliche schreiben, zu Crembs mit Gisst tödten lassen; Die Oesterreich-und Steyrischen Land: Herren crsKirte er gar bößlich, ließ dieselbe in Gefängnüsse legen, etliche hinrichten, ihre Güter einzie¬ hen, ihre Schlösser zerstöhren und schlaiffen, derselben Söhne als Geiseln ge¬ fangen gen Prag führen; sondern er widerstrebte auch nebst Herzog Heinri¬ chen aus Bayern der Wahl des Grafen Rudolffs von Habspurg züm Röm. Kayser, den er nicht dafür erkennen wollte; wurde demnach, um solcher und 1276. anderer Ursachen willen 1276. in die Acht erklärt, und vom Kayser inei- Wirdindie gener Person überzogen. Der Kayser griffe Anfangs gemeldten Herzog von M Bayern an, der fand sich zum Widerstand zu schwach, erlangt Gnad, und lehnte dem Kayser 40000. fi. deshalben ihme zur Versicherung, die Städte Gteyer, Etryer, Linz, und Wels; verpfäudt wurden: wie hievon Oerarckus lioo schreibt. Lintz und Aber bre Ennerischen (f) ^nnaleg melden, es habe Kayser Kuclolph im Ver- Welß ver- semeTochter Latharinam Herzogs Heinrich Sohn Orconi versprochen, und umdasHeyrath-Gut und 46000. fl.Anlehen, dasgantze Land ob derEnnß versetzt, duspinranus aber schreibt: Es habe Herzog Heinrich als ein Bunds- Genoß Königs Orcocan, noch vor dem Anzug Kaysers kuöolphi die Städte Kaysers Stever,We!ßund Lintz zu seiner Versicherung eingenommen. Von München Anzug im begäbe sich derKayser gegen Regenspurg, von dannen gegen Passau mit vielen derEnnß Geistlich-und Weltliche» Reichs-Fürsten, darunter die Chur-Fürsten von ' Maynz, Cöln und pfaltz, die Bischöffe von Würtzburg, Regeirspurg und Passau,der Herzog von Deck, die Land-Grafen von Thüringen und Hessen, samt einen grossen Theil des Schwäbischen Adels waren. Die Prediger und BarfüsserMünniche, schreibt^veminus, zogen alle voran, thäten die Behaim- und Oesterreicher alle in Bann, wo sie nicht wollten ku^olphum annehmen. Kommrge- Der Kayser käme mit gemeldten Fürsten und 700 Cüraßiern gen Ebersperg, gen Eber- machte allda 120. von Fürsten und Herren zu Rittern, zöge für Lmk, bezwingt Mtz/En'nß dieselbe Stadt zur Ergebung, schlägt sein Lager für Ennß: Herr Cunrad von und andere Sume- 1278- Irenfried Pfleger ob der Ennß. Königs Ocrocarl Orte ein. -j- ira Loflex ^88rus. Vielleichte ist eö ein Schreibe-Fehler, und soll die Enenckelü schm ännsles heissen. G)o(M Z? Sumerau gab solches Ort auch auf, dergleichen geschähe auch mit andern Städten an der Donau, und endlich auch mit der Stadt Wien. Es wurde aber nach diesen allen ein Friede getroffen, dergestalt, daß König DieSache- Ottvcar Oesterreich, Steyer / Kärndten und Crain abtretten, die Erkenntnis wird ver- über sein prserenclirtes Recht, dem Reich anheim stellen, kullolpki Wahl-Gut beissen Ihme Pflicht thun, Behaim und Mähren zu Lehen empfahen, und den König von Ungern wiedergeben sollte, was er ihme entzogen. 0rrocsru8 ver¬ spräche solchem allen nachzukommen, und empfleng die Lehen, in der Insel Khämbergan der Donau, nachdeme aber unter währenden der Lehens- Verleihung, des Kaysers Gezelt aus besonderer Anstalt niedergelassen wor¬ den, also daß beyder Theils Kriegs-Heer den König vor den Kayser kniend sa¬ hen,nahm solches Ottocsru8 in seinen Heim-Zug dermassen zu Gemüthe, daß er rurtz hernach aufAnreitzung seiner hoffärtigen Gemahlin, Herzogin Rumgun- otwcrr von Masfovien, wiederum zu den Waffen wider den Kayser gegriffen, und ei- gneffewie» nen neuen Krieg vor die Hand genommen; Der Kayser war schon aus den Oesterreichischen Landen hinweg, und hatte zum Statthalter in Oesterreich H^rStef. Massen Herrn Stcffan von Meissau, der wehrete des Ouocsri Einfällen, zu fan dem sich die Herren von Khuenring Heinrich und Leitolt, auch die Grafen von Mmß geschlagen hatten, und diß geschähe ^nno 1277. ter in Oe- Schade». Feld- Schlachts ? darinnen König 0t» rocsr »MV kommen. König Oe- _, -___ tocsri Lol* noluin more Lc »nimo AiZsnceo, virwre mirsbrli se 6efen6ic, äonec xx nollris miliübus ipsum morrZlicer vulnersrum, uns cum ^extrsrio jyrgem. »^«jecerum- runc clemum ille Kex mgZnisicus cum viökonL viram pcröiäit, ^uem nollrsL porentise korticuöo, l)ei excelli öexriÄ, csufzm nollram miieri- „cvr6jfer jnrticnnus interemic. Das ist, obwohlen der König Ottocsr seines Soleks Schlacht-Ordnung getrennet, und von allen den Seinigen fast verlas- ,>ttn gesehen, hat er doch unfern siegreichen Fahnen nicht weichen wollen, son- "M'n seinen Gebrauch und sonderlichen Helden-Muth sich gewehrt, bis endlich von etlichen der Unsrigen tödtlich verwundet und gefallen, daß also -'Mcscr Hochgebohrne König nebst dem Sieg auch das Leben vcrlohren, wel- ' SLöecellorum nottrorum, usque in plLsentisrum perUuxerinr. conhrmutionis patrocinio seu lirrersrum rettimonio non muniras, . ^Initsti noürN perpensms lupplicarunt, quatenus libertgtes essUem Lc §rs- ^lU8 juttiücAre, libi conceciere §c conürmure cis speciali noüra clementia öiZnarS" kwr, ^UX <^ui6em jurz äecrevimus prsesencium seris äeckrgncls. E 2 Z6 W )o( W ^nnu, Huod nullus sudex provincialis, infra terminos Idofmarcbise, in cgfu 1287^ «zuocun^us ve! causa, judicium šibi vendicer, 5eu judicare prLsumat, caulrs fgn- l) Lxem- guinis, rpiae morrem conrinenc, dunraxsc exceptis, cjuL sl emerserinr, 36 easdsm k^onvon judicandss per judicem civitatis iplius, ^ui pro rempore fueric pršečo provin- Mchcers cWs, W vulgo dicirur, ett vocandus. Klonlius- r c^rod nullus. eisdsm ci vibus - prsetrciatur in judicem, nisi tališ, czuem ftr de iuo cvnsorrio juxta beneplacirum nottrum seu principis cerrse duxerinc as- L-a- sumendum. ^i^Wahl ^iquem civium ipsorurn^ogsu fnittro continZat bomicidium per- eines petrare, eidem bomicidL si solvendo fueric, non frsnzacur boijncium, nec res bad?, gsportenwt ipttus per judicem, nec ullatenus dittrsbanrur, cpii pro pesna com- mitti per ipsum bomicidii, trobiš aut principi rsrrse solvere tenebirur tanrum frcnung^ libras denariorum rriZintg, öc judici suo denarios sexaginca- m nulli extraneo seu advense liceat, in civitate L blofmarcbia prsedi- Lodschlä- flis, Vinum parricu!arirer,line diciorumconsensu öc licenria civiuw propinAre- 4 ^-rr 7/eM, cpricuncpre ferrum ve! liZna duxeric ad civitatem ven.denda, per tri- Undurger- duum ibi remaneat, li^na sua, Lc ferrum quod sttulir, civibus wemoratis, for c> lichen das ^üimatione communi, conditione prius pofita, vendirurus; <^uod 6 cives Dsacken "dem infra diÄum rempus merces ipfius emere non curarinc, liceac venditori verkorken, cum rebus suis, impediwento remoro, tjuo voluerir, declinare. und^Hoitz/ I/cM, in de rebus suis, c^uas ibidem traduxerint, NuIIum solvat telo" Nicderlag. ,,znm üve mntam : In Lsre»-Bo»o vero, in /<^2//^, Lcapud de 8su- Leftcn"^ so! vere pro Xlura duos denarios teneaNrur: In de8aumaiex clenarios, ung/ Pt öc c!e eo, Huocl cvmparaverir ve! venäideric divis 8t^reniis, ciuos cie- Vauß., ng; ros procbeionio rantum soivac. Icem apuc! civicarem Anasenlem pollfeilum mann^' loannis öaptiÜL usque aö feüum?uri6cac!oni8 8. Mariae Virzinis, eie mociio Katzlmg, annonX 6enc unum obolum, se6 exrra rempus bujusmoöi öucens annonam 6s D-ctman- moc-io solvac t^uatnor 6enarios ; Is arirem, c;ui in^r^so comparaveric, Ascha, 6uos 6enarios Sc obolum inäesolvar, per öiftum eriam rempus, viöeÜcer ä fetto Regen- ^oannis ZspliÜX, usque aä puribcationem prseöiÄam, 6e funöo Vasis aä IVIurgm uoä ^uicupizue carnittcum non servare pr-etumpseric, ad ponrenr sexagima denariorum. öc W )o( W Z7 Lcrvti6em pro p ... F-,. - 7 - 1- 17 1 <- -_ vonfremi der)url5- cilüion, ^ireü und kepres- ssllen. Nolir! domini!, Oves ipti bujusmolli bbercare iruantur, c>uo6 per aliguem tzeyung^ ali^uos ip6 vel bona eorum usguam ärrellgr! aut convenrri non öebeanr, """ ^6 prius recpv'llta 6e iplls, corgm luo suäice, fulkrcig fuerir 6eneZ3ta! l^ibil- Okninv8 vero dios.-qui tzrgta siklelium noiirvrum obseguig csnro Zratiollus prse- ^i^rs tenemur, qugl)ro per eorurn, inviolabilis bclerSc 5e6ulse cievotivniscon- Ügntiam , ÄAniter Sr laullabilicer viäemur sutcipers incremencg. 36 prse^ikto- rum crvium nollrorvrn commocla Sc prosekius gllekkum lpeciglem bsbentes, nt- pore Kvorum in nottris conlpektibus 66e-i purirss placuir, Scplacebic; jura» li- o^rrares. Sc Argtias prsenoracas, 6e verbo acl verbum ipsis conce^imus Sc li- ^ernliter in6u!§emus, c^nare ex novo rribvirnuz Sc perennicer conürmsmus. er^o kominum ornnino licear, Kanc no^rL conceKonis, ^ongtionis, in- ^vvgrionis arque conirrmgtionis infrin^ere pgßingrn, seu ^uomo6o liber vio- ()uycl li secus grrenrgre prsesumpseric, inöiZngrionem noKrsm fe noveric 8^avirer incurrille. Ogrum 8r^rX, ^.nno Ivlillesimo 6ucenre6mo otlo§ellmo sprimo X. Lgl. Leprembris. ' . Dieses privslegü und zum Theil (üoniirmgrion der Stüdt Steyer vorhin unverbriefft gehabter Freyhetten, Stadt:Rechten und Gewohnheiten, (darum "k gleichwohl das meiste sonderlich wegen der Mauth nicht mehr in Gebrauch, auch sorqj vielen jetziger Zett verändert ist) ist kürtzlich dieses Innhaltö. Daß kein Land:Richter in der Stadt, Hofmarch oder Burgfrid/in keiner >^ach sich Gerichtlicher juriscliklion anmassen solle, eß lväre dann ^lalebr dar- "uren, und zur ErkLnntnis hierüber, soll der Richter zu Steyer den Wald- Zotten, jetzo BanmR.ichter, erfordern. es soll den Bürgern daselbst keiner zum Richter fürgesetzt werden, Welchen sie nicht aus ihrer Gemeinschasst nach Wohlgefallen des Landes-Für: Mn Een hierzu erwählen. ' Da es sich ohngefehr begebe, daß ein Burger einen unvorsetzlichen Todt- ^lag begierige, soll demselben der Richter in sein Hauß nicht brechen, noch von dem seinen was wegtragen lassen, wann derselbe Burger anderst so ver- ^Pud, daß er zur Straff dem Landes-Fürsten Zo. Pfund, und dem Richter -Nenan zu bezahlen hat. Hofmarckt zu Steyer soll kein Gast oder Fremder ohne Erlaubnis r Ä>Her Wein schencken. Alles Holtz und Eisen, so man zur Stadt führet, sott allda z. Tage den ^"Mrn ftll gebotten, und in billigen Kauff gelassen werden, nach den z. Ta- n n cwer mags derInnhaber führen und verkauffcn, wohin er will. 2, ^ur Llauft ftyn die Bürger von Steyer mit ihren Güthern Mauth frey. ^vttenmann, zu Khätzling (jetzo Zeiring) und zum Dietmansperg solleri sie Ta"*" 6eben nur 2. Pfenning und zu Aschach 6. Pf. zu Regenspurg "v sie kauffen und verkauffen auch nur 2. Pf. E Z Item W )o( W Die Stadt Steyer hat altere VrivileAls gehabt. Burggraf auf Steycr- Abt Mar- quard und Gott- fchalck zu Garsten sterben. 1290. und 95. 1298- Herzog Al¬ brecht - - - . n - -. wird zum von Pohlhaim, in seinen geschrieben ^nnallbug, daß in diesem 1299. Jahr, in Kaiiser er" bester bey der Stadt Steyer, ein vergrabner Schatz Römischen oder Heyd- wähn. Nischen Geldes (davon im Ersten Buch gemeldet) von den Bauren sey gefun- Ein Rö- misch- oder _ _ ^nnn? Item zu Ennß geben sie von den Sonabenden biß auf Lichtmessen, von rs78. Muth Trayd ein Helbling, aber ausserhalb derselben Zeit von Muth 4. Pf. wer aber allda zu Ennß kaufst, der gibt dritthalben Pfenning. Item in selber Zeit zwischen Sonabenden und Lichtmeß allda zu Ennß von Boden 2. Pf. und ausserhalb derselben Zeit von Eimer r. Pf. zuHbbs von ei¬ ner Zillen, Ms sie auch darauf führen nur 14. Pf. zu Stein nicht mehr als von Meßen den man allda an Wasser anschütt i. Pf. zuMölckvon einen Wa¬ gen, es sey eines oder mehrer Bürger von Steyer Gut darauf 16. Pf. zu St. Pölten 4. zu Tuln 12. und zu Wien von einen Wagen 2. Pf. Item von Steyer aus innerhalb zweyer Rast-Sätt sollen sie keinen Zoll geben. Item wer mit der Stadt misset, der solle auch die andern Bürgerlichen Bürden und Mitleiden tragen. VomBrenn-und Zimmer-Holtz dörffen die Bürger von Steyer nirgend kein Mauch geben. Item von Eisen so gen Steyer geführt wird, feyn sie Mauth frey, die es aber von datmen wegführen, sollen zur Unterhaltung der Brücken, die gewöhn¬ liche Mauth richten. . Die Bürger von Steyer mögen 16. Fletsch-Bäncken an Orten so ihnen ge¬ legen aufrichten lassen, die sollen jährlich zu der Brücken 2. Pfund Pfenning geben, währ aber Sach, daß dieselben Fleisch-Bäncken aufm Marckt müßten ge¬ halten werden, so solle man kein Vieh darunter schlachten, wer es übertritt der solle dem Richter 6o. und zu der Brucken auch 6o. Pf. verfallen seyn. Item es solle niemand zu Steyer einen eigenen Metzen haben als der Brückenmeister, der soll denselben denen so ihn bedürfftig leihen, und von Me¬ tzen, so abgemessen wird i. Pf. von halben Metzen i. Helbling von den Hinge¬ ber nehmen, wer dawider handelt, der ist zu der Brucken 60. Pf. und dem Rich¬ ter auch so viel verfallen; wann aber die Bürger solches Metzen, zu ihrer Hauß Nochburfft bedörffen,soll Bürgermeister ihnen denselben umsonst leihen. Die Bürger zu Steyer haben, wie andere Herzogs Albrecht Städte eben diese Freyheit, daß deren keiner mit Persohn oder Gut, an andern Orten rettiret, aufgehalten, oder anderwärts gerichtlich angesprochen werden kan, er sey dann zuvor vor seinen Richter, behöriger massen geklagt, und den Kläger die jullir verweigert worden. Dieses eingeführte Lateinische krivr'legium ist zwar das älteste, so die Stadt Steycr in Schrifften hat; daß aber dieselbe vor diesem noch andere mehrund ältere erivilegi-r gehabt habe, erscheinet aus einer noch vorhandenen Original- ^ttLKanon über der Stadt Steyer Mauth-Frcyheit, von den Herrn von Lich¬ tenstein zu Muraurc. Rnno 1Z40. ausgehend, darinnen sie bezeugen, daß sie gesehen haben, den Brief und die Urkund , so die Bürger zu Steyer haben, vom Aönig Rueder (a) und den alten Fürstenrc. Wo aber solche krivilegis etwa hinkommen, ist mir unbewust. In diesen 1287. Jahr war Burggrafzu Steyer Herr Hannß von Neudegg. ^nnv 1290. nahm der Tod aus dem Clofter Gärften hinweg ^lsrguaräum Abten allda, das Oonvem erwählte zum Nachfolger Gottschalckum; Der re¬ giert nicht lang, und wandert aus dieser Welt ^n. 1295. dessen äucceüor war U1ricu8 III. Rnno 1298. ward Herzog Albrecht zu Oesterreich zum Römischen Kayser, wider Adolphen Grafen von Nassau, erwählt, welchen er in der Schlacht bey Worms Rn. 1299» den 2. überwunden und erschlagen. Es gedenckt Ertz - Bischoff weickhard zu Saltzburg , ein gebohrner Herr (a) Irs guiäem Loäexk488. force, vom König Rudolph rc. , re» 'ern wiederum von gierende ' Zerren m den worden, seine Worte, wie solche Darius rekeriret, seyn diese: ,,^nno »>Dni. 1299» m Ducatu Alberti Ducis ^.ullriX, prope 8c/ram , 3 llicis ülarum partium, maximus tbelauru8, maxime in aureis clenariis, re- Heybni- ,»con6itus invenitur, tanäem res proäitur» i6em<;ue tbefauru8 ä potenrioribus scher „esrunrZem partium occupatur, §c inter plures clilperZitur» vero, Dux ,»prgs6!Äu8 acllerens, 26 le ^e jure tkesaurum perrinere, vccupatores iplius im- Steyer^ ,'petiit, pro eoöem, Lc ex eo parrem moöicam appreben6it; <^uo6 gutemi6em gefunden -,tkef-lurus valcle vetullus, §c äiu ibi reconäirus kuerit, patst ex eo, <;uo6a!ic;uot ->ös Uitkis aureis babebanc talem lublcriprionem 6ve numisma: kauttina-^uZntti ins Jahr ',kii 6lia. krst gutem kaullina 6!ia ^ntonini kü Impergroris, >den : Als solches offenbar worden,iftyen dieselbe von den Herrn selber Enden --zusichgenommen,und dort und dahin vertheilt worden. Herzog Albrecht aber -chabe denselben Schatz, ihme als Landes-Fürsten zuständig, abgefordert, jedoch ^nur einen kleinen Particul davon überkommen. Daß nun solcherSchatzüber "die massen alt, und selber Orten lange Zeit vergraben gewest seyn müsse, sey da- "her offenbar , daß etliche derselben guldenen Pfenning mit folgender Schrifft "gepräget gewest: kauttina ^uZulli piiüiia. Es ist aber diese kauttin» eine Toch¬ ter Kaysers ^nronini en gewesen, der ^nno Christi 140. zu regieren angefan- ->gen, daher es scheinet, daß gemeldte Pfennige zu selbigen Zeiten seyn gemüntzt »worden. - Der Leser wird ohne Zweifel begierig seyn, zu wissen, woher gemeldter Woher Schatz in diese Gegend gebracht, und von wem er vergraben worden. Hier- SchaHM von eröffnet zwar der droben im ersten Buch gedachte Lorenz Pichler, in sei- Steyer neu Cowmemario über der Stadt Steyr Erbauung, seine Vermuthungen, kommen, ^nd meinet, dieser Schatz müsse von Rom dahin gebracht worden seyn ; Aber vuech die Dünnen» die zur Zeit Königs ätrilX und Dietrichs von Bern die Atadt Rom eingenommen könne es nicht seyn, weilen sich diese Völcker der Arten nicht niedergelassen; dahero nicht vermuthlich , daß sie die geraubten schätze selten vergraben haben. Also sey viel glaublicher dieser Schatz ein , > Ae CtmrMrsten Mainz, Cölln, Trier, Pfalz, die ihn gern wiederum von Z« ^aylerlichEhronhebenwolten/Unddaher miteiner neuenWahlumgiengen.vor Hand nehmen, und also von seinen Landen abwesend seyn muste. Wiewohl reich. Glinde, daß schon das Jahr zuvor Herzog Rudolfs als regierender Herr oster-Spital am piern ein krivrleZium ercheilt, «Kurt zu Linz, am ^ern ^Morgen der Gefängnus St. Stephani, des ersten Märtyrers? (s) Lonurn brÄum, daß dieser ziemlich grobe 8o1oec>lmu8 I-lilloricus dem ^urori nicht, sondern dem oben im l. Buch nUetzirten Sreperischen Diüoricy Lorentz Pichlern, zu- iuschrerben, conf.wpr» Ud, r. k» 4-lg. Z^nns 4« W )o( W AE ^NNO IZOZ. war Pfleger auf der Herrschafft Steyer der Edle Herr Wil» ckrM Helm von Rohr. Burggraf ^nno izoch. coniirmiren vorgemeldte Herzoge Rudolfs, Friedrich und zu Sreyer Leopold, des Clofters Garsten knvileZi'g, üib cisto Wien»/ ciie punücar'iO" äu.izo,. g gefertigt / (wie die Worte lauten) mit unfern Insigel/ welches wir Friedrich und Leopold Herzoge Gebrüder, gebrauchen: Daraus dieser Herzog gesambte Regierung desto gewisser abzunehmen. Stifftmg Um diese Zeit bat Königin Elisabeth, gebohrne Gräfin von Tyrol, Kay- r>es Epi- serß Alberti Gemahlin, welche damahls das Schloß und Herrschet Steyer DAA, innen gehabt und besessen, das Spital allhie zu Steyer samt der Kirchen, wel¬ che in honorem 8t. Lirtsberbge, 8t. heopolcii, und 8c. kiorisni conlecriret worden, iunäiert und erbauet» was sie aber sonsten von Gülten oder Gütern darzu ge» stifftet, findet man nicht verzeichnet, äusser daß in einem alten Urbar folgen¬ des vorkommt, „Königin Elisabeth hat gegeben zum Spital, die Aecker en- ,,halb Steyer, die weiland wernhardt der Behaimb zusammen bracht hat, ,,und hat gegeben zo. Fuder Salz aus dem Hallberg, das soll man dem Spi- „tal ausantworten. Dazu Gmunden, ohne all sein Mühe; Zu Gedächtnus „dieses König!. Stiffts ist ein Messinges Täffele ob der Thür, wo man von „der Steyer Brucken über die Stiegen in die Spital - Kirche gehet, vor Jäh¬ eren aufgerickt worden, darinnen geschrieben, stomsnorum kisoma, ^rcbiöucumprogemtrix, nsts Grolls §c Ooricise Lome8, buju8 Uoipitsiis paupere8 1sr§rs pro lua piecsre öocibug suxic ^nno XIOOLXIH. u. o. f. s. lobsnn 8cbm!cibuclcer, Hufu8 Uoipjkllis prseseölus ^OXXXXIV. In der Kirchen drinnen an der Wand seyn nachfolgende Tentsche Reimen ungeschrieben zu lesen, Tausendt dreyhundert dreyzehen Jahr, nach der Geburdr Christi nembt wahr, Zelt man, da Elisabeth, Röm. Khöniam versteht, Geborne Grävin zu Tvroll vnd Görzen, Mutter Tugendt voll, der Herzogen von Oesterreich, begäbet im Spitall zugleich die Armen, hier mit Schencknus viel, die ihr GOtt all vergelten will, wie er verspricht in seinen Wort. So haben auch an diesen Ort viel Burgers - Leut verschafft dazu die nun schlaffen in guter Ruh, GOtt wott ihn geben das ewig Leben, vnd noch ermahnen thun darneben andre mehr, die mildiglich der Armen hie erbarmen sich. Die Stifft mehren, auf daß man der rnög hinführo erhalten mehr. Weil dreser ist ein grosse Schaar, vnd wachsen thut von Jahr zu Jahr. Dessen wird GOtt, ihr CH rrsten men; Lwtg ein Delohner seyn. GedaG W )o( Ktz _ Gedachte Spital-Kirche ist erbauet über einen grossen Gewölb und Kel- ler, darinnen man des Spitals Wein auszuschencken pflegt. Daher es für ein Wahrzeichen gehalten wird, daß einer sey zu Steyer gewest, wann er awK-rche zuzeigen weiß/ daß er allda einKirchen über einen Wirths-Hauß gesehen. über«. knno izoe. und folgende Jahre war Stadt-Richter, und zugleich vor- Wirths« gemeldter Königin Elisabeth Pfleger, zu Steyer ein vornehmer von Adel, haus zu Herr Peter der Panhalm , von dessen Nachkommen und Geschlechte will ich Steyer. folgenden Bericht geben. PeterPa». Halm Rich« Der Panhalm Wappen. Steyer dessen Ge» Herr Lunrad und Haug (a) Gebrüder, haben gelebt zurZeit Herzog Oe- zu Steyer knno 1180. Herr Peter der Panhalm kn. i zos. hat zwey Söhne gelassen, Peter und Philipp. Hugo Panhalm lebte kn. iziz. . Peter, des Petern Sohn, Stadt - Richter zu Steyer kn. izi8. dieser hat 8t. w semen Hauß, in der Engen allhie, jetzo das Kürnerische Hauß, eine Capel- Cap«««». ' len, in honorem 8t. knnse erbauet, und dahin einen jährlichen Dienst gestifft, von der Bad-Stuben in der Stadt, biß derselbe abgelöst, und andere Gülten Mür erkaufst worden. Ist ein Zeug neben seinen Bruder, Philipp, in dem ^tiffts -Brief der Herren - Pfründt, so Thomas , der zu den Zeiten Herrn Kethers von Hindsperg Diener war, im Clofter Gärsten, sein Lebenlang ha- soll, an einer Statt , da er warm und kalt hat kn. izi8. Dieser Peter T ^nhalm,und Leopold Schlißler haben ihren Hof zu Wien Ertz - Bischoff bledrichcn von Salyburg verkaufft, um 1000. Marck Silber, und nm ein ^-Uch vou Eypcr kn. 1Z19. berekirolcl, Peter, und Stephan, die Panhalm lebten kn. IZ28. Stephan kn. ,^4. ^ilptzinv«; ein Lonvenrugl zuGärsten kn. iz - - Der Erbar Herr Marchard der Panhalm kn 1^41» i zyo. . der Panhalm des Berchtold Sohn, Härtel der Steinreiter, Wetzel, oer Wetzel von Aerbing, und ihre Haußfrauen haben verkaufft ihre Behausung __ F zu <«) Ist dex Nähme »uZo, ännm ckriki iZvZ. 5» 42 _ W )o( M _ zu Steyer, genannt das Gewölb, zwischen Heinlein, des Juden, und Fried; lein, des Goldschmidts, Häuser gelegen , samt der Capellen darinnen, Ulri¬ chen dem Kirschner, ^n. 1545. Ulrich von Hachholzberg. Im Siegel stehet 8. Ulrich Panhalm, mit dem Panhalm im Wappen, circa ^n. izbo. k iZ7O. Berchtold der Panhalm, stifftet eine ewige Meß im Spital allhie, und darzu einen Wingarten zu Rossaz, und zwey Güter zu Waiden, 1564. Herzog Albrecht zu Oesterreich, hat diesen Panhalm die sondere Gnade ge- than, ^n. iz8z. daß er dasselbe Jahr zu Steyer, ohne Steuer sitzen möge, fürbaß aber solle er mit denen Burgern leiden, und Steuren tragen, als sein Vetter auch gethan, auch in seinem Hause keine Freyung haben, mit denen Burgern wohl leben, und ihnen keine Beschwerung thun, rc. Daraus abzu- nehmen, daß um diese Zeit sich dieser Panhalm des Bürgerlichen Wesens wer¬ de * * ** bevestiget haben. Hannß und Friederich, werden in Briefen gefunden, ^r>. iz6>. Lorentz. Uxor Catharina, Wolff des Gaymaisters Tochter, 150. Pfund Heyrath - Gut, und 6o. Pfund Morgen - Gabe, /Zn. 129z. Sighardt, sein Bruder. Marchardt und Merch, ihre Vettern. Loöem Hrmo der Ehr¬ bare Lorentz Panhalm , Herrn Heinrichs von Lichtenstein Lehens-Mann, Hn. 1415. Philipp, ^n. rz8i. Siegharde, alias Sigl, Merth, Gßwald, Lorenz und Marquard,die Panhalm /Zn. 1Z91. Der Erbar Sighardt der Panhalm /Zn. 1408. Herr Rudolph von Walsee, Herzog Wilhelms zu Oesterreich Hofmeister, verleihet den Erba n Sighardten, dem Panhalm , um seiner getreuen Dienste willen, die ec WM gethan, die Behausung Marbach, und das Kirch - Lehen allda, auf Söhne und Töchter, iZ99» Der Eßbare und Wesse, Sighardt der Panhalm, Pfleger zu Lintz, ^.n- ,41z. D eser Sighardt war /Zn- 1441. todt. Seine Kmder, Marga¬ retha. eine Closter-Frau zu Pulgcrn. Elspeth Niclas,Barbara,Oxor Balrhaser E chifeeö, ^n- ,426. Catharina, l^xor Georg Schecks von Wack- hing, 14ze. Hanns, des Niclas Bruder. Marchardt, Hannß und Clemens, die Panhalm. Marchardt hat zur Ehe gehavt Hedwig, Ulrich d?s Pcrcknamers Tochter, die warben. -41z. Wirtive. Diese Panhalm liegen rm Clostec St. Morian , im Creutz-Gaug, begraben. Der Leichen - Stein hat keine Jahr - Zahl, aber folgende Schufst: „ Hier liegt begraben Herr Marchardt Panhalm, und sein „ Bruder, und Hannß uno Clemens, die Panhalm, und „ ihre Hauß-Frauen, dre todt sind, denen GOTT genä- dig sey. Der Edle, Clement der Panhalm zu Marbach und Taun bey Skener, Herzog Albrechts Cammerer, (vielleicht jetztgedachter) war Pfleger zu Ennß I4Z8. I44Z' 6c ,455. War /Zn. 1488. todt, seine Tochter, die Edle Frau Agnes, KUricus primus Sigmund Aschban zu Leichtenschlag ^Zn. 1472. secunäus Wolffgang von Rorbach zu Klingenbrunn. Gemeldte 2lgnes nimmt ihr vätterliches Erb, die Veste Marbach und das Kirch - Lehen allda __m * Vielleichte will der mit dieser deut zu Tage unbekannten Redens - Art so viel saqen: Daßler sich das Burger-Recht / für sich und seme Familie, contirmi- ren und bestätigen lassen. ** Ein alter unbekannter Steyrischer Weiber-Nähme. 4? ürder Riedtmarch , und andere Güter zu Lehen vom Herrn Reinpr. von ä»rmr Dalfte, Hauptmann ob der Ennß ^n. 1472. Elisabeth , Oxor des Edel und Gestrengen Ritter, Wilhelm von MO fingdorff, 1472. ^icvlsuK, ^.n. 1446. Sighards Sohn, dessen Tochter, wandula, zur Ehe gehabt Hannßen Meillenftorffer, ^n. 1420. Hanns; Clement, und Niclas, die Panhalm, ä.n. 142^. Hannß Panhalm, Herzog Albrechts zu Oesterreich Cammerer, und Pfleger zu Ennß, steuerte seine Muhme, Wandula, Hannsen MeillenstorfferS Haus: Frau, aus, mit 420. Pfund Pfennige, auf das Drittel an dem Silz und Paubofzu Cremsegg, ^n. 1420. Niclas, verkaufst die Vesten Marbach seinem Vetter, Clement Pan- Halm 144s. Er starbe ^n. 141i. Sein Bruder Hannß, Lehentrager, seiner Tochter (Nicolai) Dorothea, und Wandula, den Herzog Albrecht zu Oesterreich mit dem Drittel am Sitz Crembseeg belehnet, eollem^nno. Hannß Panhalm zu Biberbach (bey Seitenftetten) Clement, Pfleger zu Ennß; Und Sigmund Vettern, ^n. 1445. Sigmund hat zwey Söhne verlassen. tC dl. des Clement Tochter, weiland Bernhard von NeidlingUxor. Sir war Hn. 147s, todt. lrem noch eine Tochter dl. dl. ^srirus Wilhelm Pöttinger. Sem Bruder Hartneidt, Pfarrer zu Gobolzbruck, ^n. 1470 todt. Clement, Uxor und Wittib, Kunigund, des Edlen Friedrichen Sultz- bttken Tochter, 1471- Vicie sein Testament. Er hatte vorher auch ein Weib gehabt, Margarets), Sigmund Schweinbeckens Wittib, än. 1437. Wem, noch eine Eva dl. dessen Tochter Agnes. Benedict Panhalms seel. Uxori8 Cunigundä Tochter, Barbara, dl. ihr Aruder, der sein Red nicht gehabenmag, starben. 1511. Beneblet, Uxor dl. Georg Hebichlcrs Tochter, 1484» Sigmund Panhalm am Hof, Uxor Elena Dietrichin, aus Herrn Wolft ttn von Walsee Frauenzimmer, steuerts aus mit 70. Pfund Pfennige, ^n. l46z. Der Edle Leonhard Panhalm, am Hof, 1479. §c 1490. Dieser ^itz am Hof, zwischen St. Florian und Volckenstorff gelegen, ist jetzt ein ab¬ gebrochener Ort, Pruckstall genannt, gen Volckenstorff gehörig. Hannß Panhalm, 1487. , Dec Edel Vest Bartholome Panhalm, zu Stadlkirchen, Uxor Apollo- vla Stadlerm, ^.n. 1526. Und noch ein Weib »Anna. Er war Hof- Richter öu Gleinck 15^2. und ist gestorben circa ^n. i^6. Der letzte von diesem Geschlecht. Derer etliche zu Garsten begraben liegen, und haben vor Zeiten ^tadlkirchen, am Hof, Marbach, Biberbach besessen. ^nno i ZOs. haben sich die Gemeine der Ritter zu Steuer, der Richter, Awe vnd die Gemeine der Bürger allda, gegen den Abbt, Ulrichen von Garsten, m odnstev nnd seinem eonvem- verschrieben, denftiben, und seine 8ucceidores, wie von Pfarrer Ettß Herkommen sme» für ihren obersten Pfarrer zu halten und zu erkennen, r« Srepem "ach Inhalt des darüber aufgerichteren KeceNö: " ICH Heinrich der preuhauen, mit der Gmein drr Ritter zu Steyr, und Ich Peter der panhalm, Richter zu Steyr , verleben öffentlich in die- " len Brjeff, vnd tbuen khundt allen denen, die Nun find, vnd noch ins- " kunfftig werdent, daß jetzt manch Jahr, von vnsern Vordem an, bey vnß " herkhumben ist, ohn allen Krieg, oaß der Ersam Abbe Olrich von Gar- " und wer nach Ihm Abt wirdet, vnser rechter Pfarer ist, vber die " Statt Steyr, vber dre Cappelen m der Burgg, vnd vber das Spitall, " vnd sollen alle geistliche Dmg vnd Pfarlich Gaab von Ibm empfangen „ werden; Als ein jeglich Pfar-Volck von seinen rechten Pfarer empfahen 3 2 ..sott -44_ W )o( W_ soll/ also sollen auch Wir von Ihme empfahen, vnd wen er vnß zu Pflegern sezt, den er den Gwalt gelt, die Sichen zu berichten, die Tobten zu begras den, des sollen wir Ihm alle gehorsamb fern , alß es jezt mit zeitlicher 'vnd ,, mit aller Gewohnheit an vnö khomben. Das veriehcn wir mit der Gmein ,, der Burger, beede arm und reich ; Wir öffnen auch, daß wir den vorge-- „ nandken Abbt Vlrich vnd seiner Sambung gelobt haben, mit gemeinen „ Mundt, daß man Niemandt in den Freithoffaußdem Spittall bestatten soll, ,, dann der darinnen stirbt, vnd geben der vorgenandten Sach dem El lamm „ Herrn Abbt Vlrichen vnd seiner Sammung von Garsten, diesen Brieff, zu „ einer Gezeuge. Versigeltmit vnsern Statt; Insiql, vnd mit der Ritter Instgl, die hernach gcschriben seyn, das ist: Herr Heinrich der preuhauen, „ Herr Marchardt Scheckhe, Herr Dietmar vnd Herr Vlrich Hüesien- „ dorffer, Herr Petter der Panhalm, der Richter zu Steyr, vnd die ,» Gmein alle zu Steyr der Burger, beyde Arm vnd Reich, vnd andw Pie; „ derleuten. Das ist geschehen zu Steyr, da von Christi Geburt waren Tausent Jahr, drey Hundert Jahr, vnd darnach im Mussten Jahr, an „ St. Gertrauten-Tag, in der Fasten. izo6. Des folgenden Jahrs hernach , hat ein vornehmer Burger zu Steyer, der Milchtophe genannt ein Geschäfft zum Spital gethan, also lautend: ,, Ich Gtto der Milchdophe, Burger von Steyr, verjähr öffentlich, „ an disen Brieff, vnd rhue kundt, allen den, die nun sind, vnd wer noch ,, künfftiglich werdent, da ich kamandie Statt, die allerderWeltKönigreich „ ist, daß ich lag an meiner Hinfaeth, da schuss ich einen Wemgarten an denk „ Kolmuz- auf das Spittal, das bey der Brugge zu Steyr leit, vnd „ der Hochgebohrnen Königin von Rom Stiffmng ist, zu Hülfe der ar- men GOttts; Gefangnen, die in demselben Spittal ligen, vnd meiner ar- „ men Seel zu Trost , vnd geschach das Geschäfft mit meiner Haußftauen Handt, Frau Elespethen, vnd nut aller meiner Erben, die ich bey der alten Haußftauen hette, vnd auch bey der jüngsten , wie die genent seyn , es seven Söhn oder Töchter, gütlichen Willen , vnd an der statt, da ich es „ wohl thun möchte, vnd dassclb Gcschäffte, vnd der Weingarten , dec vor ,, genannt ist von allen meinen Erben, als vor geöffnet rstzu keinem Krieg, dem ,» vorgenannten Dpital,nun,vnd fürbaß kommen möchte,so gib ich dicselk Spital „ diesen gegenwärtigen Brieff zu einen ewigen Gezeuge: Versigelt mitttuem ,, Erbarn Burger-Insigl von Stevr, vnd meinen gegenwertigen Iusigf. ,, DaS ist geschehen zu Steyr, da von Christus Geburt waren vergangen Dreyzehen Hundert Jahre, vnd darnach indem Sechsten Jahr , deö ,, Samstags vor Mitter- Fasten; Und sind be» demselben Geschäfft gewesen, „ Herr Peter der Panhalm, Richter zu Steyr, H Heinrich der Preuhauen, ,, H- Marchardt der Scheckhe, H. Vlrich, vnd Herr Diermayr von Hüs- ,, sendorff , H. Ernst von Lobmich, Ott, der alte Kerschbergcr , Ott, sein », Sohn, Vlrich der Fuchse, Ott der Ernst, Hclmreich, sein Bruder, Wolf ,, von Pceuendeckh, Hainrich der alt Forster, Friedrich der jünger, die zu „ denselben Zeitten in dem Rath waren , vnd ander Biderleich, die bey hem vorgenandten Geschäfft gewesen. Mitterund Aus diesen beyden angeführten Instrumenten nun erscheinet, daß vor Rttner" alten Zeiten, die damahls zu Steyer gesessene Ritterschafft und Adel, dem ' Stadt-Wesen und dessen Regierung seyen verwandt und zugethan gewesen; Dann gedachte Gemeine dUns/ . n Murh, zum Seel-Geräthe aller unser Vorder», und sonderlich .uns-? lieben Herrn und Wirths, König Albrechts von Rom, und auch selber, uno unser Nachkommen Seel, und ionverlich zu einer Wied r- ..'sg, Ader Fcoertage, die an unsern Sieden zu Hallstatt, (das wir nut um Sir har ''wers^ vom bilden Gebürgt erbauet Haden) übergangen und gebrochen ^SaM mit Arbeit, der man doch zur N u von dem vorgenannten Sieden das wir aestiff ' ' ' »«unser Pfleger oder Ambl Gotts Zeill Saltz seinen An- ' fang. ' sen zu . Äusser und §schl. Heinrich von Tür- singen. Annu? LkrlÜt IZl2. Etifft zo. Fuder Saltz jähr¬ lich zum Spittal. „Pfleger das voraedeute Saltz an den vorgenannten Tag dem Spittal „seinen gewieffen Herrn nicht geben, so gcbietenwir ernstlich, bey unfern .s ,> s, s, „Tag, alssie aebohren ist, dreyssig Fuder dürres Saltz , den vorgenannten „Spital geben sollen; Und dasselbe Saltz soll an Unser Maut-Stadt zu Gmun- „dren, lediglich ohne Maut fürgehen. Wäre aber, daß Unsere Ambtleut oder .1/ oder nicht geben, so gcbietenwir ernstlich, bey unfern Hulden, -unsern^Burgleuten zu Hallstatt, daß sie kein Saltz zu Hallstatt durchführen .lassen untzt, daß das vorgenannte Saltz dem nurgenannten Spital gereichet .werde. Es soll auch der Spital-Meister daselbst, alle Jahr an St. Philippi .Tag, den Siechen in dem Spittal , ein halb Pfundt Pfenning von dem vor¬ genannten Saltz austheilen und geben, daß sie diß ihr Pfründe damit bessern ; „Er soll auch des vorgenannten Tags unserö vorgenannten Wirths, der cm den- >,selben Tag verschieden ist, und unfern Vordem und Nachkommen, und auch „unser selber, wann wir nicht mehr fein Jahr - Tag begehen, mit ViZit und „Seel-Messen, und mit andern guten Dingen, und darüber, daß er unsere „vorgeschriebne Gabe dem vorgenannten Spital stet und unverbrochen bleibe, „von Unß und Unfern Nachkommen , haben wir ihn diesen Briefs gegeben, ver¬ riegelt mit unfern Innsiegel; Der ist gegeben zu Neuenbruck, da man zehlet ,,von Christus Geburt dreyzehenhundert und dreyzehen, an unser Frauen- Tag ,»der Lichtmeß-, Mit dergleichen Stlfftungen von Saltz bat Königin Elisabeth, auch viel Clöster in Oesterreich unter und ob der Ennß begabt: und hat danevhero (wie Herr Strem in den ober-Ennferiscben VnnLlibug meldet) das Gott Säll- . Saltz, so denselben Clöftern jährlich gereicht wird seinen Ursprung, daß aber wol^r es Saltzwesen und Sieden zu Aschl und Äusser schon langzu vor erfunden und " in Übung gewesen , bezeugt Herzog Leopoldts, zu Oesterreich und Swner, Saltzwe- dem Closter Gärsten gegebner Brieff ob 1177. darinnen der Herzog gcmel- ten Closter ein jährlich Oe^ursrvon Sala geschafft, mit diesen Worten : „ Uber „das schencken,-wie auch zu Z^schl, damanunser Saltz siedet-dem „bemeldten Gottshauß L2. Metzen, dec kleinern Maß, und zu Äusser eben „so vrel, jährlichen. „ 1^4- Her- ^nno i z 1 4. ward Herzog Friederich zu Oesterreich von beyden Churfür- derich von sten Cölln und pfaltz, von den übrig und Mehrern ober , Herzog Ludwig von Lester- Bayern zum Römischen Kayser, nach dem Todt Kayser Heinrichs des Villen erwehlt, daraus zwischen beyden Theilen, ob sie sonst zwar nahe befreund und Kayser ge- GeschrvlftrigdKind Mit einander waren, ein langwing verderblicher Krieg ent¬ wert. standen- Lheurung. Zur selben Zeit hielte man für ein mächtige Theurung, daß in diesen LanH ein Muth Korn um 10. und der Habern um 6 Pfund Pfenning verkaufst wur- Groß de; Daneben fiel auch in gemelten i z 14. Jahr ein solch unerhörtes Sterben Sterben, ein, daß man dafür gehalten, es sey durch gantz Europa der dritte Theil Men¬ schen darauf gegangen. Abt Ulrich -^rmo I z 17. verwechselte das Leben mit dem Todt Abt Ulrich der III. zu -j-A.izi?. Gasten, nachdem er 22. Jahr Lr-eiar gewest, und verlies zum duccellor Occonem. Heinrich von Tirsingen, Burger zu Stever; König Friedrich, Herzog zu Oesterreich verleibt bas Nestler Guth zu Schwamern zu Lchen den beschei¬ denen Leuten Heinrich von Türsingen Burgern zu E teyer, und Adlhert seiner Haußi auen rzi7- bilricvb, <7oni r,clu8 ,^r3rrcs; Irem Ltticll 6e lurcrinZen, in des Closters Gärsten Buch, cllcr, 4n. 14«-,. Hannß und Philipp die Türsinger Burger zu Steuer .4n. 1^78. Conrad von plesi - Burger zu Stener, dessen Nachkommen Otto von von Plcß, Pleß, Burger zu Sre> er, und Elisabeth Uxor stifften den Pleß-Hoff in dek !Zl9. Ternberger Pfacr, zu dem Closter Gärsten circa Hrm. IZ6Q. Conrad rzi9. koÄlk'tt und ... Herzog . Albrecht ^.knnur L.-.-NO .oxxr n"rJn gemelteu 1319. Jahr war em sthr heisser dürrer SomMx, daß weder cnE Menschen noch Weh Nahrung-Hatten; Daraus entstWde eine gWsst: HyMps ^19. Noth: Solches Elend vermehrten die an aüsn Orten dieser Lauden zusammen Teurung geführte Kriegs-Haussen, welche alles übrige, wie die Heuschrecken , aussraftg^Norh/' sstr - und verzehrten, und wurden darzudst Inwohner mit vielen Schätzungen ck'i belegt, und müsste menniglich den zehenden Pfennig von seinen Vermögen rei- chMl,^HmcckuDa kMerieusfchschrrivtitz^^M« jfpllMM öeleAum knckens 6Lciry.3mczue bonorym ommuw pattem sb omni populo OerogüL »». secipien8. „ . gl l,. 2Z) mv nri'/ F . t^nno Igchi.tiwar Herr GottschMMchteunrder Herzogen von Oester- kW Pfleger ÄrssVem SchloKrrGSWckMpr Ä m ss' v?".>>(: it-ssmV . Hnny r z22. zog Herzog FriedrichRöck,. KöniglvieSWMek -GeM-Mede- kbeü, Ludwigen von Myeru, mW rinem mächtigen Kriegs-Heer / darunter ^rocko. Ep^Eör und govo^Schützenss die ihm'OÄtiä-Lärl tÄ'n Angern zMdmont. I H.ülf-geschickt^ aus den Oefterreichischen-Er^Landeifaber isoo.^zü Roß ÜNd'' 24-O0. zu Fuß waren; Als er auf solchen Zug insWoffw Admont kam, weift-. stWe Abt Engelbrecht alda, und BattholoMuss MAstrono'MUS/ Herzog-, Friedrich würde in solchen Zug unten liegen^ da^^rlachte -er.- UsiL' ejnsK^a., sagt ^00 , uri- pwrumgue vanL> WM» Ü3 vix, nill polt rei evencum, ülchmck bcici nänciscumürMrV LW MN lrwzE '.-t-sso p »n a-chr.?^-" Es wurde aber hoch solche PropMWNg nEÄzuMr, denn nachdem Kö- Wird M Friederich, als ein frischer Herr, wider ftmes Feld Marschalls Herrn Dstt'uchs von HDlgdörss, und seines votsschmsten^Hauptleute, Herrn Ulrich gefangen» M Herrn Heinrichs von Walsee Gebyäöeke, Räch üüd Abmahnen, dannoch me' Schlack/ M Mühldorffiir Bayern eingegangen, ivurde er voss l^llovico Überwunden, sMt.ckcinen Bruyex Herz.og Heinrich von Oesterreich,' nebst erst- ßedachten Feld-Mäxfchal! und H'äuptlwren, auch Ky '?2oo. fürnehme Oester- ^ichische und Steyr-.sche Herren, und vom AdelLcfangen. Und diß^gescha- be M Tag dcs'HM Ertz.- EyW Mr von Adel/ Wndtsmaul genannt, - Wohl überaus ritterlich und tapffer gewehrt ; Also, daß er nach ^mchnigni An-^^Z'^ , vorher Mehr dann so. Feinde mit eigener HW erleget. Weil nun diese kapster gk schlacht an eben den Tag, da vor si. Iabren sein Anheer, Kayser wem. Edoiff erweblt worden , fürgangen, haben sich ( spricht gemeirer ^'lpimkmuki) Leute gefundm, die hieraus des HanUs Oesterreich Uttter- gang vermutheu.wollen; Mer falsch, guia illa inclvca I)0MU8 bollie propgZgrg, vsque xlci OnLnrem , Lc rämos wos per uriiverlam penä Luropsm öllperllc, letzt hinzu. '''s. 's'"/ - . Biß ins dritte Jahr wurde Friederich tm Schloß Traußnitz in Bayern Klanglich enthalten, nach seiner Erledigung aber, habe er (schreiben etliche)nch zu Uv Kaisertum neben ch»c!oHco zugleich regiert. Er ist Knno izzo. den rZ.Sreyr.Ek auf dem Schloß Guttenftein in Oesterreich an der Rühr gestorben,' und hegt im Chartheuser Closter zu Maurbach im Wienner Wgldt, welches-: ^mcc Erkl rgung smMerct, begraben. Und weilen er keinen männlft beu vMassen , sind.ihme in der Regierung iÜcceHert/ sein Müder Her-H, M Dtto der * Schwäinkjge, und Herzog 'Albrecht der andere, sonst der H< Deist, oder Rrumme genännt. u. zuOe« G ! ( Bey slerreich. , .. ..——---...— * Otto hat m der Ocsterreichischen Historie den AulWnen ober /«-««- E , und Albert, u. 8»piens, Sc CoarrsLbus. "0kro jVtümäük-,. kuv princeps, yuem jocis ^uttriscorum ope; reZivriergutz Luxille scrihunc - Der ^ucor Nennet ihn tcvwänckifl/ i e. voller Schuräncke , von Gchwunck, »»Ase, steni«, Posten, Schertz - Reden, LtkiMMVl del Mangen. Und diß gescha- ' Dem König Kat em Steyerr- Schlackt gefangen, ob er sich K^ng Mw erleget. Weil nun diese tapster g«» abrensem Anheer, Kayserwchn. _ W )o( Dß ___ Bey diesen Zeiten , izzo. war Burggraf auf Skener Herr Johann izzo. der Schecke Ritter, und ^n. izzz. Herr Otts der Schecke, und ^n. rzz4. Herr Otto Hauser» Abt o"o Nachdem ^n. izzz. Abt Ott zu Gärsten gestorben, erwählt das donuent und Abt zum Abten ttenricum, der lebte das Jahr nicht gar aus, daher ihm wcccäierte Heinrich Abt Michael- t izzz Hmio i zz 5. in der Fasten war Herzog Gtto eine zeitlang zu Steyer, und bestätigte unter andern daselbst desMarcks Hoff-Kirchen, bey Falckenstein, Freyheiten am Sonntag l^Lrare. Herzog ^nno IZZ8- starb erstgemelter Herzog Otto, von Oesterreich, liegt in sei- 'ur nem Stifft Closter Neuberg in Steyer begraben, fiel also die Regierung auf Herzog Albrechten allein. - Heufchre- In gemelten IZZ8. und Zy-Jahr feyn alle Feld-und Garten-Früchte durch Echad? Heuschrecken, welche in unerhörter Menge zogen, verderbt worden : DesieN ge- än. IZZ9- dencht auch die ^letropohs SalisburFeniis, verbi« : ,, bloc Znrro locuttse, bsbeme«, mnumersbiles , circa kettum -^srse ab orienre veniemes Laua- „ri^m foeclarunt. guse uno 6ie 20. mich'a palluum prvZreilE, Lc berbas öL ar- ,»borum fronäe« clepatiL iunc. ,, Und drey Jahr zuvor verzeichnen die Xnna- 1L8 des Doster Gärsten daß sich ^n- rzz6. am Tag.^Zapiu die Heu¬ schrecken in grosser Anzahl um die Stadt Steyer gezeigt haben. ^nno IZ42-war Burggraf zu Steyer Herr Hanß Rauscher, ^nn. IZ44. Stadt-Richter zu Steyer, Otto von Aspach. Von diesem Geschlechte istvcrmuthljch gewest Leopold von Aspach, Huebmeister in Steyer, ^.n. i4^.L-z6. und Caspar von Aspach, Kayser Friederichs Hoff-Meister, -w. 14^2. Heinrich der Schreiber , zu den Zeiten Mauttner zu Steyer ^n. 1Z44. /cnno 1Z47. war ein so rauher und kalter Frühling, daß alles Getraidt Herzog und Wein erfroren ist: Im Sommer / kam Herzog Albrecht gen Steyer, und Awrecht begabte damahls die Stadt, Sonntags vor St. Veits Tag, mit einer Frey- 8t ner^" heit, und erlaubte alle Jahre einen Jahr Marckt (welchen die Burger hiebe- Freyheit vor gehabt, aber verschiedener Ursachen wegen ihnen abgenommen worden) wegen des des nechsten Sonntags vor dem Aussarths Tag zu halten, und darzu Freyung, Ärckts auf acht Tage zuvor, und acht Tage hernach, zu werben, und zu wandeln zu Steyer. nut allerlei) Kauffmannschäfft; Sie sollen auch auf solchen Jahr-Marckt eben die Freyheit haben, wie andere Städte in Oesterreich, auf ihren Jahr Märck- ten. Grosses H.NN0 IZ48. war ein erbärmlicher Sterb, nähme ihren Anfang bey den Sterben Juden in Asia, und währete z. gantzer Jahre, fast durch die gantze Welt: In bebe" Behaim, Bayern, und Oesterreich, seyn viel Häuffer gantz ausgestorben. ES äo» iZ48. liessen sich auch mächtige Ekdbrden vermercken, welche viel Flecken, Häuser und Schlösser in Oesterreich übern Haussen geworffen, deren auch die kungle« des Closter Gärsten gedencken; Eines am Tage Pauli Bekehrung , zur Vesper- Zeit und das andere am Lichtmeß-Tag, zur Mittag-Zeit. Huemmus geden- cket dieses Erdbldens am Abend St. Pauli Tag, weitläufftig, und schreibt es habe 40. Tage aneinander gewähret, allenthalben grossen Schaden gethan, 26. Städte und Schlösser seyen mit Menschen und Vieh verfallen; JttKärnv? ten habe sich die Erde aüfgethan, und wären zwey Berge zusammen gefallen, mit etlichen Sädten, Märcktenund Schlössern, darunter die Stad Villach. Weh M Man hab die Bäuerinnen unter den Kühen sitzendt, und melckend, samt den Leute nur. Kühen erstarrt, gleich als zu einen Saltz - Stein verwandelt gefunden. Es Sttin ver- schreibe solches sagt Huentinus, Conrad von weudenburg,ein grosser Künstr wandelt, ler und Sternseher, selbiger Zelten, der solches neben des Herzogen von Oesterreich Cantzler selbst untersuchet und besehen hat. Dieses mag vielleicht kommen, daß man noch zur Zeit von derley Vett Wandlung der Leute und des Viehs in Stein sagt, so man auf den hohen Ge- bürgen Zr Dev bürgen und Viehalmen, um EssenaM und MOr / noch sehen soll. Auf ge- e Avenrmu§, sey Unestosses jämmerliches Sterben rneldte Erdbeben,sagt ferner ^Venrlnus. sey dmAossesjämmerliches S hernach kommen/ daß nicht dervierdteTheilvon Menschen übergeblieben. ^nno i z49. war Burggraf aufSteyer Herr Albrecht von Azenbruck. Abt Michael zu Gürsten begab sich durch den Tod auch von dannen, und W M»- kam an seine statt/ Erhard oder Eberhardus. i ZIy. Zu Steyerwar in diesem IahrStadt - Richter HerrFriedrich der Kerschs KerMe« berger: Von diesen alten Adelichen Geschlechte/ hab ich in Brieflichen Urkunden so viel gefunden; Dietmar, Ortolfsund Heinrich öeXersberZ, dlobile8 remp. v/ksr/r^ -^sr- ^NIOMS. circa an. 1142. Dietmar cle Kersberg an. iriZ. Ott, der alte Kerschberger/ Ott sein Sohn zu Steyer lebten an. rzvH. kom¬ men in droben angeführten des Milchdopffen Geschäfft-Brief, als Zeugen vor. Wülfflingund Ott, Bürger zu Sttyer an. 1719. Wilhelm, Wolfarth, Friedrich und Hertwich von Kerschberg werden als Zeugen gefunden, neben den Herrn von Losenstein, V olckenstorff und Lonftorff, «n. IZ22. _ Heinrich, liegt im Closter Gleinck begraben, auf seinen Leichen: Stein stehet: Hn. f I^odilis Vir.Uenricus öiLkusKerscsiberZer. Friedrich,war wie gemeldt, Stadt-Richter zu Steyer an. iZ49. hat einen ^cchr-Tag und absonderlich, etliche Messen in die Pfarr-Kirchen allda gestifft. -dnedrich undOrtolffKerschberger an. iZ44. . Heinrich, war Herr Niclas des Scheckhen,Burggrafen zu Steyer, Pfleger vaselbft an. i z 57. lebte noch an. r z72. Stophel, der Kersch berger an. 1Z79. §-99. Wilhelm, des Görgen von Dürnächting Vetter, an. i z87. Der Erbar Marchard der Kerschberger an. 1Z90. Ulrich, war Niggel des Juden Schwager an. 1398. Andre, Kerschberger «n. 140z. Allda zu Gleinck noch ein Grab-Stein, darauf eingehauen: 2o. zu begraben, der letzte von diesem Geschlecht. Uxor dl. geborne Städterin ^uBtberbach, die ist im Türcken -Streiff an. 1^2. im Schloß zu Stadel-Kir- )en, neben andern von Türcken nieder gehauen worden. rnv, Margareti) Kerschbergerin/^ancus i) der Edel Wolffgang Pfanstorffee sum ^.hal. 2clus) Hannß KöllStadt-Richter zu Steyer, die er Wittib gelassen t cnca an. Isis. Hnnv IZ5Z.8L §6. War Herr Johann der Scheckh Burggraf aufSteyer. änno izss. bestehlet HerM Albrecht, aus Wien Mittwoch vor St. Elp sabeth-Tag,dem Richter, dem Rath, und den Bürgern zu Steyerwas fürGü- ther in ihren Burgfried gelegen, daß vor mit ihnen leiden, auch daß sie im Burg- fried weder Raifl (s) noch ander ungewöhnliche Wein schencken lassen sollen. Item, befreyet er die Stadt an. iz§6. aus Wien, Ertag vor kalmarum, was man in der Stadt zu Steyer handelt von Wein, das solle allda, wo der Handel geschieht, ausgetragen werden, und mögen die Bürger daselbst darum angehalten, auch was man vor dem Richter allda anlanaend ist, welcherlei) Geld: Schuld es ist, darum soll der Richter Pfand oder Pfenning dem Gel¬ ter antworten; Und ausserhalb des Burgfrieds in einer Meile Wegs, soll man an keiner ungewöhnlichen Statt Wein schencken, dann wo es von Alters Her¬ kommen sey. Erläute- Dieses seyn zwar stattliche Privilegs, welche um so vielmehr höher und US ob- wertster zu schätzen, wann bey gemeiner Stadt Steyer dieselben noch, wie vor rrivuc§ü, Alters, im Gebrauch wären. Der Stadt Lintz Marckt-Priviiexmm, Krasse des¬ sen sie um alle daselbsten in den Märckeen vergehende comratteund Schulden die Imeressenren cmren auch gar Fremde, vel rerrivs per woöunlreprellatjarum aufhalten und arrelliren kan, (durch welche Märckte dann selbige Stadt und Bürger in gutes Aufnehmen erwachsen) ist keines kräfftigern oder mestrern 8pec!al-Inhalts als diese Steyerische Freysteit: Dann also lauten die Wort derselben; ,»Daß Wir, nemlich Herzog Rudolph zu Oesterreich , unfern ge- „tremn, den Burgern zu Lintz, um ihr Notstdurfft willen, und zu Besserung „ihrer Stadt die Gnad getstan haben, und tstun auch wissentlich mit diesen ,,Brief, was rechter Handlung (>6 ell OoncrsLlus) um einigerley Geld-Schuld „geschicht , in der vorgenandten Stadt Lintz, daß sie wohl darum in derselben „Stadt mögen vfändten und aufhalten, und soll sie niemand daran irren rc. ,,Darum au. 1362.,, Schetz (2) Soll vielleichtt Rheinfall und andere fremde Weine heissen. __ W _ Scheinet demnach nicht unglaublich, daß gleichwie vor Zeiten die Jahr- ärml» Märckt zu Steyer in grösserer kreguenr von Kauffleuten und dahin gebrach- ten Waaren gebauet, also darbey auch das in diesem kriviWZio zugelassene ' Recht der Pfand oder Aufhaltung werde seyn sxerciret worden. Dann um eines solch schlechten und gemeinen Kirch-TagS wegen, wie die jährlichen Märck- te jetziger Zeit zu Steyer seyn, ist nicht wohl vermuthlich, daß die Bürger um so viel unterschiedene Frey Heiken von den Landes - Fürsten zu erwerben, sich be¬ mühet hätten. Dann wie erst gedacht, wird von Herzog Albrecht dem H. an. i der Stadt Steyer ihre vor Alters gehabte aber um etlicher, imprivlleZio Zwar nicht benennter Sachen wegen abgenommene Jahrmarckt wiederum ^lkiruiret, und daneben insonderheit befreyet, auf solchen zu wandlen und zu werben mit allerlei) Kauffmannschafft, daß sie auch eben dre Freyheit haben sollen, wie andere Städte in Oesterreich, auf ihren Jahr-Märckten haben; Damit auch solcher Marckt um so viel destomehr von den Leuten möchte be¬ sucht werden ; Und hierinnen die Creutz-Wochen und Heil. Auffarts-Aeit, darinnen die Leute mit ihrer Andacht bekümmert, kein Hinderung machten , bat Herzog Ernst zu Oesterreich solchen Marckt auf ein andere bequemere Zeit im Jahr 1410. verlegt, und Herzog Albrecht der V. erlaubt an. 1422. auf solchen Jahr-Marckt, am Platz, Lauben und Hütten aufzurichten, darun¬ ter die Kauffleut mit ihren Kauffmanns - Schatz stehen, und ihr Gewerb und Handel treiben können. Sonderlich aber hat Herzog Albrecht der m. sn. rz8i. vorbemeldte seines Vatters der Stadt gegebene Freyheit, von des Verbietens und Aushaltens wegen , wie die verba kormalla lauten , in der Stadt um tMld - Schulden, in lpecie conürmirt, darbey denen Burggrafen auf Steyer ßebotten., da jemand wäre, es sey Herr, Ritter oder Knecht, der die Bürger von Steyer von solch AufhaltungS wegen anfeinden oder beschwehren wolte, baß die Burggrafen deme vor seyn , und die Bürger dargegen feftiglich be¬ schirmen sollen. Aus welchem dann klar genug abzunehmen, daß die Stadt steyer vor Zeiten, der Errett und kepreilgiien , um Sachen so daselbst ge¬ bandelt oder comrskiret worden, sowohl als die Stadt Ling jetziger Zeit, in Lefitz und Übung gewest , und ZweiffelS ohne, noch eher und noch lang zu¬ vor, weil der Stadt Steyer Privilegium viel älter, als das Lintzerische ist. Wie aber bey allen menschlichen Händeln nichts beständiges oder stetswäh- tend , also hat es sich, per vicillimcknem rerum Lc remporum. auch hierinnen vey der Stadt Steyer mercklich verkehrt, da aus einen so hoch prlvitezirten -lahr - Marckt ein Kirch - Tag worden, und nicht allein die zugelassene kepreg- '^en allda nicht mehr in Gebrauch, sondern was die von Steyer vor Jah- W gegen andern ex^ciret, sie anjetzo von andern leiden müssen: Indem die Putzer die Steyerische Bürger in Marckt-Loncrakken aufhalten und arrelli- ; Wessentweaen dann bey de Städte in Processund Rechten verfangen seyn. ^reper hat pr o tunllamenrv das Special - Privilegium Alberti p 6e 1287. sich, darinnen der Herzog also spricht: „vemgue praelemibus 6uximus acl- aä inllar aliarum^iviracum nollri clomimi, (üvcsipli hujusmo- ' Ubeirzre sruamur, guo6 per aliguem, vel aliguos, ipti, vel bona eorum» grrettari 30c conveniri non clebeanr, nili prius reguillra 6s!p6s coram juciice jukiria buerir 6enegata.„ Und sagen sie , daß solche Special - Frey- -m, der Lmtzerischen um 75. Jahr jüngern Oeneral - Freyheit in allwege 6c- sOL're , und fürzuzichrn sey : Hingegen will Lintz behaupten, ihr Privilegium ^c'Lle. schützen darneben vor die pollels und prselcriprion von undenckli- Ewn Zeiten her, wie sie dann auch in vielen Fällen wider die SteyerischeBür- bre vor ihnen in Marckt- Sachen Kläger oder Beklagte gewest, ihre Frey- oeuen also sxerciret hätten. Darüber ftehetnun der Ausschlag beymRichter. den Weinschencken innerhalb einer Meile Wegs um die Stadt, ist es Tdrnn cy gar weit von vorangezogenen privilegio abgekommen, wie solches der Au- s^ucherri, mit vielen in angedeuten Gezirck der Meile um die Stadt erbauter Gz Wirchs- S4 E3 )o( Dö ___— »nnll, Wirths-Häuser , oder Taffernen / mehr als gemeiner Stadt lieb und nutz ist, 5^!?' bestätiget. " In diesem rzs6. Jahr war Stadt-Richter zu Steyer Herr Eberhard der Milwanger. Von dessen Adelichen, vor Zeiten im Bürgerlichen Wesen zu Geschlecht Steyer wohnenden Geschlecht hab ich folgendes ausgezeichnet. der Mill- Der Millwanger Wappen. Erhard Millwanger, jctztgemeldter Stadt-Richter zu Steyer an. iz;6. dessen Söhne waren Friedrich und Eberhard. Eberhard des alten Sohn auch Stadt-Richter zu Steyer an. 1375.76. 77.K79. hat mit gedachten seinem Bruder Friedrichen ihre Gülten und Güther getheilet an. 1^78. Thätinger und Spruchmann sind darbey gewest, ihr lieber Freund Gottfünz und Schachinger. Herr Eberhard Millwanger, Pfleger und Salvogt zu Ebcrsperg an. 140z. hat den halben Sih Hueb von den Herren vonVolckenstorffzu Lehen getragen, und wird unter andern von Adel als ein Beisitzer gefunden, eines von Herrn Seybotten von Volckenftorff niedrrgesetz- ten Lehen-Gerichts an. 1404. seine Kinder waren wolffgang, Hanns; undMargareth, Oxor Andreas Roth zu Crembsberg. Diese Geschwiftrigt haben zum Spital zu Steyer das Flader - Gut gestifftet AN. 1412. Der Erbar Hannß Millwanger, zu Grub, ^xor Barbara, Wolffgangen des Asperger Tochter an. 1416. mit der er vermuthlich den Sitz Grub beyHall erheyrathet, weilen denselben vorher einer diß Namens, Conrad vor; Asperg, besessen, und zum ersten von Clofter Crembsmünfter zu Lehen empfangen an. IZ28. Wilhelm Millwanger, Pfleger zu Wildenstein im Pschland, Uxor, Agnes Premserin an. 1419. Der Edel und Vest Veit Millwanger, zu Neidelhärting sn. 14^4. Ger- hab seines Enenckcl Leonharden Jörgers an. 146z. Peter, dessen Söhne, Stephan, Georg und Hieronymus an. 1451. Hieronymus hat neben andern Oesterreichischen Landleuten die Ungerische Bündnuß unterschrieben an. 1487. sein Schwieger war, Siguna des Edlen, Geörgen Juden zu Hof-Kirchen Wittib an. N. Mill- N. Millwanger, zu Götzenftorff im Mühl-Viertel an. 1486. Caspar und Wohlfahrt Gebrüder/ Caspar hat den Sitz Grueb besessen/ war^n. 1451. Pfleger zu Seissenburg und Vogt zu weiß / hernach ^n. 1466. ' Hof-Richterzu Gärsten: Uxore8, (i.) Magdalena Jacoben des Mötzendorf- lern Tochter. (2.) Dorothea Mötzendorfferin. Inder Pfarr-Kirchen bey Wallin derHofmarckift dieser CasparMillwanger in einem Küriß kniend in ei- nem Fenster gemahlen samt seiner Haußfrau Dorothea, mit ihrer beyder Wap¬ pen/chabey die Jahr-Zahl, 1490. liegen vielleicht dort begraben. Asam, des Wuhlfahrt Sohn, dessen Lehen-Trager sein Vetter, gemeldter Gaspar, empfähet den halben Sitz Hueb und andere Güter zu Lehen von Herr ^lgmund und Heinrich Prüeschencken an. 1490. Waldtburg Millwangerin, uxor Georg Kerschberger, zu Stadlkirchen an. 14^5. fepulrg zu Gleinck. Melchior Millwanger zuJohann Stein ^nno 1497. Hieronymus, Ste¬ phan und Tyburz, die Milllvanger zu Grueb Gebrüder an. 1501. Der Edel Vest, Hieronymus Millwanger zu Hueb. Item zu Hofkir¬ chen, Pfleger aufderLoffenstein-Leithen an. 1504. Stephan,neben etlich unter Ennserischen von Adel, Zeug an. 150z. von dem vielleicht die Millwanger entsprungen, die noch in Oesterreich wohnen. Cyburz Millwanger, zu Grueb an. 1^12. Georg Millwanger zu Wolffstein, ein Erb, neben andern, zu Herr Mer- ten Pottendruners Verlaß, an. 1^21. Georg, zum Wolffstein, Pfleger aufm Prandthoff an. 1542. ^nnü 1^7. lvär Burggraf auf der Herrschafft Steyer Herr dliclas der Scheck, dessen Pfleger warHeinrich Kerschberger. In diesem Jahr ist ein mächtig groß und erschreckliches Sterben in diesem -ande gewest, so viel tausend Menschen hingerissen. ' ^nno iz^8. Pfingsttag in der Oster-Wochen, befiehlet Herzog Albrecht As Wien, allen seinen Burgern zu Ennß, zu Lintz, zu Welß, zu Steyer, und zu ^mündten, wo es Sach Ware, daß sie oder die Ihren, Reinprechr von Walsee An Ennß irgend beschweren oder nöthet, von der Steuer wegen, die er haben All, von den Gütern die der Burger Lehen von ihm seyn, daß sie sich dargegen ^tzen und die seinen darum aufhalten sollen, wo sie die in gedachten Städten be¬ kommen mögen, welches der Herzog auch gedachtem von Walsee erinndert hat. > Bald nach diesen ist Herzog Albrecht abermahls zu Steyer gewest, wie zu Herzog Men aus seinem Befehl, ll-uirt am Erchtag vor Pfingsten, in diesem Jahr, an ^2««« ^aul Vanningen Landschreiber, (aliag Virclomb) in Steyer abgangen, denen Steyer. von Trofeya zu schaffen, die Burger von Steyer mit der Mauth allda, neuer- UH nicht zu beschweren. f Den 22 Iulii dieses Jahres starb Herzog Albrecht. Er hat das Carthäu- HtUgAl, M' Kloster Gamnitz in Oesterreich Lunckret, allda er auch als Stiffter begra- liegt. ' Rach Absterben Herzog Albrechten des Weisen ist in die Regierung getret- Herzognu- ^n, semSohnRudolffdiß Rahmens derVterdte, derGroßmüthige genannt. der ^,„'Aer erste gewest, der sich Krafft Kaysers krillerici ll. dem alten abgestorbe- sterreich s. ..^ckchlechtvon Oesterreich erthcilten krivileZü einen Ertz-Herzogen zu Oe- tritt ins I^ ^Mch genennt und geschrieben, welche Titulatur gleichwohl in denen von ihme Regiment. ,^dt Steyer gegebenen Freyheiten nicht zu finden, erscheinet aber aus an- Urkunden; Sonderlich ist bey hiesiger KeZittrawr Abschrifft eines krivile- "'fverhanden, welches er an. iz6z. der StadtFreystatt erthetlt, darinnen schreibt fs "A.^udolssder Vierdtvon GOttes Genaden Phalenz,Ertz-Herzogzu Oe- ' ^veich, des H. Röm. Reichs Obrifter Jägermeister. Hannß von Halle Burger zu Steyer an. iz§8. . , . Rudolph hat der Stadt Steyer zu guten, den eingerissenen Holtz- HZKauf vurkauff abgeftellt,u»rd zugelassen, daß jedermann das Holtz vom Volck möge ' fällen, )o( W Knnur . - fällen, wer es wolle, wann aber dasselbe VOM Stock niedergeschlagen werde, io solle man den Burgern von Steuer des Ersten, vor jedermänmglrch den Kaust anbieten; Wollten sie aber dassclbige Holtz nicht kauffen, so möge mans: weiter verlausten, man solle auch solchen Kauff niemand aufdringen, noch überbieten bey Straffe, dato Wien, am Mittwoch nach Sckolstticki, an. iZ^9. Angelt Wolff Schizenauer, Cammerer zu Crembsmünfter, hat in seinen siyfaeff aufkomen, zeichneten dlvrLbilibus bemercket, daß in diesem Jahr, das Ungeld von^WMJu' iz59- reichen, zu Wien ftu aufkommen. Daß es aber nicht allein äufdie SKMIZM,- sondern gantze Land ^Oestcrreich unter und ob der Ennß zu verstehen, geben Herrn Gtreins les'zu erkennen, da er schreibt: izsy. vergleicht sich Herzog iruäoissmit den Ständen in Oesterreich der Müntzc halber, daher sie ium düSUngeld (icl ell. exsftM, ein böß Geld, ein übSlunrechtmäßiges Gcid/Wie es Herr Strem vcrteutscht) bewilliget: DenUngelt-Brief haben geftrkigf,.Graf Burghardt vornMatdrburg, Herr Eberhard von WÄsee, Hauptmann, ob der Ennß, und Berthold von pe-rgarr, im Namen aller Herren, Ritter'üM Knecht, Und habe der von Walsee das Land ob der Ennß darben vertretten. Hauptmann oder Burggraf zu, Steuer in diesem Jahr war H rr Reinprecht von Walfee. ,z6o. Als Herzog K660Msich /^nnq.pz6o. in diesem Lande -befunden,/chegnad et er gememeDtadt Stcyer, daß sie.aus den Börsten , zur Herxschqfft Steuer ge- hörig, jährlich Enfporn und Streu, zu den Brüggen allda, als offt es noch thur, nehmen mögen; Beu welcher' Gnad die Bu rgg ra fe n / P sie ger und Vor- sicher zu Steyr, gemeine,Htadr ewiglich sollen bleiben lasten. - Beschehen Ennß an St. Lorenzen Tag. ' «rinne, Man laßt zlvgr der Stadt Steuer das nöthige Brucken: Holtz ans der daftmrn- HerrschWForsten äbfötzen, aber-man muß es den Bauern theüer genug bc- viieZio. zahlen, daß, demnach auch dieses LriviieZmm gemeiner Stadt wenig mehr zu- träglich,doch ist au^dem Inhalt dessen unschwer abzunehmen, Welles-Herzog kullolik der Stadt hiemit ein besondere, ja ewige Gnad thun wollen, daß es da: mahlen, und zweiffelsohne noch^ lange Zeit hernach, keinen andern Verstand und Gebrauch gehabt, als daß solch bedürfftige.s Bau-Holtz aus denHerrschaffts- Forsten der Stadt umsonst verabfolgt worden; welches sie auf ihre Kosten schlagen lassen, und wie das LrivileKmm redet, nehmen mögen. Dann auf den Kaust, welcher gemeiniglich freu, hätte es, meines Erachtens, keines besonder» LnvlleLü bedürsst,isi auch fürreine Gnad zn achte». Öb nun die alten Steue¬ rer aus Nachlässigkeit diese so stattliche Fürstliche Habe aus dem Gebrauch und Niessung gelassen, und sich also deren non (wie in mehr andern besche- hen) begebtn, oder ob es durch aridere Handlung mit der Herrschafft Steuer etz wa davon kommen, weiß ich nicht zu sagen. Eisen kein« Es bestehlet auchgemeldtcr Herzog Uu6o!ss unter obigen 6gtv, seinemDurg- Aussen, grafe:: zu' Sttycr, und" allen seinen Amtleuten, sie sollen verschaffen , daß man ' rann gen das Elsen keine andere Stpassen, dann gen Steuer, an seine des HerzogsMauth, Steyer zu f^hre. . . ' -- g Und des folgendeiiTags hernach , llie 8» libumi, befiehlet er gedachte» Burggrafen, zu vcrschassen, daß. die Amnß, Dienste, oder Güter, so aus dem Burg-Frieden zu Steher verkaufst, verschafft,versetzt oderweggegeben seyn, de» Burgern allda wider zu vcrkauffen und zu lösen zu geben, nach ehrbarer Leute Erkanntnus; Wollte sich aber dessen jemand widern, solle der Burggraf sich solcher Güter, von des Lands-Fürsten wegen, unterwinden. PesMentz Wie die Gärstnerischc verzeichnet habeil, so ist in diesem Jahr, die regiert. PesMntzische Seuche um diese Revier enrgerissen, welche von St. Berchtholds: Tag, bis auf Martini gewähret. Stadt-Richter zu Steuer war damahlS Michael Schürer. Burggraf -m» - - ' rz6o. 61. der Ehrbar Herr Occocm von Rohr. ^n»o ig6i. der Ehrbar ' Rittet Fahrt vott Venedig. Thungaf- stngek. Herzog Al« brecht ist zu «Lteyer. Hl. und Leopold, lucceöirm ment/ Ritter Herr bliclaZ der Haid, Burggraf und Schaffner zu Steyer. Und an- r Z62. Herr Niclas der Scheckh, Ritter. E Herzog Rudolfs ist den 26. Iulii an. iz6^. zu Mayland, dahin er seinen HerzoMu. Schwieger-Vatter K ayser Carl denIV. begleitet,an einem hitzigen Fieber gestor- H^lUrbr ben/tm 26ften Jahr seines Alters,und liegt zu Wien bey St.Stephan begraben. ' Zu einen Gefebrten aus diesem Leben, hat Herzog kulloiss gehabt, Abt Eberhardten, zu Gärsten, welcher auch in diesem Jahre gestorben, und kam Gasten die ?rgejgturan Herrn r^icolaniN Venck, Verein Fürnehmer von Adel war. 1 stirbt. Burggraf zu selber Zeit, war zu Steyer der Edle Ritter, Herr Simon Burggraf, venck, vorgemeldten Abts Nicolai zu Gärsten Bruder, sein Grab-Stein ist all¬ dem der Herren von Lossenstein Capelle zu sehen. .. Herzog Rudolffensind Anfangs, in ungetheilter Negierung der Oesterrei- Mchen Lande, iucceöiret seine beyde Gebrüder, Herzog Albrecht der Dritte, m. mw wit dem Haar-Zopff,undHerzog Leopold der Fromme, wiewohl ich in denSteye- Herzog Aschen krivilLZien und andern Schrifften finde, daß dieselben von Herzog Al- hechten ausgeftrtigt: Dessen Lonbrmarion der Stadt Steyer krivileZien, zu im Regi¬ onen, Samstag vor licminiscere an. iz66. clarirt ist. ^nno 1Z69. 70. ist Burggraf zu Steyer gewest Herr Hannß der Kneus- >er, und an. 1Z70. Pfleger allda, Herr Peter der Preuhauen. . In gemeldten i Z70. Jahr, Samstags vor 8c. Nicolai, befiehlt Herzog Al- AAmb w'echr dem Richter und Rath zu Steyer, aus Lintz, ernstlich und bey seinen ' Hulden, sie sollen wenden und verhüten, daß niemand mit seiner Kaussmann- lchafft heraus von Venedig, über den Pührn fahre, noch arbeite, dann die rech¬ ne Straß über die Zeyenig, ausgenommen die Burger von Ennß, Linz, weiß, Dmundten und Frcystatt, die sollen und mögen mit ihrer Haab und Kauff- wannschafft fahren, als von alter Herkommens sey. Und wo sie von Steyer drüber kämen, aufsolche Kauffmannschafft, die man vor Rastatt, oder ander ungewöhnliche Strassen heraus über den Pührn,und nicht vor die Mauth-Statt whret, die sollen sie hassten und niederlegen. Unlängst hernach befand sich Herzog Albrecht allhie zu Steyer, wie zu le¬ ben aus emem Befehl an den Burggrafen zu Steyer, Hannsen den Kneüsser ^'gangen, daß er das Closter Gleinck bey semen Fischwasser an der Ennß schü¬ tzen solle. Var. Steyer an St. Andreä-Tag an. iZ7O. ^mao iZ7i. war Burggraf auf Steyer Herr Stephan der Scheckhe, ^tadt-Richter damahlen Hanns Thungaßinger. Heinrich 58 _ W )O( M___ änlw, Heinrich Tungaßinger und Dietmar sein Bruder, stifften die Hueb zu Schwembach, ins Clofter Wilering sn. 1Z42. ' Friederich, Catharina Tiringin sein Tochter sn. iz^2. Hannß, war zu unterschiedlichen mahlen Stadt: Richter zu Stcyer, an. iZ7i. 7Z. 84. Lc 86. Uxor Catharina, seine Tochter stifftet auch dahin, drey Bauren-Güter. Friederich des Hannßen Bruder, war Pfarrer zu Steyer sn. 1z71.Se 72. Friedrich, puco des Hannßen Sohn, Burger zu Steyer an. 141z. Judewvor Wie fast in den vornehmsten Reichs: und andern Städten vor Zeiten, die Juden ihre Wohnung, Handel und Wandel gehabt, also waren derselben auch «chy m der Stadt Steyer wohnhaft, als sie sich aber auch der Wein- und Tratdt- Handlungen unterfiengen, und vermeinten eben das Recht zu haben, als andere Burger, hat Herzog Albrecht, auf eingelangte der Bürgerschaft Beschwerde, solches durch folgenden Befehl,claurt zu Wien am Ertagvor St.Iörgen-Tag, in diesen Jahre, eingestellt. „ Wir Albrecht rc. entbieten unsern Juden gemei: „mglich zu Steyer unsere Gnad. Uns haben fürgebracht Unsere Getreuen, „die Burger daselbst zu Steyer, daß Ihr alle Arbeit und Kaufmannschaft „daselbsten treiben wollet, mit Wein, Getraidt, und meinet auch in solchen Sa- ,,chen alle die Rechte zu haben, die andere Unsere Burger daselbst habendt. Das ,.dunckt uns unbillich, darum empfehlen wir Euch, und wollen gar ernstlich, daß „Ihr davon lasset, und fürbaß kein ander Arbeit treibet noch thut, in feinen ,,^Leg, dann allein mit euren Gewerbe; Auch wollen wir, daß Ihr kein Hauß ,.in der nur genandten Stadt Steyer bestellet und darinnen wohnet, dann ab „lein das Haus, daIhr vor innen gewesen seyd. Wäre aber das zu klein, daß „Ihr dann ein anders daran, oder gar nahe darbey kauffet, und nicht mitten in „der Stadt, auf daß Euch die vorgenandten Unsere Burger, ob es zu Schul-' „dcnkäm, desto baß geschirmen mögen, thätet ihr aber das nicht, das wäregäntz- ,,kich wider Uns rc. Ob sich nun die Juden hierauf an einem Hauß oder mehr begnügen lasten, weiß ich nicht zu sagen; Das aber ist in Briefen zu finden, daß schon lang zuvor, an. iz4s. Heindlein der Jud, in der Engen zu Steyer, ein eigen Haus gehabt, darinnen die alte Georg Straffen«, und jüngster Zeit ihr Tochtermann,Jacob Baurtisch gewohnt hat. Waidtho- unter obgemeldten Dato verbeut Herzog Albrecht denen Burgern zu Landlüna' Waidthauen, daß sie aus dem Eisen-Ertzt nicht mehr Eisen führen sollen, als nur so viel sie des in der Stadt allda bedürfen; Würden sie darwider handeln, oder anderwertS hin, daß es nichtin die Mauth-Städte gen Steyer und Ennß käme, senden, solle auch solche Zulassung wieder aufgehoben, und sie darum ge- Kcinftemd strafft werden. Item daß man kein Elsen weder von Behaim oder Bayern, in Eisen ins Land führen soll, denn allein das aus dem Eisen-Ertzt. brumen. In diesem Jahr geken Richter, Rath und Gemein zu Steyer Zeugnis und Urkund über das Clostcr Gleinckh, Fischwaidt, Urfar- und Aerch-Gerechtig- M.erck- feit in der Ennß, wider die Herren von Volckenstorff: Welche Httelk-mon ich alttr Llv- darum hieher mt'erire, daraus zu sehen, wie rund, kurtz und Deutsch, ohn weit- lu». läufige clicenre8. man vor Jahren geschrieben, was gestalt auch die Titulatur gegen den regierenden Landes-Fürsten damahlen gewöhnlich gewesen sey: „ Dem „Edlen, Hochgebohrnen Fürsten, unsern lieben gnädigen Herrn, Herzog Al- „brechten zu Oesterreich, zu Steyer, zu Kärndten und zu Crain, Grafen zu „Tyrol rc. Entbieten wir der Richter, der Rath und die Gemeine der Stadt „zu Steyer fleißig unsern Dienst, mit allen Treuen. Gnädiger lieber Herr. »Um die Herren von Volckenstorff, die den Abt von Gleinckh undseinemGottA „Hauß zusprechend, von der Fischwaidt, und der Aerch wegen, die sie auf der „Ennß haben, daß ihr Urfar von dar an bis gen Stainig, lassen wir E. F. G. ,.wissen; Gnädiger lieber Herr, daß wir des von Alters her und je und je ge- „dencken, daß dieselbe Fischwaidt auf der Ennß, da sich ihr Urfar anhebt, biß gen »gm Stänig und auch die Aerch zu beyden Seiten an beyden Landen, des ,-Gotts-Haus zuGleinck gewesen ist,und auch noch ift,wann man das zu Steyer -an der Stadt öffentlich reichen und Armen geruffen hat; Und mögen auch --die Aerch auf derselben ihrer Fischwaidt schlagen, wo sie hin wollen, der Stadt „Steyer ohn Schaden. Mit Urkund diß offnen Briefs, versiegelt mit unser »-Stadt angedruckten Insiegel. Darum Steyer, Zn. Dom. iZ7i. in ViZilia 8r. Daß hicrinnen gemeldt wird, wie man zu Steyer Reich und Armen dazu Muffen hat, halte ich darfür, daß es für Alters gebräuchig geweft sey,daß die Gleiter und andere Herrschafften ihre I^s ^nd Gebiet, zu männiglichs Wis- M, auch in den Städten öffentlich ausruffen lassen, wie man noch an etlichen "ff^en bey jährlichen Haltung der Ehehafft-Taitungen zuthunpflegt. Inwel- A^'Meynungmich beftärcket,weilen Abt wolffgang zu Crembsmünfter durch schreiben am Ehrtag nach Lamace, an. 1490. die von Steyer ersucht und ge¬ lten hat, die damahlen von Kaysers. Maj. demGotts-HaußertheilteFreyheit, Mm deren das Dorff zu Crembsmünfter zu einen Marckt erhebt, auch mit Crembs- ffdochen:und Iahr:Märckten begabt worden, imIahrmarckt zu Steyer össent- ä'usmDork iici) verruffcn und verkündigen zu lassen. zu einen . In diesem Jahr hat Herr Hardneidt von Losenftein dem Clofter Gärsten Marckt ge, "m Brand grossen Schaden gethan, darvon die banales dessen also schreiben: Arr von »'^nno iz/i. (juitlam I^rannus öiökus, venir 36 6arüen. kosenstein -UL ^5ongstei ium, una cum Dxore Sc kamilisnbu8 gb'u>8 venemsntia, mane tole Oriente, kuria repletu8, cle mvNLÜerio exivit, sc cu> mit Bran- --^am juxta monslkerium (xvulZo Stallhoff llicicur) uns cum pecuclibug, öc omni Schade«. 'Uuppelleötili iAne coniumpLc, öc monalkerium eriam per ipsum in quallrinKentis --ralenri8 Lc ampliug ett llamQstnm. Das ift: Als der Tyrann Hartl von Lor '''eustein,in diesem IZ7I. Jahr samt seiner Gemahlin und etlichen seinerDiener --gen Garsten ins Clofter kommen, und aber ihm aus seincrselbst eigenen Nach- 'uaßlgkeit, im Essen und Trincken nicht genügsame Bewirthung widerführe, ist M dermassen recht unsinniger Weise ergrimmet, und morgens frühe, bey Auf- »>gang der Sonnen aus dem Clofter weg, und hat im Zorn den Stallhoff, nechst "vcy dem Clofter gelegen, samt allen Weh und Haußrath darinnen, abge- »-orannt, auch sonsten demClofter über 40a. Talentwerth Schaden gethan. - Dieser Sachen halber, geschähe im folgenden Jahre 1Z72. von beyden ^Mlen, ein Hintergang oder Enmpromil8 zum Vergleich, auf die Erbarn , Albrecht von Ottenstein Burggrafen zu Steyer, Herrn Geörgen von Mlckenstorff und Friedrich Tlmngaßmger, Pfarrern zu Steyer. Erbar Herr Albrecht von Ottenstein Burggraf auf Steyer, Jacob Mater, sein Schaffner allda an. 1Z72. ö: 7z. Um diese Zeit war Burger zu Steyer einer von AdelWeinmar der Term Teurwam "'mger, dem unter andern Gütern die Mühl im Vogelgsang gehörig gewest. U G" -^on diesem Geschlecht finde ich, " ann ^unradt von Tcurwangen Zeug in H. Werner von Bolheim Briefen sb ^^^ulan Teurroanger, der oben gemeldte Pfarrer zu Steyer und Gaff- UU2. wird (lisoreru8 Sc llevom8 ?lebanu8 in Schrifftcn genennet. Raths Burger zu Steyer, Uxor Kunigund, ftifften dem <)muen Clofter, llnser Frauen Saal, so man Schlierbach nennt, ein Gut, so Temwam gewest von Herr Rudolfs von Walsee von Ennß, zu einer ewigen Meß sEM oat auch bey 20. Güter zu Pfarr-Kirchen einen Pfarrer zuSteyer, aE. m Clofter Gärsten vermacht, deshalb soll man täglich in der Kirchen zu Meße singen, vor Unser Lieben Frauen, alsbald der Tag anbricht, nr? em Gedächtnis geschehen Lebendiger und Todter, mit der offnen reicht: Item, alle Tag zu Abend, ein Vesser oder Lowplerzu singen; Item, H 2 jährlich 6o_ W DH __, /nnu; jährlich einen Umgang, wie an unsers Herrn Fronleichnams-Tag, in derselben ek»«! Wochen zu halten; Ferner absonderlich alle Wochen drey Meßen; Item, ei- nen ewWn Jahr-Tag zum Sonnabenden; Daben an gewissen vepucgr von Fisch, Wein,Brod und Eyern geordnet, so man an selben Tag den armen Leu- aEiserne lM Spital reichen soll, SN. IZ72. Diß alles sott verricht werden in der tzapell zu Teurwanger Eapelln,in der Pfarr-Kirchen zu Steuer, die man vor Zeiten die Vteytr. eiserne Capellen geheissen, aber in Erweiterung der Kirchen, vor langen Jahren hinweg gekommen. wanHelmuth/dieTeurwanaeriN/Dietrich des TeurwangerWittib seel.von Krottendorff; Caspar und wolssgang ihre Söhne und Geschwtstrigt, ver- kauffen ein Gut in der Vorchdorffer Pfarr, Eberhard dem Venckhen zu Aspach. Gefertigt und besiegelt, der Erbar Vest Ritter Herr Hanns der Chüzkopff zu den Zeiten Vogt zu Weiß, Hilbrandt der Albrechtshamer Schaffner zu Perm stein, Geörg der Schönauer, gesessen zu Schärnstein auf dem mittern Thum und Meinhard der Teurwanger sn. iZ98. Der Edle Herr Geörg Teurwanger sn. 14^9. vx, Barbara Geörgen des Paumgartinger Tochter, sn. 1462. Der Edle Herr, Leonhard der Teurwanger, sn. 1464. Caspar, des obgedachten Dietrich Sohn, liegt zu Men auf St. Stephan s Freithof begraben; Auf seinen Grabstein, daran zwar die Jahr-Zahl m.r- bauet, aber sein Wappen noch zu sehen, stehet, Allhie liegt begraben der Erbar Caspar Teurwanger, nach Christi Geburt 14- wolssgang, obgedachtes Casparn Bruder verkaufst seinen halben Hof zu Wincklern, Herrn Andrem, und HerrnMerthen von Bolhaim Gebrüder, sm I48Z. hat noch gelebt sn. 1490. Peter Teurwangers Wittib an. 1490. Hanns Teurwanger, aufder Au in der Reuchamer-Pfarr, also schreibt er sich in Briefen sn. 1492. Stephan Teurwanger sn. i;n. LtUkwang Es ist ben Vorchdorff ein alt Pruckstall und Gegend / das wird auf Heu- tigen Tag am Teurwang genennt; Ich halt, es habe diesen Teurwangern zu¬ gehört/weil auch andere Gülten und Unterthanen dorten herum gelegen gewest. Der Teuerwanger Wappen. W )o( M _6l^ In diesem 1372. Jahr, Pfingst-Tag nach Thomä, conärmirt und erneuert Herzog Albrecht der Stadt Steyer und der andern Städte ob derEnnß, alt Herkommen und Recht, daß man auf den Gäu-Märckten, in den Dörffern und vey den Kirchen, keine Kauffmannschafft feil haben, sondern nur allein in den Städten ob der Ennß verkaufst werden solle, ausgenommen nur allein solche Kost, die man essen und trincken und allenthalben feil haben und verkauffen mag. Item, daß niemand über die Zeuring gen Venedig arbeite, noch Kauff¬ mannschafft führe, als die Städte ob derEnnß, und denen es von Landes-Für¬ sten sonderbar erlaubt ist. IZ78. klon,wegttr eines zit Steyer Ketzerey halb HW geeichte» r?7z. Bescheid wegen der deS Eisen, ausm Ei- sen-Ertzt. Hoven in» räßig. ungleichen, sollen die von Waithoven nicht mehr Kauffmannschafft gen ^enedtg führen , als was sic zu ihrer Stadt bedürffen, bey Verlust solcher denWaidt- Handlung. Von diesen stattlichen Befreyungen haben sich Steyer und andere Städte abgelassen; indem sie verftattet und zugesehen, auch noch thun, daß Malle Kauffmannschafften in den Gäu-Märckten und Dörffern, und zwar Mer an die Stadt-Mauren heran, ftärcker und einträglicher als in den Städ¬ ten selbst geführet und getrieben werden. iZ7Z.Ertagvor8c. ^nes-Tag, hat Herzog Albrecht entscheiden die ^mege und Stösse so gewesen seyn zwischen dem Abt zu Gärsten, denBurgern ^aen su Steuer, und andern Burgern und Städten ob der Ennß, an einem Tbeil, Ausfuhr ^ann den Abten von Admont, und den seinen andernTheils, von des Eisen und ^er Strassen wegen,darauf er geführet wird, aus dem Berg des Eisen-Ertzt, N Leoben, daß es bleiben solle,wie es vonAlterö Herkommen, und durchKund- i^Et und Brief derer von Losenstein, der Burger im Eisen-Ertzt,zu Steyer, M Weyer und Waidhoven und Ennß, des Abts von Gärsten, auch anderer Rit- ^t und Knecht, und der Gemein aus der Hofmarck; Welche Kundschafften ^err Alber der Ottensteiner Burggraf zu Steyer etngezogen, erwiesen wor- Nemlich, daß das Eisen aus dem Berg gen Reiffling geführet worden, mro daselbst hab man es gelegt auf die Ennß, und scy darauf geführet an dem gasten, und anderst wohin in des Herzogen Land, und haben auch des Abts -eute von Admont, oder wer es gehaben mochte, das Holtz darzu gestellt, dar- csgeführet worden, und dasHoltzsey denselben Leuten vergolten, und ihnen mre Mühe gedancket, als das billich gewesen sey. . Stadt-Richter in diesem Jahr iZ7g. war Herr Marchardt derRentsch. 1^.76.77» Stadt-Richter Herr Eberhardt Mülwanger, des alten Gerhardt Sohn. ^...BurggrafzuSteyerHerrPetrin,derHinterholtzer, an. 1Z75. 76. Herr "ldolff von Walsee, Inhaber der Herrschafft Steyer an. 1377. 78. 1Z78. werden etliche Burger zu Steyervon Herzog Albrechten sb5ol- Wege« eines der allda zu Steyer gesäckt (das ist, (f) wie ichs verstehe, um HA^rey willen hingcricht worden) und lautet solche ^bloImiOn also: „ Wir » awrecht rc.tbun kund um die Zusprüch, so wir gehabt haben, betreffend unfern ''freuen, Heinrich dem Kundler, Richter, WendleinTeurwangern, Heinri- 'Sn Vorstcr, Ulrich dem Schmidt, Friedrich dem Lederer, Großman dem °- "V^iber, Jause den Tunsünger, Ianse demSpereisen,und Dietrichendem von Steyer, von Sigleins wegen, des Schwartzen, der da gesecket ist, daß darum, dieselbe Unser Burger, für Uns und unfern Rath kom- ' 1.7. leynd, und haben sich des beredt und entschuldiget, und auch gerecht ge- als erbarlich,daß Wir sie darum für unschuldig haben wollen, und las- ihr Haab darum ledig, und loß und wollen, daß sie und ihre Er- "li^/ fürbaß an ihren Leiben, und an ihrem Gut, gegen Uns, undUnsern Herzog Leopold, und gegen unfern Amtleuten und Untertha- ^n, und londerüch den Friedrichen, des vorgenannten Sigleins Bruder, sei- — H Z „ner M non rangic. Es ist Nichts anders, als die poens cuiei, die in der MNHals-Genchls-Ordriung^rric. izi. den Kinder-Mörderinnen äiKixet wird. 62 W >( W__ ,,ner Hausfrauen, und gegen allen ihren Erben und Freunden, der gethat gar Az „und gäntzlichen untentgolten bleiben. Darum gebieten wir allen unfern „Hauptleuten, Burggrafen, Richtern, Pflegern, und namentlich, dem Burg¬ grafen zu Steyer,und allen andern unfern Amtleuten und Unterthanen, wie „die genennet sindundwerden, daß sie darum, wedermit dem ehegenandtenun- „fern Burgern von Steyer und ihren Erben, noch mit ihren Gut von der Sa- „chen wegen nit zu schaffen haben, in keinen Weg, mit Urkund diß Briefs. Ge- ,,ben zu Wien, am Ehrtag vor dem H. Creutz-Tag, im Herbst an. i Z78. „ Stadt-Richter zu Steyer damahl Heinrich der Lhundler. Gold- Absolon und Ulrich der Goldschmidt Burger zu S teyer an. i Z78. Frie- Steyrer drich der Goldschmidt, ein gar vermügiger Burger zu Steyer, hat ein großStifft EkMcht. zum Closter Gärften und zur Pfarr-Kirchen zu Steyer mit 15. Pf. Gülten; im Ennßthal gelegen, zu einer ewigen Meß gethan,an-1404. hat auch zum Spi¬ tal, dessen Verwalter er gewest, 6. Bauern-Güter geschafft an. 1417. ist ums Jahr 1425. gestorben. Uxor 8opkia. Dessen Söhne haben sich aufs Land in den Adel begeben, ihren Namen geändertund Steyrer genennt, wie zu sehen aus einem Brief, darinnen Luz und Philipp die Steyrer, Gebrüdere, Friyen, des Goldschmidt, seel. Gedächtnis, Söhne, ihr freyes eigen Holtz im Pürbackher Pfarr verkaufst, an. 14^2. Magdalena ihre Schwester, deren Mann Ludwig Burger zu Steyer an. 1442. Der Goldschmidt / genandt Steyrer Wappen. ^nno I Z78.79- Herr M!g8 Hinterholtzer, Pfleger auf Steyer und Vogt des gemeinen Land-Gerichts. Herzog Al. In diesem IZ79. Jahr, theilen die beyden Brüder Albrecht und Leopold, reovold"d Herzoge zu Oesterreich die Hinten und Vorder-Oestcrreichischen Lande: Her- Iheilen die zog Albrechte« bleibt zu seinem Theil Oesterreich unter und ob der Ennß, Veste Lande, und E tadt Steyer, Haalstatt und dasPschen-Land, Veste Stahrenbcrg,Putr ten , Guettenstein /Ternberg, alle Herren Ritter und Knecht, auch alle Pfaffen, und Lehen, so im Land-Gericht zu Neustadt seyn: An Herzog Leopolden fielen in der Theilung die Neustadt, Neukirchen, Elam, Schottwicn, Äspang, item Steyer, Kärndten und Crain, und alle andere Hinter- und Vorder-Oesterrci- chische W )O( W Steyer Erinne, rung von derBurgek zu Steyer alten Rech¬ ten in Er- kauff- und Besitzung der Land- Gülten. hen - Gü¬ tern dem Lehens- Herrn kei¬ ne Steuer zu reichen schuldig. chische Land zu Schwaben, Elsaß und Brißgau. Wurd also Herzog Albrecht AE alleine regierender Herr in Oesterreich. lAy. Der befilcht aus Wien/Montag vor Märtini,in diesem Jahr, Herrn Ru- Strassen dolffen von Walsee, oder wer an seiner Statt ist zu Seiffenegg, drob zu seyn, daß kein Eisen oder Venedische Wahr über die Haidt beyWaidthoven, sondern wird vrr, alles gen Steyer,an diegewöhnlicheMauth-Statt geführet werde. boten. Stadt-Richter zu SterMvare damahls,an. i z?-. vorgemeldter Eberhardt Millwanger. Als offtgemeldter Herzog Albrecht im Jahr iz8o. in diesem Land ob der Burger ^nnß war, und bey demselben sich die von Steyer, wider die Prälaten, Her- Neyer dm, Ritter und Knecht, beschwereten, daß dieselben von ihr der Burger zu seyn von Ateyer Holden und Gütern, welche von ihnen zu Lehen gerühret, wider altes Verkommen und der Stadt Freyheiten, mit Steuern belegen wollten, hat der Herzog solches Beginnen als unbillich aberkannt, und gemeldten Prälaten, Herrn, Ritter und Knechten durch ausgegangene ö/Dnclar geboten, von solchen -chen-Gütern, keine Steuer zu fordern, oder zu nehmen, weilen gemeldteBur- D zu Steyer ohnedem von aller ihrer Haab, Ihme als Landes-Fürsten die Steuer reichen müsset». Welche Befreyüngen hernach von den Landes - Für- ukn, und sonderlich von Herzog Wilhelmen an. 1404. und Kayser Friedrichen r452. in specie conürmiret; Dann die Burger zu Steyer hierinnen ftätig ^ugefochten worden. . Hiebey wird mir Anlaß gegeben, von der Burger in Städten, und sonder¬ lich derer zu Steyer, vor Zeiten besessenen Land-Gülten und Gütern etwas zu ttmnern: Dannobzwarwohl offt-ermeldter HerrReichardt Strem,in seinen ^nnmLriymt)U8 über die Oesterreichischen Landes-Freyheiten, bey Herzog 0t- roc»ri in Steyer Donation, und andern, anführet, wie vor Alters in Oesterreich Herkommens sey ,daß ein Dienst-Herr seine Güter keinem andern, der nicht sei- ues Standes, verkauffen, oder vergeben mögen, und dabey vermuthet, daß sol¬ ches auch zwischen andern Städten in Gebrauch gewesen: Zu dessen Beweiß er ^een Brief,einen von Herr Andrem von Sonnenberg, an. 1324. den chchern vonHerr Wolffgangen vdnwalsee, Hauptmann ob derEnnßan. 1458. Muhrt^ da im ersten der Gült-Kauff darum zuruck gangen, weil der Abkauf- ob er schon des Adels jedoch nicht Dienst-Herrn eignes Genoß gewest; Im Mderten aber versehen, daß den Erkauffern eines Hauses zu Ottensheim, zwar Melassen gewest, ihr Recht darauf wider zu verkauffen doch allein aber, einem .^"Genossen. Dübey Herr Strem ferner meldet, es sey nicht leichtlich zu s^! n * l^lch alter Gebrauch in Oesterreich, ob er durch ein Lrivilegmm oder Achten abkommen, indem auch die Burgerschafftnach der Steyrer Exempelvon beit viel Adeliche Güter unter sich gebracht hätten rc. so finde ich doch "M, daß solcher Gebrauch, (wo er gar sonst anderwärts nach des Herrn Strem s lchnung jemahls gewest) bey der Stadt Steyer wäre okferviret worden, mas- Gegenspiel, aus demjetzt angeregten, und ändernder Stadt Privilegien nii?/luet, auch sonsten überflüßig zu erweisen, daß noch vorm Jahr izoo. wie ..^weniger, in den gefolgten Zeiten, so wohl der zu Steyer damahls woh- v>,.,.^uRntcrschafft,als auch die Burger daselbsten ohne jemandes,Eintrag, erbau klten und Güter, von den Lands-Fürsten und andern Herrn zu Lehen nm^>. /. auch freyö eigen erkaufft, neben ihren Bürgerlichen Gewerben ge- biel derselben aä piv8 »fug gestifftet, und ihres Gefallens wieder ver- La!^» aben; Massen noch auf den heutigen Tag vielHerttn, und von Adel im re Bülten-Einlagen bey gemeiner Stadt haben, und dahin dieselben dur^A^tt", welche von den Steyerischen Burgernvor Jahren besessen, aber ana^-^?we!M"genvon ihnen kommen, jährlichen verstemen müssen; Welch desaÄ^Burger Besitzung solcher Lands-Gülten / ihnen nunmehr, seit oder 40. Jahren her eingeführten, vor Zeiten unbekannt ge- n Umstand-Rechts, von den obern Ständen wider der Städte krivilegien, älteres 64 _ W )o( RI __ Annür älteres Herkommen und prXlcribirtes Recht gäntzlich abgeschnitten und benonp ckrM men werden will. ^nno iz8o. Herr Reinbrecht von Walsee, Pfleger asifSteyer und Haupt- mann zu Ennß. Herren Um diese Zeit/ crrc-rJnn. iZ8O.öc8i. erhub sich in dieser Gegend um Steyer von Rohr eine Unruhe, durch die von Rohr eines altenHerrmGeschlechts in diesem Lande, unnibeum derer etttch vor und hernach die.Burgerschafft aühie besessen; Dieselben mm Etey'cr an thätell aus ihren damahlen Vesten Schloß Leonstein am Wasser Steyer, um LN.IZ8'. gefthr zwo Meilen von hier gelegen, den Benachbarten mit rauben und plün¬ dern schaden; und führten "die selber Orten reisende Leute gefangen dahin; Und unter denselben zwey von Adel, den Goldtegger und Felber , welche der Bischoff von Salzburg zu Herzog Albrechte» geschickt hatte. Diesem nun zu wehren , begäbe sich Herzog Albrecht ins Land, und hieher gen Steyer , überzog die von Rohr mit Kriegs-Volck, und belagerte das Schloß Leonstein, gewann solches nach langer Belagerung, ließ es ausbrennen, 'und zerstören, davon das alte Gemäuer, und die krMer-g zum Theil noch zu sehen. Hiervon meldet die geschrieben Oesterreichische (^Kronica folgendes; „Der Zorn Herzog Albrecht war auch hart zu erwecken, aber wer ihn erzürn- „te, der empfand von ihm rächigen Löwens Zorn, als das auch Graf Hein- „nch von Schaumberg nach der Gerechtigkeit hat empfunden. Auch haben „die Rohrer ein unauserfochtene und ungewinnlich gute Vestung gehabt, bey „Steyer, die hieß Leonstein, deren Güte sich zu sehr tröstende; UnddieRohre „wurden zu Tämisch, und griffen das Land an, auch brachen sie dem Hoch- „gebohrnen Fürsten Herzog Albrechten das Gleit, wann sie fiengen den Gold- „tegger und den Felber. Darum der Edel Fürst ist hart erzürnt, und zog „nut ftinem selbst Leib für dre Vesten mit guten Gezeug, und lag da etwann „lang, biß daß der Herr Zacharias der Hader, mit andern guten Rittern und „Knechten kam auf emen Stein , der der Vesten nahend gelegen war, densel- „ben Stein sie bcsetzeten, und thäten davon in die Vesten grossen Schaden, „Der Rorer gieng heimlich von der Vesten, und die drinnen blieben, wurden „darnach genötbigt, daß sie sich mußten ergeben, und gedacht der Edel Fürst, „wie diese Vesten Leonstein dem Land grossenSchaden künfftigmöchte bringen, „die auch gar wohlgcrüst war, mit Kost, darum ließ Herzog Albrecht die- „selbe Vesten anzünden, daß sie gar verbrann, und schuff das Gemäuer adzu- „brechen, und zu legen auf die Erden rc.-, Von den essernew Kugeln mit welchen dieses Schloß aus Stucken beschoß bicrvon len worden,tst noch eine zu sehen, im Schloß Friedegg eingemaurt, darbey fosi zuFn,- gcnde SchrM zu lesen: degg. Hie ist zu sehen was Maß und Gestalt, Herzog Albrecht Leonstein mannigfalt die Vesten mit solchen Zeug beschoß, daß der von Ror die must lassen loß. :Solch Vissul schwerlich zu riechen seyn, wo die fliegen zumahlen in die Vesten ein. : ^n. v. xicccbxxix. Herr Hannß Wilhelm von Zecking, der Wohlgebohrn Herr, von seinem Leonstein, schassrs zu führen her, schenckts zu Lieb und Freundschasst Herrn Reichardt Strein, der lästs dargegen zur Xlemori aufrichten fein. Auf der andern Seiten: Zilie Kosi>e8, 6 vis grsöum, öc sHice, Usc Zloborum magmtvüine, umu8gue In primjg inZenri, Albertus ^uliri-e vux, ögr. rerricum, arcem 8uam I.conliein inexpuZn»bi!em (».) Lenlm: Mit allen wohl versehen, mit nicht Mingen Kosten. O) 8r. OiUes, oder Egpdii-Tag. ^MiUL ckriüt izSl.. Irepicle relrnc^uere, kuzeregue compulit. 1u cjuicl 8ulptzureum kulmon polUr, k-r czuL ejus tormenci vis 6c inerellibilis, lecum racitus penllra. ^ceLl.xxix. Diese Belagerung soll nach Anzeig erftgeweldter ekromca, wie es auch Ä?8 ir< o also setzt, an. iz88. geschehen seyn. Herr Reichart Strem, irr dm Ober-Ennßerifchen ^nnaiibug, und nur angeführten Xlonuwenro, bringts wr, m an. 1Z79. dann es sey ein Brief vorhanden, darinnen Wolffgang der ^orer seinen Theilander Vesten Leonsiein Herzog Albrechten von Oesterreich verkauffL^ welche Vesten derselb sein Herr zuvor nicdergerissen hatte, llac. -vien »N.IZ82. die jüngsthin im Druck ausgangenc LenealoZis der Ertz-Her¬ zoge von Oesterreich aber setzt bemeldte Belagerung ins Jahr iz8i. d^o- vries, (sagt der ^Utof) 8r^nos, rebeüez. A 8ocios, in «rclinem recli^ir Hllker- U'8 öcc. Welches meines Erachtens mit der Zeit besser als obiges zutrifft, und Mar darum, weilen offtgedachter Herzog Albrecht in diesem iz8i. und 82sten Herzog U- -Ahr, sich in Persohn zu Steyer und Ennß befunden, von dorten aus er sol- AAU" l-)er Belagerung beygewohnet, wie zu sehen, aus folgenden Befreyungen, die er der Stadt Steyer, ohne Zweiffel zur kiemuner^ion ihrer, bey dieser Belä- 6^'ung in der so nahen Nachbarschafft erzeigten Hülff und Beystands erthei- N hat, indeme er der Stadt hergebrachte Rechte und Freyheit, des Grelles, ^mietens und Aufhaltens wegen in der Stadt, um Geld und Schuld misse- ^cvnurmirt, und denen Burggrafen auf Steyer von solch Aufhaltens we- 9m aubefohlcn, daß woferne jemand die Steyerischen Bürger um derentwil- Duselnden oder beschwehren wollte, daß die Burggrafen dem Vorkommen, «ad die Bürger dagegen festiglich beschirmen sollten. Item, hat Herzog Albrecht damahlen eingestellt und abgethan, das Wei- yE genennet wird) welches man auf der Donau von seiner, Herzog mvrechts Vesten, Freinstein mit Beschwerde der Städte und anderer Unter- Meu, damahls hatte, und darauf seinen Pfleger oder Burggrafen zu Frein- Isbotten , solches Weinen fürohin zu unterlassen, damit die Strassen auf mr Wasier daselbst unbcschwehrt seyn und bleiben möchten. . kleben diesem begabt Herzog Albrecht die Bürger zu Steyer absonderlich Aufrmnc«, m von Neuen, wo eurer mit ferner Haab in Oesterreich aufn Wasser fahre, A-rck*»d-r a der Ennß oder Donau, ober oder unterhalb der Ennß, mit Flössen oder Mühle«. Aen, und auf Gründ oder Aerch aufrunne, daß er darumen niemanden ^Av zu geben schuldig sey, ohn allein es rinne auf eine Mühle, und thäte Maden, denselben soll er abtragen. Alle drey Brief sind gegeben zu Steyer, Thomas-Tag, gemeldten iz8iste;r Jahrs. Herzog Albrecht allda zu Steyer, am Tag Johannis des Evan- i z82. die Stadt gleicher Weise privileZirtwie die andern 4. Städte G weiß, Ennß und Freystatt, daß nemlich dieselben Städte alle AAmannfthafft, so sie gen Steyer bringen, daselbst alleine den Bürgern vcr- arm. entgegen es auch die Bürgervon Steyer in bemeldten Städtin aurll ?bllztehensollen; Woltenaber die 4. Städte solches nicht thun, so styn es >o;e von Steyer gleichfalls gegen ihnm nicht schuldig. c-s,.. ^cml, bestehlet er in diesem Iabr, aus Ennß den Ehrtag vor 8r Oilxen- Burggrafen allhie, Walthern von Seisenegg-er solle mit den hj^A^storffern und allen andern, die es angeht, schaffen, daß sie keine Arche in iE in widrigen soll ers wehren und abbrechen. dichter zu Steyer an. i z82. war vorgedachter Eberhardt Mill- ' ^'-'bar, Veste Ritter Herr Walther von Seisenegg aber Burg- und Pfleger zu Steyer. tx ^nno 66 _-_ W )a( W _ Annll, ^.NNO IZ84» Mittwoch nach kemlniscerc, öecicllrte Herzog Albrecht zu Lintz den Stritt, zwischen den von Steuer und Weyer der Eisen-Niederlage Eucn-Nkr- halber, dergestalt; die Bürger von Weyr seyen schuldig, ihr Eisen, so sie her- derlage zu (rus gen Steyer bringen, allda drey Tage feil zu haben, es sey nun aufm Was- und z^Ta- ser,oder wann sie einlegen, einem Burger zu Steyer zu Verkauffen / in dem ge feil zu Werth, wie zween Erbare Raths-Bürger allda solchen aussprechen, nach den haben Lreyen Tagen aber mögen sie es führen, wohin sie wollen. Herr Wolffhard der Inbrugger, Pfleger zu Steyer an. i Z85. Stadt-Richter zu Steyer an. I Z85» vorgemeldterHannßTungaßinger. ^nno i M» Stadt-Richter zu Steyer Heinrich der Zauner. -^nno iz86.HannßTungaßinger, iclem /^nno iz89. Heinrich der Zauner, illem Geschlecht Loöem -^nno stjfftet zum Spital aühie Düring der Lueger, Burger und drrLueger. Spftalmeister zu Steyer das Gut im Zaun und das Gut im Stockach beyde in der Pfard-Kircher Pfaw. Die Lueger seyn lange Jahr in Bürgerlichen Stand zu Steyer gewest, Haben aber endlich auch in Landmann-Stand sich begeben, derer Stamm-Tafel vrlle TabuUm primsm 5ol, 68 69. Der Lueger Wappen. Änno IZ9O. Stadt-Richter zu Steyer, Ulrich der Kürschner unterm Gr- Wölb, vonsememHauß also genannt, das er von den Panhalmen geknufft, aw jetzo die Kürschnerische Behausung in der Engen. Conrad der Mcmßheimer des Herzogen Amtmann zu Steyer an. 1390. Sc 94. 1-buK' ä '7 Stamm- tabula prima. Kamm-Lasel M Tmg« M Umb md MMn- W)o(ßN 67 N--, '.,") ,s js' I «irr' j'l^r ... ".r / lab.!, qä kol. 66. Ramm- Der Lueger zu Hueb und Wolffstain, _ N. N. Düring, Burger und Spital - Meister zu Steyer, IZ89» Lc izAz. Uxor N. N. Ursula, ^»riruüN. Zauner zu Steyer, lHzr. Uxor. - Richter zu Steyer. ^n. 1406. Hat das Richter-Ambt in Bestand gehabt von Herzog Leopold zu Oesterreich, war än.i4is. abermahl Stadt-Richter. Uxor. 1. Barbara Wien- nin. 2. Barbara Pueche- rin. Erhardt, Uxor Mar- Bernhardt, Stadt- Thoman,(s) Stadt- garetha, die her- Richter zu Steyer. nach Hannsen Wie- ^n. 145z. 14^ ner,zu Hall gech lichet, i4zr. Anna Störchin,spricht Wolffgangen und Hann¬ sen, die Lueger Gebrü- oere, mit Recht an, we¬ gen ihres Vettern, Bern¬ hard Luegers, Verlaffen- schafft, än. 1461. Margaretha, derer Gerhab, ihr Vetter, Sigmund Traindt, zu Steyer. IVIsrirus Wolff Leroch,Kayserlicher Diener, ^0.1487. Vicl.kol. -47. Hannß, der Stiffter der Capellen in dem Bruder-Haus, än. Hannß, thut ein stattlich Ge¬ schafft zum Bruder-Haust, än. 1541. Begiebt sich aus derBurgerschafft, und tritt im Adel issi. Lieget in der Pfarr-Kirchen be¬ der Sacristey begraben. Uxor N. N. ^r>. 1524. Wolffgang, des Raths zu Steyer, än. 1479. Uxor. Margaretha, die hernach den Edlen Sigmund Hochen- fueder zu Lintz geehlichet. Er war ^n. 1488. todt Daniel, zu Hueb und Wolffstein, än. 15^5. Uxor. Afra, Melchiorn Prunhamers Toch^ ter; Damit ist der Sitz Hueb arl ihn gekommen. Dieser Daniel ver¬ kaufe seines Vatters Hauser und Güter gemeiner Stadt Steyer, und wohnete auf dem Sitz Hueb, Mit deme ist der Stamm abge¬ storben. kV. Der Edle Eberhard der Lueger, Venebcisr der Stifftung zu Ennß, r-litznirte dieselbe seinem Vettern, Daniel Lueger, des Hamish Luegers zu Steyer Brudern, än. 1542. W )O( W 69 weiland Burger zu Steyer 'k die Dieser Ludwig ist nicht des Peters, sondern des Dürings Sohn, und des Bernhards Bruder gewesen. Nnna, d/Isriruz Wernhardt Leschenbrandt , starb kn. Isi8. Das Lplrapkiumist in der Pfarr-Kirche. Ludwig, Burger zu Steyer, kn. 1442. Oxor. Magdalena Fritzin, des Goldschmieds;u Steyer Tochter.' -— .. . — - .— —...«E,. Peter, Stadt-Richter zu Steyer kn. 1424. 142s. 142-. I427. ÜL 1428. Uxvr. Peter Lueger zu Steyer, kn. i Z99. Stadt - Rich¬ ter , kn. 1401. Catharina von Stegen. Beyde Conleut stifften der Flezer-Zech das Gut am Prandt, zu einer ewigen Meß, kn. 1402. DieLuegerin aber, Nach ihres Mannes Todt, stifftete mit 500. fl. eine ewige Meß, im Closter Garsten, auf St. Mar¬ itins Altar zu halten. Margaretha, däsnrus Wolff Gruedtner, Burger zu Ennß. Mit ihr har er, neben an- dernKmden, erzeuget Anna, die war verheyratet, zum er- stenmahl an Peter Hersinger, und zum andernmahl an Ja¬ cob Storchen, Bürgermei¬ stern zu Wien; Daher rüh¬ ret die Freundschafft mit den Storchen zu Clauß. 0> Dieser Thvman Lueger, Stadt - Dichter zu Steyer, Barbara, seine Haus- Frau, Andraas Keiner, des Hochgebohrnen Fürsten, seines gnädigen Herrn, Herzog Albrechten zu Oesterreich, Kuchelmeister, und Afra, sei¬ ne Haus-Frau, beyde Ulrichen des Puechners Töchter , vollziehen ihrer Schwieger und Mutter letzten Willen, mit StifftuNg einer ewigen Meß, mit sechzehen Pfund eigenes Geld, in Unser Frauen Capellen auf dem Anger zu Ennß, auf der Heiligen Zwölff Boten Altar. Die Zeugen im Stifft-Brief sind, der Ehrbare Herr, Herr Ulrich, Dechant und Pfar¬ rer zu Ennß, und der Ehrbare Conrad der Clanast, Pfleger allda , kn^ 14:4. Jngleichen stifftet gedachte Afra, Hannsen des Kölners, Burgers zu Ennß, Wittwe, eine ewige Meß im Spital zu Ennß, auf ihren eige¬ nen erbauten, und zu Ehren der Heiligen Dreyfaltigkeit gestiffteten Altar. Die Zeugen waren, der Edle Clement Panhalm, Pfleger zu Ennß, der Edle Simon Volckra zu Dörnach, Schaffner in der Freystadt, Bern¬ hard Leschenbrand, ihr Schwager, und Barthelme Frachter, zu Schef- faltsegg, kn. 144?. Von diesen Stifften seynd diö Lueger lange Jahre Lehen-Herren gewesen. Nach deren Absterben haben die Storchen zu Clauß, als derer Lueger Nächste Freunde - das Lehen - Röcht wider die Stadt Ennß erhalten. I z Heim 70 _ W )o( W _ ännur Heinrich Batrl, und Marquardt Räntsch, Stadt:Richter zu Steyer, ckrM HNN0IZ9I. ^nno IZ92. bis I vorgemeldter Urlich der Kürschner. Irem ^nno IZ9Z. Hermann von Eppendorf/ Burger zu Steyer. ^.NNO IZ94. öc IZ9O. werden gefunden/ daß auf der Herrschafft Steyer als Pfleger gewesen seynd, Herr Nicolas der Hinterholzer, Joachim der An¬ hänger, und Siegmund der Stainbeck. MbAt 3m jetztgemeldten i Z94. Jahr war Herzog Albrecht abermahls allhier zu ^r zu ' Steyer/ und privüe^irte daselbst Pfingstag nach ^ickaelis gemeine Stadt Steyer. mit dieser Freyheit: Daß / wann crnem Burger von Steyer, sein Holtz in Wasser: Güssen, auf der Ennß oder Donau / verrünne, und er demselben nachsetzet, seye er demjenigen , auf dessen Grund solches Holtz gerunnen, mehrcrs nicht, dann eine gebührliche Lösung/und nicht den dritten Theil hie¬ von zu geben schuldig. Burger zu Loclem 3NNO verleihet Herzog Albrecht seinem getreuen Düringer dem Steyer. Lueger / seinem Burger zu Steyer, etliche Güter Inder Siringer-Pfarr/soec ter und von seinem getreuen Wolffgangen Asperger erkauffet. Gülten- Die Asperger zu Grueb, (deren droben beym Millwanger- Geschlecht Knuff, auch gedacht) waren fürnehme des Adels, oder wie man es jetzo nennet,Land- Leute'; Nichts desto weniger wird vom Herzog Albrecht der Lueger, als ein Burger zu Steyer, eben mit dem krseckcar Getreuer, als der von Asperg, geehret. Und wird zugleich hiemit bestätiget, was troben auch angeführet worden, daß die Burger vor Zeiten Gülten und Güter von: und hinwieder an dem Adel verkaufst haben. IZ95. Hnno IZ95. den iz. Septembr. starb Herzog Albrecht auf dem von Ihm Herzog erbaueten Schloß Laxenburg, und lieget zu Wien, bey St. Stephan, be- Albrecht g^^weN- Herzog Nach dem Todte Herzog 2llbrechtö des Dritten, fiel zwar die Regie- Albrecht rung auf seinen Sohn, Albrechten, den Vierten dieses Namens, zugenannt !nd ber Gedultige; Aber es unterfienge sich deren zugleich sein Vetter, Herzog zog wii- Wilhelm, der Höfliche genannt, Herzogs Leopoldi des Frommen, welchen heim woi- die Schweitzer vor Sambach erschlagen, Sohn; Welches, ob es wohl im gleichere- Anfang, wie 6erar6us Koo schreibet / sich wohl anließ, sich jedoch hernach gieren. Übel verkehret hat; Dann es erhub sich zwischen erstgedachten beyden Vet¬ tern ein Widerwillen, dadurch sie die Land: Herren also entzweyten, daß nicht wohl möglich war, daß der, so bey dem einen angenehm war, nicht bey dem andern verhaßt wurde. Solcher gestalt nun, war auch die Regierung über Steyer, zwischen beyden Herren Vettern, unrichtig und strittig. Herzog Wilhelm zwar bathe die von Steyer in seinem Oeöenr- Brief, 6-rrirc Wien am Tage 8imom8 und ZuöX, in diesem izyfsten Jahr, fleißiglich: (wie die Worte lauten) Daß sie demjenigen, was ihnen sein getreuer Conrad der Maußhamer, sein Castner zu Steyer, und Ulrich der Kürschner, sein Richter daselbst, von seinetwegen diß- mahl sagen würden, glauben sollen. Ich finde aber nicht verzeichnet was solch ihre Werbung gewesen seyn müsse, doch ist leichtlich abzunehmen, aus Her¬ zog Albrechts an die von Steyer unlängst hernach auch ergangenen Schrei¬ ben, aus Crembs an St. Mertens - Tag clsrirc, darinnen Er sich wider Her¬ zog Wilhelmen, der Ihme wider Recht Eintrag rhue, beklaget, und der vvn Steyer Bezeugen rühmet. Es lautet also: -» Wir Albrecht rc. rc. entbiethen unfern Getreuen, dem Richter, dem .»Rath, und denen Burgern Unserer Stadt Steyer, Unser Gnad und alles „Guts. Wir lassen Euch wissen, daß Uns Unser getreuer lieber Eberhardt „von Chapell eigentlich verschrieben hat, wie Ihr erbarlich und recht an Uns „thun wollet, das haben Wir wohlverstanden, und eingenommen, unddam »cken Euch der Treue fleißig und mit gantzen Ernst; Und wisset auch , dB „Euch -»Euch der ehegenannte von Chapell die Theil-Brief, und Stamm-Wecff- '-Brief, die Uns und Unfern Vettern anrühren , überantworten und zeigen „wird; Daraus Ihr wohl mercken und verstehen werdet, daß Wir Euer rech: --ter Erb-Herr seyn, und daß uns von Unfern Vettern ohne Recht Infällge- »schehen; Darum bitten Wir Euch allgemeiniglich mit allen Fleiß und Ernst, "daß Ihr also chrbarlich und recht an Uns thuet, und den vorgenannten von --Chapell an Unser statt für sich huldiget, und schwöret, Uns treu und ge- '-wärtig zu seyn, und Gehorsam zu leisten. Wann wir das Euch und allen - Euren Nachkommen hinführo zu gut nimmer vergessen wollen, und das mit "sondern Hülffen und Förderungen und Gnaden stattiglich gegen Euch erken- ->nen wollen, und gegen alle, die wohl und recht an uns thim ; Und ob Ihr -ucht Breihen Hütt, es wär von Eurem Pfleger, oder von wem das wär, das ' gebt uns zu erkennen, das wollen Wir Euch gnädiglich und unverzüglich »-wenden rc. rc- Woraus zu sehen, in was grosser Achtung die Stadt Steyer vor Zei¬ ten bey denen Landes - Fürsten gewesen, daß auch Herzog Albrecht hierinnen MN 8uccession8-Recht, denen von Steyer insonderheit, mit Fürlegung der ^heil- und Stamm-Briefe, öelluciren, und bittlich um die Huldigung an- ^ngen lassen. Es ist aber weiter nichts in Schrissten verzeichnet vorhanden, Aussen die Stadt sich hierinnen weiters verhalten ; Doch zeigen gemeiner ^>tadt Privilegien, daß Herzog Wilhelm, neben Herzog Albrechte» , die -Meß - Regierung commuiret; Immassen von Ihnen beydm nicht allein die ^On6rm3tion der Stadt Privilegien, lub clkrro Wien, am Montag vor St. Michaelis ^nr>o iz?6. erfolget, sondern es hat auch Herzog Wilhelm allein lZ96* Ach vor dem Tod Herzog Albrechts 1404 der gesamten Städte ob der ^"nß, als insonderheit der Sradt Steyer Privilegien, daß sie nemlich von ih- Land - Gülten dem Lehens-Herrn keine Steuer zu reichen schuldig seyn, "Neuert und bestättiget» Um diese Zeit hat auf den Thurn im Schloß allhier einer von Adel, Na- ^ENö Friedrich der Pogner, gewöhnet, mit welchen die Stadt in Uneinigkeit ^wachsen, und wolten die Burger ihn auf gedachten Thurn nicht länger dul- M Deshalben Herzog Albrecht zu St. Florian im Clüster zwischen bcyden ^-heilen die Sachen folgender massen entschieden: „ Wir Albrecht rc. rc. bekennen ; Als Unsere Lieben Getreuen, die -'Gemeine, Unsere Burger zu Steyer, eines Theils, und Friedrich der Pog- des andern, um alle Scöß, Krieg, und Mißhettigkeir, so sie miteinan¬ der gehabt haben, wie und um was Sach sich die zwilchen ihnen zugetragen -Maden, bis auf den heutigen Tag; Nemlich um die nachgeschriebenen Stück Uns sind gangen, also was Wir darum zwischen ihnen sprechen und für erfinden, daß sie beyderserts dabey wollen bleiben; Daß Wir allo, nach "Aber Theil Vernehmen und Antwort , zwischen ihnen gesprochen haben, »-ms hernach geschrieben stehet : Zum ersten , daß sie aneinander zu beyden erten gute Freund sollen seyn, und von der Sachen wegen hinführo mtt- Ungüre nichts zu schaffen sollen haben. Und als Unser ehegenann- Burger begehrten, daß Wir den Pogner enthausen von dem Thurn, den rnnen hat, in Unsrer Veste zu Steyer, als Ihnen das Unser lieber ge- s/uer Eberhardt von Chapsin an Unser statt versprochen hatzGo haben Wir ge- 'brget, wozu auch sie letztgenannt Unser Burger Uns zur Gefallnuß dar- ''Sn mren Willen gegeben haben, daß der Pogner beo der Behausung desehe- -genannten Thurns soll sein Lebtag bleiben, besage der Briefe, die er darüber Rufern lieb-n Herrn Vattern seel. und Uns hat; Doch also, daß oaß mit kemrg Toätttgung-n, die hinführo vor Unfern Pfleger zu r , der jetzund ist , oder künfftiglich seyn wird , heschehen , und die --ryegenannten Burger, oder ihr etliche angehen, nichts solle zu schaffen hg- ^ven , in keine Weiß; und ob ihn der gegenwärtige ooer künfftige Pfleger ..darzu ä-"w, ,.darzu fordert/ so soll er es dannoch mit Nichten thun / sondern er solle mit » solchen Thättigungcn gäntzlich zu verwarnen sryn; Thät er aber darwi- „der / und würde des gegen Uns von denen ebegenanten Burgern hinfübro be- ,,klagt/ so sollen und wollen Wir ihn darum schwehclich büssen, an Leid und „Gut, und darzu von dem Thurn für sich enthausen ; Aber wir sollen schaf -,ftN/ mit Unfern mehrgenannten Pfleger / wer der je ist/ daß er dem Pognee ,,zu solchen Thätigungen nit fordere/ sondern ihn des überhebe. Dann von „der Au wegen/ darauf derPogner den ehegenannten Unfern Burgern solle „die Steyr geleith haben/ als sie sich beklagen/ darum soll beschehen eine ,-Bschau / und soll darnach darum geschehen / was Recht ist. M rt Urkund „diß Briefs. Geben zu 8c. klorian, am Mittwoch nach 8c. Kilians- Tag/ ,,^n. 1396. Dieses Poqners Sohn hat sich nachmahls Khreßling genennet/nemlich Hannß der Khreßling, Friederich des Pogners, weiland Tburners zu Stey- er / Sohn, welcher der Elbendt-Aech allhier zwey Güter verkaufft ^.nno 1412. Die Zeugen im Kauff-Brief sind sein Vetter/ Seyfried der Khreßling/ aus dem Dorff, und Peter von Haßlbach. Demnach vor Zeiten die Waldenser aus Franckreich und Flandern ver- serwerde'n jagt, in Deutschland gefallen, und allda, in Ausbreitung ihrer Lehre, einen zuSteyer grossen Anhang, sonderlich in Behaimb und Oesterreich, überkommen, als hingerich- ftynd dieselben auch hiebet / in die Stadt Steyer gerathen. Was nun gegen " sie i z n.vorgenommen worden, davon ist droben an seinen Ort gedacht wor¬ den ; Ungeachtet solcher Lxecurion aber, haben besagte Waldenser um die¬ se Zeit noch mehr überhand genommen. Davon meisten die ännalss des Closters Garsten : Daß, nachdem ^nno 1595. Herzog Albrecht zu Oester¬ reich/ einen Loelelliner München, kr ?ccru8 genannt, in Oesterreich beruf- fen, und im Bißthum Passau das OKcmm lnguillrronis ihme anbefohlen wor¬ den , so seyen hierauf ^nno 1497. durch solche lnguitirionem bserericZe pravi' ^297- rati8 in der Stadt allhie zu Steyer mehr denn tausend Persohnen eingezogem etliche das Zeichen des Creutzes zu tragen verurthellet, viele aber, sowohl Manns : als Weibs :Persohnen, dem weltlichen Gerichte übergeben, theils in ewige Gefängnisse gelegt, achtzig bis hundert aber auf der Weyde oder Au , im Früxen: Thal (so anjetzo eine schöne Wese untern Puechboltz ist > auf Befehl dec Landes - Fürsten, von denen Burgern zu Steuer verbrennet worden ; Daber der Ort um selbige kevier noch auf den heutigen Tag der Ketzer: Fceudhoff genennet wird. Hiervon schreibet auch der droben gedachte der alten Oesterreichi- schen Ckl-onica Mit diesen Worten: Auch schueff Herzog Albrecht bey seinen Zeiten auszuraumen die Ketzerbait, die da heisset ^lclenles. davon hernach mehr dann hundert Ketzer zu Steyer wurden verbrannt rc. Noch deutlicher aber ist solches aus folgenden Fürstlichen klanch-co, so vorhanden, und zu der Burger zu Steyer Versicherung ausgangen, zu sehen, also lautend: „ wir Wilhelm und Albrecht, Vettern, entbiethen Unfern Lieben „treuen , allen Hauptleuten, Herren , Rittern und Knechten, Pflegern und „Burggrafen» Richtern und allen andern Unfern Ambtleuten, Untertbanell ,.und Getreuen, denen der Brief gezeigt wird, Unsere Gnad und alles Guts. „Von der Beschicht und Besserung wegen, die sich jetzund in Unser Stadt zll „Steyer an etlichen Leuthen , die vom Christlichen Glauben getretten, voll „UnserS Geschäffrs wegen, um des Christliches Glaubens willen, als des grof ,.se Nothdurfft ist gewesen, fürgangen; Empfehlen Wir euch, auch eur jeglü „chen besonders , und wollen gar ernstlich bey Unfern Hulden und Gnaden, „ob wider die ebegenannt Sach und Besserung jemand thät oder thuen wollt „in einigerley Weiß, es wär nut Worten oder mit Wercken, das wissentlich „wär, oder die auch auf solchen von Christlichen Glauben stünden^ und davon „nicht ->lcht lassen wollten, oder jemand in einigen Weg beschwerten, die in der ehe- cnE "Ngmannten Sach geholffcn habend, daß ihrdieohn alles Verziehen, wo ihr rw?- »-an sie kommen möget, oder da man euch auf sie zeiget, anfallet, fahrt, und "fü. Lusern Händen festiglich haltet, und das nicht lasset, oder ihr thät "schwerlich wider Uns. Geben zu Wien am Pfingsttag vor Urbani , ^nno "lZ?7. Woraus abzunehmen,daß die eingezogene, conöemmrte, und theilö durchs 6euer Hingerichtete Leute nicht alle zu Steyer wohnend gewest, sondern von andern Orthen dahin für die lnguiimon gefordert und gebracht lvorden. Was für krocels mit diesen Waldensern von den Ingui6toribu8 gehalten, «uch ihre Bekänntnlssen, und wie ihre Verantwortung ihrer Lehre mag gewe- N seyn; Davon befindet sich in gemeiner Stadt Brief-Gewölb nichts; Aaß aber solche ^öka vor Zeiten im Closter Garsten sich befunden, hat klacius - in seinem Uataloso leiiium vericatig , mit diesen Worten deniercket: „ kii oivitgg in iinibus ^uliriÄS Sc kavariae nomine Steuer 6iLka, suöivi r«ex Xkckaele 8rikelio- ibi in <;uoclam Klonaiierio eile tria iacis ma^ns Volumi- »Ma Kxzminacionum, aut Lont'cikonum mulcorum kominum ä Romans Lccle- »>ua (liffsntienciuin gui jam oiim , force ampliug anre clucentos annos , lunc ad "'so^uiiicoribug examinari Sc in plerisgue arriculig prorsu8 ea6em senierint Sc -'cvnfelli link, guae NO8 Koc tempore lenrimu8 Sc ciocemu8 ; k^o sukpicor "kuisse ^al^enseg, Quorum oiim rum in Huliria, rum Sc in tot» 6ermania ve! v'poriuZ in tora Rui ops inFen8 numerv8 fuit. .. Das ist: Es liegt an den Österreichischen und Bayrischen Gräntzen eine Stadt,genannt Steyer, da- 'Estin einem Closter seyn,(wie ich von Michael Stifel gehört,) drev grosse "Sucher, darinnen die Aussagen und Bekänntnissen vieler mit der Römischen 'Erchen nicht übereinstimmenden Leute begriffen, welche länger denn vorzwey pudert Jahr ohngefehr, von den lnguificorn examinirt, und in den meisten "ätticuln eben dasjenige geglaubt, und bekannt haben sollen, was wir heuti- "^6 Tags lehren und bekennen; Ich halte dafür, sie seyn Waldenser, deren '^or Zeiten sowohl in Oesterreich, als gantz Teutfchland, ja vielmehr in gantz >'^uropg,ejti Mchfjg Stosse Anzahl gewesen ist. .. loami lacob 6casseru8, in seiner neulich ^nno 162;. ausgegangenen Wal¬ denser-Lkiomca schreibt unter andern: Daß ums Jahr izr§. aus den Wal¬ densern von dem Ertz-Bischoff zu Manntz fünff und dreyßig seiner Burger zu gingen, und achtzehen zu Mayntz, wie auch zu Straßburg, auf des Bischoffs Alsa Befelch, ihrer achtzig verbrennt worden; Und habe man nichts destowe- M'r selbiger Zeit um Passau, und auf den Bchaimtschen Gräntzen 80000. persohnen von ihrer OonsseMon gefunden , deren Glaubens - Genossen viele Echen in ön^aria, Croatien, Dalmatien, und Hungarn, und gar in der ladt Constantiuopel gehabt. Es scye auch in der Hirschauischen * ckrom- lesen: Daß ums Äahr 1400. die Waldenser in Oesterreich hefftig ver- worden, sonderlich zu Crembs, und zwar daher, weilen einer von ihren ^-aubens-Genossen zu Wien verbrennt worden, welcher ausgesaget, eswä- "U seiner Religion Zugechane noch mehr denn 80000. im Lande. Item,e6 vy auch hernach ^n. 1428. noch eine grosse Menge zu Wien verbrennt wor- en; iZo sage auch HirbeimE : Die Waldenser wären so starck in Teutsch- rand gewesen, daß sie von Cölln biß gen Mavland reisen, und unter Wogens Mrzeit bey ihren Glaubens - Genossen einkehren können, welche ihre Häuser unter den Dächern und an den Thüren gezeichnet hatten. Caspar 6rulcbiu8, in Raureaco veteri gedencket auch: Daß Bischoff Johann zu Passau, der ein zedohrner Herr von Scharffenberg gewest, und Ohne Zweiffel meynet der 4ucor klirtäuZienle Obroaicoa, 74 _ W )o( M . ^nnuz sb Iz8k. bis 1Z87- regiert- die Waldenser in seinem Gebiekh gedultct Habe. Was in Franckreich und Savoyen mit ihnen paMret, und daß sie auch mit Feuer und Schwerdt nicht gantz können auögetilget werden, kan man in Ilrusnv; in ?5L5snone zu seiner iMori'e lesen. Sie wurden von kerro ^Llöo, einem Burger zu Lyon in Franckreich , der ums Jabr Ii6o. gelebt, die Waldenser , wie auch Albigenser, und Die Armen von Lyon ge- Heissen/ weil sie von dannen, mit Verlust ihrer Güter / enttunnen. ^r^l)"r Ihre Lehr und OonleMon aber bestünde hauptsächlich darauf: Der und Low Pabst habe keinen weltlichen Gewalt - und sey nicht höher / dann ein ander fessroy. rer Bischoff ; Sie hielten die Communion des Heiligen Abendmahls unter zweyerley Gestalt, verwurffen die Meß / Ablaß / Closter: Gelübde / Anmft funa der Heiligen, das Gebet für die Abgestorbenen; glaubten kein Fegfeuer, noch die Irgn8iubli2mmrion. Doch genug hievon, hieran diesem Ort. Wann der vortreffliche tliüorlcug, Wüppus Lommaeu«;, Freyherr- den Todt kr: ttieron^mi SgvoranolX, Prediger: MÜNlchs / welcher Hrmo IZ8^. zu Florentz verbrennt worden / beschreibet / setzet er folgende nachdrückliche Worte : kwum non ell (spricht er) ve! rrccuglre , vel cvnilemnZre horni- nex.iFnoro emm sn bene an msle perempri 6nc; Womit auch ich diese,wider die Waldenser zu Steyer, gedachter massen vollzogene feurige Lxecncion hiemik beschliessen will» Stadt: Richter war zur selben Zeit, nemlich ^nno 1Z97. Zc und also ohne Zweiffel auch Lxecmor wider die Waldenser, Kannst Camerr Huber, ein Enckel des Ganzen von Stegen, Burgers zu Steyer. Die¬ ser, und seine Haus :Frau , Sacharina , Haben zur Pfarr: Kirchen allhie zehen Bauren: Güter gestifftet; Dafür soll man ihnen wöchentlich vier Messen in der Teurwanger Capellen halten. Mehr stlffteten sie auch zum Spital allhie den Stadlhoff, z^nno 1426. Auch eine ewige Meß, im Clo- ster Gkinckh, und dahin zehen behaußte Güter, eme Wiesen, Meß : Gr- wandt7 Bücher, und Omsr, ^nno 1452. Sein andertes Weib und Wittib , Anna, Hat zur Pfarr: Kirchen za Steyer verschafft ein Gut in der Khemeter- Pfarr, einen Acker am Leichen- berg, und die Sporer-Wiesen, ^n. 14z;. LZ98.K ^nno IZO8 öc 1^99. höret in dieser Welt auf zu leben , Herr rILco- -Z99. laus Venckh, Abt zu Garsten, als er za» Jahr dem Closter vorgcstanden. Dresem succeckrte ein anderer Oefterreichischec Edelmann, Florian Tambeck genannt. Lockem anno Stadt-Richter zu Steyer, Peter Her Lueger. Leopold Hasiber, Burger zu Steyer, ^nno 1400. Von diesem Ge- Ge! schlecht finde ich so viel: AeÄr?" Albrecht, Bischoff zu Freising, verleihet Herrn Friedrichen von Wal¬ ser, von Ennß, dem Jüngern, die Lehen, welche dem Snffc ledig worden, von Michael dem Hasiber , ^n. iz§6. Leopold, obqemeldt ^n. 1400. Friedrich und Ulrich, seine Söhne, Margarets) Brasserin , seine Tochter. Erhardt, Burger zu Steyer, ^n. 1445. vxor N. N. Gschüreritt, dessen Sohn, Hannß. Stephan , Hnno 14c 2. des Herrn George Scheckhen von Wald, Diener und Burger zu Steyer, deme Herr Gcheckh sein Haus am Berg all- Hie qeschenckt. blxoi- Catharina, Kinder, Hannß Sebastian, der wak Herrn Bernhard von Cop! zu Kdreyspach, Caplan, ännn 14^. Marga- reth, Ki-mcus Caspar Lindauer zu Stäz. Ursula , Glamur Wolff Lang- thaler —_ KZ )o( M __ thaler zu westendorss. Diese Kinder haben das Scheckhische Haus am Berg dem Werth Surberger verkaufft,^n. 1439. iz44. Wolffttang Hafiber, zum Haag Pfleger in der Gschwendt, ^nno 1^04. Lc !^O8. Herr Görg von Losenstein, verkauffte dem Edlen Wolffgang Hasiber zu Haag den Sitz , samt der Capellen zu Hauzenbgch , das weiland geheissen zu Lach, in der Wolfern-Pfarr, samt andern Gütern / ^nno 149z. ^xorVeronica, weiland des Edlen Hannsen T^auzenbeckhen Tochter- Wird eoclem ^nno in einem Kauff-Brief genennet: Der Edl und Vest, wolffgang Hasiber, unser gnädiger Herr. Der Hasiber Wappen. vrin > ki^> Anns 1401. Stadt - Richter zu Steher, Peter der Lueger. o«« §»402. befand.sich.HerzsgAlbrecht in diesem Land, wie zu sehen strnen eriviieFiell/ den Städten db der Ennß gegebeil, der Steuer- Lxssm- ^Menfey?r Lehen . Gütern, clarirt zu Kintz , Mittwoch nach Peter- 1404. war Pfleger oder Burggraf auf Steyer, der Edle rMMn M d und der wohlbescheiden Pilgram der Weichßler, s402. 1403. L 1404. war Stüdt - Richter zu Steyer Hannst Albrecht em- ^chrozl^ Und Xnns 1424. dtn 2 s. Augusti ist Herzog Albrecht, von st^b^n. ^in der Belagerung vor Znaimv empfangenen vergifften Trunck, zu Ctoster - Neuburg gestorben, im sieben und zwantzigsten Jahr seines begvabrn, -'-on i . nos'NM' sr-.-70HI .. Ende des Dritten Buchs. 76 W X W ... — ..-.— . .,. , . l »l^2M'N MW- ^NNUS Was vierte NuE. Därmen beschrieben, was sich unter der Regierung des nurgedachte» Herzog Wilhelms Herzog Leopoldt und Ernst Gebrüder, Herzog Albrechts des hernach Römischen Kay¬ sers, und dessen Sohn Herzogs l^Lsiai, zu Ungern und Böhmen Königs, Zu und um Steycr denckwürdiges begeben und zuge- tragen hat. Von ^nno 1404. biß 1457. Tas vierte Auch. FW^ach dem Tod Herzog Albrechten IV. bliebe offt gemeldter Herzog wil- Helm in der Regierung über Oesterreich; der befände sich in diesem WiNnr 1424- Jahr alhie zu Steyer, und befceytt die Burger alda, daß kein tu zu Herr, Ritter/ oder Knecht, weder Sie/ noch ihre Holdten/ die sie Srrz/er. auf dem Land haben, von Vogtty / oder von anderer Sach wegen mit Stem ren belegen soll, jn keine Wege, dann mit sein des Herzogs gütlichen Willen, bcschehen an-8t. Olleren Tag. sche'Weiu buchet er gedachte Burgerzu Steyer^M öato Wien, Mitwoch geuLicycr stach St. Mach äi Tag, ^nno 140s. daß sie zu ihren und der Stadt Noth- ru ,üyre«. tzurfftett/ allkE Weffche Wein und Gttränck bayin führen mögen. HF/W . Als Herzog-Wilhelm dev^ Iunii .än. -14S6. zu -Wien mit Tod Matts ^"1426. gen/ traMttMme drMHrüder/ derHerzog Leopoldt, Ernst Md Friederich/ feder für sich nach der Vormundschafft ihres minderjährigen Petters AlbrechtS/ Herzog HGsg Alberti des VMW-Stzhm MWe Vormundschafft erlangte zwar an- AdÄm 6Mb Herzog LeoPöU^aU der älteste;.,doch wurde ihn über eiW Seit herna« regieren- ÄH fein BeMr, Herzog Ernst Mjünßirt. Las Lano. In diesem Jahr tvar StOt Richter zu Steyer, Thomas der Lueger, der Stadd hatte solches Amt, Straff und WandL m Bestgytz, von gedachten Herzog Leo- AmlinBe-polden, gegen Neichung I^o.fl. deß.ZaW. siandver- ^nno 1407. wurde die Stadt und Herrschafft Stener von Herzog Leo- lassen. polden seinem Bruder Herzog Ernstm.lMschxieheri^und versetzt, für diejenige Stadt und Summa Geldes, so Herzog Ernst nochMvorlemem Vetter Herzog Albrechtelt Herrschet dem vierten fürgeliehen hatte; Inmassen -denn hierauf Herzog Ernst von der huldigt Stadt Steuer Pflicht und Huldigung ihme gehorsam und gegenwärtig zu sev" Herzog ausgenommen / und hingegen derselben ?rivileZia Erchtag vor klicknell'r ^nno «rnsten. 1408. zu Steyer conörmirt, allda er dann auch auf dem Schloß zu Zeiten/ mehren Theilö aber zu Gräz Hoff gehalten. W X M 77 werd.eff. i -6. Nil ^nnur Lkriüi 1407. Streik zwischen der Stadt und Herr- schafft-ver- kragen. HppeUa- üon aus der Stadt» ' Schran- Und nachdem sich zwischen der Stadt und der Herrschafft Steyer, der IttN8cii6ion halb/ damals Irrung und villerenr erhoben/ wurden dieselben auch in diesen Jahr an 8^ Melas - Tag gütlich bevgeiegr, wie folget; ,-Der Stadt Steyer Gebrechen wieder den Pfleger, des ersten, und die »-Freyung auf dem Berg; darüber ist meines Herrn Herzog Ernst Antwort, »»daß er sich darinnen eigentlich wolle erfahren, und wie die Sach denn vor Al- "ters Herkommen sey, darbey wolle er es verbleiben lassen. Als sich dann dieselb Stadt beklagt wider den ehegenannten Pfleger, daß >,er in der Stadt Leut fahe, darum will mein Herr mit seinem Pfleger schaffen, »ob er an jemand in der Stadt zu sprechen hätte, daß er das zu erst an den Rich- »-ter bringen soll, wolt aber der Richter darinn säumig seyn, und darzu nicht »thun, als billich wäre, so mag es dann der Pfleger selber thun. »Dann von des Rechten wegen in der Schrannen, daß einer davon in »»den Stadt-Rath, und hernach an meinen Herrn gedingen mag, dabey soll es »-verbleiben. . »Item, um die Gründ und Häufler in der Stadt, und in den zweyen »en- »-Dörflern in dem Burgfried, ob die jemand verkümmern, verschaffen, oder »vermachen wolt , ist meines Herrn Meinung, daß das an des Grund-Herrn »»stattmit des Stadt-Richters und der Burger Iusigel soll gefertigt werden, '-und nicht mit Leuchen. „Dann um die Holdten, die die Pfarr-Kirchen, daß Spital, und die »Burger hie haben, ist meines Herrn Meinung, ob derselben Holdten wegen »mnandts zu sprechen hätte, daß sie sich dämm vor ihren Herrn verantworten, ünWha- "doch ausgenommen, ob die Sache in meines Herrn Land-Gericht tzgends"^- ''Morte; wolt aber darinnen jemand die Sache verziehen und darzu mit Rccht E : »thun, fo mag meines Herrn Pfleger an feiner, statt darzp wohl chun, rc. - , Pfleger war damalen aus der Herrschafft Steyer Herr Weickhardt von Polheim Ln. -408.6c 1410. x . n . Dieser Herzog Ernst hat in Zeit feiner Regier und Hoffhaltung zu Steyer Messerer- oem Messerer Handwerck alda, ihre erst und ältiste stattliche Freyheiten und A^k'erst- <)tdnungm ertbeflk, daraus .abzunehmen, daß schon uw selbe Zeit bemeltes und äkesie Messerer-Handwerck von grossen Aufnehmen- und Mannschafftt zu Steyer Freyyeit. luuffe gewest seyn. - Beyde Gebrüder Herzog Leopoldt und Ernst tunten sich in der obgedaG Die beyde MormundschM mcht wohl betragen, und waren darneben die Land-Stän- Her;°g umer einander zertheilt, und hielt es der Herren- Stand, dessen Häupter IFttA vanNiÄr die Herrn von Walsee gewest, mit Herzog Leopoldten; die Ritterschaffk «ne gehet ^°er, darunter die von Enzerstorff, die vornehmsten waren , mit Herzog Ern übn ru im !>»Ü' Md also dl^ MMarthey mit diesem,Sie andere nut dem andern. Daraus "»stunde ein blutigerMmg und Lands-Verwüstung, wie dessen zumTheildie des CloÄrst Dürsten geyencken, mit diesen Worten:», änno 1408. E mgxims ccrkMyucrlm jttcer LrZelator Sc Larones ab una patre» Lmili- »'wutzT-uesmsApürjL.-KL super ex altera» m.gua multa cgwts , vlllse Lc.^k-- »»^tsullra recepta , HpMiatL, Sy manu uwlsntg.jyMsa» rqprvrum. H 7 - . . Es war gr osse Klag über HMzog Leopoldt gar zu strengen Regiment, und b/Wch njchh als em Vormund, sondern.aw SelWHerr m der Regierung U'w melden die Oesterreichlschen »illorici, eß sey unter solcher Zwi- racyt einD.ermassen?betrüdteß Wesen im Land geweste Md so erbärmlicher Zu- / daß uiemanb Mste, wem er sich vertrauen, oder wen er fürchten sol- weder Vie Eltern vor ihren Kindern, E diese vor' ihren El- n-» ? . dann welche Parthey an einem Ort war, die mußten dteUntertha- "en, welche deßhalb hernach von der andern Parthey gestrafft, und ^men Leut -Mit ihren Schaden innen.wurden', daß es nicht möglich, lirk^ - Herren zugleich zu dienen. Und solches erführe sonder- ^tadt Wien; darinn war die Gmeine dem HerzogLeopoldttn, der Rath K r ' . /. .uH's aber 78 W )c>( M ., — . ———-—— . — - —— — - ck"!i aber Herzog Ernsten anhängig; Von welchen Herzog Leopold in diesen 1408. 1412. Jahr sieben der Vornehmsten mit dem Schwerdt hmrlchten ließe, wessentwe- gen er nicht allein dm den Oesterreichern , sondern auch bey den benachbarten Fürsten in grossen Haß gerieth, und wurde in OOerreich nur Übel ärger. 1401. ^nno 1410. hat Herzog Ernst auf der von Steyer Anhalten den Jahr- Marckt, welcher zuvor jedes mahl am fünfften Sonntag nach Ostern, und Steye? in dec Wochen hernach gehalten; Werl aber um selbige Zeit, die Creutz-Wo- wird vm chen und der H. Auffahrts Tag einfällt, darin die Leut mit ihrer Andacht zu thun, daß solcher Jahr-Marckt nicht wohl besucht werden möchte; so wurde er ver¬ leget, daß et hmführo auf den vierten Sonntag zu halten; Mit allen Rechten, Begnadigungen und Freyheiten, wie es von Alter Herkommens. Dieß krivi- legium ist clLnrt zu Ennß, den Erchtag vor dem Heil. Auffahrts-Tag, im gcmelt-en 1410. Jahre. RÄ, -' Zngleichen hat Herzog Ernst denen Pfaffen und Hoff - Leuten in der Herr- dm Pfaf- schafft Steyer gesessen, das Weinführen, Verkauffen, Ausschencken, und die ftn und Gegend damit zu verlegen, allerdings abgeschafft, dessen sich dieselben der Stadt zu Nachthcil und Abbruch angemast hatten, und har darbey seinen Burggra- wn. ven befohlen, wann die von Steyer solche Weine anzeigen würden / dieselben cinzuzichm. - Kirchdorft Herzog Ernst hat auch den Burggraven von Kirchdorff den FMauff und fet Mcn Verführung der VemdMen Wahren über die Zeihrmg , und andere Strassen, dE« auch des Eisens über die Burchau und den Pürn, bey Straff der Einziehung rw Mr verboten. Geben zu Steyer am Montag nachkucD ^nno 1410. die ZeM Skadt - Richter zu Steyer damabls Hannß der Türlhuber. 8n°über ' Meger oder Burggrav auf der Herrschafft Steyer war der Edl und Veste Pürn füh- Ritter; ^Herr Georg Scheck von Waldt ^n. 1411. biß!4k6. Nachdem der ren- rechte Erb-Herr übet Oesterreich Herzog Albßecht der V. das Vierzehende Jahr seines Alters erreicht, wollen denselben die Oesterreichischen Land-Herrn>aus - - Der VskMundschafft entlediget, und nunmehr ftlbsten im Regiment wissen ; In¬ dem nunHerzog Albrecht wegen des zu Wienn eingerissenen grossen Sterbens, aufs Schloß Stchrenberg gebracht worden, nahmen die Land - Herrn solches u-.--tt.--L VorchelS wahr, undkümHerr Reinprecht von Walser, damahl Hauptmann ob der Ennß, und Herr Leopold von Eckbertsau unversehens heimlich m ge> dcMes'Gchlsß; brachten densimqen Fürstest in ihren Gewalt, und kamen üblich mit dsmselben, in diesen 14t r- Jahr gen Egenbury, alwo sichdie Oester- HeM reichischc Eandtschafft versammlet hate. Unterdessen starb zu Wienn Herzog ^WM MspolS dev z. Junii, unverhofft , an einen Geschwür , welches er ihm aM mi ui -,-! <^chmÄetzwlder der Aertzte Rach; zuheilm lassen. Als die Zeitung hievon E gen Mlnburg kam; machten sich die Land-Herrn alsbald auf, führten Herzog MbrechtGen Wierm/^nnd setzten-denselben M Regiment. ' Herzog .7 Herzog Ernst aber, als er solches sähe;>hegab er sich von Wienn hinweg Mr"?.» m die Neustadt, gerieth aber darüber in eineReue, als er aufden WenerBerg nach Gröz.Eam, mdembchm seine eigne Leme solchen Achug von Wienn verwiesen, andere aber seiner gespottet, mit den schimpffkichen Worten, *Kbätz gen Grütze Herr von Messe Sach halber nun, kam Herr Reinprecht von Walsee bey Herzog komlm bey Ernsten m -schwere Ungnad, lich -demselben seine Herrschafften und Güter lM Herzog PasideSttyer-Helegen^ einziehen, und Weik gedachter von Walsee wider dieser Anüe" m . en im'Land ob der Ennß,.- welche Herzog Ernsten anbengiq waren, mit k § Echwerdt und Gewalt verführe; besorgt sich. Herzog Ernst es möchte derglek chen auch Hegen derlStadt und. Schloß Sremc fürgehen, sonderlich weil ge^ Pachter vowWalsee ohne das dtsbcumchligcn Pfleger aufSteyer, Herrn Georg Schockens von Wacht öffentlicher Feind war; daher schriebe und befahl Her¬ zog Ernst vor seinemAbzug ausW«nn am Froyrag nach Fronleichnams-Tag h l.'/ i rs ' 7-Sb 8ÄE""' "— -" K Gehts, oder geht nach GräH 79 denen von Steyer, sie sollen bey ihrer Wohnung seyn Nacht und Tag , der^M S^adt wohl hüten, und ob man an sie begehren würde , jemanden zu schwören, 1411. daß sie solches ohne seine Ordre und Willen nicht thun, und weil er seinem lie¬ fen getreuen Georgen dem Schecken von Wald,seinem Ritter und Diener, die Festung und Stadt Steyer Pflegweise innen zu haben aufgerragen; sollen sie wm derhalben von sein Erz-Herzogs wegen gewärtig und gehorsam seyn, als ne dem andern Pfleger hievor gewesen. , Was gestalt aber Herr Rcinprecht von Walsee damahlen in diesem Land Herr vo« Aycrust, bezeugen auch folgende Worte, welche Herr Reichart Strem, in sei- Iu Erklärungen über die Oesterreichische Landes-FreyheitenL.ib.l.bey Königs ernstlich ^'giSmundl zu Uungern Spruch-Brieff aus dem Uaslbacb genommen: ,, IM mit ren -'lleinbertus cle v^alilleo vero, iupra knsiüm plures iniüma obeclienria kiber- '-U pelgllere kecit, Lc alivs vi Lc armi8, a6 eunöem lorri manu venire coöZlt» -'2c ob^irentes Zranibus tlsmnis »llecit, ex i^uibus , c^ui ramen cie -»numero Oominorum X^inillerialiumfuerar, persurreptionem callrorumör iuo- -rum Vslallorum acl pauperiem peröuxit, prour lloÜie eoZunrur experiri iui -anccellores. Ist im Deutschen so viel: „ Herr Reinprecht von Walsee aber, -> )atte ihrer gar viel im Land ob der Ennß untern Gehorsam Herzog Albrechts ''^halten , die übrigen aber mit Gewalt der Waffen barzu gezwungen, die sich »»widersetzt, hat er mercklichen beschädigt, unter welchen der von Zinzendorff, »Wd er sonsten wohl einer von den Dienst-Herrn gewest, durch Eroberung sei- »aiec Schlösser und Lehen - Leute dermassen verderbt und in Armuth gesetztwor- "ven, daß dessen seine Nachkommen noch heutiges Tages empfinden . Ich finde aber gleichwohl nicht, daß offtgemeller Herr von Walsee wl- Mem oder Herrschafft Steyer, was feindliches hierunter fürgenvm- Es hat aber TiZmrmZus, Römischer Kayser, und König zu Ungern rndli- „ obberührte zwischen Herzog Ernsten und Albrechten geschwebte Strittige H,Uog einen Ausspruch sott- daß ihr gern sebet, daß wir einen der Unfern zu euch in Geheimsendten ' Durch den wollt ihr Uns eine heimliche Sach entbieten, als senden euch Geörgen unfern Wirth von Schläming, hey dem möget ihr '^ktfftlich enrbreken und zu wissen thun , was euch anliegt, so wollen Wie gerne heissen, rachen und zu statten kommen; und ob ihr Uns icht »wok^^igt, als ihr doch jederzeit gethan habt, und auch das seithero „fy^^^than , des soll ihr von Uns mit Gnaden und Förderung ergeht Zeit hak Herzog Ernst offt-gedachten Herrn Reinprechten von Herzog gei? K^g angegriffen, und viel seiner Schlosser im Land Steyer gele- ZA riMi> ^bert; Inmittels aber befahler denen von Skener die Hut und Verwah- Herrn vo« folao»^ ^Ot, und berichtet sie daneben, des Verlauffö solchen Kriegs, wie die WaM. ^ "oen Gedachtnus würdigen Schreiben zu erkennen geben» Erba- 8o W )o( M ^nnv5 Erbare und Getreue Liebe; Als ihr Uns jetztgeschrieben habt, wie der von Walseegen Bayern und Behaim um Volck schicke und Versammlung habe, dcß Dancken wir euch mit allem Fleiß, empfehlen euch aber und begehren ernstlich, als wir euch das vsr offt geschrieben haben, daß ihr Tags und Nachts bey eurer Wahrung seyd und wohl hütet, und zusehet so gut ihr möget, damit Wir und Ihr nicht in Schaden und Schmach kommet, und thut darinnen , als wir euch Des sonderlich wohl getrauen, und als ihr Uns und euch selbst das schuldig seyd. Daran erzeigt ihr Uns ein hohen Dienst, den wir gegen euch gnädiglich erken¬ nen und zu gut nicht vergessen wollen. Geben zu Gratz am Samstag nach Ca¬ tharina Tag ^nno 14 ir. Erbare weise, liebe Getreuen. Als ihr jetzt Men eurer Mit Burger zu Uns gesandt habt, die haben Uns ihr Bottschafft von euertwegen eigentlich er- zehlet; Wir haben auch die wohl vernommen, und erkennen daraus gar wohl Die sondere Lieb und Treu, so ihr zu Uns habt; deß wir auch euch mit sondern Fleiß dancken und haben denselben euern Mitbürgern darüber Unser Meynung empfohlen, an euch wider zu bringen; und bitten euch und begehen auch mit al¬ len Ernst, daß ihr in diesen Läufftern bey eurerWahrung seyd,Tags und Nachts wohl zusehet, und fast hütet, damit wir und ihr nicht m Schaden kommet; Und ob euch einigerley merckliche Sachen und Eingriff beschützen, und was ihr sonst vornehmt, das laßt uns unverzüglich wissen, so wollen ww euch tröstlich zu Hülff kommen,undeuch nit lassen; Daranttzutihr in dem, und allen andern Sachen unser Bestes, als wir euch das sonderlich wohl getrauen, und gäntzlich glauben. Das wollen wir gegen euch gnädiglich erkennen und zu gut nicht vergessen. Ge¬ ben zu Grätz, Erchtagnach dem Neuen Jahr an. 141z. Erbare Lieben Getreuen. Wir Lassen euch wissen, daß es Uns in unfern Sachen hierunter zu Land glücklich gehet, daß Wir dem von Walsee nun sieben Geschloß abgewonnen haben; Und daß wir uns auch gestern mit unser selbst Leib für Gannowltz gerucket seyn; Und hoffen dieselbe Veste mit der HülffGOtt tes kürtzlich zu unfern Gewaltsam zu bringen, und alsbald das geschieht, so mei¬ nen Wir uns förderlich darnach hinaus gen Steycr zu euch zu fügen. Darum so bitten wir euch, und begehen auch ernstlich, daß ihr unsersGschloß wohl und fast hütet, und Tags und Nachts bey eurer Wahrung seyd, damit wir und ihr nicht in Schaden kommet, und thut derweilen samt dem Pfleger, und Denen die bey ihm da sind, unser Bestes, als wir euch das sonderlich wohl ge¬ trauen, und des an euch keinen Zweifel haben, wann wir das gegen euch gnädig¬ lich erkennenund zu gut nit vergessen wollen. Geben zu Gannowch am Frey- tag nach krbarcli an. ,41z. Dann ferner unlängsttzernach/weii der Römisch undUngerisch König, sein Herzog Ernsten lieber Herr undSchwager, von ihm begehre'mit Reinprcchterl von Walsee einen Frieden zu rraöliren bis auf Michaeli /und der von Abensperg mit seiner Gcseüschafft den Abzug nehme, als solle ihm der Paß durch Stryck zu lassen seyn. Var. Prugg. am Freytaa nach Paulr Bekehrung an. 141 z. A" von Daß nun offtgemelter Herr von Walsee in seinem Stand ein mächtiger ein mächti, Herr müsse gewest seyn, ist neben deme, daß er sich Herzog Ernsten mit Waffeü xer Herr, widersetzen dörffen, auch sonderlich daher abznnehmen, daß er sich gegen König Sigmund zu Hungern, zu dem er, neben den beydcn Bischoffen Georgen zü Passau und Bertholden zu Freysing, und Herr Ulrich von Dalsee,an. 1406. von Herzog Wilhelm zu Oesterreich gesandt worden, in gehabter sich vernehmenlassen, daß,wo er derKönig zumKrieg Lust hätte,er wissen solle, daß er dem Herzog von Oesterreich nicht bloß, oder von den Seinen verlassen M Den werde, er allein, (der andern zu geschweige») sey gefast, tausend gewavnetck Kriegs-Leute ein gantzes Jahr zu unterhalten, und zweiffle er nicht", seine Mst- Gesandten die mächtiger als er,werden auch so viel oder ein mehrerö leisten kön¬ nen« Das ist nun von einem Land-Herrn genug. Mit Herzog Ernsten ist er all, t r i § 2 t d st rr g c !k rt g st Z. i) ß :t tt st' ek st,' 8i -n, ,^eSL!^»««d >hm ^SE-r w,ed°n.m reki°mrtS. wotW, Ichkc>«l«^ber wiEaufd>eSttnnscheHand6. In vdrg-dacht-iu«ays-r M.Snwnd-nSprnc^^ EWt>eidlNgtIri8v,'""^ gcyv^smit ,ci„i, mro vresew zcrnen'^tu-ru^r, mo ro IN ruryen säum '„„7"'"" da?, werde, zu seinen Händen überantworten sollten; Dünn sie w'öhl Wüsten, den, Elches ihm als ihren ErbWrrsteni nachdem er den Satztzfft gefor-^ sei,.-?^ und auch nach der GÄübde mw Wde, so sie von Sicher weilarw - i, u Vettern, >als GerhabM, und ihmihM Erbhcrm vor IvM Mhan,' unr> ^"Wswegett schuldig seyn : das wolle er gegen ihnerr gnädiglich emnnelihr U bamuf schirmen,und schWn vor Evast und Unrecht rc. : ' c ^^.^uränf sind sobald des a-ndetttn Taglp hernach des Herzogs' Gesandte Herzog Ai« dei' ^^Psld von Eckersau, UnVHerr PlkärÜsi vorr Puchheim, Herr Matthaus breche H.., Ares, H^r Weichard vonPolbeiW votmahls Pfleger zu Steuer,und wie ^"dre der Hökleinsperger, Verweser der Hanptmannschafft o^derEnuß Scangm zu ^te6en^^Briefsi-K clMs Ennß Crchtag in den'Pßngst-Festertagen, Iceyer. P.N^)er erschienesi- die dem Herzog Albrechten, welcher gleich darauf in der ^Huidi- 'M auch aukomiNen, die Pflicht und Huldigung zu keiften begelwt. gung aen */V.ddm Rath inrd Gemeine solches Begehren in Berathschlngung gezo- §°"on D o?'"U^eu^ fie'vorMm Fürsten', nnd bvachten zu rhrer Entschuldigung für-tchiischuidsi Sti^uEEch hEwl-Herzog Ernsten als Pfand s Innhabern des schloß und sm sich, qe^wor diesem gehuldigt und geschworen hätten, ihnAtreu gehorlam und in stvn, dessen hätte derselbe sieseithero öffters Wtch PettschMundc dgs^,tauten erinnert, und an sie begehret, bey solch ihremGelübd zu Alten, nem« bedencklich fallen woltc, sich mit Beyseirsetzung des vorrgsn in ein clelein^^"^ einzulassen, sie wärm dann vorher vowHerzog Ernst'- des ihm. hia Endes erlediget; Baten darben, weil diese ihre Entschuldigung eim, öMehmeEm von dieser erheblichen Ursach herrühre, selbige nut Gnaden an- kein Zweiffel, Herzog Albrecht hätte gar leichtlich den Rath und'Herrog M halZMafft zu stümr Willen zwingen können, weilen,er sammt ftmmHof- gbwos? ^^enwartig, Herzog Ernst hingegen aber weit von dannM AGratz den v°» Etni-o^ jedoch hielt er diese deren voll Steuer Entschuldigung und Suyer lvEl^^masien für erheblich, daß er lieber ^3 juns. als eignen Ge- Vartt^^' verfahren wolte. Setzet demnach aus seinen Rathen ein um d«-^ Gerichte nieder, erschiene vor demselben als Kläger in eigner ? ch UrN ^ und ließ die Sach durchs Recht entscheiden ; Wie der nachfolgende ^ls-Bnefnnt mehrer» auöweist. - ^?^un von GOttes Gnaden, des Heil. Römischen Reichs Burg- ,'offen., M Wmydburg und Graf zu Hardtegg bekennen und thun kund, "gnämÄ Brief; Als uns der HochgebohM Fürst unser Neber uoiger Herr, Herzog Albrecht zu Oesterreich, seiner Forderung iMM, st» 82 W )ö( W ;. . „er an die Stadt Steuer, und die Erbarn, Weisen, unser sonder lieben die As -" --Burger daselbst hat gefordert, ihme damit gehorsam und gewärtig zu seyn, »zu Richter gesetzt-, und uns vollen und gantzen Gewalt gegeben hat, die »Sache nach den Rechten zu entscheiden , und zu vollenden; als da sein Brief, „den er Ms darüber hat gegeben, eigentlichen begreifst. Als kam her vorge¬ nannt unser gnädiger Herr, Herzog Albrecht am heutjgen Tag, als wir zu »^Gericht fassen, mit seinen Rednern für uns/ Md trüge da für, wie er dem .i »hochgebo.hrnen Fürsten/ Ernsten Herzogen zu Oesterreich, seinen Vettern/ '??' ^''üuch unser» gnädigen Herrn mit erbarn Pettschafftcn, Briefen, unbffeinctt s »Redner bey Tägen und auch sonsten offt gebetten hätte, ihme dG' Satz zu n »Steycr zu-lösen zu geben, nach der Satz-Brief Znhalh, und hätte darauf -'^'^^,-has.HeW gefchafft nieder zu legen; Darzu wolle er nochriMen dasjetztgc- E zu dem Probst zu Wien, oder dem Eberstorffer, sein Rath un» ^»4,K.i§WMlMrNiedergelegt haben, biß daß der Satz - Brief, herfur lvär koim ^^^>,men, also daß ihm Steyer ingcantwortet worden wär> daß ihrn alles aber ,mii,y>rÄ,jetzthev^nicht hat mögen wiederfahren. Und begehrte an dje cheaenandttu 'Siu?. --„Bürger ^.-daß sie ihme als ihren rechten Erbherrn hmfünmit derMen Statt " ' »gehorsam und gewärtig wären; Nachdem ihm sein chegenannter Vetter dem »selben Satz nicht zu lösen geben wolte. Darentgegen dsesetben Bürger öff¬ neten und. zu erkennen gaben, wie daß sie, nach Geschäfft weiland Herzog „Leopold seLügen, dem ebegenannten unfern gnädigen Herrn», Herzog Ernst,cu „von einer Versatzung und Verpfändung wegen, etwas Gelübde gechan-yät- „ten, als sie uns dazumahl desselben Herzogs Leopolds Geschafft -.Brief hö< „renliessen, und baren, daß wir die Herren Ritterund Knechte, djx. da zuge¬ gen waren, niedersetzten, und sie fragten ausfündig zu machen, was ihneU 7:. ' „nach solchen Gelübden die sie von des Satzes wegen gelobt härten , zu thuu 7 „wär. fragten wir die Herren-Ritter und Knecht des Rechtens, die ha- „den nach des vorgenannten unsers gnädigen! Herrn Herzog Albrechts und „nach der Bürger zu Steyer Fürlcgung erkennt, zu RechtSeit derselbe »m 7 „ser gnädiger Herr dem obgenannten seinen Vettern Herzog Ernsten auch unfern gnädigen Herrn offt gebetten, und an ihm begehrt hat, ihm denseldc» ^Satz zu Mn zu geben, nach Innhalt der Satz-Brieffe, als oben eigentlich - . , berührt worden, und darinnen ihme aber bißher verzogen, und kein Ende „wiederfahren ist. Daß dann die chegenannten Burger gemeiniglich demsel¬ ben Msern gnädigen Herrn Herzog Albrechten mit derselben Stadt nun M ,>baß dillig und rechtlich gehorsam und gewärtigffeyn sollen, als ihrem rechte» ^Erbherrn. Und des zu Urkund geben wir den Bries versigelt mit unfern am „gehengten Insiegek. Der geben ist zu Steyer, am Freytag vor St.Veit-Tag „nach Christi Geburt an, 1416. Hierüber nun haben die von Steyer die Huldigung Herzog Albrechte» ge- leist, und seyn hingegen von demselben gemeiner Stadt erivileZiä unterm llaro, Steyer am Gotts Leichnams-Tag'bemeldten Jahrscon6rmict worden. Her Edel und werfe Herr Stephan der Krafft Pfleger und Burggraf Steyer an 1416. biß 29. von Herzog Albrechte» dahin eingesetzt. r4r!k ^nno 1418.sc 19.war Stadt-^Richter zu Steyer Conrad der PerauW diß Geschlecht ist äusser dem Weyer hieher gen Steyer kommen, davon ich m schleckt viel zur Nachricht gefunden. ju Steyer. Düring Perausch Bürger in Weyer circa an. I z6O. der hat zur Kirchch Ma das Meßner - Hauß gewidmet. Conrad Burger zu Steyer an. iz68. ein Sohn des obgemeldten rings; der stifftet zu St. Johannis^ Kirchen im Weyer mit i zo. Pfenning ye ewige Meß, so durch einen Pfarrer zu Gafflentz solle verricht werden, iZ7i. Herr Geörg von Volckenstorff versetzt 12. frey eigene Güter, in Bellas berg-und Nürnberger Pfarr, dem Erbarn Mann Conrad dem Perausch, gern zu Steyer um roo. Pf. Wiener Pf. Zeugen in Versatz-Brief, Herr Peter derPolhaimber,HerrPeter derLosenfteiner, und derErbar Lsnn der Pudnin- Mftorffer.3n. 1582. Uxor Margareth, Heinrich Chundlers Richters zu Steyer -Llttib, welche ms Closter Gleinck einen ewigen Jahr: Tag, und dahin einen Weingarten zu Döbling geftifft. , , iz87» Conrad Perausch uxor Ursula , wird zwey Weiber gehabt haben. Conrad des Conrads Sohn, Stadt-Richter zu Steyer sn. 1418. §c 1419. Margareth, derer Mutter war ^6-3 Kelnerm, Zu Ennß, Ulrich des Puech- uers Tochter. Hannß/Lunrgöl des 2ten Sohn, dessen Gerhaben,WolffgangWienner,Pe- eer Lueger, Friedrich Traindt und Andre Hörsinger, vergleichen sich mit der Mutter Martha, um ihres Pupillen Vätterlich Gut, in Beyseyn der Edlen Georgen des Grüenbecken, Balthaser des Schallenbergers, und Geörgen des Gröschl. Dieser Hannß Perausch Bürger zu Steyer hat unterschiedliche ^Münzen zum Spital, Kirchen auch in die Elend und Schmidt-Zech gethan, ' unter andern zur Kirchen im Weyer, allda seine Vor-Eitern begraben seyn, 10. ' Pfen. geschafft. Er ist ohne Kinder auf einer Reise zu Wien gestorben rm. t44O. Seine Verlassenschafft, worunter viel stattliche Gülten im Lande,deren Mils er vom Hauß Oesterreich zu Lehen getragen, haben seine Vettern Ste¬ phan und Hannß die Sachsen zu Almegg geerbt. . JngedachterSachsenzumPredrger-ClosterallhiegethanerStifftung eines ^wlgeuJahr-Tags ordnen sie, daß man dabey auch für Conrad und Hannsm ver Perausch Seelen bitten soll. Der perausch Wappen, lvillm zu Garsten, rellZmrt aus Verdruß weltlicher Geschäffte frey- Mr zu Uach seMp/v SN. 1419 -begiebtsich wiederin seine Zell, und stirbt SN. 142s. Garsten. ! ^^liAnstivn aber wird Abt zu Gärsten l-eonarc!u8. Stadt-Richter zu Steyer Berthold der Daum. 14-0- Uach^r lud 3N. I Z7I. jft gedacht worden, daß selber Zeiten , und noch her- Juden jtl und wie der Stadt zu Steyer Juden gewöhnet haben; Wann "m Äten . ^^^tadt desselben Ungeziefers loß worden, davon haben die § , vre in andern Sachen mehr, nichts aufgezeichnet hinterlassen, doch ist L 2 wohl 84 _ W )v( W _ cdrM wohl glaublich / weil Herzog Albrecht zu Oesterreich bey seiner Regierung, wie 1420. 5/lviu8 schreibt, wider die Juden gantz streng verfahren, und dieselben alle in seinen Landen, die da den Christlichen Glauben nicht wollten annehmen, tövs ten lassen, sonderlich um dieses Jahr (wie Christoph Jordan m seiner Saltz' burgischen ebromca verzeichnet) viele derselben Juden durch gantz Oesterreich, Verüben vorab zu Wien, verbrennt worden; Es werde auch den SttyerisÄen Juden, eine böse und auch denen , so draussen um Gärften gewohnt, nicht besser ergangen seyn; den co?- Zumahl da dieselben eine erschröckliche That begangen, indem ihrer erliche von türken der damahligen Meßnerin zu Gärsten etliche conlecrlrte Hostien um Geld ec- Hostien, kaufft, und ihrer Gewohnheit nach, mit Messern durchstochen haben , und darüber ergriffen worden. Es ist mir einmahls allda im Closter Gärsten ein gar alter grün-färbiger seidener Schleyer, darinnen gedachte Hostien ge¬ wickelt gewest, und die Messerstich, wie auch die Mäler von Blut, so die Ho^ stien von sich gelassen, noch zu sehen, gezeigt worden; Welcher Schleyer allva zur Gedächtnuß mit sonderer keverenr verwahrt wird. 1422. ^nno 1422. am Pfingsttag nach unser Frauen Geburt zu Wien llarirt/ befeeyet Herzog Albrecht die Burger zu Steyer, daß sie fürohin m den Jahrs Märckten, an dem Platz daselbst Lauben und Hütten von Holtz haben und aufi richten mögen, darunter die Kauffleuth nut ihren Kauffmann-Schatz stehen, mnd ihren Gewerb und Handel treiben können, wann aber der Iahr-Marckt verflossen, solle man solche Hütten wieder abbrechen. Beftey- Ingleichen erlaubet und verwllliget Herzog Albrecht in diesem Jahr, ring/ rin am Montag nach St. Mertens Tag, kN der Stadt Steyer, wo es den Burs gern füglrch dunckt, ein Rath-Haus aufzurichten, Fleisch-und Brod-Bäncke Lleisch- darunter zu machen, die Nutz und Gült hrevon abcr zu gemeiner Stadt Fronn rmd Brod- men anzulegen. Daher ich vermuthe, daß damah! das Rath - Haus in der «ufMich. Stadt zum erstcnmahl sey gebaut, und wie noch allda zu sehen, die Fleischs nn. Bäncke, Brod-Läden, und die Stadt» Waag, aufgerichret worden, ad-r mit dem Gebäu nicht also,wie es jetzo stehet, zugericht, dann solches erst lang her¬ nach , (wre an fernem Orr Wird gemeldet werden) geschehen. Dieses Haus aber, daraus hernach das Rach-Haus gebauet, har zuvor und noch 141Z. Heinrichen Randolffen, Burgern allhre, zugehört. Als m diesem rarsten Jahr Nayser Sigmund, Herzog Albrechts/ zu Oesterreich, Schwieger-Vatter, von den Hussiten bey Teurschbrodt hefftig geschlagen ward , fiel demselben Odeister, der blinde Lscka, in Oesterreich bis an die Donau , verheerte alles mir Raub und Brand. Kayser Sigmund hatte seinem Tochrermaun, Herzog Albrechten, das Marggrafthamd Mäh, ren zu einem Heyrath-Gut gegeben , doch oaß ecs wider die Hussiten schützen solte. Darüber nun hat Herzog Albrecht in diesem Jahr abermahlen einer! Aug fürgenommen/und zu Fortsetzung dessen, die von Srcyer um r zoo. fl. Austs hen hiezu ersucht, durch nachfolgend billiges Schreiben: Ä-eckt Liebe Getreuen, Wir lassen euch wissen, daß Wir ein mercklr'Ke SuM- begehrt „nm Gelds ausgeben und verzehrt haben, von wegen des Zugs, so wir heuet ^00. fl. „auf die Hussiten qethan, und auch von mancherlei) Zehrung und Ausgab, st E Ä ,'Wrr Unfern Herrn, demRömischenKömg, und von seinetwegen durch KrolM rvlder die ,.men und Nutz willen, u-rser und Unserer Land und Leut haben dargclegchunv Hußiten. „ihm auch IN kurtz, als auf Faßnacht und St. Geörgen- Tag schierist , ein „nahmhaffte Summa bezahlen werden ; Darumb er Uns etiich nahmhaiB ,-Gschloß m Beharmb und zu Mähren hat eingeantwortet, und sonderlich ,,meynen Wir, jetzt auf die vorgenannten Ketzer zu ziehen, darzu Wir einer „nahmhafften Zehrung bedürfftig seyn; Um der vorgcmeldten Ausgaben witz „len, und auch um das Geld, das Wir nochdürfftig seyn, bitten Wir euÄ „mit allen Fleiß und Ernst, daß ihr Uns darinnen mit einem Anlehen zu M ,,len kommet, mit i;w. fl. und getrauen euch sonderlich wohl, daß ihr Ws „pap Passau. s>darE M lasset, und Uns dasselbe Anlehen aufUnser Frauen Tag der Lichtmeß ^»ur »»also fürderlich entrichtet. Das wollen Wir euch in kuctzen bezahlen und wie- ''vergehen, und darinnen nicht verziehen; Wann Wir desselben Anlehens von --oer vorgemeldten Sach wegen, nöthigs bedürffen, und nicht entbehr» mögen, -»und Unsgäntzlich darzuverlassen, das wollen Wir gegen euch gnädiglich -»erkennen, und in guten nicht vergessen. Geben zu Wien, am Mittwoch nach -'dem *Prechen-Tag,^n- 1422. Wie aber vorige, so wohl dieser als die Hn. 1424. Sc 1425. hernach von Albrecht wider die Hussiten fürgenommrne Kriegs - Lxsioöirion abge- '?ucn, tstattyie einzuführen nicht meines Vorhabens; sondern toill hiebey nur ^llen denckwürdige Antwort anführen, welche Er, nach 8Mi Anzeige, denen Weben, dre Ihn gefragt: Was für einen Feld-Haubtmann Er über Sein DE Kriegs - Volck fetzen werde ? 5i slium (hat Er geantwortet) guam me würdige exercnus pen'ris , krullra me ^ullrise Oucem apvellsris. Ist VON einem Fürsten wohl und löblich geredet. . Ich sinde bey den allhie, daß Herzog Albrecht ^nno 1424. an. .,7 ore von Steyer folgenden Befehl, in Sachen das Bißthum Passau undStrrttmit ^-hum-Capitel allda betreffend, abgehen lassen: Wir Albrecht rc. rc. entbieten Unfern Getreuen, Lieben, dem Rich* E und dem Rath zu Sleyer, Unsere Gnad und alles Guts; Als Wir vor- '»mahlen empfohlen haben alle Leonhardt des LainLnger Pötten Brief oder '-Hullen wider Uns und Unser Pfaffheit in Oesterreich, haben Wir vernom- --men, wie über solch Unser Gebot manchmahl in etlichen Städten ob der "Mmsz solche Brief seyn angeschlagen worden; Und daß etliche Geistlich und "Weltliche in Unfern Lande ob der Ennß, wider das Geding, das wir an Um HE Vanek den Pabst recht und redlich gedingt, und auch darauf Un- 'W Erbar Pottschafft gethan haben, hinauf gen Passau, in allen geistlichen »fachen gehorsam seun, das Uns von Ihnen fast mißfällt. Davon empfeh- »'ten Wir euch ernstlich, und wollen, daß ihr, nachdem Wir und der Thum- " probst, der Dechant und das Capitel zu Passau, und die gantz Pfaffheit »-aller Sachen, an Unfern geistlichen Vatter den Pabst recht und redlich ge- ''^ngt, und auch darauf Unsere Ecbarc Pottschafft gen Rom gesandt Haden, "ven ehegenannten Laininger Pötten, und andere, die solche Brief führen, tra<- »aen oder anschlagen, aufhalttt, und nehmet zu Unfern Händen, und ihm sob Frevel nicht gestattet, sondern euch des CapitelS von Passau, so jetzt '"U Wien ist, und des Vicsrii in geistlichen Sachen daselbst nut samt Uns hal- ''i"/ und darinnen nicht anderst thuet, oder es wär schwerlich wrder Uns. »»Beben zu Olmütz am Montag vor Sr. Bartholomäi-Tag, ^nno 1424. . Die Ursach dieses Handels war, weilen das Thum-Capitel zu Passau, w der Wahl eines Bischoffs strittig war, etliche Canonici Leonhard von Lcm !"ug, euren Bayrischen von Adel, dem Herzog Heinrich in Bayern wohl ge- die andern aber Heinrichen Fiäkhl, vecrerorum v. welchem Herzog z?'. Mt mW kavor beygetdan war, zum Bischoff erwählet hatten ; Auf dem ^heil Heimstetten, gab der Ertz-Bischoff von SaltzburgcheoogrLjo,6uch ki- „sünm, das verdroß dasEapttel, begaben sich daher von Pasiau hmweg Wien, in Herzog Albrechte« Sckutz; Endlich wurde dre Sach vertragen, und bliebe doch der von Laimng Bischoff. 8xtvius in seiner lösten Epistel 'chrelbet: Herzog Albrecht habe in diesem Streit gedachten Bischoff über oooO. fl werth Schaden gethan. - ^001424. bis 1428. war Stadt-Richter zu Steuer, vor-qemeldter peter der Lueger, dem hat iucceäirt in gedachtem i4r8sten Jahr Wolffgang - L z _ _ der " Oder Heil, drey König-TM,' 86 W )o( A , der Wenner. Von diesem alten Steyerischen vornehmen Geschlecht hat der r428 günstige Leser folgenden Bericht einzunehmen: Geschlecht Leonhard der wienner, Herrn Geörgen des Schechhen von Wald Die? der Wren E, ^nno I4O?. Steycr. Der Erbar, weift, Georgwienner,1427. wolffgang, Stadt - Richter zu Steyer., 1428. Peter, auch Stadt: Richter allda, 1450. Hannß WLennex, Herzog Abrechts zu Oesterreich Burggraf zu Clauß, ^n. 142'9. 'k. 14z . ' ' s -Hannß, Richter zu Hall in der Hoffmarck, l^xor Margareti) , die I vorhin Erhardten Lueger gehabt, schafft zur Pfarr-Kirchen zu Steyer ein l Haus im Kirch-Weg, ^n. 14Z2. M M ) Hannß, des wolffgang Bruder, Richter in Weyer, ^n. 1441. allda diesebeyde ' bey der Kirchen sein Lpirgpkium zu sehen, daran ist er in einem Küriß / samt jur emen. sEn Kindern, gewählt, und gegenüber gleicher gestalt Hannß Zöllner, mit ihrer beyder Wappen, dabey die Jahr-Zahl 1511. Er ist ^nnv 446;. schott gestorben; Gerne Kinder waren, Michael, Ulrich, und Magdalena, de¬ rer Lehen - Trager, ihr Vetter, wolffgang wienner zu Steyer. Ulrich, sein Sohn, hat ^n. 1506 gelebet. wolffgang, Stadt: Richter zu Gteyer, ^n. 1440.1441.1442 ^1448. Hat das Stadt-Gericht etlrche Jahr von der Königin Elisabeth in Bestand gehabt. Herzog Albrecht zu Oesterreich, verleihet seinem getreuen, Wolff "gang dem wienner, Burgern zu Steuer, ein Gut, genannt Hochhaus, in der Sannareiner -Pfarr, seiner Lehenschafft von Steuer , so Ihm fein ge¬ treuer Hannß von Winckhl , Burger zu Steuer, verkaufst >z.nno 1457. Uxore8 1. Magdalena, 2, Walburg ; Seine Tochter Barbara, war ver- heyrathet an Thoman Lueger. Georg wienner, 1459. wolffgang der dritte, Stadt-Richter zu Gteyer, 1457. 1460. 1461. 147 l. 6c 1479. Uxvl Ursula, die hernach HannsenGuettentag, Kay- serltchec Majestät Diener zu Wien geehlicht, hat zween Söhne erzeuget, de¬ rer Gcrbabschafft haben sich 149s. unterfangen Caspar Zöllner, und Geörg/sein Sohn zu Gmündten, solche aber denen von Stey-r wiederultt müssen abtretten, die hierzu ernennet, den Edlen Wolffgangen Lerochen und Hannsen Lueger, als der wienner nächsten Freunde, än. i^oo. pangratz, des Wolffen des dritten Bruder, Burger zu Gteyer. I46i.ör 1479 Uxor Elisabeth Zaunerin, hatzween Söhne verlassen, Wolff gang und Sebastian, von denen ich weiter nichts gefunden. wolffgang der vierdte, wolffgang des dritten Sohn, hat zu Steuer, doch nicht in Bürgerlichen Wesen, gewohnt; Kayser ^Zximilisnus I. nennet ihn in emem Schreiben, cle 6310 13. sunü ^nno 1514. seinen und des Reichs Lieben Getreuen. Johann, Wolffen desvierdten Bruder, war ein Thum-Herr- zu Wien. Er hat seiner Vor-Ebern Lpjtsphmm an einer Tafel in der Pfarr-Kirchen - allhie, über den kleinen Tnürl, gegen dem Pfarr - Hoff über, renoviren lassen; Er aber liegt zu Wien bcy St. Stephan begraben, allda zwischen den zwevett vordem Mären sem Lpicspbmm an einer Säulen zu sehen, mit dieftk Schrifft: Herr Johann Wienner, Tbumb-Herr, liegt hie begraben, dein GOTT gnadt, der gestorben ist an St. Vinzenzen-Tag, ^nnv Is2s. Hamff Hannß wiennerk, Burger zu Welß. Uxor Anna, Wolffm TopierS allda Wittib/ 1508. Wappen der wienner. I4»S. 7)1 --7)0 !-L ^und den damaligen Lastner zu Steyer, Caspar Adelherr, also: „ Getreuer Wienner und Adelherr. Al6 vielleicht wohl an euch gelangt, "U des gemeinen Zugs wegen, gen Behaimb, daß Unser gnädiger Herr,per- ' ^omlsche König mW den Churfürsten, und andern Fürsten und Herren zu Dürnberg ist überein worden, und unter andern Dingen verlassen hat, daß f^r Uns also verfangen haben, und eines mercklichen Darlehen darzu bedürf- hab daher auf des von Bamberg Leut zu Kirchdorff und anderer Enden ^Ulg Zeit hernach sollen sie bey der Herrschafft Steyer ernen Anschlag M- daß neun Personen den Zehenden aufbringen , und den mit Zehrung, ^nno i4L9. L -4ZI. war Kastner oder Rentmeister auf der Herrfchafft Bteyer, Caspar der Adlherr, . ^nno i4zo. Eckhardt von Aßlaummgew, Verweser der Herrfchafft ?teyer. Dem folgt in gemeldten Jahr Herr Georg Scheckhe von Wald, Herzog Albrechts zu Oesterreich Cammermeister und Pfleger auf Steyer. ^tadt - Richter damahls, Peter der Lueger. Hannß der Paternoster, Burger zu Steyer, änno i4Zo. deme und sei- Nrn Rachkommen, die sich aas Burgerschasst begeoen, hat dw Paternosie- zugehört, ein alter Adel-Sitz um Ennß gelegen, der hernach an die Herren MrVkden"Lt-t, daß Herzog Fbrecht unttrMd-n-Feld- 8ug wider die Hussiten in Behaimb / fernem Schwieger - Valter , V^pser Agmuudten, zu lieb fürgenommen, dergleichen rst auch m dtesem ig-Ziften Jahr geschehen. Und schreibet gedachter Herzog aus Wien, am PftnMag Nachdem Herl. Pfingstl Fest, an stinen Burggrafen zu Dauß,Hannlen Wun, ^r, und den damahligen Lastner zu Steyer, Caspar Adelherr, also: „ Getreuer Wienner und Adellmr. AIS v^lleichtwM an-u^ des gemeinen Zugs wegen, gen Behaimb, daß UnsrgnLdg-r H-tr,d-r, "Irische König nnt den Lhurfürsten, und andem Fmßen u-w yecreil ju »Nürnberg ist überein worden, und unter andern Dmgcn mrlasscii hÄ. daß »Wir Uns also verfangen haben,und eines m-rckkchenDaE »kn, hab daher auf des von Bamberg Leut zu Kirchdorff und ander-runden >>Zoso. st. gelegt, die solle» sie einbringen und gen Menn Äffern.Und ub«r »wenig Zen hernach sollen sie be» der Herrfchafft Steyer einen AnschlWM- »H°n, daß neun Personen den Zehenden aufbringen .und den mit Mrung, »Harnisch und mit andern Dingen fürsehen' -mm" »hanns^Tag zu Egenburg zu seyn re. re- dahm er oder seine Anwaldt k »men würden. Ferner I4Z». -r.'»L ich,«« 88 ,n I4Z2. Ruesdorf' fer Burger zuSteyer. Herzog Al« brechc ver> MrAafft M GnkoruMN / ^neben M DMen Weitenegg und Traktmanstörff zu'iAN mrV"' mW, solche Stadt und Herrschafften nach seinem^odt ihr^Lebmlang lnzü>. mahlm. haben und zu geniessen/ dessen erinnert Herzog Albrecht die von Steyer, nut' Befehl/ daß sie Georgen dem Lewen, damahlen Pfleger zuSteyer, gedacht ter seiner Gemahlin Handtrn Gelübd und Versprechen thun sotten, welches die von Stemr eine Zeitlang in Bedencken gezogen, nachdem aber in folgendes ' r^zz. Jahr Herzog Albrecht den Edien^ seinen lieben Oheim und getreuen M Schaum°" Hann Grafen von Schaumberg dieser Sachen halber mit einem Creclenr Brttst rerg kö-rlt M dm von Steyer abgesandt, haben sie sich endlich zu solchen des Herzogs genSteyrr Begehren bequemt / das Gelübd gelerstet,., der Herzogin nach Inhalt ihrel Verschreibung Gehorsam zu senn. Hochqedachter Herzogin Pfleger war auf der Herrschafft Steyer Hono i4zr. §c obgemelter Georg der Lew , und nach ihm Wolffrann Ehrnmuett; «Eeckt E^ftmr oder Rent-Meifter ab 3n. l4Z2. biß Mrtb Pandorffet. der Paw Derselb war zugleich Burger zu Steyer, ist gestorben wit.seM rorfferzu Messinges Grab-Täffelein an der Kirchen gegen der Traindtlschen Capeliert Vttyrr. Hhek Stadt-Richtereo6. anno WolffgangWiennrr. Loclem ^nno 14Z?. hcst Herzog Albrecht feiner Gemahlin Elisabeth Kayser 8^lsmun,ihn dieselb Begräbnuß von Rechts wegen zuziehen wolten , und nicht bekem „neu, daß s-e das von gütlichen Willen hätten, so mag der ehegenam Abt und kleine Nachkommen dieselb Begräbnuß zu der Pfarr gen Gärsten ziehen, und Ist vorhm „die halten, als sie vor Zcikten da gewesen ist; Und die Burger bekennen, daß die von ihm, aus Gnaden, und nicht von Rechtswegen haben, und so sie ersten „das gethan, soll ihnen die Begräbnuß ohn alle Widerrede zu Steyer von deM gcwcst. .Mr wiederum erlaubt werden. Wie es »Dann von des Echulmeifters wegen , als der Abt mit etlichen Kustiv rutt Enise- „schafften beweiset hat, daß ein Abt oder Pfarrer zu Steyer von alten her, ,-aitweg von Zeit zu Zeiten, einen Schulmeister ausgenommen, gesetzt und erst- srcrs zu „setzet haben, nachNothdmfft, obn alles zu Rede letzen der Burger; Und dec hatten. „Pfarrer des Schulmeisters m der Kiechen zu dem GOttes - Dienst bedurft' „darwtder aber die Burger fürbracht Haden, wie sie von Alters her je unsch „einen Schulmeister gesetzt und entsetzt haben, und wie sie auch von ihrer Kill' „der wegen einen Schulmeister geben Behausung und Lohn; sie also auch „lich einen Schulmeister setzen und entsetzen sollen: So sprechen wir , daß „Abt und seine Nachkommen, oder der Pfarrer zu Steyer sollen hinfüran kcj ,.nen Schulmeister ohne der ehegenanten Burger Wissen , sondern wann sie A „nen Schulmeister setzen oder entsetzen wollen, das sollen sie zuvor an den RaA - drill" Zechmei» ster oder Kirch- Probst er» wehlen. ännm ckrik! 14)7» - — --- --— > ..»m , E »'bringen, und fch mit ihm gütlichen daraus unterreden, und wer dann dem »'Abt oder dem Pfarrer zu einem Schulmeister gefällt, den mögen sie setzen, --oder entsetzen, dacwider dann die Burger nicht seyn sollen; es wäre dann, "daß der Abt, oder der Pfarrer wollen einen Schulmeister setzen, der zu dem "Amt nicht tüchtig wäre, das mögen die Burger wohl widersprechen und ihr "Einred dem Rath fürbringen, damit dem Schulmeister-Amt nützlich werde "furgesehen, ohne geverdte. Es soll auch der Schulmeister N dem Pfarrer '»zu Steuer in allen Sachen die sein Amt berühren, gehorsam seyn, und die "Minder fleissig lehren, wie sichs gehöret, und ob er bas nicht thäte, so mag "Mn der Pfarrer darum straffen, und mit Wissen des Raths, wann es nöthig -'M/ gantz entsetzen, damit obgeschribner Massen ein anderer gesetzt werde, dar- "wider die Burger nicht seyn, noch thun sollen. »,Item, von des Zechmeisters wegen, sprechen wir, daß der Abt oder "Ar Pfarrer und die Burger zu Steuer, oder wen sie von ihrentwegen darzu '''Haffen, sollen miteinander einen Zechmeister erwöhlen und setzen, der dann al- "ll Sachen des Zechmeister : Amts, ohne Widerred und Ausnahme handln soll '-ll, nach beuder Theile Rath und Willen, und was er von den Sammlungen, »oder von wem das ist, von seines Amts wegen einnehmen wird, davon solltet; "Nen Theil nichts zufallen, sondern es solle der Kirchen zu ihrer Nothdurfft --oder anderer enden, nach beuder Theil Willen und Rath, ausgegeben und "^gelegt werden; Es soll auch derselb Zechmeister beu den Therlen mit einam -'vee davon Raittung thun, so offt es nöthig seyn wird, und sie cs verlangen: Kirch» "'mich was da ist von Büchern, Kelchen, 0r nsren, klonttrsnren, Cleinodien, '-Beld, oder von andern Gut, das der Kirchen zugehört, das soll der Zech; -'wüster alles inhaben, unverruckt, und unverkümmert, zu der Kirchen Noth- "vurfft u -d derer Nutzen. Insonder aber soll kein Theil damit nichts zu schäft ''len haben, noch ihm das zuziehen, wenig oder viel, dann im Fall daßbryden -'^heilen gefiel ein Stuck oder mehr und weniger zu verkehren , das soll n sie mit "-Mander thun ohne gefährde. Es soll auch der gegenwärtige Zechnmster, von "Am Datum diß Busses an, wann er beuden Therlen gefällig ist, alle Sachen "bandeln und thun, als obberühret ist, zu gleicher werfe, als ob er von neuen "von beuden Therlen erwöhlt wär, nach Inhalt des gegenwertigen unsers " Spruchs; Und ober deß also nicht gehorsam seyn wollte, so maa man einen andern erwöhlen, und aufnehmen, als vor ist gemelt. Geschäh aber, d "veyhe obgenannte Theile um einen Zechmeister nicht einig möchten werden, ''AAobZwayung »der Anstoß von der Zech oder, des Zechmeisters wegen, »Zwischen ihnen entstünden , wie sich die begäben, so sollen unser Pfleger zu ' ^leyer, wer der zur selben Zeiten ist, an unser statt und N. der Dechant zu gantzen und vollen Gewalt haben, solch Zwiteachr und Anstöße zu ent; "Mrden, dabey es dann ohn Wlderred beydec Theile bleiben soll. Alles treu; ""H/ ohn alles Geuehr. i ^Jtem von der Irrung wegen, die den Priestern in den Gestüblen und Magrer beschiecht, sprechen wir, daß die Burger der Prieste schafft, we- "^-rn den Gestüblen in dem Sagrer, noch anderswo in der Kirchen, voraus W s"" GOttes-Dtenst, ketnerley Irrung thun sollen, unvergcblich in keine .. "Item von des Guts wegen, so in das Spital daselbst gehört, sprechen Spitak "wir, daß darmit solle gehandelt werden, in aller Maß, als wir gesprochen dut. „haben von des Guts wegen der Pfarr; Kirchen, damit kem eigener Nutz da- »Won nicht fürgenommen, sondern daß es angelegt werde, wobm das bllllch »gehört; Als dann die Gab und Geschässt ausweisen, die darüber geschehen Schergen, "NNd. Haußvon . "Item, des S-becq-n Haust wegen, so der Seckmeister an den Frent. -h°ff gebaut hat, und daraus ein Fenster auf den Freythoff gehet, sprechen M r »»wir, ihuir. 92 _ W )o( M _ c",M --wir, weil dasselbe Hauß nicht allewcgen da gelegen ist, und N. der Richter i4Z7. „und Rath das GeschMe haben zu bauen, als sie zu haben bejahen; und da- „von Unfug der Kirchen und den Freythoffmöcht entstehen; daß sie das unter -.Jahres-Frist sollen von dannen thun, oder zu andern Sachen nutzen, damit ».dem Freythoff und der Kirchen keinerley Unfug oder Irrung davon entstehe. ,.Item, von dem Grund im Aichach gelegen, sprechen wir, daß der Abt -,foll nehmen sein Burckrecht, Dienst, und der Zechmeister und das Spital zu „Steyer den Uber Zinß , als vor Alters Herkommen ist. Dann um das ftiff- „tcn und stören und andern Zwitracht, die darum zwischen ihnen sindt, wollen „wir uns baß erkundigen, und dann unfern Ausspruch um das Stück zwischen „ihnen thun. ^chung „Item, als dann die Burger wider den Abt zu Gärsten und den Pfarrer sier bey"' „zu Steyer fürgebracht, von der frembdten unbekanndten Priester wegen, die rer Pfakk. ,,der Pfarrer zu predigen und zu der Seelsorg aufnimmt, sprechen wir, daß „der Abt und der Pfarrer sollen mit allen Weiß nach ihrenVermögen die Bur- ,.ger und die Pfarr-Leuth treulich und ordentlich versehen mit erbarn gelehrten „Priestern, wes Ordens es sey, oder andern Predigern, Reichungder Sa- „crament, mit dem GOttes -Dienst und allen andern geistlichen Nothdurfften, „damit kein Abgang daran sey, daran die Burger ein Genügen haben sollen, „treulich, ohne Gefährde, und ist nicht nöthig denselben Burgern Brieffe zu zei- „gen, in welcher Maß dieselben Priester aus ein und andern Lonvem herkom- „men sindt. Pfarrliche -,Jn des Abbruchs wegen, so man mit dem Pfarrer thun hat müssen, als „die Burger haben fürgebeacht, um das SeebGeräth, ViZlli, SeebMeß oder ,,ander Amt zu singen, sprechen wir, daß der Pfarrer keinerley Verthättung, „Geding, Abbruch, oder wie mans nennen mag, thun solle; Oder von Seel- „Gerätheö, V-Aillen, ?rocestwn, Begräbnussen, SeebMessen, Psalter lese", „Amt singen, Meß sprechen, oder von andern GOttes-Dienst wegen, wie „der genent sey, sondern in dem allen, soll er sich wrllig erbieten, wann das an ,,ihm begehrt wird; Doch so er solchen GOttes-Dienst vollbracht hat, so solle „ihm ein jeder, der das an ihn begert har, em Begnügen thun, um seine Mühe, „Arbeit, und darlegen, als billig ist, ungeverlich. Es solle auch der Pfarrer „den Leuten zu den GOttes-Dienst, den sie aus Andacht lassen begehen, für- »,derlrch seyn, und ob er und sein Priester mcht Zeit haben, solchen GOttes- „Dienst zu volbrmgen, so solle er den Leuten gönnen, den nut andern Priestern „zu volbringen, damit sie in ihrer Andacht nicht verhindert werden. Ohne ,,gefährde. zachen- „Es solle auch der Pfarrer den Leuten um seine Ansprüch, so er um Geld' Bann. ,,Schuldt oder ander Sachen zu ikmen hat, die Sacrament oder die Begrrb' ,.nu§ nicht verbieten, noch sein selbst Richter darinnen sein; hätte er aber all „jemand etwas zu suchen, das soll er thun als recht ist, ausgenommen, was „emen Pfarrer von geistlicher Sachen wegen zugebührt zu straffen, das mag „er gethuen nach Nothdurfften; obn Geverde. Gtühim „Darnach sprechen wir, daß an den Stühlen in der Kirchen niemand AKlcch-n .M ein Recht von Erbschafft odcr ander Sach wegen haben, und ob hinM erdlich. irgend Zwist und Zwitkachr cntstündte, so sollen dec Pfarrer und N der Zech' »meister, die Leute treulich darum endrscheiden, dabey soll es bleiben unddak- „wider nicht gehandelt werden, von keinen Theil; obn alle Geuerde. Iabr-Ta'g „Irem, von der gestifften Iahr-Täg wegen tue nicht begangen werde», ,'UNd von unser Frauen Ambt und anderer Stifftung wegen, so der Pfarr^ „nicht ausrichtet, und auch von der Parthey wegen, die auf einen ZechE „ster gestkfft senn, und da der Pfarrer meint, man soll mit ihm darum naa) „seinen Will m adbrechcn, sprechen wir: daß darum sollen alle StlffttBrim/ „die da lauten um Iahr-Täge andere GOttes-Dtenst oder Allmosen, von der» ».die dw Brieff inhaben, m den Rath zu Steyer getragen, und da in Gegen W )O( W »wärtigkeit des Abts von Gärften und des Pfarrers zu Steyer in den näch- . - Neu Monats), nach clsrum diß Briefes verlesen / und dann jedweden Theil der- '-iclbeuBriefAbschrifft gegeben werden; Und sollen dann derPfarrcr und derZech- , v ^.ftcr dieselben Iabr-Täg,Gottsdienst, Allmosen und andere Gottesdienst -m- d Stifftungen vollbringen und ausrichten, zu rechterZeit in aller Maß als - sie Stifft-Brief lauten und ausweisen / ohn allen Abgang und Verzug; doch > daß darmit anderer aufgesetzter Gottesdienst nicht Abgang leide: Und ob sie, »oder ihr einer, hinführo daran Ursach/in einem oder manchen Stucken säumig »-wurden/das sollen sie ungeantet erftatten/und erfüllen ohn allen Abgang, und "darzu bezahlen die Pön, so in den Stifft-Brrefen, um solches versäumen aus- »gesetzet ist; liessen sie das aber unterwegen von redlicher Ursach wegen, so sol¬ len sie das darnach, so bald cs geseyn mag/ erfüllen; ohne Gevehrde. „Item/vonderKirchweih wegen, der Altär in derPfarr und in St. Mar- »garethen Capclln, Item von derComplet wegen/ in der Fasten, sprechen wir, »daß der Pfarrer des gedachten Gottesdienst, öder der sonst nach alter löblicher --Gewohnheit Herkummens ist, nichts soll abbrechen, sondern den um GOtt, --und der Leut Andacht willen vollführcn, daran sich dann das Volck auch sott --lassen begnügen; treulich und ohne Gevährde. Item, von des Gebots wegen, so der Pfarrer den Leuten, die da haben »Pabsslich oder Bischöffliche Beicht-Brief auf den Bett, verbotten hat die "Helligkeit, sprechen wir, daß der Pfarrer fürbaß solch Verbieten mt mehr thun »'soll, oder gestatten zu thun, hat er aber nut den Leuten von seines Amts wegen »achtes zu reden, das sott er thun, als ziemlich ist. . '-Itcm/ da der Pfarrer die Leut die zu den Ostern / oder zu andern Zeiten ''N Jahr nicht beichtig oder bericht sind worden/ und die Frauen die an der A "Büerdt obn das H. Öel versterbe» / ohne des Dechant Urlauben nicht beara- nicht ge- '-ben will lassen, sprechen wir; daß der Pfarrer hinführo darum zu den De- '-chant zu schicken nicht sott pflichtig seyn noch den Leuten darum die Begräbnuß oster», --versagen/ es wäre denn, daß sie dre 8acrsmenc aus Unglauben oder von '-Schwachheit wegen mcht hatten glauben oder empfahen wollen. », Itcm, von des Ausleutens wegen der Menschen die errruncken, sprechen Ausleu- "lvir, woferne sich dieselbe Menschen haben ordentlich gehalten, sie werden fun- Anruacker --den oder nicht, soll ihnen der Pfarrer, ob das begehret wird, lassen ausleu- ne», »'len und begehen, als sittlich ist; ohneGeverde. . »Itcm, von der Sammlung wegen, so etwan geschichtum der armen Leute Mrchfar» "lvillen, die gen Rom, gen Achen, oder ander Enden Kirchfarthen gehen wollen, "wrechen wir; was gesammlct wird, daß denselben Leuten das ohne Abgang solle »-gereicht werden,und solle der Pfarrer und sein Priester nichts davon nehmen, -und die Leute dannoch nm GOttes Willen fürdern, so sie besten können; ohne » Gefährde. Auch sprechen wir, daß beyde obgenannt theil sollen in diesen un- -'lern gegenwärtigen Spruch em gantz Begnügen haben, und darwider nit thun »'Uochgestatten zu thun in keine Weise; Wer aber denselben zuwider thäte, und »unfern Spruch in einen, vdcr manchen Stücken mt hielt, der soll uns und un- '-iern Erben zu Pön verfallen seyn, tausend Pfund WrcngerPfenning, ohn -»'llle Gnad, und das zu Urkund, geben wir jeden Therl unfern Spruch-Brief zu- "Mich, versiegelt mitunsern anhangcnden Insiegl. Geben zu Wien am Frey- "mg vor St. Merten-Tag nach Chrrsti Geburt 1437^ b» in diesem Jahr ließ Herzog Albrecht an die von Steyer nachfolgend Brieffl abgehen, welches ich allein zu dem Ende mlei-ire, den damah- lerÄ? ** gen Eantzley^ryium bcy Hof,und daßvorZeiten die Landes-Fürsten nit allein c>°n-- su gebieten, sondern auch zu bitten pflegten, daraus wahr zu nehmen. Anef . I Lieben. Wir bitten euch, und begehen mit Hleiß ,dasi ihr euch SreM, ' -NAcn den Mclßldorffer in seinen Sachen, so er euch zu erkennen geben wird, g-lch lasset empfohlen seyn. Daran erzeigt ihr uns ein gut Gefallens; »neveri zu Wien am Montag in Oster-Feyertagen an. 1437. , M 3 Nach 94 , _-_ W )o( M __ ^nnus Nach dem Tod Kayser8igi8mun6i, welcher den6.veceml)s indieftniIahr zu Znarm gestorben,wird offtgedachter Herzog Albrechrzu Oesterreich zum Um Herzog AI- gerlschen und Böhmischen König / wie auch bald darauf zum Römischen Kay- brechrwird ser erwehlt; und also in einem Jahr an. I4Z8. dreymahl (l-sro rsnrso iUicicsns ^'chr un- exemplo sagt 8y!viu8) geccönt; Aber der Tod übereilte ihn vor der Zeit, dann gcr- „nd er starb gleich des andern Jahrs hernach sm 14Z9. am Abend vor 8imom8 Zc Bökuw ZuclL, in der Insul Schütt/ und ward zu Stuhl-Weissenburg in Ungarn begra- lia^und ben. Es wird höchst- lobwürdig von ihm geschrieben, man habe nicht wissen Römischer können, ob er der Gottesfurcht, der Gerechtigkeit oder der Barmhertzigkeitmeh- Kayser, rers ergeben gewesen, dann er von diesen zen Tugenden ein Ausbund gewesen ist. §!d h«- Stadt-Schreiber zu Steyer sn. 1439. Berchthold Pfäffingcr vorhin nach -m. Stadt-Schreiber zu Ennß. '4Z9- Die Oesterreichische Landschafft unter und ob der Ennß versammlcte sich FrttdÄch nach dem Tode Kaysers /UKerci II. gen Wien, und nachmahls gen Bertholdt- zu üesier- storff; Woselbsten unter andern abgcredt, und verglichen wurde, dafern Kay- reich wird sers Eberti hinterlassene schwangere Gemahlin einen Sohn gebühren sollte, daß ^ormunv. dessen Vormund Herzog Friedrich zu Oesterreich; wo es aber eine Tochter, der¬ selbe der Ocfterreichischen Landen Herr seyn, doch seinen Brudern, Herzog Al¬ brecht in wichtigen Regierungs-Sachen nicht ausschliessen; Innnttelst aber, bis zur Königin Niedcrkunfft, er Herzog Friedrich das Land neben denen von der Landschafft geordneten Anwäldten regieren sollte. Bey dieser Zusammenkunfft seyn auch der Stadt Steyer Gesandte gewesen, welche das über solche Handlung aufgerichte lnül-umenr,aufPergamentgeschrie- ben, unter der Stadt Wien Fertigung, mit sich gebracht, so noch also in Oigh Königin ns! vorhanden ist. Und demnach, wie droben gemeldet worden, zur selben Zeit Elisabeth t die KöniginElisabeth, Kaysers^ Iberri ll. Gemahlin, die Hcrrschafft und Stadt !er Stabt Steyer in ihren Besitz gehabt, so haben die von Steyer die Lonürmsrion gemci- Sltytr ner Stadt Privilegien durch ihres RatheS Freund einen, Sigmund C euberleiN riivücZ.-. genannt, ben gemeldterKönigin suchen lassen, welche auch, kub rlsro Ofen, am Sonntag kpiphsnise 3N 144O. erthcrlt, und darzu absonderlich cineBcstät- tung über die jährliche Richter-Wahl auSgcfertigt, und solches AmbtWolffgam gen Wienner, Burgern zu Steyer, gegen ReichungizO.PfundWienner-Pfcm ning, in Bestand verlassen worden: „ Wir Elisaberh, von GOtteo Gnaden Km ,.mgin zu Ungarn, Dalmatien, Croatien,Herzogin zu Oesterreich, zu Steyer, „und Marggräfin zu Mähren rc. thun kundt allen, denen der Brief für kummt, „daß Wir als eine die von Rechtswegen ihrer Unterthemen Bestes crlennen „soll, und ihr gerecht Gebet erhören, und also nach ihren Nutz trachten, daß „man von ihnen in dem Stand des Gebets fruchtbarliche Treu und Forcht „nehmen mögen,so haben wir nntrmsers König!. Herzens Augen gemerckt dre- „jenige Trcuund Stättigkeit des dcmüthigen Gebets, so Unsere Getreuen und ,,Fürsichtigen, die Burger und die gantzc Gemein Unserer Stadt zu Steuer, „Uns von Morgengäbllcher Gerechtigkeit zugehörct, gcthan hat, und wollen „denselben nach der gnädig aufgenommenen dcmüthigen Bitte und die gantze „Treu, die wir jetzt erkennt haben, ein besonder Gefallen vor andern erzeigen, „daß dieselben so sie geküft und empfunden haben, unser Süßigkeit, hinfür rn „Treu gesterckt werden. Also wollen Wir nach ihren fleißigen Gebet denselben, »alsdann auch vor Zeiten der Hochgebohrne Fürst, HerrAlbrecht Könige Um -,garn und Herzog zu Oesterreich, unser liebster Gemahl nut seinen bestnoern »Freyheitlichen Briefen, in Tcutscher Zung geschrieben, die für Uns m Abschrift „kommen sind, gegeben bat, beftättigcn und leihen; Bestärken auch ihnen ab „lerseits, daß sie und ihre Nachkommen alle Jahr, ob es Noch wird, von ihre" „gemeinen Willen einen aus ihnen, emEhrbarn undFürsichtlgen zu einenRickM „rn der Stadt wählen, und nehmen mögen, wann sie wollen, und nach ilss^ „Nothdurfftund Gewohnheit entsetzen mögen, zu allen nachkommenden Zelten» „Ww wollen, doch das Jahr an den nächst- vergangnen drey König-Tag anzlb heben. 95 „heben, biß wieder auf denselben Tag, daß zum Richter bey der Stadt Steyer ^nnus „werde gewehlt und gesetzt/der fürsichtig Wolffgang Wienner, und er hab auch „alle Gerechtigkeit und Freyhett desselben Gerichts; davon auch dcrselb Wolff- „gang uns schuldig wird zu bezahlen i>o. Pf. Wienner Pfenning/nach Ge? -'wc-hnheit der Stadt, zu vier Zeiten im Jahr zu reichen, zu jeglicher den vierten '-Theih wir nehmen Uns auch an, und geloben den Schaden zu erkennen, den „derselbe 2Lolffgang an den Rennten und Gerechtigkeit des Gerichts von unsern ''Widerwärtigen empfähet, was er gültig beweisen mag. Des Dings zu vefter -und ewiglicher Gedachtnus, haben wir ihnen geben, gegenwärtigen unsern „FrezchettErleßkHeftätt mit unsern anhangenden Insiegel, gegeben zu Ofen, „den andertmTagnach der H.chrey KöMTag, nach Christi Geburt 1440. Den 2l. Nchrugrii in diesem Jahr gebghr erftgedachte Königin Elisabeth einen jungen SMr zur Welt, der wurde in der H. Taufe genannt, w?m Oe» König zu Ungarn und Böhmen, Herzog zu Oesterreich; Dessen Vormund war sterrnch vorgemeldter.Herzog Friedrich erwähleter Röm. Kayser. an. Demselben hat Königin Elisabeth ihre PfandMafftö-Gerechtigkeit aufMqin M Stadt und HerrschasstSteyer gegen eme.Summa Geldes Kypochecirtund Elsbeth übergeben; Bestehlet demnach denen von Steyer aus.Preß bürg, ü-k> llsro (io Mrziebe i^m^inj. sic sollcilden Kayser mit der Stadt Rennten, Urbar, Gericht, Ungelt, UUUit gewöhnlicherBruWeuer, und allerGcwaltsam daselbst gehorsam feyn;welchehan Stcyev her Kayser cbenerm'assen durch absonderliche Schreiben, und darinnen zugleich MU begehrt, seinen Pfleger auf Steyer Hannsen Nerdcgger anzugeloben. Es ha: hchsich aber die von Steyer dessen geweigert, mit emgewendeter, der Königin Die von und dem Kayser überschtckten Entschuldigung, sie hätten zwar, nemlich vor die-^MH^, ^u,ihrKönigin aus Kayser Albrechts seel. Vermächt-und Verschreibung Ge- hierzu wbd und Pflichtgeleift, solches sey aber des Inhalts, und gehe dahin, daß sie Ko- Mr E Ulgin, dero Pfleger, oder wer die Herrschasst und Stadt innen habe, dem Land^"' »uOesterreich und König Albrechts Erben und Nachkommen, darmrt getreu, Wvrsam und gewärtig seyn solle; Nachdem nun aber ihr rechter Erb-Herr, König neulich geboren sey, wäre ihnen bedenckltch, einen andern von ^chen anzugeloben; Wüsten es auch gegenzhren Erb-Herrn und der Landschafft "scht zu verantworten, Dieser Weigerung ungeacht hat Kayser Friedrich no- gleichwohl der Stadt lttivUegia iud örrco Neustadt, Mittwoch nach ^lcvlrij, diesem Jahr contirmwt. Kayser Friedrichs Pfleger aufn Schloß Steyer war damahlen der Edel uudVeft Ritter Herr Hannßvon Ncidegg, Röm. Kays. Maj. Rath. Caftner war der Edel Heinrich Thierbach; des Netdegg btnter-Psieger, die Edlen Leom MtZeller, PeterPrackund Wolfgang Ruetmger. Stadt-Richter rm. 1441. 42. droben gedachter Wolffgang Wienner. . Abt Thomas zu Gärsten ward der weltlichen Geschähst überdrüßig, ge- Abt zu M)t wieder an sein vorig und stilles Leben, reU§nirt demnach sn. 1442. die und gehet wieder in sein Zell, die Brüder erwählen zum Abten krille- r>culu n. , i44Z.erneuertKayser Friedrich dasVerbot, wider dieStadt Weit- 4..Deme ist Merten Kranschach und hernach WolffgangDanck, Stein- metzgefolget, welcher gestorben an. Dessen Grab-Stein ist zu sehen aus¬ serhalb der Kirchen, womanvon Et. Gilgen-Thor über das Gatter in Freut- hafgehet, an der rechten Hand; Hannß Schwedchover aber hat solchen Ban gar vollführet. Die Tauffstein hierzu seyn am Tambberg gebrochen worden. Untreuer Wider den änderten Baumeister, Martin Khranschach, ist zu selber Zeit ein Taumel- offner Zettl, von niemanden unterschrieben am Rathhauß angeschlagen worden, des Inhalts: „ Geistlich und Weltliche Herren des Gotteö-Hauß St. Gitzen. „Ich füg euch zu wissen, daß ihr einen untreuen Baumeister habt, genannt Mei- „stcr Merth, der euren Gotts-Hauß hat abgenommen mehr Lohn, dann er Ge- „sellen hat gehabt; und lst auskommen, daß er durch die Meister und Gesellen „ist gestrafft worden, durch Gebot, um 4. Rheinisch Gulden in die Pixen, das „eurem Gottöhauß nicht zu Nutz kommt. Diese Beschuldigung wird sich wahr „befunden haben, dann gedachter Khranschach bekennet in seiner Urphed, daß „er Straffam Leib und Leben verschuldet hab, aber aus Gnaden der Gefäng- „nus sey entlassen worden. Solche Urphed haben gefertigt die Edlen Bestell ,,Wolffgang Neudlingerund Niclas Rehlinger an. 1482. Stadt-Richterzu Steuer sn. 144z. L 44. Hannß der Mertel. *4«' ^nno 1444. ist auch dahin gangen Abt Friedrich der il. zu Gärsten, dem Eärsten. lst in der prselscur gefolgt ^clelbertus, welchen Kayser Friedrich hernach eill prägten-Insul verehrt viel Schatzes Werth. ^nno 1445. war Stadt-Richter zuSteyer vorgemeldter Martin Schwü dinger. ^nno 1448. am Freytag vor Invoc-avic befahl der Kayser denen voll Steyer, auf sein von der Königin Elisabeth (welche an. 1442. mit Tod wac abgangen,) habende Pfand: Verschreibung von den Aemtern, Gericht, geld und andern Einnahmen Rechnung zu thun, die verfallenen Gefälle zll Lrlegen, und mit demselben neben dem Pfleger auf Steuer, Hannsen NeidE Her zu Wien zu erscheinen; Als die von Steuer aber sich dessen abernE' weigerten, löst der Kayser etliche Steyerische Burger, welche den Jahrmaccn zu Petau um O^vvffcü besuchen wollen, bey Kündelfelden mit Leib und Out „ m Errett nehmen. Stadt-Richter war selber Zeit abermahl Wolffgang Wienner. -_ W )O( W 97^ Im Jahr 1449. an St. Laurentzen-Tag, iuk llaco Murau, hat Kayser - Friedrich,als regierender Herzogin Steyer nachfolgenden Eisen-Satz und Ordnung publiciren lassen; Ncmlich vom Centner rauhen Eisen / so aus dem vordem "und inner» Berg geführet wird/ solle dem Landes - Fürsten zur Mauth ^.und von geschlagnen 22. Pfenning gerichtet; das Gralach/ Zapffen und Sütter solle auch allda zu geschlagnen Zeug gemacht/ was aber abgeführt wird/ vom Centner io. Pfenning zur Mauth gegeben werden: Das Vorder- vcrger-Eisen solle alles gen Leoben verkaufst werden/ je zehen Meiler idas ist roo. Centner) um zo. Pfund Pfenning / das Innerbergische aber hinaus in Oesterreich; für zehen Meiler tohEisen soll derKauffer daselbst bey der Wur¬ den zahlen 28. Pfund Pfenning: Im Vordernberg sollen nur 4. Hämmer und rujedem nicht mehr dann i. Feuer gehalten werden/ ingleichen im Innerberg die Hämmer allda nicht zu vermehren. . Stadt -Richter zu Steyer 3N.1449. Martin Fuxberger; von diesem Ge- Wecht suche Täbuläm sLLunilam. Durbergertsche Wtamm - Tafel. Merch Fuxberger Stadtrichter zu Steyer, /tuno 1449. Oxor, Sonbriknerin von Ennß. ^spar Bur- Barbara ^r- Merch, Stadtrichterzu Steyer zu Steyer ric.HannßLip- 4nno 1482.83.84.^8.89. ^498. llx. mannzuWelß. vx. N. Peter Schmidts zur Ennß Lc Uxoris DorotheaTvch- ter, er ist gestorben an Erchtag nach Pauli Bekehrung 4. 1498. wie sein Grabstein in der Pfarr- Kirchen bey dem heil. Creutz- Altar aus weiset. ^anyß, Raths-Burgerzu Sreyer 4. i sor. und Bürgermeister sübr/^' 26. e'" sehr reicher Mann, har den Tuckhandel ge- Mr Bruder-Hauß zu Steyer mit Gütern und denen Wein- Hein? ^^oßdorff reichlich begabt, das Scheckhen Ambt zu ge- Stadr gewidmet, und ist gestorben den 19. November. 4. dea-v,', "EJt in der von ihm erbauten Capelle in der Pfarr-Kirchen strm- ' hat zwey Weiber gehabt, i.) Barbara, des Baltha- grst^^nbergers damahl Burger zuGratz Tochter,welche .4.1549. ""i) in besagter Capelle begraben; Sie hatgn ihrem Te- ihren nechsien Befreundren zoofi. leßirt, welche Here li»vh Peuschec zu Leonstain und seine Brüder Leonhardt, Cdri- ^^nbardt und WeiclMdt, neben Jungfrau Margareth stin zur Helfte, und Herr Seifriedr von Eggenberg, (dessen Funas? Anna, Herrn Georgen von Königsfeldt Haußfrau und 4. Judith von Eggenberg auch den halben Theil geerbt; Bell-n c e 2.) Hausfrau ist gewest l^uci-ena, des Edlen und H^rn Christoph Eggers, zum neuen Haust und Frauen fe» ^on Schönberg Tochter, welche hernach Michaela Pfest Bürgermeister zu Steyer geehljcht. Hannß, Burger zu Steyer. l^xor- Helena Panhalmin, aberyit des Steyrerischen Geschlechtes; de, ren Bruder war Georg Probst und Ertz Priester zu Bamberg -489. Dieser Hannßhat zur Pfarr-Kir¬ chen, Soittal , Siechsntwuß und Schneider Zech 6. Pf. Gülren ge- stlfft, lst gestorben 1494, und liegt bey seiner Tockter Helena Weiglin unter dem kleinen Porr«! gegen St. Margarethen Capelln über begra¬ ben. --.—— Sebastian,dessen Helena Maria y Gerhab seinVet- d-lz-ie Michael terMerthen Fux- Weigl Stadt- berger 4.1495. richter zuSteye? ch r j-r?» N Der 98 W )o( W ^nnvr cKE Der Fuxberger Wappen. Geschlechts -^nno 1451. starb ein vornehmer Burger zu Sttyer Wdlffgang Lyst gkr rkEtever. ^annt, dessen (und wie ich achte) seines Bruders Grabstein ist in der Pfarr- ' Kirchen beym kleinen Thür! zu sehen, darauf stehet: Hie liegen begraben die Erbarn und Würdigen WolffgangLyft, der gestorben anno 1451. und Her- Colmann Lyst, der Ivar der erste öeneüciac der GrünftMer Stifftung; da- bey im Fenster seine Lystens und seines Weibs Marg , undWass' pen; dabei) stehet: DH Gemähl haben machen lassen des Wolffgang Lysten Kinder an. 1464. und ist an. 152z. nach der Brunst wieder renovirt worden. Seine Söhne waren Thomas Burger zu Steyer, Uxor Walburgis 1469' And an. 1478. dann Georg, Pfarrer zu Steyeregg an. 1489. Der Lysten Wappen. ZM (») Durch Morden, Sengen, Brennen, Rauben und Plündern» Um diese Zeit entstund die schädliche Strittigkeit zwischen Kayser Friedri: ^nui chcn und der Landschafft in Oesterreich unter und ob der Ennß, wegen Loß- Hebung Königs aus der Vormundschafft. Darzu gab sondere Ursach Sttisiiz' und Anlaß, daß der Kayser denselben damahlen nach Rom, dahin er wegen k«tzwu mner Crönung zu End diß 14^1. Jahrs gereffet, mit sich genommen, welches vre Ungarn, Böhmen,und sonderlich dieOesterreicher ungerne sahen. dnch und , Der Kayser schrieb vor seinen Aufbruch aus Grätz, Mittwoch nach 5r. derOester- ^Ncl-ese an die von Steycr: '.Es sey Sr. Majestät durch Dero Räthe ange- Landschaft, ''langt, wie durch etliche Landleut in Oesterreich, so zu Martberg und Wul- "derstorff bey einander geivcsen, ein Land- Tag zu Wen zu halten fürgenom- '-wen. Nachdem aber die von Steyer Wohl mögen verstehen, daß solche Land: )>Täg niemand, dannIhro Majestät als Vormusid und Lands-Fürsten auszu- "schrelben gebühre, und widrigen Falls wider dieselbe und Kömg^6ir>l2U8ge¬ handelt, auch grosser Unrath daraus entstehen möchte; Derowegenso be- - fehlen Ibro Niajestät nnt sondern Fleiß und ernstlich , ob solche obberührte 'Hmd-Täg ftrrgcnommcn wären, oder würden , daß sie darzu niemand schi- ''stcn, damit sie des Unraths , so daraus entstehen möchte, keine Schuld 'satten; Danll Ihro Majestät ihren Fried und Nutz und FMUnen zu be¬ frachten geneigt seyen; Und dann derselben darinnen biß anhe'ro kein Ab- ''Ang gewesen, noch hinführo scyn werde. Seyn auch in Willens, so bald "lie von der Kayserlichen Crönung wider zu Land kommen, Land-Täge zu "setzen, zu halten, und ferner, nach Ratff Ihrer Majestät und Dero Vetters "Aönlg Freund, Räthe und Landlcut, darinnen fürzunehmen, was für 'fbro Majestät König Laßlauen und die von Steyer, auch Land und Leute "ffffn werde. Inzwischen sollen sie sich niemand von Ihro Majestät ableiten ' laßen, sondern hiermnen also halten, als dieselb ein ungezweiffelt Vertrauen "zu ihnen haben, und sie zu thun pflichtig seyn. Das wolle seine Majestät ge§ ''Mr ihnen gnädiglich erkennen, und zu gut nicht vergessen, auch Deroselben "Lettern dahm weisen, daß er solches gegen ihren Kindern und Nachkommen ''wich mit Gnaden erkennerc. Und hernach, am Sambftag nach l.uciX, schreibt der Kayser abermahlen: "hievon Steyer sollen bey denen in Oesterreich entstandenen fremden Läuff- "M bey ihren Gelübd halten, und sich davon niemand abwenden lassen, auch Hiner Majestät Rath und Pfleger Hannsen Neidegger, in Dero Abwesenund "hvhabenden Reise gen Rom, zu Empfahung der Kayserlichen Cron gehor¬ sam und beständig seyn.,, , Hiebey ist nun aber dem Leser zur Nachricht und Erläuterung der Sa- LandschaO zu wissen vonnöthen, was von den versammleten Land-Ständen, auf^h"«^ Ih gehaltenen Tägen zu Martberg, Wulderstorff und Wien, deren der Kay- Aw seinem Schreiben gedenckt, gehandelt sey worden. Da dann erstlich zu Hartberg um colomsmü das grosse Bündnus von den Ständen aufgerichtet M'den; Dessen Ursach war, weil sie auf jüngsten Land-Tag zu Korn-New jwrg beym Kayser nicht möchten erhalten, daß dem Land zu Guten ihr Erb- König I.38M zu Wien bleiben solte; Item, daß der Kayser bey vorhaben- luer Römischen Reiß in seinem Abwescn das Regiment, nach Rath ge- wer Landschafft nicht besetzt habe,und den Erbherrn rnmittels äusser Lands, enthielte. Daß auch seit Abgang Kayser Albrechts Land und Leute Dtannschlacht, Raub und Brand in mercklichen Schaden und Küm- ernus gerathen und noch stehe; Daß des Königs l-a8ia erbliche Schlösser, ».Hw'und Gülten verkümmert und gemindert worden; Dahero sie sich sammt hh'Mers wolten verbunden haben, mit Bitten, Anruffen und Hülff ihres ^HMn Herrn Königs k 38ls Freunden, und mit allen ihren Vermögen Leibs 0 Guts bey einander zu stehen, zu rathen und zu Helffen, bey Treu und Eh- - ' N 2 rett, loo _ M )o( W __ Knnu, ren, als lang Leib und Gut währte, damit derselbe ihr Erbherr nach Oester- reich und in seiner Fürstlichen keüöenr der Stadt Wien, sitz- und wohnhafftig seyn, biß Se. Gnaden zu Ihren vogtbaren Jahren kommen, laut seines Vet¬ ters König Albrechts Brief und Geschäfft. Diese Bündnus ward mit 258* Sigeln von den Land - Ständen gefertigt , nnter denen aus diesem Land ob der Ennß, außer dem Herrn-und Ritter-Stand/waren die kreisten von Crembsmünster, 8c. klongn, Gärsten, Lampach/ Gleinck, Waldhausen / Paumgartenberg/ die Aebtißin zu Thraunkirchen; Und von den Städten, Lintz, Welß, Ennß/ Gmündten und Veckhabrugg. Zusam. Vom Tag zu Wulderstorffaber haben die Stände aus ihnen Herrn Ca- menkunfft dolten von Wächingen/Lorentzen Paltendorffer/ Wolffgang Hinterholtzer und ruWulder- Njclasen Stockhamer zum Kayser in die Neustadt abgefertigt / und eben das " werben lassen , was erst angezogene Bündnus vermag; Erhielten aber nichts» Dann Kayser Friedrich wände für/ l^ck^us gehöre unter seine Vormund¬ schafft/ dessen Mutter ihm denselben mit Leib und der Cron von Ungarn hät¬ te eingeantwortet; Und ob ihn wohl die Böhmen und Ungarn auch begehr¬ ten/ könne er doch keinen Rath finden, einem oder dem andern Land ihn vor Erreichung feiner Jahr zu geben; Wann er aber von Rom wieder käme/wol¬ le er mit König Freunden und der Landschafft Rath thun und fürnehmen, was am besten seyn würde. Land'Tag Den Land - Tag zu Wien / dazu die von Steyer nicht zu erscheinen vorn tu Wien. Kayser abgemahnet worden/ haben die Land - Stände auf St. Elisabethen- Tag zu halten ausgeschrieben; Die Briefe fertigten Herr Wilhelm von Lich¬ tenstein/ Herr Georg von Kuenring, Herr Cadolr von Wächingen, Meister zn Martberg/ Niclas Truchseß, Sigmund Fritzenftorfferund Wolffgang Stock¬ horner. Auf diesen Land - Tag erkiesten die Stände aus ihnen ihr zwölffe, . ... welche das Regiment über Oesterreich unter und ob der Ennß führen sollten, zu Anwaldten, und Herr Ulrichen Eitzmger von Eitzing zum Obrssten Haupt- ger von mann; Zum Hubmeister (jetzo Vitzthomb) vorgedachten Niclasen Truchseßen. Eitzing Hingegen wurden des Kaysers geordnete Statthalter, unter welchen Graf Ul- Haupt- rich der Acltere von Schaumberg, Herr Georg von Puchheim, Herr Rüdiger mann, von Stahrenberg, Herr Sigmund von Eberstorff, Herr Hannß von Sttld- 145,. berg und Walther Zellinger waren abgcsetzt. Im folgenden 1452. Jahr Her- Graf m- nach begäbe sich Graf Ulrich von Zylly, Königs i^ck'glsi Vetter, auch zur rich von Landschafft, deme die Obrist-Stell eingcgeben ward; Die Mährer verbun- den sich mit ihnen samt den Herren von Rosenberg, wie auch hernach die Un¬ garn, strque minruor ex ßemibns populug unus,und lassen vier Fahnen auf den St. Stephans-Thurn zu Wien, mit dem Ungarisch-Böhmisch- Oesterreichisch- und Mährischen Wappen aussteckcn. DieStänd Dieser vorgegangenen conkosäergtion nun, werden N. Richter und Ratö degehrm und die Burger zu Steyer in einem Schreiben, lub clsro Wien am Freytag Steyersich vor ^nnuncjzcjom8 AI. 1452. (unterschrieben von N. unsers gnädigsten Erb- auch in ih- Herrn König l^ckslai Obristen Hauptmann, Ulrich Eitzmger von Eitzmgen, re Lonfco- und den Verwesern des Landes Oesterreich, und mit des Landes Insiegel) zubeärb^. erinnert: „Unsere Dienst bevor, Erbare, Weise. Wir lassen euch wissen, daß „die krLlAen, Grafen, Herrn, Ritter und Knecht, und die von Städten des „Fürstentums Oesterreich, und auch Wir, mit dem OubecnAvr und den ».mächtigsten Ungarischen Herrn, der ein grosser Theil jetzt bey dem allhie ge- „haltenen Tag sind gewesen, vereintlich mit einander überein kommen seyn / „unfern Herrn den König , aus unsers Herrn des Römischen Königs -.Händen zu bringen, oder andern, die ihn wider unfern Willen aufhalten „wolten; Und haben darauf einen gemeinen Land - Tag für uns genommen, ,.und gesetzt auf des HErrn Auffahrts-Tag, mit nächsten hier zu Wien Z" „halten. Wann ihr euch aber aus solcher unser Vereinigung biß anhero ent¬ halten habt; Als begehren wir an euch von desselben unsers Herrn König . _ M _ IOI / ,'ÜA8!s,und der Landschafft, und bitten von Unsertwegen mit Fleiß, daß ihr»nnu§ '»euch auf denselben Auffarths-Tag ohn Verziehen hieher füget, da Wir euch '-und andern dann solche Vereinigung, wie die zwischen den Landen ist gesche- " »-Yen, eigentlich wollen zu erkennen geben, und Uns auch mit euch aus dcffel- >'ben Unsers Herrn Sachen und andern Nothdurfftenund Gebrechen des Lan¬ des unterreden, wie die amfüglichstenfürzunehmen, daß ihr auch mit euren »Leuten und Dienern bestellet, sich mit Wehr, Harnisch, und in ander Wege "Zu versehen, so best ihr möget; Also daß ihr in der Zeit der Noth sodann »das Land HM beschützen, und vor den Feinden vorzusehen. Wäre aber, "daß ihr euch ferner wider solch unsere Vereinigung würdet fetzen, das wir '-doch nicht getrauen, so verstehet ihr wohl, daK ihr demselben Unfern Herrn -.König dem Land und euch selbst, als Land-Leut, ein anders schuldig "wäret; Und Wir mästen von Nothdurfft und Schuldigkeit wegen, Unsers ' Herrn König mit samt der Landschafft, bey demselben Tag zu rach und --überein werden, wie solch Unsers Herrn Sachen sollen fürgenommen werden, --und begehren darauf Eure schriftliche Antwort rc. rc. Ob aber diese »erfolget, ist bey den ^üis nicht befindlich. Die confoeclerirten Stände schicken eine Bottschafft zum Pabst und den E PM. Kayser nach Rom ; Dieser aber versagt den Gesandten die ducken?,giebt auf die Brief keine Antwort; Und jener, der Pabst ertbeilet ihnen einen qantz un- » ^erhofften widrigen Bescheid, und werden zugleich die heimliche kraüiguen mit Nm König krLceptore, wegen seiner Wegführung von Rom offenbar, wieder in Endlich kam der Kayser circa kettum Corporis Ckrilli wieder in der Neu: AHer- stadt an. 1 Ein betrübter Zustand war damahlen in gantz Oesterreich, und kein ruhi: Z«Eer ger Winckel gefunden; Freund wider Freund, Bruder wider Bruder, Sohn U». " wider den Vatter, und der Vatter wider den Sohn Der Graf von Echaum- verg und sein ältester Sohn stunden bey der Landschafft, die zween Mütter M dem Kayser, und waren wenig Geschlechter, die sich nicht getheilt Mten. Die Stadt Steyer hielt sich lang auf des Kaysers Seiten; seyn auch M obangeführte Kavserliche Abmahnung und Befehl zu den augestellten Zu- wnrmenkünfftcn und Land-Tägm nicht erschienen, noch haben sie sich zu den ^tgegangnen Contoe^rsrionen verstehen wollen. Jedoch weil sie keinen Steyerfk Uutz sahen, und hingegen von der Landfchafft auf weitere Weigerung Ge- fahr zu gewarten, haben sie sich endlich auch dahin gewendet. -enOester, Wurde demnach endlich der Handel mit Anfang pes Herbst in diesem AKchm Mr, zum theil mit Waffen, theils durch gütliche Unterhandlung dahin ge¬ macht, daß der Kayser von der Vormundschafft abgestanden, und König l.a- im dreschenden Jahr seines Alters., den Oesterreichischen Ständen ^folgen lassen. Dann als dieselben, mit Hülff des gedachten Grafen von Zylly, und der randschaM Urren von Rosenberg geschickten Volck, erftlichen das Schloß an der Donau s-nfft r» Lagert, im Sturm erobert, auch wahrnahmen, daß der Kayser Hülff aus A. k' Alainih , so ihme der Cubernaror Lolliebrrukslc/ zuführte, gewärtig war, sie unversehens in die 24000. Mann starck für die Neustadt geruckt, darin- ,,^u der Kayser lag. Ob sie nun Anfangs mit dem Geschütz übel empfangen, , "b grosser Schade an ihren Volck rugejngt worden, so ttungen sie doch durch, Ud brachten dieKayserlichen in die Flucht. Und wo nicht Herr AndräPaum- ^rcyer sich gewendet, und allein dem eindringenden Feind Wiederstand gethan, x wär derselbe der Stadt mächtig worden. Die Oesterreichischen belagerten Der Ka,» z.^uufund beschossen die Stadt, der Kayser solchen Ernst sehend, lenckete sich gütlichen Handlung, also daß endlich durch lnrerpolicion Marggraf Carlstagr« tzOU Baden, Ertz-Bischoff Sigmund von Saltzburg,der ein gebohrner Herr gm. Volckensthorff war, und anderer, die Sach dahin vertragen wurde, daß N 2 l.a6is- IDL ' W )o( Zß ... . — . -.> - ck"m ^islqus in die Versorgung und Gewalt seines Vettern und des Grafen von 1452. Zylly gelassen ward. Doch sötte er sich äusser Wien, zu Becthoistorff, ent- Köniqi.2- batten, und des Regiments nicht unterfahen, bis vorher alle Sachen aufeinen ajziE Land Tag, darzu man den 11. llovemki-. ernennt, in Beyfeyn der nächsten wird aus befreundten Fürsten, und der Länder geschlichtet siyn. Aber ungeacht dessen, o ff- l,gcZitzl2U5 von den Seinen wenig Tag hernach mit grossen Frohlocken gen gelassen Wien geführt, und in das Regiment gesetzt. Es clilpurirc Herr Reichardt Strem, in seinenOber-Ennßerischen t-bus von den Ursachen und Befügnissen dieses Kriegs pro K conrra. Illacos mlsÄ muros pecc3lur,öL exri-3, spricht er, giebt keinem Theil durchaus recht/ sondern meynet, es hätten deyde der Sachen zu viel und zu wenig gethan; Die Stände zwar hierinnen, daß sie die völligen Jahr Königs Vogt- barkeit nicht erwartet, auch sonsten die Sachen zu solcher Weitläusstigkeit ge- langen lassen, und nicht vielmehr bey Zeiten gütliche lmsrpolmon gesucht,nach dem Erempel zu Kaysers 8-Zismuncli Zeiten, m der damahls auch strittigen Vormundschasst, von Königs j^mslsi Herrn Vatter, Herzog Albrechts des Fünfften; Der Kayser aber in dem,daß Er und seine Räche, die nach dem Tod erstgemeldten Königs I^cljsisi Herrn Vatter 14.39. von sich gegebene Verschreiburrg, nicht allerdings in Acht genommen, neben andern derselben auch hierinnen zuwider gehandelt, daß er zu seinen vornehmsten und ge¬ heimen Rächen, auch in den Oestcrreicher Sachen, sich drcyer Steyrer ge¬ brauchet. 8/lvii Worte von diesem Handel, wie solche Herr Strem an obgemeldr ten Ort anführet, scynd wohl wecth, daß ich sie hieher setze: Viri/mgulc, „Jpuöm'ruem suüiu lünr , c;ul plu8 ürpers vicjeb^ncul-, cluo, fognne8, rllcet ,,dleiclbe, giu8, 3lrer UnZn3cllu8 , 6c Lustteriug lLeblinZer, cum br8 enim Lsesar »,in 3bclit38 Lumeras 5e reclucerc tolttu8 erar, re8gue cun6^38 eorum conlllioAS' „rere, llve guo6 ev8 prse cLceri8 pk-uäömiore8 exittim3Vi'r, live guc>6 6c!em eo- „rum soliciiorcm cre^Lrec- (^tii63M putaverunc, 3clulucionibus öL M3Ü8 grrlbus ,,borum pocenU3M apucl Lselurem m^enrem fuitte. dlo8 explor3tum bube- ,,mu8, OMN68 ?rincipe8 penes i's gliguosbaberL.guorum converisrione jucuN" ,,6iu8 ac pro!ixi»8 muntur, öc guibu8 impucari omma soienr, guX ?rincipibus ,,vl6enmr sclveisa „ Dieser Herren Verzug nun hat unter den Ständen den ohne das bey Hof gcmemen und regierenden Neid vermehret, daß die Sach endlich zu erzehtten Lxrremitäteu ausgeschlagen. Doch / gar zu weit von den Steyerichen Zmn3libu8, wird der Leser gc- dencken. Solches zu vermeiden, so berichtete König s^ch8l-m8 diesen Verlauu feiner Erledigung an die von Steyer, und beschriebe sie zugleich auf den dro- ben gemeldten Land-Tag zu erscheinen, wie folget: „ Getreuen Lieben. Als Wir von Schickung des Allmächtigen G^' ,,tes,und mtt des Hochgebohrnen Unsers lieben Oheim, Grafen Ulrichs vo" »Zylly , samt Eur und eklich anderer Unser Land Leut Hülff, in Unser vät- ,,terlich Erb und Land Oesterreich gen Wien» kommen, und eingesetzt wordt^ »ist unter andern Dingen beredt worden, daß em freundlicher Tag auf St> „Merthen - Tag nächstens , allhie soll gehalten werden , darauf Wir »Freunden, Fürsten, und Unfern Land-Leuten zuHungarn,Böhaimb,Ocfl^ „reich und Mähren schreiben sotten, sich hieher zu fügen ; Zu dem auch Un^ „lieber Herr und Vetter, der Römisch Kayser kommen, oder solchen beschick^ „soll ; Empfehlen Wir euch, und begehren mit Ernst, daß ihr etlrch aus eua -»auf den ehegenannten St- Merthens-Tag unverzüglich herschicket, die dE ,,bev demselben Tag mit sambt den Fürsten Unfern Freunden, und den vor^ „meldten Unfern Land - Leuten , ihren Fleiß thun , und darzu heissen und „then,als chr Uns des pflichtig seyd, damit Wir vollkommentlich und ruhig r" „Unfern Rechten, Fürstenthumen, Landen und Leuten, und auch zu anders GZ )v( DH roz - daö Uns und den Unfern rechtlich zu gehört,mögen kommen; Und euch des nichts ckE -Mm lasset. Daran thut ihr Uns einen lieben Dienst, den Wir gnädiglich 1452. -'gegen euch wollen erkennen. Geben zu Wienn, Ertag vor Lolomgnm ^nno '-1452. Wen die von Steyer zu diesem Land-Tag abgefertiget, ist nicht aufge- xa^Tag Mnet. Es erschienen aber dahin , des Raysers Gesandte, die Herzoge, zu Meim. Wilhelm von Sachsen, und Ludwig von Bayern, Albrecht von Bran¬ denburg, und Carl von Baden, Marggrafen, als Bluts-Verwandte, und lvaren auch die Landschafften von Ungarn und Behaimb, Oesterreich und Mähren, in grosser Anzahl versammlet, wurde aber nichts ausgericht,das zur beständigen Einigkeit dienet. Dann gedachte Kayserliche Gesandten wurden, nach^neX Svlvii Bericht, der einer aus denselben gewesen, als überwunden bon den Sieghafften angehört, denen Graf Ulrich von Zylly zur Antwort gab: wäre ein Überwinder weder an Gesetz noch gebunden. Und meldet Livius Weiter: >, In eo conventu erli ^gcli8lgu8 Kex gppellarerrnr > slieno tL- ->lven grbirrio cluttus in Kernig üiig Iriumvirsturn in6uxic, LLjosnnl Uunmacli '»nun^grigm §ubernan63M rrsrZio öo^iebr^iO koemiam, Ulrico pomiti OliL^ullri^m. Das ist: Obwohlcn in denselben Land-Tag I^öi-i- 'E8 zum König ernennet, hat er sich doch nach anderer Leut Gefallen rich- -'ten müssen, und in seinen Königreichen dreyerley Regiment eingeführet; Dem "bwnniqch Ungern, dem koöiebrsäc Behaimb, und Oesterreich dem Grafen »-von Zvlly, zu regieren etngeraumet.«. Nach verlassenen Land-Tag läßt König ^6i8l3U8 aus Wienn, Montag ^vr ^icvlsi, an die von Steyer adermahl nachfolgendes Schreiben abge- yen; > " Ilvir Lasla, von GOttes Gnaden, zu Hungarn und Behaimb König, M Oesterreich, und Marggraf zu Vkähren rc. Entbieten den Erbarn, "^sten, Unfern Getreuen, Lieben, dem Richter, dem Rath und den Bur- ninsgesamt zu Steyer, Unsere Gnad und alles Guts. Alö euch wissend ' 'v.^ie Uns der Allmächtige GOtt , durch sein Göttliche Gnad und Hülffe "«Mer UnserFreundtund getreuen Land-Leut in Oesterreich,Behaimb und "kehren,gnädiglich zu Unsern vätterlichen Erb, dem Fürstenthum Oesterreich a?! b^holffen. Wann ihr aber von Atters her zu denselben Unserm Fürstenthum ''vn I^'UNd euch allezeit wohl und frümdlich bey Unsern Vorder», den Fürsten „^Oesterreich, und besonders jetzt in diesen Läufften, getreulich und ehrdarlich .bilten habt, alö Wir des überweiset worden; empfehlen Wir euch ernst- 'i^'daß ihr Uns nun fürbaß, als euren natürlichen Erb-Herrn, mit allen . n und Renten gehorsam und gewärtig seyd, und euch Unser haltet, als den Allerdurchleuchtlgften Fürsten, König Albrechten , Unsern lieben vn und Vatter Löbl. Gedächtnuß, gethan habt; Wo euch aber das zu r würde, daß ihr dann das an uns bringet, so wollen Wir euch ferner 'tz^haben,und vor Gewalt seyn, sondern auch die Nutz und Renk, so ihr "Krn Aembtern,die ihr Beftandtweiß innen habt, von vergangener Zeit Hj.^ero schuldig bleibt, und nun binfüro pflichtig werdet, Unsern getreuen .»se^" Nicolasen Truckhsässen, Unsern Hauptmaister, oder wer der zu Zeiten > in ü ' öu Unfern Händen reichet, und auch mit Huet der Stadt, und »'trn, n Weg euer getreustes und bestes thut, als Wir des ein sonder Vers »m?» zu euch haben, das wollen Wir in sondern Gnaden gegen euch erken¬ nen und zu gm nicht vergessen. I4M- Lc I4s2. war Stadt "Richter zu Steyer, Friedrich Traindt. Schreiber damahlö Hannß weidtling. Kayser ^f?^^",-zehlte der Oesterceichischen Land - Ständ Handlung nun ist LeivE^nederich, sonderlich auch gegen der Stadt Steyer, zu Ungnaden nm zu worden, welche er auch etlicher massen mercken liesse; Indem derselbe, S^yer^ ' ftiedrs^ IO4 _ W )o( _ Annu» über den obgedachten gegen etliche Steyerssche Burger,und an derer Perfohnen cknüi ^nd Gut vorhin ^rmo 1448. fürgenommenen, und bisher beharrten Errett/ denen von Steyer aus Grätz, Sambstag vor Vsti 145z. befiehlet, die ver¬ fallene Gefäll, an statt Ihrer Majestät, dem Abt zu Admont zu erlegen, und weil solches nicht geschah, hernach bedrohete, wo sie es nicht thäten, sie hierzu Königs, durch den Pfleger auf dem Schloß mit Gewalt zu zwingen. Die von Srevec r- ver- liessen die Sache an König gelangen,der beantwortet sie aus Brünn , am sprichthin- Ertag pott klarZgrerkL: Er versehe sich nicht/ daß Seiner Majestät, noch ih- ScM nen von Steyer, an derselben statt sein getreuer lieber Hannß Neidcgger, sein Schutz. Pfleger zu Steyer einigerley Widerwärtigkeit, Ingriff oder Schaden, durch das 'Schloß daselbst, ( das ihm von weiland seinen lieben Herrn und Vat- rern, König Albrechten seel. in etlicher Maß eingegeben) zu zuzi hen werde ge¬ statten, nachdem ec Seiner Majestät Landmann scy, und er und männiglich wohl wiß, daß ihme, dem König, die gedachte Stadt zu Hand, nach Abgang weiland Ihrer Majestät Frau Mutter, Königin Elisabeth, lediglich anheim- gefallen, die sie auch mit keinem Recht ferner hab veräußern, noch versetzen mögen; doch wie deme sey, so sollen sie von Steyer dannoch bey ihrer Wah- rung sevn und künfftighin ohne dero Heissen und Willen niemand antworten. Sein Majestät habe auch dero lieben getreuen Wolffgangen von Waisee, Obri¬ ten Marschalchen von Oesterreich, Obristen Truchsassen in Steyer, ihren Rath und Haubtmann ob der Ennß , geschrieben und befohlen, ob die von Steyer jemand dringen oder beschweren woltcn, daß er ihnen mit Hülff dec Landschafft ob der Ennß Beystand thun solle. Dieser Handel nun, verursachte denen von Steyer nicht wenig Sorg und Gefahr- Dem Kayser, als gewesten Vormund Königs Lasla, waren sie mit unerlassenen Eyd noch verbunden, stunden in dessen Ungnad; Der Pfleger auf Steoer, Herr Hannß von Neidegg, hielte sich auf oes Aaysers Seiten, vor¬ dem sie, bey attberelt angerrcttcnen Gewalt, ttme Stund sicher; Und hatten sich noch darzu der Spörr ihres Eisen Hanoeis, weil dec Kayser die inr em Lande und die Essen-Ertz, innen hakte, za befahren ; U.-b ist kein Zweiffeh daß sie auch ihre armen Burger, die nun etliche Jahr her mit Lew und Gut unge¬ halten worden, gern erlediget gereyen. Hingegen stund ihnen das Verbot ih¬ res Erb- Herrn und Lanoes - Fürsten, König l^islai, im Weg, daß sie nem- lich dre Gefälle und Einkommen von gemeiner Stadt niemand andern re chcn sotten ; Decohalben erwogen sie den Handel hin und her, liessen endlich eiu Schreiben an den LVayser, des Inhalts, abgebcn : Es habe Königin Elisa¬ beth nicht Macht gehabt, ihr Lew-Gcdrng werter zu verpfänden, und sey al¬ les dasjenige, was ihr Romig Albrechts, ihres Gemahls Vermächtnis- Brief, mit Inhabung des Schloß uno Stadt Steuer gegeben, nach ihrem Tod wieder erloschen, und an König gefallen, und weil derselbe nunmehr regierender Herr über Oesterreich sey, als könnten sie demnach kei¬ nem andern gehorsamen, und die Einkommen anderwärts hin erlegen ; 8umal)l auch darum, westen gemeine Stadt in den gegenwärtigen Kriegs - Läufften Zs Befestigung des Schloß, und Unterhaltung der Kriegs-Leut, ein nahmhass tes ausqeben; Dessen Wiedererstattung sic aus den Gefällm vertröstet wor¬ den , ob sie auch wohl vor diesem Ihrer Kayseri. Majestät, als Vormund Königs I^chsisi Gelübd und Eyd geleist, sey doch derselbe mit Antrettung vesi sen Regierung an sich selbst aufgehoben, wollen aber nichts desto weniger so ictk gereiste Pflicht Ihrer Majestät hiemit aus und hesm gesagt haben. Diesig Schreiben war auf der vornehmsten Herrn an des Königs Hof, und sonderM auf des Grafen von Zylly Rath, ausgefertiget. Der tapfer aber solle solche Aufkünduuq nicht annehmen; beantwor¬ tet die von Steyer aus Gräy, Montag nach OsvvM, gleichwohl aantz gnä¬ dig , des Inhalts: Annur ckriki. - WZ )O(. I0Z ,» Getreuen Lieben. Als ihr Uns jetzt unter andern geschrieben habt,um - euch der Gelübd und Eyd, damit ihr Uns verpflichtet und verbunden seyd, "Zu entbinden meynet, haben Wir vernommen. Nun habt ihr Uns auf die „Verschreibung, so Wir von weiland Unserer liebenMumen, Königin Elisa- '»vechen, auf die Stadt und Schloß Steyer mit ihren Zugehörungen haben, -'gelobt und geschworen / gehorsam zu seyn; Dahero uns solch Euer Fürnehmen '-fast fremd nimmt. Darum so nehmen Wir dieselbe eure Entbindung / die ihr '-dann rechtlich und billig nicht thun möget, nicht an, sondern erinnern euch »derselben eurer Gelübd und Eyd, begehren und empfehlen euch auch ernst- "lich, daß ihr hinfüro in Unfern Gehorsam auf die obgemeldt Verschreibung '»und euer Gelübd und Eyd, auf die Thättigung, so in der vergangenen Fa¬ ssten zwischen Uns und den aus Oesterreich/durch Unfern lieben Brudern, verzog Albrechten in der Neustadt beschehen ist (die dann unter andern '-enthält, daß die benannte Stadt und Schloß mit ihren Nutzen, Renten und -'Zuqehörungen, mit samt etlichen andern Gschlöffern, darinnen bestimmt, in - Unser Gewalt, und die von Uns gelößt werden, UnS, nach Inhalt der- "selben Thätdtung, bleiben sollen) bestehet; Als ihr UnS und euch selbst '»dann, das wohl schuldig und pflichtig seyd, Uns auch die Nutzung, Rent "Und Gült, so ihr von Unsertwegen in Beftandtweiß innen habt, und einneh- "Mer, noch ferner ohn alles Verziehen, und ohne länger» Aufschub, entrichtet '.Md bezahlet, was ihr Uns dishero schuldig seyd; Als euch dann das zu thun "Unser lieber Vetter, Rönig Lasla, vormahls auch geschrieben und befoh¬ len hat; Und Uns die hinfüro auch reichet, als sich gebühret^und antwor¬ tet zu unfern Händen, so seyn Wir willig, eure Burger , so Wir mit samt '-mren Gut, daß man auf den Iahr-Marckt gen Petkau hat führen wollen, "vou solcher Vorhaltung wegen des Cammers Guts, haben lassen aufhalten, »wiederum ledig lassen, ohne Verziehen. Daran thut ihr Uns gut Gefallen, "Md Unser ernstliche Meinung; Und Wir wollen das auch gegen euch genä- "Mich erkennen, und begehren darauf eure schrifftliche Antwort mit diesem "Hotten, rc. rc, 1 Was die von Steyer darauf geantwortet, davon geben die keine. Mchrichiung, auch nichts von dem, was in dieser Sache zu Neustadt solle ^" gehandelt worden, worauf sich der Rayser in diesem Schreiben beziehet. Koo gedenckct zwar etwas von diesen Irattaren zu Neustadt, sagt es sey nichts schlüßliches daraus worden, weil 'I ^islaus nicht alle untten raciticiren wollen, sondern neue Begehren an die Kayserischen habe ge¬ igen lassen. ' . Im Herbst dieses i45ZstenIahrS, hielt König l.Zckslau8 einen Land Tag Rorn-Neuburg, dahm von Ihm auch die Stabt Steyer durch Gesandte scheinen beschrieben. Es war um Geld zu thun, so der König zu seiner ^rhadcnden Reiß in Behaimb zur Crönung bedürfftig , und allo hie. zu eine «Me Hülff von den Ständen begehrte, welche auch erfolgt; Weilen aber Desterreichische Landschafft, mit des Grafen von Aytty Regiment, welches H Ein nach seinem Gefallen Mrete, und darunter das Land mit ftatigcn c^Egen erschöpffte, übe! zufrieden waren, so brachten sie es auf diesen Land- durch heimlichen Rathschlag und Trieb , Herrn Ulrichs von Eizing, mn, dyg der König nach seiner Wiederkunfft gen Wienn, gedachten Gra- f.,, ^versehens von Hof geschafft, und kam hingegen der von Eizing an des Grafmrrch stelle. Der Graf müsse mit solchen Spott aus der Stadt weichen, daß von Zyu- nicht Marggraf Albrecht zu Brandenburg, ( slij der Graf von Af ". . ac Ä. '6,) bis zum Thor begleitet, dec gemeine Pöbel denselben gefteini- schafft, »"hätten. - Land-Tag um hielt König abermahlen einen Land-Tag zu Wien», Wienn St. Gilg-n- Tag, worzu auch das Land °b der Ennß beschrieben s-w-st- ' O Dessen Schluß. ^nnuz ckrittl I45Z- !O6 _ KZ )o( M__ Deßerr Schluß ist auch zu Steyer öffentlich publicirt worden, mit folgenden Eingang: Hört und Loft, bey dem gemeinen Land Tag der neulich zu Et. Gilgen Tag zu Wienn gehalten worden, ist fürgenommen dem Landt und den Inwohnern zu Nutz und Frumen , als man jetzt verlesen und ausruffen wird. Darauff ist unsers Gnädigsten Herrn Königs und seines Obristen Hauptmans im Landt/ unterhalb und ob der Ennß , Herrn Wolffgangs von Walsee ernstliche Meinung und Geschäfft, daß ihr dem allen gäntzlich nachge- het, und darwider nicht thut/ keins Weges / bey Verlust seiner Kön. Gnaden, und grosser Straff am Leib und Gut. Den Inhalt aber nur summarisch zu meldten, so begriffe solcher in sich, r) Es solle keiner seine habende Sprüche anderst dann mit Recht am behörigen Orten suchen, auch Menniglich, Reichen und Armen aufs fürdcrlichste Recht ertheilet werden. 2) Wer aber feine Sprüch wolte mit Krieg suchen der solle gezwungen werden Recht zu geben und zu nehmen, als Landes Recht scy. z) Die ledigen Knecht, Reisig und Fußgänger sollen auf dem Landt, in Märck- ten, Dörffern oder Täfernen keine Niederlage haben, ohn allein über Nacht; die sich darüber betretten lassen, die solle man zu Verhasst nehmen, wollen sie aber auf Dienst im Land warten, sollen sie solches in den Städ¬ ten thun. 4) Solch ledige Knecht, soll auch Niemand, Geist- oder Weltliche auf ihren Schlössern oder Hüussern nicht Haussen Unterschlarff geben, oder etnreiten lassen, bey grosser Straff. §)Niemand sott in das Königreich Ungarn, Böhaimb oder Mähren mit Krieg fallen, noch denjenigen w solches thun wollen, Hausen oder Hofen, sondern wer alda was zu suchen, soll es eintzig und allein mit Recht thuen. 6) Die Land-Beschädtger mit Raub oder Dreberev soll jederman angreiffen, und zu handten nehmen, und was sie solchen Beschedigern von gmommc- nen Gut abjagen, das soll man von ihnen lösen , nach gebühclrchcn Dingen, rc. 7) Da em Land; Richter irgend einen schädlichen Mann, oder Frau von ihe Herrschafft erfordern würde, derselb Herr soll solchen ausantworten, nach den Landes - Rechten, und alö von Alters Herkommen; die Land-Gerich¬ te aber sollen das Ube! straffen und darinnen kein Gut ansehen. 8) Die Vogtey an fremde Herrschafften soll nicht gestattet, und die darwider gethan, innerhalb des nechsten Monarh von solcher Anherschung abge- than werden. Jeder Unterthan aber soll bey seiner Obrigkeit in Schirlir bleiben. 9) Gemeine Leut sollen kein Sigl haben, oder gebrauchen, ohn allein die Prälaten, ihre Lspirel und Lonvem, die von Adel, oder die von dell Fürsten darzu begnadet, oder die von Alters und ihren Vor - Eltern sol¬ chen Sigl Gebrauch hergebracht haben; Auch, die Richter und Amt-Leut/ doch nur so lange sie in Aemtern seyn. 10) Von auffgerunnenen Flössen und Schiffen, solle Niemand einig Grund- Recht den Herrschafften zu geben schuldig seyn. n) Alle Gcld-Schulben und Geld-Bricff, die innerhalb ZO. Jahr und ein Tagmicht ersucht wyrden, sollen Krafftloß seyn. -2) Alle Schäden oder Nachthetl von Geld: Schulden herrührend, soll dek unterliegende Theil, dem obsigenden, nach Richterlicher Eckännknuß ab' tragen und ergäntzen. rz) Ob ein Landtmarm oder dessen Söhne, sich zu den Feinden aus eigne" Muthwillen, ohn redlich Ursach, begeben , und dann wieder ins LaA käme, der solle in des Fürsten Gefängnis genommen, und darum gefttasst werden, nach seinen Verschulden. . - IO7 ^4) Alle Freyungen und Vesten sollen stehen bey der Begnadung des Fürsten und den krivileZien darum ergangen; Wo aber deren einige bey einem inr* verbanden oder ob jemandt die Freyung höher wolt fürnehmen und hal¬ ten, als um unehrber Sach, oder ob einer aus einer Freyung irgend träte, und wider drein gieng, oder in solcher Freyung trölich wär, der oder die- Men sollen solcher Freyung halber selber Zeit nicht mehr genüssen. A Niemand soll fremde Wein öder Bier ins Land führen. Jedweder der Verpfändung über Schlösser oder ander Güter von den al¬ ten Fürsten hätte, der soll solche in bestimmter Zeit dem Obristen Haupt¬ mann fürbringen, solche zu besichtigen; die es unterlassen, den Witt der König fürbass darum nichts schuldig seyn. Hnno -4sz. Lc s4. Stadt-Richter zu Steyer Bernhardt der Lueger. Inmittels aber dieser Zeit, musten die Steyerische Burger, derer droben Macht, mit ihren Personen und Gütern, in der Steyermarck im beschwer- M)en Errett verharren ; nngeacht König I^ckslaus deßhalb zum Kayser nach ^ratz unterschiedliche Pottschafften abgeordnet, wurde doch nichts erhalten, Indern die Sach aufein andere Zeit abzuhandeln verschoben. Dessen erinnert btt König die von Steyr aus Prag , am Tag Vicemi ^.n. 1454. Er hab ih- «reu vormahlen geschribcn, ob ihnen jemand Beschädigung thun, oder-uzichen worte, daß ihnen Wolffgang von Walsee Hauptmann ob der Ennß, mit samt btt Landschafft daselbst, Hülffund Beystand thun solle; Er hab auch seinem «nlvaldLen des Fürstenthums Oesterreich jetzt geschrieben und befohlen, ob die bon Steyer sie anlangcn würden, ihnen, mtt Hülffder Landtschafft unterhalb btt Ennß auch Zuschuß zu thun, damit sie von seiner Mayjestät nicht getrun- N würden. Daß aber Dero Vetter, der Röm. Kayser, erliche Beyerische Torger mit ihren Leib und Gut habe lassen aufhalten, und den Tag gegeben mstehende Fastnacht; sich auch Hannß Neidegger, Pfleger zu Steyer der Mter, auf seiner Majestät Schreiben, an ihm und dre von Sreyer, nicht M unterwmden wollen; so befehle er cs ihnen hiemit; Und ob die Sachen a derselben Zeit zwischen dem Kayser und seiner Majestät nrcht gerichtet wür- , daß sich dann dieselben Burger ferner auöbrmgen , b-ß die Sachen zu ., uMcrg kommen; Ob sich auch derselbe Ncidegger der bemelten Aemter nicht Seewinden wollte,soilen die von Steyer es damit, wie vor diesem halten; Wer men auch zum Richter gefalle den sollen sie nach Wienn zu Georgen Dcrchs- Wter Mayeftät Haubt- Maister in Oesterreich schicken, der hab Bestich, Ahbchnlich Glübdt und Aydt zu ihrer Mayjestät Handten, von ihm aufzu- Gleicher massen erinnert der König aus Prag, Pfingstags vor kzick, r hab anjetzo eine treffliche Bvtschaffc zum Kayser gesandt, und befohlen, mit ^-Melden vorgemelter Sachen halber ernstlich zu reden. Es muß aber darmit ''Hts seyn aÜLgerichtet worden, weil am Mitwoch vor b.uci« hernach- Bern- Ha^x yje von Etever durch Schreiben begehrt, chme in Nahmen ^Attl. Mayjestät die Aemter, Gfäll und Einkommen einzuantworten. Auch folgenden 14^. Jahr, in der Fasten, die von Steyer in ihrer 8uppij. uon an König . darinnen sie um Beftandt Vcrlassuug der Aemb- Und Eonln-marion ihrer ?5iuüL^ien( welche auch hernach am Psingstag nach boi-Ai erfolget) anhalkcn, und unter andern bi-; Ve-di-; bitter; ; Wir ermah- auch Demüttiglich, Ew König! Mayjestät wollen Unß zu den Zeiten, ' f^^Reselbrn, mit dem Allerburchlenchtigsten Fürsten und Herrn dem Römi- 'MenKayser, zu Einiquna geben werden, uns dann auch genediglich prospici- '""1 und fürsehen, damit W-r bey Ew. Königl. Gnaden bleiben, und aus deß "vemeldtcn Unsers Herrn des Kaylers schweren Unanaden kommen, darein Wir Ew. König?. Gnaden wegen, darum daß Wir uns Eurer, als uniers iMen natürlichen Erb - Herrn billich halten, kommen seyn. „ Ew. Königl. gnaden wollen m dem allen gnäsiqlich ansehen, solchen unfern schweren ' O r Stand, io8 EI )v( W . » . — .. > - u , >> , .- -z . > ^nnur Stand / daß Wir aus solchen harten Stand und Ungnaden erlediget / und den dem Bestand dervorgemeldtenE. Gnaden Aemtern ,und auch bey unfern Frey- Herten, und alten Herkommen gehalten; Auch daß unsere gefangene Mitbürger, mit ihren Leib und Gut erledigt, und auch den Ungefangenen ihr genommen Gut wieder gegeben, und Wir der schweren Ungnade befreyet werden. Graf Ul. In diesem Iahrkam Graf Ulrich von Zlllv, bey seinem Vetter, König 1-2' wider zu Gnaden,ward nach Wien berussen, dahin er mit iwo. gerüften wieder Pferden kam, deme der König samt der gantzen Hofstatt entgegen geritten und nach chn herrlich empfangen, klirs kterum Xkurario: qui psulo 3Nte moettus in kxi- Stryer. iversk, in trmmpkLNtig moclum re verritur, schreibet 8/lvius. Herr Ulrich von Eyzing, welcher den Grafen vormahls vertrungen, wich freywillig von Hof, damit Ihme nicht dasjenige, was Er andern gethan, auchwiderführe. Da nun König l.g6i8lsus die endliche Vergleichs-Handlung, sonderlich aber die Abwertung etlicher Schlösser, beym Kayser, so offt und doch verge¬ bens suchen lassen; Der Kayser aber hierzu sich nicht verstehen wollte, unge- ' acht der König Ihme ein grosses Geld zur Ablösung angedotten, brachte Kö¬ nig I.s6i8lau8, wie die Ober-Enscrischen sagen, irouppen zusammen, und nahm etlich derselben Schlösser in Oesterreich ein; Wie auch im Land ob der Ennß, Clingenberg und Steyer; Nur gemeldte ^nnsle8 zwar, setzen sol¬ ches in das 1457. Jahr, daß aber solche Einnahme, so viel Steyer anlangt, in diesem 14^. Jahr vorgegangen, bescheinet sich daher, weil zur selben Zeit, Königs- dn EdelGebohrn Herr, Herr Heinrich von Lichtenstein vonNiclasburg,Königs A'rch "st l^6i8laiHauptmann, mitKriegs-Volck gen Steyer kommen, bey welchen auch Herrn war der Edel Vest dlebocboöLnotsr Anckenreiter, von Scharffenstetn, Haupt- Hcinrichen mann,und die EdlenWilhelm Pürckheimer, Heinrich von Machowitz, Erhard ttnstein Manßrieder,Hannß Probeck, Schweichhardt von Gräving, Matthias Perck- daöSchloß meister, und andere als Okncier und Befelchs-Leute. Dieses Kriegs-Volck des Steyer Königs hat sich des Schlosses allhier bemächtiget, und über ein Jahr allhier in Ey" 6uamilon gelegen, viel Muthwillens Rauff-Händel und Todschlag verübt und begangen; Wie solches die verbundene Urphedten ausweisen. Wie und was gestalt aber die Einnehmung des Schlosses, durch Aufgabe, oder Gewalt ge¬ schehen, auch wie der damahlige Pfleger, Herr Hannß von Neidegg, daraus ge¬ brachtworden, davon ist nichts ausgezeichnet zu finden. Aber in der Oeneaio- §ie der Herren von Lichtenstein wird gemeldt, es habe gedachter Herr Heinrich aus Befclch Königs l^uckslai, das Schloß unbStadt Steyer, welches die Fein¬ de eingenommen hatten, mit grosser Mühe und Arbeit bestritten und erobert. Dieser Herr Heinrich von Lichtenstein behielt hernach ein gute Zeitlang das Schloß innen, schriebe sich Vorsprechern (s) der Herrschafft Steyer undHauPt- mann daselbst; sein Unter-Pfleger war der Edel Michael Gräv, und Kasten- Amts-Verwalter der Edel Conrad der Perger. Feuers- In diesem Jahr entstünde ein merckliche Feuers-Brunst zu Steyer; des Brunst zu erlittenen grossen Schadens sich die von Steyer bey König ^3(ji8l3v höchlich Et«»", beklagt. Schaffoi- ^nno 14^. k s6. war Stadt- Richter zu Steyer Sigmund Schaffoltin- tinger Ge- aer, einer von Adel, der war hernach UN. 1460. Herzog Albrechts Pfleger am N??! r" Steyer; Uxor Dorothea, Merthen Pandorffers Wittib; seine Kinder, Ott y und Elisabeth, welche zur Ehe gehabt, Hansen Khölnpccken von Schölnpacss Kayser Friedrich hat -m. 1469. diese damahlen unvogtbare Kmder, in seinen Schirm genommen; Wer was an ihnen zu suchen, solle solches vor seiner Mab thun. Gerhaben seyn gewest Graf Sigmund von Schaumberg, und Georg Prandtner zu Meyrling. Otto Schaffoltmger zu Pielach, an. 1482. verkaufst dieselb Vesten Herr" Bernhardten von Tirnstetn eoö. anno. —__Ott? -j- Ns l^ldär. vielleichte soll es heissen Vorsteher rc. __ W )v( W_ loy Otto Schaffoltinger,amGöttweich,des Sigmund Sohn,sn. 1494.wird «Mer den Abgestorbnen Oesterreichischen Adels - Geschlechtern gefunden. A« Schaffoltinger Wappen. In diesem Jahr 1456. entstund eilr grosse Furcht des Türcken halber. Dann Türckver/ ls derselbe drei) Jahr zuvor, an. 145z. den 29. May den Kayseri Sitz und uM ^radt Conftantinopel, mit stürmender Hand gewonnen, warst er nun sein Aug Furcht. us Griechisch: Weissenburg in Ungarn, welche Stadt der Türkische Kayser lä i ^ovOo. webrhastterMann,zu End des Monats Iunii, in diesem Jahr be- dr^kte; Und ließ sich ansehen, schreibt L^lviug. der Türck würde mit solcher A visen Macht, nit allein Ungarn, Oesterreich, Steyermarck und Tyrol einneh- '"h sondern gar Rom Heimsuchen. Pabst ealixrus !H. schickte seinen l-e^acen, Cannes earchnalig 8t. , der vermahnete wänniglich zum Wider- wurde auch allenthalben ein groß Volck zusammen gebracht, und : r dern H. Creutz bezeichnet / welche Kriegs-Leut hernach in Ungarn geführt 6 / ellr krsnciscaner- Münch aus Welschländ, soanneb Oaprllranus genannt, joMner »cle ^on i8"oblll8, voökrina, facuncha §L ?sn6rmonlL Vicse pollens, usgue NUS, ein q) mulkig mirsculi8 eam comprobaret: schreibt Martinu« (^romeru?, der krsücN». so ihm. Er predigte aller Orten, wo er hinkam in Welscher Sprach, "er. Mit? aAerer, neben ihm, alsbald auf Tcutsch aussprache; sonderlich hieß er Unkosten Ernst, die damahlen gebräuchige spitzige Schuh, die Wulsthauben, 'v me Bret-Spiel verbrennen. hev dieser eapNranuz auch allhie zu Steyer gewest sey, vermutheich da' s^^r'eilen ich finde, daß eine grosse Anzahl aus hiesiger.Bürgerschaft sich in die- begeben, und mit dem Creutz bezeichnen lassen. Wie dann noch bey Unk l s ib' ein lnllruLiion oder Adels-Brief, wie sie sich in solchen Zug halten ist d,, sEn, verbanden, welche ihnen kr. OaMrsnus fürgeschrieben: Und dessen, und sonderlich des in Ungarn klunisclig Mann- ^eiNnE^lt der Türck mit seinem grossen Verlust von derBelagerungStuhl- diesem Türcken-Zug, ward der Stadt Steyer 510. si. und absonderlich Türcken» rr^ ^^rath-Steuer Königs l^^clistai Schwester, Nitaberk, welche König m Pohlen verheyrarh wurde, io. fl. angeschlagen, welche SteuernBlschoff Steuer. O Z . Ulrich _ W W __ Lnnur Ulrich zu Passau, des Königs Cantzler, neben IOO. ss. gewöhnlicher jährlichen cknki Schatz-Steuer, und 6so. fl. Bestand-Geld von den Aemtern bey gm.'Stadt erm gefordert hat. Graf m» Graf Ulrich von Zilly, als er wie droben gemeldt, wieder an König F.Avon Igj Hof kommen, hatzwar des Herrn Ulrichs von Eizing Abzug von Hof, als umge- verständig und wohl gethan, sehr gelobet und gesagt, daß auch Ihme das um bracht, beständige flüchtige Hof-Leben sechsten Nit gefalle / also / daß weilen er nunmehr" die kelwucion seiner Ehren wieder erlanget, wolle er sich auch dessen ohne Ver¬ zug entschlagen. 8e6 non tsm korciter es kecic, quam äixir lspienrer: polenrisM nsmo tsm fscile 6eponic, qusm 6smnsr; Ketinenc smici, implicar CloriseCu- piclo, obstsc inimicorum metu8, semper ek, quoll procrsllinsre compellst, schreibt sehr schön 8/lvms. Also befand sichö auch mit diesem Grafen, der hatte sich das höchste Regiment noch länger zu führen, und sonderlich das erringt mUngern zu erlangen, dermassen verliebt, daß er von Hof-Leben nicht aussetzen »457. konnte, bis er in diesem Jahr 1457. aufm Land-Tag zu Ofen, von l^llislso, Uuniscle und andern Ungarischen Herren jämmerlich hingerichtet wurde; Ge- meldter 8ylviu8 hält ihm eine denckwürdtge Leich - Predigt. „ Kcce (spricht er) ,,qusm vans ell Kuju8 8eculi Komps, qusm csllucs Lioris, quam brevi8 korentis, „cecillic. qui luo dlucu msxims regns rexit, Sc qui ssn^uinem liri vir, in lsn^uine „periir. percullic sliv8, Lc iple Zlsllio percullu8 inrerir; dlon pocelk verirs8 nollrs »,menriri, quss sir, Alsllio keriences zlallio perituro8, lell i^nolest illiu8 ^niwse ,,Ueu8 Lcc. Es gehört aber diese Nachricht zu den Steyerischen ^nnslidu8 eigentlich nicht; Allein ich habe diese denckwürdige Geschichte des gefährlichen und wan¬ delbaren Hof-Lebens darum hieben erzehlen wollen, weilen dieses Grafen von Zilly hierinnen öffters gedacht wird; die Stadt Steyer auch an ihm einen besom dern Lmron am Hof verlohren,an den sie sich sonsten in ihren Beschwerden und Anliegen, darinnen sie damahlen gesteckt, gehalten, und bey gedachten Grafen Rach und Hütffe jederzeit gefunden hat. Stadt-Richter war in diesem IahrWolffgang Wienner. Es vertrüge und versöhnete sich auch in diesem Jahr König Ksllislsus, mit seinem Vetter, Kayser Friedrichen; Worauf er nicht lang hernach, nemlich den 2Z. Novembr. die jungen und kurtzenTäge seines zeitlichen Lebens beschlos¬ sen; Als er erst im achtzehenden Jahr seines Alters, und gleich in der Zube¬ reitung war zu der Hochzeit Magdalena Caroli Vll. Königs in Franckreich Tochter. Von der Ursach seines Todts vsrüren die Ulkorici: Theils sagen, er sey durch beygebrachten Gisst, andere er sey an der Pest, gestorben zu Prag, allda er auch begraben liegt. Denckwürdig oder Lehrreich ist, was bey seinem frühzeitigen Todt über die Nichtigkeit des menschlichen Lebens Oersrllu8 Koo, pro korali angehängt: ,.0bm (spricht er) Klobilillimu8 ällo- „lelcen8, lluo lle Vißelimo sersrig snno, in quo ?^or8 omnium mvrrslium sperv „elullen8, nullsm in rebu8 mvrrslibu8 lpem collocsri llebere, satl8 lleclsravic« „8ive kormT Uecu8 moresque sc virtuces. oserersgque rsm snimi quam Lok" „pori8 Vore8 . live sersrem rebu8 §erenlli8 incegrsm conlilleremus, omnisbsek „in illo sbunlle fuere, quem rsmen non 6iuriu8 superesse plscuit illi, ,,cui guicquill plscer, non nisi jutts cle csuss placet.., Ende des vierte« Buchs. m )o( W Lik ^uriuj Nas simfftc MM. - Darinnen begriffen, was sich zu und um Steyer denck- würdiges/ unter der Regierung Herzogs Alberti des Sechsten, und Kayser Friedrichs des Dritten, Gebrüdere zuge» tragen. Von 14.57. bis 14.9Z. Tas fmffte Buch. dem unverhofften frühzeitigen Todt Körrigs , wolle Kay- Zwischen scr Friedrich, als ältester Ertz - Herzog zu Oesterreich, die Lande Kayser MM unter und ob der Ennß unter seine Regierung nehmen ; Aber dessen ftine«- Bruder, Herzog Albrecht der Sechste, sonst der verthunliche genannt, Br-uder Herzog Signmnd in Tyrol, ihr Vetter, ihme dasselbe nicht zulassen, son- undVet- ^'n begehrten in gleiche Erbtheilung zu Lcceöiren. Die Oesterrerchische z/g L^schafft aber machte sich mit der Huldigung keiner: Theil anhängig; Die vrechtund Esten hätten sich dann selbst vorher unter einander verglichen. Dabey sich MEnd pachte Landschafft insgesamt, und durch einen erkiesten Ausschuß, in zweyen Me? ^verschiedenen Land-Tägen, um 8t. /zgne8 klori^m Tage, »nno 1458. zu tracht. gehalten, hefftig bemühcten, so daß endlich die Sache verglichen, und §and-TaK a mteiims-Vertrag auf z. Jahr gemacht worden, daß in solcher Zeit dem zu Wien. ^hscr, Oesterreich unter der Ennß, äusser der Stadt Wim, Hlberro das ^58. Ed ob der Ennß; sind 8r'gisrnunc!o der dritte Theil von beyder Lande Ein- mmen verbleiben; wegen der Stadt Wien aber, durch die Landschafft auf E nechsten Land-Tag der Ausspruch geschehen solle, welchem unter deyden ^vern die Regierung drüber gebühre. bei«- Elchen: Vertrag, am Ertag vor und?^uii getroffen, ist insondcr- Mm üb«e rch wegen Steuer folgendes abgehandelt worden: „Item, von Steyer von der Landschafft ein solches Fürnehmen beschehen, daß selbe, iAave vtei ^rberneldte Zeit und Jahre, unsern gnädigen Herrn, Herzogen Albrcch- Skcy^ --di i allen Ehren, Rechter: und Nutzen bleiben, Vorbehalten unsern gnä- ,4.7^ Herrn Herzog Sigrnunden Gelübd, und dritte Theil, wie vor begrss- ^0 Nt; Doch also, nachdem und daß wann an der Marckt der inwendigen T'Ub, unsern allcrgnädrgsten Herrn dem Römischen Kayser erblich zugehö- ,'^'0/ dadurch zwischen ihr beyder: Gnaden, auch von wegen der Straßen '.ss « t Eisen-Ertz, ü: des bemeldten unsers gnädigen Herrn , desKay- „jg..-ünderr gelegen, künfftig Irrung entstehen möchten, solche zu versehen: >-rki-!' > die Landschafft, in Betracht, baß die vorbemeldten Zeit und Jahre, 7hder Gnaden, die Besuchung der Strassen, wie die aus beyden Lan- "?^-ber, und biß auf heutigen Tag behalten ist worden, freundlich lasten; llrrd deßhalb einer gegen den andern auch keine Neuerung ""lr Irrung thun lasten, auch von dem bemeldten Schloß Steyer gnädiger Herr Herzog Albrecht, auch wiederum unser Aller- Herr der Kayser, aus seiner Gnaden Landen herrührend, einer andern nicht bekriegen, noch den ihren des gestatten rc. 112_ W __ Den Z. ^ugulli hernach,wurde auch der ausgesetzte Punct wegen der Stadt 1459 Wien zu Neustadt verglichen, daß nemlich die Regierung darüber / wie auch Neuburg am Pnn / dem Kayser / die Herrschafft Steyer aber dem Herzog Albrecht bleiben soll Pfund Pfenning den Lichtenstein/ und Bruck an der Leutha zu einer Besserung. Ist also Herzog Albrecht in die Regierung des Landes Oesterreich ob der Ennß um bimoms k juäL ungefehr in diesem Iahe getretten. Der von^ An denselben nun schrieben und iuppliciren die von Steyer am Erchtag Steyer vor Pauli Bekehrung snno 1459. gemeine Stadt bey ihren Freyheiten blei- ben zu lassen; Sonderlich/ daß kern brselgc oder Herr ihre Lehen-Güter mit Herzog M-Steuren belegen soll/ es sey von Vogtei oder in andere Wege. Item , auf brecht, ihre Leut und Gut / so sie aufm Land haben / kein besondere Steuer zu schla¬ gen/ weil auf die Stadt ein merckliche Schätzung gelegt sey / darinnen die Bürger all ihr Guth / wo sie das haben versteuren müssen; Bitten daneben, ihnen die Lehen zu verleihen/ wie auch zugleich dem zehenden Pfenning ab- zuschaffen. Geschkcht Stadt: Richter war zu Steyer SN. 1458. Veit Pfeffer!/ und SN. 1459' der Hut- zum drittenmal)! droben gedachter Hannß Hutter / dieser war ein Vermögen- Ltev"er reicher Mann/ hat gewohnt am Platz/ im Hauß/ das jetzo die Eisen:De- y ' werckschafft besitzt: Er Hutter hat kein Kind verlassen / sein Guth haben ge¬ erbt Hannß und Caspar die Zöllner, und derer Vetter Hannß Purchkürchet, Oplsn zu Hall um Anger; Diese haben in llemeclium animse des Hutters ei¬ ne ewige Meß / und zu solchem Ende der Flitzer:Iech zu Steyeraus ihrer Erb- schafft vier Bauer-Güther geftifft, das Ruben:Lehen in Wald Neukirchen, das Gut auf der Gellheid im Haller / daß Guth zum Khttten/ und das Guth in Strassen, beyde in der Süringer Pfarr, sn. 147z. Dem gedachten Hut¬ ter ist auch zugehörig gewest der Kleibhoff in Steyer, und der TaschenlM im Ennßdorff. Herzog Albrechts Pfleger auf der Herrschafft Steyer war snno 1459« K60. Herr Sigmund 'Schaffoltingcr/ vorher snno 1455. öc 56. StadttRrch' ter zu Steyer. Herzog Al- Gemeldter Herzog Albrecht hat das Land und Innwohner mit mercklichen brechl be- grossen Schatzungen und Aufschlägen beschweret; Daher von ihm geschrieben schrvehn wird/Herzog Albrecht nahm bey seiner Regierung von seinen Unterthanen, wtt grossen Lrselmenund Städtenvb der Ennß / so manche Steuer/ daß etliche Burger Schatzum sprachen, sähen sie nicht an ihr Weib und Kinder, sie wollen ihr Erbe lassen sen- liegen und bloß davon gehen, dann sie vermöchten solches Geben nicht mehr. Mel haben, nach 6errsL,tn8 (schreibt er) celer in 3Zgreclienlli8 reb»8 . gc A?ONL0 3ppetLN8 , pe- Oonremror , suäsx, labvris patiens, more sc inZenio prompw8, pecu- »MciZ inter LM!cv8 partitur §c prokunciir» inrer opes pauper, in psupertare cll- '-^08, nulliug rei gU3M iamse 3V3ru8. 2llbertus sey ein Herr gewesen "ZU allen Händeln hurtig, der Ehren begierig, behertzt, der sich vor keiner "Befahr gefürcht, acbetrsam, von Sitten und Verstand feurig, der sein Geld ''Unter seine Lieben Getreuen reichlich ausqetheilet, war in Neichthum arm, der Armuth reich, und in keiner Sache mehr geitzig, als in Sachen, "Ole seine Ehr und Deputation betraffen. § Als nun Herzog Albrecht, wie gemeldt, verschieden war, versammlete ^ser M die Landschäfft ob der Ennß, zu Eingang des rasten Jahrs zu Lintz; j^Huin Rayser Friederich, und Herzog Sigmund zu Gesterrcich, ihre Ge-gierender udttn schickten. Auf diesem Land-Tag (andere wollen, es sey erst ^.nnoHf" im geschehen) ceöirte Herzog Sigmund seine Gerechtigkeit, so Er, wie st'f Ennß, x gedacht, am Land ob der Ennß hatte, seinem Vetter, Kayser Frie-^n. 1464. dachen, gutwillig; Und zwar darum, Weiler Ihm aus des Pabsts Bann, dlnt er wegen des gefangenen (ArclinM Nicolai cle Cuka gefallen war, erle- > Mtte ; Und obwohl Herzog Albrecht, nach Oergrcli cls lioo Bericht, so Atmung hinterlassen, daß nach seinem Tod die Städte und Schlösser, sonrs Echedachten ^on Stain und andern einqegeben, nicht dcrn Rayftr, aC?ttn Herzog Sigmund einzuraumen; Wurde doch solches Geschähst durch scheute Lettlon aufgehoben- Daher schriebe Herr Georg von Stain aus D 2 Saltz: n6 W )o( XnnU5 1464« MößUNg tzer Stadt Ms- Geschlecht LerGrücn- taller zu Etexer. Saltzburg am Sonntag Oculj denen von Steyer, nachdem die Landschafft ob der Evnß dem Römischen Rapser sich zugesagt, vernehme er, daß Georg von Dolchhenstorff, die Huldigung aufzunehmen, auch gen Steyer kommen solle. Dahero bitte er sie, als seine gute Freunde, niemand keine Huldigung zu thun, ohne sein Wissen ; Als sie ihm das vorhin gelobt hätten, und schuldig seyen. Er habe seme Pottschafft beym Kayser, und erbiete sich der Ablößung, laut sei¬ ner Verschreibung, vechoffe der Kayser werde solch sein Erbieten gnädiglich aufnehmen. Inmassen dann hier auf Mittwoch nach 6eorZi die Sach dahin vertra¬ gen ward, daß der Nayser auf St. Johannes-Tag dem von Gtain 6000. Ungerische Ducaten und Gulden erlegen, und zulassen solle, daß er das Schloß und Stadt Steyer mit aller Zugehör und Einkommen, von Pfingsten an, noch ein gantzes Jahr lang, unv errait aller Gefäll/inhaben möge; Nachmahls aber solle er das Schloß und Stadt Steyer dem Rayser einraumen, und als¬ dann die Pfandschafft geendet seyn. Worüber der von Gtain einen Revers gab, welchen neben ihm geftrtrget der Edel und Streng Herr Christoph von Mesperg, sein lieber Schwager. Dieser Vergleichung wurden die vonSteneramTag Sr.^grc' berichtet mit Befelch/daß sie Ihrer Rayserlichen Majestät Hauptmann ob der Ennß, Herrn wolffgang von Mülsee zu dero ^arweu Huio und Pflicht leisten sollen. Ob selbiges aber darauf erfolgt, kan ich m den Es nicht finden; Vleiwenigec, an 'welchem Theii die Vollziehung des gemeldten Vergleichs ermangelt habe. Dann obwohlen der R.ayser gemeiner Stadt Steyer krivile^a, öe llaco Neustadt ^nno conllrm-rt, bliebe doch nichts weniger dieselbe damatfls und hernach in des von Gtain Gewalt. Um diese Zeit schreiben Graf Sigmund von Schaumberg und Here Reinvrecht von Walsee, denen von Steyer, aus St. Florian, am Mittwoch St. Johannes- und Pauli-Tag , das mW ihrer Verwillrgung jüngst zu Ennß auf sie geschlagene Darlehen, zu Ablößung der Stadt Pbbs , (welche samt dek Mauth daselbst von Herzog Albrechten seinem Kriegs-Volck versetzt und ein- gegeben worden) an Oßwaidten Pracher zu Ennß zu erlegen. 1464. 1465. war Stadt-Richrer zu Steyer Andre Grüem taller; Von seinem Geschlecht vicl. Isbulsm m. Der Grüentaller Wappen. rabvl* W )o( W H7 lubuln Andre Grüencaller, Burger zu Steyer i4zo. Stadt-Richter 1464. Sr 6p. Stisster der Capellen m seinen damaligen fjetzs Hierschischen) Hauß in der (Stadt alda, darzu er etlich Gült und Gä¬ ter gewidmet, auch für den öenelicisren em eigen Hauß am Berg gestifft; ligt in der Pfarr-Kir¬ chen begraben. zu Grätz. ^ppoloniz, ?^grir. Kirchpaumb Sreyer. Kumpel Burger ;u Bteyer. Margarets, l^larie. Ursula Rosina 1480. Margareth, die er Wittib gelassen, die hat daEQttleichnambö-Amt wöchentlich in der Pfarr zu hal¬ ten mit Geld gesiifft. 1478. Oolmi-nn Burgerzu Linz/f 1. Junii isz8. Uxor. 1) Margareth Winterin, von Ennß, -f IsOI. 2) Apollonia Höchstetterin, Hansen Pachers zu Steyer Wittib, lieget zu Linz beyderPfarr-Kirchen begraben. Csilla, Catharina Wolffgang zum Prunhoss und ^Isrir. lVlü!-ir. Crembsegg^.isz6 Königl.May. Beit Pfeft N. Unter- Gegenschreiber in Vitztl om-Amt Bur- holtzer. und der Müntz zu Lintz; hernach V zu Rath undLand-Rath ob derEnnß, steyer. Ux<-r. 1. )AnnaEnniglinv.Ennß^.i5?4. 2. ) Ursula Khölnpackhin. Stephan,orct. dc.Zern8r6i in der Neustadt i)-14. Pfar¬ re-zchWUssu. Grüentaier Stlsst Llerie6- ciLrzuSteyer. Sigmund,Raths-Bur¬ ger zu Sreyer1490. ch im hohen Alter iprr. sein Leichstem ist m der Pfarr-Kirchen zu se¬ hen. dtxor. Susanna. Nicolaus, Wolffgang^ Ii-6M öLne- ^ltvocLc M ticia- zu ' Grätz. Steyer. Von diesem Wolffgang kommen alle Herrn Grüentaller des Ritrer- stands in diesem Land. Gerhard X4. Valentin Pandorffer. rK. d?. ^L»r!e. Wolff Kelnep zu Sreyer. Es war ein unfriedlicher und verwirrter Zustand damahlen im Land, und Ul die Stadt Steyer; Wer stärcker war und den andern vermochte, der schob 'BUui Nachbar in Sack. Thomas Pürchmger, einer von Aoel, stund m mrndft-hEt gegen der Stadt Steyer, (die Ursach dessen find ich nicht) ließ et!i- ^.^teyrer mit Leib und Gut nach Ziecbcrg auf seinen Sitz gefangen führen, fer? Dieser Zwietracht wegen seyn zwar beyde Theil auf des Kay: , (Aschäfft in ein Lvmpromils entgangen, an den Hauptmann ob dec Ennß, Wolffgang von Wassee,der solle von jeden Theil drey Edel und Erbare Zauner neben sich niedersetzen, und in der Sache sprechen, des Pürchingcrs Vorgang--Brief für sich, und an statt Heinrich Stängels, Haden gefertrget noblen, Hannß Sachs zu Allmcgg und Hanuß Walzer. Lintz, Mittwoch bk!i. ^?onUgr<äi, ^nno 746;. Es muß aber seinen Fortgang nicht erreicht har hab' Dann der von Steyer Anwäld und Söldner (wie sie genennt werden) hernach etliche Bauern des Pürchmger auch gefangen, und darunter den Schächer!, in der Florianer-Pfacr, dec muste sich mit 20. Unga- devÄ' Gulden, nach Ausspruch des gedachten Hauptmann ob der Ennß, aus „S^efängniß lösen , und dieselbe nicht zu rächen, eine Urphedt von sich geben, Ae ffcfertiget haben, der Edel Veste, Caspar Mülwangcr, HojBRichter s Garsten, und der Edel Chunz Berger daselbst, 1466. Zr.^^ugleichen erinnerten in diesem 7466sten , Freotag vor Catharina, Herr 1466. Ulrich, Sigmund Albrecht, und Wolffaang, die Grafen von Gebrüder, Herrn Sigmund und Andräenvon Polhaimb, wie ( dann also nennte man zur selben Zeit die Soldaten) über >eud und mehr zu Matthausen übergefahren seyn, in der Meynung etliche P z Posten irF __ W )o( §N -tnnur Posten im LandL ob der Ennß zu besetzen / sie und andere Land-Leute daraus zu beschädigen, und bitten von ihnen treuen Beystand und Hülffe. So hat auch ' fast um diese Zeit, Hainrich der Geuman, neben etlichen der seinen, der Stadt Steyer ihr Feind zu seyn, durch einen überschickten Brief abgesagt. Hierauf überzogen ihn die von Steyer, und belagernden Sitz Schiffalts-oder Schiß fartsegg, nahe bey Cranstorff gelegen, darin sich gedachter Geuman, samt sch nen Heistern aufhielte, erobern das Orth und jagen ihre Feind in die Flucht; Es wurden darbey etliche, die in gemelten Absag-Brief begriffen waren, 1466. 67. und 68. von den Steyrern gefangen; Andere imei-eKtte, als Wolff Sintzel des Edl und Vesten Ritter Herr Ortolffs Geumann, seines Genedü gen Herrn, (wie er sich nennt) Diener, Georg Pröckhel, und Hannß Holzer, auf Fürbitte Edler und Unedler, sonderlich des Herrn von Losenstam der Ge- fängnüß entlassen, und mrt denen von Steyer ausgesöhnet. Was aber die Urr fach solcher Ablag, und Feindschafft muß gewest seyn, davon find ich nichts ausgezeichnet; Auster daß gedachter Geumann vrel Jahr hernach ^n. 1491. in einen Schreiben, von der Stadt Abtrag emes Schaden, um daß sic ihm sein Hauß zu Steyer unter der Brucken abgebrochen, und die wider Einräumung Es gehet des G-undö begerth. Von diesen mstrnedlichen Zustand, bamahlen in diesem im'kand Lande reden sonderlich die Ober-Emsterischen^nn^L8, mit diesen Worten: >, Es überund „war grosse Zwitracht im Landt ob der Ennß, unter Edlen und Unedlen; Wann über. „dasselb war Mit einen Hauptmann nicht versehen, als von Alters her gewesen, ,»darum, die Edlen Leuth, Herrn , Ritter und Knecht, gegen einander zu Felde plagen; raubten, sengten und bremmn der Prälaten Güter, und was den Für- „sten zugeh ort. Von der und anderer guten U rsach wegen auch daß sich Here »'Geörg von Stam, mit Herr Wilhelm von Puechhaim verbunden, und sich ,.mit dem GschlossSteyer zu den König von Böhmen geschlagen, und sein D^ „necwas worden, und schickt ihm Volck und Ruckhen, hielt*auch sonderlich „rum, daß sich das Land ob der Ennß getherltund abgesondert hatte von detir -»Land zu Oesterreich in der Regierung Herzog Albrechts, des Kaysers Brm „der, das aber geschah wider altes Herkommen und Verschreibung der Für« „sten von Oesterreich. Damit nun das wider zusammen gebracht wurde, legte „der Röm. Kayser einen Land-Tag gen Linz, auf der Heil. Drey König Tag 1467. (Roo saget ^nno 1466.) dahrn er auch an 8c. und ZrchrrlliaN „Tag Persöhnlich ankame, und wurde solcher Land Tag auf den Sonntag I»' „vocavk in der Fasten verschoben. Echicktau, Dazwischen schickt der Kayser Herzog Ernsten von Sachsen, seiner Arsten, Schwester Sokm mrt 400. Reutern gen Steyer, und mit ihm Graf Wolff« Grafen gangen von Schaumberg, Herrn Rcinprechren von Walsee, und Herrn Oe- örg von Volckhenftorff, mit Bevelch, die Stadt einzunehmen, und von den «enÄr. Burgern Aydt und Pflicht aufzunchmcn. Der Herr von Stain lag damahls im Marck Aspach, und war besammlet (sagen die^nnaleg) mit vielen Böhmen, als er vernahm, daß der Herzog zu Steyer war, und von den Burgern Mdt und Pflicht fordert, das sie ihm zu wun willig; doch waren etliche unter ihnen, die darwider redeten, und memeten sie wären dem von Stain verschrieben, und hätten ihm auch ihren Avd gethan; Darum sie nicht befugt wären ferner zn schweren; und verbündeten es also dem von Stein. Darauf nun schriebe derselbe (wie in zu finden) gedachten Herzogen von Sachsen, wie er ftr^ und deß Kaysers Forder-Briest zwar empfangen, es habe aber der Kayser die Abtrettung diß Schloß Steyer, vermöge seiner Verschreibung und keuers nicht zu begehren; er sey vrbietiq , deßhalben persönlich, oder durch Pott« schafft genügsamen Bericht und Ausführung zu thun, mit Güte und RE Ferner melden die ^nnale8; (deren Worte ich gerne behalte.) „ Und wolt dlt „Statt Steyr haben überfallen, da das Schloß seine Leuth innen hatten. „Herrn, so mit dem Fürsten darkommen waren, wurden gewarnet, wie dav „der von Stain an Volck starck wär, und hätte im Willen, sie und die Stadt / )o( W 119 "Zu überfallen, die sagten daß dem Fürsten, und baten ihn, von dannen zu reit- ckE »ten, er aber gab ihnen zur Antwort, er wolte bey ihnen bleiben. Die Herrn 1467. "über riethen, er solle von dannen ziehen, und ob sie wurden gefangen, so möch¬ te seine Gnaden sie besser, dann sie ihn ledigen. Darauf ritte der Fürst von »dannen, mit den Herrn, zum Kayser gen Linz; Aber Herr Geörg von Vol- »ckhenstorff blieb in der Stadt, und nahm die Kirchen zu seinem Schutz ein, und "Me sich dahin mit etlichen Burgern, die ihm vertraut und anhängig waren. »Der von Stain, nachdem er sein Volck von Aspach auß, über die Ennß ge- --dracht, kam des änderten Tags, nach des Herzogen von Sachsen Abzug, das »war um Pauli Bekehrung, früh mit noo. Mann, zu Ross und Fuß für die »Stadt, wo jetzo der neueGOtts-Acker stehet, griff alsbald das Steyr-Dorff »mit Gewalt an ; alwo aber von Kayser!. Volck und den Burgern dermassen »Eiderftandt geschah, daß ihme hierunter wohl sieben Stürm abgeschlagen, »und bey 2OO. Mann seines Volcks erlegt und verwund wurden: In dem 8ten '-Sturm aber gewann er das Steyr-Dorff. Wie er nun mit denen , so ihm Irinnen widerstandten , verfahren, ist nicht ausgezeichnet; es wird aber oh- ^grossen Schaden, sonderlich ohne Plünderung nicht abgangen seyn, dann " Kayser Friederich (Üon6k-m3non der Messerer zu Steyr, Freyheiten, kommt ^ter andern vor, es senen bemeidtes Handwercks alte Freyheit, und Ordnun- W, in den KriegsLäufften, als daß Steyr-Dorff durch Gcörgenvon Stain Zerfallen worden, an ihren Insigeln durch die Feindt verrückt und theils da- gar vernicht worden. Nach eroberten Steyr: Dorff, ist der von Stain, uuf vorhergegangnen ^ccorcl mit 200 Mann in die Stadt und Schloß, zu sei: ueri vorhin alda liegenden Volck gelassen worden; Vom Schloß herab empsien- N die Stevrischen Burger von dem von Stain einen gar schlechten Ehren- ^ueß: „ kkultÄ in oppiclsnos Lonuicm lparlic- perßclos Le k(Lc!ifrag08 vocst, "Mü exi^uam ipllu8 sbsenriAM kerre noluissent, sagt Koo, er hab sie treulose "Meineidige Leuth gescholten, welche seine so kurtze Abwessenheit nicht hätten ""tragen wollen. Ni Obwohl der Herr von Volckhenstorff die eingenumte Kirchen etwas befe- mgen lassen, auch von daraus dem von Stain, welcher bey St. Gilgenthor Statt angegriffen, eine Zeitlang tapffern Widerstand gethan; Iedennoch uer nachdem ec hierzu in die Lenge zu schwach sich bcfandt, und darneben sa- /daß viel aus den Burgern dem, von Stain gewogen und anhängig, und '^gcgen ihm nicht recht zu Gebot stehen wolten; accmckrte ermit dem Feind, "0 zog mir den seinen aus der Stadt ab. Hierauff ftyerte der von Stam nicht, sondern griff neben und mit Hülff svnk Herr Wilhelm von Buechhaimb, das Land mit Raub und Brand an, a^oerlich des vorgedachten Herrn von Walsee, und des Herrn von Volckhen- Güter: Item, die Clöfter St. Florian, Gäcsten, und dessen Marck zwunqen sie durch Betrohung des Brandes zur Huldigung. Der t von Walsee wolte von seinen Schloß Pernstain aus ihnen Wöhren, wur- sesalec bey 200. von sein und anderer Herrn Bauern im Marck Kirchdorffer- y-agcn: Sie brachten alle Leute bis qen Gmündten zur Huldigung; stürme- beü, Kloster Lambach und Paum-Garttenberg; Und thaten solchen Scha: he 1? ^und der unsäglich war, dann ihnen von Niemand Wrderstandt gescha- h,',"Nb ist nicht zu zweiffeln, daß bey diesen Händeln, Ausfällen und Beschä- hal!?g ^br Nachbarn die Burger zu Sttyer, wider ihren Willen, haben mit- und sich brauchen lassen müssen. . bois. Daß aber Herr Wilhelm von Puechhaimb auch mit in diesem Spiel ge- Mn, solches geschah aus Rache, weil ihm die Röm- Kayserm sein Schloss, ^'chenegg emnebmcn lassen, als dessen Leute vorhero ihr der Kayseri» Wä- ^nu- m von Baden nach Wienn gefahren, aufgefangen hatten. Es ist -»n von zu WaldHaußen an einen Altar «»geschrieben: Herr Wilhelm s ' puechhaimb hat eingenommen, das Closter zu Waldthaußen, samt denSe- Haussen. W )o( M I2O ckE dingftein; Als man schreibet nach Christi Geburt, 146s. an St. Augustinus 1467. Abend. Geschlecht änno 1466. L 67. war Stadt-Richter zu Steyer, Sigmundt Kappen- penfucß zu sueß/ von feinen Geschlecht viöe labulam IV. Steyer. 1'clbulL IV. Zes Geschlechts der Kappenfuß zu Meyer. Hannß Rappenfuß, Burger zu Steyer, 1440. llxor. Barbara. —— -.-—.—- Sigmund, Stadt-Richter zu Steyer, 1466.67.U.7Z. 1° 2474. sein Leichstein ist in der Pfarr-Kirchen. Oxor. 4.) Dorothea, Hanssen Handels im Weyer, und Barbara Hxoris Tochter, -f1468. 2.) Elisabeth, die er Wittib gelassen, hat sich hernach an Er¬ harde Weidtmer zu Steyer verheurath. N. ein Tochter. Wolffgang,Burger zuSteyer,der hat sich Kisnr. jn Italien m der Landschafft Venroni ver- Wolffgang Leu, Heurath, mit Jungfrauen ^mor vom Ua- Kayserl. May. ru8por; deren Befreundten und Gerhaben Diener, wird in waren 81AMU06 leronimo 6eLoIIorero, Kayserl. Bad zu Mautner zu Peuscheldorff,und 8igm, Ler. Badens. 1481. ngröinoclersvimis^.isOc-. haben aber in — — — dieLang nicht beysammen gewohnt,und eine zertheilte Ehebesessen. Franz, des Wolffen Sohn, nebst andern Kindern; der hat die von Steyer mitRechtangesvrochen um dieMühl,zwischen den Brucken, die sein Aehnl Sigmund, Kappenfuß, von Hrn. Georg von Stain erkaufft; hat aber nichts erhalten is?6. pecrer, Burger zu Steyer. Uxor. Margareth, die hernach Hannssen Stolle» zu Steyer geehlichet; diese Margareth Hst Kayser Friederich mitLeib und Gut in se>» Schutz genommen, und befreyet, daß wer an ihr was zu suchen, sie allein vor feinet May. vorzunehmen, ä. 1479. __ ___—__ Elisabeth, Herr Augustin Lausserer Kayserl, MNV' Diener, 148;. Der Lappenfueß Wappen. W 121 Am Ascher Mitlvoch in diesem 1467. Jahr ließ König Geörg zu Behaim, durch seine Abgesandte Herrn Johann von Rosenberg (Koo nennt ihn unrecht Sternberg) Apel Vizdumb, und Wenzel Weittmillner, bey Kayser Friedrichen König Ge. vamahl zu Linz, unter andern Puncten mehr, (die ich aus der in hiesigen Es örgm Ge. w Abschrifft befindlichen kr-opoimon anzuführen , als hieher nicht gehörig un- «n den verlasse) fürbringen; ,, Es sey Herr Geörg von Stain zum König kommen, Kayser, »und deme zu erkennen geben, wie er die Herrschafft Steyer innen habe, darin wegen des »Ihm aber von etlichen Land Leuchen Eingriff geschehe, die ihm solches Schloß vonjam. -'Mtziehen wollen. Darüber nun hab der König, vermög der Cron Böhmen »Fveyhait, gedachten von Stain zu seinen Diener, Rath und in seinen Schirm »mit sammt den Schloß Steyer genommen, und begehrt hierauf, Ihrs Kay- »gliche Mayjestät wollen drob seyn, daß ihme von Stain der erlittenen Be¬ schädigung halber Abtrag geschehe, und er bey seiner Pfandt - Verschreibung »'gelassen werde. »Der Kayser gab zur Antwort; Es habe der König in Böhmen sich des DF Kay. »von Stain als des Kaysers verpflichteten und verschriebenen Dieners, in ^rt. -'dieser Sach nichts anzunehmen; Weilen solcher Handl die Cron Böhmen »nicht berühre; Und ohne daß dieselbe mit dem Hauß Oesterreich, oder dessen »Unterthemen nichts zu schaffen. Solle demnach der König den von Stein ab '-und auf das gegebene Gleidt zur Verantwortung für Ihro Majestät reissen. »Dero sey er von Stain ein mercklich Summa Gelds von denen eingenommer "Mn Nutzen, Renten, Steuern und Lehenschafften von der Herrschafft schul- "M- Darneben beschwerte sich dec Kayser mit vielen Worten, daß ihme der Eniq viel ungehorsame Landt-Leut mache; Indeme ernemlich den von Stain, '-dteffanvon Eizing, (welcher Hanßen von Rorbach, Frey-Herrn zu Neu- "°urg seinen Nachbar viel Wein und Saltz genommen hab:) Auch Wilhelmen "von Buechhaimb, Schutz und Rucken Halle; auch zu Behauptung ihrer "^ufgerichten Landts beschwerlichen Auffschläg Hülffe leiste, wie dann gar sein "des Königs Sohn Vittori, dem von Eizing zu gut mit Volck ins Land gezo¬ gen sey. Als der Kayser diese Antwort (so zwar über mehr andere hieher nicht "gehörige Sachen gestellt war) den Böhmischen Gesandten in Schrillten ge¬ geben, die solche aber nicht wollen annehmen, wird dieselbe (wie die^nnsleg "Mgen:) zu Linz, in der grossen Tirindz im Schloß, öffentlich verlesen, da- "My wol 2VOO. Menschen waren, von Fürsten, Prälaten, Herrn, Ritter und "Unechten. Hierauf begehrte der Kayser durch den Bischoff von Gurck an die "-andtschafft, ihme zu rathen, da sie der Böhmen Red und Widerred wohl "batten verstanden: Er wolle solchen Ubermuth widerstehen, und darbcy Leib »und Gut nicht sparen; Auch den Heil. Vater den Pabst, sonderlich das Rö- "Mch Reich, Chur-und Fürsten, anruffen, damit männiglich erkennen und ''Men möchte, daß solche Beschädigung seiner Mayeftät nicht lieb sey. Al- '»nn es ist in der That hierauf wenig erfolget; sondern es war nur ein Schein »vor den Leuten, dasin der Kayser hielt dem Böhaimb bey dem Stuhl zu Rom »Mlveg die Stangen, damit er nicht gebannt wurde, als ein Ketzer. lick Weilen nun gedachte Gesandtschafft, so wohl als die zu Lintz unterschied» ^Angestellten Vergleichs-Täg mir dem von Stain und Buechhaimb, ohne ^Mcht abgiengen; Auch dahero diese beyde von den Päbstlichen l^ren Bischoffen von kerrsra, in Bann gethan wurden, musten inzwischen die ben von Steyer in einen beschwerlichen Standt, unter den von tain le- . ^r ihnen vor erzehller Sachen wegen, mit schlechten Gnadten Zugethan »on , ^ber im Herbst dieses Jahres, bat der Kayser seinen Feld-Hauptmann Graven. der Ulrich von Gravenegg mit Kciegs Volck unversehens genSteyergeschllkt; ?vrde in des von Stain Abwesen, von den Burgern in die Stadt gelassen, Haupr- tev,, ^Een ^huldiget, dessen sich der Kayser in nachfolgenden an den Rrch- man, w.rd r und Rath, und absonderlich, gleiches Innhalts, an seme getreuen Burger ru s). UNd ftnrc. 122 _ W )O( T4 und Leute die Gemeine in Steyer-Dorff ergangenen Schreiben bkdanckt, 1467. dergestallt: DesKay- -Getreuen Lieben. Der Edl, Unser lieber getreuer, Ulrich Freyherr von an ,»Gravenegg, unser Rath und FeldHauptmann in Oesterreich, hat Uns jetzt die von „verkündt wie Ihr ihn und die seinen, nach seinem begehren, williglich in Um Slcyer. Stadt Steyer gelassen / und Ihm wider Geörgen von Stain und seine ».Helffer tröstlichen Beystand bewiesen; das Uns von Euch zu sondern Gefal¬ len kommt; Und dancken Euch deß. Wir wollen auch das gegen Euch mit „Gnaden erkennen, und begehren an Euch, mit sondern Fleiß, empfahlen auch „Euch ernstlich, daß Ihr den obgenannten von Gravenegg und seinen Helffern „solchen Beystand wider den obgenannten von Stain, und die seinen, ferner »mach den besten so Ihr möget, thut; damit Unser Erschloß Steuer wiederum „zu unfern Handten bracht; Und unß, Euch selbst, und Land und Leuten „daraus nicht ferner Schaden und Unrath entstehe. Daran thut Ihr Uns gut »-Gefallen, und unsere ernstliche Meinung. Geben zu der Neustadt, aM „Sonntag vor 8r. IKomL Tag ^n. 1467. Steyee Dieweilen nun während dieser Kriegs-Läufften, und unter des Herrn Kaysers von Stain Pfandt-Irrhabung, gemeine Stadt und Burgerschafft zu Steyer, um Erft in mercklich Abnehmen und Verderben gerathen; Als haben Rath und Gmein tzung erlit- dem Kayser ihre Noch beweglich füctragen und um Ersetzung deß ausgestam Schäden, denen Schadens und Elends, gehorsamist gebetten; hierüber aber nur einen Hoff-und Vertröstungs-Bescheid, öarirt zu Neustadt, Ertag nach dem neuen Jahrs Tag, ^n. 1468. erlangt, des Innhalts. Kayseri. »Als Ihr Uns geschrieben habt, wie Ihr euch freuet, daß Ihr von Ge- Leloiurion >,örqen von Stain, durch unser Hülff erledigt, und wiederum in Unser Ob* hierauf, „rrgkeit und Schirm kommen seyd; Und den von Gravenegg an Unser Statt „Glübd und Eyd gethan; Und solch eurer Erledigung gedanckt, und begehrt ».habt, euch gnädiglich fürzunehmen, und Euer Abnehmen, darinnen Ihrseyb, ,.zu bedrucken, haben Ww vernommen, und haben an solch Eurer Handlung „gut gefallen; dancken Euch auch deßwcgm, und begehren, daß Ihr den be- „normen, unfern Feldt Hauptmann, Hülff und Beystand thut; damit Unlck „Schloß Steyer förderlich erobert, und aus des benanten von Stain Gewalt¬ sam zu Unfern Händen gebracht werde. Was wir Euch dann, so die Läuft- ..te in bessern Standt kommen, zu Gnaden und zu Förderung thun sollen, d§- ».mit Ihr wiederum in Aufnehmcn kommt; das feyn wir willig. Scüisß Hierauß aber ist zu sehen, daß nach Ergeb - und Einnehmung der Stadt, 5^7», das Schloß noch ein lange Zeit wider die Kayserlicken sich gehalten babe, web g-c Bela, ches der von Gravenegg mit seinem Volck und Hülff der Burgerschafft , im att- gerung/M derten Jahr hernach, erobert. Dabey dann über dec Alten Unsieiß billich^ klagen lst, daß sie, wie in andern bcy der Stadt Steyer fürgeloffnen.denck- würdigen Geschichten, also auch in diesem Handel, so gar nichts ausgezeichnet» da doch Zweifels ohne sich dabey viel ?ArncuKrirXttn werden begeben haben- sonderlich mir jetzt gemelker Eroberung des Schlosses, und des von Stain M zua; daraus er sich mit dm seinen fiüchrig begeben hat, wie solches abzunev- men, aus Wolff Pürstenbündrers, einem Kriegsmann des von Stain, derg^ fangen worden, von sich g-stelltet llrphcdt; darinnm er bekennet, wie er A den Zeiten, als Herr Georg von Stain hie regiert habe in den Kriegs-LäE ten, bcy rbme im Schloß neben andern seinen Auwäldern gehalten, und nach in dem Täder, auf der Steyer Latten, dieselben angeführt hab, und vck' de? blichen Schaden der hiesigen Stadt gerne beweist hätte, wann er vetNwE hätte, auch in der Flucht, als Ihrer Gnaden, (den von Stain meinend;- dloc.1 bene, entrunnm gewesen sey. Woraus also zu sehen, der von Stain h"' be dre Schantzen des Kaiserlichen Volcks ums Schloß anzünden lassen, uN sey inMitteis, bey währender Brunst davon gewischt: Werl er gesehen, dM sem veryofftec Entsatz von dem Böhmischen Volck, zuruck gehalten worden. W )o( W Dann Herzog ViKorin von Münsterberg, König Geöra in Böhmen ckMl Sohn, hatte von seinen Vettern Befehl, den von Stain mit Hülffe zuerschei- 1467. nen: Verließ auch unter wehrender Belagerung des Schlosses Steyer, Wb äs- Arzos.^ ko Meußerlitz am Ertag, vor Orcumcilionis Domini 67. gleichsam einen von Mün, Absag Brieff, an den Kayser adgehen, darinnen er demselben fein Undanckbar- sierberg keit vorwirffc; Als der nicht mehr mgebenck scy, der grossen Wolthaten, so sein ^Adcr Vatter, König Geörg, an ihm den Kayser, seiner verstorbenen Gemahlin und d-n Kay» Kindern gethan; Als er sie aus der Belagerung zu Wtenn erledigt, und wieder ftr. ln Freyheit gesetzt habe; hingegen der Kayser die versprochne Summa Geldes noch nicht bezahlt, die Mauten und Aufschlag an der Donau, so er seinem Va¬ ter eingeben, wieder entzogen, die zu ihm gen Linz gesandte Botschafft, un¬ freundlich und ungnediglich gehalten und gefertigt; den Edlen Geörgcn von Etain seines Vatern getreuen Rath und Diener jüngst mitten, und in dem Hertzen des Herzogtums zu Oesterreich schwerlich beschädiget. Solches nun ^ erdulden, möchte ihm Herzog ViNorin» zu einer Träg - oder Kleinmüthigs teit ausgelegt werden, welches aber ihm als seiner Königl. Mas Sohn, im Mnenden Alter, zu verhüten gebürte: Sintemahlen der Allmächtige, ihm Leibes-Krafft, Wehr - und Waffen genädiglich verliehen habe. Begehrt hier¬ auf vom Kayser dre Erstattung des verschriebnen Geldes, Wieder-Einsetzung in M Mauten und Aufschläg, und daß dem von Stain sein entwendet und genom- Mn Gut erstattet werde; sonsten er anderst zur Sach thun müste. Wie er es Mm bey solchen Worten nicht ließ bleiben, sondern hierauf in diesem rg-68. -rahr ins Land gefallen, das Frauen-Eloster pulgern eingenommen, besetzet >md befestiget; des Vorhabens, über die Donau zu rucken, und das belagerte schloß Steyer zu entsetzen. Er fände aber starcken Widerstand, also daß ihm Acht allein von Kayserl, Volck der Paß übers Wasser verwehrt, daß Closter Algern wieder erobert, und er mit den seinen wider zuruck in Mähren gejagt worden. d Jnmittelst hat offtgedachter Herr Ulrich von Gravenegg (welchen der Mser das Schloß und Herrschafft Steyer Pflegweiß eingegeben) die Stadt Ms, so auH noch mit Böhmischen, Herzog Mrechtö unbezahlten Volck be- U war, neben andern Schlössern mehr eingenommen. Weil er aber seiner M Hauprmanschafft auch an andern Orten abwarten muste, hat er seinen ohtr Wolffen von Gravenegg zum Hauptmann allste zu Steyer und 'Ma Unterpfleger, den Edlen Gestrengen seinen lieben Ohaimbs Georgen «'m, hinterlassen. K In jetzt gemeldter Belagerung des Schloß Steyer, hat unter andern den M)ler für einen Hauptmann der oogeöachte ^Lbucboäonolor Anckhen-Reiter; ^er vormahls auch zu Königs l^ckslst Zeiten Hauptmann alhie gewest) der Ä Steyer aber auf ihre Kosten, und Sold Vizmz Oberhaimer, mit sechs, ^Mspar Zöllner, von Adel, mit sieben Pferdterr gedienet. Dieser Anckhen- (besten auch Oertzaräus l 1468. verwiegen die Landfchafften unter und ob der Ennß, tau- Georgen g send Pferde, dem König ^latckl38 zu Hungarn, wider seinen * * Schweher, in Böh- König Georgen in Behaimb, zu unterhalten. Daher befiehlt Herr Reim «e«. precht von Walsee, Hauptmann ob der Ennß, am Sonntag nach Nicolai, denen von Steyer zu Vollziehung von diesen Land-Tags Schluß , so in Ge¬ genwart des Päbstlrchen l-exaten, des obgedachten l^uremü, Bischoffs von kerfara,auch des Kaysers undKönigs von Ungarn Bottschaffter fürgegangen, am die gewilligten 220, Pferde, ihren Zuritt mit io. Pferden zu nehmen, oder am jedes wöchentlich 12. ß. zu erlegen. Es musten aber über diß, die von Steu¬ er den Beutel ziehen, weilen der Kayser damahlen von gedachten von Walsee losoo. Ungarische Ducate« entlehnet, und zu dessen Bezahlung einen Anschlag All dem auf die Prälaten, Städte und Urbar - Güter ob der Ennß , als Eamme^ Kayser Güter (wie sie der Kayser nennte) gelegt; Darunter der Stadt Steyer 1 002. io«,, fl. fl zugetheikt wurden, solche bey Verhütung des Anhaltens ihrer Güter uw ' verlangt zu crkgen. Hainber- Stadt: Richter zu Steyer / Hnno 1468. war Michael Hamberger' Von diesem Geschlecht ist die Fünffte Stamm - Tafel nachzusehen. ° V. Uainbergensche Utamln - Zaftl. Michael Hamberger, Stadt-Richter zu Steyer 1468,95.96. f 1/07. Vxor. 1. ) Barbara. . ».) Hamoleia, Michael Gluts, Burgers zu Gmundten Tochter; diese hat ä. 151?. zu einer eMM Meß ein SeneüLium auf aller Heil. Altar, in dec Pfarr-Kirchen zu Steyer, und darzu drei) ren-Güker, eine Mühle, und den Z-Hendt bey Vecklabrugg , samt einer Behaussung am Bee.^ für den kenekicisten gestifft; wird noch das Haimberger Stifft genennt. Ihre nächste Freurl^ bett Invenrur ihrer Verlaffenschafft seyn gewest,Herr Hanß Lichtensteger Pfarrer zu Scheids, Vwg'-ius zu Veicklabrugg, und Hanß Haßlinger Burger daselbst, rc. Michael, äusserster Ehe, Raths-Burger zu Steyer; Isu. Uxor. r.) N. der Skieff-Vatker war Wolff Straubinger zu Waidthoven 1 529. . 2. ) War Anna Paumbgarrnerin, Hannssen Pranstetters zu Steyer gelassene Wittib. Er ist zu Cke^l' gestorben, isZo. Molss, von erster Ede, Burger zuSteyer. Hannß,von anderer Margareth, Oxor. Ebe, Burger zu lvlsrirus. Magdalena Fürstin, von Weiß, die her- Steyer f 27. Febr. i.) Hannß Rottaler, nach Sebastian Puechleittner gechlicht, 1555. 2.) Caspar Geringer beyde WE rsZ9. zu Sreyer. Noch ein Michael Hamberger, Burger zu Steyer wird gefunden, welcher des alten Michaeln Hainberger Vetter, und 1502. r so; .u. 1524. Stadt-Richter gewestf^. 1528. anSr.NicolausTag» Oxor. Margareth, am Pfingstag nach dem heil. Pfingstag, 1521. ligk in der Pfarr-Kirchen bey der Lacrilley begraben. * Schwieger--Vatter. Der Hamberger Wappen. n Gteyer zu Lintzzu erscheinen ; Dann es seyen die Ketzer aus Böhmen, fa«.^yer, nachdem er sich mit Worten gegen seine Herren , einen Ecsamcn elN (wie sein gefertigte Urphed anzeigt) vergriffen, seines Dienfts plötzlich »„A^tlvorden. Es muß die Stadtschreiberey zu Gteyer schon damahlsein Dienst! gewest seyn , weilen Graf Rudolph von Sultz , und Bischoff 'klch von Passau, des Kaysers Cantzler, bey den von Gteyer mrerccllirt, Q r den 126 EZ )Q( M . > -.- .— —--- ...—> --- Knv», hen Erbarn Augustin Mändl , zum Stadtschreibcr aufzunehmen. Ich finde aber nicht, daß es geschehen, sondern, daß dem Hülpeckhen , Hannß Metten- peckh 5ucceciirr habe. Stadt - Richter war ^nno 1469. Geörg Stäger rc. An St. Stephans-Tag erfordert der Hauptmann die von Steyer efi lends gen Lmtz; Dann es sey ibn am Heil. Christ-Tag zur Vesper-Zett von seinem gnädigsten Herrn, dem König von Ungarn , auch Herrn Andre von Paumbkirchen, und Herzog dUcolgus vonTeschen,Bottschafftund em Schrei¬ ben zu kommen ; Worüber man sich berathschlagen müße. Im Jahr 1472. schickt die Landschafft ob der Ennß den König von Un' garn abermahl Hülff wider die Böhmen, auch eine Anzahl Knechte, (die man zur selben Zeit Hof» Leute nennte) dem Herrn Johann von Rosenberg zuHülff Dann der von Stain war abermahl im Werck begriffen, mit Hülffe der Böh¬ men, einen Einfall in diß Land zu thun. Dahero gebeut der Lands-Haupts mann, Herr Reinprecht von Walsee, Freytag nach Appolonien - Tag , wol)t auf der Hut und Wacht zu seyn; Dann ihm sey Warnung und gewisse Kund- schafft zukommen, wie sich Georg von Stain in Bödmen, und sonderlich zvni Tabor, mit einem mercklichen Volck zu Roß und Fuß versammlet, und in An¬ zug heraus in diß Land sey , dem Land Schaben zu thun, und Besatzung zu machen; Weil ihme, von Stain, aber der Anschlag nicht angangen, hat ec sich mit seinem Volck gegen Unter / Oesterreich gewendet, aber alldort auch Wtederstand gefunden. Mit der Pfleg auf der Herrschafft Steyer, trüge sich in diesem Jabc abernrahls eine Veränderung zu. Dann in der Fasten der Kayser den ÄZobl- gebohrnen,seinen und des ReichsLiebcn Getreuen,und Obristen Hauptmann/ Graf Hugo von Wecdtenberg und zum Heiliacnberg, der in grossen Ansehen am Kayserlichen Hof war, das Schloß und Herrschafft Steyer Pfleg weiß Lingegeben, und ihm befohlen, an Sc. Majestät statt, von den von Števec Eyd und Pflicht zu nehmen. Ihnen von Steyer aber wurde auferleget, ge¬ büchten Grafen, zu Bewahr- und Beschützung der Stadt gehorsam und ge¬ wärtig zu seyn; Auch die Lehen-Stücke und Güter zum Sitz Schiffattsegg gehörig, so die von Steyer vielleicht seit droben in ^nno 1466. erzählter Esin siebmung , noch innen gehabt, zum Schloß Steyer zu antworten. Solche Pfleg hatte Graf Haug bis ins Jahr 1474. innen; sein Unter-Pfleger war, -er Edle Ulrich der Zoller. Volfeile Um diese Zeit war gut Fleisch essen , Wein trincken und Rosse füttern; s"t. Ein Ochs kostete z- fl. Ein Castcaun * i. Schill. Ein Dreyling Wein 9. ff Ein Muth Habern 2. fl. In diesem Jahr starb Friedrich Traindt, ein reicher Mann, war Hnno 1451. 1452. 1462. Lc 146z. Smdt - Richter zu Steyer; Hat zum Bau dec Pfarr-Kirchen ioo. fl. zum Amt 8c. Irimcacis drey Baum-Güttee , und detU Spital 20. fl verschafft. Sein Leichstein ist in der Pfarr-Kirchen beym Al¬ tar, vorn an der rechten Seiten zu sehen ; sein Wappen im Fenster denm ho¬ hen Aitar; darunter geschrieben : Friedrich Traindt; Welches sein Enckel/ Hannß Traindt, Hn. 1552. nach der Brunst renoviren lassen. Em Schöps oder Hamel, W )o( W 127 Das Traindtische Wappen. ^nnur ckrilii 1471. d . ^nno 1471- umPfingsten kam der Kayser persöhnlich nach Steyer. Vor 1471, , Mlben bracht der Rath für: „Welcher massen die Stadt durch die schweren Kayser "^egß-LEmfften, lange Jahre her auögestauden, in gar merckljch Ab: kommt "^)w.en und Verderben gerochen sev; Also daß nunmehr viel Häuser in der"x .^d gantz öd und unbcwohnet wären, daß auch diejenigen Burger, welche ertheiitder eigene Häuser haben, eben die Bewerb und Kauffmannschafft, mit AA 'Mnschencken/ und in andere Wege, wie die behaußten, führten; Wie auch Gast mit Gast zu handeln , sich unterstünden , wider alles uralte Her- AMen , und gemeiner Stadt zum Nachtheil. Und baten darüber, daß '^r)co Majestät hierinnen gnädigste Wendung vornehmen Wolken. h. Hierauf begabte der Käufer dir Stadt mit folgender Freyheit: Daß kein s^Mr oder Inwohner zu Steyer kemen Wein schencken, noch Kauffmamr- feu ^^r Bewerb treiben solle, er thue dann das in sein eigen Hauß ; Und leid,- Stadt in Steuren, Wacht, Robath, in ander Wege davon nut- Äuch soll kein Gast noch Lägerer mit keinem andern Gast, (ausgcnom- tr/s?" Jahr-Mäcckten) keinerley Handel, Gewerb noch Kauffmannschafft Noch keine Niederlage, oder Kauffmannschafft, über em Wonach v-kf ^ben ' sondern dieselbe, als oftt sie die Herdringen, in einem Wonach lausten, und nicht länger hie bleiben; Auch kernen Knecht, noch Lägerer, NaE^dcmn ein Wonach hier haben ; Noch mit solchen Handel in einem Mo- wieder kommen. c nrx'n ven unbebaußten Dieser «nd ^mpdrung^ W-ii-n di- arm-n ^au^en zschrE siÄ ken und vermöglichen Burger deswegen bcy Kayse - kntsetzrsahen; Beschwerten sich . c^e aber, und zwa^ eer l und baren also rmr Wiederaufhebung Hierüber nun wu de ^dell, hielt um Handhabung solcher ^erm äsro Neustadt Ke vom Kayser lmmirt, und dahm von neue ^aß Montag vor Sonnabend ^nno ^47^^e 128 _ G )o( M__ cd"»'. Daß kein Burger noch Inwohner zu Steyer Wein fchencken, noch 1471. "Mit andern mercklichen Gelverb handeln solle, er habe dann 24. Pfund Pfen¬ ning auf liegenden Gütern angelegt, und sey der Stadt mit Steuer, Wacht, „Robath, und in andere Weg, darvon mitleidig, daß auch kein Gaft mit Gast >,(äusser Jahr-Märckt-Zeiten) handeln, noch kein Pfcnwerth über zwei) „Monath allhie haben, sondern verkauften, auch kein Knecht oder Lägerer über ,,zwey Monath da bleiben, noch mit einigerlcy Kauffmannschafft und Gewerb „in einem Monath wieder kommen soll; Also daß die bemeldten Fremden im „Jahr ein gantz Viertel-Jahr, weder mit ihren Knechten noch Gütern da „seyn dürften. Krafft jetzt gemeldter Freyheit muß ein jeder, der zu Steyer Burger werden will, wann er nichts anliegendes in dem Burg-Fneden hat, 52- fl z» Raths Händen erlegen , bis er sich ankauffen tbut; Welches aber allein von denen zu verstehen , welche neben ihren Handwerck, odcrauch äusser diesen, ein Gewerb oder Handlung führen wollen. Der Kay- Um ^nclrese gelangte Japser Friederich, mit Dero Sohn, Ertz-Her- abttmahlö Zog Maximilian, und Tochter T^unigundt, (welche hernach Herzog Albt senSleyr. rechts in Bayern Gemahlin worden) adermahl hieher gen Steyer; Welche der Rath und Burgerschafft, nach der Empfängniß, die mit einer ?socelllon und Fürtrag des Heiligthums, (dabey sich alle Zechen und Zünfften, mit ihren Fahnen befunden) beschehen, mit folgenden silbernen Trinck - Geschirr, be- schencket haben; Nemlich fär Ihro Kayseri. Majestät ein Trinck-Geschirr, so gewogen hat 6. Marck, und an Geld Werth roo. si. Für Ihro Majestät Sok)N z. Marck z. Loth, an Geld zo fl- Für Ihro Majestät Tochter 4z. Loti), an Geld 26. fl. Aus dem Rath waren Wolffganq Oefferl, und der Gutberaw geordnet; Uder die Frauen bey der kroceillon und Einholung Acht zu haben, und Ordnung zu halten. Stadt-Richter war damahlen ^nno 1471. Wolssgang Wienner. Stadtschreiber von ^emo 1471. bis 148 t. Hannß Ukor, vorbero Stadt- schreibet zu Ennß; Nachmahw ^nno 148z. lnö 148^. Anwald auf der Herr- schasst Steyer. 1472. Zu diesen Zetten haben die Brüder, Dominicaner- Ordens, aus dem Clo- Dominica- ster zu Crembs , unterweilen ihren Enthalt und Wohnung , zu Sammlung sier zu"- ihrer Nahrung, all ie zu Steyer gehabt; Welchem Orden1472. vck- Steyer. williget worden, ein Doster in der St dt zu erbauen, darüber sie vom Pabss dem Kayser, und E. Ersamen Rath drey absonderli k e Verwilligungs- oder Oonlens-Briefe, (so noch vorhanden ) erworben; Und hierauf angefangeN, durch Hülff der Burgerschafft, und anderer, das Doster und Kirchen zu er¬ bauen , welches hernach in honorem ^kmunciarioms 6. VÜAim8 klarise eingt- weyhet worden. Der Her- Herr Georg und Wilhelm, Herren von Lossenstain, Gevettern, habet* Losensiain zu solchen Bau ihr H '»us / an der Vässl-Gassen, dem Orden zu kauften gclM H. üß zu der sich hingegen reverlirt, in solchen Doster jährlich etliche Messen zu be- Stcyer. stimmten Zeiten, für der Herren von Lossenstain Seelen zu halten. Wider die Erbauung dieses Dosters, und sonderlich der geistlichen LÄion darüber, hat sich zwischen den damahligen Aebten zu Gä stcn,6enbo>a Lc öeneE , und gedachten Dominicaner - Orden, ein langwieriger Streu und Rechts-l'rocels am Päbstlichen Hofzu Rom, und denen von dorten subllicmrten Richtern, erhoben ; Es hat aber doch der Orden obqesiegek, und ist durch Pabsts Sixri IV noch vorhandenen Urthels-Brief gemeldten Abt Oonvenc zu GärstcN peiperuum äilentium imponirt worden. 147z. ^rmo 147z. war Stadt- Richter zu Steyer Sigmund Rappenfuss Lo6sm Vnnm starb Abt Bertholdt zu Gärsten. Ihm ist nachgefolg^ in der ktLlscur, öeneäi^us. -_M_ 129 1474. um St- Veits-Tag , hat Herr von Leu von Rosenthal/ eklM des Königreichs Behaimb Obrister^ Hofmeister, dem Land ob der Ennß abge- 1474- sagt, und darauf mit seinen Helffern/ den Sennepanzkhy und Zünispan, in dle ivOO. Mannstarck/ zu Roß und Fuß/ Waldenfeis belägert, und Haßlach eingenommen; Darüber der Hauptmann zu Lintz das Aufbot im Land erge¬ ben lassen. Inmittelst nehmen die Böhmen Hirschlag ein, weilen die Land- Leute , in Ausbleibung der Stadt Steyer Hülste / nicht wolten fortziehen. Solchen Verzug verwiese der Hauptman den von Steyer hefftig/ und forder¬ te sie, so starck sie könnten, auf zu seyn, zu der Belagerung Hirschlag an St. Magdalena-Tag einen Anfang zu machen. Dergleichen begehrte auch auf dec andern Seiten Herr Sigmund von Eizing , sind Hobst Hausier, als Hauptleute, neben Herrn Stephan von Eizing, und Sittich von Zairbitsch, die von Steyer sollen auf St. Peters- ihr Hülff von Volck nach Crembs ins Feld wider den Feind / welcher des vunispan Häußl innen hatte / gewiß schicken. Unter wehrender Belagerung des Schlosses Hirschlag / kam Zeitung Schloß von, Anzug des von Rosenthal, gedachtes Schloß zu entsetzen; Daher er- lagert? Mng abermahl das Aufbot/ daß jederman/ so nickt zu alt noch zu jung zu die- ^n, alsbald zuziehen soll; Die Grafen, Herren, Ritter und Knechte, und A von Städten, die vor Hirschlag lagen, beschützen helffen. Und diese Aren : Georg, Graf zu Schauenberg , Gotthardt von Stahrenberg, Ariftsph von Z^ekhling, Bernhardt von Gcherssenberg , Andre von Uolhaimb, Georg von Lossenftain, Wichael von Traun, Christoph Ho- Asselder, Leonhardt Jörger, Caspar pirckhamer, Veit Danbeckh, und ^lbold Aspann. L. Endlich wurde mit gedachten Herrn von Rosenthal, Peter Stopenz- ,l)p von Susanna, und Heinrich Zünispann dahin accoröict, daß sie das be- Aette Schloß Graf Georgen von Schaumberg und Herrn Heinrich von Isenberg solken abtretten, bis zu AuStrag der Sachen; Wcffeutwegen man "uf St. Galln - Tag zu Landfeldten zusammen kommen, und haben Schieds- AMn sinn sollte Herzog Albrecht in Bayern, oder Herr Christoph von ^ech^enstain. Freytag nach St. Matthäus-Tag Abends. Denen Steyer ward aufgctragen! bey solchen Vergleichs-Tag mit zehen gecüste- Pferden zu Landfelden zu erscheinen rc. rc. Pfleger zu Steyer ^nno 1474. 1476. war Herr Reinprecht von halste, uchd zugleich Hauptmann ob dec Ennß; Sein Anwald allda auf dem schloß jst gewest, vorgedachtcr Herr Georg Rettner, Ritter. Stadt: Richter Xnno 147z, Hannß Steger. ^47s» c Bey der zu Landfeldten anqestellten Friedens - Handlung wird nichts Das 'suchtbarliches siyn verrichtet worden, weilen in dresem i47ssten Jahr um i-u- Schloß ^ber Rayser sich mtt den Land- Leuten zu Lintz entschlossen, das Schloß ZZGaa m Mag wieder zu belagern, und aus der Feinde Hand zu bringen. Darzu läge«. " vre Stadt Steyer mit zr. Mann zu Fuß angeschlagen worden. Aw dieser Zug und Belagerung abgeloffen,davon ist bey dentis nichts Böhmm n"Nen; Herr Reichart Strein aber, in Oder -Ennßerischen ^nnslibus be- w^dca g M bey dem lösten Jahr , daß um Pfingsten die Böhmen bev Grein, uva sre sich verschantzt hatten, geschlagen, ihnen eine grosse Beute abgenom- «n, Md viel gefangen worden. Darvon Herrn Georg von pettendorss, e/^Herrn Hainrichen von puechhaimb, zu ihrem Theil 4^ Gefangene,und acye Buben; Das beste Pferd dem Feld-Hauptmann, Herrn Bernhard- in Scherffenberg; Dem Herrn von Walsee, als Obristen - Marschall G^Uerreich , für seinen Theil ein Pferd; Und dem Zeugmeister, für seine ^Mgkeit, auch ein Pferd zugetheilet; Das weise Pferd aber Herzog , des Rayftrs Sohn, verehret worden. R UM lire ,, „ ^n. Dom. 1477» keria guarts, poll kellum unöecim millia „num,obiitblobili5 Dominus. DL LKOSI^' „krater Reverenlli Domini soannis kpiscopi V^arsllien. öc ^0' „mit. öiborien- bic ell kepulms. Orale pro eo. IZO M ^nnu« Um diese Zeit hat der Rayser dem Ertz - Bischoff Johann von Gran, der sich unbewust seines Herrn, Königs ^lartbiss in Ungarn, nut einem grossen Dic Herr- Retchthum nacher Wienn begeben hatte / die Herrschafft Steyer Pfandweise schafft eingegeben. Dacvon meldet Christoph Jordan, in seiner geschriebenen Saltz- rÄdem burger Chrome, es habe der Kayser gedachtem Bischoff das Schloß, Stadt und Ertz^Bi- Herrschafft Steyer, mit viel andern Schlössern und Aemtern, ewiglich zu der schoss von sjtzen, um eine grosse Summa Geldes, über 102000. Ungarisch, verliehen; ^,rcm ver- mit solchem Geld seinen Sohn, Ertz-Herzog Maximilian. in Burgund ge> schickt, die Hochzeit mir Herzog Carls Tochter zu halten. Bey dieses Ertz: Bischoffs Inhadnng von ^nno 1476. bis 1489. ist das Schloß allbie, so in den fürgewesenen Kriegs-Läufften, Velager - und Ein- nehmung fast rumirt worden, wiederum mitGebäu- und Befestigung gebessert, wie auch ein Theil Grund,hinten am Schloß, zu einen Hof-Gärten eingefan¬ gen worden. Er hat zuweilen allhie auf dem Schloß Hof gehalten, bis er änno 1482. durch Hülffe des Kaysers, Ertz-Bischoff zu Saltzburg worden- Dessen Pfleger und Hauptmann übers Schloß und Stadt Steyer, war ein vornehmer von Adel, Herr Andre Lrabatt von Lapiz; Casiner oder Rent¬ meister aber seyn solche Zeit über gewest, Paul Steinberger, und Dort Wns sing; Auch des gemeldtenLrabatten Unter-Pfleser, oder (wiemanS genennr) Anwäldte, Hanns; Wähinger, und Hannß Möhr. Stadt - Richter zu Steyer ^.nno 1477. war Jacob Mett!. Um diese Zeit lag eine Anzahl Kriegs-Volck, meist Böhmen, in der Ouar- niion zu Steyer; Unter denen haben am Sonntag juclica, in der Fasten, ih¬ rer zween, dec eineZkhalenz, undder andere Nicoläsch genannt, einen teutschc" Knecht fast tödtlich verwundet, in der Flucht bis ins Oeferl Hauß nachgelassen, und darinnen gar zu Boden geschlagen. Die Ursach war, daß er mir'den an¬ dern Böhmen damahlen nicht in die Futtecey reiten wollen, sondern gcmeldtet, er könne seinen Junckern sonsten wohl Heu und Stroh zuweqen bringen, es wäre nicht nöthig, daß er den Leuten Häuser und Käflen mit Gewalt um¬ breche. Der damahlige Richter, nahm sich des Verwundeten darum an, wei¬ len er in ein Burgers Haus, um Sicherheit willen, geflohen war; Allwo, ver¬ mög gemeiner Stadt krivile^ien, einer in solchen Fallen Freyung habe. 6s geschähe zugleich ein grosser Zulauff von der Gemein, welche sich gern an die Böhmen gemacht hätte; Doch Mete diesen Tumult Herr Andre Lrabatt/ Hauptmann, wiewohl mit grosser Mühe. Der Stadt - Richter Wolke gemelk¬ te bryde Böhmen in Verhasst nehmen; Die berussten sich aber auf ihre" Herrn, den Lands - Hauptmann ; Vor dem wolten sie in Verhör siebe"' . Dessen aber ungeacht, musten sie, zu Handhabung gemeiner Stadt Freybeit, dem Richter angeloden, aus dem Dachtropffen ihrer Herberg nicht zu kom¬ men, sondern sich um des geübten Frevels willen, mit dem Gericht und deM Beschädigten, innerhalb acht Tagen, zu vertragen; Oder den Handel "w Recht zu verantworten. Dieses war damahlen der krocels zu Steyer gege" den muthlvilligen Soldaten; Jetziger Zeit aber wär es einen Richter nicht z" rächen, wann er diesem kormular nachgehen wolte. In diesem Jahr ist auf dem Schloß Steyer gestorben ein vornehm^ AI, Ritters-Mann, dessen Grabstein und kpitapbium. daran er in einem Kücm k-rocr^ kniend abgemahlet / in der Pfarr: Kirchen zu Steyer zu sehen, mit dieser M Schrifft: —N» )o( W _izr ,» Uic ell Lpiscopus Olomucenlis ^llminillrator, kKO8I-U>l^., lenobi- -tnna, ,, Mus paremibus orrus , gui principium fsmilise ösronum in Kuno- ,, vvir in kloravis cle6ie, cujus Virrures ton Orbi nonKmss 8on6nius », 6e5cribit öcc. öcc. Kx noriš iuper vubrsvium I.ib. z i. kol. 258. Am Freyrag vor k^icolgi verständiget der Kayser aus Gmundten die von Friede Steyer, es sey zwischen Ihme und dem König von Ungarn, eitt gantzer und zwischen Alger Friede gethädtingt; Darinnen dem König aber etlicher Sachen halber König Lersorgnuß geschehen soll. Zu dem End sey ein Land - Tag nach Crembs, m Ungarn, üuf der Heil, drey König - Tag künftigen Jahres angestellt, dahin die von Steyer ihre Gesandte schicken sollen. ünno 1478. war Hannß Steger Verweser des Stadt - Gerichts zu Steuer. Ertag nach Pfingsten wird ein Land - Tag zu Lintz gehalten, den Anschlag w die rooooo. fl. welche der Kayler in die Oefterreichische Landschafft unter und ob der Ennß, dem König lUarclnse zu Ungarn zu erlegen, verschrieben Mte, eilend zu Händen zu bringen ; Wessentwegen, wie auch zu Abzahlung oec gehaltenen Dienst-Leut, und anderer des Kaysers Schulden, vergliche man UH eines Aufschlags auf alle Waaren ; Und zugleich einer Schatzftcucr auf jedes Vermögen, darunter, neben den geistlichen Persohnen, auch die Dii»st¬ aken gezogen wurden. Solchen Aufschlag hat der Kayser der Landschafft, gegen Bezahlung angeregter Schulden, wieder überlassen; Uno zum Einneh- wec wurde nach Steuer geordnet Geörg Steger und Frantz Pezner. Von gemeldten 100000. fl aber, ward das Land ob der Ennß Z2ooo. fl. beyzus ^agen, angeschlagen; Worzu unter andern zuschiessen sollten: Herr Christoph An Lichtenstein zu Steyeregg , isoo. fl. Dec Herr von Walsee, iooo. fl. L^ie Stadt Steyer 1800. fl. Welß 1200. fl. Ennß 8oo. fl. Lintz 1200. fl. Myftadt 200. fl. Gmündten 500. fl. Und Feckhlabrugg 200. fl. Dee Kayser schriebe, das Land ob der Ennß sey alleweg für den dritten Theil des onrstenthums Oesterreich, in den Theilungen und sonsten, gehalten worden. änno 1479. war Stadt: Richter zu Steyer wolffgang wienner. In diesem Jahr starb ein vermögender Burger allhier, Thomas der ^enftl genannt, zu Lintz; Dessen eingemauert Grabstein! im Freidthoff all: A Zu Lintz noch gesehen wird. Der hat unter andern in seinem Testament ^ordnet, seiner Seelen zu Trost und Hülff, inner Jahrs.Frist auszurichten, K Rom-Fahrt, eine Aach Fahrt, und dann nach unserer Frauen: Zell, zu Wolffgang, und zu Leonhardts-Kirchen, aufm Tomsweg, an iedes Ort Fahrt. Seine Wittib, Elisabeth, hat sich verlobet mit RemprechtEnnßer, . " Kaysers Diener und Burger zu Wienn; Derselben musten die von Steyer Gerhabschafft über ihre Dienstlische Kinder, Christoph und Hannßen, auf ^üyserl. Befehl, zuqestehen. , ^nno 1480. seynd zwey falsche Müntzer allhier in Verhasst gerathen, AMe . rNche der Richter, auf des Marschalls in Oesterreich, Graf Bernhardts von Verhasst, ^aidtburg, Befehl, dem Müntzmeistec in Oesterreich, Sigmundten GwaltS- Fer, der allein und sonst niemand über solche Leute zu richten hat, nachcr ^Elin ausantworten müssen. 3u Pfingsten wurde, im Land-Tag zu Lintz , von der Landschafft 200. "serde und 200. Mann zu Fuß, wider die Ungarn, em halbes Iatzr zu um /chaltcn, dem Kayser gewilligt; Wovon der Stadt Steyer 12. Pferde und Fuo Knechte zu schicken, oder dafür auf ein Pferd 12. fl. und auf einen - Knecht 6. fl. zu geben , angeschlagen. in Neben diesem befahl damahl der Kayser, die Häuser und andere Gemäuer dieÄ Vorstädten zu Steuer, so der Stadt schädlich, abzubrechen; Hingegen 0^^Stadr mit Gräben, Mauren, und in andere Wege zu bauen, und zur ^r zuzurichten, mit Bedrohung, da sie es unterliessen, sie mit Gewalt R 2 darzu -1^2 W )o( W, darzu zu nöthigen. Welche Verbessere oder Bcftstung bey der Sraot zwar wohl vonnörhen war; sintemahien dieselbe durch angedeute Kriege und Be.ä- gerung an Häuffecn und Mauren sehr verwüstet lag; Und hat der Kayser noch zuvor, ^n. 1478- solch Gebäu und Befestigung fürzunehmen, denen von Steyer befohlen, und zu Behuffdessen die Stadt befceyet von jeden Ernten Cloben zwey von einen Wagen mit Kauffmanschafft ein halb Pfund Pfenning von loos. Messern 4. Pfenning und von jeden Stuck Rupffern und Tuch r. Pfenning Maut zu nehmen; Im folgenden Jahr aber solche Mauth, auf-iooo. Messer um r. Pfenning erhöhet, so man alles zu solchen Stadt-Bau anle¬ gen solte. Hieraufnun wurde damahls die Stadt, das Steyer und Ennß Dorff nach Angeben, des dessentwegen anher geschickten Kays. Bau-Meister, Martin Felßer, mit Mauern, Gräben und Thürnen, etlicher massen befestiget; Dann zuvor hatte die Stadt nach der Ennß kein Rinck-Mauer, sondern es stund allem es» hültzerner vom Wasser zerrissener Schlag daselbst, den man in gefährliche» Läufften, mit einer eisern Ketten zu verwahren pflegte; Unlang hernach ist auch das starcke Thor an der andern Ennß-Brucken, wie auch das gemauerte Wacht- Hauß, ob dem Steyer-Dorff, gebauet, und von denen durch des von Stain Böhmisches Kriegs-Volck selber Orten herum, (wie noch zum Theil augen¬ scheinlich) aufgeworffene Schantzen, so die Böhmen in ihrer Sprach Tabor ^abor ob nennen, noch auf den heutigen Tag der Tabor genennt wird. Dahin nun woher sein ward die Wacht verordnet, und pflegte hernach lange Zeit dcrStadt-Thurnec Nähme, an diesem Ort zu wohnen. Zu besagten Stadt Gebäu nun haben der Herr¬ schafft Steyer so wohl anderer Clöster und Herrn Unterthanen, inner drey Meil Weges um die Stadt gesessen, mit Zufuhr und Robath Helffen müssen; welches der Kayser durch ausgeganqne ernstlich geboten; Mit Andeu¬ tung, daß solche Befestung nicht allein der Stadt, sondern auch den umliegen¬ den Unterthanen selbst, zu guten komme, dahin sie in Kriegs-Läufften, ihre Zuflucht mit ihren Hab und Gut nehmen könnten. Kayser Hierzu halff auch der Kayser selbst, mit Geld, und hat aus seiner Mauk Gey-«""* zu Ccembs 400. fl. zu diesem Stadt-Bau auözahlen lassen. Das beschwerliche Hülff dar- sie aber war der Stadt damahlen, daß sie neben Führung gemelten Baues/ ru- zugleich auch zur vefenllon wider dre Ungarn 100. Mann zu Fuß und 24» Pferd aus eignen Seckel m der Stadt unterhalten, und hierzu jeder Burger, von rov. Pfund Pfenning seines Vermögens, 6. Pfenning zu Steyer ivtt chentlich reichen müssen. Geörg von Rocbach diente der Stadt für einen fthls-Mann» mit 10. gerüften Pferden und 20. Fuß-Knechten, samt eine» Wagen: Hauptleuth waren, dec Edl und Vest Ritter Georg Schrott, und Wolffgang Grafenwöhrter rc. Xnno 1480. und 8 r. war Stadt-Richter zu Steyer Geörg Steger. 1481. Zu End des Septembers 148,. schreibt der Kayser aus Wien denen von Steyer, es gefalle seiner Mayj. nicht, daß sie auf voriges Aufbott, E Herr Ge- mand der Ihrigen ins Feld seinem lieben getreuen Geörgen von PottendotN/ org von Obrist-Schencken in Oesterreich, seinem Feld-Hauptmann zugeschickt hätten; dorffKays Nachdem aber die Land-Leute in mercklicher Anzahl zu Herzogburg bcyeincirn Z-W- der seyen, denen der Kayser seine Dienst - Leute, zu Roß und Fuß zugeschrckt; Haupt. Auch wegen der Zwietracht zwischen den Land - Leuten und etlichen Inwoh" nern aus Böhmen mit König l^islao ein Anstand bis auf St. Merthens genommen worden, so selten sie von Steyer, die Ihren zu Roß und Fuß avss meist und stärckist, mit Harnisch, Wehr, und Wagen, was ms Feld gehört dB von Pottendorff alsbald zuschicken ; dahin sich auch der von Scherffenbetg/ Hauptmann ob der Ennß, mit dem Volck in Böhmen begeben werde. Unlang hernach kam ein Haussen des Königs von Ungarn Volck um Pbb§ herum an, des Vorhabens sich an der Ennß zu verschantzen; Derhalben fahl Sigmund Utzinger, Anwaldt zu Linz, am Pfingstag nach Eolmannidurw k Atence» das cominZent zu Roß und Fuß alsbald nach Ennß an die Hand zu LkrM nehmen, alda Herr Bernhard von Scherffenberg, Hauptmann, wie auch er nnd Herr Benedict Schiesser solches erwarteten. Um diese Zeit befahl der Kayser denen von Steyer, bey Vermeidung sei-, ner Ungnadt und Straff, dasjenige Geld, so auf die Päbstlichen Briefs und lnöuitzenr bey ihnen gesammlet und eingelegt worden, zu ihren Händen zu neh¬ men, und unter ihren Stadt-Siegel verpittschieret zu Ihm nach Wienn zu schicken. In diesem Jahr wurde abecmahlen ein Auffschlag auf die Kauffmanns- )DUter alhie zu Steyer errichtet, welchen der Kayser durch Andceam Gutem rag verwalten lassen. Solcher Auffschlag hat bis ins 9Zte Jahr gewähret, in Welcher Zeit derselbe, Gmetner Stadt auf 2. Jahr gelassen worden; doch daß ne diese ^Einnahme auf Gebäu des Schlosses und der Stadt sollen anwenden, hernach haben demselben Herr Christoph von Liechtenstain, und Herr Geöra Eckersau, und Herr Heinrich Prüschenck, die ihres dem Kayser geliehenen Geldes halb, darauf angewiesen, durch ihre Leute verwalten lassen. Man stelre schon damahls von Hoff aus, den reichen Steyrischen Bur- Töchtern, durch Heurathen nach: Peter der Kappenfuß, Burger zu steyer, hatte eine einige Tochter, Namens Elisabeth, verlassen; die wurde emem Kaysel l. Hoff - Diener, Augustin Lausserer genannt, verheurath; Und mches nuf Anlangen und Begehren der Kayserl. Mayj. Dero man hierinnen Anen abschlägigen Bescheid geben durffte. Und lautet der Kayserl. Werbungs- -dtieff an die "von Steyer also: --Ersamb, Lieben, Getreue. Wir schriben hiermit Margarethen, jetzo Neri. "Hannsen Stollen eures Mitt-Burgers ehlichen Hausfrauen, daß dieselbige^vo« "Elisabeth ihr Tochter, so sie mit Wellland Pettern Kappenfuß ehelich gehabt Sreyerm "M, unfern Diener und getreuen, lieben Augustin Lauster Uns zu Ehren und Heurath "Gefallen verheurathen und geben wolle. Und nachdem Wir demselben Au- Justin in Ehrbarkeit und Frommkeit erkennen, seyn Wir ihm mit sondern Um beth Kap. Kayserl. Gnaden und zu aller Förderung geneigt; Ec auch Ihrer Freund- penfußia. ->'chM wohl dienen und zu guten gereichen mag. Und begehren darauf an Euch --wit sondern Vleiß, und wollen, daß Ihr bey derselben Margarethen und andern ->da es Euch fruchtbarlich und nützlich zu seyn gedunckt allen Vleiß fürkheret und --verheisset, damit sie den gemelten Unfern Diener die genannt Elisabeth, ehlich "vttheurathen und geben, und Uns dieser Unserer Bitte, so wir deßhalben an '-^ie thun, nicht abschlagen. Daran erzeugt ihr Uns sonders gut Gefallen, "wlt Gnaden gegen Euch zu erkennen. Geben am Sambftag vor dem Sonn- "tag kx-mch 1482. Pfingstag nach Ostern, begehrt der Kayser an die von Steyer, ihme auf^x Etdererstattung yo. Ducaten zu leihen; Dann Ihro Mayj. dem König zu begehrte,« ^^vaim, wegen Enoth Leons von Rosenthal Schatzung, 620. Ducaten, nach Anlehr«. gemachten Anschlag erlegen solle; Mit welcher Summa Kayserl. Mayj. so Me sonsten nicht aufkommen könnten. Und ferner bald hernach, nachdem weselben, zu Führung des Kriegs wider den König von Ungarn viel Volck an- Kommen; sich auch mit Wazlauen Wultschkho und seiner Bruderschafft um »eine Sprüche vertragen; Und hierzu einer Summa Geldes bedürfftig; Als Men die von Stever Zooo. fl. innerhalb 8. Tagen, zu Händen Ihrer Mayj. Wiener Hannßen Sinzendorffer erlegen, mit beygesetzter Betrohung, wo sie hiers mnen säumig seyn würden, sey dem Hauptmann ob dec Enß schon befohlen, solchen Schlag selbst unter den Burgern zu machen, und sich der ungehorsamen Leib, Mb und Gut zu versichern. Gedachter Walzau war derjenige, welcher neben vern 8,mc»8kkydas Kayserl. unbezahlte Kriegs Volck geführt, so, wie wir dro- Aemeldt, von Sternberg aus, gar bis hieher gen Steyer gestreifft haben. Aw Pfingsten wurde abermal zu Widerstand der Ungarn, ein Anschlag auf die ^radt Steyer gemacht, entweder 40. Pferd auözurüsten, und zu unterhalten, R 2 oder IZ4 _ W )o( W oder Wöchentlich auf eines einen Gulden zu reichen. Solchen Anschlag solle« 1482. sie den Probften von 8c. klorisn Herr Reinprechten von Walsee , und Anton Pecherer Burgern zu Linz erlegen» Am Tag klorism gebeut der Kanser den von Steyer, sie sollen mit ihrer Hülff neben den Hauptmann ob der Ennß, alsbald gen Ybbs zu ziehen; dann der König von Ungarn sey im Anzug, das belagerte Schloß Merckenstein( da¬ rinnen Herr Hanßvon Hohenberg war) zu entsetzen. Hnno 148z. ordnet der Kayser nach Steyer ab, seinen Mauttner zu Pbbs, Hannsen Cramer, der soll den bißher alda geführten Befestigung^ Bau besichtigen, und wofern sich finden würde, daß die von Steyer über das Darleihen, so ihnen von Ihrer Mayj. an Freyheit und Geld vormahls darzu gegeben, und sonst nach Gelegenheit der Läuffte, was nützliches uck auSträgliches verbauet und zugericht hätten, er dessen Ihrer Mavj. Nack Christophen Hohenfelder, berichten, und alsdann die von Steuer deö M schlags der 4v. Pferden angelanqt, zu solchen Bau folgen, und sie mit dein Ihrigen zu Wbs unaufgehalten fortfahren lassen. Dir Stadt Es war schon selber Zeit im Gebrauch (wie ich sehe) wann der Stadt McktGn' Steyer anderwects her Ungemach, Noch und Dürfftigkeit zugestanden, daß trag in der selbiges Elend von ihren Nachbarn und Handels-Leuten schwerer gemacht uck rissen, vermehrt worden. Dann nachdem die Stadt und Burgcrschafft, durch das Handlung, langwierige Kriegs-Wesen unter Herzog Albrechten Mit dem Herrn von Stack und vor jetzo wider die Ungarn fast gantz verderbt, alle Gewerb und Handtier rungen, sonderlich der Verschleiß in S tahl und Eissen , gelegen; Und daher in solch Abnehmen gerathen waren, daß sie den roh-und geschlagenen Zeug bey Radrund Hammerwercken, wie von Alters Herkommen, nicht stets, ordcnt sich heben, und auszuzahlen vermöchten; trachteten bey solcher Gelegenheit die Rad- und Hammer - Meister auf die freye Handlung, und FLnfahtt za Steyer mit ihrem Eissen und Stahl; Und well der Kayser zur selben Zeit za Grätz Hoff hielte, brachten sie die Sach durch Hülff ihrer Patronen, (dack man selber Zeit die Geschenck und Verehrungen, sonderlich wann solche etwas austräglich gewest, auch schon gern gehabt,) dahin, daß nach gehaltener hör oder LommMon, zwischen den Theilen, die Sache Mitwoch nach St- Veits Tag, dergestalt entschieden wurde, daß nemlich die von Steyr zu Zeit der damahligen Kriegs-Läuffte, alles Eissen, was daselbst im innern Berg gemacht wird, ohne gefehrde heben, bezahlen und es damit halten sollen, als von Alters Herkommen sey; Wo sic aber das nicht tbäten, und solch ErW nicht vertreiben könnten, so sollen sie den Rath und Hammer Meistern, oder ihren Abkauffern den Handel und Fürfahrt zu Steyer mit solchen Eissen gestat¬ ten. Aber nach den Kriegs - Läuffken sollen die von Steyer, laut ihrer Fro¬ heiten das rohe und geschlagen Eissen alle Monath heben, bezahlen, und la übrigen bey den alten Herkommen und Befreyungen bleiben. Stadt-Richter zu Steyer, Merth Fuxberger 1482.8z. k 84. Hnno 1484» Montag vor Mariä Geburth, befiehlt der Kayser aus Gr^ denen von Steyer, sie sotten auf eine Zeitlang ro. Wagen Roß zum GescM unterhalten, und absonderlich die auf sie geschlagenen 600. st Herrn Heinrck Preuschencken Freyherrn zu Stetenberg und zum Säringsiein, seinem Rack und Caspar von Rogendorff seinem Cammerer zu entrichten, bey i ooO.PflE Pfenning Peen. Darauf schicken die von Steyer, den Werth an Tuch, ck' einem Schiff, mit ihrem Söldnern begleitet. Als sie gen Pechlern komnick ließ Herr Merth von Erzinq, des Bischoff von Regenspnrg Pfleger iE Schiff und Tuch mit Gewalt hinweg nehmen , verpflichtet ihm derer vck Steyer Knecht, und als er deßhalb ersucht wurde, gab er zur Antwort, e- E le zwar gedachte Dienst Leuth an ihren Dienst nicht adhatten, doch könne sie ihrer Pflicht auch nicht gar ledig sagen, daß wann er sie fordern würoe, '7 f s 1 ! l s c 1 j i ! 1 i 1 l ,l en on er in S' cr ls h/ sir IN )t ß id 6 l/ n n s; t si r i - i ne Besa¬ tzung in ' nra¬ ven. wieder einstellen sotten ; Er hab dieselben auf Herrn Heinrichs Pcü- ckn-u iMnckhen murhwilliges Ansuchen verpflichten müssen. 1484- Dcr Kayser erinnert die von Steyer, und den Pfarrer allda, am Sonntag Korn- ttach St. BarbaräTag, aus Lmtz; weilen das Kriegs-Volck, sich nunmehr ab- Neuburg lvcrts begeben, die Stadt Korn-Neuburg von des Königs von Ungarn Belage- erg-ebtsich tung zu retten, sollen sie inzwischen ttroceilioneg halten, Aemter singen. Meß le- gam,"' 'A, den gemeinen Volek von der Cantzel verkündten und befehlen, GOttden Allmächtigen um den Sieg fleißig zu bitten. Es war aber drßmahl vergebens; "ach dem gedachter Kayserl. Entsatz geschlagen, hat sich die Stadt aus Hun- KttsNotl) gedrungencrgeben; Und belägerte drauf derKömg nochselbenWin- terdie Stadt Wien. Dahero befiehlt der Kayser, aus Ennß an aller Kindlcin ^g, denen von Steyer ,alsodald zwey Schiff mit Traidt und Mehl beladen, zu l roviamirung der Stadt Wien an die Donau zu schicken. Darum entschuldig¬ en sie sich,und baten gemeine Stadt dieses Anschlags zu entheben, aus Ursach, Msie den Vestungs-Bauin Steyer, und Ennßdorff aus ihrer Darlag aufge- luK't; Daß auch dey z. Jahren her zu mchrmahlen viel Steuern auf die Bür¬ st'geschlagen worden; also daß der vcrmögige von ioo. Pfund Pfennig >. und6. Ke. wöchentlich reichen müssen; Der arme Handwercks-Mann aber, der mum zu Zeiten n. Pfennig über seine Zehrung die Wochen über erobern mö- Aen, wöchentlich 8. Pfennig zum Stadt-Bau geben müssen; Und dannochsol- He Aufschläge nit erklecklich gewest. Daher sey die Stadt in grosse Schulden Drachen, die Handlung läge gar darnieder, wegen Menge der Aufschläg, auch oaß die Herrn nn Lande den Handel mit Wein und in anderweg fast trieben, da¬ durch die Stadt in Abnahme qerathen; Also daß unlängsten "wohl i^O. Messe- A und andere Handwerker für Rath kommen, und Urlaub begehrt hätten, Vollziehen, weil sie die grossen Auflagen nicht länger zu erschwingen wüsten. habe auch überdiß die Stadt jetzo täglich starčke Ansuchung von dem Feind Ungarn meinend) welche gantz an die Vorstadt heran gehuldigt, und meinen ungefangnen Gebäu mit Brand zu vernichten: Sey also grosse Nothdurfft, Elchen Bau eylend zu verfertigen, und daß gemeine Stadt sich selbst mit Lro- V'UM und Xlumcion in solcher Noth versehe. Hierüber nun fertigte der Kayser zu denen von Steyer ab, seinen lieben Mreuen und andächtigen Bernhardten von Pollhaimb, den sollten sie an statt A zwey Schiffe mit ttrovism, zu Speisung der Stadt Wienn , izso. fl. er- Men, mit Bedrohung, wo sie sich hterinnen säumig erzeigten, sie mit Gewalt Mu anzuhalten, und um ihren Ungehorsam zu straffen. Daneben ließ sie der ^Mer vermahnen und warnen, bey guter Wacht und Hut, unter den Thoren Mauren, bey Tag und Nacht zu seyn, weil sich der Feind unterstehe, die Mdt ob der Ennß nächtlicher Weile zu besichtigen, damit sie nicht unver- 'MNS überstiegen und eingenommen werden. n Ertag vor Pfingsten' schreibt der Kayser denen von Steyer, es sey War- Ungarn ^üg kommen, der Feind wolle eine Besatzung in Weyer machen , dem sollen ^tnit Rath und Hülff, Wolffgangen Metllcnstorffer, des Kaysers Pfleger zu " Mstain, und Andräen Crabatten von Lapiz, Pflegern zu Steyer, vorkom- Weyr und verwehren. .. Denn isten Iunii, welches damahls war derAbendvorcorpockg CttMi, Wenn er- .Mb sich dw Stadt Wienn dem Könia von Ungarn, als sie bis dahin, vom s^bt sich lanu-irn belägert gewest. Hierauf theilte sich das Ungarische Volck al- 'ünaarn. horten in Oesterreich zum Streiffen aus; Hiervon schreibt Bernhardt Kern .Ahaus Crembs, Sonntag nach l.guremü, an Hannßen Kölln,Richtern zu steyer: Das Ungerische Heer sey vor Lambach und voc Raittbettenbach,(das ^es Zürckbendorffer) gerucket. Die Schlösser seyen bevde gut, wollen sie sich y^erst wehren; Die Fuß - Knecht liegen alle im Marckt Lambach , und die Egenburg vor Raittbettenbach. Sie hätten zu des Tilizers Schloß, Wald, grosse Weil Wegs; Wie sie mit demselben werden leben, wisse er nicht. Man W )O( W >nnu; Man sage aber, sie würden ihn so fcharff zusetzen, daß sie sich bald ergeben 14^1 müssen; Und würden gar ins Land ob der Ennß ziehen- Im Fall, daß sie 4 vor Ybbs rücken, werden sie lang da liegen bleiben- Ihrer seyn über 6ooc>- gut und böser; Die Landboten, von denen Land:Leuten zum König geschickt, seyen noch nicht ankommen. Ungarn Herr Merth von Eizing,dessen wir droben gedacht/ weilen der Bischoff von dem Land Regenspurg, rarione seiner Güter in Oesterreich gelegen/ mit dem König von ob der Ungarn neutral war, ließ ec dessen Volck unter Stephan' Lapolin , erblichen Ennß;». Grafen zu Zips,sovon St- Pölten herauf im Anzug war, zu Pechlern ein; Von dannen sie ohne Hinderung auf dieses Land zurücketen. Deshalben schreiben vorgemeldter Herr Andrü Crabatt, Pfieger zu Steyer / Geök g Prandt- stettner, und Merth Fuxberger, der Stadt Gesandte / aus Lintz, am Ertag vor Colmanni, alles aufgebrachte Volck ziehe nach Ennß ; Der Schrott sey ihr Hauptmann, und werde mit allen Volck zu Roß und Fuß, wann die Son¬ ne untergehe, aufbrechen und gen Haag ziehen , dahin solle dec Richter zu Steyer, Hannß Köll, die Reißigen daselbst, samt noch 100. Mann zu Fuß, die er von Iungengesellcn, und andern in der Stadt aufbcingen möge, uni selbige Zeit auch schicken, und denselben und des von Gärsten Leuten den Kern- fockh für einen Aelteften zugeben. Der junge Rorbacher zu St. Peter, habe einen gar guten Anschlag für; Nemiich es soll gedachter Richter ihm durch ein Weid, in einem Zetl, diesen Anzug zu wissen thun, daß er in der Nacht vier Bauren schicke, und die Brucken zu Ulrmrfeld abwerffen lasse; Wie aber dieser Anschlag abgeloffen, davon finde ich nichts ausgezeichnet. Freytags nach Loncepriom8 6. XtsriL, erinnerte vorgemeldter Landes- Hauptmann, durch ein karenc, es sei) ihm selben Tags gewisse Kundschafft zu¬ kommen, daß einer von des Königs Hauptleuten mit einer Anzahl Fuß : Volck gen Gärsten kommen, und mit andern, so schon längst daselbst einen AnschW haben, eine Besatzung im Land ob der Ennß zu machen. Es seyn aber schon zuvor um ^nclreX ungefchr die Ungarn in die kevick um Sceyer ankommen,sich gelagert, und bey Ernsthoveu eine Brucken über die Ennß,und eine ftarcke Schantz oder T abor aufgeworffen. Welche sie nach ihrclN Wilhelm Hauptmann Wilhelm Thettauer (dessen auch üonhmus gedenckt, und sagt, er Lhettauer, sey ein gehobener Böhm gewest ) die Tbettau geheissen haben. Bey welchck» AA"" Handel der Stadt Steyer grosse Gefahr zuwuchse; Dann die Ungarn streik mann, ten aller Orten aus, bis an die Stadt: Thor, übten an Jungen und Alten, in Ennß und S teyerdorff, grossen Muthwillen ; Wollen dieselben Oerter Huldigung nöthigen/und im widrigen Fall die Häuser im Brand stecken. Vorgc- dachterHerrAndräCrabatt aber,nahm derStadtunterhaltenes,und das zuYbbs' Türnstain, und anderer Orten gelegenes Kaylerliches Volck zu Roß und Foß, und verlegte den Feinden den Paß, welchen sie sonsten nach der Ennß hinein ins Gebürg nehmen wollten ; Und liesse sich zugleich die zwo Kirchen am Ec- bürg , 8t. Michael und Behambecg, bevcsten und Mlt Volck besetzen. Bey währenden diesem Ungarischen Kriegs: Wesen, wurden viel sammlungen der Stände zu Lintz gehalten, und von dem Lands: Hauptina^ Den von Steuer befohlen, mrt Herrn Ulrichen und Gottbardten von Stahls berg, Herrn Audra von Pollhaimb, und Pilgram Walchen,zu rathschlag^' wie mau sich zur Wehre rüsten, und was aufdcs Königs vonBehaimb Sch^ den und Begehren (welcher nemlich bcy den Land: Ständen loMcmrke, sie wl ten sich in seinen Schutz ergeben) zu thun se»;Aber der Ertz: Bischoffs Gran und zu Saltzburg, damahls Inhaber dcrHerrschafft Steyer, und inM' wesen des Kaystkö verordneter Stadthaltcr über Oesterreich unter und ob Ennß, Steuer, Cärndken und Crain, ließ den Rath zu Steyer bey ihrer Saltzburg gehabten Bortscbafft ernstlich ansagen, daß sie seinem getreuen dcäen Crabaw, Hauptman zu Steyer, bey diesen geschwinden und besorglM? Läufften, als ihm selbst gehorsam und gewärtig zu seyn ; Auch keinen W )o( M iZ7 . L 1487. Hannß S-M- Richter Hannß Rölltt. Uoch Versammlung, noch etwas anders, ausserhalb sein, Crabattens, wissen zu halten. Aus der Schantz zu Ernsthoven, fielen die Ungarn über die Ennß, und ' nahmen den Sitz Schiffertsegg bey Cranstorff ein, behiettm aber solchen nicht nehmen wng, sondern wurden durch der von Steyer Volck wiederum daraus getrieben; dm Sitz stecketen es doch zuvor im Brand. Daher befahl hernach der Kaffer den Städr wn Steyer, Lintz, Welß und Ennß, das übergeblieben Gemäuer abzubrechen, werde/ "Ud zu schleusten. Als fie demnach kommen, fanden fie des Herrn Wilhelms «dm dar- vonLossenftain Leute und Diener, die widersetzten sich, und sagten, sie wob wn solches Gemäuer dem Land zu gut, und dem Feind zum Widerstand, selb- trieben. Um 6e5encliren. So schriebe auch zugleich gedachter Herr von Lossenstain A die von Steyer, wie nemltch dec Stock Schiffertsegg , fernem Diener, Morgen Feichter voclängst zugehörig ; Und weil derselbe willens sey, selbst A LXayserl. Majestät zu reisen , und zu bitten , die Verheerung einzustellen; As bitte er sie, die von Steyer, sie weiten damit anstehen. Dem mrgeacht Mr wurde, auf des Kaysers wiederholten Befehl, mit dem Einreissen ver- Men ; Inmassen die lrucler-L noch auf den heutigen Tag an diesem Ort zu M. Hierwidec hat sich zwar gemeldter von Adel, der Feichter, in einem schreiben hernach beschwehret/daß die von Steyer ihm seinen Adelichen 7-D und vätterlich Erbe, Schiffertsegg, zerstöhret, und darum Abtrag be- 8Mtt; Er ward aber hiemit für dem Kayser abgcwiesen. Am Heil Weyhnacht - Tag begehrt Herr Sigmundt prüeschenckh an die Steyer, ihme 4. Centen Pulver, und 12. Hacken, Pückßen,und Kugeln Prüe- Mu, nach 8r. klonan zu schicken; Er habe den Sitz Zierberg, so dempih ffMckh ""8°r gehörte, jetzo eingenommen. LL„ . Stadtschreiber zu Steyer war Anno 1485- bis 1489. Augustin Sta- an die von ^Mcryer; Der war hernach Anno 14^2. Caftner oder Rentmeister auf der Steyer. Erschafft Steyer; Im folgenden i494sten Jahr aber Hof-Richter zu Gar- Stadt. Richter zu Steyer war Anno 1485. 1486 Dessen Wappen. Anno W )o( Wz Steyrer nach Lintz «rirt. Aufbott wider die Ungarn. IZ8 __ ^.nno 1486. Samstag nach Lrbsr6i gebeut der Lands-Hauptmann dell Zuzug. Dann der Feind (es waren etliche Böhmische von Adel) sey von B haimbi- Grätz, zunächst hinter der Freystadt, aufgebrochen, und habe im Fceystädtec- uuth fal' Wald eine Glaß - Hütten, zu Stopelhoven eingenommen; Wolle allda eine len ins Schantze aufwerffen und besetzen,so man ihm verwehren müsse. Land. Pfingsttags vor dem Sonntag llemmffcere erinnert der Aayser meist- gedachten Lands-Hauptmann, er habe mit grosser Mühe und Arbeit bcy den Chur-Fürsten des Heil. Röm. Reichs erlangt, daß sie seinen lieben Sohn Ertz-Her- zum Römischen Bönig erwählt, und solches mitgewöhnlichen Solennitättn au mttian selben Tag publicirt Haden; Das soll er/ Hauptmann, allen Land-Leuten ob wird Nö- der Ennß verkünden / und sich mit ihnen solcher Gnad, Ehr und Würden/dre Ascher auch nach Ihrer Majestät Tod und Abgang bey dem Haus Oesterreich ^»'2' bleibet, erfreuen. Welche Erinnerung auch gedachter Lands-Hauptmann, den von Steyer also commum'cirete. Abt Bilianvon Seitenstetten, schreibt am Pfingftag nach Ostern dein Richter zu Steyer, Hannsen Bölln, weil er auf morgen einen Tag hab, M dem Pfleger und denen Dienst-Leuten zu Steyer, so woll er ihn bey dem EW ner Herberg bestellen auf 20, Pferde, und daß er ihnen eine Mahlzeit bereite zn drey Tischen ; Das wolle er um Seine Meißheit wieder verschulden. Zu Anfang des Monaths Iunii ergieng abermahl daS Aufbott im Lande, weil sich der Feind von Garsten, bey Frizenstorff, Seissenstain,und andern Orten versammlet, und in iroo. Mann starck zu Roß und Fuß , gegen der Donau gezogen, in Willen sich allda zu verschantzen. DerBayser war damahlen mit dem Flanderischen Brieg, undErledr tzüng seines Sohns Maximilian! aus der von Brugg Händen, ziemlich 0^ cupirt, und zog um diese Zeit von Franckfurt hinab in die Niederlande', Wie dann Herr Heinrich prüeschenckh , des Baysers Pfleger zum SörE siain, die von Steyer verständiget: Ihme seyen von Bayserl. Maj436. ätherischen Raths; Freund, Valentin Rättenberger genannt, auf der Do¬ nau bey Marspach 702 fi. wie die andern Räuber, hinweg genommen. Vor- genickter Herr Reinprecht von Reichenburg Kays. Maj. Obrister Hauptmann, Welcher unlängst hernach mit Volck gen Steyr gelegt wurde), schriebe zwar öff- ters dem LandS-Hauptmann, beym Oderhammer die keMcmion zu verordnen, aber der Rättenberger soll es noch erwarten. Jnmittclö nehmen die Ungarn das Schloß Rorbach, zwo Meil von Steyr Ungar« gelegen, um l^urencii ein; Und zog Herr Gotthard von Stahrenderg, Haupt' nehmen wann ob der Ennß, um Martini hernach für den Sitz Alch, denselben zu bcla- dahin die Stadt Steyer so. Mann zu Hülffe schicken müssen. 8ub Vsrv Lichtenwörth, an 8r. Pauli Tag ?,n. 1487. schriebe Kömg 1437. Matthias zu Ungarn einen Land-Tag aus auf dem Sonntag kemimtcere zu -kienn zu halten: Darzu wurden alle Prälaten, Herrn, Ritter und Knecht, und die von Städten unter und ob der Ennß, dabey auch die Stadt Steyr, durch folgendes König!, ausgefertigtes Schreiben erfordert: „Besonders Lieben. Uns zweiffelt nicht, Ihr habt der Ursachen, um Kömgt. "derwillen Wir ins Land Oesterreich zu ziehen, und das zu bekriegen bewogen Schreibe« "lvorden, gut Wissen; Und so wir nun auf unsere Gerechtigkeit, Briessr und Srever""" "siegel, so Wir von Kayserl. Maj. und der gantzeu Landschafft haben, und "Uns den Krieg begeben, durch Gnad und Hüiff deS Allmächtigen GOttes EN mehrer» und besten Theil davon mit Heeres-Krafft gewonnen und erobert Eben, und nun Herr und Landes-Fürst seyn; haben Wir mit nicht genügen "Erbarmen, das mercklich und schwere Verderben, darein dasselbe Land und »'lerne Innwohner, durch die Kriegs-Läuffte kommen seyn, und noch mehrgröft "'tt und unwiderbringlicher, wo Wir die ferner verüben sotten, kommen möch- "ke, ansehen, und als ein gnädiger Herr, den solche Verwüstung nicht lieb ist, "Machtet, Weg, und Mittel fürzukehren; Und das mit Eurem Rath und ''vM in Ruhe und Frieden zu setzen: Und haben darum, damit dem fürder- "'M nachgegangen werde, mit allen Prälaten, Herrn undRitterschafft, und "^nen von Städten, unter und ob der Ennß, einen gemeinen Land - Tag, 'M nechst künfftigen Sonntag keminilcere. zu Wienn zu halten fürgenom- 'Mn; Auch dieftlbe all und jede besonders darzu beruffen. Demnach ist Eser flejM Begehren und Befehl an Euch, wollen auch ernstlich, daß or euer gevollmächtigte Bottschafft auf bemelten Tag daselbst gen Wienn "Ns schicket, und alda mit sammt Uns und den Land - Leuten, so auch leyn werden, Helffen, rathen, Weg und Mittel fürnehmen; damit des Lan- "kv, euch und andern seinen Einwohnern weiter Krieg, Unrath und Verder- '',/n gewendet, und das in Ruhe, Fried und Einigkeit gesetzt, und dabey behal- ' ,"^verde. Und bleibt nicht aussen; thut auch nichts anders, als ihr Uns, ,'^H selbst, und Land und Leuten zu gut des schuldig und pflichtig feyd. Da- n thut ihr, zusamt der Billigkeit, Unser ernstliche Meinung. Wir geben denjenigen, so ihr auf gemelten Tag schicken werdet, darzu zu kommen, ''M wiederum darvon, unfern Königl. Gleit und Sicherheit, hiemit Krafft .'cässBrieffs. Geben zu Lichtenwörth, am 8c. kIMn Tag^n. 1487. UnserS «^lchs des Ungarischen in rc-sten und des Böhmischen in 18ten Jahr.Ich x'dd aber gleichwohl nicht, daß von der Stadt Steyr, jemand, zu solchem ^Md-Tag wäre abgeschicket worden. dk->^ Lu Sommer wurde von der Stadt Steyer, und des Pflegers alda, An- vtm Crabathen Kriegs-Volck einem Burger zu 8c. Peter, Hannßen Nimec- Dreyling Wein, sammt Ross und Wagen, auch der Burger selbst/ Hingen; Weil er solchen Wein dem Feind zu Ernsthoven wollen zu führen, ^"gegen begehrte des Kaysers Pfleger zu 8r. Peter, Herr Geörg Hobenfel- die Erledigung des Gefangenen, und Erstattung des Weines in Ansehung, S r daß 142 W )o( W baß der Marckt 8k. Peter zu solcher Zufuhr vom Feind mit Gewalt gezu ungen, 1487. der Burger aber keine Schuld daran habe. Hierüber enstunde folgends zwi¬ schen gedachten Hohenfelder und Crabathen ein böser Handel , da.von hernach an seinen Ort ein mehrers solle gemeldt werden. HerzogAl- Zu End des MonathsIulii sähe maneins mahlen des Röm. Reichs Pam Lrecht von nier im Land ob der Ennß daher fliegen, samt der vertrösteten und nun lang 8mmt erwarteten Krtegß-Hülff, unter Herzog Albrechten von Sachsen. Dessen er- mu des stes Versuchen war, von Ennß aus mit einem Theil Volck für obgeoachten Sitz Rorbach zu rucken, denselben zu belagern, darinnen und auf dec Schantz Lcster?" zu Ernsthoven, oderTettau, waren damahlen des Königs Hauprleut dlico- reich an. kick Malowiz, und Heinrich von Khrackhowiz. Denen von Steyer ward Rorbach von gemessen Herzogen, aus Ennß, Freytag nach ksuremü befohlen, weil «vird be- Rorbach nunmehr berennt, und gewisse Kundschafft von des Königs Entsatz lagert, verbanden, sollen sie mit allen den Ihrigen, was sie an Volck aufbringen mö- gen, alsbald dahin ziehen. Herzog Albrecht blieb nicht lang davor liegen, soll- dern zog mit dem meisten Volck davon, nahm Pbbs ein , und befahl die Be¬ lagerung Rorbach Herrn Geörgen von Wülfferstorff, zu concmuiren: Nach HtrzosAl- Yhhß fttzt er zum Hauptman Nicolasen Greiß von Mantzes. Er der Herzog drechk Aus- aber, kam über wenig Tage wieder gen Ennß, thät allererst seine Ankunfft ins Land durch karence von 15. Augusti zu wissen; daß er ncmlich von Chur: und Fürsten des Reichs zu Widerstand des von Ungarn, mit des Reichs Hülffaw kommen sey; und befehle demnach, als Ihrer Kayserl. Mayj. und des Heil- Reichs Obrtfter Hauptmann, daß ncmlich, der Jugend oder Alters wegen in die Heerfarth tauge, auf dem Freytag vor LarrbolomLi, wohl gerüft zu Roß und Fuß, zu Ennß im Feld, oder in der Gegend, wo er Herzog seyn werde, gewiß zu erscheinen. Eben an diesen Tag gebeut gemelter von Wilffecstorff Ritter, und dec Hauptmann von Rorbach, dem Richter zu Steyer, Hannßen Khöln, er sol¬ le alsbald in der Stadt aufbieten, und mit allem Volck noch in derselben Nacht zu ihm gen Rorbach erscheinen. Es sey ein Anschlag vorhanden, der sich durch Schreiben nicht offenbaren lasse; Sie dürfften auch nicht länger, dann nur einen Tag und eine Nacht aussen seyn. A!- Ror- Am Tag Bartbolomäi bestehlet Herzog Albrecht, den von Steyer, allen »ach auf- Zeug und Püxen, so des Tags zuvor, von Rorbach gen Steyer geführt wot- schoben, den, nach Ennß zu schicken. Ob nun diß ein Abzug Mit oder ohne Erobe¬ rung des Schlosses Rorbach gewest, kan ich nicht für gewiß schreiben, vec- muthlich ader wird das Kayserliche Volck von der Belagerung abgetrieben wor¬ den seyn; Weilen ich finde, daß wenig Tag zuvor Theobald Fürnsün, »no Wolffgang Oefferl, beyde Burger zu Steyer, aus dem Lager vor Rorbaa), Zeitung, in die Stadt gebracht, wie sie mit grosser Mühe Bitt und Hülff Herr Geörg Schrotten Hauptmann bey der von Steyer Volck, und sonderlich Messerern, nur noch einen Tag vor Rorbach zu bleiben erhalten; sorE zu besorgen gewest, es wäre das gantze Lager aus dem Feld gezogen. wurden Herzog Albrecht und seine Hauptleure von Steyer aus erinnert, N)v sie anderst Willens, Rorbach aus dem Weg zu bringen, sie eilends darzu^ Herrvon thun, sonsten zu besorgen, weilen der Feind um 8t. Pölten sich versammle, Nlw Wllffer- mit dem Entsatz in Anzug, daß man mit Schanden abziehen müsse. ter! wird Am gemelten Tag Bartholomäi, ward auch zugleich von Herzog Albrecv" nachSteyr ten, vorgedachter von Wllfferftorff mit 6. Pferden und IQO. Mann zu Fuß verlegt, die Stadt gelegt, und den von Steyer befohlen, demselben und seinem Rath r" Die Stäb- gehorsamen. te gera Um diese Zeit gerietben die Städte diß Landes, mit dem Lands - Hanp^ Lm^uvt mann, Herrn Gottharden von Stahrnberq, auch in einen Handel; dann dA mann ob selbe der Städte Unterthanen auf dem Land mit Anschlag und Steuern, in de'Ennß, fern Ungarischen Kriegs-Wesen belegte: Nachdem aber dasselbe den krivile^ Hanoei. 14-r en der Städte zuwider, wollen die Städte ein solches nicht nachgeben; dahero wurden die armen Leut vom Lands-Hauptmann, mit Gefängnüß, und mit Gewalt gezwungen, solche Steurn zu reichen. Dahero nun schrieben die Städte insgesammt von Steyer aus, dahin sie sich durch Gesande hatten ver¬ rammlet, dem Lands-Hauptmann; Und zwar mit wenigen kkHeÄ, scharff ge¬ nug, wie folget: „Wohlgebohrner, Gnädiger Herr, Unsere willige Dienst zuvor. Als »-^hr unsere Baurn, wider unsere krivileZis und altes Herkommen, auf etliche Lands- -mngezogene Kayserl. Gefchäfft zu steurn unterstanden, die gefangen, und auf Haupt« »Fürschrifft unsers Gnädigen Herrn, Herzog Albrechts von Sachsen, die"""», "Aach biß auf Verhör in Ruhe zu stellen verweigert, haben Wir aus eurem "schreiben, und der That vernommen; Und hätten Uns wohl versehen, Un- "lers Gnädigen Herrn Herzog Albrechts Schrifft, deßhalb an Euch gethan, "iolt billig angesehen, und nicht veracht seyn. Denn wiewohl Ihr Euch aus -'"n Kays. Gefchäfft gründet, hoffen wir jedoch, daß solch Kays. Gefchäfft, "Nachdem es Uns im Rucken und unverhört, wider unsere Privilegs ausge- -'dracht jst, Uns solle ohne Schaden semi: Dann wär die Kays. Maj. untec- "Uchtet worden; so hätt Se. Kays. Gnad, ohne Zweiffel solch Gefchäfft nicht "Mn ausgehen. Dannenhero stellen Wir auch die Sach auf den gemelten Uru ->iern Gnäd. Herrn, Herzog Albrechten, als Obersten Kays Hauptman und Statt- "Mer, oder auf die Kays. Maj. wie billich, zu erkennen und zu rechtfertigen: '-Bitten darauf ferner Uns auf solche gleiche Bitt zum Rechten, nicht Gewalt "Zu erzeigen, sondern gleich und Recht, das wir zu geben und zu nehmen, er- "Metig seyn, anzunehmen, und die Gefangenen darauf ledig zu zehlen. Wo "«ver solches von Euch verachtet würde, müssen Wir die Sach ferner an unfern "Käd. Herrn Herzog Albrechten gelangen lassen, damit Wir Mittel und "?beg erlangen, dadurch Wir Gwalts und Unrechts überhoben werden. Bit- »>ttn darauf Eure schriftliche Antwort mit dem gegenwärtigen Boten. Datum "steyer am Montag nach eolmsnni. Unterschrieben, die Städt alle, des "Landes ob der Ennß. Weilen aber solches Schreiben allein mit der Stadt Steyer Innsiegel ^"igetwar, empfiengensie darübergar einen schlechten Bescheid in folgen- » Meine Dienst: Erbar Weise^ Mir ist ein Schreiben unter eur^ "^siegel zugebracht, lub claro in Steyer, von allen Städten, dieses Lan- Antwort. „an mich lautend; Dieweil es aber der mebrern Städte, und mit ihren "Willen nicht beschehen , noch auSgangen ist, mögt Ihr selbst verstehen, was ' ""t euren Innsieql gefertigt, mir schimpflich zu verantworten, das Ihr '' M nicht gethan; Wo Ihr aber meinet, einigen Mangel an mir zu haben, "'W Ihr mir mit besserer Wahrheit und Glauben schreiben; dann will Ich '^uch gebührlich Antwort geben. l)-,rum Linz, am Pfingstag vor carkannae. K. Annittels dieser gewechselten Schreiben, wird zu Stt Pölten, dahin Matthias, und Herzog Albrecht in Person zusammen komen, zwischen bei» di« Agenden Theisen ein Stillstand geschlossen, der von St. Gallen Tag, M Urbani des folgenden 1488. Jahres währen soll. sejn^olffgang Luger ein vermögender^Rathö- Burger zu Steyer, hatte neben Sohn Hannsen, ein emtzige Tochter, Margarets), und derselben ein «n «nm DrM^eS Erb-Gut hinterlassen; Das ersähe ein Kayserlicher Hof-Diener, Kayseri. viAgang Leroch, und brachte die Sache dahin, daß ihme gedachte Tochter ihMMth wurde. Darwider nun nicht halff, daß dieselbe schon zuvor von aangm schen^Eer,und Gerhaben, Sigmund Traindten, einem andern Steyri-Ler°ch Sohn Sebastian Gottberathen, zur Ehe versprochen war: Gk!,? der Kayser verboth durch Befehl, bey 1000. Ducaten Pön, gedachten Und daß er, angcdeuten Ehe - Verspruchö halben, an die Jungfrau wren Gerhaben keinen Anspruch machen solle; Doch war Traindt gleich- ' M z wohl 142 W )c>( M , -lnnu, wohl der Hässlichkeit, und verehrte dem Sebastian, an statt der Braut ein IM.* Roß/ auf zr. Gulden Werth, damit ließ er sich abweisen; Die Braut aber führte der Leroch heim, und mit derselben nicht ein geringes Guth von der Stadt hinweg, Im Frühling des 1488. Jahres, hat das grosse Gewässer etlich Flöß-und ander Holtz hinweg geführet, welches der Ungarischen Besatzung an ihren zu Ernsthoven erbauten Schanzen und Brucken Schaden gethan; Das nahmen sie ihnen zum Behelff,und wären der Stadt gern auf der Hauben gewest: Wie dann deßhalb der König selbst aus Wien dem Crabathen geschrieben/ und verwiesen, als hätte er, und die von Steyer, hierdurch wider den gethä- tigten Stillstand gehandelt; mit Bedrohung, sie deßhalb zu überziehen; so viel¬ leicht geschehen, wo die von Steyer sich nicht durch vepum-te entschuldigt hät- ten, daß ohne ihr Zuthun, das grosse Gewässer, welches auch der Stadt selbst und den Bürgern Schaden gethan, das Holtz und Flöß wcggetragen. Der Still' Vorgedachten Friedens - Anstand ist auf lmewolmon des Ertz- Bischoff fiand wird yon Saltzburg, welcher zu solchem Ende Geörgen Bischoffen zu Kiemsee, Frier drich Grafen von Schaumberg Dohm-Herrn, und seinen Pfleger zu Radt- stadt, Wilhelm Grafen abgeordnet, und denselben auch vielgedachten andern Crabathen , Pflegern zu Steyer zch'unz rt, neben der Landschafft, (welche Grosse De- «IN öarrboIomLi diß Jahr sich auf des Landes-Hauptmann Ausschreiben alb ruSlryer. hie zu Steyer versammlet, biß auf den Tag Oorporr'8 Obritti des künfftigen ' 89ften Jahrs verlängert) welche Handlung mit des Königs von Ungarn Gt' sandten und Hauptleuten im Feld vor der Stadt am Tabor rrattirt worden; Dabey sich sonderlich Herr Andre Crabath fast bemühet hat. In solchem neuen Stillstand wurde auch das Fürstenthum Steyer, Kärnthen, Crain, und in checie Herr Bernhardt von Topel, eingeschlossen. Die Landschasst ob der Ennß verschriebe sich, unter 16. Jnsiegeln, dem König zu Ungarn für die Huldigung, Rabarh, Fütterung, und andere Beschwehrung 8. tausend Ungarisch Ducaten, oder in Müntz, für einen io. Schilling 10. Pfenning auf St. Er-. Hardts - Tag, auf der Bastey zu Tettau, zu erlegen: Solche Obligation haben insonderheit unterschrieben Leonhard Probst zu 8c. klorian, Georg Graf Schaumberg, Heinrich Prüeschenck Freyherr zu Stetten berg, Benedict Schiss fer von Freyling, Hannß Kölln Richter zu Steyer, und Wolffgang Merxem berger von Weiß, am Tag lUrurini, M? zn «ärftea. In diesem Iahrist gestorben Abt Benedict zu Gärsten, an seine statt ward erwählet bevnsrllus Knieschenck. Hievor ist gedacht, wie HannsenOberhatM bers Leut einen Steyerischen Burger eine 8umms Gelds geraubt; Aus denen kam einer, Ulrich Höpffner genannt, zu Schärding in gefängliche Verhasst/ dessen Aussag dem Rath zu Steyer, von dem edlen, vesten und gestrengen Herrn Ulrichen Göttinger- Pfleger zu Schärding, communicirtwurde. E Gefangne bekannte diesen Raub, wie nemlich er und sein Gespan, Peter benftock, einen Vrann von Steyer am Wasser, einen Michaelis - Sack nM Geld genommen, auf Geheiß Hannsen Oberhamber, und des Warmund Ob^ hambers Weib, der sie solches Geld hernach aufm Falckenftein zugeftellt, da¬ von Herr Hannß etliche Bauren zu Bernau gewusst; Und solcher Raub zu der Zeit geschehen, als Herzog Albrecht zu Bayern im Feld gelegen, kurtz zuvor, der Hannß Oberhamber den Falckenstein eingenommen gelE' Er meldet dabey ferner, was für Rauberey die Oberhamber und ihre Geh"^ fen selber Zeit getrieben, unter andern sagt er auch; Als Göttinger Schloß Rümarid wollen einnehmen, sey der Nußdorffer(sindBayrisches nehme von Adel) gen Falckenstein kommen um Rath: Da hab ihm Herr HaE gerathen, er solle dem Herzog das Schloß nicht abtretten,er '.voll ihm Kne^ Md Büchsen leihen, hab ihm auch zu Hülff io. Knecht, 12. Hacken-BüclE und seinen Büchsen-Meister hinüber geschickt; Er Gefangner aber, hab — _—_ UZ M __ 143 Wahlen darzu gesprochen, wann der Herzog in Bayern nur seinen Messerern aufbeut,so gewinne er den Nußdorffer den Rämaridl wohl an. 1^2 Dieses verhassten Gespann nun, gemeldter Peter Eibenstock, kam bey ^'gedachter der Landschafft Versammlung, auch hernach Steuer war, ein Luener damahls Herrn Georgen Hohenfelsers Pfleger zu St. Peter in der E, de« liessen die von Steuer greiffen, und einziehen, dessen beklagte sich Ho- Melder mit Recht, und Ladung vor dem Lands - Hauptmann an. Die von ^teyer aber weigerten sich dahin zu pariren, berussten sich auf ihre krivilegm, aaß sie vor keiner InllJnr, ohnevor Kayserlicher Majestät selbst mit Recht kön- len fürgenommen werden: Jnmassen solches folgende ^ppellario» oder (»)Apo- uel: Brief, welcher auch um des damahligen gewöhnlichen Gerichts Lryll we- ^n, Lesenswürdtg ist, bezeuget. Es kam ein Mann für Recht, und ließ durch seinen Vormund fürbrin- "gen Abschrisst einer Ladung, damit er Richter und Rath undGemein einerStadt "mrgenommen hätt; Inhaltend, wie die ihm einen seiner Diener, über sein ge> m Rechm, "wigsam Erbieten gefangen hätten, und ungeacht sein Erbieten, denselben sei- ''N Diener für mich, als Hauptmann zu stellen, sich gegen lhn oder ihren -'.vut-Innwohnern, so an ihm erserenlion machten, wie Recht wär, zu verant- manm "w^'ten, abgeschlagen und veracht hätten; Und ihn darwider seinen Diener ''^sanglich hielten, daß ihm zu Schmach von ihn mit Gewalt und Unrecht "geschehen wär; des er Schaden nehme, und rufft daraufan um Recht. Da- "gegen kommen zween Mann, mit geschriebnen Gewalt, von Richter, Rath --mrd Gemein der bemeldten Stadt; Und liessen durch ihren Redner fürbrin- 'dl; Sie erschienen auf die Ladung als die Gehorsamen; aber zu derHaupt- ^ach da zu antworten getrauten sie sich nicht schuldig zu seyn; Ursach hal¬ ben, daß die berührte Stadt lange Zeit, nach uralten löblichen Herkommen, den Fürsten von Oesterreich Löbl. Gedächtnuß gefreyet wären, daß sie "Mt einen Richter und Rath zu erwählen hätten; Und ihren erwählten ''AMer dem Lands-Fürsten zuzuschicken, die Pflicht von ihm zu nehmen. ^0 batt ihnen auch Niemand in ihre Burgfried zu greiffen in keinerleySachen. --?war wären sie vor auch m die Hauptmannschafft mit Recht fürgenommen, 'Meld Recht aber von weiland Herzog Abrecht von Oesterreich Löbl. Ge- "^chtnus abgeschafft. Desselben Brief an weiland den von Walsee lautend, -melken sie in ihren Stadt-Buch Abschrifften; Darum vermeinten sie zu sol- Ladung, da zu antworten nicht schuldig zu seyn, sondern bey ihrer 'Wbeit gelassen zu werden; Hierauf verlasen sie desselben Freyheit-Briefs 'kAlEigung von unserm allergnädigsten Herrn dem Römischen Kayser, zur ,'r? beit Römischen König, nemlich einen Articul desselben Briefs in La- A " geschrieben , also lautend: ,,krimo guocl nuüub sullex provincialis, in- - Ä tLrminos UüfmarcblZL m Latu guocungue» vel Laula, kuclicium übi vinlli- ' lbo juöicare ptXlumat; Oaulig tanguinig, tzuse mortem conrmenk, cluntaxat " sepris, 6 emerlerit, all en86em juclicgnclas, per fullicem Livitaris iplius 'Ml pro rempvre kuern, prseco provincislis (qui vulgo clicitur X^aläpott) ell 6cc. Worauf der Articul zu Verftändnus der ^llellorum durch ei- ,'^,^^rgri vertcutschet wurde, daß kein Land-Richter in der Hofmarch, sich Ens unterstehen oder richten soll, in keiner Sach, ausgenommen, Sa- die Lelb und Leben betreffe, wann die vorfallen, so soll alsdann durch den "Oradt-Richter der Waldbot erfordert werden. „x.-^Darauf der Kläger sein Klag vorbringen ließ, nemlich: Was vor Inhalt »dl 3 sei),das habe er vernommen; worwtdcr die Gewalthaber sich als c Gehorsamen zu erscheinen erbieten,das Höreteer gerne; Dann daß sie ih- re Werden in den Rechten Apollo!! genennet; Und sind ve! relursrorn, vel revel-en- n-ries. Sind also nichts anders als llrerre üimilloriT und Abschieds - Briefe, welche verUmex-Richter,nach seschehener ^pellarion an den Ober-Richter ertheilet. ännn; Lkriül 1488. 144 WZ W - . . ._—______ _ ..,—---' ,,re alte Freyheit durch Kays, zur selben Zeit Kön. Bestättigung fürbräcyten, „nemlich ein Articul in Latein; Und daneben von Erwählung Richter und ,/Rath Meldung thäten, bekümmerte Ihn nicht, wie sie mit solcher Wahl Han- „dessen; Er ließ auch in seinen Werth, daß Ihnen ein Land-Richter in ihren „Burgfridt, nicht eingreiffen sollt. Alleine Ihre Freyheit noch der verlesen/ „Articul hielte nichts in sich, ob sie von gemeiner Stadt, wider jemands unbillich ,»thäten, daß sie darum Ihre selbst Richter seyn, und vor dem Hauptmann,/n »wessen Verwesung sie säßen, nicht antworten sollten; Und weil die Lands-Für- ,,sten solche Obrigkeit nicht vergeben hätten, wär Ihm von gemeiner Stadt „vorberührter Gewalt beschehen; Wann er, als Hauptmann, in Sachen Hal- „ben das Land ob der Ennß antreffend, in solchen mercklichenDingen undNö- „thcn,die dem Landlange Zeit, so schwerlich nit obgelegen wären, mit andern "Land-Leuten in ihre E tadt erfordert; In derselben Forderung darmiteinje- >,der erforderter billich solcher Maaß nit bekümmert werden soll, hätten fiü „laut seincr Klag gegen Sie, an semen Diener gehandelt, mit Gewalt; Und wen »-sie des Ursachcr und nichtRichtcr seyn, so gedächte er, sie sollten Ihm auf die "Ladung billich antworten. Thäten sie aber das nicht, so hätt er seme Sprüch/ „laut semer Ladung wieder sie erlangt, und setzte das zu recht. „Darwider die Gewalthaber gemeinerStadt; Als sie Gewalts bezüchtigt „wurden, wüsten sie dißmals Ihm mcht zu antworten, sondern müßten die b-c- ,,cepc!on oder Auszug, Krafft ihrer Freyheit zu gebrauchen und mit ReckM „abfertigcn lassen; so das beschehen wär, und ihr Fürnchmen aberkennt, und „zu mehrer Antwort verurthcllct würden, dann wollten sie sich der BezücW „gung des Gewalts entschlagen, nachdem sie den nicht gethan hätten. Indei- ,.scn wollten sie sich dißmahl ihrer Freyheit,dieIhnenvor 201.Jahren gegeben „wäre, laut des verlesenen Articnls, betragen, und verhassten darwider rn dck „Hauptmannschafft auf die nochmahlige Ladung nicht schuldig zu seyn zu ant- Worten, sondern bcy ihren alten Herkommen, Nutz und Gewähr zu bleiben, „und setzen das auch zu Recht, auf beyder Thelle Fürbrmgen, Red, Widtt- „Red, und Rechts-Satz fragte Ich an, die Edlen, Vesten, Ritter und Knecht/ „dazumahl bey mir gesessen des Rechtens; darauf hat einer drauf zu Recht et- »,kennt; Nachdem der ^mculin der verlesenen Freyheit begriffen, so viel A „des in TeMsch verstehe, nicht anzeige noch begriffe, wann von gemeinte „Stadt wider jemand gehandlet wuroe, daß sie dann darum für dem Haupt' »-mann nit antworten sollten; Und sie nun von dem Kläger uni ein Gewalt be¬ langet würden; So antworten sie zur verleßnen Ladung billich, und beschö- „he ferner was Recht ist. Das dingen (f) die Gewalthaber gemeiner Stadt „für unfern allergnädigsten Herrn dem Röm. Kayser, als Herrn und Lands' „Fürsten, in Oesterreich oder seiner Gnaden Räche, Ihnen zu bessern Rechts ..Beschehen zu Lmtz, Mittwoch nach St. Ursula Tag, anno 1488. Gotthard „von Stahrnperg, Hauptmann ob der Ennß. „ Sbenstock Hicrüberwurde dergefangene Peter Eibenstock von Kays. Maj. durch wird den fehl, aus der von Steyer Hasst abgefordert, solchen dem Hof: Marsch^ Mar/'"" cken, Herrn Sigmund Prüschenck, Freyherrn, zu Händen zu stellen, wcE Mack auch geschehen; Wie es aber mit demselben weiter ergangen, finde ich nicht E gezeichnet. Stadt-Richter zu Steyer 1488. k 89» Merthen Fuxberger. - Aufschlag Herzog Albrecht von Sachsen, und dessen Stadthalter zu Steyer, zu Lccyer. oben gemeldte Herr von Wülfferstorff,xhaben in diesem Jahr einen Aufschlag von aller Waar und Gut nichts ausgenommen, so in- und aus der Stadt s" Steyer geführt wurde, zu reichen angcrichtet; Und zum Verweser deist^ Hannsen Zantner geordnet. Hierüber beschwerten sich die von Steyer bell'' KamA -f Oder das sprechen die Gerichte. Dann dingen und theidingen, hiesse vo^eri^ verfahren und erkennen. ——_ GZ )O( W _ 14; Kayser, und erhielten die Abstellung, welche dem Lands-Hauptmann anbefohlen worden, dergestalt; „ Lieber Getreuer. Uns haben Unsere getreuen Lieben N. der Richter und Von Kay- "^ath zu Steyer anbringen lassen; wie sich etlich von allerleyWaar,und Gut, "Nichts ausgenommen, so in dieselbe unsere Stadt Steuer, oder draus geführt "wird, den Aufschlag zu des Hochgebohrnen Herrn Albrechts Herzogen zu "Wachsen, unserö lieben Oheims und Fürsten, Händen zu nehmen sich unterste- Dessen sie sich, nachdem die Handwercks-Leute daselbst, wo solcher Auf- " chlag seinen Fortgang haben sollte, in keinerlei) Weg erhalten, noch ihr Hand- ''werck abwarten möchten, beschweret; So empfehlen Wir dir ernstlich, und "wollen, daß du bey des benannten Herzog von SachsenAnwald, Statthaltern, ''ww andern, so solchen Aufschlag einzunehmen vermeinen, von Unsertwegen, '-mitErnst drob seyeft, und sie darzu haltest, daß sie von solchen ihrem Fürneh- "wen abstehen. Dann wir in keinen Weeg gemeiner sind, die benannten von "steyer mitsolchen Aufschlägen bey derselben Unserer Stadt, (daran Uns, als "vu selbst verstehest, nit wenig gelegen ist) beschweren zu lassen. Darum so "sollest darinnen nit säumig scyn,nocheinigerley Fleiß spahren. Daran thust Unser ernstliche Meinung. Geben zu Jnßbrugg, am Mittwoch vor St. ".Men-Tag 1488. ?bie nun gehörter massen der Herzog von Sachsen zu Steycr,so unterstuw Dieu», E uch Mch das Ungarische Kriegs-Voick, darinnen am Casten beym Weyer, «n aJ ^^wichen Aufschlag anzurichten. Der Kayser besorgte, der Feind möchte da- -inen Aus gar eine Besatzung legen; befiehlt demnach denen von Steyer aus Eßlin- »M um Nicolai, sie sollten sich samt dem Crabathen, Pfleger, mit ihrenLeuten no Mn Zeug an selbige Ende verfügen, und, mitHülffe desvon Admont, und "ervon EußMda eine Befestigung aufrichten, und dem Feind wehren. Die von Steyer erinnern hingegen den Kayser, und baten, weil gemeldter Mger jetzo nicht einheimisch, und die Messerer von Meister und Gesellender v Theil M Kön. Maj. gezogen; Auch von diesem des Kriegs halber sich u Volck und Handwercker von Steyer weg begeben, so wüsten sie dem Feind widerstehen; es sey dann, daß Kays. Maj. die Stadt mit einen Haupt- ün und Volck versehen wollte. k... Die Ursach aber von offtgedachten Herrn Andre Crabathens Abwesen- Streit war diese. Nachdem vörgedachter Herr Georg Hohenfelder zu Ai- Mchm Pfleger zu St. Petter in der Au, ihme Crabathen um diese Zeit Ae Craba. up/ ^uzahlWcin und andere Fahrnis mehr, auf der Donau mit Gewalt weg- the«, und lassen; hat er sich dessen am Kays. Hof beklagt, und erhalten, daß der Neinem offnen Ausschreiben, Eßlingen, Freytag vor Nicolai, Hvhenftl« f.^-wmIabr,allen Obrigkeiten, bey Verlust Ihrer Lehen und Privilegien be- der. .ölen, aufAirruffen des Crabathens den Hohenfelder, als welcher auf man- merley Weg.mercklich wider die Kays. Maj. gehandelt habe, cinzuziehen und Hohl zu verwahren. Daneben erinnerte unlängst hernach Herr Sigmund Hw'uschenck, Hof Marschall,gedachten Crabathen, daß der Kayser gemeint sey, oreser (Zachen halber Graf Geörgen von Schaumberg, ebenfalls mit Ladung wld Recht fürzunehmen, weil derselbe im Verdacht war,als sey angeregte Weg- s^Mung des Crabathen Wein, nnt sein des Grafens Wissen und Hülffe ge- Hetzen. Dann Hohenfelder hatte solchen Wein nehmen lassen, von des von ^maumberg Schloß einem, aus welchem die darzu bestellten Leut ausgefallen, Vber sagte Crabath, der Graf sey an solchen Schaden schuldig, daß er sein Uloß am Wasser-Strom solchen Bößwichtern befehle, wie Hohenfelder; Welcher zuvor auch ein Schiff mit Wein hab genommen, dem Karlinger; Die M Welß aufgehalten, daselbst sahen und ihr Saltz hinweg nehmen lassen; So Hw er auch in diesem Jahr die armen Brüder die Dominicaner zu Steyer nut wrem Bettel aufgehalten, und Herrn Andrem gefangen, daß er sich hab müssen T ausbür- 14-6 W )o( LIS (kriki 1488- Stryrr ' , - - ^.44^ 444'4/4, >4/4-44 4.»v>»^ 4/4».4.4.4»/ ,»/4»>44 >^ > ^^4» ^»4/>^ . sandte Fasten Hn. 1489. einen Gesandten ihres Raths/ WolffgangenOefferl/ zuniN' . zr» . .. . l. , «. .Zz . ^k. ^..z^... ,/zssL. ..-7!7zz ^z-... zrt.-.z zv?^zkr, »ach Saltz- »urg. 1489. ausbürgen / das alles sey dem von Schaumberg offt geklagt worden, hab es aber nicht abgewendet. Es beschuldigte auch überdiß Crabath den Hohenfelder/ dreyerley Hand- lung wider Ehr; i.)Hab er GOtt und Menschen betrogen / daß er zugesaqt ein Münch beym Schotten zu Wien zu werden / und da alle Sachen fertig gewest/ sey er aussen geblieben. 2.) Hab er Herrn Bernharden von Tierstein wider Ebr und Recht gefangen, z.) Ihm Crabathen seine Weine auf freyen Donau- Strom geraubt. Daß ihme Hohenfelder» aber der Hauptmann ob der Emm Herr Gotthardt von Stahrnperg, beystehe / geschehe aus Haß wider Ihn / Cra¬ bathen, darum daß Er um die Stadt Steyer nicht wollen drein willigen / deut König in Böhmen sich zu untergeben / mit welchen übereinftimmt, vor offtgemeld- tes des Ertz-Bischoffen von Saltzburg schreiben / für die von Steyer/ umEli- sabethen-Tag in diesem Jahr an den Kayser / wegen Erscheinung in die Haupt- mannschafft; Deßhalb beyden Städten Steyer und Ennß vom Hauptmanu starck zugesetzt worden/ darinnen gemeldet / und der Kayser erinnert wird/ wie gemeldte zwo Städte in diesem Stuck ihrer Frömmigkeit müften entgelten, daß sie sich vor 2. Jahren , äusser sein des Bischoffs Willen undWissen/ dem König von Böhmen nit haben unterwerffen wollen. Dieses Crabathischcn Handels halber nun / schicken die von Steyer in der schoss zu Saltzburg / damit diese Sach äusser Weitläufftigkeittn Güt oder Rechst möchte hingelegt werden.' Dann weilen sich das am Kayserl. Hof anhänM Recht etwas lang verzogen/wurde der Crabath gantz übcrdrüßig, und ließ sten vernehmen/ er müsse nur em Reiterisch Recht suchen; Dann mit dem Latein Ihm sein Gegenthetl überlegen/ weil er ein halber Geistlicher sey. Daß sten aber die von Steyer des Crabathen hierinnen angenommen/ist geschehen/wen sie von Ihme starck ermahnet worden/ die von Hohenfelder wider Ihn am KE serl. Hof ausgebrachte Gegen-Ladung/ der Wir droben gedacht / den einemBE ger von St. Peter genommenen Wein betreffend, nebst Ihm Helffen zu verant¬ worten; Darum daß Er Crabath solche schwere Wagen Wein/ nicht allein nommen/ sondern derer von StcyerLeut über 2OO.selben Tags bey Ihme in Md dabey gewesen; Welcher Wein doch nicht dem Hohenfelder/ oder seinen Bor¬ gern zu St. Peter (wie Er wohl fürgebe) sondern dem Feind zugehört HE' DievonSteyer rühmten inihrem Schreiben an den Ertz-Bischoffen/den Cr^ bathen höchlich / wie er sich / in den Ungarischen Kriegen / sehr wohl und trE sich bey der Stadtund Schloß, als Hauptmann/ gehalten / und baten daneben/ Seine Gnaden der Ertz-Bischoff wolle dem Crabathen/ und Ihr der von Steyer Pottschafft, rathen mit Geschrifft und Worten bey Kays. Maj. dann sie Ihres Gehorsams/und dessen/ so dem Feind zum Widerstand von der StE aus beschehen/ nicht entgelten dürfften; Angesehen, wo der Crabath dißO^ im Unrecht erftnlden würde, sie von Steyer ingleichen darfür müften erkenn werden. Indem nun gedachter Oeffcrl seiner aüfgetragnen l-eFarlon zu SE. bürg abwartet / schriebe Ihm gedachter Crabath, und brauchte unter anvcu auch diese Worte: „ Lieber Oefferl, habt Ihr jemahlen wohl geredt/so redete ,,tzo wohl, und spart Euch nicht rc. . Es verursachete auch sonften dieser Handel, denen von Steyer Sorg, E stunde die Stadtin Gefahr, wann es zu der von Crabathen vorgehabten ftE lichen Thätlichkeit kommen wäre. Dann er ließ zu solchem Ende Kriegs-LM annehmen, in Willens, sein Recht gegen den Hohenfelder mit der Faust an. zuführen. Solches zu verhüten, kamen am Sonntag subilace hieher genStell, die Prälaten von Garsten, 8c. klorisn und Gleinck, die baten den CrabaE da er je seinen Vorhaben gedächte nachzusetzen und nicht zu erwarten, was E gedachte Gesandte zu Saltzburg ausrichten würden, so sollt er doch den nicht vom Schloß oder Stadt aus anheben, und führen; Aber er bliebe aut' nen SoldatewKopff. Dahero beschrieben die von Steyer die andern Sta^ i < l l j ! t r e » er d? lir 't/ lU dr tr N te ß g r jr e i 147 uach Lintz, sich mit Ihnen und den Landes: Hauptmann hiervon zu bereden, ^rm, ^ndeme nun eben um diese Zeit/ohne das ein Land-Tag zu Lintz gehalten wur: de, haben sich etliche Herrn und Land:Leut in den Handel geschlagen/nemlich der Probst von 8k. klorian, Herr Heinrich Prüschenck / Herr Christoph von Zele: rhling, Herr Ludwig von Stahrnberg/ l^. Schwernpeckh, und etliche vonStäd: Ech; Zu denen verfügte sich derCrabath nach 8c. klorid, allwo ein Stillstand/ vis auf Pfingsten geschlossen wurde: Inmittelst wolle dieLandsckafft Gesandte Am Kayser schicken und bitten/ daß er diese Sach zwischen dem Erabathen und Aohenfelder durchs Recht in der Stadt Pbbs entscheiden lasse / durch lauter ^MdLeut ob der Ennß/ Herrn Heinrich Prüeschencken / Herr Christoph von Ehling, und Pilgrim Walich; Unter der Ennß / Herr Georg von Zinzem Mff, Sigmund Hager / Georg Cattenauer Haupttnann zu Molek, und Phi: 'M Klmg. Sollte aber aus dem Recht nichts werden/so wolle dre Landschafft vem Crabathen geben und bezahlen / iooo. Unzerischc Gulden, für seine weg: Mommene Wein; Und er hingegen sich verzeihen/gegen den Land-Leuten,nichts A suchen/und die Bürgen ledig zu lassen / doch nm Vorbehaltung seiner Schä: ^U/Frauen:Kleider und anders bey dem HohenfeLder, oder wer Ihm solche Schaden zugcfügt, wie er weiß zu suchen. Durch diesen Vergleich solle als: oann der Handel und Sach/so zwischen Ihm Crabathen und demHauptmann/ ^errn Gotthardtenvon Stahrnberg vor sey/auch beygelegetseyn; Dergestalt/ M Crabath demHauptmann schreiben solle, und Ihn bitten/ ob er sich gegen -wn hätte vergessen / mit Schreiben oder Worten, daß er Ihm das solle nach- ^ben/ das wolle er um Ihn verdienen. Das solle dann der Hauptmann auf: schick e", ""d Erabathen seine Brief so er für eine Absag halte / zuruck Obwohl zwischen den kriegenden Theilen / dem Aayser und Nönig von ungern "ugarn, wie vor erzehlt / ein Stillstand geschloffen war, so unterliesse dochNlüm Mderstitö Kriegs-Volck das Ausfallen/ Rauben und Plündern nicht; son dern um Mch tummleten sich die Ungern am Stainfeldt bey Steyer; Allda sie auch Steyeu. Aufschlag angertchttt; streifften bis an Steyer- und Ennßdorff heran, Mmen wegsswas sie antraffen/ beschädigten die Leute/ und hauseten/ wie eß Ulchen Läufften zu geschehen pflegt. Der Rayser befahl den Clöstern Msten und Gleinckh/ ihr Getraid und ander Gut, in die Stadt Steyer zu '"hren, damit eß den Feinden nicht zu Theil werde. k,,. Von den streiffenden Ungarn wurden viel gefangen, und in die Stadt ge: lun ' Theils stürben allhier im Gefängniß, theilö wurden durch Auswechß: ledig gemacht, dann auch von den Ungern viel Steyrische Soldaten und ^urger gefangen wurden; Derer Erledigung halber sich sonderlich Herr ^'llmund von Rorbach bey dem Nönig bemühet hat. . . Einsmahls wurde ein Herr von weisibriach und ein Herr von seyer, ^ugen in die Stadt herein gebracht; Weil ein Geschcey erschollen, als '"wrnleten sich die Ungern am Stainfeld, und beraubten die Leuth, unter wel: diese beyde von der Stadt Steyer Kriegs-Leut betretten worden; Weil da? ^selben von dem Ungerischen Hauptmann in der Schantz zu Tettau Mm geschickt waren, den Aufschlag am Stainfeld emzunehmen ; ftyn sie in a-?^tadt mit Essen und Trincken wohlgehalten, und wieder zu den Ihrigen gelassen worden. diesem Jahr ist das grosse gemauerte Creutz in äussern Aichet, an der^nkad xMaffen stehend, aufgerichtet worden; Und wie an dem Wappen in der Figur in Nürnberg lass» orftein gehauen, abzunehmen, hat solches Creutz Cunz Horn dabm fetzen m das ge- Ec war ein vornehmer Handelsmann zu Nürnberg, der grosse Kauff 5'^" rMnsHafft und Gewerb mit Steyrischen Messern, und andern Eisen :Waa A.ch-tauf- pM^führet; Daher er sich offtermahlS persöhnlich allhie enthalten, auch ein richten. Mnes Haus im Voglsang erbauet, welches er hernach seinem gewesten Die- r, äceonhar-ten ^oberer, geschenckt. Er hat etliche Geschafft zur hiesigen T 2 Pfarr-: 148 _ _ W )o( _ 4 Pfarr: Kirchen / und dem Prediger - Closter gethan / und alldahin den grosse« messingen Leuchter, der noch daselbst in der Kirchen hängt, verehret. An ge- meldten Creutz ist auch seines Weibes Wappen zu sehen, welche eine Rump- lin, eine Geschlechten» von rTlürnberg gewest. r^)o, Am neuen Jahrs-Abend ^.nno 1490. ist auf dem Schloß allhie gesteh ' ben, des Pflegers allda, Herrn Andräen Crabattens, leiblicher Vatter» Peter Lusal, ein vornehmer Rittersmann, aus Crabatten gebürtig; Denidck Türck seine Güter genommen ; Dm hat sein Sohn ehrlich zur Erden bestat¬ ten , und in der Pfarr-Kirchen zuSteyer im Chor begraben lassen. Den 6ten April ^nno 149s. starb König Matthias in Ungarn, al« Schlag, in der Burg zu Wienn; Und obwohlen sich hernach gedachte Stadt Wien« , neben andern eingenommenen Städten in Oesterreich, an König ergeben, bliebe doch nichts destoweniger das Ungarische Valn in ihrer Schantz zu Ernsthovcn oder Tettau liegen; Nahmen am Abend vor Unaern RarrKolomXi den zerstöhrten Sitz, Schieferegg, abermahl ein / und hausete« nehme» mit dem Land: Volck Übel. Es wolten dre von Steyer damahls auf des Schiffer- Kaysers Befehl, der dcnnahien zu Lintz anwesend war , IOO. Mann zu Fuß/ mahl sankt fünff gefangenen Ungern / gen Ennß schicken / wurden aber um die Ge¬ gend beo Schieferegg vom Feind zurück getrieben ; Das machten sie del« Kayser zu wissen, und zeigten au, daß sie mit dem Volck und Gefangene«/ einen Umweg gegen Häglasperg bey Nachts nehmenwolten; Doch solte ilM« der Kayser von Ennß auö einen Entsatz entgegen schicken. Sie bitten z«- gleich, weil die Sradt an Volck entblößt, die Messerer, Meister und Gesellt meh entheils sich verzogen, und der Crabatt nicht anheim; so wolle der Kai¬ ser sie in dieser Feindes-Noch nicht verlassen, sondern ihnen Hülffe schicke«- Schreiben zugleich auch an gedachten Crabathen nach Wien; Er werde ne«« lich ihrer Noch und Lands - Beschädigung, jetzo von dem Pöttendeckh Castner, (beide Ober-Ennßerische von Adel) in Schrifften eigentlich ständiger ; Solcher Beschädigung von den Feinden, trügen sie ferner §ro« Mängl; Hätten sonst von niemand Weber Trost noch Hülffe. Sie hätte« zwar bey Kayser!. Majestät und an bewussten Ort, ( Herrn Sigmmrdtt« von pliderthor, des Kaysers geheimen Rach, meynend) ihre Nothdurfft an¬ gebracht, und gebekten, sie mit einem Hauptmann und etlichen ReißigenZ« versehen, spüreten aber wenig Hülffe, sondern daß sie vielmehr ungnädige« Willen erlangen möchten ; Konnten also nicht mercken, daß sie des schweb^« Stritt Bau , und ihres unterthänigen Gehorsams mit Reichung so vieles Anlagen , und Darstreckung des Ihrigen, etwas geniessen, wiewohl andere Städte, denen man Korn, Geld, und andere mannigfältige Hülffe hab wider¬ fahren lassen ; Bitten also, er, Crabatt, wolle solcher ihrer Verlassung gege« Ihrs König!. Majestät Maximilian gedencken, damit der Stadt mit eiMl« Hauptmann und etlichen Reißigen Hülff geschehe; Dann sie sich der Fei«^ täglich versehen müssen, und sonsten denselben kein Wiederstand geschehen ne; Denen doch, wo man nur wolte, ziemlich Abbruch zu thun wäre. Schantz;u Zum Eingang des Herbst, ist Herr Gotthardt von Stahrnberg, HaE Eunscho- marm ob der Ennß, mit dem geworbenen und aufgebottenen Land-Volck, Lag^t offtgedachte Ungarische Besatzung zu Ernsthoven oder Tettauer- Schantz A und cinge- zogen; selbige, nach fünff Wochen lang gewährter Belagerung , zum ^ccol uommen. gezwungen , daß sie Sonntag vor colmsnm abgezogen. Die gebauten SE! tzen,Thürn, und Brucken, wurden niedergeriffen; Und also diesem langi^. rigen Ungarischen Krieg in dieser Revier ein gewünschtes Ende gemacht- Ä dieser Belagerung haben die Land-Leut, und insonderheit diejenige, so* Traun-Viertel Gülten gehabt, zu Hülffgeschickt: LnNUL ekriltt. I4SS. König Maxk milran begehrt Ivo. Gold Gulden Anlrhen. Uber der Stadt Steyer Volck war Rottmeister Mattheas Stainber- ger. Daneben schickte die Stadt von Munition, eine Viertel - Büxen , ein Haußniz, ein Terraß, 50. Hacken-Büxen; Darzu Stein und Kugeln, etli¬ che Centner Pulver, ein gute Anzahl Pfeil, und viel Zimmerleute. Dec Rayser versicherte gemeine Stadt, daß nach dem Feld - Zug derselben die Büxen wieder zuqeftellt; Oder da sie zerbrochen, andere gegossen, und ihnen erstattet werden sollen. Bald hierauf ersuchte Ronin Maximilian die von Steyer, mit sondern und gantzen Fleiß begehrend, sie sollten Ihm 100. Reinische Gold-Gulden für Renten, zu Abzahlung der Dienst-Leute, die Er zur Eroberung des Ta¬ bor Tettau ausgenommen, und solche seinen Getreuen, Hannßen Stainacher, und Georgen von Au zustellen. Es hat auch gedachter Rönig Maximilian, um Michaelis, in diesem ^ahr seinen Diener, Hannsen Gutentag, zum Aufschläger gen Steyer ge- In diesemIahr hatRayser Friederich gemeiner StadtSteyer,die Mühl -wischen der Brucken, und ein Haus am Bera , so vor Zeiten dem Herrn von Walfte gehörig gewest, mitsamt dem Muth Weitz, Muth Korn, und i8.ß' Pfen. Gelds, so man vormahlS von bemeldter Mühl aufs Schloß Steyer jähr¬ lich dienen müssen, verkaufst, solche inzuhaben, zu nutzen und zu geniessen, nach Nothdurfft zur Wehr mit Gemäuer zuzurichten ; Doch sollen" sie davon alle Jahr 50. Pfund Pfennige dem Landes-Fürsten dienen. Diß ist nun derjenige Dienst, welcher von vielen Jahren her dem Ray- serlichen Postmeister-Amt; Vor diesem denen von * und noch jetzo dem wohl- gezogenenKauffvongemeinerStadtjährlichffamtnoch hundert, undalso hundert und funffzig Pfund gereicht werden; Die hundert Gulden werden gencnriet cM Schatzsteuer, welche von uralten Zeiten her auf die Stadt geschlagen, Mrd so fort also jährlich gereicht worden. Irren sich demnach diejenigen, welche mei¬ nen, es sey allein diese Mühl, mit einem so grossen Dienst der hundert urid funffzig Gulden belegt; Da doch, wie gemeldet, die hundert Gulden ander¬ wärts herrühcen. Diese Mühl hat vor Zeiten den pandorssern zu Steyer zugehört, wel¬ che wolssgang der pandorsser, ^nno 146z. Herzog Albrechten zu Oester* reich, derselbe hernach seinem Rach, Herrn Georgen von Stain, um tau¬ send Ungarische Gulden verkaufst; Von dem von Stain hat sie ^nno 146^ Sigmund Rappenfuß, Burger allkue, durch Kauff an sich gebracht. Um diese Zeit hat die pfandschafft der Herrschafft Steyer , so Ers- Bischoff Johann von Saltzburg, und dessen Pfleger, Herr Andre Vach, bisher innen gehabt, ihre Endschafft genommen, und hat diestlbe Herc ___' Lafp^ x Vellcir LoUve: korre denen V0N Walstt, Barbara, Iclarir. i.)LorenzGut- brode. k^arir. Wolffgang Pichler zu Saltzburg, bey demPrandrftettnenfchen Begräbnis, m der Pfarr-Kirchen, im hohen Glas-Fenster stehet dieser Pichler, mit seinen 4. Söhnen^ und seine Haußfrau Catharina, mit z. Töch¬ tern, samt ihrer beyden Wappen abgemahü> mit der Jahrzahl. 152;. Hannß , der reiche Prandtstettner. Catharina, Burgemeister zu Steyer 1514.1 IsLI. Uxor. 1. ) Margareth Train tdin, 2, ) Anna Paumgartnerin. Larharina, aus anderter Ehe, Anna ch irr K4sric. der Im- Hr. Martin von Feistnitz zu geud. Raspenfelbt Ritter,und Land- Rath in Kärndten; erzeuget zwo Töchter Eva und Anna» Hanß, Burger zu Steyer ff Uxor. Elisabeth Kiemserin, von und '^ Mlt Hrn.Preuner, Anna, ist mir ihrer Mutter der Ottin gen Ulm geführt worden, doch gegen Charina, keuers, daß die Mutter sie innerhalb 6. Jahren wieder ms Land stellen, und waric. äusser derer von Steyer und der nachgesetztett Gerhaben (die gewest Nicolaus L^Johann v.Traut- Kölnböck und Peter Richter) VorwGn nicht verheurathen wolle. Hernach N Vitzdom zu nahm sie zur Ehe - 548. Hannsen Vorster. Burgern zu Steyer, starb aber dessen Sökne bald ohne Kinder, hat ihren Mann all chr Gur verschalst, darunter der Sitz Ada?ch GeLrg Ramingdorff, ^argarech, ^ariruz. Ht.Achatz ^etinz. vrvv^. ^ttiuocty^iriinrrni/Vvuuiiv ^eörg 2.) PeterRit- zu Klingenberg, die hernach her^^Frey. tercheydeBur- Hannß Otten den jüngecn ger zu Steyer. zu Ulm geehlicht. Caspar Freyherr zu Rogendorff, Röm. Rayserl. Majestät Rath, o. zu Fuß. Glei verweist , als zu Eingang des Monaths Augusti ein Einfall vo Feind jenseits der Donau besorgt wurde, welche Willens waren, die Fex"' W )o( W Ums Zu verderben; Gebeut der Kayser den persöhnlichen Zuzug : Daß Jung und ciEj Alt, wer zu der Wehr tauglich, zu Roß und Fuß gen Freystadt zuzrehen soll, 149-. vey Verlust aller knvileZien. Dann es sey der Feind nut einer Anzahl Volck «Hon zu Waldhausen ankommen. Wer aber derselbe gewest , wird nicht ge¬ dacht; Vermutlich werden es die im Land noch gebliebene streiffende Ungarn gewest seyn. ^nno 1492. starb Sigmundt Traindt, Raths - Burger allhie, des oben gedachten Friederichs Sohn. Er war ein sehr reicher Mann , hatte, äusser leinen Mobilien, drey Häuserin der Stadt, die drey Mühlen in Steyerdorff und Aichet, samt dem gantzen Zeug der Werckstatt, bey der Stadt Steyer ^en Waschhoff und andere Grundstücke; Und äusser dem, was er gestifftec, uoch in die funffzig behaußte Unterthanen,und andere Gülten, verlassen. Er hat M seine Unkosten erbauet die schöne Capelle am Freidthoff, so man noch die ^raindten - Capellu nennet, zusamt der untern Grusst oder Capellen mit uwff gezierten Altären ; Solche Capelle ist geweyhet zu Ehren der Heil. Dreys Migkeit, die Grusst aber dem Heil. Ertz-Engel l^ickael, öc 8c. Lebsttigno, Mein eine ewige Meß, mit zehen Bauer-Gütern, etlichen Wißmatund Ze- yeud, geftifftet; Auch für den Keneüciaren ein eigen Hauß nächst an der Stie- Ku beym Freidthoff. Ec liegt in dieser Capelle begraben , mit nachfolgender Mab-Schrifft auf dem Stein: Das ist die Begräbnuß des Erbarn Sigmunde Craindt, Stiffter der gegenwärtigen Capelln; Dec gestorben ist am Pfingsttag nach 8c. ^ickaelig Tag ^nno 1492. Agnes / seine Hausfrau, ist gestorben ^nno 1492. .Am Altar an der reckten Hand ist das Traindtische Wappen, darunter schrieben : Sigmundt Craindr. Gegenüber seines WeivS Wappen, m ei- überzwerch in roth und grün getheüten Schild , Harnisch und Hand^ Much; Darunter geschrieben: Agnes Traindtin. Bitt GDCT für Sie. ^Fenster, dabeydas GutbrodtischeWappen, ^nno 1522. Dieser Sigmundt Traindt hat einen Sohn, Hannß genannt, und eine Achter, Margaret!), verlassen, deren Ehe-Mann war Hannß prandt- 'lttter, Burger zu Steyer. Der Sohn hat sich aus der Burgerschafft gele- , und sich änno 1^17. gen CrembS gesetzt. Uxor ejus catkarina. 149z. Fceytag vor Peters Stuelfeyer, erinnert der Rayser die 149z. vu Steyer aus Lintz : „ Er habe dem Edlen, seinen Lieben, Getreuen, Sig "sAdt prüeschenckhen , Obristen Schenckhenin Oesterreich, auch Truck-b?uen cm "^llen in Steyer, seinem Hoff - Marschall und Cammerer; Und Heinrich Schloß, ''prüeschenckhen, Gebrüdern, Freyherren zu Stettenberg seinen Rächen, , oll ''wegen der Summa Geldes, so sie zu Ihrer Majestät und des Landes auch con- Mrreich Nothdurfften wider die Feinde dargeben-zu ihrer Mauth zu Grein "^mren. Schloß zu bauen vergunnet; Und so lange selbiges nicht verfertiget, sey Majestät gegen ihnen mit Ausgab einer jährlichen Summa Gelds^bela- , Damit nun aber solche Erbauung desto schleuniger geschehe, habe^hro .Ä^iestät ihnen prüeschenckhen erlaubt, von den Prälaten, denen von 'Nper sowohl, als andern Städten und Urbar - Leuten ob der Ennß, eine - Gelds abzunehmen. Befehle dahero, Sie von Steyer sollen sich , prüeschenckhen einer ziemlichen Summa Gelds halber, zu sol- L?^Aau, hülfflichen vereinen, und förderlich entrichten. „ Hierauf schickte ?7,^Slgmundt prüeschenckh seine Diener, Peter Scheckenhover und Geör- ^chntt "sinter gen Steyer. Was sie aber erhalten, ist nicht ver, i?4 — EZ )o( D ^snu« Ums Fest der Himmelfahrt Christi schreiben Herr Merth von Eizing und N. Herr von Ebersdorff, Obrister Cammecer in Oesterreich an die Stadt Steyer aus Marbach ,, Es gelange an Sie, wie man sich unterstehe, die „von Steyer, und andere in Ungunst wider sie zu führen, ihres fürgenomme- und Eber. »'Nen Bau halber zu Marbach / woran etliche Mißfallen hätten ; Es wüstcir storff „aber Sie von Steyer wohl, die grosse Beschwehrung/so zu Wasser und Land an^ievon »,mtt den Aufschlägen, durch die Prüeschenkhen und andere / von ihres Nutzen Steyer, „wegen, gewesen / und noch seyn ; Dadurch der arme Mann seine erbauten wider die „Früchte nicht anwähren mögen, er habe es dann leichter, als es ihme zu sie- Neschen, '»sten kömmt, geben wollen. In solch leichten Werth nun, kaussen die Prüe» öhen° „schenckhen und andere Leute, so Aufschlag haben, solche Früchte, und vM „führen es weiter; Und den Gewinn, so der arme Mann haben soll, heben ,.sie auf. Daher sey ihnen und ihren Unterthancn beschwerlich, solcher gestalt „von ihren Schlössern und Gründen den langen Weg zu gehen, und denPrüe- „schenckhen in die Händ zu sehen. Um dieser und anderer trifftigen Ursachen „mehr, sie angedeuten Bau zu Marbach fürgenommen, die von Steyer bit¬ tend, daß Sie solches im besten vermercken möchten rc. rc. „ Woraus ab¬ zunehmen, in was hoher Achtung gleichwohl die Stadt Steyer, damahls bey so vornehmen Herren des Landes, gehalten worden. Kirch im Um diese Zeit bauete man an der Kirchen im Eisenärtzt, zu St. Oswald Eisenärtzt genannt; Und weil der Edel, Georg Nördlmger, von Augspurg gebürtig, wird er. (welcher circs Hnnum 146z. daselbst im Eisenärtz- Stadt - Meister, hernach l 48 r Forst > Meister, nachmahls Hoff - Richter zu Garsten gewesen unter andern lösten, auch etwas zu gedachten Kirchen-Bau verschafft; Als schreibt an die von Steyer in diesem Jahr, Herr Andre von Mcttschach, voüol . und Pfarrer zu Göß und Trafeya, und bittet die Nöcdlingerische Testaments- ^xecucores zu Entrichtung solchen I.e§3t6 anzuhalten; Dabey ihm solche Fok derung, nicht für übel zu halten, wann er, als ein Diener St. Oswalds, schuldig sey, sein Gotts - Hauß zu fördern ; Auch ohne Zweiffel Sie von Steyer bey St. Oswaldten Gnad erlangen werden, Ihnen besser Glück urrv Heyl von GOTT zu erwerben. Dieser Nördlinger ist ^nno 1492. gesteh ben, und stifftete eine ewige Meß ins Closter Gärsten, allda er begraben. A Lxecuroren seines Testaments hat er geordnet: Caspar Flödä'n, HaNM Kölln, Sigmurwten Grüentaller, und Niclaß Lücklein, Stadtschreiber, allere seits Burger zu Steyer, rc. König Am Sonntag nach 8r. ^lexü Tag, ersuchte König ^lnximllinn aus Ebers- berg die von Steyer um ein Darlehen von zoo. st. mit folgenden: gehrt zso. „ Liebe, Getreuen. Als Uns manche Warnung kommen, daß die Tür- st-Aniehen. >,(ken auf den Beinen, und gantz des Willens seyn, auf Unsers lieben Herr" ,-und Vatters, des Römischen Kaysers, und Unsere Erb-Lande, zuziehM „und dieselben zu verderben; Haben Wir Uns, aus Befehl Sr. Kayserlich^ „Majestät und den Landen zu gut, fürgenommen, denenselben Türcken, in „fer selbst Persohn Widerstand zu thun; Und in bemeldten Unfern Erb -LA „den, als Kärndten und Crain aufzubieten; Und zusamt derselben LandschE „eine merckliche Anzahl Dienst-Leute zu Roß und Fuß bestellen und aufnehrE „lassen; Da dann der mehrer Theil derselben auf diesen Tag in Unfern Diem'' „Und dieweil ihr, auch andere Stände, in der Kayserl- Majestät und UnstA »»Erb-Landen wisset, was für Aufwand und Kosten Wir zu Eroberung A „Schlösser, Städte, und Besatzungen, so weiland König lUauKiss zu HA ,,garn uns abgetrungen, gehabt haben; Deßhalb in Unfern Vermögen rE „ist, die bemeldt bestellten Dienst-Leute wider die Türcken zu unterhalten; ,,begehren Wir an euch mit besonder» Fleiß, ihr wollet Uns zu Unterhalts „derselben zos. fi. Rheinisch darleihen, so wollen Wir euch genugsamlich ,,sicher" *55 »-sichern ; Und darzu soll sich Unser Schatzmeister, General Simon von »Hungerspach, gegen euch verschreiben, dieselben in einem Jahr, ohn allen 1493. --euren Schaden und Kosten wieder zu bezahlen. Hiernächst, wann Wir in »diesen Landen aufbieten würden, wollen Wir euer, in Ansehung eures guten --Willens schonen Erzeiget euch in solchem gutwillig, und schicket Uns solche --Zoo. fl. von Stund an hieher; So wollen Wir euch alsdcnn solch Versorg- --nuß aufrichten lassen, und das mit allen Gnaden gegen euch erkennen. 8ub> claro I§ten julii erinnert der Kayser die von Steyer : Nachdem am NN Kayserl. Hof einige Zeit her Mangel an Speisen gewesen, hab seine Majestät zoo.fi An« künfftiger dessen Verhütung, seinen getreuen Casparn von Rogendorff, j-hen, zum «einen Rath, Cammerer und Burggrafen zu Steyer, zu seinem Kuchelmeister Aner Ku- Mgenommen; Zugleich auch auf die von Steyer zos. fl Anlehen gelegt, weil chen. Ee. Majestät hierzu sonsten aus ihren Renten und Nutzen kein Geld gehaben wögen. Sölten demnach zoo. fl. auf Wiedererstattung dem von Rogendorff Mellen; Widrigenfalls sey demselben erlaubt, sie und ihr Gut darum msszu- halten. Stadt - Richter zu Steyer Hnno 1492. 149z. L1494. war vorgemeld; ter Hannß Rölln. .. Den 24sten Augusti starb Kayser Friederich zu Lintz ; Als er Ihm um Kayser Mast zuvor einen schadhafften Schenckel abnehmen lassen, und zu solchem auch we Ruhr geschlagen. Er hat 78. Jahr i. Monath gelebt, dem Römischen Antz. Keich und Kayserthum über Jahr löblich vorgestanden; Und also, nach Myser^uZullo, unter allen Römischen Kaysern am längsten regiert; Und ist vuWienn bey St.Stephan begraben; Alldasein Kayserlichüberaus herrlich Uabmahl zu sehen; Das Eingeweide und Hertz aber, allda zu Lintz, in der tffarr; Kirchen im Chor begraben, dabey folgende Schrifft zu lesen: Intellina cnbane, kkiMLKILl kac Lselarig Urna , Lc Lor czuoö, 8acro prosuic lmperio. (^uinguaZinra anno8 Komanorum re^naverst Orbem. uno lemper cempora ?aci8 amans, Vixic ^nnos 78. Kiens. 1. Diem i. Lxceüu, kum. ^n. 149z. 24. Ende des fünfften Buchs. U 2 Hnau« ckriüi >4^' Begreifft m fich, was unter der Regierung Kaysers i^XIXM.IXXI I. Lrtz-Herzogs > zu Oesterreich/ ZU und um Steyer, sich denckivükdiges begeben und zugetragen. Von ^nno 149z. biß 1519. N'g Maximilian , laut seines Anttvort - Schreibens,'mit besondern Dan-k und Gefallen angenommen. Im Doster Garsten hat sich in diesem Jahr eine erbärmliche Mordthat l ^getragen. Es regierte damahls Abt Leonhardt, dec hatte ziocen scincr Schwester Söhne, d>e Kntschinckhen genannt; Andre, war sein Tammeree zu Garsten, und wolffgang, der war ein Tuchscheerer zu Stever - Dann M>-n Schwager, Rahmens Wolffgang, seines Handwercks e n Schnttde" ^nb Sckatz7raÄn'I!a^.' Duden , g,engen den T-uNann-n und Schatzgraben nach , Weilen Ihnen aber solches Handwerck nicht viel eintrug; Abt Leonhardt auch ihnen sonsten, nach ihren Gefallen , nicht ge¬ nug hecgeben wolle; Geriethen ste beyde endlichen in eine V-Mvttff „na „U ergaben fich ans einer Wegscheid dem leidigen Teuffel, daß er ihnen svite m Geld verhclffen. Nahmen ihnen darauf für, einen Anschlag zu macken den Abt zu schätzen, oder gar umzubringen und zu berauben ; Endcktn S Vorhaben ihrem Bruder und Schwager, gemellten Tamnimr - Und soen- chen ihn um B-nstand an. Dessen er sich zwar lang widerte, ward aber en°- b» zur Einwilligung beredet. An St. UrsulaeTag, verfügten stckdllb-nd-N Wolffen, der Scheer-rund Schneider, frühe ins Doster;Dr Ab- S eben damahls Meß; Daher wurden st- vom Andre bescheiden, kck in der Ca¬ pelle zum Heil. Geist inzwischen aufzuhalten; Nachmahls aber helln ick M d-n Gang, bey des Äbten Zimmer , eingelassen; Verbargen sich eine Wtt e urteen' Dach, funden daselbst zween Prügel, und warteten, wann der Abt ans on" Zimmer gehen würde; Welches wider Gewohnheit erst nach dem Mncaa-Ä- ss" liessen denselben wohl zum drittenmahl, mit seinem Bn»» Schlüsseln am Arm, aus und eingehe», batten selbst ein Entsetzen „nd-durchk über die fürgenommene That geschöpffk; Doch erholten ste sich wllder,Ha"° an KSni- klzximi- Ü2N succe- ^irt dem Vatter. «r sucht wolckhenftam, seinen Rach undCämmerer, um eine Summa Geld .Anle- Ie?e'/b^n' Heu. Worauf von gemeiner Stadt zoo. fi. gelvilliget wurde ; Welches Lenen von Steyer. Abt keon- Hardt zu Garsten wird er¬ mordet. » M-iumM-nu», diß Rahmens der Erste, Ertz- Herzog zu Oesterreich, s°c- X/I lcmcm Vatter, Layser Friedrichen, in der Regierung des Rö- I vH. mischen Kayserchums und der Erblanbe. ves Alsbald nach dessen Tod sandte Er nach Steyer, mit einem Credenrr Schreiben-,den Edlen, stinenLieben, Getreuen, Michael», Frcyherrn von W )O( W IZ7 Closter Garsten leidet Schaden durch Feuer. an Ihn zu legen. Der Schneider vermachte die eiserne Thür, und sperrte da; ckrm wie den Gang: Jnmittels gieng der Abt abermahl zu seinen Unglück aus dem i4sr» silnmer, den sprang der Schneider mit dem Tremel an, und schlug ihn zum Aopff; dergleichen that auch derTuchscheerer. Abt Leonhard fiel zu Boden; we Mörder tratten ihm auf den Halß und Brust; Verstopfften ihm das Maul, and schlugen so lang, biß ihm die Seele ausgieng. Der Cörper war voller wütiger Beulen; die truckneten sie mit einem Leylach, welches sie in der Ennß unter einem Stein verbargen. Aus des Prälathen Zimmer gieng eine Stiegen wnab in Thurn, die sperrten die Mörder auf, legten den toden Cörper alda wn; streueten etwas Geld bey der Thür, daß man meinen solte, er wäre alda um Geld umgangen; Und die Stiegen hinunter gefallen. Inzwischen hat der eine Gespan, Andrü Khnüschinck, in des Abten vorder» Zimmer die Truhen Öffnet; daraus genommen ioo. fl. an Geld, ein verguldtes Gschirrl, ein Mernes Pecherl, eine Schnur von Corallen, ein Buch, und in einem Beu; N 24. fl. neben andern, doch nur geringschätzigen Sachen mehr. Mit dieser Kut begaben sie sich alsbald aus dem Closter, erweckten in der Stadt ein Ge- My; Convent-Brüder zu Gärsten, und ein Weib, die Colmanin genant, Mten den Abt umgebracht: Aber die Closter: Leut, kamen den Thätern bald UH? rufften den Stadt-Richter Hannßen Khöln, um derselben gefängliche Zuziehung an; Weilen sie aber auf ihren Fürgeben, daß die Brüder im Clo- Ur, und gemeltes Weib den Mord begangen, verharreten, daher der Stadt; Achter Bedrucken trug, auf die Anklag alsbald mit der Schärffe zu verfah- ^u; Als hat sich des Clofters Schaffner oder Hoff-Richter, Augustin Sta- ^imeyer, zu Versicherung des Gerichtes, nebst den Thätern in gleiche Ge- Mnus legen lassen. Doch bekannten sie endlich in der Güte diese Ubelthat, mr oberzehlten Umständen; so ich aus ihren Urgichten genommen. Wessent- ^en sie über eine Zeit hernach zu Steyer alle drey mit dem Schwerd hinge; ächtet wurden. Abend Allerheiligen, ist ein grosser Theil vom Closter Gärsten abge- Mnt; dem Abt Leonhard ist nachgefolgt, 6eor§ius. Erchtag poll Zimonis öc fuclL wurden nebst den Ober:Ennserischen Land; fanden auch insonderheit die Stadt Steyer vom König klaximilisno, zuLei- ' der Erb: Huldigung nach Wien gefordert, am Erchtag nach Zr.OarKari- H^ag zu erscheinen. Hiezu wurden auß des Raths Mittel abgeordnet, Hanß .voll Stadt:Richter, Merth Fuxenhuber, Caspar Flödarn und Michael Wrmn. Merger; diese erinnerten unter andern aus Wien», Freykag nach dem neu; tz.^vr, 1494. daß jederman die sämtlichen Geistlich Herrn und andere, fünff Oesterreichischen Landen, der Königl. Maj. zu Füssen gefallen sey; dieselben so gnädiglich auf und angenommen, und darüber durch ihre Herrn Veiten von Wolckcnstain, Graf Adolphen von Nassau, und Merthen von Polhaim, zugesagt, alle Aufschläg und Neurung, zu Waf- hr,.Land abzuschaffen. Dessen sey jedermann von Hertzen erfreuet; Doch Ihrer Königl. Maj- ein grosse Summa Gelds an die Lande begehrt, zu NrWung der in Ungarischen Krieg gemachten Schulden; darunter Ihrer serEi" in die 80000. fl. den Dienst Leuten (welche derselben bey 85. Schlös- Städte, so weiland König Matthias in den Erblanden eingenommen Pc^t/wider erobern Helffen.) Daneben hab ihr Maj. auch angelangt, iooo. ""d roso, zu Fuß, zu Bewahrung der Crabathischen Gräntzen, zu un- Daraufverwilligte die Landschafft ob der Ennß, gegen Abthuung te ^,s"'^iäg am Wasser und Land (darunter dann auch der droben gedach- 500^5öu Steyergehabte Aufschlag wider hinweg kommen) ihrer Ärajestät da^.O' fl- zu Widerstand deß Türcken, und Bezahlung der Schulden: Und noch de^Awnen Aufschlag an der Donau zu Engelharts Zell und allenthalben auf von jeden Dreyling Wein, so aus dem Land geführt wird, und Pfenning auf 6. Jahr lang folgen zu lassen. Uz Da» IZ8 _ W )O( DK __ ck"m Dagegen revertirte sich der König / die StLnd den nechsten Sommer der I49Z» Hülffe wider den Türcken zu übertragen; Sie bey ihren Freyheiten gnädigst bleiben zu lassen; und den gemelten Aufschlag/ nach Ausgang bestimmter Zeit, wider abzustellen. Diß ist nun der erste Anfang des Aufschlags zu Engelharts Zell, Veckhk bruqg, und anderer Orten; Welcher nicht nur die gedachten verwllllgten ftchö/ sondern nunmehr über 1Z4. Jahr nebst stätiger Erhöhung desselben gewahrer Vorgemelte Steyensche Gesandte, haben neben der Huldigimg auch di« tze Zeit über, mit Zehrung, Canzley" Tax, und all anderer Verehrung, "b« roo. fi. anworden. , Es trat auch in diesem Iahr^ Herr Caspar von Rogendorff/ die BuA Lbl 6eor- xiuz tu Eärsten «rttinckr- dttEtad" Lon6rmation gemeiner StadtkrivileZien lollicicirt und erhalt«!/ und diegatl^ Steyer krivilc-, xien. «olhrim grafschafft alhie ab/ und kam der Wolgebohrne Herr/ Herr Merth von Po>^ Burggraf haim / Königl. Maj. Rath / Cammerer und Ritter von gulden Fließ an seilie j«Eteyer. berichten die vorgemelten dec Stadt Gesandte , ihre l>lincipaleli) wie sie gedachter Herr von Polhaim gebetten habe und begehret / ihnen A schreibe»/ daß Herr Andre von Polhaim seiner Gnad. Bruder, die Herrschaft Steyer jetzt aufs Neue Jahr an seiner Stadt einnehmen werde; Ihm derentlve' gen allen guten Willen zu beweisen. Es melde auch Se. Gnad, wie er KöE Maj. Schreiben an sie von Steyer habe, die König!. Maj. hab auch ftldft durch Herrn Veiten von Wolckhenstein, ihnen, den Gesandten von Steyer/ in seiner Königl. Gegenwart lassen sagen, bemelten Herrn Merthen gutea Willen zu beweisen; Und ihme auch desgleichen gegen die von Steyr zu tW anbefohlen. Nachdem aber gedachter Herr Merthen von Polhaim sich mehret theils am Kayserl- Hoff aufhielte, so hat an seiner statt sein Bruder Herr Andre/ die meiste Zeit das Burggraff; Amt verwaltet, und allhte auf dem Schloß t wohnet. Unter; Pfleger seyn gewest, vorgemelter Herr Geörg Khettner, ter, und der Edl Oßwald Raidt. Uber oberzehlte dem ClosterGärsten, durch Ermordung Abts Leonhards/ und erlittenen Brand; Schaden zugestandenes Unglück, kam änno 149s. E ein anders darzu: Abt Geörg fuhr auf einen Floß, an der Ennß, derse>^ rannte unter dec Stadt, nahe am Schlüssel Hoff, an einen Stein; dara» der Abt zu Rettung seines Lebens springen wolte; Aber es mißlunge, er ft^ inS Wasser und muste also erbärmlich ertrincken. Das geschah den 21 sten MG am Tag, Oervslü Sc?rorkslli: Zum 8uccellore wurd erwählt, Utricvs pranauer genannt, ein gebohrnes Steyrisch Kind; von welchen Geschlecht/ ville Isbulsm Vll. Kabuls VII. Kmnauerische Utamm-Uafel. ^cepha« pranauer, Burger und Messerer zu Steyer, ä. 1460. sein Leich- n.'N »st allda in der E^Kirchenzuse- Ursula, ^lsr!r. Lorenz Gutbrodt, Burger zu Steyer, ch Erichtag nach St. Peter Kettenfeyer, 1503. ihk Leichstein ist beym Eingang der Pfarr-Kirchen zu sehen. - —————-, Regina, ^xr!r. Michael Stai'n- becher Burger und Messerer zu Steyer. Margaret!) Scheuberin, sie f am St. Ursula Abend, ^,1499. SeinBegrabnißist im Eingang bey der Pfarr-Kirchen zu sehen, er hat eine Stifftung gethan, daß alle Wochen 4. Messen im Spi¬ tal allhie sollen gehalten werden; darzu geschafft 600. Pf. Pfen. und zu Aufsehern und Lxecurorn, das Messerer-Handwerck: seine Kinder haben zu solchem Stifft noch hinzu gethan z52.fi. drey Hauser in Steyerdorff, samt etlichen Schleissen, und den Stifft-Brieff erst nach seinem Todauf- Zeucht, 1495. . -»»>» »«"> " -»»>. M, . ». » — / ^'rd Abt zu Geöra, Raths-Burger und Messerer zu Steyer «riten, ä 149s. ch i svs. Verkaufft seinem Bruder dem Abt Ul- i 0--^. rich das Dorff Biberschlag, 151z. lllxor. 1. ) Margareth, Lemmerzaglin von Zaglau, eines Adelichen Geschlechts in diesem Land, die f Mon¬ tag vor Sebastian, 1509. 2. ) Catharina, z.) Agnes, nahm hernach Wolffen Lichtender- ger, und endlich N. Dietzen. Al, der hat sich im 14. Jahr seines Alters zu Wienn, Hannß, Amalia, !>ry^'n^^Edem aber in nachfolgenden Zeiten, die Mannschasst mehrers zuge- dE,. haben die von Rath ungefehrlich so. Personen aus der Gemein in soy^M und Steyer-Dorff erwählt, welche man Genannte geheissen, die mit h^oahren Ayd und Pflicht verhasst gewesen, daß wann wichtig und grose Mi,, so den Landes-Fürsten oder das gantze gemeineStadt-Wesen betroffen-für- haben Richter und Rath dieselben so. Genannten, an statt emergantzen b^ln in Rath gefordert; Was nun dieselben also gesammt geschlossen, da- kine Gemein ohne Widerred verbleiben lassen. Bey welcher Ord- M ^uch eine geraume Zeit verblieben. Als aber sich die Gewecb und der ^schafften, auch hiermit die Geschäfft und Verrichtungen beo gemek ter ^. ij-oi. 1505. lsv6. 1/07. 'j' IslZ. Uxor. r.) Ursula, 2.) Anna, Leonhard Dom, zuNüm- berg , Schwester. , - ' Laspür, Burger zu Steyer !s09. hat Helena, sich von dannen gen Laibach in Crain ger ^larir, setzt rsiK. - Der EdlWolffgang Leroch zu Messenbach/ Hoffrichter zu Lambach k, 1518. Gotthardt Schwartz, Burger zu Steyer. ^Christ. Unverwerger wolffgang , Raths - Burger zu Steyer 1500. i§ 18. vxor» Barbara Bischofs Johannes zu y. ^ttv^wc^r,. , BreßlauMuhM; der beschuldigt die- ^urger im vordem Berg, sen Ftadarn, daß er viel Geld in das ^09, Bergwerck zu Rotenman, unnütz verbauet habe. Flädarnisch Wappen. Xr Solchem Bürger¬ meister- Wahl. Richter- Wahl. Der Ge¬ nannten Wahl. Lnnu; LknKi 1499. vvn ryren ^emecrn zu n?sen, unv unoere zu etlvuyieu, ivu-cv Wahl des ,»Alters Herkommens sey. Hierauf haben die bemeldten Bürgermeister ustl> iungen Raths. 164 _- D Z )O( W_ Solcher Gestalt nun, seyn auch folgend bis in rmnum 1^07. die Bürgermeister, Richter: und Raths-Wahlen, in Mer friedlicher Einigkeit, ohne Beysenn der EommMrien fürgenommen worden; In der Ordnung und ?rocel'8, wie die nachfolgende noch vorhandene alte Beschreibung solches ausweiset; „Alle Jahr gemeiniglich 14. Tage vor Weyhnachten, und benanntlich,^ »Sonntag vor IbomX,ffst ein gantze Gemein zusammen aufs Rathhauß ko^ »men; haben alsdann Richter und Rath ihre Aemter einer gantzen Gemein E »gesagt, und wiederumvon der Gemein in die klein Rath-Stuben gangen: „18. Genannten aber, seyn bey der Gemein verblieben. Nach diesen haben eine »Ehrbare Gemein ungefehr 6. aus ihnen clepuriret, Richter und Rath zu bittest/ ,,noch langer in ihren Aemtern zu bleiben, das dann von diesen also mitnM „ren Worten geschehen; Aber Richter und Rath, sich des ausserhalb einer ,-Wahl nie unterfangen , sondern mit glimpflichen Worten, abgeschlagen uM - gebettcn, sie von ihren Aemtern zu lösen, und andere zu erwählen, wie es vost „Rath, aus einer ehrbarn Gemein, so desselben Jahrs Genannte gewesen, A ,, wählt; ihrer Sechs nemlich, 5. in der Stadt, und i. in Steyerdorff, aM „künffttge Jahr in den Rath. Mittler Zeit nun ein Rath, wie jetzt angezeigt/ „gewähret, hat eine ehrbare Gemein durch den Richter, der dann ungefehr die ' „Gemeine gefragt, aus den Zwölffen, so desselben Jahrs im Rarh gE „sen, auch sechs vom Rath erwählt, nemlich 5. in der Stadt, und er „neu in Steyerdorff. Also, daß nemlich der Personen 12. vom Rath, w- „in der Stadt, und 2. in Steyerdorff erwählt; Und wann nun die M „ernannten 12. vom Rath erwählt seyn, so hat man dieselben einer gE „tzen Gemein öffentlich verlesen, und alsdann von den Genannten und dcr G^ „mein 4» oder 6. Personen, zu dem geschwohrnen Stadt-Schreiber in diekleA „Rath-Stuben verordnet, die haben einen jeden Burger, er sey arm oder reM „besonders aufseincn Eyd gefragt, wer ihm nützlich und tauglich, aus den „sonen des Raths, in der Stadt ein Richter zu seyn gutdünckete; Und ist eines „jeden Stimm durchaus bis auf den letzten, ausgeschrieben, und einer GeE „öffentlich verlesen worden ; Und welche Person die meisten Stimmen geMu „diesclbige ist zum Richter angenommen, und von einem Rath dafern er „vergangene Jahr nicht Richter gewest, durch zwey des Raths, mit einer an den Landes-Fürsten, oder seiner Fürstl. Gnaden Statthalter untE „genten geschickt worden; Allwo er seinen Eyd, wie sichs gebührt, und von „ters Herkommen ist , gethan. .. „Die Wahl eines Bürgermeisters geschieht,des änderten Tags hernaA' „Nemlich also, daß ein Richter und die 12. vom Rath, jeder ein besonder Zct^ „davon die Personen , so ihm zum Burgermeister-Amt nutz und gut zu seyn „dunckt, geschrieben seyn sollen,vermacht, in eine Püxen, legen, und wann 0' , »Zettel gär zusammen gelegt seyn, welche Person in der Stadt, alsdann mit „Zetteln eines Nahmens(so der geschwohrne StaddSchreibervoreinemM^ „öffentlich zusammen ordnet) die meisten Stimmen hat, der ist diß eingE, „Jahr Bürgermeister; Und so ferne derselbe das vergangene Jahr nicht „germeister gewesen , so wird er in einem Rath mit dem Eyd verpflichtet / „Amt treulich zu verrichten. , „Die Wahlder 18. Genannten aber ist vormahlen geschehen, durch die „qemeldten neu-gewählten Bürgermeister, Richterund die Zwölffe vom ML »Des dritten Tags nach der Richter-und Raths-Wahl: Nemlich, daß dm „ben Genannten aus einer Ehrbarn Gemein in der Stadt zwölff, in StA^ „dorff 4- und in EnßdorM. die alle angesessen, geschickt, gelehrt, und verffL „dige Burger. Doch seyn die Personen in der Stadt und im Steyerdorff/ , „das vergangne Jahr mit der Wahl außm Rath kommen, Genannte blievH^ »»Dergleichen in der Stadt aus den Genannten, so des vergangnen Jahrs N'^ „des Raths gewesen, drey blieben; Und aus der Gemein, so das vergaG^ ».Jahr nicht Genannte gewesen, vier Personen erwählt : Im Steyerdorff K? )o( LM_ >6; «aus den alten Genannten , so desselben Jahrs nicht des Raths gewesen, einer «bleiben; Und aus der Gemein daselbst, zween erwählt; Und im Ennßdorff^' '-einer aus den alten Genannten bleiben, und einer aus der Gemein daselbst er- '-wählt werden. "Warum aber die Genannten also offt verändert worden, ist dieses die Ur- Ursachen, '-sacke, daß man sich im Jahr, wegen ihrer Person erkundigen mögen,welche ge- Anann- «'chickt und tauglich: Item, damit die Raths-Handlungen und Sachen, und ren,o offt «zuvorderist, das alte Herkomnien gemeiner Stadt von Jahr zu Jahren von ^rändert «einer Person der andern emgepräget worden, und in Gedächtnuß blieben; -'^tem, wegen der Thcilung der Genannten, daß der halbe Theil geblieben, «und der andere Theil aus der Gemein genommen worden ; Daß diese Per- '-wnen von Jahr zu Jahr, in Raths-Sachen und ander gemeiner Stadt Noth- "durfft, desto geschickter und stärcker werden sollten. -.Item, es geschieht zuweilen, daß eine Person oder mehr, außm Rath oder '-der Genannten Mittel, mit der Wahl kommt, damit dieselbe Person ein Jahr «oder zwen der Raths-und Gerichts-Bürde entladen seyn, und ihren Geschäff- -'Milnd Leibs-Nahrung desto baß abwarten mögen; Nachdem keiner von «^iach noch Genannten nichts davon hat, dann Mühe und Arbeit, und zuAei- "wn viel unverdiente Nachredt; Item, wo eine Person des Raths und Ge¬ kannten eines unbescheidnen ungeschickten oder tadelhafften Wesens gewesen «wäre, daß derselbe in solcher Wahl mit der Zeit, mit desto wenigem Verdacht «verändert, uno ein geschickter an seine statt genommen werden möchte. Doch «vlesesalles treulich und ohne Gefchrte... Bjß hieher die alte Verzeichnis. Dieses nun war vor Zeiten der Lrocels, bey der Wahl, welcher nach- 'ayls in etwas, doch wenig Stücken geändert; sonderlich aber die jährlichen ^Wechslungen des jungen Raths , und der Genannten, darinnen jetziger Zeit Mw lerchtlichAenderungvorgeht, nicht mehr so streng oktervirtwerden. möchte aber einer hieben nicht unbillich gedencken und fragen, was Warum im? Ursachen gewest, daß man vor Zeiten, auf die Ordnung und die drey Räch zu c>.'wrschiedene Ogsses der Sttyerischen Raths-Herren, als den alten und jungen Sreyer hjM' Und die von Guanten Mittel, also fleißig gesehen, so doch jetziger Zeit l^n? gelben insgesamt zu allen Stadt-Tägen erfordert werden, in einer Rath- beysammen sitzen, alles was proponirt wird, anhören, darüber voti- vd!,'. iE ein Genannter in seiner Stimm nicht weniger als einer des alten ch^Uungen Raths seyn. Hieraufist zu wissen, daß es vor Alters nicht also ge- ^dailn zur selben Zeit, stunde das Stadt-Regiment, Berathschlag- und gx„ "M)ung der wichtig- und geheimsten Sachen, allein bey einem Bur- er,Stadt-Richter ^d den sechs alten Raths-Herren: Diese allein hiel- Wochen am Freytag Rath; Da ihnen aber eine Sach zu schwer, oder q., ^.wnst,Kranckheit, abwesens oder anderUrsach halber zu wenig waren, zo- Ne>, laiche, oder nach Gelegenheit den gejammten jungen Rath, auch zu lh- . Und solche Zusammenkunfft des alten und jungen Raths, geschah alle w E Mittwoch, und gar zu Zeiten in Beyseyn der Genannten, welche se», Wochen nur einmahl, als nemlich am Montag, im Rath erscheinen dürf- Dahero weil alle drey Raths-Mittel sich versammleten, derselbige der Narin* genannt, und wann was proponirt wurde, dursste doch ein Ge- . "wr,vermöge seines jurgmenrg, in seinem Voco wider der alten Herren Mey- Ge,?e^uicht etnreden, sondern sich demselben accommocliren: Wurden also die scheuten mehrern Theils nur zu denen gemeinen täglich fürfallenden Ge- ^men, auf Verordnung des Bürgermeister oder Richters, zur Sperre, ln- , Beysitzern beym Stadt-Gericht, Brod, Fleisch, Mch-Beschauen, l^g ichatzen, Kauff,'rellsmencs und andern gemeinen LommiMons Hand- lview" gebrcuM/ und gezogen. Damit dieselben aber neben her gemeiner Stadt ""d geheime Sachen auch begrciffen, und deren Wissenschafft haben Men, wurde, wie droben gedacht, ob5erv>rt, daß alle Jahr drey aus dem X z jungen i66 _ W )o( W __ ^nnus jungen Rath/ widerum ins Genannten Mittel/ und aus denselben hingegen dreh ciE- Genannte/ an der verwechsleten statt/ in den jungen Rath genommen wurden, d» welche alte Ordnung aber nach und nach abgekommen. Doch weiß ich mich ; noch Wohl zu erinnern, daß 1614. als Herr Matthias Radlinger Burger- meister war, die alte Ordnung / daß nemlich Freytags der alte, Mittwoch dek alte; Der junge Montags aber diese beyde Räch, samt den Genannten im Rath erscheinen sollen erneuert; solcher Rathschluß von den alten Raths-Herrn un¬ terschrieben und in der Raths-Stuben an einem Täfelein angehefft; Aber nicht lang obiervirt worden, obschon solches 5en3M8-Lonlutcum auf Pergament ge¬ schrieben gewest. Bey den freyen Reichs- auch andern Städten, findet man meistens einen perpecuirlichen oder wie man es nennet, ewigen Rath; Darinnen mit den Per¬ sonen so lange sie leben, keine Aender- oder Auswechslung vorgenommen wird: So aber wwd es zu Steuer, wie die Raths-Wahl-Bücher bezeugen, nicht gehal¬ ten. Zwar was das Burgermeister-Amt betrifft; Obwohlen nach Gewohn¬ heit und Freyheit gemeiner Stadt, auch dasselbe alle Jahr, in die neue Wahl kommt; so ist doch offt geschehen, daß ein Burgernmster über die sonst mehr- < mahls gewöhnliche zwey, auch mehr, und wohl weniger Jahre, m solchen Ans erwählt und bestätigt blieben. Der Stadt-Richter wird gemeiniglich nach Ausgang des änderten Jahrs, solches Amts bemüßiget. Von Veränderung , der Raths-Herrn, daß selbige aus den alten in jungen, von dannen gar ins Ge¬ nannte Mittel, auch wohlgantz und gar widerum von alten Raths-tzStcllen kom¬ men, ist bereits oben gemeldet worden; Ob nun aber dergleichen Veränder-und Abwechslungen gemeinen Wesen, nutz- oder schädlich, davon laß ich zwar andere , urteln; aber'doch gefällt mir des hochgelehrten und erfahrnen kollcici, so-mnis öoclim Meynung und Regel am besten; welcher l.ib>. I V. cle ssep. c. 4. mit diesen Worten schreibet: .. 8en3rore8, guibu8 rerum sZenllarum pruZemia non chli „ulli öiumrno compsrgmr, perperuo8 öc kowL öc saceclLmone k ^reopsA'' 1 „§c ubigue esse oporrere juöico; sic in perperua ma^illriiluum mobilinm V3rie' „rate, äenarub llt conll3N8 Ld immuc3bili8; in eogue velur carcline ll3brü „cXterg Imueria murgbrli'3 con^uiessgm; Die Raths-Personen sollen UNVtt'äN- „dert beym Regiment gelassen werden, wie zu Rom, zu Sparta, und zu Athen „der ^reop3AU8 oder geheime Rath gewesen; in Ansehung, daß die Weißen < „zu regieren nicht anderst, dann durch langwierigeUbung, muß erlangt werden- , .,Und also der Rath, in einer Stadt beständig und unwandelbar; hingegen an¬ dere Beamte nach Gelegenheit veränderlich, und auch dem gemeinen MaB z „offen seyen/und vom Rath,als die Glieder im Leibe von Hertzen, ihre Kram , „und Würckung empfangen. „ Und so viel vom ersten. j Nun will ich auch zum andern, wie es in lUaleür- und OimmU- ?r ocemN Sachen, vor Jahren bey der Stadt Steyer gehalten worden, etwas sagen. Das < get nun gemeiner Stadt von Hertzog Albrechten dem l. erthetlees und drob^ an seinem Ort angeführtes LrivileZlum an: Daß in der Stadt Burgftied Land-Richter eingreiffen soll/in keinerley Sach, äusser die das Blut oder s berühren; in solchen Fall nun solle ein Stadt-Richter zu Steyer, zur Ve^ rr-eco cheilung oder Erkäntniß in Sachen, Lr^conem pcovinci3>em, den Waldbatca ? beruffen (welches vor Zeiten den Stadt-Richtern, mit Bann und Acht, üb^ Waldbott. Blut zu richten,verliehen gewest) dergestalt gehalten, daß solcher erLco prov'M ci3li8 oder Waldtbot auf Erfordern des Richters erschienen, und gegen dievss hassten Malefitz-Personen, in Beyseyn des gedachten Richters und etlich dE e erforderter Burger, die peinliche Frag durch den Peiniger fürgenommen; 1 wann es mit einem solchen ^less^men zum offenen Rechten gekommen ist, m/ 0 dachter Waldpotvorhero in das stille Recht, welches Richter und Ratb bb k sen,geruffen, in seinem Beyseyn, von dem Urtel gerathschlagt; Und nackE e solches gefällt,alsdann hatmanneben den Waldboten, seinen Ortman und Zücm h tiger in den Rath gefordert, daselbst die Urgicht nochmals verlesen, darauf^ r ; r l ) t l- 't rr ir ir t' ir s i' t' ^1' irr h- >e^ err Bann und Acht,wann solche den ^nrius LkrilU l^99. den Befehl gegeben, hierinnen zu handeln, und zu thun, was Urtelund /recht, in dem stillen Recht geschöpfft, vermögen. Wo aber das Verbrechen Me Lebens-Straff verdienet, ist die Straffe allem, nach Erkanntniß eines -Mhs geschöpfft, und durch den Züchtiger vollzogen worden. . Der Bann aber, übers Blut zu richten ist zum ersten dem Michael Hain- °Mr, aufZ 149s. §L 96. Jahr erwählten Stadt-Richter verliehen, und dar- Uer ein Bann-Brief gegeben worden; Wie auch hernach 1512. k ^4. dem Mchtem Georgen Kernstock; Und ^n. 1516. Wolffgang Rumpel: Es hat aber ihr kei- ;u «Lteyee uer das Blut-Gericht besessen, äusser Hannsen Köllen, welcher 1494. in sei- Stadt-Gerichts-Amt die Ubelthäter, welche Abt Leonharden zu Garsten Mordet, mit dem E chwerdt hinnchten lassen; Derentwillen ihme von König Smiljano, in kpecie dieser Malefitz-Personen halber^und nicht weiter, Bann ''"d Acht verliehen worden. Es seyn zwar, (sagen die alten Schrifften) etlich nvehlte Stadt-Richter bey Kayser Friedrichs Zeiten, und hernach angeredt Mden, bey ihrer l^lemsrion den Bann zu nehmen; haben sich aber dessen M entschlagen, und es beym alten Herkommen bleiben lassen: vom isrzten Araber, in welchen Colman Dorninger, Stadt-Richtergewest, ist bis aufdie- ^eitjedem erwählten Richter, bey seiner krsetem-mon und Leistung deöjura- A^'Bann und Acht verliehen, und die Slawin Rechte, äusser andern frem- Beysitzern, oder des Bann-Richters allein, mit den Raths-Personen besetzt, "d wie noch gebräuchig gehalten worden; Hiebey kan ich mcht fürübcr, bey Anführung des Wörtleins prsecv, per Ob , zu crwehnen, daß Herr Reichardt Strem, in seinen kxplicarivnj ytzex AU ti/ Oesterrcichischen strivile^ien, den Interpretom der Lateinischen von» Richer. h. /'Herzog Orrocgrn in Steyer beschuldigt; daß er das Wort krseco, unrecht Schergen verteutschet; und beweiset hingegen mit etlichen Ar§umenren, Wort eigentlich so viel, als ein Land-Richter heiße; Welches aber dem angezogenen Steyerischen Lnvile^io gleichwohl nicht abzunehmen; '^rn daselbstvom Herzog Albrecht, ausdrücklich Waldbott verdeutscht wird, geu? vor Zeiten solcher ?rLco, oder Waldtbot dem der Bann verliehen vdov die Richter zu Steyer (gemeiniglich vom Land-Gericht zu Ennß rs/^knenHerren von Losenstein und Volckenstorff, denen das Land-Gericht S Mr der Ennß und Traun vor Zetten, wie noch, zugehört) begehret worden, (,^^alefitz-Recht besessen; so ist derselbe meines Erachtens vielmehr für einen bMMrZeitgebräuchlich) Bann-als Land-Rlchter, gehalten worden. lei^howird auch eines von diesen gedacht in Hannsen Stephan, des Creutz- ^'^ohnes,von Cremsmünster, vi pkeö 6e an. 1404. darinnen dieserGefang- de/^""^^aß die Edel Frau Barbara, Herrn Wilhelms von Rohr, Pflegers zuSteyer/Haus-Frau, und dre Edle Jungfrau Anna, die Losensteme- andere Erbare Jungfrauen und Frauen, die Burgerin zu Steyer, ^?le Erbarn Priester; Und Hauuß zu den Zeiten Waldtbott zwischen der slLp"b und der Traun, dem Richter und Rath zu Steyer, mit Erbarn und fieis- K" Mitten abgebeten, daß sie ihm um seinerVerbrechenwillen kein Mahl oder ^Amahl angelegt rc. dcm ^^lgenden Zetten aber ist dieser Nähme Waldtbott so verkehret worden, DerNahm Scharff-Richter oder Züchtiger also genennt worden. Dergleichen I/mAE deu-n we Herren von Volckenstorff und die Grafen von Schaunberg Miß- Steyer uns ihr Ansuchen zugeschickt haben. brauch. , ein Besetzung des Stadt-Rechtens, fürs dritte belangend; hat vor Zeiten Besetzung Und V» V-^ichteralle 14. Tage solches Stadt-Rechtm der Stadt amFreytag, LA«- ' cindein, Steyer- und Ennßdorff am Sanrstag mit den Raths-Genannten und neu. bey^tauglichenBurgern besessenen offner Schrannen; daß männiglich da- t'icht6Ä?ogcn; Und so lang solcher gewähret, hat der Richter den Ge- ^aurn^ der Hand geführt; Es war damahlsdieserlöbl.und gute Ge- daß ein Richter Anfangs, wann ein strittige Sach an ihn gelangte, die Par- i68 _ W )o( W _.__ ^nnu8 Partheyen zur Güte, gewiesen, oder auch allein nach Ansehung der Billigkeit 1499-1 limpiici L pisno dieselbe durch einen unverfänglichen Verlaß / verbescheidet; Jedoch wann hievon em oder der andere Theil, nicht genug hatten , sondern be- schwehrt zu seyn vermeinet, sodann ist dieselbe Parthey allererst in das Recht/ (wie mans genennt) »cl?rocellum orclinsrium gewiesen worden. krocek Bey solchen Rechten seyn die Partheyen, zu jeden angestellten Tägen, mit »"d soi-"- ihrer Klagen und Verantwortungen, in l^rsonst. und lies;-Sprüchen, münd- »!y. ' und schriftlich gehört, darüber Urtel gesprochen; die Sachen alsdann verei¬ nen Ersamen Rath, und folgends an den Landes-Fürsten, oder dessen Regie¬ rung sppellirt worden; Davon eine grosse Anzahl solcher in Rechten geführter und durch Veclsrscivn erledigter krocesg noch vorhanden, aus denen, und zwar den ältisten ich allein einen etntzigen zur Nachricht von dem damahl gewöhnli¬ chen Gerichts-8c^o, hiemit kürtzlich inlenren will. roi-muisr „Es kam ein Mann für Recht, mit seinem angedingtenRedner und klagte re. k-«- „In Antwort erschien der Ehrbar Mann, mit seinem angedingten Redner- » und meldet, rc. „ Mir beyder Theile Wissen und Willen, fragt der Richter einen an den „ErbarnGeding Rechtens; Der erkennet und sprach zu Recht, als er Red »Widerred vernommen hatte. Dabey des Ankläger Brief und Siegel; Aua) »wer Antworter darwiderem Geschäft noch der Stadt Rechten verfertigt für- »-gebracht, und zu vernehmen gäbe, dasselbige Geschäft wisse ernitabzusM „chen. Das Hub auf der Ankläger und dingte, daß in dem fürsichtigen Ram „der Stadt zu Steyer ihme zu einem bessern Rechten geben rc. Und beschehest „in der Stadt-Schrannen zu Steyer, am Freytag vor 8c. ?erronellen-Tag,dee »H. Jungfrauen. Wir, der Rath der Stadt zu Steyer bekennen um die Um/ „hierinnen verschlossen, daß solche für uns gedingt ist, und erledigt also; NacM ,-dcm die Abschrift eines Gemächts,auch eines Geschäft: Briefs, gehört und »^verlesen seyn ; Und der Gemächt-Briefklärlichtn sich hält, daß dieverschiede- „ne Frau 200. Pf. Pfennig ihrem Mann seel. lediglich vermacht und zugetvcM ,»det hab, und die ioo.Pf. Pfennig ihren Leibs-Eröen; Und ob die nicht wärest/ ,,alsdann ihren nechsten Erben Vorbehalten; so hat die Frau diese roo. Pb „Pfennig nicht Wetter zu verschaffen Gewalt gehabt; Und folgen billich ihrest „nechften Erben, nach Inhalt des Vermächtnis-Briefs. Geben am ErchMs „nach 8r. konifscii Tag, mit seiner Gesellschaft an. 0.1475. x „Wir Michael vonGOtteöGnaden, des Heil. Rövi. Reichs, BurgM „zu Mardtburg, und Grafe zu Hardtegg, Land-Marschaick in Oesterreich, E ..andere Unsers allcrgnädigsten Herrn , des Römischen Kaysers Näthe, so M „hie seyn, bekennen; Als diese Urtl hierin beschlossen, an dieselb sein Kays. ,»den gedingt zu lesen, und uns überantwortet ist; daß wir die erledigt habest/ „so wie das Geschäft nach den Stadt-Rechten verfertigt,so verfolgen Wir ve> „einen Mann, in seinem Rechts-Spruch, mit Urkundt diß Briefs. Geben A ,-Wienn am Freytag vor St. Johannis-Tag, des GOtteö-Läufers, NM „Christi Geburt 1475» , „ Wan» sol- Angedeute Rechtens- oder Schranen-Besitzung (die gleichwohl noch brauch ' Steyer- und Ennödorff zu halten, allein aus eines Stadt-Richters guten nacm aufgchört. barlichenWillen, undkeiner Gerechtigkeit; weil derenkriegendePartheyeryso^ sten zu Rechten in der Stadt zu erscheinen schuldig gewest) ist ungefehr bisd^ Jahr funffzehen hundert etlich und viertzig oblervirt worden. Die UrsaE, nun, warum man solch alten Stadt-Gebrauch, und die dabey gewöhnliche sa)^ ne 8oiennichtm, nach und nach so gar erlöschen lassen, hab ich nicht gesundest' Aber ein Befehl von Kayser Friedrich, lul> 6sco St. Veit in Kärndten, an Antlaß-Tag sn. 1469. an den Rath und Burger zu Steyer ergangen, ist vorhanden; darinnen der Kayser ihnen bestehlet, daß sie seinem getreuen örgen Steger, seinem Richter daselbst zu Steyer, mit Recht besetzen, R^ sprechen, und in ander Wege, so lang er Richter sey, Hülff und Beystand tlss u a s. i k c l a W )O( W 169 und darinnen gewärtig und gehorsam seyn sollen. Jnmaffen sie das vorhin z-mu» Mern Richtern gethan, und von Alters Herkommen sey; damit er Steger da- >elvst Gericht, desto stattlicher handle» , und anrichten möge. Es war gedachter Steger bey Kayser Friedrichen in Andern Gnaden; ^e solches erscheinet aus einem Schreiben an ihn, in eben diesem 1499» Jahr M Pangratzen Pögerl abgangen: darin er erinnert, daß sein Herr der Kayser Md von Gratz nach Wien aufbrechen werde: Er Steger soll wissen/ daß er mner Gnade/ einen gnädigen Kayser habe; Dann er mit ihme von seinet¬ wegen neulich zur Rede worden; wie er ihm bey ihrer Zusammenkunfft mit Lehrern sagen wolle. Des Steger Wappen. lv<>k»^s^ snnum 1499. inclusive, hab ich vom Jahr IZO?. die zu Steyer ge- itr^p " Stadt-Richter / von Jahr zu Jahren benennet; Wie ich dieselben lch. Eu alten von ihnen gefertigten Briefen und andern gefunden. Hinführo lass^bich so wohl die Bürgermeister als Stadt-Richter zu mleriren ausge- Weilen selbe nebst den jährlich ersetzten Raths-Persohnen, in den ab öt-k.,^00. aufgerichten und bisher commmrten Wahl-Büchern in richtiger Gemeiner tiieE ^uden seyn; dahin der günstige Leser verwiesen wird. Ich kom- A?" - M ^?^?er zu den ^nnalibu8, und fange in GOtkeö Nahmen, ein neues, nem- Ar. oas Xvte Seculum an. starb der droben gedachte Rentmeister und Verweser der Herr- 1500. da Ikeyer, Hanns Pfilchinger; liegt in der Pfarr-Kirchen begraben, all- bn, einer Taffe! zwischen den zween vordem Altärn, zu se- Herrschaft Nicki- ,-^me folgt in der Verwesung der Edel Vest,WolssgangLeroch, wiewohl ^te-rr. D^un eben in diesem Jahr ist Burggraf zu Steyer worden Herr dersrmu, Lkriül rzss. lsOl I7O KZ )O( W Und hat sonderlich in der Arssruhr (davon ich bald schreiben werde)von denr Rädelführer Ulrich Prandtstetter viel Ungemach ausgestanden und erlitten, ^nno i soi. ist der zwischen beyden Städten , Steuer und WaydOovA an der Pbbs, lang gewährte Streit, die Eisen:Handlung und andere KaM mannschafften betreffend , auf nachfolgende Maaß entschieden worden; AB Ersten, daß die von Waydthoven ihren Mitbürgern und Einwohnern daselbst/ auch andern Personen , in demGezirck der drey Mell Weegs gesessen, zu ih¬ rer Arbeit, Gebäu, Häusern und Nothdurfften, Stachel-Stangen, gezaiB und sonst allerlei) Eisen geben und verkauffen; Sonst aber auf keinen Vorkauff, damit handlen; Und sollen sich dieselben Meil Weegs auf den einen Orth gen Amtstetten und Plindenmarck und kein ander Endt crst^ cken. Was aber die von Waydthoven über solches von Stahl und E zu verkauffen haben, sollen sie an den Casten, und ferner auf dem ÄM ser, wie vor Alters Herkommen ist, und kein andere Strassen führen. Zum Zweyten, daß die von Waydhoven diejenigen Wägen, so ilE von der freuen Stadt Weissenbach und andern Enden daselbst hmB Spetß und Tranck zuführen , nut Senges Kintteln, dasclbsten zu WE Hoven oder Walsee, wo ihnen das gelegen, wiederum laden mögen, lB die in dem obbeftimmten Gezirck der drey Meilen geben, wem sie wollen- Doch daß damit daselbsten zu Walsee kein ander oder neue Niederlag nM gemacht, noch dieselben Senges Knittel fernerweit anderer Endten, nach Weissenbach, und daselbst, wie oben angezeigt, geführt, und ÄE um Wahre, und um Geld gegeben, und kein Gefehrde darin gebrauB werde. Zum Dritten daß die von WaudHoven ihr Venedigische Wahren,^ ihrer Nothdurfft in der Stadt, und den Märckten, des obbenannten Geztrcks der drey Meilen, und nicht ferner führen, und verkauffen gen; Und das übrige bey dem Kasten auch auf das Wasser legen und, M von Alters Herkommens ist, abführen; Darinnen sie die Burger zu Steven die z. Tag, wie sie mit Stahl und Eysen zu thun pflegen, nicht auM ten sollen. . Zum Vierdten, daß die von Waydthoven auf einen jeden Wagen, ihnen Wein , Traidt oder andere Nothdurfften zuführet, einen CeE oder zwey Stahl, Eisen oder Schien, und darzu ein Lägt oder zwo siE Weine, 20. oder zo. Pfund Specerey, Oel, Saiffen, Feigen, Mandelu/ Wein-Beer, und andere Fasten-Speiß, den Prälaten, denen von Ado/ und gemeinen Mann, zu ihrer Häuser Nothdurfft geben mögen: Und len ferner kein Wagen schwehr, Stahl noch Eisen nicht laden, noch He Lägt Oels und Seckt, Specerey oder Wen Wein allein auf die WE nicht legen, noch darmit über die Haydt, noch für Oisitz, Garsten, ScheM noch ander ungewöhnliche Strassen fahren; Alles bey Straffund ME' rung der Wahren und Kauffmannschafft,wo die ferner und anderst, dann ser Mrlaß begreifft, geführt wurden; und darzu bey Pön2O. Marck E gen Goldes. Diese Sach ist zwischen beyden Städten lange Jahr, am KA' Hof anhängig gewest, doch endlich, in der zu Lintz gehaltenen ME Samstags nach Vslemim, entschieden worden; bey welcher Verhör K, Gesandte, und Gevollmächtigte gehabt haben, die Stadt Steyer, chael Hainberger, Wolffgangen Oefferl, Sigmund Schwaben, und mundten Hämerl; Waidthoven, Hannsen Apffelstecken, Hieronymus rasser, Jacob Ollmützer, und Merthen Neupecken. . In diesem leisten und folgenden irrten Jahr geschähe den Bäuvl^' und Früchten von den Würmern grosser Schaden, wie solches die marZmäles in den ^nnslibus Osrllensibus bemekcken , mit diesen Wvrke^ „Hn rzor. §c 1502. Isms mulnmllo vermiuw, chverll coloris crevk HB , 7* > ..... E.. ..M,,». I >! >.»» , —,- - r'^nasum, jrs m rempore vernali vmm8 bsec mulriruäv verwium pemtus kolia vsrborum una cum llonbus eoniumerent prvtinus. r;o». ^nno !5O2. hat sich Kayser xraximilianus entschlossen, mit Hülff des Komischen Reichs, einen tapffern Zug wider die Türcken vorzunehmen; Wie Zug be, Mes Vorhabens die von Steyer durch rin Kayserliches Schreiben, cie cksro schlossen, ^nsprugg den raten May / und darneben erinnert wurden: Es haben hierzu der Heil. Vatter seinen Leeren, den Cardinal Reymundken, in Deutschland gesandt, mit vollkommenen Gewalt, das Ouciar und fu bil^um allenthalben Zu pubiiciren und zu handle»; so auch zu Steyer beschehen. Was nun dar¬ unter für Geld gesammlet, gegeben und gelegt werde, daß sollen sie unangegrift len beysammen behalten. Da nun über eine Zeit hernach der Pabst dem Kay- >er bewilligte, solches im Land gefallene Jubel-Geld zu erheben, sich darvon öudemfürgenommenen Türcken-Zug mit Geschütz und andern Zeug zurich- len ; Auch etliche Bottschaffter zu den Königen von Hispanien, Franckreich, Dungarn, Engelland, und andern Staaten und kepubliguen zu schicken, ftl- o'ge zu gleicher Hülff zu vermahnen; So hat der Kayser durch ein offen Tene. ^le, sud 6gro Herzogbusch aus Vradand den 2g.sten sanugrü H.nno dli- Bischoffen zu U-ppoms, und Weyh -Bischoffen zu Gurck; Lasla Lagern, Pflegerin der Freystadt, und Geörgen Sighardt, Verwesern des ^izdom-Amts bb der Ennß, solches Geld aller Orten im Land zu erbeben. Der von Gurck iubttlluirteBruder Wolffgangen, «Lullos der Kllno- nren im Land ob derEnnß, und Ouarcli^n zu Weiß; der Herr von Prager aber 'einen Pfleger zu Ennß , Hannßen Wanckhamer; der Sighardker den Rentr Dister zu Steyer, Geörgen Schöffecle; Die haben das allhie gefallene Iu- vel-Geld , so 854. Pfund 76. Pfennig gewest, zu ihren Händen erhoben. ,. In diesem Jahr hat Herr Caspar Volckhenstorff, die Burggrafschafft all- M wieder abgetretten, und ist an seine statt zum andernmahl Burggraf wor- ven , Hexx Gaspar von Rogendorff, Freyherr. . Am Abend vor St. Peter und Pauli, ist ErhardtFaßziecher, ein Eisen¬ ach , mit dem Strang hingericht worden. . Als in diesem Iabr Herzog Georg, der Reiche, von Bayern mit Tod Mangen, und seinen Tochtermann, Pfaltz - Grafen Ruprechten, Churfürft Milipps Sohn, zum Erben im Testament eingefttzet, weilen er keinen Sohn Mte; beklagten sich dessen Herzog Albrecht und Wolffgang von Bayern vor dem Kayser, daß ihr Vetter, Herzog Geörg durch angeregtes Testament, Wrder des Hauses Bayern Erd - Einigung gehandelt. Der Kayser erkannte M Testament vor ungültig; Und weil Herzog Ruprecht keiner gütigen Handlung wolle statt geben; Auch sein Vatter, der Churfürst, sich der Sach Zunahme, so wurden sie beyde in die Acht erklärt. Welches ich darum melde, der hieraus entstandene Bayrische Krieg, das Land ob der Ennß , und M die Stadt Steyer mit betroffen. Dann ^nno i>oz. in der Fasten, befahl Kayser der Landschafft, sie sollen alsbald zu Roß und Fuß auf seyn , und N Pcurback ziehen; Und wann sie sich daselbst versammlet, alsdann zu Ker Majestät Truchftß , Wolffen Geörger, gen Schärding sich begeben; Welche Stadt Herzog Ruprecht belagern ließ. Zu Rettung derselben gescha h Mrmahl das Aufbott im Land, und schickte die Stadt Steyer dahin zu Hülff 50'Mann zu Fuß, am ersten Tag des May ; Deren Führer und Befehls- ^aber mären, Eraßmus Haidnreich, und Mattheus Wolsperger; Dec Mo: MH-Sold war einem Knecht z. fl. und vor allem Schaden vom Feind war ih- "en ;oo. fl. versprachen. . Um St Ursulä Tag verständigte der Kayser die Land - Leute und Städte °v derEnnß, durch ein Latem, wie weyland Herzog Ruprechts von Bayern Hauptleute willens seyen, das Land ob der Ennß zu überziehen, und daß da- Mnen schon etliche Angriff mit Brand und in andere Wege geschehen. Sie Mten jetzo Pranau belagert; Daher jedermann zur Rettung zuziehen soltt D 2 " nach 172 _ GZ )o( W _ »ach Weiß; Auch alle Städte und Schlösser in guter Hut zu halten, sonder- 1504. lich gegen Böhmen; Allda ein Einfall zu befahren sey / von den Böhmen; Dann die gedachten dem von Bayern zu Hülff zu ziehen. Ferner aus Insprugg, am Pfingsttag nach l^ciX: Weilen sich weiland Herzog Ruprechts von Bayern Hauptleute, vor Vilßhoven gezogen/ in Mei¬ nung/ dieselbe Stadt zu erobern; Den Donau-Strom zu sperren , und als? dann nach Schärding zu ziehen; so solle man solchen Vornehmen stracks Wir derstand thun. Daher ergieng abermahl das Aufbott, auf nechsten St. Tho¬ mas zu Welß zu erscheinen/ und mit dem Obristen Hauptmann, Herrn Wolff- gangen von Polhatm, Wiser den Feind zu ziehen, welches der Kayser/ als ek um diese Zeit selbst zu Welß aukommmen, von neuen erfrischet hat. ^.nno isvs. ist in der Pfarr- Kirchen allhie die Kriechbaumifche Stiss- Lung, wie mans noch nennet, aufgerichtet worden. Was ich von diesem al¬ ten vornehmen Steyecischen Geschlecht gesunden, ist folgender gestalt zu lesen: Bartlmä Ariechbaum, Burger zu Steyer, ^nno 1450. liegt in der Pfarr-Kirchen beym vordem Altar, an der rechten Seiten begraben; Auf den Grabstein ist das Wappen mit dem Schwein zu sehen» Uxor ejus Mr- xsretkkl. Paul, Burger zu Steyer, -???ser gethan , die Kayserliche Eron vom Pabst zu Rom empfahen; feg reichem Zug das Reich Volck und Geldversprochen; Ingleichen auch die- der Ä^ vb der Ennß. Dannenhero bestehlet der Kayser, tub 6210 Prugg au vom 6sten April, die von der Landschafft gewilligte Hülff an Volck 8uß, auf den Sonntag (^ugsimoäoAeniri, nach Ennß , m die btk « ng zu schicken; Verspricht darneben, solches Volck nicht äusser den fanden zu führen. öurn -Ä^taq vor Cantate in diesem Jahre, hat ein Ersamer Rath zu Steuer, verwieget und zugelassen, weilen sie in Erfahrung kommen,daß Majestät in etlichen Deroselben Städten, die Püxen» Schützen nnk Ztz^varen Ehren und Schenckungen begabt, daß auch allda zu Steuer h,e fchi-Wchafft und ledige Persohnen, sich mit der Kunst des Püren-und Stahl- : Und alle Sonntag die Püpen-Schützen? undjcdesmahl über ein hernach die mit der Armbrust schiessen mögen; Darzu gemeine Stadt besten zu geben gewilliget; Doch daß um dasselbe nicht als zehen schiessen sollen. r/4 W )o( KS Ar>Ni» cturkj rzoS. ES starb auch in diesem Jahr Michael Hofer, ein verlebter Raths- Burger zu Steyer, ein wohl vermögender Mann, ohne Weib und Kinder; Und hat im Testament, seiner Seelen zu Trost und Hülst, eine Wallfahrt ge« Rom, eine gen Aachen, und zwo zu unser Frauen gen Oettingen auszurichten/ geordnet. Item zu St. Merthenö - Kirchen nach Doster - Neuburg, allwo sei¬ ne Eltern begraben, Z2» Pfund Pfenning. Ferner zur Pfarr Kirchen zu Steyer 8o.fl- davon ein gut Vesper-Buch machen zulasten, und seine halbe Be¬ hausung verschafft. Dieses Hofers stattliche Verlaffenschafft haben sich beyrn Kayser, dessen 8ecreranu8, Herr Marx Trautsauerwein , Matthäus Hofer/ Cammer-Diener, und Hannß Haug, Mauthner im Etsenärtzt, ausgehetten; Welche ihnen auch, ungeachtet des Hofers Testament - und der von Steyer Weigerung, bat müssen überantwortet werden; Zur Ursach lvurde fürgewen- der, weilen Hofer kein Kind, noch andere Bluts- Freunde, oder rechtliche Er¬ ben verlassen, so fey das Gur, ungehindert des vorhandenen Testaments/dein Landes - Fürsten heimgefallen Es erwuchs aber hieraus, und andern derglei¬ chen Fällen, eine gemeine Lands -Beschwehrung ; Wie solches in dem IsiO aufgerichteten Jnspruckeristhen Dibell zu sehen; Darinnen Kayser klsH wiüsn, auf der Landschafft Beschwehrung, retolvirt und sich erkläret, derglei¬ chen Außbitten der Erbschafften fürohin nicht zu gestatten; Und da ja dcme zu, wrder decley Fceyheit erlangt würde, daß doch selbe gantz null und Kcafftloß seyn solte. Bey den reichen Steyerischen Burgern aber, machte diß Hoferische Exempel sorgfältige Gedancken, daß ihnen nicht auch nach dem Tod vergleicht widerführe. Daher bewarbe sich bey Kayser ^aximiliano Hannß Fuxbergt um einen Frey -Brief, dessen Inhalt war : Daß ihme und seinen Erben, „alldieweilen von ihme rechtlich- und natürliche Erben vorhanden seyn, Mo „Majestät sein Gut nicht einziehen, noch jemand sich dasselbe auszubitten E „statten wolle, ohne besonder Verschulden und rechtliche Ursachen; Daß auch „ermeldter Fuxberger und seine Hausfrau ihr Gut aneinander verheyratht- ,.oder sonsten in andere Wege verschaffen und geben mögen ; Und ob sie olM ,>Testament abgiengen, daß ihre Güter aufihre Leibes - Erden fallen sollen. UA „ob vorher oder hernach aus Vergessenheit darüber was ausgrerrg, daß es docv ..Krafftloß seyn solle. „ Ingleichen hat hernach Hannß Hrandtsretter, oek Alte, vom König kercllnsnclo auch eine sonderbare Oontilmscion über sein ans gerrcht Testament ausgebracht» Nachdem um diese Zeit und Jahre, Bürgermeister, Richter und Rat' mit samt den Genannten, ihres Amts und gemeiner Stadt Nothdurfft zu E erachtet, zu deroselben und gesamten Burgerschafft Aufnehmen, allerhand gn^ und erbauliche Zrgrura , Ordnungen, und Polirey , das Bürgerliche Welt' Handel, Gewerb, und insonderheit die Handwerckschafften , die sich selbig^ Zeit fast gemehret und zugenommen, anlangend, aus den alten Gebräuche und Gewohnheiten, zusammen zu tragen und aufzurichten; In der MetnlE diesrlbigen Kaysers. Majestät zur Lonsirmacion fürzutragen, und alsdann^ ob zu halten. Wie dann solche alte damahis zusammen getragene Stadt-E cher und Ordnungen, in gemeiner Stadt Brief-Gewölb, und auf dem R^. Hauß noch zu finden seyn. Doch widersetzten sich diesem gut und nützE' Vorhaben ein mercklicher Theil ausder Burgerschafft; besonders von den wercken ; Und hielten zu solchem Ende, unter ihren Haupt- und Rädelfüh^ Ulrich Prandtstctter, m seinem Hauß in der Engen (wo am jüngsten Thol^. Schräpacher aewohnt) heimliche Zusammenkünffte und Berathschlagung^ Fürnehmllch aber deren eine am Tag ^evpolöi in diesem Jahr; Darzu Pran^, stetter bis in i8o. gemeine Burger und Handwercker heimlicher Weiß bere^'' In weichem Oonvenriculo er denselben die von ihme zusammen getragene 2 terschiedene Articul fürgehalten, des Vorhabens, solche bey der herzu rE' den Wahl, einer gantzen Gemeine am Rath-Hauß zu verlesen ; sich dieses dadurch anhängig zu machen , und sodann solche Wahl nach ihrem Gefallen ckMi anzuftellen; Und hat insonderheit er Pcandtstetter, Lonsorres^auf dre Ver. 156k. lesung gemeiner Stadt Privilegien, und daß die Beamten einer Gemein Hart: kung rhun sollten, hefftig getrungen; Um dadurch bey der m^^rn Bmaer- fchafft Beyfall und Beystand zu erlangen; Ihre andere heimliche ^Elaze aber, unter solchen Schein inzwischen zu bedecken. Es waren aber die ange- deute Articul folgenden Inhalts : . Rath und Gemeine sollen Ordnungen und Policen zum gemeinen Nutzen „aufrichten, damit sich der Handwercker, neben dem Burger, möge „nähren. '-r.) Daß hinführo nicht der alte Rath, so vergangenes Jahr gewest, sondern „der neuerwählte, einen Bürgermeister wählen solle. ,., . "Z.) Schwäger, Vettern, Eidam und Schlvttger . Vatter, mcht Mleich m ,,den Rath zu nehmen; Es sey in keiner Stadt also gebräuchlich, als nur ,> eine Zeit Hw allhier zu Steyer. '-4.) Der Stadt krivilegis einer Gemein fürzutragen, und zu verlesen, als die ».sich darnach zu richten haben. . »5) Die Steuer . Anschläge sollen in Beyseyn erner gantzen Gemem gesche- »,hen; Der Empfang, Verraith, und hierzu etliche aus der Gemeine zu », erwählen seyn, die solche Ratttung jährlich thun. '-6.) Die Genannten sollen bey der Gemeine stehen; Und wo im Rath was ,»vorkäme, das einer Gemeine schädlich, sollen sie es an dieselbe drm- >>7.) Der Gemeine solle frey stehen, einen Richter aus dem Rath oder Gemesi „ne zu erwählen. "8 ) Obwohlen Caspar Flädarn, derBuWrnmster, unverho en sage Em „Rath sen nicht schuldig der Gemeine Ratttung zu thun, sey doch solches ».der jüngsthin von Kayserl. Majestät zwischen dem Rath "nd Mesierer. », Handwerck erfolgten äencenr zuwider. Weilen sie sich nun lolcher ».tunaen der Gemeine zu thun verweigern; so sey auch d,eftlbe mchtschu^ ,»dig^ diejenigen, so bisher in unverratten AemtMi gesessen, füro^n „Vorllehern der Stadt wiederum zu wählen, so lang, dis sie von auen ».ihren Handlungen und Aenttern ordentliche Ratttung gethan haben, m .»Beyseyn deren, so die Gemeine hierzu erkiesen wird. ''9>) Zwen aus dem Rath und zwey aus dec Gememezuve^ , denen >, alle Beamte das Jahr hindurch ihre Ralttungen übergeben sollen. D e, „selben vier aber sollen zur Zeit der Wahl der putzen Oemmte um ull ,»Ausgabe und Einnahme Ratttung thun, auch d'.e Schlussel zu den Oa L. „Freyhetten haben; Daß keiner ohne den andern E daM könne, „Solche Freyhetten aber der Gemeine alle Jahr verlesen zu lassen. »lv.) Bürgermeister,Richter,Rath und Gemeine, sollenAE zusaE „ gemeiner Stadt Noth betrachten, Pollcey und Ordnung veE / M >.ein Buch einschreiben, und darüber halten.. Welcher Burger aver 00 ..stehende Articul nicht annehmen wolte, den soll man Mten und M >> als einen, der dem gemeinen Nutzen zuwider, und dem Landes - F st „ungetreu sey. v . Wie nun ein Ersamer Rach obangedeute »-Mich- Susamwi^ gemachte V-rbündniß in Erfahrung g-bracht' Haden A dessen Mbah Z7LZMLLLSSS Anilk» LKM» rzsS. 176 'I p » er solle ungesäumt in diesen Sachen die Gebühr handle»; Die Aufrührer ein- ziehen und straffen. Der bar hierüber durch einen Befehl an Bürgermeister, Richter, und Rath, Burger und Handwercks- Leute zu Steuer lautend, tud claro Quatem¬ ber-Mittwoch vor Weyhnachten, die Raths - Wahl bis auf weitern Bescheid eingestellt, und daneben bey Drohung ernster Straff, alle heimliche Versamm¬ lung verbotten. Und nachdem hierbey die Widerwärtigen sich besorgt, der Rath möchte gegen einen oder andern aus ihnen mit Straff und Gefängniß verfahren , so hat auf desselben Theils Anhalten, ermeldter Obrister-Haupt¬ mann, am Pfingsttag vor Thomä, von Warttenburg aus, dem Rath zu Steuer gebotten: Weil vormahls schon befohlen worden, daß kein Theil mit dem andern nichts solle in Ungüten zu thun haben, demselben also würcklich nachzukommenz bis zur Sachen Austrag, einen gäntzlichen Stillstand zu hal¬ ten. Auch inzwischen dem Gastlftorffer in der Gefängniß ziemlich, und daß es seinem Leid unschädlich sey, zu halten. Es war aber dieser Caspar GaWock- fer auch einer von den unruhigen Köpffen, und eben darum ins Gefängniß auf den Thurn gelegt worden, weil er einen andern gehorsamen Burger, Hannsen Rauchenberger auf offener Gassen bespracht: Ob ers mit der schwi¬ tzen oder weissen Rotte halten wolte. Zu Eingang des neuen Jahrs änno 1507. kam der Obriste-Hauptmann, neben Herrn Bartlmäen, Herrn von Stahrenberg, Herrn vottor Johann Fuxmagen, und Herrn Geörgen von Seissenegq, Anwaldt, gen Gteyer; Dabtn dann auch Herr Geörg von Losenstain, auf Seiten der widerwärtigen Gemeine auch erschienen war. Vor diese Herren nun, wurde Rath und Ge¬ meine hinauf ins Schloß gefordert. Die Aufrührer übergaben ihre verfafle, droben mlerirte Articul, mit mehrerer Erläuter- und Ausführung derselben; Welches alles dahin auslieff, wie nemlich von einem Rath, gemeiner Stadt und der Burgerschafft Rutz, übel versorgt würde; Als die allein daraufM nemlich sähen, wie sie sich mit der Handlung bereichern, und den armen Hand¬ lvercks -Mann verderben liessen ; Zu solchem Ende trachteten sie, daß nur meistentheils Befreundte untereinander, Vatter, Schweher, Eidam,Brü' der, Vettern , und dergleichen, in Rath genommen, die besten Aemter von ihnen verwaltet; Und geschähe doch hievon, wie auch von der Steuer-Ein¬ nahme, keine Raittung ; Die Gemeine wüste von den Stadt - Freyheiten nichts, und werde derselben auch all andere der Stadt Handlungen verhalten; Wann jemand aus der Gemeine um den gemeinen Nutzen oder Aufnehmen et¬ wa redete, so werffe ein Rath alsbald Feindschafft auf denselben, werde E Gefängniß gedämpfft, und kriegte der Rath wider sie aus der Gemeine Beutel' Ihre Beschwehrungen würden nicht gehört, weniger denselben abgeholssen; Dessen sie ein Exempel gaben, mit Lorentzen Gutbrodt ; Der sey noch vor 8. Jahren ein armer Diener gewest, jetzo aber habe er wohl govo. fl. im E ser - Handel. Dann er sich an fremde Leute gehänget, und mit deren HüM alle Messer allhie aufgekaufft, daß kein anderer Burger, so hievor den Handel gefübret, nun weiter könne fortkommen. Solches sey zwar del" Rath zu verschiedenen mahlen angezeigt, aber keine Aenderung fürqenornrn^ worden. Die Herren vom Rath verantworteten diese Beschwehrden und die eingr- eichten Articul, kürtzlich zu melden, dergestalt: »r.) Sie hätten ihnen jederzeit mehrers nichts als den gemeinen Nutz,so weit sicö „ihr Verstand und Vermögen erstreckte, angelegen seyn lassen; Welch^ „unter andern auch daher erscheine, daß bey des jetzigen Raths ReE ,,rung wegen gemeiner Stadt mehrerS gehandelt und auögericht, als vor „ bey Menschen Gedencken geschehen; Sonderlich mit der Rechts - Aüd- - rung wider die Stadt Waydhoven; Welcher Handel wohl über hundA __ W )O( _ 177 ein- »Jahr gewähret habe, und durch sie geendet worden; Als auch wegen „beider Strassen, und der Mauth zu Ennß, wider Herrn Laßla von Prag, und „und sonderlich deß Eisen-Handels halber, welches alles der itzige Rath, em- >>mik Versäumung des ihrigen, ausrickten müssen: Da inmittels Prand- ^eid »stetter und seine Anhänger bey dem Wein sitzend sich hierum wenig bes yrst- -»kümmert. Sie, der Rath, wolten zwar wünschen, daß alle von der der „Gemein und Handwerckschafft, ihren Begehren nach, Reichthum und M „Vermögen genug hätten: Es finde sich aber dergleichen an keinem Ort, ipt- „Land oder Stadt, daß solcher Reichthum durchgehends gleich; sondern, > zu »daß überall auch arme und unvermögende seyn. Daran aber trage alhie mit „zu Steyer, der Rath oder auch dec Ort selbst, keine Schuld: Dann es lich '»seyen wenig Städtein den OefterreichtschenLanden zu finden, da jederman hal- »allen Handel und Gewerb also fcey, ledig und erlaubt seyen, als wohl zu ß es »Steuer. Sintemal ein jeder, so Bürgerrecht und 24. Pfund Pfenning srft '-anliegend im Burgfrieden habe, er sey ein Handwercker oder nicht, allen liiß „und jeden Handel, mit Weinschencken, Venedigischer Kauffmannschafft, ,er, „und andern wie es ihme nur gelüstet, treiben; wiewohl es besser wäre, »ar- »der Handwercker bliebe bey seinen Handwerck, und der andere Burger . »bey feinem Gewerb. nM Der Raths - und Aemter-Wahl halber, beruffen sie sich auf den Jnnhalt ge- mu »meiner Stadt brivileZien und altes Herkommen; so sie denen Herren für- er; »legten, und damit erwiesen, daß sie nicht wider dieselben, sondern viel¬ en -wrehr die Widerwärtigen handelten. He- Die Freundschafften unter ihnen seyen so weitläufftig, daß ihre Kinder zu- ste, ., "lammen heurathen könnten. "4- Sey es so gar lang nicht, daß gemeiner Stadt Hand-Veste, der Gemein adt »vorgelesen worden; der Rath aber hielte es nicht für nöthig, noch für W --Kayserl. Maj. und dem gemeinen Nutz dienlich, selbige öffter also öffent» nd- "lich zu verlesen; weilen hierdurch die Freyheiten nicht gemehrt werden: Mk "Doch seyen sie erbietig, hierinnen das zu thun, was die Herren commif- B »^rien schaffen werden. , ,ost '" Der Steuer-Anschlag geschehe nicht dergestalt, wie die Aufrührer anzeig- ist- "ten; sondern in Beyseyn des Bürgermeister, Richter, zwölffvomRath, test »achtzchen Genannter, und aus einer jeden Zeche zween oder mehr; Und es; '-also in allen bey funffzig Persohnen, welches ja kein heimlicher Anschlag et- , könne. B D;e Wahl der Genannten werde auch nach gemeiner Stadt gemachten kel; »Ordnung, und bißher üblichen Gebrauch, verrichtet: Dann diese habe '-der Rath zu erst erfunden und geordnet, damit die Raths-Herren nicht »so schwer mit Geschäfften beladen seyn dürfften; Und sey daher billich, les- »daß solche vom Rach allein erwählt werden. Vor diesem, und noch bey O »Menschen Gedencken, sey nur ein Richter und sechs vom Rath gewesen, ec- »weiche Zahl hernach auf zwölff vermehret worden; Als aber die Mann- B » chafft fast zugenommen, und Kayserl. Maj. die Stadt mit der Burger- ,est »Weister: Wahl begäbet; sey der Gemeine zu lieb, und damit siedestowe- »uiger zu murren habe, die Wahl der achtzchen Genannten aus der Ge- "wein von Rath fürgenommen worden: Und sey gar billig, daß nicht al- 2 'aein die Genannten, sondern auch der gantze Rath, einer Ersamen Ge- . L "'vein, daraus sie alle kommen, und genommen werden; in dillichen und »'-'echtmässigen Sachen beyständig sevn. Wocwider dann der Rath nie- »mahlen gewest; die Eröffnung aber dessen, was im Rath gehandelt wür- sey gefährlich, und nicht zu gestatten. ein Richter aus dem erwählten Rath, und nicht aus der Gemein er- '^'est werde, das sey ein unerdencklich uhraltes Herkommen; Und beftät» dec Stadt Befceyung: Darbey werde es noch bleiben; Und sey leicht 3 »ön ^nnr» (kriki 1507. .,zu erachten , wer nicht zu einem Raths-Herrn, Der werde noch vielwerw ,»ger zu einem Richter tauglich seyn. ,.8) Gemeiner Stadt Mittungen, ftyen vor Zeiten, allein vor dem Richter „und den sechs oder zwölff vom Rath; Nunmehr aber von allen zweyurrv ».dreysig die nur anwesig seyn, ausgenommen: Das werde auch hinführo ».genug seyn. Die Naittungen und Bücher ftyen verhandel,, die ein Rat') „auf der Herren OommN en, fürzulegen erbietig seyn, um al- ,,len Verdacht unrechter Handlung dardurch abzulegen; Der Gemeine „aber alles anzuzeigen, sey nicht rathsam, weil dieses der Stadt Gehend »»also erfordert. Die Aemter zwar, davon die Widerwärtigen so viel M „schreys machen, tragen ein Jahr hindurch so viel, daß gemeine Stadt ,,die Brücken, Wächter, Diener und Thorwärter kümmerlich mögen auS- „halten. „9) Mehrere Erwählung über die zwey und dreysig des Raths und der Grnan^ „ten, sey unnoth. Der Stadt Freyheiten und Briefs ftyen ohnedis ver^ „wahret; worzu drey Erdare Burger die Schlüssel haben, sammt den „Kirchmeister. ,»iO) Dieses Begehren werde ohne das treulich vollzogen und nichts unter' ,-lassen. , „Aus dem Schluß aber erscheine, des Prandtstetter und feines Anhangs ,-Gemüth; ihr böses und Aufrührifth Vornehmen, mit Trohungen und Gewalt ».hindurch zu dringen; Worinnen die Herren eommisssrien Wendung zu thu» ,.wüsten. Die übrigen Bezüchtigungen thäten die vom Rath in Zenere widep »,sprechen; wegen des Gutbrodten aberzeigten sie an, daß dergleichen Beschwer -.wider ihn bcy Rach nie, sondern vielmehr von der Gemeine, und den VM „rern, fürkommen, daß er Gutbrodt mit ihnen gütlich und dergestalt handle, „daß wo es ohne ihn und sein Einkauffen wär, würde mancher Meister, nia ,.Weib und Kind ohne Brod seyn. „ Die Herrn comissarien begehrten unter andern auch von einem Ersans Rath die Ursachen von dem Abnehmen des Messerer - Handwercks zu StE zu wissen; darüber wurden sie berichtet; Weilen 1.) die Verhandlung der ser, so man die Ungarische Gattung nenne, und über Menschen GedencM von den Ungarischen Kauffleuten um Pfeffer; Mit den Rätzen, Wahr^ Wahre, nunmehr gantz abgenommen, und zwar deswegen, weilen die Strang von Calecut mit dem Pfeffer bekannt worden , daß nunmehr solche PftM' Handlung, aus der Wallachen und Siebenbürgen , hier so wohl als zu M^' big gantz erlegen; daß die Messer dahin nicht mehr in solcher Menge können trieben werden Zum 2) hätten sich die Messerer währender Zeit ihres H^ wercks, qar zu sehr auf die Arbeit, die Schechner genannt, so mit Holz b§M let und schlechte Arbeit sey, verleget, deren Gattung viel aufbracht und siclE durch verschlagen. Dargegen z)die andern Werckstätt zu Waydhoven, St. PU ten, und anderer Orten, durch ihre gute und fleissige Arbeit zugenommen, uU den Steyrer:Messern vorgezogen worden; Und also die Steyrer - Kaufflem" ihre Messer ferner nicht anwähren können. Ais nun beyde Theile, gehörter Massen, mit ihren Schrifft-undM"^ lichen Notbdurfften zur Gnüge vernommen; Auch sonsten in Sachen Die riae lngnMion eingezogen worden, hat vielqemelter Obrist - Hauptmann, U auf dlß >^7. Jahr anstehend gebliebene Raths-Wahl, bis auf ein andere legnereZeit verschoben, und daneben beyden Theilen in Ruhe und Friedend, genemander zu stehen, und des ordentlichen Entschiedts von Ihrer Kays. MU zu erwarten geboten; Welcher dann auch unlängst hernach erfolgt, und lautet; /, „Wir Maximilian von GOttes Genaden Römischer König, zu allen „ten Mehrer des Reichs, zu Hungarn, Dalmatien Croatien König , ,'Herzog zu Oesterreich, Herzog zu Burgund, zu Brabant, und Pfaltz'Gras^^ 179 "Bekennen öffentlich mit diesen Briefs, und thun kundt Männiglich; Als sich "fischen Unfern getreuen lieben N. Bürgermeister, Richter und Rath, um 1507. "lerer Stadt Steyer eines, und der Gemeine der Burger und Handwercker -W Steyer, auch den Steyer-und Ennß-Dorff daselbst, wegen Erwählung 'E Bürgermeister, Richter und Raths Aemter; Auch andern hernach ge- "ichrrebener Sachen, Artrcul und Handlung halber, Irrung Spän- und Zwi- "ttacht ereignet: Weffentwegen der Edl, Unser getreuer lieber, Woiffgang "0exr von Polhaim, Unser Odrist - Hauptmann in Unfern N- O. Landten; "Und Unsere Statthalter, Regenten und Räthe, nach genügsamer Verhör- "^kiätt und Erfahrung, der berührten Sachen , beyder obgemelter Par.; "^hen, wie es des halber hmführo in den bestimmten ihren Irrungen gehan- E, und gehalten werben soll, nach Unfern Befehl, und an Unser Statt "Mchiederr, und darinnen geordnet haben, wie hernach folgt: f Erstlich, Nachdem jederzeit zwölff Persohnen, äusser dem Burgermei- "Ntts und Richters, im Rath bestimmter unser Sadt Steyer seyn; Und 'Wn nach Ausgang desselben Jahrs, nach alter Gewohnheit sechs aus den- ''Wm zwölff Persöhnen des alten Raths, durch die Burger und Gemein, ''Ausserhalb der jctztgemelten zwölff Raths-Herren, so dasselbe Jahr gewesen, "Me solcher Wahl nicht seyn sollen ) erwählt werden , dieselben sechs das- ".ewe Jahr in Rath bleiben, als bißher die Gewohnheit gewesen ist, soll es "W nun an hmführo jetzt berührter massen gehalten werden; Und so dresel- -Mlr fxchß Persohnen, durch die obgenannten Burger und Gemein im Rath "Wählt seon, sollen darnach die Burger, und die aus der Gemein sämmt- ' A sechs und zwantzig Persohnen, nemlich aus der bestimmten Unserer Stadt 'Weyer, sechzehen, auö dem Steyer-Dorff sechs, und aus dem Ennß-Dorff ''^kdernützlichsten und verständigsten Persohnen wählen; Und wann diese!- Wahl auch beschehen, sollen die gemessen sechs und zwantzig Persohnen, "Zlt lammt den obgedachten sechs neuen gesetzten Raths-Herrn, so durch die "A^ger und Gemein aus dem alten Rath erwehlt seyn, mit sammt einem ".Wägermeister und Richter, die andern sechs Raths-Herrn auch erwählen; "M hernach durch die jetztgemelte zwölff erwählte Raths - Herren, und die "'Ws mw zwantzig Persohnen des jetzt bestimmten Ausschuß, von der Gemei- W- ferner die achtzehen Genannten, so von Alters her, allweg erwählt wor- sW auch treulich ohn alle Geftrde erwählt werden, darunter die sechs Per- "'vynen, so dasselbe Jahr aus dem Rath gethan, Genannte seyn sollen. dann dieselben Persohnen, als vorstehet, erwählt seyn, soll darnach Wahl eines Richters beschehen, nemlich also, daß der Richter aus den ^Wohnen des neuen und des assen Raths, in der berührten unserer Stadt ,'Weyer, wie vor Alters Herkommens ist, genommen werden, in der Gestalt, - ein aus denen vorerwählten vom Rath, und vier aus den Genannten, .'Wem Burger nach dem andern für sich erfordern, und bey ihren Burger- Worten eines reden Stimm hören, und fleissig aufschreiben; solche Stimm 'Geheim biß zur Eröffnung hassen; Und welcher alsdann unter den obge- en alten oder neuen vom Rath, die meisten Stimmen in der Wahl hat, ,Wum Richter angenommen, und ihm dasselbe Richter-Amt treulich und »Wichtig, laut des Aydeö, den er Uns, oder dem gemessen unfern Obristen „sgsWptnrann, Statthaltern und Regenten, an unser Statt deßhalben thun zu handeln befohlen werde. ' Nen X W" die Wahl eines Bürgermeisters soll, laut der Freyheit, so wir ih- »kalben gegeben, gehalten werden; Und wann die Erwählung eines ,.kz^ermeifters und Richters, von den 12. Raths-Herrn, und den ach?zehen ..a^Wuuten auch vorgenommen, und die Veränderung eines Burgermei- eines Richters, auch geschehen ist, so sollen dieselben alten Burger- Wd Richter, das eingehend Jahr, Raths-Herrn bleiben; Undsosol- ^>ahl des Bürgermeister, Richter, der zwölff Raths-Herren und acheze- Z 2 »Heu Lnnun LknAj 1507. 180 „hen Genannten vorberührter massen beschehen, so soll alsdann dieselbe Wahl ,«einer gantzen Gemein daselbst zu Steyer, öffentlich verkündt, und zu wissen „gethan werden, die sich darnach haben zu richten, und denselben, als ihren „gesetzten Vorstehern gehorsam zu seyn. „Dann der Raittungen halber so die Persohnen so Aemter von der gcmen „neu Stadt innen Haben , jährlich thun, soll hinführo ein jeder Bürgermeister „und Richter, zween des Raths, und vier aus den Genannten, solche Raittung ,.von den Persohnen,so die jetzt- berührten Aemter von gemeiner Stadt inn M „den, ihres Empfangs und Ausgabe jährlichen aufnehmen, Rait-Bücher drü- „bcr halten; Und hernachmahlcn dieselben Raittungen einem Rath und den „Genannten, fürtragen. Ferner, der Freyheiten halber, damit gemein UnB ,,Stadt Steyer von weylandt unfern Vorfahren, den Fürsten von Oesterreich „und Uns,versehen und begabt worden; Und eine Gemein daselbst zu Steycr, „als offt Sie das begehn:, dieselb hören zu lasten vermeynen, ist nicht Nom ,'einem jeden solche Frcyheit zu eröffnen; Aber so die Burger, einer oder meist „derselben Freyheiten, in ihren Händeln zu gebrauchen oder zu hören bedürffen, „sollihnen, oder einem jeden besonders, auf sein Ersuchen und Anlangen, durch ,-einen Rath zugelassen, und der Articul, so sie in solchen ihrenSachen zu gcbE „chen und zu hören nothdürfftig seyn, verlesen, und aufihr.Begehren, AbschE „oder Auszug davon gegeben, und durch Sie dabey treulichen und feftiglich gc- ».handthabt werden. Es sollen auch die gemeldten Unsere Burger, sie seyen vou „der Gemein, oder den Handwerckern, oder von Zechen oder BrüderschaffttlU „niemands ausgenommen, ausserhalb des obgenannten Unsers Burgermss .,sters, Richters und Rath daselbst zu Steyer, Wissen und Willen, keine „sammlung, da Sie ihre Händel und Sachen berathschlagen, vornehmen, oder „beschliessenwollten, machen noch haben; Sondern, als offt es die NothdMist „erfordert, die Burger, an die aemeldte Bürgermeister, Richter und Rath, E „dieHandwercker an ihre Zechmeister bringen; Dieselben Zechmeister sollet „an die jetzt genannten Unsere Bürgermeister, Richter und Rath gela"' „gen lassen, ihnen das anzeigen, und sie darum ersuchen; Diesem^ „Bürgermeister, Richterund Rath aber, daferne sie dieselbe VersammluW ,,zugeben, und vergönnen, einen oder zween aus ihnen, bcy der berührt^' „Versammlung, und ihrer Handlung haben sotten; Damit daselbst ».beste und nützlichste betracht und gehandelt werde. Auch soll Uns ein „der, der gemeldten Burger oder Zechmeister, getreu, gehorsam und gewd „tig seyn; Und wo einer oder mehr etwas, das Uns, dem gemeinen NuA „oder der offtgedachten Unser Stadt Steyer zum Nachtheil gehandelt, oder st", „genommen, vermerckten, oder ihnen zu wissen gethan würde; solches soll cl" „jeder bey dem Eyd und Pflichten, damit er Uns, und der jetzt-berührten „ser Stadt, wie vorstehet verbunden und verwandt ist; nemlich der B«rg^ „seinem Bürgermeister und der Zechmann bey seinem Zechmeister andrinE „die solches ferner an den Rath der Stadt gelangen lassen; allwo hernach dst „gemeldten Unsere Bürgermeister, Richter, und Rath, so derselben Zeit ftM „nach ihren höchsten Fleiß und Vermögen, Verfügung thun, und solchen vA „kommen sollen. Wo aber durch diejetzt-gemeldtcn Unsere Bürgermeister, 9E „ter und Rath, darinnen keine Aenderung geschähe, und sie säumig und hiwH „sig erfunden würden, sollen das die gemeldten Burger oder Zechmann „oder an Unser statt, den gedachten Unfern Obrist-Hauptmann, Statthalter. „und Regenten anzeigen, und zu wissen thun; Da wir dann, oder Sie in „fern Nahmen alles das, so Uns und gemeiner Stadt zu Nutz, und guten koi>> „men, und dienen mag, verschaffen und handlen wollen. »Und damit soll aller Unwillen und Feindschafft, die vielleicht eine „then gegen die andere gehabt, und wer deshalber verdächtig oder darinn A. „Wickelt ist; Auch was sich zwischen ihnen, bisher mit Worten oder Werf^ „verlosten, alles gantz todt,annulliret und vernichtet seyn: Und ein Theil geg^ __ W )o( W _ !8i "den andern hinführo in Ungüten nichts fürnehmen, noch handle»; sondern »Men nachbarlichen, freundlichen und guten Willen einander beweisen; bey A?. ''Vermeidung unserer schweren Ungnad und Straffe, und darzu Verlust Leibs »-und Guts; »Das ist gäntzlichUnser ernstlicherWillundMeynung; MitUrkundt dieses '-Briefs. Geben am Pfingsttag nach St. Matthias-Tag, des H. zwölff Bot- ''^n; Nach Christi Geburt 1507. Unserer Reiche, des Römischen im 22ften »und des Hungarischen im Siedenden Jahr. . Nebst ?ub!ic»rion dieser 8emenr nun, wurde vom Obristen Hauptmann eurem Rath zu Steyer, noch eine absonderliche, der Handwerckschafft daselbst, Nn'nehmlich der Messerer, Schleiffer und Klingen-Schmidt Beschwehrden wi- N die Eisen-Händler, eingejchlossen, und befohlen, den gemeinen Nutz und Aohlfarth dtsfalls zu bcdcncken und zu handle«. Hierauf ließ der Rath, am Sonntag l.Lmie, Nachmittag die gantzc Gemeine aufs Rath-Haus fordern, ven Bescheid öffentlich verlesen,und erböte sich, über angedeute Beschwehrung, Billigkeit zu handeln: Dessen erfreuten sich die Burger, und danckten GOtt, M durch den Kayserl. Ausspruch das lang gewährte Unwesen zwischen dem Mth und der Burgerschafft, so gütlich beygeleget worden. . Als aber gedachte Gezneine gleich im heruntergehen vom Rath-Hauß bL Wen war, siehe da stunden offtgedachter Ulrich prandtftätter, und Vincenz Wner auf, und schrien der Gemeine zu, sie sollten noch verziehen; Ec Prandt- Wer hab derselben, seiner ehrlichen Geburt halber, die von etlichen wolle in Meissel gezogen werden, waö fürzubringen. Der Stadt-Richter, Andreas fWpeck, gebot ihm zwar von solcher Sach an diesem Ort zu schweigen; Er ' Mader immer fort, berusste sich auf seinen Geburts-Brief, begehrte zugleich A wissen, wohin der Bescheid sollte gelegt werden; Und daß man unter der Ge- Wle einen Anschlag machen sollte, wovon die in diesem kroceiz von ihme und "len HclKsLremen ausgelegten Unkosten könnten erstattet werden. Dieser neue Handel ward an den Obriften Hauptmann gebracht; Dee Ordnet zu eommillärien Herrn Ulrichen Abten zu Garsten, Herrn Wolff- M Freyherrn von Rogendorff, Burggrafen zu Steyer; Welche Wb6eie§w- r-, Jörgen Scköfferle, Rerrtmeister, und Oßwaldt Raidten Hof-Richtern O 'Warften. Die vermittelten über eine Zeit hernach die Sachen dahin, daß Gehrung und Unkosten, so gemeinerStadt in dieser Zwietracht, und darüber ^stellten CommWon aufgeloffen, und sich in z^o. fl. erstreckten, die vom M in proprio über sich nahmen, solche ohne gemeiner Stadt Entgeld zu tra- Dergleichen nun sollte der andere Theil auch gethan, und ihre Unkosten eignen Beutel erstattet haben; Aber da war aus ihnen niemand daheim; ej'^huldigten sich die meisten vor den Commisssrien, sie wären niemals wider H En Rath gestanden, hätten es auch nicht in Vermögen, etwas zu tragen: lei 1, also der Prandtftetter und Hannß Scheubl, als die rechten ^ucoregdie- Unruhe im Abtrag der Unkosten fast alleine stecken. Ars-/ ^r aber zur selben Zeit, mit viel wenigem Geld zur Zehrung als jetzo schMkommen. Die droben gemeldten zween nach Saltzburg zum Kayser ge- s a Raths-Gesandte, verzehrten samt ihren Knechten, mit z. Pferden hin Ha«, bey 11. fl. Eine Reiß nach Lintz oder Wattenburg, zum Obrtst- bla>i Euann betrug etwa 2. oder meist z. fl. Der erstgemeldt Obrist-Haupt- "r, und andere Herren ^ommicksrü, samt ihren Leuten und Rossen, ver- allhie im Schloß, so lange sie in dieser Sach allda waren, 14g. fl. Pf. Fisch und Brod 18. fl. z. Schil. 5. Pst Die ihnen verehrte se i .Eelne kosteten z6.fl. dem Land-Schreiber gab man für seme Mühe 4. fl. do» ^Schreiber Trinck-Geld 1. fl; Um den Kayserl. Bescheid-Tax 14- fl; Der scinu- tWr krocurarores v. Stephan, und Meister Peter, verzehrten, mit ' 2. Pferden,in 5. Wochen 20. fl. 5. Schil. 22. Pst Und ward ihnen für Zz ihr 182 W )O( M ^nnu8 jhr Mühe mehr nicht als 29. fl. verehrt; Und wurde doch alles zu großen ^07' Danck angenommen und erkannt. ein l Damahlen und folgende Jahre hernach war Burggraf auf Steuer / Herr ,,ab< Wolffgang von Rogendorff, Freyherr, des Herrn Casparn Sohn; Rentmei- ->Vc fter Georg Schöfferl; Unter^Pfleger, Bartlme Khüenaft. "ger Als nun die Raths-Wahl-Zeit, auf das kommende 1508. Jahr sich herzu „der aenahet, seyn zu Verhütung weiterer Aufruhr und Widerwärtigkeit, solcher ,.der Wahl beyzuwohnen, vom Obrift-Hauptmann zu lüommiMzrien verordnet ivor: »der den, die auch am Sonntag poll Onceprionem 6. Vir§. in diesem 1 50/' 'stei Jahr, zu Steyer erschienen; Herr Ulrich Abt zu Garsten, Herr Georg von »lest Rorbach, Anwaldt ob der Ennß, und Sigmund Astner Land - Schreiber re. ->sell Diese wollten, daß die Wahl laut des Kaysers. Bescheids sollte vorgenommett -Ar werden: Darwider liessen die Burger, so vormahls wider den Rath gestanden, »Pc durch ihren Fürsprecher, Wolffgangcn Spitzer, Klingen: Schmidt, emwenden; -'M Dieweilen sich hievor theils Burger von der Gemeine geschieden, und beynr ->M Rath gestanden, so könnten dieselben zur bevorstehenden Wahl, nicht gekästen '-her werden; ES bliebe aber ungeacht dessen, dabey, daß die Wahl des älten Raths, "kl§ von der gantzen Gemein fürgenommen wurde; Da man aber zur Wahl der ro- »Al Persohnen aus der Gemeine, welche laut des Bescheids die übrigen 6. des ,-Lq Raths, und die Genannten wählen sollten, greiffen wollte, hat der widerwat- >Ai tkge Theil, allein aus ihrem Mittel den Ausschuß, von 26. und zwar solchen Pe^ "Ui sonen gemacht, welche meistens Handwercker, die wenigsten behaust, und da^ "gcr unter nur ein eintziges StaddKind war; Und alle 26. das Jahr nicht mehr als »kn etwa z2. fi. zur Steuer reichsten: Welchen Ausschuß der gehorsame Theil, d^ »de. Gemeine nicht zulassen wollten. Hierauf schlugen die QommiMrü für, tvm sich doch die Gemeine einmahl getheilet, so solle jede Parthey, aus ihnen 6. und »ha also 12. erkiesen; die sollten Macht haben, den Ausschuß von den 26. Person 'M nen, im Nahmen der gantzen Gemeine zu erwählen: Das geschah, und tvM »dic den also von diesen r2. die 26. Personen erwählt, nemlich in der Stadt; Hannß Scheubl, Wolff Mersing, Beck, Caspar Gaftlftorffer, Wolffgang Rumpel, .»m Wolffgang Flädarn. Wolff Khöll, Fleischhacker; Caspar Fuxberger; Hanns Schwartz. Vincenz Riemer, Georg Kernftock. Merthen Peutler, Moritz Egerer, Michael Egger, Ulrich Prandtstetter. »u» Wolff Spitzer, Georg Rottaler. Im Steperdorff. ! ' Wolff Freinberger. Peter Springenkhle, ''R Merth Kreßl. Wolff Pendt. " - Wolff Pürchinger, Messerer. Hanns Mayer. '' In Ennßdorff. Wolff Füernschildt, Georg Prandtner. .,se< Hanns Neßler, Hanns Haidinger. Allein die Widerspenstigen waren auch mit dieser Wahl nicht zufEA und vcrwurffen darunter Wolffen Flädarn, den Schwartzen, Kernftock, U. ' r rer, Rumpel, Freinberger, Springenkhle, und Füernschildt; mit Fürge^ ' N daß selbige dem Bürgermeister, Richter, wie auch sie selbst untereinander freundet wären. Worauf der gehorsame Theil aus der Gemeine sich ,'cv! te, aus diesen verworffenen, vier auszuwehlen; Es kam aber auch dieses andern Theil in keine conlicleration. Die Lommillsrii besorgten sich u grossem Aufruhr, stellten die Wahl dißmahl ein, und liessen die Gemeine," verrichter Sachen von einander gehen. , r> .. Inmittelft machte Kayser Xl3ximilignu8, der Landschafft ob der Ennß durch nn offen Ausschreiben, clsrirt zu Menningen den 15. vec. zu wissen; »,Er sey 0^"« "^^'wahl in Aufbruch mit des Reichs Hülff und seinem selbst eigenen Kriegs- "^olck/ zu Vollziehung des auf jüngsten zu Costnitz gehaltenen Reichs-Tag "gemachten Schluß, zu Erlangung/ der Kayserl. Cron nach Rom zu ziehen ; durch Italien zu nehmen/ und dasselbe dem H. Röm. Reich/ und "M Hcws Oesterreich/zu Ehren und Wohlfarth der gantzen Christenheit wie- " .^tn anhängig 8« machen. Daran aber/unterstehe sich derKönigvonFranck- j M(^u6ovicu8 Xll.) durch Hülffetlicher Lommunen (f)in Italien seine Ma- "M zu verhindern/ und mit dem Schwerdt abzutreiben; des Vorhabens,sich " Mt in das Röm. Kayserthum einzudringen/ und die Crone/ allen Teutschen "U.e?igeu Schmach und Schande/ an sich zu ziehen; hiernächft auch Ihr. ''^ostl. Heiligkeit in Ewigkeit zu der Franzosen Willen / zu erlangen. Wie "Mssen sich nur neulich merckcn lassen; Indem Erseiner Heiligkeit durch einen ,"Much zu vergeben / und derselben die Stadt kavenna, verrätherisch zu entzte- unterstanden; Die Venetianer aber seyn entschlossen/gedachten König, ihren Bunds-Genossen/ mit allerMacht beyzustehen; haben zween ihres "Wcnnen Raths, gen lioverecio gefertigt; des Vorhabens/Ihr. Majeft. Erb- "Md und Leute, an mehr dann einen End zu überfallen, und dardurch den ' M "ach Rom zu hindern; Zu welcher Feindseeligkeit Se.Majest. ihnen keine ''"i'lach gegeben, sondern sich vielmehr beflissen habe, die entstandene Irrun- ln Friede beyzulegen; und lieber Schaden gelitten, als Krieg suchen wol- d?' c d ivo lduen, den Vmetianern, anderwertsWiderwärtigkeit zugestan- ^u; sonderlich als sie der Pabst, wegen etlicher dem Römischen Stuhl entzo- ' Mu Städte, bekriegen wollen, und ihn den Kayser um Hülff angeruffen; er solche dem Pabst abgeschlagen, und wider Sie nichts thun wollen; , Aern sich durch kostbahre Gesandtschafften, und in ander Wege bemühet, »'n Sach gütlich abzuthun; Auch sonst vieler kocemmen angetragene Bünd- ,M/Ungeacht des gehabten Fugs und Rechts, auögeschlagen: Welche Gnade Freundschafft Sie aber nichterkenneten; sondern hätten sich ohn alle Noch >»Ns ursach von der Verbündniß, darinnen Sie mit dem Kayser und andern > a?sUlichen ?vrem2rcn gewest, getrennet, zum König von Franckreich sich 'schlagen, und demselben wider das Reich geholffcn, Herzog Ludwigen zu „Mhland zu vertreiben, und dasselbe Herzogthum, als ein Lehen vom Reich, abzudringen. Wo sich auchvorhero zwischen Sr. Majeft. undan- „u,, u anstossenden Irrungen erhebt, hätten Sie Venediger dieselb gesteuret, „' 0 gefürdert; Die Gräntzen besetzt, Ihn zur Sorg und Aufsehen geursacht, -M"" seinem Fürnehmen nur gehindert; Wie im Ungerischen Krieg gesche- u; da Sie durch Bottschaffter und Practicken bcy den Ungern und Craba- „'ff.' unt höchsten Fleiß, Fried und Einigkeit zu verhindern, und die Ungern „M^den Kayser m Vündniß zu vermögen gesuchet; Dieselben auch mitGeld '»dlu -Auch unterstützet: Und als der Kayser auf den Reichs-Tag zu Cöln , zu .aömcr-Zug entschlossen gewest, Ihme den Marsch durch Ihr Land (so ,-sM am Heff. Reich verwandt) gesperrt; welches Se. Maj. ihnen alles über- ..Mu habe, in Hoffnung, durch Güte sie zu vermögen, Ihrs in diesem Jahr den ..MM? geben, so Sie aber auch verzögern ;NichtSwcnigcr aber seiner Majeft. ..e/^o allweg gute Wort, darhinter aber nichts gewest, gegeben. Dann als in offner Versammlung des Reichs jetzo zu Costnitz, um den Durch- .^Mit Erbieten, ohn allen ihren Schaden und Nachtheil, ersucht; hätten ..M Denselben verächtlich und muthwillig abgeschlagen, und sich von neuen ..M oen Franzosen verbunden, das Kayserl. Volck zuruck getrieben, und die . M'e besetzt. Dieweilen aber er der Kayser nichts destoweniger entschloß / oen vorhabenden Zug nach Rom zu vollstrecken, und die angezogenen ' ..Händel -—-———.-— --—- " Ue. Städte und Kepublicjuen. _ Hnnu» rzs8. 184 _ W )v( W _ „Händel der Venediger und Franzosen abzutreiben; so erfordere die hoheNoth, „daß neben dem Reich auch die Erb , Lande, ihre Hülffe hierzu erweisen. Se- ,,tzen derowegen, wie in allen Landen, also auch ob der Ennß, einen Land-Tag „an, auf St. VicenzenrTag des eingehenden rzobten Jahrs zu Lintz zu er- „scheinen (welcher Tag aber auf 8c. Tag prolonZirt worden) und be¬ kehren zu Rettung und Zuzug von Oesterreich unter der Ennß zooo.ManN/ „und vom Land ob der Ennß 1500. Mann, vonSteyer 2000. Mann, Kärnd »,ten samt Ortenburg 1500. Mann, Crain, Görtz, Isterreich am Karst, und „Friaul 1500. Mann, Grafschafft Ailli zoo. Mann , ein Quatember lang ZU „unterhalten, und zu Villach sich zu versammle». Welchem Volek Ihro Maje- „stät den Marggrafen von Brandenburg, mit 6002. streitbaren Mann, zu Roß „und Fuß, von den Ober-Oesterretchischen Landen, zugeden wollen.,. Diese" Land-Tag haben beygewohnt zu Lintz, von Steyer aus, drey Wolffe,derOest ferl/Wißhover und der Imauer. Montag nach krksröi erschienen zur RathS-Wahl als CommMrien, der Abt von Garsten, Georg von Rorbach, Anwaldt, und Erhardt Schweiz peckh zum Haust, damal Pfleger zu Ebersperg. Die Gemeine war auch noch damalen aller unruhig und widerwärtig; sonderlich gegen dem Stadt-Richt^ Andree Rhölnpeckhen, mit Haß erfüllet; Welchem obgedachter Spitzer, und sem Anhang, unters Gesicht getretten, und viel böser Reden ihme zug^ messen. Ein Ersamer Rath hat sich derley widrigen Unruhe, nicht unzeitig besorgt, und sich derentwillen vorher des Himmels und der Planeten Laust, um dieselbe Zeit erkundigt; Wie dann noch ben den Eis eine ^.llrolo§ische Lsl- culstion des im ersten Buch gedachten vr. Joseph Grüenpeckens, welcher zur selben Zeit auf der Mühl beym Spital gewohnt, vorhanden ; Dabey sich ge¬ schrieben findet: „Als ausweist diese Figur, wird dieser Tag (der9te IenriM „glücklich scyn den Herren; Der isde Jenner aber den gemeinen Pöbel in et- „liehen Acticuln fürziehen- Wiewohlen nun bey diesen Wahl^Ku ein jeder aus der zertheilten E)e- meine seine Befchwehrung fürbringen wolte, wurde doch solches keinem gestat¬ tet; sondern zur Wahl der 26. Persohnen geschritten, welche des andern TA ges die übrigen sechs des Raths, und die Genannten friedlich wählten. der Richter-Wahl aber, erlangte die meisten Stimmen, einer aus den vor¬ nehmsten der Parthey, so hievor wider den Rath gestanden, NahnE Hannst Scheubel, wider alten Gebrauch und Herkommen , weil er nich^ anliegendes in der Stadt Burgfrieden gehabt. Die vom Rath erwählten zum Bürgermeister Pangrätzen Dorninger- Von dessen Geschlecht, viäe labulsm ix. laduk IX. Wormngerischer Utamm-Baum Ur,ula, 2. Anna Ma¬ ria, Hannß Stampfho- vcrs Bur- gcrs zu Dreyer Uxor. Klarič. Wolff Eber¬ hardt, Burger ru Steyer. i. Hannß, aus erster Ehe, Burger zu Steyer. ff A. IssO. Uxor. kl. Helena, tigric. Christ. Prag- ner zu Ennß. Susanns, Klarič 2. Adam, Raths Burger zu Steyer. Uxor. Hamolei Scrasserin, Stephan 2. Catharina, kl-tnc. Michael Kirchm: in der Freystatt. Magdalena, ^iaric. Fentzls Wit- Stephan tib, er 1° A. SieglBurger 1578. zu Steyer. A ^nr. ^Achach- st"Oientmei- 'N Eisen- Eueas Dsrnintzer, Valentin Rotber- ^ngrarzDornmae^^ zu ^^^er, Lund Dieterich Reischekh,alle drey Steyer ^- soo ^g^^^ klarir. ü-schhuber der Herrschafft Steyer A. i so8. ff i si Wolff Heffter Burger Ob dieser Lucas vielleicht des Kirchen, W Lhor, oMs A. i49Z. ^MtzVatt-rg-w-si; B°rb«aM.dMn°'^ 2. David, Bur¬ ger zu Steyer, Uxor. 1. ) Anna Preuenhube- rin, 2. ) Anna Gut- MagnusZieg« brodrin. ler Burger zu Steyer. ^Man.g, Kinder.' ^argarerha, Gusanna, ^^Urir. Klarir. ^Zart. Haser- i.) Hannß rKr zu Steyer. Käpler, tennFEZoß zuRo- a.) Hannß ^^Ver. Reischkho, beyde Bur¬ ger zu , Steyer. Colman, Stadt-Richter zuSreyer 1522.2z.24.2«-. zi. f 1552. seinLeichstem ist in der Kirchen im Chor zu sehen. Uxores. 1. ) Martha, Bartlme Trodls. 2. ) Anna, Hieronyme Oefferls zu Ennß Tochter, Andre Khölnpöckens Wittib. Aa Der 186 W )o( W Annur Lkriki 1508. Der Dorninger Wappen. Die Venetianer schlugen unter ihrem Obristen lSarcholomLo ^lvia^ die Kayserlichen im Friaul; bemächtigten sich der Stadt Görtz, Triest, lM anderer Orte; Daher gebeut der Kayser, Freytag nach , durchs ne Latente, krocestioneg und GOtteö-Dienste zu halten / damit GOTT seinem vorhabenden Kriegs-Zug wider die Venetianer, Glück und SE geben wolle. Zu Lintz wurden solche Lrocetliones stattlich begangen, wie s" sehen aus einem Schreiben, welches Wolffgang Oefferl, der von Steyer^ sandter, am Freytag St. Kunigundts-Tag clarirt, da er also meldet: „ Am Mittwoch frühe, hat man der Rayserl. Majestät eine gk0>' ,.?roceKon gehalten, in das Closter und zu der Heil.Dreyfaltigkeit, daß „erst ist zu Mittag von der Kirchen kommen. Nachwahlen haben alle ,,und Burgerinnen zu dem angestellten Mahl nach Hof gehen müssen; „nach dem Mahl ist mein Herr, der Hauptmann , und sein Gemahl, kE „in die Stadt gefahren, zu einem Gestech, welches sich erst gegen 6. Uv „Abends geendiget. In diesem Venetianischen Krieg hat die Landschafft ob der Ennß, Kayser zu Hülff gewilliget ivo. gerüstee Pferde, und 200. Fuß-Knechte schicken, und vier Wonach lang zu unterhalten. Die sieben Städte HA. hierzu 18- Pferde, zween Wägen, und 45. Mann zu Fuß geschickt; DM'üv waren zu Hauptleuten bestellt, die Edlen und Vesten, Hannß von Rorba^., und Wolffgang Rüernbacher; Besoldung war auf ein Pferd 12. fl., auf Wagen 20. fl. Der Landschafft Hauptleut übers Fuß-Volck seyn gekE Geörg Perckhamer und Hannß Teufel. . Vorgemeldter der Venetianer Einbruch machte allenthalben Sorg Furcht; Daher ergteng in der Palm-Wochen das Aufbot, auf St. Georg Tag gerüst gen Lintz zu erscheinen. Am Sonntag Lamate hielt man rung, und wurden zu Viertel-Hauptleuten bestellt, im Haußruck Graf von Schaumberg, und wer ihm sonst aus den Land-Leuten gefällig ser^. Traun-Viertel, Geörg Vorster zum Stain, und Lazarus Aspan zu spach; Im Mahland am untern Ort, Heinrich Grafzu Hardtberg, am Hrt, Laska Prager , Freyherr , und Herr Veit von Zelckbing; Im Mühl- viertel, Herr Michael von Traun, und Herr Wolffgang Jörger, Ritter. r;»r. Es kam aber dieser Krieg bald hernach zu einem Anstand ; Dann der Mste Hauptmann, Herr lWolff von Polhaimb , schriebe Erchtag nach an Wolffen Oefferl zu Steyer: Es sey ihm selben Tags , von sei- M gnädigen Herrn, Herzog Erichen von Braunschweig und Lüneburg, sonsten-Feld-Hauptmann, ein Schreiben zukommen, darinnen ein Anstand ""d Fried mit den Venetianern angezeiget werde. Er Oefferl solle zu Lintz Meinen , und ratbschlagen Helffen, was mit den von diesem Land zugesag- "n Reutern und Knechten zu thun sey. Am Sonntag vor Ibomse erschienen zur Wahl, auf das herbey nabende ^9te Jahr, die Edlen und Vesten Herren, Erhardt Schweinpeckh zumHauß, Morg von Rorbach, und Geöcg von Seisenegg, Ritter. Als dieselben ihren ^ommMons -Befehl einem Rath und Gemeine eröffneten, ist em Messerer, mantz Stürenfcidt, nomine öc re genannt, aufgestanden, und begehrt, ihme Urlauben, der armen Gemeine Norh und Anliegen fürzubringen; Das ward M von denen commissarien abgeschlagen; Der Stürenfridt aber schrye über- At: Das sey GOtt geklagt, daß man der armen Gemeine ihre Noch nicht Men wolle. Es werde dem Kayserlichen Bescheid in keinem Articul nachge- Der armen Gemeine geschähe keine Ausrichtung ; Es sey auch im Rach schlossen worden, die Gemeine winseln und knuffen zu lassen, bis sie sich selb- llen adbeisse; Welches ein Raths-Genoß, Wolffgang Glückh, selbst gesagt .Me. Die commillarü antworteten: Sie wären nicht da , Klage und Ant- a anzuhören, sondern der Wahl beyzuwohnen. Darauf ward es wieder ^'u, und die Wahl der alten sechs Raths-Herren verricht. In Erwählung 26. Persohnen aber konnte sich die Gemeine abermahls nicht vergleichen; Mm die Widerwärtigen wolten nicht, daß Mann für Mann solte gefragt, Mdern der Bescheid vermöge, daß die Burger, und die aus der Gemein, sam- ^imich, sollten 26. Persohnen erwählen; Die Ommissarü aber erklärten den Acheid dahin, daß eben durch das Wöctl, sammentlich, verstanden werde, W Mann für Mann solle gefragt werden ; Weiches auch also geschah, und Wurden diese 26. Persohnen erwählt, welche der Gemein anfangs gefallen, aber k^ach von Vicenz Riemer, und dem Spizer angefochten wurden. Darüber Men die ^ommisssrü einen grossen Verdruß, stünden auf, und wolten davon si? i!"' Dock liessen sie sich auf eines Raths Hobes Bitten, noch bewegen, daß dem völligen der Wahl vollends beygewohnet. an. 3um Stadt-Richter wurde damahlen Michael Rhernstockh , und des Tags hernach zum Bürgermeister, Andree M-ölnpechh erwählt; on dessen Geschlecht giebr die zehende Tafel Nachricht. Aa 2 lubuls >88 W )o( W . X. Wölnpeckischcr Wtamm- Waum. Andre Rhölnpeck, Raths Burger zu Steyer, isoo. Stadt-Richter 1507. Bürgermeister ä. 1509. lv. 11. 12.IZ. 18.19.20.21.24. -f1526. Oxore5. 1. ) Catharina, Leonhardt Strobels zu Steyer Wittib. 2. ) N. Rorerin, zu Wistng, z.) Catharina, 4.) Anna Oefferlin. Gybilla, Dorothea, Nicolaus,aus zterEheRathsBur- Barbara, äusser Salome,auch aus anderer auszterEhe, gerzuSteyer,^.is27.begabsichun- Ehe, 4ter Ehe, Ehe; r^sric. gefehr,imJahrisZ9. in den Land- Uarir. ^isrir. xrsrit. Christ. Cra- manstandt, auf sein Schloß Salla- H.Eraßm.Hackelber- Herr Heinrich Lorentz bat Burger berg, f 1570. gerzuHohenberg,Kö, Steyerman z" Schochner und Berg- llxores. nigl. May. Rath und Galspach, im Vor- meister zu 1.) Martha, Georgen Kernstocks zu Landschr.ob derEnnß. dernberg. Wienn. Steuer Tochter, f ä. 1556. 2.) Rosina Meergottin aus Karnd- ten. Nicolaus der Drirhmar zu Ottstorff Barbara, HannßzuSallaberg Anna, noch 1 s68. ge- und Hiltprechking f ^arie. ).v. O R.K.M. und x-igric. lebt, Fürstl. 1567. Hieronymus Zuvernum Ertz - Bischöfflich Hoffman- Braunschweig. llxor. Bürgermeister zu Salzburg. Rath, f Cammerer, und Magdalena Sigmarin Steyer, 1582. den 8. Dec. Barrlme, Hertz, gebohrne Hoffmannin 2.)HerrJacobGienger, 5ep. zu Haag. Ernsten von Bay. von Schlüßberg Kayserl. May. Rath u. t^xor. Truchsaß f beyde 1559^ Vitzdom zu Steyer. Margar.Sermanin. unverheurath. Sebastian, ein junger gelehrter Herr, der seine 8cu- Nimrotk zu Ottstorff, Salleberg und Die übkiB 6is zu Straßburg und Paris, 2b5ol virt,1- Niedern Walsee,Erb-Vogt zuHaag, Kinder unverheurath zu Welß, 2z. Oct. 158;. lepuir. von dem kommen alle Herren Khöln- in der W Haag. pecken des Ritterstands in Oesterreich gend verstoß her. den. Der Ahölnpeckhen Wappen. . __ UZ )o( M _^9 ... 3m Jahr 1509. verglich sich der Kayser mit König Ludwig von Franck- M zu Camerich, und verbunden sich beyde, neben dem Pabst und dem König von Spanien, wider die Venetianer; Da gieng der Krieg erst recht an. Die ^Merceichischen Lande wurden eilend nach 'Saltzburg beschrieben; Und dar- M in allen Landen Lamcular-Land-Täge gehalten, alles um Hülffe wider Venedig. Das Land ob der Ennß hat von 202. Pfund Herrn - Gült ein ge- Met Pferd, und zween Fuß-Knechte zu halten gewilliget. Darüber war ^airds- Feld-Hauptmann,Herr Georgvon Scherffenberg; Mit demeseyn Mgen, Herr Geörg von Lichtenstain von ^iclasprug, Herr wilhelmb Herr wolffgang, Gebrüder von Zelckhing , Herr Sebastian von und Herr Achaz von Losenstain. Die Städte haben zu diesem Zug Mckt 26. Pferde, und ^2. Fuß-Knechte. Dieses Volck warb im April ei- M nach Villach gefordert; Dann es komme (schreibt der Kayser durch ) Kundschafft, daß die Venetianer mit Heeres-Macht auf seyn, ins zu fallen, aus Furcht, der Kayser werde dem Pabst und König von Mnckreich wider sie Hülffe beweisen; Darein er sich dann zwar, auf Anruf- sem c? Pabsts, als ein Vogt der Römischen Kirchen, eingelassen. Bey die- Feld - Zug war unter andern Steyerern , Hannß Moser, Burger allda, lchreibt seinen Herren, aus Görtz,Montag vor Bartholomäi, umGeld für ihre -von Steyeraufgenommene Soldaten; Und meldet dabey weiter: ,.Wir ".'M wohl vier Wochen umgezogen im Feld vor der Weidten , und vor Sü "L'thatt; Da haben wir in 14. Tagen kein Brod gehabt, und haben das "Misch iE ohne Brod essen müssen ; Da seyn viel Knechte kranck worden, "N stirbt einer nach dem andern ; Wir haben zween Stürm gethan , auf '>wenth6tt, und haben sie verlohren; Da seyn wir um den von Gutcnstain "^men, und wohl um 40. Knecht; Und was schadhafft worden, die sterben > , haben mit Schanden müssen abziehen, und die Reutter seyn schier 'M ihre Gäul kommen, und müssen halb zu Fuß gehen. 2, Indem nun das Land auf einer Seiten mit dem Venedigischen Krieg und zu thun hatte, da hebten etliche Böhmische von Adel, an den Gräntzen itecreichs , eine neue Unruhe an ; Dann die Zinnispan , und Wozlair, ^vdebor, samt ihren Helffern, hatten nach verstossenen Stillstand dem Land i^als abgesagt, verbrannten ein Dorff, dem Herrn von Prag, gen Wei- H H gehörig, und trieben dem Herrn von puechhaimb zu Hcinrichstain sein iveg . Nahmen viel Bauren gefangen, und hauseten mit Raub und fast übel. Daher erforderte der Obrist - Hauptmann, um Margare- Le?! r den Zuzug gen Lintz, Freinstatt, und Lanfeldten ; Und ward som Uni § oer Stadt Steyer befohlen, ihre Anzahl Volck alsbald zu schicken. !er hernach ward zwischen dem Rayser und Bönig in Behaimb, die- ti^^ch halb, ein Vergleichs - Tag in der Freinstatt angestellet, und ein Ver- äA.stemacht, zu welcher Handlung , neben andern Land-Leuten , auch die Mt Steyer beschrieben gewest. Wit'-d 6 unlängst hernach Dietrich Reischkoh, Raths-Burger zu Steyer, yx^vd abgangen, und nur eine eintzige Tochter , Nahmerw Magdalena, Hofs "e*" schönen vätterlichenErb- Güt verlassen; Und solches amBayserl. Muturährig worden, so schriebe hierauf dec Bayser, cl»ro Ulm den Nia, '^ay in diesem Jahr, offtgedachten Herrn von polhaimb, Obrist-Hauptr Nieder-Oesterrcichischen Lande: Seine Majestät sey des weiland aig 9Reischkho hinterlassenen Töchterlein, mit Gnaden geneigt; Auch verf.iMdes-Fürst und Obrister Gerbab willens, sie nach Gefallen ehrlich zu ^Mathen; Daher solte er, Obrister-Hauptmann, dasselbe Töchter! von 'van , in sein Frauenzimmer nehmen, und darinnen halten» r? st^ch andern Tags darauf, schreibet der Bayser weiter: Er Herr , soue die Gcrhaben und nächsten Freund zur Stund für sich vern, und ihnen fürhalten, wie Ihrs Majestät endlicher Wille sey, nach , Aa z ihrem -innm ctiritti 1509. . 190 _ UZ )O( M __ ihrem Gefallen diß Töchter! zu verheyratben. Dieweilen dann Ihrs Maje' ftät Getreuer, Lieber, Christoph Truchsäß, Ihrer Majestät Truchsäß, der rofelben treulich gedient; Daher Ihrs Majestät ihme mit sondern Gnaden geneigt, auch denselben für redlich und geschickt erkennen; Und demnach aus selbst eigener Bewegnis bewogen worden, ihme bemeldtes Töchter! zu verhE rachen ; Und solle darauf Er Obrister- Hauptmann begehren, daß sie, die Freundschafft und Gerhaben in solche Heyrath ohne Widerrede, gutwillig und gehocsamlich zuverwilligen; In Ansehung, daß solches dem Töchterlein, und seiner gantzeu Freundschafft, zu Ehren und Guten, aus sondern Gnaden genommen sey. Wo sie aber sich hierzu nicht schicken, Weigerung oder E schub suchen wolten, ihnen ferner entdecken, daß hierauf Ihrs MajeM nichts desto minder mit dieser Heyrath fortfahren,und sich nichts irren laW würden. Ms dieser Verordnung die von Steyer und Reischkohische GerhabG Andräe Rhölnpeckh, Michael Rhernstockh, pangrätz Dorinnger, HauuP prandtstetter, und Petter Reischkho erinnert, liessen sie die Sach an Jungfrauen Vettern Hannßen und Mattheusen Reischkho zu Villachs wol, als andere ihre nächsten Befteundte,in der Freystadt, darunter in E Lorenz Waltner genennet wird, gelangen; Welche hierüber eine BottschE aus ihnen zum Rayser nach Jnsprugg abgefertigt, in Hoffnung, angedeutt' Geschäfft hinterftellig zu machen. Aber der Obrist - Hauptmann befahl nichts destoweniger die Jungfrau nach Weiß, zu seinem Vogtey-Verwalter all^ Georgen Zantl, nebst einer Dirn zur Wärterin zu schicken; Dessentwegen E meldter Zänti und preuenhueder in Person dcy Rath angemeldt. sich dessen aber gedachter Reischkho und waltner weigerten , ward hierM der Vollzug dmen von Steyer, bey Pöen 2020. fi., mit vorbehaitner abso^ derlicher Straff auferleget. Hierauf geschach Freytag nach ^lexü die Stellung der Jungfrau, st malen im siebenden Jahr ihres Alters war, in das Frauen - Zimmer gen . tenburg, durch einen Raths-Freund, Sigmundten Hamer!; Und hatten von Steyer genug zu thun, sich von der vorbehaltenen Straff ledig zu chen rc. Uber dieses musten die Gerhaben ihre Naittungen zu Händen Obrist - Hauptmanns , Erhardten Schweinpeckhens, und Georgen Rorbach ablegen. Diesen jetztgemeldten drey Herren befahl der Bayser nach, von Augspurg vom 6ten April izro. die völlige Heyrath zwischen Truchsassen und der Jungfrauen, nach Ordnung und Gesatz der lichen Kirchen zu schliessen; Sie ehelich zusammen zu geben, und M, Truchsassen die Jungfrau, mit all ihrem Haab und Gut zu überantworte^ Doch soll er sich verschreiben, sich nicht eher zu ihr zu legen, bis sie zwE. 15. und 16 Jahren alt sey. Die Gerhaben und Befreundte wurden zwar s solcher Ehe: Handlung beruffen, blieben aber aus. Nichts destoweniger schach am Sonntag Lxsucli die Lvpularion im Schloß Wartenburg ; Die a. gedeute Verschreibung des Beyliegens halber, hat neben dem Truchsässen a , ein Zeug gesiegelt Herr wilhelmb Herr von Zelckhing , welcher, und Truchsassen Vatter, zwo Schwestern, des Geschlechts von Sandinell, Bayern, zur Ehe gehabt. . Es ist aber offtgemeltdter Herr Christian Truchsäß, noch vor^- Beyschlaff mit Tod abgangen; Worauf die Jungfrau in die Pfleg und A sorgmßHerrn Sigmunds von Dietrichstain, Aayserl.Maj. R.ath und Siw. Cammererö, kommen ; Wie zu sehen aus dem Kaufst Brief, cke 6aro isi2. um aller Heiligen Tag, darinnen er bekennet: Daß er aus Gesw^ und Befelch der Nayserl. Majestät im Namen und als Verwalter, JtA stauen Magdalena Reischkhoin , und ihrer Haab und Güter, derselben Hausung zu Steyer, (jetzo die Schwindenhamerische) verkaufst, an Schwager, Peter Reischkho, Burgern daselbst; Und wurde hernach W )o( W weldte ^kunafrau an dieses Herrn Gigmundten Vettern, Herrn Wolffen von Stad/hVnwegfanden Adel kommen; Welches zur selben Zeit für ein mächtig nchsmin Befehl vom Lands -. Hcmptmann ausgebracht , dm Smbcegc dabm a^ubalken solckes Glas und Wappen / Mit aller Zier, wie es v^rmn qewr kn "L"°üm machen zu lassen, und sein Wappen hinweg SU thun; Alles auf leine Unkosten, dessen sich Fuxberger erboten. Der Reischkho Wappen. Grab-Schrifft Flauen Margaretha HändeliN/gebohrne Reischkboin, in ihrem , m GOttes-Acker zu Stever aufqerichteten schönen kpitapluo, darauf sich die neben stehende Reischkhoische Stammtafel gründet. Wilerin Komini8 ^lon ttomo Odrjkinnu8 moritur. ^»Nwlu, Nie olp- pnlverom regit: iaobilis Lc UoncNiüiw-e MIScUKOIbl , q«L lriblls quon-Ism kl-rins, i,. 1,-nicn r-UfficircNor, v. Ivl-l-l«o° vrk-u«f, v. f°ack,m° tt-nöl N°b>ln-re kma-mi, c°nlpi-uk Viki-, con vor- Iet-r8-ro-b-, 0r-im° >unkf-prunnm »Nico kiiio v-nislo. Lcun-lum qo-ruor kilns, IvI-llk-oo, fo-nno > r°ki- v-viöo, kili-ouo k-Iici--, kolicieor °rn-v>» Luml-rno qmss>°r° c°m° L-li N- vixir, m l-iouco. in VLV!vI, kiclo m kvl-mos.ck-nuro m S»°-, VitLin morienöo lucr^mur. §cc. XI. zu V'il^' Dionisius und Frantz 's- beyde unverheurath. ^nnur cliriNi 1509. Urza 6ene6cenri2 in psuperes 6c clecenci rei öometticee curs, rmlii rronsrum cesierir, rinösm verocis volence» M8O LI4UI8IO lieciew- prori sc so!i rociu8 6eosr!s humani äalurr, anrmsc stuse 8skicem , incet lei iss 6c srclemes preces, 6. ^prilis anno 1614. secst. vero 57. pie con> men6svic, cuju8 p!L 6efunLiX ^IsrronX, memoriX, luperiies, lVlarit^ )osckim t^Zencll, 6c prssksti Ksere6es moslbiikmi, telisnäi luöiug csuls , donjuZi, 6c ^lstri 6e5i6ersriskmse ex?ietsri8 Oebico. Koc ttumsnicscisDe' ditum, huslicun^ue Koc Ivlonumenco volenres persolverunr. i6i>. d^oürog non smimmus, le6 prsemittimus. non mormntur seU orruntur; pt^ ceclunc, non receclunc r non okirus » le6 skitU8est; 6c eorum ^ligrsuo, ett vitse Irerstio. kl. Neischkho zu Villach in Karndten. Reischkho zu Villach, des Diel^ Bruder. Steyer 1514. dlxor. 1. ) Catharina Sigmundten Galanders StadEichters zu Linz Tochter, 2. ) Ursula Mattspergerin, von Salzburg. Macch. des Raths zuSteyer, ^.1548. f 21. Julii^. 1579« Oxor. Felicitas Grosin von Augspurg ff i6.Julii^.isy6. liegenbey¬ de in der Pfarr -- Kirchen im Chor begraben. Hannßff in 5ruciio zu - Tübingen. H42ric. . , 1. ) Daniel Taufk'rcVA, 2. ) Marrheus ?.) Joachim HanE Ursula, Chuni- tvlLric. gundt. Balthasar Straub zuMölck. WE Di°Mch La» , Hr.Ad7m'S°»> ftiedGall,zuGak nchstem. ä. l6zr. Irnberg 162s, Christian, der eintzige aus erster Ehe; Burger zuSreyer,^. i)4o. Uxor. Anna, Andre Rottman, Burgers zu Sttyer, Tochter. Magdalena, f Gusanna, ledigs Stands ^lsrir. rs95» i.) Sebastian Händl, im Weyer, L.) Benedict Aettl, Sl-drrichk-r!>i S-w-r. C«h-»o, Wolff HSod-w, BuL7u"M'k,'s z.) Hannsi Stäuber, Raths Burger allda. ' ———— —— --- - Dierrich, Raths Burger zu Steyer 1501. -f-1^08. Uxoi-. Margareth; Vegräbnus im Chor in der Pfarrkirchen. I. Truchsäß; der starb vor dem Beylager. Sie hat hernach zur Ehe genommen, Herrn Wolff, gangen von Dietrichstein. Hannß, Stadt - Richter zu Steyer Margareth, X. iLoi.u. 1602 ff eoch ä. oxor. i.) Daniel Taust'L r.) Susann« Dorningerin,Hannsen 2.) Mattheus Koplers Wittib, Bürgermeisters zu Steyer Tochter; ren Graöschrifft, ' sie ff zu Regenspurg k. i6zo,p. 191. Susanna ff zu W )O( M !9Z NN . Nachdem die Kayserliche Majestät aus der in diesem Jahr, bey der Raths- 2 gewesten OmmMrien krelgnon vernommen, daß migeacht des er- rsio. de 1 Bescheides, ein Theil der unruhigen Gemein, sich noch nicht zu frie- geben wollen, sondern allerley Unwillen, und gefährliche Empörungen von «m anschemen; haben Ihro Majestät von Augspurg dem Obrist-Haupt- svss- anbefohlen, er und seine zu Steyer mit ihm gewesene Lommillarien, etliche Burger von Steycr, und aus andern Städten im Land erfor» dmff'^bst ibnen den vorigen Bescheid mit Fleiß übersehen, solchen nach Noth- h "nt in billigen Dingen mindern oder mehren, und Fleiß ankehren, daß alle Weiterung oder Aufruhr vermieden, auch alle Versammlung der M^me eingestellt bleibe. Weilen aber solche Verrichtung so eilends nicht LlAsi öu Werck gerichtet werden, ist die Bürgermeister- Richter- und Raths-' "A auf das 15rode Jahr eingestellt geblieben. diesem isioden Jahr ist auf den Wochen-Märckten allhie zu Steyer, ve^Uen Korn von 12. bis 14. Kreutzer, Habern von 5» bis 7. Kreutzer "aufft worden. - In diesem Jahr hat Sebastian Mureisen, ein lediger Messerer-Gesell, daß ihme in einem Injurj. Handel, seiner Meinung nach nicht genüg¬ en geschehen, gemeiner Stadt und Bürgerschaft durch einen offe- die p auf Rauben und Brennen abgesagt, biß also lang ihr (so lauten Ir ormglig) mein willen gewinnt; wohlauf mir und dir, um die blutige kn 11 Das hat dem Rath grosse Mühe gemacht, bis sie endlich mit gros- Nj^?Eosten diesen Menschen zu Prag in Verhasst gebracht. Ich finde aber M was mit ihm fürgenommen worden rc. Montags vor lbomL erschienen abermahl zur Wahl aufs eingehende Hyl/A^ahr, als Lommill»rien, Herr Ulrich , Abt zu Garsten, und Georg lvat zum Wald. Als nun die Gemeine am Rath - Hauß versammlet jie d-ü Mm die ^ommillsrien, ob sie an ihrer Person kein Bedencken, oder ob Herr? ^chwernpeckhen woltcn warten. Darauf sagte die Gemeine: Die wären ihnen zu einer mehrer« Verrichtung, als diese sey, gar genug, hätr-i?" "u" wolte zur Wahl schreiten , erhüben etliche ein Geschrey : Sie soll???" klagen, das solte man zu erst hören- Der andere Theil wolte, man herfM der Wahl fortfahren, und die Klagen vor d ißmal abweisen. Da trat -E^in Klingenschmidt, Namens Hannß Haidingec, und sprach: Die Lom- sollen in dec Sach em Einsehen haben; Es sey grosser Mangel und öffx o^ben allhie; Dann es hätte ein Raths - Genoß, Wolffgang Mschover, vder r« ^redt: Wann man hinfüro noch also solte regieren, als cs ein Jahr geschehen, so mäste die Stadt verderben, wann sie gar in eisernen Der N^?nge. Welches zu verstehen sey , daß im Rath nicht wohl zugehe. giii^-Ksschover solches anhörend, brachte von Stund an zu seiner Entschuldi- ' Es sey nicht ohne, daß einsmals einer aus den Burgern in einer len ^wmlung solche Reden gethan, dadurch Rath und Gemeine m Widerwil- diß ^>^wwn gesetzet werden; Da habe ec gesagt: Liebe Herren , wir haben lnir>?dr gar einen unruhigen Rath gehabt, darum bitte ich euch, ihr wollet iliüf'j wt Einem Rath und Genannten, in die Sach sehen , damit man zu Ei- lmcm Friede komme, wo das nicht geschähe, so sage ec, wo die Stadt geri ? eisernen Ketten in den Lüfften Hienge, sie mäste verderben; Nemlich we- kutia ,» Widerwärtigkeit, die eine Zeitlang gewesen. Mit dieser Veranttvors männiglich zu frieden, und war ein Geschrey unter der Gemeine: «lick» ver kötte wohl recht und ehrlich geredet. Ulrich Prandtftetter wolte Muffte ^llte ihn hören, und stund hierzu auf eine Bantt, aber die Gemeine lcnig .^erlaut: Vez hör auf, wir wollen deiner Predigt nimmer, du hast uns lvuxffi geprediget, aber ein falsches Evangelium ausgelegt; Darneben tliln , ihm für, er sey ein Amtmann, und habe einen fremden Herrn, da- wolten sie ihn für keinen Burger erkennen. Die Herren LomnEni Bb wiesen änmir Lirrikj rzis. 194 Pi- Merth Paumgartner. Niclas Grienauer. Peter Grienauer. Michael EM, Hafner. Sigmund Groß, Hannß Peringer. Hannß Scheibl. Wolffg. Spitzer, der jüngere; Marx Goldschmidt. Geörg Pichler. Sebastian Sunberger. Hannß Moser. Andre Prandstetter. Hannß Schaidenstaim Christian Auer. Petter Eder. Michl Möllner. Hannß Pachinger. wiesen die Gemein zur Ruhe, und sagten, daß sie nicht da wären, Klag anzu- hören, welche auf ein andere Zeit und Ort gehöre; sondern mit der Wahl M zu fahren: Inmassen dann hieraufim übrigen solche Wahl friedlich abgegange»' Ohne daß die Gemein den gedachten Prandstetter, als seinetwegen gefragt wurde, ob er im Rath verbleiben folte rc. nicht gedulten wollen; sondern ss desmahl geschrien, crsey kein Burger, und hab einen auswärtigen Herrnrc- Nachdem nun diese immerdar unter der Gemein commuirende Unruhe» so wohl durch einen Ersamen Rath, als den Prandstetter selbst an die höM Obrigkeit gelanget, massen er Prandstetter vor der Kays Maj. den Andree» Kölnpecken, Bürgermeistern, Michael» Kernstock Stadt Richtern, PanM tzen Dorninger, Sigmunden Grüentaller, Wolffen Zünauer, Wolffgange» Oefferl, Wolffgangen Wischover, Wolffen Rumpel, Caspar Fuxberger,u^ Hannsen Pruggmüllnern Stadt Schreiber, belangte, als hätten Sie ihm t» ihrer Anklag vor dem Kayser zu Saltzburg (wie oben erzehlet worden) UnrE gechan, und fälschlich angetragen; Wie dann darüber die Partheyen in^o' «eis gegen einander gerathen: Als ist zu Hinlegung dessen, fücnehmlich aber!» Verhütung noch mehr gefährlicher Unruhe, offt gedachter Obrist -Hauptman^ Wolffgang Herr zu Polhaim, Bartlmee Herr von Stahrenberg, Erhard Schweinpeck zum Hauß, Wolffgang Jörger zu Töllet, und Jörg von Ro^ bach Anwaldt, nebst etlichen Gesandten aus andern Städten, dieses Lands» am Montag polk keminilcere, den I7ten klartii Mn. lsn. zu Abends alhie M Schloß ankommen, für welche, auf Erfordern, des andern Tags, ein ErsaE Rath, nebst dec demselben anhängiger Gemein; wie nicht weniger anders^ der Prandstetter, Scheubl und sein Anhang, erschienen. Der Rath hatte W zum Beystand versehen, mit Geörgen Zechenberger, Graf Geöraens vo» Schaumderg Caytzler, der ihnen denselben auf ihr Bitten erlaubt. Der ristrHauptmann hielte beyden Theilen im Schloß in der Türnitz die Ursachv^ feiner und der andern Herrn Herkunfft für; daß ihm nemlich fürkomnren? lv» dem jüngsthin ergangenen Kayserl. Bescheid nicht nachgclebt werde. Westes wegen, wie auch anderer mehr Sachen halber, von ihrer aus den Burg^ zu Steyer Beschwerung und Klage übergeben worden; welche Schrifft, erE Stund an wolle verlesen lassen. Der Rath begehrte die Namen, derer so rI zur verlesenen Klag bekenneten, zu wissen; Solche eröffnet dec Landt Schreib^ Welche waren mehrentheils gemeine erarmte Handwercks-Leut, mitNah^ Wie folget; Hanß Haidinger, Klingenschmied. Merthen Puckhinger, Beutler. Andre Khätzinger, Tischler. Sigmund Payr, Schleiffer. Lucas Frais, Hannß Müllner, Kürschner. Wolffgang Spizer. Vrcenz Rosendorn, Riemer. Wolffgang Puckher. Vez Prandstetter. Aßm. Haidenreich. Georg Rortaller. Colman Seiseneger. Veit Frais. Cuenz Eder. Valentin Grau. Geörg Grueber. „ Die von diesen Burgern wider einen Rath eingelegte Klag - Schrifft be- 5^- 'wnd kürtzlich zu melden in folgenden r 5. Acticuln. 1^.. > Es werde mit den Raths - Wahlen, dem Kayserl. Bescheid nicht nach ge¬ lebt, darinnen Gefahr gebraucht; Schwäger, Eydam/ Vetter, Schwie- . ^er-Vätter rc. wieder in die Wahl eingerrungen. Der Rath hab die Gemeine bey Kayserl. Maj. ungründlich verklagt, und > fälschlich angeben, auch um Veränderung des Bescheids ungehalten. Dergleichen sey durch den Stadt-Schreiber bey dem Regiment zu Wienn . geschehen. ^>ey seit des Bescheids , vom Rath noch nie keine Raitung gethan wor¬ ben; Und über 6000. si. der Gemeine verborgen, wohin dieselbe kom- . wen; " Wären diejenigen, so sich aus der Gemeine von ihnen gesondert, zu Erstat- ^fung ihrer Gebühr, zu den Ausgaben im vorigen Handel anzuhalten. ^>ey vsm Rath auf iooo. fl. auf den Gewand Handl verstritten worden; allein ihres eignen Nutzen halber, davon doch gemeine Stadt nichts auf- ruheben habe. -aussen grosse Unkosten auf den Eisen - Handel, und sey doch derselb, kaum - ey ihrer Zechen, welche solchen führen; gemeine Stadt aber könnte durch wichen Handel in groß Aufnehmen kommen, wo solcher auf dieselbe ge- lener wurde. ^ey grosse Beschwehrung vorhanden, die der Kays. Maj. Cammer-Gut, und Mannschafft nachtheilig; Darinnen die vom Rath , wie sie sotten, keine Wendung fürkehren: Indem der gute Stahl ausgeschlossen, gestreckt, und aus dem Lande geführet, der schlecht und weiche aber den Werckstätten gelassen würde; daher der Handwercks-Mann, keine gute Arbeit von so gerin¬ gen Zeug machen könne; Folglich müssen Messerer, Klingenschmied und 9) ^chleiffer verderben. man den Messer-Handel in ein besserere Ordnung richten. Der Rach soll alle, fetter des Bescheides, ausgelegte Unkosten, aus ihren Anen Gut erstatten. lr Rath wolle der Gemeine die Stadt-Freyhcitcn nicht hören lassen. Ä über hiervon eingelegte, und dem Rath üdecschickte Articul, keine Verbesserung deß gemeinen Nutz erfolget; baten also, die Herren Lom- nEaril Wolken solche vom Rath wieder abfordern, und selbst darin Hans rlile diejenigen, welche von der Gemein abgetretten, um die Ursachen des- len zu fragen, und dieselben hierum zu bestraffen. Den Wolffen Wischover, Rathsgenossen zu befragen, wie seine Rede zu verstehen sey, da er gesagt , wo man also länger bey Rath , wie bißhero bandle, so müsse die Stadt in Grund verderben, wann sie schon in eyser- An Ketten in den Lüfften Hienge. Die jüngsthin fürgeganqne Rarhs-Wahl, als dem Endtschied zuwider, sol- ten die Herrn Lommillsrü gantz aufheben. liess. Den ^9ten Vl^l-cü erschienen die Partheyen wiederum im Schloß; Alda lv^ der Rath, vor den Herren eommillLMN im Hoff öffentlich fürbringen; ejy» '? der z;. Persohnen übergebene Schrifft dahin gerichtet sey, als ob selbe, lvid-v hhe Ersame Gemein betreffe; Und aber doch bekannt; daß sich dieselbe Rath nicht beschwehret; so sotten demnach auch die Kläger, genug- Hrrss" Gewalt, von der gantzen Gememe, derer sie sich annehmen, fürlegen: Ivo?,Odrešen hab ein Ersamer Rath Bedencken, sich gegen ihnenin fernere Ant- ryss^^ulassen. Die vom Gegentheil repliclrten, weil sie vormahls öffentlich lahmen benennt, und nochmahlen alle für einen Mann stünden, und erbicttg > Bb2 wä- s. und Vollmacht. -innur ckrilti r;n. wären, die 15. Articul, so lang Leib und Gutwähret, zu verantworten, so demnach unnöthig, mehrer» Gewalt von der gantzen Gemein fürzubrirrgcN' zu dem sey im Kayserl. Bescheid klärlich begriffen, daß der gemeine Mann, lvo ihm das mangle oder gebreche, möchte den gemeinen Nutz betrachten, und da¬ rinnen die Nothdurfft handeln. Hierauf wurde die Sache von den Herrn commMrien in BerathM gung gezogen, und die Unterschrifft der 15. Articul nochmahlen verlcM und gab dec Obrist - Hauptmann zum Bescheid ; bisweilen die z§. PE nen sich erbotten hätten, für die Klag mit ihrem Leib und Gut zu stehen? wolle nicht Noch feyn, in der Gemeine ferner zu fragen: Dann so einer alle!' eine Klag thät, wär ein Rath schuldig zu antworten, und also auch billich innen; solte demnach der Rath zum Grund und der Haupt Sache greiffcn. Da tratten herfür Hannß Neumüller, und mit ihm die gantze GeMM der Statthafftesten Burger, und sagten sie hätten gehört, eine schwere und se Klag, wider den Rath, nun wären sie auch aus der Gemeine, und «E der mindeste Theil derselben; Nehme sie daher groß Wunder, daß die wenigs Personen, die' doch sonsten aus Unvermögen, mit der Steuer und in^ der Weg gar geringes Mitleiden trügen, sich einer solchen grossen und schwel Sach, unbewust ihrer, des mehrer» Theils,unterfiengen; Da doch vom M wider den Kayserl. Bescheid, in der Wahl und sonsten nichts gehandelt: die Gemeine trage auch wider den Rath keine Beschwer, und zeihen dcniM' nichts anderst, als aller Erbar-Frumkeit, und alles guten; deine Sieauch^ ordentlich erwählten und ihnen fürgesetzten Vorstehern, gern gehorsam gewärtig seyen. , . Am rosten Martii übergab der Rath seine Verantwortung, über dien' Klaq-Puncten; deren Summarischer Innhalt war: r) Ku Widerlegung des ersten Articuls legren sie, die in Beyseyn der geoE ten dommillariren fürgegangene Raths-Wahlen für, und erwiesen dE daß dadurch dem Bescheid gemäß, und nicht zuwider gehandelt sey. 2 2.6c zte Klag- Punct wurde durchaus widersprochen. . 4) Sey der Rath erbietig, jederzeit wie noch, Raitung zu khun, jedoch so es zu wissen gebührt; nicht aber den z s Widerwärtigen allem; soE (wann es vonnöthen)einer gantzen Gemein davor sie keinen Abscheu tenz Wie dann deßwegen die Bücher und Register alle Stund vorh§' den. s) Dieser Punct sey vormahls verglichen; und hab der Rath seines Theilsu" kosten aus eignen Beutel bezahlet. , 6) Sey die Sach nicht bey dem Rath, sondern bey der höhern Obrigkeit hängig; und daher die Entscheidung zu gewarten. 7) Den Eisen Handel möge, vermög der Stadt alten Herkommen, jeder , gec der 24. Pfund Pfenning anliegend im Burgfrieden, und das VA gen hierzu habe, treiben und führen; Es sey Niemand verwehrt; solchen Handels halber, von Kays. Maj. Gesetz und Ordnung aufg^ denen vom Rath und den Eisen-Händlern nachgelebet werde. , .ß 8) Gleichermassen sey des gestreckten Stals halber Ordnung und Bergles Schrifften verbanden; darüber könne ein Ersamer Rath nichts ordnen. 9) Es sey vor einiger Zeit, auf des Messerer -Handweccks Fürschlag^ cm . nung fürgenömmen worden; Also, daß ihre Handlung in eines Burger^. Wiemr^ Hand gestellet, und demselben alle Messer zugcdracht wor^ Hingegen hab er dem Handwerck auf jedes tausend ein benanntes^ gegeben; das habe etwann ein Jahr gewähret, und haben sich die MA rer hernach solcher Ordnung ferner nicht gebrauchen wollen: SelU haben sie einen Ersamen Rath, um weitere Anordnung meniaM sucht. ro) Beruffen sie sich auf die Verantwortung des fünfften Articuls. W )O( W 197 n) Wegen Verlesung gemeiner Stadt Freyheiten hätte sich ein Ersamec Rath brßher dem Endtschied gemäß bezeigt. ^2) Wlrd neZiret. Stehe denen, so dieser Punct angienge, zu verantworten zu. *4 k 15) Sey oben im Bericht der fürgegangenen Wahlen halber, genügsame Erläuterung geschehen. Hierauf wurde jeder Theil noch mit einer Schrifft gehört, so unnöthig der Länge nach zu widerholen. Hernach ward auf beyder Theil Begehren, ein den ihnen selbst erkiester Ausschuß, von 2s. Persohnen, aus denen, welche vor- Wahlen in der ersten Unruhe vordem Bescheid, da Prandstetter wider den Rath Wanden, hernach aber da die andern von ihm und der andern unruhigen gemeine abgetretten, juraro verhöret, die Ursachen dieses Abweichens zu eröff- W; deren Aussagen über die von beyden Theilen eingegedene Incerrogsrorig, wurden hernach öffentlich verlesen: Aus demselben nun käme an Tag; daß vom vorig-und jetzigen wider einen Rath und gehorsame Gemein, erweckten und ^minuirten Aufstand und Ungehorsam Ulrich Prandstetter, der Anfänger, Ur¬ heber und Rädlsführer; seine fürnebmsten Gehülffen und LompUces aber ge¬ west, und noch wären Hannß Scheudl, Spitzer , Vicenz Riemer, Häidim Nr, Beutler, Geöcg Rottaler, und Geörg Granatschmied; Welche nach W andern j Burgern, in ihre Häuser, zum Prandstetter in die Weinze- Zu kommen geschickt; Sie in der Kirchen und Gaffen, hierzu angeredt, und Mn zu kommen bescheiden. Wann sie nun erschienen, sey Prandstetter mit Wen hieroben eingeführten, und von ihm geschriebenen Articuln herfür gewischt, Welken verlesen, und ob sie ihnen die gefallen liessen, gefragt; darneben hab viel Vertröstungen gethan, wie er den gemeinen Nutz so Helffen und aufrich- U lvolte, als dergleichen zu Steyerbey Menschen Gedencken nie gewesen sey: M solle keinem nicht 4. kc. gestehen; Auch, wo seinem Vorhaben nach, der ^tadt Regierung verändert würde, er Prandstetter, Scheubl und andere, aufbringen, und der Obrist - Hauptmann, Herr von Polhaim selbst 6ooo. E verleihen wolle; damit man die armen Handwercks-Leut verlegen könnte- andern hätten sie Hoffnung gemacht, sie in den Rath zu bringen, und zuAem- A zu verheissen: dem Gaftlstorffer ward versprochen, daß er ohne alle seine -?whe, aus dem Eisen-Handel jährlich 50. oder 70. fl- haben solte. Mit derglei- M? und andern Vertröstungen mehr, sie eine gross Anzahl Burger, ihnen an- Mgig gemacht. Diejenigen so sich von ihnen wiederum abthun wollen, als sie yM, daß der Handl einen bösen Ausgang nehmen möchte, die wurden vom .^vdstetter und Scheubl mit Verlust ihrer Ehren, und gar des Lebens be- la,, ' und hielten denselben zum Exempel für; Es wäre in der Stadt Bretz- »^.Nschehen, da hätte man wohl ihrer zwölffe die Köpff abgeschlagen, darum V sie von der Gemeine wieder abgestanden. Es ließ sich auch Prandstetter, Mahrs verlauten, weilen doch die von seinen Theil vorgehabte Raths-Wahl, M für sich gehen wolle, so müssen sie halt einmal nunmehr die Klingen brau- n , uns die am Rath-Hauß, durch die Fenster auöwerffcn oder alle erschla- Und woltcn sie dannoch die Stadt, dem Obrift - Hauptmann wohl ein '^ang vorenthalten, biß sie zum Kayser schickten. gx.. Diese Zeugen nun sagten alle, nachdem sie gesehen, daß die Sachenvom M^stttter und seinem Anhang, aus lauter Neid, Hitz und eitler Ehrsucht rMnouimen; Auch, obschon der fürnehmste aus ihnen, Hannß Scheubl, Ne» Achter Amt kommen; Dannoch aber die vertröste Besserung, desgemei- nicht erfolgt, hätten sie sich von dieser Gessllschafft gantz abgeson- "/und dem Kayserl. Bescheid nachzuleben ihnen fürgenommen. lick^/ bwse vepolltiones wie gemelt, in der Partheyen Gegenwart, offent! ss^ogelesen wurden, fürchteten die eommillärii, die ImsreMtten Haupt'Urr v dlessr Unruhe möchten ausreiffen; Weilen hierdurch ihr böses Fürnei^ Offenbar worden: Doch wollen auch die Lommillärü selbige vor ordentli- B b z cher ^NNllS ckMj I5H* 198 KZ )o( W , cher Erkänntnus, nicht zur gefänglichen Hasst nehmen, daher ließ sich dec Obrift-Hauptmann, die Rädlsführer desto sicherer zu machen, nach cmgedeu- ter Ablesung, vernehmen; Diese Aussagen dieneten nunmehro wenig zum Han¬ del; weil alles so vor dem Bescheid verlassen, durch denselben aufgehoben, und in Vergessen gestellt sey. Prandstetter ward hierauf um so viel mehr, in sch nem Vorsatz freudig, und aus besonder» tragenden Haß wider den Bürgermei¬ ster Kölnpeck dermassen verwegen, daß er, als eben an diesem Tag über einen seiner Konsorten Sigmund Bayr, Schleissen, geklagt wurde, als ob er sich einer Absendung an den Obrist-Hauptmann, ein mehrers unterstanden, als er von der Gemeine in Befehl gehabt, Prandstetter öffentlich aufgeschrien, er möchte wohl leiden, daß zu Erfindung des rechten Grunds man ihm selbst und den Bürgermeister an ein Seil würffe; Welch närrisch und verwegen W die umstehenden Herrn CommiKsrü mit Entsetzen «»gehöret. Am folgenden Tag, als Rath und Gemeine adermahl in dem Schloß er¬ schienen, eröffnet der ObristHauptmann daß Urtl mündlich , dahin lautend; „daß Ulrich Prandtftetter und seine Anhänger der fürgenommenen Aufruhr ,,und eingebrachten Klage weder Fug, Recht noch Glimpffi gehabt; Sondern „hatten hieran dem Rath groß Unrecht gethan. >, Diß Ivar ein unverhofft, und harter 8emenr auf dem einen Theil; aber noch um so viel schärffer, weilen alsbald darauf die Lxecmion erfolgte: Darur alle diejenigen ausdenvorgcmeldtenZ^. Personen, so damahln anwesend, wur¬ den gefänglich angenommen; Dermehceste Theil aus ihnen um Geld gestraffte Der Prandtftetter aber, samt Hannsen Haidinger, Klingenschmidt, Sigmund Bayer, Schlaffer, Andre Katzmger, Tischler, Hannß Müllner, Kürschner, Merchen Pauckinger Deutler; Wolffgang Spitzer Allschmidt,Viccntz Roftff- dorn, Riemer, Michael Ecker, Haffner, und Eraßmuö HeidenreichMesserer; wurden in die Eisen geschlagen, auf Wagen gesetzt und ohn Verzug gen Lins, und von dannen gen Wren, ins Gefängnis geführet: Hannß Scheubl, wel¬ chem bey Zeiten der Hund vorm Licht umgangen, hat sich besser als der Prandt- stetter in den Handel zu schicken gewuft; Vor der letzten Verhör eine KraE heit l-muiirt, undals ervernonnnen,wiemanmitscinenGespanen prvceLliret,fiw in das Prediger-Clofter allhie versteckt; Von dannen er in MünchsMeideB sich gen Budtweiß gemacht, und also des Seegens, den er mit dem Prandtstck ter wurde gemein gehabt haben, nicht erwartet. Dergleichen thät auch Georg Gramatschmidt, der sich auch zeitlich mit der Flucht in geheim lslvirte. Des andern Tags, nach fürgenommener gefänglicher Wegführung wurde ein Briefmitder Unterschrifft,sullu8e8l)omlNL, rstts julkiria ma, ins RE Hauß geworffen; Und absonderlich einer an des Grienthallers Haus ange¬ schlagen , darin ward ein Ersam. Rath vermahnet,daß zu ihrer und des gemein^ Wesens Ruhe nicht genug sey; Daß Ulrich Prandtftetter, samt etlich ftE Anhänger, als räudige Schaafe, aus der Stadt geschafft; Sondern es auch gleichermassen, mit dem Gsellen,in der Pfarr, Meister Veuchard Eckharts der Lansidl genannt, und mit dem Lateinischen Schulmeister, verfahren wer den; Dann diese eben so wohl des Prandtftetter Gehülffen, Rathgcber, M titler, Anhetzer, und Schrifftfteller gewesen, und noch mit ihm in heimlich^ Verständnis begriffen seyn. In diesem i^ii. Jahr hat Hannß Lueger, Bür¬ ger zu Steyer, auf seine Kosten, die Capelle beym Sondersicchen oder M"' der-Hauß in Steyerdorff mit Verwilligung Abt Ulrichs, zu Garsten, erbE zu Ehren 8r. ^nronü. Man stehet darinnen beym Altar, neben dem LugA sehen auch das Prandtftetter:und Kölnpeckische Wappen gemahlet: AngevE ten von Holtzwerck künstlich ausgeschnitzten Altar, findet man das Kirchbauuw sche Wappen. (Es mag vielleicht von demselben Geschlecht aufgerichtet w^ den seyn.) Zu was Zeit aber, gedachtes Bruder :Hauß Anfangs geftifft E erbauet worden,hab ich keineNachrichtfanden; nurallem, daßKayser^l^ E lisnus I. in dem Frey-Brief äsrirt 1^12. über die Güter, so gedachter LuE W )O( m 199 em. Stadt Steyer, Land-Frey- Nir. ^ahin gestifft, diese Worte setzet: Das Siechen-Hans, so wir gestifft und auf- z«,»* Zerichr haben. ckn« Zn Ennßdorff,inSebastianAbstorffersHaus,istindiesemJahremFeuer Abkommen, das Z§» Häuser verzehret. . Der Kayser befand sich im Monath vec. in diesem Land, schickte mit Oe- ^m-Briefen, ösrirtPschl, den 14. cliro nach Steyer, denErsamen, gelehtten. Wen andächtigen und getreuen Lieben, voKor Eraßmus Dopler, Probst zu Himburg, und Georgen Sighardter, Vitzdomb; die haben von gem. Stadt, WOO. fl.Mkehen nezocjiret. Die Bürgermeister- Richter- und Raths-Wahl, M i6i2.Jahr ist, wie vor Alters Herkommen, ohne Beyseyn LommMrien, '^gangen: Jnmassen aus folgenden Kays. Wahl - Onleng erscheinet; .. Ge V^uen Lieben. Als euch jetzt die Aembter in unserer Stadt Steyer, zu besetzen ''Muhret; Dabey dann etliche Unserer ComwMrien seyn sollen: Und wir "aber dieselben Unsere eommilNr-ien so eylendö zu Euch nicht schicken können, '«auch derselben, dieweil ihr der Sachen untereinander nicht irrig, sondern ei- "U seyd, deshalb nicht noch ist; So vergönnen wir euch, daß ih,r dieselben "Mter, unverhindert des, daßUnsere OommMrien nicht dabey seyn, selbst be- "'M; Mit Ernst befehlend, daß ihr Personen, die euch tauglich und geschickt "veouncken, und die Unser, und gemeiner StadtNutz betrachten, darzu fürneh- Et^uud wehlet, wie von Alters Herkommens ist. Geben zu Gmündten,am "^»December, isii.„ Als nun zu gewöhnlicherAeit, Sonntags voribomX, man zur Wahl aufs ^H-Hauß erschienen, ließ die Gemeine dem Rath fürbringen; Dieweilen f^chr zwischen ihnen keine Widerwärtigkeit sey, die im Kayserl. Bescheid Nschriebene Ordnung der Wahl etwas lang, und dem gemeinen Mann un- Wndig sey; so wollten und begehrten Sie, daß solche Wahl nicht nachdem ^Mid, sondern wie vor demselben von Alters Herkommens, fürgenommen h.^de. Welches ein Rath nicht willigen wollen, weil in ihrer Macht nicht fte- ü^üBescheid aufzuheben; Jedoch weilen dieünno i§io.aufdas isn.Jahr,für- MueRaths-Wahl,durchdiecommi63rien,umBeschleunigung willen,dergestalt suchtet worden, daß ein Rath die 26. aus der Gemeine; dieselbe aber inzwi- -M, 6. vom Rath erwählt, so solle eö dißmahl auch also gehalten werden, H dem Bescheid ohne Abbruch. Jnmassen auch hierauf also geschehen. b diesem 1 > i iten Jahr gälte die Metzen Korn i s. bis 17^- Kr. Der Ha- ^ 6. biS7.Kr. ^nny Is!2. hat Kayser klaximili-mus, aem. Stadt Steyer, Land-Frey- q», 'P/rl^irt Lintz den i z. Januar« gnädigft begäbet, daß sie in ihren Fertigun- uch des rothen Wachs gebrauchen mögen; welches selbiger Zeit, für eine ste^'dahre Hoheit gehalten wurde; dessen sich auch vor diesem, die fürnehm- diel 8^" im Land, nicht jedesmahl gebraucht: Wie dann in hiesigen ^rckiv ^'ief zu zeigen, darinnen die Herren von Lohenstein, Volckenftorff,Pol- /"d, Zclckhing , und andere, nur mit grünen, auch gelben Wachs, gefertigt, ö^üben auch wohl noch snno 1^9. diegeordnetenLand-Räche,ausden vier ^,-udcn; Die Prälaten und Herren zwar roch; Der Ritter-Stand (darunter die ck^ Land-Hauptmann selbst, Herr Wolffgang Jörger Ritter) grün; und "Wr von Städten, gelbes Wachs in Ausfertigung derBefehle gebraucht; ^age aber, und zu unfern Zeiten gilt es nunmehr gleich; Da fertigt ein Holder eben so bald, als der Fürst, Graf, Herr und vom Adel mit rothen kam ^ufobgemeldt erlangte Kayserl. Befreynng mit rothen Wachs zu siegeln, Zu N oernach vom Hof denen von Steyer ein anderer unangenehmer Brief batte sich selbiger Zeit, Wolffgang Pichler, ein fürnehmer Burger zu 6,zu einer reichen Stenrischen Burgers-Tochter, Catharina Prandt- ^öaia?c^^h^urach, das wurde am Kays. Hof (da man selber Zeit, derleyver- 2 ue Jungfrauen, an die Hof-Diener und andere vom Adel, auch wider der INN«» LlrriSi IZlL. 200 _ W W__ ___ Eltern undBefteundenWillen,zubeftätten pflegte) übel ausgenommen, derend willen, daß der Rath zu Steyer, gedachter Catharina Brudern / Hannftn Prandtftctkex,nach ihres Vatters Tode in den Gütern so lang unvertheilt sitzen; auch angedeute Heurath mit dem Pichler zugelassen; dardurch ein solch naM hasst Gut und Vermögen/ äusser Lands kommen; Deswegen wurde demRaw IQOO. dem Hannsen Prandtftetter aber 4000. fl. zu einer Straff auferlegt; da¬ von sich doch aber beyde Theite, wie an seinem Ort bald folgen wird / geledigt haben. Auf der Herrschafft Steyer, waren damahls Verwalter / die gedachten Valentin Pandorffer, Hannß Schreiber, und Peter Paar. Um St. Matthlä-Tag/ diß Jahr kam der Kayser hiehcr gen Steyer, und ward vom Rath, der Clerssey und Burgerfchafft mit einer schönen ?rocelllon empfangen. Demnach daöKayscrl. Regiment zu Wien Herrn Wilhelmen von Reichenbach/ der Rechten OoNor und Kayserl. Rath, zum Obrist-HauptmaB gen Lintz gesandt, lnguiütion einzuziehen, welche unter obgemcldten StcyeN- schen Gefangenen die Anfänger und Rädelsführer vorerzehlter Aufruhr gewest' Als wurden hierauf dieselben um Ostern diß Jahr ihrer Gefängnis, darinnen sie zu Wien theils amKärdtner-Thor, theils an andern Orten gelegen, widerukN entlasset /und kamen alle ,auffer dem Prandtftetter, wieder hicher; berühmten sich beym Wein und sonsten, sie wären unschuldig weggeführet, und seyen nnn als die unschuldigen wieder kommen. Der Rath besorgte sich einer neuen Mk wieglung von ihnen, ließ daher die Sach an das Regiment gelangen; welche hierauf die von Steyer erinnert; Es sey der Prandtftetter zur Straff feinet Mißhandlung von Kays. Mas aus dem Land Oesterreich ob der Ennß gegen einer geschwohrnen Urphedt,auf ewig verwiesen; Die übrigen neune, aber al¬ ler Aemter entsetzt, und daß sie zu keiner Handwercks- oder andern VersaiE lung Zeit ihres Lebens mehr sollen zugelayen ftyn, aus Gnaden conllemwu worden; In welcher Unehr, sie also ihre übrige Tage auf der Welt beschlüM müssen. . Der Prandtftetter aber Nahm nach seiner Erledigung seine Zuflucht avw in Böhmen, zu seinen vorgemeldten Gespanen, dem Scheubl und GrarE fchmidt; Und hat es fast das Ansehen, daß dieselben alle drey mögen gebolst^ Böhmen gewest seyn; Aufs wenigst haben sie, wie vor erzehlt, einen BöW'' schen ?rocel8 > nemllch den Rath zu Steyer zum Fenster auszuwerffen, imSlN^ gehabt. Allda hat sich Prandtftetter , an Herrn Wilhelm von Rresenberg E Schwihoir, gehengt/der sich feiner mit besondern Ernst angenommen; verhall!' ihm von König in Behaim Vorschrifft an den Kayser; Und ersucht- gedachter Herr von Ricsenberg snno den Lands ^Hauptmann, Wolffen Jörger, schrifftt und mündlich, er sollte den Prandtftetter, wider die v0' Steyer, zu seinem Recht verhclffen; mit Bedrohung, im widrigen Fall, ander aus diesen: Land aufzuhaltcn. Der Prandtftetter, gab in feiner Schufst, E sonsten öffentlich für, wie ihme und seinen Anhängern vor GOtt und der Unrechtgeschehen sey; Und, was er und sie gethan, das sey auf Befehl dcsv^ ftorbenen Obrift-Hauptmanns Herrn WolffgaugS von Polhaim gescheh^ Worüber er Brief und Kundschafften in Händen habe: Weilen er aber an nem Ort, sein böse lmentton durchzutreiben vermochte,hat er denen vonStem einen offenen Absag - Brief auf Mord und Brand zugeschickt. Daher lvE ein Rath veranlasset, Leonhardten Abftorffcr und Leonhardten Höchen mit Schreiben vom Kays. Regiment zu 2Lien, an Herrn Peter» von R^ berg, und Herrn Zdcnckho Herrn von Rosenthal, Obrssten Burggrafen zuPM abzuordnen, die baten den Prandtftetter, weil ec wider sein gcschwohrne u' phedt gehandelt, zum Verhasst und Beftraffung zu ziehen; welches auch E-. lich, nach Aufwendung vieler Unkosten, geschehen. Und halte ich wohl dE Prandtftettersey hierauf eines Kopffs kürtzer gemacht worden; Weilen"^ eine Zeit hernach Wolffgang sein Sohn (der sich viele Jahre in Spanien 2or N. Offerl, Burger zu Ennß. —---------.-7—-^ Hiersnymus, Burger zu Ennß^ hat noch gelebt isis. ttxor. Ämalia, Georgen Pranauee Burgers zu Steyer Tochter. —H Elisabeth t^srir. PaulHelbling Burger zu 2 Linz.. l- Anna, ^arir. kocenrlsns. Andre Kölnpeck. tttgrle. r.) Colman Dormnger, beyde Burger zu Steyer. Veith Hüter, zu Crem^ Das Offerlische Wappen» Ualten, nachmablsaber in Böhmen und Oesterdeich einen Strassen-Räuber -wm» ^gegeben) so wohl als Merthen Meixner, UztlaffPolack, und Matthias Kessl, Stadt Steyer, und Herrn Georgen von Rorbach, damahlö Pflegern in N Freystatt j aus Budtweiß, einen Absag: Brief auf Leib, Güt, Brand und Ed geschickt; Mit fürgebendter Ursach, daß sie ihrem Vatter und Freund, Mich Prandtstetter, wie die andern Verräther hätten ermorden lassen. Die- ^lvar also das Ende und derAusgang dervomPrandtstetter erhebten gefähr- "chen Aufruhr» r. Im Is!2.und Niz.Iahr war im Werth und Kauff, das Korn/ von Lo.' M m 22. Kr. der Habern von 6. bis 7. Kr. die Metzen^ ^nno isiz. war Stadt-Schreiber zu Steyer, Peter Wielandt. Es starb auch in diesem Jahr wolffgang Offerl, alter Raths-Burger zu FEHer, liegt samt seinem Weib in der Pfarr-Kirchen - im SK Leonhardts- Ern ,vor der elenden Zech (deren Zechmeister er war) Stifft-Altar begraben; An ich darum billich gedencke, weil er ein gelehrter, verständiger, wohlberedt, M gemeine Stadt Steyer wohlverdienter Mann gewest, der sich in vielen selben Geschähen zu Friedens- und Kriegs-Zeiten - sonderlich auf den Land- jWm und Zusammenkünfften, Absendungen, und in andere Wege gebrauchest Mn; Sein Stamm-Baum ist hiernechft in der Xll.labeUe zu sehem lubulu Xll. Wrlische Wtamm-Uafel. Pau! Offerl, Stad-Richter zu Ennß, 144s. und sv. ^b^ffsang Offerl Raths Burger zu Steye? llxor^ N. E c Auf A NN!» EkriKi 15,z. 2O2 _ W )O( W__ Auf dieses reiz. wie auch 15 i4te Jahr, ist die Raths-Wahl, ohne erhal¬ tenen LonUns, allerdings nach dem alten Gebrauch, mit Auslassung der 20. Personen, fürgangen. Als aber der erwehlte Richter, Michael Kernstock, deia Regiment pi-Llenrirt worden, hat dasselbe solche Wahl, so dem Bescheid E gemäß geschehen sey,zu coustrmirenBedencken gehabt, doch endlich noch diese'- be bestätigt: Daneben aber nachfolgenden Befehl, Wb 6ato Samstag kabisni L 5eb^ sn. 1^14, lassen abgehen; „Getreuen Lieben. Wiewohl unser Ob/w- „Hauptmann, Statthalter und Regenten Unser N. O. Lande, nach uuM .,Befehl,von einiger Zeit, zwischen euch einen Bescheid gegeben; der unter A- „dern bcgreifft,wie es mit dcrWahl unser Bürgermeister, Richter, und MM »,Aemter daselbst zu Steycr gehalten werden soll; So werden wir doch aus ck- „rem Schreiben, das ihr jetzo Unserm Statthalter und Regenten der N»2' Lande gechan, berichtet, daß ihr jetzt gegenwärtiges Jahr, mit der Wahl da „obberührteuAcmter anderst, dann nach Inhalt solchen Bescheidsund DeM »,verfahren; das Uns nicht gefällt, und wir hinführo dermassen zu gestatte"' „nicht gememet sind. Damit wir Euch aber der Zeit, vor mehrer« Unkosten .-behüten; haben Wir gnädiglich zugegeben, daß die Personen, die ihr zu M'- ,'germeister und Rächen erwehlt,diß Jahr Bürgermeister und Räth; UrMA „scr getreuerMichaelKernstock, so ihr AeicherWeiß zuUnsermRichter daselbst st „Steyer gewählet habt, Richter scyn sollen; Ihm auch darauf den ,»verliehen: Und befehlen euch demnach mit Ernst, daß Ihr Bürgermeister „Richter und Rath, die Regierungin der benannten, unser Stadt zu gememe" .»Nutz, fleißig und treulich bandelt; Und Ihr, die von der Gemein, denftM „Euern Vorstehern geiwrsamseyd. Und, so es sich künfftig die Wahlen da „bestimmten Aemter bey euch zuthunzuträgt, alsdann dasselbzuvor und eher"- „zur Wahl greiffet, den obgemeldtcn Statthalter und Regenten anzeigt: DA „mit Sie, an Unser Statt welche verordnen mögen; dadurch, laut des „scheids, gewählet und gehandelt werde. Dann wo ihr anderer Gestalt M" ..werdet, würden Wir gcrirsacht, um solches mit Straff, gegen euch zu verM „ren; Und Lhut hieran kein anders; das ist gäntzlich Unsere ernstliche MeynuM'' Von dieser Verordnung nun, rühret her, daß von selber Zeit an bis dato die vd" Steyer jedeömahl vor der Wahl sich vorhero um den Eonlens bey der NM Regierung anmelden müssen. Von ^nno 1^14. bis 1^2. war Burggrafzu Steyer Herr Wilhelm MA Herr zu Rogendorff und Molenburg, Herrn Caspars Sohn, ein berübE Kriegs-Obrister unter Kayser Xlax-milisnol. Earolo V. und König kerclinanso' in Italien, Franckreich, Hispanien, Niederland und Ungern. Er hat an-1 die Stadt Verona, und snno 1529. die Haupt-Stadt Wien in Oesterreich; jene damahlen von den Venedigern; diese aber vom Türcken hart belagert SA west, als Obrister Feld-Marschall ritterlich beschützet, und ist im Abzug von unglücklich belagerten Stadt Ofen in Ungern, an einer empfangenen Wund^ bey Eomorrka gestorben, anno 1541. In solch seinem Abwesen aber, hat 0 Burggrafschafft verwaltet, sein Bruder, Herr Geörg Freyherr von MLA dorff. PflegerseynselbeZeitüber gewest an. 1^14. LcTeq. die Edlen, Vesten ss. ter Scheibl, an. 1519. bis 29. Herr Eberhard/Marschall zu Rerchenau; ^nno 1529. Herr Leonhard von Obernhaim. . In diesem Jahr, Wb claco, Montag nach 8t. ksbian. und 8ebawan-^ gebot der Kayser, durch ein offen, im Land publicsttes Eenerale; Wielvod' Seine Majeft. vorhin schon ernstliche ^lanclara lassen ausgehen, keinen oder Mund-Knecht mehr aufzunehmcn,zu halten, noch zu schirmen; so lvM Ihr. Maj. doch glaubwürdig berichtet, wie dieselben noch gehalten; sicheM über und wider Bürgermeister, Richter und Rath zu Steyer, Gebot,so sie^ halben gemeinen Nutz zu gut aufgerichtet, und fürgenommen ungehorsallM halten und erzeigen; Befehlen demnach Se.Kayserl.Majest. mänmglichen/^ Acher Vogt, oder Mund-Knecht/ ohne Verzug zu entschlagen, und den von i«« steyer, mit ihnen, auf dieses ihr Gebot/ gemeinen Nutz zu gut fürzunehmen, und zu verfahren / keine Verhinderung zu thun rc. . Es sind aber Vogt/vder Mund-Knecht selber Zeitgewestsso wohlledigePaur- ^alsauchBurgermndHandwercks-Gsind undKinder,in Städten undMärck- ; Die sich nach ihrem Belieben und Gefallen theils unter ihrer Eltern, theils andern Herrschaften angevogt/und in ihren Schutz begeben; Welche auchun- sb"veilen,von denselben Obrigkeiten zu ihren Diensten/auf den Schlössern und Men, gehalten worden; Diese Mund-, oder Vogt-Knecht nun / haben aller Freu, dahin sie gekommen / Unruhen / Rauff- oder Balg-Händel angefangen; Eten sich deshalb von keinerObrigkeit/ äusser der/denen sie angevogt, straffen Au: Dergleichen Ungelegenheiten trugen sich nun auch allhie zu Steyer zum Wm zu, von solchen Vogt-und Mund-Knechten, unter denen auch Steyeri- Burgers-Kinder waren, die sich auf der Herrschafft, bey den Herrn von ^gendorff, Burggrafen, den Herrn von Losenftein, Volckenstorff, und andern -Uevogt; Darüber manche Rauff-Händel/ und Beschädigung entstanden. EM das Stadt-Gericht selbige in Hasst nehmen, flohen sie dem Schloß zu; Aaste geschützt und unaeftrafft blieben. Solcher Vogt- und Mund-Knecht cUer erwuchs ein gemeine Landes-Beschwerde der drey Stände,von Prälaten, verschafft und Städten, wider den Herren-Stand, an. isio. vorm Kayser: 2 L>bwohlen Herren dargegen einwendeten; so sie nicht sollten die Vogt- g-Mt aufnehmen/Möchten Sie eines theils ihre Schlösser nicht wohl behüten, M ihre Urbar-Güter nicht wohl zur Stifft bringen. Jedoch wurden dessen ME solche Pogt-mW Mund-Knecht, oder Angehörige / aufzunehmen, durch Oeneralis Vielmahls verbotten. u Was aber der von Steyer Gebot, so Sie laut obgemeldten Kayserl. klsn- .^8, wider solche Vogt-Knecht, ausgehen lassen, mag gewest seyn, davon hab ZMar nichts gefunden, ist aber aus dieser Erzehlung wohl zu erachten, daß denselben,sonderlich aber ihren Stadt-Kindern, allen Schutz und Auffent- M bey der Stadt abgesprochen; Und wo sie einen betretten, zur Verhasst und straff werden gezogen haben. In diesem Jahr, war Kayserliche Majestät von 5. bis 8ten ä^artü all- Steyer. Es findet sich noch ausgezeichnet, wie die von Steyer A auf die Empfängnis gefast gemacht; die Ordnung auf die Zukunft, der MH Maj. an 14. Himmeltrager, Bartlmee, Grüentaller, Grämatschmidt, ^elubecher,Colman/Dorninger, Franck, Äußerer; die Zechen alle, wie (?or- Trilli; Und die Prtesterschafft in der Pfarr, mit samt den Schülern; ub hochwürdig Sacramcnt in einer kroceflion; die Zechen zu stellen, und zu ldnen, Glück, und zum Geschütz, Balthasar Abstorffer. Stadt-Schreiber zu Steyer, sb snno 1514. bis zi. vorgemeldter HannS ^MnMner zum änderten mahl. . Zur Raths-Wahl, aufs kommende 1515. Jahr, wurden zu Lommillsnen Ordnet, Herr Wolffgang Jörger, Ritter und Lands-Hauptmann, und Geörg ^Marter, Vitzdom: Die von Steyer hatten zwar beym Regiment gebttten, /.^Mzeigt, daß Sie vermög alten Herkommens befugt waren, die jährli- d!»? -^aths-Wahlen ohne Beyseyn Commillarien fürzunehmen. Jnmassen zu dk^Mgen Wahlen, seit ^nno 1507. allein wegen der zwischen der Gemein und entstarrdenen Unruhe, LommilLrien verordnet gewest; dessen aber ^Mlhro,weil Rath und Gemein wieder vereinet, nicht vonnöthen: Daß auch ' Maj. mit Verordnung commiflärien, der Stadt bey andern Anlagen, Mflauffenden Kosten halber, verschonen wollten; Es ist aber bey solcher "mmMyn8-Verordnung geblieben. Doch haben die äepmwteHerren ^lbst die Erscheinung hieher eingestellt, und einem Rath geschrieben; ajN fie sich erinnert, wie Rath und Gemeine dieser Zelt in guter Einigkeit, und L kg wären; Damit nun die Unkosten erspahret, sey ihres BedunckenS 'M nöthig, bey solcher Wahl zu erscheinen; sondern Sie von Steyer, rrröch- Lc r ren CK-iU rzr;. 2O4 ten nur äusser ihres Beyseyn , solche Wahl alten Gebrauch nach fürnehmen,so auch also beschehen. In diesem r^ten Jahr, und 1515. ist das Getraidt im Werth gE sen; Das Korn von 20. Kr. bis z. ß. Habern um 6. Kr. . Loöem ^nno wird Hannß Kirchstetter von Riebt, Diebstahl wegen / all! Hochgericht mit dem Strang erwürgt. Zu Eingang des Monats sulii befände sich Kayser Xksximilisn zu Lins/ mit seiner Kayserl. Hofstat. Er kam von Insprugg dahin,nebst den Gefall ten der Könige von Spanien und Engeland. Der Ertz- Bischoff von Bremen¬ ein gebohrner Herzog von Braunschweig, Wilhelm und Ludwig, Herzoges Bayern; Herzog Albrecht von Mecklenburg , und Herzog Ulrich von tenberg; samt vielen Grafen und Herren; Welche alle den dahin zu Wasser s kommenden Cardinal Matthäus Lange, Bischoffen zu Gurck, vor der SE mit grosser Solenmtät empfangen, und einbegleitet haben. Der Kayser M begab sich etliche Tage hernach von dannen in einer Senfften bis gen Pdböi Und folgends zu Wasser bis gen Wienn. Allda erschienen damahlen zum KavlA die drey Könige, zu Hungarn und Behaimb, I.u6ovicu8 sein S-0V7 und 8i§i8muncju8 von Pohlen; Fräulin Anna / Königs V1ack8lai TockM' Dabey geschahen die Heyraths-lrsÄsren und Vermählung der Königin MA tiä , des Kaysers Enckelin , mit König Ludwigen; Und dann der KöE Annä, mitPrintz Ferdinanden von Spanien, des Kaysers Enckel; WelcvA alles mit höchster ^lsZmKcenr . Freud, und Ritter: Spielen vollzogen warA Wobey sich, nebst obbenennten, und andern Fürsten, Grafen und Herren- auch aus diesem Land ob der Ennß befunden haben, Graf Geörg zu SchanA berg,Graf Hannß von Hardtegg, Wolffganq Jörger, Lands-Hauptmann, S'A mund Ludwig, und Cyriac, Herren zu Polhaimb, Rudolfs und Sebastian Gebrüder von Hohenfeldt, mit 80. Kürißern, stattlich ausgeputzt; sondern gemeldter Graf von Hardteg. „ ()ul mirum in mo6um, (schreibt Luspin^' „NU8 ) M3r§3ritt8 öc aclc>rnsru8 reiplenclebst; dooperkU8 erst „Zemmi8 Lc perli8 iuperbiiftms inceöebst.,, Dieses NUN erzehle ich darM farnehmlich,weil bey diesen gedoppelten Hcyraths Unsren auch der SE Steyer gedacht wurde; Indem der Kayser seine künfftige Schnur, die MA gin Annam, wegen der vermachten jährlichen 25000. Ungarischen DmE unter andern verschriebeiwn Städten und Schlössern in Oesterreich,Steyer,ulA Tyrol, (darunter Judenburg, Boben,St. Pölten)auch aufdie Stadt und schafft Steyer,in den aufgerichtenHeyraths litten angewiesen und versichert Montag nach Egidv ersuchen Richter und Rath zu Waidthoven die von Stever, sie selten ihren Stadtschreibersamt zweyen von ihren Burgern, E zu treuen Rätben zuschicken; In der Verhör vor des Bischoffs von FrcyW Räthen und Anwälden, gegen Wolffen Crabatten ; Der mercklichen verders Uchen Schäden halber, in der Feuers-Brunft, die bey ihme auskommen nen Beyftand zu thun. Im Herbst kamen gen Steyer, vom Kayser dahin gesandt, Graf E yer von Mansfeld, und Herr Siqmundt von Dietrichstain, Kayserl. HMA Hofmeister; Die rrakirten mit Hannßen Prandtstetter, damalen BurgerMA ster allbie, um seine Tochter Margareth, dieselbe auf Ihrs Majeft. Anstichs Dero Pflegern zu Rackerspurg, Herrn Achazen von Meckhniz, zu verhE ren; Darein dann der Vatter desto eher und lieber gewilliget, weil ihm dE Zusag qeschach, daß er und gemeine Stadt Steyer, der ihnen aufgelade^' 5000. fl. Straff halber, von der Pühlerischen Heyrath , obgedachter mal!^ herrührend, weiter unangefochten bleiben selten; Wie ihnen dann nacbtE der Kayser hierüber einen gefertigten ^Klolurion8 - Brief, lub ösro iE OLkobri8 in diesem Jahr ertheilet , Krafft dessen die von Kayserl. Hof- As then fürgenomwene Pön. Falls und Ungehorsams. Handlung, aus KE Macht und Gewalt aufgehoben wurde. . j Diese Margarets) Prandtstetterin , hat sich nach dem Tobte des von ^leckhniz, mit Herrn Geörgen Preuner verheurath; Sie schreibt sich m einer ausgestellten Vollmacht, auf ihren Schwager Ehristoff Gutbrodt lautend, i^H. weiland Hannßen Prandtftetter, des Aeltern, etwann Burgers A Steyer, seel. eheliche Tochter, und jetzo des Wolgebohrnen Herrn , Herrn Morgen Preuner, Freyherrn, eheliche Gemahlin rc. rc. Woraus dann er- 'Hemet/ daß sie sich ihres bürgerlichen Herkommens, ob sie wohl einen Frey- ^rrn zum Gemahl gehabt, nicht geschämet; Daran sie dann wohl und lob- H gethan. Aber jetziger Zeit ist es bey theils Steyerifchen Burgers-Söhnen N Töchtern, welche sich in den Adel geschwungen, oder sonst mit höhern Stands - Personen durchHeyrathen befreundet, die teufflische Hoffart so groß, ^bsie nicht gern hören noch wissen wollen, ja sich es fast für eine Schande, Schmach, und Injurie halten, wann man sie dessen erinnert, daß ihre Vor- Mn vor alten oder jüngern Zeiten, Burger zu Steuer gewesen seyn; Durch Mche unrühmliche Verachtung , und gleichsam heimliche Verlüugnung diese ^uke ih^n Vor-Eltern, für deren ihnen hinterlassenes Gut und Vermögen, ?ourch diese ihre Nachkommen fürnehmlich zu solchen hohen Ehren und Wür- Wiegen, einen schlechten Danck erweisen. Doch genug hiervon an die- iru Orr. hx Die änderte Tochter des Prandtstetter, Barbara genannt, wurde vom k alter selbst auf eine andere Weise verheyrathet. Dann als er in Erfahrung baß man bey Hof abermal im Werck war, diese seine Tochter an se»? Kayserl. Hof-Diener zu verheyrathen, hat er diesem fürzukommen, die- h.^chter dem Lorentzen Gutbrodten, damalen Wittiber, einem fleißigen .mann, ohne dessen Gedancken, zu verheyrathen angetragen; Welcher tern lhme hierunter unverhofft zugestandenen Glücks gebraucht; Des Vat- der "^bieten mit Danck angenommen; Und hat sich durch solche Verlöbnis er^landstetter des darauf erfolgten Ansuchens von Hof mit guten Glimpff h . Nach erst erzehlter der Prandtftetterischen Tochter Verheyrathung von / /us , finde ich von dergleichen weiter kein Erempel, das zu Steyer für- Dann solcher von Hofaus durch die Werber erprsNiLirterHeyrathen beschwchrte sich fo-gends die gantze Landschafft bey Kayserl. Majestät; tinn seh?" in dem Inspcugqerischen Dibell, sub 6aro 24- May isi8- da- tex^n sich der Kayser auf angeregte Oravamen dahin resolvirt, es sollen Vat- rnöap Mutter/auchlellämsmsrHund Gerhabenihre Kinderund Freunde, ver- übx/gemeiner Lands-Freyhciten zu verheyrathenfceyen Willen haben; Dar- ger ^?olle Sc. Majestät sie nicht anstrengen, noch anderst, äusser mit gnädi- ^ecbung und Förderung nicht ansuchen. dkiiyIufs i^l6te Jahr haben sich Kayserl. Majestät der CommMrien zu „j^^ühlen begeben, laut des folgenden Lonlen8: „ Getreue, Liebe. Als die Zeit ist, darinnen sich gebühren wird, die Aemter in Unserer Stadt 'M ö" besetzen, darzu Ww sonsten commillarien verordnet. Da Ihr nun, »yj^ir berichtet werden, der Sachen halber, nunmehro zwischen einander sondern einig seyd; so wollen Wir Unsere commMrien vor die- "M?,. verordnen anftehen lassen. Als empfehlen Wir euch, daß ihr die- "tgiial Sliter, wiewohl Unsere Lommillarii vor dißmal dabey nicht seyn, mit '^ehen - , geschickten,und redlichen Personen , die auf den gemeinen Nutz »»H." ?iogen, fürnehmet und wählet, und hierinnen nichts anders thut; Das "ändere ernstliche Meynung. Geben am Sambstag vor St. Martins Tag der .Aon dieser Zeit an, mm seyn ferner die jährlichen Raths-Wahlen nach Ebnung und Herkommen, äusser der sonderbaren Erwählung der im io begriffenen 26. Personen, auch ohne Beyseyn der LommMrien, auf L ( Z jedes- »ML 206 V x>( Gr s L. fl. —' r. fi. ZO. kr. 9- ß. -5 Pf. 9- ß« i. si. - 7. ß. 2s.Pf. jedesmahls vorher erhaltenen conleng, fürgenommen worden, bis s6ännum rt9Z. da dergleichen CommMons . Anordnung wiederum eingeführet worden; Wre an feinem Ort zu melden. , -^nno rsl6. ist vom Kayser ein Satz, wie die Burger zu Steyer SM und Eisen im Land verkauffen sollen, gemacht worden: Gcharsag-Stahl pr. - Aainten-Stahl - - - Zainten - Gätter - Eisen und Schün, um Prochen Stahl pr. - - Stangen-Eisen, Zwizach und Blech Klobeisen um - - - äano 1516.1517.1518. galt der Metzen Korn z. ß. und 24. Pf.der bern 6. und 6^. kr. ^nno 1517. befiehlt der Lands-Hauptmann, Herr Wolffgang Jörger/ Ritter, denen von Steyer, sie sollen dem Edlen Herrn , Herrn Maximilian von Losenstain, seine Pferde und Kleider, derer sie sich auf des WohlgeE nen Herrn, Herrn Geörgen von Rottal, Freyherrn, und Kayserl. MajW Gemahlin Hofmeisters Befehl, haben unterstanden anzumassen, wiederum p feinen Händen stellen ; Doch solle er Vie Aezung der Roß bezahlen; von Steyer auch ihr Stadt-Kind, Wolffgang Dorninger, dieser Sacheha^ unbeschwerdt halten. Dieses ist ein Rauff- Handel zwischen des Herrn von Rottal Diener»/ und dem Herrn von Losenstain gewest ; Dabey ihm gedachter Dorninger bE gestanden. Es muß damalen eine Hofhaltung allhte gewesen seyn; TE kurtz zuvor, nemlich an St. Barbara Tag ^nno 1516. schreibt der LanA Hauptmann, Herr Wolffgang Jörger, an den Richter zu Steyer, VE Kernstock, er sey zu den zweyen jungen Königen, und dem Hofmeister, Herr" Geörgen von Rottal erfordert, und soll ihm auf 14. Pferde Herberg stellen. Es ist vor Alters Herkommen, daß die Steyerischen Burger ihre ren und Güter, so sie auf dem Wasser versenden, nur in der Maut zu ansagen, daselbst zu vermauten; Ferner aber zu Matthausen auch anzufcE nicht schuldig seyn; Als aber um dieses Jahr das Dom- Capttel zu Wle» bev St. Stephan , als damalige Inhaber der Maut zu Matthausen, U dem Regiment zu Wienn,ein Generale erhalten,Krafft dessen den beyden ten,Steyer und Ennß gebotten wurde, fürohin auch allda zu Matthausen Luländen, nicht zwar zu dem Ende, daß sie die Güter sonderbar vermaum sondern allein der Besichtigung , ob sich darunter nicht auch fremde GA § den Bürgern von Steyer und Ennß nicht gehörig, befinden, eine Genüge tlA solten; Welches aber beyde Städte nicht einräumen wollten ; Daher sich Maut-Beamte unterstunden, wann Steyerische Fuhren am Wasser hinU giengen, und nicht anländen wollten , auf dieselben zu schiessen, und K A Gewalt zum Anländen zu zwingen; Darüber geriethen die Partheyen in und ?rocels. Die von Steuer und Ennß beschwerten sich , das Dorri-EA^ tel hätte das Oeneirlle ungehört ihrer, per ma!o narracs» erworben; JhrA- gehren die Anländung und Beschau betreffend, sey eine beschwerliche rung ; dergleichen vorher nie gehört, oder begehrt worden; Ihre Aaac und Güter würden in der Maut zu Ennß ordentlich vermautet; Wären hero nicht schuldig, in einem so kurtzen Weg, zu Matthausen wieder anzn'^ ren; Zumalen bev erscheinender Gefahr der Brucken halber; Wegen derl^ den Güter dürffte man keine Sorg tragen, dann selbige füglicher auf der nau, als auf dem Wald-Wasser der Ennß durchgeführt würden. Nach der Theile Vernehmung, hat das Regiment zu Wienn im kebruar.^nno die Sache dahin entschieden; Daß, wiewohl gemeldten Dom-Eapitel die 207 ^rslig auf ihr Anbringen gegeben worden, jedoch dieweil beyde Städte ihre ännur Mchwecunq darwider angebrachte und daß die Anfuhr zu Matthausen von bnen zu thun von Alters her nicht Herkommens ; Als solten die vom Capitel M Fürnehmen gegen die beyden Städte Mellen, sie anzufahren nicht zwin- »^noch nöthigcn, noch nach ihnen zu schiessen; sondern wo sie wider gemeid- Städte der Zufuhr halber ihre er-Ltenlion zu erlassen nicht vermeinen, mö¬ gen sie dieselbe mit Recht fürnehmen. Loäsm ^nno erwuchs zwischen einem Rath zu Steyer und der Clerisey Mda, Streit und Mißverstand; Dann die Geistlichen periuaclirten die Leute, A^ivon ihren Gütern zu vermachen ; Deren sie aus des Verftorbe- Verlassenschafft vor allen andern , auch den Oreckroribug und Kindern, vergnüget seyn; es bliebe gleich viel oder wenig,oder gar nichts aufdiesclr f^ubrig. Dre gedachte Geistlichkeit eigneten ihnen auch die Erkanntnus über lettrrmsnra zu ; Wie dann der Passauische OKcial einsmalen allhie auf " Eantzel in der Pfarr öffentlich pukliciren lassen: Daß fürohin die lelts- Lms mit seinem Vorwissen aufgerichtet und entschieden werden sollten- Des- beschwerte sich ein Ersamer Rath bey Kavserl- Majestät, daß solches Be- ^"en wider alles alte Herkommen; Eine döse Neuerung und zu Entziehung der Zeitlichen lui-isclitkion gerichtet sey; Und baten hierinnen Wendung für- s., breu; so auch erfolget. Dann der-Kayser schriebe dem Bischoff von Pasi lj^ Herzog Ernst zu Bayern, obangedeute?ublicgt>on und Begehren gäntz- ^bzufteüen; Dann wo jemand wegen Vermächtniß was zu suchen, der kJ dasselbe vorm weltlichen Gericht und Obrigkeit thun; Wie es von Alters ^"vmtnen. h Loch kam unversehens ein Feuer aus, in Wolffgang Kriechbaums lA? w Steyer. Dorff, davon viel Burger an ihren Häusern und Gütern 'Hadigt worden. kam auch um diese Zeit ein falscher Müntzer in Verhasst, der wurde mit m ^chwerd gerichtet. Zu Ende des Winter-Monaths diß Jahr kam der Kayser hieher, nach yIvec, als er kurtz zuvor seinen letzten Reichs-Tag zu Augspurg geschlossen, dannen nach Infprugg; Bey zunehmender Schwachheit aber - in die- hI^nd zur Veränderung der Lufft sich begeben hatte. In solch seinem hieseyn, -Abte Er den ^en December isrZ. gemeine Stadt, mit einer Schenckung; er derselben sein Hauß am Berg, nechst an der höltzern Bruckm, vor gelegen, (darinnenje zu Zeiten, die Rentmeister ihre Wohnung ge- k»er jüngsten Brunst aber gantz verdorben ist, daß nichts dann der 'Merke Stock geblieben war) sammtdem Brunnen eigenthumltch übergeben o emgeraumet hat. Ulkt. Nach seinem Abzug von hier sähe Kayser Klaximilianu8 die Statt Steyer ii^IMr: Danner ist bald hernach, den ir. Jenner, ^»01519. zuWelß h^^BurginGOtt seelig entschlaffen, und in der Neustadt begraben wor- " ^orruu8 estpientiilimug ?rincep8( schreibt Ouspinianu8) cum in univer- ^sI^tNaniz, krancis, Iralia. UunFaria, Lc pene in toco Okriüiano Orbe psx guo6 nemo spersvit, guum in omni Xtare lug Kel!icoli6imu8 ?rinceps LeiMer öL atrocig Kella; Ist so viel gesagt; Der Gottseelig Fürst, lss mit Tod abgangen, zu der Zeit, da in gantz Tcutlchland, .^I^lch, Welsch Land, und Ungarn; ja fast in der gantzen ChMenheit " 'Eo und Ruhe war; dessen kein Mensch verhoffteWeilen er Zeit seines lebens ein Streitbar - oder Kriegerischer Fürst gewest, der unzähliche schwere Krieg geführet hat. Ende des sechsten Buchs. Das 208 /umu; ckristi 1519. ikrz lchi ö> ?oll 4', eir Hau; Adz ten Z leyn! dillir d°ch^ WNd! der 6 Aäth Aen G^e ilier-.i zu er des, de gs Ah! achdem Kayser ^xlmilianug sein Zeitliches Leben mit dem Tod ver- wechselt, so haben Land-Hoffmeister, Marschall, Cantzler, SE Halter und Regenten, der N- O. Lande solchen Todes-Fall durch A fene in Druck gegebene l^cems den Ständen des Landes ob der Ennß» Und darunter absonderlich der Stadt Steuer angekündiget; Mit Begehrs damit ihrer Majeft. Seel in jener Welt, das getreue mitleidige Andencken vo» seinen verlassenen Unterthanen empfändte,(welches in ander weg nicht, daB durch Andachten, Gottes Dienst, kroceMouen, Fürbitt, Allmosen und dern dergleichen guten Wercken, beschehen möge,) so solle Männiglich zu bringung derselben Guthaten sich schicken, und ihr letzte eylende Hülffzu sanier Wolfahrt ded Seelen erzeigen. Und nachdem Ihrs Majest. in Dss" letzten Willen, Sie in der Regierung, wie hievor zu bleiben verordnet; so MA den Sie zugleich einen Land Tag aus, auf Montag Unserer Frauen LichtttE zu Linz zu erscheinen. . Dahin nun versammleten sich die Stände in grosser Anzahl; Und nE dem sie in und Erwegung gezogen, welchermassen der verE denen Kayserk. Majest. Erben, und Enckel, (^rolus und kerömunllvs, KoE und Prinzen zu Ullpsmen , als Ecblandes-Fürsten, den Landen etwas stT entlegen, und doch die Nothdurfft neben Ihr der Landschafft Treu undPfl^ erforderte, die Lande vor allem Überfall und Beschädigung zu verwahren;MA sonsten in guten Wesen, Fried und Einigkeit zu erhalten; haben Sie sich^ HllmilMrstlon unterzogen, und zu solchem Ende eine Ordnung; doch mit DA dingung, daß selbiges nicht anderst, dann getreuer Mainung, denen Erb-HecE Land, und Leuten, zu Ehrund Nutz, auch nicht länger, dann bis zu derM' Ankunfft, oder Regierung geMeinet fey verglichen. Daß nemlich aus den vier Ständen zwölff taugliche Personen, zu LE Räthen, nebst einem Lands - Hauptmann erwählet, dieselben sollen der LE schafft verpflichtet seyn, in allem dasjenige, ohne Gab und Gewinn treE zu handeln, was dem Landes-Fürsten, Land und Leuten, zu Ehr und Nutz che: Hingegen sagte die Landschafft zu, Ihren Geboten nicht anderst, als A der Lands-Fürst selbst zugegen, zu gehorsamen. Diesen Land-Rächen wE ihr Unterhaltung aus dem Steuer-Geld, und wo das nicht erklecklich, vonv Landes-Fürsten Cammer-Gut zu nehmen, ausgezeichnet; Jeden, auf Pferd das Monach io. fl, und war einem Prälaten und Herrn 6; einem W". In welchen beschrieben wird, was sich zu und um Steyer / denckwürdigeö begeben und zugetragen. Unter der Regierung kerämanäi i. Ery-Herzogs zu Oesterreich, zu Hungarn und Böhmen Königs/ und folgends Röm. Kaysers, Von 1^19. biß 1564° 209 »er- eni Zoll llill all'' Kl- eib ers cic' eß/ or- US :rre ctz ich vek ell/ ,eß id' ift) ob ,e§ eill cee 4) A einem Burger 2. Pferd pMtt; Mit weiterer InllruLlion, was des Lands- ckrM ^^Ptmanns und der Land-Leute ^umMrsrion so wohl in jullir-Camera!- ^5^- und KrjecjZ , Sachen für sich allein so wohl, als auch in wichtigen und fchwes ?u Fällen mit Zuziehung noch anderer z. oder 4« Personen, aus jeden Stand, M solle: In juwr-Sachen zwar, ob wohlen äusser Landes - Fürstlicher Be- Mrgung und Befehl in Gerichtlichen Sachen, nichts zu handeln sey; so solle zu Verhütung mehrers Übels, Reich und Arm, bey ihren Rechten ge- tz^abt; Und alle, so mit Gewalt ihrer LEK entsetzet, biszuAusttag fachen rellimirt werden; doch möchten Lands-Hauptmann und Land- ^athe die Güte zwischen den strittigen Partheyen, wohl pflegen, dieselben ver- oder die Sach aufkünfftiges Urtel und Recht anstellen. Sie solten auch AM haben, mit allen OKcier-Aemtern, und des Landes-Fürsten Urbar- Eutern, dermassen zu handeln, wie sie für Nutz und Gut ansehen. Es ward ferner geschlossen, zur vekenllon des Landes 50. Pferd von Cam' "-Gütern zu unterhalten, einen Feld-Hauptmann und Viertel-Hauptleute "kiesen; Mit fernerer Bestellung, was zum Krieg und vekenllon des Lan¬ de / Aufbott, Musterung und Verwahrung der Pässe; Aufsicht auffrem- liAkornmende Leute, und in andere Wege vonnöthen: Zu welcher Rüstung Uschlag auch die Ausländer so Güter im Lande haben, gezogen; Und d m mir der Vollziehung säumig oder widrig sich bewiesen; von ihren Gütern PPelt soviel alsdann einzuziehen, als ihr Anschlag auöträget. ^Daneben entschlösse sich die Landschafft, eine Bottschafft gen Brugg an s^-wer, zu der in Oefterreichischen Landen angestelten Zusammenkunfft zu h/IA / mit lEuÄion, welche der Lands-Hauptmann und die Land-Räche OeftMN sollen. DieselbenGesandten aber sollen mit der Bottschafft von Unter- ss //"reich vorher in die Neustadt ziehen; alda die Bewahrung der Cleinodien, Landschafft versetzt, und darum sich beyde Lande gegen der Cron Un- ^^schrieben, zu besichtigen: Und ward dabey schließlich alle Reuterey -^auberey, Unterschlaiff, Behausen, Höffen und Fördern, bey Verlust, und Gut, scharf verboten. Solch gemachte Landes-Ordnung nun, haben im Namen der gcsam» st^audschafft unterschrieben und gesiegelt, die Prälaten von Crembs-Mün- Lambach, Graf Geörg zu Schaumberg, Herr Bartlmee vonStah- , Wolffgang Walch, Adam Schweinbeck, die Städte Linz und . Ton„Hl'erauf seyn solcher Ordnung zu folg, Herr Wolffgang Jörger, zu hg.,"/ Ritter, so vorher Lands-Hauptmann gewest, in solchen Amt bestät- ' Zu Land-Räthen aber wurden erwehlet, Aus dem Prälaten-Stand, Petrus Probst zu 8r. klori'sn; l^vNLrclus Abt zu * Witterung; Der Abt zu Paumgartenberg. Vom Herren Stand, Ar. Cyriac Frey - Herr zu Polhaim und Wartenburg. Hr. Hannß Herr von Scherffenberg zu Spilberg. Hr. Achaz Herr von Losenstain zu Lostain Leithen. Ritter - Stand, Easpar Schallenberger zu Lufftenberg, Lazarus Aspan zu Weimbspach, ^Slgmund Iagenleuther zu Pernander. 1 ..^1 I '.El-, El. rvillenntf, Msria; Cistsrcienser Abtey und Closter in Ober-Oesterreich, ohn- weit Linz. D d Von 2lv W )o( M ^nnu, ckrikj LZI9. Von Städten, Georg Kernstock Stadt-Richterzu Steyer. Michael Tyrolt Raths-Burger zu Linz. Michael Achtleitner, Raths -Burger zu Weiß. Au Pruck an der Muhr haben sich die Nieder-Oesterreichische Lande,nebe» der Graffschafft Tyrol, am Sonntag Oculi in der Fasten ferner vergliche^ und eine Ordnung aufgericht, wie und was gestalt, mit was Anzahl MS und Rüstung zu Vollziehung der vvrmahls, laut deöInspruggerischen Revers und der darinnen begriffnen Oetenllons-Ordnung, ein Land dem andern; wohl dem Königreich Ungern und Croatien, im Nothfall zu Hülff solle ersch^ nen: Item, wie die Landes vekenllon anzustellen, Obrifte und Haupts zu erkiesen; Worbey sich das Land ob der Ennß, halb so viel in der RüM zu leisten erkläret, als das Land unter der Ennß. Einem Reisigen ward zur" Monath-Sold 8. einem Fußgänger z. fl. ausgeworffen. Daß auch dieM dome in den Landen der Fürsten Cammer-Gut, nach ihrer Pflicht, ansaM sollen: Inmasen Herrn undLand-Lcute gethan; darauf nicht weniger gleicht^ sige Rüstung zu schlagen ; Auch da es zu einem Anzug käme, die Vizdome v^ der Urbar - Steuer und Cammer Gut die Besoldung auf die Kriegs-Leute bezahlen sollen. Item, eine Bottschafft zu König Osrl und Prinz kerämanöen zu D cken: ES solle aber jedes Land, die ihrigen daheim mit Eyd und Pflicht A binden, daß sie bey den Fürsten nichts anders handle» wollen, dann was nen in der lnllru5tion auferleget wird : Diese Bottschafft soll sammt ihren nern in schwach gekleidet, und Klag-Kappen haben und tragen. WegeE Müntz wurde die Ordnung gemacht; daß jedes Land Müntz-Proben auf^ stimmte Zeit nach Wien zu schicken; Alda selbige besehen ; Jeder Münz Werth, und die Schweitzerische Kreutzer aufz. Pfenning zu setzen. Nachdem auch den Landschafften nicht wissend sey, wo oder wie der E storbcnen Kays. Maj. Siegel, Leerer, Caschet, Kleinod, Signet, Ring^" ander geheime Sachen verwahret; davon viel feltzsame Reden gehört werdch Als solle denen die sich etwann für lettamenrarios achten, wie auch den Cammer »Dienern, jedem insonderheit zugeschrieben und begehrt werden, U ein jeder dem Regiment im selben Land anzeigen soll, wie nach Kays. Absterben damic gebandelt, und wo dieselben verwahret seyn. Es solle E dieses der Landschafften Fürnehmen, durch die Bottschafften denen Fürstens gezeigt werden; Auch wegen Bann und Acht, sey dem Herrn Michael ve' Wolckenftain und dem von Serentein zu schreiben, und hierin Unterricht' begehren; So eS auch vonnöthen, die Fürsten selbst um Vergleichung suchen. Ob sich auch zutcüge, daß der Lande eines oder mehr, um SE in dieser Ordnung beschlossen, widerwertig angelangt wurde, soll keinM ohne das andere darein verhängen oder bewilligen. Indeme dieses unter den Landen gehandelt wird, erhebt sich an denOA nitzen dieses Landes um Freystadt, ein unversehene Unruhe. Geörg von H^5 wiz, und Wenzlau Khßthwender von Zporlockhawizich, nebst andern Gehülffen, hatten diesem Land abgesagt; Unterm Fürwand, als werde lv' Haugwitzen, sein Vätterlich Erbe wider Recht vorenthalten: . Dieses Gefindl hat sich in der Char - Wochen, zwischen Pudtweiß "5- Weleschin, bey 202. zu Roß und eklick roo. zu Fuß starck versammlet; Z" nen sich auch die Zinispänn (waren Edel - Leut denen Kayser Friedrich ihr Schloß, Hirschlag genannt, einqezogen hatte) geschlagen; In Will^ die Stadt Freystatt zu überfallen. Dahero ließ der Landts - Hauptmann die Land-Räthe das Aufbott im Land ergehen: Hierzu hat die Stadt Stev auf ihre Unkosten 8v. Fuß-Knechte geworben, und zu Hülff geschickt; -_ W Z W _ 211 oder Vorsteher darüber, waren Eraßmus Haidenreich und Leopold Zechner Fenoerich: 15.9, , Der Oesterreichischen Länder Gesandte waren um diese Zeit auf der Rei- ^nacher Uispanien: Dabey von Oesterreich unter der Ennß waren, Herr Michael von Eizing und Oobkor- Martin Siebenbürger, Burger zu Wienn; W Land ob der Ennß Herr Hannß von Stahrenberg und Lazarus Aspann; w v-Niuste die Landschafft vor ihrer Abreise eine Ecuran'on geben, was sie dieser l^e^non für Schäden leiden würden, ihnen gut zu tun. Solchen Briefs haben im Namen aller vier Stände gefertigt, Michael Abt A^mbach, Leonhard Abt zu Willering; Graf Georg von Schaunberg; Herr von Lichtenstem von Niclaspurg; Sigmund Schiesser zu Freyling; «'Mß Kersperger zu Vtaotkirchen; die Städte Steuer und Linz. Herr Sigmund von Herberstein Ritter, und Herr Hannß Hoffmann wa- y" kus den Gesandten vom Fürstentum Steyer; Und wird gedachten Herrn Herberstain mit grossen rühmlichsten Lob nachgeschrieben, daß er auf dieser die Option und Fürtrag gethan, zu Venedig vor dem Herzog L.aurers- Und dem 8er>ar daselbst; zu Rom vor dem Pabst I^eone in Beyseyn etlicher zu d-leapoli vor dem Vice lioy, ^nzelo 6e Villa l^lova; zu lUajorics 1, Regenten und Rächen daselbst: Endlich in Uiipamen zu Utolin cle ke; uach der Abfertigung die Antwort gegen König Carl, in teutfch und la- '^Ulscher C prach. s.- Diesen Gcsandten hat auf ihre Werbung und Anbringen König Carl, in »."A und seines Bruders, Prinz kerck'nanöi Nahmen, den i. November eis ^Mifftltche kesolurion erteilt, die war des Innhalts : Es habe Ihrer "Ma;, ob ihr der Gesandten Ankunfft ein genädiges Wohlgefallen; und diese!- ''bU als Ihrer Majest. getreue Untertanen gerne gesehen; Und ihre tllruKi- ,'g^uud Werbung sammt der Landfchafften, bis zu Ankunfft Ihrer Malest. ,'^k Deroselben Bruder, fürgmommene Ordnungen, damit die Lande mit- Zttt in guten Frieden blerben, klärlich vernommen. Wiewohl nun Ihro MMst. keinen Zweiffel trügen, solches sey von ihnen am allerbesten, aus gm '>M ^^lnung und rechter Treu, so sie alwegen gegen Ihren Lands-Fürsten ge- und gebraucht, befchehcn; Als dle ihrer Herren Aufnehmen, Wol- ,^.,^^und der Lande Sicherheit gerne sehen; Auch Ihro Maj. solche Hands zum besten ausgenommen: Jedoch hätten dieselbe vermemet, es wäre füg- gewest, sie hätten sich der Einkünffte, furiselibkion, Obrigkeitlicher und l^zaiien, so dem Landes - Fürsten zugehörig, ohne Ihrer Majestät und Bewilligung nicht unterstanden: Auch etliche eigenes Gewaits,die .'^Hlerung Lande, so die verstorbene Kays. Maj. durch Ihr Testament Zp- ' oditt, dermaßen nicht verändert. Dann obschon erliche Räte des Regi- > "" und anders beschuldigt würden , und sträfflich wären, so gebühre „d^Mmand , ihm selbst Recht zu sprechen; sondern solches solle zuvor an „tz^brrgfeitgebracht werden, HülffeundAenderung darinnenzu thumNichts „9g,^ueniger in Hoffnung, so IlM Maj. zu ihren getreuen Untertanen und '"schafften tragen, wollen Dieselben alle fürgegangne Handlung aufschie- "ir?/ selbst Persönlich heraus kommen; Und alsdann dasrenige fürnehs '»len '0 zu eiirem guten Regiment und Frieden Ihrer Lande dienet. Drewer- „w^oer solche Ihrer Maj. oder derselben Bruders Herauskunfft jetzo so bald »w^^chehen tun; und doch darneben die Erb-Huldigung nicht länger auf, Drehen seyu möchte: So seye wegen beyder Erb-Herren, etlichen vortceffli- „h . pursten und andern Personen die Vollmacht gegeben worden, die Erb, "Un^'siunq zu empfahen; die Oder - Regierung von allen Landen zu haben, '»dieselben mir Frieden, Sicherheit und guten Regiment zu versehen, bis "sie^^Mchest. Zukunfft, vw im nechften Frühling befchten solle- Worauf »Latine r wieder heimzureisen erlaubt, mit Befehl solches alles oen »ichaffttn zu rekeriren; und sie zur Vollziehung der Huldigung, und Ge- Ddr ,.hor- ckr U ,519. 212 _ W )O ( W „horsamö gegen das gesetzte Ober - Regiment zu vermahnen und anzuwff „sen: Doch sey Ihr. Majestät Sinn und Meynung, daß selbiges RE „ment aller Ihr. Majestät Unterthanen Freiheiten und ?rivi!e§j-r, Kram ,,habenden Gewalts,con6rmiren soll; Welches auch nachmahls, von Ihrer »Majestät bey dero Ankunfft selbst beschehen solle. Inmittels sollen dieLa^ „schafften mit ihren Nachbarn, auch sie selbst untereinander in guten Friedest ,-und Einigkeit bleiben; Und ob jemand wäre, der im Land Krieg und Erst/ ,-pörung anrichtet, so wolle Ihr. Majestät allen Fleiß ankehren, daß dcnB „ben stattlicher Widerstand bewiesen werde: Ob auch etwas unbilliches vost „den Landschafften gehandelt wäre, dasselbe wollten Ihr. Maj. beyihrer M „kunfft mit gutem Rath rekormiren, und dabey auf der Landschafft Nutz rE „Wolfarth sehen; Auch sonst alles das thun,was einem getreuen Landes-M- ,,sten geziemet und gebühret. Weilen aber Sie Abgesandte nunmehr ,»die Lande, vor den Königlichen Oommiis,rien nit ankommen, und dab^ „ro denen Landschafften diese Ihrs Majestät Resolution mündlich nit „erkennen geben, und Beyftand thun mögen; so befehlen Ihro MajeM ,-ihnen, daß sie bey ihren Pflichten solche Ihrs Majestät Antwort, denkst --so sie ausgesandt haben, auf der Post alsbald zuschreiben; Mit AE „gung, daß solche Ding alle, mit guten Wissen und beachtlichem ME „Ihr. Majestät geschehen; Und daß Sie dieselben ermahnen, dem Ober¬ s-Regiment, im Namen beyder Lands-Fürsten und Herren, hold undE ,-wärtig zu scyn; Die Erb - Huldigung zu leisten, auch das andere alles ,,vollziehen, so die obbcrührten Statthalter und Räth, ihnen anzeigest' ,-Wie sich dann Ihro Königliche Majestät dessen gäntzlichen zu den Brtt- „schafftern, ihrer Treu und Erbarkett nach, versehen, und samt ilM ..Brudern, denenseiben nach ihrem Verdiensten gnädigen Willen zu erzeigt „geneigt seyn. „ Die Gevollmächtigten OommMnen, darauf sich die Resolution berühr waren diese; Matthaus, Cardinal und Ertz-Bischoff zu Saltzburg. Bernhard, Bischoff zu Trient. Peter, Bischoff zu Triest. Kl.'ximiiisn von Bergen, Herr zu Siebenbergen. Michael, Freyherr von Wolckenstein. Sigmund, Freyherrvon Dietnchstem zu Holnburg und Finckensteim Wilhelm, Freyherr von Rogendorff, zu Molenburg. Gcörg Herr zu Firmian. (Alikin von Serentein. Jacob von Bonasis, Thum-Dechantzu Trient. Jacob Vllltnger. Nicolaus Ziegler. Johann Renner. Ieronimus Pruner. Die haben, zu Ausnehmung der Huldigung im Land ob der Ennß ruiret; Sigmund Grafen zu Haag, des H. Röm. Reichs Cammer - Richtet Ludwig Helffrichen, Grafen zu Helffenstein. Balthasar Merckiin von Waldtkirchcn, Probst zuWaldtkirchen. Thomas Fuxen, Hauptmann zu Regenspurg. In diesem 1^19. Jahr Fl-sMrten die Sterbens-Läuffte, wie fast imgü^ Lande, also auch in der Stadt Steyer gar hefftig. Solcher durchgchI^ Land Seuche crwebnet unter andern auch Luthimsnuz (der damahls bey Belchreibung des Todes Kaysers ^ximilisni, mit dieser denckwill'/ lubuk xm ^srlc. 1. ) Hannß Fenzl. 2. ) Hannß Werß, z.) Stephan Forster, alle Burger ru Steyer. Ekmnerunq: „Duo, (spricht er) aömiranöa censeo in Kuju8 Vlaximiliani ^lorre "Oolervanäg; (r.) quoll uc olim kater.krillericus Lsesar, in Summa pace obiic; (2.) quoll poli ejus mortem canta secuta eli mortalicss, quslem setas nollra -Mop villic. diam poli krillerici obitum keliilicas anno 1494. §c 95. mulras ci- "^tstLz öc vülas pene llelerras reliquit; poli mortem vero ^laximilisni tam crulle- '-U8> ram lse va, kam liupenlla oritur pelkis.quL oppilla inteZra llepascikur, ac llelerta '-lscit, allen, ur srumenta in a§ris non seöia msneant, a nemine coüiZantur.nuIiam "^ceM,nulIumcalirum,nuI!um oppillum,vil1am,vicum,ab8que tade relinquat.^lli- ->warur terria pars kominum in^utiria esse kac?elie sublata, aufTeutsch; AwoSar »Hm ssyn bey dem Absterben Kaysers Maximilian! in acht zu nehmen; Erst- 'Ä ergleicherweiß, wie sein Vatter Kayser Friedrich, in Friedens^Zeiten "Mtorben; 2.) Daß nach seinem Tod eine unerhörte Sterbe gefolgt. Dann -avle nach Kayser Friedrichs Abschied die Pest an. 1494. A95. viel Städtund Förster gantz verödet; Also ist nach des Kayser ^ximiliani Tod, ein so greu- "M wütende, und erschröckliche Pestilentz eingerissen, die gantze Städte und "Mecken ausgeleeret; das Getreidt aufm Felde ist ungeerndet stehen blieben; "M hat solche Seuche kein Schloß, kein Dorff, keinen Flecken ausgelassen ; "Mo daß man darfür gehalten, es sey der dritte Theil Menschen in Oesterreich "Mus gegangen. „ Doch war dabey eine wohlfeile Zeit im Getraidt; der Metzen Korn gälte 8'Und2O. der Habern 6. und 8. Kr. b.0lZem anno, starb auch Caspar Rottaler, ein fürnehmer Burger des ^Ehs, und Handelsmann zu Steyer, als er von Crems auf der Heimreise war, M Schlüßlhof, nahe bey Steyer eingekehret; allda er verschieden; von sei- «m G-schlecht, giebk die Xlii. Tafel Nachricht. Georg RotlÄcr, Raths Burger i» Steyer X, >t°,. Uxor. r.) Catharina Richtscheidelin, 2.) Margareth M 1519. --.----- Grabstein im Freythoff, bey der Pfarr-Kirchen. ^Marina Stettnerin, die hernach den Hannsen Winckler zu Steyer geehlicht. ---- Raths Burger zu Steyer 1537.1° M1555. LlemeM/des Raths zu Steyer M1549. j 1554. "Ull. in der Pfarr« ^^Ee Stampffhauerm.' a) ^^arina, ^^argareth Limbergerin. Maria, Barbara, -Hannß "Anzing. Catharina, Usric. Hannß Adam Pfeffer! - Bürgermeister j« Steyer. Der ckrikj ,520. Auf dem, am Tag 8t. 8ebalHam, 3NN0 I52O. angestettten Land:Tag erE uen zu Lintz, vorgemeldte sublleteZlrte Königl. Lommiffsrien, welche von Landschafft die Huldigung forderten. Darzu erklärte sich dieselbe , als geh^ samlich und willig; Doch daß ihnen des Landes, und andere ihre LrivHeZ'E gleich consirmirt, ihre schrifftlich übergebene 6r3vsmrna erledigt, und das E richt vorher ersetzt werde : Nach langer Handlung, wurde endlich den ComE ssrien die Huldigung geleist; die sich hingegen am 16. bebr. verschrieben, daß^' Ständen ihre ?rivlleAi3,Herkommen und Gewohnheiten, von König!. ME und dem Ertz Herzog Ferdinanden bestättigt, und ohne allen ihre Kosten schickt würden. Es sollte auch dieOber-Regierung der Lande innerhalb 6.ME thenMt derLandschafft ob derEnnß und andererLänderRath,ohne weiternM' zug besetzet werden, welches Regiment alsdann der Landschafft, Gemein^ andere Gebrechen, nach Billigkeit entscheiden solle: Sic LommMrien woluss auch mit ihren gnädigsten, gnädigen Fürsten, Herrn und Freunden alles FE, handeln, daß die Rechnung, Einnahme und Ausgabe, so eine Ersame LE schafft, nach Abgang Kayser VDximlli3m, vom Fürstlichen Cammer-GE. und Sleuer^Geld, von ihnen selbst, oder wem sie solches befehlen in EmPwH genommen, und die Lande wie billig mit Quittungen versehen werden;E, Bann und Acht halber innerhalb Mönaths-Frift, em 6enersl- kDnö-uin Lande geschickt; Die bisher verzogene Lehens-Verleihungsollte derLandftE ohne Schaden geschehen, und mit solcher Belehnung auch künfftig so gessa^ werden , als von Alters Herkommens ist; darneben wurde die LandschaffE sonderlich versichert, daß diese denen Lommiffaiien, und nicht denen LE.,, Fürsten , in Person selbst, nach den Frcyheitcn und alten Herkommen des des geleistete Huldigung der Landschafft und ihren Nachkommen künfftig Schaden seyn solle. Zu den Zeiten,als die Herren von Rogendorff Hr. Caspar, sonderlich^ dessen Söhne, Hr.Wolffgang, Wilhelm undGeörg, dieBurggrafschafftSE besessen, geriethen dieselben gegen der Stadt m grosse Differenzen und schEl Rechtör?rocess, daraus böse Nachbarschafft entstünde, und thät also je elil E) dem andern, wo er nur konte, viel zu Leid: Dann wellen gcmeldte Herren Kayser Xkaxinlllmno» und hernach, bey Kayser Carl und Ertz-Herzog ^En, m grossen Ansehen beyHof,in Kriegs: und andern Regierungs-Sachen waren; Auch einem Fürnehmen von Adel, des Ritter-Standes in diesem Lande, Mn hefftigen strengen Mann, vorgemeldten Eberharden Marschall von Rei- Gienau (der sich in einer wider die von Steyer eingebrachten Schrifft gerühmt, daß seines Geschlechtes Vorfahren über zoo. Jahr in diesem Land seyn bekannt ßeweft) zu ihrem Pfleger allhie aufm Schloß hielten; Setzten gemeldte Herren und dieser Pfleger um so viel mehr und hefftiger in die von Steyer, sonderlich in wahrenden imerreFno, nach Kayser klaximilism Tod, darbey sie ihnen ober- ^dlte, der Landschafft unterfangene Landes-^ämmillrarion und ander Vorneh¬ men nicht gefallen liessen; machten demnach der Stadt den gantzen Burgfrie- N strittig,und ansprüchig; Wollen denselben ausserhalb der Ringmauer keine ^ärgerliche juriscliKion, vielweniger des Hoch-Gerichts geständig seyn , prX- wnärrten eine besondere Freyung weit um das Schloß herum; Und sonderlich unterm Gewölb in der Enge, da man auf den Oelberg gehet; dahin sich die muth- wMgen Freveler nach verübter Ungebühr und Raüff-Händel in det Stadt, und Schutz und Sicherheit allda gesucht, da man auf eine Zeit, als Col- man Dorninger Stadt-Richter war, dergleichenMuthwillern auffrischerThat, Mr gedachtes Gewölbe nachgesetzt, und dieselben durch seine Schwerdt-Kna- M (also nennte man damahlS die Gerichts-Diener,) wollte aufheben lassen; ME Sach bald zu einem grossem Auflauff gerieth. Was es auch selber Zeit, mit mn Mund-Vogt-und Schenck-Knechten, derer die Herren von Rogendorff ZM Schloß allhie viel aufgehalten, für eine gemeiner Stadt beschwerliche Mandniß gehabt, ist droben lub-m. 1514. mit mehrern gedacht worden; So 'äderte damahlen die Herrschafft wohl von Z9. Häusern in Steyerdorff wie M andern Urbar- Gütern die Robath; Uber welche, auch andere Häuser Ar, die nur mit dem Verdienst dahin zinnßbar waren, sie ihr die Fertigung, AM und Siegel zueigneken: Ingleichen die völlige Obrigkeit, über die drey A chhuben in Enßdorff, sagten, es hätten solche vor Zeiten einen Fürsten zur Steyer hallen müssen, eine die Jäger; dieaMere die Zillen; die dritte Hund. Sie sperrten zwar und verringerten, wie sie kunnten und mochten, ^tadt den Wochen-Marckt,verbotten den Unterthanen, welche von Alters x,^chuldig seyn, jährlich die Enns-Baum, zu den Brücken zu führen, oder die Muth zu geben, solche Schuldigkeit nicht weiter zu leisten; Und wollten alle Herrschafft Leut, OKcier und Angehörige mit allem dem, was sie zu ihrer hA'Nsthdurfft in der Stadt kauffen, Mauth frey wissen. In Sachen der Zuckten Martins-Dienst, da deren einer versessen würde, wollte die Herr- reu. selbst mit der Lxecmion und Einziehung der Wiesen des Raths verfah- tA Wie dann gedachter Pfleger, Eberhard Marschall, einsmahls die Traind- h^I.etzo Holtzmülnerische) Mühl zu Steyerdorff, so selberIeit den Lasserischen A^altzburg zugehörte, um eines versessenen Diensts willen,sechsten gespärrt: g., Andere dergleichen Strittigkeiten,erhüben sich vielmehr, wie die verhandene ^en^Lken weitläufftig zeigen» E, 5495. Lucas Dorninger, Valentin Rietenberger und Diet. Reisch- ^w/alle drey Fischhuber, der Herrschafft Steyer, gedencken in einer Suppücs- Fischhueber rühren von der Herrschafft Steyer zu Lehen; Und seyen tzA dienstbar. Dagegen sie Macht zu fischen aufder Ennß vor der Rönning, Äichstock bis an dem Wolff: Auch solches Wasser andern zu verlassen; ^er die Hcrrschasst zu Waldt fischen will, müssen Sie Fischhuber die AMden undZeug darzu haben; auch sonsten Abfarth und Anlait geben; Die der Fischhuben aber in der Stadt Burgfried liegend, derStadt versteu- '^undverrobatenrc.) Nack. f"Wgen mgnmenirte die Stadt ihr M und LEK ihres Theils, Vermögen, beydes durch gerichtliche Mittel, als auch mit der Tlük ^e eignete sich damahlen die surisckKion über beyde Wasser- 0/ d,e Ennß und Steyer zu, so weit dieselben im Burgfried rinnen: Und obwohlm okrilij i;2v. 1521. 216 _ W ) D( W obwohlen die Burggrafen und Pfleger vermeinten/ da ihre Leuth/ oder Unter- rhanen in der Stadt was verbrochen/ dieselben zur Bestraffung ins Schloß zu stellen/ liessen doch/ ungeachtdessen die von Steyer den Amtmann zu Hof/ wer- cher in der Stadt einen Gerichts-Diener beym Wein erschlagen / gefänglich an- nehmen / peinlich befragen / und dann gar enthaupten. Bey welch so häufig^ Widerwärtigkeiten/ dann damahlen Herrschafft und Stadt/ gegen einanderm schlechter Nachbarschaft begriffen war; Daher dann am Erchtag vor Lorpo- r,8 ckrilli in diesem Iaht/ Herr Georg von Rogendorff (der an statt seines Brudern/Herrn Wilhelms/ aufm Schloß allhre reflllirte) den Gesandten der Stadt Steyer bey Übergebung einer Schrifft, als er gleich verreisen und U Pferd sitzen wollen / zur Antwort gab: Warum habt ihr mir diese SchE nicht längst geschickt; Aber ihrseyd halt hochfärtig und übermüthig; treM eurn Hochmuth und Stoltz: Was liegt mir wohl an denen von Steyer in aller tausend Teufel Nahm rc. Saß zu Pferd / und ließ die Gesandten mit bernelv- ten Bescheid heimziehen. Solch droben erzehlte und mehr andere Strittigketten nun seyn mehren Theilö viele und lange Jahre unerörtert blieben; Und alleres? sn. 1609. dura- den zwischen der Herrschafft und Stadt aufgerichteten Burgfriede Vertrag/ hingelegt und verglichen worden. . In diesem Jahr seyn unterschiedliche Feuers: Brünften in Steyer-un" Ennßdorffauskommen/ also daß wohl in die ioo. Häuser verbrannt und ver¬ dorben seyn. - a Hnno 1521. am 2^. May/kamErtz-Herzogkerclinsnll zu Oesterreich, von Spanien / mit vielen Bischoffen/ Fürsten und Herren / zu Lintz an; h^a allda mit seiner / noch im Leben seines Ahnen Kaysers versproa)^ nen Braut/ Fräulein Anna zu Hunqarn und Böhmen Königin / am Sonntag rrimtäNZ Hochzeit/ mit Fürstlichen Pracht/ und Herrlichkeit/ Turnieren lE andern Ritter-Spielen; Unter welchen/in einem offnen ernstlichen KamM Herr Sebastian von LoLnstein / einen hochfärtigen Spanier überwunden HA' Von Steyer hat man zweier Hochzeit auf des Lands -Hauptman und VA dom Befehl 200. Zinn-Schüsseln hergeliehen, welche 6. Centen und Z2.PfE gewogen. Und nachdem Kayser Carl seinem Bruder, Ertz-Herzog kerflmsnflo, 0' Oefterreichischen Erblande / in der fürgenommenen Vertheilung völlig ceckra» Als hat derselbe die Regierung darüber würcklich angetretteu: Und wurde' diesem Lande Herr Cyriac Freyherr,zuPolhaimundWürtenburg, zumLaNH' Hauptmann / und zu seinem Anwaldt / Caspar Schalmberg zu LufftentM eingesetzt. Von Lintz begab sich der Ertz-Herzog im Iunio hieher gen SteYk" und von dannen nach Grätz. s. Um diese Zeit wurde zu Steyer die Kayserl. Achts - Erklärung wider Martin I.ucberum, und Verdammung seiner Lehre/ tub claro Worms den 0' May öffentlich pubücirt und angeschlagen; so in der keMrsmr noch Händen. ' - Es ist auch in diesem Jahr gestorben Hanns Prandtstetter/ gewester D" germeister zu Steyer, und zu seinem Vatter in die Pfarr-Kirchen beEge¬ worden. Er ist eines sehr grossen stattlichen Vermögens gewest, an schafft, Gülten und andern Gütern; hat in der Stadt zu Steyer6. H^.A samt dem Stadt-Bad; in Steyerdorff auch 6. Häuser; Item der Wasch-"'l, Klec-Hofdaselbst,etlich Wiesen und Gärten; ein Haus zu Eferding, den^o. mann-Sltz Räminaödorff, und das Amt Oelling besessen und hinterlaw'' Welch groß Vermögen Anlaß gegeben, daß man von Kayserl. Hof aus se^, Töchtern nachgeftellt, dieselben zu verheurathen; (wie droben gemeldt) 7^, hat über sein aufgericht Testament, einen sonderbahren Lonsens und ,, mscion von Ertz-Herzog ker llinanllo erworben. Die endliche Haupt - Abw lung seiner Verlassenschafft haben sm 1525. gemacht Herr Eberhard MarB^ 217 bell ust ststd del' eii' liest A 'b/ hc'j h-a ydst ^on Reichenau , Pfleger zu Steyer, Ladiöla Sterner , erbetten vom Herrn ännu« Mäzen von Meckhniz, und feiner Hausfrauen, Margaretha, und deren Ge-^^ Mvtstrigt, Herr Wilhelm Zöllner, Pfleger zu Mayenberg , Hannß Aerrer, ' Würger zu Lintz, als Beystande der Prandtstetterischen Wittib und ihrer Kin- F, ; Dann von Wegendes Stadt-Magistrats, Andree Rottmann, und ^eörg Fischer. Man hat von alten glaubwürdigen Leuten, die es auch von ihren Eltern Mort, wie daß auf eine Zeit Kayser klsximilisn, bey seiner Anwesenheit zu steyer, gedachten Prandtstetter in sein Haus kommen, und an ihn begehrt, fet- ' N Schatz sehen zu lassen; Welches geschehen; Und hab der Kayser alsdann Mgt: Was er Ihme dann aus demselben wohl schencken oder verehren wer- sem' Prandtftetter aber geantwortet: Es gehöre solcher Schatz, und alle das in ' vhnediß Ihro Majestät zu ; So habe der Kayser nicht mehr dann nur '"en Ducaten zu sich genommen, und gemeldet: Er wolle solchen zur Gedächt- '"o lein, des.Prandtstetters, behalten. . Droben ist gedacht, was massen die Landschafft in dero re 19. auft jj?Merr Landes - Ordnung unter andern Fürseyung gethan , daß alle unetzr^ Reuterey, Rauberey , und deren Untcrschleiff, Hausen und Hofen im bei. s übgcstellet, und bey Verlust Leibs und Gutes verbotten worben; Da: n . Micher, noch damahlen in diesem Land als üdecbliebene kreiiguien und Früch- vey Zeiten Kayser Friederichs Regierung fürgeloffenen Kriegs: Läuffrm, ^.^wein, auch unter dem Adel ziemlich prsÄicirt wurde, die manchen Kauff- ° üuhrmarm um Ritter-Zehrung ansprachen, daß er GOtt gedanckt, wann dem Leben davon käme. Inmaffen sonderlich erscheinet, aus Ertz- lermngnch m diesem Lande, auch hie zu Steyer, publicirten ?3lsnt; jMnnen vermeldet wird, wie Ihro Durch!, im Eingang Dero Regierung, 2 Strassen «Raubereyen dergestalt gemehrt gefunden, daß Sie geursacht ^den, dieselbe soviel als möglich, mit strenger Handlung, und mercklichen ihrer Cammer-Güter auözureuten. Von diesen Hecken-Reutern h.."' ließ um diese Zeit der Ertz-Herzog emenvon Adel aus diesem Land, Bern- f^len Zeller zu Schwerdtberg, durch das Stadt-Gerichtzu Lintz, in ge- iva?.A Hasst nehmen; Als der von Strassen-Rauberey wegen sehr beschreit Auch andere dergleichen Gesellen, aus seinem Schloß zu Schwerdtberg und einreiten ließ; Zeller hatte sich zwar vorhero um Aussühnung und Mit beym Kayser Carln zu Worms auf dem Reicks - Tag beworb n; Da?, Ansehung seiner Jugend, die ^btolurion des Verdachts erhalten; rilia-?"' ^ch weiter nichs ungleiches befakrte; Aber der Ertz-He-'zog befahl, E^ndert solchen Kayserl. Gleits-Briefes, welchen Zeller mitverschwicgenee ko^eit, ausgebracht habe, auf die Aussagen anderer seiner in Verh ist ge- ^ENen consorren, wie recht sey zu verfahren. Welches ich darum hieben a^ucke, weilen dieser Handel dem Rath zu Steyer auch Mütze und Arbeit He',M hatte; Dann sie auf Fürstl. Befehl aus ihren Mittel Gesandte zu sol- a»la- krocek senden müssen. Zeller wurde hierauf mit der Tortur bekannte noch unterschiedliche von ihm und seinen Gespannen, an dies^Urer- und Bayrischen Gräntz; Auch an der Spercken, bey Clamb in Yen I" "d begangene Strassen - Rauberey; Wie sie viel Kauffleute und Wä- NeiiWundert; Er machte zugleich seine Gehülffen namhafft, äusser den gemei- G. fMt-Reutern und Knechten, Ruprecht Reuter, (der auch neben itzn im y^Mniß läge) Ottmar und Mattheuö,dieOberhaimerzuMarspach, Bartl- brj^khaimer, Geörg Ohaimer, Urlich Hörlemsperger, Georg von Weiß- Leg Ziemer von Bernegg, Bernhardt Trammansdorff, einer von Malowiz, ZeUp??venegger,Ebner zu Rad, und andere. Ihre Pferde und Leute harten zu De^abey gehabt Herr Wolff von Losenstein, und Herr Sigmund Kauffmeck; von b baben sie zu Schwerdtberg, und zu Weittenegg, bey einer Frauen ^autmannsdorff, und zu Marspach gewellt; Otmar Obechamer sen zur Ee selben 'ter- Uu ivel- ast¬ igen irrst PO) lncs der riW eibt lller >eld- :erst wch rag, ustd ver- nstEl ielte che- llstS ustd hat. Zitz- ustd die ret,; e ist rds- M »er, st. ^8. )»r- /nnu, 1521. 218 _ W )o( W selben Zelt derer von Passau Feind geweft. Diese alle hab er Zellner auf mm Schloß Schwerdtberg lassen ein: und ausreiten, behaust und beherberget; Darunter auch einen gewissen / der dcEischoffs von Lamberg offenbarer ZeiB war, und zu Kirchdorff mit Brand Schaden gethan. Hierüber ist Zeller nirt dem Schwerbt geeicht/ vorher aber ihme zugetassen worden, sein Testaments machen, welches allererst nach seinem Tod verfertigt, und hierzu die von Steuer zween verständige ihres Mittels nach Lintz abordnen müssen. Des Zellners verhasster Gespann Ruprecht Reuter von Weickerstorffund zu Schönegg/kvard gegen einer Urphed ledig gelassen; Welche neben ihm gefertigt und sich verschrieben haben, wo er darwidcr handeln würde, ihme selbsten nachzustellen und B Straff zu bringen, Herr Achaz von Losenstain, Herr Hannß von Studer berg, und Heinrich von Rain, Pfleger zu Rönaridl. ^nno 1522. suchte GOtt die Stadt Sreyer mit einer erfchröcklich? Feuers; Brunst heim. Den Crchtag poll Kemmilcere, war der 18. da ist um io. Uhr Vormittag im Siadt-Baad unversehens em Feuer auskoiv men, welches nicht allein dre nächst dabey gelegenen Häuser in der Stadt u^ Kirchweg ergriffen , sondern wurde auch durch einen starcken Wind gar an dn Pfarr-Kirchen getrieben. Nun war man gleich in Arbeit, dieses KirclE Gebäu (darzu, wie droben gemeldet, schon ^nno 144z. der Anfang gemaE^ vollends auszuführen, und die Kirche zu gewölben ; Da gerieth dieses ins Holtz und Gerüste, und verbrannte dadurch alles, das Dach in der E chen,die meisten Altäre, altekpicaphm, Fenster und Gemählde; der sehrM ne und mit kunstreichen Wercken gezierte Predigt-Stuhl ; Alle mit grcisi Unkosten angeschaffte Glocken; Der Pfarr-Hof, dasPredigcr-Doster, zi^ Stadt-Thore, zwey Pasteyen, eine bey St. Gilgen, und die andere be derEnnß, da jetzo das neue Thor ist; FünffStadt-Thürne; EingroßT^ an denen Stadt-Wehren, und bey Häuser in der Stadt, und sonders im Kirchweg. , Am Charfreytag hernach erinnern Richter und Rath im Eisenärtzt/ von Steyer, wie sie glaubwürdige Kundschafft empfangen, daß die Türw' mit Heeres - Krafft im Land zu Crain liegen; Deme sie mit wehrhaffter zu begegnen entschlossen ; Und bitten, ihnen ein Centner Pulver zu schick^ Auch in Ansehung, daß die von Steyer mit ihnen, und sie mit denen von S^ erwachsen, und einer Handtierung des Löbl. Bergwercksseyen, ihnen, lvo , die Noch erfordern würde, mit Volck und Lrovism zu Hülffe zu konE" Welches zu leisten sich die von Steyer in Antwort erboten. In diesem Jahr ist Peter Reischko, Burger zu Steyer verstorben; her schriebe Herr Sigmund von Dietrichstein, Freyherr, und Landes-HA mann in Steyer, wegen Vergerhabung der Kinder, an einen Ersamen also : „ Meine Dienst in guten Witten zuvor. Ersame,Weise, gute Frw^ „Ich werde berichtet, wie Peter Reischko zu Steyer neulichst mit Tod ,.gen; Uber welches erlassene Kinder mein Vetter, Wolffgang von Dick^, „stein, anstatt seiner Hausfrauen, als ein nächst gesipte Freundin, zu ,,haben billig zugelassen wird; Dieweil aber gedachten meinem Vetter ,-Todtes-Fall nicht wissend; so ist an Euch meine freundliche Bitt und BeA „Ihr wollet solche verlassene Haad und Gut, alles eigentlich invenrrrcn,u „aufschreiben lassen ; Und einen verständigen Burger zu Steyer, den ihr' § ,-genugsam achtet, samt Hannßen Moser, meinen Untergeber zu Steyer, . »,statt und bis auf Ankunfft meines Vettern, samt andern des gedE, ,-Reischko nächsten Freunden, Gerhabschaffts weiß zu bestellen, und w' -.solches dermassen zu überantworten und befehlen, damit den Erben nichts ,'äussert werde; Als Ihr dann solches zu thun schuldig sevd. Das „freundlich um Euch verdienen, vsmm Grätz, am Mittwoch nach „Michaelis -Tag 1522. » Es haben aber hierinnen die von Steyer aus Burgerschafft zu Gerhaben geordnet Veiten Pfeffer! und Gallen Ming^ch 219 ude« E F Ker F/ M ari irc>r r>ek M rget- zeiB mit M» tetM lners vard iebeir > zur chem Herr ircii, kora' lB n dir rcht) §uer K'? scho- Feri irc» bei) 'heil Fch die M >ar>v ftrli erier o es . Nach vorgemeldter erschrölicherr und schädlichen Feuers - Brunst hat ge- «>eme Stabt und Burgerschafft die hierdurch schadhafft wordene Pfarr-Kirche, 1522. Arn, Pfarr-Hof, Orgel, und anders, zum andernmahl mit grossen Un- ^len wieder erbauet, wie solches Gebäu jetziger Zeit stehet. Zu solchen Bau¬ unkosten haben sie unter andern eine grosse silberne Xlonttranr . so 20. Pfund 8^en, zu Geld gemacht; Liessen etliche grosse und kleine Glocken von neuen Mm und in Thurn hängen; Auch sonsten die Stadt - Wehren, Dächer und Mrne wieder bauen. Es war gleichwohl damahlen gegen jetziger eine Wolfeile Zeit zu bauen; M Baumeisters Tag-Lohn war 28. Pfennig, des Polierer 26. Pf. eines Steinmetzen 18. Pf. Steinbrecher 24. Pf. Zimmermeister 28 Pf- einem Zirm W»Knecht 20. und 22. Pf. Das tausend Ziegel kostete 20. ß. Der Muth MH i. si. Taufend Schindel auch i. fl. 24. Riemling 8. Pf. Ein Pfund Met Oel 8. Pf. Eine Glasscheiben z. Pf. Das tausend Schar-Nägel um ^«Kreutzer. rv Das grosse korcsl bey der Kirchen neben St. Gilgen-Thor, isterst umS Ae 1 aufgeführet,auch der schöne,von Glockensperß gegossene, mit erhabenen ^tidnissen und Figuren aus Heil. Schrifft gezierte grosse Taussstein, dergkri- M man anderer Orten nicht bald findet, und demnach als ein schönes Stück W hiesiger Kirchen wohl zu sehen, ^nno r 569. dahin gesetzt worden. Ob man M wohl das übrige Gebäu, in der Kirchen, mit dem Gewölb und Fenstern in folgenden Jahr hernach auch vollführen, und weiland Daniel Strasser, Egermeister, aus eigenen Eeckel, hierzu was grosses darzugeben sich erbot- Jedoch weil die von fremden Orten hieher gebrachte Bäu - Verständige, Besichtigung der Pfeiler gefunden, daß solche in der Brunst dermassen ver¬ üben, daß sie kein Gewölb mehr trügen, sie würden dann von Grund aus gebrochen; so ist es bis cwco unterblieben- - Der Märe seyn in dieser Kirchen jetziger Zeit nicht mehr als sechs vor- Mden. Als erstlich einer auf der lincken Hand in der Capelle, von Hannß Mberger , Burgern zu Steyer, erbauet, und m Honorem 8c. Lrasmi, LKri- sOpKori und ^.NNE im Jahr 1527. geweyhet; Darinnen er Fuxberger, samt Men zweyen Weibern , Barbara Eckenbergertn von Grätz , und Lucretia Mrin von Neuhauß, aus Bayern; Wie auch dieser ihr andecter Ehewirth, Michael Pfeffert, und sem Sohn Wolff, begraben liegen. Zum - Andern, auf der Seiten dieser Capelle ist im Kirch-Thurn ein Altar, ^Nvnvrem8.l.eonk3rch, von der Elend-Zech aufgerichtet; Da derselben ge¬ ister Zechmeister, Wolssgang Oefferl, (dessen osstgedacht worden) begraben wie sein Grabstein anzeiget; Nur neulich ist an dieses Ort der vorge- g Me schöne abermahlen renovirte Taussstein aus dem Chor, allda er zuvor Wanden, crgnkseriret worden. Zum y Dritten, oberhalb der Sacriftey an dieser Seiten, ist der Allerheiligen- Friederich Forsters Stifft; Vor welchem Altar er begraben h Diertens, der hohe oder mittlere Altar, welcher nach der Brunft von Fen mit dieser Kirchen L-uronen, 8c. kgiciil und LolomAnm, Bildnissen und gebräuchlichen Zierrathen, gesetzt worden; Jft nachmahls (zur Zeit Fv EvangEchm steli8'on8-Lxercmi) von dem Herrn Hoffmann, Freyhecrn a.,? Burggrafen zu Steyer, hinweg gethan, und ein anderer an dessen statt Mgerjchr worden; Vor welchem Herr Adam Hoffmann, Freyherr, samt sei- Gemahlin, einer gebohrnem Gräfin von Salm, begraben liegt. Dieses ^Methanen Altars halber seyn die von Stever ^nno i6o>. tempore kekor- von den commMrien, HerrnAlexander,Abten zu Cremsmünster, s^Aerrn Ruprechten Hegenmüllec, Verwaltern der Landes-Hauptmann- zu Rede gestellt worden; Die sich hierüber damit entschuldiget, daß 'M Abthuung vor langen Jahren, ehe sie die jetzigen Glieder des Raths ins - —2 '"^^Wtadt, ! -tmm, Lkrittj IZS2. 220 __W )0( M _ Stadt; Regiment kommen, und zwar nicht ohne Wissen der damahligen laten zu Garsten, die solches mit Stillschweigen zugesehen, geschehen sey; M ten hiernächst an, daß vor Zeiten mehr Altäre in dieser Kirchen gewest, welche alle aber in gedachter Brunst untergangen, und nicht wieder aufgerichtet wor¬ den. Zum . , Fünfften, an dieses jetztgemeldten Altars Seiten, gegen dem Pfarr-M stehet der Heil, zwölff Boten Ältar; Darauf vor Zeiten die Elend; Zech eine» Caplan oder keneüciaren gehalten ; Von deren einem, Nahmens StepW Grätl, (welcher ^nno 1^9. gestorben, und zu solchem Altar eine stattW Gtifftung gethan) Grabstein ', darauf sein Bildniß und Schild, eine KM Gräten, ausgehauen zu sehen; Ingleichen an der Wand Herrn WolffgE Moßhamers von Yschl, dieser Zech fünfften Caplans, der ^nno 1559.an Geörgen Tag gestorben. , , Der sechste Altar, dem Heil. Creutz zu Ehren aufgerichtet, stehet » der Mitte der Kirchen ; Ist von den Kriechbaumen gestifft, eine ewige AM darauf zu halten. § Es sind aber, wie gemeldet, vor Zeiten solcher Altäre viel mehr gelvew Sonderlich haben die Teurwanger eine besondere Capelle und Altar in du Pftrr-Kirchen ^rmo 1Z72. gehabt, die eiserne Capelle genannt; Welches Erweiterung der Kirchen hinweg kommen, und dacgegen des PrandtsteE Alrar zu Verrichtung der von den Teurwangerngestiffreten Meßen ausgezE net worden; Darvor der Stiffter begraben liegt. Es ist aber auch dieser Prandtstetterische Altar zu Ehren L. Klarise v» xlm'8 Himmelfahrt, soanms des Evangelisten, 8c. l^eopolcli. Lra8mi, und esrkgfinL öeclicirt, hinweg kommen. Er ist gestanden in 8t. I.eopolcii CE len, welche vor Jahren an diesem Ort Wotffgang Rumpel, in Uonorecv Vici , Lc ^knliopkon ^nno 1^04. consecriren lassen; Allda nochU Altar-Staffel, mit 8r. l.eopoI6i, des gemeldten Rumpels, seines Weibs ihrer sieben Söhne Bildniß und Wappen zu sehen; Dabey nur gemE Rumpel, weicher nach Ausweisung seines Grabsteins daselbst, am MrttwE vor Weyhnachten ^nno i;z8. gestorben, begraben hegt. Also stehet wo auch an der Mauer allda, äusser der Kirchen, 8c. l.eopolcl> in Marmokstw ausgehauene aber im Angesicht verletzte Bildniß, dabey geschrieben: 8r- polcle. org pro nobi8. Und ein wenig oberhalb unter den steinern Pfeils darauf die Orgel gebauet, ein ausgehauen Bildniß des HErrn Christi, bey geschrieben, daß allda das Engelreichische Lpirapbium sey ; Welches A nächft;geweste Pfarrer, Johann Widcrsperger, renoviren lassen; Wer E dieser Enqelreich gewesen, hab ich bisher nicht gefunden. 8c. vorocKeX Altar in der Kirchen, ist auch Hinwegkommen, darzu A ewiges Licht geftiffret gewest ; Mag vielleicht der Sachsen zu Allmeag SU tung gewest seyn; Von denen ich finde, daß sie in der Pfarr-Kirchen alw' inr Beg? äbniß, und ein ewiges Licht dabey noch ^nno 1487. gehabt, aber auch keine Anzeige mehr zu finden. / 8c. Innir-ms Altar, so von der Schneider-Bruderschafft ^nno aufaertchtet worden , ist auch nicht mehr allda , aber dessen Weybbriefs- ^. schrifft noch vorhanden; Darinnen zu lesen, daß derjenige, so zu solchem AlU welcher zu Ehren 8c. k.eonksrcll, 8r. , 8c. eanZracü, des WücdE- Beichtigers. 8.vorocheX und8.^pol!onise,gestlfftet und aufgerichtet, etwo reiche, es sey zu Kelch , Omaren, Meß - Gewandt, Leuchter, oder arwU Notbdurfften. nichts ausgenommen, der erlange von einem jeden Stück des' solchen Altar liegenden Heiligthums 40. Tag rödtlicher, und 80. Tag läßM. Sünden Ablaß. Die darinnen verschlossene Heiligthümer aber sey" dh^ Ein Stück vom Grab Ahrifti. Item: Ein Stein, da Maria daramL^ kniet. als ihr der Enn/l den Gruß gebracht. Ferner , etwas von ' Johann GGtts-Cauffer. Vom^>irn St. Bartholomäi , von St» eig- lche )0k- )0f, ncn HB Zt« lil jeß irr :rs ch' 'v St. >el- St¬ ille ud iee eri lill B 0' 'lh ek ek iie ,rl b- k, !ll ls ll ill !k !k er k, p l __ _ 221 Istran, St. Agapiten , St. Georgen , St. Lolmannl, St. Oswald. ckE von einem Zahn St. Mauri; Item, von St. Ursulä. Von St. Catha; 152». tma Grab. Von der Zellen St. Marci , des Evagellsten , und von den kmffGersten -Brode». Was sonsten vor Lpügpbia in dieser Kirchen noch zu sehen, davon werden ?le fürnehmsten bey Einführung der Steyerischen Geschlechter, bey jeden be- lvnders gedacht. ^lmo i^2Z. unterm Stadt,Richter Colman Dornirrger,ist ein Portner ^arfüffec: Ordens, nahmenö Früher Merth von der Neuß, in Verhasst kom- der bey Sammlung des Allmosens Diebstahl begangen; Und Weilenseis "es Ordens OuZrölsn, zu Puping in diesem Land, sich seiner nicht annahme, ^urde dessen Urgicht, dem Fürstlichen Regiment gen Wien überfchickt: Da- kam die keldlmlon, die von Steuer solten den Gefangenen für Rechtste!; und gegen ihm was Recht sey ergehen lassen, welches geschehen; Und Mde also derselbe nebst einem andern ^leücamen, Hannsen einem Schmid; ^"echt mit dem Strang Hingericht. ^n. 1524. ist die obere Prucken über die Ennß, wo jetzo das neue Thor 1524^ zum erstenmahl gebauet worden. , Es haben auch in diesem Jahr die N. Oe. Rait; Cammer, und andere Mhe, hie zwischen Herrn Sebalden Pögl und der Stadt Steyr lang schwe- Irrung, wegen der Ausfuhr seines aufgebrachten Leonischen Eisenzeugs, ^Mieden, daß nemlich gemelter Pögl und seine Mit; Verwandten, dasselbe M über den Seeberg in der Waldmarch nach Zell, Tauberg, St. Gilgen, ^Mnberg, Lilienfeld,Rabenstain/ Hoffstetten, Wilhelmspurg, und in andere Men, so in selben Geztrck der Waldtmarch liegen,verführen,und vertreiben M Ausserhalb dessen aber der von Steyer Uber-Reuter, solches Eisen, wo s vetretten würde, einziehen, den halben Theil für seine Mühe behalten; die ."oere Heisste aber in das Hudhauß gen Wienn liessern solte. Beschehen, am Septemb. 1^24. kr. Mit Tod ist auch in diesem Jahr abgangen Ulrich Pranauer, Abt zu Amen; Nachdem er 29. Jahr dem Clöster wohl vorgestanden, und die Tamperg , zu St. Ulrich genannt, erbauet; Seine Stelle ist mit r Vangrazen ersetzt worden. H Als^nno 1^25. der Bauren-Krieg mTeutfchland entstünde, orinuert 1525^ ^'Herzog kerörnanöus die von Steyer, durch Befehl aus Wienn , vom 4. 3bro Durch!, waren etlich gedruckte Articul vorkommen, mit der HjMrifft: Gründliche und rechte Haupt; Articul aller Bauerschasst und L^rsassen, der geist; und weltlichen Obrigkeiten , von welchen sie sich be- km, vermeinen rc. Weil nun solche Schrifften zur Aufruhr und Empö- des gemeinen Mann angesehen, sollen die von Steyer selbige, wo sie kön; zu unterdrücken, und weder heim; noch öffentlich verkaüffen zu lassen, d-., wt haben. Solche Beschlvehrd; Articul aber waren, iummsrlrer zu mel- des Inhalts: ' östlich begehrten die Bauerschassten, fürohin Macht und Gewalt W ha- " den, daß eine jede Gemeine selbsten einen Pfarrer, der das Heil. Evan¬ gelium lauter und klar, ohne allen menschlichen Zusatz verkündigte, ein- A'Md absetzen möge. Zum '^krn, einen solchen Pfarrer nun wollen sie den Korn -Zehend, doch nur " w vie! zu seinem Unterhalt vonnöthen, gerne reichen; Das übrige aber "wlte man den Armen und Dürfftigen, welche im selben Dorff vorhan- "denseyn, mittheilen, oder sonsten zur Landes-Noch anlegen, damit '-Man nicht stets neue Stemm anschlagen dörffe. Den kleinen Zehcnd '-aber wollen sie fürohin gar nicht geben; Dann GOTT der HERR Ee z -«hübe LvlM, Lkrikj 1525. 222 _ W Z M _ „ habe das Vieh frey geschaffen für dem Menschen, und sey solcher Ze¬ chend allein von dem Menschen erdacht. ^Drittens, die Leib5 Eigenschafft begehrten sie gantz aufzuheben, weilEhn- ,.siuS alle Menschen mit seinem Blut erlöset und befreyet habe. „Viertens, weil GOTT den Menschen bey dessen Erschaffung Gewalt gege- „den, über alle Thiere auf Erden,so begehrten sie Wild und Fische gemM ,, zu haben, und nicht zu leiden , daß solches Wild den Früchten der Erde» ,, zu Nachtheil also geheget werde. Zum „Fünffcen, das Holtz und Wälder , die von den Obrigkeiten nicht sonderbar ,, erkaufst, sollten einer gantzen Gemeine jedes Orts zum Gebrauchst „ gelassen werden. „Sechstens, die Dienst-und Herrn-Forderungen, ohne Steigerung, beB „Alten verbleiben zu lassen. Zum „ Siebenden, die Robatt umsonst von den Bauern nicht zu begehren , sondern „ solche Dienst ihnen zu belohnen. Zum „Achten , diejenige Güter, so die angeschlagene jährliche Gülten nicht eM „ gen mögen, der Billigkeit nach, in eine ringere Schätzung zu brE " M. „ rTreundtens, die Straffen nicht zu erhöhen, sondern bey bemalten verblei" „ zu lassen. Zum „ Zchenden, was vor diesen von Aeckern und Wiesen, zu einer gantzen „ meine gehöret, selbiges wieder dahin zu geben. Zum . „Eilfften, den Brauch , genannt Todtfall, dadurch Wittrbund Waysen^ Jnrigen beraubt werden, hinführo gantz abzuschaffen. ,»Zwölffcens, erbieten sie sich schließlich, wofern ein oder der ander aus di ' „sen Articuln dem Wort GOtteS zuwider, wollten sie denselben gerne „ len lassen. Dieweilen dann der Bauerschafft Beschwehrden allein wider die lichkeit und den Adel, nicht aber wider die Städte gerichtet gewest ; So gegen dieselbe auch in diesem Land zum Aufstand geratene Bauerschafft Stadt Steyer zum Widerstand sich nicht verstehen wollen; Obwohl vense!^ der Lands - Hauptmann mit Ernst anbefohlen , und sonderlich denen v0" Steyer gcbotwn, aufs stürckiste auf zu scyn, und wo vonnöthen, dieLa^ Leute, samt ihrem Volck,m die Sradtein- und auszulaffen und zu provM' riren. - Wie dann gleicher Weiß die gesamten sieben Städte, in der ober« drev Stände gemachten Schluß, (welcher dahin ergangen, daß , wo sich die A bellischen Bauren nicht wollten gütlich weisen lassen, sie nut dem SÄE, - anzugreiffen, und zum Gehorsam zu bringen) kemeeweges emwrlligrn wolle, sondern ihre Bedencken darwider denen Fürstlichen OommMrien übergebe^ Von welchen Imenr abzumahnen, und zu gleicher Hülff die von Steyek? vermahnen, hat Herr Lands - Hauptmann Herrn von LoftnwL und dem Pfleger auf Eteuer, vielgedachten Marschall, die LommMon W' getragen; Welcher solche Samstags nach Lorpoiis LHMj abgelegt; Abtce Erlamer Rath bat sich, auf gehaltene Berathschlagung, samt einer gE . Gemeine, einhellig entschlossen und erkläret: Weilen die damahl geläoM Zwistigkeiten nicht eine gantze Landschafft betreffen, sondern nur die ren, den Adel und ihre Umerthanen betreffe, wolle sich mit Nichten ged» ren, in einige Hülffe cinzulassen , oder Volck zu schicken ; In guter Zuv sicht, daß auf Ihrer Fürstl. Durchl. Räthe und geordneter Onmmiflarien A wodl, als gemeiner Landschafft, ausgegangene OenerLlien in der BauerE. Belchwebrung also würde gebandelt werden, daß es keines Feldzugs devE Wo es aber da zu solte kommen, daß Jhro Durchl. Cammer: Gut, vder einer gemeinen Landschafft unvermuthet Schaden und Eingriff geia)^ auf solchen Fall waren sie von Steyer, und ein erbare Gemein sich als getreue ^nnur Unterthanen mit ihrem Leib und Gut geborsamlich zu halten, willig und er- vietig. "25' Diese Antwort und Erklärung liessen die von Steyer auch den Fürstlichen ^ommMrien zu Lintz, Herrn Sigmunden Iagenreutter zu Pernau, Anwaldt MLands-Hauptmannschafft, Georgen Sighardter, Vitzdom, und Eraßm. Mkircher, Pflegern zu Enns, durch Gesandte, wie zugleich den Städten, ^belßund Ennß, andeuten. , Jnmittelft geschähe der Zug des Land- und geworbnen Volcks auf die Wel- ^' Hayde, um Neubau, zum Feld-Hauptmann, HerrnAlerander Schiesser zu Myling, Ritter. Nachdem sich aber hierbey von den Städten kein Hülffe ^oeu ließ, erinnerten dievonWelß den Rath zu Steyer, wie sich die Prälaten uiw Herren vernehmen liessen; wo die von Städten mit ihrer Anzahl Volek At auch zu ihnen stossen, sie von Stund an auch wiederum aus dem Felde Mm wollten. Hierauf clebberirten die von Wels mit den LommMnen,und Kunden, wosie nichtsolltenerscheinen,daß es den Städten grossen Nachtheil W Unwillen verursachen würde; und beschlossen dahero, ihr Volek auch da- schicken: Darauf dann auch die von Steyer, ihre Meynungund Schluß Mildert; etlich und dreyßig Mann geworben Volek auf die Welser Hayde b Hülss abgescndct. Währender dieser Unruhe hat am Erchtag nach Vm ein planier Rath zu Steyer, zum erftenmahl eine Ordnung gemacht wegen Aus- Muung der Viertel, und Benennung gewisser Viertel-Messter; derselben seyn n oer Stadt vier, im Stcyerdorff zehen, und in Ennsdorf zwey geordnet wor- Denen war befohlen, daß jeder treulich und fleißig Aufsicht halten, und es noch seyn würde, einen jeden Burger und Inwohner in seinem Viertel L erfordern Macht haben sollte, es sey bey Tag oder Nacht zur Wacht, Thor üiM, oder zu andern Nöthen; Und so sich etwann Unfug oder ander gefähr¬ de Sachen zutrügen, dasselb vor allen Dingen einem Bürgermeister und l^Mer anzusagen, und nicht zu verhalten; daß auch ein jeder Burger und In- a^ucr seinem Viertel-Meister soll gehorsam seyn, darneben wurde die Mu- und Bewehrung derBurgerschafftfürgenommen, die Thore, Paftcyen und Mken an denStadt-Mauern repsckret,und wegen desFeuers guteOrdnung ge- lv^' Aufden 24.IuniiwardcineVersammlunghiehergenSteyerbestimmt, all- 9^r Ausschuß der N. O. Lande sollte zusammen kommen: Als nun die von Steyer, darunter ein Herr von Dietrichstein war, nahe beym Weyer am sie ungelangt, wurden sie durch dieBauerschafft daselbst zuruck getrieben,daß h^raufs Schloß Gallenstein weichen müssen; Doch wurdensie vondannen ^uuch, auf des Landes-Hauptmann Befehl, von der Stadt und Herrschafft h. u)cr durch ihre allda hingeschickte Burger und Leute in nahmhaffter Anzahl, lu^' ^gleitet; was abervon Ihnen allhie craLtiret und gehandelt worden, lss ^Ausgezeichnet. -'montags vor ^lsrZsrerbX versammlete sich eine grosse Meng, von hiesiger DU'gerschafft und Gemein in die Pfarr-Kirch; Und schiene fast, als hätten q.. > dieselben zu einer Aufruhr Luft; Dann sie liessen in rem Rath zwcyerley tz. AMn ,daß nemlich fürohin bey Anschlagung der Steuer, aus der Gemeine, ^den Viertel zween oder drey Hauß-Gesessene dem Rath aöjunAirt, und tz'^Lemeiner Stadt Freyheitcn den Burgern zu ihren Handel dienstlich, auf lve,.> Ar und nach laut Kayser klgximilism Bescheid, verlesen und mitgetheilet ^llten, welch beydes ein Ersam Rath, weil damahls Herr Omnig die klband hatte, zwar zusagten, aber doch dieVollziehung hernach unterliessen. sck^^6 m währenden diesen Bauer-Wesen, Montags polt die Land- ZlinsT^e Versammlung zu Welß aufm Rath-Haus gehalten, und sich, wie re,''^heil droben gcmeldt, die von den Städten, den obern Ständen , inih- wider die Bauern vorgehabten scharffen und blutigen Lroces8, nicht in al- ^Lommockren wottterr, hat Christoph Herr von Traun, unter andern in - seinem Lnnu, LknA !52Z. 224 W seinem Voro öffentlich gemeldt, er wollte/ daß die Burger die * Drüß hätten» Dieses nahmen die von Städten für eine hohe Injuri auf/ prmellicten dargegen und baten die Landschafft/in dieser Sache sich zu mterpomcen, daß nicht NrK sey / den von Traun via jucks deshalb zu belangen; worauf sich auch die Land- schafft imerpOnirt und den Handel in Güte beygelegt. Was sich mit den aufgestandenen Bauern in dieser Revier, um Steyck sonsten Mehrers zugetragcn, davon findet sich auser dem bereits gedachten ker- ue Nachricht; Hannß Luger Burger alhie/ beschuldigt zwar über eine Zen hernach, in seinem wider die Stadt Steyer geführten erocels vor dem Lands- Hauptmann/ den Colman Dorninger, Stadt-Richtern selber Zeit, es HM derselb bey 20O. Bauern, welche jenseitder Ennß einsmahlö für die Stadt korn- wen, und mit bewehrter Hand ins Closter Gärsten zu ziehen begehrt, nachd^ er Dorninger vorher viel mit ihnen geredt, und durch die Stadt zuziehen zival nicht erlauben wollen; Aber über die obere Ennß-Brucken, hab er Sie docv ein und zum kleinen Thürl wieder hinaus ziehen lassen; Von da sie nach Ga¬ sten kommen, welches sonst Wassers halben nicht hätte seyn können. Wie uns was gestalten nun die Bauern sich allda im Closter verhalten, sey den von sten und andern gar wohl wissend. , Es ist aber dessen der Dorninger durchaus nicht geständig gewest; M ser nur, daß er mit der Bauerschafft äusser dec Stadt dasjenige gehandelt HM/ was er bey der hohen Obrigkeit wohl wisse zu verantworten. Richart Strem in seinen Ober-Enscrischen En-llibus meldet, daß diese bellische Bauern mit Gewalt zertrennt, zum Gehorsam gebracht, und deren A lich in der Freystatt, und sonsten Hingericht worden; Davon ich bey den lE gen Eis nichts finde; Äusser daß Fürstl. Durch!, nach gestillten diesen Mb stand den Ständen gewilligt, daß jeder seine Unterthanen, so an der Aufruf und Empörung Schuld seyn, oder Rath und That gegeben haben, selbst Mai- fen und brandtschatzen möge; doch daß sie von solcher Brandtschatzungdie Un¬ kosten, so Ihr. Durchs in solcher Aufruhr,mitUnterhaltung desKriegö-VolckS/ und in andere Weege aufgeloffen, zur Helffte abführen und bezahlen. Straff und Brandschatzung aber solle seyn, äusser den Rädelsführern, von d ' nen,diemit bewehrter Hand zusammen kommen, oder ibr Fürnehmen mit walt hindurch zu bringen Vorhabens gewest, 6. st. Und von den andern, nicht dermassen Gewalt erzeiget, und sich doch mit ihnen in Bündnuß cingel^ fen haben 4. si. Von denen so sich ntchtverbunden, und doch mittler Zeit, W Herrschafften, mit Rodath und andern Diensten ungehorsam gewest, 2. nehmen: Doch daß der Reiche den Armen übertragen; den Unschuldigen^ keine Straffe aufgeleget werde. Dielveilen unter Regierungs-Zeiten Ertz-Herzog und Königs kerck'»^'' wie fast in mehrcrn Oesterreichsschen Landen also auch bey der Stadt StcN^ ein merckliche Veränderung in der lieUZion sich zugetragen; Und hierzu nE sehr um diese Zeit, der Anfang gewesen; hab ich nur fürgesetzt, solches als eE denckwürdige Sach,etwas umftändig, doch ohn allen und unpartheE' zu beschreiben. Darbey werde ich üun derjenigen geistlichen Personen, so mahlen währender Reli^ions Veränderung allhie zu Steyer gelebt, denen die Sorge der Seelen obgelegen, nothwendig gedencken müssen: Bedinge M aber gleichwol vorher aufs beste, daß alles so ich an diesem Ort, wie auw v einer Zeit zur andern hernach, in diesen Emlibus melden werde, weder M Haß gegen die Religion, noch der gemeldten längst verstorbenen Personen es gleichwohl, weder wohl noch weh thut) zur bösen Nachrede oder VertE rung keineswegs gemcinet; Auch von mir im geringsten nichts, weder E «der weniger hinzu gesetzt sey, als wie ich die Sach , in denen noch verhandel^ Eis, und Schrifften ausgezeichnet gefunden habe; daher ich mich vcrsehe^s^ * Oder dj§ Pest am Hals hätten. _ _._ 22Z Historische doch wahrhaffte Erzehlung, werde mir bey unpaKonirten und ver¬ ständigen Leuten keinen Unglimpffgebehren. dlsmraliLÜ 6lc3nwr,cert3 8LM3ZN3, aliquot ^6§otr3, Inkeriori8 ^.ullriX krovincigZ percranu^ ,-Sc inrer cserera voluit, m ubiqne ^iliZenter aä es altenöerem, „Lkrittianse ireli§ioni8. Ocque potisslinucn sclverrerem, quo in loco Koc ,,rkeri mslum irrumperet, illgus non solum avertere 5ell öc kolis viribus. ,'wr ».te "tzi ,.Är »ce, -.per »,bui »Lc »Mr "6ll! »clu »le »illi »Ne ,>ur »ög '-tv »Sc "Sir r'vp »ry »re, "lZa »^r »öc »hx »Ur; 10 d die ben ?er len ltNk _ W )a( W _ 227 ,-rumpere üuöerem. ubi 36 oppiöum 5re^r, priöie pervem, uti inveni, sn- LKE '»te ali^uob men5e8, kuckeranismum, non line kericulo, ac lebiciols fabul» 1525» "Eclcatucire reperisse, ne bičam, lecplilke, at kr. Oalixru8, Orbinis argue ke- --''8>c>M8 8r. krancilci bac proxima eKuxs guabraZetima, kanca verborum Oo- >."NNX mobelbs, e luZellu Verbum Okl planraric, ur bi non tolum, gui lin- „ceriorem bbem lervarinr Lbibcacionem lulceperinr, imo Quorum 8piricu8 ram ^ perverkus erac, non parum kruKu8 scceperint, rali ranrogue beliberio er^s ''Enc populus ur miriš mocli8 exulcec in priliina bbe, sc boneliare, boc kolo »vc prLcipuo concionatore lervari, be gua re, non pocui non Zaubere pluri- '-kvUkn; blam li tcio, guanto vkO oprimo Maximo bsec re8 placeac, non ts- '>men iZooro guanra exulcarione krincep8, bunc kopulum koveac, venerunt aä ">De. obuiis manibu8 iliiu8oppibi8enacore8,Lc ab aliguotmilliaria me tecuci lunt, ''"Tc lonZs limiliora sc meliors recenlence8, be guibug cerce Zavi5u8 lum "wu!tum; kr L ucinsm in krovinci>8 lerenilbmi l?rincipi8 mulco8 buic Oalixro »>mile8 babere polkemu8, Lc non elkec guob rixa8, iras, Oilkenlione8, bomici- '^Lc gljg jb 6enu8 mslorum kormibare oporrerer, guoniamgue ram pul- "Ergrn Lcprope bivinam buju8mobi planracionem beprebenbi, vibebakurnon ef- " e 38z re, ti sliguo lonZiore rempore illic Vineam vomini plantaret, Zrariam- -apulcbrsm keZetem rebucerec, ne guob kebiciokum alibi lencirur, eriam " "8 irrusr periuerunr 8ensrore8 poli me milb ( renuence.ira me l)eu8 abiuvec» ''^!ixco krstre) ur cum illi8 bivicil8 sZerec, opu8gue kaubabile ceprum, conci- ''tlerer, ^use re8 non eli lanöblbmi snimi arZumenrum? Voluerunr guoczus " ? tanguam lerenillimi?rincipi8 Oontiliariu8, cum bsc in re per Oommen- '> livnem allilierem, guicungue lciam boc in neZocio Okl Laulam, sZam» ''^vb^ue krincipi nibil Zraciug Lc saluri snimsrum nibil utiliug beri pollicLc cer- oerciuZ vo8 babesm ab ib nurum ur srl Lbrilii caulam unbiguague rueakur, ^ontrs invslekenre8 bserese8, valibe propuZner, uncle ex bona incer nos '^>c,NA julli cjusli ipliu8 provincise minilier lim, ur biuriu8 illic msnesr, Sr " pus sgf,gm Ooöirinsm liucliose complear sc perbcisc. Interim ve- " sb k^r. l<. kicers8 rsle8 bare Velim ur non bubirem, bilsri menre, l3t,8 in " rem, velirum clsruri Lonlensum. keliar erZo keverenbe ksrer ! ur bsec ','^^on lic bilplicirurs Vobig; ciitplicere ramen quo mobo poller l^uia ram >k> mulca in kcclelia Dkl sebibcenrur, alio^ui passura korce nau5ra§ium» ' cl ^eberic» quem omnino kr. La!ixtu8 vel ur vbebientise bli»8 roro čorbe ''^uberac; kn rerum velirarum orbini8(;ue veliri impolierum, licuri Sr anre ^tlv8 atc^ue 6beli8 ero promoror smicu8 acque Ockenlor. Nabirat, ibem gpub civem ma^ni nomini8, boneliae Lonverlarionis Lc non polire- Surboricari8 ( war der Wolffgang Rumpel) ^rqui apuble cum canris ver- commemor, cum ab boc pium inliiturum brevi- ' laci8fa^um erir, valeče, ex kn8. z. lVla/ ^nno Lbrilb 1525. ii^ ^lewohl NUN in diesem Schreiben gedachter v. kaber dem Münch Oa- ^da^^Mlches Zeugnis gcht, wie er in seinen Predigten die Lutherische Lehr, die coolen öu Steyr herfürblicken und einwurtzein woite, angefochten, und beki ^"ben wieder auf den rechten Weg gebracht habe; Und wünscht dane- au H dergleichen Prediger im Land zu haben; So zeigen doch die den ^i^tus, (obs vor oder nach dieser kecomwenbgrion gescher ^8 in "E)cht) in seinen Lehren und Predigten angefochten und gestrafft, Griess Kwche" viel sonderlich die Todten- Zlih?' -§crhr-Täg, und andere überleye Ceremonien unrecht gcheiffcn; seine ^lfric^ ^ou denselben ab - und an statt der damahls bcäuchigen Opfer, zu ^er eines gemeinen Castens für die Armen vermahnet. Welch qemcir leg dl? A dcmn auch durch einen Ersamen Rath, mit Vermissen und Gutheist Regiments zu Wienn aufgericht, und viel arme Leute davon -mren worden- Darwider entstünde bey den andern Geistlichen/ sonderlich Ffr gbet LkriU rr-r. r;r6. S28 _ G Z )oc W _ aber Abt Pangratzen zu Gärsten Beschwerung und Klage; Wie er dann eins^ mahlen an die von Steyer, als sie vor ihm im Pfarr-Hoff erschienen, nm ernst begehrt, den kr. Cslixmm, weil er verdächtige, und irrige Lehren führe, und die Regenspurgerische Ordnung, Hindun setze, zu beurlauben- Sonderlich beklagten sich damahlen, und hernach, die Gesellenr Priester, in der PM über das Abehmen der Einkünsste, der vormals gefallenen Opffer; daß ihm» vor diesem allein die Toden-Briefs, jährlich bey 40. fi. jetzo aber, bey omv Zeiten, kaum 2. fi. tragen; Und wo zuvor an einem Hochzeitlichen OM Tag -o. oder 12. fi. gefallen? jetzo nicht wohl 5. oder 6. ß. mehr einkorm m?"' wollen aber die von Steyer sich zur begehrten Beurlaubung des 6s- nicht verstehen, rühmten ihn seiner Lehr und gottseeligen Wandels lM ber gar hoch; Berussten sich auf obgemeldtes Vr» ksbri Zeugnis, und sagte", Vie sie gleichsam aus Noth sich um einen solch gelehrten und frommen PrA' aer selbsten bewerben müssen; Weilen nun viel Jahr her, weder in der PM, noch vomimcsner-Closter, kein recht gelehrter Prediger gehalten oder gedultec worden» Es wären die Geistlichen selbsten untereinander uneinig ; Also da" was anheute in der Pfarr gepredigt, morgen im Closter mit Verdruß um Erqerms der Zuhörer widerleget würde. Vor Zeiten hätten die Prälaten;» Gärsten, als obriste Pfarrer, die Kirche und den Dienst GOttes zu SE' Mlt einem Vicario aus dem Closter, und noch darzu mit 4. Gesellen, verp hen; da ers jetzo nur durch zwey verwesen lasse, , Weilen dann der Rath zu Steyer den Münch Lsllxtum nicht wolle A schaffen, wurde derselbe vor dem ^clmimstrswre deß Stiffts Passau, HeW Ernsten, Pfalz Grafen beym Rhein, angeklagt; Wie er nemlich ketzerische LA ren unkerm Volck ausbreire, und dasselbe von dm guten Wercken? sondern vom Opffern und Allmvsen abmahne. Hierauf würde Cslixmg, sich über M che Anklag zu verantworten nach Passau citiret; Und zugleich den von StE er befohlen, ihn von Prcdigstuhl ab- und dahin zu schaffen. Der Rath ließ die Sache an den Lands -Hauptmann, Herrn Crffm Freyherrn zu Polhaim und diejenigen Herrn und Ritter, die damahlen in dA Land-Gericht zu Linz versammlet waren, gelangen: Diese schrieben undtA ten so wohl gedachten Bischoff, oder HömmM-aorn zu Passau, als auch Fürst!» Regiment zu Wienn, den Münch c^lixtuln im Land zu verhören, um ungehört nicht zu verdammen; sonderlich weil er rrbiettg sey, dasjenige, so v gelehrt und gepredigt, ans GOttes Wort zu erweisen, oder aus demselben M eines bessern unterrichten zu lassen; zeigten dabeyan? wo man anderer GestA verfahre, so entstehe nur noch grössere Irrung, und Schaden: Weil nienE ferner Oplmon entledigt werde; Dann keiner wisse alsdann , worinneri A gleichen angeklagte Prediger recht oder unrecht gelehrt; wie er in der VeE bestanden, und ob men auch unpartheyisch gehandelt habe; Weil ein gE Gerücht gehe, als sotten diejenigen, darinnen richten und handeln, die zugleA deß beschuldigten Ankläger und höchste Widersacher seyn. Es komme A keiner wieder zuruS, der sich einmahl auf dergleichen Qtacion dahin nach PA sau gestellt; Woraus dann folge, daß andere von solcher Erscheinung Forchr der Straffe abgeschreckt werden. . Es bat aber solches Schreiben oder Suchen nichts verfangen. Gestah der Ertz-Herzog hierauf, denen von Steyer, lub claro Speyer im folgens Jahre geschrieben;.» Wie Ihrs Durch!, berichtet sey, was massen sie lE, „eines Predigers, genannt Bruder Olixrus, der etlicher seiner Predigten „ber durch den Xömimllrgtorn zu Passau citirt worden, an etliche Landt L l „in Oesterreich ob der Ennß, eine Werbung thun lassen; daraus Ihrs „so viel verstanden, daß gedachter Bruder <^li'xcu8 der berührten O'tation N' t „nachzukommen, durch sie von Steyer beschirmet werden wolle. Dieweil a^ ,,weder ihnen, den Land-Leuten, noch denen von Steyer keineswegs zustem 229 "dlesen Fällen und Sachen, den Heil. Christlichen Glauben und geistlichen "Gerichts-Zwang, betreffend einige Maß und Ordnung zu geben, oder dem 152«. "nnu, ckiiüi 1526. 2Z0 _ W M_ wie auch Zechen vorhandene Cleinodien sammt der Paarschafft nach Linz ab¬ gefordert ; Welche vorhero Bartlmee Panhalm zu Stadel Kirchen, und dec Marschall, Pfleger auf Steyer mvemiret und beschrieben; So aber alles utn angriffen, unlängst hernacher wiederum hieher gebracht worden. . Nicht lang hernach hat Ertz-Herzogs kerclmsncli Gemahlin, Komgl» Anna, durch ihren Rath und Schatzmeister, Herrn Mitten von Thurn, ter, dey dem Abten zu Gäcsten und der Stadt Steyer, wie auch bey noch nannten Burgern daselbst , um ein Anlehen ansuchen lassen, so auch erfolgt' Und haben geliehen gemeine Stadt 400. fl. Closter Gärsten auch so viel; HaE Fuxberger rooo. fl.Niclaö Khölnpeck 6oO..fl. Hannß Prandstetteröoo. fl. ronymus Zuvernum und Lorenz Gutbrodt, jeder auch so viel. Um diese Zeit wurde ein Kays. Unflat lut, claro Eßlingen, am 9.0^0* in diesen Jahr, publicirt, des Innhalts; „ Obwohlen Reichskündig, welch^ „gestalt der Erbfeind Christlichen Rahmens, mit einen so 'grossen Heers oM „und ernstlichen Kriegs-Rüstung, als noch nie erhört, und in eigner Perso^ „neulicher Zeit im Königreich Ungarn viel Städte, Schlösser und Fleckens „obert, auch nach erhaltener blutigen Schlacht, ein unzehlbares Chrtstllwe „Krieqs-Volck sammt ihrem Haupt und Herrn, König Ludwigen, zu »,garn und Böhmen erschlagen, die Haupt-Stadt Offen erobert, den A „cken Pest verbrennt, das Land verderbt, und unter seine tyrannische „walt bezwungen, und diesemnach also in strenger Grausamkeit gE „die Christen sey; Dessen billich jedermann hertzlich leid und Mitleids „tragen solle.- Daß doch unangcsehen dessen, etliche eines so letchtM „tigen Unmensch-und Unchriftlichen GemüthS sollen gefunden werden, „ob solchen des Türcken grausamen Wüten kein Mißfallen und ErbarmtE sondern Freude und Frolocken haben; Und das gerne hören, sehen, und Pf „unmenschlich Tyranney etlicher maß beschönen sollen; mit Anzeig und ,,biloung, als solle seine Gewalt und Regierung noch leidentlich seyn; Ul'f „daß er emen jeden, bey seinen angenommenen Glauben, und sonst, ohnel^' ,.dere Beschwerung oder Schatzung, blecken lasse: Uber welch unmenschu^, „und leichtfertige Meinung sich billich zu verwundern. Damit nun dieselbe^ „dem gemeinen Mann keine Verführung gebehre, sollen die Obrigkeiten „Orten ein Einsehen haben, die jenigen so dergleichen Reden führen, erlist'^ „bestraffen, und von solchen Fürnehmen, durch die Prediger von der Cans „von solcher blinder Zuneigung mrt Anführung des Türcken tyrannischen IoE ' „und Dienstbarkeit abwenden und abschrecken. L.oöem ist Hannß Stüernfried eine kislehr - Persohn mit Schwerd jullckcirt worden. .ß Auf den nach Passau citirten Bruder Lalixrum wieder zu kommen, - er sähe, daß die von Steyer, ihn nicht weiter aufhalren durffken, welE schützen konnten, nahm er von einen Ersamen Rath Urlaub; Und vecv se, sich zu Passau zu stellen: Übergab zugleich eine Bekenntnis seiner um welcher willen er in Verdacht der Ketzerey gekommen sey, welches lautet: „Es ist wissend, daß ich die Fasten und Advent, St. Paulum von „Vitel zu Capitel, bis auf das achtt zu den Römern gepredigt habe; „nach der alten, ja ältesten Lehrer Meinung , als der neuen ; Wessentiveg ..ich mich, auf diejenige, die stets zu der Predigt gangen seyn, beruffe. „Item, daß Ich offt und dlck auf offner Cantzel wider die, so nichts ", „derst als die Ceremonien umstossen, gered hab; Ja sie Schänder des „gelli gescholten; wrewohl der Grund des Evanqelii nicht daran gelegen? „daß ich die Ceremonien lassen in ihren Werth bleiben; ja das Sacram^ „einer Gestalt, wie solches von Alters Herkommen, bewäcth, und im M« „erhalten, ja recht erhöhet, nach der Meinung Lsncellarii. Wiewohl IO „Mißbräuch, nicht unbillig doch nur mittelmäsig berühret habe- ab- dec un- igitt )^!t- be- lgN nnß ^is :ob. her- HO on, iec- Kes lN zle- Zze- qett vest fec- die ng/ ftitt ^itt- inv ott- iche bey ller lieh chel Hs, tzie- hr. sa¬ cht ;ea o>e W )v( W 2ZI ,'Jtem, das VoLck zum Opsser vermahnet, zu Unterhaltung der Prie- Erschafft; Daß sie auch niemand mjurttm, sondern alle Sach dülten sotten, iz-s. "vrs es vor der Gemeine werde brüderlich beygelegt; Welches mit der Gcmei- E und durch sie anfänglich ist aufgesetzt, und lange Zeit erhalten ; Also, daß "lH nie wider Ceremonien bin gewesen, ja die gelobt, wo der höllische Miß: "vrauch nicht darinnen durch die Gottlosen regirt; Auch nie wider den geift, »"Hm Stand, als billig wär gewesen, und Noch erfordert, zu erbauen, "ven Glauben gepredigt als andere. »Item, daß ich ein gantzes Jahr schier nur vom Glauben, Lieb und "Öffnung, dermassen gepredigt, im Grund zu der Reinigung desHertzens etliche mich einen Ungelehrten gescholten, und sagten: Ich könnte nichts, '-Mn vom Glauben predigen, ich wär ein Meißner, ein Heuchler, und noch "U andere Lästerung mehr, hab ich müssen einnehmen, als wolt ich die ''Garheit unterdrücken. Item, daß ich mich so offt und offt erbotten hab auf der Cantzel,wenn ^lch nicht verstünde, Unterricht zu thun, und gebetten , um GOttes " Men, wo einer meinet ich rrrete, daß man mich des berichten solte; Ich "'Me bereit seyn, meine Articul selber zu bessern; Auch mehrmahlen in der ".Mige gebetten, daß sie GOTT für mich bitten sotten, daß mich GOTT '2 der Cantzel des jähen TodteS sterben, ehe Er über mich verhängte, '2 irren solte, und das Volck verführe. Ich konre aber wohl meccken, ' W ich nicht aus Lieb der Warheit, bey dem von Passau angegeben sey, son- ''^auö Sorg etlicher Geistlichen, so verzweiffeln an GOTT, und verwett ',A vielleicht, (nachdem der gemeine Kasten und Allmosen dermassen glück- '7 ^wüchset zu Steyer, daß andere Städte auch ein Erempel daran neh- Ev, und als schuldig vor GOTT, ihre Armen und Dürfftrgen Christlich versorgen) ihrem Gott Mammon würden Händ und Füsse abfallen, und „'^7 Schauer in Küchen und Keller schlagen; Das siehet man an den grossen Beuden, so etliche haben an meinem Hinzug. ... ''Ich wär noch des Gemüths»ein Ursach zu geben, meines Predigen, , brüderlicher Lieb; Wiewohl mir, als einem, der exempt bisher gewesen, ,',.^d§r sur-ttö-Äionvon Passau, schwehr ist, ein solch har-en Sentenr, ohn al- ,'d,.^tforderung und Ermahnung , wider göttliche und natürliche Rechte, zu , daß ich nicht allein zu Steyer, sondern auch durch das gantze Biß- ,.fÄ Passau, so doch das Wort GOtteS, wo es recht fürgetragen würde, „g/V sollt seyn, und keinem Gesetz unterworffen. Ich bin auch nicht lelbst »ni? ^kkycr kommen, sondern aus Gehorsam meiner Obrigkeit; Und ist mir „ckl verdorren worden, von niemand ; Es hat auch O. fosnnes ksbn, an Durckl. Hof mich erbetten, von meiner Obrigkeit, und ist hart „^ugen; Wie dann diß alles dargethan werden mag ; Doch wann ich und Römische ?rZÄic brauchen solte, möcht ein schlechtes mir mei- vnchristliche Otgrion verlegen ; Aber ich begehr der Warheit, und nach ? vor unterrichtet zu werden. stm uun kr. cAllxrug nach seinem Abzug von Steyer sich gen Passau ge: Äav wie es ibme allda ergangen, davon kan ich aus den ^ökis keine En .?chEt schöpffen; Diß aber finde ich, daß unlängst hernach, ^rwo 1527. hxu.,'Herzog ksrärnsnclug (der den 2chsten kebr.zu Prag LUM Böhmischen,und 28sten Oökobr. zu Stuhl-Weissenburg zum Ungarischen König !;. ML worden ) denen von Steyer durch Befehl auferleget, den Bruder O3- feri alsbald aus der Stadt, und Ihro Königl. Majestät Landen zu schäft er darauf sie sich entschuldiget, mit Andeutung, daß er Oalixms, nachdem rück t "Veneri Jahre seinen Abzug von Steyer genommen, nicht mehr zu- slg..^mmen sey. Haber zu vermuthen, der gute Olixms werde dißfalls des gespielt, und semen Weg nicht nach Passau, sondern an einen andern genommen haben. Neben Anna, aus an, derter Ehe, tvlsric. David Dor- rringer Burger zu Steyer. Annu; ckriSi 1527- Lucretia. Wolff Achaz. Rosina.' Barbara, dlsric. Thomas Winckler Burger zu Sreyer. GilgGutbrodtzdesallerheiligenAl- tar, zu Steyer, Caplan, 1489. BenedicrGurbrodt,desPrandtstet- ter SriffrsCaplan L. i s z 8. dessen nechste Freunde ftyn gewest; obge- meldterEcaßmus Hacklberger, und dessen Schwester Barbara, Wolf¬ fen Hüters, Burgers zu Ennß. Uxor. Christ, f zu Steyer lediges Standes. Mi.' ^er ersten Hauß- f; u, erzeugt vier Kin¬ der, darunter eine Toch¬ ter Catharina; seyn al¬ le in der Jugend gestor¬ ben. Neben kr. Enlixto hat auch XI. Michael Forster, Lonvenrua! VON sten , und Pfarrer allhie gepredigt; Weil er aber auch im Verdacht war,dal> er Ketzerische Lehren einführe, wurde er vom Abten zu Garsten wieder fordert; Wiewohl die von Steyer, nebst Eberhardt Marschall/ Pflegern M dem Schloß, hoch dafür baten/ ihnen (wie die Worte lauten) diesen Pf^ und ki-Lchcamen zu lassen , welcher nichts wider GOttes Wort gclehret fälschlich anqetraqen/ und nie verhört worden sey. Sie melden danebert / trügen Sorge, wo er ihnen solte entzogen werden, es möchte ein groß M'*' mein und Empörung in der Gemeine entstehen / auch viel - tte sich von M weg begeben, GOtteS Wort an andern Olten zu hören rc. v. Es starb dieser gedachte Pfarrer nm diese Zeit, und war also der Streit Verbleibens halber mit dessen Tod geschlichtet ; Er liegt zu Garsten Crcutzgang begraben; Und ist ihm allda ein Lpuapluum aufgecichtet/ fer Grabschrifft: I^iberallum nrcrnm, XI. ?. Michael, avico nomine korller.po mulros Eoncionmorise, Oeconomicss, kriorJtusgue rv ölivnes, slioZguL labore8, in Estrillo telicirer tanllem 0 ckormivic ^nno 1^ - - In diesem Jahr ist -Lorenz Gurbrodt, ein fürnehmer und reicher Burger zu Steyer / mit Tod abgcmgen ; Dessen Stamm; Baum wird 0 Leser in der XIV. Stamm - Tafel finden. "lÄwstu X!V. O Susanna, sr-td/ÄF libl. ob der Eukss vocsr. Apollonia. iv^r'c. - i.HannB^ Lorenz Guwrodt, Raths Burger zu Steyer, x 1502. f 28. Febr. x 1527. liegt begreben, Eingang der Pfarr-Kirchen; allda fein Steinern Lpirkapickum zu sehen; Uxor. 1. ) Ursula Pranauerin, die f nach St. Peter Kettenftyer, i 508. M 2. ) Barbara Prandtstettsrin, die sich hernach an Peter Ritter verheurath: dec Gutbrodtischeu der Gerhaben seyn gewest Hr. Eraßmus Hacklberger, Kayserl. May. Rath, und LandsW' cs der Ennß; und Achatz Fenzl, Burger zu Steyer. Christoph, Burger zu Stey^ is47. t 1. ) Barbara Schneidthuk^ 2. ) Anna Schwabin. einen Sohn; Christian, dek l in der Jugend. Wolff) Raths Burger zu Steyer, xis 58. f 1601. liegt im Gorcö-Acker begraben. Uxor. 1. ) Elis. Lintentahlerin, 2. ) Ursula Handlin, z.) Magdalena Fentzlin; die er Wittib gelassen. Wolff f zu Achatz zu Lorenz Raths-Burger Venedigs. Venedig, zu Steyer, x. 1616. 1629. UN- Uxor. verheurath. Lucretia Tiernbergerin. Das Gutbrodtische Wappen. Der Handel wegen Osllxti war noch nicht vergessen, so kam schon eine LMke und gefährlichere Beschwehrung an die Hand. Dann um St. Veits- ln diesem Jahr, an einem Samstag Abends, schliche Johann Hut, ein ly'^ertauffer,sich nebst drey seiner Jünger, heimlich in Steyerein; Der durch Bruder Jacoben, der Herren von Rogendorff Caplan und Hof- Eigern, im Schloß gllhie bey Hannßen Wißhauer einIoZirc; Und predigte Sonntags hernach in des Veit Pfeffer! Hauß, ietzo die Rethlhamerische kgMung am Grümborth, darinnen gedachter Jacob ein Zimmer im Be- o hatte. Von dannen führte er den Hut in Leonhardten Köberer und des- diel-« Hwieger, Dorothea Rauchenbergerin Hauß; Mit Vermelden, wie Zo ein Mann sey, in GOtteS Wort hochverftändig, den sotten sie hören; Mitt Jacob dann zu solchen Predigten viel Leute, und darunter sonderlich te a?,^'kr"ehme fürwitzige Burgers Frauen, gebracht hat. Der Hut predig- dek M bernach in einem Ziegel - Stadel, ausserhalb der Stadt; Hielt, nach H «uedertauffcr Lehr, das Abendmahl, Brodbrechen, und die Wiedertauff; Au!? dann bald eine Anzahl von gemeinen HandwerckS- Leuten bey ihmein- "«oeu, die solche Lehr angenommen, und sich wiederum tauffen lassen. schaff Sobald der Rath von diesen fremden Gästen und neuen Handel Kund- ^ein liessen sie dem Hüten zwar nachstellen; Aber er entrann zeitlich; tzrj, Deherberger und Zuhörer wurden eingezogen, und um die Beschaffen- Handels befraget; Hut hätte geprediget,( sagten sie) daß ein Christ- E-.n bestehe in Anhörung GOtteS Wort, und Gehorsam gegen der Ob? Mave' Derselben solte man vor und in allen Dingen, im Glück und Unglück seyn. Er habe sie dabey ermahnet, sich den Bund des HERRN ".eymen, das ist, die Wiedertauff zu empfahen. <2^ den eingezogenen Burgern waren Veit Pfeffer!, Hannß Diß- teli^Wolffgang Wüersing Beck, und Leonhardt Köberer; Die entschuldig¬ tem^ ^e»ß sie wlche Lehr nicht angenommen, und allein bey einer eintzigen gewesen; erklärten sich von dergleichen gantz abzustehen; Und ^iso wieder entlassen; Aber Paul Hertlmayr, Hueffschmidt, Hannß ^"ger,Klingenschmidt, Haynß Schüzeneker, Schleiffer, Leonhardt Alex? Gg berger Lo»u> «Kriar. Lkiilij 1527.-v LZ4 Merger, Purstenbmder, Michael Gruber, Pogner, Heinrich Muehr,Käwmr ler, Mattheus Purchmger, Messerer, Hannß Heher, Schuster, und Sig¬ mund Beutler, beharrecen auf ihrer Meinung, und sagten : Dieweil Vie schrifftgelehrten Pfaffen in der Lehre selbst untereinander irrig wären, wollten sie bey der Lehr, so ihnen Bruder Johann Hut aus GOttes Wort fürgetra- gen, beständig bleiben, so lang , bis sie mit der Lehre Christi eines bessern un¬ terrichtet würden. Die von Steyer liessen den Handel durch Bericht an das Regiment zu Wien» gelangen, und fragten: Wessen sie sich gegen den Verhassten sotten vcr- halten? Hiengen zugleich mit an: Die Gememe zu Steyer sey GOttes Wort zu hören gantz begierig; Und weilen allhie die Geistlichen, Münch und Pil¬ sen, keinen gelehrten Mann zum Predigen litten noch liebten , sondern man» GOTT einen solchen hieher fügte, keine Ruh noch Rast hätten, bis er abge- Masst wurde; So könne die Regierung hieraus wohl warnehmcn, daß v>t Anhörung des Hüten Predigt, mehr aus Lieb zu GOttcs Wort und EilM als bösen Fürsatz geschehen sey. Im Loncepc dieses Berichts machte der va- mahls geweste Stadtschreiber, Hannß P'ruckmüllner, m ein und schreibt mit eigener Hand folgende Worte (Ewells V. Ist vss Merck von Menschen, so wrrdö untergetzen ; Isis aber aus GOTT / könnt ihrs nicht dämpffett rc. re. - Inzwischen ist dem König 5erclinsndo am ersten ^uZutti ein Sohn, ximM'-m , hernach Römischer Kayser, zu Wtcun gebohcen; Wessentwegcn all¬ hie am Sonntag nach l^uremii die grossen Stücke loßgcdrennt/FreudemFeucc ge¬ halten , und zugleich wegen Königs kerelmgnck vochabenden Zug in Ungarn wider Grafen Johann von Zips , V^iwc>6en in Siebenbürgen, der vo". tbeils Ungarischen Ständen zum König erwählt worden, krocestiones von Pfarr- in die Spital Kirche angeftellt. Loöem /^nno sind zween klgsetrcsmen, Werndl Heinrich von Iaugsiot^ und Hannß von Straßburg, mit dem Schwerdt gerichtet worden Auf vorgemeldt der von Steyer, dec Wiedecrauffer halber, qethane E/' innerung, befahl die Regierung, lud clsro 2osten bepeemdris, weilKönigß^ Majestät Eich entschlossen habe, gegen der verhassten Personen mit den ReA ten und der Straff verfahren zu lassen; so sollen die von Steyer das ReE darüber besitzen, und vermög deshalb ausgegangener ^n6sren der halber Urrhel sprechen; Doch gebe Ihco König!. Majestät gnädiglich zu, die schuldigen Personen von ihrem unchristlichen Glauben hinfühco absteh^' und in keine heimliche Versammlung mehr gehen wollten, daß dieselben bcgnA det, und der Gefängnis mögen erlassen werden ; Es habe Ihre Majess den andern sechs Städten ob der Ennß befohlen, daß jede eine verstäub Person ihres Mittels zu solchem Rechts-Tag und Schöpffunq der dE' nach Steuer schicken; Und werbe der Erbar, Gelehrt k^Mer Wolffs Khunigl im Rechten Ankläger seyn. Darneben wurde in einem besondern Schreiben dem Rath zu SteY^- Mit Ungnaden und Vorbehalt der Straff verwiesen, daß sie den aufriwris^ Zwinglischen und Ketzerischen Lehrer, Johann Hut, so sich bey ihnen aM halten, und die Leute verführet, nicht eingezogen; solten aber alle seines tmngec, und die seine Lehre angenommen, sonoeriich den Prediger zu ! Bruder Jacob, in Verhasst nehmen; lind da er nicht betretren würde, er dann mit seiner Köchin sich bereits aus dem Staub gemacht) seine Per'"" könntt wer beschreiben, damit thmc an andern Orten, nachgestcllt werv^ «°rg-dachttr , Wolffganq Künlql, q-n Dahm auch die Gesandten aus den sechs Städten, zu Besetzung drS erschienen. Es waren dreverle!) Haussen unter den Verhassten ; Theils den von der Wldertaufferischen Opmion fteywillig wieder ab ; Die a»v^ 2Z5 _ ____— ' ——°— Annu, L'/'LSssrs Gesandten, besetzten ^a!ekr - und Peinlichen Gerichte, da Se Stadt - Richter, Geörg Bischboffer, Obmann war. AZxtlnayr, MAM^xNNMS Mheilt: "l') Einen leiblichen Eyd zu GOTT zu schweren, daß sie von der irrigen >,Ketzer-und verführiscl>en Lehr abstehen, dieselbe meiden, in keine heim- -,liche Versammlung oder Winckel-Predigt mehr kommen; sondern die » Zeit ihres Lebens der Heil. Christlichen Kirchen, in ihren Ordnungen, »Aufsätzen, und alten Gebräuchen anhangen; Der Königs. Majestät, " derselben Amtleuten, und einem Rath zu Steyer, gehorsam und unter- »thänig seyn. Sieben Sonntag nacheinander, wann man zusammen läut, mit entdeck- -ten Haupt , (die Weiber mit fliegenden Haaren) in grober wollener Klei- --düng, darinnen ein Zeichen eines Tauffstein, von weisser Färb gemacht, „vor dem Creutz und kroceüionen um die Kirchen, wie gewöhnlich, ge- »Herr, und ein jede Person am lincken Arm eine Ruthen, desgleichen eme "brennende Wax-Kertzen in der rechten Hand, zu offener Losmcenrund »'Buß haben und tragen. Nach solchem Umgang, sollen sie vor dem »'Frühmeß - Altar niederknien; Allda von dem Priester mit dreyen Strei- »chen die -zklolurion empfahen, und bis zu Vollendung des hohen Amts, "kniend bleiben. " ^') Auch solche Kleidung Jahr und Tag an ihrem Leib tragen. ''4-) Das Hochwürdige Sacrament an einem gewissen Tag darinnen em- " Pfahen. In und ausserhalb ihrer Häuser, alle heimliche Gesellschafft meiden und ',abftellen; Auch ihr Lebtag kein ander Gewehr, als ein abgebrochen Brod- Messer tragen. "ö») Auch nicht mehr aus der Stadt Steyer Burgfried und Gebiet kommen sollen, es geschehe dann mir Zulaß- und Vergünstigung der Obrigkeit. k. Es feynd aber diese verhasste Personen, auf ihr und der Wrigen hohes A«-n, auch des RachS allhic, b-n dcm Regnmnt Zession, der Lxecunvn des anqedeuten Urthels, gnaolgst entlassen worden. M sich aber nachmahlS die Geistlichkeit, dergleichen Aegnaduna NV. Majestät beschweretWurde hierauf der Obrigkeit befohlen, daß ^ohtn den Wiederkehrenden von der Wlcdertaufferlschen^, neben d.c glichen Straffe, noch darzu auferlegt werden solte, Bei., t- ^^ter, auch eine geistliche Buße bey der Kirchen auszustehen. Mit dem andern Haussen unter den VerhaffMi ,gabes mehrer Ar beit, demnach den 6ten blovembrig das Recht und Schranen besetzt war, er- Z'°ne offtgedachtcr AnkILg-r, Wolffgang Kun,gl, und wurden zugl-,» die ^s thrxx Meinung verharrende Wiedertausser öffentlich vorgeführt. Der sechs, mit Namm: ^nnu« CkriKj 1527. Hannß Schüzenecker , Schleiffer. Gigmundt Peutler- Mattheus Pürchinqer, Messerer. Hannß Muhr, Kümmler. Hannß Penzenauer, Sichelschmidt. Leonhardt Alezberger Pürstenbinder. Mann verläse alsbald öffentlich die in dieser Sachen ausgegangene Kö¬ nigliche KrsndLta, und brachte der Künigl die Klage schrifft: und mündlichflU' Wie nemlich diese verhasste Personen, sich wider der Christlichen Kirchs Satzungen, geist^ und weltliche Rechte, jüngst zu Worms ausgegang^ ner Reichs - Lonllnmion; Auch wider alle Policen, Brüderliche Lieb Sitten, in irrig-verführisch-Ketzerisch-Hutisch-und Zwinglssche LcM LeKen, und neue Ordnung eingelassen, angenommen und geübt; Und noch ihren Hertzen halten, und glauben; Neue Verbindung gemacht, sich zufAM rottirt, Winckel-Predigten, in- und äusser der Stadt besucht; Auch dieD^ dertauff, so sie ein Zeichen und Bund des HERRN nenneten, die vormcM in der Christlichen Kirchen nie erhört, an sich genommen, von der Kindes Tauffe und dem Hochwürdigen Sacrament des Altars, nach Christlicher Su- tzung, nichts hielten noch glaubten; Und sich zu den rechten Weg nicht lA ten wenden lassen; trug er hierauf an, dieselben in Pön und Straff, laut der Reichs-Ordnung und Königl. kiancl-aen, zu erklären, und gegen ihnen zu verfahren. Hierüber nun liessen sich die Beklagten einhellig vernehmen, sie wüsten Königl. Majest. nicht zu rechten: Es ward ihnen aber dannoch zu ihrer antwortung, ein Bedacht gelassen, und Abschrifft von der Klage zugestellt. Des andern Tags, am Freytag hernach, wurde das Schranen-Gericht Wieder besetzt, da legten auch die Beklagten ihre Verantwortung schrifftlich east Wie nemlich ihr Gemüth undMeynung niemahlen gewest, wider Kayserl.M' jestät ausgegangene klangt», brüderliche Lieb und Christliche Ordnung zu lM - deln; Als die sich des Göttlichen Befehl zu erinnern wüsten, gebt dem KaM^' Und I. Lccri am 2. Sel)d unterthan aller menschlichen Ordnung uw HErrnwillen; In welchem Gehorsam sie mit Leib und Gut, bis an ihr E", beharren wollten. Sonsten sey wahr, daß sie zu mehrmablen seycn zusawE kommen, in brüderlicher Lieb einer den andern in GOttcs Wort zu unterr^ ten; Aber nicht der Meynung, etwas böses zu ftifften, oder Aufruhr zu cE cken: Erbieten sich von solchen Versammlungen, fürohin gerne abzustehen, re Lehre aber, darinnen sie unterwiesen, sey keine neue, sondern die Lehre EtM' sti, ^lsrci 16. ^Isrch. 28. 2. 8. io. z. 4. llom. 6. i. Loiinkb. l.uc. 12. I03N. 5. Und Wüsten sie ausserhalb derselben keine andere Tauff: bey sie auch bis ans End zu verharren gedächten. Vom Sacrament des MM, werde in der Schrifft nichts gelesen; Aber vom Abendmahl Christi, wie er eingesetzt, hielten sie viel. Aus den Worten solcher Einsetzung nun, wie stA die H. Evangelisten und St. Paulus, beschrieben, sie lauterund klar zu vcw' hen, daß unter der Gestalt des Brods der Leib des HErrn Chrrstl nicht ftN) glaubten es auch nicht; dann Christus, Artist, 24. und Klsrci iz. gefprocn^ Go jemand zu Euch wird sagen, siehe hie ist Christus, oder da ist Er, ihrs nicht glauben: Item, .^ekor. 7. üc ,7. (HOtt der die Welt gemacht und alles was drinnen ist; Sintemal)! Er ein HErr ist Himmels und d Erden , wohnet nicht in Tempeln mir Menschen Händen gemacht, mss auch nicht mit Menschen Händen gepfleget, als der jemandes bedürfte f i er selber jedermann Erben und Othem giebet: So bete auch die ChrWA Kirche, Vatter unser, der du bist, im Himmel, da Er sitzet zur Rechten l nes Himmlischen Vatters rc. Und dieser H. Schrifft glaubten sie: Dann au Paulus wolle, da jemand anderst, als ers empfangen, auch ein Engeln , HiM'M Himmel, der soll verflucht seyn; Und der HErr Christus; Daß alle Man- ^nn«r tzen, so sein Himmlischer Vatter nicht gepflanyet, sollen ausgereutet wer- Baten hieraufum GOttes willen, solch ihre Antwort, so sie nicht inMey- ^ung, mit Ihr. Majest. sich ins Recht einzulassen, gethan, in Gunst anzuneh- Nff; Befahlen sich im übrigen dem allmächtigen GOtt; und mögte ihnen ge- Uehen wassern göttlicher Wille sey; Darmit ward auch der andere Gerichts¬ tag beschlossen. Erchtag nach lUsrnni, war der dritte; Dabey des Kayseri. kisc^Z Ablei- uunMSchrifft cingcgeben, und verlesen, des Inhalts; Der beklagten Perso- ^uanziehendes Gemüth undMeynung, seyihrenThaten und eignenBckännL- Wfn entgegen, könne daher solcheErklärungnit angenommen werden. I -rs ^vuigs. Majest. trügen, vermöge der Kayserl. iVUncl^cen, an solchen Händeln Mißfallen, und hätten diese Lehr für verführerisch und ketzerisch erkannt. ley auch dergleichen heinrliche Rottier- und Versammlung, ohne diß wider M gute Policen; werde dardurch Ungehorsam erwecket; daraus vormahls Mon groß Unglück und Blutvergiessen, entstanden: Ihr erbieten, von den Mjammlungen abzustehen, sey nicht genugsam; Weil sie voy der verdammli- und Lehre selbst nicht wollten abtretten; Der angezogene Beweiß 'us der Schrifft sey irrig, und ohne Grund: Ihnen als groben unverständi- M Lanen kein Glauben zu geben; ihnen gebühre nicht ohne Wissen und Wil- geistlich-und weltlicher Obrigkeit neue Lehre und Ordnung aufzurichten; M Kinder» Tauff sey viel hundert Jahr in der Christlichen Kirchen gehalten .Men; Dtwum ihre Tauff billich eine neue Lehre zu achten, so vormahls nie Mrt, die Kayserl. und geistlichen Rechten verbieten den Layen, in Glaubens- Mcu'n zu üispuclren; Die Beklagten verstehen die Schrifft nicht, legen sie ö,7 nach ihrem Gefallen; Vergessen dabey, daß ihnen nicht gebühre, darin- grüblen, oder dteselb auszulegen, sondern nur den Hochverständigen und Mffrgelchrten. Wo dieselben gar zu Zeiten geirret oder zweifflich gewesen, 'haben sie doch solchen Irrthum der Kirchen unterworffen, und bey derselben gMben; Wo sie aber darwider gehandelt, seyn sie für Unchristen geachtet, und ^afft worden. So glaubten alle Christglaubige, daß unter der Gestalt des tzM und Weins, der wahre H. Fronleichnam IEsu Christi mit Fleisch und h?gEcn und verborgen; Daher diesen sechs Personen nit gebühren wol- (M'der so viel I0OO. die Schrifft anderst auszulegen; Sondern bey der all- tzMnen Kirchen zu bleiben; Wie es im Glauben laute; ich glaube an die H. HvAtliche Kirchen, Gemeinschafft der Heiligen rc. Er Ankläger sey Zwar, lüsM habenden Befehls nicht schuldig, in Upmaüon der Schrifft sich einzu- fM; Weil Königl. Majest. als Herr und Landes-Fürst, diese Lehr für ver- ana H ""d ketzerisch bereits erkennet: Und nachdem die Beklagten, auch über gewandte vielfältige Christliche Vermahn- und Unterweisungen, von geistli- (v'h gelehrten, und weltlichen Personen, von ihren bösen ketzerischen, Hutisch, hMMpgclischm, Zwinglischen Lehren nicht wollten abftehn; sondern darauf "Nackig beharrten, wiederhole er voriges l'erirum um Urtel und Straffe. fern Beklagten liessen sich durch einen aus ihnen, Hannß Schützenecker, DwI verantworten; Sie wüsten nochmahls sich in kein Recht wider Königl. te?M. einzulassen; Sagten, daß noch niemand kommen sey, dersiemitSchriff- desl Nvmwen hätte. ES seycn zwar ein oder mehr Personen bey ihnen ge- ci^IMie etliche Schrifft-Stellen aus der Bibel fürgebracht; Da aber wider Mchrrfft-Stellen dargegen geschct, hätten sie selbige nicht vergleichen, UnM.le Schrifft mit Ja oder Nein auölegen wollen: Der Christlichen Kirch Üb Gemeinschafft der Heiligen, ftyen sie nie zuwider gewesen; Wollen hier- c geduittg leiden, was ihnen möchte auferlegt werden. "un gehörter schrifft- und mündliche erocei8, beyderseits geschlossen, f Sach von den E-ssoren erwogen, und in Berathschlagung gezogen; ll-'agte hierauf der Stadt-Richter Geörg Bischoffer jeden aus ihnen um Gg z Recht Inno, ckE -527» 2Z8 Georg Vischer, Hannß Schachmaner, Hannß Schmidthucker. Michael Kernstock. Stephan Kayser. Georg Pranauer. Sebastian Abstorffer. Geörg Herling. Alle des Raths, und Genannten Mittels zu Steyer. Michael Widtmer von Lintz, hatte nach den Zuvernumb,die andereStiM, und sprach: ES sey schwer ihme als einem Layen, GOtt und weltlicher GschE ten unerfahrnen-in diesen Sachen zu urtheilen. Jedoch aber aus GehorsiM wolle er sein Gewissen, und Verstand für sich nehmen, und spräche demnach L' Recht; daß die beklagten Personen noch 2. Monath lang, lautKönigl. MaiT ausgegangner OenerMn, durch gelehrt- oder ander verständige Chriftglau^ ge sollten unterrichtet werden, von ihrem Irrsal abzustehen; Wo nicht, alsdE auf einen geschwohrnen Eyd, und Urphed, ausgelassen, und Königs MaM» Erblande ihr Lebenlang verwiesen seyn; diesem Urtel haben beygestimmt; Colman Dorninger, Hannß Winckler. Peter Weiß, Niclas Kölnpeck. Michael Hamberger. Bartlmee Hirsch, Alle von Steyer. Stephan Aichinger von Lintz. Hieronymus Gaunoldt und Wolffgang Püchler von Welß. Hannß Kirchmayer und Michael Gärtner von Ennß. Georg Gstettner, von Gmündten. Thomas Stampfhauer des Raths zu Steyer, fället ein solches Urtel; Beklagten, sollten die 2. Monath lang, laut der Kayserl. Oeneralien, ob sie l nachmahlen bekehren würden, gefangen liegen, wo sie aber nit wollten, E! verflossener solcher Zeit zur Stund auf offnen Platz, an Pranger gestehet, ' nach mit einem glüenden Brand-Eisen, an die Stirn bezeichnet, und aus > . nigl. Stadt Steyer und Erb-Landen ihr Lebenlang verwiesen werden; sind in ihren Stimmen zugefallen, Michael Weglein, Sebastian Rockenburger. Mert. Kriechbaum, Augustin Prandtner; Alle von Steyer. Florian Schaunberger von Gmündten, war der Meynung, die beklag^ Personen, sollen nach Ausweisung Königs Majeft. Oeneralien aus dersiw Erb-Landen verwiesen werden. Geörg Mültaller von Vöklabrugg, hatte auch ein besonder Urtel gei^ nemlich essollten die beklagten Personen, mit Ausreiffung ihrer Augen gechd und aus Ihr. Königs Majest. Erb-Lande verwieset! werden. p Hierüber machte der Stadt-Richter GeörgWischover, den Schluß^ schöpffte, hindan gesetzt der mehrer» Stimmen, folgendes Urtel; Die Dcw Recht und Urtel. Hieronymus Zuvernumb Bürgermeister zu Steyer war der erste, und kormirte sein Votum dahin; Es sey nemlich an und vor sich klar, daß entweder die sechs verstockten Personen müssen Ketzer seyn; Ober Er und alle die zugegen wären: Nun halte Er sich aber selbst für keinen Ketzer, sondern die beklagten Personen; Demnach sollten sie als Ketzer, mit dem Brand geftraM werden; Aber aus menschlicher Erbarmung, erstlich mit dem Schwerdt gerE tet, und nachmahlen ihre Cörper zu Aschen verbrannt werden; MännigM zu einem Exempel. Dieser Meynung seyn beygefallen: Andre Vorster. Wolffgang Freinberger. , Wolffgang Rumpes Utz Panner. Hannß Widtmer. 2W A sollten allen Chrtstglaubigen zu guten Exempel/billich zur Straff/ aus der ä-w« und Pfärrlichen Gemeine und Bürgerlich Wesen, von allen andern ^.gläubigen gesondert und ausgeschlossen seyn,und im Gefängnis wohl verwahret gehalten werden; so lange biß sieldurch Gelehrt, und Verständige ih- es ^rrsahls unterwiesen, und sich von solchen irrigen Glauben und äetten wie- "Um zum wahren rechten und Christlichen Glauben bekehrten. Der dritte / so von Königs, und zwar zum andertenmahl angeklagt, war Muß Hoher Schuster, der Steyerischen Widertauffer gewester Schatzmei- s,: Welcher, nachdem er, wie vor gemeldt der Gefängnis neben andern erlas '''/Und zu Gnaden angenommen, wider sein Gelübd und End, abfällig,sich vn neuen zu der Widertaufferischen Lehr begeben; daher abermahl eingezo- N worden rc. Der ward durch das, vor angedeuter massen, besetzte Gericht, AUtag polt keminilcere 1528. dahin verurtheilet, weil das Kayserl. 6energ!e, Mn Personen, so sich in der verführischen Lehr, verwickelt, wider davon fas H^üus milder Gnad, noch eine Zeit zulasse, sott solche Begnadung auch dem Aer nicht versaget, sondern zu seiner Bekehrung Zeit gelassen werden, doch U straff seiner Wanckelmüthigkeit und Abfalls, soll er z. Monath lang ge- ,Aich gehalten; Alsdann auf erfolgte Bekehrung und leistenden neuen Eyd, Mer ausgelassen werden; Wegen beyder dieser Urtel, hatsich der Küntglbe- Mehret, und an das Regiment zu Wien sppellirt, von dannen ist nachfolgen- "eclgfJrion vom 21. VIzurück kommen: , " Ferdinand rc. Getreuer, wir habeu die Schrifften, so der Ehrbar, ge- ''Mt,Unser getreuer Wolffgang Künigl, Unser Ankläger auch die sechs Per- Mn zu Steyer, die auf ihrer unchristlichen Setten und Lehre verharren, und ''^nnen bleiben wollen, vor dir und deinen zugeordneten Rechtsprechern, ge- 'Minander eingelegt, und Unfern Statthalter, und Regenten , unser N. O. „Ade, ^ppellauons- weise, zukommen seyn, vernommen. Nun tragen wir alwiu Befremdung, können Uns auch nicht genugsam verwundern, daß und die Rechtsprecher daselbst, in dem Urtel, so auf die berührten Schriff- A,und der bemeldten Personen verharren, auf ihrer grausamen, verdamm- »>l i?/und vorhin unerhörten 8ett; Ohngeachtet Unsers ergangenen Oene- , darinnen doch lauter und klar, Maaß und Ordnung begriffen, ,'Uallet worden; dermassen zerspalten, irrig und getrennet gewest; Und zum widerwärtige null und nichtige Urtel gesprochen. Demnach so nehmen der ersten i z. gegebnes Urtel, daß die berührten Personen, die also auf ih- ,'A unchristlichen Händeln bleiben, mit dem Schwerdt gerichtet, und nach- ,'Mlen ihre Cörper verbrennt werden, hiemit an; und lassenUns daß solches ,,'iz i gegen ihnen vollzogen werde, Wohlgefallen: Dann die nachfolgenden .,i?'Und7. auch eintzige Stimmen, wie die in dem Urtel angezeigetwerden,thun >'llü! gäntzlich ab; Und Heden die als eine Nichtigkeit, und unförmliche Hand- 'M auf; Und befehlen wir darauf, daß du die obangedeuten ersten iz. Stim- Au an mehrgedachtcn verhärteten ketzerischen Personen, ohne fernere 80- °/ät der Rechten, mit dem Schwerdt und Verbrennung der Cörper, un- .^Higlich zur ^scurion und Vollziehung bringen lassest; und die Sachen der- ,M?eu bestellest, und einsehen thust, daß dadurch keine Gefahr, Nachtheil Schaden zu besorgen. Dann wo einigerley Unrath daraus erwachsen »Uns , wollen wir Uns die Straff htemit Vorbehalten haben. Ferner ist auch -.sA^kBefehl, daß du der ersten, und andern iz. auck)7. und der einigen Per- »'e.n^uuff, und Zunahmen, die ben dem gemeldten Urtel gesessen haben, wie >,sAAer seine Stimm gegeben, aufschreiben lastest, und solches gemeldten Un- tEhalterundRegenten fürderltch zuschickst,und hiermnen nicht anderst >,^lest, noch damit verziehest rc. Daran thust du Unsere ernstliche Mey- des Heher Sach aber, ergieng die veclaratlon dahin; Es habe der "vr-Richter zu Steyer,mit samt seinen zugeordneten Beysitzern, denen aus- gegang- Innu, ckriSl »rri. 240 W )O( __ . gegangnen Kayserl. zuwider, ein verdächtiges und nichtiges Urtel gesprochen; welches hiermit csMrt werde. Und dieweilen angedeute die für ein Gesetz zu achtes klar in sich hielten, wie gegen dergleichen Personen, wie der Schuster Hehersey,solle proceckrt werden, so wird dem Stadt-RE ter auferlegt, Krafft solcher lUanclzren, mit der darinnen begriffenen Straffe, ohne weitere Vorstellung, und Solenmcätder Rechten, stracks verfahren !" lassen. Hierauf nun seyn die sechs zum Tod verurtheilte Personen, Samstags vor Invocsvik, und über eine Zeit hernach, der Schuster Hetzer in Beyseyn ojM dachten Künigl,des Stadt-RichterGeörgWischover, Wolffgang Rumpel, ter Weiß und Niclasen Kölnpecken, erst mit der peinlichen Frag angriffen E den, darinnen bekannten Sie einhellig, von der Christlichen Kirchen und aeip lichen Obrigkeit sey so viel zu halten, als in dem Wort GOttes davon begriffe"' Der weltlichen Obrigkeit sey man umerthänig, und Gehorsam zu leisten sw"'' dig,in Sachen welche Leib und Gut beträffen; DieWiedertauffeseyjedenVE fchen nöthig zur Seeligkeit; Es seyn nur zwey Sacrament, die Tauffe, deö HErrn Abendmahl; In diesem seyn das Brod und Wein, nur Zeichen s Leibes und Blutes Christi; Alle Güter sollten unter den Christen gemein siv"' Sie zeigten darneben auf die gestellten Imerrozacoris ferner an, wie und tvao gestalt Sie in solche Lehr gerathen; Wo und von wem sie sich tauffen lassen, E das Brod gebrochen; Wer ihr Vorsteher gewest, und was sie von selben geE ret worden: Unter andern aber von ihrem Kennzeichen sagten sie, wann ei" Bruder zum andern komme, so grüsse er ihn im HErrn; Dagegen antwort derselbe, danck dir GOttimHErrn; Und gebe ferner die Frag auf, kommst vor oder nach dem HErrn? Wann nun der fremde Bruder antwortet, er E me vor oder nach, so werde selber für keinen rechten Bruder erkannt; AM aber, Wanner spricht, er komme in Christo, oder mit demHErrn; Sie deka""' ten auch, daß sie in der Gefängnis, sonderlich wann sie vor Recht geführt den, desHErrn Abendmahlgehalten, das Brod gebrochen, und sich darnfft l" der Beständigkeit zu verbleiben, untereinander getröstet. Endlich am Montag pott juöics seyn vorgemeldte sechs Personen,also a"ev im Monath May hernach, Hanns Hetzer Schuster, wie nicht weniger folgens auch Leonhard von Schembach, ein Tischler-Gesell, Hanns ein Schneids von Görtz, samt noch andern dreyen, so auf der Herrschafft gefangen laM und von Gärften dahin auögeantwort worden, mit dem Schwerdt hingerE' Vorgemeldteö Schützeneckers Weib aber, ertränckt; Und diese todte Cörp^ alle zu Aschen verbrannt. Etlich andere, die es in der Lehre mit ihnen hielt^ wurden mitLandes-Verweisung gestrafft;Viele vonMann-undWeibs-Person^/ auferfolgte kevocJrion, gegen geschworne Urphed, wider ledig gelassen; ttst". so in Verdacht dieser Lehr gewest, darunter Veit Pfeffert, Leonhard Koberg Hanns Wißhauer, und andere, haben sich bey der Regierung zu Wien l"" Airet. Es hat zwar das Regiment befohlen, diejenigen Häuser, darinnen dieAA dertäuffer ihre Versammlungen,Tauff und Abendmahl gehalten,abzubrech^' Weilen aber solche Häuser, mit dem Eigenthum andern unschuldigen BM-E. gehörig gewest, haben dieselben sonderlich Barbara Gutbrodtin Wittib /v' auch ein Haus, ihren Kindern gehörig, mit darunter gehabt, aufihre . rion erhalten, daß solche Zerstörung unterblieben ist. Gedachte Regier""" ließ nach vollzogener Lxecmion, an Hieronymen Zuvernum, BurgernE^ Michael Kernstock, Hannsen Fuxberger, Geörgen Pranauer und SebaM"! Abftorffer, einen Danck-Briefabgehn, daß sie in dieser Oiminsl- Sache göw chen Gesetzen, und Ihrer Majestät ^lanösren gemäß, geurtheilet hätten; D" an Jtzr.Majeft. ob ihr jedes Person, und Urtel gar ein besonderes Gefam trügen rc. S" 241 In diesem Jahr ist der Stadt-Thurner, welcher bis daher seine Woh- ^-um, ^M und Wacht/ auf dem Hauß am Thabor, oberhalb dem Steyer-Dorff sMbt, von dannen auf den Kirch-Thurn gesetzt worden. . . Indem es nun um diese Zeit/ nicht allein bey der Stadt Steyer, sondern o H an vielen andern Orten und Städten in den Oesterreichischen Landen zu .Maud Aenderung in der Religion sich ansehen ließe, wolte man zur Ursach dec grossen Fahr-und Nachlässigkeit der Prälaten, Pfarrer, und an- crex Geistlichen viel Schuld geben. Solchen Veränderungen nun vorzukom- "'^vurden in diesem Jahr von König!. Majest. Vi6c^non8- und kieformari- wie an andere Ort in diesem Lande, also auch hieher gen Mer gesandt; die begehrten vom Rath fürnemlich Bericht, wie hiesiges ^Wen-Wesen/ mit Verrichtung deö GOttes-Dienst, Lehr-und Predigten Miffen; Was für einer Religion die Burgerschafft zugethan; Und worin- ^ '^.etwann Beschwär oder Mängel hätten, solches ihnen anzudeuten. Wel- ä. lwauf geschah in Schrifften , die dem Abt zu Gärsten fürgehalten wur- tz/ '.^lsodaß hierüber beydeTheile gegeneinander verfuhren; so alles hieherzu iw,?chuen weder dienlich noch nöthig; doch wird summaricer die Hauptfach zu . Mn ssyn. Demnach beschwehrten sich die von Steyer, wie daß lange Zeit die gestifften GOttes-Dienst, Jahr-Täg, Processonen und dergleichen ^ diesiger Pfarr- und Spital - Kirche, nach der Stiffter Willen nicht ver- k-V worden; Ungeacht die Clofter-Leut zu Gärsten, der hierzu gestifften rm a?, und Güter geniessen ; Es würden keine taugliche gelehrte Prediger die r ^5"fter; Auch deren an der Zahl viel zu wenig, gehalten; andere aber, Predigten und Lehren geschickt und tauglich, abgeschafft; daraus denn UMt daß fremde Prediger, und Lehrer sich unter hiesige Gemein ringe» ^"chen und zugleich die Sccte der Wiedertäuffer entstanden rc. Ken ^'^wider beschuldigte, Abt Pangraz zu Gärsten die von Steyer, sie selb- Men zur Neurung und fremden Lehren Luft; Das sey abzunehmen, an NH Stellung des Münchs cslixci, welchen sie, ungeacht er Abt den Rach te ei?, vermahnet, auch durch Edle und Unedle beschickt; dessen irrige Leh- E, doch nicht abschaffen wollen; sondern ihm unter die Augen mit ky?, rgetrohet, wo er Cglixwm nicht wolle predigen lassen: Dergleichen seyW geschehen , mit ^Zitter Michael Förster, und nachmahls mitHann- Fvktt Würger, Geselln in der Pfarr, und öeneKeiacen bey des Friederich Mm/ Welchen sie von Steyer, eignes Gefallens, zu predigen auf- ^uangesehen er Abt solches nur gewisser massen gewilltget, wofern M er Weinberger sich Priesterlich halten, und in seinen Predigten nichts übe^^becs oder seiner Anhänger Lehr, nit einführen würde. Welches er Ht gehalten habe. So hätten über biß die von Steyer, das alte llllvs UuM'.welches GOtt unfern Erlöser und feiner werthen Mutter, Jungfrau- zu Ehren zu singen, Christlich auf uns kommen, abgeschafft und y^Machtung der Gebärerin GOttes, das neu gemachte iälve eingeführet, , wiges durch den Weinberger auf der Cantzel, zu grossen Ergermß rühs plomoviren lassen: Daher kein Wunder, daß sich auf solche Aende- lM" ^gleichen Früchte mit den Wiedertauffern und Serien zu Steyer sehen Ayh'. Weilen auch bey solch und andern eingerissenen Unordnungen, fast alle und Eyfer zum GOttes - Dienst erloschen, und die Unterhaltung der . Mi>^n M abgenommen; habe sich Niemand zum Gesellen-Stand in der wollen gebrauchen lassen; daß also die Schuld der nicht verrich- dey ^§ttes:Dienst, vielmehr denen von Steyer, die solche Unterhaltung hcH-^Mchen entzogen, zuzuschreiben: Er Abt habe auch bey dem Rath nies Zögers gewiesen Bericht aller Stifften aus den kunllstionen erhalten von Steyer nun wolten hingegen das An- und Vorgeben desAdtS wegs geständig seyn; zogen ihme'hoch an, die Untüchtigkeit dereineZeit Hh her Lnnu, Lkriüi 1528. 1^29. 242 her eingesetzten ungelehrten Prediger; Welche keinen geschickten neben sich^ den wollen. Kleiner Michael Forster sey ein geschickter und gelehrter PE ger gewest, dem Closter Gärsten wol angestanden, und kein Zweiffcl, lvtiM er und Bruder Olixtus zur Zeit der Wiedertauffer gelebt und alhie gewest/ d/w solche 8eLke so weit nicht überhand genommen hätte. Mit dem salve sey kein andere Verkehrung fürgegangen, dann daß es auf Christum gelven^r und gestellt sey: Dieweil es dann ein geistlich Gesang, und auf Chrrstuml^. fern 'Heyland und rechten Felsen der Christlichen Kirchen geleitet, und »M offtmahl vor diesem , weltliche Lieder zu geistlichen Sinn, in einer Melodn gestellt, und aufder Orgel und im Chor gesungen und geschlagen; dartrtd ' die Geistlichkeit nie geredi noch geschrieben; so sey ihres Erachtens viellver-E das vorgemeldte salve, welches auf den Herrn Christum und nicht zu Spott ner lieben Mutter der hochgelodten Jungfrauen gerichtet, für Unrecht zu ten. Unter andern Beschwerden wider die Geistlichen, gedachten sie auch' P damahligalhiesigen Prediger-Münch, mit deren Wandt Sie auch nichts zufrieden wären. Das Prediger- Closter (sprechen die von Steyer) ist dtM Unsere Vor-Eltern allhier verstattet und vergunt, mit wenig Pecsohnen, ei^ Erbarn Geistlichen Wandels, und besonderer Ordnung; Nun aber seynwss gar zu viel worden: Sie halten sich wie die Bettel-Münch, und istwenigw^ kein altes Mütter!, oder andere Persohn, darben sie einiges Vermögen, oe . Müdigkeit ausforschen; so schleichen sie sich zu, was zu erschnappen; ll" wann dieselben Mütter!, nichts mehr eignes haben, arm, alt und kranck E den, achten sie dieselben gar nichts mehr; kiesens sterben und verderben; muß man sie dann zu letzt aus Erbarmung ins Spttal tragen: Sie solten e>> versperrtes Closter, wie Closter-Brüdern geb.ühret halten, nicht Alt undIE spat und früh, um Trinck Wasser, aus und eingehen lassen; So aber, tM sie ein Thür durch die Maur gebrochen, aufs Wasser die Ennß hinten kstn^ da dann Nacht-Wache und Wehr in Kriegs-Läufften muß gehalten weE Man hat es ihnen mehrmahlen untersagt, aber kein beständige Wendung dE nen gethan. Unsere Vor - Ette n habens aus Erbarmung, und ohn allen fel in guter Meinung hier unterkommen lassen; was für Nutzen daraus ersE siehet man wohl: Wird demnach unnnöthig seyn, .'viel zu melden von ikste" geistlichen Leben. Welche Theil nun, Steyer oder Gärsten hierinnen Recht oder Urst^ gehabt, ist nunmehr ferner nicht zu ütthmiren: Vielleicht ist bendes bey bcv^, gestanden. Daher sie die Sach zur Erkänntnis, der König!. Villrarions mMrien nicht kommen liefen ; grieffen zur Güte, und kamen im April 0 folgenden Jahrs 1529. zusammen; erwählten aus ihnen etliche Perfol durch welche der Vergleich gemacht wurde, des Innhalts; ,-Die von Steyer bekennten Anfangs, daß der Abt zu Gärsten über „Pfarr-Kirchen zu Steyer der rechte Obrist Pfarr-Herr sey, und baten „aufdenselben drob zu seyn, die GOttes Ehr bey St. Gilgen, wicesvon^ ,.ters Herkommen, laut der Stifft Briefs, welche dem Abt in Abschrift^ „gen solten, durch Erbar, gelehrt- und verständige Priester zu ersetzen: „sen sich der Abt, hingegen erbotten; Und versprachen die von Steyer, „zu seyn, daß denen Priestern, alles was die Stiffmngen vermögen, ttt^' , „solle gereicht werden. Bey diesen Vergleich nun will ich die Religions- „del eine weile ruhen lassen, und erzehlen, was sich in diesem 1529. Iarss' „dem Erb - Feind, dem Türcken, verlosten. Derselbe nun hatte in seinen! tyrannischen Sinn sick vyrgenoE,§ gleich wie er in kurtz vergangenen Zeiten , auf die traurige Nive^lag Ko'^ Ludwig von Ungarn, und der Land - Herren desselben Königreichs blncu.-, keit, sich guten Theils derselben Cron bemächtigt; Also auch die OeMA^ schen Lande, bevorab die Haupt-Stadt Wienn in seine Gewalt und Diem'^n keit zu zwingen. König keröinanüus war damahlen zu Linz; dessen 243 Maß den 74ten Iunii nachmittag, bey einem grossen Donner-Wetter, eines ckE Mgen Sohn, der in der Heil. Tauss keröinsnöus genannt wurde. Warum 1529. ch oder dieses erzchle, kommt daher, weilen kurtz zuvor denen von Steyr durch Mhi aufgetragen ward, bey ehrlichen gesunden Frauen zu Steyer, die neu- Zeit ihrer Geburt erledigt und aus dem Kindbett kommen scyn, fleissig Nachfrage zu halten; selbige nebst ihrem Alter und Wesen der Königin Schatz¬ meister, Herrn Veiten von Thurn anzuzeigen, um aus denselben eine Säug- Mrm zu Wehlen. Daß geschah, und wurden viel selbiger Zeitsäugende Frau- m und unter denselben des Sebastian Abstorffer, und Sebastian Reschen AEiber benennt; Welche aber aus ihnen durch den deßhalb hieher geschickten Cammer-Drener zurSäugamme erkohren worden, find ich nicht aufge- i^ichnet rc. 8ub clseo i6ten August, erinnerte König kerömanllus durch ausgegangne MNe Oeuersli», essey eylends Kundfchafft emkommen, daßderTÄrckücheKay- 8olim-rnu8 den lbrabim öatlA, mit einer Anzahl Volcks, voran geschickt; selbst aber in eigner Persohn mit einen gewaltigen Haussen, bereits über die Mu gegangen, und ziehe jetzo auf Ungarn zu. Er habe ihn den König, nut pichen unversehenen Zug, dermassen übereylt, daß zur Gegenwehr keine Mund zu feuern , zumahlen des Türcken Macht, und Menge, so groß als 8 rue gewesen; Auch so siarck neulich wider König Ludwig nicht gezogen. Küdey nun wurde männigltch ermahnet, solche Gefährlichkeit, Jamme- und MH wol zu behertzigen; Mit Befehl, daß jeder mit der jüngst bewilligten Rü- ?Mn Pferden und Knechten, auf den zten Sept, zu Bruck an der Lewa AHiß erscheinen sötte; dahin auch das andere aufgenommene Kriegs -Volck kommen werde. .Hierauf hat die Landschafft ob der Enns, zum g-'m-imn Aufgebott, über , vorhin nut einen Fändl zugesagte Hülff, noch ein Fändl Knechte geworben; Zugleich unter andern, von den ledigen Persohnen, Handwerckern und der- L^chen, die nicht um Jahrs-Besoldung dienen, den Leib-Wochen-Pfenning; M denen aber, welche Jahrs-Besoldung haben, von Gulden i. Kr. Von ^Aden Persohnen, Kaussleuten, Lrocuraroren, von Gulden seines Cinkom? üsAtz H Item, von eingelegten Geistlichen Gülten vom Pfund 24. Pfen- M zu reichen gewilligt; Man solte auch in allen Pfarr- und Haupt - Kir- Truhen auftichtcn, und die Leut vermahnen zur Hülff wider den Türcken einzulegen. Obrister Feld-Hauptmann in diesem Lande war damatll ver- Mck, Herr Hannß Herr von Stahrenberg; zu Viertel-Hauptleuten, Eraß- Mb Grcisenecker, Caspar Schallenberger, Caspar Malowitz, Hannß Stadt- und Adam Schweiubeck. L König ker6lnsn6u8 nahm zwar erstgemeldte der Landschafft gewilligte MA zu Danck an; doch aber weil des Türcken Macht so groß, und derselbe Madt Wien» zu belagern Willens war; daher ein gröserer Widerstand dj?c?öthen - Ergieng demnach das Aufbott, des Persöhnlichen Zuzugs; daß ^ Prälaten und Städt durch die Ihrigen; die vom Herrn - und Ritterstand jMw eigner Person aufs stärckste auf seyn, und den 2. und zten OUobris ^'ld zu EnnS erscheinen, und alda weitern Besch» ids erwarten sollen. Inmittelst kömmt pfaltz -Graf Friederich, des Reichs verordneter, ^Alster Feld-Hauptmann wider den Türcken, auf dem Wasser zu Lintz an; sts. ^bm waren seine Brüder, Heinrich Bischoff zu Utrecht, Johannes Bi- M Zu Reqenspurg, und Herzog Wolffgang. Sie wurden vom König, Fer- lie sehr freundlich empfangen und zur Abendmahlzeit geführt; Und als sMMnanöer viel vom vorstehenden Zuq gerathschlaget, beglücket der König seiner Gemahlin und Schwester, Königin Mariavon Hungarn Wck- - , dm Pfaltz,Grafen, des änderten Tags wieder ins Schiff , und verekme Zwey schöne Roß, mit Gulden und Scharlachen Decken geziert. Als ev L h 2 der Lnnu» Lkriüi »529. 244 _ W _ der Pfaltz-Graf gen Grein kam, erhielt er Kundschafft, wie der Türck E reit bey Wienn ankommen sey. Solche Ankunfft des Türckischen Kaysers in eigener Persohn, vor die Hauptstadt Wienn, mit 320000. Mann, geschah am 26sten Septemb. wurde also zur Belagerung ein schrecklicher Anfang gemacht. Dieses verlud digte der Landes - Hauptmann denen von Steyer, Montags vor St. Mich^ kis; Er hab selben Lags, von König!. Majest. gewiese Kundschafft, daß der Türck alle Flecken um Wien, auch Eloster - Neuburg abgebrannt; Alle söhnen darinnen erdärmlich niedergehauen, und mit solcher Tyrann«) sE Streiff-Zug, dis über Mölck gethan: Und sey zu besorgen, er möchte in, ff' nem blutgierigen Fürnchmcn, biß in das Land herauf rücken. Damit iM aber Widerstand und Abbruch gethan werde, sollen die von Steyer zur Stt^ aufs stärckisie auf seyn, an die Ennß ziehen, die Furth vergraben, das^l^ abjähen, damit man die Ennß nicht reuten könne; Auch sonst, wo des cken Volck heran käme, ihnen den Paß wehren; Und so lang verbleiben, »w ihnen mit dem Zuzug Entsatz folge. Diesem kamen die von Steyer fieM nach, mahneten die Burgerschafft auf, und würben 120. Mann: St^ Hauptmann war Colmann Dorninger. Hieronymus Haider zum Dorff/ d Stadt guter Nachbar, erbott sich durch Schreiben, derselben 40. MannM- Rüstungen wie sie es begehrten, in dieser Noch zu Hülff zu schicken. hielte wie aller Orten, im Land also auch alhie Proceffiones; die Leute wu^e» zur Buß und Gebet vermahnt; daß der Allmächtige, dre vorstehende grose fahr abwenden wolle. König Ferdinandus begab sich (wie die hiesigen zeigen) bey dieser Gefahr von Lintz nach Prag. Worauf der Lands-HE mann die von Steyer erinnert/ man fürchte die streiffende Rotten von HAA ren, werden jetzt vor Ennß rucken; sie sotten alsobald etliche Flöß dahin ten: Diese Beysorg war nicht vergeblich; dann am Pfingsiag nach MickE kam der Türck in 6020. starck gen Amstetten, machte alles nieder, was sie traffen; Viel Ort, Flecken und Dörffec, wurden verbrannt, darunter Neumarckt- Und schreibet Erhard Wildt, ein fürnehmer Burger, und herna^ Stadt^Richter zu Waidhofen, ander Pbbs, in seinen ausgezeichneten^ bllibus, daß er alda zu Neumarckt, von denen Türcken gefangen worden; sey ein solch große Furcht in den Leuten gewest , daß ein einiger Türck rao. Christen gejagt habe. Weil nun diese Gäft der Stadt Steyer, so nahe kamen, so vecursE solches nicht wenig Schrecken und Forcht: Die Burgerschafft und gewoE Soldaten, sammt der Herrschafft Steyer Unterthemen, untern Pfleger Cd Hard Marschall stellte man in die Wehr, warff Schantzen auf, und lvuro die Stück auf Thürn und Mauren gezogen; Weib und Kinder aber an e sicher Ort zu fliehen zugelassen. Deren zog eine ziemliche Anzahl, mit WA, und Wehklagen von ihren Männern und Vatern. Als deren ein theil ihren AU durch Neuhofen nahmen, erzeigte ihnen Herr Wolff von Losenstein , in 0 Gschwend, gar eine schlechte Nachbarschaft und dourcelle, ließ dieselbe» . nen gantzen Tag, und zwo Nächte aufhalten, so lang biß sie ihm 32. fl. D'" einer besonder» Verehrung geben musten. Ob nun wohl der Türck wie vorgemelt so nahe herbey kommen, soU sich gleichwohl in den nicht, daß er vor dißmahl über den EmrßA.h gesetzt hätte; Ob ers wohl offt versucht, doch umsonst, weil die Ufer und aller Orten mit Volck und Geschütz besetzt waren: Nichts destoweniger .E hat dieser streiffende Haussen in 30000. starck, welchen östtä OZKm theils gegen dec Steyermarck zu, theils an der Donau herauf und geführet, dieser Orten um Steyer, und im Viertel ob Wienner WE so daran gräntzet, gantz erschröckltch und tyrannisch, seiner Art nach, set; Wie solches Urllnug Velmus in seiner Beschreibung ( der in der ne LimomsScttsrllü zu finden) erbärmlich erzehlet; »» Insuclira lurci(spkU) 245 »er) ellerstse immsnicatis Lxempla ecköere, 6ieg no^esque mcencZüs conti- ^nnu« - nuqrunt; prsellsm ex Komimbu8, jumenris, pecuclibu8 , Regue kamiliari -'^erum; nnüum cruöelitgtig genug, interim omittentes, cselig cru6elem in »Mv6um quv8 captivos ckicere posse öelperabam: In mulieres gc teneram secs- ,-lem omni IH6ine imemperantilli ne abull, prsegnantibus excilo utero kos. "tuš eripientes, psrnm , terra, slliterunt, psrcim, ksttig perkxog ssnguine ro- ''^^^>U8 ferebsnt: k^x prZella quse ierre non poterant, peröiöerunt.,, Haben Ubs mir Feuer und Schwerst verheeret, Leute und Vieh weggeführet, die gefangenen, so ihnen nicht folgen können, niedergehauen, und gar keine Musamkeit unterlassen; Weiber und unzeitige Mägdlein viehischer Weiß ge¬ landet, die schwängern Werber ausgeschnitten, die Geburt aus dem Leib ge- M,Jungs und Alts auf die Erden niedergebunden/mit ihren Kopien durchs wchen, und also angefpiesset, blutig daher geführt- Indem ich aber solches Mle, und andere es lesen, wäre wohl zu wünschen, daß wir diese verübte ^ausamkeitengn unserer Steyecischen Nachbarschafft begangen, (welchedoch vey lveiten nicht also können erzehlet oder beschrieben werden, als groß wohl ^ erbärmliche Elend damahls wird gewest seyn) auch nach jetziger Zeit, öss- bedächten, Buße thäten, und GOTT fleißig bäten, uns, unsere Kinder, "."o Nachkommen, vor solchem gräulichen Jammer gnädig zu behüten. Weil "er dieses nunmehro eine alte, über hundertjährige Geschrcht lst, so dencketfast 'kmand mehr daran. Gleichwohl seyn auch die erzehlte unmenschliche Thaten, manchen Tür- auch sehr theuer zu statten kommen; Dann das Bauer-und Land: Volck, ' M) von der grossen Furcht und Schrecken wieder etwas erholet, haben sich M Orten zusammen gehäufft, die Türcken, welche sich auf dem Rauben zer- dort und da überfallen; deren eine grosse Anzahl erlegt; von den Hö- gMut Steinen todt geworffen; viel gefangen, in die Städt und Ställe ein- g^Errt, alsdann mit Feuer verbrennt; auch ihnen viel vom Raube wieder Wammen. Und aedenckt gemeldter Ursmus, daß auch das Werber - Volck , ^dry tapffer, ja männlich sich erzeiget und geholffen; Als weiche sonderlich eweni Dorff ein denckwürdiges Treffen gehalten hätten. Unter währender Belagerung der Stadt Wienn, kam Herr Sigmundt hj'^nreutter gen Steyer, mit Orelliriv. Schreiben, von der Königl. Majest. lMrlassenen Rächen, und brachte für: Es Härten die jetzo zuEnnßversamm- -and-Stände gewilliget, zu ?rovi3Mirung des Kriegs - VolckS, ihr Getraid verabfolgen zu lassen, und in die Städte zu führen; doch der- daß jede Stadt, dahin solches Getraid gebracht wird, gegen dieselben 8, ^-Stände der Bezahlung halber sich verschreiben solte, für ein Muth Korn u',.?'.und Habern fl. Dieweil dann solche kroviamirung der Christenheit, Ho vevorab der belagerten Haupt Stadt Wienn, und der darinn liegenden er^.^cheii Kriegs - Leute höchst - nöthig; und ohne das die Stadt nicht zu diaa " wäre; Als solte die Stadt Steyer Jhro Königl. Majestät zu gnä- seo Ä Gefallen solche Verschreibung, an die Land-Stände thun ; Hingegen P.Sönjgl. Majestät erbietia, wann der Obrist - krovisnc - Meister, Marx ^nhvon Leopoldtstorff, Königs Rath und Vizdom in Oesterreich , solches zil tz.Ab abholen werde, sich der Wiederbezahlung wegen, ingleichen gegen sie ^.^Areibcn, und das Geld darum außzuzahlen ; Auch die Stadt hierin» lein phalten. Solches zu thun , haben die von Steyer sich nicht als sHg^bottcn, sondern auch selbsten bey etlichen Land-Leuten, in der Nachbar- solche Getraidt Liesserung anqemeldet, von denen aber nichts er- bes, !: Welches sie die Königl. Räthe zu Ltntz erinnert, wie sie sich allenthals anmelden lassen, sonderlich zu Garsten und Settenstetten; Allda sqgMhch Getraidt vordanden; Aber an keinem Ort was erhalten. Garsten bov/n hab sein Gedraidt imWeyr; Seittenstetten, es habe es nach Waidt- m gegeben. Hh z ES äluiur ckriLi -532. 246 _ W )o( W ES muß vor Zeiten ein anderer Srvlus in der Prälaten Cantzley, als jetzo, üblich gewesen seyn; Dann ich finde, daß ^nno 149z. Abt VsnecMZu Glawct dem Stadt: Richter zu Steyer, Hannßcn Kölln, geschrieben: „ FürsichtW „ und Weiser, lieber Herr; Unsere Andacht und willige Dienst zuvor. N „ bittte Eur Weißheit demüthiglich, die wollen rc. rc. „ Und gemcldter M Heinreich zu ^cittenstetten, schreibt in gemcldter Gerrard : Sache,an dre vB Steyer: Unser andächtig Gebett zu GOTT, und freundlich - nachbarlich Dienst seyn Eur Weißheit allezeit zuvor bereit, Ehrsame, Weise, gebietende sonders liebe Herren und Nachbarn rc. Welches ich mciöemer bey diW Getraid:Handel meiden wollen. Obwohl nun an derselben dem gantzen terland, und sonderlich der belagerten Stadt Wenn, ein grosses gelegen war; so blieb doch solcher Gestalt angedeute ?rovrEirung, dcrbey die Land-Ler^ einen mehrer» checkt in die Städte, als den Landes: Fürsten setzten, unt^ wegen. Die von Steyer klagten damahleu gegen dem Abgesandten, gedaE Herrn Iagenreutter, Königs. Majestät Räth, welcher von ihnen Ew. Vll' und Herrlichkeit inrirullret wurde, über die selber Zeit vermeinte Themms Es sey (sagen sie) eine Zeit her grosse Theur: und Steigerung mr OetE unter der Bauerschafft, so auf die Wochen-Märckte allhie fahren, entstände^ Also daß dre arme Gemeine den Metzen Korn um 4^. ß. den Wm'tz um Habern um 12. kr. hätten erkauffen müssen; Welches ein unerhörter rM rer Preiß sey. Der Türckische Kayser hatte ihm wohl in seinem Sinn fürgenomimu^ König kerclin^n6-rm selbst zu suchen. Dann als Graf Hannßen von egg, Fänderich, Wo-ffgang von Zetlitz, m einem Ausfall vor Wenn gefa«E und gefragt worden: Wo der König sey? Und er geantwortet: Vier cM zwantzig Meilen von dannen, zu Lintz. Hat sich der Türckrschc Kayser nehmen lassen : (^userqm illum, eriamll 6c m me6 o lmperii. Aber det M lerhöchste legte dem Tyrannen einen Rrngin die Nase ; Dann am uA Ociobrjg (Miche setzenden I8ten) nahm die Belagerung der Stadt Wü"" wieder ein Ende, und der Feind nahm mit grossen Verlust den Abzug. durch dann auch dieses Land und hiesige Stadt wiederum in Sicherheit ret ward. Zur Gedächtnis dieser denckwücdigen Belagerung, ließ DA kecclinanclns golden - und silberne Müntzen schlagen / mit der Uberschrim' Türck belägert Wienn , ^nno 1529. so noch zu finden- , Nach abgewendter FeüldEefahr, seyn die ungehorsame Land-Leut,^ nach vorgemeldtem Aufdott, zu Ennß , nicht erschienen, von Kaysers. Main/,' gestrafft worden: Weil nemlich den erscheinenden und gehorsamen in^eitA sie zu Ennß gelegen, zum wenigsten so viel Unkosten, als vom Pfund Gew E Einlag 6. Kr. austragen, aufgeloffen; so sollten die Ungehorsame solche 6. L' Und zu einer Straff ihres Ungehorsams, noch so viel, und also von jedem P!' Geld i2. Kr. zur Landschafft erlegen müssen; welche Straff derselben vom nig gelassen wurde. änno ^zo. in der Fasten in einer Samstag Nacht,seyn äusser der b^ meinem Haußl, iz. Mann: und Weibs:Personen durch das Stadtgericht/" einer heimlichen Versammlung der Wiedertaufferischen Lehr ergriffen, und r" Halft genommen worden. Mit diesen wurde ein glinderer eroceis, als der ben gemcldte war,vorgenommen. Indem vomLands:Hauptmannder damad" lige Pfarrer allhie, Herr Wolffgang Peter Hellmesser, der Lueger Stifftung^ Ennß, kenekciat. Geörg Bischover/Und Hanns Rockenburger des Raths Steyer dazu verordnetwurden, die sollten in Beyseyn des Bürgermeisters un , Richters daselbst, diese Verhasste, jeden insonderheit exammiren, und an WA sich erkundigen, ob sie aus Einfalt, Unverstand, oder Muthwillen, in dieses verfallen; sie hierauf unterweisen, ihnen ihre Irrtbümer anzerqen, ablcE zur Wiederkehr und koenirenr vermahnen. Dann Könlgl. Mäjest. sich 247 ^t,fürohin solchen Weg zu gehen, und die sich unterweisen liessen, wieder in ^naben aufzunehmen; Die aber halsstarrig blieben, oder wieder abgefallen A"/ 'varen , auch gegen ihre Vorsteher, Aufwiegler und Land - Läuffer, mit der vor- M benennten Straff zu verfahren. Diesem Befehl seyn die Lo^mMnen nachkommen; Und haben mit ihrer Unterweisung iund iVloclersrion so v>el ausgericht, daß diese Leutvon ihrem Irrthum wieder zurechte kommen: Sie agten umer andern, daß sie aus sonderbahren Eyfer, so sie zum Wort GOttes ^'Mn, ihr Leben hätten verltehren wollen. Darunter waren zween, so vor vichrn auch im Gefängnis gelegen und umgekehrt, aber hernach wieder abge- tttkcn; Die bekannten, wie sie aus Furcht des Todtes, und nrchr aus Uber- Tagung oder Unterricht aus der Schrifft umgekehret wären; Daher scy bey Men die angenommene Lehr niemahlS verloschen. , ^nno izzi. wie auch die folgenden zweyJahre, liessen sich Cometen am iszr. Mmel sehen, und war an vielen Orten Deutschlands eine so grosse Hungers- sonderlich in diesem Land ob der Ennß, (wie solches Wolff Schüze- "auer, damahls Cammerer zu Cremsmünster,nmirt) daßdaselbstendasBaur- aus Haarbollen und Eicheln Brod gebachen. Dergleichen Hungers- M gleichwohl allhiezu Steyer nicht wird gewest seyn, weil der Rath da- , zur bcsondern Kurtzweil, am Sonntag Irinic^s, durch ein offen ge- '^'ckcen Anschlag, ein Frey-Schiessen, sowohl als einen Glücks-Hafen, auf- Mlchtet; Das Beste im Schiessen war 24. fl. und im Glücks - Hafen sl. Im May ward zu Lintz ein Münch, 8c. krgncilci Ordens , samt seinem Wiener eingezogen, und von Königl. Majestät, auf erfundene Anzeige, daß Vern von Türcken ausgcschickter Kundschaffter sey, nach St. Florian ms C 0- geschickt, und Probst Petern daselbst befohlen, denselben in guter Hut ^Verwahrung zu halten; Aber sie ersahen beyde bald ihren Voctheil,dra- durch ein verwahrt Zimmer, liessen sich bey nächtlicher Weil über die ostex.. grauer, und kamen davon. Dahero wurde denen von Steyer be- auf sie allhie acht zu haben, ob sie möchten wiederum betretten wer- Dbwohlen, wie obgemeldt, die bey hkesiger Kirchen, Spital, Zechen, k 'v Sutern vorhanden gewesene, und nach Lrntz geführte Paarschafft, Klei- d , und Kirchen» Oenscen, wiederum anhero gebracht worden; so wurde lches alles in diesem Iahrvom Lands Hauptmann abermahlö abgefordert, Mehr nicht, als die tägliche Norhdurfft bey dec Kwche gelassen. Dec- ,,'men Abforderung geschähe auch an andern Orten mehr in diesem Land, Widerstand des Türcken Geld zu machen. L. «r izzr. hat die Burggrafschafft Steyer angetretten, Herr Hannß ^^imann, zu Grüendühl und Strecha, Ritter, Königl. Majestät Rath, ^mmerer, Schatzmeister, und Hauptmann zur Neustadt, nachdem die Her- a^von Rogendorff dieselbe gantzer z8. Jahr innen gehabt; Herrn Hoffmanns Mn'M mar v^mahlen bis in ^nnum 1^7. Herr Achaz Hohenfelder zuAisters- sem Türckische Kayser, 8olimgnnu8, wolte in diesem Jahr abermahl Heil an Oesterreich und der Stadt Wtenn versuchen, und kam mit grosser ^MHt für das Stäbtlein Günß ; Als er aber davor nichts schaffte, schick- ^er unterm Laila , einen grossen Haussen zu Roß, auf den Raub und in Oesterreich. Daher erinnert obgedachter Lands-Hauptmann die vn steyer: Er habe Kundschasst vom Obristen - Feld-Hauptmann, Herrn i^nnß Kazicmer, wie der Türckische Kayser mit feiner Macht fast herzu r^ncke, und eile in kurtzen vor Wienn zu seyn; Und habe einen Haussen, svoos. starck. zum Streiffen verordnet. Gieng also der Lecmcn und Kriegs- g.^'^br im Monarh julio schon wieder an. Die Burgerschafft wurde wieder ^mustert, alles Getraidt und Lrovisur in der Stadt beschrieben; Und befahl der Hnm» ckri-i 248 ^LS )O^ 8I K. der Lands - Hauptmann, die von Steyer sotten von jeden Hauß einen Man" ins Feld schicken Aus Italien kam eine Anzahl Kriegs-Volck dem König zu Hülff» davon im äuZutto ein Theil etliche Tag allhie in Steyer still gelegen. Denen M ten bald zu Anfang des 8eprembn8 die Grafen von Manderscheid, und einer von Fürstenberg, jeder mit 500. Pferden ; Die zogen allhie zu StM durch. . Laulus sovi'ug gedencket des Türckifchen Strciffs ins Land ob der EnW etwas ausführlich „ Es habe nemlich droben gedachter OZlam ,,6363. aus Befehl 8vlim3nni, des Türckifchen Kaysers, den Lassan-Lassa M „einem Heer von Fceywilligen und nur um den Raub dienenden Türcken,«^ „gefertigt, mit der Orclre, die gantze kevier zwischen der Donau und dem „bürg durch zu stretffen ; Wo und wie starck der Römische Kayser an Mla „sey, zu erkundigen , und überall so zu Hausen, daß die Teutschen seiner ä"' „kunfft ein Andencken hätten. Lassan - Lassa sey ein unverdrossener und de» „Raubs begieriger Manu gewest, hab sich hierzu gern brauchen lassen, tve> „er sich erinnert, daß ihm dec vormahlige Strerff, den er ^nno 1529. bis „Lintz gethan, an Raub und Beute stattlich eingetragen; seinVolck in i^ov' „Mann starck, habe er m drey Haussen, doch nicht weit voneinander, geE „let, aller Orten alles rein ausgeplündert; eine grosse Menge Land -Vola^ ,,jung und alt, Weib und Mann gefangen genommen , und mit Ketten „Stricken an die Roß gebunden, mir forr geschleppt; die gantze Gegend M „und breit mit Feuer verwüstet, und sey endlich dis ans Wasser, an die CnM „kommen. König kerclinanü sey damahlen zu Lintz, als einem unverwahrw „Ort, in grossen Horchten gewest; habe das zu St. Pötten und Crems M „gene Spanische Volck, wieauch das Welsche,eilend abfordern lassen; „ che die Brucken bey der Stadt Ennß etwas befestigt und verschantzt. „san-Lassa aber, weil er entweder vor dem grünen Gesträus und BäutiiM „gedachte Brucken nicht wahrgenommen, sey der gesuchte Furth übers 2LE -Mißlungen ; Oder welches glaublicher sey, so haoe er sich sonsten weiter» „rucken, nicht getrauet; sondern sich auf die lmcke Hand gewendet, das „Verwüster, viel Volcks erschlagen , und mit einen grossen Raub den „den er hergekommen, wieder zurück gezogen. König keicklnanclus aber, v" „sich beu solcher Gefahr, nacher Slraubingen, dahm der Kayser sein Miss „mit Volck angekommen war, gewendet. Droben gcmeldter Schüzenauer, gedenckt in seinen geschriebenen "nno r3r;omb>u8, daß die Türcken in diesem Jahr gar über die Ennß gekoM^ seven, und auf der Brucken zu Ennß viel Volcks erschlagen, auch etltw Dörssec dort herum abgebcennr hätten; Deme dann, wert er um selbe Zeit s Cremsmünster gelebt, und diesen Händeln am nächsten gewest, mehr als de Welschen soviv zu glauben ist. In den ^Lk,8 aber finde ich verzeichnet, daß, als der Türckische StiM? Zug aufgebrochert sey, sich derselbe Samstags den 8ten 8epcembr. auf e". Viertel: Mett der Stadt Steyer genahet; Dessen Ankunfft man durch /7^ Feuer, welches jenseits des Röming-Bachs in voller Flamme aufgicng/ gewahr ward; Die Burger wurden Mann für Mann oufgebotten ; Hauptmann war Geörfl Eisenfischer; Kriegs - Räche, Colman DorniE , Geörg Bischover, Georg Heyling und Hannß Schmidrhucker; Dene" wehrten Burgern, stieß der Pfleger auf der Herrschafft mrt einer Anzahl d» selben Untertbancn zu; Die wurden nebst erlich gewordenen Soldaten / ' anzufünren, dem Feind hinaus entgegen an die Ennß geschickt, die FurtV dessen Überfahrt zu verhüten. Eben an diesem Tag seyn nebst etlichen Burgern , in die 40. „ von der Kärndtnerischen Landschafft Volck, welche Hannß von Himelbssg^ führt, durch Steyer , und auf die Türcken hinaus gezogen, 249 A aber denselben in die loooo.Marmstarck angetroffen , haben sie sich in das Kloster Geitenstetten/und hernach zu St. Peter ins Schloß lslvirt; Von^'E Mnen kamen sie ohne Schaden, wieder zurück gen Steyer. " ' Der Türckische Hännßl aber, kam Sonntags gar früh im Nebel an die Mich bey Ernsthoven; traff allda ein Schiffl an, darinnen die Leute nach Archen überzufahren pflegten ; Darein begaben sich etliche Türcken, theils M ritten neben dem Schiffl durch die Furth; Und weil das Wasser damaht ? Herbst klein war, kamen bald bey 4. oder 500. Türcken zu Roß hinüber; Mteri sich aus; streifften auf Gleinck, Wolffen Losenstein Leuten, und der Titten. Maß sie antraffen von Leuten, hieben sie nieder, oder nahmen sie ge- Mm; Deren, nach Aussag des damahltgen Pfarrers zu Dietach, Herr .K genannt, wohl bey 2000. Seelen gewesen; Die Kirche allda zu Die- lamt dem Schloß Stadlkirchen, wurden ausgeplündert, und daselbst die sg„ »rau Kerschbergerin, (die sich über empfangene Warnung allzu lang ver- 2", sagend r" Sie wolte nur zu Mittag eine Spansau verzehren, und her- Steyer flüchten) nebst andern Personen mehr, erbärmlich nieder¬ en Schloß Losenstain aber wurden die Türcken, durch einen geschehe» Schuß, wodurch ein vornehmer Türck (dessen 8polis man vor diesem noch Miget) erleget worden, wieder abgetrieben. . Jnmrttels war man zu Steyer mit Forcht und Schrecken erfüllet, doch dabey einiger massen wieder getröstet; Weilen gleich damahl der Lands- s^Mmann zu Steyer, Herr Hannß Ungnadt, Freiherr, mit der Steyeri- Landschafft stattlichen Reuterey vor der Stadt ankam; Darob man M doch erfceuete,in Hoffnung, durch derselben Beystand,die streiffende Tür- Rotten, nicht allein adzutreiben, sondern nebst den armen Gefangenen, schien mitgenommenen Raub wieder abzujagen, wie dann solches leicht ge- s/oen können. Zu dem Ende baten die von Steyer, wie auch der Herr- TÄ Richttr zu Hall, Willinger, welcher die zu Wolffern gelegene L, n gerne angegriffen hätte, gedachten Herrn von Ungnadt um Hülff, Wung und Beyftand; Aber, ob er wohl sonsten ein Christlicher Herr und § ^rsmann war, so erzeigte er sich doch, feinem Nahmen nach, damahlen ^ ungnädig; Dann ungeachtet ihme das grosse erbärmliche Elend der armen U? im Land, der verhoffende ja gewisse Sieg, und die dabey zu erholende jy reprLlemiret wurden; so mochte er doch zu solchen Angriff der Türcken, sey uk tt nur zo. oder 20. und endlich nur io. Reuter zur Hülffe allda zu las- K^/icht erbetten werden; Unterm Vorwand , wie er mit seinem Volck zu Witt/' ""d Könial. Majestät nach Ltntz forteilen müste rc rc. Solcher- M nun erzehlen die von Steyer den Handel in einem an Herrn Hannß s^uann, Burggrafen zu Steyer, ergangenen Schreiben; Herr Hannß r,„Mdt selbst aber in seiner Vekeniions- Schrifft erzehlet solches etwas anderst, "bsii. Inhalts», Als er mit und nach der drey Lande Kriegs -Volck, "k"!) Pferde starck nach Steyer kommen, und des andern Tages zum „erMen- Mahl sitzen wollen, sey der Bürgermeister nebst etlichen des RathS „a.Mnen, und mit grossen Ernst angezeigt : Gnädiger Herr! GOtt sey eS Türck ist nahe bey der Stadt,und brennt drauffenaller Orten. »lick a*" Herr Ungnadt geantwortet: Lieber Herr Bürgermeister, seyd frö- was GOTT schickt, das ist gut, sehet zu den Thoren. Die Herren Reuter wischten vom Tisch auf; Herr Hannß Lieser , als Leutenant, Herr Hannß von Humelberg, welcher die Karndtnerischen Reuter ge- >,qri^ führten das Volck auf dem Platz in Ordnung zusammen; Herr Un- aber ritte mit io. Pferden vor die Stadt. Als er auf die Höhe zum „ck^.ß kam, da brannte es an vielen Orten; Unter andern auch ein Adelt- ',Hjp?^chiößl, Stadlkirchen genannt, da sie Weib und Kind, Jungfrau, ^er und Knechte, und alle Fahrnis weggeführt; und den Sitz angezüm Ii „dek Lnnur i;z2. „der. Als er nun gleich in Beratschlagung stunde , was zu thun, Reutet „und Wägen schon im Zug und Ordnung stunden, kam eilend König!. Map „stät Thür; Hüter Zetlitz von Lirrtz aus, die sahen das Sengen und Brennen „der Feinde selbst; Darauf habe man nicht länger Rath gehalten , sonder» ,,alsbald den Zug nach Lintz gerichtet; Herr Ungnadt sey voran mit 50. Ps^ „den, den Feind zu besichtigen , geruckt; Als er zum Closter Gleinck kommm „und gesehen, daß die Türcken gleich einKirchl(Dietach) geplündert unv a«' „gesteckt, demselben zugeeilet; Wie solches die Türcken ersehen, hätten sie „Flucht genommen, Meß-Gewand, Altar-Tücher, Chor-Röcke, und an^ ,,ders fallen lassen ; etliche Türcken seyen von Roßen gesprungen, und tM >,ihre Art, in den Gräben davon gelausten; Von denen Herrn Seyfrieds vo» ,,Windischgrätz Diener, etliche Pferde bekommen. Auf der Höhe habe lM' „erst das gantze Türckische Heer, gegen der Ennß zu, in die 8. oder ioo^' ,.flarck,(sind aber über 5000. starck nicht gewest) sehen können ; Und dasM „dargegen der Christen Volek und geharnischte Reuter wahrgenommen, „über gestutzt, und mit den Gefangenen übers Wasser geeilet; Herr UnE „aber sey mit seinem Volck, seiner von König!. Majestät habenden Orclre nM „fort marckiret, und von derselben mit grossen Gnaden empfangen tvorve>" So weit die Ungnadische Erzehlung. , Zu Lintz ist um selbe Zeit Kayser Carl mit einem auserlesenen KE Heer zu Wasser ankommen; Dabey waren (äusserden Niederländischen über 14000. Mann zu Fuß, und 2000. Cürasier, welche l?erclman6us 6oar xa führte; Eitel Jtaliäner und Spanier; Und darunter eine merckliche ' zahl grosser Herren und von Adel, die sich freywillig bey diesem Feld-Fr' eingestellt. Vorgemeldter sovms beschreibt dieser ^rmscla Schiffarth; Der länder ihre von Regenspurg; der Jtaliäner und Spanier aber von Hall''' Inthal aus, bis nach Lintz, gantz anmuthig. Seine Worte seyn: „guam ror Nkivium , rorgue milirum, ä liomanls usgue cemporibus, vanvo'^ „lullt: Lrant maximl linries, acl estlgiem rerrelktls Lcllücü cum cublculis ,,portl8 kablicari. Vilebanrur latiillmse rares, eguorum sAmina ^ekerelNe ' „krant navizia tabulata; leguebarur navicularum mulciruöv mrermixts „Kus N3V!AÜ8. Unck'gus suckebamur, conialutamlum acclamationes, tlmp^ „rumgue Sc Lornuum, 3c cukarum concenrus ; klpse, krvn6vüs srboi»' „conveMse , llnuoli peramoemgue gumlnis 36 sucunälffimum guo»"^ „ipeKsculum klczuetirlkus, 3tgue peclettrikus copiis , compleksMur Das mag nun wohl lustig seyn zu sehen gewest. Mit diesem Volck begab M riachmahls dec Kayser zu Wasser fort nach Wienn. Die Türcken aber tummelten sich, wie vor gemeldt um Steyer, mit^ ben und Morden tapffer. Als sie aber der Steyrischen Reuterey Anka^ wahrgenommen, säumeten sie sich mit ihren Raub und Gefangenen ni^k'^ ge dieser Orten; setzten wieder über die Ennß, wo sie Herkommen. Ju' - chen Zurückzug haben sie unter andern die Kirchen zu Biberbach, bey b- , stetten gelegen, ausgeplündert, abgebrannt, und -4. Personen niedergehalu Welche in einem Grab bcysammen liegen ; Wie dann noch an der Mauec § selbsten zu lesen; Ein Haussen dec Türcken seyn auf den Sontaqberg E.jl, davon auf einen hohen Berg zugeeilet, in Meinung die Kirchen allda zur M Dreyfaltigkeit (dahin vor Zeiten, wie noch , jährlich eine grosse WallfE auch auszuplündern, und das darein geflüchtete Gut zu rauben; Alleine, man sagt) als sie zum Brunnen im Wald dabcy kommen , seyen ihre P'^; vor Schrecken an solchen Heil. Ort gantz zitierend auf die Knie niedergefau Daher die Türcken unverrichtet Sachen zurückkehren müssen; Sind also^ chgemeldter ErhardtWildausgezeichnet) bey 12000. Mannstarcknach .wen in die Vorstadt kommen. Wider welche die von Weidthoven unerlw x Zm ausgezogen, ihnen bey zoo. Roß abgetrungen, und in 400. Irrsten erledigt. Und ob sie wohl endlich gewichen, und ^auf den Weyer zu- Men, haben sie doch an der Wiesen beym Krauthof, bey zoo. Menschen ^.leylagen. Im Weyer haben sie die Kirchen samt den Marckt verheeret, und ' ^ßcbrannt; solgends nach derEnnß und ferner hinein durch den Pfaffen- M biß ins Gattelhag. Dorten aber kam die Türcken wegen des gar engen M, und weiln sich der Herrschafft Galleftein Unterthanen zur Gegenwehr Mn liegen, ein Grausen an; Kehrten also wider zuruck, litten aber von dem Mlnmen geloffenen Land-Volck, die alle Pässe und Strassen verlegt, aller- gossen Schaden; Daß also ihrernichtviel wiederum zu dem grossen Häuf- bei>n Nicht weniger hat droben gedachter csllsn Lassa seinen verdienten Lohn dMch auch empfangen: Indem sein noch übriger Haussen bey Leopolds- „,I von dem Teutschen Krieas-Volck geschlagen und erleget worden, daß tiner davon lebendig geblieben; Darunter auch der Cassan selbst, wie treibt, umkommen, nachdem er kurtz zuvor, die bey sich gehabte ge- dAne Christen, an der Zahl bey 4000. damit sie ihm in dem Streit nicht hin- wären, jämmerlich erwürgen lassen. Er ist sonst ein tapfferer Held seinem Volck gewest, wie ihm dessen offtgedachter Iovw8 Zeugnus gibt, »>c! ? stattlich aufgebutzt er in der Rüstung daher gezogen, anzeiget. „Leci- 0 (spricht er) öc ibi Lslsnu8 , uti impißrum vucem äecuic, supremo Virrmis ' pere ecüto. dlsm 3 novilLmo a^mine ut 5ui« lpacium sä evaäenäum prse-. " erer, lliu scerrimö, kerres ingenti clsvs äimican8 reliirerst: krst enim inrer ' inÜZni crills conspicuug; 5uit es ab surea vagina in 5ronce exurgen8slr '' .^rig, lzuse ut ab omnibus nosceretur, sppenll scgue iäeo volitsntis, plu- li^ ^li mappulsm trskebat, es äemum Lsesari äono äaca occill, eo prse- 6äem kecic. Also ist dieser Lassan Lails, welcher mit seiner Ankunfft um solch grossen Schrecken und Furcht verursacht, und sonst dermassen k» "Mch und schröcklich gehaust, hie zum Teufel gefahren; Und ist seither seiner ck Steyer mehr kommen: GOtt verhüte es auch noch Ä diesem isgr. Jahr, wurde von Königlicher Majestät der lange Zeit sckÄMe Streit, ob nemlich die Stadt Steyer vor der Lands- Hauptmann- dieses Landes zu Recht und Verhör zu stehen schuldig sey oder nicht, Do "ch entschieden; Welcher Handel seit snno 1488. unerörtert gehangen; da? " droben in jetztgemeldten Jahr die Appellation inlerirt worden. Ä bemeldten, contra Herrn Georgen Hohenfelder, von der Stadt Steyer Gerten krocelg, ist am Kayserlichen Hof, damahlen zu Eßlingen, der Exemption und Freyheit anno I4ZO. von Herzog Albrechten zu Ocfter- sx?^oorgeleget worden; Und obwohlen die von Steyer, hernach bey Kayr dEss^uximiliano um kcnovstion derselben angehalten , auch zur Bewegung unterschiedene Lxempla angeführt, daß die Stadt jederzeit vor einem qu^es - Fürsten mit Klag und Ladung fürgenommen worden : Dabey auch Sssühret, wie selbe Stadt vor alten Zeiten zum Land Steyer gehört, eine jh^S-Stadt gewest; Und ungeachtet sie zum Land ob der Ennß gewidmet, h M Recht und Freyheit, dannoch behalten, und Krafft derselben unter ihn^uptmannische lurisäiHion nicht gezogen worden; Wie dann auch bey sen undencklichen Jahren Herkommen, und ein besonder Stadt-Recht baß wer über des Stadt-Gerichts daselbst Handlungen sich beschweh- vy/.ber klage vor dem Rath, und von dannen an das Regiment, und nicht de^o^Hcmptmannschafft. So vermöge zugleich der Bürger- Eyd klar und ter A ^?aß wer einigen Anspruch oder Forderung an Bürgermeister, Rich- dor k -nach hätte, der soll dieselben nirgend anderstwo fürnehmen, dann ^^em^regierenden Fürsten von Oesterreich, oder dessen Statthalter und I» - Wor- Hnnu» ckritU I5Z2. Worauf dann die Landes - Regierung m ihrem Gutachten snuv i^4' ergangen , in die gebettene Renovation gewilligt; Auch eme Lopie derselben Kayser Xlsximilisno überschickt; Sie ist aber nicht ausgefertigt worden. Aw mittelst verharrten die von Steyer immerfort in der Oecünscion des Landey Hauptmannischen kori ; Wie solches viel vorhandene krocelz, absonderlich aber derjenige, den das Eloster Garsten, weil Vie von Steyer, dessen UrE thanen einen (welcher bey der Zech in Enßdorff einen andern entleihet) am frischer That einziehen, und mit dem Schwerdt juEciren lassen , geführer, weitläufftig anzeiget. Aus solcher Verweigerung nun, entstünde ein gantze Lands - Beschwerde/ wie aus den 6r3VÄminibus, so die drey obern Stand, anno iei8. bey KE ser ^sximilisno wider die Grafen, Pfleger, und die dreyStädt, Steyer, EE und Freystatt, (daß dieselben vor der Hauptmannschafft, in Recht nicht E len antworten) angebracht, zu sehen : Worauf folgender massen verbeschE worden; »Dieweil dieselben Stände von solch Gericht befreyct,so möge IE „Kayserliche Majestät solche Freyheit fürdißmahl mit Strenge nicht wohlE „thun, noch rechtlich darüber erkennen lassen; Es solle aber ein LandsthE ,,hierinnen Gedult tragen , biß sie Ihrs Majestät Söhne einen huldE „Alsdann möge sie diese Beschwehrung anbringen , und solche ihnen auch E „lich abgethan werden.,, Welches gedachte Stünde also verwendeten, nach Absterben Kayser ^laxkmiüani »nno i sro. eben diese Beschwerde, vor E leister Huldigung, denen abgeordneten Oommill^rien fürgebracht, und um stellung gebethen. Als nun hierauf obgedachter Herr Cyriac, Freyherr zu Polhaim, rE des: Hauptmann wurde, grisse er diese Sache wider die von Steyer (nE Anzeig der ^klen) mit nrehrern Ernst an; Beklagte sich dessen, bey dem KöE daß die von Steyer, mit der Erscheinung für ihn sich weigerten, und zoE für einen mercklichen Ungehorsam an; Erhielte auch, daß die Regierung von Steyer auf Montag vor Erhardi in diesem izZ2. Jahr, zu Wien scheinen, und ihre kxsmption3 - Freyheit vorzulegen erforderte. Hiernecm sandte zugleich, nebst des Lands - Hauptmanns fernern BeschwehrlE Schreiben, die Landschafft ob der Ennß, einen Gesandten ihres Mittels, Hss Adam Schweinpecken, mit der lnllinökion, bey der Regierung anzuhalten?', Stadt Steyer zu gleichen Recht , wie andere Städte im Land zu brinsE Weil ihr fürgegebene Freyheit, sowohl per oonrr-u-ium Uium, als auch wE des Vergleichs , zwischen Kayser Maximilian und der Landschafft, laut ocs.ss sprugssund Augspurgifchen kibells, (darein die gantze Landschaffr gewllliM gefallen. Und sey über dieses wider Recht und Nachbarliche Billigkeit, A jeder im Land, denen von Steyer, auf ihre Klag, zu Recht stehen nnE Aber sie hingegen davon, und also höher, als all andere Herren, Land-StE und Städte im Land bcfreyet seyn sollen. Welchesalles der von SteycrI_ sandte, mit denen droben angeführten Behelffen, abgelcinet haben. NaaE nun das Regiment die Sach und eingekommene ^cka. der Königlichen stät mit ihren Gutachten übersendet, haben Ihrs Majestät hierüber folget gestalt reiolviret. , „Edler, lieber Getreuer. Als du Uns vcrwichener Zeit, hast bench^ „wie sich unsere Burger, der Stadt Steyer, der Erscheinung zur WEy „vor dir als Landshauptmann in Oesterreich, ob der Ennß, verweigerns „deßhalb um gnädigst und gebührend einsehen, airgesucht und gebetten; , ,.ben wir dieselb Sach für Uns genommen, gehört und berathschlagt, mss» „Beylegung dieser Irrung mit zeitlichen Rath, und aus beweglichen Urm^ ,,Uns entschlossen, daß es hierinnen biß zu fernerer und endlicher Unserer ,,ledigung und veclgrgrion folgender gestalt also soll gehalten werden. „lich was Unserer Burger der Stadt Steyer, Sachen anlanaet, und dE „Burger allein anbetrifft, so jemand wider derselben einen Beschwehr 'l4» M M vcv- M ter- gm -et/ ve,/ -ol- vet 'k ib- ß k!- »und Bürgerliche Sachen wären; Soll die Klag wider denselben Burger, vor Au- »seinem ordentlichen Gericht beschehen, und dann auch durch dasselbe Gericht, "daraufauch dieBilligkeit gehandelt werden : Doch einem jeglichen die ^ppel- "lsllvn von solchen gütlichen Handlungen und Abschieden, an die Ort da solche »äppellsrivnes von andern Unsern Städten, im Land ob der Ennß in die¬ sem Fall gehen und geführet werden, Vorbehalten; Auch weiter nach Ord- "Nuna desselben Gerichts gehalten werden solle. Was aber Bürgermeister, 'Richter und Rath sowohl als gemeiner Stadt Sachen seyn und berühren, '-wider welche Bürgermeister, Richter und Rath, wann jemand Klag gegen "Aen fürnehmen Wolke; Soll er sich der Obrigkeit, die wir männiglich fur- "Uetzt haben, (das bist du, als Unser Lands- Hauptmann) nicht entziehen "Noch weigern, sondern gehorsamlich erscheinen. So aber jemand wider ge- '-inerne Stadt in Rechten verfahren wolte, so soll es vor Unsern N. O. Regi¬ ment beschehen und gerechtfertigt werden. Das wollen Wir dir, damit du "dich hinführo darnach wissest zu richten, gnädigster Meinung nicht unang- '-reigt lassen: Wir haben auch das gleicher massen, unsern Burgern Unserer "TMt Steyer, also verkündet und zugeschrieben, auch befohlen, deme also gcr "horsamlich nachzukommen. Geben in Unserer Stadt Jnsprugg den i;. dlo. Von der ^cll an, hat die Stadt der Lands - Hauptmannschafft, rn gut- lichen Gerichts - Handlungen, fürohin mit Erscheinung, Red und Antwort psriret; Wo sie aber, vor demselben Gericht mit Recht, und Ladung furge- Uinmen worden, Krafft dieser krelowrmn sbsolviret, und die Kläger furdre Regierung gewiesen worden; Wie sonderlich zu sehen, mcAuläVMen- Urk^d Bier betreffend, davon eine gefertigte GerrchtS- _ "Doch bäll^stch noch claro zwischen der Lands-Hauptmannschafft und der Zkad^c ^ycL elm viKbreM; Indem der Rath zu Steyer, über dasStadt- ^rich- ^selbst, die andere lnlmnr zu haben vermeinet, daßnemllch wer über berseiben '>4känntnus, Abschied, Bescheid oderandere Handlung sich beschwehrt e Beschwcrd an den Rath, entweder per moäum ^ppellgr.onis N-r nach der Sachen Beschaffenheit M'MmlWD« X °-Il--i°u aber vor die N. O. Reg'-mng mN Ausschliessung dec MsrHauvrmannschafft äsvowirt werden soll: Welches die Lands^Haupt- m denm Sachen zwar, darinnen vor dem Srüdt-Gericht recht- ^ geklagt wird , zuläft; Auch diesen Unterschied vor andern Städten un ^>we, auf der von^ Steyer, vor diesem in Pöschcl, Schuster, cEra f^ffperger, geführten ?l-oces8, genugsam ^eöucirten und beygebrachten (Gebrauch mr Nachricht, in das conluemcknari- oder btacucen-Buch fragen lassen In gütlichen oder exkrgorcknari Sachen aber will gedachte Hauptmannäafft solch- ^n-ll-riou oder B-schw-hruna für -E nicht vaMren lassen; sondern Rath und Stadc Gericht fur eme m d'"'g-»Een haben. W-ffmtlvcg-n sich offterniahlen 3«ungen und ochmac S°ben. Sonderlich hab-., solch-S -m Ersamer Rath, vor wc>,.g^a^ AZ-AL« l^r-k verfochten' Die Lands: Hauptmannschafft aber ungehindert dessen, d-n Rath mit Auflagen verfahren. D>-Stadt-ll°8itthlmnmnd-w lle Herkommen nnd> üblimen Brauch, dessen sie in ?ouel8iey, ^)ler,andb^ X^Uptlnannschafft hingegen obberührte Königliche lleloMnon ; Krafft deren dre in gütlichen ^^lionen dorthin gewiesen. Dast auch in dem . k Mehr als rma Inllsnrien, und die angezogene l otlel8 nicht gültig sey, ^il die l^andS Hauptmannschafft solch derer von Steyer vor sich angezoge- U änderte wllgn?al/offt derlei) Fälle fürkommen, widersprochen habe. Wel- ^h(il nun hierinnen den andern weichen soll, ell las lub luckce. ^NNUÜ ckilüj rzrr- ^2?4_ WZ )O( Nebst vorgedachter Türcken-Gefahr, und Strittigkeit, mit den Lands- Hauptmannischen Gerichten, hatte die Stadt noch darzu in diesem Jahr, nm ihren zweyen nechsten Nachbarn, auch genug zu thun,und sich zu wehren. Dan» im Monat Iunio wurde ein wichtige Beschau gehalten, der zwischen dem sterGärsten und der Stadt strittigen und seit ^nno 152z. vor der Regierung anhängigen Burgfrieds^urjsöittion halber: Solche Beschau verrichtetenGeorg Herr von Scherffenberg zu Spilberg, Herr Caspar Schallenberger, zu LE tenberq, Georg Sighartter zu Leobmbach, Achatz Hohenfelder, Pfleger ff Steyer, und Thomas Ennickl, Stadt-Richter zu Ennß. Es fiel auch um dim Zeit der Stadt Hoch-Gericht am Steinfeld, welches seit Kayser FriedMv Zeiten, über 6o.Iahr, allda gestanden, und nunmehr abgefault war, zu Bode - Selbiges liessen dievon Steyer wieder aufrichten. Erstgedachter Pfleger avey der Hohenfelder / wieder umhacken, aber die von Steyer kehrten sich daran liessen solches Hoch - Gericht zum andernmahl wieder aufrichten, und schützte» sich also bey ihrem Recht und kossets. , NZZ. Um St. Thomä-Tag -nno i;zz. ist von bösen muthwllllgen Leuten, vn Figur des Creutzes,und MarterChnsti sonechftvorm Gleincker-Thor gesiE den, qrausamlich zerhauet und verschleisst worden: Dessentwegen von emm Ers. Rath, durch offentl. Verruss von der Cantzel und Anschlag am Rath-HaM männiqlich ermahnet wurde, wer um die Thätcr Wissenschafft hätte, solche geheim zu offenbahren, damit dieselben zur Straff möchten gezogen werde»' Dem Anzeiger war io.fi. zur Verehrung versprochen; Ob die Thater aber senbahr worden, davon ist nichts ausgezeichnet. Ich vermuthe, es sey Hernan an statt dieser zerbrochenen Marter-Säule, das grosse gemauerte und vE terte Creutz und Abbildung des Leidens Chriftiaufder Höhe gegen dem Gorrv' Acker über, aufgerichtet worden. „ „2. Im klsijo anno isZ4. befiehlet der Lands-Hauptmann, Herr HelssrelZ von Meckau, Ritter; Weilen sich die gefährlichen Läuffte allenthalben M Krieg/Theurung undSterben,je länger je bedencklicherund gefährlicherct^ gen, so solle man von den Cantzeln das Volck zu wahrer Buß vermahnen, I den Allmächtigen durch krocession und andre geistliche Übungen, dre bcvorn hende Straff abbitten. Hierzu gab Ursach/Laß in diesem Jahr der vectn ^ ne Herzog Ulrich zu Würtenberg durch semen Vettern, Land-Graf MA zu Hessen / wieder in sein Fürstenthum eingesetzt zu werden, mit Krieges - anqezogen: Dahero König keröinsnö, die Ausführung Dero an besagten stenthumhabenden Rechten,undbeyden obgedachten Fürsten gegebne mLR» publicirte Antwort, einem Ers. Rath zu Steyer, der Sachen wahren Dec," und Wiffenschafft zu haben, insonderheit überschlckte. Loclem ANNO ist auf Anruffen, Graf Georgen zu Schaunberg, dessen u terthan Hannß Hebenstreit, Schleiffer, der aus der Gefängnis zu Eftr^ auöqebrochen,allhier wieder in Verhasst genommen, und auf dessen m pe" cher'Frag, dabey des Grafen Abgesandte, Ulrich von Mültenberg, und re . Hard Pichler, Land Richter im Thonauthal gewest, gethane Betänntnls, Er nemlich aus lauter Zorn und Rachgier, weil ihm sein Schwager, Schelhuber zu Schleißheim, seine Schleiff-Mühle nittn Bestand verlassen' len, dessen Hauß angezündet, und darinnen seines Weibes Schwester saNA, ren Kindern (die er gleichwohl im Hauß nicht gewust habe) um St. Tag, jämmerlich verbrennt, mit dem Schwerdt genchtet, und dec Eo^ aufs Feuer gelegt. Mit ihm seyn zugleich Sebastian Freudensprung und > qrätz Seiseneqger, anderer Verbrechen wegen, enthauptet worden. Auf dem Land-Tag diß Jahr zu Lintz gehalten, wurde abermahl von , obem Ständen in die Städte gedrungen; Sie sollten, wie vormahls eine Anzahl Pferde wider den Türcken unterhalten; dessen sie sich um bew^ der stäter Nachfolg willen, auch darum verlveigerten, weil sich die vom soimjüngsten Türcken-Zug Ihre der Stadt Rüstung geführt, gar zu iE —_ W.)o( W _ 255 Men, und überschwengliche Ausgaben verursachet hätten; Also daß die Un- äE Faltung 8z. Pferd, über 6020. Pfund Pf. gekostet: Daher sie dergleichen Austung nicht mehr zu erschwingen wüsten; Weilen dieStadt durch dieKriegs- " pufften, Theurung,und sonderlich durch die abgesetzte Müntze der Dreyer, in Nß Armuth kommen, und ohne das nicht mehr als 2002. Pfund Pf. jährliches Einkommen hätte. y, Als in diesem Jahr, bey der Lands-Hauptmannschafft abermahls eine Mls-Person aus Bayern, Rudolph Trauner, im Gefängnis gelegen, musten vonSteyer, nebst andern Städten, Gesandte dahin schicken, die vor¬ nehmen und zu erkennen, ob sein Verbrechen Oimmslseye oder nicht. Nachdem in diesem Jahr Kayser Carl der V. die Stadt und das gantze Kö- "Mich lunis in Hkrica erobert, und hierdurch einen stattlichen Sieg, wider N Türcken erhalten, wurde von gemeldten Lands-Hauptmann denen von ^eyer anbefohlen, solchen erlangten Sieg einer Christlichen Gemein allhie auf Cantzel verkünden zu lassen, und den ?rXöicsmen aufzulegen, die grosse Mild undBarmhertzigkeit, die GOtt der Allmächtig, hiernmcn Ihr. Kayserl. erzeiget, zu verkünden; und darbey das Volck der erschrecklichen Lx- s» im alten Testament, wo um dergleichen Gnade dem Allrnächtigen nicht ^Mcket worden, erfolgt seyn, zu erinnern, und also durch die H. Schrifft zu Mljcher Dancksagung anzureitzen, und darauf gemeines Gebet und kroces- Zu halten; Wie dann die krXckcamen zu thun wüsten. Um diese Zeit und Jahre, wurden, wie an andern Orten, sonderlich in Schlössern, also auch um hiesigeStadt, auf der Loftain Leithen und in derStadt- Mchen, von den Herren und Land-Leuten, die Predigten, nach der Lehre der § Murgischen (^vnkeKon angestellt und gehalten; darzu von der hiesigenBur- AMafft ein grosser Zulauff war. Weswegen derdamahlige Burggraf, Herr tz MsHofmann anno isz6. etliche der Fürnehmftenvon Rath für sich gefor- dahin ernstlich vermahnet, darob zu seyn, damit die Burgerschafft MePredigten der neuen Lehr, (wie er sie damahlen nannte) nicht besuchte; l'Menfalw fieber) Königs Majest. in grosse Ungnad und Verlust ihrer krivi- v cn gerathen möchten. g. Es starb auch in diesem Jahre Hanns Prandtstetter, der jüngere, des rei- q Prandtftetters Sohn; Er hat aber nicht wie sein Vatter, so fleißig Hauß s Men: Daher seine Schwestern und Schwäger, verursacht worden, von der ft Mrung Befehl an dievonSteyerauszubringen, daß selbige aufseine Prandt- Handlung, welche er Schwachheit halber, nicht selbst, sondern durch e und viel Diener führe, und dardurch zu Schaden komme, gebührlich ft^M haben. Seines Verlaß Inventur haben beygewohnet, die Edlen, Ve- Vvv Ehrsame und Fürnehtnen,Herr Geörg Preuner zu Rockerspurg, Marthin zli ^istritzzu Raspenfeldt, Johann Stiert ^clvocsc zu Lintz, Peter Ritter ^j^eyer, alle auf des Prandtstetters unmündigen Tochter Seiten. Dee tzM Deysiande waren, ihr Bruder Sebastian Khimbscr zu Clingenberg, Alber,Pfleger zu Steyer, Christoph Lauffenholtzer Rentmeister allda, ^Jmhof und Hanns Kucker zu Steyer. .viM Monath vecembr. ward auf Befehl und Anordnung, Königs keröl- tm s ^u grosser ansehnlicher Lonvenr der fünff N. O. Lande , zu Wien gehal- hlsin^°rüum,8nm I^Z7. gewähret; davon die bey hiesiger 1527,' dey oFrur gar vollkommen vorhanden. Ich habe daraus nebst Benennung dc^bp^udten, nur die Haupt-Sach kürtzlich genommen. Es wurde nemlich Oefenllons-Wesen, Krieg und Hülffc wider den Türcken, welcher 8er jp Ungar und Crabattschen Gräntzen den Oesterreichischen Landen, je län- Ltt. !?bhr, hart zusetzte, von den Land-Ausschuß und Gesandten berathschla- Und diese waren, von Lester Hnnus Lkriüj »5Z7. Sigw^ Ritter-Stand. Meister Simon Arbeiter, Apothecker und Raths-Burger zuGrätz. Peter Aetinger Raths-Burger vonFürstenftldt. Geörg Taller Marck-Schreiber, im Innerberg des Eisen-Aertzt. Kärndten. Moritz Welzer von Eberstein, Lands-Verweser in Kärndten. Frantz von Tanhauser, Hauptmann und Vitzdom zu Friesach. , Wilhelm Rumpff zu Wielroß/Ritter, und Hanns Mager, ave vrer^ Ritter-Standes. Train. Hanns Kazianer Freyherr zu Katzenstein und Flädtnick, Königl. Rath/Obrister Feld: Hauptmann in Ungern; und der N. O. Lands-Hauptmann in Crain. wicoigng, Freyherr von Thurn und Creutz, der ältere. Wolffgang von Lamberg. Eraßm. vonIoritschäin. Oesterreich unter der Ennß: Herr Wolffgang Prandtner, Hochmeister St. Georgen-Ordens, Kayl- und Königl. Maj.Rath. Gallus, Abt zu Altenburg. Wolffgang Abt zu Ltlienfeldt, von Prälaten-Stand. Wolffgang Herr von Zelckhing Christoph Freyherr von Eizing. j Von HannsHerrvonPuecheim zu Horn. -Herrn-Stand. tRitLer-Stand. Caspar Prandt , zu Greitzenstttten/j Marx Enenckl zu Groß. Johann Pilhamer v. und Meister Andre Wispach, beyde Burger zu Wien. Leo Cammerer Burger zu Stein. Friedrich Eckstein , Richter zu Egenburg von Städt undMärckten. Vom Land ob der Cnnß. Heinrich Abt zu Paumgartenberg. Sigmund Ludwig Herr zu Polhaim. Hannß von Prag, Freyherr zu Wurdthaag. Geörg von Lindau, zum Hauß. Geörg Pirckhaimer zuWüerding und Rosseck. Jacob Ottmar Bürgermeister zu Lintz. Thomas Enckl, Richter zu Enns. Land Sleyer. . Hannß Ungnad Freyherr zu Senegg, Königs. Majestät. Rath, Obrn^ Fürschneider,Lands-Hauptmann in Steyer, Hauptmann und Vom zu Zill. Erhard Herr zu Polheim. Adam von Holnegg, Lands-Verweser. Eraßmus von Trautmanstorff. Seyfried von Windrschgrätz. Eraßmus von Ratmanstorff. W )O( W 257 Sigmund von Weichßlberg. xnnu, Eraßmus von Scheier, alle Ritter. Wilhelm Praunsperger Burger zu Laibach. Görtz. konaventurs von Egg, zu Neuenburg, Königs Majest. Hauptmann zu Tulmer. Ludwig von Prandiß. c; Diese Landes-vepurirte nun, willigten zu obgemeldtcn Ende, auf ein halb >'"yr, 6OOO. Mann zu unterhalten. Wozu der Anschlag, auf Lester. Gerüste Pf. 266. geringe Pf. 666. Archibusier 266. Lands: Kn. 466. Ob der Ennß. IZZ- ZZZ. IZZ. 2ZZ. Land Steyer. 200. 5O0. 2OQ. Z5O. MonathrSold, war auf ein gerüst Pferd, 12. leichte Rüstung und Archie Mrer s. Landsknecht 4. fl. p. Es wurden auch an die Chur-Fürsten und Stände des Römischen Reichs, sandte, nm Hülffwieder den Türckcn; Wie auch zum Pabst nach Rom ab- Uber obbemcldte der Lande zugesagte Hülffe, begehrte der König, an cZ von Steyer absonderlich zum vorstehenden Feld-Zug drey Wägen samt 12. ^SemRoß, mit aller Zugehör; nach Wien an den Obristen Zeugmeister dec I O. Lande, Maximilian Leyser zu schicken; Welches Begehren die Stadt mit Wagen, samt vier Rossen vergnüget. b Uber das verwilllgte Volck vom Land ob der Enns, war Hauptmann, Io- Mn G^f Schaunberg, deine zum Lieutenant der Edel, Veste Gregor sA Pürchmg zu Dietach; "Und zu fernem Kriegs-Rath, der Edel, Veste, Chri- N? Jörger zu Tollet, samt noch vier Hauptleuten zugegeben wurde. Die d "Mmng ward den i- Sept, zu Lmtz gehalten, zu welcher die von Steyer ge- .^ten Feld-Hauptmann dem Grafen, Weiler mit keinem Trompeter versehen E'/ auf der Landschafft verordneten Anlangen, ihren Stadt-Thurner,M. Kben genannt, geliehen; Auch an statt der Burgerschafft, dre bas Loos zum N^'Zug betroffen, 60. Soldaten geworben, und 2. Wonach lang unterhalten : stunde damahls, in höchster Sorg und Furcht; Dann der Türck nicht al- D ^u Meer, das Königreich ^enpolig anzugreiffen , iondern auch gegen die d-^vreichischen Lande, aus Ungern im starcken Anzug war. Dahcro, nach- q^bes Reichs und der Oefterrcichischen Lande Knegs-Volck, zu Feld gezo- Uvoar, nunmehro auf Königs kerciinanck Befehl aller Orten im Land Creutz- "Ug, Lk-oceKonen und Bet-Swnden gehalten, und arrgcstelltwurden. tz. Es begehrte auch der König an die von Steyer durch Schreiben aus Wien, l4ten OLiobr. zu Erhaltung des wider den Türckcn angezogcnen Kriegs- i^Es, und Bewahrung etlicher dem Feind abgenommcner Orte, zu einer ei- Htzlffe, an Ihr. Majest. Vitzdom ob der Ennß, und Obristcn Secrers- o^ohann Fernberger IOOO. fi. alsbald zu erlegen. Dabey ist ein kottscriprum eingcschlossen, darinnen der Könrg denen von yz her zu erkennen giebt; Wie daß gleich bey Fertigung dieser Bnef sich aus La-'^Mis des Allmächtigen zugetragen, daß leider Ihrer Ma,est. und dec Knegs-Vslck, durch den Feind zertrennet worden; Dellhalber dre Noch be/i? ?chste erfordere, die Schlösser und Befestigungen vor dem Femd wohl zu WMren,und Kriegö-Volck zu bestellen: Sollten fich daher die von Steyer, Erlegung des begehrten Gelds, gehorsam und forderlico erzeigen. war dieses eine grosse und erbärmliche Niederlage der Christen; Sie MH den iQten Otiobr. bey Esseck in Croatien; welche Stadt der Türck innen Kk darre; Knn» Lkriüi I5ZS- 258 _ W )o( W _ hatte; davon die Christen, aus Mangel des Proviants, von fürgenomwener Belagerung abziehen müssen. In solchem Abzug nun wurden sie vom Fein» aller Orten umringet und angesprenget; durch die grosse Menge übermannet/ und endlich geschlagen, und der Rest gefangen. Der Feld - Obrist, Hanns An- zianer hat sichmitetlich andern zeitlich auf die Seiten aus demStaube gemacht' UnddasKönial. Kriegs-Volck schändlich verlassen; Daher er in Verdaü) gerathen, als fty er in einem heimlichen Verständnis mit dem Feind begriffe» gewest. Nebst den gemeinen Soldaten sind in dieser Niederlage viel Fürnehme vo» Sächsischen, Meißnisch: und Fränckischen Adel geblieben: Von OesterreichA Steyrern, Kärndtnern und Crainern, Herr Hanns Mager, von Fuxftatt, rister über die Kärndtnerische Pferd; Christoph von Ernau, Geörg von melberg; Ein Herr von Hofkirchen; ein Hohenfelder,zweenvonNeidegg,un» noch mehr andere. Gefangen wurden, Herr Wilhelm von VolckenstE Herr Bernhard von Scherffenberg, Herr Dietmar von Losenstein, CaM Pirckheimer, und ein Schallenberger. Die Oesterreichische Obersten, dlicolsus von Thum, und der von Schaunberg, Graf julms von Hardegg/^ kranck zu Walbach geblieben, nebst Herrn Hanns Ungnad, scyn mit dem Lebe» davon kommen. änno 1^7. starb zu Wien, Abt Pangratz zu Gärsten, nicht ohn Arglvo»', beygebrachten Gifftö,und wurde im Closter zum Schotten daselbst begrabe»' Att seine statt kam zur Prälatur zu Gärsten, Herr Wolffgang, damahls rerzuSteyer. Ingleichen gieng zu Steyer mit Todt ab, Hanns Gromatschmidt, e»' fürnehmer Raths-Burger, und sehr reicher Handelsmann, hat gewohnt in »e Stadt, auf dem Platz, an der untern Zeil, welches Hauß jüngstens Han»? Wezel bewohnet: Der halbe Sitz Grub war ihm gehörig, schriebe sich KöE Majest. Diener, und wird samt seinem Bruder, Michael, in Kayser ^xim»'^,' llk.snno 1^18. ertheilten Adels-Brief Edle Wappens-Genossen, und Ritt,,' mäßige Leute, des H. Römischen Reichs genennet. Sein Verlaß ist an terschiedlichen Orten invemirt worden; Als zu Steyer, Grub, Lintz, MC stadt, Crems, Wien, Venedig, Prag, und im Joachims-Thal; Allda ein Gwerck gewest. Sein KpirapKmm siehet man aufm Frcudhoff, äusser^ Kirchen. Er hat zwey Weiber gehabt, i.) Dorothea, Leonhardten Radt^' ners, Stadt- Cammererö zu Wien, Tochter, die starb den zisten Otlobr.» . 1529» 2.) Catharina, Bernhard Hohcnfuders zu Luftenfclden, und Uri»' Grantnerin Tochter, die hernach Geörgen Steer, Burgern zu Steifer,^ eheliget: Ihre nechsten Freund bey der lnvemur styn gewest, die Ed len, VC., Hanns Pündter zur Au,Hof-Richter zu klongn. und Sebastian nauer von Tambach, Pfleger auf Waldenfels,Magdalena seine Tochter a' anderter Ehe, ist in der Kindheit gestorben. Für diesem Gromatschmidt, '"t ceclirte anno is!2.Herr Wolffgang von Polhaim Obrift-Hauptmann/ an von Steyer, sie sollten ihme noch ein Jahr, zu seiner auferlegten VerelM»' ? Frist lassen. . ^nno isz8. wurde Gem. Stadt Rathhauß, so vorher ums Jahr gebauet worden, renovirt, und in der Form, wie es jetziger Zeit stehet, ser des Hintern Stocks) fast gar von neuen aufgeführt. Auf dem, diß Jahr zu Lintz gehaltenen Land-Tag ersuchten die KoW „ chen (üommissarien, die Prälaten und Städte, als Cammer-Güter, von C andern zweyen Ständen zu trennen; Dergleichen auch vorhero anno sich geäußert: Dann damahlen der Landtags - Kommissar,'en Inttru^ion, nn andern inferirt war, daß die Clöster, Stifft und Städte ohne Mittel, Durchlaucht Cammer-Gut seyn; Aber die gesummten vier Ständ setztAA selber Zeit und dißmahl starck darwider,und führten das Geqentheil in Sw ten aus; Daß nemlich sie vier Stände, nun von ioo. Jahren her, tr»"' 259 trennet bey einander gewesen, und für Land - Stände erkennet worden. Hier §uf nun wurde die gesuchte 8epar srion verhütet. Um diese Zeit hat Herr Hannß Hoffmann, Burggraf zu Steyer, ein neues Dsen-Bergwerck, oberhalb Lostaüyam Aertzberg erfunden, und gebauet,auch ^Kayserl. Befreyung sich bemühet, und das daraus aufgebrachte Eisen Erhandelt. Es hat aber nicht lang Bestand gehabt, und ist solches Bergwerck, A wciß nicht ob aus Mangel der Zubuß, öder Abgang des Ertzt, hernach Mdce eingangen. Am Mitwoch vor Weihnachten in diesem Jahr starb Wolffgang Rumpel, ^tadt: Richter und Bürgermeister zu Steyer, ein fürnehmer Mann. Von Bcgräbnuß in der Pfarr-Kirchen allhie, ist droben » Ennß-Dorff bey dem Brucken - Stadl, bey ihren Pflichten geborsamlich^ scheinen; Auch bey dieftr Gefährlichkeit, keiner aus der Stadt, bey rung feines Burger-Rechts, bleiben, und das beste rathen und besorgen M' fen. Uber diß wurde auch noch eine besondere Schatzung und ÄnschW zum Türcken Ill D e!f- lag äa' zB rei' IM at, hre bß vp !l- eir: ct/ rt alt !?s' >ee ,li' ,s, eS Dreser Fuxberger hat vom Kayser Klaximil. l. einen Frey 5 Briefs erlanget/ daß ^»a«« M und seinen Erben/ so lange von ihm recht-und natürliche Erben vorhan- Al?* ^n, Ihrs Majest. sein Gut/ nicht einziehen / noch jemand dasselbe außzubit- " ' ?n gestatten wollen, ohne besonder Ursach oder Verschulden: Dann auch ab¬ änderlich einen Frey-oder Erlaubnis-Briefs/ daß Er und seine Haußfrau, ihr M aneinander verheurathen/ oder sonst in andere Wege verschaffen mögen; "nd ob sie ohne Testament abgiengen/ doch solche Güter auf ihr Geschwists W, oder Dero Leibs Erben fallen sollen. . Er ist billig für den andern Stiffter des Bruder - Hauß zu Steyer zu hal- dann er aldohin in seinem Testament än. 1540. die stattlichen Wein-Gär- zu Nußdorff, sammt andern Gült- und Gütern / gestifftet, und noch dar- M verordnet, daß seine gantze Verlassenschafft, weil er keine Leibes-Erben ge- Mt, m dny Theile getheilt, und seiner Haußfrauen k^ucretia. gedachtem "vruder Hauß, dann feiner zweyer Schwester Kinder, jedem Theil das Drit- verabfolget werden solle: Wie dann auch geschehen, ünd hiermit also ein "Mhafftes Gut, von Gülten, Wein-Gärten und andern/ an gemeldtes Bru- ,^Haus kommen. Unter andern seinen Vermächtnissen hat er ein Amt Bau- das Schecken-Amt genannt/ gemeiner Stadt vermacht, von dessen Ein- ^Anerr sollen alle Jahr/ zwo ehrliche Burgers-Töchter, jede mit 12. fl. Heu- lverd^ut ausgesteuret, und zu gewiesen Zeiten, etliche Seel-Bäder gehalten ^nno 1^17. hat er in der Pfarr-Kirchen eine Capelle erbaut, darinnen er, sammt seinen zweyen Haußfrauen begraben; An seinem eingemauerten wrab-Stein, stehet diese Schrifft; Hie liegt begraben, der Ersam Hannß Fuxberger, der ges -> storben ist, ^n. 1^42. den lyten November, und Bar- „ bara seine Haußfrau, die des Balthaser Eggenberger zu ,» Gräz Tochter gewesen; ist gestorben ^n. 1539. Jetzt gemeltes Schecken - Amt, darzu vermuthlich, vor Zeiten viel ein ' Mers gehörig gewest, haben vor Jahren die Herren Schecken, derer offt Wcht und noch ^nno 1440. der Edel und Veste Ritter, Herr Geörg Scheck k"? Wald, innen gehabt; davon dasselbe also den Nahmen behalten, än. 1469. 1», § Herr Geörg von Gravenegq, und ^n. 1471- der Wohlgebohrne, Here "ch Freyherr von Gravenegg besessen. Am. ^nno 1490. hat gemeldtes Amt Kayser Friederich innen gehabt, dessen h'""Leut zu unterschiedenen Zeiten drüber waren, die Edlen Ulrich Gimbfer, uiparTanbeck und Wolffganq Leu. h. rsiz. har dasselbe Graff Heinrich von Hardteeg, Herrn Wilhelm da^oscnstain,und wiederum^». 1524. Graffullug von Hardegg, an mehr ge- Fuxberger verkaufft das Pfund Gülten pr. z;. fl. Recht-Lehen pr.r/. Weyen Waitz pr. 16. Pfenning. Den Kaufs-Briefs haben mit gefertigt y? gemelten Grafen besonders liebe und getreue Veit Hager, sein Haupt- bürg ö" Neustettenberg, und Andre Oberhamer sein Pfleger, auf HeinrichS- ben ».demnach die Handtierung und Gelverb, von vorigen Jahren biß hieher die Stadt Steyer, in mehr weg, mercklich zugenommen / daher zugleich fta^ann-und Burgerschafft, sonderlich das Handwerck der Messerer, sich Kmehret, dermassen, daß gemelte Burger undHandwerckschafften, mit dek Q?^ßlichen Wohnungen und Werckstetten, in Steyer- Dorff innerhalb q-k^tadt'Mauern, nicht genug Raumund Platz gehabt; Als hat man un-1^42^ um diese Zeit und Jahr 154z-und 44. angefangen, auf die an gemeldtes 1^4, drl ä «Dorff, angereinre Wiesen und Felder, die damahl zum Wiß- undSta- ten'gehörig gewest, Häuser und Wohnungen zu erbauen, und aufzurich- 'oghm sich meistenrheilS Messerer, und hernach auch andere Handwercker mehr, 4nnu, LlirM IZ44» Is4s. Is46. mehr, häußlich niedergelassen; Und hat solche Erbauung, saft in das 1565» Jahr nach und nach gewähret: Welcher Ort, von selber Heit an, von den vor' hin alda gewesenen Wiesen und Feldern, das wiesen - Feld genennet WM' Das Closter Gärsten, hatte auf selben Gründen von alten Zeiten her, M ZehendRecht zu prLtenckren; deme die angedeute Verbauung, hieran schadnw seyn wolte, und daher die Abfindung in anderwege an gemeiner Stabt begehrt, welche auch durch den 1584- erfolgten Vergleich geschehen ist. ^n. 1545. ist unfern vom Schloß allste, in eines Becken Hanf, e>' Feuer auskommen; daher gemeldtes Schloß , in Augenscheinlicher Gefahr 6 / standen. Dessentwegen hernach König FerdinanduS denen von Steuer geladen, zu verschaffen, daß alle höltzerne Tächer, der Orten ums Schl^ von den Häusern gethan, und dafür Ziegel-Tächer, aufgesetzt werden; fürohin nicht zugegeben werden solte, höltzerne Tächer in der Stadt zu oam- ' Wobey zugleich dem Vizdom befohlen ward, auf den Vollzug dieses Bsted fleissig Obacht zu haben. wolffgang Waldner, ein Lonvenmal aus dem Closter Garsten, lv« dieser Zeit Pfarrer zu Steyec: Dieser fieng an, in seinen Predigten, die der Röm. Kirchen emgerissene Mißbräuche in der Lehr und Ceremonien E lich auf dec Cantzel anzuzeigen, zu straffen, und seine Zuhörer von denfel^ ab-und hingegen an das Wort GOttes in Heil. Schufst zu Wersen; Mo 0 er zwar, in den Kirchen-Ceremonien keine Aenderung fürgenommen, so ren doch solche Predigten, der Anfang von der hernach gefolgten Religion Veränderung den hiesiger Stadt. In diesem Jahr haben die von Steuer, wider dre Herrschaffk Ebers« vor der Landts-Hauptmannschafft in LandtS-Verhören, nach vollfuhrter sunq erhalten, daß die Burger zu Steyer, von einen geladenen Wagen, 15. Kr. Brucken- oder Maut Geld zu Ebersperg,nichkgcben dörffen; Und ist den der Pasauische Verwalter, Johann Stierl in die kelwmion, zwc- weggenommenen Ochsen Häute, jammt Abtrag der Unkosten, conüewM worden am raten Julii; solcher Abschied auch unsppelluter in seine erwachsen. Es starb auch in diesem Jahr P-tcr Ritter, Burger zu Steyec, 0 des Lorentz Guetbrod nachgelassene Wittib, Barbara, des reichen Pranv-' ters Tochter, zur Ehe gehabt: Dessen ich nur inLiciLmcr, feines hmmlach'' scltzsamen Vermächtnis Halden, hier gedemle. Dann er rn fernem TestcE, seinen guten Gesellen, (wie die Worte lauten) die ihn in der Krancktzeit ist" gesucht, Beystand gethan, und seinen Leichnam zur Kirchen würden beM" und bestatten Helffen , einen halben Dreyling Wein wZirt, seiner dann" gen GGtt ingedenck zu seyn. Bey währenden Schmalkaldischcn Krieg wurden ^.n. 1546. dre Kam . Ackts» Erklärungen, wider Herzog Johann Friedrichen , Chur fürsten Sachsen, und Philipp Land -Graff von Hessen, so wohl als auch naw sem Wider dre Stadt Magdeburg; Jngleichcn vom König be>-cim^wo. Achts-Erklärung wieder etliche Böhmische Herren , Cafpar Pflügen, zu benstcin, Graf Albm Schlicken, Wilhelm Kezinzky, von Rorau, Mclu- Robr, vonRorewa, und Heinrich von Widtpach, (darinnen ausgedoru dem jentgen so ermelten Caspar oder Wilhelm lebendig licffern würbe, Thaler paar auszuzahlen) alhie zu Steycr öffentlich publicirt und angelt gen: Welche Ueclargcione8 in OrZmali noch vorhanden. In diesem Jahr ist Hannß Schmidhucker, Raths - Burger alhie^ reicher Eisen Händler, im Ennß-Dorff wohnend, der lange Jahr daSH- tal, in seiner Verwaltung gehabt, gestorben. Er ist Wohl würdig, daß" nach dem Tod, seiner gedacht werde: Dann ec hat bey gedachtem Sprta^, armen Leuten auf viel weg nützlich gewirthschafftet; des Spitals jährliche^, künffte und Ertragniß in eine feine richtige Ordnung gebracht; Und dm"^ m neues ausführliches Urbarmm aufgerichtet. Das Spittal und dieKirchen ^novrt; Und die Messinge Taffel, zur Gedächtnis der Königin Elisabeth 1546. ^Eung uber dem Eingang aufsetzen lassen: Sein Nähme und'Wappen, ist «UP alda im Gang, am Fenster gewählt zu sehen. So hat er auch zu ae- umner Stadt zos. Und wieder absonderlich ioo. fl. leZirt; Von dem ersten wu man aus der jährlichen Nutzung, die Brunnen im Steyer-Dorff; von st-aber, den Steg über die Röming im baulichen Wesen erhalten, uuo also zurichten, daß man WtnterS-Zeit, mit einem Schlitten darüber fah- "U kam - Den 27sten Ian. 1547. starb Königs kerömgnck Gemahlin, Anna 1547» hungern und Böhmen, Königin, zu Prag, in der Geburt ihrer Tochter, -Wanna, die hernach Groß-Herzogin zu Toscana geworden. Dahero durch "Me Lene,-all-, und absonderliche Befehle des Lands - Hauptmanns aebotten ^rde, gemeltcr Königin aller Orten, Leich - Gedächtnissemit Glocken leuten, Mächtigen Gebeten, und andern Christlichen Wercken, um ihrer Mai. See- " Heyl und Seeiigkett, zu halten und zu begehen. diesen Jahren hat das Unziefer der' Heuschrecken sehr überhand ges vmnren/ in grosser Menge sich gesammlet, und im Frühling am lieben Ge- "^t, Graß, und andern Gewächsen, sonderlich in Unter-Oesterreich, der? Mn Schaden gethan, daß König kerclmnnclus. zu Verhütung einer Theu- ""g veranlasset wurde, im April dieses Jahres, durch ausgegängene 6ene- l. '^u befehlen, solche Heuschrecken und Brut aller Orten, ehe sie mit ange- noer Sonnen Hitz, fliegend werden, in Gruben zu jagen, zu erschlagen, mit Erden zu verschütten, und sonst auf alle nur mögliche Weise und vertilgen; Auch zu solchem Ende, gar gewisse Commillsriog von Herrn ' ""eMEt 6epmiret, die hterinnen die'Aufsicht haben, und gute Am rdnung thun solten. lck, a Im Herbst ist eine Mahlstatt und Zusammenkunfft des N. O. Land-Aus- hieher nach Steyer angestellt worden: Dahin nun seyn erschienen; und " t. Lepremb. biß auf den 20. 61'ro alda verharret: Von Oesterreich unter der Ennß. N. Abt zum Schotten, zu Wienn. Ulrich Freyherr von Eyzing. Geörqieuffel- Wolffgang Topler , Burger zu Wienn. , Vom Land ob der Ennß» Johann, Graf von Schaunberg. Eraßmus Herr von Stabrenberq. Geörg von Pirckheim zu Wierding. Eraßm. Häckelberger zu Hohenberg. Vom Land Steyer. Hannß Ungnad, Freyherr, Lands-Hauptmann in Steyer. Aanz von Saurau. Moritz von Rackhinz. Caspar Böhaimb, Burger zu Gräz. Khärndten. Wolff von Pirckhaim zu Wierding und Rosseck. Moritz Weltzer. Martin von Feiftrizz L l Crain -66 W )c< M ^nnv» ckMj 1547« ' Lram. Hanß von Lamberg; Hannß Weichßlberger. Zu ihrem kr^lläencen, oder Marschall, wie mans damahls genennt, Kaden Sie gedachten Herrn Geörg Trüffel erwehlt: Die Berathschlaguug war fürnehmlich darum zu thun; Gesandte zu Kays, und König!. Maj. auG an die Stände des Reichs auf den damahl zu Augspurg Angestellten Reichs Tag zu schicken, um Hülff, Beystand und Rettung wider den Türcken; dane¬ ben aber auch absonderlich , um Zulassung des Heil. Abendmahls nach der Em> setzuna Christi, in zweyerley Gestalt zu bitten Au welchem Ende die hierzu gehörigen inttruNiones, und Anbringen, berathschlaget, und durch gedachte» 'Hackelberger verfasset worden. Die Gesandte auf solchem Reichs Tag waren, vorgedachter Herr von Enzing, Herr Ungnadt, Geörg von PLrckhatm,HarM Jacob von Greissenick, und Hannß von Lamberg. Bey diesem Convent, haben die Crainerischen Gesandte, ihres Landes Noch, der vorgemeldtcn Heuschrecken halber, gantz sehn und nachdencklich vor, getragen : Wienemlich der Allmächtige GOTT sein Straff: Heer, mit einer unzehligen Menge grosser, fliegender Hauffen Heuschrecken über das La»" Crain verhänget habe; welches gewißlich nicht für einen natürlichen Zufall, sondern als eine Geissel und Zeichen der Straff GOttes, womit die Egipt^ um ihrer Sünde willen geschlagen worden, zu halten sey. Dann die VE rung derselben Heuschrecken, hab in die 6. Wochen lang, von einer Gege^ zur andern, Straiff weise gewähret, und noch: Sie hätten alles Winters Sommer-Getreidt, anderWurtzel adgefcessen. Alle Weide und WißtvE verheeret, die Heuschober verzehret; darwider keine Wehr - und Rttt-noch treibung mit Rauch, Feuer, Glut, Schiessen, oder in andere Wege gehoE Ihr Zug sey mit Sausen, Rauschen, uno Prausen, fürchterlich und schrA sich; Sie seyn so ftarcker Art, daß einer von einem vermeßenen Tritt, E sonders verletzt werde; haben scharffe Schnäbel, als eine geschliffene Sia)A seyen nicht anderst als ein Kriegs - Heer nächtlicher weil ins Land geflogA darob der gemeine Mann also erschrocken, daß sie es anfangs für ein TürE Heer gehalten, und daher sich in die Flucht begeben und ihre Kinder von gen verzettet: Was dieses Unziefer im Fall nicht abgefressen, das sey im beschädigt; sonderlich, wo sie ihre Gelcger, über Spann: dick gehabt; unreinigt; Alle Nahrung für Menschen und Vieh vergisst; davon Leut»» Vieh stürben rc. Vermuthlich wird, dergleichen auch in Oesterreich mit gedaK ten Heuschrecken seyn gespührt worden. Was massen Herr Hannß Hoffmann, Burggraf seine ssnderbahce acht auf hiesige Stadt gehabt, damit daselbst, die Catholische Religion E ten, und nichts eingeführt würde, was derselben entgegen; das ist oben M als eiumahl erwehnet worden. In solchem Eifer nun stunde er auch noch in diesem Jahre; Dann a^s im Monath OLkobngvon hinnen, zuvorgedachten Reichs-Tag gen AuM' .^ aufbrechen wolte, ließ er einem Rath, durch die aus ihrem Mittel an ihn § sandte (welche Hannß Winckler, damahls Bürgermeister, Hannß StE Stadt-Richter,und Hannß Schwabe waren) bedeuten: Wie daß die Steyer dermassen, und vor all andern, Jhro König!. Majestät Erb - und Städte, am König!. Hof und sonsten berüchtigt sey, daß unter alle» f ne, darinnen Ihrer Majestät ausgangenen Generalien und Befehlen, die ae' chen-Ordnungen, und sonderlich das Fleisch-Essen betreffend, weniger n» gelebet; sondern ohn allen Scheu dargegen gehandelt, und unverschämt o»^ sich getrieben werde; Wolle sie daher treuhertziggewarnet haben, sie soltenwv erwegen, woferne hiertnnen von einem Rath, keine Aenderung und Eiriseh^li W )o( W 267 schehen solte, daß Ihrs Majestät noch mehr beweget und erzürnet würben; LkE Welches gemeiner Stadt, und insonderheit denen Vorstehern, zur groß- und 1547. schwehren Straffe gedeyhen würde. Der Oepmirten Antwort war : Sie Volten solches dem Rathrekeriren; Welcher aber solche Vermahn: und War» nung nicht gar zu viel in Obacht nahm ; Ungeachtet es damahlen mit den Lutherischen schlecht genug stunde; Dann unlängst zuvor die Schmalkaldi- schen Bunds: Verwandten vom Kayser geschlagen, zertrennet ; Churfürft Johann Friederich zu Sachsen, und hernach Landgraf Philipp von Hessen, gefangen waren. ' , ... Unter welchen Kriegs wussten, der Stadt Steyer, durch den damahn- U Landes hauptmann, Herrn Balthasern von Prösing, Freyherrn, und Johann Fernbcrger,Vizdom, befohlen wurde, alle Waaren- und Geld-Schul- den, so die Burger zu Steyer andern Handelsleuten unter den Schmalkal- Men Bunds-Verwandten zu thun seyn, zu arrekiren; sowohl als der Stadt steyer Burger und Inwohner, welche der Schmalkaldischen conlpirstion 'wd den Bunds-Verwandten gedienet, oder sonsten anhängig, wo sie zu be- ^tren, gefänglich anzunehmen, und wohl verwahrlich zu halten, wie auch ihre Haab und Güter emzuziehm; Dann es vermögen (sagt der Befehl) des Havß von Oesterreich erivjieFicn, daß ein jeder Inwohner des Lands, oder der Güter Finnen hat, so wider einen Ertz - Herzog thut, heimlich oder öffentlich, der dem Fürsten mit Leib und Gut verfallen. . . . , Vorqcmeldter Wolffgang Waloner, Pfarrer allhie, begab sich im Jahr 1548« ^48. mit seiner Dienerin in Ehestand ; Das war nun ein unerhörter neuer handel zu Steyer; Darauf kam ihme bald von Bischoff Wolffgangen zu Pas- eine Oirrrtton zu, sich fürs Lonlittorium dahin zu stellen; Herr Adam Hoffs ^ann, des Burggrafen Sohn zu Steyer, welcher in des Vatters Abwesens M die Burggrafschafft regierte, und der Evangelischen Religion zugethan 'Mr,der nahmesich der Sach an,bat und mrercecllrte nebendenenvon Steyer, vey Bischoff, daß der Pfarrer zu erscheinen möchte Hberhoben seyn; ES volte aber solches nicht statt finden. Herr Wolffgang konte ihm die Rechnung Mt machen , daß er mit seiner Erscheinung zu Passau ein unannehmliches Zvchzeit lrXscm holen würde; Daher machte er sich, mit samt seinem neuen gegarten, fein in der Still von hinnen, und gar nach Augspurg; Von dor- N aus ließ er an den Bürgermeister zu Steyer, Hannßen Winckler, ein schreiben ablauffcn, darinnen er andeutet, er habe dem Pabstthum abgesagt, ?lt fürgenommener Verehlichung sein Gewissen befriedigt; Von Steyer aber s.^Abzug darum in geheim genommen, weil nicht unwisiend, day seine Wider- , Zer lhme nach dem Leben "gestellt; Diesem also vorzukommen, damit ihme gleich also, wie dem Leonhardt Kayser (welcher ^nno 1^27. zu S chärdmg Mrennt worben) durch den Pfarrer zu Sürnmg ebenmäßige Anklage und Ausheilung widerfahren möchte. Gedachter Waldner ist hernach ^7. Pfarrer zu Reqenspurg worden. Im 8eptembr. diß Jahr ist von gemeiner Stadt Steyer abermahls em Frey- Schiessen, um ein Trinck-Geschirr, pro ir. fl. werrh, gehalten oAn; Dabey haben sich unter andern Herr Christoph Dietmar, und Herr die Herren von Losenstein,und Herr Gotthardt von Scherffenberg, Versöhn befunden. Das Beste hat Herr Mattheus Rauchbach von Wrenn Yvonnen. i„x- PNgemeldter Erhardt Wild, hat in seinen Nötig ausgezeichnet , daß man Vesem rasten Jahr, aus Befehl Königs kercknanck, dieTerxlfuhr rm Land der Ennß angefanqen zu gebrauchen. , . ».^o6em Xnno starb Joachim handel, Stadt - Richter zu Steyer; Des' " Geschlechts - Linie giebr die x Vl. Stamm s Tafel zu erkennen. 9l 2 Ladu!» 268 UZ )O( W XVI. Wndelischer Wtamm-Mim/ dqrinneri die Rinie/ von Joachim Mandel herrührend begriffen ist. Sebastian Händel, Burger in Weyer ä. 1522. _ _ Joachim, Stadt-Richter zu Steyer, 1-49. u. 50. f evä. liegt in der Pfarr-Kirchen begrabt ' Uxvr. 1. ) Ursula Prucknerin, aus der Freystatt, 2. ) Catharina Schwabin. -r Das Händelische Wappen, ^nnu, ckrildi. »55°. ^lin folgen die Grab-Schrifften II» GOttes-Acker zu Steyer, worauf sich der Händeltsche Stamm-Baum gründet. Joachim Händels Lxitüpkium und Grab- Schlifft. Oblila- 0 O. 8. U"Mo ^osckimo bisencN» ?arre 8imone slsenö!, Sc Xkstre Claris äegenky» ^erin nsro , piecsre Sc Virrure inlignirer ornsco, immensse rnisericorci'Ze Ok! in ki6e jLsu Lkrilli leie commenösnti, sc snb Koc Hxo sonum ruk^ ^pe^gnu, in Xlemorism üngulsrisciuefrsrerni Omoris (^onrellsrionem, Murgeque (^onjunLIionis spem, cum Isckrim-s po/uit XVolltg. sj^ncii, ^ter meerens, krsrri morrenti. Vixic annos XXXV. O. VI. kuit ejus vitse socia, integriraš vitse, sc worum konettas. Ll z Wolff Simon Handels Grab-Schrifft: v. 0. ^I. 8. iss Ollr Eg Simonis l^Xnö!, Zs. Xtaris öie , in Lkrilio 6e?unÄi» Quorum kue^ (-omentorum. Oikcium V^oIKg. tl3en6l, Sc kva 8crg6erin, parentes, 1i- cer Ülu6 ipsum suis alrczugn6o cinerikus ä kilio prZÄ^anäum cxpeLIarinc, tUl bgro vero morralitatis Or6ine, non sine woerore > cerra kamen, sutur°e ^onjunkttonis, sc mucuL iLcitise spe> in sese recipere coskk suerum» ' Its, düsscentes morimur; kinis^ue sk Origine pen6ec; OIsLe Xlorl. ännur ckrik! 1551. 270 _ W )O( W_ ^6 Vlatoreg. Vos c>ui trsnsltls» memores nottri guogue lins, guoä sumus» boc eriris, fuimus gunnöogue guoö eiiis. 2!lle hernach' rc. rc. Q Frauen AM Mariä Händclin Grab-Schlifft. 0. 1. s. Uobilis lekiiüimL XlariX, 81M0NX krsuöenbover 83c. Csesi ris 3b OKcü«, CarbnrinX 8cbIumbeiAerm paremibus proZemt^» vmni marrvNLÜ lauös^noUi seeunöLj pie in Cbritto, prsemilio 6lrolo kiüola, öesiunfise, cvrpus ckelolariKmus Xlaritus» sonnnes öonec polt omni8 carnis rekirreÄionem, il!u6 incorrupribile, Ziorioüim valiclvw sc spirituale inöuerir, lioc fub mvnumento guielcere invitus superlies vo- luit» vixic, 3nno8 XXr. in ConjuZio paciiico V. Loöem ^nno ist mit Tod abgangett Hannß Schwabe, Städte und Bürgermeister zu Steyer, ein fürnehmer und um gemeine Stadt WE verdienter Mann; Seine Stamm - Tafel wird der Leser dierbey iub dlum. finden» Er war eines alten Skeptischen Geschlechts gewest. TuKuIu XVH. Der Eröare Hannß Schwabe, von Sresenhaim, Burger zu Steyer 1466. ^srir, . N. Ebner zuMlcr- Hanß,Sradt.RlchterzuSteyer,ä. 1532.bißz6.und Margaretha, 89. Bürgermeister, 41.42.45.46. f 150. - - liegt in der Pfarr-Kirchen begraben; — . Uxor-. Barbara Tradlin. Sigmund Tamüllner, sonsten Schwabe genannt, Raths Burger zu Steyer, 1500. L)xor. . DEhea^die hernach Hansen Rauchenberger geehlicht; Er ist gestorben, ä. ^04. Pfingstag»^ Helena, ^2ric. Leonhard Koberer von Nürnberg, Burger zu Steyer^. isib. Catharina, . " Anna, r. )JoachimHandel, Bürgermeister zu Steyer, r.) Christ. Gutbrodt,' „ 2.) Hannß Preuenhueber des Raths, 2.) 26olisHändel.bendeBuraer iu^^^ s. ) Dion. Maler Burger zu Steyer, sie s-22. Oct. ^.r 572. / . ^)U g L Die Schwäbische Begräbnisse, und LpirapKIa, dabey auch die jetzt gemeldte Ca- charim mit ihren dreven Ehemännern begraben, seyn zu sehen, m der Pfarr-Ku¬ chen, brym vordem Mar, auf der rechten Hand. G )O( m L7k . 4an« x Das Schwäbische Wappen. A? g. Es starb auch in diesem Jahr Hannß Lueger, dessen droben mit mehrern L oacht; Er liegt samt seinem Vatter, Thomas, und Vetter, Leonhardt Lire? samt andern ihres Geschlechts, in der Pfarr-Kirchen, nahe bey der MHey allda; Wo auch an einem alten Täfelein der Lueger Wappen, mit , Mr: Zahl 1^09. zu sehen, begraben; Sein Sohn, Daniel Lueger zu lÄ? "nd Wolffstain, hat unlängst hernach seines Vatters in der Stadt ge- h^te zwey Häuser am Berg gemeiner Stadt verkaufst, so sie noch innen rum 155z. hat die Inkettion allhie starck 8^rt, und haben deren zu I55Z' rieben, die Vorsteher aufm Schloß allhier sich eine Zeit lang nacher Weiß ilkk 1554. hat der Allmächtige hiesige Stadt und Burg erschafft mit ei-1554' lva *Wröcklichen FeuerS-Brunst heimgesucht; Dann am Sonntag, welches E Geörgen-Abend, gleich zu Anfang des damahligen Steyrer-Jahr- kamin Steyerdorffunversehens ein Feuer aus ; Woselbsten, und sr^Mich m der Gleincker-Gassen, bis herein zum Spital, über 200. Häu- ^ck k ^rannt, und darunter über die 72. Persohnen erbärmlich umkommen, alte von Leuten, die zu Zeit dieser Brunst gelebt, erzehlen hören, daß der g^ ^artlmeStettner, als er gedachte Feuers-Brunst erfahren, hab er nach- M ob auch sein Hauß, so er draussen gehabt, mit brenne, und da man Ja geantwortet, hab er auffreyer Gassen die Hände gen Himmel auf- und GOTT gedanckt, daß Er auch an ihn gedacht habe. Ha.)Hem,wie vorgemeldt, von hinnen gezogenen Pfarrer Wolffgangen er, hat dessen Caplan, sonst auch ausm Lonvem zu Garsten, Lorentz seib^Ser genannt,, sowohl im Pfarr-Amt, als auch fürnehmlich in der Lehre spu^ ; Bey dem die Evangelische Religion, nach Inhalt der Aug- glMen Konfession, öffentlich eingefübret worden- ^ann nachdem König kerclinsnclus Dero geliebten Sohn, gleiches Nah-1556- rkenJahr 1556. mit einem Wohlgerüsten Kriegs-Heer,wider den Tür- cher^"§arn gesandt, und zugleich durch offene klsn^rs befohlen, damit sol- üeldzug, durch GOtteS gnädigen Beystand, glücklich abgehen möchte , in » allen Annu, cli i!ti 1556. »557. 155«. »» i 1 de ur ge ni rii te ni chj lv dk ei 272 _ UZ )O( W _ allen Oesterreichischen Landen ein allgemeines Früh- Gebet in den Kirchen, so man das Türcken-Gebet genennt, anzuftellen;' Welches auch allbie zu Steyer alle Morgen mit grossem Eifer und Andacht verrichtet worden ; So ist lM nächst durch solche Gelegenheit, die Meße an den Wercktägcn zu celebriren, un-erlassen; Erchtag und Freytag die Litaney Teutsch gesungen; Die Kinder in solcher Sprache gewusst, und des HERRN Abendmahl in zweyerley Ge- stalt ausgetheilet worden. Loclem ^nno den 22sten kebrusrii ist wolssgang Rhofler / der sieben freuen Künste Witter und Stadtschreiber zu Sreyer gestorben; Sein Ls"- tapkium stehet man noch auf dem Freidthoff, gegen der St. Margarethen - pelle über; Deme ist im Dienst lucceclirt Hannß Hailman, Valentin HarlnM Schneiders allhie, Sohn. Am Heil. Oster-Tag ^nno 1557. wurde in der Pfarr-Kirchen Minis¬ ter der Meß, die elevarion unterlassen; Und hingegen eine teutsche VecnE nung an die, so zum Tisch des HERRN gehen wollen, gehalten ; HernaÄ am Sonntag Irimcaris hat der Pfarrer, Lorenz Twenger, zum Beschluß Früh-Predigt, das kettum Lvrporis ebrjlti in einer Lermon widerleget, E fürohin zu begehen eingestellet. Herr Hannß Hoffmann, der Burggraf aber, (der doch unlängst hernB sich auch zur Evangelischen tteliZlon begeben) hat einem Ersamen Rath hoc» verwiesen, daß sie in seinem Abwesen gedachtes Fest unbegangen gelassen; demnach befohlen, solches am achten Tag hernach zu celebriren ; so auch E schehen; Es haben aber wenig Leute, und von den Zechen und Zünfften M niemand sich dabey eingestellt. koclem t^nno den 18. Garcii ist auf dem Schloß allhie, von dieser Oelt abgeschieden, Herrn Adam Hoffmann,Freyherrns, Gemahlin; Sie liegt in Pfarr-Kirchen vorm hohen Altar begraben ; Auf ihrem Leichenstein M folgendes: „ Hie liegt begraben die Hoch- und Wolgcbohrne Gräfin »Frau, Frau Elisabeth Hossmännin, Freyin zu Grüef „biechl und Strecha,gebohrne Gräfin zu Salm, des gebohrneu Herrn, Herrn Adam Hoffmann, Freyherrns liebste Gemahlin, so gestorben ist zu Steyer, den 18^ klarttt^nno 1^7. Ihres Alters im Z7. Jahr. Derer Seel rc. rc. Nachdem änno i^8. Oarvlus der Vte, Römische Kayser, das KaiM thum denen Churfursten rellgniret, wurde von denenselben dessen Bruder ke^ chnanM, welcher ^nno Is;o zum Römischen König erwählet und aecE worden, am i4ten dH Jahrs zum Römischen Kayser pwci-rmirt, den 15ten Sepcembr. hernach zu Aachen geccönet. Im ^-i-> dieses Jahrs begegnet der von Steher Nachbarn, Herrn E Helm von Volckhenstorff, vom Feuer ein grosser Schad; solches klagte erdens von Steyer durch Schreiben , daß er nemlich durch die arge Welt, und d^ Feuer in grossen, hohen und verderblichen^Schaden kommen sey; Sein M< hoff zu Volckhenstorff, darinnen er gehaußt, samt allem, so er der Orten g habt; Item, emer seiner Diener, seine besten Pferde, Silber - Geschirr, 2^ Gewand, etliche Stücke Vieh, in Summa alles mit verbrannt und verdös sey; Mit freundlicher Bitte, sie wollten ihme diesen nachbarlichen Willens weisen, und mit Zimmer - Holtz auöhelffen; Damit er desto eher, mit sel< Mayr-Gesind und überbliebenen Vieh unters Dach wieder kommen möß Solches haben die vonSteyer gethan, und ihme alsobald vier Flöß Böden p thäten die angeloffenen Wasser abermahl grossen E' den; Und wellen wie vormahlß öffter, sonderlich aher^nno 1) 51. bcschckA ßK )o( M 27z dmBuraern von Steyer viel Holtz verrunnen; Welches ihnen die Obrigkeiten und Unterchanen um Matthausen, Closter Erla, und anderer Orten, wider Meiner Stadt krivilezien, und in gemeldten i Listen Jahr ausgangene M- nigliche ^lanöaren, nicht wieder wolten verabfolgen lassen; Hat Kayser ker- ^'N2nclu8, auf der von Steyer Anhalten, iub 6aco Wienn den 4ten äuguüi, ein ernstlich 6enera!e publiciren: Allen und jeden Obrigkeiten, und derer Un- Ethanen gebietend, daß sie nicht allein gedachten von Steyer, den Ihrigen, und derselben Mit-Verwandten, sondern auch allen andern, damahlen, und ckinführo, so offt sich dergleichen Wasser--Güsse zutragen, und ihnen ihr Holtz ^führen, dasselbe gegen einer bestimmten Lösung, nemlich dasjenige, so an Ennßmit Mühe und Arbeit aufgefangen wird, ein Bloch um 1. Pfennig, und ÜUen Baum um 2. Pf. Auf der Donau aber jedes um gedoppelt so viel zu Mn zu geben; Aber dasjenige Holtz, so für sich selbst an- und abrinnt, fcey, ^ne andere Lösung, fechßen und erfolgen zu lassen. . r. Es starb in diesem Jahr der erste, der Evangelischen kel^on zugethane Gemische Schulmeister, oderketkor, Andreas Küttner, welcher viele Jahr Meldter Schul vorgestanden ; Sein Lpicapkium ist auf der Pfarr-Kirchen Midthoff noch zu sehen, mit folgender Grabschrifft: Lrllire oui in (chrlum, pueri lacrimiggue riZare Kunc rumulum, „ quoniam membra Oclonis kakec , gui leneras mences, >,mulcv8 formsvic in annv8 arciku8 inZenuig. Lc precace Dkl, „ Mi» sck merico , nomen poükumo, vivsr, Lc in numero „stet pia curka cuo. »> Hie liegt, ihr Knaben, GOTT zu Ehr, „ Der Euch gab etwa Zucht und Lehr. „ Andreas Küttner, dem GOTT gnad, ,, Durch dem, der ihn erlöset hat- Nach diesem wurde zum kettor der Lateinischen Schul aufgenommen ?sesXU8 oder Pruner, von Landshut gebürtig, cur v.lcrpulus ^e- ^chchonis zu Wittenberg; Ein in seiner Kunst und Inlttmrung der Jugend Welchmnassen d^^ Prediger-Ordens, allbie cima ^üuet. aber /^nno Inid wolle er doch sein ehelich Weib nicht verlassen- . M m ^eich- ^nnn, Lknüi Z 559» 274 _ W )c>( W ___ Michael Pfefferl zu Biberbach, Bürgermeister zu Steuer, schiede am aus diesem zeitlichen Leben, in diesem Jahr. Von diesem Geschlecht ist in der XVlll. Stamm - Tafel mehr Bericht zu finden. Er liegt, samt seinen Sov» Wolffen, in der Fuxbergerischen Capelle begraben; Dahin allererst vor wenig Jahren ein schön Marmorsteinernes Lpicspkium aufgerichtet worden, mitM genderSchrifft: » Hie liegt begrabender Edel und Vest,Herr Michael Pfeffer!/r» „ Biberbach, so gestorben ist den 2isten ^pril. ^nno „ Ferner, seine Ehefrau, Lucretia, gcbohrne Eckherin M Neuhauß, die gestorben den Listen OKobr. „ und derer eheleiblicher Sohn , Herr Wolff Pfeffer!/^ »> gestorben den 24ften d^ovembr. ^nno 1597. lubulu XVI». Mefferlischer Utamm - Waum. Hanß pfefferl, an der Stratt, im Gericht Umbs, in Tyrol; Es wird noch ein anderer Veit Pfefferl gefunden der war L458. Stadt-Richter zu Steyer, Uxor. 1. ) N. Waßnerin, 2. ) N. Coidterin, z.) Barbara Leutnerin, er hat kein Kind verlassen; doch weiß ich nicht zu sagen, ob er des obgemeldten Geschlechts gewest. y 8 8 d d W )o( Dr —— 275 Das pfefferlische Wappen. ekritU 3m Herbst hat Herr Hannß Friederich Hoffmann, Freyherr/des Herrn gDnßen Sohn, mit Jungfrauen Judith von windischgrärz, seine Hochzeit schloß Mie/ stattlich gehalten ; Darbey allerley Kurtzweil, Freuden- "mund Ritter-Spiel gesehen worden. ^.nno 1561» denyten May, ist Hieronymus,des reichen Auvernum Sohn, 1561, soeben» Sein Vatter, auch Hieronymus genannt, Bürgermeister zu Steyer, 'rM Creutz bey den Städeln an der Schönau aufrichten lassen; Dann als rin» AöW nach Venedig reiten wollen, und an diesem Ort feinRoß unversehens Fan mit ihm gethan, hielt er dafür, daß solches ein Anzeigen eines noch tigern Unglücks wäre; kehrte derohalben wieder um, gemeldtes Creutz auf- hiN zu lassen, und alsdann setzte er erst seine vorgehabte Reise fort. Von Geschlecht Viel» lab. XIX. Tabula XIX. Wvernumbischer Utamm - Daum. Mang Zuvernumb tu Mölck 149?. Ich weiß aber nicht, ob er des nach bemeldten Hieronymus satter gewest. Zuvernumb, Raths Burger zu Steyer, i/ir. Stadt-Richter 1521. Bürgermeister ..^2. 2?» 28. zi. Z2. ein sehr reicher Venedigischer Handelsman, f im May, ä« 1547. sein Lpi. ^pwm ist bey der Pfarr-Kirchen zu sehen. r.) y» . Uror. 2.) §^?ara Mattspergerm von Saltzburg, f r. Jan. iszo. Niclasen Khölnpöckens Tochter, die hernach Herrn Jacoben Gieriger, VltzdöM ob ^^Ennß, geehi.cht: S eine Kinder aus er st er Ehe w aren. , Burger zuSteyer,^/. Hieronymus f i s6i. Dorothea °uver^. Crems. den 9. May UNverheu- >isrlc. , Oxor. rach. Dämel Straffer, Burger zu Steyer, ^Nv^^mchthuckerin, die hernach diese hak ihren Vatter,und beyde Bru- Hentzel geehlicht; der,mit einem nahmhafflen Gut geerbt. Mma Das W)o( W 27S »aan ' N Das Zuvernumbische Wappen. r;6r. 1564. ^nns i;S2.ist ein grosser Sterb IM Land, auch zu Steyer gewest ; I Welchem Jahr vorgemeldter Pfarrer allda, Lorentz Twenger, als er (wie Hardt Wildt ausgezeichnet) an GOtts-Leichnasirs-Abend, von WaidtbE frisch und gesund heimgeritten, in der Nacht jühling verstorben. Deme ist' Ver Pfarr üicceöirt, wolffgang Premier, auch ein Lonvenrua! von GaE Caplän waren damahlen bis in^nnum 1^67. Wolffgang Pündter und Ha»!'" Müllwaldter, ^onvemual von Garsten. Im Spital war ^nno 1^59. diger Jacob Tolhamer; Und nach ihm, David Tullinger. Alle der EvE lischen kieliZion zugethan. Lo6em ^nno war Rentmeister auf Steuer Elias Kamerer. Aufs isschste Jahr wurde von einer Erb. Gemeine und BurgerfckE durch die mehrern Stimmen, Benedict Aettl, abermahl zum Stadt-RE erwählet; Nachdem aber derselbe damahls mit einen Ersamen Rath in gcoll^ Zwietracht und Rechts-kroceis (hernach gemeldter Sachen halber) stu^,.! hatte der Rath Bedencken,ihme vor Austraq der Sachen, das Stadt-Germ zu vertrauen, haben demnach solches an die Nieder-Oesterreichische Regier^ berichtet; Welche hierauf solche Richter-Wahl iuipenckret, und die fung des Gerichts dem vorigen Stadt-Richter, Sebastian Bischringer, getragen. Der Handel und Zwietracht aber kam daher; Als gedachter Aettl zu'/ drittenmahl Wittiber worden, hat dieser alte Greiß seine Lieb qeworffeu^ ein schön junges und vergerhabtes Jungfräulein, Catharina, ClemenreE. talers Tochter; Welche er unwissend der Gerhaben und eines Ersamen Rü^ zur ehelichen Zusag heimlich beredet; Es kam aber die Sach an Tag/.^N seine, des Alten, Liebes-Briefl; Deren er viel dem jungen kindischen lein, und sie ihme hinwiederum zugeschrieben; Darob ein Ersamer Mw' groß Mißfallen getragen, daß derselbe, ungeacht der Aettl in grossen und-nicht der geringste im Rath war, solchen heimlichen Heyraths ex OKcio csiurte, den Aettl abEr aufm Thurn setzen liesse, und zur ^OO. Thaler auferlegte; Dessen beschwehrte ec sich bey dec Lands- mannschafft; Welche endlich die Theile zur Güte gewiesen, und zum 277 Zenten, Herrn Adam Hoffmann Freyherrn verordnet der vielgemeldten Aettl/ ä«»'» M einem Ersamen Rath wiederum ausaesühnet hat; Darauf ihme erst das AE ^tadt-Gericht übergeben worden; Die Jungfrau Rottalerin aber, hat her- * Hanns Adam Pfeffer! davon gebracht. h Den i8ten juin in diesem Jahr, starb offtgedachter Herr Hanns Hoffmann He??Ad auf Steyer, in welchem Amt ihme sein Sohn, Gleichwie abergemeldter Herr Hanns Hoffmann bcy Kayser keräinanäs ^gantze Zeikseines Lebens in grosien ungeänderten Gnaden, Huld und Anse- Min vielen wichtigen Reichs-und Landes-Geschäfften, bey Hof, und sonsten Maucht, und fast stets um Ihr. Majest. war; Also hat derselben Er mit sei- Todte gleichsam die Thür zur Nachfolge geöffnet. Dann am siebenden hernach, nemlich den 2sften gemeldten Monats, am Tag St. Jacobi, Schlosse auch Kayser kerllinanöus, die mühesamen Täge seines zeitlichen Le- Ms,in der Burg zu Wien, im 6isten Jahr seines Alters; Der Leichnam Md nacher Prag geführt, und allda begraben. Ende des siebenden Buchs. Mas achte Much. Darinnen erzehlet wird, was sich bey Regierungs-Zei¬ ten Kaysers klaximiimm II. zu Ungarn und Böh¬ men Königs, Ery- Herzogs zu Oesterreich re. zu und umSteyer, denckwürdiges zugetragen hat, Von ^nno 1^64. bis ^nno Was achte Much. Aurcimllignus n. Ertz-Herzog zu Oesterreich, Römischer Kaysers U/s auch zu Hungarn und Böhmen König, trat nach dem Tod sei- 8 nes Vatters, Kaysers kercünanck die Regierung snno 1^64. glück- lich an. Was gestalt unter Regierungs- Zeiten Kaysers kerllmsnöi bey der Stadt ^Aier, der Religions-Zustand sich geändert, davon ist droben Andeutung s >a)ehen: Unter andern nun, von gemeiner Stadt, unterhaltenen Stipendiaten, lve,.s eines hiesigen Tischlers - Sohn, Johann Schreyer genannt, d(,,Mr ellitt e Jahre auf der hohen Schul zu Wittenberg Ikevlogiam ttuUirt, ^^'oewurde aufempfangcne Ordination im Monath sullo ungefehr in diesem Einem Evangelischen Prediger, erstlich im Spital, und unlängst her- > m der Pfarr-Kirchen bestellt. , folgenden Monat vecembr. schriebe ein Ers. Rath an v. ?gu1un» s»,. Pfarrer und SuperinrenUenten zu Wittemberg, um ein taugliche Per- Eher zum Predig-Amt, in der Thum-Kirchen; Der dann öslilium Camer- tic, Etzu Freyburg in Meissen, sonstvvn Afflenz, aus der Steyermarck gebür- v-v, mrgeschlagen. Worauf er vom Rath vocwt, und um dessen Erlassung an M^Fürst ^u§ullum zu Sachsen, und die Stadt Freyberg geschrieben; fol? 'vs hjeher gebracht/und denrosten 0Liobri8 an. i^66. durch eine öffentliche . Mmz Vor- Knnm ck lr "ß >.li "sc "ti ''g »l: "f >>< r»I ',1 »c »> »! »! r s l c 1 1 c W )O( DH 279 »aus gnädiger und vätterlicher Fürsorg, Euch zu solchem Merck, selbst zu ver- "wahnen, nicht unterlassen wollen noch sollen: Des gnädigen Vertrauens, ihr „werdet Euch zu Beschützung Euerer, Eurer Weiber und Kinder, Haab und " "Guter, auch Leibes und Lebens, hierinnen guthertzig erzeigen, und mit geneig- »ten Willen, Euer Vermögen anjetzo darstrecken. Dann ob wir gleich Eu- "ker und anderer hierinnen zu verschonen, genädiglich geneigt seyn; Doch aber "weg wir der Zeit kein bequemes Mittel haben, die bevorstehende höchste Ge- "'lihr und endliches Verderben abzuwenden, wie hertzlich gerne, und vätter- '.ach wir solches immer wünschen und begehren; So müssen wir demnach m "'Mer äussersten Noth, auch die äusseristen Mittel an die Hand nehmen und a ^"chen; Die Wir aber viel lieber, wo wir anderst künten oder mögten, um- "Um wollten. Derhalben, weil Uns Eurer Personen und etlicher Eurer "Mitbürger Vermögen, daß ihr Uns ohne Abbruch Eurer Nahrung, auch ohn Elen Schaden, eine SummaGelds, allein Darlehens-Weise, fürstrecken könnt, ' Nutz wohl bewuft ist; Und sich demnach für Euch, nicht allein aus schuldigen "Gehorsam, sondern auch aus Christlicher Lieb, Uns und dem Vatterland "Mit zu dienen, und so viel möglich zu Helffen gebühren will. So ist demnach "Mer gnädiges Begehren an Euch, ihr wollet die vor Augen schwebende Höch- "WNoth und Gefahr zu Gemüth und Hertzen nehmen, und Uns hierzu, Eurem, "WE'Euer Iedweders, auch Eurer Mitbürger Vermögen nach, eine Summa "Geldes, auf obbcrührt unsers Fr. geliebten Bruders Handlung, ohn alle "Weigerung und Ausflucht, gehorsamlich und gutwillig darstrecken; Welches ''ww dann anderst wohin nicht, dann zu Eurer, Eurer eignen Weib und Kin- "W, Haab und Güter, auch zu Unserer Land und Leut Errettung gebrauchen, VW Euch deswegen genugsamlich versichern; Auch hernach gäntzlich, ohnal- Schaden und Nachthetl halten wollen. Damit, wo ihr Euch dessen wei- und in dieser allgemeinen Noth, anjetzo nicht Helffen würdet, draus nichts " ckolge/was etwann andern Völckern hievor beschehen ist; welche bey all ih- Pw Vermögen, in erbärmliches Verderben gerathen, und dardurch nicht al- um das, so sie zu ihrer selbst Rettung, ohn allen ihren Schaden, wohl hät- darstrecken, und herfür geben mögen; sondern auch um all ihr Haab und ' auch Leib und Leben kommen seyn. Doch getröften Wir Uns gewiß- 'W, jhr werdet Euer und die gemeine Wohlfarth zeitlich behertztgen, und jetzt a MN, ehe die Noth überhand nimmt, da die Hülffe hernach, ob man gleich "Mne wollte (welches aber der Allmächtig verhüten wolle) vergebens, und zu Mat seyn würde; Und Euch also auf wohlgedacht Unsers geliebten Bruders Wndlung, dermassen gehorsam und gutwillig bezeigen, wie solches die höchst- ,'Mvermeidentliche Nothdurfft,auch die Lieb des Vatterlandes von Euch erfor- 'd thut. Daran erzeigt ihr Uns ein gnädiges angenehmes Gefallen, und Vw Vatterland, ja gantzerChristenheit,ein nützliches und rühmliches Merck, Wr gegen Euch und Euer zedcn besonders mit aller Gnade zu erkennen, und V?edcncken. Geben in Unser und des Reichs Stadt Augspurg, den zteu -Watz1566. „ p?. Dieses Schreiben haben Jacob Lansidl zum Schaunstein, und Veit Ca- ..(Kayseri. Schloß-Pfleger zu Lmtz, denen von Steuer überantwortet; schlier ein Ersamer Rath, nebst ctlich der Vermöglichsten von der Burger- fl. darzuleihen, und zwischen hie und Bartholomäi zu erlegen, gehoriam erkläret; Welches der Kayser in einen fernem Schreiben aus ^'Augusti, mit sondern gnädigen Wohlgefallen, an- und aufgenommen. ^.Woem abergemeldte LommMrii, nurmit demwenigernTheil aus derBur- tpzWEt. gehandelt hatten; so sind dieselben widerum gen Steyer abgefertigt, !ie-. Wrl noch unter der Burgerscbafft, viel nahmhaffter vcrmögticher Persohs wllen, sie auch mit denselben, die fernere Handlung um ein mehrere HWwa Geldes, nach Gelegenheit eines jeden Vermögens pflegen; Und dee w zu solchem Ende, gedachten LommMcken, ein oder zwo vertraute ver¬ ständige Annuz Lkriüi 1,66. 28O _DZ )o( W ___. ständige Personen aus ihrem Mittel zuordnen solle. Hierauf ist noch sechs, und alsoinallen 2OZOO. fl. auf drey Jahr lang ohne lmerette, darzulelhen verr sprochen, und deshalb ein Anschlag unter der Bürgerschaft - nach jedesVer- mögen, gemacht worden. / Dieweilen dann Kayser l^gximillgn entschlossen war, bey nur gedachtet wider den Türcken angestellten Kriegs-Lxpe6itivn uud Feld : Zug, sich ftlbsten in Person finden zu lalftn; Als wurde der persönliche Zuzug, nit allein denen vo>r Herren-und Ritter-Stand, sondern auch allen denjenigen, so sich des Adelichc» Tittels und Rahmens, von alten Zeiten, oder neulicher Begnad- und freyung der Lands- Fürsten gebrauchen, und in solchen Stand erhoben E den, aber doch in den Gült-Büchern nicht einverleibt sind, unter 6aro 26. E Durch publicirte 6eneralig geboten, daß alle und jede ohne Verzug mit seines Pferden, und reisigen Knechten, wie einen Edelmann gebühret, in Wie Persohn, im Feld erscheinen sollen; Nur diejenigen ausgenommen, welchen des Landes-Fürsten Aemter, und mit kündbarer Leibes-Schwachheit belE seyn: Mit angeheffter Bedrohung, daß die ungehorsamen ihre und ihrer tern erlangten Adels-Freyheiten,Vortl und Gerechtigkeiten sollten verlolM und verwürcket haben. Als diß Oenersle dem Rath zu Steyer mllnuirt wurde, hätten die r>ov lnirten allda schier gewünscht, daß ihre Adels-Freyheiten wer weiß wo waren' Und ließ der Rath hierauf an Kayserl. Majest. berichtlich gelangen; Es e zwar nicht ohne, daß thetls ihrer Burger Vor-Eltern um ihrer Dienste w'ln mit Adels-Befreyungen, von den Landes-Fürsten, begäbet worden; sie sich aber derselben weder mit Land-Gütern, Titel, oder in andere WegW, nicht bedienet; sondern Bürgerliche Gewerb, als Essen- und Hammer-ME Handthierung getrieben , und dahin ihr Gut und Vermögen verwendet: W weilen überdiß der meiste Theil, derselben zu Regierung gm. Stadt mit RE und andern Aemtern beladen; daher derselben Abwesenheit, solchem Sta^ Regiment, zuförderst aber dem Kayseclichen Cammer-Gut, selbst mVE gung der Handlung und in andere Weege zum Nachtheil gereichte, so bäten um Erlassung solch persöhnlichen Zuzugs; Welches sie dann auch erhalte indem der Kayser sich ferner rekolvwt, daß zu solchem Zuzug, auf eigne u kosten kein Raths-oder Gerichts-Person verbunden, sondern einem jeden gelassen werden soll, mitins Feld zu rücken, oder derselben seiner zuwarten. Diejenigen aber belangend, so mit gemeiner Stadt Aemtern . laden; Wollen Ihr. Majest. auch dieselben mit solcher Freylassung begW haben. Die übrigen aber, von gemeiner Bürgerschaft, die sich des M Titel und Freyheit gebrauchen, niemand weiter ausgenommen, sollen nut s gebottenen persöhnlichen Zuzug sich gehorsam erzeigen. Hierauf nun wnW eximiret, Benedict Acttl, Stephan Engel, Wolff und Gotthardt, die HW und Bartholome Stettner, als welche mit Raths- und gemeiner Stabt E tern beladen: Unter den, in der Kayserlichen Kelokuion benannten letztens" y fen, waren begriffen; Sebastian und Hieronymus Händl, Gebrüdere/ Hanns Aoam Pfefferl; die brachten zu ihrer Entschuldigung für, sic W ihrer Eltern erlangten Adels-Freyheit nie, sondern der Bürgerlichen GW und Handthierung sich bedienet; Und weilen der damahlige Lands-HEl mann, Herr Geörg von Männig, für dieselben bey Kayserlicher Map« imerceclirte, wurden auch diese drey, des persöhnlichen Zuzugs erlassen» stj, Angezogene Kayserliche l^muarions-keiolucion war a.,rirt den da eben des änderten Tags, der Türckische Kayser boiimgnnus, nach rung etlich anderer Orte die Haupt-Festung Si^ec in Croatien belagert')" Und ob er wohl darvor verstorben, so hat doch sein Volck solche 7. Septembr. hernach mit Gewalt erobert, und die darinngelegencBesas"^ darunter auch den trefflichen Rittersmann Graf Niclasen von Serin, Kayser ^aximiljanus ist zwar den 12. Huxulli mit seinem Volck von Ven 28 l Krochen, ehe aber die völlige ärmacUin Ungarn zusammen kam, war 8i§et anE Wandere Orte mehr schon verlohren , daß also durch diesen vorgehab- Feldzug der Christenheit zu Nutz , wenig oder gar nichts ausgerichtet ' worden. . In diesem Jahr ist untern Stadt - Richter Hannsen Klingler, eine Mör- "k-Bande eingezogen worden, worunter Ambrosi Wechsel aus Pommern K Hannß Mitner von Helnburg iz. Michael Mülner auö der Schlesien 18. Ed, so sie zum Theil alleine, theils aber nebft ihren Gespärren, samtan- ^'!l vielen Diebstählen begangen; diese scyn den z. May mit glüenden Zan- gezwickt, alSdann mit dem Rad von oben her; Zween andere ihrer Ger M aber, Rahmens Michael Pöschel von Egenburg, und Michael Seidel, bey etlich begangenen Mordthaten nur Wacht gehalten, aber nicht Hand ""gelegt, mit dem Schwcrdt gericht worden. ^..Im Anfang des rasten ssahrs, Übergabe das Evangelische iUim'lwrmm 1^67. Meeinem Ersamcn Rath, ein auf dessen BegchrenverfasteKirchen-Ordnung, Mimen sie unter andern riethen, den alten gewöhnlichen Kirchen - Oroac, Mr Altar, in Handlung des HErrn Abendmahls, wieder anzurichten; Wel- ^vormahls in der Pfarr-Kirchen unzeitig, und ohne gemeinen Konsens F Obrigkeit abgeschasset worden : Weil selbiger Zu guter Ordnung in der Men, zur Zierde und Wohlstand des Predig-Amts, und zu Verhütung "Wnpffö und böser Nachrede, dieser Kirchen diene; Nach dem Exempel werer reiner und wohlgeordneter Kirchen. Item/ daß die Jugend und der ^lne Mann, durch solch sichtliche Oeremomen in der Zucht erhalten, und Amßiger Besuchung, grösserer keveren? und öfftern Gebrauch des Heil, x ^udmahls erwecket werde. Darbey wurde eine Ordnung gemacht, von A vefondern Festen und Feyertägen, welche man das Jahr über halten oder ^Massen solte; Von denen Metten und Vespern, wie sie Morgens und Mds an Feyer-und Werck-Tägen in der Wochen zu halten; Item von ^ Kinder-Lehr, welche hierauf in der Cloftcc- und Schul-Kirchen gehal- n worden; Auch wie man die vcn neuen, in hiesige Burgerschafft einkom- lierÜ^ fremde, der Lehr und Religion halber examimren solle. Diese von ei- (Z" Ersamen Rath gpprvbirte Kirchen - Ordnung, haben unterschrieben, Umgang Brenner, kalkor, V?cklliu8 Cammerhover, tVl. Johannes Schreyer, Cannes Biülwalder, und Wolffgang Lämpel. iilks^ wurde auch in diesem Jahr eine Deutsche Schul-Ordnung, durch ge- 'vteö iVlinitterium gestellt, und darauf in Monath kUrrio Caspar Thierfel- l der berühmte Rechenmeister von Freyburg aus Meissen ausgenommen, bevk m teutschcn Schulhalter und Rechenmeister; Deme nach dem Tod seine -oen Söhne, Daniel und Basilius in solchem E chul-Dienst gefolgetsind. Monath April ist bey einem Ersamen Rath eine Sach fürkommen, a^^lvürdig achte zu erzehlen. Hannß Grundcrspecgcr, eines hiesigen Bur- vb -,. bn, seines Handwercks ein Schuhmacher, gerieth in einen Zweiffel M ^aufft wäre oder nicht; solch sein gefaste Ungewißheit rührte daher, ciyE von seinen in seiner Jugend verstorbenen Eltern gehöret, was massen Tag seiner Geburt, da man ihn zur Tauff tragen solte, anno i§z2. cken^'E in einem Streiff vor die Stadt Steyer kommen; In welchem Schre- Acki k alles liegen lassen, und sich zur Rettung seines Leibes und Guths habe; weil er si^erdiß von seiner Mutter vernommen, daß sie mit Mau seiE Kindheit fliehen müssen , ist er demnach in solche Kümmernuß 7U; Ob er auch in solchen Schrecken und Verwirrung zu Steyer, das der Heil. Tauff gewiß empfangen habe: Zeigte daneben an, seit- We m iE solchen Zweiffel und kummerhafften Gedancken beladen, fliegen ih- er hingehe, Raben nach. Dieses schwere Anliegen klagte dieser Hem: Urban Bischoffen zu Gurck, und begehrete, daß er ihm zu 'uedigung fernes Gewiffärs, die Heil. Tauff ertheilen möchte; Nachdem N n aber /!nnur ckrMi 1567. 282_W )O(. _ aber gedachter Bischoff, dessentwegen erhebliches Bedencken trug, schrieb ded selbe an die von Steyer gar beweglich, sich von den alten Leuten zu crkmldr gen, wie die Sache beschaffen sey. Hierauf ließ der Nach etliche verhören/ die sagten aber nur allein dieses aus, daß seine des Gunderspergcr Eltern, ehrlich und Christliche Leute gewest, welche ihre andern Kinder der Kirche durch die Heil. Tauff einverlerben lassen; Welches sonder Zweiffel auch""' ihme geschehen seyn werde.' , Mit dieser Antwort wurde der arme Mann wieder an den Bischoff st'" gefertigt; ob er nun hierdurch sein Gewissen zur Ruhe, und den gefasten Aweiffel loß werden können, weiß ich nicht zu sagen. Man soll aber hieben"' E)bacht nehmen, wie nothwendig es sey, bey der Kirchen ordentliche TaE Bücher zu halten, dann dadurch wäre diesem Aweifflerscin beschwertes M liegen am besten zu benehmen gewest. Eben in diesem Jahr erhub sich ein gelegener und fast ärgerlicher Handel zwischen Herrn Ädam Hoffmann Aast Herrn, und Vurggrafens allhie, Hof-Predigern im Schloß, lVl. 6ocrer M Erfurt, und den obgedachtm Cammerhover Stadt:Predigern, übcc der Lehre von der Erb: Sünde, freyen Willen, der Buß und guten Werch"' Beyde Thei! predigten auf der Cantzel wider einander, brachten ihre fMoneg, und derselben Adleinungen in Schrifften vor; darinnen jener dt" Lgfflium für einen Inke! -mitten, .46i!rphoritten und 5^ner§jtten, (die von da ersten reinen Augspurgischen Owcilst n ab: und zu der verfälschter! getrettt"' beschuldigte; Hcrgegen der rbn einen kl-rcisner nennte, und dabey^'" zeigte; Er wüste von keiner geänderten gefälschten LonfeMon; Wann aber" derselben von dem Hurbore etwas daran gebessert worden,das tönte manlE verfälscht heissen. Endlich veranlaßten beyder Partheyen Herrschafft, bn Streit:Schrifften auf die Universitäten Wittenberg und Tübingen, uM^ ren suttici-r und Ausspruch zu senden. Man konte sich aber wegen des cept des Schreibens nicht vergleichen; Darzu kam, daß nicht lang heriE der Hof: Prediger seines D-cnsts entlassen wurde; dadurch dann dieserSt^ rmerörtert aufgehoben wurde. Den 29. und Zosten jutü seyn die beyden Wasser, Ennß und Steher massen angeloffen, daß die Grösse derselben alle vorige anno izz8. Z9- hirycro gewesene Wassernüsse, (welche noch heutiges Tages am Spiral"'', au der Stadt Mauren durch gemachte Zeichen zu sehen und sehr hoch Lannoch um ein ziemliche Mannß: Länge überstiegen; Und hat alle cken, Steg, Mühlwerck, Fluder, Schleissen und eine grosse Menge weggetragen, und sonsten allenthalben mercklichen Schaden gethan. Es ist droben tt-b anno 1501. vermeldet worden, was gestalt Kast' Ugximilisn der Erste, die langwierige Strittigkeit, Mischenden beyden St", ten Steyer und Weidhoven an der Ibbs, des Gewerbö und Handthier""" halber entschieden, und dißfalls Maß und Ordnung gegeben , wie weit ". dachte Weidbover ein und der andern Gewerbs : Handlung befugt. nun entgegen haben sich die Weidhovcrischen Bürgerin folgenden Zeiten nr anderer mehr, und sonderlich der Gctraid: Handlung, äusser und über § Gezirck der drey Meil Wegs unterwunden. Wcßweqen beyde Städte der N. O. Regierung abermahl in Lrocek verfielen; Darinnen die von Hoven anfänglich in pemorio obgestegt. Weil sie erwiesen, daß sie Getraid: Handlung ungeacht, nach Kayser rVlgximlliani I. Bescheid, lange?' in ?ottei8; Aber auf der von Steyer Klag und darüber geführten folgere anno 1568. die Erkanntniß und vecilum dahin, es solte bey anger"^ ter Kaysers ^aximilmm Entscheidung verbleiben, und derselben zuwider u von Weidhoven, nicht handlen; Auch beyde Theile der Maß und OrdnnM so ihnen darinnen gegeben und hernach erläutert wird, sich hinführo gcwstl verhalten: Nemlich also, daß die von Weidhoven Sicheln und Drath/ U aber nicht mehr, als nur so viel sie deren bey ihnen und in den drey Meil d M mB )ren? 'enr, -cche 'ck ytcir ttliik mß W ull' rcik vB ldcr kcn. yN' deii der ail- I- lll icht jest c>e- m- ^cii ct- rrd !lV Il- ltz ct d- iß c- -c h si -c e t e / irchen zu Steyer unterworfen, auf vorher gegangene Ab- Edelmannö - Sitz erhoben , und den Namen Rosenegy ge- 8es um die Stadt bedürfftig seyen, zu ihnen bringen mögen; Damit aber über ble z. Meil Wegs nicht handeln, sondern wann sie was zu verkauffen hätten, Ar. dasselbe zu dem Clofter führen, auf das Wasser legen, und sich sonsten da- M, allermassen wie der Bescheid, von den Eisen-und Venedigischen Waaren Meldung thut, verhalten sollen. Doch solte ihnen unbenommen seyn, was m ihren Werckstätten, es sey Drath, Sicheln oder anders, zeugen und Ebringen, daß sie damit ebener massen, wie mit andern in ihren Wecckstät- erzeugten Messern und dergleichen Kauffmanns - Waaren, nach wie vor Mehen, ungehindert handthieren mögen; Und solle sonsten bey der von Myer über ernannten Bescheid, ausgebrachten OenersN allerdings verblei- und demselben durch die von Weidhoven nicht zuwider gehandelt wer- Wie dann auch die von Steyer, sie wider die Gebühr, und den Inhalt ^Bescheids, durch ihre Uberreuter nicht beschweren sollen. s Koc!. .4nno wirdÄnthom prundorsfer,Abt zu Garsten, aus Befehl Kay- 'A» Majestät, fürnemlich weil er im Ehestand lebte, auch sonsten der Römi- MN Religion nicht in allen gleichförmig zugethan war, von der prsel-rur ab- an seine statt Georgius Lochmayer Abt zu Gleinck eingesetzt; Den wel- (^ommillärius war, Paul KöbererBurger,undKayserl. Eisen-Cam- ^erer zu Steyer. . Andreas von der Brucken, Kaysers. Majestät Diener, sonst ein lUeckcus. Man insgemein ^lonlleur 8ani genennt, hat in diesem Jahr seines Vat- M Hauß von der Brucken, Baumanns Guth in der Thweng genennt , am Msscr der Steyer ob der Stadt gelegen, so mit Obrigkeit dem Clofter Gar- 'Mund Pfarr-Kirchen zu Steyer unterworffen, auf vorher gegangene Ab- Mung zu einem Edelmanns - Sitz erhoben, und den Namen Aosenegy ge- Npffr; Auch darüber von Kayserlicher Majestät Konsens und Befreyung ^'langt. Um diese Zeit wollen abermahls die Widertauffer und andere Rotten zu Myer einnistcn. Darunter war fürnemlich imeneMrt Christoph Kövler,ein Mdschmidt, Georg Thöner Gaftgeb in Ennßdorff, und Hannß Kayser, Mchler; Welche die Wtdertauff von einem Schuster, am Taxberg bey Sür- ^"8, und einem Schneider beyn Stein, (allwo die Widertauffer aus Mäh- M ihren Unterschleiff gehabt) angenommen. Nachdem sie aber auf vielfältige M und Raths Unterweiß:und Vermahnung, sich von ihrem Irr- Mim nicht wollen abwenden lassen, wurden sie verwiesen, mit Vertröstung Nun sie sich eines bessern besinnen würden , daß ihnen ihr vorhin gehabtes Aurger - Recht wiederum zugelassen seyn solle. Sigmund Hauenftein, ein Mleiffer , wolle zwar kein Widertauffer seyn , stund aber in der Op-mon, M diejenige Gemein für keinen Theil der ChristltchenKirchen zu hallen, in Mcher böse Christen wären, sondern dieselben sollen aus der Gemeine aus- 8Mlossm seyn: Daneben ärgerte er sich, daß im Heil. Abendmahl nicht ei- gebacken Bcodt, sondern nur Oblaten gereicht, und dasBrodt dabey Kht gebrochen würde. Gleicher Meinung mit ihm war ein Messerer, Seba- Mu Azbacher genannt; Diesen bcyden wurde auch -nno iz69. das Kuch- ^uster von der Stadt gezeigt, (oder das Thor gewiesen). k Die übrigen aber, als Sigmund Diendorffer, Wolffgang Rosenstengel, Md- Messerer, Matthäus Grienauer Goldschmidt, und Hannß Springer Mnerer, legten ihre irrige Meinung von sich, darein sie neben ob,gemeldten .Utch lleinecua? Haller von Amersfort, aus Holland, (derallhie aufm Schloß, Herrn Hannsen Hoffmanns, Burggrafens Hof-Prediger war,) verleitet, Mo mmier mehr durch seine Schnfften, die er gar aus Siebenbürgen, an die Steyer gethan,verftärckct worden. . Weü nun nr diesem Jahr die Pest bey hiesiger Stadt eingerissen, auch . ? folgenden Jahre hindurch comMuirte; Und aber der alte Gotts - Acker ^l)m Bruder-Hauß, der Weixel - Garten genannt, nunmehr völlig durch- Nn 2 und Hnüur 0krM »669. 284 _ W )o( W und übergraben gewest, also daß einstmahlen rin Stück Erdreichsammtder Mauer und vielen unvcrweseten Cörpern, hinab gegen der Steuer gefallen; So hat ein Ersam. Rath einen andern bequemen Ort zu einer Beqräbnuß ausgesehen, und allda, nemlich auf des Stallhofs zum Spital gehörigen Grund und Feld, in der Höhe ob dem Steyerdorff einen weiten Bezirck auszcich- nen, mit einer Mauer umfangen, und den Anfang hiezu in diesen: Jahr ma¬ chen lassen; Aber allererst im Jahr 1584» gar vollendet : Es ist ein schönes Merck, und dessen gleichen an andern Orten, auch in fürnehmen Reicks-«ist andern Städten, wenig zu sehen; Ist auch von Zeit zu Zeit, inwendig mit schönen Lpirgpkii8 und Gemählden von der Bürgerschaft geziert worden; Wie solches der Augenschein, die auf solch Gebäu gemeiner Stadt gewandten Unkosten aber, die Stadt- Cammer- Amts -Rattungen zeigen. Der erste st in diesem neuen Gotts-Acker begraben worden, hat Fidelberger geheissen; Von welchen dieser Ort den Nahmen überkommen , daß selbiger noch am heutigen Tag der Fidelberg genennet wird: Die lntcriprion über dem Thor m Durch den Regen etlicher massen abgewaschen, aber doch folgendes noch daran UZec locs corporibus ög/urrölig pgrsvit, Hterm 3t Vomim elk ferrilig ills 8eZes. 8omnum, nvn morrem streök38, in motte piorum» Ingue VLO, ialvi, mormmur erunr. Bedenck, Mensch, daß wir sterblich seyn; Du gehest für, aus oder ein. Glaube an Christum den HErrn Sv wirde^k nit ewig sterben. Tausend funffhundert achtzig vier, Baut die Steyer-Stadt das Schlaff- Hauß hier. Loöem anno ist Ulrich Lichtenberger, Burger zu Steyer, und MaE retha Züllerin, Hieronymi Glückens nachgelassene Wittib, seine Haußfraunn Tod abgangen; Die ohne Kinder, zwar in grossen Gut, doch widerwärtig^ lebet. Sie haben zu Erbauung des neuen Herrn- oder Siechen - Hauß" , Aichet 4000. Gulden lehret, davon solches Hauß Anfangs aufgerichtet, nach aber, nachdem immer mehr l-egars von der Burgerschafft dahin gestijM eine Anzahl gebrechlicher Leut, mit Speiß und Wartung unterhalten worden- Bey der obgedachten beyden Ehe-Leute Tod aber, ist denckwürdig, daß berst eine lange Zeit kranck und lagerhafft gewest; ein Theil dem andern vor ihm Tod gewünscht, jedes aber seine habende Baarschafft und Schatz-Geld, dam . solches nicht den überlebenden in die Hände käme, bey sich am Bett behalf bald das Weib, ob der Mann, derselbe hingegen, ob das Weib noch mast 9' storben sey gefragt: Endlich seyn sie innerhalb zwey Tagen, nacheinander ve schieden, und haben ihren zeitlichen Abgott doch hinter sich lassen müssen ; U'' die sich vorher im Leben miteinander nicht vergleichen, und einig seyn körm^ die sind dergestalt durch den Tod vereinet, und in ein Grab zusammen Eb worden; Nemlich in der Pfarr-Kirchen, wo man beym kleinenThürl vomPw^ Hof hinein gehet; Mwo ihnen zur Gedächknus ein L^max-inum aufgerrw stehet. D! )o( M 285 Der Lichtenberger Wappen. Xnnu« ckE, ,57s. h..k^nno l57Q. hat man nach Anzetg des vielgemeldten Erhard Wilden? 1572. ttaidt, aus Bayern und Pfaltz,auch gär viel Schiffe mit Brod in G^nd geführt, und ist ein solche Hungers-Noch gewest, daß die Leuthe se,n^ gemahlen, und darunter Sägspähne gebacken. Ferner, kam in die- Ak^ahr, durch Verwahrlosung, am Oster - Montag zu Waidthoven an der bey des Pflegers Fischer Feuer aus, davon das Schloß, die gantze Stadt barchen in Grund abgebrannt; Also daß auch nicht ein Hauß übrig ge- shs^llhie zu Steuer aber tummelte sich Meister Streckendem tapffer, und kock e ein grosse Anzahl der Inwohner mit sich ins Grab; Daher aus Furcht ^,.7Mehrerer Ansteckung unter der Gemein, die Raths-Wahl auf das fol- graf -^hr eingestellt geblieben. Herr Adam Hoffmann Freyherrund Burg- ^/^llhie, verheyrath in diesem Jahr aus seinem Frauenzimmer, Fräulein Herrn Ulrichs von Scherffenberg Tochter, mit Herrn Wolffen von Voßberg zu Wellenburg, zu welcher Hochzeit auch der Rath zu SLeyer, gemeldten Herrn Burggrafen lownmcer etngeladen worden. 1571. ist eine gantze Zunfft falscher Müntzer aus hiesigen Hand: yie... Leuten, unterm Stadt-Richter, Emanuel Fentzel, in Verhafft kom- ^^kunter Caspar Laubbentisch mit dem Schwerst gericht, und sein verbrennt; Joachim und Stephan Kerbhun, Gebrüdere, Stephan phan Hauß Hördwig und derer beyder Weiber, Michel Fälschmidt, Ste- zii^'Lager, und Srxt Huttinger, des Lands verwiesen; Dem Herding aber die rechte Hand abgestutzt worden. ^cl^ontags den Men (Mob,-, ist droben gedachter Kl. kseFLus» gestorben, sein Grabschrifft ist diese: UlL Ikomgg lepultus ell optlmus, virwtegue mÜANisVir» in omnibu8 tgpiens. Hm in arübus Konetti8» tenerorum memes formauit puerorum. Rn 2 kc Hsriu» LkrM lZ7l. «725. 286 _M )O( Dtz___ kt vivmum 66e!lter lpios 6ocuir 8ermonem. Inkrumenrum velut mile, eZreZrs 6ong l)kl; kt lsborsns plantavic 8ckolsm, 8cienÜXgue bonse , msZno iplas Pl^N' tas konte, IrriZsns crescere kecit keliciter. 8icque ex psucis, ut 8ervus lucrstus ek 66el!s, <^um ioenore, rec!6en8 mults tslencs VkO. ^pu6 quem mo6o > Frellus ek in §au6ium , L iLtstur, iple, in 8ckols cceleki» cul» kilio vkl sererno. . Den loten May ^nno 1572. ist auch im Todt nachgefolgt offtqemeldter Stadt-Prediger, 63lllm8 Cammerhover. An statt deß bLZsei. wurde von dec Universität zu Wittenberg XI. 6eor§ xrguriciu8 erosekor kxtraoiLiinZrius von Nürnberg gchurtig; Anstatt deö Basilius aber, XI. Joachim Müllner vo^ geschlagen; Der war zwar noch ein junger Mann, aber seiner krnckcion nnd unsträffltchen Wandels halber, von den frofekoribu8 sehr gerühmt: Sie lvuc- den hierauf von einem Ers. Rath vocirt, und dieser zum Stadt-Prediger, ner aber zum kie^ore 8ckolae ausgenommen. Im Monath julio, ist abermahl ein grosser und erschrecklicher Watst^ Guß, entstanden, welcher den droben erwehnten ^n. 1^67. weit übertroM' Und hat das wider erbaute, und zu einer Lateinischen Schul zuqerichte Ptt^ ger Closter, (nachdem dasselbe von seiner ersten kunöacion gleich das Hundes Mrlge 8eculum erreicht; )Die gantze Stadt-Mauer, nach der Ennß heraM die zwey obern Thore, die Thürne an der Ennß, die Fleisch-Bäncke, Zeh^ etliche Häuser, in Ennß-Dorff, deren Gemäuer man bey nen Wasser, noch in der Ennß liegen stehet, weqqerissen; desgleichen^ Brucken: An Mühlen, Schleissen und andern WerchGüden, sonderlich beB Rechen , und Hammerwercks-Wesen, mächtigen und um viel tausend GiMl Schaden gethan; die gantze Enge, biß fast auf den halben Platz herauf, VA de voller Wasser, drauf man mit Zillen hin und wieder gefahren; Leut und GA ter aus den Hausern, zum Fenstern heraus ialvirt; Und war ein solch merundNoth, so nicht genugsam zu beschreiben. Wie hoch das Wasser d»' mahlen ßcstanden, findet man am Spital, so wohl als etlich andern HäE und Thurnen an der Stadt - Mauer nächst der Ennß, zur Gedächtnis aiE zeichnet. Wregrausam nun über diß, angedeute Wasser-Güsse allstem bA er gehauset, solches hat der damahlige ketkor, vorgemelter Xlsuririus in et^ gehaltenen Oracion folgender gestalt erzehlet: Nach der Geburt, des HERRN Christ, als die Zahl nun Herkommen ist, tausend fünffhundert fiebenzig zwey, und Julius nun kam herbey. An einen Sonntag Abends spat, das Wasser angefangen hat, zu wachsen, grausam, grimmig sehr, daß es war wie ein tieffes Meer. Aus wenig Tage, regnet stett, dermassen zuqenommen hätk, daß es führt Holz und grosse Baum, die man zweymahl erklafftert kaum. Zugleich die Steyer und Ennß gar dick fürwahr viel manche tausend Stück ein Katz darauf wol hätt künen, sein Lauff übers Wasser gwünen : Die grossen Aichen sammt der Wurtzl gantz ausgewaschen und im Burzl, G )o( M 287 l' --- > - -- «-«» —. ins Wasser fielen als umgeschlagen, -;nnur was machet, war - daß drauß groß Zagen, und Hertzenleid den Leuten kam, Daß alles wegriß der Wasser, Strom; von grossen Buchen auch der Grund, fich mit dem Grieß umkehrn begundt. Montags früh um sechs Uhr ungefehr, die Brucken kamen geflossen her, vorm grausamen der Balcken Gewalt, der in der gantzen Stadt erschalt, wie auch denselben gantzen Tag mit vieler Herzenleid und Klag Städl, Hämmer, Heuser kamen geflossen die jämmerlich waren umgestossen, daß also mamcher armer Mann, must sehen, wie sein Gut weck ran, elendiglich im Augenblick? war das nicht ein erbärmlich Stück das Saußn Praußn und grosser Grimm gieng nur mit aller Ungeftimm, und obs wol wehrt den gantzen Tag jedoch war nicht so groß die Klag, noch Schmertzen als den andern Morgen am Dienstag da gieng an das Sorgen, dann fielen erst ftarck Häuser nieder, an manichen Orten hin und wider, das Wasser sah warlich so schüech, als es zuvor war gewesen nie, der Teussel streckt drgn all fein Macht den Schulern grimmiger nachtracht, noch wehret GOtt sein argen Lüft, daß keinen nichts geschehen ist, in solcher grossen Leibs Gefahr deß seinen nahm em jeder war, ste brachten kaum die Büchlein auß, ohn Ordnung in ein ander Hauß, nicht wett vom Abend es verliess, das Thor, und Schulin Wasser tieff, thet fallen gehling, und der GruNd weggrissen um dte fünffte Stund; Gleich wie ein Aichen lange Zeit am Berg sein Ast hat ausgebreit nnd ausgestanden viel Schnee und Wind, daß ihr gar nichts nit schaden künd, ein Windprauß unversehner Art kam grimmig und dre Aiche hart riß aus der Wurzl, und ins Thal, gar schrecklich wurff mit grossen Knall daß sich erhub ein groß Gethön im gantzen Waldt solt ihr verstehn «och schadt es nit den Vögeln kein, so drunter hatten gnüstet ein, ich glaub fürwahr das sicherlich, aus GOtteS Schickung sunderlich, so 288 W )o( A ^nnu, ckrilti «572, so gewesen sey, daß durch sein Gnad gantz vätterlich beschützet hat, daß keinen nichts auch nicht ein Haar gckrümmet ist aus der Schuler Schaar: sonst waren ihrer ein grosser Hauff bey sechzig Seelen geflogen aus so in der Schul wohnten all, übereylt von den bösen Fall als nun erschollen das Geschrey, daß die Schul umgefallen sey, da war ein Schrecken überall von diesen unversehenen Fall» Zusammen kam der gantze Rath Zusehen diese traurig That, daneben sie befürchten sehr, daß etwann einer oder mehr,' der Schüler wären da verdorben und jämmerlich im Wasser gestorben rc. Hnno 157z. den 24. Martii ist mit Tod abgangen, Stephan Eng^ Wagram, ein fürnehmer Raths-Herr, und gar vermögender Handelsma^ dessen Söhne sich aus der Burgerjchafft in den Landmann - Standt bege^'" Von diesem Geschlecht besiehe die XX. Stamm-Tafel. Der Eng! zu Wagram Wappen. 289 -1495. Heurath. l6z2. Mar. kl. Hanß Straser zu Steyer. Uxor. Barbara Kü- Regina, klsric. Michel ArdM/Bur- germ. zu Steyer,sief im Mertz isyo. David zu Ma- cr nn,1- 1629. zu Preßburg; allda begraben, Uxor. Eva, Urkauffin. auf Hiltprechting, und Talheim, Uxor. 1. )Anna Furrin, 2. )N.geb. Hackin Catharina, ÜÄarir. 1. ) Christoph Kumpffner, 2. ) LeopoldTheyß/beyde Bur¬ ger zu Steyer. o^^aric. L ? Schmid¬ tu ober» anno den 8ten Sept, verschiede auf dem Schloß alhie, Herr sei,^Hoffmann Freyherr, und Burggraf, liegt in der Pfarr-Kirchen bey Gemahlin begraben, auf seinem Leichen-Stein stehet; Hie liegt begraben, der Wohlgeborne Herr, Adam Hoffman, », Freyherr Burggraf Herr zu Grüenbüblund Strecha, Ecb- „ Land - Hoffmeister des Fürstenthum Steyer, Röm. Kays. >, Maj. Rath; der gestorben ist, den 8. Sept. ^n. 157z. sei- ,» nes Alters so. Jahr, dessen Seele rc. kn ^^dachten Herrn Hoffmann, ist in der Burggrafschafft nachgefolget des- Ferdinand Hoffmann Freyherr, Röm Kays. Maj. N. Oest.Cam- und Hauptmann zur Neustatt, Erb- Hoff - Marschall in Oester- , und Erb: Lands - Hoffmeister in Steyer. dtt s^oclem 3NN0 wurde das im Jahr isZ2. wie an seinem Ort hievor gemelr worden, aufgerichteialte Hoch-Gericht, am Steinfeldt, vor der alten O 0 Stadt Oßrvald, Uxor. Margareth, N. FrialßzuEgingin Bayern Tochter. I'ubulu XX. Utamm-Uafel der Ungel von und zu Wagrain , Conrad Engel, lebte ums Jahr 1460. ... »> - — - - n<^echr, Pfleger zu Eberhard tsreuth, in Bayern, her- Geörg, la^Haysers Vlsximilisni I. erster Aufschläger zu Vöck- °rug, circa I49s. erbaute den Adelsitz Wagrain; indreyen Burgern zuVöcklabrug erschlagen, liegt der Kirchen zu Schöndorff begraben, ,Uxor. 2' Die Edle, Barbara N. »/^torhea, die er Wittib gelassen, die sich hernach ^^ Äelß verhe urath. Verweser des Gcephan, Raths Burger zu Steyer '">« b«gr°bm, "xor. 'lerin. Verweser des Gcephan, Raths Burger zu Steyer, ä. 1542. Äusser; liegt f 24. Martii 57z. lep- in derPfarr-Kirchen begraben, zu Steyer, Uxor. 1. ) Margareth, Stephan Kaysers Wittib, 2. ) Waldenbergerin, z.) Magdalena Dorningerin, die hernach Wolffen Schmidenhämer geehlicht; . — — , -- —- Gcephan Joseph f Gimon zu Wa^ . iausan- 1592. zu Grätz unver- gram u. Lüzelberg «„dar- C^5?lizu bergerin. Augustin zu Wagrain H. 1509. Uxor. Magdalena Pfefferlin. Lnnur Lkriüil 1573» 290_ W )O(. _ Stadt geändert, und etwas näher herein, gegen der Stadt in das innere Steinfeldt, wo selbes jetziger Zeit stehet, ergmierirt, darwider die Herrscht Steyer auch beschwert zu seyn, und das Land-Gericht selber Orten zu prL- renckren vermeinet: Ist aber durch Abgebung eines kevers, von gememer Stadt vermittelt und endlich in Burgfrieds - Vertrag, Hn. 1609. aufgeriM dieser Punet verglichen worden. Abt Geörg zu Gärsten wird in diesem Javr aus gewissen Ursachen, und sonderlich daß er sich heimlich in den Ehestand so» begeben haben, aus Kays. Majest. Verordnung ab und an dessen statt IohE nes Spindler krior zu Mölck eingesetzt. . Loclem anno den 2?sten Novemb. ist Apollonia Schreinhuberin, eines Tagwerckers Tochter, unter das Hochgericht am Steinfeld, lebendig verM den, und ein Pfahl durch den Leib geschlagen worden; Ihr Verbrechen ivae, daß sie vier Kinder vor der Geburt in ihrem Leib, durch einen eingenommene» Trunck ertödtet, und das fünffte, so sie auf die Welt gebracht, mit einem M'' ser ermordet. In diesem Jahr hat gemeine Stadt, nach vorgemeldten mächtigen Schäden, die Closter-Kirchen, und Schul, zum andernmahl wiederum zu bauen angefangen: Ingleichen die zwey neue Thore, bey der obern Ennß Bcum» und Reichenschwal; die gantze Stadt-Mauer an der Ennß, biß an das un^ re Thor; Item im Ennß - Dorff nechft der Brucken die Mauer von Quaker Stücken, aus dem Grund: Darauf nachmahls, der Eckinger Weißgärde^ mit Zulaß, und Vorbehalt des Grundes und Eigenthums das noch ss' hende Eckhauß erbauet; Ferner den grossen Hintern Stock am Rath-Hauß, alles vom Wasser nieder gerissen war, von neuen erbauet und aufgeführt; 7. zwar alles notwendig , doch aber, wie es der Augenschein selbsten zeigt, rm mercklichen grossen Unkosten, darunter die Stadt sich in Schulden gesteckt, man noch daran zu zahlen hat. Man hat aber an diesem Gebäu viele nach einander aearbeit; Und seyn die Stämme hierzu im Aicbet gebrochen mo^ den. Zur Gedächtnis gedachter grossen Wasser-Güß, und geführten neuenM»' es, ist am neuen Thor, gegen der Brucken folgende Schrifft zu lesen: IOO^ VI8 äk^8I, LX IIUVI^ UK6I8. ML UI jum, IUXII I^l okiLL DM8; !^8I^UK^I^ I^XlM UkMI8> -vu8?ic:8 MO MIM M60 eiä. VOI^ r ämro 157s. ist abermahls die Pest bey hiesiger Stadt, und fast im tzen Land eingerissen, und eine zeitlang ZraMrt. ... Den -8ten Iuly starb auf dem Schloß Volckenstorff, der Stadt . fonderbahr guter Nachbar und Patron, Herr Wilhelm von VolckhenstoA dessen LeichemOonäE, im Closter St. Florian gehalten, von der hinterlass^ Wittib, Frauen Catharina, gebohrn von Tamberg, der Rath zu Steyer» beruffen wurde. _xt, Den 2 l sten Nov. hat ein Ers. Rath in dessen ansehnlicher Gegemv»^. in die/wie gemeldt, von neuen erbaute Lateinische Schule, den kietkorem OeorFium ^jguritmm,und dessen LoHegen,sammr der damahls in grosser^, quentz allhie studierenden Jugend, mit sonderbahren Gepräng und Frrss^ tolennirer !mro6uc!rt; Wobey von gedachten keKore ein schöne und starr Oration gehalten, auch fürohin dieser Tag bey der Schule jährlich mit der hl corcküon rsnguam öies kellus begangen worden. Bürgermeister war 291 Aolff Händel zu Römingdorff, Stadt-Richter/ Hannß Adam Pfeffert zu ckE -ölberbach. 1575. Um diese Zeit und Jahre machte dem Rath und lUmillerio alhie, sehr viel M grosse Ungelegenheit, Hannß Fädel ein Goldschmied im Kirchweg wohn- Wt, der sich der Religion halber von Jnsprugg nach Steyer begeben, und m Wiedertauffer und Flacianec Lehre m den srriculis von der Rechtfertigung, ^bSünd, der H. Tauff und Abendmahl, öffentlich zugethan war. Ec wol- Wuch ferne Kinder in der Jugend zu tauffen nicht gestatten, ungeacht aller Ermahnungen und Information . so das klmilwrium bey ihm anwendete. Es Wen auch die von der Stadt-Obrigkeit, gegen ihm vorgenommene Leibes- Massen ; sonderlich , indem er in diesem Jahr 1575. ( als er sein neugeboyrn Achter! über acht Tag ungctaufft liegen lassen) im Thurn auf den Knedl ge¬ atzt wurde, mitBetröhung ihn aus dec Stadt zu schaffen, gar mchrs; son- W ec beschwerte sich bey oem Lands-Hauptmann Herrn Dietmarn von Lo- Allein: Alda der Handel zu einen wcirläuffrigen Lrocefg gediehen; darinnen o^bel seinen Glauben und Religion mit ausführlichen erlich Buch Paprer lan- ^Schrifften und Libellen wieder das Sreyeclsche .Vlinillerium zu cief^oöi'-en Zersangen, und dardurch sich eine geraume Aert gewehret, daß der Rath o'chts sonderliches gegen ihn ferner fürnehmen dürffen. Als aber gemeldter ^nds:Hauptmann gestorben, wurde unlängst hernach erFäbel, in seinem ho- W Alter, aus hiesigen Burgfned geschafft, weil bey ihm keine Aenderung zu Wen war; Er auch nicht nachliese andere Leute auf seine Meinung zu bere- A; hat also die übrige Zeit fernes Ledens zu Aspach/ unter der Herrschafft Mhrr, zugebracht. Wolffgang Khöbcrer alhie, und sein Weib > waren auch W Fabln angesteckt; Er ist aber wieder zurecht gebracht, doch sein Weib der Fäblifchen Meynung verharret, und darinnen gestorben. ^nno 1576. den 2^sten Juny, ist Thomas Liechteneggcr von Elam, ein !?"veiffender Bettler, begangner Morde und Diebstahl halber, mit glüenden Wen zu zwicken verurtheilt; aber doch wegen an ihm verspürter sonderbaren ^llen Reu, und Kleinmütigkeit, (oporrec enim fullicem cle snima morien- ?lv!iicimm esse) der Zwick erlassen; aber doch von unten auf geradebrecht Horden: Sein Anhang wurde mit einem Schilling abgefertigt: dieser hat zu Gespillin am Pranger gehabt, ein Dienstmagd Anna Tollhoverin gee Wnt, welche ihr in Unehrn erzeugtes Kind, in grosser Kälre, in eine Tru- ^gesperrt, in willens dasselbe also zu erfrören; Ist aber aus Schickung ,.Mtes gefunden und bey Leben erhalten worden. Weilen dann der Lonarus, A'lvoh atssii proximus nicht in kssefkum gekommen, ist die Thütcrin nicht W bcr Ordinari-Strasse, sondern mit einem gantzcn Schilling abgestrafft "0 der Stadt verwiesen worden. k Den i9ten Augusti starb Wolffgang Prenner, Pfarrer alhie, deine Mit Approbation Abt Johannis zu Gärsten sscce6,rt, Wolffgang Läm- damahlen Caplan. An dessen Stelle ist kommen Georgius Thardthauff Ernrß. Als man wegen solcher Pfarr Ersetzung zu Gärsten handelte, be- gedachter Abt an den Rath, sie selten die Prediger in der Pfarr-Kirchen galten, in Verrichtung dec Kirchen-Geschäfft, das Meß-Gewand und die ^orröck, wie es vor Zeiten und noch in etlichen Kirchen der Auqspurgischen WMon gebräuchig sey anzuziehen; widrigenfalls wüste er die Ersetzung sol- hA. Prediger in andere weg fürkehren. Es ist aber mit Gutachten des lüini- W ^^uf geantwortet worden , daß solches Meß Gewand, und Chorröck, d^AUgen Jahren gleichwohl ohne des Raths Vorwissen und Gutheisen bey ». Archen abgckommen; Und ob man wohl nicht danvider, wann es noch im tf.Wüuch wäre, solche Ceremonienzu behalten; Jnmasien solches auch der ge- Prediger Valllius Seel, vor jahrn gerathen, jedoch habe die neue Ein- ^ung dessen, bey alhiesiger Gemein, allerhand Bedencken und Gefahr; O 0 2 Dann c"rM Dann gedachte Gemeine sich in solche Veränderung nicht leichtlich schicke" 1576. ( würde- Mit Todt ist auch in diesem Jahr abgangen Emanuel Fenzl, gelvestek Stadt-Richter, Bürgermeister und alter Raths-Burger allhie; Seine beydeir Söhne, Achaz und Kannst, haben ihres Vatters geführte stattliche Venedl- gische Handlung auf, und sich m den Landmann Stand begeben; die HM'- schafften und Güter Ssisenburg» Feuregg, Grub, Wolfstein und Weyr, sich erkaufst; dieses Geschlechts Stamm-Tafel, viels lub klum. XXl. XXl. Genßlischer Utamm- Baum. Hanß, Stephan. Uxor. Lorentz, starb un vcryeu- rath zu Breßlau. Emanuel, Stattr. zu (Dreyer, 1,70. Bur- germ. ^.76. eocl. Oxor. Christ. Wincklerin. Geörg, Handelst man zu Venedig, hat hernach lange Jahr zuSkever ge¬ wohnt, allda im ho¬ hen Alter unver- heurath gestorben; hat den Adelsitz Wolffstein und Weyer erkaufft. Achatz Fentzel, kaLor zu Venedig, hernach Raths-Burger zu Steyer iszi. tlxor. , Margaretha Cronsiorfferin, Hieronymi Zuvernum Mueme, hat hernach Mndream Weisen zu SM geehlicht. und Sreyer, f io. Oct. ä. 614.lsp.zu Steyer,imGotts- Acker. Uxor. Burger zu Steyer vxor. 1. ) Anna Pleuerin, 2. ) Barbara Rotralerin. —- 1,- ——-——— Stephan, Burger zu Steyer, < issZ- llxor. 1. ) Anna Schmidthu ckerin, Wolf¬ fen Zuver¬ nums Wittib, 2. ) Homolei Strassrrin. _ Hanß, zum Wolffstein,Grub Acbar; zu Feuregg, Eeisenburg und Pettenbach f 11. Jan. i6is. l'ep.im Gotts-Acker zu Steyer. Potentiana Handelm von Römingdorff. Georg Christiana, ?ocenrisnL Ebsabeth Dorothea, Felicitas?' EuphroM^j Achatz, f ^sric. >1grlr. ^arir. klsrir. ^arir. inBraUtE 1622. HerrHAAu- Hanß Sig- Herr N. Herr Georg Herr Gottlieb mit He« unverheu- gustmv.Srger- mundKatzra- Katzianer Schütter zu Engel zu Wa- renß S»"' rath. storff zu Groß- nerFreyherr. Freyherr. Windhag. grain. rer. Dorothea Strasserin von Gleiß. EZ )o( 293 Der Fenzl Wappen. Lnnu» c kri ki -576. H Den 2isten Octob. starb der Hochlöblichst und Friedliebende Römische §Mer ^3ximi1ignu8, der andere diß Rahmens, zuRegenspurg, unter wäh¬ renden Reichs - Tag; sein Leichnam ist nacher Prag zur Begräb¬ nis geführet worden. 294 W )O( W ^NNU! Lkrilti ^577- Wan ncundkc MN. In welchen beschrieben wird/was sich zu und um Stryck, bey Regierung Kaysers Kuäoiptii II. zu HunM und Böhmen Königs, Ery > Herzogs zu Oester¬ reich/ Vom Jahr 1576 bis 1608. dcnckwürdiges zugetragen. 4 Was mimdtc Huch. ach Absterben Kaysers Xlnxlm-ünn; II. hat demselben sein ältester Kuclolpdus der andere diß Rahmens / Römischer Kayser , zu E"' garn und Böhmen König, Ertz-Herzog zu Oesterreich in der gierung luccemret. ' . Den 2Osten lrmu-rrü 1^77-starb der Wolgebohrne Herr, Herr mar, Herr zu Losenstain, Ritter und Lands -Hauptmann, auf dem ScM zu Lintz; Dessen ich darum hie gedencke,weil am i2ten kebr. hernach der nam hieher gen Steyer gebracht; Deine ein Ersamer Rath, nebst andern gesandten von Städten, in Trauer-Mänteln vors Gleincker - Thor entM' gangen; Allda ist die Leich vom Wagen gchebt, auf die Bahr gelegt; EtbA zu Roß seyn voran geritten, denen die lateinische und teutsche Schule, den hiesigen und andern vom Land herein beschriebenen Evangelischen PrediE' hernach auf die Bahr, des verstorbenen Herrn seel. Söhne und Fran Artt^ mit einem grossen Lomi^c von Herren und Frauen, in der Trauer; dann dachter hiesiger Rath und Gesandte von Städten, samt dem gantzen werck der Messerer-Meister und Gesellen, nebst der Burgecschasst, geiE. In solcher Lkocestion ist die gantze Leich mit Gesang durch die gantze St^ bis zum Garstner- Feid zum Gatter begleitet, und inmittelst mit allen Glo^ geläutet; Allda beym Gatter ist der Abt zu Garsten mit seiner krocellMN o Leich entgegen kommen, und also hinab ins Closter zu der Herren von stain Erb - Beqräbnus con6ucirt. Heraussen in der Pfarr - Kirchen, hat - gius Khün, Evangelischer Landschafftlicher Prediger zu Lintz, die Leicht digt verrichtet. Den roten April ist untern Stadt-Richter, Wolffen Urkauff, der" schreite Ubelthäter und Mörder, Hannß Fidler von Ternberg, welcher vielen gethanen Diebstählen, neun Mord, und die mehresten mit eigener E alleine, um die Gegend dieser Stadt nach der Ennß hinein, verbracht: mit einer Kuhe unmenschliche Vermischung gepflogen, seinem Verdienst H Hingericht; Und sind ihm vor der Schranen zween, am Spital-Büchl zween, und beym BeckewLaden am Wiserfeld auch so viel Zwick mit gluen" Zangen gegeben, von unten auf geradbrecht, und der Cörper aufm Haussen verbrennt worden. Sein Vatter ward etliche Jahr zuvor A Mörder auf der Herrfchafft Stever Hingericht; Welcher unter andern Nss „ tbaten, nebstdem damahligen Wirth zu Dernberg, Hannßen Vorster,e'' allda eingekehrten Kauffmann, bey Nacht im Bett ermorden beissen; D" §1 dieser junge Fidler mit einerKertzen geleuchtet; Welches sein Vatter aber / § W )c>( W _ 29z der ihme angethanen strengen Frage, aus Lieb für feinen Sohn, nicht geoffen- Mt; Und solches ihme den Tag, als man ihn juEiret,in der Thor-Stuben 1577. A Schloß,Hmit umfahenden Armen heimlich vermeldt, und daneben ihn zur ^Cerung seines Lebens, und daß er jetzo an ihm, seinem Vatter, ein Exempel Amen solte, vermahnet; Inmassen er, der junge Fidler, dieses mit mehrern Ao ausgesagt. . Um diese Zeit und in nächst folgenden Jahren, ist durch Angeben und Er Mung eines Wasser - Gebäu - verständigen Künstlers, sonsten aber in seiner- ^erkunfft gemeinen Mannes des Zimmer-Handwercks, Hannß Gasteiger ge- Unt, aus Tyrol gebürtig, der Ennß-Fluß, mit Wegräumung der grossen ^teme, Erhebung des Weges, und andern hierzu erforderten Fürkehrun- W so apriret und zugerichtet worden, daß man auf solchen Fluß, von der -Mgu, zwey Meilen unterhalb des Eisenärtzt, bis heraus gen Steuer, und ° fort in die Donau, mit Schiffen seithero fahren können; Zu mercklich grof- ^Behelff, Nutzen und Vortheil, sowohl des Eisen- als alles andern Ge- fAb, bey hiesiger Stadt. Dann vor Zeiten, und ehe diese Schiffahrt crfun- F und angerichtet war, ist alles Eisen und Stahl auf der Ennß nur auf fotzen, mit grosser Abödung des Gehöltz, hieher, und von dannen weiter auf Donau verführet worden. Von diesem Gasteiger sind auch noch unter an- seinen künstlichen Gebäuden,die höchst-nützlichen Wercke,der Rechen bey dem M-Wecck, nach dem 1572. jährigen Wasser - Guß wieder erbauet, und die /W Haupt-Rechen, in derHifelau, ReiffiingundPalfau,dahin das Gehöltz, weit entlegenen Orten, wilden Gedürgen und Wäldern, zum Kohlens Mnnen für die Rad-Wercke im Eisenärtzt, auf die Ennß gebracht wird, in c^Form und Gestalt, wie sie noch stehen, von neuen wieder erbauet worden. H^ßnde zwar, daß man mit solchem Rechen-Gebäu,und mit dem Schöpff- y^ Roß-Werck schon lange zuvor im Merck begriffen gewest; Wie dannKö- noch i;z6. hierzu bey denen von Steyer, ein Anlehen seine Abgesandte, Michael Meichßner, Vizdom in Steyer, Veiten Zoll- jgff'Und Walther Härring, Amt- Leute im innern und vordepn Berg, werben Auch von gemeiner Stadt zooo. ss erhalten- Daß auch ^nno 1544. ß.-.Nechen zu Reiffling schon gestanden, und circa 1567. -;68. 1^69. das ^M-Werck zumTheil schon aufgerichtet gewest,zeigen zwar d;e^.cka an; Es ist hA wieher Rechen bey weiten kein solch zugecichtetes beständiges Merck, als ^ nachfolgende vom Gasteiger erbaut, gewest; selbiger auch, samt dem in denen hernach, sonderlich ärmo 1567. uns 1572. erfolg- süchtigen Wasser-Güssen, wieder gantz zerrissen, und verwüstet worden. ^Meldter Gasteiger war, äusser seiner Kunst, sonsten ein grob- bäurischer lyAn, von kurtzer kreiolmion ; Dann als er, bey gehaltenen Augenschein, Car,? ""d wcw Ort der Rechen zu Reifflmg zu erbauen, von Ertz- Herzog zu Oesterreich hierzu clepmirten vornehmen eomwillörieu gefragt wurde: aber auch bey seinem Vorhaben gesichert sey, daß solchem Rechen- lvj?au vom Wasser künfftig kein Schaden geschehen könne ? Hat er mit Un- ^ich auf den nächsten Berg gezeigt, und gemeldet: Ja, wann Rechen da hinauf bauen wolte, könnte er vor solchen Schaden wohi Gedachte Fürstliche Lommillarii begehrten unter andern auch von ihm ^wissen : Wie hoch sich beyläuffig die Bau - Unkosten belauffen möchttn? lee? s weiß ich nicht, sagte Gasteiger, wann halt ein Sack voller Geld wird lr^'chu, muß man den andern, dritten, vierdten, und so fortan, hernehmen Ex mar nachmahlö in grossen Kayseclichen Gnaden, trug eim Fü^ne Ketten am Halß, und ist zu Wienn gestorben ; Aber der damahlige Amrmann im Eisenärtzt, Herr Ulrich Friewierth, hat ihm zur Ge- ein Lpirapkium in der Kirche im Ländel aufrichten lassen. bek^WKayseriruöolpKusaufden -jlllü^.l^78.denTag zurErb-Huldigunq von standen des Ertz-Herzogthums Orsterreich ob der Ennß ausgeschrieben,und danebst änni» ckriSil 1587. danebst absonderlich an die sieben Städte einen Zug aufdie Land-GräntzezuI^ rer Majestät Empfahung gnädigst begehrt; Hat hierauf der Rath zu SE den uten sumi die allhiesige Burgerschafft mustern, und davon einen AusM" von z6o. Mann zu solcher Einholung nehmen lassen ; Die wurden in zwn Fähndl getheilet, und darüber zu Hauptleuten geordnet, Hannß Adam PA ferl, und Matthias Winckler; Fähndrich waren, Michael Aidm , Simo" Händel; Lieutenant, Hannß Mätlseeder, und Hieronymus Händel. . Dieses Volck nun munöirte und staffierte sich stattlich und ansehnlich Zu Ennß hielten die sieben Städte mit ihrem Volck Musterung; dahin erM, neu von Lintz 150. von Weiß 120, von Ennß uv. von Freystadt 90-/^ Gmündtenvon Vöckh'abrugg 22. Mann ; Also in allen 905. Ma" starck; Darüber wurde von der sieben Städte wegen, zum Obersten erkohrem Daniel Strasser, Raths - Burger zu Steyer. Den letzten sumi geschah dcr angestellte Gegen-Zug, ins Feld vor o« Stadt Ennß. Die Empfängnis Kayserl. Majestät verrichtet im Nahmen ^ ner Löbl. Landschafft/Herr Gundacker von Stahrenberg mit einer zierlich m annehmlichen Orarion, welcher zugleich der drey obern Stände Pferde, 0^ 500. starck, geführt hat. Wie nun nach solcher Empfängnis Ihro KAA Majestät, nebst Dero Herrn Bruder, Ertz - Herzog ^ximMan, gegen der St" Fuß - Volck sich nahete, und mit gewendten Pferd still hielte, wurde Majestät ingleichen durch gemeldten der Stadt Obristen, Daniel StraM' mit einer feinen Rede empfangen; Und weilen hierauf Ihro Majestät die St" te der fernem Begleitung nacher Lintz gnädigst erlassen, ist solches Volck 0 andern Tags wieder nach Hauß geführet worden. § Benedict Aettl, aus der Freystadt gebürtig, starb in diesem Iaht zten Ottobr nachdem ervon^nno 154g.. nn Genannten-Mittel 4.Jahr/' jungen Rath 4. Jahr, im alten Rath 2t. Jahr, und ^nno 1557. i^8- E 1562. 1564.156s. 1568- 1569. 1572. 157z. also zehen Jahre Stadt-RE^ gewest, seines Alters 74. Jahr. In welcher Zeit er durch seine geführten sen- und Messer-.Handlung, in ein nahmhafftes Vermögen und ReiM" erwachsen.. Er liegt, samt seinen vor ihm in der Jugend verstorbenen im Freidthoff bey der Pfarr-Kirchen begraben; Allwo ihm ein schön k?' ., pkium zur Gedächtnis aufgericht worden. Er hat fünff Weiber zur EA,^ habt: 1.) Sabina, Stephan Fölnwaldts Wittib- 2.) Catharina Schm huckherin, Veiten Pfefferls Wittib, z.) Apolonia Fenzlin. 4 ) M ^.) Susann« Reischkhoin, Sebastian Händels zu Weyer Wittib. A überlebt, und hernach Hannßen Stander, welcher bey dem Aettl gedient, s Ehe genommen. Gedachter Aettl hat in seinem Testament zum neuen Hauß im Aichet 4000. fl. leziret. Zu Erben seines stattlichen Guts, dar"" auch der Adel-Sitz, die Thaun, bey Steyer gelegen, gewest, seines Muoe , Euftachien Aettls in der Freystadt, Söhne, Caspar und Thomas, einE^ Die solches empfangen, und in kurtzer Zeit hurtig verthan haben; Viel l , cek mit denen von Steyer geführt, und gemeine Stadt in grosse Unkosten bracht. Nur gemeldter alte Aettl, weil er keinen Wein getruncken, hat tt ß fonderheit wohl Acht gegeben, daß der Ennß-Brunn, nächst bey seinem in der Engen, sauber und rein gehalten wurde; Sein Nachfldl aber, gettiem ; Hannß Stander, hat mehrern ^ppenc zum Wein als zum Wasser getcag Daher auch gedachter Brunn an der Reinigkeit abgenommen. Ihn der nun zu gleichmäßiger Aufsicht zu erwecken, ist an seine Thür einm" folgender Reim angefchrieben worden: Träncke Herr Stander so gern Wasser als wein, Wü^de der Ennß - Brunn viel sauberer seyn. W )o( W 297 Das Aettlifche Wappen. X«no, ckriLj d. In diesem i^Zzsten Jahr hat sich mit der Eisen;Handlung/ welche biß r?8z. "er von den Burgern priv^im geführet worden , eine merckliche Verände- begeben, indem solche Handlung von ihnen aufgehoben/ und eine Lom- oder 8ocietät, unter gemeiner Stadt Ouarsmie, aufgericht worden; Elches das hierüber in diesem Jahr verfertigte Eisen - kekormgciong - und j^'tuUrions- Dibell ausweiset; Und hier nach der Länge zu erzehlen unnöthig Mt was grosser Mühe, auch viel jährige vorher gegangene Lonlulcarion und die Kayserlichen und Ertz: Herzog Carls zu Oesterreich Räche und zu ^Ericn, solch SteyerischeS Lomps^me - Werck endlich geschlossen; Wor- leu von Steyer, nicht so fast aus freyen Willen, als den ernstlichen Befeh- oes Kaysers zu gehorsamen, qetretten sind. Der erste Ogsser dieser 60m- f^'5^war Hanns; 2tdam Pfeffer!; welcher, wie er nebst Wolffen Urkhauf- / Daniel Straffern , und andern Fürnehmen vom Rath zu solch neuem Zd.^FmeWerck geneigt; als waren demselben, nebst mehr andern/sonderlich »"d Sebald Händl, Gebrüder, und Wolff Butbrodt, hefftig entgegen. ^kn:il hatte seine wichtige Bedencken und lUociven. Bey welchen die du^"Egrien keine Neigung zu solchem Werck gespührt, dieselben wurden lvL^? sonderliche Kayserliche Schreiben vermahnet, sich hirrinnen nicht wider- "'g zu erzeigen. ^meldrer Wolff Händl, damahls Bürgermeister, nachdem er den Fort» dj.w dreier LompsZme gesehen, soll mit Seuffzen gesagt haben: Nun wohlan/ dex^o^p38nle ist geschlossen, aber GOTT heisse dem, welcher wird müssen e darvon seyn. Was der vornehme, und sonderlich in Bergweccks» verständige und berübmte Mann, Hannß Steinberger zu Schlädt- g^'^leldrgee Zeit, als man mit Becathschlagung solcher Gcsellschafft umganr w den damaligen Stadtschreiber, Melchior Heber, geschrieben, hab ich an erncn andern Ort beygebracht ; Und weil solches Schreiben vlch vicht zu finden, so trage kein Bedencken, dasselbe zur Nachricht ^lachdenckens halber hier anzuführen : »'Lcu>ornvester. Günstiger, Lieber Herr Stadtschrerber. Euch seyn j-dee- Meine willige Dienst beteit. Nachdem mir dec Wolgebohrn Herr, Here Pp >,2erdtz ännr» ckriki I58Z. 298 W )c>( M _ „Ferdinand Hoffmann, Freyherrrc. von dec Eisen-CommiMon zu Steyer, „und daß an die zu Steyer, eine gemeine ^ompsgme zum Eisen-Handel aM „richten gelanget wäre, gesagt, und mein Gutdüncken davon zu vernehM» „begehret; Und daher erfolgt ist, daß ich mit Euch Herren davon verträum „hinzu Rede worden; Als habe im Heimreiten der Sachen nachgedacht, „was ungefehr meine Gedancken gewesen , Euch Herr in sondern Vertraue» »»nicht verhalten wollen. Nicht, daß ihr dessen bedürfft, weil ihr vorhin des Stadt- und Eisen-Wesens erfahren seyd, welches mir hingegen fremde tM „unbekannt ist; sondern allein vergeblich, und bloß deßhalben, daß ich, iv» „an ihm selbst billig ist, jedem Christlichen Stadt-Wesen und gemeinen Nm „nach meiner Einfalt so gut ich kan, geneigt bin; Ihr auch dabey a -/nehmet, wie viel ich aus Eurn freundlichen Gesprächen behalten und erlern» „habe. „Nun find ich die Sachen also beschaffen, daß die StadtSteyer dum „das Eisen-Bergwerck des inner» Berges von GOTT hoch begabt ist; da' „durch sie in groß Aufnehmen, redliche Nahrung , Arbeit und Gewerb „wachsen; darzu mit trefflichen Freyheiten begäbet und versehen seyn; TM „gemeine Stadt Steyer vor allen andern den Vortheil hat solch Eisen-Wei» „zu erhalten, und redliche Arbeit, Gewerb, gute Nahrung, und mehret „Aufnehmen davon auf ihre späte Nachkommen kan dringen. „Dieweil aber die zu Steyer, eben sowohl als alle andere MensM' „durch Adams Fall verderbte Menschen seyn ; Als trägt fichs bey ihnen U „daß allerhand Unordnungen, wie bey allen Menschen, so lang die WeltA „standen, je und je erfolget ist, und noch täglich folget ; Weil aber dieselbe' „Unordnungen so starckseyn, daß fie der armen Burgerschafft selbst, herE „den benachbarten im Lande, und endlich beeden Herren Landes - Fürste»' „Oesterreich und Steyer, zu Schaden gereichen, so erfordert die unvermcide»' „liche Nochwendigkeit, daß fie gebessert werden. ,, Diese Besserung der eingerissenen Unordnungsolten nun gemeine „Steyer durch gute Gesetze, nicht allein bedacht und berathschlaget, „würcklich in rechten Gang gebracht haben, so hätten sie diese commim" und das Ansuchen, die CompgZme aufzurichten, vorkommen mögen. „Weil sie aber wohl etwann beyläuffig vorhin dergleichen Vertröst»»^ „bey vorgehenden Lommillionen gethan, die Erfüllung aber nicht erfolge^ „haben sie verursacht, daß man fie nicht allein also mahnen, sondern auä)^, „tel und Wege zeigen muß, wie man dergleichen Besckwehrden hinfüro tNA „te überhoben seyn. Hierauf hat nun jetzt gemeine Stadt zu bedenckeN' „sie sich hierin» weißlich verhalten soll; Damit die Unordnungen abgette „der arme Mann wohl bedacht, die Landes-Fürsten, auf Ihr billiges und^h „digstes Ansuchen, befriedigt, und doch die alten Freyheiten, Arbeit, „und Nahrung erhalten, auch keine Thür zu künfftig gemeiner Stadt besait „lichen Eingängen geöffnet werde. M ,, So ich nun ein Burger zu Stever wär, oder denen zu Steyer tre^ „solt rathen, so rieth ich also, daß die Obrigkeiten zu Steyer wohl bede» „sollen, was doch die Mängel seyn; deshalb man auf eine gemeine „nie tringt. Denenselben sollen sie alsdann durch gute Gesetze die gewisse „befferung verschaffen, und ernstlich und öffentlich darüber halten; w „den die Herren Landes - Fürsten begütigt und befriedigt, die alten „ten, Gewerb und Nahrung erhalten, und andere solche Neuerungen „tet. Und dieweil dieses Eisen- Bergwerck und Gewerb über 750.Jahr „der Stadt Steyer ist erhalten, und doch keine gemeine vollkommene „paZnie des Eisen-Handels nie gewesen ; Wie solts dann kommen , dM „es ohne das Mittel der Companie, nicht solte länger erhalten mögen: „man aber darwider einwendet: Es scy aber etwas mühseelig, und nur »»schkvehrde erhalten worden. Antwort: Ja, es ist wahr. Hingegen ^0 »wo ist je ein Regiment, Thun, Handel oder Bewerb gewesen, das nicht sei- LkriN '.ne tägliche Ungelegensten, und man nicht täglich zu Helffen und zu thun hat- 158z. »Hiernächst, so man sage, ob die Companie das Mittel sey, das für alle Un- »gelegenheit gut und sicher sey; Und müßte einer keck seyn, der neZiren wolte, »daß nicht alle Gesellschafften grosse Unrichtigkeiten und viel Greinens und "Zanckens gegeben, daß man stete und immerwährende Mühe darmit ''dar; Also, daß nicht wird gewiesen werden, daß irgend eine compaznie be- - mndig geblieben, sondern gar viele wieder zergangen, und täglich zergehen, "und auf Aenderung getrachtet wirb; Da hingegen Antocff, Venedig, Straßs "Mg, Nürnberg, Leon, Ulm, Augspurg, Angesehen, daß jeder Burger bey bürgerlichen Pflichten schuldig ist, ge¬ meinen nützlichen Gesetzen zu gehorsamen ; Und viel lieber sollen sie es thun, '-weilen sie sich ohne das Evangelisch rühmen; Und lehret ja das Evangelium, man bürgerliche Gesetze soll halten, auch dem armen Mann heissen, und , wnen soll; Und nicht, daß man ihn soll drucken ; Darzu lehret das Evan- ''Mum, daß der eigene Nutz erst dem gemeinen Nutzen nachgehen soll. Uber 'M haben sie zu bedenckcn, wann ihnen der eigene Nutz so lieb, daß sie des- 'Men wegen dem gemeinen Nutzen nicht wollen weichen, daß sie dm Gesetzen M>dak uchen vorgen endte Mängel nun alle gebessert, und inökünfftige, ,-^i^ Kay wl. N ajtt^ät fernere Beschwehrden nicht fürkommen sollen, >,^"6 unte -atzen wollen; Daß man ihnen die Neuerung allergnädigst erlassen „g 0 - e" die allen Freytz aen, za Aufnehmen des gemeinen Nutz, noch läm „U^onuen wolle. So ferne aber entweder die Burger und Verleger guten Men nicht willig folgert, und emes stärckern Meisters, und ihres eigenen P p 2 ,>Scha- Litiü» ckrM r;Sz. ?O0 „Schadens und Unfalls, vor sich und ihre Nachkommen, nicht entrathen/ „oder aber der Röm. Kayseri. Majestät Herren Commillarien sich nicht wol¬ lten befriedigen lassen; So habe ich mein einfältig Bedencken, wie eine solche Compagnie , die doch etwann gemeiner Stadt, wann sie zugelassen würde, Echt so gar schädlich und gefährlich wäre, möchte eingegangen werden, hrer- -,mit ausgezeichnet, die ich Euch hiemit auch überschicke; Daß ihr nur sehet/ „wie nahe ich Euren Rathschlag oder Meinung erreichet. Wann man es konn- ,,te überhoben seyn, wäre es gemeiner Stadt nützlicher; Wann es aber dow ,,dabey seyn und bleiben solte, so wäre es noch leidlich, und nicht so gar '.fährlich, als eine vollkommene Compagnie; Wiewohl es schon ein EingaW -.und Staffel darzu ist, und Glück bedarff, daß es nicht etwannj weiter reiche. --Indessen so man nur zu billigen Beschwehrden nicht weiter Ursach gäbe, i" »möchte man sich einer weitern Aenderunq desto leichter und länger erwehren. Wie nun Ew. Herrl. löblich, recht und sehr wohl thut, daß Euch „gemeinen Stadt Steyer bevorstehender Schaden und Abfall zu Hertzen gM, „Und deshalben aus Besserung der Unordnung bedacht seyd,und Euch treullcv „angelegen seyn lasset, daß gemeiner Stadt Freyheiten und Gewerb erhE „werde; Also werdet ihr gemeiner Stadt auch in diesem Fall sehr weißlM „und hoch- nützlich rächen Helffen, wann ihr, so viel nur möglich seyn kB „und mag, die Mittel braucht, die ausserhalb der Compagnie geschehen ; Oder „so je die Compagnie nicht gar mag umgangen werden (welches doch wohl W „könnte, so man nur in Gottesfurcht woite) daß man doch dergleichen E „tel einer solchen Compagnie brauche, die nicht- zu gefährlich sey, wie icb ,»Warheit gestehe, daß ich an Euch Herr, solches vermercket habe. „ Dann was die vollkommene Gemeinschafft anzurichten betrifft, „dieselbe warlich viel hohe und starcke Bedencken, derhalben sie zu vermeiden O „deren erstlich der Herr gegen mir in Vertrauen etliche gemeldt hat, die wacM „nicht wenig, sondern hoch zu befürchten stehen. Zum 2.) so seyn die lebendig ,'Exempel mit Hall im Innthal; Item mit Äusser, item mit Istria, und B' „dern mehr, vor Augen, die eine billige Warnung seyn solten. Zum z) E" „billiges Bedencken, weil man dieser bey 750. Jahren her hat entrathen kB' „nen, warum man solchen alten Herkommen zuwider, gefährliche NeuerM „einführen wolte, die nicht allein sremd, schwehr, und gehäßig, sondern „vielerley Weiß und Wege schädlich und gefährlich seyn. Zum 4) daß ja „Gemeinschafft bey der Teutschen Marion. ja in der gantzen Christenheit E „wenig bräuchig und bekannt seyn; Und doch die Menschen in diesen verdeA „lichen Leben, die vollkommene Tugend nicht erlangen, daß sie überall rE „könnten einig seyn, und beständig bleiben ; sondern auf Fceyheit auS „Zwang gekracht wird; Wie dann viel Gesellschafften, die anfänglich lvB „überleget waren, doch gar balde wieder zergangen seynd, noch täglich sich U „schlagen, und keine lange bestehet. Zum 5.) sich gar offt und gemeimE „bezieht, daß in Gesellschafften nicht so genau und treulich haußgehaltenw^ „als wohl jeder sonsten für sich selbsten thut; sondern die tägliche Erfalss^ „giebt es,daß man weit schlechtere Ordnung führet, schwere Unkosten «E, „hen lässet, als einer allein, daß also immer einer auf den andern „einander nicht folgen, die wichtigsten Rathfchläge offt fürziehen, und v' »Hirten selten wohl hüten; Und ob man schon lang flicket, und mit VerMv, „bungen den Sachen Helffen will, so geschicht es doch gemeiniglich, daß „läßigkeit, Unfleiß und Liederlichkeit die Oberhand behalten. Viele lM' „mit Schaden erfahren ; Wer sich nicht will warnen lassen, dem mH „Schaden zu Hause und Hof kommen. Zum 6.) begiebt es sich wohl je s. „weilen, daß die Regierung der Gemeinschafft, in ordentlicher und ßelW § „Leut Hände kommt ; Aber es ist eben so ungewiß, als das nächst „stehende; Dann sie es auf eine andere beschwerliche Weise angreiffen / .si »,s< ->a --s >,s ,>h »d »ii »c »l! "!I >'l >>( '-s "s --r >-i -'s ->s »c »k "y "3 »!s '-l >>d »s -a 4 1/ il- ie e, r- t/ l- H e- >g e. 'o ic t; h n h n c tt W )O( M zor M) die Armen müssen leiden, wenig Barmhertzigkeit empfinden, und darzu^»* „auf eigenen Vorthl gedencken, und etwann mit Hülffe etlicher, die sie an "M hängen, und die im Handel verwandt seyn, ihre Mit - Verwandten Et drucken, wie dann schon manche grosse Gesellschafften hiedurch zerfallen "leyn. Zum 7«) so begiebt es sich gar osst, daß die Gemeinschafften dahin -Ausschlagen, daß man , wie doch der Monopolten Art ist , entweders ihrer »viel beschwehret und drucket, mit Steigerungen oder Neuerungen, und das- ' ^ive auf vielerlei) Art und Weise; Zu Zeiten aber übersehens auch wohl die, '-w die andern also zu drucken und zu beschwehren gedencken, daß sie ihr viel "Umit selbst haben zu Grund und Verderben gericht. Zum 8.) so ist in "Melsschafften sehr gemein, (wie solches Hall, Äusser, Idria, Schweiß, "Aaßstain, und viel andere Orte mehr, mit grossen unüberwindlichen Scha¬ an beweisen) daß so starčke Veränderungen folgen, daß ein gemeiner Scha- und Verderben ist, vieler armen und reichen Leute ; Daß, wo vorhin Wohl tausend genährt haben , hernach kaum drey oder vierhundert erhals "ttri oder ernährt werden ; Welches allein ein billiges und hertzliches Schre- "A und Entsetzen erwecken solle. Dahero ich beständig dabey bleibe, daß "'H in Gemeinschafft viel versucht, erfahren und erlitten , aber bißher noch gefunden habe, daß sie förderlich und ersprießlich seyn zum gemeinen Indessen wo es so weit kommen, daß keine andern Mittel nicht vor¬ handen seyn ; Und sonderlich kleine Gesellschafften, die dem gemeinen Nutz "M kleinen Schaden thun ; Als zum Exempel, so etwann ein Hammer-^ ''Mck in sechs, sieben, und acht tausend Gulden Verlag bedarff, und es nue ÄM jedes gemeinen Burgers Vermögen ist , einen solchen Verlag zu thun; möchten zwey, drey öder vier zusammen legen, und eine besondere Ges ''Ihschaffc anrichten, damit sie ein Hammer-Werck verlegen , und einen Han- , H Mren und erschwingen könnten. Bey dergleichen kleinen Gesellschafften h mne Gefahr und Bedcncken; Dann sie können keine Monopolia anrichs "sh; Man kan sie leichte übersehen, daß sie den gemeinen Gesetzen müssen ge¬ horsamen und folgen; Item, da sie schon wieder zerfallen, und voneinander "Achten, so kan die Zerreissung ohne Schaden des gemeinen Nutz. jederzeit ,"Mehen. Und was den andern Punct anbetrifft, daß es nenmch um eine 'Wkommene Oomp^me was schönes scy: Gestalten ihrer viel Burger iHv " M darein legen könnten, hätten ihren Gewinn jährlich zu gewarten, und ormten sich also gar fein nähren und ruhig leben. So ist hierauf diß meir , h Antwort: Daß solches ein rechtes Verderben lst der edlen Jugend, und ein AW Verderben vieler Leute; Als zum Exempel, weil die Burger der Stadt »HUpurg unverdrossen gereist, Gewerb und Handthierung mit vieler Mühe ->lv^s - , hat GOTT ihre Arbeit geseegnet, daß sie in groß Aufnehmen er- »hIAen ; Da aber ihrer viel von Mühe und Arbeit abgelassen, ihr Geld Interesse angelegt, und davon gelebt haben, da ist bev ihnen nichts als ..nMggcmg,Faulheit / Pracht, Stoltz, Wollust, und Geld - Verthun, erfolget; da hernach die Interessen bey den Potentaten nachgelassen, so ist nicht »aM das Verderben der Stadt erfolget; sondern es haben auch die Burs '.sckiM Handthierung und Arbeit den Lust, nebst der Erfahrung und Ge? »daß hchkeit verlohren, und gehet bis dato noch mit schwehrer Mühe zu, Asb ne sich in Mühe und Arbeit begeben, und sich dardurch wieder erholen«. ,sku also kan auch die Stadt Steyer zu viel höherer Wohlfarth und Auf- ' an Mannschafft und Vermögen steigen, so ihrer viel arbeiten, ..^Dressenund Handthierung,ihre Nahrung suchen, als wann sie sich auf das M Interesse oder Gewinn, den ihnen andere erwerben sollen , begeben 'overlassen; Und soviel ich Herr, von Euch verstanden, sevd Ihr hierin- „ja" ^den der Meinung; Nur daß die OompaZme der Weg und Mittel nicht / wndern gerade das Wwerspiel. Pp z Diß ^NNU5 Lkriüj 158z- 1584. ZO2 _ GZ )O( W _ ,.Diß betreffend, was von eigenen Nutzen gesagt wird/so ist billich/daß die »»Obrigkeiten durch gute Gesetz/ und steiffe Handhabung derselben so viel verweb- „re/ daß die Armen bedacht / gewiß versehen / nicht beschwehret / und gedruckt, -»sondern Ihnen geholffen werde. So nun der Eigennutz also gemäßigt und re- „giert wird/ so ist Er hernach und alsdann nicht mehr schädlich/sondern in ande¬ re Wege,sovlcl erbar, Fleiß und Mühe zuläßt, billich und zuläßig: Dann eben „durch den Gewinn muß Fleiß und Mühe erwecket und erhalten werden; Uno „ist auch jeder Arbeiter seines Lohns würdig rc. Damm Schladming den 28sten Uarm an. 1580. Günstiger lieber Leser! dürfft einer nicht fast sagen, diese beyde obgemeldtü der Händel und Steinberger seyn hierinnen Propheten gewest (GOtt gebe M daß ihre Weissagung mit dem Untergang der alten Steyrischen Comp^zme lM'e Erfüllung und Endschafft erreichet hab rc.) Nun fahre ich in meinen ^rmandvs weiter fort. Der neue Gregorianische Calender, welchen Kayser R-udolph, in dieses Jahr publiciren lassen, hat im Röm. Reich, bey den Chur-Fürsten und St^ den der Augspurgischen LonteMon zugethan, nicht geringe Strittigkeiten regt, welche sich derAnnehmung dessen, bisher geweigert. Hierzu Steyer abe haben sich zwar die Evangelischen Prediger, daß solch neu ealenllslium aiG nommen werde, nicht geweigert; aber doch gebetten ihrer mit der eublicauo von der Cantzel zu verschonen, und dieselbe auf andere Art anzustellen: SoM Bitte aber, wollte beydem damahligen Lands-Hauptmann, Herrn Ferdinan Helffreich, von Meckau, nicht statt finden. Nachdem nun in folgenden 1 Jahr hernach, der Rath Stephan Twcngern, Laurentii Twengers, gewcm Pfarrers allhie Sohn, zur Orckinarion nach Regenspurg geschickt, hat der pcrinren6en8 allda, 63rcyolomXus liotinus, solche Oi-clinsrion darum Nbd' schlagen, weil das ^jmllenum zu Steyer berührten Calender angenoww^ und sich hierdurch wieder unter das Pabftthum begeben habe, welches derR^ hoch empfunden, und sich deswegen durch Schreiben bey den damah ligen Ea^ mererzu Regenspurg, Haubolten Flettacher, beschwert. Das a. hier har in ihrer Schrifft ausgeführt, daß angeregte Calender-Sach, kein lieh- oder Kirchen- sondern politisch Werck sey; Auch die ^m-uion des an Calenders ihre erhebliche kaciones xigrhemseicss habe: Und weilen der ser nach dem Exempcl, Dero Vorfahren solche Acndcrung vorgenommcn, Prediger sich mit guten Gewissen nit darwider setzen können. Den 26. dlß Jahrs, starb droben gedachter Predigers, soann. Schreyer allhie, ew^. lchrter Mann: An seine statt ist ausgenommen worden, IU. Balthasar RE, von Leipzig gebürtig, und an statt des auch verstorbenen Johann Mülwaldc^ Caplans, Andreas Rennman von Torgau. Burggraf auf der HerrM' Steyer war an. 1584. bis 94» Herr Hanns Adam Hoffmann, Freyherr, Adams Sohn. vollem anno ist durch Herrn Georgen Hohenegger zu Hagenberg, gen Neuhauser zu Stadtkrrchen, und Christoph Strutzcn Land-Schrel^ alle drey Kayserl. Majest. Räthe, zwischen der Stadt Steyer, und dem ster Garsten, ein endlicher Vertrag in der Burgfried und Zehend-Sache fen worden, welche Handlung, wie oben gemeldt, seitannn is2Z. über me Jahr vor der N. O. Regierung Rechts anhängig gewest, in welchen das Clofter Garsten, der Stabt Steyer keines Burgfriede^ vor St. Tbor geständig seyn wollen; mit Fürgeben, daß des Clostcrs Hofmarct/ bis an die Stadt-Mauer, wo vor diesem der Teufels-Bach, durch denrE§ berg bis in die Ennß, vorjetzo nechst dem neuen Thor, oder wie mans n.enm^ Reichenschwab geflossen, erstrecken thue; Zu dessen kunckrung die Closter-- slleZ'rt, daß derjenige Bach, so in ihrer kunclation und Privileg o, nannt werde,und sie Sarningbach verteutschen, disseits gegen der Stam/ Qmes ihrer Hofmarck sey, und durch den Laichberg, in die Ennß, vor —, _ WZ LIV _ Z0Z Rinnsal gehabt; Durch die von Steyer aber, oberhalb des Hunds-Gra- vm, bey dem Gattern am Stiglhoff abgegraben, und von dannen aus hin- Ai« vuech in die Steyer geleitet worden sey. ' Welches die von Steyer, als eine hohe Injuri wiedersprochen / und nit ge- MNdig sein wöllen, daß 8«binickg mit dem WortSärmingbach recht verteutschk, mdern weilen im Garstnerischen krivileblo begriffen, daß der Bach 8gbimcka "l die Ennß seinen Ausgang habe, der Särming-Bach aber, in die Steyer flies- ,o müsse demnach nothwendig solcher Bach der seyn, welcher nechst dem Kloster in die Ennß läufst, und Garften-Bach genennet werde. h Es haben aber meines Erachtens, beyde Theile in der Verteutschung des T^Skts Z^binrcyg geirret. Dann in Kayser Heinrichs des Illten knvüegio, , zn Gemünden anno 1049.16. Kgl. jumi (wie dasselbe in Nekropoli Zslis- ZO4.öez64. inienrtzu sehen) darinnen demStifftPassau derForst- Wild-Bahn, in der Grafschasst Marggraf Albrechts, zugelassen, unter /oern gemeldt wird; kc -ncrg Zemiri38 lluminum, 8at)jmctü Lc Oambim'cbl düs M ich für den Raming- und Dambach. Der andere Haupt-Punct aber, _/Mr gleichermassen, zwischen dem Closter und der Stadt, in berührten Lro- ^'^enr-lirt, und darinnen Weiß-und Gegenweisungen geführet worden; In ?Men betreffend daß ermeldtes Closter sich wider die Stadt beschwert, daß Masten ihre Haldten und Unterthanen, um Verbrechung willen aufderwah- ^ ^bat, betretten,inö Gefängnis gcworffen und abgestrafft werden: Welches ^Elofters kn viieZien zuwider, die alle ihre Leuth, von andern weltlichen Ge- Mö-Zwang befreyen und eximi'ren, und sey vor alten Zeiten, von den Stadt- ^lchkern zu 'Steyer, obiervirt worden, daß sie des Clofters Leuth und Unter- Men über den andern Tag in Verhasst, oder Verbott nicht gehalten, sondern "n Hof-Gericht zugesandt, welches die Verbrecher zu Recht und Straff ge- Mn habe: Sie wären auch dem Nachrichter kein Stock-Geld zu geben schul- M sondern es würde demselben darfür jährlich vom Closter etlich Metzen Ge- gegeben. Dargegen die Stadt Steyer eingewendet, wie die Closter-Leut ihrer rüh- Mdm Freyheiten und kxemprion wegen, in keiner würckltchen Lollcls seyen; jrMegen die Stadt insonderheit befreyet wäre, daß wer in ihren Burgfrieden M verbreche und darüber betretten werde, daß er daselbst eingezoaen und ge- werden könnte; dessen gm. Stadt so wohlgegen allen benachbartenHerrr Mfften, als auch insonderheit dem Closter Garsten in ruhigen Gebrauch und se»; Wie sie dann bey Abt Ulrichs Zeiten, einen Garstnerischen Unter- M/dcr bey einer WeinAech, in Ennßdorffeinen entleibet, mit demSchwerdt Anrichten lassen; Dieser Punct sag ich, ist in diesem aufgerichten Burg- de>,TVertrag, unerörtert geblieben; Weswegen noch zu Zeiten, zwischen bey- " ^heilen gestritten wird. erlich Meyen Gerraidr, wirb einem Nachr ' ehrlich nicht allein von Closter Garsten, sondern auch Mrcht; hingegen dürffcn derselben Unterthanen, im Nach . .. jzMk-Geld geben: Garsten und Glcinck, die beyden Clöfter, verehren auch zu ^Meinem Stadt-Richter, Stadt-Schreiber, und Stadt-Mautner, sedem eine Ganß; Woher es aber kommt, daß von Closter Seitenstetken hM Eitadt-Mautner, jährlich zwey Scharbhäckl gegeben werden, hab ich '-"gesunden. Is8^. ist die Pest, wie fast im gantzen Lande, also auch zu Steyer ein- i sZc. sgMn, und hat cine gute Weile Z, «Mr; DadannjedeWoche2O. biszo.Per- gM gestorben: Die Raths-Wabl wurde deswegen verschoben, und erst im sol¬ en ^ahr hernach, den ?ten Xlsrrü verrichtet. vM diesem Jahr ist auchmitTod abgangen, Bartlme Stettner, ein alter Tsj^^uehmer Raths-Burger allhier; Von dessen Geschlecht besiehe die XXH. labuk Angedeute etlich Metzen Getraidt, wird einem Nachrichter zu Steyer, »von St. Florian »richter Hauß, kein ZO4 W )O( W - -- > l —— -—-°»-'-" ' .— > -—- V ' ^dul'cl XXH. Utettnmsche Wtamm Uaftl. Caspar Stettner,warsn. 1490. zuZldmont, und folgends Kay- serl. Forstmeister im Eisen-Ertzt; liegt allda bey der Kirchen be¬ graben, woselbst seinGrab-Stein,undLpicLpKium zu sehen. Uxor. Benigna, Hannsen Heydenreichs Tochter, des Eraßm. Heyden¬ reichs Amtmanns alldaSchwester, an. 1/07. hat einStifft allda zur Pfarr-Kirchen gethan. Bartlme Radtmeister und Forstmeister allda im Eisen-Ertzt. llxor. Sigmund Radtmeister in Eisen-Ertzt. Uxor. dl. hat etlich Töchter verlassen, vi6e Rotaller toi. 21 z. ! 1 _ Apolonia Kernstockin. Leonhard Stadt-Richter zu Linz , -st zten vec. an. 1596. im Gottsacker allda begraben, Uxor. Catharina Marchdren- ckerin- Bartlmee, Raths- Burger zu Steyer sn. issz. f is8s. i)dl. dl. 2) Mag¬ dalena Händlin. —--- Hieronymus, Raths-Burger zu Steyer, sn. 1599. -j-zu Lintz is. April 1611. Uxor. Anna Strasserin, Simon Händels Wittlb. HieronymusBurger Magdalena ch zu Steyer. unverheurath. Hanns, Hamermeister im Weyer zu Regenspurg, an. 1629. llxor. D Catharina Weisin von Steyer, Ostwald Händels Wittib, 2) Felicitas Urkauffin. Hanns Ehrnreich, Hanns Ehrn- fridt,HannsAdam,HannsJacob, Hanns Baptista, Felicitas, Ca¬ tharina , Christina Susann«. 4 Gtettnerisches Wappen. Geörfl, jum Grabrichojf^ O. Cammer-8ecrecsri^^^' 1569. Hauptmann zu Got^ weich, wird zum LandmaE Oesterreich unter der angenommenen. 1576. f 28ten May sn. 1610. 77» begraben zu GuntzbM Uxor. , i)?raxe8is LämpllN, nymi Urkauffs Wittib, rM naSchmeltzerin, z)BE, Khrenin.4) SusannaHacM hat bey diesen4. WeibeE Söhn,und i2.Töchterer»E' Stephan, auch des Bartlme Sohn, war ein vocsrzuWren. Dessen^ ne,i)^. der Reckten ' 2. dl. Kays. WaldsclE Der voLtor hat eine TE verlassen, Nahmens Sopv'^ lVlsric. Hanns Vinckhex. de, 8c _ W )v( §U ZOZ Den 29ften Junii 1586. ifi der Marckt Ebersperg, abgebrannt. Annu, Es war in diesem Jahr ein so kalter Winter, dergleichen bey Menschen Ge1586. Men nicht gewest: Die Kälte hat vor Catharina angefangen, und bis in die Wen 1587. gewähret. änno 1588. am andern Oster- Feyertag war der 18. April, starb Wolff 1588. Muff, gewester Stadt-Richter und Bürgermeister allhie, und liegt in der pfarr - Kirchen, bey der SacrMey begraben, allda sein schönes marmorfteineS Mspkmln mit folgender Grab-Schrifft zu sehen : virrute kui, rkalamo, qm claru8 konore luäicis, kinc etism consuli8 OKcio; Lr vix lullrs clecem, Benkes roriclemque percZi, Irillior una venit, kunekris kora miki. Vivo in ?ro!e ramen parvo, Lr suk cespire rekka 8ols Laro ell, vivit 8piriru8 anre VKOVl. I'u Oorpu8 junFL8 animse, pie dkrille Ke6emptor, ci3bi8 sererna prce Osoque frui. Das Urkauffische Geschlecht ist in der xxm. Tafel begriffen. Urkauffisches Wappen. Qq Zo6 W )o( W Isbulil XXIII. Maufflsche Ramm-Tafel. Matthias Urkauff, Raths - Burger zu Steyer ^nno 1509. ff i/i/. Oxor. _ Margaretha Reschirr. Stephan, HannsBur- Georg, Michael, Hieronymus Raths-Burger all- Rosina, ger zu da,-m. 154z. Stadt-Richter, Steher. an. 145z. f ,1561. im 8epr. zu Steyer, liegt in der Pfarr-Kir, chen begraben. llxor. Margaretha dl ar. Leonhard Khieberger BurgernieW zu Linß» von und zu Felici¬ tas ff 6zo.zu Re¬ gen¬ sburg, klsric. Hanns . Stett- ner im Weyr. Achatz Hauptm. ff unverheu- rath. Daniel, von Tür- cken gefan¬ gen ^uno 160z. Georg ff 1614. un¬ ter Graff Tampier. der Frey- statt. r.) Margaretha Wincklerin, 2.) prsxe^is Lämplin von Brugg an der Muehr,die hernach Hanns Syliack Burgern zu Steyer, fer¬ ner , Gcörg Srettner am Gra¬ benhoff genommen. Hanns Wolff, Bestandt- Znhaber der Grafschafft Francken- bürg, wird von einen Bauer er¬ schossen an. i6oz. l^xor. - Barbara Stockhame- rin. Hierony¬ mus Adam, Hierony¬ mus Adam und Marga¬ rets Zwilling ff in der Jugend. Ann«/ EustE Anna Susann« ff 6z r. in der Jugend zu Regenspurg. hisric. I^sric. Herr Wolff Herr Ch/i- Fureth, Kay- sioph Häckl serl. Majest. von und zu Rath und Leustenfeld- Vitzdom zu ten. Matthaus Hanns Adam ff zu Regen¬ spurg LN. 6zo. Uxor. Anna Susann« Pindte- rin von der Au. Salo- Magdalena, Margarerh me, tvlarir. Abra¬ ham Ernst zu Crems obias ff sn. i6n. mermei- David ff ster in 1627. alle der Lau- unverheu- rath. Wolff Eva,. I 162z. , in Un- David M gern ge- zu WaM'"' fangen CatharM/ UNd in I^lsrit. der Ge- Joachim fängnus gestor, den. E/nöacher. MarFarc^/ i^tar/r. Georg i^eg/M, WoU dermapr. EeMa, r.) ChrA PftMöer- ger. 2.- 5/örA Perger, Christ von erst. Ehe, Ham- 1 ster in sa z> v a d v n 159^ Hnnuz ckrlkr ->89« IM 1^89. tritt Johann Spindler Abt zu Garsten ab, und wird Prälat -u Erembsmünster, an welchem die von Steyer, einen guten friedlichen und ^trauten Nachbarn verlohren. Es war ein heisser und dürrer Sommer in diesem Jahr, und hatvon Ostern M vis in Augustum nie geregnet, daher das Erdreich dermassen dürre wor: daß die Wälder an vielen Orten gebrannt, das Getraidt auf dem Feld Morre, gar wenig Heu, und kein Grummet gewachsen; Daher ein grosse Murung im Getraidt und Schmaltz entstanden, daß man auch die v-Kus m hernach um doppeltes Geld, und die Achtertng Wein um 15. Kr. kauffen "Wern- Den 29stenIunii um 7. Uhr Abends, und wiederum den 15. Sept. Nach- Magö vor s. Uhr, bis um drey gegen Morgen, sind wie ander Orten mehr, "^auch allhier zu Steyer, acht unterschiedene erschröckliche Erdbeben gespüh- lvorden. ^nno i s9i. ist zum Äbten gen Garsten eingesetzt worden, KUrrmu« ^ivpl- den die muthwilligen Leute zu Steyer, und sonderlich das ledigeMesserer- «^"'udl hernach insgmein nur den Tauben-Merthl geheissen. Locl, anno kleg. Michael Höning der erste Gegen-Schreiber zu steyer. Im Augusti ist mit Tod abgangen, der fürnehme und gemeiner Stadt ^Wer, viel Jahr lang bestellter ^leclicug, v. ^lscernus Kammer, sonstvonsei- lvl G^urt cin Jud, der sich aber zum Christlichen Glauben bekennet. Er unverheurath, hatte keine Freund; Und hat daher in seinem Testament zur HMt Steyer, und Leipzig, an jedem Ort 2000. fl. legirt, daß von der jährlichen (Wong zween Steyer: und zween Leipzigische Scipencliaren auf der Universi- A zu Leipzig stets sollen unterhalten werden. Sein übriges Vermögen hat dA den ArmemHäusern crllhie vermacht: Seine stattliche Baarschafft ist bey in einem ungesperrten im Vorhaus seiner Wohnung gegen die ^ "Uß in Matthäus Urkauffischen Hauß stehenden Trühl (drein er seine alte sMen und Schuhe pflegte zu legen) gefunden worden. Er liegt in der Pfarr- h Wen an der Seiten gegen dem Pfarrhof über, bemn kleinen Thürl begra- Dasvonihm in Testament anbefohlene Lpicaphiumsoll man^ihm noch auf- Jngleichen starb in diesem Jahr, des obgemeldtenWolffgangKobererS all- die/ !!EMlassene Wittib, in derWredertaufferischen Lehr. Es gab Bedencken, r^^be zu andern rechtgläubigen Christen, in hiesigen Gotts-Acker, begraben ' ayen; Daher ließ sie ihr Bruder Daniel Strasser zu Openitz, in seiner Kir: "Kur Herrschafft Gleiß gehörig, zur Erden bestatten. Den 19. und 2O. August, hat man Sonn und Mond am Himmel blutig ge- Mteu Um welche Zeit der Türck einen grossen Sieg wider die Christen err Daß seitH.nno 1516. der Raths-Wahlen bey gemeiner Stadt Steyer bis¬ ch» ?Ltcht gedachtworden, kommt aus der Ursach , weil von selbiger Zeit an sol- v^uhlen nach erlangten Loniens, vermöge des alten Herkommens, ohne Am ^^ug von LvmmMrien ruhig und friedlich vorbey gegangen. Als aber zu H Dieses 1^92. Jahrs, die von Steyer um einen Wahl-Lonlens bey derN- v^W^ung, wie gebrauchig, anhielten, wurde derselb zwar, doch mit einen kl Ähnlichen Anhang verwilligt; nemlich, weilen sonst im gantzen Lande, ^ -wfnehmung der Wahlen Oommillarü verordnet; Als tollten auch zu Lands-Hauptmann und Vitzdom ob der Ennß, solcher Wahl bey- H Darwider replicirten die von Steyer, daß die angedeute der Oomml^rien so Ebnung, wider das alte Herkommen und Gebrauch, gantz was neues sey, zu ys?c bweiffel aus einem Übersehen, hergeflossen; In dem zwar, vor diesem dyk."'Uehmung der neuen Raths-Personen Pflicht, durch besondere Befehle der Regierung ex Otkcio t)omncnllsrü genommen worden wären, nicht aber, Qg 2 daß Lanu» ckriitl >592. I59Z» daß selbige der Wahl beygewohnet hätten: Und weilen durch solche Neuerung der Rath von der übrigen Burgerschafft eine schwere Last würde auf sich la¬ den; Indem selbige vermeinen möchte, als hätten sie ihnen das alte Herkorn men vergeben oder verwürcket, so bathen sie es noch hinführo den der Statt Privilegien und dem alten Gebrauch bleiben zu lassen. Es erfolgte aber hierauf eine Kayserliche Resolution, untern 6sro 17.^' cembr. bemeldten Jahrs, diß Inhalts; „Daß angcdcnte Verordnung der „^ommissanen ihnen von Steyer nicht zu Ungnaden oder Abbruch Gemcincr -'Stadt Privilegien gereiche, sondern vielmehr zu Gnaden und Guten dahin „aememet fty ; Damit hierbey Ihr. Majestät Lands5 Fürstlicher Sorast.W „kett, mit Danck zu verspühren. Weil Ihro Majestät Amt und Imeressehal- „der, hierdurch ihrer Stadt Steyer und Burgerschafft Stand, Wesen Zu wissen, und zu befördern begehren; Komme derohalbenA^ „Mmeftat der von Steyer Antwort und Anzug der Neuerung, daß cs der „Stadt Privilegien zuwider, fremd für, gereiche zu Dero Mißfallen und E ,'hand Nachdencken. Sie von Steyer seyen nicht befugt, solche Privileg ,«wider ihren Lands: Fürsten selbst, und dessen äuperioricät zu allegircn, dder „W weit zu exrencliren, daß Ihro Majestät nicht solten wissen dörffcn, nnttvav „Burgern ihr eigne Cammer-Guts: Stadt besetzt; Auch wem sie die Reg'" „rung und ^6mlo-ttr3tion derselben vertrauen, da doch die andern Kavsi"' „Haupt-Städte in Oesterreich, sowohl als andern Königreich: und LandM „es für eine sondere Gnad hielten, sich des Kayser und Königs Richter ne^ „ten, und bey männigltch um so viel mehr Ansehyi und Kessel hätten. „Majestät hätte sich der Bescheidenheit zu denen von Steyer versehen Wa^ „dieselben gar niemand zur Wahl verordnet, und sich der Lands:^>aupLM^ „damahls eben zu Steyer befunden hätte, sie würden Gem. Stadt selbst r" „Ehren von Ihr. Majestätwegen ihn zu solchen, princi^liten die "andS-Füch „liche Hoheit colicermrende beruffen haben; Geschweige d^annsich^ „sen zu weigern, es für eine beschwerliche Last, Ungelegenheit und Vctt^ „rung (andern vornehmen Städten, die auch piivüc^rt und für getreue M „terthanen zu halten und zu rechnen, zur Verschimpffunq) zu ^llegn-en. „von Steyer würden ohne Zweiffel wissen, daß vorAciten die Lands: Fürst"! „in Oesterreich selbst, rn etlicher Städte Rächen und Versammlung gesijsitz „dessen sie sich zu ewiger Gcdächtnus noch erfreuen. Zu dem so stehe ohuettb „ihrc gantze Wahl, in Ihro Majestät Wohlgefallen /d, eselbe zn bestättE „und die Pflicht von ihnen aufzunehmcn oder mcht; Wie dann sie und E „gantz Gericht äusser ihr Majestät Befehl keine i^e^ n , Folge oder ,chcn habe. Dannenhero liessen cs Ihro Majestät bey voriger Verordnung? ^alö die Gem.StadtFreyheitcn, allerdings unschädlich seyn solle, verbleiben^ Wie dann auch hierauf der Lands: Hauptmann , Hanß Jacob Löbcl FA' Herr rc. solcher Wahl beygcwohnt. Bürgermeister wurde damaht erträtt^ Hanß Adam Pfeffert, StaottRichter Christoph Seyringer. . etinn-rt die N. O. Regierung durch p-r-m, daß der mächtig GO» aus soliderer Crbarmung, die bißhcr erlittene Notv,N » mcr und Verfolgung der armen Chrchcn m Crabatden und Windischcn kK gnädiglich angclchen, und derselben S-uffzcn und Weine,, vütterUcl, erb°'' Kade; Allo daß durch seine Gnad und augenscheinliche Hülffc dcr Erd; M Christlichen Nahmens und Blutes, der i» Boßnicn, den rrst^ Zumi och Jahr, mit aller semer beysammen gehabter Macht, durch das Clss'^ siche Kriegs:Volck von der Belagen und Bestürmung Esscck acschlagen/^! selbst, mit etlichen seinen l^en, und derselben Türck,ck^nHeer/zuLü^ und Wasser todt geblieben; find also gedachte Festung Esseck errettet wordA Hierauf befehlend, solche Vittori von der Cantzel zu verkünden, das ^uclamus m der Kirchen zu singen, und das Volck zum Gebet und 4. Z» Z. 2. 2. 2. I. I. I, I. I. cher Dancksagung zu vermahnen, welches dann auch allhier zuSLeyernritbe- wildern Fleiß geschehen ist. - Nachdem die Raths , Wahl in verwichenemJahr, in Beyseyn des Lands- Hauptmann wie gemeldt vorgegangen, und Ihr. Majestät hievon kelsrionge- Mn worden; Liessen dieselben zu Ausgang diß Jahr, an die von Steuer ein schreiben abgehen; „Wie Ihro Majestät allergnädigst vernommen hätten, ''vaß sie zu Dero und Ertz-Herzogs lUacrKiX Ltebden gnädigsten Gefallen, in gehaltenen Raths - Wahl, sich gantz gehorsamlich bewiesen, und dem ---ands -Hauptmann alle Ehr und keipeÄ erzeiget; Auch selbst gefunden hät- "M, daß solche Zuordnung und Hsslllenr Ihr. Majestät, ihnen nicht zu Ab- "vruch und Schmählerung, sondern vielmehr zum Aufnehmen und mehrern 'Ansehen, bcy ihrer Gemein und Bürgerschafft gereiche. Als hätten Ihr. Kay- "'Erl. Majestät auf das eingehende 94fte Jahr, Dero Rath und Vitzdom ob "ver Ennß, Hannß Adam Gienger abgeordnet, und ihme auferlegt, Ihro " Majestät gnädigisten Willen bey Ausnehmung der Wahl, ihnen mündlich >>lNlt mehrern fürzutragen.,. Von derzeit an nun, biß in annum 1609.haben '^Esmahl denen vorgenommenen Raths-Wahlen, entweder der Lands-Haupt- ^un, Vitzdom, Anwaldt, oder der Abt von Crembsmünster als commillaru Da nun in diesen und folgenden Jahren des Türcken und seines Tyran- 1^94. Mchen Einbruchs halber, grosse Furcht, Sorg und Schrecken war, so ge- Mühen fast alle Jahr im Lande, und also auch bey hiesiger Stadt die Mu- Mmgen, darbey der io. und goste Mann ausgewühlt, und nebst den wüt: Pferden in steter Bereitschafft gehalten wurde. Der Kayser befahl auch 1594. durch Oenersil's, das Türcken-Gebet im gantzen Land, wieder an- Wellen, welches bey hiesiger Stadt fleißig vollzogen ward. Man läutete .^rzu um 12. Uhr Mittags die grosse Glocken, da muste jedermann, wo er auch zu Hauß oder auf der Gassen auf seine Knie mederfallen, mit entblöß- <>" Haupt und Andacht GOtt dem Allmächtigen um Steuerung des Erb- oünds, und Sieg wider ihn hertzlich anruffen und bitten. Es begab sich auch im April diß Jahrs Ertz-Herzog zu Oester- Mch selbst in Persohn, zu Widerstand des Türcken nut einem Kriegs-Heer zu Worbey der Persöhnliche Zuzug, und unter solchem auch alle dloki- Z!Me im Land gebotten wurden. Da sich dann die Steyerische ^obilicrte ^Mßer, und der verstorbenen Söhne, zu Erhaltung ihrer Adeltchen krsero- g.sH und Freyheiten, etwas tapffcrer und rühmlicher bezeiget, als snnoi;66. ^'Mhen, und also, was sie dorten unterlassen oder übersehen, wieder eingc- haben. Zu diesem Zug schickten Simon und David Engel zu Wagrain, Gebrüder - - Hannß Adam, Christoph, und Wolff, die Pfeffert zu Biberbach Daniel Straßer zu Gleiß - - - - Eolff Händel zu Rämingdorff - - - Matthies und Hieronymus Händel, Vettern - - Weorg und Achaz Fentzel, Vettern - - - Matthieö Urkauff - - * - Hieronyrue und Hannß die Stettner Brüder - r Hannß Mättelseder - - - - Matthias Wmckler Gaspar Geringer - - - - Und also zusammen 21. gerüste und wohlmunölrte Pferdt; Dieselben y?? und in der vor Raab, vom Türcken erlittenen mercklrchen Niederlag, v drnuf genommenen Flucht, mehrenthetls dahinten geblieben. si,.^ Nachdem nun hierauf der Türck durch den Sinan üatla, die Haupt-Fe- la^ -^aab belagern, und gar herauf biß vor Ungerisch-Altenburg streiffen ''^n, besorgte man sich eines Einfalls in diß Land, daher auf öes Land- Qa 3 - HauM -innur ckrikt 1594- 159^ (a)korce Türcken-Feuer; doch wären hierbey die Vsrisnrer I-eLtione; und noch a»b Lo66. Kiäri zu contullren. ZIO _ W )O( WZ_ Hauptmanns ausgefertigteSkatem, im Monat Augusti, der 5.10. und zoste Mann bewehrt, auch alle Mannschafft tm Land gemustert, gewisse tägliche Bet-Stunden von Morgens 7. biß 8- gehalten/ die Gräntzen beritten/ aM die bey den Städten und Schlössern abgekommene Beveftigungen an TlM nen und Mauren repsrirt wurde; Und müsse männiglich in Bereitschasst hen / ins Feld zu rücken. Der Türck soll damahls über 202000. Mann vor Raab gelegen / und noch darzu ein grosse Anzahl Tartarn rn Erwartung gestanden seyn. Land-Obristerwar damahls ob der Ennß/ Herr Weickhart Frcyhcrrzn Polhaim; Viertel-Haupt-Leute, Ott Heinrich Herr von Losenfteinim Traun' Viertel / Hanß Wilhelm / Herr von Aelcking im Machlandt; im Haußruct/ Herr Hannß Sigmund Schiffer; Und imMühlen-Viertel, Herr Hanß Ehrt stoph von Oedt. Mit Auswehlung des ZO. io. und 5ten Manns nun / wurde es also ge¬ halten/ daß nemlich aus zo. behausten Unterthanen einer für einen Dreyßiger, und aus den übrigen 29. zwey für Zehner,und aus dennoch übrig blechende» 27. Fünffe, fürFunffner; Und also von zo. behausten Unterthanen 8 Wann nun allein der zoste Mann aufgebotten wurde, so blieben anheim und sofort an. Und sollen diejenigen, so zu Hauß blieben , die auöziehende» unterhalten, und jedem das Monath 4. Gulden zahlen; Diejenige aber, als dreyßigster, zehner oder fünffer fortzrehen, denen solte auf ihre Güther nick^ geschlagen werden. Als nun unlängst hernach GrafFerdinand von Hardegg gedachte Haup^ Festung Raab dem Lslla übergeben, wurde die Forcht und Schrecken diesem Lande noch hefftiger: Die Stände beratschlagten sich über eine geE VekenllON8 - Ordnung; Und unter andern nothwendigen Fürkehrungen M7 Anstalten sind nachfolgende Orte zur Zuflucht derLeute,"Weib und Kindcraucv wo man die (-OKreitten-Feuer halten,und anzünden solle, beftimmetwordcn. Traun-Viertel, die Kreitten - Feuerund Krcitten-Schüß auf St-V^ tins Berg; Item am Böheim-Berg; In Unter - Oesterreich aufm Spot»'? beym Schloß Clauß, aufm Luckhogcl unter Spital am Berg bey PerrM»' Au Ennß, zu Kronstorff, Schloß Steyer, Stainbach, Spital. Aur FtE aber Ennß/Steyer, Clauß, Spital, Crembsmünfter, St. Florian, Wess^ bürg, Gschwend. Im Haußruck, Kreiten - Feuer am Pinstorffer-Berq, Kogel, Purich, PE wolffsegg, aufm Schaunberg, Kiernberg. Zuflucht, Lintz, Welß, Lambach/ Gmündten, Vecklabrug, Kogel, Camer, Maisscr,Stahrenbcrg, Wartenbnlß/ Pucheim, Wolffsegg, Peuerbach, Eferding, Schaunberg, Wiellering. Machland. Kreiten-Feuer am Praunö-Berg, zwischen Laspcrg und Sl' Oswald, aufm Berg bey Reichenau, Forstberg bey Pulgern, Schrcinöd^ Berg. Zuflucht, Wildberg , Reichenau, Waldcnfelß, Freyftatt, Weinbetg/ Prandegg, Reichenstein, Riedegg, Ruttenstein, Windegg, Clamb, CreutzM Windhag, Greinburg, Klingenberg, Paumgartenberg, Waldhausen, Luss^ berg, Steyeregg, Spielberg. Mühl - Viertel. Kreiten - Feuer, Wäxenberg, Paarkirchen. Zufluß Räna, Riedel, Falckenstein, Marspach, Ncuhauß, Pürchenstein, Schlei" Wäxenberg, Biberstetn, Lichtenau,Eschelberg,Ottensheim. ^nno 1595. den 4- April, hat ein Holtz-Knecht, Stephan WinterrE sonst insgemein der böse Stephel genannt, nebst zwey seiner Gespän, Han»/. Putter, und Hannß Riedel, eine verwegne und muthwilliae That begang^ Indem er die von der Eisen- Obmannschafft, auf KayserlssVerordmlng/ Eisen-Proviant-Wesen zu gut, aufgerichte Schnallen zu Luntz, weggeb^ _ ZD M_ Zli bes Schnallsperrer-Häußlein geplündert, niedergerissen und hinab ins Wasser ble Pbbs geworffen. Diese frevle Tbat machte denen von Steyer, sonder- M aber Christoph Strutzen, grosse Mühe, mit Schreiben und Schicken, ' W der Thäter, gemeldter Steffel, von der Herrschafft Gallenstein zur Ver¬ hasst gebracht, und von dannen heraus gm Steyer aufs Schloß gelieffert worden: Allda er bis in das dritte Jahr gefangen gelegen, und gut und pein- Wbefraget worden, dann gedachter Eisen-Obmann, in den Gedancken ge- Wden , Steffel habe solche Tbat nicht aus eigner Bewegnus, sondern auf M'ieb anderer dem Eisen - Wesen und der dabey gemachten Proviantö- ^l'dnung, widriger und gehässiger Leute begangen. Allein er blieb beständig oarbey, daß ers aus freyen Muth, und der Ursach willen getban habe, wei- U seit Aufrichtung gedachter Schnallen der arme Mann nichts mehr von ^oviant um einen rechten Pfenning überkommen mögen. . Burggraf auf der Herrschafft Steyer von Inno 159^. biß 1600. war Ludwig Herr von Stahcenbcrg zu Schönbüchel. Rentmeister, Herr Mnrich Nickhard, Kayferl. Majestät Rath und Kriegs - Lecrecsrius; Und ^steger Stephan Steer. Den 19. May um 7. Uhr Nachmittag ist derDurchleuchtigHochgebohr- Fürst Johann Friedrich Herzog zu Sachsen, auf dem Schloß allhie,nach- M er anfänglich eine Zeitlang imHirschischenHauß in der Stadt, nachmahis gedachten Schloß übers Jahr, vorher aber zu Neustatt in Oesterreich, m oas 27fte Jahr in Fürstlichen I-rell gehalten worden , Christlich aus dieser Felt in einem Sessel sitzend verschieden, im 66. Jahr seines Alters. Sein Mgeweid ist in der Pfarr-Kirchen im Chor, beym hohen Altar begraben, Ott Leichnam aber in sein Fürstenthum geführet, und zu Coburg zur Erden Mentet worden. Die Ursach seiner Gesängnuß ist gewest, daß er sich des Kayser KUximMano II. erklärten Aechtcrs, Wilhelms von Grumbach ange- ^wmen, und denselben in der Festung Grimmenstein zu Gotha gehaust uno Uchützt: Worüber er aus Befehl des Kaysers, von Churfürst IußMo zu Wachsen, seinem Vetter snno 1567. überzogen, belagert, und nach eroberter folgends clemolirter Festung, gefänglich angenommen worden. Von der N. O. Regierung wird von zten 8eprembr.dem Rath zu Steyer ^befohlen, weilen der allmächtige GOtt aus väterlicher Erbarmung, dieFe- 'wng Gran, der Christenheit wieder in die Hände gegeben, auch sonst 2. Tag Avor sej,, Grmd erzeigt, daß auch im Feld dem Erb-Feind ein ziemlicher Schaden, mit Niederhauen und Gefangennehmung ansehnlicher Türcken, Munter der von Oopan, geschehen, so sollen sie in den Kirchen das 1s , I^guclamug singen, das Volck auf dem Land darzu vermahnen, trösten "d hertzhafft machen lassen. - In diesem 1^95. Jahr erhub sich in diesem Land, wie auch im Landun- Ennß ein gefährlicher Aufstand, unter der Bauerschafft; Die Ursach m,e sie sich beklagten, daß sie eine Aeithero von ihren Herrschafften, M grossen Auf-und Anlagen, Steuren, Rüst- Geld, Robat, und sonderlich (N Frey - Geld, wider alles alte Herkommen, Lands-Gebräuche, und ihre Brief beleget, und zu hart gehalten würden. Diesen Beschwehrungen (welche zwar nicht so gar ohne waren) wollen sie gern abhelffen, griffen g.ft zu einem unrechten und verbottenen Mittel der Waffen, wider chre für- Mw Obrigkeiten, womit sie dann, nebst verursachten Blut-Vergiessen, ...Matt der gesuchten alten Gerechtigkeit (wie sie damahl zu reden pflegten) s^ts anders erhalten haben, als daß diejenigen Auflagen, deren sie sich be- tz^ehret, nicht nur nicht gelindert, oder mo^emt, sondern vielmehr seithero " Zeit zu Zeit erhöhet, und gehäuffet worden. p., Indem nun solch unversehener Handel im Land angieng , erinnerte der s.. 'WS-Hauptmann, den 17. Otlokns die von Steyer, weilen dieaufrührir. 'werr Bauren, bereits alle Märckte,im Haußruck-Viertel, in ihrer Gewalt, auch HNVU! tükriük 1595« ZI2 _-_ W ^>0(. __ auch die Stadt Eferding, sich ihnen solte ergeben haben, und hierauf bedacht seyn, nunmehr auch die Kayserliche Städte anzugreiffen, als sotten sie von Steyer ihre Mannschafft, alsbald mustern, und sich zur Wehr zur Velen- 6on der Stadt schicken, dieselbe für Ihr. Kayserl. Majestät als ihren Henn und Lands: Fürsten zu erhalten, den Aufrührern keine Verbindung noch Mn psiichtung thun; so wie es ehrlichen, getreuen und standhafften Bürgern und Unterthanen gebühre. Zugleich auch so ftarck sie können, mit Volck zu Roß und Fuß sich gefast zu halten, auf weitere Erforderung, damit zu marchirem Er Hieng dabey diese Bedrohung an, wo an ihnen, bey solcher etlendenNom/ die jeden Landmann und Obrigkeit betreffe, einige Saumseligkeit oder Unge¬ horsam erschiene, einer oder der andere die Unkosten spahren, die Gefaßt scheuen, und darüber was wichtiges solte versäumt werden, hätten sie M sten zu ermessen, daß die Kayserliche Majestät sowohl auch die Land-StäM dasselbe gegen ihnen von Steyer, als einem Lands - Glied nicht ungeahndet würde lassen können. Alles Aufbstt und Rüstung gieng fast allein über die Städte; Die obern Stände thaten mit dem Zuzug wenig zur Sache. Der Lands - Hauptmann befahl den sieben Städten, an statt des fünfften Mann, alsbald 700. Maunz» Fuß ins Feld zu schicken. Welche Zahl doch hernach auf 500. käme; über war ein Steyerischer Burger Hauptmann, Jacob Fischer genannt, dn Stadt hat hierzu 78. Mann ausgerüst. Von den zweyen Ständen,ncmlich von Herrn und Ritterschafft, wurden gemeldte Städte in ungleichen Verdacht gezogen, als ob von ihnen die ren zu dieser kebelüon verhetzt worden; sonderlich, weü derer von Stadtschreiber N. Stängel, der Bauerschafft Beschwehrungs-Schrtfft fast hatte. Wie dann einsmahls in der StändAusammenkunfft zu Lintz,H^ Luz von Landau, Freyherr, öffentlich, zwar mit weinenden Mund, dE auch der Nothdurfft nach nicht reden können, unter andern gemeldt,es M an diesen allen (nemlich den Bauren - Aufstand) nichts anderst als das fluchte Zäpffelziechen schuld; Die Bürger sotten sich auf andere Handthien'a ' gen legen, hinaus ziehen, und nicht Edelleute und Junckern seyn ; DE' er zuvörderst der Steyrischen Burger, und in ß ecie der Hande! und gedacht; Und sey es, sagt er ferner, GOtt zu erbarmen, daß weil die SE den obecn Ständen den Weinkauff in Oesterreich nicht entziehen tönten, würden jetzo ihre Unterthanen wider sie angehetzt und aufgewigclt. Von der Stadt Steyer wegen, war damahlen in der Stände Rath, mand anwesend, weil sie selber Zeit mit ihren Nachbarn Abt Marrin; Garsten in einem schweren Injuri - Handel verfangen waren; Daher sieneve ihme in keiner Versammlung sitzen wolten. Dann es solte gedachter Abt d' gen einen seiner Unterthanen, deme der Religion halber, die Zustifft auft^v gewest, auf dessen Verweigerung gemeldet haben, er wisse wohl was es n'v Der Bauer sey von den losen Leuten, den Steyrern eingenommen, dieses wären lose Schelmen und Dieb. Diß hat ein Messerer Hannß PauE". ner (den man sonst nur den tausend Lügner zu nennen pflegte) dem Raw Steyer angezeigt. Der kreist wurde hierauf beschickt, der wolte solche , de keineswegs geständig seyn; und zu Bezeugung, daß ihme mit angedcn venuncistion unrecht geschähe, hat er solches in einer von lhm celLbl't Messe, bey seinen Priesterlichen Ehren bestätiget. Weilen nun die RcchkW, lehrten solche des Abts LurZNion für genugsam hielten, liessen es auch die v Steyer darbey bewenden. , Immittelö kam der Handel zwischen den Bauren, und der Stände Roß und Fuß zusammen gebrachten Land- und Kriegs-Volck zum Ernst," geschähe den iz. dlovembr^ahe bey 0) Neumarck, im Haußruck-Vierteb blutiges Treffen, darinnen der Stände Volck, welches Herr Weickhart, G O) Stadt und Schloß in Ober-Oesterreich. ^kr zuPolhaiM/LandDbrister,und Herr Gotthard von Stahrenberg Obrister- Uutenant, führten, von den Bauern guten theils erlegt, und der Rest in die -M- mucht gejagt wurde; darunter gedachter Land-Obrister kümmerlich mit dem -wen davon kommen. Hierauf griffe man die Sach wiederum mit der Güte an; darbey endlich ourch den Lands Hauptmann, die Kayserl. Land-Rüth, und Land-Stände, Ae Imerimg -Vermitlung, dahin gemacht, daß die Bauerschafften ihre Be- Wverdcn gebührend anbringen, darüber von Ihro Kays. Maj. Kefoluüon harten, inzwischen aber die Waffen ablegen, sich zur Ruhe begeben, und ih¬ ren Obrigkeiten den schuldigen Gehorsam leisten selten: Worauf sich die Bau- von einander begaben, auch der Städte Volck wiederum nach Haußge- Mn wurde. ., Den 7ten Decemb. in diesem Jahr, ist von der Welt abgeschieden, Wolff handel zu Rämingdorff, ein abgelebter fürnehmer und wohlhabender Raths- zu Steyer. Er war -2. Jahr Bürgermeister, der gemeinen Stadt, nütz- A und wohl vorgestanden: Und ob er wohl etliche Jahre vor seinem Ende er- MNdet, har er doch durch seinen Fleiß und Erfahrung viel weiter, als ander A scharf sehende gesehen. Er liegt in der Pfarr-Kirchen, im Chor begraben; Sa ihm von schwartzen Marmor ein Lpirsptnum aufgericht worden. Seine Nbne Haden sich des Bürgerlichen Wesens geäussert z'Und sind aus denselben Aerchtold, und Wolff, wie auch des Sebald Händels, Burgers zu Steyer ^ohne, in Oesterreich unter der Ennß, zu Land-Leuten angenommen Morden. Die HändlischeStamm-Taffel, dieser beiden Linien, nemlich der Wolff Md Sebald Händl, Gebrüdere, siehe tub lab. XXlV. Der Händl zu Rämingdorff Wappen. R r labula KZ )o( W ZI4 !U lebs 1621. unver- heurath lep. in Gotts- Acker. Eraß- mus Magdalena, ^Isric. Bartlme Stek ner zu Steyer, war vorher ein Closter Frau, zu Göß: inSteyer, dahin sie in ze- henden Jahr ih¬ res Alters kom¬ men. ferin. -.)N. ki!i»,Anna, ^lsrir. Hanß Ebüer Waidthouen. Barbara, t^nric, Carl Eisenham¬ mer zu Steyer, Susann« I^tsrir. Wolff Carl zu Stain, Anna, ^lsric. N. Haunoldt. Anna, kl-rir. N-PE- leimet. Wolff Händel, zu Ra¬ mingdorff Raths-Bur¬ ger zu Steyer, 1561. Bürgermeister! 571.72. 7Z» 74.7K77.78.82.8;. 87.88.89. f 7. Dec. 9 5. ligt in derPfarr-Kirchen begraben, Uxor. 1) Sabina Lerochin. L) Anna Schwabin. z)Potentiana Pfefferlin Wolff, zu Se- Haindorff bald Uxor. zu N.Eißlerin. Hain¬ dorff. I^dulrr XXIV. ' Uändlischer Utamm - Baum Gottharde Händel, Hammermeister in Weyer, Uxor. Barbara Colmanin von Weiß. Berch- Michael, roldzuRa- f zu mingdotzf Steyer und Bi¬ berbach, f 1. Jan. l6rs. zuSteyer, 5ep. im Dorff, Uxor. Maria Ursula vonGrieW thaal. Hanß, Hammer- Sebald, des meister in Weyer. Raths zu Steyer, Uxor. ^.i569.1'3.Dec. r.)N. Cronstorf- '588. liegt im Kirchhoff begra¬ ben. Uxor. Barbara Haid- nerin von Steyer. na, . Klsric. . Hanß M zu Grub» Lucrecia/ ^grir- StraP 2.) GeörS Henckl Cathar^ Hanß Reischkb^ Stadt- Richter i» _ Wolff zu poceni Raming- docff und Biber- bach, f 1625. im Augusti liegt im Dorff be¬ graben, Uxor. Ursula Haidin zumDorff. Sebalt, Wolff Regina, Jacobina Andre, Michael, in Weyer, Uxor. N.Pleidlin, silius N. kili» N. l^lsric. N. Ubelba- cher f im Vorden- berg. Berch- told aus anderter Ehe, f in der Jugend. Wolff Heinrich zu Ramingdorff, Anna Potentiaria, Uxor. klsric. N. Hackhlbergerin. N. Welzer. ^nnu, 0kriüj »595- Wolffen Händels Grab-Schlifft. Hac ego v^olffganzus Lbrilko ttatore lub I^rna 6allicu!u8 ranäem poli mea iata, cubo. Inter Uonoraros kabitus pulcbro oröine karres. -^nnv8 big lepkem Conlul Lc I7rbl8 eram. kiscina excepit, colmc, menkem ipsa, ^cuscjus 8r/ra komm, vitium, clac tumuüque locum. Erstem inczuires, 6ec,e8 !am leptimu8 annus ^(iu8 erat, yuanäo lran8keror arce poli. Gemeldter Wolff Händl und Hannß Adam Pfeffer!, beide SchAÄ- haben zu Mer Erinnerung ihrer Sterblichkeit, zwey schöne silberne Tu Geschirre machen lassen, drauf folgende LMicKa gegraben gewest; licl lve Ai ab W A ln A fe A A d< di ?! h v 8 k 0 r r s f k s l Hnrmr cki-mr. 159S. Auf des Händls Trinck - Geschirr: ! Doneč vita msnec, tibi servio, Lalle, bestos koli Obitus ibv cum kiperone clomum. , Auf des pfefferls, stund geschrieben; V!ve cliu kipero 6 vis me 6e§ere gpucl te Lin moreris Lsllus me llbi jure peter. Unter den aufgestandenen Bauern wurde das Übel nur ärger; sonder- im Traun - Viertel in diesem und folgenden i s^ästen Jahr: Darzu nicht veniq Anlaß geben, der Herrschafft Steyer Unterthanen, welche damahlS angestellten Musterung aufs Schloß zwar erschienen, derselben aber eher "M psriren Wolken, es würden ihnen dann ihre habende Beschwerden vorher Kttkan. Der Herr Burggraf und Rent: Meister mahnete zwar gemeldte Wirern, mit Ernst, und guten Worten ab; Es waren aber ihrer zween dar- Ker so verwegen, daß sie gar auf gedachten Burggrafen mit ihren Hacken zu- Mugen; Darüber gieng dec Lermen erst recht an. Die Bürgerschaft, in der >tadt, wurde von einem Erbarn Rath, alsbald aufgebotten, und zum Theil K Schloß geführt; Wodurch man zwar den Tumult stillte; die zween Frev- A aber wurden gegriffen, und nebst andern muthwilligen Tropffen mehr ins ^ffängms geleat: Die übrigen begaben sich wieder ruhig nach Hauß. Ge- Kter Burggraf war willens die Gefangenen mehrerntheils am Leben zu straf¬ en aber auf Ermahnung und Fürbitt der Prediger zu Steyer, ließ er sich «"k Barmherzigkeit bewegen, und wurden allein, die beyden, welche Hand Kelegr, auf oem Schloß in der Stille mit dem Schwerd hingerichtet, und '"6 Holtz, dre Saß genannt, begraben. . Als diese etwas geschwinde und äusser aller sonst gewöhnlicher Ordnung krocels, ergangene kxecurion ruchbar wurde, schöpfften hieraus, Kwis gemelt,rm Traun - Viertl aufgestandene Bauerschafft einen besonder» Als wäre hierdurch wider den in vorigen Jahren gemachten Land- Dedens - Stand gehandelt. Hiernechst kam ein gemeines Geschrcy unter die aus, als ob beyder hjngerichter Persohncn Cörper, aus dem , rode B ut von sich gäben, welches ohne Aufhören gleichsam über sich walle, demnach ein augenscheinlich Zeichen ihrer Unschuld sey; Wie dann eine Mr Menge von den Bauern zu solchem Grab, gleich einer Kirchfahrt ge- Met; die Sache aber gantz anders beschaffen gefunden. Es stund hierauf nicht lang an, so hatte sich die Bauerschasst in grosser MW, viel tausend starck, umPötenbach, Kirchdorff, Wartberg, Sur- Mg und derer Enden, versammlet; Liessen sich vernehmen, wie sie Schloß M Stadt Steyer überziehen, und sonderlich mit dem Burggrafen solcher ge- fiTs wie er mit den zwey enthaupten gethan, verfahren wollen. Daher be- der Lands.Hauptmann denen von Steyer, sie sollen der Herrschaft- - und Beamten daselbst Hülff, und Schutz., mit der gantzen Burger: und Manns s^fft leisten: Wo auch die Rebellen fürs «schloß oder Sradt kämen, oder was ungleiches fürgieng, sich nebst dem Burggrafen stand-und wehr¬ et erweisen; Weil sie von Steyer, wohl zu erachten hätten, wann der .^schafft Nachtheil zugefüget würde, daß es auch die Stadt zugleich mitbes Mn müßte. Uber wenig Tag, kamen die Bauern für die Stadt, lagerten sich neben ^keyerdvrff, in des Stadelmayers Holz, und bey dem GOtts«Acker: Ihr s^uptmann und Anführer war, ein Wirth zu Pöttenbach, der Täsch genannt; ^"0 gefchah solcher Anzug im Winter, den isten Deccmb. auf einer Seiten, x^weit der Ennß aber, kam fast zu einer Zeit, auch von den rebellischen Vau- lraV Unter Oesterreich, ein noch grössere Anzahl, in die 5000. starck, die "Men ihr Quarmr und Lager, um und an den Wartberg; Von diesen bey- Rr 2 den W )o( W Fnn", CkriA -596. Zir vs Lc da dk! di< dl< >'U >,a da th N au T ät zu Ut 8e Ur ter du ja V Uli A !v, H do 8e 8e G tv< 8s^ ds tv, bs ÜS! 6c tS! tvl all Ur Ivi den Haussen nun, ward die Stadt gleichsam belagert/ aller Aus - und ZugarA von und zur Stadt gesperrt. Es kamen Gesandte von ihnen herein, mit schrW und mündlichen Begehrenan den Rath und Gemeine, ihnen den Bauernden frcyen Paß , Ab; und Zugang , auch Herberg in der Stadt zu zulasten, cni Ritter; Zehrung mit zutheilen, und im übrigen mit der Bauerschaffc zu heben und zu legen; Widrigenfalls droheten sie Gewalt an; sonderlich, weil Stadt Steyer ihr Volck widersie beym vorgegangenen Treffen, vor NeumM gehabt, und sich also zum Feind wider sie gemacht hätte. Der Rath lieje ses der Bauern Begehrn, durch schrtfftlichen ausführlichen Bescheid, ads«M gen; Vecmahneten sie zum schuldigen Gehorsam der Lands Fürstlichen Zen¬ ten ; Und schickten darmit einen Burger, Isaac Walspeckhen, den Geriet)^ Hövocaten und Peter Pcunner hinaus; Welcher letzte gemelten Raths' scheid und Antwort, denen Bauern öffentlich verlesen. Die wolten sich . damit keines Weges befriedigen, sondern wiederholten ihr voriges Begehre"' doch blieb dessen ohngeacht auch der Rath, bey Dero Antwort. Jnnntte^ wurde die Stadt und Schloß durch die armitteBurgecschafft in guter Hut"" Wacht gehalten; Und ob wohl den Bauern, das begehrte Proviant aus Stadt öffentlich nicht erfolgt; liefe doch der Rath, grösers Unheil zu verhüt^ connivenöo geschehen, daß die Bauern Speiß , und Tranck aus dem SE und Ennß: Dorff abholten: Die haben auch sonsten Niemand beleidigt, Schaden gethan. , - Es war nunmehro, wie gedacht, tieff im Winter, und demnach em bequehme Zeit im Feld zu liegen; Dahero, und weil die Bauern sahen, "Z sie mit Worten und Trohen nichts zu schaffen vermochten, nahmen sie ann""^ ten Tag, nach ihrer Ankunfft den Abzug wider vor die Hand: Der Täsch / t" seinen Haussen, wieder zuruck nach Serming, und von dannen auf Weiß;-s. andere Hausse aber hat sich jenseit der Ennß zertheilet, und verloffen; daß"^ die Stadt und Schloß Steyer, vor Schaden und weiterer Gefahr verjM geblieben. , Der Lands - Hauptmann und andere zu Stillung diß Aufstands m Land geschickte Kayserl. Lommillsrien, hatten an dieser derer von Steyer^, ständigkeit, und sonderlich ander den Bauern gegebnen Antwort, einb^ dec Gefallen; Verhiessen dasselbe an behörigen Orten zu rühmen, und" mahneten sie, Stadt und Schloß noch ferner wohl zu verwahren. In Oesterreich unter der Ennß, waren wie gemelr die Bauern nichts Niger in Bewegung. Unter andern aber, haben derer in 8000. starck Herrn Helm Serman, in seinem Schloß zu St. Peter in der Au belagert, gestürmet, eingenommen, geplündert; Herrn Serman kranck aus seinem gerissen, mit Füssen in ihn gesprungen, geschlagen, gespannte Röhre Spieße ihm an den Leib gesetzt, zum Fenster hinaus zu hencken gedrohet^ Sarg, darinnen seine jüngst verstorbene Gemahlin, eine von Oedt, nom begraben gelegen, übern Haussen geworffen, daS verguldte Blat mit oer^^ß Schrlfft herab gerissen, Herrn Serman z. Wochen lang gefangen im verwacht, und endlich, sich zu reverllren gezwungen, daß seine Untecthanem^ auch dabcy gewesen)sich mit den andern Bauern verbinden möchten , ihnen wieder allen Gewalt, Beystand leisten, ihre Freyheiten ihnen wiede^, stellen, und mit den Herrn: Forderungen es ohne Beschwerde halten lvv Nach solch gefertigten kieverz wolten sie ihn des ^rrelle8 dannoch nick)k sen, er leiste ihnen dann Bürgschafft; daher schreibt Herr Serman , 1597. Rath zu Steyer, iub 6aro den i6ten kebr. 1597. „ Ich bitte die »um GOttes Willen, sie wollen sich meines Jammers und Elends, ,.annebmen, und ein paar Gesandte zu der Bauerschafft abfertiqen, unoo ,»gnweuden, ob sie mich gegen der Herrn Bürgschafft und Fürstandt am ' ,,en Fuß sammt den Meinigen liefen; Ich will mich dargegen wieder „cienciarn obllUren / und solche Freundschafft und Wolthat die Zeit meine- .___ W )o( W _Z17 »benß verschulden: Bitt um GOttes Willen, mich nicht zu lassen; eilender ,'Hülff erwartend rc. Und bald hernach schreibt er ferner; „ bitt nochmahlen 1597. GOttes Willen, die Herren wollen mich ausbürgen, und da es je nicht anderst seyn kan, doch nur auf Wlderftellung; Ich verdien es die Zen meines '-Ledens rc. „ Welchem Begehren dann ein Löbl. Rath gutwillig und Nach¬ barlich start gegeben, und durch Ihren Vorspruch, gcmeldten Herrn Ser¬ can aus seinen Arrest, und andern Ungelegenheiten geholffen, weiche Gut¬ tat dann Herr Sermann, gegen der Stadt Steyer, bey seinen Bedienten O. Hoff und Cammer-Stellen , mit besonder» Danck und aller Förderung Ass alle Art und Weise erkannt; derselben alle Nachbarschafft und geneigten Elllen, bey vielen Occsllonen ersprießlich erwiesen; Auch zu Bezeigung einer , als ihm etlich Jahr hernach ein Sohn gebohrn worden, den Rmh ia Steyer zu Gevattern gebeten; Und ist also biß an sein Ende in guter rectram "Per Nachbarschafft und Lorrelponclenr mit gemeiner Stadt gestand.». Zum Beschluß dieser Bauern-Händel muß ich noch eines, das zu künffti- M Nachricht dienlich, hiebcy gedenckcn. Als bey Anfang dieses Bauren Auft llands, die Obern Ständ von Prälaten, Herrn und Ritter-Stand, vonrhr ben Unterthanen gantz verlassen, auch zum Widerstandt in der Eyl zu schwach ^Un, gienge(wie droben gedacht,) die meiste Last, des Aufbottö und Zugs Min über die Burgcrschafft in S tädten. Wöbe,) dec Lands - Hauptmann, und die obern Stände begehrten, daß nicht allein der zv. io. und §te Mann, Wdern auch alle Burger insgemein bey dec Musterung einen leiblichen Eyd Mveren sotten, in der bevorstehenden Vekenlion, wider die aufcührischen Dauern, nebst den dreyen Ständen, und die sie schicken, Kays. Maj. Hoheit, und Obrigkeits-Stand, und das Vatterland, wie ehrlich und redlichen Bur- Lern gebühret, retten zu Helffen; Auch allen dem, was ihnen von den ober« und niedcrn Befehlshabern, zu solcher vetenllon in der Stadt, und Vorstäd- Ul, auch denen, so ins Feld geschickt werden, daselbstauferlegt würde, allen ^horsam zu erzeigen. Dieses juramenc nun also insgemein zu leisten, hatten Städte bcdencken, als eine Sache die wider altes Herkommen; zumahlen Adie Burger sämtlich Kayserl. Maj. vor schon geschworen; demnach einen Magistrat beschwerlich sey,ihre untergebene Burgecschafften, in andere Psscht M solch ungemessenen Gehorsam, der Obristen und Befehlshaber, zu geben; aber den zo. io. und ^ten Mann berühre, wann derselbe zu Feld geschickt Mde, die begehrten sie von solchen Iurament nicht zu eximllen. Der Lands- Hauptmann ließ drese Weigerung an den Kayser gen Prag gelangen; Von orten her kam bald eine kelolmion: Wie nemlrch Jhro Majeft. der Etädt Um oMsam fremd fürkomme; Dann eben hieraus, daß sie Jhro Kayserl. Maj. schworen, seoen sie an statt derselben, dem Lands-Hauptmann zu gehorsa¬ men, und allen gebührlichen keisteök zu erzergen schuldig , sollen demnach dre lahr uno Noth, so ihnen den Städten und den gantzen Land darauf siebe, ohlnracht nehmen, des Lands-! Hauptmanns Befehlen, dec Gebühr nach e^orsamen, und sich in diesem Vefenllonn-Werck nicht weniger, als die obern OA Stände also bezeigen, daß keine Klag fürkomme; Dann das widrige Jhro Majeft. zu Ungnaden vermercken und ungestrafft nicht vor- geben lassen. Die Städte replickrten hierauf bey Kays. Maj. selbsten; es folgte aber v-A Bescheid , Jhro Maj. liessen es bey voriger Verordnung verbleiben, und .'ttahen sich, weil die Leistung dergleichen Eydts nichts neues, und rn allen Echoen bräuchlich; Auch ihr der Städte dem Lands-Fürsten geleisteten Pflicht x^urch nichts benommen, als sollen sie sich dessen weiter nicht weigern. Nach- inzwischen das Neumarcktsche Treffen fürgangen, und hernachmablS diks 'Hon mit den Bauern zum Vertrag kommen, bliebe auch die Leistung ^ies jurAMLM8 Unterwegen. Rrz Am Zl8 __ _— 4n»u» Am 26ften Martii /^.nno I sys. ist von dieser Welt geschieden, Daniel Strasser, gewester Bürgermeister zu Steyer, den man nur den reichen Straft ser genennt. Er hat die Herrschafft Gleiß, von Herrn GoWarten, von Scherffenberg an sich erkaufft: Seine Söhne Hannß und Wolff scyn in den Landmann-Stand in Oesterreich unter der Ennß angenommen worden. Vi6e lab. XXV. lubulu XXV. i Utmsserische Utamm - Uafel. Hanß Strasser, Raths-Burgerzu Steyer, 1529. Stadt-Richter, 1540. 41.42.4z.46.47.48' Bürgermeister 1553. 54. 55» /6. f i8. Sept. 156z. liegt in der Pfarr-Kirchen begraben. Uxor. Daniel, Hanß, Raths-Burger zu Doroth. Wolss, zu Gleiß Eva, Anna, Burger zu Steyer, 1596.-j-allda ^»rir. ^626. Uxor. blaric. Xlsric. . Steyer, aufdenEnßleithen 60z. Achaz i)N. Fürthin, MichaelAiden, SimonH^ Uxor. Uxor. Fenzel zu 2) Anna Sušama v. 2)WolffHan- 2)Hieron«nu' Barbara 1) Maria Englin, Seifen- Grienthall, del zu Steyer Stettner l" Schön- 2)Lucretia Handlin, die bürg. z) ElisabethBrizerin im Aichet. Steyer. tanin. hernach Georgen Henckhl -- geehlicht. Ä)?aria Clffabeth, Anna Magdalena, ^tsric. blsric. 1. ) Loren; Schiter, Wolff Christoph Geyek' 2. ) Friedrich Pangraz Gienger, , z.) N. von Laspecg. Der Strayer zu E!eiß/ V?üppen. -. Vor erzehlt der unruhigen Bauern erweckter Aufstand, ist nach dessen iE, Umlegung zur Occalion der kellZions-kekormatton sonderlich wider die Städ- ckrM Ee, in diesem Lande genommen, auch darauf zu Merck gerichtet worden; Wo: 1597- von ich den Verlaust bey hiesieger Stadt, wie ich denselben in attis gefunden, Mtzlich erzehlen will Es hat aber schon Abt Johannes zu Garsten, ungeacht derselb sonsten," M einem Ers- Rathund dessen Gliedern inparriculgri in guten Vernehmen und -"ilchbarschastt begriffen gewest, zu ckEcuiriren angefangen, daß die vonStey- Ev, ihren Belieben nach die Pfarr-Kirchenzu Steyer, mituncatholischen Predigern besetzten; ließ sich auch ^nno 1^86. so weit heraus, wie er Willens Me gedachte Pfarr selbften, wie es von Alters Herkommen, mit einem Ca- Ustchen Priester aus seinem convene zu bestellen, mit begehen, daß die von Myer den damahligen Pfarrer, Wolffgang Lämpel, samt den andern anwe- Wrn Lutherischen Predigern abzuschasten- Der Rath zu Steyer aber hat A diesem Begehren also gleich statt zu geben, mit glimpfflichen Worten ge¬ ärgert, und den Prälaten vermahnet- diß Orts keine gefährliche Neuerung, MWeitläufftigkechzu veranlassen. Unter andern aber haben sie ihn zugleich er- Aerr, einsmahls in einem Schreiben vom ivten julü ^nno 1^87. wie nicht Mm die Einsetzung des Pfarrers, Wolffgang Lämpels, und der viaconorum, Morgen Scheidhauffs und Andrem Renmanns, mit sein des Abts Wissen M Gutheissen geschehen; sondern er habe sich wohl selbften zu den Skeyeri- Mn Evangelischen Kirchen - Diener gehalten, mit Vermelden : Er möchte Aen, und wünschte ihres gleichen draussen im Closter, beyKirchen und Schulen zu haben; Welche Erinnerung derPcälat gleichwohl dergestalt wieder beank Met: Er hätte sich der nachbarlichen Bescheidenheit versehen, da sie derer Age, so der Gegentheil von ihnen geredt haben solle, (welches doch mit Atm solcher Meinung, und in dem Verstand, wie man es gefährlicher un- Ayvarlichec Weise, von ihm aufgefangen) sich erinnerten, sie würdens diß AS umgangen, und nicht also zur Unzeit, ranqusm psrerZg serüs mit einges Aget haben ; Da er dergleichen auch, wo es nicht conrm bonos moros Ave, gar wohl thun, und mit gleicher Müntz solchen Unfug und Gefahr zu ^gelten wüste rc. Doch mag dieser Anzug vielleicht ein Ursach gewest seyn, daß "H selber Zeit ein Schwerst das andere in der Scheiden behalten. I Nachdem aber gemeldter Abt Johann von Garsten weg, und zur Prä- Ar zu Cremsmünfter kommen, dem, wie gemeldt, Prunus äpolirius ^nnv lick kucceclirt, griff dieser den Handel, in Csuka kekormatioms etwas ernst- Mr an; kündigte endlichen offtgedachten Lämpel die Pfarr auf, bestimmte A gewiße Zeit zum Abzug, und wolle mit anderwäctiger Ersetzung der Pfarr . nghren ; Dem sich hingegen die von Steyer nrcht weniger starck oppomr- tki,' ""d sagten: Die Pfarr - Kirchen wäre, ohne des Closters Garsten Zu- 2' der Steyerischen Burgecschafft eignen Darlag, vor Zeiten erbauet Aden; Darinnen hätte man nun das Lxercirmm Augspurgischer Lonkellion A oreyen Römischen Kaysern und Landes, Fürsten lange Zeit ruhig gebraucht gebracht, dessen sie sich also cle kaLko nicht könnten noch wollen entsetzen Abt Martin sähe hieraus wohl, daß er zu solchem llekor-msrions - Merck Il Awach, und eines stärckern Gehülffen hicrtnnen vonnöthen hätte, welchen "Mn auch also erwartete und erlangte. lilä^Dcnrn zu Eingang des lösten Jahrs hat offtgemeldter Lands-Haupt-1598« S den Bürgermeister Richter , den Stadtschreiber, nebst dreyen des und sechs Personen aus der Gemeine, vor sich und seinen Neben- , vr. Paul Garzweiler, nach Lintz zu erscheinen erfordert, dahin öAAurden nur zween vom Rath, Hannß Muth, und Hieronymus Händl, Denen ist den roten sanu-rni in Beyseyn des Abts von Garsten für- Ken 1. ' und im Nahmen Kayserl. Majestät, bey Vermeidung derselben Höch-' ' Ungnade, und bey Pöen 4200, Ducaten geboten worden: i.)Die Hnnur okriiu I59L. 1. ) Die von Steyer sotten ihre Kirchen alsobald sperren. 2. ) Ihre Prediger beurlauben, und auöm Land schaffen. z.) Den Pfarrer, Wolffgang Lämpel, aufs Schloß nach Lintz stelle^ oder doch also verwahren, daß sich seines Austritö nicht zu fahren sey. Darben der Lands.Hauptmann ferner meldete: Der Kayser wolle mand in seinem Gewissen beschwehren; begehre aber den Gehorsam, E wollte sich die Kirchen in seinem Lande nicht entziehen lassen. Da nun die von Steyer eine oder mehr ihnen mit dem Eigenthum E' hörige Kirchen hätten, werde man ihnen dieselbigen nicht nehmen; Inmitte^ aber selten sie gehorsamen, und diejenigen, die sich etwann hierinnen lvide^ setzen oder rebellisch erzeigen wollen, namhafft machen , an denen wolle Landes-Hauptmann ein ander Exempel, als an den Bauern geschehen, ruiren. Wiewohl nun die Gesandten hieraufeinwandten: Die Pfarr-Kirche^ aus der Burgerfchafft Darlag , ohne des Closters Garsten Hülffe, erba^ worden, daher man demselben hieran nichts geständig seyn könnte. So tvlv^ legte doch der Lands-Hauptmann solches bald mit deme: Es hätte viel WU Häuser zu Steyer, die auch von den Burgern gebauet, und denselben zuE rig; Nichts dcstoweniger aber wäre der Kayser Herr darüber. Dem M? zu Garsten aber verwiese er in der Steyrischen Gesandten Gegenwart: er auf sein des Lands - Hauptmanns Befehl, mit Ersetzung der Pfarr zu St^ er nicht vorlängst verfahren. Dieser aber entschuldigte sich , er habe E Schreiben die Abwertung der Kirchen begehrt, wär ihm aber vom Rath ke eigentliche Antwort erfolgt ; Er sey für sich selbst zu schwach, ohne Handv' tung solche Ersetzung zu verrichten. < Als die Gesandten bey ihrer Heimkunfft Relation gethan,und der HE» in coniultgtion gezogen wurde, ließ ein Ersamer Rath einen ausfühcE. Entschuldigungs-Bericht und Bittschrrfft an den Lands-Hauptmann und^ Garzweilern abgehen, des Inhalts: „ Sie hätten den Ihren Gesandten S. „thanen Fürhalt zwar vernommen, wie ihnen aber diß Orts um nichts anA^ -,als die Ehre GOttes und der Seelen Heil zu thun, also wolten sie arm ' „dieser ihrer Gewissens - Noch niemand fürgreiffen, vielweniger eines ,,beschuldigen; Sie wären keiner 8ettirischen Lehre zugethan, vielmehr „tig, da ihnen ein anders aus GOttes Wort gezeiget würde, d^selben n^ >,zu widerstreben; kräncktc sie daneben zum höchsten,daß sie und gemeine St" „in dieser Sache der auftührjschen Bauerschafft Verbrechen, unverschuldet el. -»gelten sollen, da doch ihres Wissens kein Mensch von hiesiger Stadt „chec Rebellion theilhafftig gemacht, sondern davon vielmehr durch die ,,diger eifferig adgemahnct worden ; Der Rath und Burgerfchafft hätten v „selben widerstanden; Nebst den andern sechs Städten zwen Fähndl KnA^ ,,samt einer Anzahl Reuter, auf eigene Unkosten unterhalten. Als auw ' § „Schloß allhie sich etliche Unterthanen mit einiger Thätlichkeit, gE/utz „Herrn Burggrafen rebellisch erzeigt, hätten sie alsobald nachbarlichen SA-, „und Beystand, mitAbordnung dec Burgerfchafft aufs Schloß, geleistet; 7^ „durch solcher Tumult gestillet, und die Freveler gestrafft worden; K „aber die Stadt in noch grössere Gefahr gerathen sey, weilen dieselbe h^ ,,an zweyen Orten von der Bauerschafft in viel tausend starck überzogen, § -»setzet, und die Proviant aufgehalten Dannoch aber hätten sie sich decstA „ohne all anderer Hülff dergestalt erwehrt, daß gemeine Stadt und WiA, schafft den Bauren gar im geringsten nicht zu Willen worden, noch „(wie etwann wohl an andern Orten geschehen) eines Pfennings tvettl) SA „ben; Woran damahls er Herr Lands - Hauptmann selbsten ein beson^^ „gnädiges Gefallen getragen, und sich erbotten habe, solches an Orte" / WZ )o( W z2l fle Stadt ihrer Treue zu geniessen hätte, zu rühmen. Der mächtigen Um kosten zu geschweige« , darein die Stadt durch solche vekenllon gerathen und "M viel tausend Gulden kommen. Daher, und wann man zugleich ihren Ge- "dorsam, mit äusserster Darsetzung des ihrigen, bey denen lange Jahr gewähr- "sen Türken-Kriegen, bedencken wolte, sie vielmehr Gnade, als unverschuk "le Straff verdient zu haben vermeinten. Wie dann die Stadt Steyer, je --und allwege bey ihren Landes Fürsten getreu und beständig geblieben sey; wie "io ches unterschiedliche Exempel; sonderlich zur Zeit, als das Schloß Lconstein "belagert und zerstöhret worden , sowohl als aus dem, was sich unter Regie¬ rung Kayser Friederichs des Hl. mit dieser Stadt zugetragen , genugsam be¬ fugten. So viel aber die Haupt-Sach,und die Sperrung der Kirchen anlange, "Men sie des Herrn LandS-Hauptmann tröstliche Zusag, daß nemlich jedermann '-oey dem Seinigen verbleiben,und was jedermann zuftünde, gelassen werden solte, "Arne gehöret. Weilen dann hiesigePfarr-Kirche aufderBurgerschafft eigeneUn- fflen,aufder Stadt eigenthumlichenGrund und Boden erbauet; Auch als selbige 1522. abgebrannt,aleichsamvonneuenwieder erbauet; Daher sich gemeine '^tadr der kun6^ron,Lonllrutkjon,-L6illcLtion > und des Eigenthums von Rechts ?Menzu rühmen; In dieser Kirchen auch das KxerciciumAugspurgsscher Lon- " eilinn lange Jahr her, unter drey Römischen Kaysern und Landes-Fürsten "Aubet, und dessen bis cl-rco in unperrurbirterksttefb gewest; könne demnach, 'Aafft solchen Verspruchs, die Abwertung der Kirchen, wie gleichfalls die ''Abschaffung dec Prediger nicht begehrt werden; Weil er, Herr Landes- "Aauptmann, in der Fürhaltung sechsten angehängt, daß jedwedem in seinem "gewissen der Glaube solle ftey gelassen seyn; Dasselbe aber ohne öffentliche ''predigt und Bekänntniß, auch Gebrauch dec Heil- Sacramenten, nicht ge- " Hetzen könnte. Den Pfarrer, Wolffgangen Lämpe!, wollen sie dahin Hal- fn, des Auötrags der wider ihn angebrachten Klag, allhie zu erwarten ; bä- "leu aber inzwischen seine beygelegte Verantwortung zu vernehmen. , „ Obwohlen auch unter andern die Gesandten rekerirt hätten , daß man " Ynen fürgehalten, es solten die von Steyer andere Fürsten im Reich , wie sie fv in jh^n Landen mit der llell^on hielten, ansehen; So wollen sie doch diß fuein auf ihren Landes-Fürsten und Kayser, als eine Christliche und fronn ! Öligkeit sehen, und sich trösten, daß Dieselbe Ihrer Vor - Eltern Löb- 'Ahen Exempel nach, über Ihr Kayserliches und zu.allen Gnaden gewogenes nicht werde bringen können, daß sie als gehorsamste Unterthanen, dre ' Aero durch Hülff des Allerhöchsten unter Ihro Majestät Christlichen Re- nt der Türckischen Tyrannen, und andern Unglück, überhoben gewest, „(Lb m ihren Gewissen also hart angefochten und betränget werden solten. y ste ^er diß alles, gleichwohl Pflicht halber den mächtigen Schaden verschweigen könnten, welcher Ihro Majestät und dem Land durch soll Änderung bey der Stadt Steyer, im Elsen- Wesen und sonst entstehen '»r^de; Au dessen Erhaltung von der Stadt, über den orcllnari Verlag der ->ckst-, Monathlich über 2vovoo. fl. Zusatz erfordert werde; Ein sol- aber bey gemeldten Vorhaben ferner nicht zu erschwingen; Daber das Mtze Werck feyern und erliegen mäste; Hierbei) auch allerhand Schwierig- und Aufstand bey der grossen Menge des arbeitenden Gesindes zu be- "lü, u« Die Stadt stecke ohne diß noch seit der ^nno 1567. und 1572. er- z^enen Wasser-Güß-Schäden, Wieder-Erbauung der eingerissenen Stadt- „^auren und Gebäuden, und jährlichen starcken Landes-Anlagen, und Tür- .^ "'Hülffen,noch in grossen Schulden; Dabero zu besorgen, daß bey ver- "den "der solcher Veränderung die Oeclllb- Parcheyen, das Ihrige aufkün- »,Zx"lverden,und bezahlt seyn wollen; Wobcy nichts, dann des gantzen Stadt- gewisser Untergang zu gewartcn sen; Dannenhero sie aufs höchste und >>ten xOttes willen bäten," solche Aenderung einzustellen, und eS bey dem al- * ^>tand, noch länger verbleiben zu lassen. ,» SS Es ^nilur ckriüL l53S. Kvnu, ckriKi ' ^598. Z22 W )o( W ES war aber diese Oe-IuKion undBitt-Schrifft gavtz »ergebens ; der Landes -Hauptmann beantwortet hierauf dieselbige durch fernem Besed' vom izten kebr. „ Er habe / nebst Dr. Garzweilern, dasjenige, so sie E „bracht, mit Verwunderung und besondern Mitleiden vernommen, daß „Ihro Kayserl. Majestät, als ihres Erb - Herrns, der kel^iong ,,halber, im gantzen Lande publicirten Patenten gemessenen ketoluuonen E „Befehlen so vorsetzlich widerstrebten, und nebst dem verwirckten Pöcn-6^ „auch andere schwehce Straffen und Ungnade, samt gemeiner Stadt unlvi? „decbringlichen Schaden und Nachtheil, sich zuziehen wolten ; Welches „weder gegen GOtt, dem Kayser, gemeine Stadt und ihre kvlierität, n'w „verantworten könnten; Gebot hierauf denen vorigen Auflagen allerd'M ,,nachzukommen, den verwirckten Pöen-Fall aber inner 14. Tagen, ov" „Entgelt gemeiner Stadt, (welche dißfalls nichts verbrochen) zu erlege'^ „Oder widrigenfalls zu Erhaltung schuldigen Gehorsams, und Landes-FE glichen KespeLkö, die fernere Lxecurion auf der Raths-Personen Güter z" A -.warten. Was aber ihres spollarirten Pfarrers Enschuldigung anlange, ,,te es zwar derselbigen, wie auch anderer unziemlicher Anführung, weil er „nicht angeklagt worden, gar nicht bedürfft; Nachdem er aber darinnen „prism turpituclinem selbst «lleZire, seine veliöks und schwehre kxcel'8, (tvellv -.waren , daß er als ein gewester Garstnerischer Münich, von der RömE „zu der Evangelischen lreligion unnd dann gar in den Ehestand getretten^ „kenne, und andere beständige keliZiolen noch darzu straffmäßig lcslire, so sollet »,von Steyer sich seiner Person, bis aufweitern Bescheid versichern rc. rc. Dieser Befehl wurde der aufs Rath - Hauß geforderten Bürgerschaft^' fentlich vorgehalten und verlesen; Und sahemanfürgutan, dem Lands-Ha^ mann gemeiner Stadt Befugnis und Recht zur Pfarr-Kirchen, und dem 0. rinnen seit Kaysers kerckngnöi I. und Vlaximiligni II. Regierung ruhig erm. nen k(ell8ion8 - kxercmo nochmahls mit Mehrern zu cle6uciren, weiches da' in Schrifften also geschehen, dasselbe aber allhie zu wiederholen nicht von"' then seyn wird- »f Inmittels wurde die Haupt - Vestung Raab in Ungern von § Adolfs von Schwaryenberg unverhofft durchKriegs-List eingenommen verursachte in gantz Teutschland, bevorab in gantz Oesterreich, eine grosse M .,- de; Darüber allenthalben öffentliche Danck-Gebete und erocelHoncn ten wurden. Allhier zu Steyer wurde der i4te April feyerlich begangen^ allen Glocken geläutet, das le gesungen, und das Gescn^ auf der Ennß - Leithen loßgebrennt. Der Kayser ließ ?grenre publiciren/ die Obrigkeiten GOTT zu Ehren und Dancklagung,auch zu lobwürdigcc dächtniß dessen, an den Strassen, Pässen und Wegschcrdm die CrcE Bet-und Marter-Säulen, welche die alten gottseeligen Christen, durch gantze Teutschland aus besondern Christlichen Dedencken aufgericht, die an vielen Orten umgefallen, theils noch vom Türcken-Zug , tbells von Hafftigen Leuten und Bilderstürmern umgeworffen worden , innerhalb Monate wieder aufzurichten, zu verneuern , die Crucifix mahlen, insono^ aber folgende Schrifft darein setzen zu lassen : Sag GOTT dem Lob und Danck, daß Raab wieder kommen in der Christen Hand, 29sten klartii im lösten Iahr. . tzje Am Sonntag Invocavic thate der Tod abermahlen einen Eingriff iu Steyrische Rath-Stuben, und nahm daraus hinweg einen vornehmen, und weisen, auch ums gemeine Stadt-Wesen wohlverdienten Mann, Adam pfesserl zu Biberbach, eklichmahl gewesten Stadt-Richter gecmeister allhie. Er hat zu gemeiner Stadt i zoo- fl. le^irt; Davon solle n einen 8cipen6igren unterhalten. Er liegt samt seinen ^nno i6oz. hernaw^^^ storbenen Bruder, Christoph Pfeffer!, im GOttes-Acker begraben. selben Erben die Wolff Händlischen Kinder, haben ihnen zur schuldigen >" baren Gedächtnis erst ^nno 1619. ein MarmorsteineneS Lpirspkium mit um- M Mehrten Pfefferlifchm Wappen, auftichken lassen, nebst folgender Schnfft^r. varan : Ušpičiš bos rumulv8 gui tranlls kvrre Vistor, (Quorum lint czusen8 ? Oorpora cjuse<;ue reZsnt^ t1i8 cluo Zermani trarres conöunrur in 0rm8, ^miguum oomen ^ueis LIkLKO^I8 erat. ^.uliriacL I'errse, rzuonclam 6uo kiZnors clsra, Lr prseclsrorum nobile psr procerum. Oonciäir sc llmul smborum 8rirp8,8cemma Oenusgue, Terra rener Lorpuz, 8pirirv8 sllrs colit. ^b! «^usm Vits dlibil» rsm sunt ksllscia ^lunöi! 6su6ia nsm cunkka bsec 8^mbols sortis erunt» M sösoa seternum elk» nibil ell, s6eogue bestum. <)uocl suZiat sslce8, ^rropos arrs, tus8. live monnmenra clocent: tibi clixi, perZe Vistor, Oic ksce in Obrillo molliter 06s cubenc. tz». Den 8ten junii ist der droben gemeldte aufm Schloß allhie lange Zeit im ^angniß gelegeneHoltz-Knecht,der böse Steffel, welcher die Schnalnzu Lunz ^Zehackt, mit dem Gchwerdt vom Leben zum Tod gebracht worden. s. Im Monath August dieses Jahrs, entstünde abermahls ein grosser Waf- ^-Guß, der hat gewährt vom i6ten bis den 2ssten gemeldten Monaths; M wie solch angeloffen Gewässer aller Orten, sonderlich an denen beyden h^d: und Hammer-Wercken sowohl, als an den Rechen mercklichen Scha- AZechan; Also geschähe dergleichen auch allhie Da dann unter andern alle gurten umqcworffen, auch sonst an den Werckgaden und Schluchten nicht L^aer Schaden zugefügt, also daß gemeine Stadt zur kepsrirung dessen, ^eit und Unkosten genug aufzuwenden hatte. r» Der kekormsrions - Handel zu Steyer stunde, nach droben erzehlten 5^'lauff, fast in daszehende Monath in Ruhe; Weil der Lands-Hauptmann sy ^teyerische Sach unvermerckt an den Kayserlichen Hof, um fernere lie- gelangen lassen; Dahero wurden die von Steyer bey solchem Verzug küp b sicher, liessen die aufgelegte ksricion mit Abstellung ihres Pelißion8- g^mi an ihr Ort gestellet seyn, und gedachten, vielleicht hätten die jüngst Wsenen grossen Güsse die Lands - Hauptmännische Verordnungen alle wegger ry.?^wmet. Von vornehmen Leuten wurden sie zwar im Vertrauen gewarnet, lein- ihrer Hut zu seyn, sonderlich daß der Stadtschreiber, Melchior Heber, der ! wahrnehmen solte; Dann es hätte sich der Lands - Hauptmann gegen y^ von Welß Gesandten verlauten lassen: Er habe denen von Steyer ein Ey ^gelegt(den vorgemeldten Pön-Fall meinend) das hätten sie ihme schon rio^ebrütet; Ec hoffe, daß sie dergleichen mit dem andern Ey, so er ihnen dh? "uterlegen wolle, auch thun würden. Worbey er angehengt: Wann Ungehorsam einem Reichs-Fürsten, wie dem Kayser von den Steyr 8m" °Kchen, begegnete, so hätten ihre Köpffe längst aufm Pflaster Prim Kuli" ^en. Dieses waren nun zwar harte Worte, die eingekommene Wör¬ de SU spat- Dann da man sichS am wenigsten versähe, wurden zu En- Monaths Novembri auf erfolgte Kayserliche Resolution, darauf der ä vs-Hauptmann gewartet, die von Steyer in doppelt verwürckten Pöens 8ooO. Ducaten ^eclsrirt, und die Erlegung derselben, bey Verlust Hlu^ner Stadt Privilegien und unnachläßltcher Bestraffung an Leib und Gut; 1ich^?arneden geboten, ihre prseclicanren samt und sonders alsobalden würck- ftenMuschaffen, und alles offent- und heimliche peligions-pxercitium abzu- ' Die Schlüssel zur Pfarr - Closter- Spital- und Bruder-Hauß- ^vvn, samt den vrdsrio und Stiffts- Briefen, nach Lintz zu lieffern, sich S § 2 mit Annus ckriüi -598. Z24 ßW ___-_ mit ordentlichen Rattungen über die geistlichen und gestifften Güter, gefast zu machen - zur durchgängigen Kelch msüon sich bequemen- den neu-angehenden Pfarrer und dessen Priester- in Verrichtung des Carholischen Gotteödiensts, keine Hinderung zu erzeigen, noch andern solches zu thun zu verstatten. Da¬ neben aber ist durch ein absonderlich Oecrer dec Pfarrer, wolffgang -Lanu pel, der Pfarc entsetzt, und um seines (wie die Worte lauten) begangenen Meineyds willen, ungeachtet er secunclum Onones viel eine schärffere Stran verdient hätte, aus Gnaden, in Ansehung seines Alters, des Landes Oester¬ reich ob- und unter der Ennß , auf ewig verwiesen worden. Der Rath liesse hierauf nebst denen Predigern, abermahlen die gantze Burgerschafft, aufs Rath-Hauß fordern, und nurgedachten Befehl verleB- Die erschracken ob den Inhalt dessen nicht wenig ; schrien (wie in vergleicht Fällen der gemeine Pöbel psiegee) sie seyen zwar dem Kayser, mit Leib, Lcvt/ Haab, Ehr und Gut zu gehorsamen verbunden, das wollen sie auch jederzeit/ wann es die Noch erfordert, gerne leisten; GOTT dem Allmächtigen aber/ wären sie die Seele, und ihnen selbst ein gut Gewissen zu behalten schuldig- Die zween Predigers, soacchm und Balthasar, die von gemeincrStE ausgenommen und besoldet worden, wollten sie nicht hinweg, sondern eher^ les lassen und aufsetzen: Sie wären ohne das bereits,nn Zeitlichen genügt schöpsset, und man wollte ihnen noch darzu auch der Seelen Speise nehnZü und ihr Gewissen beschweren, das könnten sie nicht thun, sondern müsten cZ Leib und Leben, Weib und Kind, ;a alles drüber wagen, und was derglcE hohe Vermessungen mehr waren. Der Rath besorgte sich hierunter einer -E rühr, und weil man damahlen noch in dem irrigen Wähn stunde, als ob der Larff^ Hauptmann vor sich allein ohne Wissen oder Befehl des Kaysers, das k/Z' msnong-Werck, also eiffrig triebe; Uber dieses auch die drey politischen EE gelischen Stände, durch eine vornehme vepmscion an den KayserlichcnZE sich über den im Lande und Städten fortgesetzten kesormsrion^-lwvcel:-' schwerten, und um Abstellung anhielten; Auch in guter Hoffnung waren, ches gewiß zu erhalten, so wurde demnach m Erwegung dessen, die gebot' Abschaffung der Prediger abermahls verschoben. Es kam aber bald hernach die erwartete Kayserl. kelolurion, von Prüß Lintz an; Doch eines unverhofften Inhalts: Weil darinnen alles ' Evangelischer kel-Zion im gantzen Land verbotten und abgeschafft wurde; Zs fer die Herren und Ritterschafft, die es in ihren Schlössern, doch nur für E und die Ihrigen, exerciren möchten. Hierauf versuchte der Rath zu St^. noch das äusserste; Indem eine Anzahlder Aeltesten und Vornehmsten au^E Gemeine nach Lintz gesandt wurden, welche dem Lands-Hauptmann einen oA fall gethan, und mitWeinen und Flehen umEnthebung derLarmon gebeten;^ wär aber alles umsonst; kamen daher unverrichterSachen wieder zuruck. ü auf der Rath, Gemeine und die Prediger abermahls zusammen aufs Rath bcruffen wurden, um allda was zu thun sey zu sicher wen. klnd siche, es wandelte sichendlich die Noch in eine Tugend, und wurde geschlossen, die Kirchen zu sperren, die Schlüßl hierzu durch Geörg Rüdinger, und Hanull delmayer dem Lands-Hauptmann überschickt, und zugleich wegen des ff Falls etlich tausend Gulden Hammermeisterische Verlags-Schuld-VerZEx bungen zu Gericht erlegt, zu Verhütung des Ansatz; Welchen zu exLgmreu . Kayserliche Land-Richter Hanns Georg Rechberger, schon zur Stelle Und zwar so ist der Rach und Gemein zu dieser Larmon dadurch nicht v 7.^, worden, weilen der, nur gedachter massen zu Lintz gewesene Ausschuß daß der Lands-Hauptmann und v. Gartzweillcr, ihnen die mündilcheVZ^ stung gegeben: Die von Steuer sollten nur mit Abtret: und Sperrung Kirchen den Gehorsam, welchen Ihr.Majest. vorher haben wollten, leistest dann werden auch dieselben, was gemeine Stadt, für Fug und Recht zu o Kirchen habe, auch gerne hören, und ihnen gnädigste keloiurion ertheilem Z25 y Es blieben zwar die Prediger noch etliche Tag allhie, und verrichteten ihr E in der Schul-Kirchen, weil man ihnen aber nachftellete, und zu besorgen ^^,sie möchten ergriffen,und gefänglich angenomen werden, nahmen sie im Ian. ^'1^99. in grosser Külte ihren Abzug, samt Weib und Kind von danness, mit N99* M>en Leid und Trauren der gantzen Burgerschafft, welche sie mit einem Zehr- Henning begäbet und begleitet. Die Prediger waren Wolffgang Lämpel Mrrer,Xk. Joachim Müller, ^l. Balthasar Richter und Andreas RenMann: Dieser und der Lämpel begaben sich nach Wittenberg; Der Müller blieb im ^nd,und wurde unter Herrn Wolff Jörger, Freyherrn, Pfarrer rc. zu Atzt- Acl), allda er auch gestorben; Richter aber wurde über eine Zeit 8upermren- M zu Eißfeld in Francken. Fast um diese Zeit, wanderte wohl auch von Garsten hinweg, Abt Mar- M, aber mit viel bessererLommoäirätundNutzen, als die Stcyrischen Pre¬ mer; dann er ward zum Abt eines noch stattlicher» Clofters, als er verlassen, nemlich nach St. Lamprecht in Steyer; Zu Garsten aber folgte ihm Ader Prälatur nach, ein GraubÜNder, ^lexäNlZer 6l I^cu, 88. IkleolvZise v. M'hcr Abt zuWillering. Nach dem Abzug der Prediger, käme der Lands-Hauptmann, samt v, Arhweillcrn hicher nach Steyer; in deren und des neuen Abt zu Garsten Gegenwart,ist den ri.keb,-. der nunmehr bey 50. Jahren her unterlassene Ca- Nlsche Gottesdienst, in der Pfarr - Kirchen wieder eingeführt worden. In Ährenden solchen geschah ein Wurff, mit einem Ziegel-Stück durch das Mstcr in denCbor; Allda der Lands-Hauptmann gestanden, und wenig ge- Alt, daß Er nicht getroffen worden. Und obwohl der Bürgermeister Hanns Auch, deme gedachter Lands-Hauptmann durch seine Einspänninger solches Al-Trumm aus der Kirchen zu Haus geschickt, mit allem Fleiß nach demThä- mochte er doch nicht erkundigt werden; sich sechsten aber anzu- "Men, wird er auch seine Bedencken gehabt haben. Uber vier Tag hernach, als der Lands-Hauptmann, wieder von hier weg A, erhübe sich am Fest, 8r. eine andere Ungelegcnheit. Es kam un- Adie ledigen Handwercks-Bursch, ein ungleiches Geschrey, als sollten des Ab- A von Garsten OEcierg, und andere, welche damahlen frühe Morgens, be¬ ehrter zur Kirchen herein gangen, sich unterwegs verlauten lassen: Die Steye- A l-vären verzagt, wann man sie nur mit Ernst an griff, so sey es mit ihnen ge- Daher gcmeldtes lediges Gesindl, sich desto häuffiger zur Kirchen gNügte, darinnen bald mit den Bäncken ein Gebolter erhoben, weil etliche Bur- denen solche Stühle zugehörig, selbige hinaus tragen wollten, von andern ^gehalten, theilö solche Stühl übern Hauffen geworffen wurden: Als die anwesenden Geistlichen von Garsten sahen, nahmen sie aus Furcht, ihren Weg aus der Kirchen, dem Closter zu, und weil indessen, ein Thur- Gesell von Garsten nut blosser Wehr, auf einen Handwcrcks-Gesellen ge- -Agen, griffen die übrigen nach Steinen, und verjagten die Garftncrische: Mleich'en Tumult und Unruhen trugen sich hernach öffters zu, die ich als hMeßlich, nicht all erzehlen mag. Als dessen aber der Lands-Hauptmann d Anvar, kriegten die von Steyer einen ernstlichen Vcrweiß, mit Vorbehalt straffe. Hiernechst verordnete er zwey Commillsrios, Salomon Sollin- ^d Caspar pürnern hieher; denen befohlen ward, daß sie eineAeit- 'ug dem Cathoilschen Gottesdienst in der Kirchen beywohnen, und ein und mehr, so der kekormsrion anhängig, verrichten sollten: Diese muffen eurer euarcZo von der Burgerschafft zu, und aus der Kirchen begleitet teii^Y dieser ^ommMrien währenden Hicrseyn nun, begäbe sich am drit- h. Mer -Feyertag, ein sehr gefährlicher Auflauff: Danrr selben Nachmittag ^Mumlcte sich abermahl eine Anzahl lediger Handwercks-Bursch, auf dem rHhof, und unter denselben ein fremder unbekannter Soldat. Als nun ee- S6 z nensel- ännv, nenselben aus dem Pfarrhof/ (darinnen nebst andern / gemeldte commillartt zu črniki. Tisch waren) Kandeln und Püxen, zum Fenster heraus gezeiget, und sie gefragt '599- wurden, ob sie Lust hätten, aus solchen Geschirr einen Trunck zu thun, fordere ten die herunten stehenden dieselben heraus; Denen hergegen die Spitzen von Helleparten und Röhren, zum Thor heraus gewiesen wurden. Solcher del erschalletebald unter der Gemeine, daß bald ein grosser Zulauff ward, theil" mit /theilö ohne Waffen. Der Bürgermeister, Stadt- Richter und etliche des Raths, samt den Viertelmeistern, kamen bey Zeiten, diesen Unrath zu wehren, und die Gemein zur Ruhe zu vermahnen: Indessen geschahen etliche Schüö/ aus dem Pfarrhof, davon ihrer drey, Rahmens Georg Lindthamer, erocus Heugl, beyde Messerer, und Paul Krämer, Beutler-Gesell,mit doppelten TrE Kugeln getroffen, mW erbärmlich zur Erden gcfället wurden. Von denen Lindhamer über etliche Tag hernach gestorben. Als der zusammen gelosten Pöbel das elende 8peKacul an den drey Beschädigten gesehen, wurden sie E recht im Zorn entzündt; wollten den Pfarrhof stürmen, und mit Gewalt eE nen; Aber der anwesige Magistrat, wendete allen Fleiß, mit augenscheinlE Leib-und Lebens-Gefahr an, daß gedachte Gemein, von aller GewaltthätiE abgehalten, und weiteres Blutvergiessen verhütet wurde: Dann ob man tve. bey solchen Unwesen, auf etlicher aus der Gemeine Begehren und Geschrei) dem Kirchthurnmit der Sturm-Glocken hefftrg angeschlagen, so fügte es der Allmächtige auch hiermit also, daß da solches anschlagen ein Zeichen u» Losung des fort währenden Aulauffs der Gemeine zum Pfarrhof seyn M 7 es hergegen eine Ursach ihrer Zertrcnnung gewest; Indem der mehrere Tbeu in Meynung essey etwann ein Feuer auskommen, alsobald den Pfarrhof lassen, und ein jeder nach seinem Haus und Wohnung zugelauffen. Auf die u' Heber dieses Auflauffs, und die sich sonst hierunter mrt Wort-oder Wercken griffen, wurde vom Rath ernstlich inquirirt; Eine Anzahl derselben mEssenE schmtdt nach Lintz geführt: Weil aber die rechten Anfänger, als ledige B"r!^ sich alsobald ausm Staub gemacht, und nicht mehr zu betretten waren, wE diese Gefangene nach auögeftandener Verhafftung, ohn andere Straff wiev^ um erlassen. Bis ösro war die allhiesige berühmte Lateinische Schule, ungeacht des ^ geschafften wlinillerü gleichwohl geblieben, als abervielgedachterLands-HH mann durch unterschiedene Befehle mit grossem Ernst, solches Schul-2^' auch abschaffte, muste der Rath, die praeceprores auch beurlauben. Unter" nen war, derin seiner kaculrät berühmte Mann, Xl. Leorgius Xlauricius. dieser Schul, welcher bey seinem Abzug, in sem Vatterland nach Nürnb^ allda Er die übrige Zeit seines Lebens vollend zugebracht, nachfolgende S"' sehnliche VslecliLkion einem Ersamen Rath hinterlassen hat. Inclyta 8ryrs, vale, guae me , 6um faca llnebsnr, kovitti in Zremio luaviter U8gue ruo, Dum 6ocui pubem, urbe tua, 5eprem <^uvluor snnos, )sm 8enio fgualens, rruclor in Lxilium. Oratia lit dbrillo pro Lujus nomine ma§no, l^on aliguiö pigeat me quogue ferre Lrucis. ?ro le 8ryrs?rece8 funclam, proczue omnibus illis, <)uos mibi non clubio junxir amore VL08. 8a!uete Lternum, quos lum veneralu8 smici, kerpetuum ialve8r/ra, iterumgue vale! Du Edis Steyr, GGtt behiette dich, Du haft ehrlich gehalten mich, In deiner Schoost gepflogen mein Die ganye Zeitt, rveils har khün sein, ^Nlw« ckilttr i;SS. Dem Jugend hab gelehrt ich zwar )^lun in die acht und zwanrzig Jahr, Jetzt aber alt und fast verdroßen, werd ich ins Elendt nauß gestoßen, Doch sey GGtt Danck, der durch sein Gnadt, Mich auch davzu gewierdtigt hatt, Daß ich was seinen Z77ahm zu Ehrn, Soll leiden, thueß auch willig gehrn, Für dich G Steyer! ich mein Gebett, Zu GGtt will richten, früe und spett, Sowohl für alle die GGtt mir, Zu Freundten geben, wie Ich spüer, Ihr lieben Freundt GGtt Euch behiett, Don Euch ich Urlaub nimm hiemit, Und du mein Steyr behiett dich GGtt, Gsegn dich GGtt, rett dich aus Z^lott. y Den 27sten Iunii verschiede aus diesem Leben aufm Schloß allhie, Herrn Ludwigs von Stahrenberg, Burggrafens Gemahel, Frau Elisabeth ,gebohr- Gräfin von Hardtegg, deren Leichnam nach Eferding geführet worden. , Wie droben an seinen Ort gedacht worden, daß nemlich ^nno 1499. so gliche gute und wohlfeile Weine in Oesterreich gewachsen; Also beschehrte ^Ott der Allmächtig auch dergleichen in diesem Ialsre, da ein solcher Überfluß V köstlichen und besten Weins in Oesterreich gewachsen, dergleichen vornehm: N an der Güte bey Menschen-Gedencken vorhin, und bishero nicht ge- 'Mhen. Als nach gestillten Bauern-Krieg, dessen Anfänger und Rädelsführer ein- Nogen und an unterschiedlichen Orten im Lande, am Leben gestrafft worden, , fit auch der droben gemeldte Tasch, Wirth zu Pettenbach, der "^vornehmer Bauern-Hauptmann gewest , und die Stadt Steyer belagert, Langen hicher gebracht, und das am Kayserlichen Hof gefällte Urthel, den vec. diß Jahres, an ihme auf offnen Platz, und einer hierzu vorm Mhs:H^ß aufgerichten Bühne, mit Abschlagung des Kopffes exeqmrtwor- Er war ein alter eißgrauer ansehnlicher Mann, ergab sich gar ungern ,'Ad,als er aufftlnen Knien lag, und gedachte, jetzt würde der Scharffrichter hMagen, sähe er offtermahlen zuruck und sprach, das Leben ist heilig, das Le» " fit heilig; biß er doch endlich einSmahlcn den Streich übersähe. H Damit ich aber nicht vergesse, wie es in dieser Zeit, mit denen jährlichen ^Ds-Wahlen, bey der Stadt Steyer gehalten worden, so ist zu wissen, daß Ke ^OO. Jahr solche Wahl vorzunehmen, und der N. O. Regierung, doch oh- 1620* ly Aizeig der Ursachen eingestellt, und der vorige Rath in OKcio bestättigt Die angefangene lieformarron aber wurde in diesem und folgenden yM'm, mit grossem Eifer prvieguirt. Wann ich alle und jede derentwillen d^^ayserl. Hof, und Ertz-Herzog, Matthias zu Oesterreich, so wohl als qg^uO. Regierung und Lands-Hauptmannschafft an die Stadt Steyer,er- vielfältige Kesoluckones, Befehl, und mündlich beschehene Vorhal- byA; auch was durch der gesummten Stadt, sowohl als der von Steyer allein lyf,^nommene Uepuc3eione8 nach Prag, der Länge nach erzehlen wollte, ss ^1,^ verdrießlich scyn, solches alles nur zu lesen. ES gienge aber die flcjgMa, solcher Auflagen dahin, jedermann solle den Catholischen Gottesdienst besuchen, der Rath einer Gemeine mit guten Exempel Vorgehen; Der dang öu fremder Seelsorge, Kind-Tauffen, Predigten in den Häusern zu le- fingen und dergleichen, ward verbotten, die Teutschen Schulen abge- fähige mit Catholischen zu ersetzen, sich des Fleisch - Essens an verbotte- ^agen zu enthalten, zur Oefterlichen Zeit zu beichten, und zu cowammci- xen. Lnni» Lkriki »6ov. Z28 _ W )c>( W _, ren, keinen Uncatholischen zum Burger aufzunehmen, und noch viel derglei¬ chen mehr, alles bey hoher Straff gebothen; Auch diejenigen, so ihre Kin¬ der bey den Evangelischen Predigern , auf der Losenftein Leithen, Stadel- Kirchen, oder andern Orten, tauffen liessen, wurden nach Lintz cicirt, und all¬ da mit Errett und Geld: Straffen belegt. Der Obmann im Spital allhie, Paul Hancko, Schneider, ein alter Mann, um daß er nach Gewohnheit, den armen Leuten daselbst, die Predigt gelesen, wurde gar nacher Wien gefänglich geführt, doch über ein Zeit wider loß gelassen. Im April diß Jahr forderte der Lands-Hauptmann, etliche des Raths vor sich nach Lintz; denen er in Beyseyn des Abts von Garsten, und N. RE fen, der Heil. Schrifft vr. fürhielte; „Es hätte Ihr. Kayserliche MajeM „und Fürstliche Durchlaucht Ertz-Herzog Matthias , aus väterlicher „sorg diesen vr. Rueffen, dahin behandelt, daß er eine Zeitlang zu StcM -ander Pfarr-Kirchen predigen, und den Gottes-Dienst verrichten „Demnach wolle er hiemit, ihnen von Steyer bey Straff an Leib und GE „auch Berliehrung Gem. Stadt krivileZien auferlegt haben, gedachtem NE -ssen, nicht allein der Rath für sich selbst, kein Irr-oder Widerwärtigkeit ec- zeigen, sondern auch bey ihrer Bürgerschaft und Gemein, bevorab dem le- „digen Gesind und Pöbel von Obrigkeit wegen, weil von Ihr. Majestät^ ,,nen der Gewalt und das Regiment anvertrauet, ernstlich dran zu seyn, „mit ihme von niemand einiger OelpeN, Gewalt noch ander Ungebühr, zE „fügt werde. Es trage nun hierunter sich zu was da wolle, solle solches allem -,bey denen von Rath gesucht, und dieselbesszur Straff gezogen werden. „gegen wolle er Lands-Hauptmann nicht verwehrt, sondern erlaubt, mm „selbst zu verantworten, über sich genommen haben, daß sie einem jeden de „sich ungehorsam erzeigen würde, zu ernstlicher Straff ziehen , und anöem „zum Erempel, an die Bäum oder Galgen mögen hencken lassen; Benebst^ „weglicher Ermahnung, sie sollen doch nur diesen Mann, welchen Ihr. FE „liche Durchlaucht väterlich und wolmeinend behandlet, hören; Er werdet „manden nichts böses fürtragen, sondern aus GOttes Wort und der DM „seine Zuhörer unterrichten. Es hätten ihn zu Wien viel tausend MenscE »die seiner Religion nicht gewest, willig gehört, und nicht gern gesehen, „er weggezogen: Dergleichen werde auch hoffentlich zu Steyer gescheh „Der Kayser habe sich einmahl dahin endlich reiolvirt , keine ungehörig „Bürgerin seinen Städten zu gedulten; sondern wer sich seinen Gebots „widersetze, erstlich an Gut, darnach an Leib, und mit Verweisung „Ihro Majestät Königreich ünd Landen zu straffen.' Es wären schon reu .»verordnet, die da würden aufzeichnen, wer hierinnen gehorsamen würde E ,,nicht; Und sollen sie von Steyer hierunter sonderlich erwegen, was gem§ ,ten sie des vorgegangenen Tumults halber, beym Kayser, m UngrE stünden,und noch nichtausgesöhnetwärenrc. § Weil nun hierauf die Besuchung der Predigten von Rath und t- nicht dermassen wie befohlen, erfolgte, gereichte solches dem Land - mann zu grossen Mißfallen; Und befahl er demnach bey Vermeidung cher Straff, daß nicht allein Bürgermeister, Richter und Rath, hinfülsso Gottesdienst in der Pfarr - Kirchen mit mehrer» Fleiß und Gehorsam chen, sondern auch ihre Mitbürger und Inwohner ernstlich dahin halten, mit ihrem eigenen guten Exempel Vorgehensolten. Es bliebe aber nicht hiebey, sondern es war dem Lands-Hauptmanns noch um der von Steyer verwürckten Pön-Fall, veracht tausendDnE thun, die hätte er gern in baarem Geld gehabt. Wie dann, als auf tZtion von Raths wegen Hieronymus Hirsch, Stadt-Richter, Aidm, Hieronymus Händel, Hanß Ständer, und Isaac Walsteck den 7' gufti diß Jahr, vor ihm zu Lintz erschienen, denselben zugemuthet wurv Mr Wr del- allr >ie, den lich ths icfr 'tät D er, lle. err le- th- dn- in- ll^ -er bc- lil- ^ie us ite >er irl- eN ne st¬ en 'n- eh k A A- )k- . Obgedachter Michael Aidn, Antoni Aidns, der Mno i; z8. Stadt- Rich- Freystatt gewest, Sohn ist Z5- Jahr em Raths-Burger zu Steyer; ind darunter i6. Jahr im alten Rath, snno 1585. LL 86. Stadt- Richter, ^9§. 96.97. Bürgermeister gewest, eines grossen Vermögens. Er hat stattliche Hauß und Garten, im Aichet von Grund erbauet, und zur Ehe UM, hoch ohne Kinder , (r) Elisabeth Fentzlin, Wolffen Grüne,sens ^Elib, (2) Regina Englin, (z) Eva Strasserin. kuhtte 8oOO. Ducaten alsbalden zu erlegen, und zugleich einen kevers, das änai»« ^Wl-marion8- Wesen betreffend,von sich zu stellen: Indessen sollen sie, bißsol- Msvom gantzen Rath vollzogen, aufm Schloß zu Lintz im Arrest verbleiben. ' <)er lleverg aber war dahin gestellt, daß die von Steyer, den beurlaubten ^meinten Seelsorgern, kein weiter Lxercllium zu gestatten, auch künfftiger seit, ohne Ihr. Majestät conlens, keine andere dergleichen wieder aufzuneh- ^n; Die eingezogenen Kirchen und öeneücis zu relllluiren; wider ihren Ca- ^lischen Pfarrer und andere Kirchen-Diener, auch ihre Lehr, Leremonien, M andere Verrichtung des Gottesdiensts, nichts zu reden, sie schützen und Wdhaben; Auch sich sonsten nach der kellZions - keformarion zu accommo- 'ttn versprechen und obüFi'ren sollen. Doch ward hieben zugelassen, da sich M oder der ander dißfalls im Gewissen beschwehrt finden möchte, der oder Melden aus dem Land scheiden, und ihm ohne Schaden seiner Ehre, Leib ""d Gut an andere Ort zu ziehen unverwehrt seyn solle. Der Rath zu Steyer aber trug Bedencken angedeuten kevers zu fertigen; ^ermeinten auch nicht schuldig zu seyn, den geforderten Pön-Fall ohne vor- ^gehende rechtliche Erkäntnuß zu erlegen; Daher musten inmittelst gemeldte : Verwandte in kümmerlichen Errett verharren. Darinnen erkranckte ^eldter Michael Aidn Und als derselb mit harter Müh, auf verschiedene Mw Lands -Hauptmann von vornehmen Mitgliedern des Herrn-und Rit- 'Stands, eingelegte Vorbitten, hernach in die Stadt, in Sebastian Su- Mauers Hauß gelassen, starb er am vierdtcn Tag hernach im 6sften Jahr 'Mrs Alters, wurde nach Steyer geführt, und daselbsten im Gotts-Acker, mit ^TenTrauren der gantzen Gemein zur Erden bestattet. n Die übrigen arrellirten, obwohlen der Lands-Hauptmann sich gegen de- A, so wie gemeldt, für den Aidm gebethen , vernehmen lassen, wann sie Ach alle verderben und sterben sollen, wolle er sie dannoch vor Erlegung Mn - Falls nicht ledig geben. Jedoch bedachte er sich kurtz hernach ei- sss bessern, und ließ dieselben auf geleiste caueion der Wiederstellung loß; kN hiermit haben sich die von Steyer von Erlegung des Pön-Falls be- In Kant» ckrILi rLoH. W )o( M Das Atvmsch Wappen. In diesem Jahr war Burggraf auf der Herrschaffr Steyer biß Herr Hannß Friedrich Hoffmann, Freyherr, Kayserlicher Majestät Geheiß Rath. ^nno 1601. starb der nun seit anno 1562. allhier geweste StadtschrE' Melchior Häber, von WolffSegg, in diesem Land gebürtig, ein sehr erM und unverdrossener ernsthaffter Mann, der Gem. Stadt- und Eisen- psFme, in dero vielfältigen wichtigen Geschäften, sowohl zu Hauß, aw' Absendungen nach Hof, sonderlich aufLand-Tägen, und andern der St« und Städte Ausammenkünfften , trefflich wohl und mit bcsondern Nutz Ruhm vorgestanden. Wiewohl er in Scuckis nicht verkett, noch der Lat« schen Sprach kundig war; so zeigen doch dessen verfafteSchrlfften, ftme!^ derbare Geschicklichkeit, sinnreichen Verstand, und Erfahrung der La«7 und Stadt-Sachen, genugsam an: Daß er also für emen Teurschen Sc« der sich wohl dürsten sehen, und sonderlich mit seiner guren Beredsamkeit". ren lasten. Er hat bey so langwierigen Diensten, ein nahmhcrffteö DernssS für sich gebracht, und seiner Wittib und Befrcundten (dann er keine K« gehabt) hinterlassen. Von ihme ist das Hauß am Berg, nechst dem Sc« und noch ein ander Hauß und Garten vor Ennßdorff erbauet, und aufge« worden. Nachdem er sich nun, wie droben gemeldt, den angefangener « §ion8-lreformstion, als ein eifriger Mann, bey dem Lands -Hauptw« und anderer Orten etwas verfeindet; Auch sonsten Alters und ftäter Lew Schwachheit halber, den Stadtschreiber-Dienst, nicht abwarten möge« ist noch bey seinem Leben, ihm Hanß Neidegger, der Herrn von Lichrcun gewester zu Wien tucceckrtt. koöem hat Alexander Abt zu Garsten die allda ten, und hingegen, die zu Crembsmünster angenommen. Au Garsten «w üicceMrt, Johann Wilhelm Höller- vamahlö Abt zu Gleinck. Am Tag 8. X4-rrci hielte die Garftnerische Oerild^ vom Closter clUb / ein nach Steyer, den ersten Creutz- oder Fahnen - Gang. Das war unt^ , Gemeine und Handwerckö-Bursch, gleichsam ein neues Wunder, dien«,, her n^bst etlichen Herrnlosen Soldaten, um die Kirchen versammlet, ^oceKon zuzusehen. Als nun dieselb nahend zum Gilgen - Thor kommen / änm,8 wurden sie von solchen Gesindel, (darunter der junge Jacob Fischer, Schnei: ver-und ein Kirschner-Gesell, die vornehmsten Anfänger sollen gewest seyn) ' unversehens angefallen, mit Steinen gemorsten , verjagt, die Fahnen zerris- die Bücher verstreuet, der unlängst zuvor eingesetzte Pfarrer, Iobann Mdersperger, summt einem Jungen , hart verwundet, seine Kutten zerhackt, Ab ein Lonvenrusl über die Leithen in die Ennß hinab, (doch aus sonderer Schickung Gottes unbeschädigt) gesprengt. Die Thäter haben sich alsbald M der Flucht ialvirt, daß deren keiner mögen betretten werden. Der Abt Tlümi'rte den Gewalt auf io. tausend Ducaten; Den Schaden aber an den Missenen Fahnen, und andern, über 6oo. Gulden; Und wolle von beyden w Gutmachung von dejn Rath haben. Man muste damahlen nach Beschaf- Meit selbiger Läuffte, Ruhe und Friede mitGeld kauffen; Dahero gäbe der MH, für angeoeute Schädens-krserenllon den Abten 202. Gulden, darmll 'M verhandel gestillt. Loclem anno starb aufm Schloß allhier der Moldauische Fürst oder ^>vvoös, 2L!exander genannt, der noch im verwichenen i^98ften Jahr, den Euarü gefänglich dahin gebrachtwordcn, weil er mit dem Türcken inLor- ^lponäLnr gestanden, sein Cörper ist im Closter Garsten begraben worden. Die Raths - Wahlen aufs eingehende i6o2te Jahr fürzunehmen wolle die ^6o2. O. Regierung bey Bewerbung um den gewöhnlichen Omlen!? nickt ver- chlügen; Aus klrsachen, weil denen von Steuer wohl bewust scy, in was chrmim8, Straffund Pönfall sie ihrer und ihrer untergebner Bürgerschafft Agen erzeigten Ungehorsams, und unterschiedener Tumult - Sachen stehen, chaher sie fernere llelollmon von Kayscrlichen Hof zu erwarten, mit derWahl N'wn zu hallen, und das Stadt-Wesen, durch die zu regieren hätten, so die ^Mter bißhero und noch verwaltet hätten; Blieb also solche Wahl vor diß- Ml eingestellt. Haimß U^sudegger, neulich aufgcnommener Stadtschreiber, wird durch Mngenen Lands-HauptmännischenBefehl, von seinemDienst remov!rt,und Wacgm ein Catholischer iVl. Nicolaus Praunfalck, ein Böhm, und damahls ^Wrinstlons-Lommillarius ex OstiUo eingesetzt. . Weil man die Gnade und Gab GOttes, mit dem herrlichen guten Wein- chchs anno 1599. mit schlechten Danckerkannt,vielmehr sich mitVolltrincken Md Verschwendungversündete, so seyn in verwichenen 1601. und diesem i6o2ten ^br daraufdermaffen saureWein gewachsen,welche man im Anfang nicht wohl Zacken mögen. Daher diese zwey Jahr über eine solche Thcurunq in alten Anerreichtschen Weinen gewesen, daß die Aechtering nach und nach pro zo. ?^utzer und höher, und der Eimer, den man anno 99. nicht gern pro 4. Gul- bezahlt, biß 16. und 20. Gulden gestiegen, dessen vorhin kein Mensch ge- 7Au Wien hat ein Eimer damabls 12. Gulden gegolten. Die Baurcn ^teyer, wann sie an Wochen-Märckten und sonsten in die Stadt kom- haben den sauren Wein stehen lassen, und dafür Rassel, Muscateller und ardere Welsche Wein aetruncken, weil sie mit den Österreichischen, ein Geld mvest. In diesem Jahr begaben sich Hieronymus Händel, Carl Elscnbammer, und jsIwas Winckler,vornehm- und vermögende Burger, samt den Ihrigen, der Prmaeion halber, von hier hinweg, nacher Regenspurg; Und unlängst her- '"ck auch Hannß Ständer nach Müntzbach: Denen nachzufolgen ihrer noch 'All, der Vornehmsten in Werck waren, wo mcht solche llckormanon etlicher ''Mn wiederum hätte nachgelassen; sonderlich unr diese Zeit, als im Jahr s,^4. sich die Unruhe in Siebenbürgen, unter 8cepkano öorrskai erhubesund 1604. Mw Krieg endlich gar heraus in Oesterreich unter der Ennß sich gezogen; Mlcher Handel eine merckliche Linderung und Nachlaß, in der angesangenen Mvrmacion mit sich brachte. Hnnus cknsti 1605. ZZ2 W W , Bey der Raths: Wahl aber auf dieses Jahr, waren als OmmillanM zugegen, Abt Alexander zu Lrembsmünster, und Hannß R-Uprecht Hege»: müller, Anwaldt, bey der Lands - Hauptmannschafft. In solcher Wahl M unter andern in dasGenannten-Mitte! erwählet worden, Adam Forster,Hein: rtch Trißl, und Hannß Greiß; sind aber in der Kayserlichen Wahl-Ooubrma- von geändert, und an ihre Stelle Catholische einzusetzen befohlen worden: Dre waren Sebastian Königstorffer Apothecker, Matthias Schützenberger, ein Garstnerischer OKcrer,und Georg Ehrnwein, Lederer. r6os. Aufs i6o^te Jahr, wohnetm die oben gemeldten ^ommMrii der Raths: Wahl allhie bey: Dieselbe ward in der gefolgten kstjücgnon in vielen geändert; Der Bürgermeister Matthäus Jahn, und Christoph Steiner, Stadt-RA ter wurdest zwar bestätigt; Zum Kirchen-Amt aber, sollte an statt des eriE ten Colman Dorninger, Jacob Vischer, Catholischer KeliZion, gezogen; auch an statt Georg Rutingersin den alten Rath genommen werden, und noch über dieses ihme Vischern öielnlpeöllon aufdie Spitäler, Siechen - Haus, andere dergleichen Aemter anvertraut; An statt Pauln Trauner, solle man de» Stephan Dorninger ausm Genannten Mittel in den jungen Rath nehmen, A denselben diö Verwaltung übers Slechen-Haus auftragen; Rapbacln SclM Horn, an statt Christoph Vorleuterö, und an des Schellhsrn Stell, SinA Peck, in das Genannte Mittel gezogen werden. Daß die von Steyer aber dsr vorgemcldten Schützcnberger, sM'pLnllirt, auch unerwartet der kslbiurlon über die Wahl, der Commillarien Vermelden und proceüJvon zE der, das gramem vom Jahn Zum Bürgermeister-Amt ausgenommen, solast^ ward ihnen ernstlich verwiesen,und sich hinsüro dergleichen unverantwortlich^ Handlungen und Verschimpffung der Lommillanen zu enthalten. Im Sommer diß Jahr haben sich die Wasser so sehr ergossen, daß abernA alle Brücken an der Ennß und Steyer, weggeschwemmet, und sonderlich A dem Hämmerwercks-Wesen, grosser Schade geschehen: Ein armerMann dem Spital, der das Brod m der Stadt gesammlet, ist zu seinem Unglück a"l die Steyer-Brucken kommen, als eben dieselbe vom Wasser umgerissen wurde' ist also darinnen elendiglich umgekommen. » 1626. Auf das i6o6te Jahr, erschienen zur Ausnehmung der Raths -Wahl,H^ Georg Sigmund von Lamberg Freyherr, Lands-Hauptmann, und der vU gemeldte Abt zu Crcmsmünster. Als nun die ausm Genannten Mittel - A. der Gemeine, zur Wahl des alten Raths, wie gebräuchig gegriffen; Deustss' abervocher, obangedeute Kayserl. Kelclurron, daß nernlich an statt des ger, der Jacob Vischer in den alten Rath, sollte genommen werden, vcE wurde,erhubsich unter derGemeine ein groß Geschrey; sie wollten deuVM^ nicht sondern den Rüdinger haben. Die Herren LommilQrü empfunden Widersprechen gar hoch, und wurden alsbald darauf etliche, die solch GestA erhoben, gefänglich angenommen; jedoch mit Wissen des Lands - Hauptman aufWiederstellung, ohne Verzug erlassen. Es hatte sich zwar bey AnfaE.^ Wahl, ein Ers. Rath gegen die Herren LomwMrien erklärt, daß wann meinden Rüdinger, gar in den alten Rath wähleten, sie doch dessen Stelle, niw minderndem Vischer emgebenwollten; Und dabey gebeten, daß nur der trag an die Gemeine gemeldten Vischers wegen, unterbleiben möchte: aber solch Begehren bey den ^ommMrien nicht verfangen; folglich auch diese Raths-Wahl, in der Onüi-mgrion dahin geändert, daß an statt H phan Dürnpergers, der Raphael Schelhorn, zum Bruder-Haus-Verl^A.^ und an Christoph Vorleuterö Statt, Sigmund Peck, in das Genannte wa sollten genommen werden. „ 1607. Zur Wahlaufs 1607.Jahr, waren «WmmMrH, Herr JohannMA , Abt zu Garsten, und Herr Veit Spindler, Saltz - Amtmann zu Gm^ss'^ Der damahls erwehlte Bürgermeister Matthaus Jahn, und Pausen Stadt-Richter, wurde von der N. O. Regierung conürmlrt; danebit aA _ WÄ LZZ ZZH fohlenden Mattheus Ebhardt, in Ansehung seines von Ertz-Herzog Xlartbrs ^nnu, Mvenden Dienst-Brieffs, seiner Raths-8eKon der Zeit zu erlassen, und an dessen ^tell denSebastianKönigSdorffer; AnIoachimHändels statt aber,und äusser dem Arrnhauß - Verwalter, Christoph Schöllinger, für Adamen Vorster, Hannßen Aetzger zu nehmen. Und weilen vorkommen, daß bey Rath und Gemem zu Dreyer, die Catholischen Personen bey Ersetzung der Stadt - Aemter, in schlech- ^on66srgcron seyen, so ward ihnen dasselbe verwiesen, und auferlsgt hin- Wro dieselben nicht also auszuschliessen; sonsten würde die Landes - Fürstliche Obrigkeit mit Ersetzung der Stadt-Aemter ex oEcio verfahren müssen. Um Ostern diß Jahr wurde fast der gantze Marckt Hall, in der Hoss- ,, "vck durch eine Feuers - Brunst ruiniret. Allhte zu Eteyer aber trüge sich em ""versehener erbärmlicher Fall zu. Dann in dem Hannß Adam Pfefferirschen Mß am Platz, darinnen damahl ein vornehmer Landl Steyrischer von Adel, 'Arc Hannß Friederich von Stainach, gewöhnet, gieng bey Nacht der Boden Esterich, oberhalb der Schlaff-Kammer jählmg ein. In solchem Gebrassel sich zwar gedachter von Stainach noch eilends aus der Kammer lalvirt, ve Gemahlin aber, eine gebohrne Herrin von Rackniz, wurde im Bett über- .!"und erschlagen ; Der todte Leichnam ward in die Kirchen bcym Stain, '"M vor der Stadt, begraben. Dahm dann auch ^nno 1622. hernach ge- "Mer Herr von Stainach conclucirt worden. v. Gleichwie der droben mit wenigen berührte Handel in Ungarn, das y^ormsttic)N8' Wcrck in diesem Land gesperrt ; Also war derselbe auch ein Mang und Ursach der bald darauf gefolgten Regiments- Aenderung 5 so AM im Königreich Ungarn, als Oesterreich und Mähren ; Davon der mr /eW dieses löoyten Jahrs erschienene Lomer ein Vordot Ware. Dann tzMem zu Anfang des i6o6ttn Jahrs, mit den Ungarn und gedachten ein Friede zu Wienn geschlossen, wonnn unter andern die Rel Z on im ^MUeich Ungarn und Siebenbürgen ftey gestellt bliebe, so kam es endlich nach dem Todt des Lorbka/ auf d n ^nno 1607. und 1608. zu Preßburg Maltenen Land-Täqen, (denen, an statt Kaysers Ruclolpbj, sein Bruder, Herzog Matthias, als gevollmächtigter Oubernaror beygewohnet) zwi- Mn demselben, der Cron Ungern, und dem Ertz -Herzogthum Oesterreich ob- " unter der Ennß, zu einer Lonfoellsrarion wider alle die, weiche obange- ün. , ^lcnnerischen Lacibc-mon zuwider seyn, oder die Lande angreiffen wol- ^ch"ub weil bey solchen Land Tag zu Preßbmg und darauf geschlossenen ^^clerstion auch von der Stadt Steyer ein Abgesandter, nemlich Andre gewest, will ich das aufgerichte Unions - Inllrumem allhier mitein- ^08 Scc. öcc. Rt omne8?rXlari,X^gZN3t66 Sc blobilss» cLteri- H- v 8ratn8 Sc Orciine8 ReZui UunZarise, nec non ^rcbb Uucgru8 Ircherivris ^j^eriori8 nunc in Livitate Rolonienll con§rezari, univerlis Sc 5in- ky/' normam bsblturig memoriX commenclainus, Sc pro diobi8, ac Romine, a guibn8 milli tumri8 rellamentum kacimu8> guoll cum blos ^"uclv8, §c componenllo8 nocivo8 motu8 guo8clam, ob inrellina UM- c^'^^nuo ^b I^g'clonibu8, lurcarum i^llinKu . rarione riLnsa^ioni8 ^unzari- burcicsL, nuper conclusge, exluscir 'a , kic convemllemug, dlobi8gue ni- priug Sc anriguiua babenclum cluxcrimu8, guam non moöo boc Re- sell eriam, vicruiora ReZna Sc ?rovmcia8 ä prXlentissimo eo- mreriru vinclicare; illeo ne Regimen boc ä Cbrillianirace aveliatur ; neue h Mwln vepopniarioni cseterague Re§na §c krovincise paream, piacuie i^obig, Ma- rlona relic^uorum Sraruum, nunc ^btenrium, wos invicem ar^ka necei- Me confoeöerare, ürmumque Sc invrolabile foeclu8 inire, prour prsesentibus inivimus Sc conllrmavimus, ea conclirione » guoä 6 nimirum , rsmpo- ris ZZ4 _ KZ )v( W _ Lnn«, ris iuccellu pr^ter , sur conrrs Iransaklionem Viennenlem §c ^rcicam,nupek- ckrilti ^^,0 conclui'sm , (tzusm servsre inren6imu8 ) I^obis Lc ILeZnis sc ?rovincüs 1628' ^oliris, aur Ljus6em membris Lr conso^eracis, koliis sur rurbstor sliguis inZruerec Lcnunc, nos Lc omnes,8rstus Lc Orcknes .tsmKeZni UunZsrise, cju^m ^rcki Ducarus Inferioris Läuperioris^ulirlse, mutuis guxüüs Sc suppetirs trobiš Lc noüris Lommembris conkosäeraris non cle5ururos, secl rgnczusm in omm riLulo klos L ^ottrosomnesLr smzulos, rarione kscis Lc Lont'oeäerarioniskujus intereilsros rueri, öelenäere, juvare, öc propreres limul vivere Sc mori cenen §L obliZsros etls- In cujus rei 66em Lc cerricu6inem, perperusm^ue 6rwitr>' rem kssce poliraš sub ärZillis Dkirograpkis , turura pro cgutels clsnäas öuxi- mus expeäiencjgs. ^Lium kosonii,», I, kebrusrii ^nno 1608. öcc. Senftidt Christoph Preumr, Freyherr. Ulrich von Khrenburg. Demetrius . Bischoff zu Veiprin. Vslenrinus, Bischoff. I^omss Lrclöüi, Graf. Lreplisnus Illisiclietslc/. Seyfcidt von Khollonitsch. McliLel 2ebben» kerrus Kkevo^. k>iico!3U8, Graf von Serin, loackimb I^ippsi. Lranislsus lursko. Nicolaus lursko , Dom. UunZar. (^kriiiopk lurslio . Lom. p. p, Tkomss 8ettsc^i. Lrepkan lursko, Com. p. p. Joannes kslf/. Lcepksnus dkrittopkorus 6stts. Caspar Orka/, 'I I.3urenrius?eff. /inöreas Orerlcke,l ksui ^ppani, !>von Tyrnau^ Ltepllsn Usttur!» Lmericus X-IenZri > (ÜKMopli UeMi, <^KMopIl l^dner, Geörg 8t3mdolti, von der Spanschafft I^uövviF öallasclii, der i^panschafft ^lolcanien Gesandter- ^licksel l^oickani, der Spanschafft Velprin- krsnr -^ry, der Spanschafft Trentschin. keneärii 6urotti, von Novigradt Gesandter. Lcepksn Xoüneri, Gesandter von Caschau. Caspar, Abt zu Mölck. Alexander,Abt zu Cremßmünstek Veit/Probst zu St. Florian. Paul, Abt zum Heil. Creutz. Iohann/Probst zu St. Pölten. Johann, Abt zu Altenburg. Adam, Herr von Puchaimb. Ludw. Herr von Stahrenberg. Wolff Sigm.Herr von Losem WolffWilhelm, Herr von Volckv stain. siorff. ^rl W 1 ckrM rSoS» Carl von Harrach. Geörg Eraßm. Herr von Tschernimb. Richart, Herr von Stahrenberg. Mapimilian von Mäm'ng. Sigmund Hager. Hannß Sigm. von Greisen. Paul Christ. Flußhark. Sebastian Gündter Hager. Hannß Ortholph Geimanm Wolff Nicolaus von Grienthal. Daniel Moser. Veit Resch. Silvester Pacher von Pachburg. Hannß Ernst. Paul Widtmann. Andre Gieffing. Hannß Trögler. Hieronymus Gruber- Christoph Puchner. Kayftr Rudolph aber wolte dieser Handel nicht gefallen ; erklärte sich Mar, die vormahls mit den Ungarn, und Türcken zu Wrenn aufgerichte genehm zu halten, diese Preßburgerische eonÜLäersriol, ^ber csKrt zu wissen; Darzu sich hingegen der Ertz. Herzog, nebst den ^rrden nicht verstehen wslten; Dahero kam in kurtzen die Sache zu den Was- Dann Ertz- Herzog Matthias ruckte mit grossen Volck von Hungern und Mrreichem, in eigner Person, um den April dieses Jahres, in das Land Zähren, nach Znaim; Alllvo sich auch selbige Land-Stände in die Union be¬ gaben; Hingegen ergieng im Königreich Böhmen das Aufbott; Der Kayser W sein geworben Volck nach Prag führen, und schickte sich zur Gegen¬ wehr. s. Als nun der Ertz - Herzog mit seiner ärmaöa (zu der die Ober - EnnßerL- IM Landschafft izoo. Mann auserlesen Volck,unterm Obrist Dietmar, Frey- Akry Hy« Schifern, gestossen) vor Prag kam, wurde bald hernach, um St. Mcmnis des Tauffecs Tag, ein Vergleich und Frieden gemacht; Worinnm .^Kayser seinem Bruder, Ertz-Herzog Mattknä, das Königreich Ungern, M daß Ertz-Herzogthum Oesterreich unter und ob der Ennß, samt der Marg- Mschafft Mähren, ceöirt, die Regierung darüber abgetretten, und die Stände und Unterthanen ihre? Pflicht erlassen. Zu dessen Bekeäfftigung wur- oe de^^^^^g nicht allein die Ungarische Crone und Gcepter im Lager ^antwortet; sondern anch derselbe zugleich zum künfftigen König in Be- ^mb Zellzmrt. Kam also Ertz . Herzog Matthias zur Regierung über Uns , Oesterreich und Mähren. . In diesem Jahr ist ein sehr kalter Winter gewest, mit vielem Sckmee, 1607. in den Weyhnacht-Feyertagen angebebt, und 5 vi-rzehen '"ge vor Ostern gewähret. Im Schlitten hat man fahren können t u n die änderte Fast-Wochen. Die Donau und Ennß seyn gantz überfroren, daß man zu Lintz, Matthausen, und anderen Orten, mit geladenen Wagen darüber gefahren. Ende des neundten Buchs. W )o( ZU ckn« 1605. 346 Was zehmde UM. Dükltl kletk/ was sich zu und uni die Stadt Stenek/ dey Regierungs- Zeiten Ery - Herzogs zu Oesterreich/ zu Hungarn und Böhmen Königs/ und hernach Römischen Kaysers / denkwürdiges begeben und zugetragen hat/ enthalten. Vom Jahr 1608. bis 1619- Ws zchende Tuch. elchermassen die Regierung über Oesterreich, durch Kaysers kuöo' pKi LeMon an Ertz-Herzog Matthias gekommen, ist nur erfla" wenigen gedacht worden. Ehe es aber in Oesterreich unter; - — ob der Ennß, noch zur Erb-Huldigung gelangte, geschahen tM her daselbst nicht geringe Veränderungen; sonderlich in der ireliZion , A von zwar hievor bey der vorgedachten Länder-Union, die Freystellung der?!' den, verglichen und zugesagt war; Vor jetzo aber fieng man bey Hof an, Sach anderst zu verstehen. Hierauf versammleren sich dre drey weltliches Stände von Herren, Ritterschafft und Städten dieses Landes, m grlM Anzahl zu Lintz ; verbunden und entschlossen sich am zoffen biß nicht allein ihre Kirchen und Pfarrer, so ihnen unter währender Kekorwsv<^ ohne Urthel und Recht entzogen worden, mit Evangelischen Predigern zu setzen, sondern stellten auch im Land-Hauß zu Lintz das Lxercirium ms Augspurgischer conscllron öffentlich an. Dergleichen auch in den siA. Städten, und zwar allhier zu Steyer in dec Schul- oder Clofter - KE' geschach; Also daß an einem Tag, ncmlich den letzten HuZuüi, am Xll-re'» Sonntag nach Innitark gedachtes Lxercirium im gantzen Lande wieder eiE führet wurde, mit höchsten Frohlocken und Freude derselben keliZions-Ml wandten, und zwar in solcher Stille, daß man unter der Gemeine, arE' an den letzten Tag, nichts hievon wüste ; Und als es Samstag vorher, U Aussäuberung der Kirchen, etlicher massen ruchbar wurde, solches dann^ für unglaublich gehalten ward. Allhier zu Steyer predigte das erstemal? ' Valentin Lang, welchen die Schiterischen Gerhaben von Münspach, 5!^', . Rath, auf geschehene Bitte, zuschickten ; Ingleichen Kl. Adam WrndoE und Heinrich N. Pfarrer beym Stain, die predigten bis der Rath das Cv.a' gelische klinitterium mit lognne ItinZi'o, den sic von Wittenberg voe'r Matthia Schmoll, gewesten Gtreinischen Predigern zu Freudteqq , Schaidthauff, Khölnpöckhischen Capellan zu Niedern-Wallsee, und yio Thomä, über eine Zeit hernach ersetzte; Die Schul aber mit weixlbergern, gewesten ConreLkore zu Regenspurq, zum keÄore, Kl. bo zum UonreLkore, beyde gelehrt- und berühmte Männer ; F eantore aber vocirten sie Geörg Taubenrackh, von Eferding / und nebst nv e andern coHe^en mehr, die sie aufnahmen, und eine solche schöne LatelMi^ Schul, in stattlicher krcguenr, sowohl von einheimischen als sonderlich ss § - _DZ )O( _ZZ7 den Knaben, Edel und Unedel, anrichteten, daß sie dem Landschaffts-6xü> ^2? ^lio zu Lrntz nichts bevor gäbe. 1608. Dem König wlsrtKiX aber gereichte obangeregtes der Stände Vorneh¬ in, mit Einführung des Evangelischen keliZions. Lxercicü zu grossen Miß- Men; Er wolte haben , man solte alles wieder in den alten Stand richten; hingegen stellten dem König die Stände die Preßburgische Union, die verspro- chene Abhelffung ihrer Orsvsminum und vertröstete keiwution des alten Stan¬ ds vor; Worunter sie dann den kelizions - kunK, für das vornehmste hielten; Mil aber durch Luppliciren und Birten nichts mogte erlangt werden, lopam- Ai sich dre Evangelischen Stände im Land-Tag zu Wrenn Don den Cakholi- 'MN, und hielten ihre besondere Zusammenkünffte zu Horn, einem Städtlein A Herrn Reichart, Herrn von Puechhaimb zuständig; Dahin auch die Uber: Ennßer ihre Gesandte schickten; Unter denen von Steyer war Christofs Muer. Daselbsten, zu Horn nun, ist von beyden Landen zugleich, die Anions-und Huldigungs-Sach rrstiirt; solche Huldigung auchvor endlicher ^ergieichung und conürmsrion ihrer weltlichen und LreNZl0N8. Feeyheiten, König verweigert worden. Bekam also die Sach ein Ansehen zu einem Amtlichen gefährlichen Krieg zwischen dem Landes - Fürsten und seinen Unter¬ tanen, wie dann zu beyden Theilen Volck geworden, und gar zu Feld gefüh¬ rt wurde. Die Raths - Wahl aufs eingehende löoyte Jahr wolte ein Ers. Rath zu -609. Myer, -M) dem asten Herkommen und gemeiner Stadt LrivileZien, ohne Mseyn der Lommillarien, vornehmen; Es wurde aber solch Vorhaben un- schosse am König!. Hof zu Wienn angebracht, daß von dorten her ein Inki- ^'vn8 - Befehl an den Rath kam ; Wie nemstch ein solches zum k»rXjuöir der rMes- Fürstlichen ^mstorität, und dem alten wohlhergedrachten Landes- Much zuwider geschehe; Sölten sich demnach hrermnen ihrer Treue und schul¬ en Gehorsams, damit sie als ein Cammer - Gut Zhro Majestät obliZiet, er¬ lern , hierdurch ihr und der Ihrigen entstehende Ungelegenheit verhüten, und Aemtec in vorigen Stand verbleiben lassen ; Welches gemeine Stadt an Mn alten Herkommen, Gewohnheiten und krivileZien nicht un mindesten Minckcstlich siyn solte. Worauf dann solche Wahl dißmahl luipenciirt ge- Mben. Angezoaene visterenr zwischen dem König und den Ständen, schickte der Aniächtjge GOTT zu einem unverhofften Frieden, durch Inrerpotiuon des Herzogs ^ximiliLm zu Oesterreich, Ihro König!- Majestät Bruders, ."0 de§ Herrn ?awritn in Ungern, Graf Geörgen Tucscho, ano der Mähris Men Landschafft Abgesandten, welche waren Carl der altere Herr von Zstro- M Lands - Hauptmann, Hieronymus Wenzel, Grafvon Thurn, und Geörg von Hodlz; Da endlich nach langwierigen irrsten am 19km ^arm Jahrs, die Evangelische Qesterreichische Land-Stände, die Befteyung Mn ihrer kelrZion, und Zulassung des emgeführten keljZions-Lxercmi, von M^gl. Majestät durch eine ausgefertigte kelolmion, nebst andern Politischen Mchen mehr erhalten. Doch wird nichtnöthig seyn, dieselbe hier zu mieriren, sivÜ d^r gantze Verlauff solcher iVaÄacen in offenen Druck ist. Hierbey aber M als gevollmächtigte Gesandte von beyden Landen Oesterreich unter- und ° der Ennß gewest: Aörg Andree von Hoffkirchen. Geörg Eraßm. Herr von Tschernembl. 9 Puechaimb. Helmhart Jörger, Freyherr. Mwlg, H„r von Srahrenberq- Sigm. Adam Herr von Traun. M'm. von Mäning. Hannß Ortolff Geumann. Eaftian Grabner. Christoph Leister. «Mriß Reinprecht Inderseer. Christ. Wilh. Pernftorffer. Uu Paul Xnnu, ckrisr ,6os» 9Z8 _ W )O( M _ Paul Trauer, Stadt-Richterzu Ioachimb Winckhlhofer, von Steyer. Lintz. Ruprecht Trinckher, von Welß. Christ. Puchner, L/nclicus. Den Listen May hernach, wurde dem König die Landes - Erb - Huldi- gung von den Ständen mit grosser Lolennitätzu Lintz geleistet, wie auch dA i6ten vorher die Einholung und Empfängnuß bey Ennß ; Worzu die StM Steyer eine Anzahl Volck aus der Burqerschafft zu Roß und Fuß geschickt Obrister über Versieben Städte Fuß-Volck war Mattheuö Jahn,BuE meister zu Steyer. Das Corner Reuter, in blau und weisser Livree, so gedE te Städte gerichtet, führte auch ein Steyerischer vornehmer des Raths, dree Güeffing, ein tapfferer Mann; Deme wolten bey solchem Königl. EM" zug zu Lintz, der Herrschafft Steyer errichte Reuterey, unterm Pfleger alM Stephan Schäbl, (inmassen er sich dergleichen bey der Einholung im FelE Ennß bereits angemaßt hatte) vorreitenz Worwtder fich aber gedachter sing oppomrte; Und als er wahrnahm, daß hierinnen der Lands - Oberste, E Wölffaang Jörger, Freyherr, mehr auf des Schädels Seiten mit Verw>M gung solchen Vorzugs mclmirte, ließ sich gemelter Gieffing, öffentlich v lauten: Ehe er zum krDjuckr der Städte, als des vierdten Land-Stands, senvon der Cammerguts-Herrschafft gesuchten Vorzug zulaffe, ehe wo-'t mit seiner untergebenen Compagnie aus dem Feld rucken. Hieraufnun hatv' dachter Land-Obrister den Schäbl abgewiesen; der muste also der Städte AM terey vor der seinen, den Vorritt gestatten; Und geschah demnach der EirrM in die Stadt Lintz, folgender Gestallt. Erstlich Herr Benedict Schiffer, Freyherr, Land-Obrister Leuten^ mit einer Compagnie zu Roß, gelb Röck, 170. Mann. ... Der Herrschafft Steyer und Vogtey Welß, zwey Fändle Knecht r» Fuß 250. Mann starck. Herr Dietmar Schifer Freyherr, Obrister mit 5. Fändlein 1400. WM starck. .... Der Sieben Städt, 6. Fändl Knecht, derer Obrister war, gedacht Mattheus Jahn Bürgermeister zu Steyer. Die drey obern Löbl. Ständte von Prälaten, Herrn und RittersM" hatten vier LompaZnien Reuter aufgerichtet, die haben geführet; Herr Carl Jörger Freyherr, die Companie rorh Röck mit lvtl> Schnüren 200. Pferdt. ,, Herr Adam von Schallenberg, Companie roth Nöck, mit gelb 9 fütert, bey 170. Pferden. , „ Herr Hannß Ortolss Gruman, die Companie gelb Röck mit Schnüren 150. Pferdt. Herr Eraßm. von ködern, die Cowpaenie gelb- und weiß 150. Pferdt. ...e Darauf ist gefolgt, gedachter Andre Gieffing, mit der Sieben Compagnie, blau Röck mit weisen Schnüren Ivo. Pferdt. . In diesem Jahr, ist zwischen der Herrschafft und Stadt Steyer, Vermittlung der geordneten Committarien, Herrn Wilhelm German, Freyl)^ x N. O- Cammer - krLliäenten, und Herrn Hannß Gienger, Vizdom Ennß, nach vielfältig mühsamen iraKaren endlich ein Vergleich, des uni "' lange Jahre, und noch seit der Herren von Roggendorff Inhabung der F« schafft, strittig gewesten Burck-Friedens, und deme anhängiger juriscl-cno Punct, getroffen, aufgericht und verdriesset worden. Nachdem in der obgemeldten Königl. Capituktions-Resolution, andern auch den Städten, wiederum zugelassen war, vermöge ihrer gien, und alten Herkommens, die Bürgermeister- Richter- und Raths-2tM K also auch die Besetzung der Stadt-Schreiber fürzunehmen; Als ist hieraus M veli adt ket. ;er- >ch' M' vs/ ,or -eß ere B er- >ier er ge- lti' vg it/ i" rlt ek tt r- rr k. e l, c e - l l erlangten König!. dlonlen8, solche Wahl, auf das folgende i6iote Jahr, oh- cKMz Meyseyn eommillarien wieder nach alten Gebrauch gehalten worden; der^»». intens aber lautet also; - Die zu Hungarn rc. König!. Majest. rc. haben gnädigst verstanden, was die von Steyer, durch ihre Abgeordnete alhier, wegen Ertbeilung des ->^onlen8 zu ihrer Bugermeister - Richter- und Raths - Wahl, bey Deroselben "lupplicgncjo angebracht; Auch derentwegen, ihre?rivileZi3 in Ortzinali fürge- "iegr und aufgewiesen. , ,'Wann denn höchst ernannte König!. Majest. die von Steyer bey deme, ' "^rssen sie sich diß Jahr relolvirt, gnädigst verbleiben zu lassen entschlossen; "^n ihren Privilegien auch sich klar und lauter befindet, daß sie einen Bürger¬ meister aus ihnen so darzu geschicklich fürnehmen und erwehlen, auch von dcm- >>Mben die gewöhnliche Pflicht, und Aydt, zu der König!. Maj. und Idr der "Stadt Händen aufnehmen, und solches Amt zu handeln und zu verwesen be- "Wen mögen; den Richter aber allein auf Ihro Majest. Wolgefallen, und ''^Mcgrion Deroselben zu prselenriren haben: Also wollen höchst ernannte "Königs. Maj- auf Ihr unterthäntgst beschehen Bitten, Ihren Lonlen8 hier¬ mit darzu geben, und gnädigst bewilligen, daß Sie ihre Bürgermeister-Rich- und Raths-Wahl, auf das i6iote Iahc, nach ihren habenden Frcyhei- fürnehmen mögen; Und da hernach auch Ihrs König!. Majest. der "Stadt-Richter von ihnen pr^iencirt, und Sie wider denselben kein Beden- "^n haben, sondern Ihro gefällig seyn wird, soll ihm alsdann Bann und Acht ''^theilt werden. Zignarum Preßburg den zosten Decembr. 1609. Hiernechst trachteten die von Steyer, ihres Stadt r Schreibers, ^l. dll« Praunfalckens, der ihnen wider ihren Willen Key voriger ketormscionr- ?Elt, 1622. ex Officio aufgetrungen worden, sich zu entladen; Kündigten s-niedahero in diesem iSroten Jahr, aus verschiedlrch fürgewandten Ursachen, Dienst auf, und vocirten an kein statt Hannß Christoph Drummer, da- slichiS Lands Hauptmanntschen Gerichts-^^vocaren zu Linz; den sie auch ?^!irten. Praunfalck aber wolte sich zur Abtretung lange nicht verstehen, M>rn die eigentliche Ursachen seiner Entsetzung wissen; beschwärte siM sch« A^ecgar beyKönigl. Majest. und brachte eine Lommilston an den Herrn Lauds- ?^uptmann und den Vizdom ob der Ennß aus; die dann auch über eine Zeit A^ach, den Handel -rccommoclirt, daß demPi aunfalcken eine benannte Sum- Geldes, zu seinem Kecompen8 und Abfertigung gegeben worden : Damit Wni er seinen Abzug nach Wienn; doch kam er über wenig Jahr hernach, c?löie Herrschafft Steyer, als Pfleger, und wurdet. 1625. vom Chur- Östlichen Bayerischen Stadthalter - Amt, zu einem Anwawt in der Stadt steyer eingesetzt, ^lirg rerum möchte einer alhre wohl mit sprechen , dann ^r>. ,6to. bemühete man sich bey Rath Mlt Händ und Wsen, de,ß man dieses unangenehmen Menschen loß worden, und von der H^dt weggedracht; Hernach über 15. Jahr wi d er dergestallt, dem gantzen , M Stadt - Anwaldt vorgesetzt; Und hatte eine Zritlang über thetlS Wahlen noch lebende, die ihn zuvor als ihren Diener abgesetzt, zu regieren; Elches Regiment gleichwohl nicht gar ein Jahr gewähret hat. » Von i^z2. bis in dieses i6iOte Jahr, haben die Herrn Hoffmann ^eyherrn die Herrschafft Steyer, als Burggrafen, ( äusser den 5. Jahren, tx.Herr Ludwig von Stahrenberg Burggraf gewest) und also 7z. gantzer ak x nacheinander innen gehabt. 'In diesem Jahr aber, trat die Herrschafft il-' der obgedachte Herr Hannß Friedrich Hoffmann Fceyberr, und succeffirt Me in ^0 Herr Geörc; von Gtubenberg auf Kapffenberg. zii ro Auqufti am Tag 8c I^gurenrH. ist weiland Herr GeörgAcha- v ' ^Errn zu Losenstain nachgelassene Wittib, Frau Christina gebohrne Herrin ^u perckheim, die letzte ihres Geschlechts, im Closter Garsten, zu ihrem emahl begraben; die Leiche vorhero in der Schul-Kirchen alhier meder-qe- U u 2 setzt, >nn»z cknüj i6io^ ^40 W W _ setzt, und daselbsten, durchs» Oememem ^nomXum, Landschaffts-Pcedi- gern zu Linz, eine Christliche Leich - Predigt gehalten worden. Im Frühling und Sommer diß Jahres, versammlete Kayser kuöolpnus ein Kriegs-Heer, welches im Stifft Passau,gemustert, und damit ein FeA Lager kormirt wurde. Man gäbe zwar für, dasselbe in die Iülichssche Lande Ertz-Herzog l.eOpol6o, zu Oesterreich, zu gut zu führen; re ipis aber, war es daran? angesehen, sich der vom Kayser, (wie schon gedacht) ab- und zu seinem Bruder, König KlattKm, getretenen Königreich-und Länder, wieder zu bemächtigen > dieselben zu bestraffen, und sich wegen des erwiesenen Mikrone und Spotts zu rächen: Solche Kriegs-Verfassung nun, erweckte abermahlen, von neuen, einen gefähr- und besorglichen Handel im Land; Man griffe auch zur Gegen¬ werbung , der fünffte, zehen - und zoste Mann wurde aufgebotten, an d«e Gränzen gegen Passau gelegt, Schantzen aufgeworffen, der Donau-StiA besetzt, und wie in andern Städten, also auch aihie zu Steyer Musterung unv Wachten angeordnet; An statt der Burger eine Anzahl Soldaten geworben. Und dieselben mit einem Befehlshaber, Hannßen Helmuß, Burger und Nadlern athie, zu der Sieben Städte bestellten Ober Hauptmann Hannßen Pürckttia"/ einen Linzerischen Burger, ins Lager geschickt. Im August hernach kamen aus Unter-Oesterreich 1500. zu Fuß, unter dem Obristen Herrn Sigmund Günter Hager, diesem Lande zu Hülff Machland-Viertl an; deren man doch nicht sonderlich froh war. Die Quar¬ tiere wurden ihnen in den Städten Steyer, und Ennß, bestimmet; doch ba>b wiederum geändert; weilen man sich erböte, ihnen die Nothdurfft an Pr^' ant, ins Lager, welches sie um Matthausen geschlagen, zuzuführen; so auA von hieraus geschach. Sähe demnach alles einer abermahltgen Krieges - gleich. Es legten sich aber Chur- Maintz, Cöln, und Sachsen, nebst den bei¬ den Ertz-Herzogen zu Oesterreich, Xlgximilran UNd kerömsnä, so wohl auch Herzog Heinrich julius zu Braunschweig, und Ludwig Landgraf Hessen, in den Handel; imerpomrten und bemühten sich, zu Prag undÄA zwischenbeyden Gebüdern einen Vergleich, Aussöhnung und Frieden zujU ten, so sie auch endlich erhielten; daß un September dieses Jahres die SA zu einer gütlichen irantaKion , Ab- und Hinlegung der Waffen gelangere. bey nun wurde unter andern geredt, und an Seiten des Kaysers versproG^' das zu Passau liegende Kriegs-Volck innerhalb Monaths-Frist, abzudaucr^ oder ohne der Länder Entgelt, anderstwo hinzuführen. König Matthias un Die unirten Lande, trauten auf solche vorgegangne Handlung, und durch 0^ Dachte Chur- und Fürsten verbürgten Vertrag, und schritten gleich zu dec res theils verheissenen Abdanckung ihres Volcks; Und ob man wohl beyeu« so starcken Armee des Kaysers nicht ohne augenscheinliche Furcht, eines 1A, falls lebete; Es auch an Warnungen von andern Orten her, nicht ermangeu' so wolten doch die Stände, nicht dafür angesehen feyn, als mtßtraueten dem Kayser, und so vieler Chur-und Fürsten Wort, Briefs und Sres Hingegen verzöge sich andern theils die gleichmässig zugesagte Abdanckung?^ Mangel an Geld, wie man fürgab, biß in den Wmter; Man suchte zu ckung des hernach ausgebrochenen lnrems, den Paß in Bayern, Saltzdurgu' Tyrol, wurde aber allenthalben verweigert. ,, H Endlich aber machte dieses Volck, mit dem laug vorgehabten Eim? diefes Land ob der Ennß, den 2iften Decemb. in der Nacht, zur Heil. 2V?, nacht Zeit den Anfang zu Wasser und Land, heimlich ohne Rührung oesSpl auf Hoffkirchen und Marspach zu; hauseten alsbald gantz feindlich, mit P Al¬ vern, Brennen und Morden; zogen also unversäumt fort, bemächtigten sicher Orr, sonderlich des Closters Lambach; nahmen dfe Vorstadt zu ^?c, in Eyl und Schrecken ein, und prserenclirten den Durchzug irr das Land S § Der Feld-Marschall, Graf Adolph von Alrhan, Carl Ludwig Gca^^ Z4i ^elz, und N. von Trautmanßdorff, Obriste, haben sich zeitlich vor und bey Am MN Einfall, von der ^rmee wegbegeben , und das Lommanöo dem General- itzio, Wachtmeister I.3urencio ksmeo, einem Wallonen aufgetragen. Wegen dieses unversehenen Einfalls nun, thaken am 2z. December der ie von Steyer wurden dessen vom Lands-Hauptmann, Herrn Wolff Wil¬ dln, von Volckenftocff gleichfalls erinnert, und ihnen befohlen, bey der Pflicht, lait der sie der Königl-Majest. zugethan, alle Ungeiegenheit und Einquartie¬ rung dieses Volcks, bey der Stadt zu verhüten, und die Stadt in guter Hut "nd Wacht zu halten; Dessen sich die von Steyer, in Antwort erboten; baten ^ber zugleich um Succurs, mit Erinnerung, wie Sie gewisse Kundschafft hät- ren, daß die Passauer ihren Anschlag auf den Paß zu Ebersperg machten; wie Mn zu solchem Ende zwey Fahnen Reuter zu Cremsmünster aufgebrochen, und das gantze Volck in Willens sey, ihren Zug auf die Stadt Steyer anzu- Ncllen, und von dannen hinein nach der Ennß fortzurucken. Daher nun wurde ohne Verzug Musterung gehalten, die Burgerschafft Unter gewisse Fähndl gestellt, auch sonst im übrigen, was zur eilenden 'M nöthiq, fürgekehrt; ioo. Soldaten wurden zugleich, auf gemeiner Stadt Kosten geworben, uud in Bestallung genommen; ihrer viel schickten Weib und Wunder um mehrer Sicherheit willen hinein gegen das Gebücg zu; nachWaid- Men, und an andere Ort; das beste wurde auf dem Land und aus den Vor- Mten in die Stadt und Schloß gestehet, und erzeigte sich also gar schlechte Weihnacht-Freude. . Am r6sten December forderte Herr Andre Ungnadt, Freyherr, als ^uptmann im Traun -Viertel von der Stadt Steyer, den sten loten und ^sten Mann; Sie sollen auch die Stadt mit nothdürfftigen Proviant, auf ^ch Wochen versehen; Auch ihre Gült-Pferdt nach Lintz schicken: Hmge- Arbegehrten die von Steyer, von Ihme Hülff und Zuzug, mit sememVolch »u Verwahrung der Päße; weilen habender Kundtschafft nach, das emgefal- Ae Volck ihren Fortzug zu Weiß über die Traun-Brucken nach CremSmün- und von bannen nach Steyer, den Weg nehmen wollen; Es liessen sich des- U schon etliche Häupter aus ihnen vernehmen, mit feindlicher Betrohung die r?ladt Steyer Heimzusuchen; Aber der Herr von Ungnad entschuldigte sich, ec ?une ohne Ordre der Ständte, mit seinem Volck, von Ennß nicht fort- «cktzN: Doch kam zugleich vom Herrn Dietmar Schtfer Fceyherrn und Ob- , uen, noch ein Trost ein; Er wolle der Stadt mit etlich hundert Mußquetiern Hülff erscheinen. , -Von Welß haben die Passauer (dann also nennte man das Kays. Volck) Zug gegen Cremsmünster, Hall, und der Orten, und ferner dem Gebürg uuch Clauß genommen; in Meinung alda, durch und ins Land Steyer zu icken: Dessen wurden die von Steyer, von ihren Nachbarn Achazio Fentzel, "^etsenburg, durch Schreiben an Bürgermeister Mattheus Jahn erinnert, ? rey nunmehro das gantze Volck selbiger Orten von Pettenbach gegen Kirch- ?? Micheldorff zugezogen; zu Pettenbach einen Hoff, zu Cremsmünster vier ^usec angezündt, auch sonsten so übel gehaust, daß es nicht zu beschreiben; ?1eyen solche Leute, die des gantzm Landes Beschaffenheit wüßten, und je- te^ann kennen; Graf Althan bad ihnen aus Vöcklabruck geschrieben, sie sol- mren Weg fort in die Steyermarck nehmen; man sage aber der Storch zu Uuz Clauß, Z4-2 KZ )o( M eki-ikl l6i«. Clauß, hab die Brucken abwerffen lassen; Wann dem also/ so mögten die von Steyer, sich wohl fürsehen; Dann sic alsdann ihren Weg gewiß dahin neh¬ men'würden. Es sey der Stände commMnus Herr Hohenseloer bey ihm zu Seisenburg/ der hab auf sein Zureden, gedachten Storchen geschrieben/ wann er von den Ständen keinen Befehl hab, die Brucken abzuwerffen, M er solche alsbald wieder aufrichten lassen, damit das Volck ihren Paß ungehin¬ dert haben könnte: Sonst sage man/ daß die Gemeine zu Steyer, starck wi¬ der ihre Herrn sey; wann dem also wäre, und dH Volck solle dahin kommen, sey zu besorgen, es möchte keinen guten Ausgang gewinnen; Wann Sie von Steyer aber/ die Anlagen ringerten, so könnte solches verhütet werden; düS melde er aber in Vertrauen, sie würden den Sachen wohl zu Helffen wissen' Bald darauf kamen Briefs an die von Steyer, von Christoph und Ludwig den Storchen zu Clauß, Gevettern, öacirt den letzten Decemb. darinnen sie er¬ innern , nachdem durch Nachsehen, und so wenige Gegenwehr, dieses strei ¬ fende schädliche Volck im Lande zu ihnen auf Clauß kommen, hätten sie dem!^ den, auf Begehren derer inGastenrhal, mit ihrer, zuförderst deßAllmächA gen, Hülffe, Widerstand thun müssen; weilen sie aber mit keiner MannsclE und Geschütz versehen, so bäten sie, ihnen und ihrem bey sich habenden Vola, welches sich bey diesem ersten gefährlichen Angriff, als christlich und redliche Leu te wohl gehalten, mit Manschafft und Geschütz, zu Hülffzu kommen; Der¬ gleichen sie auch aus dem Land Steyer, stündlich erwarteten: Der PürrnM gantz verschlagen, daß dem Feind darüber zu kommen unmöglich; der seh 8Ooc>. starck , mit Geschütz wohl versehen, und willens, im zuruck zrehen, M nach Steyer zu begeben. Diese letztem Worte lm Briefs nahmen die vo Steyer zum Behelfs, daß Sie ncmlich eben um solch vorstehender Gefahr lvilM den begehrten Succurs. nicht zu leisten wüsten; sondern sechsten ihres Volcks tw kwmrion bedürfftig wären; vertrösteten doch danebst die Storchen, es lvür^ Ihnen anderer Orten her gewisser Entsatz zukommen: Es erfolgte aber dE nicht allein nicht, sondern ward den Storchen noch darzu nicht zum besten a». genommen, daß sie ohneOrdre den Paß gesperrt, und das Passauerische M " von demselben abgetrieben; darunter dann viele, auch erlich vornehme Bestoß Haber, drauffgangen, welchen die Berg-Schützen, mit ihren Pürft-Aöhrk' den GarauS gemacht. Ja Sie, die Storche, hätten vielmehr den DurclE bey ihnen gestatten, als solchen verwehren sollen; Da man doch keine MA cherung gehabt, daß wann Kamee sich dieses Paß uns der Vesten Clauß mächtiges hätte, ob eö ihm alsdann ein Ernst gewesen wär, aus diesem in e- ander Land zu trachten. Sind also die guten Storche, mit ihrer guten rlon, und darbey ausgestandener grosser Gefahr, wie ungebettenen Arbeiter zu geschehen pflegt, ohne Danck abgefertigt worden. , „ Aus dem Weyer kam eben an diesem Tag Erinnerung ein, sie höE' daß Volck wä^e von Clauß abgetrieben worden, und wolle nunmehr den über den Möllner, auf den Ternbergzu nehmen, und rufften gleichernwl' die von Steyer, um nachbarliche Hülffe an. . „ Inmittelst kam vorgedachter Obrister Echifer mit 5O0. Musguetttt und sein Bruder, Herr Benedict, mit ioo. Pferden, nach Cremsmünst^ und erboten sich, gegen den von Steyer zu aller Hülffe: der §te iQte usid ZO' Mann wird abcrmahl aufgebotten, und von den Ständen, Geörq Fuv/H^,^ mann, zur vesenllon hieher geschickt, welcher die Stadt mit Palanckeu u ' einem Blochhauß am GOtts-Acker, mehr zum Schrecken, als daß man > damit im Nothfav hätte behelffen mögen, verwahren lassen. Am neuen Iahrö Tage, ^nno i6n. sviiirten der Städte Veron a, aus Lmtz. wie gestern in der Nacht der Lourier, mit Ihro Königl. Antwort ankommen: Die Hebet denen Ständen einen HZerwerß, daßw dresem 'mmer geschrieben, sie bedürfften von unten heraufkeiner Hülff/AM wisset Vertröst - und Versicherung, wie sie alles so bestellt, daß keine Lu besorgen; Vorjetzo aber erscheine das Widerspiel mit Schaden: Doch er- vleten sichKönigl.Majest. nichts destoweniger, zu aller möglichsten Hülffe, auch «vo vonnöthen in eigener Person, herauf zu ziehen; inmittelst aber ein Kriegs- ^rftändiges Haupt abzuordnen. Unterdessen sollten die Stände, hindange- >cht aller ungleichen kaEoncn und Lomperenren. (dadurch vielleicht diese Un- Mgenheit csullrt worden seyn möchte) auch ihr bestes und äusserstes thun. sonsten habe der Obrift Kamee an die Stände geschrieben, und beklagte sich, ^ßihmder Paß außm Land gesperrt, und keine (?ommMrien zugeordnet wer- M; Derowegen er solches noch binnen 24. Stunden begehre, mit der krote- ntion, widrigenfalls wegen alles Unheils entschuldigt zu seyn. Worauf er M Antwort erhielte, weil er ohne der Königl. Majest. und der Stände Bor¬ ussen und Erlaubnis, ohne Lommikarien, eignes Gewalts in diß Land ge¬ lungen, so soll er auch sehen, wie er ohne Begleitung wieder draus kommen Stinte; sonst müste dasjenige für die Hand genommen werden, was des Lan- veö Vekenlion erfordert, und zu verantworten sey: Herr Job Hartman Enn- Wickel Freyherr, reise nach Wien, um von seinen Lonkoellergnong "iraÄ-nen, At dem Ertz-BischoffzuSaltzburg, kelsrion zu thun; entgegen sey Herr Hanns Geuman zu gedachten Bischoff geschickt, den vertrösteten Luccurs der Musquetier zu lolliciriren. Herrn Obristen Schifer ersuchen die von Steyer, durch Schreiben und Oepurirte, den Paß um Leonstein in Veichtach in Acht zu nehmen, und weilen A Feind an selben Orten stäts ftreiffe,und grossen Schaden thue, derNachbar- Mfft daselbst zu Hülff sv. Mann zuzusenden, welches er zu thun in Antwort N erbotten; Doch erinnerte er darbey es hätten die Bauern zu Clauß, den M von neuenvermacht,und die Brucken zerhauen; daß also demPassauischen Mck, ungeacht sie an diesem Ort zweymahl mit Gewalt angesetzt, aber mit Kluft wieder abgetrieben worden, unmüglich, alldorten durchzukommen; M dann auch der Pürn gantz verschlagen sey. Hierauf nun hätte der Feind, Aufbruch zu Kirchdorff, aufWartberg, mit einem Regiment, und etlichen ^mpgZnien Reuter, nach Sierming genommen. Der alte Herr Sigmund ^ger,Obrifter, war damahl gleich atthie zu Steyer, und vom Rath um Hülff Melanget; Worauf vom Ungnadischen Volck, 5» Rotten, und von Herrn Kt Albrechtvon Tschernembl, Hauptmann, 50. Mann, den zten Jenner in N Stadt geschickt wurden. Der von Königl. Majest. herauf gesandte Obrifte Uaudter, kam eben diesen Tag, samt Ludwig Schmeltzina Hauptmann, vom ^driften Kamee, und brachten die Nachricht mit sich; Derselb begehre den Krchzug ausm Land entweder zu Steyer, oder zu Lintz zu nehmen; das mach» allhier die Sorge noch grösser; Zumahlen auch Herr Ungnad seine Solda¬ tu auch wiederum abgefordert: Allein der Feind besonne sich anderst, und ist NMuß, Kirchdorff und der Orthen aufgebrochen, gegen Lambach zu; da- Msien über die Traun gesetzt, und vertheilte sich um Schwanß, und selbe Revier. , ' Daher erinnert der Städte 8/nckcu8, die Stände wären entschlossen, dem ^vlck den Paß aus dem Lande, und da sie solchen über die Brucken zu Lintz be- Men würden, zu gestatten; weil man doch einmahl zumWiderstand zu schwach: Kr Geuman habe auch von dem von Saltzburg einen schlechten Bescheid ze¬ ucht; und sey alles nichts mit seiner Hülffe. w Um diese Zeit wurde vom Lands-Hauptmann abermahl das gantze Traum Krtel, was nur Wehr und Waffen zu tragen tüchtig, aufgebotten, zu Eber- zu erscheinen; dahin die von Steyer ihre iQo. geworbene Knechte auch smrten; Als die nunmehr aus der besorgten Gefahr des feindlichen Anzugs kommen waren. ^Indessen kam Zeitung von Anzug des Grafen Tampier mit ;vo. Reuter, 'M dem Dornischen Fändl Fuß-Knecht, dem Land zu Hülff, worüber man 'M erschrack, als froh war; Weil die Tampierische Reuterey nicht bezahlt, , und Lanu» ckriüi 944 __ UZ WZ _ „ _, ,.^O und unlängst memenirt hatten, und man daher m Sorgen stunde, daß sie de^ Land mehr beschwerlich, als wider den Feind behülfflich seyn würden: WeWp wegen die Landes-Verordneten den von Steyer anbefohlen, diesem Volck dm Paß über die Ennß nicht zu geben. Der Richter und Rath aber zu Amstetten? wollten von dem Anzug des Tampierischen Volckö nichts wissen: Es gE (schreiben sie) zwar allerhand seltsame Reden, und Gerüchte deshalber; dE sey nichts glaubwürdiges daran; und erbieten sich, was sie gewiß erkundE könnten, zu avillren. Anbey wünschten sie, der neu gcbohrne König MM Christus, bey welchem die höchste Disposition und Gewalt sey und bleibe, lvoi« das Land mit dem eingehenden Jahr, wieder in Ruhe und Friede setzen. Den 9ten Ianuarii Abends kam der Haubtmann Schmeltzing, mit dm Herrn von PottingObrisdLeutenant untermPassauischenVolck nach Lintz, A den Ständen, und zeigten an, der Kamee, begehre den Paß aus dem Lande,; Lintz über die Brucken gegen üllecursrion, wie es die Stände selbst begE würden; doch mit dem Anhang, daß er imerim, bis er des Passes vergivM" den Herrn Richart von Stahrenberg nicht von sich lassen könnte. DarE rekerirte der Obrist: Lieutenant Stander; Ihr. Königs Majest. haben mündlich befohlen, man solle so viel nur möglich das Volck mit glimvfliE Schein aufhalten, und nichts poliriveg schliessen, sondern Ihr. Majest. lution erwarten; dem Feind aber keine eommiklarien noch Pässe geben; 4 ' doch wannsie fort wollten, sie ziehen lassen; Nebst Vertröstung baltngerHE' Als nun die Sache noch selben Abend bey den Ständen berathschlagt wnre ? waren viel dem vorigen Schluß zuwider, und dec Meynung, das Voick ne - länger aufzuhalten, derKönigl. Hülffezu erwarten; hernach anzugreiffem"' weiß nicht was alles mit dem Paffauischen Volck anzufangen. Der Städte Lintz und Freystadt Abgeordnete, bearbeiteten sich, mitA,^ Kräfften,man solle diß Volck nur nicht über die Donau lassen; damit beyden Städte nicht ein: noch den Kaufleuten, so auf den FreystäöterDM reiseten, ihre Güter nehmen; allein derkr-Xllclem, Herr Helmhart Frcyhcrr, der ein hochverständiger Herr war, llifferirte den endlichen SE- damahlen gantz weißlich, bis auf den andern Morgen früh; da sielen a» nüchterne Lonlllis, und dasLoncluüim endlich dahin; weilen einmahl unn>^ lich sey, dieses Volck durch den herein genommenen Paß, fortzubrtngen; doch ein Lucken seyn müsse, dardurch sie hinaus kämen; Daß man dermE GOtts Nahmen den Zug über die Brucken zu Lintz, zulassen sollte. Dat" nun wurde zu beyden Thcilen accorllirt; Erstlich, Kamee solle Morgen den Ianuarii mit früher Tags:Zeit, den Aufbruch, Fahnen: comet-ünd weis, samt der Hstillene, Munition, Bagage und Wägen, über die Donnu.^ Lintz nehmen, und den Fortzug möglichst, und also beschleunigen, daß er > ohne Saumung alsbald aus dem Lande begebe. 2.) Des durch diesenEinzug dem Land erwiesenen Schadens halber, Er, samt seinen Obristen Befehlshabern und untergebenen Volck, sich E sem Land nach Billigkeit zu vergleichen schuldig seyn. , M z.) Dasjenige, so von Fahrnis in diesem Land genommen worden, sie alles im Lande lassen; damit es denen so es gehörig wiederum abge« werde; Worzudann aus den Land:Ständen Herr Geörg WolffgangAuer Herr Ludwig Schmeltzing verordnet worden. ms/ 4») Au dessen Versicherung, sollte Kamee des Herrn Feld: Manew Grafens von Althan, ObrisstLieutenant, Herrn Friederich von Potting, ^. Herrn, und den Oenera! QuartierMeifter, Carl 6e kunllel, zu GeißA! Apeli, 5.) Wann sie nun diesem also nachkommen, soll ihnen von den Sm" H bey solchen ihrem Abzug kein Hinderung noch Gewalt geschehen; M nothwendige Proviant, der armen Leute Schaben zu verhüten, an BAmess Bier verschafft werden. Geschlossen, doch ohne l^Zejullir Ihr. Königl. lnceresse; Und von der Landschafft mit Dero Jnsiegel, so wohl vom — _ W )o( W _ Z4Z ^gmee, gedachten von krun6el,Pötting,Albmg, Grafen von Sultz, desRsmee ^»vu- ^brist-Lieutenant, ^.lo^lio öaiöirgn, über das Sultzische; Und l-a^ro von ^chlvendi, Freyherrn, über das Trautmanstorffische Regiment Obristen Lieus Mant, gefertiget, und unterschrieben. Xx Wie und was gestallten nun hierauf der Durchzug zu Lintz abgeloffen, sels ^lges hat der Stadt Steyer Gesandter, Caspar Rerchart, dem Rath, mit fols Anden Worten berichtet: Eine Stund vor meiner Herkunfft, ist des von ^Mmanstorff Regiment, über die Donau-Brucken, nach dem Hasel-Grabm MHelmans-Oedtund Hohenfurt in Böhmen geruckt; gestern aber seyn des ^uptmann Hörnwegers eoo. Musquetier über das Wasser, in Mangel dee Schiff-Brucken, als ein Vortrab übergeführt worden; Dann wieder Zoo. Mm Metier, und Doppel-Söldner; die haben das Quartier im Urfer genommen. bald ich diese Zeitung gehört, bin ich aufLustenfelden, allda der Genera! gelegen, sich aber um Z. Uhr mit Herrn Reicharten von Stahrenberg Akt die Donau führen lassen, geritten; Allda bcydes, die Reuterey und Fuß- .^lck zusammen rucken gesehen; und sind noch gewest, ZO. Corner, wohl statt- W Volck, aber nit so herrlich , als wohl von ihnen gesagt worden; sonderlich ik das Fuß-Volck sehr schlecht bekleidet gewesen; Die Beutel aber, wie sie sich Mchrnt, inwendig schön versilbert. Der Stände cleyurirte Comrmlisrii Has m sie ;n die Begleitung genommen, so von des 8ecrergrü Eyrings Be- Mrsilng, bis zu den Fleisch-Brucken gewährt; Erstlich verschiedene öaZaZe und obgemeldte Trautmanstorffische Regiment, Fähndl-weiß: Hernach sind Achten des Obristen lismes beste Reuter, und die Corner nach einander, auf «vDdes Corner ist dessen kZäFSZe gefolgt. Nach der Reuterey das Sultzische Piment, und wiederum die stattlich beladen; Was sie ssolirt, ist ihnen ^gelassen worden; nur allein ist diese Vorsicht getroffen worden, daß sie Helgen Roß -sosieden Bauern abgenommen, und diese darauf zeigen können, baden ausspannen müssen: Etliche welche der Sachen zu viel gethan, und kxMn Wechsel zum Einspannen gehabt, musten die Wagen gar stehen lassen; M wegaenommenenBauern-Rößsind gewesen 199» 20. Kühe, z. Paar Och- Z. Kälber; Wunder ist zu sehcngewest, wie ernstlich sich die Bauern gestellt, ^it sie ihre Roß bekommen; Doch seynd über Zoo. um welche sich niemand (Wmeldt psstiret worden. Die armen Bauern seyn so freudig und behertzt , daß sie sich mitten unter die Reuterey, so man anfänglich nicht gar zw t Mvind reiten lassen, begeben, ihre Roß beym Zaum gefastet und aufgehal- dj b darüber die Reuter so grimmig worden, daß sie mit Fluchen und Scheltm ^hu zusammen gebissm, und gemeldt, man sollte sie nur übern Bach kom- h'frassen, sie wollten den Sachen schon zu rathen wissen: Dieser Durchzuss ur Kiner Ordnung aneinander von 7. Uhr bis zur Nacht gewähret. h . Ich weiß mich wohl zu erinnern, was für ungleiche viicurs und Muths jungen, bey diesen unversehenen verwirrten Händeln, damahls imSchwang Diejenigen, welche über der ^nno 1608. obgedachter massen vorges Eugenen Regiments-Veränderung, Mißfallen trugen, trösteten sich hiebey L^Mviß hinauf folgenden alten Standes; Und zwar dieses nicht aus leeren d ahn; Dann Kayser Rudolph offtgemeldtes im Stifft Passau gelegenes Volck, »s,' uur gedachten Obrtsten,mit dieser gemessenenOrckro, untergeben, dasselbe tz^^achtheilseiner gehorsamen Königreiche, Länder und Stände,zu Beschü- aller Getreuen s und Begnadigung, der reüpitcirenden, zu Dämpff- und st^vlngung aller Widerwärtigen, zu führen und zu gebrauchen. Andere lve^V in Forcht und Sorge, als ob dieser Einfall nicht ohne Wissen, oder doch H^Menö mit Conmvenr deö Königs zu Werck gestellt; sich nemlich dieses che , E ein Hülffs-Mittel wider die Oefterrcichischen Stände, zu gebrau- M s -ibnen die jüngsthin der Religions-Freystellung halber rennrLeAusetzun- 'nvjederum einzuträncken, und die erlangte Concellion aufzuheben. Aber Lnnl» ckriül r6n. sr q-itüberh-bt, an Ihr. Königliche Majestät zu erzeigen, bedachtseyn, a»l-A ftn; Auch sich und Ihre Lande hinführo besser versichern tonte „ Z46 W )O( D K__ Aber gleichwie den ersten ihre Hoffnung fehl geschlagen; Also haben A auch die andern mit ihrer unzeitigen Lulpicion und Furcht geirret; Dann Kö¬ nig Kl-mKiag ließ ein offenes 6sner3le, 5ub llato Wien den Uten Januarji, aller Orten im Lande, und auch allhier zu Steuer, um diese Zeit publicwen, diß am- führlichen Inhalts; Es komme Ihr. Majeft. glaubwürdig vor, daß etliche „sich befinden sollten, die da fürgeben, als wäre das Kayserl. zu Passau E „gene Kriegs-Volck, mit dero Vorwissen und Willen, auch heimlichere »der Kayserl. Majeft. habender Correlponäen? in das Land Oesterreich ob da „Ennß, wegen einer sonderlichen und fremden Imenrwn eingefallen; WelA „falsches, und von berührten Kriegs-Volck erdichtes Vorgeben, dahin angep „hen sey, Ihr. Königl. Majeft. getreue Unterthanen zu ungleichen VerdaM „Argwohn, Mißtrauen und Ungehorsam zu bringen, kleinmütbig zu waches „oder doch, wider dieselbe, als chrem Landes-Fürsten zu verbittern; Und E ^dadurch, sonderlich das gemeine Volck, an sich zu ziehen; Wann aber solM „Vorgeben falsch, ungegründet und unwahrhafftig sey, und Ihr. Königl. „jest, vor GOtt und der Welt ungleich geschehe, daß Sie gegen Ihre UE „thanen solche Tyrannei), Muthwillen, Raub, Brand, und Mord, so taE „durch diesen Einfall vorgehen gern sehen; Darzu noch Anlaß geben, st ».unschuldiges Blut auf sich laden, und wider den ihren Ländern schuldigens „des-Fürstlichen Schutz, also unköniglich und unfürftlich handeln st^ „Das Widerspiel aber sey manniglich bekannt, daß nemlich Ihr. Königl- M'. „jest, in der nechft- geschlossenen und hoch verbürgten irsngMivn mit am' .-Fleiß pr-Xcsviret; Auch dieselbe weder fertigen noch unterschreiben tvom' „Ihr. Kayserl. Majestät erklärten sich dann polmv, das zu Passau geW" „Volck, binnen Monalhs-Frist,abzudancken: Allermassen sich dann dieE' „Ertz-Herzoge und Fürsten, daß solches alles würcklich geschehen soll, verM ' „ben. Worauf dann Ihr. Königl. Majest. nach verflossenen Termin, bey^ „selben und der Kayserl. Majeft. selbsten, um solche Abdanckung, inständig^ „halten lassen; Dergleichen auch von gedachten Chur-und Fürsten gescheh „Aber bis auf den unversehenen Einfall, von der Kayserl. Majestät keiner A'' „wort gewürdigt worden. Sonsten sey zwar nit ohne, daß Ihr. Königl. ,.jeftät auf so starckes Ansuchen, so vieler Chur- Ertz-Herzoge und Fürsten,' „gemeldte irsM'Eion, desto lieber eingewilliget, und das äußerste dabey getd^. „weil Ihr. Kayserl. Majest. in Dero Löbl. Ertz-Hauß Oesterreich der ältch/ „das Haupt, und Römischer Kayser, auch der Natur und Stand halber, ,.be billich zu respeLkirm, Dero brüderliche dadurch zu gewinnen/ .-also Ihr Löbl. Hauß, Dero Land und Leut, in Ruhe, Fried und EüE> „regieren und erhalten könnten: Wie Sie dann Ihr. Kayserl. Majest. „so viel, als den Fried-Häßigen Leuten, so nichts zu verlieren, wohl aber r. „dergleichen Mißverstand sich erhalten, und ernehren, Rath und Antrieb/c „lermassen selbige solches bey währender IrsnsaLkion, dieselbe zu hinderns >,offte praLkicirt, und auch fast in andern Sachen, so ihres Berufs nitseyll, „grossen Schaden der Christenheit zu thun, nicht unterlassen) zu schreiben. „aber Se. Königliche mit der Kayserlichen Majestät in dieser Sache, „heimliche Verständnis habe, werde aus diesem Verlauft, von kem f „verständigen Menschen können erzwungen werden. Sie hätten alsbaw^ ,,Erinnerung des geschehenen gewaltthättgen Einfalls Ihr. Kayserliche „stät und Deroselben Geheimden Rächen zugeschrieben; Und weil auch „keine Antwort erfolget, Dero Länder alle aufgemahnet; Hiernechst „bürgten Chur-Ertz-Herzoge und Fürsten, um den verschriebenen wnr ,,chen Beyftand beweglichst ersucht, damit sie diese Friedhäßige, unruhige^ ,,te, so nur auf solche Weise das Hauß Oesterreich, das Heil.Römischerer „und die Länder verwirrten, und was man von Türcken und Rebellen . Zeitüberbebt, EäniVisiebe MMeüät rii erteilen . be?>i,ebtsenn, abst'j _ _ ' KZ )O( _ z47 prvteMrte der König feyerlichst vor der gantzen Welt/ daß derselbe auf keiner- äimur wh Weise zu diesem kroce5s Ursach gegeben/ sondern die geschlossene Tran8- Mion aufrecht/ erbar und redlich gehalten habe; Daraus abzunehmen / daß ^l)to mit dergleichen Auflagen ungütlich und unbillig geschehe. Ermahnen demnach männiglich, welchen dergleichen Verleumdungen zu Ohren kom- 'nen/sie Welten denselben keinen Glauben geben/ sondern für ein boßhafftig- arglistiges Gedicht und Unwahrheit halten; Insonderheit/ daß vielleicht "ieses/ was dergleichen leichtfertige Persohnen im Sinn haben / wünschten/ Klangen und gerne sehen: Darzu sie auch alle Mittel versucht/ Ihrs Köni- M-e Majestät aber viel zu redlich dabey befunden / als daß dieselben eme so ^königliche/ unchristliche und unteutsche That verursachen urrd begehen wollen. Nachdem nun das Kayserliche Volck zu Lintz über die Donau kommen/ filmen sie ihren Fortzug nicht wie sie versprochen/ sondern gar langsam vor ik Hand/ blieben am Ufer/ unterhalb der Donau / in verschiedenen Quar- Mn/ die sie von dannen/ biß gar an Böhmen Hindus exrenclirten, biß auf 2lften sanugrii still liegen/ zu grossen Verderben des Land-Volcks. Lrsmee M sein Quartier zu Pregarrten , entschuldigte den Verzug, wegen eines Mck:Geschützes / welches zerbrochen/ und er nicht dahinten lassen könne; adern müsse auf dessen Verbesserung warten. Er deutet auch unter andern Minem Entschuldigungs-Schreiben an die Stände an/ daß Herr Georg >Wßmu6 von Tschcrnembl ben ihm gewest/ mit deme habe er sich nothdürfftig Mrredt; Der sich erbotten bcy den umliegenden Herrn und Land-Leuten Zusammcnlauffen des Lands-Volcks, so viel nur möglich einzustellen, llgmee wolle wünschen/ daß die Herren und Land-,Leute sämtlich solcher Dehnung wären/wie Herr von Tschernembl/so würde dem Land nicht der bangste Schade geschehen seyn. h. Jnmittelft trug sich nut Herrn Ungnaden, und seinen Volck, so er denen te^ Matthausen, (weil sich die Passauer mit Gewalt da einquartieren Wol¬ fe, A HE geführt, em kleiner Scharmützel zu ; Indcme einem Soldaten ^ Nohr wider Willen, gleich damahls loß gieng, als dieRamccischenReu- dorten übern Berg herab m-u-clürt. Die Wacht hielten diesen Schuß für loß Losung zum Angriff, brennten alsbald auf die ankommenden Reuter sich nicht weniger zur Wehre stelleten; Also gieng der Lermen an, in h. Hem der Passauer 7. von dem Ungnadischen Volck aber 12. todt geblie- M Herr Ungnad hat sich mit Mühe ins Schlößlein zu Matthausen täl- daraus er sich mit den Seinen ben Nacht über die Donau führen, und e das Quartier zu Matthausen dem Feind gelassen. "bcü?ouig Vlgrrkin8 schrieb um diese Zeit den Ständen ob der Ennß; „Er „Mo aus ihrem Schreiben befunden, wie sie fast alles das, was ihnen von „Mu Feinden des Vaterlandes vorgeschwatzct worden, geglaubt; Bißhero „d .Illach ihren Willen zugegeben, und.was sie begehrt vollzogen; Wodurch »>b/> ?^ist irarnee alle Furcht und kslpeök verlohren, und in seinem Schrei- --lim die Ständ mit scharpffcr Bedrohung und in aridere Wege schimpff- Weilen aber dergleichen Feinden bey so offt nicht gehaltenen „Erträgen und Handlungen keineswegs zu trauen; Deren noch längeres „Mdleiben im Land aber dem Lande zu unwiderbringlichen Verderben gerei- Als wolle die Nothdurfft erfordern, daß mit zusammen gesetzter Hülffe Übel begegnet werde. Wessentwegcn, weilen der Feind sich nunmehr ->so s w andern Land befindet, und der bnccurg in jcnern Land, nicht mehr >,Moch vonnöthen, so hätten ^hro Majestät verordnet, selbiger Orten dem .Md zum Abbruch alle ihre Macht zu versammle»; Auch bereits Dero Ge- >>hMon Rath, Cammerer und Feld-Marschall, Hannß Friedrich F^eyherrn Mps ^orberstein, dahin abgeordnet, und Befehl gegeben, den Feind nach Mlegercheit aufzusuchen; Auch ihnen den Ständen, und wo eö die Noth er- A x 2 . >,for- ^rmur c In »Kl s, fordere, zu »Miren.,, Mit deme solten sie bey Tag Und Nacht, fleißig cor- rejponck'ren ,und allen Beyftand leisten; Und ihr geworben und Land -Volek/ wie auch desselben Obriste, bey dieser vefenllon des Vaterlandes, ihr AM Kessel und ?»riüon auf ihn zu haben, bedeuten. Doch hat cs GOtt Lob, dieser Hülffe und Einzug noch mehrern Vola» ins Land, ferner nicht bedörfft. Dann am zosten sanusrii ruckte lrsmee nur seiner ^rmscl» fort in Böhmen; Ob ihm wohl, als das Volck schon m dA Ordnung und Marschfertig gestanden, von Prag aus die OöinE zuko^ men, er solte sich allda auf den Gräntzen biß auf weitere Verordnung am halten; So hat doch sein Volck nicht gewollt, sondern mit grossen GesaM fortgedrungen. Die Stadt Budweiß nahmen sie bald mit Lift ein, Eruma» ergab sich. Darmit wurde also das Land dieser unwerthen Gaste wieder dlg, und dieselben ihren Nachbarn, den Böhmen übern Halß geschickt, die M deren wenig zu erfreuen hatten. ,, Den Ober - Ensexischen Ständen nun, (wie zum Theil aus erst angefM ten Königlichen Schreiben erscheinet) ist von ihren widerwärtigen und unM stigen bey Hof Schuld gegeben, und ihrer Fahrläßigkeit zugeschrieben E den, daß sie diesem Einfall des Kayserlichen Volcks nicht nut besserer VoM an den Gräntzen vorgekommen; Oder doch dieselben nach dem Einfall M angegriffen, sondert: gar ungeschlagen wieder fort ziehen lassen. Dann E gehet cs in den Welt-Händeln zu, daß jedermann geschehene Sachen «b evea ru jucliciren will. Solche Beschuldig- und Verkleinerung aber abzulettM zeigten die Stände in ihrem Entschuldigung^: Schreiben dargegen an: v kämen dergleichen Einbildungen und viwurte nur von denen her, welche WA' sam von ferne einem Schiffbruch zusehen, und dem Schiffmann das NM! (unerfahren und unwissend des Wassers und der Wellen Gelegenheit) mA ren Gedancken regieren wollen; Da sie doch, wo sie es selbst in der Hand M ten, und in der Gefahr stecketen, gewiß dasselbe gleich im ersten Zug fM liessen. Die Ursach aber dieses neuen Unheils rühme guten Theils daher, man von Hofaus, den Zulauff und gefährlichen Muster: Platz zu PaßA,! so nahe an den Gräntzen gestattet, die Knechte durch selbst nothwendige bung, nicht im Land behalten, und dem Gegentheil entzogen hat; UngM die gesamten unirten Lande, ein solches zeitlich gerathen und sie gewar'i ' Derselben zwar geforderte Gesandten seyn be;) Schliessung und AufricbM des zwischen dem Kayser und dem König gemachten Vertrags nicht »cllnb-y sondern fürgegeben worden, daß alleineeelionzli» und keine kerlli» die betreffend, darinnen cMUrt würden; Da sonsten ohne Zweiffel durch rciW. Bedenckcn der Lande, auch bessere Sicherheit und Gewißheit hätte gesug und gemacht werden können. So sey dem Land ob der Ennß die gantze s,s über, weder mit Geld noch Volck einige Hülffe erzeiget, sondern dcmftl^ die gantze Last des OL5sn6on8-Wesen aufm Halse gelassen; Ja die zuletzt Unordnung zugeschtckte 1500. Hagerische Knecht seyen vielmehr zu des Lan^, Schaden, dann zu ersprießlichen Trost und Hülff gereichet: Nach dcng troffencn verbürgten Vertrag, sey nach dem Geschäfft und Exempel der M niglichen Majestät selbst, und der andern Länder, die Abdanckung dcsVAA^ brß auf6Oo. Mann,nothwcndig geschehen, um allenVerdachtdes Mißtram (dessen die Ober: Ennserischen nicht undeutlich vom Lhur:Fürften zu U7af'' Ertz: Herzog Maximilian, sowohl als dem Herzogen von Braunschweig Schreiben beschuldigt würden) zu verhüten; Auch damahlcn für gewiß Ag, ten worden, daß auch die Abdanckung des Kayserlichcn Volcks zu PAW geschehen würde. Weßwegen sich gemeldter Herzog von Braunschweig befunden. Der grosse Vortheil sey unverborgen, welchen der Feind mA Pasiauischen Herrschafft Marspach und Wesen Urfer gehabt, die ervonstu Qüarticr in drey Stunden erreichen können ; Und weil dieselbe der Lcm^ Freyheit und der Stände öffters eingewendten Bcschwehrungen zuwider/ or- ich ge, B nit dec uh -e» le; ich P in- oc- ;l>' N/ el'/ i^ P lctt üß ri/ Sl et. ilg ek/ ide -es eil, >cii nit -es is/ »tzt l!tt sil! ldi» pek eitt lilit keü keinen würcklichen Landmann, sondern mit ausländischen Pflegern besetzet; ^n«u, lo hab er um so viel leichter durch solche Gelegenheit und Vorthcile ins Land kommen, und sein Intenc mit eilenden starcken Zug, ehe man es recht gewahr r lvorden, fortsetzen können» .Wie leichtlich nun ohne Schuld oder Verhinderung der Landes-Inn- lvohner, dergleichen unversehene Einfälle zu Merck gestellt werden mögen, das geben die Exempel mit dem anno 1608» fürgenommenen Zug in Böhmen, und des öorska! Verrichtung in Ober-Ungern, Herzog ^auricii von Sachsen. Anfall in Tyrol, des Fronsperg und des Schärtet unversehene Eroberung Italiens und der Stadt Rom, anno 1527. und dergleichen mehr gar deutlich öu erkennen. Wider alle Vernunfft aber wäre gehandelt geweft, daß man einen Feind, der selbst wieder aus dem Land begehrt, allererst aufhalten, oder zu des Lan¬ des Verderben hätte angreiffen sollen; dem man doch wissentlich zu schwach, die versprochene Hülffe zu langsam, das Land-Volck voller Schrecken, und durch den Feind zertheilr, die beraubte und geplünderte verzagt; Überhaupt l>oer zu streiten unbewehrt; Hergegen das geworbene Land-Volck aller Orten öu Verwahrung der Städte und Pässe getheilt gewesen. Dahero sey vielmehr zu befahren gewest, daß dem Feind durch Angriff Ursach gegeben worden, lucht nur rm Lande weit und breit zu AraMren, sondern sich auch einer oder wehr Städte und verschlossenen Oerter zu bemächtigen, dieselben zu befesti¬ gt, sich darinnen zu verschantzcn und durch Streiffereyen das Land zu ver¬ üben. Zufördcrst da die Unterthemen durchgehends schwürig, und gefährli- M' Reden sich vernehmen lassen. Daferne aber je den widrig gesinnten ^ilonneur8, des Feindes Angriff so rathsam und nothwendig scheine, so lie- A derselbe jetzo an den Böhmischen Gräntzen, an einem solchen Ort, da er Ahr in der Enge, und viel leichter und nützlicher, als mitten im Land ge- Mt und angegriffen könne werden. Da auch nach der bekannten Kriegs- -äegel es viel vernünfftiger gehandelt sey, wann lelleg belli mehr äusser- als innerhalb des Landes gesetzt werde. Wie feindselig das Paffauische Volck Aner in Böhmen, und sonderlich in den Prager-Städten gehauset,lft bie¬ g' nicht gehörig. König -u-mbism aber verursachte dieser Handel, daß er Mrmahl "mit einem starcken Kriegs-Heer vor Prag gezogen; Worauf die Mmischen Stände chn zu thren König würcklich angenommen, derselbe auch ,, u i z. May zu Prag soiemürer gecrönet worden; Daß also Kayser Rudolph noch bey Lebzeiten um^lle seine Königreiche und Länder kommen ist. Dieses nun war der Ausgang von dem Einfall des Passamschen Volcks, vn welchem, und dessen Obristen k«mee, so man insgemein den 2^äumauf g^rnt, die Bauren Un Lande noch singen und sagen. Doch da ich in Er- ?gung dieses Handels, von meinem Vorhaben etwas zu weit abgangen, so vlch es mir hoffentlich darum zu verzeyhen seyn, Werl ich hrerbey nur allein lv r iMige verzeichnet, was mir die allhie vorhandenenin die Feder geben, ^"ches ich nicht gerne aussen lassen wollen. ... In diesem Jahr ward auch der Anfang gemacht, gemeiner Stadt Ge- ^dd-Hcsswn gegen den neuen Thor über, allda vorher ein leerer Platz, oder Mud-Stätte gewest, zu bauen , welcher erst ün dritten Jahr hernach völ- § aufgeführer worden; Ist ein sehr nützlich und zu einem Gctrayd-Kasten M ansehnlich schön Gebäude: Stadt-Cammercr oder Baumeister war dar Zahlen Joachim Händel. Als man nun nn Merck mit solchen Bau begriffen M, nähme der Abt von Garsten den Grund in Anspruch, daß selbiger zum Marr:Hof gehörig sey; Erhielte von dem Landes-Harrptmann Einstellung 'iles Baues, biß man sich nnt ihme gütlich verglichen, jährlichen von gemci- M Stadt dem Pfarrer zu Steyer, ein benanntes m Geld und Saltz füro- "u zu reichen. Bey dieser Bauführung hat sich ein Maurer zu to dt gefallen. Lx z König M l6l2. ännur Lkinki IÜH. r6iz. König ^^rkiss verheyratbete sich in diesem Jahr, mit Fräulein Ann« Ertz-Herzogs kerckn^i zu Oesterreich in Tyrol, und Anna Catharina Her¬ zogin von Mantua Tochter; Die Hochzeit wurde den 4. Decembr. zu Wien nnt Königlichen Pracht und Herrlichkeit gehalten: Die copulsrion hat der Cardinal lMnciwus von Dretrichstein Bischoff zu Ollnütz, als Päbstlicher Ge- sandte, in der Augustiner -Kirchen verricht. Es wurden 1500. Eimer Wem erngelegt, 1600. Oclsten gemästet, und zoo. Köche ausgenommen. Die Stadt Steyer ward von Konigl. Majest. durch ein besonder Einlad- Schreiben auf solche Hochzeit auch beruffcn; Dahin die gesammten Stände dieses Landes eine ansehnliche Depmarion, darunter Herr von Volckenftorss Lands-Haupt¬ mann LrincipIl war, abgcordnct; und ein bi-Llem von IOOOO. fl baar, und nebst den Unter-Eiscnbergischen Ständen, zugleich derKönigm ein Hals-Baud/ auf iQvO.fl. Werth gemacht. ^nno 1612. den 2osten Ianuarii, starb Kayser Rudolph zu Prag im Jahr seines Alters, nachdem er das Römische Reich, über z;. Jahr, löblich re¬ gieret, und wurde allda zu Prag begraben. An des verstorbenen Kaysers statt ward den 12. sumi hernach, durch enl- hellige Wabl der Churfürsten, zu Franckfurt, König ^lacMa8, Ertz-Herzog zu Oesterreich, zum Römischen Kayser erkohrn, und den 24. allda gecrönet. Schnoll, Evangelischer Stadt-Prediger, der sich mit seiuM Colle^is nicht wohl vertrüge, sonderlich weil er joanm innxjo als einem Iüm gern, in dem Lrimar nicht ceüiren wolle; Darzu noch kam, daß er sich nntet¬ was ungebührlichen Worten gegen den Rath vergriffen; der wurde im M nach Martto dieses Jahrs , nach seiner auf der Cantzel getbanen keliZn-m'on beurlaubt; Und kam an seine statt !^1. Johannes Bayer , vormahls Prediget im Landhauß zu Lintz, und auf der Losensteinleitcn; damahls Pfarrer Lostorff, ein beredter Mann und guter Prediger, der anno 1619 allhie ver¬ storben. Den 17.PNU-UN anno 161z. starb Christ. Kürner, im verwichenen und in diesem Jahr, wiederum erwählter Stadt - Richter. Der Rath ftnve nicht für gut, das orömsri Stadt-Gericht das gantze Jahr hindurch vacitt" zu lassen, sonderlich weil damahlen, und zwar schon ins dritte Jahr ein lrnczucnt in Verhasst lag. Dahero verwilligte die Regierung, auf der voll Steyer Anhalten, eine neue Richter -Wahl, dergleichen in einem Iahrvor lNt beschehen. Darinnen Coßmann zum Stadt-Richter erwählet worden, lve>- cher gedachten Delinquent als einen Betrüger, der mit falschen PettschE' und Handschrissten viel Geld erprstticirt hatte, den n. Se^rembr. mit dem Schwerdt richten lassen: Er war von einer fürnehmen Freundschafft; b" Vater, und seines Weibs Vater waren Bürgermeister zu Saltzburg, von Ve¬ nen aber sich niemand seiner angenommen. Den 2O. kebru^ii in der Faschings-Nacht um 12. Uhr, qienq ein unvct- sebener Brand und Feuer auf, in der Schleiff- und Säg-Mühle, nechft dem Waster-Thurn, in der Stadt, verursacht durch eine Glut, so dieSB^ fer allda unvcrwahrt stehen lassen. Es war grosse Gefahr dabey, weil Feuer demPulver-Thurn, an der Ennß-Brucken so nahe, auch dieLeute,tvck chc retten sollen, mehrcntheilö vom Fasching-Leben bezecht, und im ersten Schlaff waren; Folglich in ihren Mägen mehr Wein trugen, als in denH^ den Wasser, zum Feuer: Aber der liebe GOtt thate die beste Rettung, nur die Mittlern Schleissen und Säg abbrannte, und das Feuer nicht tv"- ter käme. Kayser ?Uattlü38 hat in diesem Jahr einen Reichs - Tag nach Negensp"^ ausgeschrieben : Weilen dann der Rath zu Steyer Erinnerung empfang^ daß chr. Majestät den Weg auf hiesige Stadt zunehmen würden, liessen A die Burgcrschaftt bewehren, mustern, und zurEmpfänqnuß auöstafflren,E das grobe Geschütz auf die Mauer, und sonderlich ins Höltzel ob der EnnE' >a r- n rr e-, n st >f s t- d I- r i —__W )O( M ' _ ZZl leiten führen, und richten. Als man nun mit solcher Musterung beschäfftigt i-mur lvar, und die Burgerschafft ihren Stadt: Hauptmann, Andrem Gieffing zu^"^ mnem Hauß begleiteten, und alda in Ordnung hielten, thät dessen Vetter, -lcicob Gieffing, sein Leibschütz, einen Schuß untern Haussen, mit Vergess nmg des Ladftecken im Rohr; damit traff er den Schneider Tobias Schwalm¬ berg, einen starcken grossen Mann, der bey dem Fähndl in der Rüstung mit seinem Schlacht-Schwerdt stunde, an den Schlaff, daß er alsbald zur Erden siel, und starb; Worüber sein Weib und kleine Kinder ein jämmerlichHeulen, bie Nachbarschaft aber groß Mitleiden hatten; War also dieses ein trau¬ rig-und erbärmlicher Auf- und Einzug: Dee Thäter islvirte sich mit der Flucht. _ Den i2ten sulU kam der Kayser, samt seiner Gemahlin und gantzen Hof¬ staat, hieher; Und wurde von dem Rath draussen vorm GOtts-Acker, an M Gräntzen des Burgfriedens empfangen, das Geschütz zu verschiedenen Wahlen loßgebrannt, und Ihro Majestät bis ins Closter Garsten, allwo Die- mbe tourten, begleitet. Die Burgerschafft stund vom Gleinckher - bis an St. tilgen-Thor, zu beyden Seiten in ihrer Rüstung, in schöner Ordnung, bar¬ dischen Ihro Majestät und der gantze Oomirac durchgezogen. Als dem Kay- 'rr, der nebst Dero Gemahlin in einem Wagen gesessen, durch den Bürger¬ meister, Christoph Stainer, die Schlüssel zur Stadt, nach vorher gegange¬ ne Empfängnis, welche der Stadtschreiber, Hannß Christoph Drummer, Meiner schönen Rede verrichtet, überantwortet wurden, liessen Ihro Maje, Mdurch Dero geheimbden Raths -.Direktor, Herrn Melchior Glessel, Bia Kosten zu Wienn, hernach Cardinal, der zunächst beym Wagen stunde, sol- M Schlüssel dem Rath wieder zustellen, der Empfängnis sich gnädigst bedan¬ gen, und anzeigen, daß Ihro Majestät an Emes Löbl. Magistrats zu Steyer Immigration kein Bedencken, sondern ein gnädigstes Gefallen trügen; Wel¬ ses krackest Löblich Hochermeldter Bischoff in währender Rede zum andern- "Mhl wiederholet hat. , Im Monath folio des i6i4ten Jahrs ist in der Stadt Lintz ein ansehn- 1664. Mer" herrlicher, grosserKayserl. und desgantzen Hochlöbl. Hauß von Oe- slerrejch und Deroselben zugehörigen Königreichen und Ländern , Oonvencus ^halten worden; Dabey seyn anwesend gewest: . Die Römisch: Kayserliche Majestät, kkttkks» Ertz - Herzog zu Oester- samt Dero gantzen Kayserl. Hofstaat. Ihro Hochfürftl. Durchl. Maximilian und Ferdinand, Ertz-Herzoge zu Werreich, und Dero Räthe: Don Inacus cle Ouevarrs, Graf von OZnsre, ?onigl. Spanischer Orator. Ooms öe öucguox, Obrister, Ertz - Herzogs zu Oesterreich Gesandter. Vom Königreich Ungarn. Dememug ^spragry, Ertz-Bischoff zu Colloctza. Vslentinus Rospes. Aschoff zu Neutra, des Königreichs Cantzler. Dom. kerrus 6e Kews. ^icol-rus Lllerkasy. Virus ^elirk. )osnnes Sauclor. dkicolsus ä^elenick. "killop^vrus l^aclcnsr. Vom Königreich Behaimb. ° Herr Adam der jünqere Herr von Wallenstein ,Obrister-Land-Hofmei- N- „Herr Wilhelm Schlawata, von Khoschenberg, Obrister-Hof-Richter. M.er Leonhardt Colona, Freyherr zu Friß / Obrister, lind der Cron Behaimb ^»-Marschall. Vom änrmr cKrM i6iz. ZZ2 _ W )o( M Vom Herren-Stand. )oan Khlewneuskhy von Khlenonwa, Obrister - Landfchreiber. Lrocop« Dlvorzezky von Mromowiz, Obrister Steuer-Einnehmer. Vom Ritter-Stand. Sigmund Schedtaur, von Fceyfeldt, Raths - Burger zu Prag. Oesterreich unter der Ennß. Abt von Göttlveich. Abt von Zwetl. Abt von Altenburg. Probst zu St. Dorothea. Herr Hannß Wilhelm von Schönkirchen, der ältere. Vom Herren-Stand. Herr Hannß Jörger, Freyherr. Geörg Andree von Hofkirchen, Freyherr, Land-Obrister. Seyfried Christoph Preuner, Freyherr. , Vom Ritter-Stand. Herr Christ. Leiser. Herr Sebast. Günther Hager, ObriM' Johann Baptista Weber- Bernhardt Welzer. Von Städten. Lhnst! Nr.?»" Wi-n- Ha"nnßW?^ /"«n Ll°st-rN-ub»«> Oesterreich ob der Ennß. Vom Herren-Stand. Antoni, Abt zu (Lrembsmünfter. Leopold, Probst zu St- Florian. Oilpmus, Probst zum Schlegel. Herr Sigmundt Ludwig Herr von Polhaimb. Gotthardt Herr von Stahrenberg, Land-Obrister. Helmhardt Jörger, Freyherr. Vom Ritter-Stand. Herr Sigmundt Hager, Obrister- Ludwig Hohenftlder- Hannß Ortolff Grumann. Von Städten. Geörg Talhammer, Raths Burger zu Steyer. Hieronymus Gruber, Raths - Burger zu Weiß. Christ- Puchner, der sieben Städte 8/nclicus. Vom Land Steyer. Matthias , Abt zu Rain. Herr Sigmund Friederich, Herr von Trautmannstorff, Oberster^ Windischen Gräntzen. Herr Geörg , Herr von Stubenberg, der ältere. Gottfried, Freyherr von Stadl. Mll W )o( W M —— Lanu» Von Kämdten. Herr Ludwig, Freyherr von Dietrichstain. Rudolph, Edler Herr von Rudenau. Von Lrailt. Herr Gerhardt, Freyherrvon Aursperg, Erb-Marschall in CraLn, Von Schlesien. Herr Ernst von Bose, Obrister- Welckhatt von Promnitz, Freyherr« Hardtneidt von Stitten. Vr. Andreas Geißler. v. Christ. Handscher. Geörg Nößner. Von Mähren. Herr Johann Manskhy - Kloffkha von Ma». Geörg von Rachot. Freyherr. Günther von der Golz, Freyherr und Obrist. Wolff Sigmund Ianckhoffsgi- Banas Prazma. Hannß Melchior Borzita. Von Ober-Laußnitz. Here Hannß Fabian von Princkhau. Abraham von Mezerath. Fabian von Schönaich. Peter Heinrich, Bürgermeister zu Budißin. Ambrosius Hadamar, voÄor und 8/nckcus allda. Von Nieder-Laußnitz. Herr Reinhardt von Kickbusch. Johann Ottenhuß, des RathS zu Guben. di» Sonst seyn auch allda zu Lintz ankommen, ein Türckischer eb'Lus, und M Gesandten vom Land Siebenbürgen. Die kropolltion und irsök-rren aber diesen Konvent war, daß nachdem der Türck den Frieden durch so viel- Mge Streiffereyen der seinen gebrochen; Auch den öerklekem 6sbor zum Msten jn Siebenbürgen und zu seinem Vsisllen gemacht; Ob und wie der NA nunmehr vor die Hand zu nehmen, und zu führen? Das Fürstentum lebenbürgen wieder zu recuperiren? Oder ob man den öerblekem, öc con- Center den Türcken also lassen solte? Die Ungarischen Gesandten haben bey dem Einzug eine rothe Fahne qe- darinnen mit güldenen Buchstaben geschrieben war : IK 0V1E8. Daraus wohl zu mercken war, daß sie zum Krieg 'nie Luft hatten. Wie dann endlich auf demselben kein Krieg, sondern gütli- Handlung des Friedens beschlossen wurde. Py Loöem Lnnu» ckrM Z54 __ ^nrio haben, mik Vorwissen und Zulaß des Raths , die Schü¬ tzenmeister und Schützen ; Genossen allhie zu Steuer, um mehrer Übung der Ritterlichen Kunst, sowohl zur Kuttzweil als Nachbarschafft wegen, em freyes Gesellen-Schiessen mit Pürstbüxen vott Feuerschloß und Stein, durch gedruckte üusgeschickte Einladung ausgeschrieben, auf Sonntag vor Unser Lie¬ ben Frauen GeburtS-Tag, den 7ten Leptembr. allda zu Steyer an der ge¬ wöhnlichen Schießstatt vor St. Gilgen - Thor, ob dem Stadt-Graden M Haftern Das beste war;eirr silbern-verguldter Bechex, 100. fl. werth, ncbsi vielen seidenen grünen Fahnen mit der Stadt Steyer Wappen. Das Gn- leg-Geld 4. fl» Hierzu nun erschiene eine merckliche Anzahl von Schützen, auch von weit entlegenen Orten, von Wrenn, Landshut, München, genspurg, Nürnberg, Breßlau, und andern Orten, aus Steyerniara/ Kärndten und Crain; Dabey sich auch etliche der Benachbarten, des Heree^ Ritter - und Adel - Stands befunden. Es wurden daneben auch andere tM dem Hahn, Glückscheiben, und dergleichen gewöhnliche Kurtzwei! und SM gehalten, und wohl die vierte Woche mit zugebracht; Doch gieng alles oiB Ungelegenheit, in Zufriedenheit und Fröhlichkeit ab. Der Rath hüt aus M renMittel, (damit alles desto ordentlicher zugieng) zum Obrist-Schützt meister Hannßen Himelperger geordnet; Die Unter - Schützenmeister wattM Thomas Hopffer, und Augustin Rauch; Schützen-Fähndrich, Jerenu^ Wurschenhover; Schützen-Schreiber, Christoph Abele. Um diese Zeit resiznirte das Burggrafen-Amt allhie, Herr GcörgHe^ von Stubenberg; Und kam an seine statt Herr Sigmund von Lambers? Freyherr, Kayserl. Majestät Geheimer Rath, und der Römischen KaM'" Obrist-Hofmeister. Man saget sonsten im gemeinen Sprüchwört, daß Erdbeben ein fcu^ bares Jahr mir sich dringen; Es befände sich aber diese Regel bey dem am lA bebrüt drß Jahr allhie zu Steyer gegen Morgen frühe vermerckten staE Erdbeben falsch; Dann weilen der Winter sich etliche Wochen vor WeytMA tcn anfimg, und dre Käste bis Oedrgi ^n. 1615. daurtte, folglich der SE Das Getratde, .sonderlich auf der Höh Und in Bergen, gantz verlegen; so MA te eine grosse Noch und Lheurung im gantztn Land. Der Rath aber ha" der Burgecschafft und armen Gemeine Besten, eine nahmhaffte Summa traidt in Oesterreich und Ungarn erhandlet; Und dasselbe um einen leiden s chen Preiß unter die Armen ausgecheilet; Welcher vätterlicher Vorsorg, anderer geist- und weltlicher Herren Unterthanen im Lande nicht weniger a. nossen; Welche häuffig zu gemeiner Stadt Getreidt-Kasten zugelauffen, a^ daselbsten, aus Erbarmung ihres Elends, und leidenden Hungers Mu? nicht leer gelassen worden; Ungeachtet es denen Steyrischen armen BrE , und Handwercks-Leuten, bey den Clöstern, Schlössern und Pfarc-HM^ kurtz zuvor wohl nicht so gut worden, sondern man hat sie mit den Ml § Säcken, ob sie schon das Geld auf den Händen getragen, und um willen gebetten, wieder abziehen lassen» Dann solche Herrschafften viel m § ihr vorcäthig Getraidt, mit Nutzen noch theurer versilbern, als dem au' Hunger leidenden Nächsten, ja auch wohl ihren eigenen Unterthanen darmit Helffen wollen. , Den r8ten May diß Jahr, geschähe im Eisenärtzt durch das Feutt grosses Unglück, und erbärmlicher Brunst-Schaden: Dann um MuMA, Zeit kam in einem Häußl, nahe bey dem Spital unversehens ein Feuer« welches dermassen eilend über Hand nahm, und durch den Wind sich an' entlegene Orte ausbreitete, daß in wenig Stunden, in die 8o. wohlero^ Häuser, und darunter das Fürstliche Amt, das gemeine Marcks-Rathhauv _ WZ M_- Z5Z spelle im Marckt, derPfarrhoff, Schul: Spital, sammt etlichen Sckmeltz- Ausern, elendiglich abbrannten , und in Rauch aufgiengen, darunter dann , viel arme Leute gemacht flvorden. Ich erzehle dieses darum, weil, obwohlen vlese erschröckliche Brunst, zehen starcke Meilen von Steyer gewest, derselben vannoch das hiesige gemeine Stadt-Wesen, mercklich entgelten mufte, weilen Mt allein die Rakhgewercks-Arbeiter, hierdurch in Feuer-Schaden gerathen; lvirdern solcher Feuer ^Schaden auch zu noch mehrer» Nacktheit und Steige¬ rungen deß Eisim - Zeugs, Anlaß und Ursach gegeben. Dem Marck Eisenärzt, Men zu dessen Wieder-Aufhauung , auf Nachbarliches Ansuchen die von steyer, zu einer eilenden Hülffroso. fl. vorgeftreckt. Im Winter diß Jahr starb zu Garsten Johann Wilhelm, Abt alda; de- M sücLeckrte HerrAnromus Spindler, aus dem Konvent zu Melck. .. Demnach im Jahr 1616 an unterschiedenen Orten in diesem Land sich ^l Feuecs-Brunsten zeigten; so, wie man dafür hielte, von dösen Leuten am Weckt worden; Auch damahlen ohne das im Sommer eine solche grosse Hltz, M Dürre war, daß alle Früchte, auch das Getraide sehr frühe zeitigte; Also M man um hiesige Stadt, noch vor St- -—- * selbiges emerndete; Als ließ N Rath solch besorgender Feuers - Gefahr halber, ( davon die erst angedcute ^unst im Elsenärtzt ein trauriger Spiegel vor Augen war ) den Tag und ^cht, gute Wacht und Aufsicht auf die f- emden und unbekannte Leute hal- Eß wurden auch die sonsten von Alters her gewöhnliche St. - - - Abend Mer, die man an dcr Ennß pflegte weg zu schicken, dabey zu schiessen und Ra- >v§ten zu werffen, durch öffentliche Bnöruffung verboten, und eingestellt. Ob Unwohl der liebe GOTT die Stadt vor Feuer behütet, hat doch der Teuffel, aus Anlaß, vom Feuer, als ein böser feuriger Geist, ein ander Unglück Misstet. Zween hiesige Burger, MattbeuS Goltsckalck, und Sebastian Wir .Mver hatttn vom Wirth am Schiedelberg, zwischen Steuer und Weiß ge- M, da sie über Nacht geherberqet, gehört: Es habe ein Bettler, der kurtzzus m selben Wirthshauß sich aufgehalten, fürqeben, er scy nebst andern mit Kartgelt unterhaltenen hundert Soldaten bestellt, mit denen der Burggraf zu Kkeyer vorhabens, die Stadt vom Schloß aus in Brand zu stecken: Die Steyrer wären vertcäuliche Herren, und meinten, sie hätten eine gesperrte sowohl verwahrte Stadt, würden aber sehen, wie es ihnen ergehen werde, er samt seinen Gespannen in das Schloß komme; berühmte fick, wie > und dieselben Geld empfangen, und deßwegen Patent und Schreiben in munden habe. dvk Reden zeigten beyde Burger dem Bürgermeister an; Und weil hie- Mer der Gemeine schon allerlei) auökommen, ließ der Rath solches dem der, Burggrafen durch einen Raths - Verwandten, Geörgen Taibammer graulich anzeigen; der solche Erinnerung damahlcn zu Danck aufaenom- Ukw. Nachdem aber gedachter Wirth am Schiedelberg angezogene Reden ver- n-M , klagte Herr Burggraf wider diese bende Burger als l)Mm-mren ; de- zu? !^Ad durch Erkanntniß vom Rath, auf Gutachten der Rechtsgelehrten fassen, sich mit einem leiblichen End zu pureren, daß sie der geklagten Be- Mtung Anfänger nicht senen, und nicht mehrers als was sie vom Wirth am dxiA^elberg gehört, ihrer Obrigkeit angezeigt; Auch andcrwcrts vorsätzlich Herrn Burggrafen, zur Gefährde und Verkleinerung solches nickt ck-,r- dett Derselbe aber wolte hierben nickt Lcgmesclren sondern fiel auf Rath, und klagte denselben um Abtrag der Inffin an; Nach aus- ^Myrten krocess aber wurde doch der Rath von der Klag ften gespro- Mvr Die zween Burger aber, weilen sie den Hurorem der öenuncwten k-r- W Reden gründlich nicht zeigen könnten, in die kevocarion, und Abbitte; PN2 (doch * korre Lr, ^osnms - Abend. zz6 KZ )o( __ /nnu; (doch unprXjuäicict ihrer Ehren) auch zugleich erkannt; daß die von Steyer 2 L' ihren in Sachen gegebenen Bescheid, aus dem Raths - krowcoll auslesche^ und dem Herrn Burggrafen ein gerichtliche Urkund, mit diesem Anhang gebe" sotten, ,, daß sie solche ihnen llenüncirte Diffamation selbsten für eine Unwahr „heit gehalten: Und daß hierdurch dem Herrn Burggrafen, zuviel, und tB „recht geschehen sey. >, Solcher Bescheid wurde auch also vollzogen: Dieter Handel aber verursachte nebst den Unkosten ein nicht allzugmes Vernes men und Rachbarschafft, welches gemeine Stadt in andere Wege zu entgelte" hatte. In diesem Jahr ist Herr Heinrich Nickhart, lange Zeit gewester ReA Meister auf der Herrschafft Steyer, von seinem Amt abgetretten, und hat M herab in die Stadt ins Hirschische Hauß zu wohnen begeben: Darinnen er Xnno 162t. im hohen Alter gestorben, und im GOtts-Acker begraben lvordc"? Ein Mann, dec darum würdig ist / daß ich seiner gedencke, weilen er in renden seinem Amt nut gemeiner Stadt gantz Nachbarlich gelebt, und alleD^ terungcn zwischen derselben und der Herrschafft Steyer, treu: und wciM verhüten heissen. Seine Erben haben ihm ein schön Kpirapbium und Ehr/" Gedächtnis, von Marmorstein aufrichten lassen, daran folgende inicripl-o" zu lesen: Virtus 8u6ore purntur. t>lunc llimittis 8ervum ruum, Domine , lecunllum Verb^ tuum, in kace, guia villerunr Oculi mei 8a!urare ruvl"' l.ULX. II. Uenrico ^ic^harto V^enceslai V111 nobilis ^larggfetbL V^inllnsb/' rianse, k. Lcbl-icco 8^!vano: 8ummam, ?iek3ri8 Lc Dotkrinae etism ?rullenti'Xgue rarae, bsullem allepto. 8uw^ lmp. p. p. D. ^aximiliano 8ecunllo, D. kiullolpbo II. D. thiae, all snnos Da Lonliliis Lr 8ecretis aulas bellicis, Dominstus 8r/renlis ()uLllori lle lummis, imis bene ' lluarum nobil: iVlarronarum Carito, krolis non, amotts juZsIis expem: 8eni,summum Vicse bumanse lerminum §enti, §c in kille vera pie Dekun(ko. 8ummi /^mor: A bonok c. boc bumanX Xlortalitalis ör beatL pior: Kesurreökionis numenmm politum ell; ^nno VnDeLles septeVI d^Iclcbsrtl, trsnsllt snnos InZenII» Lc 6enll ^' rekerra bonls. DekunKus loguitur. äcblacco 8/lva llsllrt mibi Lungs, 8t/ra lepulcbrum, dlelloreuw genium. 8eni»m 6enium lebova. Lseisr bonorillcos riru celebrem ^ullria kaman; Omne bonum Virtus Vicsm poll: kunera Lbrillus; Herrn Nickhart ist im Rent: Amt luccellirt, biß in annum 622. Frauenholtz. Obwohlen ungefehr ums Jahr 1605. auf Landhauptmannischen dem damahligen Abten zu Garsten, Johann Wilhelm die Schlüße! zur tak und BruderrHauß Kirche, darinnen vor Jahrn, wie in der Lxercirium Augspurgischer Confession getrieben worden, von dem Rott) e» händigt werden müssen; so ist doch dk Einführung des Catholischen GV^hl Dienstes in bemeldten zweyen Kirchen bis auf diese Zeit unterbueben; W )o( W 357 Mar gemeldter Abt solches gar offt vorhabens gewesen ist. In diesem 1616. ^2' Jahr aber, hat der damahlen nur neulich eingesetzte Abt, ^ncvmug, die vor- 1616. gegebene KeconciljAtion zu belverckstelligen und den 29ften Iuly in gedachter Bruder-Hauö-Kirchen, das erstemahi wiederum Meß halten kaffen, in Beyseyn vfftgemeldten Herrn Burggrafens: Dergleichen dann auch im folgenden 1617. chahr, den 9ten Septemb. mit der Spital - Kirchen geschehen. Es haben sich ' Mar auf der von Steyer Anhalten (welche gemeiner, dieses neue Vorhaben, gehöre zur Erörterung für das, in der Königl. Majest., ^nno 1609. erfolgten llesolurion verordnete unpartheyische jullicium ) hierinnen der drey Evangeli¬ schen Weltlichen Stände Herrn Verordnete, mündlich; Und durch Absendung Mes ^.clvocsten, v. Abraham Schwartzens, beweglichst mrerpomret, und die Sach ruhen zu lassen gesucht: Weil aber von der Lands-Hauptmanschafft oie von der Stadt gebettene Inhibition nicht erfolgen Wolke; Auch der Abt sich auf seiner Geist- und Weltlichen hohen Obrigkeit Gebot berusste; konnte iilan die gesuchte Dilsrion nicht erhalten. Nachdem der Kayser Matthias dem Capuciner-Orden zugelassen und gewilligt, bey der Stadt Steyer ein Clösterl zu erheben, so ist der Rath ourch Kayserl. Schreiben dessen erinnert/ und zugleich demselben aufgetragen Horden, den Capucinern zu solcher. Erbauung, alle Hülffund zu lei¬ sen, und vor allen Widerwärtigkeiten zu schützen; Als haben sie Capuciner M'zu das schöne Feld vor dem Gilgenthor, zum Pfarrhoff gehörig, ausge- '.chen, und noch 1614. zu solchem Bau den Anfang gemacht, weicher auch ur diesem Jahr fast zu Ende kommen. Worauf sie ferner auch zur Erbauung oer Kirchen dabey geschritten.- Wozu der erste Stein am Sonntag jubilare, Ar der iüte April, mit gewöhnlichen Ceremomen geleget worden. Zu sol¬ arn Fest, wurde zwar ein Ecs. Rath von denen Kayserl. Herrn Lommilla- ^N, den beyden Aebten zu Cccmsmünster und Ga sten , und dem Burggra- zu Steyer, cingeladen; die sich aber dafür mit Hässlichkeit entschuldigt: Sadist solches Kirchen: Gebäude der Büsserin 8. Ogrise ^zö^ense llelliciret Horden. Als zu diesem Gebäude der Sand dem Pfarr-Meyrhöfl gegen über, A man in den Hunds Graben gehet, gegraben wurde, kamen die Arbeiter auf Men grossen Haussen Todtenocme; Und wie man damahls insgemein sagte, Men derselben etliche Karn voll in die Ennß, bey Nacht seyn geführt worden: Mvohlen nun solche Gebeme noch unverwesen; kunte man doch auch so gar den ältesten Leuten keine Nachricht finden , woher solche an diesen Ort Achten kommen seyn. Etliche meinten, es wären in Kriegs - Läufften Leute schlagen, und dahin begraben worden; Andere wollen, es seyen der invori- Zeiten Hingerichten Wicdertäuffer Gebeine; Aber beyde irrctcu sich, mci- Erachtens: Die ersten zwar, weil von solcher Schlacht oder Scharmützel, M diese Revier keine Nachricht vorhanden; Und dann weil unter solchen ge- mndenen Todenbeinen, gar viel Beine von kleinen und jungen Kindern gewest, Man in Streit nicht mitzunehmen pflegt. Die Hingerichte Wicdertäuffer (darunter auch keine Kinder gewest) sind mit Haut undHaar zu Aschen erbrennt, und keine Gebein übrig geblieben; Daß also glaublicher, daß zu Anions - Zeiten ein Haussen verstorbener au diesen Ort zusammen.in eine gruben geworffen worden, davon diese Gebeine gewesen. Wer es nicht glau- will," mag am jüngsten Tag, bey der allgemeinen Auferstehung , weiter Mchfrcrgen. lick. Im Monath blovembris 3NNO 1618. erschiene ein grosser und erschröck- 1618. ^r^Gmec am Himmel, der von dem, was bald darauf gefolgt, ein gewrsser ^vrdot war: Dann nachdem den 29sten Novemb. diß Jahr, Ertz-Herzog Dy z l^laxi. Z58 EZ )o( W cksM X48XIMZÜ3N von Oesterreich , und den I4ten Decemb. hernach Ihrs Kayseri. i6i8- Majess Gemahlin, Anna, Ertz-Herzogin zu Oesterreich, beyde in der Stadt Wien Ihr zeitlich Leben mit dem Todt verwechselt, folgte Ihnen der Kaysie selbst den rosten Mrtü »nno 1619. im 6stenIahr seines Alters, durch einen seel. Abschied von dieser Welt. Was nun seit des, am rzsten May vorhergemeldten i6i8ten Iahrzn Prag vorgegangenen Fenster- Auswurff der hinterlassenen Königs. Statthal¬ ter , ssch darauf im Königreich Böhaim, Ungern, Österreichischen und andern incorporirten Landen, ja im gantzen Römischen Reich/ für Krieg und Sink vergiessen, Lands-Verderben/ (und darunter auch bey der Stadt Steyer) für grosse merckliche, und unverhoffte Veränderungen sich zugetragen und bege- den, solches ist bey Männiglich annoch in frischer Gedächtntß. Dabey lasse ichs nun bewenden, und will hiemit dieses, wiewohl ring' tägige, doch nicht ohne besondere grosse Mühe und Zeit zusammen getragene Werck beschliessen; Weil es doch sicherer ist, alte Geschichte aufzeichnen, neue, gegenwärtige Händel beschreiben. dlsm Vers icribere, inreröum periculolum el^; kslis verv- temper Leimen. 7 ,77777 77 8Hskk^8k, Das ist: Wistorische kurye des uhralten Kchloß oder Burg Zarinnen -essen erste Erhebung/ Bewohnung und Regierung, M ordentlicher (^oniiZnution derer dahin, eingesetzter VurggraveN/ Pfleger und anderer Beamten; chr Geschlecht und Herkommen/ wie auch die hierunter fürgeloffene Veränderungen und andere denckwürdige h Geschichten / begriffen: Historien, brieflichen Urkunden und IVlaauscriptis mit Fleiß zusammen getragen: durch Walentin Krevenhueber Gedruckt zu Regcnspurg, dey Lhristoph Fischer, . _ Im iszr. Iabr. _ Wiederum aufgelegt Nürnbergs Bey Johann Adam Schmidt Buchhändlern 1740. EZ )o( Kk VLVIL^IIO. Nem Dolgebomen Vam/ Kerm Wohann Maximilian von Wamberg Frecheren zu Lrttenegg und Lttenstain, Herrn auf Stockern vnnd Amerang/ der Röm. Kays. Mayest. Burggraven dero Herrschafft Steyer. Sowol auch Denen Edlen, Gestrengen, vnnd Wolgelehrten Herrn Adamen WolffeN/ Rändmaistern: Herrn Johann Mayer von Wuche- ^tv zu Lindenfeld/ Gegenschreibern/ beyden allerhöchstgedachter Kays. Mayest. Rächen: vnnd Herrn Johann Jacoben Sonnen¬ wald/ Pflegern daselbsten. ^^^Olgeborner Freyherr / gnedlger Herr Burggrav, auch Edle, Gestrenge, Vest vnd wolgelebrt, günstige Herrn, gegen- wertiges opusculum, soll vnnd weiß ich niemand andern billicher als Ew. Gn. vnd Herrtigk- zu zuschceiben vnd zu otkeriern: Ins . gesambt zwar darumben, weilen dieselben der jenigen hoben und «Nderer beambten, derer hierinnen gedacht wird, Zuccessores: in der ihnen »vn der Röm. Kays. Mayest. anvertrauten Regierung, dero aigenthumblichen A z Herr- Z62 _KZ )O( M__ Herrschafft Steyer, seyen, denen als Liebhabern derttillorren und -rmiguiceten hoffentlich nicht unangencmb seyn wird, solch ihrer ^nrecetlorn, wer dieselr den den Namen und Geschlecht nach gewest: als auch was für Veränderung und sonsten denckwürdiges mit der alten Grav-Herrschafft und Schloß Steyer, vorzeiten fürgangen wissenschafft zutragen. Darneben habe Ewrer Gn- Herrn Burggraven, zu derer unlangsten, ihrem Herrn Vatter succe^irenden antrettung der Burggraffschafft, ich hiemit in gehorsamb Zrsruliem, Glück und Segen zu ruh - und friedlicher Regierung, allermassen dero hochgeehrter Herr Vatter derselben gantz Löbl. vorgestanden, wünschen sollen: Dem Herrn Mair und Herrn Sonnenwalden bin ich, umb von ihnen gegen mir verspür ten geneigten willens, ohne das mit einem schuldigen danck obliZirt, welche» ich hiermit etlicher massen zuerkennen geben wöllen. Hierauff E- Gn. und Herrl. sambentlich gehorsamb - und dienstlich bittend, die geruhen diese meine wiewol ringschätzige Arbeit, die ich doch nicht ohne Mühe auß unterschiede» tMoricK, msnuscriptis, briefflichen urkundten und Monumenten vor diesem colllgirt, und bey jetzigen meinen mußweiligen Tägen in etwas Ordnung E richtet, mit gnedig und günstigen gefallen an - und auffzunehmen, Denen ich mich gehorsamb- und dienstlichen empfehle, Geben zu Regenspurg den letzte" IM äimo i6zr. EN, G». UNd HMl. Gehorsamb und Dienstbeflißner Valentin Preuenhueber / E wcsner GwerckschafftS SectttanM zu Steyer. W )o( W Z6z c^8I!iV^I 8HkkM8L S ist aus; den Historien befand, daß die Römische Kay¬ ser und Könige in Bayrn, unter andern ihren beherschten Lro- vincien/ Sonderlich das Noricum liipense, (darunter das je; tzige Land ob der Ennß, und die Refier umb Steyer auch be¬ griffen gewest) wider ihre damalige biß an den Enrßfluß wohnente Feind/ die Hunnen: wie auch hernach die Vngem, ^rmittels unterschiedener/ an der Thonau und Ennß auffqeführter befcstigun- N» und darinnen gehaltener besatzungen nothwendig verwahren und befchü- tzen müssen. ' . Wie nun zu solchem Ende / Kaysers ^mulph; Sohn / König Ludwig der kerbte, umbs Jahr des HErrn Christi 920. oberhalb der alten zerstörten Rö- Uchen Statt l.3uregcum oder Larch auf einem Berge gegen dem Wasser der ^mß eine Festung HnnaspurZum genannt/ (jetzo Ennß) und fast eben umb sel, ^Zeit Grav Sighard von Sempt, das Schloß Ebersperg am Traunfluß: mverhüt;und abwehrung gedachter Vngern stättigen Einfäll und Lands - vers Ostungen erbauet haben. Also ist gantz glaublich, daß auch/ wo nicht schon ^vor, doch selben Zeit, dergleichen befeftigung/ wo jetzo daß Schloß Steuer Net, als an einem zu Verwahrung benderAüß Ennß und Steyer, bequemen erhebt worden: Jnmassen man ex rrscliüone nacdrichtung hat/ daß allda Men lang vor ecbauung des jetzigen Schloß em befestigter Thurn, unter be- ^bnr und bewahrung der dahin gelegter Kriegs-Zuarck gestanden seye. . Nachdem aber die damallige ungläubige Vngern, ungeacht dieselben von N Römischen Kaysern vielmal geschlagen und zuruck getrieben, dannoch von Jen stäten Ein; und Überfällen/ beraub-und Verwüstung der Landen, nicht Hessen, wurde umbs Jahr 98Z. auf den zu Tulln gehaltenen Landtag von «Nhog Hawrichen in Bayern, Margrav Leopolden zu Oesterreich und Cbri- sM Bischoffen zu Passau, Geist-und Weltlichen zugelassen, Castel, Schlös- und Flecken, wider gemelter Vngern Einfäll auffzubauen- .Dahero denn weyland Kaysers ivlsximilisni primi ^illoricus und ^me-, ^>cu8 vokt. Joseph Grünbeck, in dessen, seinem Vatterland der Statt ^^yer, über derselben erste Erhebung vor Jahrn 6e6icierten ^llrolvZischen Schreibung, nicht unrecht andeut, daß vast umb selbige zeit, nemblich das jetzige Schloß Steyer (zweiffels ohn wo zuvor gedachter alte Thurn ännosz«,. " uanden) zuerbauen anqefangen worden. k» .Wiewol gemelter Grünbeck in deme etwas irrig, wo er meldet, solches tji^au sey von den beyden Kärndnerischen Hauptleuten vomicinno und keri-> fürgenommen, So doch von diesem in den Kärndnerischen ^nn-llibus andern ttittoricis nichts gefunden wird, Jener aber nemlich vomitirmus. dj? Jahr zuvor schon todt gewest, und dann daß sonsten in den ttillorien k» erheb-oder erbauung gemessen Schlosses, dem uhralten Geschlecht derGravm ^aven von Steyer, zugeschrieben wird , welche dasselbige nach ihrem Na ", den gedachte Graven von denen m der Refier umb Steyer vor alten zei- 852 ten ten wohnent gewesten Völckern den Tam-lick, (Styecer) empfangen und al,o Styer oder nach jetziger außsprach Steyer genennet haben. Lttoca- Aus diesen Graven von Steyer NUN/ ist Ottocaru8 PNMU8, umbs Ial-t rusMarg- rv72. ungefehr von Kayser Heinrich dem vierdten / zu einem Marggravett M Skeyer°? hebt/ und demselben, die damals also genante Kärndnerische March, (welche 1072. die Hertzogen von Kärndten vorhin besessen) zu Lehen verlihen worden: l)o- N3tu8 ä Lselgre bero üro (sagt ba^m8) oriemali Oarnomm krovinciX Lomirgtum Lr^rse acl konce8 Sc utrm8gue Dorici conünia Primus luX ttirpl8 iVIarcbio OarinrblX ac 8. stom. Imp. krmceps ialmgws eü. Und von der Zeit an, hat solche March den Namen überkommen, daß sie Mi- mehr die Kärndnerische: Sondern nach der Graffschafft Steyer, die SrE march (wie noch zu tage) genennet worden / darzue in folgenden Zeiten die ten Marggraven und Hertzogen von Steyer unterschiedene anrainente Rcfir^ und kreZione8, von den Hertzogen in Khärnden, sowol denen Graven vo/r Mürtzthal, Marchdurg, Ruen, Pürten und anderwertö durch Kauff, El^ fäll, und des Reichs Lehens Verleihungen, gebracht und also hiermit Fürstenthumb Steyer / in jetzigen Stand erweitert haben. Es hat aber auch die Gravschafft Steyer damals und hernach mit deren Gebieth und Gezirck weit umb sich griffen, denn hierzu die Statt Steyer, § Reficr über die Ennß biß gegen Waidhoven , und einwerts neben gedacht^ Wasser, das Gafflentzgew, und wo jetzo der Marck Weyer ligt, das EnE thal, der Gaiß- und Ennßwald (von welchem Libero der Grav von StE der Waidgraff genennt worden) sowol nach dem Steyecfluß hinein das gaE Steyer; oder Gästenthal, das Clauß - oder Pierngebürg, und Ienseit Eteyer, die gegentumb Dietach, wo jetzo das Closter Gleinck ligt, also Ennß und selbe Refier, gehörig gewest, darzue auch kommen die gegcttt z Wilhelmlpurg biß in die Piestnick, Hertzogburg, Cbeworff, Oßrahm, MM tenklrchen, Gumpoltskirchen und anders mehr in Oesterreich gelegen, so grav Leopold der dritt zu Oesterreich seiner Tochter Elisabeth, Marggrav tocrn-i II. zu Steyer Gemabel, zum Heyrathgut und außsteurung geben. her denn solche Graffschafft Steyer von gemeltem bsrio nicht unrecht strffimus Sc 3mp1ilstmu8 Lomit3w8 genennet: auch derselben grösse und anW in deme fürgestelt wird, wo er nachfolgende vornehme alte, nunmehr mam^ tbeils abgestorbene Geschlechter, die als Zeugen in Marqgrav Orrocan vo Steyer kunöanon-Briefs des Closter Gärsten ab -mno noß. gefunden werd^ einführt, welche alle der Graven von Steyer L henöleut vor alters sollen west seyn, mit Namen: ki!§rim Sc blarrman 6ü kuecbaim, Oierrrcb cle baim, ^rnolä 6e V^artenbercb, krröericb Sc Oottscbalcb üe blnnesserF, lM r,'cb n Iftcl lwet ver Gmain'der Ritte- und Du-g°- zu Ste^ Statt steyer, über °i° Cape." m der ^"rgk, und über das Spittal. befrevet ^.nno ir>7- am Gon- -e». ,»,7. L LkÄ T.°M kW ^nermassen ihr Hoffhaltung gehabt. Als O 2 Friedrich Als über Hertzog Fridench genandt der ftreitbahre / I^eopolcli VH. Sohn, s"r!A^v von Ka 'ser Friderich dem andern, umbs Jahr 1236. in des Reichs Acht erklärt Oester- ' worden / hat der Kayserliche über Oesterreich und Steyer gesetzte Statthalter reich und Grav Otto von Eberstein/ poliestioneg (wie die Wort lauten) spucl Muslum üc.88' oKcmm I^oc3N3tU8 8c^riZe perrineuce8: umb ein summa Gelds Herrn Herr Ä- Ulrichen von Lobenstain / verpftndett . nch v°n Die von Lobenstain waren vornehme Herrn in Oesterreich, ihr Schlön Ebenstem. E Namens, nunmehr öd und unbewohnt im Mühlviertel ligend, haben die Herrnvon Stührenberg innen. izzb.hadennochgelebtHerrHanßundUlrich Vettern, von Lobenstein: dieses Geschlecht hat sein Begrübrruß rm Closttt WilLermg. Unter welch verpfendung zweiffels ohn auch das Schloß Steycr verstan¬ den gewest: Es hat aber gemelter Hertzog Friderich nicht lang hernach Land von des Kaysers Besatzung, mit dem Schwerd erlediget wider m sein Gewalt gebracht, darunter auch das Schloß Steuer eingenommen, daftlbD än. I2Z9- er sich I2Z9. in der Person befunden, und des Closter Gleinck Lriv-Ieg -l lud 6aro 8- lcl. 8epr- in Laliro 8r^r conkirmirt» än, 1246. Wie nun hernach dieser Hertzog Friedrich 1246. in der wieder die Un¬ gern gehaltenen Schlacht umkommen,und also mit ihm der Männliche SttE der Hertzogen von Oesterreich und Steyer, außm Babenbergischen Geschbd ^n. 1250. Abgängen, hat bey wehrendem lmeneZno Hertzog Orrovon Bayern anno das Land ob der Ennß mehrerntheils, darunter auch Steyer, Lintz und EnE 1251. eingenommen, welcher Hertzog auch das ander Jahr hernach anno 1251. E gedachtem Hrn. Ulrichen von Lobenstain droben gemekde Pfandschafft des SE Steyer, pro clucenris libris. (wie die Wort lauten) ob stöelis servirig iibl c 6!io suo buclovico prLlbita bestättet, und also in die polH-s? wider eingesetzt Es hat aber unlanq hernach,nicht weiß ich aus was recht oder ursach, H-v Herr Dicthmar von Steyer, außm Geschlecht der alten Graven von Steyer, Dicthmar Schloß und Statt Steyer, auch anderer daherum gelegner Ort bemäcW v- Dteyer. get) wider abtrettung wegen der damablige neue Landsfürst inOesterrera) Ottocams Marggrav Orrocar von Viährern sich mit ihme lub üaro Lmtz ZO. ^ugusti snu ^Mäh^ ^2^2. verglichen, demselben ein Summa Gelds geben, Loßstain zu Leben rcrn" Her- liehen, und das Burcklehen im Schloß Steyer von neuem corckrmirt, guo zu noikro (sagen die Wort des Vergleichs) Oiermaro 6e 8teyr, bonellaN ÜE meriris inclinatt, fv8 noiirum in bostzin 6uximu8 conferenäum, voleje ^n. 1252. 6,-mirer m keu6o suo, guoö Burcklehen vulZ^ricer- clicimr, in Oslkro 8te/r plel>0 jure Zauclear velut anre, in guo Lattro inrmicos tuo8 non !ocabimu8 Lli^uacenv ex permitto, in luum prsejuöicium auc grauamen. Dardurch ist also die H^ schafft Steyer widerumb an den regierenten Landsfü-stcn gelanget, und hab^ sich folgend Herrn Diethmars von Steyer Nachkommen, vom gedaM" Schloß Loßstein, Herrn von Losenstain genennt und geschrieben. . Durch weme gedachter Hertzog Occocar König zu Behaimb, zeitftlm Regierung über Oesterreich, die Herrschafft Steyer Zuberniern lassen, ist uM HerrHein- leichtlich zu wissen, vermuthlich aber ist, weilen Herr Heinrich von Hag Hag?°" welchen die Hrn. Man von Hag Freyherrn ihr Geschlecht cleriviern) danM' '1272. len und noch anno 1270. ein Landsfürstlicheö oKcium getragen, und ror circa ^na5um genennt worden: es möchte diesem Königs. Beambten auch ^0 Regierung der Herrschafft Steyer, zugleich anvertraut gewest seyn. ^n. 1276. 1276. hat Hertzog Heinrich in Bayern , Königs Orcocari Bundsgenoß Keyser Rudolffen den ersten, etliche Orth im Land ob der Ennß, darunter am v.Baycrn. Steyer, Lmtz und Weiß zu seiner Versicherung eingenommen, oder Vieumv ihme von König Oecocaro selbflen eingeraumbt worden. Selche Orth kurtz hernach gemelter Käufer in seinem ersten anzug wider Ottocarum, tem Hertzog Hainrichen der sich mit ihme außgesöhnet, umb 4600s. Mw ^fangen anlehen verpfendet. Wie aber Hertzog Heinrich sich König Orcoca- abermahlen beypflichtig gemacht, muste er, nachdem der König vom Kayser m dec Schlacht anno 1278. überwunden, und selbst umbkommen, zu seiner Versöhnung , gemelt verpfendte orth ohne erstattung des anlehen, dem Kayser 'vider abtretten. - Nachdem nun hicrauff des Keysers ältester Sohn Grav Albrecht von Hab- Albrecht Mrg zum Hertzogen und Landsfürsten über Oesterreich, Steyer und Crain ^ebt, und demselben solche Land vom Röm. Reich an. 1282- zu Lehen ver- wird He?! Men worden. Haben von solcherzeit an, die Hertzogen von Oesterreich Hab- tz°g zu ^gischen Stammens, solch ihr Herrschafft und Schloß Steyer, biß aufA*' Wenwerrige zeit, mit dem eigenthumb unverändert innen gehabt, doch die- »z,. Me zu zeiten ihren Gemählinen zu deren Wittibsitz außgezeigt, auch wol unter Men selbst Satzweiß verschrieben und eingeben, maistentheils aber dahin ihre Mmdte / die man Pfleger und Burqqraven genent, eingesetzt, welch solch /Masst Pfleg- sonderlich aber von jüngern Zeiten her Pfandschaffts weiß k>Cen und regieret- < Ob nunwolderNamundAmteinesBurggraven nicht allein bey Fürsten,son- 2 vor Zeiten auch andern vornemben Landherrn in Oesterreich im gebrauch ge- A inmaffen dann (exempli ^rmia zumelden,) Heinrich von Oed Ritter, aufm ^MkoßWindeggfderHerrn vonWalsee.umbsIahr i z2v.AndreTuchel der ehrbar MechtderHerrnvon Lichtenstarn aufm SchioßGmünd,anno iZ6o.undVicentz tz?lperger anno 1598. aufmSchloßLoßstain,derHerrn vonLosenflain,Burggra- M gewest, auch noch bey jüngern Jahren die Herrn Prüeschencken Graven zu /?rdegg gn. isr2. Hansen Kerschpergec zu Stadelkirchen zu ihrem Burggraven Schloß Hamrichöburg gehalten: So har jedoch solcher Nam, Amt und Authoritet eines Burggraven zu o-M (darzu jederzeit allein des Herrn - Ritter - oder vornehme des Adelstands 'Zinnien worden) viel ein mehr- und höhers als jetzt gemelter und anderer ge- MNer Burggraven, auf sich getragen, vorab in dem, weil ein Burggrav zu in solch seinem Amt den regierenden Landsfürsten selbsten reprselentirc. hN (wie hievor angezogen) ein sonderbare von der Lands-Hauptmanschafft Lj, ^ands ob der Ennß, gantz abgesonderte jurigckNion und Eerichtsstab über chx/^fchafft Steyer und derselben zuegehör, gehabt und exerclerc, wie lol- Mer andern zusehen aus dem zwischen Albrecht und Leopolden Gebrüdern g^Men zu Oesterreich im Jahr 1579- aufgerichten Thaübrieff, darinnen fol- dj2 bcey Landöfürstliche Gericht Kis verbis benent werden: also: daß alles in genante Hoffschrami gen Wien, in die Hauptmanfchafft ob der Ennß, Pfleg zu Steyer, gehört, als daß ein Landmarschall in Oesterreich, Uh bw Hauptmann ob der Ennß, und ein Burggrave zu Steyer, untzther in- sd^^Aabt haben, rc. Von welch sonderbakren junscli^ion es aber folgends, bey Regierungs zeitcn Hertzog Albrechts des sechsten, und seiner 8uc- nach und nach widerum kommen ist. ^llra Dermassen nun solche aufder Herrschafft und Schloß Steuer eingesetzte bjßM'aven,Pfleger,Pfandinhaber und andere nachgesetzteBeambtevon^. 1284» l!^' ßegenwertrgeZeitin oKciis fucce^rt, selbiges ist in folgender conüxnscion ben Mehrern sonderlich abgeftorbnenGeschlechtern,derselben Herkommen, und beqräbnuß: wie zugleich die Regierenten Oesterretchischen Lands- "«ter denen solche Burggraven, Pfleger und Inhaber der Herrschafft gelebt, neben bey verzeichnet. - 00^8101^1101^ Mb-kkus Burggrafen/ Pflcgey Pfand Inhaber und anderer «U« "^Pgesetzter Bcambten auf der Hcrrschastc und Schloß Steyer. ^nnv 1284. Herr Walther von Seisenegg Pfleger auf Steyer. Die von Röm^Kay, Seift-ftr- ?68 _ W )c>( M _— Seisenegg scyn eines altenRitker-Geschlechtö inOesterreich gewest und in Herrn- Stand erhebt worden, haben die Schlösser Seisenegg, Zeillern und Werttenegg besessen , aus denen noch an. isi8. Herr Georg von Seisenegg Freyherr gelebt, sind seither abgestorben. än. 1287. Herr Hanns von NeidM Idem. Diß Geschlecht ist noch M Zeit in Oesterreich unter der Ennß im Wesen. In diesem Jahr 1287. im Augusto warHerzogAlbrecht in der Person auD Schloß Stcyer. ^n. Igor, erlitte das Schloß Steyer einen mercklichen Brunst-Schad^ von einem Feuer, so den 27. Febr. im Ennsdorff bey einem Haffner austM men, und durch den Wind in die Stadt und Schloß getrieben worden. ^n. rzoz. der Edel Herr Herr Wilhelm von Rhor Pfleger auf SE' Die von Rhor ein alt Oesterreichisch nunmehr abgestorben Herrn-GeMA denen das Schloß Leonftain an der Steyer gelegen, gehörig gewest, aus welche" noch z^n. 1^07. Herr Christofs, Herr von Rhor zu Ottenstein, gelebt» AayftrAl» ^n. izo6» k IZII. Elisabethgeborne Grävin vonTyrol, Kaysers ^lberM' wird er- Gemahel: Inhaberin der Herrschafft Steyer, Herr Peter der Panhalm det schlagen/!. Königin von Rom Pfleger zu Steyer. Diese Königin hat bey währender ck": May habung der Herrschafft Steyer, die ihr von Kayser Albrechten ihrem GeE' redirt. eingeben gewest, zu Zeiten aufm Schloß gewohnt, von derselben ist das SE Herzog Bergwerck zu Hallstatt erfunden und erhebt, auch düs Svital zu Steyer t»"' ^rt worden, ist gestorben an. iziz. liegt im Clofter Königsfelden begraben. . Herzog ' Ihr Pfleger gemelter Panhalm, war an. izos. IZO6. öe IZI8. zuE Friederich Stadt-Richter zu Steyer ein Fürnehmer vom Adel. Bärtlme PanhaiM^ Stad lkirchcn der letzt von diesem Geschlecht hat noch gelebt umsIahr i s 56. äg er, Begräbnussen seynd in den Clöstern St- Florian und Gärsten zu sehen. wählt an. änno IZ2I. HerrGottschalch Richterder Herzogen von Oesterreich P" ger zu Steyer. KönigFri- z^nno IZZO. Herr Johann Scheckh Burggrav zu Steyer. Die Su) airb?iu5n ckhen waren unter andern aus der Gmain der Ritterschafft, die damam Schloß' der Stadt Steyer häußlich gesessen, von welchen noch änno 146s. E« Ducken. Geörg der Scheckh zum Wald und Aggsteitt Ritter, im Leben gewest, ihtt Ean an.' gräbnussensiehctmanimCloster Gärsten, allda auch dieses obgemeldtenD^ izzo. se> graven Leichstaitt, mit dieser Schrifft: z^nno 1 z so. obür Ke verenllus Riffes putt. im Joannes 8cbe!c. ztz ftr"w,ftr ^nno rzzz- Herr Ott der Scheckh Burggrav zu Steyer. Liegt"" Mourbach zu Gärsten begraben, allda sein Grabftain zu sehen mit dieser Schrifft, so er ge- 1246. in inventivne 8. 8tepbam krotvmsrtvris obiir keverenllus Orco 8cke!c. Ecine ^nno IZZ4. Herr Otto Hauser Burggrav zu Steyer. Aus einem a> 7, ^aOtt u' Oesterreichischen Adels-Geschlecht, so auch abgestorben, aus dem ums Mrccht' rsss. noch gelebt Herr Leopold Hauser zu Matzen. .HF der Ander, z^nno I Z42. Herr Hanns Rauscher Idem. Diß Adel. Geschlecht Herwa'^' scher ist auch abgestorben. Mil' Ll?stirbt ^nno IZ47. um St. Veits-Tag, war Herzog Albrecht der andere dtp -n. .z;8. men zu Oesterreich, persönlich aufm Schloß Steyer. yes Ter änno 1Z49. Herr Albrecht von Atzenbrugg Idem: Atzenbrugg SM und Herren-Stand, schrieben sich von Tauttendorff, ihr Schloß und SW ^l°"7ra brugg am Tulnerfeld liegend, gehöret jetzo nach Closter- Neuburg, stU" inSttyrr. ausgestorben. ^nnoizsz. Lcs6. HerrIohannder Scheckh, Idem: z^nno IZ57. Lc s8. Herr Niclas der Scheckh, Idem: wFtt Hainrich Kerschperger sein Pfleger. Die Kherschperger ' circa rzv6. Burger zu Steyer, fürnehme vom Adltder letzt diß^^ Herzog Rudolph stirbt zu Mayland, 7. Aug. sn. 1365. ftp. zu Wrenn bey St. Skeffan. Herr Hanns Kherschperger zu Stadlkirchen ist gestorben ^nno 1520. ihre Be- Herzogs Srabnussen seynd im Closter Gleinck zu sehen. ^echt u. ... ^2no izs8. um Pfingsten war Hertzog Albrechti!- kurtz vor seinem Todt,Jum sn. "Uftn Schloß zu Steyer. iz;8. zu . 1^9. Herr Reinprecht von Walsee Hauptmann zu Steyer. Die^s.";^ von Walsee seyn mit Kayser Rudolpho I. aus Schwaben in Oesterreich kom- Carthau¬ sen, und seinem Sohn Herzog Albrechten zu Röthen zugeben worden, durch Kloster Me den Lands-Fürsten erwiesene Dienst, zu vielen Herrschafften, und in groß vermögen erwachsen, haben die fürnehmste Erb- Hoff und andere Lands-Aem- Suc. eer bedient, die Clöfter Seisenstein (da ihre Begräbnussen) wie auch das gewe- Rudoi. ^neFranciscaner:ClofterzuLintz/wo jetzo das Land-Haus stehet, und Schlier- Vierdte? vüchfundirt, zu Erhaltung und Gedächtnuß ihres Namens die beyde Schlös- Sohn. Obern-und Niedernwalsee erbauet, seyn abgestorben -m. 143z. mit Herrn ^einprecht von Walsee, Stifftern des Closters Seisenstein, allda er auch be¬ gaben liegt. ^nnv i z6o. §c6i. der Erbar Herr Herr Ottocar von Rhor Burggrav. ^nno iz6i. der Erbar Ritter Herr Niclas derHayd Burggrav und Schaff- "br zu Steyer. ^nno iM.Herr Niclas der Scheckh Ritter Burggrav. n i z6s. der Edel Ritter Herr SimonVenckh. Idem: Liegt zu Gär- in der Losensteinerischen Capelln begraben, auf seinem Leich-Stein steht: ^Ntrn IZ7Z. vbüc dtvbiü8 ivlües 8imon Venk. Abt Niclas zu Gärsten war sein Studer: dtß Geschlecht ist auch ausgestorben. ^nno 1z69.se 70. Herr Hanns der KhneusserIdem. Wird neben andern ^'nehmen Herrn und vom Adel, als ein Zeug gefunden, in Ertz - Herzogs Ru- ^olphi des Vicrdten zu Oesterreich Briefen, 6e sn. 1 z6z. und ist hernach snno ^74 Herzog Albrecht zu Oesterreich Hof-Marschalck gewest, diß Geschlechtift Herzo g "ogestorben. bricht der . Pfleger damahlen Herr Peter der Preuhauen. Die Preuhauen waren Am Miaus der Gmein der Ritterschafft zu Steyer, von denen noch an. 1422. der ftm Bm- ^ol Ernst der Preuhauen zu Clingenberg gelebt, seyn abgestorben, ihre Begräb- der. ^^^en im Closter Gärsten zu sehen. ^.nno 1270. an St. Andreas-Tag, befand sich Herzog Albrecht aufm 'bchloß Steyer. st ^nno IZ7I. Herr Steffan Scheck Burggrav zu Steyer. Sepult. zuGär- ^Maufseinem Grabstein stehet: Hnnovom. iz86. obücvm 8tepkanu8 8ckelc l.uciX. ^nno IZ72. Sc 7Z. der Erbar Herr', Herr Albrecht von Ottenstein. Idem: g Jacob der Pratter sein Schaffner allda. Dieser Herr von Otten- a.,? hernach sn. iz99. Hof-Richter in Oesterreich, dessen Geschlecht auch ^gestorben. - Sonst aber ist Ottenstain mit Rastenberg und Hohenstain ein ^schlecht aus dem Herren-Stand in Unter-Oesterreich gewesen, darinnen eyde Schlösser Ottenstain (jetzo dem Herrn Grafen von Lamberg gehörig) und Möstenberg noch im Wesen. k», iZ75 Lc76. Herr Petrim der Hinterholtzer Idem: Liegt im Closter Gleinck begraben, aufseinem Grabstein stehet: ^nno IZ88. obüt dlobilis vir?etru8 Uinterkolrer. . Diesem Geschlecht haben die Schlösser Salhaberg, Zeltlern, Moldt, und Sitz Rämingdorffzugehört, ist mit Herrn Jacoben von Hinterholtz ausge- "vrben sn. 1504. wie an dessen Grabstein allda zu Gleinck zu sehen. ^e^nno IZ77. LL78. Herr Rudolff von Walsee Inhaber der Herrschafft d-6 1378. Sc 79. Herr Niclas HinterholtzerPfleger auf Steyer undVogt gmainen Land-Gerichts. ^nno izLo.Herr Reinprecht von Walsee,Pfleger aufSteyerund Haupt? Aaa mann HerzogAl- brecht dck Dritte siirot zu Laxen¬ burg, 15. Stpr --n. IZ95. sep. zu Wien Albertus derVlcrd- te sein Sohn. Herzog Wilhelm sein Vetter unterste-! hetsich ne¬ ben ihm der Regie¬ rung. HerzogAl- brecht der 4. stirbt in der Bela¬ gerung Znaimb 15. Aug. »n 1404. ftp. zu Wien, »er¬ löst einen unmündi- genSohn, Herzog Al- mann zu Ennß. War hernach viel Jahr Lands: Hauptmann ob der Ennß» Obm 3NNO 1422. am Tag vilU3tioni8 ö. XlgriX. ^.nnv IZ8I. k 8r- der Erbar Veft Ritter / Herr Walther von SeiseneO Burggrav und Pfleger aufSteyer. Bey diesen Zeiten hatHerzogAlbrecht ein Zeitlang aufmSchloß Steyer rcückrt, von dorten aus der lang gewehrten Beläaerung des Schloß Leonstain an der Steuer hinein gelegen, den Herren von Rhor zugehörig, beygewohnt, welches Schloß nach der Eroberung aus- gebrannt und niedergerissen worden, davon die Kucera noch zu sehen. ^nnv iM» ^9Z» HerrWolffhart dec Innbrugger Pfleger. Von diesein Geschlecht seyn noch übrig die Herren Innbrugger Ritter-Stands in Oester- reich unter der Ennß. Hnnv iZ9o. öc 94. Conrad der Maußhaimer des Herzogen Amtmann z» Steyer. IZ94. k 96. Herr Niclas der Hinterholtzer Pfleger. Joachinidcr AnhangerJdem: Die Anhänger waren vom Adelin diese!" Land ob der Ennß, denen das Schloß Khöppach zugehZrt, seyn abgestorben. Sigmund Stainbeckh: Idem: Die Steinbectyen seynd eines alten liehen Geschlechts in Oesterreich ob der Ennß gewest, haben sich zu StainlM geschrieben, ist mit Christophen dem Stainbeckhcn »nno izo^. abgestorben, lE zu Wrllernig im Creutzgang begraben, 1Z95. um Michaeli hat sich HE Albrecht der dritte, in der Person aufm Schloß Steyer befunden. Nach senTod HatHerzog Wilhelm zu Oesterreich zu seinem Castner oder RändiN^ ster »NN" iZ96. gesetzt vorgemelten Conradcn den Maußhaimer. 1Z98. er 99. der Erbar Herr , Herr Hatnrich von Zelckhing PE auf Steyer. Zelckhmg ist von den vornehmsten und altisten HerrmGescklecY- tern eines in Oesterreich gewest, welches nach des Oesterreichischcn in seinem Buch 6e ZLnrium MIFI ^rionik>u8 Anzeig seinen sprung und Herkommen von den gar alten Fräncktschcn Völckern den Hlüs nomrnen, davon dieses Geschlechts Stamm: Hauß, das alte Schloß Zellig oder Zelckhing(nichtweitvon Mölck gelegen, und jetzo denen Herren von E haimb gehörig) den Namen hat. Es war ein wohl begütertes HerrmGeschlE dann selbiges unter andern innen gehabten Gütern ein gantzes Gezirck Laud^ nach einander, nemlich: Freydegg, Schönegg, Zelckhmg, und SchallabE zu einer Zeit besessen, aus diesem Geschlecht hat Herr Werner von Zelckhw8 umS Jahr 1100. (vermög des Rüxners Thurmer:Buch aber Herr Achatz Zelckhmg schon gn 984.) gelebt, ist ^n. i6Z4. mit Herrn Ludwig Wilhelm gestorben. Friedrich der Bogner hat um diese Zeit gewöhnet aufm Thncu' der Veste zuSteyer, welchen ihme auf sein Lebenlang zu bewohnen und zu") Hausen, Herzog Albrecht zu Oesterreich durch Herrn Eberharten von Chap^ eingeben lassen: . Dieses Bogners Kinder haben sich hernach genennt die Khreßling, wellm. Friderichen Bogners Thurners zu Steyer Söhn, und geschrieben von R"^' sing und zum Dorff, von dem Geschlecht sn. 1^16. noch gelebt Pangratz ling zum Dorff, Pfleger zu Waidbovcn an der Pbbs, seyn auch abgestor'^ ihr Begrabnus ist in der Kirch zu Hädershoven. , Hn. 1'402. Lc 140z. der Edel unser gnädiger Herr Herr Wilhelm von Idem: Sein Ambtman der wolbeschaiden Pilgram der Weichster-m 140^ 8. Oslixti Tag war Herzog Wilhelm zu Oest. aufm Schloß Steyer. ^l,. ^nno 1408. bis 1416. Ernst Ertz:Herzog zu Oesterreich Pfand-Ilw^ der Herrschafft Steyer. Deine ist selbe Herrschafft versetzt worden, von si'llr Bruder Herzog Leopolden als Vormund Herzog Albrechts des V. ? Ernst hat um Michaeli -rn. 1408. damaler sich persönlich aufm Schloß vel den, die Pfandschafft angetretten, auch offtmals allda sem HofhalttMg habt, ist gestorben -m. 1424. den s. Iulit zu Grütz, liegt im Clostcr Rem graben. Seine Pfleger seyn gewest Herr Weickhart von Polhaim an. r4 öc: SN. diN ihr l!li boi lve der gri vo sei ni Ut Ki ko re rn d tr n n t i e s 1 i l к 1410. und hernach der Edel und Vest Ritter Herr Geörg ScheckhvomWald, 5 Mn K 1411. bis 1416. Damahl war grosser Zwietracht und Unfried im Land, Vormund. Mum: daß daidc Brüder Herzog Leopold und gemelter Herzog Ernst zu Oest. Mn Vettern Hertzog Albrechten den V. nit wolten aus der Vormundschafft unrerfu, Bm, darüber derselbe im Vierzehenden Jahr seines Alters, von der Landschafft he» sich "l die Regierung eingesetzt wurde, dieser Sach halber kam Herr Reinprecht ^ct- Walsee Hauptmann ob der Ennß, bey Hertzog Ernsten in grosse Ungnad, zog Ml-' ?lchem er vrel seiner Schlösser im Land Steyer gelegen, durch Belägerung heim, reo. Men er selbst beygewohnt abgenommen, Weiler derHertzogaber besorgte, ge- Ernst Achter von Walsee möchte inzwischen die Herrschafft Steyer ingleichem am brüder. Mlffen, ließ er Statt und Schloß mitKriegs-Volck besetzen, und bevalch denen MSteyerin seinemAbwesen dieselben wolzu beschützen, und demScheckhen s„rbrzu "Mem Pfleger beyftändig zu seyn. - Mm r. 1416. bis 1429. der Edel und weiß Herr Steffan der Crafft Pfle- 3""" -u. ?'und Burggrav zu Steyer. Nach dem Herzog Ernst, seinem Vettern As dabegra- Mchten V. regierenden Ertz-Herzog zu Oest. der Ablösung Steyer in der Güte den. m wollen ftattthun, hat derselbe an. 1416. in den Pfingst-Feyertagen Stadt M Schloß eingenommen, und zum Burggraven gedachten Crafften einge- stirbt zu M/MitdemHerzogen waren unter andernfürnehmen Herren gen Steyer am W-m 5. Mmen ,Herr Johann Burggrav zu Maidburg, und Graf zu Hardegg, Herr Mpow von Ekhertsau, Herr Pilgrim von Puchaim, Herr Matthes der Rho- da begra- Herr Weickhart von Pslhaim, und Herr Andre der Hörleinsperger, dm bcr. M)ls Verweser der Hauptmannschafft ob der Ennß. 8° der Gedachter Crafft liegt zu Gleinck begraben, dessen Grabschrifft. ^nnv 5. tritt die . obitk d^obiirs viräcep!iÄNU8 6iöku8 Lrslkc. Regie- . Herzog Albrecht ift damalen biß nach dem Gottsleichnamö-Tag zu Steyer "im Schloß verblieben, auch dahin an. 1422. um Martini abermals ankom- "M, Castner oLer Rändmatster war an. 1429. Caspar der Edlherr. ^n. 14ZO. Eckhardt von Aßlauningen, Verweser der Herrschafft Steyer. AM?/' an. Herr Geörg Scheckh vom Wald Herzog Albrechts zu Oester- 5 wirdrm Cammermaisterund Pfleger, auf Steyer. 1438. in n. , ^n. i4Z2. dis 144O. Elisabeth Herzogs Albrechts V. zu Oesterreich Ger MAK '"Ml, Kaysers Sigismundi Tochter, Inhaberin der Herrschafft Steyer. Bchaim- л Derselben war von ihrem Gemahel neben Trautmansdorff und Weitte- und Röm,. Mg/auchdie HerrschafftSteyer für ihr Morgengab, Gerechtigkeit und Wit- M .KSitz verschrieben und eingeben, sie ist gestorben an. 1440. Ihre Pfleger Sarbt-m. 11.,?? ^uf der Herrschafft Steyer gemeldte Zeit über, der Edel Geörg Lew : ^439- den xK Wolffram Ehrnmuth. Castneroder Rändmaister von an. 14Z2. bis 1452. dM- lerth Pandorffer. . M Schutt H. ^n. 144O. bis 1455. Friderich Ertz-Herzog zu Oesterreich Röm. A-ru /-Kstr Inhaber der Herrschafft Steyer. Deme hat Könignr Elisabeth kurtz ihrem Todt ihr PfandschafftS-Gerechtigkeit auf der Herrschafft Steyer bürg. Last s.K'geben lind abgetretten. DerKaysersetzt hierauf zum Pfleger auf Steyer '""Kma- Rath, den Edel und Vesten Ritter Herrn Hannsen von Nerdegg von rMs, die Mira: Castner war der Edel Hainrich Thierbach. gebiert^. , (Welchem abgestorbnen Geschlecht vor Iahrn das Schloß Braittenaich V-stcrr-ich gehörig g-west ) , , ' ^NMähren,m>d aufKönd'M^tM^"m^m Ergraben. ' - - - - haim K§- wollte nach angetrettener Regierung Kayser Friderichen seinem Vettern nit E Arzo?u ständig seyn, daß Königin Elisabeth sein ssckÄm Mutter, ihr Wittib-StM O, st-r- ' und Leib - Geding an der Herrschafft Steyer, einem andern: nach ihrem Tovr reich die innen zu haben, befugt gewest sey, zu verschreiben / begehrte dahero die Abtret' rung'an, tung, weil aber Kayser Friderich sich hierzu nicht wollte verstehen, ließ Kömß km dreyze- I^aöiskus an. 14^5. das Schloß und Stadt Steyer durch diesen Herrn vonLiE denden wnsttin, mit Kriegs -Volek einnehmen und besetzen, dessen Hauptmann lv^ nesMers. der Edel Vest dlsbucdoögnossr Ankhenreutter von Scharffenstein, Bevelchv^ Kr-mg -a- Haber und Aufwarter, die Edlen Wilhelm Pürkhamer, Heinrich von Mache Witz, Erhardt Mansrieder, Hanns Prabekh, Hanns Schweikhard von ving, Mattbiasch Perckmaifter und andere. Sein Unter-Pfleger zu Steyer war der Edel Michael Grav, Casten-M^' Verwalter der Edel Conrad der Perger. Gedachter Herr von Liechtenstein war hernach sn. 1475. Lands - HaM Fridrichen, gegen welchem er auA neben seinem Bruder Herrn Christoffen vs" Liechtenstein zu Steüreag, im Land ob der Ennß Krieg geführt, ist -m. gestorben, lregt in der Pfarr-Kirchen zu Veldsperg begraben. Das U schlecht Ltechtenstain, so theils in Fürstlichen Stand erhebt, nimmt seinen w' sprung, neben den vornehmen alten OesterreichischenGeschlechtern : AlsKA^ ring, Volckenstorff, Müftlbach, Veldtsperg, Falckenberg, Diernstain,D>^ trach, und andern her, von dem berühmten Kriegs-Helden ^rone, einem hen Anverwandten der alten abgestorbenen Marggrafen und Herzogen Oesterreich Bambergischen Stammens, welcher vom kopone Bischoffen Trier, Marggraf Leopolden von Oesterreich ums Jahr Christi 1082. lvicvs die Böheim, Ungarn und Mährer zu Hülff geschickt worden; Dieser aber denen alten Grafen und Marggrafen von Efte,Parma,Ferrar und MaylE welche von den Nachkommen des vornehmen Römischen Edelmanns der ums Jahr Christi Z90. gelebt, entsprossen seyn. ,, HerzogAl- ^nno l4^9.öL 60. Herr Sigmund Schafoltinger Herzog Albrechts 6 umer-^ Oesterreich, Pfleger aufSteyer. Dieser war vorher an. 145;. k 56. Stavl zcuchr sich Richter zu Steyer. d-r Regle- ^nno 14^9. um l-uciX und 3N. 1460. zu Sonnabenden, war Herzog §' L'n? ob brecht aufm Schloß Steyer. der Ennß. /^nny 1461. Sc 62. HcrrWolffgang von Meilerstorff,zu Herttenstein. JoN'" war hernach an. 148s. Kayser Fridrichs Pfleger aufm Aggftein. ,K, Meilerstorff ist ein altes Adeliches Geschlecht in Unter-Oesterreich gelE ihr Sitz Meilerstorff war vor Zeiten nahe bey Wolfpach, so jetzo ein Banen" Hof. In der Kirchen zu Wolspach ist ihr Stifftung und Begräbnus. Herr Alber Schenckh von Ried. Idem: . ^nno 146z. bis 68. Herr Geörg von Stain Inhaber derHerrschafftStE Die vom Stain seyn Vornehme vom Adel aus Schwaben, von denen dm Herr Geörg, von Kayser Fridrichen in Herrn-Stand erhebt worden., der . sich meiste Zeit an Hertzog Albrechts zu Oest. Hof, als sein Rath auf, deme er seinen wider den Kayser geführten Kriegen, sonderlich m der Belägerung Burg zu Wien, beygcstanden, als nun über ein Zeit hernach gedachter HU.jj Albrecht mit seinem Bruder dem Kayser abermahlen in Unwillen und 01M . Krieg erwachsen, hat er von gedachtem von Stain, zu Hülff und AusfiM» seines Vorhabens, 14000. Gulden entlehnet, und ihme darfür Herrscham u StadtSteyer an. 146z. versetzt, und eingeben. In den bey seiner Zeit Ächt richten Briefen war sein Titel also: Dieser Brief ist gefertigt mit unserer E" der6stirbt digen Herrschafft Insigl, Herrn, Herrn Geörgen von Stain, der Acn^ ru Wien,2. und Regierer der Herrlichkeit zu Steyer: Diese sein Pfandschafft aber ha^ "all- mit weniger Ruhe besessen, weilen bald nach seinem Antritt Herzog Alvr da bezra- mit Tod abgangen, und daher Kayser Fridrich die Widerabtrettung von drich der Dritt, sein forderte: Seine Unter-Pfleqerseyn gewest, der Edel VeftLoreny der Tullinqer: Herr Geörg Khettner Ritter: und Lorentz Khilchinger. Ine. . ^nno 1468. 5c 7S. Herr Ulrich Freyherr von Gravenegg Kays. Majest. Truder M-Obrister und Pfleger zu Steyer. Nach dem gedachter von Stain, Kay-, smcedirt lWridrichen, das Schloß und Stadt Steyer in Güte nicht wollen abtretten, w Re- lcylckte derselbe an. 1467. Herzog Ernsten von Sachsen feiner Schwester Sohn, «eben Graf Wolffen von Schaunberg, Herr Jörgen von Volckenstorff, und ^err Reinprechten von Walsee, mit 400. Reutern aus Lintz gen Steyer, denen ergiebt sich die Stadt, der von Stain kam von Aspach aus, den seinen im Schloß »uHülff, und trieb das Kays. Volck wider ab, thät darauf neben seinem Gehülft Herrn Wilhelmen von Puechhaim, mit Stceiffen und Ausfällen im Land, ^nderlich den benachbarten Clöstern mercklichen Schaden, aber im Herbst ge¬ albten Jahrs, kam gedachter Herr von Gravenegg, der belägerte das Schloß, dem Ort» wo jetzo der Hof,Garten eingefangen, lag fast ein Jahr darvor, o.'s ers endlich sm 1468. mit stürmender Hand erobert, der von Stain ist heim- in der Flucht enrrunnen, begab sich zu seinem Schutz - Herrn König Geör- M von Behaim, ist hernach vom König Matthia von Hungarn zum Lands- ^uptmannin der Laußnitz gesetzt worden, in welchem Ämter sn. 1482. noch Mbt. Gedachter Herr von Gravenegg ist aus Schwaben in Oesterreich, und all- durch seme Dienst bey Kayser Friderichen hoch hinfür, auch zu vielen Gü- AN und Herrschafften kommenals er aber hernach neben andern vornehmen Oe- ^freichischen Land-Herrn (drunter vorgemelter Herr Heinrich von Liechtem war) wegen ihrer aufgerichtm neuen Aufschläg,mik dem Kayser in Drffe- ^ntz und Krieg, endlich gar in des Pabst Bann gerathen, fiel er zum König Mat- Basen von Ungern, und halft' den Kayser bekriegen. Gemelter König nennt ihn n ausgangnen Briefen den Großmächtigen seinen sondern lieben und getreuen "wichen Freyherrn von Gravenegg. . Castner oder Rändmaister war damahlen und noch sn. 147 c. der Edel ?Bns der Khammer, weil aber gemelter von Gravenegg nicht selbsten auf der Herrschafft wohnte, sondern an des Kaysers Hof: und als Feld - Oberster in des- en Kriegen gebraucht war, hat er aufm Schloß Steyer zu Beschützung dessen Mer den von Stain, der noch immer demselben und dem Land, mit Hülff der ^ohaimen, zusetzte, seinen Sohn H^rrn Wolffen von Gravenegg, und zum Pfle¬ ge, den Edlen strengen Herr Görgen Hell seinen Ohaim, hinterlassen. y Hnno 1470. ö- 74. Graf Haug von Werdenberg und zum Heiligenberg Mffer FridertchsRath, Obristcr Hauptmann und Pfiegerauf Steyer. Die- . rem Arafen, der damahl am Kays. Hof in grossem Thun und Ansehen war, hat Kayser sn. 1470. in der Fasten die Herrschafft Steyer Pfleg-weiß einrau- Mn lassen. Folgenden Jähes hernach um Pfingsten und Andreä kam derKay- ' k allbahin, mit feiner Gemahel Leonor» Königin aus Portugal, seinem Sohn ^'Herzog X^ximilisn, und Tochter, Fräule Kunigundt. . Unter-Pfleger war selber Zeit der Edel Vest Ulrich der Zeller: Die Zeller Zell (dessen auch droben eines Leonhard genannt, gedacht) seyn Fürnehme Adel gewest, haben im Land ob der Ennß die Schlösser Schwerdtberg, Al- und Riedtau besessen. . 1474 6c 76. Herr Reinprecht von Walsee, Pfleger aufSteyer. Der zugleich von sn. 1468. bis 77. Lands-Hauptmann ob der Ennß. Sein Mvald zu Steyer aufm Schloß ist gewest vorgedachter Herr Geörg Kettner ^ltter. . Dieser Herr von Walsee liegt im Closter Saisenstain begraben, allda fol¬ gend sein Epitaphium zu lesen: än. 148z. am Erchtag des Monats May ist Morden der Wolgeborne Herr Herr Reinprecht, Herr von Walsee, Obrister ^uchsäß in Steyer, und Hauptmann im Land ob der Ennß, der letzt des Ra- Aaa z mens 87 4 _ W )o(W _ mens von Walsee, Stiffter dieses Closters Gottsthal oder Seisenstain,und liegt hierin begraben, dem GOtt gnädig sey, Amen. 1476. bis 1489« Herr Joannes Ertz-Bischoff zu Gran und Salz¬ burg Pfandt Inhaber der Herrschafft Steuer. Dieser Ertz-Bischoff gebürtig von Breßlau ein hochverständtg und vieler Sprachen erfahrner Mann, hatM unbewuft seines Herrn Königs zu Ungern, mit grossem Reichthum/ gen Wien zu Käufer Friedrichen begeben, demselben eine merckliche Eumraa Gelds fürgestreckt, dafür ihm unter andern auch die Herrschafft Steyer vcr- setzt worden. Die geschriebene Saltzburgische Lbronica Christoph Jordans/ meldet, der Kayser hab gedachtem Bischoff und seinen Erben , das Schloß/ Stadt und die gantze Herrschafft Steyer, mit viel andern Schlössern und Aemtern, ewiglich zu besitzen um ein grosse Summa Gelds über 100000. Mil¬ den Ungerisch verliehen, und habe der Kayser mit solchem Geld seinen So^ Ertzherzog Maximilian in Burgund geschickt, die Hochzeit mit Herzog Carls Tochter zu halten. Dieser Ertz - Bischoff hat aufm Schloß Steyer zu Zutcn Hof gehalten, biß er hernach durch Fürschub des Kaysers -in. 1482. zumErk- Bistthum Saltzburg gelangt. obiic an. 1489. im Decemb. liegt allda vor 8.^' pretchcg. Altar begraben. ^nno 1477. ist aufm Schloß Steyer gestorben ein fürnehmerUngeriW Herr und Rittersmann, dessen Grabstain und Lpirapkmm, daran er in ein^ Khüriß kniend abgemahlet, in der Pfarr-Kirchen zu Steyer zu sehen, mit die¬ ser Schrtfft: H.NN0 l)n. 1477. seris cznarka pvtt seüum unöecim MÜÜ3 virAinulN' obür^odiiiSl. 0MMU8 blicolauL cle?roliana, krater ReverencüD^ mini foannis Lpiicopi v^srsclien: Lt Lomic; öikorien: kiic efll^' pulrus, Orace pro eo. Zu Zeit dieses Ertz 7 Bischoffs Jnhabung, ist das Schloß Steyer, so den fürgeweßnen Kriegs Mufften, Belägen und Einnehmung sehr rm'mck/ wiederum nut Gebäu und Befestigung gebessert, wie auch ein Theil Gru^ hinten am Schloß zu einem Hof-Garten eingefangen worden, Castnerft^ gewest Paul Starnberger, ^-n. 1480. k 8z. und Veit Wülffing/-m. 1489.^91» Herr Andre Crabath von Lapitz war des Ertz-Bischoff Pfleger, und zu¬ gleich Hauptmann übers Schloß und Stadt Steyer, in den damaligen Kriegs- Läufften, bey welchen König ^larrbias zu Ungern, nach Eroberung der SE Wien, durch sein herauf geschicktes Kriegö^Heer, eine veste .Schantz zuEruss Hoven und ein Brüggen über die Ennß alloa erbauet, darinn die Ungern voll 148s. biß 1490. ihr Lager gehabt, mit rauben und brennen um Stev^ grossen Schaden gethan, wider welche gemeldter Crabath, Schloß undStadh Männlich und tapffer beschützet hat. ^n. 1488. um Bartholomäi wurde von der Oeftcrreichischcn Landschafft unter und ob der Ennß, eine grosse ZusE menkunfft in der Stadt Steyer gehalten, darzu von gedachtem Ertz-.Dischs zu Saltzburg abgesandt worden , welche ihr Einkehr im Schloß genomM^ Herrn Geörg Bischoff zu Kimsee, Graf Friedrich von Schaunberg, ThuA Herr zu Saltzburg, und Wilhelm GrafPfleger zu Radstatt: diese neben gedaw' ten Hauptmann und Pfleger Andre Crabathcn und versammlete vsn derLan^ schafft haben im freyen Feld vor der Stadt mit des Königs von Ungern sten und Gesandten einen Anstandt der Waffen auf em Zeit erhandlet. melter Crabath war hernach Kaysers ^axim-liani pnmi Marschalck zu sein Nachkummen die von Lapitz haben die Schlösser Seisenegg und Zeltlern besehen, seynd ausgestorben. a Anwalt: oder gemelts Crabaten Unterpfieger waren ^n. 148Z. HavM Wächinger und ^.n. 1484. k 89 Hannß Mohr, der vorhin von ^n i47l'^ 1481. Stadtschreiber zu Steyer gewest. Hnno 1490. Lc 9z. Herr Caspar Freyherr von Rogendorff BurGk^ Er war Kayser Friedrichs Rath, Cammerer, Kuchelmaister, Kriegs -Obrister An. 149z.' wlderKönig Matthiam von Hungern und Pfleger zu Wbß. Caftner zu Steyer ^n. 1491. vorgemelter Veit Wülffing, und ^.n. 1492. NrA' « 9Z. Augustin Stadlmair, welcher zuvor -m.14.85. und 89. Stadt-Schreiber zu Lmtz zusteyer: und hernach sn. 1494. HofRichter zu Gärsten gewest. KP-r" /^nnv 1494. biß 98. Herr Merth Herr zu Polhaim Burggrav. Kaysers Maximi- piim; Rath, Cammerer,Ritter von gulden Vluß. Hat ums Neue «anus i. ^ahr sn. 1494. die Burggravschafft angetretten/ darbey denckwürdig ist / wie uoch Kayser ^.Mmilianihm die Einigkcrtund gute Nachbarschafft zwischen der Sohn. Herrschafft und Statt Steyer angelegen seyn lassen, indem Ihr. Majestät veree von Steyer Abgesandte die damahlen bey fürgangner Erbhuldigung zu ^ien anwesig waren , Hansen Köhln Statt-Richter/ Merthen Fuxberger, Gaspar Flädarn und Michaeln Hainberger für sich erfordert und ihnen durch Herrn Veiten von Wolckenstain fürhalten lassen/ ihren Obern denen von Steyer Muzeigen/sic sollendem angehendenBurggraven Herrn Merthen/allen guten Zillen beweisen / welches ingleichen ihme Herr von PolhaiM/ gegen den von steyer zu thun/ von Ihr. Majestät selbften mündlich in der Gesandten Ge- Mttvart/ anbefohlen worden. Dieser Herr war in grossem Thun und Anse- bey Kayseri. Majestät , mit deme er auch samt seinem Vettern A'rrn Wolffen von Polhaim und andern Herrn von den Flanderischen Stän- zu Brugg / ^nno 1488. gefangen worden: Hielt sich mehrentheilS Hof aus daher an seiner statt dessen Bruder Herr Andre von Polhaim, ^Meiste Zeit das Burggrav-Amt verwaltet/ und aufm Schloß allhiege¬ ahnt : sinter- Pfleger seyn gewest vorgemelter Herr Georg Khettner Ritter, Md der Edel Oßwalt Raidt: , Der war hernach ^n. 1501. und nachfolgende Hof-Richter zu Gärsten, 'M oes Adels in diesem Land gewest, welche mit Hannß Ulrich Raidten 1589. abgestorben. s. Herr Merth von Polhaim Burggrav/ liegt zu Welß im Minoriter-Clo- ""'/der Herrn von Polhaim Stifft begraben/ auf seinem Lerchftein stehet: ^m. 1498. obüc O. Carrin 6e ?o!kaim. N. Nach dessen Tod war anno 1499. Verweser der Herrschafft Steyer der ^el Pest Hannß Pülchinger zugleich Rentmaister allda, der Erst so diesen ^s: Namen geführt. q. , dieser ist anno izoo. gestorben / liegt in der Pfarr-Kirchen zu Steyer be- allda sein Epitaphmm an einer Tafel zwischen den zweyen vordem '^ren noch zu sehen. > vmch dem Pülchinger ist Verweser der Herrschafft Steyer gewest anno ^0. der Edel Vest Wolffgang Leroch: Die Lerochen waren circa ^nn. 1460. Burger zu Lintz/von dannen m ^kommen/haben sich geschrieben von Messenbach/Pergau und Fellen, seyn öellorben. bu,. 1500. Sc i>OZ. Herr Caspar Herr von Volckenftorff zu Weissen- ^-Jdem: ilM 'OEen Hauß- oder Unter-Pfleger zu Steyer, der Edel Bartlmee Küe- von Tanbach. Rentmaister GeörgSchöfferlevonAugspurggebürtig. Hz,.^emelter Burggrav liegt im Closter St. Florian begraben, auf seinem spa,'Stein Herunter liegt begraben, der Wolgeborne Herr, HerrCa- h' R Herr von Volckenstorff Land-Marschalck in Oesterreich unter der Ennß, gchorben ist rm 1525. Jahr, in der Nacht um 2. Uhr. Das Geschlecht d^B/uftorff solle seinen Nahmen, wie I^ius iniib. äs miZr. §enr. meynt,von s solwi8 einem alten Fränckffchen Volck haben. Lussmianug in aber b^7'tts.wie das Geschlecht Kienring, Lichtenstain, undanderevon demftreit- Helden ^rnne her, aus deme schon ums Jahr I I2O/ Herr Arnhelm von 'Menstorff, Marggrav Ocrocsri von Steyer ^iniüerialis gelebt. Sie wer- Aaa 4 den Z?6_ W Wß _— den vor Anfänger und Stiffter des Clofters Gleinck gehalten, und schreibt Caspar öruickiiug in seinem Büchel 6e l^ureaco verer. daß von ihnen das gar alte Clofter St. Florian (allda ihre Begräbnüssen und aufgerichte schöne numenrs noch zu sehen) mit Stifftung gemehrt und erhebt worden sey. Diß uralte Oesterreich. Herren: Geschlecht ist mit Herrn Wolff Wilhelmen Her^ von Volckenstorff Lands^Hauptmann ob der Ennß, an 1616.abgangen. Schloß diß Nabmens, nicht weit von der Stadt Ennß gelegen, bat Herr Werner Graf von Tylli seel. von neuen erbauet, und den Nahmen Tyllispurg gegeben. Also eitel seyn die menschlichen Sachen, und ein Geschlecht vergehet/ das andere kommt auf, spricht der Prediger Salomonis. ^nno isoz. Herr Caspar Freyherrvon Rogendorff: Burggravzum an- dernmahl. ^nno isO7. et seqq. HerrWolffgangvon RogendorffFreyherr. Idem» War Herr Caspers Sohn, in seiner Jugend, König Philipps zu Ca- stillen in Kriegen gedient, Käufers CaroliV. Statthalter in Frießland, Königs Ferdinandi I. Obrister Hofmaister,undan. 1529» Land 7 Marschalck unter der Ennß. Rentmaister damahl, gemelter Geörg Schöfferle, Unter-Pfleger ,n. isH' noch, gedachter BarrlmeKüenast, aber ann. 1512. waren Verwalter der Herr¬ schafft Steyerdre bedachten Valentin Pandorffer, Hannß Schreiber und zu Weiß, begraben inderNeu- Euccebirt sein En' nigiFer- dinanduS ter Pauer. Gemelter Pandorffer warWolffgangen Pandorffers Burgers zuSteyer Sohn, und des droben gedachten Merthen Pandorffers Caftner, Ennigghhck' nach Königs Ferdinandi Gegenschreiber in Vitzdom-Amt zu Lintz, verschied 1542. sein Grabstein allda zu Lintz bey der Pfarr-Kirchen zu sehen. . Hnno 1512. am Tag ^atchiL^poliolj ist Kayser ^laxiwiijanaufmSlhi^ zu Steyer gewest. 1514. biß i sZ2. Herr Wilhelm Freyherr zu Rogendorff und VE bürg Burggrav. War auch Herr Caspars Sohn, ein berühmter Kriegs Obr sttr unter Kayser Maximilians l. Carols V. und König Ferdinands, A Italien,Franckreich,Hispanien,Niederland und Ungern, hatan.i^iz. die SE Verona und an. 1529. die Hauptstatt Wien in Oesterreich, als jene damahlnv^ den Venedigern: diese vom Türcken hart belägert gewest, als ObristerFeld-M^ fchalck ritterlich beschützet. Istim Abzug von der unglücklich bclägertenSt^ Ofen in Ungern, an einer empfangenen Wunden bey Comorra gestorben,^ 1541. liegt zu Pekhstatt begraben. In feinem abwesen har die Burgerschafft verwaltet sein Bruder Herr Gc^ Freyherr von Rogendorff. Pfleger scyn gewest an. 1514. et leq. die Edlen Vesten Peter Scheibel: / 1519. biß 29. Herr Eberhart Marschalck zu Reichenau, ein hefftiger und st^ ' ger Mann. Und an. 1^29. HerrLeonhartvonOberhaim. . Der war hernach viel Jahr langHoftRichter zu Gleinck. Beyde ft'kU me alten Adelichcn Geschlechts:DieMarschalckenseynungefehrumsIahrl^ mitEhrnreichen Marschalcken dieses Eberharten Ennickel abgestorben An.iziF. Oberhmm seyn noch in Unterost: im Wesen, haben in diesem Land vor «2 die Schlösser, Marspach,Partz,TollethundPernau besessen. sttMaxb ^nno 1518. im Oecemb. war Kayser Maximilian abermals kurtz vol-' milianusl. nem Todt zu Steyer aufm Schloß, damahlen der Thum daselbst renov und andere Gebäu mehr verbessert worden. ^nno isZ2. biß 1^64. Herr Hanns Hoffmann zu Grüenbühel und^ cha, Ritter Burggrav. Königl. Majestät Ferdinandi!. Rath, Schatzmaifter und Hauptmann zu Neustatt, hernach in Freyherrn-Staiw hebt, ist gestorben den ib.Iuln anno 1564. — W )o( W Z77- Das erste Jahr seiner Antrettung 1532. war des Türcken halber sehr uw P-intz r« Whig und gefährlich, dann derselbe unterm Lassan Kassa in 50020. starck einen Hranim, Streiff aus Unter5 Oesterreich ins Land ob der Ennß gethan, von welchen z/g^u M Theil, den 8. Septembr. an einem Sambstag nahe an Steyerkommen, Oesterr.zu Sonntag hernach bey Ernfthoven über die Ennß gesetzt, biß gen Gleinck, Wolffern und Losenstainleutten geftreifft, Stadelkirchen das Schloß, dieKir- König? wen zu Dietach und andere Ort ausgeplündert, mit Brand grossen Schaden bemach gethan, viel Leut niedergehauen und gefangen weggeführt. Umischer Rentmaisterseyn diese Zeit über gewesen, ChristoffLauffenholtzer an. 1535. ' und Hannß Höhenkircher an. -552, ksseg. Hannß Kobler an. 1560. und Elias Garman an. 156z. Pfleger: Herr Achatz Höhenfelder zu Aistershatm an. 1532. Z7. Geörg Alber an. 1537. k 40. Ruprecht Kumpffner an. 1540. Lc47.Chri- uoff Wiellinger Pfleger der Herrschafft Gleiß, und Pflegs -Verwalter der Herrschafft Steyer an. 1550. Lc 51. Herr Balthasar von Teuffenbach zu Myrhoven, an. 1552. Lc leg. HerrGerhard vonMetzdorffzu Vinzelbergan. ^^8. Sebastian Herbsthamer an. 1562. und nach ihm Florian Ostermair, vor¬ der Hof-Richter zu Gärsten und Gleinck. Nachdem aber gedachter Herr Hannß Hoffmann die mehreste Zeit sich an Königs ker-cknanck Hof enthalten, Win seinem Abwesen der Burggravschafft Vorständen, sein Sohn Herr Adam Hoffmann Freyherr. Dessen Gemahlin Elisabeth geborne Grävin von ^alm, aufm Schloß Steyer verschaiden den i8. Martii an. 1557. und in der Marr-Kirchen daselbst im Chor begraben worden. Das Geschlecht derHerren Hofmannen von Grünbühcl und Strecha in Steyer, nahe bey der Stadt wottenmann gelegen, seyn scit Kayser Friedrich des Dritten Regierung, we¬ gen ihrer dem Hauß Oesterreich erwiesenen Dienst zu hohen OiZiMten und Würden des Freyherrn-Stands, auch mit Belehnung zum Erb-Land-Hof-Kayser Mister-Amt in Steyer erhebt worden. Ferdman, ^nno 1564. biß 157z. Herr Adam Hoffmann Freyherr. Idem. Atm .. Vorgemelt Herr Hannßen Sohn, starb aufm Schloß Steyer und Wien/ dm "egt bey seiner Gemahlin begraben, dessen Grabschrifft: Hie liegt begra- ^-Iuln den der Wolgeborne Herr, Herr Adam Hoffmann Freyherr, zu Grüenbühel ftp'.zu M.Strecha, Erb-Land-Hofmaister des Fürstenthumö Steyer, Röm. Kays. Prag. Majestät Rath, der gestorben ist den 8. Sept, im 157z. Jahr, seines Alters 50. Aucc. sein Mr, dessen Seelen GOtt der Allmächtig gnädig und barmhertzig wolle seyn, MaMi- "Ud ihme ein fröliche Auserstehungverleyhen, Amen. na-msn. Rentmaister: Der Edel Vest Geörg Pürhinger an. 1572. k 5eg. eines für- uehmen Ritter-Stand Geschlechts im Land ob der Ennß, welchem vor Jahrn und Bö- M Schlösser Dietach und Zierberg zugehört. Um und . Pfleger oder (wie er sich geschrieben Burggraven Amts-Verwalter) war an. FAx '04. biß 7z. vorgedachter Florian Ostermair. ^nno 157z. biß 1584. Herr Ferdinand Hoffmann Freyherr Burggrav. Kayser Mserl. Majest. N. Oeft. Cammer - Rath und Hauptmann zur Neustatt, Erb- -Marschalck in Oesterreich und Erb- Land-Hofmaister in Steyer, Herrn stirbt zu' oanr Hoffmanns Bruder. Regmsp. Rentmaister 1580. leg. Herr Jobst Schmidauer Kayserlich. Ma-,^7^. ^'wt Rath und zugleich Burg-Vogt zu Ennß. Pfleger obgedachter Florian ftp. zu ' Ostermair. Prag.. 1584. biß 1594. HerrHannß Adam Hoffmann,FreyherrBurggrav. §2'" Herrn Adam Hoffmann Sohn. »hus». in Rentmaister damahl biß i59^vorgedachterSchmidauer,welcherhernach LUZy- -andmann-Stand angenommen worden, und von den Herrn Hofman- zu ungern 'w Freyherrn die Herrschafft Obern-Walsee an sich erkaufst, ist gestorben anno und Bö. 002. liegt zu Feldkirchen bey Walsee begraben. Pfleger biß in snnum r 586. war mehrgedachter Florian Ostermair. Wel¬ cher 278 DZ )o( W cher in diesem Jahr gestorben, liegt in der Pfarr-Kirchen zu Steyer begraben, ailda sein steinern Epitaphium mit folgender Grabschrifft zu sehen. Herr Florian Ostermair war, Alters drey und siebentzig Jahr, Bevalch er GOtt sein Seel mit Fleiß, Au Steyer im Schloß, Christlicher Weiß» Im 15OQ. sechs und achtzigsten Jahr, Der fünfft August-Monath es war: Zue Nördlingen im Schwabenland, Ist geborn, hernach worden bekand Im Land ob der Ennß, da er sich, Bey funfftzig Jahr gar redlich, Mit Amts-Verwaltung manicherley, Erlanget Lob und Ehr darbey. Den wolgebornen vier Herrn Hoffmännern: Hannß, Adam, Ferdinand, Hannß Adam Herrn, Dient er nun bey neun und zwantziq Jahr, Getreu, ein Rath und Verwalter war. Bey löblicher Burgg» avschafft Steyer, Da er endlich sein Seelen theuer, Christo bevalch,der ihn erlöst, Deß er sich allein hat getrost. Drey ehelich Haußfrauen er gehabt, Geborn Artstetterin diß zmachen befohlen hat. Gedachtem Ostermair seynd in der Pfleg oder Burggravschafft Verwaltung tuccecNrt,3n.i^9o. Lc92. ZachariasKhutner, und an. is9Z. Georg Plätl. Michael Honig der erste Gegenschreiber auf der Herrschafft Steyer, Ln. 1595. biß i6oO.H.LudwigHerr vonStahrenberg zuSchönbühel.Idc^' Hnno is9^. den 19. Maji ist aufm Schloß Steyer geftorbtn dv Durchleuchtig Hochgeborn Fürst Johann Friedrich Hertzog zu Sachsen, lv^ cher viel Jahr in der Neustatt und hernach ein Zertlang auf gedachtem SclM inFürstlicher Luttock enthalten worden. , „ Als snno 1596. nach unlang zuvor etlicher massen, doch nicht völlig ^ stillten Bauern-Aufstand, gedachter Herr Burggraf Herr von Stahrerw^ Musterung wegen der Türcken Gefahr gehalten, haben die Steyerischcn E,' schassts Unterthanen im Schloß einen Aufruhr erhebt, und drunter uü zween mit ihren Hacken auf ihme Herrn Burggravcn zugeschlagen, daraus solcher Tumult entstanden, daß der Rath zu Steyer die Burgerschafft am^. hotten, und zum Schutz und Rettung ins Schloß geführet, da dann viel " Bauern gefänglich angenommen worden, die zween Muthwiller aberliefle^ von Stahrenberg ohne all weiter Urthel und Recht aufm Schloß in der StA dcmSchwcrdthinrichten,und in das Holtz dieSaß genannt begraben. Alv ' che Lxecurion unter der Bauerschafft ruchtbar worden, haben sich viel talil^, derselben im Traun-Viertel, unter ihrem Hauptmann der Täsch genann^».^ her zupöttenbach zusammen gethan, für Steyer gezogen, Schloß und etlich Tag belägert, in Verhoffen sich an Herrn Burggraven, und die , zu rächen, mußten aber ungeschafft wieder abziehen. Es ist aber doch Herr von Stahrenberg auf einer Reiß in Unter- Oesterreich den rebcluu^ Bauren folgends in die Hände gerathen, die ihn übel rr^tirt, hinter dcn^h gen angebunden, und durch alle Lacken und Koch durchgeschlcppet: Er simo 1620. zn Znaim in Mähren, allda er sich, nachdem er samt der Herrn Merchen und andern Österreichischen Herren und von Adel u von kerlllnanllo II. Römischen Kayser, der verweigerten Erb-Huldigung Hal¬ ver prolcnbirt worden, enthalten, und daselbst begraben worden. Im Rentmaister-Amt hat vorgerücktem Schmidauer Lccellirt aon. k seq. H. Hainrich Nickhard Kays. Kriegö-Secretariuö. Pfleger war damahlcn biß inamium 1602. Sebastian Ster. Das Geschlecht der Herrn Grafen von Stahrenberg, nimmt neben den MWecht Losenftain, und den zwey schon abgestorbenen Hohenberg und Per- vW, ihr Ankunfftvon den alten Grafen,Marggrafen undHerzogenvonSteyer, und dieselbe gar von X^mulpho her, welcher rmno LHMi4i2.unter^rico der Dothen König, der Steyrer ObristerHeerführer gewest. HerrGundackervon ^teycr, der ums Jahr 1230. gelebt, hat erstlich den Nahmen Stahrenberg an uü) genommen, vom Schloß Stahrenberg, welches an derBayrischen Granitz "u Land ob der Ennß sein Vatter auch Herr Gundacker genannt, zu erbauen "'Mangen, jetzo dem Thum-Stifft Passau gehörig. ^nnv 1600. biß 1610. Herr Hannß Friedrich Hoffmann Freyherr Burg- Rudolph Mv. Kaystrl. Majestät gehaimer Rath undHof-Cammerer krselllleac okm Et E.' 0 617. RkgietuuA i6or. ist der aufm Schloß Steyer ein Zeitlang gefangen enthaltene über Mrft oder V^eivvolla aus der Wallachei verstorben, und im Closter Gärften graben worden. LL Nentmaifter war gcmelte Jahr über gedachter Herr Nickhart. der Ertz- Gegenschreiber gcnrelterMichaelHönig,welcher an. 1605. den 25.Juliige- ^rben, sepult. zu Steyer im Gottsacker, deme im Amt lucceckrt gemelter Seda- hernach Ulan Sterr Römischen Pfleger an. 1602. und folgende Jahr Steffan Schäbel. 1610. biß 1614. H. Geörg Herr von Stubenberg Burggrav. Herr Kayser M Khapffenberg, Mueregg, Fraunberg, Schallaburg und Srechtenberg, Rudolph Avisier Erbschenck in Steyer, Röm. Kayserl. Majestät Rath und Cammerer. Prag, 20. >urbt zu Regenspurg 22. April »n. i6zo. seines Alters 70. Jahr, daselbst in Januar. Kirchen bey St. Lazarus begraben. ^rs. i6i z. den iz. Julii befand sich Kayser Matthias samt dero Ge- grab^ Mlin aufm Schloß Steyer, als Ihr. Majestät gen Regenspurg auf den an- Meltcn Reichs-Tag gerätst. . Gemelte Jahr über ^n. i6w. biß 1614. war Rentmaister, gedachter Nick- Md, Gegenschreiber Sebastian Eter, Pfleger Steffan Schäbel. cv 1614. biß i6zl. Herr Geörg Sigmund von Lamberg Freyherr Kayser ^dern. Match-as Herr zu Ortenegg und Ottenstain, auf Stockern und Amerang / dreyer AZ.^20 omisch. Kayser, Rudolphi ll. Matthiä, und Ferdinandi II. gehaimer Rath Marrii' M Cannnerer, und Kayser Matthrä Frauen Gemahlin Obrister Hofmaifter, 1619. ^eher-inno 160^.^1606. Landshauptmann ob der Ennß. Ferdiüan. . 1622. den 2.Novemb. wie auch im Junio an. i6zo. hat allerhöchst dusu. Nichte Kayserl. Majestät kerllinanllu«, samt dero Gemahlin, im Schloß Römischer Heller logiert, als Ihr. Majestät zu den baiden Zeiten, angestellten Chur-und ourften:Tägen zu Regenspurg gereist. und Bö- Nentmeister war biß in ammm 1 616. gemelter Herr Nickhart, welcher nach heimKö- ?gttrettnem Amt . 621. in der Stadt Steyer gestorben, allda im Gottsacker "r Epitaphium zu sehen,mit folgender Grabschriffk. Oester» Vircus sullore psrarur. reich- /««« So>-ir»5, /«««- r» tienricodeicksrllo: V^enceslai vitt nobilils.Lc^larZarechX X^inllnsderianse k. 8chlklccosslvsno: summsm pietaris öc dlobilltacis, OoötrinX eriam, prullencisegue rarse, Igullem sllepro t summis Imp. p.p. O.^Vlaximiliano secunlls v. Kull vlpdl. O.l^attklL all annos I., ä conM. Sc leerens < ^ulse z8o _ W )cr( M _ ^ulse bellicis, LXiareil)omin3tu8 8r^renli8 ()usettor!: 6e summis. imis dene merico: ciuarum dlobil. ^latronarum Marico: prolis non smoris conjugialis expcrti : 8eni: summum vitse Kum. cermimim arrinZenri: Lc in 66e vera piö ^efunüo : 8ummi amor. Sc konorig O. koc Kum. mvrr»Ktaci8 Sc kearse pior. ReiurreLKoms monumencumpollcumell- kl 0. VnDeOes iepre^l kllckartl cran8llt snno8 In§enH Sc OenU Vica rekerca konls. l)e5unktu8 logmrur. Scklaccosslva 6e6ic miki cunag, 8r^rs iepulckrum t^ettoreum inZenium, 8em'um, 6eniumque sekova Ose5ar Konorr6co8 ciru!o8, celebrem ^ullria fsmsm Omne bonum virtv8, vicam pott 5uners Lkrittus. Herrn Nickharten ist im Rent- Amt gefolget,sn. i6»6. biß 1622. Raphael Fraunholtz, hernach Saltz-Amtmann zu Wien, dem lucceckrt anno 1622. biß 6^ro Herr Adam WolffRöm. Kays. Majestät Rath. Geaenschretber biß -6i7.vorgemelter Sebastian Ster, der im selben Jahr im Herbst verstorben, und zu Steyer im Gottsacker begraben: Welchem im M an. 16 8. gefolgt, und noch dato ist, Herr Johann Mayer von Wuchenau zuM denftld,R. Kays. Majestät Rath. Pfleger war bis ins Jahr 1616. vorgenE Stephan Schädel, deme ist üicceö-rt Herr NicolausPraunfalckvonFalck'enbttg und Sumerau,vorher Stadtschreiber zu Steyer, an dessen Stell ist an. i6?Z' kommen, HerrJohann Jacob Sonnenwald, als aber derselbe 20.1625. von d^ Landsfürstlichen Obrigkeit zum Stattschreiber der Stadt Steyer ex otkcio gesetzt: kam zur Pfleg Ludwig Angermayer, der an. 1627. verstorben, nachts chem gedachter Herr Sonnenwald, solch Olkcium wiederum angetretten. ^.nno 1631. Herr Johann Maximilian von Lamberg, Kreyherr zu tenegg und Ottenstain,Herr auf Stockern und Amerang, lucceciirt seinem Vattern bey dessen Lebzeiten in der Burggrafschafft Steyer: Rentmaister E' Elias von Seeaw, Gegenschreider Herr Andreas Wagensetl, Pfleger Herr xrisirus Sentinaer, denen sammentlich der Allmächtige langes Leben, glück¬ liche Regierung und Amts-Bedienung verleihen wolle. Amen. MI OI^ co»nu», c«IOI8IU» k7i Uidi» 8IMIL Mlt Meyermarck das ist kurze Morische ^vl! Ankunft / Leben und Tod/ der längst abgestor¬ ben Hochgebohrnen und Durchleuchtigen Grasten, Marg- graffen und Herzogen von Steyer. Alls unterschiedlichen tMoricis, Usnulcriptis, und brieff- kchen Urkunden zusammen getragen/ durch Vulenrinum Krevenhuebem. Gedruckt zu Wien» bey Johann Jacob Kürner E. Löbl. N. Oest. Landt: Buchdrucker, ^nno KMdHI. Nunmehro wiederum aufgelegt. Nürnberg/ Bey Johann Adam Schmidt, Buchhändlern 1740. W )o( M Wem Doch - und Wolgebohrnen Uerrn Uerrn Georg gacobeii ^reyherrn von HerberstaiN/ auf Neuberg/ und Guttenhaag, Herrn auf Lanckowitz und Pelndorff, Erb« Cammerern und Erb > Truchsäffen in Kärndten, Röm. Kays, auch der zu Hungarn und Böhaimb Königs. Mas. Lammerern, und einer Löbl. R. O. Land¬ schafft Herrn Stands verordneten. Meinem Gnädigen Herrn Herrn. und wohlgebohrner gnädiger Herr Herr re. LMM Gegenwärtiges von meinem Vattern fiel, hinterlassenes Hi- storisches Wercklein habe Cw. Gnaden ich hiemit gehorsamst pr^sentirm wollen/ weilen Cw. Gnaden hochgeehrtiste Frau Gemahl aus dem darinnen gedachten Fürstlichen Geschlecht entsprossen M, bey welcher Bewandnuß Cw. Gnaden als einem ohne das Lieb¬ habern der Historien und ^nri^uiteten hoffentlich nicht unangenehm seyli wirdet/ wol ermelter dero Frauen Gemahl bäuerlicher Annen Wiffenschafft zu tragen/ bitte Cw. Gnaden hiernechst gehorsamst die frühen drese wenige/ doch nicht ohne mühe coll^irte Bögen mit Gnaden an - und aufzunehmen / dadey Cw. Gnade»/ in beständig- und langwieriger Gesundheit / die Erfüllung Dero löblicher Gedancken ich ho» Hertzen wünsche»/ und denenselben mich zu Gnaden unttrthänig ^fehlen thue/ geschrieben in Wien» den 26. April 165z. Uw. Gn. gehorsamer Valentin Prevenhueber. Bbbs Vor- Z84 Vorrede ie Völcker, so vor alten Zeiten 7««^/ genennt worden, seynd ihrer Am und Herkunfft nach den Galliern und Teurschen verwohnt: Unter denselben vermischt, und nach der Meynung Hvemmi I- ^516. ecl. lat. ein altes Volck unter den Bayern gewest. Dek Nam, Wil erst gcmelter ^mbor, seye ein Griechisch Wort, allo was bey den Griechen das beisse bey den Teutschen Steyer; andere seyn der Meynung, dieses Volck seye darumben die weil fie in ihren Kriegs:Fabncn einen Styer geführt, dahero auf die teutsche Sprach Styerer genennt worden. Johann Ludwig Gottfried in seiner neuen Welt-Beschreibung, Wil die¬ sem Volck den Nahmen von St. Gottharts-Berg in der Schweitz, weichet von den Alten 7^«, genennt worden, und von des Landes Ury (mit welche" Nahmen auch zur Zett die Stier in der Schweitz genennt werden) Wapp^ mit den Stier-Kopff schöpffen. Ihre Wohnungen, Sitz und Aufenthaltungen haben sie qleichwolzui^ terschiedlichen Zeiten gehabt, an den Gränyen des welschen Lands in Tra>"/ zwischen den Wässern dec Sau und Traa, um den Berg c7^,/jeyo ock Vogel : oder Rochiizer-Berg genannt, so wol in dem jetziger Zeit Rarndtiier' und Saltzburg'schen Gebürgen, dem jetzigen Landt Steyer, und zum tlB dem Land ob der Ennß an die Thonau hinan: und behält von diesem Volck ve" noch auf den heutigen Tag (Tarvis ) an den Grä^ tzen/^den Nahmen: wie auch die hohen Gebürg in Lrain, Rarndke'h Steyer und Saltzburg, die man noch die Taurn, als Gaßstein-TaM"/ Raurrster Taurn, Rastadt: und RottenmannerTaurn, wie auch das 2^ ftr Taurach, und ander? Orth mehr daher also nennen thut, und solle d'p Volck auch ihren Sitz in Piemont oder Saphoy , wie auch in Schweitz^ Lande gehabt, und daß daher die Stadt Turin, und das Thuraau den 5!^ men empfangen haben, wie solches barm? cle 6enc. mis. l. 6. f. 15,, sc mit mehrerm weitläuffig ausführt- Und so viel dieses Volcks Innwobn»^ an den Schweitzer: und Saphoischen Gebürgen und den Fluß Rhodam o»' langt, ist zu lesen Oerbgröus Mercator in seinem ärlame bey Beschreibung Steyermarch; ,, (schreibt er)7E,/c, : in glsnbmg gl) utrogue larere montoia „eam partem, gu-e verlug ZL leprencrionem ppeUat. gui gp^ellantur; all eam ve?b guse immmer, ,,plerague barbarorum Zenera, ä l/ r>l/ p.ß >er" sra- --cl' pN' per -ö. -cl >lil> >ee cll «b» e, ,0' >c>, L- __ z85 Fuß gefast gemacht/ welches Volck zween Bürgermeister: c-7«/ und den dritten Häuften ein Römischer Schult¬ heiß geführt, dieser ist erstlich in 7°«/^«^ bey der Stadt drey Tag- rech von Rom an die Gallier geralhen, aber von ihnen geschlagen worden; äiö nun beede Bürgermeister mit ihrem Heer auch ankommen, gerietbe es zu einer grossen Schlacht/ in welcher obwohl der eine Bürgermeister sein Leben Verlobten, jedoch endlich die Gallier, Gofsaten und 7-«^^ von grosser Menge der Römer übermannt/ aufs Haupt erlegt, also daß bee- verseyts bey 40020. Mann auf der Wahlstatt todt geblieben, und in ivooo. gefangen worden. Folgends seyn gedachte 7^r>, um das Jahr 186. vor Ehri- in Geburt gar aus getrieben: Endlich aber ums Jahr 16. nach Christi Geburt und Negierung Kaysers liberii als er das gantze bezwungen/ völlig in der Römer Gewalt gerathen, da dann hernach ihr Nam, wie I-ariur gus dem lornancZe anzetget, in etwas verändert, in dem die übergebliebenen vle ( pro Styerer oder Steyrer) genennt worden. Derselben oder Steyrer obrister Heerführer oder Fürst, war weicher ungefehr ums Jahr 428. nach Christi Geburt bey Negie- ^ligh -Zeiten cle §ec>c. miz. lib. 12. f. 64s ) der Gotten Könige daß in die Gegent der Enns und Steyer kommen, und 'einen Sitz und Wohnung der Enden und an dec Chonau gehabt, dorten her- A sie neben den Gotten ein zeitlang friedlich gewohnt, aber folgent von der Schwaben König Lhunimund beredt worden, daß sie neben ihm die Gotten vl'vecschens überfallen, darbey thr Könrg todt blieben: Darüber die Zotten also ergrimmet, daß sie die Steyrer fast gar ausgenlget hätten, wo ^Ht gedachter Schwaben König Lhunimund mit Hälft der Sarmaten und Noch äbergediiebenen Steyrer, die Gotten von neuem mit Krieg angegriffen hatte, davon in seiner Gottischen Histori also schreibet:,, Oocci rsm '>vb re^is tui mortem, lzusm iuam imuriam irslunc prseli^tt, ur penö 6e Zente njg hui nomen iplum kerrent, Lc ki cum cieclecore non remsn65- ''ienc, lic omne8 extinxerunr, guorum exicum ke^es Lc veriti in grma moverunc, kreri auxilio gui cum Lc llembus suis 3uxiliarii8 eo öevenillenc, ipis8gue reli- guati s6 ulrionem iugm scriu8 pu^naturas, sccerienres, cum Lc eorum primsribnZ. ,, . Von gemelten oder wolffen wird ferner gefunden /^ daß nachdem er non den Gotten überwunden worden, habe er sich auf dec Römer Seiten be- äeben, von deme dann die Graffen von Steyer ihr Her ; und Ankunfft führen Ud nehmen, in was Ordnung der 6enecstion aber, das ist mit genügsamer Gewißheit anzuzeigen nicht wobl müglich, dann ob wohl in den sub (/^) neben gehenden, weiß nicht von weme, dock meistens aus dem l^rio zusamm getrage- Steyrischen Stammen-Baum solche eenerarion von ein zur andern Zeit !"igefütwet wrdir, so beruhe: es doch mehrere auf Vermuthung, als versi- ^>erter der Sachen Gewißheit, daher lasse ich solchen ^rborem billich fahren, will die 6ene^o8>2mder Graffen, Marggraffen und Herzogen von Stey- ^.kürtzlich beschreiben, aus deme was ich von ihnen in glaubwürdigen Uitto- ^ls, ^anuscriptis, und briefflichen Urkunden gefunden habe- Bbb z Stey- /f,rSs oder Erbo von Steyer Marggraff ob Ennß hat ä. 907. neben Marggraff Leopold Mährer bekriegt. von Steyer Kaysers l.uöovici Statt¬ halter im Land ob der Ennß. von Steyer von Steyer ä. 960^ Bischoff zu Passau war an Kays. Orr. 11. Hof- 991, ft, von diesem hebt die Beschreibung an. von Steyer -4. 682. ---— --/X--- . - - — - — > -- ^>-/«1 von Steyer 747. von kipino zum /// von Steyer Marggraff an der C"'", Marggraffen an die Ennß verordnet, ward nach seinen Brudern. hernach Geistlich. k. 497. hat Friedrichen der Rügen /. von den Römern o4s-c--^ genannt König aus dem Dorico getrieben. mit Hülffder Rügen, Herulen und Steyr/r xuttulum vom Reich verstossen, wardKöE'" Icsljg, kam um 49 r. _ von Steyer ein ritterlicher Held, gelebt von Steyer ein berühmter Heldt g^ zur Zeit König Dietrichs von Bern yoo. 520. 6-r^^von Sreyer von zog mit Marggraff Marggraff unter der Leopold, wider die 920. sein Residenz Hunnen und blieb in Pechlarn gehabt, der Schlacht. ' O,o-o^ von Steyer 560. ein dapfferer Ritter. O//s", //.. war Bischoff zu Lorch 624. von Steyer ä. 609. hat Herzogs in Bayern gedient im Krieg wider die scheu. Wteyrisch Utammen - Wnum. ist H. O. 408. unter der Gotten König in das der Geöent der Ennß und Sreyer kommen, war der Steyrer Obrister-Heerf ührer. Fürst und Herr der Steyrer, von Kö'- von Steyer, als er 452. von den nig O-tt-E erlegt 450. ren überwunden, hat er sich auf der Römer Sel¬ ten begeben. o^sr^-1^. von Steyer 788 Kaysers Lsrol! Obrister wider die Bayren und Hunnen» ,— -- ---1" von Steyer lebt ä. 840. -er alten Grasten, Marggraffen und Herzogen von Stcyer. B^L^essen in voriger Taffel gedacht Graff von Steyer, hat gelebt umS Jahr 960. war an Kayser Otten deß grossen Hoff. Herzog der letzte von Steyer gedenckt in seinem Brieffeinem dem damahli- gen Frauen: Closter Traunkirchen bey Gmunden Hnnv nyr. er- iheylt; wie sein Urän Marggraff sowohl auch dessen Uranherr(wel¬ ches dieser Graff gewesen) das Urbar deß gemelten Closters mit Fri- stung und Schirm besessen, und demselben ihre Handt-Veft gegeben haben, daraus saft glaublich scheinet, daß entweder dieser Herr oder wohl gar dessen Vatter das Closter Traunkirchen anfangs gestifft haben. Die¬ ser Graff hat einen Sohn verlassen namens 0//oc^( glisg ) teutsch Gerdacker / daß ist agros vettrvs ( wie Letvici in 8ynop. Uitt. Vn. f. 2. IZ. diesen Namen cjeriviret. (a) Graff von Steyer, hat gelebt, rette Uaielbackiv in seiner geschriebnen Oesterreichischen Konica, zur Zeit Kaysers 0//E des änderten circa snn. 979. k 98^. bey dessen Zeiten solle nach Anzeig v. Joseph Grünbeckenö, Weyland Kaysers ^ximiliani l. Uittorici und ^larkemsrici in der seinem Vatterland der Stadt Myer über derselben erste Erhebung vor Jahren clecttciercen Astrologischen Beschreibung das Schloß und Statt Steyer wiederum zu erheben seyn un¬ befangen worden. . Dann waß es dazumahlen bey Lebzeiten Graff und Alberonis 'Eines Vatters in der Rester um Steyer für ein? Beschaffenheit gehabt, sol¬ ches deutet lUerrvp. Zalisb. Uunciii zum theil UN; daß nemlich nach zerstörter tadt LEE«-» oder Lorch (jetzo Ennß) und Verwüstung des Landts um- der, wegen der Hunnen und Ungarn stückigen Überfällen, biß zu Kayser des grossen Zeiten ( der von 956. biß 97z. regiert) fast keine Cher« ^en mehr in der Rester um den Ennß: Strohm gewohnt haben: Ja daß noch Zeiten o/,( _, mehrer» Wehr und Vestung zu erheben, davon in meinen c^<> aus¬ führlicher. Dieses Occocari Söhne waren //. und vL/o. Graff von Steyer, der nach Anzeig gedachtes Haselbachs unter Regier runq Kaysers ( das wär Orcs ^n. 1002. 1024.) gelebt, ein Sohn Graff Orrocsrs des ersten. Diesem hat Kayser Conrad der ander, (welcher von ^nno 1024. biß 39. regrrt) oder Ennßburg 26 ripam 6umim8 zu Lehen verliehen, wie IHus l. 6. cie Zenr. miß. k. 1/7- schreibt/ woher er aber Annasperg eine Graffschafft nennt, kan ich nicht sehen. Ohn ist zwar mcht, daß in Bcieffen sb ^nno 825. gefunden wird, wie das Dom Lronstorffzwischen Ennß und Steyer in der Graffschaffr 6^0/^ gelegen, dc^ bey aber ungewiß, odS nicht vrel mehr von der Graffschafft Steyer, als Anasburg zu verstehen seye; dann wie Wehl die Besten Ennßburg unter Kö¬ nig Ludwigen ums Jahr 900. zu einer Wehr wieder die Ungarn aus den Ru6erik)U8 der von den Hunnen zerstörten Stadt Lorch/ zum theil auf dw Closters ^/0^» Grund und Boden erbaut, auch unlang hernach von ge¬ dachten König Ludwig gemelten Closter cum omni apparstu munmonii;, ieu uulicsriZ eingeraumt; ist es doch nicht als eine Graffschafft, sondern unterr dem Nahmen einer Vestung übergeben worden; von dannen ist es nachmahls an das Bistthum Passau gelangt, und folgents von Bischoff Albrechte» ( der vm Hnno 94^. biß 970. dem Bistthum vorgestanden) mit Herzog Heinrichen von Bayern . um andere Güter ausgewechselt worden. Kayser Otto der ander hats wiederum Bischoff Pilgrim zu Lorch und Passau, zu Ergötzung dA Schadens, welchen ermelrer Kayser in Emnahm und Verwüstung der Stadl Passau dem Bistthum damabls zugcfügt, als er Herzog Heinrichen von Bayern genannt krixollim bekriegt, gegeben, da es dann zur selben Zeit m dem Kayferlichen Übergab r Brieff 777» clsc. noch weniger eine GraffschE sondern nur guollllam prseclium /inssbul-Z nommstum in pgZo IlunZau ili ll' pa Üuwmi8 genennt wirbt. Wie es aber widerum vom Stifft Passas kommen, und darüber, wie gemelt , dem Graffen von Steyer verliehen tvo»- den, solches ist nicht leichtlich zu wissen; Dieses aber ist an diesem Orth rum eingeführt, daß oder Ennßburg für sich selbst ( man wolte es dann mit und zur alten Graffschafft Steyer rechnen, )vor Zeiten nicht einsd^ dere Graffschafft ( wie I^rius will) gewest seye, welches über voriges sich deme noch mehrers bescheinet, daß lang hernach Herzog der letzte vm Steyer in seiner drunten inlei-ircen oonauon lle Xnno 1186. Ennß einen Marckt, und Herzog Leopold von Oesterreich in seinem DrlM einem im Jahr 1212. ösrirt sein Dorff oder Hoff nennet,^' cher Orth erst selbiger Zeiten vom Rantzion 7 Gelt deß gefangenen Kön's. Reichards von Engelland mit einer Maur umfangen, und zu einer Sr^ erhebt worden. Dieser ist ohne Kinder gestorben. OL/o. , Graff von Steyer Ottocsri II. Bruder, wird Zeug gefunden, in ClosterS Mölck Bcieffen von Marggraff Ernst von Oesterreich ausgehs L line äaco; da unter den Zeugen einkommt: 0L,o , das lN zwischen den Jahren io;6. und 7?. geschehen seyn, in welcher Zeit geM^ Marggraff Ernst gelebt, und regieret hat. Dieses c>L/E Kinder sollen n^ Anzetg und l. 6. k. ;i6. ecl. §erM2N. ( wiewol ander» l che für deß Ottocgri II. halten) gewest seyn. 1) O//SE«/ ///. 2) ^llslbero. z) Lernkgrö. Dann zwo Töchter. 4»)Forwitz einGemahl Marggraf Leopolds zu Oesterreich, der sn. 104z. gestorben, und samt ihr im Closter Molch begraben liegt. 5») Ursula war verheurath mit Graf Wernern von Helffenstein. Von Ocrocaro z. will ich hernach schreiben. .Graf von Steyer ///. Bruder, der Waldtgraf vonEnnß und ^aißwaldt, so er besessen und derer Enden gewohnt, also genannt: Seiner ge¬ eckt ^venrmu8l. i. k> 420. e6. §em. wie Pabst Hildebrand, oder 7. Anfangs seines Pabftthums (an. 107 z.) dem Kayser und vielen Deutschen Für- , darunter Graf Alberom und ihren Haußfrauen geschrieben, daß die Ehe yEr Priester aufgehebt, dahero gebetten die beheuraten Priester als verfluchte >.euth zu meyden, bey ihren Gottesdiensten nit zu seyn, oder Gemeinschafft mit onen zu haben. x Dieser Graf Albers stifft neben seinem Bruder nach Adtmont, wie Mendsoll gemelt werden, ist hernach mit demselben in Uneinigkeit erwachsen, Mich von dessen Hoffleuthen auf seiner Reiß nach Loyben unversehens umze¬ ucht worden, hat vier Söhn verlassen, mit Namen - 1. ) 2. ) Oe//-/'. Z.) Und 4 ) . Dieser schriebe sich einen Grafen: jene z. aber Herren vonGrätzund Steyer, ^cs gn. n vO. und 1140. Und war dieser Herr Leutold Kaysers Icniu8(l^r.ch8. mrZr. l. 8. 5. 178 ) über des Reichs Lehen in Oesterreich, wie ^dann 1142-Herrn Haugen von Rränichberg die Herrschafft Petronell im Uhnien des Kaysers zu Lehen verliehen. Bon seinem Bruder Herrn Düring nehmen die jetzigen Grafen und Herrn von Starnberg und Losenstein U Ankunfft. Wie in der Tafel Wb (6) zu sehen. Lernhurö. . Graf von Steyer, und Bruder, gelebt circa snn. Us. hat zur Ehe gehabt Fr. Leidgard Graf Conrads von württenbergs Schwester, dessen 4. Söhne waren: r.) Elndacker von Steyer der erste Herr von pernegg, solle, nach lbsrü cir.l.8 f. 178 Anzeig, die Grafschafft Steyer innen gehabt ha- ben, ums Jahr iioo. 2 ) Otto von Steyer der erste Herr von Hohenberg. Z.) Leutold, wird Zeug eingeführt in obgemelt GrafLeutolds von Steyer Kays. Vicsrjj Lehen-Briefauf Herrn Haugen von Aranichberg, SN. I»42. also eonrtt cle 4.) 2ttram von Steyer, gelebt ums Jahr 1126. ///. Gxafund erster Marggraf von Steyer. hiß Rahmens der Dritte, ein Sohn (wie ihn Usielbacbius ,?.^veminu8 reckt nennen) Graf von Steyer, war ein berühmter Kriegs «Held, irischer noch bsy Leb-Zeiten seines Vatters Kayser Hainrichen dem Dritten, Kinern wider die Sachsen und Ungern geführten Kriegen, wie auch dessen Kayser Hainrichen dem 4. trefflichen Beystand geletst, sonderlich wider ^Ungarischen König welcher ums Jahr 1042.oder 43. Oesterreich ^beschädigt, der die Stadt Tulln eingenommen, und ausgebrannt hat, des- öer- olck er Ottocar(wie Hanns Haug in seiner Ungarischen Obronic cap 28- E^gt) bev pettaw in Steyer aufs Haupt geschlagen, und alle Gefangene ben Raub wider ab« und die Landschafft über der Mur damahlö zum Her- 8tyum Kürnttn gehörig, eingenommen. Cce Kayser Z90 .Ws )o( W Herr Gundacker von Sreyer- vorgedachten Gundackers Sohn, der erste Herr von Srahrnberg, von obgemelten Schloß alst- genannt, SN. I2ZO. Lc 674 Uxor. von Capelln. Herr Rudolph. Uxor. Frau Ursula vott Hechenberg. Tafel, darinnen die Geschlechts-Verwandnuß deren Grasen und Herrn von Lojenstain undGtahrenberg,mit den abgestorbenenGeschlecht der Grafen/ Marggrafen und Herzogen von Gteyer kürtzljch ange- zeigt wird. Giriert cjelcencjens. Düring, Graf von Gteyer, ein Bruder Marggrafs ///. gelebt ^nno noo. Gundacker von Greyer gelebt an. 1140. Uxor. Elisabeth vonHausperg. Gundacker sn.1185.k 1208. sieng attdas Schloß Gmhrnberg an den Bavrischen Grantzenim Land ob der Ennß zu erbauen, und empfahl die Herrschafft wildderg von Stifft Passau zu Lehen 2N. 1198. Uxor. 1^. Herr Gundacker. Uxor. Fr. Euphemia vott Rhi enring. Herr Gundacker. Uxor. Frau Adelheit von Wanden. Herr Dietmar auch ein Sohn Herrn ck>l§ Hackers vonGteyer »n. iszo. war der ml Herr von Losenstein vom Schloß diß mens im Land ob der Ennß beySceyerS^ legen, jetzo ödt. »u. isyr. Uxor. dl. Herr Dietmar. Uxor. Frau von Eberstorff. Herr perer. Uxor. 1. Frau Euphemia von Gtahrnberg. 2. Elisrbeth von Auffnstein. z . Marg aretha von Traun. Herr Bernhard. Uxor. r. Anna von Zelcking. 2. Beatrix von wahing. Herr Rudolph. Uxor. Frau Magdalena von polhai mb. Herr Georg Lands-Hauptmam^in^b'^ der Ennß. Uxor. Frau Ann a von T örring. Herr Wolff. Uxor. Frau Elisabeth von Tschernahö.T' HerrDierinarLands-Hauptmann ob derE""' Uxor. 1. Frau Martha von Liechtenstein. 2. Frau Euphemia von Hochenfeld. z. Frau H elena von Her berstein. Herr Wolff Sigmund Graf von Losend Uxor. r. Frau Susanns von Rogendorff. 2. Frau Anna von Gtu benberg ^^.-^^ Herr Geora Achay Graf und Herr senstein, Röm. Kays. Maj. keHl H'- Cammerer, Obrister Stallmeister ""L. lands-Jagermeister in Mester, ob der^ Uxor. /L' r. Frau Anna Maria vonpolckenswlm r. Anna Catharina geb. Geemannr« r) r Frau Francisca geb. Gräfin vonMa Herr Ruediger. Uxor. 1. Frau Anna von Türnstein; 2. Anna von Dachsberg. Herr Caspar. Uxor. 1. Barbara von Losenstein. 2. Agnes von polhai mb. Herr Hannß. Uxor. 1. Elisabeth von Buchhaimb. 2. Agnes von Hochenberg. ' Herr Bartholomee aus der Ehe gebohren. Uxor. Fra u Ma gdalena vott Losenstein. Herr Eraßmus, König kerc!. l. Rath. Uxor. Frau Anna Gräfin von Schaunberg, dannen- bero seine Söhne die Gchaunburgische Grafschafft und Guter ererbt. 2. Regina von Polbaimb, GrafIohannvon Schau nbergs Wittib. _ Herr Ruediger zu wildtberg. Uxor. 1. Helena Zagglin. - 2. Mttilia , Semperfreyin von Limburg. Herr Paul Jacob zu Schönpühel, Röm. Kayserl. Majest. Rath. Uxor. 1. Frau Gusanna von Rappach. 2. F rau D orothea von Taunhausen. Herr Conrad Bairbasar Graf und Herr von Srahrbern, der Röm.Kays. Maj. bercl. III. Cammerer, Rath und Regent der N- O.Lan- den,und einer Löbl. Ob.Q. Landschafft Herrn Stands-Verordneter. Uxor. Frau Anna Elisabeth gebohrne Herrin von Zinzendorff. 39i Kayser Hainrich läßt diesem Ottocaro hierauf nicht allein was er, wie ge¬ gelt, den Ungern über der Mur abgetrungen, sondern räumt ihme noch ein Tdeil Lands von der Närnrnerischeii March ein, drunter die Gegend Affleniz, Mrythal und Drugenmümmel begriffen geweft (Darius nennts ^srnoium 8lyrse /0»/^ ^nsll I^orrci «i-r und erhebt ihn also aus einem Grafen zu einem Marggrafen. (sagt Darius) /ä-i In welchem Jahr aber dieses geschehen/darüber seynd die lMorici nicht ^leichstimmig. ^venrinus schreibt/ 1.5.5. zz6. öc 429- e6- Zerm. es seye solche Erhebung zum Marggrafen zu der Zeit geschehen/ als Herzog Conrad in Närir- ten gestorben war, habe Kayser Hainrich der Vierdte Kärnten seinemVettern Herzog Leopolden verliehen,ungeachtsich Herzog Berchrold von Zäringensehe varumben gerissen; folgend aber als gemelter Kayser aus Italia in Ceutschland ulM/ (circa an. 1075.) habe er gedachten Leopolden wider verjagt/ und an seine Mtin Rärnten Herzog Heinrichen / in Stener aber 0^/«« einen Sohn o^o«» eingesetzt. Darius ist ihme selbst fast widerwärtig: an einem Orth schreibt ^Lom.keip. kroml.12.e6 seye damahlen der Stamm der Rärntnerischen Fürs Kn abgestorben und die 8uccestion zwischen den Grafen von Eppenstem und ^sslentz, Albern undMarquart an einem/ und Herzog Bertholden vonZärrin- 8en strittig gewest/(das käme in die Jahr 1072. oder 7 z.) da seye GrafMttocar ^um Marggrafen gemacht/ und ihme ein Theil von Kärnten zu Lehen geliehen worden. Aber in seinem Buch cle Zent. miZr. 1.2. f. 172. ist er derMeynung / eS 'che geschehen zu der Zeit/ als Graf Marquart von Eppenstem ^/ä^ESohn ^ach dem vertriebnenLeopoldo zum Herzogen in Kärnten gemacht worden/ sei- Wort aus dem ^vemino genommen, seyn diese: „ Lomes ab A cjucis guonclam exauco- -,rstj Mus, Leo-oZsio prolcripto ab ^»- ^0 i V. Imperators in Ducatu Lon- "hrrvatus, le6 bac leZs ur ^larcbiam cismpram ä Ducatu 0//sEo OL/'s- Lomitisin 6lio (guocl is leis non minus st<^ue in "oellv a6juvillec) in perperuum conceäeret, atgue ab eo rewpors cluo ""incipatusex uno 5aLli, at krinciparus nomen tum primitüs au- fuit. „ , iVIarrinus Keiler schreibt in luo itin. ^erm. 5. zzr. l. Imperator. Abebas Land Crainund Steyer von Kärnten genommen/ und Marggrafen ^-ugelbrechten von Crainburg Crain: Steyer aber Marggraf or/oE» zuge- Mlet, welches aber mit der Zeit nicht etnstimmt/ dann dieser Occocar an. 1122. Worben / und kri6.1.erst an. H52. zu regieren angefangen. Es sey aber nun mit der eigentlichen Zeit, wann Graf Gttocar von Steyer «um Marggrafen erhebt worden, beschaffen wie es wolle / so ist doch diß dabey su mercken / daß bey solcher Absönderung der Karntnerischen March vom Her- ZMHum Kärnten dieselbe ihren alten Namen verlohren/ und ist folgends nach galten Grafschafft Steyer die Steyermarch, wie noch heutigs Tags genennt Es hat aber auch die Grafschafft Steyer vor sich selbsten damals und her- t^ch mit deren Gebiet und Gezirck weit um sich griffen, dann hierzu die Stadt steyer, die Refier über der Ennß bis gegen waidthossen, und einwerts neben Machten Wasser/ daß Gafslenzgaw, und wo jetzo der Marckt Weyer liegt, das ^nnsthal, der Gaiß-und Ennß-Wald (von welchem der Graf von steyer, wiegemelt, der Waldgraf genennt worden) sowohl nach dem Steyer- ^Kß hinein daßgantze Steyer: öder Gässenthahdas Clauß- oder Biern- Ge- ^rg/ und jenseit der Steyer, die Gegend um Dietach, wo jetzo das Closter ?oleinck liegt/ alsoauchEnnß und selbe Refier gehörig gewest, darzu auch kom- uen die Gegend zu wilhelmspurg bis in die piestnick, Herzogburg, Cheldorff, ^iram/ LTrapotenkirchen , Gümbelskirchen und anders mehr in Oesterreich Megen, so Marggraf Leopold der Schöne feiner Tochter Elisabeth Marg- Lccr graf grafOttocan IV. zu Steyer Gemahl zum Heurath: Gut und Aussteurung gtr den. Dahero dann solche Grafschafft nicht unrecht von gemeltem I-ar!o genennt tvtrd. Deren Gebiet und Grantzen hat über die vorhero vom Kayser verliehene Barntnerische March gedachter Marggraf Gttocar noch um ein mercklichs er¬ weitert, indeme ec einen grossen Gezirck Landes durch Kauff von Herzog Henn richen in Barnten dein letzten, aus dem Geschlecht der Grafen von Murtzthm an sich gebracht, davon Herr Hanns der Ennickt in seinem Fürsten-Buch also meldet: (b) Der Herzog Heinrich mit dem Grain dinget dem Marggraf^' /0^» von Steyer sein eygen, daß waz von -Langenaumitfliessenden Has¬ sern , und mit Regennasser, Zu beyden feiten vnz in die Mur, vnd für si^ Hintz S- Stephan, daß pručke von dannen bey der Mertz herab, auch aw die rinnenden Master fliessent, darnach von dem Gemerich vnz in die Mer6/ vnd bey der Mertz von dannen vnz daß die Mur vnd die Mertz zusammen rinnen, von dannen im thall Hintz Geftnick, daz ist alles desselben eygeiw beydes mir den Burgen vnd mit dem Dienstmann, und mir den -Leuths die darZu gehörens darnach von Antrichstein, daß gegen Friesach ligt, he^ nider vnnzt in die Mur, daß ist alles desselben eygens, darüber dingt er ihm halbes Thavolei, portenau und Mairren, vnd Bübein und Gpergem berg, vnd andere eygen daß darZu gehört, darzu dingt er ihme die they zu St. -Lamprecht zu dem Tloster, da sein Brüder Baidlait, vnd er selber lait vnd gestisst hat, daß Tloster dingt er ihm, als daß dem E mand Dogt wer, nur der Herzog zu Steyer. Also hat ec auch dieGrassckE Marchburg zur Steyermarch gebracht, davon droben ungezogenes Fürsts Buch also meldet: Item der Graf Bernhart von Marchburg, der dingt dE Marchgvaf daß Hauß zu Marchbrrrg, vnd den Marckt vnd dar darzu gehört, erdinget ihmtiver,vndsittich daß Tloster, vnd Geierau,vnd alles daß darzu gehört, vntz an des Bischoss Gemerck von Saltzburg, d^' selben Graf Bernharten gehörten an diese Dienstmann , die Treumer,^^ von Ehenting, die von -Leibenbach, die von Marchburg vnd alle Truch^ ner. Ums Jahr 7064. hat Marggraf Gttocar Kcnssec Heinrich des Vie^A Schwester Mann Salomonem König in Ungern rn sein Königreich, drauß vertrieben war, wieder einsetzen heissen, und sich dahero abermahlsum den^üm ser wohl verdienet, Folgende circa AN. 1074. hilfft Marggraf Gttocar (6cc>rg.UIricu8 in menr. fnncl.^dbat. s.amb.ln Ztvr. f. zo.) neben seinem Bruder Ertz-^' schossen Gebharten von Saltzburg das Closter Admont in Steyer erhcbA und begaben dasselbe mit einem grossen Gezirck Lands, Aichdorff, Arming / Hützenbühel - Thal, auch mit etlichen Heiligthumben von armen ' L. Hirnschall, und andern keliguien von der Jungfrau^"/-,und' Dieser Marggraf Gttocar halss auch auf seinen Grund oder Gebiet Ga sten genannt, nahe bey der Stadt Steyer, (daselbsten ein Kirchen dem Passau unterworffen gestanden) nach getrossenen Tausch oder Wechsel mit rnanno, Bischoffen zu Passau, um die Kirch am Böhaimberg, ein THUN' Sttfft inkonorem L. circa SN. 1082. zu tunciiren, dahin er etliche^ Grdens gesetzt, derer erste Probst 9^ heissen, auch zu ihrer Unterhaltung etliche Höf und Gütter, wie auch ven a gen über liegenden Wald Tannberg (äusser der Jagt) />" ,,ch gestifft und übergeben. Allermassen seine Vor-Eltern, also hat au dieser Marggraf Occocar sein Fürstliche Residenz und Hofhaltung aus Schloß Steyer gehabt,, (sagt bariug) r» 8ryrse //sDahin dann Ertz-Bischoff Tonrad von Saltzburg/^^^ - W )o( W gebohrner Herr von Abensperg , im dgmahligen über der ln veMur der Bischoff und Prälaten in Deutschland (ob solche dem Pabst oder Kayser gebühren) ent¬ standenen 8cbi8M2eL zwischen dem Römischen Stuhl und den Bischoffen eines: und Kayser Heinrichen des V. anderen Theilß, in seinem Lxilio ums Jahr ms. oder r6.ungefehr seine Zuflucht genommen, und allda/ wie auch im Clofter Gar¬ sten sich eine Zeitlang aufgehalten, wie hievon neben dem grossen Lob Marggrafs lk)ttocars melden thut vitX v. mit diesen Worten: „ läcec princeps iecularis, ramen aliis porenribus mulcum 6issimlli8, culror >,pse>'8, amaror jullmae, Lc contra immamcarem persecurionum rurris Lcclellse in. «expuANLbilks, nam Lpilcvpum l)n. yminst1vj8 öc mon- >,üum 1acebri8 per mulrv8 clis8 perlecunonem 5uZien8» lariraverar.aö le venien- ,'tern cum sonore magno lu(cepir, manurenuic; guocl nullu8 principom au5us '-üiit. „ Ist folgende zu Rom / dahin er ohne Zweiffel nach selbiger Zeit Ge¬ wohnheit wallfahrten gereist, mit Tod abgangen, ^n. r 122. wie H.vencinu8,I.a- und des Closters Gärsten ^nnale8 setzen; wurde allda zu Rom begraben, doch über ein Zeitsein Gebein von dannen nach Garsten gebracht, und allda m ^aurenriiCapelln (darinnen noch auf heuntigen Tag der Grafen von Losen- stein Erb-Begcäbnußist) bestättet. Er muß ein hohes Alter über die loo.Jahr ^reicht haben, wie dann auch schreibt, daß ergestorben stye. Sein Gemahl ist vermuthlich gewest Frau wilburgis, deren in der Stiff- tung des Closters Garsten oben gedacht, wie wohl ihme I^ariug cle genr. mig. I. 8-f. 421. zur Ehe giebt Frau Marggraf Ernsts zu Oesterreich Toch- ter: hat vielleicht zwo Gemahel gehabt; seine Söhne waren Le-/oZ^,o/ls- ^o/>o/^r zugenannt lucceclirt seinemVatter m. in der Re¬ gierung der Marggrafschafft Steuer Hn. H22. wie des Closters Gärsten ^n- ^08 andeuten. Darius 16. cle migr.genr. f. 178. schreibt etwas frembd, als ob W gleichsam von neuen von Kayser Heinrichen dem Fünffren zum Maragrafen A Rärnten wäre gemacht worden, ^nno u ro. Es wäre dann also zu ver- 'Aku, daß ihme noch mehr von Herzogthum Rarnten, nach dem Tod Herzog Willrichs, der ^nno 1122. ohne Erben gestorben, zur Stepermarch wäre zu- gElriedmet worden, dahin dann ttalelbschms in Obronico -zustnaco stehet, ^0 er schreibt: I-evpol^u8 I^lenrici . Nachdeme auch Graf Walds von Ruen der letzte ohne männliche Erben "ogangen, verleiht ihme Kayser Heinrich V. die Grafschafft, und darzu gehört¬ en Gezirck umGrätz, damit die Marggrafschafft Steper um ein gutes erwei- A worden; aus dem Schloß baut und stifft Marggraf Leopold das Clostee ^hein (wie mans der Zeit nennt) Ostercienler-Ordens, ums Jahr 1127. allda Er auch begraben liegt, ist mit Todt abgangen ^n. n 29. .... v. Sein Gemahel ist gewest Frau Sophia ein Tochter Herzog Heinrichs in Zypern, Herzog Berchtolds von Zaringen gelassene Wittib, milderen er einen ^ohn erzeugt, Rahmens Gttocar der V-von dem hernach. . Gttoear der Vierte dieses Nabmens, Marggraf in Steper, Oktocari des ^tttten Sohn, und Bruder, mit dem er sich vectheilt; ihme ist 'E Grafschafft Gteper, l.eopoI6o aber die Steyermarch geblieben. - . ^arm8 will, es habe Kayser Fridrich gedachten zum Vogt des tz?MtS Freising gemacht, aber in merrpp bail^b. V. ttunöii wird hievon nichts Mt: hat zum Gemahel gehabt Frau Elisabeth Marggraf Leopolden des ^Edönen zu Oesterreich Tochter, und Leopoldi des Heiligen Schwester, die ihm unter andern (wie im Herrn Jansen des Enniggl Fürsten-Buch r. Ccc z 4.K Z94 _ ßLZ ^o(. LIS 4. Lc 5. zu lesen) zum Heyrath-Gutzu, die Gegend zu wilhelmspurg unztin die prestnick,darzu Herzogburg, Reldorff, Gßram, Gruchsperg, Rappoceu- kirchen und Gumpelskirchen, wormit die Marggrafschafft Steyer abcrmahlS erweitert worden. Als diese sein Gemahl mit Tod abgangen, und dero Jahr: Tag im Do¬ sier Garsten celebrirt wurde, hat er damahlö die alldort gewesene von seinem Vatter eingesetzte Lanomcos reguläres verändert,und an deren statt die Mönch Lc. Leneclitti Ordens, und zum ersten AbtBerchtoldumdvar nach etlicher My- mmg des Geschlechts der Windischen Grafen von Rochaz) damahlö ettorn im Closter Göttwig geordnet. ^nno H4Z. conürmirt er gedacht seines Vatters Stifftdes Closters Gar¬ sten, und die mehrere Donationes, so er dahin gethan, mit grosser damahls ge- bräuchiger Solenmtat auf St. Lorenyen Frcudhoff bey Ennß mit Herbeyzie- hung der Zeugen bey den Ohren (z^o /?/>««/<, da zum Beschluß genrch ten Stiffts-Briefs also einkommt. ,»bt scl bsec omnia per MANUS mess Lc filii ^mei solennirer celebrarg. rata permanesnt, Lc inclulivg, tam impres- ,»6one älgilli noliri, Lc lub introcluLkione telliuw icloneorum per -rureM ,»sttrg6orum ceniuimus rvborgnög. Ui sunt gutem rettes : juniok „Vlgrckio cle domes cle LsZo ^/7^«» ,,«rr. ^>«<7 in Ccemiterio 8. bgurentü, ^n. Oom. i^' „csrn. H4Z. inäiök. 5. Daß er einen Sohn gehabt, Nahmcns erscheinet aus erst ang^ zogener <üonbrm3tion, ist aber nicht ^0/4»/pon Haselbach, ^venriae» und die ihnen folgen, aus Irrsal gleichen Namens gemeint, dann schon km. 1129. tod gewest. In welchem Jahr aber vielqesagter 0,/c.^r mit Tod abgangen, kan ich nicht anzeigen; Daß er aber samt odge- rrreldt seinen Gemahl und Sohn Leopolden allda zu Garsten, und zwar dachte sem Gemahl im Chor begraben liegt, ist in Brieffen zu finden, und ze'^ es sein aufgerichtes gemauertes Grab, oder iVlonumemum. an derlinckcnM feiten im Chor, drauf sein Lcarur ausgehauen an, dabey aber kein Schrifft r" sehen lst. ^eopolöu8 II. Ein Sohn erstgedachtes Marggrafen Occocari IV. find von dem meh^ fernes Vatters obgemeldte Gärstnerische Stifftungsn.i^-' rm Schloß Steyer conkrmirt hat, wird in seiner Jugend unverheyrathct siorben seyn, liegt, wie gemelt im Closter Gärsten begraben. Ottocarus V. 0//-^ diß Namens, Marggraf mit dem Zunamen Starckcn Sohn: daß er oder Vogt des Bistums würtzburg West, erscheinet aus Bischoff Emmerichs Briefs, darinnen 77' das Mauth:Gcld der Brucken zu weiß an sich getvcckE und zu Heil feiner Seelen männiglich freygelassen, wird daselbst Fyn,» 0//-L4E genennt »n. nzz. ^nno H47.HM dieser Marggraf 0//^neben andern Fürsten, das DA angenommen, wider die Ungläubigen zu ziehen. Davon Ocro kris I. kricj. c. 4O. also schreibt, 3N. 1147. „kex in mense kebt. generalem c . „riam spucl celebrsvit. ^ccepere eaclem borg crucem eres O//0 s)ux ,,"7^ krgrer Üegis. ve orciine Lomitum nobilium, virorum illullrium „rnerabilis, tgnrg etiam (mirum 6i'Lku) prseöonum Lc lsrronum gclvotabar M ^riluclo, ut nullus sgni Cgpitis bsnc kam subitsm guam insolitgm murarmn D Z9Z „a clexrrs excelli provenire non coZnofceret, coZnokcen6o sttonirs menre non ,^, Marggraf in Steyer. Ein Sohn vorgemeltes Oktocsri V. ward nach seinen Anherrn und Mu? ter, der Graf vonVochburg genannt,starb vorm Vatter. o^oc^^z. der erste und letzte Herzog in Steyer. O//S-E diß Rahmens der Sechste ein Sohn Marggrafö 0,/sc^r'^. D**^ rr seinen Vatter in der Kindheit vcrlohren, ist droben gedacht, war der erste zuk Herzoglichen viZmtLt erhebt worden, zu was Zeit aber dieses geschehen, davor* schreiben die l-Morici gar widerwärtig. ^uchor funögrioni8 des Closterö St Lamprecht in Steyer fol. 2Z. setzt so*' che Lreation ins Jahr 1157. und schreibt darbey Ottocaru8 seye gewest ^/r^ro«e valöe iNum superaverunc ex Ourinzorum XrsrÜ8 tociin>8 Lopise. b** aber berührte Jahr: Zahl,sowohlals die,welche ttieronymu8iVleb'leru8 in^nN' Csrinrh. 5ol. 814. ins Jahr 116s. setzen thut, unrichtig, weilen bey der erster* noch nicht gebohren, bey der andern aber noch ein unmündig Krrru gewest. , )acobu8 SplegeNug in 8cholü8 tol.48O. schreibt, wiewohl Kayser Friedrich/' (welcher von anno 1152. biß 1190. regiert) die Marggrafschafft Steyer ern Herzogthum genennt habe, so werde doch solche Erhebung nicht genicktem,sor*' dern folgenden Kaysern zugeschricben. ^venkinug aber in seinen dreyßig Star*' men-Tafeln lab. r6. ist noch irriger, gibt für, cs seyen zween Herzogen *'! Steyer gewest, und solle doch solche Oearion allererst im Jahr 1180. (rn Lateinischen Lönion f. 4^4. setzt er 1181.) und zu der Zeit geschehen seyn, als zog Heinrich von Bayern der Löw aufvielcr Fürsten des Reichs, darunter aum Marggraf von Steyer genennt wird, eingewendter Klagen circa 6>em 8ri ?erri Lc kauli in des Reichs Acht erkläret, von Land und Leut vertrieben, und das Herzogthum Bayern Graf 0,,en von wittelspach verliehen tvotde-' Damahlen habe Kayser Friedrich aus der Steyermarch ein Herzogthu^ sowohl als ausTyrol, Oesterreich undAndechs Fürstenthümer gemacht,und>e' bige ?rovinoen von Herzogthum Bayern eximirt. . Des Closters Gärsten ^nnslc» gedencken auch dieser Erhebung zum zogenalso: »^uno H8v. ^larckione^^/^vuciLnomen eü — W )O( W Z97 >,snno ipso, ouo kueratZla^io gccinKus Otto ?^/>rtt'»«F 8enic>r Dux S/iDini3nu8 in lua Huttr. f. 254- (deme droben gemelter x^legiserus nachgehet) letzt in seinem ^ulki-is beudes zusammen, es stue nemlich Anfangs ein Geschenck Avest, endlich ein Kaufs daraus worden, beschreibet den Handel mit folgenden Worten : ,,Occocal-us junior iVlarckio Sc/riiL Ducarum 8r/rl3e uitrü socero iuo '-l-eopolclo äonavir. anregusm morererur, buic omnis lua bona kavensF guocl » cum LAne ruliklent slii, rot ranrggue bona Arstis ciari üne erigm iubäitorum ss- '/ensu, ne reg in clilkenüonem veniret, neve guig cavillari po6ler,8ryriam omnem ->l-eopo!c!o Venciiöic, 5e6 prsetio u6mo6um perexiZuo: I^enricus Impersrorbsne »-emprionem Lc 6vngtionem, cessionem Lc leFscionem »pprobavic, lireriglzue rs- »Ecavic, I.eos>olcjo5euc!um concelstc, ipfumgue principom 8tyr>3e cresvir.,, Von solchen Kauff meldet auch der ^mkor des Clofters St. Lamprecht lol. 2Z. funösc. Herzog OttoE habe nach Abgang seiner Gemahlin (als er bald darauf mit der Seuch oes Aussatzes behafft worden) thetls seines HerzogthumS semem Schweher verkaufst, und den Titul und Namen eines Marggrafen wie¬ der an sich genommen, welches letztere aber falsch, denn Otto-^, wie drunten er¬ scheinen wird, biß an sein End sich einen Herzogen in Brieffen geschrieben hat. Die alt Oesterreichisch geschriebene LKrvmcs gibt hievon diesen Bericht: ^ÜIN war G»af Ocrocsr ausmercklg, und sein eygen Land Skeper das Erkaufst er Herzog l.eopolclen so wolfeyl, daß, da man die Raituny rhät, ^ward geschätzt, daß ein jeder Ritter oder Rittermäßiger gefiell im Rauss km z. Halbling, und ein jeder Bauer um ein Model. Diesem gehet auch gletchstimmig nach Herr Hannß der Ennigl in seinem ^gemessen Fürsten-Buch: wann es ward mir von ihm bekannt, Daß er der war, der Steyerland, Rauff von einen Fürsten kranck. Der muß vill gar an sein Danck, Das Land darvor kauffen, Umb silberne Haussen; Derselb Fürst aussätzig was, Als ich in den Buch laß, Gabe er es viel ringe, Umb Lüzel Pfenninge, Die Ritter wurden da gezehlt, Und auch die Bauren mannigfalt, Da ward pracht, als ich vernommen Han, Daß jezlich Ritter wohlgethan, Ram da viel ringe, Umb drep Helblinge, Der Bauer umb ein einiges Ort, Go vernehm ich hie und dort. in Wann und zu was Zeiten nun aber solche Übergab würcklich beschehen, , swch etlicher massen ungewiß, dann obwohlen die aufgerichte hernach inss- Dy^grioki erst ^nuo 1186. ÜLtirt, so erscheinet doch aus unterschiedlichen "vcieffljchen Urkunden, daß schon etlich Jahr zuvor Herzog Leopold zu Oester- Ddd reich 398 _, . ,W )v(W _ _ reich der Schlveher Herzogs oz-o^sich des Tituls eines Herzogen in Steuer gebraucht habe, wie zu sehen aus seinem Toniirmarion« - Dries über der Clo- ftersGärsten?riviIeZren, cl3t. Grätz ^nny 1177. sowohl des Closter Gleinck Freyheit einer um ein Fischwcid, deren cisrum Ennst den 7. Maji anno 1178» darinnen er sich an beyden Orten einen Herzogen zu Oesterreich und Stey/r genennt, dabey es fast das Ansehen, weilen er beeden Clöstern ihre erivrleZm, als gleichsam ein neuer Lands.Fürst conbr-mirt, daß er sich schon damahlen der Regierung unterfangen; jedoch gibt nicht allein mehrgemelte vonrmon zu co kennen, daß die würckliche Übergab und Lands: Regierung erst nach dem Tod Herzogs an Herzog Leopolden zu Oesterreich völlig kommen, da gr- meldt wird: ,,8illlem Dux gc üllU8 eju8 cjuibug nolti'A cle- „llgNLVimus, non lupervixerinr, nollras in lus porellsce bsbLAnr,,. Sondern cö ist auch aus dem, was bald drunten von beeden Clöstern Traunkirchen und wülhering gemeldt, abzunehmen, daß Herzog 0/-SE bis an sein End regie¬ render Herr über Steyer geblieben , und wie bald hernach folgen wird , een nach seinen Todt Herzog Leopold das FürftenthumSteyer vom Reich zu Le¬ hen empfangen hat. Dem Closter St. Lamprecht (?Iur3erigm bona (sagt er) monsllerio in „veniret,l3rAsmLNu6illribu!t, licurSr sli-8 prsscipue LccleÜX ob guo» „prsesu!, licet leprs gfperlum, non exborruit osculsri. Also bestätigt er auch ein Jahr vor seinen Todt seiner Vor-Elterrr SM Clofters Traunkirchen uralten Befreyung von allerVogtey, entsetzt davonHE Arnolden von wartenberg (war ein gebohrner Herr von Polheim) den uiu (wie die alten Teutschen Wort lauten) abwesend und gesetzt unter die MeistA schafft des Landmeisters Burd (vermeine weil er noch unter der VormundDE war) betrogenmi(schelchlichenR.ath unsererDienstmann, an unser statt de>' vorgenanntenGottes Haußzu einem Pfleger und Dogt gesetzt haben rc m' schehenzuEnnsi anno 1191, in deminnernHaust des labens der zu densM Zeiten die Müntz hat. . Sein Gemahl ist geweste«" Herzogs zu Oesterreich Tochter, vn veren er aber keine Kinder erzeugt; Ist mit Tod, und zugleich der Stamm urr Linie der Marggraffen und Herzogen von Steyer abgangen, Haselbach schreibt, er seye imCloster Garsten Fürstlich begraben worden- andere wollen er liege im Closter Seitz im Land Steyer. Hierauf nun hat Herzog Leopold zu Oesterreich das Fürstenthum Stes vom Reich zu Lehen empfangen, dessen des Closters Reichersperg in Mm'. ObronicA f. 288. mit folgenden Worten gedenckt : ,,Hn. I i92.morcuu8fnitl)u^ „renli80//oE, LctjMAbXi'eLjemnonbgbebgtMux^ullriLLe'o^o/^«, tuccelkicei „cepiceunösmOucatum llemANuImperstofi^ valcie lolennikerJpuö^'orMAUS^ . „proximo pentecolle8,ciuo6evenergc tunc i'ny. Oal.fun.,, Dieses NUN vetgleM- sich besser (schreibt Herr Reichart Strein scel. in seinen ^nnon über die chischeFreyheiten bey derOon3t.HerzogsOcrocJi-i)mit der vonst Orcocsrr, deme was von obgemclten Kauffgesagtwerde,so seinem Erachten nach von enn erdacht seye, welcher durch diesen Kauff der Steyrer Berühmen, daß sie Steyrer seyn,verlachen wollen. Z99 Folgt hierauf die öffters gedachte vongrion oder Über¬ gab des Fürstenthums Eteycr von HerzogOccoc» auf Herzog beopol^en zu Oesterreich. nomine 8snsiX Trinitatis Sc inclivicluX unitatis, vux sslutem I omnibus 66elibus in Perpetuum. Oivinis Sc bumanis legibus ciocemur, sc I proprise nsturse clisciplins commovemur nollrorum saluti conlulere, Sc eorum urilirari tam moclo, quam impolierum proviclere, vita namque cujuslibetbo- ^inis, (jivitis live pauperis , incerts tranlit Sc inlsabilis, icleoque quemlibet ancs borcem cleliberare üecet, quiä cui qualirer relinquar, quo6 poli mortem reci- nere non valet. Lc quis DLus sola öignatione suse misericorclise, primo parei> i'irus nottris, cleinöe nobis magnsm contulit in bominibus Sc rebus grariam («"< 6/or,solliciruclinem babuimus non minimam, cum non bsberemusbL- cui omnia nolirs ce6srent in bsereclicarem. Lommunicsto igicur me- Horum noltrorum pruösnti Lonsilio, blobil.lLimum, 8crenuilbmumi bclelillimum- Oucem donsgnguineum nollrum, 6 line bserecle rlecelse- ^lnus, luccellorem nobis clelignavimus» cujus Lrovincis cum notirge tit Lonti- 8ua,s»b unius pacis sc principis sacilius vaiear utraque moclerari juliicia, quem ^ia nobis amicilbmum fore creclimusquamcliu vixerit, nibil ^os Sc no- eum moüni (ätis eonüAmus- Verumtämen ne ue p->terni morisümul Lc mucu-e familisriratis oblirus in minitteriales Lc Lonprovin- ^lesnoliros impi^ cruclelicerve praesumat agere,juranolirorumsecun6um peci- ^ivnem ipsorum liaruimus compreben6ere» ac privilegio munire- Inprimis siqui- ^ein llstuenres, uc siiclemOuxacblius ejus^r/rierrc«^, quibus nvllraclelignsviwus, super vixerint, nolirss in sus potekate babeant, acleo, quoc! 6 ejus grarism ^iserim, a nobis sibi collats amittere non valeant. koliea quicunque cle suis ^Poribus libi lucceüentibus Oucstum tenueric Oucstum quoque regst cseteris frsrribus nullo moöo super Koc lirigsnribus. I6em Oux petitiones ^clelisrum.äclvocatias monalleriorum ä parenribus nottris funöscorum sine sä- ^can8M3nuteaest,sus clomicilia, municiones, terram, minitterisles inregralicer pvllicjegt, ni6 forte petitione parenrum ex multis üiiis unum contingat alio trans- b^kri, causa msjoris emolumenri bemZna permiüione Oomini. ^m quicunqus vel cvnrraxerint muruo, ejus ?rovinciL fus naoeant, in qua na- oic-rnr. 8i intettatus obieric, Lc 6e jure kaereclis, qui proximus sueric lan¬ ene , lis exorra sueric, vel alcercacio neZorii inrer ; non (šampione » probabilium §c certarum perlonarum clirimatur creclibili teüimonio. In be- ^^6cii8 nullam molettism, quse vulgo äicicui. suttinere cogantur. 6s- ^licia ab aiiis öominis scquilita a vuce in proprietäre fuerinr empta, Sc ^on fuerit, qui beneücium polliciear, cle praecliis, quse clucis poH obitum ^ttrum öesignavimus, interim, si ex bis böelibus minitterialibus ac propriis no- ^^>8 6e6erimus rarum elfe äecernimus. ^inilieriali8^-r-v/L(glii^7-'e'»/) prseöia venrlat, vel cribuat. 8imilicer quicunque le converrere, ac cle reclicibus quocl ^onveniens fuerit veo afferre clispoluerir, in clautiris sukrer nominaris, cum li- ^enria nottra facere poterit. 8cilicer ex quibus quX6am parenres Sc avi nottri fun6arunr, omnia au- in mulris nobis miniliraverunt. (Quicunque cle noltris super qussrimonia julla sentenria non sueric rerminata, babear eam optionem, FratiS coram Ouce luam renovet causam. Oapiferi, ?incernse, Lamerarii, Xlare- ^slli, qui cle nottris sunt, 8ty- ise partes intranri Ouci lmguli cum suis ^bcliriz per olbcis sus miniltranc, es clisciplins» qus nobis Lc pai entibns noliris ^'mttrsverunr. 6etenci Lurism Imperatoris sut in expeöicionem eunri 6isb of- bciarij psribus bebclomstibus» paribus cliebus, psribusque lumptibus lervisnr, "Luc bi, qui cle serviunk. ^b infellsrionibus Lc adionibus, quss per Ddd 2 prse- 4VO _ W )Q( W __ praecones Loznovimus, rerram nottrse 6iAjonis, licut atlivö exiilit, ex- emptam elfe öecernimus. (^nisquis er^o rüe fuerir, qm rerum summam polt no8 kabuerit, circa nolirvs, viclelicet claullrales, Xlinilieriales, comprovincisles, Kanc formam petirione eorum conlcriptam,mo6ellö conserv^bit. (^uv6 6 ipreta seguicare clementer Aubernare 6efpexerir, appellancü 6c a6eun6r Impsracoris cu- rism 6c prseten6en6i per Koc privileZium lk-rm coram principibus sulkriam irre- KaZsküem kabesnr licenriam krsecerea aöjicimus 6e nottrig, uc qui in kmao fuokccieliam conttimere veiler, conllruat, vel ?arockiL süss a!iqui6 con5erre> conferat. Lapellanos 6c Llericos nollros lelkonem nokis proximam in men^» licuc a patre nollro kakuerunt, kabere volumu8, 6c ne kospirüs fürs per ^re fckslkum expellanrur imeröicimus. ^Äa funt kaec anno Dominicasincarnation^ XI L. k. XXXVI. inclitlione quarts, Loncurrencium fecun6o, lexco 6ec. Lalena« Leptembris in monre 8. apuä forum, Vbi afciti in cettimoniulv llunt, prselenresque fuerum, vi6ence8 6c au6iences, quorum nomina fubjunAva tur. Lome8 cleLome8 cle Lomices cle O/^o te8 c!e Lome8 6s ' Lomes cle O//s Lomes 6s O//o L^/ö/zakeSttr^^r-cÄ, c7o»--s«isie «ie '///» /L/OLM ?/7^!VL0K^/. Kistvrischcr c^^^s.O6U8 darinnen neben kuryer kscßrkMng Aber -as Ery - Herzogthum Oesterreich ob der Ennß, dessen den sürgesetzte geweste Landrs-Hauptlcuth, Verwalter, Vitzdomb, Anwäldt und Landt-Schreiber, von 1204. biß auf gegenwärtige Zeil; samwt hierunter fürgangcnen denckwürdigen Veränderungen und Geschichten, begriffen: Aus unterschiedlichen lMoricis, iVlgauscriptis, und brieffli- lichen Urkunden mit Fleiß zusammen getragen durch Valentinnrn Drevenhueber Gedruckt zu Wrenn in Oesterreich bey NlckheS. ^nno 165z. Nunmehro wiederum aufgelegt. Nürnberg/ Bey Johann Adam Schmidt/ Buchhändlern 1740. .. .Vs W )o( W 40; Dem Noch - und Wolgebohrnen Uerrn Derrn Wrnsten Herrn von Traun, auf Meissau/ PrauOerg/ Wolffpässmg, und Pakflüß, -er Römisch Kayserlichen Aajestät Lammerern / Hof-Kriegs-Rath, General« Wachtmeistern und Obristen, wie auch Land-Mar¬ schallen und General Land Obristen in Oester¬ reich mter der Ennß re. Noch - und Wohlgebohmer Gnädiger Um Um re. s pflegen die jenige, welche entweder die Verrichtung wichtr» ger Geschähen in weit entlegene Länder über Meer abfordert/ oder die süsse Hoffnung grossen Gewinn zu erlangen anlocket/ > , ihnen einen Patron zu erw hlen, welchem Exempel auch die- Nachfolgen, die sich unterfangen Bücher in öffentlichen Druck zu ftr- IkN, dahero bey Herausgebung gegenwä tigeö von meinen Vattern Zusammen getragnen Büchels, ich gleiches beobachten, und sol- Ms ohne einen Schutzherrn der Welt mchr vorstellen, sondern Ew» Hellem hierzu aus nachfolgenden Ursachen erwehlen wollen. i.Zwar derostlben Löbl Geschlecht eines von den vornehmsten und ä'tisten Österreichischen He rn Geschlechtern ist, als welches von öabone ^raffen von Scheurn und Abensperg, neben denen jetzigen Pfaltz-Graf- ftn. 4<-4 _ W )o( W _- ftn, Herzogen aus Bayern, und abgestorbenen Graffen von Schaun¬ berg semen Ursprung nimmt, aus dem- Wilffing oder Wolff der erste gewesen, welcher sich Herrn zu Traun geschrieben, und ^nno 1054- gestorben ist. 2. Daß eben aus solchem Geschlecht Herr Hannß von Traun der Lands-Hauptmannschafft löblich vorgestanden und seiner rit¬ terlichen denckwürdigen Thatcn halber, eine ewige GedächtnuS mcrin- ret hat, welchen Nnd andern mehrer» Dero Vorfahren, so dem M- terland zu Krieg - und Friedens - Zeiten ersprießliche Dienst gelaist/ Ew. Lxcellcnr mit Wurckung tugendlicher und dem Vatterland nutz- bahrer Sachen nachfolgen, und auch in gleichen Amt, ob zwar un¬ gleichen Landes rühmlich nachtretten / und dann z. weilen Ew. cellenr ohne das ein Liehaber der ^mi^uieLten und Historien ist, da¬ her» ich der gehorsamen Hoffnnng lebe, dieselben werden ihnen solches Buch! zu lesen nicht verdriessen lassen, sondern selbiges wie wohl ge¬ ringes Wercklein mit Gnaden an- und aufnehmen, darum ich auch ae- horsamlich bitten, und zu Gnaden mich unterkhänig befehlen M- WikNÜ »kN 24. Leplembrir ^nno 1652. Uw. ^xce11en2 gehorsamer Walentin Urevenhueber 40Z Wrrede. as jetzo also genannte Landt, oder Crtz-Hertzogthum Oesterreich ob der Ennß ist vor alten Zeiten unter dem irattu, oder Gczirck deß begriffen gewest / darüber neben den noch vor des Herrn Christi Geburt n-ns der König in^-^o reqirt . hat/ biß auf der Röm. Kayser 0^^», und Zei- ^n, von denen ums Jahr Christi ungefähr die gantz in der Römer Ge- ,,E gebracht worden, doch äusser beyder(wie maus jetzo nennet) deß Mühel¬ und Machlandt-Viertels/jenseit der Chonau, welche damahln zu Groß Teutsch- ^nd unter der hernach Königreich gehört haben, In " oder Land ob der Ennß nun, welches damahln auch das Mertl ob wienner Wald (wie mans der Zeit nennt) in sich eingeschlossen, haben die ^omer ihrem Gebrauch nach unterschiedliche Oolomen, darunter fü- nehrnlnä jetzo Ennß, und0D^/>, Lambach aufgerrcht, und ihre l.eLio- ues oder Besatzungen darinnen unterhalten, weilen sie dieser Orthen von den und andern ihren Nachbarn mitstätlgen Über¬ füllen und Kriegen angefochten wurden. Und hat so'che Römische Beherr- Mung in die 500. Jahr communet, biß Herzog Dieth von Bayern urrrS -lchr so8. mit Hüiff c/-^^ der Francken Könige, gedachte Römer, wie an¬ drer Orthen, also auch in mit Gewalt angriffen, geschlagen und ver- Ut, also daß er und folgend sein Sohn, auch Herzog Diet genennt, ihnen wlcheLänder unterwürfflg gemacht, und hierauf zu Bewahrung der Gräntzen Mvlsse Landt-Pflcger oder Marggraffen gesetzt und geordnet haben.- Und wei- M hierbei) neben den Bayern auch die Hunnen bemeldte Römer bekriegen und Magen Helffen, ist ihnen zur recompens nicht allein Ober-das iss Österreich; sondern auch ein Theil nemlich odgedachtes Vier¬ tel ober wienner waldt überlassen worden, also daß sich folgende das Hun- ^'che Gebieth biß herauf an die Ennß erstreckt, und selbiger Fluß ein I.imes M March, des Hun- und Fränckischen Königreichs gewest, dahero auch daß ^nd ob der Ennß den Nahmen March empfangen, und biß es zu einem rogthum erhebt worden, behalten har. . Cs ist aber gemelter Herzogen von Bayern und ihrer Nachkommen Re- Mrung über Bayern und drunter deß Landtö ob der Ennß, wie wol unter der ^Uperiorität oder Oder-Herrschafft der Fränckischen Könige NN Wesen geblie- s/n, biß auf die Zeit König Carls, nachmals Röm. Kayser genannt dec Groß dieser hat ^nno 788. oder 7^ Herzogen in Bayern, den Stiff- m deß Ctoster Cremsmünftcr, weil er sich mchrmahlen mit Rebellion wider 'M vergriffen, seines HerzogthumS entsetzt, und wolre er anderst sein Leben Mm, muste ec sich lammt seinen Sohn bescheeren lassen, und im softer Larch am Rhein ein Münch werden. Von dec Zeit an hat Kayser ^arl das Fürstentum Bayern und darunter zugleich das Landt ob dec Ennß vurch Statthalter, deren auch zween seiner Söhne sechsten Carl und Ludrvia ^aren, zubermret, derer Söhne und Nachkommen sich folgend Könige inBav- genennt, welcher Regierung ^nn» 9 r i. mit dem Tod König Ludwins l Wels Mr wider die Hunnen die Vesten Anaspurg, wo jetzo die Stadt Ennß neat. Erbaur) ein Endschafft genommen hat. " ' « Die folgende Röm. Kayser, von primo an, haben ab ^nnoy!2. ihres Gefallens die Herzogen in Bayern, aus unterschiedenen Ge- 'Mechtern ein- und wieder abgesetzt, unter denen ist auch^nno nzy. gewest Eee Marg- Marggraff Leopold zu Oesterreich, und nach ihm 1142. sein Bruder ME graff Heinrich, beyde von Kayser 60«^ ///. hierzu, zu der Zeit erhebt, als Herzog Heinrich von Bayern mit dem Zunahm der Löwe und Hochfärtige in deß Reichs - Acht gefallen, seines Lands entsetzt und in Lxilio verstorben war. Nach dem aber dessen Sohn, auch Heinrich genannt, Herzog zu Sachsen und Bayern seine erbliche Zusprüch zum Herzogthum Bayern nicht wolte fallen lassen, hat endlich Kayser Friedrich der Erste diesen lang gewehrten Streitund Krieg auf dem 1156. zu Regenspnrg gehaltenen Reichs-Tag vermittelt, das Herzogthum Bayern obgedachten Jungen Herzog Heinrich von neuen ver¬ liehen, jedoch davon das jetzige Land ob der Ennst, damals die Bayrische March genannt, neben andern Landschafften mehr, abgesondert, dieselb vorM weiten Marggraff Heinrichen von Oesterreich erblich eingeden, und zugleich neben der Marggraffschafft Oesterreich ( die orre-^/ssche March vor Zeiten ge¬ heissen) zu einem Herzogthum, den Fürsten aber aus einen Marggcaffen zur" Herzogen erhebt und erhöht. Den damaligen Gezirck oder Begriff gemelter Bayrischen March, oder jetzigen Land ob der Ennst, setzt ^vemmus, (s)ob erö wohl selbsten nennt, dennoch etwas weit hinaus, von Anfang des Wib/ nebmlich biß wo die Ennst in die Thonau fällt,' sechzig tausend Schritt weit, und auf der andern Seiten biß an den Thaurn sich erstreckent, die Chronica aber, welche obgemelt Herzog Hainrichs Sohn Leopoldus selbsten beschrieben, " wodl als des Closters Lrembsmunster, setzen soltt en Begriffallein von passav^ Wald, oder dem Bach (der Rochen Sala) biß an die Ennst, var- zu lenseits der Thonau, folgends das Mühe! Viertel, als ein k-rrriculs vott Der gewesten Graffschafft Bogen, kommen ist. Es seyn aber auch in dieses jetzt "erzehlten Olttritk unterschredene Graffschafft-Herrschafften, und GE gelegen, die schon zum theil vorhin dem Marggraffen von Oesterreich, theils andern mit der Lands Fürstlichen 8upenorität gehörig gewest, als im Mckch^ Viertel die Riedmarch, im Traun-Viertel ist das Ländl zwischen der EE und Rrembs an obgcmeltcn Herzog Heinrich, damahlen noch MarggraW durch eine denckwürdige lächerliche Geschicht schon zuvor gelangt gewest. Die anfehliche Graffschafft Steyer, die sich von der Statt Ennst live biß weit hinein ins Landt Steyer erstreckt, darzu ein mercklicher Theil^ Traun-Viertels, darunter die Saltz-Gebürg um Gmunden und solche gehört, ist von ihren sonderbahren Marggcaffen damahlen regiert word^ Die Graffschafft Neuburg am Zhn und Schärding, dahin vor Zeiten A Gezirck um peuerbach, das Closter Lambach, wie auch weist ein Zugw^ gewest, bat damahlen ihre besonder« Reichs-Graffen gehabt, die sich GrE von Schärding, Neuburg und Putten genennt; das Machlandt aber Graffen von Machland, Llam und Tlingenberg beherrschet; Die FrE und Graffen von Schaumberg, theils ihre Herrschafften von Rom. zu Lehen getragen. Das Closter Mansee, Herrschafft Wildeneck, und Gegent hat lang hernach noch zu Bayern gehört; woraus dann erschei^ wann man von den jetziger Zeit umschriebenen Land ob der Ennst, obgeE, Graffschafften und andere kerrmenE absondert, daß ja freylich ein selstA uer ksrcicul eines kleinen Lands Herzog Hainrichen von Oesterreich verlieh» und eingeraumt worden seye. Dahero dann Herr Reichart Strein, Herr ö Echwartzenau seel. (b) nicht ohne Ursach vermuthet, daß entweder aus so jetzt erzehlt, oder aber von obgemelter Verleyhung des Länder zwischen v Ennst und Lrembs, der gemeine Mann vor alten Zeiten dem gantzen La" L parre 36 rvtum den Nahmen geschöpfft habe, in dem man noch hcuntlg Tags dasselbe (zwar unrecht) nur ein Ländel zu nennen pflegt. (s) Lclic. Isr. lib. 6 fol. m. 6z;. . (b) "In seinen Erklärungen der Oest. Landrs-Freyhekten über düö kriviles"^ rterici primi Imperaroris »b suno n/6. W )o( M 407 Es seyn aber oberzeblte Graff- und Herrschafften in folgenden Zette» von den regierenden Lands-Fürsten nach und nach zum Land ob der Ennß ge¬ bracht, und demselben incorporirt worden, und zwar die Graffschafft Steyer m durch vonarion oder Übergab vom letzten Herzog in Steyer an sei¬ nen Schweher Herzog Leopolden zu Oesterreich, samt dem gantzcn Fürsten¬ tum Steyer ^nno ii86. oder wie etliche wollen, noch vordere kommen, Wel¬ ter Herzog Leopold auch ^nno 1190- weiß sammt Leuth und Guth, und lvas sonst darzu gehört, von Blschoff Heinrich von Würzburg erkaufft hat. Die Graffschafft Machlandr( darunter die Stadt Freystatt, die Clöster Baumgartenberg und waldthausten) ist ums Jahr 121z. durch Kauff von Graff Ulrichen von Claman Oesterreich kommen. Die Graffen von Schaum- verg aber sein von Herzog Rudolphen, den vierten und Herzog Albrechten oem dritten ^n. iz6z. und iz86. dahin endlich gebracht worden, daß sie ihre Graff: und Herrschafften vom Hauß Oesterreich zu Lehen genommen. Um ^reuburg, Schärding und Riedt haben sich lange Zeit viel Krieg zwischen den Herzogen von Oesterreich und Bayern erhalten, da bald dieser bald jener Theil Melden Orth innen gehabt, biß endlich durch wiederholte Vergleichungen ^chärdting und Riebt Bayrisch; Neuburg am Mn aber Oesterreichisch blieben, und selbe Graffschafft folgend erst ^nno 1528. vom Koma her) fürgegangener derselben Lehens Verleyhung auf Graff von ^alm dem jüngecn, dem Landt ob der Ennß von neuem mcorporiret, und bem Landshauptmannischen Gericht unterworffen: Das Closter Mannsee und ^Dildenech aber nach dem Bayrischen Krieg ^n. 1505. von Herzogen Albrech¬ ta in Bayer,: Kayser dem ersten für dem aufgewendten Kriegst kosten abgettetten, und folgend zum Land ob der Ennß eingeleibt worden. . Also daß nun offtgedachtes Land oder Ertz - Herzoglhum Oesterreich ob btt Ennß jetziger Zett in dessen Begriff oder Gezicck nach der Breiten auf 8. Md to, ln der Länge aber in die i8- Meill sich erstrecken thut. (») Solchem "ach, und wann man sonderlich unter andern deß gcmelten Lands ob der Ennß vlttckliche Commoditäten, Fruchtbarkeit, Volckceiche Mannschafften, diewohl- ttbauten Scädt, Märckt, Clöster, Schlösser, Flecken und Dörffer ansiehet, Schiff-und Fischreichen Wasser-Ström und Eee, nutzdahreWildt-und ^aydrciche Gebü g, sammt den edlen Saltzberg-Werck, und Eyfen - Wesen, Gewerb und Kauffmannschaffren betrachtet, selbiges für ein ansehnlich, statt- O Land, welches viel andere in Begriff, sonst etwan grössere in manch Weg "be treff-n thut, wol erkennt, und dafür passirt werden mag. Kayser der erste, hat dieses Land ob der Ennß einem enqgefältelten Sächsischen Gitters: Rock zu vergleichen gepflegt, daß gleichwie solcher Mantel in Zertrem Mag dessen dicken Falten einen weiten Begriff um sich mache, also, lvenn man ttnieltes Landt mit dessen durchbauten fruchtbahren und bewohnten Bergen und Kugeln auseinander schieben konnte, dasseib sodann ernen andern gar grossen eb- und flachen Land an Weit und Brettten nichts bevor geben würde. s. Damit ich aber nicht zu weit, sondern wiederum zu meinem Vorhaben Meitte, so ist zu wissen, daß gleich wie droben gemelt Fränck und Bayrische ^bnige und Herzogen offt angedeute Lrovmx, die Bayrische March, oder je- Ues Land ov dec Ennß durch sonderbare aus Fürstlichen und Grässlichen ^schlechter« dahin gesetzte 0Kcicke8, denen fürnehmlich das Kriegs - Wesen Verwahrung der Gräntzen wider ihre benachbarte Feind, die r/««^», und folgrndS die Ungern obgelegen, daher dieselben Beamte //. qenennt worden, derer v^olff bgrlU8 etlich und dreyffig ^viewohl zum theil ungewiß und sehr irrig erzedlt) ^ubermren lassen. Also ha- tzc? auch gleicher weiß die Herzogen von Oesterreich, nachdem? wie gemelt, gedachtes Landt ob der Ennß an dieselben gelanget, zur Regierung dessen . E e e 2 ihre (^) Aus den Landrrags »Schriffcen ürb »unum 156^ 408 W )o ( W _ ihre fonderbahre die Landtsfürftliche Hochheit reprsesenrirende Beamte beydes zur suflitise ^.cjmrnittrsrion, als auch Landes Vekenlivn aldahin eingesetzt Ulld unterhalten, welche anfangs sucllces provincisle», Land-Richter, hernach Hauptleuth und folgends, wie noch, Landts-Hauptleuth gcnennt worden seynd. Derer surisöiäion aber hat sich vor Jahren so weit nicht, als jetziger Zeit er¬ streckt, dann die Graff-und folgends Herrschafft, sammtder darzu gehörige" Stadt Steyer, ist durch fonderbahre von dem Lands-Fürsten dahm gesetzte Pfleger oder Burggraffen regirt worden, und von dem Landshauptmannische" Gericht gantz exempt gewest, wie unter andern zu sehen aus dem zwischen W brechten und Leopolden Herzogen zu Oesterreich Gebrüedern iZ79-il" Closter Neuberg in Steyer aufgerichten Theil - Brieff, darinnnen folgende drey Lands-Fürstliche Gericht, insonderheit benennt werden, also: daß alles nr die ehe genannte Hoff-Schran gen wienn, in die Hauptmanuschafft ob dec Ennfi, oder die Pfleger zu Steyer gehört, als das ein Landt - Marschall >" Oesterreich, und ein Hauptmann ob der Ennfi: und ein Burggraffzu Steyer unzther innen gehabt haben. Also hat auch die Herrschafft und Stadt FE stadt als ein, wie obgcmelt, geweste Zugehör der Graffschafft Machlandt? tvc sonderbare und von der Landts-Hauptmannschafft gantz ieparirte fmisMioa vor Jahren gehabt; Inmassen aus deren von Kayser Friedrichen ^nno 14^5' conürmirten LrivileZio erscheinet, krafft dessen alle Herrn, Ritter und Knecht' Priester, Amtleuth, Burger, Bauern und andere, wie die genannt seynd, l» der Herrschafft Freystadt gesessen, sich ninter verantworten sollen, weder vor¬ dem Hauptmannov der Ennfi noch seinem Verweser, noch auch in seiner La"^ Schran, nur allein vor dem Hauptmann oder Pfleger zu der Freystadt, oder fein Verweser, daß auch kein Hauptmann ob der Ennfi, oder sein Landt-IE ter, weder Christen noch Juden in dec vorgenannten Hercschafft nicht geNM tig machen, noch jemands sahen, auch nach keinen Fall greiffen soll in kB weg rc. Ingleichen auch die Graffen von Schaumberg Er absonderlich richt gehabt, dessen Anzeigen gibt der zwischen Herzog Albrechten zu Gesteh reich und ihnen än. iz8z. aufgerichtete Vertrag, da unter andern gE wird, der vom Schaumberg (Graff Heinrich) soll sein Gericht halten v"" erheben, als deß seine Vorhaben gethan haben rc. Uber diß sein vor Zeiten d"' jenigen Herrschafften und Schlösser im Land, und die dahin gehörige Unters nen, welche dem Landts-Fürften zuständig gewest allein von den dahin gesB ten Pflegern, Burggraffen und Vögten, mit aller sm isllBion verwalket, der Landts-Hauptmannschafft nicht untcrworffen gewesen. Welches alles N nun mit der Zeit, fürnehmllch dey Regierung Kaysers ^EM/Z/^undK^ nigs primi dergestalt nach und nach geändert, daß nunmehr glich im Land (die LandS-Fürstliche Cammerguts r Herrfchafften, in Sache" das kerirorium antreffend, wie auch die beyde Städt Steyer und Ennfi, l" den Sachen, so durch rechtliche Ladungen müssen gesuchtt werden, aueaenoB men) vor der Löbl. LandtS - Hauptmannschafft, entweder in knmg oder Sec""' fla inüsmis recht nehmen und geben muß. Folget hierauff der CargioZus aller im Ertz-Hertzogth^ Oesterreich ob der Ennß gewester Haupt - oder Landts-Hauptleuth v»" 1204. biß auf gegenwärtige Zeit, samrut kurtzer Crzeh^ lung der hierunter fürgangenen denckwürdigen Veränderungen. LMbwohlen nicht zu zweiffeln, daß droben gedachte beyde Marggca^ Leopold und sein Bruder Herzog Hainrich von Oesterreich, vielbesagtes Land ob der Ennß in ihre Beherrschung gelangt, wie "lw weniger deren Nachkommen, Herzog Leopolde der sechste , und Herzog Frie^ 409 B ftn elv cl)t -ich nd lch iv. ec- M ;te »en O B ive in -ec in -er ivc !0N 65. ht, in »oc M -ec >äl- ein -e- ec- ,elt lnd >ie' eh' >nd icS kö' ni- -en itt O' M' rich der erste diß Nahmens, ihre sonderbahre Haupt- und Amtleuth dahin ge: setzt, so ist jedoch nicht leichtlich zu wissen, wer dieselben dem Nahmen und Ge¬ schlecht nach mögen gewest seyn, der erste aber so unter solchen Beamten aus¬ gezeichnet gefunden wird, war bey Regierungö Zeiten des flehenden diß Nahmens Herzogen zu Oesterreich. ^nno 1204.. und 17. 1. Herr Ortolff von Volckenstorff. Ein Sohn Herrn Ottens von Volckenstorff, wird in Brieffen genennk Landrichter ob dec Ennß. Diesem Herrn von Volckenstorff ist der weltliche Gerichts - Zwang über vryde Eiöster Eremsmünster und zuständig gewest, welches kc^le er von 0/,-»- Graffen von Bogen Thum-Vogt zu Res Zenspurg zu Lehen getragen, aber gemelter Herzog Leopold hat besagt beyde Klöster von soichen Gerichts-Zwang wie die Wort lauten) gegen einer, gedachtem Herrn von Volr ckeustocff gegebnen Summa Geldts gelediget, und angedeure secular junscli- beyder Stifft eacronis ^/-^»-und^F^so/»-, seidstm conkerirt circa annum 1224. §L 1217. ^nno t2ac. bauete Herzog Leopold der siebende, den Ungern die fernes re Straiff m unter Oesterreich über den Fluß Leutha zu verwehren, die)7reu- stadt umer wienn, deren Namen dahero geschöpffc wurde, weil sie fast Jähr¬ lich neu pflegte auferbaut zu werden; dahero sie noch heuntigeS Tags die weisse Dlaur sammt den Thurn im Wappen führt. Rnrio L2Z0. UNd Zl. 2. Herr Erckingervon Wese»/ Hauptmann ob der Ennß. ^veminus in seiner Bayrischen CKromca (3) nennt ihn unrecht Murin, Fer Weser, und zugleich einen grossen Nauber, darum, daß er, als Herzog Erichs zu Oesterreich Haupt ob der Ennß, in dem damahligen wider Her- PS Orten von Bayern geführten Krieg, Schärdting und das Clostec Farns dach eingenommen, auch sonsten mit Raub und Brandt grossen Schaden ge- chan hatte. , Die von Wesen sevn sonst ein gar alt vornehm Geschlecht gewest, auS «enev ^n. 1074- gelebt, waren Kchmtteriale8 des Stiffts Rossau, denen die zwey nunmehr öoe Schlösser Ober: und Nieder wesen, der Barckt Neukirchen und andere Gütter zugehört, von denen die Bruck zu we- len samt den Thutn darinnen, und allen Edlen Leuthen darza gehörig (wie vie Wort im Briefs lauten) an ihre Befceundte, die Herrn von Waldtegg, und von denen an das Stlfft Passau kommen: seyn circa annum izzo. abge- norden. ^nno i2zo. starb Herzog Leopolde in ^«/,4 beu n an seiner veimreiß, sein Jnqewaydt ist in dem berühmten öeneEmer Eloster auf dem Arg begraben, die Gebein aber m Oesterreich geführt, und in sein Grifft Lilienfeldt im Chor begraben, dcme iuccEte sein Sohn der ander. Rnno I2Z4-. und folgende Jahr. 3- Herr Albero von Polhaimb. Ein Sobn Herrn Ulrichs von polhaimb zu Seisenburg, und Frauen von Messenbach; bey dieses Hauptmanns Zeiten ist umS Jahr 1236. _ E e e z Her- (») Lclir. Kerm. Nb. 7. f. m. 441. _ 4io _ W )o( W _— Herzog Friedrich zu Oesterreich in des Reichs-Acht gefallen, und fast gantz aus seinen Land verjagt worden, daher Kayser Friedrich der ander diß Nam; mens zu Statthaltern in Oesterreich eingesetzt BurggraffenFriedrichen zut^ürn; derg, Hernach Bischoff Eggberten von Bamberg, als dieser ^nno i2Z/. gestorben, hat in solchen Statthalter - Amt lucceclirt Graff von Eberstein, diesen nennet Lulpmianus. äuPremum ^gpiraneum, 8c ^uürrX prLÜclem üre- „nuum, kelllcolumgue Oomitem , 8c gui mter milirzres imperü non baberer „lecun^um.,, (3) Gemelter Bischoff Eggbert, von Bamberg, war vom Ge; schlecht ein Graf von Andächs, wird in Kayser kriö^rlci H. krivileZio der Stadt Wien» 12^7. im Aprili ertheilt, Lanyler des Bayserl. Saal genannt, von Ihm schreibt O. XVjZuleu8 Hund, (b) er sey ein kecker großmkn thiger und streitbarer Mann, deme neben Rueger von Passau , und Conrad Bischoff zu Freyßing die Stadt wienn und gantz Oesterreich zu verwalten vom Kayser vertraut gewest, rc. ist ^nno i2z8- zu wienn gestorben, und im Schotten Closter im Chor begraben worden. Daß sich nun obbemelter Statt' Halter-sukisLKion auch ins Land ob der Ennsi erstreckt habe, erscheinet da¬ her, wett gedachter Graf von Eberstein, (wie die Wort lauten ) sputt ^nssum kcas, 36 officium nocariswg perrinences, dem Herrn tllki- chen von Losenstein um eine gewisse Gumma Gelds verpfändet hat. ^nno 1242. wurde Herzog Friedrich, als er sich seines Lands wider be- rnächtigtt, bey dem Kayser ausgesünnt, und ist vorgemekter Herr 2llbero von polhaimb der Hauptmannschafft ob der Ennß ferner vorgestanden; Seiner gedenckt HerrHannß Ennichel in feinem Fürsten-Buch, (c) als Hei zog Ott aus Bayern neben dem König von Ungern auf einen Tag Herzog Fridrichen den Krieg angekündt, also : Da der Bott auch von dannen reitt, Ein Knabvon Bayern wohl gemaitt- Der kam mit einen Briefs gegan, Da stund auch daß wider bott an, Der Bott sprach , Herr Hochgebohrn? Mein Redt soll euch nicht wesen Zorn? Mein Herr da aus Bayer Landt, Hat euch dm Brieff gesandt, Zuhand da man den Brieff gelaß, Daß Wider-Bott daran waß. Da sprach der Fürst unverzait, Diß Wider-Bott ist mir nicht laid- Wenn ich Han den Dienstmann, Der ihm wohlgesieget an, Ich klag es dem von Polhaimb, Selb will ich ferm dahaimb, Wann er mir nit gestreikten mag, Es würdt ihm vill laidec schlag, rc. Dieser Herr vonpolhaimb ist ^nno 12^2. gestorben, Md liegt im b fier Willerig begraben. Im Jahr 1246. ist Herzog Friedrich zu Oesterreich in der mit KölE L-ia von Ungern gehaltenen Schlacht umkommen, und mit ihn der männnw Stammen der Herzogen von Oesterreich aus dem Bambergischen Gcschl^ (ä) In ^uNrig. f. m. 620, (b) Bayr. Gramb. k. l. kol. 2A. (c) kol. 140. Utz M Np in, re- sLl Ze. dec ral ad ^eir W !tt- sa¬ ki) her ott rec )tk ey _ _ 411 Weil nun hierdurch daö Landt ohne einen regierenden Fürsten war, hat Kayser Friedrich (nach Bnzcig der geschriebenen alten Oesterreichischen Chro- Aca) einen hohen Herrn von Aach, und hernach Graff Meinhardten von AproU gesandt, daß ihnen die Länder Oesterreich und Steyer sollen warten: -M Jahr 1248. hat der Kayser die vornehmsten Landt-Herrn in Oesterreich und Steyer zu sich gen ^0»^ beruffen, aber dis meisten seyn vom dem Ertz-Bischoffen von Salyburg unterwegs aufgehalten, und die übrigen für vm Kayser nicht kommen, doch hat er ihnen zu Hauptleuthen oder Stattbal- lern geordnet in Oesterreich Herzog Otten von Bayern; in Steyer aber Aeinhardten Graffen von Tyron, aber gedachter Herzog Ott, aus andern Geschafften verhindert, ließ ihm solch Statthalter-Amt nicht groß angelegen seyn , daher gieng es im Landt bund über eck, Mobiles rerrch(sagen gemelte '»Gärstnerische ^nnsles) r'Ez /? , Vie Edlen im Land entzweyten sich hefftig durcheinander, und war fast keiner aus ihnen, der in Ansehung seines Edlen Stands Frieden gemacht oder erhalten hät- A Ob nun wohl Herzog Orr etlich von den fürnehmsten Land-Herrn in der Itadt Ennß ihm wider anhängig gemacht; Jedoch seon dieselben nach seinem Abzug widerum von ihme gewichen, weil sie sein weibisches Gemüth (sprechen gedacht ^nnsles) wahrgenommen hatten» - Hierauftstan. 1252. Herzog Ludwig aus Bayern, ein junger Herr; John, mit einem Kriegs-Heer ms Land ob der Ennß gefallen, Schlösser und Itadt eingenommen, ThcilS der Land-Herrn mit Geld, auf seine Seiten ge¬ macht, aber doch bald widerum davon gezogen; Als baß selbe Zeit über mehr ^kicg und Unftied, als ein beständige ^ands-Regierung war, sonderlich; weis A derselben neben gedachten Kays. Statthalter, auch Marggraf Herman von ^aden, wegen seiner Gemahlin Frau Gertraut, gedohrner Herzogin von Oes ^erreich sich unterfangen, bis hernach auf dessen Absterben c>//o^E Marggraf don Mähre,:, Königs wenceslai in Böhaim E ohn, welcher sich mit Frau Margarethen von Oesterreich, Herzog Friedrichs Schwester vermählet, zu Lands-Fürsten in Oesterreich und Steyer eingedcungen- Böhaittlische Regierung über Oesterreich. Anno 1255. und folgende Jahr. 4- Herr Woche von Roßenberg Hauptmann ob der Ennß. Er wird in Briefen genennt MHey dieses Hauptmanns Zeiten war l^lnMer notarms curigs Oucis^mttiN snno I2^>. und absonderlich dmnablen (massen sie in G chrifften also qes .?unt worden) diesen hat Herr Ortolffvon Volckenstorssim Closter zuSt.Flo- 'an nn. 1256. erstochen. Von dessenEntleibung schreibendes ClosterSGärsten Jlwgleg also: Orolpbus 6e Volckenllv! ch minitterialis ^icriZonem '» 'rum venerabilem, lcribam öucis in refettorio ttatrum Oomus 8. kloriZniprius ''^ulteUo poltes Flaclio interkecit, ^rstis Lc inöebire, t^o mnlo; nam ipse Orrol- "pbus §c Orro cle Kore nepos ipllus Lc viersricus ttater ejus, 6ne spe re^eunäi ''prvg^i cerram exeunt, omnibus Oattris suis aä bumumprottrAÜ8,3L bonis eo- "rum omnibus conbscsris. „ z. Bey dessen Zeiten führte König Ottocar aus Böhaim Krieg wider Bavern, ^ein siele gedachter Herr von Rosenberg, an, 1256. auS dem Lano ob dec Ennß und verbrennt dem weilhart bis an Burckhausen hinan samt dem Do¬ ster Rannßhoffen. Folgenden Jahrs hernach den iz. fält König Ottocar in Person mit vielen Volck und bey sich gehabten Böhaim- und Oesterreichischen Adel um versehens in Bayern, brennt und raubt im Vilßthal bis nach Fronhoffen, alS ihm über Herzog Heinrich aus Bayern und Pfaltzgraf Ludwig mit Volck ent- gegen kommen, flieht der König zuruck aufVegglabruck, der Adel aber in das Städtiem Mühldorfs, dort wurden is.Böheimbische Herrn, darunter gedach¬ ter Hauptmann Herr von Rosenberg auch war, und von Oesterreichischen Herrn, Albrecht und Heinrich von Rhüenring, Herr Ulrich und Herr Alber von Zelckhing, Herr Ulrich von Lobenstein, Herr Ulrich von Cappel, Heim rich und SighartBiber gefangen, wurden doch bald wider ledig, ^nno 1266' fällt König Ottocar abermahlsmit 60000. Mann in Bayern, laßt zu Passau Herrn Bernhart Preusse! einen berühmten Oesterreichischen Ritter, der thut grossen Schaden von Vilßhofen bis nach praunau, und plündert daß Dosier Aspach an der Rott, der König belägert Riedt, und verbrennt denselben Macckt' Hingegen fallen die Bayern ins Mühl Viertlund verbrennen Velden. Rnno 1274. Im Jahr 1276. überzieht der Röm. König Rudolphus Graf von spurg offtgedachten König zwingt denselben zum Gehorsam, " Abtrettung der Oesterreichischen Länder, fetzt darauf zum Statthalter E und ob der Ennß Herren Gteffan von Meissau, Erb-Marschalckh in Oesi^ reich, A wie ihn l^rius nennt. König Ottocar griff von neuen zu den Waffen, und ursachte, daß Kayser dolph abermahl mit einem grossen Kriegs - Heer wider ihn zu Feld gezogen, 1278. drüber gerieth der Handel zu einer öffentlichen Schlacht, in welcher - tocar überwunden und erschlagen worden. Hierauf ordnet der Kayser zum Statthalter über Oesterreich und Stes seinen ältisten Sohn Graf Albrechten zu Habspurg, welcher sich in den von ausgefertigten Briefen damahin also geschrieben: Inden^eutschlnBriestn obrr^. wann unser Herr und unser Vatter, der hoch und wehrte Röm. Aömg dolph von GOttes Gnaden, der zu allen Zeiten ein Mehrer ist desRe^ und der über Oesterreich und Steyer allen Gewalt gehabt, und hat HerrBurckhart Marschalch des Königreichs Böhaimb, Hauptman» ob der Ennß. Hiebey ist zu erinnern, daß obgemelter König Ottocar auch sonsten unter¬ schiedliche Gericht im Land, und dabey seine Beambte gehabt, wie solches iE uehmen aus seinem l^rivNeZio, dem Frauen Clofter Erlach snno -262. ettlM» Darinnen der unterschiedlichen Land-Gericht und Land; Richter, als.- /«E« mehr: gedacht Wirbt. Unter solch Königlichen Beambten wird Herr Heinrich von Haag (von das Geschlecht der Herrn Assan von Haag Freyherrn herrühret) gefunden, er an. 1270. und 1272. gewesen sey. Item N. Iernfridt, Pfleger ob der Ennß, an. 127z. worin aber solch b Ambt eigentlich bestanden, ist nicht leichtlich zu wissen. - W )o( W _4iZ denselben Land gesetzt zu einen gewaltigen Pfleger, und zu einen gemeinen Verweser, und hat das gethan vor allen den Land Herrn, vor den Burgern, vor den Städten, vor Arm und vor Reichen, nach ihrer aller Willen, und "ach ihren Gebett rc. Seiner vom Vatter lhme aus den Oefterreichischen Land: Herrn zugegebener Räch gedruckt er in der Stadt wienn Nicderlags Freyheiterr sn.i28i. am St Jacobs:2lbend datirt bis 5ormaHbus: Darnach da unser Herr vndt Vatter von uns gcfuhr, da fassen wir mit unfern Rath den Land . Herrn, die unserm Rarh geschwobren haben, vor unfern Herrn, dem Röm. Rönig, vnd seynd auch daß die, die wir hier nennen: wernhart von Schaumberg, Graf Bertholdt von Hardtegg, Otto von Haßlau der Land: Richter zu Oesterreich, Otto von Berchtoldtstorss der Cammerer, ^teffan von Meissau der Marschalch,Leutolt von Rhünring der Schenck; Aainrich sein Bruder, Erchiirger von Landtsee: Fridrich der Truchseß von Lengenbach: Conradt von Billichdorfs, Ulrich von Chapele, der Landt-Rich- ^r oi) her Ennß: Conradt von Sumerau, Hadtmar von Sunberch, Con¬ radt von potendorff, Reinprecht und Cadolt die Brüder von Eberstorfsrc. In den gemelten von 1276. beschebenen Zug kommt der Röm. König Ru¬ dolph GrafvonHabspurgmit7Oo.Küraßier nachEbersperg, ziechtfürLiny, Klingt dieselbe Stadt zur Ergebung, schlägt das Läger vor Ennß, Herr Lon- radt von Summerau Hauptmann darinnen, giebt den Orth auf, dergleichen auch mit andern Städten an der Chonau und endlich mit der Stadt Wienn lewsten geschah. Negierung der jetzigen Hochlöblichen Ertz Her¬ zogen von Oesterreich, Habspurgischen Stammens. Rnno 1279. UNd 8Z. 6. Herr Ulrich von Lhapel, Hauptmann ob der Ennß. Mikemnach, wie obgemelt, Kayser Rudolphus der erste die Oesterreichi; WA sehen Land König Ottocaro wider abgenommen, hat derselbe zum Land- Richter, oder nach jetziger Zeit, zum Lands-Hauptmann ob der Lnmß obgemeldtenHerrnUlrich vonChapel den Eltern nuno 1279. ungefchr ein- Ksetzr,in wetchemAmbt ihne auf Graf Albrecht von Habspurg, als folgends im ^ühr 1282. aufdem Reichs Tag zu Augspurg creirter Ertz-Herzog zu Oester- , Herzog in Steyer und Crain bestättet. Dieses Oester. Herrn Geschlecht aus dem schon an. 107z. Herr Perenger Mn Chapel in des Clofter Lambach Briefen Zeug gefunden wird, ist mit Herr -^berhardten ungefehr ums Jahr 1410. abgestorben-.find Stiffter deS ClosterS «n Pulgern in Ober-Oesterreich. Rnno 1284» öls 1288. Herr Eberhardt von Walsee. Der solle, wie Herr Reichart Strem seel. in seinen Ober - Enserischen n^libu8 alleinvermuthet,demHerrnvon Chapel im Ambt der Hauprmannschafft ^cceclirt haben. Er war aus dem Geschlecht der Erst; so 3N. ,276. mit Kay¬ ler Rudolphs in Oesterreich kommen, und hernach deyen Sohn Herzog Al- Mechten zu einen aebeimben Rath zugeben worden; seiner gedenckt ^Iberms ^Zenrineniis mit diesen Worten; (3) „ keliquic ^cem 610 wo vuci Oberto rrlluclolphu8 mulros Luevos in Vienna, Quorum UNU8 cie Xv altee, cuju8 liberi pro» _ Fff ___ lulu^Lkron. toi. i6i. 414 W )o( W „prereorum virturem conttsntiL iunc elleKi; ics czuocl. gui per pecles ,-venerunt in pollea 6ecern milliä msrcarnm reclirus babuerunr.,, Er wird für einen Stisster des zu Lintz gewesenen kranciscaner-Closter beym Land Hauß gehalten, allda er auch begraben liegt, auf seinen Leich-Stein ste¬ het also: ^nno Dom. Xl. I^XXXVlII. obür IDommug ^berbarstus llo Vallee, pater senior omnium ^ominorum cle V^alsee bic sep. ^nno 1288. belägert Herzog Albrecht von Oesterreich Riebt, hingegen Herzog von Bayern Neuburg an Mir, erobern auch das Schloß Falckenftein in diesen Land, jetzo Herrn Sigmund Fridrichen von Salburg Freyhcrrn ge¬ hörig. 1289- Kis 1Z2Z. 8. Herr Eberhardt von Walsee. Der ändert des Rahmens, ein Sohn vorgemeltes Herrn Eberhardts, schrieb sich Land-Richter ob der Ennß. , Nachdeme Herzog Albrecht sich meistentbeilsdekMit ihme ins LandgebrE ten Schwäbischen Herrn, bevorderist aber Eberhardts von Walsee, und 0^/ man von Laudenbergs Rath gebrauchte, dieselben mit Heurathm und Ve^ bung ansehnlicher Güter sehr bereichten, entstund deshalb bey den vornehmff" Oesterreichischen und Steyrischen Land-Herrn, darunter die Herrn vonRh""' ring, Liechtenstein, Himburg, Stubenberg, Scherffenberg, Summers Falckenberg und andere waren, ein grosser Wwerwill,und begehrten unters dern ihren Beschwärten alle Ausländische von Regiment abzuthun; obwohl Herzog Albrecht ihme aus den Schwaben allein den von Landenberg, hardten und Heinrichen von Walsee zu lassen Anregung tbät, wollten doch Land-Herrn darein nicht willigen, mit Vormelden, daß sie ihme ioo. anve^ bann diese gönnen wollten, da erzörnt Herzog 2llbrecht, und sagt: Er wollte E res Trotzens wegen nicht den geringsten Stall-Buben von Höfthun, darü^ derHandel (wie in den Oester. Historien zu lesen) in grosse Weitläufftigkeit E Krieg erwachsen, anno iryr. Xnno 1297. belägert Herzog Albrecht von Oesterreich das Schloß^/ ckenstein wiederumben, darinnen damatzls lauter Strassen-Ravber sichaufW' ten, und das Land beschädigten; wurden durch ein langwierige Belägerung tM Hungers-Noth zur Aufgab gezwungen, gedachtes Schloß wurde damatzls e--" genennt. ^nno IZO7. wurd Neuburg am Mn von den Bayrischen abermahls lägert, doch vom Herzog Albrecht entsetzt. ^nno izo8. wird Kayser Albrecht erschlagen, deme succeckrt sein Sov' Herzog Fridrich. . . ^nno i z lo.wird das Closter Mansee und selbige Gegend herum in dE Land mit Schwert und Feuer verderbt, davon V. Hundt in merrop. 8a!isb. schreibt: >.6arc)ne8^uttl-iLSc8tyr!Xcoll3t3 sex pene millium eguirum manv^ ,M3s!gcensem^bb2tialn 6c omnem circumjacentem clillriKum violenrer iutr-> „res serro Scincenclio lleleverunr, 6c ma§N3prL^ä in6e secum abllutta 36 lua r .,6ierunr. ^nno izn. als Herzog Ott in Bayern die wider ihn von Herrn von Walsee Hauptmann in Steyer geführte zoo. Reuter aus den Land gctcv' gen, legt sich dessen Volck im barten Winter vor Neuburg am Mn, untergr' ben das Schloß durch Berg-Knappen, darauf steckt der Hauptmann dl Lauw^ ger dasselbe selbst mit Feuer an, und stiebet mit den Seinen davon; Im SM. mer hernach ruckt HerzogFridrich von Oesterreich mit 1 >ovo. Mann rnBay^.' nimmt Niedt ein, und vecbrennts, ziechr auf Purckhausen, thut überall g^u — KZ^)o^W_4^ Schaden, und belügert Schärdting: weilen aberbeyde Bayrische Herzogen Ott und Steffan mit 60000. zu Fuß: und 1802. Pferd auf ihn zuzogen, zündt Her- rog Fridrich sein Läger an, und hebt die Belägerung vor Schärdting unver- richt auf. Von ^nno IZI4. bis ins Jahr IZ22. führte Herzog Fndnch von Oester; reich mit seinen Vettern Herzog Ludwig von Beyern beyde durch zerspaltene Wahl der Chur-Fürsten erküste Röm. Könige um das Kayserthum Krieg: Hier¬ unter das Land ob der Enns; von den stetttgen Werbungen, und Durchzügen, sonderlich aber den mercklichen Lonrriburionen, darben an. 1Z19. männiglich den Menden Pfenning seines Vermögens zu diesen Krieg steuren müssen, viel erlitten. Endlich gerieth der Handel an. 1222. am TagGt. Michaelis bey Mühldorfs in Bayern zu einer FeldrSchlacht^in welcher König Fridrich unten lag, und samt ninen Brudern Herzog Heinrichen dem Feld-Marschalck Herrn Dietrich von Dillichdorfs, Herren Ulrich undHeinrich von Walsee neben 1200. fürnehmen Oesterreichischen undSteyerischen Herrn und von Adel gefangen worden. Er iMe eine auserleßne ^rmacla damahlen bey sich im Feld, darunter 22020. Spieß M und 4202. Schützen waren, die ihmeKönig Carl von Hungern zu Hülff ge¬ dickt; aus den Oesterreichischen Landen hat er 24000. Mann zu Fuß und 1500. Aoß, drunter der meiste Oesterreichische und Steyerische Adel war, als er in lechem Zugins Closter Adtmond kam, weissaqete ihm Abt Engelbrecht allda, Und Bartholmäus ein Sternseder: Ec König Friedrich wurde in solchem Krieg Unter liegen, das verlacht er: (schreibt 6erarclu8 Koo) , ,/ands Oesterreich ob der Ennsi rc. Bey den folgenden Haudtleuthen wi'.d Mnee nit, daß sie sich zugleich Land Richter geschrieben hätten, aber diß wohl Munden; daß solches Ambt eines Land - Richters vor Zeiten durch Fürnehme oes Adels im Land bedient worden, wer nun selbige thells gewest, ist in dec Con» "ZNÄLion drunten lub lir. begriffen. Bey obgemeltes Hauptmanns, wie auch folgenden Zeiten hernach war kein gewiß, oder stäter Ort des Hauptmannischen Gerichts, sondern, wo der Haupt¬ mann wohnet, oder ihm sonsten das Gericht zu halten gelegen war, oahin mu- nen die Partheyen erscheinen, dessen zum Beweiß exempli Lc anciguicatig gratis l^lgendsUrtheil daruntenunter l.lc.6. eingeführt wird. ^nno izz^ belägert Herzog Heinrich aus Bayern abermahls das Schloß ^( W welche dorten aus dem Land Schaden thäken, des Lands-Fürstens Glaidt zebro- cheu, Md -es Bischoffs von Saltzburg Gesandte den Goldegger und Felmtt dahin gefangen geführt hatten. Die Belägecung verzog sich lang, bis endM Herr Zacharias der Haderer mit andern Rittern und Knechten auf eßnen Stem kam, davon ermit Schiessen die Vesten beschädigte, die Herrn von Rohr wiche» heimlich davon, darauf ergab sich das Schloß, welches der Herzog ausbremren und niederreissen ließ, wie dann die Kuclera dessen noch zu sehen- ÄNgleichen hat anno i z8o. und 81. gedachter Herzog Albrecht auch in Person das Schaumberg belägert, und wider GrafHeinrichen in diesem Land gekriegt, dan» derselbe sich von der Oesterreichischen )uris6iftion etlicher massen auöziehen, Lands-Fürst aber nicht gestatten wolte. Diese Belägerung undKrieg hat sich eine lange Zeit verzogen, doch endlich durch die Herzogen von Bayern und den Burg¬ grafen von Nürnberg vertragen worden. ^nno IZ86. bis 1422. 17- Herr Reinprecht von Walsee. War Herzog Albrecht zu Oesterreich Hofmeister, Burggrafzu SteyerE Hauptmann zu Ennß. Dessen Vatter war Herr Reinprecht von wamn Hauptmann zu Ennß, die Mutter Frau Elisabeth von pottendorff, ein in i^ nem Stand mächtiger Herr. In der I^arion von Herzog Wilhelm zu OeM' reich an König Sigmundt von Ungern anno 1426. ließ er sich in dec verlauten, daß aufm Fall der König mehrers zum Krieg als zum Frieden LM er wissen solle, daß er den Herzog von Oesterreich nit bloß, oder von den SE' verlassen finden würde, Er von Walsee allein getraue ihm ro-o. gewapnete Mann auf eignen Unkosten ein gantzes Jahr lang zu unterhalten rc. Den mahlig jungen Herrn Herzog Albrechten von Oesterreich hat er und Herr poldvon Eckertsau außm Schloß Stahrnberg gen Egenburg geführt?»^ also aus der Vormundtschafft wider beyder Gebrüder Herzog Leopold Ernst von Oester. Willen,geledigt, und es dahin gericht, daß besagter HerM Albrecht SN. 1411. das Regiment angetcettcn, dessen Hofmeister und geheilE Rath er nachmahls gewest, ist hingegen bey Herzog Ernsten in grosse Ung»^ gerathen, der ihm viel seiner Herrschafften und Schlösser in Steyer und durch Kriegs--Macht abgenommen, dem er von Walsee ingleichen mit WE sich widersetzet, und hierunter diejenigen, so Herzog Ernsten anhängig wE angriffcn, dessen sonderlich tt2selbacbiu8 (3) mit diesen Worten gedrückt: „ »>Inuß H-»-nn-m«- Hatte» reich plancdcnfmmer, Lonead wl>dungs,nnurer,Hamrlchen slnzendsrfta, und wo,ft, sang-u Man/der-i-e nach selbiger s-'k Kriegs-Gebimuch-lMN Schadloß^-rl-f Pferttat, darum, daß sie den heiligen Christlichen Glauben und ihme zu Dienst Mit ,6-Spi°ß wöhrlichenVolcksmitihm für Prag gezogen, ihnen alle redl.che Schäden, so st-in diesen Zug leiden würden, gutlliglich zu erstatten, Dammm Feld,Laaer vor pracr an Sr. MarcM-eren-Tag an- 1420. , , ^nno und 22. ziecht abermahlen gedachter Herzog Albrecht semem Schwede,- Rätter Kanser 8iAmunäo zu Hülffwider die Bohaimb: im ersten Zug rrobert ec die Vesten Greissowirz, im änderten wird er von der Belägerung der Etadt Sudenburg in Mähren mit Verlust abgetrieben, ^neas 8^lvius eczehlt eine denckwürdiaeAntwort, welche Herzog Albrecht denen gegeben, welche ibn «efraat waö für^einen Feld^Hauptmann Er über sein Kriegs r Volek bea dieftm Zug setzm werde (sprach er) -»e ist von einemFürsten wohl und löblich geredt. Rnno 14.2z. bis 14.50. i8. Herr Reinprecht von Walsee. Ein Sohn Herrn Rudolphs von Maises, Land-Marschalchß in Oester- reich: und Frau Anna von Tybein, er war Obrister Marschalch in Oesterreich, Atd Obrister Truchsaß in Steyer, Herzog Albrecht zu Oesterreich 5. Ob ister Md-.Hauptmann in den Krieg, und Feld-Zügen, so wider die Hußiten. in Bö: vaunb und Mähren: (-») sonderlich an. 1425. in dec Schlacht bey Zwettl am )' Nov. fürgangen, dacinnen nach langen fechten die Chaboriten ihre Wagen- ^rg zwar verlohren, weil aber gedachter Herr von Walsee nicht geschwind ge- nachgetruckt, wiederum von neuen angriffen, und das Feld erhalteg ha- ^n. Stirbt an. 14^0. als er 27. Jahr der Hauptmannschafft vorgestanden. .. ^nno 14Z1. ist Herzog Albrecht abermahlen in Böhaim gezogen, belagert Stadt Lrommau, davon er unve richtcr Sach wider gewichen. Im selbigen Jahr um Ostern belägert obgedachter Lands-Hauptmann^err W^lsee das Schloß Wartenburg, in diesem Land Herrn Willibolden von ^lhaim gehörig, darinnen lag dessen befreundet Herr Matthäus Graus- ein Attischer Ritter, Hannß Anhänger Pfleger mit etlichen Gesellen oder Kriegs: ^uren. DieUrsach der Belägerung war, daß Herr vonpolhann einen gefange: von Adel Lasparu Geltingern auf deß Lands-Hauptmanns Geschäfft nicht sollen loß lassen. Herr Grauß übergibt endlich das Schloß samt den Gefan¬ gnen, und läst der Hauptmann des Herrn von polhaim Gemahl Frau 2lnna Hochen-Rechberg, Herrn Heinrichs, Und FrauenAgnes von Helffenftain ,, Ater mit ihren Kleinodien auf gebett der Herzogen vonÄayern und Bischoffs in Saltzburg, wie auch die darinnen gelegenen Gesellen abziehen. Als Herzog 2llbrecht zu Oesterreich den i. sanuar, zu Stuhl: Weissenburg rMUngecischen/den 19.Xlarrü zuAachenzum Römischen/und den 1'5. huiü z^ ^tag zflm Böhmischen König in einem Jahr anno 1453. («aro cantLfLsicirarisex- sagt 8HvlU8) erwählt worden, darunter aber thetls der Böheimischen ^.And Herzogen in der Attau des Königs in Polen Brudern wider erküft, wolte jeder sein Wahl und Cron mit demSchwerdt erhalten. Msex 2llbrecht aber bringt ein groß Volck zusammen, mit dcme ern nrerck: 'the Anzahl von Grafen, Herrn, Ritter Und Knechten aus Gesterreich inBö- , -- Hann Hußiten-Krieg 2»ck. Ibeoboläi x. I. WI. LZ;. 4-20_ W _____ haim gezogen , mit denselben er endlich seinen Feind aus demFeld getrieben, und also das Königreich erhalten. Er starb aber nn folgenden Jahr 14^9. den 27. Novemb. in der Insul Schütt/ und wurde zu Stuhl Weissenburg begraben/ laßt seine Gemahl Königin Elisabeth schwängern Leibs/die gebar anno 1440. ^nno 14Z1. brß 1452. Nachdem Herr Reinprecht von Walseeerstgemeldt mitTodt verfthiedeisi ist bey der hernach eingerißnen Differenz und daraus entstandenen K.ncg schen Kayser Friedrich und den Landschafften unter und ob der Ennst, wegen Bemüßigung aus der Vormundschafft Kaysers unmündigen Sohuk Ertz - Herzogen zu Oesterreich, alsErbherrn, dieHauptmannschafftu"- ersetzt geblieben. Denn obwohl der Kayser zu Eingang des 1451.Jahrs bei) seinen Aufbruch nacherRom zu Empfahung der Kayserl. Cronetlrch aus seine" geheimst: und vornehmsten Rüthen zu Oubernsrorn des Lands Oesterreich "li¬ ter und ob der Brust Hinterlagen, ^welche waren: Graf Johann von Gehaus derg, und Ulrich fein Sohn ; Herr Georg vonpuchhaim; Herr Rüdiger von Scahr^ berg; Herr Gigmund von Eberstorff'Hubmeister, Herr Hannß von Nerdperg, HeinrM Truchseß, und Walter Zöbinger.) Jedoch versagte demselben der mehrere Thetl der Landschafft den Gehorsam, unterm Fürwand, daß solche Regiments-Ge¬ stellung ohne der Landschafft Rath oder Einwilligung fürgcnommen, darzud" rnehrern aus den 6ubernucorn des HerrmStands, hingegen die erklären/ Ade und Stüdt ausgeschlossen wären, daher die Stünde nach der zu MartperE St. Colmanns-Tag 1451. aufgerichten und 2^8. Sigeln gefertigten BinoM ein andere Land ,Regierung von 12. Verwesern oder Amt,Leuten aus den Stünden aufgerichtet (derer Haupt und Vorgeher ist gewest Herr Ulrich "9 Eitzing Ritter) die gebrauchten sich in ihren Aufrichtungen folgenden Dtub" wir Ulrich Eitzinger von Eitzing, Obrister Hauptmann. Und wir die jetzt Verweser Lands Oesterreich bekennen unverscheidenclich an start unstrs gnädigsten Herrn RoM / //Kr und seiner Erben rc. Und zum Beschluß: Besiegele mir des Lands Insiegel, so en 7Ürstenrhum Oesterreich gebrauchen rc. Daß sich NUN erstgemelte )ung auch ins Land ob der Ennß erstreckt, erscheint aus dem, daß gedacht^ von Eitzing und sein achunZwte die Stand und Stüdt daselbst, zu den aE stellten Land-Tügen und Zusammenkünfften hinab zu erscheinen durch aE fertigte sonderbare Schreiben erfordert, in die Rüstung aufgemahnt, auw^ hierinnen nicht puriren wollen, mit der Lxecmion bedrohet haben. Es haE auch diesem aufgerichtem Regiment Graf Ulrich von <77/^ Königs ter hernach beygefügt, und die obriste Stell darinnen angenommen. Rnno 14^2. im Sommer kommt Kayser Friedrich ///. wred r von begibt sich in die t7leustatt,findt gantz Oesterreich in einen betrübten ZuM" also daß nirgend kein ruhiger Wtnckel können gefunden werden, es war FrE wider Freund,Bruder wider denBruder, derSo hn wider den Vatter/und wut^ wenig Geschlechter gefunden, die sich nicht gethcilet, etliche dem Kayser, die.^ Dem oer Landschafft anhängig waren. Endlich belügern die StÜnd mir ein grossen Anzahl Volck den Kayser mder)7Ieustatt, und bringen den Handel theil mit Waffen, theils durch gütige Unterhandlung dahin, daß der Kaysers Vormundschafft abgestanden, und König die Oesterrerchtschen Lau" regieren lassen. I4Z2. biß 1466. 19- Herr Wolssgang von Walsee/ Herr zu Tübeirr und am KKarff- Ein Sohn Herr Reinprechts des Ersten diß Rahmens abgemelt, lv'^ Hauptmann ob der Ennst eingesetzt von König Ertz , Herzogen Oesterreich, nachdem derselbe in dreyzehenden Jahr seines Alters ^nnoi4^«' - Lovern - .Nid 27' W >ett, ge» hns uiu bey iieir uil- .re-i- aicv M Sc- ldie rlvel klil^ Bß vol^ ulv- . c>es n>.^ rr'ik Ive- hlee >zct- o'N/ ,nrd/ g>B rde" ! istck zn'N »der ivird »zu r.irN ^erN* W X W 42l ^ovcmkr. die Regierung über Oesterreich angetretten, schriebe sich in seine» Amts: Handlungen also : Ich wolffgang von waisee, ObristerMarschall in Oester¬ reich/ Obrister Truchseß m Greyer und Obrister Hauptmann desselben Fürstenrhums Oesterreich niederhalb und oberhalb der Ennß rc. Als anno 1457- am Tag Oememis obgedachter König im achtzehenr den Jahr seines Alters zu Prag unzeitigen Todts verschieden, und folgend hier¬ auf die Regierung über das Land ob der Ennß an seinen Vettern Herzog Al¬ brechte» zu Oesterreich Kayser Friedrichs Bruder gelanget, hat derselbe obge¬ dachten Herrn Wolffgang von Walsee in Amt der Hauptmannschafft bestätti- M/ der schriebe sich Obristen Marschall in Oesterreich, Obriften Truchseß inSteyer, des Hochgebohrnen Fürsten und Herrn Albrechren, Ery-Herzog zu Oesterreich, meines gnädigen lieben Herrn Hofmeister und Hauptmann ob der Ennß rc. Nachdem auch Herzog Albrecht snno 146z. den 2. ttovembr. zu Wien mit Todt abganqen, lvird offtermeltcr Herr von Walsee in der Hauptmannschafft von Kayser Frie¬ drichen, als regierenden Ertz-Herzogen in Oesterreich, in dem ums Neu Jahr 1464. zu Lintz gehaltenen Land-Tag coniffmirt. Daß selber Zeiten die Lands-Huld jemanden zu ertheilen beym Lands-Hauptmann gestanden, er- scheint aus der Beylag v. Lu. o. Rnno 1455. läßt König das Schloß Steyer, welches Kayser Frie¬ drich aus seinen Versatz in Güte nicht wolte abtretten, aus dessen Pflegers all- da Henn Hannßen von L^euegg Händen, durch Herrn Heinrichen von Lich, lenstem rJiclaßburg,wie auch das Schloß Rlingenberg und andere Ort in die¬ sem Land mit Gewalt einnehmen. Rrmo 1458. den 2Z.^ovembr.ftlrbtKönigL^^«-zu Prag im achtzehendm 3ahr seines Alters, und ward allda begraben. Obwohlen^lino 1458. zwischen Kayser Friedrichen und Herzog Albrechte, r den Sechsten seinen Brudern der Oesterreichischen Lands-Regierung halber, darunter Ober-Oesterreich Herzog Albrechten zukam, ein Vergleich gemacht Morden, bliebe doch derselbe nicht lang bey Kräfften, dannRrmoi46i. hat sich gedachter Herzog Albrecht der Unter-Ennßnischen Herren und Landleut, (wel¬ che damahlen mit den Kayser der Aufschlag und ringen Müntz halber in Zwie¬ licht stunden) mit leistender Kriegs - Hülff angenommen, dessen Feld - Haupt¬ mann Herr Georg von pottendorffhauscte in Oesterreich gar übel, beraubte ^Mchen,Fleckenund Dörffer,und führte d-.e Leut unbarmhertzig gefangen Hine Mcg, hingegen machte es des Kaysers unbezahlte Kriegs-Volck nicht viel besser, Mfftessvon Strenberg biß an die Stadt-Mauren zuSteyer,und verheerten sel- mge Gegend mitSchwerdtundFeuer. Als im folgenden 1462. Jahr hernach die Wiener Kayser Friedrichen in der Burg allda belagert, kommt ihnen Herzog Albrecht aus diesen Land auch zu Hülff, ^ey deme haben sich damahlcn unter andern befunden Graf Wilhelm von Tier¬ en, wolffgang und Georg Grasen von Schaunberg, Herr Heinrich von Lichtenstein, (öeorg von pottendorff, Veir von Eberstorff, Gigmund und Audra von Puchheim, Ul- ^ch und Hannß von Grahrenberg, Hartung von Traun, Sigmund von Toppel,Hardnetd Rosenstein, Reinprecht von Waisee, Georg von Grein, Gigmund von Eitzinger. Mt dem Kayser waren neben seiner Gemahlin und Sohn Maximilian belagert: ^r«f Ulrich von Haug und werdenberg, Johann von prösing Marschall, Gigmund Gelbriach, Georg von Rain nach, Gigmund von Spaur, Hardneid von Puchheim, ^uacchias Rulmar, Matthias und Christoph von Gpaur, Johann von Rohrbach, Chris l^ph von Moßberg, Georg von Tieffenbach, Wilhelm von Garau, Wolffgang Radauer Mld andere. Es wurde aber diese Belagerung auf Ankunfft König Georgen- aus Böheim mit vielen Volck aufgehebt, und also der Kayser mit den Seinen aus der erlittenengrossen Hungerö-Noth und Gefahr errettet. Herzog Albrecht der Sechste stirbt zu Wien den 2. dlovembr. 1463^' Mda begraben. ^nno 1465. nimmt Herr Wilhelm von Puchheim der gegen den Kayser in Feindschafft und Absag gestanden, das Closter Waldhausen in diesen Land, wie Sarmingstein ein. Ggg 422 _ W )o( W __ ^nno 1466. nahmen die Burger zu Steyer den Sitz Schisseregg bett Lronstsrss gelegen ein, darinnen sich der Stadt abgesagter Feind Herr Grtolff Geymann, Ritter mit seinen Helffern befunden, deren etliche allda gefangen, und nach Steyer geführt worden. V4o-M2 Ums Jahr 1466. im Herbst ist dieser Herr Wolffgang von Walsee ent¬ weder gestorben, oder vom Amt abgetretten, dann dasselbe war damahl und noÄ anno 1467. nicht ersetzt, und grosse Zwietracht im Land, (sagen die Ober-Enn- fischen ännsles) unter Edlen und Unedlen, Herren Ritter und Knecht, die stun¬ den gegen einander auf, raubten und brennten, und nahmen etlich der Lrselslen Güter und was dem Fürsten zugehört re. ^nno 1468. biß 1478' 20» Herr Reinprecht von Walsee. Der Dritte diß Rahmens , tucceöirt seinen Bruder Herrn wolffgang Lm Amt ^nno 1468. und stehet demselben biß m Rnnum 1478. vor, starb i48z. der letzt seines Geschlechts, liegt begraben im Closter Seisenstain, deW Grabschrifft diese: Xnno ULddXXXll!. am Evchmg des Monaths May iß gestorben der «ebohrne Herr Herr Reinprecht, Herr von Walsee, Öbrister Marschall Oesterreich, Truchseß in Greyer, und Hauptmann im Land ob der Ennß^ letzt des Namens von Walsee, Gtisster des Closter Goccschal, oder Geiß" stain, und liegt hierin» begraben. Dem GOre genädig sey, Amen. Lnno 1467. um der Heil. Drey König Tag, schickt Kayser Friedrich mahlen im Land-Tag zu Lintz anwesend, seiner Schwester Sohn Herzog Er¬ sten von Sachsen, Graf Wolffen von Schaunberg, Herrn Reinprechten voll Walsee, Herrn Georgen von volckerftorff mit 400. Pferden nach SttE hon den Burgern allda die Huldigung anzunehmen; In die Stadt wurden^ zwar gelassen, aber Herr Georg von Stain, deine selbige Herrschafft samt Stadt von Herzog Albrechten seel. gegen 1400a. Fl. Anlehen ^nno 146z, vch setzt worden, und an den König in Böheim sich geschlagen hat, kam den E nen in Schloß mit vielen Volck zu Hülff, vor dessen Ankunfft begaben sich E gemeldte Herren (äusser des von Dolckerftorff, der die Kirchen vcrschantzt »no besetzt) von dannen: der von Srain erobert nach etlich abgeschlagenen Stürzen das Gteyerdorffmit Gewalt, kommt ins Schloß, und zwingt den Herrn von Volckenstorff zum Abzug, hierauf griff er neben obgemelten Herrn Wilhelms von Puchheim das Land mit Raub und Brand, sonderlich gemessen Herrn von Walsee und Volckenftorff Güter, die Clöster 5c. klorisn und Gärften an, schlug bey 200. Bauren im Marckt Kirchdorff, und brachte alles biß E Gmunden zur Huldigung, stürmten das Closter Lambach, und thaten groM Schaden im Land, weilen ihnen von niemand Widerstand geschah. , Hernach im Herbst nimmt Ulrich Freyherr von Gravenegg des Kavsih Öbrister Feld-Hauptmann die Stadt Steyer ohne Widerstand ein, beläg^ darauf den Herrn von Stain im Schloß, welches er erst im änderten Inn mit Gewalt erobert. Herzog von Münsterberg Königs Georgen u Böheim Sohn war im Anzug das Schloß Steyer zu entsetzen, hatte das El' ster Pulgern eingenommen, und befestiget, ihm wurde aber der Paß über 0» Donau abgeschnitten, und er zuruck getrieben. , ^nno 1469. um Himmelfahrt Mariä fallen die Hußiten unterm Aappl' von Wirtenberg ins Land, berauben den Marckt Haßlach und brandschatzt dieselbe Revier. änno 1474. sagt Herr -Löw von Rosenthal Öbrister Hofmeister des Kö¬ nigreichs Böheim dem Land ob der Enns; ab, zieht neben seinen Gehülsten den Senepanzki, und Zünispan in iooo. starck an, nimmt Hörschlag und - EZ )v( W 42Z em, und belägert das Schloß waldenfelß, daher gehet das Aufbott im Land, und belägert obgemelter Herr Hauptmann das Schloß Hörschlag wiederum, bey deme seyn gewest Graf Georg von Schaunberg, Herr Gottftied von Stahren» berg, Herr Christoph von Zetkina, Herr Bernhard von Scherssenberg, Herr Andre von l^oiheim, HerrGeorgvon Lojenflain, Herr Michael von Traun, Christoph Hochcnfeider, Bernhard Jörger, Caspar Uerkaimber, Veic Tampeck, und Thiebold Aspan. ^nno 1476. Wird Feld - Hauptmann ob der Ennß Herr Bernhard von Scherffenberg, welcher um Pfingsten dtß Jahr die Böheimen, welche sich bey Grein verschmitzt/ geschlagen/ viel gefangen, und ein gute Beut abgenommen. ^nno 1477. thaten Herr Heinrich und Christoph von Lichtenstein Gebrü¬ der/ welche dem König in Ungern wider KayserFriedrichen anhängig Karen, von ihren Schloß Steperegg und Gttenshaim aus ihren benachbarten den Herrn von Stahrenberg, Herrn Christoph von Zelking, Herrn Bernhar¬ den von Scherffenberg und andern, sonderlich dem ClosterBaumgarttenberg urit feindlichen Angriffen und Überfällen grossen Schaden. Nehmen auch die Vesten oder Thurn Lonstorffmchtweit von Lintz gelegen ein, welches Ort die von ^mtz bald wieder erobert, und niedergebrochen haben. 1478. nimmt Herr Bernhard von Scherffenberg Feld-Hauptmann ob der Ennß das Schloß Hörschlag wiederum ein,und übersteigtin derPalm- Dochen unversehens die Stadt Rosenberg in der Nacht, erobert ein grosses Gut darinnen, und wurden viel Leut samt des Herrn von Rosenberg Diener Mangen. 1478. biß 1485. 21. Herr Bernhard von Scherffenberg. » Ein Sohn Herrn Ulrichs von Scharffenberg uud Frauen Christina von ^osenstain. Als vorgemcldter Herr Reinprecht von Walsee in der Fasten ünno 1478. die Hauptmannschafft abgetretten, ist dieselb ein Zeitlang unersetzt Heblieben, aber auf der Landschafft Anhalten benennt der Kayser diesen Herrn Bernharden von Scharffenberg, damahls Feld - Hauptmann ob der Ennß, und Herrn Christophen von Zetking, welchen sie aus beyden begehrten, den wolle er ihnen zum Hauptmann ordnen, die Landschafft stellts dem Kayser wie- ver heim, aus gcmeldten zwcyen oder andern Land-Leuten, welche alle Ihr Ma¬ jestät am Wesen und Vermögen bekannt seyn, einen Hauptmann zu geben, hän- Kn noch dabey an, weilen seine Kayserl. Majestät den von Scharffenberg zum ^eld-Hauptmann vorgenommen, so wüsten sie denselben zum Hauptmann nicht öu entschlagen, darüber er also um Pfingsten ungefehr anno 1478. das Amt an- Metten, er bat zuvor ums Jahr 1474- den Böheimen, die das Land ob der ^"nß mit Krieg angriffen, Haßlach, Hörschlag, Ottensheim und andere Ort Wehr eingenommen, tapffern Widerstand gethan; sonderlich dieselben bey Grein Uchlagen, Rosenberg bey Nacht überstiegen, und an beyden Orten das Ge- lchützfvielGefangene und grosseBeuteerobert; tritt dieHauptmannschafftsnns ^84. wieder ab, war folgend Fürstl.Freysingischer Pfleger zu Waidhoven an ver ^bbß, i^Oi. von Kayser klsximillLno balsemReglments-Rathdem Fristen Hauptmann der N. O. Landen, Herrn wolssgangen Freyherrn zu ^vlhaim neben andern schurrt worden, ist gestorben am St.Lucia Tagrrrmo ^7z. liegt inSt.Lorentzen Kirchen bey Ennß begraben ^nno 1481. um den Auffarths Tag läst der Hauptmann Herr Bernhard uon Schärffenberg das Aufbott im Land ergehen, baß alle ?.LNuen, Grafen, Zerrn die von der Ritterschafft und Städten, Erchtags in den Pfingft-Feyer- Agen in der Stadt weiß erscheinen sollen, dann man besorgte fich damahls Königs von Ungern Einfall in diß Land; das geschah zwar nicht, ?ber jm Herbst hernach kamen die Hungern in einem Streiff gar an die Emiß, derenthalben befiehlt Sigmund Utzinger Anwaldt den Zuzeug zu Roß und Fuß - 4 Ggg 2 nach 424 _ UZ )o( W nach Ennß, allda Herr Bernhard von Gchärffenberg Hauptmann, er und Herr Benedict Schiffer seyn werden. ^nno i>8r. begleitet der Hauptmann Herr Bernhard von Gcherffenberg, und Herr Christoph Hochenfelder mit i2o.Pftrden den wider Friedrich Mauer- kircher Herzog Georgens in Bayern Cantzlern erwählten Bischoffen zu Passau Cardinaln Georgen Haßler nach Passau/ und setzten ihn in dieLoilels des Bistums. Damahlen war auch in Abwesen Karffer Friedrichs/welcher bey den Stän¬ den des Reichs Hülff wider König von Ungern suchte / zu Statthal¬ tern in Oesterreich unter und ob der Ennß, Steyer, tarnten und Crain, Hirn terlassen IoE^Ertz .Bischoff zu Saltzburg und Grain, Innhaber der Herr- schafft Steyer. Gemelten Königs in Ungern Volck, nachdem er die Stadt Wien und guten Theil an Oesterreich unter derEnnß in sein Gewalt gebracht, kommt derselbe an St. Andreä Tag ^-nno 1485. an die Ennß, schlagen bey Ernst* hoffen ein Brucken, werffen eine Schantz und Befestigung auf, die sie nach ihres Hauptmanns Wilhelm Tettauers eines Schlesiers Namen, die Pastey Tetta» genannt, von dannen streiffen sie aus, thun um Steyer und Ennß mercklicheu Schaden, nehmen unter andern den Sitz Schifferegg ein, werden aber durch die von Steyer daraus getrieben, und gemelter Sitz (damahln den Füchter» gehörig) in Brand gesteckt und rumirt. 1485- UNd 86. 22. Herr Ulrich von Stahrenberg zu Pührenstein. Ein Sohn Herrn Ulrichs und Frau Dorothea von Hochenberg, hat dett Herrn von Scharffenberg mr Amt kucce^irt ^nno 1485. ist der Hauptmann- schafft nicht lang vorgestanden, dann er starb zu Liny des änderten Jahrs an»" 1486. am Mittwoch vorSonnawenden/war unverheyrathet. 1486. biß I49Z. 2Z- Herr Gotthard von Stahrenberg- 8ucce6lrk seinen Bruder im Amt anno 1486. war zugleich Feld-Haupt¬ mann in damahligen Krieg wider König von Ungern. Cantzleybry- lug in Ausfertigung der Befelch, gegen den von Adel. Viele inkra bir. L. -.n. x. Welcher massen auch selber Zeiten die Lands-Rechten mit Frag und Urtheb äusser schrifftlicher ?rocets allein auf der Partheyen mündliche Fürbringen g^ r halten worden, das ist aus dem Apostel-Brief lubl.it. k. inserirt zu sehen. ^nno 149Z. ist obgcdachter Hauptmann zu Liny mit Tod abgangen, uu" neben seinen Brudern Herrn Ulrichen im Closter ^/0^» begraben wordem allda ihr Grabstein noch gesehen wird, mit folgender Inlcripcion: Hier liegen begraben die wohlgebohrnen Herren von Stahrenberg, Herr Ulrich der Aelrere, so gestorben ist 1477. Jahr zu pührenstain, an Gr. Gilkst-f Tag, auch Herr Ulrich fein Sohn, so gestorben ist zu Liny 1486. Mittwochen zu Som,«wenden, und Herr Gotthard sein Bruder der auw gestorben ist zu Liny im 149 z. Jahr, am Pfingst-Tag nach unser Frauen Geburt, die Zeit ihres Absterbens beyde Hauptmann des Lands ob der E-E gewesen, und andere Herren mehr, des lahmens von Stahrenberg vor vtt schieden. Deren Seelen GOcr genädig sey. Um St. Erhards - Tag H-nno 1486. fallen etliche Böheimische von Adel von Grätzen Herrn das Land, nehmen in Freystätter-Walddie Glaß-Hütte» ein, wollen allda eine Besatzung machen, denen zu wehren, läßt der Hauptman» das Aufdott im Land ergehen, und trieben hernach dieselben ab. . - W )o( _ 425 ^nno 1487. kommt Herzog Albrecht von Sachsen der Kayserl. Majestät und des Römischen Reichs Obrister Hauptmann mit der versprochenen Kriegs- Hülff vom Reich wider König in Ungern nach Liny und Ennß an, und befiehlt durch latent, der vor Jugend oder Älter in die Heerfahrt tauge, auf Freytag vor Bartholomäi, wohlgerüft erscheine, zu Ennß in Feld, läßt darauf den Sitz Rorbach 2. Meil von dannen gelegen mit theils Volck belägern, die übrigen nehmen Rbbs und andere Ort ein; Rorbach aber wird von den Un¬ gern entsetzt, und hebt Herr Georg von wülfferstorff Ritter die Belägerung darvor auf. Loclem ^nno belägern die Ungarn das Schloß Llamm, nehmen auch fol- Sendö das Schloß Schtffecegg wiederum ein,und thun mit Ausfällen undStreif- aus ihrer Schantz bey Ernsthoffen aller Orten herum grossen Schaden. Äertel-Hauptleut waren damahlen zwischen der Donau und Traun, Herr l?eorg von Losenstain, und Herr Conrad Hürnhaimer, im Machland Herr Christoph von velckincs/imMuhlMiertel V7. Wacterbaüser. Xnno 1490. zu Eingang des Herbsts ist Herr Gotthard von Stahren- berg Hauptmann mit seinen untergebenen Volck für obgedachte Ungarische Besatzung oder Tettauer- Schantz zu Ernsthoffen gezogen, und selbige nach MH Wochen lang gewährter Belägerung zum ^ccorä bezwungen, daß sie Sonntag vor Colmgnm abgezogen, darüber wurde die Schantz, Thurn und Brü¬ ten niedergerissen. ^nno 149Z. den 19. stirbt Kayser Friedrich zu Lmtz und wwd W Wien begraben, ihme wecellirt sein Sohn ^aximilianuL I. Röm. König. 1494. biß iZOl. 24. Herr Georg von Losenstain in der Gschwendt- » Obwohlen der Römische König auf Begehren seines Vatters T^Vser Friedrichs noch in Lebzeiten obgedachtes Herrn Gotthards von Stah- Aberg, die Hauptmannschafft ob der Ennß sammt den Schloß Liutz, Here Nmünden prüeschencken Freyherrn zu Stettenberg, Kayserl. Majestät Hoft Mrschallen und Cammerern verschrieben und zugesagt, daß, wann der Kay- Wit Tod abgehe, ihme oder seinen Brudern Herrn Heinrichen selbigeeinzu- oEben, den Herrn von Gtahrenberg aber mit einen andern Stand in Gnaden -u versehen, jedoch folgends seyn gemelte Herren Prüeschencken (hernach Gra- lw Zu Hardegg) ungeacht angedeuter Verschreibung, in Ersetzung der Haupts (Mnschafft übergangen worden, dann sich ein gesamte Löbl. Landschafft ob dec ^uß bey der anno 149z. zu Wien fürgangemn Erbhuldigung vor Kayserl. l^Weftät /. angedeuter Ausag halb beschwehrt. Sie hätten nem- «^ verstanden, wie die Prüeschencken um die Hauptmannschafft ob der Ennß L-vr " sotten, darwlder aber die Landschafft ob der Ennß gehorsamst bathen, x ^tben kein hierzu zu setzen, aus Ursachen, so sie Ihrer Majestät allein ent- v Ken wollen, hierüber nun sich Kayser anderst relolvirt, und ist vy denselben zum Hauptmann obgemelter Herr Georg von Losenstain ver- L vnet worden, welcher hierauf 1494. im Monath seinen Vettern Mrn Wilhelmen von Losenstain Gewalt geben, das Schloß zu Lintz und die ^Mpnnannschafft an seiner statt von Herrn Sigmunden Prüeschencken zu t^uehmen, dann Kayser hatte vorgedachten Herrn Prüeschencken ^Mohsen, wann Herr Gotthard von Stahrenberg sterben würde, er das lvci? ?ß Lintz in sein Hut nehmen solle. Dieser Herr Georg von Losenstain beyder Kayser Friedrichs und 2. Rath, und hernach Cammer- "Mer der N.O. Lande, -Vnno 1492. Hauptmann in Steyer 1491. biß V^'vann Hauptmann ob der Ennß biß folgend Hof-Richter der N. O. ^woe, zuNeusrattPfleger, zuFreystatt ^nno 1507.und zu Eyftnstatt ^nno Ggg z i;o8. gebrauchen: i;o8-k 1509. in welchen Jahr er auch gestorben ist; war ein Sohn Herrn Ru¬ dolphs von Losenstein, und Frauen Magdalena von polhaim. izol. bis 12. 25- Herr Wolffgang Freyherr zu Polhaimb undWarttenbmg, Ritter des guldnen Fluß, Kaysers ^ximiliani I. Oberster Hauptmann, und Regent der fünff N. O. Landen, Oesterreich, unter und ob der Ennß, Steyer, Käcndten und Crain. Er war ein Sohn Herrn Weickhardts von polhaim, und Frauen Barba¬ ra von Traun, Kayser Friedrichs, so wohl dessen Sohn, Kayser Rath, Hofmeister, HofMarschalch, auch Königs Philippi zu Hispanien ui^ dessen Gemahlin Obrister Cammerer, ein Herr von grossen Ansehen- und M dern Vertrauen bey gedachten Kayser mit den er viel Jahr in ven Niederlanden gewest, auch samt denselben und andern vornehmen Herrn zu Brugg in Flandern gefangen worden. Ihm als Obristen Hauptmann seynd Inhalt Kays- Maj. lud örno berg, Mittwoch nach (^nalimoöyZemci an» 1501. aufgerichten Regiments' Ordnung zu Statthaltern und Rächen stättig bey ihm zu scyn achunZlrt worden' ^sWilhelm von Losenstain. 8l Johann Fuchsmagen vottor. fviebsk Haachcr. Dann ferner in groß wichtigen Geschähen von Hauß aus zu Rächen r" gebrauchen : Sigmundt von Polhaimb. Bernhardt von Scherffenberg. Greger von Stahrenberg. Michael von Traun. Z<-Caspar von Rogendorff, rr Laßla Prager. Caspar Perckhaimer. Simon von Hungerspach. .Wilhelm von Khnöringen. Solch Regiment oder Gericht ist Inhalt obgemelter Ordnung Anfang» ' der Stadt Ennß zu halten angeordnet gewesen, hernach gen Liny gelegt woE' In den ausgefertigten Qmnonen wurden Anfangs die Partheyen bis torms bus erfordert, vorRayserl. Malest. Mbristen Hauptmann, Statthalter oder des Land Regiments der P7. O. Lande, gen Liny zu erscheinen, ist aber Nicht lang - solcher Bestellung verblieben. Welcher massen bey dieses Hauptmanns Arn die Besetzung der Lands -Rechten, Ausfertigung der Ladungen, Eröffnung v Urthel, und Fürstellung der Botten gebräuchig gewest, ist aus der Grichts^ Lit. 6. kundt infra iub lit. 6. interirt zu ersehen. , s.s, Rnno 1512. hat obgemelt Obrister Hauptmann fein zeitlich Leben besE sen; liegt zu Thalhaim bey Warttburg begraben, auf dessen Grab-Stern 1 gende Schrifft. . Hie liegt begraben der wohlgebohrne Herr Herr wolffgang, Freyb^ polhaimb: und warcrenburg, Hauptmann der O. Lande, derg^ den ist an Gt. Martins-Tag Anno is 12. dem GOtt genadig sey. ^nno 1524. in der Fasten käst der Kayser das Aufbott im Land ergehen/ bald aufstärckistaufzu seyn, und nach peurbach, von dannen zu Ihrer Truchsäß Wolffen Görger nach Scharding zu ziehen, und selbige Stadt Herzog Rueprechten Pfaltzgrafens fürgenommenen Belägerung zu errette' ' h Um St.Ursulä < Tag thut gemelt Pfaltzgräfisch Kriegs rVolck mit und in ander Weeg im Land Schaden und belägern Braunau, ergehet va^ abermahlen das Aufbott, nach welß zu ziehen, und sonderlich alle Städtund Schlösser gegen Böhaim in guter Hut zu halten, weilen die Pfälyischen dorten Ver Hülffe gewärtig seyn. Um Luciä belägern die Pfältzischen Vilyhoffen, wollen von dannen ins Land fallen, der Kayser befilcht abermahlen alsobalverr nach Welß zu erscheinen und mit den Obristen Hauptmann Herrn wolffgangen von Polhaim wieder die Feind zu ziehen. ^nno j 508. willigt die Landschafft ob der Ennß dem Kayser Hülff wider die ^enediger iso. Pferd und 200. Fuß-Knecht auf 4. Monath lang zu unterhal¬ ten. Hauptleut übers Fuß-Volck waren Georg Perckhaimer, und Hanns Muffel. ' Inder Palm-Wochen ergehet abermahlen das Aufbott, auf St. Geörgen- ^ag gerüst nach Lintz zu erscheinen, am Sonntag curare ward Musterung ge¬ lten, und zu Viertel-Hauptleuten bestellt: ImHaußruck Graf Georg von Schaunberg, und wer ihme sonsten aus den Land: Leuthen gefällig. Traun» Hertel Georg Vorfter von Stein, und Lazarus AespannzuWimbspach, im ^lachlandt am untern Orth Heinrich Graf von Hardtegg; am obern Orth ^aßla Prager Freyherr, und Herr Veit von Zelcking; Im Mühl-Viertel Herr Wichael von Traun, und Herr Wolff Görger Ritter. ^nno 1529. geschicht von der Landschafft abermahlen ein Hülff an Volck wider die Venediger, solches hat geführt der Feld Hauptmann Herr Georg von ^cherffenberg, mit deme haben sich in dielen Zug begeben, Herr Georg von ^echtenstein von Niclasburg, Herr Wilhelm und wolffgang von Zelcking, Gebrüder, Herr Sebastian von Traun, und HerrAchayvon Losenstein. i;iz. bis IZ2O. 2 s. Herr Wolffgang Görger zu Tolet, Ritter. . Ein Sohn H errn Hilebranden Jörgers und Frauen Benigna Anhänge¬ rn , war Käufers /. Rath, Truchsäß und vorder Pfleger zu Wä- ^"berg, uno wolckerstsrf, an. 1508. und s§n. dessenBestallungs-Briefaufdie ^.uptmannschafft ist clarict zu Landau den ri. kebr. an. 151z. Vom Kayser ausgehend, hab ihn zu seinen Lands-Hauprmann seiner warggrafschafft der Ennß angenommen, Jahrs-Sold war damahls 760. fl. . Als an. 1519. den 12. Jenner offt ermelrer Kayser zu welß in N Burg von dieser Welt abgeschieden, und hieraufem Löbl. Landschafft ob der Awß bisaufAnkunfft dec Erb-Herrn König Carls zu Hispanien und Printz Ferdinanden, beyder Ertz Herzogen zu Oesterreich Gebrüder sich der Lands- ^miMrarion unterfangen, haben sie beym Land-Tag, um Lichtmessen hernach g Lintz gehalten, gedachten Herrn Görger im Ambt der Hauptmannschafft länr zu verbleiben erhandelt, demselben aber aus jedem Stand drey zu Land-Rä- in luttirise-Sachen,sowohlderLandS-ve5en6on schunsiret; welchewarerrr sPeter Probst zu St. Florian. Leonhard Adbt zu Wyllering. N. Abbt zu Paumgartenberq. Cyriac Freyherr zu Polhaimb und Warttenburg. Hanns Herr von Scherffenberq, zu Sptlberg. -A^Achatz Herr von Losenstein zu LosensteinleuchM. Z Caspar Schallenberaer zu Lufftenberg. Lazarus Aspan von Wimbspach. Sigmund Iäqen-Reutter zu Pernau. Geörq Kernstock, Stadt Richter zu Steyer. Michael Tyrolt des Raths zu Lintz. Michael Achleuttner des Raths zu Welß. 428 _ W )o( _ Der Cantzley: Stylus in Ausfertigung der Gerichts : Sachen unter des Hauptmanns und jetzt.gemelter Land-Räch Namen war also: So empfehlen wirEuch von unfers allergnädigften und gnädigster Herrn und Lands» Fürsten auch gmainer Landschassr wegen, rc. Und solche Beftlch seyN mitdesHüUpt- mann und der 12. Land »Räch Pettschafften außgefertiget / darinnen die Präla¬ ten und Herrn des rochen, die vom Ritter:Stand (darunter auch der Haupt¬ mann selbst,) grün; die von Städten auch grün: und unterweilen gelbes Wachs gebraucht haben. Diß ungeordnete Lands:Hauptmannische Regiment hat widerum auU hört, als gedachte Landschafft bey dem um Liechtmeß -mno 1520. zu Lintz geM tenen Land-Tag, denen von den Kayserl. gevollmächtigten Statthaltern und Ra¬ then fubttimirten commiilärien die Erb:Huldigung geleift, welche OommMnen gegen gemelter Landschafft unter andern sich verschrieben, daß die Landes »Re¬ gierung innerhalb 6. Monath mit ihr der Landschafft Rath aufgericht, und er¬ setzt werden solle. Immittelft ist gedachter Herr wolffgang Görger / Rittes imAmbt der Hauptmannschafft bestätt geblieben» unangesehen, daß vor de'- Huldigung der gesambte Herrn-Stand gegen ermeldten LommMnen prorest'tl/ Daß sie gedachten Herrn Jörger zu keinen Hauptmann oder Obrigkeit ftE leiden wollten. Jmmassen dann auch hernach besagter Herrn Stand bey Kal"' Majeft. um einen unpartheyischen Verweser bis zu Austrag ihrer mit E Hauptmann gehabter Streit: Sach angelangt, aber nicht erhalten haben, vw endlich noch in diesem Jahr offtgemelter Herr Jörger die Hauptmannschafft getretten, doch hingegen von Ihrer Fürstl. Durchl. Ertz-Herzogen Ferdinande zu Oesterreich in dero Hof: Rath genommen worden. Er liegt in derKiE zu St. Jörgen bey Tollet begraben, die Schrifft an seinen aufgerichten Sa>'' laut also: änno vomin! 1524. Erchrags nach ^uäicskn der Fasten ist gestorben der und Gestreng Ritter Herr wolffgang Jörger zu Toller, der Zeit Durchl. Hof-Rach. 152 l. bis 15zz. 27. Herr Lyriac Freyhcrr zu Polhaimb und Wartkenburg. Ein SolmHerrn wolffgang des Obristen Hauptmanns nnd Frauen Hanna Gräfin von der Verr und aus den König!. Stammen Franckreich. Als im MonaMunio 1521. erstgemelt Ihrer Fürst!. von der Landschafft folgende Herren Geschlechter und 8ubje6a desRitterstE. aus denen die Hauptmannschafft zu ersetzen fürgeschlagen worden; neE^ Schaunberg, Hardcegg^ Grahrnberg, polhaimb. Liechrenstain, Zelcking, Traun,und Volckenstory; Außm Ritterftand aber Georg von Rorbach, Hard Marschalch zu Reichenau, und Georg Zöllner. Haben Ihrs sich darüber reiolvirt, und zu einen Hauptmann ungefähr zu Ende des änno i§2i. eingesetzt obgemelten Herrn Cpriacen Freyherrn zu Ertz:Herzog undfolgends Königs Rath und Hofmeister, auch ll der Hauptmannschafft zugleich etlichJahrStatthalterderN.O.Landen: hl>u' nichtmehr wie seine ^mecessores Hauptmann, sondern Lands-Hauptmaiw^ schrieben, welcherAmts»Nahm also völlig bisher geblieben: Er ist in seinen ^nno i^zz.den2. Iulii zu Liny gestorben, und zu Weiß in Closter der von polhaim Sttfft begrüben worden, kormulam Erforderungs:Scht^ ün die Land:Räth zu den Land:Rechten zu erscheinen. Vich lir. „ß Bey obgemelt dieses Land-Hauptmanns Zeiten war das Land ob der)^' Mit Krieg und Kriegs-Gefahr mercklich umgeben, dann pie 1^25. waren wiefast ingantzTeutschland also auch in diesen Lano^ Dauerschafft wider ihre Obrigkeiten aufrührig, dahero geschah am 429 «ams-Cag der Zuzug der Landschafft, auf der Welser - Heyd, um Neubau. Feld-Hauptmann war damahlen Herr Alexander Schiffer zu Freyling Ritter; Es wurden aber die Bauern, nachdem sie etlichmahl geschlagen waren, widevum gestillt. Sie führten damahlen in ihren Fahnen ein Pfiug- Radel, darzu sie k3ngv3m acl rusticum mstrunaemum geschworen haben, bey einander gleichwie die Spaich im Rad beständig zu verbleiben, dahero das gemeine Sprichwort entstanden, daß die aufrührischen Leuch noch heutigs TagS Radelfuhrer ge¬ nannt werden. Im folgenden 1^26. Jahr als König Ludwig zu Hungern m der mit den Türckischen Kayser bey eingangenenSchlacht umkommen,und wan dahero in grossen Sorgen stunde, der Türck würde auf solchen Sieg in Oe¬ sterreich rucken, daher zeugt die Landschafft zu Versicherung Weib und Kinder Zuflucht Orthen ausr Liny, RhogsEnnß,r^euhauß,Lonfeldten,Freyftatt, Beutzen, pührenftain, und Spittal am Pirn. Damahls ward auch von der Landschafft geschlossen, von allen Pecsohnen im Land, weiche über 12 Jahr alt, wöchentlich einen Pfenning zu reichen, welchen man den Leib-Wochev-Pfennmg genennt, wie auch die Kirchen »Schätz und Kleinodien anzugre.ffen und zu ver- wüntzen. Rnno 1529. bey deSTürckischenKayfers eylenden und mächt'g nAn- zug läst König k6k6lN3NLlu8 das Aufbott des persönlichen Zuzug nach Buch ms Feld den 2. Oüobr. zu erscheinen ergehen; Obrister Feld-Hauptmann in diesem Land war damahlen Herr Hamch Herr von Stahrenberg, immittem belagerte derTürck mit zooOvo.Mann die Haupt-Stadt Wien, läst den und 0^?» mit ZV0OO. nach der Donau, und theils gegen der Steyermarch öu streiften, kommen fast bis an Lintz und Steyer hinan, die haben selber Orten, sonderlich im Viertel obwienerwald, gantz ecschröckrich gehaust. änno iczs. warObnsterFeld-Hauptmannin diesem Land, Herr Caspar bchaUenbcrger zu Luftenberg. Rnno i ^z2. kommt obgemelt nut r ^voO. Mann an die Buch, erschlägt auf der Brucken zu Buch etlich Volck, kommt Samstags den 8. Sept, nahe gen Steyer, setzt den andern Tag im Ne¬ bel zu Ernsthofen übers Wasser in sooo. stacck, streiffen in selber Refier um Eleinck Wolfern, Losensteinleuten, plündern die Kirchen zu Diettach, und den Titz Stadlkirchen, führten viel hundert armer Leut gefangen hinweg, zogen wiederumben über die Buch durch die Ramming und Veeustifft, dem Weyer M Waidhofen zu, thun mit Feuer Schaden, kommen gar nach den engen Deeg, an der Buch hinein ans Satlhaag, dorten sieng ihnen an zu grausen, ketten um, wurden aber vomLand-Volck übel empfangen, und nmstentheilS erlegt. Xrmo 15ZZ. bis I5Z9- 27. Herr Helffrich von Meckau zu Lreutzen, Ritter, Röm. Kayserl. Majest. Rath. - EtarbimAmbtund liegtmderKirchenzu Lreuyen begraben, dessen Grab- «chrifft diese - Hie liem begrabender Edel und Gestreng Herr Helffrich von Meaaau Zu Crem nen, Röm. Rays. Maj Rach, und Lands - Hauptmann in Oesterreich ob der Ennß, welcher gestorben rst zu Lintz im Gschloß den 6. Febr. im i s zA. Jahr dem GOrc genädig sey- ^nno i5Z7.willigt die Landschafft ob der Buch ein eilende Hülff mtt Volck König wider den Türcken drüber war Hauptmann rister über die Aärntnerischen Pferde, Christoph von Ernau, Georg von Himmelberg/ ein Herr von Hosskirchen,ein Hohenfelder, zween von^Ieidt- egg, und mehr andere. Gefangen wurden Herr Wilhelm von volckenstorff/ Herr Dietmar von Liechtenstein, Herr Bernhardt von Scherfenberg Cast par Perckhaimer, und ein Schallberger. Obgemelter Graff von S^aum- berg, Graff 7«^ von Hardegg und Herr Hannß Ungnade seyn kümmer¬ lich mit dem Leben davon kommen. ^lino IHZ9. biß 154.Z. 28. Herr Julius Graff zu Hardegg, Glatz und m MachlandL/ Erb- Schenck in Oesterreich, und Truchsäß in Steyer- Ein Sohn Graff Hainrichs von Hardegg, ein tapffrer Kriegs-Heldt/dek 1^29. als die Stadt wienn belägert, wider die Türcken ritterlich stritten, und das Vierte! unter Mainhardtsberg von ihren Einfall männlich ciefenciirt hat: Hn. 1557. war er bey der unglücklichen Niedeclag vör EffeB in Lrabatten, und ist auch folgend nach der im Jahr 154z. angetrettener Lands- Hauptmannschafft dem Kriegs-Wesen wider den Türcken ferner obgelegen. ^nno 1544. biß 1559. 29. Herr ValLhaser von Prosing/ Freyherr zum StaiN/ König und Kaysers kerclinsnck primi Rath. (s) Lx msuutcripc: vom. Levrgii Vsrouii L kerckbitim. Starb im Amt der Landtß-Hauptmannschafft den 28. May ^n. isch- liegt zu Lpnz in der Clostec.-Kirchen begraben; bey dieses Hauptmanns Ai- ten seyn ^nno -5^r. den 17. Feb. ins Landö-Rechteri gesessen: (s) GroffHan-'ß und Wolff von Schaumburg Gebrüder, Herr Hannß von Prag, Herr Georg von Loftnstain, Herr Hainrich von Zelcking: Wolff Höchenfelder/ Hilkbrandt Jörger, Rorbacher: Hannß Aschspan, Bernhardt SchissM Erasnn. Hacklberger, Alexander Schisser; Hannß Hoffmann zu Schlüs¬ selberg: Wolss Gruenthaler, und der Landt-Schreiber, daraus abzuneh¬ men, daß damahlen noch kein gewisse Anzahl der Landt-Räth aus denztvee" Ständen im Gebrauch gewest sey. 1Z49. biß 1570. ZO. Herr Geörg von Männing zu Kirchberg/ an der Pürlach/ Rittet/ Röm. Kays. Maj. Rath und Cammerer. _ Stirbt im Amt ^nno 1570. den,24.Iuly, liegt auch zu Lynz in dck Eloster Äirchen begraben, dessen, wie auch seines ^ncecelkorig Herrn vos proßmg Grabstain senn noch vor kurtzer Zeit alda im Choe zu sehen gewest c letzt aber nicht mehr. Innhalt erfolgter Resolution von ro. Iuny ^.rmo rst von Kayser primo denen Landt^Räthen ob der Ennß eine Jähr¬ liche Besoldung gemacht worden, jeden nemlich ioo. fl. und 12. Fuder MustM aus dem Vlceäom-Amtzu raichen; um selbe Zeit seyn Landt-Rath gewest' Herr Dietmar von Loftnstain, Hannß von Prag, Freyherr Herr Wilhelm von volckenftorss; Herr 2Lndre von polhannb, Adam Hoffmann Kreybep'- Aus dem Ritter Standt damahl Herr Bernhardt Schiffer, Hiliprandt Jör¬ ger , Ferdnrandt Helffrich von Meggau, wolffgang Grünthaler. ^nno i §64. den 20. Iuly stirbt Kayser prrmus, und wird Z» v/^rabm, succ. sein Sohn der ander, Könia zu llngiw" und Bohennb, und Röm. Kayser. ' _ Oß )O( M_ 4-ZI ^nno 1570. biß 1577. Zr. Herr Dietmar , Herr von Losenstain in der Gschwendt, Ritter Röm- Kays. Maj. Rath. Ein Sohn Herrn Wolffens von Losenstain und Frauen Elisabeth von ^bschernahor. Ist von Kayser z/. Zmno 1571. im Monat einer Löbl. Landschafft ob der Ennß in der Landtags-Lroposmon zu einen Landts - Hauptmann ernennt in Ansehung ( wie die verba tormalla lauten) "Seiner Erbarkeit, Geschickiich-und Erfahrenheit, auch a'ten Herkommen »und Standes; insonderheit aber um der ansehnlichen Dienst willen, die erJhs -'ter Kays. Maj. und Dero geliebten Herrn und Vattern in Kriegs? und Fries "densrZeiten erzeigt, und daß Ihro Kays. Maj. ihme zu solchen Amt tauglich -,und den Ständen für andern angenehm zu leyn gewust haben. Nach den Ad Kaysers wurde er von dem Sohn und LucceKore Kayser Rudolphen II. in solchen Amt bestätiget, Innbalt Erinnerungs Schreiben ^u'rt Regenspurg iz. Oölob. 1^76. Ist der erste LandtS - Hauptmann Uvest, der von Hoff aus mit einer Inttruttion versehen worden. Er starb zn Lynz aufdem Schloß den 20. jan. 1577. liegt in seinem Ruhbett im Closter Gär- neu. In seiner Jugend war er bey der Aayianerifchen Niederlag vor Effeck in <>rabatteu ^nno 1557. neben vielen andern fürnehmen Herrn von Adel, (dar¬ unter Herr Wilhelm von Volckenstorff, Herr Bernhard von Schärffenberg ^N Herr von Hoffkirchen, Caspar perckhammer, zween von ^eidegg ein Archenfelder, und Schalleilberger gewest ) vom Türcken gefangen nach btuhlweiffenburg geführt, und nach viel ausgestandenen Elendt durch Usnrion ttledigt worden, ^nno 1576. den 12. Oflob. stirbt Kayser der an- zu ^egenspurg , 5epel. zu Prag , luccecl. der ander Röm. Kay- / König zu Hungarn und Böheimb. 1^77. biß IZZl. Zr. Hm Leonhard von Harrach der Mittler Freyherr zu RoraU/ und Pührenstain, Röm. Kays. Maj. Rath und Cammerer. Hat das Amt im kl-mio ungefähr ^nno r 577. an- und zu Eingang deß Mr. Jahrs widerum abgetretten- örmo 1^78. wurde zu Welß ein Mörder Ahmens Christoph Froschhamer, aus dem Stifft Saltzburg gebürtig, ge- tlcht, welcher Z45. Mordt mit seiner eignen Hand, und 400. in Gesellschafft Mderer gethan hat, sein Bildtnuß ist in der Kunst Kammer zu München zu sehen. ^nno 1582. biß 1584. ZZ- Hm Ferdinandi Helffrich von Meggau, Freyherr zu Käu¬ zen, Röm. Kays. Maj. Rath. 3st den 28. klar-tü Hnno 1582. in damahls gehaltenen Landtag den Löbl. 7'tcmden zu einen LandtsHauptmann fürgestellt worden. Starb hernach ^85. den io. fulii, ist gen Creutzen zu seiner Vegcäbnuß geführt, die Landts ^^uptmannschafft wurde erst über fünff Jahr hernach ersetzet. IZ9O. UNd 92. Z4. Hm Sigmund von Lamberg/ Freyherr zu Ortenegg/ und Ottenstein, Röm. Kayserl. Maj. Nach: Tritt solches Amt ^nno 1592. wiederum ab, und wird Landt-Marschall 'N Oesterreich. Hhh 2 Hn- 4-H2_ W )o( IM. biß 1602. Herr Haunß Jacob Löb!/ Freyherrzu Greimburg. Tritt daß Amt an den 14- May: Hnno 1592. geht mit Todt ab auf seinen Schloß Greimburg den n- Ockob. 1602. und vacirc die Widersetzung in6 drit- te Jahr. -^.nno 1595. waren die Bauern im Landt ob der Ennß abermahlen auf- rührig, sie wurden aber unterschiedlicher Orten und darunter auch bcy Nem eumarckt ^n. *597' geschlagen / und also mit ihren Schaden gestillt; Feldt- Hauptmann war damahls Herr weickart Fceyherr zu polhaimb. Rnno 1605. Ulw 1606. Herr Georg Sigmund von Lamberg Freyherr zu Ortenegg und Ottenstein, Röm. Kayserl. Majestät Rath und Cammerer. Obgemeltes Herrn Gigmunden Sohn, blieb im Ambt biß zu Eingang deß 1606. Jahrs, alda er selbiges wider ab- und in den Kayserl. geheimen Rath gen Prag getcetten. ^nno 1606. biß 1610. Z7. Herr Jacob von Molätth, Freyberr zu Nemega, und Drosendorsf/ Herr auf Böheimischen Weidhoffen, Röm. Kays. Maj. Rath und Cammerer. Stehet dem Amt vor 8« Decemb. ^nno 6o6. biß zu Eingang deß 6ro- Jahr. ^nno 1680. ceöirt Kayser Rudolph die Regierung über Oesterreich seinen Brudern Ertz - Herzogen hernach Römischen Kayser. 1610. biß 1616. Z8. Herr Wolff Wilhelm Herr von und zu Volckenstorff, WeifferrbM Stain, uny Reicherstorff, Panier:Herr: Königs. Maj zu Hungern Xlsubige. Ertz: Herzogen zu Oesterreich und folgendö Röm. Kays. Rath und Cammerer. Wird inttMrt den 8. klgrtii ^nno 1610. und stirbt in solchem Amt, 1616. den -2. Decemb. der letzte seines alten fürtrefflichen Geschlechts (aus schon ums Jahr 1120. Herr 2lrnhalm von volckenstorff, Marggraff^^. von Steyer minitteriglis, gelebt) werden für Anfänger und Stiffter des sters Gleinck gehalten, und schreibt Lsihgr örulcbius (a) daß von ihnen das g^ alte Closter (alda ihre Begräbnüssen und aufgerichte Xlonumen noch zu sehen) mit Stlfftungen gemehrt, und erhebt worden sey. Vorgemelter Herr wölffwilhelm liegt in seiner neu erbauten CaP^ zu Weissenburg begraben. kpitgpblUM. ,, Illuliris Lc Oeneroius Dominus X^olffZgngus v^ilbelmus b. 8. „ in Volckeniiorlf, Dominus in V^eissenbur^, 8rgin öc „ ttorlk, ^rebiäucaws ^uttrise Vexilliser bsereclirgrius« 8. „ Lonüliarius, Lc Oubiculgrius, provinciglisgue superioris „ L-rpitaneus Lcc. polteris bong proprig, rerise (Corpus, . limo Deo se , iglmem, vicgm , gnimgmc^ue commirrens 6i6Imä obclormivir mvrre. ^nno XI. D. L. XVI. XII. Oecemv'^ (s) Lommeur, «ls t-sureseo. W )o( ZN 4?Z Hnno i6n. in der Zwytracht zwischen Kayser Rudolphs dem änderten, Ad seinen Brudern Ertz - Herzogen , käme daß Passauerische Kriegs- Volck etlich tausend starck in das Land, und lvolten über den purum Steyer- warck: diesen ^larck verwehrte ihnen Ludwig Storch zuLlaußmit seinen Un- terthanen, und einem Fähnlein Kriegs-Knecht, so ihme aus der Steyermarck M Hülff kommen, und muste der so solches Volck geführt, mit Schanden zurück kehren. Hnno 1612. den 20. January stirbt Kayser Rudolsszu Prag, und wird alda begraben. Hnno 1619. stirbt Kayser Matthias zu Mienn den 20. Garcii succeö. ker6. H. Röm. Kayser zu Ungern und Böheimb König. Rnno 1619. biß 1628- Nachdem Kayser Matthias, Ertz-Herzog zu Oesterreich Hy. 1619. den 2v. zu wienn todts verschieden, und dle politischen Stände ob der Ennsi sich hierauf ( wie wohl mit damahlig und nachgefotgrer des kucceclirem den Landts-Fürstens König und Kaysers iccuncliimprohgyon) der Landt-Hymimlirsuon unterfangen, ist von gemelten Ständren zu einen Landts- Hauptmann biß aufkünfftige Erb-Huldigung fürgcnommen und den 9. April Eingesetzt worden Herr Sigmuudt Ludwig Herr von und zu polhaimb Röm. Kays. Mai. Rathund äittster Landr-Rath, welcher unter Ertz-Herzogs zu Oesterreich und einer Ehrs. Landschafft Nahmen die Gerichts-Sachen ausgefertigt. Als aber in folgenden 1620. Jahr das Land ob dec Ennß durch allerhöchst: gedachter Röm. Kays. Mas. Hochansehnlichen Lommrssänum Her¬ zog in Bayern rc. mit Knegs-Macht occupict und wiederum in Kays, und Landts-Fürstlrche clevorion gebracht, ist vorgedachte dec Landschafft '"tgenommene Landts-Regierung arfgchebt,von höchstermelter Fürst. Durchl. vey der aufgenommenen imerims Pflicht den 20. Aug. zum Statthalter Herr Adam Freyherr zu Herberstorff, Fücstl. Bayrischer Rath Cammerer und be- uelter Obrister eingesetzt worden. Hnno 1628. den io. May ist von der Röm. Kays. Mas. das Land ob der Ennß aus ihrer Chucfücstl. Durch!, in Bayern Pfand-Jnnhabung wie¬ derum geledigetundbißauf Ersetzung der Landtö-Hauptmannschafft zu 6uber- ^torn geordnet gewest, Herr Antonius Abbre zu Lrembs-Münster, der H. ^Grifft vottor', Kays. Mas. gehaimer Rath und damahlen Hoff- Cammer- uachmahls Bischoff zu Wienn rc. Herr Hannß Hainrich von Sal- ^urg zu Aichberg Freyherr zu Falckenstein N-Oest. Regiments-Rath, und AErr Johann Baptista Spindler von Hoffegg, Röm. Kaysecl. Maj. Hoff- ^awmer-Rath: in wehrenden solchen Lubernamenr seyn die gerichtlichen Bs- >Elch untern Sigl gemeltes Herrn von Salburg ausaefertigt worden. Was von Hnno 1619. biß 1628. sich in diesen Landt so wohl dec Ständt Zeniten? als auch darauf der Bauren erfolgten Rebellion begeben, ist zu weit- 'dEig hier ein zubringen, und auch bedencklich, Vers enirn lcribere oclium PL- , fE vero lemper crimen. Rnno 1628. und 29. Herr Adam Graff zu Herberstorff^ Freyherr zuKahlstorff/ Pitoves/ Tauschetin und Seimz, Herr der Graffschafft Orth im Traunsee, Ritter des Ordens (^allarrovg, Röm. Kays. Mai. und Chucfücstl. Durchl. in Bayern Rath, Cammerer und bestelcer Obristec zu Roß und Fuß. Wirdt von Kayserl. Maj. nach wider abgelediqtem Landt ob dec Ennß «mir Landts-Hauptmann eingesetzt, stirbt den n. September Hnno 1629. auf H h h z sei- 4?4 W )o ( OJ feinen Schloß Grth, liegt m der Kirchen zu Münster begraben, alda ihme zu Ehren schöne ^onumems aufgericht mit dieser Inlcripuon. ,, Unter diesen Stein liegt begraben Weyland der Hochgebohrn ,, Graff und Herr Adam Graff von Herberftorff, Ritter „ des Spanmschen Ordens Osllatrovs, der Röm. Kayserl» „ Maj. gewester geheimter Rath, Cammerer und Landts" ,» Hauptmann ob der Ennß, welcher starb!zu Orth ^nno „ 1629. den n- 8sptewb. zwischen 7. und 8 Uhr Abends, sanfft und seelig in Christo IEsu unsecm Erlöser und SA ,, ligmacher, seines alters im 46- Jahr, welcher ein grosse Säulen und Beschützer der Catholischen Kirchen getveff „ Dem GOTT genade! 16ZO. biß auf gegenwärtige Zeit. Herr Hannß Ludwig Graff von Khueffstain, Obrister Erb - Silber- Cammerer beeder Ertz-Herzogthum Oesterreich unter und ob der Ennß, Fred' Herr zu Graillenstain, und Here aufSpitz, Harthaim, Weidenholtz und Rechberg, rc. Röm. Kayserl. Maj. würcklich geheimer Rath, Cammerer und Landts-Hauptmann in Oesterreich ob der Ennß. Hievor gewester N-Oest. Regiments-Rath, und Kays, a» der Ottomanischen Pforten, Ein Sohn Herrn Hanns; vonMreffsiem, Frei> hekrns zu Greilenstain und Frau Anna Ktrchdecgerin; wirdt zum Landts Hauptmann eingesetzt den 5. keb. ^nno i6zi. und stehet solchem Amt noch diese Zeit löblich und rühmlich vor. 2Vnny i6z7. stirbt //. zu Wienn und wird zu Gratz begrabet' deme sncceöirt sein Sohn ///. Röm. Ungarischer und Vöheill^ scher König. Was sonsten bey dieses Herrn Lands-Hauptmanns Amts-Bedienungs Land ob der Ennß in den vorgewesten Schwedischen Krieg über wegen ve Quartier - Recrutier - Durchführung der Kayserl. Völcker, dreyen Bauer Rebellionen und mercklichen Landts-Anlagen mehr als vorhin in etltch hunder Jahren auögestanden, ist zu groß und unnöthig hier einzuführen, weile» ? bey jedermann noch in frischer Gedächtnuß ist, und wohl eine geraume verbleiben wird. Der gewesten Verwalter der Löbl. Landts - Hauptmannschafft/ zur Zeit, da selbige bey fürgegangenen der Lands,Hauptleuth töd¬ lichen Abgang oder Abwertung nicht ersetzt gewest. Hnno 149z. und 94. Herr Michael von Traun: Verwalter der Landts Hauptmannschafft nach den Todt Herrn Gotthardts von Stahrenberg- wird in Kayser Friedrichs zu Wienn ^n. 149g. gehaltenen Leich-krocels) bey dieser Herr von Traun den Schildt deß Landts ob der Ennß getrag Le'tFo-' genennt. , f. ^nno 1501. Herr wolffgang und Herr Sigmund von Gevettern, waren ern zeitlang R.egenten ob der Ennß, (wie sie sich geM ben) als Herr Geörg von Losenstain die Hauptmannschafft abgetretten. ^nno 1521. Herr Geörg Gigharder zu Leombach, VicedoM Ennß, verwaltet dieLandts-Hauptmannschafftnach Abwertung Herrn KZ )o( W gang Jörgers; Hält im Monath sanuario ^nno i s2s. die Landes - Rechten zu Weiß in dec Burck, wegen der damahls zu Lynz gcassirender Sterbens- Laufs. Hnno 1522. Herr Helffrich von Meggau zu Lreutzen / Ritter, Ver¬ walter der Landts-Hauptmannschafft, als Herr Cyriac Freyherr zu Polhaimb und Warttenburg mit Todt abgangen. . , .. ^nno 1559. Herr Georg Neuhauser, Anwaldt mgleichen, als Herr Balthasar von Prösing Freyherr verstorben war. ^nno I?77. und 1581. Herr Hannß Georg Auer, Anwaldt ebner mas¬ sen zu zwey mahlen auf tödlichen Abgang Herrn Dietmars Herrn von Losen- ftam, und beschehene Amts - Abwertung Herrn Leonhardts von Harrach, 8reyherrn. ^nno re85. Herr Wilhelm Seemans von Mangern, Anwaldt, glei¬ cher weiß Verwalter, nachdem Herr Ferdinandi Helfrich von Meggau, Frey¬ herr sein zeitlich leben beschlossen hatte. o„ ^nno 1622. 6oz. und 62;. Herr Hannß Ruprecht Hegemuller Anwaldt. ^nno 162z. 624. 625. Herr Hannß von Haimb, Freyherr zum Rei- chenstain. Verwalten beyde die Landts-Hauptmannschafft m obgcmelten Jah¬ ren unterschiedlich, nach den Todt Herrn Hannß Jacob Löbels: und furgan- Zenen Abtrettung von Ambt Herrn Geörg SigmundtS von Lamberg Frey- herrns. ^nno 1626. Herr Deit Spindler von Hossegg, I- V. D. Rom ^ays. Aaj. Rath und Saltz-Amdtmann zu Gmunden, Verwalter der Landts- ^üuvtmannscbafft. , änno 1628. Herr Simnund Ludwig Herr zu polhaimb, Verwalter der Landis-Hauptmannsckafft als ä'ttster Landt Rath. Indem der damahls tzeweste Landts Hauptmann Herr Jacob von Molärth, Freyherr von Ertzs Kerzog ^rki-, zu Oesterreich, in der zwischen ihm und seinen Bruder Kays¬ er Rudolphen dem andern erstandener l>sserenr. em zeltlang ab oKcio suHen- ^tt, und im Schloß zu Lynz neben andern urretiin war- v ^nno 16 6. biß ,619. Herr Johann Baptista Spurdler zu Hoffegg, Amvald. Verwalter der Löbl. Landsbauptmannschafft nach dem tödtlichen Ab- 8ang Herr« Wolff Wilhelm Herrn von Volckenstorff, Panier-Herrns. . ^.nno 1629. Herr Dietmar Schisser, Freyherr zu Frcyllng und Tar- ?°kg,ältister Land-Rath, und Verwalte-, nach Absterben Herrn Adam Graf- N von Herberstorff, neben Herrn Martin Haffner damahln Anwalt, und Land- Mth, und Herrn Constantin Grudeman von Falckenberg, Vitzdommen ob °ec Ennß und Landt-Rath, biß den sten Februaw i6zi. doch hat er bey der ^antzley sein Fertigung allein gebraucht. (^7^1.0608 Der Viceäom in Oesterreich ob der Ennß. . Unter den Landts Fürstlichen Beamten in Oesterreich ob der Ennß ist nach ein Herrn Landes - Hauptmann ein Vice6om der vornehmste , welcher die ^ndschafftliche eiqenthumlicbe unverpfendte Herrschaffren, und andereCam- Güner, Gfäll und jurs in seiner ^cjmimttrsrlon und Aufsicht hat. Diesem ^t sind vor Alters und bißher vorgestanden. ^nno 14^8- und 99. i. Herr Caspar von perchhaimb M wierding. ^nno 1502. biß isZo. 2. Herr Georg Sigharter zu Leombach. ^nnv isz2. biß r^z. z. Herr Georg Fernberger zu Egenberg, Röm. Kays. Maj. Rath uns Obrister Lecrergrius, folgende Erb-Cammerer in Oesterreich ob der Enntz. Stirbt im Ambt, liegt zu Lynz in der Spittal-Kirchen begraben. Darneben wird gefunden, daß ^nno i sz6 und z/.Verweserdes Viceöom - Amts, vermut^ lieh in abwesen Herrn Fernbergers, gewest sey Ehrsam Häckelberger Land- Schreiber. ^nno 1^4. und 60. 4- Herr Jacob Gienger zu Grüenbühel, Kayserl. Maj. Rath« ^inno is6i. x. Herr Cosman Gienger zu Wolfsegg, Kayserl. Maj. Rath, dem lu«' ceäirt sein Sohn; ^nno i;8Z. biß 621. Herr Hannß Adam Gienger zu Wolfsegg, Kays. Maj. Rath, und LE Rath oh der Ennß. Stirbt ^n. 62 r. ^.nno 1621. biß 28. 7. Herr Georg pfliegel, Churfürstl. Durchs, in Bayern Rath, und Vi<^ öom ob der Ennß. Zenno 1628. 8 Herr ^«»^M»»von Falckeuberg zu Streitweisen auf Wald^ ftlß, Röm. Kays. Maj. Rath und Landt-Rath, auch Hochfücftlich Bamb^ gischer Rath und Lehen-Propst in Oest. unter und ob dec Ennß. Hnno 164-. .. Herr Gruudemann von Falckenberg, luccellirt aufAbst^ tung seinen Herrn Vattern. Der Anwäldt der Löbl. Landtö -Hauptmannschafft/ die man vor Zeiten unterweilen auch Verweser genennt. Es ist aber ein Anwaldt einem Lands-Hauptmann der Ursach zugeb^ -aß er denselben, wann er Abwesenheit, oder Leids-Schwachheit halber se> Amt nicht selbst beywohnen kan, verwette und sein Stell versehe. Vor 5^ ten hat ein Landts-Hauptmann feines gefallens einen Verweser oder AnlE ausgenommen und wieder erlassen, jetzo aber ist solcher Gebrauch geändert und beschicht solche Ersetzung allein von der Hochlöbl. N. Och. Regierung- Wer nun solchem Amt vor Jahren biß auf gegenwärtige Zeit voraeW den, dieselben als viel deren aus den alten Schrifften zu erkundigen gewest, -4nno 1412. biß 14 t9* Der Edl Weiß Herr Andree der Hörleinsperlss? Ritter bey Zeiten Herrn Reinprechts von Walfee, Hauptmanns ob Der nennt ihn, wie Ur. I. zu sehen, Gleichwohl weder Verweser odec Anwa» sondern den Vesten Ritter, seinen besondern lieben und getreuen Herrn Anvr Den Hörnletnsperger, den er an seiner statt zu einen Verhörcr geschafft na Jngleichen er selbst in einen Gerichts-Briefs ab anno 1419. drunten In. gelegt. Er war zugleich Herzog Albrechts zu Oest. Rath in viel wichtraen schämen gebraucht. Unter andern werden Graff Johann von Schaun^^ d n p p tl/ B ep ldt et/ M Yki ek/ iß/ pt; eett be. ,e^ ^e- cel/ eck —__ __EZ )o( M_4Z7 Herr Ott von Meissau, Herr Hardneidt von Pottendorff, Herr Leopold von Eckertöau, Herr Hanns von Eberstorff, Herr Wilhelm von Puchhaimb, Meister Heinrich vonKützpüheider Cantzler, Nicolaus Seebeck, und gemeleer Hörleins sperger von gedachten Herzog Albrechten mit vollmächtigen Gewalt zu König Sigmunden Röm. Kayser seinem Schweherund Vattern abgeferttgt, denselben sttißig zu erinnern und zu bitten, dessen versprocheneGemahelseinTochterJung? flau Elisabeth zu geben und zu antworten/ nachdem sie zu ihren mannbaren und oelcheidenen Jahren kommen sey, auch der vecsprochnen Heim-Steuer und Wir derlag Thadtigung zu Pflegen» Darum Hamburg an St. Gilgen-Tag 1421. Dieser Herr Hörleinfperger, Pfand-Inhaber der Herrfchafft Sallaberg, ^arfolgends des Stiffts Passau Vicedomb (wie er sich in Briefen nennt) liegt zu Eferding im Spital begraben, sein Geschlecht ist nemlich an. 1624. mit Here Heinrichen zu Liechtenau abgestorben. Hnno »424. Herr Hanns der Gberhamer Anwaldt zu Lintz. ^.nno 1426. Herr Georg der peterhaimer. ^nno 1427. bis i4Zo. Herr Wilhelm von Neudtling wird Unterwerken Verweser, unterweilen Anwaldt getrennt. Solcher Zeit seyn die ^ppeilanones von der Lands-Hauptmannschafft an den Lands - Fürsten selbst gangen, wie aus . dem hierunter: Wb D inserirtem Schub zu sehen, darinnen nennt Herzog Albrecht die°en Neudlinger Verweser feiner Hauvtmannschafft ob der Ennß. Er liegt zu Wüttcrzng imCreutzgang begraben, hat zu Rottenegg gewohnt, der letzte war ^olffgang Neudlinger, Hof Richter zuGleinck, 4n. 1491. . Xnno 14 zr. Herr R.einprechr von polhaim, Verweser der Hauptmann- Vaffe ob der Ennß. In Herzog Albrecht zu Oesterreich Entschied, clarirt Wien ^keytag vorn: Auffahrts-Tag an. 14z:. zwischen denen von Lintz und den llrfar ern, auva kommtunter andern also ein: Unsers lieben getreuen Reinprech- ien von Walsee unsers Hauptmanns Anwalde geben uns zu erkennen. Daraus ^zunchmen, daßselbigerZeit gedachte Verweser auch zuqlelchAnwaldt genennk lvorben, und daß decermebr als einer unter etnsen gewest seye» ^nno 14^4» Herr Hanns der walich Verweser. 14^5. Herr Hanns der Gberhaimer: Stirbt eben in denfelbenJabv 14z5. liegt zu Grießkirchen begraben, auf dem Leichstein steht also: „Allhie liegtHanns Oberhaimer,derAeit Verweser derHauptmannschafft »»ob der Ennß gewest, ^nno Domini Xl.OOLLXXXV. ^nno 147^. bis 1444. Herr Reinprecht von Pslhaim: Abermahls Ver¬ weser derHauptmannschafft von SN. I4Z5. b:s49 SrylusOirige inAubferrigung der Geseich war damablen also: „Ich Reinprecht von Pslhaimd, embmt Euch -Won wegen meines gnädigsten Herrn des Röm. Königs Herzogen zu Oesterreich, Mb bestich von meines Herrn von Walsee wegen rc. „ Nimmt fick neben den a.mbr auch des Hauptmanns krivat-Handlungen an, wie aus der Beylag, Ue. Zu n/ercken. ^nno 1449. 14^0. Herr Reicher der Watch, Verwalter der Haupt¬ wannschafft. ^nno 145 z. Herr Georg der Walich, Verweser der Hauptmannfchafft. Ourige damahlen noch: „JchGeorgWaltch entbeut dir Wilhelmen Jöger "von meines gnädigsten Herrn Königs Laßla, und empfilch dir von meines gnä¬ digen Herrn, Herrn Wolffgang von Dalsee wegen, als Hauptmann, daß du rc. . Die walchen zu Prandtegg und Aerbing, seyn mit Christophen Walchen ver noch an. i^66. gelebt abgestorben . 14^4. Herr Benedict Schlfer Ritter des Königs Arragonischen Mens Stolse /zmpriliL; Verweser der Hauptmannschafft SN. 1454. liegt zu -^serding begraben, auf seinem Leichstein stehet also : Jii ',Hie 4-Z8 _ W )o( Dß ___ ,» Hie liegt begraben der Ebel und Gestreng Herr Benedict SclM von Freyling Ritter, der gestorben ist am Mittwoch nach », ckaelig anno k^dLLXOX. Herr Reinprecht von Polhaim, nachmahls Verweser der Hauptmann- schafft ob der Ennß, starb an. 1466. zu Welß im Closter begraben, ein Sohn Herrn Andrem von Polhaimb zu Deggermbach, und Frauen Ehrentraut von Zinzendorff. -^nno 1457. Herr Veit Muhlwanger Anwaldt zu Lintz. -^nno 1466. Herr Wolffgang Gberhaimer Anwaldt. -^nno 148 l. Herr Sigmund Utzinger der letzt dieses Namens eoöemanna Pfingsttag nach Lolmsnm: liesse bey damahligen der Ungern feindlichen Anzug ins Land, in Abwesen des Hauptmanns das Aufbott ergehn, den Zuzug E Ennß zu nehmen, allda gedachter Hauptmann, Er und HerrSchifer anzutres fen seyn werden. DieUzinger undHaunsperg u.Wildenhaag,find eingaraltesAdel-GeschlE im Land gewest, wie dann Uenricus cle Urinxen in des Closter St. Florett Briefen von Herrn Degenhard von Capelln ausgehend, Zeug gefunden lviro an. 1191. Ihre Begräbnussen sind auch imClosterWyllering zu sehen,der letzte war Jacob Uzinger, der noch an. 1554. gelebt. Hnno 1488. Sc 92. Herr Leonhard Dietershaimer. -^nno 1497. Sc 1501. Herr Eberhard Schweinpeck: liegt in der Kirchs zu Eberfperg begraben, dabey folgende Schrifft. „ änno Vom.^D.XV. am Tag Philippi und Jacobi starb der Ed^ „ und Vest Eberhard Schweinpeck zum Hauß, der Zeit Pflegt „ zu Eberfperg, und Kays. Maj. Rath. -^nno i^OZ.Sc 1507. Herr Georg von Seisenegg, Ritter, eines alten Ritter-Geschlechts in Oesterreich, aus deme Herr Walther von Seisenegg 1284» Burggraf zu Steyer gewest. Dieser Herr Geörgift an. 1518. zum 8^ Herrn auf Weittenegg erhebt. Sein Sohn Herr Christoph ist ums Jahr i >0^' etlich und dreyßig in Italia ein Creutz-Herr worden, mit deme diß Gefehlt abgangen. 0 ^nno 1507. Sc i^iL. Herr Georg von Rorbach: folgends Pfleger Waidthoffen, anderHbbö, alldaersn. i5Z2.gestorben und begraben. ^nno 1515.1517. Lc 1520. Herr Andree pruckner zu Schlüsselberg, wird auch in Schrifften gefunden, daß Stephan Perger, Verweser des waldt-Ampts und Matthaus Wagner Land-Schreiber, in Abwesen desHaE' manns Befelch ausgefertigt, ^nno r ^20. um Sr. Ulrichs-Tag. d Gemelter Pruckner war vorher an. 14^4. und izoi. Stadt-Richter, un folgends an. 1^12. Mauttner zu Lintz, allda bey der Pfarr-Kirchen ein am Grabstein eingemaurt, dran folgende Schrifft. „ Hie liegt begraben der Edel Georg Pruckner, der gestorben ist ,,Pfingsttag nach St. Margarethen-Tag ^nno 1477. (unddru. „ter) hie liegt begraben der Edle Andree Pruckner der gestoro «jift^nno - - - ^nno 1521.bis 25. Herr Caspar Schellenberger zu Lufstenberg. —_ W )o( _4Z9 /nno 1525. Herr Sigmund Iägenreuter zu Pernau, Ritter, Königs. Am,. Rath. War nach abgetrettener Anwaldtschafft N. O. Regiments -Rath, narb an. i s z6. ^nno 1526. Sc 27. Herr Balthasar Tanradl zu Rechberg. ^nno 1528. Sciequen. Herr Eraßmus von Greissenegg, zu Rottenegg. ^nno 154^-Herr Christoph von Rönritz, Anwaldt der Lands-Haüpt- Mannschafft, hältdieLandö-Verhörenimsumo eo6em anno. ^nno i54Z.§L44. Herr L^.Hackelperger, Land-Schreiberund zugleich em zeitlang gewester angesetzter Anwaldt. ^nno 1554. L 56. Herr Hieronymus Geyer von Osterburg, zu Moln- burg. ^nno 1557. Sc 6i. Herr Georg Neuhauser zu Ruetting, von Plumbau. ^nnoi^6g. Sc 69. Herr Hanns Storch zu Clanß. ^nno 1569. bis iz8Z. Herr Hanns Georg Auer von Gunzing. Wird Mm Anwaldt von Herrn von Mäming LandS-Hauptmann ausgenommen, viahre-Besoldung war damahls9oo.fi. er ist in solchemAmbt gestorben, liegt zu mntz inFreudhofbey der Pfarr-Kirchen begraben, allda noch sein Lpimphjum gesehen, und daran folgende Grab - Schrtfft gelesen wird: „Hier liegt begraben der Edel und Gestreng Hanns Georg Auer zu „Gunzing, Röm. Kays. Maj. Rath und Anwaldt, derLands- Hauptmannschafft ob der Ennß, so gestorben ist den 9. Tag „Iulii im 158Z. Jahr. ^nno iz8g. bis 1^90, HerrMilhelm Seemann von Magern, zu St. per Eer m2lu, war viel Jahr N.O. Regierungs-Rath und folgende N.O.Cammer- Müllem, von KayserRudolpho dem Andern zum Freyherrn erhebt, ist gestor- ven an. 1621. liegt bey St. Peter begraben. ^nnoiäyi.bis l6oi. Herr Veit Spindler von Hossegg,!. V. l) war An- mugöN. O. Clöster-folgende Regiments-Rath, nachmahls Saltz-Amtmann ^m Gmunden, folgende Cammer-Rath zu Wien, istimäepr. an i6is.zuWien gestorben, und gen Crembsmünster zu seiner Bcgräbnus geführt worden. . ^.nno 1602. bis 1606. Herr Hanns Ruprecht Hegemüller vonCubenwei- Herrn Johann Heaemüllersl V. l) Kayser ^laximinani ll, und kru6olpb> II. ^Mth und Cantzlers Sohn, nach abgetrettener Anwaldtschafft N. O. Regi- Ments-Rath, und endlichen Land-Unter-Marschall in Oesterreich, im welchen ^Mbteran. i6z2. gestorben, liegt im Schotten-Closter zuWien begraben. ^nno i6O6. und absonderlich 608. Herr Veit Spindler, obgemelt. ^nno 1612. bis 1619. Herr Johann Baptista Spindler von Hoffegg, ^ays. Maj.Rath, obgemeltes Herrn Veiten Sohn, nach abgetrettener Verwalt- mw Anwaldtschafft, Kays. Maj. N. O. Hof- Cammer-Rath, starb an. 1629. "egt bey seinem Vatter zu Crembsmünster begraben. ^nno 1623.Sc29. Herr Georg Müller vorhin gewester Land-Schreiber, "egt in der Pfarr-Kirchen zu Lintz begraben, allda ihm folgend Lpicapkium auf- KMcht worden. --'-c-«/«-!» /«/r» ///. «F' c/L ^,«»0 /-/oc «.vo^ ^NNV 1629. bie Z2. Herr Martin Haffner aus dem N. O. Regierungs- Buttel wurde nach rel^nwter Anwaltschafft wiederumben Röm. Kays. Maj. ^"th, und Regent der N. O. Landen. Iii L ^nno 440 _M_ ^.nnv I6Z2. bis 6sto. Herr Johann Paul Spindler von Hossegg, N. O. Regkments-Rath,vorgemelteö Herrn Veits Spindlers Sohn. Der Land-Schreiber bey der Löblichen Landö-Hauptmannschafft ob der Ennß. Ein Kayserl. Land-Schreiber in Oesterreich ob der Ennß ist einem Lands- Hauptmann und gelammten löbl. Gericht, gleichsam als ein Cantzler, oderge- heimer vornehmer 8ecretariu8 zugegeben, welcher der Zeit nicht allein bey den Milchen Erledigungen, sondern auch bey den Land-Rächen in den orllinan Rechten und Verhören sitzet, alle Verschuldungen, Urtheil und ErkanntmW/ auch was sonsten bey Gericht für fällt, sonderlich aber in den Land - Tägcn die ?ands-6urMlche Lropotuioneg und weitere Land-Tags-Schrifftenverfast,und dre Kayserl. Land-Cantzley in seiner Verseh- und Versorgung hat, von denen, daß lre solchem Amt vorgestanden nachfolgende gefunden werden. änno 1450. Hanns;Gebe!, der Zeit der Hauptmannschafft ob der Ennß Schreiber. -knno 1470. DerErbar weiß HannsEgrer,Land-Schreiber ob derEnstß' -kuno I5O7.K seq. ann. Sigmund Astner, Land-Schreiber ob der Ennß' ^nuo is2O. 26. Matthaus Wagner. ^27. s-1 Erasimus Häckelperger der Rechten l.'cem;at,RölU' Kayserl. Maßest. Rath, er war zugleich an. izzs. z6. Z7. Verweser des Vicc- Dom-Amts, starb anno 1^-2. im April, «epuic. zu Lintz in der SpitabKirche"' Herr Geörg vonMäming Lands-Hauptmann gedenckt in einer Schrill dieser Hackelberger hab zugleich unter einstens nit allein die damahls von Land-Cantzley abgesonderte Lands-Hauptmannische Cantzley sondern auch Land-Schreiberey, Vicedom - Amt und andere Aemter mehr verricht, und ver¬ waltet. ^nno i^4s. Osiwaldt Mosegger, bey dessen Zeiten war absonderlicher Lands-Hauptmannischer 8ecrecar-iu8 der Edel und Vest Hanns pühler. ^nno 1 ^62. Jacob Lansidel von Schauenstein. ^nuo 1564. bis 76. weickart Fürst, Kayserl. Majestät Rath und Sec^ tarm8, gebürtig vonWelß, bey dessen Zeiten an. I>6z. war Landö-Hauptnstlst- Nischer geschworner8ecrecarm8^l. Huldrich Perger, die Cantzleyen waren da¬ mahls unwrschieden. In des Land-Hauptmanns wurden die täglichen orcknacr-Erledigungen durch seinen 8ecrer-,ri die orclman Rechts-und Verhör Sachen, m der Land-Cantzley durch den Land-Schreiber expecli'rt; nachdr^ aber gedachter Fürst die Land -Schreiberey angctretten, sind auf dessen Anhal¬ ten und ersolgete Kayserl. lresolucion clac. Lintz 12. Nov. an. r;68. beyde Cantz- leycn wider des damaligen Land-Hauptmanns Herr von Mäminqs Willen, zu¬ sammen m besagte Cantzley gezogen worden. Damahlen war nach gedachten Perger Lands - Hauptmannischer 8ecrec^ rw8 Hauns Furttcnbach. Gemelter Fürst hat an. 1^-76. reüZnirt, sich/ Ruh auf sein erkauftt Gut Ulrichskirchen in Oesterreich begeben. Dem hat ceclirt ^nno 1576. bis 1606. Christoph Sturtz. Starb im Ambtan. 6o6. als er denselben m das zo. Jahr vorgestanden, drüber solches Amt bis m annum 1610- v^cirt : Hauns Christoph perckhamer Lands -Hauptmannischer lreform-' tMN8Hecrera'-iu8: und Adam Altmann kxpeciicor haben entzwischcn solchen Drenlt in den exrn->orciinani Sachen versehen, die Lands-Rechten und Verhörest seyn damahlen etlich Jahr über nicht gehalten worden. „ Gemelter Sturtz war vorher N. O- Gerichts -8ecretgnu8 und neben de Land-Schreiber-Amt, auch der erste Eisen-Obmann in Oesterreich, liegt in der Kirnest —_ W )o(^W_44^ Kirchen St. Jacob bey Hayding begraben, allda sein Lpirspkium mit folgen- der Inscriprion: „Hie liegt begraben der Edel und Gestrenge Herr Cbristoff Sturtz zu Hayding, und Ezelstorff, Römisch. Kayserllcher Maje- „ftät Rath und Landschreiber in Oesterreich ob der Ennß ,,auch Eisen - Obmann in Oesterreich, ist gestorben den 18. „8epc.snno 1606. 1610. biß 1628. Georg Müllner, vorher Hof-Richter zu Crems- wünfter, Landschreiber wird anno 628. Antvaldt ob der Ennß dem im Landschrei- ber-Amt gefolgt. ^nno 1629. biß 1641. Leonhardt Rapffer von Aapfftnftain, Römisch- Kayserlicher Majestät Rath und N.O: Regiments -Zecrecarjug, starb den 28. Knu3ru64i. liegt zn Lintz in der Pfarr-Kirchen begraben. ^nno 1641. biß 1647» HerrAuguftin Faschang von Schwannau. ^b anno 1647- biß gegenwärtige Zeit, Michael Steuer von wels >W. Folgen hierauf etliche Beylagen und Instrumenten, dar¬ auf sich droben rckerirt worden. Etlicher gewester Land-Richter ob der Ennß^ die Fürnehme des Rit¬ ter- oder Adel-Stands im Land gewest, derer OKcmm damahls in Sachen und über Blut zu richten be¬ standen. Friedrich der Stock zu den Zeiten Land-Richter ob der Ennß an. iz6r. Hannß Meuerlein, iclem rrn. iz68. Der Erbar Weiß Leutoldt Espan, anno 1378. Ludwig der L^leudlinger 3n.iz87. Der Erbar Weiß Hanns; der Oberhaimer, sn. 141z. Der Erbar Weiß Lonrad derwalich, an. 1416. n Der Erbar und Weiß Heinrich Oiechtenmaifter, Land - Richter ob der ^unß, nn. ,427. Der Edel Leonhardt der Gfen, iöem an. i4zo. 8. Urtheil. Eberhardt von Walsee Hauptmann ob der Ennß, thu kund oft fentlich, daß Frag und Urthel gefolgt hat der Dechantin zu Passau in den Frauen- Clofter, was auf ihren Guth zu Krieg wird, das soll und r>w H'Enerin, oder ihre Amtleut richten, und war jemand darwider, . M ihr des Rechtens gebolffen seyn, Hintz den, die ihres Rechtens wider? lU'eird, Der Briefs ist geben zu Perg, daß nach Christi Geburt waren er- ^mgen i Zoo. Jahr, darnach in den 40. Jahr des nächsten Montag nach Mar- "v'-Tag in der Land-Schrannen. Ju Z Q8ty- 44- W )< W O. 8yiu8 Lurise in Ausfertigung der Befelch. MH'dler und lieber Oheim, meinen freundlichen Dienst vor. Ich send du: sAK hierin« verschlossen die Zettel des Beruffens, als wir dann nechft über- ein seyn werden. Empfihl ich auch die von meines Herrn, und bm dich von meinetwegen, daß du das also fürderlich beruffen lassest. Geben in Lintz an St. Lorentzen Tag ^nno 1419. Remprecht von Walsee Hofmeister und Haupt¬ mann ob der Ennß. Dem Edlen mein lieben Oheim Bernhardt von Losenftain. Apostel - Brief. WEVS kam ein Mann für Recht, und ließ durch seinen Vormund fürbtttN WÄ gen Abschrift einer Ladung, damit er den N. füraenommen hätt, haltend rc. Dagegen kam N. und ließ durch seinen Redner fürbringen^' Und setzten es beyde Theil zu Recht, als solch beyder Theil Fürbringen / RA Widerred, und Recht-Satz, fragt ich an die Edlen, Vesten Herren, Rmc und Knecht, dazumahl bey mir gesessen, des Rechtens, hat ein Mann darauf Lands-Huld Ertheilung. wolffgang von Walfee, Hofmaister und Hauptmann ob derEiwss kenn von der Zwietracht, da gewesen seynd, zwischen Hannsen des Ra^ ten aines, undThomam des Stiblreutter an dem andern von wegen Guts in der Au in Weiberer Pfarr in Stahrenberger Land: Gericht gelege"' Damit im Land Fried wider Land-Recht gehandelt ist, dardurch der eheacna»^ Stiblreuter m meines gnädigen Herrn Ertz-Herzog Albrechts zu Oesterreich' als Lands-Fürsten, und in mein als Hauptmann Ungnad kommen ist. IM wann aber der ehegenannt Hannß Raidt dem vorgenannten Stiblreutter M sem unbllligeVerhandlung Lands-Huld hat ausgetragen. Als gib ich an M meines benennten gnädigen Herrn Ertz-Herzog Albrechten von Oesterreich des" vorgenannten cLtieblreutter Lands-Huld und Gnad, und mag fürbaß st"' Nutzen M Land ob der Ennß besuchen nach seinen Nothdurfften treulich ungefährlich, geben zu Limz am Sambstag nach den Heil. Auffahrts itvnno 146z. 8t^Ius Lurise. «MißEbeuk dir Gßwaldt Raidt, von unscrs allergnädigsten Herrn des Kaysers, und befielch dir von meinetwegen. Item ist mein Befelch" hjch Lorentz Sinzendorffer, daß du rc. — _ W )o( 44z Arecht erkennt; Nach denen (.no/rven desUrthels) darumen so antworte dev Beklagte, zur verwißnen Ladung billig, und bescheh ferner, was recht ist, das dinget der Beklagte für unfern allergnädigften Herrn den Römischen Kay¬ ser als Herrn und Lands-Fürsten in Oesterreich, oder seinen gnädigen Räche chme zu bessern Rechten, beschehen zu Liny, Mittwoch nach St. Ursulä Tag, -uwo 1488. o. Gerichts - Urkund. ^ch wolsfgang, Herr zu polha»» , Gkristcr Hauptman» der Nieder- W Oefterreichischen Landen, entbeut dem Edlen Tiburtz Millwanger mein Dienst. Mich hat der Ehrbar Sigmund Groß, Burger zu Steyer als gewalttrager Peter Peurls Burgers zu Wien anbracht, wie du denselben Peurl nach laut eines unvermailigten Geld-Brieffs schuldig worden seyeft ainS und dreyßtg Pfund Pfenning, derenselben Summa Gelds er, als Gewalttras 6er, von dir über sein männig gütlich Ersuchen ohn Recht nicht bekommen mö¬ ge, und des Schade nehm: Gebeut ich dir von unsers allergnädigsten Herrn des Römischen Kaysers wegen, daß du bemelten Grossen semer obgemelten Zuspruch benugig und unklaghafft machest ohn verziehen; Hattest du aber darinn Widerred, so komm von heunt vierzehen Tag her für mich, oder meinen An- 'valdt, und dich darum gegen ihm oder seinen Anwaldt verantwortest, so wür¬ det man die Sachen hören, und jedem Theil ergehen lassen, was recht ist. kommst du aber auf benannten Tag also nicht, was dann dem andern Theil Brecht erkennt wird, dabey wird er gehalten: Geben zu Lintz am Montag dor St. Leopolds-Tag ^nno Domini secunclo. Auf Verlesung des Schuld- Brieffs und des Gewalttragers emsig anruffen , ward einträchtiglich zurecht erkennt, weise Gewalttrager, daß Tiburtzen Müllwangcr die Ladung zu rech¬ ts Weil und Zeit geantwortet seye worden rc. Hab er auf desselben Müll- ivangers Ausbleiben, und Ungehorsam, daß er, noch jemandö ander von seinen liegen an gestern noch heut mit Gewalt oder Gericht erschein, sein Spruch in ^Ladung begriffen behabt, und erlangt. - Nach Verlesung dieser gesprochnen Urtheil hat sich Gewalttrager ver¬ engen der Benüqen zu tbun, und demnach seinen Botten, genannt Michael, der dieselb Ladung getragen, fürgestcllt, der hat semen Aydt, den er vor Ge- M öffentlich nachgethan, gesagt, er hab dieselben Ladung Tiburtzen Müll- wanger im Sitz zu Grub unten im Hof am Freytag nach St. Leopolds-Tag Zechst verschienen in sein selbst Hand geantwortet; Nach solcher des Botten Sag redet Gewalttrager des Klager ferer: Er getrauet, er hätt dem gesprochenen Uttheil Benügen qethan, und ihme wurde derohalben billig Gerichts-Urkund, Gebotes-Briefs, und was er zu Vollziehung derselben Urtheil nothdürfftig 'rhn würde, gegeben, daß ihme dann also zu geben erkannt ist, darauf ich th- Ze diesen Gerichts-Briefs zu Urkund lnemit gib, mit meinen ausgedruckten Mtschafft verfertiget, geben und geschehen zu Liny, am Erchtag nach St. Dorotheen Tag der heiligen Jungfrauen, nach Christi Geburt im funffzehen Mndert und dritten Jahr. r Erforderung zu dm Lands - Rechten. LMUOblgebohrner Herr, lieber Schwager, mein Dienst seye euch in guten Willen zuvor» Ich hab die Rechten in der Hauptmannschafft allhie des Montags nach unser Framn Geburts-Tag schirist wiederum zu halten fürgenommen, und bett euch in sondern Fleiß, ihr wollet mir zu gefal len und den Rechten zu Fürderung an obbemelten Tag zu früher Tag-Zeit her kommen, und solche Recht mit samt mir oder meinen Anwaldt, und andern Beysitzern, wie recht ist, zu handlen verheissen, das will ich mit Willen um euch verdienen. Darum Liny Samstags vor unser Frauen Geburths-Tag anno 1^24. Tyriac Freyherr zu Polhaim und War¬ tenburg/ Lands - Hauptmann in Oester¬ reich ob der Ennß. Dem Wohlgebohrnen Herrn Herrn Achatzen von Losenstain, meinem lieben Schwager. Gerichts Brieff. §NLH Reinprecht oonIDalsee, des Hochgebohmen Fürsten meines digen Herrn Herzog Albrechts,Herzogen zu Oesterreich Hofmeister E Hauptmann ob der Ennß, bekenn, daß am heuntigen Tag, nach Fürl^ Lung für den vesten Ritter meinen besonder» lieben und getreuen Herrn Dreen den Herleinsperger, den ich an meiner statt zu einen Verhörer geschah hab, kommen sind die Ehrbaren Völckel Perckhanner und Jörg Hohenfelds von eins Ausspruchs-Brieffs wegen, der mit sechs Insiegeln gefertigt, mit den siebenden Insiegel von einem Spruchmann zu Srgeln verzogen lE worden, und daß jeder Theil einen hiet, darinnen aber der benannt Hohem^ der widerred hiet; da ward desselben Ausspruchs ein dloml vor den benannte'' Herrn Andree gelesen, der fragt darnach beyde Theil, ob sie noch solcher VA hörung des Ausspruchs bey einen Rechten beleihen Wolken? Daß also belA. Theil willig waren, da fragt er an die Ritter und Knecht, so des Tags au d^ Verhörung bey ihm satzen, was darum recht ist? Die erkannten und sprachen zu den Rechten: Es sott der benannt Ausspruch seindt der mit sechs, InsicE gefertigt wär, nach laut dessen Brieffs abgeschrifft als vor sein gelesen tv^ worden, bey seinen Kräfften bleiben, da bat der benannt Perckhmmer, indw meinen Brieff zu geben, daß ich auch also nach Erkanntnuß gethan hab, gib ihm des zu einer Urkund den Brieff besiegelten, mit meinen ausgedruckre" Pettschafft. Geben zu weiß am Montag nach unser Frauen Tag blsrivirsu > ^nno Domini 412. W )v( 44; Gerichts - Brieff. ^ch Andree Härleinsperger bekenn, daß an heutigen Tag für mich kommen W ist, da ich an statt meines gnädigen Herrn Herrn Remprecht von Walsee, Hofmeister und Hauptmann ob der Ennß an den Rechten zu Verhören Messen bin / der Edel Herr Herr Willibald von Polhaim eins theils, und -sorg Perckhaimer des andern Theils: Beklagt er benannt von Polhaim, wie W der obgenannt Perckhaimer seinethalben eines, genannt der Alfter Hatzel- ^raidt ab dem Veld genommen, und ihm das nachcr führen lassen Hütt, daran Wm nit gütlich wär beschehen, darwider entbeut der vorgenannt Perckhai- Mr ein Gut wär von seiner Mutter Dorothea und andern ihren Miterben ^ehen von denselben Gut, Gründ, Aecker und Wißmatt versetzt worden anLe- Hens-Herrn Hand, und waren auch darum dieselben Aecker und Wißmatt in der schrannen Cammer mit dem Rechten behabt und erlangt worden, darum M) ein Gerichts - Briefs da wär. Derselb Gerichts - Brief vor mein offent- "ch gelesen ward, da fragt ich beide Theil, ob sie nach gleichen ihren Fürbrin- 8en und Wlderred bcy einen rechten wollen bleiben, was ihn darum erkannt ivurd? Deß waren sie beyderseits willig: Darnach fragt ich an die frommen Atter und Knecht , die der Zeit bey mir an den Rechten fassen, was recht wär? Die haben erkannt und gesprochen zu den Rechten, was der vorgenannt Perck- daimer auf den Gründen die von seiner obgenannten Mutter zu Lehen sein, ge¬ handelt hab. Als haben Rechtlich gethan nach des Gerichts-Brieffs Aus¬ weisung, den er hab zubracht, gleicher Erkanntnuß bat mich ihm der vorge¬ nannt Perckhaimer meinen Brieff zu geben, den ich ibm nach Erkanntnuß Wenbürtiglich gib, versiegelt mit meinen auögedruckten Pettschafft. Geben zn ^ntz anSt.Steffans-Tag 1419. Albrecht von GOttes Gnaden Herzog zu Oesterreich und Marggraf zu Mähre» rc. ÄThEtreuer Neundlinger, von des Rechtens wegen daß sich vor dir hat ver- W>H gangen zwischen unfern getreuen lieben Bernhardten dem Loscnftainer "eins theils, und Poppern von Posenharts demLampeltinger, demPirn- Mger und ihren Miterben des andern (darum einer Urthel an uns ist gedingt Arden) lassen wir dich wissen, daß wir dieselb Urthel zu diesemmabl von uns Mvesens und genöthigen GeschäfftS wegen nicht erlöset haben; Davon ift un- ernstliche Mennung, daß das keinem Theil an seinen Rechten nicht zu scha- Mr komme, untz daß wir die vorgemelt Urthel erlösen; Geben zu prespurg am "keytagnach St.Petronety Tag,^nno vomim 1429. Unserm getreuen Wilhelm dem Neundlinger, Verweser unser Hauptmannschafft ob der Ennß. Kkk ^.Jch kl. Reinprecht von Polhaim, Verweser der Hauptmannschafsc ob der Ennß/Hannß Meileinsiorffer, und Mort Rayminger Anwaldt unsers gnädigen Herrn von Walsee, entbeut der Edlen Flauen Magdalen, Chunraden des Orden weiland Pfleger zu windegg seeligen, Wittiben unser Dienst, Wir thun euch zu wissen, daß Wir dre Vest Windeck Bernhardten Dem Seussenecker in Pflcgöweiß innen zu halten befohlen haben, empfehle" Wir euch von unsers Herrn von Walsee, und unsert wegen ernstlich, daß ihr Dem ehegenannten Seussenecker der vorgenannten Vest, wenn er euch mit dem Briefs ermahnet, abtrettet, und wann ihr das gethan habt, so sagen Wir euch solcher Glüb, so ihr dann unserm benannten Herrn damit seit Pflichtig ge¬ west, ledig, mit Urkund des Brieffs unter Unser obgenannt Verwesers und Anwaldt aufgedruckten Insiegeln. Geben zu Linrz am Montag vor St.Colmanns-Tag ^nno i4Zs. Das ist: Des uralten und Löblichen Der Roch - und Wohlgebohrnen Ureyhm'N/ und Herrn von und zu Uolhaim. Aus Unterschiedlichen Wppaumen/ Mefflichen Ur> kUNdM/ ö/lonumenri8 UNd lrl i Nori cis mit Wleiß zusaiN- men getragen, und in gegenwärtige Krd- nung gericht Durch Valentmuin Wreuenhueber ^nno 1642. Nunmchro aufgelegt Nürnberg/ Bey Johann Adam-Schmidt, Buchhändlern »1740. W )v( 449 Dem Hoch« und Wohlgebohmen Herrn, Herrn Herrn von und zu Volhaim, Mreyherrn auf Warr, Mo« belspurg, OttensKlag, Lchtencgg, und Teutschen Altenburg rc. Minem Gnädigen Herrn Herrn. WAOch-und Wohlgebohrner Herr und Freyherr, Es hat noch MM Vatter seel. gegenwärtige OenealoZiäm Euer Gnaden uralten und löblichen Geschlechts der Herrn und Freyherrn von und zu Polhaim zusammen getragen, Willens Derselben auch solche zu überreichen , wann nicht der zeitliche ^vd chne hierunter übereilet sein Vorhaben gebrochen hätte, dieweüen über mir solches zu vollziehen verbliebe»/ als xr^sermre Euer Gnaden A hiemit gehorsambst, diß wiewohl geringes Werck, in der gettöstli- chen Hoffnung Euer Gnaden chnen selbiges werden belieben, und Zu lesen nicht verdriessen lassen, als darinnen sie Ihr Löblichen Geschlechts Hoch Adeliches altes Herkommen und nunmehr biß in 600. Jahr er¬ schliche Oeneration und OommrMion (so gewlß für ein sonderbare hotte Gnad des Allerhöchsten zu schätzen und zu erkennen ist) sowohl Nicht weniger Euer Gnaden Voreltern Ritterliche, und andere denck- ivürdige zu Krieg-und Friedens ^Zeiten vorbrachte Thattn, hohe getra¬ gene (MLirr und Verdienst gegen dem Vatterland, mir Anmuth und ersehen können. Thue mich Euer Gnaden hierüber gehorsamst ^fehlen- und wünsche, daß der allmächtigeGOtt Euer Gnadenund Dero Löbl. und Hochansehliche Emilia bey ihren OjMiräten, Würden Und Stand langwierig erhalten, daran vermehren, und die ?olkerirät stegnen wolle biß an der Welt Ende. Geschrieben zu Wim den 12. Tag 16^2. Uuer Gnaden gehorsamer Valentmus Preuenhueder. Kkk z Erste 4ZO W )o( W Der Frey- und Herrn von HerrHerr von Polhaim ' 107 z. Herr hgt gelebt snno 1087^ war tod sn. 1099. Uxor. Herr 1120. Herr Heinrich zu Seisenburg sn, H20. Lc I1Z4. Uxor. _Frau Adelheid Herr Arnold nennt sich von Wartenburg Herr sn. 11 so, Herr Ulrich' SN. no8.üc 1144. Herr z. sn. 1168. Herr Arnold 2. sn. 1189, Herr 2. snno n68» öc no9. dc 9z. Lc iiZo. Uxor. Frau Agatha von Cappeln- Herr Dietrich z. Ritter snno 1216. Herr Ulrich 2. snnn II8O. ff1229. Uxor. Frau von i-Uesscntxrch' Herr Leopold Ritter sn. i2Zs. Herr z. Ritter und Hauptmann ob der EMß sn. I2z6. ff l2sz. Uxor. Frau Ch unrgund von Lvohr. Fr. Hedwig. tvlsrir. Herr Herr 4. 3N. 1247. ^lsr. Herr Hr. Heinrich ch Conrad von Hasilau sn. Lc 89. Ux«r. Frau Agnes Ludwig v. Zeich- mann zu EvA 1268. von Lobenjrain. hing. 2n.ir74. Uxor.Fr.6^^ Herr o«o sn. Herr Ertz- Herr Heinrich z. Dohm- Frau 6«/^. telsr. 1227. Bischoff zu Saltzburg Herr zu Freißing sn. 128 z. Herr Heinrich sn, izit. ffizi8, Lc IZO7. Bibervon W^ SN. I2s7. W )->c W MMWftl. und zu Polhaim. bat gelebt ums Jahr Uxor ra. Herr Dietrich gelebt SN. Iioo. Lc Iio8. Herr Friedrich anno 1120. 45 r H. 2. 3N. 1143. öc II68. Herr Dietrich 2. SN. I I s8. Herr ein Or- Uxon Frau v. Rechberg. llxor. Frau Gertraud. dens-Mann zu Crembs- _ münsier s». 11 j-z. Herr 6«--^^ SN. I191. Frau Fridsruna ein Closter- Herr Düring war Pfarrer Frau zu Traunkirchen sn. zuAbestetten sn. 1140. I22s. Herr Hardneid snno 1220. Frau Elisabeth, d-lsric Herr s//o FrauAdechsn Ab- k^xor. Frau von von Bergtoltödorffan. I2IZ. listin zu Traunkir- Mess enbach.___ chenan 1225. Frau Mechtild. hlsric. Herr Werner von Thurn Ritter. ^echderg, Haupt- Frau Agatha, ar. Herr ^/^04. zum Stain- Herrs»--- Hr. Ar- ^n. 129s. 6c izn. Herr Oc,o Heußler hauß 1249. Uxor. Frau 2. nsld 2. den Weissenburg. von Wildenftain Clara von Pergau. (üsn. zu o n- 1288. Paffauan. venr. zu 1286.6(89» >5 Herr Philipp Ritter sn. 128z. Uxor. Frau Margaretha von Trüschen. Herro/oh-L 2. sn. 1274.^98. Frau Margaretha von Lohn- Itorss. Frau Ursula m der Jugend ge¬ storben. Herr Werner Herr ^/^0 6. Herr Heinrich 4. Herr zu Seist- Fr. Chum'gun- sa. 1274. Lc snno 1274. Lc eoäsm rsmpore. bürgen, iz 19. Frau da. ^4 ar, Herr IZO9. IZIZ. wolsshildisFrauen- Conrad von stainern. Arnstain snnc» __„_ Herr io. su. r Z29. Herr Henrich 7. Frau Chumgund 4. Frau Elisabeth SN. IZ24. Uxor. 3. kvlaric. dl. Frau Anna. Schenck von 452 W )o( W Ter MochMohlgebohrnen Kreyhcrrn und Herrn von und zu Volhaim. Und zwar Erstlich über den Begriff der Ersten Tafel des Stammen - Baums» nno IOZO. Herr von Polhaim. vxor Frau Margaretha / Hibam TN 6o6fri6i Herzog zu Britannien Tochter. ^nno 1066. Herr Rudolph. Dxor Frau Margaretha ttuZvnis Lupi Gra¬ fen von Ror, Anna Tochter. //r Herr Herr zu Polhaim wird Zeug gefunden in des Closter Lam¬ bach und Trembsmünfter Brieffen sb ^nno 1078. darbey ist aber leicht zu er-, achten, daß er damahlen schon Mannbar gewesen / und demnach ums Ialff IO24. gebohrn gewest seye, auch sein hohes Herkommen aus dcme abzunehmen, daß er in Herzogs ^slpken von Bayern Lonürmsnon der Stifft deSClosters Lambachs, in gemeldten 107z. Jahr öatirt, den Aeltesten und zum Theil aus Fürst- und Marggräfflichen Stammen entsprossen / Oesterreichischen Herren Geschlechtern vorgesetzt wird als: LerenZer 6e Lapellu. Lunclaccarus 6e 8t^ra. ^lurczuarU 6s 6u8VV3NZ. kriöericug 6e Iruna. liermcus 6e L.enZsnau. Von seinem Gemahl, Wer dieselbe von Geschlecht gewesen, hat man keim Nachricht, er hat aber zwey Söhn erzeugt und verlassen, als Herr Dietrich war ex oräine jVlimUeriuüum oder DlensbHerrischer Marg^ graf Oteoc3i-8 von Steyer anno noo. wird Zeug eingeführt in des Clost^ Gärsten kunösrion- Brief ab -^nno 1108. sein Bruder Herr V^eicgrö wird als ein Zeug gefunden in desClosters Gärsten Brieffen anno 1087. und zu Cremb^ Münster snno 1092. in Bischoff Altmann zu Passau Briefs über den Aehend zu Furth, da er ingleichen den andern alten Herren-Geschlechtern vorgesetzt wird. Lonra^us 6e Lceir. ^63!ramv8 6e kerge. kuZerug 6e Orüenbacb. In einem alten Pcrgamenen Nrban kommet in der lrubric von diesenHk^ Weickbarten also ein: ,,^nno Domini 1099. seynd verschrieben des Edlen ulw ,»Erbarmmächtigen Herrn Weickharten von Polhaim seel. alle Dienst, AmE „Geld,Nutz, Zehet, Mannschafft und Rechten, die er zu allen seinen Gschlosleu „und Hcrrschafften hat, und gehörend, von erst zu Wartenburg, zuRechberg, „zu Lotzenbach, zu dem Stain, zu dem Rohr, zu Wien, auf dem Marckfeld rc.,>, . Noch eines ältern Drbari gedencken die Freyherrn von Polhaim in einet Verfahrungs- Schrifft, comra das Closter Lambach, der Herrschafft Wartcm burg Land^Gericht betreffend und melden, daß ihr Herrschafft: Nahm und Stammen, auch ihr Eigenthümlich innhaben gedachter Herrschafft, viel öltet sey als das Closter Lambach, das ungefehr circ3 Hnno 1050. k'un6irt worden, welches sie mit Lateinischen auf Pergament beschriebenen Oi b3> ; von snno 909' auch andere Documsnren beweisen können, woraus dann erscheinet, daß lang vor Herrn euzi-in obgedacht die Herrn von Polhaim auf Wartenburg im W^ sen müssen gewest seyn, und etwann vielleicht damahls andern GeschlcchtS-Na^ men, wie vor alten Zeiten der Brauch war, geführt haben. , / l.eopolöu8 Dux ^ulkciss. Ln'nckeiklbreckms 6e klaZenau. kriöericus 6e kecave. Lberksrcjug 6e kernave. tlsnricus 6e krilen. killunus 6e ?ernttsin. Occo cie Vollcenüorlk. klenricu8 6e keckberZ. UuAo 6e ^lerckieottgin. Denricus 6s kerchcolbliorlk. V^slckun 6e k.gj)ice. Dieser Herr ^eiccarö war änno IO99. schon todt/ und hat drey Söhn hin¬ terlassen/ nemlichen: Herr der wird Zeug gefunden in des Closter Gärften Brieffen Ao anno H2O. Herr Friedrich, der auch um solche Zeit gelebt, und Herr Hanrich zu Setsenburg, wird Zeug eingeführt in des Closter Gär- sten und Crembömünster Brieffen ^nno 1120.29.34. ,,Ortocarus Uarckuo Lr/rias inteu6ar bonig in 8ei'lsnl)urA klenricum nobi- ->Iem Virum Lc minilleriglem luum 6ekolksim, <^UX olim pscer eju8 Dominus „^eicaröus Pvsse6erat ^nno H26. SeinGemahlin hat geheissenFrauAdelheit, verlassend 6. Söhn. Herr Arnold von dem hernach Herr gelebt ^nno 11 §o. wird Zeug gefunden in den Gärftnerischen Brieffen. „I^etteg: ^6alberru8 6eker§e, Lkolo 6e DrlenbsrF, Oottlckulck 6e »,^un8ber§, V^alckun 6e Oaw, klsrcneicj 6e Ort,6umpo!ä 6e kolkgim, Iiemcu8 »>ös Iraun. Herr Ulrich hat gelebt ^nno n^o. Herr von dem hernach. Herr //. wird Zeug gefunden in des Closter Gärften Brieffen 6e ^nno n^8. und zwar neben den Herzogen von Steyer und Oesterreich, und vor andern Vornehmen des Herrn-Stamms, dann also werden die Zeugen benennt. Ocrocarus Dux 8tyren6s. ?o Ueram 6e ^sorlöonis- LrckenZer 6e I^n6e5er. Herrn Dietrichs Gemahl hat geheissen Frau Gertraud, aber kein Kind verlassen. Herr Grtolffwar ein Ordens-Mann zu Crembsmünster ^nno 11^8. Herr Arnold vorgemelt nennt und schreibt sich, Herr Arnold von Warten¬ burg von Schloß diß Namens, welches er innen gehabt, er war ^imlterigiis oder Dienst-Herr der Marggrafen von Steyer, wird Zeug gefunden in den Brieffen zu Gärften ^nno 1108. und zu Crembsmünster ^nno 1139. sc 44. war Vogt des Clofters Traunkirchen. Herr -7^«^ //. (auch vorgemelt) wird zu Zeugen eingeführt in den Brieffen der Closter Garsten und St. Florian ^nno 114z. Lc 57. hat noch gelebt ^nno 1168. Dxon Frau Herr Heinrichs von Rechberg Schwester, yatKinder verlassen nemlichen. Herr -74^^ ///. her wird in Herzog l.eopoI6i in Oesterreich Onlirma- rion dem Closter Crembsmünster ertheilet über die Stifft der Grafen von Re- bergen ein Zeug benennt anno 1189. und in demselben Briefs viel vornehmen Herrn, auch den Grafen vorgesetzt, indem also folgende Zeugen eingeführt werden. I.uipo16us Lomeg 6e ?lem. funior 6e Occo <^ome8 6e I.idensu. Le/friecl Lomeg 6e IVIorn. Occo 6e I^enZenback. klgömar 6s Lunringus. Ounclaccer 6e Lryra. Herr Arnold ll. gelebt snno H89. 9z. Herr snno 1191. Frau Frideruna ein Closter-Frau zu Traunkirchen anno 1225. Lll Herr 454 _—__- H^r Dm-ing war Pfarrer zu Abenstetten, wie dasselbe erscheinet aus des Closters Garsten 1ra6ition - Buch, da also einkommt: kiebanu8 6e ren, DurinZU8 nomine, krater ^lberoni? 6e kolkaim, tra6it monalterio nolkro cum manu Domini tui Ottocttari ^larckrionig 6e 8t^ra per manum Domini 6erck- tolti /4bbari8 in su6ientia l.uipoI6i iVlarcstioni? buttrige ouggöam Vineas apuö 'Ikiallen. Ielie8: ^6albercu8 Lome? 6e?o§en. De minilkerialibu? I^larcstionis ^uttrise, Libero cie Lunrin^u?: De 8t/renlibu8 autem ^einber§,Lc ^rnkalmus, Lc Uelmstsr6u8, Deinstar6u8, Lunra6u8 6e ?run6ar Otto öc krater eju?6em Lott- 1calcu8 6s 8rubenberA Lt Libero krater eju?6em. Darbet) zwar kein Jahr- Zahl: Weilen aber hterinnen des Marggraf Deopo16 zu Oesterreich/ wie auch Abts 6er<.kcol6i zu Gürsten gedacht wird/ dieser nun vor anno 1140. biß 78- gelebt/jener der Mm'ggraf aber an. 1142. gestorben / so erscheinet daß dieser Herr Düring ums Jahr 1140. oder noch vorhero Pfarrer zu Abbenstätten g^ west leye. Herr Aloero 2. jetztgemeltes Herrn Dürings Bruder hat noch gelebt an. II68. §c8o. Seine Gemahl Frau Agachcl/HerrDegenhartö von Cappeln Schwester, hat drey Söhn, und zwey Töchter verlassen, wie folgt. Herr Dretrich z. Ritter wird gefunden unter andern Herrn Grafen und Herren, welche dem an. 1190. von Kayser Heinrichen gehaltenen Turnier zu Nürnberg beygewohnet. Als circa annum 12/6. k 17. ungefehr König 6nea8 rn Ungarn / und Herzog Leopold zu Oesterreich mit einer mercklichen Anzahl Grafen, Herren und Ritter in das gelobte Land gezogen, und wie die alten Zonales anzeigen, innerhalb 16. Tagen, vormahlö unerhörter Miß/ über Meer geschlffet, auch in folgenden 1218. Jahr die gewaltige und be- ruhrnte Königliche Stadt in Egypten, Damiars genannt, erobert, hat sich bey solchen Zug und Kriegs - Lxpeöicion auch dieser Herr Dietrich von Polhauu Ritter finden und gebrauchen lassen, und gar zwar sein Leben darüber im Streit oder durch Kranckheit eingebüßt, dann er mitHerzog l.eopo!6en nicht wieder Herr Harmeid, Herr Dietrichs Bruder, gelebt anno 1220. Herr Ulrich 2. anno Ii8o. f 1229. liegt begraben zu Willerinq im Clor Mri22o. einen Hof zuWaldern gestlfft. Uxor Frau von Messenbach. " Frau Elisabecha war verheyrath Hr. Otten von Bergtoldsdorffan. i2lZ» Frau Adelhert war Aebteßin zu Traunktrchen anno 1225. Herrn Ulrichs 2. Rmder. Herr Leopold Ritter hat dem Turnier zu Würtzburg an. 1225. gehalten und beygewohnet. war verheurathet Herrn Werner von Thurn Ritter, anno '220. Sohn Herr iribo vonThurn,hat in der Herrn von Polhaim Clo^ ster zuWelß em ewige Meß Misst an. 1/40. Herr der Dritt diß Namens Herr zu Polhaim, und SeisenburgRit- ter,Zeug rn des Closter Lambach Briefen 6e anno 1222. Er war anno r2z6- Hauptmann ob der Ennß, wie auch Herzog Friederich zu Oesterreich des letzte» aus dem Babenberqsschen Stammen Feld-Hauptmann wider König 6ela von Hunqarn: seiner gedenckt Herr Hannß der Ennenckel, in seinem Fürsten Buch/ als Herzog Otto aus Bayern gemeldten Herzog Friederich zu Oesterreich anno 1245. den Krieg angekündet mit folgenden Worten. Da der Bott auch von dannen raitt. Ein Chnape von Bayern wohl genaitt. Der kam mit einen Br>eff gegang, Daß stund auch das Widerbott an. Der Bott sprach Herrn Hochgebobrn, Mein Ritt soll euch nit wesen Zohrn, Mein Herr da aus Bayer Landt, Har euch den Briefs gesandt. z s t I § f »» »» .. W )a( M 45; Zuhand da man den Brieff qelaß, Das Wider : Bott daran waß. Da sprach der Fürst unverzait, Diß Wider Bott ist mir nit laid, Wann ich Han den Dtenstmann, Der ihm wohl gesetzet an, Ich klag es dem von Polhaimb, Selb will ich fern dahaimb. Wann er mir nit gestreikten mag, Es wird ein vill laidiger schlag. Dieser Herr Libero ftifft zu seiner Mutter Seele-Grätt den Hof zu Khlenr vorff inderNeumarckdemClosterWüllering an. 1250. Er starb an. 125;. liegt w Closter Willering begraben/ dahin sein Söhne Herr iUber und Herr V^eicarcl KuGedächt ihres Vattern Begräbnus und seinen Seelegrätt den Hof zu Lindach an. i2^z. Jahr/ mehr zu solchen die Gebrüder Herr ^eicarel» kbMpp, Uemrick» und ^lber,die Lehen des halben Hofs zu Thalhaim an. rr8z. und noch zuvor an. ^275. dem jungen Herrn ^Iber vonPolhaim auch zum Seelengrätt denGeißhof Sen Wüllering gestifftet. UxorHerr^lberoms war Frau LhunegundtvonRor, Abt Friedrichs zuCrembsmünster Schwester, haben mit einander erzeugt nach¬ folgende sieben Söhne und 4» Töchter. Frau Hedwig war verheyrathet Herrn Eonraden von Haßlau an. 1268. Herr der 4. von dem hernach Frau mark» Herr Ludwig von Zelckknng an. 1274. Frau msrir. Herr Otto Heußler von Wildenstein an. 1288. Herr ^^04. zum SttiN'Hauß an. 1249. Sc 94. Uxor Frau Herrn Ulrichs von Pergau Schwester. Von diesen mit Mehrern in laoula lecuncia. Heer Hänrich der 2. zu Rechberg Hauptmann zu Ennß SN. 1295. bis rzrr. schreiben sich von PolhatM/ uxor Frau Herrn Dietrichs von Weissenburg Tochter. Von dem in l's- bula tertia» Herr 2. ein Thum-Herr zu Passau 1286. Sc 1289. Herr z. ein (Üonvenwalis zu St. Florian an. 1288» Herr 2. zu Seifen- und Wartenburg an. r 274. k 98. Uxvr Frau von Lohnstorff / von dem hernach absonderlich. Herr zu Schärnstem Ritter an. 128z. uxorFrau von Tkuschem Vicle labulsm ^uarcam. Frau Ursula ist in der Jugend gestorben» Herr vörgemeldt Herrn ^lbewnis z. Sohn ward genannt der alte/ an. 1247. sc 89. gelebt. Uxor Frau Ulrichs von Lobenstein Tochter/ deren Kinder waren folgende 4. Herr an. 1277. liegt im Eloster Lambach begraben. Herr Hänrich 2. LhunvHerr zu Freysing an. 128z. Sc 1^07. Frau Gießla war verheyrathet dem Herrn Hanrichen Biber von Walt an. 1257. Herr der 5. in diesen Namen, war gebohren den 27. December an. 126z. wird Thumherr zu Saltzburg, an. izo2- Dechant allda an izo6. und endlich Ertz - Bischoff an. r Z12. regiert aber nur vierkhalb Jahr, starb an. izi;. Liegt allda vor St. Ruprechts-Altar begrüben. kambaleon in seinen Helden r Buch schreibt von ihm also:», ^iccartus er »»illullri Laronum samilia cle kolbsimb, gui in aullris babitanc, nsrus tuic: isL »»reneris anms operam 6e6k bittens, acmulcarom artium cognirionem acgmgvit. »,Lrac etism vitse inteZritare omnibus conipicuus. lrague pnmv 8a!isburgenlis »»Äsesnus elettur est; eam vocsuonem cum oprime perüceret, communi quo- Lll r »rgus „gue csnonicorum conieniu eju8 Kcclciias arcbiepitcopu8 constitutu8 tuic anno ,,circicer iz»o. 18 inccr alio8 1ibro8 erram cbronicon sustrias 36 lug rempora vs- „czue compotuit, itague bong8 litcera8 e^re^ie tovit, ut merico illustribu8 6er- „maniae viris ob eruclitionem öc pieracem inlerarur. „ D' ^l'8uleu8 ttunöt in seiner Metropoli 5a!i8burZen6 gedenckt dieses Herrn v^eicst-68 von Polhaim mit folgenden Worten: >, V^icca?6u8 cle Kolbaimb ele- ,.ttus arckiepi5copu8 8gIi8burZenst8 Cal. Hpri1i8 in clie ^böon öt Sennen, per Oe- ,.mentem Vcum Komas coustcratu8, in Vigilia Divi ^ugustini palüo öecorarus, in „viZili» Ibomas Komas cliiceistc mggni8I.aboribu8 §c expeniia. Iste r z. La!- „Zutti ejusclem anni aperuit urnam 8. Kuperti, k invenit 0^3 cum capice vivi ,,Kuperti, Item Divi Martini in magna ^uanritace, Divi Vincentii Vlartvrig in ma- „Fns ^uantirare. »ermetis, Okriüiani, Darias. 6i8larü, eo6em anno osten- „clit es86em reli^uia8 in testo natalia DeiparaeVirgini8, Lr Reinste proximo testo ,»rr3N8larioni8 Divi Kuperci. Dsclicsvit novam aram Divi Kuperti, ibigue ost^ ,,iacrs reconuloit §c proximo 5esto Han8lationi8 Divi Virgilü coniecravit aram ,.Dlvi Virgilü casptam a tuo prssclecestore Ounraclo. ibiczue eju8iacra osta recon- „cliclit: ac pauci8 6iebu8 post, 16 est, Kvinto nonag Ottobris percustu8 spatmo in „toto Lorpore §c ZravWma letbarZia pri6ie nonas biovembri8 obiic: prsetu^ ,,anni8 myU8 cum climiclio,öc Iepulcu8 est anre aram Divi Kuperci. >, Herr Ortolph 2.vorgemelthat nachfolgende fünff Kinder verlassen. Herr Werner gelebt an. 1274. öc i zoz. Herr2Uber der 6.1274. §c iziz. Herr Hänrich der 4. auch in demselben Jahrn gelcht. Frau Lhunegund war verheyrathet Herr conrsöen von Arnstein an. i2rZ- Herr o^zu Seisenburg sn. izi9. Ox. Frau WolffHüldms Frauem sternerm. Er giebtmitWlllen seiner nächsten Erben,Herr Werners, Gottfciev, Alber, und Hänrichs von Polhaim seiner Frauen s so.Pf.Wiener Pfennina am Seisenburg, das Lehen ist von Lands: Herrn zu Oesterreich, und dann auf W^ ttnburg/und Polhaim, das sein eigen ist: Geschehen zu Weiß am St. Gilgen Tag an. iz i9 hat vier Kinder verlassen, Herr<-^^s >o. welcher gelebt an. 1529. Herr Hänrich der 7. an. -524. Er vergiebt seiner Haußfrauen 40»' Pf.alter Wrener Pfenning aufmHauß, das da Heist SteimHauß an. 1Z28. Frau Lhunegrmdt 4. Tochter. Frau Elisabeth z. war vevheyrathet dl. Schencken von Dobra. Bishero die erste Tafel des Stammen - Baums. ^otunclum. Demnach sich (wiein der erstenTafel drs Stammen-Baums zu sehen) der Polhaimische Stamm in drey absonderliche Linien nemlich in Herrn älberoni8 4. Herrn Hänrichen 2. und Herrn Philippenö qetheilt/ »nd aber die ersten zwo Linien wiederumben abgangen, als werden dieses sen in den folgenden zween Tafeln vorangesetzt. Änderte UZ )O( W 457 Änderte Uafel Der Herren von und zu Polhaim Stammen-Baums. IZ24. ->— > »»» Frau Anna 2.13^-7. Herr wslffgang zu Warten- Herr Paul klari'c. burgsn. 1376. sn. 1357. Herr Conrad wer- UxviH ner von Pernegg. Fr.Barbara Pösing Grafinvon St. Georgen an. 1364. Herr5. sn. Herr Georg 2. Hauptmann Herrs^/-^. iZ7D. zu Ranaridh »n. 1337. i4.Thumherr vxor. zu Saltzburg Frau Dorothea vonNeidderg, sn. 1370. Wrttib -n. 1400. Herr Caspar obiir sn. 1387. lepulc.bey denen Minoriteu zu Wien. G .Herr Conrad vorge- (») „ Mit diesen beyden Gebrüdern Herrn weit an. 1291. „Caiparn, und Herrn Martin ist die Stamm-Linie Herrn ^lberonis des 4. „wiederumben abgangen. Herr M-r^s-Nbtzu Crembsmünster von an. 1376. bis I39i(s) Herr^e/-^«, Herr HerrConrada. Herr 6«»^^2. an. Frau Margaretha. 9. SN. 1341. Lc 4. SN. IZ2O. zu Scharnstein 13Z1. Lc 1363. ^sr!c. 1357. tspulr. Lc 37. »0.1324. Vxor. Herr Geyfridt von zu SaW* l^xor. Frau Ursula von Zünzendorff. Frau Gißla Walsee, die er Wit- von Truchsen. tib gelassen. Herr HerrHänrich 9. FrauMechcilcr. n.Tbumherr zu zum Steinhaust t^srir. Saltzburg an. an. izs7. Herr Harmekd i34s.2crs63. von Sachsen- gang an. 1357. Lll Z Änderte Änderte Tafel Der Herren von und zu polhaim Gtannnen-Laums. Herr 4. zum Steinhauß vorgemeltund Frau Clara von Pergau uxok haben nachfolgende vier Söhn erzeugt, Herr V^eicsrc! der 6. Herr -^Iberonen Herr Reinprecht, Herr Cunraden, von welchen jeden insonderheit. Herr 6. Herr ^lberonis 4. Sohn. Der war zugenannt Haupt, Ritter, Hauptmann zuWelßundEnnß an. 128z. Lc izoi. wird für den Stiffterdes Ksinoriren -Closter allda zu Welß gehalten, so an. 1234. funcllrt, aber die ^letropolls äalisburAenlis l). V^iZuIei Hundts schreibt solche kunclation HkN» X^eicsräen den Dischoffzu Passau, und seinen Brudern Herrn ^lderoni zu. Zum Gemahl hat er gehabt Frau Margareth von Lohnstorff, dabey et zeugt vier Söhne, und eine Tochter nemltch: Herr Ulrich z. an. 12-2. sc HerrHlber»9. SN. 120^. Lc24. Hr.v^eicsllZ. 8. an. IZO8. starben unvecheyrE' Herr Reinprecht der jüngere zu Wartenburg / genannt der Roßschopm gelebt an. i Z04. §c zz. Er verkaufft seinen Vettern Herrn Neinprechten von Polhaim seinen Theil an den VogttLeuten, die sie miteinander von Erlau / von Neuburg, und von St. Peter haben um 5^. Pf. Uxor Frau Anna Herrn Otten von Billingstorff Tochter. Frau Euphemia, ^ane. Herr Hartneidt von Traun an. r Z24. Herr2llbero s.Herrn^lberoms 4. Sohn. Schreibt sich vonLachfendorm hat gelebt an. 128z. Uxor Frau Adelheit Trußin von Rauchenegg, ztveen Söhn und eine Tochter verlassend; Herr Hänrichen 6.war Thumberc zu Aw' sing, an. iz 17. und Pfarrer zu Aussee an. izzz. und 34. und Herr Stephan VE beyde Gebrüder,und ihre Schwester Gertraut geben ihren Theil in dem H^ an der Burg zu Polhaim zu Welß ihren Vettern Herrn Remprechren voll Polhaim, Hauptmann zu Welß an St. Marthen-Tag an. izi7. Frau Gertraut an. rz 17- Herr Conrad Herrn ^.lberonis 4. Sohn. Hat gelebt an. 1291. ist oM Zweiffel auch zu Willering begraben, dahin er (wie das Iraclirion-Buch anzeigt) neben Herrn 6un6accer und Herrn Eberhart (forte krkarc) von Polhaim Besserung der Seelgerört bey ihren Begräbnuß allda den vorhin dem Closter stifften HofzuThalhaim gar gefrevethat, an. izzz. vxor Frau Demuth, Herrn Hänrichs von Haag Schwester an. 1504« hat folgende vier Söhn und ein Tochter verlassen. Herr 9.30.1341. er verkaufft seinenTheilamBurckstall,undan dein Wald zu Polhaim, Herrn Eberharten von Walsee an. Scan, rz 57. den 4« April, liegt zu Saltzburg begraben. Herr Grtolph der 4» an. rz2o. Sc Z7. Herr z. SN. rzzi. Sc i Z6z. Uxor. Frau Ursula von Walser, dit er Wittib gelassen. Frau Margarets) war verheyrathet Herrn Seyfrieden von Zintzendoru- Herr Ccunad 2. von Schornstein an. 1524. Uxor. Frau <7^, Herrn bans von Truschein Schwester, dabey erzeugt folgende drey Kinder. Herr n. war Thumherr zu Saltzburg an. IZ45.L 6z. Herr Hanrich 9. zum Steinhauß an. 1557. Frau 2. war verheyrathet Herrn Hartneiden von Sachsengans SN. rz^7- Herr Reinprecht. Herrn ^lberonis 4. Sohn. Er war Hauptmann zu Welß an. iziz. 19. Ihme und seinem Brudern Herrn Weickharten haben Herrn Hartmar und Eringer von Welsen ihren vierten Theil an dem Hauß ZU Polhaim, um z. Pfund Pt. Burggerecht in der Stadt zu Welß, neben andern Glittern, eingeben. Zeugen Herr Alber, Conrad, und Werner von polhauu SN- — W )O( WZ 4.^) ^n- rzo7. am St. Geörgen-Tag. Herr Philipp und Weickhard Vettern, und dieser Herr Reinprecht von polhaim werden Zeugen gefunden in erstgemelter Herrn von Welsen,und Frau Agnes vonWaldeck ihrer Schwester Erbtyellung. Datum Weiß an. I ZOZ. Lc 1307. darinnen die Herren von Polhaim ihre liebe Ohairnb genennt worden. Herr Reinprecht hat zur Ehe gehabt Fr. Anna ge- bohrne vön Walsee, darbey erzeugt ein Sohn und z. Töchter als: Frau Elisabeth derer Ehemänner waren: Herr von Khuqel 2. Herr Nicolaus Trauner. Sie starb an. 1340. liegt zu Saltzburg im Creutz- Ang begraben. Frau Adelheit 3- klar. Herr wernhart von Grauß, SN. IZ29 sie liegt in Doster Neiden-Haßlach in Bayern begraben, wie Herr Hundt in Bayrischen ^tamm Buch meldt. Herr Reichart Streinseel, in seines Geschlechts 6snes- Ma meldet: Diese Frau Adelheit habe zur Ehe gehabt Herrn Dietrich den Velber, vielleicht zween Männer gehabt- Frau Demuth warAebtesin zu Carl-Closter an. 1504. sc iz. und hernach zu Vunberg ober Saltzburg anno i zr z, obiir anno i z 36. liegt allda begraben, auf ihren Leichftcin stehet also: Hie liegt begraben Frau Demuth gebohrne von polhaim, 2lebtesin auf^lunberg, und viel andere Aebtesin mehr, denen GGtt genadig sey. Herr ErhardzumSteinhaußund Rechberg. vxor. Frau Elisabeth Truft ling von Rauchenegg erzeugt zween Söhne und eine Tochter. Frau Anna. Klane. Herr Conrad Perner von Pernegg anno 1^7. Herr Paulus gelebt an. 1357. Herr wolffgang zu Wartenburg an. iz§6. Oxor. F^au Barbara Gräfin von St- Jörgen und Pösing an. 1364. hat folgende drey Söhne verlassen. Herranno 1370. Herr i/p Thumherr zu Saltzburg an. iz/o. Herr Georg 2. Hauptmann zu Rännäridl an. 1^67. vxor. Frau Doros lyea von Neidberg, Wittib an. 1400. zween Söhn verlassen. Herr Caspar der starb an. 1Z87. an St. Veits-Tag, liegt zu Wien bey den knorken begraben. Herr Martin war AbtzuCrembsmünster von an. 1376. bis 1391. hat aus leinenvätterlichen Erb von Schärnstein, Almbsee, und andere Stuck dahinzum Doster gestifftet an. izyi. Mit diesen beeden Brüdern Herr Caspar und Herrn Martin ist dieStamm- Linie Herrn ^lberonis des Vierten widerum abgangen. Vißhero dik änderte Tafel des Stammen-Baums. Dritte 460 WZ )o( W Dritte Tafel Der Herren von und zu Polhaimb Stammen-Baums. Herr Heinrich 2. zu Rechberg ein Sohn Herr z. Hauptmann zu Ennß »n. 1292.6^1 zu. llxor. Frau Geutta von Mei'ssenburrs. Herr ^/^0 7. an. HerrHanrich 5. zumSteinhaußHaupt- Herr Fr.Lhune^ z-280. Lc iZ19. mann zu Ennß Zn. 1292. 7. Bischoff zu gundc 2. _ Uxor. Paffau an. _Fr. Anna von Hal cheim. 1280. Sc 128z. Herr pecrus Herr Fridrich Frau5«?Le«^ Herr Hanns zum HerrHenrich 8. sn. Frau Dor^ so. 1292. 2.sn. iZ44. Äebtisin zu Scharnstein sn. ^44. chea ' Oxur. Traunkirchen I§8i. LLIZ98. Margaretha sn. 1Z70. Oxor. Srernerin. Fr. Dorothea von Hochenberg sn. Fr. Ursula 2. Fr. Apsloma Herr woiffgang 2. Herr Harrneid Herr perer 2. Frau^ 2z ein Jung- fm der Kind- zu Wartenburg'an. 2.KönigsAlber- Pfarrer zu faulem. heit. izFz.6^1454. legulr. ti Hauptmam Waltkirchen in zu Saltzburg. inBehaimb sn. an. 1417. Sc KMdye Uxor. 14Z8. liegt zu 1426. 1° Frau Agnes Madne- Brüg begraben. rin von Katzenberg (-) (g) „Mit diesen Herrn Wolffen 2. ist die Stammcn- ,»Linie Herrn Hanrichs 2. widerumben abgangen „und erloschen. Dritte Tafel Der Herren von polhaim Stammen Baums. HerrHänrich //. zu Rechberg Hauptmann zu Ennß ^n. 1292. §c vxor Frau Herr Dietrichs von Weissenburg Tochter, baden mit eu. ander z. Söhn und einTochter erzeuget. Sie löst ihrerKinder Tharl am 2b^ tenburg an sich und verheyrathet sich ferner zu Herrn Lunraden von Dm ' stein, ihre Kinder bey dem von Polhaimb. Herr^^, -7/. Gelebt ^n. 1280. Sc izi9. Der überläst an 8c. Tag^n. i zo6. die zwey Lehen zu Leigendorff, Wilhelm dem Pfarrer zu tendorff, welche er mit Rath Herrn Hainrichs deß Hundts von Pottendor» als Kirchherrn und Vogt, Hänrichen von Perchtolstorff gegeben. Frau Runigund. //. Here^-f^. ?-//. istgebohren den 25. Febr. ^.n. 1237. wird Thumby zu Passau ^n. 1278. und hernach 1282. Bischoff alda, hat ein Lbrom'con ner Zett beschrieben (so noch in der Kayserl. kibliorkec zu Wienn vorhanden- und neben Bischoffen Hänrichen zu Regenspurg, zwischen Herzog Albrechts von Oesterreich und Herzog Hänrichen aus Bayern Fried gemacht, von ihm schreibt v. VNZulejus Hund in seinerSalzburgtschen ^terropoli also: „V^iccar6u8 lwnrici t^obilis viri ä ?otkaimh silius, mstre l)ns 6eütt „vietrici ä V^eittenburZ 6lia pronstus auttrius morienri in culna ?etro „wr ^n. 1280. Lonlecratur Viennse uns cum Lonraäo kenclper^ere ckielrien _ W )o( W _461 „lrkpiscopo z.klon Xlaü ä fratre ?au!o Znorita kpiscopo Tripolitano, sc sck »kiuclolpkum kabspurgium imperarorem kegaro ponri6ci8. kraefuit anm8 tri- „bu8: relti8 imroclucicur in funöatione monatterü 1ulnenli8, guo6 anno »8. Vominici 8ororib»8 Sc fratribu8 conttruxit Kuäolpbu8 Ksbspur§iu8, L-s )'(ur verba 6iplomatt8 sonant) Lonürmavit Koc eoöem anno caenobium in »^eI5en5l parrio suo oppi6o Kanciscam8 X1oN3cki8 s6 Iranam smnem, eo ip- „lo koco ä se Sc fratre suo Hlberone conliruKum, ubi ante fuerat sscellumWoö- „öam a 8iZmaroIV. Abbate kamkacen6 circirer anno 1080. ereKum, confe- »cravir. lfic czuoque uns cum fienerico stari8bon: Lpiicopo inker ^Iberrum Du¬ hcem ^uttriae Sc ttenricum vucem inferioris öavarise pscem fecit. Ibiöem obüe ',^iccar6u8 anno. 1282. sepelirur karäviso all 8. 8repkanum ante sram 8. kla- "NL ^laZäalense cum inicriptione. ^n. CQ KXXXll. 1- VNccaröliZ Lpiscopus katavien: XVl. csl. )anu. Caspar 8rufckiu8 in kaureaco Vereri schreibt ( aber unrecht: ) Er liegt M Closter zu Welß seiner Stifft begraben- veckcavir iptt rale kp!§rsmma. Meicaräus §enerrs seä inZenü snimigue t§on conremnen6a nobilitgte Zravi5, 8ucce6en8 ketro perpaucia prsefuic anni8: l)i§nu8 Wem kamen urb8 baec parauina colat Inter cserera, guse fecic, lauöarur Sc istuö: In katria monsckib W06 nova rempla öeöik. Herr Hänrich zum Stainhauß Herrn Hänrichs ». Sohn war Haupt¬ mann zu Ennß ^n» 129^ Oxor Frau von Hartheim vergibt derselben sei¬ ner Haußfrauen auf dem Hauß, daß da Heist zum Stainhauß zur MorgemGa- be 400. Pfund alter MennerOfennmg/ so sie an allen Krieg inhaben solle, hat vier Söhn und zwey Töchter verlassen: nemlichen- Frau war Abbtesin zu Traunkirchen ^n. 1370. Frau ^n. iz/6. Herr Friedrich ^n. 1Z44. Er versetzt seinen Herrn Vettern Herrn ^eicaröen von Polhaim die zwey Pfund Gelds die er hat auf der Mauth und Gericht zu Welß um 16. Pfund alter Wienner Pfenning ^.n. 1)69. Herr Hänrich E ^44. Dieser und feine Brüder Herr und Herr Friedrich von Polhaim, der Zeit gesessen zum Stainhauß, versetzen ihr Wißmath, das genennt ist dre Mausi in Potenbcckher Pfarr, ihren lieben Vet¬ tern, Herrn und von Polhaim, um zo. Pfund alter Wienner Pfennmg. Herr Hanns; zum Schärnstarn ^nno iz8r. und 1398. vxor Frau von Hochenberg ^.n. 139z. hat zwey Söhn, und eine Tochter verlassen. Frau Elisabeth in der Jugend. Herr //. Pfarrer zu Waltkirchen H.n. 1417. biß 1426. Herr der als nach dem Todt Kaysers 8iZi8munäi zu Hungarn und Böhaimb König, die Ständ des Königreichs Behaimb in der Wahlsspaltig wurden, ein Theil des verstorbenen Kaysers Tochter-Mann Herzog Albrechten zu Oester¬ reich : die andern aber des Königs in Polen Bruder Callmirum zu König er¬ wählt hatten, .zöge König Albrecht mit einem grossen Heer in Böhaimb, bey Mmm wel- 462 _ W )o( W ß_ welchen Zug dieser Herr Hartneid von polhaimb, Hauptmann war: Er kam aber um, in einen mit dem Feind gehaltenen Treffen bey Solnitz ^n. i4Z8. und wurde in der Stadt Brütz begraben. Herr1. auch Herrn Hänrichs des Sohn gelebt ^n. — er stifft die Leden über die Zieglerhueb zu Päsching genWillering >n. rz — Uxor Frau Herr Christian Stainers Tochter/ dabey erzeugt z. Ktndec. Frau Ursula H. Sc -42z. ein IungftLulein. f Frau in der Kindheit. Herr wolffgang H. zu Wartenburg. iz8z. als Herr Reinprechtvon Walsee Hauptmann ob der Ennß diejenigen Herrn und Land-Leuch m Oester¬ reich/ welche Herzog Ernsten Herzogs Albrechten zu Oesterreich gewesten Vor- mundt noch anhengig waren, mit Krieg angriff/ und verfolgt, darunter sou- declich die Herrn von Zinzendorff schwärlich und dermassen an ihren Gütteru beschädiget worden/ daß sie, wie bey ttgielbackio zu lesen, fast in äusserste Är¬ mlich gerathen, hat »410. dieser HerrWolffgang von Polhaim sich mit seinen Ohaim Herrn Christian von Zinzendorff verbunden, ihme zu heissen und zu retten mit Leib und Gut gegen gedachten Herrn Remprcchten von Waisee. ' Dieser Herr Wolffgang ist gestorben ^n. 1454. und liegt zu Saltzburg begraben. Sein Gemahl ist gewest Frau Agnes Mauknerin vo Kattenberg. Mt diesen nun ist die Stamm-Lini Herrn Hänpichs auch wiederum ab¬ gangen. Vierte W )o( M 46z Merke Tafel Wer Nerren von DHaimb Mammcn-Laums. Vierte Mmm 2 1 4-64 W )o( W Vierte Herr ^e-'o 8. i;2l. Lc LZs7. Uxor Frau Gerrraudt Schenckin, von Dobra. Fr. Agnes Herr Harmeld vonLosenstam ^nno iz8o» Frau Marga¬ retha 3. Frau Margarerha 2. kvlsr. Herr Hän- Herr Nicolaus 1454. Fr. Anna 1364. rieb von Gilberberg Ritter ünno 1370. eiuz Uxor Frau hl. hl. Uxor Herr c),/o- Lr 1410. ff 1315. von Zelcking. »» von Flahe- neck. Frau Adelheic 2. Herzogs 2. zu Oesterreich Gemah¬ lin , Hoffmeisterin ff ärmo Der Herrn von Pol- Herr z>L//^r> zu Schärnstain Z. gelebt ^nno 1260, von Trüschen.^ Frau Lhunigundt 3. IZ49. Uxor hl. V0N Tannberg. Herr Paul Thumherr zu Frau Magdalena Herrn Herr Ruprecht 1448. HerrReinprechl?» Hassm ^nno IZ94.THUM' Christophs von Rap» ff auf dem Lruöio zu terder HauptmaM Probst 1° 1440. pach Uxor. Wienn. Lnno 1466. tlr- Srahrenberg- Herr Sigmund Kayserlicher Herr Andreas 2. Kayserli- Herr Marrin 2. zu Majestät Rath und Cammerer cher Majestät Rath, Cam- gehaimer Rath, 1471. und 1505. merer, und Obrister ^»u« den Vließ ^nno 149»' 1496. Lichtenstain von b- - > Frau Adelheit 4. Herr 2. Herr Hän- zuRechbergRit- rich von Rap- ter 1374. Oxor pach. Frau Marg. v. Thürnftain zu Eberstorff. (b) (b) „Von diesem Herrn „entspringt die Wartenburgi- „sche Linie der Herrn und Frey- „berrn von Polhaim, wie in „der sechsten Stamm Tafel „zu sehen. Herr Gottfriede, gelebt ^nno 1415. und 1444. zelberg Kayftrl. Maj. merer, Ritter von gul- blxor Frau Regina von Neidt. (e) Herr Hannß 3. ^nno 1492. Frau Elisabeth 4. ^nna 1472. Frau Anna 4. i4il. tin ist geblieben die Linj dec haim in Welß, wie davon Stammen «Tafel zu sehen. Vier-. Mmm z Der Herrn von polhaimb Stammen-Baums. Herr zu Schärnstain war ein ritterlicher Heldt, Kaysers Knöolpln Gravcns zu Habspurg Rath und Feld-Hauptmann im Krieg wieder Ocroca- rum dem König in Behaimb. Bey der jetzt gemelten beyder Potentaten 1275- den 2>. September an einen Feyertag auf den Marckfeld gehaltenen denckwürdigen blutigen Fcldt-Schlacht, in welcher König Oerocarus überwun¬ den und er selbsten neben in die 14000. Mann seines Volcks auf der Wahlstadt todt geblieben, hat sich unter andern Oesterreichischen Herrn auch dieser Herr von Polhaim als besteltec Kayser!. FeldHauptmann finden lassen, und hierunter dermassen erzeigt und verhalten, daß er wegen seiner eingelegter männ¬ licher Topfferkeit nach vollbracht- und verhaltener Schlacht von Kayser tjolpkus mit eigener Hand im fceyen Feldt bey Stüelfriedt zum Ritter geschla¬ gen worden. . Er liegt im Doster Wüllering begraben, dahin er bey Leben ein Gum genanndk im Tolfel bey Polhaim gestifft hat. Sein Gemahl war Frau Margaret!) Herrn Ulrichs von Trusten zu Bernstain Tochter, hat z.Söhn und 2. Töchter Verlusten, nemlich Herr ^/7 !Z2l. und IZ57« l-lxor Frau Gertraut Schenckin von Dobra. . Frau 2lde!heir //. war der Gemahlin Herzogs Albrecht ll. zu Oesterreich Hoffmeisterin. Starb an der Pest zu Wienn, ^n. 1344. und liegt bey denen Mnonren daselbst begraben. Herr Gottfriede, von dem hernach. Herr Werner zum Stainhauß ^n. i z zo. vxorl. Frau 2ldelheit von Weissenegg. ll. Frau Elisabeth von Harthaim Hatz. Söhn und ein Tochter ver¬ lassen, als nemlich: Herr Hannsi //. aus erster Ehe ^n. 1^19. Uxor Frau Margaret!) von Traun. Herr Weiccard zu Leibnitz Ritter. Von dem entspringt die LcibE sche Lim der Herrn von Polhaim, wie in dec fünfften Tafel mit mehrertt zu sehen. Herr der ander zu Rechberg Ritter: von welchen herkommt dn Lini der Herrn und Freyherrn von Polhaim auf Wartenburg. Davon bey der sechsten Tafel Frau Adelheit klsr. Herr Hänrich von Rappach. Herr Gottfried vorqemelt, auch Herr Philipps Sohn, gelebt ^n.1 Z^7' und 1 zzo. Oxor Frau von Marspach. Das Heyrath Guth war 20. Pfund Pfenning darfür ihr Vatter und Bruder Herr Haug, und Hänrich dem Herrn Gottsrieden den Hoff zu KiE haimb versetzt ^nno izzo. haben zwey Söhne und 4« Töchter erzeuget. Frau Margaret!) 7/. klar.HerrHänrich von SilberdergRitters. iz7O* sie starb 1415. Frau Anna Hnno 1564. Klar. Herr Gtto von Flahenegg. Frau Agnes K1ar'ltu8, Herr Hardtneidt von Losenstain , -k am St. tony Tag ^nno i zZo. liegt in Eloster Gärsten begraben. Frau Margaret!) 21/. Herr Nicolaus ^nno rz54. und 91. Oxor Frau von Zelcking- Herr Andreas zu Tagecnbach ^nno rz^4. vxor I. Frau Erntrandt, Herrn Albrechts von Zünzendorff Tochter, Hänrich Geymans zu Galspaw Wittib Frau Barbara Herrn Bernharten von Hauspach Tochter, sie ver^ kaufst dem von Lichtenstain ihren Thail an der Vesten zu n. aufdem Moß um 1288. Pfund Pfenning ^nno 1392. die erste Frau Gertrauth verschon^ ihren Herrnbey ihren lebendigen Tagen alle die fahrende Haab, die sie hat, oder - ge- UZ )O( W 467 gewünd, essey Kleinod, oderPfenning/ oder Pfennings werth; wann sie auch mit Tod abgieng/so hat sie ihme in sein Treu empfohlen/ daß er thme empfohlen seyn lasse ihr Seel/ und ihr helffe nach seinen Ruhm / als sie ihme traue ^n. iM. gemelter Herr Andree starb 1422. liegt zu Welß im Closter begraben, auf seinem Grabstein stehet also: iLl.O.O.O.O.XX. Er hat fünff Söhn und ein Tochter verlassen mit nahmen Herr Paulus.'/, war Thumherr zu Passau ^n. 1Z94. und folgends Thum-Probst 1429. und 1440. liegt im Closter zu Welß begraben. Herr Gottfriedt // ^n. 1415. und 1444. er verkaufst den Marckt Grüeß- kirchen und andere Gütter/ an feinen Brudern Herrn 8iZismunUum. Herr 8iZismunst gelebt 1410. starb ^n. 1428 liegt bey den Umomen in Wienn begraben / alda er an seinen bpicsxbio m Khüriß knyend gcmahlet Mit dieser Schrifft. ^nno Dom. 14-ist gestorben -er Edle Herr von polhaim, an -em änderten Tag des Mouaths January. und dabey absonderlich: Hie liegt Jungfrau Anna von polhann z^nno Do¬ mini 1445. Sein Gemahl war Frau Waldburg Herrn Jörgen des Hauser Tochter, die er Wittib gelassen: derselben verschreibt ^n. 1445. Herr Netnprecht von Polhaim Jährlichen zu 8c. Uicbseli Tag gen Wienn in ihr Behaussung zu reichen iz. Pfund 4« st- 24- Pfenning z i. Metzen Waitz pr. 4. fl. Korn und Gersten den Muth pr. 2. fl. Sie hat in gedachtes Umoriren Closter zu Wienn geschafft iooo.fi. mehr 150. Pfund Pfenning absonderlich 6. Pfund ewiges Geld: Item das Dorff Paumgartten aufm Tullner-Feid sammt aller ZUge- hör von'Bergrecht, Geld und Traidt Dienst: davon sollen die Brüder im Clo¬ ster unser Lieben Frauen ein Amt und der Stiffterin ein ewige Meß und Jahr¬ tag ausrichten/ auch ein ewiges Liecht aufihr Begräbnus unterhalten, welches Tag und Nacht brennen soll, mit mehr andern bestimmten Gottsdiensten und Allmosen rc..,, Zeugen im Stifft- Briefs feind die Edlen ihre liebe FreundtrHerr "Hannß von Eberstorff Obrister Cammerer und Landt-Marschall inOefter- ,.reich, Herr Leopold von LKerrau. Herr Hannß von Puechhaim, Herr Reim sprecht von Polhaim Herr Ulrich von Haßlau und Herr Jörg von Rappach: „Geben am Tag zu Wienn 8c. jognnig öspcittX. H.nno 1429. „Herzog Albrecht zu Oesterreich hat eocwm anno diese Stifft insonderheit conkicmiret. Frau Waldburg ist gestorben 145z. Herr///.auch Herr/^n6reW Sohn, war Hauptmann zu Ro¬ senberg 1429. Hauptmann zu Ränäridl i4Zi» gibt einen keverg Herrn Leom harten Bischofs zu Passau wegen jetzt gedachter Vestung und Schloß Ränä¬ ridl/ ,, welches er ihme eingeantworttet Leib-Geding- und Pflege weiß, daß er „solch Hauß dem Bischoff und den seinen zu aller ihrer Nothdurfft wolle offen »lassen, darein und wider drauß zu reitten. Darum Samstag vor mvocavie „Hnno I4ZI. ^.nno 144c. war Herr Reinprecht, Burggraf zu Rosenberg viel Jabr und darunter ^nno ,4^1. zs. 41. 4z. 44. 49. und hernach wiederum 52. Verweser der Hauprmcmnschaffc ob der Ennß. krarer soann D'.pillr3N0 ein krgnLiicgner Mönich verkündet für Herrn Heinprechten sein Weib, Söhn, und Töchter, und seinen Herrn Brudern Rm 468 _ W )o( . Ruprechtvon Polhaim,inallenseinen geistlichen kxercmis, ViZilierr, und Messen zu bitten. Dar Lrommgu in ViZiiiaommumlanttorurn ?.n 14s I. Er ist gestorben 3N. 1466. am Pfingst-Abend nach Pfingsten, sein Gemahl war Frau Elisabeth, Herrn Hansen von Starnberg, und Frau Elisabeth von Eckeröau Tochter, die ist gestorben am Erchtaq Nacht vor des H. Creutz-Tag Erhebung am 1482. liegen beyde zu Welß im Clostcr begraben: Haden folgende Kinder erzeugt: nemlich 4» Söhn und 2. Töchter. Herr Martin der andere zu Lützelberg: von dem wird mit mehrer» gcmeldt bey der siebenden StammemTafel. Herr Andreas 2. Kaysers Friederichs und ^aximil-am !. Rath, Canr- merer undObrtster, auch Hauptmann zu Rackespurg, der ist gestorben 1496. Herr Hanns z. wird in der Beschreibung Kaysers älberu 2. zu Oesterreich Leich Begangnus gefunden, daß er das Panier der Windischen March getragen habe, an. 14Z9. er ist gestorben unverheyrathet an. 1492. Frau Elisabeth 4. gestorben am Freytag nach krancilci an. 1472. liegt iin Cioster zu Weiß begraben. Frau Anna 4- an. 1451. gelebt. Herr Sigmund 2. Kaysers Fridrichs Hauptmann zu Rackespurg sn. 147*' und folgende Jahr hernach. Fn. 1475. ist er in einen Treffen mit den Türcken vor Nam in Crobaten, neben dem Feld-Hauptmann Herrn Geöra Schencken von Ostrowitz, und vielen andern von Adel gefangen worden. lliEi-on^mus ^e^ilerug in snnnlibus L-rrmtbiL inssriret den Brief, den ge¬ dachte Gefangene an die Landschafften in Steyer, Kärnten, und Cram geschue- den haben, also lautend: Edle liebe Herrn, unser freundlichen Dienst zuvor: Wir klagen Euch ,,ser Elend und Noch, und lassen Euch wissen, das unser Herr Graf Merth,auch ./einer getreuen Diener für uns und im Sanio grossen Fleiß unsertwegen haben, ,,und stehet darauf, das man uns zu lösen geben will, aber die ioo. Koren dre ,,Herr Peter von der Weissenkirchen schuldig ist blieben, bringen uns grosses »Schaden, und sie wollen die zum ersten haben, und haben auch darum ein „sagen gethan, und darauf bitten wir Euch durch GOttes Willen, und ermah¬ nen euch aller Lieb und Freundschafft, das ihr bey den andern unfern Lieben -.Herrn und Freunden der dreyer Lande Fleiß habt, ihnen solches verkündet „und bittet, das sie Uns Ledigen, und den benennten unfern Herrn Grav Met- „then auch bitten, das uns der zu feinen Händen , und in seiner Gewalt be¬ schälte. Und so lang wir Verner von seiner Gnad erledigt werden, das wolle» »ww nut unfern armen Diensten, um Euch und unsere liebe Herrn und „Fremdt mlt unfern willigen und treuen Diensten treulich und gern verdienen» „Manwill auch alle die, soinUberwaffen seyn, zu Lösen geben, das müst „derselben Fremdschafft zu verkündigen, und eiltet unfetthalben, ehe wann sich „die Sachen verkehren werden: und ich Geörg Schenck bitte euch liebe Freindt, „thuett solches förderlich meinen Bruder zu wissen. Geben an der wuon um „ter Serin am Samstag nach LZick ^nno 1475. Georg Schenck Sigmund von polhaimb -Ludwig Rhosiack Andre Guettensteiner Hannch prueschenckk Georg von Himmelberg Merth von Dietrichstem Rappelsperner Ludwig Mordax Matthias Mündorffer Reisinger. Iuckler. Hanß GaliekiZ Rappenstai,rer, und andere die gefangen seind. ,, Herr Sigmund und Herr Prüeschenck, welche zu ihren Glück in Bosten --verblieben, seynd der Türckrschen GefängnuS erlediget, der Gutensteiner und „Hirn- - _EZ )O( W 469 „Himmelberger darinnen gestorben, die übrigen aber, weil man mit dem kanrion- ->^ eld zu lang umgangen, seyn alle nach Constantmopel geführt worden, und all- ,>da in der Gefängnus elendiglich nmkommen. Bißher Nach seiner Erledigung ist Herr Sigmund noch sn. 1479. Hauptmann zu Rackelspurg gelveft, Kayser Friedrichs, ^aximilmni I- Rath und Cammerer, Hauptmann zu St. Pölten: an. 149z- Regent zuWien, 1499. k isoo. Haupt¬ mann zu Lembach. Starb am Schlag an. 1505. liegt zu Welß imCloster be¬ graben, auf seinem Leichstein stehet. Wünffte Fasel Der Herren von und zu Polhaim Stammen-Baums über die Leibn tzische Lmie. Herr 12. zu Leibnitz in Steyer Ritter ^n. 1440. Oxor. Frau M argareth . 262 F rau Cathar ina vsn L eibnitz. — Frau SidoniaSN. IZ78. Hett 4. Herrweicart. I z. HerrGeörg SN. I367. FrLatharina t^sr. SN. IZ58. SN. 1363.Lt 79. f I?8z. Herr Philipp von To- tlxor. Uxor.^ Herr Georg tzenbach. Fr.Mandula von Fr. Clara Häußlerin Schenck von pernegg. vonWildeNsiein. Ostrowitzsa. _ IZ9Z. Herr Seyfridr Frau Annes » n. Herr Friedrich der z. Königs I^sölslsi Herr^ kie3r6.16.sn. 1397. an. iz6z. 1396.^1418. Rath, 1458. Uxor kl sr. Uxnr. FrauBarbara Herrn Lhrr- Herr Caspar v. 1. Frau Helena Schenckin von Ostro- stoppens von Zinzsndorff Gcahrenberg. witz sn. 1398. 2. Frau Cacharina von Tochter. Neuberg an. 1406. Herr Ulrich 6. sn. 1496. Herr Weicarr. 18.»». 14Z0. Herr Wilhelm an. 1430. Oxor. FrauMandula vonpernegg. Fr. 2. sn. I49Z. Herr Georg Er¬ harr nsr. 1524 's 1570. l4xor. Fr Magdalena von Starnberg. Fr. Usr. Herrwolffv. Srubenberg sn.iyi8. Herr Bal¬ tha¬ sar ch LN.7 1538 Kays.Maj Rath/Cam merer, Regent u. Statthalter. vxor. Frau Catharina, Gräfin von Merschu Rüchberg's isii. Herrs-r« Frau -/tiL 2. an Carhari- Königs na nsr» Ferdinan-1524. di l. Hof Klar. SN. iy38-Hr -ssn.- (s) von Rhüen- Frau Hvpolira, nscs Isao. ^vlsr. Herr Caspar vsn Sm- benbergiy2O. 2. Herr Balchasar von Glein- nitz sn. iszi. Herr Hanna 's 29. Jan. SN. 1571. Uxoe. 1. Fr.AnnavonHochenfeld. 2. Fr.' Juliana von Gmbenberg. 3. Fr. Rosina von Saurau. 4^ Fr. An¬ na vonSchcrstenberg. y.Fr Ester pöglin. 6. Fr Amaley Hagnin. FrauRosina nsrs Herr Erharr. 2. nsr 1464- 's 1471-f isZ7- kvlsr. Hy- Fr. Justina. Poli- Uar. ra 2. 1. Herrpecerwilbelm vonZercking. 2. Herr i,-s von Rosen- rhal ls94> Z HerrDa- niel Rhuen, Freyherr. Fr Mandula Herr^r- z 's 1 s68. i4>- 0/lsr. Herr Wolff nsrus Wilhelm von 1529.-s Zelcking. 1564. Herr Seyfridr r, m. 1489. Oxnr. Frau Barbara von Herr Wilhelm pambkirchcn 1502. von Eckersau. Herr Herr 22. nsru8isO4.'s l-Ixnr. SN. . - I. Frau Martha von Zelcking sn. 1529 2. Frau Helena vonHo- chenseld. ring (s) „ Mit diesem Herrn 6su6enren ist dieLeibnitzische Liniedee „Herrn von Polhaim wider abgangen. Zünffte Nnn 47502. Frau Mandula 2 an. l4?Z- Herr Erhärt 2. Herr zu Polhaim und Leibnitz Kaysers ^laximiliaml. Rath, Cammerer, an. 14.-8. der N- O- Land Regent-1^12. Hauptmann zu Petau, Kö¬ nigs kerciinanöl l. Rath und Statthalter an. 1527. Er hat zum Gemahl ge¬ habt Frau Catharina Heern Oaullenrü von Metsch Grafens zu Khirgberg, und Feaull/ppviita cle 8rmoneti Tochter, daher ihme Kayser KlaximMani fol¬ genden Gab - Brief über erst gemelt seines Schwähern Güter, Titl, Nahmen, Schildt, und Wappen aus sondern Gnaden ertheilet. „ Wir Maximilian rc. bekennen öffentlich für uns und unsere Erben und „Nachkommen, mit den Brief, das wir dem Edlen mrscrn lieben getreuen Er¬ warten Herrn zu Polhaim unfern Rath, und Cammerern um der getreuen „nützlichen Dienst willen, so er uns von Jugend auf bisher gethan, noch täglich -,thut, und hinfür woll thun mag und soll, diese besondere Gnad gethan, und ihme >,zugesagt haben das wissentlich mit diesen Brief also. .»Wann derEdel unser lieber getreuerVogr^«^«-- vonMetschGraue zuKhirg- „berg ohn eelich männlich Leibs-Erben vor demselben mit Todt abgteng, daß wie »,alsdann ihme und seinen männlichen ehelichen Leibs-Erben alle und Mich des- „selben von Metsch, Titul, nahmen, Schlw, Helmen zu fübren und zu gebrau- ,'chen gunen und erlauben, darzu auch alle desselben von Metsch erivileZia,Brief, „Freyheit, und Gnaden, so vill er selben von unfern Vorfahren Reich und Für- ,'ften von Oesterreich hat von meinen gl. conürmiren, bestätten, und über das „alles notkdürfftkge Verschreibung und Brief, wie sich gebierth, ferttigen und „gebenwollen. Ohne geverlich mir Urkundtdiß Briefs. Geben zu Füssen am -»Sonntag nach Margarethen-Tag der H Jungfrauen nach ChristiGebuert -4?7' Dieweil mm Herr Erhärt seines Herrn Schweherö Todt (darauf doch er auch bald gestorben) erlebt, jedoch haben seine Söhne zweiffelsohne als junge Herren aus ihrem und ihrer Gerbaben übersehen dieser Begnadung nicht nach¬ gesetzt, wie dann dre Graf Merlchischen Güter für erbloß gehalten, und von Land- Fürsten eingezogen worden seyn. Marggraf Wilhelm von Montforth, schreibt diesen Herrn Erhärten von Polhaim also: „d^JFmiice vomine ramguam Frater konoranöe. 8peKabili8loannes var- „chonenlls conüüarmgöc orator notier OliedkiKmug, guem nunc rnillmus sll 8e- ».reniffiinum LZelarem pro cjmbusclam nollris neZorii» , reFeret non nulla nottro „nomine iVlaZnillcencrL veltrse, gusm roZamub velit eiclew» tsmguam nobi8. Nun r »»creöere. 472 _ W )o( W _- ,,creclere, oikerentes nos beneplscms vettri's lsmper psrarMmos. Darum „llie7. kebr. sn. i;oo. A/ den 8- Oöiobr. und zu Fraunberg in Steyer be graben, sein Gemahlftarb lang vor ihme den -4. ^larcii sn. harte einTocl) ter, und drey Söhn verlassen. Frau Hypolita nsrs sn. 1^00. m^r. Herr Caspar von Stubenberg snno 1520. 2. Herr walthasar Gleiniz an. iszi. Herr snno 1^04. gestorben -m. ---- Herr weickhard 20. ^)xor. 1. FrauMartha Herrn Veiten von ZelckbiM und Frau Magdalena von Traun Tochter 1529 2. Frau Helena, Herrn Sebastian von Hochenftld, und Frau Dorothea von Eitzing Tochter: KmDec seyn drese: Frau Hypolita 2. Frau Justina, msr. r. Herr Peter V)ilhelm von Zelckhmg. 2. von Rosenthal, hält mit ihme Hochzett zu Wien 1594. Z. Herr DanLelKhuen von öelslln Freyherr. Fr.Mandula z. gestorben sn. i^68.^lsttt.Hr.1DolffWilhelmvonZrlckhing- Herr Virgilius Victor, N3M81529. gestorben 1564. Herr Hanns s.auch Herr Erhärten, 2» Sohn, dem verleiht Kayser wM-m ll. die geistlich und weltliche Affler-Lehenschafften, so vonwe-land Herrn von Kranigsperg,und!^. Herrn von Eckhersau an die Lands -Fürsten gefallen, dochdaßers wider verleihen solle. Sein Lehen-Pröbst rm Oesterreich scynge- west Herr Pndrä PZgl, Freyherr, und hernach Onopkrms Wernhartö, oder sein Leben-Trager Herr Christoph, und Herr Görg von Wotffenrerth Lchem Richter. Es hat weillent Frau Elisabeth Gräfin von LI-iMy in ihren jungen Ta^ gen Z5- Cavalier gehabt, die ihr aufgcwart haben, von denen jeden fiesem rrnfer degebrt, darunter Ivar auch dieser Herr Hanß von Polhaim einer, defien dahin gegebenes Omroiec noch vorhanden ist. Er hat sechs Ehe-Gemahl gehabt nemlich r. Frau .__ G X DK _ 47z r. Frau Änna,HerrnRudolphsvonHochenfeld und Frau Hedwig von Ein- Zlng Tochter. 2. Frau Iuliana, Herrn Caspar von Stubenberg, und Frau Barbara Bämphln Tockter an. i;z6. z. Frau Rosina, Herrn Frantzen von Saurau / und Frau Martha von Guettenftem Tochter. 4. Frau Anna, Herrn Wolffen Gottharten, und Frau Catharina vonSchersi Mibrrg Tochter 1549. s. FrauEsier, Herrn Sebalt Pögl, und Frau Cordula von Herberstein Tochter. 6. FrauAmaley, Herrn Hansen Hagen, und Frau Anna Weltzerin Toch¬ ter hat dren E öhn und ein Tochter verlassen. Frau Catharina nar. an. 1524. klar. Herr Marquard von Künenring. Herr Georg Erhärt nsr. 1^24. gestorben 1^70. den 20. OKobr. liegt zu Fürst^nftld in Steyer begraben, uxnr Frau Magdalena, Herrn Hansen von Starnberg, und Frau Susanna von Polhaim Tochter. Herr an Königs kercknanck I. Hof an. r;z8. ist gestorben. Mit oeme ist die Leibnitzische Linie der Herren von polhaim abgangen, und ha¬ ben die Gütter in Land Steyer geerbt, Herr Hanns Laßla von Rünenring- Herrn Sohn, und Herr Reinprecht von Gleinintz. Nnn z Sechste 474 W )o( DK harr zu, Hanns von Starn¬ berg. Herr Lud¬ wig-j- ZU Wren aufdru¬ ck» »n. 1450. Herr Leon¬ hard. Herr z. Frau Appo¬ lonia 2. Xlsr. Herr Georg von pue, chaimb. Frau Mar¬ garet!) 6.1498. f iso6. ein Llo- ster- Frau zu St.Pe- ter in Saltz- burg. Herr s^- 17. Bischoffe Friderichs zu Passau Herr Cyriac Freyherr zu Polhaim und Wartenburg Lands-Haupt¬ mann ob der §nnß i» Achay ff au. 1461. Herr Hanns Leonhard 2. ff in der Jugend 1434. Frau An¬ na s. ff in der Ju¬ gend. Haupt¬ mann, ff an. 1489. Uxor. Frau Barbara Wißbe» ckin. Frau Dorothea an. 1428. Klar. r- Herr Peter von Falckenster" 14'4- 2. Herr Georg von Puechberg Ritter an. 142s- Hey- Georg an. 1446'. hat M verleb ren, Herr Chri¬ stoph nacus Herr s^«^- ir.zuWartten- burg und Rechberg Ritter. Uxor. r. Frau Dorothea vonToyen- dach. 2. Frau Catharina von Eberstorffsn. 1397. dalenaa.an. 1434. Ivlar. r. Rudolph > von Losen- > stein. 2.Hr. 4. nar. Hanns von 1466. Traun. Hr.WilibaldHaupt- mann zu Wildenegg und Obernberg Herr zu Wartenburg. Uxor. Frau Anna von Ho- /lonacbo, s NeverenöWmo vomino lacobo 2eno kpiicopo patsvino. Lc Lancellario ttuclli. In gemelten 1478 Jahr wird Herr Bernhardt ein Thumherr zu Passau, ^nno 148s. fertiget Kayser Friedrich seinen lieben Getreuen und Andächtigen Bernharden von Polhaim ab bey der Stadt Steyer rzoo. fl zu erhalten zu E persung der Staat Wien, welche König ^iacebiag von Ungarn belägert hatte. ^nnc> 149z. wird Herr Bernhart Kürich und Pfarrer zu Traunkirchen. ^nno 1494 Thum Probst zu Stul-Weissenburg. ^nno 1495. Probst zu Temeswar, und ^llmmistraror des Bißthum Wien, Wird ricullrt: Hochwürdiger Fürst. in Vienna schreibt von ihme also: „ öernaröug ein FreyherrvonPol- »,hatm wird von Kayser ^laximllisno an statt des verstorbenen joannis von West- Ooo , „brün 478 _ >, brün (Veipi in) zum Bischoff erwählet, als er aber nicht geweyhet war, hat er ,.sich allein einen ^stminillracorn des Wienerischen Bißthums genennet.,, Sei¬ ner gedenckt auch?bilippu8 Lkalimacbus in billoris ste bello Venerorum contra lurcas bis verbis. „ Lum Imp. kristericus, iualu keZis kolonim Veneros in io» „ciekatem belli contra Urcas alleöiurus, leZacos luos una cum kolonih lieZis „lcZatis mittereti lVlaximilianus Rex Kom. eriam iuum legsrum aststistir: eleüus ,,ell ast ist munus obeunstum vir non tolum nobsticste ze- ,,neris» isst inZenio quogus ac linAulari juris prustenria inli^nis. „ Er starb den iz. Januar« 1^04. liegtzuWeiß begraben. HerrWolffgang ist gebohrn am Pfingstag vor Allerheiligen an. 1458. er war Kaisers Fridrichs III. und seines Sohn Maximilian; I. Rath, Hofmeister, Hof; Marschall, auch Kör nigs kbilippi zu Hispünien und dessen Gemahlin Obrister Cammerer, Ritter von gülden Fluß. Ward an. 1481. an Ertzs Herzogs und Kaysers ^axiwiliam Hof in den Niederlanden, davon unter andern LbroniconÜollanstiX also meldet. „ ^nno 1481. stie 8- ^prilis I^laximilianus ,,multis nobilibus ipkum comicanribus korerstamum prosiciscirur, nempe ,,ttro Lonriller Lancellario, Lomirs a X^ürtenberA» Lomirs ä dlailau, stuobus fi acribus comicibus 6s Isbavele O. Lslcbassro 6s XX^oilcsn- „stein Lc aiiis pluribus 6rc. ^Xnno 1488. Wird er neben andern zu Bruck in Flandern von der aufrühr rischen Gemein gefangen, davon hernach bey Herrn Marrin von Polhaim mehrers gemelt wird. Als offt gedachter König Maximilian nach dem Todt seiner ersten Gemahlin sich mit Fräulen Anna, Herzogin zu Britanien in ehe¬ liche Verleibnus eingelassen, (die aber König Carl von Franckreich mit Ge¬ walt zu sich genommen) ist dieser Herr XVolffvon Polhaim im Nahmen Königs ksaximiliani bey der versprochenen Braut, nach Fürstlichen Gebrauch imKüriß/ beygelegen, davon vorgemelker ämbor also schreibt. „^Xnno 1492. in initio sanuarii I^om. liex ac -Xnna Lriconum vux, 6lia naw major krancikci öriconum Oucis (gui linelibris malcu!isobiic)steineunsto marri- ,,monio invicem stank ststem miccicljus stom, stex ast Lricones ^urancü?rinci- „pem» ac Osrmanum cum stuobus pesticum Aermanorum millibus, ,,c;ui vuci ^nnse prsclistio estent, stecubuicgue cum es nomine Liom- ÜSAis arw^ „rus, ut est principom mos. -Xnno eostem ist König ^Iaximi!ii»n in die Bruderschafft des H.Sacraments bey St. Ulrich zu Augspurg mit samt nachgeschriebener seiner Hofstatt eilige- lerbt worden. Rudolph Fürst von Anhalt. Graf Eberhart von würtenberg. Herr wolffgang von polhaim Hof; Marschalck. Herr Christoph von Scherffenberg. Herr Ulrich von Eintzing. /Xnno 14^4. am Quatember Pfingsttag vor Xlickaelis hatHrrrwolfsgang vonPolhaim HochzeitundBcylager gehalten, zu Mecheln in Brabant mirFräm lern Ioanna von krosella, Gräfin von der VercundGambra, Herr WolffarttN Grafen von IlroteUes und Larola (gebohrner Herzogin von Lourbon von Kö¬ nig!. Stamm aus Franckreich) Tochter, die damahlS alt war i8.Jahr. Nachmittag ward ein ansehnliches Ritter; iLpiel gehalten, darbey nachfol¬ gende Fürsten, Grafen,und Herrn gestochen und gerennt haben. Herr wolffgang von polhaim war Bräutigam, mit Herrn Bernhardt Raunacher. Herzog Friderich von Sachsen, mit Herrn Sebastian Mistelbecken. Herr weicard von polhaim, mit Graf Hansen von Grttenburg. Herr Hanns Schenck, mit Herrn Hansen von Aursperg. Herr Antoni von Mann, mit Herrn Lasparn von Lamberg. Graf Reichart von Hanau, mit Graf Hansen von Montforth. Herr Christoph Schenck, mit GrafHaugen von pfannberg. Herr bl. Heumann, mit Herrn Adam von Fronsperg. Herr —_ W)o( W _ 479 Herr Wolfsgang Jörger, mit Herrn Hansen von Stein, dl. Graf von Salms, mit Graf Albrecht von Hollach. Braun Michel mit Felberger. ^nno 1500. hielt König kbllippus von Hispanien ein Capitel der Ritter vo« Orden des gulden Fluß in der Stadt Brüssel, dabey seyn erschienen im Lärme- liten-Closter As--r, I/e/ (7oM^ , 7). A L>o/, S. D. ^///e. <7^o/^ Loclem gnno Herr Wolffgang von Polhaim Obrister Hauptmann in Oe¬ sterreich und Burggraf zu Wien. />o/. /«6 A^r/s LIurenberg Mittwoch nach dem Suntag richtet Kayser ^laximilian ein neue Lands: Regierung seiner Rolanden auf, darinnen kömmt unter andern auch also ein: „ Obrister Hauptmann und „Regent in unfern N. O. Landen soll seyn und bleiben der Edle unser lieber ge¬ treuer wolffgang, Herr zu Polhaim; für Statthalter und Rüth ihme zuges „bm: Die Ehrsamen gelehrten unser Lieden Getreuen, Wilhelm von Losenftein, »O. Johann Putzmagen, und Diebolt Hacrachec; ^lljungirteRäth vonHauS „aus in schwären Fällen: Der Edel unser lieber getreuer Sigmund Herr zu ..Polhaim, Bernhard von Scherffenberg, Görg von Starnberg/Michael von ..Traun, Caspar von Rogendorff, Laßla Prager, Caspar Perckhaimer, Si- ,,mon von Hungerspach, und Wilhelm von Könring. Dabey zu mercken ist, daß unter allen diesen füruehmen und alten Geschlech¬ tern allein die von Polhaim mit dem Krsellicar: Edle, und Herren geehree wer¬ den. In diesem hohen Ambt der Obristen Haupkmannschafft über die N. O. Lande rst Herr Wolffgang bis an sein End geblieben. 1^04. deni. December schreibt König kbilippu8 in Hispamenaus Antorffan gedachten Herrn vonPolhaim also: Liebster getreuer Mttbruder rc.und begehrt, weil er beschlossen seye, ein Fest und Capitel des Ordens den rz. April in der Stadt Antorff zu halten, daß ec sich (so es immer mögl-ch) in eige¬ ner Person darbcy wolle finden lassen zu einer vecillon gewisser und hochwichti¬ ger Handlungen: wann er aber verhindert, soll ec einen andern krocuramrem aus ihren Mitbrüdern stellen; doch die Nähm, und Zunähm der neun Edlen Personen (welche Ihm duncken würdig zu seyn, daß sie in die Lomp-^nia an statt der 9. verstorbenen Ritter sollen angenommen werden) benennen. -^nno 1505. schrieb am I I. sanu-rrH Kayser Maximilian aus Haimburg an gedachten Herrn von polhaim, und begehrt mit Fleiß, er wolle ihm seinen Kobelwagen mit samt Rossen und aller Zugehörung leyhen, daran thue er ihm ein grosses Gefallen rc. Darunter schreibt der Kayser mit eigner Hand also: „Doch wird der von Zollern solchen Kobelwagen zuvor ein Tag zurichten auf „schreiberisch, wie in ein Wagenburg gehört. ^nno 1506. schreibt ihm des Kaysers Gemahl also: Klanca Ilaria, Oer r.Zraria kom.keAina lemper ^vAustaöcc. Oenerole cliletke kllclls mirrimu8 all ts „llllcAuM nollrum siclelem Lbrillopborum 8clieierl nollrum ma§illrum cc>- „guinse 6cc. Lui commilimus» uc recum cie aliguibus noilro nomine rebu8 col- .lloczuacur öec. /^nno r^L6 >» «-SB« O002 Offtge- '48o _ WZ )o( W __ Offtgemelter Herr Don polhaim, hat sich über seinen uralten Herrn- Stand von neuen Freyen lassen zu einen Freyherrn zu Polhainr und War- tenburg, immassen das von Kayser lUaximili-m hierüber ertheiltes und darunten inserirkes?riv!Ie§ium ausweißt. Er hat die Herrschafft Puchhaim von den Herrn von der Weitmüll an sich erkaufst, Wartenburg, Lützelberg, in Attersee die Burg-Vogtey Weiß/ die Herrschafften Cammer, Kohl, und Franckenburg (die vorhero Herzog Gor¬ gen in Bayern versetzt gewesen ist) innen gehabt und besessen, sein Dorff Tüm- melkam unter Wartenburg hat Kayser klsximilign Znno 1512. zu einen Marckt, und die Leut darinnen zu Bürgern gemacht mit Begabung eines Iahrmarcks auf den nächsten Montag nach Michaelis jährlichen zu halten. - Vorgemelte sem Gemahl ist an. 1509. Herr Wolssgang aber hernach im Jahr isi2. den n. Novembr. am Tag Michaeli um halb s. Uhr Abends im sZ» Jahr seines Alters gestorben, liegen beyde in der Spital - Kirchen zu Pol' haim unter Wartenburg in einen erhebt gemauerten Grab, darauf ein schöner von roth Marmor Grabstein mit ihrer beyder Conleith Dildnussen in völliger Statur, und der Herr in einen Küriß samt den gulden Muß am Halß hangend ausgehauen, darum folgende Grabschrifft zu lesen. Hie liegt begraben der Wohlgebohrne Herr Herr WolssgangFrei¬ herr zupolhaim und warttenburg, Hauptmann der P7. Lande, der gestorben ist an St. Merthen-Tag Anno l U?' dem GGtt gnädig sey. Und auf der andern Seiten: Hie liegt begraben die Wohlgebohrne Frau Frau Johanna von Brosell Gräfin von der Derr, Herrn wolffgangen von polhaim Gemahl, die gestorben ist an unser Frauen Ge- burths-Tag im 1509. Jahr. -KömUag des Montag».,ch der H. Dw> sigsten gewest seyn. ^rur Wolffgang von Polhaim seel. drey- Abt von Manfee. Graf Görg von Schaunberg. Herr Michael von Traun. Herr Ludwig von polhaim. Der von puchaim. Zwen Marschalck von Reichenau. Abt von Lambach. Der von Stahrenberg. Herr Achatz von Losenftain und sem Bruder. Der von Rogendorff. , Christoph Geiseneggerund sein Sohn» Meindel von Lobenbach. Freytag zu Wallbach. „Folgen ausgezeichnete Rittec-Spiel unterschiedene Namen, welche Kan- „ser^aximM-m I. än eigener Persohn mit Herrn Wolffgangen von Polhaim Frey/ „Herrn verrichtet hat. Zu Wien. „Darnach hat die Königliche Majestät gerennt mit Herrn wolffgangen ,,von polhaim in einer roth, grünen und weiß sammeten Deck, und auf dem „Hmzwey Oehrlein von derselben Färb, dazwischen einen vergulden Stern/ „und haben gerennt: Die Schweisser seynd beyde gefallen, die Königliche Ma¬ jestät über den Ruck mit samt dem Pferdt, und der von polhaim fren ledig „hinweg, der Königlichen Majestät Holtz in dreyStück, das ander in zwey Stück ,»gebrochen. Dar- - —_ W )O( W __ 48 r ,»Darnach stach die Kayserlich Majestät ein Kampff- Geftech mit Herrn „Wolffgang von Polhaim im gantz grünen Zentl, auf dem Helm ein grünen »Mayen-Crantz von Laub, fiel Kaysers. Majestät allein, -Mehr rennt die Kayserl. Majestät mit Herrn wolffgang von polhaim »fast angezoqen in einer roth, braun und weissen Maßen Decken, auf den Hut »zu jeglicher Seiten ein weisse Straussen Federn, seynd beyde Spieß gebrochen, »Kayserl. Majestät besessen und der ander gefallen. »Darnach rennt die Kayserl. Majestät mit Herrn wolffgang von pol- »,haim in einen geschifften Zeug, und gantz gulden Seliger, aufn Hut ein Straus¬ sen Federbusch, befassen beyde. .,Mehr bat die Kayserl. Majestät ein Wältsch Gesellen - Stechen in einer -gantz blauen güldenen Deck gestehen aufm Helm ein verguld Dmnlgehörn. Zu Gent. »Mehr hat die Kayserl. Majestät mit Herrn wolffgang von polhaim -gereimt im geschifften Zeug und gemahlten Geligern, auf den Hut ein aufrechte „Straussen-Federbusch, und seynd beyde gesessen der Kayserl. Majestät Spieß „brachenin drey Stück,und der ander in zwey. Zu Brüssel. Darnach hat die Kavserl. Majestät mehr zu BrWl mit Herrn wslff- ,,gang in einen geschifften Zeug gereimt, und hat ihr Majestät geführt ein De¬ cken die eine mit Seiden roch, die andere blau und weiß, aufm Hut zwo weisse „Federn für sich stehend, die Kayserl. Majestät Spieß brachen, und sprang die »»Tortschen über den Kopfs aus. »Darnach stach die Kayserl. Majestät ein Deutsch Gesellen-Stechen, die -»Deck auf der einen Seiten gantz weiß, und auf der andern Seiten blau, roch „und weiß mit gekrönten Buchstaben, und auf den Helm ein Glücks-Rad, er- „stach dieKayserl» Majestät den Danck. „Mehr hat die Kayserliche Majestät ein Wälisch Gesellen - Stechen in einer „gantz braun sammeten Decken gethan, und aufm Helm ein grosse Ruthen zwi¬ schen zween weissen Straussen-Federbüschcn geführt. „Mehr hat die Kayserliche Majestät mit Herrn Wolffgang von polhaim »gereimt, fast angezogen in einer roth, schwartz und weissen Decken, aufn Hut »wergulde Blumen, fiel der von Polhaim allein, Kayserl. Majestät brach der »»Spieß allein. Zu Neumegen. „Mehr hat die Kayserl. Majestät mit Herrn wolffgang von Polhaim „gerennt in einer roth, schwartz und weissen Damastenen Decken, aufn Hut zwo »»verguldeRosen,darüber ein fliegendes Dünntuch, und seynd beyde gesessen. Zu Brüssel. „Mehr hat die Kayserl. Majestät zu ihrer Klag-Abnehmung seiner er- »sten Gemahlin mit Herrn wolffgangen gerennt in einer blau und weiß sam- », meten Decken, Herr wolffgang fiel, der Kayserl. Majestät Spieß brach, und »sein Majestät besaß. » Darnach rennt die Kayserl. Majestät wieder mit Herrn Wolffgangvon „polhaim in gantzen Küriß, befassen beyde und brachen beyde Spieß glücklich ».einen jedweden, und führt Kayserl. Majestät auf dem eisernen Hut die Pfai- »»den Fluß. Ooo z. Bey 482 W )o( M Bey der Schleuß. „Mehr hat Kayserl. Majestät mit Herrn Wolffgang ein Teutsch Kampss- ,-Stechen gethan in emer Decken von weissen Zentel, aufm Helm ein Aichen „Cräntzlein mit einer güldenen Schnur, fiel ihr Majestät allein. Herr wolffgang Freyherr zu Polhaim und Warttenburg offtqedacht hat bey seiner Frau Gemahlin erzeugt zween Söhne und fünff Töchter Herr von dem bey der achten Tafel. Herr wolffgang 5. dl. isw. starb 1586. Frau Anna 6. an. 1496. starb unverheyrathet. claspurg" ^497^ ^eorg von Lichtenstain, von Ni- Frau MarAarech 6. dl. 1498. starb ein Closter - Frau zu St. Peter zu Saltzburg/Und Johanna genannt, liegt allda begraben. ^^o2.^r.Herr Hannß vonStahrenberg sn.ieib» Frau Johanna dl.i^oz. starb 1532. zu Saltzburg begraben. Der Herren von Polhaim Stammen-Baums. Herr Marrin 2. zu Lüßelberg Kaysers ^laximlstsn!!. geheimer Rath und Cammerer, Ritter von goldenen Vluß »uuo 1498. Uxor. Frau R egina von Lichtenstein von Lorneide. ^err Sigmund Ludwig Herr zu Polhaim Frau Maria Salome und Steinhauß Kaysers ^lsximiliLni nac. 1496. starb 1534» Rath 1494. 1544» k^sric. Ux«r. Herr Achay von Losen- Frau Anna von Eckersau. stein. Die 484 - W M Die Siebende Stamm-Tafel Der Herren von polhaim. Herr Martin der Ander diß Namens, Herr zu Polhaim und Lützelberg, derwavvon Jugend auf neben seinen beyden Brüdern Herr Sigmund und Herr Andrä an Kayser Friedrichs und dessen Sohn Herzog und Kaysers ^xr- wilism Hof in den Niederlanden und Oesterreich, bey demselben in grossen Ruhm und Ansehen, geheimter Rath, Cammerer, und der Kaysers Gemahlin Obrifter Hofmeister. In der nahmhafften Schlacht vor OwzmeFar, welche erstgemelter Ertz- Herzog Maximilian 3N. 1479. wider König Ludwigs 9. von Franckreich Feld^ Obriften H. Philippen von Ooröee erhalten, war dieser Herr Martin von polhaim bald im Anfang der Schlacht, die sich damahls mit dem Sieg auf der Frantzosen Seiten geneiget, gefangen, und mit ihme andere grosse Niederlän¬ dische Herrn mehr, nemlich (wie es Oeraräus Koo benennet) Herr Oliver voll Oroy, Herr Michael von OvnclX, der Herr von Frones. Herr Antoni Bal> lett von polhaim, ein Deutscher mit dem Zunamen der Grosse und der H^' von Lignei, welcher sich am selben Tag tapffer gehalten. Man hat fünff gan- tzer Stund gestritten, undseyn beyderseits bey iz.tausendMann,doch mehr der Frantzosen, auf dem Platz geblieben, das Feld aber hat Ertz-Hertzog^laxinu- lisnu8 erhalten. ^nno 1481. den 5. May haterstgemelter Ertz-Herzog Herrn Martin vo" Polhaim in den Orden des gulden Vluß zu Hertzogbusch ausgenommen; ,,le§unrur in oräinem (sagt gedachter Koo) loco eorum 9m obieranr, soannes „kiAneu8, Oauclius ^bonius, ?etru8 6Otpuriu8,8al6uinu8^lolembecbius, Ouliel' „MUS kaumseus ^.rlamise Dominus, foannes cle kerges, »,kbilippu8 ^uttrius Hl. annorum puer. Als anno 1488. die Stadt Brugg in Flandern wider König Maximilian re- bellirt, und derselbe von der Gemein daselbst gar in Verwahrung genommen worden, ist dergleichen auch über;. Tag hernach etlichen des Königs geheimste," Rächen begegnet, dann es kam der Schultes von Brugg und andere in des Ko nigs Gemach, und begehrten im Nahmen des gantzen Volcks, und derer von Gent ihren, aus den Cammerherrn in ihr Hut zu geben, Graf Adolphen von Nassau, Herr Veiten von Wolckenstain, Herrn Martin und Herrn wolffgang voll polhaim, Herrn Melchior von Maßmünster, und andere, dann sie wüsten, schreibt Oeraröus Koo, daß diese dem König getreu, und die Sachen zu führe" dermassen erfahren, daß sie ihme mit Rath und That Helffen, und dervon Maß'" Münster waren zu ihren Glück abweßig, die andern aber wurden in den Ki¬ cker der Stain genannt geführt. konrusUemerus zu Arnheim in üb. z. beig^ cor. setzt hinzu, was gestalt die Herren von König Urlaub genommen, und er mit ihnen geredt habe. ,,Dilcelluri (schreibt er) 3 Kege in ^enua acl peclss ejn^ ,,procumbum,rvZ3ncgue in bonsmparcem accipereciiZnerur, quam batwnuser ,,prLllirissenr, operam ; conllituillc le all morrem usgue eoclem animo perleve- ,.rsre, obtecranres, lui memoriam animo cleponere nollec. kelponclit: le me- „morem vlbciorum benebciorumgue ab iis acceptorum in Perpetuum tore, ,.rativne guam kruZAenses kaciunt, pro gurbus, inguit, non minus, quam pro me, .chliogue meo contra krancorum l^rranröcm vicam non lerne! periculo expo- „luillis, fortunas exbguülli8,inZenü vires continuis laboribus obtriurkis, pottkoc „aä carcerem öucunrur. Und seynd gemelte Herren in solcher Gefängnuß nicht allzufreundlich ge¬ halten worden, wie solches aus Königs lelaximiliam Antwort, denen von Brugg gegeben, erscheinet, da er meldet: Er wisse, daß die Gefangenen unschuldig, welche doch, wie er höre, wider alle Billigkeit und Freundlichkeit härter, aD die im Krieg gefangene gehalten werden, mit Bitt, dieselben besser zu rraKirew Co t r s i L s Eö erfolgte aber nicht: Der gemeine Pöbel zu Brugg war so unsinnig, daß sie auch selben Tags alle Raths: und Amts - Persohnen gefangen nahmen, und liessen aus denselben ihrer zehen der fürnehmften enthaupten, welcher procets diesen gefangenen Herren nicht geringe Angst und Forcht wird eingejagt ha¬ ben, vorab, weil sie über wenig Tag hernach von dannen hinweg geführt wur¬ den, in die Stadt Gent, da es nicht weniger mit voller Aufruhr überfüllt, und ingleichen viel vornehme Herrn des Raths von einem Handwercks-Mann (ein Plattner,der sich unter der Gemein zum Obriften aufgeworffen,)Meitherischer Weiß hingerichtet worden. Seynd doch hernach (als Kayser Friedrich mit einen grossen Heer sein Sohn König Xlsximillano zu Hülff in Flandern ankommen, jetztgemelterKönig aber schon wiederum auf freyen Fuß gelassen war) durch die an. 1492. mit den Flandrischen Ständen gemachten Verträg ihrer Gefängnuß auch erlediget worden, wiewohl Oersrcluz iroo meldet, daß noch zuvor aus den Gefangenen Herr Martin von polhaim, und noch sonst ein Teutscher von den Flanderern dem corcleo des Königs in Franckreich Kriegs-Obristen unter andern Vereh¬ rungen prLiermrt worden sey. Gedachten Herrn Martin von Polhaim hat Ertz-Bischoff Hermann, Churfürst zu Cölln alle Jahr, so lang sie beyde im Leben seyn, auf einen jeden St. Merthens-Tag 122. bescheidene Gulden zum Dienst - Geld zu geben ver¬ schrieben, sn. 1486. Erchtag nach Sonntag Vocem ju'cunlliraris. llicbsröus Dux kboraci öcc. dobili ac prseporenri Viro rrcvommo ob clara klllugrclo IV. ^nZIise LaiubernmÄ conlllig, 6uo millia llorennrumloiverejullllc;.^pril.i494. VonKönig^laximilianohatcr922.Gulden jährlich ?enllon-Geld gehabt verschrieben, biß er von ihme anderwärts mit einer Pfleg versehen werde, welches hernach an. 94. geschehen, da ihme Kayser iVisximMsn die Herrschafft und Schloß Steyer eingeben, und zum Burggrafen dahin gesetzt, welches Amt er biß auf fein Absterbcn getragen, und ist denckwür- dig, daß gedachter Kayser, der Stadt Steyer Abgesandte, die damahlen zu Wien bey fürgangener Erb-Huldigung anwesig waren,für sich erfordert, und ihnen durch Herrn Veiten von Wolckenftetn fürhaltcn lassen, ihren Obern dem von Steyer anzuzeigen, sie sollen dem angehenden Burggrafen Herrn Merthcn allen guten Willen beweisen, welches ingleichcn gegen den von Steyer zu thun ihme Herr von polhaim von Kayserl. Majestät selbften mündlich in der Ge¬ sandten Gegenwart anbefohlen worden. Sein Pfleger auf der Herrschafft Steyer seyn gewest Herr Georg Kerner Ritter, und der Edel Oßwald Raidt: Sein Castner, oder Rentmeister allda Hannß Fclchinger, diesen beydcn schreibt Herr Merth aus Füssen am Sonn¬ abendtag anno 1497., hoff in Z. Wochen, oder ehe zu Steyer zu seyn, in Will „lens meinen Sohn mit mir zu bringen, darum müst ihreure Weiber wohl hü- "ten vor meinen Sohn... bx l.b. 0nZ; Am Heil. Pflügst-Tag Abend an. 1498. ist Herr Merth aufn Schloß Steyer gestorben, und zu Weiß im Closter begraben worden, allda stehet auf semen Leich-Stein. v. VL PONttäM. E ^cccci-xxxxvni. Herr Martin hat verlassen ein Sohn und eine Tochter von seiner, Ge¬ mahlin Frau Regina Herrn Christoph von Lichtenstein von Corneid Tochter; sie ist in der Geburt ihrer Tochter verschieden -nno 1496. Sonntag nach dem Reuen Jahr. Frau Maria Salome nscg 1496, die war verheyrathct Herrn Achayerr von Losenstein, starb an. 1^4. liegt in der Herren von Losenstcin Capellen im Closter Gärsten begraben. Ppp Herr 486 __ W M_ Herr Sigmund Ludwig, Herr zu Polhaittr und Stainhauß, ist gebohren zu Inspruck am Heil. Christ-Abend in der Nacht an. 1494. seine Götten waren Herr Marggraf von Baaden, und beide Bischoff von Trient und Augspurg. ^nno 1515. schreibt Kayser Maximilian Herrn Erhärten Schweinbecken wegen der zwischen diesen Herren vonpolhaim, und Herrn Wolffgcmgen Gör- ger Hauptmann ob der Ennß, des Titels halber entstandener Irrung also. „Getreuer Lieber, Uns langt an, wie sich zwischen dem Edlen Unsern lieben „Getreuen Sigmund Ludwigen Herrn zu polhaim an einen und Wolffgair- ,-gen Görger Unsern Rath und Hauptmann ob der Ennß in Oesterreich, am „dem theils; Titels, mit Schreiben und Reden, halb Irrung und Spann Hal- „ten soll, daraus auch weiter Unwill entstehen möchte, das Uns aber zu gedulten „nicht gewohnt ist: und demnach empfehlen Wir dir, daß du gemelte« Unser» „Hauptmann anzeigest, daß Wir gemeiniglich die Herrn zu polhaim für ander» »,um ihres uralten und hohen Herkommens, auch ihres verdienen, und aus son¬ dern Gnaden willen, unter andern sie mit dem Titel aus Unsern Cantzleyen: „Dem Edlen Unsern lieben Getreuen Herrn zu polhaim zu geben beg»a- „det, und gehört haben, und auch wollen, daß ihme gedachten Unsern Haupt¬ mann bestehlest, daß er nun füran Herrn Sigmund Ludwigen, und iedwe- ,,dern Herrn von Polhaim in Reden und Schrifften den Titel, dem ^v. wohn „gebohrnen Herrn gebe, und du sie wider zu Einigkeit und guten Willen verein» „gest, und hierinnen nicht säumig erscheinest. Inspruck den io. I-muar. 1515. Sigmund Ludwig macht eine Vereinigung für sich und alle seine, nm Herrn Vettern Herrn Cyriacen Freyhcrrn zu Polhaim zu Vermehrung ihres Rahmens, wann seine absteigende Linie mit Tod abgienge, daß ihmund seine» Erben zuftehen solle das Schloß Parz, Grießkirchen, Tegernbach, geistl. und weltlich Lehenschafft, Wildbahn, sein Theil an Polhaim, an allen HeiligthuM/ Meßgewand, Kelch, und anderer Zier bey beyden Capellen zu Polhaim und zu Parz, Rüstungen, so zur Wehr gehört, das Amt Margarethen, das Vogt- Amt Stockhoff, Brandstetter-Amt zu Welß, Kälber-Amt, Sackinger Amt, das Hauß zu Lintz in der Stadt, und soll ein ewige tägliche Meß in St. Pau» Capellen zu Polhaim halten. Damm welß am St. Andreas-Tag an. 1519« Zeugnuß-Fertiger Herr Georg von Stahrenberg, Herr Veit von Zelcking/ Sigmund Schifer und Herr Schallenberger. Gemeldtes Schloß Parz hat Herr Sigmund Ludwig von den Oberbau» mern gekaufft, das alte Polhaimische Schloß, Tegernbach genannt, adbrechen , und aus dem Gezeug Parz mehrers erbauen lassen, das zeiget die daselbst ob dem Thor angemauerte Schrifft also: Aapser der Groß Hat parz diesem Schloß Seinen Flamen verwende. Und Neu-Tegernbach Penennt, That das aus Verdienst genadig Vonpolhaim Herr Sigmund Ludwig, Der das Schloß zu Tegernbach Daher braucht und abbrag Im 1515. Jahr Nach dem GGtt Mensch gebohren war. Tegernbach haben noch 1182. besessen Herr Ortolph von Grießkir- chen, und hernach dessen Söhne Ortolph von Grießkirchen, Ott-und Diebolt von Tegernbach seine Brüder circa ann. 1200. ^NNO 1521. den 5' kebr. hält Herr Sigmund LudwigHochzeit in Schloß zu Pockflüß, mit Fräulein Anna, Herrn Wilhelm von Eckersau, und Frauen rrols von Polhaim Tochter, auch Herr dl. ?alvi Hungarischen llalarmi Wittib. Dieser, und ihrer Schwester, Frauen Apollonia, Herrn Wolffen vonVolckers- dorft —_ W )O( _,_ 487 dorff Gemahlin, Gerhaben sein gewest Herr Seyfried, und Herr Erhard von polhaim Gebrüder zu Leibnitz, nachdem nun der Vatter Herr Wilhelm von Eckersau der Leyte seines alten Geschlechts ^nno 1507. ohne Männliche Erben mit Tod abganaen, dem Kayser Klaximilmnug mit einer mercklichen Gelds verhasst war, richteten gedachte Gerhaben die Sach dahin, daß Kayserl. Majestät die Ihro heimgefallene Eckersauische Lehen an Zahlungs statt, und aus Gnaden beyden Töchtern verliehen, dardurch ein nahmhafft Vermögen an beyde Geschlecht von Polhaim und Volckenstorff erwachsen; unter andern ist in der Theilung die Herrschafft Eckersau an Volckenstorff: Die Herrschafft Pockflüß aber an Polhaim gefallen. Er war Ertz-Herzogs und Königs kerömanöi l.Rath und Truchseß, auch nachmahls viel Jahr Verordneter in HerrmStand ob der Ennß. ^nno is27^neben andern ein Gesandter gen Prag auf dem Land - Tag, wegen Ertz- Herzog Ferdinandi Gemahlin SucceKons - Rechten zur Cron Böheim. ^nno 1^9. verkaufst er seinen Schwagern Herrn Wolffen von Volckers- dorff den Sitz Schißeregg zwischen Ennß und Cronstorff gelegen. ^nno i sZ7. im gebottenen Zuzug wider den Türckenfchickt Herr Sigmund Ludwig von Polhaimuntern Hauptmann Grafen Hannßen von Schaumburg 18. gerüste Pftrdt darunter folgende von Adel gedient. Hannß Aspan mit r - - s Görg perckhaimer - - - - s. Christoph Schallenberger - - - - 4. Hilarius Ment - - - - - 2. Hannß Perger - - - - 2. Welche alle das Monath auf ein jedes Pftrdt 12. Gulden empfangen. „Vermerckt, wer mir Sigmunden Ludwigen von Polhaim gedienet hat, „seither Herr Sigmund von Polhaim abgang 1501. biß auf die Zeit: Erst- »>lrch wer meine Pfleger und Verweser meiner Schlösser und Herrschafften ge- ».Wesen seynd.,. Sigmund Iagenreuter, Verweser derHerrschafft zu Polhaim inWelß. Caspar Gabenhofer, Pfleger zu Waldenftlß. Antoni Stephan, Pfleger zu Thurn. Michael Halbinger, Pfleger zu Wolffsegg. Matthias Naidt, Pfleger zu Parz. Eberhard Marschalck, Pfleger zu Waldenftlß. Diebolt Rosenftock, Pfleger zum Thurn. Eraßam Perckhammer, Pfleger zu Waldenftlß. Görg Pöttinger, Pfleger zum Thurn. Sebastian von Rorbach, Pfleger zu Waldenftlß. Wolffgang Reyckcr, Pfleger zum Thurn. Hannß Resch, Pfleger zu Parz. Wolffgang Rüntzinger, Pfleger zu Parz. . Sigmund Weiß, Pfleger zu Irrenhärting. Herr Thaman Schwandner, mein Lrsecepcor snno 1^22. Michael Marschalck Wolffgang Inderseer. Herr Sipt, Laplan an. 1^20. Wolffgang Marcktrenckcr, Secretar. Hannßel Ellgelshaimer, Knab. Hannß von Rorbach. Pangratz Engelshaimer. ^nno den 7. kebr. starb vorgemelte Herrn Sigmund Ludwigs Gec Mahl in Kindbett, derselben ist er über zehen Jahr nachgefolgt/ den 14» lunü Ppp 2 anno 488 - W )o( W anno 1544. im Wildbad in der Gastein, liegen beyde zu Welß im Closter begra¬ ben, hat nachfolgende fünffSöhn, und vier Töchter verlassen. Fran Rosina nsra 1524. den 7. lanuarii, war verheyrathet mit Herrn weickhartenvon Polhaim und Wartenburg, mit dem sie Hochzeit gehalten am Tag ^nck-esL anno 1540. zum andernmahl mit Herrn Adam Hoffmann Frey- Herrn Hochzeit anno 1558. den 8- klaji,sie starb den n. HuZutti an. 1577. liegt zu Welß begraben. Frau Regina, nara ZO.Ianuar. anno 1522. hält Hochzeit den Z. l^larru an. i5 z8. zu Polhaim mit Graf Johann von Schaunburg, demnach den zo. Mi an. 155z. mit Herrn Eraßmuö von Stahrenberg, starb zu Welß sn. 1^72» den 28. Oöokr. liegt zu Eferding begraben. Frau Johannas ng^a 1526. ven 4. ^pril. hält Hochzeit im Fasching an. - - - mit Herrn Ulrichen von Scherffenberg zu Hochenwang, starb an. 1575. zu Wien, liegt zu Hochenwang im Land Steuer begraben. Herr paulMerthen zu Polhaim ist gebohren in Welß im Tag Pauli Be¬ kehrung den 25. sanuar. 1525. begab sich im 18. Jahr seines Alters in Dienst zu Churfürft Johann zu Sachsen sn. 1524. war mit und bey dem Schmal- kaldischen Bunds - Krieg, und bey der Schlacht, als Kayser Carl der FünM mit seinen Kriegs-Heer gedachten Churfürsten auf der Lochauer Haide bey Miehlberg am 24. öpril. an. 1547. angegriffen, erlegt,und den Churfürstenselbst gefangener in sem Gewalt bekommen, in dieser Schlacht wurde Herr Paul Merth auch gefangen, als er zuvor mit einen Büchsen-Schuß getroffen, davon er die Kugel biß an sein End getragen. Nachdem er bey König kercknanöo die Bemüßig- und Aussöhnung (wie¬ wohl dergestalt) erlangt, daß er neben Erlegung 1000. Gulden Straff sich des Landes ob der Ennß auf z. Jahr äußern müssen, begäbe er sich an Kaysers Carl Hof, und nachmahlö in König Heinrichs von FranckreichKriegs-Dienste, war damahls an. 15 57. in der grossen Schlacht bey 8. (Zuinrin auch auf der ver¬ lustigen Seiten, in welcher Schlacht des Königs ?biUppi von Hispanien Leut das Frantzösische Kriegs-Heer bis aufs Haupt geschlagen, und ein grosse Anzahl Für¬ sten, Grafen und Herrn erschlagen, ünd gefangen haben. -z»no 1566. hat er dem grossen Hungarsschen Feldzug wider den Türckeu (babey Kayser ^laximibannsil. Persöhnlich gewest) beygewohnt: Hernach sich untern Herzog Johann Wilhelm von Sachsen, in der Belagerung und Einnahm der Festung Grimmenstein, und Gotha wider Herzog Hannß Friedrichen vott Sachsen an. 1567. und dann in dessen fürgenommenen Zug Königs Carl 9. in Frankreich zu guten wider die Religions-Verwandte an. 1568. gebrauchen lassen. Er war gedachtes Herzog Johann Wilhelm Rath, Obrister über iooo. Pferdhund Statthalter zu Altenburg. Nach seiner Wiederkunfft aus Franckreich hielt er an. 1568. den i7.ONob. Hochzeit zu Weimar mit Fräulein Margareth, weiland Herrn Wilhelm von Landsperg Schencken Herrn zu Westerhausen gelassenen Tochter, zu welchen Ehren-Feft Herzog Johann Wilhelm, des Herrn Hochzeiters Gebrüder, Herrn Andreäen, Herrn Sigmund, und Herrn Ludwigen eingeladen. Dieser Herr Paul Merth und seine Herrn Brüder erlangen vonKayser lVlaximiliano ihr Mütterlich Stammen - Wappen, Schild und Helm des abgestor¬ benen Geschlechts Eckersau: Das Kayserliche Diploma hierüber ist kürtzlichett des Inhalts. „Nachdem das alte Geschlecht des Namen und Stammen der -.Herren von Eckersau durch tödtlichen Abgang weiland Wilhelmen Herrn von „Eckersau, als des Letzten desselben Männlichen ^Jamen, Stammen, Schild „und Wappen und Helm gäntzlich abgestorben, und solches heimgefallen, hab „Ihr Kayserl.Majestät angesehen, wargenommen,und betracht das uralte und „wohlbekannte Geschlecht der Herrn von Polhaim, desgleichen auch die fürtreff- ,.lich,ansehnlich,nützlich und getreuen Dienste, so ermeldtes Geschlecht den Rö- mischen Kayserl. König!. und Ertz-Herzogen zu Oesterreich von unerdenckli- „chen — _ EZ )O( W _ 489 '-chen Jahren an Ihren undIhrenKayserlichenHöfen,desgleichen auchsowohl '.zu Feinds:und Kriegs- als Friedens-Zeiten mit Zusetzung ihres Leibs und , Guts, und Vermögens, gantz aufrecht, getreu , standhafft und rühmlich be- wiesen haben, noch täglich erzeigen und beweisen, aus eigener Bewegnuß und »-zu Gnaden Wieder-Erkanntnuß, und damit andere zu gleichmäßigen Wohl- » verhalten Ursach gewinnen, deswegen Herrpaul Merthen, ZLndreaen,Lud- »'wigen und Sigmund Herrn zu polhaim Gebrüder, und allen deren Ehelichen »-Leibs-Erben, Manns- und Frauen-Persohnen des Namens der Herrn von »Polhaim, und Fräulein von polhaim verwilligt zu ihren vorhabenden alten »»Wappen und Schild, samt und neben derselben quartirt Und gewertet, oder »aber besonder (wie es ihnen jetzt oder künfftig gefällig) solch Eckersauische »-Wappen (nemlich ein weisser Löw mit einen güldenen Halßband und Ret- ',ten im schwaryen Feld) sollen und mögen führen und gebrauchen. Bey Pön "so.Marek löthiges Golds, der sie darwider cm-biren würde.,» Wien den 15. 8epr.snno 157Z. ^nno I s88. den 4» vecembr. ist Herr paulMerth zu Altenburg, sein Frau Gemahl, aber lang hernach (nemlich den 25.j-muak-.1614.) mit Todt abgangen, liegen beyde in der Pfarr-Kirchen allda zu Altenburg begraben, haben keine Kinder erzeugt. Herr Andreas diß Namens der Dritte Herr zu Polhaim in Welß. Herr Sigmund Ludwigs Sohn narus 15. j-mu-u. 1528. war dreyer Rö¬ mischer Kayser, km chnrmck!. Xiaximilisni II. und ku^olpbi u. Rath, und Land- Rath ob der Ennß. Kayser klsximilianus ll. verwilliget diesen Herren von polhaim aus ihren Schloß zu Welß ein Thor über den Stadt-Graden brechen zu lassen an. 1568. solches Gebäu hat Herr ^nclrse also vollgeführt, davon ob solchen Thor folgende Versus zu lesen. llr Mez-rr/r /«->. /r PObkl/^IVI /-»'s k/r/r e^r>. Als man tausend fünsshundert Jahr Und acht und sechzig zehlt fürwahr, Ist worden vergund an diese statt Don Aayserlicher Majestät, des Bindern drsi , Ein Thor daher zu bauen ist, williglich den Herren von polhaim Die Herkommen von alten Stamm, Für welches die Herrn von polhaim preisen, GOtt, und dem Rayser Danck erweisen. Herr Andreas hat zur Ehe gehabt i. Frau Maria Salome, Herrn Hanm sen Schifers, und Frau Barbara Hörleinspergerin Tochter, Hochzeit zu Pol¬ haim gehalten den 2O. Ottobr. zVn. 1554. 2. Frau Margaret!) Herrn Wilhelm von Puchaim, Heinrichstein, und Frau Barbara Ungnadin Tochter, Hochzeit an. 1569. den 9. januarü. Ppp ? Er 490 _ WZ ) o( W _ Er starb zu Polhaim in Weiß an. 1589. 21. ^us. Trat. 6z. liegt allda in Closterbegraben. Von seinen Kindern wird hernach absonderlich gcmeldt. Herr Ludwig 2. Herr Sigmund Ludwigs Sohn, dabey in der zehenden Stamm-Tafel zu sehen. HerrSigmundz. zu Parz und Stainhauß, Herr Sigmund Ludwigs Sohn ist gebohrn den 28. kebr.an. i§zi. im Schloß zu Polhaim, hat in seiner Jugend auf krecommenllarion Königs ^aximiliani und Königin Ilaria in Ungarn, an des Herzog von Lotthrmgen Hof sein Aufenthalt gehabt; än.1^7. am Sonn¬ tag Lxaulli den za. May hält er sein Hochzeitlich Beylager zu Polhaim mit Frau Herr Achatzen Hochenfelders zu Aisteröhaim, und Frau Esther von Albrechtshaim Tochter. Er war viel Jahr lang Verordneter in Herren-Stand in Land ob der Ennß, in vielen wichtigen Kayserl. und Lands-comnMonen, auch seiner sonderbaren fürtrefflichen Geschicklichkeiten und Verstands willen, bey dem Lands-Hauptmannischen Gericht zu Rath gebraucht. Die armen Schüler, so mit guten in^eniis begabt, aber aus Unvermögen dem Tullio nicht können nachsetzen, hat er an seinen Hof mit Kleidung und Speiß unterhalten, auf hohe Schulen gen Wittenberg, in Tübingen, und Helmstatt verschickt, und dieselben, biß sie ihre 8cucks mit Nutz Lbloivirt,nnt rrothwendigen Unkosten versorget. Auf der Höhe bey seinen Schloß Parz hat er ein kleines Kirchel, oder Ea pellen von neuen erbauet, darinnen man vor diesen gemeiniglich an Tag 8igls- muncli den2.X4aji geprediget hat. Sein Gemahl starb zu Lintz den 18. OKobr. an. 1582. er aber auf seinen Schloß zu Parz den io. 8epcembr. sn. 1598. seines Alters im 67. Jahr, liegen beyde begraben in der Pfarr- Kirchen bey St. Merthen zu Grießkwchen, allda diesem Herrn ein schön Klonumenrum von rochen Marmor-Stein, daraufet in Küriß liegend ausgehauen, aufgerichtet worden, daran und dabey sich nach' folgende Grabschrifften befunden, und zu lesen seynd. Hie liegt begraben der Wohlgebohrne Herr Herr, Sigmund Herr zu polhaim auf parz und Steinhauß , einer Löbl. Land- schafft des Ery - Herzogthums Oesterreich ob der Ennß' Herrn - Stands, Verordneter, welcher gestorben in Sch^ß parz, den ro. ^»»»1^98. v. 0. IVl. 8. Herr Sigmund hat folgende Kinder verlassen. Herr Oorg Ruprecht, nar. 16. ^pril. anno 1558« hat in seiner Jugend Franckreich, Engeland, Welschland durchreist, verheyrathet sich an. is8>. mit Frau Christina gebohrner Streinin, hernach seines Verstands beraubt wor¬ den, also daß er lange Jahr bis an sein End, im Schloß zu Parz in einen Zimmer verwarlich gehalten müssen werden, starb den i 2.jujü ^n. 1608. liegt zu Grießkirchen begraben. Frau Regina 2. nacs Z. fulü an. 1 ^62. klarir. Herr Hannß Friedrich von Sintzendorff an. i§8O. starb an. - - - Frau Maria Salome, nat. 6. l^ebr. an. 1^64. plackt, i. Herr Laßla von Khünennng SN. I;8Z. 2.Herr Hannß Grüther von der Golz Freyherr. - _ res 8M _ 4.9 r Frau Anna Susanna nar- n. julii 1565. starb -617. kkric. Herr Hannß von Grünberg Rittmeister. Frau Anna Maria, naes 1559. starb 1560. dM2. kebr. liegt zu Grießkir¬ chen begraben, derer Grabschrifft also lautet: Fragst du wer da begraben liegt; Die Tod und Teuffel hat obgesiegt/ Ein klein seeliges Engelein Von der Welt schickt zum HErrn sein^ Da es war ein Guatember alt Ein Mndlein GGttes wohlgestalt, Des wohlgebohrnen Herrn sein Sigmund zu Polhaim Töchterlein, Und Frauen von Hochenfeld, Die es gebohrn hat auf die Welt, war ihr L^ahm, Von der Welt in den Himmel kam, Darein uns allen heisse GDtt Durch IEsum Christ aus aller ^oth, Solches geschah als man zehlet war Lichtmeß im i Kosten Jahr. Frau Rosina, z. n-re. 1566. starb 1567. Frau Judith/ nacs 1568. starb 1597. Frau nst31570. starb 1571. Folgen vorgemeldte Herrn Andreä Kinder. Herr Andreas Wolff zuAggstein undOttenschlag ist gebobren den 2.Vs- ttmdr. an. 1557. zu Polhaim in Welß, wird an. 1570. im 1Z. Jahr seines Al¬ ters auf die hohe Schul gen Tübingen geschickt, von dannen anno 7z. gen Wittenberg, ist an. 74.75. 76. llettor .VlaZMcu« daselbst, anno 77. gen Pa¬ dua, durchreist folgend Welschland, Franckreich und Engeland, redet die Sprachen Welsch, Frantzösisch, sonderlich die Lateinische fertig, trug in seiner Jugend ein grossen Luft zum Kriegs - Wesen, aber dessen Herr Vatter war solch sein Vorhaben mißfällig, der gab ihm endlich auf sein so inständiges Anhalten diese Antwort: Weil er ja so grossen Lust zum Rrieg habe, so möchte er Zwar hinziehen, soll aber dabey wissen, daß, weil er solches ohne ja wider seinen willen thue, so könne und wolle er (sein Herr Vatter) für ihme nicht berhen. Welche Red ihme dermassen zu Hertzen gangen, daß er hierauf sem Fürnehmen in Krieg sich zu begeben verändert und eingestellt ^nno 1582. den 2o. Klaji am Sonntag Oucis, hält erHochzeit im Schloß Zu Polhaim mit Fräulein Anna gebohrnen Fräulein von Polharm und Wart- tendurg. ^nno 1592. den 16. kebruarii um 9. Uhr stirbt er zu Ottenschlag, und liegt allda begraben. , Herr Sigmund Ludwig 2. zu Polhaim in Welß auf Jahrnhärting, na¬ tu« anno 1558. den 26. ONobr. wird anno 1575. mit dem jungen Haugen von Schönberg auf die Hobe Schul gen Wittenberg geschickt, damahls sein Herr Bruder Herr Andreas Wolff daselbst kettor war. ^nno 1581. den 2Z. KUrtii ist er mit Herrn Hannßen Ruber Freyherrn, undObriftenin Ungarn gezogen, sich wider den Erb-Feindgebrauchen lassen. -Vnno 1584. mit Herrn Heinrichen von Lichtenstein, Kayserl.Ol-store an der Türckischen Pforten nacher Constantinopel verreist, von dannen er seinen Weeg aufm Meer nach der Insel Maltha, und fürterö durch Sicilien und Neapolts genommen. rwuo 492_ W_)O( Dö _ ^NNO 1597. wird er Kaysers kruöoiphj, auch hernach Kaysers Rath/ und Land-Rach in Oesterreich ob der Ennß/ biß an sein End/ war auch Verord¬ neter im Herrn-Stand. Hnno 1608. §c 1609.Verwalter der Lands Hauptmannschafftunter wäh¬ render vlikerenr zwischen Kayser kuclolpko und König lVlatthia. -^nno 1619. Lc 20. Lands - Hauptmann in Oesterreich ob der Ennß / von der Landschafft hierzu als ältester Land - Rath erkieset, nach dem Tod Kaysers KtgccKise, als gedachte Landschafft sich biß zur Erbhuldigung der Lands-^6mi- nilkrarMn unterzogen. Was gestalt König hernach Kayser kerclinan- ^us H. ihrs solche Ersetzung der Lands-Hauptmannschafft mit dieses Herrn von Polhaim Persohn belieben lassen, gibt die Beylag^. drunten zu erkennen. Als ^nno 1612. das Fürst-BayrischeStatthalter-AmtimLand ob der Ennß etliche vornehme Herren aus den Politischen Ständen in^rrell auf das Schloß Lintz nehmen lassen, war unter denselben auch dieser Herr Sigmund Ludwig von polhaim, ist aber ohne Entgeld oder Straff ledig, und für unschuldig erkennet worden, wie dieBeylag 6. ausweist. Dieser Herr ist auch sonsten in viel unterschiedenen des Lands wegen fürfab lenden Handlungen und anderwärts gebraucht worden. Hat sich dreymabl verehliget i.) mit Frauen Anna Sophia, Herrn Hannß David von Trautmannftorff, und Frau Anna Mazeberin Tochter, Hochzeit war ^nno 1590. die starb im Schloß Polhaim ^nno 1597. serar. 23. Sein am der Gemahl war Frau Margareth, Herrn Henrichs von Stahrenberg, und Frau Magdalena von Lamberg Tochter, Herrn Caspar von RogendorffWit¬ tib, Hochzeit ^nno 1599. die starb aufm Kayserlichen Schloß zu Lintz, ^nno 1620. den 29. Isnuarü, liegt zu Welß begraben, z) Frau Anna Margareth gebohrne von Kaunag, Hochzeit zu Polhaim am Fasching-Tag an. 1622. Aber er starb den dritten Tag hernach den 16. kebrusr. ex LsrKarro cstivo, liegt in der Polhaimischen Begräbnus, allda in Welß sein Schild am gehofft. Beylag Uerdinand rc. H^Idler lieber Getreuer! Wir haben aus Unserer Abgesandten, wie auch AH „deinen gehorsamen Schreiben 2z.. vernommen, was massen du dich „Unfern gnädigsten Begehren zur ^ömimttrgrion der Lands - Haupt- „mannschafft ob der Ennß, biß zu der Huldigung gutwillig wollest gebrauchen »,lassen, welches uns dann zu gnädigsten Gefallen gereicht, wann aber auch „von dir Anregung geschicht, wie daß auch zugleich die Ständ darzu behand¬ elet, als kommt uns solches nicht unbillig sehr fremd vor, sintemahl wir dec „Ständ Deduktion-Schrifft, so Uns von Unfern Gesandten überschickt Wor¬ ten, berathschlagen lassen, und je einmahl der Zeit noch nicht befinden können, edaß die Ständ ihr Vorhaben wider Unser so lauter habende Lleniporenr be- ».haupten könten,also versehen Wir Uns zu dir Gnädigst, weil du sowohl als »»deine Vor - Eltern in der Treu gegen Unfern Hauß biß daher commmrt, du ».werdest dich in nichts so zu Schmehlerung Unserer Königlichen ^mkorität und „keputgrion, wie auch Inkrmxirung Unsers Hauses Oesterreich Freyheit und „Erb-Gerechtigkeiten gereichen möchte einlassen. In Fall du nun die ^6mi- „mttrsnon auf Unser gnädigst Begehren annehmen, und die Ausfertigung inUm i.sern Namen, als in dessen Landen Gevollmächtigten thun würdest, lassen Wir ,,Uns solches Gnädigst gefallen, wollen es auch gegen dir mit sondern Gnaden erkem 1 ! Z r Z » r - S 1 S ) s r ) - r r L ___ KZxc M _ 49 z „erkennen, und Uns zu dir keines andern versehen in Bedenckung wegen daß „kein Lands-Fürst, vielweniger aber die Ständ einiges Lands - Mitglied wider „seinen Willen zu einigen Dienst nöthen, oder ihnen solches mit Gewalt auft ,»dringen werden können. Welches Wir dich hiemit zu deiner Nachrichtung »»Gnädigst erinnern; Bleiben dir sonsten mit Königlichen und Ertz-Herzogli- »»chen Gnaden gewogen. Geben in der Stadt Wien den 21. äprü. sn. 1619, Dem Edlen unfern lieben getreuen Gigmund Ludwigen Herrn zu polhaim, Ottenschlag und warttenburg, Land-Rath in Oester¬ reich ob der Ennß. Beylag L. Derdinand rc. KIdler lieber Getreuer, Wir werden von Unfern relpeÄivö Reichs-Hof- MG »Rath, Cammerer und Vice- Hof-Cammer-l^Llillenten, dem Edlen Un- »fern lieben getreuen Gundackern Herrn zu polhaim gehorsamst erin- -mert, was massen er auf zeitliches Ableiben weiland Herrn Sigmund Ludwigen "des ältcrn Herrn von polhaim, sich dessen Verlassenschafft, so auf des ver¬ storbenen jungen Vettern Carl von polhaim ab inrellato erblich gefallen, als „nächster Befreunder in Obacht zu nehmen, und zu ^öminillr-atorn unterfan- „gen, die Verlassenschafft auch bereits in ein ordentliches Invemarium bringen "lassen, alles dahin angesehen, damit solche Verlassenschafft dem jungen Pol- 'chaimischen Erben, deme in diesen Land alle seine Güter ruinirt, zu Guten an- » gelvendt, und er davon desto besser unterhalten werden möge: Wir vernehmen »aber aus denen an die Wittib, und nächst Befreunde lub 6sro den i^.^lsrni »dlß Jahrs abgangenen Befehl, daß sie äusser deines Vorwissen weder mit »der Inventur noch Verkeilung ernennter Verlassenschafft nicht fürgehen sol¬ jen, sie können dann immittelst von Uns völligen farclon wegen des verstor¬ benen von polhaim gegebenen Kevers und ausgestandcnen Errett heraus brin¬ gen, alsdann weiter Verordnung erfolgen solle. Wann wir dann über besag¬ tes Sigmund Ludwig V0N polhaim angethanen Errett genügsame Informa¬ tion und Bericht eingezogen , aus denselben aber nichts anders befunden, „dann daß er gegen Uns und Unfern hochlöblichen Hauß Oesterreich jederzeit „schuldigster Devotion und Treu nach, Gehorsam geleist, und verhalten: Hier- ->um, so haben Wir in Ansehung dessen noch hievor die Erlassung des Errett - und völlige eerclonirung desjenigen Verdachts, darein ermelter von Polhaim » gezogen worden, Gnädigst bewilliget, dabey Wir es auch nochmahlen und »'allerdings bewenden lassen, und wollen demnach Gnädigst, daß du hierüber '-die auf die polhaimische Verlassenschafft beschehene Inhibition wiederum re« »ährest/ und weiter den polhaimischeu Befreundten diß Orts, in einer und der »andern nothwendigen Disposition nicht hinderlich seyest, sondern vielmehr alle „gute Beförderung erzeigest und beweisest: Hieran rc. Geben Wien den 9ten r-^pril ^nno 1622. An Herrn Statthalter zu Lintz. Frau Maria, nac. 1570. starb an. - * - Herr Adam, nac. 1578. starb an. - - - Herr 2. zu Ottenschlag, Rufpach und Kobelspurg, gebohren im Schloß Polhaim den 24. Mi an. 1572. ttu« in seiner Jugend z. Jahr lang auf der Universität Jena. Qaa ^nno 494 ' K )o( M *»' - - > > > - . - .' ^NNO I^9s. im Zug in Ungarn mit Ertz-Herzog ^attbia zu Oesterreich als Feldherr wider den Türcken, ist bey Eroberung Gran, Gokern und Vicegrad. ^nno 1^97. im Zug auf seinen eigenen Unkosten mit etlichen Pferdtenmit Ertz-Herzog lUsxlmilian zu Oesterreich. Hnno 1^98. mitErtz-Herzog ^arrbia in der Belagerung Ofen, undEinneh- mung der Wasser-Stadt. ^nno 1599. hielt er Hochzeit mit Frau Elisabeth, Herrn Christoph Wil¬ helm von Zelcking, und Frau Catharina von Prag Tochter, den 19. bepremb. im Schloß Sierndorss. ^nno 1628. zog er mit etlichen Pferden auf eigenen Unkosten mit Erh- Herzog klarrbis zu Oesterreich vor Prag / ingleichen hernach SN. 162O. als das Kayserliche Volck von Passau aus ins Land ob der Ennß feindlich ge¬ fallen. ^nno 1614. wird er Verordneter in Herren; Stand in Oesterreich unter der Ennß, stirbt in solchen Amt den 4- sn. 1616. in Schloß Kobelspurg am Fieber, sersris luse4Z. liegt zu Ottenschlag begraben, seine Kinder waren. Herr nams 1606. starb sn. 1626. den 2. ^uxull. als er unlang zuvor von seinen brucko und ?er!ullracion fremder Länder wiederum zu Hauß war ankommen. Herr Albrecht, nsr. 1604. 'i. Herr Sigmund 4. nsr. 1615.^ starben alle in der Jugend. Herr Ludwrg z. Achte - KZ )v( W Mchte Uafel DerHerrnun-Freyherm zu Polhaim und Warttenburg Stam¬ men BaMs. Herr Cyrtac,Freyherr zu Polhaim Lands-Hauptmann ob der Ennß, n»r. 149/. f isz,. Uxor. Herr Wolftnang 6. zu Mustel- Herr Friedrich 5. zu Markten- bachn. 1571. 11604. bürg n.i 57z.-j. 1626. Uxor. vxor. Frau Anna Maria von Pranck. Frau Maria gebohrne FreviN von polhaim. — — --—-—,--- Herr Wolff Earl n. 16oi. Herr Smmund Ludwig 4. zu Uxor. Warttenburg, n-»rus'1604. Frau Elisabeth von Mor, pokkumur. sperg. Qqq 2 Achte 496 _ W )O( DI Uchte Uafel Der Freyherrn zu polhaim und warttenburg Stammen-Baums warttburgrsche Linie. Herr Cyriac Freyherr zu Polhaim, und Warttenburg aufPuchaim istge- bohrn am Heil. Pfingftabend den 6. Ium, an. 1495. ^nno I^is. bey dem grossen Lonvenr der König uiaöislsi und l.u6ovici zu Ungarn und Böheim, und 8i§ismun6i zu Pohlen bey Kayser klaximiliano zu Wien, damahlen die Heyraths Beredung- und Vermählungen zwischen Kayser kigximiiiam Enenckel Fräulein ^larig, mitKönig Ludwigen, und dessen Schwester Fräulein ^nna, mitPrintz Ferdinand von Hispanien und Herzogen von Oester¬ reich fürgangen, haben sich aus den Ständen des Lands ob der Ennß mit 8o» Küraßierern stattlich aufgeputzt (wie Luspimanus schreibet) befunden Graf Görg zu Schaunberg. Graf Hannß von Harteck. Herr wolssgang Gorger Lands-Hauptmann. Herr Sigmund Ludwig,und Herr Cyriac von polhaim. Herr Rudolph und Sebastian von Hochenfeld, Gebrüder. ^nno 1517. am Sonntag nach Michaelis hält Herr Cyriac Hochzeitund Beylager mit Fräulein Elisabeth Graf Johannis von Oetting, und Frau Do¬ rothea, gebohrner Fürstin von Anhalt Tochter, die damahls 14. Jahr alt war. ^nno 1519. als nach dem Todt Kayser lUsximiliam die Landschasst ob der Ennß sich der Lands - ^6minillrarion unterfangen, ist auch dieser Herr Cyriac unter den zwölffLand-Räthen einer erkieset worden. Er macht ein Erb - Einigung für sich und alle seine Erben mit seinen Vet¬ tern Herrn Sigmund Ludwigen Herrn von polhaim, wann sein absteigende Linie mit Todt abgienge, daß ihme und seinen Erben zuftehen sott seine'zwei) Schloß und Herrschafften Warttenburg und Puchaim, geist-und weltlich Le- henschafft, Wildbahn, Heiligthum, Meßgewand, Kelch und andere Zier bey beyoen Capellen Warttenburg und Puchaim, Rüstungen so zur Gewähr ge¬ hören, seinen Theil an Polhaim in Welß, das Hauß zu Wien, und soll ein ewi¬ ge Meß zu seiner Begräbnus-Stifft halten, Uarirt Polhaim in Welß am St. Andreas-Tag anno 1519. Zeugen Herr Caspar von Volckenstorff Land- Marschall in Oesterreich, Herr Hannß von Scherffenberg, Leonhard Es¬ chenfelder zuAistersheim, und Andree prugger zu Schlüsselberg, Anwaldt der Hauptmannschafft ob der Ennß. ^nno i;2O. ist er ein Gesandter von der Landschafft zu Kayser Carl ge¬ wesen, schreibt lub clsco Cölln den 7. wovembr. dem Herrn von Losenstain un¬ ter andern: „Er seye zur Kayserl. Majestät zu Mastrich kommen, gc- „habt, und seine Werbung alle in Schrifften übergeben rc. Klagt darneben „über die kxpeclinon, und daß alles etliche Niederländer regieren, welche den „Teutschen weder Ehr noch Guts gönnen... Er wird folgends Ertz-Herzogsund Königs kerclinanlli I. geheimer Ratb, Cammerer, Obrister Hofmeister, Statthalter der N. O. Landen, und zugleich Lands-Hauptmann ob der Ennß ab anno 1^21. bis an sein End. Marggraf Albrecht von Brandenburg Teutschen Ordens Hofmeister, schreibt diesen Herrn von Polhaim also: „Edler Wohlgebohrner lieber beson¬ der rc. Demnach dieweil Wir ein besonders Vertrauen zu Euer Persohn ha- „ben, so ist an euch als Unfern vertrauten Freund Unser sonders hochfleißige „Bitt, ihr wollet euch dermassen als der Freund erzeigen Helffen, rächen, und „daran seyn, daß die Weeg gewendet werden, damit das Kompromiss mit ,-Pohlen nicht aus Unfleiß fallen thue, und wollet euch dermassen erzeigen, »wie KZ )Q( W 497 „wie Unser Vertrauen zu euch stehet, das werdet ihr ohneZweiffel von GOtt „dem Allmächtigen Belohnung empfahen, so wollen Wirs in alle Weeg wie- ,'derum gern um euch und die Eurigen vergleichen, und beschulen; Bittenhie- „mit, ihr wollet Unfern Bothen förderlich wieder zuruck abfertigen. Wien »rdeniO.jan.an. Königin Maria zu Ungarn und Böheim Wittib schreibt ihme mit eigner Hand also: ,,Herr von Polheim! Ich hab dem von Zelcking befohlen mit euch ->zu redender Knecht halber und andern: Ich bitt und begehr an euch, ihr wol- „let ihme Glauben geben, auch verhülfflich seyn, damit er erlaubt werde, zu ' Meinen Herrn und Bruder zu ziehen. Solches will ich gegen euch erkennen, „hiemit will ich euch dem Allmächtigen befehlen. Darum Preßburg den 22. 8epr. 1^26.,. Und abermahl mit eigner Hand. "Herr von Polhaim, und Herr Hannß „von Tamberg! Ich hab an den von Dornberg begehrt, den Hof-Rath zu „schreiben von wegen der Knecht, auch von wegen etlich Geld und etlich we- „nig Volck zu Ofen ins Schloß zu bestellen (wie es dann von seinen Schrei¬ ben weiter vernehmen werdt) und in Ansehung, daß ich ungezweiffelter Hoff- „nung bin, daß es meinen Herrn und Brudern zu Guten solle erspriessen, bitt »ach euch beyde in der Sachen verhülfflich zu seyn. Wolte GOtt, es hättet „Macht gehabt mir zu hclffen, wie ich dann mit euch Herr Hannß hab hie ge- . redt, ich hoffe alle Sachen wären schon ein gut Theil unfern Begehren nach- gangen seyn, aber dieweil es nicht hat seyn können, so müssen wirs GOtt „befehlen. Ich hoff alle Sachen werden gut werden, aber mit meiner Mühe „und Kosten aller. Hiemit thue ich mich euch GOtt dem HErrn befehlen. „Darum gar eilend Preßburg den z. Otkobr 1526. 1529. stehet Herr (Lyriac von Polhaim Lands-Hauptmann König keröinrmöo neben andern zu Gevattern bey der Tauff dessen Sohn des Ertz-Her- zogs kcrcünancli, welcher den 14. junij eoclem anno zuLintz gebohren war. Hnno I5ZZ. den 26. ^pril. vergibt er eigentümlich seinen ausgezeigten Theil am Schloß Polhaim , seinen lieben Vettern Herrn Sigmund Ludwi¬ gen von polhaim, aus sondercr Lieb und Freundschafft, darinnen sie von ih¬ rer Jugend bischer aufgewachsen seyn, verhoffentlich die an ihrer beyde Ende zu bringen, auch angesehen der von ihme vielen bcschchenen Freundschafft, Wohlthaten, und in Kedencken cbcrzehlter Liebe und Freundschafft, darinn er und gemelter sein Vetter stehen, und unzwcifflich ihre Kinder und derselben Nachkommen sich der auch gleichmäßig unter ihnen gebrauchen werden. In sein Testament ermahnet und bitt er, nach seinen Ableiben seine gelasse¬ ne Kruder samt all ihren Guth in Schutz und Vormundschafft zu nehmen, Herr Erhard und Herr Sigmund von Polhaim seine Vettern. Starb bald hernach zu Lintz den 2. julii ^nno 153z. liegt zu Welß begra¬ ben. Vorgemeldt sein Gemahl die hat sich nachmahls (wiewohl wider ihrer Befrcundten Witten) vcrheyrathet zu Kayser iVlaximittani l. unächten Sohn, Maximilian von Amberg genannt, welcher zu Feldkirchen sein Heimwesen ge¬ habt. Herr Lyriac hat nachfolgende Kinder erzeugt, und verlassen 5. Söhn und 2. Töchter. Herr Wercard 19. davon hernach absonderlich. Herr Wolfsgang 6. nar. 1520. den 2. sumi, er war Kayser Earls Haupt¬ mann vor Höchen Siena an. 1554. starb am Palmtag an. 1^9. liegt zu Welß begraben. Frau Barbara nata 1512. den 4. Decembr. zu Görtz, heyrathet aus der Königin Anna Frauenzimmer zu Herrn Andre Pögel Freyherrn, an. 1547. starb den 18. Garcii an. 1 ^6o. liegt zu Wien bey St. Dorothea begraben. Frau nara zu Polhaim den 14. januar, an. 152z. kkaiir. Herr wolffgang von Perckham zuWärding Freyherr, ann. 15 so. starb den Iulit an. i^i. (alü 73) liegt zu Waitzenkirchcn begraben. O a a z Herr 4 98 _ GZ )v( W_ - Herr von dem bey der zehenden Stammen-Tafel. Herr zu Scharffenstein, und Manerftorff, nar. 5. OKobr. an. 1525» zu Weiß in der Burg im Zimmer, und an dem Ort, allda weiland Kayser klsximilignuZ l. verschieden, davon er mit gleichen Namen genannt worden. Er war König und Kaysers kerllinanlli l. und seines Sohns Maximilian. N. (welcher diesen Herrn von Polhaim in Hispania und Oesterreich von Jugend auf um sich gehabt, und mit sondern Gnaden geliebt) Rath, Cammerer und Hattschier - Hauptmann. Dieses wird öffters gedacht im gedruckten Buch der Än. i 5 14. zu Wien aufOber-Wörth gehaltener Ritter-Spiel. Sein Gemahl ist gewest Frau Judith, Herr Hannsen von Weißbriach des Letzten von Geschlecht, und Frau Barbara Langeny aus Ungern, Kayser kerllinanlli I. Gemahlin Obrist-Hofmeisterin, Tochter. Dieser Frauen Judith hat Königin Catharina in Pohlen, gebohrne Ertz- Herzogin zu Oesterreich, mit eigner Hand geschrieben also. „Liebe Frau von „Polhaim! Dein Schreiben hab ich nicht allein Gnädig empfangen, und dein » Entschuldigung daraus verstanden, daß du deines Herrn Schwachheit halb ,,nicht haft Herkommen können (wiewohl ich dich vonHertzen gern hätte gesehen, ,.aus sondern gnädigen Gemüth, so ich zu dir trag) Weils aber mit deinen Herrn „ein solche Gelegenheit hat, nimm ich deine Entschuldigung mit Gnaden, und ,,wünsch deinen Herrn von GOtt dem HErrn gute Gesundheit. Was belan¬ get den Glauben, und dein Ermahnung, hab ich auch nach längs aus deinen -.Schreiben verstanden, daß du mich bittest die Bibel zu lesen; Drauf laß ich „dich wissen, daß mir die Bibel gar wohl bekandt ist, und habe sie offt durch- ,,lesen, ist auch noch mein tägliche Übung, und ist mir die gröfte Freud und ,'Trost darinnen zu lesen, weilen du dann auch wohl darinnen beleftn bist, so „wollest aber auch den Spruch Pauli fleißig mercken,daß ein jeglicher Mensch „sich seines Beruffs halten solle, so ist dein und mein Berufs nicht, dieselb nach ,,unfern Gutdüncken zu urtheilen, sondern das Lehren gehört denen zu die von „GOtt den ehelichen Berufs haben. Derhalben rath ich dir und mir, wir ,,bekümmern uns nichts um die Sachen, die uns nicht befohlen seyn, sondern „halten uns nach der Lehr Pauli, daß wir in der Still hören und fragen, und „die Haußhaltung in die Hand nehmen, so weit es den Weibern gebühren thue: „Das hab ich dir zur gnädigen Antwort auf dein Schreiben nicht wollen ver¬ galten. Deinen Herrn auch deinen Vatter wollest meinen gar gnädigen „Gruß sagen, damit allzeit dein gar gnädige Frau.,, OammÄntz den »6. OKobr. ^nno 1568. Katharina Königin in Pohlen. Herr starb den 20. ^pril. ^.nno 1570. und sein Gemahl den 5» Okobr. 1578. liegen beyde zu Kätzelftorff begraben, haben ein Sohn und sie¬ ben Töchter erzeuget, und verlassen also: err Hannß Cyriac ist gebohren zu Wien den 5. Hpril.-Vnnoi^-König ^3ximlli2nu8 n. hat ihn aus der Heil. Tauff gehebt. Ein sehr gelehrter und lvohlberedter Herr worden, wie seine unterschiedene ausgangene, auf den hohen Schulen zu Wittenberg und Rostock (allda er^nnv 1575. Lc 77. kettor Ni6cu8 gewest,) mit grossen Fleiß, Lob und Ruhm publice verrichte Orationes genugsam ausweisen, dessen ihme auch ein herrlich Zcugnus gibt Herr l). vsvill ^b/rrseu8 in publicsrione rrium Orarionum cle Imperaroribu8 Larolo guinco, kerllinsnll. I. ^laximil. II. an. r 58z. ellir. Ki8 verbig. „Loncionk lle Maximilians „in bsc 8ckola ksbitse releKio magnsm öc acerbum mserorem ex generolillimi „ksronig aullriaci Lc V^srcrenburg obicu immscuro „mibi renovavic. l8 vere regia inllole juvenis erst, generola morum gravirate „cum llngulari bumsnirare conjunÄa, ingeniumbabuic pierariZ Lc virruri8 amore „arllens, omnium vokirinarum capax, all guas » prima Zerste» 8spienri8 ,,8anKs» —_ . EI )o( 499 „äsnAöe mstris su^itse N3tse Laronitlse 2 V^ei8pri3ck (cui unicu8 klius erat) iiu- ,,6io §c 66e s6kibitu8, Lt in procul 6iilit38 3 complexu marrig 8ckola°, ^.rZenti- „nam, V^itkenber^ism §c Kanc noliram (koliock) millus Zuerst, in qus omnes » Konv8a6sui amorem, a6mirarionemgue rapien8, öc 5ummum ^caäemise Vla- „Zilirakum Feren8 Kanc 6e klsximiliano Imperators orarionem, qui Kapki8mi , ipiiu8 tetti'8 iuerat, publice reciravir. kauci8 poli ann>8 in ^rckiclucatum su- „liriX reverl»8, §c Imper. ku6olpko , ac communi'8 patriae commoclis juvanöis ,,lua olkcra 6eliin3N8, in iplo Xt3N8 ilore Lc nupriarum apparstu juveni8 üimmae „lpei Lc ex /pe6ationi8 extin^kus eil.» Er ist wie jetzt aemeldt im Bräut- Stand mit Fräulein Magdalena, Herrn Wolffen von Lichtenstein vonNiclaspurg, und Frau Kenans von Pol- baim Tochter (welche hernach Herrn Adamen von Stahrenberg geehltgct) ge¬ storben, den 8. kekr. anno i;82. «tat. Z4. liegt bey seinen lieben Eltern zu Kär tzelstorff begraben. Fr. Elisabeth 5. geborn und gestorben an. 1560. Frau Maria 2-n-ira 1562. klarit. 1. Herr von Althan an. 1578. 2. Herr Friedrich, Freyhcrr zu Polheim, und Wartienburg, starb anno 1620. liegt ul Polhaim begraben. Fr. Barbara/2. starb 156z. Frau Johanna z. nara 1564. Klarič. Herr Sebastian Grabner,sn. 1578. starb N9Z» Frau Esther, nat. 1567. Klarič, Herr Kannst Sigmund vonGreissen, an. i>82. starb 99. Frau Judith 2. 0^.1569. Klarit. i.Graf VJiclas von Salm Hochzeit zu Wien so. is7>. 2. Herr Otto Bernhard von Traun: hält Hochzeit den 6. l»n. an. i6sz. starb so 161z. zu Lintz von einen Fall, dann ihr Kutscher den Wagen beym SchuKTHürlein umgeworffen, davon sie verletzt und gestorben, liegt zu Thalhaim begraben. Frau Anna 8. ist gebohren anno 1566. vermählt sich im i8. Jahr ihres Alters mit Herrn Andreen Wolffen zu Polhaim; Hochzeit zu Welß rm Schloß, hat im Ehestand 9» im Wittlb-Stand 29. Jahr zugebracht, war ein gottsförchnge tugendsame Frau , die GOttcS Wort fleißig betracht, und ihr ordentliche Bet - Stunden gehalten hat, den Krancken mit Artznenen ih¬ rer wohl zugerichten Apothecken umsonst behülfflich gewest, hat mancherlei) Unfall ausgestanden, sonderlich an einen in der Donau erlittenen Schiffbruch, allda sie von ihren Herrn im Hembd ausgetragen, und kümmerlich errettet lvorden, sowohl auch ^.nno 1597. im Baüren Aufstand, da sie im Schloß Ottenschlag von 5020. Bauren belägert worden: Folgend in der Brunft, in welcher Schloß und Marckt Ottenschlag adgebronnen, dabey sie gleichwohl im hinausgehen zum Thor das brennende Schloß unerschrockenen Hertzensan- fleschauet/ und mit aufgehobenen Händen gesprochen : Der HErr hat es ge¬ geben, der HErr hat es genommen, des HErrn ^Jahm sey gelobt. Sie bat nachmahls solch adgebronnen Schloß Ottenschlag, ingleichen Aggftein das Mauth-Hauß daselbst, und den Hof zu Schwalmbach mit grossen Unkosten erbauet und renovirt. Ist gestorben zu Aggftein den z. kebr. anno 1617. und Zu Ottenschlag begrabet?worden. Anna im Christen Tauff ward ich genandt, Von Frepherrn von polhaim woll bekhandt Entsprossen, und alsick hctt achreden Jahr, Herr Andres Wolff von polhaim vermähletwar; Neun Jahr mit ldme gelebt in schöner Ebe, Nach seinen Todt nicht geheycathet mehr. Und 5oo M ) . ————-—— .. . Hie liegt begraben der wohlgebohrne H. H. Freyherr - zu polhaim und warttenburg, seines Alters in 28. Jahr, welcher den letzten Junii an. 1570. in Christo entschlaffen, der wolle ihm fröliche Auferstehung verleyhen, Amen. Christus die Urstand und das -Leben, will ewige Freud allen geben, Die an ihn glauben j^estiglich, Daß mag der Sünder freuen sich. Herr Seyfridtz. nar.an. i^8- den?. Julii starb 1576-liegt auch zu Thal- häim begraben, über seinen Leichstein, darrn sein Statur in Harnisch ausge- hauen, ist diese Grad-Schrifft zu lesen: Hie liegt begraben der Wohlgebohrne Herr, Herr Seyfridt Frey- Herr zu polhaimb, und warttenburg, der gestorben ist den 5. October im r 576. Jahr, dem GOtt genad! Amen. Herr Sigmund Ludwig z. nsc. 1545. 2. Augusti war N. O. Regiments- Ratb starb l z-76 Frau Anna, FreyinvonPrag, die hernach Herrn Ludwigen von Polhaim geehliget, der starb an. 1602. liegen beyde zu Thalham begraben, allda gedachten Herrn ein Grab-Stein mit folgender lnlMprivn aufgerichk. zm^o °?o/^z>zz»zo z /z»^c//z /r^zcz-nzzzMZ' z«z? 2V««c ^-/zz^zzz zrz-z.z/s/', L'^/zc^ czzW <7^zz//o /-LZM' Hie liegt begraben der wohlgebohrne Herr, Herr Sigmund Lud¬ wig Freiherr zu polhaim und warttcnburg, Röm. Rayserl. Majest. Regiments-Rath der O. Landen, der gestorben ist den 29. Julii an. 1576. dem GOtt genad Amen Hat zween Söhn im Leben hinterlassen. Herr Friedrich der z-zu Warttcnburg nsr. 157z. den 2?. Julii, hat m seiner Jugend lcaliam, ^NZUam. und Oerwaniam perluttirt, starb an. 162H. den 26. Januarii. vxor. Frau Maria von Polhaim, Herrn LuttacbiengelasseneWit¬ tib starb 19. Martii an. 162^. liegen beyde zu Thalhaim begraben. Herr wolffgang der 6. zu Müstelbach nar. 1^71.17. Sept, kam um sein Leben im Schloß Müftelbach durch einen von ihm scldsten unvorsichtigen geta¬ nen Püchsen-Schuß an. 1604. den 26. Jan. Frau Anna Maria Herrn Carl von Pranck, und Frau Margareth von Moßhann Tochter, starb 12. O^iobr. an. 1610. liegenbeyde zuThalhaim begraben. Hat zweenDöhne ver¬ lassen. Herr WolffCarl nar an. ;6or. hält Hochzeit zu Straßburg an. 1628. den 23. Aprilmit Fräulein Elisabeth Fremnvon Mörspurg. Herr Sigmund Ludwig 4. zu Warttenburg nat. 1604. Sept, nach sei¬ nes Herrn Vatters Tod. Rrr Reundte EZ )o( W - . Ucundte Z-aftl Der Mevberren zu Polhaimb und Warttenburg StMMll- " Baums, Pucchaimbische Linic- Herr Casimir 2. NSt. I s7s. j. »n. 1576. Frau polixe- na nsc. Lc -j- 1576. Herr Gott¬ fried 4. nar. Sc f '578. Herr Carl 2. n»r. 1579. 1° rs8r. Herr Casimir zuPuechaimb n»c. an. 1526. Kays. Majest. Rach f an. 1565. t/xor. 1. Frau Euphemia von Stubenberg. r. Frau Ba rbara vo n pro ßing._ Herrweicaid 21. zuPuechaimbundSchwanß Frau Susanna an. i 554. nsr. 155z.Kays. Maj. Land-Rach und Land- 1-1571. msr.HerrHanns Obrister ob der Ennß f 1609. Friederich vonZinzendorff Uxor. 1571. Frau Gchenckin, Semperfreyin von Limburg »n.- Fr. Adel- Frau Eva nur. Herr weicard 22. zu heit 5. nar. 1576.^ 1621. Puechaimb undSchwanß 15801-1582 nsr. 2N. — Verordne- Herr Hän- Herr Sig- ter im Herren-Stand. rtet>i2. nac. mund Adam Oxor- 1581 fl582. von Traun. Frau Susanna Regina Herr Hanns Frau Felicitas Herrin von Zeickhing. Görgnar.öc nur. 158z, -s 1-1586. 1608. Herr Görg _ _ w^i l h e lm Herr Hanns Görg, Herr Gorger Frey- ^eicarclr LL alil. Herr. Fr. Susan¬ ns z. n»c. »n. — Frau Regina n»r. 1589. ivlsr. Herr Conrad Scdenck Semperfrey von Limburg 1616. Herr Görg Ach atz zu Bruck an der Aschach nsc. 1588.^1621. Uxor. Frau Mag¬ da lena ge- bohrne Herrin von Herber¬ stein. Frau Rosina Sabina osc. 1618. Neundte Tafel DerFreyherrnzupolhaim und warttenburgGtammen-BaunlS puechaimbische Ernte. Herr Casimir istgebohren den iz. Oöiobr. an. 1^26. ward nach seinen ten (oder Götten) Marggrafen Lasimiin von Brandenburg also genennt,ist sei¬ nes Alters im 16. Jahr / als er von der Schul genommen, bey Herzog Johann Friedrichen von Sachsen Chur.Fürsten in Diensten/ und bey der Schlacht/ Niederlag/ und Gefängnus gedachtes Chur-Fü- sten gewest an. 1547. zugleich nebst seinen Vettern Herrn Paul Merthen von polhaun gefangen/ nachmatsis auf lnrercestion Ertz-Herzogs Vlaximiliani, dec dreycr weltlicher Chur-Fürsten und derer Gemahlinnen, auch seiner Freundschafft bey König b'erclinancio wider auSgesühnet worden, laut Briefs/. Augspurg den 18. Jan. -»». 1548 mufle sich aber reverlicen sein Lebenlang an den Kays. Hof nicht zu kommen/ ein gcmtz Jahr lang das Fürstenthum ob der Ennß meiden, und 2000. st. zum Stadt-Dau Wien erlegen, aber es wurde hernach solcher stevers äusser dem erlegten Geld wider caMrt, dannKönig FerdinandNabm diesen H. dabmiruM zu seinen Rach an, und war er folgend auch Königs Klaximilism r. Rath, und Leib-Luarcli- Hauptmann. Hat 2. Gemahlin gehabt. 1. Frau Euphemia von Stubenberg, Herrn Caspars, und Frau Barbara Bämphin Tochter, mit der er Hochzeit ge¬ halten anno 1^0. im Schloß Polhaim, 2. Frau Barbara von Prösing. Er liegt zu gedachten Thalhaim in einen erbebten Grab, darauf sein und feiner ersten Gemahl Büonuß in einen schönen Stein gehauen, daran folgen de Schrifft: Hei- . G )o( W Zvz Hie liegt begraben der wohlgebohrne Herr, Herr Lasimir Keyherr ZU polhaim und warttenburg / der gestorben ist an St. Mi¬ chaelis Tag sn. 1565. und Frau Euphemia gebohrne von Stu-, benberg, sein eheliche Gemahl, die ist gestorben am Montag in den Heil. Gstern an. 156z. derer Seelen GGtt der Allmäch¬ tig gnädig und barmhertzig seyn wolle! Herr Casimir hat aus erster Ehe einen Sohn und eine Tochter verlassen. Frau Susanna n-u. 1554 Klar. Herr Hanns Friedrich von Zinzendorff an. 1571. starb in selben Jahr, liegt zu Pottendorff begraben. Herr weicard 21. zu Puechaim und Schwanß nar. an. issz. am St. Veits-Tag, Kayser kuäolpbi, und Königs ^arrbiD Rath, Land-Rath und Verordneter im Herrn-Stand, und Land-Obrister ob der Ennß:war an. r 597. beym blutigen Treffen bey Neumarckt wider die rebellischen Bauren ; hernach etlich Jahr Herzogs Friedrichs zu Würtenberg Ober Vogt zu Göppingen. Hält Hochzeit dm 26. Iulii an. 1574- im Schloß Speckfelden in Francsen mit Frau Sabina, Herrn Carl Schenken Semperftey von Limburg, und Frau Adelheit einer gebohrnen Reingrävtn Tochter. Er starb den 25. May an. ,609. zu Lintz, als er sich wenig Tag zuvor bey der Empfängnuß, Eintritt, und Lands - Huldigung König XlarchiX gelaist befun¬ den, sein Frau Gemahl starb an. hernach: liegen beyde zu Tbalbaim. , Ihre Kinder. Herr Casimir 2. Herr Gottfried 4. Herr Carl 2. Herr Hänrich i2. Herr Hanns Georg, Fr. Fr. Adelheit, starben alle jung. Frau Eva nar. 1576. den i z. Mart« starb zu Baaden 19. Iulii an. 1621. Klar. Herr Sigmund Adam von Traun. Frau Felicitas nac. i z8Z. starb 1608. klar. Herr Georg Wilhelm Jör¬ ger an. 1600. Frau Susanna nac. — Frau Regina nac. 1589. klar. Heer Conrad Scmperftey von Limburg 1616 Herr Görg Achatz zu Bruck an der Aschach nsc. 1553. starb 1621. liegt zu Tbalbaim begraben, uxnr Frau Magdalena, Herrn Hannß Friedrichen von Herberstein, und Frau Ursula Gräfin vonThurn. Hochzeit zu Lintz an ,617. den 4 Sept, dabey ein Tochter Frau Kosina Sabina nara 1618. den 15. Iulii. Herr weicard 22. zu Puechaim und Schwannß nacns an. wird von einer Löbl. Landschafft ob der Ennß zu Ertz-Herzogen Albrechten zu Oesterreich gen Brüssel als ein Gesandter geschickt. 1619 Verordneter im Herrn-Stand, »xor. Frau Susanna Regina, Herrn HannS Wilhelm von Zelckmg, und Frau Anna Susanna von Stahrnberg Tochter, Rrr 2 Wehende Uafel Der Herren zu Polhaim Stammen-Baums. Herr Ludwig 2. zu Leichtenegg nar. 1529. starb 1628. Uxor. Zehende Tafel Der Herren von polhaim Stammen Baums. Herr Ludwige nsr. iz.O^obr. 1^-29. hat sich in seiner Jugend in fremde Land, und sonderlich an Herzog Wilhelm von Gülich Hof begekemallda Obrchec Stall-Meister gewest. ^nno i;6ä. war er mit Kayser ktaximiliano im grossen Feldzug wider den Türcken. Gedachter Kayser ^ximilign befrenet diesen Herrn den Sitz Liechtenegg oberhalb Welß gelegen, zu einen freyen Land-Gut, und Edcl Sitz sn. 1^7^. Herr Ludwig bat drey Gemahlin gehabt, i. Fran Elisabeth, Herr» E^asem von Stahrnderq, und Frau Anna Gräfin von SchaunbergTochter» Hochzeit i;.Ianuam au. 1568. Dieseftacb den 2. kebr. an. i^Zo.liegtzuWelß begraben, 2 Frau Maria Magdalena, Herrn DiethmanS von Losenstein, Tochter, Hochzeit war den z. Sepr. 1581. starb r. April »n. 1582.^;. Äan Anna __ M )o( M_ 505 Anna /Herrn Andrem von Prag, und Frau Magdalena «on Lamberg Toch- ker, Herrn Sigmund Ludwigs Freyherr zu polhaim und Warttenburg Wit¬ tib, hält Hochzeit an. 1582. sie starb an. 1602. liegt zu Thalhaim begraben. Er ist gestorben zu Liechtenegg den 16. Ianuarii 1608. aerac. 78. Jahr, wird den 1? Martii hernach im Clöster zu Weiß begraben, Schild und Fahnen daselbst aufgehcnckt cum lnlcriprione v c. vm. / Gantz löblich und denckwürdiq wird diesemHerrn nachgeschrieben, daß er Mit seinen Befreundten und Nachbarn so friedlich und einig gelebt und verblie¬ ben, daß er Mich nicht ein einige Rechtsfertigung, oder Zanck-Handel, noch viel weniger Feindschafft von Höchsten bis zum niedrigsten verlassen hat: Seme Kinder seyn diese: Frau nar. 1568. starb anno — —- Frau nara Is/ I. F.au nar. is7^ starb >617. liegt zu Trübeswünckcl begraben. Herr Reinprecht 4. nar is7^. den zo. Sept, warlieölor iVlaznisicug auf der hohen Schul zu Jena an. 159:. vxor Frau Ioanna, Herrn Hannö Chri¬ stophen von Puecharm, und Frau Marggareth Gräfin von Oetting Tochter »n. 1629. Er starbzuLlntz den 5.Mayan. 1615.zu Weiß im Clostec begraben, auf seinen Schild stcher also geschrieben. /45 5/5,' V. O, >r A-'i'/s, ch- D, L". Hat folgende Binder erzeugt. /«//«/ nar. i6n. starb an« --- nsc. 2. F av Rosina 2. nac. 1569. mar. I. Herr Carl vonGera an. 1587. r.Herr Hanns Friederich von Herbetstein an. 1598 starb -— Iulii an. i6z z. zu Regen- spurg, und ist den 17. Aug. allda in der Kirchen zu 8c. bararo begraben worden. Herr Gortfridt z. nar. 4. Im. an. 1 >72. Ertz-Herzogs ^acch-L zu Oesterreich Mund-Schenck, »xoc Frau Elisabeth von Eck, er ist an. 1629. im Garten in erneu Schöpff Brunnen unversehens gefallen, und darinnen umkommen: Seine Kinder sevnd: Hanns Helmhard nar. 1608 starb 1609. Hanns Wilhelm nar. -6n. Tobias nar.'612. Georg Engelbrecht nac. 16 iz. starb zuRegenspurg den -- Aug. i6zz, ie- Pultu8 9. ejusclem bey Weich St. Peter» Christian Ludwig i?. nar. 1622. 2lrnia Elisabeth nac. 1606. Sabina nar. 1627. F.au -N-"-nar. iz?z. hält Hochzeit zu Wien 1592 Mit Herrn Helmharten Göraer Freyherrn, stirbt an. 16 6 liegt zu Atzbach begraben. Herrn Gnndacker Ka ders kuöolpbi 2. IVlgrrbiL und ker^inancli ll. Rath, Cammerer, Regent der Nieder. Oesterreichsschen Landen, Reichs-Hof-Nach, und Hof- Cammer - ers-licjem und virettor. k I dl I 8. MM X WW Register W )O( W 280 96 HZ 10 19 49 dieKay- 104 19 297 i verstanden 2 IZ9 19 2Z8 296. ZL8. ZZO 2ss s 19 Z87 7. Herzog von Oesterreich wird Kayser '8 -verleyhet seinen Söhnen Oesterreich -dessen Gemahlin Elisabeth stifftet einen Sp^ tal nach Steyer -wird ermordet , -dessen Gemahlin Elisabeth stifftet zu einem Seel-Gerath einen Jahr-Tag in Spital zu Steyer 47 Herzog von Oesterreich wird Römisch^ Kayser stirbt Albigenser, siehe Waldenser. 2llbrechr Herzog zu Oesterreich Alexander, Abt zu Crembsmünster , /.-.k«, wird Abtzu Garsten Z2s. tritt die 14-elsmr ab, und wird Abt zuCrembsmünster Z -0 ist Lommillarius bey der Raths-Wahl zuStey^' ZZ2 Alexander Fürst oder Waywoda in der Molda" stirbt aufm Schloß in Steyer rllexberger, Leonhardt, Bürstenbinder in Steyer 2Z4 Altäre zu Steyer, deren erbauer 2l9 Aicenburn, Abt Wolffgang daselbst 2s6. Johann Abt daselbst z;4-^ Alkinczer, Gallus 218 vonAlrhan, GrafAdolph, Feld-Marschall Z40. Z44 BenetianischerObrister 180 A-ncmann zu Hof wird enthaupt 2! 6 Amtsteccen 170. Türcken kommen hieher 244. ?44 Anekenremer,d7zbockttüonoior,KavserlichcrHaupt- mann , wann und von wem es erbauet wor¬ den 4 -wer es zu Lehn bekommen -anictzoEnnß genannt lebend, Landschaffts-Prediger zuLin^ Z40 ?lnrsn,Pründorffer, Pfarrer zu Gafflentz wird voM Lnnvknr zu Garsten zum Abt erwählt, lebt im Ehestand 27z. wirdabgesetzt 28? Mt zu Crembsmünster Apffelsteeken, Hannß 17§ Ttpostel Brief, was dasselbe seye 14^ Arbeiter, Meister Simon, Apothecker und Raths- Burger zu Grätz 2s» Arnhalm, Abt zu Garsten Aspact) nb von Aspach, Otto, Stadt-Richter zu Steyer Aspmm, t^^Achen, daselbst wird Kayser kerälagnöus gecrö- KW net 272 König in Ungarn , 12 Abele, Christoph, Schützen-Schreiber zu Steyer Z54 AbendmahlinzweyerleyGestaltaSi. Vegehrendie Oesterreichischen Stande 266 Absirg-BriefaufMord und Brand 2L.O Absslukisns-Briefder Stadt Steyer 204 Abstorffer, Leonhard 200 Achtleitner, Michael, Raths-Burger zuWelß, wird Land-Rath 210 Achrs-E'. kiärung wider v. Martin Luther wird zu Steyer p>-Kss-''rt 216. Wider Johann Friedri¬ chen Churfürsten zu Sachsen und andere mehr 264 Adeh Steyrischer zugleich Burger 9 -warum sich etliche davon wiederum aufs Land begeben ibi6. -deren vornehmste Geschlechte ibici. -und Verheyrathung lbiu. Adels-Freyheiren bringen einige unangenehme Fol¬ gerungen Abt zu Garsten stirbt Admonr Closier dessen Hammerwerck -bekommt mehrere Güter -dahin kommt König Friedrich -dem Abt allhier sollen die Steyrer serliche Gefalle lieffern Aering kommt an Admont Aeringee, Peter, Raths - Burger von Fürstenfeld 2s6 Aettl, Benedict, wird zumStadt-Richter in Steyer erwählt 276. und wiederum lussen^rt -bicl. wird vom TürckeN'Zug rxlmirt 280. stirbt296. dessen Wappen wo diese Stadt ehemahlen gestanden -was vor eine Stadt darunter wird ALU- wird belagert Aiichdorff kommt ans Closter Admont Aicklngel-, Stephan, vonLintz -n,Michael stirbt Z29. dessen Wappen e, Georg, Pfleger zu Steyer - erster Graf von oLteyer -befchenckt das Closter Admont - — Stistter des Closters Traunkirchen Register. Aspann, Tibold 129. Lazarus , Hauptmann im Traun-Viertel 186. wird Land-Rath vonRit- ter-Stand 209. wird nach Spanien an König Carl gesandt 211 der Stande von Oesterreich an die Ge¬ sandten nach Spanien 2H Aftner, Sigmund, Landschreiber und Lommiüanus bey der Raths-Wahlzu Steyer . 182 Lsicujscion bey der vorgewesenenUnruhe zu Steyer ^84 von Au, Georg i so Auer, Georg Wolffgang Z44 Aurfperg, Gerhard, Freyherr, Erb-Marschall in Crain , ^sZ Auftinnen an dieAerch oder Mühlen, wie sich dabey die Steyrer zu verhalten 6y Auftühree in Steyer ' ^?6.197 Aufschlag aufdieKaufmanns-Guterin Steyer i zz. wird wieder abgesiellt ^7 Augspurn, Reichs - Tag daselbst.^ 266. 267. der Stadt Auf- und Abnehmen daselbst, Ursach zo 1 Augspurgische Contessivns-Verwandte weigern sich den OrrZoi-ianischenCalender anzunehmen Z02 Augustiner zu Wien, wer bey denenselbe begraben 6 Ausschuß zum Türcken-Krieg 10 Azbacher, Sebastian, ein Messerer, wird der Stadt Steyer verwiesen 28 z von Azenbruck,Albrecht, BurggrafaufSteyer s 1 B. von Daaden, MarggrafHermann 29 von Daaden, Marggraf Carl roi. ioz DabenbernischtS Geschlecht der Herzoge von Oe¬ sterreich stirbt aus 28. z66 Z4s von Bamberg, BischoffEckebrecht, wird Statthal¬ ter von Oesterreich 27 Bann und Acht, wann solche den Richtern zu Steyer verliehen worden 167 ^-r>^o/omL«-,eiN HNlronomuz 49 Dauern -Grieg in Teutschland 221. In Oester- reich 912/ im-rims Vermittlung desselben ziz Bauerschafft, derselben Bcschwerd-Articul-Jnn- Holt22i. sind allein wider die Geistlichkeit und Adel gerichtet 222. treibt den Ausschuß der N. O. Lande beym Weyer am Casten zurück 22z. erhebt abermahls einen gefährlichen Auf¬ stand in Oesterreich zu. erlegt der Stande Völcker z i z. deren etliche werden hingerichtet z 1 s. deren Begehren an die Stadt Steyer z 16 was dieselbe beym theuren Oesierreichischen Mein sonsten getruncken z zr Bau-Goften zu Steyer sehr wohlfeil 219 Baumauns-Gu.', wird zu einem Edelmanns - Sitz erhoben .. 28 z Bayer.-, tvl. Johannes, Pfarrer zu Lostorff, wird StadL-Prediger in Steyer ? so von.Bavern, Herzog Mtt, thut biß andieEnnß mit Raub und Brand schaden 27 -kommt nach Ennß 29 --dieHerzoge,begehrenOesterreichrc. Z4 90 28 142 246 r* is Ibich 16 ib. 22 26 27 28 von Bayern Herzog Ludwig, wird zum Römischen Kayser gewahlet ' A.z -Herzog Ludwig Kayftrl.Gesandteaufdem grossen Land-Tag zu Wien io; -Herzog Albrechr 12- -Herzog Georg, stirbt r 71 -Herzog Heinrich Bayr, Sigmund,ein Schleissen und Mit-Kontore des Aufstands zu Steyer Bayrischer Grieg, woher derselbe entstanden 171 Begräbnus zu Steyer, von wem dieselbe herrüh- - - -ist vorhin zu Garsten gewesen, ibicl. König von Ungarn. Benedicms Adr zu Garsten, nz. 128. stirbt Benedicr. Abt zu Glainck erster Abr zu Garsten -dessen Geschlecht -Tod und Begräbnus. II. stirbt -war Oberster Capellan zu Steyer Itt. Abt zu Garsten -IV. — — stirbt Abt zu Garsten wird abgesetzt VI. Abt zu Garsten hat den Thurn und das grosse Chor beym Closter erbauet, uz. stirbt i2Z vonDergen,Maximilian,Herr zuSiebenbergen 212 Berger, Chuntz 117 Berchsldrftsrff . , . 94.102 Bethlehem Gabor wird Fürst in Siebenbürgen zyz Berstuuden wider die Türcken in Steyer 278 Bertter verursachetmit seinem Fürgeben Zwietracht Deutler, einer von den Aufrührern zu Steyer 197 Sigmund. 2Z4. Biberbach, Kirchen daselbst wird von den Türcken geplündert 25c» von Blliigdorff, Dietrich, Königs Friedrich Feld- Marschall 49 BLschbofftr, Georg, Stadt-Richterzu Steyer, und Obmann des tvi-ueiir. und peinlichen Ge¬ richtsdaselbst 2Z P.2Z7. 24.6 Blschringer, Sebastian, Verweser des Stadt-Ge- richts zu Steyer 276 Blümlhuder, Georg, wird gebenckt 160 Blmiger Sonn und Mond am Himmel ZO7 inBehaimb IOI. IOZ von Bogen, Graf Albrecht hilfst Lintz entsetzen 2-7 Böhaimb, Caspar, Burger zu Gratz 26/ Böhmen, deren werden 14000. erschlagen, zz. Fal- leninsLand ob der Ennß. 12s. werden geschla¬ gen. 129. deren etliche von Adel fallen ins Land. ^89 Böhmische Regierung über Oesterreich undSteyer nimmt ein Ende Z4 Böhmischer Nmcek des Fenster-Auswerffens, wer im Sinne gehabt 222 von Bonasts, Jacob, Tbmn-Dechant zu Trient 212 2)orzira, Hanns Melchior, aus Präbren zsz von Bo,e, Ernst, Obrister zyz Register. , > ' - .—- Stephanus 99^.949 von Brandenburg, V!arggraf Albrecht 10; von Braunschweig und Lüneburg, Herzog Erich, Kayserl. Obrister Feld-Hauptmann. 187» Herzog Heinrich Julius 940 Brenner, Wolffgang,Tsstor inSteyer 281 Bruck an der Leurha 1 r 2 -an der Muer, Zusammenkunfft der Oester- reichischen Stande daselbst 209 Von der Brucken, Andreas 28z Bruder- oder Siechen-Hauß inSteyerdorff, von wemgestifftet 198.26z Druderschaffren, Zünfften und Zechen in Steyer, deren Anzahl 226 Brugg in der Schweitz 46 Brunnen und Bache truckenen aus 260 «ie Lc>mr, Obrister, Ertz-Herzogs ^Iberci zu Oesterreich Gesandter 971 Budweiß, wird mit List eingenommen Z48 Burcklehen vom Schloß Steyer, wem escon6-mi> ret wird z66 Burger,Steyrische, werden indieLandmannschaffr ausgenommen 9 -derselben Nahrung ibia. -Freyheit 1 z --sind wegen ihrerVerlassenschafft besorgt 174 -halten heimliche Zusammenkünfte wider den Rath. 174. begehren Rechnung von dem¬ selben. 776. Widerspenstige sind mitder neuen Raths-Wahl nicht zufrieden. 182. derenKlag- Schrifft. 19 s» vcrsammlen sich abermahl in grosser Menge. 22z. deren werden einige we¬ gen der Wicdertaufferey eingezogen 2z z Bürgermeister-Wahl in Steyervwann aufkom¬ men 161 Burger-Stand, dessen sich nicht zu schämen 20s Burgers-Tochcer zu Steyer erhalten einHeyrath- Gut 26z Burgfried-und Zebend-Sache zwischen Steyer und Garsten wird verglichen. zo >. Vergleich des wegen zwischen der Herrschasst und Stadt Steyer zz8 Burgsciedrs-Vertrag 216 Burggrafen, wann der Nahm und Amt im Ge¬ brauch gewest 967 Talender, Gregorianischer, erregtStreitigkeiten902 ///.Pabst vermahnet zum Wiederstand der Türcken 109 Barfüsser-Münch, undPrcdiger zuSteyer. 226. strafft die Mißbrauche der Kirchen. 227. wird wegen seiner Lehre nach Passau ciriret. 228. nimmt Urlaub aus Stever 290 Camericli, daselbst wird ein Bündnus wieder die Vcnetianer geschlossen 189 Kammer-Giner, was deswegen vorgehet 258 Cammcrel>Leo, Burgerzu Stein 256 Lammcrhooci, Guims, Prediger in der Thum-Kir¬ chen zu Steyer. 277. 281. dessen ärgerlicher HandelmitN. Gotter. 282. stirbt 286 Cammerhuber,Hanns, Stadt-Richter zu Steyer 74 c^o>-G zu Garsten in Benediktiner verwandelt 14 Lantziey-5o-/«/ der Prälaten wie er ehemalen üblich gewesen 246 ein Franciscaner ^9 Caplan,Veit, Kayserl.Schloß-PfiegerzuLintz 279 Capuciner-Ckoster beySteyer wird erbauet 957 /»/. verjagt dieHunnen , Lar! König inUngarnschicktK-Friedrich Hülffe 49 Carl, König in Spanien. 210. dessen schrifftliche l^esviurion an die Gesandten von den Land- Ständen aus Oesterreich. 211. cegiret seinem Bruder Ertz - Herzog?ercjin3nci» dieOesterrei- chischenLande. 216. Kayser kommt nach W» 2pO. und Wien, -dich erobert Tunis in 2ss. reü^nirt das Kayserthum 272 Königs in Pohlen Heyrath 109 Caspar, Abt zu Molek 994 streifet in Oesterreich bis an die E>Mß- 248. wird erschlagen 251 Lastuer, Reinwarth, Hof-Richter zu CremsnuM- ster- i2z. Ober-Ennserischevon Adel ch48 Beschreibung des schloß Steyer 959 Carholilcher Gottesdienst wird in der Pfarr- KN'^ chen zu Steyer wieder eingeführct. 927. nlder Spital- und Vruder-Hauß-Kirchen 9 >'7 Chapcll, Eberhard von V pesender 9^4 Cheldorffkommt an die Grafschafft Steyer 964 ein Türckifcher komrnt nach Lintz 9 5 sic I^ainricki 964 Chundler, Heinrich, Stadt - Richter zu Steyer 62 Clauß. Z41. Christoph und Ludwig 9-p Clerssey zu Steyer, deren segs» werden angefoch- ten 207 -zu Garsten hält einen Creutz-oder Fahnen- Gang nach Steyer. 992. laufft übel ab 99^ Cloftcr zum H. Creutz, wer da begraben 22.28 Coburg Collockza,Ocmecriu8 Ertz-Bischoff d^ selbst 95 l Coloua, Leonhard, siehe Felß. Comecen werden gesehen 247. zzz. 957 6>,-»c-/,/E, wer dahmverwiesen wird 261 auf dem Land-Tag zu Preßburg 959 6oc/---r4/// Röniischer Kayser belehnet Oucicaruw Marggrafen von Sreyer mit der Vesten Ann^ spurg, 965 Königlicher, wegen der freycn Raths-Wah» zu Steyer, dessen Jnnhalt 9 99 Constanr-nopci vonTürcken eingenommen lO9 der s. Nieder - Oesterrcichischen Lande zn Wicn2ss. DiedabeygeweseneGesandtcn256. zuLintz von allen Landern des Ertz - Hauses von Oesterreich zpi. die ^ro^oüuonund UcksreN auf demselben 959 Coßmann, wird Stadt-Richter zu Steyer 9 50 Costnitz, Reichs-Tag daselbst /79 Crabar, Andrä, Pfleger zuSteyer 12z. i za. verlegt den Feinden denPaß nach derEnnß ins Geburg i?6. nimmt einen Burger von St. Peter ge¬ fangen 199. dessen Streit mit Georg Hohen- selber rgT Crain Register. Erain kommt MI das Hauß Habspurg Z4- Land' schafft, deren Gesandte auf dem l-^nvenr zu Wien 256. dergleichen zu Steyer 2,66 gramer,Hannß, Mautner zu Ybbs I34 b^. —- — ergießt sichund überschwemmt d;e aanseGe- gend 282. wird von der Hifelau biß gen Steb¬ er Schiffbar gemacht 295. ist gantz über-froh-» ren Ennß, Stadt, ehemahlige Residentz der Grafen zu Steyer " -ehemahlen von Römern bewohnt 9 -wann zu Ober-Oesterreich kommen 19 -deren erste Erbauung 2? -wird von Herzog Friedrich von Oesterreich eingenommen 28 — --- beschickt den Land - Tag zu Martbcrg ioo derselben Steuer-Anlage i z i. hat Streck mit dem Dom-Cavitul zu Wien 227. wor- zu es ausersehen 229. > daselbst halten die 7' Städte mit ihrem Volck Musterung 296. wie ehedem geheissen 36z. wird von Her¬ zog Otto aus Bayern eingenommen Ennßdorff 161. dessen gewählte zum Rath der Stadt Steyer 182. Feuersbrunst daselbst 199. 260 von Enzerstorffhaltens mit Herzog Ernst 77 Kaysers in Lintz 155. Frauen M-rrgarerhäHändeliN/gebohrneReifchbhoM zuSteyer 191. ^-Michael Forsters zu Gar¬ sten 232. Hannß Fuxbergcrs inSteyer 26;. Händelifche zu Steyer 269. Frauen Elisa* berhHoffmannm 272. AnbreäRutmers er¬ sten Evangelischen ll-Kong zu Steyer 27?' Michael pfefferls zu Biberbach 274. Herr IbomL zu Stey7. wird zum ersten Bürgermeister gewählt 162. dessen Geschlecht und Wappen 16 z. ist als Abgesandter nebst andernzuWien bey Kayser ksssximuiLno 375 §. Closter, wird verwüstet 4 -wie es ehedem geheissen 7 -dessen prLiLi ist auf dem Land-Tag zu Mart¬ berg loo. wird von Herrn von Srain bezwun¬ gen 119. deffen Abt i>.rer^o--irer sich bey Cra- bathens Streit-Handel 146. wird von denen Herrenvon Volckenstorffmit Stifftungenver¬ mehrt 376 5. wo er die Marter-Crone erlangt 8 Tambcck, einOesterreichrscher Edelmann und Abt zu Garsten 74 --ressßmrt aus Verdruß 83 Forinularwie man damahlenin rechtlichen Sachen vor derHauptmannschaffr p^cess.ret 14z -— des procets- oder Gerichts zu steyer 168 Forster, Friedrich zu St. Marein stirbt, deffenWap- pcn 160. Stiffler des ailerheiligsten Altar zu Steyer 219 — -— Michael, Lonvemu-ss von Garsten, und PfarrerzuSteuer2Z2. Adam zz2 deren Verrichtung zur Heil. Advent- und Fasten-Zeit 226 -Müntt-,ist einTurckischerSpion 247 Frauenboltz, Raphael, Rentmeister auf der Herr¬ schafft Steyer 3)6 Freydec ,denen Herrn von Zelckhing ehemahlen zu¬ ständig 370 Freinsten , daselbst wird das weinen aufder Donau abgestellet . 6s Freud'rsshci-nn, Sebastian, wird enthaupt 2s4 Frey Brief über eines Erb-Gut, wer denselben er¬ langet 26; Freudhost", ein neuer, zu Steyer 262 Sss 2 Frey, Register. e-, Conrad, Bischoff daselbst wird vor Lintz -fangen 27 dl, wann an Oesterreich kommen 22. erhalt Schreiben von Herzog Albrecht 114.. derselben Steuer-Anlage izi. soll überfallen werden 210. ein Zufluchts-Ort vor den Türcken 229. deren Lonrmßcnr zur Einholung Kaysers liuciai- pt,' II. 296. was sie wegen der Marckt-Güter suchet - 944 Freystellung der Religion wird von theils Oesterrei- chischen Standen vom König keräinancio begeh¬ ret 261 Friede zwischen dem Kayser und König in Ungarn IZI -und Ruhe fast in der gantzen Christenheit, wann? 207 Friedegg, Schloß, Klonumem daselbst 64 Friedrich, Herzog zuOesierreich bekommtSteyer 22 - n. der streitbare Herzog zu Oesterreich 27 -kommt im Streit um 28 -?uicbr>- Herzog von Oesterreich wird zum Römischen Kayser gewahlet 48 -wird gefangen 49 -stirbt ibici. Friedrich Herzog von Oesterreich erwählter Römi¬ scher Kayser 9<- -last einige Steyrische Burgerin Arrest neh¬ men 96 -kommtwieder in Oesterreich ior -ist mit denen zu Steyer nicht zufrieden 10z — — bekommt mit seinem Bruder Albrecht und Vettern Sigmund wegen Oesterreich Streit m -erhalt Wien und Neustadt am Ann nr -- gerath mit Herzog Albrecht wieder in Unei¬ nigkeit uz. wird zuWien in der Burg be¬ lagert 114. wird regierender Herr im Land obderEnnß 1 > 5. schicktansehnliche Fürsten Grafen und Herren mit Volek gen Steyer 118. dessen Antwort an des Königs inBöh- men Gesandtschafft 121. dessen Danck- Brief andievonSteyer 122. kommtnach Steyer 127. kommt abermahls nach Steyer 128. befiehlt dasselbe zu befestigen i z2. rhut eine Geld - Hülste darzu ibiö. begehrt ein Anlehnvon 90. Dacaren von Steyer izz. gehet in die Niederlande zur Besreyung Ertz-Herzogs1 z^.verkaufft der Stadt Steyer einige Güter i so. laßt einen Aufbott nach Lintz zu erscheinen,ergehen 152 begehrt zoo. Gülden Anlehn von Steyer zum Unterhalt seinerKüchen iss. stirbt ibicl. Friedrich tt. Kayser kommt gen Ennß 27 -ziehet mit seinem Heer durch Steyer 28 Friedrich der letzte Herzog vonOesterreich undStey- erwird von Kayser Friedrich lt in die Reichs- Acht erkläret? 66. kommt um ibid. Abt zu Gärsten Z2 -stirbt zs -II. Abt zu Garsten 9s. stirbt 96 Friewirch, Ulrich, Fürstlicher Amtmann in Eisen- ärtzt 29/ Friyendorsser, Sigmund icx) Fronsperg 34^ von Fürstenbern 248 Fux, Thomas/Hauptmann zu Regenspurg 212. Georg, Hauptmann Z4^ Fuxberger,Martin,Stadt-Richter zuSteyer,des¬ sen Geschlecht und Wappen 97. leg 134.14^ Z7s. Han^ß, bewirbt sich bey Kayser k^ax-mil. um einen Frey-Brief wegen seiner Verlaffen- schafft i74. Caspar 17s. Hannßi9i. Erbauer des Qbnüopbori und Altars zu Steyer 219. dessen Anlehn der Königin .^nnr 2zo. gewester Bürgermeister stirbt 262 Fuxenhuber, Merth, des Raths in Steyer 1 /7 Fuxmagen, D.Iohann, Kayserl. Rach 169.176 Gafflentzgew Z64 Oe voI6 z 64 Gallenstein, Schloß ' 22; Gallenstein, Herrschaffr 241 Gäming, Carrheuser-Closter, dessen Stiffter 369 Gamniy, Carthauser Closter inOesterreichvonHer- zog Albrecht gestifftet sf Gannß, wer um Martini eine verehret bekomme zoz Garsten, wann und von wem das Closter daselbst ge- stiffcet worden r? -Benchictiner-Orden daselbst -dahin kommt Kayser l-nciericus l. 16 -wird zum Land ob der Ennß geschlagen 19 -brennt ab 26 .-daselbst Hausen die Bayern übel zo -leider grossen Schaden z? -wird von Herrn von Stam zur Huldigung gezwungen n- -derenAebte haben Streit mit den Domini¬ canern in Steyer 128. suchet Crabarhen in Steyer von seinen Vornehmen abzuhalten 146. Closter leidet Schaden durch Feuer i s7. dessen Anlehn der Königin azo. weigert sich Getraid zu licffern 24s. dessen Aehend-Recht264. daselbst wird der Mol¬ dauische Fürst ^lexünder begraben ZZI. nimmt denGerraid-Casten-Grund zuSrey- er in Anspruch Z49. daselbst iogixet Kayser Matthias zsl Garyweilel-, o. Paul, zu Lintz z 19 Gasteiger, Hannß, ausTyrol, ein Wasser-Gebau- verständiger Künstler 29 s Gastelstorster, Caspar, ein unruhiger Kopff zu Steyer, wird ins Gefangnuß gelegt 176. was demselben versprochen worden 197 Gaunold,Hieronymus,von Welß 2?8 Geißler-, l) Andreas zsZ Geistliche müssen in Oesterreich eine Schatz-Steuer bezahlen izi -mehren sich in Steyer 22s Genannte zu Steyer 16 r deren Verrichtung 162. und Veränderung i6s. Evangelische werden ab-und Catholische eingesetzet zz2 Georg Register. Georg König in Böheim kommt dem Kayser Frie¬ drich zu Hülffe H4. dessen Gesandtschafft an den Kayser 121 Georg Bischoff zu Kimmsee 374 Georger Wolff/Kayseri. Truchseß 171 Abt zu Garsten 157. ertrinckt in der Ennß I»8 6^,«/,^chmaierAbtzuGleinckwird Abtzu Gar¬ sten 28z. wiederabgesetzt 290 Gertraud von Oesterreich 28 Vorsteher des Closters Garsten 32 Geschenckund Verehrungen sind schon lange im Ge¬ brauch IZ4 Geschlechter, Steyrische 9 Gesellen - Priester, wer die seyN 226 228 . wo diese Stadt ehedessen gestanderr r — — warum nichts gewiffes davon zu sagen 3 Gerravd-Handlung,strittige, zwischen Steyer und Waidhoven 282 Gctraio Llcftrung, wie dieselbe erfolget 24s Geumann, Hainrich, der Stadt Sceyer Feind r 18 Geumunn, Hanns Ortolff. 337- LandschafftsVer- ordneter. 341. wird nach Saltzburg um äuc- cut!> geschickt 34b Gewerb und Handthierung zu Steyer 9 Giefflmg Andreas, der Stadt Steyer Gesandter austdem Land-Tag zu Preßburg 333 Gwnger, Hanns Adam, Kayserl. Rath und Vitz- dom ob der Enns 309.338 Gimsir, Ulrich 26 z Glaudenti - Bekanntnuß Bruders OLlixri 230 Glemck Closter kommt zu Ober-Oesterreich 19 — — erlanget die Kirchen zu Dietach 22 - — wird bey seinem Fisch-Wasser an der Ennß geschützet 157 -dessen Pralat ist aufdem Land-Tag zu Mart¬ berg ioo. suchet Crabathen in seinem Vor¬ nehmen zur Gelindigkeit zu bereden 146. des Closters l'rivüejch werden conümvrt. 366. des¬ sen Stiffter, wer? 376 Giesset, Melchior, Bischoff zu Wien 35/ Glocken- Lauren Mittags um 12. Uhr, wann auf¬ kommen und warum 309 Glückh, Wolffgang, ein Raths-Genoß zuSteyer i87 Gmündten, wann zu einer Stadt gemacht worden 2l -beschickt den Land-Tag zu Martberg roo derselben Steuer-Anlage auf dem Land- Tag zu Lintz 191. deren (^onungem zur Ein- holungKayfers iiuck,!pbi ll 296 Goldschmidr. ein Steyrer Geschlecht, deren Wap¬ pen - , 62 — verändern ihren Nahmen ° ibi6. Gölrrnger, Ulrich, Pfleger zu Scharding 142 von der Goltz,Günther, Freyherr und Obrist 353 60^24^4, keräinsngus 250 Görtz wird von den Venetianern eingenornmen 186. Lands-vepucute davon aufdemLonvcnc zuWien 2s7 Gortderarh, Sebastian, bekommt statt der Braut ein Roß 142 282 38 355 48 14 3sL 337 374 wird Gotter, Hof-Prediger im Schloß zu Steyee GortschakckAbtzu Garsten Gorrschalek Matthaus, Burger zu Steyer Gorcs-Zeil Saltz woher es seinen Anfang Görrweig, Closter Abt daselbst Grabner, Sebastian Graf, Wilhelm, Pfleger zu Radstatt Grafen von Sreyer, dem uralten Geschlecht die Erbauung des Schlosses zu Sreyer zuge¬ schrieben 363. deren Residentz Z64 Grafemvöhrcer, Wolffgang, Steyrischer Haupt¬ mann 132 Gran, wird von den Christen erobere 3ii von Gran, Ertz-Bischoff Johann i zo. und Saltz¬ burg, dessen Pfandschafft auf der Herrschafft Steyer hat em Ende 151. stirbt inSaltzburg 374 Granatschmied, Georg, ein Aufrührer zu Steyer 197. szlvirt sich mit der Flucht 198 Gräri, Stephan, dessen Stifftung zum Heil, zwölff Boten Altar inSteyer 220 Grav, Michael, Unter-Pfleger zu Steyer 372 von Gravenegg, Ulrich, Kayserl. Feld-Hauptmann 121.37Z -Wolff, Hauptmann zu Steyer I2Z. Georg 26; von Gräving, Hannß Schweickard 372 Grein 129. Schloß daselbst, von wem gebauet 153 Grciß, Hannß 332 Greifenecker, Eraßmuß, Viertel-Hauptmann 24z Greisenick, Hannß Jacob von 266 Griechisch - Weissenburg wird von Türcken belä- gert 109 von Grießkirchen, Ortolvh 364 Grimmenstein, Festung, wird erobert und öemobret 3H Gromarschmidr, Hannß, ein vornehmer Raths- Burgerzu Steyer stirbt 258 Gstctrner, Georg von Gmündten 2Z8 Gruber, Hieronymus, Raths-Burger zu Welß 352 Grueber, Michael Pogner 234 von Grüenbach 364 Grüenraller, Andre, Stadt-Richter zu Steyer, dessen Geschlecht und Wappen r 16 Grumann, Hannß Ortolff 338.352 von Grumbach,Wilhelm zu Grünbeck, vaKor Joseph, Kayserl. kkillon'cub und X-tscbemglicus z68 Grundersp?rger, Hannß, Schumacher in Steyer, zweiffelt cm seiner Tauffe 281 Gueffing, Andre, ein Steyrischer vornehmer des Raths, erhält den Vorzug vor der Herrschafft Steyer Reuterey z z8. Jacob, dessen unverse¬ hener Schuß bringt einen ums Leben 351 von Inscuii, Graf von Ognare, Königs Spanischer O^tor zsi Gumpoirskil chen, kommt an die Grafschafft Stey- er 364 Gü.^ß, wird von den Türcken vergebens belagert 247 Sss 3 von Register. S: - Gurck, Bischoff I2I. Cardinal Matthaus Lange Bischoffwird prächtig inLintz empfangen 204. Bischoff Urban 281 Gmbrodr, Lorentz 176. dessen Heyrath mit einer Brandstetterischen Tochter 205. gibt ein An¬ lehn der Königin änn-i 2zo. stirbt 2Z2. dessen Stamm-Tafel und Wappen Wolff 297 Gurewercke, deren vortreffliche Würckung 22s Gurcenffein in Oesterreich .49 Guremag, Hannß, wirdvonKönig k^-iximilian zum Aufschläger gen Steyer gesetzt 151 Gwalrshover, Sigmund, Müntzmeister in Oester¬ reich rzi von Haag, procurator cil-cg ^Nüsum Z2. z66 -S'nmund Graf, des Heil. Röm. Reichs Cammer-Richrer 211 von Habspurg, Graf Rudolph, wird Römischer Kayser Z2 -Graf Albrecht bekommt Oesterreich, Stey¬ er, Crain und die Windische Marckt 34 -anjetzo Herzog zr -wird Römischer Kayser z8 Häckelberger, zu Hohenberg/ Eraßmus 26s Hadamar, Ambrosius, OoÄor und Lynclicus zu Bur dißin Zsz Hädershoven, daselbst der abgestorbenenLreßling Begräbnuß 370 ^«^«-AbtzuGärsien 2; frillencu8 364 Hager, Bernhard 107. Sebastian Günther zzy. Obrister?t2. Sigmund z;s. der alte Obri- ster ;4?.?s2. Sigmund Güncher 840 Haid, Niclas, Burggraf und Schaffner zu Steyer Haidenrerch, Eraßmus 171. HauptnrannoderVor- steherdes Sreyerischen Aufbotts 211 Haider, Hieronymus, zum Dorff/ bietet der Stadt Steyer Hülffe an 244 Haidnmer, Hannß, Klingenschmidt in Steyer, klagt über das Verderben der Stadt 19z. wird nach Wien ins Gefängnuß geführct 198 Hailmann, Hannß, Stadtschreiber zu Steyer 272 Hain e> ge , Michael, Stadt - Richter zu Steyer 124 dessen Geschlecht und Wappen 12s. ist mrt als Gesandter der Stadt Steyer zu Wien Z7s Hall in der Hof-Marckt wird durch eine Feuers¬ brunst ruiniret zzz Halter, KEMS, von Ammersfort 28; Hämeri, Sigmund 170. Raths-Freund in Steyer ' 190 Hammer, v k/lskcrnus, ^leclicu!; zu Steyer ZO7 Ha.cko,Paul, Obmann im Spital zu Steyer, war¬ um nach Wien gefänglich geführet wird 328 Handti, Joachim, Stadt-Richter zu Steyer 267. dessen Stammbaum 268. und Wappen 269. Wolff und Gotthard 280. S->ba,nan und Hieronymus >b>6. Wolff, zu Römingdorff, - Bürgermeister zu Steyer 291. Simons. Hieronymus ib. Wolffu.Sebald 297. Wolff dessen Wappen ziz. und Stamm-Tafel ziz. Hieronymus 319.328. emizriret nach Regen- spurgzzi. Joachim Stadt-Cammerer oder Baumeister zu Steyer Z49 Handscher v. Christ. ZsZ Handwerker in Steyer, deren Beschwerden gegen den Rath daselbst 174 Harasser, Hieronymus 170 von Hardegg, Otto Graf za. Hannß, dessen präch¬ tiger Aufzug in Wien -04. Fähndrich, wird von den Türcken gefangen 246. Julius as8. Lands-Hauptmann dessen Begehren an die Städte 262 zu Hardcberg, Heinrich Graf, Viertel-Hauptmann in Mahland am untern Ort 186 von Harracb, Carl zzs Hastber, Stephan, Burger zu Steyer 26 -Geschlecht und Wappen 74.7s Haßlachwird von den Böhmen eingenommen' 129 wird vor Esseck geschlagen und bleibt selbst zo8 Haffendorffer, Ulrich, Land- Richter auf dem Moß I2Z Hauenstein, Sigmund, ein Schleisser, dessen Glau- beNs-Opinion 28Z Haug, Hannß, Mautner im Eisenärtzt 174 von Haugwitz, Georg, richtetUnruhe rm Land an 210 Hauser, Otto, Burggraf zu Steyer so -Leopold, zu Matzen, dessen adeliches Ge¬ schlecht ist abgestorben ?68 äieLrrn rttc/be, l^enncb 364 «saußruck, also wird ein Theil vonOber-Oesterrelch genennt zic, Haußrucchrr, koliuinlius, Stadt- Richter zu Lmtz/ was erdievon Steyer beschuldiget 152 Hebenstreir, Hannß, wird enthauptet 2/4 Hcher, Melchior, Sradtschrelver zu Steyer 297. was ihm gedrohet werde Z2Z. stirbt zzo Hecken-Reurer,wer die,elbe gewesen 217 Hegenmüller, Ruprecht, Verwalter derLands- Hauprmannschafsr 219. Hannß Ruprechr, Anwaldr bey derLands-Hauptmannschaffr zzr Heher, Hannß, Schuster zu Steyer 234. gewestem Schatzmeister der Sreyerischen Wldertausstr 2Z9. wird execulirt 240 Heidenreich, Eraßmus, ein Messerer und Aufrührer zu Steyer 198 Heiligrhümer kommen ins Clostcr Admont Z92 Hemberger, Michael, des Raths zu Steyer I s7. Stadr-Rrchter 160.170 Heinrich Bischoffzu Utrecht 24; Heinrich, Abt zu Seittenstetten 246 Heinrich //'. Ziomifcher Kayfer erhebt Steyer zu einem Marggrafthum 364 Heinrich Römischer Kayser z6s Heinrich, Peter, Bürgermeister zuBudißin zsZ Hell,Georg,Unter-Pfleger zu Steyer 12z. Z7Z zuHelffenlrein,LudwigHelgrich Graf 2I2. Wer¬ ner z89 Hellmesser, Wolffgang Peter, Pfarrer zu Steyer 246 Helmans- - _Register. Heimanns-Oedr Z4s Helmus, Hannß Burger und Nadler zuSteyer 340 Abt zu Garsten so von Herberstein, Sigmund Ritter, Gesandter des Fürstenthums Steyer nach Spanien 211. Hannß Friedrich, Freyherr, Königs Matthia geheimer Rath, Cammerer und Feld- Marr- schall 347 Herbfthamer, Sebastian Pfleger zu Steyer 377 Herclmayer, Paul Hueffschmidt 2;; Heryogenburg 114. daselbst sind eine anzahl Land- Leute auf Kayseri. Befehl beysammen 132. kommt zur Graffschafft Steyer 3 64 von Hessen, Landgraff Philipp 254. wird vom Kay¬ ser in die Acht erklärt264. wird gefangen 267. Ludwig Z40 Heuschrecken thun schaden sO. in Oesterreich 26s. in Crain 266 Heyllng, Georg 248 Heyrach der Sreyerischen Burgers-Töchter wird vom Kayser vor seine Hoffdiener begehrt i 33 Heyrarhs - , heimlicher wird csüixet 276 Heyrach-Steuer 109 Hifelau, 29s Hildebrand, Pabst unter dem Nahmen Qregorius Vll. verbietet die Priester Ehe 389 Himmelbecg, Hannß von 248. Georg, bleibt im treffen bey Effeck 258 Himmelpei ger, Hannß Obrisier Schützenmeisterin Steyer 354 Himerhoitzer, Petrin, Burggrafzu Steyer 61.369 —- — LAtclas 62.369 -Wolffgang, los. dies Geschlecht ist mit Jacob von Hinterholtz ausgesiorben, dessen Begrabnus im Closter Gleinck 369 Hirsch, Melchior Bürgerlicher Hauptmann und Raths-Burger zu Steyer 262 " -- Hieronvmus, Stadt-Richter , 328 Hirsthlag, Schloß, wird von den Böhmen einge¬ nommen , und von den Kayserl. wieder bela¬ gert 129 Lomlcum, kdsrckionum 6c vucum 8cy- rise Z8i HochenEdl, Leonhard 200 Hochgerichc am Greinfeld, streik deßwegen, 254. revers deswegen 290 Hochzeit- prajenr, wer ein schlechtes befürchtet 267 Hochzeit - präsent, der Ober- Oesterreichischen Stande an König Matthiam 3 so von Hodikz, Georg Graff 337 Hofer, Michael was sich mit seiner Verlassenschafft zugetragen 174 — — Marrheus, Kayserl. Cammer-Diener ibid. von Hosskirchen, Georg Andreä 3 37. Freyherr Land - Obrister in Oesterreich unter der Ennß 3s2 Hoffleben, gefährlich und wandelbar no Hoffmann, Hannß einer aus den Gesandten vom FürstenthumSteyer nachSpanien 211. Adam Freyherr und Burggraf zu Steyer, Stifter des 4tenAltars zuSteyer 219. Hanß,zuGruen- bühl und Strecha,wird Burggraff zu Steyer, 247. erfindet ein neues Eisen- Bergwerck, 258. dessen ermahnung an den Rath zu Sreyer we¬ gen derLutherischenLehr26i. jst aufdie Erhal¬ tung der Catholischen Religion in Steyer be- dacht266. Adam, dessen Sohn, ist der Evange¬ lischen Religion zu gethan 267. Hannß, der Vatter verweiset demRath die Unterlassung des Fest des Fronleichnams 272. Adams, Frau Gemahlin stirbt ibich Hannß Friedrich, des¬ sen Heyrath mir Jungfrau Judith von Win- disch- Grätz 275 Hoffmann, Hanß Freyherr, und Burggraff auf Steyer, stirbt 277. 376. dessen Sohn Adam, ihmennAmt succcciiret,ibi6. stirbt 289. Fer¬ dinand, dessen Bruder luccecliret ihme ibiä. 298. Hannß Adam, Burggraff 302. Hannß Friedrich, Burggraff, und Kayserl. geheimer Rath 330. tritt die Herrschaffr Steyer ab,zz 9. deren Geschlecht, wird nut dem Erb-Land-Hoff- meister-Amt in Steyer belehnt 377 von Hohenberg, Hannß ' 1 34. Hohenegger zu Hagenberg, Georg Kayserl. Rath gor von Hohenfeld, Rudolff und Sebastian, Gebrüder 204 Hohenfelder, Christoph 129. Kayserl. Rath 134. Georg, Kayserl. Pfleger zu St. Peter 139. klagt die von Steyer vor dem Landö-Hauptman an 143. last dem Pfleger zuSteyer eme anzahl Wein aufder Donau wegnehmen 14s. Achay, Pfleger zu Sreyer 247.254. Ludwig, Land- schaffts verordneter 34'. 352 Hohenfucc 34s Höhenkircher, Hannß 377 Holler, Johann Wilhelm, Abt zn Gleinck, wirdAbt zu Garsten 330. Raths-Wahl (^ommillärlus zuSteyer 332. Landschaffts verordneter 34». stirbt 355 Hollstain ein Dörffel, dessen Kauffmanschafft 11 z Holnegg, Adam von, Landsverweser 256 Holtz- Handlung zu Steyer io -Niederlag n --Kauff 55 Honing, Michael, erster Gegenschreiber zu Steyer 307.378 gedencket des Steyrischen Stahls 8 Hopffer, Thomas UntereEchützenmeister zu Steyer 3 54 Höhffner, Ulrich kommt zu Schärding in verhasst >42 Horn, Conrad Handelsmann von Nürnberg last das gemauerte Creutz im Aichet aufrichten 147 Horn, daselbst halten die Evangelische Stande irr Oesterreich ihre Zusammenkunffte 337 Hörleinfperger,AndreaöVerweserderHauptmann- schafft ob der Ennß 81.371 Hörnweger, Hauptmann 3 ss von Hüess ndol ff, deren Geschlecht und Wappen 46 Hülpeck, Hannß Staktschreiber in Steyer wird sei¬ nes Dienstes entsetzet ' I2s fsleclericb 6cLotrlcbslcb 364.994 Hungarn, was Crirolui!»,!. für Völcker dahin gefüh¬ rt 3 Hum Jacob, Bruder,Caplan und Hofprediger der Herrn von Rogendorff 233. macht sich mit seiner Kö¬ chin aus dem staub 234 Jagenreurher zu pernau Sigmund, Land-Rat!) vom Ritterstand 209. Anwald der Lands- Hauptmanschafft 22z. komt gen Steyec 24s Jahn, Mattheus Bürgermeister in Steyer 332. Obrister über der 7. Städte Fuß-Volck 338 Ianckhoffsgi, Wolff Sigmund 353 Jaurirswitz, Nicolaus Freyherr zu Günß, Königl. Maj. Rath, und Cammerer 2s6 Jedensprügen , hieselbst geschieh et eine Feld- Schlacht 33 Jernftidk, Pfleger ob der Ennß 412 Imauer, Wolff 184 Imhoff, Marx 255 der Lateinischen Schule zu Steyer 290 Inderfter, Hannß Remprscht 337 Gelder von Steyer Mussen an den Kayser nach Wien gesandt werden 133 grsgiretzu Steyer 271 der Innbrugger, Wolffhart, Pfleger zu Steyer , Z70 gegen die Rädelsführer des aufruhrs zu Steyer 200 des Freydhofes zu Steyer 284. am neuen Tbor zuSteyer 290. auf2.silbernenTrinck-Ge- schirreN3'5. eines schönen Lpicspdii z s6. im Closter Vorrau 996 der Oesierreichifchen Stände Gesand¬ ten auf den Reichs-Tag zu Augspurg 266 412.4z; IoM«e/Lar6i'n3ll8 8r. ^n^eltPäbstlicherl-cgLc 109 Johann, Probst zu 5c.Pölten 334 5r. Johann Tarchaus, deren Stiffter ix 8r. Johann Spiral, Carrhaus im Khernwald,wer tunäirt Z9f Johannes Spindler Prior zu Mölck wird Abt zu Garsten 290. dessen begehren an den Rath zu Steyer 291. tritt ab von Gärsten und wird Prälat zu Cremsmünster 307. clilliculriretden Steyern Uncatholische Prediger 3 19 5r. Johannis Feuer werden verboten 3 54 Jörger, Hilliprandt 123. Leonhardt 129. wolff- gang, Ritter, Hauptmann im Mühl-Viertel 187. Lommlsssrius bey der Raths-Wahlzu Steyer 20z. Chr-stoph, zu Tollet, Kriegs- Rath 257. wolffgang, Freyherr, Lands- Obrister zz8. Larlibiä, Helmharrz4r. Prä- 3 Ibi6. IOZ Jubel-Geld verwilliget der Pabst dem Kayser zu 109 233 112 19 Hungers-rioth, an vielen Orten Teutschlands247. im Land ob der Ennß 285 von Hungerspach, General Simon, Königs Maxi- miliani Schatzmeister Hunnen, wie weit ihreGräntzen gegangen -von <^rolo lvl. aus Bayern verjagt bekommt Ungern zu regiere» — — form pslarmu« inUngarn Hur, Johann ein Wiedertäufer Hmrer,Hanß dessen Geschlecht zu Steyer Hützen-Bihel-Thal komt ans Closter Adnont Rammerer, Elias, Rentmeister auf Steyer 276 Lappenfueß, Sigmund,Stadt-Richter zu Stcyer- dessen Geschlecht und Wappen 120.128. Pe¬ ter, um dessen Tochter der Kayser selbst vor ei¬ nen seiner Bedienten Ansuchung thut i33 Rappenstaincr, Hanß Galientz 468 Lappler von Wmterberg 125 Rarman, Elias, Rentmeister zu Steyer 377 Närndnerische March wird in Sleyermarch ver¬ wandelt 364 Rarndten, Hertzog Ulrich aus 28. Landschafft, de¬ ren Gesandte auf dem Convent zu Wien 256. dergleichen zu Steyer ' 265 Naßlach wird von den Ketzern aus Böhmen beraubt 125 Ratzinger, Andreas, ein Tischler und Aufrührer zu Steyer, dessen Urtheil 198 Rauffmannschaffc auf den Gau Marckten, in den Dörfern, und bey den Kirchen verboten Rayser, Stephan, des Rarhs in Steyer 2; 8. Leonhard 267. Hannß, Tischler in Steyer 283 Dayserl. Mandat, dessen Einhalt230. wegen Er¬ oberung Raab 922 Nazianer, Hannß, Obrister Feld-Hauptmann 247. Lands - Hauptmann in Crain 256. kommt m Verdacht eines heimlichen Verständnus mit den Türcken 258 Rernstockh, Michael, Stadt-Richter in Steyer 175.187. was bey dessen Wahl zum Richter vorgegangen 202. Georg, Stadt-Richter, wird Land- Rath wegen Steyer 210 Rerschberger, deren Geschlecht und Wappen 52. Hannß, zu Stadt-Kirchen 2n.Burggrafauf dem Schloß Heinrichs-Burg 367. Heinrich, Pfleger zu Steyer 368. deren Begräbnis im Closter Gleinck 369 Rerschbergerin, deren Todt verursacht eine Span¬ sau 249 Nerrner, Georg, Anwald aufdemSchloßzu Steyer 129. Unter-Pfleger 158.373.375 Reyer-Freydhoff, wo derselbe befindlich 72 Nezinzky von Rorau, Wilhelm wird m die Acht er¬ klärt 264 Rhämberg Insel an der Danau 3 3 der Rhammer, Hannß, Castner oder Randmeister zu Steyer 37; Rhien- Register._ sidem der Landstände 344. Hannß 3x2. Helm¬ hart 352 von Ioritschäin, Erasmus 2x6 Irenfried, Pfleger ob der Ennß 32 Joan, von Wittenberg wird zum Predigt- Amt nach Steyer vocirt 336 ' I J....' I erheben " " ' 171 Juden vor Jeiten in Steyer 58 -verüben eine böse That mit den conlcrirten Hostien 84 Cardinal, pudlici'rt eine Pabstliche Bull wieder die Hußiten 88 Register. rZ4 378 3s3 278 290 L'chienring, ein alt Oesterreichisch Geschlecht, des¬ sen Ursprung 372 Lhilchinger, Lorentz, Unter- Pflegerin Steyer ii s. 373 Dhlmbser zu Clingenberg, Sebastian 255 Rhirner, Christoph 3 37. stirbt 3 so Rhtcwneuskhy von Khlenonwa, Joan. Obrister Landschreiber in Böhmen 3 s2 von Lmödringen, Wilhelm, Kayserl. Rath von Hauß aus 426 Rhoficr, Wolffgang, der sieben freyen Künste Ma¬ gister, und Stadtschreiber zu Steyer, stirbt 272 von Lhollonirsch, Seyfried 334 Lhoppach, Schloß, einem Adelichen Geschlecht, die Anhänger genant, zuständig, ist abgestorben 370 Dchosiäck, Ludwig 468 von ^hrenburg, Ulrich 334 Achünast von Tamvach, Barthol. Unter- Pfleger zu Steyer 169.182,375 Dchünigl, Magister Wolfgang Rhumer, Zacharias, Pfleger zu Steyer von Rickbusch, Reinhardt Binder-Bibel, wer Autor? Binder-Mörderin, deren execurion Lirct)- Raimngen zu Steyer, wem dieselben sollen geleistet werden Al billicb 364 von Harchdorss, Burggrafen, sollen keine Benedi- sche Maaren über die Zeihring oder Eisen über Pürn führen 78 Ri'rLl)b0lsf, daselbst werden bey 220. Bauern er- schlagen HA Dircden-Bann, wie damit zu verfahren 92 Liechen- Ornat, wird wieder angerichtet 281 Liechen-Odnung, Evangelische, in Steyer 28 r Kirchen Schäye, worzu dieselben angewendet wer- den 229 Kirchen- Stand bey derStadtSteyer, dessen Be- wandnüs 22s Lirchmaiee, Hannß, von Ennß 238 von Airchbei-p, Graf Eberhardt 470 Lielbhoft in Steyer i' 2 Llingiec, Hannß, Stadt- Richter in Steyer 28 i Kmujsch, Hannß, Burggraf zu Sreyer 57. Hoff- Marschall Hertzog Albrechts zu Oesterreich,des¬ sen Geschlecht abgestorben 369 Kniejchencken, Andre und Wolfgang, und deren Schwager Wolfgang begehen eine erbärmli¬ che Mordrhat an dem Abt zu Garsten ls6 Köberer, Leonhardt, bekommt von seinem Herrn ei¬ nem Kaufmann aus Nürnberg dessen Haust in Sreyer geschenckt 147. kommr wegen der Wie¬ dertauferischen Lehre in Arrest 233. Paul, Burger und Kayserl. Eisen - Cammerer zu Steyer 283. Wslffnürm 291. dessen nachge¬ lassene Wittib stirbt in der Wiederrauferischen Lehr 307 Kobler, Hannß, Rentmeister zu Steyer 377 Kolin, Hannß, Stadt-Richterzu Steyer,dessen Wappen 137« ^7> 160.37s Kölnpeck, Andreas, Stadt-Richterzu Steyer, 8 r. ist der widerspenstigen Burgerschafft verhaßt 184. wird Bürgermeister 187. dessen Stamm¬ baum und Wappen ,88. Niclas 23c» Röninsftld, Closter, ^Gelegenheit zu dessen Erbauung 46. werd« begraben 36z Lönigstsrsfer, Sebastian, Apothecker in Steyer 332 Röplee, Christoph, ein Goldschmidt in Steyer 28 z Dorn- und Haber-KauffinSteyer, dessen Preist 193. 199.201.204.206 Rorn-Neuburg, lOs. ergibtsich denUngarn I3s Lraffe, Stephan, Pfleger und Burggraf zu Steyer 8r von Rranicbberg, Haug oderHugo, was er zu Lehn bekommen? 38- Rresil no, Hannß 72. Pangratz, zum Dorff, Pfleger zu Waidhoven ander Pbbs ist abgestorben 37a Nreirren-Feuer werden angeordnet 3 icr RriecchbaumischeStiffrung,Geschlecht und Wap¬ pen 172. 17z Krieg d er Venetianer mit demKayser 186. kommt zu einem Anstand 187. gehet wieder aufs neue an i8? Kucke,, Hannß, äävocat zu Steyer 2ss von Ruenrlncr, Georg icxr Lumpfnee, Ruprecht, Pfleger zu Steyer 377 Nunimmd Kayser Friedrichs Tochter und Herzogs Albrechts in Bayern Gemahlin irs Lürschner, Ulrich, Stadt-Richter zu Steyer 66 Rurn, Heinrich, Weyh-Bischoff zu Passau 261 Nucrner, Andreas, der erste, der Evangelischen Re¬ ligion zugethane Lateinische Schulmeister oder kcöior zu Steyer, stirbt 27; L. Cbrilkophorus.auf dem Convent juLiNtz Wö¬ gen Ungarn Zsi König zu Ungarnund Böhmen, Herzog zu Oesterreich 9s tritt ins Regiment 102 ver¬ spricht der Stadt Steyer Schutz 124. halt ei¬ nen Land-Tag zu Korn-Neuburg undWien 12s laßt das Schloß zu Steyer einnehmen 128. auch die Stadt 3^1. i-g stirbt nc> Lambach von Romern bewohnt ; -kommt zum Land ob der Ennß 19 -wird ausgebrannt 27 -dessen prLkt isimitinderBündnus derLand- Stande 122. wird gestürmt 119. einge¬ nommen 342 kommt an Marggraf 0rcoc-c in der Steyermarck 39s. wie es ehedem ge¬ heissen 40s von Lamberg, Wolffgang 2s6. Hannß 266 Georg Sigmund,Freyherr, Lands - Hauptmann 3 3'2 Sigmund, Freyherr, Kayserl. Maiestat gehei¬ mer Rath, und der Röm. Kavserin Obrist-Hof¬ meister, wird Burggraf zu Steyw 3s4. Jo¬ hann Marimilian, Burggraf zu cLteyer 38s Lämpel, Wolffgang 281. wird Pfarrer zu Steyer 29: soll abgeschafft und nach Lintz gelieffere Tt t wer-- Register. werden z 20. wird durch ein vecr-c des Landes verwiesen Z24 Gt Lamprecht-, Closter in Steyermarck; 2s. be- kommt ein Vermachtnus z?8 der Land,Heinrich, Stadtschreiber zu Steyer 90 Land ob der Ennß, welches also geheissen wird 8 -wird vergrößert 79 -dessen ehemalige Grantzen 21 -verwirrter Zustand desselben 117. leg. -dessen Steuer-Anschlag izi -verschreibt sich dem König in Ungarn zu einer Geld-Anlage 142. bewilliget dem Kayser Hülffe wider die Venetianer 186.189. des¬ sen Oi-svzmins wegen Verheyrathung der Kinder 2Qs. wird gegen die Feinde aufge- gebotten 210. gegen dieTürcken 24z. dessen Gesandte auf dem Lonvem zu Wien 256. zu Steyer 256. daselbst geben nicht geringe Veränderungen vor, sonderlich inderReli- gion z;6. was den Ständen desselben Schuld gegeben wird 348. wie es ehedem geheissen 40s. wem cs Kayser t^aximiiianug verglichen 407 Landfelden, Friedens-Handlung daselbst 129 wird vor denTürcken zu einem Zufluchts-Ort auser¬ sehen 229 Landgulren und Güter-Erkauffung und Besitzung der Bürger zu Steyer altes Recht " 6; Landbauß zu Lintz, war ehedem ein Franciscaner- Closter r 69 Landherrn um Steyer sind uneinig 28.H. --schicken um einen Lands-Fürsten in Meissen zo Landleute werden wegen ihres Ungehorsams ge¬ strafft _ 246 Land-Warschall, wo also genennet werde 408 Land-Rärhe in Oesterreich deren Ursprung 208 Land-Bichrerob derEnnß.der erste, wer? 409 Lands-Hauprleure, wer also genennet werde 408 Lands-Drdnung 209 Lande! ob der Ennß, woher es also genennet 21.406 Lang/^t Valentin, predigt zum erstenmahl wieder- 'um in Steyer ?z6 Lanstdl zum Gchaunstein, Jacob 279 von Lapitz, Andre Crabach, dessen Geschlecht ist ausgestorben ',74. siehe auch Crabarh. Larch am Rhein, Closter 405 Lauffenholyer, Christoph, Rentmeister zu Steyer 2ss. 377 oder Lorch, wann es von den Hunnen zerstöret worden 3 -dessenErtz-Bißthum,wann es nach Passau li-gnrberiret worden z -wie es ehedeffen genennet worden 7 -deren ehemahlige Grösse WM. wie es nun heisse 40s Laurisheim anjetzo 8c. klon-in 8 Lauserer, Augustin izz Laxenburn, von wem erbauet 70 Lechner, Christ von Wien 3s2 Lehen-Gmer, der Burger vonSteyer sind Steuer- frey 6 z Lehens-Leute von Steyer, wer dievor Alters gewe¬ sen 364 Leibeiaenschassc, wann im Gebrauch 74 Leib-Wochen- Pfenning, dessen Ursprung 229 Leich Gedächtnisse der Königin Anna, berciinsncli Gemahlin 26s Leich Herrn Hauptmanns von Losenstein zu Steyer und Gärsten 294 Leidgard, Gräfin vonWürtenberg 389 Leister, Christoph Z47- von Lendersheim, Christoph, wegen falscher Müntze in Verdacht und Verhasst 262 Leoben, Eisen daher das beste 8 Abt zu Gärsten 82. stirbt 90 -Rmefchenek Abt zu Gärsten 742. wird er¬ mordet ls6 Leo^-r^tzAbt zuWilleringwirdLand-Rath 209.21 7 Leonstein am WasserSteyer wird zerstöret 64. wem es ehedem zugehöret z68 Leonstein in Veichtach ein Paß Z4? Leopold, Probst zu 5r. klor!3n z s2 Marggrafvon Steyer Stisster des Closters Rein 7 s Herzog zu Oesterreich bekommt Steyer 76 -dessen Sprichwort 22 -vi! regierender Herzog über Oesterreich 22 — — zog wallfahrten zum Heil. Grab 2z -ertheilet dem Closter Crembsmünster ein tgjvjik-^um auf dem Schloß zu Steyer 26 -stirbt 27 Leopoldsdorss 2s r Leroch, Christoph/ Burger zu Lintz 7 7s. Wolff gang, thut eine gute Heyrath 141. wird Ver¬ weser zu Steyer 769. deren Titul, sind abge¬ storben , Z75 Lesch - brand, Veit, Erb-Forster an der Ennß 261 Leu, Wolffgang 26z von Leu von Rosenthal Böhmischer Obrist - Hof¬ meister 729 Leutold Graf von Steyer Kaysers-^onrack m. v<- czriui, über des Reichs Lehn in Oesterreich z89 Lew, Georg, Pfleger zu Steyer 88. 377 Lichrenbcrcre- , Ulrich,dessen und seinerFrauen denck- würdigerTodt 284. Wappen 28 s Liebe zu Gottes worr in Steyer 234 von Lichtenstein, Heinrich zo -Wilhelm 100 -Heinrich vonNiclasburgnimmtdasSchloß zu Steyer ein 108. ^-77 -Christoph 729. dessen Steuer-Anschlag i; 1. hat den Mauth - Aufschlag in Steyer zu verwalten 7 z;. Georg von Niclasburg 789 27i. dieses Geschlechts Ursprung 372 Liestr, Hannß, Lieutenant 249 Lilienfeld, Closter, dessen Stisster 27 -Abt wolffgang daselbst 256. werdaselbst begraben 409 von Lindau, ZNM Haust, Georg 2s6 Lum, wann es zu Ober-Oesterreich kommen 20 — — wann zu desselben Hauptstadt worden 21 -wird belagert und entsetzt 27 — — wird an Bayern verpfandt z r Ling Register. Lintz wird wiederum ftey 94 —— dessen Marckts-Freyheit 52 -- hat mitSteyer deswegen Streit 59 — — beschickt den Land-Tag zu Martberg ioo — — soll Steyer zur Pfandschafft bereden 114 - -daselbst wird einLand-Tag gehalten 118.1z 1 deren Steuer-Anlage Mig. hieselbst werden viele Versammlungen der Stande wegen des Ungarischen Kriegs gehalten iz6. da¬ selbst stirbt Kayser Friedrich iss. allhier wird der Streit wegen der Eisen-Hand¬ lung zwischen Steyer und Waidhoven ent¬ schieden 170. Land-Tag daselbst 184. da¬ selbst wird eine stattliche i^ocession began¬ gen 186. dahin kommtKayser ^lgximiliawas mit vielen vornehmen Herren 204. Land- Tag daselbst 2O8. unterschreibt die M'ecu- r-mon der Gesandten nach Spanien 211. Land-Tag daselbst 214. daselbst wird eine Ertz-Herzogliche Prinzeßin gebohren 229. Land-Tag daselbst 2^4. grosse Feuersbrunst daselbst 262. derselben zur Ein¬ holung Kaysers kuNossbi U. 296. daselbst wird das Lxechrium lieligi'ovis Augsp. (lon- ieckion im Land-Hauß öffentlich angestellet 996. prächtiger Einzug daselbst zz8. war¬ um es sich bewahrt 344. Konvent daselbst von allen dem Hauß Oesterreich gehörigen Landern 957. wird von Herzog Ouv aus Bayern eingenommen ?66 Löbel, Hannß Jacob,Freyherr, Lands-Hauptmann, wohnet der Raths-Wahl zu Steyer bey zs8 Lobenstein, Schloß, im Mühl-Viertel/ haben die Herren von Stahrenberg innen ?66 von Lobenstein, Ulrich 28 --dessen Pfandschafft über die Herrschafft im Ennß wird bestättiget 29. iss z66 Löblich, von wem der Steyerische kl.sgilirsc dieses krLNicgc erhalten Lochmaier, Abt zu Gleinck, wird Abt zu Garsten 28 z. wird abgesetzt 290 Lorch,jetzo Ennß, wann verwüstet worden Z87 Losentteiü, Schloss davon werden di e Türcken abge¬ trieben 249. wirdHerrn DiethmarvonSteyer zu Lehen verliehen Z66 von Lose'sstem, Gundacker ^4 -— — Peter --Hardneidt, oder Hartl thut dem Closter Garsten mit Brand schaden 59. derenHauß in Steyer wird zum Bau desDominicaner- Closter gekaufft - -Wilhelm widersetzet sich der Schleiftung Schiffertsegg i z'/. Georn, Kayserl. Rath 169. halt es mit der widerwärtigen Gemei¬ ne zu Steyer 176. Acharz, 189. wird Land- Rath 209. Sebastian, überwindet einen hoffartigen Spanier 216. Wolff, in der Gschwend, erzeigt denen fliehenden Stey- rern eine schlechteNachbarschafft 244. Diet¬ mar 2s8. Lands-Hauptmann 291. stirbt zu Lintz auf dem Schloß 294. woher den Nahmen z 66. Wappen,was vor eines 402 Lostainleirhen,was vor Predigten daselbstgehalten werden 255,928 von2übechVischofConrad,ziehetzumHeil.Grabz9s Lmiüus pgpu^ RömischerBurgermeister z8s König in Ungarn dessen Heyrath 204. koMMt UM 229 letzter König in Bayern 405 der Luec^r Wappen undStamm-Tafel 6§. und ssg. -Ehomas, hat das Stadt - Richter - Amt zu Steyer in Bestand 76 -Bernhard, Stadt-Richter zu Steyer 107 -Wolffgang, Raths - Burger in Steyer, dessen Tochter Margarets» wird an einen Kayserl. Hof-Dienerverheyrathet 141 -Hannß, erbauet eine Capelle zu Steyer- dorffi98. dessen Stifftung zum Bruder- Hauß in Steyer 261 von Lüneburg, Abt Berchtold, ziehet zum H.Grab 995 Lüstenfelden 9^.5 Lutz von Landau, Freyherr, was er denen Burgern in den Städten Schuld gibt 912 Lyst, Wolffgang, dessen Geschlecht und Wappen 98 N. Machlandt, ein Theil von Ober - 'Oesterreich zio. worzu es ehedem gehöret 405 Machlandr, Grafen von 406 Machlandt, Grafschafft,was dazu gehöret 407 von Machowiy, Heinrich 972 Magdeburg wird in die 2lcht erklärt 264 Mager,Hannß, Ritter 256. bleibt im Treffen bey Esseck 2s8 die Mährer verbinden sich mit den Oesterreichischen Land.Ständen sov Maidburg, Johann, Burggrafdaselbst 971 von Maidrburg, Graf Burghardt 56 -Graf Bernhard, Marschall in Oesterreich 191 MalowLy, Caspar, Viertel-Hauptmann 249 von Manderscheid, Grafen 248 Mandl, Augustin 126 vonMännig, Georg, Lands-Hauptmann 280. xrvrr/r.-». ^^7 Mann sie, Closter, wann nach Bayern gehöret 426. wird dem Land ob der Ennß einvcrleibt 427. wird mit Feuer und Schwerdt verderbt 414 von Mannsfeld, GrafHoy cr 224 Manßrreder, Erhard 972 vonMancua, Frau Anna Catharina, Herzogin 982 Marbach 154 March, wer diesen Nahmen empfangen 425 -die Bayerische, deren Gezirck oder Begriff 406 von Marchburg, Graf Bernhard 292 March egg 9; woher den Nahmen 984 Königreich, was ehedem darzu mit ge¬ höret 425 Margaretha von Oesterreich 28 -- wird mit Gisst vergeben 92 Ttk 2 von Register. vonMärmks, Maximilian zzs «le QvnrgUus, In^ulütor ZU Steyer 47 Abt zu Garsten 3 s. stirbt z 8 — — Rämsch Abt zu Garsten 90 Marschall zu Reichenau, Eberhard, Pfleger zu Steyer 202. macht der Stadt Steyer den Burgfrieden strittig 21 5. theilet die Prand- stetterische Verlaffenschasst 216. invenciret die von Steyer nach Lintz gesandte Kleinodien 230 ein hefftiger und streitiger Mann 376. Burck- harr, Hauptmann ob der Ennß 412 Marspach 340. Passauische Herrschafft 348. wem ehedem gehöret zy6 Marederg, daselbst versammlen sich dieLand-Stände von Oesterreich 99 Marcer-Gaulen, deren Aufrichtung 3 22 ^lopicius, Abt zu Garsten 307. hat Handel mit der Stadt Stever 312. wegen der kelor- macion 319. wird Abt zu St. Lamprecht in Steyer > 325 Marr Pfarrer zu Dietach 249 Märlseeder, Hannß 296 Matthias König in Ungarn 124. dessen Schreiben an die von Steyer 139. stirbt in der Burg zu Wien 148 Matthias Ertz-Herzogvon Oesterreich bekommt die Ungarische Crone 335. hat Mißfallen an Ein¬ führung des Evangelischen Keiiz-ions- Lxercitii ZZ7. wird von Kayser Rudolph seinem Bruder mit Krieg überzogen 340. laßt ein Ocne^le pu- dliciren, dessen Jnnhalt 346. dessen Schreiben an die Stande ob der Ennß 347. gehet vor Prag und wird König in Böhmen 349» dessen Heyrath 350. wird Römischer Kayser ibig. schreibt einen Reichs Tag nach Regenspurg aus ? so. kommt nach Steyer zxi. und Lintz 351. stirbt 358 Matthausen 117. da herum wird ein Lager geschla¬ gen 340 unversehener Scharmützel daselbst 347 Maurbach, Cartheuser Closier, von wem gestifftet 49. und wer da begraben 415 X3.<-eorß, llrokessor Zxrrsorclm. zuWittM- bergvon Nürnberg gebürtig, wird Schul -Ke. Lior zu Steyer 286. muß Stadt und Land rau¬ men, und gehet wieder in sein Vatterland nach Nürnberg 326 Maußdcimer, Conrad, des Herzogs Amtmann zu Steyer ? 66.270 Römischer König 1;8. begehrt ioo. Gold-GüldenZlnlehn von Steyer 150. begehrt abermahlen 300. Gulden Anlehn von Steyer 154. wird Römischer^Kayser 156. fordert die Oesterreichischen Stande zur Erb-Huldigung nach Wien 157. con6rmiret der Stadt Steyer Privilegien Is8. begehrt abermahlen 7OO. Gul¬ den Anlehen von Steyer 160. erlaubet der Stadt Steyer einenBurgermeisterzu erwählen 161. entschließt sich zu einem Türcken-Zug 171. erkläret den Churfürsten in der Pfaltz und seinen Sohn Ruprecht in die Acht 171. entschließt sich die Kaysert. Crone vom Pabst zu Rom zu em- pfaheni7Z. neues Ausschreibendeßwegen 183. befiehlt krvcessiones wegen des Kriegs mit den Venetianern anzustellen 186. vergleicht sich mit König Ludwig von Franckreich 189. begehret von Steyer 1000. Gulden gelehnt 199. kommt nach Steyer 200. nach Lintz 204. stirbt zu Welß -07 Römischer Kayser tritt die Regie¬ rung an 277. begehrt ein Anlehn von Steyer durch ein bewegliches Schreiben, dessen Inn- Halt 278. gehet selbsten wider die TürckeN28o. stirbt zu Regenspurg auf dem Reichs-Tag 29 3 Mayland wird belagert und erobert 39s von Meckau, Helffreich, Ritter und Lands-Haupt¬ mann 274. 302 von Mechelnburts/HerzogBrobezla, ist beymCreutz- Zug ins Heil. Land 39s von Meckhniy,Achatz, Pfleger zu Rackerspurg 204 Meichsner, Michael, Vitzdom in Steuer 29s Meilerftorss, vor Zeiten ein adelicher Sitz bey Wol« spach, jetzo ein Bauern-Hof 372 von Meilerftorss, Wolffgang, Pfleger auf derHerr- schafft Steyer 113. 16-m auf dem Aggstein 37^ von Meisfau, Stephan, Statthalter in Oesterreich 33. Erb-Marschall in Oesterreich 412.413» Melck, ?rior daselbsten wird Abt zu Garsten 26 -LunrsU lii. Abt zu Garsten wird allhier Abt >blU. dsicolgu8, ausklngarn 351 ^k/rrL, Virus, aus Ungarn 3 s l Merckenstein, Schloß, wird belagert 134 Mereklin von Waldkirchen, Balthasar, Probst zu Waldkirchen 212 derMercel, Hannß, Stadt-Richter in Steyer 96 von Mesperg, Christoph 116 Messe wird an Wercktagen zu Steyer zu c-icbriren unterlassen 272 Messer- und Geschmeid-Handlung zu Steyer k 6 - - von wem dieselbe an sich gezogen werden solle? 176 Messerer-Handwerck erste und älteste Freyheit zu Steyer 77. beschwehret sich überden Rath da¬ selbst 176. dessen Abnehmen, woher entstehe? 178. vermehret sich starck 26; Merrenpeckd,Hannß,Stadtschreiber inSteyer 126 Merri, Jacob, Stadt-Richter zu Steyer 130 von Mettschach, Andre, Ooöiorund Pfarrer zuGöß undTrafeya 154 von Mctzdorjf, Gerhard, zu Vinzelberg, Pfleger zu Steyer 377 von Meidenburg, Conrad, ein grosser Künstler und Sternseher 50 von Mezerath, Abraham z 5 3 Michael Abt zu Gärsten 50. stirbt 51 Michael, Abt zu Lambach 21 r Micheldorss 341 Milchropdc, ein vornehmer Burger zuSteyer, was er gestifftet 44 WLUwanaer, deren Geschlecht und Wappen 54.1g' -Eberhard, Stadt-Richter zu Steyer 6 z -Caspar,Hof-Richter zu Garsten m7 Mißgeburro bey Steyer 16 Mohr, Hannß, Stadtschreiber und nachmahls An- waldt auf der Herrschafft Steyer 128.374 Mörder- Baude, deren bx-cunon 281 «ir v Register. lllung Z 64 Moser, Hannß, Burger zu Steyer, dessen schlechter Feldzugvonihm beschrieben 189. Dietrichstei- nischer Untergelter zu Steyer 218 Moser, Daniel, aus Wien 352 Muehr, Heinrich, Kammler 234 Mühldorff, daselbst wird König Friedrich von Uu- 6ovico gefangen 49 Muhldorff 412. Feldschlacht daselbst 415 Mühl-Viertel, ein Theil von Ober-Oesterreich z io. worzu es ehedem gerechnet worden 405 Müller, iS Joachim,wird Pfarrerzu Atzbach 327 Müllner, Hannß, ein Kürschner und Aufrührer zu Steyer, dessen Urtheil 198 Müllner, Joachim, Stadt-Prediger zu Steyer 286 Mültaller, Georg, von Vöcklabrugg, dessen beson¬ ders Urthelüber die Wiedertauffer 238 vonmüllenberc?, Ulrich,desGrafenvonSchaunberg Abgesandter zu Steyer 2s4 Müliwalvrer, Hannß, Convenmal zu Garsten, und Evangelischer Caplan zu Steyer 276. 281. stirbt ?o2 Münster, Dorff, kommt an das Closter Reicher- sperg 395 von Münfterberg, Herzog Victorin, dessen Aus¬ schreiben wider den Kayser 12z Münye, Klage über derselben schlechten Gehalt 112 - - Ordnung . 210 Münye.lgolden und silberne, so wegen der Belage¬ rung Wien geschlagen 246 Münyer, falsche, werden in Verhasst genommen IZI. falscher wird mit dem Schwerdt hinge¬ richtet 207. dergleichen 28 s Müntz-Frevheit, wer? 995 Mureisen, Sebastian, ein Messerer-Gesell, sagt ge¬ meiner Stadt und Burgerschafft zu Steyer auf rauben und brennen ab 199 Mürnchal 39i Müstlbach, ein alt Oösterreichisch Geschlecht, dessen Ursprung Z72 Much, Hannß, des Raths zu Steyer 319 n. Nachbarschaffr,gute, und Einigkeit zwischen der Herrschafft und Stadt Steyer laßt sich Kayser t^gximil>rmu8 angelegen seyn , 375 Olachrjchrer zu Steyer, von wem er Getrard be¬ kommt Oladcmger, Hannß ^^5 Olahrnen der alten Städte, warum so ungewiß 2 ^o3nncs 102 von Neidpercr, Hannß 4^0 Heidegger, Hannß, Stadtschreiber zu Steyer zzo wird von seinem Dienst ^-moviret 3 3* Oleuperg in Gceyer, Closter 50 wergestifft 4^5 Neuburg am Ann 112. kommt anOesterreich 395. wird von den Bayern belagert 4^4 Neuburg am Run, Grafschafft 406.407 Neuburg, Closter, siehe Neyburg. vonNeudegg, Hannß, Burggraf zu Steyer 38. 368.371 Neuhauß 22F Neudauser zu Gtadc-Kirchen, Georg, Kayserl. Rath zor Neuhoftn 244 Neukirchen Z97 Neumarckc wird von den Türcken verbrannt 244. daselbst gehet ein Treffen zwischen den Standen und Bauern vor zi^ Neumüller, Hannß, und mit ihme die vornehmsten Burger zu Steyer ^etenöiren den Rath da¬ selbst i9§ Neupecken, Merthen, 17s Neustadt, wird vondenOesterreichischen Standen besagert iOi. daselbst liegt Kayser Maximilia- nus l. begraben 207. warum zu Steyer ge¬ rechnet worden wann und von wem er¬ bauet 40- Neutra, Vslenrinus Loopes. Bischoff daselbst Z si Neyburg, Closter, daselbst wird ein Theilungs- Brief aufgerichtet 19, -daselbst liegtMarggraf Herrmann vonBaa- den begraben 2^ -wird von den Türcken abgebrannt 244 Nichtigkeit Menschlichen Wesens auch an Königen und grojen Fürsten zz Nickhard, Heinrich, Kayserl. Rath und Kriegs« 8s- crecarius , z 11. gewester Rentmeister auf der Herrschafft Steyer stirbt 356. dessen Lpira- ptllum zu Steyer 37- Nicolaus Venck, ein fürnehmer von Adel, Abt zu Garsten 71. stirbt 74 Nicolaus, Bischoff zu Nipponia und Weyh -Bi¬ schoffzu Gurck 171- von Niderchor, Sigmund, des Kaysers geheimer Rath 14^ Niederlag zu Steyer -der Christen zu Effeck in Croatien 277 Niederlags--Freyheuen, in der Stadt Wien 41z Nimerooll, Hannß, wird mit Roß und Wagen ge- fangen Nördiinger, Georg, von Augspurg macht ein beZsc nach Eisenartzt 174 oder dlori8, wo ehedeffen gestanden i werden von den Römern bezwungen 407 ^/L«W/i,7^/k,was ehemalen darunter begriffen ge¬ wesen 363.407. wer daselbe bewohnt z85 zu Niu nberg, Burggraf Friedrich, Statthalter in Oesterreich 410.418 Nußdorff'er, Bayrische von Adel ,42 O. Oberhaimer, Vizenz 12z Oderhammer, Hannß, zu Marspach beraubet einen Steyrischen Raths-Freund 139. dessen Diener kommt in gefängliche Verhasst »42 von Obernhaim, Leonhard 202. Pfleger zu Steyer 276 Tttz Odla- Register. Oblaten im Heiligen Abendmahl, Acrgerniß da¬ ran 28 z 0c^/o>r der Religions- Reformation, sonderlich wie¬ der die Städte im Land ob der Ennß z 19 Oeder zu Ernau und Gotzendorff, Wolff 256 von Oedt, Hannß Christoph, Hauptmann im Müh- len-Viertel z io. Heinrich, Ritter, Burggraf aufdem Schloß Windegg ;6y Oefferl, Wolfgang 128. wird nach Saltzburg ge¬ sandt 146. nach Lintz 170. 184. '87. stirbt, dessen Stamm-Tafel und Wappen 201 Oisitz r?o Ollmüyer, Jacob 170 Openikz, wer daselbst begraben Z07 Abt zu Garsten 28 -reist zum Kayser in Italien 29 -stirbt za Ott »srrneic Lc Orrlieb z§4 Osterman-, Florian, Pfleger zu Steyer? 77. stirbt, liegt in der Pfarr-Kirchen zu Steyer begraben 378 Gßrahm 364 Oesterreich unter der Ennß,dessen Gesandte aufdem Convenr zu Wien 256. zu Steyer 26s. da¬ selbst gehen nicht geringe Veränderungen vor z?6 von Oesterreich, Hertzoge, Habsburgischen Stam¬ mes 39 -Hertzog Rudolph stirbt 46 -Hertzog Heinrich, wird gefangen 49 -Hertzog Octo und Albrecht kommen zur Regierung ibicl. --Hertzog Otts stirbt 5s -Hertzog Albrecht stirbt 55 -Hertzog Rudolfderiv. tritt ms Regiment > ibicl. — — schreibt sich zu erst einen Ertz-Hertzog ibicl. -stirbt zu Mayland 57 - Albrecht III. und Leopold luccecliren im Regiment ibich -kheilen die Qesterreichische Lande 62 -Hertzog Albrecht belagert und zerstöret das Schloß Leonstein 64 -stirbt zu Laxenburg 70 -Hertzog Albrecht der IV. und Hertzog Wil¬ helm, wollen zugleich regieren 70 -Hertzog Aibrechw, Mandat wieder die Ke¬ tzer 72 -stirbt an einem vergifften Trunck 7 5 -Hertzog Wilhelm, strrbt 76 -Hertzog Leopold und Ernst regieren das Land ibicl. —- — werden streitig und gehet übel zu im Lande 77 — — Hertzog Leopold stirbt 78 — — Hertzog Ernst gehet nach Gratz ibicl. - Albrecht V. tritt in die Regierung 79 — — Hertzog Friedrichs heimliche Verstandnus mit der Stadt Steyer ibicl. --Hertzog Ernst bekriegtden Herrnvon Wal¬ see ibich von Oesterreich, Hertzog Albrecht, begehrt die Huldigung von der"Stadt Steyer 8 > - - last sich gegen die von Steyer mit Recht ent¬ scheiden 8l 82 - - begehrt 1 sooft, anlehen von Steyer zum Zug wieder die Hußiten 84 .. - hat Streit mir Passau ibicl. - - thut einen Aufboth wieder die Hußiten 88 - vermacht seiner Gemahlin dieHerrschafft und Stadt Sreyer zu einem Witriblichen Sitz ibicl. - - läst ein lntercellions-Schreiben an die Stadt Steyer ergehen 9^ - wird Unger-und Böhmischer König, auch Rö¬ mischer Kayser 94» stirbt ibicl- - -- Hertzog Friedrich wird Vormund ibicl. wird Kayser 9 s - -- Hertzog Albrecht der VI. bekommt das Land obderEnnß in - Hertzog Sigmund, in Tyrol nr - Hertzog Albrecht,beschwert das Land mit gra¬ sen Schatzungen ii 2. greisst wieder Kayftc Friedrich zur Wehr HZ. wird in die Acht erklärt 114. stirbt ns -- -- Hertzog Sigmund ceclirt seine Gerechtigkeit am Land ob der Ennß Kayser Friedlich ns - - Ertz-Hertzog Maximilian 128-demselben wird ein weises Pferd verehret 129. bekommt Geld zur Reise nach Burgund i zo. wird Römischer König i?8. Ertz-Hertzog Carl 278. Ertz-Hertzog Maximilian 296. Ertz- Hertzog Matthias ZO9. Z27. gevollmäch- tigter Lubernacor zzZ ..Ertz-Hertzog Matthias rucket mit grošem Volck in Mahren z z 5. wird König in Un¬ garn nebst der Regierung über Oesterreich und Mahren ibicl. Ertz-Hertzog Maximi- milian imerpomret sich zwischen dem Kö- nigMarchias und denStandenvonOester- reich 337. Ertz-Hertzog Leopold Z40. An¬ na,Ertz-Hertzogs Ferdinandi MTyrolToch- ter z so. Maximilian und Ferdinand kom¬ men auf den Convent nach Lintz zxi. Ma¬ ximilian stirbt zs 8. Anna Kaysers Mat- thia Gemahlin stirbt jbici. Oesterreich, Marggraf Leopold zu z 6? Oesterreichische Stadthakter 29 - -- Lande kommen an das Hauß Habsburg 34 - - werden gemeinschafftlich regiert 4" - -- Landschafft hat Strittigkeir mit Kayser Fried¬ rich 99 - -- derselben Verbundnus ibicl. - - schicken eine Bottschafft an Pabst 10/ - - greiffen zu den Waffen 101. verwilligen Ko- nigMatthiaö in UngarnHülffe wieder Böh¬ men 124 -- — verwilligen dem Kayser Hülffe wieder die Un¬ garn i?r - - werden wieder die Ungarn aufgeboten 138 -- - beschweret sich wegen deöVerfahrens derVer- lassen- Register. lassenschafft, so ohne Testament gestorben 174 .. .. Stände übernehmen bey Absterben Kaysers Maximilian» i die->clmimitrsrion des Lan¬ des 208. senden eine Botkschafft an König Carl und Printz Ferdinand 210. verwilli- gm Hülffe wieder den Türcken 229. deren Völcker werden von den Bauern geschla¬ gen 313 von Ottenbercs, Agnes Gräfin 417 Oecenhuß, Johann, des Raths zu Guben 3 x; Orc-uwheim 63.310 von Ottenstein, Albrecht, Burggraf zu Steyer, dessen Geschlecht ausgesiorben 369 Ocrenstam, Schloß in Unter-Oesterreich, Herrn Grafen von Lamberg gehörig 369 Ottmar, Jacob, Bürgermeister zu Lintz 256 Otto, Abt zu Gärsten 48 stirbt 50 I. Graf von Steyer 12. 387 Ii. wird m den Fürstenstand erhoben 12 - - siiffret das Closter Garsten iz - -- nimmt Ertz-Bischoff Conrad zu Saltzburg in Schutz 14 - -- siirbr zu Rom, wird aber im Closter Gärsten begraben is i i. dessen Gemahlin, Residentz und übrige Thaten rx i v. wird aus einem Marggrafen einHer- tzog in Steyermarck ix - - warum er sein Fürstentum Hertzog Leopold übergeben 16 - - stirbt 22 Marggrafvon Mähren wird Herr in Oester¬ reich 3 r - - dessen Tyranney, wird in die Acht erkläret 32 - -- empfängt als König die Lehen von Kayser Ru¬ dolfs 33 - greisst aufs neue zum Krieg »dich - - kommt um »dich Marggraf in der Steyermarch ist mit ei¬ nem grossen Zug ins heilige Land 39s I. Marggraf von Steyer 364 II. Marggrastzu Steyer 364. Stiffterdes Closters Garsten 36s , wie es nun heisse 40s o-,,, , Gras von Steyer, 388 p. kachel-, Sylvester, von Closter- Neuburg 352 Vachinger Hannß /siehe Pruner. lRrlsim, 29s . Johannes, und Stephanus ^alttndorsfer Lorentz ^oc» Pandol sscc, derselben Geschlecht und Wappen 88. 89 " - Valentin, Verwalter auf der Herrschafft Steyer 200 ' " E»eorn, Castner oder Randmeister auf der Herrschasst Steyer 371. wolssgang und Berthen 376 pangray, Abt zu Gärsten 221. dessen Beschwe¬ rung und Klage wieder den Fr. Calixmm228. über die von Steyer 241. vergleicht sich 242. stirbt zu Wien nicht ohne Argwohn beygebrach- ten Giffts 258 Panhalm Peter, Richter und Pfleger zu Steyer, dessen Geschlecht und Wappen 41. Barchs« lomä 230. ist ausgesiorben, deren Begrabnus in den Clöstern t. Florian und Gärsten 368 pankircher, Eraßmuö Pfleger zu Ennß 22? Parn, Schloß, wem es ehedem gehöret? 276 Passau, Bischoff Rüdinger daselbst wird vor Lintz gefangen 27 - - Bischoff wernhardt 47 - - Bischoff Johann, dultet die Waldenser 73 -- - Bischoff, wird Leonhard von Laming nach vielem Streit 8f - - Bifthoffvon, Ulrich i io. des Kaysers Cantz- ler I2s. ^clmi'niA?sror des Stiffts, Her¬ tzog Ernst, Pfaltzgraf beym Rhein 228. Bischoffwolssgang 267. Christian, Bi- schoffdaselbstz6z. Bischoff Alrmann 392, Bischoff ?ilbrechc, dessen Krieg mit der Stadt Passau 417 Passauer, also werben Kayser Rudolphs Völcker genennet . 341 passauerischer OLcisl zu Steyer, wessen er sich anmaffet 207 Paternoster, Hannß, Burger zu Steyer 87 pauckinger, Martin, ein Beutler, und Aufrührer zu Steyer, dessen Urthel 198 Paul, Abt zum H. Creutz 3 34 paumbkircher, Andreä von 12p paumgarrenberg, Prälat ioc>. Closter wird ge¬ stürmt 119. Abt daselbst wird Land-Rath 209. Heinrich Abt daselbst 2x6 paumgärmer, Hannß, ein Messerer zu Steyer,wie er genennet werde 3-2 paur, Peter, Verwalter auf der Herrschafft Steyer 200.376 pecherer, Anton, Burger zu Lintz 134 pechler, daselbst wird den Steyrern ein Schiff mit Tuch mit Gewalt hinweg genommen 134 pechner, Leopold, Fenderich 2: r Peck, Sigmund 332 peckh von Leopoldstsrss, Marggraf,Königl. Rath und Vitzdom in Oesterreich, Obrist Proviant¬ meister 24p peckhstall, daselbst ist Wilhelm Freyherr zu Rogen¬ dorff und Molenburg begraben Z76 penyenauer, Hannß, Sichelschmidt 236 per.-usth, Conrad, l^tadr Richter zu Steyer,des¬ sen Geschlecht und Wappen 8r. 8? von perckheim, die letzte dieses Geschlechts stirbt ab in der Person Fr. Christina, Herrn Gr. Achat, von Losenstain nachgelassenen Wittib zz> perckmaister, Matthias 372 von Oergau, Berthold 56 der perner, Conrad, Casten-Amts-Verwalter zu Steyer Z72 pernau, Schloß, wem es ehedem zu gehöret 376 von 4i8 Z44 Z7L i87 171. 412 Ls» 2s7 von pernegg, Wilhelm, der letzte von diesem Ge¬ schlecht 400 pernstain, Schloß 119 pernstorffer, Christ. Wilh. z Z7 pestilenn, regiert um Steyer 76. r6o. und in gantz Oesterreich Li261. in Steyer 28z. 290. im gantzen Land ob der Ennß - zoz St. perer, ein Marckt 140 St. Peter, schloß 249 König von Navarra bleibt in der Schlacht bey Lrellisc in Franckreich 416 ?ett/o"«m,derLands-FürstlichenCammerguts-Herr- schafften 408 Perrone!!, Herrschafft Z89 Probst zu 5/. z-7o^>-, wird Land-Rath 209 Perraw in steyer, daselbst werden die Ungarn aufs Haupt geschlagen 389 von Pecrendorff, Georg, macht Beute von den ge¬ schlagenen Böhmen 129. Obrister Schenck in Oesterreich und Kayserl. Feld-Hauptmann 1,2 Peyner, Frantz, Steuer-Einnehmer in Steyer I; I Peurbach 171 Pfaffensteig 271 Pfäffinger,Berchtold,Stadtschreiber zuSteyer 94 Pfalagraff, Friedrich, des Reichs verordneter Feld- Hauptmann wider den Türcken kommt zu Lintz an 24; Pfeffer!, Veit, Stadt-Richter zuSteyer 112 Pfeffer!, Veit2i8. 2;z. Mictiael zu Biberbach, Bürgermeister zu Steyer, stirbt 274. dessen Stamm-Baumund Wappen 277. Hannß Adam, dessen Nyrath 277.280. Stadt-Rich¬ ter zuSteyer 291. Hauptmann unter der Bür¬ gerschaft zu Empfahung Kaysers kuNob bi !l. 296. erster OzCierderEisen-Oomp^^nic-Hand- lung 297. wird zum Bürgermeister erwählet zo8. stirbt Z22 Pflug zu Rubenstein, Caspar, wird von König künän4c> in die Acht erkläret 264 Pichler, Wolffgang, Burger zu Salzburg, dessen Heyrath ist der Stadt csteyer schädlich 199 Pichler,Leonhard, Land-Richter im Donau-Thal Piihamer, Johann, VoÄvr und Burger zu Wien 276 Pirckhaimer zu Wüerding und Roffeck, Georg 276. Caspar wird von den Türcken gefangen 278 Pirckhamer, Caspar 129. Georg 186 Pabst thut Herzog Albrecht von Oesterreich in Bann i'4 Planckenstainer, Haidenreich 4'9 Plarl, Georg,Amts-Verwalter der Burggrafschafft Steyer z 8 von Plch, Conrad, stifftet den Pleßhoff in der Tern- berger Pfarr zu dem Closter Garsten 48 Plind-nmarck 170 Pog', Sebald, dessen Irrung mit Steyer wegen der ' Ausfuhr seines Leonischen Eisen-Zeugs wird ent¬ schieden 221 Psgner, Friedrich , , , , 19 .— — lebet mit derStadtSteyer in Uneinigkeit 71 -dessen Sohn verändert seinen Nahmen in Kressling 72 Register. Pslhaim, Weickhardt von, Pfleger auf der Herr- 117 129.iz6 iz8 schafft Steyer -Sigmund und Andrea -Andreas -Bernhard -Sigmund -Merch, Burggraf zu Steyer 178. Andreas, dessen Bruder ib>cb - Mertb, stirbt 160 -wolffgang,Obrister Hauptmann der Nie- der-Oesterreichischen Lande 177.187 — , Freyhecr, wird zum Land - Rath er¬ wählet 209. Lands-Hauptmann 216. greisst die kxem'ions Sache wider die von Steyer mit Ernst an 27 r Sigmund Ludwig 276. z 72. Erhard ibiU. Schweickardr, LaNd- Obrister ?i z. deren Stifft und Begrab- nuß ist das ^inomen-ClosterzuWelß ?7k ^-^0 Hauptmann ob der Ennß 409. W'l- libotd 419. deren vollständige Qen-aloxH 446. deren erste Stamm-Tafel 470. die zweyte477. die dritte 460. die vierte 464. die fünfte über die Leibnitzische Linie 469- die sechste von der Wartenburgischen Linie 474. die siebende 48 z. die achte 497. die neundte Puchhaimischer Linie 702. die ze- hende 704 Gr. Pölren wird von den Ungarn verwüstet 4. da¬ selbst wird ein Stillstand zwischen König Mat¬ thias, und Herzog Albrecht in Person getroffen 141. wird proinnZiret 142 Pön-Fal!, wer darzu u-ciimret wird z2z. wen dar¬ nach gelüstet Z28 ^--70, Bischoff zu Trier, sendet den berühmten Kriegs- Helden .str»nem,Marggraf Leopold vonOestec- reich zu Hülffe 372 Poßinger, Ulrich 127 Poftmessrek-Ämi Kayserl. dessen Einkünfte 170 PökenbaU) zis Psrrmbeckh, Ober-Ennßerische von Adel 148 vonPorrendsrff, Georg, Hauser inOesterreich übel 114. Conrad 41z. E-ijaberh von Porcing, Friedrich, Obrist-Lieutenant Prabeckh, Hannß, Aufwarter zu Steyer kiovincialis, was derselbe sey l66. ob krseco ein Scherg oder Land-Richter bedeute 167 Prag, CrönungErtz-Herzogs daselbst daselbst wird b^ximNisnuz il. begraben 29z. da¬ selbst wird Herzog Albrecht von Oesterreich zum Böhmischen König erwählt 419 von Prag, siehe winddaag. Prager, Pfleger in der Freystadt 171. Frey- yerr, Viertel-Hauptmann im Machland.am obern Ort Pranau wird belagert Pranauer Geschlecht und Wappen Prandr zu Gre^enstecren, Caspar vonPrandiss, Ludwig Prandmer, Wolffgang,Hochmeister St. Georgen- Ordens, Kayserlicher und Königlicher Majestät Rath 276 Prandfreerer, Hannß, in Steyer, soll wegen seiner Schwester Heyrath 4022. Gulden Straffe er¬ legen, Register. legen 20O. unr dessen Tochter läßt der Kayser werben vor Dero Pfleger zuRackerspurg 204. stirbt 216. Hannß dessen Anlehn der Königin ^ivs Lzo. stirbt 2>s Pcandsterrerm, Catharina, deren Heyrath mit ei¬ nem Saltzburgerwird am Kayserl. Hofübel ge¬ nommen 199 Prandrftetrner, Georg, dessenGeschlechtund Wap¬ pen isi. und 1 s2. Ulrich, Rädelsführer in der Aufruhr 170. Hannß, erhält von König b 234 der Stadt Steyer wird mit grossem Ei¬ fer xrolecjuirt 2Z7 Regenspurg, Reichs-Tgg daselbst 29 z vonRegenspurg, Bischoff, ist wegen seiner Güter in Oesterreich mit dem König von Ungarn neurrai 136. BischoffJohannes24Z. nimmt das Creutz an, wider die Ungläubigen zu ziehen 394 Regiments-Aenderungm Ungarn, Oesterreich und Mähren, deren Ursach zzz Regimenrs-Bestellung in Oesterreich wird von der ' Landschafft nicht angenommen 420 Regimenrs-Form zu Steyec 161. ic>. KeF«/»/, (lajus Hlkiiiu8, Römischer Bürgermeister 38f Reichart, Caspar, dessen Relation an den Rath zu Steyer, wegen des Römer Durchzug zu Lintz 34s von Reichenbach, Wilhelm, der Rechten voÄor und Kayserlicher Rath, dessen Verrichtung zu Steyex 2so von Reichenburg, Reinprecht, Kayserl. Majtzstat Obrister Hauptmann 139 Reichersperg, ein Closter in Bayern 39t Reichs-Tag zu Costnitz r 73 Reichs-Tag zu Augspurg 266 — — zu Regenspurg 29? Reiffling 61,29s oder Abt zu Garsten 26 Reischkoh, Dietrich, Raths-Burger zu Steyer stirbt 189» dessenTochter, an wen dieselbe von demKavserverheyrathetwird 189. dessen Wap- peni89. und Stamm-Tafel 192, Dieterich, ein Fischhuberais. Peter, stirbt 218 Religions-Veränderung in den OesterreichischeN Landen und bey der Stadt Steyer 224. wem dieselbe Schuld gegeben wird 241. derselben Anfang zu Steyer 264. Lxercmum, wird den, Steyrern untersagt 323 Renman, Andreas, von Torgau, Caplan in Steyer zo2. muß Stadt und Land raumen und gehet nach Wittenberg 32s Renner, Johann 212 Rentmeister-Amrzu Steyer, wann zum erstenmahl aufkommen 160 Renrsch, Marchardt, Stadt-Richter in Steyer 6i Resch, Veit 33s KLtt/r'E/, ein Karndtnerischer Hauptmann 363 Reusischer Herzog, von wem erschlagen 4^ Kevv/r, Vom. pruus aus Ungarn Zsl Reymundr, Cardinal und Pabsil.h-Zsc in Teutsch^ land 171 Richter, Gottfthalck, Pfleger zu Steyer 49.368 Richter, HI. Balthasar, von Leipzig, Prediger zu Steyer 302. wird8uxermccnUen8zu Eißfeld in Francken 32s Richter- und Raths-Wahl zu Steyer, wie es vor Zeiten damit gehalten worden 161.182 Riedc 407. wird belagert 412.414 Riedmarch, wo gelegen? 426 ÜLttneiä 394 Riemer, Vincentz, unruhiger Burger zu Steyer 18i von Riefendecg, Wilhelm, in Böhmen, nimmt sich des verjagten Prandtstetkers an 200 Riecenberger, Valentin, ein Fischhuber 21 s Riudsmaül, ein Steyrischer von Adel nimmt König Friedrich gefangen 49. 41 s Ritter, Peter, von Steyek2ss. stirbt, dessen seltsame Vermächtnus 264 Ritterschafft und Adel zu Steyer 9. sind dem Stadt - Wesen und Regierung zugethan 44- wo dieselben zu Steyergewohnt 4s Rizanskh-Rloffkha von Rizan,Johann 3s? von Rochatz, Graf Berchtold, aus einem Windi- schen Geschlecht, wird erster Benedictiner Abt zu Garsten 394 Rochenburger,Sebastian, ausSteyer 2Z8. Hannß des Raths zu Steyer 246 von Rödern, Eraßmus 338 von Rogendorff Caspar, Kayserlicher Cammeree i Z4- Burggraf zu Steyer i si. Kayserlicher Küchelmeister iss. tritt die Burggrafschafft zu Steyer ab 158. wirds zum andernmahl 17^ Wslffgang Freyherr,Burggraf zuSteyer 18 l von Register. 26a 424 47 48 19a 42! 42I Sac- Teutsch, der Sarningbach 302. Jrr- thum und Erläuterung deßwegen 32z die Suchten, Stephan und Hannß, zu Mmegg er¬ ben die Perausch 8? -Hannß n7 von Sachsen, Herzog Wilhelm roz. Herzog Ernst n8. 422. Herzog Albrecht, kommt mit des Reichs Hülffe in Oesterreich an 140. richtet ei¬ nen Aufschlag zu Steyer an 144. Johann Friedrich, Churfürst, wird in die Acht erkläret 264. und gefangen 267. Ioh-mn Friedrich, Herzog von Gotha, stirbt auf dem Schloß zu Steyer in der Gefangenschafft zu. Herzog Einfall in Tyrol 349 von Salburn, Sigmund Friedrich, Freyherr 414 von Salm Graf Nicolaus 407 Salomo König in Ungarn wird wieder eingesetzt 392 von Salzburg Bischoff Conrad und Bernhard sen¬ den wegen Ketzerey ln^uitimre-, nach Steyer 47 -Ertz - Bischoff Sicrmund inw-poniret sich zwischen dem Kayser und den Ständen von Oesterreich ioi. Matthäus Cardinal und Ertz-Bischoff 212 -Ertz - Bischoff Conrad, ein gebohrner Herr von Abensperg, dessen Lxiiium 365 — — Ertz - Bischoff Philipp, wen eranhält 411 -Ertz-Bischoff Johanne.-, wird Statthalter in Oesterrerch Salywerck in Hallstadt wird erbauet -zu Aschlund Äusser von SandineU, Geschlecht aus Bayern siehe VS!' der Brucken. von Sara», Wilhelm Särninastein wird eingenommen Uuu 2 von Rogendorff, Wilhelm Burggraf zu Steyer, dessen Kriegs-Thaten 202. 212. Caspar, und dessen Sohne gerathen gegen die Stadt Steyer M grosse OiikcrenrieN 214 Rohr, Melchior, von Rovewa, wird in die Acht er¬ klärt 264 von Rohr, Wilhelm, Pfleger auf der Herrschafft Steyer 40 '— — Ottscar,Burggrafzu Steyer 56.369 — — richten Unruhe um Steyer an 64 — Wilhelm, Pfleger oder Burggraf auf Steyer 75 —> — Matthäus 8i. deren Geschlecht ausgestör- ben 368 Rohrbach wird belagert 140 von Rohrbach, Georg, Steyerischer Befehlsmann wider dieUngarn 132 --Sigmund, bemühet sich um die Erledigung der Steyrischen Soldaten und Bürger bey demKönig in Ungarn 147. Georg,Anwaldt obderEnnß 182. Hannß, Oesterreichischer Hauptmann 186. Georg 187 der Rohrer, Matthes 371 Römer, derselben grosser Heers-Zug wider die Gal¬ lier und Bayern Z84 werden aus dem Nonco verjagt 405 von Rosenbcrg 100. Johann 121. Pecer 2O0. wocho, Hauptmann obderEnnß 4n Rosenvorn,Vicentz, ein Riemer, und Aufrührer zu Steyer, dessen Urtheil 198 Roftnegg, wie vorhero geheissen 28z von Rosenstei-!, .tzardneid 421 Rofenstengel, Wolffgang 28 z vonRosenrhai,EnochLeoizz. Z.denckho, Obrister Burggraf zu Prag 200. Löw, Obrister Hof¬ meister des Königreichs Böhann. LsnboloMLus, 8upcriircenüen5 zu Regenspurg 302 Rößner, Georg 38z Roccaler, Georg, ein Aufrührer zu Steyer 197 Rottaler, Caspar, ein fürnehmer Burger des Raths undHandelsmann zuSteyer stirbt2iz. dessen Stamm-Baum und Wappen 21z. Clcmenc, was mit dessen Tochter Catharina vorgegan- . gen 276 Rotte, die schwartze oder weisse, derselben Ursprung in Steyer 176 von Rudenau, Rudolfs, Edler Herr auf dem On- v-m zu Lintz wegen Kärndten 353 Rüdiuger, Georg 324.z 32 RudoistGraf von Habspurg wird RömischerKay- ser und kommt ins Land ob der Ennß 32 --machtFriedemitKönigOlcoc.ir zz --lobet Occocarum in einem Schreiben an Pabst d4icoigum >^i Richter und Bürgermeister zu Steyer stirbt 259. dessen Stamm-Baum und Wappen 260 Rumps zu wielroß, Wilhelm, Ritter 256 Rumplin, eine Geschlechtern von Nürnberg 148 <7^/ 344 die rothe Sala ein Bach 426 Ruprecht, Pfaltzgraf belagert Schärding 171 Rusdorfter, Wolffgang, Burger zu Steyer, dessen Wappen 88 ^rnolä Lc l^eitprecbt 364 von Rücenburg, Graf Otto 395 Register Ganelhag 251 auf dem Lonvenr zuLlNtz wegen Un¬ garn §Lvo^»o/ rechnet worden 995 Gchäfferle, Georg, von Augspurg, Rentmeister zu Steyer 169.171.975. 8ub6eie§irter in der Un¬ ruhe zu Steyer 181 Gchaffslringer Geschlecht und Wappen 108.109 -Sigmund, Pfleger auf der Herrschafft Steyer 112.272 Schaldcbauff, Tobias, Khölnpeckischer Capellan zu Niedern-Wallsee 226 Schallaburg, denen Herren vonZelckhingehemah- len zuständig 270 Schalleuberger zu Lusstenberg,Caspar,wirdLand- Rath vom Ritterstand 209. Viertel - Haupt¬ mann 242.254. 2tdam 238 Gcharbhackl, wem und von wem selbige gegeben werden 202 Scharving wird eingenommen 27. kommt anMarg- graf Ottocsnn der Steyermarch 395.407. wird vergebens belagert 415 Schärrel Schay, em vergrabener, wird bey Steyer gesund en 2^ Schatz des Prandtstetters will Kayser l sehen, was dabeypsMret 21-^ von Schaunberg, Georg Graf 129. ist im Ver¬ dachts Hohenfelders Gewaltthatigkeiten in¬ dessen Begehren an Steyer 254. Graf drtch,Domherr zu Saltzburg 374- GrafUlrich, Lands-Hauptmann ob der Ennß4i7. wolss Schaumberg, Schloß, wird belagert 4^8 von Schaumberg, Graf, kommt nach Steyer 88 -Ulrich der alrere Kayserl. Statthalter wird abgesetzt 100 —— —" Slgmund — — Gebrüder I I- — Georg, Viertel-Hauptmann imHaußruck 186.211. Johann, Hauptmann 257. Graf Heinrich408» ^.^ernhart 413» Johann Schaunberger, Florian, von Gmündten 228 Scheckhen, Otto, wird erschlagen 22 -deren Wappen 24 -schreiben sich Herren 25 -Georg von, Pfleger zu Steyer 26 -Johann und Ocro Burggrafen zu Steyer -Stephan, Burggraf aufSteyer s? '-Georg, von Wald, Pfleger oder Burggra- ftn auf der Herrschafft Steyer 78. deren Begrabmß un Closter Garsten 268 Schecken-Amr, woher den Nahmen 262 Schedkaur, Sigmund, von Freyfeld, Raths - Bur¬ ger zu Prag 3s2 Scheibl, Peter, Pfleger zu Steyer 202.376 Scheibs 170 Scheidhauff, Georg, vizconus zu Steyer 319 von Scheier, Eraßmus, Ritter 257 Schellenberger zu Lussrenberg, Caspar 4?^ Schellhorn, Raphael 332 Schelhuber, Georg, zu Schleißheim 254 von Schembach, Leonhard, ein Tischler-Gesell,wird mit dem Schwerdt Hingericht 240 Schenckh, Albrecht, von Riedt, Pfleger auf der Herrschafft Steyer 113.372 von Scherffenberg, Bernhard 129. Hauptmannob der Ennß 132I Kayserlicher Rath 169. Georn, Lands-Feld-Hauptmann in demKrieg wider die Venetianer 189. Hannß, wirdLand-Rath 209. Georg 254. Bernhard 258.42? Schergen-Hauß zu Steyer wird vom Freydhof weggethan 9^ Scheubl, Hanns, Mit-^ukor der Unruhe zu Steyer 181. wird wieder alten Gebrauch und Her¬ kommen Richter 184. entwischet als ein Auf¬ rührer der Straffe in Münchs-Kleidern 198 von Schemen und Abensperg, ltabo Graf 4'7 Schiedelberg zwischen Steyer und Welß ; s5 Schiesser,Benedict 133.138. SigmundzuFrey ling 211 Schiffalrs oder Schissartsegg wird von denStey- rern belagert und erobert n8 Schisser,Hannß Sigmund, Viertel-Hauptmann imHaußruck 310 -Benedict424. Verweser der Hauptmann- schafft 4?7 von Schissern, Obrist Dietmar, Freyherr 335 - Benedicr, Land - Obrister Lieutenant 338 -Dietmar, will Steyer succurixen 241.342 Schissercsegg bey Cranstorff wird zerstöret i?7< wird von den Ungarn wieder eingenommen 148' 424 Schwäbische Herrn sollen abgeschafft werden,wa¬ rum 414 Schnee, grosser 2; von Schönaich, Fabian 353 von Schönberg, Wolff, zu Wellenburg, mit wem verheprath 28 s Gchonenn, denen Herrn von Zelckhing ehemalen zuständig 370 von Schönkirchen, Hanß Wilhelm, der altere 352 Schocken in Wien, Abt daselbst 26 5 Schranen-Gericht zu Steyer wegen der Wieder- taufer 236 Schreiber, Hannß, Verwalter auf der Herrschafft Steyer 200,376 Schreinhuberin, Apollonia, wird lebendig vergra¬ ben 290 Schreyer, kl. Johann, Evangelischer Prediger zu Steyer 177.281. stirbt 302 Schrorc, Georg, Ritter und Steyerischer Haupt¬ mann rzr Schrozl, Hanß, Stadt-Richter zu Steyer 75 Schulmeister,wie esmit dessen Einsetzung zu Steyer zu halten 92 Schm-Ordnung in Steyer 281 Schünderling, eine schlechte Müntze in Oesterreich 112 Schürer, Michael, Stadt, Richter in Steyer 56 Schütt, Insul, daselbst starb Kayser Albertus ll. 94 Schützenberger, Mattheus, ein Garstnerischer Of- ficier 332 Schützenecker, Hanß, Schleifer 233. dessen Weib wird ertranckc 2-0 Schwab, Sigmund 170. Hannß 26t. Stadt- Richterund Bürgermeister zu Steyer 270. des. _ sen Stamm-Tafel und Wappen 271 Schwartz, l) Abraham, ^civoesr zu Steyer 357 von Schwartzenberg/ Graf Adolff, erobert Raab _ durch eine Knegs-List 322 'Dchwempeckh zum Hauß, Erhardt, Pfleger zu Ebersberg 184.187. Aoam, Viertel Haupt¬ mann 24z. Gesandter derLandschafftnachWien 252. Eberhard, dessen Grabschrifft zu Ebers¬ berg 4?8 ^on Schwendi, l.»rarus 345 ^chrverdt-Lnaben, wer also genennet wird 215 , deren Heerführer wer gewesen 385 von Geeaw, Elias, Rentmeister 380 Seissenburg, Schloß 123 Seiseuegg, Schloß, ehemalen denen von Lapitz zuständig 374 von Seiftnegg, Walther, Burggraf von Steyer 65. Georges. Ritter 187. deren Geschlecht 367 Seissenstem, Closter, wer gestifftet 369.416 von Geicenstercen, Abt Kilian, bestellet eine Mahl¬ zeit in Steyer izr. weigert sich der Getraidr- Lieferung 245 Seitz Cartheuser Closter,von wem gestifftet 18.395 von Geibriach, Sigmund 42 l Seltz, Carl Ludwig Graf von, 3 40 Register. mit Haß gegen den Stadt-Richter Kölnpeckh erfüllt i84- wird ins Gefängnus gebracht 198 Sradelmayer, Augustin, Stadtschreiber zu Steyer 137 - - Schaffner oder Hoff, Richter des Closters Garsten >57« Stadtschreiber zu Steyer zum andernmal 16c). 375. Hannß 324 von Sradl, Gottfried, Freyherr 3 52 Sradlklrchen, Schloß, wird von den Türcken aus¬ geplündert 249. daselbst tauffen zu lassen wird denen Steyrern verboten 328 die Srädre des Landes gerathen mit dem Haupt¬ mann ob der Ennß in Handel 140. deren Oe- 6ir im Land 246. was von denselben begehret wird 2x4.262. ziehen dem Kayser Rudolph ll. auf die Land-Gräntze zur Erbhuldigung ent¬ gegen 296. kommen in Verdacht wegen Auf¬ stand der Bauerschafft; 12. was von ihnen vor ein juramenr begehret wird 317 Sradrler, Hannß, Viertel-Hauptmann 243 Gcadt-Rlchter zu Steyer sind von Adel 4s -- wird alle zwey Jahr verändert 166 Gmdt-Gchreiberey in Steyer ein gutes Dienstl 12s Stahl- und ErM- Say, wie zu verkauffen 206 Srahrenberg, Schloß, wer gebauet, und wem nun gehörig , 379 von Srahrenberg, Rüdiger ioo. Gotthardt 129. Ulrich 136. Bartholmä 138. Gorrhardr, Hauptmann ob der Ennß 139. dessen Händel mit den Städten 140. erobert die Tettauer- schantz 148. Bartbolomä Hannß, Gesandter nach Spanien vom Land ob der Ennß 211. ObristerFeld-Hauptmann 243. Gundacker, empfangt Kayser Rudolph ll. mit einer zierli¬ chen Orarion 296. Gorrhard, Obrift- Lieute¬ nant 31z. Eraßmus,Landschaffts-Verordne- ier34i. Reicharr344 Gotthardt, Land^Obri- ster 352. deren Geschlechts Ursprung 379. Wapven, was 420 von Grahrenberg, Ludwig, Burggraf auf der Herrschafft Steuer 311. dessen Frau Gemah¬ lin stirbt 327. fallt den rebellischen Bauern in die Hände, und wird von ihnen übel rraLlirt 378. wird in die Acht erkläret, und stirbt zu Anaim 379- Caspar, 418. Gottfried 423 Libero 394 von Srainach, Hannß Friedrich, dessen Gemahlin wird bey Cinfallung eines Boden erbärmlich er¬ schlagen 333 Grainacher, Hannß iso Scainheckh, Sigmund, Pfleger zu Steyer, ein Adeüches Geschlecht im Land ob der Ennß, ist abgestorben 370 Grainberger, Mattheus, Steyerischer Rottmen ster iso. Hannß zu Schladrmmg, dessen Schreiben der Eisen -Lomp^gnie- Handlung wegen in Steyer 297. Paul, Castner zu Steyer 374 Srampfhauer, Thomas, des Raths zu Steyer Urtheil über die Wiedertäufer 238 Stängel, Heinrich H7 Stärmel, Stadtschreiber zu Welß 3 r - Grauder, Hannß, was ihme als einem Wein-Lieb¬ haber an die Thüre geschrieben worden 296. er¬ scheinet nebst andern von Raths wegen zuLintz 328, smizriret nach Müntzbach 331 Gtaudter, Obrister 349 Steer, Georg, Burger zu Steyer 2x8. Stephan, Pfleger zu Steyer 3ii. Sebastian, Pfleger zu Steyer 379. stirbt 380 von Stegen, Cuntz, wohin er Güter gestifftet 47 Sreger, Hannß, Stadt - Richter zu Steyer 129- 131. Georg Stadt-Richter 132. dessen Wap¬ pen 169 von Sreidberg, Hannß 100 von Scein, Georg, demselben wird die Herrschafft Steyer versetzt 114. haustet übel im Land i19. wird in Bann gethan 121. dessen Herkommen 372.42t Gteinachrer, Wolffgang, Richter zu Garsten 11? Steinberger, Paul, Castner oder Rentmeister zu Steyer 130 Steiner, Christoph, Stadt-Richter in Steyer332. Bürgermeister 3x1 Grelyer von Weiseeg, Michael, Landschreibec 44r Grerden, unerhörtes in Europa 48 -- erbärmliches, fast durch die gantze Welt so - — in Oesterreich yy. 212.261 Srettner, Bartholom«, dancketGOttbeym abbren¬ nen seines Hauses 271. wird vom Türcken-Zug eximiret 280. stirbt 30z. dessen Stamm-Ta¬ fel und Wappen - 304 Steyer, was ehedem für eine Stadt daselbst gestan¬ den i --deren Alterchum 3.1? - - deren Erbauer s - - woher es den Nahmen bekommen ibi6. - -- deren Wappen 6 - - derselben Jnnwohner Beschaffenheit 9 -- derselben Wohlstand vor Zeiten r * - -- gegenwärtig schlecht beschaffen 12 -- - eine Dingstadt, und warum i? - - ist die Residentz der Marggrafenund Hertzoge von Oesterreich 14 -- - Schloß daselbst warum es der Hoff genennet wird jbicl. - - rühmet sich frey i7 - -- wann es dem Land ob der Ennß incorgoriret worden 18 - - wird eins Herrschafft '9 - - bleibt von der Lands-Hauptmannschafft exi- mirt jkicl- -- Streit deswegen 20 - - deren Vorzug vor andern Städten ibiä- - -- wird an Herrn von Lobenstein verpfändt 28 - wird von Hertzog Ludwig aus Bayern einge- nommen 30 -- - wird an Hertzog Heinrich von Bayern ver¬ pfändt 32 - - wird wiederum frey 34 - - erlanget von Hertzog Albrecht ein privilegiurn 3s - - dessen Jnnhalt zS.leq. -- - har ältere privile^ka 38 - - Spiral daselbst gestifft 40 - - Lr. Annä Capellen gestifft 4 r Stereo Register. Sceyer erhaltFreyheit wegen einesJahr-Marckts so - - dessen Privilegium vom Wem Handel s2 - - d sren Macckts Freyheit gleich Lintz s ; - - Wirths-Hausser um die Stadt 54 - erhalt ein Privilegium wegen des nöthigen Brucken Holtz 5 6 " - ercheilet dem Closter Gleinck Zeugnus und Ur¬ kund in einem merckwürdigen alten 8rylo s8 " - wird »biolvirk wegen des gesackten und Hin¬ gerichteten Sigleins 6r - - erhalt von Hertzog Albrecht verschiedeneFrey- heiten 65.70 - - ist in groser Achtung bey den Landes-Fürsten 70 - - erhalt Freyheit welsche Wein dahin zu führen 76 -- - deren Streit mit der Herrschafft Steyer 77 - - Jahr-Marckt daselbst wird verlegt 78 -- -- entschuldigt die Huldigung gegen Hertzog Alb¬ recht 8! - - huldigen ihme 82 - - bauet ein Rathhauß, Fleisch-und Brod-Ban- cke 84 - - derselben Privileg!» werden conkrmirt 94 - - weigert sich Kayser Friederich zu huldigen 95 - - deren Pfarr-Kirchen zu erbauen Anfang ibi6. - -- Patronen derselben ibi6. - -- deren Baumeister , 96 - - wird zur ^onlWklerarion der Stande begeh¬ ret ioo - acaepriret dieselbe ioi. ist wegen derKayserl. Ungnade besorgt 104. daselbst wird der Land- tagsschluß mit besonder» Eingangs-Worten publiciret 106. deren Burger müssen noch in Kayserl. ^rreck verharren 107. erleidet eine merckliche Feuers-Brunst 108- derselben Tür- cken, und Heyrath-Steuer Anschlag 109. de¬ ren Lupplicsrion an Hertzog Albrecht 112. will sich zur Pfandschafft des Herrn von Stein nicht verstehen in. hat Streit mit Thomas Pürchinger einem von Adel 117. wie auch mit Heinrich dem Geumann 118. wird von Herrn von Stain eingenommen 119. halt beym Kay¬ ser SN um Ersetzung erlittener Schaden ' 22. das Schloß daselbst wird erobert ibi-l solidem Kayser Ivoofi. concribuiren 124. istvordem von Stain noch nicht sicher 125. erhalt neue Freyheiten vom Kayser 127. soll mit 10. ge- rüsten Pferden zu Landfelden erscheinen 129. deren Steuer-Anschlag auf dem Landtag zu Lintz 1 z 1. wird befestiget und mit Mauern umgeben i?2. derselbengeschicht Eintrag in der Eisen-Handlung 144. derselben Entschuldi¬ gung an den Kayser, wegen dessen Forderun¬ gen iz/, ist wegen der Ungarn in groser Ge¬ fahr i?6. wird nach Lintz mrirt iz8. daselbst ist eine grosse Zusammenkunfft 142. kan vor keiner Jnstantz vor Kayserl. Majestät se bst fürgenommen werden 14?. Aufschlag daselbst 144« wird wom Kayser wieder abgestellt ?45- schickt Gesandte nach Saltzburg 146. bitten vom Kayser um Hülffe vergeblich 148» be¬ schweret sich über den Stadt-Richter zu Lintz 152. soll zu der prüesshenckhen Schloß- Bau conrribuiren Isz. ist bey den vorneh¬ men Herrn des Landes in grosser Achtung i54. verwilligt Kayser Maximilian ein Anlehen von zOvfi. 156. sendet aus des Raths-Mittel ei¬ nige zur Erb-Huldigung nach Wien 157. der¬ selben Privilegien werden conbrmiret I s8 Steyer, Stadt, entschuldigt sich gegen Kayser Maximilian wegen eines Anlehen von 700. Gulden 160. deren erste Bürgermeister Wahl 161. und anderer Personen des Raths 164. dreyerley Raths-Herrn daselbst, warum 165. Besetzung der Stadt-Schrannen daselbst 167. Procels und 8olennicset dabey 168. derselben Wahl-Bücher 169. deren Streit mit Waidt- hoven an der Ybbs wegen der Eisen - Hand¬ lung wird entschieden 170. hieher komt Kay¬ ser Maximilianus 17;. Uneinigkeit zwischen dem Rath und einem Theil der Burger- schafft 174. der klagikkrsc last solches an den Kayser gelangen 175. Kayserl. LommMon und Verantwortung des Raths daselbst 176. dessen EntWedt 178. neue Handel daselbst 181. leg. Rathswahl daselbst wird eingestellt 182. schicket vspuril-te auf den Landtag nach Lintz 184. erkundigt sich des Himmels und der Planeten-Lauff 184. abermalige Raths- Wahl daselbst 187. erhalt vom Kayser Be¬ fehl wegen des Reischkho hinterlassener Toch¬ ter 190. Rathswah! bleibt abermahls einge¬ stellt 19z. des Raths Verantwortung über die 15. wieder ihn eingegebene Klag-Puncten 196. Rathswahl daselbst gehet wiederum ru¬ hig ab 199 soll wegen einer Heyrath ivoo fl.' Straft erlegen 2vc>. wie sich bey Bestellung der Aemter zu verhalten 202. Empfang des Kaysers daselbst 20z. wird von Richter und Rath zu Waydthoven um Beysiand ersuchet 204. derselben Rarhswahl nunmehro ohne Lommicksrien 20s. hat Streit mit dem Dom- Capitul zu Wien wegen der Mauth zu Matt- Haussen 206. auch mit der Clerisey daselbst 207. unterschreibt die süecuracion der Ge¬ sandten »ach Spanien 211. daselbst tzrMxet die Pest 212. hat böse Nachbarschafft an den Herrn von Rogendorff 214. eigner sich die jurisEivn über die Ennß und Steyer zn 215. deren Gesandte schlechter Bescheid 216. wird von GOtt mit einer erschröcklichen Feuers- Brunst heimgesucht 218. wird wieder gebauet 219. wie auch die obere Brucken über die Ennß -21. will sich nebst den übrigen Städ¬ ten wieder die Bauern nicht gebrauchen lassen 222. last solches auch den Städten Welß und Ennß andeuten 22z. richtet einen gemeinen Casten vor die Armen auf 227. wird zur Tau¬ fe der Ertz-Hertzogl. Printzeßin nach Lintz er¬ fordert 229. deren Beschwehrung wegen der Wiedertäufer^?, celebriret die Geburt des Königlichen Printzen Maximilian 234. deren Beschwerden wieder den Abt zu Gärsten 241. vergleichen sich 242. setzt sich wieder die Trü- cken in Positur 244. Klagen über die Theu- rung Register. rung 246. gibt ein Frey-Schiessen und richtet einen Glücks-Hafen auf 247. Burger daselb- sten werden der Türcken wegen aufgeboren 248. ist vor den Türcken in grosser Furcht und Schrecken 249. deren Streit mit der Lands- 'Hauptmannschafft wird entschieden 251. de¬ ren fernere chfferenx 25z. deren Streit mit dem Eloster Garsten 254. Anfang der Predig¬ ten nach der Augspurgischen Confeßion daselbst 25 s. Rathhauß daselbst wird renovirt und fast gar von neuem aufgeführet 258. last ein kelitzions - LMt ergehen 260. neuer Freyd- hoff daselbst 261. ist wegen der Türcken auf guter Hut 262. erhalt ein Vermachtnus 26z. nimmt zu und wird vergrößert 26z. höltzerne Tücher daselbst werden abgeschafft 264. Ver¬ sammlung der Stände allhier 26s. was der¬ selben wegen der Schmalcaldischen Bunds- Verwandten befohlen wird 267. halt ein Freyschießen ibick wird mit einer erschröck- lichen Feuers-Brunst heimgesucht 271. wird Evangelisch ibiu. derer Kriviie^ivm wegen weggefiösten Holtzes 27z. ein groser Sterb da¬ selbst 276. ein Lrs. Rath schreibt nach Wit¬ tenberg, warum? 277. Burgerschaffr daselbst wird gemustert 278. thut dem Kayser einen ansehnlichen Beyrrag an Geld wider die Türcken 279. deren Entschuldigung wegen des Persöhnlichen Zuzugs wider die Türcken 280. Wassergüsse daselbst 282. hat prncessmit Waidhoven wegen der Getraid - Hand¬ lung >b'6, verweiset die Wieder-Täufer aus der Stadt 28z. bauet einen neuen präch¬ tigen GOttes-Acker 284. Pest daselbst 28t. wird durch einen erschrecklichen Wasser-Guß sehr mitgenommen 286. wird wieder aufgebau- et 290. Pest abermals daselbst ibick hat gro¬ še Ungelegenheit wegen des Wiedertauferi¬ schen Hannß Fabel 291. rüstet sich Kayser Ku. «Zolpk ii. an der Lands-Gräntze zur Erbhul¬ digung zu empfangen 296. Eisen-Lompszme- Handlung wird daselbst aufgerichtet 297. be¬ klagt sich wegen abgeschlagener Orciinacion zu Regenspurg 322. Pest daselbst zoZ. erhalt er- ne Verordnung wegen der Raths-Wahl 907. derselben nnbilirirte Burger ziehen wieder die Türcken zu Felde 309. muß sich wieder die Bauern rüsten 312. hat einen injuri-proceck mit dem Abt von Garsten 312. wird von den Bauern eingeschloßen zis. wird zu Gevattern gebeten 917. sollen die Lutherischen Prediger abschaffen 3'9. derenEntschuldigungs-Schrifft an den Lands-Hauptman zu Lintz 320. ist ver¬ gebens Z22 wird zu doppelt verwürckten Pönfall Ueclsrirt 323. verschieben annoch die Abschaffung der Evangelischen Prediger 324. muß endlich Gehorsam leisten 324. Auflaufda¬ selbst 325. Evangelisches Schul-Wesen da¬ selbst wird auch abgeschafft z rs. derselben Ke- kormarion wird mir grošem Eyfer prol'e- quirt Z27. deren Gesandte kommen in Lintz in Arrest 329. hat mit dem Abt von Garsten we¬ gen eines Creutz-Ganges Verdrießlichkeit und Schaden zzi. aus derselben emignren einige Burger wegen der Religion z; i. Raths Wahl daselbst wird in vielen geändert 332. daselbst wird das freye kxercrrium Keligionis Augspur- gischerLnokelHonwieder eingeführet ZZ6. sen¬ det einen Gesandten auf der Evangelischen Stände Zusammenkunfft zu Horn z?7- erhalt Königlichen Ioniens wegen der freyen Raths- Wahl und Besetzung der Aemter3 39. rüstet sich zur Gegenwehr 340. wird von den Kayserlichen feindlich bedrohet 341. last einen Getraid- Kasten bauen 349. wird zur Hochzeit Königs Matrhiä eingeladen 350. Feuers-Brunst da¬ selbst ibick empfängrKäyser Matthias mit gro¬ šem Pomp z s i. halt ein prächtiges Schießen 354. Komt dem Marck Eisen-Aertzt, so abge- brandr mit Geld zu Hülffe 355. hat mit dem Burggrafen wegen ein und anderer Aus¬ sprengungen Ungelegenheit 356. Catholischec Gottesdienst wird daselbst in der Spital- und Bruder - Hauß - Kirchen wieder eingeführet 357. wird von Hertzog Otto aus Bayern ein¬ genommen 366. deren Bürger nehmen den Sitz Schifferegg ein 422 Sreyer, Fluß, Beschreibung davon 8 -ergiest sich gewaltig 282 Sreyer, Graffschafft, wordurch solche erweitert worden 12.395 -wird zu einem Hertzogrhum erhoben 15 --deren .surischätion wird gemindert und ein¬ gezogen - 9 -elender Zustand derselben 29 -kommt an das Hauß Habsburg z 4 -huldigetHertzog Ernsten von Oesterreich 76 -- Vertrag mit Kayser Friedrich, Hertzog Albrecht und Sigmund darüber 111 -bekommt Hertzog Albrecht 112 -Herrschaffr, wird dem Ertz-Bischoff von Gran versetzt izo. diese Pfandschafft hat ein Ende 150. derselben Gesandte auf dem Lonvenc zu Wien 256. zu Stcyer 265 -Herrschafft, deren Unterthanen geben An¬ laß zum Bauern-Aufstand zis. derselben ehemaliges Gebiet 39t Sreyer, Schloß, wann es zu erbauen angefangett worden zsz. leidet Schaden durch eine Feuers-Brunst 368. wird aufBefehl Kayser Friedrichs wiederum etwas erbauet und meh- rers bevestiget 371. dessen Thurn wird rcno- virt und andere Gebäu mehr verbessert 37^ von Sreyer, Diethmar, bemächtiget sich Sch^st und Stadt Sreyer 31.366. Gundacker, nimmt den Nahmen Stahrenberg an sich z79» Gundacker, erster Herr von pern-gg 3^9^ Orrs, erster Herr von Hohenberg ibiä. der¬ selben Geschlechts-Tafel ;9^ Sreyerdorff, wird mit Sturm erobert 119. ist dein Rach zu Sreyer incorporirt 161. ibq. dir darzu gewehlte Personen rbr. Feuers-Brunst daselbst 207.27 k Sreyer- Register. Gteyecegg, Schloß 4>3 Steyermarck, wann es also genennet worden 12. 364.591 Sreyrer, sonst Goldschmidt, begeben sich aufs Land in Adel 62 Gteyn'scher Stammen-Baum 386 Grie: l, Johann, ^-l^ocsc zu Lintz 255. Passauischer Verwalter zu Eberssperg 264 Skifftunnen zu Steyer 226. zum Bruder - Hauß daselbst 261. v. Sterni Hammer, eines ge- taufften Juden 307 von Snnen/Hartneid 353 der Stock, Friedrich, Land-Richter ob der Ennß 441 Srochhamer, Niclas ioo S sckborner, Wolffgang ioc> Scorch zu Clauß 341 --Hannß 4b9 Srrasten über die Haid wird verboten 6z Scrassen-Raube- ,wo sich dieselben aufgehalten 414 Straffer, Daniel, Bürgermeister zu Steyer 219 --Hannß, Stadt-Richter 266 --Daniel, Raths-Burger zuSteyer 296.267. 507. der reiche, stirbt, dessen Stamm- Tafel und Wappen 318 Stcaubmgen 248 6eruncb 394 Grreit-Schnffcen wegen der Religion in Steyer 282 Srremberg 1,4.421 Sn-Ny, Christoph, Landschreiber 302 von Srubenderg, Hannß ' 125 --Georg,' auf Kapffenberg 339» der altere zs2. reü^nirt das Burggrafen - Amt zu Steyer 354. stirbt zuRegenspurg 379. -wilchun 394 Sruhl-W Lssenburg, daselbst liegt Kayser älb-r- w; >l begraben 94. Krönung Königs berclmsncii daselbst 2; 1. daselbst wird Herzog Albrecht von Oesterreich zum Ungarischen König erweh- ler . 419 Stürenfriedc, Frantz, nomine Lc re, em Messerer zu Stever . ^87 -Hannß,wird mit dem Schwerdt )uli,6c,rt 2ZO Smrn, Christoph, Landschreiber 440 §0?«/ in Ausfertigung der Befelch 442 von Suty.Graf Rudolph 125. 34s von Sulybach, Graf Heinrich Z95 von Sumecau, Cunrad, übergibt Kayser Rudolfs die Stadt Ennß 33.^^ Sumeramr, Sebastian von Sunde» ch, Hadmar 4^ Surmnks, Pfarrer daselbst 267 Svrming 3ts»343 Abt zu Garsten T. Tabor zu Steyer, woher sein Nähme 13 2 T'-ller, Georg, Marckschreiber im Jnnerberg des Eisen-Aertzt Talhammer, Georg, Raths-Burger zuSteyer 3x2. was er von Raths wegen dem Burggrafen an- zuzeigm zss Tampeck, Veit 42z Campier, Graf 94z Tanbeck, Caspar 26x Tannberg, ein Wald, kommt ans Closter Garstem _ 392 von Tannhausir, Frantz, Hauptmann und Vibdom zu Friesach " 256 Tanradel zu Rechberg, Balthasar 4Z9 Tärvis, woher den Nahmen Z84 Täsi-l), Wirth zu Pötenbach, Anführer der aufge¬ standenen Bauern z 1 s demselben wird derKopff abgeschlagen 327 Taschenhoffim Ennßdorff, wem ehedessen gehöret 112 Tauben-Merchel, wer also geheissen worden 507 Taubenrackh, Georg, von Eferdingen, wird Onror zuSteyer zzs Tauff-Lücher, deren Nothwendigkeit 282 Tauffe, wer an seiner zweiffelt 281 Taurach, ein Wasser,woher den Nahmen Z84 woher sie ihren Nahmen haben s. und wo sie gewöhnet Z64. Z84. werden von denRömern aus Italien getrieben zI x Tausend Lugner, wer also genennet werde z 12 Tesii-Fuhr, wann im Gebrauch 267 t/e bmcrich 64 von Tesche», Herzog Nicolaus 126 Testament, seltsames 264 Terra», Bastey, von wem dieselbeden Nahmen 424. wird niedergeriffen 42s Teufel, Hannß, der Landschafft ob derEnnß Haupt¬ mann über das Fuß - Volck 186. Matthäus, vonKrottendorff2s6. Georg 26s. wird NrL- üclenr oder Land-Marschall 266 von Teuffenbacd, Balthasar, zu Mayerhofen, Pfle¬ ger zu Steyer Z77 Teurwanmr, Hermann, Pfarrer zu Steyer 47. -dessen Geschlecht und Stifft 59 -Wappen 60 Thaboriren verlieren, und siegen wiederum 419 Thaidrhaust, Georg, von Ennß, wird Caplan zu Steyer 291 Tbalhaim 426 rufftdie Hunnen widertHum zuHülffe z wird ins Closter gestossen 405 Herzogs i^üiloms Sohn in Bayern wird von Oroin ^--ßnoins Closter gestossen 405 Thercauer, Wilhelm, ein Ungarischer Hauptmann, läßt bey Ernsthoven eine Brücken über die Ennß schlagen 136.424 Theurung in Oesterreich 32.48.49.507, in Wien zzl. zuSteyerundimgantzenLand 354 Thiervach, Heinrich,Castnerzu Steyer 371 Thierftider, Caspar, Teutscher Schulhalter undRe- chenmeister in Steyer 281 Thoma, Georg z^6 Thomas Rantsch, Abt zu Garsten90. reliZnirt 9f Thöner, Georg,Gastgeb in Ennßdorff 28 z Lhungaßmger, derenWappen und Geschlecht 57 Thurgau, woher den Nahmen Z84 «en Register. Z14 338 332 417 394 100 224 416 421 426 ISO 387 398 von Thurn, Veit, Ritter, der Königin Rath und Schatzmeister 230. LUolaus, Freyherr, der altere 256.258. Graf Hieronymus Wen¬ tzel 337 von Tieffenbach, Georg 421 vonTierstem, Bernhard 146. Wilhelm 421 von Trrsingen, Heinrich, ihme wird dasNestler-Gut zu Schwamern zu Lehn gegeben 48 Todren-Gebeine/wo dieselben gefunden werden 357 Tolhammer, Jacob, Evangelischer Prediger im Spital zu Steyer 276 Tsllerh, Schloß, wem ehedem gehöret 376 Topler, Wolffgang, Burger zu Wien 265 von Toppel, Sigmund 421 Traindt, Friedrich, Stadt-Richter in Steyer 123. stirbt 126. dessen Wappen 127. Sigmund, Gerhab der Luegerischen Tochter 141. stirbt 153 Silber 364.394 Trauer, Paul, Stadt-Richter zu Steyer 338 von Traun, Michael 129. Hauptmann im Muhl- Viertel , r87 — — Christoph, wünschet denen Standen die Drüß. 224 — — Hannß, Ritter und berühmter Kriegs- Held -Hürrung -Barbara Traunkircken,Abtißin davon dessen Stissterwer gewesen seyn soll dessen Befreyung von aller Vogtey TraunMierkel, ein Theil von Ober-Oesterreich 312 Trauner, Rudolph, einervon Adel aus Bayern 255 Trauner, Paul, Stadt-Richter zu steyer 3 32 Traußnitz in Bayern 49 VonTrammaunsdo.fs Eraßmus 2; 6. Smmuno Friedrich, Obrister der Windischen Grantzen 3s2 Traursauerwein/Marx, Kayserlicher Cammer-Die¬ ner 174 Trieur, Bernhard Bischoffdaselbst 212 Triest wird von den Venekianern eingenommen 186. Bischoffdaselbst, Pccer 22 Trinck-Geschirr von Silber, wer dieselbe machen lassen Triuckher, Ruprecht, von Weiß Trißl, Heinrich Truchendingen, Anna, Gräfin V0N L»Ic> Truchseß, Niclas -Christoph, um dessen Verheyrathung sorgt der Kayser 190. wird coriui-rt und stirbt noch vor dem Beyschlaff ibia. dessen Wappen in der Pfarr-Kirche zu Steyer, was damit vorgegangen 191 -Heinrich 420 vonTschernembl, Georg Eraßmus 337. Veic Al¬ brecht, Hauptmann 343- 347 von Tschernimb, Georg Eraßmus 335 Tuchel, Andre, der ehrbar Knecht, Burggraf der Herrn von Lichtenstein aufm Schloß Gmünd 367 Tullinger, David, Evangelischer Spital- Prediger zu Steyer 276 -Lorentz, Unter- Pfleger des Herrn von Stain zuSteyer 37z Tuln, daselbst wird ein Land-Tag gehalten 5 -dergleichen 30.363.387. wird von König ^bz in Ungarn eingenommen und ausge¬ brannt Z89 7E/ in Africg wird von Kayser Lari V. erobert 2sf Türcken, dieselben werden von der Belagerung Stuhl-Weissenburg abgetrieben 109. fallen in Ungarn ein 229. streiffen biß über Molck 244. und Amstetten lbici. deren Grausamkeit 24s. müssen vor Wien mit Schanden abziehen 246. kommen wieder und streiffen biß über die Ennß 248. streiffen auf Gleinck 249. erobern Siget in Croatien28O. siegen wider die Christen 327. werden geschlagen 308. streiffen biß Ungarisch- Altenburg Z09 Türcken-Geber, woher und wann alsogenennet 272. wird wieder angestellet 309 Türcken-Gteuer 129.243.262 Türcken-Zug wird beschlossen 171. ob und wie der¬ selbe vörzunehmen ... Zs3 Turin, woher den Nahmen 284 Türlhuber, Hannß, Stadt-Richter zu Steyer 78 Türnftaitt, Closter, wer gestifftec 417 Turscho, Graf Georg, kaiarinu» in Ungarn 3 37 Twengcr, Lorentz, aus dem Lonvenc zu Garsten, Pfarrer zu Steyer 271. wiederleget das be- üum Lorpori, Christi 272. stirbt-jahling 276. S . dessen Sohn wird die Oröinmion zu Regi Nspurg abgeschlagen 302 von Tybem, Anna 419 lsc. Lnnreölor zu Steyer 3z6 von Tylli, Werner Graf, was er gebauet? 376 Tvllispurc-s, wie ebedem geheissen 376 von Tyrol, Graf Meinhardt 411 Tyroir, Michael, Raths-Burger zu Lintz, wird zum Land-Rath erwählet 212.427 V. Oarnbach, Closter , 395 Übergabe oder vonsuon des Furstenthums Steyer an HerzogLeopolden zu Oesterreich 399 Veckhlabruga, siehe Ferhelbruck. Gc. Veic in ^Karnthen, wie es ehedessen geheissen 2 Veir, Probst zu St. Florian 334» Landschaffts- Verordneter 34^ Velden im LHühl-Viertel, wird von den Bayern verbrannt 412 Veldksperg, ein alt Oesterreichisch Geschlecht, dessen Ursprung 372 Veldsperg, daselbst liegt ein Herr von Lichtenstein in der Pfarr'-Kirchen begraben 372 Venck, Simon, Burggraf zu Steyer 57 dessen Geschlecht ausgesiorben 369 Venedlgljche Handlung zu Steyer r r -Kauffmannschafft und Fahrt, wie die nach Steyer eingerichtet worden 57 Venerianer schlagen dieKayserlichenin Friaul 186 Der-' Register. 200 HO/ 27 28 32 38 4? 48 158 90. ch- 3 435 ZO8.ZH IIZ 964 Vergleich zwischen Dietmar von Steyer und Her¬ zog Otrocar von Mahren 31 34-^s»-r, in deren Belagerung, von wem dieselbe be¬ schützet wird 202 Nz-o»--, dahin beruffet Kayser Friedrich die vornehm¬ sten Land-Herrn m Oesterreich 411 von der Verr und Johanna Gräfin 428 Vertrag zwischen dem Abt zu Garsten, dem Pfarrer zu Steyer, und der Stadt allda', dessen Jnnhalt Vestungen werden wider die Hunnen erbauet in Oesterreich ob der Ennß der Christen wider die Türcken deren wohlfeiler Satz Viechrenmaister, Heinrich, Land-Richter ob der Ennß 44r Vieh und Leute werden in Stein verwandelt 52 Viertelmeister in Steyer, erste Benennung 229 Villach 50 Villinger, Jacob 2.12 Vilshoven 172.412 wird belagert 427 Vilßchal 4k 2 Vijcher,Jacob, CatholischerReligion,wird von der Gemeine zu Steyer verworffen 332 Viydumb, Apel 121 König in Böhmen, dessen Vorschrifft an den Kayser wegen Ulrich Prandtstettec Ulrich, Grafvon Clam / Abt zu Garsten stirbt //. Abt zu Garsten /5/. 6iro wird obrister Pfarrer zu Steyer -stirbt rr/Ez^.pranauer Abt zu Garsten , -wird Kayserlicher Lommillsnur in derUnruhe zu Steyer i8i —— — stirbt 221 Ungeld in Oesterreich, wann es aufkommen 56 Ungern, wann sie in Europa kommen 3 —' — werden geschlagen und siegen auch wieder 4 —. — kommen als Feinde in Oesterreich 132 rucken dem Lande ob der Ennß zu 135» neh¬ men Schiffertsegg ein 137» nehmen Ror- bach ein 139. richten beym Casten am Weyher einen Aufschlag an 145» stof¬ fen und plündern um Steyer 147. der¬ selben Niederlage bey Ofen 229. haben zum Krieg keine Lust 353» belagern das Schloß Clamm 4-5 Ungewitter und Schauer r 25 Ungnad io2 Ungnade,Hannß,Freyherr, Lands-Hauptmann 249. undVitzdomzuSill 256.258 -- — Andre, dessen Begehren an Steyer 341. Llvirt sich ins Schlößlein zu Matthausen 347 Unisns-Jnstrumenc auf dem Land-Tag zu Pre߬ burg 333 Unkosten wegen der Unruhe zu Steyer, sind gegen jetzo merckwürdig r8i Unruhe in Steyer unter dem gemeinen Mann ver ursachet eineKayserl. Lommillion 194 derselben Ende und Ausgang 201 Unterhandlung Kayser Friedrichs Ul. mit denOe- sterreichischen Land-Ständen 420 Untüchrigkeit der eingesetzten ungelehrten Prediger, Beschwerden darüber ° 242 Unwesen zu Steyer wird gütlich beygelegt 187 König in Dorico 405 von Vochburg, Graf Diebold 995 Vogr-oder Mund-Nnechee, wer dieselben gewesen 2or von Volckenstorff, Heinrich 24 -Sigmund, Ertz-BischoffvonSaltzburgioi -- Georg, nimmt die Kirch in Steyer ein 119. 422. Caspar, Burggraf zu Steyer 169. 975. tritt die Burggrafschafft wieder ab 171. Wilhelm, wird von den Türcken ge¬ fangen 258. leidet durch Feuer Schaden 272. stirbt 290. Wolff Wilhelm, Lands- Hauptmann 341. dieses Geschlechts Ur¬ sprung 372.375. deren Begrabnus ist im Closter St. Florian 376. Orrolff, erster Land-Richter ob der Ennß 409 ein altFränckisch Volck 975 KlZNAoic 964 Vorleuter, Christoph 992 Vsrrau Closter, wer gestifftet r 5 oder Larrau 995 VorstezumGtain, Georg, Hauptmann im Traun- Viertel 18L des Steyerischen Schranen-Gerichts über die derWiedertäuffer anhangenden Lehre 298 Urfer, eine Vorstadt über der Brücken zu LMtz 945 Urkauff, Wolff, Stadt-Richter zu Steyer 294. 297 stirbt, dessen Wappen und Stamm-Tafel 305. , und 306 Ursula,Grasin von Steyer 989 Urrherl der Rädelsführer zu Steyer 198.200. der wegen der Wiedertaufferey verdächtigen Burger zu Steyer 295.293 UrrherlsFormular bey der Hauptmannschafft , . 441 Utzinger, Sigmund, Anwaldt zu Lintz 132. 42z der letzt dieses Nahmens 49z w. von wächingen, Cadolt 100 wächinger, Hannß,Unter-PflegerzuSteyer 374 Wackerhauser, Hauptmann im Mühl-Viertel 425 Wachs, mit rochen, wird der Stadt Steyer er¬ laubt in ihren Fertigungen zu siegeln 199 Wachs, welcherley im Gebrauch gewesen im Pitt- schieren 428 WagenM, Andreas, Gegenschreiber zu Steyer: 380 Wagner, Matthaus, Landschreibee 440 Wahl der Raths-Personen zu Steyer 164 Wahl-Lücher der Stadt Steyer 169 2 Wahr- Register. 47 72 7? 74 Z 89 IOO ^9 419 z 64 2Z.272.28^ 286.Z2Z.ZZ2 114 IZ? Zj-2 2Z§ walyer, Hannß 117 wanckhamer, Hannß, Pfleger zu Ennß 171 Wappen der Stadt Steyer 5. derPreyhafen2z. derScheckhen 24. derPanhalm 41» derer von Hueffendorff 46. der Kerschberger 52. der Müllwanger 54- der Thungaßinger 57. der Teuerwanger 60. der Goldschmidt, ge¬ nannt Steyrer. 62. der Lueger 66. der Hasiber 75. der Perausch 8 z. der Wiener 87. der Rußdorffer 88. der Pandorffer 89. der Fuxberger98. derLysteniKia. derSchaff- altinger 109. der Grüentaller 116. der Kap¬ penfuß i2O. der Hainberger 125. das Traindtische 127. das Köllnische 1Z7. das Prandsiettnerische 152. der Pranauer 159. das Vorsterische 160. das Fladarnische 16z. des Stegers 169. der Kriechbaum 17z. der Dorninger 186. der Khölnpeckhen 188 der Reischkho 191. das Oefferlische 201. der Rottaller 214. dasGutbrodtische 2z z. das Rumpelische 260. das Handelische^. das Schwäbische 271. - das Pfefferlische 275. das Zuvernumbische 276. der Lichtenberger 28 s. der Engel zu Wagrain 288. der Fen- tzel 29z. das Aettlische 297. das Stettne- rische^zo4. Urkaufflsches zo>-. der Handel zu Ramingdorff z i z. der Strasser zu Gleiß zi8. das Aidnisch zzo. Steyrisches, wer solches mehr führet. 400. der Wiener-Neu¬ stadt 409 warrberg z 1 s 4t- ^rnalcl z64 von warkenberg, Arnold 398 Wartenburg, dahin wird des Reischkbo Tochter gebracht 190 warrenburg, Schloß, wird belagert und erobert 4e LnAelicksIck Wasser, grosse -zu Steyer warzlau, Kayserl. Hauptmann waylau Wultschkho Weber, Jo. Baptista Weglein, Michael, von Steyer Weibs - Volck erzeigt sich tapffer und Männlich gegen die Türcken 24s weichster, Pilgram, Amtmann zu Steyer 7s. Z70 von Weichßlberg, Sigmund ' 257 wein und Gerraid, wann erfrohren 50 wein im Überfluß in Oesterreich, 161. 260. Z27 Weinberger, Hannß, Gesell in der Pfarr zu Steyer 241 Wein-Handel zu Steyer 11 weinkauff der Obern Stande in Oesterreich ZI2 weinschencken wird den Pfaffen und Hof-Leuten in derHerrschafft Steyer verboten ' 78 Weiß, Peter 240 von weisibriach wird gefangen nach Steyer ge¬ bracht 147 Weisenauer von Tambach, Sebastian, Pfleger auf Waldenfelß 25s weift Wahrzeichen derStadt Steyer 41 Waidchove n, Eisen-Handlung daselbst s 8 -derselben Handlung nach Venedig wird eingeschrenckt 61 -das Verbott erneuert 95 -Streit deßwegen mit Steyer wird entschie¬ den 170 -wehrt sich wider die Türcken 250 -unterwindet sich der Getraid-Handlung äus¬ ser deren Bezirck 282 -brennet biß auf den Grund ab 28 s waidling, Hannß, Stadtschreiber zu Steyer ioz 'der Gothen König z8s Walbach 288 Walchen, Pilgram i z6. oder auchWalich, Burg¬ grafzu Lintz 416 -Hannß, Verweser der Lands - Hauptmann- schafft 4?7 waldborr zu Steyer, worzu er gebraucht werde 166 dieser Nähme kommt in Mißbrauch 167 waldenfelß wird von den Böhmen belagert 129.42; Waldenser in Steyer, deren Lxecurion -werden viele verbrennt -derselben grosse Anzahl in Oesterreich .-Lehr und ^onkellion Waldrgraff, wer alsogenennet werde Waldhausen, Prälat von k-ionumenlum im Closier daselbst waldchaussen, Closter, worzu ehemahlen gehöret 407 wird eingenommen 421 Waldner, Wolffgang, Loavenruai aus dem Closter Garsten und Pfarrer zu Sreyer 264 begibtsichindieEhe 267 e-lrusVrheber der Waldenser 74 von Walsee, Reinprecht, Hauptmann ob der Ennß 19 von Wallsee, Eberhard, Hauptmann ob der Ennß 24.41z -Ulrich und Heinrich 49 -Eberhard s6 -Reinprecht, Hauptmann oder Burggraf zu Steyer s6.64 -haltens mitHerzog Leopold 77 -Reinprechr, Hauptmann ob der Ennß 78 -— kommt bey Herzog Ernst in Ungnaden 78 -hauset ernstlich mit den Waffen im Land 79 -ein mächtiger Herr 80 _— wolffgang, Obrister Hauptmann unter und ob der Ennß 106. -16.420 — — Reinprechr 116. Pfleger zu Steyer und Hauptmann ob der Ennß 129. dessen Steuer-Anschlag 1 z i. deren Geschlecht ist abgestorben? 69.418.419. des letzten Grabschrifft 422 Walsee 170. Overn-und Niedern-Walsee, deren Erbauer Z69 von Wallenstein, Adam, der jüngere, Böhmischer Obrister Land-Hofmeister zsi walspeckh, Isaac, Gerichts - äövocm zu Steyer Zl6. Z28 wakner, Lorentz 19s Register Weissenbach 170 Weirmillner, Wentzel 121 Welkrach/ ein alt Oesterreichisch Geschlecht/ dessen Ursprung 372 Weixlberger, Egidius, wird KeKor zu Steyer 336 e/e 364 Weiß/ wann es zu Ober,Oesterreich kommen 20 -wird an Bayern verpfände 32 --wird von der Pfandschafft wieder ledig 34 --beschickt denLand-Tag zu Martberg ioo -erhalt Schreiben von Herzog Albrecht 114 -deren Steuer-Anlage i zi -. dahin kommt Kayser Xisximilisn. 172 — — entschließt sich ihr LonrwZenl wider dieBau- ern zu geben 22z -deren Lomin^m zur Einholung Kaysers ku- ciolphi II. 296 -deren Vorstadt wird eingenommen 240 -von wem es zu Oesterreich erkaufft worden 407.42; Weltzer von Eberstein, Moritz/ Lands - Verweser in Kärndten " 256 -Bernhard 352 König von Bchaim 28 Werbuncss.Lrref/Kayserlicheran die von Steyer in Heyrath um Jungfer Elisabeth Kappen- fußin 133 von werdcenberg und zum Heilinenberg, Gräf Hugo, Obrister Hauptmann, 'erhalt Schloß und Herrschafft Steyer Pfleg-weiß von Kayser 126. 373 von Wesen, Erckinger, Hauptmann ob der Ennß 409 Wesen Urfer 348 von Weser, Erchinger, ein grosser Räuber 27 Weyel, Hannß 258 Weyer, hat Streit mitSteyerwegen derEisen Nie, Verlage 66 -von Herrn von Stain bezwungen i19 -daselbst wollen die Ungarn eine Besatzung machen i?s -wird von den Türcken verheeret 251 -ruffet Steyer um Hülffe an 242 Widersperger, Johann, Pfarrer wird bey der pro- cession in Steyer verwundet 3 3 r Widmer, Michael, v-n Lintz, dessen Vowm über die Wiedertauffer ' 2? 8 von wldrbach, Heinrich, wird in die Acht erklärt 264 Wiedertauffer schleichensich inSteyer ein 23z --deren Lehre verführerisch und ketzerisch 237 -—' — werden execulirt 24O --Anhänger derselben, werden inHafft genom¬ men 246 --wollen sich wieder in Steyer einnisten 283 wielandr, Peter, Stadtschreiber zu Steyer 2OI Wien wird zu einer Reichs-Stadt gemacht 28 --ergibt sich an Kayser Rudolff von Habs¬ burg 33 — — Ritterschafft daselbst , 45 -- — erfahrt mit Schaden die Uneinigkeit der Landes-Herren 78 Wien Land-Tag daselbst ioo. 103. m -wird von dem König in Ungarn belagert 135 — — ergibt sich demselben -Kick 424 -von wem in der Belagerung beschützet wor¬ den 2D2 -wird von den Türcken belagert 244 -deren Belagerung nimmt ein Ende 246 -Lonvenr daselbst 2s 5 — — grosses Sterben daselbst 261 -Hochzeit Königs Klmtdise daselbst z 50 wienner> ein vornehm Steyrisches Geschlecht, de¬ ren Wappen 87 -Wolffgang, dessen Amt 94» Stadt-Rich¬ ter in Steyer 1 io. 128.13 x. erster krior, Benedictiner-Ordens zu Gar¬ sten 14 Wiesenfeld zu Steyer, woher den Nahmen 264 Wildr, Erhard, Stadt - Richter zu Waidhoven 244 Wildeneck, Herrschafft 4O§- -wird dem Land ob der Ennß einverleibet 4V7. wildenegger, Peter 419- wildmgsmaurer, Conrad 419 von wilfferstorff, Georg, wird mit Volck nach Steyer verlegt 14a wilibrief, dessen Jnnhalt 417 Willinger, Land-Richter zu Hall 249 -' Christoph, Pfleger der Herrschafft Gleiß, und Pfiegö-Verwalter der Herrschaffe Steyer 377 winckhlhofer,Joachim, von LiNtz zzK Winckler, Hannß, Bürgermeister zu Steyer 266 -Matthias 296 -Thomas- emi^riret aus Steyer 331 zu WLndthaag, Hannß von Prag, Freyherr 256 windlsche Marck kommt an das Hauß Hab- spurg r 34 windischsasten, woher es den Nahmen x windischgrätz, Seyfried von 2 so. 2sL windorffer, Adam zzL soll Steyer erbauet haben 5 wer er gewesen? 379.385° dessen Stamm-Baum ' z86 winrer, so sehr kalt 305. 33s. winterreiter, Stephan,dessen verwegeneund muth- willige Thar zio — __ wird mit dem Schwerdt hingerichtet 3235 Wischover, Georg, Stadt - Richter zu Stepen wißhauer, Hannß 2?z, wißhover, Wolff 184 was er geredet zuSkeyer 19z wisinger,Johann, Schaffner zu Steyer 114 wispach, Meister Andre, Burger zu Wien von wittelspach- Graf Otto, bekommt das Her- zogthum Bayern 39L 3 wm- Register. witichover, Sebastian , Burger zu Steyer 355 Wittigs, ttenncus, wird im Closter zu St. Florian erstochen 4" vonwolckhenstain, Michael Freyherr Is6 -Veirh is8 -Michael, 210.212 -- Veirh 375 Wolff, Adam, Kays. Rath, und Rentmeister zu Steyer 38a wolfeyle Zeit 126 -im Wein i6r -von Korn und Haber in Steyer 19z. 19?. 2iz wolssern, daselbst sind dieTürcken hingekommen 249 wolffgang, Lullos der Klworiten im Land ob der Ennß, und OusräiLn zu Welß 171 woffgang, Pfarrer zu Steyer, wird Abt zu Garsten 258 — -- verwiegt denen Steyerern ein neues Be¬ grabnus 262 -stirbt 27z wolspach , Begrabnus-Ort der Herrn von Mei¬ lerstorff zu Herttenstein 972 wolsperger, Mattheus 171 von Worms, Bischoff 39s von wuchenau zu Lindenfeld, Johann Mayer, Kayseri. Rath und Gegenschreiber zu Steyer 382 Wüersing, Wolffgang, Beck 2zz Wüldersdorff, daselbst ist eine Zusammenkunfft der Stande 100 von wülfferstorff, Georg, hebt die Belagerung Rohrbach wieder auf 425 wülffmg, Veit, Castner zu Steyer 374.975 wüllring, Closter, dahm wird ein Gut gestifftet 18. s8 der Herrn von Lobenstein Begrabnus daselbst z66 dessen Abt UU6eZar6v8, was er durch einen Kuß dem Closter zu wegen gebracht 598 daselbst ist der berühmte Hanß von Traun be¬ graben 416 —— Leonhard, Abt daselbst 427 Higismunllus,K4e6icmL UoÄor, leh¬ ret zu Steyer die Hebräische, Griechische und Lateinische Sprache 229 Würmer, thun Schaden an Baumen und Früch¬ ten 170 würschenhover, Jeremias, Schützen-Fähndrich zu Steyer 354 von Würtenberg, Ulrich 2/4 — — Graf Conrad ? 8 9 würyburg, Bißthum, ^övocmus oder Vogt desselben, wer gewesen ?94 — Bischoff Heinrich daselbst , verkaufft Welß an Hertzog zu Oesterreich 407 R. Tbbs, Ablösung der Stadt 1i6 wird von Herrn von Gravenegg eingenommen I2Z daselbst kommen Ungarische Völcker an * ?2 dahin kommt Kayser Maximilian 204 wird eingenommen 425 3. Zäncl, Georg, Vogtey - Verwalter zu Welß 190 Zantnerj Hannß, Verweser des Aufschlags zu Steyer 144 Zapfelziechen, was dasselbe verursache 31 2 von zäringen, Hertzog Berchtold 3 9 von Zeyer wird gefangen nach Steyer gebracht 147 Zeblinger, Walther 102 Zechenberger, Georg, Schaumbergischer Cantz- ler, Beystand des Raths zu Steyer 194 Zechmeister, oder Kirch-Probst zuSteyer, von wem derselbe soll erwählet werden 9 r von Zeckhling, Christoph 129 Zeltlern, Schloß, ehemalen denen von Lapitz zu¬ ständig 374 von Zelckhing, Veit, Viertel - Hauptmann im Mahland am Obern Ort 187 -Wilhelm und Wolffgang Gebrüder 189 -wolffgang 2s6 — — Heinrich, Pfleger auf Steyer, dessen Ge¬ schlechts Ursprung 97a -Ulrich und Alber, werden zu Mühldorff gefangen 412 -Christoph 42 z Zeller zu Schwerdtberg, Bernhardt, kommt wegen Straffenrauberey in Verhasst 217 -wird mit dem Schwerdt hingerichtet 21S Zeller, Leonhardt, des Herrn von Neidegg Umer- Pfleger zu Steyer 571 -Ulrich, Unter-Pfleger zu Steyer 97? Zellinger, Walther 102 Zekring, oder Zelckhing, ein altes Schloß nicht weit von Mölck, denen Herrn von Polhaim gehörig ;7O von Zerlitz, Wolffgang, wird vor Wien von den Türcken gefangen 246 -Königlicher Majestät Thürhüter 25s Zeugen werden bey den Ohren herbeygezogen, wann im Gebrauch gewesen 394 von wütlspach, Landgraff Friedrich wyllering/ Closter, siehe Wüllring Z95 Zeugen-Aussage zu Steyer fällt vor den Rath daselbst gut aus 197 Zieg- Register. Zieqler, Nicolaus, 212 Zierberks, dahin werden etliche Steyerische Bur¬ ger gefangen geführet n 7 -wird von Herrn Sigmund Prüeschenckh eingenommen iZ7 -wem ehedem zugehöret Z77 von Zierorm, Carl der ältere, Lands- Hauptman in Mähren z?7 von Zinzendorf wird durch Eroberung seiner Schlösser ins Verderben gesetzt 79.418 Hainrich 419 zu Zips, Stephan Zapolin, Erblicher Graff, i?6 -Graf Johann, Waiwod in Siebenbür¬ gen 2?4 der blinde Hußiten Obriste verheeret Oester¬ reich mit Raub und Brand 84 Znaim zz -daselbst stirbt Kayser Sigismundus 94 -dahin komt Ertz- Hertzog Matthias zz s Zöbinger, Walter 420 Zoller, Ulrich, Unter Pfleger zu Steyer 126 Zöllner, Hanß und Caspar 112.12z Zünispan 422 Zusammenknnfft dreyer Könige in Wien 204 -derOesterreichischenLandschafftzu Steyer ?74 Zuvernum, Hieronymus rzo Bürgermeister zu Steyer 2z8 dessen Sohn Hieronymus stirbt wi¬ deren Stamm - Baum und Wappen 276 Zwetl, Abt daselbst z fr Schlacht daselbst 419 von Zylly, Graf Ulrich loc» -bekommt Oesterreich zu regieren ro; -muß mir Spott aus Wien weichen 105 -kommt wieder nach Wien ios -wird umgebracht no Nürnberg, gedruckt bey Lorenz Bieling.