Xai'Mz in mmeivitelnä linjitniog ^li" Hsterreich"OnIln!^H,!',, und u in l^old, Sill'cr und ,5arl,rn Teschen. vsiln^, d«-r f. I!,,d l, Hafbuchliandlmig Karl slochlizla. />ko K^9 1403^3 :ille Rechte, insbesondere n»ch das der Übclsctzung vorbehalten. A, und l. l)ofbuchdruckerri, lithographische Anstalt, Inhalt. ^ I. Geographisch-statistische 5>ki.M. Seite ^ Land und Natur......... 5 läge, Ausdehnung. Grenzen, Emtheilmig . 5 Viochsdrogiaphisches V'Id...... 8 Dir Alpen........... « Das böhmischmährische Gebirge..... ^? Die Rlirpathen.......... 19 2a5 Cieflcind......... 22 Wssr- die Donau......... 2q, sonstige Flusse .,,.'- 31 2een^ Sümpfe und Mocno...... ^^ Das Klima.......... Zy ^- Volk und Cultur. 43 Venülkrrmig . , ..... 45 Vodencullur........... 52 Gewerbe und Handel........ 57 schule und Airche......... t," Verfassung........... t,4 Verwaltung........... ?!^ Ilriegsmacht........... 75 Rltter-Vrden........... ?9 II, Geschichtlicher Hl'crblick. sel»e 1. Dir vor ^al'^durglsche tsirschichlr , «2 vnrglschichll- und A »er! hum......«2 ?<15 frnlie Mitteloltrr........8t> liniier Ilxdols iwn l)lil'5!,urg......^Ol 2. Das Haus Habsburg in Österreich- längnrn.......... ^»5 Alblrcht I, vie luxeinburgrr...... M Allürcht V, und Frlediich III. , , , M Maximilian I. und .fcidinand l, , . N" Maximilian II, und Rudolf II..... ^8 Instf l, und Rail VI........ ^30 Marin Thrrcsia und ,ft<,nz I,..... XZ5 )oN Franz )osef I....... , 1i>2 Übersicht der historisch wichtigsicn vornlälsiungl'n im Hausr !)^burg, ^ !iön>isch deutsche Raiser und Aönlge I. OeograpW-statistW Vlizze. ^. ^and und Natur. Lage. Auadihnnug, Orinzrn, Enltheilung. icöftcrreichisch'imgarischeMc" narchie ist vor allen Staaten Europas durch idrc cen-tralc tage ausgcieichnet. Rcm anderes Gebiet nimmt sc> wie dieses t»ie Mittc ein, sowohl zwischen dem Mcflcn lind dem Msten, al5 auch zwischen dcm Norden nud dem 2>iden iniscrcs weltthcils. Zicht nnin cinc gerade tinie von dcr Mündung dcs Ta^o bei tissabon zur Mnndmig des Uralftusses an der Grenze des europäischen und des asia> Geogiciphisch-statisiische 5l>,«?. 3 südlich) hinab, als in die kältere Hälfte derselben Zone (vom 45 Br." nördlich) hinauf, ^le Längenausdehnung beträgt in west» östlicher Dichtung zwischen der Schweizer und ^er russischen Grenze nahe an 5500 ^»', in noidsüdlicher Richtung zwischen dcr sächsischen und montenegrinischen Grenze etwas über lN00 /)m. Au Flächen raum enthält die Monarchie zusannnen mit den occupicrtcn Provinzen Vosnien nnd l^ercegoluua ^^.K5>6 ^m^. Die wichtigsten Nachbarn Österreich-Ungarns sind: im Osten Russ> land inid Rumänien, im Horden Russland, Preußen und Hachsen, im Westen Bayern "nd die Zchweiz, im 5iiden Italien, Montenegro, die Türkei, Serbien und Rumänien. Die längste Grenze hat es gegen das deutsche ^eich (dann zunächst gegen Russland), nur kurze Berührungen dagegen mit dem os> nianischen Reiche und dem Fürstenthum ^lechtenstein. 5cine Grenzen sind meist na-änliche, durch Gebirge, Flnss- und Meer» strecken gegebene; offen, d. h. nicht von der Natur vorgezcichnet, fiilden wir sic theil» weise im Gsten gegen Russlaud und Ru> 'nänien, im worden gegen Preußen, im besten gegen Vayern und im Süden gegen Italien. wstcrreich'Ungarn ist rorwiegend ein binncnländisches Reich, das nur an der Abzweigung eines kleineren Meeres (Adria-Mittelmeer) eine 5eeküstc besitzt und Zur Nordsee bloß durch den besitz der Gbe» elbe und eines Ztückes vom Rheinthal, ^ur Gstsce dnrch die Gder und Weichsel, zum schwarzen Meere aber durch die Donau nnd den Dniester in entfernterer Veziehung steht. Dass GfterieichNngarn ein rorherrschcnd contincntales Gebiet ist, lehrt auch ein 3?Iick auf die an5gedehnte Entwicklung und die ausländischen Fortsetzungen seines Flusönetzes. Die Donau, der Hauptstrom nicht nur dieses Reiches, sondern ganz Mitteleuropas, abge> sehen von der peripherischen Wolga, der größte Ztrom Europas überhaupt, — gleichsam das fließende Rückenmark unseres Welt» theils, — scheidet die Monarchie in eine nördliche nnd eine südliche Hälfte. Aber sie entspringt weder, noch mündet sie innerhalb der Grenzen des Reiches, und dieses besitzt nur 545s) 5m ron drn 2<)^c> ^m ihrer ge-sammten längenentwicklnng. Andere nam> hafte Flüsse, wie die Elbe, die Gder, die Weichsel, der Dniester, der pruth und die Ltsch entspringen in der Monarchie und Geographisch'statistisch? 5fi,M, 5 münden im Auslande. Ursprung und Mm,- ^ung haben innerhalb der Rcichggren.ien die Noldan „nd der Ixn, dic Thcisi, die Uran und die 3ave, von welcher die beiden ersten 'lach Norden, die Tbeiss nach ^iiden, die beiden letzten nach tysten strömen, von der ^oinpacten, wohlarrondiertcn land»nasse, in welcher diese Flussadern ganz oder theil» weise verlaufen, hat sich bis zur Occupation Bosniens ,md der l)erccgovina (>«?k) der schmale, rein kustenlänoische streifen Kai' waticns als ein besonderes, nach 3üdosten vorgestrecktes Glied abgegrenzt. Durch die Aufnahme jener Provinzen in das öster reichisch.ungarische Derwaltungsgebiet ist auch hier Abrundnng und ein breiter Zw sammenhang geschaffen worden, so dass das ^uge nunmehr mit völliger Befriedigung nuf dem schönen woblabgegrenzten länder^ ra„m verweilt, welchen die Monarchie im Zahmen der Rarte Lnropas einnimmt. An Inseln und Halbinseln, die allerdings nur von geringem Umfange sind, ist (')sterreich- Ungarn im Verhältnis ;ur Aürze seiner 3ee- küste ziemlich reich. t?on den ersteren sind l)cglio, s).252 ^m^, die andere, welche eine mehr östliche (aber auch centrale) Lage einnimmt, umfasst die Länder der ungarischen Rrone mit einem Flä'chenraum von 225.32; k,?^. Erstere wird auch das „österreichische Staatsgebiet" oder kurzweg Msterreich, letztere das „ungarische Staatsgebiet" oder kurzweg Ungarn genannt. Die Grenzen Österreichs sind infolge seiner pcrivherischen 5tcllung zn Ungarn ausge-dehnter gegen die üachbarrcichc als gegen l;l ^ern der ungarischen ^lne ^(roaticn und 2laoonien)nnd einem Theile des österreichischen 3wat5gebictes (Dalinatieni cintlimmt. Das österreichische 5watsgel.net besteht aus folgen» den i7 tändcrn idie beigesetzten Zahlen be> Zeichnen Veil ^lächcnranm derselben in (yua> dratkiwmctcril): Niederösterrcich (fin2^), Gberösterreich (U9'><), Salzburg (?,<,tt), 5tciermark <22^> Aärnten ^c,5>?'.)^ Arain (<)<)««), <3örz und Gradiska (2<)55), Trieft und sein Gebiet (<)H), Istrien (q<)^), Dalmatien (^2«2<), Tirol (2k?2^), Vorarlberg (2kc'2), Vöhmen (5^5k), Mähren (2222>,), Schlesien (''^^7), Galizien (?8^9?), Vukowina (^u^5i,). Das ungarische Staatsgebiet bilden: Ungarn sammt Siebenbürgen (2«l)2), Arc>a> tien und 31aronien (45',lj5,), Fiume und sein Gebiet (^'<>j. Zum Vccupationsgebiet ge> hören: Vosnien mit 40,580 und die l^erce« govina mit ^)72» ^m^. Vra-Hydrographiflhe« Bild. Infolge seiner centralen tage besitzt Gsterreichilngarn den gangen initiieren und einen erheblichen Theil des oberen Laufes der Donau sammt den Tiefebenen lchc> maligen Meeresbecken), welche dieser 3trom in beiden Reichshälften durchftics;t, dann au5> gedehnte Theile der wichtigsten Gebirgs« züge Europas, Das Tiefland, ^u welchem auch einige Randgebiete im Norden nnd^ord-often zu rechnen sind, umfasst ungefähr den vierten Theil, das Vcrgland drei viertheile des Gesammtflächenranmes der Monarchie. An der Vilduna des Gebirgslandes sind närd» lich der Vonan das deutsche Mittelgebirge und die Aarpathcn, südlich der Dsnau die Alpen und die denselben angeschlossenen Partien des Gebirgssystcms der Valkanhalbins?! betheiligt. Die Alpen. Das ^auptgebirge Europas, die Alpe n, gehört mit seinem östlichen Theile, ungefähr vom Vodensee und der Ctsch bis 51, den Aus» läufern am Donauknie bei Maitzcn, in einer tänge von ^?u ^ Gstcrreich'Ungarn an. Nur kleinere Theile der Vstalpen liegen in Deutschland und Italien. Die Alpen verlaufen im Ganzen nahezu parallel dem oberen nnd minleren Theile des ccntraleuropä'ischen l)anptstro!nes, der Donau, d. h, in einein nach Norden geschwungenen Vogen von West nach Mst nnd wcrden in ihrem östlichen Abschnitte, also anf dem 25oden der habsbnrgischcn Mo> narchie, allgemach breiter nnd niedriger, so dass ihre breite, die am Montblanc nnr !/5« />:", berägt, sich zwischen Wien und Trieft bis 7)I<, k»» ausdehnt Der Abfall ist in der ,üblichen ^andzone fast durchwegs steiler und tiefer, als in der nördlichen, weil ja das ganze Gebirgeinncrhalb dos mitteleuropäischen Tandkörpors stark nach 3iidcn gerückt erscheint. Die Central zone, welche die hoch. sten Gipfel einschließt und vorwiegend aus krystallinischen schiefern besteht, bildet keinen fortlaufenden 1, 37^2 nnd 55Y<) '», 2. die .?,!llerchalcr Alpen mit 5pitzen von I',^ und 5^'x» m ^dic Grenze zwifchcn diesen beiden Gruppen bildet die 10 <3eoglaph tirolischetl, die Kitzbüchler, die 3alzln,rger und die österreichischen Aa!k>2l!pen unter« scheidet. ^)n dcn letzteren liegt das hoch. romantische Tenncngeliirge (Raucheck 21,2» m), der Dachstein (2>v>l> m^, das l,)öllengel»irge, Todtcngebirge u. s. w. bis zu de» nieder» österreichischen Gipfeln des Vtscher, der Rar, des 3chnceberges (2075 m) und dcn l^öhen >», Antelao 325,3, Tofana 2253 in), die carnischen lmit dcn Gailthaler!, die Venezianer und die julischen Alpen lTri» glav 2«6^ m), dann das Idriancr Vergland, die Aaraoanken, das Vachergebirgo und die 5temer oder öannthaler Alpen. In den letzteren erreicht dcr Grintouc noch 25'>l in, Höde. Die bekanntesten Ausläufer der Vstalpen sind im Norden das österreichische l^iigelland, im Üordostcn, an der Grenze zwischen Hstcrreich und Ungarn, das Rosaliew gebirge (82n m), im Often der Vakonycrwald l?^5 '»), im 3üdosten das sillier nnd das lVarasdiner Vergland, im5iidcn der frainische und der istrische Rarst, ersterer mit dein 5chnecberg (^?c,y m>, letzterer mit dein Monte Maggiorc (^3<)6 «»). wenn die nördlichen Aus» länfer unserer Alpen durch ihre üppige vege» taticm und hohe Cultur ciucn herzerfreucnden Anblick gewähren, macht die weitflächigc Fels» wüste des Rarstes mit ihrem spärlichen, auf flcinc vodenparccllen - Felskessel mit erdigem 12 Veographisch-statistischo ^si,^, Grund — beschränkten Anbau einen nieder^ schlagenden Eindruck auf den Beschauer, liier ist das Gebiet der labyrinthischen unterirdischen wasserlänfe und der weitverzweigten, oft durch märchenhaft schöne Tropfsteinbil-düngen ausgezeichneten höhlen, unter welchen die Adelsbergcr, die tueger und die 5t. C,an> zianer l^öhle am meisten Bewunderung gefunden haben. Das eigentliche Alpenland bietet dem Auge eine Fülle der verschiedenartigsten und interessantesten landschaftlichen Grschei' nungen. Jenseits der sogenannten 5chnee> grenze, d. h. in jenen l)öhen, wo die !vir° kungen der 5onnc und der luft das weiße Winterkleid nicht mehr ^um schmelzen bringen, — in den (>)stalpen über 2«<>o—2Wd «l — „liegt," wie es in einem südslavischen Volksliede heißt, „ein 5chnee über dem andern." Die wachsende Menge dieser Niederschläge verfestigt sich immer mehr und mehr, sie vor» wandelt sich in Gletschereis, das in mächtigen, vielfach gefurchten jungen immer weiter thalwärts herunterrückt, bis es sich tief unten, oft in der Nachbarschaft einer lippigen Flora, in Wasserbäche auflöst. In den Alpen der Monarchie bedecken die Glet» Vrogiaphisch'slcuiMche ^lizze, 13 scher einen Flächenramn von ,c,«2 ^»»-. ^ic Junge des Gevaatsch-Gletschcrs in Tirol hat eine länge von >l 2, die der ^asterze in Aärntcn eine solche von ^n, die des Gurglcr Gletschers im Gtzthale eine solche von «'5. km. Endigt die Gletscherzunge nicht an einer geneigten Fläche, sondern an cincm schroffen Abstuiz, so schiebt sie sich ein wenig 'n die freie Kuft hinaus, bricht dann natürlich ab und stürzt mit dein vorragenden Cheil als Lislawme unter vonncrhall ,^er° stäubend in die Tiefe. Gefährlicher und viel häufiger sind die öchneelaivinen, deren Fall «nd Ausdehnung sich nicht so leicht be» rechne» lässt und welche in Tirol und Dor» arlbcrg, Salzburg und Rärntcn zu Zeiten grosse Verheerungen anrichten. Ausgedehntere Hochflächen gibt es in den Alpen nicht, da> liegen ^HIrciche längs- und (!)i>erthäler, welche dcn lvasscrreichthmn des Gebirges m die flacheren Gebiete abführen, ötraßcn und Wege leiten und vielfach einen ertrag-reichen Anbau durch Menschenhand gestatten. Die (Yuerchäler sind meist durch tiefe Scharten im Hauptkainme des Gebirges verbunden "Nd oft bis nahe zur Passhöbc hinauf mit eigenthümlichen kleinen Ortschaften besetzt, 14 Grographisch-staMlsch? 5li,!,;?, deren Wohlstand bei kärglich lohnendein Feldbau vorzüglich auf der Dich^iicht beruht, ^icr, an den 5tufcn, welche jene oft engen und malerisch umrandeten Einschnitte bilden, ist hauptsächlich das Gebiet der herrlichsten Wasserfalle, von welchen wir die vier aufeinander folgenden Htur^bächc im Ga> steiner Thal nnd den Arimler Fall bc< sonders hervorheben wollen, Mährend die tyucr - Übergänge über den Tllpenkörpcr, 5traßen nnd Eisenbahnen, zilin Theil in tiefernste Mden, erhabene, von nackten ^5erg' gipfeln, Geröllhalden nnd Zchncefeldern nm> starrte Einsa'nkeitcn cmporleiien oder durch unausgesetzt aufeinanderfolgende Tunnels, über fchwindclnd hohe Viaducte nnd durch enge Felsscharten hinwegführcn, verlaufen die tängswege häufig in breiten, lachenden, von kühngeschwungeiien ^erglinien cinge» fassten Thalnicderungen und gewähren dem Reisenden heitere Vildcr einer dichten Ve° ficdelung durch einen schönen frohsinnigen Menschenschlag, der in Tracht und 5itte, im kiaus- und Rirchenbau, gern an altererbten Gewohnheiten festhält. Unter den schienen» wegen, die über f?asshöhen geführt sind, verdienen die 3emmermg°, die Arlberg» und die Vrennerbahn um ihrer großartigen baulichen Anlagen und der Majestät ihrer Umgebung willen auszeichnende Erwähnung. Eisen-bahne«, die ,n der Längsrichtung der Alpen verlaufen, sind unter anderen die Kticcken wien°5aIzburg-lvörgI-Iunsbruck und Mar-burg-Rlagenfurt^ Villach-Franzcnsfeste. Unmittelbar an die Alpcnausläufcr schlieft sich im 5üdostcn der 23eginn des l» a Ika nischcn G cb irgssyste ms. Her Antheil (Österreich-Ungarns an diesem 5^'stcm ist dadurch charakterisiert, dass mehrere ^?crg> ketten von durchschnittlich geringerer l?öhe parallel der adriatischcn Rüste nach 5üd-osten hinabstreichcn, dass sich die Natur dieser Verge zunächst mit der Rarstnatur bei driest uud Fiume ganz ideutisch zeigt und dass nur weiter landeinwärts größere Frische und Üppigkeit der Vegetation zu fmdcn ist. Der Knotenpunkt dieser Bergketten ist der Dinara zwischen Rnin in Valmatien und Glamoö «n Vosnien («»^ »"). von ihm streichen nach Nordmcstcn zur liulpa die kleine und die große 'ttapela, dann in größerer Rüstennähe bis gegen Icngg in Rroaticn der velebit, dessen Fuß auf dem kroatischen Rarstplatcau ausruht, ferner südöstlich hinab Iss Geographisch-statistische ölizze. die Kette der dinarischen Alpen, vielfach mit ihrem Aamme die Grenze zwischen Vosnien« Hercegooina und Dalmatien bildend Hebungen aus der Gegend von 5cbenica bis Zu der Vocche di Lattaro hinuntcrzieht, wo sie sich iin Mrjen zu einer i^ohc von > 8^6 m emporschwingt und an das steil zu dcn Rüsten» buchten abfallende Hochland Montenegros an» schließt, tandeinioa'rts im bücken dieser Verg« fetten dehnt sich das bosnisch.hercegooinische Hochland theils in Gestalt ähnlicher Gebirgs» züge, theils unter der Forin mehr oder minder verkarsteter und nur als Weideland brauch' barer Hochebenen, welche in Bosnien meist von dichtem Wald umgürtet sind, in der Hcrccgo-vina häusig 5tciuwüsten bilden, in welche kessclförmige partieen mit Hnmus gefüllt sind und einen ertragreichen Anbau gestatten. <5cogr>,!plnsch'stl»isiuchl' 6?iizc, 17 Das böhmifch'Mlilzrische (siclnrgt. Unter den Gebirgen nördlich der Vonau stellen wir wieder das westliche, d. h. den österreichischen Antheil des deutschen Nlittclgcbirgssystems. voran. Er um» fasst von den drei Gruppen dieses Systems, ber rheinischen, hercynischen nnd sudetischen, nur 5tromcs auf den österreichischen voden bis zu den (Duellen der March. 3ie stehen an malerischem Zauber der Erscheinung weit hinter den Alpen Zurück, sind aber gleichsam mcnschenfrcnndlicher als diese, indem sie in allen ihren Räumen Medcrlassnngcn gestatten, den Fleiß des Ackcrsmannes lohnen, den lVegvcrkehr nirgends behindern und dein schön» sinnigen Allge immer noch reiche Labnng und eine Fülle freundlicher wilder gewähren. Die granitene Grcnzsänle des böhmisch.mährischen Gebirges bildet im Nordwcstcn das Fichtel- 2 gebirge, mit dcm 3chnecberg ^ns,<) m hoch. Von ihm bis Zur Llbe zieht sich das Crz> gebirge und von demselben Rnotenpnnkt nach Küden der Vöhmerwald, eine von dichten forsten gekrönte, stellenweise bei 5,0 i:«> breite Gebira?zonc mit Gipfeln von ^5l und ^5» i» l.)öhe, die sich in Mbcrösterreiä' bis zur Vonail bei ^in; und im lvaldoiertel ^liederösterreichs bis ^nm ^lampflussc fortsetzt. Wstlich von der Llbe brcilct sich dic sudctische Gruvpe ails, ^icr liegt, iin Riesengcbirge, der höchste Gipfel des deutschen Mittelgebirgs» systems, die Zchneckopve (l^N5 «>!, südöstlich von dieser, im Gesenke, an der mährisch», schlesischen Grenze der Altvater (^8? m) förmigen Vorstufen derselben, die eine durch» schniitliche t^öhe von 5« kin^ der Alpen) und an Höhe bedeutend nach. )hr höchster Gipfel ist die Gerlsdorfer spitze in der hohen T-Ura (2<>5>i ,n); Gletscher fohlen in diesem Gcbirgssystem völlig. Die Karpathen beschreiben im nordöstlichen nnd öst> lichen Theile der Monarchie einen gewaltigen Vogcn, der bei ^ressburg an der Donau, nahe den letzten Ausläufern der Alpen, beginnt, 2« sich gegen Nordost emporschwingt, Ungarn sammt Siebenbürgen umrandet und beim Austritt der Donau aus Ungarn in der Gc> gend von Vrsova wieder an den ötrom, der gleichsam die Srhne jenes Vogens bildet, geknüpft ist. Domgemäß unterscheidet man die nordwestlichen oder oberungarischen, die nordöstlichen und die südöstlichen Karpathen. Die nordwestlichen Karpathen nähern sich in ihrem Huge den Sudeten, r>on welchen sie durch die .flussthäler der March, der Be5 uud »5.'»'> n>, in der Vabia <3ura einen solchen von ^?2l» n» Höhe besitzen. Andere HauptkeNcn dieser Ab» lheilung sind die kleine und die große F^ira, die niedere und die hohc Tl>tra, das leut' schauer Gebirge und das Gömör°Zipser stlM, 21 bilden. Der kostbarste 5tein in dem ganzen Diadem der Rarpathen ist die l)ohe Tatra mit ihren „Meeraugen" lklcincn hochgelegenen 5eon), ihren wildzcrklüstctcn Gipfelmassen, welche in tiefen 3chründcn dem 5chnee cine dauernde Ruhestatt gewähren, ihren th«rm> artigen FelZzackcu nnd inauerförmigcn Ad» stürzen, sowie mit den frischen grünen IDal-dnngen nnd IDiesenthälcrn, die ihrc lintel» stnfcn bedecken und umrahmen. Der nordöst! iche Abschnitt der Kar» pathcn besitzt el'eufalls eine Grenzkette, welche ans lange 5on Galiiien scheidet nnd l'is znr dreifachen Grenze Un« garns, Siebenbürgens und der Vukowina hinzieht, Ihre bedeutendsten Gipfel <^!<><> — 2U26 '«) liegen iin Marmaroscher^Comitate, wie üderhallpt die l)öhc dieser Reite gegen 3üdosten hin zunimmt. Zu geringerer Höhe erheben sich dn Innern des großen Karpathen« bogens eine westöstliche nnd cine nordsüdliche Kette das Bollwerk vervollständigen. Die nordsüdliche Kette gestattet den sieben» bürgischen Gewässern rcrinittels ihrer Thäler den Alistritt in das ungarische Tiefland. Der stolzeste Gipfel dieses Vcrgvierecks ist dcrNcgo^ in den ,fogaraschcr Alpen »2522 m), einem durch bochronianüsche Schönheit, wild» reichthum nnü ergiebige Kohlenlager ausge» zeichneten Theile dos südlichen Randgebirges. Aber auch andere Naturschätze bieten dic süd> östlichen Karpathen, ^l" banaler Gebirge liegen die ivarmquellen Mch/ldias, das weit' berühmte ^crkulcsbad, im trach^tischen sieben« bürgischen Erzgebirge die reichen Goldgruben, welche schon den Römern bekannt waron. ' Da« Tiefland. Die beiden auffallendsten Gegensätze der Bodcnplastik Hochland und Tiefland, Geographisch-statistische ökiz,c. 23 und in den Hälften der Monarchie derart zertreten, daß der Löwcnantheil des elfteren lowohl an Umfang als an Erhebung auf l"e westliche oder pcriphcrische, der des letz. teren auf die östliche oder centrale Reichs° Hälfte cnifällt. Österreich besitzt an der "onau nur das kleine Tullncrfeld, eine vom 5trom gebildete 55>l» ^in^ umfassende Lbenc Zwischen den Donauengen oberhalb Urems und oberhalb Wiens, dann das breitere ^2uu /cm" umfassende wiener Vccken mit ^em Marchfcld im Norden und dem 5teiw selde bei Wiener Neustadt. Derselben Deichs-Hälfte gehören endlich jenseits der Karpathen, ln Galizien, die Tiefebenen an der Weichsel "nd am Dniester (zusammen 550sni ^m«) ^n. Die beiden Donau-Tiefebenen Ungarns >md von ganz anderer Ausdehnung als die-ienigcn (Ysterreichs. Die kleinere (ober-un» 9arische) zwischen siressburg uud Gran reicht bis an das öiidende des Ncnsiedlersees und un Norden bis zn den 35ergen von Tyrnan und Neutra, )hr Umfang betlägt unge« sahr «8„ halten sich die Flüsse, 3een und Meere zu einander in hydrographischer Veziehung, N)ir stellen auch hier die erstgenannten voran und beginnen mit der Donau, welche an tängenausoehnung (2e ^ahrzenge von allerdings nur bescheidenen Batzen Regensburg ist der eigentliche An-fang der regelmäßig be!liebenen Donau^ schiffahrt, der ein Weg von nicht weniger al^ 2^2? /l-m ^ur Verfügung steht. Aller, dings ist nicht jede strecke gleich begünstigt für den verkehr. Es fehlt nicht an 5chiffahrts-Hindernissen. An der oberen Donau finden s'ch dieselben namentlich in den Engen. Gefürchtet war hier namentlich der Strudel von Grein, roo der Fluss mit namhaftem Gefalle von 6 55 "/«„ über em Riff hinweg, strömt und einen gewaltigen Slllidel ent» wickelt. Sprengungen haben die Gefahr» lichkcit dieser Hindernisse stark gemindert. Im 26 Geographtsch-stotistischc ökizze. Mittellaufe stellen sich außer den Hinder' nissen im Vanatcr Durchbruch namentlich auch solche in der ober-ungarischen Tief« ebene dort ein, wo unweit Gönyö das sehr sanfte Gefalle der Donau Ziemlich unver» mittelt auftritt, Hier kommen Ric?bänke Zur Entwicklung, welche sich wic schwellen durch den 5trom legen. Der Unterlauf end« lich ist bis an? Meer gut schiffbar. Die Tr< schwernisse an der Mündung sind hinweg' geräumt und Gleiches ist mit der Mehrzahl der Hindernisse im Gberlaufe geschehen. Iin Mittelläufe wird eben setzt an der Hei« stellung einer Schiffahrtsstraße durch den Vanater Durchbruch begonnen und auch an der Beseitigung der Vänke von Gönyö ge< arbeitet." „Allein diese 5traßc hat einen großen Nachtheil: sie führt nicht direct zum Ocean, sondern lediglich zu einem der entlegensten Vinnenlneere. Ihr Gberlauf liegt dem p»l' sirenden oceanischen Verkehre auf dem Tand' wcge viel näher als durch den 5trom. Eben» so ist der Mittellauf der Adria durchwegs näher gelegen, als dem 5chwar^en Meere. Da-zu gesellt sich der Umstand, daß es aiN Gberlaufc an Erzeugnissen der Massenpro' iel mehr ist in jeder 25ciiehnng die Schiffahrt am Rhein begünstigt! Vie Wasserführung des ötromes ist dnrch die 3ch>vei^er Alpensecn rcgulirt und nicht jedes Jahr durch Eisbedeckung gedemmt, Dabei richtet sich der Rhein direct nach dein Weltmeere und reiche Kohlenlager an seinen Nfcrn gewähren dem Massentransport Material nnd Arbeitskraft. Gleichwohl ist die 5trecke des Rheins, welche der Dona» bei Wien entspricht, nänv lich der tauf oberhalb Mannheim, verwaist-Rein wnndcr daher, wenn sich Wien nichl mit den großen Rheinhäfen Mannheim, Mainz und Röln in ^ezug auf den Schiffsverkehr messen kann." Die 5trombreite beträgt bei tinz 2.'>n, bei Wien ^Inssdorf) 5<)5>, bei Vuda° pest s,o«, bei 3emlin i">?o, sonst stellenweise bis ,510 «?. Die Donau durchströmt zwischen siassau und Orsova, d, i. auf österreichisch ungarischem Voden, eine Reihe von Engen oder Durch' ^»sl'sthälrrn, welchen bereits eine solche -trlle ini schwäbischen ^ura vorangeht. Diese ^llgstrrcken liegen: zwischen passau und ^inZ, 'wische, G^^in nnd Rrems, zwischen Leopolds-""g und ^isainbcrg oberhalb Wien, zwischen ^eben und ttainburg, zwischen Gran und sitzen. Vei letzterem (Nrtc bildet die Donau oas gryß^ ^„^ welches idr Gesammtbild in "Ugarn so wesentlich charafterisirt, und strömt '^' säst gerader Richtung über ^wei breite-srade lang direct nach Züden. Unterhalb ^ssek wieder in ihre alte Hauptrichtnng ein° Unkend, wird sie bald im Süden von den Gebirgen Serbiens begleitet und erfährt zwischen Vafiasch und Üladkoi^a ihre letzte l>'"s>/,-«,, lange Einengung durch Felsschranken "nd imposaiiie Vergwände, welche die 5trom> ^rite mehrfach auf ,,5—^'.o m bei einer ^'efe vc>m 4^—?5 m zusammendrängen und "" Wasser mannigfache !5tlomschnellcn, lvirbel und Ztrudel hervorrufen. Die Nebenflüsse der Donau ver» "ütteln eine Reihe von Annäherungen au andere große ,slusssystemc oder fernliegende ^"ndschaften. 3o greift die March hinanf ^ in Nähe des Öder, die Theiß in die "^ Weichsel, und Dniester-Systems. Durch Is) Gec!Iras>hisch'sta«slische ^k,M, den Inn entsendet Graubündten, dnrch die Mur und die Drail Mbcrsteier und Rärntcii. durch die 5ave Arain, dnrch die Moraoa 5erbien, durch den siruth die Moldau der Donau ihre Grüße. Die rechtsseitigen Neben« flüsse der Donau sind, flussabwärts aufgezählt: die Iller, der 3ech, die Isar, dor Inn (52^ m lang, bei Innsbruck ^cil), bei f)assau 2?4 m breit mit der 3ahach und andere" Zuflüssen), die seenverbindonde Tränn, die durch ihre romantischen Felsengen ausge-zeichnete Lnns, die Nbbs, die Erlaf, die Vielach, die Craisen, die teitha, (welche zwischen den Alpenausla'ufern und der Donau eine strecke weit die Grenze zwischen den beiden Reichshälften bildet), die Raab, die öarviz, die Dräu (720 km lang, wovon die Vberhälfte in einem meist sehr engen, dnrch seine Ausdehnung hervorragenden Alpen°3äng5thale verläuft, mit der 45,^ km langen, bei Graz «0 «« breiten Mur, dantt der Isel, der Gail u. a. Nebenflüssen), die 2ave (7^2 /,:m lang, wovon ?2 />'m aus das rauhe Defile zwischen der Taibacher Thalebenc und der kroatischen Grenze entfallen; Nebenflüsse: die 5ann, die als Rarst-fiuss mehrfach verschwindende und wieder l^rogrupbisch statistische ^kiM, <;^ auftauchende taiback, beziehungsweise Poik "der Ui,z, die G,,rk, die Rulpa. die Una, ^r vrbaz, die Vosna nnd die Drum). d,e Morava, der Timok, der Iskcr, der wid, °'e Vsma und die Mantra. Da die ?onal> Ichon dei ^rlgrad, nachdem sie die Save auf-genommen, nut ihrem rechten User die Monar-ch'e verlässt, hc,t diese keinen Antheil an den ^.'letzt genannten Masscradcrn, die ans 5cr^ ^len ,,„h ^lllgarien herabströmen. Die links leitigen N eliensliisse der Do nan sind : '" Deutschland die wernitz, Altmiihl. Uaab und ^egen, in (ysterreich der Kamp nnd ^e March, in Ungarn: die waag, Neutra, Gran und Tipel,'die Theisi (^5» ^m lang, stärkster Znflnss der Dc>nau, mit dieser aus einer langen Ticflandftrecke parallel-laufend, mit der ^c>drog. S^amos, Körös, ll> km tänge, wovon 4l>« /e"^ zu (Österreich gehören, der Rest entfällt auf russisches Gebiet i er mündet bei (>)dessa. Der Vstsee oder dein baltischen Meere strömen die Weichsel und die Oder zu. Die erstere ist der östlichste von den großen, nach Norden gewendeten Flüssen Mittel' europas und scheidet das sarmatische vow germanische» Tieflandc. Ihre Gesammtläuge beträgt Vreitcgrade südlicher die Grenze zwischen Ungarn mid 5erbien), ehe sie ganz nach Russland übertritt. Die im Ganzen «l)k km lange Gdcr gehört nur mit einel lauflänge von <)?> /cm bi5 Oldcrberg Gster« reich an. Von den beiden Nordsecflüsscn, die wir hier z» verzeichnen haben, ist die Elbe für Österreich, speciell für Vöhmen, der wich« tigere, zru km von ^ /^m ihres Gesammt« <5eoglapbion l^ohcr Bedeutung' da sie zwei so industrie» ^'chc Bänder wie Böhmen ,md Sachsen un° Mittelbar verknüpft und dcn verkehr der Monarchie mitHambing, dcm hcrrorragendstcn HandelshafenDrnischlands. kräftig unterstützt. Deutschlands größter Fluß, der Rhein, ge< liärt nur »nit seinem rechten Ufer in einer ^ km langen Strecke seines Oberlaufes zu Österreichs westlichstem Rronland Vorarlberg, Die „ach Süden gewendeten Flüsse der Monarchic, welche dcn Alpen entströmen und in die Adria nnindcn, wie auch die im ^ebirgssysteme der Nalkanhalbinsel ent> springenden und demselben Meere zuströmen» ben wasserlaufe sind natürlich viel kürzer, al5 die Adern, welche in östliche» und nörd' 3 34 Geographisch-statistische 3li,„e, lichen Meeren ihr Ziel finden, Vie Chiese und die 5arca sind aus Tirol herabkommende Nebenflüsse des Po. Die E tsch fließt 223 km laug in Österreich, dann ^<)2 /c,n lang in Italien. Auf ersterem Wege verstärkt sie sich durch die Passer, den Eisack, die Rienz, die Noce und den Avisio. Durch valsngana strömt die Vrenta ihrer Mundung bei ve> nedig zu. Vie Voita und die Fella siud Ne« benflüsse der f)iavc und des Tagliamento. In engem Bergthal windet sich der Isonzo nach 5üden und tritt, an Gör; vorübereilend, in sein Mündungsland beim alten Aqui« leja. Am östlichen Gestade der Adria ist die cascadenreiche ^erka, die thcilweise unter> irdisch strömende Cetina und, als einziger Fluss, der tiefer ins Binnenland hinaufgrcift und straßeuleitende Vedentung besitzt, die Narenta ^u nennen, seltsamer weise gibt es, zumal im Uarstgebiete, dem auch die letztgenannten Wasseradern angehören, häufig Flüsse, deren 5ysteme man nicht genau kennt, sondern nur hypothetisch oder ans dem Wege mühsamer Forschung feststellen kann, . umfassende Vodensee, welcher an Größe zwischen den beiden großen ungarischen Tieflandseen steht, bildet nnr mit einer 530 /cm, langen Ufer strecke sGesammtumfanss 2200 ^m) die Grenze Österreichs. Im nördlichen Theil der Alpen liegen noch: der f)lansee und der Achensee in Tirol, der geller-, der Fuschel-, der Waller- und der Trmnmcrsee in Zalzburg, der Wolfgangsee an der Grenze Salzburgs nnd Vberösterreichs, der Mondsee, Attersee, l^allstätter und Traun- iGmundencr) See im 5alzfammergute Oberösterreichs, der Grnndl» see und der leopoldsteiner 3ce in 5teier,nark, der lnnzer nnd der Erlafsee in bieder Österreich, ^m sn'dlichen Alpcngebiet finden wir die kleinen 5een des Gber-Etschthalcs, den Reschen-, Grannen- und den Heidersee, dann weiter südlich in Tirol den Ralteruer-, Mol» veno« und Doblinosce, den Ledro°, Caldo-nazzo- und tcoicosee, lauter kleinere Wasser-flächen. Ver größere s363 ^m^ bedeckende, 290 m tiefe) Gardasee gehört nnr mit seinem schmalen Nordende zn wstcrreich. Dem tande Rärnten und dem Fluss system e der Dran ge» hören an: der Raibler, Millstädter, Vssiacher, wörther (Alagenfnrter), Faaker- und der Weißensee. In Krain liegen die beiden <5>>og,'apl'iichchatWsche öl Nth mit seinem so sehr veränderlichen Wasser' ftandc, welcher bei der Enge seiner unter» 'ldischen Abflussl-anäle weit mehr als die 5een ^llt offenem Abfluss von den Niederschlagsmengen abhängig ist, Im Gebirgssystcm ^er Valkanhalbinsel, soweit es in den Bereich ^er Monarchie fällt, sind die zahlreichen kleinen s>Iitvicascen Rroatiens, eine stufen-sörmig angeordnete Reihe von Wasserstauungen im Uarstlande, der Vranascc bei Zara und der vergoracsce unfern dcr ^arenta-'Nündung, dann die j)lioaseen bei Iaice in Bosnien und der Rarstsec Rrcnica in der Hercegovina, ein kleines, aber manchmal weit um sich greifendes Rarstgewässcr, das von ^er Trebiiat, eincin Nebenflüsse der Narenta, gebildet wird, hervorzuheben. Ungarn besitzt zwei große Flachlandscon, ben Plattensee mit 6^>, ^m" Flächen-'nhalt und einer Maximalticfc von nur ^ ^ m, l>ann den Neusi edler-5>cc, der nur halb ^ groß als jener und nirgends übcr ', «< ^ef ist. vor 25 Jahren hat sich sein decken langsam wieder gefüllt, nachdem es durch 5ü"f Jahre nahezu wasserleer gestanden hatte. Im Gsten schließt sich an diesen 5ee ein 363 k?»2 großes 5umpfgcbiet, der Hansag, welcher, wie jener, den Stauungen der Raab und der Rabniy seinen Ursprung rerdankt. Andere 5ümpfe liegen in Ungarn, 5lavo> nien, Vosnien, z. Th. an den Ufern der Do-nau, Theiß. Dräu und 3ave, Auch einzelne Theile Galiziens (an der Weichsel und am Dniester) und Dalmalicns (an der Narenta» mündung) sind versumpft. In der Herzegovina liegt der Mostarer 5umpfsee („Vlato") und das Utov0'35Iato im Tiefland an der Narenta. Moore, d. h. wasserreiche i?odeN' strecken, in welchen die erdigen Bestandtheile und die z. Th. abgestorbene Vegetation dichter auftreten, als in den 3ümpfen, umkränzen häufig die letzteren; außerdem finden sie sich im laibacher Thalbecken, einem ehemaligen 3ee, im !ZöhmerwaIdc und in anderen Theilen der Monarchie. Ähnlichen Charakter tragen die vom Flachufer der Adria bei Aauileja und Monfallone gebildeten, „brackigen," d. h. schwach salzhaltigen 5mnpfstrcckcn, welche jenseits deritalienischen Grenze in viel größerer Ausdehnung den Nordrand der Adria um» aürten. Da« Allm«. Der Mannigfaltigkeit in der Soden» Bildung des Reiches entspricht die Ver> lch'edenheit seiner klimatischen Typen. ")ir finden das reich abgestufte Gebirgs-unna vorherrschend vertreten, daneben, im mittleren und südlichen Ungarn, das Klima bcr großen Ebenen und an den Usern der ^bria „nd auf den Inseln, welche dieselben ^gleiten, das Küstenklima, wenn auch nicht ln reiner Ausprägung, weil die große Fest» landinasse auf den 5aum des engen Meeres-beckens zu nachhaltigen Einfluss ausübt, um lenen Typus zu voller Entfaltung gelangen 3" lassen. Die klimatischen Geglnsätze liegen vst dicht nebeneinander und entsprechen durch' au5 nicht immer den landläufigen vorstel-luugen von den Wirkungen einer mehr nördlichem oder mehr südlichen tage. einer süßeren oder geringeren Meereshöhe. To ist 5- ^. Alagcnfurt (^c> m über dem Meere) eine der kältesten ötädte Luropas^ seine Nnttlcre Ianuartemperatur beträgt mit — s'2" Celsius noch um ^ Kältegrad mehr als "lejenige von Hammcrfest, der nördlichsten 40 Keographisch-siailstische 5ki,,;e. 5tadt unseres (Kontinents. Dagegen hat Fiume, welches in gerader Linie nur ^5 »n südlich von Alagenfurt liegt, im Januar eine Mittelwärme von-s-l>"C, Äagusaodcr Cattaro eine solche von ^^"C., nnd auch Wien hat um dieselbe Zeit durchschnittlich nur ändert» halb Aältegrade. Übrigens gewährt die Wintermitte im Ganten nicht das Vild schroffer Contraste; riel eher findet man solche im 5ommer, wenn die niedriger ge> legcnen ländcrtheile allerwärts säst gleich» mäßige Temperaturen zeigen, die l^och-thäler im Gebirge (l)n »« l)öhenzunahmen im 3ommer um s)'?<»"C., im Winter aber um li'45"ol,. abnimmt; daher die mcrkwür» dige Erscheinung, dass in gewissen ländern mit sehr kaltem Winter (Rärnten) die Tcm> peratur in bestimmton l^öhen milder ist, als auf der Thalsohle. Auch auf dem 5emme< ring bietet sich dein wiener häufig Ge> legenheit, diese wohlthat eines scheinbaren «Ncographisch-stalislischc 5Nz,;?. 41 Widerspruches der Natur zu genießen. Zur öonnnerszeit bringen jähe Wctterumschlägc 'M Gebirge oft schneidende Gegensätze in Temperatur, luftbcwegung und tuftfeuch-^'gkeit unnnttelbar nach einander Zur Herr» schaft, Gegensätze, wie sic in den Niede» lungcn niemals so rasch aufeinander folgen. 2ie Gebirge sind auch dnrch die größere 2tärke und !)äusigkeit der Niederschlage ^egen und 5chnce). sowie der Gewitter, vor "tn Ebenen ausgezeichnet. Auf 22—2'> Gewittertage, die in den Gstalpcn alljälirlich un Durchschnitt beobachtet werden, entfallen w Niederungen deren nur >^. Die großen Ebenen enlbchrcn der localcn Gebiete mit ^sonderen klimatischen Bedingungen; hier 'st Alles einförmiger und von wenigen gleichmäßigeren Ursachen abhängig. Die ^onncnstratsicn fallen durchans unter dem gleichen Neigungswinkel auf, und die luft-slrömunge» bewirken in ihrem unbehinderten kalten leicht eine allgemeine Ausgleichung ^r Temperatur. Dagegen ist der Wärme-Unterschied zwischen dem kältesten und dem heißesten Monat des Jahres mit 23-24" '" der ungarischen Cbcne etwas größer, als l'n Gebirge, wo er 5. ^5. in Innsbruck 2," 42 Geographisch-statlstischc Skizze, (auf dem Gipfel des schafberges gar nur ,3") beträgt. Am geringsten ist die tägliche und die jährliche Wärme-Änderung in den Ge« genden, wo das Nüstenklima herrscht. Da' gegen bringt hier der Wechsel der beiden Hauptwinde, der reinen, kalten Vora und des trüben, schwülen 5cirocco, grosse 5chwan> kungen der Luftfeuchtigkeit mit sich, welche ein echtes Aiistenklima nicht besitzen soll. Der üordostwind oder die Vora bläst im Winterhalbjahr oft mit so furchtbarer Gewalt, dass er nicht nur den schiffen zur 5ee, sondern selbst Lisenbahnzügen zu Lande ge» fährlich wird, 3eine eigentliche Region ist der Nordrand der Adria; Trieft, Fiume, Zengg, ,i>ara sind seine bedeutendsten städti< schen Tummelplätze, Er verdrängt die feuchte warme tuft des Meeres r»ou den Küsten; sein Widerpart, der 5cirocco, wäl^t dagegen von öüdosten herauf Wolkenmassen und Regen« mengen über das Gestadeland. Der gerbst ist die Zeit des vorwiegenden Tcirocco; im 5ommer herrschen meist sanftere Luftströmungen, so der Maestro, ein Nordwestwind, der dem Schiffer anhaltend schönes Wetter verkündet. Das allmähliche Eintreten der Frühlings» erscheinungen in den verschiedenen Regionen Geographisch, statistische Sli,,ze. 4g Dsterreich.Ungarns illustrieren wir durch die Zuführung einiger Durchschnittsdatcn, welche "'c NIiiom !5.»2x. April zur ^lüte kommen, geschieht ">es in 5üddalmatien um 2 Monate, am ^ordrand der Adria um mehr als 5 Wochen, 'n Riva am Gardasce um >i Tage früher, "ber nicht nur der 5iidcn, auch der Westen Ienisß^ eineu ähnlichen ^orsprung, der «m Mittleren Rhemthale noch ungefähr <>, in Rregcnz nur mehr q, Tage beträgt. Da-?egcn treffen jene 5endl'oten des Frühlings ui Vöhmen, (^alizicn und der Bukowina Mit einer Verspätung ein, welche sich in plag auf ?, in Rrakau und c^zernowitz auf 13, in Hwcznw auf 2l> Cage Zurückbleiben Segen Wien beläuft. 2. Volk und Cultur. Bevölkerung Die Gesammt bevölkerung Gsterrcich-"ngarns einschließlich des Occupations- 44 Gragrapliii'chchaÜslische Skizze, gebietes beträgt nach der Volkszählung von ^8^0 42,7^9,52^ Zcelen. Daran nimmt Gster» reich mit 23,»i.3«s», dc^cnige Ungarns in demselben Zeitraum mit i,?m 35>s, Köpfen er> mittelt ist. In der folgenden liste der Aron> lander Vsterreichs sind außer den Einwohner« zahlen an zweiter stelle in Alcimmern kleinere Zahlen gesetzt. Dieselben stellen die Vevölfe> rungsdichtigkeit dar, indem sie anzeigen, wie» viel Vewohncr im Durchschnitt auf ^ km'^ entfallen. ^ieder-Gstcrreich.... 2,6Ki.«5>4 (^2^) Vber-Gsterreich . . , . ?»5,«2< (56) Salzburg ........ ! 73.51« (24) Zteiermark.......^282.7«« 6 (^66ft), Görz und Gradisca 220.5,0« s?5), ^strien 2^7.h,l)(64,). l?eograpliisch-stc>listlsch« ^Nzze. 45 Cirol und Vorarlberg s»28.?s<) (52), davon Tirol «,2.5,<>k (3u), Vorarlberg ,,6073 (^5.). Böhmen.........5>,«42.25<1 (<<2) Mähren ,,,..... 2,2?b.«70 (,,02) Schlesien......... «,05.6^ (n») Galizicn.........^,,607.8^6 (8q^) Bukowina , ...... 5^.59^ (62) Dalmatien........ 527.^26 (^^) Durchschnittlich koinmt sonach auf eincn ^m,2 i„ Mfte^rcich eine Ro^fMhl von ftc 2?e< wohnern liin Jahre ,««s» bcirlig »i«,'s? Durch schnittszahl 7^^. Vic rclatw ain dichtesten bevölkerten Aronländcr sind, wie man sieht, Niedcrösterreich, Schlesien, Böhmen und fahren, wobei Niedcrösterrcich dadurch an l>ie erstc stelle gelangt, dass es die eme -^cichähanplstadt in sich schlieft. Die relativ am schwächsten bevölkerten Gebiete sind Salz-l'urg, Cirol, Rärntcn »nd Dalmatieli. )n Ungarn ist die mittlere 25eoölkrruna,5dicht,g° ^eit viel geringer-. sie betrug ^«c» nur ^» dreien per , Km'. Nach Nationalitäten fand sich die Bevölkerung (i)sterreich'Ungarns im I- ^«t> ,^lstvninsngcsetzt aus: Dcntschon .............w.noool) Tschechen, Mährern und Slovaken 7s^0.0uu 46 Geographisch-statistische Ski^,,e, Ungarn (Magyaren) .......... (,,542,000 Polen ...................... 2,25,5,000 Ruthencn ................... 5,<5».c)0ll 5crben und Kroaten.......... 2,<, ^8.c>0b,,2c)? Deutsche............ ........ ^n?,3f0 2Iovaken ................... 5,«96.358 walachen.................... 2,',<><),425 ^uthrnen.................. ,^?<>.?^3 Kroaten..................... 1 N3.^2>) 3erben..................... 4<,4 «4? Wenden, ölovenen........... 70-65» Armenier................... 2.06? Ageuucr.................... <»s).2K4 öonst^e Zpracheu............ ??,!i<5 )n (hsterrcich bedienen sich nahezu 5?°/„ ^cr ^cwohnrr dcr druischen und nahezu 2^"/„ ^rsellirn dcr tschechischen ^prcickc, (resp. des Mährischen und slcwalischcii OialccteZ). Fast >5°/o rnifcillcn auf die polnische, fast >5"/<» ^uf die lllthcnischc. über 5'/.. auf die slove« U'sche, 3",„ auf die italienische, 2V/„ auf die serbokroatische Sprache. )n Niederösterreich b'ldcn die Deutschen s,?"/„ der Gcsammt-bevölkerung; nahezu rein deutsch sind Ober» Österreich »nd Salzburg, 3teicrmark «nd tarnten haben neben den deutschen Majori» täten 52 7 und 2','7"/n slowenischer Lin< wohner. In Krain bilden die Slorenen da-gegen s>3«/„ der volkszahl; den ^est bilden weift ss,"/^ Delltsche. ^m Uüstenlande finden wir meist Italiener, ölooenen, ^crbrn und Kroaten nebst einer ansehnlichen Hahl deut. ^er Bewohner. Vorarlberg ist ganz, Tirol 43 sssogflifchiich'slatistischc ^ki^r. im Norden und in der Mitte des landes deutsch, im 5üden erreicht die italienische Hunge 45>'4"/°^ ^n Vöhmen beherrscht die deutsche Sprache mit 3?'2"„ die nördlichen, westlichen und südlichen Randgebiete, die tschechische mit ft2'«"/„ die Mitte und den Gstcn des Landes. Mähren hat loi."/« Slaven, 2<>'s>"/„ Deutsche Schlesien ist znr Hälfte deutsche zur Hälfte slavisch (mährisch und polnisch), Galizien ist in der westlichen Hälfie polnisch, in der östlichen ruthenisch. Die Bukowina zählt 422'V„ ruihenische, ,',?,; rumänische, ^'i"/„ deiltsche, Dalmatien Zumeist serbokroa« tische, daneben aber auch 5>«'/„ italienische Vewohncr. In der ungarischen ^eichshälfie ist die magyarische Nation mit ^'^"/« am stärksten vertreten. Dann folgen die Rumänen mit 55'50, die Kroaten und 3crbcn mit ^'<)'), die Deutschen mit ^2 55>, die Slooaken mit i2 l>3, die Ruthenen mit 2'2>)"/<,. Im eigentlichen Ungarn bilden die Magyaren it>'5,"/„. Die Hälfte der Bevölkerung Siebenbürgens ist rumänisch. Die Deutschen sitzen hauptsächlich in letzterem taude, dann in den westlichen Comitaten, in der ^>>P5 und im 35anat, die ^lovaken im Nordwesten. In Kroatien und «2,'> <1,^I,',<)8 2<1,,.45.225 Evangelische 7><)<).5?s) I,^?5> ^?l, 3,5,72.95^ Griechisch. Orthodoxe ; Israelite,: 5.005 5<)5 s"^.^3^ ^,«.^525, "ndere und ^onfrssions- lose ,7,25« «7^« 2'>.<»'>si « Die Volkszählung von !«9ci ergab für Österreich allein: ^om. Katholische statein, ^itns). ^8,93^ ,<,^ ^nechisch-Unierte............. 2,8<4.o?2 ^rmenisch.Unierlc............. 2.«.^ ""katholische................. «24« ^'echisch.Vrientalische......... ^^.72'.) Ctansport 22,303 «2» 4 ßH «Neograpliisch-siatlstische ^kiiie Transport 22,^03.826 Armemsch'Vrientalische........ »275 Evangelische Augsbgr. Konfession 3,,',.82» „ k?ellietisch. „ 520.524 Herrnhnter................... 3b» Anglikaner.................. 5.296 Mennoniten................ 4M Unitarier................... ^7 tippowanrr ................ 3.2 ^ Israeliten................... ,,,43.30', Mlchaminedancr............... «, Andere Konfessionen........ ,. ?^,', konfessionslose................ 4.30^ 2 3, «<),'). ^,3 Nach der ersteren Übersicht entfallen ?u 3"/« derReichLbevölkernngaufoieAat^oliken, ^'4"/« auf die Evangelischen, ?'8" <. auf die Griechisch' Vrthodoien, q,'3"/„ auf die Israelite», n 2"/,, auf den Rest, Die Katholiken sind überall, mit Ausnahme der Vnkowina, in der Majorität. In Ungarn bilden die Evangelischen fast 23, in Lchlefien !i> in der Bukowina die Grie> chisch'wrthodoxen über ?n, in Kr^atien-öla' vonien dieselben über 25, in Ungarn übel ,4"/n der Veoölkerung, D!e Israeliien sind am stärksten in der Vukowina s,,-»"/„) und in Galizien (^'5"/„), dann ansehnlich in Un' Zarn, ^tiederösterreich, Vöhmen und Mähre::, l^^r schwach dagegen in den Alpenländeln und in Dalmaticn vertreten. In Vosnien» k?ercegorina fanden sich unter den «Linhei» nuschen ^«5>: 5,7, 25s) Griechisch'Orthodoxe, ^2.7,s» Muhammedancr, 2<>5.7«0 Römisch-katholische, 5«s>', Israeüten und 5?<« andere Glaubensgenossen, blicht slavischer Nationalist sind in diesen ländern nur geringe ^ruch-^eile der alteinheimischen Bevölkerung, welche ^uf die Arnanten und igcl>ner entfallen. Die l? ai! ptstädte und wichtigsten /^rtc MsterrcichNngarns sind folgende, ldie '^ Klammern beigesetzten Zahlen bezeichnen ">e Einwohnerschaft nach Tausenden): i. (>)ftcr reich: lvicn (>,30',), ^>rag ''^', ?nit den Vororten 3^^), Trieft (mit Dor-^ten ^5,^), lemberg (,2^), Gra,z (>,,^), ^rünn (,',). <^zcr,«owih (54), Pilsen (5>o , ^rze> "?2l l55). Reichcnberg <.^,). laibach l,'.,), -)NN5I,^F s2'>, sammt Vororten Zs, , 25ud> wei5 (2>,,, 5al'^burg (2«), Zara (2«), Tarnow '^)' Carnopoi (26). Wiener-Neustadt (25,), )glau (2Y, pola !23), 3palato l27,), Görz ^), Croppau (22), Trient (22), Vlmütz (20), ^lagenfurt (20), Cger (;8), 52 2, Ungarn- Budapest ll<^3), 3zegedin ('>), Debreczin l5?), kjod-Mezö-vasarhely (I^), Kecskemet (^s)), f)res3bnrg (p)), Arab l2^), Temesvar (38), Vekes-Csaba i^5), Kaschau l?>5), Fünfkirchen (,^3), Großwardein (35), Mako l32). RIausen-burg (3,). Kronstadt ,3^, Agram (3n), 5zentes <2<)), 3tuhlweißenburg (21), CZegled (27), Miskol^ (27), Nyiregyl^aza (2ft), Iombor (25), Fiume s22). 3. VosnieN'Hercegovina: 5ara-jevo (26), Mostar (53), Vanjalnka s^). Ass die Hauptproducte Österreich' Ungarns^ welche auch namentlich auswärtigen Märkten Zugeführt werden, sind von den Statistikern ermittelt worden: Getreide, Hiil-senfrüchte, Mel^l, Gbst, Vieh, wein, Vier, Aurz , baumwollen-, keinen-, Wollenwaren, Glaswaren, Eisen' und 5tadlwaren, teder-und lederwarcn, 5alz, (Quecksilber, ^renn-und werkholz, l^olzwaren, Papier- und Rübenzucker. Vodlnlultltr. Ven ersten Rang nnter den Erwerbs» zweigen der Monarchie behauptet die 3and-und Forstwirtschaft. Über die Hälfte Gec>gr auf weinpsianzungcn, 25"/,, auf wiesen und weiden, 5,»-c/'/„ auf Waidinigen, c/'/<, ^uf die unproductive Fläche, welche in emi-nenten Alpcnländcrn.wie Salzburg und Tirol, Naüirlich am größten ist und dort ca. 2a°/„ öer Gesamintarca beirägt. Die getreidl-reichsten Länder sind Ungarn, "öhmen, Galizien und Mahren, die incistcn k?ülscnfrüchte bauen Böhmen, Mähren, <3ali° Mn und 5teiermark. Ungarn, Galizien, Bukowina, 3teicrmark und Dalmatien treiben "?n stärksten Maisbau ; Buchweizen cultivicre» vorzüglich ^teiermark, Kärnten und Arain; ^?irse wird in Rrain, Mähren, Galizien und Kroatien-Slavonien i>: bedeutenden Mengen ploduciert. Reis gedeiht im ^e.^irk Gradisca, ^e Aartoffcl imd die Runkelrübe am besten 54 Vcographisch-staUsllschc ^tizzc. in den nordslavischen tändern, dann in 1In> gärn und Nicderöstcrreich. Den Anbau des Flachses findet man i» Vöhmen, Mähren, Galizien und 5teiermark gut, anderwärts nicht in genügender Ivcise entwickelt, Für l^anf und Raps sind Gstglilizien und NngarN t^aupt^rodul-tionsgegcndcn; Hopfen liefert der (alte) 3aazer Areis Böhmens in vor« Züglicher Menge und Güte. Tabak wird hauptsächlich in Ungarn, dann in einzelnen strichen Mstgaliziens, der Bukowina, Dal> matiens und 5üdtirols gezogen. Ein Haupt' gebiet für dieses edle Grzeugnis ist die Her» cegovina. Vosnien ist in ökonomischer Vc> ziehung den 2^eich5ländern mit fruchtbarem Voden, aber nicht genügend entwickeltem !5e> triebe der tandwirtschaft anzureihen. Un< gefa'lir 45 "/„ der ganzen Grundarea sind IValdland. Von 2?aumfrüchieu gedeihen l>ier namentlich pflaumen in vorzüglicher (Dualität und gelangen in großer (Quantität zul Ausfuhr. Obstbau wird im ganzen Reiche stark und erfolgreich betrieben. Dalmaticn, Züd» tirol und das Aüstenland prodncieren edle Südfrüchte; noch weiter nördlich — in Ungar« bis nahe zum leithafluss — geht die Cultur md 5üdtirol rultiviercn den Mlbaum und den Maulbeer« bäum, letzteren auch noch andere südliche lander der Monarchie. Neben dem Feldbau geht die Viehzucht als ein Nahrnngszweig von ebenbürtiger Wichtigkeit einher, In Ungarn wird in a»5gedclin!em Maße die 5chaf, Schweine-"nd Pferdezucht betrieben. Großes Maft-vieh züchten vorwiegend Ungarn und Gallien, Ziegen Dalmatien und die Herccgomna, Pferde auch die Ökonomen Salzburgs, steicr' marfz, Aärntens, während in allen Alpen-ländern der Rcichchmn an Thalwicsen und ^llpenweiden zum Halten zahlreichen Rind-v'ehes ausgenützt wird. Dies gilt auch von Vogmen-Hercegovina, dessen Rinder» und Pferdeschlag allmählich durch rationelle Pflege verbessert wird. In einigen Alpcnländern und in der Vl'kowina dehnt sich dcr Waldboden nahezu über die Hälfte des Grundarcales aus. Holz- arm find nur die ungarische Tiefebene, ein Theil Galliens und D.^Imatic>i, sowie ein Theil der Hercegovina, bebende Nntzthiere und verschiedene l^olZarten bilden starke Ausfuhrsartikel. ?er Vergbau stützt sich m Österreich' Ungarn a»f einen von keinem anderen Staatsgebiete Europas iibertrosfcncn Reichihimi an Grzcn und Mineralien. 5eine l^auptstätten finden wir in Vöhmen. wo nahezu die Hälfte der in gani (Österreich r>on dieser vcrufsart lebenden Arbeiter (über > il)s>l> iNenschcn) be< schäftigt ist. Gewonnen wird Hauptsächli Kohle und Eisen sin Böhmen, 5ch!esien, Mähren^ 3teiermark), dann Steinsalz (in Gallien und Ungarn), sowie 5udsalz (in den österr. Alpen) und 5cesah (in Istcicu und Dalmatien), Gold liefern 3iebenbiirgen, Silber dieses tand und Vöhmcn, Rupfer Ungarn, Vlci Kärntcn, nicht ausschließlich, aber in besonders erwähnenswertem Maße. von ferneren j)roductcu des Bergbetriebes sind Zink (aus wcstgalizicn), Zinn (aus dem böhmischen Erzgebirge/, Quecksilber (au5 Arain), Schwefel (aus Galizien), Graphit (aus Aöhmen, Mähren, 5teiermark), ^laphta (aus Galizien), Asphalt (aus Tirol und Dal> (^ograpblsch swtisliichc ^k>,,,;<>, 57 Matien) hervorzuheben. Rupfcr, Mangan, ^hron, und Antimon, dann vorzüglich Nraun. kohle und 3alz werden nunmehr auch in Bosnien auf rationelle weise gewonnen. Gewerbe und Handel, Die gewerbliche Thätigkeit hat sich am meisten in Niederö'stcrreich. Vöhmcn, Vorarlberg Schlesien und Mähren, am wenigsten in Dalmatien, Galiiicn und der Bukowina entwickelt, ^n Ungarn steht der Moderne f^briksinäsiige betrieb hinter der 'nehr und mehr veraltenden hausindustriellen Thätigkeit, welche einen 77cl'e,n'lwerb^weig ^er Landwirtschaft bildet, zurück. Die wich-Ugsten producte der östcrreichisch'UNgarischen Industrie sind folgende: Eisen» und andere Metallwaren, Ma^ ^chmen, Transportmittel, Musikinstrumente, llhren, Ho!,;<. Marmor- Thon< und Glaswaren, Juwelierarbeiten, 5troh' und Flecht» U>aren, lcder llnd tcdcrarbeitcn, 5eide, Schafwolle, Vaninwollc, Zpinnereiwaren in ^achZ. l?ailf, Jute, Vandwrber», Färber-und 5toffdr,,ckerwarcn, spitzen, 5ti govina und dem Fiirstenthun, licchtenstein bilden zusammen ein gcmeinsame5 l^and els' und Hollgebiet. )n demselben betrugen die l?ande>5werte der Ein- und Ausfuhr (ohne die edlen Metalle) in Millionen Gulden I. Emfuhr II. Abfuhr s 5.^3-? 5. Rohstoffe 35>5'5 ',7?'2 i ^««? 35>Y'2 2. Fabrikate 25.2 ; 57,V5 ! 389'0 ^»87 ',<-;« <^ s>72q 3. Zusammen 18NN 72«'8 ! ,',8l>'2 7l,6'2 Die Handelsschiffe dieses vereinigten Zoll« gebietes fahren unter der gleichen Flagge und genießen in beiden Reichshälftcn gleiche «Geographisch» statistische ökizzc. 5,l) Behandlung. Ihre Danipfer mit <,?,8'>2 Tonnen behalt, 2luf Österreich entfallen davon ^?H8 schiffe sdarunter 525 Dampfer), auf Ungarn ^^? schisse (darunter 2« Dampfer.) Die wichtigsten Handelshafen sind Trieft und Fimnc; der Lin- und Auslauf beträgt in ersterem Mrlich um ein paar tausend schiffe 'nehr als im letzteren. Die Gesammtlänge der loconwtio-Ei> Anbahnen in ('isterreichUngarn beträgt 2?2^q, ^^?, daron gehören Gsterreich s^8«^n) ^5.ys)7, Ungarn (!tt«^>) fs» 7l»l» 25o5uicn(^889) "^7 /c»>, an. Die ta'nge der Telegraphen' ^lnien beläuft sich in. der ganzen Monas« H'e auf «1^.457, in Österreich <5«Mj auf N>?5<), in Ungarn (^«8c») auf ^9.«<)2, in "l?3nictl (!«fts)) auf 280s, ^'m. Dem Handel und verkehr dienen endlich über 200 danken und Credit-In« 'l'tute, darnnter die österreichischungarische "ank, welche das ausschließliche Privilegium ^er Notenausgabe für die gesammlc Monarchie besitzt. 60 Geographisch-statistische Skizze. Schult und Nirche. Für die geistige Cultur der Veoöl« keruug sorgen zahlreiche Unterrichts- und kirchliche Anstalten. Vas Reich besitzt un> gefähr 25.700 Volksschulen für die schul» pftichtige Jugend, d. i. für die Rinder vom 6. bis zum i^i.. ( stehen 35H lheils halbe, theils gan^e, z. Th. auch Real-G^mnasien und ^5< halbe oder gan^c Realschulen; an beiden 5chu!kategoricn, wie auch an Volksschulen besitzt Gstcrrcich etwas mehr als Ungarn, wie auch die Zahl der Lehrkräfte und Schüler in ersterem Staatsgebiete eine weit größere ist, als im letzteren, Bosnien und die l^cr^eaorina haben i Mbergymnasium, 2 Gvmna> sien, 5 technische Mittelschule, i, Handels' schulen und bei ^lioci Volksschulen^ dann <5?ographisch-st Erzbisthümer und 25 Visthümer und in Ungarn ,", Erzbisthümer und 2Z Vis> thümer. Unter den, mit wenigen Ausnahmen vom Kaiser zu ernennenden und vom f)apste zu bestätigenden Erzliischöfen und Vi^chöfen stehen zunächst die Dechanten (Erzvriester), ferner die Pfarren und Caplaneien (in Österreich >i?35>, in Ungarn ',«9^). Vosnien und die Hercegovina haben einen Lrzbischof zu Sarajevo und einen Vischof zn Mostar. Die Zahl der 3tif»e und Klöster bcirägt über ^300, Die griech isch-or thodoz e> Kirche hat in Ofterreich eine Metropolis oder Kirchen Provinz unter dem «Lrzbischof von Czcrnowitz, in Ungarn 2 Metrovolien unter den Lrz> bischöfen von Karlowitz und l^ermannstadt; sie hat ferner in Gsterrcich 2, in Ungarn « Vischöfe; unter den ersteren stehen 25 Erz-priesterthümer und 7>I« Pfarreien, unter den letzteren 95 Erzvricsterthiimer und 2K^? Pfarreien, Vosnien und die Herzegovina besitzen einen Erzbischof zu Sarajevo und <5roglapl'!ich »imnnichf Skizze. YZ - INclropolitcn ill lNostar und Dolnji'Cuzla. diese Ilirche hat 5.<> Rlöster. öeitcns der evangelischen Rirchc 'N Gsterreich bestell der k. f. evangelische ^berkirchenrath in lvicn und die General» lVnode alK oberste Behörden sür die <3e> »ammthrit der önpcrintendenzcn (viocesen). "on letzteren zä'HIt dir liug^lnirgischc <^onfes> !'on <> smit 15, 5c»loraeniora»en und 5^ ^farrgemeindcil). Die lutherische llirche bat im eigentlichen Ungarn l Airchen-^'stricte. 7>« öeniorate und «,57 f>farrge> 'Nei„drn, in ^icbcndiirgen 2«,<» s>farrge> 'Neinden ,nit cincr Verfassung, welche von "krjenigeil im übrigen Ungarn abweicht. Die lesormiertc landestirche Ungarns stellt unter rinrr Zynodc uud besitzt,'. bischöfliche Diftrictc, '? öeniorate und ,<»'..'» Pfarreien. Die Rirchengeroalt über die Unitarier Ungarns übt eine Synode und ein Gber Konsistorium, ferner bestehen sür dieselben < Bischof, « Decane und n»'» 3celsc»rger. Die geistlichen Mürdentragcr derMuham« "'edancr Bosniens und der hcrcegorina sind ' Aeis-eLUlema, 4Mitglieder der Medschlis.el. "lema und i Mufti'5. ß4 G«ograPblUngarns ist die constitutionell-monar' chische. An der spitze des staatcs steht als Träger der staatlichen Gewalt die geheiligte person des Monarchen, des gemeinsamen Herrschers (')sterreich>Ungarns. Der Thron ist erblich in der Dynastie Habsburg-loth» ringen, zunächst für die männlichen, dann, bei dem Abgänge solcher, für die weiblichen An» gehörigen des Herrscherhauses. Religions' bekenntnis des Kaisers ist das röinisch>ka Gelegenheiten (mit dem Vorbehalt der Ge> "rhmigung der internationalen Verträge "Urch die Vertretungskörper beider 5taats> gebiete). 2. das Kriegswesen smit Ansschluss gewisser, ebenfalls jenen vcrtrctungskörpcrn "orbehaltener Rechte), 3. das Finanzwesen "ttreffs der gemeinschaftlich zu deckenden Auslagen sFestset^iing dcs ^ndgets u, f. w.) VUr legislatorischen ^5c!iand!ilNg der gemein» same,, Angelcg^'cheiten bestehen Delegationen, selche alljährlich, abwechselnd nach Wien °"er nach Budapest, einberufen werden. Jede .^selben zählt l,c» Mitglieder, r»on welchen ^ 2o a„5 dem lhaftliche 5'tzungen trclcn nur dann ein, wenu dreimalige schriftliche Mittheilung der ^eschljjs^ feine Entscheidung herbeiführt. Die ^Icgatiouen, wie die beiden 3taatsvcrtre> U'lgen, tagen in der Regel öffentlich, wählen ^ ihre Vorsitzenden selbst lnnr die der beiden "berhäuscr werden rom Raiser bestimmt) Uno gewähren ihren Mitgliedern den Schutz 5 ßi» cssellgraphisch-staUstlsche ökizzc, der Immunität, d. h. dcr konstitutionellen Unverletzlichkeit in der Ausübung ihres Ve« rufes. Die Volksvertretung im öster> reichischen Staatsgebiete gliedert sich in folgende Körper: >. den Reichsrath für die Gesammtheit dcr tänder; 2. tandtage für die einzelnen Länder. Ersterer gliedert sich weiter in das Herrenhaus und das Haus der Abgeordneten Das Herrenhaus besteht aus den großjährigen f)rinzen des kaiserlichen Hauses, den Häuptern jener durch ansge« dehuten Grundbesitz hervorragenden Adels» familien, in welchen nach den Veschlüssen des Aaisers die ^eichsrathswiirde erblich ist, den ErZbischöfcu, Flirstbischöfen, dann aber aus jenen von, Aaiser auf Lebensdauer be> rufcnen Männern, welche sich ausgezeichnete Verdienste um 3taat oder Airche, Kunst oder Wissenschaft erworben haben. Das Abge» ordnetenhaus ^ählt 253 dnrch lvahl auf 6 Jahre entsendete Mitglieder. Davon ent> fallen auf Böhmen <)2, auf Gallien ß?. auf Niederösterrcich 5,?, aufMä'hren 3^,, auf^teier» mark 2^, auf Tirol i«, auf Gberösterrcich ;?, auf Schlesien und Rrain je »n, auf Dalma« tien, die Bukowina uud Aärnten je ^), auf öalz' sseograplnsch-statistische ssl,,,,e. ss? ^urg 5>, auf Görz sammt Gradiska. Istrien und Trieft je ^ und mis Dorarlbcrg 3 Abgeordnete, lvä'hlerclassen sind: ^. der Großgrund, "ks'tz, dig i^öchstbesteuerten in Dalmatien und ^er adelige Großgrundbesitz lsamint den Äbten und Pröbstenj in Tirol, 2, die 3täd ^Ünner s^ auf 5 "eng 5 si. an landcsfiirftlichcn directen steuern ^2 Vrdingung angeschen wird. Zur !vähl> "lllkeit wird der besitz des österreichischen ^aatsbürgerrechles seit mindestens 7> Jahren, ^ s^uriisk!?gung des 5l>, Lebensjahres und "'e Wahlberechtiglilia erfordert. ?ic Einbe. l"fung des Reichsrathcs erfolgt alljährlich Utch h^„ Baiser. In den Wirkungskreis dieses "orpers fallen alle Angelegenheiten der Gesetz. ß8 r»er> sitäts-^ectoren, den Abgeordnete» des Groß' ginndbesitzes (oder der äquiparicrendenwählcr» claffe»), der Städte, Märkte, Industrialorte und der landgemeinden. Die Abgeordneten der letzteren geben anch hier aus indirectcn (wahlmänncr.) Wahlen hervor. Die Wahl erfolgt, wie im Abgeordnetcnhause, anf 6 ^ahre, die Einberufung jährlich', die tand-tagS'vorfiyenden Landeshauptmänner, in Böhmen Vberstlandmarschall, in Niederöfter» reich und Galizien tandmarschall) ernennt der Baiser, ^cder landtag wählt aus seiner Mitte als Verwaltung^' und ExecutioMrgaN den landesansschuss, welcher unter dem land« tags>vorfitzcnden tagt. Die Zahl der land» tagsmitglieder beträgt in Böhmen 2^2, in Galizien ,5,^, in Mähren ^oo, in bieder» öfterreich 72, in Tirol 68, in Steiermalk S3 U. s. w. Geographisch-statistische Ski,,!', sifl Die Volksvertretung im ungari» schen Staatsgebiete umfasst den unga» eschen Rei6^5tag und den kroatisch-slavonischen kandjag. Ersterer besteht wieder ans der Magnaten- und der Repräsentantentafel. Die Zusammensetzung der Magnatcntafel ist ähn> ^'ch der des österreichischen Herrenhauses, die ^epläsentantcntafel Zählt 4^>5 Abgeordnete '^!3 aus den ungarischen Comitaten und 2tc>dte,i einschließlich Siebenbürgens, dessen Sonderstellung vollständig aufgeholt hat, ,q,c» ^U3 Kroatien und vlaronien- erstere werden "»rest, letztere vom kroatisch-slavonischen tand-^aZe a„s seiner Mitte gewählt). Das active Dahlrrcht wird in Ungarn schon mit dem zurücf^if^,, 2s>, die!vählbarkeit schon mit "km zurückgelegten 2i. lebenS)ahrc erlangt; beide Rechte sind außerdem noch an gewisse "edingimgen, die lvälMarkeit überdies auch an die ^cherrschnng der ungarischen Sprache scsmisst. Gewisse Verufsstrllnngen sind ge° >khl>ch als mit dein Adgeordnetcn-Malldatc «"vereinbar erklärt. Die Wahl erfolgt auf ^ 3ahre, die lkinberufung alljährlich nach Budapest. Die Verhandlungssprache ist die ^Iarische, nur den Vertretern von Rroatien» Slavonien ist auch der Gebrauch der kroati. 7s> Geoyraphlsch-swtistische ökizze, schen 5prache gestattet. Der kroatisch-slavo« nischc Landtag setzt sich aus <)s, gewählten Abgeordneten und höchstens 45 Mitgliedern mit virilstimmen (hohen Geistlichen, Vcamten und Adeligen) zusammen; er tagt jährlich in Agram und wählt sein Präsidium selbst. Alle österreichisch-ungarischen 3taats-bürger sind den gleichen f?f lichten, nament« lich der gleichmäßigen 5teuer- und wehn pflicht unterworfen. Die wichtigsten staats' b ürgerl i chen R echte sind: Gleichheit vor dem Gesetze, persönliche Freiheit, Unoerletz-lichkeit des kzausrechtes, .^reizügigfeit del Person und des Vermögens, sreie Wahl des Aufenthaltsortes, des Vciufes und Erwerbes. Freiheit zum Erwerb und Vesitz des Eigen< thums, sowie N'werletzlichfeit demselben, Fre<« heit des Grundeigenthnms non Unterthänig' feit und Hörigkeit. Ferner sind gesetzlich ge' währleistet: Freiheit der Meinungsäußerung (f)ressfrciheit>, Glaubens- nnd Gewissens-freiheit, Religionsfreiheit, lehr- und lertt' freiheit, sietitionsc, versammlungs- und vereinsrecht, Unvcrletzlichkeit des vricfgs' heimnisses, endlich die Gleichberechtigung aller Nationalitäten und landesüblichen sprachen. Gcoglliphisch-siatisjischl' 5l>M. 7^ Verwaltung. Mit der Ausübung drr 5taatsr>er-lualtung sind im Namen des Monarchen b'e Ministerien und die denselben unterstellten Behörden betraut. Der Raiser und König besitzt zu seiner unmittelbaren Verfügung in ^ivil- und Militärangelegenlieiten die Cabinets- und die Militärkanzlei. Die Minister ieder ^eichshälfte bilden von Fall zu Fall unter dem Vorsitze des Monarchen den Mi-nisterrath, Veiden RcichslMslen gemeinsam find: das k. u. k Ministerium des kaiserlichen Hauses und des Äußern, das k. u, f. gemeinsame oder Reichskrieasministerium und das ^- u, k. gemeinsame oder Rcichsfiiian^inini-sterium. Ersterem unterstehen nebst anderen Anstalten namentlich die Vertretungen Vstcr-leich-Ungarns im Auslande. Die Monarchie ^?at bei auswärtigen Mächteu beglaubigt: 8 Volschafter. ik außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister; dann besitzt sie "ußer ciner Reihe anderer Geschäftsträger, ^3 Generalconsulate, ,32 Lousulate, ^«? ^iceconsulate und ^6 olonsularageilticn, Das Uriegswescn mit Ausschluss der Agenden der beiden Landeslierlheidigungs- 72 «Ncograpbisch-staüslische ökizzc, Ministerien wird vom Reichskriegsministerium verwaltet. Milltär>Terri> torialbczirke eingetheilt; die denselben cnt« sprechenden <5 Corpsconunanden haben ihre ^itze in Arakau, Wien, Graz, Budapest, prcsöbnrg, Aaschau. Temesvar, f)rag, Josef» stadt, sir^emysl, lembcrg, !)ermannstadt, Agram, Innsbruck und Zarajeno. Ein Mi« litärcomlnando hat seinen 3itz in Zara. Das Ressort des ^cichsfinanzministeriumS bilden die gemeinsameii Finan^angelcgeN' heiten. Außerdem übt der Reichsfinanzmi' nister im Namen des Monarchen die Verwaltung Vo5nicns und der Herzegovina aus. Ihm untersteht die Landesregierung in öa< ra^evo mit einer administrativen, einer Fi' nanz- und einer Justiz-Abtheilung, ferner die Gerichte und der laudcsrerwaltungsrath als Grgane der Landesregierung, landes' ograpli!sch'sta»istischc ^lizze, 7Z ^ef ist her Militär-Corps-^ommandant in Sarajevo, welchem für Zivilsachen ein <^wil-^^latus bcigegeben ist. ^ür wsterreich bestehen in Wien ? k' k, Ministerien u, zw, das k. k. Ministerium "^3 ^N7iern, das k k. Ministerium für Cultus und Unterricht, das k, k, Handelsministerium, ^as f. f. Ackerbanmiliisterium, das f. k I"' s^Ministerinm, das k. k. Finanzministerium und das f. k. Ministerium für tandcsi^cr ^n 7,27) als erste verwalwngsnistanzcn. "Ußerdcm bestehen in dcr ganzen Monarchie Nir die Rechtspflege <»?;, Bezirksgerichte (dar-U'Uer «5 städtisch-delegirte), dann <>« Ge> l'chtshöfe erster Instanz (landes- und Rreis-2erichte) mit den bei ihnen gebildeten Ge° Ichwornengerichten, welche über alle mit lchwercn strafen bedrohten Derbrechen, über ^e politischen und Prcssverbrechcn und 74 Geographisch-statistische Skizze. vergehen zu entscheiden haben, sodann 9 Vberlandesgerichte als Gerichte II. Instanz und endlich als höchste Instanz der k. k. oberste Gerichts» und <^assationshof in Wien. Besondere Fälle, die über den Rahmen des ordentlichen Instanzeuzuges hinausgehen, sind dem Reichsgericht in tVien und dew Verwaltungsgerichtshof vorbehalten. Ungarn besitzt <) königlich ungarische Ministerien, welche mit Ausnahme des a« letzter 3telle zu nennenden, ihre 3itze in Budapest haben. Ls sind: das kgl, nng, Ministerium des Innern, das kgl. ung. Ministe" rium für «Cultus und Unterricht, das kgl» ung. Handelsministerium, das kgl. ung. Acker' bauministerium, das kgl. ung. Tandesver« theidignngs-Ministerium, das kgl, ung Iu-stizministerium, das kgl, ung. Finanzmini' sterium, das kgl. kroatisch-slavonische Min'" sterium und das kgl. ung. Ministerium aw Allerhöchsten Hoflager 3r. Majestät zu Wie«. Für Kroatien°5lavonien besteht cinc kgl» Landesregierung in Agram, an deren spitze der Vanus steht. Ungarn ist in t,?, c^oinitate eingetheilt; darunter bestehen 25> nnt 3onder-recht bekleidete 5tädte, An der 3pitze diesel Verwaltungsbezirke stehen die Comitats«, resp- Geographisch-statistische 5«M. 75 städtischen Vbergespäne. Aroatien-5lavonien l'ildet « (üomitate. Die kgl, Freistadt Fiume lammt Gebiet untersteht einem eigenen kö-"'glichen Gubernium. Gerichtsbehörden sind: 2^ Bezirksgerichte, ^n Geschwornen^Gcrichte sür siressvergehen, 65 Gerichtshöfe erster In» stalls sCollegialgerichte), 2 Gerichtstafeln Meiter Instanz und die kql. Curie zu Vnda» Pest in letzter Instanz Zn den Rosten der gemeinsamen Angelegenheiten leistet Österreich einen Beitrag von 7s,"/,, Ungarn einen solchen von 20"/« ber Gesammtanslagen. Das Erfordernis der letzteren besteht znm größten Theile aus den dosten des Heeres und der Flotte. Vie ge-'neinsamc schwebende 3chuld belauft sich pro ^<^ a»f ca. 448'« Millionen Gulden. Das österreichische Vudgct zeigt pro ^8<)i <3in« "ahmen: 5^'«, Ausgaben: 56^5, und einen öchlildcnstand von ?,«?? Millionen Gulden, ^as ungarische Budget zeigt für 5«^ Ein> Zahmen: 3, Ausgaben: 36^1 und einen ^chuldenstand von 5545'« Millionen Gulden. 3m bosnisch-hercegooinischcn Vudget finden ^'r pro ,«l)s, die Einnahmen mit ^0^1, die ^"Zgabcn mit ^0^4 Millionen Gulden be-Offert. Schuldenstand -- u. 76 Geographisch-statistische Skizze. Aritgsmachl. Die bewaffnete Macht Österreich' Ungarns besteht aus dem Heere, der Kriegs« marine, den Landwehren »nd dcm landsturin Die allgemeine Wehrpflicht beginnt für jeden Staatsbürger mit dem 5. Januar des Aa' lenderjahres, in welchem er das 2^. Lebens' jähr vollendet. Die Dauer der Dienstpflicht beträgt entweder: 1. im Heere: 5 Jahre in der Linie, ? Jahre in der Reserve sfür die Zum einjährigen f>räsen^dienst Berechtigten: , Jahr in der linie, <, Jahre in der Reserve) dann 2. in der Landwehr: 2 Jahre; oder ^Monate activ in der Landwehr, ^1 Jahre, fO Monate in der Landwehr Reserve, in der Ariegsmarine: 4 Jahre in der linie, 5 Jahre in der Reserve, 3 Jahre in der 5ee» wehr oder endlich fs> Jahre in den Heeres«, 2 in der Landwehr.Ersatzreseroe. Heer und Ariegsmarine sind beiden Reichshälften gemeinsam: die beide» land' wehren gehören ihnen jedoch als eigene In< stitutionen des betreffenden Staatsgebietes an. Ihre Einberufung erfolgt im Frieden nur zur Ausbildung und zn den periodischen waffenübungen, ihre Verwendung außerhalb Geographisch-swlistische Sttz,,e, 7? ^es betreffenden Staatsgebietes (diejenige der tiroler und vorarlberger landesschützen außerhalb dieser beiden tänder) nur auf ^r„nd eines Gesetzes. Die Verpflichtung Mm landsturm dauert rom ^. bis zum ^2. lebenösadre und bilden die wehrfähigen vom ^1 dis znm 3?. Jahre das l, die übrigen 5 Jahrgänge das II. Aufgebot. Das I. Auf< gebot wird auch zur Deckung der Abgänge beim Heere, der Aricgsmarine und der tand» wehr herangezogen. Die k. u. f. Truppen formieren: ^02 In» fa,itcr!c.^egi,ncnter, ^ Tiroler Jägerregiment und 2<> Feldjägerbaiaillonei ,5 Dragoner., ^ Husaren-, ^ Ulanenregimenter! ^ Ar-Merie-Vrigaden mit ,4 <5oips-Artillerie-Regimentern. ^2 (selbständigen) Vatterie» ^wisione» und einer Gebirgs Vatterie-Divi« s'on in Cirol, ferner <, FestungFartillerie-^egimenter nnd 2 Festungsartillerie-Va-taillonc; 2 Geniercgimenter; ^ pionnier. regiment; , Liscnbahn» nnd Telegraphen» ^giment; 5, Crainregimentcr und 2k 5a< uitätZ. Truppenabthcilungen. Im Kriege b'Idrn diese Truppen ^5 Armeecorps mit ^ Infanterie« und « Cavallerietruppen-"'visionen. 78 statist,sche skizzr. Die k. k. Landwehr formiert: 22 tand-wehrinfanterie-Regimenter, q, dalmatinische 3andwehrbataillone und ^s) lirolisch-oorarl^ bergische Landesschützen>35ataillone, 3 Dragoner und 5 Ulanenregnnentcr, i berittene Zchiitzen» abtheilung in Mberdalnmtien nnd 2 cLsca' dronen berittene Landesschützen in Tirol und Vorarlberg. Die kgl. ungarische Tandwehr formiert: 2« Infanterie-Regimenter, f Fiu-maner Compagnie, Territorialbataillone, in Ungarn je 92 Infanteriebataillone I. und II. Aufgebots, Hl) Husarenescadronen und 20 Crsatz-Halb-escadronen. Die bosnischcherccgovinischen Truppen bilden « Infanterie-Vataillone. Der Gesammtfriedensstand der öfter-reichisch'UNgarischcn Arinec betrug für ^»yc»' 2y?«<)'; Maun, derjenige der österreichischen tandwehr ^o«y<, derjenige der ungarische»! Landwehr ^65»f Mann, In der Kriegsstärke belänft sich das Heer auf <)h<)225, die österr. Landwehr auf 256^s)?, die ungarische auf 1?82HN Mann, die ganze Armee also auf rund ^^nnoooMann. DieAriegsflotte bestand ^89<> Geographisch'statistische 5kizze. 79 a«3 ,2<) Fahrzeugen mit 7^2 Kanonen (dar» Unter ^ Panzerschiffe mit ^s>5 Ranonen, 2 Donainnonitore mit ^, Kanonen, 12 Tor-pedoschiffe und 5>? Torpedoboote), Ntller-Vrden. Aus älteren Organisationen der wehrhaft sind 5. Th. die Ritter - Orden hervor-segangcn. Man unterscheidet geistliche und weltliche. Die letzteren sind Institutionen "er Herrscher zur Auszeichnung hervorragender Männer. Die geistlichen Ritter-Orden sind: !- Der deutsch e Ritter°Vrdcn, gegründet ^W, aus 2 Valleien oder Mrdcnspromnzen bestehend, mit dem Hoch. und Deutschmeister ld.i. Grdcns-Großmeister) Erzherzog Wilhelm ^ld dc,n Coadjutor Erzherzog Lugen. Der *"rden wurde im laufenden Jahrhundert ^hrfach reorganisiert und erhielt zuletzt die "estiinmung zum freiwilligen 3anität5dicnst '^n Ariege, ^, welchem Zweck als eine Art ^llftinstitnt die „Marianer" ins Leben gerufen wurden, welche zu jährlichen Vciträgcn lur den Grdcn verpflichtet sind. 2. Der ^uveraine Iohanniter- (Malteser-) " ittcr ° Ort» en, ^o^« als Ritter-Orden des 8(1 Geograplilsch.statistische öl!,;,;e. heil. Johannes von Jerusalem gegründet, hat in „35öhmcn und Österreich" eines seiner 4 Großpriorate, welches i»?,'> die Verpflichtung des freiwilligen Sanitätsdienstes auf Lisen< bahnen im Ariegc übernahm. Der GrdeN hat auch ein liospiz in Jerusalem. Vie Ritter-Grden, welche als Auszeich« nungen verliehen werden, sind: Her Grden oom Goldenen Vließe, gestiftet ,12^1 r>on Philipp dem Guten, herzog von Vurgund, C,hef nnd souverän des V^ dens: 5e, kais, und kön. Apostolische Majestät Fran, Josef I Der k, f. militärische Mari «'There' sien-Grden, gestiftet ^i,',7 voi, IhrerMaje' stät der Raiserin und Königin Maria Theresia-Großmeister dieses und der folgenden Ode«: 5e. Majestät Raiser Fran,; Josef I, Der königlich ungarische 3t, Stephans» Grden, gestiftet ,?6i von Ihrer MajeM der Kaiserin und Aönigin Maria Theresia. Der österreichisch-kaiserliche teopoldS' Mrden, gestiftet 5««« von 3r. Majestät Raisel Fran^ I. Der österreichische kaiserliche Orden der Eisernen Arone, gestiftet 5»^ von 3r> Majestät Kaiser Franz 1. Der kaiserliche österreichische Franz-Iosef-Grden, qrstiflet >«4<) von 5r, Ula-lestat Raiser Franz Josef I. Das Ehrenzeichen fiir Kunst und Wissenschaft, gestiftet ,»«? von 5r. Ma-lestät Raiser Franz Josef I. Andere Decoraticmen bestehen für niili« irische „nd Livilverdienste. 5o das Militär» verdienstkrcnz für Gssiciere und diesen gleich->lel)ende Personen des Heeres, die goldene Und die silberne Capferkeitsmedaillc für ^>cr< lonen des Mannschaftöstandcs und das gol< "ene und dav silberne verdienstkrcu^ für ^'vilpersonen labcr auch für Militärs), sammt» l'che von Kaiser Franz Josef I. gestiftet. II, ^. Dio vor habsburgische Gcschichto. und Allrrlhu»«. ie ältesten Vcwohnel der jetzt «nch zusammen mit dein Mainmuth nnd dew <3e!chich!lichcr Überblick. 83 ^hinozcros, sowie mit anderen theils aus-gestorbenen, theils ausgewanderten Thieren, welche damals, in dcr Diluvialzcit, an der Donau und nördlich derselben weideten oder auf ^aub ausgicnaen. später finden wir Menschen, welche den ötcin kunstvoll zu glätten nnd zu polieren verstanden, feste Wohnsitze, z, Th. auf Pfählen in 3cen, besaßen, hausthicrc hielten und anch das Feld bestellten, welche ferner Thongefäße formten »nd Gewebe herstellten, aber des INetallge. branches mit Ausnahme weniger Kupfer-fachen noch nicht i'undig waren. Zuerst, etwa um >5s) vor Chr., neben dcr Bronze das Lisen einführten und zuweilen rccht kunstvolle Dingo in Metall und anderen ätoffen, welche auf ausgebreitete Handels^ beziehungcn mit Nord und Süd schließen lassen, theils fabrizierten, theils vom Aus< lande cmvfiengen. Wahrscheinlich warcn es ui weiten Landstrichen dcr nachmaligen Mo- 84 Keschichilichci Ubciblick. narchie, im südlichen und mittleren Ungarn, im Nordwcsten der Valkanhalbinsel, in den Vstalpen vielleicht von der Adria bis zur Donau ill frische 5t ä mine, welche diese Cultur, die sog, „Hallstattcultur" bis um q,»o vor Chr. besaßen. Dann erschienen von Westen her, aus Gallien, neue Herrscher, die Kelten, mit einer neuen (Cultur, welche vom (Lisen noch viel ausgedehnteren Gebrauch machte, als die frühere 5tufe. Dic Kelten herrschien unter verschiedenen ^tamm-Namcn, als Vo^er in Vöhmcn, als Tauriskcr (odcr ^loriker) in 3teicrmark und Aärnten, al5 Earner, Lawviker, ^kordisker u. s. w. in Rrain und Aroaticn, daneben blieben die vielleicht den Ltruskern verwandten Rhäter in Tirol, die illyrischcn Iapuden, tiburner und Andere im Küstenlande Kroatiens, in Dalmaticn und Bosnien mehr oder minder unangefochten sitzen. Die Selbständigkeit aller dieser Völker siel nach einander der nördlichen Machwusbreitung ^oms zum Vpfer. Die Weltmonarchie Cäsars forderte nicht mehr, wie die römische Republik, die Alpcnkettc, sondern die Donau als !7ordgrenze des Reiches. Im Jahre 55 vor Chr. wurden die illyrischcn 3tämme, in den Jahren 55 ^N Geschichtlicher M'«I'I!ck. ß5 d. Chr. die keltischen Alpcnvölker von Spröss-lingen des jnlischen Kaiserhauses unterworfen. 2luf der anderen 3eite der Donau, ausserhalb ^es römischen f>ror,incialgcbietcs, breiteten sich ZleichZeitig die Germa nen immer mächtiger aus. ^5ald hatte ^om, das früher nur große ^anderhaufen dieser Nation, wie die Kimbern und Teutonen auf dem ^chlachtfelde kennen gelernt, seine Vonaugrcnzc gegen die Markomannen und (gnaden am mittleren, Hegen die Vacier am unteren tanfe des 2tro7nes in gefährlichen Kämpfen Zu ver> seidigen. ?ie römische Cultur mit ihrer festen "urgcrlichcn und militärischen (l)rdnung, ihren ^unststraßen und städtischen Prachtbauten erlag endlich den immer heftigeren Ktößcn °er erwachten 25arbarenliölker des Nordens Und des Vstcns. Doch haben die Römer ^kn Grund gelegt Zur späteren (^iriilisation "kr rauhen Eindringlinge. Ihre 3tädtc blühn, 3uin Theil unter wenig veränderten Namen, ^och heute; unter ihnen wurde bessere ^eden» Cultur, namentlich der iveinban, eingeführt und auch das Christenthum erschien an dcr ""'lau Zuerst unier römischer Ägide. gg G^'chichtllchl-l Ül'srl'litk. Da« frühe MMelaller AIs die sinkende 7encn! und in der alten 25oM- nnd Markomanncnheimat lals Tschechen nnd INährcr). <3twas später breitet sich ein in Bayern und in der nördlichen ^onc der Gstalpcn zur 3csshaft!gkcit und höheren Cultur gelangter deutscher 3tainm, ^>e ^ajnvaren mit Macht nach Gsten a»2, ftößt hier überall auf die 3lcwcn und ubt seinen Einfluss auf sio, indcin rr dieselben theils zurückdrängt, theils zum Christcntdmne bekehrt. Vic Vaycrnhcrzoge standen unter der (i)I,crhohcit der franken, deren gewaltigster Herrscher, Rarl der Große, das land völlig einbog (?««) und das nrurrstrittene Eien^gcl'ict in siegreichen Aänipfcn gegen ^>e Araren noch weiter nach Osten ausdehnte. Am Veginne des <). Jahrhunderts wurden 2 Markgrafschaften des Frankenreiches eingerichtet: Friaul und das Ost land. Vie cr-stcre ninfasste Ziidstciermark, Aärnten,Arai„, ^strien, Aiistenkroatien und einen Theil?al-waticns, die letztere Mittel- und Obcrsteicr» Mark, dann die Vstinark iObcr- und Nieder» Österreich sammt einem großen Theile Bayerns). 3m Süden war es der s>airiarchcnsih ^u Aquileja, im Norden das Cr^bisthum 5ai^ bürg, welche mächtig auf die heidnischen Avaren und Slaven einwirkten und viele derselben öcm Christenthum zuführten, Die eigentlichen 2lavcnapc>stel Ayrillos nnd Mcthodios giengcn iedoch von VyZanz ans. vorübergehend 88 Geschichtlich?! Überblick. finden wir in Ungarn ein selbständiges slovakischcs Reich; das ansehnlichste slavische ötaatsgebilde des <). Jahrhunderts war aber das großmährische Reich 3wawpluk5 (8?4—ttl),^), das sich auch über Vöhmen nnd üordungarn erstreckte, durch Parteinahme in den inneren wirren des ('Istfrankenreiches erstarkte, aber nach dein Tode seines Gründers rasch wieder verfiel, während des <). Jahr» Hunderts hatten auch die Magyaren, ein finiw'iigrischer (turanischer) 5tamm, der sich an den Grenzen Asiens und Europas aus der Mitte der Chazarcn losgelöst nnd zuerst an der unteren Donau erschienen war, auf den unermeßlichen Weideplätzen des ungari' schen Tieflandes ein ihuen zusagendes Gebiet gefunden. Von hier aus mengte sich dieses feurige ReNervolk alsbald in die wirren seiner westlichen und nördlichen Nachbarn; es überflutete <)s)'> das großmährische ^cich, zersprengte 2 Jahre später die Macht des Vayernherzogs luitpold und wich erst der ge< sammelten liecrcskrast Deutschlands, die ihm Kaiser wtto I., der Große, auf dem Lechfelde entgegenstellte s'L>5), Geschichtlicher Überblick, ßg Mr Vabenl'ergcr. Unter den unausgesetzten Raubziigcn der Magyaren war die iNsimark eine Zeitlang völ» üg vom Schauplätze rerschwnndcn, Don jetzt ab wird sie wieder genannt und Zwar <)I6 als lc> hen Leopolds ituitpolds > von 25 a b e N' bc,g. welcher dem deutschen Raiser Gtto II. m seineln Ariegc gegen den ^ayernhcrzog kzemrich den Zänker tren ^iir 5ci>e gcstalldcn war. Dieser Marlgraf, seines Geschlechtes und Namens der Crste in der Vftmarf, auch ber Erlauchte genannt l<)7<> —'j'i^), stand gleich seinen Nachfolgern nnr in loser Abhängigkeit von dem Herzoge Bayerns. Die Bestimmung ^er Gstmark war von Anfang an eine militärische, die eines Bollwerks der deutschen kändcr gegen die nichtdcutschen Völker des Ostens. Das bestreben der ^?abenbcrgcr wusste unter den setzt wieder günstiger gc> wordenen Nmstäudeu naturgemäß anf Aus» breitung ihres Gebietes nach Osten und Norden gerichtet sein. Vald sehen wir sie ^urch eigene Eroberungen und durch kaiser« I'che Schenkungen als Herren des Landes b>5 Molk, dann bis zur Lcitha, zur March und zur Thaya. Leopold II., der Schöne, 90 Geschichtlichor Überblick, ^075 —<0Y6) verliert die Schlacht bei Mail' berg (^082) gegen den herzog Vöhmens Wratislav II., der iin Inoestiturstrcit die 5ache des Ilaisers vertritt, während dec Vabenberger mit seinen Bischöfen znm japste hält. wenn die innere Geschichte der dent' schen Tänder schon bisher mit Vorliebe von frommen Stiftungen, Alostergriindimgen, Abgrenzungen bischöflicher Viöcescn und son' stigen Grdnungen kirchlicher Verhältnisse erzählt, so führt in der Ostmark Leopold III. ^096—^3?) mit ganz besonderem Rechte den Namen „der heilig c". Lr war unter Anderem 5tifter von Rlostcrileuburg bei Wien und l^eiligenkrenz bei Vaden nnd freigebiger Donator der vor ihm gegründeten geistlichen Anstalten, 5ein Rcsidcn^schloss lag auf dem, „Leopoldsberg" genannten, Theile des Aahlenbcrges bei Wien. 5ein 5ohn teopold IV. (^3?.-^l) erwarb und behauptete das Herzogthum Vayern, welches der Aaifer dem gegnerischen (weifischen) Fürsten Heinrich dem Stolzen entrissen hatte. Leopolds Bruder nnd Nach' folger Heinrich II. Iasomirgoit s^q,?—-I l^<) musste auf Kaiser Friedrich Rothbarts Geheiß 25ayern an den 5ohn des „stolzen". ). Der Neue, von Bayern nnabhaugiac herzog Österreichs verlegie seiil l^oflager nach Wien, das er ini 3tile seiner Vorgänger durch Airchen-bclnten und Alostergründnngen auszeichnete. Heinrich Iasomirgotts Sohn und Nachfolger teopold V. dcr Cügcndhafie <^?? — l N)4) erwcirb i<>,2 die kur^ ;ur>or(^«o» von Baiser Friedrich ebenfalls zum k?erzoathmn erhobene Hieierinark in Folge eines Erb-l'ertrages, den cr mit dem kinderlosen und kränklichen Oer^og O)ttokar VIII. geschlossen hatte. Er beiheiligte sich an dein KrcuMg dcZ großen staufischen Raiser?, entzweite sich nn heiligen Lande mit Richard löwenherz von England und nahm denselben auf seiner Rückkehr gefangen, um ihn erst nach längerer iMt auf dem Dürnsteine dem Raiser auszuliefern. Nach vorübergehender Tren> nnng der 5tciermark und der Oftmark unier den 3öhncn Leopolds vereinigte der Überlebende derselben Leopold VI. der Glor« reiche (^<)8—^27,c») abermals die beiden Tande. Er trug seine Ivaffen als Rreuz» 92 Geschichtlicher Überblick. fahrer gegen die Maure» nach 5panien und gegen die Saracenen in f>a!ästina, wo er das Vanncr Vstcrreichs im 2turm auf Damictte ruhinvoll flattern ließ. Im Aampf der weifen und der 3taufen, wie in den 5trein in diesem Cinstuß auf die mächtigsten politischen Factoren der Zeit zeigen sich die Aeime einer neuen staatlichen Entwicklung. Leopold der Glorreiche zeigte sich anch seinem Volke als ein erleuchteter Fürst, Die Gerechtsame der Städte Lnns und Wien, die Freiheiten der fremden Kauf« fahrer auf der Vonau, die Vclcbung der Industrie durch Veschaffung reichlicher Geld« mittel, die Unterstützung der schönen Aünste durch ehrenvolle Aufnahme bedeutender Dich« ter (Heinmar, Walter u. A.) an seinen l^of und durch die Ausführung hervorragender Bauwerke Hofburg und Michaelerkirche in Wien), endlich die Gründung neuer geistlicher Anstalten <5tift Lilienfeld) sind seine friedlichen wecke. Iluter und ober der Enns erwarb er durch Ankauf neue Besitzungen, und anf demselben Wege hat er auch in Geschichüichel Überblick. 93 Krain und dcr windischcn Mark festen Fuß gefasst. Ein l)cldenlcben voll Drangsal 111,0 heroischen Ringens war das früh vollendete dasein Friedrichs des streitbaren (123c, — , 2^6), dcr nach dem glorreichen Leopold den l^erzogsthron der ^abcnbergcr besieg und den Mannsstamm derselben beschloss. Kriege mit Ungarn und Böhmen wechselten mit der Unterdrückung unbotmäßiger Vasallen, wie dcr Ruenringe, die un Donauthale Straßenraub trieben, und ^it gefährlichen Verwicklungen in die Thronstreitigkeiten des hohcnstaufischen pauses, ^icr nahm er Partei für Friedrichs II. 5ohn, Heinrich, gegen den Raiser, dcr ihn dafür (^235) in Reichsacht erklärte und die Fürsten von Vaycrn, 35öbmen und Rärnten gegen '^n aufbot. Mit einein 5chlag war das Gebiet des Herzogs ^uf das Weichbild von wiener Neustadt beschränkt, Wien in den k?ändcn eiucs kaiserlichen Statthalters, dcr ganz Österreich verwalten sollte. Aber Fried-^lch raffte sich auf, crobrrte (f2^y) Wien und gewann sein ganzes Land zurück, ja er wusste sich mit dem Raiser zu versöhnen und "essen dauernde Freundschaft Zu erwerben. 94 Geschichtllchcr Überblick. Cine Ieiilang wurden auch die slavischen und ungarischen tändcr durch den Einbruch der Mongolen, die über siolcn und Schlesien in Mähren und Ungarn erschienen, niedergehalten. Als aber diese Flut sich verlaufen hatte, musste Friedrich wieder dew Vöhmenkönige Wenzel I. und dem Ungarkönige 25^Ia IV. auf dein 3chlachtfclde entgegentreten. Veidemale waren die Waffen Österreichs sieghaft, aber im zweiten Feldzuge, an der Tcitha, fiel der streitbare herzog von einem ungarischen j)fci!e durchbohrt, im 26. Jahre scinc5 kampfbewegten Daseins, Es ist ein Znsammcntrcffen von höchster geschichtlicher Bedeutung, dass wenige Jahre später auch in Deutschland das staufilche Kaiserhaus dem wüsten Zwischenreiche wich und so für eine große Umgestaltung der Dinge der Voden geebnet wurde. Völzutin und Ungarn in» Kampf um da« Erb« der Vabenbergrr. Zunächst war es fN-emysl Ottokar II. v o n V ö h m e n, der aus dem frühen, kinderlosen Tode Friedrichs des Streitbaren Nutzen zog. 2ein Geschlecht leitete sich von Geschichtlicher Ubelblick, Y5 dem sagenhaften picmys! her, 3ein Ahnherr Nol-iwoj lvar als Oasall des Groß-Mährers öwatopluk in den 5choß des ^hristcn» ^ums, sein 3ohn später, nach dem Falle des grossmährischcn Reiches, in ein Schutz« Verhältnis zum deutschen Reiche getreten, ^on Raiser Friedrich I. hatte Herzog Ivladi-slaw N, die Königskrone erhalten. Unter Vttokar I. (< f<)f—^2',<») finden wir dic Markgrafschaft Mähren bereits als böhmisches Tehcn, den Königstitel des Herrschers von Papst und Kaiser bestätigt. Die goldene ^3ulle ^2^2 regelte das Verhältnis Zwischen dem deutschen Reich und dein Ziemlich unabhängigen Königreiche Böhmen. Hcm 3ohn Wenzel I. (,25u-5252) war der vatcr Plcmysl Ottokars II. Cr stand zuerst auf feindlichem Fuße mit Friedrich dem streitbaren von Österreich, versöhnte sich aber ^ann mit demselben nnd vermählte seinen 3ohn N^ladislaw nut dcr Nichte des Herzogs, Gertrude, bereits in der Absicht, durch sie, "ach dem Tode Friedrichs, (i)stcrrcich und 2tcicrmark zu erwerben. Allein Mladislaw starb und Gcrtrnde ward in zweiter Ehe die Gattin Hermanns von ^aden, dcr dann auch seinerseits Ansprüche auf die erledigten baden- bergischen lchen erhob, dieselbe» jedoch gegen dcn Einspruch des Kaisers nicht behaupten konnte. Dieser letztere hatte semen 3ohn Heinrich mit Margarethen, der Schwester Friedrichs des 3trcitbarcn, verheiratet und gedachte, die freigewordenen lehrn dem erst« geborenen 3ohn aus dieser Ebe, seinem Enkel Friedrich, HUMwenden. Der frühe Tod des Knaben vernichtete die Aussichten der stallfischen Partei. Der Raiser war todt, Her» mann von Vadcn schon vor ihn« gestorben. Jetzt traten Vöhmen und Ungarn hervor und suchten ihre Anwartschaft auf Österreich so gut als möglich rechtlich zn begründen «nd mit dem Schwerte zu verfechten. Zu diesem Zwecke vermählte sich Pi-cmysl Ottokar, damals Markgraf von Mähren, (^25>2> m«t Margarethe, Witwe Hemrichs r>on t^ohen-staufen. 3chon vorher aber hatte er die wclfische f>artei in Gsterrcich für seine Pläne gewonnen und war mit Heeresmacht in Österreich eingerückt. Der erste Gegner, der ihm hier erwuchs, war die auf gleichen Vahnen wandelnde Macht Ungarns. In Ungarn hatte sich seit der Schlacht auf dem lechfeldc Oieles verändert. Die Niederlage der unsteten Magvare» war auch schen (später auch des byzantinischen) Reiches erfahren. I" besseren Zeiten erwarb dann ^onig ladislau^ Kroatien, Roloman Dalma^ ^en. Die Regierung Nöttig Andreas II. war '"'t Adelsaufständcn und anderen inneren Unruhen erfüllt. Die Magnaten, der Klerus, d'e Bürgerschaft erhoben sich wechselweise "Nd ertrotzten sich Privilegien. Z>' vielfachen lUifthclliakeitcn führte auch die den Deutschen geigte königliche Gunst. Andreas' 3ohn ^^la lV. (1255-l>>o) erlitt fammt seincin 98 Geschichtlicher Überblick. Reiche die schwerste Bedrängnis durch den Mongoleneinfall (^2^ -H2). Nachdem derselbe vorüber war, berief dieser König wieder zahlreiche Deutsche in das verödete land (5achsen nach Siebenbürgen) gab ihnen große Privilegien, regenerierte die 5tädte durch Ge> währung von Stadtrechten und förderte den Vergbau in Mbcrungarn durch weise Gesetze, Gegen Friedrich den streitbaren führte er den Krieg, in welchem dieser Fürst sein teben ließ. AIs der Königssohn plemysl Ottokar in Österreich einrückte und Margarethe zuw Weibe nahm, vermählte der qreise 255) König von Böhmen, Österreich, V<-Ia 5teiermark behielt. Die Un° Zufriedenheit der steierischen Adeligen mit der ungarischen Herrschaft bot Gttokar Gelegen« heit, auch diese Mark an sich zu reißen. <^r Geschichtlicher Ubrrbücf, 99 schlug die Ungarn in der Schlacht bei Kroißen-brunn <^26o) und zwang 25«Ia zum Oerzicht auf 3teicrmark. Daun versöhnte er sich (>2k2) mit dem Ungarkönige, verstieß die kinderlose Nlargarethe und nahm V6las Enkelin Runi-gunde ^nr Frau. Don einem der schatten» tönige/welche nach dein Hinsinken des stau> fischen Hauses in Deutschland als Herrscher gewählt wurden, Richard Grafen von Corn-wallis, erlangte er die ^clehnnng mit beiden babenbergischen lier^ogthümcrn, zu welchen er (von Ulrich r>on ^ponhcim) auch noch Rärnten und Theile von Rrain erwarb, so dass sich seine Herrschaft jetzt vom und Riesen-gebirge bis an das adriatische Merr erstreckte, Äuf dem Gipfel seines Glückes war Gtiokar iu der That ein großer und mächtiger Fiirst, ein gewalUger Rricger und ein weiser Regent. Seine Erbländer waren reich und fruchtbar, seine Einkünfte groß, und er ver-wrndete sie zum wohlc Aller, zur hebnng ^er Künste und Wissenschaften, zur Unter-ftützlinq riothleidendcr, zur Förderung des Wohlstandes und zur Lhrc der Religion. D>e Gesetze und Gerechtsame, die er erließ, waren „ach deutschen Mustern gebildet; er war ein Freund fremder Kolonisten und des erwerb» 100 Geschichtlicher übsrl'lick, fleißigen Vürgerthums. 5cm großer Gedanke war die Schaffung eines Reiches, das zwischen dem tief zerrütteten Deutschland nnd dem drohenden Vsten zum l,)cile der Cultur und zur Abwehr der Varbarei kräftig und llnab-hängig dastehen und außer den Erbländern der böhmischen Urone namentlich ausgedehnte tandgebiete des deutschen und des ungarischen Reiches umfassen sollte. Die Zeit zur Grün« dung eines solchen ötaatsgebildes, das eine geschichtliche Nothwendigkeit genannt werden muss, war aber noch nicht gekommen. Erst den Habsburger« war es vorbehalten, diese große historische Idee Zu verwirklichen. Vaiser N«dols von H«b«b»rg. >5 cin ncurr deutscher Raiser zu wählen war, bewarb sich Gttokar „m diese Würde; aber die Reichsfiirsten scheuten seine Macht und wählten mit Absicht einen Mann von geringen Machtmitteln, den Gra» fen Rudolf von kjabsburg, Kohn 102 Geschichtlicher Überblick. des Grafen Albrecht von Habsburg und einer geborenen Gräfin von Ryburg. Er war ,2^ geboren und cin Taufkind Raiser Friedrichs II. Die Stammburg seines Geschlechtes lag an der Aare in der öchweiz, die Besitzungen desselben in der 5chweiz und in Schwaben. Rudolf war vor der Aaiserwahl laud^raf im Elsass, Graf iin Ziirichgau und im Aargau. Vie Hauptzüge seinestvescns waren Würde und Güte. In ihm einigten sich verstand und Frömmigkeit, cin gerader, rechtschaffener 3inn, furchtlose Entschlossenheit und hochhcl' zige Milde zu einem der edelsten Charaktere seiner Zeit und auch seine, zugleich ehrfurcht-gebietende und einnehmende äußere Erscheinung war darnach angethan, ihn» schnell die Herzen seiner Unterthanen zu gewinnen. Aaiscr Rudolf verlangte von Gttokar die Rückgabe der drm ^eich entrissenen tänder und forderte ihn auf, seine Erblande Böhmen und Mähren von ihm, dem deutschen Aaiser, zu lchen zu nehmen, AIs der Vöhmenkönig den an ihn gerichtete» Vorladungen nicht nachkam, wurde cr in die ^eichsacht elklärt und der Äeickskrieg gegen ihn eröffnet. Nu» dolf zog im Donauthaie von Vaycru, dessen Herzog auf seine ^eite getreten war, abwärts GeMchtllchel ilbrrblicf, ^y^ und ward überall mit heller Freude begrüßt. Von 5üdcn her führte ihm Meinhard Graf von Gör.^ und Tirol verbündete Streiter ^u, und namentlich die 3tcicrmarkcr, welchen die böhmische Zwingherrschaft höchst verhasst ge< worden war, strömten scharenweise in sein lager. Gttokar, der mit großen Hoffnungen zn Felde gezogen war, ließ nach dem Falle Wiens den INnth sinken und erfüllte dic Forderungen des 2 reich. Um Weihnachten ^2«2 belehnte er auf einem glänzenden Reichstage Z« Augsburg -^ nicht ohne dass es ihm Mnhe gekostet hätte, die Zustimmung der Kur-fürsten ^ll dieser Erhöhung seiner Haus' macht zu ge« winnen — sei' ne 3öhne Al« Geschichtliche! Ubslblick. 105 brecht und Rudolf feierlich mit Österreich, 2teiermark und Arain. Das Herzogthnm tarnten überließ er später seinem treuen Bundesgenossen und verwandten, Grafen Reinhard von Görz und Tirol. Der Reichs« tag zu Augsburg war der Geburtstag des Habsburgischen Österreich. 2. Das Haus k^absburg in Österreich-Ungarn. Albreilzt I. Dir ruxemlnllsser. Aaiser Rudolfs Gedanken waren auf die Gründung einer Monarchie gerichtet, wie sie erst mehr als zwei Jahrhunderte später ins leben trat. Lr wollte Ungarn und Nöhmen wit Österreich vereinigen und die deutsche ^ronc in seinem Hause erblich machen. Aber vorher mnsste sich der 3tcrn Habsburgs durch unendliches Gewölk Nahn brechen. Rudolfs 2ohn Albrecht I, (!2>,«- ^50«) erlangte den königlichen Purpur seines Vaters; aber 25öh-wen entzog sich seinen Ansprüchen trotz des Erlöschens seiner alten Herrscherfamilie. AIs er durch Mörderhände fiel, gieng die deutsche Aönigsroürde anf einen Grafen von turem- 106 Geschichtlicher Überblick, burg über, der seinen 5tamm auf den Thron der pl-emysliden brachte. Dann rang Friedrich der 5chöne von Vsterreich ebenso unglücklich mit ludwig von 25ayern, wie sein Cruder, Herzog leopold, mit den schweizerischen Eidgenossen, von der Milte des vierzehnten bis gegen die Mitte des fünfzehnten Iahr< Hunderts herrschten in Deutschland Raiser aus dem böhmisch'l»rcmburgischen Hause-Die Habsburger bewarben sich vorläufig nicht weiter um dieses hohe Amt- aber sie suchten durch fortgesetzte stille Erwerbungen <)), unter welchem mit einem schlage, aber mir für kurze Hcit, alles in Erfüllung gieng, was die erleuchtetsten Habsburger als Ziel im Auge hatten, Al° brecht ward zum deutschen Baiser gewählt; nach dem Tode 5igismunds des letzlen tuxeM' burgers ^^5?) battc cr auch Vöhmcu und Ungarn erworben. 3igism>lnd war durch seine Ehe mit Maria, drr Tochter llldwig^ des Großen, Aönig r>on Ungarn grworden i sein Vater Baiser 2gis' munds Bruder und letztem Vorgänger Wenzel, die nationale Reaction entwickelt und war <3e,chich!>>chcr Überblick. 109 zurrst in Gestalt eines Bündnisses zwischen ^Idcl und Geistlichkeit, das auch auswärtige Unterstützung sand, dann unter dcr Form einer fanatischen religiösen chussitischen"! ^?e» wegung i»3 leben getreten, Albrecht be» siegte die hussitische f>artci und waildte sich öann nach Ungarn, das oon cinem türkischen Einfalle bedroht war, Ehe es hier zu entscheidenden Ereignissen kam starb er, und Nur rill Cheil der Magnaten unter Ulrich von ^illi erklärte sich für seinen nachge« borenen 3ohn ladislaus ^?c>stumu5s welcher erst nach )ahrcn, als sein Gegen-könig, der ^agellonc wladislaw, im Nampf gegen die Ciirkcn gefallen war, allgemeine ^Inerkcnnmig fand. Auch in Böhmen drang ^er Anspruch des königlichen Rindes nicht obue 3chwierigfriten durch, l^ier ül'tc Georg siodicbrad als Gubernator, wie i» Ungarn Johann l)!lnyady als Rrichsrerwescr, dic sactische Gewalt, wahrend Ulrich non «^illi ^en Iieranwachscndcn Aönig beherrschte und 'n Deutschland dessen Gheim Friedrich III. ein Oetter Albrechts V. aus dem steierischen Iweigc der leosoldinischen linie das Scepter sührte. Die 5endnng der liabsburgcr war Uur dem äußeren scheine »ach crfiillt, vis 110 «Neichichtlichel Ubelblick. ZU dcitt frühen Tode Aönigs tadislallS en« deten die blutigen 3türme nicht. Johann Hunyady drang in Gftcrreich ein, um sich der Person des Aönigs zu bemächtigen; später fiel er im Tiirkenkriege; sein Hohn tödtete Ulrich von Cilli und ward auf scheiß des Königs in Gfen enthauptet. Vald nach' her si^5?i starb ladislaus in Böhmen, wohin cr sich gewendet, um der in Ungarn ausgebrochenen Gährung zu entgehen. Die Nöhinen wählten nun Georg f)o> diebrad, die Ungarn Matthias Corvinus aus dem krause k^uuyady zum Aönige. Zwischen diesen beiden Dürften kam es, nach einem furzen versuch, durch verwandschaftliche Vande den Frieden zu besiegeln, zu Kämpfen, die auch nach dem Tode tHeorgs, als die Vöhmen den Iagcllonen wladislaw auf ihren Thron erhoben, nicht endeten. Erst mit dein Tode Matthias' (5j<>s)), der im Itriege wie im Frieden die Zache seines landes gla'nzcnd vertreten hatte, kam es zur Einigung, indem auch die Ungarn IVIadis-law, aber unter namhaften Beschränkungen seiner Herrschermacht, Zu ihrem Rsnige wählten. geschichtlicher Überblick. HZ In Deutschland konnte Raiser Fried-rich III. (1440—54<»5) am Abende seines tebens auf eine außergewöhnlich lange, aber an Bedrängnissen überreiche Regierung zu» Rückblicken. In Ungarn und ^öhmeli hatte er die einheimischen Könige anerkennen Müssen. Die Schweiz hatte sich factisch vom Reiche lozgsiisscn. In drn österreichijchen landen war nach dem Tode ladislaus' der krhfolgestreit zwischen dem Kaiser, seinem Viuder Albrecht und dem lierzoge 5igisnn,nd von Tirol entbrannt. Namentlich Albrecht bedrängte ihn hart und belagerte ihn in seiner 25urg zu Wien, starb jedoch nicht lange nachher. Ein lichtftrahl in diesem Düster war der mit Matthias Corvinus i<4^) 3" Vdenburg geschlossene vertrag, in welchem ^>em Kaiser und seinen Rindern die Erbfolge m Ungarn gesichert ward, im Falle Matthias kinderlos stürbe, wie es auch wirklich später geschah. Der schönste Glanz aber fällt auf ben Lebensabend Friedrichs durch die Morgen» roth? der Erscheinung Maximilians, seines edlen Hohnes, den deutsche 5age und deutscher 5ang als „letzten Ritter" preisen. I,v' 112 Geschichtlicher Ubrrbück. Maximilian I. und Ferdinand l. Maximilian I, betritt die geschichtliche Vühne nmwoben von dcm sauber des Glücke5 und der Anmuth, als Freier und Gatte Marias von IZurgund, dcr Tochter Karls des Aühilen, nach dessen Tode (;4??) ihm das Reich desselben zufällt, Maria starb früh, und die Niederländer strebten, sich der Herr» schaft des Kaisersohnes zu entziehen. Diesen Widerstand unterstützte Frankreich, und die Gegnerschaft Frankreichs und Msterreichs zieht sich durch das ganze tcbrn Maximilians, wie sie dasselbe auch lange ^cit überdauert hat-^)m Jahre ^^s» starb Matthias ^orvinus, drei Iahre später Kaiser Friedrich III. Nach dem Tode des ersteren drang MarimiliaN mit Hccresmacht in Ungarn ein, um die widerrechtliche Wahl lvladislaws oon Böhmen zunichte zn machen, und cs gelang ihm wenig' stens, sich die Thronfolge nach dcm Tode des letzteren vertragsmäßig sicherzustellen. Durch den Tod Friedrichs gelangte er ans den deutsche« Raiserthron s^y3—^<>), siegreich erwehrte er sich dcr Einfälle türkischer Heersäulen in öteiermark und Rrain, von Herzog 5igis> mund erwarb er durch Abtretung Tirol, dessen 5 k?a«5 Habsburg. nnd i'>i<^ irat Philipps 5ohn Karl wirklich die Erbschaftjenerspanischcn länder an. 5c?eschich!lichcr Itt'rrblick, Erbländcr des habsbnrgischen Hauses über« ließ er i'<22 seinem Vruder Ferdinand, dem Gatten der ungarischen Aönigstochter Anna. An diesen letzteren fiel nach den« Tode ludwigs, seines Schwagers, der in der Schlacht bei Moh^cs gegen die Türken dc>l Tod fand, s,526) nach feierlich festgestelltem Erbrechte die Krone Vöbmens nnd Ungarns, der beiden länder, deren Vcsitz längst das Siel der habsbnrgischcn Ha»sj,'olitik gebildet hatte, und welche nun endlich und cudailtig mit Mster» reich .^u einem 5taatc vereinigt wurden. Doch war die Herrschaft FcrdiuandZ über Ungani dadurch sehr geschmälert, dass nicht nur im mittleren landestheile sich die Türken dauernd festgesetzt hatten, sondern auch im Vstcn des tandes eine nationale Herrschaft unter Iä' polya gegründet worden war. Ferdinands wichtigste Aufgabe war der stete Rampf gegen die weitere Ausbreitung des Islams, uni> sein verdienst war es, dass Ungarn den Türken nicht völlig anheimfiel. <ür war eine schlichte, edle Natur, fromm, friedliebend, aber auch voll Hinsicht mid Entschlossenheit, wenn es solcher Tngenden bedürfte. 5cinem älteren und mächtigeren Bruder ordnete er sich willig unter, bis ihn dessen Rücktritt von der Raiser- Aaisei Alill V, Hß Geschichtlicher Ubrrdlick. wüldc zur Nachfolge (i 55,6—»564) berief-5chon vorher hieß er «römischer Ilönig," was im deutschen Reiche die Designation Zur Nach' folgerschaft, eine Art kronprinzlichc Stellung, bedeutete. MaxtmUwn ll. und Audols l! Nach Ferdinand bestieg dessen 5ohn Maximilian II. l;56i—15?K) den Raiser» thron, von den althabsbnrgischcn ^tamm« landen regierte er nur Vber» und Nieder« österreich, während sein Vr«dcr Ferdinand Tirol l«nd die vorlandc, der dritte Bruder Karl aber Zteiermark, Rärnten, Rrain und Gör^ erhielt. Inmitten der Schwierigkeiten, welche die protestantische Bewegung für das katholische ^eichsoberhaupt heraufbeschwor, bewies er den Anhängern dcs neuen Glaubens Duldung und Versöhnlichkeit, Die Reformation machte nnter seiner Regierung in Österreich außerordentlich rasche Fortschritte. Auch des Aaisers Bruder Aarl, der Stifter der steicri» schen linie, war der geistlichen Bewegung nicht abgeneigt, wabrend ihr Ferdinand von Tirol, der kunstsinnige Gatte der Aug5» burger patricicrtochter Philippine weiser, <5ejchlchtlichci Ül'orl'Iick, I1Z streng ablehnend gegenüberstand. Zur Aus» breitung des Protestantismus trug auch die Türkcnnoth bei. Der greise 5ulejman ^og abermals nach Ungarn, fand aber vor dem von Niklas Srinyi heroisch vertheidigten 5^igeth unbezwinglichen widerstand und den Tod durch Rrankheit. Unter Marimilians Regierung geschah auch der erste Dersuch zur Erwerbung der Arone Polens für l'^absburg, die Absicht schlug aber sowohl dem Raiser, als auch nach dessen Tode seinem gleichnamigen 5ohne fehl. MaxII. starb ,576 zu Regensburg, und ihm folgte fein ältester Sohn Rndolf II. l,5?k —>^,2), unter welchem der Gedanke der Gegenreformation znm Durchbruch gelangte, nachdem die katholische Kirche, den ihr drohenden Gefahren gegenüber, ihre tehrcn klar gefasst und die Unterwerfung ihrer Widersacher zum festen Beschluss erhoben hatte. In diesem Geiste war Rudolf herangewachsen, in dem> selben Geiste namentlich aber fein viel jün» gerer Vetter aus der steierischen tinie, Erz» herzog Ferdinand, von den Irsuiten erzogen worden. Raiser Rudolf, friedlichen Riinstcn und Wissenschaften mit aller liebe eines beschaulichen Gemüthes ergeben, verlegte 12s) sscschichllichri Ubril'Iick. seinen Hcrrschersitz von Wien nach dein ruhi' geren Prag. Inzwischen erregte die Zurück» nähme der von Maximilian den Protestanten gewährten Concessionen allerwärts heftige Gährung. In Ungarn trat Stephan ^ocskai an die Spitze eines gefährlichen Aufstandes, zu wclchein auch die Türken ihre helfende Hand boten, Es fehlte ein kräftiger Herrscher, der allein hier Rath schaffen konnte. Des> halb nbcrtrngcn die Erzherzoge ron (>)stcreich dem Ältesten unter ihnen, Rudolfs Cruder, Matthias, das Amt, an Raisers Statt die Grdnnng nnd den inneren Frieden wieder herzustellen. Dieser Beschluss führte zn einem tragischen 5chicksa!e für den edelgesinnten, aber thatlosen Kaiser. Er verlor eine Krone nach der anderen an den ehrgeizigen Matthias, welchem die 5tände von Ungarn, Mähren nnd Msterrcich in der Anhoffnng besserer Zeiten bereitwillig huldigten, und welcher endlich mit einem Heere vor Prag erschien, um Rudolf zur Abtretung seiner tänder zu zwingen. Voch behielt dieser wenigstens die Aaiscrwürde bis an seinen Tod. Ven Böhmen hatte er im Majcstätsbricf von >k0ro-blein kurzweg durch Ausrottung jeder nicht« katholischen Konfession. Ferdinand, persönlich ein liebenswürdiger Mann, heiteren <3e< Kaiser Moühias, 124 Geschichtlicher Überblick, müthes und leutselig auch gegen den <3e° ringstcn, erklärte gleichwohl mit vollcinFrei» mnth, er wolle lieber über eine wüste herrsche», lieber bettelu gehen und seiuen Leib in Stücke hauen lassen, als die 'lictzerei dulden. An diesen Fürsten aus der steierischen Tinic gieng nun nach dein Tode des kinderlosen Matthias der besitz sämmtlicher dcutsch° Habsburgischen Reiche und Bänder über. Ferdinand II. (^,y—l^37) ergriff das Scepter während der Präludien zu dem großen deutschen Ariege, dem dreißigjährigen Äampfc Mischen der katholischen und der protestantischen Airche, der auch ein Ilampf Zwischen Süd- uud Nordcuropa war und seine Festigkeit ebensowohl aus ethnischen, als aus religiösen Derschiedenheiten zog. In Vöhmen entbrannte zuerst der Anfstand anlässlich der Schließung einiger protestantischer Airchen. In f)rag wurden zwei von den königlichen Statthaltern aus den Fenstern der Aaiscrburg gestürzt; hierauf zogen die Empörer uuter Anführung des Grafen Matthias Thurn r>or tliien. Die protestantischen Stände Österreichs schlosftn sich ihnen an. Aber sowie Ferdinand noch vor der Aaise» wähl dieser bis in die Hofburg Zn wie» 2u), an die Theilnahme Dänemarks am Ariege, welche ch!l,chci M'ril'licf. seiner Willkür auferlegte. Gegen dic Türken führte er zwei Ariege, von welchen der crste l 1661 — ^66^) zieinlich resultatlos verlief, während der zweite (^682—^6<)y) durch eine Reihe glänzender Crfolge ausgezeichnet ist. !K«3 vertheidigte sich Wien glorreich gegen die Macht des Großvezicrs ^ll» Jahren in der Defensive, gieng nun zum Angriff5' kriege über. Narl von Lothringen siegte 1687 unweit Mohäc-s, INar Emanuel von Bayern erodcrte Belgrad, und Ludwig von Baden drang tief nach Serbien und Bosnien ein. i6l,? errang Prinz Lugen von 2avoyeN den großartigen 3ieg bei Zenta und unter« nahm einen kühnen Einfall nach Bosnien, der ihn bis Sarajevo führte. Im Frieden zu Aarloivitz, t<^<»^, wurden alle ungarischen Besitzungen der Pforte, mit Ausnahme dc5 Reiser trap^Id I. cgeZ. 2er Friede zu Rastalt brachte dem Raiser den Vesitz der spanischen Niederlande, Neapels, Sardiniens und Mailands, während Spanien an die Vourbons kam. Allein dieser Gebiets-Zuwachs fügte sich dem alten österreichischen ländcrbcstande nicht organisch ein und war nur insofern ron Vortheil, als jene Erwerbungen nicht dem Ländcrhunger der bour-bonischen Dynastie zu Gute kamcn. Raiser Josef I. roar ein feuriger junger Fürst voll der edelsten vorsähe, dem nur ein Zu kurzes Leben vergönnt war, um seine Energie an der Größe seiner Entwürfe zu messen, Sein jüngerer Bruder Rarl VI,, für den eigentlich der Rrieg um die spanische Krone unter, nommcn worden war, hatte seine Jugend in Spanien verlebt und das Land nur schweren Herzens verlassen, um das Erbe der deutschen linie seines Dauses anzutreten. Er war ein Fürst von hohen Gesinnungen, aber mehr ruhigen, beharrlichen 5trebens als sein Vru» 9' 1Z9 Geschichtlicher Ubrrl'lick, der, Freund heiterer Geselligkeit, die er in seinem Lustschloss „Favorita" pflegte, und ein schöner kräftiger Mann, der den sirunk und die feine Vildung liebte, aber den Au5' artungen des französischen Geschmackes abhold war. Unter seiner Regierung wurde nach äußerst glänzenden Rriegsthaien Eugens s5ieg bei f)eterwardein !?!>>, Einnahme von Belgrad >?>?) mit den Türfen der für Msterrcich höchst vortheilhafte Friede von f)oiarcr>ac (siassarowitz, >?i«) geschlossen, in welchem der Raiser Velgrad, das Temcsvarer Vanat, einen Theil Serbiens und dcr Walachei er» hielt, während der Kampfgenosse Karl5, Ve» nedig, den im Aarlowitzer Frieden errungenen j)eloponnes verlor, dafür aber die Städte Valmatiens gewann, In dasselbe Jahr fällt ein kurzer erfolgreicher Aricg gegen die 3pa< nier, nach dessen Abschluß erst die Anerkennung der spanischen Vourbons seitens des Kaisers erfolgte. Unter Rar! VI. trat Österreich zum erstenmale in die Rreise der handellrcibenden Mächte ein, unter ihm wurde die einheimische Industrie durch Förderung von oben begründet, die Freihäfen von Trieft und Fiume eröffnet, in Wien eine otientalischo^ompagnie Kcnsrr «arl VI. (Au5 deni Iverk? „?ic osl^rrl>ich'!!,,gar!iche Monarchic,") ,34 Geschichtlicher Überblick. MS Tebeu gerufen und auf solche und andere weise die Grundlinien einer handelspolitischen Mrganisalion nach dem Muster der west' europäischen Mächte gezogen. Indessen sah sich Raiser Karl VI, genöthigt, auf die Früchte vieler aussichtsreicher Veftrcl'nngen zu verzichten, um einen Herzenswunsch durchzusetzen, den er mit seinen Völkern theilte. Lr besäst keine männlichen Nachkommen und musste Alles ausbieten, um bei den fremden Mächten die Anerkennung der präg malischen Sanction zu erwirken, kraft welcher erstlich die österreichischen lander eine untheilbarc Monarchie bilden, ferner bei dem Abgänge männlicher Erben die Töchter des Aaisers (die älteste derselben war Maria Theresia) und im Folie des Aussterbens dieser time die Töchter I^sefs I. und deren Nachkommen nach dem Lrstgeburtsrecht suc» eediren sollten. 5chwerc (Nf^r mußte der Aaiser bringen, um die völkerrechtliche Anerkennung der ncncn Thronfolge-Ordnung zu erlangen. Er sah sich gezwungen, zum Theil anf die ehemals spanischen Nebcnlauder zn verzichten, an einem liricge der Bussen gegen die Türken theilzimehmen, welcher un« glücklich verlief und im Belgrader Frieden Geschichtlicher Überblick. ^ZH s>73'») dem Aaiscrstaalo Grsova und ganz 5erbien sammt Belgrad kostete. Doch war rs ein mächtiger Schild, den der tetzaud Maria Theresia's i l,?4« sein 3tamml»nd zu Gnnstcn siolcns (eigentlich Frankreichs) gegen Toscana vertauschte, Trotz der pragmatischen Sanction und ihrer allseitigen Villi' gung erhoben sich nach dem Tode Narls VI. Kurfürst Karl Albert von 23ayern, König sthilipp V. ron Spanien nnd August IV. vou Sachsen als Vewerber nm die öster° 1Ag Geschichtlicher Ubtlblick, reichische Erbschaft, während Röitig Friedrich II. von Preußen plötzlich Ansprüche auf Schlesien erhob. Vie Raiscrstochter, auf allen 3eiten von Feinden umgeben, fand aber gewaltigen 5chutz nicht nur in ihrem Rechte, sondern auch in der Größe ihrer 3eele und in der unerschütterlichen Treue ihrer Völker. wohl entriss Friedrich II. der Monarchin Schlesien si?m—1?42), wohl verbanden sich Frankreich, Bayern uud 5panien, später auch 5achsen und Preußen, nm die Herr« scherin vom Thron zu stoßen und Gfterrcich zu zertrümmern: die Franzosen und Bayern fielen in Vberösterrcich und 23öhmen ein, bayerische Vorposten streiften bis 5t. polten bei Wien, Prag gieng verloren, Karl Albert von Bayern ließ sich als Erzherzog, als Aönig von Vöhmen und in Frankfurt als Raiser huldigen, — aber Maria Theresia verzagte nicht: sie wandte sich nach Ungarn, entzündete auf dcm Reichstag zu Pressburg durch ihre Ansprache uud Erscheinung die kriegerischen Magnaten, die in der Auf« wallung ihrer ritterlichen Herzen ^lut und teben ihrer 2<önigin ^n weihen schwuren. Und sie hielten den Eid. Alsbald drangen ieges> kränze gegen die Derbündrten erwarben, die „pragmatische Armee" (Engländer, Hannoveraner, Hessen) unter König Georg II, bei VeUingen die Frmnoscn schlug und f)rmz Karl von Lothringen, der Schwager Maria Theresias, im begriff stand, über den Rhein zu gehen und Frankreich im eigenen Tande anzugreifen, da bangte dem ^reußcnkönig siir seine Migc schlcsische Erwerbung und er trat neuerdings in die Reihe dcr Gegner HabZburgs, indem er mit ^mxx» Streitern in Vöhinen einfiel. <3s gelang ihm, sirag Zu nehmen; nun mussten die Truppen Maria Theresias vom Rheine zurückberufen und gegen den arglistigen Feind im Norden gesendet werden, —1?65>) auf den deutschen Raiserthron. Mit der Anerkennung dieses Reichsobcrhauptes und der gegenseitigen Rückgabe aller Eroberungen in» Frieden von Aachen tiftisch-burcaukratische Monarchic, in Erscheinung, Die 5taatso>nnipotcuz vernichtet fortan die ständescheidenden Privilegien und scheut auch vor den Ansprüchen der Kirche, einen 5taat im Staate zu bilden, nicht zurück. Das Reich wurde über die Provinzen, der Staat über die Äände, das Ganze über die Theile gesetzt. Die lioheit der Staatsgewalt erfor° derte die Abfassung neuer Gesetzbücher, welche allgemein gelten sollten, während früher in den verschiedenen Provinzen sehr verschiedene Gesetze Kraft besaßen, Das harte Strafgesetz der früheren Zeiten wurde gemildert, die Tortur aufgehoben, Zauberei, Hexerei, IVahr-sagerei hörten auf, die Gerichte zu beschaff tigen. Auch schuf die Aaiscrin eine neue Centralbehörde in Handelssachen, Groß ist dic Vedeutung der theresianischen Regienmgicpoche für die Entwicklung dc5 Schulwesens. Die österreichische ^olks« schule ist eine Schöpfung Maria Theresias; die Universitäten wurden in 3taatsanstalten umgewandelt. Überall wurde der Einfluss des Jesuitenordens, der übrigens 1777, auf» gehoben ward, gebrochen. Zur Heranbildung junger adeliger Zöglinge für deu Staatsdienst <5eschich!lichcr Überblick. 141 gründete die Herrscherin die theresianische Rittcrakademie, fiir angehende Visomaten die orientalische Akademie, !?ach den beiden ersten schlesischen Kriegen erfichr auch die Wehrkraft (ysterrcichs initcr dci: Anspicien der Kaiserin eine durchgreifende Rcorgani-sation »nd eine solche moralische und mate« rielle Hebung, daß Friedrich II. staunend anerkannte, unicr dieser Kaiserin habe das Kriegswesen der Habsburgischen INonarchic rine Vollkommenheit erreicht, wie unter keinem der früheren Herrscher. Gestützt auf das iNachtliewusstsein, das ihr diese Fortschritte gaben, schloss die Kai» serin mit Russland, 5achscn und Frankreich Vlindnisse, deren -pitzc gegen Friedrich II. gerichtet war. Vieser verbündete sich wie« der mit England und ^annorcr und eröffnete durch den Einfall in Sachsen !7'.s> den dritten schlesischen Aricg, der später den Namen des siebenjährigen erhielt. Cr wurde mit wechselndem Erfolge unter ungeheuren Derlusten an Gut und 25lnt geführt, und zahlreiche Schlachtfelder in Vöhmcn und Deutschland deckten sich mit dcn Leichen russischer, preußischer, österreichischer, reichsdeutscher und fran-zösischer Krieger. In glorreichen Kämpfen 142 schmückt; endlich machte der russische Thron» wechsel. die allgemeine Erschöpfung der 3trei« ter und die Aussichtslosigkeit des 5treites im Hubertusburgcr Frieden s^?^5) deni langen Hader ein Lnde. Ver Besitzstand blieb wie ror dem Ariege; aber in das Concert der europä» ischen Großmächte waren zwei3?K5 war Zu Maria Theresia's herbstem schmerze Raiser Franz I., ihr innigstgeliebter Gatte, der vatcr ihrer zahl« reichen Rinder hingeschieden. Nun gieng die deutsche Kaiserkrone an ihren Hohn Josef II. ^755—^?<)s>> über, den die kaiserliche Witwe auch in ihren österreichischen Staaten zum Mitregenlen annahm. In den Jahren Geschichttichrl Ubciblick, 14I l??8 und 5??°> gedachte Josef mit weitschau« endcm blicke Vayern gegen die Niederlande einzutauschen; aber der f?Ian scheiterte an dem wohl kriegerischen, diesmal aber ziemlich unblutigen Einschreiten Friedrichs II., sowie an der Friedenssehnsucht Maria Theresia's, und im Frieden zu Ceschen erhielt Österreich das bayrische Imwicriel, während im übrigen an den bestehenden Machtverhältnissen nichts geändert wurde. Josef II. und Leopold II. Als Maria Theresia ^?«0 ihre Angcn schloss, war der Gegensatz zwischen ihren Anschauungen nnd denen ihres 5ohnes, der es als Mitregent nicht zu großein Einflüsse gebracht ha gott seiner Völker zu werden, - und musste es erleben, dass sich die Welt an das Alte klammerte und das Neue, das cr ihr bot, zurückstieß. Im TolcranZpatent («7«^) ge> währte er den Angehörigen aller Konfessionen Gleichheit und beseitigte die drückenden Bestimmungen, unter welchen die Protestanten und die Juden bis dahin noch vielfach zu Aoiwr Josef II. ;o 146 Geschichtlicher Überblick. leiden gehabt hatten, Er schaffte die teibeigen-schaft ab und erhob von der Bauernschaft keine anderen Abgaben, als von den anderen Grundbesitzern, wie er sich überhaupt bestrebt zeigte, das tos des Landmannes zu einem ertrag' lichen, menschenwürdigen zu gestalten. Vie EinZelrechte der tänder erlitten bedeutende Einschränkungen zu Gunsten der central'» stischen Htaatsidee, und bei ihm galt es als oberster Grundsatz, dass Reichsrecht das tand' recht breche. Im 5innc jener Idee wurde auch das 5chul- und Gerichtswesen reformiert und nameutlich die Kirche systematisch in jeder Hinsicht dem 5taate untergeordnet — ein durchaus neues, dem früheren 5treben nach Unterordnung des 3tac>tes unter die omnipotente Rirche direct entgegengesetztes beginnen. Lin Drittel der bestehenden Klöster, namentlich alle jene, deren Insassen sich bloß einem beschaulichen tebcnswandel hingaben, wurden aufgehoben und aus ihrem vermögen ein Religionsfonds zur Gründung neuer Ichulen, Visthümcr u. s. w. errichtet. Die Gewaltsamkeit vieler dieser NcueruN' gen erregte tiefe Mißstimmung, namentlich in Ungarn und Velgien. Auch in seinen auswärtigen Unternehmungen war Josef ichrr M'crl'Iick, ^7 weitschauend, aber nicht glücklich. Mit seinem plane, den Kurfürsten r»on Vaycrn zum vcr> zicht auf dieses tand gegen ein Königreich Vurgund (Niederlande und luremburg) zu bewegen, rief er abermals die alte Feind» schaft Friedrichs II, wach, dcr gegen dieses Project einen deutschen Fürstcubund zu 3tande brachte (,?«',). Um die Unterstützung Russ» lands iKatharina's II.) für seine Absichten zu gewinnen, erklärte er gleichzeitig mit diesem Reiche dcr Türkei den Krieg, der im Frieden von Zistowo sein Cnde fand. ^osef kehrte aus dem Fcldzuge kranf zurück. 2eiue letzten lcbenswge wurden verbittert dnrch die von Ungarn und den Niederlanden erzwungene Zurücknahme der meisten seiner deformen. Am 20, Februar ^0 starb dieser edle Fürst, der sein ganzes leben, all' sein Denken und Trachten dem 5taa1e geweiht hatte und dessen wohlthaten, wie Saatkörner im Winter, schlummern mussten, bis eine bessere Zeit sie aus licht hervorrief. Josefs Bruder und Nachfolger Kaiser Leopold II. (l7<»o^«?>'>) über. Aber die 5onderinteressen der Mächte waren Aaisor Franz II, (I) (Au^ dcni wcilc „Dir ostericich-ungarischc Monarchie,") 150 Geschichtlicher Udclblick. zn groß und zu zwiespältig, als dass vereintes Vorgehen gute Früchte hätie tragen können. Der gemeinsame Fcldzug in der Champagne missglückte. Die oon Preußen und Russland ohne Rücksicht auf Vstcrrcich ^dcin nur der nachträgliche Beitritt vorbehalten blieb) vor« genommene Zweite Theilung Polens zeigte den Grad von Verläßlichkeit, welcher dem Einvernehmen mit Preußen innewohnte. In der dritten Theilung gelang cs den 5ach' waltern Gsterreichs, ihrein Staate westgalizien zuzuwenden (5795). Dagegen gieng im Westen Belgien dauernd verloren und damit wurde der 5chauvlclh der dämpfe zwischen b?r französischen Republik und den monarchischen Staaten des Continents nach Deutschland und Italien verlegt. Preußen schlitzte sich und ganz Norddeutschland durch den 3evarat> frieden zu Vasel gegen die Legionen des NationalVonvents, ja es willigic in die de« finitive Abtretung des linken Rheinufers an Frankreich gegen die Zusichorung gewisser Entschädigungen in Deutschland. öpanicN nnd die meisten süddeutschen Staaten zogen sich ebenfalls vom Kampfe zurück. England und Russlaud beschränkten flch auf die Zah-lung von 2ubsidien. Geschichtlicher Ul'rri'Iick, jhi Da waren es die Strcitkra'fte Öster-rcichs, welche unter der siegreichen Führung Erzherzogs Karl, des Bruders Kaiser Franz II,, bei wetzlar, bei Amberg und würz» bürg die Ehre Deutschlands und des Staates, dessen Herrscher die deutsche Krone trug, hochhielten und die Franzosen über den Rhein zurückwarfen ( auf dem Kongress zu Nastatt über die lösung all' der schwierig, feiten, welche die neue Tage der Dinge her» 152 «^nchichllichrr Ul'crl'licf, beigeführt, berathen wordrn war, kam eine zweite Coalition gegen Frankreich zustande. Diesmal verbündewn sich (i)sterreich, Russland, England, Portugal, Neapel nnd die Pforte. Das österreichisch-russische l^eer unter 5uwaroV und Melas erfocht 3ieg auf 5ieg in Italien, Erzherzog Karl schlug die Franzosen in Deutschland und der Schweiz. Aber der Rücktritt Russlands von der Allianz nnd die Rückkehr Napoleons aus Ägypten, welcher nach dcm 3turz des pariser Directoriums und seiner Erhebung zum ersten Konsul auf dem Kriegsschauplätze erschien, lahmte alle Hoffnungen, und noch zwei Niederlagen in Italien und Vayern wurde im Frieden von lulxwille s^s>!) der Vertrag von Campo» Formio erneuert. Die Gründung der napoleo-nischen Monarchie in Frankreich beantwortete Franz II. s^cn) durch die Annahme des Aaisertitels für sein Wsterrcich, wobei er übrigens ausdrücklich erklärte, dass dadurch an den bisherigen Titeln, Verfassungen, vor» rechten und Verhältnissen der einzelnen König-reiche und tänder nichts geändert werden solle. Ein Zahr später entbrannte der dritte Coaliiionskrieg, welcher höchst unglücklich Erzherzog Carl, (Ai,5 dci» U.^erle „Die osterrcichungar. Monarch,«,") 154 Geschichtlicher Ubliblick. verlief. In der Dreisaisersch lacht bei Auster-litz in Mähren fiel die Entscheidung so völlig für Napoleon und gegen die verbündeten Monarchen Gsterreichs und Russlands, dasö der Friede zu Pressburg mehr einer LapitU' lation als einem Friedensschlüsse glich. Österreich verlor Venedig mit Istiien und Dal-matien an Italien, Tirol an Vavern und den Rest der Vorlande an Württemberg und Vaden, wofür es nur 5alzburg und Verch' tesgaden erhielt. Die kleineren deutschen Fürsten traten unter Napoleons 5chutzherr° schaft dem Rheinbünde bei, und Kaiser Franz anerkannte nur eine vollzogene Thatsache, als er nach dieser Auflösung des Reiches die deutsche Xaiserkrone niederlegte. Noch einmal erhob sich, nach der Nieder« werfung Preußens im Jahre ^«s)t>, als Na> polcon auf dem Erfurter Fürftentage und späterhin seiner Willkür alle Zügel schießen ließ, Österreich allein l i ks)')) zur Abwehr des Korsen. In großem Stile wurde die Landwehr organisiert, Erzherzog Aarl, der im letzten unglücklichen Aricge abseits gestanden war, trat wieder an die 3pitzc der Truppen. Die Tiroler eröffneten den Aampf unter Hofer, Haspingcr, 3peckbachcr und anderen schlichten Helden; Erzherzog Karl schlug den unüberwindlichen Imperator in der rühm» rollen Schlacht bei Aspern und weckte in ganz Europa den Widerhall kampflustiger Frei» hcitsbegeisterung. Aber in neuen schlachten giengen die Früchte des Sieges wieder ver-loren und Österreich musste zu ^chönbrunn einem Friedensschlüsse zustimmen, der ihm 2sMs» tynadratmeilcn seines Gebietes mit q,V, Millionen Einwohnern kostete. Der größte Theil dieses abgetretenen Territoriums sammt dcr ganzen Meeresküste musste zur Bildung eines illyrischen Königreiches dienen. Öfter, reich war zu einem 3taate zweiten Ranges hcrabgcsunken; Napoleon stand auf dem Gi> pscl seines Glückes. ^etzt erwarb sich der fremde Machthaber mit der Hand Maria Louisens, der Tochter ^ranz I., eine Gemahlin aus einem der ältesten Fürstenhäuser Europas. Mit unerhörter Pracht wurde 5^0 zu Paris die Vermählung gefeiert und nach einem Jahre das Rind aus dieser Ehe sdcr nachmalige herzog von Reichstadt, f ;852) als Nönia von Rom gekrönt. Ver kaiserliche Vater Maria tuiscns brachte das schwere Gpfer, weil nur in einem länger dauernden Frieden und in der Nachgiebigkeit Ihß Geschichtlich« Nl'tll'lick, gegen den Gewaltherrscher die Mittel zur Ivicdererstarkung Österreichs gefunden werden konnten. Der russische Feldzug Napoleons I, bracht den Umschlag des Schicksals in dem großen Drama seines Glücks und tndes. (Österreich musste, gleich Preußen, nut einem Hilfscorps an der 3eite der napoleonischen Heere gegen Moskau ziehen. Nach dem Vrande dieser 3tadt und dem Rückzüge Napoleons wurde das Armeecorps 5chwarzcnbcrg vom Raiser abberufen. Dieser machte zunächst Friedens' Vorschläge, trat aber, als Napoleon sich zur Annahme derselben nicht entschließen konnte, der Coalition Englands, Russlands und Preußens gegen den stolzen Eroberer bei. Die Völkerschlacht bei Leipzig si6.—^8, October i«i?,i stürzte unter den Augen der 5 verbündeten conlincntalen Monarchen Na> poleons himmelanstrebcndrs Gebäude in den Staub. Der Rheinbund löste sich auf, Bayern fiel von Frankreich al>, die Heere der Alliierten drangen in Frankreich ein. Napoleon wurde auf Elba, dann, nach dem wunderbaren Auf-stackern seines Glückstcrns in den hundert Tagen, auf 5t, Helena interniert. Österreich erhielt Alles zurück, was es verloren und wurde für die vorlande und Vclgicn durch Dalmatien und das venctianischc Gebiet entschädigt. Nur das deutsche Kaiserthun, war ins Grab gesunken: an seine 3telle trat ein Äaatenbund, in dessen Versammlungen Mster-reich den Vorsitz führte und sich so den maßgebenden Einfluss auf die deutschen Verhältnisse sicherte. Ähnlich suchte der 5taatskanZIer Fürst Mettcrnich die politischen Zustände Italiens zn gestalten, und der Sicherung dieser Ordnung, der Hegemonie (Österreichs über eine Reihe deutscher und italienischer Kleinstaaten, widmete jener Staatsmann die Arbeit seines ganzen ferneren tcbens. Er musste daher auf peinlich strenge Erhaltung des Vestehcnden, auf unausgesetzte Überwachung und Beschränkung naturgemäßer Entwicklungstriebe bedacht sein und brachte sich, sowie seinen Raiser und dessen Reich, dadurch in schroffen Gegensatz Zu allen Elementen des Fortschrittes. Das frmnisccische (Nstcrreich ^,6—^55) war der Hort des ^onservaUsmus, des bewussten Stillstandes, Jene zwanzigjährige Friedenspcriodc war einerseits eine wohlthat für die erschöpften Völker, andererseits hat sie die Gefahren und Erschütterungen, die nach ihrem Abschlüsse Aailerin Elisabeth, (Nach clner shatagr.isliic von V. Angcrrr in wic».) Xciiser Fran; Josef I, tNach elnci sdolographie lion v. !lng«ei in Wien.) ißO Geschichtlicher Ubtll'lick. eintreten mussten, doch nur hinausgeschoben und vielleicht cben dadurch gesteigert. Ferdinand l Gsterrcich verfiel der Isolierung mitten in Europa, für da5 cs soviel gethan und in dem es so mächtig dastand. Im lasten t>e> freiten sich die Grieche,! mit l>ilfe der West-mächte und Rlisölands, In Frankreich wurde die so mühsam wiedergegriindctc legitime Monarchie auf revolutionärem Wege beseitigt, und das Fieber der Neuerungssucht durchzuckte ganz Europa. Den absolutistischen Ostmäch' ten stellten sich die «-onstiwtioncllcn West« mächte als eine von Natur zusammengehörige Gruppe gegenüber. 3o übernahm Aaiser Ferdinand I. l!«25>- l«4«) das Scepter seines Vaters unter keineswegs günstigen Aussichten. Mettcrmchs starres Regime hatte in den von Gsterreich abhängigen Kleinstaaten überall den Nationalismus geweckt. Auch m der Monarchie selbst regte sich die Sehnsucht nach freier Entwicklung des Htaatslebcns. von j)aris aus erflang endlich s«i« die Va> role der Revolution, welche das Metternich'» sche 5ystem sammt seinem Träger lind Ur- Kronprinz Rudolf. (Nach einer pliolograplii«! von v, Angorri.) »^ 162 Geschichtlicher UI'»blick. Heber hinwegfegte, In Ungarn entbrannte der Vürgerkrieg; die Deutschen, die 5laven, die Italiener erhoben ihre theils nationalen, theils politischen Forderungen. Einheit, Ordnung und zielbewußtes vorgehen herrschte nur mehr im Tager Radehk^'s, der in Italien Äeg undRlchm an Österreichs Fahnen fesselte. 3ranz Josef I. Nach der Abdankung Ferdinands I., des gütigen Raisers, dessen Hand Zu schwach war, um solcher 5türme Herr Zu werden, bestieg sein Neffe Franz Josef I., unser aller« gnädigster Herr und Raiser, den Thron als ein ^ugendkräftigcr Monarch voll ritterlich edler Gesinnungen und fester Entschlossenheit, allen wirren und Gefahren zum Trotz das Glück seiner Völker zu gründen. In Böhmen, in U)ien und Ungarn wurde die Ruhe nach kürzeren oder längeren Zuckungen wiederhergestellt, in den italienischen Provinzen öar« diniens Truppenmacht aus dem Felde geschlagen. Nun galt es, in schwieriger Arbeit die verfassungsforin Zu finden, welche für das auf neuen !5oden gestellte Reich die Arcmprmzcssin-Wüwe Stcphcinie. (Nach cincr f?hotograpli>>? von Adtzle in wirn) 164 Geschichtlicher Ul'tlbück, beste Gewähr segensreicher Entwicklung bieten würde. Dabei konnte es nicht ohne versuche abgehen. Die anfangs betretene absolutistisch' centralistischc Vahn musste nach den Lrfah' rungen des Jahres fn^c) verlassen werden, und der Kaiser entschloss sich hochherzig, seine Machtbefugnisse mit seinen Völkern zu theilen. Zuerst wurde im Gctobcrdiplom ^8K0 ein parlamentarisch-föderalistischer, dann im Februar-patent ,86^ ein parlamcntarisch-centrali' stischer weg eingeschlagen. Im Kriege mit Sardinien (und Frankreich) ,«5<) und in dem mit Preußen und Italien ,«66 wurden vo» den Gegnern Österreichs gleichsam die schulden eingefordert, welche Mettcrnichs quietistische Regierungskunst in Europa ccmtrahiert hatte. Die Abrundung Italiens mittels des lombardo-venetianischcn Aöuigrcichcs und die Vildung einer deutschen Vundesmacht (später eines deutschen Kaiserreiches) unter der Führung Preußens und — was damit nothwendig verknüpft war — unter Ausschluss Österreichs musste nach den schlachten von Magenta und Röniggra'tz und trotz der r>on Erzherzog Albrecht bei «^usto^za und von Vice-Admiral Tegetthoff bei Lissa glorreich erfochtenen 5iege zugelassen werden. Man darf sagen, sNock» elner showgrapbie von V. Tüll in wicn.) Igl; Geschichtlicher Ill'rrl'ück, dassGsterreich in diesen Entscheidungen, welche mit einer Art historischer Nothwendigkeit eintraten, keine lebcnsfragcn erblickte und, nach der unausbleiblichen nationalen und politischen Consolidation Italiens und Vcutsch» lands, die vollzogenen Thatsachen willig an» erkannte. Gstcrreich konnte dies thun; denn seine Machtstellung in diesen tändcrn hatte die Vcdeutung eingebüßt, welche ihr früher zukam, als es galt, gegen Westen hin, gegen französische tändcrgicr wacht zu halten, tieute sind die deutsche und die italienische Nation, nachdcm fie das Zeitalter ihrer poli< tischen Unreife glücklich überwunden, au3 eigener Rraft imstande, ihre Unabhängig» keit zu behaupten, und dio Aufgabe Gster» reich-Ungarns, die segensreiche Wirksamkeit, die ihm in der Gegenwart und der Zukunft bestimmt ist, liegt im Gstcn des Continents, oor allem aber innerhalb seiner eigenen Reichsgrcnzcn. Durch das Allerhöchste l^and' schreiben vom ^. November ^«6» wurde der neue Titel des alten habsburgischen Reiches: „Vsterreichisch»ungarisch e Monarchie" oder „w stcrrei chi sch-unga» risches Reich" bekannt gemacht. Der hie» mit feierlich proclamiertc Dualismus, durch lNach cinrr shotograpl'!!> von Adölc in lNisn.) 168 <5?ichicht!ichcr Udcil'licl. welchen sich die beiden Reichshälflcn, nach« dem sich an ihrer organischen Verbindung dic Kunst aller früheren 5taats!cnfcr wste» reichs erschöpft hatte, auf friedlichem Wege ins Gleichgewicht setzten, ist da5 Z'cl einer langen Entwicklung und nichts weniger als eine durchaus neue 5ache. 3eincr Majestät, unserem allcrgnädigstcn Raiser Franz Josef I, dankt somit das Reich seine gegeu^ wältige Gesammtform, sowie cine Fülle ron Institutionen, welche theils mit dieser Neu-gcstaltung ^islimmenhängcn, iheils unab» hängig von derselben zum wohle der Oölkcr und zur Erhaltung des Staates ins teben gerufen wurden. In Erfüllung seiner aus» wärtigcn Mission hat GsterreichUngarn auf dem Vcrlincr Kongress (init dem Vertrags^ artikel vom ?z. Juli i«7«) die Verwaltung und militärische Besetzung Vo^niens und der Herzegowina übernommen, nachdem es dem fortgesetzten tcidenszustaud dieser ottoma» nischen Provinzen schon früher schwere, rein nachbarliche Opfer gebracht halle. Um dem, nach so vielen politischen und socialen I?eu» bildnngen erschöpften, ruhebedürftigen !VeIt» theil den Frieden, soweit dies möglich ist, zu verbürgen, ist unser erhabener Monarch M Erzherzog Carl ludwig. (Nach einer photographic von Addle in 1v,! ist am ,«. August 1x^0 zu ^chönbrnnn geboren, trat nach der TliroU» cntsagung seines Vhcims Raisers Ferdinand 1. nnd nach der Tbronfolge-Verzichtleistung seines Vaters, Erzherzogs Franz Narl, am 2, December i>^ die Legierung der öster« reichifchen INonarchic an lind wurde am «. Juni i^!<>7 z» Gfcn als Aönig von Nngarn gekrönt. Der volle Titel Seiner Majestät lautet: „Kaiser von (Österreich, König von Ungarn lind Vöhinen, König von Dalmaticn, Kroatien, Slaoonicn, Galizien, lodoinerien 172 Veschichlüchrr M'ril'Iick. undIllyrien; Aönig von Jerusalem ic., <3rZ> herzog von Österreich; Großhcrzog von ToZ' cana und Rrakau; herzog von Lothringen, Salzburg, 5teiernialk, Ra'rntcn, Arain und der Vukowina; Großfürst ron Siebenbürgen; Markgraf von Mähren; Herzog von Vber-und Nieder»3chlesien, von Modcna, f>arma, siiacenza und Guastalla, von Auschwitz un^ Iator, von Teschen, Friaul, Ragusa und Zara, gefiirsietcr Graf von t'?ab5l,'nrg und Tirol, von Ayburg, Gärz und Gradis^a, .sürst von Trient und Vrixen, Markgraf von Gbcr- und Nieder-lausitz und in Istrien; Graf von Hohenembs, Feldkirch, Vrcgenz, 5onncnbcrg ic.; Herr von Trieft, von i^attaro und auf der windischen Mark; Großwojwod der Ivoi' wodschaft Zerbien ic. :c. 2lm 2^. April ,854 vermahlte sich 5eine Majestät zu Wien mit Elisabeth (Ama-lia Eugenia), Tochter des Herzogs lNar in Vayern. I^e Majestät ist geboren am 24. December 5837 zu Posscnhofen und ge< krönt als Königin von Ungarn zu Gfen am «, Juni 5«67. Aus dieser Ehe entsprossen — außer einer erstgeborenen Prinzessin (Sophia), welche im Alter von zroei Jahren starb — drei Rinder: Erzhsizog Albrecht. 174 Geschichtlich« Ül'rrl'licf, 5. Gisela (luise Marias kaiserl. Prm-Zessin und Erzherzogin von Österreich, königl-Prinzessin von Ungarn, Vöhmen !s. ic., geboren zu laxenburg 12, Juli 5«5,k, verinält zu Wien am 2«, April ^«?3 mit Seiner königlichen Hoheit dem Priuzen Leopold von Vaiern. 2. Rudolf sFranz l^arl Josef), des Raiserthumes Vsterrcich 2. August i85>«, vermilhli Zu Wien am ^). Mai ü-,«, mit 3tephan«c (Ciotilde Luise Hermine Maria Charlotte), Tochter 5r. Majestät Leopolds II., Aönigs der Belgier sgeboreu am 21, Mai <«6^), gestorben zu Mayerling am ,',<», Januar ^8«y-Aus dieser Ehe stammt eine Tochter: Eli' sabeth (Maria ticxricKe Ztcphanic Gisela), geb. zu tarenbnrg 2, September i««3. 3. Marie Valerie (Mathilde Amalie^ kaiserl. Prinzessin und Erzherzogin von Österreich, ic. !<7., königl. Prinzessin von Ungarn, Vö'hmen ic. :c,, geb. zu Gfcn 22. April 186», vermählt Zu Ischl 3>. Juli ^6M mit Seiner kais. und kön. Hoheit Erzherzog Franz Salvador. Lvzhrlzog wilhrlm. 176 (Seschichtlichcr Überblick, Die Eltern 3cmcr Majestät des Baisers und Königs waren: Franz Carl sIosef) kaiserlicher f)rinz und Erzherzog von Gster« reiche königl. f)rinz von Ungarn, Vöhmen ic. ic. (geb. 5802 als 5ohn des Kaisers Franz I. und dessen Zweiter Gemahlin Maria Theresia, (gest. i«?8) und 5ophia (Friederika Dorothea), Tochter Maximilian's I. (Josef) Königs von Vayern, geb. 5805, vermählt ^82^, gest. i«?2. — Erzherzog Franz Earl war der jüngere Vrudcr Raiser Ferdinands I., welcher am 2. December 5«4« dem Raiser-throne zn Gunsten seines Neffen, 5r. Majestät des Aaisers Franz Josef I. entsagte. Aus der Ehe der Eltern nnseres Kaisers entsprossen noch folgende Rinder: ^. Maximilian (Ferdinand Josef), geb. 1832, Raiser von Meriko ^86^, gest. ^86?. (vermählt i«5? mit Charlotte Maria Amalia), Tochter weil. 5r. Majestät leopold I., 2<önig5 der Belgier). 2. Carl Tudwig (Josef Maria), geb. ^653, kaiserl. f)rinz, Erzherzog von Österreich ic. :c., General der Kavallerie u. s. w,, vermalt in erster Ehe mit Margaretha, Tochter 5r. Maj. des Aönigs Johann von Dachsen (< 6^0—1858), in zweiter Ehe mit Maria Erzherzog R des Aö-nigs beider 5icilien Ferdinand II. (^ »q,3^-^«? f)/ in dritter Ehe mit Maria Theresia, Tochter weil. Sr, königl. Hoheit Dom Miguel, IN' santen von Portugal, geb. ,85,5. Aus der Zweiten Ehe des Erzherzogs stammen 3 5öhne und ^ Tochter, nämlich: «K5,, Gbcrst und Commandant des Husaren-Regiments I7r. y. b) Gtto Franz Josef, geb. ^«6?, vermalt 1886 mit Maria Ioscfa, Tochter 5r. königl. Hoheit des Prinzen Georg von Sachsen, ged. ;«6? (Aus dieser Ehe stammt ein 5ohn, Carl, geb. ^88?). c) Ferdinand CarlTudwig, geb. ^868 nnd <1) Margaretha 3ophia geb. ,870. Äbtissin des k. k. weltl. adel. Damenstiftes anf dem Hradschin in f)rag. Aus der dritten Che des Erzherzogs Carl Ludwig find zwei Töchter hervorgegangen: Maria Annunciata (geb. ^867) und Elisabeth (geb. 5878). 2-lNariaCarolina geb. 1855,gest.^8^0. q,. Ludwig Victor (Josef Anton), kaiserl, j)linz, Erzherzog von Wsterreich ic., Feldmarschall-tientcnant u, s. w. geb. ^5. Mai «Lrzberzog Josef, (Nach rinrr f)l,olographie von Aolln in Vudapest.) ,2» Itzs) Grichichllichcr M'cil'Iick. Der Großvater unseres Monarchen, Kaiser Franz I,, hatte i5> Geschwister, von welchen insbesondere die Erzherzoge Ferdinand (Großherzog von Toscana), Carl (General-Feldmarschall), Josef (Palatin von Ungarn) und Rainer sFeldzeugmeister, vicckö'nig von Italien) zahlreiche, noch heute blühende Nachkommenschaft hinterließen. Söhne Erzherzog Earls, des Siegers von Aspern, find: 5. Albrecht (Friedrich Rudolf), der Held von Custozza, Herzog von Ceschcn, Fcldmarschall, General-Inspector des k. u. k. Heeres u. s. w., geb. <«^?^ vcilnählt 18^^, mit Hildegard, Tochter Sr. Maj. des Königs Ludwig I. von Vaycrn (1825—^»6^> 3einc Tochter Maria Theresia ist mit dem Herzog Philipp von winttemberg vermählt. 2. Wilhelm sFranz <^arl), Groß,neister des deutschen Vrdens im Koiscrhotogll^ie vo» Turk in wicn,) 182 Geschichtlicher Ubriblicl, (FMl.), Carl (tinicnschiffb'Capitän) und Lugen sGberst und Coadjutor dc5 Hoch' und Deutschmeisters Erzh. Wilhelm), sowie Maria Christina, (tvitwe Alvhons II., Rönigs von Spanien) abstammen. Raiser Franz' I. Bruder Iosef, Palatin von Ungarn d??^—i«^"), hatte aus drei Ehe> bündnifsen ^ Rinder, wovon die ^ jüngsten noch am toben sind, nämlich Elisabeth, Witwe de5 Erzherzogs Ccirl Ferdinand und INutter der eben genannten Erzherzoge und der Aönigin Maria Chrisline ), Mutter der Rron» Prinzessin Stephanie. von Raiser Franz l. Vrudcr Rainer, FZM. s^?«3—^853), der mit einer f>rin> zessin von 5avoyeN'Carignan vermählt war, stammen die Erzherzoge: leopold, G. d. C. sgeb. stammen m>5 2 ftr II., f ^<2Y. Glisabetl,. Llbin von Ungarn und Vöhmen, f ^H3. RV. 14??. Friedrich »< (>V.^, Maximilian I V. 14»« deutscher Raiscr, -f 151,9, Ferdinand de? Katholisch«. VI. i531 Erzherzog z,l Ösleririch, f ^50b. krzkeizog zu Österreich, f , Äärnten f >Iö^. Mittierzag in Österreich ^2s2, 1° ^289, Ge- 3. Friedrich d, schölle, Aainr <3I4 gef ^322, Albrecht U, Johanne» Parririda, Raiser Albrecht I,, f iü, Allster )!Ibiechti-ilische Vlbrichl III mit ten« Zopfe, verzog in Gste«' reich, 5 1,^95, Albrecht 1>., reich, 1° !,4U4, Leopold HI... d^r Gerechte, k>er^iv) in Gsierieicl', der Eiserne, tierzog in Gsterreici'. 7 5424. teopol- 4. Albrecht V. als deutscher Raiser II, geb IZq?, Rönig in Gemahlin ^22: Elisabeth, Tochter des R aiscrz ^igizmund, f 1^43. 3. Friedrich V. als deutscher Raiser III,, geb, !^!5, Raiser >,^l>, f ^Y3, Gemahlin 1^52: Eleonore von Portugal, -<- ^q,h?. 6. Marimilia» I., geb, ^.;y^ römischer Rönig ^8b, Raiser (^93, -f !5<,y, Geniahlinnen i ^, Maria l'on Vur° gund, Tochter Rarl- de? Rüh,ien, 1- ^482, — 2, ^)^ Vlaiica Maria, Tochter Galeazzoz, l)er^c>gs von Mailand, f >l5^. Philipp. geb. ^78, Rönig in Castilien ^5N^, 1- !,5«)6. G^mahli,: ^951 Johanna, Tochter Ferdinands des Ratbolischeil und ^sabellaz ocin Castilien, f 1,555, 7. O»rl V<, geb. 55, Rönig in Spanien ^5!K, Kaiser l5^y, dankt ab 555S, 1° ^558, Geniahlin 1,52b ^ Isabella, Tochter Emanuels, Königs von Portugal, f 1,3^3. 8. Serdinand I., 152K, löm. Aönig <5Zy, Raiser l526, f 15b4, Aönigz von Ung. u. Vöhm., ^ X5H?. 9. ZNa»l«UW» N, 1,5^3, rönnschir Rönig ^5^2, Raiser ^5t>^, 7 ^5?b. Gemahlin ^8 i Marici Tochter RarlsV, Erzherzog in Vesterreich, Herzog von ^teier- ^590,' Gemahlin 1,57»,: Maria. Tochter AI-brechtz V. »an Vätern, 1° ^<^> 10. V«>«lf I!.. t i. Watthia». gr!>. 1567, Aonki in 1I"g, ^bO8. in Vödm, ^N, !'''>'. (bN: Anna, Toä'trr des 13. Ferdinand II.. Rai>, ^t>19, 's ^^7, t^eni, ^ I. !6Nt> NIaria, Anna. Tochter wild. V., Perz. in Vayern, f 1»,N>, ^ 2, l«,22, Ilnn^, «kleonore. Tocht. d, lier^o^? Vlncenz l'on Mantua, ^ ^b55. 13. Ferdinand III., l^I', ^(,08, A^iig i,i Ungarn ^t>25, w Vöbml'n ^>27, ronuschrr Aönig b, Raiser ^7, 's !t>57, , Niavia Ilnna, T^chtvi ^dilippz III., Aöili^s von Spanien, 's Ferdinand IV. i'öb'Mrn ^b4i>. »Il llng, 1v47, coin Ron, 1,^c>3, 14. Leopold I geb, ^0. Rönig in Nnaain ^l>55, in Vöbinen IH5H, Kaiser ^b58, 5 r., There,, Tocht. Philipps IV, o, Spanien, f <<<7ö. — 2 5K73 ^ Claudia FelieUa-, Toch'er des Erzb, Ferd. Rarl von Tirol, f ^b?b — 5, It>761 Eleonore Mllgdalena, Tochter Philipp Wilhelms, pfalzgrafen zu Neuburg, f ^?20. 15. Joseph I, geb. . ^85, König in Spanien ^703, deutscher «eiser NU, i° !'«». Mit ikm eililcht der 17. Franz l Ktephan. grl>. ^708, l'crzog l'o» ^<,r tc>tl'ii!!ge!l ^711, Gl^ßl'crzc>g von Tc>zc^na ^737, deutscr><-r Raiser <74s. ^ ^7<,5, i M<'rili Theresia Tochter do; Raisers R^irl VI., folgle idrem Nater in den >LrbIändern l7^N. nabm it^ren Sol'n )c>sef zum Milrrgcittl,i ^7b7, ^ >,:«<> 18. Ivsep», «., yel> t?!l, rönl Ron. ^7b4, Rais ^7t>3, i d, Herrscher ^780, -j- I79«>. Gemahlinnen: ^, <^. — 19 Kevpold ll, Raiser <7YN, 5 !7')2 «Z'enial'lin!7b0: Maria 20 Fran, « (I) Raiscrlrone nieder an, 5 August ^8. — 2. !790: Maria Theresia von öicilien, f ^807, — 6, I8»i-!: INaria tudouica von Este, f <8^>. — ^. !Mk, Rarolina Augusta l'on Vayern, u«5KN!5cnl5 w«pf»c«. özilnn, f?^>c^3^o>.rn 5N!»I o »«»0!»», !51-!!,l!l. ll«!.»«»r,l» e«!.!i«c«. 1-,«^, 7n,rzi', «^«l,« ll«7l»^, :n ^„„z. »Hsc»l>l>c«?^ .vv^?"/ -^l^ ^.i<^^ ^ 5Z ^ Otsterreichischt MmlandsKunde. Vchnographisches, Geschichtliches, biographisches. Die Völker GfterreichGugürns^7'^„,w«den. bild von der Herkunft, der Beschichte, d« Eitlen u'id Trachlen unabsichtlich dei Gedanle hervor, w« die Völker VesterielchUn» Tilel und preise der zwölf Vände des welke? „vie voll« Vesterreich'UngalN!," find folgende: Van» I. Dle De«tsch»» ln Nledei- und VberVesterieick, Slilzburg, Steiermürs, Ilärnlen und Riain. von vr. Aail öchober. 3 fi. 50 kr., elegan» gebnnden 4 fi 30 lr. Vand 2, Dfe De«tsch«n ln Nöhmen. Mähren und Schlesien, von Josef Vendel, 3 fi, t>« kr, ?legan< gel'unde» H f>. ^(1 kr. Vand 2. Pt< D««tsch«« <" Ungain und 5leb«nbnrgen. Von Dl. I, ß. Schwicker, 4 ft., elegant gebunden q, fi, «0 kl. Vand 4. Dl« Ttr«l„ vi. Josef «kggn. 4 fl,. elegant gebunden q, fi. 8« kr, Vand e Vt« llng«e» «de» M«»yy<»»»n. vn p<,ui tzunfalvf. 2 st. «s^ lr., eleg«nl gebunden H ss, 20 sr. vmid k, Die Iluntänen i« ltng«iln, Siebenbürgen und ? fi, 2ü lr, Vond ?. yirJude«. U^,n ?l. G. wolf. Mit einer Schluss betrachttnilZ lwn Oi. NV c^oldbauiil, 2 fi,, clrglint gcdundcn 2 fl, 80 kr Vand « Die Czech» Vlllven. ^>on ?r, ^arosltüv Ulach, Vm,d l, Dz< Pole« unl» Nnthe«en in Galizis». voil Dr. ^osff sMjzsi, 2 ss ö kr, eleg,,»! grl'inidci, .i si. i><» lr, Vand ^,. Lrste I>ä!flr, Zie Sl«»uenen. von )oscs Suman. ^l fi, liu ki, .^wrttr t>lilfic, Die Kroateu. Von ^Wsef Swrs Va»d >f, Die Kerben i» Diilnnuisn u,id im südliche» Valid ^2, Dir Zigeuner, von Dr. ^, l). Schwickcr. 2 fi, llsick?isch°l'a!cr!ä»i^ische5 f^rachtwrrl erstcn Rangr«, lsligi' ^rdandlung d?z i» t>?s isil^chichlr drr Monarchic» darqc» ^»riil,! roichrn lNaN-rial^i, >ni5,zr>chnc!, isl dns ltcuc IUustrierte Patcriäudischc Ehrenbuch, eschichMchr Vcnln,ürdi«kc>ten unt'tcl'enzl'rschrril'ilngl'N berillinltsr er<ä»!ichseiten nuz allr» tfr!, und ^lmidcn drr östrrlrichisch Ngaiiicl^n Monnrchie l'on drr Gründung ori Vstm«irf bis zui-'ier ftrr V,jlU^s1'^ fr rid rri l'on Tcxffen-f,ch zu liofcnbach „nd M.'ßwrg, ?«s!c-5 Nriw ^llusilic-rle valrllanftische «hrenbuch cnn, d,e nuz (^rigi,,,,! Vsitriigr» l'c>» III) den vrrschirdl-nslen Unden und Nalionalüciten der Monarchie angcholigen Mit» drilern l'estidrn Mlt gegen 3NN pläch Innickt, l'ildr» dli2 wers e>n drni ^ul'me dez Raiserstaales, dem i« 35 tieserungen Ä, ,^5 lr. dezogcn wcrdcn 'si<'l?»p»l»lll'l7 Untcr 5)al>Kb»rg; Vanner, 1^,^ VUdnisse unl> Hi^^"^""""^ Viographio» uan Cm I tpemgttNncr ist dor Cile! wachblilten und dciri!!! rrmnern will, dassauf niilü^riichoin »,I't im Ganzem, wir ei» Die slavischen Elcincnte in: Magyarischen iisl. ^rrii, 2 fi, M» lr. Heimatkunde des Dcrzogthums Zchlrsieu. Geschichte drr Stadt Tescheu. N,İm>?v'»^'. Geschichte der österreichischen Militär Grenzt. va,l Dr, I l), Schivicker f?rc>5i 4 si. ,'iU ll. 2 Ocllcrrcichischc Funlndschriflcn. ^«^^ Dcr Verlag srochazfa iviir sei» einer Ueilie van Madron he^ ftrebl, dent sruher drstlindenen Mangel an feftlich ausgestatteten gediegenen schonen I»grndschi!fte,i mil speciell östcrvrichischeni Inhalt dl',;ul^ls>,i. !"i oprschied!'!!,' ^>>ch,r fiir die fugend hrsOüegeqel's,!, die, wie die folgenden Titc! ^igrn, Ti'MiIunae» cr ^»gr„d entsprechend I'r>iil's!lr» sind, und titercitul ausgefüllt, di,,' fiül^i allgemein nni vcdauctn enlpfun' Das nachftebende Verzeichnis zeigt nel'en dem Reichthum dei Für jeden <5c!chnm,'und Iuaend geschildert l'cin ?r, ^!. E Emmer, Mit den Bildnissen des Z3 Arru,;el, in rolhel t^inn'»nd niit Goldschnitt ycliunden f/'rei-b<) Kreuzer. Vändc zu 65 und «s> kr. ^n ^°,ftrnili!, 80 2 leiten »Nlslissend, in t'all'lein Westerreichische» Sagen- «nd Wärchr»b«ch. valki Aus gal'e »n! grflN^tem ^n!!n>t. Eizablungen i>on ,^rd, Fahrer t<> fr. Hinter dem Oniler-Ädler. ilriegsgrschichtr» aug Mesterreichl, Rxlnnriiaa, n, Er,ä!'!t nun ,^'rdinand Zol'rer. (Volks-Uuggübe mit gekürztcni Inhalt,) «u kr. 3 Gesserreichische« Seebuch. 3e«kri?c!5ge,', fr, Ver Mestcrrelchische Pobinson ErMIung l'on Fcidinand Z>er Wildynrtner von AeMgendl«t er ßiknlle, Erzählung einer vrrgniigungzfablt auf deni Adriatncken Mce«. vc>n Dr, l^cini. Nc>^, s,', kr. h^rimu« und Kamo. Erzählung n lv, t>l> Noid, Ungarische Oochlnnd«bild«r. n ^al'l'yl'n ^oh E>oc>rg f)ay?i. Auf Gruxd l'arhandcnrr Klnter dem Ptniser-Hdler. ^sllgigeschichten aus Grstcireichz Wefferreichlschl» Veebnch. Seslrisgzgrschichtrn, Uoiw'childr- ?er stor! Cagen dez KüiserH NIcfl!„n!il?rcr. K,lde,,»f Er,ühlungen auz Grftrireich Ungülüb Ooracschichl!-, I?c»! ?l. <^lc»icr. An Vttttervnrye» und ««ter Llllzrenden Lenten. Tulon NeNerreicher in lNe^ilt». Erzählung au« den Tagen des Vestevreichische« K»»Nlerb«ch. k>^ihwngen au« dem keben beriUi>'!!er osttlr lNusiker, lN,c,uer. Von ,^id.Zo>,iirr. zi»^ 7»>K^^«,^^N ^"^ ^"^^ ^"^ ^^ b" schule rnl^ Vlr ^>U<1Il.VZl, lllll. wachsene Mcidchonwelt, tiercnlsarIi-brn l'on sscil'lil-Ic l)i>ls>ldt, F'r'!i>«!n Mit ,;ichlrsichrn Illustrationen ^sbr clsg, gsdundcn I si. Oksierrnlhische Malender. Aeuer Oestcrrcichisch Ilngarischer LmniüeN' überraschend, stellt dieses Iahrl'uch mierfanntermaßen daz voll» Aalender gehört, enthült dieses ^adrbuch stets n^ch eine Reihe hochinteressanter reich illustrierter trznhlungen »nd Äufsäfte l'an sici« von 50 Rreuzein so oiel und on «uropa. ^ Schrift de; Aalender!umz (für Rntlwlikr», protest«ntln/(?riechr>> und Glider,) besonders rmpfehlenzwert für Comptoirs, Vureau^ K. und k. Armec-Taschrn-Halcndrr. ^ ^I l'reitctstc österreichische militärische Aalcndri, Reicher )nl^a!i, iiutzelurde,! gal>e mit gekttr,;!e!i< Anhalt ^um f?rette r>on ,'<> lr. MiMnr.tNnN^.OnlpnTlpi- "Ut der Dislocation der l. iandwehre,! und niit eine? Miütärkarie von Wrsterreich'UngnlN- Oesterrcichischr WrKchrs-Hchrlfl und Rcisc Hllnddnchcr. ^leue Gisenbahnkartc von Gesterreich-Ilugarn. Erichs,»! jedes ^lihv in „> >nr l',!ichtigrdrn — ^8<)2 rrschien i,rrc,!5 der 22,e ?ir ^ililtr i-nlliält cillo im 2?etsirl'? bcnndüchen ^awien mit dorr» 5la!>o»c^ >md »Nil der:>ng»I'v, l'!i dopp^X adl'r fingrleisig, üchen Äiihmrn« und r,„e Ilrl'orsichtzsarw der vnhnrn t>l-s östlichen Europa, Die Aar0N,0NN, — «siefalzt in CaNcm pre>5 < si. Verzeichnis aller Stationen ^N.^^'"^^' schiff-Öcrfelirz in (N^ftsirrici' Ungarn. «krschenit ciuci? leftrs ^lidr in neuer, l'erichtigier und flgänzter Uriels fur dci- Nrrlel'rslel'en zu sein, Im Iadrr >»7<» l'rgiiindr!, ist »Y2 t>er ;roeiund^wanzigste Iahracing'die^e«, Oer,,nchn!sie5 ers^'ienen, Hin Ilnternednien, dn ^ahrrn l'estel't und sle<2 ws» dutch allein schon genügend 'eine Oediegenbei! und Srauchbarfei^ f'leiz l> ^Ne YUYl V Uli U. i„.^i„^ l'srfcis^t oon Aert>reil,e,,>,«)'«:!- X»- ^ ung g.'m, en j.re.5 > Nngariichr vrnibritung dr5 liorgenann'en Neisc- S Grstcrscichischc HauöbiölioHtK fiw das praiüische Lcben. ^^^^ Die nachgeimniUr,, ?r Il^iül'aw Nliiürrschen Vücher I'ilden Der Anzarbriluna. der Cexte dieser vortrefflichen Iv.'rse wurde olle ^orgfii!« zugewendet, flr sind niit großri ^achkenntniz ver° fas^i und Alllz in drnsrll'rn ist in klarrr, lrinc ^meidrutiZkelten gewendrn'n ^ostrn d»^, den Nuhen, dcn si«' iyrn oft gcnug bringen werden, wusondflich l'!-;a!ilt. ^t auf «Grundlage der nrueslen re6)t.— Adhandlüüg der verlossenschaflen, —Norülundschaftö' und Cura- ötrafgerichNiche«, Nerfalire», — 5>tcn«pr>' und Ge'büren°5achen, — f>c>l«iscl?e ?In^e!?aen!'eilen — <5ewcrl'esache», — Sleuerrvesen. — ^«llroesrn, — I^n? csisri^'tzi'erfalirs» in bürgerlichen Rechts^ strriiiglriten sl^i»i!prc>ces5i. Die österreichische ^iaatsvcrfnssung. — AtpbabeLischi's Sach' und ^ame,»register lichtlichen l. — volls- und Orssllschnflslicdcr. Aus' n>!l schneller, sparsamer und Arnofenfuchr, Don vrrll^ci Gngel. Mit einen« detaillierten fasten,citi chrn Nec,is!rr und einen» "l' bluschiert 3 fi. ?5 kr,, eleg, gebunden 4 ft, 55 kr. I» Vtsterrcicltislitli Humor. Oir l'rlirb>fs>r!i N^irnri liinnolistrn - ?chlögl. Clziavlirri und pühl l'abr» il'rr Ml-rsl' in, I>lwl!o srllll'lizkli crschciiirn lassen, drr diesen eine l'orilefflichs :iui,st«, ga!> mid d>-n prc>5 t»>l<,r!ig stellle, dci>5 ^etx'rmann mil l'rrl'liitni^inäßil, ^<-ri»acn! Aufn'ande fich t>en <^sn»jz der Ociinr dir^cr löiüi^rn I^ua'sr i'cnch^sir» fan». Wo die altell Häusrr stch'n. ^^.7^c7v^" Irbrn l'oii t?inc,„, C,!'i ?<^ in tcin. ^.'irnrl von« viruno. 5,1<,d, >'?,'omcrn, ldmvcicci. Mil ,', )llustrli'n, ^>oi^: Ulosci'isit fi, ^ '<^ elf^ant gclmnden ,1, ! «). ^!l«»» «,»>» »'F!i<»,,«i - H1l«»»^»>;s^,.'^ Alrine CuXuibildcr !fsleben del ^lrNrl ÜNIlV. ^lis^ Areis ^ f! Handbuch für das k. uud k. Decr. K^m!' polnischrr „nd l'öymischer 3prochr Nr, 2 3lns,;ug <1U5 dcm Dienftrcglcment II. Theil 20 ll. Nach dl>r 2 !!>>fl,'g? uo!n ^^lirr >,«8?, ^n deutscher, ungarisch«, Nr, 4> Auszog des Lll-lcirrrcgli-silcn!? für die l, u k Fuß» Nr, <^. Auzzug dcr Schieß ^»ftrucüon für dir ^„flniirrir und der Instruction vom Icibre I87Y, 15, kr Nur in druy'chcr Sprache. Nr 7 Auslug, »oUiükliltlicher, der Ivaffeii'Instructwn für die Infanterie und Icigenruppe de5 l, u, k Heeres, Mit fünf Cafeln in Farbendruck, Nach der neuen Aussaac von 1«89> 2« fr. In deutscher, ungarischer und polnischer Sprache, und böhmischer Sprache, 12 Nr, M, Cerrainlebre für die Truppe vom f. f, Major oon ^lcibl,!-. Mi! Figuren und lafeln, 40 lr, ^n deutscher und dische Denlwurdlgfciten fur Unterofsieiere und Mannscl^asten dei l, u. f. Heeres. Mit 1t> Vildrrn 20 kr. I» drutschcr, ung>nischcr, polnischer und I'öwnischrl ^prnchi-, mach!. Nr» l'earl'i'ilcl 2!» kr, !>ur in d<-»5, ?ic praklüchrn Url'ungcn der f, u. k ^nfnnierie und )äger Aus Grundlage d« «krer^irreglfnienls l,c,,i G, Batzen- Nr I» Miüfar-GlUindlieüspss^i-, Daryrslcül für den Geblauch der Unterofficierr der k, u, l ^Irniee von ?l, t, ,?w0s-lhurni, !<> fr. ^n deutscher, ungarischer, polnischer und böd- l?ei Vesiellung von »nindestrnz 2N «kremplarcn eines Vänd> dic Vändchen l^ ^ lr nur 32 kr. ! ^ 27. ,. „ ?s> „ > „ ^ 5<» „ „ 24 „ ^ die Händchen ü, 7l> lr. nur 1K lr, ü!<> „ „ « „ Der Dienst der Vorposten. oon Vbers» Hot^e, .^wrile ülüssage. in!nz '»l» fr. Vesterrcichischc Militär Gesetz- n. Uormalicn- Iiis öchlus« Ikft/!, lxrauzgegrbrn nnl Vewilliguna, des liohen t l. Reichs'Aiieasniinisteriumz »'on Lmi! Aolil^eff, f, f Ministerial rat!', vier Tdrilc. j?rei5: broschier! fl, hn.kl», gebunden in lein-wand fi, b8,15 Aotichuch für Ilnteroffilierc uud Zugs Com- sckliisscls und Noü^n ül'rr die Anwendung des Infanlerie^paten« (^l-I'iniden j?reiz 2s» kr. Die Mnliilisicrung de5 Gfstricrs ^'""^.7"^ und zweckmlißilir!! Auslüstung, Oan tcirl Vberhauser, Haupt» Der Gompaguie Commandant während der n C, Gbert, l)n>ann. j?ir!5-Vroschirrl fl. l.5s>, gebunden fl. 1,80 pralitischeö für Dienst nud Wnße. ^^,^'° Riistuiig5'5oi!en, 'wanrn u»d csseraihe, winle für S< kr All ^rllvINNl-^IIIlliel ^,ou, 1,20, Zcld Taschenbuch für Truppen - Gsftcierc. Oon C. v, Kfi «elruten Rritunlrr il"nllMt Nn»i»^» '' ^l-ftc. Mit erläuternden Figuren und 2, E!riii>-i!liirt»l»!f drr C.n'lillrrir. Mit zwei Cc'feln. ,^»'r!!!> Ai,fl»«,e -'l» sr, ,'' EIs!,ll>ntl1 lr, 4, Ilngcn'lHit'w T>'s!>s Mlinchc, lagll, <^antoniclungrn und Nr,pfleg»»«! ini ,^>de kr 5>. Ülngrn'cindtr Tcillik Nachrichwn- »nd Sichrrungsdirnst. Mit , Calx'lic, pii-is I ss, <> AnIrii'andt,' Tcikiik. I.^om '>!'0I> stlirlr blinds, Deber die Verwendung größerer Cavallerie l,err i'on wuldstljncn, ^> Ir. Anleitung zur systematischen Ausbildung einer Ez^dion >N! :n,ch!ich!!,!! u»d Eichel!!!!gz?irnste, Oan ?r, lv Zcichenschlüffel zum Lesen russischer Karten. l>'ü ^l>I>'!in ^<>ff Nalurforscher aller ,^ri!cn und voller. Gemütbslebrn l-eschcifngt, ^eder Thoil ü» ichönrr und wrgfälligei mi< liilfl- übrrsichtlic! er Register ein Röchst i!>>tzlichr5 Neprrwrium; drm Manne der (Neftentlich!Vit in Itedc odrr Schrift biet,-! r5 die reichste Vuclle von schlagwöller", <üim»c,>, gcisiigcn vr!eg° und Missstimmxngen; der ,^r7m>nd Ulaxnigfalligle't zu finden ist. Jeder Ge- Die besten Pomane der Weltliteratur W"^" Die erste 5er,c wird folgende glotze, ausgezeichnete U?erle ent' <)l!l!en: „Der Jude," Dsnisches öittengeinalde aus der ersten Hälfte des 15. Jalirhundertz l?on ?