Echriftleitui»: RaihauSgasse Skr S Zelrphen Rr. »I, >nt(tart«a. e iKttitii: l»g!>a «mit >»»n»I!me »er E«»»- » iZeter-lm< von it—li Ubi tan». {«»Hfitti»™ Sie»«» iHÄIi namenlos« 8>». (ftiluus,™ r.töt t'ttütf^tdjtsgt. »>w«! die?er»«lt»»s ge.k» »ere»»«ng »k- »illijli «est. gffteBttlt «dediihee» rnlgrgr;:. — ®ri ©irtirliclimmn tliK-itartlof. l>e .Teutsche Bttt- -eiche, »l irJ-en ur.l obät*. 1t>«rta}|en-iCsnt« 30.CM. BerwaltUllg: RathauSgasse Nr. 6 Silfrtoa 7)e. lt. intnvrbiK. Bt;ugebtti»g„»l>es X>xrd) hie Posi bezöge»! vierteljährig . , . K , P-ldj-dri« ■ ... K »■". «*»| »tt# . . . . K ICM tut «illi mit 3«(lellB»a >»« H»»« : monatlich . . . . K I I« Sicrtrljlfetif . , . k t-— H«I»jährI, . . . K «•— qta»*jähtij . . , . K I».-Älli» KutlanD erhöhe» sich die Keiiiglqediihreu um die hthere» »>cr1eudu>>»«.Sed>ihrezi. Eiazellittte Abo» r»ie»l» teilen bi» zur Abbestellung Yr. «V.3 Hillt. AlittwoH» 2\i Aezemver 1908. 33 Jayrgang. Zur Lnndliigswahl im ÄtädtrwahlliettrKe Cilli. Sonntag abends fand im GemeiuderatS-faolc eine Bertraueiiemännerversammlung für tcn Städtewahldezirk Cilli statt, zu welchem die Wahlorte Cilli, Tüffer, Lichtenwald, Rann, Hochenegg, Weitenstein, Schönstein und Wöllan gehören. Die Versammlung wurde vom Ob' mannstellvertreter deS Deutschen Vereine« Herrn Altbürgermeister Julius Rakusch mit herzlicher Begrüßung eröffnet, worauf über seinen Bor-schlag Herr Bürgermeister Dr. von Jabor-negg zum Vorsitzenden und Herr AmtSvor-stand Dr. A m b r o s ch i t s ch zum Schriftführer gewählt wurden. Herr Dr. von Jadornegg erklärte, der Zweck der heutige» Bersammlung sei die Ausstellung der Wahlwerber für die be-verstehende LandtagSwahl im Städtebezirke Cilli. Gelegentlich der letzten Cillier Wählerversamm-lung des Abgeordneten Stilln er wurde dieser von den Cillier Wählern ersucht, daS Mandat wieder zu übernehmen, für bis zweite Cillier Mandat wird vom Deutschen Vereine ein Bor-schlag nicht erstattet. Herr LandeSdürgerschullehrer A i st r i ch meldete sich sodann zum Wort, stellte sich auf Grund des Programmes der Deutfchradikalen Partei als Kandidat vor und entwickelte in kurzen Zügen fein Programm. Bevor zur Abstimmung über die Wahl-Werbung S t o l l n e r geschritten wurde, erklärten die Vertreter der Bororte Hochenegg, Düster, Schonstein und Rann, daß sie diese Kandidatur Weihnachten des heimgekehrten deutschen Afrika-Krieger«. Wie Alle still es wünschten, so geschah's — Der Heimgenosse, der hielt Fahnenwacht I» Steppenlande Südwestasrikas, Er kehrt zurück, begrüßt von holder Pracht Des deutschen WeihnachtSbaumL. — RingS Slockenklang, Und unser Herz laut jauchzt voll Jubeldrang. Ei hat erlebt manch' schlimmes KampfeSjahr Lom iück'jchen Feind im Hinterhalt bedroht Bei TageS Glut, in Nächten frostesklar. Erschöpft vom raschen Ritt, von Durstes Not. — Der Busch regt sich — der Müde späht umher Denn läßt er blitzen sein Maschingewehr. Ifcr kehrt zurück — nicht jeder Kamerad I — Der Dornstrauch träumt auf sand'gem Wüstengrab; Im Lazareth — um jungeS Blut wie schad! Dem Andern noch den Rest das Fieber gab. Des Süden» Kreuz bestrahlt die Gräber licht, O .letzte Ehre* für erfüllte Pflicht I Dem Lebenden jedoch gebührt der Kranz Der Treue und der Tapfe»keit zugleich. lu fochtest für der d e u t s ch e n Weltmacht Glanz. Und bleibst ein würd'ges Glied vom Deutschen Reich Stimm hin den Kranz, mit dem dich Freundschaft schmückt, Der Mannheit Segen hat dich schon beglückt! wärmstcuS begrüßen. Die Kandidatur des Herrn Moriz Stalln er wurde ein-st i in m i g a u g e n o m m c n. Die Kandidatur deö Herr» August A i st r i ch wurde mit überwiegender Majorität abgelehnt. Hierauf wurde über Antrag des Bürger-meisterS Falefchini (Rann) einstimmig beschlossen, an Herrn Dr. Gustav Delphi, RechtSanwolt in Friedau und Obmann des Deutschen BolkSrateö für Untersteicrmark mit dem Ersuchen heranzutreten, daß er die Wahl-Werbung sür das zweite Mandat des Städte-bezirkeS Cilli übernehme. Ä lsrner Brief an Hosrul Dr. Ploj. Der ReichSratSabgeordnete Hofrat Doktor Ploj hat in einem wegen der Vorfälle vom 12. und 13. September l. I. iu Pettau eilige-brachtem DringlichkeitSantrage, sowie iu eiuer im Reichsrate gehaltenen Rede sich veranlaßt gefühlt, all die Lügen und Berlenmdnngen, welche schon seit Monaten die slovenischen Blätter gegen die deutsche Bevölkerung gebracht haben, im ReichSrate zu wiederholen. Der Deutsche Berein sür Pettau und Rohitsch sieht sich daher im Interesse der Wahrheit auf Grund der in den AmlSakttN enthaltenen Angaben zu nach-stehendem öffentlichen Schreiben an den Abgeord-neten Dr. Ploj veranlaßt: Per Mönch. Bon Emma Auiß-Wradoljch Wie Hai, du mich so müde gemacht O Tag. mit deiner leuchtenden Pracht, Mit deiner Faiben buntem Schein Mit deinen rauschenden Melodeien. Willkommen o Nach«! Sturm. An der istrianischen Küste, nahe einer kleinen Bucht, liegt malerisch, längs des MeereSgestadeS, ein schmuckes Städtchen. Zu seinen Häupten erhebt sich, aus steiler Anhöhe, das Kloster. Sein stolzer Bau mit dem mächtig festen Steingemäuer, verwit tert von Zeit und Wetter, erinnert an längst ver-gang'ne Tage, an jene Epoche, wo hinter stillen Klostermauern grausame Willkühr herrschte nnd unmenschliche Selbstjustiz gepflogen wurde. Bon dorther nun stammt auch die Sage, die der Bolk5 mund überliefert hatte und die, bis zur heutigen Stunde noch, die Gemüter in Spannung hält. Wir entnehmen derselben folgendes: Sin junger Mönch, Namens Frater Xaverius, den nicht innerer Drang ins Kloster trieb, lebte dort still und in sich gekehrt, seine Tage hin. Er war nicht wohlgewollt unter den Brüdern, da auch sein schönes Aeußere Neid und Mißgunst schuf. Alljährlich am Marien-tage zog die Prozession durch das Städtchen und die Mönche zogen mit. Als sie einstmals wieder ihren Rundgang be° endet hatten und die Anhöhe emporkamen, um in der Kirche, die Zeremonie zu beschließen, da erblickte Frater ZaveriuS hinter den vergitterten Fenstern deS Nonnenklosters, welches zur damaligen Zeit an Die Bewohnerschaft der Stadt Pettau hat in der Abhaltung der Hauptversammlung de« Cyrill- und MethodvereineS, als eines be-kannten slavischen KampsvereineS, welcher aber weder in Pettau noch im Bezirke eine Bei eins» schule besitzt und welcher seine Versammlungen früher regelmäßig auf flovenifchem Boden ab-gehalten hat, mit Recht eine Herausforderung der deutschen Bevölkerung unserer Stadt erblickt. DaS slovenisch -sozialdemokratische Parteiblatt (kucleöi sirspür) hat bestätigt, daß in der Ab* Haltung einer slovenischen Versammlung im deutschen Pettau eine Demonstration gegen den deutschen Charakter der Stadt gelegen ist und dieses Vorgehen der Konnationalen mißbilligt, lieber den AnSfnhrungeu des Abgeordneten Doktor Ploj, daß sich die Slovenen vollkommen passiv verhielten, nicht provozierten und sich als „ge-duldige Sümmchen" rnhig von den Deutschen prügeln und mißhandeln ließen, wird festgestellt, daß es am Abend des 12. September zum ersten Zusammenstoße deshalb kam, weil ein auswärtiger Slovene sich durch lebhaftes Zivio-rufen bemerkbar zu machen suchte und die Auf-forderung eines Deutschen, zu schweigen, mit dem Schimpfworte „deutscher Hund" quittierte. Weiter« verweisen wir darauf, daß am 13. Sep-tember «ach Ankunft d.'S */«10 Uhr-Zuge« die ankommenden Slovenen mit einem ohrenbetä'u-benden Ziviogehenl empfangen wurden, daß die Rufe: „Deutsches Gesindel", „deutsche Bagage" usw. fortwährend aus ihren Reihen ertönten und daß schließlich beim Einzüge in die Stadt das bekannte Hetzlied „llej slovanje" angestimmt wurde. Infolge dessen hat sich auch da» das Mönchskloster stieß, das entzückende Antlitz einer Nonne. Idre dunklen sanften Augen saben auf ihm herunter und bohrten sich tief in die seinen. Er konnte den Blick nimmer wenden von ihr — und sie blieb am Fenster — verzückt berauscht — gar bald brach die Macht der Liebe sich Bahn. Die Beiden entdeckten daS stillverborg'ne geheime Pfört-chen und trafen sich oft nnd oft — und in den abgeleg'nen dunklen Klostergängen — da waren sie erwach« — die schlummernden seligen Triebe, die keine Schranken kennen und vergeh'n im Taumel deS Genusses. Doch Frater ZlaveriuS schien nichts zu ahnen von jener verräterischen Schrift, welche Leidenschaft in die Züge prägt, denn auf seiner Stirne war'S zu lefen, daß Geheimnisvolles ihn umgibt und feine Schritte wurden streng be-wacht. — Wieder wars, da öffnete leise sich das Pfört chen nnd die Nonne schlich herein. Frater kaverins stand dahinter nnd feine Arme umfingen daS bebende Weib — dunkel war die Nacht, kein Mondstrahl, kein Sternchen goß sein Licht herein — da mit einemmale blitzte ein Leuchten auf, ein Schimmer kam näher und plötzlich stand Pater Guardian mit einer Laterne vor den Beiden. Er wies die Nonne zur Pforte hinaus, irrn« weiter mit ihr geschehen war, darüber schweigt die Sage. Frater Zaverius aber wußte nun um sein Schicksal: Das Perbrechen sündiger Liebe konnte der Tod nur rächen, daher er anch resigniert das Urteil hinnahm, welches da lautete: Lebendig eingemauert zu werden! — Doch als sein Geist vom Körper sich getrennt, fand niemals Ruh er mehr. Er erscheint zur Nacht-zeit, bis zur heutigen Stunde noch, im Mönchs- Scitc ~ Deutsche Macht 103 besonnte Hetzblatt, die „Domovina" auS Cilli, zn nachstehendem Erguffe aufgeschwungen: DaS slavische „Zivio" übertönte daS deutsche „Heil" und mit Stolz können wir an diesen Tag zurück-denken, denn die erste Bresche ist nunmehr ge-schössen und der Tag wird kommen, wo auch die Festung des Deutschtums sinken wird." Wir weisen weiters darauf hin, daß am hellichten Tage in einer der belebtesten Straßen der Stadt ein gedungener slovenischer Bauern-Bursche dem deutschen Hochschüler Br. einen Stoß in die Brust versetzte und ihm eine Korn» blutn c ans dem Knopfloche zu reißen versuchte. Wir verweisen auf die Feststellungen des Gerichts« aktes, daß Dr. Kodermanu, der Arrangeur der Hauptversammlung und des Volksfestes, sowie die „slovenischen Damen" mit nationalen Ko-karden geschmückt, auS den Fenstern des Narodui Dom den vorbeiziehenden Deutsche» lange Nasen zeigten, dieselben verspotteten und mit kleinen Stcinchen dewarfen; weiters daß die Slovenen trotz des behördlichen Verbotes vor dem Narodui Dom mit slovenischen Abzeichen herumspazierten und daß abends von den Fenster» des Narodui Dom auf Bürgermeister Ornig und auf die Wachleute faustgroße Steine herabgeschleudert wurden. Es kann daher mit Fug und Recht behauptet werden, daß die Slovenen es darauf angelegt hatten, die deutsche Bevölkerung aus das Aeußerste zu reizen und daß eS nur den Bemühungen der befouuereu Elemente gelungen ist, einen Sturm auf den Narodm Dom hiut-anznhalten. Gegenüber den Angriffen auf die Polizei, daß dieselben Slovenen ohne jeden Grund arre-tiert und nach Erweisung der Unschuld sofort wieder in Freiheit setzen mußte, wird bemerkt, daß baS für beide Parteien ausgegebene und den Slovenen bekannt gemachte Lerbot, nationale Abzeichen und Bänder zu tragen, von den Slovenen nicht beachtet wurde, daß dieselben sich in vielen Fällen weigerten, die Abzeichen herabzunehmen oder die zwangsweise abgenom-»neuen ver den Augen der Polizei wieder an-steckten. Deshalb wurde eine Reihe von Slovenen arretiert und nach Aufnahme des Nationales und des strafb.mn Tatbestandes vom Stadtamte wieder entlassen. Daß diese Arretierungen nicht grundlos waren, geht daraus hervor, d>'ß gewande, mit bleichem ernsten Antlitz, in den Kloster-gäilgen, auch im Sädtchen selbst und Schiffern oft am Meere und sein Erscheine» gilt als Warnung, deutet aus Unglück oder Todesfall. Ein schöner freudiger Sommertag breitete sich über das Land. Die Sonne erstrahlte in ihrer vollen Pracht nnd beleuchtete goldig hell das weite große Meer, da» liebliche Städtchen mit seinen bunt blühenden Gärte» und das Kloster hoch am Hügel. — Dort stand im Refektorium ein junger blasser Mönch. Er sah sinnend durch die Gitterstäbe hin-aus in die freie Welt, fein glühendes Ange schweifte weit über den Aether hin und verfolgte den Flug der Möwen; dann wandte er sich ab, fuhr mit dcr Hand über die Stirne, als wollte er die Gedanken verscheuchen, die dahinter sich festgesetzt nnd ihn trübe ?gestimmt hatten. Es war ja sicher gut gemeint von einem Bater, daß er ihn dem Himmel angelobte, damals, als er das Licht der Welt erblickte und seine Mutter im Sterben lag. Der junge Mönch dachte eben darüber nach und verlor sich in dumpses Grübeln. Seine Fantasie malte ihm das Bild vor, wie seine schöne Mutter mit dem Tode rang und sein Bater, voll Schmerz und Weh', in rührendem Glauben an Gottes Allgewalt, ihm das eben gebo-rene Söhnchen weihen wolle, für das Leben des geliebten Weibes. — Die Mutter genaS — der Bater löste sein Wort dem Himmel ein und — er wurde Mönch. — Warum nur ertappt er sich so oft bei diese» Gedanken? Ist'S denn nicht schön, nicht erhaben Gott zu dienen? Halb laut sprach er diese Worte vor sich hin und wandte sich, wie um Antwort zu verlangen, nach dem großen Bilde, gegen drei damals verhaftete Slovenen die An-klage wegen Verbrechens der öffentlichen Gewalt-tätigkeit vor den» k. k. KreiSgerichte Marburg erhoben wurde und daß weiterS gegen eine Reihe von Slovenen das Strafverfahren wegen Ueber-tretnng nach § 3J2 und 314 St.-G. vor dem Bezirksgerichte Pettau eingeleitet wnrde. Die von dem Abgeordneten Dr. Ploj gegen den Bürgermeister Ornig und die Pcttauer Polizei erhobenen Angriffe sind desto merkwür-diger, als Bürgermeister Ornig die abfahrenden Slovenen selbst unter Assistenz der gesamten Polizeimannschaft iu vollkommener Ruhe und Ordnung auf den Bahnhof begleitete und der Bürgermeister Ornig den Abgeordneten Ploj anläßlich des bekannten RekouterS mit eigenem Leibe gegen die andringenden Deutschen deckte, während die Wache mit gezückten Säbeln gegen die Angreifer vorging, ein Borgehen, welches die Bürgermeister von Prag und Laibach gegen-über den deutschen Mitbürgern außer acht ge-lassen haben. Eine ganz infame und vollkommen auS der Luft gegriffene Verleumdung ist die Behauptung der Interpellation, daß am 13. September in Pettau angekommene Wallfahrer von den Deutschen ««gegriffen, geschlagen und ihnen das Kreuz weggenommen wurde. Diese Behauptung erschien erst eine Woche nach den Vorfällen des 13. Septembers in den slove-Nischen Hetzblättern, um die bisher vollkommen apathische slovenische Landbevölkerung in ihrem religiösen Empfinden aufzureizen und gegen die Deutscheu im allgemeinen zu hetzen. Wenn sich die slovenischen Hetzblätter, welche die Deutschen deS Unterlandes ja täglich als die größte Ba-gnge, als Falotten, als Fakine, Gauner usw. bezeichne», zu derartigen Entstellungen hinreißen lassen, ist »och eher begreiflich, aber daß der ReichsratSabgeorduete Dr. Ploj, welcher die Borfälle in Pettau selbst miterlebt hat, derartige Erfindungen im Parlamente vorbringt, ist ein-fach unerhört. Herr Abgeordneter Dr. Ploj hat schon einmal die Pettauer BezirkSvertretung auS blindem Parteihaffe beschuldigt, die "für den Bezirk angewiesenen Notstandsgelder für die Zwecke der Stadt Pettau zum Baue von Palästen nnd Straßen in der Stadt verwendet zn haben und mußte, um einer gerichtlichen Klage auszuweichen, die Unwahrheit feiner Behauptungen selbst zugeben. das au der Wand dort hing. Es stellte Frater Xaver dar, den toten Mönch der Sage. „Ist s nicht so, armer Brnder? Du lächelst mich a», nicht wahr und schweigst" ftihr er fort, während er sinnend ans ihn blickte nnd lange in Betrachtung vor dem Bilde blieb, welches als warnendes Beispiel hier, die Brüder alle, vor dem Fluch der Sünde hüten soll. „Ob er auch wirklich denn gelebt, sein Schicksal wahr gewesen??" frug'S in seinem Innen» weiter nnd er lächelte unglaublich bei dem Gedanken, daß die Seele des Geächteten ruhelos umherirren soll. Da tönte Glockengeläute an fein Ohr. Er trat ans Fenster und blickte der Prozession entgegen, die ihren Rnndgang nun zur Kirche uahm. Es ivar Marientag heute nnd die kirchliche Sitte, aus Kluft vergangener Zeit, hatte sich erhalten, bis in die Gegenwart berein. ES schmerzte den jungen Priester, daß er nicht mitziehen konnte mit den Brüdern, denn gar s»ön ist'S, außer den Kloster-manern der freien GotteSwelt ins Antlitz zu sehen. Doch erst vor kurzem, dem Krankenlager entstiegen, erlaubten seine schwachen Kräfte nicht, in der Sonnen-Hitze den weite» Weg um die Stadt. Der Zug kam näher, es wehten die bunten Fahnen im Men chen-gewoge und der helle Gesang, aus jugend ichen Kehlen, klang süß, andachtsvoll durch die Luft. Laugsam zur Höhe nun kamen sie heran. Hinter der reichgeschmückten Madonensigur, die von Jung-srauen getragen wurde, schritten weißgekleidete Mädchen, mit Kränzen anS Rosen auf den losen Haaren lind streuten Blume» auf den Weg. Da plötzlich trat, wie unabsichtlich, ein Mädchen aus der Reihe — hochgewachsen mit langen, goldig wehen- Nachdem derselbe jetzt wieder bewußte Lügen und Entstellungen der Tatsachen unter dem Schutze der Immunität gegen die deutsche Stadt Pettau und ihre Bewohner vorbringt, so überlasen w r daS Urteil über einen derartig beschaffenen po< tilischen Gegner ruhig dem Ermessen unserer deutschen Volksgenossen, damit dieselben beurteilen können, mit welchen Waffen der Kampf gegen die Deutschen im Unterlaude geführt wird. P e t t a u - R o h i t f ch, im Dezember 1908. Lkr Dkutsdjk verein flir Maii'LllHW. Was wir fordern. Die Krawalle sind vorüber. Die Ruhe hat sich wieder eingestellt. Unangefochten kanu der Deutsche in Prag wie in Laibach über die Straße'gehen nnd sogar deutsch reden. Vielleicht darf er sogar bald wieder die Kühnheit haben, die zerstörte und malte deutsche Ausschrift an seinem Hanse wieder anbringen zu lassen. Ruhe ist's auch geworden in den deutsche» Städten, wo man die nichtdeutschen Minderheiten teils sanft, teils nachdrücklich daran gemahnt hat, daß sie unter Umständen die Suppe anSessen müssen, die in Prag nnd Laibach eingebrockt, worden ist. Merkwürdig nur, wie rasch die Staats-und Militärgewalt in diesen deutschen Städten zum Schutze der Slaven bereit war, während man in Laibach drei Tage, in Prag sieben Wochen dem Treiben der slavischen Pöbelhanfen tatlos zuschaute und in beiden Städten erst einschritt, als die Spiye der Krawalle sich außer gegen das Deutschtum auch gegen den Hal'sbnrgLotliringischeii Staat richtete, als die k. u. l. Soldaten angeschossen, schwarzgelbe Fahnen zertreten und verbrannt und Hochrufe auf Serbieu ansgebrachi. Nicht »in>ergessen sei auch, daß man trotzdem in Prag daS Standrecht den Deutschen, die dadurch um die Ärnndsteinlegung der deutschen Hochschule gebracht wurden, 6 Stunden früher be saunt gegeben als den Tschechen; daß die ernste Absicht bestand und vielleicht noch besteht, nach der Aushebung des Standrechts das Farbenverbot für die deutschen Studenten ausrecht zu erhalten, d. h. tschechischen Janhagel die erstrebte Frucht seine» revolutionären Treibens in den Schoß sallen zn lassen Die gesunde Aufwallung des deutschen Blntes darf aber diesmal nicht umsonst gewesen sein. Was sordern wir aber ans diesem Grunde? Wir sordern etwas von den Ostmarkdeutsche». Erstens verlange» ivir, daß sich der deutsche Michel nicht alsbald wieder schlafen lege und sich die Zipfelmütze übers Ohr ziehe. Von Jahr zu Jahr verschärfen sich die gegen die führende Stellung des Deutschtums iu Oesterreich gerichteten Borstöße! dem Haare, schön wie ein Engel und sah mit ihren großen blauen Augen hinauf zum Gitterfenster — eine Rose entfiel ihrer Hand. — Ein Moment nur wars — unbemerkt von Allen, doch der, dem sie geweht, stand wie von Sinnen, klammerte sich a« das Gitter und stierte aus die Rose hin, die wie aus stummen Munde zu ihm flüsterte, von jenen: ungeahnte» Sehnen.---Heiß wards ihm in der Brnst, hörbar hämmerten die Pulse — Er stürzte fort zur Emporkirche hinan nnd blickte int Kreise umher. Ja dort — dort kniete sie — soll er bleiben, soll er fliehen?? — Aber sie bannten ihn fest, jene Augensterne, die nach ihm blickten uud so viel sagten und plötzlich kam es zum Bewußtsein ihm, daß sie ihm keine Fremde ivar. Wen» er ans der Kanzel das Wort Gottes verkündete, faß sie vornea» und lauschte semer — ja, so ist's, uuu ward's ihm klar. — Das Abeudglöcklein läutete, die Feier war zu Ende unö die Andächtigen verließen all' die Kirche. — streifte ein weicher Arm des Mönches Kleid. — Er erbebte und senkte den Blick, dieser streifte sei» geistlich Gewand. Schamesröte übergoß die bleichen Wangen und als er ihn wieder hob, da war die Kirche leer. Wie ans schwerem Traume erwacht, war AlleS verschwunden um ihn her und die Wirklichkeit trat mahnend vor seine Seele. Zu Christus dem Gekrenzigten erhob er nun daS Haupt und stürzte aus die Knie von ihm hin. ,.O Heü'gei, »traft nicht, was in Gedanken ich heilt' gesündigt habe!" betete er, „reuig flehe ich Dich an. verzeih'! lafc nicht strafbar werden mich, banne die bösen Se> I übmsrß. Bläffet zur Anferhaltung und Belehrung für Haus und Familie. K»«»tagsbeilage der „Deutsche« Wacht" i« Kilt. Dr. 52 »Die Südmart- erschein» jed«n Sonntag al» unentqeltiiche Beilage für die Leser der „Deutschen Wacht-. — Einzeln ist .Die Eüdmart" mcht käuflich 1906 tSchluß.) ZN den Aluten. Roman von Jenny Hirsch. »!»ch»r»S »ndox». Eine furchtbar« Unruhe und Angst erfaßte ihn. Wa» man für Sorg« und Kummer für die verschwundene Schwägerin auslegte, und ihm so bcch anrechnete, da» waren die Qualen d<» Verbrecher», dcr sich um die Früchte seine» Frevel» gebracht sieht und obendrein noch fürchten muh, daß der Rächer ihm entgegentritt. Da» Verhalten der Försterin Eltester und ihre» Sohne» verstärkten stine Angst. Die beiden Menschen schienen ein Geheimnis zu haben, da» sich auf Gertrud be,og. War sie gerettet ? Und doch da» war ja unmöglich. Er halle sich gut vorgesehen. Niemand war in der Nähe gewesen, der, fallt sie noch einen Hilferuf au»,^stoßen, denselben hätt« hören können, und dann, angenommen, sie lebte, weshalb kam sie nicht zum Vorschein? Die Kunde, daß man vi« Leiche Gertrud» im Kellers« gesund.» habe, lieb >hn aufatmen, nun war ja alle» gut. Mau mochte jetzt Eltester lo»lassen oder den Prozeß mach«», da» war von untergeordneter Bedeutung. Die Hauptsache war: Gertrud» Tod war bewiesen und Melitta die Erbin. Aber feine Freude war von kurzer Dauer, der «rst« Blick auf di« Ltiche btlehrt« ihn, daß die» Gertrud nicht fei. Dennoch behaupten er da» Gegenteil, legte der beim Anblick der verstümmelten Leiche ohnmächtig zusammen-brechenden Melitta die gleiche Erklärung in den Mund, und alle übrigen folgten ihm wie die Herd« dem Leithammel. Wa» die nächsten Angehörigen der Verstorbenen aussagten, da' mußte doch wohl da» Richtige sei. Die ab« weichende Ansicht der alten Köchin würd« wenig beachtet, und die Behauptungen der Försterin und ihre» SohneS erschienen als unglaubwürdig, sie waren ja nur ein teil der abenleuerlichen Geschichte, die beide dem Untersuchung» richt« aufgetischt hatten. Diese abenteuerlich« Geschichte hatt« aber Melnik mit Furch! und Graus«» erfüOt. Wär« R«ut«rn nicht allzu btfangt» g«w«sen, so hätte ihm dessen Verhalten, al» er ihm Mitteilung davon machte, zu denken geben müssen. Melnik zweifelte keinen Augenblick an der Wahrheit de» Erzählte» und er wartete, Gertrud werde wieder erschein«» und ihn d«» Morde» anklage». Auch zitterte er davor, daß noch Personen zum Vorschein kommen könnten, welche di« Leich« reklamierten. Schon hatte er im Stillen alle Vorbereitungen zur Flucht getroffen; al« aber die Erkun-digungen nach Gertrud erfolglos blieben, und auch kein Angehöriger der Toten sich meldete, faßte er wieder Mut. Vielleicht war seine Schwägerin auf der Reise wirklich verunglückt. Aber mochte e« sein, wie e» wollte, war nur die vermeintliche Gertrud von Kauffel in der Familiengruft beigesetzt, so konnte er die Erbschaft in Empfang nehmen. Im Besitze de» Gelde» wollte er mit seiner Familie in» Ausland gehen und von dort da» Weite suchen. Mochte Gertrud dann wieder erscheinen oder nicht, sie hatte da» Nachsehen. An der Weigerung de« Konsul», da» Vermögen vor Beendigung de» Verfahren» gegen Eltester herauszugeben, scheiterte dieser Plan. Aeußerlich ruhig und höflich, im Innern halb sinnlo« vor Wut und Angst, hatte er Bauer verlasse»; da» Spiel stand sehr schlecht für ihn. aber ganz wollte er e» nicht verloren geben. E» gelang ihm, Kretsch-man» noch einmal zu beschwichtigen und ihm sogar noch »jne größere Geldsumme abzunehmen. Mit dieser reiste er mit den Seinigen nach der Schweiz, immer auf dem Sprunge, zu entfliehen. Die Gier, die Millionen Gertrud» an sich zu reiße», war aber noch größer, al« die Furcht vor der Entdeckung de« Verbrechen». Lehnmal hatte er im Begriff gestanden, mit Zurücklassung von Frau und Kindern sich au» dem Staube zu machen, und immer war er geblieben. Al» die Zeit verstrich und alle» ruhig blieb, hielt er Gertrud wirklich für tot. Er hatte die Frechheit, zu der Gericht«, Verhandlung nach Eutin zu reisen und dort al» Eltester» Ankläger aufzutreten, er hatte die Stirn, ihn der Tat zu zeihen, die er seihst begangen. Schon triumphierte er, al« im letzten Augenblick die Katastrophe erfolgte. Run aber war da« Spiel au«, alle Rätsel gelöst, nur eine« blieb noch bestehen. Wer war die Unglückliche, die man au» dem Kellersee gefischt hatte, deren Ueberreste in einem prunkvolle» Sarge, der den Namen Gertrud von Kauffel trug, in, Gewölbe der Familie auf dem Kirchhof in Hannover ruhten. 18. Konsul Bauer reiste am Tage nach der Gericht«ver-Handlung von Scgefeld ab, jedoch nicht, um nach Hannover zurückzukehren. Sein Weg ging nach der Schweiz; er hatte dort die Aufgabe übernommen, die bejammernswerte Me-litta von dem furchtbaren Geschick zu unterrichten, da« über sie und die K-nder hereingebrochen war. Gertrud hatte ihn begleiten wollen, aber bei dem ganzen Kreise, der sie mit der liebevollsten Fürsorge umgab, den ent-schiedensten Widerstand gefunden. War auch die Krankheit überwunden, so bürste fit doch nicht schon jetzt den An-strengungen einer weiten Reise und den Aufregungen au«-gesetzt «erden, welche da« Wiedersehen mit Melitta im Gefolge haben mußte. „Ueberlatz die Arme zunächst mir", hatte der Konsul gesagt. „Bedenke, daß e« doch auch für ste tief erschütternd sein muh, dir gegenüberzustehen. gegen die ihr Gatte die verbrecherisch« Hand erhoben hatte. Ueberlaß e« mir. sie vorzubereiten." Gertrud hatte sich den Lorstellungen der ihr so teuren Menschen gefügt und war in Segefeld geblieben. Sie mochte weder nach ihrer Wohnung in Hannover zurück-kehren, noch die Villa auf dem Godenberg beziehen, wo ste die Schatten der Vergangenheit schwer bedrückt haben würden. Im stillen Forsthause, im tiefen Waldfrieden, unter der Pflege der Försterin und S:raphinen» wollte sie da« Gleichgewicht ihrer Seele wiederfinden, wollte sie genesen. Einige Tage nach der Abreise des Konsul» saß sie in rinem bequemen Stuhl unter der Linde vor dem Hauke. Tiefe, wohltuende Stille herrschte ringsum. Frau Eltester und Seraphine waren im Hause beschäftigt, Förster Dorn befand sich schon seit dem frühen Morgen im Forste, wo er die zum Fällen bestimmten Bäume anzuweisen hatte, und Georg war nach Oldenburg gereist- Er wollte sich dort seiner vorgesetzten Behörde vorstellen, alle über seine Person etwa noch obwaltenden Mißverständnisse beseitigen und zugleich seine Entlassung au« dem Forstdienste in die Wege zu leiten. Nach reiflicher Ueberlegung mit dem Konsul und Gertrud hatte er sich sür einen anderen Lebensberuf entschieden. Die leichte Handarbeit, welche Gertrud in den schlan-ken Fingern hielt, war ihr entglitten, sie hatte sich in den Swhl zurückgelehnt, träumerisch schauten ihre Äugen zu dem grünen Blätterdach de« mächtigen Baume« empor, durch w«!ch«n einzelne Sonnenstrahl«» mild «rwärmtnd fielen. Ganz leise senkten sich die Lider über die dunkel-grauen Augensterne, ein sanfter Schlummer wollte die Genesende begleichen. Doch fuhr sie schon wieder empor. Ihr feine« Ohr hatte den Schall nahender Fußtritte empfangen, obwohl sie durch den moosigen Waldboden gedämpft wurden. Auf-schauend gewahrte ste einen gut gekleideten Herrn, der, sobald er ihrer ansichtig ward, den Hut abnahm und «in schneeweiße« Haupt entblößte. Dabei wandte er ihr ein von vielen Falten und Linien durchsurchteS Gesicht zu und sah ste au« tiefliegenden Augen so traurig an, daß ihr ganz ängstlich wurde. Um da« bedrückende Schweiz«» zu brechen, sagte sie: „Wünschen Sie denn den Herr>: Förster Dorn zu sprechen, mein H«rr? Der ist nicht zu Hause!" .Desto besser/ erwiderte der Fremde. .Mein Besuch gilt nur Ihnen, Fräulein von Kauffel." „Sie kennen mich?" fragte sie erstaunt. „Ja, ich kenne Sie, ich habe Sie während diese« Sommer« ein oder zweimal gesehen, und zuletzt roch bei der Schwurger ichlSverhandlung in Eutin", antwortete er, nähertretend. .Da waren Sie auch ?" „Ja. da war ich mit einem traurigen Bekenntnis auf den Lippen, da» abzulegen, mir jedoch ihr Erscheinen überhob." .Ich verstehe Sie nicht", antwortete Gertrud und wollte stch erheben, um in da» Hau» zu gihea, da« Allein sein mit dem Manne flößte ihr «ine unbestimmte Furcht ein. Er kam ihr zuvor und streckte bittend die Hand au«. »Bleiben Sie hier, gewähren Sie mir die Gunst einer Unterredung ohne Leugen; e« erscheint mir wie eine un-verdiente Gnad«, daß ich Sie hi«r zuerst und ohne Leugen angetroffen hab«." „Aber wa« wollen Sie von mir ?" fragte sie, unwillkürlich wieder in den Stuhl zurücksinkend. »Ihnen da« Bekenntnis der schweren Schuld ablegen, die ich gegen Sie begangen habe und —" „Sie haben eine Schuld gegen mich begangen?" unterbrach sie ihn. „Wer sind Sie?" »Der bejammernswerte Vater jene« unglücklichen Mädchen«, dessen Leiche man au« dem Kellersee gezogen hat." Jetzt sprang Gertrud auf, alle Schwäch«, alle Müdigkeit war von ihr gewichen. Mit geröteten Wan-gen und zürnender Stimme stand sie vor dem Fremden. „Wie. mein Herr, Sie hätten gewußt, wessen Ueber-reste man für meine Ltiche ausgab und hätten den unge-Heuren Frevel begangen, zu schweigen, den verhängnisvollen Irrtum nicht aufzuklären?" rief ste. „Ja, den Frevel habe ich begangen," sagte er, „aber mein Haar ist darüber grau geworden, meine Kräfte sind gebrochen. Sie halten mich für einen hinfälligen Greis, vor wenigen Wochen war ich noch ein fester, gesunder Mann. Hören Sie mich an, ich bitte Sie!" Seine Stimme war so flehend, seine ganze Erschei-nung so mitleiderregend, daß sie ihm seine Bitte nicht zu versagen vermochte. „Sprechen Siel" sagte sie und setzte sich wieder. Er sank auf die »eben ihr stehtnde Bank, legt« den Hut auf den Tisch und fuhr sich mit dem Taschentuch über die Stirn. »Verzeihen Sie, dder Weg hat mich ange-griffen: mich greift jetzt .ille« an, entschuldigte er sich. Noch einige Minuten saß er mit vornübergeb«uztt»i Oberkörper, die Augen starr auf den Boden geheftet, dann richtete er stch auf und murmelte; »E« muß sein!", und begann dann mit dumpfer, eintöniger Stimme: .Ich bin dcr Ministerialrat Eckelberg au« Berlin. Meine Frau ist mir vor Jahren gestorben und hat mir eine Tochter und zwei Söhne zurückgelassen. Die letzteren wurden im Ka-dettenhause erzogen und sind jetzt beide Osfiziere. Elisabeth, da« jüngste meiner Kinder, gab ich in eine Erziehung»-anstatt nach Vevay »nid sah sie nur bei Gelegenheit von Urlaub«reisen, zu deren Ziel ich die Schweiz wählte. Dadurch ward mir da« Mädchen entfremdet und al« sie im vorigen Jahre zu mir zurückkehrte, mußte ich zu meinem Schrecken erkennen, daß sich in ihr recht bedenkliche Neigungen ausgebildet hatten. Sie war —" .Doch lassen Sie mich darüber hinweggehen", unter-brach er sich, .ich möchte die Tote nicht noch anklagen. Genug, unser Zusammenleben gestaltete stch zu einem recht unerfreulichen. Elisabeth lehnte sich heftig urtb trotzig gegen alle« auf, wa« sie unerträglichen Zwang nannte, und wa« doch nur die Anforderungen waren, welche die Gesellschaft an die Tochter eine« höheren Beamten und an die Schwester von Offizieren zu stellen berechtigt ist. Sie fühlte sich nicht wohl in unseren Kreisen, schloß enge Freundschaft mit den Töchtern einer Familie, die im Hinterhause de« Gebäude» wohnte, in dessen Vorderräumen wir eine Etage inne hatten, und lernte dort einen Studenten kennen, mit dem sie sich hinter meinem Rücken verlobte. »Ich verbot ihr natürlich den Verkehr, e» nutzte nicht«, ich kündigte die Wohnung, und wollte am 1. Oktober itmjifbfii. lim sie ader »I« balln een |tntm fern, zuhalten, »ahm ich einen längeren Urlaub und machte mit ihr eine Reise durch Skandinavien. Ste verlief freudlos genug: Elisabeth hatte keinen freundlichen Blick, kein gute» Wort für mich, und ich gewahrte recht gut, daß sie heimlich Briefe absandte und empfing. Nach Deutschland zurückgekehrt, wollte ich den Beginn der Universität»ferien abwarten, ehe ich wieder nach Berlin ging. Ich hoffte, Goßner — so hieß der Student — würde die Stadt alsdann verlassen haben. Von Kiel an» kam ich mit Elisabeth hierher und nahm eine Wohnung in Malente. Wenige Tage nachher, nachdem wir hier ange-kommen waren, erhielt Elisabeth einen Brief von ihrer Freundin und ich einen solchen von meinem ältesten Sehn. Sie enthielten dieselbe Nachricht. Mein jüngster Sohn, ein braver, aber sehr heißblütiger Mensch, war mit Goßner im Cafee Bauer zusammengetroffen, und wahrscheinlich, um den Offizier, der ihn hochmütig übersehen, zu kränken, hatte der Student zu seinen Gefährten von Elisabeth Eckelberg gesprochen. Ich glaub« kaum, daß e» in beleidi-gender Weise geschehen ist, für meinen Sohn genügtc aber dir Nennung de» Namen» seiner Schwester, um ihn außer sich zu bringen. Er stürzte auf Goßner zu, nennte ihn einen Lump und schlug ihn in» Gesicht. Anwesende Käme-raden meine» Sohne» sprangen hinzu, man trennte die G«gn«r, eh« e» zu weiteren Tätlichkeit«» kommen konnt«, und die Folge davon war natürlich ein Duell. Beim zwrilrn Kugelwechsel schoß mein Sohn Goßner in die Brust, so daß er augenblicklich tot war; er selber ist mit einer verhältnismäßig kleinen Verletzung in der Schulter davongekommen. Auf diese Nachricht beschloß ich unsere sosortig« Ab-reis« am nächst«« Morgen, und wir packten. Elisabeth war stumm, »ränenlo» und würdigte mich keine» Blicke«. Mehrmals lauschte ich wäh»«nd der Nacht an ihrer Tür, e» war alles still, als ich am Morgen nach ihr sah, hatte sie mein« Wachsamkeit doch getäuscht. Da« Zimmer war leer. Auf dem Tisch lag ein Zettel, der nur die Wort« enthielt: „Ihr habt mich getötet, wa« ich geliebt habe, ich kann und mag mit euch nicht mehr leben. Sucht mich im Kellers«« " Gertrud, die mit steigender Spannung zugehört hatte, konnte hier einen AuSrus de« Entsetzen» nicht zurückhalten. Rat Eckelberg aber fuhr in seinem traurigen Bericht« fort: „Ich kannte mein« Tochter hinreichend, um zu wissen, daß diese Worte keine leere Drohung enthielten, sondern traurige Wahrheit waren. Zum Schmerze de» Vater» ge feQte sich nun noch der gekränkte Stolz de» Beamten und die Rücksicht auf meine Söhne. Ich fürchtete, e» würd« ihnen nachteilig sein, wenn «» verlautete, daß ihre Schwester eine Selbstmörderin sei. Vielleicht ließ sich da» wenigsten» verheimlichen. Ich rief mein« Wirtin, sagte ihr, mein« Tochter sei schon vorau» nach der Station gegangen, um dort ein eilige« Telegramm aufzugeben. Dana ließ ich da» Gepäck nach dem Bahnhof schaffen und ging selbst dahin, «ahm aber nur eine Fahrkarte nach Eutin und logierte mich im .Kieler Hof" ein, um dort die weitere Entwickelung der abzuwarten. Die Umstände waren mir außerordentlich günstig. Wenige Stunden nach meiner Ankunft war die ganze Stadt in Aufregung; man suchte nach einem verschwundenen jungen Mädchen mit braunem Haar, wie meine Elisabeth auch besessen hatte — nach Ihnen Fräulein von Kauffel. «ll» fei« 3»n«n aalten, mufcten 1114 ext lebend oder tot an« Tage«ltchl bringen, Ich brauchte kein» Hand darum zu rühren, O, der gräßlichen Tag« und Nächte, die ich auf den Wanderungen, die ich in meiner Unrast unternahm, verbrachte I O, de» entsetzlichen, niederschmetternden Anblicke«, al» ich an der endlich gefundenen, grausig verstümmelten Leiche meiner geliebten Tochter stand!" „Sie haben ste erkannt?" rief Gertrud. „Auf den ersten Blick." „Und Sie konnten schweigen?" .Ring» um mich nannte man die Tote Gertrud von Kauffel. Vielleicht täuschte ich mich doch l Weshalb vorzeitig meine Schmach verkünden? Ich konnte dann wenigsten» noch schweigen, bi« Gertrud von Kauffel, die in diesem Falle ja leben mußte, zum Vorschein gekommen war." „Wie schrecklich, wie schrecklich!" rief Gertrud Hände« ringend, .wußten Sie denn nicht, daß Sie durch Ihr Schweigen die furchtbarste Beschuldigung gegen einen Schuld-losen unterstützten?" „Ich wußte («, ich kämpfte schwer, aber ich unterlag. Mein Stolz blieb Sieger." „O, da« ist unverzeihlich!" „Ich habe schwer gebüßt Sehen Sie mich an, ich bin ein Fünfziger/ antwortete er." Sie konnte sich trotz ihre« gerechten Unwillen» de» Mitleid» nicht erwehren; er hatte da» Ansehen «ine» Siebziger». „Ich bin mit nach Hannover gereist und habe auf dem Kirchhof der prunkvollen Bestattung meine» armen Kinde» beigewohnt * suhr er fort. „Dann kehrte ich nach Berlin zurück, und gab dort vor. inet«« Tochter sei für längere Zeit zu einer Freundin, die sie in der Penston kennen gelernt, nach England gereist. Man glaubte mir, denn man fand «S sehr brgrriflich, daß wir un« getrennt hatlen: unsere Zerwürfnisse waren nicht unbekannt gc-blieben. Mit der größten ?iusmerksamkeit verfolgte ich da-bei die Entwickelung der Dinge in Eutin, soweit die Zei-tungen darüber berichteten." „Und hätten Sie auch geschwiegen, wenn man Eltester verurteilt hätte?" fragte Gertrud. „Nein!" rief der Ministerialrat aussprengend. .Meine Anwesenheit bei der Gerichtsverhandlung gibt Ihnen den B«w«i» dafür. Wären Sie nicht gekommeri, so würde ich, ehe die Geschworenen den Spruch gefällt hätten, vorgetrel.n sein und die Wahrheit bekannt haben." „In zwölfter Stunde," sagte Gertrud vorwurfsvoll; ,0, Sie haben »ine schwere Schuld auf sich geladen!" „Ii, da! habe ich," gab er zerknirscht zu, ihr ganzer Umfang ist mir erst während der Verhandlung klar ge-worden und darum bin ich gekommrn, Ihr« Vergebung zu erflehen." „Er wollt« ihr zu Füßen sinken. Sie wehrte ab, »S war gar zu entsetzlich, de« alten, gebrechlichen Man«, über dessen ring«fall«nr Wangen jetzt Tränen rollten, sich so demütigen zu sehen. „Ihnen und Herrn Eltester meine Beichte abzulegen, bin ich gekommen," suhr er fort. „Er ist verreist, ich will ihm alle« mitteilen; c» ist ja nu« vorbei," sagt« Gertrud abwehrend. „Doch nicht, wa« — wa» soll au« meine« armen Kinde« Leiche werden ?* fragte er. „Ich weiß e« nicht." „Sie können Sie nicht in dem Gewölbe lassen," fahr er f»r«, ,a»tt f»I-„ «lt taimtit«lg, gSnntu «lt tat llttbtfnniiUrt ei» Örab auf dem Friedhof.- „Sie wollen sich auch jetzt nicht zu ihr bekenne» f fragt« Gertrud erstaunt. „Lassen Si« da« Geheimnis zwischen mir und Ihnen und Ihrem Verlobten bleib«» Wozu mit den Gebeinen der Armen ihr« Verirruagen auch noch einmal h«rvorzu-tcm»? Veiten wir si« still in d«n Schob der Erd«; ich hab« mein«» Abschied ringereicht und will den Rest meiner Tage verleb«n al« Hüter de« Grabe« d«r Unbekannten, in ihrer Nähe soll man mir auch die Ruhestätte btrcrten." Gertrud vermocht« dem Unglücklichen die Vitte nicht «>»,«schlagen. Wa« «r auch gegen sie und Georg geiüadigt hatt«, di« auf s«inl« der nächst« Frühling in« Land kam, senkte man einen andern «in, d«r aus weiter Ferne aus dem sonnigen Süden gekommen war und Melitta» sterbliche Hüll« barg Si« hatt« nicht l«b«nd nach Deutjchland zurückkehre», hatt« überhaupt nicht mehr leben mögen. Ihre bequem«, nur aus Wohlbehagen gestimmte Natur, welche sich da« Leid und di« Widerwärtigkeiten dieser Erde mit aller Gewalt fernzuhalten sucht«, konnte und wollt« dirs« Wid«rwärtigkeit«n nicht ertragen, al» sie nun doch unaufhaltsam über ste hereingebrochen waren. Von Seraphine begleitet, war Gertrud zu ihr gereift, sobald der Arzt ihr diese Anstrengungen nur gestattet hatte. Treu und selbstlo« hatte sie auf ihrem Posten ausgeharrt, auch nachdem ihre Begleite,in sie wieder verlassen halte, »», den Bitten Melnik» »achgebend, nach Segefeld zurück-zukehren, mit ihm Hochzeit zu feiern und ein glückliche«, tranlicht« Leben im Forsthause zu beginnen. Gertrud und Eltrsttr mußten die Erfüllung ihrer Herzenswünsche aus bessere Zeiten verschieb«»; Gertrud konnte die Schwester nicht verlassen. Melitta war launisch, weinerlich, unartig wie ein kleine» Kind geworden. Am anderen Tage schalt und verwünschte sie Melnik, der ste xm Vermögen. Ehre, Stellung und Ansehe« in der Welt getracht, st« und ihre Kinder zu Vertriebenen gemacht hebe, die stch in der Heimal nicht mehr blicken lassen dürfen, zu Bettlern, die von der Gnad« ihrrr Schwester abhingen, di« «« ja bald genug müd« werden würd«, ihnen Wohltaten zu spenden. An einem andern Tage beklagte sie ihn. sehnte stch nach ihm and machte Gertrud die bittersten Vorwürfe, ihn verraten und in» verderben gestürzt zu haben; immtr aber verwünschte ste ein Dasein, da» ihr keine Freude mehr zu bieten hatte. Vergiblich verschwend«!« Gertrud Vorstellungrn, Er« Mahnungen und Bitten, ste blieb ihnen ebenso unzugänglich, wie dem Plaudern und den Liebkosungen ihrer Kinder. Ocr grenzenlose <£goi«ntu«, der sich frNher meHr veiste.ki tzatte, und al« gutmütige« Sichgehenlassen aufgetreten war, zeigte stch nun im steten Jammern und Klagen über da« ihr zuteil gewordene Lo« in dem Hadern mit Gott und der Welt. In Nervi, umgeben von einer herrlichen Natur, wollte sie nicht» sehen vom lachenden blauen Himmel, vom Glänze de» Meere», von der südlichen Vegetation, Während draußen der Sonnenschein lachte, lag sie ganze Tage im Bette, weigerte sich, Speise zu sich zu nehweu, »«rnachlässigtc ihr Aeußere». und setzte allen Bemühungen ihren stummrn, starre» Widerstand entgegeu. Hatte sit zuerst Zimmer und Bett nicht verlassen wollen, so konnte sie e» später uicht mehr, ihre Kräfte schwanden dahin. Sie starb, wie der deutsche Arzt, de» Gertrud noch in den letzte» Tagen zu Rate zog, sich au»-drückte, an hochgradiger Herzschwäche. Mit der Leich« der Schwester, begleitet von den ver-waisttn Kindern, kam Gertrud nach Hannover zurück und richtete stch nun doch wieder in der Stadtwohnung ein. Noch war ihr« Trauer zu tief, um an »ine Verbindung mit d»m Geliebte» zu denken, und auch der Trost, ihn zu sehen, ward ihr nicht zugkrich »ach ihrer Ankunft zuteil, denn Georg befand sich auf einem großen Gut« in Mrcklrn b»rg, wo «r sich mit Eifer der Landwirtschaft widmet«. Auf den Rat und Wunsch d»S Konsul» war ein Teil von Gertrud« großem Vermögen in Ländereien angelegt worden, die dergestalt erworben worden waren, daß der Godeaberg nun den Mittelpunkt eiuer stattlichen Herrschaft mit fruchtbaren Felder», holz- und wildreichen Forsten und einem klaren See bildet«, wo Georg und Gertrud al« GutSherrfchaft walle«, wollten. An einem klaren, milden S»ptemdertag» fand in der kleinen Kirche zu Malente endlich die Trauung de» vielgeprüften Paares statt, e» war eine kleine, tiefb»w«qte Hochzeitsgesellschaft, welche d«n ländlichen Aliar umstand und nun an dem Mahle teilnahm, da» Dorn und Sera-phine den Neuvermählten in ihrem Forsthaufe bereitet hatten. Um di« mit d«n Blume» der Försterin Eltester reich geschmückt« Tafel r«iht.u sich ihre Kirdrr, denn auch Konstanze, Seraphinen» ZwillingSfchwester, war zu dem Hochzeitstage de» geliebten Bruder» gekommen, der Förster Dorn, und der Konsul Bauer, der an der anderen Seite Gertrud» Platz genommen hatte, während die Försterin nebe» ihrem Sohne faß. E> befanden sich noch am Tische Melnik» und Melitta« Kinder, die mit dem glücklichen Leichtsian der Jugend der Mutter und de« Vater« nur noch im Traume gedachten und in der kranzgeschmückten Braut jetzt ihre Mutter sahen, Al» heilige» Vermächtnis «iner Dahingeschiedenen sollte» sie miteinziehen in den neuen Haushalt; Gertrud und Georg hatten einander gelobt. Ellernstell« an ihnrn zu verirrten. Sie hielten dieses Gelübde auch, al» in der zu einem stattlichen Herrenhause erweiterten Villa aus dem Godenberge die heranwüchse», die noch nähere Anrechte an ihre Liebe und Fürsorge besaßen. Hatte sich Gerttud da» ausschließlich» Recht aus die kleinen Elternlosen doch auch noch durch ein uicht ganz. unbeträchtliche» 't eldopfer erkauft. Die Försterin Eltester ward eia Zankapfel in den beiden Famllien Dorn und Eltester. Jeder wollte ste haben und sie drohte zuweilen scherzend, wenn man »« gar zu arg treib«, so geh« ste zu Konstanz«, welche die Gattin »ine« Kaufmannes in Hamburg geworden war. Ende. Rummer 108 Deutsche j&adjt »011 Jahr zu Jahr schwächer wird die Gegenwehr. Früber z. B. stieß die Forderung »ach einer italieni-scheu Rechtsfakultät, d. h. einer Fabrik deutschfeindlicher Beamten, überall aus ein entschiedene» „Nie-malS", heute beeilen sich deutschnationale Abt}»-»rdnete, diese Forderung im Name» der »tnlttir (mit der eine Beamtenfabrik nicht« zu tnn hat) und der ^Gerechtigkeit zu unterstützen und somil die Revolverpolitik der italienischen Hochschüler >.die an» dem Königreich Italien bestellt war) direkt zu fördern! Und darum fordern wir zweitens nicht die berühmte deutsche Einigkeit, sondern deutsche Ent-schiedenheit. Im Namen der deutschen Einigkeit wurden von jeher die Ganzen, die Bewußten, die Furchtlosen, zugunsten der Halben und Lauen und Zaghasten majorisiert und mundtot gemacht. Man verkroch sich hinter ein Mindestmaß deutscher Forderungen, und wer das deutsche Gewissen zu schürfen suchte, wurde als „Störet der deutschen Einigkeit" gebrandmarkt. Die Herbsttage 1908 haben u»S genugsam gezeigt, wohin wir mit der dentschen Einigkeit geraten sind. Jetzt gebe man wieder der deutschen Entschiedenheit freie Bahn. Damit hängt drittens unsere Forderung zu-fammen, daß man nicht im Kampf gegen den äußeren Feind den Kampf gegen die inneren Schädlinge vergißt. Und darunter rechnen wir vor allem den KlerikaliSmns. Und manchen, der heute angeblich aus „nationalen Interessen" den Kampf gegen den Klerikalismus ausschalten will, müssen wir heute nachdrücklich erinnern: Was du 10 Jahre lang nnermiidet in Wort und Schrift gepredigt hast von der Schädlichkeit und Gesährlichkeit des Volksfeind-liche» Klerikalismus, das kann nicht im elften Jahre zur Utiwahrheil iverden — bloß »veil man aus dem gegnerischen Schiffe ein paar Springer aiis unser eigenes Schiff herübergeworfeu hat, die mit uns unsere Flagge zeigen. Mag sein, daß ein paar Dutzend deutscher Priester mit aufrichtiger ehrlicher Begeisterung aus eite des deutsche» VolkstumS steht — sie wissen aber selbst am besten, welche« schweren Stand sie ihren AmtSbrüderu, ihre» Vorgesetzten gegenüber haben und können unS unsere Stellttnqnahme uicht verübeln. Und was fordern wir von »uferen Volksgenossen im Deutschen Reiche? Wir möchten gerne vor allein ein bißchen weniger diplomatische Zurückhaltung sehen. Es macht sich ungeheuer korrekt, wenn des Deutschen Reiches Kanzler erklärt, daß wir nns in die inneren Verhältnisse eines fremden Staates nicht einmischen können. Aber wir glauben auch, daß ein Staat mit 10'/, Millionen Deutscher dem Dentschen Reiche doch nicht ganz so „fremd" sein kann nnd darf wie das Königreich Portugal und die Republik Venezuela. Und wir sind überzeugt, daß zwischen der „uner-lanbten Einmischung" nnd dcr korrekt'kaltherzige» Preisgabe deutscher Stammesbrüder eine Menge gierden, die schwaches Fleisch geboren, laß mich bleiben, was ich war und bleiben will — Dein —Diener —"! Lange kniete er vor dem Kreuze, das Haupt gestützt in den Händen. Seine Gedanken verwirrten sich, bunt flog'S durcheinander, in seiner erregten Phantasie. War's ja gerade am heutigen Tage auch, von dem die Sage sprach und vor seinem geistige» Auge erschien Frater Xaverius, ernst und bleich, mit warnender Gebärde, als wollte er ihm sagen: „Habe acht!" Auch ztvei blaue Auge», schmerzerfüllt, gaukelten vor ihm, blonde lange Haare sah er flattern und die schöne weiße Gestalt ihn umgebe» — „C, führe mich nicht in Versuchung!" ries er laut nnd, als Sünder, der nicht würdig ist, zn erheben das Haupt zu Gott, ivarf er sich, nni Hilse flehend, auf das Antlitz znr Erde nieder. Lange fchon hatte er so gelegen — da erklangen dumpf zwölf Glockenfchläge — Mitternacht. — Er erhob sich, erstarrt waren seine Glieder und sieber-heiß glüht' es ihm im Gehirne, ein hohler Husten durchhallte den Raum, als er wankend mit schleichen den Schritten aus der Kirche ging. Der Mond warf einen matten Schimmer zum Gang herein, auf welchem er seiner Zelle zuschritt. Auf halbem Wege dielt er iune, vor ihm hob sich, in schwachem Zwie-licht die Stelle ab, wo iu der Mauer die Gebeine deS Frater XaveriuS ruhten — da plötzlich entfuhr em wilder Schrei seiner Brust und abwehrend streckte kr die Arme aus — vor ihm stand — im Mönchs-^cwande mit ernstem bleichen Antlitz — Frater iaverius — Bewußtlos sank er nieder. Der Tag war noch nicht angebrochen, als es sich zu regen begann in den verödeten Klostergängen. von Möglichkeiten liegt, eine verbündete Regierung auf die Imponderabilien der öffentliche» Meinung sreundfchaftlich aufmerksam zu machen. Und darum bitten wir Ostmärker die öffentliche Meinung des Deutschen Reiches, ebenso wie die nationale Presse, in ihren Teilnahmekundgebungen nicht müde z» werden. ES ist schon manches erfreu-lich deutliche Wort gesprochen »»d geschrieben worden; aber wir bitten, es »ich! dabei bewende» zu lasse». Den» die Ohren, an die man sich hier zn wende» hat, sind etwas dick, und an starke Snperlative gewöhnt. Und schließlich bitten wir um materielle Hilfe. Der Verein für das Dentfchtum im Ausland und der Alldeutsche Verband haben einen nicht unge-hörten Appell an die Reichdeutschen erlassen und haben schon eine starke Vermehrung ihrer Mitglieder -zahl und ihrer Mittel erfahren dürfen. Aber diese Vereine haben eine umfassend« all-deutsche Ausgabe. Ihre Fürsorge kommt, und daS ist löblich nnd notwendig, auch den Deutschen in Südafrika und Südamerika und überhaupt iu aller Welt zugute. Wir bitten, die deutschen Schu^verciue in Oesterreich auch direkt zu bedenken. Wir nennen nur einige: Südmark, Bund der Deutschen in Böhmen, Wiener deutscher Schulverein. Und schließlich bitten wir von unserem beson-deren Standpunkt an«, iu dcr Fürsorge sür die evangelischen Deutschen in Oesterreich nicht zn er-müden. Au vielen Punkten bedeutet die Stärkung der evangelischen Gemeinden eine direkte Hilse für das Deutschtum, das in Prag, in Brünn, in Lai-bach usw. seine so zuverlässige und für alle Zeit in ihrem Deutschtum gesicherten Burgen hat wie die evangelischeu Gemeinden. Und indirekt kommt jede Hilse, die diesen Gemeinden wird, dem Deutschtum zugute, indem sie den Gliedern unserer Gemeinden die Möglichkeit gibt, an der dentschen Schntzvereins-und Abwehrarbeil noch in gesteigerten! Maße teilzunehmen. _ Politische Rundschau. Pauschalierung der Abgeordnetendiäten. Die Frage dcr Panschaliernng der Diäten dcr Abgeordneten wird wieder aktnell. Nach dem Be-richte einer Lokalkorrespondeuz hat die Lösung der Frage bereits feste Formen angenommen. Die Diäten der Abgeordneten sollen mit 8000 M., die des Präsidenten mit Rücksicht ans die erheblichen Repräfen-tationskosten mit 30.000 und die der Vizepräsidenten mit je 10.000 K bemessen werden. Eine handelspolitische Reminiszenz. Dcr Minister deS Aeußern Freih. v. Aehrenthal gab in dem der Delegation des ungarischen Reichs-tages am 27. Jänner l. I. vorgelegten Expose bezüglich dcr Handelsverträge mit den Balkanstaaten Das Glöcklein rief znr Ehora nnd die Mönche folgten seinem Rnse. Schweigsam gingen sie ihres Weges, als plötzlich ein Hilserns durch die heilige Stille drang. Pater Vinzenz, ein ehrwürdiger Greis, hatte ihn ausgestoßen, als er von seiner Zelle kommend, den anscheinend Leblosen aus den Stein-fließe» hingestreckt sand. Rasch stürzten sie Alle herbei, hoben ihn sachte in ihre Arme, trugeu ihn zur Zelle nnd betteten ihn sorgsam aus sein Lager. Die Flämmcheu der Laternen beschienen sein todt-blasses Antlitz — da schlug er die Augen aus und ängstlich nmherblickend sagte er mit Schauder»: „Ich habe de» Mönch — geseh n."---Die ihn Umstehenden bekrenzlen sich, und erbleichend sahen sie sich an, als wollten sie sagen: Dies ist der Tod. Inmitten der kleinen dunklen »apcllc, nahe dem Hauptaltar, stand auf niederem Sockel — — ei» Sarg. — Schwarzes Tuch bedeckte ihn nnd floß weit über den Fußboden hin, so daß man seine Umrisse kaum merken konnte. Bon dcr Decke herab hing eine Ampel, welche mit ihrem röthlichen dnm-psen Flämmchen ein schwaches Licht ergoß.— Der junge Mönch war gefallen im Kampfe, sein gebrechlicher «örpcr hatte de» Anstürmen der Seele nicht zn trotzen vermocht. Die Mönche waren alle in der Emporkirche zur Andacht versammelt, es gälte» ihre Gebete dem jungen Bruder, der so rasch, so plötzlich ant ihrer Mitte geschieden ; wußten sie ihn auch zart und krank, — ein geheimnisvolles Flüstern von sünd'gem Weh drang dennoch an ihr lauschend Ohr und mit ge-teilten Gefühle» gedachte» sie sei». Da stahl sich die Erklärung ab, daß uns die durch den Abschluß der geltenden mitteleuropäischen Handelsverträge geschaffene Situation eine besondere Berücksichtigung unserer agrarischen Interessen zur Pflicht mache Er knüpfte daran die Bemerkung, daß diese Situ-ation naturgemäß den Abschluß günstiger Handels-Verträge mit den Balkanstaaten erschwere, insofern wir nämlich gehindert sind, die Exportbestrebungen unserer rührigen Industrie durch Tarifkonzessionen zn unterstützen, welche die Balkanstaaten für ihre Bodenerzengnisse in Anspruch nehmen. Nach dieser präzisen Erklärung hätte man wohl mit Sicherheit erwarten müssen, daß den Balkanstaaten bei der Einsuhr ihrer landwirtschaftliche» Prodnkte in unser Zollgebiet im Interesse des Schutzes unserer agra-rischen Interessen keinerlei über die allgemeine Meist-begünstigungen gewährt würden. Diese Hoffnung erfüllte sich aber nicht. Schon in dem ersten, mit Serbien abgeschlossenen Handelsvertrage wurde das ganze in dem erwähnten Expose mit so schönen Worten proklamierte Programm unseres auswärtigen Amtes über den Hanfe» geworfen und Serbien die weitestgehenden Tariikonzesfionen unter Preisgabe der vitalsten Interessen der österreichischen Landwirtschaft gemacht. Und was haben wir dafür errungen? Im großen nnd ganzen, wenn sich die schwarzen Wolken, die heute unseren politische» Horizont umdüstern, verzogen haben werden, die allgemeine Meistbegünstigung sür unseren Industrie-export, die wir abu mit viel mächtigeren Konknr-re.iten zu teilen haben, wobei wir noch außerdem mit dem Hasse der dortigen Bevölkerung werden rechnen müssen. Für dieses Liusengericht also opferten wir die wichtigsten agrarischen Interessen unserer Monarchie, deren besondere Berücksichtigung Freih. v. Aehrenthal selbst als Pflicht nnserer Handelspolitik proklamierte. Alfred Simitfch, Reichs-ritter v. Hohenblnm. Die Lösung der österreichisch-ungarischen Milttärfrage bevorstehend. Ein neuer Rückzug Oesterreich»! Wie in ungarischen «reisen behauptet wird, sollen die Verhandlungen über die Militärfragt» fast zum Abschlüsse gediehen sein und dit Befriedigung des Grasen Andrassy ist begreiflich, wenn man hört daß Ungarn erhalten soll: Ungarische Fahnen und Embleme, die madjarische Gerichtssprache im neuen Militärprozeß und die madjarische Dienst-spräche, dagegen nicht die madjarische Kommandosprache. Dafür hat Ungarn das neue Wehrgesetz und da? erhöhte Rekrutenkontingent zu bewilligen. Von offiziöser Seite gehen Mitteilungen aus. die unsere Befürchtungen bestärken. So werden „die nationalen Wünsche der Ungarn in militärischer Hin-sich! sür ersüllbar angesehen". Allerdings sollen „die Gerüchte über nationale Konzessionen als Notbehelf der Beseitigung momentaner Verlegenheiten jeder tat-sächlichen Begründung entbehren". Dagegen „soll nicht geleugnet werden, daß mit Rücksicht ans die politische - __ Pater Vinzenz leise weg. Es drängte ihn, allein und ungestört sein letztes Lebewohl dem todten Bruder zu bringen. Er hatte ihn so besonders lieb gehabt, den bleichen schüchternen Jüngling, mit dem tiefen Ernst in den Zügen und dem immer fragenden Blick in seinem glänzenden Auge. Als tr nahe des Einganges gekommen war, drang leises Stöhnen an sein Ohr, er hielt seine Schritte an und späht: in das Innere der Kapelle; sein Auge durchdrang das Dunkel und fiel auf eine weibliche Gestalt, die geisterhaft beleuchtet von dem roten Schimmer, über den Sarg geworfen lag. Ihre langen blonden Flechten fielen bis zur Erde nieder. Schluchzend umfing sie mit ihren zarten Armen die Stelle, wo das Haupt des Todten richte. Welch crfchüttcrnder Anblick! Der greise Pater wich er-.schreckt zurück nud leise, wankenden Schrittes ging er seines Weges wieder sort. Die Kniee sch anktcn ihm, eine Säule nahm er sich zur Stütze und sein Antlitz der Kapelle zugekehrt, sagte er leise vor sich hin, während er zustimmend nickte, mit seinem weißen Haupte: „O Jugend, du forderst dein Tribut und sei es — ihn zu suche», auch hinter strengen Klostermauern'" und tief bewegt setzte er hinzu: ..Armer Bruder, Du hast Dich selbst gerichtet, wohl Dir, nicht mehr zu durchleben brauchst Dn die Qualen ungenoß'ner Liebe! — — — und noch einen letzten Gniß ihm zuwinkend, schritt er langsam weiter, den Blick nach Oben gerichtet betete er leise : „Herr erbarme Dich fein!" Seile 4 Lage »ach innen wie außen (!) der Moment der Entscheidung dieser Frage in nächster Zeit eintreten könnte * Bismark über die Juden. In einer Rede im prenßisÄM Landtage sagte Bismarck: „Bom Anbeginne meiner politischen Karriere an. war ich ausgesprochener Antisemit. Offen erkläre ich im preußischen Parlamente daß ich vor Schain erröten würde, wen» ich mein Recht vor einem jüdische» Richter suchen müßte. Die deutsche Kultur hat den Juden die Tür weit geöffnet; wen» sie aber dieses Wohlwollen nicht z» erhalten gewußt, so müsse» sie die Schuld »ur bei sich selbst suchen. Sie haben die heiligste» Gefühle der Bevölkerung beleidigt, sie habe« die Grundlagen des Staates untergraben; sie gefährden den Grundbesitz durch de» Wucher und sie schädigen den Handel d»rch ihre Bankerotte. Während die Staaten von Milliarden Schulden belastet sind, gibt es nnter den deutschen Juven allein gegen 500 Millionäre, von welche» zehn je zwanzig Millionen, einige je 50 bis hiin-dert Millionen und einer sogar achthundert Millionen besitzt. So ernten die Inden, ohne zn säen." Die Boykottbewegung in Böhmen. Der Ministerpräsident hat an die böhmische» Justizbehörden eine» Erlaß gerichtet, i» dem diese angewiesen werden, mit allem Nachdruck gegen die Boykottbegnng vorzugehe». Was dort in merke dazu gesagt wird, ist ganz richtig, es wäre aber wünschenswert gewesen, wenn in dem Erlasse daraus hingewiesen worden wäre, daß diese Bewegung von tschechischer Seite ausgegangen ist nnd soweit sie sich nunmehr anch auf deutscher Seite fühlbar macht, lediglich eine Reaktion darauf ist. Im übrige» glaube» wir nicht, daß der Erlaß besonderen Erfolg haben wird, solange man nicht daS Uebel an der Wurzel ansaßt und nicht die Schürer der tschechischen Boykottbewegnng, die tschechischen Parteiführer, kalt-stellt. Die tschechische Presse allein könnte den Boykolt nicht mit Erfolg predigen, wenn nicht große tschechische Korporationen und tschechische Minister mit „gutem" Beispiel vorangegangen wären. Wenn der erwähnte Erlaß die Aufforderung in dcr Presse zum Boykott als »»gesetzlich bezeichnet, so muß die Aus-Übung des Boykotts z. B. durch den Prager Stadt-rate in der bekannten Röhrcnaffairc und dnrch eine Reihe ähnlicher Beschlüsse tschechischer Gemeinden ebenfalls ungesetzlich sein. Die Minister Forscht und Fiedler müßten aber schleimigst vor Gericht ge-stell! werden, weil ihre ganze Amtstätigkeit der Boyloüierung dcr deutschen Industrie gewidmet war. Allein eaS geschieht nicht, man unterhandelt vielmehr ini Gegenteil fortgesetzt mit den Tschechen über ihren Eintritt in ein neues »toalitionSkabinett, wo sie natürlich trotz des erwähnten Erlasses dem Beispiele Forfchts nnd Fiedlers folgen werden. Meuternde Fremdenlegionäre. Nach einer Meldung deS „Mattn" auS Oron soll der Führer der meuterischen Fremdenlegionäre, der angebliche Graf Rhode, sich nicht freiwillig gestellt haben; er sei vielmehr verhaftet worden, als er sich t» der Näh« der Farm Rappert ausruhte. Die Legionäre bedauerte» lebhaft ihre Desertation und baten, sofort wieder den Dienst aufnehmen zu dürfen. Sie wurden aber bis auf weiteres im Gefängnis behalten Sie behaupten, ihr Führer hätte ihnen erklärt, er würde si« in westlicher Richtung auf freies Gebiet bringen, vou wo aus sie mit deutscher Unter-stütznng nach der Heimat gelangen würden. Serbisches. Der in London weilende serbische Journalist Savic wurde zum Leiter des serbischen Preßbureaiis ernannt. — Der Minister?«! beschäftigte sich gestern mit einer neuen Forderung des Kriegsministers, wonach weitere elf Millionen für Kriegszwecke be-willigt werden sollen. — Wie die Blätter melden, soll nunmehr auch daS zweite Militärausgebot zn einer vierzehntägigen Wasfenübnng einberufen werden. Nikita droht! Englische Blätter verbreiten folgende Aeußerung des Fürsten Nikita: „Montenegro wird den Friede» wahren, bis die Konferenz sein Schicksal entscheidet. Erhalten wir nicht Spizza und bekommen Bosnien und die Herzegowina nicht die Autonomie, so müssen wir die großen Opfer eines Krieges trotz dcr geringen Aussicht auf Erfolg bringen . . ." _ Deutsche Wacht____ Aus Stadt und Land. Forschrift zur Behandlung der Kausteitungen. I. Beschreibung dcr Installationen. Die innere Installation eines Hauses besteht aus einem oder mehreren Steigrohren mit seitlichen Abzweigungen, an welchem die Auslaufhähne etc. angebracht sind. Möglichst kurz nach dem Eintritt der Leitung in das Privatgrundstück ist das Haupt-ventil eingeschaltet, dicht hinter demselben der Ent-leernngShahn, nach dem sämtliche Stränge Gefällt haben. Die Sommerleitnuge», welche de» ganzen Winter außer Tätigkeit treten, sowie alle jene Lei-tnngen welche durch kalte Räume führe» oder deren Entnahmestcllen sich in kalten Räumen befinden, wo ein Einfrieren möglich ist, sind mit separaten Absperr-nnd EntleernngS-Borrichtuiigen versehen. Sä»,tliche Hähne schließen von links nach rechts, d. h. im Sinne der Bewegnng des Zeiger» an einer Uhr. L. A b s p e r r c it u u d Entleeren der Hans-l e i t» n g e n. Um die Leitung zn entleere», ist das Haus-ventil zuschließe»!, die Auslaufhähne zu öffnen, um der Luft Eintritt in dcn Strang zn gewähren, sodann dcr EntleeningShahn zn öffnen. Beim Wiedcrfüllcn dcr Leitung ist zuerst dcr EntleerungShahn zu schließe», dann das HanSrvntil sehr langsam zu öffnen;' die obersten Auslaufhähne find dabei so lange geöffnet zn halten, bis in der Leitung keine Luft mehr ist, was durch daS ruhige gleichmäßige Ansfließe« deS Wassers zu erkenne» ist. 3. Wand decken. Die Ablänse der Wandbecken sind mit Geruch-Verschlüssen (Syphon) versehen, um das Aufsteigen der Üanalgasc zn verhindern. Es ist darans zu sehen, daß die Wandbecken jederzeit rein gehalten werden, namentlich daß die-selben nur das Wasser der Wasserleitung abführen »nd »i.mals »»reines Wasser, Äüchcnabfällc etc. in die Wandbecken geschüttet werde». 4. Verhalten bei Frost. Um daS Einfrieren der Leitung, mit dem in de» allermeisten Fällen eine Beschädigung derselben verbunden ist, z» verhindern, ist bei eintretendem stärkerem Froste die Leitung jede» Abend, sobald dieselbe außer Gebrauch «ritt, z» entleeren und sämtliche Auslaufhähne zu öffnen; letzteres, damit die nasse Lederplatte des Hahnes nicht am Bcntilsitz an-friert. Besondere Borsicht gcgc» daS Einfticrcn ist dem HauSventile, auch bei entleerten Leitungen, zu widmen nnd dasselbe gilt vor Hält« zu schützen. Jnwieweil von dieser Borschrift Umgang ge-nommen werden kann, wird jeder Hausbesitzer am besten ermessen können, der die Tcmpcrattir dcr Räume kennt, durch welche die Leitung führt. Wir können hiebei aber nicht genug Borsicht anraten und empfehle» insbesondere auf dichtes Schließe« der Fcnstcr »nd Türen in dcn kellern, Gängen, Aborten etc. Augenmcrk zn habe». Das fortwährende Lanfcnlafsen der Auslauf-hähne ist strengstens verboten. 5. Verhalten bei außerordentlichen Vorkommnissen. Bei außerordentlichen Borkommnissen, Beschädi-gung der Leitung, Abbrechen eines Hahnes etc. ist vor Allem das HanSventil zn schließt«. Sodann ist die Aiizcigc an die Bctricbslcitung des Wasserwerkes zu erstatten, damit die Hausleitung raschestenS wieder in Stand gesetzt werden kann. Im Interesse der Hausbesitzer ist es gelegen, jede Beschädigung oder Unregelmäßigkeit in der Haus-leitung sogleich zur Anzeige zu bringen, um dadurch größere Schäden hnitanznhalte». Eilli, im November 1908. Betriebsleitung der städt. Wasserleitung. Wie slooenische vorschuhkassen wirt-schaften. Einige sehr bezeichnende Daten über die Mißwirtschaft an den slovenischen Posojilnicc gibt die Interpellation, die Abg. Marckhl, wie schon berichtet, wegen der slovenischen Hetze ans eine deutsche Anstalt, die Sparkasse der Stadtgemeinde •Jfcnnr.rr 103 Rann a. d. Tave, einbrachte. Da» slovenische Kon-kurrenzinstitut in Rann hat das Haus des Dr. Jos. Straschek um 22.000 K gekauft und um 27.000 K belehnt, eine Realität (Grundbuchseinlage Z 49 der Katastralgemeinde Ternje wurde von der P«so, jilnica nm l800 K gekauft und am gleichen Tage (15. April 1907) mit 1900 K belehnt. Anch daß diese slovenische Hasse das ehemalige Hotel „KlembaS", das sie nm 45.000 K kaufte, nach dcm Aufbaue eines zweiten Stockwerkes in der Bilanz mit 262.177 K bewertete, ist wohl so auffällig, daß Außensteliente kaum begreifen werde», woher das Direktionsmltglied derselben slovenischen Borschußkasse, der dnrch sehr merkwürdige Geschichten bekannt gewordene Dr. B e n» kovic, dcn Mut hernimmt, dir deutsche Sparkasse in Rann in einer von Unwahrheiten nnd Entstellungen strotzende» Interpellation anzugreifen. Diese slovenische Interpellation wnrdc al? Flugschrift gedruckt «nd in Tausende» Exemplaren unter dcr Landbevölkerung verteilt, um sie zum Boykott der deutschen Sparkasse zu bewegen. (Negen diese, mit ganz ungesetzliche» Mitteln betriebene Hetze der Slovenen wendet sich die Interpellation des Abg. Marckhl, die auch eine behördliche Revision der deutschen Sparkasse in Rann fordert, damit amtlich klargelegt werde, daß die Borwürfe gegen die Spar-kafse in Rann in gar keiner Weise begründet sind. Den Wortlaut der Interpellation werden wir in der nächsten Nummer veröffentlichen. Todesfall. Am 21. ds. starb in Sra» der emeritierte PrimariuS deS Annattinderspitals, Herr Mcd.-Dr. Benjamin Jpavic, Besitzer des goldenen Berdienjikreuzes mit der Krane, im 79. Lebensjahre. Er konnte auf eine 50jährige ärztliche Tätigkeit zurückblicken Zu St. Georgen an der Südbahn im Jahre IV29 geboren, studierte er in Graz und Wien und entfaltete eine Reihe von Jahren hindurch eine segensieiche Tätigkeit im Anna ttiiiderfpitel wie im Bereine zur Erhaltung dieses so überaus segens-reiche» Institutes. Auch im Grazer Ferienkolonie-Bereine war er durch viele Jahre im AuS'chuf'e tätig. Seine Landsleute, di« Slovenen, danken ihm mehrere national« Kompositionen. Aus der evangelischen Gemeinde. An-läßlich deS Weihnachtsfestes finden in Cilli an beiden Feiertagen um 10 Uhr vormittags in der Christus-kirche Festgottesdienste statt; mit dem am ersten Tage stattfindende» wird auch die Feier des hl. Abendmahls verbunden werde». Am Sonntag den 27. fällt der Gottesdienst hier ans. Nie iraiiwil gloriu iiiuimII. Das Marbnrger klerikal-flovenische Blatt fchreibt unter der Spitzmarke: Bersammlung alter Liberaler in Marburg: »Am 13. d. Mls sind in Marburg die Herren Dr. Ploj, Dr. Rosina, Dr. Jurtela, Toktor Rudolf, Dr. Lemez, Dr. Seruec d. He., Dr. Hrafchowctz. Rosch, der Radeiner Zemlic und noch drei andere zusammengekommen um zu beraten ans welche Weise sie wieder zu Mandaten kommen könnten.. Dies« Oligarchen dauerte» uns in« Herz hinein, die»« grwksene» „Führer" des slovenischen Bolkes in Uiitersteier. die so fruchtbar arbeitete», daß sie in ganz Untersteier nicht einen einzigen politischen Genossen mehr haben Ja, sogar ihre eigenen Uonzipienten und Schreiber die ganz von ihnen abhängig sind, sind ihre ärgsten politischen Gegner. Sensation erregte die Tagung diese? alten politischen Mumie» nicht und andere« Unglück gab'S auch nicht als daß die „zahlreich' Bersammclt?» über d«n Bauernbund" fürchterlich schimpften. Weil sich das Bauernvolk von den alt-liberalen Advokaten nicht mehr führen läßt". Faschinqsunterhaltungen im Eillier Deutschen Haus. Bisher sind folgende Unter-Haltungen angemeldet: im Jänner: 9. Gesellig-keitsvereinS-Kränzchen, 10. Turnvereins - Kränzchen, 16. HandelSkränzchen, 20. Unteroffizierskränzchen. Im Februar: 2. Beteranenkrinzchen, 6. Gesellig-keitSveieinskränzchen, am 20. (Fasching Dienstag) veranstaltet der GesrlligkeitSverein ebenfalls «inen Unterhaltungsabend. Anfällige Abänderungen werden bekannt gegeben werden. Gewerbejubiläum. Der Bäckermeister Herr BlasiuS Smartfchan feiert dieser Tage fein OOjähriges Jubiläum als Bäckermeister. Die Tabaktrafik in der Grazergasse scheint ein BergnügnngSlokal für unsere windiichen Kulturträger geworden zu sein. Wir würd«n der Verkäuferin mehr Ausmerksamkeit für die Kunden als für ihre Gesinnungsgenossen empfehlt». Im andtren Fallt müßten wir das Lokal meiden. Freiwillige Feuerwehr. Sonntag hielt die freiwillige Feuerwehr ihre dieSjähre Bersammlung ab. D«r Wehrhauptmann Herr Karl Ferjen eröffnete di« sehr gut besuchte Versammlung mit herzlichen BegrüßungSworten und erteilte sodan» dem Schritt-- Nummer 7V3 wart Herrn Kardinal das Wort zur Erstattung des Jahresberichtes. Aus diesem entnehmen wir solge«dts: Der Berein zählte mit Schluß dieses, des 37. Vereins-stchreS I Ehrenmitglied, 45 ausübende, 170 «nter» spende Mitglieder und 52 Schutzmänner Die Bertinsleitung entwickelte eine sehr rege Tätigkeit. Es fanden sechs Gesamtüb«igen. srchs Steiger- und Spritzenzugsübungen statt Die Wehr wurfce bei zwölf Bränden in Anspruch genommen. Herrorzu-heben wäre dcr Magazinsbrand in der Eisenwaren-Handlung .Merkur" und der Kellerbrand im Bodisut'schen Hause, welche beiden Brände besondere Anforderungen an die Schlagfertigkeit der Wehr stellten. Die Wehr beteiligte sich auch an den Ber-anitaltunge« der völkische» Vereine und hielt treue Kameradschaft mit den Nachdarwehren. Einen schweren Verlust erlitt der Verein durch den Tod seines lang-jährigen und verdienstvollen Mitgliedes und Gründers Herrn Zoses Jicha d. Ae. Alle« in Allem ist das abgelauiene Vereinsjahr als ein ersprießliches und arbeitsreiches zu bezeichnen. Es wurdeu mehret e unbedingt notwendige Anfcha»su»gen gemacht und der Ausbildung der Mainiicha»! besonderes Augenmerk gewidmet. Mit Dankeswotten an die Gvuner u«rd Förderer des Vereines und mit der Bitte auch serner-hin mit ernstem Streben sich dem edlen Zwecke der Wehr zn widmen schließt der Jahresbericht. Nach Cicm Berichte des Sereirissäckelwartcs Herrn Pulan dctrugen die Einnahmen des Vereines X 4347.44, welchen sich die Altsgaben von X 4322.27 gegenüberstelle». Die vorhandenen (Geräte wurden mit K 32.637, die Rüstungen «nd Bekleidungsstücke mit X 3^26 bewertet. Ueber die Geschästsgebahrung der Bruderlade berichtet Herr Berna. Allen Aemter^ Führern wurde die Entlastung erteilt und der Dank iür ihre Mühewaltung ausgeiprochen. Hierauf folgte« die Neuwahlen, welche folgendes Ergebnis hatten: Wehrhaup mann Herr Xarl Ferjen, dessen Stell-Vertreter Herr Peter ©ergänz, Steigerzugssührer Herr Evetanovii, dessen Stellvertreter Herr Zostf Jicha, Rottführer Herr W e st e r m e i e r, Spritzen-zugssührcr Herr Puiaii, Stellvertreter Herr Kardinal. Rottführer die Herren Zanitsch, Rüpjchl und Porsche. Zn den Auvschup wurden außerdem entsendet die Herren Rakusch, Julius Jicha, Porsche, Berna und Rüpschl. Obmann der Schutzmannschaft wurde Herr Altzieblcr dessen Stellvertreter Herr koroschetz, Rechnungsprüfer die Herren Kosfär und Pungarschek. Nach Erledigung einiger allsälligtr Antrag« vtrsammtlten sich die Mitglitdrr im Hotel „Erzherzog Johann" zu einer Kneipe Feuerwehrkränzchen. Die Vorbereitungen iür das am 10. Jänner im Deutschen Hause statt-findende Feuerwehrkränzchen sind im besten Gange. Die Einladungen werden dieser Tage versendet. Theaternachricht. An den Weihnachts'eier-tagen finden zwei Vorstellungen statt, und zwar ge-langt am Freitag den 25. d. M. zu Gunsten der hiesigen OrtSurmen eine Wiederholung der zug-kräftigen Operette „Di« Förster-Christel" von Georg Jarno und am Sonntag den 27. die melodiöse und lustige Operette „Boccaccio' zur Aufführung. Beide Vorstellungen beginnen um 6 Uhr Die Boykotthetze ist den gewissenlosen, pervatischen Volksl'erhctzern zu schlecht um ihren Zweck, den deutschen Geschäftsmann, die deutschen Institute unmöglich zu machen zu erreichen. Kirche, Schule, Kanzel, Beichtstuhl, die Gemeindekanzleien müssen hiezu herhalten, von der slovenische» Sudl-presse wollen wir garnicht sprechen. Der Ton dieser Presse ist sattsam bekannt. Selbst die tschechische Presse übertrifft sie nicht. Sie ist so unerhört brutal, so unsäglich gemein, von Neid und Bosheit, von Lüge und Verleumdung erfüllt, daß sie einer Besprechung nicht würdig ist. Es genügt, wenn beispielsweise aus dem Unflat, in dem ..SlovenSki Narod', das Hauptorgan der liberalen slovenischen Partei, watet, die Erklärung verewigt wird, „es möge jedem Slovenen ins Gesicht ge» spuckt werden, dcr bei einem Dentschen ein kause!" Es wäre Pficht und Schuldig-keit nnserer Behörden, alle gesetzmäßig zulässigen Mittel in Anwendung zu bringen, um die deutsche Kaufmannschaft in Untersteiermark in ihrer friedlichen, ruhigen Erwerbstätigkeit zu schützen. Der deutsche Kaufmann hat ja nicht nur die Pflicht, «teuern zu zahlen, sondern auch das Recht aus den gesetzlichen Schutz seiner Erwerbstätigkeit. Wir erinnern an den scharfen Erlaß des Minister« Präsidenten an den Justizminister, unbekümmert um dcn Einfluß nnd die Stellung der bekannten Urheber dcr Boykottbewegung, auf Grund des Straf- und PreßprozesseS rücksichtslos vorzugehen. Wenn dieser Erlaß seine Berechtigung für Mähren und Böhmen hat und dort bereits zu wirken b«- Deutsche Wacht __ ginnt, so haben wir hier noch viel mehr Recht zu sordern, daß die Behörden redlich «»mal im Zinne dieses Erlasses energisch vorgehen. Vom Stajerc. Die Weihnachtsnummer des Stajerc erschien heute als Doppelnummer. Fürst Georg LobKowitz 1\ Zn Prag ist der frühere Oderstlandmarschall von Böhmen Fürst Georg Lobtowitz gestorben. Der Dahinge-schieden« begann seine parlamentarisch: Tätigkeit im Jahre 1860. Sie brachte ihn bald an die Spitze deS »eudaladelS und machte ihn zum Führer des histori-Ichen Adels in Böhmen. Im Jahre 1871 wurde er zum erstenmal zum Landmarschall von Böhmen ernannt, ei» Jahr später schon enthoben. Im Jahre 1873 wurde er in das Abgeordnetenhaus gewählt, schloß sich aber der Abstinenz der tschechischen Dekla-tauten an. 187!» vom Großgrundbesitz zum Abge-ordneten gewählt, spielte er im Tschechenklub bald eine hervorragende Rolle und machte ini Exekutiv-komitee der Rechten den Einfluß des FeudolSadels geltend. Als Redner trat er wiederholt für das böhmische Staatsrecht und für die Forderungen der Tschechen in dcr Sprachenfrage ein. 1881 wurde er zum ersten Vizepräsidenten des Hauses gewählt. Auch im Herrenhause hatte er den staatsrechtliche» Staudpuukt der Tscheche» vertreten. 1884 wurde er das zweitemal zum Oderstlandmarschall ernannt u»d hatte diese Stelle auch «ach den Wahlen von 1896 innc. Im Jahre 1883 wurde er Geheimer Rat. 1891 erhielt er das Großkreuz d tischen Personen ein. bis sie alle an der Krippe des Jesuskindes versammelt sind. Zum Beginn sangen Kinder und Gemeine daS E. S. Gellert'sche Lied „Dies ist der Tag, den Gott gemacht*, nach der Weise „Vom Himmel hoch." Darauf folgte, von fämt-lichtn Kindern gesungen, das herrliche WeihnachtSlied „O du fröhliche, o du selige, Gnaden tringende Weihnachtszeit," .Ihr Hirten erwacht!", „Ehre sei Gott in dcr Höhe," von 5 Kindern gesungen „Lobe den Herrn, meine Seele,- daS Händel'sche „Des Herrn Einzug", das alte Lied „Wie schön leuchtet der Morgenstern" auS PH. Nicolai's Freudenspiegel und zum Schlüsse „O heiiges Kind" von Graf Porci. Alle diese Lieder begleitete Herr Jnterberger auf dem Harmonium. WaS u»S die Kinder geboten, mit ihren lieblichen glockenrrinen Stimmen in trefflicher Schulung vereint, verdient unsere rückhaltlose Aner-kennung und wenn wir schon sagten, die Weihnacht?-seier war eine schlichte gewesen, so war sie umsomehr zu Herzen gehend, da sie lediglich geträgen war von dem engelgleichen Chor einer lieblichen kinderschar, entblößt war von allem äußerlichen Pomp und Seite 6 Prunk. Wir sind überzeugt, daß in jedem er* wachsenen Besucher eine Saite mächtig erklang, die Sait der Erinnerung an die eigene Jugend, an die Freude der Kindheit, die er erlebt, oder die ihm ver» jagt gewesen n-aren. Herr Pfarrer Fritz May schildeUe de» Kindern in einsacher, zugleich aber eindrucksvoller Weist die Bedeutung der Weihnachts-und Ostericsttagc, besonders sür das deutsche Volk und lud die Anwesenden zur Bescher ung für arme evangelische und katholische Kinder ein. die im Pfarr-Hof veranstaltet war. Wir danken Herrn Pfarrer Fritz May und alle» sonst Beteiligten für ihre Bemühungen um daS Zustandekommen des schöne» Festes und sind überztUg», daß dieses bti alle» Besuchern beiderlei Glaubens eine» wechselnden und bleibenden Eindruck hinterlassen haben wird. Nicht in letzter Linie aber gebührt unser Dank unseren lieben Kleinen, die unS mit ihrem vortrage eine einzig schöne, eint unvergeßlich weihevolle Stunde bereitet haben. Heil ihnen l Deutscher Leseverein in Graz. Wieder hat sich ein Jahrzehnt geschlossen und im rüstigen Alter von 40 Jahren feiert der Leseverein feinen Bestand. Ernst wie die Zeit, so sollte auch einsach die Gedächtnisfeier fein. In der ordentlichen Voll-Versammlung dieses Jahres, am 10. Dezember da erstattete der Obmannstellvertreter, Herr Toni Stach den Bericht deS Obmannes Herrn phil Rudolf Weiß, in dem letzterer einen Rückblick über die bis-herige Vereinsgeschichte wirst, indem er an die GründuiigSbestiebungen in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts erinnerte, welche aber erst 1868 die Tat zeitigten. Aufgebaut alS Sammelpunkt der gesamten Deutschen Studentenschast in Graz öffnete der Verein am 10. Mai 1868 zum erstenmale feine Tore. Bald war durch eine rege Teilnahme fein Bestand gesichert und ein großer Freundeskreis von Professoren beider Hochschulen, von Verlagen und Buchhändlern halsen dem jungen Vereine über die ersten Klippen hinweg. Wissenschaftliche Vorträge erhöhten dann das Angehörigkeitsgesühl der Mit-glicder und eine schnell anwachsende Bücherei erfüllte alle Ansprüche die an den Berein gestellt werden konnten. Deutsch und srei war von 1881 der Grundzug des Vereines und er blieb eS auch, als nach der erfolgten Auflösung der Verein neu hervorging. Eine vorübergehende Blütezeit wurde durch eine lange Reihe von ungünstigen Jahren wettgemacht So groß auch das Interesse in eine,» engeren Kreis« dcr Mitglieder ist, so ist doch die Teilnahmslosigkeit der großen Kreise der Studentenschaft bitter zu be-klagen. Ist ihnen das Bedürfnis nach literarischer Bildung, das Interesse an den Erscheinungen des WeltschauspieleS verloren gegangen 'i — In der Hoffnung, daß fchlimme Anzeichen noch immer nicht eine traurige Tatfache find, richtet der Ausschuß an dem 40jährigen Wiegenfeste an die deutsche Studenten-fchast de» Ruf, dem Deutsche» Leseverein, der sür sie geschaffen ist, beizutreten und die reichen Mittel zu ihrem eigenen Besten und zum Besten unseres Volkes eifrig zu benützcn, Ueber dcn Verlaut des verflossenen VereinSjahres ist besondtrs hervorzuheben, daß sich die seltene Gelegenheit bot. dem verdienten Ehren-mitgliede Professor Dr. Marc Joses Schlager zu seinem 80. Geburtstage die Glückwünsche des Ver-eines zu überbringen. — Im Laufe des Jahres hatte der Verein sür Unterstützungen zu danken seinem Ehrenmitgliede Vros. Schlager, der Stadt-gemeinde Graz, dann den Stadtgemeinden Marburg Eilli und Klagensurt, dcr steiermälkischen Sparkasse in Graz, der krainischen Sparkasse in Laibach und dcr» Zweigverein Marburg deS allgemeinen deutschen SprachvereineS. Außer dicscn geldlichen Uniastützungen hat der Verriu herzlichst den heimischen Dichtern Rudolf HanS Bartsch. Dr. Wilhelm Fischer, Uto v. Melzer, Dr. Peter Rosegger, Professor Ferdinand Wittrnbaucr für Freiftück« ihrer Werk« zu danken und Dank sei auch allen anderen Wohltätern deS Vereines gesagt mit der Bitte, auch fernerhin dem Vereine ihr Wohlwollen entgegenzubringen. Die Mitgliederzahl beträgt 190, welche aus 2 Ehrenmitgliedern, 156 ordentlichen und 33 außerordentlichen und unterstützenden Mitgliedern bestehen. Wegenall zu-langer Rückstände hat der Ausschuß die Streichung von 30 Mitgliedern vorgenommen, weshalb die Mit-gliederzahl gegen das Vorjahr zurückgegangen ist. Mit dem Wunsch«, daß die Bemühungen deS Ausschusses von Erfolg gekrönt sein mögen, schließt der Bericht des abtretenden ObmanneS. Den Bericht über di« G«ldg«bah7ung deS Säckelwar'.eS Herrn phil. Weiß gibt Herr phil. Schwab und daraus gehen die Einnahm«» mit X 4737.41 und die Ausgaben mit X 4737.41 und der VermögenSstand mit X 384.48 hervor. — Nach dem Bericht« des Ober-büchereiverweserS Herrn phil. Schwab zählt die Deutsche Wacht Bücherei gegenwärtig 4655 Binde. Der Zuwachs beträgt 51 Bände und die Zahl der Entlehnungen beträgt 4388. Der erste ZeitungSverweser brrichtet, daß 255 Zeitungen aufliegen. Laut Bericht des ersten Schriftführers Herrn Ernst Stelzer hat der AuS-schuß in zwölf ordentlichen und einer außerordent-lichen AuSschußsitzung 243 Schreiben «rlrdigt. Ueber Begünstigungen berichtet Herr iur. Toni Stach. Nach der Entlastung des Ausschusses wird zur Neuwahl geschritten; dem scheidenden Obmann Herrn phil. Weiß wird der Dank des Vereines ausgesprochen und Herr Dr. Karl Potpclschnigg zum Obmanne gewählt. In den Ausschuß wurden gewählt die Herren iur. Karl Baaz. iur. Roben v. Drcyhauscn, in»:. Sepp Hcidinger, iur. Leopold Hoser, teclin. Franz Kästen-derger, techn. Julius Krämer, iur. Alfred Leinwather, pbil. Fritz Petrowitsch, iur. Hans PichS, iur. Alex. Rödling, phil. Othmar Schwab, iur. Toni Stach, teclin. Ernst Stekzcr, ing. Adalbert Sturm und iur. Fritz Weiß. — Zu Ersatzmännern: ing. Fabian, pliarni. Hosmann, ehem. Klinghoser, techii. Oberhammer, ehem. Ramm, ing. Rainer, ing. Sonn-berger, iur. Uranitfch und iur. Valentin. Als nächsten Punkt der Tagesordnung legte der Ausschuß solgende Aenderungen der Vollversammlung zur Beschluß-sajsung vor: AlS ordentliches Mitglied kann jeder aufgenommen wcrden, dcr einer Hochschule alS ordentlicher oder außerordentlicher Hörer mit PrüfnngSrecht angehört oder angehört hat. Die ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder haben bci ihrem Ein-tritt« eine Einschreibgebühr von 2 Kronen und im Vorhinein einen Monatsbeitrag zu entrichte». Die Höhe des Monatsbeitrages wird alljährlich von dcr Vollversammlung sestgesetzt. Studentische Mitglieder sind von der Entrichtung der Eintrittsgebühr befreit; auch kann i'hncn, wenn sic in dcn Monatcn Juli, August, September die VereinSmittcl nicht benützen, die Entrichtung der betreffenden MonatSbeiträg« erlassen werden. Hierüber entscheidet der Ausschuß. Diese werden ohne Debatte angenommen. Der Monats-beitrag wird mit einer Krone fcstgcsctzt. Mit dcm Wunsch«, daß die Grazer studentische Iungmannschaft zahlreich in de» Verein kommen werde, schließt der Vorsitzende die Versammlung. Aus dem Anterlande. Gonobitz. (Der DeutschcLeseverein) hielt gestern im Vereinsheim feine diesjährige Voll-Versammlung ad. Obmann Dr. ab innig berichtete über die Tätigkeit des Ausschusses im ab-gelauseneu Jahre und Säckelwart Rest erstattete den GeldgebarungSbericht. Die Neuwahl der Ver-einsleitung hatte folgendes Ergebnis: Obmann Dr. Kadiunig, Obmann-Stellvertreter Dr. Lederer, Schriftführer Erich Zchmidt, Säckelwart Rest (zum achtzentenmal wiedergewählt, Oekonom Rudolf Schmidt. Beiräte Lauritfch, Dolefchell und Winkler. ES würd« beschlossen, mindestens zweimal die Woche im Vereinsheim gesellig zusammen zu kommen nnd eine größere Zahl neuer Zeitschriften unter den Mitgliedern kreisen zu lassen. — (Bom M änn er-gesaugverein.) Infolge heimlichen Wider-standeS einzelner Mitglieder konnte der Männer-gefangverein schon seit längerer Zeit keine rechte Tätigkeit mehr entfalten. Zwei zum Zwecke der Beilegung dieses unleidlichen Zustandes einberufene Vollversammlunge» Verliesen ergebnislos. Die Zahl der Mitglieder ging infolgedessen bedeutend zurück. Letzten Mittwoch fand nun in WettniggS Gasthof eine neuerliche Versammlung statt, die insoweit einen befriedigenden Verlaus nahm, indem sämtliche Aemter-sichrer einstimmig gewählt wnrden. AuS der Neu-wähl gingen hervor: Kaufmann Kupnik, Obmann; Kaufmann Premier, Stellvertreter; Oberlehrer Pirch, erster Sangwart: Dr. Kadiunig, zweiter Gangwart; Lehrer Winkler, Schriftführer; Kanzlei« beamter ttreinz, Notenwart; Handelsangestellter Plaukl, Zahlmeister; Oberlehrer Seidler und Kleidermacher Perklitsch, Beiräte. Hoffentlich gelingt es der neuen BereinSleitnng, recht bald neues, frisches Leben in den Verein zu bringen. — (Rinder-beschern« g.) Wie seit einer Reihe von Jahren werde» auch heuer wieder von der Frau Fürstin Christiane zu Windischgrätz 25 Kinder der deutschen und ebensoviel« Kinder der slovenischen Schule mit warmen Kleidern beteilt. .Herzlichen Dank der edlen Wohltäterin! Rohitsch Sauerbrunn. (E h r i st b a u m stier. — Völkisches). Am 20. wurde an der hiesigen deutschen Schule die Christbaumfeier abgehalten, der unter anderem auch SanitätSrat Dr. Hoisel, LandeSkuranstaltsdirektor Dr. Mulli, Gemeindearzt Nummer 103 Dr Treo und fast die meisten Bewohner deS Kur? orteS, zahlreiche deutsche Frauen und Mädchen bei-wohnten. Die Kinder trugen Lieder und Gedichte rech: wirksam vor und wurden dann mit Wannen Kleidungsstücken beteilt. — Abends fand die Hauptversammlung der Ortsgruppe dcS Deutschen SchulvcrcincS statt, bei der Dir«ktor Dr. Mulli die 25jährige unermüdlich-Tätigkeit dcS SanitätsrateS Dr. Hoisel für die deutsch-Schule und deutsche Sache in Rohitsch-Saucrbrunii hervorhob. Gewählt wurden: Obmann Dr. Hoisel. Stellvcrtrcter Ingenieur Miglitfch, Schriftführer Lehrer Leitgeb und Kassier LandschaftSgärtner .Hubtr}chaffc. Windisch-Feiftritz. (Christdaumfeier des deutschen Kindergartens) DienSta^ nachmittag fand im demfchen Kindcrgar'.cn eine Christ-baumfeier statt, welche einen sehr schönen Verlauf »ahm. Die Aufführung der Kleinen vor dem recht schön herausgeputzten vichterbaum verdienen uneingeschränktes Lob und befriedigten uicht die Anwesen-den sondern erregte» geradezu Staunen. Vor allem gefielen der herzige Hochzeitszug mit dem niedlichen Brantpaure., dem kleinen Schiestl »nd der kleinen Kukowiisch, ebenso die Hcinztlmäniichcn, und da! herzige Christkiudleia, der kleinen Mastou. Nickn genug konnte die Unerschtockenheit bewundert werden, mit der die Kleinen ihre Rollen durchführten. ®er Dank hiefür gebührt wohl vor allem der unermüd lichen Leite,in Fräulein Mizzi Sträub auS Cilli Der Obmann deS Kindergartens Herr Dr. Wiesthaler bracht« dieS auch iu einer herzlichen Ansprache zum Ausdrucke und schloß die Feier mit einem dreifachen Heil aus dcn deutschen Schulverein, den Schöpfer des Kindergartens. Ächaudüline. Der Troubadur. Mit einem recht herzlich aufgenommenen Opern-tcnor Benno Max Lafario ging Verdis best-bekannte Oper „Der Troubadnr" über die Bühne. Wenn sich anch ein kleiner Vorfall zugetragen, der eben die Kunst nicht beieinträchtigen t>arf, dürfen wir demselben keine solche Bedeutung beimessen, die geeignet wäre, Mißstimmung in unser theaterfreund« licheS Publikum zu bringen. Wir überlassen diese Angelegenheit dem gerechten Urteile derjenigen, die eben künstlerische Leistungen persönlichen Meinungen vorziehe» und unser Schauspielhaus als eine Bildungsstätte betrachte». Die Ausführung der Oper war eine sehr gute und können wir das red liehe Bemühen aller Sänger hervorhebe». Herr Lafario, ein Schüler Professor Wickenhausers, verriet nicht nur eine gute Stimme, sondern anch eine verständnisvolle Darstellung, wie sie die schwie-rige Rolle eines Manriko erfordert. Gelange» ihm nicht nur die Crescendos in den höchsten Regionen, so errang er sich mit der schwierigen Stretta den dankbaren Beifall der Besuchcr. Ihm zur Seite hatte Fräulein Michajlovich als Azuceua einen schönen Ersvlg. Nicht minder die übrigen Damen und Herren, die ihren Rolle» vollste Aufmerksamkeit schenkten. Aber auch unserer Ztadtkapelle gebührt unbestritten vollstes Lob. R. Zwei Wappen. Dienstag bot uns das Schauspielhaus eine WeibnachtS-Ueberraschung. Franz Teivelc vom deutschen Vollstheater in Wien erfreute uns mit seinem Besuche als Freiherr von Wettingen in dem Schwank von Blumenthal-Kadelbnrg »Zwei Wappen". Wiewohl schon gealtert weiß der Künstler durch sein vornehmes Spiel das Publikum hinzureißen und versteht es. dem Beifall Herr zu werden. Aller» dingS wäre eS uns lieber gewesen, wenn Tewele in einer größeren Rolle aufgetreten wäre: allein die Direktion meint, sür Cilli sei alles gut. Unser braves Theaterpiibliknm hat aber auch bei der letzten Aufführung den Beweis gegeben, daß es Künstler zu schätzen weiß. Und so war unser Tewele Gegenstand aufrichtiger >tundgebnngen. Aber auch unsere Schanspielkräfte boten uns Freude, indem sie sehr brav spielten. Betonen wir vor allem das junge Pärchen Mary nnd Rudolf Frl. Mizzi Kovacz und Herr C. Bollmaun, die uns trefflich das Bild zweier Verliebten boten. Geradezu Lachsalven brachte als Mister Forster-Herr Walter hervor, der sich allgemeiner Beliebtheit erfreut. Nur würden wir ihn bitten, etwas deutlicher in der Alissprache zu sein. Sehr gut spielten auch Fräulein Wernay und H«rr Hofbauer. Aber auch im Uebrigeu waren eS brave Leistungen. Nur eineS müssen wir betonen. Warum gab eS bei der letzten Ausführung solche Eile? Nicht einmal die Nummer 103 Deutsche Wacht Seite 7 Ausstattungen wurden entsprechend gewürdigt, und so diii kten wir unS gegen die Handlung die drei letzten Akte in ein und demselben Raume gefallen lassen. Und wo blieb unsere brave Stadtkapelle? ES wäre angezeigt unserer Schaubühne «ine größere Sorgfalt zu widmen. R. Gerichtssaal'. Ist «in Manöverfeldtelephon dem Staats-telephon gleichzuhalten? Anläßlich eine» Manövers des Landwehr-JusanterieregimeuteS Nr. 3 in Südstciermark hatte die Telegraphenabteilung dieses Regimentes am 19. August d. I. eine Telephouanlage von St. Georgen über St. Jakob nach St. Ruperti ausgeführt, wobei die Telephondrähte auch an Obstbänmen über de» Garten des Johann Wengnst in St. Jakob geleite» worden waren. Als sich diese telephonische Anlage zum Zwecke des Verkehres zwischen de» einzelnen militärischen Abteilungen bereits im Betriebe besand, Kai am selben Tage der 13'/, Jahre alte Sohn Joses des obigen Besitzers den über den väterlichen Garten gesührten LeitungSdraht mit einer Scheere durchschnitten nnd als er dabei von dem Kaufmanne Joses Graseli ertappt uud zur Rede gestellt wurde, sich noch einer wörtlichen MajestätSbeleidigung schuldig gemacht. Joses Wengnst wurde vom Bezirksgerichte Cilli am 18. September wegen dieser Handluuge«, die man an sich als boshafte Beschädigung eines Bestandteiles des StaatStelegraphcn nach Paragraph 89 Sl-G. und als Verletzung der Ehrfurcht gegen den Kaiser nach Paragraph 63 St.-G., somit als verbrecherisch Handlungen ansah, dem nnmüdigen Täter aber nur als Uebertretnng nach Paragraph 269.» -i.-G. zurechnete, zu zehn Tagen Ber^chlie-ßnng nn einem abgesondertem VerschließnngSorte verurteilt. Jnsolge Berufung des Vaters, des Joses Wengnst, fand beim hiesigen Preisgerichte die Be-rusnngSvethandlung statt, l»ei der der unmündige Angeklagte von der Anklage wegen deS ersten Deliktes (obgleich an der ZurechuungS- nnd Anffaf» snngsfäliigkeit des geistig und körperlich gnt ent-wickelte», ausgeweckten Knaben, daher auch an seiner boShasten Absicht nicht gezweifelt werden konnte, zumal er zugab, über Telegraph nnd Telephon die nötigen Begriffe in der Schule sich angeeignet zn haben) dennoch freigesprochen wurde. Hiebe» wurde aber angenommen, daß die beschädigte militärische Telephouanlage dem vom Gesetze im Paragraphen 89 St.-G. unter besonderen Schutz gestellten Staats-telegraphe» und den im unmittelbaren Anschluss« an ei>i LlaatStelegraphenamt hergestellten staatlichen Telephonanlagen nicht gleichzustellen sei, daher keine» Bestandteil des Staatstelegraphen bilde. Das Berufungsgericht ging von der Erwägung ans, daß die Spezialnorm des Paragraphen 89 St.-G. den Staatslelegraphen als ein öffentlichen Zwecken und dem Gemeinwesen dienendes, geradezu notwendiges Verkehrsmittel bilde deshalb unter besonderen er-höhten Schutz gegen sträfliche Eingriffe gestellt habe, weil jede wie immer geartete Verhinderung oder Störung der ordnungsmäßigen Benützung dieser Anstalt auch „in abstracto" eine Gemeingefährdung i» üch berge. Eine solche treffe aber bei einer militärischen, von dem Staatslelegraphen und dem {«ine Fortsetzung bildenden Staatstelephon ge-trennten provisorischen und nur militärische» Zwecken, nicht aber dem Gemeinwesen als Verkehrsmittel dienenden telephonischen Anlage nicht zn. Die Tat-Wdlnng begründete daher nur eine gewöhnliche, »«iter nicht qualifizierte boshafte Sachbeschästignng »ach Paragraph 468 «t.-G., die nur eine Ueber-trewng bilde, also an dem unmündigen Täter stras- rtlich nicht geahndet werden könnte. Bezüglich zweiten Deliktes, der MajestätSbeleidigung, vurde aber der Zchuldspruch deS ersten Richters bestätigt und bei Wegsall der Verurteilung wegen der erwähnten boshaften Beschädigung die Strase in der Dauer ans fünf Tage herabgesetzt. Der hvnnnngsvolle »nabe wäre überhaupt vou jeder : ©träfe freigekommen, wenn seine Tat nur um 48 : Stunden früher geschehen wäre, da in solchem Falle dir kaiserliche Amnestieerlaß mit l8. August ans ihn Anwendung gesunden hätte. Hköt uns ein Keim! Wieder sind schwere Tage für das Deutschtum m!r>est hereingebrochen. Wegen der welschen Re-«lverhelden. die in der Wiener deutschen Alma Mater aus seinem Hinterhalt ans unsere Akademiker schösse», wird in Trieft die Straße gegen alles, was Deutsch ist. aufgeboten, und wenn es bisher noch nicht zu größerer Gesährdung der persönliche» Sicher-heit und des Lebens der Dentschen gekommen ist, so ist dies nur dcr Zurückhaltung der Deutschen zuzuschreiben. In dieser Zeit schwerer Bedrängnis fühlen wir so recht den Mangel eines Heimes, das der Sa > melplatz sein soll sür alle Deutsche, die in Trieft lebe« oder sich auch nur vorübergehend aushalten. In jahrelanger Arbeit wurde bereits ein bedeutender Betrag aufgebracht, noch reicht er jedoch, und deshalb wenden wir uns an unsere Millionen Hintersassen mit der dringenden Bitte: Helft uns, damit dem Triester Deutschtum bald ein Heim erstehe. Italiener und Slaven wersen sich mit dem Ansgebote all ihrer »traft auf Oesterreich« erste Lee-und Handelsstadt, nm den Deutsche», der hier aus ererbter Hufe sitzt, zu verdrängen. Niemals kann dies jedoch geschehen, wenn die Deutschen im geschlossenen Hinterlande ihren Brüdern an der Adria die Trene halten. FälltTrieft, so hat das große Volk den Zugang z n m S ü d m e e r verloren! (bedenkt zn unseres Volkes Ehr', Der deutschen Brüder am blauen Meer! Spende» nehmen alle de»tschvölkischen Vereine, die Verwaltung dieses Blattes »nd der Verein „Deutsches HauS" in Trieft entgegen. FRITZ RASCH, CILLI. S Srtjrtfttiiu». Luther, wie er lebte, leibte und starb. Es wird vielleicht noch manche»! unserer Leser in Erinnerung sein, wie nnter diesem Titel das eins-tige Marbiirger Bischossblatt die „Südsteirische Presse" im Winter des Jahres 1902 eine Flut von gemeinen Beschimpfungen »nd Verleumdungen des große» Reformators vom Ztapel ließ. Obwohl damals der hiesige evangelische Psarrer May in einem öffentlichen Vortrage, zu dem er anch den Artikelschrei ber eingeladen hatte, und iu einer nach-solgenden Broschüre diese Verdächtigungen als häß-liche Erfindungen und Entstellungen brandmarkte, obwohl nachher nicht bloß der Laibacher Pfarrer Dr. Hegemann, sondern anch eine Reihe katholischer, angesehener Prosefforen der Theologie, wie z. B. Professor Merkle, diese und ähnliche Beschimpfungen »enerdingS zurückwiesen, erschienen diese jedem Wahrheitsgesühl und aller Anständigkeit Hohn sprechenden Verleumdungen weiter in einem im katholischen Verlage der „Styria" zu Graz erschie-nenen Büchlein, das von der Geistlichkeit mit großem Behagen verbreitet wnrde. Neuerdings hat aber selbst die „Kölnische V o l k s z e i t n n g", die verbreitetste strengkatholische Zeitung des Deutschen Reiches, die sonst gern anch den Protestanten eins I am Zeuge flickt, über die obengenannte samoke Broschüre sich also vernehmen lassen: „Wir leben doch nicht mehr im 16. und l7. Jahrhundert. Mancherlei Vorwürfe, insbesondere gegen daS sittliche Leben Luthers, müssen nun einmal, weil un-bewiesen, entschieden sallen gelassen werden, so der angeblich von ihm eingestandene skandalöse Verkehr mit den drei Frauen vor der Verbindung mit Katharina Bora, so der Verkehr mit Frau von Berlepsch auf dcr Wartburg, die spätere Verführung von zwei Mädchen in seinem Hanse, die Existenz eines außer der Verbindung mit Bora erzeugten Sohnes Andreas, die tägliche Trnnkenheit u. s. w. Unsere Liste aus vorliegender Schrift müßte noch viel länger werden. In Betreff des Todes von Luther ist es gegen die Geschichte, es auch nur zweifelhaft erscheinen zn lassen, dufj die Tage vom Selbstmorde falsch sei. Die betreffende, aussührlich mitgeteilte Aussage des Famulus LuthcrS ist eine reine Fiktion. Manche Anssprüche Luthers erhalte« in der Broschüre eine Deutung, die mit dem Kontert nicht übereinstimmt, so dcr bekannte.- „Will die Frau nicht, so komme die Magd." Jetzt wird doch gewiß die katholische Geistlichkeit den Vertrieb dieses Werkchens einstellen? Wer das glaubt, der kennt freilich unsere gute, fromme katholische Presse und ihre wahrheitsliebenden Hintcrmänner schlecht. Es lebe die Wahrheit! Dr. Rudols Tyrolt. Aus Anlaß des Jnbi-läumS dieses Künstlers wird dessen Porträt in Nr. 50 der soeben erschienenen „Wiener Haus frauen-Ieitung" (Administration: 1. Bezirk. Wipplingerstraße Nr. l3, Probeblätter gratis, ver-öffentlicht. — Da mit 1. Jänner ein neues Abon-nement dieses beliebten, seit vierunddreißig Jahren bestehenden Familienblattes beginnt, verlange man sosort Gratis-Probeblätter von oben angegel'cner Administration. Die bekannte Wiener illustrierte Wochenschrift „Erdgeist", die mit nächstem Monat ihren IV. Jahrgang beginnt, bringt ihren Lesern in der eben erschienenen WeihnachtS-Nnmmer (Heft 2.) für die Minder eine reizvolle Ueberrafchnng. DaS Heft ist so recht geeignet, unseren Kleinen über die erwartungsvollen Tage vor Weihnachten lunweg> znhelsen. DaS künstlerisch äußerst geschmackvoll ausgestattete Heft bringt in süns Farben prachtvolle, von ersten >! im stiern eigens sür den „Erdgeist" ent-worfene Illustrationen zu den Märchen nnd Ge-dichten.^Textlich enthält die Publikation die wunder-bare Gedichte: „Der Rosenvogel und der Schnee-vogcl" von Adolf Gelber, ein altes deutsches Märchenmotiv in Versen von Gustav Eugen Diehl, scrner ein reizendes Kinderspiel in fünf Bildern. „Auszuführen an Großpapas GebnrtStag" nnd eine Anzahl Kinderlieder, darunter wunderschöne Gedichte von Gngo Salns. Der gediegene Inhalt, die vornehme, sarbenprächtige Ausstattung nnd der billige Preis von 60 Hellern sichern dem aparten Heft dir weiteste Verbreitung. Sonne und Sterne — Heimat und Ferne Völker-Rasse» und Staatsaiisgabe». — Wieviel Militär die Staaten haben, — Flaggen. Wappen. Münzen, dazu — Ausgerechnet bis aus A U 5 11' e i 5 über di« im städt. Schlachthaus« in der Woche vom 7. bis 13. Dezember 1908 vorgenommene» Schlachtungen, sowie die Meng« und Gattung des eingeführten Fleisches. Name des Schlacht»!, a« n toro. etnHekUhrle« stlench in jan^n Statte» eingeführtes Fleisch in Kilogramm c s c I Fleischers | •B Q ö? c a 53 « S <1> <3 -0 tü C .1 03 s E « C* c tfl •0 Q st m es JL B .5 1 w a .1 s § s Lutschet Jakob . . « 3 3 - - - .. 2 — — I l ___ __ Grenta Johann . . — 6 — — 13 _ Janschet Mariin . — 1 - i t 2 — — __ — — 1 — 1 2 _ _ - - Lestoschet Jatob. . — 2 — — 1 __ _ _ __ __ _ _ Payer Samuel . . - — 2 — — 3 - _ _ aai Ptaninj Franz . . PIcsischat..... Pleiersty..... Redeuichegg Joses . — 7 Scllat Franz . . . — 2 — — 5 2 _ _ Seutschnigq Anton. Steher...... . — 2 — — 4 3 _ Umegq Rudols . . . — — 1 i 1 Bollgruber Franz . _ 2 Gastwirte..... , — — — — 1 11 __ Privat«..... 3 — — — — — — — — 229 " — — Nummer 103 Herbatmy« Unterphosphorigsaurer Kalk-Eiien-Sirnp Seit S» Jahre» ärztlich erprobt u. empfohlen. Wirkt schleimlosend, hustenstillend, appetitanregend. 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Hochachtungsvoll Jakob Bukschek Fleischhauer, Cilli, Rathausgasse. tOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOJ All seinen verehrten Kunden von Cilli und Umgebung1 wünscht fröhliche Weihnachten und ruft ein herzliches Prosit Neujahr zu, hochachtungsvoll Sattlermeister Pühl Cilli, Hennangasse Nr. 2. e«ite 10 Deutsche Kracht Nummer 103 An Weihnachten und Neuiahr, HOTS wo Sie kein Suppenfleisch kochen wollen, braucht es Ihnen an Rindsuppe nicht zu fehlen, denn MAüGIs Bouillon-Würfel k 6 Heller ergeben sofort — nur mit kochendem Wasser Übergossen — eine fertige Rindsuppe, die der hausgemachten vollständig gleichkommt. Achten Sie jedoch genau auf den Namen MAGGI und die Schutzmarke Kreuzstern. Würfel ohne diese Merkmale sind nicht von MAGGI. Palrtarten- mi Frachtsckeint naoh Amerika kCtift'. belgischer Postdarupfer der ,Red Star Linie' von Antwerpen' lirect r.acti New-York and Boston coocees. Ton der hob. k. k. 8»t«rr. 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