Bezugspreise: Air Österreich-Ungarn: ganzjährig K4--halbjährig K 2- isiiv Amerika: ganzjährig D. 1' 25 £iir das übrige Ausland ganzjährig K 5'20 Briefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt, Manuskripte nicht znrück-gesenbet. am 4. und 19. Erscheint mit einer illustrierten Beilage „Wandermappe' eines jeden Monates, Bestellungen übernimmt die Vermattung des Hottschecr Boten in Gottschee, Hauptplatz Nr. 87. Berichte sind zu senden an die Schriftkeitung des Kottscheer Boten in Gottschee. Anzeigen (Inserate) werden nach Tarif berechnet und von der Verwaltung des Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als Beilage des Gott« scheer Boten erhältlich. Postsparkassen-Konto Nr. 842.285. Verschleißstelle: Schul-gasse Nr. 75. Ar. 2. Kottschee, am 19. Jänner 1905. Jahrgang II. In alle Freunde und Leser unseres Blattes richten wir die höfliche Bitte,. die Bestellung bald, zu erneuern und bei dieser Gelegenheit auch eventueüe Rüäsiänve zu begleichen. Die heutige Nummer erhalten noch alle bisherigen Adressaten, die folgenden Nummern könnten nurmehr den wirklichen Abonnenten zugeschickt werden. Für den Fall, daß das Blatt nicht mehr gewünscht wird, ersuchen wir um gütige Rücksendung der gegenwärtigen Nummer. _____________________________________ Kriegsheldmnen im Ordenskleide. Port Arthur, die stolze Seefestung im fernen Osten, ist gefallen Sie, die als unüberwindlich, uneinnehmbar gegolten, ist heute ein rauchender Trümmerhaufen. Unter der Spitzmarke „Die Hölle von Port Arthur" ging wenige Tage nach der Übergabe folgende Notiz durch die Zeitungen: „Die Lage innerhalb der Festung spottet aller Beschreibung. Noch wenige Tage, und die Japaner hätten mtr mehr einen Haufen von Leichen in den Mauern der Festung angetrossen. Die wenigen noch dienstfähigen Verteidiger sind krank) halbverhungert und wie betäubt lagen sie in den Straßen und Gassen. Am schlimmsten sieht es in den Krankenhäusern aus, die mit zermalmten und zersetzten Körpern vollgestopft sind. Der Leichen-qeruch war so überwältigend, daß die Pflegerinnen mit verbundenen Gesichtern ihres Amtes walten mußten, Das furchtbare Geschrei der infolge Fehlens von Betäubungsmitteln ohne Narkose Operierten erfüllte fortwährend die Räume. Dazwischen krachten die Granaten Die Ortsnamen der deutschen Sprachinsel Oottschee. (22. Fortsetzung.) In der Gemeinde Nesseltal liegt das kleine Oberdeutschau, das im alten Urbar mit zwei Huben angeführt wird. Von den Deutschauern" heißt es im alten Urbar (1574): „Und wann man das Schloß baut, muessen ft) robaten und auf die Creudenfeuer und Scart sehen als auch Brief zutragen in die Gottschee und geeit Pollan." Oberdeutschau heißt in der Mundart auchDearoscht. Nachdem wir bereits das Gemeindegebiet von Nesseltal betreten haben, wollen wir dort weiter wandern. r r rr Da haben wir zunächst die drei Buchberg: Oberbuchberg, Mitterbuchberg und Unterbuchberg; im alten Urbar „Ober Puechberg" (eine Hube), „Mitterpuechberg" (eine Hube) und„Puech-berg" (zwei Huben). Der Name bezeichnet einen Berg, der mit Buchenwald bestanden ist. Oberbuchberg wird mundartlich auch Gajloch genannt, d. i. slovenisch gaj = nemus (Wald) und log gleichfalls Wald, Hain, also eine Tautologie. /rr Wenden wir uns von da nun nach Warmberg (loplivrli); es hat seinen Namen, ähnlich wie Ober- und Unterwarmberg im Gerichtsbezirke Seifenberg und wie Tappelwerch, von der warmen, herein, töteten Ärzte und Leidende und in diesen Häusern arbeiteten Barmherzige Schwestern und freiwillige Pflegerinnen Tag und Nacht." ' „ Nach der mörderischen Schlacht bei Liausang meldete em Telegramm: „Sobald die Russen aus Liaujang zurückgingen, verließ alles die Stadt. Das Stationsgebäude wurde furchtbar beschossen und dabei wurden einer Barmherzigen Schwester von einer Granate beide Beine weggerissen. Ein Geschoß traf das Hospital, welches von Verwundeten überfüllt war. Nach dem Einschlagen der ersten Kartätsche ergriff das Sanitätspersonal die Flucht, nur die Barmherzigen Schwestern blieben zurück und übernahmen die Sorge für die Verwundeten." Diese heldenmütige Haltung der Barmherzigen Schwestern erinnert an die glorreiche Tat von fünf ibm; Ordensgefährtinnen bei der Erstürmung von Sebastopol, die freilich „kein Lied, kein (neldenbuch" der Nachwelt vermeldet hat. Am 8. September 1855 war das von General Totleben und Admiral Koruilow so ruhmreich verteidigte Sebastopol endlich nach einem wütenden Kampfe von den verbündeten Franzosen, Engländern, Türken und Sarden erobert worden. In der Nacht vom 8. ans den 9. September zogen sich die Russen nach dem Nordfort zurück. Bor ihrem Abzug hatten sie alles vorbereitet, um Stadt und Festung in die Luft zu sprengen, und nur als grauenvolle, mit Blut gedüngte Ruine ist die Festung in die HÄnde'der Sieger gefallen. Den Russen war es bei ihrem Rückzug nicht möglich, die Schwerverwundeten mitziinehmen. Tausendweise lagen die braven Soldaten hilf- und schutzlos in den Forts St. Paul und Nikolaj. Niemand wollte bei ihnen zurück- sonnigen Lage. Im Sommer, an heißen üngeu zumal, macht es seinem Namen auch alle Ehre. Die Glut der Sonnenstrahlen wird von dem heißen, steinigen Boden noch zurückgeworfen. In der Nähe liegt die Ortschaft Grodetz oder Gradetz, die im alten Urbar fehlt. Ein alter Mann in Warmberg erzählte uns vor Jahren, auch in der Gegend von Warmberg seien die „Rebellen" vom Reich angesiedelt worden und da habe es immer geheißen: „Gradausl", b. H. nur immer geradeaus weiter ziehen und rodenI Daraus sei dann Gradetz oder Grodetz entstanden. Nun, das ist eben nur Volksetymologie, ein volkstümlicher Erklärungsversuch eines fremdsprachigen Namens, den man nicht recht verstand, aber doch deuten wollte. In Kram und Dalmatien gibt es mehrere Orte namens Gradac oder Gradec; sie sind alle von grad = Kastell, Burg abzuleiten. Auch der Name der Stadt der Gratien, wie man sie wohl auch nennt, wir meinen die Hauptstadt Steiermarks, das schöne Graz (vormals Bayerisch Grätz, zum Unterschied von Windifch-Grätz genannt) stammt davon her. In Gradetz dürfte also ehemals eine kleine Befestigung gestanden sein, vielleicht eine Art von Tabor zur Zeit der Türkenkriege. r r „ „ Von Warmberg führt eine nunmehr ziemlich verlassene Straße nach Schöflein. Diese Ortschaft kommt im alten Urbar (1574) noch nicht vor, ist also jüngeren Datums. Man denkt, wenn man bleiben, denn es galt hier das eigene Leben, weil noch in derselben Nacht die Befestigungen in die Luft gesprengt werden sollten. Da erboten sich fünf Barmherzige Schwestern, freiwillig in der brennenden, dem Untergänge geweihten Stadt zurückzubleiben und die verwundeten Soldaten zu pflegen. Mitten unter dein Werke der Zerstörung verrichteten sie furchtlos ihr Werk der christlichen Liebe. Rechts und links von ihnen stürzten mit furchtbarem Krachen die Granitmauer., zusammen. jeden Augenblick flogen Minen in die Luft. N.chts konnte sie aber abhalten, den Verwundeten und Sterbenden treu zur Seite zu stehen. In tausend Gestalten umraste sie Tod und Verderben; vor sich hatten sie allen Jammer, den der Krieg mit sich bringt, entsetzenerregende Verwundungen, herzzerreißenden^ Jammer, Verzweiflung und Raserei — alles, ivas an und für sich schon das Herz in seinen innersten Tiefen zu erschüttern vermag, und dann zu Dein allen noch die Aussicht auf einen sicheren, qualvollen Tod unter dem Schutte einstürzender Befestigungen oder in, den Flammen. Und doch hielten sie mutig und von hohem Gottvertranen beseelt auf ihrem freiwillig gewählten Posten aus. Es war, als waltete die schützende Hand des Allmächtigen sichtbar über ihnen. Erst mehrere Tage nach der Erstürmung Sebastopols wagten es die Verbündeten, die Ruinen der Stadt zu betreten. Nur mit größter Vorsicht drangen sie vor. Die Furcht vor verborgenen Minen war allgemein. Menschenleer, nur mit Leichen bedeckt, fanden sie ^ den weiten Trümmerhaufen, öde, wie ein ungeheures Grab. Geier nur und Raubvögel zogen krächzend hoch in der Luft darüber hm als scheute sich selbst öas Getier, dem Platze zu nahen, wo doch ]o reiche Beute seiner harrte. Da -7 wer beschreibt ihre Verwunderung — stießen französische Truppen inmitten dieser Stätte des Todes und der Verwüstung aus die fünf Barmherzigen Schwestern! Man fragt) man antwortet) bie Eerwnnbernng ber Sotbaten erreicht den höchsten Gipfel. Sie fallen auf die Knie, sie küssen den Saum der Gewänder der errötenden Schwestern! Am 30. September wurden diese endlich von den Franzosen der russischen Armee wieder überliefert. Von einer französischen Ehrenwache geleitet, kamen sie zum Hafen herab, wo ein Boot ihrer harrte. Sie stiegen ein: die Offiziere salutierten, die 'Soldaten präsentierten das Gewehr, eg senkte sich die französische Trikolore. Sv ehrte der Feind diese Heldinnen christlicher Liebe. Russischerseits strömte zu ihrem Empfange fast die ganze Armee herbei. Ein vieltausendstimmiges „Hurra!" donnert ihnen entgegen, die Generale geleiten sie zum Lager, die Offiziere salutieren mit dem Degen. „Willkommen, liebe MütterchenI Willkommen, gute, goldene Schwestern!" rufen ihnen die Soldaten zu und jeder will ihnen die Hände oder doch wenigstens das Gewand küssen! Sratt sich aber lange bei diesen Huldigungen aufzuhalten, suchten die Schwestern so rasch als möglich zu den Lazaretten zu gelangen, ivv sie sofort wieder ihr gottseliges Amt an- traten. In Sebastopol erinnert heute eine Gedenktafel an diese Heldentat, im übrigen Europa dürfte dieselbe vergessen sein. Ja es gibt auch Kriegsheldinnen im Ordenskleide! den Namen hört, zunächst an ein kleines Schaf, ein Schaflein; das tut auch die slovenische Übersetzung Ovčjak, die jedenfalls auch erst aus jüngerer Zeit stammt. Es ist ja auch möglich, daß diese Ableitung richtig ist. Die Schafzucht wurde in der Gegend da unten wohl sicherlich einmal stärker betrieben. Auch das Schassleins-Loch ein tiefes Loch an der Straße in der Nähe von Schöslein — scheint darauf hinzuweisen. Erwähnt sei übrigens, daß im alten Urbar (1574) ein Grundhold namens Mich! Schäfler in Ober-tapplwerch verzeichnet ist. Elze denkt an eine Art Reminiszenz an den Ort Schefel in Oberkrain bei Lack. In einer urbarialen Aufzeichnung aus dem Jahre 1752 — damals bestand also bereits die Ortschaft finden wir die Schreibung Schöpslein, das wäre also, falls das kein bloßer Schreibfehler ist, ein kleiner Schopf Schupf, Schupfen, bzw. die kleinen Schupfen. Vielleicht bestanden dort ursprünglich nur Schupfen für das Weidevieh; erst später entstand eine Ortschaft. Auch die Ortschaft Neubacher heißt gott-scheeisch Schupfen. Es war also dort ursprünglich wohl auch nichts anderes als eine „Schupfe". Ans Schöpflein mag in der Folge Schoflem entstanden sein, wie der Name noch vor ein paar Jahrzehnten geschrieben wurde. (Fortsetzung folgt.) Gründende Versammlung des Vereines „Deutsches Studentenheim Gottschee". Dienstag, den 17. Jänner, fand im Hotel „Stadt Triest" die konstituierende Versammlung des neugegründeten Vereines Deutsches Studentenheim Gottschee" statt, über deren Verlauf wir im nachstehenden berichten. Der Vorsitzende, Herr Bürgermeister Alois Loy, begrüßte aufs herzlichste die Erschienenen und erstattete hierauf über die bisherige Aktion zu Gunsten der Errichtung eines deutschen Studentenheims in Gottschee folgenden Bericht:' „Das Beispiel anderer deutscher Städte an der Sprachgrenze oder in Sprachinseln, wie Cilli, Marburg, Pettau, hat zur Genüge dargetan, daß deutsche Gymnasien an solchen Orten nur in dem Falle zu vollem Gedeihen und Erstarken gelangen, wenn ein erheblicher Perzentsatz der Studierenden in gut geleiteten Studentenheimen Verpflegung und häusliche Überwachung findet. Die Ausgestaltung des Landes-Ünter-gymnastnms in Pettau zu einer Vollanstalt hatte die vorherige Gründung eines deutschen Studentenheims dortselbst zur Voraussetzung und wurde durch dieselbe erst ermöglicht. — Gottschee befindet sich nun in ganz ähnlicher Lage wie Pettau. Eine bedeutende Erhöhung der Frequenz unseres deutschen Untergymnasiums ist offenbar an die Ausgestaltung desselben zu einer Vollanstalt geknüpft und diese Ausgestaltung hat ihrerseits wiederum in gewissem Sinne die vorherige Gründung eines deutschen Studenten-Heims zur Voraussetzung. Von dieser Überzeugung getragen, hat die Vertretung der Stadtgemeinde Gottschee schon sin Jahre 1900 einen eigenen Studentenheimausschuß gewählt, damit derselbe die -Sammeltätigkeit für das Studentenheim in Gottschee einleite und sonst auch die notwendigen vorbereitenden Vorkehrungen treffe. Es wurde ein Aufruf („Herzliche Bitte") verfaßt und es gelang den Bemühungen des Stndentenheimausschusses, eine Reihe hervorragender Persönlichkeiten für die Unterzeichnung dieses Aufrufes zu gewinnen. Die Sammeltätigkeit hat bis zum heutigen Tage nach Abzug der Auslagen einen Gesamtbetrag von K 23.17274 ergeben. Aufgabe des Vereines stvird es nun sein, diese Sammlungen mit erhöhtem Eifer fortzusetzen. Auch wurde bereits ein Grundstück als Bauarea (samt Garten) für das Skudentenheimgebäude käuflich er-m?1 '• ~a3e desselben ist günstig, da es sich an einem freien Platze in unmittelbarer Nähe des Gymnasiums und andererseits in genügender Entfernung vom Straßenlärm und Straßenstaub befindet. -Ich betrachte es als eine Pflicht der Dankbarkeit, allen jenen Faktoren, die sich um die erfolgreiche Sammeltätigkeit Ver-Dteufte erworben haben, hiemit im Namen der Stadtgemeinde Gottschee den tiefgefühlten Dank auszudrücken. Es sind dies in ~ch!e die Herausgeber des „Deutschen Kalenders für Kram" besten Reinertrag alljährlich unserem Studentenheimfon de zugeführt wurde, nämlich Herr Landesschnlinspektor Wilhelm Linhart m Graz, der überhaupt die erste Anregung zu diesem völkischen Unternehmen gegeben hat; ferner als Fortsetzer in der Herausgabe des Kalenders die Herren Werksdirektor Simon Rieqer in Neu-markt! und Dr. E. Ambroschitsch in Laibach. Als hervorragende Gönner unseres deutschen Studentenheims sind zu verzeichnen der Verein Südmark, welcher seit mehreren Zähren die Einnahmen seiner beiden Ortsgruppen in Gottschee vermehrt durch einen zehnperzentigen Zuschlag aus den Mitteln der Zentrale, dem zu gründenden Studentenheim Zuführt. Ferner £°frat Dr. Josef Ritter von Regnard in Triest, welcher anläßlich des Regierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers in hochherziger Weise 4000 K in Notenrente gespendet hat Auch Herr Forstmeister Rudolf Schadinger hatte die besondere Güte, eine Reihe von hervorragenden Persönlichkeiten zu Spenden für den nationalen Zweck zu veranlassen, wofür auch ihm der wärmste Dank gebührt. Durch Vermittlung des Herrn Alois D zimski in Laibach flössen dem völkischen Unternehmen auch wiederholt Spenden des „Allgemeinen deutschen Schulvereines" zu. Sowohl das Beispiel anderer deutscher Städte als auch Anregungen, die von maßgebenden Persönlichkeiten gegeben wurden, empfohlen es, daß der bisherige Studentenheim-Ausschuß sich auflöse und an seine Stelle ein Verein trete mit einem selbständigen, unabhängigen Wirkungskreise. Infolge eines Beschlusses der Ge-meindevertretung traten demnach zunächst die Rechts- und die Schul-sektion des Gemeindeausschusses zu einer gemeinsamen Beratung zusammen und es wurde ein nach dem Muster des Studentenheimvereines in Cilli verfaßter Statutenentwurf angenommen und der Vereinsbehörde zur Genehmigung vorgelegt. Als Vereinsproponent überreichte ich die beschlossenen Satzungen, welche mit 20. Dezember 1904 von der Regierung genehmigt wurden. Es steht nunmehr der Bildung des Vereines nichts mehr im Wege. Bevor wir zur Konstituierung des Vereines schreiten, gestatten Sie, verehrte Anwesende, daß ich dem bestandenen Studentenheim-Ausschüsse für seine ersprießlichen Bemühungen den besten Dank ausspreche. Möge es dem neuen Vereine beschieden sein, den Weiterbau des begonnenen Werkes mit Tatkraft und schönem Erfolge fortzusetzen, damit dasselbe in absehbarer Zeit ins Leben treten kann. Die Frage der Errichtung eines deutschen Studentenheims in Gottschee wird von Tag zu Tag aktueller und dringender; dieses völkische Unternehmen ist gegenwärtig das nationale Losungswort für Gottschee geworden; das deutsche Studentenheim bildet jetzt den Kern und den Brennpunkt unserer völkischen Bestrebungen insofern, als wir auf das hiedurch zu erreichende Ziel hinsteuern, nämlich auf die Ausgestaltung unserer Mittelschule zu einem Obergymnasium. Auf die Erreichung dieses Zieles müssen wir mit Anspannung aller Kräfte hinarbeiten, denn nur ein Obergymnasinm bietet die Gewähr für das wahre und wirkliche Gedeihen einer Lehranstalt, die für unser Ländchen nicht nur ein hochwichtiges Bildungszentrum darstellt, sondern auch die stärkste und festeste Schntzwehr bildet im Ringen um die ungeschmälerte Erhaltung unseres nationalen Bestandes. Nahezu 33 Jahre schon besteht unsere Mittelschule als nn-ausgestaltete• Rumpfanstalt. Alle ähnlichen Unter-Mittelschulen in Österreich sind im Laufe der Jahre mittlerweile zu Vollanstalten erweitert worden. Nur unser Untergymnasium harrt noch immer wie ein vergessenes Aschenbrödel der endlichen Berücksichtigung. Die außergewöhnliche. Länge dieser Wartezeit sowohl, als auch Gründe unterrichtspolitischer Natur und die gerechte Rücksichtnahme auf unsere nationalen Bedürfnisse erheischen gleichermaßen die endliche Erfüllung unseres an die kompetente Stelle gerichteten Ansuchens. Selbstverständlich wird mit der zu erhoffenden Erweiterung unserer Anstalt die Tätigkeit des Studentenheimvereiues nicht etwa abgeschlossen und beendet sein, vielmehr wird der Verein eben dann erst das, eigentliche und volle Feld seines Wirkens und Schaffens gewinnen. Meine Herren! Das Ländchen Gottschee ist die südlichste deutsche Sprachinsel ■ in Österreich. Die Augen aller national gesinnten Deutschen inner- und außerhalb der schwarzgelben Grenzpfähle sind mit sorgsamem Blick auf uns gerichtet, die Sympathien des deutschen Volkes begleiten uns im Ringen um unsere nationale Existenz. Und so werden beim gewiß auch die Bitten um kräftige Unterstützung unseres nationalen Unternehmens, die wir in alle deutschen Lande und Gaue senden, nicht vergeblich verhallen, sondern wir dürfen hoffen, daß. zu dem Werke, das.wir aufzuführen gedenken, unsere deutschen Brüder und Stammesgenossen allüberall, wo die deutsche Zunge klingt, bereitwillig und freigebig Bausteine beisteuern werden. In dieser Hoffnung wollen wir dann getrost an ein Werk gehen, dem wir- alle aus .vollstem..Herzen Heil .und Gedeihen wünschen! Heil!" ' Der Bericht des Vorsitzenden wurde mit begeisterten Heilrufen begrüßt und zur Kenntnis genommen. Die hierauf vorgelesenenVereins-satzungen wurden vollinhaltlich genehmigt und angenommen. Auf Antrag des Herrn Robert Braune wurden sodann nachstehende Herren durch Zuruf in den Vereinsausschuß gewählt: Bürgermeister Alois Loy, Obmann; Forstmeister Rudolf Schadiuger, Obmann-Stellvertreter; Prof. Josef Obergföll, Schriftführer; Dr. Franz Golf, Zahlmeister; Gymnasialdirektor Peter Wolsegger, Dr. Erich Schreyer und Josef Bartelme, Ausschußmitglieder; Dr. Moritz Karnitschnig und Robert Braune als Ersatzmänner. Herr Bürgermeister Loy dankte zugleich auch im Namen der übrigen in denAusschuß gewählten Herren wärmstens für das geschenkte Vertrauen und gab die Versicherung, die Vereinsleitung werde ihre ganze Kraft ersetzen in den Dienst des für Gottschee so hochwichtigen völkischen Unternehmens. Nachdem hierauf Herr Gerichtsadjunkt Dr. Krauseneck dem vorbereitenden Komitee für seine eifrige Mühewaltung gedankt hatte, wurde die Versammlung unter Heilrufen geschlossen. Indem wir selbst dem Vereine, der sich ein so edles Ziel gesetzt hat, aus vollem Herzen schönsten und baldigsten Erfolg wünschen, laden wir insbesondere auch unsere auswärts wohnenden Landsleute zum Beitritt ein. Nach § 4 der Vereinssatzungen sind alle diejenigen Personen unterstützende Mitglieder des Vereines, welche einen Jahresbeitrag von mindestens vier Kronen entrichten. Im Interesse der nationalen Sache liegt es, daß der Verein recht viele Mitglieder gewinne, damit der Verein tatsächlich etwas leisten kann. Beitrittserklärungen und Spenden wolle man gütigst senden an den Verein „Deutsches Studentenheim Gottschee" in Gottschee. Aus Stadt und Land. Gottschee. (Ernennung.) Herr Ludwig March aus Brixen wurde zum supplierenden Gymnasiallehrer in Gottschee und Herr Josef Kleiber zum herzoglichen Forstadjunkten in Gottschee ernannt. — (Sterbefall.) Am 15. Jänner starb die Bürgersfrau Margaretha Röthel ans Gottschee Nr. 18 im Alter von 62 Jahren. Seit zwei Jahren kränkelte sie schon immer. Die Verstorbene erfreute sich allseitiger großer Achtung, wovon die zahlreiche Beteiligung am Leichenbegängnisse zeugte. Sie war auch eine große Wohltäterin der neuen Stadtpfarrkirche, welcher sie einen prachtvollen Luster spendete, der auch während des „Libern" im Presbyterium bei der Begräbnisfeierlichkeit brannte. Sie möge in, Frieden ruhen. ' — (Todesfall.) Herr Oberlandesgerichtsrat Gottfried Bntiter ist nicht mehr. Nach kurzem Leiden (Influenza) starb er am 18. d. M. in seinem 77. Lebensjahre. Der Verblichene war in den sechziger Jahren Bezirksrichter in Gottschee, wurde im Jahre 1872 zum Landesgecichtsrate beim k. k. Kreisgerichte m Rudolfswert ernannt, trat 1884 mit Titel und Charakter eines Oberlandesgerichtsrates in den Ruhestand und ervffnete im Jahre 1885 eine Advokatur in Gottschee. Der Herr Oberlaudesgerichtsrat war in Stadt und Land Gottschee allgemein hochgeachtet und erfreute sich ungeteilter Beliebtheit. Er gehörte seit mehreren Jahren der Stadtgemeindevertretung in Gottschee als Gemeinderat an und entwickelte als Obmann der Rechtssektion eine sehr ersprießliche Tätigkeit; auch war er Mitglied der Sparkasse, ein eifriges Mitglied des bestandenen Kirchenbauausschusses, des Pfarrkirchenausstattungsvereines und des Unterstützungsvereines für dürftige Gymnasialschüler, sowie er überhaupt auf dem Gebiete des Vereins-wesens eine rührige Wirksamkeit entfaltet hatte. Der Verblichene stellte überall seinen Manu, wo es galt das gesellschaftliche Leben zu heben und das deutsche Wesen sowie das öffentliche Wohl zu fördern und zu stützen. R. I. P. — (Gemeindeangelegen!)eiten.) Am 9. Jänner 1905 fand eine ordentliche Sitzung der Stadtgemeindevertretnug unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Alois Loy statt. Der Vorsitzende teilte vor Eingang in die Tagesordnung mit, daß die Gemeinde Gottschee anläßlich der höchst bedauerlichen Vorfälle, die sich in den ersten Tagen des Monates November v. I. in Innsbruck zugetragen haben, au den Bürgermeister der Stadt Innsbruck nachstehendes Telegramm abgesendet hat: „Herrn Bürgermeister Greil in Innsbruck! Die Stadtgemeinde Gvttschee gibt ihrer tiefsten Entrüstung Ausdruck über die an deutschen Bürgern Ihrer Landeshauptstadt verübten unerhörten Gewalttaten und spricht der geehrten Einwohnerschaft von Innsbruck die vollsten Sympathien' aus für ihr mannhaftes Eintreten gegen die Verwelschung ihrer altehrwürdigen deutschen Universitätsstadt." Seitens des Bürgermeisters in Innsbruck ist nachstehendes Dankschreiben eingelangt: „Euer Hochwohlgeboren! In dem Kampfe um die Wahrung des deutschen Charakters unserer alten, kerndeutschen Stadt Innsbruck, der uns von der Regierung infolge Errichtung der italienischen Rechtsfakultät aufgezwungen wurde, sind der Stadtvertretung zahlreiche Zustimmungskundgebungen znge-kommeu. Der Gemeinderat hat diese Äußerungen deutschen Stammes-Bewußtseins mit großer Freude entgegengeuommen und dankbar anerkannt, daß allüberall, wo man deutsch denkt und fühlt, die heimtückischen Gewalttaten welscher Studenten gerechte Entrüstung und tiefgehende Empörung hervorgerufen haben. Des weiteren konnte die Stadtvertretung von Innsbruck mit lebhafter Freude und Befriedigung wahrnehmen, daß ihre Forderungen bei deutschbewußteu Gemeindevertretungen, bei politischen und nichtpolitischeil Körperschaften und Vereinen und zahlreichen Freunden unserer Stadt in demselben Maße Verständnis gefunden haben, wie die gegen die Deutschen gerichteten Maßnahmen der Regierung verurteilt wurden Das Vertrauen auf unser gutes Recht, noch mehr aber die Versicherung^ tatkräftiger Unterstützung' seitens unserer Volksgenossen haben unsere Widerstandskraft im Kampfe um unser bedrohtes Volkstum gestählt und die Hoffnung auf endlichen Sieg neu belebt. Im Namen und tut Aufträge des Gemeinderates der Landeshauptstadt Innsbruck spreche ich hiemit den wärmsten und herzlichsten Dank aus für die uns in diesen Tagen der Not bekundete Stammes-treue. _ Die Vertretung der Stadt Innsbruck gibt die Versicherung, daß sie stets und immerdar für die Erhaltung deutschen Volks-bewußtseius eintreten und treue. Wacht halten wird, öaß Tirols Hauptstadt deutsch fei und bleibe, ein Hort deutschen Wesens, ein unüberwindlicher _ Wall gegen die heranstürmenden Fluten des Welschtums." Dieses Dankesschreiben wurde von den Anwesenden mtt Heilrufen zur Kenntnis genommen. — Nach Übergang zur Tagesordnung brachte der Obmann der Finanzsektion, Gemeinderat Florian Tomitsch, das Gemeinde-Präliminare für das Jahr 1905 zur Vorlage und stellte namens der Finanzsektion folgende Anträge: 1.) Das Gefamterfordernis des postenweise vorgetragenen Voranschlages für das Jahr 1905 per 31.277 K' 13 h und die Gesamtbedeckung per 7439 K 47 h, sonach mit einem nicht bedeckten Erfordernisse von 23.837 K 66 h wird genehmigt. 2.) Rur Bedeckung des Abganges per 23.837 K 66 h ist erforderlich: 3) eine 64°/o ige Gemeindeumlage von allen umlaqenpflichtiqen Steuern per 34.590 K 64 h mit dem Erträgnisse von 22.138 K-b) der Branntweinzuschlag, und zwar aa) vom Verbrauche aller gebrannten geistigen Flüssigkeiten nach dem hundertteiligen Alkoholometer vom Hektolitergrad der Zuschlag per 20 h mit dem Erträgnisse von 1670 K; bb) von allen versüßten geistigen Getränken ^0^ _ 10 h ohne Unterschied der ©rabhältigfeit mit dem Er- trägnisse von 30 K, wodurch das Gesamterfordernis pro 1905 gedeckt erscheint. Vorstehende Anträge sind stimme,teinhelliq angenommen worden. — Ferner wurde einhellig beschlossen den ^r9et%tenJ8^nntroein5u^Ia9 durch fünf Jahre, das ist bis einschließlich 1909 zur teilweise« Bedeckung der Gemeinde-Erfordernisse einzuheben. Von der 64°/oigen Gemeindeumlage treffen die Gemeinde-bedürfttijse 26%; Die Schulerfordernisse für die hiesige Volks-schule26 /-/»und die Verzinsung und Amortisation des Kirchenbaudarlehens 11%%. Außerdem wurde zur Deckung der städtischen Erfordernisse die Einhebung des 15%igen Zuschlages auf Wein, Wem- und Obstmost, dann Fleisch für das Jahr 1905 im Gebiete der Stadt Gottschee beschlossen. — Zum weiteren Punkte der Tagesordnung referierte der Obmann der Sektion für Kultus und Unterricht Professor Josef Obergföll über die eingelangten Gesuche um Johann Stampflschen Stipendien und wurden folgende Anträge einstimmig zum Beschlüsse erhoben: 1.) Die Kumu- liernng der Johann Stampflschen Stiftplätze der Theologen Aitdmtch Krauland, Johann Jaklitsch und Josef Fink mit den Freiplätzen an der Theologie in Laibach; 2.) dem Hörer der Philosophie an der Universität in Wien Friedrich Wols-egger der Weiterbezug der ihm verliehenen und ohne sein Verschulden _ eingestellten vierzehnten Platzes der zweiten Johann Stampflschen Studentenstiftung; 3.) dem Lehramtszögling Josef Putre in Innsbruck der Weiterbezug des zweiten Platzes der ersten ^ohann Stampflschen Stiftung jährlicher 100 K; 4.) von dem M Neubesetzung ausgeschriebenen dritten, sechzehnten, siebzehnten, neunzehnten, zwanzigsten und vierundzwanzigsten Platze jährlicher 100 K der ersten, ferner dem ersten, siebenten, neunten lind fünf-zehnten ^3Ia|e jätjrlicfycr 200 K bir zweiten, itnb bent crftcn unb zweiten Platze jährlicher 400 K der dritten Johann Stampflschen Studentenstiftung wurden zur Verleihung präsentiert: a) für den erstell Platz jährlicher 400 K Gottfried Jaklitsch aus Gottschee, Hörer ber Rechte an bei* Universität in ®uaz * b) für ben zweiten Platz jährlicher 400 K Andreas Krauland aus Windischdorf Hörer der Philosophie an der Universität in Graz, gegen Verlust des bisherigen Stipendiums per 200 K; c) für den ersten Platz jährlicher 200 K Johann Sterbenz aus Mosel, Hörer der Rechte an der Universität in Graz, mit der ausnahmsweisen Bewilligung ber Kumulierung mit bern bisherigen Stampflschen Stipenbium per 100 K; ch für den siebenten Platz jährlicher 200 K Franz Poje aus Morobitz, Schüler der achten Klasse am ersten Staats-gymnasium in Laibach, gegen Verlust des bisherigen Stipendium« per 100 K; e) für den neunten Platz jährlicher 200 K Johann Stampfet ans Prüfe, Schüler der siebenten Klasse am ersten Staatsgymnasium in Laibach, gegen Verlust des bisherigen Stipendiums per 100 K; f) für den fünfzehnten Platz jährlicher J10 K Franz Kraus aus Gottschee, Lehramtszögling in Klaqenfnrt * Ä für den dritten Platz jährlicher 100 K Johann Jonke aus Lichtenbach, Schüler der fünften Gymnasialklasse in Triest; h) für den sechzehnten Platz jährlicher 100 K Josef Sigmund aus .e^tterdorf, Lehranitszögling in Bozen; i) für den siebzehnten Platz jährlicher 100 K ^ohann Weber aus Morobitz, Lehramtszögling in Klagenfurt; k) für den neunzehnten Platz jährlicher 100 K Alois Michitsch aus Kölschen, Schüler der vierten Gymnasialklasse m Gothchee; 1) für den zwanzigsten Platz jährlicher 100 K Josef Händler aus Eben, Schüler der vierten Gymnasialklasse in Gotftchee; rn) für den vierundzwanzigsten Platz jährlicher 100 K Johann Hutter aus Plüsch, Schüler der vierten Gymnasialklasse tu (jott|chee; Zum fünften Punkte der Tagesordnung wurde über das Ansuchen des Fürst Auerspergschen Forstamtes in Gottschee die Entfernung der nächst dem Schloßgebäude stehenden Baumreihe beschlossen, weil dieselbe einen nachteiligen Einfluß auf die Benützbarkeit und Bewohnbarkeit der ebenerdigen und im ersten Stockwerke gelegenen Räumlichkeiten dieses Gebäudes ausübt. . (Influenza.) Wie anderwärts, so greift auch bei uns in der letzten Zeit die Influenza immer mehr um sich. Beim Kohlenwerke allem gibt es ungefähr 190 an Influenza Erkrankte. — Auch vereinzelte Fälle von Scharlach und Diphtherie kommen vor —-Wir entbehrten leider der Schneedecke. Der aufwirbelnde Jäiiner-staub scheint ein böser Bakterienträger zu sein. ^ (Sparkasse der Stadt Gottschee.) Ausweis für den Monat Dezember 1904. Einlagen: Eingelegt wurden im Monate Dezember 1904 118.905 K 20 h und behoben 75.437 K 4 h wonach sich der Einlagenstand um 43.468 K 16 h erhöhte. Der Einlagenstand beträgt somit mit Ende Dezember 1904 inklusive der kapitalisierten Zinsen 4,695.645 K 31 h. Hypothekardarlehen: Im Monate Dezember 1904 wurden verausgabt 81.800 K 50 h rück-gozahlt hingegen 14.004 K 31 h, somit ein Zuwachs von 67.796 K der und igten lende imn- ogen mit >örer ols- Ber- ictmt fofcf csteu dein iten, icher ünf- nnd chen den hee, iten ovf, lust r- 19 h Der Hypothekenstand beträgt somit mit Dezember 1904 3,365.407 K 32 h. — (Deutscher Lehrerverein.) In der mit heiligen Dreikönigsfeste in Laibach abgehaltenen Generalversammlung des Krai-itifcheit Lehrervereines, welcher auch Lehrer ans dem Küstenlande beiwohnten, wurde die Vereinigung der küstenländischen mit der krainischen Lehrerschaft beschlossen und die Gründung eines gemeinsamen Vereines mit dein Namen „Deutscher Lehrerverein für Krain und Küstenland" in Aussicht genommen. In Abbazia soll ein Lehrerheim ins Leben gerufen werden und sind die erforderlichen Vorbereitungen bereits im Zuge. — (Eisenbahnunfall.) Am 10. d. M. ereignete sich in der Station Skofelza ein Eisenbahnunfall. Als abends der Personenzug von St. Marein einfuhr, kam die Lokomotive wegen zu später Umstellung des Einfahrtwechsels auf das unrichtige Geleise zu stehen, wobei der Paket- und Postwagen entgleiste und aus der Strecke geschlendert wurde. Der Postkondukteur Wenzel Hubat wurde an den Beinen schwer beschädigt. Da die Lokomotive noch rechtzeitig zum Stehen gebracht werden konnte, wurde von den Fahrgästen niemand verletzt. Die Wechselstellung besorgte, wie wir hören, ein Anfänger, der erst wenige Wochen im Dienste war. — (Deutscher Handwerkerverein in Gottschee.) Der überaus rührige Ausschuß des deutschen Handwerkervereines in Gottschee beruft seine Mitglieder für Sonntag, den 22. d. M., in das Hotel „Stadt Triest" zu einer außerordentlichen Hauptversammlung mit folgender Tagesordnung ein: 1. Verlesung der letzten Verhandlungsschrift, 2. Rechenschaftsbericht, 3. Kassabericht, 4. Wahl zweier Rechnungsprüfer, 5. allfällige Anträge. Beginn der Versammlung um 2 Uhr nachmittags. Ein recht zahlreiches Erscheinen wird gewünscht. — (Als Sachverständige), welche zu den ihm Jahre 1905 vorkommenden Entschädigungsverhandlungen ans Anlaß angesprochener Enteignung für Eisenbahnzwecke im politischen Bezirke Gottschee zugezogen werden können, wurden vom k. k. Oberlandesgerichte in Graz auch nachstehende Herren bekannt gemackt: Matthias Verderber, Postmeister und Realitätenbesitzer in Rieg, Moritz Hladit, gewesener Forstmeister in Gottschee, wohnhaft in Laibach, Franz Blahna, Forstmeister in Reisnitz, Johann Lovšin, Kaufmann und Realitätenbesitzer in Reifnitz, Matthias Kočevar, Postmeister und Realitätenbesitzer in Großlaschitz. — (Entscheidung in Fleischbeschauangelegenheiten.) Anläßlich einer einschlägigen beim k. k. Kreisgerichte in Rudolfswert anhängig gewesenen und im Jnstanzenzuge durchgeführten Strafsache hat der k. k. Kassationshof folgende generelle Entscheidung getroffen: Auch in Krain muß der Fleischbeschau das Beschauen des lebenden Tieres vorangehen. Unter „Fleisch" begreift § 399 St.-G. auch die unzerstückelten Körper der getöteten Tier^ Nach dieser Gesetzesstelle haftet auch der Gewerbsmann, der zwar das vorschriftswidrige Schlachten oder Abstechen nicht selbst veranlaßt, wohl aber unbeschautes Fleisch wissentlich an sich gebracht und weiter verkauft hat. — (Märkte in Krain vom 20. Jänner bis 4. Februar.) Am 20. Jänner in Gottschee, Stein und Lusttal; am 21. in Weichselburg; am 23. in Laibach (acht Tage), Weinitz und Oberfeld bei Wippach: am 24. in Rudolfswert; am 1. Februar in Siurja; am 3. in Seifenberg, Tschernembl, Laserbach, Gurkfeld und Lukowetz. Mal-er«. (Ein seltener Fang.) In den letzten anderthalb Jahren gelang es dem hiesigen Jäger Johann Hönigmann elf Dachse zu fangen, was allen recht ist, da diese Tiere insbesondere Kukuruzäckern immer erheblichen Schaden zufügten. Mitterers. (Der Alte muß, doch auch der Junge kann) sterben, sagt bekanntlich ein heimischer Spruch; an ihn mochte mancher gedacht' haben, als am 13. d. M. der 23jährige ledige Hausbesitzer und Gemeindesekretär Hans Händler aus Mitterdorf zu Grabe getragen wurde. So gerne hätte er noch gelebt! Doch weder durch die Bemühungen des Arztes, noch durch die ihm seitens seiner Verwandten zuteil gewordene Pflege konnte der Lungenschwindsucht Einhalt getan werden. Die Beteiligung am Begräbnisse war eine recht zahlreiche; da der Verstorbene auch ausübendes Mitglied der Feuerwehr war, leistete ihm diese die letzte Ehrenpflicht und war auch eine Abordnung der Altlager Feuerwehr zum Begrab erst" .eit. Er ruhe in Frieden! Stockendorf. (Volksbewegung.) Im abgelaufenen Jahre sind in unserer Pfarre nachstehende vier Paare getraut worden: Franz Kočevar ans Selo bei Semitsch mit Johanna Bukovetz aus Kletsch; Ignaz Jnran aus Bretzen mit Maria Brinskelle aus Kletsch; Maximilian Lukan aus Stvckendorf mit Franziska Sterben aus Mittenwald; Franz Luschar aus Stockendorf mit Aloisia Kramer aus Stockendorf. — Geboren wurden sieben Knaben und fünf Mädchen; von den fünf Gestorbenen war das jüngste 21 Jahre, das älteste 82 Jahre alt. Mkag. (Trauung.) Am 9. d. M. fand die Trauung des Franz Höferle aus Altlag Nr. 54 mit Anna Kikel aus Altlag Nr. 85 statt. Der Bräutigam war erst vor kurzem nach siebenjähriger Abwesenheit aus Cleveland heimgekehrt. Dort betrieb er mit seinem Schwager, dem in Gvttschee gut bekannten Maler Johann Morscher, ein blühendes Malergeschäft; zwei bischöfliche Belvbungsschreiben sind Beweis, daß beide Tüchtiges leisten. Der nun Vermählte will im Frühjahr samt Frau wieder fort. — (Das läßt sich hören.) Der Zimmermann Andreas König aus Schönberg bei Altlag versteht sich nicht nur auf sein eigentliches Gewerbe, sondern bearbeitet musterhaft auch seinen Weingarten. Um 200 fl., sage vierhundert Kronen, hat er die letzte Weinfechsung verkauft. % (Vom Kellerwirtschaftskurse.) An den vom Weinbauinspektor Skalicky im vergangenen Spätherbste in Rudolfswert gehaltenen deutschen Vorträgen über Behandlung der Weine, Fässer ec., nahmen von Gottscheern die Herren: Eisenzopf, Kikel, König aus Altlag, Petfchauer aus Pöllandl, Kleinen aus Tschermoschnitz und drei Herren aus der Maierleer Gegend teil. Über die empfangenen Belehrungen und Anleitungen sprachen sich die Genannten recht zufrieden aus und bedauerten es nur, daß nicht eine größere Anzahl von Landsleuten die Gelegenheit benützt hatte. ° Götte,ritz. (Unglücksfälle.) Am 5. d. M. hatten drei hiesige Besitzest wegen Militärbefreiung ihrer Söhne in Rieg zu tun; auf dem Heimwege scheute das Pferd an einer sehr gefährlichen Stelle. Josef Wold in erlitt nicht unbedeutende Quetschungen, während die übrigen glücklicherweise nur leicht verletzt wurden. — Am 11. d. M. ereignete sich folgender Unglücksfall: Die vierjährige Maria Högler, die sich bei ihren Großeltern Nr. 13 in Pflege befindet, kam in dem Nachbarhause dem stark geheizten Waschkessel zu nahe und die Kleider des Kindes fingen Feuer! Zwar eilten mehrere Personen dem Kinde, das — einer brennenden Fackel gleich — aus dem Hause lief, sofort zu Hilfe und löschten das Feuer, doch das Mädchen starb infolge der erlittenen Brandwunden am nächsten Tage. Anterwarmberg. (Statistisches.) Im abgelaufenen Jahre wurde in der Pfarre Unterwarmberg nur ein Paar getraut; — drückt epper das „süße" Ehejoch im Gebirge härter als anderswo? — 15 Kinder wurden geboren, 13 Personen sind gestorben. Die Abnahme der Geburten erklärt zur Genüge die Auswanderung nach Amerika. Es scheint halt im „Waiden" alles den Krebsengang zu gehen! Langento«. (Gemeindeausschußsitzung.) Am 9. d. M. hielt der hiesige Gemeindeausschuß eine Sitzung ab, wobei auch das Präliminare für das Jahr 1905 aufgestellt wurde. Die Ge-meindeumlagen stellen sich für das laufende Jahr auf 24%. Kein glücklicher Griff ivar es von unseren Gemeindevätern, daß bei dieser Sitzung die Erhöhung der Hundesteuer von 2 auf 6 Kronen beschlossen wurde. . Wiedcrtiefenöach. (Unglücksfall.) Am 13. d. M. war Maria Ratschky mit ihrer Nachbarin mit dem Umsägen eines Kirschbaumes beschäftigt. Da das Holz infolge der Kälte gefroren und daher sehr spröde war, fiel der Baum eher als man erwartet und traf die oben genannte Witwe, die auf der Stelle tot blieb. Sie hinterläßt einen 21 jährigen blödsinnigen Sohn. Zum Glücke empfing die Arme noch am Morgen desselben Tages die heiligen Sakramente anläßlich der Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes, zu welcher auch drei Nachbarpriester erschienen waren. Keifnih. (Gemeindevorstandswahl.) Bei der am 31. Dezember v. I. vorgenommenen Neuwahl des Gemeinde« Vorstandes der Marktgemeinde Reifnitz wurde Herr Josef Klun in Reifnitz zum Bürgermeister, Herr Andreas Podboj in Reifnitz Herr Dr. Anton Schiffrer in Reifnitz, Herr Franz Pice! in Retfuttz, Herr Johann Soušin in Reifnitz, Herr Franz Pirker in Reifmtz, Herr Franz Ile in Oberdorf und Herr Franz Ile in Weikersdorf zu Gemeinderäten gewählt. Mdolfsmert. (Die Errichtung einer höheren Mädchenschule) in Rudvlfswert ist im Zuge. Die Grundlage zu dieser Errichtung ^ gab das Legat des verstorbenen Kaplans Herrn Johann Cunbas in Töplitz. Um das Zustandekommen der neuen Schule erwarb sich der hochw. Herr Propst und Stadtpfarrer Dr. Sebastian Elbert ein besonderes Perdienst. Der Unterricht wirb von den Schulschwestern De Notre Dame aus St. Michael erteilt werden. Fraadia. (Auszeichnung.) Unser Landsmann Herr Maußer, Herrschaftsverwalter in Ruppertshof bei Rudolfswert, hat bei der vorjährigen Obstausstellung in Radmannsdorf für das von ihm ausgestellte Obst die Anerkennungsmedaille zweiter Klasse erhalten. Zn dieser Auszeichnung unseren besten Glückwunsch. Laiöach. (Vermählung.) Einer Londoner Meldung zufolge hat frch der österreichisch-ungarische Vizekonsul Herr Dr. Hans Sch weg ei. ein Jleffe Sr. Exzellenz des Herrn Reichsratsabge-ördneten Baron Schm ege ch mit Miß Angie Keenep Smith, einer Millionärin, vermählt. Die Braut entstammt einer der reichsten Familien von Brooklpn-New Aork. Dr. Schwege! wurde kürzlich als Vizekonsul nach Kapstadt versetzt. ■ <> (Todesfall.) Am 16. d. M. starb in Wien nach kurzem Leiden im 81. Lebensjahre Frau Emma Scho epp l Edle von Sonnwalden, Hofratswitwe, die Mutter des Landtagsabgeordneten und Sparkassadirektors Herrn Dr. Ritter von Schoeppl in Laibach. Wir drücken unser aufrichtiges Beileid aus. . (Verschiedenes.) Bei sechstausend Menschen liegen, nach Aussage der Ärzte, in unserer Stadt an Influenza krank darnieder, auch mehrere Sterbefälle sind schon vorgekommen. Ein eisiger Nordwind Fegt durch Straßen und Gassen und hüllt die Passanten in Staubwolken, die wohl auch manche Bazillen mit sich führen. —-Der dem 1 k. Finanzärar gehörige Laibacher Schloßberg, nämlich das Kastell samt dem dazu gehörigen Grundkomplex, ist vom Konvent der Salesianer für eine längere Reihe von Jahren gepachtet worden. Pastell, welches bis zur Erdbebenkatastrophe im Jahre 1895 als Strafanstalt diente, wird die Besserungsanstalt für verwahrloste Knaben untergebracht werden. — In jüngster Zeit wurden wieder-holt unbefugte Auswanderungsagenten uerfjajtet. Einer betreiben wollte dreizehn Männer ohne Pässe nach Amerika befördern, ein anoerer hatte fünf auswandernde Unterkraiuer für die in Österreich nicht konzessionierte Auswanderungsfirma Zwilchenbart in Basel angeworben. Beide wurden dem Landesgerichte eingeliesert. Ein dritter Agent wurde verhaftet, weil er für die in Österreich nicht konzessionierte Auswanderungsfirma Misler mehrere Männer nach Bremen expedieren wollte. Wien. (Der Verein der Deutschen aus Gottschee in Wien) hat eines seiner langjährigen Vorstandsmitglieder verloren. Herr Leopold Rauch, Delikatessenhändlerin Wien, IV. Margareten-straße Nr. 9, ist am 6. Jänner 1905 gestorben. Der Verein hat an der Bahre des Verblichenen einen Kranz niedergelegt und am Leichenbegängnisse des Verstorbenen haben die Mitglieder des Vereines fast alle teilgenommen. Er möge in Frieden ruhen! — (Tanzkränzchen.) Der Verein der Deutschen aus Gottschee in Wien veranstaltet Sonntag, den 5. Februar, um 9 Uhr abends ein Tanzkränzchen in den Saallokalitäten „Zum grünere Baum", Wien, VII. Mariahilferstraße Nr. 56. Die Musik besorgt die Salonkapelle Poschwa. Zuschriften und Zahlungen sind zu richten an den Zahlmeister Herrn Josef Stalzer, Wien, VII Mariahilferstraße Nr. 70, Ecke Neubaugasse. Wir wünschen allen Teilnehmern einen recht amüsanten Abend. Briefkasten der Schriftkeituug. . ®- T' „Stänkerte" kann das Stänkern nicht lassen. Wir werden uns darüber nicht aufregen. Im Stil zeigt sich der Mensch und der Schuster arbeitet nach seinen vertrackten Leisten. Gegen Gallenleiden gibt es bekanntlich in der Apotheke auch Mittel. EmfsbSaft , Ausgeschrieben sind: An der ein« flüssigen Volksschule in Unterwarmberg die Lehrer- und Leiterstelle; Termin bis 20. Jänner. An der vier« klassigen Volksschule in Mitterdorf eine Lehrstelle (weibliche Lehrkraft); Termin bis 31. Jänner l. I. Freiwillige gerichtliche TiegeirsÄasts-Keiköietring. G. Z. Nc 47/4 2/c _ Vom k. k. Bezirksgerichte in Teisenberg werden auf Ansuchen des Eigentümers des Schulgebäudes in Hrib bei Hinnach die nachverzeich-neten Liegenschaften samt Zubehör, resp. das alte Schulhaus in Hrib, E. Z. 106 K. G. Hinnach unter Festsetzung der beigefügten Ausrufspreise, und zwar: Das Schulhaus, Parzelle Nr. 86 und 96, der Garten, Parzelle Nr. 1166/2, samt Brunnen um 3520 K unter Festsetzung eines Ausrufspreises von 2640 K öffentlich feilgeboten. Die Versteigerung findet am 23. Jänner 1905 Hiergerichts um 11 Uhr vor-, mittags statt. Anbote unter dem Ausrufspreise werden nicht angenommen. Den auf das Gut versicherten Gläubigern bleiben ihre Pfandrechte ohne Rücksicht auf feen Verkaufspreis Vorbehalten. Der Feilbietungserlös ist zu zahlen binnen einem Monate vom Tage der Versteigerung weiter. Die Bedingnisse können beim gefertigten k. k. Bezirksgericht eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Seisenberg, Abteilung I, am 3. Jänner 1905. Sterbefälle. Stadtpfarre Hottschec. Am 30. November Emil Tram-posch von Moosmald Nr. 21, 2Jahre alt; am 20. Dezember Christine Kra mariisch von Gottschee Nr. 125, 2 Jahre alt; am 21. Dezember Maria Jurmann von Katzendorf Nr. 20, 62 Jahre alt; am 24. Dezember Maria Godescha von Gottschee Nr. 219 38 -Jahre alt; am 25. Dezember Johann Cetinski von Gattschee Nr. 103, 10 Monate alt; am 26. Dezember Johann Tanke von Grafenfeld Nr. 21, 5 Jahre alt; am 28. Dezember Anton Cetinski von Gotisches Nr. 103, 5 Jahre alt; am 28 De-, zember Maria Dragan von Gottschee Nr. 183, 3 Monate alt. sfffarrc Wütet. Am 12. November Gertrud Verderber von Reintal Nr. 43, 51 Jahre alt; am 4. Dezember Joses Weiß von Mösel Nr 38, 65 Jahre alt; am 8. Dezember Franziska Verderber von Reintal Nr. 44, 4 Jahre alt; am 12. Dezember Josefa Verderber von Niedermösel Nr. 6, 11 Monate alt. Anzeigen. El^lt!cB3gg6S!1ggB Während der Zeit, in der ich in der Behandlung des Herrn Zahnarztes Htto Heidt in Laibach stand, hatte ich viel und oft Gelegenheit, seine überaus großen und vorzüglichen technischen Kenntnisse und seine Liebenswürdigkeit kennen zu lernen. Wegen seines überaus liebenswürdigen Vorganges und seiner sachgemäßen, ausgezeichneten Behandlung sehe ich mich veranlaßt, ihm hremit öffentlich meinen besten Dank zum Ausdruck zu bringen; auch kann ich es nicht unterlassen, Herrn Zahnarzt Otto Seidl, dessen hervorragende Technik schon mit vielen erstklassigen Medaillen ausgezeichnet worden ist, jedermann aufs wärmste zu empfehlen. . Gottschee, am 17. Jänner 1905. l Karl Worupski Realitätenbesitzer und Stadtamtssekretär. Fmnz Wtljtl, Privatier in Gottschee, gibt hiemit im eigenen sowie im Namen seiner Kinder die traurige Nachricht von dem Ableben seiner innigstgeliebten, unvergeßlichen Gattin, bezw. Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwäacrin und Tante, der Frau welche nach langem Leiden gottergeben, versehen mit deu heil. Sterbesakramenten, heute in ihrem 65. Lebensjahre sanft im cherrn entschlafen ist. Die irdische Nulle der teuren Verblichenen wird Dienstag, den 17. Jänner 1905, um 5 Uhr nachmittags vom Trauerhause, chauptplatz Nr. 18, in die Pfarrkirche überführt, daselbst feierlichst eingesegnet und sodann auf dem hiesigen Friedhöfe im Familiengrabe zur ewigen Ruhe bestattet. Die heil. Seelenmesse wird Mittwoch, den 18. Jänner, um 8 Uhr früh in der hiesigen Stadtpsarrkirche gelesen werden. Gottschee, am 15. Jänner 1905. Für die vielen Beweise aufrichtiger und tröstender Teilnahme anläßlich der Krankheit und des Ablebens als auch für die so zahlreiche Beteiligung an dem Leichenbegängnisse unserer innigstgeliebten, unvergeßlichen, guten Gattin, bezw. Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, der Frau sprechen wir allen Freunden, Bekannten und Verwandten den innigsten und herzlichsten Dank aus. Gottschee, am 18, Jänner 1905 Magazineurstelle im Holzkohlenmagazin zu Strascha-Töplitz gelangt mit 1. Aevruar 11)05 zur Besetzung. Mit dieser Stelle ist eine Jahresentlohnung von 720 Kronen und ein Wohnuugspauschale von 120 Kronen verbunden. Bewerber, welche beider Landessprachen mächtig und in einfacher Rechnungsführung bewandert sind, wollen ihre Gesuche öis 20. Jänner beim gefertigten Amte einbringen. Fürstlich Auerspergsches Forstamt Ainödt H»,st Strascha in Krain. s Tadellose alle 3iim-trriige, ümtttnt) Schüsseln, Teller, Majolika «««. zu kaufen gesucht. Gefällige Anträge nimmt die Verwaltung des Blattes unter „Zinn" entgegen. 4 Anton Belec — St, Veit ob Laibach, — Spengler-, Schlosser-, Schmiede- und Metalldruckerei -Werkstätte. Übernahme und Ausführung aller Arten Bau- und Galanteriearbeiten. 5 (10 1) Ei» Lehrjunge aus gutem Hause, der deutschen und ffovcitifchm Sprache mächtig, mit entsprechender Schulbildung wird ausgenommen in der Gemischtwarenhandlung des Eduard Kofmann in Koltschee. 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