Nr. 1«1. Dienstag, 17. Juli I90>), 125. Jahrgang. Zeitung Pränumerationöpreiö: Mil Postve rse» d ung: ganzjährig 30 X, halbjährig id K. Im Kontor: ganzjahria « K, halbjährig 11 X. Mir die Zustellung ins Haus ganzjährig 2 X. — Inserti«nSn.tbülir: Für Mine Inserate bis zu 4 Zeilrn 5l> k, größere per Zeile 12 k; bei öfteren Wiederholungen per ^rile ^ li. Tie «^aibacher Zeitung» ericheint täglich, nnl Äusuahme der Nunn» nnb Flieringe. Tic AbmlniftlNtion befindet sich itmigrehplah Nr, 2, die Nedaltiou Talmalingasie ^tr. u», Sprechstunden der Redaltiun von « bis u» Uhr vor» mittags, Unslllnliertc Briefe werden nicht angenommen, Wamiltriple nickit zurückgestellt. Amtlicher Teil. Sei^le k. und k. Apostolische Majestät habeii unt Allerhöchster Entschließnng voin !). Juli d. I. ^'>n Hofrate des Oberstell Gerichts- und vassal-t'onshofes Heiiirich Vossowsti anläßlich der erbetenen Versetznng iu deil dauernden Rlihestaud tarsrei dao Ritlerkreuz des Leopold Ordens aller-würdigst .u verleihen geruht. <.eine f. nnd k. Apostolische ^cajcstat haben o',n >!"^"^Ü"' ^"tschließinlg voi,l 7. Juli d. I. .,,'',-''"uiterialrate iin Ministerium für Cultus au. », ,'^'^t Tr. Franz Ritter von H a y m e r l e den 'l> <^' ^"' "'beteneil Versetmng in den bleiben-tim, l -"^"^ ^'" ^itel nnd Charakter eines Sek-'"^ess allergnädigst zu verleiheil geruht. M a rch e t m. i». , ^eine k. und k. Apostolische Majestät haben mu Allerhöchster Entschließung vain ^. Juli d. I. o^n Pfarrer und Techant in St. Martin bei Littai >lmon xiu^r Zum Ehorherrn des >tollegiat-rapitels in ^udolsowert allergnädigst zu ernennen ^'"'ht. McVrchet ".. p. ». ^^"' ^' ^"" 1906 wurde ill der l. t. Hof» und Staats-oruclerei das I.XIV. Stück des Reichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den 14. Juli 190« wurde in der l. l. Hof- und Staats druckeie, das I.. und 7.1. Stück der italienischen und das I^V. Stück der siouemscheu Ausgabe des Neichsgesetzlilattes ausaeaebeu und versendet. " " Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 14. und 1.1, Juli 1906 (Nr. 159 und 160) wurde die Weiterverbreitung folgender Preherzeugnisse verboten: Nr. 2? «^llloüsnkä, «tril?. iiclu» vom 6. Juli 1906. Nr. 28 «kloniv»-'. vom 8. Juli 1906. Der^in der Ameilsdruckerei in llemberg aedruckte. in rilthe-Nlscher Sprache verfaßte, im Verlasse des M. Twerdochlib in ttalusz erschlenene Flugschrift unter dem Titel: «Ur»ti» ol.topv Nichtamtlicher Ceil. Die Wahlreform. ^ Die „Österr. Volkszeitung" konstatiert, daß die Aufregung der dentsch-freisinnigen Parteien wegen dec. siebenten slowenischen Mandates in Steiermark eiiier ruhigell Auffassung gewichen sei, verwahrt jedoch die Teutschen gegeii dcn Vorlulirf, alo hätten sie in dieser Angelegenheit eine übergroße Empfindlichkeit an den Tag gelegt. Es habe für die weitere Beratung der Wahlreforiu seinen großen Wert, daß die ^laven und ihrv nichlslauischmGönner die^)ren-,^en der deutschen (»ednld tcnnen gelernt haben. Tas „IU. wiener Extrablatt" sagt, es loäre dringend wünschenswert, daß man ans den letzten Vorgängen im Wahlreformausschnsse, lim neuen Irrungen und Wirrungen vorzubeugen, lerne. Tie ehrlichen freunde der Wahlreform sollen es sich angelegen sein lassen, solchen ^omplit'ationeu, die dem Ausichusse mir Zeit srehleu, einen Riegel vorzuschieben. Tie „Teutsche Zeituug" verwahrt die Ehrist-tichsozialen und .klerikalen gegen die Vorwürfe, die wider fie aliläßlich ihrer Abstimmung über das fiebente steirisch-slovenische Äiaildat erhoben werden. Tie Wcihlreform könne nu.r inl Zeichell des ^onipromisses gemacht werden. Wer sie ehrlich und ernstlich will, muß alls Rechthaberei verzichten und sich daran erinnern, daß hinter den Bergen, auch bellte wohnen. Tie „Arbeiterzeitnng" fordert, daß die Session des Abgeordnelenhauses fortgefetzt werd^, bis der Ausschuß das Wahlgesetz erledigt habe. <-ie warut eruftlich, jeyt mit emigen Arbeitstagen zu knickern, die man water vielleicht jehr teuer bezahlen müßte. Es lvideripricht aller vernünftigen Ot'onomie, aller zielbeivußten Taktik, henie alis purer ,^'ervosität vein Ruyebedürfnis der 'Abgcordnoton Zugeftänd^ nisse zu machen, die die Abgeordneten und die Re-giernng, vor altem aber die Bevölkerung, bitter zu büßen habeil würden. Afghanistan. Man schreibt aus London: Vertrauenswürdigen Nachrichten zufolge ift die Rnndreise des Emirs von Asgyamstan zweifellos ein großer Erfolg für ihn gewc,en. ^ war das erftemal, daß der Herr->^^>'."/>?^'" "'" ^""tlge direkte Berührung .'^ i^ ? ".^'^ "ut> den Notabilitäten der r ^ ?, ^ ^"Ui, denll bisher hatte ^r da>? ^abuttal niemals verlassen ^.>i,> n.>,->,i,^ ^esAuttretei.,derUnista>ld!^ß'e^übe2l':m warnies ^nlere„e sur nauo.lale Ailgelegelcheiten, wie die internen Verhältnisse der Stämme zeigt,e, und die Elitfaltung der ihn begleitenden Truppen-macht haben sein Ansehen im ^ande sehr erhöht. Die Rundreise hat zugleich den allgemeinen Vmpfindnn-gen einen Impuls iu nationaler Richtung gegeben und das (befühl der Zusammengehörigkeit des afghanischen Volkes gestärkt. Es war ein wohlberechnetes Verhalten, von reiten des Emirs, das; er jede Berührung mit den britischeil (^renzstämmen vermied und die Abgesandten derselben nicht empfing. Tie Entwicklung des Verhälmisses zwischen Afghanistan mid England ist von größtem Interesse. Tie Altafghanen, welche jeder Annäherung an Vm-lisch-Indien abgeneigt sind, werden von den Mnl-lahs geleitet. Von Nichtigkeit ist es, daß der Bruder des Emirs, Nasrnlla, obschon er selbst früher England besuchte, sich jetzt an die spitze der altafgham-fchen Partei gestellt hat lind alles anfbietet, um den Emir von der Reise nach Indien abznbringen, die vorläufig etwa für den November oder Tezember vorgesehen ist. Nasrnlla trägt mich äußerlich seine Antipathien znr Schan und hat in letzter Zeit ansi-gehört, europäische Kleidung zn tragen. Ihm gegenüber steht der Schahgassi oder Oberstkammerherr, Abdul Qudders >chan, der auf den Emir einen großen Einfluß ausübt und ihn auf seiner jüngsten Rundreise durch das ^and begleitet hat. Er soll sich für den Besuch bei dem Vizekönig günstig gestimmt geigen und wird seineil Souverän wahrscheinlich dahin begleiten. Es ist zwar eine mißliche Sache, daß dieser fast allmächtige Staatsbeamte, der einem leitenden, Minister gleichzustellen ist, anf so lange Zeit von der Leitung der (Geschäfte entfernt bleibt, aber ohne ihn würde der Bestich viel all Wichtigkeit verlieren. Sollte er mitreisen, so wird der Sohn des Emirs, Jiniatullah .tthan, der erst vor einiger- Zeit Indien besucht hat, die Vertretung des Vaters in Kabul übernehmen. Tie antibritisch gesinnten Mnl lahs, welche jeden irgendwie geeigneten answärti-gen Vorgang für ihre Zwecke ansnützen, sind unleugbar schuld daran, daß eine gewisse Beunruhigung der mohammedanischen Bevölkerimg entstanden ist. Man hat die Entwicklung der Tabah-Affäre mit größter Aufmerksamkeit verfolgt, uud e^ kann fanm bezweifelt werden, daß selbst der kleinste Zn-sammenstoß dahin ausgelegt worden wäre, als ob die Briten dem Islam im allgemeinen feindlich gesinnt wäreil. Es ist eben nicht zu verkennen, daß Ulan den Sultan nach wie vor als den Vertreter Feuilleton. Seclifche Erziehung. Von Irih Sänger. (Nachdruck verboten.) Wir waren dranßen vor der Stadt in einem hüusch^ karten. Herr 3'Mten war anch dabei, und ^"a^nit seinen beiden Töchtern, Trude uud Mimi. ^^. ^rude ist elfjährig, laiig und dünn, mit einer ,^'c. die ill die Tiefe, und eiuer Oberlippe, die in b>' Höhe strebt, im ganzen der Mntter Natur eigent-!'l'l) IMA zn Tank verpflichtet, weder für ihre Er-Whelming noch si'ir ihre Geistesgaben. Mimi zählt Mt sech5 Jahre — normal in Größe nnd zierlich an fänden lind.^öpfcheii, manchmal ein bißchen teufel-'"äßig, aber im allgemeinen eine liebe, kleine .^atze. Auch des Vaters Neigung geht mehr zu der lungeren Tochter, was er aber bei seinen strengen Grundsätzen nicht merken lassen will. Man spricht über verschiedenes. Tie zwei linder sind beisammen neben uus, sehen bald hinaus alis den kleinen <-ee, sprechen mit den Schwänen, oder hören auch uns zn. Ta mit einem Male fängt ^rude, die ältere, zn weinen an. Verr Fasten benützt eine solche Gelegenheit gern, erstens, um zu zeigeu, wie gut seine linder "zogen nnd, ulld zweitens, um an die Temonstva- Uon euuge allgemeine Bemerkungen anzuknüpfen ^err ^ajien l^t ubrlgens kein Oberlehrer, ich möchte das vorwegnehmen, sondern „Privatbeamter". Also, Herr fasten demonstriert: „Trude, antreten!" Trude kommt und stellt sich vor dem Herrn '^apa auf. Aller Augen natürlich auf den beiden. „.yande an die Hosennaht!" ^rude stehi so stramm, wle sie kann, und drückt dle etwas zu langen Arme an ihren magerenülörper. „Was hast du zu weinend fragt der Vater ill würdiger Strenge. „Mimi hat mich iu die Backe Püffen," MW men dle Truoe heraus. „Gut, du kannst wegtreten!" Trude tritt weg. „^)älili, hierher!" ^ Mimi komnn, wagt aber in, Bewußtsein ihrer schuld deiil Papa nicht ills Gesicht zu jchaneil. „Hände an die Hosennaht!" Mimi macht das gut, man sieht die Übung. „Augen geradeaus!" Mimi steht absichtlich sleis wie eilt ^erzenhalter und sichl ,n die Welt wie ein toter Rehbock. „Mimi, was hast du getaut" Etwaö schüchtern sagt das .^ind: „Ich habe die Trnde in die Backe gekniffen." „Warum hast du das getan?" „Sie hat die Backe so hingehalten." „Tut es dir leid, daß du es getan hast?" „Ja, Papa, es tut nur leid." Herr Fasten ist damit zufrieden. Von einer eigentlichen strafe will er grundsätzlich nichts wissen. „Man muß die Kinder durch seelische Einwirknng erziehen", ist sein Prinzip, lind so fährt er denn in etwas frelindlichereni Tone fort: „So, Mini, jetzt gehst dn zur Trnde und fagst: ^iebe Trude, es tut mir leid, daß ich dich iu die Backe gekniffen, ich will es »lie wieder tnn". Unter allgemeinem Erstaunen geht Mimi zur Trude, gibt ihr die Hand nnd sagt das Sätzchen herunter, genan mit den Worten des Vaters. „So, ietzt gibst du der Trude einen Kuß!" Mimi gibt der, Trude einen Miß. Damit ist die Demonstration zn Ende. Mit (5W-nngtunng liest Herr Fasten von den Gesichtern der Zuhörer das Erstaunen, das er für Bewnnderung für den Erfolg seiner seelischen Erziehung hinnimmt. Er schließt, nun daran den belehrenden Teil, mld da ich das schon oft gehört habe, gehe ich längs des Sees einige Schritte bei Seite, wo auch Herrn Fastens Töchter fich hernmtreilien. Unberufen hörte ich, wie die kleine Mim, zu der großen Irude sagte: . „Tu eklige .Aatschkröte, warte >nn',./'w >ml hellt abend im Bett liegen, dmn, ln^! dn ^ c ^ - hielt übel die seelisch'Erz,ehi..ig. Laibacher Zeitung Nr. 161. 1532 17. Juli 1906 des wahren Glaubens betrachtet und daß somit auch hier eine gewisse Gemeinsamkeit der Tpannuug mit der Bevölkerung anderer islamitischer Gemeinwesen wahrzunehmen ist, die volle Aufmerksamkeit verdient. Politische Uebersicht. Laib ach, 16. Juli. Die Nachrichten über die Möglichkeit einer in der nächsten Zeit stattfindenden Begegnung des Königs Edu ar d mit dem Baiser W i l h e l m hat, wie aus Paris gemeldet wird, in den dortigen politischen, kreisen weder Überraschung, noch unange-nehme Empfindungen hervorgerufen. Vor einem Jahre, als die politische Atmosphäre in Europa durch den marokkanischen Zwischenfall überhitzt war, waren die Umstände der Biederaufnahme freundlicher Beziehungen zwischen dem deutschen uud dem englischen Hofe uicht günstig. Nunmehr, da diese Spannung gewichen ist, kann es in Frankreich nicht befremden und auch nicht verstimmend wirken, wenn sich eine persönliche Annäherung zwi schen dem Baiser Nilhelm uud dem Köniq Eduard vollzieht. Vielfach wird geglaubt, das', die Anregung zu dieser Vegegnnng vom König ansgegangen ist. Bestimmtes ist jedoch hierüber in Paris nicht bekannt. In einer Betrachtung über die N ehabili -tierung Dreyfus' durch die französischen Kammern weist die „Zeit" auf die tiefgreifende Wandlung hin, welche die gesetzgebenden Körper schaften Frankreichs von dem furchtsamen Vertuschungssystem der Ära Dupuy-Meliuc zu dein offenen Bekenntnis der letzten Tage durchgemacht habeu. Es bedürfte des hiugebeuden Eifers der französischen Intellektuellen, die das Gewissen des Volkes in seinen Tiefen aufwühlten, bis sich diese Umwandlung vollzog. Nnn wurde aus der großen Arbeit des lehten Jahrzehnts die Summe gezogeu. Ter l.l. Juli ist ein Ehrentag für die französische Kammer. Tie hat ein langwieriges politisches Werk glücklich abgeschlosseil, die ^iechuung mit einer trüben Vergangenheit reingestellt. — Die „Neue Freie Presse" weist auf die überwältigende Majorität hin, mit welcher in der französischen Deputierteulammer die Rehabilitieruug Dreyfus' beschlossen wurde. Die Minorität betrug 42 Stimmen. Wenn Ziffern sprechen könnten, so müßten diese die ganze Eutmuti ssung derjenigen erzählen, die mit allen Kräften einer ruchlosen Agitation Dreyfns jahrelang wie einen Sturmlwck benutzten, um durch diesen Kampf die Republik zugruude zu richten. Es werde ein Ruhmestitel der französischen Nation bleiben, daß sie es nicht nut der gerichtlichen Satisfaktion für Drenfus geuug seiu lies;, souderu das; sie die volle Wiedereinsetzung, die volle Genugtuung für Dreyfus nnd feinen heldenmütigen Verteidiger beschlossen hat. Das Programm der am 28. d. M. in London zusammentretenden interparlamentari- schen Konferenz ist uuumehr definitiv festgestellt. Der Obmann der englischen Grnppe, Lord Weardale, wird zum Präsidenten, die hervorragendsten Delegierten aller beteiligten Nationen zu Vizepräsidenten der Konferenz erwählt werden, worauf der Ministerpräsident Sir Henry Campbell-Banner-mau die Konferenz begrüßen soll. Unmittelbar daran schließt sich der Bericht Lord Weardales uud des österreichischen Hcrrenhausmitgliedes Erust von Plener, die über die auf der Brüsseler Kouferenz vorgelegten amerikanischen Vorschläge, nämlich über die Frage eines internationalen Parlaments und über die Fassung eines für alle Staaten mustergültigen Schiedsgerichtsvertrageö, referieren sollen. Am 24. d. wird die Konferenz die Vorschläge besprechen, die dem zweiten Haager Friedenskongresse vorgelegt werden sollen, wobei Baron d' Estour-nelles über den Plan einer allgemeinen Verringe^ ruug der militärischen Nüstuugeu sprecheu wird. Äm 2l"). d. folgt die Debatte über stechte und Pflichten von^lentraleuM.chti'irlinaoßsbih ssechehhb aÄ. stt eigeutums zur See während eines Krieges, über den Gebrauch von schwimmenden Erplosivminen nnd über das Bombardement von Hafenstädten. Das Referat darüber führt der ehemalige belgische Ministerpräsident Beernaert. Die Nachnchten aus Niederländisch-Indien sind, wie man ans dein Haag schreibt, nicht sehr zufriedenstellend. Auf mehreren Puukteu des Archipels sind Ausstände ausgebrochen, welche die volle Aufmerksamkeit der Regierung in Batavia ans sich le'nken. Auf der Insel Celebes bleibt die Lage im Mandhargebiete andauerud ernst. Tort ist derzeit eine Erpeditiou inner der Leitung des 'Oberstleutnants Lanzing tätig, während das Kanonenboot „Tiboga" an der Küste operiert. Auf derselben Insel, nnd zwar im Lande der Toradschas, wurde eiue holländische Truppenkolonne, welche sich einer befestigten Stellung bemächtigen wollte, mit Verlusten zurückgeworfeu. Auf der Insel Bali befinden fich die Sultane von Badorng uud Tabauou noch immer im Ausstände nnd die holländische Ne-giernng hat ihnen ein Ultimatnm gesandt. Truppen werden bereit gehalten, nm für den Fall, daß dieses Ultimatum wirkungslos bleibt, den Feldzug gegeu die genannten Sultane zu eröffnen. Iu einem Teile des Landes der Battaks, im Nordwesten von Sumatra, herrscht gleichfalls Aufruhr und die holländischen Truppen gehen dort sehr energisch vor. Sie haben dem Feinde bereits eine befestigte Position abgenommen uud mehrere Rebellenchefs haben sich unterworfen. Tagesneuigteiteu. — (Ein Frühstück in der Elbe.) Aus Meisen wird dor „Bohemia" berichtet: Trotz Ven Aki-bas bekanntem Ansspruche dürste doch ciu Vorkommnis, low es sich diesertage im hiesigen Krögisschm. Elb-bade zutrug, noch nicht dagewesen sein. Der Schwimm-klub „Fleischuot", welcher aus meist recht gut beleibten Herren besteht, hatte seinem Vorsitzenden, dem Cafetier Schreiber in Anerkennung der Verciuzverdieuste eine Ehrugabe in Form eines vierhcnk eiligen Tövfcheuls, das als Sparbüchse zu benutzen ist, unter ehrender Ansprache überreicht. Der Beschenkte war durch diese Ehrimg sehr überrascht und veranstaltete deshalb dwsertage im Krögisschen Schwiunubade, dem täglichen Zusammeukuuftsorte der Mitglieder de," Schwimmklubs, ein Festfrühstück. Die' Tafel war untreu nu Wasser befestigt uud die Schwimmer konu° t,3n au eruer gut besetzteu Frühstücksplatte uud dem bercüsteheudeu Wein zulangen. An fachmännischer Bedienung fehlte es auch nicht, da ein gewandter Kellner der mißer dem schwarzeu Frack keine Garderobenstücke zu semer Arbeit angelegt hatte, eifrig bemüht war den Gasten zu servieren. Dieses „schwimmende Früb-stuck" wurde untSr der größten Fröhlichkeit eingenommen. — sG L f ä rbte Edel st e ine.) Der „Prome-theus" schreibt über das Färbeu vou Edelsteinen durch Radium: Wie mehrfach beobachtet wurde, vermögen die Radiumstrahlen die Farbe einer Reihe vou auor-ganischen Tubstauzeu mehr oder weniger stark zu verändern. Glas färbt sich durch Bestrahlung mit Radium stark brauu oocr violett, Chloruatriuiu wird grau-branu, CHIorkalimii gelb bis bräunlich, Bromkali wird blau. A. Miethe brachte uun Edelsteine zwischen zwei mit Alumiuiumfolie verschlossene Dosen, die einmal luit vier Gramm eiues stark radioaktiven Varyum-präparats, das auderelual mit 0l) Milligrannu reiueu Radiumbromids gefüllt waren. Dabei zeigte ein farbloser Biauiaut aus Bornuo uach vierzehutägiger Bestrahlung eine leuchtende, zitronengelbe Färbuug, während ein ebenfalls farbloser brasiliauischer Diamant uach vier Wochcu noch keine Färbung zeigte. Hellblaue uud farblose Saphire aus Ceylon wurden schon uach zlueistüudiger Bestrahlung grünlich, omm gelb und schließlich tief goldgelb; dimlle Tapbire aus Siam, Kaschmir, Colorado und Australieu veränderten sich uicht. Rubine aus Siam und Birina blieben gleichfalls unverändert. Ein dunkelgrüner Smaragd aus Kolumbia wurde schon uach einigen Tagen heller und erhielt schließlich eiue scharf hellgrüne Farbe, Farbloser Topas aus Brasilkn leuchtete zuerst grau, dann in, schueülem Wechsel violett, rot, gelb und graublau. Rosa Topas aus Nußland uud gelber Topas aus Sachsen wurden bald oran,gegclb, zeigten aber keine Lumiuiszenz. Blauer brasiliauischer Topa? änderte seine Farbe nicht. Miethe will seine Versuche fortsetzen. — (Wie Ulan das Inkognito wahrt.) „Der König von Sachsen fährt, von Hamburg kommend, durch!" hieß es diesertage in Magdeburg. Das war eine Kunde, die viele uach dem Bahnhof lockte. Der Zug fuhr ein. Drei Schutzleute uahmeu, als er hielt, vor d?m königlichen Salonwagen Posteu. Rei sende stiegen aus und ein. Alles schob und drängte hm uud her. Zur Reisezeit ist der Trubel ja doppelt und dreifach groß. Nur vor dein königlichen Wageu und um die drei Schutzleute staute die Menge. Leute sammelten sich an. Sis alle blickten nach dein königlichen Salouwagou. „Daß sich der Köuig auch gar nich: Ihre Töchter. Original »Roman von U. No Oberleutnant. Er ist aber auch kein Trottel; eiu Leutnaut muß heutzutage mehr lerneu, als mau glaubt: denuoch steht es fest, daß ich iu maucher Richtung mehr Fähigkeit habe als er, uud wenu wir zum Beispiel beide aus den Doktor studieren wollten, würde ich ohne Zweifel sicherere Fortschritte macheu, als er. Aber was beweist denn das? Ich wundere mich, daß ein so geistvoller Mann, wie Du, Onkel, so fest auf seinem Standpunkt steht. Es ist uicht unbedingt nötig, daß die Frau geistig zu ihrem Manne aufblickt. Glaub' mir, Onkel, gerade auf die gelehrtesten Männer blicken ihre Frauen hinunter. Du wirst wohl selbst Beispiele zu dieser Behauptung findeiu, ich brauche sie uicht erst zu erbringen. Auf oie geistige Begabuug kommt es uicht an, souderu auf Gefühl und Charakter. Da kauu ich dir sagen, daß Spac?k uicht uur einen sehr mänulicheu und ehrenwerten Charakter besitzt, sondern auch eiu guter und liebenswürdiger Mensch ist..." „Ja, Onkel, er ist wirklich ein sehr lieber Kerl," warf Muschi helfend ein. „Und die Hauptsache ist, daß ich ihn gerade so liebe, wie er ist. Weuu man einen Menschen lieb hat, t'ommt das andere gar uicht in Betracht, uud meiner Neigung biir ich sicher. Was hülfe mir der gelehrteste uud genialste Mann, wenn ich nichts für ihn ^upfiude?" „Diefe Neigung hat sich aber eben sehr rasch entwickelt," eutgegnete Meuern. „Ob sie dauernd seiu wird, kannst dn selbst noch nicht wissen. Ich wiederhole also: Übereile dich nicht!" „Ach nein, Onkel! Noch ist ja nicht einmal die Milla verheiratet. Ich kauu schon wartM. Aber du hast soviel Einfluß auf den Papa..." Lorcuz Meueru fing zu lacheu an. Der Bruder schickte ihm das Mädchen, damit er sie eiu weuig bearbeiten sollte, uud uun drehte sie den Spieß nm. „Ja, ja, mein Kind. Aber, wie du ebeu sagtest, du kannst warteu. Also toarte nur. Du hast Zeit." „Du wohl uicht... Deshalb wollen wir dich nicht länger stör-'u. Onkel, du kennst Camillas Verlobten noch kaum. Möchtest du uicht uächsten Souutag zu uns zu Tisch kommen? Mama läßt sehr bittcu." Der Professor sayte nicht sofort zu. Die Bitten seiner Schwägerin ließen ihn kalt, und er war gerade uicht neugierig darauf, George Dammer näher kennen zu lernen. Indessen gab er schließlich doch seiu Versprechen, weil er nuu die beiden jüngeren Töchter seines Bruders ein weuig mehr im Auge behalteu wollte als bisher. „Herrn Doktor Nokh sollen wir auch bitten," sagte Isa, währeud sie sich bereits zum Geben anschickten. „Willst du so freundlich sein, ihm die Einladung zn übermitteln? Ich hätte es ihm vorhiu gesagt, aber ich wußte ja nicht, ob du kommen würdest, und ebne dich käme er wohl auch uicht." „Da wollen wir ciusach uoch einmal hinein. Dann kannst du ihn selbst einladen", eutschied der Professor. Sie fanden Nockh im Speisezimmer, nahe vom Fenster auf einer Ottomane Zeitung lesend. Er nahm Isas Einladung mit Zurückhaltung an, einfach, weil er nicht gut ablehueu konnte. „Hu, was für eiu Bär," sagte Muschi, sich auf öer Stiege schüttelnd. „Wärmn der jetzt auf einmal ins Haus gezogen werden soll?" Sie blickte Isa schel-misch cm. „Der Holzgeschnitzte wird mich gerade andern Sinnes machen!" brummte Isa. „Von mir aus kann er wegbleiben. Weuu mau an seiner Stelle lieber den Sevvel geladm hätte!" „Sonst hast du keine Schmerzen?" Stephau Rockh selber wäre gern weggeblieben, uud er wollte noch nachträglich absagen, denn er fand, es habe keinen Sinn für ihn, sich der Familie Meuern zu uäheru. Sobald er jedoch bemerkte, daß der Onkel wünschte, er solle hinkommen, gab er nach. Als er Souutag mittags den Onkel zu Meuerns begleitete, trafeu sie iu der Nähe seiuer Wohnung auf deu Professor selbst, der ebeu heimkehrte, und zusam' men betraten sie das Meuernsche Haus und das Vor« zinnuer. Au deu Haken dor Vorzimmerwand hingen schon Kleidungsstücke, und eiu betäubender Geruch, wie vou fauleil Apfels erfüllte dem Raum. „Wer parfümiert sich denn derartig?" fragte Lo» reuz, mißverguügt die Nase emvorziehend, während schon Kainilla, herauskam, die Gäste zu begrüßen. Mi dein Finger auf deu da häugenden Damen,-mantel weisend, zischte der Professor, der den Geruch ^ schon kannte, smuer Tochter zu: „Was ist denu das? Die ist hier? Vielleicht gar zu Tische geladen? Ich hab' doch deiner Mutter vor eiuigeu Wochen gesagt, das war das letztemal, daß ich mich mit der Person zu Tiscb gesetzt habe!" „Nicht geladen . . . Sie ist zufällig gekommen", bernhigte ilm Kainilla, „und sie bleibt auch uicht zu Tisch". (Fortsetzung folgt.) Lain a cy er Zeitung Nr. 161. 1533 17. Juli 1906. zeigt!" „Ich hätte ihn gern einmal geselln." — „Nur Geduld, er wird schon noch am Fenster erscheinen." — „Vielleicht steigt er gar einmal aus." — „I wo! Ein König steigt doch nicht ans, wenn der Zng eineii so kurzen Aufenthalt hat. Was denken Sie denn'^' <:olchl< Neden schwirrten hin und her. Und nnter den Spähen-den nnd Plandernden stand auch ein Herr, die seidene Reifemütze anf dein Kopfe. Er schaute ebenfalls nach den großen Fenstern im Talonwagen. Sein Angel sncht sicher ebenfalls den Köliig. „Einsteigen!" erscholl es jetzt. Alle Reisenden eilten nach ihren Coupes. Anch der frenide Herr niit der seidenen Neisemütze stieg ein, und zwar in den königlichen Salonwagen. Es war er selbst, den sic alle eifrig gesucht batten. Mitten unter ihnen hatte er gestanden nnd sich selbst eifrig mit suchen helfen und so hatte er das strengste Inkognito bewahrt. Nnn hatten die guten Magdeburger den König mitten unter sich gehabt und doch nicht gesehen. -^ (Gut pariert.) Eine Anekdote, die von guten, Mutterwitz eines einfachen Vanern zeigt, wird vom „Ionrnal des Cnricnr" erzählt. Der fraiizösische Maler Meissonier hatte einen bäuerlichen Gärtner, der sich eines wunderbaren Gedächtnisses erfreute nnd die Namen aller Samen nnd Pflanzn kannte Er irrte fich auch nicht ein einzige» mal nnd es kam nie vor, das', er bei der botanischen Einordnung eines Samens oder einer Pflanze anch nnr einen Augenblick zögerte. Meissonier hatte von dieser Perle von Gärtner mit Emile Angier gesprochen und die beiden verabredetes sich, dein gelehrton Bauersmann eine Falle zu stellen. Eines Tages ließ Meissonier den Gärtner rnfen, zeigte ihm ein Päckchen mit getrocknetem Heringsrogen und sagte zu ihm: „Kennst dn oen Samen?" Nach reiflicher Überlegung und Prüfung sagte der Gärtner: „Ja, es sind Smnen einer seltenen tropischen Pflanze." „Und wie lange könnte es wohl dauern, bis die Samen aufgehen nnd die Pflanze ans der Erde heraus-konimi?" „Etwa vierzehn Tage". „Das gibt einen Hauptspaß", sagte Meissonier zu Augwr. Viergehn Tage später saßen die beiden Freunde beim Essen, als der Gärtner sich melden ließ, „Herr Meissonier". sagte er, „die Pflanzen stecken die Köpfe hernns' wollen ^ie sie sehen?" „Da bin ich aber neugierig", sagte der Maler und eilte mit Angicr in den Garten. Vorsichtig nahm der Gäl-tner eine Glasglocke von einem Mistbeet nnd pmsentierte den beiden Herren eine Anzahl — Hering^töpfe! — (Kinder als Straßenkehrer.) Das ErpeT'iment, dao Neür> ))ork gemacht hat, die in den ärmeren Stadtteilen lebenden Kinder für Straßen!» reinignng zn verwenden, hat einen sehr großen Erfolg gehabt. Während der letzten Woche wurden zehntaufend Kinder engagiert. Sie erwiesen sich als fehr tüchtig in ihrer Arbeit. Nicht nur fegten und reinigten sie die Straßen in ganz vortrefflicher Weife, sie verhinderton anch mit Energie, daß Papier und dergleichen auf dir Wone geworfen werden. Das Publikum ist amüsiert nnd gehorcht den Weisungen der Kinder. Arretierungen für Störung der Ordnung auf den Ttraßen haben infolgedessen an Zahl abgenommen. LolaI- und Provinzial-Nachrichten. Ein Stammbuch der Wochein. Vo» P. von Nadics. Immer mehr erschloß sich schon im Lanfe der letzten Jahrzehnte, dank den Strebungen nnd Forderung gen der Neuzeit, anch die Kenntnis unserer oberkraini'-schen Gebirgbwelt und nun erschließt sich auch deren bisher abgeschiedenster Teiil, die jeden Besucher unvergleichlich fesselnde W o ch ein, ein? der größten Schönheiten unter allen österreichischen Alpenlandschaften! Tie Eröffnung der Linien Aßling Görz - Tricst der Staatsbahnen — die Kramer Teilstrecke als „W o ch e i n e r b a h n" benamset — die in den nächsten Tagen in der festlichsten Weise in Gegenwart Sr. k. und k. Hoheit des dnrchlauchtigsten Herrn Erzher-Zogs F r a n z Ferdinand in Stellvertretung Sr. k. und k. Apostolischen Majestät des K aisers erfolgt, gibt uns Anlaß, an dieser Stelle die hervorragendsten Moinente aus dem „Stammbnche der Wochein" ans» zuhcben, aus deui Stammbnche, wie sich ein solches bei der Vetracktnng de>- Heimatsgcschichte wohl für jede Gegend von selbst ergibt. Während die prähistorische Zeit, die anch in dieser Vergabgeschiedenheit, so in Lepence bei Feistriß, ihre Spuren zurückgelassen, und die Tage der Weltherrscherin Nouia, deren Knlturträger hier - zu Bituje — ^n befestigtes Eisenlverk eingerichtet sahen, uns gleich-'am die Eingangsblättcr dieses Stammbuches dar-Nellen, reiht sich an diese ersten Blätter eine Anzahl anderer, mit der Signatur des Mittelalters. Und da in den allerfrühesten feiten ist es der stamps der christianisi e r e n d e n Deutschen mit ^n litten Nesten der heidnischen Slaven, der anf >"." ^?" der Wochein ausgekämpft wird, und an „^avn-a" wird die Taufe des heidnischen Slavm- fiihrer^ Ortomir vollzogen, welche Voltsüberlieferuiig ja P regeren in fcinclm Sänge „Krst pri Savici" (Taufe an der, Saoica) im Liede festgchalten. Tie nächsten Jahrhunderte, die auf dem anrainen-den Boden nur dcai lieblichen Veldcser See die dentsch?n Kolonisten der Arirener Bischöfe (1004 war ja bekanntlich Schloß Veldeö von Kaiser Heinrich II. dem Vischosc Alboin von Säben > Brirenj zum Geschenke gemacht worden sahen, brachten immer nene Zuzüge auch in die W ochei n. Deni Bischof Hngo von Vriren hatte der Edelmann Dietmar sein Landgnt, das er zu „Ern^tilach" besaß, mit alleiiu Zngehör für fein und feiner Eltern Seelenheil übergeben. Dafür gab ihm der Bischof aus feinen Wunsch ein Landgut lim Patriarchate von Aquileja gelegen), das Landgut „Vo china", das der Bischof von dem Edelmann Chuonrad um 120 Pfund erkauft hatte, unter der Bedingung,daß er hier, da der Ort für ein Kloster geeignet sei, Mönche ansiedle, die das Recht hätten, einen vom Bil'chof zu bestätigenden Abt zn erwählen. Ob diese Klostergründung wirtlich vollzogen worden und wann, wie lange da? Kloster bestanden und an welcher Stelle in der Wochein es gestanden, diese Fragen sind bis heute noch ungelöst. IN die Tage des Mittelalters fällt die Aubnn-gung der Handwerkerzeichen*, die man n>uf dem Wege vou Veldes in die Wochein an einer Felswand, schon stark verwittert, eingezeichnet sindet. Italiener waren es, die im 10. Jahrhunderte die Eisenindustrie in Oberkrain und speziell auch in der Wochein wiedererstehen machten. Wie aber seder Ort in nuserer Heimat erhielt anch das Stammbuch der Wochein ans der Feder uuserco Freih. v. Valvasor sein eigenartiges Blatt. Über das „Wocheiner Tal" läßt sich unser Chronist in seiner gewohnt drastischen Weise also vernehmen: Dieses Tal ist von der Natur von selbsten unzugänglich gemacht, angesehen ev von dem h ö ch st e n Sch n ee g eb i r g e lValvasors Bezeichnung anch für, den Triglavstock) dergestalt geschlossen, daß kein Hund, geschweige ein Mensch hinein kann, anZbenomnien, wo einiger Ein-und Zngang nemlich unfern vom Veldescr Sue, allda eine Schlntten (Tiefe) oder Graben) ist zwischen zwei Schneegebirgen, so lauter Felsen siud. Daher einem ein Entsetzen ankommt so man nur hineinblickt. Da muß man in die Wochein hinein reiten oder gehen. Die zweien Berge dringen so nahe zusammen, daß man von einem zum andern mit der Hand einen Stein werfen kann und einiger Orten hangen die Felgen gauz über deu Weg." An einer anderen Stelle seiner Chronik berichtet der Freiherr über den „D rahtzug" in der Wochein, in einem Hammerwerk (von Althammer abwärts), wo nicht nur der dickste, sondern auch der diinnsteTraht gezogen werde, „gleichfalls solcher, welcher den Instrumenten Cithern uud Harfen bequem" und er schildert ausführlich „die schöne und curiöse Manier" mit welcher und nicht ohne große Gefahr für die Drahtzieher diese Erzeugung vor sich geht, welche Arbeiter wenn sie uicht vorsichtig zu Werke gehen, au ihrem ^eben ^chci^n nehmen. Diese „Manier" wird also beichr.eben: „EZ muß sich der Arbeiter auf einen hangenden Stuhl setzen daran mau ihn fest bindet und anspannt, alsdann draussen (vor dem Werk) das Wasser aufs Rad gehen lasst: worauf das Wasser dmen Menschen geschwind und augenblicklich weit rückwärts oder Hintersich treibt. Er, der indessen eine enerne Zange in Händen hält, muß so oft er vor sich gerafft wird, d?n Draht ergreiffen, indem er wider-nmb hmter sich gerissen wird, dm Draht herausziehen und also immer fortfahren. Sollte er aber fehlen oder sänineu nnd den Draht mit der Zangen nicht ergreifen, so würde ihm die Bewegung 'einen solchen Stoß geben, daß ihm Lunge und Leber samt dew Herzen davon krachen, zerstückt oder zerquetscht werden mochten. Ist gar curios schließt Valvasor - sonwr-lich den Fremden zu schanen." (Schluß folgt.) Schulnachrichten. — (An der städtischeu Reals ch u I e in ^oria) wurde das Schuljahr 1905/1906 cnu. 14. d. mit einem Tankgottesamte und der darauf erfolgten Zeugnisvertcilung geschlossen. An der Spitze des von der Direktion veröffentlichten Jahresberichtes stehen zwei Anfsätze, der erste, betitelt „Einige Physikaliscl)e Erperiinente" (mit 12 Illnstrationen) aus der Feder des wirtlichen Realschiillehrers Julius Nardin, nmfaßt 17 Seiten-. der zweite, 17 Seiten start', hat »Ten Lehrplan des Turnens an Realschulen" zum v'.nhalt, der vom Turnlehrer der Anstalt, Johann V a j xe l i. übersetzt wurde. - Den üblichen Jahres-Nachrichten entnehmen wir folgende Taten: An der Anstatt wirkten 10 Lehrkräfte (s! definitive Lchr- m c « ^5" sül Schriftzeichen gehalten, wurden sie von weil. professor Nr. Ferdinand Kaltenbrunner der Innsbrucker Uni» versltcit als Handwerkerzeichen festgestellt. Anm, d. Verf. Personen und ^ Supplenten); frequentiert wurde sie von 157 öffentlichen Schülern, die fich auf die bisher bestehenden 5 Klassen verteilen. — Von diesen 157 Schülern sind 88 gebürtige Idrianer, sonstige Krainer-Ä! nnd auswärtige:)8. -^ Die Muttersprache ist bei l50 Schülern die slovenische, bei 1 die deutsche- da» Religionsbekenntnis ist bei allen das röm.-katholische. Das .Massifitationsergebnis weist folgende Zahlen auf: I.Klasse, mit Vorzng 4, I.Klasse 121, II. Klasse 2^, III. Klasse 2, Wiederholungsprüfungen 8. — Die Schüler der Anstalt zahlten zufolge Gemeinde!rat° beschlusses vom 2. Juli 1901 keine Tare und kein Schnlgeld. Stipendisten gab es 2, die dm Betrag von :'.8i) I< bezogen. — An der Anstalt besteht ein Unterstützungsverein, dessen hauptsächlichste Aufgabe darin besteht, unbemittelte, fleißige Schiller mit Lehrbücherli und sonstigen Neqnisiten zu versorgen. — Mit der Realschule ist eine Vorbereitnngsklasfe verbunden; sie zählte, -15 Schüler, davon waren 2 Vorzngssämler, 31 erhielten ein Zeugnis der ersten, 10 der zweiten und 2 der dritten Fortgangsklasso. — Das Schuljahr 1Wll/<>7, mit dem die IV. Klasse eröffnet wird, .lx> ginnt am 17. September. — (Am Kaiser Frau z Josef.-St a ats-g y m nasiu m in Krainbura.) wurde dao zweite Semester des Schuljahres 1905/M am 14. Inli geschlossen. Ans dem vom Direktor Josef Hnb a d veröffentlichten Jahresberichte, worin von Dr. Franz Perni> an erster Stelle der Lebensgang des berühmten irischen Kirchenredners 1>. Thomas Bnrke biv Zum Jahre 1878 dargestellt erscheint, mögen folgende Daten erwähnt werden: An der Anstalt wirkten 17 Lehrkräfte, die auch in den nicht obligaten Lehrfächern (Gefang, Kalligraphie, Stenographie nnd Turnen) unterrichteten. Das Gymnasinm nmfaßt 11 Klassen, da an den untersten dreien Parallelklassen bestanden, Die Schülerzahl am Ende des Schuljahres betrug Mi öffentliche Schüler und !' Pri Vati st innen, während die Anstalt am Ende des Schuljahres 1M4/N5 :;:!7 Schü ler uud 2 Privatistinnen zählte. Aus Krainburg ivaren 27 -!- 3 Schüler, aus Krain überhaupt 2l,9 Schüler gebürtig, der Nest entfällt anf die benachbarten Kron-länder. Fast alle Schüler waren ihrer Muttersprache nach Slovenen, bei l) war die Mnttersprache dentsch, bei 1 böhmisch. Alle Schüler bekannten sich zur röm.-katholische!!. Religion. Die erste FortganM'lasse mit Vorzng erhielten 44, die erste Fortgangsklasse 210 4- 3, die zweite Fortgangsklasse 2:'>, die dritte Fortgangsklasse 12 Schüler; zur Wiederholnngsprüfung wnrden 4li und znr Nachtrag5prüfung 1 Schüler zugelassen. Ml Schüler genossen Stipendien im Gesamtbetrage vo» 07'57 Iv N 1l. Überdies bekamen arme uud fleißige Schiller Unterstützungen aus dem Gymnasial-Unter-stütznngsfonde an Büchern. Kleidern, Geld oder von der ^tudenkenküche, welche unter der Anfsicht ded Ge-meindeausschusses der Stadt Krainbirrg steht; in dieser erhielten 09 Schiller die Kost, davon 18 unentgeltlich. Auch in den, im Jahre 1904 eröffneten Studenten-konvikte erhielte,, einige arme Schüler volle nn>ent-geltliche Verpflegung und kostenlosen Unterhalt. —n. - (Die Vi a t u r i tä t s pr ii fn n g en am I. Staatsgy ni nasi u >li i n L a i bach), die unter dem Vorsitz des Landesschulinspeltors Franz H u bad in öer Zeit vonl tt. bis znm 1!'». d. M, abgehalten U'urden, ergaben ein uugewöhnlich güiistiges Resultat. Von den 54 Abiturienten, welche zur Prüfung erschienen waren, erhielten schon derzeit 47 eün Zeugnis der Neife, darunter l l mit Anszrichnung, während l> (und l Erternist) die Wiederholnngsprü fnng auo einem Gegenstande bewilligt bekamen. Für reif wurden, folgende Kandidaten erklärt: 1.) Aus der ^-Abteilnng: Johann Arko, Florian Boiiö, Iohauil Doleiiec, Gustav Dolin^ek, Ernst Faber, Michael Gala. Johann Gogola, Karl Haussen, Emil Ienko, Alfons Knez, Alois Kobal, Josef Kor^i^, Josef Kranjc, Stanislaus Ma^iö (m>it Auszeichnung), Rudolf Pucöto (mit Auszeichnung), Nudols Sajovic, Io-hanii Schöppl N. v. Sonnwalden, Waldeniar Seunig, Ignaz Klajpah, Franz Trainpux (mit Auszeich-linng). Von den Wiederholuugsprüfimgcn entfallen auf diese Abteilung 3 und die des Erternisten. 2.) Aus der Il-Abteilung wurden für reif erklärt: Johann A n° dol 6 ek sniit Auszeichiiung), Franz Derni<^, Johann Trc>,ar, Franz Hladnik^ Franz Kandix", Paul Lenar-»"-i^, Franz Logar, Alois Lunder (mit Auszeich-ilniig), Johann Majerle, Johann Miln<^ Wilhe>lni Mnc, Franz Nastran (nlit Auszeichnung), Nikolaus Overman, Cyrill Pavlin (mit Anozeichnuna), Franz Pesjak, Johanii Pintar (mit Auszeichnung), Albi» Ple^ko, >hann Poljanec (mit Auszeich° nuug), Theodor Romib, Karl Nupuik. Mnoslav ^'^-nekovi<' (mit Auszeichnung), Ia^ "'^ ^ 5ubie, Josef Tav<'ar (n.it Auszc,chnun, die Ausgaben 2ll l< 16 li, es ergibt sich alfo ein Nest von 96 lv l6 1>. In die Bibliothekskonimission wurden die Fränleiu Ma-lovrh und M ooZ. sowie die Herren Iavor 5 e k, Lavtiiiar nnd Libert, in den ständigen Ausschuß die Herren Gregori n, Ž i r o v ll i k, I a v o r i< e t und Franz X. Tro ^ t, in den k. k. Bezirksschulrat als Vertreter der Lehrerschaft die Herren G r e gori ll llild ^irovnik gewählt. - Da keine Allträgc vorlagen, wurde die Konferenz vom Herrn Vezirtsfchul-inspektor niit einÄu dreimaligen „Slava" auf Seine Majestät den K a is er gefchlossen, lvoranf seitens der Lehrerschaft die Volkshymne abgesungen wurde lind Herr Oberlehrer ^irovnik dem Herrn Bezirks-schulinspettor für die umsichtige Leitnng der Konferenz dankte. — Nach der Konferenz versammelte sich die Lehrerschaft zn einem geineinsamen Mittagsmahle in Vodniks Geburtshause, wo eine Neihe von Trink-sprüchen! allsgebracht wurde. Taruuter fand der voiu Herrn Bezirksschuliuspektor auf die Lehrerfchaft ausgebrachte Abschiedstoast lobhaften Widerhall. ^t. — (Gasgefellschaft.) Gestern fand unter dem Vorsitze des Obmannstellvertreters, Herrn Albert Samassa, die 43. ordentliche Generalver-sannnlllilg der Aktioilär? der Gasfabrik statt, in luelcher 303 Aktien mit 60 Stimmen vertreten waren, Der zur Verlesung gelangte Bericht erwähnt, daß trotz des günstigen Ergebnisses des abgelaufenen Be-triebsjahres keine größere Dividende zur Verteilung vorgeschlagen werden könne, da die Gesellschaft vor einem Prozesse mit der Gemeinde, stehe, sich daher mit allen möglichen Reserven für ein-.'n allenfalls schlechten Ausgang dieses Prozesses rüsten müsse. Der Ver-waltungsrat stellte den Antrag, alls dem Neinerträgnisse von 86.485 l< 73 1> l» Prozent an die Attioiläre zu verteilen, dem «in Gegenantrag von feiten des Herril Dr. Triller entgegenstand, der eine Verteilung von nur 5 Prozent ill Anssicht nahn». Nachdem dieser die Majorität fand, legte der bisherige Ver-waltnngsrat, bestehend ans den Herren: Albert Sa° mafsa, Obmann, Ottomar Bamberg, Obmannftell-Vertreter, Josef Luckmann, Ennnerich Maver, Viktor Mm-o nnd Gustav Niedinger seine Stelle nieder und es ivlirdeil an deren Stelle die Herren Ivan Hrib a r, Fvanz Gro » elj, Dr. Danilo M ajaro n, ' Dr. Ivan Oraxen, Franz Kollmann, Dr. Karl Triller und Direktor Andreas Scnckovi? gewählt. — (Der hiesige N u ß k i j kružok) veran staltet heute im kleinen Saale des „Narodni Doill" einen „Russischen Abend" mit Deklamationen, Ge sangsvorträgen lind einer Dilettantenvorstellung. Ail fang 8 Uhr. Einladungen hiezu sind bei Frau Doktor Theresilla I eil k o oder abonds im „Narodili Dom" erhältlich. — (Spezialkurs für Mittelschul-a bitu r le u ten.) Wie wir von zuverlässiger Seite erfahren, hat sich der Laudesausschuß d>es Erzherzogtums Österreicl) unter der Enns durch das günstige Ergebnis des Abiturientellkurses am Pädagogium ill Wien bestimmt gefnnden, im kommenden Schuljahr auch an den n.-ö. Landes-Lehrersemiilarien in Sallkt Polten nnd Wiener-Neustadt für absolvierte Gymna.-siasteu uild Realschiller nlit Maturitätszeugnis ^turse gleicher Art einzurichten, welche ihre, Hörer im Verlaufe ?ines SchulMres für das Voltsschullchramt vorbereiteil sollen. Der k. k. n.»ö. Laildesschulrat hat für mittellose Frequentauten 12 Stipeildien ü 500 X kreiert, deneil die Land-esvertretunss iloch weiwre Stipendieil beifügen wird. Gesuche sind bis längstens ll). September an den Landüsausschuß des Erzherzogtums Österreich unter der EnnZ, Wien, I., Herrm-gasse 13, zu richtcli. — (Für An swan der er nach Südafrika.) Nach einer dem Ministerium des Innern zngekommeneu Mitteilung ist eine Änderung des Vor-> ganges, betreffend die Erlanguug von Permits für den Eintritt von Reisenden nach Transvaal nnd in die Oranje Witwer-Kolonie, insoferne eingetreten, als Ausländer behufs Erlangung folcher Permits nicht mehr wie bisher die Vermittlung ihrer Konsulate in Allspruch zu nehmen haben, soudern diese Erlaubnisscheine direkt bei den Permitssekretären in den Küstenstädten erlangen können. -" (Die Laib ach er V e r e i n s ka pe l le) veranstaltet hente abend im Gasthanse „zum Löweu" «Maria Thercsian-Straßo) ein Mitgliederkonzert. Anfang uni 8 Uhr abends, Eintritt für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder 4l) ll. — (I m K a lll pfemiteine m Diebe v e r -wnndet.) Dem 35jährigen Aahnwächter Matthälls Pleter^ek in Nabrefina wurden vorgestern nachts von einem Manne, den er, da, er sich ill diebischer Absicht um eiue dein Wächter gehörige Hütte herumtrieb, gestellt hatte, nlit einer Sichel am 5lopfe und am Oberkörper nicht weniger als zwanzig Stich- und Schnittwunden beigebracht. Pleterket erlitt einen starken Blntverlnsti er wurde nach Trieft überführt. Der Dieb entkam: da er im Handgemenge mit Pleterüet von diesem mit einem Schliiffel am Kopfe blutig gefchlagen wurde, wird er den nach ihm fabudenoeu Gendarmen schwerlich entgehen. — (S t ene r a m t s t o n t ro l l or Iereb.) Bekanntlich war Steueramtskontrollor Iercb iil Kronan seit Juli 1901 verscholleil nnd alle Nachforschungen ill dieser Richtung blieben ohne Erfolg, Hlun° mehr wurden dessen Überreste ill der Mala Pi^onca. etlva zwei Stunden von Kronau entfernt, gefuniX'n. Die Grundbesitzer Gabriel Kos und Alois Poöar entdeckten in emem Wildbachgrnben eiilen gnt erhaltenen Schnh, lind bm weiteren Nachforschungen inehrolv .Knochen nnd 5tleiderr?fte sowie das Gewehr, welches Iereb bei seinem verhäüg»isvolle!n Ausfluge mitgenommen hatte. Ob Iereb verunglückt oder freiwillig in den Tod gegangen ift, läßt sich natürlich nicht kon^ statiewli, doch spricht für die letztere Annahme die Tatfache, daß in der letzteil Zeit an ihm Anzeichen von Irrsinn beobachtet wurdeu. Die Überreste der Leiche Ierebs wurden am vergangeneu Samstag beerdigt. ^- (Die Freiwillige Feuerwehr ill Bisch of lack) begeht am 29. ö. M. ihre dreißigjährige! Grüuduugsfeier, verbunden mit der Ein-weihmlg ihres neuen Heimes. Für das Fest wurde folgendes Programm bestimmt: Von 7 Uhr früh weiter werden die teilnehmenden Vereine uud Gäste am Bahuhofe und >beim Eingänge in die Stadt emp-fnngen. Die gemeinschaftliche Zusammeukuuft erfolgt im Garten des Herrn I^naz Gnzelj: von dort begibt sich der Jug in die Pfarrkirche, wo um halb 9 Uhr eine hl. Messe gelesen wird. Hernach Begehung der Stadt und Abmarsch zum Feuerwehrheime: u) die kirchliche Einweihung: b) Begrüßungsrede dos Herrn Bürgermeisters Niko Lcn«k: <') Defilieren; ll) Abzng der Vereine. Um halb 11 Uhr im Gebäude, der Kuabeilvolksschul? die Generalversammlung des „Verbandes der Feuerwehrvcreine". Von 11 bis 12 Uhr Promenadekonzert auf dem Hauptplatzc: um 1 Uhr uachmittags gemeinschaftliches Essen in ver° schiedeneu Gafthäusern: u,m ha'lb 3 Uhr Übungen des Bischoflacker nnd Altlacker Fenerwehrvereinesi uill '1 Uhr Konzert im Gartell des Herrn Otto Guzelj, allsgeführt von der Musikkapelle aus Domxalc. Entree znnl Konzerte 5<) l>, uniformiert? Fellerwehrmänner sind frei. ^ (N e n e s W a n u e u badi ll ,^l rai >lbil r g.) Herr Tischlernlcister Matthias Aöman hat in seulem in der Savevorstadt gelegenen Hause Nr. 36 ein Wanneilbad herbestellt, das diesertage allgeillein zli-gänglich geiilacht werden soll. Eiu kaltes Bad kostet 111 !>, ein warmes (30 bis 35 Grad) 8l» Ii, ein warmem Tuschebad 1 K. ^' (Schadenfeuer infolge Blitzschlages.) Am 12. d. M. abends schlug der Blih iil das große Wirtschaftsgebäude des Realitäten-besitzers und Handelsmannes Iohanu Petschaner in Pöllandl bei Töplih ein und zündete. In der kür» zesten Zeit winrde das Objekt nobst allen darin dc-Pouicrtcn Futter- und Streuvorräten ein Raub des Feuers: auch gingen die daselbst aufbewahrten landwirtschaftlichen Maschinen, Wirtschaftswagen un^ son- stige Geräte in Flammen auf. Das Ganze war um 3500 lv versickert, der Schaden belauft sich jedoch auf das Vierfache der VllrsickM'ungssummc. Auf dem Arandplatzc erschien sofort die erst vor kurzem ins Leben gerufene Ortsfeuerwehr nebst einer ebcu die Ortschaft passierenden Gendarmeriepatrouille. Unter deu äußersten Anstrengungen gelang es, das Fener auf das erwähute Objekt eiuzufchränkeu: sonst wäre di? ganze Ortschaft vernichtet worden. — (Schadenfeuer.) Am 7. d. M. nachts brach in der .Honsch? des Besitzers Johann Martini-iö in Töle, Gemeinde St. Margareten, ein F^uer aus, das das ergriffene Objekt, den Stall und Schweinestall vollkommen einäscherte. Der Schaden beträgt 400 X, die Versicheruuassumme 880 X. —»— — (3 elbst n, o r d.) Am 13. d. M. nachmittags wurde der 60jährige Gastwirt uud Grundbesitzer Johann Eelar aus Predoslje, Bezirk Krainburg, iu der Richtullg gegl'n den Teich des Schlosses Egg gebeil gesehen. Da man abends am Teichnfer dessen Stroh-hnt llild Schuhe vorfand, wllrdc der Teich durchsucht, wobei Cclars Leiche aus dem Wasser gefördert wurde. Er hatte jedenfalls eineu Selbstmord begangen, oer nlit einem vor kurzem verübten Totschlage, an dem Eelar mitschuldig war, in Verbindung gxbracht wird, — lKur liste.) In ^rapina-Töplitz find in der ^eit vom 2. bis 9. d. M. 282 Pcxfonen zum Kurgebrauche eingetroffen. Theater, Kunst und Literatur. — (X 0 V ll X l> l (> l512 1 e u) « K»t. ^.m Verlage des Slovcnifchen Alpellvereiiles ist soeben unter obigem Titel ein 3<) Seite», starkes, handliche? Büchlein erschienen, das den k. k. Ingelnienr Vcar 5l lodi ^- Ritter von Snbladoski zum Verfasser hat und die neue Bahnlinie über die Karawanleu, die Wochciner Berge nnü über den Karft vorfiihrt. Es ist dies keine trockene Anfzählung von technischen, al pineii und touristischen Taten, sondern ill der Schrift betnildet sich der erfahrene Fachmann und Tonrist, der nlit ofpuem Auge die Naturschöuheiteu erfaszt uud sie mich deiugeuläß zur Tarstelluug nnd znr Geltling bringt. Das Büchlein gliedert sich in folgende Capitel: Einleitnng lilld techllifche Tarstellliilg, Fahrt von >ila geilfurt, bezw. von Villach nach Aßliug, Fahrt voll As-.lina nach Görz, Fahrt voll Görz ilach Trieft, Eiili-ac5 iiber sonstige Tuilllelbauten. Die lobhnfte Tchil' derung wird durch zehn vorzügliche Abbildungen der hervorragendste Punkte der neuen Bahn auf das wirtsamste nnterstützt: darunter seieu namentlich die prächtigen Illnstratiouen Veldes mit dein Stol, Der Wocheiller See, Triglav von der Südseite, Tie Isonzo-briicke bei St. Lucia und die Eifeilbalmbriicke bei Sal-eano hervorgehoben. Teni Biichleiil ist behnfs besserer Orielltierllng eine Landkarte beigegeben. Wir zweifeln nicht, das; oiese Publikation, weil hochaktnell, sehr zahlreiche Abnehmer finden wirt>: sie wird als Vade-mecum vortreffliche Dienste tnn, zumal auch auf die korrekte Nomenklatnr die gebührende Rücksicht genom men wurde. Sie braucht daher nicht noch einer besondereil. Anempfehlung, Das Büchlein ist nm die Bagatelle von ill) l> entweder beim Allsschusse des Slo-venischen Alpenvereiues oder bei der Redaktion des „Planinski Vestnik" erhältlich. — Um allfälligen Ir° rllllMil vorzubengM. bemerkell wir noch, daß die Schrift keineswegs einen bloften Nachdruck der im „Planinski Vestnik" erschienenen Artikelserie von Ritter von ,Aodn- bedeutet, souderu daß sie wesentliche Ergänzungen! nnd Vervollkouljmilnngen sowohl in sachlicher als auch il, sprachlicher Hinsicht erfahren hat und sich daher geradezu als ein Novum darstellt, Telegramme i>es l. l. 3eltlllllj>hell'Vl!lttsl!lllli>tllz<8lllcM Hochwasscr. Wieu, 16. Juli. Infolge anhaltender Regengüsse sind die Flüsfe Kamp und Thana aus deu Ufe!rn getreten uud haben weite Strcckeu des Waldviertels inundiert. Tas Hochwasser richtete an zlnlturen sowie au Gebäildeil und Viehbestand großen Schaden all. Salzburg, 10. Juli. Wie aus Oberndorf gemeldet wird, ist dort gestern die Salzach aus deu Ufern getreteu. Ter Schaden an den Kulturcu und Baulichkeiten ist nicht uubedeutend. Petersburg, 111. Juli. Aus vielen Städten und Gegenden deS Schwarzen nnd Kaspischen Meeres laufen Meldungen von Regengüssen eiu, die große Verheerungeu anrichten und Straßen uud Brücken wegschlvemmen. Ziehung. Wien, Ilx Inli. Bei der heutigen Ziehung der Fürst Salm-Lose gewann den Haupttreffer von 03M1 Laibacher Zeitung Nr. 161. 1535 17. Juli 1906. Kronen Nr. 62.147, den zweiten Treffer per 4200 X Nr. 12.015 und dcn dritten Treffer mit 2100 Iv Nr. 88.364. Bahnunglück. B r u ck a. d. M n r, 16. Juli. Der Maschimn-fühver Fronz Wildauer unt» der Heizer Anton Ianto, die bei einein Nahnunfalle gestern schwer? Brandwunden erlitten, sind ihnen im Laufe des Nochmittags erlegen. Tie Verunglückten waren Familienväter. Tw Maschine, aus bor sich der Unfall ereignete, war nicht nn Zuge eingereiht, sondern vorgespannt. Nußland. Petersburg, 16. Juli. Gestern abend wurde ein Zng der SriuovZka-Bahn, der einen trmMnen Soldaten überfahren hatte, von einer etwa 3000 Köpfe starken Menge überfallen, die den Schienenweg mit Bahnschwellen verlegte und Steine in die Näder der Lokomotive steckte. Die Reisenden flüchteten. Viele erlitten Verletzungen. Di2 Menge bewarf den Zug mit Steinen. Durch die beschwichtigende Nede eines Arbeiters wurde die Menge schließlich beruhigt. Vat'n, 16. Juli. Die Anarchisten verbreiten Proklamationen, welche die Arbeiter auffordern, die Sprache der Kugeln und Bomben zu reden. Die Pro-klanmtionen tragen als Unterschrift: „Das rote Hundert." Die Stadt ist vollkommen terrorisiert. Die Polizei versagt den Dienst und verlangt zur Beihilfe Militärpatrouillen. Dic Pest. Petersburg, 16. Juli. Nach einer Meldung cu>5 Giodno soll im Kreise Vjelostok die sibirische P?st aufgetreten sein. Es sollen angeblich bereits mehrere ^rsonen gestorben sein. Petersburg, 16. Juli. Die im Bjelostoker ^zirke aufgetretene sibirische Pest erstreckt sich Haupt-sachlich lins Ninder und ergreift nur st'lten Menschen. ^t'sicht5niaßregeln wurden getroffer, und es licgt teii, Grund zu großer Beunruhigung vor. Paris, 16. Inli. Den, „Journal" wird aus Havre gemeldet, daß am 4. d. ein Matrose an Pest gestorben sei. Der Fall sei geheim gehalten worden und danf den energischen Desinfektionsmaßnahmen seien ^'eitere Fälle bis jetzt nicht vorgekommen. Der Krieg in Zcutralamerika. New York, 16. Juli. Aus Managua (Nica-lagim) wird gemeldet: Starke gnatemalische Streit- kräfte sind in Honduras und San Salvador eingefallen. In beiden Ländern sind Kämpfe im Gangc. Newport, 16. Juli. Vin Telegramm aus San Salvador vom 15. d. nicldet: Samstag abend griff die Armee von San Salvador jene von Guatemala bei Platanar an. Die Guatemaler verloren 20M Mann an Toten, Verwundeten und Gefangene«,. Die über San F6 eindringende Armee von Guatemala wurde zurückgeschlagen. Der Präsident von Honduras telegraphierte, Honduras habe nicht den Krieg erklärt. Washington, 16. Juli. Die Republiken San Salvador und Guatemala haben die von den Vereinigten Staaten angebotene Vermittlung zur Beilegung der Streitfragen angenommen. Ueuiykeiten vom Büchermarkte. Wentzel C. A., Repetitoiium der Didaltil, Hodegetil und Schulkunde, k 1'20. — Hecker R., Satzlehre grayhischer Darstellung, k —-60. — Horn G. W., hilfsbuch beim Unter, richt in der Literaturqeschichte., X 1 44. — Bcndisch Iul., Die Anwendung der Zahlen von 100 bis 1000 in 400 Aufgaben nebst Übunffsreihen, K — >?2. — Seidel L. E,. Das achte Schuljahr, k 6. — Reiniger M., Pädagogische Abhandlungen und Vortrage, 2. Bd., X 2 40. — Enzio R. W., Dichter der Gegenwart. X 1 92. — Hahn H., Gute Lebensformen im Hause und in der Gesellschaft, X 2-16. — Wagner I., Musterbeispiele zu deutschen Aufsätzen, 3 Bdch,, X 2 70. — Schmitt P,, Aufgabensammlung für das gemeinschaftliche Schnellrechnen. X 1 44. — Much Dr. M.. Die Kupferzeit in Europa, X 12. — Bertelsmann Dr. W.. Die Technologie der Cyanverbindungen, gbd., X 12. — Biedert Ph., Das Kind, seine geistige und körperliche Pflege bis zur Reife, X 9 60. — Mazzotto Prof. D., Drahtlose Telegraphic und Telephonic, X 9. — Presber R., Die Diva und Andere, X 3 60. — Zchmid Dr. U., Walhalla, Bücherei für vaterländische Ge» schichte, Kunst und Kulturgeschichte, 2. Buch, gbd.. k 4-80. — Müller Dr. I., Das sexualle Leben der Naturvölker. XI 80. — Emmel Ed., Das Wasserheilvcrfahren, X 2 40. — Wund cke M., Die unsterbliche Liebe, X420. - Mander Carel van, Das Leben der niederländischen und deutschen Maler, I.Bd. X 18. — Hansen Dr. A., Repetitorium der Botanik. « 3-84. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. u. Kleinmayr <^Fed. Vambergin Laibach, Kongrehplah 2. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 13. und 14, Juli. Baronin Angiolina Ritter von Zaponi, s. Gouvernante, Görz. — Hubert, t. u. k, Major; Klein» bisch, Administrationsrat; Keltjcha, Schadenliquidator; Ivau° lovic, Politzer, Ksite., Graz. — Dermata, Lederfabrik«»!, Zelenil. — Carlo d' Italia, Privat; Dr. Bateri, Notariats-tandidat; Parimadi, Kfm.; Brosch, Lloyd.Direltor; Kotal, Privat, s. Frau, Trieft. — Brochi, Privat, s. Frau, Mailand. — Aerrer, Direktor, Weihenfels. — Koeselt, Oberverwalter, s. Frau, Pardubitz. — Horn, Stadtvorstand, Dignano. — Maretti, Steinmetz, Pola. — Rothschild, Kfm., Franlfurt a. M. — Iakic, Pfarrer. Osinjak. — Arwai, Privat, Nagy. Kanizsa. — Dr. Srlo, Mediziner. Zirlnitz. — Marzala, Privat, s. Frau, Feistritz. — Vales, Professor, Marburg. — Seslar, Kfm., Görz. — Finzgar, Pfarrer, Zelimlje. — Wunderhit, Privat, Lichtenwald. — Pfajfer. Kaplan, Leslowitz. — Majdit, Kaplan, Villichgraz. — Lenardi, Professur. Radmannsdorf. — Bangert, Nfm., Solingen. — Dr. Palcich, Professor; Marintic, Theologe, Zara. — Millaviic, Private, s. Schwester; Kasmau, Privat, Heil. Kreuz. — Dr. Spitzer, Arzt; Stekarel; Koppens. In« spettor des Akerbanministeriums; Ianeba, Angel. Weixelberg, Schöffer, Weinbeiger, Hammer, Ritschl, Fischerl, Ladstätter, Thumann, Spitzer, Me., Wien. Verstorbene. Am 13. Juli. Dorothea Schifsinger, barmh. Schwester, 27 I., Radetzlystrahe II, 1'udsrcnl. pulm. — Maria Podvis, Stadtarme, 79 I., Gradisce 11, Lungenentzündung. Im Iivilspitale: Am 12. Juli. Maria Aalte, Magd. 39 I., ^Ivoma Ut6li. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 u,. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. 3 ^"^ - -». ^ 2U.N. 7369 26b SW. schwach teilw.bewöllt ^' 9 . Ab. 737-8 18-6 windstill heiter 17.l?U.F. 739 8 16 b! SO. schwach , teilw.bew. i 0-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 18 9°, Nol» male 19 8°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. JUT " l^Äl sind zu ifxOJJei verkaufen. Näheres Römerstraße Nr. 9, 1. Stock. (3179) Heute Militäres «im Grand 110117017 m 4 WWAti I union ----(A. Kamposch) Anfang 8 Uhr. Eintritt 20 kr. jl ^rjgrfc Große Annenfeier wird in den *Älf *»**¦ Tagesblättern bekanntgegeben. (3181) Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom lli. Juli 1906. Die notierte» »nrse verstehe» sich <» ttronenwähruug. Die Notierung sämtlicher Nltien und dcr ,,Diversen Lose" «ersteht sich per Stüll. Gelb Ware Allgemeine Staats» schuld. inheitliche Rente: lonv, steuerfrei, Kronen ^Vtai-Nov.) per Kasse . . 9S'6ü 99'«o detto (Iün..Iuli) per Kasse 9S55 99 75 ö 2°/„ b. W. Noten (Febr.'Aull.) per Kasse......I00'4b im» ßb -48°/^ e, W, Eilber (Upril'ON.) per Kasse . . . , . . 100 45 lN0'L5 l»«0el Slaatslose 500 fl, 4 °/„ 1°>8'75 1L075 ^««0ei „ 1U0 fl, 4°/„i!l«> - 222 — l»»4el .. 1U0 fl. , . 27U Ü0 281 50 ««4er ,, 50 fl, . . 278 do 281 50 T>0M..Pfan°br. il 120 fl. 5°/„ 28« 85 2S085 Staatsschuld d. i. Reichs. -sl, In«estltious,-«ente. stfr., «r. ver Kasse . 3V,°/„ 89 45 8U'Ü5 ll. »tlschnibungen. fl. . . . 4«/.. ii7«b 1,8 65 """^ I°sef.«ahn in Silber ,G (b>v, St.) . , . 5'/.°/« 125-126- ""l-^Karl Lubw«g°Vllhn (biv. Av»> »5^ Kronen , . 4°/„ 99A» IU0 55 "°°Nbllhn in Kionenwähnmll, ^'''ueisr, (div. St.) . 4«/„ 99 5U 100'üo ""rlbrryer «ahn, steuerfrei. ^U0 Kronen . . . 4°/° 99 ßl> 1UU'«5 äl,Z!°"'lchu!d°tlschleibnn°en "«'fltmp.it, els.ub°hn.«lktlen. v°?H^tt.KM.5'^/„ ^ "" ^- ü«/„ . , . 4»3'- 435'äU Veld Ware Pllm Slaall ,ul Zahlung ilbei. n»m«tne Eisenbahn.Prioritäl«. ßl>ligal»«n»n. Aöhm, Westbahn, 112'25 113 25 Uorarlberger Bahn Em. 1884 (biv. St.) Silb. 4°/, . . 99S5 10U-L5 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/u ung. Goldrente per Kasse , I18'4o 11360 4«/„ detto per Ultimo ii3'40 113 t>0 4"/u una, Rente in »ronen- währ. stfrci per Kasse . . 95 05 95 25 4"/„ detto per Ultimo 950) 9525 3 !/,"/„ dctto per Kasse . 84 ?o 8i'i»<> Ung. Prämien.Nnl. ^ ino fl. . 207 75 20975 belt» 5 50 fl, . 207 50 20!) 50 Iheij!°Neg.°Lose 4°/u . . , , 155 65 157 65 4'Vo unnar. Grunbentl.'Oblig 8^90 95 9u 4"/u lroat, u. slav, Grundentl.^ Oblig........97-- —-— Andere öffentliche Anlehen. Vosn. Lande«.Anl. (div.) 4"/« - 95'»0 9630 Bosn. ° herceg, Eifenb.»Lande«. Anlehen (div.) 4>/,<>/„ . . inn-45 101-45 5"/« Donau-Reg..Anleihe 1878 105 25 106-25 Wiener Verlehr»»Anle!he 4°/„ 99-55 100 50 betto 1800 4"/u 99 L0 100 u? Unlehen der Stadt Wien . . in^ 05 104 — detto (S. od. G.) , , . l2l-?5 122-7° dettll (1894) .... 97-7N 98'7», dctto (188», .... 89 25 100 25 dettll (1800) .... 98-5d 100 5>,>1 dctto Inv.-N,) 190L . U9-72 100-7,'^ ^örsebauMnltben verlost,. 5"/» «900 100-60 Bulg, Staatsellenb.-Hyp,°Unl, 1889 Gold .... e»/u 118-Ü0 120-6" Bulg. Staat«. Hypothekar Anl, 1882......6»/u 119 80 12U8U Geld Ware Pfandbriefe «. Vube!!lr.,alla,öst.in50ISl.4°/o 88«5 9355 Bühm, Hypothelenbaul verl. 4"/» 99 /,"/» . . . i<,3__ ^..^ Zentral Bod.-Kred.Bl., «sterr., «5I. Verl. 4°/« .... i i^.,„ Kred.-I!ift.,üsteil,.f.V«rl..Unt. u.üffentl.Urb.Kat,^vl.4"/« 99-40 100>-Lanbesb, d, Kün. Gallzien und Lobom. 57'/, I. ruclz. 4°/° 93-5« 995» Mähr. Hypothelenb. oerl. 4°/„ 98 30 ino 30 N.'österr,Lanbe«.Hyp..Anst.4«/<> ion— 101 — dett°inil.2"/uPr. verl. 3'/,"/° 94-2,, 95 _ delt°K..Echuldsch,vtrl.3'/i°/° 94 50 95- detto veil, 4°/u 99-90 10U9« Osterr,'ungar. Van! 59 jähr. veil, 4°/u ö. W..... too— iou 85 dcttll 4°/« Kr..... 100-15 101-15 Tparl. 1. äst., 60 I. verl, 4°/» 100'65 101 «z EisenbahN'Prioritäts-Obligationen. Ferdinllndz.Noidbahn ltm, 188« 88 s0 lua 9« detto Em, 18U4 ion — 101 - Österr. Nordtuestl,. i0« fl. S. , 10630 107 80 Ltaalsbahn 500 Fr..... 425— 488 — Südbahn il 3»/° Iüuner.Iuli 500 Fr, (per St.) . . . 320öU 32250 Südbllhn il 5"/„..... 1L4-S5 125 S5 Diverse Lose (per Stück). Perzinslicht fose. 3°/» Vobenlrebit.Lole ltm, 1«80 «86— 293- ditto lim. 1889 28N-50 293 50 5"/u Donau. NenulicrungZ» Lose 100 fl. 0. W..... 257 — 264 — Serb. Präm,.Anl. v.100Fr.2'/<< 97— 1UZ- zln««Mliche z»s». Aud.ip,.Bllsilila (Dombau) 5 fl. L«-20 24 20 Krcdillose 100 fl...... 4K4'- 474'— CIar«.Lusc 40 fl. K, M. . - 142— 152'— Ofeuer Lose 40 fl..... 1«?— 178 — Plllffy.Luse 40 fl. K. M. . . 157— 167— :tto<«-» Nreuz, öst. Ges. v., 10 fl. 49 15 5110 üluwi Nreuz, una. Ges. v., 5 fl. 30 10 »21!) üiubols.Lole 10 fl...... 5U — «3— ZalM'Lose 4o fl, K. M. . —— — — Geld Ware Türl. E..V..Anl. Präm.'Oblig. 400 Fr, per Kasse , . . 163 20 16420 detto per W. ... 16575 163-75 Wiener Komm,»Lose v. I. 1874 515 40 525 4» Gew..Sch,d. 3«/<,Piäm,.Schuldu. d. Bodcnlr..Anst, Em. 1889 92- i»8— Altien. Tllln»porl>ßnterne!imunge». «ussig.Tepl. Vsenb. 5oa fl. 2510— 2514— Aöhm. Nordbllhn l50 fl. . 3L5— 367— Äuschtiehrader Cisb.500 fl. KM. 8U80 — 3u40— dettu (lit. ll.) 2uo fl, per Ult. 1128 — 1133— Donau > Dampffchiffahrts. Ges,, 1., l. l. priv., 500 fl, KM, 1050 — 1053— Dux.Äobenbachcr Eisb. 400 Kr, 54«— 547' Ferdlnands.Norbb, 100U fl. KM, 5530 — »550— Lemb.» Eisenbahn» Gesellschaft, 2<>u fl. S, , 580— 584— L!ov,d,0sterr,,Trk'st,.500fl.KM. 784'— 738- Österr. öiorbwcstdalin 200 fl. S. 450— 451 5« detto (lit. Ii,) 20« fl.S.P, Ult. 450— 452— Prag-DuxerElse»b. 100fl.abgst. 2s?— 2285c Ltaatseisb. 200 fl,T, per Ultimo 673— 674— Südb. 200 fl, Silber per Ultimo 16650 167 5t Sudnorbdeutschc Vcrbindungsb. 2»0 fl. KM...... 409 — 412— Tramway. Ges., neue Wiener, Prioritütij.Altien 100 fl. . —— —— Ungar, Wcstbahn (Raal»Graz) 20» fl, 2....... 406— 409— Wr. Lolalb.'Attien.Ves. 20« fl. 170 — 190 - Vanlen. Anglo.Österr. Banl, ILN fl, . . 3W— 3105« Banluerein, Wiener, per Kasse —— —— betto per Ultimo . . . 548— 549— Bobenlr..Niist. «sterr., 2««fl,T, 1036— 1U42— Zentr,.«od,.Kredl!, öst., 200 fl. 548— 550— Kreditanstalt für Handel »nb Gewerbe, 1l>« fl,, per Kasse —-— —— betto per Ultimo 66750 668-50 Kreditba»! allg, nng., 200 fl, . 80li'— 806— Depusiteübanl, allg., 200 fl. . 452'— 453— Lslumpte. Gesellschaft, nieder» österr., 4<>U Kronen . . . 558 — 0621« Giro. und Kassenverein, Wiener, 20« fl........ 465-— 468— Hypotheleubanl, österreichische, 200 fl. 3»"/„ E..... 295— 298— Ländcrbanl, österr,, 200 fl, per Kasse....... -— -— detto per Ultimo .... 43475 435-75 „Merlur". Wechselst,.Ultien. Gesellschaft, 2no fl, . . . 631— 637— Veld Ware Östrrr,.!ing. Aanl 1400 Kronen I6si> — 1695 — Unionbllnl 200 fl...... 549 — 55«-— Verlehrslianl, allg,, 14« fl. . 337 50 34«>5U Iniustrie.zlnternehmungtN. Äaiiges,, aNg, österr., 10« fl. . ita— 154 — ÄrüxerNolilenbergb.-Ges.loofl. «78— 683 — Elsenbahnw'Lcihg.,erste, 100fl. 202— 206 — ,.E!bemühl", Papiers. U.B..V. 169— ,71 — lileltr,.Ges., allg. österr., 200 fl. 457— 453 — dettu internal., 200 fl. 599— SU1 — Hirtenbergcr Patr.., Zündh. u, Mrt,.Fabrll 400 Kr. . . 1140 — 1144 — Liesiugcr Brauerei 100 fl. , , 305- 3N8'— WmiIan.Oescllsch,, österr,.alpine 5?2'50 57»-50 „Puldi.Hütte", Tiegelgußstahl. F..A..G. 200 fl. ... 525— 530— Prager Visen.Ind..Ge>. Slllgo.Tarjaner Eisenw. 10« fl..... 568— 571 — Talgll'Tarj. Stelnluhlen 100 fl, 6125« «14'— „Schl0glmühI",Pllpierf.,»«ofl. 826— 3«»-— „Schodnica", A..G. f. Petrol.. Ind., 500 Kr..... 61« — 614 — „Tteyiennühl", Papierfabril und V..E...... 46!>— 4VU-— Trlfailer Kohlenw,.«, 70 fl. . 268— »6»-5« Türl. Tabalregie.Oes, »«« Fr per Kasse , —— —'— betto per Ultimo 408— 410 — Waffenf,.Ges., österr., in Wien. 100 fl........ 586— Ü90-— Wllggon.Lelhanstalt, allgem., in Pest, 40ll Kr..... —'— ^'^ Wr. Vaugesellschast 100 fl. . . 15950 1»iä0 Wienerberner giegelf..Att..Gef. 849— 8«'— Devisen. zulze Sichten »»» Scheck,. Amsterdam....... 19855 138-75 Deutsche PlHhe...... 11735 l17'55 London........ 24« 22' 24042» Italienische NanlplHtze . . . 955« 95 70 Pari«......... 95 50 95 67' Zürich und Balel . . ^ . . »56« 9ü?5 Valuten. Dutaten ',,,..,. ll'»4 il'»» 20-Fianlen Zltu^t..... 19 «y' ","' -^.Marl-Ttücr....... 2» 47 23'ü4 De»t!che »ioichsbanMoten . . "? <<> ll? »« Italienische Baiitlioten . - - "^"s ^.^ !«ilbeI°N°te„ , . - > ^^ ' ,_ *T«*"' l**»»«I«»rlefeii, l'iiorltÄIeii Aktleu, 55 -o»«u r.t<>., »fvlieu uud Valuten. Ba,rL3ac- "u.nd. T^7"ecla.slorgrescli&ft liailtnvli, Spitiil^aMMe. Privat - D..,.«i» (^:^f.%^.u '-*•¦• •i --¦.¦ Laibacher Zeitung Nr. 161. 1536 17. Juli 1906. (3160) 3-1 Z. 3629. Aonkllroausschreiliung. An der t. l. Lehrerbildungsanstalt in Lai° bach gelangt eine Übungsschullehrerstelle lUnter-richtssprachc deutsch und slouenisch) zur Ve» setzung. Bewerber u»n diese Lehrstelle, mit welcher die im Gesetze vom 19. September 1898, R. G. Bl. Nr. 174, normierten Bezüge verbun-den sind, habei, ihre Gesuche im vorgeschriebenen Dienstwege bis 5. August 1906 beim t. l. Landesschulrate in Laibach einzubringen und in ihnen ein etwaiges Ansuchen um Anrechnung der im Vollsschuldieuste zugebrachten Dienstzeit (8 14 des obigen Gesetzes) ersichtlich zu machen. K. t. Landesschnlrat für strain. Laibach am 14. Juli 1906. (3161) 3-1 Z, 3648. ttookurüauslchreiliung. An der t. l, Lehrerinnenbildungsanstalt mit deutscher und slovenischer Unterrichtssprache in Laibacb kommt mit Beginn des Schuljahres 1906/1907 eine Hauptlehrerstrlle für Natur. geschichte, Naturlehre und Mathematik mit den durch das Gesetz vom 19. September 1898. N. G. Bl. Nr. 174, normierten Bezügen zur definitiven Besetzung, Unter den Bewerbern haben diejenigen, welche die Lehrbefähigung für die Landwirtschaft besitzen, bei soust gleichen Voraussetzuugeu den Vorzug. Lei Ernannte wild verpflichtet, sich inner» halb der gesetzlichen Lehrverpflichtung auch an der t. l. Lehrerinnenbildungsanstalt verwenden zu lassen. Allfällige Anspüchc auf Anrechnuug von Dienstjahieu behufs Bcmessuug von Quinquen» Nlllzulagen sind in den Gesuchen anzuführen. Bewerber um diese Stelle haben ihre a.e» hörig belegten, an das k. t. Ministerium für Kultus und Unterricht gerichteten Gesuche bis 5. August 1906 beim l. l. Landesschulrate sür Krain in Laibach einzubringen. K. t. Landesschnlrat für Main. Laibach am 14. Juli 1906. (8110) 3-3 Z. 3547. tionkursnusschreibung. ?lm Ttaats - Nntergymnasium in Gotischer tommt mit Beginn des Schul» jahrc5 1906/07 eine provisorische Lehrstelle für Naturgeschichte als Hauptfach. Mathematik und Physit als Nebenfächer zur Besetzung. Gesuche sind bis 31. Juli 1906 beim t. k. Landesschulrate sür Krain in Laibach einzubringen. K. l. Landcsfchulrat für Krain. Laibach, ain 10. Juli 1906. ,2952.-y 2—2 Konllurbllusschreidung. An der t. n. l. Marineatademie in Fiume gelangen mit 1. September d, I. zwei Assisten» tenstellen, und zwar eille für Naturgeschichte und Chemie, eine zweite für Physil zur Be» sehung. Die Bewerber haben ihre eigenhändig geschriebenen Gesuche bis 31. Juli 1906. dem l, u. l. Marineallldenlie-Kommando in Fiume vorzulegen. (Ausführliche Kundmachung in der Nr. 149 vom 3, Juli 1906 dieser Zeitung.) Vom l. u. t. Marincaladcmirtommando in ^iumc. Z, 3798. Kundmachn«,,. Nachstehende Parteien haben beim t. t. Steneramte Laas an der allgemeinen Erwerb-steuer, beziehungsweise an Erweibsteuerstrafen unrealifierbare Überzahlungen, und zwar: 1.> Franz .Arasovec, seinerzeit Farn Nr. 7 per 19 X 42 !>; 2.> Franz Logar, seinerzeit Neudorf Nr. 14 per 4 X 17 !>; 3.) Johann Trape, feinerzeit Altenmarlt Nr. 28 per 6 X 68 l>. Parteien, welche die Rückerstattung dieser Überzahlungen beanspruchen, haben ihre dies» bezüglichen Ansprüche beim l. l. Stcueramte in Laas zu erheben. K. t. Vezirtshauptmannschaft als Steuerbehörde Loilsch am 7. Juli 1906. Št. 3798. Razglas. Sledeèe stranke imajo pri c. kr. davünem uradu v Ložu nerealizovane preplacila na obèni pridobnini, oziroma pridobninski kazni, in sicer: 1.) Franc Kraöovec, svojecasno pri Fari St. 7 pr. 19 K 42 li; 2.) Franc Logar, svojeèasno v Novivasi St. 14 pr. 4 K 17 h; 3.) Janez Trape, svojeèasno v Staremtrgu St. 28 pr. 6 K 68 h. Stranke, katere zahtevajo povraèilo tega preplaèila, imajo svoje tozadevne zahteve ogla-siti pri c. kr. davènem iiradn v Ložu. C kr. okrajnt) glavim»tvo kot davèna obla.st. Logatec, dne 7. julija 1906. ^^^ Gegründet 1842. ^^^ T Wappen-, Schriften- T und Schildermaler Brüder Eberl Laibach Mikloilöstrasse Nr. 6 BallhauBgasBe Nr. 6. Tel-ph...- !f>4 1755 f>5 Im Cafe Europa sind folgende Zeitungen zu vergeben: Freie Presse (2), Deutsche Zeitung-, Wiener Zeitung, Allgemeine, Politik, Narodni Politika, Narodni Listy, C'as, Slovenec, Soöa, Gorenjc, Leipziger und Österreichische lllustr. Zeitung, Moderne Kunst, Über Land uud Meer, Wiener Fliegende, Salon- Witzblatt, Die Muskete, Meggendorfer, Interessantes Matt, Das Buch für alle, Kunst für alle, Österreichisclie Rundschau, Die Zeit, Reichspost, Figaro. f3131) 3-2 k yermieten zum August- und Novembertermin, Lokalitäten, verwendbar für Kanzleien, Klubs und Geschäfte sowie Lager- und Kellerräume, kleine und große Wohnungen Gründe. Näheres im Bureau Deghenghi, Koliseum. (3170) 1 mr* Geübte *^p| flflHtaim werden RÖmerstraße 9, II. Stock, Tür 18, sogleich aufgenommen. (3176) 3—1 Sohönes, möbliertes Mansarden-Zimmer ist zu vermieten. Anzufragen Villa Weinlioh, ErjavecHtraße Nr. 12. (3173) liiili wird zu kaufen gesucht. Gefällige Anträge an die Administration dieser Zeitung. (3180) 2—1 Gcldvopschiisse gegen und ohne Bürgscliaft von 500 K aufwärts. — Abzahlung in 80 Monatsraten oder vierteljährigen Katen, für Gewerbetreibende, Geschäftsleute, definitiv Angestellte, Offiziere, Grund- und Hausbesitzer, sowie für Personen ieden Standes zu 5 und 6 Prozent Zinsen. Rasche Erledigung durch (JolriNchiiiitftM Eskomptebnreau, Budapest, Königsgasse 104, im eigenen Hause. Keiourmarke erbeten. (3086) 4—3 i I..... ^ r ^=5 f Et HfiLyBfll^^^^^^^^^^^^^^^^^^lC3^^l Zu beziehenvon lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg, Buchhandlung in Laibach, Kongreßplatz 2. Kontoristin Absolventin des Handelskurses, in allen kaufm. Arbeiten tüchtig und versiert, mit prima Referenzen, sucht Posten ab 1. August 1. J. Gest. Zuschriften erbeten unter «M. P. 1906» postlagernd Laibach. 3146) 3—2 Wegen Übersiedlung sind fast neue, komplette schwarze Salonmöbel mit Metall- u. Perlmuttereinlagen, ferner politierte i3i2ti) 2 Betten billig zu verkaufen. Näheres in der Administration dieser Zeitung. Akad, Porträt-Zeichner, Wappen-, Schilder- und283 Schriftenmaler B. Grosser Laibach, Quergasse 8 gegenüber dem städt. Volksbade. J^vis für die P. 7.Damen! Leinen-, Pikee- sowie sämtliche Sport- To He tte n werden auf das eleganteste angefertigt. (3130) 3—1 Carl Jfasper ffobes-tfo nfeltfio n Wiencrstrasse Nr. 32. Gesucht wird eine kleine, sehr reine, unmöblierte Jahreswohnung im 1. oder II. Stocke in der Nähe einer guten KoHtauration und der Sternallee, für eine alte Dame, per Rofort oder später Anträge unter ,,Kleine "Wohnung", Kongreßplatz 3, I. Stock, Tür hei der Stiege. (3127) 2 — 2 p^üilla-ilephaiif in Primskovo bei Krainburg. 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