Macher ^. 313. N ,, ^V»'""'"''"''- ^m 07. dann von «. Sep. ^N.ctsW.7v^ "e Weiterverbreitn,,« fo^ H^.!""^»"' v"i ',!. ^''rich erscheinenden geitschri't „Der V "^ '>ächftr°'^. '''^'"usl ^^" '"gen des Artikel ^«mV^^VSt V >>"' ^" s^'nl'slische,' Partei Oester w'?') "ach L ^..5: ^nn wessen des Artilels „>V. Berlin, ^ch 8 «4 S^ ,!i ' ^""^ '°^cn des Artitels „Vel. htii" ^^ ^r 'i2 >< - ^^3"' ^ Äüqust 1»«!^°'^°" erscheinenden Zeitschrift „Frei-<, " ?lrtil 3 ^? )"""' des Artifels Fheuere Uel".,". '"»". d.s Ur.i^7^M'''''^i!ten" nach Z :M. St. < '^?°"a'Politisc> « "^''l"reich.Unl,arn" nach §«3 St.«, < ^ At '^I''''d ch"." Nr.0 vom I.September 183U "b«eXmu.r ^ "ach l<305. St. G,. ""ch/tl^i'' «rqmwin?^" ,"Mo»atsrüctbliclr" enthaltenen bis „erscheinen zn lassen" "'N '^iton-'o/, >"^'l des unter der Nnbril .,Pa lei< ? ^°'d.„ s^"'"' ^'bs^'.es „Während Einzelne" bis ^lchtmlltlicher Theil. Ee M s ^" Kailerreise. si^ ^lbH?!?"' Kaiser verließ vmqesteru nach W ^ der V '^en ^"'h.lte Galizien und begab ^h»? 3 "°" bm"l'"^ ""s'll'st dem Monarchen ^Mischer lHm's berührten Stationen ein gleich «?'N Lmide ^^^ ^"^il wurde, wir im erst. bleiM deKM,.^Der Bevölkerung Galizicns wird Me ' ^« Mil ^3"' "' U'wergesslicher Erinnerung 'A llch die R? s l^'" Zwcckrn nntcrnom.ncn. ge. ^ ^litischen 9'' b^ Kaisers zu einen, hochbedcnt< 9kl2 "'it n N'!?"cher die Fäden, die das Land lizi?l hat. N^ . ^ verbiltden, nur noch fester ^dpF"Neich f^die Zusammengehörigkeit Ga-"sH>diaeu ^^^^ inniger heruor, als in lü""y V"' E ^"lln, des Kaiserbesuches, zu deren liH ^'"en d?^"«^n °uch das .mgestörte Zu-"T " ">'d 5 I""' und Nnlhenen bei alle» Fch-"'th lt Mte'" °V?llsacten zu Ehren des Mon-l°l8enk ^l. M^^?^ bcn letzten Tag des Auf- ^^^"weneraladjutanten Baron Mondel lind Baron Beck, dem Fiirsten Thurn und Taxis, dem Äürgermeister Gnoinski, dem Stalthalterei-Viceprä-sidcnten Zalesti und dcm Hufralhe Löbl, zum Besuche in das ruthenische National haus Dom na-rodny. Der Empfang des Kaisers daselbst war sehr feierlich und würdevoll. Schun auf der Straße wurde Se. Majestät mit stürmischen Rufen: „Vivat". „Sl:wa" und ,Mwßi^a lit^" begrüßt. Das ganze Nationalhaus war schön geschmückt, die Stiege und das Stiegenhaus waren von Schulkindern, der Geistlichkeit und Vaueru bescht. Neberall war ein Spalier vun der hiesigen Viirgerwachc gebildet. Der große Saal, in wel< chem ein Thron mit geschmackvollen Draperien impro» visiert war, bot wiederum einen neuen pittoresken An« blick. Auf der Gallerie befand sich ein zahlreicher Da-inenkreis in eleganten Toiletten, im Saale selbst ein dichtgedrängtes Publicum aus allen Ständen, meist Nuthenen, voran der ruthenische Episkopat sammt dem Domcapilel. Da waren wieder allerlei Trachten zu scheu, darunter einige festlich gekleidete Mädchen in ruthenischem Nationalkostüme, von denen eines unter tiefer Verbeugung später dem Monarchen ein Bonquet überreichte. Als Se. Majestät der Kaiser erschien, wurde von allen Anwesenden die Volkshymne in rulhenischer Sprache gesungen. Nachdem hierauf dem Monarchen in landesüblicher Weife mit Brot uud Salz gehuldigt wurde, trat Ober-landesgerichlsrath und Reichsrat'hsabgeordneter Kowalski vor und richtete folgende rutheuische Ansprache an den Kaiser: „Der heißeste Wuusch der Nuthenen grht soeben in Erfüllung, indem denselben das Glück zutheil geworben, in diesem Hause, zu dem Euer Majestät den Grundstein aNergnädigst zu legen gcrnhten. vm allen, sin diese unvergessliche Hnld und Ouade Eu.Majestät deu herzlichsten Dank zu erneuern. Hier in diesem sicheren Hort für unsere Nationalität haben wir Vertreter der ruthenischen Körperschaften, In« stitute und Vereine die hohe Ehre uub heilige Pflicht, Euer Majestät unserem allerdurchlauchtigstenKaiser und gütigsten Vater unferes Heimatlandes unsere allerunter-thänlgstc Huldigung darzubringen. Euer Majestät! Der heutige Tag gestaltet sich zu einem unvergesslicheu Freudeutage für alle Nutheneu, weil er uns die längst ersehnte Gelegenheit darbietet, feierlichst betheuern zu können, dass'die angestammte Treue und unwandelbare Anhänglichkeit an Enrc Ma-jcstäl und die Allerhöchste Dynastie, wie sie wareu. so auch stud uud bleiben werden ein unanfechtbarer Cha» rakterzng des ganzen, drei Millionen zählenden ruthe< Nischen Volksstammes. Mit diesen Gefühlen der unwandelbaren Treue und Anhänglichkeit begrüßen und cmpfaugeu wir Eure Majestät als unseren allergnä-digsten Monarchen, und indem wir uns voller Znver« ficht dem Throne Eurer Majestät nähern, vcrtraueu wir getrost dem mächtigen Schutze Eurer Majestät alles an, was den Ruthenen heilig und theuer ist: unsere Nationalität. uusercn kirchlichen Ritus und unsere Sprache, unsere Schrift, unsere Sitten und Gebräuche, alles dies als mehr als tausendjähriges Erbe des rn-thcnischen Volksstammes, und flehen mit inbrünstige», Herzen: Gott der Allmächtige erhalte und segne unsere» allertheuersten Monarchen Franz Josef I. und seine allerdurchlauchtigste Familie! Gott erhalte, Gott beschütze uud beglücke Oesterreich!" Se. Majestät der Kaiser erwiderte in deutsch» r Sprache: „Ich nehme mit Befriedigung die Huldigung entgegen, die Sie, meine Herren. Mir darbringe», und knüpfe darau den Wunsch, dass von dieser Ställe aus, zu der Ich vor Iahreu dcu Grundstein legte, stets ein gedeihliches Wirken zum Wohle des Reiches und Landes ausgehe." Diese Worte wurden mit Slava , Vivat« und Unogaja Mk-Rufeu aufgenommen. Se. Majestät conversierte mit mehreren Domherren so wie anderen hervorragenden Nuthenen in freundlichster Weife und trug Allerhöchstseinen Namen ins Gedenkbuch mit derselben Feder ein, mit welcher der Monarch vor 25 Jahren das Document bei der Grundsteinlegung des Dom narodny unterzeichnete. Als der Kaiser deu Saal verlieh, wurde die letzte Strophe der Volkshymne gesuugen. Hierauf besichtigte Se. Majestät das im selben Hanse befindliche rulhemsche achtklassigeGymnasium. woselbst w' Schuljugend die Vollshumne ruthenisch intonierte. Ein Schüler hielt an Se. Majestät den Kaiser eine sehr hübsche deutsche Ansprache, dem Dante der Schuljugend Ausdruck gebeud, dass es ihr gegönnt ist. in der Muttersprache den Unterricht zn genießen, l Der Schüler schloss mit den Worten: „Hoch! Slava! ^iiOM.ju !iw!". in welches die Schuljugend lebhajt einfiel. Se. Majestät trat direct auf deu jugendliche» Sprecher heraus, der sich inzwischen zunickgezoge» hatt,', uud dankte ihm in warme» Worten. Soda»» uittel-hielt sich der Kaiser mit den Lehrern, besichtigte die Schulsäle und verlieh den Dom narodny, von fortwäh-rcndrn Hochrufen begleitet, die auch auf der Straße lange anhielten. Von da fuhr der Kaiser zur Schießstätte, wo der Obmann des Schützer.vereins eine Ansprache hielt, die mit folgenden Wotten schloss: „Vereint mit dem ganzen Lande in dem Gefühle aufrichtigen Dantes für den allergnädigstcn Besuch des Landes und dieser Stadt, rnfen wir aus tiefem Herzen: Es lebe und herrsche glücklich „user allergnädigster Kaiser und Herr!" Dreifacher Ruf „Awcli /v.jo!" ertönte, die Schützen-musit spielte die Volkshymne. Se. Majestät besichtigte die Schießstätte, spendete als Best ein wertvolles Thce-service und begab Sich sodann auf den Franz-Josefs^ Berg. den Lieblingsspaziergang des Lemberger Publ, cums. Auf dieser an schonen Alleen reichen Anhöhe Iimilleton. "«5d 2us Gold. °UranevonG.v.3t°thinVerlin. lihiH^'e Ken,,! - Wien, 14. September. M> Da 7 ^ w°ldes reicht über alle ge. Schon in den ältesten <">>^l?Ä ^'hebräischen Worte 8.li.d, !^ sr^Anch''^ beschau« heißt, in Verbindung ^m-um weist auf >'. l.^PlrMse7 w ,^ h'"- Bei der Aufzählung Q «^" wir.^'welche deu Garteu Eden durch- ^'> nd^^e La,^ " te »t Pison, das fließet ^ das G.d^di ^'^^lelbst findet man V de^„ ^ ""b^ 'st kostbar! - H ^st^es^i^" der Patriarchen fand das N^s G l'!> und keinen Wert ' ../ber und ZÄ ^schrieben: Er war reich V ^Mene U °_f, ld. a. Moses.) Dan.als gab ^zu^"/' ''^' denn Abrahams Hausarzt H er '"^en. u,^' ^' s^ues Herrn Sohn eine ^ l.nd'3 g'le, "s "- die schöne Rebekta fand. ^M«^"^ und schmückte ihr ""t goldenen Kleinodien. Von den Goldschätzen, welche zu Salomos Zeit, 1020, nach Jerusalem kamen, berichtet das erste Buch der Könige: Die Königin vom Reiche Arabien, welche gekommen war, Salomo mit Räthseln zu versuchen, verehrte dem Könige außer vielen Spezercieu nnd Edelsteinen 120 Ecntner au Gold. Dazu die Schiffe Hirams, die Gold aus Ophir führten. Die Goldmasfen, welche die Mecrschiffe des Königs in Fahrten von je drei Jahren aus Ophir führten, häuften sich in Jerusalem in solcher Weise an. dass er 200 Schilde aus reinstem Golde machen ließ' je drei Pfund Gold zn einer Tartsche. Der König bewahrte diese Schätze im Hanse vom Walde Libanon. Auch machte der König einen großen Stnhl von Elfenbein nnd überzog ihu mit dcm reinsten Golde. Löwen standen an den Lehnen, u»d solches war noch nie gc-nmcht worden in keinem Königreiche. Alle Trinkgefäße des Königs Salomon waren aus Gold, und alle Gefäße im Hause vom Walde Libanon waren golden. Des Silbers achtete man zu Salomons Zeiten gar nicht. Ueber die Lage von Ophir. welches außer Gold, Silber. Elfenbein auch Asten nnd Pfanen lieferte, ist viel gestritten worden, und noch bis jetzt sind die Ansichten getheilt, ob wir das Goldland Salomons am Indus oder au der afrikanischen Küste zu sucheu haben. Letzteres ist wahrscheinlicher geworden. Als Sardanapal sich mit der Bnrg von Ninive verbrannte, soll, wie Diodorns erzählt, auf der Brandstätte eine so ungehenre Menge von Gold und Silber gefunden worden sein, dafs 1000 Kameele nöthig waren, um dicfe Schätze nach Babylon und Eybatana zu bringen. Ungeheure Schätze von Gold waren in Babylon aufgehäuft! Herodot erzählt, dass in dem Tempel daselbst eine große sitzende Bildsäule des Zeus von Gold sich befinde und daneben ein großer goldener Tisch, Stuhl und Schemel; alles zusammen soll 800 Pfund Goldes wert sein. Anßerhalb des Tempels befindet sich ein goldener Altar, Es war anch zu jener Zeit i» dem Hciliglhume eine Bildsäule, 12 Ellen hoch, vo» gediegenen« Golde. Nach dieser Bildsäule trachtet? Dareios Hystaspes. doch unterstand er sich »icht. sl> zu nehmen. Z'erxes jedoch. Dlircios' Sohn, war kühim. nahm die Säule und ließ den Priester hinrichten, der da verbot, die Säule von der Stelle zu rücken. Im Museum zu Bulak bei Kairo bewundert man ein herrliches Goldgeschmeidc der eqyptischcn Königin von der weißen Krone Aah»Hotez, ei» Musterwerk der Goldschmiedelunst, dessen Alter auf 3600 Jahre geschätzt wird. Auch Egyvten War vor Jahrtausende» reich den Aethiopicru. nachdem er sie unterworfen einen Tribut au Gold auserlegte. Die Mhiopier waren die 179!> fand sodann zu Ehren des Monarchen eine große Corsofahrt statt, an welcher der in Lemberg weilende Adel sowie hiesige Bürger theilnahmen. Um 6 Uhr fand die Hoftafel statt. — Se. Majestät der Kaiser spendete 6100 st. für die Lemberger Armen sowie für 'wohlthatige Zwecke. Der am Dienstag Abend in Lemberg vom Adel im städtischen Casino arrangierte Ball darf unbestritten den schönsten Platz 'in der Reihe der Lemberger Festlichkeiten einnehmen. Die äußere Beleuchtung des Gebäudes, auf welches überdies eine große elektrische Sonne vom Hause des Lustspieldichtcrs Grafen Fredlo ihre Strahlen wars, ok innere, nahezu mit Raffinement ausgeführte Beleuchtung imd die hochrothe Decorierung der Säle, die auserlesenste Gesellschaft in durchwegs prachtvollen Kostümen, der schöne Damcnkreis in reichen Toiletten, die Anwesenheit zahlreicher Generale und Officiere sowie der Umstand, dass man sich in den geräumigen, nicht überfüllten Sälen freier als auf anderen bisheriaen Bällen bewegte und dass Polonaise und Mazur sich entsprechend entfalten konnten: dies alles zusammengenommen ver« half dem Balle zu glanzvoller Wirkung. Se. Majestät der Kaiser erschien um 8 Uhr in der N.».,orm eines Ul^lallenobersten, die Gräfin Pol0cka am Arme führend, und wurde mit dreimaligem „>Ii60li ?).j man guten Grund zu der Annahme, dass der Widerstand, der vielleicht gegen die Durchführung der März« decrele erhoben worden, sich legen und dass die Mehrheit des Ministerrathes sich für die sofortige Verwirk» lichung dieser Maßregeln erklären werde. Der „Temps" sagt genauer, dass jener entscheidende Ministe, rlith im Elysee nächsten Freitag abgehalten werdet, wird. Die „Rcpublique fran^aise" bemerkt, einlenkend zu der Versicherung des „XIX. Siöcle", es herrsche im Schoße des Cabinets keinerlei Meinungsverschiedenheit. „Wir wünschen innigst, dass das „XIX. Sivcle" gut unter« richtet sei, denn was auch einige unserer College» sagen mögen, wir machen leine Campagne gegen Herrn de Freycinet. Wir machen nur eine Campagne für die rasche und nachdrückliche Durchführung der De-crete." Die „Defense" ihrerseits erhält dem „XIX.Siöcle" gegenüber ihre Angaben über den Antheil, welchen das französische Cabinet an der Abfassung der Declare tion genommen hätte, mit aller Entschiedenheit aufrecht. Zu Lyon wurde am vergangenen Sonntag ein Denkmal für die in dem Kriege von 1870/71 Gefallenen dieser Stadt enthüllt. In dcm Berichte des „Salut Public" über diese Feierlichkett stand zn lesen: „Nun ergriff der Platzcommandant von Lyon, Gegrößten, stärksten und langlebigsten Menschen. Kam-byses sandte Kundschafter an den Aethioperkönig, dem er Geschenke schickte, unter welchen sich eine goldene Halskette befand. Der Aethioperkönig lächelte, als e.- diese Halsk.'ite sab, und fragte, ob'Kambyses ihn denn fesseln wolle? Er si'chrte dann den Bot-schafter in d,e Gefängnisse, und siehe d^i, alle Gef»n< gcnen waren mit goldenen Ketten angeschmiedet. Was nach der Entdeckung von Amerika geschah, dass aus fernen, neuerschlossenen Ländern dcs Westens Gold in Menge nach dem Osten gebracht wurde, das hatte sich bereits einmal 1^/« Jahrtausend früher ereignet, als die spanisch'lusitanischen Goldschätze nach Nom gelangten. Auf 20.000 Pfund fchätzt Plinius die Goldmenge, welche alljährlich m Asturien, Gallaecien. Lusitanieu gewonnen und nach der Hauptstadt gebracht würd?. Plmius versichert, Asturien sei am reichsten an G^ld. Der Thayo wird als einer der aoloreichsten Flüsse genannt. Nach ihm der Po und Ganges. Es ist bemerkenswert, dass heutzutage im Ganges noch Gold gewonnen wird. Die Unterwerfung Asiens führle den Reichthum altberühmter Goldländer nach Roni, Durch uncrsält-lichen Golddurst zeichnete sich vor allem der schreckliche Sulla uns. Mithndat lieh den römischen Gesandten Vtmcu» Aquilius ergreifen und ihm zu Pergamou in unmenschlichem Spotte über die römische Goldgier ge-schmuizems Gold in den Mund gießen. 0. 0. neral Breart, das Wort. Er sei. sagte er im Eingänge seiner Rede, von dem Generalgouverneur beauftragt, ihn bei dieser Ceremonie zu vertreten; dann erinnerte er in einer glühenden Improvisation an die Leiden, welche unsere Soldaten zu erdulden gehabt hätten, und sagte zum Schlüsse, die französischen Soldaten hätten Elsass und Lothringen noch nicht auf ewig Lebewohl gesagt. Diese Worte wurd m mit fanatischem Beifall aufgenommen und die Versammlung brach wiederholt in die Rufe aus: „Es lebe die Armee!" Inzwischen war der Telegraph darauf l>^ dacht, durch eine berichtigende Version den Wovtlaut wie die Tragweite dieses militärischen Ergusses nach Kräften abzuschwächen. — Der Kriegsminister General Farre hat am Mittwoch der vorigen Woche in Begleitung seines Cabinetschefs, des Oberst'n Richard, Paris verlassen, um die Forts der östlichen Grenzen, namentlich die Forts l'Ecluse, Pierre-le-Chatel nnd die anderen Jura-Forts zu besichtigen. Der Minister sollte Mittwoch abends wieder in Paris eintreffen. Das Organ GambettaL verlegt seine Angriffe gegen das Cabinet jetzt auf das Gebiet der auswärtigen Politik. Die „Republique" wendet sich gcgen die Bedenken, welche der „Temps" über die Theilnahme Frankreichs an der Flottendemonstration äußerte, und bemerkt, dass die französische Negierung die schweifte Verantwortlichkeit übernehmen würde, wenn sie Europa seine Angelegenheiten, die doch, was man auch sagen möge, ebenfalls die französischen seien, als stillschwei« gender und gleichgiltiger Zuschauer allein in Orduung bringen ließe. Es gebe in Frankreich nicht einen einzigen Staatsmann, der bei der Uebernahme der Staatsgewalt vor solch einer Verantwortlichkeit nicht zurückschrecken würde; es gebe keinen einzigen, der es auf sich nehmen möchte, die unwürdige Nolle eines Im» potenten zu fpielen. «Haben wir wohl nöthig, hinzu-zufügen, dass die Enthaltung Frankreichs im Angen-blicke, wo alle Mächte einverstanden sind, der Türkei nicht sowohl etwas Leides zu thun, als vielmehr ihr einen schlagenden BcweiZ vou diesem Einverständnis zu geben, so viel hieße wie eine Missbillignng der ganzen französischen Politik seit dem Eintritt nnserer Bevollmächtigten in den Berliner Congress? Sich derart widersprechen auf einem Terrain, auf welchen, man Siege davongetragen, wäre schon eine große Thorheit; damit hätte es aber mit den Folgen einer solchen Verzichtleistung noch kein Ende; nachdem es einmal den Platz, den es in dem Rathe Europas er-rungen, aufgegeben, welche moralische Autorität bliebe Frankreich übrig bei den künftigen internationalen Berathungen? Die Feiude Frankreichs mögen wr')l wünschen, dass es dergleichen Fehler begehe; wir können jedoch niemals zugeben, dass es dieselben vorsätzlich und aus eigenem Antriebe begehen wird." Der Ministerwechsel in Constlmtiuopel. Ueber die Bedeutung und die Ziele dcs jüngsten Cabinetswechsels am Bosporus herrscht, wie es scheint, noch allgemeine Unklarheit. Von Said Pascha versieht sich niemand etwas Gutes; er ist cin anerkannter In« triguant, der zunächst die Launm und Eigenmächtigkeiten des Sultans gegenüber der europäischen Diplomatie zu vertreten sich bemühen wird. In der Ernennung Server Paschas, der seinerzeit den Frieden von San Stefano über sich ergehen ließ, will man eine der russischen Politik angenehme Thatsache finden. Ueberhaupt, argumentiert der „Pester Lloyd" ans Grund des bis jetzt Gegebenen, ist nicht zu verkennen, dass in den stattgehabten Ernennungen sich eine gewisse Hinneigung zu Nussland und eine sichtliche Abneigung gegen England zu erkennen gibt, nnd wir hierzulande können nur mit Betrübnis wahrnehmen, wie das große türkische Reich zwischen dem einen und dem andern Gegner schwankt und nicht die Erkenntnis noch die Courage findet, beiden zugleich den Nucken zu kehren. Auch die «Kölnische Zeitung" sieht in der Thatsache, dass zum Nachfolger des nun gestürzten Kadri Pascha dessen Vorgänger Said ernannt worden sei, eine Niederlage der englischen Politik im Orient, be« sonders wenn man damit den Umstand in Verbindung bringe, dass Server Pascha mit der Präsidentschaft im Staa'? u ,^ erklärt, dass das einzige Heil für die Tune"» innigen Anschlüsse an Russlaud zu suche» !"- h. Die Ernennung dieses Mannes von "W' ^ in licher Färbung zum Präsidenten des SW^ ^ einem Cabinet, dem der englandfeindllche ,, ^D steht, gibt viel zu denken. Sie steht in """'^ i>e Zusammenhange mit der heftigen Sprach?, ^ß inspirierten türkischen Zeilung'en seit euM" ^l. gegen England führen, n:>d nnt der femo^ ^, tung der ganzen Pforte gegen die bnnim 5 A< Der deutlichste Ausdruck dieser Stimmung. 1» ^ tiffl des „Osmanli" vom 30. August, w""'' «h jede „Wir müssen jede Verbindung abbrechen " ^ ^ Spur des verderblichen egoistischen ^inflM ^n seitigen suchen, dein wir uus bisher zu unsem ^ gebeugt haben", und der Beweis daN", > ^i Pfone dieser Anschauung gemäß handeln »" , deutlich in dem jüngsten CabinetZwechsel. ,.,^ ^ Der Schwerpunkt der auswärtig» f"'M bei Said nnd Server zu suchen sein. Znr ^y" ^ ^ des letzteren sei noch bemerkt, dass Ser"" deß fcitig beliebte und angesehen Persönlich e>"M türkischen Würdenträgern ist. Gutherzig, "e"" ^,,! von frischem Geiste nnd munterer Laune '<"" M Server ein trefflicher Arbeiter und c,n cm. ^ Gesellschafter; ein weiterer Vorzug liegt o"^ ^ er sehr reich nnd ebenso freigebig ist. ."^ ,^ch ^ teren Veränderung.',, betrifft, so "crd,"l ^r>>° Sturz des Unterrichtsmimstcrs Mnnif P"'I" ^ W" erwähnt zu werden. Munis war ein von umfassender Bildung und einer über o ' ^ Horizont im allgemeinen weit herausrag"' ^HB der Anschauung;' scinc Bemühungen nin " ^M des Schulwesens wnrden freilich daonru) ^e dass die hohe Pforte ihm zunlllthete. ope ^, z" neue Einrichtungen zu schaffen und dle ^''tzM< verbessern. Im übrigen liefert der abermalig ^c> und Systemwechsel in der Türkei einen ' " ^,f ^ für die gänzlich.- Plan- und NachlosM' hohen Pfotte und im Iildiz»Kiosk." ---------------------------------------------- ^Ullll"^' Die landwirtschaftlichen Verhältnisse " « ^. Auf Veranlassung des königlich v H.^ ^ nisters für Landwirtschaft unternahm ^ ,/inN Werner von der landwirtschaftlichen MM » ^ ,^ pelsdurf eine Stildienreise durch Ungau'. ,^ jb' det,inntlich durch eigenartige landwlrtM ,^ M Hältnisse auszeichnet,'und legte die iirgw >>^F Forschungen in einem eingehenden, >" ^Mel Hefte der landwirtschaftlichen I^'duch" hM. 5. Berichte dar. Das Königreich Unacun ,,^eche" natürlichen Beschaffenheit des ^ndes ^^' ^ aus Ober- und Nicderuugarn. M " .^B<^ hören die Gebirgsgegenden, während "" M. ^ Ebene nmfasst, wo' die wirtschaft zu siuden ist. Die Ebene then "^fa!1^ in die kleine, circa 300 Quadratmellc'^ m nordwestliche sogeuannte Donau-Elicnc ^chstt^ östlich daran gelegene, von dcr Theift del,W 1700 Quadratmeilen haltende Ebene. >> ^ v^ der Flüsse bildet den Untergrund der ^^li^^ auch Flugsand, der jedoch in uielen ^t> ^ 1 bis 1-3 Metern starkeil Thonlaqern " iege<^ tt00 bis 700 Quadratmeilen Haben "0i ^ ^j> sandige Ackerkrume mit einem zum ^F' „ M^> tenden Humusgehaltc. Lehmboden trM §llftl° ße» weise im ungarischen Niederlande, " s^iel g ist jenseits der Maros in dem weg" ' § D'zßiz Fruchtbarkeit bekannten Banate. ""6" ^ ^ inmitten der höheren Gebirgszüge c ^eg' ^ feuchtes Gebirgsklima die Ebene ^>« , ^,,,pe^ extremes Continentalklima, das heißt !"^^ l,^ sprüngc, austrocknende Winde, 0^^ , Tha»' F Sommer mit kühlen Nächten und s an ^lN^/ schlagen, infolgedessen die Landw'rtM' ^s M Jahresmittel als von den überhaupt abhängig ist, da Frost oder ," , V ,^ zeit die Ernte wesentlich vermindern- ^„gaN'/M dass der Dürre vorzugsweise die "'^ ^ ^ eintretenden Misseruten zu verdanke" ^.A .1 an, dass Ungarn in den 75 Iah H ^'«ii Jahre 18tt4 vorangegangen sind, "'^nnal'! ,,^ 22 Fehljahre zählt,' uud zwar nH e '^ 7 ernten wegen Dürre, aber nur dieli'N" .? lllld Nässe. » ninf"^ ,,,'F , Die Gesammtoberfläche Unga"'^loce>' .^ N. Quadratkilometer, von denen etwa -^ 11 ^!^ sind nnd ans 3(?35 Proc. Ackei^ .^,. ^^ Wiesen, 1-35 Proc. Wemgärten >>) ^ 24-37 Proc. Waldungen und 0^Xl"^,dc "/ bestehen. Die Oesamnnbcm'lkcruna v" ^ ^' '^^ Seelen, von denen 10.27.1,88« cM ^, '!> ^i, Der Viehstand gestaltete M^twich "M ^ Weise: Pferde I.03I.389, ^'7,,7^'F Schafe 11.027.73l), Schweine 3."^i7AV>" Maulthiere 28,553 und Zieg"/ '^'d"' Schafhaltung ist eine sehr bedeute»" R79! "M d ^Mlch über 31.000,000 st,, und doch über-w fast 9 Fuhr der Schafwollwaren die Ausfuhr b°n Flaüz ?'"l ^' ""d gegenüber einer Ausfuhr l'W.M N s. Ä ""b Werg zum Betrage von über "'" >"chr a z '^^^^'^'^ ^" ^"'" '"' Werte ?°'^ht d s da. «'^? ?" """^ z'" Gel'ilge her-l""e "qe> ". N s^l!^ ^« 1'tzt nicht imstande war, '^Nudeln ,^^^??""^ sleniigend ni Fabritale um-'.^tU Ard f..,« ^"dwinschaft es nicht vermochte. >te, ,u ^!l"'ss'' welche das Land sehr gut liefern ^" Landw? 5^'l. ^' H'Ulptpvoduction der nngari-^"Iah «Z^/. '^ bas Getreide, nud wurden in y"» 1«b8 b.s 1875 durchschuittlich gewonnen: ^llcidrau Jährliche Geldwert Production der Gcsammt- »,, Hcltolilcr prodnctiun ^'zen . . Marl »n. ....... 20.720.000 277,444.800 ^ttstt , '...... 14 0W.000 128 6Ü5110 Mcr . ' ' -..... 10.890.000 04198.500 Ms - ' ' '..... 1:5520,000 75,712.000 "'schsllicht '...... 18.:^0.lX)0 165.240.000 '---.. :l.480,000 34.800.000 Auf t,_,^"""«'tt . . 81.000M0 776,046.400 ^"ttt,,anli«^.^'"! Besitzungen sind infolge des in Gebranch, die 3^ belM ."'^" ^"'freien Flächen ganz be-!!'"k". sk l, ^, .^'e Aanern entbehren der Ma-^chtrn G,.Äs!'"' ^ fast durchgehends mit ihren ^ >>'öalict>s? ^'"/"^ suchen die menschliche Arbeits-"" ÄespM "'ch lhr Zugvieh zu e/setzen. wohin des Getreides mittelst 3'> lillc,. ^ ^" gehört. Die Maschinen üben w?''ls! n^^^"^wirtschaft einen bedeutenden !?«' d e N,?.^!"'. bass sie die Arbeitskraft ver-3^ ^'nfülnn, ^^"'^" verringern, sie erhöhen ^^tN"ll der Drillcultur, durch'Reinigung 2" "s dn,^" Unkraut die Ertrag"und ermög. 3 ^ktlcidc n ^"' ^"nitzung vorzüglicher Dresch« İ"loare ^^lnigsinaschinen die Herstellung einer 2"' denn di^ ^'"ps"'ltur hat sich sehr gut be-3 lesser „ ^"Mbeit lässt sich iechlzeitlg und 3> I , ^""^" als durch Zugvieh bcwerk-»i''e.l^ben letzten Jahren haben die Drille ?5ls niM «"^erordenlliche Verbreitung gefunden. Li^lk Vtasn/»'nm nicht benutzen, und selbst der kleine a "?en Cul.. ^." verwenden. Dort. wo man zur »'«' Wz Np^"!"W"'a. nnd daher höheren Wert w >h die 3'""' des Bodens legen musste, hat Aae zu v ^?/''^^ und besonders die Pflug-N ^l! d,, "besseru grsucht. u?" den ^Ü!'??"""' Getreidearten nimmt der M product^ ^^) ""; das fruchtbare Gebirgs. w? dabci specifisch leichtere ol>I ^ auch s?"le Früchte als das Steppenklima, cllz ^"risch/ F"' darans erkennen lässt, dass der der 3""er ^/N , immer niedriger notiert wird I" Vanate wurde sich ^ ihnl .i,^ ? "'" intensivsten betrieben, und «U? kle ^Ufh der Boden sehr zn, daher crfrent ^ r>enden^7th' «nd harte Äanater Weizen «"d n^Aack" Nu^ ^z backfähiqer Exportweizen. °"dere^ ^rch^'V^^ °en Landweizen Ungarns. ^'n^""en u. 'o/^gl,ch als Versuche, gelaugen laicht,"' da sj! " ^baue. ohne dass sie an Terrain 'siql^^ert f°" Dualität den ungarischen Weizen M Malis vm ^"niogen. Der ungarische Roggen uH?' feinb .s^""' Dualität, die Früchte klein. ^^ dabei'fehr schwach. Die "Ms^ i.n a , '^ "'^ sehr verschiedene und als lli'>! '"' die H"""uen "ur in solchen Gegenden ^ie 2?^eide!l 2"' unier den. excessive» Steppen-^e a?'^"ngs' u^. s?^' deren Aodenbeschaffenheit .H'd^wei^^ > 3" Diin " ^ ^)r oft unter der uuzeitig ^°de^"suche m.M .'^'^ sehr zn leiden, daher >!>sz^ schon im » r^' weT r^H"^ Klangt hauptsächlich >,i? ""garish" Z,°l)N"chafer. zum Anbaue. Die ^ßle '„ "bleich ^.-"^'ssorten ist eine relativ be- l^ohi, ^''"liche Au^'^"^ "^1 dem Weizen die ^ > »'be ^^'"ug hat. Am stärksten ist der l°>»^ 'Eutern cuM? "° "" ""isten auf den >n ^'selten vo"""'""d; der weiße Paduaner > ^ """de Hckn"" ^"' '""st. um im mil- >' gch?'"' °uch ei e «" . ^'lpelst zu werden. >''ch ^t wird FA ^"hl anderer Mais- !'M ,^"se b ^ wird in sehr um- >" d"" sche^ ,"i ^ch sind die Sorten sehr besonders graue, rothe, blut- ^«'^^bodenN, "gebaut ö" ""den. Auf den ^l> starker N,n^"'^"'s wird von Hülsen. X" d '>cht n,an in "^ Pferdebohnen getrieben. L '" d^oh» ',' ""Uster Zeit durch ganz Un^ ^ h °l" Elepp^/' "fuhren, was sehr wahrschein- Mben wird "^'"" der Ebene gute Resultate zur Hagesneuigkeiten. — (Das Testament eines Sträflings.) Am 2. November 1879 war in der Männerstrafanstalt zu Prag der 61 Jahre alte Sträfling, der unter dem Namen Simon Gelly. auch Beibock genannt, abgeurtheilt wurde, gestorben. Vor feinem Tode verfügte er lehtwillig iilier sein Vermögen, und es ist nicht uninteressant, wen er mit einem Legate bedachte. Zum Universalerben be. stimmte er seinen Schwestelsuhn Chains Wolf in Plozk. Gouvernement gleichen Nameuö in Rnssisch-Polen. während er seinem eigenen Sohne Simon Gelly. Rentier in Massachnsscts. North Neytel. Sct, Walcott. aus dem Grunde nichts vermachte, weil derselbe bei Lebzeiten deS Erblassers von ihm mehr als einen genügenden Pflicht« theil erhalten hat. Der Universalerbe ist verpflichtet, folgende Legate auszuzahlen: Dem Strafhausverwalter Adalbert Staumal 80(1 st. und eine große goldene Uhr sammt Kette, dem M.-Dr. Victor Slawik in Mürau 400 fl. den Strafhausadjunctcn Balthasar Baresch und Ferdinand Gübelt je 400 fl.. dem M.»Dr. Hermann Plnmert 400 st. der katholischen Kirche in der Männer-strafanstalt 200 si,. dem Inspector Theodor Skala 300 fl.. dem Anfseher Mathias Hlaoy 200 fl. und dem Auf-feher Josef Kozel 150 si. Nachdem das Testament den gesetzlichen Anforderung?,, entsprach, wurde dasselbe zu Gericht angenommen. Nnn knnn aber, trotzdem sich das Generalconsulat in Newyork die grüßte Mühe gab, den Rentier Simon Gelly in Massachussets ausfindig zu machen, und obwohl eine diesbezügliche Aufforderung in die gelesen« sten Blätter Amerikas eingeschaltet wurde, der Erbe nicht ausgeforscht werden und auch von einem Chain, Wolf ist in Plozt keine Spur. Wahrscheinlich hat Simon Gelly ungckllnnt sterben wollen und hat die beiden Personen fingiert, um die Nachforschungen nach seiner Persons-ioentität zu erschweren. Das Vermögen beträgt außer einiqcn Pretiosen an 10,000 fl. Von oiefen erliegen an 4000 sl, bestehend in Staatsobligationen »nd Sparkasse« bilchcln, im Depositenamte. 6000 st hat Gelly einem Mithäftling geborgt, und sind dieselben hypothekarisch sichergestellt. Die Hypothek ist aber eine schlechte und befindet sich in Execution, so dass die Verlassenschast um dicse Summe wahrscheinlich kommen wird. — (Ein jüdisches Theater) In Pcters-bnra. welches bereits neben mehren russischen Theatern einen deutschen. italienischen und einen französischen Thalicntempcl besitzt, wird nun auch ein jüdisches Theater seine Pforten öffnen. Das Gebäude für das jüdische Theater ist bereits gemietet und hergerichtet, die Gesellschaft in Vorbereitung begriffen und das Repertoire ans ansschlicßlich geschichtlichen jüdischen Stücken in Prosa und Versen nnd aus Operetten zusammengesetzt. Der Director der ungemcin zahlreichen Truppe ist ein bekannter jüdischer Schriftsteller nnd Schauspieler Namens Goldfaden, welcher gegenwärtig in Moskau erfolgreich debntiert. Die Eröffnungsvorstellung: „Die Fanatiker". Operette aus dem jüdischen Leben in vier Acten und acht Bildern von A. Goldfaden findet im November statt. Von einigen in Oesterreich und Rumänien herumziehenden israelitischen Schausplelertrnppen abgesehen, ex.lsticrt gegenwärtig nnr ein einziges jüdisches Theater in Bukarest, und zwar ebenfalls unter der Leitung Goldfadens. — (Universitäten in Spanien.) Spanien besitzt gegenwärtig Hochschnlen in Madrid. Barcelona. Granada, Oviedo. Salamanca. Santiago, Sevilla. Va» lencia. Valladolid und Zaragozn. Die Anzahl der an denselben ducicrenden Professoren belief sich während des lctztverflossene» Studienjahres auf respective 127, 84. 70. 22, 02, 00. 80. 49. 48. 50 ; die Zahl der Studierenden (Alnmnos) auf respective 6672. 2459, 1225. 216. 372. 779. 1382. 2118,880. 771. Außerdem existiert noch eine beträchtliche Anzahl von Akademien mit beschränkterem Lehrapparate. Die meisten Universitäten zählen fünf Facultäten, nämlich außer den bei uns vorhandenen die Facnltät der Pharmacie; Ouicdo hat nur zwei Facultäten i Rechtswissenschaft und Philosophie. — (Woher stammt das Wort Zapfenstreich?) Gelegentlich des jüngsten großen Zapfen-streichs m Berlin bringt dir „Krenzzeitung" folgende Mittheilung über die Entstehung des Wortes Zapfen, streich: „I>, früheren Iahrhnnderten. zur Zeit deutscher Landsknechte, wurde im Lager ein Zeichen gegeben, nach welchem „der Zapfen gestrichen", das heißt ein Kreide-strich über dcn Japsen der Fässer gemacht und den Soldaten lein Getränk mehr verzapft wurde. Aus diesem einfachen Zeichen hat sich nach uud »ach der Zapfen» streich entwickelt," — (Der Attentäter vom „Winterpa« lais".) Vor etwa vierzehn Tagen wurde auS Petersburg die Arretierung eines wahrscheinlichen Attentäters gemeldet. Zu der damaligen Mittheilung bringt nun- I mehr der „Pet. Herold" folgende interessante Detail-erMizungcn i Vor circa vier Monaten erschien aus einem der hiesigen Bahnhöfe ein schäbig gekleideter Mann. einen Handkoffer tragc>,d. Während derselbe an den V'llett-schalter trat. übergab er dcn Koffer einen, Gepäckträger, dem er dann die kleine Mühe mit einem Nubel Trink« geld honorierte. Dies fiel dem Gepäckträger auf. und er meldete es der Bahnpolizei, welche den Betreffenden festnahm. Der mit Beschlag belegte Koffer enthielt die verschiedensten Sprengstoffe. Proclamation?« und ver» botene Schriften. Bis vor ungefähr vierzehn Tagen verweigerte der Arretierte jegliche Auskunft, bann plötzlich machte er die umfassendsten Geständnisse, nannte die hervorragendsten Leiter der Nihilisten, erklärte die Orga» nisation der Verschwürung und die Art der Geldmittel, deren Beschaffung, respective Verwendung, Er machte schließlich die genauesten Angaben über das Verbrechen im Winterpalais, bezeichnete den Haupturheber. welcher jetzt bereits längere Zeit in den Händen der Polizei sein soll. Nach dem abgelegten Geständnis erhenlte er sich im Gefängnis, einen Brief hinterlassend, in welchem er als Ursache seines Selbstmordes die Reue über diesen Verrath an seiner Partei angab. — (Ein Eisenbahnzug in Verlust ge> rathen.) Die Kansas-Pacific-Eisenbahn in den Ver< einigten Staaten forscht seit geraumer Zeit nach einein vermissten Zuge und hat. nachdem sie 2500 Dollars verausgabt, die Nachforschungen eingestellt. Etwa 4(X> Meilen westlich von Kansas City läuft das Geleise durch einen Ort Namens Monotony, den vor einiger Zeit ein furchtbares Unwetter (Orkan ui'd Wasserhose) verheerte, wodurch über 600 Fuß des Schienengeleises weggeschwemmt wurden. Die benachbarte Gegend, ein»' riesige Prairie, stand 8 Fuß hoch unter Wasser, nnd man vermuthet, dass die Locomotive und die Waggons (glücklicherweise war es lein Passagierzug) weggeschwemmt und unler einen, Erdrutsch begraben wurden. Dies ist die zweite derartige Begebenheit, denn im Jahre 1878 verschwand eine Locomotive im Triebsand im Kiown Erect. Locales. — (Aus dem Morastcultur - Haupt, ausschusse.) Gestern hielt der Morastcultur-Haupl' ausschuss unter dem Vorsitze seines Obmannes Herrn Dr. Josef Kosler in Anwesenheit von 16 Mitgliedern im Magistratssaale eine Sitzung ab, welcher auch die Herren Landeshauptmann Dr. Ritter v. Kaltenegger und Bürgermeister Laschan beiwohnten. Nachdem der Vorsitzende eine Reihe von Mittheilungen gemacht hatte, wurde zur Erledigung der Tagesordnung geschritten. Per Antrag des Präsidiums, dass für die Verfassung eines Projcctes nach erlangter Zustimmung des Landes» nusschusses uud dcr t. l. Landesregierung der Concurs ausgeschrieben und die Wahl des Projectanten dem t. t. Uckerbauministerium überlassen bleibe, wurde nach längerer Debatte und nachdem das vom Herrn Landes hnnptmanne vorgelegte Conccpt der Concursausschrri-bung nut einigen unwesentlichen Abänderungen accrp« tiert worden war. einstimmig angenommen. Die Allste» für die Verfassung des Projectes sind seitens der Experten Salvini, Podhagsky. Dr. Vicentini und Bauralh Indra bclamltlich auf 16.000 si. präliminicrt Worden, — Es gelangte nun eine Reihe von Anträgen znr Ver> Handlung, dahin gehend, dass. ohne erst die Versassung des Projectcs und die Ausführung der von demselben bezweckten Regulierungsarbeiten abzuwarten, einige besonders dringend nothwendige Vorkehrungen schon vorher in Angriff genommen werden sollen. — Die Frage der Hintanhaltung der Geschiebsablageruugen aus dem Klein-grabcn und dem Gradaschzabache und der Erd- und Schotternblagerungen vom Golouzberge, welche im Einvernehmen mit dem Laibacher Stadtmagiftrate gelöst werden soll. wurde zur nähere» Untersuchung einem Eubcomite von Ingenieuren, bestehend aus den Herren Baurath Putotnil. Stadtingenieur Wagner. Lanoes-ingenienr Witscht und Eivilingenieur Klemencic. zo gewiesen, welches darüber an den Morastcultnr-Haupt^ ausschuss inlürze Bericht zu erstatten habe, — Die Reinigung des Zorn'schen Grabens von der Bevler Straße bis zur Zornica in einer Breite von sechs Fuß und dcr entsprechenden Tiefe wurde nach eingehender Debatte auf Kosten des Morastentsumpfungsfondes be» schlössen. Ueber den nächsten Antrag des Subcomitrs wegen Beseitigung der durch das Udmater Wasserwerk bewirkten Hemmnisse im Abflusse des Laibachflusses entspann sich eine längere Debatte. Eine Anzahl von Mitgliedern dee Ausschusses verlangte die sofortige Entfernung des Wehres bei dcr Udmatcr Kotzenfabril. indem sich die Experte» und sämmtliche Fachmänner für dir Entfernung des' selben ausgesprochen und dieselbe als unbedingt noth' wendig erklärt hatte». Mehrere andere Mitglieder des Ausschusses gaben zwar die unbestrittene Nothwendigkeit der Entfernung des WehrcS bei Udmat zu. wollten zu-vor jedoch die Frage durch das früher erwähnte Inge« nieurcomitc erörtert wissen, ob die Abtragung früher erforderlich sei. ehe andere den Abfluss regelnde, höchst nothwendige Arbeiten im oberen Flussufer der Laibach durchgeführt seien. Die Gegner der sofortigen Abtragung des Wehres ließen sich von dcr Erwägung leiten, dass man durch die sogleichc Entfernung nicht gegen neunzig Arbeiter der Udmater Kohenfabril um ihr Brot bringen, sondern es dcr Fabritsinhabnng ermöglichen sollte, die fehlende Wasserkraft durch Dampf zu ersetzen. Schließ, lich wurde der Antrag, zuvor das Subcomitc der Ingenieure über diesen Gegenstand zu befragen. mit einer Stimme Majorität angenommen. — Ferner wurde eine 1792 Petition an die k. k. Landesregierung beschlossen, dieselbe wolle eine rationelle Waldbewirtschaftung der den Morast umschließenden Gebirgsabhänge ehemöglichst einleiten und die Beseitigung der Ucbelstände an den Durchflussprofilen des den Morast durchziehenden Eisenbahn<> dammes veranlassen; sowie das Ersuchen an den Stadt« Magistrat um die Einführung von polizeilichen Maßregeln, wodurch die Deponierung der Abfallsstoffe außerhalb des Laibachflusses und des Gruber'schen Kanals erzielt werden würde. Die Anträge wegen Aufnahme eines prouisorischcn Culturingenieurs und auf Bestellung des zum Schutze der Entwässerungsanlagen, Straßen und des Feldgutes nöthigen Personales wurde vorläufig in 8U8P6N80 belassen. Desgleichen wurde der Antrag auf Brschlikßung einer Umlage von 40 lr. per Hektar zu Morastcultlirzwecken bis zur nächsten Sitzung vertagt. Die Aushebung und Reinigung der Gräben Loschza und Ischza wurde einstimmig beschlossen und hierauf, trotzdem noch eine Reihe von Gegenständen der Erledigung harrt, die um 9 Uhr vormittags begonnene Sitzung um -^2 Uhr geschlossen. — (Cäcilienverei n.) Bei der am 13. d. M. im Aischofshofe in Laibach abgehaltenen diesjährigen ordentlichen Generalversammlung des hiesigen Cäcilienvereins, zn welcher mehr als 60 Mitglieder persönlich erschienen waren, wurden für die kommende dreijährige Periode folgende Herren per Acclamation in den Ausschuss gewählt: zum Vorsitzenden der Probst Dr. A. Iarc, zu dessen Stellvertreter und Secretär der geistliche Rath Präfect Johann Gnjezda, zum musikalischen Leiter der Domorganist A. Förster, zum Kassier der fii 'tbischüfliche Secretär Bohinec und zu Ausschussn.ltMdern die Herren: Pater Angelik Hribar. Pater Hugolin Sattner, Katechet Iohaun Rozman, Schulleiter L. Velar und Organist Tumc in St. Veit. — Die vom Vereine seit drei Jahren in Laibach erhaltene Orgelschule war im abgelaufenen Schuljahre in sämmtlichen Abtheilungen von 23 Schülern besucht, von denen nach dem Ergebnisse der Schulprüfungen 10 mit Nefähignngszeugnisscn be-thcilt wurden, — Die programmgemäß für 3 Uhr nachmittags in der Franciscanerkirche anberaumt gewesene Abendandacht musste eingetretener Hindernisse wegen unterbleiben, dagegen vereinigten sich die Theilnehmer der Generalversammlung abends im Gasthause „zum Stern" zu einer Vereinsunterhaltung. — (Vom Schützenfeste.) Die in den gestrigen Wiener Blättern veröffentlichte weitere Liste der Nest' gewinner auf der Scheibe „Wien" beim ersten üster° reichifchcn Bundesschießen führt abermals drei Schützen aus Laibach als Bestgewinner an. und zwar die Herren: Leopold Herberger, Silberpokal (gespendet von der Schützcngilde in Kleinmünchen), Raimund Ranzinger, Iagdbesteck (gespendet von Ludwig Tischler), und Victor Galle, 20 st. — (Raubmord.) Bei dem in der Nacht zum 21. v. M. in der Ortschaft Louskiwcrd bei Bischoflack an dem greisen Ehepaare Gregor und Maria Mrak verübten Doppel-Raubmorde wurde unter andercm ailch ein auf den Namen Maria Mrak lautendes Sparkassebüchcl über den Betrag von 100 fl. mit dem Nr. 113.643 geraubt. Neueste Post. Original«Telegramme der „Laib. Zeitung." Czernowitz, 16. September. Der Kaifer besuchte nachmittags das Militärspital, die Dampfbrettsäge, die Maschinenfabrik, die Gewerbeschule und das Volksfest im Volksgarten. Letzteres, zu welchem das Landvolt männlichen und weiblichen Geschlechtes aus allen Lan-dcstheilen erschienen war, bot wähl haft pittorcöke Vil. der und war eine förmliche ethnographische Ausstellung, das Volksleben der Bukowina veranschaulichend. Der Kaiser sah mit lebhaftem Interesse den Tänzen und Gesängen der verschiedenen Volksgruppen zu. Abends erschien der Kaiser im festlich erleuchteten Theater pare, mit dreimaligem Hoch begrüht. Das elegante Publicum hörte stchend die vom Gesangsvereiiu? gesungene Voltshymne an Nach dem Theater machte der Kaiser eine Rundfahrt durch die glänzend beleuchtete Stadt, von der Volksmenge mit begeisterten Zu» rufen begrüßt. Paris, 16. September. Pas Bureau „Havas" meldet aus Ragusa: Seymour übernimmt am 20sten September den Oberbefehl über die internationale Flotte. Der Avifo „Helikon" recognosciert die Ge« Wässer von Dulcigno. Czernowitz, 16. September. Heute morgens besuchten Se. Majestät unter anderen die katholische Kirche, die erzbischöfliche Residenz und die Universität. Beim Besuche der letzteren trug der Kais r Allerhöchst-seinen Namen in das Gedenkbuch und richtete an die versammelten Professoren und Studenten sowie an die an der Universität promovierten Docloren folgende Worte: „Es freut Mich, dass Ich diese neue Universität besuchen tonnte, undIch kann hier nur den lebhaften Wunsch ausspre» chen, dass der echt österreichische Geist, der diese Hochschule seit ihrem Anbeginne ausgezeichnet hat, sich stets erhalten möge." Begeisterte Hochrufe, die sich auf die Straße fortpflanzten, folgten diefen Worten. Prag, 16. September, 11 Uhr 20 Minuten vormittags. Die feierliche Installation Ihrer k. und k. Hoheit der Erzherzogin M aria Antonia als Aeb< tissin findet soeben statt. Trotz strömenden Regens ist der Andrang von Menschen aus allen Ständen zu den Burghöfen und Bnrggäncien ein ungeheuerer, doch wird die Ordnung musterhaft aufrechterhalten. Der Umzug über die Burghöfe musste wegen des schlechten Wetters unterbleiben. Der imposante Zug bewegte sich durch die inneren Burggänge in die Kirche, in welche nur beschränkter Zutritt gestattet werden konnte. Um 10 Uhr erreichte der Zug die Kirche, woselbst Cardinal Erzbischof Fürst zu Schwarzenberg mit zahlreicher Geistlichkeit Sc. k. und k. Hoheit Erherzog Ferdinand, Grohherzog von Toscana, mit Gemahlin und Tochter, den Statthalter Baron Weber, den Oberstlandmarschall Fürsten Carl Auersverg, die Stiftsoamen nnd die an» deren Theilnehmer am Znge begrüßte. Die Betstühle füllten die Damen der Aristokratie. Im Schiffe der Kirche befand sich der Landescommandierende Varon Philippovich, die Generalität, der Adel nnd die Spitzen der Behörden. Im abgesonderten Chore zeigte sich der Hofstaat Ihrer Majestät oer Kaiserin Maria Anna und der Hofstaat der Erzherzogin Maria Antonia. Den feierlichen Installierungsact eröffnete der Statt» Halter mit der Verlesung de^ Erneimmigsurtmide und einer schönen, wahrhast ergreifenden Rede, in welcher der hohen Tugenden des Allerhöchsten Kaiserhauses in schwungvollen Worten gedacht und das Glück hervorgehoben wurde, dass abermals das Prager Theresianische Damenstift durch die Ernennung einer Aebtisfin aus dem kaiserlichen Hause ausgezeichnet wurde. Freudigen Anklang fand weiters die vortreffliche Rede bei Betonung des gemeinnützigen und wohlthätigen Wirkens der erzherzoglichen Familie Ferdinand von Toscana in Böhmen nnd der mit Anmuth und Liebreiz gepaarten Tugenden der Prinzessin Maria Autonia. Das gesammte Auditorium war tief bewegt, als die Rede schloss. Hierauf be« gann programmgemäß die Installiernngsceremonie. Wien. !<;. September. Die „Presse" bezeichnet in Bestätigung ihrer neulichen Meldung, dass der Reichs rath erst gegen Ende November zusammentreten werde, den 2 2^ November als den Termin für die Wiederaufnahme der Re ichsraths arbeiten. Die Dauer der Delegationsfession ist auf ungefähr vier Wochen in Aussicht genommen. Die definitive Festsetzung des parlamentarischen Arbeitsprogrammes dürfte übrigens von dem Ergebnisse der gemeinsamen Ministerconferenzen abhängen, die Ende diefer Woche in Pest stattfinden werden, ^ ^""' ^ Blatte znfolge ist m den letzte» Tagen eine M ^ Jahren in Schwebe befindliche Streitfrage. °',^ setzung der Domherrenstcllen am Olmützer ^'"H,,. betreffend, ihrer definitiven Lösung Me»"^,",letzt Es sind demnach dein Olmützer Domcapitel m '.^ zwischen der römischen Eurie und der ost"^"!^ Regierung vereinbarten neuen Statuten des ^ . ^ welche für die Zukunft ausschließlich Geltung i ^ sollen, zugekommen. Es wird darin ausdru°u) ^ theologische Doctorat einer inländischen 3"^ iil langt, dagegen ist der Adel keine Bedingung "^ ^ Erlangung einer Domherrenstelle. Das ^ > ^H, Domicellar-Canoniker ist zeitig wurde das Capitel' aufgefordert, d>c"^ tutenmäßig zustehenden Wahlen binnen dm <" ^ vorzunehmen. In derselben Zelt werden ^ vom Kaiser vorzunehmenden Ernennungen >'" > ^ Pest. 15. September. In MmiM 5.> wurde die Ertheilung einer deutsche i' ^ ter con cession an dic Wiener Bodens' 7? mit ciner Stimme Majorität (^ ,,1 ab' gegen) abgelehnt. 272 Stadtvertreter M ^ wesend. Einzelne „Ja" wurden mit wüstem die „Nein" mit schallenden Eljens begrub- ^ü Agram. 15. September. Der 2"NMU ^, die Budgetdebatte. Banns Pejäcsevich leu"e M batte mit einer Programmrede ein, deren V^ ^. folgende sind: 1.) Der Ausgleich sei d" V^,' setzliche Grundlage aller const.tntionellen ^> . ^B Kroatiens; 2.) der Ausgleich gewährt hmreiH " ^r zur inneren Entwicklung des Landes, zur ^ MB' Nationalität und zur Beseitigung der MM",^ ^ 3.) der Banus richtet seine Thätigkeit da""' .^, Grenze einverleibt werde; 4.) Schließlich crtlärt der Vaims, gegen die ">u ^ Disciplinlosigleit des Aeamtenstandes ""'9 " i« ten zu wollen. Das Programm wurde alljeli u lebhaftesten Neifalle aufgenommen. 'iside^'. Madrid, 15. September. MimstM^ Mt' novas hat es verweigert, das könlgl^.^F zu contrasignieren, wodurch der nellgeburnen ^^he" der Titel „Prinzessin von Astu^en wird. _.. ,-« nBe" London, Itt. September. Die ..2"'"" t>,>^ aus Coustantinopel vom 14. September: ^ ^l kische Cabinet demissionierte, "^i,. Sultan auf Saids Rath oarau ,„ F keine Conceffionen zu machen n^z scharfen Circularise gegen die Flotten n^ ^. Oi protestieren. Mau Hai Ursache zu gla"ve ' „FB cularnote werde schließlich eine viel verM"^ annehmen. «^kae^,,, Bukarest. '5. September. I" H g''^ Kreisen wird auf das entschiedenste m "" MÜ" '" dass die Reise des Fürsten Carol nach ^^ der Frage der Erhebung Rumäniens z"'" /^ A< in irgend welchen. Zusammenhange gewesen! ^^ha>' wenig habe diese Frage den Gegenstand v"' ^ M lungcn mit irgend welcher Macht gebno^,^ u> sich, dies wird zugegeben, allein und ml»!^M s Regelung der rumänischen Thronerbso.gr" Mete»r»l»gische Neol«chtu««e»^^j « -Z W zs - «z A ' '1 U n ' 1^5 7Ü.Ma, 726 19 4-15-2 O. schwach ^.heit/ 16. 2 „N. 728 1« 9 ., ?lb. 730 W 4-14-0 O, schwach ''',l,.MZ!f Nachts nnd morgens bis gcgm 7 Uin ' ^lig^gil mit Gewitter, dann Ihrilwcise Mfhci'cniuli "^. ^le.^ west, welcher bis abends allhielt; "ondhcNc ^ ^MlN^ mitte! der Wärme .>- 166°. um 2 7°^e^^^^lU^< Verantwortlicher Redacteur: 'Öttomar^^--^ Domänen. Pfandbriefe ... 143 75 144 -Ocslerr. Echapschtiue 1881 rückzahlbar ......... 100 70 101- - vefterr. Schahscheine 1882 rück. zahlbar........ 101 75 102 Ungarische Goldrente , . . 109 55 ,»lebenbllr^fn.......94 _. 95 __ Temeser Banal......9^7°, 9425 Ungarn..........95«,o 9«._ Nctleu vsu V«nle«. ^, «eld «,<,,-. «nglo-österr. Vanl..... 125— 125 25 Kreditanstalt ....... 238 20 238 50 Depositenbank....... ..^-_. ..... Creditanslalt. llngar..... 259- - 259 50 Oesterreichisch < ungarische Vanl 827 - 829 — Unionbanl ........ 11250 113-- Verlehrsbank....... 131 - 13150 Wiener Vanlvereln..... 136 - 136 50 «ttien van Trausv«rt«Nnterneh. mnngen. »elb Warl Alföld-Nahn .......U'8 50 15»^. Donan-Dampfschiff.-Gesellschaft 551 553 — Elisabeth-Weslbahn.....192- 19250 sserdinands.Hordbahn .... 2442 -2447 - ! »fld «Mo« . ^ Franz.Ioseph'Vahn .... 16950 170' GalizischeCarl.Lubwiss.Nahn . 28l?ü 282 25 Kaschau-Oderberger Nahn . . 131 50 132 — Lemberg-Czernowiher Nahn . 167 50 168- Lloyl» - Gesellschaft.....691-693- Oesterr. Nordwestbahn . . . . 178 50 I?9 M. v, . 19? 50 198-- Rudolf-Bahn.......161-50 l62 - Staatsbahn........285' - 286 — Siidbahn.........82 75 83 25 Thcih-Bahn........245 — 245 50 Ungar.»aaliz. Verbindungsbahn 145— 145-50 Ungarische Nordostbahn . . .147— 14750 Ungarische Wcstbahn .... 149 ,'.0 150 -Wiener Tramway'Gesellschaft . 229 60 230 -- Pfandbriefe. Nllg.öst.Nobencreditanst.(i.Gb.) 117- 117 25 . ^ . ii.Ä..«.) 10150 10175 Oesterreichisch - ungarische Vanl 102 60 102 80 Ung. Vodencredit-Inst. (B..V.) 100 50 100 75 PrlsritiitK.Dbllaatisnen. Elisabeth-«. 1. Em.....99' - 99-25 3ero..Nordb. in Silber . . . ,04 75 105- ssranz.Iosevh-Babn - ' ^,. l^.5 iz ft Oesterr. Nordwest^"»" '. ^ , I?s), Tlebenbiiraer Nah» > ' ' . 1Z,,. l^,i Etaatsbahn 1. Em, ' ' . 1^ N^ Giidbahn 5 3°/, .--''. !ll . ä 5«/, - - - ' ' ^ ^'"'. ÄlK üondon, lange Sicht - . » Pari»......' ' «eldiorte»' ld 101'^. ^ Mls . Credit 285-50 bis 233 ?"' 125 25 ^nd^n ,V»^"^ ^" '^ Minuten notierten: Papirrrente ?2'60 bi» 72 75 Silberrente 73 w bi^ ?ii l«^ ^o!dr-nt« 83 60 bi« 8lj 75. ^o^. ««nosn nii20 l>l« i^2h Napoltüi,, 840'/, öl» 3 4l-