durch Gottes Banitijcrzigfeit psftbriffhof oou Labaut, T^iji^t^rtflffStcut Seiner päpfttiihai Heiiigfcij;, Doktor der Theologie re. rc. entbietet den Gläubigen Saliner [pödesfe Gruß und Segen vom Kernt. ©etfefto im Herrn! lüht unheftaimt ift es Eud), daß in der (üngft verf^isl'fenen Zeit wir fatl)oliCcije Vfihöfe der dieS[eitigen Jieihshätfie faft bottjähig in Wien versammelt waren, um über firdlt^i^ie ^ngel^egenjeiten uns gemeinsam ju bccratjen und zu befipredhen. Weicher Art bieife Angelegenheiten waren, was die eigentliche Ver* aninffung unserer Z^isammen^i^inft war, witt ich End) offen dartcgin; denn U habt ja ein Riecht ef ju wiffen, und dadurch wird am heften der etwaigen. Veer"*^^^ Vorgebeugt, atf ob wir fatfioifihe Dbcrliirdn abfid^t[^ch unsere Verhandlungen und Ses^chtüfe bor Euch Laiben geheim halten, weit wir etwa nur unfere §Oonberinili•iifen berj^edhten wollen. Nein! D« Sache, um die es fic) handelt, ift nicht minder die Eure, eben, w^it I^hr fat^oíidfba^l^ke und d^r WuuuCdh Verborgeu, die d^r katholifchen Siirdje nach gewiffeu mob^^■nen S^i^hulmiiuuu= gen und I^Cf^aiiu umjumobeíu. DieS geht nb^r tischt au! Die Sirhe ift hic ^athoif^c^he ui^Cht u^^ wegen d^^ ^nfbänhfr^ch£dt ihrer Lehre, fouhcru auch ihrer ®iuubve■i^(^fung, wc1c^)c ihr J^s^fuS Ehriftus felbfi gegeben hat. — S^iícu Wir erig nach bcm Wileu JOfu C^ri^iti. Síteht ju euren Sietíforgfrn, die damit rechtniäßigen S^l;nhuug, weíi^je ihueu nur ihr BiiChof geben kauu, ju euch kommen, um eure §treu ju ^i^iu na^ch — 4 — beer Mahnung des Ipoftelf pctruS (I. Brief V. 2, 3). Euere Sieelforger fotien und werben auch in ^ufunft Steden ju ihrem Bifchöfe, wie wir Bicchöfe zu unfereim geimctnfamcn Obcrhaupte, dem I)i. Vatcr. So werbet Ihr je^i^e Einigkeit bewahren, die da ift cineS b^t Mierfmaic der wahren Kirche Ehrifti. Zweigt es mit uns Bifchöfen, bie wir Eue) hierin vor^a^^r^änc^ehen feft entfchioifen find und fcieirühift Versprechen, baß I))r bei aller Entschiedenheit als Katholiken ni^e)t minder treue, gehorfame S>aaatS&iirgir und Untcrthanm fein und bleiben könnet und wollet. AUtch fortan, auch in den Tagen etwaiger Prüfung, woiien wir nach der Miahnung unfereS Heiaattbeg uns bewahren a(§S=ülIhe, bie ba geben Gott und feiner Kirche, was ©ottcö ift, aber auch bem Kai^f^n, was des KaiferS ift. Werbet nicht ficmmiithig, wenn JUr iefet und höret, wie die fat)o^i^d)e Srrdje faft aflübcrail bebroht, ja 3. B. in Preußen und in der Scchweiz mit bcr rüdfichtsiofeften ©ewflft bekämpft wirb; jaget nicht, aber »erkennt auch ben Ernft bcr Zeit nicht, in der wir leben! ©(hüpfet MJuth und Beruhigung im aufrichtigen ©cbctc! Betet für einander, baß Niemand fd^lwach und wankend befunden werbe, Niemand irre werbe an feinem ©laubin und an bcr Küche. Betet auch für ben hl. Vater und für uns Bifchöfe, welche der hi. ©eift gefet^zt hat, bie Kirche ©ottcS ju regieren. (A^i^of^eieffchtchte XX. 28.) Betet für imferen nil^er"g^i^Q-b^f^ft^en ®íouar)h)eu. Betet recht baß z» Eurer und Ailcr Wohlfahrt bie Ei^nrft^cht 3mifchen ben beiden von ©ott gefeitesten ©cwaifin in Kirche und Staat n^cht gffört werbe, ft^ttb^irn auf fcfter ruhe. Eine Solche fefte ©rund* lagt kann aber feine andere fein, als welche bem fiar ausgedrückten Witten ©ottcS entspricht und bcr Auj^E^a^te, weiche ©ott beu beiden großen @^i^^c^ffelu"frh0ftiit: Staat und Kirche, ju erfüllen aufgctragcn hat. Marburg am 16. April 1874. jJÄKOB yVLAXyVLILIAN, Druclc der Niii'oilna tisliRl'nit in Mwburp