Vereinigte ^ L a i b a ch e r Z e i t u n Nro. 92. Freitag den 17. N ovember :Ü2c>. Inland. L a i b a ch. ^^ie provisorische Sparkasse «Verwaltung zu Laibach sindci nothwendig, bekannr zu machen, daß sie nach den angenommenen Statuten die eingebenden Fonds - Beicrage sowohl, als die Einlagen der Interessenten (ve> zinsüche Kapitalien) nur gegen gesetzliche Sicherheit anlegt, und daß sie daher nur auf grundhüchliche Beweise Rücksicht nehmen, könne., Anfragen u:n Darlehen, oder sonstige Auskünfte werden unter der Addresse: An die provisorische Sparkasse - Verwaltung zu Laibach, nur pvr-tofrei im Comvton des Herrn Candutsch, Hagels-mann, Nr. 26a am Platz, angenommen. Nngelommcnc Schisse in Tricst am 26. und 27. Oktober. ' Die cngl. Brigantine, die Entschlossenbrir, von 22i Tonnen, von Lioevpool mit verschiedenen Waaren, auf Rechnung dci Schiffsrapiläns Mac. Gregor. Das österr. Nave, Kaiserin Caroline, von 409 T., Capit. Alb. Nagusin, von Aw andrien mit Bohnen und Leinsamen, aui N. von Gr. Minevbi. Daö engl. Nave Elisa, von iy5T.,von Bados in Norwegen mit'Stockßsch, ü'if R.von Grant Hepburn. Das österr. Dampfb^ot, von Venedig mir 42 Reisenden. Die ameriran. Bcl-. guntine Sicilien, von 162 T., von Boston mit K^'sseh und andevn Waaren, auf R. vcn Grant Hepbu^-Der engl. Kutter NMMWW^^^nRiK^^Miro, mitKassch, auf N. von Pel. Tlrni.Das österr. Nav?, die Fruchtbare, von Zgn T., Cayit.I. M. Zorti, von Trapani mit Salz, auf N. des Bchissskapitcins. Die österr. Brigantine, der Reich?, von 25i T. , Capir. A. V. Volti, von Lissabon mitZ,'.ckeru!'.d andern Waa, reu, aufR. von Ioh. Carciotti. Die ottomann. Brigantine, der heil. Nikolaus , von 40 T., von Cala-mata mit Feigen, aufR. von Panajotti Cevira. Mehrere Barken. Aus Cilli wird geschrieben: Am 25. Okt. würd?:: wir von einer traurigen l.lb?vschwemmung heimgesucht. Nach einem mehrtägigen, von heftigem Sturmwinde begleiteten Regen trac derSanfinß aus seinen Us'ern, und stieg zu solch einer ungewöhnliche,, Höhe, daß die, längst des Flusses gelegenen, Felder, Wiesen und Straßen unter Wasser gesetzt wurden. Diese Überschwemmung kam für die Umgebungen von Cilli so plötzlich, daß drei Personen, welche auf Feldarbeit im Freien waren, hülsios mitten lm Wasser und in Todesgefahr standen. Die augenblicklich gerroffenen Neitungsanstal-ten'wurden abe>' durch die Wuch des gleichfalls ausgetretenen Losnitzbaches so oft vereitelt, daß die Unglücklichen erst um 2 Uhr in der Nacht gerettet werden konnten. Unter den Personen, welche mit menschenfreundlichem Heldenmuthe und mit Verachtung aller Gefahrzll ihrerRetcung herbeieilten, verunglückte de'rNiko'a ^ , Rasch, Kutscher deK Herhll'Kveishauprms^s Freiherr»« z v. Ziernfeld. Als^ das Floß, w^uf er sich befand, los- ^ gerissen war, sprai^^-, auf eigene Rettuug bedacht, ^ in die FluH,,, wo er HMos versant." Die übrigen Z75 «entglngell sa'mmt den drei Geretteten glücklich aller wei-tern Gefahr. Se. königl. Hoh.der Erzherzog Mariini-liaa st. °W. W., und bezeichue.'en diesen Nnglückstag mit einer unvergeßlichen Handlung höchste Theilnahme und Großmuih.— Won der Brücke über die San nächst Letutsch wurden zwei Icche weggerissen, jedoch schnelle Anstalten zu ihrer Herstellung getroffen. (Wdr.) W i c n. Se. k. k. Majestät haben / ^n ItüMcht der von tem Laibacher Fiskal - Adjuncten, Dr. Vincenz Schrott, und dein Hofkammer« Procuraturs - Con -cepts-Pracriccanten, Doctor Franz Aichwalder, bis» Her an den Tag gelegten ausgezeichneten Fähigkeiten, dem Ersteren die fünfce, und dem Letzteren die sechste Fisksl-Adjunccen - Stelle,bey der t. k. Hof-und Nied. Osterr. Kannner - Prokurarur, mit allerhöchster Entschließung vom 19. Olrober l. ,I., allergna-digst zu verleihen geruhet. Se. Majestät der König von Preußen waren am ?. .Nachmittags in Troppau angelangt, und von Sr. Majestät unserm allerdurchlauchtigsten Mo- ziarchen an der Grenze empfangen worden. Der l Kronprinz von Preußen war seinem erlauchten l Vater, Höchstwelcher zu Neustadt übernachtet hat- » ldmarschall und Hofkriegsraths« , Präsidenten Fürsten Carl zu B ch l war, nicht nur allein im Sinne, alles zu zer-^ören, sondern auch 5ac» der g'.'ößt^ll Giüerbesitzer zu morden, um sich ihrer Habschaft zu bemächtigen. Unsere Stadt kann ihre Rettung vor der gäuzlichm Zerstörung nur der Mäßigung des Gen«rals Pope und d«r Bescheidenheit, Freigebigkeit und Staud-hanigkeir des Fürsten Paterno verdanken, welc cher letztere als achczigiähriger Greis sich überall deil Gefahren aussetzte, um das nach Raub,und Blut dürstende Gestndel zn besänftigen. In der ^Parlaments-Sitzung vom 23. bestieg Herr Pepe dieTridune, und sagte: „Meine Herren Deputirte! Es ist nicht gar lange her, daß ich, vo:». National-Eifer cntsiammt, Sie aufforderte, die lln-' ruhen, welche in einem Theil Sicillens aus^ebro» chen/ z'l unterdrücken. Heute, oon gleichem Enthu-slasmus beseelt, /schlage ich vor, daß mau zu den Waffen greife, weil hierin nur allein unsere Rettung zu suchen ist. Man muß Muth h.wen, einige fürchterliche Wahrheilen anzuhören. Wir schmeicheln uns , auf> einem '^Htte^von Rosen zu ruhen, während wir bei jedem Tritte nur Doruen antref-feü; denn ein fürchterlicher Vulkan droht gegeu uns auszubrechen. Unser Schicksal ist vielleicht schon jetzt beschlossen. Vielleicht nähern sich schou die Vollzie-her diesen Gegenden I Und, was thun wir indessen ? Zwei Wege gibt es noch, die uns retten können: die Klugheit des National - Parlaments, und die Energie der ausübenden Macht. Das Parlament, ich weiß nicht, worauf es vertraut und hoffc, ergreift keine kräftigen Entschlüsse. Die ausübende Macht, ich getraue es mir zu behaupten, ^>chl sehr langsain zu Werke. Man denkt nicht einmal an die norh« wendigsten Unternehmungen; Beurlaubte werden entlassen, ohne daß m^n den Beweggrund davon-er« fährt; die Festungen sind schlecht versehen, die Legionen nicht gur organisirt, die Nationalgarde nicht m den Waffen geübt; man denkt nicht daran, Truppen nach den Gränzen aufbrechen zu lassen; un> während der E'Nhusi^snuls der B.n-.Zer mit jedem Tage abnimmt, kennr m^n nicht rin'ial den Plan zum Feldzuge, der da beooc^eht. IH, meine Herren, erkläre jetzt feu;rlich, daß ich bci der ersten Nach« richt von einem Kriege Kiesen Platz verlassen, nnd 3?7 den Feind aufsuchen werde, u» die Nation bis auf den letzten Blntttropfen zu vertheidigen. Ich wünsche nur, daßz d«s Parlament über triefe meine H?e» merk lligi'n nicht leicht hinaus gebe / sondern sich ernst, lich bcschüft«'ge, den Verwüstungen vorzubeugen/ welche ein Kn'eg herbei füh'cn muß/ mit dem wir bedroht werden." (Allgemeiner Beifall.)--------Der Präsident antwortete dein Hrn. Pepe in einem aufmunternden und ruhigen Tone, daß bei den gegenwärtigen Umständen die Nation zwar nicht auf Rosen ruhe/ iedoch tonne er versichern/ daß sie sich auch nicht auf einem Vulkan besinde.. Um den Frieden zu erhalten / sei es nothwendig,- die Gränzen zu bewachen/ ohne Jemanden zu beleidigen.. Der Präsident setzte noch, unter allgemeinen Beifallsbe« zeugungen derDeputirten, welche sich sannütlich von ihren Sitzen! erhoben hatten, hinzu: die Nation müsse sich auf die schon hinlänglich imposante. Ar-»nee verlassen. Päpstliche! Staaten.. Bologna/ den 2. Nov. Die hiesige Sfts-zial-Kriminal - Kommission hat das Urtheil iiber 22 Individuen/ die bewaffneter Zusammenkünfte/ vieler StraßtnräubereieN/ Kirchenrau'.' und anderer Diebsiahle überwiesen wurden, gesprochen/ wodurch H zum Tod, 3 zur lebenslänglichen und 1» auf verschiedene I^hre zur Galeerenstraf.: oerurcheilt und. Wier lkM'den/jedoch unter Aufsicht gestellt, entlassen». Vermischte Nachrichten. Der Avothckev Ätonbet zu Pans/ ru« Z^int Non0l>^ g^r. 354, an der Ecke des piac«V^n> ^oi^lt? hat, zu Verzweiflung der Barbiere/ eine Seife erfunden, welche in 4 Minuten und ohne al? llen Schmerz auch den Bart wegnimmt. Die Büchse kostet noch dazu nur 29 Sous / wofür man also Otasirmesser/ Seife/ Wetzleder und Barbier entbehren kann. , (B.i). T.) Angekommene ui'd Abgegangene. Den 2?. November. Herr Graf v. Haugwitz, k. preußischer Ctaats^ und KabiiiiU.-Mi::ist?'-, vcnBerlin über Wien nach Venedig 5bev Trit'st. — H^r Gregor Schidlow5-ky, verabschiedeter k. ri sslscher Staabskapirän / von^ Wien »u'ch Rom über Triest., Den 14. Herr Lorenz Schlaberger/Bier-und Seifensieder/ von Karlstadt, eingek.-Kap. Vorst. Nr. 09. — Herr Peter Boldrini, Strohhut-Fa-briks-Werkführer/ vvn Kl«genfurt) eingek. ZKap. Vorjr. Nr. »l. — Herr Anton Mauroner/ Gutsbesitzer, mit 2 Söhnen, von Udins nach Cilli. Den l5. Hr.Blasius Knees, Dr. der Rechten,, vvn Triesi, Hr. Martin Scheriau/Handslsmann/ mit Handlungö.-Commis Karl Scheriau, Hr. Ioseoh Zöckcrt, Handlllngö-Inspekror mit H^ldlungs-Com-miö Aloisms Niedersüs, beide von Klagenfurt, alle ein^ gek. Kao. ?^orst. Nr. n. —Hr. Joseph Fast/ Hand-l:mgs - Buchhalter/von Krems/ Hr.Johann Saur-ter, Handlungsreisender/ von Wien / Hr.7 Frani, Schmidr, Handelsmann, von Gratz/ alle 3 eingeF., Stadt Nr. 3^3. — Hr. PaulKuhn> Handelsmann,, von Triest/, eingek., Gradischa Vorstadt Nr. 24. —» Hr. Johann Georg Handelsmann mit Gattin / vow Gratz/Wohnung unbekannt. A bgereise t» Den 14, Hcrr 9!iklaä Algarotri/ Weltpril.' sier, nach Wien.. R a (h r i' ch' t. Der schon im letzten Intelligen,;bsatce angekün-dete Wund . und Z^hnavzr, Angel 0 Marin de' V erga n i, wurde durch Geschäfte gezwungen/seinen Aufenthalt in Triest. zu verlängern; er wird aber sicher de". >^. d, in ^nbacl) eintreffen. W e chsel - C. 0 :i r s in Wi e n vom i3'. November itt2c»., Conventionl-Munze vom-Hundert 2^»n ss. Anmerkung. Eingetretener Hindernisse wegen wird ^üv 7,F i l l) r l sch e Bl,a tt" c,r)t tüll tigLn Dienstag unseren Blartern beygefügt w.rden. I ÜNstz Aleys Edler v. Me^smayr, Belleger und Re dacreur.