Zur Wellie der gesummten Krche an das göttliche Herz. (Genehmiget vom hochwürdigsten fürstbischöfl. Ordinariate in Laibach.) Durch ein Dekret vom 22. April bestimmt der HI. Vater den 16. Juni L. h. — (an dem eben sich zweihundert Jahre vollenden, seit unser Heiland der sei. Maria Margaretha seinen Willen kund that, es solle das Fest seines göttlichen Herzens alljährlich begangen wer. .-n —) für die Vornahme der'Weihe der gesammten Kirche an das göttliche Herz Jesu. Indem er es den hochwürdigsten Bischöfen überläßt, in ihren Diözesen das zu verfügen, was ihnen das Geeignetste scheint, gewährt er allen Christgläubigen, welche an jenem Tage die heiligen Sakramente empfangen, eine Kirche oder öffentliches Oratorium besuchen und einige Zeit auf die Meinung seiner Heiligkeit beten, einen vollkommenen Ablaß, wenn sie, sei es gemeinsam oder jeder für sich, ,Las hier unten folgende Weihegebet ver¬ richten. Dieser Ablaß kann auch den Seelen im Fegfeuer zu gewendet werden. Geliebte Christen! Bereiten wir uns also zur Weihe, und weihen wir uns vom ganzem Herzen für immer und ewig dem süßesten, göttlichen Herzen Jesu mit folgendem Gebete: Gebet der Weihe an das heiligste Herz Jesu. Gut geheißen durch Dekret der Conqreqation der heiligen Gebräuche den 22. April 1875. O Jesu, mein Gott und Erlöser! deine große Liebe hat dich dahin gebracht, all' dein kostbares Blut für die Erlösung der Menschen zu vergießen. Dennoch erweisen sie dir nicht nur so wenig Gegenliebe, sondern sie be¬ leidigen dich auch so sehr, sie fügen dir solche Schmach zu, besonders durch die Gotteslästerungen und Entheili¬ gung der Feiertage. Ach, könnte ich deinem göttlichen Herzen einige Genugthuung dafür leisten! Könnte ich so großen Undank und so große Unerkenntkichkeit gut machen, die du von Seite des größten Theiles der Menschen er¬ fährst! Ich wünschte dir vor aller Welt einen Beweis geben zu können, wie sehr ich verlange, dieß anbetungs¬ würdigste und liebreichste Herz entgegen zu lieben und zu ehren, und dadurch deine Ehre mehr und mehr zu erhöhen. Ich wünschte von ihm die Bekehrung der Sünder erlangen und aus ihrer Gleichgiltigkeit aufrütteln zu können so viele Andere, denen, wiewohl sie das Glück haben, Kinder deiner Kirche zu sein, dennoch deine Ehre und Verherr¬ lichung und das Wohl dieser nämlichen Kirche, die deine Braut ist, nicht am Herzen liegt. Desgleichen wünschte ich von ihm zu erlangen, daß auch jene Katholiken in sich gehen, die zwar fort während durch viele äußerliche Werke der Liebe als katholische Christen erscheinen wollen, die aber, versessen auf ihre eigenen Meinungen, es ver¬ weigern, sich den Entscheidungen des heil. Stuhles zu unterwerfen, oder welche Gesinnungen hegen, die von dem Lehramte desselben sich entfernen: möchten sie doch zur Ueberzeugung gelangen, daß, wer die Kirche nicht hört in Allem, Gott nicht hört, der mit ihr ist. Um diese so heiligen Zwecke zu erreichen und außer¬ dem den Triumph und den dauerhaften Frieden deiner makellosen Braut, der hl. Kirche, zu erlangen, sowie das Heil und die Wohlfahrt deines Statthalters hier auf Erden, um seine heiligen Absichten sich erfüllen zu sehen, und daß zugleich die ganze Geistlichkeit immer mehr sich heilige und dir wohlgefälliger werde; um noch so vieler andern Absichten willen, von denen du, o mein Jesu, weißt, daß sie mit deinem göttlichen Willen übereinstimmen, und welche in irgend einer Welse zur Bekehrung der Sünder und Heiligung, der Gerechten dienen, damit wir so einst Alle das ewige Heil unserer Seelen erlangen; endlich weil ich weiß, daß uy dadurch deinem süßesten Herzen wohlgefällig handle: Werfe ich mich dir zu Füßen, und vor der heiligsten Jungfrau Mari» und dem ganzen himmlischen Hofe erkenne ich feierlich an, daß nach allen Forderungen der Gerechtigkeit und der Dankbarkeit ich ganz und allein dir angehöre, o mein Erlöser, JesuS Christus, einzige Quelle meines ganzen geistigen und leiblichen Wohles; und in Vereinigung mit der Meinung des Papstes weihe ich mich selbst und all' das Meine diesem heiligsten Herzen; es ist mein ernstlicher Wille, dasselbe allein zu lieben und ihm zu dienen aus meiner ganzen Seele, aus meinem ganzen Herzen und aus allen meinen Kräften, indem ich deinen Willen ganz zu dem meinigen mache und all' mein Verlangen ganz mit dem deinen vereinige. Endlich um dir ein offenkundiges Zeichen der Auf¬ richtigkeit Lieser Weihung zu gebeu, erkläre ich feierlich vor dir, o mein Gott, daß ich forthin zu Ehren dieses selben göttlichen Herzens, treu den Vorschriften der Kirche, die gebotenen Feiertage halten, zugleich aber dafür sorgen will, daß sie auch von denjenigen gehalten werden, denen gegenüber ich etwa Einfluß und Ansehen habe. Alle diese heiligen Begierden und Entschlüsse, die deine Gnade mir einflößt, lege ich nieder in dein liebens¬ würdiges Herz; ich hoffe ihm hiedurch einigermaßen-Ersatz leisten zu können für die so vielen und großen Unbilden, welche es von den undankbaren Menschenkindern erfährt, zugleich aber auch sür meine Seele und die Seelen aller meiner Mitmenschen die Glückseligkeit, meine und die gemeinsame Mer in dipsem und im zukünftigen Leben zu erlangbn.lIM^ - , t ..O a V" . . ...' Blasnik in Laibach.