OMcherOMum. Nr. 17. ArHüilmelationsplei»! Im Vrmploir ganzj. si. i l, !>a1bj. fi. 5>'5>0. ssiir dic Zustellung in« Hau« halbj. 5.0 li. Vilt der Post «anzj.fi. >s», halbj. fi. ? 5«. Freitag, 22. Jänner. Il>stltion»gebithl: yül Neint Inftrale bi» z» 1 ^) ^ !3 < Zcilcn 35, lr , ssrrsifre pr. Znle « lr.; del lsl«cn « ^ > »W. Wicdrrholuügcn Pr. ^eile .'. fl ^'^ «^ Amtlicher Theil. m, ^' "'^ ^ Apostolische Majestät haben n,it . ""höchst unterzeichnetem Diplome dein l. t. Major lm 5^btn erledigte Finanzconcipistcnstelle dem Eonccptsprakti' "un ^ndwig Hnrevar provisorisch verliehen. llu,!h«,isch», ^75 l> ^'ll'lsche und «maxilche Nuegabe dl5 am 2. Iälinrr dcs <> /^'^9 blo« in der dnllschsii Ausgabr lt schien mm >. ««NcltS s^^^Mngcs l«?5 dc«> Rtich^gesehblaltl« ausgegeben ,md ver. ^"'.'be ^,^,^ ^^^^ t>>r Verordnung de« Justizministeriums vom 24. December ^" l. wodurch die (Errichtung cines (^lwcrbsgerichles in ?ii ..^lll'lll siir dir Mclalliüdusirir verfügt wild; ' " du? Ossfh y^ 2".. 2)^f„,h„ 1«7<,^ delrefsrnl, die Zuer-k»Nlinss der qess^lichs» Quuiqueunalzilla^en an die oroe»!-»chni ^rossssoltl! der Uüil'frsüijten, der silbständigrn theo» i>il >4 .U'^"l ssüllillUten ui,^ dsi bildsndru KUnfte i« Wien; ' ^ o°« Grsch vom 25,. Ds,rml,fr 1tt74, betreffend dic Zurr-^>»>ng vo» Quinqilennlll^lliaqm an die NmllNlltnsfi! der U"!0ftsi!ät«!,!l„t0!hsie,l. ,^ lWr. Z!g. sir, 15, vom 20. Iäninr. Nichtamtlicher Theil. Iournalstimmen uom Tage. l>t!'v> 3" ^"'^ ^r ..N cuuc d c deur Mondes" in" ?! ^ Finuuzverhüllnisse Oesterreich«, ^t ss ^. '"^ großer Anerkennung auf die durch die Nnam^'"ur vorübergehend gestörte Entwicklung der Erfasser "^>t Oesterreichs hingewiesen wird. Der einen ^. Herr Baileux de Marigny, wirst Perioden k ""^ die dem Jahre I8«i7 vorangegangenen östtrreichis^ ^ullichen uud finanziellen Entwicklung der anschoß ""^llichcn Monarchie und schildert in sehr Männern i^^'^ ^'^ Schwierigkeiten, oie den Staat«, iin Hgh ^tsttrrcich Ungarn« rücksichtlich der Reform zu yelo.,,ae entgegentraten, um zu dem Resultate obige,, ^, ^^ ^>'c österreichische Regierung seit dem den Weg , "'^ tben so viel Geschick als Conjequenz gewandelt i '^"'^llung des finanziellen Gleichgewichtes schwuna de« N^!" Bestrebungen zwar durch den «uf-den s^z ^" ^"lswohlstandes wesentlich unterstützt wor-^rchw/c>« ^"bregcln aber, abgesehen davon, fast ^tn" man?n? """ ^'" besten (5'folge gcttönt s.h. fuhruna die ,l '"' Resultaten einer geschickten Amts liuge »,„z, l)fso,mene Haltung der uster. reichischen Minister und der Pertretungelörper in allen innern »fragen zusammenhalte, zumal ihre versöhnliche und doch zugleich feste Hallung gegenüber den Aspira» tionen einzelner Vandcr, so müsse man die Geschichte der letzten sieben Jahre als eine Bürgschaft einer auch in der Zukunft ebenso kräftig vorwärtsschreitenden Entwicklung der Hilfsquellen dls Reiches und der öfter rcichischen Machtverhaltnissc betrachten Die »Neue Freie Presse" äußert sich über das Thema „Bcrwallungsgcrichtshos" die projektierte Institution als das unter den gegenwärtigen Umständen Erreichbare accepticrcnd. Die „Press c" bringt einen Artikel über die aus dem ^agcr der Opposition selbst kundgewordenen Stimmen in der Frage der Rcichsrathslieschickung. und Handelsvertrages derart gebunden und von anderen abhängig sein, daß wir tcilicksalls unsere Intenssen wahren können und den Kürzeren ziehen werden, währenddem die vom Finanzminislcr beantragten Mittel uns einen geregelten S!aalehclushlllt verschaffen, dcr uns bei den erwähnten Angelegenheiten die Freiheit der Verhandlung möglich macht. In jener ^agc, ,1 uon 3». Willibald Wulfs. (Hcn'lsrtzuiil,.) Khr^^utte °ft Gelegenheil, während meines viertel« "ten W,.'Mlli"lles 'n dem ^andstädtchen, mit dem ^ dieiü v zusammenzutreffen und muß gestehen, "n" n!" dem Gasthaus- „Zum goldenen slnlcr" an w"",^ « ^ "' "bcl,d,,»mdc„ zu den interessante. >Nü n' ^bcns Floren. Noch jetzt denke ich mit > h tr/ ^-1""^" ""en zurück, dcr stets so , r"blc. A,°n 3^len „,,d Schnurren zu erzählen ^t>e neb^?' >? I "" «"ben Schritten, den Kopf zur ber Stadt und selbst """ die Politik, war . Am v? ^ ^ "haft zu interessieren. "' S^nu rc ,""." "" °anz anderer. Dann jagtc f!" b°"" thcille er in seiner der. ^ °u/un7?'^> ^''° "°" °U" leiten I,in ^t. und das dachen und Erzählen nahm lein ^eik""sch^^ ".'^ """lgc Tage vor meiner ^ «,ch.tn dcr alte Soldat später als gewöhnlich im „Goldenen Anker." Längst schon hatten die versammelten Gäste, unter denen auch ich mich befand, auf fein Kommen gewartet. Das lange, ungewohnte Ausbleiben des sonst so ftünltlichcn Invaliden, dcr stets mit dem Glockcnschlagc in das Gastzimmer zu treten pflegte, cr. reglc Besorgnis, welche sich steigerte, je mehr die Zeit vorrückte. Die ältesten Gäste konnten sich nicht erinnern, daß Tonnsdorf jemals so lang-, ausgeblieben war. Man berathschlagte, was zu lhun sei und faßte endlich den Entschluß, zu ihm zu fcndcn und nach der Urfachc seines langen Ausbleibens zu fragen. Da öffnete sich die Thür und der Erwartete erschien auf dcr Schwelle. Man begrüßte ihn mit Iubclgcschrci und bestürmte ihn mit Fragen, welche Toimsdorf aliwcbrlc. mdcm er saglc: „Vaßt mich in Ruh ! ^ch wins ^uch naHycr jchon sagen, was mich veranlaßt hat, so spät zu kommen." Mit diesen Worten schritt cr nach scinem Platz und ließ sich langsam auf den ^ehnstuhl nieder, welcher oben am Tische stand. Er war düstcr und verstimmt, das konnte man auf den ersten Blick citcnnen. Als der Gastwirlh, welcher es sich nie nchmcn ließ, den alten Soldaten in eigener Person zu bedienen, ihm die kurze Thonpeifc brachte, schob er sie mit ärgerlichem Gesichte zur Scitc und benetzte mit dcm vor ihm hingestellten Glase Wein lcium scine kippen. Das waren Zeiche» der ärgsten Mißstimmung. Vergebens suchten mehrere Gäste, welche mit dem Graubarte näher befreundet waren, ihn aufzuheitern, aber Tonnsdors schien nicht Ncht auf ihre Worte zu geben, cr schüttelte von Zeit zu Zeit traurig den Kopf und bewegte sich kaum auf seinem Stuhle. .Es ist ein trauriger Tag, der heutige, für mich," sagte cr plötzlich. „Mir ist so weinerlich zu Sinn, wie cincm Schullnnben, der sich vor der Zuchtrulht de« Schulmeisters fürchtet. Heute vor fünstig Jahren wurde mein Vater und meine beiden Brüder erschossen." Eine lautlose Stille entstand nach diesen Worten. ,E« ist zwar lange her," fuhr der greise Invalid« fort, „aber die Erinnerung packt mich von Zeit zu Zeit und preßt mir das Waffer in die Augen. Es ist heule der fünfzigstt Jahrestag der Schlacht bei Jena." ..Richtig, e« ist heule dcr 14. Oktober!" riefen mehrere Stimmen. „DllS war eine mörderische Schlacht, da floh da« Blut in Strömen, als wollte cs die ganze Welt ertränken und Erde und Himmel erbebten bei der heftigen Kanonade. In dieser Schlacht schlug uns zwar der Eorse gewaltig aufs Haupt, aber wir haben cs wieder wettgemacht bei Leipzig und Waterloo." Bei diesen Worten leuchteten seine Augen und der Ausdruck von Trauer verschwand allmülig au« seinem Gesichte. „Er hatte wackere Generale, der Napoleon. D« waren der Ney, der Murat, der Lannes, der »»gerau und wic sie alle heißen mögen, die haben uns bei Jena gehörig den Pelz gegerbt, aber einen Blücher hat der fränkische Wellbezwinger nicht auszuweisen und hatte der 124 . Ielenkor" rügt sehr scharf das Porgehen des Finanzausschusses. Wenn der Ausschuß einen besseren Plan habe als die Regierung, so möge er ihn dem Hause vorlegen, wenn nicht, so muß sie die Propositionen des Finanzministers acceptieren oder abdicieren. Jeder ernste Politiler sieht es ein, daß die Steuererhöhung unum« günglich nothwendig ist. die Frage kann demnach nur so lauten, ob man wünscht, daß das jetzige Ministerium die nllthigen Reformen durchführe und nicht ob man das Budget und die Steuervorlagen dem Cabinet Bitto-Ghyczy votieren will, denn diese werden nicht dem Ministerium, sondern dem Staate votiert und wenn man die Regierung stürzen wiu, so möge man dies bei der Appropria« tion des Budgets thun, bis dahin aber möge man doch endlich mit dem ewigen Zeitvergeuden aufhören und ernst arbeiten ..Hon" constatiert mit Befriedigung, daß jetzt auch die deatistischen Blätter es eingestehen, daß im Finanz« ausschusse bisher eine Clique regiert habe und daß die« selbe vernichtet werden müsse; nun macht das Blatt darauf aufmerksam, daß diese Clique eben aus denjenigen Personen bestehe, welche auch jetzt für die Regierungs» antrage gestimmt haben. Die Folgerungen, welche sich aber aus den jüngsten Ereignissen im Finanzausschusse ziehen lassen, seien, daß die siebenjährige Wirthschaft von den dealistischen Organen selbst verurtheilt wird, daß demnach das bisherige System geändert werden muß, daß die Ausgaben namentlich die gemeinsamen starl restringiert werden müssen und daß d-r Nation alle jene Mittel verschafft werden sollen, welche die Tragung der Lasten möglich und die Steuerkraft erhöhen können. »Egyet«rtss" lobt den Finanzausschuß über alle Maßen und dankt der Majorität desselben für das patriotische Vorgehen, indem sie mit ihrem Votum ausgesprochen hat, daß Ungarn auf der jetzigen staatsrecht« lichen Grundlage nicht ferner eristieren. daß das Voll eine Steuerhöhung nicht ertragen kann und daß die bisherige Wirthschaft aufgegeben werden muß. Hoffentlich wird bie deatistischen Mitglieder des Ausschusse« das ihnen gespendete Lob nicht irritieren, meint das Blatt selbst.___________________________________________________ Parlamentarisches. Im Stadium der reichsräthlichen Vorlicrathung befinden sich: I. Regierungsvorlagen betreffend : die Rückzahlung des Anlehcns zum Zwecke der Herstellung eines Regierungsgebündes in Czernowitz; die Stempel nnd Gebührenfreiheit dci Ablösung dcr auf Kirchen und Pfarren haftenden Naturalgicliigleitcn in Olicrösterreich; die Abänderung des Anhangs zur Reichsraths-Wahlurd-nung inbctreff des Wahlbezirks Prachatitz m Böhmen; das Uebcreinkummen mit der Landesvertrctuug Istriens zur Regelung dc« Verhältnisses des Staates zum Grundentlastungsfund für Istricn; das ncue Strafgesetz; die Anlegung von Grundbüchern in Istrien; die Convention zwischen Oesterreich ^ Uugavn und Rußland wegen des Schutzes dcr Handclsmartcn ; die Stempel» und Gebührenfreiheit bei Böschung kleinerer Satzposten: einige Abänderungen des Vtempcl und Ge bührengesetzes - die Eröffnung von Tpccialcrcditen für das Jahr 1675 zum Zwecke des Eiscnbcchnbaues; die Gewährung von Staatsvorschüssen für dic Betriebs« tostenabgängc bei der vorarlbergcr Bahn; dic Ausübung und den Echutz der Fischerei; die Aenderung der Lizenzgebühren für ausländische Tabake; die Ertheiluna. von Taggeldern und Rciscgcbühren für die nach Pest einberufenen Delegierten: die Regulierung dcs Narenta-Flusses: die Abänderung deS Gesetzes über die dcr Przeinysl ^npkuwer Bahn zu gewährenden Begünstigungen; uns damals bei Jena geführt, wir wären sicher nicht so schlecht davon gekommen." Blüchers Name schien eine seltsame Wirkung auf den alten Soldaten auszuüben. In dcr Hitze vergaß er bald, was ihn vorher so tief gebeugt und er begann mit fast jugendlichem Feuer uns ein Bild jener einst für Preußens Geschick so entscheidenden Schlacht bei Jena zu entwerfen. Er hatte, wie er erzähle, in dem Holzendorf'schen Corps gestanden, welches bekanntlich bei Stobra von dem Marschall Soult und später uoch ein-mal bei Outtelstädt von Nernadotte geschlagen wor den war. Daß der alte preußische Invalide es während sei« ner Erzählung an Ausfällen auf Napoleon und die französische Ration nicht fehlen ließ. brauche ich wohl laum zu erwähnen, aber er ließ dennoch dem Genie Vona-Parte's vollständige Gerechtigkeit widcrfahren. Nach Beendigung seiner Erzählung war Tonnsdorf wieder ganz der Mtc. Er zechte mit uns um die Wette und lieh leine Gelegenheit vorübergehen, welche ihm ge> staltete, auf Deutschlands Wohl sein Glas zu leeren. „Ehe wir aufbrechen, will ich Euch noch eine Historie aus meinem Lebcn erzählen," sagte er im Vaufe des Abends; der Zeiger der Uhr kündcte bereit« die Mitternachtsstunde an und einzelne rüsteten sich schon zum Uufbruch. ,«ll»er sie ist nichts weniger als lustig, das say' ich Euch im voraus." i Fortsetzung folgt.) die Veräußerung von unbeweglichem Staatscigenthum; den Centralrechnungsabschluß pro I87A; Abänderungen in der Gebarung dcr Staatsourschus;kassen; dir Vcr wendbarkeit der Obligationen des letzten Anlehens dcr wiener Stadtgemeinde zu Puftillaranlagen; die Stempel» und Oebührcnfreiheit bei Ablösung der Giebigteiten ans einigen dalmatinischen Inseln; die Erstreckung der Rück-zahlungsterminc für die den Ucberschwcmmtcn in Böhmen geleisteten Darlehen; die Bcitragslcistung des Staates ;u den Kosten der Mlir-Rcgulierung; die der Wien-Pottendorf-Wiener'Nellstadt Eisenbahn zn gewährenden Begünstigungen; Börsen- uud Handclsmatler- gesetz. II. Au träge von Abgeordneten: Antun Seidl betreffend die Bewilligung von Stcueruachlässen bei Un-glücksfällcn; Antrag Promber wegcn Erlassung einer Dieustcspmgmatik; Antrag Roser wegen Reform der Pfandleihinstitutc; Antrag Kronawetter wegen Aenderung des Vereins« und Versammlungsgesctzes; Antrag Seidl betreffend die Kunstweinfabrication; Antrag Foregger betreffend die gesetzliche Berechtigung der Freimaurerlogen! Antrag Heilsbcrg betreffend die Errichtung von Thierarzueischulcn in den Alftenländern; Antrag Klepsch wegen Regelung der Verhältnisse der Altkatholiken: Antrag Fux betreffend die Aenderung des Gesetzes über die Delegationen; Antrag Göllerich wegen Reform der politischen Verwaltung; Anlag Czer-tawski wegen Zugestehuug der Steuerfreiheit an hilfs-bedürftige Gemeinden für Zwecke ocs Schulbaucs; Antrag Seidl wegen Revision des Gesetzes über Thier-trankheiten nnd Rinderpest; Antrag Heilsberg wegen Ausdehnung des Maximalbetrages im Bagatcllverfahrcn auf 50 fl.: Antrag Strudel wegcn Verscharrung dcr Thiercadcwcr: Antrag Rydzowsti betreffend die Prüfling der Wirkungen der Aufhebuug des Wucker-patcntes; Antrag Wildauer wegen Acnocrnngen am Schnlaufsichtsgesetze; Antrag Friedrich Sueß betreffend die Errichtung einer Schnle für Färberei in Sechshaus. Im preußischen Landtage legte Minister Eam p hau sen den Etat vor uud warf cinln Rückblick cmf dir Ttaatshanöhalts-Verwaltung im Vorjahre. Der Finalabschluß für l874 sei erst im Laufe des März möglich. Schon jetzt stehe aber fest, dasi bei den oirectcn Steuern ein Mchrcrtrag von einer Million gegen den Voranschlag erzielt wurde. DieEinna l) ,n en pro ltt75> seien auf 694.422,li13 Mark, mithin um :',.X7l.4:;h Mark niedriger als in, Jahre 1874 veranschlagt. Die ordentlichen Ausgaben betragen ii 13.830,050 Mark, daher gegen das Vorjahr mrhr um 17.585,807 Mark. Die außerurdenllichcn Ausgaben betragen 80.5'.12,!i»)3 Mark, daher gegen das Vorjahr mehr um 2.562,775 Mark. Dcr Minister ging hierauf die cinzeluen Posten durch, stellte betreffs der Bank eine besondere Vorlage in Aussicht und bezeichnete den Stand dcr Staatsschulden als dcn denkbar niedrigsten. Dicscll'ln betrugen Ende 1874 92^.287,l08 Mark. worunter N0 Millionen ausgefcrtigte, aber nicht ausgegebene Schatzamvcisungen. Die Staatsschuloquotc ergebe pro Kopf uach der Be< vüllcrung nur l'/z Mark. Das vorzulegende Verzeichnis der Kosten für die Staats eisen bahnen ergebe W», Millionen Mark. Zu demselben Zwecke wurden !«74 einundneunzig Millionen verausgabt. Die Staatsschulden würden durch dcn Eisenbahnbcsitz ausgewogen und dic Staatsschuld' zinscn seien durch oic Eisenbahnübcrschüssc gedeckt. Wühl kein Staat Europa's könnc sich ähnlichcv Verhältnisse rühmen. Der Minister zählte dann dic Mehrforderungcn im Ordinarium für die einzelnen Ministerien auf. Am meisten werde für das Eultusministcrium gefordert, in-dem 502M> Mark mehr für Universitäten, 2 Mil< lioncn zur Gehaltsverbesscnmg dcr Geistlichen, cinc halbe Million zur Entschädigung für den Htolagcbührcn-ausfall und drei Millionen für Elementarlehrer beansprucht werden. Im Extra-Ordinarium seien 2l; Millionen für Eiscn bahnl, auten und 25 Millionen für Was-s c r - und ^ andstraßcnba n veranschlagt. Dcr Minister betrachtet es alS cilic besondere Gnnst, das; der Staat neben den beträchtlichen laufenden Eisenbahn» Crediten eine so große Summe für da« Ertra-Ordina» rium vcrwcndcn und mit seinen Unternehmungen zu einen, Zeitpunkte, wo manche Industriezweige unter dem Drncke'lcidcn, kräftig vurgchen kann. Ueber die Ereignisse in Spanien bemerkt das „Journal dc St. Petersburg" in einer Zusammenstellung der ncncstcn Nachrichten aus Spanien, nachdem es dcn Einzug Don Alfonso's in Madrid und verschiedene Aeußerungen des Ministers Cauooas del Castillo bezüglich dcr künftigen Politik der Regierung, namcntlich dcn Cortcswahlcn gegenüber, registriert hat, folgendes: „In der That stimmen alle Nachrichten darin überein, daß Spanien der Kämpfe und Eifersüchteleien seiner Politiker müde ist und vor allem die Ruhe, welche ihm den Wohlstand wiederbringen tann, verlangt. Eiitt starkc und loyale Regierung kann daher mit Sicherheil vül, dcn Wahlen eine der neuen Ordnung aufrichtig ergebeue Mehrheit erwarten, dic nicht nöthig l>al, ihre Unabhängigkeit durch Intriguen und parlamentarische Handstreiche zu bethätige,,. Das ncuc.Königthum, durch eine su achtbare Voltsvcrtrcluug gchciligl, wird sich mit eincm Schlag in dcr Ncbc der Nation und dcr Achtung des Auslanocö befestigt sehen. Dic Minister abcr werden durch ihre administrative» und militärischen Maßregeln, durch volkswirthschaftliche uud juridischc Gcsctzcövurlagcn an dic Eortes die That traft und Umsicht zu entfalten haben, welche von der Situation gefordert werden und die Nation überzeuge» solleu, das; die Aera des Hcrumtastens zu Eudc ist u»d dasi Spanien uutcr dcr Führung einer Regierung steht, dic weiß, was sic will, und sich weder durch du5 Geschrei dcr Unznfricdcncn, noch durch dcn unzcitigen Eifer der Ungeduldigen von ihrem Wcgc abdrängen läßt. Politische Uebersicht. Uaibach, 2l. Jänner. Das ungarifche Unterhaus verwarf über A»' trag ^onyay's den eventuellen Antrag auf Einsetzung einer Eommssion zur Regelung der Angelegenheit gemeinsamer Activen durch ein Schiedsgericht. Inbezug auf die durch das bereits mitgetheilte Bis' marck'sche Rundschreiben wieder in Erinnerung gebrachten Modalitäten der künftigen Papstwahl versichert ein wiener Correspondent der „Winzer Tagespost" auf das bestimmteste, daß vonseiten des wiener Eabinets gegen die Beseitigung des Ezclusio-Vclo eine viel bestimmtere Einipcache erhoben wurde, als von irgend einer andern Macht, u„d daß Graf Andrassy dem Erzbischof Rausch" eröffnete, es würde in diesem Falle eine Betheiligung der österreichischen Cardinäle entfallen müssen. Ueber die Podgorizza«Affaire enthält dlt „Presse" ein Telegramm aus Zara, welches den Stand der Angelegenheit zwischen der Türlei und Montenegl» als sehr bedenklich bezeichnet und meldet, der deutscht Eonsnl in Ragusa sci ttlcgraphisch nach Montenegro bc rufen worden. Von der Slupschtina in Cetinje erwalle man wichtige Entscheidungen. Das gencmnle Blatt hofst übrigens, es werde den drei Großmächten gelingen, einlll ^ ernsten Conflict zu verhindern. In bonapartistischen Kreisen ist das Gerücht vtt kneift, Prinz Vouis Napoleon werde demnächst <<>> Manifest veröffentlichen. - - Das „Bien Public" wi» wissen, das Cabinet Broglie läme nicht zustande. T)ll Widerstand, welchen die gemäßigte Rechte dcr Eonst'' tuiernng des unpersönlichen SeptenniumS entgegengesetzt, hätte Herrn de Broglie dazu gezwungen, auf die B«< dung des Cabinets zu verzichten. Herr d'iludiffret.Pa^ qmer soll jetzt diese Aufgabe übernehmen und seine R^ zugunsten der siebenjährigen Republik wird als ein P^ granim betrachtet, das bestimmt ist, eine große Anza^ Mitglieder des linken Centrums und selbst der ttinlt» anzuwerben. — Man versichert, die Mitglieder der 9ie^ ten beharren auf dem Verlangen, daß die Debatte ü^ die Verfassun gsgcsetze bis nach erfolgter Reco' stituierung des Cabinets vertagt werde. Der Rücktritt Gladstonc' s von dcr Fuhrersch^ dcr liberalen Partei bewegt alle Kreise in Engla^ In ihrer Ucberraschung werden einzelne Blätter sost" grub gca.cn ihn und beschuldigen ihn der Selbsts»cl'' weil er um persönlicher Bequemlichkeit willen die Pa/l> im Stiche lasse, und zwar kurz vor dem Beginne ci»^ neuen Session. Die „Saturday Review" nrnnl sci"^, Schritt einen Schadcn für dic Nation, cinc KatastroP''' für seine Parlci, und ironisicrt seine fcrnerc MusB^ mit wahrhaft grausamen, Hohnc. Dcn liberalen ^ das Alatt rwvaus, oasi Hinfurt, wie ill Spanien, i^,! auf seine cigcne Hand fechten werde. Der „Specials äußert: ..Jenes wesentliche Agens unseres nations politische» Aliens — „Ihrer Majestät Opposition" ^ steht auf dcm Spiclc." . Der König Alfonso ist nach Saragossa abactt'^ und verbleibt im Norden während der Operationen, " sofort beginnen. Die Regierung ordnclc an. jede"', , der Umgebung dcr Eisenbahnen aufgcgriffcuen Carl>!" f zu erschießen. Dcr König wird vollständige Am»e!' und selbst Rückstellung der Decorationen allen j^„ carlistischcn Offizieren gewähren, welche vor M''' der Feindseligkeiten in die constitutions Armee z'"" lehren. Von der Nationalbanl. Am IX. d. M. fand in Wien die Gcncralvcrsa""^ lung dcr Actionärc dcr priv. ö'sterr. Nationalbanl "^ Dcr Jahresbericht pro 1874 erwähnt im Ei"^'" dcr kaiscrlichcn Vcrurdnung vom l l. Oktober I>^'^ trcffcnd dic Suöpcndicruna. dcr Vankactc, rcspcclivc § l^ dcrscll'cn. Ucbcr dic Einflußnahmc dieser S»»^. dicrung wuvdc dcreits dcs Ausführlichen Erwähnll"l1.^ thail. Wcitcvs wird hervorgehoben, daß das Gcsctz ^ Cununandil-Gesellschaften auf Acticn und Actic'W^ schaftcn nach dcn Acschlüsscn dcs Abgcorduclcnhmls^ Nationalbanl nicht dcrühvcn soll. t,e Was dic beiden HauptgcschäftSzwcigc dcr OaH.^ trifft, so ging der Escumptc i»n Verlaufe dcs o" ,,,< 1874 um 39'/,. der Lombard um 20'/,. ""'" 125 zurück. Dic Ursache hievon liegt, abgesehen von den all-genuinen Verhältnissen, in der allmälig eingetretenen Abwicklung jcner außerordentlichen Kreditgewährungen, welche die Mtionalbank während der Snöpcndiernng der «ankactc eingeräumt halle. Sicht man von diesem letz «ren Umstände ab, so erübrigen nur 19 Millionen als Abnahme, dcr regelmäßigen Bankgeschäfte. Eine Ermäßi uung dcr Ansprüche an die Bant lann überdies uln so weniger überraschen, als das Privatcapital wieder angefangen hat, sich mehr als früher dem Wechsel Eöcomptc zuzuwenden. Die Filialen in Eger und Czcrnowch wnr 0t>l anfangs Jänner, respective Endc Inni l^l74 er Met, die Filiale in Tcplitz begann vor wenigen Tageil Me Thätigkeit. Das Hypothekar Crcditgcschäft nah,n "n Jahre 1874 zu, die anShaftcndcn Darlehen stiegen "'n 1^l>/,^ Millionen, von ?:5«/,„ auf 87''/,.. Millionen. Das im Dezember 1873 gestellte Ansuchen dcr ^ationalbanl um Erneuerung des Privilegiums führte ^ ' ^''^ ^' >"' Abschreibung von den Hau. H>len des im Bau begriffenen Banlgebäudes. Die Mbil""^" ^"b" genehmigt und d-S »bsolulorium Vnrt ^)an lgunvernc nr ergreift hierauf das "in folgenden Bcmerlnngcn: Eck ^"' ^r^cssr, wrlchrr gegenwärtig vor drin t. l. ^wurgerichtc Wien gegen den früheren Gcncraldirector ^ ^inberg'^zcrnowi^Iassy Eisenbahngcsellschaft vcr-cto, x ""'^' ""^ ^"' °ls Zcngc vernommene Dire-^eov^ p^vilcgirlcn üsterrcichischcn ^iationalbanl, Herr ^ ^ ^^rn, unter ausdrücklicher Einweisung auf VtNv^z?"schaft unter Anderen, auch über die Auf. befrage ^ "Strohmännern" in Generalversammlungen "l,ch der^ ^nldircclor Stern beantwortete diefe Frage Bericht ^ '^'" ^"' ^anldircctiun mündlich gegebenen Strolling ^^"' ^"^ Gitter ^"slcht nach, wenn das schlußfahi^^cscn gesetzlich »mtersagt würde, tünstig be^ wa>s„ , ^ ^cncralocrsammlungcn nicht zu erzielen Generals - ^"^ ^"i"' bch cr bei dieser Aussage die bahngchlls^?"^"'^ ^" ^clnbcrg-Czcrnowitz'Iassy Eisen Sinne n?>??^ uicht aber jcnc dcr Mtionalbanl im An d s^ ^^ lvie selb- ^"ssagc des Herrn Bankdircctors Stern, aber voi, ^ ^ öffentlichen Blättern erschien, wurde auch ^ ""'9cn derselben die Folgerung gclünft, daß „Slroknili ^eneralvcrsanlmlung der Rationalbanl Die V^" ^'"lclldct werden. ^lchc fich n?!^^""? ^"' österreichischen ?iationalbanl, Webalir n si<^s^""'l begnügen lann, in ihrcnl ganzen binden s > ^ ' ""^ a" dcn Wortlaut des Gesrt^es zu "llts ,« ^ ' ^'^' ^ überdies jür verpflichtet hält, ziemlichtcil '" '' "^ ""ch ""^ dcn Schein dcr Un !^, welch, «!!.'^ vertrüge, darf Folgerungen, wic leitet w..^ °"^. b" veröffentlichten ^cngcnaussaqc abge D ^"'/"^^ "'"e Berichtigung lasscn. lectio, ^-"^ ^"'cralvcrsa.nnlluna bictct dcr Bank-Nr geeignetste Gelegenheit zu dieser Berichtigung. >-___________ (Schluh fulg,,) Hagesneuigkeiten. 3ur Kaiserreise nach Talmatlen. ^ (Schluß,) ^"^"^^ ^ deshalb auch die ..dalmatinische ^ °dv° ,,"^"' ^^°" ^'btt es jenseits der ^eitha ^"sprii^n ,.' "" gegenwärtigen Uliomente mit seinen ^" nil inV^""""' Diese Ruhepause darf uns 3°l'Natie, nl^ ^")"^ ""3". Die Magyaren haben Al vt °l"^^"w8eben und werden es nie aufgeben, ^den H" > ^"Wicklung der Dinge in un erem ^"enft .^'^""".^"l'nerlsamleit «"d nicht ohnc !"°" in d n .^"/ ^" bes blutigen Aufstandes konnte >ch die N,l," . "'^. """" ungarischen Blättern "'^rt hättet w?,"^ l""'' ^°b sich die Bocchcsen nur ^ Lallen der Är.'! "^!"°^'''' "" dm ..inleressan-Irdenen /iawr?^ "^ "'"iugchen und diese ,un. A^ kutschen «"'?" nicht '" b")°"deln verstünden, ganten u7d w? " l"en durch die Bank trockene ^""«'wVn ' «s"""ge Sc^ulsüchfe, welche zwar "»" ausschreiben und LonscliptionSlabellln „in Evidenz" halten können, aber im persönlichen Verkehr mit dem Volle überall anstoßen und durch eckige Manieren beleidigen. Da hätten eS einige echte Stuhl» richter aus dcr „guten alten Zeit" besser gemacht. Diese Herren hätten zwar sehr wenig oder gar nichts aeschrie. ben, dafür aber desto mehr mit dem Volle geplaudert, bei festlichen Anlässen getrunken, und jo wäre, einige Prügel abgerechnet, alles jchöi, und gut gewesen. Ob unsere östlichen Nachbarn heute noch immcr so gering von unseren Beamten in Dalmaticn denken, das wissen wir nicht; wohl aber wissen wir, daß sie das töcho, welches von (5altaro her in der „Agramcr Zei. tung" laut geworden ist, mit sehr gemischten Empfin. düngen vernommen haben werden. Das „Fallen" an d»S ..Bruderland Kroatien" ist allerdings auch ein „Fallen" an Ungarn, aber doch nicht in dem Sinne, wie man sich in Budapest diesen Anfall gerne zurechl legen möchte. Dalmatien im Verbände TranslcilhamcnS soll ja einmal die ungarische und nicht die kroatische Macht und den Slaoismus verstärken. Und doch würde das letztere dl0-hcn, wenn dcr SchmcrzenSschrci in dcr „Agramcr Heilung" Erhörung fände. Darum rühren auch — ganz abgesehen von finanziellen Erwägungen — die Ungarn gegenwärtig nicht gern an die „dalmatinische Fragc." Gic lassen in der Schwebe, was sie nicht zu ihren Gun» sten zu läsen.vcrmögen, und wir können uns vorderhand mit dies.r Zurückhaltung einvcrstaoden erklären. Haben wir doch noch in cilfter Stunde erkannt, was wir an Dalmalien besitzen, und damit auch den festen 6ülschll<ß gefaßt, uns auö unserem rechtlich erworbenen Besitz nicht mehr verdrängen zu lassen. Wir sprechen dies deutlich und vernehmbar für jedermann aus, besonders ab..r für Caltaro uud Agram, wo man gefonnln fcheinl, die „Früchte" langjähriger „Mühen und beiden" einheimsen zu wollen. Nem, wir laffcn uns Dalmatien und da» mit unsere Bedeutung auf dem Mcerc, die Wiege, un» ferer jungen aufstrebenden Marinc, die Pflanzstätte der tüchtigsten Malrojcn der Welt, nicht rauben, das sei allen gesagt, die ihre Hand lüstern darnach ausstre cken und sich heiser schreien nach cincm Besitz, auf dcn fie lein Nccht, noch wcnigcr die Macht und das Geschick haben, ihn zu vetwalten und — zu behaupten!" — (E in N) crlhti ° llc « l' cg llt.) Hic „N. fr Prrssr" schreibt: „Dic vom Klnfllrslm von Hcsjcu Sr. Majrsliil dem Äuiscl strauz Joseph vclmachllu zlvüls Isllbcllcu sind bcrcil« nach Wien abgtgaugcn. Hla» schützt dcn Wtllh dcr Pferdl llus 2^.000 Thcllcr." ( Pc ls 0 >i alst a ! li S dl 1 2 isc ub ah ncll,) Die Gclitrallnspectioll der österrtlchischt» Eisenbahnni Hal nu jämmtlichc Elssllbahlluclwaltllligcll eine» lirlasz, dic Ljeifassung dcs Personal: stall!« bctrlfsclid, gcrichtcl. — (Pferdebahn.) Vor kurzem lvurdcu im grazri Ge» zst Grmcindcralhc die Verlra^pulKlalioncu zlvischl» drr «stabl-gcmcindc und cincm UiKnnchiNlii bczllglich dcr Errichtung cinn Pfcrdcbahn in Graz angcnommcn, Dic Pscrdlbahn soll iu dic« VllUptiiobcn zur Ausfilhlling lommcu. (Der Liscn- und Stahlbedar' der österreichischen Eisenbahnen, Die Hencralmspeclion dci ilftcrlcichischli, Elsclibahnrn hat sämmtliche Äahnvcnollllungcn uus-^ gcsordnl, Nachwrisunssen l!t>cr die in dcu Iuhlcn I8?.'j und 1^74 bcstclltcn nnd gclicscllcu, dann liber die pro ly?i> p>älimin«ertcn Lise»- und Stahlsorten nebst Fllhrbelriebsmiltcl vorzulegen. Dit Nachwtlsllngru cnlhallen Rudrilcn jUl die au« dcm Inlandc so: wie dcm Auslande gcllsfeltrn Üocomolioe, Waggon«, Nchscn, Tyres, Federn, Kessrlblcch und sonstige» Eljrii- und Stahlfortcn. Die Vorlage dicscr Huswcije, welche den Zwecken der oftcrielchi-lchen Eiscnindustricllcu zu dirmn dcstimm» sind, hat binnen Monatsfrist zu erfolgen. — < V 0 u der U h l c n l n d n str l c) lcbrll «n der Schweiz nahczu .'l^/X)l' Individuen. Von dilscn eiüfallcn auf ^lrucndulg 14. auf Vcrn 14.1^. auf Waadl 3?ü' thodc nicht anwenden läß:, sehe man bci dem Fällen des Holzes um fo mchr auf die Jahreszeit, als diese auf dcffen Bcschaffenhcit und Güte entscheidenden Einfluß hat. In Rückficht der Vchandlung und Verbesserung des Holzes nach dem Füllen kommen vorzüglich zwei Gegenstände: das Stocken oder die Verderbnis dcS Holzes und das Reißen, Springen, Werfen und Krummziehen desselben in Betracht. Jeder Pflanzcnttrper, welcher seines Bebens beraubt wird, vertrocknet allmälig und unterliegt wesentlichen Veränderungen. Vei dem Ver« trockenen entweichen nemlich die mit dem Holzliirper in Verbindung stchcndcn tropfbaren Flüssigkeiten, und je starker dabei die Wärme wirkt, um so geschwinder verdunstet das Wasser. Geschieht hingegen das Vertrocknen der Holzsafte, entweder wegen zu geringer Wärme oder infolge des zurückgehaltenen Eintrittes der ^ufl so langsam, daß die wässrigen und schleimigen Theile in (Währung über-gehen, so erfolgt im Holzlörpcr selbst eine Stockung und die in Olihrung übergetretenen Säfle greifen früher od«r fpätcr die festen Theile des Holzes an und ziehen sein gänzliches Verderben nach sich. Für alle Fülle und für jede Art der Stockung dcr Säfte, woraus fich das Ver< derben des Hol;cS herleitet, ist ein solcher künstlicher Wälmeglad. der die in der Holzsubstanz befindlichen wässrigcn Flüssigkeiten frühzeitig gcnua weder mit zu vieler, noch zu weniger Gewalt und in dcr gleichjor-migsten Temperatur verflüchtiget, das beste Mittel. (Schluß folgt) ~ < Hand lungs.« all.) Wie wir aus sicherer Quelle vernehmen, wird heuer der Handlungö Vall im Beieine mit der (iasinog'jslMafl in den üocalitäteu derselben a» tag dcn ft. ,>kvluai l. I abgehalis» werden. . ,>. erfolgen nächstens. .. (Das Typographen-Krilnzch.,., ..,«,, ^,». Poilhcile de» «uchdrullcr-Invlllidenfonde« ein Meinelllllgni» von 21 fl. 45 lr. °b. Die Empjilnge belief«, fich »uf 16« fi. W lr,, die Ausgaben aus 140 fl 65 lt. 12s — («In den laibacher Handelslammerwah» Ien « > — so schreibt die „Triefter Zeitung" — »hat sich denn filr die verfassungstreue Partei ein Sieg auf der ganzen Linie ergeben. Das definitive Resultat der Wahlen in der Oewerbeseclion haben wir bereit« gemeldet. Durch den Nu«fall dieser Wahlen nun ist oem Landtage in «rain seine verfassungstreue Majorität wiedergegeben. Daß die« der staatsrechtlichen Ov-Position, welche sich dieses Landtage« zu allerhand lleinen Necke« reien gegen da« verfassungstreue System bediente, recht unange.-nehm ist, braucht nicht erst betont zu werben. Darum find «ir nicht im mindesten überrascht, sie über unerlaubte Wahlbeeinssu-ßung Nagen zu hören. Wir lennen ja die« alte Lied, sowohl dem Terte wie der Melodie nach. Wir haben c« noch jedesmal zu hü, ren bekommen, wenn der gesunde Sinn der Veviilkerung und deren lebendiger Interessenzug gegen die nationale Vevormu»dung zu reagieren begannen, Auf welcher Seite unerlaubte Pression geübt wurde, mag übrigen« au« der Thatsache entnommen werden, baß die slovenischen Vlätter den liberalen Handelsleuten drohten, daß ihnen die nationalen Kunden verloren gehen würden, fall« sie fte ihrer Ueberzeugung treu zu stimmen wagten. Der »Slovenec" veröffentlichte sogar im Sinne dieser Drohung eine erste Lifte live« raler Wähler mit der Aufforderung, bei ihnen leine Veftellungeu zu machen. Die Niederlage, welche die Partei des „Sloveuec" trotz alledem erlitt, erscheint im Lichte dieser Press«onsmittcl dop-pell beschämend." — (Nene Vlaß> und Oewichtsordnung.j Da« Ministerium des Innern hat mit Rücksicht auf die durch da« Gtfeh vom 23. Juli 1871 festgesetzte neue Maß- und Tewichl«, ordnung angeordnet, daß bei Anwendung des metrischen Gewichte« in einer ärztlichen Vcrschreibung (Recept) auf Rechnung de« Staatsschatzes oder eine« vom Gtaate verwalteten Fonde« alle in einem Recept» vorkommenden Ocwicht«mengen in Grammen, da« heißt mittelst des Grammes als Gewichtseinheit ans^udrücken und alle in einem Recept vorkommenden Gewichtsmengen mit arabi« schen Ziffern im decadilchen System zu bezeichnen find. Dabei ist gestattet, unmittelbar unter der eben bezeichneten verschreibweise einzelne oder alle Gewicht«mengen ilberbie« innerhalb Klammern mit Buchstaben und mittelst anderen gesetzlichen Gewichtseinheiten (Kilogramm, Decagramm, Decigramm, Zentigramm) »uszu» drücken, wo immer der Arzt vorsichtshalber dielen Vorgang für zweckmäßig erachtet. - (Die Singspielhallt ..Vl4ltcrcga.tr") eröffnete gestern im Gl»«salon der Easinoreftauralion den Cyklus ihre^ Productionen. Diese Gesellschaft besitzt vorzügliche Gesang«- und l«mischt Kräsle, bringt auch gediegene Lied«, Arien, Couplet« und . fand in der genannten ltitalnica zum Vortheile eine« ausübenden Vereinsmitgliede« und Schauspielers eine Reseda statt. — (Fasching«.Thronik.) Am 17. d. fand in Alt'N-martl bei Laa« eine Unterhaltung statt, an der mehr al» 100 Ollste au« «lteumarlt. Hirluiz, Vigaun und «asel lheilnahmen. Zur Aufführung kam da« Lustspiel «Eine Partie Piquet," diesem folgte ein Tanzlränzchen. — (vefie < g » „ g der Paster , e.) Die «SUdd. Post" ist in d«r Lage, über eine kühne Vergbefteigung berichten zu können, welche Donnerstag, den 14, Jänner, von Josef Eichhörner und Simon Oberrauters, beide aus der Gemeinde Treffen, unter» nommen wurde. Sie brachen Donnerstag morgens unter Veglei» tung des Führers Leonhard Mayer von Heiligen Vlut auf und langten nachmittags bei herrlichstem Wetter bei der Johannes-Hütte an. Die Luft war klar und mild wie im Frühjahre, nicht der leiseste Windhauch regte sich, - auch von Wollen oder Nebel war keine Spur zu sehen, so daß man selbst die entferntesten und kleinsten Vergspitzen in prächtigster Klarheit ausuehme» konnte. Vesonders imposant aber sahen die in der Nähe befindlichen, von den Sonnenstrahlen mild beleuchteten Verggiganten aus — kurz, es soll ein Anblick gewesen sein, so erhebend und schön, wie er nicht leicht sich wieder bietet, und die Mühe des Emporklim-mens war überreich belohnt. — (Theater.) Herr Director Kotzly trug dem mehr« seitig ausgedrückten Wunsche Rechnung und engagierte die Local» sängerin Fräulein Vellar vorläufig für einige Tastvorstellun» gen. Das Fräulein spielte gestern in der bekannten Posse „Drei Paar Schuhe" den Part der Frau „Leni" recht lebendig, entfaltete guten Humor und komische Mimik auf decenten Vahnen, fingt »in und wurde in fleundlichster Anerkennung diefer vorlheilhaf-ten Eigenschaften mit unzähligen Beifalls- und Hervorrufen aus-gtttichnet. Die Rollen des „Stangelmaier" (Herr Crfurth), „Flink" (Herr In d r«), «von Wappenknopf" (Herr Hegel), „von Nachtfalter" (Herr Weiß) und der „Laura" sssrl. Ianu. schow «lyj befanden sich in guten Händen, - (Von der slovenischen Vühne) können wir wieder einmal Erfreuliches berichten. Vei der letzten Vorstellung — am 18. d. — versetzte Herr Kajzel j neue Fälle zugewachsen, welche sich noch iu Behandlung befinden. Sladtmagiftrat Laibach, am l7. Jänner 1875. Neneste Post. Berlin, 20. Jänner. Die „Prooinzial'Corre-spondenz' schreibt: Die falsche, von carlistischer Seile stammende Nachricht eines englischen Blattes von der Besetzung Zarauz' durch hundert Mann von dem Kano« nenboote „Nautilus" sei von vornherein unglaubwürdig gewesen und habe sich inzwischen als eine vermuthlich böswillige Erfindung herausgestellt. Die deutsche Re« gierung dürfe nach den vorläufigen Verhandlungen mit der königlich spanischen Regierung zuversichtlich annehmen, daß ihr für die carlistische Gewaltthat gegen die Brigg ..Gustav" volle Genugthuung werde. Versailles, 20. Jänner. Die Nationalversammlung hat den Gesetzentwurf betreffend die Armee« cadres nach vollendeter Specialberathung in zweiter Lesung angenommen. Paris. 2 l. Jänner. 47 Offiziere der Carlisle,, schloffen sich an König Alfonso an. Madrid, 21. Jänner. Die Carlisten rekrutieren in den Nordprovinzen siebzehnjährige Jünglinge. König Alfonso erhält als Civilllste 28 Millionen Reale,,. San tan der, 2l. Jänner. Eine spanische Fluttille wird wahrscheinlich morgen Zarauz bombardieren und das deutsche Kanonenboot „Nautilus" dabei anwesend sein. Belgrad, 21. Jänner. Eine aus Constantinopel heute eingetroffene Meldung versichert, die Pforte habe sich in der Podgorizza.Affaire zur Nachgiebigkeit entschlossen und sei Safoet Pascha geneigt, die Rathschläge der Großmächte anzunehmen. Telegraphischer Wechselkurs vom 21. Iäuner Papier - Rente «9 90 — Silber - lllente 75 50 — 18«0er Staat«-Nnleh su r t h. Zum ersten male : „Mein Leopold.« Posse mlt «esang in 2 Acten und « Vildern von «. L'Arronge. Muft von Conradill. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ' '! M N ' U W 6U.Mg! 736»« ^. 5i SW^ schwach bewilllt ,, 2l, 2 ,. N. l 734« -j- 6, SW. schwach bewölkt l »."„ 10^ Ab , 73!.^!-<- 4« windstill , bewölkt "'" Den ganzen Tag trltbe, vormittag« abwechselnd dllnner ^ gen, der Woltenjug anhaltend au« «5W., starkes Abschmelzen ^ Schnee«. Pas lagcsmiuil bi, Temperatur s 53 , um 73 ttber dem Normale. NnantwartliHer Redacteur: OttomarVamverst. ' 1- SchmerjerfUllt geben wir allen theilnehmenden Freunden und Bekannten die Nachricht, daß unser theures Kind ! Alfonsa heute morgens 4 Uhr im Alter von 5 Jahren der ! Rachenbräune erlegen ist. Das Leichenbegängnis findet morgen Freitag nach« mittags um halb 4 Uhr von der Todtenlapelle zu St. Lhristof aus ftatl. Laiback,. 21 Jänner 1875. > Wilhelm und Auguste Treo. ------------------------_________- Dllnrsaauna. Fllr die uns von so vielen Seiten zugekommenen Veweise herzlicher Theilnahme anläßlich des Verluste«, sowie filr das Geleite zur letzten Ätuhcftälle unseres imligstgeliebten Kindes Anna sprechen hiermit len tiefgefühlten Dank aus die trauernden Eltern Ignaz und Nmalie Elsner. Wl1ss?n!i?Nl1i5 Wien, 30. Jänner. ganz?« Linie da« Uebergewicht. Daß hiebei weniger < <^V«.^»»vvü«^. Furcht der Essectenbeschcr, al« die Speculation der Nichtbefitzer ausschlaggebend war. zeigte sich bei aufmerksamer Beobachtung der Vorgänge recht deutlich und ist dulch'^ ' sehr blll'gen Prolonaal,°n«veihältn,sse auch für den ferner Stehenden erklärt. Specielle Grllnde fur die Tendenz wurden mehrfach angeführt, doch zeigt eben die Mannigfalligleit dieser Or««« ' z uennaen inneren Gehalt jede« einzelnen. Thatsache ift. dak d« abaeaebene Ware nickt aron aenua war. die Aunällialeit und die «Lirtuna de« »u«aeb<,te« ,u m«,time«n »«l» ««« « Oefierr, Norbweftbahn .... 140 - 14? — SiebenbUraer . . 78 ?^ ffebruar.) """ (.....7010 70 20 Creditanftall, ungar.....20l - 2(150 Rudolsa.Vahn.......145- 145 50 Staalsbahn . ,40 40 l^iü Illnner-) ^^1,,..«., l 75" 75 55 Depositenbank.......126' 1«»- - Staatsbahn........893 294 SUdbahn 5 3'/. .'.''' 10890 I"?!«, April' ) 5"°««°« ( . . . 75.45 75.55 E«c°mpt«°nsi°ll......850 - »59 - Slldbahn.........127 75 12« 25 „ 5------------ «römische «rundentl«fiungs-Obli«<.«<