Wummrr 1. Pett»», Wi I. Juli 1H04. V. I. PtttauerZeitung rrfdirlnt irbcn jf>onntag. »iri« fai $rt«au mit Z»st»0ung in« >Hau« «lertel^hrig ff I —. hald>»»n, fi Z—. gan^ihei, ff 4.— ; mtt #®(hwtVn»iin<| in : ®irrtrli*bna fl I Id. halMhn« ff im», gan»>ihriD ff — Cin^rlnr Sumnitm 10 fr 84Mftlritn: Stkf Ze««»»r, ?,»»»««,»fie .V — SrrMltaaf aak P«t!«| « Bleust, V»chtz«»»I»»». « «>. H-oditdrifte» werd«» nid>« (uidifgrltcDt. «nwnd'jmngen billigst Iwrrtbnrt — veilräge sink er»a»icht unk moOrn längsten« di» Areilag jebet Wache nitgrfaitM nxtten Crmriung brr .$rtta»rr Sriiung" für «rat und Ungtt>iMA M: L»»»>, Hl Zch»»h,fr, tu «raj, ?»«r»«fie «r 5. Pettau. 1. Juli 1894. Ied« Zettperiode trägt die Signatur, welch« dir mitl«bende OMdlictwÜ ihr ausdrückt; da« Ende brt neunzehnten Jahrhundert« trügt den Stempel der Hast. Hast aus all«" G«bi«trn bfl modernen Leben«; (im wild« Jagd nach Gold und d«ii raffiniertest«» Genüssen aus d«r rin«n, ein wild«« 9tennen nach einem Stück Brod, nur um den Hunger zu stillen, auf d«r ander«» Seile Jagd noch Ehren. Titeln. Würden od«r Popularität bei dem Äreberthume. Jayd »ach n«u«n Erfindungen. Jagd »ach neuen Heilmitteln für alle Gebreste dr« Leib«« und d«r Seele. Jagd nach Formel» zur Losung der immer nruaustauchrnd«» Problem« unter den Rittern de« Geiste« lim ongst«rrrgmtu-« Hasten der ganzen heutigen Gesellschaft nach «,n«m dunkle« Ziele, hinter welchem die Pessimisten da» Ende aller Ding« wittern, den gähnend«n Abgrund, in drm di« wild« Jagd sammt allen >hr«n Errungeoichastrn spurw« vrnGw^aden wird, während dir Optimff'eii lsknfer Sem noch verschleierten Ziele, dem die heutige Gesellichast zustürmt. da« Morgenroth der allgemeine» Glückselig!«« zu sehen erwarten und da« Paradi«« aus Erd«n predigen, sobald uur da« Ziel erst erreich« sei» wird. Ist da« der Fortschntt? Die Optimisten schwören daraus, das« diese« toll« BonväN«drängrn der Fortschritt sei; sie klatschen wi« besessen in die Hände und rufen: .schneller, immer lchneller. damit wir «ndlich an'« Siel kommen!" die Pessimisten dagegen schreien «mährend: .Haltet «in! N»r rennt i» da» Ber-derben! Ihr brecht de» Hol« und alle« wa« ihr Sonnenwcndfeuer. Saß da der Baldouf Fronzl vor seiner Heger-Hütte und hielt Maulaffen feil, weil er nicht« bessere« zu thun wußte Der Abend war schon lies herabgesunken, die Pseise war ihm a»«gegangen und der Gedankenfaden auch Da« letztere that ihm nicht gar leid, denn an den Gedankenfaden rrihten sich immer «rüde Erinnerung««. sobald er denselben abzu-haspeln begann, »i« die Perlen de« Rosenkränze« Zuerst hatt« er drei Jahr« bei den Kaiferlichen dienen müsse«; da« erste Iah,- war Hort gewesen, im zweiten kam plötzlich der LccupaNon«krieg und Franzl dachte! „Pfiirt (Hott Grlt. der Boldaus Franzl g'sicht dAaldkeusch'n zFärbach nimmer" Da« schwante ihn so. bi« er am 4. August plötzlich mitten im Gesechl« bei Citlirf stand nnd der Zug dem er augehört«, au« «innn Tschiftlik Feuer erhiklt Er hatt« gerade da« B«rschlns»stück seine« ««wehre« turn Lade, ausgeklappt, al« ihm eine feindliche Snvderkugel die Feldkappe durchlöcherte Franzl schaute sich um und sah die Fenster de« Ischistli» von Insurgrntkn besetzt, da» machte ihn wild .Rabenviecher l" schrie er zornia .hab«« nix j'lhun. al« da umeinander zlchießn, 7 dann schrie er den Kamerade» ja: .Geh n ma » an Slnrer, dö türkisch'» Depp n don in derer Leuschn!" Sie ?eschaffen hab«, geh» mit euch zu Gründe!- Wer at Recht? Wir sind weder himme>stSr»,e»dr Optimisten, noch schworzseherische Pessimisten, sondern wir halten un« zu jenen, die da jage»: .Der Mittelweg sei der beste" Der athemlo« Borwortchstürmende. der die Hindernisse aus skinem Wege zum Glück« wie «in R«nnpf«rd .nimmt", dem die Sporen seine« Reiter« die Flauk«n blutig stacheln, strauchelt, fällt und die wilde Jagd geht >mtlad«lo» über ihn hin-w«g. »der er bricht kraftlo« am Ziele zuiammen und andere ernten die Erfolg« ieinrr Anstrengungen Der zögernd« Pessimist wird nikdergeronnt und zertreten, Der Mittelweg de« besonnen«» Borwärttschr«,. ten». welche» ab und zu eine» Rückblick gestattete um sich zu orientieren, den wollen wir wühlen Der gleichmäßige. zielbewußte Fortschritt, der die Hindernisse aus seiner Bahn mcht .übersetzt", so». d«rn ruhig beiseit, räumt oder umgeht, dieser allein sichert bett Ersolg und dem wollen wir huldigen! Da» Haften und Jagen auf der Rennbahn unsere» socialen Leben« ist ein Autwuch» de» Fort-schritte», «in Fieber, welche« ansteckend wirkt und auch Besonnen« ^u schn«iler«r Gangart zwingt; wer nicht mitgeht ,mrd zur Seite gestoßn und mag zus«h«n. wi« di« anderen die Brocken hasche»; wer dkii Mund »icht austhut und sich bescheiden in drn Winktl st«llt. wird übersehen, oder gar al« albern verspottet und wär« «rder Weiseste unter den Weisen D«»halb lärmt und schreit «f immer m«hr au« d«m wilden Getobe de« Kamps«« um« Daskin und wa« sich Anerkennung verschaffen will, wo« sich sein« Position sichern will, wo« di« Ausmerklamkeit d«r Grirlllchaft auf sich und sein« Vorzüge lenken will, dors nicht stumm bleiben Dies« absolut« Roth- giengen» richtig an und zehn Minuten später brannte da» Gehöste lichterloh, während die Bertheid^er theil» fangen, theil« n,ed«rg«schoff«n wurden, oder davonliesen Dafür wurde der Franzl Gefreiter und erhielt die silbern« Medaille — S'i» nit so übel bei d» Kaiserlichen, schrieb «r seiner äXutter, der alten Waldtnischler Rani Horn. Räch dem Feld-zuge wurde er Korporal und da er noch ein Jahr zu dienen bette, später Zug«sührer .3ch bleib, zwölf Jahre halt ich'« leicht au« und brauch ischher nicht al« Knecht diene» in Föhrbach", tzhrieb er heim, aber seine Mutter ant-wortete umgehend .Wann du nicht heimkommst, mus« ich in die Einleg, denn die Keusch'» und da« Wirlhichiftl geht zugrund.' Der Franzl wus«te w,e e« den Ginlegern gcht und gieng aus Urlaub Wäre ihm nie leid gewesen, wenn «« qenützt hätte, sein Opfer, »der im Winter darauf starb die alte Keulchlenn ind noch der Berlai»abl>andlung blieben für Franzl nicht ganz dreißig Gulden und die bekam er nicht weil er noch nicht mündig war .Ist z»m Lachen.' — sagte Franzl, — »drei Iahe «rich bei den Jfcimi:cVn «in .Mann." di« Untergebenen mus«ten sogar .Herr" sagen, mit dö TürEn hab ich graust, «in Zug Soldaten hab ich z'satimg"holten und bin auf einmal noch wendigkeit. die Nothwendigkeit nicht stumm zu bleiben und bescheiden in der Ecke zu st«h«n. wo so viel mindere« sich vordrängt und Erfolge einheimset, hat un« zu dem Entschlüsse g«dra»gt. di« „Prttauer Zeitung", deren Erscheinen durch verschiedeiie Um-stand« «ine Zeit lang eingestellt geweien, wieder aufleben zu lass«« Mit der heutigen Rummer tritt die Pettauer Zeitung wieder aus den Plau. chre alten Freunde und Gönner herzlichst begrüßend und mit der Hoffnung, sich durch ihre Haltung neue z>, küren. Wenn da« Sprichwort jagt: di« Frau sei die beste, von w«lcher ma» am wenigste» spricht, — so mag darin «in Körnlrin Wahrheit stecken, allein in Bezug auf Gem«>nw«sen trifft da« nicht zu. in einer Zeit, wo die Spekulation jede« Rest und Restchen, in d«ffen Rah« ein Schlammtümpel stagniert, oder «in brackig Wäflerlein slikßt, mittelst spoltenlangcr Re-Hamen und künstleriich ausgestatteten Annonzen. zu einem .lliirorte ersten Range«' «mporichraubt und sörmlich über Rächt berühmt macht .Klappern treibt'« Handwerk!" — gut, aber uns«re liebe Heimat unser schone« Petttre hat txrt «lappern nicht nöthig E» Hot in Wahrheit so viele vorrüge, das« e« de« bunten Flittermäntelchen« der ReNam« nicht bedarf, um unter den hübschen Städte» unserer herrlichen grüne« Steiermart al« eine der hfld-schelten zu gelten. Rein, den Flitteraufputz der lügenhasten Reklame braucht Pettau nicht, t* braucht der großen Welt nur geschildert zu werden, wa« e« in Wahrheit ist: eine der lieblichsten unter den lublichen Töchtern ber schöne» .Styna" und da« wollen wir redlich besorgen, da« sei de^ nsle Punkt unsere« Programme«. «Gemeinwesen gleichen organi»^ Unwesen. unmündig im Ereil." — Solche« Murren nützte ihn nicht«, et blieb minorenn und gieng. weil e« Winter zeit war und die Bauern ihre Dienftleut' schon zu Micheli und Allerheiligen verleihkaust hatten, al« Heger zu der Herrfchaft. Der Förster konnte ihn brauchen, denn Franzl konnt« gut lesen und schreiben und war streng im Dienst« und ordnung«liebend in allem, »ber die Zahlung. — jeber Tagw«rker stand sich defser--- In der Buchteiten stand «tue nette Bergwirt» Kost, die ramte an den Herrfchast«wald und mereinrnal holte sich der Knrcht vom Buch. Iritenhdfl eine* ffliUboum, oder ein Stück Zeug-holz au« dem Wald« und die Dirn «in«« Bogen voll Laub zum futtern. Der ölte Heger hatte nicht viel dagegeng«hab«. den» die Buchleitnerin war «ine entfernt« Verwandte von ihm und eine Witib Richt alt noch, s» in den mittleren Dreißig und «in nett « Leutl mit zwei kleinen Kindern — Mit Witwen und Waisen mus« der Mensch Barmherzig-leit haben, mnm« der alte Waldheger und diese Ifau«kö»nen. wird der Organi«mu« immer Friktionen zu überwinden hoben Ist er geiund dieser Orqani«mu« und kräftig pulsierende« Leben in ihm, so wird er trotz der Reibungen weitersuuktloiiieren; überwindet er diese Friktionen »ich«, oder »ur schwer, dann tritt Stagnation ein und endlich Versumpfung — Die Friktionen im Organitmu» eine« Gemein drwesen» sind nie sisischer Raiur) sie entstehen durch die Verschiedenheit der Meinungen und Ansichten über einzelne Fragen und deren Lösung. Da ist nun eine ruhige, sachgemäße, leiden-schafi»lose Di«k»ssio» de« Probleme» von jeher da« beste Mittel gewesen, solche Reibungen zu vermindern oder ganz auszutieden. Eine ruhige, objective Di«-kussion. die den Gegner weder reizt »och verletzt, ist allein imstande, irrige Begriffe richtig zu stellen und verworrene Ansichten zu klären In dieser Au wollen w,r alle unsere localen Fragen in XiKnssion ziehen und nach dem gut deutschen SprichwoNe: .Eine« Manne« Red' ist keine Red', — man muß die Theile hören beed" — werde» wir stet« bereit sein, die Spalten der .Pettauer Zeitung" auch gegnerischen Ansichten und Meinungen zu offnen, denn — da« Gute kann man auch vom Gegner annehmen, wenn et für da« Gemeinwohl ersprießlich ist. Und derade de«hald! denn i» der starren Negation vernünftiger Anschauungen, die nur de«-halb negirt werden, weil sie eben vom Gegner komme», lieg» der Keim der Verbitterung, der da« von Allen gewünschte Ausblühe» unserer theuren Heimat verbinden und jede Entwicklung hemmt. Die Bürger einer (gemeinde, möge» sie zu welch einer Fahne immer schwöre», mag sie per-fönlich eine »och so tiese Kluft trenne», in der Liebe zur Heiin.il, im Bestreb», da« Gefammt-wohl »ach «raste» zu fördern, und Schulter an Schulter für die Kräftigung de« Boden« zu wirken in dem sie selber, ihr Gedeihen, ihr Glück, ihre Zukunft wurzeln. — darin muffe» sie sich finden: Darin allem bethätiget sich jener gesunde Local-patrioti«mu«, der die jungen Ansiedlungen jenseit« de« atlantischen Ozean«, trotz der kunterbunten Verschiedenheit ihrer Bewohner an Rationalität, Sprache, Religion. Bildung und Sitten, in wenigen Jahrzehnten in blühende, reiche Städte und ein Territorium, welche« vor wenig Jahrzehnten noch ein dlo» von Wilden bewohnter Landstrich war, .zu einem Staate der stolzen Union machte Und für diese An eine« gesunden Local- ober ihren Kinder' wa« kann G'fallen thun, mit tausend Freuben aber do« Holzen und Grasen leid ich nit. dafür werd ich zahlt." — Da faf«te die junge Witwe einen tiesen Groll gegen Franzl und sagte ihn einmal .zornig in'« Gesicht: »Wann der Bettler aus« Roj« kommen ut. derreitet ihn der Teufl nit mehr!" — araus wurde Franzl wild und antwortete scharf: „(im Bettler. Willi? der bin ich nit, auch wenn ich arm b«n und von d«r that ich kein Stück! Brod begehr'n, auch wann ich vor Hunger verkett» müs«t — Aber leicht kann ich bir einmal noch 'wa« Gut'« thun, oft» rechnen wir ab. zweg'n dem WoN Bettler, du protzig'«, hochnäsig'« Ding " — 2o war Zorn und Unfriede» zwischen Franzl und der jungen Buchlntnerin und da« war ihm leid und bitter, den» sie «stet ihm sonst nicht übel Aber e« war einmal so und da« war da« Kreuz an dem Rosenkranz feiner trübe« Gedanken So saß der junge Heger aus der »an« vor seiner Hütte und schaute wie i» Halbfchlafe nach den Inseitigen Thalhöhen der grünen Aarb. wo erst einzeln da?-» immer mehr und mehr Johann,«-seiier ausflammten, denn e« w»r Sonnwrndnacht und durch bie nächtliche Stille drang gedämpft da« patriotiömu« werden wir kämpfen mit all unseren Kräften. Da« ikt der andere Punkt unsere« Programme« und wir sind sicher. — Alle, denen da« Wohl unserer schöne» Stadt nicht blo« aus der Zunge, sondern am Herzen liegt, werden zu un« stehen. Die .Pettauer Zeitung" ist kein politisch-» Blatt, sie will e» nicht sein, denn e» wird der leidigen Politik schon übergenug gemacht und leider nicht immer zum Frommen unserer herrlichen Steier-mark Die .Pettauer Zeitung" soll ein Localblatt i >m besten Sinne de» Worte« sein, welche« die In-terejsen unserer engeren Heimat wohriiehmen und vcNrNen wird. Zu diesen Interessen rechnen wir nicht in letzter Linie auch den Zuzug von Fremden au« jenen Kreisen der Gesellschaft, welche entweder »ährlich d«e Sommermonate außerhalb der erstickenden Atmo«phare der Großstädte zu verbringen pflegen oder die überhaupt mit Borliebe angenehme Pio-vmzorte aufsuchen, um doN ihre Tage in Ruhe zu verleben. In diesen Kreisen wollen wir für unsere, schon von der Ratur allein mit vielen Borzügen bedachte Stadt Propaganda machen, wir wollen den weitesten Kreisen die Überzeugung beizubringen suche», das« der Fremde in Pettau alle« findet, wa« er billiger Äeije verlangen kann; wir wollen in diese Kreise die Überzeuqung tragen, das« jeder nach gut deutscher AN herzlich ausgenommen und das« er hier gut a»f.»ehoben ist unter Bürgern, die noch der Bäter Weise üben: Deutsche Bieder-keil, steirnche Gutmülhigkeit und Herzlichkeit und österreichische Liebn>«würdigkeit und Gastfreundschaft Wir wollen unsere ixrehNen Leser nur noch versichern, das« e« unser unermüdliche« Bestreben sein wird, die .Pettauer Zeitung' zu einem gerne gelesenen Blatte zu machen. Wir werden alle Borsälle und interessanten Neuigkeiten unserer engeren Heimat gewissenhaft registriern« und auch interessante Notizen von anßer-halb unseren Lesern vermitteln Wir werden eine Rubrik iür die verschiedensten Anliege» unter dem Titel .Eingesendet? eröffnen und Referate über unser rege« Berein«lebe» werden un« stet« will-kommener Stoff zur Berichterstattung und Be-sprechung sein Schließlich versichern wir, das« wir besonder« dem Feuilleton unsere Sorgfalt zuwenden und .Unterhaltende«" mit .Belehrendem" wechseln werden. Da« ist in Kürze unser Programm und wir übergeben nunmehr di« erste Rummer ber .Pettauer Zeitung". welche nunmehr «-mal im Monate, jeden Sonntag, erscheinen wird, den Händen unserer Leier mit der Bitte, un« in un-sere». seden Ego,»mn» »»«schließende:^ Streben thunlichst zu untersetze» Jauchzen der Buden und Dirndln i» seine Ein-samkeit herüber. — In seine, von unverschuldete» Leid trostlo« gewordene Einsamkeit Er stand aus. hieng die Flinte über die Schulter und den Ranzen und gieng in den Forst: zu thun hatte er nicht« im Walde, aber einerlei, da hörte er wenigsten« da« Jauchten der Fröhlichen nicht. Er gieng und gieng und stand ohne r« zu wollen auf einmal oben am Waldrande, an den die Bergwieie de« Buch-leitenhöfel« raint. Zwei Büchsenichujweilen tiefer lag da« nette Gehöft; da« fchindelgedecktr Wohnhau« lwijchen strohgedeckte» Stall und Tenne einer-seit« und der Streuhüne und der Motzpreffe ander-seit«. Im Stalle röhrte ei« Kuh. soist war« stille da unten Knecht und Dirn mochte» beim Sonn-wendseuer im Dorfe unten fein, denn am die«-feit,gen .Hange hatt, der Förster da« „Aufharzen" verboten, de« nahen Herrichasitwalde« wegen Wenn ihn Wall, hier stehen sähe, würde si- meinen, er sei da um zu spioninen, ob da« verbot beachtn »xtrde 5 so zog er sich hinter die Baun» und schaute trübselig abwärt« nach dem Gehöfte Don stieg neben der Streuhütte plötzlich «i« dünne Rauch-säule auf und Kinderjauchzen .So ung'ichickt. wie man nne f«„ mag." — brummte Franzl vortretend — .Berd'n doch Pettauer Nachrichten. (AUnMchfr £che Fratzen' Wie leicht kann'« Unglück g'schechu!" rief Walli und die jauchzenden Kinder« stimmen schligen in schmerzliche« Heulen um. Ja. sie war scharf di« Buchleitnenn — Ei« Weile war« stille, dann züngelte wieder e,« Flamme aus und gleich daran' dicker schwarzer Rauch — ölttaggra! Jetzt, da i« ichon« Malör!" — tut Franzl und sprang den Hang nieder zum Hof Niemand war da, Walli brachte offenbar die Kinder in'« Bett — Franzl klopfte an d,e geschtoffene Hau«thüre und ries angstvoll: .Buchleitnenn! G'fchwiiid. brennen thut«!" — .Las« mich mit Ruh. ,>ager! Hast leicht derschnoffeit da» ich allein dahe>m bin? Ich hab nix zu dir!" — kam e» zornig zurückgerufen Franzl warf Büchse und Ranzen soN und ias«te ein Tränk-schaffel »oll Wasser; damit eilte er zur Strcuhütte und gos« e« in den Brand, dann lies er zurück bn 9min in unermüdlichn Verfolgung kmrt Zroetfef im abgelaufenen iVrrin«jahrr acht (ioncnte anangitte, bu Tbsairtmufiffat*Uc unterstützte, bis Zwischenräume in ber All« zum Volk»ganeii insoweit rt bis anrainrnbru stfnitzrr gestatteten mit amenkanischen Reber. bepflanzte. »m b« Weg raictKT zu bHdjofen unb bat« a wahrnib bn »ommnmonate bis tägliche -ttaßenreiiiiqung in bn Stabt Morgen ht. Sparkasse-Direktion unb VorsieHung de« Vorschub' Vereine« für die munisicente» Unterstützungen de« Vereine«, ben Herren Au«schußmitgliebern für bis thatkräftige Unterstützung, Herrn Roßman« für seine ersprießliche Thätigkeit um bo« Gedeihen der Eulturen im Volktgartrn Dem Vereine firtb im lausenden Jahre al» Grunbn be,getreten: Herr Ios St a s i m i r, Fr»u Betty Kalimir. Frl Man? Kasimir undHr Ar «or »reitter in Wien Der nunmehr vom Zahlmeister Herrn A Kaspn erstattete Rechenichan«beeicht, au« welchem hervorgeht, das« ber Verein eigentlich bereit« al« activ gelten kann unb dermalen über ein Vn-mögen von lUK7tt fl. 84'/, kr. ö. W verfüge, wirb »Mt Kenntni« genommen unb nach dem Berichte be« Revisio»«comite>« über b«e klaglose Führung der Bücher und die Rechnung«nch>igkeit. dem Hr Zahlmeister da« Absoluwrmm mhnlt. Der nächste Punkt der Tagesordnung betras die Reuwahlen »nd da Herr Ornig eine Wiederwahl dankend ablehnte, wurde Hr 3. Kasimi r von >4 abge-aebenen Stimmen einstimmig zum Odmanne gewählt. In den Autschuß würben gewählt die Herren: Aug M r a I, t. u f. Oberstlieutenant i. P , Ad Medakoviö, k. u. I. Major. Ianatka. k u. k Major i. P . Fnb Rosen, k u k Major i P. Ioh »asper. 3g. Roßmann. Karl Filaserro, Max Ott. Ios. Gspaltl, Rob. Ioherl. I Perko. zu Ersatzmännern biforen pro 1«V4 die Herren Victor Schulsink und Adols Gellinschegg. Dem Humpen anNirrenb zum sröhlichen: ..Wut Heil!" — Rachbem sie sich erlab« am reichlichen Imbij« unb b«r Kehln, reingespült vom Rauche und Staube, hob sich dn tinnpwatt Herr Drosenig. be-grüßte herzlich Turner und «äste und verpönte Fnmdwotte unb da« Won ..Herr." — schasste dem SangwaNe Herrn L a cf n t r .freie Bahn" unb brnuienb tönte brr Sang: „Stimmt an mit Hellem Lobgesang. stimmt an ba« Virb ber Lieber!" — in die lam Sommnnach« Dann ward« stille und der Schristwan I Metzinger hielt die Festrede In kernigen WoNeu sprach er über be« heutige» Feste« Ursprung und wie e« hochheilig war den germanischen AUvorber» bi« heraus zur neueren Zeit, ba ber „letzte Ritter" Maj I e« wieder hoch zu Ehren brachte in ben deutschen Gaue» und junge Filistenföhne mit lieblichen Iungsrauen au« bem ehrensesten Bürgerstanbe ber altn, Re,ch«stäbte »m da« sonnwendseuer tanzten. Und er mahnte mit warmen Worten Prt'.uu« deutsche Turner, diese« Fest zu seiern Jahr um Jahr, al« ein Hochsest deutschen Volk«thiim« Da« gelobten die Turner mit jauchzende», .Gut Heil!" — unb zur Bekräftigung de« Gelöbnisse« schmetterte ber Song: „Der Gott, ber Eisen wachsni ließ, — ber wollte keine »knechte!" zum Rächt. Himmel empor Dann würbe die solenne Betheiligung de« Vereine« an dem Feste der Fahnenweihe de« „Deutschen Mannngesangvereine» in Friebau" beschlossen und nun kam, hochgeseiert al« Gast und al« warmhnzign Förderer und Freund deutscher Turnern Herr I. Ornig an die Reihe — „Bahn frn!" — tönte ba« Uommando unb nun hielt ber liebwerte Gast eine jener herzen«warmen Reben, die nie versehlm, aus Zuhörer wie sie hier versammelt. — gesund ar Herz und Gemüth und empsSitglich für alle« Eble, — einen tiefen Eindruck zu machen Xann sprach ein Turner; kein Jüngling mehr, jonbern ein gereist» Mann, bem bie Stürme de« Leben« wohl manche Illusion zerstört hatten, aber ber Jugend Feuer blitzte au« seinen Augen, al« er die Jungen mahnte, unentwegt sntMhalten an ihrem Deutschthum unb an deutscher Sitte, ob auch ber »ampf um dnde« ein heißer sei I — Biegsam wie Stahl war sein Organ, scharf wie blanke Klingen snne Worte, die. vom Feuer der Begeisterung getragen, auch einen Sturm von Begeisterung wachriefen und „Dr. Michelitsch Gut Heil! Gut Heil! Gut Heil!" — mochte bem Redun sagen, welcher Widerhall seine Worte in den Hnzen der Turnn sanben Damit schlos« der offizielle Theil dn Fein und bie zwang«lose Fest« kneipe schlos« sich baran, lustig unb herzlich in schäumendem Frohsinne und sprühender Laune — Unb wn nebenzte ben fnschmählichen Recken ben schäumenden Becher, wer sorgte für ihr lndlich Wohl? Frau L. Kollenz. eine prächtige deutsch« Hau«srau und zwei liebliche deutsche Jungfrauen, und stieb >n « Fenstn bos« die Scheiben Ninenb in « Zimmer flogen und füllte wieber Wasser und gos« e« in ben Brand unb lies wiebn zum Brunnen unb schrie befehlend! .Las« die RinNt und 's Vieh au« Willi und ostn hilf «ir. oder 'I geht a'sahlt!" — Da fuhr fte herau« im Hemd unb Unterkittel unb schlug bie Hände zusammen unb hob ein Gejammer an. aber er herrschte ihr zornig zu: .Röhr nit zum Höllsaggra! die Kinbn unb « Vieh außn!" — und lief und gos« di« ihm dn Schwns« au« allen Poren brach .Mach boch, in DrntrafeU Ramen. eher » Dach fangt!" keuchte Franzl, ris« ihr bie halbnakten Kinder au« den Händen unb schleppte sie abwärt« in einen Rüben-ackn: .Da bleib« hocken, ober d Stanboni derwischen eng ö« klan Lotter, weil« anzunben habt«! Nit weg rühren!" — Er zog seine Joppe au« unb warf sie übn bie liinber „Kimmt ben Reamb i' Hilf!" — schrie die Bäuerin verzweifelt — »Leicht i« ein Jagn z' Weg. wart!" — Er nf« seine Büchse an die Wange und schos« beide Läufe ab, bann pfiff n gellend durch die Finger. — .Warten kannst nit braus I Jag'» Vieh au», etwan mag ich'» so lang bntjaltn, bat' nit in » Dach kimmt l — bann (irf er wieder um Wasser unb gos» Schaffe« um Schaffe! voll übn den Laubstreuhausen Endlich kam sie ih« Fräulein Perko unb Kollenz, zwei wunder-holde Mabchenblütm, unterzogen sich dieser wahrlich nicht leichten Pflicht mit nimmermüder Lieben»-Würdigkeit Unb dazu nn ganz vorzügliche« Horn-tnzett! Wie innigwarm, wie schelnmch, wie >auchze»b klangen bie Wnsen ber Heimat, benen Schmölzn. Absengn unb Ganby so warme Ber-ehrn schufen in dn ganzen Wel« und wie hoben sie bie Sttmmung ber Zuhörn zunft oben beim Feuer und bann unten erst recht! — Die erste Morgenstunde mahnte zum Heimgehen und so zog ich born sürbas« mit Schritt- unb SeckriwaN. ba« Gesühl warmer Dankdarknt im Hn.en für die Gastfreunblichkeit der liebwnten Pettauer deutschen Tumnschast lSrrichl ttbrr dir R. UtN»rrs«mmliRg ir» V»sch»neni»ß» un» Frr»»r»»erllehr» vereine« von prtt-i > Für ben 14 Juni d I wurde bie tt. Vollversammlung be« obgenaniiten Vneine« im Schweizerhause be» Volk«^irten« anbnaumt unb da bie Ansammlung zur sesigeietzten Stunb« »ich« beschlußfähig war. wurde um v Udr abend« bie zweite Vnsammlnug bei Anwesenheit von lk Mitqliednn für nöffnet erklärt. Dn Obmann Herr I. Ornig begrüßte Ine Erschienenen mit nnn herzlichen Anrede unb ersuchte schließlich ben Schnstführn Herrn Gspaltl ba« Sitzung»-Protokoll ber letzten Vollversammlung zu vnlesen; dasselbe wurde von den BersammeUen. al« richtig ausgenommen, genehmigt. Dn Herr Obmann et-staltete nun einen eingehenden Bnich« übn bie Thätigkeit dn Bernntleitung. an« bem zu entnehmen ist, das» diese Thätigkeit nicht nur nne sehr intensive, sonder» auch von schönen Ersolgen begleitet war, bie e» bem Vneine ermöglichte, seinen Schuldenstanb um 20«) fl zu verringern Ein schöne« Resultat ber gesunben finanziellen Vereiniget»hnmg Herr I Ornig besprach ba« Resultat ber vnanstaltetm Efsektenlottnie unb hob dabei sofort mit leb halten Tankeöworten da» da» Un-K-rnehmni so schr fördernde Entgegenkommen de» Herrn k k Bezirkthauptmanne» A Ritter von S ch e r « r und die unermüdliche Thätigkeit d«r Herrn R Sadnik und V. Leposcha »n Lo«. verkaufe hervor; er constatirte sernn unter wärmn Annkennnng die Verdienste, welche sich der Vn-ein«zahlmnstn Herr I. Kasper um die glatte Abwicklung unb ben günstigen Ersolg dn Effekten-lotterie erwarb, der im Interesse diese« Unternehmen« eine« Eorre«ponbenz von mehr al» 300t» Geschäft«-stücken zu nlebigen hatte Lebhaste Bravo« bn Versammlung beglnteten diese Au«sührui»gen und spontanen Donke«worle be» Vorsitzei den Derselbe bn,cht»«e weitn» übn bie Schritte be« Vn-schönnung« Vnnne« bezüglich dn Gründung und Weitnfördnungb« .Musealvereine»;" be»n« sreulichenForychmten»dn..Lolk«b>bl>othek," gedenkt Herr Ornq mit Wärme. Er lonstottrt, dos« zu Hilfe. — .Wa» soll ich benn thun Franzl um'» Blut Ehrifti will«!" — Er fuhr sie zornig an: .Raun,! nit unb greif zu! S' Strohdach von bn Streuhütten mus» weg. nach hinten zu." — Er kroch hinauf unb räumte ab, mit Riesenkraft Spanen unb Stangen hob er au» und warf ganze Flügel hnab unb sie zerrte alle» zur Seite Endlich stand n aus bn nackten Mauer, da suhr bie Lohe empor au« bem Slreuhaufen und n ftanb mitten brimtm Einen Augenblick, bann siei n nach rückwärt«; mit abgesengten Haar, Bart unb Augenwimpern lag n am Boden und sie kniete neben chn unb pres«te seinen Kopf an ihre Brust — .Wasser!" stöhnte er Sie tauchte chien Unlerkittel in» Wasser uub wickelte seinen Kops ein — »Gottlob bas» ich g>chn kann Walli, ich hab schon g'meint '» Augenlicht wär hin!" — seufzte n nleichtert auf S«e sah ihm an und schrie entsetzt auf bei dem jammervolle« Anblicke — .Franzl! wie schaust' denn au» bu armer Hascher! Unb z weg n — mir! — B>«' gar schön Franzl. vnzeih mit wannst kannst I" — Sie kniete neben ihm und küs»te ihm die versengte» Hände — .Sei nit gspaßig Walli. sollt' ich dich denn vnbrennen lassen'' Schaden haft nit viel Gott lob. da» biffl Streu und '» Dach Ich an beinn Stell that jetzt mit Ziegel hecken, ist sichnn," — sagte n. sich ba» Gesicht mit ihrem nassen Kittel kühlend — Von unten herauf kamen Leute gerannt; wo» e» gäbe? — .Ein klein» Sonnwendseuer." — sagte Franzl launig. — .gut war», wann'» dö« ganze »lump wegräumen thüt'» Leut. leicht glost » noch i« ein Winkel." Die Leute griffen rasch zu und beseitigten jede weitne Gefahr — .Saggra, jetzt hebt» auf einmal »um vrems'ln an Hast etwan ein Tropfen Lnnöl bahnm Walli? » soll gut sein für Branbblattern," — wandte n sich an Walli — Sie fas«? seine Hand unb zog ihm in» Hau» unb legte in Ol gnauchte Leinwanbflecken auf sei» arg versengte« Gesicht, bann sagte sie entschlossen: .Leg' dich bor« auf mein Bett Fran^" — —.Aber. — Wall, dö Leut draußen," — wehrte n scheu — Wa» Leu«. — ohne dich, wo wär ich jetzt und bie Kinbn auch? Leg dich, wirst noch öfter drin' liegen, wannst' — ander» magst Franz! Jetzt steht» bn b«r!" — sie küs»te ihn und weinte. — .Wohl Walli." — sagte a ehrlich. — .gib mir die Hand, sollst e» nit bereu'». So und jetzt hol mir die Kinbn unb nachher schau das» '» Viech w,edn in Stall kommt" — fdKtbriibrn Cbmanne Herrn Crnm wird brr wärmste Xunf für («in« cbntjo aufopfernbe aU «tfolgmch« Ibätigbit in pbrr Richtung hin au«-gespiochen Zum Punkte aUfälliqe Antrügt spricht Vxtt Perko Kr bringt ebeii'o haufigr als wohl-beglunbrte »klagen au« brr Bevölkerung sowohl der Stobt al» ber Umgebung über dcn Zustand einiger Zufahrt»straß«n zur Sprache, welcher gerade in ber unmittelbaren Nahe ber Stabt bei nassem Wetter ein geradezu trostloser sei Nachdem bie Erhaltung diese» Straße» tu bie Kompetenz ber Bezirk«vrrtrrtung gehöre, stelller ben «»trag, der neu.«eivählte Ausschuß möge dahin wirken, bas« bleser «»raßenmis, re ehernoglichst abgeholfen werbe Herr Schlosser »ellt ben Antrag, ben scheibenben tbmann Herrn Ornig. i» Anerkennung seine» selbstlosen unb in jeher Richtung ausgezeichneten unb erfolgreichen Wirken» im unb sür ben Verein, mm Ehre«mitgli«br be» Verschönerung» unb Freinbeiiverkrhr« V«r»i»«« zu ernenne» unb be gründet in kurzer, mehrfach vom Btifalle au«g«> zeichneter Rebe seinen Antrag, über ben sich eine kurze Debatte entspinn«, ivalnenb welcher Herr Ornig ben Sisung»saal verläf«« Herr Blanke wu nicht. das« dieser Antrag, bem er selbstversiänbllch im übrigen zustimme, in einer außerordkntlichen Vollversammlung gestellt werben mit« Diese« Antrage stimmte b»< Mehrzahl ber »nwesenben nicht bei u»b betont besonbe« Herr Sasper, bas« auch eine außerorbenUiche Vollversammlung kein anbere« Abtiimmun^«resultat ergeben würbe al« b,e heutigt unb ba>» ber Antrag Schlosser sofort ber Erledigung zuzuführen sei. Dafür stimmen sämmtliche Aiiweseiiben unb wirb ber Antrag Schlosser, ben scheidenden Cbmami Hr Z Ornig schon in ber heutigen Sitzung zum Ehre»mit-g liebe zu ernennen, mit allen gegen eine SOüme angenommen Der also Au»«^«,ichnett würbe in den Saal geholt unb ber neue Obmann Herr ttasimir, ber ben Vorsitz übernommen hatte, theilte Herrn Ornig in kurter. markiger Rebe mit, bas« ihn bie 8. Vollversammlung de» Verschönerung»- unb Frembenverkehr» Vereine« zum Danke siir seine auszeichneten Verdienste um ben Verein zum Ehrenmitgliebe ernannt habe, welcher Rede stürmischer Beifall selten« aller An-wesenben folgte Da« neue Ehrenmitglied bankte nun in bewegten {Berten sür diese ihn so hoch-ehrende Auszeichnung unb versprach allwege ein warmer Anhänger unb chatkräftiger Förberer be« Vereine», seiner Bestrebungen unb seiner Interessen zu bleiben (faata-UBlrrQjBiabiB in jMtan) Die Annielbung ber Schüler für bie 1. Elasse findet an 2 lenninen statt Entweder am 14. Juli von 10 bi« 12 Uhr ober am 16. September von 10 b>» 12 Uhr An beiden lagen beginnt bann um 2 Uhr bie Ausnahm«prüsuug Die Aufnahme bei Schiller in bie 2 . 3 unb 4 Masse wirb am 17. Sepien,der von 4 bi» Ö Uhr vorgenommen lioii infgrfuntr» ) In Trisielderg war seit einigen Tage« ber Stiessoh» de« Besitzer» Rojko abgängig D? der Vermiß,? Rainen» »olar»?. mit seinnn Siiesvater in bfftinbigem Unfrubtn lebte, schöpfte «an Vcrbacht und machte bie Anzeige umsornehr. al» ein Mädchen au» bn Nachbarschaft angab, si« hätte beobachtet, wie Rozko ben SolariS »>t Reisig verhüllt, in ben Wald geschleppt habe Die sofort e,«geleitete Räch-forschung ergab bie Richtigkeit bieier Autsage. denn bi» S>cherheii»o?ganr fanden bir Leiche de» offen-bar n«e< gew>.!tjame« lobe» gestorbenen Kolariö in eine« Graben im Walbe liegend Ob vorsätz-licher Mvrb ober Tobtschlag infolge eine« Streite« «wischen Stiesvater unb St-cfsohn vorliegt, wirb b«e genchtlich» Untersuchung zweisello« seftftelle«. b,e That selbst bleibt unter alle« Umständen ei« msctzUcht. sH»»Pl»rrs»««l»», »er .filialt Urttaa »er k. k. Irtrra iiatwirtfchtfUgrlrUlchall a» «7. 3**i |H94.t Die Hauptversammlung ber Filiale Petta» brr k I steierm Landwirtschaft» «ttUschan -« »7. Juni h. I war gut besucht Unter ben Anwerben besonb sich brr Herr k k B«zirk«haupt»m n Riner von Scher »r. ber Herr B»z,rk»ob«ann, ber Herr Bürgermeister, der Schloß- Herr von Saurilsch. eine ganze Eorvna hervor-rageuber Winschafttbesiyer. bie Herren Gui»ver-uvlter von Wurmberg. Ebentfelb unb Dberpettau. bann Safte eine ganze Reihe. Die Tage»orbnung versprach einen höchst intereffanlen Verlauf, ber schon au» ben folgenden Punkten resultieren mußte: I. Mittheilungen be« Vorsitzende» 2. Beschluß-saffuiig über ben Antrag ber Filiale Brück wegen Abänderung be» Gesetze» über bie Rindviehzucht 3 Venheilung ter bei der 70 allgemeinen ver-saminlung zuerkannten Geldpreise und Medaille» 4 vortrag be« Herrn Fachlehrrr» A. Ztieger über llultur unb Veredlung amerikanischer Reben 5 Allfällige Anträge ler Vorsitzende Hr Pi«k eröffnete um halb 3 Uhr bie Sitzung mit einer kurvn Ansprache, in welcher er bie Amvesenben, in«besonbere ben Herrn k. k Bezirk»houpt«ann. den Herrn Beziri»obmaiin unb be» Herr« Bürger» ineister begrüßt unb Herr« Stieger vorstellt Sobann beginnt er bie Mittheilungen her Ein-läuse u «w .zuerst eine Einlabung be« land- unb forstwirtschaftlichen Be.zirk«oerei»e« von Friebland in Böhme», betreffenb eine Petition, in welcher «ur Einführung von BerufSgenossenschailen für Landwirte Stellung genommen wirb Der Vor-sitzenbe beleuchtet kurz Zweck unb Wesen dieser Beruf«genoffenschaften unb knüpft an die bie«be-züglich« Vorlage im Abgeorbnetenhause an. bereu Tenor er bespricht Sein Vorschlag, brr vorerwähnten Petition vollinhaltlich sich anzuschließen, wirb angenommen Run folgt die Mittheilung einer Zuschrift be« llentra!-Au«fcbuffe«, bahrn-gehenb, e» solle heiter noch eine Rigional Au» ftellung in Pettau veranstaltet «»erben Der vor-sitzenbe betont, bas« für eine solche An«stellu»g bermalen bie erste Bedingung sehle. ber Raum. Die k. k priv Südbahn Gesellschaft sei zwar ge-neigt, bie bei ber letzten RegionalauSs -llung be> nuyten Bahnhofbaute». nicht aber be» große« Platz zu ubeelaffen. da selber bepflanzt ist. Au« biese« Gründe musste da» Ansinnen abgelehnt werden: boch könnte eine Regionalau»stellu»g i« Pettau tvohl i,ächfte« Jahr statthaben unb werbe i« ber nächste« Versammlung über biese Frage verhaiihelt wert " Weiter» habe ber Eentral-au»schuß der F.iale hO Kilo Tiroler Leinsamen zu einer Bersuch«probe übermittelt, welcher bem Landwirte Sima in Rann übergeben würbe unb conftatirt ber Herr Vorsitzende bas« bie A»«iaat ganz vorzüglich „ebeihe Die Mittheilung über ba» Auftrete« einer Viehseuche j«ns«it« ber nahen ung. Grenze sei g«ge»sland»lo«. ba bie b>e»sall» bestandene llonwmai bereit« aufaehoben sei. P 2 ber Tage»orb»ung präcisin ber Vorsitzende genauer Der betreffend« Antrag ber Filiale Brück bezwecke bie Abänbernng be« Gesetze» über die Riiibvieh-zucht unb zwar js 10 bahrn: E« seien nicht nur jene Zuchtftiere, welche allgemein zur Deckung veraxiibet werden, sondern auch j«««< die von verschiebenni EiqenttAlmern blo« für die eigene Zucht verwendet «»erben, ber Liceazierung zu uuterziehe« Er empfiehlt, biese» Antrag vollin-haltlich zu acceptiercn, denn viel« Besitzer solcher nicht lieenzirte« Stier« lasse« auch srembe Kühe duich bieselben decken, da eine streng« Kontrolle eben nicht möglich ist. Ans diese Weise entsteh« minbenvernqe« Probukt unb biese« schädig am Markte den Ruf be« ganzen Gaue«. E« sei ferner von eine« Mitglirbe be» llentral-Au«ich»sse« ber Antrag eingebracht worden, zu ben bermalen beflehenbe» Geldprämie» bei Thierschaue« auch Ehre«prä«it» in For« von Diplome« ober Mebaillen zu schaffe«, welche all Preise vor ben Geldprämien zu rangire» hatten E» sei notorisch, bas» stet« bieselben Züchter unb zwar bie größere», bie höchsten Preise be, be» Thierschauen erhalte», wa» ganz natürlich sei; aber gerabe bie kleineren Züchter, auf welche »Helb. preise aufmunternd wirken solle», bleibe» be»halb solche« Thierschauen ferne, weil die kleine» Preis« zur »«»gewandte« Zeit und Muhe i« keine« Verhältnisse stehen. Die großen Züchter, bairn e» sich uberhaup« um höhere Au»zeich«ungen hanbelt, reflektieren nicht aus Gelbpreise. sosrrne Ehren-preise höher gelte« unb aus biese Weise würben b« Geldpreise besser dotirt werbe» können, ohne ben Fonb» zu zersplittern Beide Anträge werden angeuommcn Punct 3 Bertbrilung de« Autzeich-»ungen. Dieselbe gibt be», Vorsitzende» Gelegenheit, ben Ausgezeichneten wanne» Lob für ihre ver-dienste «u zolle«. E« erhielte«: 1. Herr Ober-lehrcr Anton Krisch von Sauritich den Prei« von ftO ttronen sür seine großen Verdienste aus dem Gebiete be« Schulgarten« 2 Die Lanbwirte Herr M Fris au» Altbors unb Herr M Graber au» ttartschowina für «hr« vorzügliche Leistungen in b«r Obstbaumzucht unb 3 der Winzer Veit W i » b i f ch. welcher durch SO Jahre im Dienste der Frau G r e g o r > t s ch steht, be« 3. Prei« 9s) Kronen, welche bie k. k. steierm Landwirt-schaittgesellschaft braven unb lange an einem und demselben Im,störte in Verwendung stehenbe» Dienstbote» verleiht Punct 4 Bortrag de« Herrn Fachlehrers Anton S11«g « r. Dieser Vortrag, der be» Gegeuslaub .Eultur unb vereblung ber amerikanischen Reben," — mit vollenbeier Klarheit behandelte, feffelte die Zuhörer, trotzde« tr weit über ein« Stunbe in Anspruch nahm, vom Anfange bi« zum Ende in einer An, bie ebenso-viel Anerkennung sür ben VoNiagenbe«. al« leb-haste« Interesse ber Zuhörer sür ben Gegenstand selbst au«brückte. Die wertvollen Rathschläge so-wohl für große al» kleine Wnnprobuzeaten. welch« ber vortragende ununterbrochen bei seinen Demo»-strativne« mit einfließen ließ: die streng sachgemäße, systematisch wohlgeordnelc unb boch populär ge-haltenr Methode, in ivelcher ber Herr voi tragende, vom Auswählten ber für alle Boben- unb ^agen-vrrh»i»i»ffc unserer Weingeaenden paffe«bstt!> irneri-kam scheu Rebsorte» al» Unterlagen unb brr daraus am beste« passn,den Edelrebensorten. — bi« zur Anlage neuer Wei«Pflanzungen aus ben von der Reblau« verwüsteten allen Weingärten, seine Au«-sührungen v rtrug, sicherte ihm von vorueherein da« volle Berständni« seiner Zuhörer. Die ver» et",ma»K>«!j« sowohl Holzveredlung al« Grünvered-lmi^ sammt allen praktischen Hanbgnffen babei, führt« Herr Stteger vor dem ausmerksameu Audi-lorium an init>zedrachtcn Reben praktisch au« unb auf einer mitgebrachten Tabelle erläutert« «r Pflanzung»- unb Verniehrunq«ar> Der Dank b«« Herrn Vorsitzen ben für di» lehrreiche Stund«, war «in sehr lebhaftn unb der Herr Vortragend« mag die Überzeugung mit sich nehmen, bas« seine Erklärungen unb Rathschläge gute Früchte bring«« werben, nicht nur ^lürlich gesprochen. — Nachdem sich zu Pun't :< m nand zu« Wort« melbete, warb bi« äußerst i lerestaat« Sitzung geschloffen. l/»tz»r»»rihfril »r» /riröinrr Minner-«ts«»z»rrt,»r» R. Jnnt.» In b«n leuchtende» Sornrnerrnorgen hinein ging« durch» weite Drau-thal ge« Friedau zu in Heller F«ste«st>mmung. Im Zuge zerstreut säße« Sanier von hie und da. da» sah man an ihren Abzeichen unb zwei prächtige Junker i« voller Wich» hatte« ei«« Fahn« »nd ei» mächtige« Truikhorn in ihrer Hut Dikse gehörten der Deputation, welche der Pettauer Bruberverei» einstweilen vorau«qesenbet «um Ftst« der Fahnenweihe be» Friebauer Mannergesang-vereine» Am Bahnhose in Friebau staub nne festlich geputzte Menge, bi« Ankoininenben erwartend, denen al«balb der beutiche Sängergrus«: .Grüß Gott?' enigegenklanq. von biesen kräftig erwibrrt. und bann folgte« herzliche Rebe und Gegenrede und' Hanbedrückt Run sormirte sich rasch ei» festlicher Zug Voran b«e Friebauer Feuerwehr, gesolgl von der P«ttauer Musikverein«kapelle. beide in voller Rüstung unb Uniform unb bann rangirten sich bie Songe«brüb«r an. ui. ihr« Banne, geschaart. und di« Musik schlug einen flotten Marsch ein. Recht« und link« de» Zug««. Kops an Kopf di« zahlreich« Begleitung, gieng'» aunvän« der Stadt zu unter Freude,ischussen und Jubel im strammen Manche Da« war em wirklicher Feslzug an dem »eber Einzelne mitthat, um ihn gelingen zu lasse«, sich reckte unb streckte, um in strammer Haltung mäumglich zu imponieren Ja Prosit, imponieren ; die Sänger hatte» die Rechnung ohn« die herz-lieb«« Frudaueri»««» gnnacht, denn ehe sie noch di« Auge» «echt weit austhaten, um di« Stadt i» ihrem Festschmnck« SdjUMrj, aber ein frische« Lächeln ans dem feinen Gesichte »sollte sich durchaus nicht zum Ernste süqen in diesem feierlichen Momente Da« war die Fahnenpathin Frau Ida Martinz. na feine« zierliche« Frauenbild neben dem ernsten Haupte der Stadt Und zur Rechten und Linken beider streife je sech» holdselige Jungfrauen in helle« Kleidern, da« schwarz roth-goldene Band über die Schulter gelegt; iiebliche. frische, duftige Mädchendlume», gar ernst ihrer Pflicht obliegend al» Fest- und Falmenjungfrauen. Ernst lauschte» sie der waimeii Begrüßungsrede N« Herrn Bürgermeister« an d,e Fronte dn Gänger, welche er in ein dreifache« Hoch aus den siebten Monarchen au«kli»^en ließ, an dem die Deutschen Österreich« mit unwandelbarer Treue hänge», dem Millionen deutscher Herzen ertqegenjchlagen in höchster Ber-ehrung und Liebe (im brausende« Hoch stieg zum Himmel empor und die Häupter entblößen sich in heiliger Ehrfurcht alt die Musik die österreichische Bolk«h»mnc intonierte Und nun blitzte e« auf in den Augen der prächtige,, Fahnenmutter und sie grüßte die Gänger mit herzinniger Rede und mahnte sie. treu und fest zum Dentschthume zu halten, gelobend, das« chnen die deutfche» Frauen in Freud und Leid, in Fried' und Kampf ehrlich zur Leite stehen wollen E>« »udelnde« Hoch unterbrach sie wieder und wieder und da« Hoch wurde zum brausenden Donke«r«s. al« sie an da» Banner der Pettauer Sänger ein von den deutschen Frauen und Jung-frauen gewidmete« prachtvolle« grüne« Fabnnband heftete — Ah! und nun kamen die lieblichen Fah»enjungsrai»en endlich zu ihi m Rechte und e« regnete w>ed.r Blumensträuße auf die wackeren Sängnschaaren nieder Mancher schmucke Gange«-bruder vergaß da« ihm zugervorfene Straußlnn zu ergattern, denn schwarz», braune und blaue Madchenaugen sind ein gefährlich' Ting. gegen Blitze au« solchen schützt auch kein kugellestrr Panzer — Weitn gieng'« mit Gang und Klang aus den Festplatz im Garten der .Bierquelle" Da war« gut sein, denn nicht ein Garten war'«, sondern ein grüner Saal voll Tannendust, ge-tragen von grüne» Säulen geschmückt mit grünen Tapeteiiwänven. überdach, von grünen Sparren und behängt mit bunten Lampion«. Allc» eitel Taunengrün und Tannenduf« und al« Vestibüle eine Doppelreihe von mächtigen Kastanien, durch deren Laubdach kein Sonnenstrahl dringen konnte Da setzten d»e Sänger zum ersten Mal nn. int-gesamno, dieweil die anderen zechten, aber allge-mach mahnte der Hunger und fürbaß zog alle« zum gemeinsamen Festmahle Der Speisesaal de« Gasthaus?« Bauer ist ziemlich groß, doch faßte er nur schwer die Menge der Gäste, welche sich zum Festmahl ver-einigt hatten, an langen hübsch arrangirten und sehr appetitlich gedeckten Taieln Die obere Schmal-wand war mit Grün verklcidei und trug al« Fest-zier umgeben von Blumtn und Blattpflanzen die Kaiserbüste daneben da« beim Frühgotte«dienste gnvrih»« Banner de« Friedauer Mä«nnge»ang- vereine«, spendet von de« deutschen Frauen und Jungfrauen der Gtadt. Eine prächtige Fahne und daran da« schwarz roth-goldene Fahnenband mit schwerer in Sold gestickter Widmung. Räch dem iweiten Gange begrüßte der Obmann de« Friebauer vereine« Herr k i Bez>rt«r>chtn Lieblich die Anwesende» >n warmen Worte» und forderte sie auf. ei« Hoch zu bringen dem. der durch freiheitliche Gesetze solche Bereinigungen möglich gemacht, ein Hoch aus S» Majestät den Kaiser, in welche« begeistert eingestimmt wurde, während die vor den Fenstern pvstirte Pettauer Kapelle die Volk«hym»c »itonirte. welche natürlich stehend angehört wurde Dann nahm da« Mahl seinen Fortgang und zwar einen immer mehr animierten, denn der tftoithos desitzer Herr Bauer hatte nicht nur ein hübsche« Menü zusammengestellt sondern auch vonresflich Gbereiten lasten und wa« den Wein betrifft, fo malzten selbst recht verwöhnte Herren mit der Zunge und die gewiegtesten »tenner erklärten den Friedauer.Mo«ler" und.Burgunder' für einen Tropfen, nne er nicht leicht wieder zu haben ist zwischen Frieda« und Luttenberg Die Friedauer hatten gut gesorgt für ihre Gäste. d«e eine bunt-(Kivürieltr Musterkarte vo» Sängern. Turnern. Radiahrnn ic. zeigten, aber, und da« inag wohl für die Qualität reden, au« de» allerbesten Bürger-und Beomtenkreise» >edn Kategorie rekrutin ivar. Wa« aber dem Festniahle besonderen Reiz verlieh, war ein reicher Flor von Frauen und Jung-frauen. unter der festfrohen Sängerfchaar ver-streut, wie Blumen im grünen Tannenwald« Da waren die Gänger von Eilli und Feistritz, von Luttenberg, Gonobitz, Murcck und Pettau in Deputationen vertreten. deren Sprecher der Reihe nach herzliche Rede» hielten, nachdem der Sprecher de« Fest vereine« die jubelnd ausgenommene Fest-rede gehalten. Eilli und Pettau schmückten die neue Fahne mit Bändern Erstere« »chpjan-totl)-gold einerlei!», grünwerß anders»»«« mit prächtiger »n Gold gestickter Widmung. Letztere« hochroth, an einer schwervergoldeten Agraffe hängend, mit e»n»r in prachtvoller Goldstickerei autgefühNcn Widmung und dem Wappen der Stadt Pettau geziert Da« Festmahl war noch im vollen Gange, al« ein von Herrn Han« Perko vo» Pettau nach Frieda» einqeletteter Separatzug neueGäfteau« der deutschen Rachbarstadt brachte; Herren und Damen jeden Alter«, aller Stände; rorsonderlich da» ehrenfeste deutsche Bürgenhum hatte seine besten Untrerer gesendet, den deutschen Fnedauern zu beioeisen. das« sie nicht allein stehe» aus ihrem exponirtrn Posten, sondern kräftign Unterstützung gewärtig Mn können aus den ersten Ruf Im Garten dn Bierguelle sammelten sich die mit dem Separat-zuge gekommenen Festgaste. die mit dn Musik empfangen worden waren und da hielt t» denn di« im Speisesaal« auch nicht mehr Lange vor dn festgesetzten Zeit war dn Ganen von froh-gelaunte» Menschen gefüllt, denen die echteste Fest-stimmn»«» au« den Gesichtern lachte, Säuger. Turnn. Radsahrn alle» »ungsriiche« deutsche« Blut, di« Lr»m« dn deutschen Bargerichast au« Frieda» und Pettau und wa» dazwischen liegt, Beamte. Profefforrn. Künstler, Lehrer, Handel, Industrie. Agrikultur, alle« hatte seine Bertrein und die deutschen ^'auen d>« Gaue« ihre lieb lichsten Vertreter .» zum Feste geschickt, da»« vom Anfange bi» zum Ende ohne Mißto», selbst in später Feststundc und übn»prudel»dn Fest-stimmung ohne M'ßton anch untn den Dirigenten-städen der Sangmeister verlirf. E« mochten sichn an d«e btX) bi« ttOO Menschen da vn»ammelt geivesen sein, al« die Festl^dntaiel begann Da wetteifnten nun die wacknen Sänge, um die Ehre de« Tage« und die vortreffliche Musik dn Pettauer mit ihnen D« Gesammtchöre »Dem Vater lande" und .Deutsche Losung' klangen wie au« einem (Musst; dn .Rosenfrilhlinq' und .Grüß dich Gott' dn r>rdaun war prächtig, abn in ihren gemischten hären .Da« erste Lied' und .Abschied hat dn Tag genommen' stet der Löwenanlhei! de» Applause« — und wahilich »ichtau«Galanterie, — den Damen zu. d,e vorzüglich geschult und mit filbnreirien Stim» en ihrer Aufgabe gnecht wurden Die Sängn Pettau» beachten da« .Schottische Volk«-lieh' von Wegscheidn »o wundervoll ichtw, — besonder« in dem süß leileverklingenden Piano zum Vortrage, das« dn brausende Beisoll nimmn enden wollte und sie t» wiederholen mustten Aber die Pnle ihre» Sänge« war da» .Rachtlied.' Männer-choe mit Tenorsolo von E S Engelsbng — Die Musikstücke dn .ersten Abtheilung' waren für den Kennn ein wahrn Genuß, aber mit dem .zweiten Theile' .Die tdenburgnin' — Polka fram.a,se vo» Strauß. — .Mein Österreich' — Eonent-Fantasie von Rosenkranz, — .Klein Kobold' vo» Ziehrn und „Im Auge.' Polka schnell von Strauß schoßen si» doch d»n Vogel ab und ei« Eomposition von Bolk»mclodien au« den Alpen, in welcher da» Flügelhorn brilliNe, ruf einen Jubel wach, dn nicht enden wollte So verlies da« Fest der Friedauer Sänger, zu welchem der Himmel sein «Unfreundlichste« Gesicht machte und zwar 2an; merkwürdiger Weise übn dn lieblich in'« irilne gelagerte» Feststadt allein, da ririgtumhn arge Regenschauer niedngiengen, in einn AN. die dem Fahnenweihfefte de» wackeren .Deutschen Mäniiergefang-Bnerne« von Friedau" bei allen Theilnehmnn und e« waren da viele v,>n fnnehn. selbst au» dem Rachbarlande Ungarn gekommen, die allerfreundlichste Erinnnung sichert für lange, lange Zeit. Verschiedene Anliegen. (Courrt »er JUIikterrii»k«pelr in Ö»lk»-aorten.) Da» llonceN unserer vortrefflichen Musik-kapelle am 24 Juni d. I im Bolk«qarten, war nicht fo gut besuch», wie e» in Anbetracht de» wundn-hübsche» Programme« und der exquisiten Leistungen der Kapelle wohl zu wünschen gewesen wäre. Einzelne Nummern fanden warmen und wohlverdienten Betsall Wa» un« abn auffiel, war dn Umstand, daf« keine .Programme' zu haben waren Nicht jedn ist in der Mufrklitnatur und besondn« in dn neuen fo »ottelsest. das« n die Namen und Eomponisten dn jeweilig vorgetragenen Musikstücke nach dem Gehäre zu ernten im Stande ist In Garnisonen wo Militärkapellen, oder in Städte» wo Stadtkapellen einfache Platzmusiken abhalten, wnden seit langem schon untn da« Publikum Gratisprogramme vertheilt und bei Eonenten im abgesperrte» Raume ist da» so selbstverständlich wie b»i geschlossenen Diner» die MenukaNen. E« mundet eben deffn. wen» man weiß wa« man genießt. Wir bitten dahn die löbl Musikleitung, denn nächsten geschlossenen EoneeNe .Programme" eventuell gegen Extrabezahlung an bee Eaffa au«-zugeben; da» Gebotene wird dann auch dem Laie« deffn munden, dn trotz aller anderweitigen Bildung doch nur da« .Kohlro»!' vom .Radetzkhmarfch" untnscheiden kann Nachrichten ans Nah und Fern. »tarn«! ermirtet» Der Präsident dn französische» Republik, welcher die Au«ste»unq in Lyon besuchte, wnrde am 24. Zum d I. al« n von dem ihm zu Ehren gegebenen Festbanknte gegen 9 Uhr abend» nach dem Theatn fuhr, von einem Anarchisten mit einem Dolch« verwundet und ist nach Mitternacht an dn Wunde gestorben Dn Mördn Santo Eafiero ist ei« etwa 22-jähnger Bäckergehilfe, Italie«n und gkhöN zu den Anarchisten der That, jenn wadnwitzizcn Baiide. w«lch« mit bestialischem Et>nr»mu» die heutige Gesellschaft einfach für oogelfrei erklaN. zu jenen Scheusalen, weiche Dynamttbomben in die gefüllten Theater, öffentliche Restaurant», Las,-» und »elbst in Kirchen »vnfen und deren Mordlnst bereit« Hunderten von schuldlosen Menschen da« Lebe« kostete Diana ftnatoM s»di il«tn ot »m,d» »xr? zu Stmnafi qrlwrn. Mi ,»st»at>ch ^iuffiinn. bann (1871) ■Ji.titfi bf» r

»1<»rnl« Srinr wlmmff. bann »päiee und mm IHrtn -»hh» Ard»>K«i»>I>»r, mm l»». I«.■«, ,>iitarnmtntiir! Am t trtrmfcn Ihh7 nnaibr er tun Dcätikrilrn ter JtruWit ANxthIl 6w er »trdiger al« >n>s»» ei»«r sei«» Voe^iwcr »u re»r>»i^>tire» xcistand — Der neue Präsiden» Easimir Porier wurde am 27 Juni vom National Eongres» zu BerlaiUe« mit 4ül Stimmen von ti4ü gewählt S {«■( «ch Sachs»!) t* Crbnu»« für Nrf« 3enbnjaig be* Sfmnrt „Ofiai,t tur»wl4knfr ist vor ,ini®r» tagen irschi,»,» unb od (rm Ha Her tmirfbrtibn ®rn*. «IbertraV 17, pi b»(irb/ri (H wirb anfarrffam gemach». baW bi« 6. I»it nnbrt ist Schlich b«t (»rftilia rriolgr* mu|«, ba bir «akBDrrBoIlungr» auf SrtUBuna iM conbrnugrt Mrs« ?,iß jffldli haltn «II brr tvfirßuim nraf« irbcch fHrtchgrir»(| bir blitz« Wr »«> TVMnrfemrt erlegt mrtx«, bi buV .^ihl Ktw« ud> »xA rrrrtchl ch. im«h nn fifortiq, Utribung untn ifriilmbuim bn ,>afeifxFf»rn an «feig«» Ama u k für Mr Hin- unb Stikflahrt iQkajfXrrfbrni H «lasse 17 ( t itla«, Si fi ersucht (N Wrtbrn m» tchttii milflf. tyilt. tVitnrlimn auch w **rud igrgrn bir gleicht «sticht mt von <*f«( ab.) in Mitr^uschlag «r -Jirubabi unb »im «Cflfn brr tfntfernnng enrsprecheub nnujimt» Hin unb WarttabiU-aririitt«* airtumonunen tZnr W«»« td"b*T unb (taufn ^tchn« rmpifblrn »ich M>) Monbft« bi« allbewthnrn unb brriihmtrn tu«-meiischen lulirjiioporotr brt f, ». f. »hm. uugar ui f. ,n«ch Haf Dr Z « ?»»» in «in,; bdVi «naiden» Mnnbmaffn, unb Zahn»m«rt nitrun («t ft«M rrnrt txbrutrnkcn «Maprt eib «roher tVlict'thril bi« in bw höh,» unb hrtbfirn »reise. inbrni WI»» Reinigung«, unb to«tn»inin|j«-Wittr! für Zähne, Zahnflnfch Mundhöhle, «llererßen Waiqrt sind unb bei trfrimAktgrai »»glichen «ebr-uch aU rounbrtbarrt. hm-lichrt »nMiKtinuu ^chtp »erben «an och» ß„, die r*rn ®« 0 • |«'Mn tiriporoK mit bn Schon, »•tfr Iß rr halten unb Ichs« ich bnher im ngrnni Jlulrrtflr sich» -nberrt aufrede», ba ^Ilchfai, lail «nolche meisten« dn Oi^nnbheil schtbliche «riWiichun^H «»»hallen Zu haben in allen Apochekeir. tnfuffini unb Sarfumerien SetI mrhr al« »I Jahren I» ba« D». ?a»»^ch« flnaihrnu 1Nunb»a*r, an den n»en medvnischen «nl» rM,en. woeunin »nlanb »r°fe«»i CwU«. mriloch nn-•«»•rt warben Srotrflor Iraschf, »endel, rt er» »r^Iich '« ««»«' » t -"gemeinen *rant,nhau(e mil grobe» «rfolfl« an und vutor bi« auch tmi Herr» VraMser Dr Schnitzln bn «ranlhnlrn mh «unb, Hai« unb brt Rachen, hbhlr. tau brt Zahnfleisch,« mit deftem itrfatM an«, inrnbrt » bahn für Viel, «eiche ba« «nathnrn-«»nbwafier von Tr g. «, «°»p, , ». , Sfterr -ungar unb l. »riech H»f>ahnar^i in «>en, gebrauchen, ein ebrnfa sichere« Hnlmtttrl. al« ein »nentbehrlichrt Drtlervarr» antxitbnt nnb büche rt |ir Zrt«n lnerben. bn itarnb eine »nith., Hai», abn ZahnlrnnThrrl ,n seinem «ehranche »nanlas«« nnb welche« ,n allen «voth^en. »rvquerien im» Parfnmene» tu haben ,ft «ebendei sei anch bir be-rnhnti, «nalhn,n.Zahi>»a»o, sonn, ba« degetabiliiche Zahn, »uton cot brm f. n I ösirrr -ungar unb s griech Hos. »ahiiarjle D». g « Pop» in Vien in Beirachi ge»o«n, «lcheauch beiie«» nnb brwthnr ZahnreinigunD«mittrI finb. 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' |^{ m $ MI G m # m O m / ____ /« ü ö y? • MU *vuuiv4ll^ IrUüillUli 2/tUUll Istgent, Ernte-BorratHeu, Inventarien und sonstigen MobUien seit Bestand wurden über 54 Millionen Gulden für Schaden-Bergütnnaen aus-___bezahlt. „NATIONALE" I $ Unfall- und Arbeiter-VersicherungsAetien-Gesellschast Ber»öge»»sta»d 1 Million ftrmu tt"? SÄüüfw flrTn gliche Unfalls in ollrn dombinotionrn zu billig,n PrSm.cn und Iib,ral,n f\t bin0„n3rn, s°wi, «ekt^rWer«.*« oon *rb,it,rn unb WUkMMtm g^n V^rSm.en L,hl„^n 10 «„.si ... . 16| 20, 25, SO unb 50 h. «"trag, übfruimmi unb Hutfiinft, rrlhkilt £ic General Repräsentanz für Steiermark, Kärnten und 5krain ■w Tho»eth«s, Psarrgassr 2 RMMMWWMAWVWWUMZ 0 M 1 O mtt [Ungnrtliorgalft Ur. 4 empfiehlt fein reidjhal tiges tager in ZoNlltN- und ptgenschirmtn zu den billigsten Preisen, werden zu noch billigeren Preise» al» bi» jeyt abgegeben. 99 Germania" Lebens-Versicherungs-Actien-Gesellschaft zu Stettin. (In ötrtwrmch coaccssiooirt am 28. September 1878. Bureaux In Wien: Germaniahof I, Lugeck Nr 1 und Sonnenfels- gasse Nr. 1 in den eigenen Häusern der Gesellschaft. Versickernnffsbestaid i Jide April 1894: 175.822 Policen mit 673-3 Million*! Kmii"n Kapital und K. 2,023,160 Jahresrente Neu geschlossene Kapitalsverai herunjeen im Jahre 1893 über 47-0 Milliont.. Kronen. Jakreseinaakar an l'rftaien n. Zinses 1893: 30 N Millionen Krenrn. Ausgezahlte KapiUlirii, Renten ete. seit 1857: 159 9 Millionen Kronen. Vermögensbestand Ende 1893: 183 Millionen Kronen. Die mit Uewinuantheil Versicherten, welchen 34,437,591 K. aeil 187 t ab Dividende überwiesen wurden, beziehen den vollen Jahres-Ubenw-husn aus ihren eigenen Versicherungen und sind statutenmAssig auch 'Theilhaber am Reingewinn aus den Übrigen Geschäftszweigen. Bezug der ersten Dividende bei Zahlung der 8. Jahresprftmie, der iweiten Dividende bei Zahlung der 4 Jahre«prämie u. a. f. Die nach Plan B Versicherten, erhielten bisher eine jährlich um je 3'/» der vollen Jahresprämie steigende Dividende, im Jahre 1893 bis zu 39'/, der v len Jahresprämie, während denselben 1894 bis zu 42'/, und 1H95 bis ru 45«, der vollen Jahrespramie als Dividende zufliessen. Uebernahme der Kriegsgefahr und Mitversicherung der bedin-gungKmii*«igen Befreiung von weiterer Prämienzahlung sowie der Gewährung einer Rente im Falle der Invalidität des Versicherten infolge Körperverletzung oder Erkrankung Keine Police-Gebühren und keine Kosten für Arzthonorare. Un verfaUbarkeit der Police nach Massgabe der Versacher-ungsbedingungen Prospekte und jede weitere Auskunft durch: Herrn Johann Kasper, Sparcaasebuchhalter in Pettau. Rasier- u. Fr isiergeschäft KAM, MARINKOVlC Hauptplatz Nr. 2. Vorzügliche, reinliche, hygienische Bedienung, modernes Frisieren, Ausziehen des Bartes ohne dessen Schädigung. Parfuinerien und Toilettearlikirln. Dem P. T. 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Dann warf er sich lobt müde in einen Stuhl und erwartete da« Mittagessen Die Ursache seiner üblen Laune??ar der vor-gestrige Annentag. der im weiten, reichen Aarbgau« besonder» hoch grfrirr» wird, denn die schönen Aarbganerinnen losten sich mil Vorliebe aus den Ram»n Anna tanse» und es gib« kein Hau», in dem nicht wenigsten« eine diese» Rainen« zu finden wäre Die Psarrtirche zu Feldiee ist der heiligen Anna geweiht und sromme Annen haden auch in allen anderen Kirchen Annen cillare und in >ede»n Dörslein eine Annenkapelle geslislel zu Ehren ihrer hochheiligen Ramen«patron»n Die Aarbgauer sind im Durchschnitte wohl-habende Leute und wenn sie in festlicher Stimmung sind, biegen sich daheim die Tische unter den vielen Schüsseln und Knigen. denn im weiten Aarbthalc halt man noch der deutschen Urvater Weise: .Viel und gut esten und da,zu nichtig trink« n' — Der Annentag ist doppelter Anlas« dazu, denn zum Kirchenfeste kommen noch die zahllolen Ramen»srste und da thun die wackeren Annen. Ran,'« Annerln, Retterln und Rannerln da« ihrige, um den »zwibern Mannsbildern' wenigsten« an diesem Tage keinen Anlas« zum .Brumme»' zu geben 5k sieden und brate», koche» und backen lauter .Leibspeisen' sür da« Fest und haben ihre Freude an den verklärte» Gesichtern der Ma»n«leutr, die ehrenhalber doppelt soviel essen al« gewöhnlich. Da aber die Aarbgauer verständige Leute sind, so machen sie nach dem Essen an solchen Festlagen gerne ein wenig Bewegung auf der Kegelbahn und dem Tanzboden und wenn sonst kein Hindern»« ist. so endet diese Unterhaltung regelmäßig mit einer solennen Seilerei. Da gibt« nachher vollauf Arbeit für den Doktor - verdorben« Mägen, allzu jäh abgekühlte Lungen. Beulen, blau-geschlagene Augen und Löcher in den Köpsen und Häuten, Und diese« Jahr war'« schlimmer al« sonst, denn der Annen tag war aus einen Samstag ge-fallen, und dauerte daher achtundvierzig Stunden, denn e« gieng in einem, ob man den Sonntag gleich mitfeierte oder extra So hatte der junge Arzt am Montag sofort zu arbeiten begonnen bi« in die liebe Rächt hinein und nachher wär er erst in die Berge gerufen worden, w« e« unter den Annen und ihren Verwandte«, Bekannten und Schätzen noch ärger autsah. al» im Thale — .An allen Übeln sind die Weiber schuld, besonder« diese sansten Annen' brummte er ermüdet Auch heute war « so gewesen und nach dem Mittagessen sagte er zu seiner Wirtschafterin: »Ich gehe jetzt aus eine Stunde schlafen und möchte nicht gestört werden. Bon vier oder halb fünf Uhr an stehe ich der leidenden Menschheit wieder zu Diensten „Ja, Herr Doktor', ent-oegnete die Han«dälter»n, eine etwa vierzig-jähnge, noch sehr appetitliche Tame, die ihren Herrn Doktor sdjr gerne hatte. „e« ist auch die höchste Zeit, das« Sie einmal an sich selbst denke». Sie sehen zum Erbarmen abgemüdet au»; ich werde im blauen Zimmer die Jalousien schließen, Si« lesen verweile den Expreßbrief, den »ch aus den Schreibtisch gelegt habe" .Einen Expreßbries?' Warum gaben Sie mir denselben nicht gleich?" .Um Sie nicht beim Essen zu stören Vielleicht hat eine Anna nachträglich noch allerlei Tchmerzen bekommen und da« geschieht ihr recht; diese jungen Frauenzimmer von heut' sind olle mieseisuchtlg, einmal fehlt« ihnen im Herzn», '« anderemal im Magen.' entgegnete st» energisch und gieng in'« blaue Zimmer hinüber Der Doktor besah sich dm Brief .Hm", brummte er mit hochgezogenen Aug«n brauen, .von Fred. Der Mensch wird doch nicht die Absicht haben, mir wieder einmal sein junge» Eheglück mit gewohnter Vegeisterung zu schildern und mir wie immer am Schlüsse den guten Rath geben, ebensall« zu heiraten? Ra, hm. vielleicht gar die Pathenstelle bei seinem Erste» ? Diese Bo«li«it sähe ihm ähnlich, aber — Gottlob e» stimmt nicht, er ist erst sech« Monate verheiratet." Damit erbrach er den Brief und la«: Lieber Start! .Du hattest recht, tauiendinal recht nicht zu heiraten! Roseiiiesseln nennen die Schlange» die Kette, die sie uns um Arme und Beine schmieden, während sie kluger Weise da« andere Ende frei in der Hand halten. Wir sind angehängt, sie nicht! —Run. ich habe diese Fessei zerrissen mit einem gewaltigen Ruck! Sie ivurde mir unleidlich. Meine Emmi hielt sie zwar noch ziemlich lose und zaghast, aber chre Müller zog täglich Ichätscr daran Ja, meine gnädige Schwiegermama ist schuld an der Trennung, denn sie ist ein Unhold, eine böse Fee, ein Drache! Ich bin nicht sei«, da« weißt Du, aber ihr gegenüber nützt selbst Tollkühnheit nicht«. Al« ich ihr gestern klipp und klar sagte, das» ich sie nicht länger im Hause dulde, lachte sie mir in'« Besicht und gab mir den Rath, einige Woche» lang Kaltwasserkur zu ge-brauchen Run diesen Rath will ich befolgen. Ich habe mein Bündel geschnürt und gehe mit dem nächsten Eilzilge ab Die Kaltwastercur sür mich, die Douche sür sie! Will Emmi nachkommen, bon; wo nicht, auch gut. Ich komme vorerst zu Dir. um deinen Ralh zu hören. Erwarte mich »norgen am Bahnhof, Dein Fred.' Dr. Rols warf den Brief hin und rief sein« Hauthälterin, die sofort au seinem Gesicht«au«> drucke sah, wie viel e« geschlagen hatte .Frau Römer", begann er mit unheimlichem Lächeln, .morgen kommt ein Freund aus Besuch-, richten Sie da« blaue Zimmer zu seinem Empfange her,' .Mein Gott, da« Zimmer nach dem Garten ist ja viel bequemer und eleganter al« — .Da« blaue Zimmer!" unterbrach er sie heftig; .ein einfache« eiserne« Bett hinein, bafta Während der Dauer seine« Hiersein« werden sie so schlecht kochen, al« e« Ihnen nur immer möglich ist; ranzige Butter, versalzene Suppe, ver-brannter Braten; in der Früh Blümchenkaffee und alte Semmeln. Sie werden zudem fortwährend brumme», und keifen und ich werde thun, al« wände ich mich unter Ihrem Pantoffel!" »Rein Herr Doktor! da« thue ich nicht Wa« möcht« Ihr Freund von mir denken? Er würde Sie verhöhnen und bemitleiden, das« Sie »nich nicht schon lange weggejagt haben!" wehrte Frau Römer energisch .Unsinn, ich werde sagen, ich darf Sie nicht wegjagen, Sie »vollen nicht gehen, wa« weiß ich warum " .So? Aber Ihr Freund wird sich sagen warum!" rief sie schluchz«nd. .Er wird sagen, der Doktor hat sich mit dieser alten Schachtel ver-plemperi und kann sie jetzt nicht lo«bringen! Wie stehe ich dann da?" .Wen» er da» sagt, setze ich ihn vor die Thür, Frau Römer! Geben sie Ächt, wa« ich Ihnen sage: ..Mein Freund ist seiner jungen Frau oder seiner alten Schwiegermutter durch die «iappen gegangen, auf Rimmerrückkehr! verstehen sie jetzt?" .Er ist durchgegangen?" rief sie. die.Hände entsetzt zusammenschlagend .Ja warum?" .Da» schreibt er nicht, oder k>. wegen seiner Schwiegermutter, die ein Drache sein soll Gleich giltig. ich habe ihn abgerathen, er folgte nicht, also soll n zurück in« Fegefeuer: daher müssen Sie d«n Hau«teufel spielen, so das« er mich noch mehr bedauert, al« sich selber. Ich bin nicht ge-neigt, allen »»«gekniffene», Ehemännern hier Unter schlupf zu gewähren, blo« ux-,1 sie Angst von ihren Lchwiegermüttern haben! Seine Frau kann gar nicht böse sn». sie war erst siebvhn. al« sie heiratete und ta« sind etwa sech» Monate ber." .Wie. eine so junge Frau läßt er im Stiche? Ra. dann will ich ihm schon begreiflich machen. da!« er Unrecht hat," rief Frau Römer entrüstet .Er soll den Unterschied — hm — na »ch will « schon besorgen Herr Doktor," .Gut also Der Brief ist von vorgestern, so in»»« er heute abend« kommen. Ich werde ihn ab-holni und Sie empfangen ihn. Jetzt aber gehe ich ichlasen " Aber der Schlaf wollte nicht kommen. Fred fienq an Ihm leid zu thun, Er war eine unbeständige Ralur von jeher gewesen, daheim arg verzogen, al« Student ein eleganter Flaneur, ge-hoben und geschoben von einer mächtige» Protek-Hott. >var er in noch jungen Jahren aus einen Posten gekommen, den die v«rdienstvollsten Männer oft erst im hohe» Alter erreiche» Er »var Generalsekretär einer der größte» Eisenbahn-litesell-schaste» und wurde eigentlich nur für'« Reprä-sentieren bezahlt Ein Elegant nach deni Mode-lournal, hatt« sich seine Frau, eine Baronesse Rohrdach, in ihn vergafft und er hatte offenbar seine eigene Eitelk«il für Li«be gkhalten und da« blutjunge Geschöpf geheiratet. Der Fotograste nach, die Fred ihn geichickt, war Emu» ein kaum flügger Backfisch; ihre Mutter kannte Roll nicht, stellte fie sich aber al« eine steisteinene Aristokratin strengster Lbservanz vor. denn wie Fred ihn seinerzeit schrieb, war sie sehr gegen die.Heirat ihrer Tochter. We«halb dieselbe und wie sie doch zustande kam. darüber hatte sich der Freund nie a»«gelassen. Er schrieb lange Briefe über sein Glück, aber Dr. Rols wurde nie recht warm dabei. E« klang immer ein« gewisse Eitelkeit herau«; er la« immer zwischen den Zeilen: .Sie ist e.ne Baronesse, mein Lieber! Verstehst Du?" Run war gekommen, wa« Rols prophezeit hatte; die aristokratische Schwiegermutte» trat ihrem bürgerliche» Schwiegersohn« aus die Zehen. Fred war zu bedauern, aber zum Helser«helfer eine« duminen Streiche« gab sich Dr. Rolf aus keinen Fall her. Warum hatte Fred geheiratet? Au« Eitelkeit! Ihm geschah ganz recht. Er würde nie au« Eitelkeit heiraten ; nie. überhaupt nicht! Eine» Moment war er ja dara», gewesen, einen kurzen, süßen Augenblick lang. In seiner letzte» Garnison war'», in Rorddöhmen. da hatte man ihn eine« Tage« zu einer Dame geholt, die au« Franzen«-bad gekommen und im Hütet abgestiegen war Sie hatte nach aller Frauen Brt eine Radel vorne in'« Kleid gesteckt, die Hutnadel und da »var eine Bekannte zur Thüre hereingestürmt, hatte sie ungestüm uniarmt und ihr die Radel tief in di« Brust gedrückt. Man hatte ihn geholt, denn sein Rus al« Chirurg war schon damal« verbreitet und er hatte sie gebeilt und hatte sich in sie verliebt! Ja, er. der kühle Rolf, hatte sich:» seine Patientin ver-liebt! Ader r« ivar entschuldbar, denn diese Patientin war eine Dame von einer geradezu be-rückenden Schönheit und einer wahren Brun-Heldengestalt; auch energisch uud leidenschaftlich wie Brunhilde Und sie, sie lieble ihn auch, Sie gestand e« ihm, aber sie gestand ihin auch, das« diese Lieb« ohne jegliche Aussicht s«i. Warum? da» allein wollte sie nicht sogen, so sehr er auch bat Richt seine Stellung sei e«. denn sie habe die nöthigen Mittel; e« sei ein ethischer Grund, der sich durch gar keine Sophisterei au« dem Wege räumen lasse Al» sie schieden hieng sie an seinem Halse und küßte ihn mit wilder Leidenschaft und sagte: .Trage dein Theil, ich will da» meine tragen. Rur meine erste und letzte Bitte erfülle mir; lasse dich in eine andere Garnison versetzen, denn hier würden wir un« später begegnen, begegnen müssen und dann wäre unsere Liebe ein Verbrechen und würde un« Beide unglücklich machen Versprich mir'« Karl' Ich baue auf dein Wort, wie aus'« Evangelium ' Und er versprach'« und nahm al« Andenken IM ihre Fotografie mit. aus die sie ihren Namen geschrieben, dann aber dick durch-strichen und blos die Anfangsbuchstaben gelassen halte: .E . . . . B..... Diese Fotografie war sein größter Schatz seither und wenn man ihm mehr oder weniger verblümt andeutete, das« diese oder jene reiche Biirger«tochler mit tausend Freuden seine Frau werden würde, sobald «r um sie anhielt«, dann holte er dit Fotografie aut feinem Schreibtische und frug ichmnzlich lachend: .Richt »vahr ,E. B du crkiubft e« nicht?" lir konnt» nicht idMafm unb ipiiitisirt« bt« Fr.ni Römer fam und mahnt», dos« e« Zeit tit Zuge ki. X»r Herr Ö»n»ralWrftär Fr»d Mallu»r macht» »i» ehix» mwmiberls« <¥kfidjt. al* fritt Freund Xr Rolf beim Heimkvmiuen irinc Hau»-bällrrtii mit »nirr gewissen Scheu frug: „Bitt» habcü Si» da« blau» Zimmer ftlr mcinen Freund den Hnrn <^,ieralsekreiär iu Äand se^en lassen?" und ftrau Romer Ärmlich zuwider entgegneteI .Ja. der Herr Zekreiär mu!« eben filrlirb »»hmen, w>» er o« findet; hatte er srüh»r sein» Ankunft angrzeigt, mir » natürlich besser, aber ich hab» nur zwei Hand» H»rr Doktor und SWoriKn ist Wasch-tast." Dr, Rolf lachte heimlich, al« er d»i« erstaunte G»sickX seine« Freunde« sah und fahrte driijetbe« in da« blaue Zimmer. .Du hast ki ein»« ziemlich mgnhrtai .Hau». 9»tft", Uinrrftr Fred mitleidig lächelnd ..Wa« willst D«. man mus« hier sroh sein, al« lediger Mann übnlxiupt »in weibliche« Wesen i»r Fichrung de« Hau«ha»e« zu kriegen In so kleinen Stadien ist man eben anderer Ansicht betreff der Schickiichkett. wie in Großstädten ' .Warum heiratest du nicht?" wollte Fred fragen, verschluckte aber diese für e»ien durch, gegangenen Ehemann doch etwa« heikle Frage rechtzeitig. Ta war aber auch schon wieder Frau Römn. .Der Herr Sekretär wird sich waschen und knien Koffer au«packe» wollen; sie sollen ihn eine Weile allein lassen Herr Doktor ' Dieser wollte gehoriain g»l»ei>. aber der Herr Sekretär wehrte zinnlich lyrisch: „Bitte, bleibe doch Rols! Ich kann mich >a auch vor dir wasch»« und mit dem Auspacke» de« Koffer» hat« keine Eil,' .Aber!" entgegiiN» Frau Römer scharf .«leider und Wäiche tverden ja ganz ermüdest im Kofier Sie blriben doch da Herr «ekretär od»r gefällt'« Ihnen bei un« etwa nicht?' Fr»d hätt» sehr gerne .nein' gesagt, aber er wollte den Freund nicht kränken. Wie konnte derselbe nur eine solche Person um sich dulden '/ die »var ja sast .srecher' al« seine S t wiegermutter. .Der Koffer mag bleibe,, wie er ist", sagte er vornehm abweisend, ohne ,^rau Römer anzusehen »So? Run wie Si» wünsch»» Herr Sekretär" .Generalsekretär" verbesserte Rols. der !srau Römer hätt» umarmen können, für die Bnse. mit der sie den Hau«drachen spiekte. .Ah bah. Generalsekretär ist viel zu lauge, bevor ich da« au«jpreche. verbrennt mir der Brate» in der Küche. E« wird gleich gedeckt sein, .Herr Toktor. verplaudern Sie (ich nicht.' Fvn uxir sie Fred zog die Stirne krau«, ober er sagte nicht«. Erst al« Dr Rolf mahnte, zum Tpeiien zu gehen, warf er ziemlich bedauernd hin: .Mußt Du dich noch der Uhr richten mit dem Souper?" »Wohl nick»« immer,' entizegnN» der Doktor seufzend. .Manchmal komme ich eben später heim, wein Beruf bringt da« mit sich ' »Und kriegst dann Schelte von deiner ziem-llchenngischen Magd. HaiMhältrrin wollt» ich sagen ' »Da« wohl nicht, aber kalte« Souper. Schinkr». Wurst. Käs». Bin.' .Hm', machte Fred, .so g»hen wir. sonst kr,»ge die Schelte ich.' Er bexann bereit« ein« Parallel» zu ziehen zwisch»n seiner Schwiege», multer und Frau Römer und wäre er gerecht gewesen, so ,nui«te er sich gchehen. das« diese Magd der Mutter seiner Frau noch Einige« vor-gab Der Doktor mochte ja Recht haben, das« in solchen Reiter» kein« Hau«hailerin zu finden sei. aber ei» so bissige«, vorlaute« Ding? — da würde er lieber »« Gasthaus» lebe», al« eigenen Hau«halt führen. X» »« der Doktor angeordnet hatte, aber gut »var e« «och weniger und der arg v^iwohnt» Rr»b würgte uiugr Bissen hinab „Schmeckt'« nichtHerr Sekrnär?' frug Frau Römer fast drohend .Ra und ich hab» doch »>»in Möglichste« g»than. Morgc» wird« wohl weniger gut sein, ich hab» Wasch»!' Fred legte schiv>igeud Mrsser und Gabel hin. Ihr Möglichste« hatte sie gethan, um ein solche« Zchl»u.»ens»tter z»>ammtnzupan«sch»i>? Und morgen !ollte e« noch schlechter sei»? lir begriff de» Doktor gar nicht. Er an seiner Stell» hätte dieser »iiiixrschäinlen Person pa« ganz» Souper an den Kopf geworfen und sie sofort au« dem Hause ge-jagt. Und der Doktor duckte sich vor ihr wie — wie »in rechter Pantoffelheld! Unbegreiflich! Und ihn wollte er uin Rath fragen wegen der Be-Handlung seiner Schwiegermutter? Ihn, der sich dieser gem»i»»»n Prrson uni»rvrdn»t»? Rein, kein Wort über fein» eigene SWifcr». bit. da« sah er seyt sck>on ein, gegen bie seine« Freunbe« ganz erträglich war Worin bestand fie denn übrigen«? da!« ihn seine Schiviegermama ersuchte, einige seiner Iunggekllengewlchnheiten abzuthun: nicht alle Zimmer vollzurauchen, seine»» Hund uicht von der Straße direkt in den Salon zu bringe,», sich einige derbe Ausdrücke abzugewöhnen und wenig-slen» annähernd genau zu sagen, wann er zum Speis»,, komme, damit die Köchin sich darnach richten könne. Wac war da« alle« gegen die Art. in welcher diese Frau Römer mit dem Doktor umsprang? Selbst die dezidirtesten Bemerkungen seiner Schiviegermama waren stet« im vornehmsten Tone gehalten Fr»d Mallnrr fing an zu be> greisen, das« er e»„e kolossal» Dummhrit h»gaoq»n habe, indem er s»in» Frau vnlirß Sein» kl»in» Emmi, die jefrt offenbar in Weinkrämpfen liegen würde Dr Rolf sah s»in»n schweigenden Freund an und ahnte, »va« in ihm vorgetan mochte Run er verbitnt» »« vollauf »Willen >vir noch »in»n Krug Bier l»»ren, Fr»b?' frug er halblaut Dirk» sah aus unb nickte. Er war hungrig. Bier ist flüssige« Brod, also wenigsten« satt trinken. .Frau Römer, lassen Sie un« einen Krug Löwenbräu hol»»', ries b»r Doktor etwa« zaghalt .Aber Herr Doktor! Sie sind müde und müssen morgen zeitig aufstehen. Ihr Freund ist müde von' Reisen, sie sollten doch lieber schlafen gehen' entschied Frau Römer kategorisch. Irtzt würd» e« dem Hrrri, Gnieralsrkretär doch zu bunt. »Liebe Frau Römer!' sagte er scharf, »wollen Sie e« nicht un« überlassen, für unser Wohl-ergehen zu sorge»? Diese« B«mutt»rn ist zwar bei ein paar grün»» Jungen am Play», abrr wir brid» könntn Ihre allzugroß» B»sorgni« ganz gut »ntbrhren.' Er wandt» »hr sehr oornrhm den Rücken .Da« ist ganz schön und gut. H»rr S»kr»tär. abn ich hab» meinen Herrn Doktor an »in» b«. stimmt» Ordnung gewohnt, die ihm. w«e Si» s»h»n. sehr gut anschlägt. Daran hab» ich Ihn einfach gemahnt und w»nii Sie bei un« bleiben, müssen Sie sich auch daran gewöhn»»,, da« ist bei ui,« F»lds»»rin»kn so H,««brauch Drauß»» herrschen die Herren, im Hause herrscht bei un« die Frau Ich will übrig»»« um da« Bier schicken.' »Ja. habe» Sie die Gnade!' herrschte Fred sie an. Sie gieng. brummte abrr hörbar bi« j« die Küche. Dr Rols hätte sie küssen mögen. »Deine Schwiegermutter ist wohl noch viel — hm. — viel ordnungsliebender, Fred?' frug er diesen, da« Lachen verbeißend »Da« heißt böser, willst du wohl sagen Doktor?" eutgegnet» »r höhnisch »Rrin, dazu ist st» den» doch zu viel Dam». Aufrichtig g»stand»n Frrund. ich b»greisr Dich nicht Du warst doch »i« so — hm. — so geduldig Mich macht da« Wesen dieser guten Frau Römer im höchsten Grade nervö« ' .Ich lagt» Dir ja. das« ina» sich hier damit abfind»n mus« »ud si» ist noch »in» von d»n friedfertigsten »Ra!' fuhr e» Fred herou«. »da« »rtrüg» ich aus keinen Fall ." Der Doktor überhörte dies« Bemerkung und frug ruhq weiter: .Deine Schwiegermutter ist wohl schon nn» s»hr bejahrt, Dame? da passen ihr die etwa» frei»re» Gewohnheiten eines jung»» Lebemanne« sreilich nicht S>» wird wohl auch wi» all» diese alt»u Damen sehr bigott sein, daher — „Pardon Doktor, Du bist vollständig am Holzivege. Meine Schwiegermama ist kauin Sieben-unddreißig. eine der schönste» Frauen der Residenz, Witwe eine« General« und nickst« weniger al« bigott! Iin Gegentheile, und wäre »ch »ich« ihr ach • "-rsohn, so würde ich sicher die Zahl ihrer Aiilx . oder da sie in dieser Hinsicht kalt wie Ei« ist, ihrer Bewunderer um »nein» Wenigkeit vermehren', sagte Fred und begann Hella»! zu lachen, über da« in Wahrheit verblüffte Gesicht des Doklnr« .Und du sprichst von Drache«, Scheusalen, Fantippei» Fred? AH glaube selbst, das« Du ein iveiiig nervö« bist', sagte Dr. Rolf finster. .R»n ja, ei» Wunder wäre e« eben nicht. Du darfst übrigen» nicht den Maßstab von Feld-see an unsere Gesellschaft l»g»n Großstädter sind in j»d»r Beziehung prätentiöser al« ihr Pfahl-burger; auch tu Bezug aus Schwiegermütter. — Aber trinken wir au«, ich bin wirklich müde', brach er da» Thema ab. denn wa« sollte ihm dieser Erzphiliftn rath*» ? Wa» war doch au« dem schneidigru Eorp»burschen und dn» bewunderten Oberärzte geworden, unter dem Regimen», dieser famosen Frau Römer! Er bedauerte d«> Freund. hütNe sich aber wohl, e« zu sagen. .Schlafe morgen so lange Du willst Fred, ich mus« zeitig sort, ich habe t» den Bergen ein paar Schwerkranke", jagte der Doktor und wünschte gute Rächt. .Geuire Dich nicht Karl, der Dienst geh« vor', entgegnNe Fred und gieng schlafen. Ja schlasen, wer e« gekonnt hätte in diesem sieinharten Bette! Unmöglich, daheim schlief ja sein Hund viel bequemer Armer Doktor, voll-ständig verbaun». Und Emmi, die arme, kleine Emmi, die ihm wie ein herzige« löchterchen immer den .Guluachttus«" gab. »va« würde sie >etzt iveinen um ihn! Schlasen? Hier? Unmöglich! Abrr er schlief doch, srnlich erst sehr spät ein und al» er erwachte, fühlte er sich schuldig, unglücklich, elend. Frau Römn brachte den Morgenkaffee, eine scheußlich» Brüh» «ud rumorte im .Hause herum wie »in» Besessene Ach ja. sie hatte Wäsche, auch da« noch! Fort, sort. heim in seine elegante Wohnung, zu Emmi, zur Schmiegn-mama Er holte eine Visitenkarte und schrieb ein paar Zeilen daraus, couvertirte sie und legte fie aus den lisch, dann gieng n fort, ohne Frau Romn auch nur anzusehen. Ruch rinn halben Stunde kam ein Packer vom Bahnhöfe um seinen Koffn, den Frau Römer bruminend au«folgte. Al« dn Trägn so« war. brach sie in ein schallende» Gelichter au« »Wem, der nicht mit dem Eourirzug» zu seiner Frau zurückkehrt, will ich wa« heißen! Unser Doktor ist in Wahrheit ein Wundndoktor! rief sie sich die Seite haltend--- Und beim Mittagttisch» lächle» sie b»id» zu-sammen. Ans der Karte stand: .Lxber Karl! Danke für Deine Gastsreundschast, will abn nicht weiter belästigen Reise mit dem nächsten Zuge »ach Haus», hole meine Emmi und dann mag Mama mit »innn Anderen zank»» ' Si» locht»« noch irnmn, al« draußen die Thürglocke wahrhast Sturm läutNr. Frau Römer eilte erschrocken h,»^u« und da standn, zwei Damen; eine sehr zirrlich und hochrlegant, die andere, eine Iunogestalt, distinguirt. vornehm in ihrer Haltung, schwarz gekleidet, mit einem dichten Halbschleier vor dem Gesicht». Die Augen dies« Dame hasteten wahrhast durchbohrrnd aus der Haushälterin, wahrn,b b»e junge Dame, die auf-sallenb elegante, sofort in'« Vorzimmer trot und sehr kategorisch ,»hr»n Mann' verlangte Frau Römn war etwa« betroffen zurückgetreten und dkutrt» nach dn halboffene» Thüre, durch welche die Jünger» sofort eintrat und d»m am Tische siKendni Doktor kuruveg erklärte, n soll» sofort «ihre« Mann" hnau«geb»o oder sie wnde den Schuh dn Behörden anrufen. Dr. Rols legt« die Serviette ab. erhob sich, machte nix Verbeugung und öffnete bir Thür kniet Arbeittzimmer« mit einem ziemlich schroffen: .Bitte meine Gnädige!' .Wo ist mein Man»?- rief die kleine G»Wg» drolMd .Er mus« hier sein! Und wenn Sie thu verbergen, dann!" — „Pardon gnädige Frau, mein Name ist Dr Rols, ich' — ..das tveiß ich! Ich sand aus Fred« Schreibtisch einen angefangenen Bries an Sie und diese« Eouvert' S,e können nicht läuguen, da!« Sie meinen Man» verleiteten, mich zu ver-laffen! Wo ist er?' Die Nein« Dame wurde immer erregter, wahrend die blauen Augen de« Doktor« unwillig funkelte» .Sie sind da doch ein wenig im Irrthume meine verehrte gnädige Frau", sagte er kühl. .Mein Freund Fred Malliier schrieb mir. das« er im Begriffe fei, sich vo» seiner Familie zu trennen, weil ihn sein« Schwiegermutter unleidlich chikanire.' ..Da« ist nicht wahr!' ries die Dame zornig, .ob wahr oder nicht, ist siir mich Nebensache, ich bin nicht Richter zwischen Fred und seiner Schwiegermutter!' wehrte der Doktor kalt .Ich constatiere Mo«, dos« ich gestern Mittag seinen Expreßbrief erhielt, — hier liegt «r, das« er abend« selber kam und das« a heute Früh .«an* adieu* wieder abreiste, nachdnn er diese Sorte zurückließ. Offenbar zog er e« vor. zur Schwiegermutter zurückzukehren, die wie er halb und halb zugab, veiweitem nicht so böse ist. wie meine Hau«hälterin.' .Mama ist ein Eugel!' rief di« lleine Dame «n »schieden. .Möglich, meine Gnädige, da« zu beurtheilen, steh« mir nicht zu. denn ich kenne Fred« Schwiegrr-mama nicht" entgegnete er achstlzuckend. „Vielleicht doch. Herr Doktor Rolf', sagte eine vor Ausregung vibrirende Stimme. D« Doktor fuhr wie ein Blitz herum; unter d«r offen«» Thür stand die zweite Dame mit zun>ckg«schlagrnem Schleier, d>« Augen g«s«nkt Der junge Arzt macht« «in« Bewegung, alt wollte er si« in seine Anne schließen; einen Moment lange unr, dann legt« «r die Hände vor'« Gesicht und durch sein« höh« Gestalt gieng ein cvnvulsivischr« Zittern JJnio!" flüsterte «r leise. Seine Hände wurde» sanft herabgezogen und festgehalten m» heißem Drucke. .Tottor Rolf, bin ich wirtlich — «in Dra — «i»e böse Frau, wie mein Ätnviegeriolin behauptet?" lächelt« die Mutter während die Tochter doneben mit rveitausgerisscnen Augen und Frau Römer draußen mit offenem Munde auf diese beiden schönen Mensche» sahen. .Erna! Wie bin ich plötzlich so — uiisagbar glücklich geworden!' flüsterte «r ihr« Hände an feine heißen Lippen pr«ss«nd. Si« nahm seinen Kops »wischen ihre feinen, weihen Hände .Also doch »ich« vergessen?' Er schaute ihr in die Augen und sie sah et, das« sie nie vergessen worden war .Aber Mama!' rief di« kleine Frau ungeheuer erstaunt — ..Wa« soll nun da» alle« heißen?' »Alte Bekannt«. Sind," lächelte di« schon« Mutter. Rots «in«n leisen Wink gebend und fein« Hände festhaltend — .Doktor Rols hat mich vor Iahren sehr glücklich behandelt E« war eine plötzliche. sehr gefährliche Krankheit über mich ge-kommen und ihn verdankest Du ««, das« Du heute noch eine Mama hast.' .Aber Herr Doktor', rief die Tochter .wenn Sie Mama kannten. we«halb riethen Sie Fred vom Heiraten ab. von «im Hrirat mit mir?' Oh! Fredi hat mir Alle« gestanden de m wissen Sie. ich bin sehr strenge aus ihn. Also?" .Gnädige Frau, ich wus«te nicht, ich kannte Si« ja nicht und wir Junggesellen sind immer sehr skeptisch, besonder« wenn — Ersahrungen — un«....." .Ah bah! die Junggesellen sind ein schr lose« Geschlecht, taugen alle nicht«! Sie müssen heiraten! Ja. da« müssen Sie! E« kann Ihnen nicht schlimmer gehen mit einer Frau, al« mit Ihrer böse», zänkischen Hau«hältenn. Di« gesällt mir schon gar nicht! Sie sah mich au. al« wollte sie mir die Thüre weisen!' rief die Nein« Dame sehr entschi«den. .Sie müssen heiraten! Richt wahr Mama, e« ist schade um so einen schönen Mann, das« er «in Junggeselle bleiben will?' .Rnn inkin Sind, vielleicht besinnt er sich noch, da Du ihn so abkanzelst,' lächelte die Mama mit einem heißen Blick in de« Doktor« Augen. .Aber Du solltest telegrafieren, das« dich Fred daheim erwarte, zur gemeinsamen Flucht vor mir.' »Ja. gibt'« denn hi«r in diesem Reste ein Telegrasenamt? dann sosort! Bitte um Papier. Herr Toktor! Sie fetzte sich an de« Doktor« Schreibt «ich. streifte den Handschuh ab und setzt« da» Telegramm aus. ..So. jetzt will ich'« unver-weilt expediere»" .Frau Romer kann da» ja besorgen, gnädige Frau', sagte Rols. .Nein, nein, wa« ich Fred zu sagen habe, braucht niemand zu wissen Sie soll mich nur hinsühren " Si« tripp«lte hinau« und gieng mit Frau Römer sort. .Erna!' sagte der junge Arzt. „Wie furcht-bar schwer durchlebte ich die Jahre feit — .Ruhig Karl! Richt schwerer al» ich. die et nicht zeigen durste.' .Und Erna, da» Hindernis, besteht et noch?" srug er angstvoll zu ihr ausblickend .E« wäre jetzt zum verzweiseln seit ich Sie wiedersah." .Karl,' sa