Milmcher Wr, 5?. ^. ll, h«l»>. »l. 5 50. »st d! sl !b, H«I»>> ' 5<» Mittwoch. lo.Mrz, « >e, V>,'^'chei, .ha.isee. Die Feier der silbernen dtt^ch^ « Majestäten im verfil.^-- > ^e hat ^llez n« ? glänzende und erhebende <- ! ein.« ^»duna ü, c"' ^"^ '"'t ^'"" btsten p^lill,chln Em. « djf s.'" '""m Rrgrntenhause lebt. und nun »st t'lht do"^'" 6lühl>na.^llnde d,ese« Jahre,, die Nach. Ichm zilD, " zulullfliljrn Glückesblüte de» österreichi« b°fs"un^i "!""' "uf den alles im Valerlande mit ^lch.^'^e. l"'t gerechtem Voll ' bl.ckt. hllliz und N ,^""'^'^ National! «sche,- ^ Tsf, umschlungen von mwelanoerlicher keifend n. «,""b Nlchanglichleit, so rührend, so er. ^ , «ugen führt Ül b'e w,1^^''H°^'t di' Prinzessin Stephanie ^l'ftälsn ^ . T^er und das dritte Kind Ihrer , "it K n ^"^ Leopold II. und der Nmnqm '^N Snm c S'k wurde in Laelen. dem lö»l> »eborei, ^"'chlosse bei Brüssel, am 2l.Mai l^4 V"en' ,^" Mchw,ster sind die Prinzessin Luise. 3^'PP nm. /7 '/" '"" vermählt m,t dcm Prinzen "" 187? s«? ""' U"t> Prinzessin Clsment,ne. ge- ^"len ^l, ' Bruder. Kronpnnz Leopold, ist vor ^'liltern «" "" llnabsnalter gestoiben. D,t lönig. l"Cc>ch""' ^pold ll.. Nöniq der Gelgier. Herzoa. M, b z » ll^oren zu Vrüsscl den 9. April !!^5'. ö^ssin wü"'^.^p°ld l. und der Königin Lmse. ,^rrzoain^ ^^ans. und Königin M.nie Henriette. ^ zu ltt?7 Oesterreich. gebo"en den 2" «uqust ^>"s v^V^. ächter dc« Erzherzogs Josef. "°ll"hsa ,'l, "«""' "Nd der Tizherzoqm Maria ^l'en s'i^°""" Herzogin von Würllemberg. vcr- ^^^am w. «ugust !5,'j durch Procuration zu Wien und am 22. August in Person zu Brüssel, als Se. Majestät der jetzige s ^pold II. noch Kronprinz war. Er folgte sein. r, dem ersten Könige der Belgier, am l(). Dezcmber 1865 auf dem Throne. Se. Majestät ist, wie sein königlicher Vater, der sich !8lA nls Prinz von Coln,^ in der Schlacht bei .^ulm das Thfresirnkrt datte, es vor lhm war, Inhaler drs k. k. v , ments Ni. !i7. Die freudigen Empfindungen der Veröllerung Oesterreichi werden in allen Blatte,,, laut. „Wir erhalten soeben Kunde von emeni hochwichtigen Ereig» nisse - schreibt dab „" ' latt". — das in allen Ländern unsercr Moinn ,,ii^st,tf,i iv schauen. Die Verlobung dcs Kronp>uiz<'N si heißen Wunsch von Millionen, w.lche m ^ , des Momentes warteten, der chü.n die Vülgjchaft brmgen sollte, dass die hohen Tugenden, d,e unsere,! Kaiser auszslchnen. sich in diresler Lin,e von Geschlecht zu Oeschlecht foitpflanzeil werdrn. Wenn slwis im« stände, die alla/meme Fieude über die Vlrwl'lma, des Kronprinzen noch zu e,höhen, su ,s< es der Umstand, dasK die hohe Braut s""-"> ^ ... > ^hört. welche« sich wie die belgische K eben so sehr durch politische wie duicy sH: n:!^!ch!lche Tlls,sildei' ausgezeichnet hat. Wahrlich, lxc Völl»r Oesterreichs!!'. gal»s haben alle Ursache, sich z», der Herzenswahl des Kronprinzen zu beglückwünsche,' Sie dürfen m den Tugenden, welche die Familie der hohen Braut! auszeichnen, eine vielve,sprechIix ^uslrit». nube!' Die ..Presse" erklärt: ^D,e Tochter de« König« der Belgier ,st dem Hanss ,s> il'iliurg und den Völkern Oesterreich Ungarns leii ' von fremder Her' lu,^< '',,„>,^„ von nahvti,. 1,,,^.'! Abstammung. Prin- te' mie gehört blnch ihre Mutter, eine öster« , beieils unserer Kaiserfamilie an. dieser Wahl allk5, um derselben > )lll»ll»! all's Herzen ,m Reiche zu .lltl-n, ^. ,..!.. ^>sterreich'N">""^ haben die sorgfältige Ausbllduna. de« Ko sür seinen kü„f<,qe,i h^ ....... .„^ lö'pe,Iichf„ . <-il« im Iünglingbnllel l re- be» mit innigster T^, .,.. ^ ^,. ^- ,.,?,,,.,.,.,„ ^er» folgt. Dieselben Gefühl« bringen sie nun der von ihm get " ' - wie sür ihre Zilluiift gleich wich- ti<^ Es ist die« e>,!s Gelsssenhsll, be< die anq»stammt samilienhafte Anhänglichkeit ,!-llsichischen Völker an di,s Kaiserhaus, lhre auflichtlge Freude über alle glückllchrn Ereignisse des» selten sich wieder laut und lebhaft kundgebe», wird Binnen kurzem lehren d»e Taqe wieder, an b-nen vor ' 'list Wien und das Reich m,t jubelnden Hul- /» die silbeine Hochzeit de« Kalserpaare« ge- srlen haben — dersflbe freudige Jubel »»e be, jenem herrlichen Erim'"""""l,si, wird sich nun erneuern. um den Herzeni Sohne« und Erben al« ew glückorihscheildss. lj!.>ssi,ung«relches Unterpfand der Zu» luüst zil begrilftsn." Die ^Wiener Allgemeine Zeitung" nennt da« Ereign,« ein freudiges für die Völker Oesterreich« und fügt hinzu: „dass da« belgische Volk der jungen Prinzessin warme Liebe entgegen^ ,b das« d,e sülstllche Blaut al« kunstsinnig ! w,rd, w»e sich d,r« ,m classischen Lande der suc»!!f0erländlschen allen Meister kaum ander« erwart, n lusss " Zeuillelon. " stumunen in Krain und Iftrien. ^ (Echlus«) ^^'"schiir?'^'!. "^ ""! "„ Eapitel. w.jur wir m l«1/""ng an^" ^' ^'l'°sich "'chl d.e n.indeste 3l7 de/ W ';"/ welches wir aber d,e Aufmerk- "^t^. Gesch.chls. und Sprachforfcher lenken ^'^' ?/"'^ «a'bachs wird sich er. l< ^°>'Mtt^ '" der Epoche zwischen dem Lai> ^,bra.?>/,7 und ^" ^ul^Nevolutlon Leute in ^ >p'^n ^ "' ""^" knappe Vemlleidsln. '^' '''"^.'?'^' "''d lbei t,ockenem Wetter) mit '" ^ " d E s .^"?? b.e Strahen L.i.bach« durch- !<'^kn n ^ ll feilboten, sie fühlten d.ese Ware ^'»?, '« s'^n L«ge..). die ein S'»mthi.r ^ 'ch den, P?.. ""l der Str.ße aus.* S.e lü". ^l. "n. „^"blumn durch das Geschrei: ..!....».» "l^ ^'"e bott« ^l,"ete ,h„en die au« der Schule > d? ^"'d. '0 wurde da. > nldV^lov ''^^^^^^ ,l " d". el.d.f. ^,.^ ^'wnal.tat t ^ laufer«: er war nämlich ein ' lndfsle n> munen au m dem Weide geeigneten, unfruchtbaren, ra„hsn K" zwischen den lrain'schen Slovene,, undIstnanri .'.,....>,, einlellten und ansiedelten. Von den N.ichbarn verachtet und ohne us ii, rum/ ' ^ ' ' waren sie .«. die su men. und we,l sle zur Trlsjtei . .„. t>slen Geislllchkeit au« Istrianer »md .^n be- stand, so eigneten sie sich den ' ! an l?' ,,ber ein grosser 'i,>i<°,i ^„nsiii^n,? der La'b.1 . > ese einveile'l't wurde. kl,men we,,en des eigenen Püfjtermangsls ssll'st ,n die von «t'i's,, b,- wnhiüt'n Döi ie, l^e, T"''««'' T >öcese kraiinsche Seel sorger. predigten ihnen Slovenisch. und die Sprachen. Wandlung vollzog sill in kürzester Zeit ? ? 'int ?llei. ein Kiainer, welcher als Kalhedial ^ in Trieft starb, hatte dnö hohe Verdienst, d,e "'' ''^ seine Psarrkinder in Ieliane ^> civilisieren iche wollen wir al< N'' ' ichten. nd(! cl war chr Meiste, im Vlcl icht und Pomologie. sowie nn Haus- wesen und besserer Sitte Em guter Seelforger ver- MN" l'l" .>,., ,.s"> >>.^ ^/indvolk. '-" ""' '-"' "'che M nur bei e»,, welchrt l.'9n le,- Wege» dci Äl,jtun,uiung und Wildheit v Wir meilie». ' nur alle si< :ien liiien rumumschss ^: ! ^iiq find, follc-,,. ...,ö e« einst sogar viel iiien gab. nämlich ein großer Theil der Bewohner be« f> " ^" ' " ->- beiläufig wie solgt berg, dann eine Lim >i ^ui 0>e Huch- ebene ober Trieft, t ^ »ovo. ein Theil des Territoriums von EaWla b,s ,n die Nähe von Fiume, Sildöstllch von Albona ,s» die f ^ ' <-ne Gemeinde Hlitaia, wo m,in noch vor we> ,ien ^l, wo aber i'tzt kaum einige Wörter 'standen werd» Woher „un be, N me Wir haben die sonderbm« ^,,, ^^l>inl, ien Jahren in Rom gemuckt. d.,e" inplrnii' - ' , , l,s,iiil. l!/'l> die sie "»n nickil möqlici». t>a'» b,e :^umlü's". n> ' >"' 472 Wien, 8. März. XXX Die freitägige Berathung des Abgeord- netenhauses über den die Aufhebung des Legalisie« runqszwanges betreffenden Gesetzentwurf wurde stellenweise mtt einer Verbissenheit, ja mit einer Er» bl'tllung gefüdrt, welche mit Rücksicht auf den in Verhandlung stehenden Gegenstand nur schwer erklär» lich ,st. Die Frage, ob der Legallsierungszwang auf» rechtzuerhalten, ob er ganz oder theilweise zu beseitigen sei, ist doch eine reine Fachfrage, auf deren Lösung selbst die weitgehendsten nationalen oder sonstigen politischen Meinungsverschiedenheiten nicht den min« desten Emfluss haben können. Der schlagendste Beweis für die R»chtigkeit dieser Anschauung dürfte wohl in dem Umstände liegen, dass die Anhänger und Be« kämpfer des Legalisierungszwanges sich, unbeschadet der sonstigen Parteistellung der betreffenden Abgeord« neten, aus den verschiedensten Parteilagern rekrutieren. Das nahezu gewaltsame Hineintragen nationaler und politischer Momente in die Discussion einer reinen Fachfrage ist ader auch für die Entscheidung der Sache, um welche es sich eben handelt, deshalb von entschieden nachtheillgen Conseqnenzen begleitet, weil eme solche unnatürliche Verqulckung die ruhige und unbefangene Würdigung der in der Sache selbst maßgebenden Argumente wesentlich erschwert, ja unter Umständen ganz unmöglich macht. Schon von diesem Gesichtspunkte aus ist es recht erfreulich, dass durch de» Beschluss vom lebten Freitag der, nrbcnbei bemerkt, mehr als mangelhafte Entwurf wieder an den Ausjchuss zurückgeleitet wurde, und von diesem nach voraussichtlich ziemlich gründlicher Umarbeitung erst in einigen Tagen neuerlich dem Plenum vorgelegt werden wird. In der Zwischenzeit wird sich wohl die ganz ungerechtfertigte, zum Theile vielleicht auch euoaö künstlich genährte Aufregung erheblich ge« legt und ruhiger, nüchterner Erwägung Platz gemacht habe. Hoffentlich wird bls zur Wiederaufnahme der Berathung über die Aufhebung des Legalisierungs- zwanges die Anschauung eine allgemeine geworden sem, dass d«e zu entscheidende Frage nur durch eine objec» tlve, vo>mlhe>lisrele Würdigung aller für und gegen den L^gallsierungszwang sprechenden sachlichen Gründe m erspriehllcher We,se gelöst werden kann, und dass es deshalb im Interesse der Sache selbst gelegen sem muss, alle dleser Sache fernliegenden Momente auch principiell von der Discussion fernezu« halten. — Der Verein „Bürgerschule" in Wien hat in semer letzten Plenarversammlung beschlossen, Sr. Excellenz dem Herrn Minister Dr. v. Stremayr folgende Dankadresse zu überreichen: „Excellenz! Die Gefühle aufrichtiger Dankbarkeit und tiefster Verehrung, welle w»r während der nun fast zehnjährigen segens- vollen Amtsthätigkeit für Eu. ExceUmz empfunden haben, wurden aufs lebhafteste in uns erneuert in dem Augenblicke, da Eu. Excellenz das Ressort des Unter» richlKmmlsterlumH verlassen haben. Oesterreichs Schul« Wesen hat in dem letzten Decennium einen vor Beginn dess'lben me geahnten Fortschritt gemacht; mit diesem ssoltschntte aber mlrd der Name Eu Excellenz für alle Z lten v.e Bürgerschule, die Krone unseres Vollsschulwesen«. ist ausschließlich das Wert diese« Decenn,ums, sie schllldet Eu. Excellenz darum ewigen Dank. Der Verein »Bürge,schule" in W,en und die milunterzeichneten Bürgerschullehrer Oesterreichs erfüllen diese DanteSvfl'cht. moem dieselben Eu. Excel» lenz die ehrfurchtsvolle Versicherung geben, dass die ßklis des Latiums hei'tammende Benennung behalten h^ben und spotlwelse ^'a^i von den Nachbarn genannt wurden? Auf die Vocale kommt es nicht an; wie der Slovene aus koliko köllc macht, so contrahiert auch der Rumune viele Selbstlaute. Ai --- ^'oö kurz aus» gesprochen. Dle Herren Sprachforscher mögen darüber nachdenken. — Auch wäre es interessint zu wissen, was und in welcher Sprache das Woll öllitHr bedcutete. In Veglia. wo a, die eine geborne Slltar war, der bell essenden Behörde ein Diplom vor, womit einem ihrer Voreltern (wir glauben vnn Kaiser Carl IV.) die l^omiliv» ma^or verliehen wurde, d. h. e> wurde zum Oomss ällcri ?Mtii (^052^1 I^3.t6- ranen^i» ernannt, »s heihl darinnen: 8cuit.Hl- Leu 3c>> t«l.r^u«>, 3c^t»rum Du», soll der erste der Familie aewesen sein. Blanülllch enthielten derlei Diplome solche Uebertreibungen und Fabeln, und wir waren nie geneigt, die Sluals als Nachkommen scythljcher Prinzen anzusehen. D>e Ueberschr,ft diese« Artikel« s,i dadurch ge- rechtfertigt, das« das qesammte Hiicn Gebiet und e«n Theil I'll «ens durch Jahrhunderte zum Herzoglhume K '. t^n und das« selbst jetzt noch <>m,ge Ort« säi K ^in gezählt werden, wel^e Lii n. d. h. nach unfeier Ansicht Rumunen, zu Insassen halten. ^ 3. Verehrung für Eu. Excellenz in ihren Herzen niemal« ersterben wird und dass sie auch in späteren Tagen noch die Jugend lehren werden, den Mann zu segnen, dem unser Vaterland so viel, unendlich viel zu danken hat. Möge es Eu. Excellenz gegönnt sein. die Früchte dieses zehnjährigen unermüdlichen Wirkens noch reifen zu sehen; sie mögen Cu. Excellenz die beruhigende Gewisshelt geben, dass diese zehn Jahre für Schule und Vaterland zu den segenvollsten zählen." Die Verlängerung des deutschen Socialisten« gesetzes. In der am 6. d. M. stattgefundenen Plenar« sihung des deutschen Reichstages kam der Rechen- schaftsbericht der preußischen Staatsregierung zur Verhandlung, in welchem die Gründe für die Ver« längerung des sogenannten kleinen Belagerung«» zustande« über Berlin dargelegt werden. Ab- geordneter Aebel bestreitet, dass diese Darlegung die getroffene Maßregel rechtfertige, indes» zweifelt er nicht, dass, wenn der Bericht auch noch wesentlich weniger enthalte, die maßgebenden Factoren im Reiche ihre Genehmigung aussprechen würden. Denn Dinge, die, abgesehen von Russland, überall erlaubt wären, würden bei uns als strafbar betrachtet. Jedenfalls lägen die Verhältnisse in Berlin nicht anders, als in hundert anderen deutschen Orten. Aber der Berliner Belagerungszustand wäre in Berlin nicht bloß nicht nöthig, er lasse sich auch mit dem Socialistengesetz nicht rechtfertigen. Dle „Schneioigteit", mit welcher das Gesetz ausgeführt werde, sei um so empfindlicher, als vorzugsweise Familienväter von der Ausweisung betroffen würden, auch die Ausgewiesenen zum guten Theile solche Personen seien, die sich seit Jahren be« reits jeder Agltatlvn enthalten hätten. Hand in Hand mit diesen Ausweisungen gehe eine unerträgliche Spionage, selbst die social'demoklalischen Abgeordneten würden von der Geheimpolizei verfolgt; namentlich seine Eollegen Frihsche und Hasselmann würden der» selben unterworfen. Auch dle Fiauen verschiedener Ausgewiesener würden ,n geradehin unsittlicher Welse belästigt. Der Redner sucht seine Beschwerden gegen die Berliner Polizeiverwaltung demnächst bezüglich der Ausführung des Gesetzes an vielen (iinzelfällen zu er- härten. (Als der Redner, auf die letzteren g»stützl, die Thätigkeit der Polizeibehörde als eme „verbrecherische" kennzeichnet, ruft ihn der Präsident Graf Arnim mit dem Hinweis auf die geschäflsordnun^snäßigen Folgen zum erstenmale zur Ordnung.) Aber nicht bloß in Berlin würde die Existenz seiner Parteigenossen ver» Nlchtet, auch wenn sie auswärts eme Stellung ge- funden, würde dieselbe von Berlin aus untergraben. Der Grund, dass die social'demolratischen Press« erzeuqnisse „Freiheit" uno „Social-Demollat" in Berlin v>el verbreitet würden, wäre nicht stichhaltig, denn jene Schuften würden überall verbreitet, so sehr die Polizei sie auch zu inhibieren suche. Ueber den Inhalt der Schriften aber dürfe man fich nicht lvnn« dern, nachdem mat, der Socml-Demokratie den legalen Weg, zu lhrem Rechte zu grlangen, abgeschnitten. Das Ve, langen nach Rache uno Vergeltung, welches sich >n seinen Parteigenossen rege, sei eben die Folge der von diesem Hause selbst beschlossenen Gesetzgebung. Die Social'Demolralie werde jetzt verfolg, wie dle Liberalen in den zwanziger und dreihiqer Jahren. Um so betrübender sel es, dass gerade mit deren Hllfe diese Gesetze geschaffen wurden. Bundesbeoollmächtigter Staatsmin'ster Graf zu Eulenburg entgegnet, dass der Vorredner als hauptsächlichsten Grund gegen die ve>längerle Maß« reqel angeführt habe, dass viele andere O>te mit Berlin in ganz gleicher Lage seien. Inzwischen sei es ja kem Geheimnis, dass Ve» Handlungen darüber geschwebt hätten, ob der Belagerungszustand nicht auch auf andere Orte auszudehnen sei. Dns sei nicht ge- schahen, und es könne also nur die Frage entstehen, ob d,ese Unterlassung mit Recht unterblieben sei. Berlin sei aber namentlich deshalb ,n emer besonderen Lage. als hier besonder« ins Gewicht falle, was hier zu schützen sei. Die Missllchleit der Ausführung einer Maßregel, wie »n Rede. sei unzweifelhaft und die Aufgaben der Polizei sehr schwierige. Aber ein Vor- wurf, und zwar eu, großer Vorwurf würde dieselbe nur dann treffen, wenn sie in provocator,scher Weise Leute zur Gesetzübertretung veranlassen würde. Die einzelnen Beschwerden des Vorredners würde er. der Minister, prüfen, wenn lhm die einzelnen Daten an« gegeben wüiden. Abgesehen von allem übrigen, würde aber schon die Ann legt der Majorität an« Herz. auf die , , ,g dleses schädlichen Aus- nahmszustandes hinzuwirken. Abg. G'bel repliciert auf d»e Ausführungen des Bundesbevollmächtigten Gcafen zu Eulenburg. Darauf wirb die bezügliche Denkschrift für« ledigt erklärt und das Haus geht zur Berathung " Gesetzentwurfes, betreffend d>e Verlängerung des ^'" listengesetzes. über. Abg. Dr. Freiherr v b« "» führt aus. wie seine Partei nach wie vor üverz^ sei, das« das Heilmittel gegen die destructive" « strebung, n der Zeit nur in der Rückkehr aller 8»° der Bevölkerung zur wahren Selbstbcscheidung »«» und dass diese wiederum nur auf Orund nm Religiosität zu finden sei. Die principiellen Beoe" des Centrums, welche dasselbe 187» geg" °" , erlassende Gesetz gehabt, bestehen allerdings auch y^ aber es sei doch zuzugeben, dass die damaligen" fürchtungen, wegen der unklaren Fassung uno Ausführung des Gesetzes, sich nicht bestätigt A" und so sei die Stellung seiner Partei zu dem be^ den Gesetze doch eine wesentlich andere als oam Ein allgemeines Rechtsgesetz sel allerdings auch I ^ wie er zugebe, nicht zu erreichen. Es stehe "1" ^ Centrum dem Entwürfe nicht von vornherew I,^ ablehnend gegenüber; es verlange aber zuuachp,^ genaue Prüfung in der Eommission. sowie eingehenden Bericht der Regierung über die ^ führung und Wirkungen des Gesetzes. ^^M werde die Commission zu prüfen haben, ob das ,^ in seinem ganzen Umfange und auf die ganze ^ oauer aufrecht zu «halten sei. welche ^ :cW wurf vorschlage. Außerdem werde die 6olNM< , zu erörtern haben, wie die Konsequenzen des ^> . mit den Rechten und Pflichten der ReichstagsaM ,, nelen zu vereinigen seien. — Abg. Dr. Hänel ei ^ das Centrum an seine im Jahre I8?tt emgenow Stellung, welche von dem vom Vorredner darg »^ Standpunkte wesentlich abweiche. Den Ol"nv ^z sucht er in dem Weltlampfe zu erkennen, «n ^^M Centrum mit anderen Parteien des Hauses "^Hil' ocs Einflusses auf die Reichsregierung und ^z ders den Herrn Reichskanzler eingetreten >" .«>lgl die Fortschrittspartei betreffe, so halte sie «>"" ^ an ihrer früheren Auffassung fest; umsolliehr, a <^, ihre Erwartungen auch bezüglich des praktisch ^ folges dieses Gesetzes vollkommen erfüllt halle"' ^ praktische Handhabung dieses Polize'geietzcs l^Hl' gar leine solche sein. wie sie der Natur ^s!" ^> staates entspreche. Demnach müsse d,e ForljchNtl^ ^ aus plinc,piellen wie praktischen Gründen a/s Verlängerung des Gesetzes stimmen. hasl Abg. Vahllelch bestritt dem Abg. v. H"tl"A ft< durch dle religiöse Elziehung des Volles „^e cialen Uebel gehellt werden tonnten, denn ^ ,,,z ge- lange habe dle Kirche d,e Erziehung des LM ^ leltet, und die Früchte dieser Erzlehung >^e ell> heutigen Zustände, die man jetzt nnt Oewallmasi . ^ zu beseitigen suche. Beim Erlajs des Socialisten^^ habe man in Auesicht gestellt, im Interesse der " ^ mit positiven Mahl egelu das Gesetz zu ergänzen-. ^ positiven M^ßiegeln hätten sich beschrälilt a"! ^ Erlas« neuer mtmecter S'euern. Ve, mehrU''^, Milllärlast, Beseitigung der Coalllionsfreihelt.H'^g rung der Arbelter-Bildungsvereine und " h^gM , der Untelstützungslassen. Durch solche Oewaltmaß^he, wenn man sie zu dauernden Institutionen ^l> dränge man das Voll zu russischen Zustän^ el um eme solche Eoentualllat zu vermelden, .^el'' dringend, eine Verlängerung des Gchhss avz ^» Abg. Laster erkannte an. das« das Gesetz "" ^M" dle Sol.lal.Demolratie zur Anwendung 9^^^ Ml >sei, gegen dlese aber in emer Weise, nxlche ^ ^jeÜ ^die Intentionen der Majorität, welche d" zF e, lassen habe, hinausgehe. Namentlich h"^ A, soc'^ ^ reiche Institutionen vernichtet, die gar n>cht " ^ l demoklallschen Bestrebungen gedient h"^'l^t s^ deshalb, we.l Social-Demolraten dabei bely" "Kcl' w.sen seien. Der Zweck des Gesetzes sei ""^..,B ^, nlchlun^ der P. esse und der VereinsorstalM" ^' Social D.molratie gewesen. Dieser Zweck ie> ve und deshalb werde er gegen jede Ve'la"^ ^e Socialistengesetzes stimme», um dasselbe '''^ ^ls" ständigen Institution werden zu lassen. Der A> "' ^el' Eulenburg bestritt entschieden, -das« das ^ ^^ dl" ausgeführt worden sei. als nach dem Wo»"""' „te" Sinne desselben hätte geschehen sollen. u"d l>" ^ das Hau« die dringende Bitte, mit der Reg'"" »^ der Dauer der Verlängerung nicht ö" old" ,H Abgeordneter Windhorst erwiderte dem ""U ^!F" Hänel. dass die Stellung de« 6entru'"^ch A eine wesentlich andere geworden sei, bas h^, 'Gesetz bestimmte Verhältnisse g^afse" ^ 2.'"^ !man nicht einfach ignorieren könne. ^HsiväAct Gehalte sich vor. diese Verhältnisse '" "'b'^ >,,estH ^ zu ziehen und zu versuchen, ob das Gesetz I H„ d>", ! werden könne, das« ,« annehmbar ersche'"^ ^^ H^ltu,g werde es sich durch niemanden ^ll» ^, I»ssen. Die Debatte wurde hiemit gel^"'jMl!e" Vorlage an eine Commission von 14 überwiesen. ^ ^-^^^ltt' Die Iesuitendebatte im franMchc" ^.^ ! Im französischen Senate, der aM 6^!'!^ Berathung über den viel besprochenen ^hiN ^g de« Unterrichtsgesetze» fortsetz«, „O>? Unterrichtsminlfter Ferry selne in der v"