fltmlttiftrattfn: Kin-h**««* , Thvalrriech. stritt iiiiirratimprelff fflr PHi nii; rirrtiljithriic . . II I — Imllijulirlic ... II (Aiizj*hrfp! , . , i>. 11.HO mit 1'nntvrrilctiilnDK: vli rti l j.ilirii; . . ||. III» htltijKliriff . . . fl. ä.26 g*iuj«hri(! ... II. 4.40 ■ •wr. n PETTAtEK kl ' :"\B ! i |T siflflfl W M H ■ P'it1 1 i;,l j i| R By "* y ji il iL& U vMk>i. • J Erscheint jeden, Sonntag ttdarlUnt ÜMptplm Nr. se -11 «anuscripte * w«rl»m nicht inrür''' ! »«ndet, ansrtneirte Brifft'P , nlrlil ««icenonimin and ' •nnonyme Slitlheaan(«tf>r>i; nicht I>rrH''li I ii Die Pettaner-Fenenvehr und deren Nebelstände. Die in Nummer 2s> bc3 „Pel tauer Wochenblattes" erschienene Notiz, betreffend die wiederholte Beunruhigung, »velche die ruhcbedürftigen ^ttauer durch nächtliche Allarim« rnng der Feuerwehr erfahren yaben, gibt erwünschten Anlaß, ander den dort hervorgehobenes auch noch andere Uebelstände, welche diesem Institute vielleicht ohne sein Verschulden anhaften, der Besprechung zu unterziehen. (Sä ist völlig wahr, daß die Bewohner Pettan'S in bch letzten Monaten zu öfteren Malen durch Fenerlärin auS dem Schlafe geschreckt wurden. Es ist aber nicht minder richtig, daß .nur in einem einzigem Falle die Allarinirung ans Anlaß eine« außerhalb der nächsten Gemeinden stattgehabten Brande« erfolgt ist, dieser eine ftall hat de» Brand in St. Lorenzen a. D. F. betroffen. Alle anderen Brände zu deren Bewälti giing die Fcuerwehr im Haufe des Henriken Frühjahre« und Sommers nächtlich allarmirt wurde, haben innerhalb bej Um« kreifev der Gemeinden Kanischa und Nann stattgefunden. Bei solchen Bränden sich zu bethätigen, darf ab« die' Feuerwehr, wenn anders möglich, nicht unterlassen, weil sowohl daS besetz die Mitwirkung .beim Löschen von Bränden den Bewohnern der nächsten innerhalb deö Umkreises von einer Stunde gelegenen Ortschaften gebietet, als auch, weil die Geld' Uttterstütziiiigen, »vclche die qtdactiten Gemeinden der F-ner^ wehr von Zeit zu Zeit zukomnien lassen, der Letzteren noch eilst ganz besondere Pflicht zur Thätigkeit innerhalb dieser Gemein den auslegen. Was den Allarm aus Anlaß des BrandeS in St. Loren zen a. D. F. anbelangt, so dürften die, in ihrer Nachtruhe gestörten Pettauer diese, eine Störung der Feuerwehr wohl zu Gute halten. Insbesondere, wenn sie erwägen, daß der Brand auögcdelint genug war um den größten Tl)eil der gedachten Ortschaft zu gefährden, daß derselbe durch Mitwirkung der Feuerwehr localisirt wurde, so, daß die Thätigkeit der Feuer-wehr nicht erfolglos war, daß die Levtere endlich auch von der Pettaner Bezirks Bertretuiig einen Theil der ihr so nöthigen Geldiiuterstützuug bezieht, weshalb sie sich der Pflicht, nach Thunlichkeit insbesondere bei größeren Gefahren auch außerhalb de» gesetzlich bestimmtes Umkreises ihre Thätigkeit zu entfalten, wohl nicht entziehen kann. Es dürfte also wohl nicht mit Unrecht gesagt werden .!> können, daß ivenigstenS tm Laufe deö heurigen Jahreö ein '• nngtrecht fertigte? Fencrlärm nicht erregt wurde. ' , < ES wäre allerdings sehr wünfck)enSwerth. Einrichtungen ' zu treffen, welche es ermöglichen würden, bei Bränden, welche den -Bewohnern Pettau'S nicht nnmittelbar warm machen, die ' Fentrwehr zusammen zn berufen, ohne die Nichtbetheiligten auS ihrej Ruhe zn bringen. - 1 | Um solche Einrichtungen hervorrufen zn können, müßte.' die Fencrwehr aber einer weitaus größeren Unterstützimg sowohl von Seiten der interessirten Gemeinden, als auch von' Seite der Bewohner derselben sich erfreuen. Die Zahl der Feuerwehrmänner müßte sich ansehnlich vermehren. > ES ist nicht zu unterschätzen und wird gewiß stetS dank-bar anerkannt, daß die Stadtgemeinde Pettau die Feuerwehr alljährlich in namhafter Weise mit Geld unterstützt. Es haben auch die Gemeinden Rann und Kauifcha der F^lVUiehr zu wiederholten Malen Geldunterstützungen zuflie« ßen lassen. Nicht inindcr namhast sind die Beiträge, welche die Feuer« . weh? alljährlich von ihren unterstützenden Mitgliedern empfängt. All' mes muß dankbar anerkannt werden; dies kann aber nicht geniHen^ in» die Feuerwehr lebendig zu erhalten. » Man vergißt, daß dieselbe im eminentesten Sinne- zu' denjenigen Instituten gehört, welche ohne persönliche Mitarbeite! nicht bestehen können. ' Die Feuerwehr bedarf vor uuein der anfopferiingsvouen selbstlosen Thätigkeit ihrer Mitglieder und möglichst zahlreicher Mitglieder. * Sie kann, wenn die Zahl dieser Mitglieder so sehr herabsinkt, wie eS derzeit in Pettan der Fall ist, auch beim besten Willen mit Aufwand aller ihrer Kräfte nur sehr wenig leisten. Es muß leider gesagt werden, daß die Zahl der auS-übenden Mitglieder, welche niemals eine übermäßig große war, welche aber doch einen kräftigen Fortbestand des Institutes L» versprechen schien, in langsamer aber stettiger Abnahme begrif« ] fett ist. Derzeit ist diese Zahl schon so sehr gesunken, daß die Feuerwehr bei Bränden nur noch mit knapper Noth die noth» wendigsten Dienste zu versehen vermag. Erführe sie nur noch die geringste Einbuße, so müßte sie sich die Frage stellen, ob eS ihr noch möglich sei, mit Ehre» weiter zu bestehen. Sie könnte dann wohl in die Lage kommen, ihre Thätigkeit ganz einzu-stellen und auch ans nächtliche Allarrnirungen zn verzichten. Die '»i Abnahme der Mitglicderzahl schreitet vorwärts, trotz mancher Hiezu eine Belage. "^2 Anerkennung, welch« der Feuerwehr in schönen Worten zu Theil wird. Sie wurde und wird nicht aufgehalten durch die Theil. iahme, deren sich die Feste der Fenmvehr erfreuten und »freuen. E? hilft der Feuerwchr nichts, das, sie eifrig bestrebt 'ar, sich möglichst gut einzuiiben, das, sie im vorigen Jahre ei der stattgehabten Schau Übung nicht unverdiente Änerken-f »ug errungen, das, sie bei so manchem Brande init Erfolg ■ wütig gewesen. ES hilf» der Feuerwehr nicht, daß sie manchen auterungSprozeß durchgemacht, und möglichst st,amme Zucht nd Haltung sich angeeignet hat, daß manche mit den Grund->yen solcher Zucht nicht verträgliche Elemente ausgeschie-.n sind. Alle diese sich ehrlich ermunternden und erfreulichen Mo-uienie haben ihr auch nicht den geringsten Zuwachs an Mit» .liebern zugeführt. Wie kommt daS? Die Pettauer sind doch i.ht die letzten, wo eS gift gemeinnützige Bestrebungen zn »terstiltzeii »nd zu fördern. E^ ist wohl wahr, das, ein Appell an den Gemeinsinn der .ttaner niemals erfolglos tat. Rur die Art, wie sich der Ibe manifestirt, reicht zur dauernden Erhaltung solcher Jnsti-; ionen wie die Feuerwehr, welsl>c sich durch Geldspenden tein nicht ausrecht erhalten lassen, »iicht auS. Man unterstützt gern „nd freiciebig mit Geld. Man hat dafiir Dank »nd Anerkennung geermet, nnd in der That auch verdient. Da»iit glaubt man genug gethan zu haben. Man kümmert sich gar oft nicht tveiler, um die Bcnoend'ilng der geleisteten Spenden. Ob nnd was damit erreicht worden, wie viele kümmern sich ernsthaft um diese Frage? Genug daö man gegeben. Man hat seinen Gemeinsinn » nifcstirt und hat sich durch die Gabe mit der Pflicht gemein-f inig zu fein, abgefunden. . (Sortsttznng folgt.) Feuilleton. ..... ^ ' Die UcdcntKttg dqr Familie 'II? !«• Wohl Befl CluilbOhiiMO, der *lrmeinOf mm» »,» g|«#(rö. Bon Drl Brnl (o w. (Fortsehnn«.> Die Kinder Huben ein «ngemein scharfe» Auge und CHe. unb Du wirft i letzteren Aalle bald mit Schrecken geii'ahr werben. welche nachtheilige > lgen Dein unvarsichlige» Benehmen bei Deinem Winbe getragen hat. Die pietätvollste Verehrung muß aber Dein Kind gegen seine Groß-i an an den lag legen! G» kommt ja oft vor, das» sowohl die Eltern > '■* selbst die ttinber durch Unterricht einen höheren Grad von Nildung | ' a»gt Hoben al» die Propellern: u»ic darf e» aber der Bater ober die ' Butter gestatten, das, sich die Gufcl ihre» bessere» Wissen» rühmen ober sich n übet bie Unwissenheit der Wrofielteui lustig machen 6» ist ein wider->.irtiqe» schonspiel. wenn man die? beobachten muß. e» ist gefährlich sür ich. Vl'ern. beim wie lange wird e» dauern, so treiben sie ln«frlbe Spiel " Luch selbst; e» ist abcrauch gesährlich sür da« Kind; benn e« wirb "> nächst ber Gottesfurcht heiligste Gefühl in ihm zerstöit. iind au»' dieser • llotung geht dann ein (fttniöil) hervor, dem nicht» mehr heilig ist! Du "»chst de, deinem Kinde daS Pietät»verh>iltniß gegen die Graßelteen l't durch Pelrhinngen. Anordnungen »nd Besehle zu erreichen suchen ; sei ii iflbfl riiifndit»oo(l gegen die Schwäche il Deiner alten (Sllerti. die sich ttirbr mit Leichtigkeit in ueue Zeitvcrhällnisse zurechtfinden i nch m>< 9Mitie,fr»beit. wenn Du durchaus anderer Meinung sein musit, •j t ich nieniiil« in einen rechlhnße eischen Streit mit Deinem Vater. Dei-t Mutter «in; überhöre unb ükttjtht, iwnn r» möglich ist. ihre irrige ! ' ' Tages'Chronik. Pettau. lv. August. (Oesterr. B e a m t e n - V e r e i n.) Wie wir hören hat der ullge-meine österr. Beamten-Berlin in Wien sür Pettau eine» ?ere»i»-Bevo!l-mächtigten in der Person de« Herrn I. Rannet aufgestellt. <5« wäre nun zur Förderung der Vtlcin»zweckt höchst nöthig, wenn sich auch hier, Urnr in vielen anderen Städten, ein eigener Lokal Au»schuß tonstituuen wu^be. Dabuich wäre bie Mö,zlichkeit geboten, selbslstäubige Anträge an bie General-Versammlung zu stellen, die Selbstbetheiligung ber Mitglieder an ber VereinMljäligfeit z« fördern, ja selbst die Gebahrung bc? Verein » in» Auge zu sassen. sich über die Berwa»«ng»kosIen. über d>e Berwen-bung be» Reingewinne» K. genau zu informiren. unb eventuelle Abänbe-rungen wachzurufen. Behufs Creirung eine» Lokal Ausschüsse» sinb ivenigstenS.30 Mitglieber de» Bereine» bedingt; nachdem nun hier noch nicht so viele Theilhaber bestehen, so ergeht an alle Kreise der Öffentlichen-wie Privat-Beamten die Einladung, sich recht zahlreich a» dem Österr.. Beainten Bereine zu beteiligen, damit et möglich werde, allhier einen Lokal Au»fchuß zu fonftituircn. Wir sehen voran», das» sich ."Über über den Werth, da» Wesen und die Wichtigkeit de» allgemeinen Beamten-Bereine» vvllkammen klar ist, und daß Jeder, dem sein Wohl und die Aiknnjt semer Familie am Herzen liegt, die kleine jährliche Au»lage, lischt scheuch darf, um beruhigt in die Zukunft blicken zn können. (M ^s i k v e r e i n.) Bei der am 4. d. M. im Saale der bürgerlichen Schickstälte stattgehabten Soiree diese» Btreine» wurde zu Gunsten bft» UnterfwtzungS-Foude» verarmter Familien« von einberufenen Dieser-vksten ein Srträgniß von ca. 12 st. erzielt. Die Produktionen selbst gingen mit eiiftr besonderen Präeision und mit einem loben»werthen Eifer vor sich; da» zahlreich anwesende Publikum spendete den Ausführungen vollen «nd'verdienten Beifall, namentlich dem von dem Herrn Kapell-meister Sldckl, dann den Herrn Wradatsch. v. ffegrorn und Kratzer cre* eiitirlen Bcethovnischcii Quartlt-Satze. ber Mit einem Verständnisse, eiüer brillianten technik und mit einer Feiusühligkeit zu Gehör gebracht wurde, daß nur der allgemeine Wunsch gerechtfertigt erscheint: e» möge der Bereiu in der Eu»u> elastischer Mnsik rüstig vorwär!» schreiten, nachdem e» an begabten Kunst jüngetn hiezu nicht mangelt, und da* Publikum da» wahrhaft Mute auch anzuerkennen weiß. E< steht un» übrigen» noch ein besonderer Knnslgenuß bevor. Der Musikverein wird am l8. August au» Aulafi de» Geburt»sesteS Sr. Majestät de» Kaiser» im Theater ein gest'Coneert veransialte». dessen halber Reinertrag wieder arme» yami-lim von Mobilisirle» zufliesteu wird. Diese» gest wird dadurch einen besondere» > Werth erhalten, daß mit Rücksicht auf den wohlthätigen Meinung und Handlung, und Du wirst ein leuchtende» Beispiel für Dein Kmd sein ; Vergißt sich letztere» aber einmal, so weise c» mit unerbitterlichcr Strenge in feine Schränkender lliimündigteil. wen» nöthig, mit schneiden-dar Scharfe»zmück; denn e» hat da» heiligste Gefühl gegen diet^iofiellern ußd somit «ich gegen Dich verletzt I Nochrein Wort möchte ich auch über da» gegenseitige Verhältniß der Jtinder unter sich Hinzufügen: (!» ist ein natürliche» Verhältniß, daß sich die älteren Geschwister der piuaeien annehmen, im» man freu! sich, wenn man sieht, mit welcher Ansopskiung selbst bei überlegnen Angüssen der ältere Bruder seine jüngeren Geschwister schützt, der Bruder der natürliche Ritter semer Schwestes ist. ja selbst eine erziehende Thätigkeit an seinen jü«j,eren Geschwister» ausübt, aber die Litern haben dafür zu sorgen, daß diese Einwirkung sich nicht zur Anmaßung ausbildet; der unreife Verstand und die sich beim Kinde früh entwickelnde Selbstsucht artet leicht in maßlose Härte gegen die jüngeren Geschwister au» und diese loerden dann nicht selten da» willenlose Opfer seiner Laune; e» bildet sich ein kleiner Zyrann an», der später seine !yrannei auch gegen andere Menschen «»»zusührcn sucht. Man glaube doch nicht, das» mir daher gestellte Me»schen kyrannen sein könne»; die Stellung eine» Mensiben in der menschlichen Gesellschaft mag noch so niedrig sein, er kann sehr wohl ein roher lyrann gegen Hilflose werden, und kann e, e» nicht gegen Menschen sein, so ist er e» gegen Thiere! Glaubt Ihr nicht, daß jener Sandfuhrmann. der seinen magern Ganl bei schwerer Last Mit nnbarmheejigen Schlägen behandelt, vielleicht ein schlimmerer lyrann sei» würde, al» mancher asrikanischer hanig, der zur Verherrlichung eine» Feste» eine Anzahl seiner Unterthanen hinrichten läßt? Die entmenschte Menschemiatnr bleibt sich überall gleich: bei den eivilisirten Völkern, wie bei ben Kannibalen ber Südsee I Eine fchätzen»wer»he Eigenschaft de» Menschen, die auch schon beim Kinde entwickelt werden muh imb bis ich eine tutend nennen möchte, ist ba« Bestrebe#, bie möglichste Rücksicht aus unsern Rebenmenschen darin z» .Itrccf Herr IV. Kafptr sowie Frl. Wradatfch aus Grnz ihre iViiHMrfnnn und mir («rlegeuljeit haben ivcvbcu. einige Violin- und Gesangs Pieee» IN vorzllglicher Lesftuug auztthöreu. ES steht daher zu ennarlen. dich unsere Sladibeivobner. iprldir bei Unterstützung huma-iicr :lu»e»se (Isis einen edlen Welteifer beunefen. auch hirfc^mnl ihre fräs-iiils Unterstützung bei dem vorhabenden IIiitriiirljntrii «ueber bethätigen irerbrit. o I f f | ch it I e H m n c (ml ii w Pell (1 u.> Der Landrfffchul-l,ilh Hai die BeslellnnA eine» provisorische« lluterlehier» sür die Volksschule Ilnigebnng Pellnil bcUMilifll, um dir ^(Weiterung brrfrIbrn biirdi^iifiilirrn. i C f f f h e o t f 11 f.) An bet (ifkviu. Lande» Obst- imb Weinbau-iHmle l»ri Marburg ifl bis Gldlr eine« Vluffebcr# für Vniibmirtlyfdmft. gleich Cbjl- unb Weiiiüfegarlntr» ,z«r Besetzung mit I. September b. abgeschrieben. Grljnlt WH) st.. fteie Wohnung unb Beheizung. Wefiichf sind bis 17. b. M. bei ber Direktion obiger Anstalt einzubringen. (3 « b r tu «i f t b 11 b e.) Am 2li. v. M. würben am Jahrmärkte z» Sriedau mehrere Taschendiebslälsle »trübt. Von ben Thälern winbcn ihrer 2 urreliit unb sammt btn bei ihnen getunbentn gestohlenen Gegen-ftänbfn bem Berichte eingrlirsert. Die Dtcbe waren an» Bebnja in Eroatien. Am 5,. b. M. stahl während de« hiesigiin Jahrmärkte» eine Weib»person ?kameh» MiNia Pulko an» Dolleua l >Paar Frauenschuhe, würbe zrdoch dabei ertappt und eingezogen. Die gsstohlenen Schuhe waren ungleich, nämlich jeder von einem andeten Paa,.? (Ö » waldimark t). Der, am k». b. M. hier ftatt<\cfunbeuc Cswnldiiltnrft ivar sehr schwach besucht, e» fehlte sowohl au Verkäuscrn. nl» auch au M üiiferii. dagegen gestaltete sich dei Viehmarkt in der Kanischa-Vorstadt sehr lebhast; e» würbe viel Vieh, Namentlich Hornvieh ntifgctrirbcn unb fand zu hohen Preisen raschen Absatz. (W11 ch m o r c M e.) Zu ber diesjährigen am 9. September I. I. beginnenden V. Schivurgerichts^riode de» k. k. KreiSgenchles Tilli würbe au» Pettau und ben Vororten Kanischa unb Rann fein (Geschworener ausgelost. (A li»f 1 n g.) Am Sonnlag btn l I. b. M, d. i. morgen, veranstalten die Arbeiter ber Südbahnwerfstätten mit ihrer Mnsikkapelle einen 'Uiassrnausstnz hieher. (Programm wnrde un» keine» bekannt gegeben^ ?ie 5Mtb.) , " II. Ausweis. Für die hilfsbedürftige? Familien einberufener Reservisten finb bei iKtlXebaflion b. Blatte» eingegangen Bon Herrn Joses Kasimir, Kauf-mann, 5» st. nehmen, das, wir ihm nicht lästig fnllrnj Erweckte Kinder sind betannllich »ne>mndlich im Fragen, und wer wolllr ihnen nicht gern Aulwort geben ; sie macheu gern bie ganze Wohnung zu ihrem Spielplatz, und auch barin weiden liebende Eltern sie so wenig al»' möglich beschränke« ; indessen ist f» doch gut. ilineu auch schon in diesem engeren «reise gewisse Grenzen zu ziehen, anzuordnen, daß sie entweder bahn» nicht kommen, wo sie leicht etwa» verderben können, oder zu gewisse» Zeiten sich da ruhiger verhallen, wo Jemand ungestört sein will. Aber dies, Rücksicht ist besonder? gegen' bie Mitbewohner de» Hanse» zu nehmen. Da» ftinb muff mit Ernst dazu lingehalte» werden, fremde» Eigenthum zurespckl'ren. die ^(ehaglichleit und Ruhe der Nachbarn nicht durch mafil^s» Lärmen zu stören. Achtung vor älteren Personen an den tag zu legen, nnd Frieden mit den Kindern der andere» Familien zu halten f*ie ungerecht die Eigenliebe und Elternliebe den Mensche» hierin macht, ifl erstaunlich und gibt zu den uuangenchmsteli Ausritten Veranlassung. Um darin gerecht zu werde», sei itfoll selbst von bem Bestreben -rsülll, dem Nachbat so wenig al» möglich lästig zu fallen; man vergesse durchau». das, ri unsere Kinder finb. um die e» sich handelt und setze siit, an die stelle Belästigten, oder nehme an, das, die andern Kinder die inhigeicn seien, dann u'ird mau die Fähigkeit erlangen, sttiecht zu urtheilen und wird diese Fähigkeit aurti in den eigene» Kindern .«llmälig ««»bilden. Ja es ist sogar gut.' de» liebe» Frieden» wegen, feine Kinder einmal Unrecht leiden zu lassene» u'ird ihnen noch oft im Lebe» vorkomme», ein Gleiche» um einer gewissen inoialncheu Kraft z« ertragen! eff wird eine solche Fähigkeit ihnen meist nicht zum Schaden gereichen; bcnn da» Leben gestaltet nichi immer, sich sein Nechl mit zäher Unbeug> iauikeil aus'» Haar spalte» zu suchen. Aber ein übermüthige», riitfficht»-Ifirff Wesen banst D» ori Deinem Kmbe in seinem Falle dulden i ja e» batf sich nicht einni.il libee einen Betrunkenen lustig machen, nicht einmal lt Eltem der beiden Liebenden waren in der angenehme» Lage, die Süsiigkeiien bet Liebt ihren Kiubern in ber küiist,g> u Ehe durch'in wohlbeleibte» Päckchen Banknote» nachhaltig zu bewahren, eine .?hat, die man nicht verachtet, wen» man sich anch noch so sehr aus den Philosophen binanWelt. ' > , Die Gesellschaft, in deren Krei» sich Emma bewegte, wunderte sich und sprach viel darüber, wie diese» Mädchen mit ihre» ernsten Anschau-uuun, ihrem ftrlen Streben sich höher zu bilden, mit der Wahl ouf £>»kar, (einen jungen Mann »ach der Mode, treffen konnte. Man hätte vielleicht, geschwiegen und c» begreiflich gesnnben. wenn Offkar Eavaliee' giwesei,»kar zu ihr flatterte, als wollte er'» verrathen, daß vskar's 'Liebe nicht im Herzen fitzt. Bis hieher nähme die Liebesaffaire normalen Verlauf, der Abschluß' wäre bie Hochzeit gewesen, mit bem Brautschleier hatte sicherlich Emma's Allusion ein >ähes Enbe gefunden.--- Emma » Wunsch bis Villa mit einer Althane geziert zu sehen, er-füllte» die Eltern. Die Arbeit»leute kamen unb mauerten und zimmerten. Denselben Tag, als Oskar von der £tadt heraus kam. führte ihn Emma hocherfreut über bie Erfüllung ihre» Wunsche» zur im Baue begriffenen Allhnue. Lachend und schcrzenb vergaß sie sich und trat vor. Die stützlosen Steine stürzten zivei Stockwerke tief hinab, mit ihnen Emnwj. — -- — — — — — — — — — — Ohnmächtig trug man sie in'» Haus, die ersten Aerzte der Residenz wrr^uf iaifwjwiwe/mwi r———mrnnwmmwmmmm Was da» Spiel de- Kinder mit ihierrn betrifft, so legt man noch lange Nicht <^en»cht genug daraus, daß Ihiere nicht der willkürlichen &ua-lereien Don Seilen der Kindrr preisgegeben seien, mau hält bie» ansang» für eiiri unschuldige Spielerei, aber e» ist die» eine unwürdige Befchäfli-^ gung mit dem Leben und.den Schmerzen der armen Ihiere »nd es entsteht beim Kinde allmählig eine Hartherzigkeit, ein Uebermuth, eine Grausamkeit, die sich leicht später auch gegen menschliche Wesen zeigt. Wir müssen mit alter Mach! dagegen auiänipfen. Endlich wird da» Kind im <>trn und 7reu >>ahre in die Schule geschickt! sein Erfahrungskrei» erweitert sich: es tritt zum ersten M.ile einer'' fremdeit Person gegenüber, ber e» Achtung unb Gehorsam zollen soll! Betrachtet diese« Schritt Eure» Kinde» nicht sür unwichtig und sucht be-'' sonders die Stellung eine» Lehrers dem Kinde gegenüber uicht herab-zusetze« ! Ihr begründet dadurch, daß die Saäie im Stillen sehr Ernst nehmt, in Eurem Kinde die Fähigkeit, sich ii'illig einer höhereu Autorität iinlerzuordiirn und habt bei ihm den Grund gelegt, ein tüchtige» Mitglied einer Gemeinde und de» 2liiale» zu werden; denn e* ist ein allbekanler Ei-, fahrimgsfatz: wer zu befehle« leinen will, der muß zuvor zu gehorchen ge lernt habe». Die Bestimmungen der Schule müßen dem Kinde heilig sein','». muß in feinen Augen gar (eme heilsamere Anordnungen gebe« Meijtentheil» macht auch die schule und der Lehrer auf bas Kind oiefe» heilsamen Ei«-brntf; störtet nicht darin. Ihr bereitet dabmch bei bentfelbeu die lügende», eines tüchtigen Bürgers, einer »vürdige» Bürgerin vor. E» können ja manche Bestimmungen der Schule nicht »ach Eurem £inue fein; sprecht da» nicht vor Eürem Kinde an», sonder« nehmt lieber mit d.in Lehrer oder Vorsteher. freundliche Rücksprache! er wirb aus das Mögliche eben so freundlich ein- j gehen. Betrachtet überhaupt den Lehrer oder die Lehrerin al» den ersten ' Freund oder die erste Freui.din Eure» Kindes außerhalb de» Familien-kreise»; oenn beide muijen e» pjlichimaßig mit Eurem Kinde gut meinen, (öortfehuug folgt.) ! standen am Cch»ikrz>nl»gt, und ronsiiltirten. brnn beide Ruße waren gebrochen. Still nnd geduldig ertrug Emma die Leiden.--- Ibr fernere# Leben war mir mehr der Rollstuhl. da ein ftnfi schlecht flfdeiH. daß Euima hinkte, der andere jedoch dem Messer de« Chirurgen zum Opfer gefallen war. Da» schöne, geistreiche Mädchen, der Liebling der Gesellschaft war ein Krüppel. Gebrochen am Leibe, zerrissen die Seele, saß Emma stundenlang im Rollstuhle. starr vor sich hinsehend.-- Oskar's Liebe war dahin, er hatte sich allmählig von dem Unglück-lichcn Wesen losgesagt, und sich hinüber^wendet zur Irma, der Schwester Emma's, die feine Aufmerksamkeiten willig und gern hinnahm, denn eigentlich hatte sie kein gute« Herz, indem sie dachte. Emma sei in ihrem Unglücke nicht berechtigt, einen Mann «u sich zu fesseln. Emma ertrug Alle». Sie seufzte '„ich«, sie weinte nicht, sie duldete. Weiber! Ihr könnt lieben bie zur Raserei, sich opfern für da« iMiebte, aber Ihr könnt auch leiden ohne zu klagen, bi# Euch der Tod triasl. Eure Liebe ist mächtig. Euer Wille ist stark. Emma's Eltern handelten herzlos, sie gaben ihre Einwilligung zur !!erehelich«»g Irma'» mit Oskar. Emma klagte nicht, kein Borwurs kam über ihre ivelken Lippen. ! »ch eine unsägliche Verachtung gegen die Menschen griff in ihrem Herzen ylnfc. eiue Verachtung, die es iht eigentlich ermöglichte, diese harte Prüfung >» ertragen.----- Der kirchliche Akt der Bereinigung Irma's mit Oskar war vorbei. ?»ie Gäste rauschten hinauf über die beeilen Treppen der Villa in den Saal ,um Hochzeitsmahle. l Emma hörte Alles; ihr Mb zitterte, kalter Schweiß triefte von der Stirne, sie murmelte. Es nnr Gebet gnm Allerhöchste» um Stärkung, daß er vorbeigehe» lasse daS unsägliche Leiden, daß. wenn er sie liebe, sie hinübernehme zu sich, in dnh Reich def ewige» Liebe. Oben klirrten die Gläser j»m Toaste. „Hochs" und Vivats" riefen dem jungen Ehepaare zu, — unten wimmerte eine zermarterte Seele im Schmerze. Oben brausten die Klänge eines Hochzeitsmarsche». — unten sang rntma mit leiser, zitternder Stimme einen Psalm zum Herrn aller Menschen. „Glück Euch, edles Brautpaar! Glück Euch im neuen Leben, nie zerstöre Gram und Kummer die Eintracht der Eh«! Der Segen auf Eure künftigen Kinder, der Segen des Herrn, der Alles liebt was auf Erden. über E»d> 1*»• r Hans. Eure -UrHder »" Dieo ipt.tch E iHiiurv« Bukt oben >>» der Hochzeitstafel, und Emma hörte es. Emma, die mau wegen »»verschuldete» Leid eiztioürdigt. getreten wie da» niederste «Geschöpf, hörte den Segen spreche» über ihre Feindin, hörte sagen, der Hm liebe alle Wesen auf der Erde, und sie nicht? Sie woilie bete» und fand keine Worte, ihr Herz hatte all' das Leide» vergesse», klber der Vergangenheit lag eine tiefe Rächt. E»ima begann ein neue» Leben, jeke» Leben» da» keine Außenwelt 'cunt. das mit sich abackctilofse» «,,? in iber kr-nkhaft:« 3dct wirkt unb tiafft. jene« Lebe», das Herz und Geist gelähmt, das Lebe» de» Wahn- ikk».---------i f Ttn Freudenrausch des Hochjeitmcäes Übertönte der gelleude. herz« .rbebeude Gesang der Wahnsinnige». , Die HochzeitSgäste spränge« auf. Ixma Alle» voran, eilte hinab zu iuima. denn sie ahme das Schreckliche. AI» Irma im Hochzeitsschmucke bei Emma eintrat. entsessel«e sich mit dem «»blicke des bräutlich geschmückte» Weibes ber Wahnsinn zur Raserei. Mit übermenschlicher Kraft stürhte sich die Irre auf Irma, in einem Augenblicke lagen Brautkranz und Schleier zerfetzt auf der Erde, und nur das Daz'vischenkvinme» der Gäste retteten Irma vor bem Erwürge». Eine Sluude später fuhr ein geschlossener Wage» aus der Billa. Irinnen lag Emma gefesselt und geknebelt, beioacht von zwei Wärter». «>ort ging s in's Irrenhads, von wo nur mehr der Sarg sie hinweg führte. Das ist die Geschichte eines zerstörten Lebens. A. J. M. Verantwortlicher Redakteur. Josef I"?y. Kcbahrungs Ausweis des Vorschuß-Vereines in Pettau pro Juli J878. ' >. ' Empfänge: Ausgaben: Cassa Stand Ende Iuni st. 1361.06 fr. fl. — kr. Recseomple......11,100.— „ .. 16.8 Geschäftskosten..... 168.07 „ .. 151.09 „ Eassa Stand Ende Juni „ — _„ 165,7.23 ,, - ' fl. 64,143,95 ft. fl. 64.l43.vki kr. Stand Ende Juli: Eingezahlter Genossenschaft»-Fond .... 35.667 fl. 60 kr. Reserve-Yond.......... . 8001 „ 32 „ Forderungen ........... . 158,468 77 „ Sparr Einlagen....................61.152 34 „ Giro-Obllgo......................47.400 „ — „ Verstorbene im Monat Juli. l'Maria Krampatsch Inwohnerin 70 3: Wassersacht. 3^ Maria Schutta Private 57 I. Typhus. 7. Alois Goriupp Psründner 55 I. Fallsucht 13. Johann Bralanitsch Haus- unb Realitätenbesiper 72 I. Schlägst^. ÄochcnmarltS-Pretsein Petta» v. 9. August 1878 Weihe» per Hktltr. 7.—, Kor» 5.—, Gerste 4 —. Hafer 3.—, Kukurutz 6.—, Hirse —3.—, Haide» 6.80, Erdäpfel 2.80, Hirsebrei per Liter —.12, tfifolen per Kgr. —.10, Linsen —.28, Erbse» 26, Weitzengrie« 28, Zwetschken 29, Zwiebel —15, Mmdmehl 22, Semmelmehl 18, Polen» tamehl 12, Riildschmalz 1.10, Schweinschina lz 90. Speckfrisch —.—. Speck gträilch. —.85. Schmeer —.—, Butter —.90, Eier 6 Stück 10 fr. Eingesendet. Mit Oktober 1878 wird an der »ieder-österr. „Landes.Acker-, Obst-»ud Weinbauschule" zu Feldsberg ein «ener zioeijnhriger Lehil„r> eröffnet und lueeben für dieses Schuljahr noch zioauzig .togliage aufgenommen, Jeder Zögling hat zwei Jahre a» der Anstalt zuzubringen, erhält daselbst volle Unterkunft, die landesübliche Kost, und hat nicht nur an dem Unterichte, sondern auch an ben praktische« Arbeite» theilz»«ehine». Füf Kost. Wohnung und Unterricht sind jährlich ö. W. fl. 200 zu bezahl,». Ertern-Zögtinge zahlen an Unlerrichlsgeld jährlich öst, W. ff. 50 vorhinein. Di* Zöglinge müssen mindesten» 14 Jahre alt, körperlich kräftig, illi Arm» oev EntlastungS-Zeugnisse» der Volksschule sei», und die nöthige Kleidung und Leibwäsche an bie Anstalt mitbringen. Diejenigen Landwirthe, welche ihre Salme oder ?l»gehSr>aen al' Zöglinge an die »ieder-österr. „Landc»-Acker-. Obst- n»p Weinbauschule" bringe« itzollen. haben ihre Anmeldungen längsten» bi» 30. September l. I. anldie „Direktion" der Anstalt unter Beilage deS Geburt»-. Schul-m,d Impf-Zeugnisses einzureichen, oder ihre Anmeldungen mündlich und unter persönlicher Borstellung des sich um die Aufnahme bewerbende» Sohne« oder Angchörige» bei dem Direktor der Anstalt auszusprechen. Ueber die Aufnahme entscheidet eine Ausnahms Prüfung. der sich jeder AufnahmsBewerber z» »nttrziehe» hat. Auskünfte ertheilt und Programme versendet bereitwilligst die DtreMo« der »leder-öste» r. VandeS-Acker-, Obst- n»d Wei»b»>,schule ^eldsberg, am 15. Juni 187». Der Direktor: Cnrl Sikorn. E^c.Uhuu,, Druck unv Äerlag von I. Schon, Pettau. 'öcilnuc„fcHmicr Wochenblatt." Nr. 27. Pettan, Sonntag den II. August 1878. 1. Jahrgang. Zvns der Weil» txrinag r i t(C dkl- IllUllflffll. Roman von S. I. (23. Korlfetzung.) Der junge Mann, der sich ans sö «»artige Weise von Margarethe getrennt, war an dcm Kenster neben dem geschlossenen Eingang stehen geblieben nnd folgte ihr mit Nn Angen. Hondern'« Annäherung t*nwg 'ihn Jedoch, seinen Beobachtung«-.'Osten zn verlassen, um rinrr Begegnung mit dem Engländer auszuweichen, tie» gelang ihm jedoch nick», denn Hondern trat unerwartet schnell ein, ief ihm sogleich n.nb »nd bewog ihn. stehen an bleiben. „Kolke, ich will mit Dir sprechen", sagte er ans Englisch. jolfe gehorchte deut Rufe, drehte sich nm nnd ging Hondern 'Ntgegen. „Wie samt ein Mann sich so benehmen, wie D« Dich gegen die junge Dame bencmmrn hask l" hob Hondern an. indem rr nach der ihn, igmthiiintichen Weise den Vtnnd verzog. „Mißt D» denn nicht, wa« eine Dome berechtigt ist. von 'einem Gentleman zu fordern? Wenn Dn >i nicht weißt, so will ich e» Dir sagen. Er darf nie, ohne sich eine« hoben Grade« von Rohheit schuldig zn mache», sich erlauben, »»hoslich gegen sie zu sein. Ihiu rr die» so beweist er blos, daß rr ein ungebildeter Zolpel ist wie Du. Ach schäme mich Deiner; Ich schäme mich, das, die Hinge l'adu eine» so schlechten^ Begriff von den Manne bekommen hat. »sicher der Aohn d« Besitzer« von Steilvil ist Sie thun sehr recht da> uit, diese reichen »nd wohler,hgrnen Wüte, wenn sie die Nähe ihm OV werbetreibendr» und Handwerkern scheuen, so lange diele förmlich etwa« tarin suchen, Beweise von Plnmpheit mid nngebührllchen Benehmen zu jeden. Dn hast Stenvik durchaus keine Ehre gemacht, sondern vielmehr in« Alle zn Repräsentanten der Rohheit gestempelt. Sahst Du denn »ich!, daß Du eine junge und schöne Dame vor Dir hattest? fühltest Tu nicht miwilllilrlich, »ud ohne etwa« iwn guter t'flviiMrt zn erstehen, ;,ifi e« Deine Schuldigkeit loar, ihr wenigstens ivieder auf'« Pserd zn KCtffM ?" „Ihr Name war Tratten-, antwortete stolkr. > „Dummkopf l lim so mehr hattest Dn Grund, zuvorkommend egen sie zu fein." Rachdem Houdern die« gesagt, kehrte er Kolke den Rücken nnd inrmelte: „Wenn sie nicht so schön zeioesen wäre, so Witte Ich Dir allen-•IIJ ili-ch vrrzrihrn können." *i „Ich fand sie nicht schön", entgegnete K^lkr, erhielt oder von Indern einen Blick zur Antwort, der ungefähr mit den Worten über-tjt werden konnte: „Du Einfaltspinsel!" Kolke war einundzwanzig Jahre al«. hatte aber, seine Stlsinntter ^Sgenoinnien, noch nie ein Mid mit Interesse betrachtet. Ob sie aber oder häsilich sei, daran dachte er nie nnd wie andere Kränen au« j'twn, die? ging ilm durchaus nicht'* an In der Kabrik arbeiteten eine große Anzahl Kränen ihm jedem liier nnd e« gab unler ihnen mehrere, die hübsche Gesichter hatte», 'lisniil aber bekümmerte Kolke sich nicht im mindeiten. Ihm >var r« ichgültig, welchem Geschlecht und ivklchem Alter die Arbeiter angeh^'r» >i; er dachte blos daran, wie sie arbeiteten. Allerdings Iwtte er bemerkt, daß Hondern lvi der Auszahlung der dkitslöhiie gegen die jungen Mädchen srenndtieder war. al« gegen die 'a Weiber. Daraus aber legte er iwtter kein Gewicht. Jetzt akr »e der Engländer ihn, geradezu vorgenvrfen, daß er nicht gesehen, wie ii Kränlei» Gralten sei, und die« t>ewog den jnngen Mann, darüber hzndenken. Während der ganzen Zeit. um er mit Ihr die Kalirlk durchwand,, i. war Margareten« Schönheit seinen Blicken entgangen; bei Ho»de,n'< Anklage aber erinnerte er sich jeder ihrer Züge n»d konnte nicht in Ab-rede stellen, daß sie wirklich schön war. Am Abend, al« er seiner Mutter wieder au« der Bibel oorla«, kau, e« ihm wr, al» ob er Margarethen« klare blaue Augen ans sich ge-hastet sähe. IS« .war, al« ob er darin eilten Ausdruck von Berachiunz über seinen Mangel an guter Lebensart läse. Zum ersten Mal empfand er einen mächtigen Drang nach iHeistrSvkredeluiig, einen brennenden Wunsch, Gelegenheit zu haben, sich die Äildung zu erwerben, die ihm jetzt noch fehlte. Noch spät am Abend saß er an dem geöffneten Kenfter seine». Zimmer« und wiederholte sich Hondern'S Worte Über Rohheit und un-schicklich»» Benehmen. Reichthum war da« Einzige gewesen, wovon er ' W« jetzt geträumt, und nur diese« war da« Ziel seine» Wünschen« nnd Streben«. Einmal so reich zn werden wie ein Gratten, die« war für Kolke da« Ideal seine« Glücke« in der Zuknsist gewesen. Zur Erreichung diese« Ziel« .hätte er sich jede Entbehrung aufer« legen können; nun aber kamen ganz plötzlich die Worte Bildung, Eivi>. lisalion, gute Lebensart und zeigten ihm, daß jene Menschen, welche er ^ haßte itnd beneidete, noch mehrere andere Borzüge besaßen, al« die, welche fo« (Held gibt. Sie hatten eine gute Erziehung genossen und sich Kenntnisse angeeignet, die ihm abgingen. Sie waren gebildete Leute, wäh-. rend er 'dagegen ein „roher Tölpel" war. Kolke mußte sich demgemäß den intelieetuetlen Reichthum erwerben, in dessen Besitz jene sich befanden. E^ war erst einundzwanzig Jahre alt. Mit Ausdauer. Entbehrung nnd Aufopferung von "'»he. Zeit und Geld koitnle er sich schon die Kenntnisse erwerben, von welchen er jetzt noch keinen Begriff hatte. „Aber", rief er laut, „mein Bater wird mir niemals Zeit dazu gestatten,' und deßhalb hinweg mit allen Gedanken an Beistand von dieser Seite. Ich muß auf eigne .Hand da« Ziel zu erreichen suchen, nach welchem ich von nun an streben ivill." „Von welchem Ziel sprichst Dn 's" fragte Jemand in strengem ' Tone, i Hondern stand an der seile des junge» Mannes. „Bon dem a»* einem rohen »«b unwissenden Menschen ein gebil-deler zi, werden", antwortete Kolke. „Der gute Wille ist die halbe Arbeit. Willst Du aufhören, im Dunkeln zu leben, so kannst Dn Dir selbst Licht schassen. Ich habe die« ebenso thun müssen, wie viele Andere. Ein jeder denkende Mensch, welcher einsieht, faß er in der Rächt der Unwissenheit lebt, gönnt sich nicht eher Ruhe, alsbi« er sich derselben entrissen Hai. „UMem Bater wird mir aber nieinal« erlauben" — ..—daß Du ^Jrlt auf Nutenichtiirhmen verwendest. Da« wird er allerdings' nicht; aber Du hast lesen gelernt. Du verstehst drei Sprachen, gibt Ällcher und überdies hast Du Deine Rächte zur Verfügung. Willst Du! bei allen diesen HilfSgnellen Dich nicht emporarbeiten, so kannst Diublrifru, wa« D« jetzt bist, llebrigeu« kann ich Dir mittheilen, daß Dein! Bater soeben wieder zu Hause angelangt ist und damit Gute Rächt.' ' Rlchson war spät hHmgelehrt und obschon rr nichts sagte, so fr» merkte Jane doch, daß er nicht recht wohl war. Er sei müde, hieß e«, nnd Jane wußte, daß „müde" bei ihm soviel bedeutete wie „krank." Richson hatte lange vor der llebersiedlnug nach Schweden an einem schweren Brnstübel gelitten, welche« ihn mehrere Woche» laug genöthigt, da« Bett zu hüten. Bei seiner «Yeiiesnng hatte der Artzt ihn vor allzu großen Anstrengungen gewarnt, weit diese ihm einen frühzeitigen Grabe zuführen würden, während er, wenn rr seine Kräfte schonte, «in hohe» Alter erreichen könnte. (Sorlfetzung folgt.) Frpitag den 16. d. Alts. Vormittag 9 TJhr an^ofanffon, werdon im Snilor'sdlion Hiiiino i\r. 155 zu Pettau, verschiedene Kiiumer- KiitrlcIiimipHliii'k«, KcttuiiKchc , ICIci-«hing, ltüclieiigcrüCh-Ncluifleii und OeMcliirrc im Wege der freiwilliger» Lizita-tion gi'g«n liaarlicxaliliiug- liiut-angegeben worden. l'nllan um H. Au^iihI 1H78. Krlaubo mir die ergebenste Anzeign zu machen, dass ich von min an, mein noch vorhandenes in meinem Hause lIcrriigaMN« 2Vr. »>2 -)V j&! im FArbergowGlbe zu aborrnn'ls bedeutend herab- .m .] A.' gosetzten Preisen ausverkaufe. j\* % Um gütigen Zuspruch ergobenst bittend ä'\> :) wichnet \ )i 1/ Ifncliarhlnnc^vnll Y-) w "Wi; > lgnu* Nprltzey. <;< Saxlolinor's Bittcrquello * N MmjSMfll •öskuois. I>»s Gebultreichste ii. ZVirksamstc aller Bitterwässer ri iiiinii Licbig hvii, Runaon 1X7», Freeeniu» l«7v. (Trilioilt* ilrzlli« -her Autorilftlnn: Prof. Hr. VirHiow, IScrlhi: "il Kn!"m ' ■ ■■■ * nn,j prnmplnm Krfolfc ilifi'Wiiiiilt.4 Pros Hr. von ltnmWrgorJVIeii: liHrin l'Srlolir >» i »Uni jrm-i. Kra.ikl..it*s.innin aiiprwmt.M, in ____„*''l«'hr. Wunderlich. «irkraili1», «ii«li'i-ri'itfl<-» Milli*), iiirlil .mnnsei.elin. X» nehmen, llllll <>,>,„ Mltp-O ■■ruf. Hr. Mpirgolhj'r);, Itrrslnii •lerrn llitleruriliMrr |>.<>in| *" wirh.'ii.l (r.rim.|.-.i - Prof. I>r, S«*«nzu.ii von Itficlitoiiscl«, W«ir/,l»urir • ,r'' w'wKHin i» ..»>n Ki.ii«-», ' " wo <>iq Anwrn.lnnir .in.» Mltterwi.*«'n nu«. l.li,-«(li< I. in (Mtriinrh.' Prof. Hr. Frirdroitdi , ll^iilclbcrg: „I.JKhI In KtMit nt.f Nj.-lirMirit 5I>I»I> «citur Wirknnp .lieh»* xn wü.Orl.i'i. lilirif." Prof. Hr. v. llnlil, München - "7''- «Ihm* llrmlmrnlrn.- ^ rol. Dr. v. Nu*«l»nuui , Münclicn: #« hon in nr)ir kl«inrn |)«wn «Irtt ?«'vihn< ltf« » Krfnl;^ 4 Hr. ICiiNMiiinul , S(rnsNbnr^: • Kn.|isi-hl.' ich l.rrrlti x,-j| .Iniirrn i|« ein ?»>.»» in n.J,««i|ri*r H _ JW<,iiC'- *ieh.-r wirk'ifc.lpf AhnihrniilM - P Tn AihIim'jin Si^lcliiior, ICimlii|m,!4l.!1 Ticrra."nn ro n rrriTTr?^-. ! BÜCHDHÜGKERH! • Vnn JAKOBS «UBIÖJV PETTAU lilr(l.(M«r Nr. !»n, im Th«Mtr«rM.i4f. Kinpfioblt sicli zur Anfnrtifjiin^ von DriioksorUm jnlcr Arl. — ~ ------- — | JjOlll'lilltfU aus irulem Haltn«' nfxl mit gehöriger Schul-hililtiiiir nicht, unter 14 Jahre all werden aufgenommen. Näheres, in der Adai. d. BI.