1335 Amtsblatt Mr Laibacher Zeitung Nr 18?. Samstag dcn l7. August 1872. (290—1) Nt. 4349, Concurs - Ausschreibung ! für ordentliche Hörer an dcr landwirtbschaft«! lichen Section der Hochschule für Vodencul- j tur in V3ien. Von Seite des k. k. Ackerbau-Ministeriums werden drei Studienstipendien von je vierhundert (400) Gulden ö. W. jährlich für ordentliche Hörer an der landwirthschaftlichen Section der Hochschule für Bodencultur in Wien auf die Dauer der Stu-dien an dieser Hochfchule verliehen. Bewerber haben nebst dem Maturitäts Zeugnisse von einem k. k. Obergmunasium oder einer k. k. Oberrealschule, eventuell den sonstigen Verwendungs-Nachweisen auch ein Mittellosigkeits- und Mora» litä'ts-Zeugnisse ihrem Gesuche bcizufchließen, welches an das k.k. Ackerbau Ministerium zu swlisicren und bei demselben bis längstens 1. September l. I. einzubringen ist. Vom k. k. Ackerbau-Ministcrium. "s289—1) Nr. 4349. Clmcurs-AusschmlMlg fiir forstliche Studien slipendie,» Bon Seite des Ackerbau Ministeriums werden drei Studienstipcndien von je vierhundert (400) Gulden jährlich für ordentliche Hörer an der f. k. Forstakademie in Mariabrunn aus die Dauer der Studien an dieser Akademie verliehen. Bewerber um diese Stipendien haben nebst dem Maturitätszeugnisse von einem k. k. Ober-gymnasium oder einer k. k. Oberrealschule, eventuell den sonstigen Verwendungs - Nachweisen auch ein Mittellosigkeits- und Moralitäts-ZcngniS, und falls sie bereits Hörer an der k. k. Forstakademic sind, die an derselben erworbenen Studienzeugnisse ihrem Gesuche beizuschließen, welches an das k. k. Acker-bauministcrium zu stylisieren, und bei der Direction der k. k. Forstakademie bis längstens 1. September l. I. einzubringen ist. Vom k. k. Ackcrbau-Minillerium. Mi^i) Concurs zur Wiederbesetzunss der zu Qberlaibach erle» digten Unterlebrerstelle. Im Markte Oberlaibach ist die Stelle des Unterlehrers in Erledigung gekommen. Die darauf Nejlectierendcn haben ihre Gesuche unter Beilegung der Befähigungszeugnissc und Nachweisung bisher allsällig geleisteter Schuldienste bis Ende des laufenden Monates entweder im Wege der politischen Behörde des Wohnortes oder durch die vorgesetzte Schulbchörde, je nachdem die Bewerber bereits bedienstet sind oder nicht, bei dem gefertigten Bezirksschulrats einzubringen. Laibach, am 8. August 1872. B. k. ßezirksschulratl). Stipendien Ttiftplätzc-Ausschreibung. Infolge der vom h. k. k. Unterrichts - Ministerium laut der Erlässe vom 22. Mai und 25ten Juni l. I., Nr. 5658 und 7099, verfügten Reducierung des Obergymnasiums zu Mcran auf ein Untergymnasium sind sünf Redifssche Stiftplätze am Gymnasium zu Mcran vom Schuljahre 1872/3 an erlediget, daher kommen mit Einrechnung der Von der gefertigten k. k. Bezirkshauptmannschaft bereits unterm 19. Juni l. I., Nr. 5399, ausge-schricbenen vier Redifsschen Stistsplä'tze am Untergymnasium zu Meran vom Schuljahre 1872/3 an im ganzen neun Redifssche Stiftsplätze zu verleihen. ^ Die Stifllinge erhalten während des Schuljahres im hiesigen, dem löblichen Stifte Marienberg gehörigen Convictgcbäude, welches nun den Namen „Viedlffianum" führt, unentgeltliche Wohnung, Verpflegung, Correpetttion und Unterricht in der Musik. Andere Bedürfnisse der Stiftlinge werden aus dem Stistungsfonde nicht destrutcn. Zum Genusse dieser Stiftplätze sind berufen: 1. Die Anverwandten des Stifters, des Herrn Johann Redlff, k. k. HoftriegSrathes in Wien, gebürtig von Burgeis in Wmlfchgau; 2. WciterS die Verwandten des Stlftcrs in Kärn ten und Kram, welche dcn Namen Vtcdiff tragen, und 3. in Ermanglung von Verwandten, Bewerber aus dem Wmtjchgau von Waudcrs bis Meran einschließlich, und aus dem Burggrafenamle. Die Gesuche sind bis 24. August l. I. bei dem Stadtmagistratc in Meran zu überreichen. Dieselben sind zu belegen mit den legalen Beweisen der Verwandtschaft, mit dem Ausweise über den Schulsortgang in den zwei letzten Semestern, mit dem Impfzcugnisse, und rücksichtlich der unter Punkt 3 aufgeführten Bewerber mtt dem gerichtlich bestätigten Zeugnisse der Herkunft aus den angegebenen Landcöthcilen. Mcran, am 4. August 1872. A. k. Dczirkoljauptmannschasl. (300—1) "Nr^ 6626.' Iagd-^iätatwu. Die Jagd der Steuergemcinden: Nußdorf, Ostroznoberdo, Nadanjeselo, Altcndorf, Peteline, Paltje, Rodokendorf, Ht'osana, Suhorje, Vooie, Zagon, Kal, Narem, Altdirnbach wird am 2. September l. I., früh 10 Uhr, Hieramts in Pacht gegeben werden, wozu Jagdlustige eingeladen werden. K. t. Bezi'rlShauptmannschaft Adelsberg, am 10. August 1872. (308—1) Nr. 77«0. Kundmachung. Das Mitnehmen der Hunde in Cafs- und Wirthshäuser, dann Schänlen wird untersagt. Die Uebertretung dieseS Verbotes wird auf Grund des § 7 der lalserl. Verordnung vom 20tcn Apnl 1854, Z. 115, mtt der gesetzlichen OrdnungS-duße sowohl an jenem, der den Hund mitgebracht, als an dem Eigenthümer des Locales, der ihn darm duldet, geahndet. Magistrat Laibach, am 12. August 1872. Der Bür^crinelsttl: V. Deschmann. (292—2) Nr. 5434. Edict. Nei der mit der Allerhöchsten Vntschließunss vom >U. Huni >^5> sanetionirtc» rssnul satlon der Iustizpficge in der k t kroat slnv Vtllltärssrenze kommen mit >. Jänner >^7ll folgende Iusllzstcllcn zur Veseyun,;: K. Bei der (Central Verwaltung des Generalkommando in Astral«. 1. 1 ScctionSrathsstelle VI. Diätcnllasse mit dem Iahrcögchalte von 3000 st. und 300 fl. Quarticrgcld; 2. 1 Secrätersstclle VIII. Diätenllasse mit dem Iahresgchaltc von 1500 st. und 150 st. Quatiergeld; 3.'i Concipistenstclle IX. Diätenklassc mit dem Iahrcögehalte von 1000 st. und 150 fl. Quarticrgcld. «. Bei den (Hericlitohösen «nd Gin zcln (berichten: ») Nichter. 4. 1 Beisitzerstelle V. Diätenklasse bei der k. k. Grenz.Section der Septemviraltasel in Agram ^mit dem Iahresgehalte von 3000 fl., dann Quar« ticrgeld von 300 fl. und Functiunszulage von jährlichen 500 fl. ; 5. 3 Bcisitzerstelle V. Diätenklasse bei der k. k. Grenz^Section der Scptemviraltasel in Agram mit dem Iahresgehalte von 3000 ft. und 300 fl. Quarticrgcld; 6. 1 Beisitzerstelle VI. Diätcntlasje bei der k. k. Grenz-Section der Banaltajel in Agram ,nit dem Iahresgehalte von 2400 ft., dem Quartier-gclde von 250 st. und der Functionszulage von 300 fl.; 7. 6 Beisitzerstellen VII. Diä'tenklasse bei der k. k. Grenz-Section der Banaltafel in Agram mit dem Iahresgehalte von 2400 fi. und 250 ft. Ouartiergeld; 8. 3 Gcrichts-Präsidentenstellen VI. Diäten-klaffe bei den Gerichtshöfen in Gospii, Ogulin und Petrinja mit dem Iahresgehalte von 2400 ft. und 200 ft. Quartiergeld; l). 3 Gerichts Präsidentenstellen VII. Diätcn-klassc bei dcn Geriä'tShösen in Neugradischka, Vin-kovce und Semlin unt dem Iahresgehalte von 2000 st. und 200 ft. Quartiergeld;' 10. 0 Gerichts-Beisttzerstellen VIII. Diätenklasse bei den Gerichtshöfen in Gosvic', Ogulin, Petrinja, Neugradischka, Vinkovce und Semlin mit je einem Iahresgchaite von 1600 fl. und 150 st. Quartiergeld; 11. 24 Gerichts-Bcisitzerstellen VIII. Diätenklasse bei den letztgenannten Gerichtshöfen mit je einem Iahresgchalte von 1400 ft. und 150 st. Quarticrgeld; 12. 28 Bezirksrichtcrstellen IX. Diätenklasse mit dem Iahrcsgehalte von 1200 ft. und 150 ft. Quartiergeld; »,) Slichtrrl'che H»lfS,Beamte. 13. 1 Secretärstelle VIII. Diätenklasse bei der Grcnz-Sectwn der Septemmraltafel nnt dem Iah-reSgehalte von 15^<^ft. und 150 fl. Quartiergeld; 14. 1 Secretärstellc IX. Dlätenllasse bei dcr Grenz Section der Banaltafel mit dem Jahres-gehalte von 1200 st. und 150 fl. Quartiergeld; 15. 5 Secretärstellen IX. Diäteullasse bei den Gerichtshöfen in GoSpii, Qgulin Pclrinja, Vinlovce und Scmlin mit dem Iahresgehalte von 1000 fl. und 100 fl. Quartiergeld; 16. 5 Sccrctärstcllen lX. Dlätenklosse bei den Gerichtshöfen in Gospii, Ogulin, Pctrinja, Neugradlschla und Scmlln mit dein Iahresgehalte von 900 fl. und 100 fl. Quartiergeld; 17. 2 G.richlSadjunctenstellen IX. Diätenklasse bei der Grenze Section der S> iltafel und Banaltafel mit je einem Ial)^_.,..,...ic von i)00 ft. und 150 ft. Quartiergeld; 18. 19 GerichtSadjunctenjtellen IX. Diätenllasse, davon 2 bei dem Gerichtshöfe in Gospii, je eine bei den Gerichtshöfen in Qgulin, Petrinja, Neugradischta, Vinluvce und Semlin und 12 bei den Bezirksgerichten mit je einem Icchresgehalte von 800 fl. und 100 st. QuarUergeld; 19. 35 Gcrichtsadjunctenstellen X. Diätenllasse, davon jc eine bei den Gerichtshöfen in Govpit, Qgulin, Ncugradijchka, Vinlovce unt> Semlin, 2 bei dem Gerichtshöfe in Petting mit je einem IahreSgchalte von 700 ft. und 100 ft. Ouarliergeld und 28 bei dcn Bezirksgerichten und 20. Auscultantcnstellen XI. Dläteullilssc mit jc einem IahrcSadjutum von 400 fl. «») 2tal,lsan»alie: 21. 1 Qberstaatsallwaltsstclle VI. Diäten klaffe bei der Grenz-Scction der Banaltafel »nt dem IahreSgchalte von 2400 ft. und 25»> ft. Ouar-liergcld; 22. 1 Obcrstaatsanwaltsubstltulcn>tMe VUI. Dlälenllasse bei der Grenz^Sectlon der Banal-tafcl mit dem Iahresgehalte von 1500 ft. und 150 st. Quartiergeld; .1336 23. 6 Staatsanwälte VIII. Diätenklasse bei den Gerichtshöfen in Gospii, Ogulin, Petrinja, 3teugradischka, Vinkov« und Semlin mit je einem Iahresgehalte von 1500 st. und 150 ft. Quartiergeld ; 24. 3 StaatsanwaltsubstitutenstellenIX.Diä-tenklasse bei den Gerichtshöfen in Gospii, Petrinja und Semlin mit je einem Iahresgehalte von 1200 ft. und je 100 ft. Quartiergeld. O. Grundbuchsbeamte: 25. 9 Grundbuchsführerstellen X. «Diätenklasse mit je einem Iahresgehalte von 800 ft. und je 100 ft. Quartiergeld; 26. Grundbuchsführerstellen X. Diätenklasse mit je einem Iahresgehalte von 700 ft. und je 100 ft. Quartiergeld; 27. 10 Grundbuchsführerstellen XI. Diätenklasse mit je einem Iahresgehalte von 600 ft. und je 100 st. Quartiergeld. Die Ernennung der Richter ist vorerst durch-gehends' eine provisorische, die Dauer des Provisoriums wird jedoch über das Jahr 1874 nicht ausgedehnt. Die Iustizstellen werden nach ß 5 der kai-serlichen Verordnung über die Durchführung der im Gesetze vom 19. Juni 1871 Allerhöchst sanc-tionirten Justiz-Organisation durch Auditore und Gerichtsbeamte, und zwar vorzugsweise durch solche, welche gegenwärtig in der Militärgrenze angestellt sind oder früher durch längere Zeit dafelbst gedient haben, besetzt. Auditore, welche um eine dieser Stellen sich bewerben, haben zu erklären, daß sie in der kroat.-slav. Militärgrenze Dienste leisten wollen, und insbesondere auszusprechen, welche Stelle und in welchem Orte sie dieselbe zu erhalten wünschen. Die auf diese Weife zur Befetzung nicht gelangenden Dienstesstellcn werden anderen Bewerbern verliehen und zu diefem Zwecke auf Grund des § 13 des kaiserlichen Patentes vom 3. Mai 1853 für die Iustizstellen nüt Ausnahme der 8ud 1. 4. 5. 8. 9. und 21. Genannten der Concurs hiemit ausgeschrieben. Die Erklärungen der Auditore und die Com-petenzgesuche der übrigen Bewerber, welche sich bereits in einer Staatsanstellung befinden, sind im Wege der vorgefetzten Behörde, sonst aber unmittelbar bei dem General-Commando in Agram als Landes-Verwaltungsbehörde für die kroat.-slav. Militärgrenze, und zwar binnen 4 Wochen, von der dritten Einschaltung in das Amtsblatt „Mroäiis novina" an gerechnet, einzubringen. Zur Erlangung der zu besetzenden Iustizstellen wird die Staatsbürgerfchaft der österr.-ungar. Monarchie und die Kenntnis der deutfchen und kroatischen oder aber einer andern flavischen Sprache, so wie die Nachweisung aller sonstigen zum Ein-tritte in den Staatsdienst vorgeschriebenen allgemeinen Bedingnisse erfordet, die definitive Anstellung hängt von der Kenntnis der kroatischen Sprache ab. Die Bewerber um eine Anstellung im Conceptfache haben dic zurückgelegten rechts- und staatswissenschaftlichen Studien an einer Universität oder Rechtsakademie, die Ablegung der Civil- oder Mi-litär-Richteramtsprüfung, so wie ihre bisherige Verwendung nachzuweisen. Bewerber für Gruudbuchsstellen haben sich über die mit gutem Erfolge abgelegte Grundbuchs-prüfung durch glaubwürdige Zeugnisse auszuwcifen. Für den Fall, als unter den Bewerbern die im § 17 bis 19 des kaif. Patentes vom 3ten Mai 1853 vorgedachten Verwandschafts- oder Schwägerfchaftsverhältnisse obwalten würden, oder falls die angesuchte Dienstesstelle einem Vorzugsberechtigten verliehen werden sollte, haben sie die Erklärung beizufügen, welche andere Dienstcsstelle sich anzunehmen bereit wären. Die in diefem Edicte nicht aufgenommenen sonstigen Dienstesplätze sind in dem Amtsblatte „Nkroäuß novin«" ausgeschrieben. Agram, am 25. Juli 1872. Anton Ritter v. Mollinarv, Feldmarschall Lieutenant.