Nr. 288.__________________Freitag, 17. Dezember 1886. 105. Jahrgang. Mbacher Zeitung. Vr»»«mes»tl»n»prele: Mit Pofivelsenbung: ganzlähiig fi, 15, halbjährig fl. 7,50. Im «omptol,- ^. Dl« ,L«ib»ch«l Zeiwn«" «scheint tiigllch «it »lu«nahm« b« Sonn. und ssez, dle «e»»e»»,« »0ienerfi»aßt «. — Nnf»«nli«t« »«««s« llll«l«c Insllate b<« ,u 4 gellen 2» tr,. »löße« pr ^cilc « 5l,: I'ü, öslcren wieberholungtn pl. Helle z l». G »erben nlcht angenommen und «Nannscrlptc nlcht ,nrü. zu bestimmen, sie dazu, wenn nöthig, zu drängen, ja zu zwingen. Das ist das ganze Geheimnis der räthselhaften Haltung der Pforte. Sie will die bulgarische Krisis aus der Welt schaffen, und glaubt, dies am besten er-reichen zu können, indem sie den Russen hilft, ihren alten Einfluss in Sofia wieder zu erlangen. Dies das Ziel der Bemühungen Gadban Paschas in Sofia, dies der Sinn aller Vemühungen der Pforte zugunsten der Candidatur des Mingreliers. Was von einer Allianz zwischen der Pforte und Russland gesprochen wird und die Details, die über die Grundlagen eines solchen Bündnisses in die Oeffentlichkeit gebracht wei> den, das ist alles eitles Gerede. Von einer Allianz zwischen Russland und der Türkei ist keine Spur vor« Handen. Russland hat nichts geboten und die Türkei hat nichts zu acceptieren gehabt. Man darf sich auch nicht darüber täuschen, dass die gegenwärtige servile und unterwürfige Haltung der Pforte Russland gegenüber jeden Augenblick abgestreift werden kann. Die Pforte stellt sich nur so lange in den Dienst Russlands, als sie hoffen kann. auf diesem Wege die Action Russlands auf der Balkan-Halbinsel hintanzuhalten und zu hindern. Wenn Russland einmal Ernst machen sollte, in Bulgarien militärisch zu intervenieren, wenn es den Versuch unternehmen sollte, seine Streitlräfte zu Wasser oder zu Lande auf die Balkan-Halbinsel zu bringen, dann würde die Haltung der Pforte sich mit einemmale ändern; aus dem ergebenen, willfährigen Helfer würde sofort ein hartnäckiger Gegner und energischer Feind werden. Es ist eine Bundesgenossenschaft auf Zeit, die die Pforte mit Russland eingegangen und die in ihrer Unnatürlichteit und erkünstelten Motiven keinerlei Garantien der Dauer bietet. Handels- und Gewerbelammer für Kram. ii. III. Herr Kammerrath Franz X. Souvan berichtet über das Gesuch der Actiengeftllfchaft Xai-oäna I^karna v I^udhkni um Concession zur Errichtung einer Buchhandlung in Laibach. Da diese Actiengesell-schast nach H 1 ihrer Statuten ohnehin schon das Recht hat, den Buchhandel zu betreiben, da sie schon mehrere Bücher verschiedenen Inhaltes in Verlag nahm und sie in erster Linie den Handel mit slovenischen Büchern bezweckt, was bei den jetzt schon bestehenden Buchhandlungen nicht der Fall ist, so erscheint die Gründung einer Buchhandlung, die es sich zur Aufgabe machen würde, die slovenische Literatur zu fördern, nothwendig. Daher stellt die Section den Antrag: Die qeehrtr Kammer wolle das Gesuch befürworten. — Der Antrag wird angenommen. IV. Herr Kammerrath Michael Palic berichtet über das Gesuch der Gemeinde Landstraß wegen Feststellung von Maximaltarifen für den Kleinverkauf von Rindfleisch per Kilogramm 36 kr. Die Gemeindevertretung begründet ihr Gesuch mit dem Hinweis auf die niedrigen Viehpreise. Die k. k. Bezirkshauptmannschaft Gurkfeld befürwortet das Gesuch; die Section schließt sich dieser Befürwortung an und beantragt: Die ge-ehrte Kammer wolle das Gesuch um Feststellung des Maximaltarifes für den Kleinverkauf von Rindfleisch für den Umfang der Gemeinde Landstraß im Betrage von 36 kr. per Kilogramm befürworten. — Der Antrag wird angenommen. V. Herr Kammerrath Michael Pakic berichtet über das Gesuch der Gemeinde Altenmarlt bei Pöl< land im Bezirke Tschernembl um Verlegung des Vieh« marltes vom 1. Oktober auf den 18. März eines jeden Jahres. In der Begründung d.'s Gesuches führt die Gemeinde aus, dass der Viehmarkt am 1. Oktober gerade in die Zeit der Weinlese fällt, und damals die Bevölkerung durch dringende und unaufschiebbare Arbeit verhindert ist. am Viehmarkte theilzunehmen; am 18tcn März sei jedoch eine rege Betheiligung zu erwarten, da am 19. März eines jeden Jahres in Altenmarkt das Kirchweihfest gefeiert wird und von allen Seiten die Bevölkerung zusammenströmt. Da die k. k. Bezirks« hauptmannschaft Tschernembl das Gesuch unterstützt und die Section vom national-ökonomischen Standpunkte gegen die Verlegung des Viehmarktes kein Hindernis erblickt, so schließt sie sich dieser Befürwortung an und beantragt: Die geehrte Kammer wolle das Gesuch unterstützen. — Der Antrag wird angenommen. VI. Herr Kammerrath Iohan Baumgartner berichtet, dass sich die Gemeindevertretung Groß-dolina an die k. l. Post«- uub Telegraphen-Direction in Trieft mit dem Ersuchen um Errichtung einer Tele-graphenstation zu Iesenitz geweudet und die k. k. Post-und TelegrapheN'Direction dieses Gesuch der Kammer zur Begutachtung übermittelt habe. Die Section hat sich eingehend mit dem Gesuche beschäftigt und gefunden, dass in der Gemeinde 48 Handels- und Gewerbetreibende sich befinden, dass die Gegend viel Landesproducte, als Wein, Holz, Obst u. s. w.. liefert, dass in nächster Nähe von Iesenitz das Warmbad EateH gelegen ist. welches sich von Jahr zu Jahr eines größern Besuches erfreut. Die Errichtung der Telegraphenstation ist nach Ansicht der Section nicht allein im Interesse der Handels- und Gewerbetreibenden, dann der in nächster Nähe befindlichen Fabriken, sondern auch im Interesse des Pfarr» und Gemeindeamtes, der Volksschulleitungen, des Gendarmeriepostens und der Gutsbesitzer gelegen. Aus diesen Gründen empfiehlt die Section nachstehenden Antrag zur Annahme: Die Kammer wolle das Gesuch befürworten. — Der Antrag wird angenommen. Politische Ueberficht. (Ministerpräsident Graf Taaffe an die Landtage.) Der Ministerpräsident Graf Taaffe hat an die Landtage die Aufforderung gerichtet, mög» lichst rasch an die' Beschlußfassung über das Landesbudget zu schreiten. Diese Aufforderung entspricht dem Wunsche, die Landesbudgels noch vor Beginn des Ver« waltungsjahres festgestellt zu sehen, und dürften die meisten Landtage auch ohne specielle Urgenz im In« teresse des geregelten Landeshaushaltes diesem Wunsch entsprochen haben, weil sonst die Ausschreibung der Landesumlagen sich verzögert hätte. Wenn jedoch der diesbezüglichen Aufforderung des Ministerpräsidenten etwa die Tendenz zugeschrieben wird, die Landtags» session abzukürzen, so liegt hiefür gar lein Anhaltspunkt vor. (Kündigung des Zoll- und Handels« dündnisses.) Wie aus Budapest gemeldet wird, hat die ungarische Regierung das österreichisch - un-lMische Zoll- und Handelsbündnis gekündigt. Es ist selbstverständlich und bedarf wohl keiner besonderen Hervorhebung, dass die Kündigung lediglich ein formaler Act ist, der in dem gegenwärtigen Stadium der Ausgleichsverhandlungen seine Motivierung findet. Die ungarische Regierung kündigt das Zoll- und Handelsbündnis, weil in demselben die einjährige Kündigung vorgesehen ist, und weil sie, so lange die auf den Ausgleich bezügliche» Vorlagen ihre parlamentarische Erledigung nicht gefunden haben, des formalen Rechtes der Kündigung nicht verlustig gehen will. Die Conti-nuität der Verhandlungen zwischen den beiderseitigen Regierungen und in den beiderseitigen Parlamenten wird durch die Kündigung in keiner Weise unterbrochen, wie dies bei Berathung des Zoll- und Handels-bündnisses im österreichischen Abgeordnetenhause, wo die bevorstehende Kündigung bereits zweifellos war, erklärt wurde und wie dies auch in der betreffenden Note der ungarischen Regierung ausdrücklich coustatiert wird. (Südslavischer Club.) Die «Südsteirische Post» dementiert die Nachricht von der Absicht der Slovene», aus dem Hohenwart-Club auszutreten. Kein Slovene denke daran, wohl alier habe die Bildung eines südslauischeu Subclubs alle Wahrscheiulichkeit für sich. Die Stärke desselben wird auf zwei Dutzend Stimmen veranschlagt. (Im Reichsgesetzblatt) wird die vonl Rcichsrathe beschlossene Aenderung des H 28 des Viehseuchen-Gesetzes (Verwertung des Fleisches und ber Häute von geschlachteten kranken Rindern) und unter einem eine Reihe von dieser Aenderung entsprechenden neuen Durchführungsbestimmungen publiciert. (Die Zweitheilung Böhmens.) Sämmtliche czechischen Blätter treten geqen den Antrag Ple-ner auf. Derselbe sei, schreiben «Narodni Listy», niederzutreten wie ein Scorpion. «Hlas Naroda» erklärt» dass mit diesem famosen Antrage nach Verdienst werde umgesprungen weiden, allein die bei dieser Gelegenhell gemachte Erfahrung werde ein mächtiqes Memento für die Czechen sein, um ihre Nationalität mit mächtige" Bastionen gegen Gegner solcher Sorte zu schützen« «Wir sind verblüfft., sagt .Hlas Naroda., «über diese Impertinenz, so viele Erfahrungen wir auch mit diese" pseudo-liberalen Despoten schon gemacht haben.» ^ «Politik» bezeichnet es als Beweis der Friedensliebe der Czechen, dass der Antrag nicht u. limins abgewiesen, sondern einer eingehenden sachlichen Prüfung unter" zogen werde, «in welchem Umstände — wie das Blatt sagt — unsere deutschen Mitbürger nicht nur einett Achtungsbeweis für die Opposition, sondern auch e»ne ernste Demonstration für den nationalen Frieden >" Böhmen erblicken können.» (Der neue Candidat für den bulgarischen Fürsten thron) scheint gefunden i" sein, und zwar in der Person des Prinzen Ferdinand von Coburg, dessen Name übrigens schon am Anfang d^r bulgarischen Krise auf der Liste der Candidate" auf- und dann wieder untergetaucht war. Der P^ hat vorgestern dem Grafen Kälnoky seine Aufmalt"^ Viel Witz und Gewandtheit erfordert das Vers-spiel. Es werden etwa so viel oder doppelt so viel Zettel» chen ausgegeben als Personen in der Gesellschaft sind. Jede Person schreibt in zwei sich diagonal gegenüberliegende Ecken zwei Wörter, die sich reimen. Dann werden die Ecken eingebogen, die Zettelchen abgegeben, gemischt und zum zweitenmale vertheilt und nun auch in die anderen zwei Ecken zwei sich reimende Wörter geschrieben, ohne dass jedoch die früher aufgezeichneten angesehen werden dürfen; nun gelangen die Zettel zum dritten« male zu neuer Vertheilung, und es tritt an jeden Spielenden die Aufgabe Hera«, aus seinen vier Reimwörtern einen Vers zu machen, so gut und schlecht es eben gehen will. Zum Schlüsse gelangen die Gedichte zur Verlesung, und zwar von einer Person (der Verfasser braucht sich nicht zu bekennen) und so, dass zuerst die Reimworte und dann das Verschen verlesen wird. Einige Beispiele mögen die bescheidenen Ansprüche, die man zu machen pflegt, illustrieren: 5. ^! ^ Was reim» sich denn auf Marzipan? ^ Der alte Nümer Toriolan. " Doch pas« das wie ein seid'ner Rock ^ Sb, 2" "«em alten giegenbock! ^ ^____________________________________/ ^ Frau Venus' Söhnlein, der arge Schelm ^ Verwundet Herzen in Masse, Er sitzt auf des Kriegers Helm h. Und lauert in jeder Gasse. ^ Mehr dem Witz des Zufalls ist der Erfolg der kommenden Spiele zu überlassen: Die abenteuer. liche Geschichte. Wieder hat sich eine Person ins Nebenzimmer zu begeben, indessen von der übrigen Gesellschaft jedes ein oder zwei Wörter wählt, die der Gesellschaft bekanntgegeben werden. Die Wörter seien z. B.! Studentenstiefel, Blumenstrauß. Laubfrosch, Tintenflasche, Heugabel, Küchenmesser, Torte :c. «. Die Person, welche sich zum Erzählen bereit erklärte, kommt nun und beginnt etwa ein Reise-Abenteuer zu schildern; sobald nun der Erzähler will, zeigt er auf eine Person der Gesellschaft, die sofort das gewählte Wort zu nennen hat, welches der Sprecher mit Geschick in seine Erzählung verflechten muss. Z. B.: Er kommt ins Gasthaus, um zu übernachten, sindet, nachdem er etwas geschlafen, dass in semem Bette nicht alles in Ordnung, steht auf, llm nachzusehen, und findet unter dem Leintuch ... (er zeigt auf einen Mitspielenden, und dieser antwortet: Studentenstiefel) einen Studentenstiefel. Nun ist ihm freilich klar, dass er nicht gut schlafen konnte, er entfernt das Hindernis und ruht sicher bis zum Morgen; da bringt ihm der Kellner den Kaffee, in dem er beim Umrühren einen fremden Gegenstand fühlt, er fischt darnach und zieht ... (der Bezeichnete sagt: Laubfrosch) einen Laubfrosch heraus. Wüthend stürzt er zur Klingel, um den Kellner zur Rechenschaft zu ziehen ... u. s. w. — Sicher gehört hiezu einige Gewandtheit, um sich durch die unerwartetsten Dinge nicht verblüffen zu lassen und sie mit gutem Humor einzuflechten. Wenig bekannt fand ich das Vin-K-vi«-Spiel. Die Gesellschaft besteht, nehmen wir an, aus eilf Personen. Zehn davon sehen sich in zwei Reihen »u fünf einander gegenüber. Die eilfte Person geht in deren Mitte auf und ab und hat die Aufgabe, die übrigen zum Sprechen zu verführen, wo sie es "^ der Spielregel nicht dürfen. Und diese lautet: ^ antworte nie der Gefragte, sondern stets ber ^ Gegenübersitzende.. Mit Gewandtheit und so "'H das Spiel noch neu, ist es leicht, zwei Fließ's/'z einem Streich zu treffen, wie man zu sagen PI U' uud den einen zum Antworten, den anderen ^ Schweigen zu briugen. Am sichersten gelingt durch Verblüffung. Der Spielende wendet sich » Beispiel mit einer raschen Drehung an eine ^ uud sagt verbindlich: «Pardon, gnädige 3^u, « Broche ist offen!» Oder er tritt an einen ahmmgsl Dasitzenden und saat: «Bitte, ich bekomme em Psa"" u. dgl. In beiden Fällen ist es mehr als "ah^An lich, dass der Angesprochene antwortet um) > Gegenüber nicht antwortet, und beide Pfänoer o geben haben; sicher geht eines in die Falle. ^, Was die Pfänder anbelangt, werde ich ""a Schlüsse einige Bemerkungen ' erlauben. I^"^n möchte ich noch. ehe ich zu den eigentlichen ^'^gr-übergehe, die verschiedeneu Gattungen der Ve ^^ spiele. Die Varianten heißen: «Theaterzettel», ^ sachen und Wirlungen», «Wann wäre — p sein» u. s w. . anunen Ein Spiel, das keinen Witz, aber gute "" ^ erfordert, dann aber das Lachen auch "cht "«« l löschen lässt, ist das ist lautet: Keine Zahl. die durch s'cbeu y"° ^,, oder selbst eine Sieben enthält, darf auM^.^ werden, an deren Stelle sagt man «P""S'^ ^, beginnt: zehn, uud so fort vier. fünf. sechs. PumS, ach^ " "'Ums. eilf. zwölf, dreizehn, Pums, fünfzehn, se^Y"-^ ^r-achtzehn .. . u. s. w. Das Spiel muss sehr "'^ h^ wärts gehen. V sinnen ist nicht erlaubt, sondern z Mliacher Zeitung 3tr. ii88_____________________ 2385 ^^_______________ l7. Dezember 188«. gemacht und seinerseits die bulgarische Deputation em« pfangen. Der letzteren, welcher er einen sehr liebenswürdigen Empfang bereitete, erklärte er auf deren Frage seine Bereitwilligkeit, die bulgarische Fürstenwürde anzunehmen, falls das Sobranje ihn wähle. (Nussland.) Der russische «Rrgierungsbote». das amtliche Blatt, veröffentlicht eii« Communiques in welchen das Bedauern über jene Zeitungs.Artikel aus« gesprochen wird, die Deutschland als'russenfeindlich hingestellt haben und den Blättern größere Kaltblütigkeit bei Beurtheilung der politischen Lage anempfohlen Wird. Auch Pessimisten werden diese auffällige Kund-gebung als ein nicht zu unterschätzendes Friebenssymptom ansehen müssen. (Türkische Rüstungen.) Der «Pol. Con-.» wird aus Const«ntinopel geschrieben, dass die Türkei ihre Rüstungen zn Wasser und zu Lande eifrig fortsehe. Bedeutende Truppenmassen wurden längs der ost« rumelischen Grenze aufgestellt. In neuerer Zeit wird den Befestigungen an den Dardanellen die meiste Aufmerksamkeit geschenkt. Nach einer durch höhere Officiere vorgenommenen Inspicierung der dortigen Werke ist man zur unverzüglichen Beseitigung der dabei wahrgenommenen Uebelstände geschritten, und nunmehr ist wan damit beschäftigt, die Armierung der wieder hergestellten Werke zu completieren. (Aus Afrita.) Die «Society dell' Esplorazione b'Africa» in Mailand erhielt soeben die Nachricht aus Zanzibar, dass Muango, König des Ugandareiches, mit einer großen Armee in das Reich Unwro eingefallen !ei und defsen Herrscher Kabreya gefangengenommen habe. In der Entscheidungsschlacht sollen von der letzteren Armee 10000 Manu gefallen sein. Kabrcya wurde dann auf Befehl des Siegers abgeschlachtet. Da "un Muango das Reich Unioro sogleich mit seinen Staaten vereinigt hat, so lst dessen Gewalt noch mehr gewachsen, und dürften daher für die christlichen Gemeinden an den großen Seen Inner-Afrikas schlimme Tage hereinbrechen. Tagesueuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben der Gemeinde Gerersdorf im politischen Bezirke St. Polten in Niederösterreich für die durch Feuer verunglückten Einwohner der Katastralgemeinde Prinzersdorf eine Unterstützung von 400 fl. aus der Allerhöchsten Privatcasse aller« gnädigst zu bewilligen geruht. — (Unfall der Erzherzogin Elisabeth.) In Wien war vorgestern gegen Mittag das beunruhigende Gerücht verbreitet, dass der kleinen Erzherzogin Elisabeth, der Tochter des Kronprinzcnpaares, auf ihrer Epazierfahrt in den Prater ein Unfall begegnet sei. Auf j Grund eingezogener Erkundigungen ist die «Presse» in der Lage, mitzutheilen, dass die Erzherzogin in der Haupt-llllee ftch gegen die Wagenthür gelehnt, dass dieselbe sich Ueöffnet hat und dass die Prinzessin hinausfiel, ohne glücklicherweise Schaden zu nehmen. Die Erzherzogin und ihre Begleitung kehrten unverzüglich in die Hofburg zurück. — (Burgruine Cilli.) Um diese arg vernachlässigten Reste einer geschichtlich hochinteressanten Burg hat sich vor Jahren der steiermärlische Landesausschuss insoweit angenommen, dass wenigstens der gegen die Stadt sehende Theil der Ruine einigermaßen vor dem weiteren Verfalle geschützt wurde. In neuerer Zeit hat sich mit anerkennenswertem Eifer der Eillier Musealverein um die ehrwürdigen Trümmer des Sitzes eines großen Dynastengeschlechtes angenommen, und will auch, wie wir dem zweiten Thätigkeitsbcrichte des Vereines entnehmen, für die Erhaltung des Friedrichsthurmes 400 bis 500 fl. aufwenden; einstweilen ließ er sämmtliche wichtigere Punkte der Hauptgebäude, welche dringend Ausbesserung erheischten, in solider Cementmauerung so erneuern, dass die nächsten Generationen der Sorge um ihre Erhaltung überhoben sind; vornehmlich wurden jene Mauerwerke, die von der Stadt aus am meisten ins Auge fallen, gefestigt, um den bisherigen Anblick der Ruine thunlichst gleich zu erhalten. Die Südbahn spendet? unentgeltlich die Bahuschienen, welche heute solide Barrieren an den wiederhergestellten Krönungen der Schanzmauern bilden. In den Hofräumen der Nurg wurden Gruppen von Nadelholzbäumen gepflanzt. Die Absicht, den alten, mindestens 120 m tiefen Schlofsbruunen herzustellen, konnte wegen Unzulänglichkeit der Mittel nicht ausgeführt werden. Der Bericht beklagt den Umstand, dass Uebermuth, Understand und Zerstörungssucht die Erhaltung der Ruine erschweren, dass Landleute Lücken in die Umfassungsmauer brechen und manchen Vandalismus verüben. Der Haupteingang ist versperrbar, da Dr, Olantschnigg unentgeltlich ein Eisengitter zu diesem Zwecke widmete. Gleichzeitig erfahren wir, dass mit angeblichen Münzenfunden die Fremden häufig durch fahrende italienifche Münzenhändler in unverschämtester Weise geprellt werden. In noch höherem Maße wird dieser Schwindel mit angeblich in der Ruine gemachten Funden, als von den Cillier Grafen stammend, betrieben. — (Billard-Match.) Der zweite Abend endete Mit der vollständigen Niederlage des Franzosen, der gegen Kaufmanns 1000 Points die verschwindende Anzahl von 325 aufzuwetsen hatte. Per Sieger brachte es in der zweiten Partie auf eine Serie von 167 Points, während sein Partner, der noch unglücklicher spielte als am ersten Abend, im ganzen nur 163 Points machte. ^ (Fünfzig Tage gefastet.) Wie aus Paris telegraphiert wird, beendigte vorgestern Merlatti in be-stiedigender Weise den sündigsten Fasttag. Her Magen ertnlg den eigens zubereiteten Wein, welcher die Auf» nähme anderer Nahrungsmittel vorbereiten soll. -^ (Eine reiche Heirat.) Die sechzigjährige Witwe Cäcilia Palmer in London verliebte fich im letzten Sommer in den 22jährigen Studenten der Medicin Horace Seymur. Der junge Mann empfieng die Huldi-gungen der Dame mit größtem Spott, bis endlich die Witwe chm einen directen Heiratsantrag stellte. Der lungc Mann, dem das Studieren fehr lästig war, forderte Mrs. Palmer auf, ihre Bedingungen zu stellen, und nachdem stch die Witwe bereit erklärte, ihm zwölftausenb Pfund Sterling zu verschreiben, ließ er sich mit ihr trauen. Das neu vermählte Paar mietete ein im Garten stehendes Häuschen in Putney, allein seit dem 12. September, an welchem Tage die Trauung stattgefunden, bekam niemand den neuen Ehemann zu sehen. Seymur hatte seinem Vater, der in die Heirat nicht willigen wollte, versprochen, für seine unvermählte Schwester Peggie ein Heiratsgut von tausend Pfund Sterling herzugeben ; und als fast drei Monate vergiengen, ohne dafs eine Nachricht von Horace eintraf, fuhr der alte Herr selbst nach London. Noch am Tage seiner Ankunft begab er sich nach Putney; die Schwiegertochter, die ihm das Thor öffnete, sagte, ihr Mann sei nicht daheim und wolle überhaupt nicht mit seiner Familie verkehren. Der alte Herr, dem die Geschichte unheimlich wurde, machte die gerichtliche Anzeige von dem Verschwinden seines Sohnes; eine Commission drang in das Haus und fand den Studenten im Schlafzimmer mit Stricken, die ihm tiefe Wunden verursachten, an das Nett gebunden. Seymur weinte wie ein Kind und erzählte, seine Gattin habe ihn am Morgen nach der Hochzeit, während er infolge des genossenen Champagners fest schlief, hier gefesselt; sie habe ihm wiederholt geschworen, dass sie ihn aus Eifersucht niemals freigeben werde. Seymur wurde in eine Heilanstalt gebracht, seine Gattin erhielt wegen ihrer Gewalt-that achtzehn Monate schweren Kerkers zugesprochen. Zu gleicher Zeit sprach der Richter die Trennung der Ehe aus. — (Preisscherzfrage.) Im Berliner «Echo» finden wir folgende Preisfcherzfrage: «Ein stark verschuldeter junger Mann genießt bei seinen Gläubigern nur deshalb noch weiteren Credit, weil seine Vraut nach der Hochzeit die Schulden aus ihrer Mitgift bezahlen will. Das Paar fällt kurz vor der Hochzeit ins Wasser. Ein geiziger Hauptgläubiger kommt gerade vorüber, springt hinein und rettet: wen zuerst und warum?» — Wer bis zum 20. Jänner 1867 die kilrzeste und witzigste Antwort auf vorstehende Scherzfrage gibt, erhält ein Preishonorar von 20 Mark. Die prämiierte Antwort wirb veröffentlicht. — (Eine Kuh mit künstlichem Bein.) Bisher hat man die wertvollsten Zuchtthiere bei dem Un-glücksfall eines complicierten Knochenbruches stets getödtet, weil man denselben nicht für heilbar hielt. Vor 18 Monaten hat nun ein englischer Thierarzt, John Snarry zu Borton bei Malton, einer sehr edel gezogenen Shorthorn-Kuh ein Hinterbein amputiert und dasselbe durch ein hölzernes Bein ersetzt, um das Thier für die Zucht zu erhalten. Es wird für Landwirte und Züchter von Interesse sein, dass der Versuch vollkommen geglückt ist, denn die Kuh mit künstlichem Vein brachte jetzt ein kräftiges Stierlalb und kann mit demselben täglich aus der Weide in bestem Befinden bei Mr. Snarry gefehen werden. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Krainischer Landtag.) Heute findet die dritte Sitzung des krainischen Landtages mit nachstehender Tagesordnung statt: 1.) Lesung des Protokolles der zwei« ten Landtagssi hung vom 13. Dezember 1886; 2.) Mittheilungen des Landtagspräsidiums; 3.) Regierungsvorlage eines Gesehentwurfes, betreffend die äußere Kennzeichnung der zum Schuhe der Landescultur bestellten und beeideten Wachorgane; 4.) Landesfonds»Voranschlag pro 1867; 5.) Bericht des LandeSausschusses, betreffend den erfolgten Anlauf dcS Gutes Stauden für die Wein- und Obstbauschule in Unterkrain; 6.) Bericht des Landesaus-schusses, betreffend die Adaptierungen an den Gebäuden gleich einem Fehler. Es wird so lange fortgezählt, bis "Ue Person fehlt, d. h. eine Sieben ausspricht; dann ^lro sofort wieder mit Eins begonnen. Ich muss ge-Men, dass ich, so oft und in fo großer Gefellschaft "U das «Pumsen» spielten, es nie erlebte, dass es , " sechzig kam. Wer fehlte, gibt ein Pfand oder «M eine Geldstrafe, was natürlich früher festgestellt > Ein hier wohl bekanntes Kinderspiel haben wir ^n England zurückbekommen mit dem Namen: «.lack's ^lvh,. Eine Gesellschaft seht sich im Zimmer im ^eise, so dass die einzelnen Theilnehmcr sich genü-^nd nahe sind. Ein Holzspan wird dann an einem Me angezündet, und wenn er so brennt, dass er 'Hon etwas glühende Kohle zeigt, wird die Flamme ^gelöscht, und der glimmende Holzspan wandert im .^'se von Hand zu Hand, wobei jeder, der ihn weiter« M ausruft: «^nok'« alive!» (Jack ist am Leben!) ""lenige, bei dem der Span erlöscht, hat ein Pfand ^ geben. Dies Spiel mag manchem lindisch erscheinen, x " ber Eifer, mit dem jeder den Span los zu wer-st?'"cht. sobald er am Verlöschen ist. erweckt oft ^/"lsches Lachen; anfangs, so lange die Kohle noch ZA' lässt jedes mit dem Weitergeben sich gemächlich hiilll^ ^" angeführten Spielen habe ich kaum die iibe^ " ""l bekannten aufgezählt; die Zahl der hier c?"^ bekannten und beliebten zu erschöpfen, wäre Nüat / Unmöglichkeit. Erfahrungsgemäß jedoch ge-schlaa/ " ""er Gesellschaft, einige Spiele vorzu-3)tits?s """ 5°fort tauchen in der Erinnerung der losen 11 e" "eue «"f. und die Quelle dieser Harm-Epiele,, "Faltung versiegt nicht mehr. Bei jenen "nia? s,'',«.. Pfänder erfordern, wird es gut sein, ber Nur. '^ Strafen in Vorrath zu haben. Sei es ""rag eines Gedichtes, eines Klavierstückes, sei es, etwas aus «der Musik zu errathen» oder dergleichen. Die letzte Aufgabe ist folgende: Der Eigenthümer des Pfandes geht in ein Nebenzimmer, während die Gesellschaft sich einigt, was er zu thun habe; nehmen wir an, er muss aus einem eben dastehenden Blumenstrauß eine Blume nehmen und sich ins Knopfloch, ins Haar stecken. Sobald er herauskommt beginnt leises Clavier-spiel, das lauter wird. sobald er sich dem Bouquet nähert, und stiller, sobald er sich wieder entfernt; diese Zeichen sagen ihm. dass er damit etwas zu thun habe; er wird nun verschiedene Versuche anstellen, von denen ihm verklingendes Spiel sagen wird, sie seien unrichtig. Hat er endlich eine Blume berührt, heraus« l,enonlmm, so wird ihm lautes Spiel beweisen, dass er das Richtige getroffen. Gutes Spiel und richtiges Verständnis machen diese Auflösung zn einer recht inter-essanten. Was die Strafgelder anbelangt, so pflegen Gesellschaften, die im Laufe einer Saison öfter zusammenkommen, dieselben in einer Casse zu bewahren und dann zu einem gemeinschaftlichen Vergnügen zu verwenden. Möge diese kleine Anregung genügen, um manche Familie an die vergessenen Gesellschaftsspiele zu erinnern; sie sind. wie jüngst ein gelehrter Mann bemerkte, ein wahrer Schatz für ein harmloses, geselliges Leben, sie lehren uns. Erholung und Fröhlichkeit im Familienkreise finden, wo sie reiner und edler sind, als im öffentlichen Leben. I. R. Wache. Aus dem Slovenischen des I. Kai. (Schluss.) Anna zählte acht Jahre, als der alte Graf, mein Gemahl, starb. Sie erbte nach ihm den ganzen Besitz unter der Bedingung, dass sie auf dem der Familie Iarn gehörigen Schlosse erzogen werde. Gin treuer und gutherziger Mann übernahm ihre Erziehung, und ich war — frei. Es vergiengen einige Jahre, da wollte es denn das Glück, dass ich vor zwei Monaten den Verehrer meiner Jugend sah und ihn auf dem Schlosse empfieng. . . Anna entwickelte sich herrlich. Sie blieb zwar zart aber ich sah, dass sie schön war wie die Morgensonne, und ihre Schönheit und Anmuth begann mich zu fefseln, mich zu beglücken. Den Pfad der Rache fand ich und mit leidenschaftlichem Gefühle erwartete ich den Tag derselben. . . Er brach an, ftrah« lender, als ich ihn mir je gedacht. Die Gräfin stand auf, ihr bleiches Antlitz erglühte, die geöffneten Augen sprühten dämonisches Feuer, stürmisch hob sich der Busen: «Der Augenblick ist gekommen. Alexej Orsinski, der schrecklichste meines Lebens, aber ein Augenblick, nach dem ich mich leiden-schaftlich gefehnt! Jetzt, da ich dies spreche, lebe ich für die Menschheit und die Welt nicht mehr — die Rache gewährt mir das süßeste Gift, nach ihm verlange ich. durch dasselbe fühle ich mich dem Leben wiedergegeben! Wohlan. Alexej Orsinsti — rief sie mit wildheisrer Stimme — gehe hin, jenes Wesen, das du so herzinnig liebst, sei deine Gattin, schließe sie in deine Arme, gib ihr einen Kuss — Bräutiaam und — Vater!. " Eine Stim.ne. wie die eines verwundeten Löwen, entfuhr seiner Brust — er wankte einige Schritte v/'r. wärts — doch da erglänzte, wie wenn die freundliche Morgensonne aufgeht, an seiner Seile ein zauberhaftes, blasses Antlitz, und zwei funkelnde, blasse Augen, zu Tode betrübt, sind auf die Gräfin gerichtet: «O Mutter», seufzte sie aus der Tiefe ihres gequälten Herzens, «was hast du gethan?» Die Kräfte verließen sie, die Knie wankten -- sie fiel, aber seine starken Arme fiengen ^iwcher Zeitung 3tr. !i88 2386 17. Dezember IM. dann die Anschaffung landwirtschaftlicher Geräthe und den Ankauf von Vieh für die Wein- und Obstbauschule in Stauden; 7,) Bericht des Landesausschusses über die Wahl eines Landtagsabgeordneten für den Landgemeinde-Wahlbezirk: Adelsberg, Loitsch, Senosetsch - Laas - Feistrih; 8.) mündlicher Bericht des Finanzausschusses über den Voranschlag der Stiftungsfonde pro 1887 ; 9.) mündlicher Bericht des Finanzausschusses über den Voranschlag des Landesculturfondes pro 1887; 10.) mündlicher Bericht des Finanzausschusses über den Rechnungsabschluss des Landesculturfondes pro 1885; 11.) mündlicher Bericht des Finanzausschusses über den Theaterfonds-Voranschlag pro 1887; 12.) mündlicher Bericht des Finanzausschusses über den Theaterfonds-Rechnungsabschluss pro 1885; 13.) mündlicher Bericht des Finanzausschusses, betreffend die Regie- und Speisenvergütung im Krankenhause zu Laibach; 14.) mündliche Berichte des Finanzausschusses über Petitionen: ») des Bildhauers Alois Progar in Silberegg in Kärnten um einen Stiftplatz an der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien, d) des Anton Azbe, Zögling an der k. Akademie der bildenden Künste in München, um Subention, c) des Ferdinand Vesel, Zögling an der k. Akademie der bildenden Künste in München, um Subvention, ü) des Jakob Kralj, Zögling an der l. k. Staatsgewerbeschule in Wien, um Subvention, e) des Alois Gangl, Zögling an der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien, um Subvention, k) der Ursula Za» noskar, landschaftlichen Officials-Witwe, um Fortbezug, respective Erhöhung der Gnadengabe, x) des Rudolf Endlicher um Bewilligung von Gnadengaben für die Lusin'schen Waisenkinder, b) der Fachschule für Holzindustrie in Gottschee um Subvention, i) der Gemeinde Ratschach um Subvention für den Save-Treppelweg; k) des Ortsschulrathes in Unterloitsch um Subvention für den Schulgarten, 1) der Schulleitung in Zirkniz um Subvention für den Schulgarten, m) der «Glasbena Matica» um Subvention, u) des Asylvereins an der Wiener Universität um Subvention, o) des Franz > Feldwebel; Fuchs, Hausierer, und Nahet Adele, Kellnerin, Graz. — Drostc und Stampf, Kaufleute. Prag, — Lowina/l, Kaufmann, Kanischa. — Moline Charles und Moline E-W-, Privatiers. Ncumarltl. Hotel Allierischcr Hof. Schweitzer und Focher. Weinbauer» Hilas. Ollsthof <2li«l,llhllhof. Fischer, Panoramabesitzcr, sammt Fannne, Vaiern. — Riß. Privatier, Wien. — Watzel, Kellnerin, G"z> — Vecilc, Holzhändler, Trieft. — Zajc. l. t. Forstbcamtel, Loitsch. Meteorolossijche Bcodlichtnnsseu in ^uibach^__ 7Ü.Mg. 731.95 s 9.6 N Mach"" bewüilt 210 16, 2 » N. 730.16 12,4 SW. mäßig theilw. heiler yz^ett 9 » Ab. 727.68 11,0 SW. mäßig bewölkt ' Tagsüber meist bewölkt, windig; abends stürmischer S^ welcher die ganze Nacht anhält; nachts Regen. Das Tagcsni'tt" der^ärme 11,0«, um 12,4« über dem Normale._______^^ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglii. ^. Farbige seidene faills k>any3l80, Surah, > 3atin merveilleux, Atlasse, Damaste, Nipsc « und Tassete st. 1-:;5 per Meter r.üz^mÄ > und Stücken zoNsrei ins Ha»« das Seidenfablil-Depot (l, l, Hoflieferant), Zürich. Muster mnnchcxd, «riefe losten ,0 lr, P"'"' » (!5>4) >4 »4 Große WeilMchts-AuöstcllM Nathhautzplatz Nr. » (neben Herrn Karingers ^alant"^ Handlung) — zu deren zahlreichem Besuche höflichst l"°.,^ Firma l"^ ^ ____________I. Oiontini. Laiwch^ Von tiefem Schmerze bewegt, geben die ^". > tigtcn hiemit Nachricht von den. Hinscheiden 'yrco > innigstgeliebten Gatten, beziehungsweise Vaters, ocs , Herrn > Pongrah Eichyälter Netriebs-Director der Gewerkschaft Uitta, ! welcher gestern den 16. Dezember um halb 5 Uhr l nachmittags nach kurzem, sehr schwerem Leiden, uei' , scheu mit den Tröstungen der heiligen Religion, "" , Alter von 45 Jahren von dieser Erde abberufen ""^Die entseelte Hülle des theuern Verblichcuen wirb Samstag dcn 18. Dezember um 11 ^ vor > mittags im Sterbehause seierlichst eingesegnet dann mittelst Bahn nach Trifa.l überführt uud m„ 5 Uhr nachmittags auf dem Ortsfriedhofc daselbst m der Familiengruft zur letzten Ruhe bclgcM. . . « Die heil. Seelenmessen werden m der Pfarrkirche zu Trifail gclefcn werden. l Littai, 17. Dezember 1886. Anna Eichhiilter l Gattin. l Pongratz, Ennclhilde, Robert, Rudolf, Franz, Josef und Vruno, Kinder. ^ 2387 Eourse an der Wiener Börse vom 16. Dezember 1886. «a« dem M^llm >btr,e»le....... ^8 5« 8« ?l> s'^" 4„/ Staal«losc 250 sl. '«I'll» '»2'- «"->.'>"/ »ane 500« lA8-i»»'5<. ^>r ü.«/, yilnstel in« „ '»» - »9 ' !««4ll „ . 50 „ I«U00IN?^<. bomo.Nem.'nschrine . . per St. <>?-— 53 - <°/, Oest. Ooldiente. steunl«« . ,'l, I5l,2 35 destllr. «otenrente, fteuersrei . 100 10100 l5 "ng, O°,dre,itt 4°/„ . . . .103 85,04-« Papiervente 5°/<> .... W «0 U4-« Lie»ib..Nnl,1l0sl.°.W.S. lb» - I5X-50 « OslvlihN'Priolitätcn . . ü9 50100 — « St«at«-Obl.(Ung. Ostbahn)------------^ . _ vom I, 187« . 119 25118 75 ^. PrämicN'NnI. i^IUo fl.ö.w. 120 7b 121-25 thnß.Ncg.^'ose 4«/„ 10«, 10b 50 °"/° nicbcröfterreichische . . . 109— 110 — °°/° obnöslcrreichische .... ,05-30106 — ?°/° ft«ir>!chc....... 105 bv —— 3/° t<°al,schc und slavonische . I05b010ßbll ' '° slebenburgische..... 104 ?o!i«b-30 Velb Ware b°/» Temlser Nanat . . . . 104 50 ivö »b 5°/« ungarische......iO4'8o iO5'5c Nndere üffentl. Anlehen. Donau-Reglose 5«/« 100 sl. . Ii«50ii?-b0 blc. Anleihe ,878, fieuersici . 106L5 10« 7b Anleben d. Etablgemcinde Wien ivb — ink 5( Nnlchcn d, Etabtgcmeinde Wien (Silber und Gold) .... 121'- — — Plämies,«Änl,d,Et>idtgem.Wien i»i«I>1L4 75 Pfandbriefe (slil 100 fi.) Bodenci. allg.österr.<'/»°/»GoId. 124— >L4 5« d!o. in 50 „ „ 4'/, °/n 100 00 100'U« dtü. in 5(! „ , 4°/n . »L 2b 9L-7l> dto. Prämicn-Cchuldverschr,»°/, — — —'— ^cst.Hypothclenbanl I»j. b>/,°/° 101^50 101 — lD>s!.°u,ig. Va»l v«l. b°/n . . 101»5I02--blo. „ 4>/,°/<> . 10180 102 20 dlo. „ 4°/„ . . 9850 W9« U!,ss, alli>, Vobe»crcdit»«!ct!ena.ts. >» Pcs, in I. I8^!Ä vcil, 5>/,°/<> —'--------— PrioritiitS'Oliligaiioueu (fül N.0 s.,) «tlisabelh - Wefibahn I. «mission —>--------— Ferb>ua!ibsl!N ..... —-— —.— Oaüzijac öl.nl» Ludwig» Nahn «tu>, i«kl «uo sl, E. <^,"/V . i(,o-»o ioi »0 Qesien, Äloilk l-stl'a^n . . . io»zo ios so ^>el>,i,du>ß<,-r...... ——. —-— Staatsbahn 1. «mission . . l»7bl»l99 — Sllbbahn 5 »°/,.....,58-!.'»!» — „ » 5°/,.....l« 7! 12».^ Ung.'gaNz. Nahn.....ly« «0 loi »u Diverse Lose (pei Vtlick). Liebillost 100 N..... ,77'50 178 50 Ülaiy-Los« <0 fl...... 43 «ü i<- 4»/, Donau.Dampfsch. ,00 fi, . N7 - >1«^ Laidachei Prämien»Nnleh, 20 sl. »0-60 21 — lülencr ^ose 4« fl. . . 4« — " ^ Palfsy°Losc 40 fi..... 4, 5'» 42 75 Mothen Kreuz, sfi.Ges. v. lO fl. 14 70 1?> - Nubols«i!°se IN ft..... ,9 25 1» ?l> kaln»i!ose 4u sl..... zg 7b I>!'^b kl.'Genois'Vose 40 fl. . . . 58 - 59 5l» Wllldstcin«Lose 20 fl. . »8 - "«5U Wmdischgräh.i!ose ,0 sl. , . 45 — « -^ Vanl.Actien (P« Etüll). Nnglo'Oeftlrr. Vant «00 fl. . ,11 b» 112— Nanlvercin, Wien«, 10« fl. . io5 8^10«-w Bdncr.'A!isl.,O«ft.^oosl.S.4(»°/, «44»— »46 — dan! 2m» >l.....^19-—ziL-50 !t»cllcylel'll»l, !/lU!;, I4u >i, , iK5—150"^ Netten von Transport« Unternehlunngen. (per Stüs). «lb«cht»»abn »00 sl. Silber . « — »5 — «lsöld.Nium..Vahn «oc» fl. Silb. 188 ,'< i»»?5 «lusfig-Iepl. «ilenb. »)0 fl. «Vt.---------------- Nöhm. Norbbahn ,5o fl. . .---------------- , wcftbahn »00 fl. . , . »s» ^ «7» ^ »uschtiehraber «isb. 500 fl. TVl.---------------- (Ut. Il) ,00 st. .------------— Donau « Dampfschiffahrt« < Ves. OeNerr, 500 ft, 2M. . . . «»1—383 — Drau...Z.M0fl.S.------------'-^ Dur-Vodenbacher ahn «>0 fl. Silb« «2,—^>i»ü ssünfkirchen.Barc er«ifb.»0ufl.S. 135 — 19b «5 Valiz.K»rl-Ludwlg'«.»ousl.2M. —'--------— Ola»»«ösiache,-nsl.».W.------------'- «al!lcnders»Ll!cn0ahn i»o fl. .------------— «ascbau.Oberb.ltiscnb.^oa sl. S, —'------------ t!embelg'L»ein°wih»Ia!jy «istn» bahn.Oesellsch^jl !i„0 sl. ö. >w. »40b!>»41 — Ll°vb,öft.-ung., Trieft500fl.C^l. 5,5—5«,?--Oefttrr.»lorbwestb. ^uu sl, Silb, 1H9—I ,»0 Gtld W»r« Vtlbbahl, «0 sl. Silbe, . . . «»5 ?b 10» — Vub-Nordb.Verb.,62«,fl.«Vl. „, ^b 1», b» lh«iß,V«hn «ns ; ,15-75 , Wi., neu 100 fl. 105 — ,05 «> Ir«n«p«rtz, «lisenb. luo sl. Silber i?z — if« — Ung. Horooftbahn 2«0 fl. Silber i?i 50 ,7> 50 N»8.WeNb.(«a°b.Gr»z)«0<>sl.S. ,7, zb,7I 75 InduftrieActien spcr Stück), «gbbi und Kindberg, Hisen» und Slahl«Inb. m lsiln 100 sl. . —-— — —. H,— ««lbemilhl", Papiers, u. V.>«. «8 — S« 25 i)lonlan'O<,sell!ch., öfterr.»»lpine z» — l« l« Prager Eiseu.Ind^Hes. <0U sl. . ,75 50 17«-5« »alg0>Tllij. Hijenluff. 100 sl. . 145 — 150-— Trisaller Kohlen» «Ocs. 70 fl. . — — — — wafflns.'V., Oeft. in w. 100 fl.»,» — »11 — Devise» Deutsche Pl«he......«172,618»» Lonboll.........,zz75i2«l»6 Pari«.........4« zy 4» e»b Ptterlburg .......-.— .— — Vslnte». Ducaten........5»« 5« »o»Fi»nc«>Vtllcke.....9 84 994. Silber.........—- - — Deutsche Neichebanlnoten . sl?z, «,-»<»