Ubersicht der in Krain bisher nachgewiesenen Formen aus der Gattung Alehemilla L. j ! ' v ' t ' — Von Professor A. Paulin. © e Laibach 1907. Buchdruckerei Ig. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg. Ubersicht der in Krain bisher nachgewiesenen Formen aus der Gattung Alchemilla L. Yon Professor A. Paulin. Laibach 1907. Buchdruckerei Ig. v. Kleinmavr & Fed. Bamberg. Ubersicht der in Krain bisher nachgewiesenen Formen aus der Gattung Alchemilla L. Von Professor A. Paulin. Anlafilich der Bearbeitung des Materials, das in der demnachst er- scheinenden, die IX. und X. Zenturie umfassenden Lieferung meiner »Flora exsiccata Carniolica* zur Ausgabe gelangt, habe ich unter anderen auch die bisher gesammelten Formen der Rosaceengattung Alchemilla einem eingehenderen Studium unterzogen. Durch die griindlichen Untersuchungen, die der Alchemillenforscher li. Buser in Genf in dem letztvergangenen Jahrzehnt liber die Systematik der perennen Typen dieser Gattung unternommen und in einer Keihe von Schriften 1 niedergelegt hat, wurde nachgevviesen, dafi die wenigen von alters her unterschiedenen Arten 2 in hohem Grade kollektiv sind, indem einzelne darunter aus einer groBen Zahl von Formen bestehen, die sich durch mancherlei auf den ersten Blick ziemlich unsclieinbare, bei naherer Unter- suchung aber auBerst konstante Charaktere unterscheiden. Im nachfolgenden will ich nun jene Formen, die mir aus dieser poly- morphen Gattung in unserer Flora bisher hekannt geworden sind, einer aus- fiihrlicheren Besprechung unterziehen. Da iiber krainische Alchemillen, seitdem diese Gattung im Sinne moderner Forschung behandelt worden ist, nichts publiziert wurde und die einzige auf Buser s Forschungen basierende, die mitteleuropaischen Alchemillen zusammenfassende Darstellung in Ascherson und Graebner Synopsis 3 schon wegen der breiten Anlage 1 Darunter in: Notes sur quelques Alchimilles critiques ou nouvelles etc. (Extr. du Bulletin de la Socidtd Dauphinoise. — Grenoble 1891.) — Notes sur plusieurs Alchimilles critiques ou nouvelles. (Extr. des Scrinia Florae selectae de Ch. Magnier, No. 12. St. Quentin 1893.) — Alchimilles nouvelles frangaises etc. (Appendix Nr. II. du Bulletin de PHerbier Boissier. Vol. I. — Geneve 1893). — Zur Kenntnis der Schweizerischen Alchimillen. (Sep.-Abz. aus den Berichten der Scliweiz. bot. Gesellsch. Heft IV. — Bern 1894.) — Sur les Alchimilles subnivales, leur ressemblance avec l’A..glabra Poir. et leurs parallelismes avec les especes des rdgions infdrieures. (T. a. p. du Bulletin de PHerbier Boissier. Vol. II. Nr. 1. et 2. — Geneve 1894.) — Alchimilles Valaisannes. (Jaccard Catalogue de la Flore Valaisanne. — T. a. p. des Nouveaux Mdmoires de la Societd helvdtique des Sciences naturelles. Vol. XXXIV. — Ziirich 1895.) 2 Scopoli beschreibt in seiner «Flora Carniolica* 1772 nur eine Art und Fleischmann zahlt in seiner «Ubersicht der Flora Krains» 1844 nur drei Arten auf. 3 Cf. Ascherson und Graebner, Synopsis der mitteleuropaischen Flora. BandVl. 1. Abt. 385 - 419. — Leipzig 1900-1905. 1 * 4 dieses monumentalen Werkes vorwiegend doch nur von ziinftigen Floristen und Botanikern beniitzt wird, babe ich die einzelnen Formen naher be- schrieben und auch einen die Haupttypen umfassenden Bestimmungsschliissel beigegeben. So glaubte icb, das mir bei dieser Arbeit gesteckte Ziel vielleicht erreicben zu konnen, weiteren Kreisen das Studium dieser zwar unschein- baren und doch so interessanten Gewachse zu erleicbtern, zu weiteren Be- obachtungen anzuregen und so Gelegenheit zu bieten, Neues hinzuzufiigen. Denn dafi durch die vorliegende Darstellung der Gegenstand nicht erschopft sei, dessen bin ich mir nicbt nur vollauf bewufit, im Gegenteil, ich bin davon iiberzeugt, dafi weitere Forschungen nocb reichliche Nachlese ergeben werden. In der Anordnung und Behandlung des Stoffes bin ich im allgemeinen Ascherson und Graebner gefolgt, doch mit anderer Bewertung der einzelnen Formen, die ich samtlich an den zitierten Standorten selbst zu beohachten Gelegenheit hatte. Wie aus dem Texte zu ersehen ist, habe ich auch die iiberwiegende Mehrzahl bereits fiir die Flora exsiccata Carniolica gesammelt. Ich wurde hiebei von meinen beiden Mitarbeitern an dem Exsiccatenwerke, Herrn Landesgerichtsrat a. D. K. Mulley und Herrn Professor J. Zupančič, werktatig unterstiitzt, wofiir ich den genannten Herren meinen besten Dank aušspreche. Al c h e m illa. Linne Gen.pl. (ed. 1. 30. Nr. 83) ed. 6. 64. Nr. 165, erw. Scop. Fl. Carn. ed. 2. I. 115; Focke in Engl. Prantl Nat. Pflanzenfam. III. 3. 43. — Alchimilla (To urn. Inst. 508. t. 289) D C. Prodr. II. 589; A. u. G. Syn.VI. 385. — (Frauenmantel, Sinau. — Device Marije plašček, rosnica.) Krauter oder meist bergbewohnende Stauden, selten (nur aufier- europaische) niedrige Strauclier mit handformig gelappten, gespaltenen oder zerschnittenen, in der Knospenlage gefalteten Blattern mit grofien Neben- blattern. Bliiten in Trugdolden, unansehnlich, klein, mit krug- oder kreisel- formigem, am Bande drtisigem Bliitenboden (Kelchbecher). Kelch- und Aufien- kelchblatter je 4, seltener 5, in der Knospenlage klappig. Blumenblatter fehlend. Staubblatter 1—-5, meist 1 oder 4. Fruchtblatter 1 — 4 (bei unseren Arten meist 1, selten 2), im Kelchbecher eingesenkt, jedes mit einer auf- steigenden Samenanlage. Grilfel grundstandig, verlangert, mit kopfiger Narbe. Friichtchen im knorpeligen Kelchbecher eingeschlossen. Sect. I. Aphanes. Linne Gen. pl. (ed. 1. 33. Nr. 90) ed. 6. 65. Nr. 166 als Gattung. Focke in Engl. Prantl Nat. Pflanzenfam. III. 3. 43; A. u. G. Syn. VI. 386. Einjahrige oder einjahrig uberwinternde Krauter mit spindeliger Wurzel. Blatter handformig eingeschnitten, 3-, seltener 5spaltig. Bliiten in blatt- 5 gegenstaudigen, von den Nebenblattern umschlossenen, geknauelten Trug- dolden. Staubblatt meist nur 1, selten 2. Pflanze ckalazogam 1 , mit vollkommen zusammengewachsener Mikropyle. Der Pollen¬ schlauch biegt, nachdem er bis zur Chalaza vorgedrungen ist, nach aufwarts nnd durch- lauft, um die fast diametral entgegengesetzte Mikropyleregion, beziehungsveise den Embryo- sack, zu erreichen, das Ovolum in desson ganzer Lange. Er dringt aber hiebei niemals, wie bei Ca.sua.rina und den clialazogamen Amentaceen (Alnus, Betula, Juglans, Corylus, Carpinus) durch den Nucellus selbst vor, sondern nimmt den ganzen AVeg durch das Integument. 2 1. Alchemilla arvensis. Scop. Fl. Carn. ed. 2. I. 115; Fleischm. Fl. Krains 102; A. u. G. Syn. VI. 386. — Alchemilla Aphanes L e er s Fl. Herborn. 54. — Aphanes arvensis L. Spec. pl. ed. 1. 123. Paulin Fl. exs. Carn. Nr. 105. Einjahrige oder einjahrig tiberwinternde Pflanze. Stengel niederliegend oder aufsteigend, meist von Grund aus verastelt, mehr oder weniger bebaart, 2 — 20 cm hoch. Blatter sebr kurz gestielt bis sitzend, aus keilformigem Grunde facher- oder rautenformig, handformig eingeschnitten, 3-, seltener 5spaltig, mit keuligen oder langlichen, vorne in 2 — 5 stumpfe Zahne ein- geschnittenen Zipfeln, mehr oder weniger behaart oder blofi gewimpert, 3 — 8 mm grofi. Nebenblatter halbeiformig, eingeschnitten gezalmt. Bliiten sehr klein, griin, behaart. Aufienkelchblatter unscheinbar, viel kleiner als die eiformigen, spitzen Kelchblatter, zuweilen auch fehlend. Kelcbbecher fast krugformig, vom aufrechten Kelchsaume gekront. Auf sandigen und torfigen Ackern und Brachen verbreitet um Laibach, ferner in Ober- und Unterkrain sowie im nordlichen Innerkrain. Dagegen, wie es scheint, ziemlich selten im siidliehen Karstgebiete. —V—IX. Sect. II. Eualchemilla. F očke in Engl. Prantl Nat. Pflanzenfam. III. 3. 43; A. u. G. Syn. VI. 386. Stauden mit walzlichem, knotigem Wurzelstock. Blatter handformig gelappt oder zerschnitten (gefingert). Bliiten in endstandigen Trugdolden oder traubenformigen Biischeln. Kelchbecher im allgemeinen kreiselformig. Staubblatter 4, mit den Kelchblattern abwechselnd. 1 Unter Chalazogamie versteht man die von M. Treub zuerst bei der Gattung Casuarina («Sur les Casuarinees et leur plače dans le systeme naturel. — Annales du Jardin botanique de Buitzenzorg, publiees par M. Treub. Vol. X. Leide 1891») entdeckte Erscheinung, daB der Pollenschlauch, um den Embryosack zu erreichen, nicht durch die Mikropyleregion (wie bei den porogamen Typen), sondern von der Chalaza aus ins Ovolum dringt. Hiebei passiert der Pollenschlauch nie die Fruchtknotenhdhlung, sondern kommt durch die Fruchtknotenwandung, die Placenta und den Funiculus in die Chalaza- region und beha.lt auch im Ovolum seinen interzellularen Verlauf. 2 Cf. Sw. Murbeck, Uber das Verhalton des Pollenschlauches bei Alchemilla arvensis (L.) Scop. und das IVesen der Chalazogamie. — Lunds Universitets Arsskrift. Bd. 36. Afd. 2. Nr. 9. (Kongl. Fysiografiska Sallskapets Handlingar. Bd. 11. Nr. 9.) 6 Unsere perennen Alchemillen sind, wie dies Murbeck 1 dnrch seine interessanten Untersuchungen dargetan hat, alle parthenogenetisch. Der Embryo geht aus der Oosphare hervor, obgleich dieselbe nicht befruchtet vorden ist. Die Embryobildung tritt bei manchen Arten bereits ein, wahrend sich die Blute noch im Knospenstadium befindet, so daB schou aus diesem Grunde eine vorausgehende Befruchtung ausgeschlossen erscheint. Zudem sind die Arten pollensteril und konnen infolgedessen auch nicht bestaubt werden. Die Embryo- bildung ist demnach hier ein rein vegetativer Vorgang. Der Same mit der daraus ent- keimenden Pflanze ist wie ein Ableger (Brutknospe, Steckling) nur ein selbstandig ge- wordener Teil der Mutterpflanze, und weil keine Befruchtung stattgefunden hat, besitzt der Abkommling nur solche Eigenschaften, die das Mutterindividuum selbst kennzeichneten. Eine Folge dieser parthenogenetischen Embryobildung ist die grofie Samenbestandigkeit aller, oft noch so unbedeutender Abanderungen, wodurch die richtige Bewertung und Ab- grenzung der einzelnen Formen ersch\vert \vird. 2. Alchemilla alpigena. Buser in Buli. Herb. Boiss. 2. Ser. I. 748. — A. alpina Fleischm. Fl. Krains 102. — A. alpina ssp. A. Hoppeana A. I. b. alpigena A. u. G. Syn. VI. 392. — A. alpina fl. Hoppeana Rchb. Fl. germ. exc. 610. p. — A. alpina «. asterophjlla Tausch in »Flora* XXIV. 1. Beibl. 108. p. Paulin Fl. Carn. exs. Nr. 898, I. II. III. Rasenbildende Pflanze mit meist aufrechten, 3 — 25 cm hohen, schlanken, dicht kurzweichhaarigen, die grundstandigen Blatter 1 — l 1 / 2 mal uberragenden Stengeln. Blatter mit gleichbehaartem Blattstiele und fingerig - geteilter, 7-(selten 8-)zahliger, oberseits kaliler, mattgriiner oder leicht blaulich bereifter, unterseits dicht seidigglanzend behaarter Spreite. Absclmitte der Blatter langlich bis yerkehrteilanglicb, am Grunde meist wenig und ungleich ver- bunden, am abgerundeten Vorderende mit 5 — 9 kurzen, spitzen, genaherten, zusammenneigenden, an der Spitze pinselhaarigen Zabnen. Blutenstand mitCig verzweigt. Bliiten klein, griinlich, angedriickt seidenhaarig, ziemlich locker geknauelt; Bliitenstiele langer als die Bliiten; Kelchblatter eiformig, plotz- lich zugespitzt, nach der Bliite abstehend. Die typische, in den Kalkalpen der Schweiz weit verbreitete Pflanze hat haufig 8 — 9zahlige Blatter, wahrend unsere Pflanzen fast konstant nur 7zahlige Blatter aufweisen (f. s ep tem se ct a). Auf Weiden und an grasigen, steinigen und felsigen Stellen in der Krummholz- und alpinen Region ziemlich selten. Oberkrain: Am Storžič und auf der Belščica in den Kara- wanken; auf der Alpe Planina bei Mojstrana, unter dem Vernar ober Velo polje, am Tolstec (Tosc), ober dem Ursprung der Savica und nach Fleischmann auch auf der črna prst in den Julischen Alpen. In Innerkrain am Schneeberg bei Laas, hier in kraftigen, hohen Exemplaren. — VI—VIII. 1 Cf. Sw. Murbeck, Parthenogenetische Embryobildung in der Gattung Alchemilla. — Lunds Universitets Arsskrift Bd. 36. Afd. 2. Nr. 7. (Kongl. Fysiografiska Sallskapets Handlingar. Bd. 11. Nr. 7.) 7 A. alpigena scheint in unserem Gebiete der einzige Repriisentant der A. alpina L. s. 1. zu sein. A. alpina L. im weiteren Sinne ist namlich sehr formenreich. In A. u. G. Synopsis werden die mitteleuropaischen Formen in drei Unterarten zusammengefaflt: 1.) A. eu-alpina (A. u. G. Syn. VI. 388), der auf Urgestein in den Zentralalpen vorkommende Typus, ver- breitet von den Seealpen, durch die Scinveiz bis Tirol. 2.) A. Hoppeana (A. u. G. 1. c. 390; A. alpina p. Hoppeana Rchb. 1. c.; A. alpina a. asterophylla Tausch 1. c.; A. astero- phylla Buser in Magnier Scrin. Fl. select. Kr. XI. 250), der in den Kalkalpen der Schweiz und Tirols verbreitete Typus, zu \\elchem auch unsere A. alpigena als Rasse gezogen \vird. 3.) A. anisiaca (Wettst. Beitr. Fl. Alban. in Bibl. Bot. H. XXVI. 3. 41; A. alpina [5. podo- phylla Tausch in «Flora» XXIV. 1. Beibl. 108; A. podophylla Buser in Ber. Sch\veiz. bot. Gesellsch. IV. 60.), verbreitet in Osttirol, Ober- und Niederosterreich und in Ober- steiermark. 3. Alchemilla glaberrima. Schmidt Fl. Boem. inchoata Cent. III. 89; A. u. G. Syn. VI. 395. — A. vulgaris y. glabra Lam. u. DC. Fl. France IV. 451, nicht Mert. u. Koch Deutschl. Fl. I. 830. — A. glabra Poiret Diet. encycl. Suppl. I. 285, nicht Neygenfind Enchir. bot. — A. fissa Gtinth. u. Schumm. Herb. viv. Fl. Siles. Cent. IX. Nr. 2, «Flora» 1821. l.Beil. 60; Koch Syn. ed. 2. 257; Fritsch Exkursionsfl. 298. MittelgroCe bis kleine, mehr oder weniger blaugriine Pflanzen mit roter oder rotbrauner Herbstfarbung. Stengel niederliegend bis aufrecht, wie die Blattstiele ganz kahl oder fast kabl. Blattspreite fast kreisformig, fein netznervig, beiderseits kahl oder unterseits etwas behaart, 7—9lappig, meist bis zur Halfte oder etwas dariiber gespalten. Lappen abgerundet oder ge- stutzt, mindestens in der unteren Halfte der Seiten ganzrandig, vorn jederseits mit 4—7 meist eiformig-lanzettlichen, spitzen, meist etwas abstehenden Zahnen. Scheiden der unteren Blatter trocken, braunhautig. Bliitenstand ziemlich locker, mit tief eingeschnitten-gesagten Hochblattern. Bliiten meist locker gebiischelt, kabl. Kelchblatter 1 ang er oder doch so lang als der Kelcbbecher, scharf zugespitzt, nacb der Bliite aus- gebreitet. Andert ab: a. genuina. (A. glaberrima Buser in Jaccard Cat. Fl. Valais. 115. — A. glaberrima a. genuina Briouet in Burn. Fl. Alp. mar. III. 144; A. u. G. Syn. VI. 396.) Paulin Fl. exs. Carn. Nr. 899. MaCig grobe bis kleine, etwas graugriine Pfianze mit scblanken, meist niederliegenden oder aufsteigenden, bis 15 cm hohen, ganz kahlen Stengeln. Blattstiele der unteren Blatter kahl, die der Sommerblatter zuweilen etwas locker anliegend behaart. Blattspreite kahl, bis 4 cm breit, 7lappig, bis auf 2 /s oder s / 4 gespalten. Lappen breit, gestutzt oder abgerundet, verkebrt- 8 eifbrmig, sich seitlich beriihrend, jederseits mit 4—7 groben, tief einge- schnittenen, meist abstehenden Zahnen. Bliiten mittelgroB, gelblich, lang- gestielt, locker gebiischelt. Auf Alpenweiden, zwischen Geroll und in Felsritzen unter dem Vajnaš in den Karawanken und auf der črna prst und Rodica in den Julischen Alpen. — VII, VIII. b. incisa. {A. incisa Buser in Magnier Scrin. Fl. select. Nr. XI. 255, in Jaccard Cat. Fl. Valais. 115. — A. glaherrima fl. incisa Briquet 1. c. 145; A. u. 6. Syn. VI. 397.) Paulin Fl. exs. Carn. Nr. 900. Ziemlich kleine, blafigriine Pflanze mit schlanken, aufrechten, bis 8 cm hohen, am Grande mit locker anliegenden Haaren besetzten Stengeln. Blatt- stiele kahl oder die der Sommerblatter locker anliegend behaart. Blattspreite kahl, bis 2 cm breit, 7—-91appig, bis zur Halfte gespalten. Lappen ziemlich schmal, voneinander abstehend, vorn abgerundet, mit jederseits 5 — 6 spitzen Zahnen. Bliiten wie an voriger, nur etwas kleiner. An trockenen, sonnigen, steinigen Stellen in der alpinen Region. Am Grintavec in den Steiner Alpen, am Nemški vrh uud auf der Belščica in den Karawanken und am Mangart in den Julischen Alpen. — VII, VIII. c. fallax. (A. fallax Buser in Ber. Scliweiz. bot. Gesellsch. IV. 65, in Jaccard, Cat. Fl. Valais. 113. — A. glaherrima var. fallax Schinz u. Keller Fl. d. Schweiz 254; A. u. G. Syn. VI. 399.) Kleine, dunkel seegriine Pflanze mit niederliegenden oder aufsteigenden ziemlich kraftigen, bis 8 cm hohen, unterwarts anliegend behaarten Stengeln und ebenso behaarten Blattstielen. Blattspreite rundlich-nierenformig, bis 2 • 5 cm breit, oberseits kahl, unterseits an den Hauptnerven seidig oder auch auf der Flache zerstreut anliegend behaart, meist 7lappig, bis auf 1 / s oder l / 2 gespalten. Lappen an den Sommerblattern halbeiformig bis breit dreieckig, stumpflich, seitlich einander beriihrend, jederseits mit 5 — 6 kurzen, in eine kurze Haarspitze endigenden Zahnen. Bliitenstand etvvas gedrangen. Bliiten sehr klein, grunlich, kurzgestielt, dichter geknauelt. — Unsere Pflanze stimmt nicht ganz mit dem mir iibrigens nur aus der Beschreibung bekannten Buserschen Typus. Doch scheint mir dieselbe von letzterem nicht so weit verschieden zu sein, dafi ihre Einreihung wenigstens als Form in die Gruppe «fallax» nicht gerechtfertigt wiire. Auf kurzgrasigen, steinigen Stellen in der alpinen Region, bisher nur auf der Bel¬ ščica in den Karawanken. — VIII. 4. Alchemilla hybrida. Miller Gard. Diet. ed. 8. Nr. 2. erw. — A. montana Wi 11 d. Hort. Berol. II. 170. p., nicht Schmidt. MittelgroBe bis kleine, graugriine Pflanzen mit etwas derben, 5 — 30 cm hohen, in der ganzen Lange bis in die letzten Auszweigungen des Bliiten- standes mit langen, abstehenden Haaren besetzten, ziemlich dicht beblatterten 9 Sten gel n. Blatter mit ebenso behaarten Blattstielen und rundlicher, bis 5 cm breiter, welliger, beiderseits mehr oder vveniger dicbt, unterseits in der Jugend anliegend und meist etwas seidig scbimmernd, spater zum Teil ab- stebend behaarter, 7—9lappiger, bis auf l / 4 oder 1 / t gespaltener Spreite. Lappen abgerundet, meist ringsum oder fast ringsum gezahnt, mit kleinen, breiten Kerbzahnen. Bliitenstand mit spreizenden Asten und kugeligen Bliiten- knaueln. Bliiten klein, griin, mehr oder vveniger behaart. Andert ab: a. glaucescens. (A. glaucescens W a 1 1 r. Linnaea XIV. 134, 549 s. str. — A. pubescens Lam. Diet. 347. p.; Buser in Magnier Scrin. Fl. select. Nr. XI, in Jaccard Cat. FI. Valais. 110. — A. pubescens «. genuina Briquet in Burn. Alp. mar. III. 138. — A. pubescens ssp. A. montana A. I. a. glaucescens A. u. G. Syn. VI. 402. — A. vulgaris var. subserice a Gaud. Fl. Helv. I. 453; Koch Syn. ed. 2. 256.) Paulin Fl. exs. Carn. Nr. 901, I. II. III. IV. Kraftige, hellgraugriine Pflanze mit meist bogig aufsteigenden, ziemlicli dicken Stengeln. Blatter dick, schwach wellig, oberseits sammtartig, unter¬ seits ziemlich dicht und seidig schimmernd behaart, meist 91 appig. Lappen fast halbkreisformig bis halbeiformig, ringsum gezahnt, mit kurzen, breiten, stumpfen Zahnen. Bliiten dicht behaart und dicht geknauelt. Bliitenstiele dicht weiflwollig, zur Fruchtzeit etvvas kiirzer als der kugelig-kreiselformige Kelchbecher. Auf kurzgrasigen Wiesen und Weiden und an steinigen, grasigen Stellen von der Berg- bis in die alpine Region eine der haufigsten Arten. Oberkrain: Am Javor bei Sagor; auf der Mala planina, Velika planina und Križka planina in den Steiner Alpen; am Srednji vrh, Storžič, auf der Košuta, Korošica, Dobrča, Begunjščica, im Zelenicatale, am Stol, auf der Bolščica, Kočna, Golica und Svečica in den Karavvanken; am Margarethenberg bei Krainburg; bei Nesseltal nachst Wei£enfels, am Travnik unter dem Mangart, im Rotweintale, bei Gorjach, Veldes, auf der Konjščica, Lipanca, bei Mitterdorf, Wocheiner-Feistritz, auf der Črna prst, am Porezen und Blegaš im Gebiete der Julischen Alpen. Innerkrain: Am Nanos und Schneeberg. Unterkrain: Auf der Gottenitzer Alpe, bei Nesseltal und Gottschee, am Kumberg. — V—VIII. b. colorata. (A. colorata Buser in Notes quelq. Alch. crit. nouv. 10, in Jaccard Cat. Fl. Valais. 110. — A. pubescens (1. colorata Briquet in Burn. Fl. Alp. mar. III. 138, 139. — A. vulgaris ssp. A. montana A. II. 2. colorata A. u. G. Syn. VI. 403.) Paulin Fl. exs. Carn. Nr. 902. Schlanke, dunkelgraugriine Pflanze mit meist aufrechten, diinneren Stengeln. Blatter diinn, stark tvellig, oberseits schvvach behaart, unterseits mit langen Haaren bekleidet oder zerstreut behaart, schvvach oder gar nicht schimmernd, meist 7lappig. Lappen halb-verkehrteiformig, abgerundet, langs der halben Seitenlange gezahnt, mit schmaleren und spitzeren Zahnen. 10 Bliiten mehr locker geknauelt, scliwacher behaart, die oberen zuweilen fast kahl. Bliitenstiele zerstreut behaart, im Mittel etwas langer als der langlich- kreiselformige Kelchbeclier. Kelchblatter wie das Innere der Bltite zur Frucht- zeit dunkelbraunrot gefarbt. An sonnigen, steinigen, grasigen Stellen in der alpinen Region. Auf der Begunjščica, Zelenica und Belščica in den Karawanken; am Mangart, ober Telo polje und auf der Rodica in den Julischen Alpen. — VII, VIII. 5. Alchemilla flabellata. Buser in Not. quelq. Alch. crit. nouv. 12, in Jaccard Cat. Fl. Valais. 111 erw. Schlanke, seegriine Pflanzen mit diinnen, aufrechten, 5 —10 cm (selten bis 15 cm) kohen, dicht mit langen, abstehenden Haaren besetzten, unter- warts zuweilen rotlichen Stengeln. Blatter mit gleicb bekaarten, zuweilen auch rotlichen Blattstielen und rundlich nierenformiger, kleiner, 2 — 3'5 cm breiter, flacher, papierartiger, beiderseits abstehend behaarter, hochstens unterseits auf den Nerven etwas seidig glanzender, meist 7lappiger, bis auf 1 / l oder V s gespaltener Spreite. Lappen kurz und breit, fast viereckig, an den Seiten ganzrandig, nur am gestutzten Vorderrande gezahnt, mit sehr kurzen und stumpfen Zahnen. Bliitenstand verlangert, mit etwas entfernten, ahrenartig gestellten, kleinen Bliitenknaueln. Bliiten- stiele etwas langer als die kleinen Bliiten. Andert ab: a. genuina. {A. flabellata Buser 11. cc.; F r i t s c h Excursionsih f. Osterr 298. — A. «flabellifera» Dalla Torre Alpenpfl. 136.— A. pubescens Koch Syn. ed. 2. 256, non alior. — A. pubescens y. flabellata Briquet in Burn. Fl. Alp. mar. III. 138, 140. — A. pubescens ssp. A. montana A. II. a. flabellata A. u. G. Syn. VI. 403.) Paulin Fl. exs. Carn. Nr. 903, I. II. Stengel in seiner ganzen Lange, auch in den letzten Auszweigungen des Bliitenstandes abstehend behaart. Bliiten gelblichgriin, samt den Bliiten- stielen ziemlich dicht behaart. Kelchbecher glockig. An trockenen, steinigen Stellen in der Krummholz- und alpinen Region. Auf der Begunjščica, Zelenica, am Stol, auf der Belščica, Golica und Rožca in den Karawanken. Am Mangart, Mišelj vrh, auf der Črna prst, Rodica und am Porezen in den Julischen Alpen. - VII, VIII. b. carniolica. Stengel nur unterwarts behaart, oberwarts samt den Asten kahl. Bliitenstiele kahl. Bliiten gelb, kahl oder nur am Grunde des fast kugeligen Kelchbechers mit vereinzelten Haaren. In der alpinen Region, hisher nur am Mangart in den Julischen Alpen. — VIII. 11 6. Alchemilla exigua. Buser in lit. — A. pnsilla Buser in Buli. Herb. Boiss. I. App. 2. 23, nicht Pomel Nout. Mat. Fl. Ati. 159. — A. pubescens ssp. A. mon- tana A. II. b. pnsilla A. u. G. Syn. VI. 403. Paulin Fl. exs. Carn. Nr. 904, I. II. Kleine bis sehr kleine, dunkelgriine, ziemlich schlanke Pflanze mit auf- rechten oder aus bogigem Grunde aufsteigenden, in der ganzen Lange bis zu den mittleren Auszweigungen des Bliitenstandes, namentlich aber in der unteren Halfte dicht wagrecht abstehend behaarten, 1 —10 cm (im Mittel 5 cm) hohen Stengeln. Blatter mit ebenso behaarten Blattstielen und rundlicher, diinner, kleiner, P 5 — 3 • 5 cm breiter, beiderseits ziemlich dicht und namentlich unterseits abstehend behaarter, 7lappiger, bis auf V 4 oder i / 3 gespaltener Spreite. Lappen an den unteren Blattern meist kurz und breit und an den Seiten ganzrandig, nur am gestutzten Vorderrande mit schmalen, spitzen, etwas zusammenneigenden, dicht gewimperten Zahnen, an den Sommerblattern halb - verkehrteiformig, fast ringsum gezahnt mit breiteren, zusammenneigenden Zahnen. Bliitenstand schmal. Bliiten in arm- blutigen, trugdoldigen Biischeln, klein, kahl, anfangs griin, bei derReife gelblich. Bliitenstiel kahl, so lang oder ktirzer als der verlangerte, schmal birnformige Kelchbecher. Kelchblatter dreieckig-eiformig. Auf Weiden, an etwas feuchten, humusreichen, aber auch an trockeneren Stellen von der subalpinen bis in die alpine Region ziemlich verbreitet. Am Krvavec in den Steiner Alpen. Am Storžič, auf der Baba, im Zelenicatale, auf der Belščica und Kočna in den Karawanken. Am Mangart, Steiner, ober Velo polje, am Bogatin, auf der Črna prst und Rodica in den Julischen Alpen. — VI —VIII. Diese kleinste unserer Alchemillen erinnert habituell an Zvvergformen der / 4 oder 2 / 5 gespalten. Lappen halbeiformig bis rundlich, mit ziemlich kleinen, schmalen, etwas zusammenneigenden Zahnen. Bliiten gedrungen geknauelt, kurz gestielt, triih gelbgriin, die unteren am Grunde mit vereinzelten Haaren, die oberen kahl. (3. crinita. (A. crinita Buser in Magnier Scrin. Fl. select. Nr. XI. 256, in Jaccard Cat. Fl. Valais. 138. — A. eu-vulgaris A. I. a. silvestris 2. crinita A. u. G. Syn. VI. 407.) Paulin Fl. exs. Carn. Nr. 907, I. II. Ziemlich grofie, sehr kraftige, dunkelgelbe Pflanze mit aufrechten, dicken, unter- warts dicht und langhaarig-zottigen Stengeln und ebenso behaarten Blattstielen. Blatter rundlich-nicrenformig, dick und runzelig, nicht gefaltet, mehr oder weniger anliegend bis etwas (unterseits) abstehend behaart, 7 — 91appig, die unteren nur bis auf 7, oder ‘/e, die oberen bis auf y 4 gespalten. Lappen kurz und breit, hochstens halbkreisformig mit kurzen, breiten, stumpfen Zahnen. Bltitenstand mit grofien Blattern, nicht sehr umfangreich, schlaff. Bliiten mehr locker geknauelt, klein, dunkelgriin, kahl. 13 •(. subcrenata. (-4. subcrenata Buser in Magnier Scrin. fi. seiect. Nr. XII. 285, in Jaccard Cat. Fl. Valais. 137. — A. vulgaris X. subcrenata Briquet in Burn. Fl. Alp. marit. III. 147, 155. — A. eu-vulgaris A. I. a. silvestris 3. subcrenata A. u. G. Syn. VI. 407.) Mittelgrofle, schmiichtige, hell-, spiiter dunkel blaulichgrtine Pflanze mit aufrechten oder bogig aufsteigenden, schlanken, unterwiirts schwach behaarten Stengeln, Blatter kreis- rundlich, dtinn, stark \vellig, oberseits ziemlich diinn behaart und kahl erscheinend, 7—91appig, bis auf '/4 oder 2 / 5 gespalten. Lappen ziemlich breit, halb-verkehrteiformig bis halbkreisformig, mit groben, kurzen, breiten, fast kerbigen Zahnen. Blutenstand ziemlich diinn, dicht beblattert. Bliiten fast trugdoldig gestellt, klein, gelb- bis dunkelgrtin, kahl oder die unteren Bliiten am Grunde mit vereinzelten Haaren. S. micans. {A. micans Buser in Buli. Herb. Boiss. I. App. 2. 28, in Jaccard Cat. Fl. Valais. 137. — A. eu-vulgaris A. I. a. silvestris 4. micans A.u.G.Syn.VI. 407.) Paulin Fl. exs. Carn. Nr. 908. Mittelgrofle bis ziemlich grofle, schlanke, dunkelgrtine, zmveilen fast etwas schwarz- liche, in der Jugend in allen Teilen seidig behaarte Pflanze mit zahlreichen, aufrechten oder bogig aufsteigenden, diinneren oder dickeren Stengeln. Blatter rundlich, flach, diinn, oberseits etwas seidig, beiderseits anliegend (die letzten Sommerblatter unterseits meist nur auf den groBen Nerven) behaart, 7 —91appig, bis auf */ 3 oder 2 / 5 gespalten. Lappen eiformig, ziemlich schmal, mit ziemlich gleichmaBigen, eiformigen bis dreieckigen, spitzen, zum Teil etwas zusammenneigenden Zahnen. Bliitenstand locker, ziemlich schmal. Bliiten doldig gebiischelt, lang gestielt, ziemlich groB, griin. s. acutangula. (A. acutangula Buser in Ber. Sch\veiz. bot. Gesellsch. IV. 69, in Jaccard Cat. Fl. Valais. 136. — A. eu-vulgaris A. I. a. silvestris 5. acutangula A. u. G. Syn. VI. 408.) GroBe, schlanke, trlib dunkelgriine Pflanze mit \venigen (bis 3) aufsteigenden, etwas dicken Stengeln. Bliitter rundlich-nierenformig, flach, schwach behaart, oberseits zuletzt fast kahl, unterseits auf den groBen Nerven mehr oder weniger seidenhaarig, 9—lllappig, bis auf 1 / 3 oder 2 / 5 gespalten. Lappen (an den groBen Blattern) steil dreieckig, spitz, an den geraden Seitenrandern mit gleichmaBigen, ziemlich tiefen, dreieckigen, spitzen, et\vas vorgestreckten (treppenformigen) Zahnen. Bliiten wie an voriger. Auf Wiesen und Weiden, an kriiuterreichen, buschigen Stellen und an Waldriindern, namentlich in der subalpinen und Krummholzregion in Oberkrain weit verlireitet. a. An mehr trockenen Stellen, so z. B. am Nemški vrh, auf der Dobrča, Begunjščica, Belščica, Golica, Svečica u. a. in den Karawanken; am Travnik unter dem Mangart, im Mojstrovka- sattel, auf den Alpen Klečica, Lipanca, Konjščica, Velo polje, črna gora, Suha planina u. a. in den Julischen Alpen. — p. An mehr humusreichen Stellen ebenso haufig \vie a., so z. B. unter dem Steinersattel (Ost- und Westseite) und auf der Križka planina in den Steiner Alpen; im Košutagebirge, am Loibl, auf der Begunjščica, Zirovniška planina, im Biirensattel, auf der Golica u. a. in den Karawanken; im Krmatal, auf den Alpen Klečica, Konjščica, Kal, Dedno polje, Govnač, Suha planina, Lisec, Ravnička planina u. a. in den Julischen Alpen. In Unterkrain am Gorjanec im Uskokengebirge. — y. ^Veniger hiiufig, z. B. auf der Korošica, im St. Anna- und Zelenicatal, auf der Begunjščica, bei Planina unter der Golica, unter der Rožca in den Karawanken; im Vratatale, auf der Pokluka, Pečana, unter der črna gora und Rodica in den Julischen Alpen. — S. Auf der Mala planina in den Steiner Alpen, am Loibl, auf der Dobrča und unter dem Biirensattel in den Kara- wanken; bei Sorica (Zarz) und am Porezen in den Julischen Alpen. In Unterkrain am Kumberg. — e. Hie und da, so auf der Alpe Dol in den Steiner Alpen; am Nemški vrh, auf der Belščica und Golica in den Karawanken; unter der Mojstrovka, auf der Pečana, unter dem Konjski vrh in den Julischen Alpen. — VI—VIII. 14 9. Alchemilla pratensis. Schmidt Fl. Boem. inchoata Cent. III. 88. — A. vulgaris L. Spec. pl. ed. 1. 123. p.; Buser in Notes quelq. Alch. crit. nouv. 16, in Jaccard Cat. Fl. Valais. 135. — A. vulgaris x. pratensis Briquet in Burn. Fl. Alp. marit. III. 147, 154. — A. vulgaris ssp. A. eu-vulgaris A. I. b. pratensis A. u. G. Syn. VI. 408. Paulin Fl. exs. Carn. Nr. 909. Grobe bis sehr grobe, kraftige, gelblichgriine Pflanze mit roter Herbst- farbung. Stengel meist aufrecht, bis 60 cm hoch, ziemlich dicht mit groben Blattern besetzt, in seiner ganzen Lange sowie ali e Blattstiele wagrecht abstehend behaart. Blattspreite rundlich, bis 10 cm breit, oberseits kahl, unterseits locker seidig bebaart, am Bande gewimpert, flacb, 9—lllappig, meist bis auf 1 / s , selten nur bis auf 1 / i gespalten. Lappen ver- langert, etwas dreieckig, seltener fast halbrund, ringsum gezahnt mit ziem- licb gleichmabigen, wenig tiefen, spitzen Zahnen. Bliitenstand locker, oft umfangreich. Bliiten sehr klein, gelb, kabl oder mit vereinzelten Haaren am Grunde. Bliitenstiele kahl, langer als der anfanglich verkehrtkegelformige, spater kugelig-kreiselformige Kelcbbecher. Auf "VViesen, an Ackerrainen und Waldrandern und an steinigen, buschigen Stellen von der Ebene bis in die subalpine Region verbreitet. Haufig in Oberkrain, so z. B. unter dem Kankersattel (Ostseite), im Kankertal, am Loibl, im Zelenicatal, unter dem Baren- sattel, an Ackerrainen bei Lengenfeld und ABling, bei Nesseltal nachst Weifienfels, im Rotweintal, bei Wocheiner-Feistritz, auf Velo polje, auf der Pečana, unter der črna gora und Rodica, am Porezen u. a. In Innerkrain auf den Goljakbergen und am Schneeberg bei Laas. — V—VII. 10. Alchemilla heteropoda. Buser in Ber. Schweiz. bot. Gesellsch. IV. 73, in Jaccard Cat. Fl. Valais. 133. — A. vulgaris ssp. A. eu-vulgaris B. I. heteropoda A. u. G. Syn. VI. 409. Paulin Fl. exs. Carn. Nr. 910. Mittelgrobe, kraftige, triih dunkelgriine Pflanzen mit dunkelrotbrauner Herbstfarbung. Stengel aus bogigem Grunde aufsteigend, oft etwas hin und ber gebogen, bis 25 cm bocb, die grundstandigen Blatter nicht oder nur wenig iiberragend, wagrecht abstehend behaart oder kahl. Blattstiele an den Frubjahrsblattern kahl, an den Sommerblattern dicht mit wagrecht abstebenden Haaren besetzt. Blattspreite rundlich, 9lappig, bis 9 cm breit, ziemlich dick, wellig, unterseits viel blasser, an den Friih- jahrsblattern kahl und nur bis auf 1 / 6 oder 1 / B gespalten, an den groben Sommer¬ blattern beiderseits zerstreut, locker anliegend bebaart und bis auf ‘/ 4 oder 1 / s gespalten. Lappen breit, halb-verkehrteiformig bis (an den Sommerblattern) dreieckig, mit nicht sehr tiefen, breiten Zahnen. Bliitenstand meist schmal, mit kurzen, angedriickten oder etwas abstehenden Asten. Bliiten mittel- 15 grofi, dunkelgrtin, kahl, kurz gestielt, dicht gebiischelt. Kelchbecher anfangs breit tricbterformig, so lang als die kahlen Bliitenstiele, bei der Reife kurz verkehrt- kegelformig. Kelchblatter breit dreieckig, etwas kiirzer als der Kelchbecher. Findet sicb in zwei Formen: a. typica. Stengel bis zu den mittleren Auszweigungen \vagrecht abstehend behaart, am Grunde fast kahl. p. glabricaulis. Stengel in seiner ganzen Lange vollkommen kahl. Anf mageren VVeiden und an grasigen, steinigen Stellen von der Berg- bis in die alpine Region, wie es scheint, ziemlich selten. — a. Im Zelenicatale. — p. Am Mali Stol in den Karawanken und am Možic ober Sorica (Zarz) in den Julischen Alpen. — VI—VIII. 11. Alchemilla alpestris. Schmidt Fl. Boem. inchoata Cent. III. 88; Schinz u. Keller Fl. d. Schweiz 256. — A. vulgaris fi. L. Spec. pl. ed. 1. 121. — A. glabra Neygen- find Enchir. bot. nach Mert. u. Koch Deutscbl. Fl. I. 830. — A. glabrata Tausch in Steudel Nomcncl. ed. 2. I. 48. — A. vulgaris ssp. A. alpestris A. eu-alpestris A. u. G. Syn. VI. 411. Mittelgrofie bis grofie, zierliche, kahl erscheinende, beli- oder blaulich- grune Pflanzen mit lebhafter Herbstfarbung. Stengel (meist nur im unteren Teile) und wenigstens die Blattstiele der Sommerblatter nicbt sehr dicht mit starr aufrecbt abstehenden Haaren bedeckt. Blatter rundlich bis nierenformig, wellig, meist beiderseits kahl, am Rande gewimpert, 7- bis 9lappig, bis auf l / i oder 1 / i gespalten. Lappen abgerundet bis dreieckig mit spit z en Sagezahnen. Stengelblatter tief eingeschnitten. Bliitenstand locker, meist mit verlangerten, schlanken, abstehenden Asten. Bliiten ziemlich lang gestielt. Auch formenreich. Ich babe bisher folgende Formen beobachtet: «. acutidens. (A. acutidens Buser in Buli. Herb. Boiss. II. 104, in Jaccard Cat. Fl. Valais. 123. — A. alpestris A. eu-alpestris II. acutidens A. u. G. Syn. VI. 412.) Paulin Fl. exs. Carn. Nr. 911. Mittelgrofie, zierliche, aber kraftige und ziemlich starre, gelblichgriine Pflanze mit meist aufrechten, seltener aus bogigem Grunde aufsteigenden, bis 35 cm hohen Stengeln und oft hin und her gebogenen Asten. Bliitter rundlich, bis 4 cm breit, stark wollig, beiderseits ziemlich gleicbfarbig und kahl oder namentlich unterseits auf den grofien Nerven und auf der Flache der iiufieren Lappen schwach seidig behaart, bis auf 2 / s oder '/ 2 gespalten. Lappen halb-verkehrteiformig bis halb-elliptisch, stumpf oder spitz, mit kleinen bis mittelgrofien, sehr gleichmafiigen, spitzen, et\vas zusammenneigenden Ziihnen. Bliiten- stand sehr locker. Bliiten ziemlich grofi, anfangs griinlich, bei der Reife gelb, meist locker geknauelt. Kelchblatter ziemlich spitz. — Kann in kahlen Formen wegen der spitzen Kelch¬ blatter und wegen der zuweilen gestutzten und im unteren Drittel ganzrandigen Lappen (A. cuspidens Buser in Buli. Herb. Boiss. II. 106) leicht mit Formen der A. glaberrima vervvechselt \verden. p. montana. (A. montana Schmidt Fl. Boem. inchoata Cent. III. 88, non aliorum. — A. connivens Buser in Buli. Herb. Boiss. II. 107, in Jaccard Cat. Fl. Valais. 123. — A. alpestris A. eu-alpestris III. montana A. u. G. Syn. VI. 412.) 16 Paulin Fl. exs. Carn. Nr. 912. Mittelgrofie, sehr zierliche, schon cluukelgrtine Pflanze mit meist schlaffen, bogig aufsteigenden, bis 35 cm bohen, oft hin und her gebogenen, in der Jugend untenvarts samt den Blattstielen mit ziemlich langen, seidigen Haaren bedeckten Stengeln. Blatter rundlich, bis 5 cm breit, stark gefaltet, fast napfformig, oberseits meist nur in den Falten (seltener an den groBen Blattern liber die ganze Flache) schivach seidenhaarig, unterseits graugriin mit seidig behaarten Nerven, \veniger tief, nur bis auf l / i oder ‘/s, gespalten. Lappen und Zahnung wie an voriger. Bltitenstand etwas dichter. Bliiten ziemlich klein, auf sehr dtinnen Stielen, trugdoldig gekniiuelt. j. typica. (A. alpestris Schmidt 1. c. s. str.; Buser in Magnier Scrin. Fl. select. XII. 282, in Jaccard Cat. Fl. Valais. 124. — A. alpestris A. eu-alpestris V. typica A. u. G. Syn. VI. 413.) Mittelgrofie bis sehr grofie, derbe, hell blaulichgriine, in der Jugend gelblichgrtine Pflanze mit bogig aufsteigenden oder aufrechten, zuweilen hin und her gebogenen, am Grunde schwach behaarten, bis 60 cm hohen Stengeln. Blatter nierenformig oder rundlich nierenformig, bis 8 cm breit, wellig, beiderseits kahl oder unterseits auf den grofien Nerven schwach seidenhaarig, bis auf 1 / i oder */, gespalten. Lappen ziemlich breit, halbrund oder an den oberen Blattern dreieckig, mit mittelgrofien, schief eiformigen, zusammenneigenden, oft sehr unregelmafiigen, am Rande stark seidig gewimperten, an der Spitze lang-pinsel- haarigen Zahnen. Bltitenstand grofi und locker. Bliiten mittelgrofi, gelbgrtin, mafiig lang gestielt, ziemlich dicht gekniiuelt. Auf Wiesen und an buschigen Stellen von der Berg- bis in die alpine Region. «. Auf der Golica in den Karawanken; am Travnik unter dem Mangart, auf der Pečana, .črna prst und am Porezen in den Julischen Alpen. In Unterkrain am Gorjanec im Uskoken- gebirge. In Innerkrain am Schneeberg bei Laas. — p. Im Zelenicatale und am Mali Stol in den Ivaravanken. — y. Auf der Križka planina in den Steiner Alpen; im Jauerburger und Afilinger Gereut in den Karawanken; auf der Pečana und Suha planina in den Julischen Alpen. VII —IX. — Ist jedenfalls weiter verbreitet. 12. Alchemilla obtusa. Buser in Jaccard Cat. Fl. Valais. 126. — A. alpestris B. obtusa I. eu- obtusa A. u. G. Syn. VI. 414. Mittelgrofie, dunkel blaulichgriine Pflanze mit meist aufrechten, straffen, aber verhaltnismafiig schwachen, ziemlich dicht anliegend behaarten Stengeln und mit, wenigstens an den Sommerblattern, ehenso etwas seidig behaarten Blattstielen. Blatter rundlich-nierenformig, die jiingeren oberseits blafigriin, die alteren blaugriin, mit braunrotem Rande, unterseits blasser gelblich- oder graugriin, beiderseits kahl oder oberseits besonders in den Falten, unterseits auf den Nerven schwach behaart, 9—lllappig, wenig tief, etwa bis auf */* gespalten. Lappen breit, rundlich, jederseits mit 6 — 8 so breiten bis doppelt so breiten als langen, rundlichen oder warzenformigen, an der Spitze dunkelbraunrot gefarbten Kerb- ziihnen. Bltitenstand schmal, trugdoldig, mit ziemlich dtinnen Asten, die Blatter etwa um das Doppelte tiberragend. Bliiten mittelgrofi, gelbgrtin, mit sehr kurzen, dreieckig-herzformigen Kelchblattern. 17 Diese sonst in den Alpenlandern auf trockenen Weiden von der .Berg- bis in die alpine Region nicht seltene Art habe ich selbst bisher nicht beobachtet. Nach einem von Hladnik gesammelten Herbarexemplar koinmt die Pflanze in den Wocheiner Alpen vor. Leider ist der Standort nicht genauer prazisiert. 13. Alchemilla coriacea. Buser Notes quelq. Alch. crit. nouv. 19; Schinz u. Keller Fl. d. Schweiz 256. — A. valgaris (3. coriacea Briquet in Buru. Fl. Alp. marit. III. 147, 148. — A. vulgaris ssp. A. coriacea A. u. G. Syn. VI. 416. Grofie, meist kraftige Pflanzen mit vol lig kalile n Ste n gel n und Blattstielen. Blatter oft etwas lederig, oberseits ganz kalil, unterseits zu- weilen auf den groben Nerven sdiwach und auliegend behaart, 9 —11 lappig, auf 1 / i bis auf J / s gespalten. Lappen lialbkreisformig bis dreieckig, mit jederseits 5—10 meist kleinen, an der Spitze pinselhaarigen Zahnen. Bluten- stand meist scbmal. Von dieser auch ziemlicb formenreiclien Art komite ich bisher folgende Formen nachweisen: a. typica. (A. coriacea Buser 1. c., in Jaccard Cat. Fl. Valais. 116 s. str. — A. co¬ riacea A. eu-coriacea I. a. typica A. n. G. Syn. VI. 416.) Kraftige, blaulichgrtine Pflanze ohne Herbstfarbung. Stengel mebr oder weniger aufrecht, 1 —lV 2 mal so lang als die oft sehr groBen grundstandigen Blatter. Blatter rundlich, wellig, lederartig, bis auf ‘/ 4 oder ‘/ 3 gespalten. Lappen lialbkreisformig, seltener gestutzt und verlangert, jederseits mit 7 —10 eiformig-dreieckigen, stumpfen, oft sehr ungleichen Zahnen. Bliiten ziemlich groB, griinlich, locker geknaue.lt. p. straminea. ( A. straminea Buser in Jaccard Cat. Fl. Valais. 117. — A. coriacea var. straminea Schinz u. Keller Fl. d. Schiveiz 256. — A. coriacea A. eu- coriacea I. c. straminea A. u. G. Syn. VI. 417.) Schlanke, grofie, gelblichgrtine Pflanze mit schwacher Herbstfarbung. Stengel straff aufrecht, 2 —3mal so lang als die grundstandigen Blatter. Blatter schief rundlich, auf */, bis auf */ 2 gespalten, die iilteren sattgriin und rotlich-, spiiter schwarzfleekig. Lappen an den unteren Blattern halbkreisformig oder halb-verkehrteiformig, an den Sommerblattern spitz dreieckig, weit abstehend, jederseits mit 5 — 9 dreieckigen spitzen Zahnen. Bltiten ziemlich klein, gelblichgriin, spater gelb, kurz gestielt, dichter geknauelt. Kelchbecher anfiinglich schmal trichterformig, spater verkehrt kegelformig. Auf Wiesen, “VVeiden, an Waldrandern und grasigen, steinigen Stellen von der Berg- bis in die alpine Region. a. Auf feuchten Wiesen im Jauerburger Gereut in den Karawanken. — j3. An feuchten, moosigen Stellen auf der Suha planina unter der Rodica in den Julischen Alpen. — VII, VIII. 18 Bestimmungssehlussel. la, Pflanze einjahrig mit diinner, spindeliger AVurzel. Blatter handformig, 3- (selten 5-) spaltig; Zipfel keulig, vorn eingeschnitten 3 — 5zahnig. Bliiten sehr klein in blatt- gegenstandigen Knaueln. Staubbl. 1 (selten 2).A. arvensis. l b. Pflanze andauernd mit \valzlichem Wurzelstock. Bliiten in endstandigen Trugdolden oder traubenformigen Biischeln. Stanbbl. 4.2 2 a, Grundblatter bis oder fast bis auf den Grund in 7—8 langliche, nur vorn angedriickt gesagte, oberseits kalile, unterseits dicht seidenhaarig glanzende Abschnitte, hand- formig zerschnitten (gefingert).A. alpigena. 2 b. Grundblatter rundlich bis nierenformig, hochstens bis zur Halfte (selten et\vas tiefer) in 5—11 breite Lappen gespalten.3 3 a, Alle oder wenigstens die unteren Bliiten melir oder \veniger dicht behaart, Stengel aucli in den letzten Auszvveigungen des Bliitenstandes abstebend behaart. Blatter beiderseits dicht, zum Teil abstehend behaart.4 Zb. Bliiten kalil oder nur mit vereinzelten Haaren.6 4 a, Lappen der Grundblatter fast viereckig, nur am gestutzten Vorderrande gezahnt, an den Seiten ganzrandig.A. flabellata a. genuina. ib. Lappen der Grundblatter halbkreisformig oder halb-verkehrteiformig, ringsum oder \venigstens langs der halben Seitenliinge gezahnt.5 5 a, Lappen fast halbkreisformig, ringsum gezahnt. Blatter unterseits dicht und seidig schimmernd behaart. Bliiten dicht kugelig geknauelt, alle dicht behaart; Bliitenstiele dicht weifhvollig, zur Fruchtzeit etvas kiirzer als der kugelig-kreiselformige Kelch- becher.A. hybrida a. glaucescens. 5 b. Lappen halb-verkehrteiformig, langs der halben Seitenliinge gezahnt. Blatter unter¬ seits nicht oder nur schivach seidig schimmernd. Bliiten melir locker geknauelt, nicht sehr dicht behaart, die oberen zuveilen fast kahl; Bllitenstiele zerstreut behaart, im Mittel etwas liinger als der ltinglich-kreiselformige Iielchbecher A. hybrida b. colorata. 6 a, Lappen der Grundblatter verkelirteiformig oder fast viereckig, nur am abgerundeten oder gestutzten Vorderrande gezahnt, an den Seiten ganzrandig 1 .... 7 6 b. Lappen der Grundblatter (\venigstens der oberen) ringsum gezahnt. Kelchblatter meist kiirzer als der Kelchbecher, meist stumpflich oder stumpf, jedenfalls nicht stachelspitzig.8 7 a, Lappen der Grundblatter fast viereckig. Blatter beiderseits ziemlich dicht und etwas abstehend behaart. Stengel unterwiirts dicht abstehend langhaarig. Bliiten kahl oder am Grunde des fast kugeligen Kelchbechers mit vereinzelten Haaren.A. flabellata b. carniolica. 7 b. Lappen der Grundblatter halb-verkehrteifbrmig (selten balbeiformig). Stengel kahl oder nur unterivarts et\vas mit locker anliegenden Haaren besetzt. Blattstiele kahl oder die der Sommerblatter anliegend behaart; Spreite beiderseits kahl oder selten untenvarts auf den Hauptnerven oder auch auf der Fliiche zerstreut anliegend haarig. Kelchblatter so lan g oder langer als der Kelchbecher, scharf zu- gespitzt, stachelspitzig; Bliiten locker (selten dichter) gebiiscbelt A. glaberrima. 2 1 Sind die Lappen nur der unteren Blatter gestutzt und vorn gezahnt, an den Seiten aber ganzrandig und ist die Pflanze klein bis sehr klein mit wagrecht abstehend behaarten Stengeln und beiderseits ziemlich dicht und etwas abstehend behaarten Blattern, so siehe 14». 2 Vergleiche auch A. alpestris a. acutidens. 19 8 a, Stengel und alle Blattstiele vollkommen kahl. Blatter dicklich, im Alter meist etwas lederig, beiderseits kahl oder unterseits auf den grofien Nerven schwach an- liegend behaart.A. coriacea. 8 6. Blattstiele (venigstens die der Sommerblatter) und (meist) auch die Stengel (ivenigstens untervarts) mit anliegenden, aufrecht oder wagrecht abstehenden Haaren besetzt 9 9a, Blattstiele und Stengel anliegend oder aufrecht abstehend behaart . 10 9 b. Blattstiele und Stengel vagrecht abstehend behaart. 11 10 a, Stengel meist nur im unteren Teile nicht sehr dicht mit starr aufrecht a b s t e h e n d e n Haaren besetzt. Blattstiele meist (ivenigstens die der Sommerblatter) den Stengeln ahnlich behaart. Lappen mit spitzen Zahnen .... A. alpestris. 10 b. Stengel mit ziemlich dicht en, anliegenden Haaren besetzt. Blattstiele (wenigstens die der Sommerblatter) den Stengeln ahnlich, et\vas seidig behaart. Lappen mit breiten, gestutzten, rundlichen oder ivarzenformigen Zahnen A. obtusa. lla, Blattstiele an den Friihjahrsblattern kahl, an den Sommerblattern behaart. Stengel behaart oder kahl.A. heteropoda. 11Z). Alle Blattstiele und die Stengel \venigstens bis zu den mittleren Ausziveigungen des Bllitenstandes behaart.12 12 a, Blattspreite oberseits vollkommen kahl. Stengel in seiner ganzen Lange bis zu den mittleren Auszweigungen des Bllitenstandes behaart. GroBe bis sehr groBe, meist hell gelbgriine Pflanze mit kleinen, gelben Bltiten.A. pratensis. 12 b. Blattspreite beiderseits behaart .13 13a, Blattspreite beiderseits mehr oder \veniger (oft sehr zerstreut), aber meist deutlich seidig anliegend behaart. Stengel in seiner ganzen Lange bis zu den mittleren Ausziveigungen des Bllitenstandes dicht behaart. MittelgroBe, seltener grofle, meist dunkel bliiulichgrune Pflanze mit griinen oder hochstens gelbgriinen Bliiten A, vulgaris. 13 6. Blattspreite beiderseits ziemlich dicht und namentlich unterseits abstehend rauh- haarig . 14 14 a, Stengel in seiner ganzen Lange bis zu den mittleren Ausziveigungen behaart. Lappen an den unteren Bliittern gestutzt und vorn gezahnt, an den Seiten ganzrandig, an den oberen Bliittern verkehrteiformig und ringsum gezahnt mit spitzen, zusammen- neigendenZahnen. Kleine bis sehr kleine, dunkelgriine Pflanze mit kleinen, kahlen, anfiinglich griinen, bei der Reife gelblichen Bltiten.A. exigua. 14 6. Stengel nur in der unteren Hiilfte behaart, oberivarts kahl oder fast kahl. Lappen rundlich, mit kurzen, schmalen Zahnen. MittelgroBe, hellgraue Pflanze mit ziemlich grofien, gelbgriinen, kahlen oder mit vereinzelten Haaren besetzten Bliiten.A. strigosula. Sonderabdruck aus dem Jahresberichte des k. k. I. Staats-Gymnasiums in Laibach, 1907. NARODNA IN UNIVERZITETNA KNJIŽNICA