OSVOBODILNA FRONTA ZA SLOVENSKO KOROŠKO BEFREIUNGSFRONT FUR SLOVENISCH KARNTEN POKRAJINSKI ODBOR LANDESAUSSCHUSS P R D I E N S Pressečiertst der »Osugtodtlnafronta za slouensko Koroško", Klagenfurt, Salmstrajje 6 ■>l\i;iahrg. II 'VKi 6. November 1947 Nr. 26 FE 3 T S TJ KLUN GEN ZDE FROZESS IKGhN DIiI ERIUGSVERBRECBER liAlIEl - EKIBITSCH. C e love c-Klagenfurt, 6*11,1947. Durch zwei Woch.cn hindureh. Iiaben II o Kun ene r olovenen mit grosstem Interesne de n in Klagenfurt s t at t ge fu rnl v r o 1 Prozess gegen ^...aier-Kaib itsch verfolgt, Im vergangenen Vie rt e 1 j ahrkunac rt Yi/ai x tu die Karntner Slove ne n llaier—Eribitsch die Verlibruerung jener Po— strebungen in Shrnten> die darauf’ aozielten, die Karntner Slovenen jeder freien kulturellen, vlrtschaftlichen, sozialen und politisciien Entvick- lnng zu berauben, um sie schliesslich durch brutalste Ausroltungsmetho- den 'Vdllig von der ethnographischen Landkarte auszuradieren. Darum haben die Karntner Slovenen im Prozess gegen Maier-Kaibitsch den Ih'tifstexn daflir gesehen, ob und invleveit die jetzigen Machthaber in Oscerrolch und besonders in Edrnten bereit sind, mit der grossdeut- sci.e n Gevdltpolitik der vergangenen 25 Jahre restlos abzurecbnen, um damic ul a Korsussetzuogen ftlr-ein gedeihliches gutna chb arliche s Ver- It m cvischen Slovenen und Osterreichern in Klrnten zu schaffen, Grsicnzeitig war damit auch die Gelegenheit geboten, den Bewais zu er- bringen, ob una inwieweit osterreichische sogenaimte Volksgerichtshofe dazu angetan sind, virklich. frei und unab hang i g die Vollis interes a n.:.: vertreten und durchzusetzen. Im nunmehr gegen jede Ervar tun^ vorzeitig abgeschlossenen Prozess ■eg&n Maier-Kaib itsch vurde es. offenbar, dass keiner der beiden Mbglioh- eiten Rochnung getragen vurde, S oho n glaich zu Beginn de s ' Proze sses^mrde es augenfallig, dnra ie os t e rre ichische Knklagebehorde bestrebt var, die Prozessflihrung 'n mOglichst engen Grenzen zu halten. pi f.. tmteilb&re Ga n zheit der Vcrbrechan nrglar Kar ntner Slovenen w urde in de r .. hnkl age ffch r i. ft : f ....' •, Anstatt.die Verbrechen an den Karntner Slovenen als eine unteil- -■e Ganzhe it zu behandeln und Stimtliche an die šem Vsrbre chenkomulejJ: eteillgten gleichze.it ig z tir Verantvdrtung zu ziehcn, griffder Stauts* n 'v/alt zu G er villkurliOhen Taktik, dass er seine Enklage lediglich gegen MiaerkKaibitscli rlchtete, dass er s o g ar diese Anklage nur auf jene Verbrechen bezeg, dle Moker VKalb it sch als Nazist begangen iiatte nnd dass er von de n an dan Karatner Slovenen begangenen Ver* breciaen lediglieh die gevnltsuene Aassledlnng' ausdriioklich. miter An~ klage ste lit e, vdhrend er b 8 ispie Is-vre is e Vorbrechen an ge fen ge n ge- •noamenen Kdrntner Partisanen nad an der Zivilbevolkerung, die den Preiheitsksmpf der Ečirntner Slovenen aktiv miterstlitat hattevolilg cnsseracht liess. obroki sia nicirt nur im Ilriegsverbrechargesetz , sondern auch dur eh International anerkannte Volkerrechts-nnd Kriegs- rechtsgrtmdsktze ausdrticklicli miter Strafsanktion geste lit sind«. Anklage niGht erweitert Im Prozsssvorlauf selbst haben sovohl der Staatsanwalt als auch der' Geriehtshof alles getan,, um die rdhrung de s Verfahrens bis zu seinem Abschluss in diasem engen Rebrnen zn erhalten, obwohl aus Dokumenten nnd darch mehrore Zeugenaussagen sehr bald der ganze TJir fang der Verbrechen und der gesamte Ere is der an ihner ...^, v .xng“ ten sichtbar in krscheinung trate. Die einzig mbglfohs Konsaguenz •• 7 /kre die sofortige JSrvreiterung der Anklage auf diesen Personenkreis gevesen, Abgesehen von der .Verhaftung zveier Mitarbeiter Maier-Eai- bitschs ist jodoch in diesor Ricfctung nichts gescheben. krst na ch energischera Protest der Z drn tner Slovenen wu.rd e e in Untersu ch ungsverfa hren fUr die. Mit aro 3 it e : Maier - Kaibitschs angekUndigt. Ks b9durfte erst eines energisohen Protestes des slovelischen Volke s von Kkrnten, der den Staats®nwalt zu. der Erklorung vem^lass' dass gegen eine Reihe von mitschnldigen Personen ein Strafverfahren eingeieitet wird nnd dass anch der Vorsitzende des Volksgerichtsho- fes abschliessend bekannt geben mnsste, dass sich eine eigene Untsr sncbnngsabteilnng mit den Mitbeteiligten Itai.^’b.•••• ' Veib-oob.or. er t ’ .. ~ ~ m ^ vir d, I ~"XI./Hx. 26 war iru i'- eine optische Massn eiisie, zaiLlreiehe Einweise verfiigte, in de ne n breite Be v.c lke rungss ciii cht e n von Slove nisch-K&rnt en Eitteilung devon machten, wo die Eitarbeiter an do n Verbrechen ge ge n die KArntner Slo vene n. zu suciien sind. Diese Hi. ri¬ le n ist, dass keiner dieser Zeugen oinniittolbarer Augenzeuge der sur Aburteilung steh.en.den Verbrechen var. Er st im Verlaufe des Prozesses vurden nach ihrem ausdriicklichen Veni on gen zvei veitere Itdrntner Slo¬ ve ne n als Be las tungs zeugen zugelas^an und zvei ILdrntner Slovenen sur Zeugeneinvernahme eufgefordert, von denen man aber offenbar entlastende Aussagen ervartete. Insgesant.hatten nur neun Kdmtner Slovenen die Moglichkeit der Zeugenaussage. Bine ganze Heine v*n KArntner Slovenen, die als Zeugen vor G-erioht aussagen volilen, vurde unter versciiieden- sten AusflUchten und sogar.ohne jeder Begriindung abgelehnt. Bosonders hervorgeiioben muss die ratsache ve rde n, dass ven de-n an¬ ten, dass kein einziger von den meiir als lopo ehemaligen sloveni? -Len KZ-lern und Ge s t ap ohiLf t llngen vorgeladen vurde unc? dass kein einziger c 3 E s vurden nu r neu n EH rntner.. Slovenen a ls Ze ugen e i nve rn ožame n. das Beveisverfahren zugesohnitten. Die Opfer des fas obis ti sob en Perrors v mrde n _nicht A Zeugen zugelas seji (j!,!,! ; i|i ' 1 it|Wi 'TlL/IJ r, 2 6 MKESGLDILLol 01 Seite 4 ehemaliger Angeh.br iger der InrtisanenverbLnde, in denen mehr als J>ooo Karntner Slovenen ge gen dan Naz iterror ankampften, als Zenge einvernom- men enirde „ lin besonders krassos Licht anf dl e llethode der ProzessfUhrung v/irft die Tatsaclie, dass Karl PmSnik, eincr der ersten Partisanen nnd Organi sat oren de s bevaffneten ri&erstaades dar Kgrntner Slovenen gege$ die nazistische Gevaltkerrschaft, als Zenge abgeleknt wurde, obvoh.1 er sechsmal sciiriftlich nnd mnndlich se ..ne Zinvernahme gefordert hatte nnd obvohl er dem Staatsanwa.lt daven Mitteilnng machte, dass er Ut er Miner- Kaititsch nnd solne Mitarbeiter belastendes Material vsrfUgt .• Diese konsegnente Ablehnung von Zengen ans dem Zre is e der nnnit - telbaren Opfern de s fascliistisoiien Terrors' Maiar-Kaibitsehs nnd se iner Mitarbeiter verfolgte offehbar den Zve e k zn verhindern, dass duroh ikro Anssagen das ve it ge s pomene JJetz der lokalen Sckuldigen an len Tcrf 1 - ■gonge n der Karntner Slovenen rest los entlarvt vtirde. nas dann luilodirg/t die engen Ratomen der iniklagesehrift iiatte sprengen mtissen, mehi- a ls S 0 l rit urbei ter Hal er - K ajb it schs f t pgierten als Zengen., ’ "DemgegenUber 'aber Var das Gericht sehr grosszUgig im Bezng anf die Znlassnng von Entlastuagsžengen« Zahlreiche von diesen Zengen va¬ ren aktive Mitarbeiter MaierMfiaibitscns. nnd hatten dann allen Grnnd dafUE, die Anssagen den.ontsprech.end zn frisiseen, Mehr als 50 Mitarbeiter Maier -Kaibit s 6hs vurden als,Zengen zn- ge las s en oder ih.ro Zergerahs sa c \. ."1 2i 1 £ju Verlashng gebraeht. Von dlesen 'Zengen-.varen als Mrtarbkirer Maior-Kaibitschs tUtig: 2 im Karntner Eeimatdrenst; 9 als. Ab vehrk&apfer,. 7 im Karntner Heimatbund, 21 - als Bienststellen-nind Abteiioigsleiter sovie ".als Ange s telite der nazi- stiochen Die ris ta tel len - Mai e r -Eaib i ts chs, '11 als 'prominente Kaziftinktio- nare; SS-Lente nnd Illagate ibazisten,. ■ 4 . Ge s tap o lente,. 7 SIKMaroror.. .Lei dieser'bnnten Gesellschalt let. es anch ni elit vermmdorlich, dass einige dieser "Z nebenbei anek dre Lar :t.n ; /x~. m, snraclisn, ve: sa.renbe.v7e gmig zur Spridi? .kam, Vcrvunaorlioh dagegen ist das Verhaiten des G-er ieb.tsh.ores rnd ds s Staatsanv Ate ~, 1 1 1 1 il,i! 1 »'HtESSEDIMST 0F iT Seite 5 die keinerlei Einvendung gegen soleče Beschimpfung dc I heitskamofer erho"ben. , Aarntner krei-* Sonder ba rs Milderungsgrilnde fur den uberfdhrten Eriegsverbrecker, Der angeklagte Haier~Kaibitsch konnte trota dieses fragvrtirdigen Prozessverfahrens der Verbrechen, die ihm in der Anklageschrift sur Last gelegt vurden, restlos ttberf-iihj tverden, Als anzuvendende Strafe v/are im Sinne des G-esetzes nar die Todesstrafe in Betracht gekommon. Obvohl sich Maier-Kaibitseh nach renitenter Leugnungstaktik erst durch erdriiokende Beveise zu einem klaglichen Teilgest&jidnis beguemt©* >rorde ihm dieses Te ilge Stankini s, dem er nicht mehr ansre ichen konnte als ICilderungsgrund zugebilligt. Mehr als sonderbar mutet es an, dass ihm auch seine '»Verdienste” im Abvehrkampf ond bel der Volksab st immung als 1/erdienste Hir-Cster- reich and darum als mildernd angerech.net vnr&en. Es duri ‘te volil aaoh dem Geriaht nicht entgangen sein, dass gerade die Abvehrkampfe ond die Volksabstimmung keinesvegs unter dsterreichischen sondenm eindeutig nnter grossdentschen Vorzeichen stan den. Sagte doch liaier-Kaibitsch selbst in seinem Programmatischen Vortrage am lo.J-ali 1942: tT Es mnss fest gehalten verden, dass damals der Earntnar Volks- stamm angetreten war zom Kampf Bur Dentschland. Bieser Kampf var ein deutsc her Kampf and vir wussten, dass vir einzutreten hatten ftir das de utsche Volk und Idr das Beich ." Zorn Irgebnis der Vollcsab st immung erklarte er im selbenVortrag: "i ” "' v ' u »Las var der erste gr^sse deat sohe Se im Kompane im Karntnar Eeimatdienst Hans Steina.ch.er schrieb som selben Thema: "Es var prir stets eine unumstossliche Selbstverstt&dlickkeit, den Abstimmongskampf nicht om den Anschloss an Osterreich,sondern um die grossdeotsche Zokonft zn ftihren. Die Gtimmen fiir Osterrsich soll- ten die inrwartsch.aft auf die Heimkehr ins Reich vahren. Weil vir at er ve ge n der auf "alldeuische Umtriebe lauern.de n Intsralliierten ver dilem der Franz osen nicht in der Lage varen "'Deutsehland" zu rufon, iJ Osterreich ,; nicht sagen vollten, so vurde unser Kampfruf eben "ZZrn- xen' Und vir sahen in Karaten das alte Herzogtnm des Aoich.es. n T I„/¥r .26 "PEESSEDIANST OP" Sp i t:e 6 Pangerroanlstische Id eologie i dt in.K amten und Ostar reic noch fest verankert. Diese Verdienste Maier-Kaibitschs im Abve lir kamp f und bei der Volkd- abstimmung varen auch die Grundlage ftir seine Tdtigkeit im nazistischen Eimtner Heimatbund und der Steigbtigel ftir seine Earriere vahrend das Raziregimes. PEaier-Kaibitsch wurde vom Kriegsverbrecher Rainer gerade vegen dieser Verdienste in den Sattel ge h ob e n und mit Aemtern und Titeln ausgezeichnet. Ras noch heute ein bšterreichisches Volksgericht diese Verdienste ais Verdienste ftir den Osterreichischen Staat herauszustreichen vagt, ist ein klarer Beueis daftir, dass in Osterreich die pangermanistische Ideologie nach wie vor noch fest verankert ist. Fe stz uh altende Ergebnisse des Pr oz es ses g e gen k a ier- Kai b it s oh. Trotz der engbegrenzten nhklageschriift und trotz der perf ir n . genausvahl zeitigte das Beveisverfahren Resuitate, von denen einige c- sonders festgehalten verden mtissen, veil sie eindeutig die offizielle Po¬ litik der ersten Republik gegen die Karntner Slovenen und gleichgeartete Bestrebungen der jetzigen osterreichischen und Karntner Muchth&ber i :- leuciiten. Biasbeztiglich wurde u.a, festgestellt: Aus Karnten hatten 50',000 Slovenen ausgesiedelt verden s lien. " a dieser Plan niciit in vol lem- Umfange sur Burchfukrz-ng gelangen krimte ist selbst nach der Urteilsbegrtindung des Vorsitzenden Rr.kugler nur auf kriegsbedingte UmstRn.de: zuruckzuftihren. Diese Peststcllung entlarvt siimtliche osterreichischen Volkszahlungsergebnisse in KRrnten als bevus- ste Palschungen, die den Zveck verfolgten, die Karntner Slovenen nach und nach von der Landkarte vcrschvinden zu larsen, um si.ch der im Ver-trag von St. Germ 0. in ubernommenen Verpfliehtungen beztiglich des ki n» rit Aten- schutses zu entledigen. kit diesen gefdlschten Zahlen operierte n*ch un- langst der osterreichische Ausseminister Tir. Gruber bei Internationa¬ le n Friedenskonferenzen, dbvohl er schon damals vom sovjetisehen Vertre- ter (Tušev in die Engc getrieben verden konnte. Durch diese Peststellung im nunmehr abgeschlossenen Prtzess gegen kaier-Kaibitsch verden sich in Hinkunft wohl auoh■verantvortliche oster- reichische Politiker zu anderen Angaben liber die Zahl der KSzntner Sl - ve ne n beouemen mtissen. 1 jSLOIkRSP OF : i Sekte// 2 ./ Der lOlrntner Heim&tbund Tanter der Haske einer ttberparteiiiohen Organisation -vrarde im Prozessverlauf eam&entig als gr$*ssdentsch-naz isti- sciie Organisation entlarvt nnd an den Pranger gestellt. Bamit vrar&e aiach die gesamte Earntner Politik vor 1930 blossgestellt, die stets gerade diesem Heimatbund eine massgebende Rclle in der Hemdhabnng der offizi- ellen Volkstnmspolitik einranmte. Axmh. Lente vir d in Karnten ni e der toči nnter dem Sekat ze der Karn- tner Landesregiemng nnd ebenfalls unter der Maske einer uberparteili- cken Organisation der sogenannte ‘Bund der heimattrenen Etidkamtner ! ', * in dem sich nie seinorzeit im Seimatbnnd illegale Pazisten nnd gross- dent s eh-chanvinistis che Elemente sammeln, gednldet nnd grossgezogsn, obwohl er infolge seiner programnatischen Zielsetznngen als, direktc-r ‘ Paciifolger des Rlrntner Eeimatbnndes beseich.net verden mnss. 3 ./ Dnrch, dolmmentarisch.es Material mn? de im Fr os e s sre ri n dentig erviesen, dass die ZwangsaussiqdBung ds mtnc Slove .x e m- \o rt i 77 KLrnten selbst gsplant nnd drrchgefiihrt nar de, Sogar Kaier-KaibitS c h. selbst hat daranf • verwiesen, dass in seiner Bienststelle des .ini- hs~ kommissars zur Festigung dentschen Volks trans, die sich mit die r or 1 . nung befasst hatte,.mit einer einzigen nns^nahme nnr Karntner nni Ov reicher tatig varen, Der Prozes s gegen Mal er- Eajbi tsch virft seinen Sohatt-n anf Ta ts&obs n die ftir osterreichische nnd K&r ntner Vor- haltnisse kennzeichnend sind. Im Prozess gegen Maier-Kaibitsch sipd eine lange Reihe ven Zen- gs-n aufmarschaert, die trotz erwiesener Znsammenarbeit mit dem Vernr- teilten .noch Lente im Amt nnd TTtirde s it Sen. V/ir vollen nns hier nnr anf ganz venige Beispiele beschranken: Der Zenge Josef Friedrich Perkonig var jahrelanger Obrnami des Karatner Eeimatbnndes, mirde sp&ter volkspolitischer Referent nnd Ver- trante von Sej-ss-Ingnart nnd mi 1 massgeblich an der krnennnng Maier- Kaibitschs žnm Landesrat der ersten nazistischen Landesregiemng in Karaten beteiligt. Perkonig ist hente als Professor an der Lehrerbildnngsanstc.lt In Klagenfurt die Hrziehung des Lehrernachvucb.se s anvertraut. II i/ /lfr i _26__»PE£:33£DIENST_0I , ». Se it e Der Zeuge Ing. Vinzenz Schumy hat nach. .hogaben Ges verurteilten Maier-Eaibitsch. und nach seiner eigenen Bestatigung dieser Angaben seinerzeit Maier-Eaibitsch zum Ve rb le ih e n auf flihrenden nazistischen Posten Teranlasst, Vorher nocii var Sch.umy der Vorgesetzte Maier-K&i- bitschs im Karntner Hsimatdiensto. Sohumy ist heute Nationalratsabgecrdneter und Vicevorsitzender der 0VP P Der Zeuge Ferlitsch hat des ofteren als Ver tre ter der Earntner Landesregierung hei Veranstaltungen des Earntner Haimatbundes als lest redner mitgevirlrt« In seiner Zen ge natis sage versuchte er die lat igle it des Karntner Heimathundes als harmlos und als karntneriseh-natlonal hinzustellen, obvohl es bereits feststand, dass sie typisch faschistis var. Ferlitsch ist heute landeshauptmannstellvertreter in EiAnten. D^r Zeuge Dr.Sepp Litotter var in der Nazizeit mit Enteignur/ ;sver~ fahren betraut und beschaftigt. von denen der Prašident des Gerichts- hofes ausdrticklich feststellte, dass sie der Zvangsaussiedlung gleron- zustellen sind und die der stellt, 5 a des ZVG unter entsprechende otraie Stotter ist noch heute Angestellter der Landesregierung. Der Zeuge Dr.Bichard Wanner var Angestellter des Earntner Heimat- bundes, sattelte automatisch in die Dienststelle des Heickskommissars zur Festigung des deutschen Volkstums um und leitete die Abteilung GMenscheneinsatz . Er nahm an der Sitzung in Tarvisr teil, vo die Aus- siedlung geplant vmrde t Obendrein var er Parteigenosse. Wanner ist heute im Landesekretariat der SPO in ElogenPurt t&tig. Der 5uuge Pabst var ehreramtlicher Mitarbeiter des beriichtigten SD und hat nach eigenen Angabon diesen Eonfidentenposten auf Anraten eines fliirrenden Sozialisten in Klagenfurt angenommen. . Pabst ist heute vieder Sozialist und tragt de n Titel Iiegieru.gF- rat. Der Zeuge Franz Jane mig var vom Jahre 1942 bis 1944 Geschiiftr- stellenleiter der DAG in KLagenPurt. Die DAG var, vie im Prozen s go- gen Maier-Eaibitsch festgestellt verden konnte, in vie len UP..'.', en die treibende Eraft Dur Enteignungen der Karntner Slovenen. t Ih. iffiSSEDIMST CU i! Seite 9 $n 7»ien. Osterreich ist nioht ge w illt mit.den Tragern der G-ewaltpolitik abzurechnen. Mit diesen Feststellungen and Vergleichen komite man teli.et.ig fortfehren. Doch schcn diese wenigen Beispiele teweisen anschaulich, dass Osterreich aueh heute noch nioht gewillt. ist, reinen Tisch su machen iind mit den TrSgern der G-ei/mltpolitik gegen die Khrntner Slo¬ ve ne n gektihrend akzurechne 1 ' 1 - Fressedienst der' "Osvobodilna fronta za Slovensko Koroško" Ur. 26 vom 6.II.I947.