Zeitung. Nr. 2U. »«,____ Pränum«ration»pre l. Kämmerer und oberösterreichischen Landtagsabgeord-""en Franz Grafen v. St. Julien zum Landeshauptmann-Stellvertreter im Erzherzogthume Oesterreich ob b«r Enn«, dann den Klostervorsteher in Suczawiza und duloVinaer Lanbtagsabgcordneten Agedeon Constan-llnowicz de Grelul zum LaudeShauptmann-Slell-"rlreler im Htrzogthume Bukowina allergnädigst zu llNlnnen geruht, «uereperg m. p. Lasser m. p. Se. t. und l. Apostolische Majestät haben mit Aller-Mster Entschließung vom 9. September d. I. den Mini-Nerialsecretär im Finanzministerium Dr. Johann Schober zum Oberfinanzrath bei der Direction der Staats-«chuld allergnädigst zu ernennen geruht. Lasser m. p. Se. l. und t. Apostolische Majestät haben mit Aller-Achster Entschließung vom 9. Stptember d. I. dem mit dem Atel und Range eines Minislerlalsecretlirs bekleideten ^llnisterial-Vizesecretär des Finanzministeriums Hermann bame i a t eine system silite Ministerialsecrelärsstelle da-lclbst allergnädlgst zu vtlleihen geruht. Lasser w. i>. Nichtamtlicher Theil. Zur Kaiserreise liegen noch zwei bemnlenslverlhe Iournalstimmen vor: »Prager Abendblatt": „Jene, welche un» >llt Zustände nur aus den Zeitungen kennen, werden M zwischen dem czechischen Volle, das sich in den letzten ^M so dynastisch-reichst«« bewährte, und der sogenann-M' Staaterechts'Opposilion, welche die österreichische ntaateeinheit je eher je lieber zu den Todten werfen AöHte, zu unterscheiden wissen. Sie werden nicht mehr b't Stimme der oppositionellen Presse als den Gtsin-l>ung«au«druck der gesummten slavischm Bevölkerung des Landes betrachten und darum auch nicht weiter die «us-lchreitungcn der nationalen Journalistik auf das Kerbholz des ganzen VolleS setzen, wie auch das Volk selbst ch überzeugt hat, daß der Kaiser nicht blos ein gütiger ^andesvater, sondern der oberste Schirmherr des Gesetzes und der von ihm gegebenen Institutionen ist." „Internationale Correspondenz": „Die ^«ge des kaiserlichen Aufenthaltes in Prag werden jedem unvergeßlich bleiben, der sie mitmachte. In der That, der Enthusiasmus, die Ausbrüche der Liebe und Anhang» ltchleit an ten angestammten Fürsten übertrafen alle Vorstellung, alle Erwartung. Wie eine elektrische Kette durch, zog das dynastische Gefühl und auch die Sehnsucht nach Frieden im Reiche die Bevölkerung von nah und ferne, der sich leine Schichte der Gesellschaft entwinden konnte. Daß die Persönlichkeit Franz Josefs mächtig dazu beitrug — daran zweifelt niemand, der den Kaifer sah und sprach. Wenn eln wiener Blatt sagt, der Kaiser-besuch habe dem Verfassungs-Gedanken Tausende neuer Anhiinger zugeführt, so liegt darin leine Uebertreibung. Die Constellation ist eine glückliche, und wenn es erlaubt wäre, dem kaiserlichen Gcdanlcn nachzuforschen, so muß man zu dem Schlüsse gelangen, daß der Monarch von der Befestigung der staatlichen Verhältnisse unter dem jetzigen Regime nicht minder befriedigt sei als von dem Empfange in Prag, dem er in dem Handschreiben an den Statthalter eine so warme Anerkennung zollte." Die Landtage haben am 15. d. ihre Action begonnen. Der Verlauf der Berathungen und Beschlußfassungen dürfte überall ein ruhiger, glatter und eln den Interessen der einzelnen Länder günstiger sein. In Vvhmen hat ein Umschwung zum Vortheile der liberalen verfassungsmäßigen Principien stattgefunden. Die Vorfalle anläßlich der Kalser-reise mußten die jungczechlschen Abgeordneten in ihrem Entschlüsse bekräftigen, in den Landtag einzutreten und damit die Politik der bisherigen Führer, denen die jung-czechlschen Journale die neue und vollständige Niederlage in rücksichtslosester Weise vorhalten, thatsächlich aufzugeben. Die jungczechlschen Abgeordneten werden sich, wenn sie ihre Aufgabe in richtiger Weise erfüllen wollen, mit Elfer an den Berathungen des Landtage« belhelli-gen und das Interesse ihrer Wählerschaft vertreten und nicht etwa durch Streitscenen und Conflicte einen für das Land ersprießlichen Forlgang der Verhandlungen zu stören versuchen. Der Landlag würbe solche Versuche entschieden zurückzuweisen in der Lage fein und die jung-czechische Fraction mit denselben nur ihr eigenes „Programm der Thätigkeit" für das Landeswohl desavouieren. Die wiener Blätter feiern an leitender Stelle den Wiederbeginn der LandtagSsession in den im österreichischen ReichSrathc vertretenen Ländern. AuS dem betreffenden Artikel der „Presse" heben wir die bedeutendsten Stellen hervor: „Die LandeSvertretungen Oesterreichs waren seit ihrer Schöpfung trotz ihres provinziellen Charakters Gegenstand intensiven Interesses im ganzen Reiche, und selbst noch im Vorjahre sah man nicht ohne einige Spannung der Aufnahme der LandtagSverhandlungen entgegen, well man noch im Ungewissen war, welche Wirtungen auf dieselben die Rückerstattung des Wahlrechtes an die Gesammtbevöllerung erzeugen würde. Es hieße der Wahrheit nicht die Ehre geben, wollte man den hlil-samen Einfluß leugnen oder unterschätzen, der aus den Tang der LandtagSberathungen allerorten ausgeübt wurde dadurch, daß den Landtagen daS viel mlsbrauchte staatsrechtliche Attribut genommen war, als reichSräthliche Wahlcurie zu fungieren. Wir müßten unzähligemale Gesagtes wiederholen, wollten wir uns auf eine namentliche Anführung aller jener landtäglichen Agenden einlassen, die eine ungenügende, den vorhandenen Bedürfnissen in keiner Weise entsprechende Erledigung blos deshalb fanden, weil die kurze Zeit der Land-tagssesfion mit unfruchtbaren Debatten staatsrechtlicher Natur vellrödelt wurde. Die Ueberzeugung, daß die Uandesoertretungen in ihrer gegenwärtigen Gestalt sehr viel Ersprießliches zum Wohle des Einzelnen und der Gesammtheit wirken können, daß sie trotz Wahlreform nicht aufgehört haben, einen wichtigen Factor in unserem staatlichen Leben zu bilden, wurzelt sich immlr tiefer eln. Ja, diese Ueberzeugung verleiht den Landtagen nachgerade eine erhöhte Wichtigkeit und die verschiedenen Parteifraclionen schicken sich an, derselben vollauf Rechnung zu tragen. Den Beginn machten die Czechen in Mähren bereits im Vorjahre. Die stetige Abnahme ihrer Anhänger belehrte fte, daß es höchste Zelt sei, der PasfioitälS-Politik den Rücken zu lehren. Der nationale Schwindel hat das czechlsche Voll um alle jene geistigen und materiellen Errungenschaften betrogen, welche ihm reichlich zuge-fallcli wärm, wenn nicht der von den Führern geschulte Nalionalitälenhaß ein f«iedllches Zusammenwillen beider Vollsstämme in Böhmen und Mähren unmöglich gemacht und büS Dogma vom böhmischen StaatSrecht die Theilnahme der Czechen an oer parlamentarischen Arbeit verhindert hätte. Es gibt lein Kronland in Oesterreich, welches nicht dringend zu wünschen Hütte, daß die Session eine frucht reiche und segenbringenbe »erde. Die Forderung der provinzlalen Interessen ist für die V:völkctung von eminenter Wichtigkeit. Diese tritt heuer marcal'ler als jemals hervor in Rücksicht aus die schwierigen Zeitverhilltnisse. Den Landtagen ftcht ein weites Feld für ihre Thätigkeit offcn. denn ihnen obliegt die Aufgabe, die materielle Wohlfahrt der einzelnen Glieder des Nciches zu kräftigen und zu heben. Weitab davon, niedrige Motive zu unterstützen, sorgen die Land, tage rur für das allgemeine Beste, wenn es ihnen gelingen kann, in der kurzen Spanne Zelt, die ihrer Session eingeräumt ist, auf geistigem und wirthschaftlichem Gebiete fördernd und helfend einzugreifen." FeMekm. Die Durgsrau. Criminal.Novelle von Albert Rein hold. (Fortsetzung.) «Aber die Krankheit muß doch sofort sehr heftig aufgetreten sein, Hcrr Graf, es ist ja nicht anders denk-°"," entgegnett der Arzt beharrlich. ,Es wäre enlschie-«!" blsser gewesen. Sie hätten früher zu mir gesandt, sollen Sie mich nicht zu der Leiche der gnädigen Frau »Wen?" Der Graf schauderte. ^. «Ich lann eS nicht," sagte er dann mit leisem flauen. „Einer meiner Dimer wirb Sie in daS ^terh.zimmer geleiten — ich lann nicht in daS Todten-°nll>h blickm." «. Und wieder schauderte er zusammen und sein Gl-- N«Yt wurde bleicher als zuvor, ten ^ "ü" M'l erwünscht, wenn Sie mich begleite-'". Herr Graf." sagte Doctor Verret. „Sie könnten es n«°^ allenfalls einige nähere Details angeben, wenn nvlhig wäre, da Sie doch Zeuge des TodeSlampfes Uwes«« find." Gttti"^"' "l"'" sagte der Graf mit abwehrender mir ,i"3' ""«langen Sie nicht daS Unmögliche von war in !..!,"l" il"" Sie sich. wenn Sie glauben, ich Wt« ikv. « /^" Augenblicken bei meiner Gemalln, ich ^Leiden mit ansehen können." D l^?c^^ bei ihr. wer denn?" ..^e Vesellschastlrin - Fräulein LemuloS. Meine Gemalin liebte dieselbe wie eine Schwester, sie wünschte daß sie sie nicht verließ." «- ' , ' "" ,»»«, ^ Der Doctor konnte kaum seiner Aufregung Herr werden er mußte sich Gewalt anthun, seine Gesühle und Gedanken zu verbergen. ' » < > >, nlz. "i^l!?1I l°^' « dann. ,Nein, nein. ich liebe es ?.? ' ^l!« ^". ^". "lt Frauenzimmern zu verkch-1, « ,<^.nül einen Diener «it in das Sterbe, »tu»««. " ist mir nichts peinlicher, als die Klagen und das Gejammer eines Weibes." ^« ^t"" btn, Doctor als wenn über das Gesicht des Grafen bei diesen Wotten eln Freudenftrahl glitt. Dann stand derselbe auf und zog die Glocke. Unmittelbar darauf trat eln Diener ein. „öühre den Herrn Doctor in das Slerbezimmer," befahl er dem Diener mit gepreßter Stimme. Wenige Minuten später stand Doctor Gerret an der Leiche der Gräfin von Wlrlher. Sie ruhte auf »""". seidenen Lager, das liebliche, reizende, kindliche Gesicht noch im Tode fchön, ja es war. als ob ein sanftes Lächeln die reinen Züge verklärte. Das rabenschwarze Haar h!ng freilich in wirren Strähnen um Stirn und Schläfen, aber es war nur geeignet, das Bild noch mehr zu vollenden. Die feinen Hände halte sie über die Brust gefallet fie lag so still und ruhig da, die Umgebung war so friedlich und wohlgeordnet, daß eS kaum denkbar schien, in diesem Falle auch nur einen einzigen Moment an eine gewaltsame TodeSart zu glauben. Nicht so Doctor «erret. Er begann seine Unter-suchung gründlich, „h-r weniger bei der Leiche selbst, als bei ihrer Umgebung. Vor allen Dingen schienen die Flaschen und Gläser, welche auf d:n weißen Marmor- , tischen in wilder Unordnung nebeneinander standen, seine be-sondereNufmerksamltit in Anspruch zunehmen. Jede« wurde einer genauen Prüfung unterworfen, aber er fand nichts verdächtiges. Fruchtsäfle, Zuckerwasser, Limonaden, den R:ft eines Brausepulvers, lurz alle Dinge, welche man in gewöhnlichen Kranlhtitsfüllen zur Anwendung zu bringen pflegt. Weiler nichts. Weitere Fragen wollte er gleichfalls nicht thun, er tonnte nur mehr verderben als nützen, war er doch lein Crimtnalbeamter, der ihm hier allein am Platze nöthig erschien. Für ihn galt es zunächst nur. wenn ein Verbrechen verübt war, die Ulbel-thäter in Ruhe und Sicherheit zu wiegen, mehr tonnte er dabei nicht thun. Er schickte sich an, baS Gemach zu verlassen, warf aber ehe er die Schwelle überschritt, noch einen Blick zurück — er blieb stehen. WaS hatte er gesehen? Noch einmal wandte er seine Schritte rückwärts; er hob el»a« auf, was hinter dem Fuße des Hlmmelbeltt« stand, worauf die Leiche lag. und schob es in seine Tasche — dann verließ er rasch das Gemach, um in da« «rbells-zimmer de« Grafen zulückzulehren. Der Graf faß mit geschlossenen Augen ln seinem Sessel zurückgelehnt, als der Dorlor eintrat. Dem scharfen Auge des letzteren entging eS nicht, in welcher gewaltigen Aufregung sich der Mann befand, so sehr er sich auch zu beherrschen strebte. -^ „Sie ist todt. nicht wahr, Herr Doctor — ich habt leine Hoffnung mchr?" fragte er, und seine Stimmt llang fast übernatürlich ruhig. „Trösten Sie sich, Herr Graf. — Sie haben leine Hoffnung mehr, so viel ist gewiß,- gad der Doctor in mitleidigem Tone zur Antwort. ..Die Frau Grüftn 7500 ijUl An-^^^ ^^. Legierung in Spanien «ringt die .Montaas.Revue" folgenden Leitartikel: „Die neuen Gesandten Otsterreich'Ungarn« und Deutschland« haben in Madrid il;re Creditive überreicht. Die regel« müßiaen diplomatischtn Beziehungen zu Spanien erscheinen aufacnommm und letzteres wieder eingclreten in den Rechtolceis der europäischen Völker. In der feierlichen Audienz, in welcher Marschall Mac Mahou vor wenigen Tagen den neuernannten spanischen Botschafter in Pari«, Marquis Vega de Nrmijo empfing,, wurde dieser Thatsache angemessener Ausdruck gegeben. Der Votschafter betonte die moralische Bedeutung der Unter« ftützung, welche der bestehenden madrider Regierung durch die Aufnahme der officiellen Beziehungen seitens der europäischen Mächte geworden sei. Gestützt auf die Hllfs-quellen Spaniens, hege sie nun die Hoffnung, die Schrecken des Bürgerkrieges zu befeitiaen und dem Lande den ersehnten Frieden zu geben. Marquis Vega deutele dabei auch das Interesse an, welches Frankreich ,auS so vielen Gründen" an der Erftarlung und der Wohlfahrt Spaniens habe. Und Marschall Mac Mahon glaubte mit der verbindlichen Veisicheruug seines Wohlwollens und der lebhaften Wünsche, welche ganz insbesondere Frank» reich für das Gedeihen Spaniens hege, nicht zögern zu sollen. Das alles vollzog sitb, wie es scheint, in sehr ein» fachen Formen, mehr der üblichen diplomatischen Cour« toiste entsprechend, als von eigentlich politischen Gedanken Zeugnls gebend. Die Schlichtheit und Natürlichkeit, mit welcher der Präsident der französischen Republik sich solcher Aufgaben erledigt, sticht sehr wohlthuend ab gegen das Wortgepränge, welches sonst in Paris bei ähnlichen Gelegenheiten üblich gewesen. Die vielbesprochene Einheit der romanischen Rassen scheint ebenso sehr ein fallengelassene« Schlagwort geworden zu sei«,, als die republikanische Reife, zu welcher sich die lateinischen Na-' tionen aufgeschwunden haben sollen. Malschall Mac Mahon verschmäht die Phraseologie deS Kaiserreiches,! wie jene der „Freiheitspcrioden" Frankreichs. Der Prä-! ftdent ist der Mann vorsichtigster Zurückhaltung und sehr strenger Kritik der möglichen Eindrücke und Wir-, kungen, die sich an eine politische Enunciation von seiner Seite im Auslande knüpfen lönnten. Allerdings würde eS wohl keinem Repräsentanten Frankreichs in diesem Augenblicke leicht möglich sein, von jenen Schlagwörtern Gebrauch zu machen. Die republikanische Reife der Völker romanischer Zunge wirb gegründetem Zweifel unterworfen werden dürfen. In Italien behaupten trotz aller Anstrengungen der R'pudUtaner die monarchischen Parteien zum Wohl« des Bandes das Uebergewtcht, und die republikanischen Beispiele Spanien« und Frankreichs werden zu einem Wechsel der Re< gierungsform schwerlich ermuthigen. In beiden letzt« er«ühnlen Ländern ist die Republik ein Nothproduct des Tage«, in Spanien vollends das vielleicht nicht einmal der Mehrheit der Bevölkerung erwünschte Ergebnis der politischen Widersprüche, des Egoismus und der Leidenschaft der Parteien. In Frankreich wie in Spanien scheint da« Bedürfnis der Ordnung und d r Autorität, dem der Freiheit und Selbstregierung mindestens die Wage zu halten, und es steht noch dahin, ob jenes Bedürfnis nicht — in Madrid wenigstens — zu einer monarchischen Gestaltung der Dinge führen werde. Alles lu allem genommen, sind die republikanischen Ioeen schwerlich im Nujschwung begriffen. Die überwiegenden An- zeichen scheinen vielmehr für die allmälige Rückkehr der demolcatischen Völker zu den allen monarchischen Ordnungen zu sprechen. Noch bedenklicher wäre es für ein Organ der französischen Negierung, das verlockende Thema der romanischen Rassen-Einheit zu berühren. Durchgreifender noch und entscheidender noch al« ln Mexico hat diese Phrase ihre Niederlagen in Europa erlitten. Kaum irgendwo begegnet die französische Politik — die Politik der Sep. tember'Conoenlion und der Stationierung de« Orsnoque — größerem Mistrauen al« in Italien, kaum irgendwo der französische Name geringeren Sympathien als ln Spanien. ES müßten ungewöhnliche Umwälzungen in der politischen Situation Europas erfolgen, um hierin eine Aenderung eintreten zu lassen. Vorläufig ist die politische Isolierung Frankreichs nicht größer al« seine ideelle. Und was insbesondere Spanien anbelangt, so mühten vor allem die conservativen Parteien Frankreichs ihre carlistischen Gesinnungen abstreifen und auf die moralische Unterstützung deS Bürgerkrieges verzichten, ehe an die Begründung wirklich freundschaftlicher Beziehungen zwischen beiden Staaten gedacht werden könnte. Der ungewöhnliche Empfang, die seltenen Auszeichnungen, welche den neuen diplomatischen Vertretern Oester« reich'Ungarns und Deutschlands von der Bevölkerung Spaniens zutheil geworden sind, zeigen deutlich, aus welche Seite die Eympalhien der letzteren neigen. Nun ist die Anerkennung der gegenwärtigen Verhältnisse ln Spanien freilich nur eine beschränkte, sie kann durch neue Thatsachen alteriert, selbst aufgehoben werden. Allein es ist wohl kaum anzuluhmtn, daß eine definitivere Gestaltung jener Verhältnisse sich gegen die europäischen Friedensinteressen richten würde. Wie wcnig Frankreich im Augenblicke selbst geneigt ist, gegen diese Interessen aufzutreten, wie wenig es bei einem solchen Vorhaben auf die Unterstützung Spaniens rechnen würde, hat die jüngste Kundgebung beS Marschalls Mac Mahon dargethan. Und insoferne mag es immerhin als ein erfreuliches Ergebnis der letzten von Preußen-Deutschland angeregten diplomatischen Action Spanien gegenüber betrachtet werden, daß auch in dieser Richtung die Situation geklärt und das Verhältnis der madrider Regie« rung und der regierungsfähigen Majorität des Landes zu den großen europäischen Fragen sichergestellt erscheint." Politische Ueberficht. «aibach, 16. September. Die Gerüchte von einer deutschen Intervention in Spanien entbehren jeder Gegründung.— Die „Nordd. Allg. Ztq." veröffentlicht den amtlichen Bericht deS Ge« schwadercommandauten Zembsch über den Vorfall bei Guetaria, welcher bestätigt, daß die vor Guelarla auf einem Bergrücken liegenden Carlisten ein Gewehr-feuer auf die der Küste en>lang segelnden Schisse richteten, daß über die absichtliche Rlchtung des Gewehr-feuerS auf die deutschen Schisse lein Zweisel bestehen konnte und daß infolge dlssen Zembsch feuern ließ. Der „Nautilus" hat sieben, „Älbatroh" acht Schüsse abge-geben. Die Schiffe stellten das Feuer ein und sehten den alten Curs fort, als das Feuer der Carliften aufhörte. Mehrere Schüsse saßen vortrefflich; man sah vom Schisse au« die Carlisten fliehen. Das genannte Glatt fügt dem hinzu: Der Angriff der Earliften auf die deutschen Schiffe charakterisiert sich in mehrfacher Beziehung als gänzlich außerhalb der Satzungen des Völkerrechtes stehend und kann nur auf gleiche Linie mit dem Der Graf bedeckte sein Gesicht mit beiden Händen und ein schmerzliche« Stöhnen entrang sich seiner Brust. „O, und ich bin so einsam, so verlassen!" wehklagte er. »Wer hätte das gedacht? So jung noch." Eine längere Pause trat ein; plötzlich erhob der Graf wieder den Kopf. »Herr Doctor, ich habe eine Vltte. Ich weiß, wie diel ich von Ihnen fordere, aber Sie »erden Mitleid mit meinem Unglücke haben, Sie »erden sich meiner Verlassenheit und hilflofen Lage erbarmen." „Ich stehe zur Disposition, Herr Graf. wenn ich Ihnen in irgend einer Weise dienen kann," lautete des Doctor« Antwort. „Ich konnte mir da« denken — Sie sind ein edler Mann. Ich kann mich unmöglich um die Begräbnis-formalitäten lümmern, einesiheils würde das meinen Schmerz vergrößern, anderntheils blfinde ich mich in einer vollkommen hilflosen Lage. Herr Doctor, würden Sie nicht die Güte haben, dafür Sorge zu tragen?" Doctor Verret zuckte zusammen. „Herr Graf, ich mächte Sie bitten, damit eine geeignetere Persönlichkeit zu beauftragen," sagte er dann nach kurzem Besinnen. „So sehr ich auch geneigt bin. Ihren Wünschen eutgegen zu kommen, meine Praxi« »ürde die« nicht erlauben, bei mir haben zunächst die Lebenden Anspruch auf meine Zeit!" Verzeihen sie meinen Egoismus, Doctor Verret," sagte "der Graf. dem Doctor die Hand reichend, welche dieser indessen nur mit sichtlichem Widerstreben hinnahm, ich habe nicht daran gedacht, aber gewiß werden Sie mich damtt bekannt machen, wa« ich nöthig habe, oder vielmehr, welche Schrille ich thun muß, da« Begräbnis d«r Vrzftn zu veranstalten." „Zunächst bedürfen Sie eines Todtenscheine«, Herr Graf —" Der Doctor beobachtete sein Gegenüber scharf. Dieser veränderte zwar keinen Zug seine« Gesichte«, aber in seiner Stimme lag eine gewisse Haft, als er erwiderte: „Denn Sie ausstellen müssen." „Gewiß." „Wollen Sle ls sogleich thun?" Die Stimme des Grafen bebte jetzt hörbar und wenn Doctor Verret noch daran gedacht hätte, daß der Graf vielleicht nicht den mindesten Antheil an einem etwaigen Morde halte, jetzt war ihm die Nähe desfelben unheimlich, er wünschte nichts sehnlicher, als von dieser Stätte des Unglücks fort-zukcmmen. ,Ich könnte eS." gab er wie sich besinnend zur Antwort, »allein es bedarf dazu eine« besonderen Formulares. Ich werde Ihnen den Schein morgen zustellen, mittlerweile können Sle ja doch die andern nothwendigen Schrille zum Vearäbnifse einleiten, bis morgen wird die Leiche der Frau Gräfin doch unberührt liegen bleiben müssen, sie wird erst dann erkaltet sein. Tragen Sie Sorge, Herr Graf, daß niemand daS Sterbezimmer betritt." Bald darauf stieg Doctor Verret die Treppenstufen hinab. Unten stand noch Daniel. „Vergiß dein Versprechen nicht, Daniel — lein Wort darüber, daß ich mit dir gesprochen habe," flüsterte er dem Diener zu. Dieser nickte zum Zeichen, daß er ihn verstanden, mit dem Kopfe und Doctor Verret trat ln die kalte rauh« Herbftnacht hinaus. — (Fortsetzung folgt.) Angriffe von Räuberbanden auf ruhige Reisende gefüllt werben. — Das „Westfälische Vollsblatt" meldet, tin Schreiben des königlichen ObcrpräMntm fordere den Bischof Martin auf, sein bischöfliches Nmt binnen zehn Tagen niederzulegen, widrigenfalls die Anklage a»! Absetzung erhoben würde. Der „Standard" bringt folgendes Telegramm au« Kopenhagen, 13. d.: „Die schleswig'sche Frag« nimmt eine ernste Gestalt an. Die täglich statlsindmden Ausweisungen in Verbindung mit Artikeln der deutsche" Presse, welche von einer vollständigen Misachiung del bestehenden Verträge zeigen, machen den «Wtu8 B birgt ln ihren Mauern Elemente, deren geistige ^ da« Niveau de« Landvolkes kaum überragt. ^ Noch habe ich in den bisherigen Erörterungen ^ Seite nicht erwogen, welche doch der meisten B^^ werth und eben ln der un« beschäftigenden 3"^^^ tiefgehender Bedeutung ist, nemlich die kultury ^, rische. Ich will jetzt auf dieselbe um so lieberes als durch manch irrthümliche Auffassung, wie M>r ^ eine Berichtigung erfahren kann. Es ist nernlitv ^hl ding« richtig, daß mit der Verbrennung eben '^^ als mit der Beerdigung kirchliche Gebräuche ""°MF' bezeugungen für den Verstorbenen verknüpft se«" z P wie ja die Archäologie unwiderleglich lehrt, °a° ^ man aber doch vorzüglich die Cremation im u" ^ Augen, von der aus sanitären Gründen bei ^^ sichtigten Neuerung nicht die Rede sein kann. ^^ ger wird sich wohl das Beibehalten gewM HgM und Sitten erweisen, wenn der Leichnam auf ^^" chemischem Wege seiner Vernichtung MtfMl ,^ soll, zumal der dann einzuschlagende Modus, l ^ hole e«, vorläufig noch gar nicht bekannt ist. .^ ^> den sich wohl Stimmen vernehmen lassen, ^A"^ ohnehin meist, finnlosen Leichengebräuche ""° Acl> ' leiten zu opfern verlangen, und auch dagegen ^l l Wissenschaft leinen Einwand erheben. Ist '" g ^ der Lage. in der menschlichen Leiche etwas an" ^ ein Nggrogat verschiedener chemisch verbunden^.. , zu gewahren, weiß sie nicht« von einer ,. ^ , kann sie sicherlich am wenigsten an der 2"^ .. ^ ^ todten Masse, der sogenannten „irdischen p".^s "" den durch den Glauben an die Fortexistenz ' 6" ln der Vorstellung existierenden Etwas beding ^ü' monien hängen. Anders vom lulturgeschichlll^ ^ leh' punkte. Archäologie und vergleichenden Volte"" ^ gleichmäßig, daß die Sorglosigkeit gegen ° < ^ dem Anbeginne menschlicher Gesittung voraus ,t" die tiefsten Stufen der Kultur bezeichne. ^ . s« ganz unrichtig, was Hr. K>5l in dieser V^F',< „Mögen die Kulturforscher der alten Art «uG ^se ^ die feierliche Entfernung der Todten aus de^M, Lebenden erscheine bll allen vollern al« emr ^ 180! n^x ^ ,""" ^"le, vle sie geiibt »lrb, ein Maß-l^b dcr Kultur elms Volles, namentlich in religiöser Der naturwissenschaftlich« Philosoph der Gegenwart nl.,^ ben Werth der bei unsern Leichenbegängnissen r,V^^^°"" "^zu crlennen und in ihnen einen richtigen Maßstab für-eine höhere Kultur nicht zu fin-U, l ä^ ^° vielmehr, der naturwissenschaftliche Pyuosoph der Gegenwart wirb auch auf die Erschelnun-Ac / KuUltt^nb ihr anmutiges Werden die natur. wlssenschaltliche Methode anwenden und dann wird er tlcht erkennen, daß auch der Kulturforfcher neuerer «rl '" d" «rt und Weise der Todlenbestattung einen Maß, »lad fur die Kultur eines Volks findet. Der Canni-vallSmuS der Uszelt all«in tannle leine Todtenverehrung, " war eine Zeit. wo auch rcligiöfe Regungen noch laum empfunden wurden. Ueber d°s Fressen ging daS "^stehln der menschlichen Individuen nicht hinaus, und man muß einräumen, daß diese Urmenschen die Frage nach der praltischm Verwerthung der Leichen für die Utblrlebenben in noch viel rationellerer, einfacherer Weise Mst haben, als sclbst Herr Kläl. Diese Bestattung der Todten in den Magen der Ulbtslevenken lebt l^och heute, wie man weiß. unter w'ldsi, und halbwilden Völkerschaften fort, zum Thclle durch religiöse Anschauungen gemildert und veredelt, wie dles auch im Nomaoenzeltalttr der indogttmanischen " asse der Fall war. Sicher lst, daß jede alte Religion dte Vernachlässigung der Pflicht gegen die Todten als die chwcchc Sünde betrachtete, wie denn überhaupt die Tod-stnbtstattung mit dem jeweiligen religiösen Glauben aufs 'Nt'igstt zusammenhabt. Die ulte VollSrellgion der Chl-ncscn. welche so arm an eigentlich religiösen Ideen ist, Waltet doch einen Ahl>enlultuS der ausgedehntesten «rt, welcher das Kulturleben deS sonst so prosaischen Volles um einer gewissen Iimerlichleit erfüllt. Und so wie ll>t mit dem Erwachen der religiösen Gefühle und Ideen, uut elnlm Worte der Neliglon. von der wir doch wissen. f"ß sie stets nur Anthropomorphismus lst, die Kultur ^ yrelsbare Formm zu lretm beginnt, so auch mit der ^odtenvcrehlung. Jene Voller stehen sichellich am lief-!ttn, wo nicht ellimal ein Schamane seincn elenden ^puck treibt, wo dem Dahingeschiedenen leine Zähren U'eßen. Mögen auch die Ceremonien, womit wir gegen» gültig unsere Lieben zur lctzten Ruhestätte geleiten, viel. >ach ln den Augen des positiven, einer monistischen Welt-^schauung huldigenden Dmlers ihres einstigen WerlhcS ^'ttleidet sein. ihre bloß: Uebung genügt, um daS Gt« l ußtsein zu wecken, elmm Kultulvolte anzugehören. (Schluß folgt) Hasiesnenigkeüen. Die Manöver bei VrandeiS. IV. Hlavno-Koftelni, 11. September. Um l/,7 Uhr worgenS brachen beiberfeil« die Caval-^n Patrouillen auf, und da man daS Älordcorp« bei Hlavno, «c'ftelni vermuthete, so rUcklen die Patrouillen der Slld-«rinse gtgen hlaveuic, Hlavno-Koftelni, hlavno.Sudovo bl« ^1 die Unhijhen nördlich vom letztgenannten Orte vor. Die ^armee erhielt die Ordre, um jeden Preis den Feind b» ln,« die Ifer zurückzuwerfen, bevor er von der von ^iellul anrückenden Division Unlerftlitzung erhallen wUrde. "ald war die 26. Division dieses Corps im Eilmärsche s!?!M die Wälder der Anhöhen obethalb Hlavno.Koftelnl vnd wcstllch vom Fahrwege nach Meöeriz begriffen. Diese «"höhen waren jedoch schon vom Feinde desetzt und eS ent« pann sich halh um die Winder gegen den Pi«laberg ein >)»hige« Gefecht, welches, da mittlerweile die Übrigen Trup. pm her SUdarmee über Hlavenec bis auf gleiche höhe an-tu«««, auf der ganzen Linie ein allgemeine« wurde. G^ld waren die Wälder am Abhänge genommen, doch 'Hwerer war der Rücken der Anhöhen zu erobern. 20 Mi-"Uten dauerte das Gelnatter des Kleingewehrfeuers, bis endlich die letzten Landwehrdalaillone der Noldarmee gewor. l'N wann. Sofort wurden zwei Vatterien auf den PiSla-"rg vorgezogen, um die mittlerweile auf den von Me^iz 3egeu die Iscr sich hinziehenden Höhen etablierte Artillerie ^ Noidarmee, die den iNUckluc, der Infanterie unlelstUtzen l^e, zu beschießen. ^ Während von beiden Selten da« Artilleriefeuer lebhaft "nlerhallen wurde, verfolgte die Iufanlerie der SUdarmee °le feindliche sehr energisch bis zur Mulde, die sich zwl. '^en dciden hühenzugen befindet. Dle Infanterie der Nord. .,"" konnte demzufolge nicht Hall machen, bis sie endlich ""' der sich Mich uon Mekr»z parallel sich zur Iser hin. «?«5 , " Berglehne ihr hinhallende« Gefecht velstärlte, ^eyalb die Infanterie der Südarmee sich länger in der w"" m "lbM- Dabei halte der Feind den Vortheil, daß ,2 ^aiterien ba« ganze Terrain der SUdamee dominier, ball, ^ ^ relirierende Infanterie den Rlicken erreiche ter N ^ ^"^ ^" ^"^ Deiche d^e mit der Arlillerie cltt°a,dllrm." gelommen war. wurde sie durch die heran, five w,^"° unterstützt und tonnte somit zur Offen-geb!« A besonder« bei Kochanel eine hestige wurde. über. den z»,f^^ ^ ^uppendivision der Südarmee belam daher so Vl72'e,^^"^ bei Kochanel zu stürmen. Dlefer °tzu ?;?« N ^«hellte Eturm wurde durch die Ne> '"« d« Mul^ ^' "lchwert, und da da« Vor.ucken "culve nicht genug energisch geschah, so ist es be. greifllch, baß das 3. Vataillon des 15. Infanleriereglmen. tes sowie auch da« 23. Itlgerbatalllon, welche« zum zwei-lenmale stürmte, nicht reüssierten. Die Tüdarmee war also sür heue geworfen. Die Cadalerie und Artillerie erntete heute Lob von Sr. Majestät, welcher sich zeitweileu bei der Süd, und Nordarmee aufgehalten hatte. Se. Majestät äußerten sich günstig über den heutigen Elfolg. Morgen dürfte das Manöver lurz sein, da Se. Majestät Revue oder wahrscheinlich Deftlierung vornehmen werben. — (Vom ». h. Hofe.) Se. l. und ,. Apostolische Majestät sind den 15, d. M. morgens zu den Truppen« ' infpicierungen nach BruH a. d. Leltha abgehst uul> welden sich von dort nach Budapest begeben. — (Perfonalnach richt.) Se. Excellenz der Herr Unlerrichtsminifter Dr. v. Slremayr ist am Ib. d. von l Wien in Graz eingetroffen. > — (Vom wiener Sladtthealer) fagl die berliner ..Montagszeltung" : ,Uaube hat seine Direction des wiener Stadtlhealers niedergelegt und Lobe dieselbe übernommen. Für diesen wird eS eine große Labe sein, wenn er die Liebe deS Publitums sür diese« Instilul gewinnt und das wiener Publikum und die Kliiil nach Verlauf eine« Jahres nicht einig siud im Lobe — Laub e's. — (gu Ehren der Nordpolfahrer.) Graf Hans Wilczel, der vor lurzem von Ischl nach Wien gelom. mett ist, reist am 18. d. M. mit Sr. Excellenz dem Grafen Edmund Iichy und Freiherr« v. Tode«co zum Hmpfang der österreichischen Nordpolfahrer, welche dort am 22. d. M. erwartet und von einem Regierungsdampfer feierlich werden eingeholt werden, nach Hamburg ad. — Nach einer Mil. theilung der „Presse" eröffnet der wiener Geweinderalh mit 5000 st. eine Subscription zu einem National« Ehren gescheut für die Norbpolsahrer und ladet alle Gemeinden Oesterreichs zur VelbMguag ein. — (Ein Meteor) mit feuria/m, am Kern um da« zwölf, bi« fünfzehllsache längerem, im Winlel von etwa 45 Graden abstehendem Schweife zci^le sich am 12. September abends um 7 Uhr 4b Minuten in Vraz bei hei. terer, ganz ruhiger Luft im Laufe von Süd ^ . ^lllbach, 16. Slplember. Anwesend: Landeshauptmann Herr Dr. Friedrich !^ "' 6" lten egg er, 25 «andtagsabgeordnele und der Herr wideSregierungsleltcr l l. Hosrath Vo. hus lav R.iter von Widmann als Vertreter der Regie, ung. ^ Das Prolololl der 1. Sitzung wird ln sloveni-scher Sprache vorgelesen und genehmigt. Der Lande«, hauplmann beantragt, daß die Sitzungeprolololle wie in der lhten Session nur in einer Sprache, und zwar ab-wechse nd einmal in deutscher und daS andere mal ln slovenischer Sprache vorgelesen werden sollen. (Wird angekommen) . .» .^.^m "ugewlihlte Abelorbnete M. Lavren cii leifttt die Angelobung. 3. Dem Abg. F. Nudesch wird ein achttägiger Urlaub und d«m Abg. U. Lavrencli lrantheilShalblr der Urlaub sür dle laufende Session ertheilt. .. ^ ^ ^""beshauptmann theilt mit. daß er die Indiucklegung und Verlbellung der Rcglerungsvor. lagen sogleich veranlassen wird. 5 Es werden folgende Wahlen vorgenommen, und zwar in den: Finanzausschuß: die Abg. Dr. VlelweiS. Dr. Eofta, Deschmann, Murnit, Dr. v. Schrey, Dr. Nilter v. Savlnfchegg. Horal, Dr. Potlutar und E. Schasser; PttltionsauSschuß: ble Ab«. Oraf Varbo, Miller v. Langer. Dr. Zarntl, Oraf Thuen. Kramarie, Pakiz und Dr. Nazlag; SlechtnfchaflSberichlsausschub: dle «baz. O.'af Varbo, Dr. Potlular. Rudefch. Psarier Taviar und Pal'z; Schulausfchuß: die Abgg. Dr. Vlelrveis. Dr. Eosla. Nitter v. Garlboldi. Ritter o. Langer. Obieza, Dr. Razlag und Dechant Toman; volls wirthschaftlicher Ausschuß: die Abgg. Deschmann. Kotnil, Kosler. Graf Margheri. Pul»z und Obreza. 0 Die Wahl t:S Äbg. Obreza wlld ohne Debatte agnosciert. 7. Der Rechen schafls be richt des lrainischen Landesausschusses für die Z^it vom 1. November 1873 bis Ende Juni 1874 wird dem Rechenschaftsbericht«. »uSfchusse; 8. der Gericht des LandesauSschusscS, belassend den Gefetznlwurf wegen Aufhebung deS Schulgelbesnub Aenderung der §§ 45 und 40 des Oesltzts vom 29ften April 1873, Z. ^l. dlM Schulauilschusse; 9. der Vericht des LandcSausschusseS, betreffend einen Geseßenlwurf zur Regelung der Normal schul» fondsbelträge von Verlassenschaften, dem Vchul« ausschusse; 10. der Verlcht des Landesausschusses mlt Voilase eines Gefetzentwurses. betreffend die Ausschließung der vom Einkommen aus zlnSsteuetfreicn Gebüuden zur Vor» fchreibung gelangenden Ein lommenfteuer von den Sleuerzuschlügen für LandcS., VrzirlS. und Gemeinde« Erfordernisse, dem Finanzausschüsse; 11. der Bericht des LandesaueschusscS, womit der Voranschlag des Grultdenllaftungsfonbe« für daS Jahr 1875 und dlsscri Rechnungsabschluß pro 1873 vorgelegt wird. dem Finanzausschüsse; 12. dir Vericht des LanvesaueschusstS wegen sin-brlngung der Rlickstünbe an Verzehrungssteuer» Landeszuschlii ge n btm Finanzausschüsse; 13. der Verichl des LandeSauSschusseS, mil welchem die Voranschläge der lrainischen Stiftungsfonbe für da» Jahr 1875 und die Rechnungsabschlüsse derselben für daS Jahr !873 vorgelegt werden, dem Fl« nanzausschusse; 14. dcr Oericht des Landesausfchusses mlt dem Voranschläge für das 1875 und dem Rechnungsabschlüsse für das Iah? 1873 der slaper O b ft . und Welnbaufchule dem Finanzausschüsse, und 15. der Verlcht des Land.Sausschusses wegen Oe-Währung eines NachtragScreditcS pro 1814 für die Landes Ob st« undNcinbauschule in Slap dem Finanzausschüsse zugewiesen. 10. Der Antrag de« LandeSauSschusseS : „Alle jene Versorgung sgen üsse, welche unter dem Tllel Quiescentengehalte, Pensionen, Provisionen, Vnadengaben und ErziehungSbeilliige auS dem LandeSfonde oder au« einem der Landesoerwaltung unterstehenden Fonde bisher am 25. eines jeden Monats für den laufenden Monat füllig waren, sind vom 1. Oll ober l. I. angefangen vom 2. jedes Monats als angefallen zu betrachten und an die VezugSberechllgten auszubezahlen", wird vom hohen Hause angenommen. 17 Der Antrag des LandesauSschusseS: „Der hohe Landlag wolle im Gnadenwege gestalten, daß dem K an« zlan Tomic bcl feiner normalmäßigen Vehandlung d,e prooiforifche Dienstzeit seit 1. Jänner 1864 bl« 10. April 1860 ebenfalls als dcfinitwc eingerechnet werde", wird genehmigt; ebenfo 18. das Gefuch des Ausfchers im Zwangsarbells-haufe, Johann Zormann, um normalmüßige Ve-Handlung. 19. Der Antrag des Landeeausfchusses: „Der hohe Landlag wolle unter Aufrechlhallung der Pui'lte 1 bis 3 und 5 der Beschlüsse vom 28 November 1873, belref. fend die Trennung der sanitären und administrativen Leitung ln den LandiSwohllhülialeitsanftalten, den Punll4 mod'ficieren wie folgt: Sr. Majestät dem Kaiser wird der Landesausschuß aus den SpitalSprimarlen elnen fta» bilen Director mlt der bisherigen Remuneration jährlicher 315 fl. rehufs Allerhöchster Ernennung in Vorschlag bringcn", wird angenommen. 20. Der Vericht des LandesauSschusses wegen Erhöhung der Remunerationen der Vezlrlswunl» ürzte in Kraln wird dem Finanzausschüsse zugewiesen. 21. Ueber Antrag des Abg. Dr. Eost«, »lrd oer Vericht de« Lande«auSschuss:S. belrcssend dle Verlegung des l. l.VezirlsglrichtSsitzts von Plan in» nach Loi tsch, einem zu wählenden ftebengliebrigen Ausschüsse zugewiesen. Der nächste SihungStag sammt Tagesordnun» wird den Herren Abgeordneten schriftlich bekanntgegeben weiden. ,^ ,,, . Schluß der heuligen Sitzung 12 Uhr mittag«. — («u« dem Sanitätswochenberichte de» lalbacher StadtphyfilateS) vom 30. August bi» inclusive 5. September entnehmen wir folgendes: I. Mortalität. Vorherrschend DiphtherUi« «it leicht epidemischem Eharalter, nebftdem gelangen Darm-latarthe und Durchfälle, sowle Katarrhe der Vlvnchial, schleiwhant und Tuberlulose nlchl selten ;ur Vehandluna vereinzelt Typholde. ' ^ '' ?zft2 II. Mortalltllt. Dieselbe war gering« al« in der Vorwoche, e« starben nemlich 1? Personen (gegen 26 in der Vorwoche). Von diesen waren 5 männliche« und 12 weiblichen Geschlechtes. 8 Erwachsene und 9 Kinder, daher da« weibliche Geschlecht überwiegend, da« Kindesaller u« 1 Todesfall mehr an der Mortalität participierten. I« ersten Lebensjahre starben 6 Kinder, und zwar an D«rchfall 3, an Schlagfiuß, Erschöpfung und Diph, theriti« je 1 Kind; vom 2. bis 20. Jahre starben 3 Kinder an Diphterilis; vom 20. bis 60. Jahre starben 7 Personen, und zwar an Tuberculose 3, an Vauchwassersucht, Magenkrebs. Pyllmie »nd allgemeiner Wassersucht je 1 Person; über 60 Jahre alt starb 1 Person an Magenkrebs. Häufigste Todesursache: Diphtherilis 4mal, d. i. 23 b°/,; Durchfnll und Tuberculose je 3mal, d. i. 17 7 "/<, aller Verstorbenen. Im Ewilspitale starben 6, im Wsabel-Kinde,spitale 1 Kind, in der Stadt und den Vorstädten 10 Personen. Diese vertheilen sich wie solgt: Innere Stadt b, St. Pe> lersvorftadt 2, Polanavvlftadl 1, Kapuzinervorftadt 1, Gra» dischavorftadt 0, Kralau. und Tiinauvolstadt 1, Karlstädter» Vorstadt und Hllhnerdorf 0, Moorgrund 0. — (Ernennung.) Herr Josef Kronberger, Vürgerschullehrer in Graz, wurde zum Haupllehrer an der hiesigen Llhrerinnen-Vilbungsanftalt ernannt. — (DasVeftlegelschiebcn) beim Perle« zum Neften der wailsch-gleinizer Feuerwehr endet Montag den 21. d. Bisher sind 1350 Serien geschoben, höchste Kegelzahl 23. — (Der slovenische Schriftstellerverein) veröffentlicht seinen Kassenbericht für das abgelaufene Ver« einsjahr. Die Einnahmen beliefen sich auf 460 si. 10 lr., darunter 203 st. 50 lr. Iahresbelräge, 182 ft. Stiftung«. bezuge, 22 st. Spenden, zur Presernfeier 50 st., Zinsen 2fi. 60ll.; die Ausgaben betrugen 422 fi. 5 lr., dar« »m« PlesttnDinlmal und Album 326 st. 79 lr., Unter-ftllhungen 15 ft.. Drucksorlen 61 si. 80 lr. — (Der Cilalnicaverein in Laibach) beabsichtigt a» Sonnlag den 20. d. zum Vortheile der durch Elementarereigmfse beschädigten Grundbesitzer in Unlerlrain »ud der Abbrändler in Oberlaibach ein« musikalisch« Soirse z» v«anftalten. — (Ein echter Schulfreund.) Dem „Slov. Narod" wird aus SteindUchel geschrieben, daß sich das Schulwesen während der Zeit, als Gutsbesitzer Herr «lbert Kap»« Nitter v. Püchelftein in Steinbüchel als Obmann de« Schuliaih«« fungiert, eines lebhaften Aufschwunges er< freut. Der gmannle Schulfreund ließ auf eigene Kosten die Schullocaliläten renovieren, spendete der Schule eln prachtvolles Kaisertxld und eine nicht geringe Anzahl von Gchulrequisiten der Schuljugend. — (Die Honigernte in Krain) lft gllnftiger, al« «an hoffte, ausgefallen. A« 14. d. offerierten einige Nieuenhäller am hiesigen Maille 15, 20, 2b bis 35 Ilr. Honig. Der Preis per Htr. wurde mit 16^ bis 17 st. normiert. — (Schwere Verletzung und Tod fall.) Eine fichere Agnes ganle au« Wmdifchdmf, Bezirk Gotlfchee, fand am 9. d. den in der dortigen Gegend als Raufer wohldelannten Iofef Widmar aus Windischdorf bei der zwischen Mlllerdorf und Windischoorf befindlichen Kapelle infolge erlittener Steinwürfe und Fußlrute schwerverletzt liegen. Widmar gab wohl noch Lebenszeichen von sich, war aber der Sprache nicht «ehr mächtig; er starb infolge erlittener schwerer körperlicher Verletzungen am 10. d. abends. Tie gerichtliche Erhebung und Untersuchung wurde sogleich eingeleitet. — (Schadenfeuer.) Im Wilthschaflsgebäude des Martin Ianeschiz in Verhek, Gemeinde Terschische, Veznl Vurlfeld, brach a« 3. d. um 8 Uhr abends angeblich durch unvorsichtiges Gebahren mit offenem Llchte Feuer aus, welche« dieses Gebäude sammt Fultervorrälhen gänzl'ch ver« zehrte. Der nicht vnsicherle Schaden benagt 800 st. — Der zehnjährige «mon Pirc, Sohn des Kaischler« Kaspar Pirc in Selogolo, Bezirk Stein, zUndete am 4. d. um 10 Uhr vormittags ein auf der Außenseite der Kaische unter einem Slrohdache befindliche« Wespennest «il Zündhölzchen an. Da« Strohdach fing Feuer und äscherte Kaische nebst Schwelnftall ein. Der auch nicht versicherte Schade beträgt 300 ft. — (Commissionsreisen in Strassachen.) Die grazer „Tagespost" erfährt: „Das l. t. Oberlandes-gerichlspräsidium in «raz hat zur Hintanhallung unnöthiger und leicht vermeidlicher Commifsionierungen im Straf« verfahien an sämmtliche unterstehende l. l. Vlzirlsgerichte von Steiermarl, Kärnlen und Krain den Auftrag ergehen lassen, daß in solchen Fällen, in welchen im Requisitions-wege im Auftrage des vorgesetzten Gerichtshöfe« erster Instanz als Unterfuchungsgerichtt« Amtshandlungen vorgenommen werden, Commissionsreifen nur dann zu geschehen haben, wenn das Untersuchungsgericht selbst diese auswärtige Nmts» Handlung verfügt hat. Die dlesfülllgen Reisepartlcularlen werden nur d«mn der Adjustierung unterzogen werden, wenn die Vestätigung beigebracht sein wird, daß diese Commissionsreisen Über speciellen Auftrag des Unlerfuchungsgerichles, bezlehungsweife der Nalhslammer des Gerichtshofes erster Instanz vorgenommen warden." — (Von der villacher Alpe.) Von der «eteorologifchen Vevbachlungsftallon am Dobracz, Macher Alpe, wurde an das Centralinftitul in Wien gemeldet: „Seit Beginn diefes Monats hallen wir einige arge Ge. witter zu bestehen und jede« derfelben wurde flir unsere Telegraphenstallon verhängnisvoll; am ärgsten wurde'der Telegraphenavparat am 5. d. M. milgenomwen, indem der Blitz, trotz gänzlicher Isolierung, in das Relais, den Tafter und bis in die Batterie fuhr, diese zerstörte, sodann durch ein Nebenzimmer in die Küche, wo derselbe eine Magd streifte und für einige Stunden betäubte, fuhr und mit einem schußähnlichen Knall in die Erbe schlug. Die Temperatur ist außerordentlichen Schwanlunge» unterworfen und fällt täglich bis zu 4" Celsius im Minimum. Wir hatten noch wenig fchöne Tage f.il Eröffnung der Station und sind stets von tiefgehenden Wolken oder dichtem Nebel umlagert. Schneefall Hat bis jetzt roch keiner stattgefunden, doch gewärtigen wir denselben stündlich." — (Nummer 9 der „Krainer Biene") bringt: 1. einen Arlilel über die blühenden Bienen-nährpstanzen (Herbstzeitlose); 2.eine äußerst interessante und belehrende Abhandlung unter dem „Titel ,Der Wendepunkt eines Bienenvolkes" von F. N. Hannemann in SUdbrasilien; 3. einen belehrenden Artikel über die nütz« lichften Nieneugeräthe der Neuzeit (Honigschleuder, Schleudeilafig); 4. B ienenzu chtsberichte au« der Umgebung von slelfnlz, Krainburg und Vt. Veit bei Sittich, Ober-pinzgau im Salzburgischen, Baiein; 5. Honigrecepte au« allrömischer Zeit; 6. Nereinsnachr ichten, au» welchen wir die erfieuliche Steigerung der Mitgliederzahl des Vienlnznchtvereines in Steitlmart »sehen. Neueste Post. Gern, 15 Slptembtr. Heult vormittags 11 Uhr etöffnlte Vundtsrath Porel den internationalen Post« congreß. Dle Verhandlungen, wclche nicht öffentlich stattfinden, waren heute der Fchstellung der Glschilftsoronuna. gewidmet. New-Orleans. 14. September. Die Llga der Weißen erließ «ine Proclamation, in welcher sie den Gouverneur Klllogg als Usurpator erklärt und die Wiedereinsetzung des Gouverneur« Mac Heniy verlangt. Die Partei der weihen Liga bewaffnete sich, bemächtigte sich de« Stadthaus?« und erlichtete Garricadln. 500 Pollzllsolratln, meistens Farbige, forderten vergeblich die Weißen auf, sich zu zerstreuen. Nach einem heftigen Kampfe, in welchcm 6 Gürger und 30 Polizelsolbalen fielen, zog sich die Polizei zurück. Die Vundestruppen blieben neutral und befehlen das Zollhau«. Kellogg verlangt die Intervention des Präsidenten. Wien, 16. September 2Uhr. Schlußcuise: Credit 248-75. «nglo 1K6 75, Union 130 25, Francobanl 64 50, Handelsban', 53 50. Vcremebane 21-50, Hypothelarrenteubaul 15--. allgemeine Vaugescllschaft k>3 75, Wiener Baubaul 62 25. Unioubaubanl 35 50, Wechslerbaubanl 1450, Nrigittenauer 1650. Staatsbahn 3l6'50, Lombarden 147 25, Lommunallose —. Telegraphischer wechselcurs vom 16. September HuVltl.NtUte 7125. - Hlli>«.»ientt 7470. — 1«sttt» staat« , «nlehm 110. — »aul - «stin, 24 Butter pr. Pfund —>45 -!" Korn „ 3,40 3^85 Eier pr. Stück -!2; -^ Gerste ,. 2 80 3 7 Milch pr. Maß - 10 - -" Hafer „ 2 - - 2 45 Rindslclsch pr. Pfd. - 30 ^ ^' Halbfrucht ,. -----427 Kalbfleisch „ -28-i^ Heiden „ 4 - 430! Schweinefleisch ,. -^32 -^ Hirse „ 310 3,47> Lämmerne« „-18-^ «ulurutz „ -------4 40 Hähudel pr. Slltcl - 45 -^ Erdäpfel « 2---------- Tauben „ —19 -!" Linsen „ 5 80------ Heu pr. Zentner 125-^" Erlisen ,. 6----------- Stroh „ - ?5 ^l'^ Fisolen „ 7 20------ Holz. hart.. pr.Klft.------6 ?« Rindsschmalz Pfd. — 54-, -^ — »veicheS, 22'<------4«" Schweineschmalz „ - 50 — - Wein, roth., Eimer------!3 " Speck, frisch .. -42------- -weißer. ,. -------12^ — geräuchert,, —j42-------> «udolfswerth, 14. September. Die Durchschnitto-PrB stellten sich auf dem heutigen Martte, wie folgt: st. k. ^3 Weizen Per Mehen 5 — > Eier pr. Stuck . . ^ A Korn „ 4 - Milch pr. Maß . -^ .^ Gerste „ 3 50 ^ Rindfleisch pr. Pfd. - A H°f« „ 1 70 Kalbfleisch ,. - A Halbfrucht „ 4 20, Schweinefleisch ,. - Z Heiden „ - -^ Schöpsenfleisch „ ^- I Hirse ,. 4 - -' Hiihndel pr. Stuck . — ^ Kuluruh „ 5 —! Tauben „ -^ ^ Erbäpfel ,. 2 20 Hm pr. Zentner . 1, A Linsen „-------- Stroh .. . -^A Erbsen ,. -------- Holz. iarte« 32". Klfl. 6! "" Fifolm ^ - — —welche«, „ ^ Rindsschmalz pr. Pfd. — 45 Wein.rother, pr. Lim« 1t Schweineschmalz ,. — 42 — Weiher „ H Speck, frisch, — 36 l Hasen pr. Stuck . Speck, geräuchert Pfd. — 40 Leinsamen pr. Metzen ^-!^ Angekommene Fremde. Am 16. September. «»<«,» »«»«>< H^««». Ern. Kaufm,. Magdeburg. -^ 3"' diga, Trieft. - Ehrenieich mit Faimllc. Pouovllsch. — l!"" lrlli, Prof., und Vlosca. Priester. Venedig. Rüthel u»d v^ lholmr, Kaufleute, Gotisch«. -- Dr. Shina, l. t. Mlllistll'^ secretär; Balon Wollensperg, l. l. Oberstlieutenan«; Sch»""' Kfm. und Heim, Reisender, Wien. - Klau«, «fm,. Oraz-. »»»«> «>«l«»>,«. Se. Excellenz Ritter v. Schmerling, ^ ' Feldzeugmeistcr; Schrüdlcr und Schweiger. Wien. - Krcw' ger, Prof., Karlstadt. — Maljevaz. Fcistriz.-Laureniit,v"!< polja. — Eisenzopf, l. l. Finanzcommissär, Graz. — K««', sammt Gattin, Littai. Pharmazeut. Miltllin«. — ^"^! Zobelsberg. — Kopriva, Sagor. — Koltnig, Oberlalbach-Varon Hautzer. Trieft. ,^, »»««n«««»,««' >«»l. Antic, Divllia. — Valentinuz', ""'^. Eerniö, Gutsbesitzer. St, Peter. — Millil, Holzhäudlcr, F"" »»»»>'«»,. Polojlcel. Küstenland. — Vaic, Vesitzer, WeißeN!^ Tognau, Ingenieur. Wien. — Arroviö, Privat; Ic"N, ^, macher und Metella, Telegraphist, Agram. — Kalusic', 3"»^ Velovar. l^»>»«^ v»n VextvU'i'VK«»,. Zerjov, Rann. Meteorologische Beobachtungen in Laibach^, '6Ü.Mg. 74022! >ll.7 ^ windilill ' trM ! s«« 16 2 „ N. ! 739.,» ^.15.n ^ windstill trübe l M" 10„ Ab. l 737 68 -j-13<> windstill , trUbe , ^ Anhaltend bewüllt, lein Sonnenblick. Nachmittags/,,^ Regen. Da« T»ge«mittrl der Wärme ^- 18 b", um 0 ^ dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ignaz v. Kleinmay^__, lUrivs^K^^t- Wien, t5. September Die Büise war im Verkehr mit Banfpapiereren sehr belebt und wesentlich günstiger. VesonderS starl war Verlehr und Avance in Anglo, ">'' , ^OV^sl V^t T««)^. und Ottoman. Auch im Verkehr mit Anlagewerihen zeigte sich im allgemeiuen gllnfiige Stimmuug; namentlich waren viele Priorilälengatlnilllen acfucht- dagege» '" die Aclien einiger Bahnen ftärler offeriert. Einen entschiedenen Ruckgang erlitten die Actien der Donau-DampfschiffahrtS-Gesellschaft. « » < , , Geld Ware Ktbrn«.) """ l.....71 65 71 75 «»«,«'), ... 7465 7475 «pril. ) DUbtlnnt« ^ 7455 7475 ««st. 188» ..... .250— 286 — , 1854.......10175 102 2t, . 1860.......110— 111 25 , I860 zu 100 fi. . . 118— 113 50 , Iß64...... 137- 137 25 Domilnen-Pfandbiieft 122 75 123 25 Prämimanlehen der Stadt Wien 103 — 103 50 »«n«u.«eanlitnmg».Lol». . . ^7 50 9« — Un«. «lfmbohn.»»^ .... 99 50 100 - Un,. Prilwieu.»»!...... 86 50 86 75 «>;n« «o»num«l««lnlthn» . . 90— 9025 Nctlen von Nanken. , , ^ Celd Ware ^°'«°"..... 1Kb «5 165 50 «antv««n ... is>2 ^ is"< V°dtNlr«dU,nstalt ' ! . . -^ ".^ fl°ßlo.V«nl . , ' . . 8497h.,49_ Geld Ware «lreditansialt, ungar. . . .230 75 2»! »5 Tepositenbant..... 147-50 148-- «ecompltlmstllll......920 — — — Fr»uco'Vaul......6475 65-. Houdelebanl.......8450 85-- sllltioualbünl......984— 986- Oefterr. »llg. Vanl . . . . b7 - 58 — Olfierr. V»nlg,st2lch»ft . . . 197— 198- Uuicub«nl.......130 75 131 - «l«ciu«b«p! ....... 21 b0 2175 «0 i!tmb.-Lzern.-Illfsy-»ahn . 14»-- 149^0 Lloyd-Oesellfch. . . 456- 4^9- ochnr. stord»eftbolf«.«ahn..... 155 50 156 - GllllltSbahn...... 317 50 318 50 Sndbllhn........ 146 25 146 50 theiß.Vahn....... 816-- 216 50 Ungarische N°rl>«stb«tzu . . 12» — 123 5l) UuL»rischt Oftbahn .... b275 53 2k> Tr«Mw«,.«eftllsch...... 144— 149»- NaugeseUschaften. «llg. öfterr. «»ll°^ellfch»ft . . 54 25 54«' «<«ti «an«ts«llsch«ft.... 63 25 63 50 Pfandbriefe. «»gem. «ftt«. Vodtuerlölt . . 94 — 94 50 bto. l» 38 I,hreu 87-- 87 25 «,tt«>nalb«lt ». »..... 928') 9390 lin«. V«l,«erti»»t..... ß6 - 86 25 Prioritäten. «ilisabtlh.-V. 1. «m.....9425 H450 Ferd.-Nordb. S......104 75 10b - Franz-Ioseph-V......101 50 101 7b Gal. Karl-Ludwig-V., 1. Em. . 106-- 106 50 Oesterr. Nordweft-V. . . . 96— 96 25 «Liebenbürger ... 81-60 8190 Staal,l,«chn ... , . 13? K0 138 - Geld A5 «Ubbahu k U'/......,10- l^-hli 5'/......"5-H^ GUdbahn, Von«.....222 ^ "5z, h<» Un,. Ollbnhu......73. ' Privatlofe. . ^ ««bit.«.........l65b0iev^ «ul»«lf,.L. ....... 1»b0 " Wechsel. .^ Franlfnrl........91 b^ .gg0 Loud»» . . . . 1"9^ ^ghö Geldsorten. Geld _ ^ zjg ^' Vnt«te« . . . b fi. 27j tr. 0 st gl ^ N»p°lt«n«d'°r . . 6 „ «0 . ? ^13^" Prenß. »assenlchewt 1 .6175, ' ° ill -«Ub« . . 104 . - . 104 , «rainische Orundtutlastungs-ObligalloN^ Pri,«ln«tltrung: »elb 86 b0, Ware >