Echnti ' «»thdau («cnnn Echrittieimng-hhauSgaff« Nr. S '««»» H»«X »»Oft»»»«: llatt« o»U Mi *oi!5- ». ttdn. m tl—tl Bit ina. ritni wln nicht __caltfc «». IMasgei nicht Nriiftchtlgt. ■ atiaiig sigea ■t im s«t«altaag gcgca toachEcs; »«, mbtgb fdu ■*.3-»>- nlArtU (Himn ia>>wnlln «mocai. M« «oo. Berwaltuag: Stathhansqast < Skr. 5 ?v»A>»»'>ae« »«»<>. veznySdediazuigei: Eatch »l« tmgti: McctdflMt ... c. im £atb|ütrig . . . i. cm •aantUtri« . . . ». < M »ü« 1 tl11 nil .UnllcBaag , H»»«: riosatim . , . . fi: —-ss »tettclja^rtg . . . B. ,.»» {•IWiil . . . . I. «■— «aauütrig ; jfKt'l «Ullas» »d«d«» stch M« Bcmt jrtiWtm am t» tojfiti —-- Ciniddlcte leiten big itir «MtfteBsm. Mr. 7«. HiM, Sonntag, 1. September 1901. 26. Jahrgang. Autässtidj des ZLonatswechsets ersuchen jene Abnehmer der „Deutschen Macht", die der Aezngsgebör im ?t«>KKande find, nm recht baldige Einsendung derselbe», damit ßein« Störung in der regelmätzigm Zusendung Zeitung eintrete. Die Verwaltung. Z>er heutige« Aummer der „Peutschea t" liegt Ar. A4 der Beilage „Z>ieSüdmark" »it der Erzählung: Jas japanische Schränk-che», »ei. Katholikentage. Wien, am 27. August 1901. Der ClemcaliSmuS mobilisier», die Scharen der Schwarzen mandeln auf dem KriegSpfade, — in rascher Reihenfolge mehren sich die Katholikentag«: Leitmeritz, K:re»sier, Olmütz. Auf allen wird der Mg ge-gen die „Lo« von Rom'-Bewegung edigt. Diese ist e«. von welcher sich die clericale t bedrolht sieht, von welcher die Ultramontanen tm. das« sie ihren Einflus« brechen wird. E« die Mcacht der Clericalen zu erhalten, die t einer politischen Partei; auf den Katholiken-e» wird oaber nicht von der bedrohten politischen ei gesprochen, sondern nur von der Gefahr, )t durch, die .LoS von Rom"-Bewegung dem Glauben, den Kirche und dem Staate droht. Die lholisch,e UebertrittSbewkgung soll daher, so langen eS die Clericalen, durch die Staatsgewalt drückt averden, ein« neue Gegenreformation soll eleitet woerben, die Zeit der Katholisierung«-»er solll wiederkehren. Allein die Clericalen den mit tden Katholikentagen da» Ziel nicht er» die !Tage von Leitmeritz und Kremsier — eine deutlich, der andere tschechisch — werden da« Gegentheil des von den Clericalen Ge-ten zur Folge haben. Beiden Katholikentagen Z)as Zdeat. Bon B. SB. Endlich | frei, — au» dem ruhigen Studier-»er hinaau« in die Welt, die er bi» jetzt nur den Büctchern gekannt! Jetzt will er alle» da» selbst fuctchen und erringen, von dem er immer feiner engten Bude geträumt, — da» Ideal. Wie er c am frühesten Morgen in der Dämmerung indertrt, hört er noch die Nachtigall schlagen, da» erstemal. Wie schwermüthig ertönte ihr »g! „Nachtijiigall.' sprach er sie an, „warum klagst fehlt dir r etwa»?' „Da» JJdeal," antwortete sie ihm. „So suche e», wie « ich e» jetzt thun will, du wirst e» 1/ tröWete «r. Doch si« erwiderte ihm traurig: !i«l Glück«! auf den Weg. unwissender Knabe, habt ichch auch da» Ideal gesucht, doch e» nie «den. WMein Blick wurde klarer dabei, aber Sinn t> trübe. Jetzt trauere ich um da» Ber-Wenenn du von mir einen guten Rath an-en willM. so kehre zurück und hüte dort dein Du k besitzest e» jetzt, ohne das» du e» selbst i. Du ti trägst eS in dir, in deinem Herzen mit in d die Welt, wo e» sterben mus». Du in ixiKtntm unseligen Glauben Truggestalten igen. di die später vor deinem sehend gewordenen in einein Nicht» zerfließen werden. Ich bitte flehend t um deiner selbst willen, kehre um, da e», einmaxal verloren, nimmer wieder gewinnst." ^Mch da da» Ideal besitzen?* lachte der Knabe, i. suchechen will ich mir'» erst. Leb' wohl, litt WarZanlinn/ standen Protestversammlungen gegenüber, deren Be« such viel, viel stärker war al» jener der katholischen Versammlungen, deren Verlauf deutlich zeigte, das» sowohl Deutsche al» Tschechen e» gründlich satt haben, sich von Pfaffen und Junkern beherrschen zu lassen. Der M>s»brauch der Religion zu politischen Zwecken, die Gleichstellung von Katholicismus und Clericali»mu». von Religion und politischer Parteisache, rächt sich an den Clericalen selbst. Die Clericalen machten au» der Religion ein Politicum, ihre Parteiorganisationen tragen die religiös« Benennung: Katholische Volkspartei, Katholisches Centrum, katholisch - conservativ, ihre Vereine führen mit Vorliebe daS Wort: katholisch in der Firma. Die politischen Sünder der clericalen Politiker mussten daher ganz selbstverständlich auch dem Katholicismus zur Last fallen, als dessen einzige wahre Vertreter sich jene ausgeben; de-kanntlich ist ja der Anstoß zur »Lo« von Rom"« Bewegung durch das deutschfeindliche Bündnis der Clericalen oder, wie sie selber wollen, der Katholiken mit Tschechen, Slovenen und Polen gegeben worden. Der Spieß ist also umgedreht worden; gerade deswegen, weil die Clericalen ihre Parteiansicht mit der Religion, der in Oesterreich die Mehrheit der Bevölkerung statistisch angehört, zu decken suchten, ist die NebertrittSbewegung entstanden, dem politischen Katholicismus steht die politische „Los von Rom"-Bewegung gegenüber. Zuerst verlachten und verhöhnten die Clericalen die UebertrittSbe-wegung, machten ihre Führer lächerlich, sprachen von den Uebertrittlingen, an denen die katholische Kirche nichts verliere, von dem Unkraut, das die blumigen Wiesen der römischen Kirche verunziert, sie vernaderten die Uebergeiretenen al» Feinde de» Staate» und Hochverräther, riefen nach der Polizei, mobilisierten Betbrüder und Betschwestern, und heute rückt bereit» der gesammte clericale Heerbann unter der Führung der Bischöfe zu Katholikentagen aus, deren einziger Zweck die Bekämpfung und Verdammung der .Los von Rom'-Bewegung ist. Wenig ist auf den Katholikentagen von der Religion die Rede, desto mehr aber von der Politik, und die Kanzel ist die Freistätte, von welcher aus, un- Wie er dahingieng auf der ebenen Straße, dachte er über die Worte, die er früher gehört, nach. Sollte er doch ihren Rath befolgen, sollte da«, wa» ihm die Nachtigall gesagt, wirklich wahr sein? Kehrr um, sagte allenthalben eine innere Stimme. Er war so in« Nachdenken gekommen, das» er die Umgebung gar nicht beachtete. Kehre um, — ja, kehre um! Der Entschlaf» war gefasst. Al» er nun aufblickte, um zu sehen, wo er sich eigentlich befinde, stand vor ihm im herrlichsten Morgenroth ein hoher Berg. Er war geblendet von der Schönheit de» Anblicke». E» kam ihm vor. al» säße auf dem glühenden Berge eine Herr« liche Gestalt und winkte ihm, hinaufzukommen. Ja, so ähnlich hatte er sich da» Ideal vor-gestellt, nur nicht so schön. .Sie ist'»," rief er, .da» Ideal, wie ich'» geträumt, nur schöner noch!" Jetzt gab e» kein Zurück mehr und auch kein Halten. Hinauf stürmte der unwissende Knabe; doch bald ließ er vom wilden Hasten und Eilen ab, da der Weg immer steiler und beschwerlicher wurde und er mit der Zeit einsah, das« er mit diesem Ungestüm nie an» Ziel gelangen werde. Ja, da« Ziel! Immer schaute er hinaus, ob die Gestalt noch winke. Je heller e» um ihn jedoch wurde, desto blasser wurden die Umrisse jener winkenden Gestalt. — seine» Ideal». Doch die Hoffnung ließ er nicht sinken, diese gab ihm Kraft. Noch diesen Felsenvorsprung hatte er zu überwinden, dann war er oben bei seinem Ideal. Er hatte den Gipfel de» Berge« erreicht, — die Gestalt war entschwunden, zerstoben mit dem Nebel. Frei vor ihm lagen die Thäler und Berge, die niederen, wie die hohen. Sein Blick war klar, wie gehindert durch einen RegierungSvertreter, die KreuzzugSprediger den Unfrieden in die Familie tragen können, indem sie — wie e« in Leitmeritz geschah — die Frauen auffordern, da« Tischtuch zu zerschneiden zwischen sich und den Männern, die der „Lo« von Rom"-Bewegung freundlich sind. Letztere wird von dem clericalen Kreuzzuge nur Vortheil ziehen. Langsam, aber stetig ist die Ueber-tritt«bewegung fortgeschritten; e« hat lange ge-dauert, bi« die Zahl Zehntausend erreicht war. Heute ist diese Ziffer längst überschritten, und noch lange zeigt sich kein Stillstand der UebertrittSbe-wegung. e« darf vielmehr mit gutem Grunde be-hauptet werden, das« diese erst jetzt mächtig zu werden beginnt. Wüs«ten da« die Clericalen nicht selbst, so würden sie nicht alle ihre Scharen zum Kampfe ausbieten. Die Bevölkerung hat da« Mittel kennen gelernt, mit welchem der clericale Hochmuth zu dämpfen ist, e« ist daS Zauberwort: .Lo« von Rom!" E« wirkt bei den Deutschen und ist auch, wie die Protestoersammlung von Kremsier und die Erklärung der evangelischen jungtschechischen Ver-trauen«männer beweisen, im Tschechenlager ver-standen worden. Ultramontane Pastoral - Medicin.') Die bekannt« Broschüre GraßmannS über die Liguori < Moral hat den Erfolg gehabt, dass in den letzten Wochen in einem Theile der katholischen Presse selbst jetzt die Reformbedürftigkeit der katholischen Moral « Theologie zugegeben wird. Sie stellt deshalb das Verlangen, die Moral Theologie zu revidieren und modernisieren. Da nun ab«r in einem anderen Th«ilr derselben Presse kecklich behauptet wird, Liguori spiele heule überhaupt keine Rolle in der katholischen Moral« Theologie mehr, so muss diese letztere Behauptung an der Hand eines modernen katholischen Lehrbuches ein-mal richtig gestellt w«rden. Das soll in nachfolgenden Zeilen ganz objectiv und sine ira et Studio geschehen. *) Auszug auS „Das frei« Wort", Frantiurt« Halb» Monatsschrift für Fortschritt aus allen Gebieten de» geistigen Lebens. e« ihm die Nachtigall vorausgesagt hatte. Doch eine Wehmuth überschlich ihn ob der entschwundenen Gestalt, und er dachte an die Worte der Nachtigall. Dann stieg er abwärt« traurigen Herzen«. — Al« er unter angelangt war, blickte er nochmal« zurück auf den hohen Berg. Und siehe, im Abend« roth leuchtete ihm nochmals dieselbe Gestalt, die er de« Morgen« geschaut, und an die er während de» Abstiege« immer gedacht und die er doch nie erreicht hat. Dann brach die Nacht herein. » _ Professor Koch üöer die Tnßercutose. Auf dem vor Kurzem in London abgehaltenen Congresse zur Bekämpfung der Tuberculofe, die al» Würger der Menschheit mehr denn Pest und Cholera in Betracht kommt, beanspruchten die Ausführungen deS Berliner Professors Koch das Hauptinteresse. Seit seiner Entdeckung deS TuberkeUBacilluS und de« freilich nicht durchschlagend wirkenden Heil-serum« Tuberculin war er unermüdlich mit anderen Forschern thätig, um heilend oder verhütend gegen die Tuberculose aufzutreten, welche al« Schwindsucht oder Auszehrung tückisch täglich an taufende Menschen« leben herantritt. AuS seinen Ausführungen fei hier zumal folgender Stellen gedacht: Was die Tuber« culofe selbst angeht, fei die Uebertragung von Menfch zu Mensch durch den AuSwurs zweifellos die Haupt« Ursache ihrer Verbreitung; Vererbung hingegen komme nur sehr wenig in Betracht. Die Frage der Mög-lichkeit der Uebertragung der Krankheit durch Milch oder Fleisch tuberculöser Rinder auf den Menschen, veranlasste den Redner zu eingehenden Versuchen, t die er mit Unterstützung de« preußischen Landwirt» Seite 2 „Jetttr** Wacht Nummer 7 Zu dem Zwecke genügt e», weitere Kreise auf ein moderne« Buch über katholische Pastoral«Medicin hinzuweisen Die« Buch stammt au» ultramontanen Kreisen. E» ist weit verbreitet und sehr geeignet, al« Ersatz und Ergänzung der Graßmann'schen Broschüre zu dienen. Auch dem indifferentesten Gebildeten ver-mag diese» Buch über Pastoral-Medicin die Augen zu öffnen über da«, wa» Liguori, Gury, Scavini, De» breyne u. a. thatsächlich heute für eine große Roll« in der katholischen Moral'Theologie spielen. Da diese« Buch da» Imprimatur der Oberbehörde erhalten hat, da e» al» Schulbuch gilt, so liefert e» zugleich die beste und schärfste Kritik der Gegner Graßmaun». Wir möchten also hinweisen auf da» Buch: „Pastorol« Medicin von Dr. C. Capellmann. königlich preußischer Sanititirath, Ritter de« pästlichen GergoriuS» orden»". Diese» Buch erschien 1893 bereit» in 12. (sage: zwölfter) Auflage im Verlage von Rudolf Barth in Aachen, wo e» zum Preise von 3 Mark zu haben ist. Sein Verfasser ist todt. Er würd« öfter genannt, al» vor einigen Iahren in Aachen die bekannten Miss-Handlungen d«r Kranken in der dortigen Alcxianer-Jrrenpflegeanstalt so berechtigte» Aufsehen machten. An dieser Alexianer - Jrrenpflegeanstalt war nämlich damals der Sanität»rath Capellmann der leitend« Arzt. Capellmann hat, „gedrängt durch befreundete Seelsorger", wie er in dem Vorworte zur ersten Auf« läge seiner Pastoral - Medicin selbst sagt, diese» sein Buch verfasst. Sehen wir uns nun den wissenschaftlichen Stand-punkt an und den Geist, au» welchem ein Lehrbuch geschrieben wurde, da» am Ende de» 19. Jahrhundert» zwölf Auflagen erlebte, so glauben wir un» in« Mittel-alter zurückversetzt. Bei der Besprechung der Hypnose schreibt z. B. dec Arzt Capellmann auf S. 50: „Da «S eine Gotteslästerung sein würde, anzunehmen, dass Gott jedesmal auf den Befehl von Menschen, die oft nicht» weniger al« fromm sind, unmittelbar eingreife, und die von ihm gesetzten Naturgesetze ändere, so oft e» diesen Menschen beliebt, so können solche übernatür« liche Vorgänge (der magnetisch« Schlaf und da» Hell» sehen nämlich) nur aus dämonischen Einfluss zurück-geführt werden." Ferner auf S. 51: „Abgesehen davon aber, ob bei den sogenannten magnetischen Experimenten oder bei Somnambulen dämonisch« Einwirkungen mitwirken können tc." Wir stellen also fest, das» Capellmanr, ein Arzt, in seinem Buche thatsächlich die Möglichkeit dämonischer Einwirkungen bei krankhasten, resp, unge-wöhnlichen Zuständen de» Menschen bejaht, resp, in Erörterung zieht. Hier haben wir also «inen studierten Mann, einen Arzt sogar, der am Ende de» 19. Jahr« hundert» auf demselben Mittel,lterlichen, mystisch«» Standpunkte steht, wie ihn am Anfange d«»f«lb«n Jahrhunderts der vielgenannte Görre» einnahm, welcher vorübergehend sich auch mit Medicin bethätigt hatte. Weiter diene zur Charakteristik de» Arzte» Eapell-mann jene Anleitung, welche er in seiner Pastoral« Medicin über die „gewöhnlichen AbtötungSmittel* gibt, nämlich über den Bußgürtel, da» Geißeln und da» fchafiSministerium« gemeinsam mit Prosessor Schütz von der thierärztlichen Hochschule in Berlin zwei Jahre hindurch ausführte. E« erwie« sich die voll« kommene Unmöglichkeit, die menschliche Tuberkulose auf die Verfuch«rinder, denen fortgesetzt in verschie« beitrc Weise menschliche Tuberkel-Bacillen beige« bracht wurden, zu übertragen. Damit war die völlig« Verschiedenheit zwischen der Tuberculose der Menschen und der Rinder unwiderleglich dargethan. Der Vortragende bemerkte, das« die deutsche Regierung Maßnahmen zur Fortführung derartige« Untersuchungen getroffen habe. Die Uebertragbar« seit der Tuberculose der Rinder aus den Menschen hält Prosessor Koch für höchst unwahrscheinlich, da die Fälle äußerst selten feien, in welchen primäre Tuberculose der Eingeweide nachgewiesen werden könne, Maßnahmen gegen diese Ar» der Ueber« »ragung feien entbehrlich. Damit hat Koch viele Menschen von unnöthiger Furcht und Besorgn!« befreit. Redner erörterte nunmehr die MitUl zur Be« kämpsung der Uebertragung von Mensch zu Mensch, durch deren Ausbau die Seuche allmählich zu be« stiligen sei. Bor allem müssen durch planmäßige«, langsame« Vorgehen die Wohnung«verhältnisse der ärmeren Bevölkerung verbessert, ihr allzudichte« Zu« sammenleben verhindert werden. Alle schwerer Er« krankten müssen, um sie nicht zu einer Quellt der Ansteckung werden zu lassen, der Krankenhau«be-Handlung zugesührt werden. Zu diesem Zwecke seien besondere, leicht und bei geringen Opfern zugängliche Krankenhäuser (Lungenheilstätten) oder Abtheilungen für Schwindsüchtige zu gründen. Die« sei die wich-tigste Maßnahme zur Bekämpfung der Tuberculofe und hier fei rine Gelegenheit für begüterte Menschen« Wachen (S. 114—115). Capellmann schreibt S. 115 : „DaS Geißel». Diese» kann schaden dadurch, das» e» wirklich« Wunden wacht u. s. w. Heftiges Schlagen mit einer schweren Geiß«l könnte an weicher«» Theilen auch Verletzungen innerer Organe veranlassen. Deshalb sollte eine Geißel keine scharfen Kanten haben, und soll die Geißelung nur d«n Rücken und etwa die Schultern und Arme treffen u. s. w." Da» schreibt der Arzt Eapellmann! Wa» würde da nun erst ein fanatischer Priester schreiben l Wahrlich, wer einmal die Springprocession in Echternach gesehen hat, wird e» nicht für unmöglich halten, das» b«i einem aber-maligk» AuSbruch der Pest in Luxemburg und auch in Deutschland abermal» Geißlerzüge veranstaltet werden könnten, fall» nicht der Staat sein Veto einlegen würde. Der Leser kommt vermuthlich auf den Gedanken, Capellmann habe mehr geschrieben, al» er verantworten könne. Aber da befindet sich der Leser leider in einem Irrthume. Capellmann schreibt nämlich: »Endlich be-darf «S wohl keiner Versicherung, das» ich beabsichtigt habe, überall mit den Lehren der römisch - katholischen Kirche in Einklang zu bleiben. Ich hoff«, das» ih von dieser Lehre nirgendwo abgewichen bin, erkläre aber Überdies, dass ich alle», was etwa in diesem Buche mit der Kirchenlehre in Widerspruch stehen sollte, sofort und unbedingt zürücknehmc." Da konnt« e« dcnn nicht fehlen, das» der preußische SaaitätSrath mit d«m päst-lichtn GregoriuSorden belohnt wurde! Wer .'aufte nun dieses Buch? DaS geht wohl au« folgenden Worten Capellmann» sehr deutlich her-vor, mit d«nen er seine Einleitung beginnt: „Da» auS der seelsorgerischen Praxis herau»gewachsene Bedürfnis nach einem Handbuch« der sogenannten „Pastoral-Medicin" ist so allgemein gefühlt und anerkannt, das» üb«r die Berechtigung einer solchen Arbtit wohl nicht gestritten werden kannund weiter: „nach meiner Auffassung ist Pastoral-Medicin die Summe derjenigen anatomisch physiologischen und pathologisch-therapeutischen Erörterungen, deren Kenntnis d«m Seelsorger zur Au»-Übung seint» Amtes nöthig ist." Da» ist gewiss deutlich genug. Die zwölf Auflagen der .Pastoral-Medicin" befinde» sich also in den Händ«n der katho-lischt» Geistlichen. ES soll hier nun nicht nähtr auf den Inhalt der Pastoral - Medicin eingegangen werden. Nur auf zw«i Capitel dieses Lehrbuche» wollen wir kurz hinweisen, in denen die Liguori-Gury'fch« Moral btsonder» deutlich abgehandelt wird. In dem Capitel über »da» sechste Gebot" (<5. 77—101) lrrnt dtr Leser, wie von einem guten Katholiken, „gedrängt von seinen befreundeten Seelsorgern", der Stoff auf Grund der Moralisten Liguori — Gury — Ballerini — Debreyne abgehandelt werden mus», um mit den Lehren der katholischen Kirche heutigen Tage» in Einklang zu stehen. Hier erkennt der Leser, wie die L«hren jener Moralisten als Grundlage der Pastoral»Medicin heule dienen, um beim Thema vom „sechsten Gebot" die katholischen Seelsorger auch und ganz besonder» für die Beichte zu informieren. Capellmann schreibt (S. 77): „Die Süud«n gegen freunde zu dauernd Segen dringendem Wirken. In keinem Lande habe die Schwindsucht so sehr abge« nommen wie in England, da« die größte Zahl solcher Hospitäler besitze. Von großer Bedeutung sei auch die Anzeigepflich», wenigsten« für schwere Fälle, wie sie in Sachsen. Norwegen und mit großem Erfolge in New-Iork durchgeführt fei. Hand in Hand gehe damit die Dt«infection der Wohnungen und Gebrauchtgegenstände. Die Aufklärung der Bevölkerung über Wesen und Verbreitung der Krankheit und ihre Verhütung sei nicht minder von großem Nutzen. Zur Frage der Lungenheilstättten übergehend erklärt e« Redner sür sicher, das« die Tuberculose in den früheren Stadien heilbar ist, warnt jedoch vor einer Ueberschätzung der Bedeutung der Heil« stätten. In Deutschland dürsten jährlich etwa 4000 Personen durch Heilstätten Genesung finden, während 22.690 Personen wegen Schwindsucht in Krankenhau«behandlung standen. Größerer Ein-flus« aus den Rückgang der Krankheit komme den vorerwähnten allgemeinen sanitären Maßnahmen zu. Namentlich befürwortet Redner die Nachahmung der von der Stadt New-Aork getroffenen Ein-richtungen, dank denen die Sterblichkeit an Schwind« sucht seit dem Jahre 1886 um mehr al« 35 Pro-cent gesunken sei. Proseffor Koch schlos« mit dem Au«drucke der festen Ueberzeugung, das« bei Be« nützung der im Kampfe mit anderen Seuchen ge-wonnenen Erfahrungen, wenn unrichtige Wege ver« mieden und da« Uebel an der Wurzel getroffen werde, der Kamps gegen die Tuberculose zum sieg« reichen Ende führe. Au« der Debatte über die Koch'schen Eröffnun-gen sei hervorgehoben, das» ihm einige Aerzte bloß ditstS Gebot, psccsta luxuriae, sind helltz«t.qe i vielleicht von jeher diejenigrn gewesen, welche >mJ und Art die Sünden gegen alle übrigtn Gebole Z> steigen. Dir« ist «b«nso beklagenswert, wie e» u» gefallenen menschlichen Natur begreiflich erscheint, bildet da» sechste Gebot den häufigsten Gegenstand i wegen seiner wirklich ungeheuerlichen Vielfältigl-i: I qualvollste Capitel für die seelsorgerische Thätizks Beichtstuhl. Und da ist natürlich, das» hier zumeit Seelsorger da» Bedürfnis nach den einschlägig« »tl logisch-medicinischen Erklärungen empfindet". also diese Dinge im Beichtstühle von selbst odn Befragen vorgebracht — und das» die» häufig mus»te ja Eapellmann wohl von seinen befv Seelsorgen wissen, weil er e» behauptet —, fej er in diesem Capitel, welche» auf Liguori — i — Debreyne'scher Moral Theologie beruht, de» I sorger in den Stand setzen, diese Sünden de» i«J Gebote» vom pastoral-medicini'chc» Standpuakdi Beichtstuhl moralisch beurtheilen zu könne». Uatj ganz deutlich zu werden, damit der Beichtvater ja, weiß, wa» er im einzelnen Fall zu thun hat, Capellmann nach berühmtem Muster ein Beisr«l i welche» der Leser auf S. 83 nachs«h«n möge, charakteristisch ist. E» beginnt mit den Worte»:. Hysterica, übrigen» in gutem moralischem A klagt sich an, das«" u. f. w. . . . Weitere» hier ebenfall» nicht citierbare» fi»! besonder» in dem Capitel über „die Ehe ' am ' 154—190 de» Capellmann'schen Buche». Dntl außer Scavini. Debreyn«, Gury—Ballrrini sonder» Liguori al» maßgebend angeführt. Wer die Broschüre Graßmann'» gelefe, findet in Capellmann'» Pastoral-Medicin manches kannte wieder. Wer aber Capellmann'» Pastoral-I gelesen hat, dem drängt sich die Frage auf, ob! Lehrbuch nicht da» Studium Liguori'« oder gewisser Beziehung ersetzt oder.überflüssig nncht. leicht liegt darin eincr der Gründe, wenn r»l lifchen Geistlichen — fall« sie nicht von der re» mentalis Gebrauch machen — behauptet nart, I sit den Liguori nicht grlesen haben. Capellmann hat deutsch geschrieben, mit schen Citaten im Text, wo dieser doch ga: | schlüpfrig wird. Sein Buch ist für jeden " verständlich. Außerdem hat er „für diejenige, l welche diesen Gegenstand Ueber lateinisch sehen und der lateinischen Sprach« noch hin mächtig sind, tine vollständig lateinische herausgegeben". Capellmann hat deutsch ges« weil er ..die Gefahr, das» Unberufene Ml i Pastoral-Medicin etwa» Schlechte» herauLlc'ea für sehr gering hält". In diesem Sinne, wir, dürfte man un» keinen Vorwurf mache», wir au» der Capellmann'schen Pastoral-Medirw i führlicher citiert hätten, al» wir gethan {,&»> «» genügt un» da» Gesagte und Angedeutete tc um die tingang» angeführte Behauptung ton montanen Presse zu wiederlesen. de«wegen widersprachen und weiterhin st? aufsichtigung der Molkerei-Erzeugnisse oei weil nun eben die bezüglichen medicmischt» l forderungen von Kopenhagen. Stockhol» lc. | eingelebt huben, al« ob die Furcht vor lub Rindern auch wirklich begründet wäre. Sei Koch aber blieb felsenfest bei seinen $ri}au die er durch feine praktischen Versuche bedingt erwiesen halte. Er erklärte, er Geld, da« zum Schutze de« Publicum« gl> Milch und da« Fleisch tuberculoser Amt» au«gabt werde, al« verschwendet an. A gierungen hätten mit großen Unkosten emt ( bekämpft, welche die Menschheit nicht bedroh mit einer Ueberzeugung, welche nur aul schütterlichem Glauben an die Richtigkeit Versuche fließen kann, sügte er bei: „JchtMt ohne weitere« tuberculose« Fleisch zn tuberculose Milch zu trinken. Die Haupt« einzige Quelle der Ansteckung ist der Schwindsüchtiger". AI« Gegner Koch« machte sich oorlii einem Berliner Blatte Professor Virchow Um festzustellen, wa« für die Gesundheit W I geschehen mus«, beziehungsweise wa« verhiut« mus«, meint er, hatte die dänische Regieriq au» Medicinern gebildeten Gesundheittrau i setzt. Diese Körperschaft hat sich nun mit der Rindertuberculos« beschäftigt und gründung dieser Frage sind die eiageh schungen angestellt worden. Da« Erg Forschungen ist da« Rückgrat fast unserer dementsprechend»« Gesetzgebung gewordeiu Z wähne nur unsere Bestimmungen üder die i bsperrungen. Alle« die« beruht auf der ßmml Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Sonntagsbeilage der „Pnltscheu Wacht" i« tziM. Vr. 3ö „Die Sadmarl" erscheint jeden Sonntag als unentgeltliche Seilaae fslr die Leser der „Deutschen Wacht". — Einzeln ist „T ie Südmarl" nicht käufUch. 1901 Das japanische SchränKche». Erzählung von M. Carruther». - (Fortsetzung.) Der Himmel weiß, dass ich diesen Vorsatz auch ausgeführt habe. Äeitt Armer klopfte in diesen fünf Jahren vergebens bei mir an; ich habe unzählige wohl-thätige Vereine in Frankreich und noch mehr in meiner Heimath unterstützt, verschämte Arme ausgesucht, Waisen erziehen lassen, übrigens dir, mein Lieb, brauche ich ja nicht aufzuzählen, was ich Alles gethan, du hast mir ja wacker bei meinen Liebeswerken geholfen. Der Versucher siegte! Du wirst nun fragen, welches Interesse der Elende an der ganzen Geschichte hatte. Nun denn, er bezog von Pohitonosf's ein sehr hohes Jahresgehalt und fürchtete, dieses zu verlieren. Freilich würde ihn Gräfin Ladislas, der es nur um einen Erben zu thun ist, auch weiter in ihren Diensten behalten haben, wenn er ihr Fedor zugeführt hätte, aber das Kindchen war so zart und kränklich, dass er es nicht für lebensfähig hielt und sicherer zu gehen glaubte, wenn er mir die Rolle eines Usurpators aufdrängte. Auch speculirte er nebstbei auf mein kleines Privatvermögen und verlangte unumwunden, dass ich, Wladimir Stro-gonoff, der an den Blattern gestorben, ihn zum Erbe» desselben einsetzt. Dies verweigerte ich aufs entschiedenste, denn erstens wollte ich, falls die Geschichte doch an den Tag käme, nicht ganz mittellos dastehen, und zweitens wollte ich ihn in Händen haben, um mich seines Schweigens zu versichern. Ich bewilligte ihm, solange ich den Namen und die Stellung meines VetterS einnahm, die Zinsen meines Privatvermögens, welches, da ich als Strogonoff ohne Testament gestorben, mir alS dem Grafen Pohitonoff, dem einzigen gesetzlichen Erben, zugefallen war. Mit dem Tage jedoch an dem die Betrügerei enthüllt würde, hatte er, das bedang ich mir. keinen weiteren Anspruch darauf. Da ich fest bei diesem Vertrage beharrte, machte er gute Miene zum bösen Spiel, und ich war gewiss, dass ich von seiner Seite keinen Verrath zu fürchten brauchte. AlleS ging vortrefflich. Gräsin LadiSlas hielt mich für ihren Enkel, ich genoss alle Rechte desselben, Deutsch bearbeitet von Fr. B. R e s ch. «och» ruck oiie Hiubernlung de» Kcichsrathes sollte »ach dem bisherigen Meldungen eist Milie Novtm« der erfmlgen. Dieser späte Termin hätte seine Be» gründuwfl darin gesunden, das« vorher die Neu--wählen für den böhmischen Landtag durchzusühren gewesen wären und einzelne Landtage noch im October hätten zu einer kurz«« Session zusammeiH treten sollen. Die späte Einberufung deS Reich«» rathe« würde diesen natürlich verhindern, noch heue« die Bud'getberathung zu Ende zu führen, es wär« außerdem auch kaum möglich, andere kleinere G<-setze und» jene Initiativanträge zu erledigen, welche dringlicher Natur find. Nun melden tschechische Blätier, das« der Reich«raih doch schon früher, und zwa» für den 2V. October, einberufen werden soll. T>ie zahlreichen und schwierigen Aufgaben, welche tder Reich«ra»h in seiner nächsten Tagung zu lösen hat. würden eine zeitliche Einberufung vollkommen rechtfertigen. E« könnte sonst die Herbst« sesfion laicht vergehen, ohne das« in derselben mehr geschieht,, al« die Zuweisung der Budgetvorlage an den Bud>geiauSschusS. ES ist auch zu erwägen, das« Zollsragttn und Ausgleich einer parlamentarischen Vorbereitiung bedürfen, die Zeit verlangt; die Stellung der Parteien wird durch ein Hinausschieben de« EialberusungStermine« kaum eine Aenderung erfahren.. Dir .Wiener Abendpost" hat zwar die mit großer Westimmiheit aufiretenden Gerüchte von der b«vorst«hienl<, Kntlassnng des Kriegsntinillers Kreiherrrn v. Krieghammer dementiert. allein e« ist trotzdiem zweifello«. das« dessen Stellung er» schultert «ist. E« war schon zur Zeit der letzten Deleqatio?nStagung den Delegierten bekannt, das« die Tage' deS Herrn v. Krieghammer gezählt sind. Au« dies«« Grunde blieb auch die lendenlahme Beantwornung der Interpellation wegen de« Vor-gehen« gzegen den Milnärpensionistenoerein unangefochten. AIS ein Deleftier«>r der Deutschen BolkS-Partei die Absicht äußere, wegen dieser Beantwortung dem Kritfgiminister doch die Meinung zu sagen, sagte zu demselben ein über die Intentionen an höchster ^Stelle wohlinformierter Delegierter: „Be-mühen Svie sich gar nicht, e« wäre schade um die Zeit, die? Sie in Anspruch nehmen, der Krieg«-minister i ist „ein dürrer Ast', der bald von oben au« abgeflägt wird.* Auf die Frage, ob die« schon ganz gewvii« sei, erwiderte derselbe Delegierte: „Sie können siäch ganz b-stimmt darauf verlassen, e« ist die legte Session in der wir ihn sehen." Da« sprach fichh hnum und e« fühlte niemand mehr Lust, mit dem irin Delegurtenkreisen persönlich MisSliebigen noch weitaer ein Hühnchen zu pflücken. Ki»«e neue Niederlage der Hngländer. Von London auut wurde vor wenigen Tagen da« Ge-rücht verbtnite», e« sei den Engländern gelungen, Kruitzingem au« der Capcolonie nach Norden zu hagener LEchule und die führte un« eben zu ganz anderen Ergebnissen, al« die sind, nach denen Koch jetzt die Frrrage glaubt behandeln zu können. „Denken Sie vielleiticht, weil Koch in London seine Au«, sührungen > gemacht ha», an da« Wort: Rom hat gesprochen Ä? Die Sache ist beendet? Da möcht« ich Ihnen dowch sagen: Koch ist nicht Rom, und die Sache ist bei weitem noch nicht zu Ende". Aus diese Bemnerkungen de« Herrn Virchow läs«t sich entgegnen, , das« sie nicht« al« Worte enthalten und nicht im g geringsten beweiskräftig sind; denn auch der dänischche GesundheitSrath ist nicht Rom und dessen Anfafchauungen nicht da« letzte Wort in der Echwindfuckcht'Frage. Der Londoner Tuberculose-Congres« nahm schließlich c am 27. Juli mehrere Resolutionen an. darunter eiieine. welche sich gegen da« Ausspucken auf öffentlichen n Plätzen wendet. Den Spitälern und Polyklinikeiin, wird empfohlen, jeden Phthisiker mit einer schristlstlichen Anweisung für sein Verhalten zu versehen mund aus den Gebrauch von besonderen Kpucknäpfenen hinzuwirken. Weiter« empfiehlt der Congref« didie Anzeigepflicht für SchwindfuchtSfälle, Swie die E Errichtung von Sanatorien und Schwind» chtSheilstättätten und legt den Regierungen dringend iahe, sofort >rt die Untersuchung der Koch'schen Theorie |» veranlafiafsen, inzwischen aber in den Vorsicht«-»aßregeln « gegen inficierte« Fleisch und inficierte Vtilch nicht ht nachzulassen. De« weiteren empfiehlt ta CongresnsS die Einsetzung eine« ständigen inter-»aiionalen Au«schusse«, welcher da« Material lammeln. da darüber berathen und die Mittel zur Be-Kmpsung de der Tuberculose empfehlen soll. Möge die Zukunft KokvlhS Behauptungen und Hoffnungen rechtfertigen!:n! drängen. Wagegen gewann e« den Anschein, al« sei sruitziWr nur den Engländern auSgewichen, um sie weiter nach Norden zu locken. Jetzt wird nun au« Kapstadt vom Sonntag gemeldet: Die Buren griffen siegreich einen Theil der Brigade Elliot am 22. August nahe Ladydrand im Frei« staat an. Die Engländer wurden auf den Caledon-stuf« zurückgeworfen, sie verloren 3 Geschütze, 17 Todte, 42 Verwundete; 5 Officiere und 72 Mann sind gefangen. Damit scheint da« Räthsel von Kruitzinger« Marsch nach Norden gelöst zu sein. Wie wenig die Proclamation Kitchener« auf die Buren wirkte, besagt eine Depesche KitchenerS vom 25. August: „Ich erhielt einen langen Brief von Stejn, in dem er die Angelegenheit der Buren au«-führlich darlegt und erklärt, das« er weiterlämpst» werde. Ferner erhielt ich ein kurze« Schreiben von Dewet, der sich im gleichen Sinne ausspricht, sowie von Botba, der gegen die von mir erlassene Procla-mation Einspruch erhebt und ebenfalls die Absicht kundgibt, den Kampf fortzusetzen." Ebenso hat der Burenführer Delarey die Proclamation Kitchener» seinerseit« mit einer Kundmachung beantwortet, in welcher energisch erklärt wird, den Krieg sortzu-setzen. Die Erwartungen, die man in England vielleicht an die strengen Maßregeln des britischen OberbesthlShaber« in Südafrika geknüpft hat, sind alfo, wie übrigen« jedem Nicht-Engländer keinen Moment zweifelhaft war. nicht in Erfüllung ge-gangen. Die erwähnte Proclamation wird keinen andern Zweck haben, al« die Erbitterung bei den Buren zu steigern und sie zu veranlassen, den Kampf bi« auf« Messer fortzusetzen. Wa« den Führern winkt, fall« sie dem Feinde in die Hände sollen, ist lebenslängliche Verbannung auS dem Lande, für dessen Freiheit sie mit Lebensgefahr streiten; da« ist ein Grund mehr, nicht abzulassen und den Krieg fortzusetzen, so lange e« geht. — Ein weitere« Telegramm KitchenerS auS Prätoria vom 25. August besagt: Drei Officiere und 65 Mann, die von Ladybrand her auf dem rechten Flügel von Elliot« Mannschaften marschierten, haben sich am 22. August morgen« auf ungünstigem Terrain ergeben. Sie wurden von einer überlegenen Streitmacht des Feinde« gefangen genommen. Ein Mann (I) wurde geiödtet, vier verwundet. (Da« Terrain scheint wohl in seiner Gänze ungünstig zu sein.) Z»«r Kcrlull ganz Südafrikas ist für die Engländer bereit« eine Wahrscheinlichkeitssache, die nach den Berichteen vom Kriegsschauplätze bald zur Thatsache werden dürste. Da aus den telegraphischen, von der Censur entsprechend umgeformten Berichten ein richtiges Bild der Lage nicht zu entnehmen ist, müssen wir stets die brieflichen Mittheilungen ab« warten, die allerdings ein ganz anderes Bild der KriegSlage entrollen. So meldet der Bericht«-statter der ,N. Fr. Pr.', die doch fönst über dem Strich schon wiederholt daS Ende der Buren an-gekündigt hatte, auS Prätoria Ende Juni: „Von einer planmäßigen, zielbewusSten Kriegführung der Engländer ist nicht mehr zu sprechen. Da«, wa« gegenwärtig noch geschieht, da« Herumziehen der Colonnen in allen Theilen de« KriegSlheater«, die glücklich sind, wenn sie noch einige Ochsen finden, bedeuten den letzten Versuch, um nicht« unversucht gelassen zu haben. Die getreuesten Anhänger der Engländer lassen den Muth sinken und geben deren Sache sür verloren. Die gegenwärtige Situation wird für sie immer unhaltbarer. Schon laufen Nach-richten ein, das« Pieter«burg und Nylstroom wieder von den Buren genommen wurden. Wenn die« auch nur vorübergehend ist, zeigt e« doch die Schwächt der Engländer. Au« der Gegend von krügerSdorp wird vom 23. Juni eine Niederlage der Engländer gemeldet, die nebst bedeutenden Ver-lusten an Todten und Verwundeten 4 PomponS und 700 Gefangene kostete. Von Middelburg kommt die Nachricht eine« UeberfalleS auf ein Lager von 500 Australiern, welche 200 Mann, 3 Armstrong-Kanonen. 2 Maxims und 10 Wagen verloren. E« kamen von QuaggaSport — unweit Prätoria — au« einem blutigen Gefechte Verwundete herein. Diesen UnglückSbotfchaften steh» kein günstige« Bulletin gegenüber. Der Armee-Obercommandant wagt sich nicht mehr au« den Befestigungen Prätoria« herau«. und wenn die äußerste Nothwendigkeit hiezu zwingt, riskiert er e« nur mit einem Ambulanz» Train unter dem Schutze de« Rothen Kreuze«, wie er mit dem Prinzef««Christian-HofpitalS-Train von einer Exkursion zurückgekehrt ist. Das Zusammen-schrumpfen der britischen Etreitkraft wird dazu zwingen, zuerst den Norden Transvaal«, dann die Dolaaoabahn aufzugeben. Prätoria wird die Wurzel am Flustrande fein, an der sich die Hand de« Ertrinkenden am längsten krampfhaft festhält, doch auch diese wird ihm entgleiten und dann wird der entkräftete Körper zurückgefluthet werden, bi« er an dem Süduser de« Orarijeflusse« Halt finde«. Trotz de« Cordons an dieser Barriere werden die Republiken ihre Capbrüder nicht im Stiche lassen. Botha und Dewet werden durch da« West- und Ost-Griqua-Land den W«a in die Flanken der Capcolonie finden, dort werden sie Kruitzinger die Hände reichen zu« Bunde eine« freien Südafrika. Aus Stadt und Land. ßvangelische Gemeinde. Heute Sonntag, den 1. September vormittag« 10 Uhr, findet im Andrea«-kirchlein in der Gartengasse öffentlicher evangelischer Gottesdienst statt. IreiwiMge Aeuerweßr KiM. Wie wir schon in einer unferer letzten Nummern berichteten, begeht die Cillier Freiwillige Freuerwehr am heutigen Tage das Fest ihre« nun dreißigjährigen Be« stehen« in einfacher und prunkloser, jedoch würdiger und ernster Weife. Bei der Schulübung im Rathhause werden besonder« die tüchtig ge-schulten Steiger Aufmerksamkeit erwecken, welche den UebungSlhurm zu steh« Mann mit fech« Leitern und zu zwei Mann mit einer Leiter ersteigen werden. Die Spritzenmannschaft wird ihre Uebungen an zwei Abprotzspritzen vorführen. Ein ernstere«, jedoch bewegtere« Bild wird da« Publicum bei der Schauübung zu sehen bekommen, bei welcher mit der Tampssprrtze, einer Abprotzspritze, mit der frei« stehenden Schiebeleiter und der Steckleiter, sowie mit dem RettungSschlauche der Angriff auf ein Brandobject dargestellt werden wird. Hierauf er« folgt unter Vorantritt der städtischen Musikverein«« kapelle der Festzug zum Festcommerse im Wald« hause, welcher dadurch »ine besonder« skierlicht Weihe erhalten wird, al« bei diese« die bei der Feuerwehr durch 25 und 30 Jahre dienenden Wehr-Männer durch Uebtrreichung der vom Feuerwehr-verbande gewidmeten Ehrendiplome geehrt werden sollen. Und so verspricht da« Fest durch den Ernst seiner Veranstaltung ein dem längjährigen Bestände eine« gemeinnützigen Institute« vollkommen würdigt« zu werden. Kermihlnug. Mittwoch fand in Gam« bei Marburg d«e Vermählung deS Herrn Ferdinand Wolf, Lehrer« an der städtischen Knabenvolk«-schule in Cilli, mit Frau Karoline Schön statt. Ans dem politischen Dienste. Der bisher bei der Cillier Bezirkshauptmannschaft zugetheilt gewesene BezirkScommissär Dr. Adam Weiß von Schleußenburg wurde zum Leiter der politi-schen Exposilur in G o n o b i tz ernannt. Anlage eines Stockgeleises sammt Aerlade-platz in der Station ßilli. Die commissionelle Erhebung betreffend die Herstellung eine« Stock-geleise« sammt Verladeplatz in der Bahnstation Cilli findet am 13. September statt. Die« wird mit dem Bemerken kundgemacht, das« ein Part de« bezüglichen ProjecteS 8 Tage hindurch zur all-gemeinen Einsicht beim Stadtamte aufliegt. Hin reizender Abend im Aaöe Knfier. Au« Tüffer wird uns geschrieben: Im Kaiser Franz Josef-Bad Tüffer wurde durch die Liebenswürdigkeit einiger Curgäste ein sogenannte« Dilettanien-Concert veranstaltet, welche Btnennung jedoch nur insofern gerechtfertigt ist, al« die Mitwirkenden keine Künstler von Profession waren. E« ist möglich, das« ich den einen oder den anderen Namen derselben nicht richtig schreibe, dieS mus« man mir entschuldigen, da ich ja die Gesellschaft nicht genau kenne. E« wird mir auch jtdtr zugeben, das« gerade dieser Umstand meine Feder über da« Papier gleiten läjSt, wie ich eS als Kritiker gewohnt bin. Frau Baronin RokitanSky hat da« Ave Maria von Gounod mit wahrer Pracht gesungen, sowie ihr ganze« Auftreten auf dem Podium ein wirklich ideale« zu nennen war. Ueber die Leistung der Frau Dr. Schwab am Clavier brauche ich nicht viel zu schreiben, da man sie im weiteren Umkreise bereit« al« Künstlerin kennt. Sie spielte da« Mendelsohn'jche Concert, welche« ich schon öfter« von bedeutenden Autoritäten zu hören Gelegenheit hatte, außerordentlich, und e« ist nur schad«, das« wir nicht schon öfter Gelegenheit hatten, das Spiel der liebenswürdigen Dame zu bewundern. Hoffent-lich wird e« un« noch vergönnt sein, sie in der nächsten Saison oder bei irgend einer anderen Gt-legenheit wieder zu hören. Nur eine« mus« ich bedauern, und da« ist, das« nur eine kleiner« Ge-sellschast in der Lag« war, den Vorträgen beizu» wohnen, denn die Räume de« nicht unbedeutenden Seite 4 .Deutsch- W,cht- 9Jummer 70 Curfalon« mit feinen Nebenlocalitätrn waren zu klein, um die Zuhörer alle aufzunehmen. Herr Kreisch mann, wie man mir sagt ein lang» jähriger Curgast hier, hatte da« Arrangement über« nommen. und e« gelang ihm vorzüglich. Auch er hat zwei Lieder, darunter ein Concerlstück, vor» getragen, und schier wollte sich da« Publicum trotz seiner wiederholten Verbeugungen und Abtreten« von dem Podium nicht im Beifallsjubel Einhalt ge» bieten lassen. Herr Theodor Gunkel jun. trug zwei Couplets vor, und zeigen die Leistungen de« jungen feschen Manne« von sehr viel Talent. Um die letzte Nummer, welche der Besitzer deS Bade« programmäßig vortragen sollte, kamen wir beinahe, da er nur eine einzige Strophe au« dem »Fiaker« lieb- vortrug. Der Grund, das« er nicht weiter zur Erheiterung beitragen konnte, war, wie er mir versicherte, Heiserkeit, die er trotz aller dagegen an« gewendeten Mittel, für den Abend wenigsten«, nicht beseitigen konnte. Die Curmusik, welche unter der Leitung de« Herrn Kapellmeister« Strumpf mit» wirkte, hat wieder gezeigt, das« jeder einzelne der Herren ein vortrefflicher Musiker ist, und war die Wahl der Stücke, welche unserem Ohr schmeichelten, eine ganz vorzügliche zu nennen. Noch eine« wollte ich sagen, dass man im Kaiser Franz Josef «Bad, wa« den Besuch desselben betrifft, nicht wahr« nimmt, das« wir bereit« in den letzten Tagen deS August sind. Die Gesellschaft ist eine außer« ordentlich vornehme, und hofft der Besitzer Herr Theodor Gunkel, dies« heuer noch recht lange zu erhalten. Südmark Aolksbücherei. Am i. März d. I. wurde die hiesige Südmark«Bolk«bücherei, welche die Werke der besten und beliebtesten Autoren in 1500 Bänden umfas«t, eröffnet. Die Bücherei ist im Stadtamte (Casse) untergebracht. Die AuSleih» stunde ist vorläufig auf jeden Montag zwischen 1 und 2 Uhr nachmittag festgesetzt. Jeder Entlehnn hat monatlich den Betrag von 10 Hellern und außerdem für jede« entlehnte Buch einen Betrag von 2 Hellern zu bezahlen. Die Bücher müssen innerhalb 14 Tagen zurückgestellt werden. Da« au«sührliche Bücherverzeichnis ist zum Preise von 4 Hellern erhältlich. Die Bücherei kann von jedem Deutschen benutzt werden. Infolge de« großen Zudrange« wird nun auch an jedem Freitag nach« mittag« zwischen 1 und 2 Uhr eine Au«leihstunde abgehalten. Eiue Nachtwandler!». Am letzten Sonntage spielte sich im hiesigen Krankenhause eine aufregende Scene ad. Die 70jährige Inwohnerin Margarethe Aupnik au« Gonobitz, welche im Krankenhause Aufnahme gefunden hatte, erdob sich um Mitter-nacht von ihrem Lager, stieg au« dem Fenster und ging auf dem kaum 2 dm breiten Gesimse an der Außenseite de» Gebäude« herum. Sie legt« sich sogar auf dem schmalen Rand« nieder. Zur Rettung wurde die Feuerwehr herbeigerufen, welche einige Männer mit einer Leiter entsandte. Die Nachtwandlerin hatte sich inzwischen unter einem Fenster aus dem Gesimse zur Ruhe hingestreckt und konnte ohne weitere Gefahr durch da» Fenster hereingehoben werden. Sie wurde am folgenden Tage in die Beobachtungsanstalt nach Graz überführt. Kin glücklicher „Aiger". Dieser Tage er« quickt« «in Zahlmeister au« einem hiesigen Kaffeehause sein« müden Glieder in den Fluthen der Sann. Zu seiner nicht geringen Ueberraschung sprang ihm plötzlich ein SprösSling au» dem stolzen Geschlechte derer von Lampe aus den Rücken und ließ sich von de« Badenden willig sangen. Da der glücklich« Jäger sich aber nur im Besitze einer Fischkarte befand und er Herrn Lampe Schonung angedeihen lassen musste, nahm «r davon Abstand, dem Schätzer d«« Sannbade« die Cillier Sommerfrisch« zu ver-gällen, und bald weilte der zutraulich« Lampe am Trockenen und eilt« durch die blumigen Auen der „Insel" von bannen. Per «indisch« Menschenfresser begnadigt Der Winzer Franz Bratuscha auS PrasSdorf bei Pkttau d«r seine 12jährige Tochter Johanna am 17. Juni 1900 im Walde ermordete und die Leich« mit Hilf« feiner Gattin Maria zerstückelte und nach eigenem Geständnisse ein Glück ihre« Fleische« verzehrt«, wurde vom Kaiser begnadigt. Der Oberste Gericht«hof hat an Stelle der Tode«-strafe über ihn leben«länglich«n schweren Kerker, verschärft durch Fasten an jedem 17. Juni, verhängt. gitt« ringförmig« Sonnenfinsternis werden wir am 11. November, wenn die Sonne nicht etwa schon durch Wolken verdeckt sein wird, zu sehen bekommen. Dieselbe wird um 6 Uhr 46 Min. früh jhren Anfang nehmen und um 10 Uhr 22 Min. zu Ende gehen. — Ein« partirll« Mond««finfttrni< tritt am 27. October nachmittag« zwischen '/,4 Uhr und V*6 Uhr ein. Dieselbe soll ebenfall« für un» sichtbar ist. ZSeim Steinlprenge» verunglückt. Im Gottscheer Kohlenwerle wurde der 30jährige Bergknappe Franz Pelschauer beim Sprengen von lo»« gelösten GesteinSmaffen zermalmt, ein Anderer ver« mundet. Hin irrsinniger Z>efra»dant. Der in Graz verhaftete russische Defraudant Dolmatoff wurde al» irrsinnig in die Irrenanstalt abgegeben. Aleverbildung einer slovevische» Radfahrerin. Am Freitag machte «in Grazer Kaufmann, der zum Sommeraufenthalte in Cilli weilt, mit seiner Gattin einen Ausflug nach Sachfenfeld. Auf dem Rückwege begriffen vernahmen die beiden Ausflügler auS unmittelbarster Nähe hinter sich ein Radsahrer« signal. AlS sie sich umwandte», fuhr auch schon eine Radfahrerin in die Frau hin«in, welche nur dadurch vor dem Sturze bewahrt blieb, dass sie sich auf ihren Mann stützt«. Der Kaufmann machte seinem berechtigten Unmuthe über die Unvorsichtig-k«it der Radfahrerin Luft. Diese gerieth hierüber in große Ausregunp, behauptete, das» der S«it«n> weg auf dem die Fußgänger gegangen waren, au« schließlich nur für die Radfahrer bestimmt fei. Sie nannte die beiden Fußgänger .gemeines, b e trunkene» Volk" und stellte sich al» «Be amtenSfrau au» Sachsenfeld * vor. Die Sachsen selber Cullurhöhe dieser slovenischen BeamtenSfrau flößt wahrlich Bewund«rung «in. „Z»er Konducteur". Von diesem offieiellen CourSbuche ist soeben die dicSmonatliche Ausgabe er. schienen, welch« wieber die neueste» Eisenbahn- und Dampfschiff-Fahrpläne und Fahrpreise, sowie einen Führer an den Eisenbahnen, Karten und Städtepläne enthält. Zu beziehen in allen Buchhandlungen, Eisenbahnstationen, Trafiken jc. und bei der Verlagshandlung R. v. Wald heim in Wien. Eine „Ade^Schreibmaschine. Ein ganz bedeutender Fortschritt auf dem Gebiete der deutschen Schreibmafchtnen'Jnduftri« ist bie „Jd«al"»Schreid« Maschine d«r Firma Seidel & Naumann in Dresden Sie vereinigt alle Vortheile der oerfchitdenen Systeme in sich und kommt au» diesem Grunde schon allen amerikanischen und englischen Systemen gleich; weit überlegen macht sie ditsen ober die vollkommen sichtbare Schrift vom ersten bi« zum letzten Buch« staben. wodurch da« lästig« Aufheben de« Wagen« wegfällt, da« bei allen blinden Maschinen nöthig ist, wenn man da« Geschriebene sehen will. Eine sehr bequeme Vorrichtung ermöglicht da« rasche Autschallen de« Farbbandes beim Schreiben auf Wachspapier zur Vervielfältigung auf Eyclostyle oder Mimeograph, so das« man da« lästige W«g-nehm«« de« Farbbande« erspart. Ganz besonder« sür Facturen eignet sich der Tabulator, welchen noch keine ander« Maschine besitzt; der Tabulator gestattet da« Einstellen aus beliebig viele Colonnen und ist fo vollkommen, das« «in Druck aus ein« Tast« genügt, um sofort in den einzelnen Colonnen auf der Etner-, Hundert«?», Zehntaufender-Stelle schreiben zu können. Auch ist da« Reinigen der Typenhebel sehr «infach, da bie Typen fr«i nebeneinander liegen und man mit wenigen Bürstenstrichen alle Buchstaben reinigen kann. Trotzdem die .Ideal"-Maschine die am«rikanisch«n und englisch«» an Güt« übertrifft, ist sie auch im Preise billiger. Die Vertretung der .Ideal" hat die Firma G. Schmidl'« Nachfolger, Cilli übernommen. Jahr- und Siehmärkte in Steiermark. Am 6. September: Graz. Stechoiehmarkt nächst dem Schlachthaus«. — Unterpul«gau, Bez. Wiadisch-Feiftritz, Schweinemarkt. — Am 7. September: Graz, Getreide-, Heu- und Strohmarkt am Grie«», Holzmarkt am Dietrichsteinplatze. — St. Egydi. W.-B.. Bez. St. Leonhard, V. — Heiligenberg ob St. Peter. Bez. Drachenburg, I. u. V. — Hochenegg, Bez. Cilli, I. u. V. — Rann. Schweinemarkt. — Schleinitz, Bez. Marburg, V. — Zween, Bez. Luttenberg, V. — Am 8. September: Gamlitz. Bez. Leibnitz. I. — Maria in der Wüst« (Rottenberg), Bez. Marburg, I. — Oppenberg, Bez. Rottenmann, Kräm. — Am 9. September: Gamlitz. Bez. Leib-nitz, V. — Graden, Bez. Voit«berg, V. — Stainz, Fettviehmarkt. — Unterpul«gau. Bez. Windifch« Feistritz. B. — Am 10. September: Köflach, Bez. VoitSberg, V. — Lassing. Bez. Rottenmann, I., Pferde- und Hornviehmarkt. — Leoben, Großviehmarkt. — Am 11. September: Graz, Getreide-, Heu- und Strohmarkt am Grie«-, Holzmarkt am Dietrichsteinplatze. — Dobje, Bez. Drachenburg, I. u. V. — Lang, Bez. Leibnitz, V. — Marburg, V. — Am 12. September: Graz, Hornvieh««» nächst dem Schlachthause. — Rann, Bez. Pttta«, Schweinemarkt. Das Localmuscum ist während der Sommermonate täglich «»» 9 öis IS Nhr geöffnet. J>i* Eintritts««»,» beträgt 20 Keller. Aufruf an die Sommergäste. Die liebwerte» Sommergäste, welche M ansere Stadt und deren Umgebung als Stick der Erholung ausgewählt haben, rühm« 6« frenndliche Entgegenkommen der heimisch» Aevölkeruug nnd die große» Hpfer, ind welcher ihnen hier alle Annehmlichkeit«» «hu» modernen Karortes geboten werde». Air glaube», dass »»sere liebwerten Sommerzißt, die ansere« herrlichen ?ark beleben, die «it so viel Sergnngen den ?romeaadeco»cat» lansche« n. f. w., alle diese Haben nicht ofu Z»ank werde« hinnehme» wolle«. Z>er tck Z»a»k wird i« einem Schärftet» für den Stott-»erschö»er»«gs»erei», de» Spender al te schöne» Habe», abgestattet Spende» nimmt der Hbman» des ?a eines, Anchhändler Aritz A a s ch entgege». Hingesendet. Noch immer ist eS nicht genügend bekannt, Wi M besten Schutz vor Jnsectio n»trankbeiiei (Schwindsucht, Typhus, Diphteritis ic.) nicht blot «> reine staubfreie Umgebung, londern vor Allem ein griiiil lich gereinigter Fuhboden gewährt. Die bette ZieimM desselben ist aber nur dann möglich und rationell durch «usühren, wenn man den Boden hart und glatt lackiert Wir tonnen eS daher mir Genugthuung hervorhebe», die Firma 5 ranz Christoph (Prag und ««tu, die Habriten > einen solchen schonen glanzenden Hart!«« Fußböden unter den Namen Christophlack, der hi schön glänzend, soso« trocknend, geruchlos und dcmer in verschiedenen Farben gelieser! wird, in den h> bringt. Keine Hausfrau sollte e» verabiäumen eine, » such damit zu machen. Poststücke sür Oeuerreich-lliB liefert die Fabrik Prag;u Kt» ungesähr sür «S lere Zimmer. Wie jede prallisch« Erfindung, wird auch derChrijl:i Lack vielfach nachgeahmt und kommen ganz untmach« Falsifikate in den Handel. vor denen sich jeder selbü W kann, wenn er nur in den bekannten Niederlage» d» Bestellungen au» Orten, wo keine Niederlagen vochni find, werden durch die Fabrik auSgesahrt. Dadurch. I der Anstrich ohne Zuhilicnahme eine« Malers selbst tri führt werden kann und jährlich durchschnittlich nur ein erneuert zu werden braucht, itt das Streichen billij.': bei jedem anderen Anstrich. HreteNs erster Aoch»ers»ch. Durch da« Fenster in die Küch« Fällt der Sonne goldner Strahl, Wo die blondgelockte Gretel Heute kocht »um erstenmal. Lustig sagt sie zu der Mutter. Der sie stol» die Suppe zeigt: „Komm' doch her, Mama, versucht l Fein l Nicht wahr? — <$» ist erreicht >' AIS die Mutter sie gekostet, Lächelnd sie zur Tochter spricht: „Ganz vortrefflich, liebe Gretel, Doch „erreicht" ist e« noch nicht l Ein'ge Tropfen „Maggi* gieße In die Suppe noch hinein, Und du sollst dich überzeugen, Sie wird übertroffen sein. Deutscher Schutvereiu. In der Sitzung de« engeren Autschufset i 28. August 1901 würd« den O.«G. LiebonSuid' land a. M. für bewilligt» Beiträge und Epend« Ortsgruppe Nieder-Eifenberg für den Ertrag r1 Schulfest und den Beitrag der Schlackt Gesellschaft in Aloi«thal, d-m BürgermeM-jtrummau für eine Subvention, d«r 0«" F«ldbach für den Reinertrag einer Son« der gezikmend« Dank abgkstatltt. Numme-r 70 ..9-»tsche Wacht" Seite 5 Für dne Erhaltung der deutschen Privat-VolkS- ulen in Königgrätz-Böhmen und Zabreh-Mähren wird die bii»herige Subvention auch sür da» Schul« ljahr 190I/'1902 weiterbewilligt. Schließlich werden Verwaliungiangelegenheiten W* zu errichtenden Sindergarten« in Honositz« Böbmen sowie der Schult in St. Egidi-Steiermark in verathumg gezogen und der Erledigung zugesührt. An Spenden gingen weil» ein: Hietzing Frauen-ortioruppe K 55.65, Arnau 0.«@. K 213.40 und [K 67,58, Freistadt K 4.—. Böhm. Trüb au O.-G. X 13.60, Jauernig O.-G. K 4 66. Weihwasser L.-G. K 31.—, Mähr. Aussee. O.-G. K 37.12, vöhm. Aicha O.-G. K 49 95. Au» Sammclschützen gingen ein: Semil O.-G. 2.82, Groß Seelowitz O.-G. X 20.—. Vermischtes. J>tr Aosten des südafrikanischen Krieges. Dn Londomcr „Socialdemokrat" theilt eine interessante Veranschauliilbung der ungeheuren Kriegskosten mit, die England am» dem südafrikanischen Kriege erwachsen find. Danach hätte au« den bisher für den Krie; au»-gegebenen Meldern Folgende« gebaut werden können: 150 Kunstgialerien. 150 Museen, 300 Hospitäler, 150 IkeronvaleSc^ntenheime, 150 Waisenhäuser, 300 VolkS-' hallen, 15)00 BolkSbibliotheken, 1500 VolkSbäder, 1500 Volkizlchulen und Gymnasien. — Die Zu-sammenstellmnz veranschaulicht drastisch, wieviel für die Kultur dur,ch den räuberischen Krieg verloren ging. Kundig Aaßre im Pieulle der Schule. Vor Kurzem ist- Dr. Gustav Adolf P e s ch k a, Professor der darstelllenden Geometrie und des constructivcu Zeichnens an der Wiener technischen Hochschule, in den Riuhestand getreten. Bald sind fünfzig Jahre verfflossen. seitdem der Genannte die Lehrbahn betrat Im dieser langen Zeit hat Gustav Peschka eine seltenee Pflichttreue und einen rastlosen Eifer an den Tag {gelegt, aber auch aus feine Schüler, die nach tausemd gezählt werden können, anregend ge-wirkt. Im der Geschichte des österreichischen Schul-Wesens wirrd darum Peschka'S Name stets in Ehren gehalten werden. Mit seinem Rücktritt vom Lehr-amte »erliurt die technische Hochschule nicht nur einen «msgezeichmetcn Lehrer, sondern auch einen Wohl» i h d t e r tdrr armen akademischen Jugend. Im ver-dankt diefselbe das Emporkommen des „Brünner Techniker-UlntcrstützungsvercineS' und die „Kaiser Franz Jozsef-Slislung" zur Unterstützung dürftiger und würdnger Studierender der Wiener technischen Hochschule.. Mit Befriedigung darf Peschka auf seine f ch r i f t sfi e l l e r i s ch e n Leistungen zurückblicken, die stattlickje Reihe von Bänden und Abhandlungen aus dem Webiete der darstellenden Geometrie sprechen für sich ^überzeugend. Speciell seine Werke „Freie Perspectivoe" und „kotierte Projectwi'smethode" haben ihm» die volle Anerkennung der Fachgenossen eingetragen!?. So schied der große Gelehrte vom Lehramtc i in dem Bewusstsein, mit aufopfernder Hin-gebung feeine hohe Lebensaufgabe erfüllt zu haben. Möge er i noch lange eines friedlichen Lebendsabends sich erfreuuen. Kohj» »ud Silversteiu. Ein Brünner Tsche-chenblau > weiß folgende» Gcschichlchen zu erzählen: »ohn. deer Erzbischos von Olmütz. empsieng jüngst aus einer ! Reise durch feine Diöcefe eine Abordnung, die von eictntm gewissen Jsidor Silbersteiu geführt wurde. L Silberstein ist bereit« seit dreißig Jahren gelaust u»m!> gilt in feiner Gemeinde al« frommer Katholik. . Al« er dem Erzbifchof vorgestellt wurde, fragte SZ-ine Eminenz erstaunt: „Sie sind ein Katholik??* Ei gieng ihm nämlich nicht ein, das« jemand, der Silberstein heißt, ein Katholik sein könn«. ..Ja. bischöfliche Gnaden", erwiderte Herr Silbersteirin. »Seit wann denn?* sragte Seine Eminenz i huldvollst weiter. Silberstein errathet« vor Berlelegenheit; feit Jahren halte ihm niemand mehr feinint Abstammung vorgeworfen. Er stammelte einige WcLortk, dann aber schrie er erregt: „Bist du mefchuggege? Jach bin ä besserer Katholik al« du. Gott soll ll mich strafen 1" Aseseniahu und Solkshumor. Die Sekundär« bahn Erlrlangtn-Grästnberg erhielt bald nach ihrer Eröffnunxng den Spitznamen .Seekuh'. Die Be-Zeichnung >g entsprang aber keineswegs der Absicht, eine Anfpjpielung auf die Schnelligkeit der neu er-öffneten t Eisenbahn zu machen, sondern verdankte folgende»»« Zufall ihre Entstehung. Gleichzeitig mit der Bahnhn wurde natürlich auch eine Gastwirthschaft gebaut l> die den stolzen Namen „Zur Sekundärbahn" führen so sollte. Der Maler war anch eifrig mit der AuSführmuug de« ihm gewordenen Austragt« beschäftigt. ,t. die Firma anzuschreiben, als er Sonntag seine Arbeit unterbrach. Und so lasen denn die Erlang», die am Sonntag daS neue Bähnle be» nutzten, auf dem neuen Gasthau« die Firma: „Gasthaus zur Seeku.........Nach Vollendung deS „u" war die Sonntagsruhe in ihr Recht getreten; Lokalbahn und Wirthshau« führten aber von da an den Namen „Seekuh". Z>ie Werke Leo Kotstoi's sind gegenwärtig au«-nahmSlo« in alle Eultursprachen übertragen. E« giebt eine chinesische Ueberfetzung. die im Jahre 1895 erschien, ja »ine in althebräischer Sprache vom Jahre 1899. In Deutschland gibt e» 218 Uebersetmngen verschiedener Werke Tolstoi'S, in England 175. in Frankreich 159. Die erste fremdsprachige Ueber-setzung erfolgt« 1870 in Griechenland, daraus folgte England 1875, Deutschland 1877, Frankreich gleichfalls 1877. Zwei Zlrtheile. In Tcoppau wurde, wie be-kannt, vor ein paar Monaten ein Kind zu drei Jahren schweren Kerkers verunhtilt, weil eS einen« anderen Kinde eine Wuchtel weggenommen hatte; in Lemberg verunheilte dieser Tage ein Erkenntnis-fenat einen Domherrn, der eine Viertelmillion ge-stöhlen, zu acht Monaten einfachen KerkerS. Henau an 222 Sängern im Alter von 9—53 Jahren vorgenommene Untersuchungen deS Brust» kastenS haben nach der „Cornelia" ergeben, dass der Brustumfang bei Sängern ein größerer ist, als bei Nichtsängern, und dass er mit dem Wüchse, mit dem Alter de« Sänger« zunimmt. Die Au«» dehnungssähigkeit der Brust, sowie die Lebenskraft der Lungen ist bei den Sängern größer; da« Singen ist ein ausgezeichnete« Vorbeugung«mittel gegen Lungenschwindsucht, daS beste Mittel zur Ent-wicklung und Stärkung der Brust. Amerikanisches Khelebe«. Eine in Kansa» erscheinende Zeitung schreibt: „Am Montag winkte ein hiesiges Mädchen einem Fremden mit dem Tascheniuch uud am DienStag waren sie bereits verheiratet. Am Mittwoch winkte sie mit dem Besenstiel und am Donnerstag reichte er die Scheidungsklage ein. Am Freitag war die Ehe gerichtlich bereits wieder getrennt. So geht eS im Zeitalter der Elektricität; drum prüfe, wer sich ewig bindet". Kochst wichtig für Favakraucher! In einer Stab, in Mähren sandte ein Herr fünf, in einer Trafik gekaufte und bereit« angerauchte Cigarren mit dem Bedeuten zurück, das« dieselben schlecht und zum Rauchen ungeeignet seien; zugleich ließ er um Umtausch beziehungsweise Rückzahlung deS Betrages ersuchen. Als der Trafikant hieraus auS naheliegenden Gründen nicht einging, kam ,S zu einem Rechtsstreite, in welchem schließlich der Trafikant verurtheilt wurde, die zum Rauchen nicht geeignet befundenen Eigaren umzutauschen bezw. bar zu ersetzen. In der Bearündung wurde ange-sührt. dass jedermann das Recht zusteht ungeeignete, gesundheitsschädliche, überhaupt schlechte Waren zu-rückzustellen oder baren Ersatz hiefür zu fordern, und das« da» Aerar, — dessen Commission« der Trafikant sei, — gleich einer jeden anderen Partei zu betrachten sei. So ist'S recht. Nun wird man, wenn daS Aerar verhalten wird, schlechtes Tabak-material und dgl. zurücknehmen zu müssen, vielleicht endlich bessere Glimmstengel erhallen. Hiue juristische Speisekarte. Bei dem die«-jährigen LiebeSmahl der Herren deS preußischen Kammergerichte« erregte die Speisekarte große» Ver-gnügen. Dieselbe lautete nämlich nach der juristischen Zeitschrist .Da» Recht": GerichtS-Ordnung: 1. Da« erste Gericht (Gerichtsstand der Nieder» lassung): Schildkrötensuppe. 2. Ein hochnothpeinlicheS HalSgericht (korum rei sitae): Schlei in Dill. 3. Ein HerrschaftSgericht (jurisdictio patri-nionialis): KalbSrücken mit Edelpilzen. 4. Ein Beschwerdegericht (mit plures conto rmes): Hummer warm mit Remeulade. 5. Da« Gericht der Hauptsache (Wechsel-Ordi-narium): Junge» Huhn. Rehrücken mit Compot und Salat. 6. Ein Landgericht (mit Haupt-Intervention): Riesenspargel. 7. Appetit-Nachlas«gericht: AnanaS-EiS. 8. Dolfgerichte: Butter und Käst. 9. Ab-Schiedsgericht: Nachtisch. Schluss der mündlichen Verhandlung. Ein Colonialgericht: Cafö. DaS VollstreckungSgericht: GerichtSkostenbe-treibung. Auchhindter HnmSng. In mehreren Wiener Blättern befanden sich kürzlich größere Inserate, die die verheißungsvolle lleberschrift „Revolution auf dem Büchermarkt- trugen und in denen die Firma Weingarten Mor (l) in Ofen-Pest (!) eine große Anzahl (35 Bände) guter Bücher zum Preise von 4 fl. 50 kr. anbot. Unter den angeführten Werken befand sich u. a.: „F. Dahn, Kamps um Rom." Viele sind ein Opfer dieser .Revolution aus dem Büchermarkt" geworden. Die Bestellung wird natürlich nur per Nachnahme ausgeführt, und was erhielt der Besteller? 22 Bändchen wertloser Bücher. F. Dahn'S „Kampf um Rom- ist wohl auch dabei, aber e« ist nicht der bekannte vier« bändige Roman „Ein Kampf um Rom' von Felix Dahn. sondern ein Werkchen .Sein Kampf um Rom" von Fabian Dahn. Wir halten eS für unsere Pflicht, unsere Leser vor diesem Schwindel -> da« Wort unlauterer Wettbewerb ist viel zu gut für diese» Geschäft — eindringlichst zu warnen. Z>ie Aeißmaschiue. Seit einiger Zeit kam in Paris merkwürdig häufig der Fall vor, dass an» scheinend sehr sanfte Wagenpferde Menschen an» bissen, und die Besitzer der Thiere dafür Schaden-ersatz zahlen mussten. Ein« Versicherungsgesellschaft, die au« di«fem Grund« mehrmal« angezapft wurde, veranstaltete endlich eine Untersuchung, und da stellte e« sich herau«, dass eine Bande von acht Uebelthätern auf den pfiffigen Einfall gerathen war, eine Beißmaschine zu construieren, welche die Form eine« PferdegebisseS trug. In der Dunkelheit schlichen sich je zwei Gesellen an die Pferde, reizten sie und brachten sich dann mit der Maschine die nöthige Wunde bei. die ihnen zwischen 200 und 500 Franc« eintrug. Die Polizei wutf« benach» richtig», und e« gelang. d,e Maschin« zu consi«ci«ren und die Bande zu verhaften, deren Mitglieder zu zwei Monaten Gefängnis verurtheilt wurden. Au die „yempereujker". Mächtig hört in allen Blättern Gegen Trunksucht man heut' wettern, Alle sind deS HasseS voll Gegen „Satan Alkohol". Wurde Böse» wo getrieben, Thut man» in die Schuh ihm schieben, Und Here Forel sammt Genossen Haben jungst in Wien beschlossen, Das», wer sich entwöhnt allmählich» Nur allein «inst werde selig. Der sich aber nicht bekehrt, Find't den Himmel zugesperrt, Sei in Ewigkeit verfallen De» bösen Beelzebube» Krallen! Militär, Civil, Doctoren, Candidaten. Prosessoren. Musikanten, Schreiber. Lehrer, Hausknecht, Köche. Essenkehrer, Gäste, Wirte. Juden, Christen. Künstler. „DudeS-, Journalisten, Stadtrath, Rector. Bischof. Auch ein oberster Gerichtshof, Alle lufen „Dreimal Web. Unj're Losung heiß nun Thee!" Lustig folgen ihre Tanten, Alle Ammen, Gouvernanten, Waschfrau'u. sammt den Balleteusen, Blaustrumpf. Küchenmagd. Friseusen, Sängerinnen, Malerinnen, Directricen, Radlerinnen, Dralle, flotte, hübsche, nette, Blonde, Schwarze und Brünette, Alle schreiben ausS Panier: „Pereat dem Wein und Bier!" Solcher Abscheu scheint mir heute Größte Thorheit, liebe Leute! Modesache ganz und gar — Jeder läuft dabei Gefahr. Dass, wenn er sich fo vergimpelt, Ihn das Theezeug rasch versimpelt. Und — der Himmel sei davor — Abschied nimmt Witz und Humor! Noah wusste, was er that, Al« am Fuß des Arrarat Er die Rebe hat „erfunden*. Auch am Hopfenbräu gesunden Kann der Mensch von manchem Weh, Besser al« durch schalen Thee! Darum glaubt waS Paulus spricht: Mäßig kneipen schadet nicht. Denen, die sich übersausen, Brauchen wir nicht nachzulaufen! (.Missouri StaatSztg.") Seite 6 .Ke«ifch, N?scht" Ziummer 70 100.000 MARK 100.000 Ornithologische Aufgabe! Etwas irans Xeu«t und Interessante! Msn lcs«, was man ■b thun bat. 8le können 4000 Mark erlisten. Unsere Aufgab« ist tu aekeo, welcher die gTtfsste List« über Namen (oder Gattung) von Vögeln machrn kann, und tw&r dürfen fol-Keode Buchstaben anfewendet werden. KKÜK88RAKLGPAKGDIHCK TFBMNOVWOOSPSOYIHKT K Cnler v5IC''In v.mtehen wir jeede Buchhandlung und durch die Siemaltia« t >r3«it": Wien. IX/8, Günthergasse i. erhältlich. ] FRITZ RASCH, BuMiung, CILLI. '* Gingesendet. (KeilS Strohhutlack) eignet sich vn< züglich ;um Modernisieren von Damnistrohbüt». — Keil'S blauer, schwarzer, rother und gndier Strohhutlack ist bei Traun ck Stiger io Cili erhältlich. — " m rrbcrall zu hubrn. unentbehrliche Zahn-Creme, erhält die Zähne rein, weiss and geiaid. 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Krknterwein beseitigt Störungen in deir BlntgeflUsen, reiniggt das Blut von verdorbenen, krankmachenden Stössen und wirkt fördernd ans die Neubildung gesunden Blute». Tlurch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter-Wein« werden Magenübel meist schchon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine An-wenbungg anbeten scharfen, ätzenden, Gesunbheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. l'SMptome, wie: »oplschmerzkn, Ausstößen, Codbreune», Blählntgea, UedeUeit it «it Erbrechr«, bie bei chronische» ^veralteten) Magenlciden um so heftiger > auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. StmhloerjloPsiinz Blutanstchamiagen in Leber. Milz und Pfortaderjystem iHiimorrhoibilleide») werben durch Kräuter-Wein oft rasch beseitigt. — Kräuter-Wein behebt wwerdamiiliihkkit. verleiht dem Verbauunassystem einen Aufschwung und entfernt burch nirinen leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus bem Magen und Gedärmen. Hagenes, bleiches Äussehen, Slutmangel, Entkraftung sind meistift die Folge schlechter Berbauung, mangelhaster Blutbilbung und eines trärcmkhafien Zustandes ber Leber. Bei Appetitlosigkeit, unter nervöser Abstamm'.mimg and NemüthSverstimmnnz, sowie häufigen Kopfschmerzen, schloss lose» Reichte«, siechen oft solche Personen langsam bahin. U0 Kräuter-Wein giebt dever geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. jM" Kräuter Wein steigert t den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoff-Wechsel c an, beschleunigt bie Blutbilbung, beruhigt die erregten Nerven und schasst m neue Lebenslust. — Zahlreiche Anerkennungen und Tonkschreiben be-«eisen di bi«s. 8t #tä»ttt'Btin ist in ljater. in Maschen t I. 110 int tl. 2'— in den iMtzeke« von Cilli, «J Bob »IfuWitl, Sist.'SinMter«, Sint-Sciftri«, ««»»di«, «»hiitch, BI»Mf» l>4 orrirrittn die >p«IHn 'em y ■0*1« 4*r*a rsdical« Heiitutj «ur Boiibraac •■prahl*». Mit Freie Zn<«» und Sir »allltibft« f>6n»f etbalt« Wort anstatraHW« gein*ü »nt> ,>or» »nrch wn .Rttalln . ,ff« f»I i n" ist sine au» 4» '« JL" frisch-st-n Äiäutrt »crg-ftelll« tttgltii»« «rtf». «>r oarantirrt», »«fl Irrn« Wnnjtln ai» fallt» bei «>«»'r>». tt«ftnr»t»e ic. «»-» «ktrnui ooi ,.»«,»»" >»»»>«! nri*win»e«. — „g c e •I i n« Ifi d»l »«»- *«'*«tteüii»iiltsl-ftabfbaarultttit- Hit» fiöoföfrk6btt t:« *H«foa»m>tt«I. SB« »F «fall n TfirlmhtiJ anstatt «Eclft be»ll»t. »T(i»t lim« und »An. Wir HM>Nicht«it »u,. »«, «et» l»f»N ,nnl« ^ erltalie», wc»-> nta» mit «ft«' » > > *" «"*• »•Haut «tifttrttn ist. Vr»>l »« K \i~> 3 «tSif K 2.6«, 8 etii« K * -,12 etü« K 7.- Bsrto »et 1 «ttttf *0 h, fcott » 6tia aafwättl «0 h. K«t»ttaf)nte <0 h mrftt. «rrtnnbt »«• t'»* ®«"»1' It»6t eon M. S-ttl. w!» VN, Wsrls»U!n-ftra«i 3«, Sti«. S«bnt»»nrkat z-»«l l^vr «lt« TOD Bergmann & Co. 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Heflieforant, Wl#", r. » n a n___»_____s_____— .„.j.ii.kiui, a uai.I.'s rriD&riiL In den D e p o Depots der Provln» verlange man atudrfieklieh A. ItOLL'a Pripai >ts: En gTos: Aug. Böheim, Bohitscb SansJb_fi Albert Zotter, Prasslau. f» " • Uummin 70 .Deutsche Wacht' Seite 9 Kundmachung. 3\is p. t. Piiblicum wird gebeten, Be-rlluirgen zur Ausführung von Gaseinrichtungen löglichst frühzeitig vormerken zu lassen, da beim Zegiirn des Herbstes dieselben sich naturgemäß äufcn und dann nicht den Wünschen der Be-eller entsprechend rasch ausgeführt werden können. Die Ausführung erfolgt in der Reihenfolge es Einlangens der Aufträge. Cilli, den 30. August 1901. |__SWl. Gaswerk. Zwelg-Nleclerlnt»sung jr vorn holien niecL-österr. Landtage errichteten ITieder-iterreacliischen Landes-Lebens- nnd jR-enten-i sowie Unfall-und HaftpflichtTersicheningsanstalt in G-iaz, X-, -A»l"brecfcLtsg'a,sse I>Tr. r7. Die» Zweig-Niederlassung übernimmt Versicherungen auf das Leben des enschem in den verschiedensten Combinationen, als: lodesfall-, Kimier-issteuer-, Renten- und Volksversicherungen, ferner Einzel-, Collectiv-, Bise-Unifall- und Haftpflichtversicherungen, bietet die vorteilhafteste Iters-umdlnvalidit&tsVersicherung durch zwangslose Einlagen in der Section ientensjparcassa* und ertheilt bereitwilligst alle gewünschten Auskünfte. Vorsichernngsbedingnngen günstig. Prämien billig. BbedingTte Sicherheit durch den Charakter der Anstalten als öffentliche Institute geboten. Prospecte gratis. ___Herren, welche für dieses Institut zu wirken wünschen, belieben ch an ddie Zweig-Niederlassung zu wenden. Geschäftsführung für Cilli bei Herrn c285 Jolliaun Fisclior, Herrcnga^sc 34. 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Mit der Bitte, im Bedarfsfalle Berücksichtigung zu finden, steht die gefertigte Firma mit Vergnügen zu Diensten und empfiehlt sich hochachtungsvoll . Bau-Unternehmung I>icketein Äc Ivotli ^2^2 Architekt und Baumeister Waidhofen a. d. Ybbs und Cilli, Grabeiigasse Nr. n. n Seite 10 .De«tkch- Kummer 70 Sehr preiswürdig to ro zu kaufen! Grosser, fast neuer Amateur-Photographie -Apparat mit sämmtlichen Utensilien, ein Bücher-Regal aus Nutzholz, Ruiii neu, schwarzer Salonrock und Cylinder, ebenfalls ganz neu. Anfrage: GUelastrnsNe Nr. 7. Lehrjunge mit guter Schulbildung, der deutschon und slovenischen Sprache mächtig, findet sofort Aufnahme bei 6270 C. Tischler in Wöllan. f b Miau. Sehr günstige Zahlungsbedingnissel Haus mit aelir grossem Keller, sammt Lug^rfässern, ebensolchem lichten trockenen Magazin nnd Stall, uebst grossem, schönen Sitz- nnd GemBsegarten. 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