im Nuturwunäeriunä Kruin. ZZ » ein nlpenlänäückez Kunäbilä » Mr lluturireunäe unä Kurgäste von lwclwiq 6ermonik. lÄien 1908. f. Lörick Komp. I. Koklmsrkl, 11. 6 ri 11 psrrer-vereins-verlo g. Preis tir. 1-—. vruck von H. gillckillisler, VMsck. veläes. Du grünendes Tal, kristallener See, Du liebliches Eiland mit blinkendem Uirchlein, Ihr trotzigen Felsen und lauschigen Forste, Die ihr mir Äug' und Sinne umstrickt, B löst mir das Rätsel und nennt mir das Wunder, womit ihr das Herz in Wonnen berauscht, Den Geist auch in sesselnden Zauber mir bannt! Anastastus Grün. Veldes im Naturwunderlande Arain! Jin Alpenland mit dem merkwürdigen Zirknitzer See und der Märchenpracht der Adelsberger Grotte, zu der sich neuestens in Unter - krain eine unterirdische Zauberwelt gesellte, blieb das Bad lange Zeit unbekannt, um erst in der Mitte des vorigen Jahrhunderts in den weitesten Areisen Weltberühmtheit zu erlangen. Und dazu haben die dortigen Bäder, vorzugsweise aber die Naturheilanstalt beigetragen. Diese ist vom genialen Schweizer Arnold Rikli gegründet worden (s855), der nicht aus medizinischen Zeitschriften und Büchern, sondern aus dem vom Sonnengold überstrahlten blau-grünen Buche der Natur die Heilkraft erforschte. So recht das Aind seiner Alpenhcimat war Rikli ein schöpferischer Geist, hatte nichts mechanisch Angelerntes und erprobte durch Autopsie an seinem eigenen Leib die beseligenden Wir¬ kungen von Licht, Luft und Wasser. Ganz seinem selbstgewählten Berufe als hygienischer Arzt hingegeben, war der seltene Alanu unab lässig bemüht, den geistigen Gesichtskreis zu erweitern und seine Heil Methode zu vervollkommnen. Während durchschnittlich die ungeheure Mehrzahl der Menschen in: besten Lebensalter stirbt, wo man erst eigentlich zu wirken anfangen soll, erreichte Meister Rikli das hohe Alter von 8H Zähren. Man sehe sich die Medizinae-Doktoren an, die oft nicht einmal das 60. Lebensjahr erreichen, deren Giftheil-Methode sich daher nicht bewährt. Rikli war auch von wohlwollender und humaner Gesinnung beseelt. Wie erwähnt, als Naturkind in seiner Schweizerheimat sah er sich die Tierwelt mit offenen und klaren Augen an, wie diese von Pflanzen sich ernährt und stark wird. Gr wurde Vegetarianer und beantwortete die Frage auf: „Wozu sind die Tiere geschaffen?" mit den Worten: „Zu ihrer eigenen und des Menschen Freude. Warum sollen sie als empfindende und auch reflektierende Wesen nicht ihre eigene Bestimmung haben? Alles, was auf die Trde kommt, hat ein Recht zum Leben und Genuß des Lebens. Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz. Sollen wir sie darum quälen und schlachten, weil ihnen der höhere Geist abgeht. Sie sind ein Binde¬ glied in der großen Rette aller lebenden «Organismen und jedenfalls das uns nächstverwandte, namentlich die Säugetiere." Die Fleischesser werden freilich da sagen: Die Tiere fressen sich gegenseitig auf und fallen auch über die Menschen her! Darauf möcht' ich erwidern: Wozu hat der Mensch sich von der Tierwelt losgerissen, um alles Animalische zu verbergen, zu veredeln und vom humanen Standpunkt aus ist dis Frage zu stellen: Sollen wir es den Tieren nach machen? Als Affen! Nicht von Affen, sondern von einer be¬ sonderen und ganz eigenen Rasse stammt der Mensch ab. * Arnold Rikli war kein Freund der Reklame durch die Zeitungen, er wollte nur durch vielfache Schriften seine Methode gründlich dar¬ legen, um zu überzeugen und aufzuklären. Diese Werke sind durch Herrn Vskar Rikli in Veldes zu beziehen. — Gleichwohl wurde in einem Weltblatt, das über den Lrdkreis verbreitet ist, — Leipziger Illustrierte Zeitung im September fH03 — zur Feier des 80. Geburts¬ tages Vater Riklis über seine Heilanstalt und hygienischen Schriften eingehend in auszeichnender Würdigung berichtet. — Zm Gegensatz zu andern hatte der weitblickende Mann nicht selbstsüchtig nur seine An¬ stalt allein im Auge, sondern ließ einen gut unterrichteten „Wegweiser" in alle Welt flattern, der für die ganze Veldeser Landschaft und darüber hinaus von Nutzen war. Was insbesondere die Wasserkur betrifft, so ist sie ursprünglich höchst eiltssitiH betrieben worden. Daher seien die Verse hier vorgebracht: tvasser tuts freilich, meint Raufe. Doch alles nicht! Sagt Rikli nach kurzer Pause, Denn höher steht Luft und Licht! Schon Rousseau (j7s2 —s778) erzählt in seinen „Bekenntnissen" davon, wie er die Wasserkur anwendete, um darunter zu leiden ohne Besserung seines krankhaften Zustandes und ein Jahrhundert später trat in Gräfenberg der ländliche Vinzenz Prießnitz auf, um die gleiche Art zum Zweck der Heilung anzuwenden. Gr selbst erreichte kein hohes Alter, indem der Aaltwassermann schon im 50. Lebensjahre starb. Ihm wird in Wien ein Denkmal errichtet, wozu auch Rikli einen Beitrag spendete, wie denn der gediegene Mann überall offene Hand hatte, um Gutes und Schönes zu fördern. Gin Beweggrund mehr zu seiner Ghrung durch ein Monument in Veldes, wozu feine Hochgestalt sich eignet. Auch als einer der Ersten hat er beigesteuert ^30 Rronen für die Theaterdekoration „Veldeser Seelandschaft mit Alpenglühen mn Triglav" der berühmten Meister Aautsky und Rottonara, Hof-Theater-Maler in Wien, und zwar zum Melodram, wovon am Schluß hier die Rede ist. Allerdings erklärte Rikli die prießnitz'sche Aaltwasserschule für veraltet und als weit überholt von den neueren Forschungen, aber die Menschheit ist ja eben da, um sich immer mehr zu vervollkommnen, zu entwickeln und zu läutern. Der Vegetarianismus konnte spät erst durchdringen, sogar in Wien, der fleischfressenden Stadt, indem Speisesäle für Vegetarianer eröffnet wurden, die heute noch eines zahlreichen Besuches sich erfreuen. -ft -ft -ft Der Veldeser See wird durch Quellen verschiedener Temperatur von -j- 8» bis f8 0 li. gespeist, darunter repräsentieren die Luisenbad- Thermen einen Natron-Gisen-Säuerling von 230 0. Die herrliche Gegend mit der kräftig frischen Luft, das Helle und frische Wasser gestalten den Mrt zu einem bedeutenden Aurort für Nervenschwache, an Atonie,. Blutverdickung, Lcberanschoppungen, Fett- wuchcrung, Emphysemen, frischen und veralteten Gastricismen, Blut¬ leere und Bleichsucht Leidende sowie zu einem vortrefflichen Erholungsort für Rekonvaleszente nach typhösen Fiebern und erschöpfenden Arank- hciten. Dr. Fortunat Müll n er aus Radmannsdorf gibt bei der -j- f8v R. haltenden Quelle Schwefelgehalt an. In Badewannen gewärmt, wird sie gegen Flechte, Milz- und Leberverhärtung als heilsam angewendet. Für das schöne Geschlecht ist die Bemerkung Dr. Müllners von Interesse. Mehrfachen Beobachtungen zufolge macht dies Bad die Haut auffallend glatt und rein. Damen mit blassem oder vergilbtem Teint kehrten zum Erstaunen ihrer Umgebung liebreizender und schöner von Ueldes zurück. Es hatte ihre Haut an Feinheit und zarter, rosiger Frische des Inkarnats gewonnen, so daß gleichmäßig Rosen und Lilien aus den lieblichen Gesichtern leuchteten. Wehr als alle kosmetischen Wittel, die eigentlich auf Eharlatanerie hinauslaufen, deren 'Künstelei zu auffallend ist, und die Naturwirkung nie ersetzen kann, vermag die läuternde und reinigende Atmosphäre. Die künstlichen Ruttel machen die Haut welk und gelblicht, wie bei den Theaterprinzessinnen und geben das Aussehen eines frühen Alters. Dagegen erblüht, weit entfernt von der purpurnen Röte der ländlichen Schönheiten, das Antlitz der Damen in einer gemäßigten, noblen Färbung, indem die Wirkung der Sonnen¬ strahlen durch die schattenreichen Baumgruppen obiger Landschaft ge¬ dämpft wird. Dr. F. Wüllner kam zuletzt nach Seiscnbcrg. Er war im hohen Alter von 88 Jahren beim Zeitung-Lesen sanft eingeschlummcrt, um nicht mehr zu erwachen. Sein Sohn Prof. Alfons Wüllner ist seit sYOo in Wien, wo er mit seltener Beharrlichkeit seine gelehrten Forschungen fortsetzt. * » -r- Wie sich nachmals herausstellte, hat das Buch „Kurort Beides", das bei Wilh. Braumüller in Wien s872, zweite Auflage s878, erschien, vielfach anregend, sogar bahnbrechend gewirkt. Der Verfasser machte unter anderen den Dichter Anastasius Grün (Ant. Alex. Graf Auersperg), ferner die Winister Leop. Baron Hofmann und Dr. Josef Unger, die den Kurort s875 und s877 dann auch besuchten, aufmerksam auf Veldes und alle interessierten sich lebhaft für das Werk; in besonders schmeichelhaften Worten der erstgenannte Dichter, der bald darauf von der Herrlichkeit der Seelandschaft sich persönlich überzeugte. Der un¬ vergängliche Hymnen-Eyklus über Veldes von Anastasius Grün gibt davon Kunde. In diesem Buch „Kurort Veldes" ward ein Denkstein für den hochgefeierten Dichter-Grafen und Parlamentarier in Anregung gebracht und der Verfasser trat auch mit Baron Karl von Rittmeyer in Triest, der dann das Anastasius Grün-Denkmal stiftete, diesbezüglich in brief¬ lichen Verkebr. Vor dem monumentalen Gedenken hat sich der größte slowenische Dichter France preZsrn (aus Vrba ob Radmannsdorf H800-qA) eben¬ falls dort ein Denkmal gesetzt durch seine Dichtung Lrgb pri Luvicn, (die Taufe an der Savica) von Heinrich penn vortrefflich in klang¬ schön fließenden Rhythmen des Originals übersetzt. Auf dem nahrhaften Grunde des Utilitätsprinzips herrscht dort kein Sprachenstreit. In gleich freundlicher Weise hört man in Veldes gern zu, wenn die entzückten Gäste deutsch, slowenisch oder italienisch parlieren. Mancher tonangebende Einheimische, der als Jüngling im deutschen Kärnten oder in Italien lebte, versteht alle drei Sprachen, wie die Inncrkrainer. Das ist eine idyllisch friedliche Lösung des Sprachenstreites. Ebenfalls sehr einladend zum Besuch, um in den prächtigen Hotels, vielen Villen und sogar Bauernhöfen untergebrach! zu werden, in letzteren so billig, daß es beinahe umsonst scheint, wie der Verfasser dies bezeugen kann. Übrigens allen Respekt, er hat auch in einem Hotel dort gewohnt und zwar beim preschern, dem jetzigen stattlichen Louisenbad. Zu dieser Darlegung werde ich veranlaßt, gerade nach dem Ge¬ denken an preZörn. Als den Schreiber dieser Zeilen vor Jahren der Dechant Bartlmä Leviönik aus Hermagor im Rcdaktionsbureau zu 'Klagenfurt besuchte, äußerte sich der hochwürdige Priester über presärn dahin, daß auch nicht eine einzige feindselige Äußerung des Dichters über die Deutschen oder das deutsche Element nachgcwiesen werden kann. — presärn stand auch mit dein deutschen Grafen Aut. Alex. Auersperg von Thurn am Hardt (bei Gurkfeld), seinem ehemaligen Schüler vom Institut Klinkowström in Wien, sowie mit dein deutschen Kärntner- Dichter Vinz. Rizzi (in seiner Laibacher Zeit) persönlich in freundschaft¬ licher Beziehung. Anastasius Grün feierte sein Andenken in einen: weihevollen poetischen Ngchruf, zuerst im V o d n i k - A lbum (Kleinmayr L Barnberg, Laibach) erschienen, darunter die beherzigens¬ werten Worte: wenn ksaß das Volk hinaus zum Streit getrieben, vergräbt's wie Gold in's Dichterherz sein Sieben! Und Vinz. Rizzi hat nicht nur Gedichte von preZärn übersetzt, siehe seine Dichtungen und Denkblätter (bei F. Rörich L 'Komp., Kohlmarkt s s in Wien), sondern auch Pressrns Poezije in anerkennender Weise besprochen, wie pietätvoller kaum ein anderer Freund dieser Dichtungen (Deutsche Monatsschrift, Villach s8qy). n k A- -o Wer sich noch des Näheren über Veldes, seine Geschichte und über die Anstalten des Badeortes zu unterrichten wünscht, den ver¬ weise ich auf das gediegene Werk „Veldes. Line Idylle aus den mlischcn Alpen" von Amand Freiherrn v. Schweiger-Lerchenfeld (A. Hartlebens Verlag in Wien), worin auch der N a tur h e i l a n st a l t Riklis die vollste Würdigung zuteil wird. Die ansehnlichsten Villen werden im Bilde gebracht und es gibt deren über (50 für Kurbedürf- lige und Sommerfrischler, worüber der Verein zur Hebung des Fremden- Verkehrs in Veldes bereitwilligst Auskunft erteilt. Von diesem Landes¬ verband ward neuestens auch zu Feistritz in der Wochein ein Hotel er¬ öffnet, das vom gewaltigen Gletscher Triglav den Namen hat. Auf Bad Veldes und den stets wachsenden Besuch kommt auch der hochvcrdicnstlich wirkende, krainische Historiker P. v. Radios ein¬ gehend zu sprechen in seinem „Führer durch Krain und die Landes¬ hauptstadt" (Laibach, I. Giontini). Darin wird eine Fülle von Daten in gedrängter Kürze geboten mit Ansichten der hervorragenden Orte. -i- 4 * Der Name des Kurorts kommt vom steilaufragenden Felsen, auf dem das historisch bedeutsame Schloß erbaut ist. Ursprünglich im Besitz der Bischöfe von Brixen (sOHO) war es im Uuttelalter Eigentum von Hochgeschlechtern, bis das stattliche Lurggcbäude in unserer demokratischen Zeit in den Besitz des Großhandelshauses Adolf Muhr in Wien überging. -- Unter den Vesttehsvir im vorvorigen Jahrhundert ist der Gelehrte Prof. Balthasar Hacquet s(7?9) namhaft zu machen. Und gerade vor hundert Jahren, 8. Juli, erfreute der volksbeliebte Erzherzog Johann die Seelandschasten von Veldes und der Wochein mit seinem Besuch. Daran erinnert eine Gedenktafel mit lateinischer Inschrift. Der englische Naturforscher Sir Humphry Davy kam (8(8 und (828 nach Gberkrain. „Ich kenne kein schöneres Land," schrieb er, „als das Alpenland von Österreich" und bemerkt in seinem Tagebuche vom August (827 „Das Tal von Laibach nach Wurzen halte ich für das Scbönste, was ich in Europa gesehen." — (820 Gymnasial-Pro- fesfor Richter aus Laibach, der auch über die Geschichte des Schlosses schrieb.— f82f nach Schluß des Laibacher Aongresses Fürst Metter¬ nich mit seinem Sekretär Friedrich v. Gentz. — f83f. Der Dichter- Franz v. Hermannsthal, Redakteur der Earniolia. — f835 weilte oben botanisierend Aönig Friedrich August von Sachsen, von dem berichtet wurde, daß er im hohen Eckzimmer der Felsenburg südwestlich sich einschloß, um ungestört im Anschauen der erhabenen Alpennatur zu sein. — s8H5 im August kam Dr. Heinrich Losta mit seinem Sohne, dem Gymnasiasten Etbin nach Veldes. — s8H8 im September der Aärntner Dichter Vinz. Rizzi mit seinem Bruder, Gerichtsadjunkt in Radmannsdorf, war ganz entzückt von der dortigen Gegend. — Museums-Austos Rarl Deschmann hatte wiederholt um die Blüte der Fünfziger Jahre oben geweilt. Deschmann (f82f—89) wirkte als Natur- und Altertumsforscher in Laibach. Im Jahre f86f trat er als Verteidiger des Deutschen Elementes in Arain auf. Sein Nach¬ folger war der schon erwähnte j)rof. Müllner, der auch die wissen¬ schaftliche Zeitschrift „Argo" in Laibach herausgab. — s856. Erzherzog Sigismund. In diesem Jahre fanden auch die Hofschauspieler Fichtner und La Roche dort sich ein. Ebenso der Thronprätendent von Frankreich, Graf Eham bord.— f858. Alexander Freiherr von Lach. — f86O. Erzherzog Ernst zur Hochwild-, namentlich Auer¬ hahnjagd.— f862, Lovro Toman. Zusammenkunft der Slowenen. — f863. Erzherzog Rainer. Bald darauf Erzherzog Albrecht mit Gemahlin Hildegarde von Bayern, welcher die Seelandschast so sehr gefiel, daß die hohe Frau auf Schloß Veldes alljährlich einige Wochen zu verweilen gedachte. Leider war es der erlauchten Natur¬ freundin nicht gegönnt, den schönen Vorsatz auszuführen, indem ihr hinscheiden am 2. April f86H in Wien erfolgte. — s868, auch später. Siegmund Baron Lonrad v. Eybesfeld, Landespräsident von Arain. Der humane Mann und fördcrsam großmütige Mäccn war dem Lande sehr wohlgeneigt, ließ auch in der slowenischen Sprache sich unterrichten durch den Dichter und Gelehrten Franz Levstik (f830—8?), den ich zu den vortrefflichsten Menschen zähle, die mir je in meinem erfahrungs¬ reichen Leben begegneten. Er war ein Geist von universaler Bildung mit einem Gemüt für treue Freundschaft und ich empfahl ihn ange¬ legentlich dem Studien-Bibliothekar in Laibach, als ich Freund Levstik mit ihm bekannt machte, worauf Dr. Muys sofort mit dem wackeren Manne in freundschaftliche Verbindung trat. Noch kurz vor feiner Rückkehr in die geliebte Arainer Heimat übergab ich Levstik in Wien inein Werk über den „Aurort Veldes" und er ward ebenfalls Anhänger des Naturheilverfahrens. — In den sechziger Jahren kam der Altertumsforscher Prof. Alfons Aküllner behufs Studien öfter nach Neides. f863 im August. Der jetzige Ministerpräsident Dr. Max Frei¬ herr v. Beck, als ganz junger Herr, mit seinem hoch- und allverehrten Vater Dr. Anton Freiherr v. Beck und dem ebenfalls noch sehr jugend¬ lichen Fräulein Schwester. In herzhafter Naturfreudigkeit begann das schlanke Nkädchen auf der Akarien-Insel einen Rundtanz. In reiferen Jahren trat die Baronesse Emilie auch als Dichterin auf. persönlich übergab ihr in Wien der Verfasser sein Licder-Bändchen „Blaue Nächte", das zu Graz f87f aus der Vereinsdruckerei, Albrechtgasse 5, hervorging. Die ganze Auflage war bald vergriffen und unter dem Titel „Alpenglühen" mit Einschluß der Noten in fO.OOO Exemplaren sind die weiteren Ausgaben in Deutschland erschienen. Noch sei die Bemerkung beigefügt, daß sich in der Begleitung Dr. Anton v. Becks als Reise-Arrangeur der hochsinnige Erbauer der gotischen Aaiser-Denksäule zu Ferlach im Aärntner Rosen- tale, Felix Flori an schütz, mit den: Schreiber dieser Schrift befand. Florianschütz war auswärtiger Repräsentant der Fridauschen Werke und Gutsbesitzer von Wurzenegg im untersteirischen Sanntale, an dessen Eingang auch die v. Bccksche Familie einen Landsitz oberhalb Eilli hat. — In den Jahren f868 und hielt sich der russische Fürst Lon- stantin Nlichaeloviö, später in Genua, da auf. — f87O. Fürst Lothar Nce t te rnich.— f87H. Heinrich L aube, begleitet von seinem Vortragsmeister Alexander Strakosch. Als Erzherzog Ludwig Viktor im Juli f876 zum sommer¬ lichen Sejour in Veldes weilte, wurde ein großartiges Seefest mit abendlicher Beleuchtung der Insel, des Schlosses und sämtlicher Villen, nebst NIonstre-Ball veranstaltet. Ein farbenprächtiges Feuerwerk ver¬ wandelte die Landschaft in ein blendendes Feenreich, während die vielen Gondelfahrer mit paartausend schwimmenden Lichtern die vollklingenden nationalen Gesänge von Waschek und Vilhar anstimmten. — Noch vor der gedachten Zeit hielten Aarl Graf Grün ne, Dberst-Stallmeister, und die Gräfin Ezernin, geb. Grünne, in Veldes sich auf. In jeden: Sommer die vielen Jahre her erfreut mit besonderer Vorliebe der FZNI. Graf Friedrich v. Beck, Ehef des Generalstabes, dir Bewohner und Gäste des Badeortes mit dem stets willkommenen Besuche. Der freundliche Graf wird bei seinem Erscheinen allseits ehrfurchtsvoll begrüßt. S H * Zum Schluffe noch ein Rückblick unter dem Titel: Am Wege einen Theater st off gefunden! Als ich vor Jahren von Radmannsdorf nach Lees-Veldes wanderte, hatte der Postoffizial Ignaz potoonik sich mir angeschloffen. Da erzählte er vom Aufstand der frommen Weiber gegen die Franzosen, welche des Airchenschatzes auf der Manen-Insel sich bemächtigen wollten, und wobei dagegen sein Vater als Maire-Adjunkt in Auritz eine her¬ vorragende Rolle spielte. Der Receveur war mit zehn Mann aus¬ gezogen, um die Schätzung vorzunehmen. Während die Sturmglocken läuteten, rottete sich das Volk zusammen. Aus der Schar der Weiber stürzte die große, starke Badbäuerin hervor, um dem Pferde des Forst¬ meisters Burmester in die Zügel zu fallen, wobei durch die Kraft ihres gewaltigen Armes die Trense brach. Der Maire und der Adjunkt hatten sich aufgerafft, beschwichtigend zu wirken. Als die Nachricht vom Sturz Napoleons bei Leipzig cintraf, fiel die Franzosen-Herrschaft in Trümmer. Dieses wuchtige Thema ward dann zu einen: Theaterstück gestaltet, betitelt „Die Weiber von Veldes", in beiden Landessprachen zu Laibach öfters dargestellt bei stets vollem Hause. Zur neuen Bearbeitung „Brandschatzung" (Gestörte See-Idylle) lieferte Alfred R h o m mit Einflechtung der schönsten heimatlichen Volkslieder die Musik. Beide Druckausgaben sind höchstenorts ausgezeichnet worden.