Nr. 13. Mittwoch, 17. Iliimcl 1894. 113. IahtMNg. l!«»ziah>in " l Vin'ln?« f! ^ '. Ni, d . n> .?,im"« .^ .3 ^ ^ ^7 Ä" 6 ° "'.>'' ° ir: I Die -l-aib, Zeit,, erschrint «änlich, mi< Ansnnhme bcr E°,»>- ,.nd Fliers, Die «dminist«cn„ lU.'.cbrrIi°I»,.nr» pcr Zrilr « lr, V ,,»d von « bis 4 Ul,r ,w<,,mittal,e, - U»sl<»,l rrtt Vn^r wcrbr» nich, cm!,l»°mn.sn, Mllnusrriplc nicht zxriiclgsftsll». Amtlicher Mil. Se. t. und k. Apostolische Majestät haben auf Grund eines vom Minister des kaiserlichen Hanfes und des Aeußeru erstatteten allerunterthänigstcu Vor-trages mit Allerhöchster Entschließung von': 22. December v. I. anlässlich der Umwandlung des bisherigen Verufs-Consulates für Cardiff-Newport in ein Honoraramt den Handelsmann Wilhelm Rönnfeldt in Cardiff zum unbcsoldeten Consnl daselbst mit dem Recht« zum Bezüge der tarifmäßigen Consulargebüren allergnädigst zu ernennen geruht. Nichtamtlicher Weil. Die Statistik des auswärtigen Handels. Der Handelsminister hat anlässlich des Erscheinens der neuen Durchführungsverordnung vom 18. December 1893 (N. G. Bl. Nr. 177) zu' dem Ges.tz? vom 26. Juni 1890 (N. G. Bl. Nr. 132). betr.ffend die Statistik des auswärtigen Handels, unter dem 23. December vorigen Jahres zur Z. 67.415 den nachfolgenden Circular Erlass an sämmtliche Handels» und Gewerbekammern gerichtet:* Die durch die neue Durchführungsverordnung abgeschlossene Revision der Ausführungsbestimmungen zu dem handelsstatistischen Gesetze vom 26. Juni' 18W bezweckt einerseits, die seit dem Inölebentreten des letzteren gemachten praktischen Erfahrungen zu verwerten und die während einer dreijährigen Wirksamkeit der früheren Vorschriften wahrgenommenen Lücken und Unvolltummenheitcn in denselben zu bescitigeu, ander-Ms im Iut.r.sse der Staatsverwaltung und des Publicums die handelöstatistischen Erhebungen zu erweitern und zu vertiefen. ^ u ° In der zweiten Hinsicht ist insbesondere erwähnenswert, dass in Zukunft eine besondere Nach-wechmg des Land- und Secverkehres sowie eine genauere Darstellung des Vorm.'lkverkehrcs stattfinden soll, wodurch die bisherige Erfassuug des Außenhandels eme wertvolle nnd unumgänglich nothwendige Ergänzung erfahren wird. " « ^ " u u a u , Vei den mehrmonatlichcn Berathungen der beteiligten Stellen, welche der Erlassnng der oben erwähnten neuen Dnrchführungsbestimnnmgen voran-gsaangcn sind, wurde trotz aller Rücksichtnahme ans me Bedürfnisse des handklsstatistischen Dienstes stets sorgfältig auch auf die Interessen des Verkehres Ve- seinerzeit bereits auszugsweise gebracht. dacht genommen, wie beispielsweise die in den §§ 18 und 22 enthaltenen, sehr ausgedehnten Erleichterungen m der statistischen Anmeldepfl'cht beim Verkehre auf Nebenwegen beweisen. Dessennngeachtet kaun nicht in Abrede gestellt werden, dass nach wie vor dem Publi« cmn aus dem Anlasse der Hindelsstatistik mancherlei Bemühungen erwachsen werden, ja sozar. dass in einem oder dem anderen Punkte erhöhte Ansprüche gestellt werdeu müssn. wenn anders unsere Handelsstatistik mcht darauf hätt,? verzichten müssen, jrncn Anfgaben vollanf zu entsprechen, die an eine moderne Schöpfung dieser Art zu stellen sind. In hohem Maße wird es nun von dem Publicum selbst, und zwar namentlich von der hier zunächst in Betracht lommeuden Geschäftswelt abhängen, ob die unter keinen Umständen vermeidbaren Mühm und Kosten jenen Erfolg haben, den sie thatsächlich zu be-nmken imstaude siud. Nur bei verständnisvoller und bereitwilliger Mitwirkung des Publicums werden die erhobenen statistischen Daten dm wünschenswerten Grad von Nichtigkeit und Vollständigkeit besitzen und damit cm geuaues uud zuverlässiges Bild des Außenhandels ur die Zwecke der Erkeuntuiz unserer wirtschaftlichen -kerhaltmssc und der Pflege unserer commercielleu In-lcresftn abgeben. Die geehrte Handels- nnd Gewerbekammer wird mich demnach zu besonderer Anerkennung verpflichten, wenn ste nach Kräften in ihren Kreisen die Auf-merkMkelt auf das Erscheinen der neuen Vorschriften Witt und fur die Erkenntnis der Bedeutung dcrHandels-statistik sowie für die genane Befolgung der bestehenden Bestimmungen wirkt und in letzterer Beziehung auch darauf Emfluss uinnnt, dass nicht bloß äußerlich den Anforderungen des Gesetzes uud der Verordnung genngt erscheine, sondern die Anmeldungen im Sinne der Herstellung einer wirklich genauen Handelsstatistik erstattet werden. Von einer derartigen Einflussnahme der geschlichen Vertretungskörper von Handel und Industrie auf die durch sie repräsentierten Kreise und einem dadurch beförderten, freiwilligen Entgegenkommen des Publicums erwarte ich mehr als von Maßnahmen des Zwanges, die bisher nur in bescheidenstem Umfange zur Auwendnng gelangt sind und auch in Zukunft nach Möglichkeit vermieden werden sollen. Insbesondere wird eine intelligente und willige Mitwirkung der Parteien hinsichtlich jener Daten von entscheidender Bedeutung sein, die von den die stati' slische Anmeldung cutgcgeunehmenden staatlichen Organen nur unvollkommen odcr uur mit einem großen, die prompte Abwicklnng ihrer sonstigen Geschäfte störenden Zcilanfwaude zu überprüfen sind. In dieser Be- ziehung möge die geehrte Handels« und Gewerbelammer vor allem dafür w rken. dass die stilistische Anmeldung auch im Falle der Ausfuhr richtig und genau geschehe, da die Vornahme von Revisionen, namentlich bei sorgfältig verpackten, zum Nbsahe im Auslande bestimmten Waren möglichst vermieden wird, sowie dass auch die Mühe nicht gescheut werd?, das wirkliche Land der Herkunst od.'r der Bestimmung ltz 15 der Verordnung) zu ermitteln und anzumelden, um die zu Zweifeln Anlass gebenden Provenienz und Destinations« Angaben (wie jene der Frcibezirke Trieft, Fiume, Hamburg, Bremen) auf das in der That unumgängliche Maß zu beschränken. Aber auch der Beachtung der scheinbar minder wichtigen, weil nur die äußere Form berührenden Vorschriften, wird volle Aufmerksamkeit zuzuwenden sein, wie beispielsweise der Forderung der namentlich bei d n Ziffern deutliche und in allen Rubriken vollständige Ausfüllung der statistischen Anmeldescheine und der statistischen Zolldeclarationsduplicate beim Postoerkehre (§8 7. 14 und 26, fünfter Absatz, der Verordnung), den Bestimmungen im ß 7, Ziffer 3, der Verordnung inbetreff der Ausfüllung der auf Anzahl, Gattung und Bezeichnung der Colli und Fahrzeuge bezughabenden Rubrik in den Anmeldefcheinen und den Anordnungen im § 17 über die bei der Anführung der Waren zu beobachtende Reihenfolge. Solche Bestimmungen dienen znm Theile dazu, den die Anmeldung entgegennehmenden Organen die Ueberprüfung und Vergleichung der Anmeldungen mit den Zolldocumenten lc. zu erleichtern und dadurch j,dcr Verzögerung in der Abfertigung auch im Interesse des Publicums selbst vorzubeugen, zum Theile eutspringen diese Bestimmungen aber auch unmittelbar den Bedürfnissen des handelsstatistischen Dienstes. Zur glatten, raschen und zuverlässigen Bewälti» gung des von demselben zu verarbeitenden massenhaften Materials, welches im Laufe eines Jahres auf circa fünf Millionen statistische Anmeldungen und sonstige Aufzeichnungen, daruuter zum Theile auch solche mit einer großen Reihe von Pusten anwächst, ist es unumgänglich nothwendig, dass hierm eine gewisse Gleichförmigkeit und Ordnnng herrsche und dass auch die bloßen Formvorschriften allgemein Beachtung finden, wenn nicht die Arbeit wesentlich compliciert und eine störende uud unöloyomische Ausdehnung des Handels-statistisch.'« Dienstes hervorgerufen werden soll. Ich hoffe und erwarte, dass es der geehrten Kammer gelingen werde, auch die Erkenntnis von der Nothwendigkeit solcher aus der Eigenart eines großen statistischeii Dienstes entstammenden Ansprüche hin« Feuilleton. Venns im größten Glänze. Nicht gar hoch am westlichen Himmel und schon in der ersten Abenddämmerung strahlt Venus, dcr holde Abcndstern, in herrlichem Glänze; ihr reines silberweißes Licht erreichte um deu 12. Jänner das Maximum der Helligkeit. Der Glauz des Plaucteu ist gegenwärtig so groß, dass ein aufmerksames scharfes Äuge ihn selbst in vollem Sonnenschein ohne große Mühe am Tageshimmel ausfindm kann. Bereits Acueas soll i> auf seiner Rückreise von Troja die Venus am Tage gesehen haben, uud wenn Ardüser iu seiner bekannten Chronik erzählt: «Den 15. Juni 1571 sah mau zu Chur vor Sanct Marti einen schönen luttren Stärueu am Himmel um Mittcutag,» so bezieht sich das ohne allen Zweifel ebenfalls cmf uusere Venus; zuweilen hat ihr Erscheinen am Tage sogar die abergläubische Menge geängstigt, so 1630 in Tübingen, ja uoch 1798 m Paris. Im Fernrohr betrachtet, 'zeigt sich die Gestalt des Planeten um diese Zeit als prächtige, hell-schmimcrnde Sichel, was eine Folge der Bahnverhält-msse der Venus ist; da nämlich letztere innerhalb der Erdbahn um die Sonne sich bewegt, so zeigt sie im ^aufe des Jahres alle die vcrschicdeneu Wechsel des Aeleuchtuugszustandes wie unser Mond. Nach dcr ."conatsmitte nimmt der Glanz des Planeten wieder langsam ab, er nähert sich unserer Erde aber noch mehr; gegen die Mit^e des Februar verschwindet Venus in der überwältigenden Kraft des Sonnenlichtes für unser Auge, sie steht dauu in der sogenannten unteren Conjunction zwischen Erde und Sonne und erreicht ihre größte Annähn'ung au erstere. Von hier ab wird sie uun Morgenstern und zeigt sich unseren Blicken zur Zeit des Frühlings - Acqu'inoctiums am Morgenhimmcl nochmals in einer Periode größten Glanzes. Venus hat schon seit langem den Astronomen durch eine besondere mysteriöse Erscheinung imponiert d,e aber bis heute noch keine allseilig befriedigende Erlläruug finden konnte. Manchmal, i'md namentlich m den Zeiten ihrer größten Helligkeit, erscheint sie dl-ln bewaffneten Auge im Fernrohr als Vollkreis in der Art, dass die von d, Sonne beleuchtete Hälfte in blendendem Glänze, dagegen die nicht beleuchtete Hälfte, also die Nachtseite, in einem zarten, mild-u phosphorescierenden Schimmer aufleuchtet ebenso wie wir es auch oft bei der schmalen Mondsichel w.ih--u.hmen, wo dcr uichtbeleuchtete Theil in einem dämmernsaschfarbenen Lichte vom Himmel sich abhebt Das Seltsamste an diesem mysteriösen Lichte auf der Nachtseite der Venus ist sein intermittierendes Auftreten. Zuweilen ist dasselbe schou mit scharfen optischen hilfsmitlcln deutlich zu erkennen, zuweileu ist dagegcu bei derselbe» Lage des Planeten zu uns und zu der Sonne mit den allerbesten Fernröhren auch uicht die geringste Spur von demselben zu erblicken. Professor Winnecke, der frühere Director der Straßburger Sternwarte, theilt z. B. mit. dass er wohl uuzähligemale mit den verschiedensten Instru» menten nach der Venus geschaut und dabei stets eine besondere Aufmerksamkeit jenem problematischen, phosphorescierenden Lichte gewidmet habe, ohn«? nur eine Spur davon zu entdecken, bis er es im Jahre 1871 plötzlich wieder aufleuchten und von da ab wieder öfter sah. Mlch^ Elkläruug dürfte für die Erscheinung j'nes phosphorisch u Scheines uun am besten zu geben sein? Schon Vessel, d<-r große Astronom, sprach die Vermuthung aus. dass der nächtliche Lichtschein auf der Venus wohl mit unseren Nordlichtern vergleichbar, ja verwandt sein dürfte, und Dr. Wilhelm Mey?r, der gelehrte Vorstand der «Urania» zu Berlin, hat uun in neuerer Z'it eine sorgfältige Zusammenstellung aller jener Veobachtungsdaten, die sich auf deu mysteriösen Nachtschein der Venus beziehen, zusammengehalten mit einem systematischen Verzeichnisse von Sonnenflecken und Polarlichtern. Es erwies sich dabei eine so gute Ueb^remstimmung beider Erscheinungen '^s man sie nur hoffen durfte. «Immer wenn jener . >.Ht-lich glimmende Schein an der Venus zu uns herüber-lenchnte, sind anch in den oberen Rgionen der Erdatmosphäre Nordlichter besonders häufig oder besonders iutensiu aufgetreten.» In fünfzehn verschiedenen Jahren, Laibacher Zciwna Rr. 13. 106 17. Jänner 1894. sichtlich der Ausfertigung der Anmeldungen zu verbreiten und damit auf die allgemeine und genaue Befolgung der auf die Alt der Ausstellung der Anmeldungen bezughabenden Vorschriften einen dankenswerten Einfluss auszuüben. Desgleichen wird es auch empfehlenswert sein, wenn es sich die geehrte Kammer angelegen sein lässt, dass jene Bestimmungen der Verordnung, welche eine Initiative des Publicums zum Gegenstande haben, wie die im § 15, dritter Absatz, behandelten Nachtrags-anmeldungen des eigentlichen Consumtionslandes oder die im H 20, letzter Absah, vorgeschriebenen berichtigenden Erklärungen im Falle geänderter Transportbestimmung b>i Aus- oder Durchfuhrgüteru, geuügend bekannt werden und dass das Publicum willig die kleine Mühewaltung auf sich uimmt, welche von erheblichem Werte für die Entfernung uurichtiger Angaben aus dem handelsstatistischen Materiale sein kann. __________ * ZeitllligsschlM. Das «Nene Wiener Tagblatt» gibt der lebhaften Genugthuung über den Erfolg der österreichischen Industrie bei der Weltausstellung in Chicago Ausdruck und sagt: Bei der Durchsicht der Liste der Prämiierten muss jeden Ocsterreicher ein aufrichtiges Gefühl patriotischer Freude überkommen, denn nicht weniger als drei Viertel aller Aussteller sind der Auszeichnuug für ihre Verdienste auf dem Gebiete gewerblicher und künstlerischer Arbeiten theilhaftig geworden .. . Berücksichtigt man den Umstand, dass den Oesterreichern für Aus-stellungszwccke im Verhältnisse zu den anderen Industriestaaten sehr geringe staatliche Mittel zngebote standen, nnd weiter die handelspolitische Thatsache, dass unser Großgewerbe bisher noch einen bescheideneu Antheil an dem Verbrauchsmarkte der Vereinigten Staaten nimmt, dann muss uns die stattliche Ziffer mit umso größerer Befriedigung, ja mit gerechtem Stolze erfüllen .... Es ist kein Zweifel, dass unsere Schaustellung, in Chicago den guten Ruf der österreichischen Industrie weiter im Lande verbreiten und den Absatz ihrer Erzeugnisse in den Vereinigten Staaten fördern wird. Das Blatt fchlicßt seine Ausführungen folgendermaßen: Indem man die politischen Streitfragen zurückstellte, wird es dem Coalitions Ministerium möglich gemacht, die langersehnte intensive Thätigkeit anf wirtschaftlichem Gebiete durchzuführen und jenen Hauptfactor im Staatsleben zu fördern und zu unterstützen, der die Hauptbasis für das materielle Wohlergehen, die Stärke und die Macht eines Staates bildet — die heimische Arbeit, die österreichische Industrie, die aus dem industriellen Wettfamftfe im fermu Westen so ehrenvoll und mit so großem Erfolge zurückgekehrt ist. Die «Zeitschrift für Staats- und Volkswirtschaft» veröffentlicht einen längeren Artikel über die Fortsetzung der Währungsreform, welchem wird Folgendes entnehmen: Gleich zu Beginn des neuen Jahres kommt erfr,uliche Kunde von der Fortsetzung der Währungsreform . . . Jedermann wird die Beobachtuug machen, dass das Vertrauen in die Durchführung der Währungsreform bedeutend gestiegen ist. Nicht zum mindesten haben die Vereinbarungen der letzten Tage zwischen den leiden Finanzministern der Monarchie und zwischen diesen und der Bankleitung zu der günstigeren Auffassung beigetragen, welche nunmehr allenthalben auftritt .....Die diesmal gefassten Beschlüsse zeigen, dass es dm leitenden Factoren völliger Ernst mit der Währungsreform ist, dass die Regierungen selbst ihres maßgebenden Einflusses auf die Circulation des Geldes sich zu begeben gewillt sind, um die Sanierung unseres Geldwesens herbeizuführen. Das wird im Auslande einen guten Eindrnck machen.....Die Vereinbarungen, welche Herr Dr. v. Plener und Herr Dr. We-kerle miteinander getroffen haben, sind einfacher und klarer Natur. Die «Bosnische Post» erörtert die Steuerverhält -nisse in den occupierten Ländern uud bemerkt: Es klingt nahezu unglaublich, ist aber trotzdem vollstäudig wahr, dass in Bosnien und in der Herzegowina die Steucrn ohne Anwenduug von Gewaltmaßregelu anstandslos eingetrieben werden, dass eine Real Executiou zu den fast unbekannten Vorkommnissen gehört. Es ist nämlich dm betreffenden Verwaltungsorganen zweierlei gelungen. Erstens haben sie das Vertrauen des Volkes in ihre tadellose Redlichkeit zu erwerben und zu erhalten verstanden. Zweitens haben sie es durch Takt und Entgegenkommen dahin gebracht, dass der Steuerzahler seine Abgaben bereitwillig entrichtet, weil man ihn davon überz-ugt hat, dass seiu Geld für Zwecke der Laudeswohlfahrt verwendet wird, zu deren Festignng auch er beitragen muss. Politische Uebersicht. iiaibach, 16. Jänner. Der st eiermärkische Landtag befasste sich in seiner gestrigen Sitzuug mit ersten Lesungen sowie den Voranschlägen; die nächste Sitzuug fiudet am 17. d. statt. Der ob er österreichische Landtag beschloss die erste Lesung des Gesetzes, betreffend die Ausdehnung des Wahlrechtes in die Gemeindevertretungen, mit Ausnahme jener von Linz und Steyr, auf einzelne Verufs-classen (Chirurgen, Pharmaceuten und Techniker) ohne Rücksicht auf deren Stcnerleistnug vorzunehmen. ImgalizischenLandtage wurde das Vudget-provisorium eingebracht. Weiters wurdeu siebeu neue Vorlagen des Landesausschusses an die betreffenden Fachausschüsse geleitet. Abg. Romauczuk (Nuthme) briugt einen Antrag auf Reform der Landtagsniahl-ordnuug ein, demzufolge eine Erweiterung des Wahlrechtes für den Landtag, Einführung der directen Wahlen in die Landgemeinden sowie eine Vermehrung der Zahl der Abgeordneten aus den Curien der Städte und d^r Landgemeinden eintreten soll. Im ungarischen Abgeordnetenhause (Sitzung vom 15. d. M.) theilt der Präsident eine Zuschrift des Ministerpräsidenten mit, wonach der Kaiser die aus Anlass des Jahreswechsels ausgesprochenen Glückwünsche des Hauses entgegengenommen habe, ferner ein Schreiben des Erzherzogs Josef, worin der-elbe für die ihm aus Anlass des fünfundzwanzigjährigen Jubiläums zum Ausdrucke gebrachten Glückwünsche den innigsten Dank ansspricht. — Ackerbau-minister Graf Bet'hlen l'gt den Bericht über die Raab-Negulierung uud Abgeordneter Perczel den Bericht des Ausschusses über die Feldpolizei vor. — Der Präsident beantragt, zunächst das Gesetz über das Colonisations-wesen am Mittwoch in Verhandlung zu ziehen, was angenommen wird. — Hierauf wird die Sitzung geschlossen. Eine der »Politischen Correspondenz» aus Berlin von guter Seite zugehende Mittheilung vom Gestrigen bezeichnet alle in die Oeffentlichkeit gedrungenen Mittheilungen über den muthmaßlichen Nachfolger des Botschafters Prinzen Reuß als mibediugt v?rfrilh> starker Uebertreibung beruhen. Tagesneuigleiten. — (Erkrankung der Kaiserin vnnRuss' land,) Einem Petersburger Telegramme der «Köln. Ztg.' zufolge ist die Kaiserin von Nussland heftig an GnpP< ertrankt, so dass der Neujahrstmftfang abbestellt wurt»e> Auch Großfürst Michael Allxandrmuilsch ist schwer ertrank — (Ein neuer Exp lo s i on sst of s,) Wie alli Genf berichtet wild, wurden am 1l. d. M. von dem bl' kannten, jsht in Berlin lebendln Chemiker Raoul Pic^ im französischen Theile des Dorfes Veyrier in einel Steingrube neue Versuche mit dem von ihm erfunden^ Explosivstoff Fulgurit angestellt. Der französische Kriegs' minister halte zwei Officiere abgeordnet, aus Gens walt» 30 Officiere erschienen und der Slaatsrath war durch dre> Mitglieder vertreten. Die Versuche begannen um ha^ 3 Uhr und schlössen um halb 6 Uhr abends. Der lt? folg war besonders überraschend im Sprengen von große" Felsblöcken. Patronen mit 110 bis 140 Gramm Fulgur'l wurden 60 bis 90 Centimeter tief vergraben und »" Verbindung mit einer kleinen elektrischen Batterie gest^ Die Explosion erfolgte sofort ohne Feuer, ohne Raus und mit wenig Geräusch. Sämmtliche Officiere watt" über die Krast einer so «einen Menge von ExplosioM sloff sehr überrascht. " — (Palestri na - Gedächtnisfeier.) ^ Münchner Chorschulverein, der seit einer Reihe v»" Jahren die Pflege des l^ c^^iiu-Gesanges sich angelt" sein lässt, veranstaltet zusammen mit einer größeren M zahl von Musikfreunden am 2. Februar, dem 300. Todcs' tage Giovanni Pierluigi's da Palestrina, im großen Odeol^ Saale in München eine Gedächtnisseier zu Ehren d" großen Meisters. zwischen 1721 uud 1871, an welchen man das matte Venuslicht beobachtete, findet sich jene Wahrnehmung vollständig bestätigt. Trotzdem nun Venus von allen Planeten unseres Sonnensystems der Erde am nächsten kommt, bietet dennoch die Erforschung ihrer Oberfläche uud namentlich die Feststellung der Umdrehungszeit um ihre Achse, welche den Wechsel von Tag und Nacht bedingt, immer noch große Schwierigkeiten. Lange Zeit glaubte man allgemein den Angaben des Astronomen de Vico, der eine Rotationszeit der Venus von mehr als 23 Stunden fand. Umso größeres Aufsehen erregte es daher, als der berühmte Mailänder Astronom Schiaparelli nachwies, dass jene Annahme unbegründet sei, dass vielmehr die Rotation viel langsamer vor sich gehe und dass wahrscheinlich Venus der Sonne stets dieselbe Seite zuwende, wie unser Mond der Erde, womit sich alsbald auch Professor Perrotin, der Director des großartigen Nizzaer Observatoriums, auf Grund sriner Vennszeichnungen vollkommen einverstanden erklärte. Dagegen haben neuestens die Brüsseler Gelehrten Niesten und Stuyvaert aus einer dreizehnjährigen Beobachtuugsreihe wieder auf eine viel schnellere Üm-drehuug der Venus geschlossen und damit die Ent-dcckuug Schiaparelli's neuerdings in Frage gestellt. Sie haben auch eine neue Karte der Venus gezeichuet, die beide Halbkugeln des Planeten umfasst uud uament-lich für dir zukünftigen Beobachtungen der Oberflächen-Beschaffenheit dieses merkwürdigen Himmelskörpers von hohllu Werte sein dürfte. Dennoch. Roman aus der Gesellschaft von L. Ideler (U. Derelli,) (N. Fortsetzung.) «Verzeihen Sie eine Frage,» warf Rosalie ein, «spricht Cora englisch?» «Sie spricht es wie eine Deutsche wit deutschem Accent und deutschen Wendungen; im übrigen beherrscht sie die französische und englische Sprache so vollkommen, dass sie jedes Wort versteht Sie ist. sehr begabt.» «So!» Rosalie sah ernst vor sich nieder. «Nun, Miss, ich höre.» «Als ich zuerst in dieses Haus kam,» begann die alte Dame mit müder, verschleierter Stimme, «waren Cora und Harry kleine Kinder. Ich gewann beide bald sehr lieb und sie schlössen sich auch an mich an; weiß Gott, dass ich es versucht habe, ihnen die Mutter zu ersetzen. Ich habe an ihren Betten gewacht, wenn sie krank waren; ich freute mich ihres'Fleißes und betrübte mich ihrer Unarten wegen. Cora lernte vorzüglich. Drei Jahre älter als der viel geringer begabte Bruder, war sie ihm weit voraus, und ich freute mich ihrer glänzenden Anlagen. Aber als das kleine Mädchen größer wurde, entwickelten sich bei ihr selt« same Eigenschaften, die zuvor niemand vermuthet hätte. Das frühreife Kind zeigte einen sonderbaren Hang zum Verstecktsein und eine Schlauheit, die sich bald genug in Berechnung verwandelte. Sie thut nichts ohne Ucber-legung und das wirkt bei einem so jungen Mädchen peiuigend. Sie ist sich immer dessen anfs klarste ^ wusst, was sie erreichen oder verhindern will. Ich b'" dieser befremdenden Berechnuugsgabe wohl zu Anfa^ nicht streng genug entgegengetreten, uud zwar aus d<^ Grunde, weil mir ein solcher Charakter noch nielN^ begegnet war und ich denselben einfach nicht verst^' Nun ist es für mein Erziehen zu spät; sie ist "" geistig vollständig gewachsen und spottet über me»" Bemühuugeu, sie zum Guten zu leukell. In dics^ Dilemma erschienen Sie mir als die einzige Rettll", Wenn Cora in Ihnen, dem einige Jahre älteren, st" erzogenen Mädchen eine wirkliche Freundin fi^. köuute, würde sie vielleicht doch noch wieder and^ werdeu.» «Es wird sehr schwer für mich sein, nach dies^ was ich nun weiß, mir die Freuudschaft dieser jlwgk Dame zu gewinueu,. meiute Rosalie sorgenvoll "" nachdenklich. «Ich fürchte dasselbe,» antwortete die Englä^ derm offenherzig. «Aber versuchm Sie es! BM lemaud es vermag. Cora Respect eiuzuslößeu, so UM nie dazu angethan. Sie mit Ihrem bestimmten, fei"» Charakter.. «Warum gerade ich?, versetzte das junge Mäd< leicht erröthend. «Sind denn hier in der UmM«?"« gar leme gleichalterige, juuge Mädchen, mit denen ^» verkehren uud sich befreuuden könnte?» M «Eine ganze Menge,, antwortete Miss M" «aber Cora hat keine Freundin unter ihnen ""' denn ste ist falsch. Das sagt auch unsere nächste ^» Lllibacher Zeitung Nr. 13. 107 17. Iiinner 1894. — (Vom rumänischen Hofe.) Aus Bukarest w,rd vom 14. d. M. gemeldet: Anlässlich des Neujahrsfestes fand vormittags in der Kathedrale eine kirchliche l /1«^"' "°""s ber König in den Sälen des crz-dlschösllchen Palastes die Glückwünsche der Staatswürden-träger entgegennahm. Der gestern abends stattgehabte Hof-dall lst in glänzender Weife verlaufen. Demselben wohnten we Mmster, die Würdenträger, das diplomatische Corps, Parlamentsmitglieder und zahlreiche geladene Gäste bei. Lie Sllmmung war eine sehr animierte. Der König verweilte bis spät nachts auf dem Feste und unterhielt sich 'n leutseligster Weise mit vielen Persönlichleiten. ^ (VerkaufteKinder.) Ein Bericht aus Turin Widert folgende Scene, welche sich am 3. d. vormittags m, dortigen Bahnhofe zugetragen hat. Zwei nur mit dem ^othdurftlgsten bekleidete, augenfcheinlich frierende Knaben zwischen 10 und 14 Jahren wandelten schon Stunden hmdurch den Perron ans und ab und erregten durch ihr elendes Aussehen das Mitleid mehrerer Personen. End-l'ch wendeten sich zwei Schuhmänner mit der Frag/, was ste denn eigentlich hier zu thun halten, an die Kinder. «Wir erwarten unseren Herrn; er hat uns in Caferta (bei Neapel) gekauft und will uns nach Frankreich führen, wo wir betteln und fingen sollen», erwiderte der ältere der Knaben mit großem Ernste. Die Umstehenden betheiligten Nch an der Conversation, und die Kinder erzählten, dass d'eser Padrone, der sie beide ihren Eltern um 50 Lire abgekauft hatte, aus Sora gebürtig fei und schon viele. Mcle K.nder aus der Umgegend von Caserta getaust habe. wett ,,e alle zu singen verständen; er schicke sie crst nach lfranlrnch und dann nach Amerika. Die Zuhörerschaft war entrüstet und die armen Kinder wurden vorläufig '^« d" Padrone, welcher vielleicht Wind bekommen übergeben "'^ ""^"^ ^" Schutze der Behörde nmr«^ lf ^ ffszusammenstoß.) Letzten Mittwoch "n s d'H n^ "?""^ische Dampfer -Edison- während 3 s ,'^ """ den «Nan. verlassen vor. Was aus d n-suben Seeleuten geworden ist, di auf der Bark? <" ld na7'7' "eiß man noch nicht. Der Udif^" ,^ 3.. ?^.^? Zusammenstoße unter. Die Besah m «A s'ch m dem Boote zu retten. Nachdem die Schiff7-^uch.gen 16 Stunden auf dem Mee?e herumaerude < "aren, gelang es ihnen, Seaton, an der Küste von D^ vonfwe zu ^reichen. Beim Landungsverfuche schlua das S n'd s^""^""' "" ^""len des Dampfes und d wurden Het^""' ber «Ran. erlranken'i5 Seeleute n k/ „.^ "ber vorgezogen, der Witwe, welche sich We as .. ^ü- ^°ltnissen befindet, die 60.000 mnn 1 k.nzuhandlgen, mit der Bitte, ihrem Herzens-2^ F^°b ihre zwei Söhne aus die Hochschule zu l«kgd ^ """' "°^ "" '" "" ^re^arbe^t-ips ^ (^lus St. Gallen) wird vom 14 d M bund^?'c 6°"^°°. nachts demonstrierten mehrere Officer«^"^"" "" ^m Museumsgebäude, wo der Offmersvere.n e.nen Ball ablüelt, weil eine fremde °us der Nähe. Fräulein Zander ,st ungefähr so alt wie Sie. liebe Rosalie, und vers,^^ ^ ware ein großes Glück für Cora. Anna an s 3 °" schluss des Landesfonbes und die Nachwrijung des ge» sammten Vermögens für das Jahr 1892. (Wird genehmigt.) Abg. Baron Schwegel berichtet über den Rechnungsabfchluss drs Krankenhaus-, Irrenhaus-, Gebärhaus- und Findelhausfondes pro 1892. Redner weist auf die großen Opfer hin, die dem Lande durch diese Fonde erwachsen, und betont, dass er sich vorbehalte, im weiteren Verlaufe der Sefsion auf die einzelnen Posten zurückzukommen, weist fpcciell beim Irrenhaussond aus die unumgänglichen Erweiterungen der Landes - Irrenanstalt hin, deren Nothwendigkeit sich der LandesauS-schuss vor Augen halte. Die Rechnungsabschlüsse werden genehmigt, der Vor« anschlag des Kranlenhausfondes von der Tagesordnung abgesetzt. Abg. Dr. Ritter v. Bleiweis erörtert in einer aussührlichrn, auf statistische Daten gestützten Darstellung die unerläfsliche Dringlichkeit dcr Erweiterung der Lanbes-Irrenanstalt und beantragt, den Voranschlag von der Tagesordnung abzusetzen und an den Finanzausschuss behufs Einstellung eines entsprechenden Credite« zurückzuleiten. Landespräsident Baron Hein bekräftigt die Ausführungen do liter; die hievon vorgeschriebene Bierfteuer einschließlich der Nachtragssteuer belief sich auf 2,246,485 fl. Nach Wien und Trieft wurden in diesem Monate 88.257 Hektoliter eingeführt, die hicvon entfallenden Zuschlags-gebüren beliefen sich auf 87.945 fl. Die Nierausfuhr über die Zollinie der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder betrug 37.316 Hektoliter, die hievon entfallende Steuerrückvergütung 68.810 st. — (Böhmisches Quartett.) Das Concert des böhmischen Streich-Quartettes findrt nicht Samstag den 20. d. statt, sondern wurde auf Montag den 22. verlegt. — (Vom Theater.) Heute findet die erste Gastvorstellung der k. k. Hofopernfängerin Frau Georgine vonIanuschowskyals Leonore im «Trovatore» statt. Die anderen Hauptrollen liegen in den Händen von Frau Baviera, Müller und Hönigsfeld. Neueste Nachrichten. Gelegraintne. Wien, 17. Jänner. (Orig.-Tel.) Se. Majestät der Kaiser ist abends zu mehrwöchwtlichem Aufenthalte nach Budapest abgereist. Wien, 17. Jänner. (Orig.-Tel.) Die Vollversammlung der Commission für die Wicner Verkehrsanlagen beschloss die Uebernahme der Ausführung d^r alö Localbahn herzustellenden Wienthal-Linie und der Donau-canal-Linie auf Rechnung eines eia/nm Fotlds unter gesetzlicher Veitragsleistung dcs Staates, dcs Landes und der Gemeinde Wieu, behielt sich die Allsführung der inneren Ringlinie in concessionsweiser Bauerthcilun'g an eine Privatuntermhmung mit eventuell elektrischem Betriebe vor. Prag, 17. Jänner. (Orig.'Tel.) Der Landtag übernms den Antrag Vasaty's auf Errichtung eines Obersten Gerichtshofes in Prag mit allen gegen die Stimmen der deutschen Linken einem Sp cialauöschusse. Prag, 16. Jänner. (Orig.>Tel.) OmladinaprocesS: Die Vertheidiger der Angeklagten erneuerten die Proteste gegen die Einschränkung der Vertrauensmänner« zahl und wegen Unzulänglichkeit d^s Gerichtssaalcs. Der Präsident, die Proteste zurückweisend, warnt, dieselben zu erneuern, da sonst die Verhandlung partienweise gegen je zehn Angeklagte geführt werden müsste, wodurch der Process unb damit die Untersuchungshaft der Angeklagten auf zwei I^hre ausgedehnt werden könnte. Der Präsident erklärte, täglich fünfzig Ver-trauensmänner zuzulassen. Die Verlesung der Anklage wurde sodann begonnen. Die Anklage lautet cms Hochverrath, Majestätsbeleidignng und Beleidigung von Mitgliedern dcs kaiserlichen Hansel, ferner auf Ochcimbündclci, Beleidigung einer geschlich anerkannten Kirche. Diebstahl, boshafte Beschädigung fremden Eigenthumes und Betrug, In den Gründen der Anklageschrift werden zunächst die Demonstrationen am Vorabend des Oeburtsfestcs dcs Kaisers, 17. August 1»W, geschildert, bei welcher Gelegenheit zahlreiche, den Monarchen und die Allerhöchste Familie beleidigende, zumeist hcltografthierte Zettel verbreitet wnrdcu. Diese Demonstrationen waren von mehreren Personen vorbereitet, und hat dabei der Ge. heimbnub »Omladina» die Hauptrolle gespielt. Die Anklageschrift verbreitet sich dcs längeren über die Entstehung, den Zwcck, die Organisation und Thätigkeit dieses Gchcimbundcs. Aus dem bei dem Angeklagten Zicglouv consiscierten Tagebuche geht hervor, dass die «nfängc eines Verbandes zur Veranstaltung von Kundgebungen in die Zeit der Landes.Iubilänmz.Ausstcllung 18!) I zurückreichen und als Ansfluss der im Congressc der slavischen Studentenschaft in Wien 1890 vollzogenen Vereinigung dieser Studentenschaft mit dcr fortschrittlicheil Arbeiterschaft anzusehen ist. Dieser Congress acceptierte das Programm der vollständigen Gleichberechtigung, der föderativen Umgestaltung Oesterreichs üud der Verbrüderung der Arbeiter mit der intelligenten Bürgerschaft. Am 15. September 1892 wurdc beschlossen, cincn Verein «Omla« dina» zu gründen, deisen Statuten jedoch von dcr Statthalterei nicht genehmigt wurden. Dessenungeachtet hat der Verein seine Thätigkeit begonnen und als seinen Zweck die Veranstaltuug von Straßcndemonstrationen behufs Einschüchterung der Polizei, die Veranstaltung von Aufläufen nationalen und internationalen Charakters angesehen. Mit Ausnahme des Abgeordneten Oliva und vier Consortcn leugneten alle Angeklagten die Existenz eines Geheimbnndcs unter diesem Namen und mit dem obigen Zwecke und erklärten, bloß Fortschrittsfreundc zu fein, welche sociale Fragen im nationalen Geiste lösen wollen. Sie wollten blos; das czcchische Volk gegen die Deutschen vertheidigen und Straßen« lnndgebungen gegen alle das czechische Volt beeinträchtigende Maßregeln veranstalten. In einem bei dcm Angeklagten Holzbach vorgefundenen Briefe wurde jedoch als Ziel des thatsächlich existierenden Vereines die gewaltsame Umgestaltung dcr Staats' form und die Hervorrufung einer europäischen Revolution bezeichnet. Ueber Befragen erklärte Angeklagter Holzbach, dass er den Termin bis zum Jahre 1«!)8 für diesen Zweck als zu< reichend hält. Später erklärte Holzbach diese Aeußerungen als bloße Phantasiegebilde. Die Organisation der «Omladina» hatte die Zahl fünf zur Basis. Ein gemeinsamer fünfgliedriger Aufsichls meinsamen «Daumen» waren. Alle Actionen dirigierte dcr erste «Daumen», der somit Dictator wnr nnd die übrigen «Danmen» von den geplanten Unternehmungen verständigte. Die Zahl dcr Mitglieder der «Omladina» bctriig 720. Der Verein hatte Orts« grüppcn in Inngbunzlan, Pilsen, Vudwcis, Rcicheuberg und Kladno und unterhielt Beziehungen znr «Omladina» in Wien, Galizien, mit einzelnen Rnthcncn, Serben nnd Slovene». Nach den Aussagen einiger Angeklagten unterhielt die .Omladina. freundschaftliche Beziehungen znr jnngczechischcn Partei. Einige jungczcchische Abgeordnete besuchten vcrtrauliche Sitzungen dcr «Omladina». Zu dcn cifrigstcu Mitgliedern zählte Zieglosa, Holzbach, Nyback, Weigert und Duda. In dcn Ver-sammlungcn wurde uutcr anderen die Vcsüdclnng dcr Statne Kaisers Franz I, beschlossen nnd zahlreiche Demonstrationen m Scene gesetzt. Die Anklageschrift führt mehrere solche von vcr «Omladina. inscenierte Tumulte an. Publicistische Organe der «Omladina» waren: «Zeitschrift der fortschrittlichen Studenten-fchaft», später «Neue Strömungen», die «Fortschrittlichen Blätter» und «Neodvislost», Die Autlageschrift führt sodann die jeden em« zelnen Angeklagten belastenden Momente an. Prag, 17. Jänner. (Orig.-Tel.) Omladinaprocess: Die Verlesung der Anklageschrift wurde störungslos beendet; nur im Auditorium waren einige Zwischenrufe hörbar, so dass der Präsident energisch zur Ruhe ermähnte. Budapest, 17. Jänner. (Ocig.-Tel.) Der frühere Ministerpräsident Szapary trat aus der liberalen Partei. — Der Katholikentag wurde unter dem Vorsitze Vaszary's eröffnet. Berlin, 16. Jänner. (Orig.-Tel.) Du dcn preußischen Landtag eröffnende Thronnde constatkrt die unge-besserte' Finanzlage und schwierige Lage der Landwirtschaft und kündigt die Vorlage der Errichtung von Landwirtschastskammern an. Rom, 16. Jänner. Im a/strigm Ministerrathe machte Crispi Mittheilungen über die l,n Dlstricte Carrara ausgebrochenen Tumulte. Er bezeichnete dieselben wegen der vortrefflichen Organisation der revolutionären Partei als schr bedenkliche, wwdles sei die Bevölkerung in Pisa jederzeit zur Revolte geneigt gewesen. Auch ständen die Arbeiter in Spezzm und Carrara unter fremden Einflüssen und seien vorzugkch oiscivlmielt. Die ganze Bewegung trage demnach einen gefährlichen Charakter. London, 16. Jänner. Neuere Berichte aus New-York meldn:, dass bei dem Zusammenstoße des Ex-presszuges mit einem Personenzuge auf der Linie Del< ware dreißig Personen getöotet und vierzig schwer verletzt worden seien. Belgrad, 16. Jänner. Ein gestern in den Abendstunden in Velgrad verbreitetes Gerücht von der Demission des Unterrichtsministers Dr. Vesmc war insofern begründet, als Dr. Vesni> ^ Dßwald geb. von «jariboldi gcbcn im cigrnen W ^ sowie im Vlamcn aller übrigen Verwandten Mch> W ^ richt, dass es Mott dem Allmächtiaen gcsillen Hal, W « unsere innigstgrlicbte Schwester, bczw. Schwägerin, W ^ Tante und Großtante, das hochwolhgcbornc Fräulein M > Flora Edle von Garilwldi » W gestern nm '/,11 Uhr abends im 5». Lebensjahre W ^ nach langem, qualvollem Leiden, versehen mit den W ^ hcil. Stcrbcsacramenten, in ein besseres Jenseits ab- W « znberufcn. M W Die irdische Hülle dcr theuren Verblichenen wird ^ « Donnerstag den l«. d. M um 4 Uhr nachmittags W ^ von dci Todtcnlapclle zu St. Christoph zur ewigen W ^ Ruhe bestattet. W W Die heil. Sceleumcssen werden in mehreren W ^ .Kirchen gelesen werden. W M Laibach am 17, Jänner l«!»4. W M lStatt jrdcr bcsoudrlru Nnzcia.c.) W M Kranzspenden werden dankend abgelehnt. W > Danksagung. > W > sowie für die ehrende Vcthcilignng dcr verehrten > « Herren Magistratsbcamtcn nnd anderer Lcidtragcn- W W> den an dcm Leichenbegängnisse sagen wir unsern W tiefgefühlten Dank. - W M Laibach am 16. Jänner 1 «94. > M Die trauernden Hinterbliebenen. > R Danksagung. > W Für die herzliche Theilnahme cmiMich der U M Krankheit und deim Ableben unserer iunigstgcliebtcn > » Oattin, Mutter, Schiviegtr. und Oroßmutler, der > W Frau M > Elcollorc Vo^liUsly D W geb. Iuugwttt > W sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. » W Laib ach am 16.'Jänner 1«94. D W Die trauernden Hinterbliebenen. M J^i^i!!: *L_____________ 109 17.9ämtrr 1894. Course an der Wiener Börse vom 16. Jänner 1894. N^ ^ 0^^ Coursbwue Htnals.Hnl»h«N. ^"d »Vare o>r^, Mai Member . , . «8 IN 9«-ZN !»'1lotr!!vrrz,ffebr»ar-U!inu'< «»"5 <»<«,'> „ Silber »erz. Immer Juli > «7 7^, ü? «5 „ ,. ,, April-Octuber > !'?7^ <,7-y^ !«54n- 4"/„ Vtaalslllle, . 850 ss. >,45 25 ,4« i<5 l«UNer 5"/„ ,, ganze 5»0 n, I4N 75 ,47-25 '"'"er .. ., ssiinstel,»,, fl. 1.1, -^>n ll, l«!4er Staatslose . . 1U<> st. 1N5 ün i<,l> 5» t>t°, „ . . 5l> fl, 195, us, iM iir, ^>'V„ Don,,.Pfbbr. k 12N ft, , . lbssuu 'LN 4U ^"/„ Ocst, Goldrente, stenelfrei 119-45 „9 «5 »"/n Ocsi. Notenrcnte, steuri-f«! -^ -^l, dto. Rente in kronenwahr. sl> u^le! für 8!>U si rov.r,! Nom, 97 — 9? >« «"/<> dto, dto. bto. per Ultimo 96 95 97 ik 5'srublllw - EtnntSschuldv^r , St.) f, ,nc> ft, Nom. 5>/<°/„ l»1 7b 1^2 7» l'/."/<>N'.!b°lph V. l. L. > dio, i.Krunenw. ste,lerf.(dit>. Et, für LNN 5tt. Nom. 98 L0 9? 2N z°/„ Vorarlberger Vahn in Eilb. ^2<>N u, 1WN st.f. inn fl.Nom, -- .- --»"/„ d»°. in Kronenw, steuerf, 4<>u u. liuoo ttr, f. 2U0 »I. Nom. 9850 97'ba «u Ttaatsschnlbverschrtibn». »t» »bytftp. Vlleni.. «etitu Elllabethbalin 2NN st. EM 5'/// dt° l.?«°"5".sl °' W, pr. Stüli 253 - 85« - "°. Uinz-Nudwei« 200 fl, i>, W, -^ d^ N«,.^'^" '..... 234 25 i!85 25 »»4- 3i!«- ""'" ""l'Ü'ldw.°V.«cx1ft.O,U. 2,8 75 217 75 «ell, Warr Vom Sinnit i^nr Zahln»!» liberuommene (^isb.'Prior.» Obligationen. Msabe!nbahn 60« u. 3U<»N Vl. lür «00 M, 4"/«. . , 1,6 — i»? — ElisabeOibahn, »00 „, 2000 M. ^00 M. 4"/„......lL4 25------- ssranz Ioscpl, V, Em, 1N»4 4"/„ 97 60 «8ergeiÄahn,Vmlss. ,«84, 4»,„. ,, steuerfrei fiir 800Kronen Nom. N4'?0 94-90 4^/° dto, dto, dto. per Ultimo. N4"?o 94 «o dto.Ll.E,«l,Gold lO0N..4'/,"/„ ,L6 75 «27 -,5 bto. dto. Eilb. lOO fl., 4'/,"/s, ,0l! — lO» — dto. Ltaat«°0blig, iNn«. Obftb.) v. I. 1«?s>, 5>" .122—188-— dtl>.4l/,"/„Vchglll «dI,^Ol>l. l00 ?0 lOO 80 dto, PiHlN,°«lnl. b 100 fl. L. W. ,48 50 ,49 50 bto, dtll. i» 50fi.ü, W. 148 — ,^8 75 Theih'Mea.-le ,878 . . ,09— --- - Axlehen der Ltadt Gör» . . —- —>— »lnlehe» b. Stadtaemcmde Wien «^6 70 Ki7 80 Nnlcben d. Ntodtgemeinde Wirn (Oilber oder Gold), . . . 129-50 130'.- Prämien ^nl,d.Ntadtam, Win, 17ü — 178-— Vörlcba» Anleben lierlosb, »"/„ 100 i»0 l OI 30 4"/^ bailie.: Lande« Änl. , , 97'NO !»«'«N «eld «»« Pfandbrief« (für lon fl.). Vobcr. all«, «ft. in50I.vl.4°/G. 1L1 ?b ,88 50 Voder, all a. «ftr. in 50 I, «.4»/^, 9«^41 »»" 80 dto. Präm.'Schldu, »"/,„>. Em, ,«4'5"115 2O »?^> " »"/„.Il.ltm, 1,4 50 1,5 — »i. ostcrr. Lande«.Hyp,«nst. 4"/„ ^«-«0 ,00 40 Oest.-un«, Wans verl, 4>/,"/s, , ____ — — dl». ., 4°/„ . , fiX'9« 100-70 dio. 5OWs. „ 4»/^ . . »9-90 ,00 70 Sparcalje, l.vst., 8N I. b'/,'/„vl l01 - — - Prioritais'Tbltgntionen lftr io« si,). sserdinllnb«-Nordl>al»n Lm.ll!8« 99'N0 ioo 80 Ocsterr NorbwlNbcb,, , , . lop ,0 ,< 9 ,<, Swatsbahn....... «11__ „ig ^ «-Üdllllhn k »°^,..... !4»0 Ung-galiz. «iahn , , , . ,05 80 ,«N 80 4°/„ Uüterlraintl Vahncn , , 98 50 99 — Diners« Loft (per Stuck), «"dapeN'Vasilica (Dombau) . ,0 25 1075 «rebitl5.fr ,00 fl. , . . '. l.'4»0,95.'>0 «lll^ U°,e 40 fl, LM. ... 58?o Ü770 4"/^°lla.! Dampffck.ioafl.lU. , "°Hcn Kreuz, «ft, Hel.v..lo ft. ,8 «0 ,9 20 ^"W.Kreuz. un,/, Ves.v.,bft. „50 13- Wlbolph-Lost ,0 st. . . ' . ' . 88-50 L4-50 <2lllm-Uofe 4« fi. CM 73>— - -- Z<'«enoieliofe 40 fi. «M.' .' 70 50 72- Walbftcin L°,e »0 fl. «M. . . <8— 49 - wiuwschssiHh Lose 20 fl. lM --_____- Vcw.-schb. »"/„Präm..Lchuldv' ., d ^ndeneiedltanft. l.Tm, '9»b0 »U'5« bto. II. «m. ,88!' »«— 8» — Laibacher Uofe . . ^! ' ' «850 «450 G«lb »»re zanll»srtt«n (p«r ElNsl). «nnlo-0esi, »»!'.»»00 fl. »n°/„ E. 15,4-50 155 - Vansverein »ien'i' ,M « 188L5 12^'/5 V°denrr.'«nst,.»ft,««0st.O.4N'V» 451 — 45« 50 llrd«. N,!st,s, Hand, >!, G inofl, —- . —-— dto, bto, per Ultimo Ecptbl. 352 50 35'b« «lrrditlpnl, «llg, mi«., »00 fl.. 487 50 -»88 85 Deposltenbanf, «lln., 200 fl. . 827 — Ü2« — ««comvtc Oes,, Ndr«sl,, 500 fi. ««2 — ^5- Viro- u. Vasi'nv., Wiener, 200 fl. ?5'< — L5H — Hl,potn?lenl'.,«st.,»0"fl.Lb°/,,>'hr»bel «!. buo fi. llw. 1,45 1155 tw. s«, U) «CO fl. . 4b8- 4bb — Von»« - Vllmpjslbissabrt < »«s. OefttN, 500ll 5«i, . , . «I —4L4-— Drnn-E/NeN,-Db,°Z,)»lx»fi.V. —— —-— Duz Vndrnblllber G..V. «OOfi.G. 58— 5'-- Ferdinand« Norbb,,<»O0N,!IM. »,980 «S40 Üemb. - lz,rnow.-IafI> Gt«enb.' Gesell!«. »00 «. S. . , . «S3 — «,4- - Lloyd,«ftrrr.,Inest,boofi.lM. 472 — 47« — vesterl. Nordneftb. »00 fl. Wlb. »8» 85 82» -dto. (lit,. L) llnc» fl. V. . .«44 50,45 — Prag-DuxerEi!cnb.,50fl. Ellb, 90 i>5^ 9050 Liebcnbiiraer ßücnbahn, erfte. —-- ----- Vtaat^eifenbahn 200 fl, E. . . 8,1 6N318-!0 Lübbadn »00 fi. Silver . . . ,08-50^,09^0 Vildnorbd. Nrrb.»V. »00 fl. LM. ,i«5 — ,^6 Ir<,mlray< fi, Gilbei »0» ?b «04 7Ü UN» Weft^ iRaal, «,az)200fi,S. zy, 5y »N8 5« Wiener l/o7 50 MeN^ei »5«»«iei «00 fi. . ,N8 — ,0fl, — - — — „Vteurrrm", Vapiers. u B'V 1k>5 50 ,5N 50 Trifailcr »ohlenw.-Vts. 70 fi ,56 50,58 50 Wa«e?>f 'V., Oest.ln Vien.iNNfi. »48 — 847 — Wllaayn Kethll'-st., «l!g in Pest, »0 si........ 857- »«0 — «r ka^elell'«»?» l0« ll . . ,88 75 184 — l,:s> ^t^l«slin,'»«!, «90 - »«50 z»vls»n. Amsterdam....... ,03 90 4 — Deutsche WHye...... ',,37,6,4?» L««don . . 185 üN ,85 70 Pir!» . , . , 49 77.40-8«» bl '»98 80 ^ranl«'V«He..... 9 ^6 9 «7. 3»s!che Neickibanlnnten . , «18 7, 5, 4'» Italienische Vanlnotcn ... 4« 45 43-«b Papitl-Nubel..... 1 »4,, 1 »5 Mwes-Hheater in Lailiach. 75. Vorst. (Abunil.°Nr. 73.) Uu^oradcr Taq. l>'l,tc ^Nittwoch den ^?. Iänn.'r Dor Troubadour. Oper in virr Nctcii. — Mch drm Italirnischen t>rs S. Cammamuu von Heinrich Pvuch. — Mttsit von Just's Hierdi. Aufanss l/«« Uhr. Elidc 10 Uhr. V ö^i-tek 18. ^NUVI^I. (2N1) Z-1 9^.,, ^5^^ 274, 275, 2?s!. Curatorsbestcllunss. Vom k, k. städt.-dol. Aozirksg'crichtl! in ^mwch wird hicmit bekannt geniacht, dass uw die Vcrbots^osnche des Josef Lad, Helena Rott.r. Aloisia llecek nnd Amal,a K^n, alle von Laibach (alle vertreten dnrchDr. Stor,Advocat i» Laibach), wider Herrn Benjamin Ianeschitz von Laibach, °N"t unbekannten Aufenthaltes, p^'. '"0st.,Wfl.4f)kr..300fl.nnd305sl. >- ^. dein letzteren Herr Dr. Franz Te-lavttc, Advocat in Laibach, znm Cnrawr ''" aclum bestellt nnd diesem die betref-Mideu,das gerichtliche Vevbot bewilligenden ^'scheido ^llgesteNt worden sind. ' nn, « ^s^bt. del. Bezirksgericht Laibach nw i), Jänner ! 894 ^5)^1 Z.57N. ^ Edict. t5„,^"'""bekannt ^o befindlichen Maria W?' A""5 l^ile, Maria N!'d Johanna M^','. Elisabeth nnd Oreqor Ule. Anton. ^ a thans nnd Franz Godina, Helena ^m v,c „ud Vlas Ierina nnd d->n ver orbenen Theresia Urbas nnd Andreas «N wllrde Herr Karl Pnpvis von ^rchd^.f ^s^ ^.^^. .^ .^^^^ ^^^ uno demselben die dg. Grundbnchsbcschcide Mo. 9. Februar 1898, Z. I l tt5. 14. Fe-'"'" 1898, Z. 1^84, 34. September ^5 Z. 76tt1, 28. Angnst 1892, ^-b7s)5. 14. Jänner 1898, Z. 1^4, 19ten ^^ptember 1892, Z. 7104, nnd 8ten ""gust 1892, Z K28ti, behändigt. ^ K. k. Bezirksgericht Loilsch am 2ten ^ull 1893. UÖ7) 3-1 St. 29.944. Oklic. , . C. kr. za m. d. okrajno .sodi.šee v /•Jubijani naznanja, da je slavno c. nL /e]jl° sod'ÄÖe v WuWjani s skle-/n^ d5e 16- 8|>udna 1893> «• 11.508, •»Per Marjeto Kern, 50 let staro, ukre-. °. zaradi bebosli varuatvo in da se V Je Postavil varuhom brat Matevž *"* 16 Üornje Slivnice št. 26. Han; j za m- d- okr- »odisèe v Ljub-'Wöi dne 29. decetnbra 1803. K. k. Österreich. $W Staatsbahnen. Concurs-Ausschreibung. Itu Dienstbereiche der k. k. Eisenl.ahn • Helncbs-Diror.lion V ill ach sind gegenwärtig zwei technische Beamtenposten im Werkstätten- und Zugförderungsdienste zu besetzen. Bewerber um diese Posten haben itnp mit uiner 50 kr.-Stempolmarke versehenen Gesuche läiiuratens t>is 1. Februar 1894 bei der k. k. Eisenbahn-Betriebs-Direction Villach einzubriagen. Uie üesuche sind zu belegen: a) mit detn Tauf- (Geburts-) Scheine des Bewerbers, welcher das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben darf; b) mit dem Heimatsdocuinente, alsNachweis der österreichischen Staatsbürgerschaft; c) mit einein von den corr.pelenten Behörden ausgefertigten Moralitätszeugnisse; d) mit den Documenten, welclie die Absolvierun^ der Studien an einer technischen Hochschule und die an einer technischen Hochschule des Inlandes abgelebten Staatsoder Diplomprüfungen aus jenen Fächern, deren Kenntnis für den angestrebten Dienstposten erforderlich wird, nachweisen. Außerdem wird die physische Eignung für den zu besetzenden Posten gefordert, di« durch einen Bahnarzt der k. k. öslerr. Staufsbahnen constatinrt. werden muss, und ist weiters die Kenntnis der deutschen Sprache, als der Dienstsprache, in Wort und Schrift unerlässlich. Die erste Anstellung der geeignet befundenen Competenten erfolgt in der Eigenschaft von Ingonieur-A^sistenten in der Dienstclasse X des Beamtenstatus mit einem Gehalte von siOO II. ö. W. und dem normalmäsiigen Quartiergelde. Verehelichte Bewerber müssen überdies ein gesichertes anderweitiges Jahreseinkommen in der Höhe von mindestens 200 fl. ausweisen. K. k, Eisenbahn-Betriebs-Direction Villach. (J286) 3—1 Der Betriebs-Director : Soala. P j Czuba-Durozier & Co. ^&i»»' Iran/. Cognaesabrlk PROH **.?* T ^^ *^- General-Repräsentanz Ruda & Blochmann, Wien-Budapest (5059) 32—20 f^-» Ueberall zu habon. -^pQ (159) 3—1 St. 30.077. Razglas. G. kr. za m. del. okrajno soditfie v Ljubljani naznanja, da se je vsled tožb« Janeza Rusa \/. Kukejeve Vasi proli Maliji Potokarju radi 41 gld. 50 kr. s pr. d« prues. 16. novembra 1893, št. 26.927, ne/nano v Ameriki odsol-nemu ložencu postavil g. dr. Munda kuratorjem ad actum. C. kr. za m. deJ. okrajno sodiftèe v Ljubljani dne 29. decombra 1893. (112) 3—3~ Öt. 8405. Razglas. G. kr. okrajno soJišèe Mokroiiog naznanja: One 7. sveèana 1893. 1. je umrl Jurij Klemenèiè i/. Dul st. 6 brez opu-roke ter zapust.il brai.a Franceta Kle-mencic-a in sesl.ro Ano Berbuö ter ne-èaka Janeza in Jožeta Kernca. Ker bivali.šèe Jožela Kernca ni znano, opominja se, da se naj v enem letu od spodaj podpisanega dne pri lerri sodisöu zglasi in se dediöem pri-jayi, ker bi se sierr zapuääina z gla-seèimi dedioi in ž njim postavljenim skrbuikoin Jožet.oin Peterletom iz Ci-kave razpravljala. G. kr. okrajno sodišèe v Mokronogu