Dem Herrn Herrn Johann Dapt. Kersnik, k k Professor der- Naturlehre und der angewandten Mathematik am Lyzeum zu Laibach, dann wirkichem Mitgliede der Landwirchschaftgesellschafc in Kram. Gewidmet bei seiner Skanrensfeier als ein Denkmabl der Liebe nnd des Dankes, von den Hörern deö zweiten philosophischen Jnhrqanqe^, den ^!4. Juni issii. - ——— - Larbaeh, gedruckt bei Joseph Blarnik. 'T'ol'isk E^^ie sich dem Schiffer blaue Fluchen milder spiegeln Wenn über sie des Friedens sanfte Sterne zieh«, Erglänzet auch ein Tag mit goldnen Morgenflügeln Auf dessen junger Stirn nur Lust und Wonne blühn; Hinab sinkt er zu uns von seinen Blumcnhügeln Mit ihm zugleich im ungetrübten Zugendglühn Der große Morgen Deiner heil'gen Namönsfeier Begrüßt vom Klang der muntern Jugendleier. Erinnerung grünt auf mit seinem Sommertritte An Dich, Du weiser Führer unsrer frohen Schaar, In ew'ger Klarheit glänzt uns Deine Vatergüte, Im Morgenroth erhebt sich Dir des Danks Altar, Geweiht steht er in voller treuer Herzen Mitte Auf ihm bringt sie Dir eine Opfcrflamme dar. Sie sey für Dich das große Zeichen unsrer Triebe Das Sinnbild nie verglüh'nder ew'ger Gegenliebe. Denn eingeführet in der Schöpfung Riesenhallen Hast Du uns ja, zum Meistertempol der Natur, Aus Fclsengrüften ließest Du zu uns erschallen Des WeltgeistS Ruf — wir folgten seiner Spur, Aus »«gekannten Labyrinthen ließest Du uns wallen, Hinauf zum Friedensland — hinauf zur Sternenflur! Um dort zu finden auf den lichten Himmelsbahnen, Was trunken hier nur unsers Erdballs Geister ahnen. Nacht warf um die Natur die dunkle Hülle, Eh' wir zur Schwelle Deines Heiligthums genaht, Ihr Leden schien uns eine weite Grabesstille Durch die der Zeiten wilder Genius trat; Du kamst zu uns — ein Tempel glänzte hoch am Ziele, Bestrahlt rem Abendgeld — hin zeigtest Du den Pfad, Um dort in des ersehnten Heiligthume Räumen Mit uns des Weltalls Riesenbau ruhig durchzuträumen. Dafür grünt Dir kein Lorber, wild errungen Der blutig um des Triumphators Stirn sich flicht, Mit Lehr' und Weisheit hast Du doch die Welt bezwungen, Die dankbar Dir das zarte Reis der Palme brichc, Ein Meisterwerk bescheidner Kunst ist Dir gelungen Du liessest glänzen uns Prometheus Himmelslichr, Den Feuerglanz desselben selbst nullst Du verschönen, Mit tiefer Weisheit und des Rathes sanften Tönen. Drum Dank Dir für das Dämmern neuer Frühlingswelcen In die zu blicken der geweckte Geist begann, Auf Pfaden, die zum Tempel der Natur erhellten Darf unser Geist zu ihren stillen Künsten nahn; Erheben darf er sich hinauf zu ungezählten Gestirnen, schweben zu der lichten Himmelsbahn. Des Rärhsels große Liefe läßt Du ihn ergründen 'Aus ihren Grüften der Natur Geheimnis; finden. Nimm dxnn die vollen Herzen hin, nach alter Weise Tönt mahnend bald von hier zu ziehn der Scheideklang; Dir aber grün' das Leben fort zum holden Preis- Des Ziels, zu dem durch Dornenbahncn deine Liebe rang. Verjüngt blühst Du in Greisentagen noch im Kreise Der frohen Deinen, — begrüßt von treuer Herzen Drang, Vom theuren Haupte werden Leid und Klagen fliehen Die Thaten nur als ew'ge Abendröthen glühen. Und wieder wird in seiner Bahn der Frühling winken^. Erneuet wird in seinem Hauch die Rose blühn, Dem Abendhimmel wird die stille Nacht entsinken Der Morgenstern auf uns die lichten Bahnen ziehn, Am Silbcrquell der Wonne werden wir auch trinken, Der Dank in unfern Herzen wird doch nicht verglühn: Sein Klang wird jugendlich ertönend einst noch hallen Dort in des Feierabends stillen Myrthenthalen.