Mchönstes Vorbild Aller WienstMHägden/ Das ist -- Die durch Gantz Tyrol und Bayern Berühmte Weüige Aungfrau Aus dem untern Ann-Thal/ von Nottenbnrg, Br^'NM- schen Bistums In einer kuryeErzehlung Ihres Wunderbarlichen Lebens und kostbaren Fodtes Mit beygefügk« unkerschidlichen Lehr? Stücken und kleiner Andacht; Beschrieben Durch die denen Tyrolischen Land-und Schutz Heiliaen aewidmeke Feder foanni;Lylvestri 8isti «plan, öcc. Gedruckt zu kaybach / Vkv Adam Fndr. Äklchhardt/ VllexM ocli- iij propre- rca nnxit tel)k^U8, DLU8 tuns, oleo Ire- titiX j)l'L conlortibu» tui8: 44. v. 8. Du hast geliebet die Gerecht tigkeit/ und gehastet die Ungerechtigkeit; darum hat dich GOTT / dein GOtt gesalbet/ mit Freu¬ den - Oel über alle deine Mit-Gespelinen.An dem 44- Psalm, v. 8. j E? N Günstig^audächLigcr Leser k .dMEöme dich nickt Munder/dass/ (MMda diegesamkeLyrolrsche Land» ^Ä^und Schutz - Heiligen ( veren bereits über lvo. n-nr in Erkannknuß seynd) unter dem Titul k L^gzialoxi- uml^yrolellletlbrorioloZicumchaK ist: Tyrolijches Jahr < und Geschicht- Vuch deren Lieben Land»und Schutz- Heiligen/unker ossenklichen Druck her» außzu geben mich vernehmen lassen; nunmehro allein die wunverbarliche Lebens Geschieh! diser grosirnHcilige» Dttttthaieriichen Jungfrauen in Jsr- schein gekommen; es bewegte mich zu solchem einer ansehnlich fronr-Oester- keichischen Seele zu diser -H. Jungfrau isterig tragende Andacht - damit nun eberssalS auch äusser unserem Vatter* "and die Evre oer wunvectkciligen H. «)?o lburgum sovrl ehender bessert/ jajede Dienst Magd / welche hlerim? Lt» als «SZ G §s» M in einem Christlichen Spiegel sich ersehen kan / wiesic forthin Ehrrstlrch in ihrem Stand leben solle/zur Nach, folge unterweisen / nicht weniger vor gedachtem Verlangen ein Genügen geleistet wurde/ habe nicht anderst/ als Deme willfahren können: bevorderrst da mehrchcrührter Heil. Jungfrauen Seegemreiche Hand bereits achter in einem Hauß/cstwo nicht das kleine Un¬ glück und Creutz immer gehabten schlechten Dienstbotten gefunden wur¬ de/ mild hcrtziM erzeiget. Werde im Sbrigen nicht ermangkn zu Mer Zur/ ÄNv da ich mit denen hiezu erfordereu- Den Unkosten mehrer befaßet ftyn wer¬ de/zu Trost und geistlichen Kucht ge¬ samter Tyrollschen kandsmavnschaßt Das Anfangs erwehr-te Merck mit Kupfern gezieret getreulich mitzuthei» Kn. Nihüre in dessen vor lieh IM lebe wohl. f Notft «0Z G Ott'^urg die wohl - riechende M,M Bi'-me unserer Tyrol-schen Lands-Genossenftbasti / ent¬ sprösse um das Jahr Christi rr6s. o« der wie andere wollen i :»7.itt dem un¬ tern V'urhal von Bürgerlichen El» lern so ansehnlicher an Fromm und Gottjeeligkett dann Reichtum waren; «ahme von Änbegirm ihrer Jugend in GQtterhForcht/ Tugend/ außbmvi» Zer Keuschheit und wundttbahr^r ch?ei» ligkeit dcß Lebens zu. Äi- sie nun das achtzehendeJahr ihres Alters/nemlich in dem Jahr »28;. erreichet«/ vertrat» lesi« die Stelle einer Dienst - Magd so wohl m Verwaltung der Machen / ( worinnen sir sehr berühmt war«) als sorgsamer WeMastt deß völtigen Haust-Wesens/ bey Heinrich auß dem damalen sehr nahmhasten und ansehn» lichen Geschlecht deren Herren und Rittern von Rottenburg / und seine« Krauen Gemahlin GuttL mit Nah» A r WO «HZ O Zo» Ven/ so stattliche Hofhaltung hatte« auf den alten Schloß Rottenburg/ welches von denen Herren bes Rott- Holtz am WlivorAlrers für ihElam, men > Haust erbauet / dijer vorneh¬ me Ritter wäre damahl fast der vor¬ nehmste Land'Herr m Tvrol gewesen/ theils seiner R.-ichtumen halber/ dann er als Eiqenthumen hatte das Land» Bericht Rotrenburg / Rötlenberg,/ Fnvberg/Mattern/ und vile andere wehr / und stigen die Hai-'schastten so hoch/daß Verletzte dises Nab mens und Stammens L4. Herrichastten zu Zei¬ ten Herhog Friderichs von Oester¬ reichs Ertz Fürstens zu Ti-robrc besitz» tezalfo mächtig wäre dises GesMleHt/ theils weilen er Amts halber Obrist» Hostmeister wäre deß 2Lelt bekannten Lyrolifchen Groß Fürsten Meinhac* di/ den auch Hnno -.2s;r. Kayser Ru¬ dolph Grast von Habspurg mit dem l Hertzogthum Carnrhen würcklich be¬ lehnet/ wessen Lirul auch zwar vorhin längstens alle Hertzogen von Meran/ und Landes-Fürsten zu Lprol geführet - ha» E tz D haben. Bey distnr nun versähe NokL- bürg ihren Dienst mit grossen Ruhm und Lob erliche Jahr / wäre gegen des nen Armen und bedürftigen sehr wohl geneigt / darum sie auch lene allzeit Nachmittag vor dem Schloß-Thor ( alwohin sie gewöhnlicher massen sich zu der samblen pflegten) mit Veme/ so da übrig bliebe/auß Vergünstigung ihrer Herrschsstt/ mild-hertzigst abjpci- ftte/ bepnedens aber durch Ertheilung GeWund Christlicher Lehr / auch ds- rosclben Seelen mit gewünschter Lab- uuß erquickte. Solche F'.eygebigkeit aber wolle Ottilise/der Schnur Hen- rici / welche Wtt ihrern Gemahl dem jungen Heinnch damahlen auch im Schloß wohneie/ wegen angedohrnee grossen Kargheit mchr gefaSenz jedoch dürste sie in Anfthrn ihres alten Herrn Schwäher und Frau Schwioger/wel« - ehe ihre Beschliesserin in jonderlichen Ehren hatten/ dsse Freygebigrcik nicht adschaffen; da aber vorgemeldtenach wenig Zeit / nemlich innerhalb sechs Jahren/ mit Todt abgsgangen / mit» A 4 hikt E G §S» hm die junge Frau zu vollem Mewült gekommen / befähle sie mehr um das Wied/ als um die Armen Cdnsir sorg¬ fältig zu scyn / Norrburg solre das üb» rige Essen fürohin denen Schweinen verschütten. Nonburg wurde hier» durch gezwungen auf andere Mittel / Wieste denen Dürftigen käme zu Hülf kommen / bedacht zu jeyn; entzöge de- rohalben ihr gewöhnliches Ess n ihrem eigenen Maul ab / und ihren Trunck» Wein behielte sie zusammen auf; qm Freylag fastete sie m Wasser und Brod/ und gäbe hernach b,e dergestalt entzogene Speiß und Tmnck denen Armen.Aberauch dises kuntedie Frau/ ncmlrch Ottilia ( dero Gemüth von Geitz also eingenohmen worden / daß ihr auch die frembde Freygebigkeir zu¬ wider wäre) nicht gsduiken / und als ihr Herr Ehe»Gemabl/ der ebenfalls nach feinem Herrn Vattern deß Für- , sten in Tyrol Hoffmeister wäre / von dem Hofheimkamme (so ost in dem Jahr zu geschehen pflegte) bracht« sie dev ihm« wider die GOu - liebende Nett? E D ZS» Nottburg sehr schwere Klagen vor: was ma sstn sie nemdlich ansrtzo so gar ihr eigenes Essm denen Bettlern gebe* te/andurch aber lauter loßes Gesindel und Larrdstürtzer hmauff zum Schloß gewöhnte.' möchte sich bald in seinen» Abwesen ein grosses Unhcyl ereignen/ und siye entweder in Feuerleguvg/ Einbrechung/Plünderung / oder auch so gar Totschlägen/ wann man nicht würde solchem Ude! vorkommen/ eine augenscheinliche Gefahr; darum von* uökhsn / baß er selber den Augenschein emnehms. Unter biser Zeit trüge emsmahls dis Nottburg ihr Essen im Fürtuch- und ihren eripahrten Wein in einer Fla¬ schen denBerg ad/auffdie Landstrassen zu denen Sichen / die alda warteten/ bau dieArmen dörsten nicht mehr ober» vordem Schloß(wiszusor) fichfin- den lassen; und sihe/ da begegnete ih» ! der Herr/so hinauff mit seinen Bedien¬ ten ritte; fragte berowegen zornige» Weise / was sie da trüge ? Nottburg antwortet; ich trage meine eigene A 5 Spck MH G ZS» Speise und Dein zu denen Armen / weil mir euer Frau Gemahlin das BL» moftn verbottrn/ welches doch euer Herr Miter ns Frau Mutter erlau¬ be! haben; mdeme vfnete sie das Für¬ tuch/ und zeige! ihme die Stücklein Fleisch und Brod. Mer GOtk ver- anderr emwedsr die Speist / oder vers bienser ihm«/ und ferner Geleitfchafft die Angen / daß sie nichts sahen / als lauter Kobei-Schaimn anzuzeigsn/ daß semGcmürh/fo er zu denen Armen trüge/ gleich sepe biser Epeiß/ emfolg- lich auch sein« AM gegen GOtt gantz kalt/ dmm rrnguNv unjafjlig; wc,l«n er daun gedachte / Noktdurga spottete sewer / begehrte er den Wein der Fla¬ schen zu verkosten / der geduncktt ihme ein bittere Laugen zu ftyn / spürtzelö ihne auß/ und wäre der unverändert i» chen Meynung / sie hatte es ihme zum Hohn undSpoilgethan / reiler gavtz erzürnet hinauf/ klagte es jehr nach¬ drücklich srrner Gemahlm. Notkburg aber / nschdeme sie die Armen mrt Gpeiß und Tranes/ wohlgelaberMy- neb^ns O 8W» nebens keineWissenschastt hatte dessen/ was dem Herrn begegnet/ auch wieder in das Schloß käme / da ward sie von Ottilia übel empfangen / die ihr mit zornigen Worrk verwiesen/ daß sie sich erkühmt/ ihren Herrn also zu verspot¬ ten / ihm« Hobel-Epän zu zeigen/ und Laugen barzmeichcn/ mir «awahrhaf-- ten Vorgeden/als fcyedijesdiL EpeiK und der Wein / so sie denen Armen er- theile / ob das eurer Bett Schwester wohlanstshe ? sie solte sich parken/ um ein andern Dienst sehen/ und sich keine Stund mehr in dem Schloß bstckeer lasten Die unschuldige Magd Chri¬ sti verwunderte sich derUnsiurugkcir ih¬ rer Frauen/ schweiget darzu gantz still/ machst ihre wenigeHabschaft zu s amen/ und befähle es GOtt / massen er gar wohl weiß/wann er Helffen solle. Dann Wunder! Ottilia erkranckete bald/ und ist noch ehender verschieden/ a!S Ndtlburg einen Fuß auß dem Schloß Suchet / gestalte« sie / als ob ihr k«m Unbild geschehen wäre/ der Bsi^üge- rigk Frauen in wehrender KranAund A Schwach? Mtz A 5S» Schwachheit al! e Liebe und Treu mit gar sorg mttjger Aufwartung erzeiget: ermaynrte sie zur Gedulk / undzu dem bevorstehenden Ende/ wann es GOkt «Iso beiiedre / jrch Christlich gcfassitju machen / befiylet auch zum öftern ihr Hevl in Vesten Schutz rurd Barmher- tzigkeitj durch weiches ersterige Gebett sie ohne Zwetstel erhalten - daß Vife Seele nicht gantzlich verlohren gegan¬ gen/ wie noblen sie ihre Unmildigkeit gegen Venen Armen schwerlich hat büsi sen nustsrn; Varn noch wenige Tage nach dem Hinr.tr, rt OrtiliE käme ein Gespenst alle Nacht in Vas Beschloß zu dem SchwememTrog/grorwtewie ein anderes Schwein/ und risse sich mit ihnen herum / rmt !v erfchröcklichen Gerümel/baß nremand schlaffen kun» ke/weilen es von srldigem werken Hof/ biß m di«Zrmmer h-nauf entsetzlich zu hören wäre. Alfo wurde Heinrich di- jer in ihren jungen Jahren verableib- ten Frauen Ehe-Herr (deme fie einen rintzigen Sohn seines Nahmens erzei- -rthakle) gezwungen/ einen Geistli- G K» HenOrdens Priester außden benach- barten Benedretiner-Closter St.Me- orgen-Berg genannt/ bry Schwatz gelegen/ zu rußen/ besagten Geist nach Catholischen Brauch zu beschwören/ welcher auf beschchene Frag bald ge¬ antwortet und bekennet/ er seye Otti» lien Seele/ und zu diftr Peyn verur» theiler/ wetten sie das Echn/ so die fromme Nottburg denen Dürftigen mitzuiheilen pflegte / mehr denen Schweinen als denen Armen vergön¬ net: könte nicht anderst erlöset werden/ als durch ersprießliche Mmosen und das- H. Meß Optier. Bede Stuck wurden verrichtet/ dann nicht allein ei¬ ne ehrliche Summa Geldes denen Dürftigen zu Gutem kommm/Mdern es ist auch eine reichliche Svrnd aufge» dachten St- Georgen» Berg / welch« jährlich solle wiederholet werden/ ge¬ stiftet worderr Nach welchem Otrill- «n Geist niemand mehr beschwerlich gewesen. Jadeffm aber hakte Nott¬ burg ihr einen anderen Dienst und Ort gefuhtt / und ob sie zwar wegen ihres A r weit E O §0» weit und breit erschokiesen TugenM Wandels/ widerum tnPalaiwund Schlößer von andren hohen Avels- Fraue begehret wurve/verdMZtt sie sich doch vil lieber zu einem einfeiUi§en Waurev in dem hohen Gebürg auf der Eben gmannt/nachend bey dem Kirch¬ lein St RuprechtLo jetzt der Chor dj- ser Kirchen!st/grr versetzet - ist mein Pedins biürch/ 'E G 50» so gibt es ME Sichel zu erkenne«; mil disen Worten hebet sie solche hoch über sich in die Luft/ so vst sie knnte/und ziehet die Hand w^er herunter r die Siche! aber blibe in Luftken/ wie an ei¬ nem Nagel hangen / mit Erstaunung und Verwunderung aiür Anwesen¬ den/ weiche auch um Haltung dcß von per Kirche gehalker-W Fcper-.Mmds/ sich nrcht mrhr untersim den fort zu ar» be!ten;über emkkmrömhmer sie bwGst chrl wieder herab/ mch verfilmte sich so gleich zu dem dtdmglcn Heben nach Lcm Kirche!/ alwo sie auch GOtt son¬ derlich danckeke wegen gezeigten Wun» derwercks Kaum aber als Nottburg das Schloß Romndurg geraumek harre/ begunke Hruarich gemeltsr ihrer verstorbenen Frauen Ottiliw Gemahl in allerlei) Unglück zu fallen/ alw zwar/ daß er mittlerWrü in grästr Noch gs- rachen / und fast gar verdorben ist/ dann eben um vreZett nervlich im r r-r. nach dem Tovr strner Frauen aber irr dem ersten Zahr / da die augräntzende Fürsten/ als Hertzog Olts auß Bay¬ ern/ «0Z D Zs» rrn / Md Er^Brschost Conrad der Virrdtevon Saltzburg/mitErtz-Hrr- tzogen Nlbrechren von Oesterreich in Aweyrrachr stunden/ welchem lctzterm HertzogMemhard! vonTvrol eine an* sehnliche Krigs« Macht/ worbey ville von freywilligen Lyrolffchnn Ritter- Sränden unter Hugone Graffen von Lsusters zu Hüls gesendet / hat sich E eysrid/ als erst «erzrhlken Heinrich dej; Obrist Hofnreister zu Tyrol Bru» der zu denm Bayern geschlagen/ mit» hur alle Brüderliche Freundschaft und Treu demselben aufgessger/ dardurch KtschklM// daß nicht allem einer dem andern zu Trutz die Güter verkaufte ke/ sondern es hat so gar das Jahr her¬ nach ein grosses Saltzburgisch - und Bayrisches Kriegs Heer in das untere PnnrLhal eingebrochtn/rmo alda vrß Heinrichs Herrschäßten Rottenburg / Tratzberg/ Röttenberg/ und Frrdberg gcintzlich verhergek; welches verursa¬ chet/ daß ihme letztlich bis Augen auf- gegangsn; erinneret sich derohalden / Mk nnt Nottburg ailer Sergen von E O M» seinem Eauß gewichen / sein MemM gestorben / fein Land verdorben / sein Bruder ihm« feindlich verfolget; nih- met ihme also vor/ durch die fenige Weege/dur ch welche er düs Glück ver¬ kehren/ solcheswiederzu bringen / rei¬ tet hiemir unter dem Schein zu jagen / an das Ork daNottbueg sich befände? bittet sie mit gebogenen K ym/ siesol- te sich wider rufein Schloß brgeb< n/ mir völliger Lrlaubnuß rhr-r Freyge» blgkeir allen oer-en / weiche sie würdig schätzet- wann und wre sie weite- zu er¬ zeigen. Di« heilige Magd lasser sich uorrrcden/und mir Willen ihres Bau, rens/ stellet« sie sich wiederein indem 129;. Jahr bev ihrem vorigen Herrn/ der damalen rnBrautfchafk stunde mit Fraule Margaretha von Hochenegg/ einer Schwester deß unlängst zuvor verstorbenen Saltzbucgischen Ertz Bi¬ schofs Rudolphi/ soauchKayiecRu¬ dolphs deß Ersten Cantzler gewefen. Nottburg batte zugleich ihne/ und be» dingte es außvrücklich / daß wann sie wurde sterben/erzwep Ochsen ließ; für »inen G einen Wagen stellen/unv sie darauf le-» gen/darnach st. scibsten gehen zu lassen/ und wo sie den Cörper hin wurden führen / dajelbsten zu begraben anbe» fehlen. Was aber für ein ftolocken unter denen anEeuchen ware/nachdeme sis gesehen/ daß ihre so hoch-beklagte und lang erwünschte Spsißmeistcrin wider angskommen / rsi mit wenigen nicht zu beschreiben - derScegeu GOttes wen» der sich auch Hausten - weift wieder zu Heinrich ihrem Herrn/ also/ daß er in» perhald s.Zahrrnhernachju grossem Ehren, Reichtümer? und Würden ge» langer? als zuvor jemahlen: bekäme auch oi!e Leids-Erben/so die H-Nott- burg in aller Tugend und GOttes* Forcht unterwiesen. Dem Wmoien» geben wäre er dermassen ergeben/ baß er seine Uumilde gegen denen Armen hundertfältig ersetzet: in -dem Jahr 1298- richtete er auch scin Gelubd in das Werck auf Sr GeorgewBerg (Vesten geistlichen Ordens - Herren Gemeinschaft ersehr getreulich pflegte) mit «W G 8^ mitHtifftung täglich und ewiger Gok tes'Dienst/für ihms und souderlichfür seine erste Gemahlin Ottilia. Uber di« fts noch darzu jährlich fimst hundert arme Leutke mit Brod und Fleisch/ o« der mtt Brod und Wß zu speisen z wie man es dann / jo lang/ es sey können/ fisiffzggechan/ und seine zwey SödN von der ersten und änderten Frauen haben dis S-t-Mung hHauf tausend armeLeuthe jährlich zu speisen/über Jahr hernach gemchrek Wstaußdrück» liwett Bsaehren/ daß man ra.. Tag vor der Spend? solches von der Can» tzel in allen benachbarten Kirchen ver» künoigle. Der Ackers Mann hingegen / den Nottburg verlassen / wurde an Leib UNO Gut desto ung!ückstclia?r/dan als er um alle jeme Güter gckommen/chns auch die Dörr-Suckt aantz verzehret Halts ist er von der H. Nottburg vor drm TodrhennMsucht / und durch de- rojeiben geistreiche Ermahnungen und Unterrichtungen in dem letzten Kampf Wider den döftnFemd ritterlich zu strei» tea Me U §A» ten kräftiglich unterwiesen worden/ Daß er vermutlich e.n seeliges Ende ge¬ nommen. Bey Heinrich nunmchro wäre be- siändiglich voller Glueks Echem/ ja als Graß Meinhard Landes Fürst in Tyrol undEäruchem dem r zc-s.Jahr die allgemeine Schuld der Natur be» zahlet / und jein Herr Sohn Heinrich regierender Fürst / und in dem nächst» folgenden i ?os. Jahr auch Königin in Bödeim worden / glcrchwohl meistens inTyrol verblieben/ mehr gedachter Heinrich Herr von Rsttenbürg alsdan auchALnigucher Hofmeister / Landes- Haublinann an der Etsch/ und Burg- graßzu Tyrolworden/auch im grösten Ansehen gebiühet/ biß er seinen älteren Sohn von Ottilia an seine Stelle ge» setztt/ und sich zur Ruhs in Vas Schloß begeben/ GOtt zu dienen. Als nun die Heil. Nottburg schon bey 19 Jahren widerumb in dem Schloß nach ihrem anderen Einstand in dem Dienst wäre/nahete sich alsge» mach die Zeit an/daß der gütige GOtt ßck «HS A stin§ treue Tochler/tvegen so lang auss- gestandener Mühe und Arbeit/ so lang gelüsten beständig und wohlgefälligen Diensten / beschloffen/mit derunzer- gänglichen Cron der ewigen Seeligs kett zu begaben / erkcanckete demnach um das Jahr - ;rund als sie wohk wuste/daßihr Todtes Stündlein nicht weit von dsnen / auch mir allen in jo!» edem Fall gebührenden H-Sacramen- ten verjehen/hak sie ihren Herrn wegen deß Begehrens ihrer BegrabnuK mehrmahlen ermahnet; aufwelches sie mir jedermänm'glich/ sonderlich derer armen Leuchs/unaufhörlichen Ebenren und Klagen seelighchm EQll verschi» den den 14. Herdstmonalhs/als an dem hohen Fest der Erhöhung deß heiligen Creuhes/ mit welchem/ dämmer mm- lkch sie als eine Heilige Wagd ^derzeit und keikandrg gelebet/in dem ur.gr sehr 4ksten Jahr chreö Atters mrt ihrem je¬ derzeit unversehrt erhaltenen Jung» frciulichen Ehren»Kraotzlein beschäm* cket/ erhöhet zu werden verdienet hat/ also zwar und dergestalt / daß / als WiW «KZ G U» man ihren heiligen Leichnam ( wie sie begehret) auf emen Wagen gelegec/ das Schloß - Tbor eröfner/ Wd die Ochsen eingespanek/ feynd selbige frey- willig voran den Berg hinab / zwerch über die Straßen dem Z)nn-Strohin zugegangen. Der Priester ( vermutlich em Ordens« Herr zu St. Georgen» Berg/ fambk den alten und jungen Herrn/auch Hof- Gesinö/ folgere heenach/und zwar dieerstern/zuPftrd/ weilen man nicht gewust/ wo daS Jungfräuliche Herügthum begraben werde - unten an der Landstraßen stun¬ de eine große Schaar armer Leuths/ welche alle mit vilen uny bittern Zä¬ hem übergossen / die Leiche den langen gantzen Weeg begleitet haben.Dama¬ len wäre ln Viler Gegend keine Brucke über de V m/ auch dasSchlf der Über¬ fahrt jrngttS/ daß niemand hmnbee möchte ; unterdessen letzten die Ochsen in den zchr a gelösteren Fluß und zwar/da er am rir-sssstsn wäre/ dann die Zu biser glor'. ereben Begrabuuß eben in ven» ^lssaug veß ^nvst wäre / und «O? G Zß» sihe Wunder über Wunder! das Wasser zertherlte sich beyderstits der gestalt/ daß nicht allein die Ochsen mit dem so wsrthen Schatz/ sondern auch ( me Graf von Brandeis schreibet) die gantzs Nachfolge öeß andächkig- häuffigenVolckauf dem Harken Bo¬ den/ ohne geringster Benetzung mit trockenen Fuß/ gleich wie vor Zeiten das Volek Israel erstens durch das rote Meer/ und nachmahls durch den Fluß Jordan durch gekomen/ und ob zwar einer oder der andere melden/daß sowohl das Vieh als decWagen seyen . unverletzt auf den Wasser / als auf ei» nem trucksnm Goden übergangen / mithin nur ein Unterschied crzchlen/ jedoch bleibet es/ daß zowoh! eines als das andere ein groß übemmmllches Wrrck gewesen. Nachdeme giengen dre Ochsen dem DorfDanbachzu/und als sie pesten Mitte ( aemllch den Oct noch hemrgeS TaMsSchloß genannt) Mws düzumaklen der Opsser Stock- oder Ottes Kasten/ ,o Lr.Nott» burMjUgehöreke / stünde/ erremret/ scyüd E G seynd felbkge auf den Zwerch-Weeg ek- < was zu rasten stil! gestanden/ als ob ste l gleichsam mit Fleiß die Geleiks-Leuche t erwaccekeu / welche etwas von Fernen e noch waren/ und in Ansthung dessen s' Vsrmeineken/ der heilige Leichnam mü- d ste allda begraben werden; als ste aber hinzu kamen und selbige von demWa- v gen abzuladerr trachteten/ rüsteten die t, Ochsen unversehens sott über den nach- d' sten Feld'-Weeg dem Käßbach zu/ und D selbe hohe Strassen aufwärts / biß ge- gen Eben / und dann gegen St. Ru- lv prechls Capellen / dafelbstrn stunden tu sie an der Kirchen-Mauer in Sstak- tr ten/ unter einer grossen Haßeb Stau- T den Mann bereitete sich achter den H. til Leichnam mit dem Priester und heilige E Creutz einzuhollen/aber die Qchstn nu fuhren unrerLeffrn unvermerckec be- au hend in die Capellen hinein / da ward K derselbe vor dem Altar/ ohne Zweiffel gl' von Englischen Zulhun/ nrdergelegck/ da uny a!S man es wahr genobmen/ auch de stracks hinab geeyl k / revno vi« Ostfea S Mit ungelehrten Wagen wieder her. MI auß » auff gefahren / weiches für ein neues e Wunder zu achten/weilen es kaum e möglich/ daß ein Paar Ochsen in ss u eingsschräncktsr Enge stehen/ zage« u schweigen mit dem Waagen umwen- - denkunten. x Zu ewig unerlöschlicher GsdächS- nuß diser übernatürlichen Gsschich-- z ten/undzu Ehr der heiligen Nottburg , hat Heinrich Herr und Ritter von d Rottenburg in dem Heimreiten das -- Orth zeichnen lassen zu zwey Capellen/ l- welche unverzüglich auf seine Anord* u nung und Kosten aufgeführet seynS > worden / nemlich die eine jenseits deß -- Vttn-Slrams/ da die Ochsen/ als sie überkommen / gestanden; auch einem ze GOttes Kasten dahin verordnet / da» n mit einsmal alda eine Kirche möchte ,, aufgerichtet werden; dis andere bey d Käßdach / da die Ochsen gerastet; zu- el gleich an disemOrth ein schöne Linden/ r/ damit sich dis von weiten hsrkommen- ch de Pilgram unter dem angenehmen a Schatten kunren erquicken / zuzugehn c. andesohtkn. HieSchlass-Kamer auch/ Hck G M in der Nottburg g^storben-hat er irr ei- « aeCapelle verändert- und furvbin den < WOtleS-Dienst darinnen abgewar» z ter/ wie es am och vor Liugen zu jcherl in dem asten Schloß Rokrenburg. DcrMustdiserverschlossnrnSacheN ist bald weit und breit erschallen/ auch , anjchnlicheMabsahrterr von allen/so» , rrohl ferne entlegenen/ als benachbar» ' len Völckrrn angegangen. Da dann Der allmächtige GOtl unterschiedliche SewaitigeGnaden durch derer heiligen Mottburg Verdienste (wie sie in ihrer OrrginalGejchichrzusehen- verliehen/ habe fle demnach gantz diirjch in meinet Liraney aller Tylot-jchen Land- und EchutzHeiligen mir folgenden beehren können - Heil. Nottburg du Zuflucht in al'en Nöthen- und hohe Aerde diß gantzen Annthals. Ikre in Kuvffer aber gestocheneBild'luß lolcherm- sien Unterzeichnen: 8. l^oerbu rxs, VjfZo, ILorrevburxicL, ?LtriL l^rolenli, Ii ßularir?srrovs, Lc omnium ss- Liüorum «5>lum , c^ure cum ia vivir temper sub (^ruce L?c>mi* Iii üsbst , elisrn xromerure .. «E K ZV, rum esäem exslrsri in Zlorloio cli» 'll vbiküs 14. Leptembr. ^nno izrz. r- zu Teutjch: „ Noktburg/ die heilige »Jungfrau von Rotkerrdurg / des „LyrolijchenLandsmanfchaftrsonder- " „bareFürsprecherin und Zußucht aller H ,,Betrübten, we!che/da sie in dem Le» >* „ben allezeit unter!km Creutz gestam '' „den/ auch verdienet hat mit drmjel- n „ben an dem glorreichen Lag ihres e „kostbaren Lodtes/ nsmlich den 14. " „Tag Herbst»Monaths in dem Jahr r „i;i; erhöhetzu werden. Die Ga¬ st ben und Schanckungen deren Andäch» r tigen waren dermassen reich/ daß man d vile Güter/ die Geistlich kett allda za rr nähren/ erkauftet; und über r ro.Jahr t hernach die Kirchen aus rochen Mar- mor angefangen zu bauen/ darzu eia k nicht minder ansehnlicher Lhurn von r neuem aufgeführet worden. Dievori- » ! ge CapellenGt.Ruprecht ist allein der ' Chor in dreier jenigsn Kirche/ welche ' in demJahrdeß Heyls 14)4. glücklich > unter das Dach gebracht / von dem HochwökdiM Herrn Weyh-Bischof», B r ' ftn fen Mrecht von Brixen unter St. l Nottburg Nahmen geweyhet / wie d dann der darüber außgeserkigke Ur- r kund<ünd WeyhrBries annoch bszeu- t §et; über 8 r. Jahr hernach Kak auch r Kayser Maximilianus der erste dises l Nahmens/ der gröste und mächtigste r Welt-Monarch/ diser heiligen Magd j nicht gezweiffelk die Knye zu biegen/ z «nd sie für seine Schütz-unv Schirm- Frau zu grüssen/ rndeme er mit dem l ^»ochwürdigsten Fürsten/ und Herrn i Christoph drsi Geschlechts deren Rit- < tern von Schrostenffein/ Bischoffen < zu Brixen das Gewölb der Kirchen »icht allein erbauet / sondern selbige auch kostbar sezieret; sa andere Po¬ tentaten mehr (wie es ausgezeichnet zü finden) und übrigen Gläubige nach und nach zu allen Zeiten verehret und Lesteuret haben. Uber dises / weil neben anderen unzählbaren Wunder-Wercken auch geschehen/ daß das Schloß Rotten- Lurg zweymakl aus demGrund abge- brarm der heiligen Nottburg Capel- lei Eck G le/ oder geweste Schlaff-Cammer/ die doch gantz aus Holtz keine einigeFlam- men berühret/ als hak sich der Zulauff deren Nothleydenden gleichsam als Wolken sie astda auch eine unüberwind¬ liche Burg in asten Nöthen finden/ unaussprechlich vergrößeret. Von ihremGcabauf mehr gedachtsnEbene (so unter der Pfarr Münster/ und der Herrschafft Rottenburg am Mn ge¬ höret) wird auch auf heutige Stund rin grosse Menge Erden (so die Bau« erschafft für einRauch wider alleVieh- Gebresten und menschliche Kranckhei- ten auch Zaubsrsyen nicht ohne son¬ derbare Hülff zu gebrauchen pfleget) hinweg getragen/ und gleichwohl eiui- gerAbgang derselben nicht verspühret. Zn andern Orrhen der Ertz-Fü> stli- chen Graffschafft ist dis Heiligkeit Nottburgce in nicht minderem Anse» den/ inveme ihr zu Ehren auch vile Al¬ tar erbauet sspnd. Za eine hsrsiichsZeugenschafft gibek der yochselchrteRirrerZrantz vonGs- tzerr in seiner vor soo. Jahren von ei- B r KMk Hand hinterlassenen ansehenW chen Kundschassken / und zwar am rf sten Blatt seines Ctammen-BuchS von dr>er unserer heiligen Noktburg/ mit folgenden : St. Noktburg/ die begrabm ist aus der Eben/ auf der Straß gegenAchen zu/ die wäre gewe¬ sen Köchin eines Herrn von Rotten- bürg/ und daftibsten ihnen gestorben/ von dannen durch zwey Ochsen/ auf gedachten Eben zu begraben gezogen. NonburZiz ors pro nobir (Vas ist: Heilige Nett bürg/ bitt für uns) die dasige Noktburg/ eins hnl-ge Jungfrau imgantzen Land/ LerGrass- jchastk D-rol und Bayern erschollen ist/ fonLerttch Lurch die Wunder. Zei¬ chen/ so bey demselben ihrem GOtres- Haust/ barinn sie begraben/ die sie in Nöthen anrussen/ mannigfaltig ge¬ schehen/ äusser derHeiliMr und gött¬ lichen Leben/ voran mit Mildigkeit ge¬ gen denen Armen/ daß sie im Leben erzeiget hat. Matthäus Burglehnsr aber / der ebenfarleRiltsrmüßiZeLycolischeWe- schichts E schichts-Schreiber/Ober-.Oesterreichee rischer geheimer Rach und Regie» rungs Cantzler in seiner unter demTi» tut deßTyrolischen Aolers hinterlasir» ner Hand - geschrr'bemr Cdro^ick lib. n. ( gleichwie mir der Lob'würdigff» regierende Hochwürdige Abbt zu Stambs/ Herr Frantz Lachemeyee gnädig berichtet ) mercket von diser unserer heiligen Jungfrau kürtzlich folgendes anSt.Nottburg wird in der Hrrrschasfi Roltenburg am Vrm auf einem zimlich hohen Bsrg/auf der Eben genannt/ mit grosser Andacht verehret in ihrem GOttes Hauß da» selbst. Daß demnach gar stglich si- nes/ was der ko§r singet/ hier Statt gefunden. Lic Zorsc, vivltque erism pass 5a, oer« virrur, Das ist: Nach dem Todt auch herrlich glantzet Lugend in dem Leben g'flantzet. Alzo pflegt nemiich GOtk/ein Herr¬ scher über atteDinge/dieDemüthige zu erhöhen / und zu sitzen unter die Für« s» s« E O ZW pen seines himlischen Volcksi Vana nicht vile Evle / nicht vile Mächtige / 7 sondern dasSchwache diser Welk hat !. GOtt ausierwöhlet / damit es das Starcks zu Schanden mache. Das Geschlecht deren Herren von ' Motrenburg wäre von dieserDienerm GOrtss mächtig erhöhet worden; doch der letztere difss Nahmens und Stammens/ GOttdeßHEcrn und seiner Treu vergessend/ hat mit dem Ertz - Hertzog Friderich von Oester¬ reich / Landes-Fürsten derer Lycoli» scheu Landen/ Krieg zu führen sich ver« messsntlich unterstanden / gleichwie aber Meineyd gegen seinem natürlich? E r b-und Ober-Herrn nur den Frevler Mosten trifft / also ist es auch disem Heinrich ergangen/ dann er hernach deffenGefangener/und auf einmal um zwaintzig taufendBnlden baareSOeld xestraffet worden; endlich nachdem er bas Spiral zu Calrern erbauet/ und reichlich gestifftet / auch zwey Hoch» Grässliche FraueGemahlinen gehabt/ -uv nur außder riyen (nembüch auß Agnes MH D ZW Agnes Gräfin von Wartenberg) ein , einige Tochter Barbaram erzeuget, k ist er in dem Jahr Christi 1416. samt l Mm hochansthnlichenStammen von dem Dchau-Piatz derWelt abgelret» ren. Die Feder nunmehro von der heili¬ gen Nottburg eiszuhalten - vermah¬ net Mich der ?oLc, da er über ihre Bildnuß also singet» Ui! oxu5 kic cslrmo, lcrizrtis tsris omnia coelum; ^nnsler viks piÄs rsbells refert. ^ociüsm speötar srmsram islce, iereotem Tuners grsra 5smi,muners Ars- ts liti. Ipls tuum srsuäar Levium» Uorc- burgs tiligue, Ut guoä ecjss ksbess Loäre » guoä Zre bibar. kslr guogue, äum cellst, msgir korres mellibuL implec, Otis?!ur niwio lsvKs Isboreju« vsvr. B L So So zu Temsch a!so lautet Schweig still Feder/ weil erhebet/ Und das Bild/ was wir verlanget; Wie Nottburg aufErb gelebt / L)r's mit einer SiLel prangt. Was zur Nahrung sie erbauet / Nicht ihr/ sondern Armen gab. Auch mit Ruh sie doch cinschneidet/ Betten mehr/ als Müh vermag. Ihren heiligen Gedachtnuß - LaA rsihme auß folgesder mir von Ihrer Hoch - Cbewürben Herrn Johann Martin Creutzweger / der heiligen Schlifft OoKore und OelisuceoiN Aillerstall überschribenen Nachricht: keüum 8. dlortburgL 'I'xroleost« Lelebrsrur 6ie 14. LepcembrU inci- äeotein ,, gen LvrolischevNottburg/wird be» „ gangen an dem 14. Lag Herbstmo- „ naths/welcher einfallet an dem hetli- „ gen Lreutz - Erhöhungs Lag. ES r,seynd vorhanden auch Bischöflich» „ Brsinerifche Urkunden/ vor der je- ,»zigen ihr zu Ehren erbauet« und ein» „ geweyheten Kirche. Sie ist höchst- „ iverrh / daß man sie mit allem Ver- „ trauen asruffe und verehre, siatema» „ len noch bey Leben/ zur Zeit drß ein- „ r .muschen Kriegs sie sich eine Mit- ,, irrin und Friömö Verhelsterin ,-POtt für urL erzeiget. 2^olan/ so lastet uns selbige vorderist verehren mir unten geletzter kleinen Andacht. l^snc bigorism coUegi ex?rancik- citIoremiOrUm. b Hueti.üc l^iopo- 6ui,kinonühjc>bi1i»b1een5 communicare, Le pro aiiir viri« ertentiir srism inkormsrioaer ä«lrs «oa ileciiZasblcur. Lehr, Lehr« Stuck. Gezogen aus dem Leben der H- Jungfrauen Nottburgce/fük i alle Dienst-Magdrn/ wie sie GOtt und dem Menschen gefällig dienen sollen. eALaube allgewiß in einem fedess Stand könne man Christlich le« ben/und seelig werdenzwann man nuk lebet nach der Regel/ welche GOtt ei' nen iedem Grand ausgesetzet. Die hei¬ lige Nottburga wäre von GOtt be^ rußen und gefttzer in den Stand einer Dienst - Magd/der vor der Welt ver¬ ächtlich scheinet; hat doch in selben ein solches Leben geführrt/ welches sie vor GOtt und der Welk zu grosser Ehe und Glory gebracht. Brst du villeichk in einen solchen Stand durch Gütli¬ che Vorsichtigkeit gesetzet/ habe acht / daß du dessen heiligen Beyspill nach¬ folgest / verhalte dich gegen GOtt / gegen deine Herr-chassl/ gegen der Herrschassl-Amver/gegen deinenMit. MHW . Bevienten/gegen dich selbst«» also/lvie sich dise heilige Nottburga gegen al¬ ten Visen verhalten/ wie dich folgende Lehr-Stuch so sie mit Wercken in ih- item heiligen Leben gelehret/ausweisen, Gege/'GOTT. k. ^Eye zu Friden mit deinem Stand/ nicht beklage dich wi¬ der GOtt. Durch Dienst und Arbeit werdest du den Himmel erlangen; LiLeichr siedet GOrc vor / daß du in Neeichthum und WohlstandzuGruuV gehen wurdest. 2. Gedsncke EOtt seye überall/ se¬ he alles/keinOrkh ist so finster/kemOrt' so klein in welchem das Göttliche Aug dich nicht sehe. Er als ein Erforscher alierHertzen wird ostenbahren/wasou denen Menschen verbergest. Nachdem? du erwachest / sollen Verne Nevanckm aufGOttseyn. Er- fchröcklich wäre es.daß du ehen. er den Leustei/ als GO» / ehrrjr Dijem jch^n^e ourch beirre gute Äsepoung die Hak- MZUW» Harts Arbeit deß Tags/ wie reich wer¬ dest du an Verdiensten seyn. 4. Nicht solle das Schlaffen lieber ftvn als das Betreu / nicht lieber das Berd/ als die Kirchen/ villeicht kämest ' du tciglich Meß hören? wann du et¬ was den Schlaff abkürtztest. f. Nihme in der Frühe kein Arbeit , Lor/ es teye dann/du habest vem Mor- gemGebett verrichtet. O wie gehet die Arberc nachmals schlecht von stat¬ ten / wann man den Tag nicht mit Gebe« angerangen. 6. Nicht seve GOtt untreu. Gibt dir der Herr oder Frau Ertaubnuß in die Archen zu gehen/lauffe nickt ander- werths demer Sinnlichkeit nach. Bu kanst andächtig ftyo und dannoch zu xechrer Zeit nach Hauß kommen. Bis Meß wehret selten länger/als eme Hal¬ de Stund. 7. Schwitzest du und mattest deinen Leib den Tag hindurch mit Arbeit ab/ erquicke öeme Seel mit eium «nsack- ttgenSeufftzer zu GOll/Christus hat Fg mcht MNM als du Mtvesttt; di- biser und dergleichen Gedanckenwet- den drr die Ärderrh ringeren. 8. Vor dem Schlaff vancke GQtt für die Gutkhaten deß Tags / bereue deine Sund/ bitte GOtt / und deinen Schutz - Esgel/ daß sie dich durch die Nacht beschützen; dann also solle ei» Lüler Christ schlaffen gehen. 9. Wann die Zeit deß Schlaffens angekommen/gebrauche dich derselben die natürliche Kräften zu erhalten/und verzehre selbe nicht mit lären verväch- tigenGejchwätz/dannr du zeitlkchzuvec bindacht und Ardkith erwachest. 10. Än Sonn und Feyerkägen solle deden der heiligenMeß auchc-re heilige Predig dir nicht zu lang seyn. Hast du aber vileicht eine so laue und unan- dächtige Herrschafft/die drrdtseS oder auch die tägliche Meß durch dre Wo* chen zu deiner Seelen-T! ost nicht vec- > gönnet/wirdGOlt ve»nsn gukenWtl- ferr annehmen. i l. Alle Monsth sollest du auf das wenigste einmahl das heilige Sacra» yrent ökk rLeicht vsrkkchttn/ und das Hoch* Hochwurdigs Gut empfangen. Nkcb- >„ tes gefährlicheres ist / als dife Andacht ' lang aufschieben/ dann der Todt konr- «M ost geschwind und gäh. 2 §. 2. ° Gegen der Herrschafft. r.tc-Slut deß vierten Gebotts bist dü schuldig deinen Herrn undFrau» ' en zu gehorsamen / sie von Hertzen zu , lieben/ und äusserlich zu ehrens mithin . hast du zugleich auch grosse Beloh- ' rmng von BOtt zu gewarten. 2 Schuldig bist du zu gehorsamen/ aber so lang man Sir nichts / was wi¬ der GOtt und wider die Lugend ist / befihlet/ oder von dir begehret. Du kanst nicht zweyen Herren Menen/ der Mensch befihler es / GOtt verkettet es/ wem wilst gehorsamen? Gehorsame behend/mit Freud/ und willig / so wird dich GOrr / und die Menschen lieben / nichts schwerer und närrischer ist/als dieSach/ welche du endlich thun must / mit Unwillen/ Verdruß und Langsamkeit verrichten; wem plagest vu/als dich sechsten z 4. Ist deins Herrschst fromm und gottesförchiig/ folge ihren Exempel; mercksst du aber/ daß wenig Tugend bey Hauß ist/ ärgere dich nichr/ bitte vilmehr für ste/ er/etze den Abgang mit deinerAndachk/ undBOtt wird inÄm fehung deiner den Sergen in das Hauß schicken. 5. Nicht trage deiner H-rrschastt Fehler und Mängel aufdenMarck/ und breite fie überall auß. Ehr ab» schneiden ist eine große Sünd wider die Liebe veß Nächstem gar hart ist den gmenNahmen zuruck zu stellen. Äavst Pu sie nicht loben/ schwere still. 6. Har dich das Unglück gstrosten/ baß du in solchen Diech^sekommrn/ da man dir rvemg gut« Morl grdt/ stündlich außschslket / alle deine morit uns fisch tadlet; Da zeige/ daß vu..°a Christ ftyest/ und glaube denttr Wor¬ ten Christi. Setlig stynd die V"fol» Kung leyden. 7. Aken Zorn und Unwillen / alles Fluchen/ Schelten/ Wider-Muren/ -und ÄNkMrn gegen deiNk Herrjchasjk ,ok md soltsst du dich enthalten/ GOtk straffet e!; schwer jene Sünden / so wider die 'nd Obrigkeit begangen werden. Nicht ltte habe du das letzte Wott- rik 8. Seekig ist der Knecht/ lautdrß ln, Evangelii/ der auch in Wenigen oder as Lt'lcrnen getreu ist. Nichts behalte/ was dem nicht ist/ nichts vergebe/ be» fft wahre/was drr aubefohlen rst- Auch F/ durch Trägheit kanst du deiner Herr- b» schafft vil schaden/ und wie werdest du er solche ersetzen? Gegen denen Kindern der / Hsmchafft. / r.WAJemandkan leichter zurTugenV / oder Boßhert angeführt wer- k den/ als die Jugend/ was sie von an- i deren/voraus -enen/so imH^uß ftyno/ l täglich sehen oder hören/ lchwen sie/ ohne daß man ihnen solches drsihksk. So habe dann Achtung/ daß du ihnen kerne Liergemuß gibest. Dann besser wäre es/ wann man dich mit dem Mühl - Sttin an dem Hals m das Mrer E s M Meer werfet/ als du einen Klemen är- gcrst/sagt Christus. he r. Bist du am und ausgenommen/ vl die Kinder zu erziehen/ halte darfür du sa habest ein grosses / und gefährliches In Amt/ dann wie du das Kind fetzt zier H hest/ also bleibet es gemeiniglich; an w dir liget vil/ ob es einSmals GOtt zu ni Lob/ denen Eltern zu Trost leben/ und scl als ein Kmd der Seeligkeit sterben 6 werde. d. Vor allen unterweiss sie inChrifl- li kicher Andacht. Sage chmn oft von v GOtt/ und von unser lieben Frauen/ rc zeige und lege ihnen aus die heilige § Bilder / das heilige Creutz , Zeichen cl solle das erste Meister- Stuck seyn/ d fanget «6 an zu reden / gibe Achtung/ d daß es ehender betten/als liegen könne, r 4. In Unterweisung seye gedultig/ unvsrdrosten/ und beständig/ gedencke r allezeit/ du gehest mit Kindern/ nicht l mit verständlgen Leuthrn um. Und 1 wann du von vir sechsten/ der du doch 1 bey gutem Verstand bist/ nicht alles t kanst zu wegen bringen/ warumen be« f gehrest solches von Kindern. 5. a'r» z.Wann du schon vier-acht-oder ze* henma! eine Sache denen Kmderen en/ vorgetragen/ und fassen sie noch nicht/ du sage es zwantzig-oder dreyfigmal/ end» ^ss sich wird es ihnen bleiben/ alles brau» ie- chet Zeit/ dann der Avffel am Baum an wird nicht in emem Lag zeitig / auch zu nicht in einem/sondern mehrStreicherr nd schlaget man den Nagel in die Wand, en 6. Absonderlich meyde/daß du die Kim der aus Unwille» nicht mit ungebühr« st- sich-viehischen Nach-Nahmen auss >» machest: nicht Hund/Bestia/Teuftk n/ rc. sondern Frantzel/Theresel/rc. ist eS ;e Kinds Tauf Nahmen. Nicht verfiu» n che sie/ oder wünsche ihnen Übel/ dann 1/ du darvurch nicht anderst erhallest/alS l/ daß die Kinder alle Lieb zu dir verlies t. ren. Ein gutes Wort richtet alles. / 7. Lieben sollest du die Kinder/doch e nicht närrisch/wie derM; vermerckest/ L daß das Kind anfanget boökasftig zir r werden/ gestatte es das erstemal nicht/ - so wird es solches das andrerem«! um k terlaffen. Der Ungehorsam/ das Lies > sen/ ein freches Maul / Faulheu zur An- O? G -H- Andacht / seynd die erste Untugenden deren Ärttdern/ raste keine unrer ihnen aufkommen/ bitte iur sie beyGOtt. 8.Geschjchk es/ das drr/ als dem ge- treuesten und der Meynunq nach ge- scherdeften Dienst-Gottes/ dis erwach¬ sens Kinder/ vorsuß an bekannte ehr¬ liche Orth zu führen befohlen wird/ seve nicht der höllstche Weeg-Weiser jene in gefährliche Orth zu dringen. L. Ist aber Vern Bienst nicht mit denen Kindern umzugehen/ gehe auch mit ihnen nicht vil um / damit weder du ihnen / weder sie dir Gelegenheit seyn eintziger Sünd. Nichts weniger solle man in dem Hauß gestatten/ als die Gemeinschaßt zwnchen denen Dienst-Gotten und Kinsern / abson¬ derlich da sie erwachsen. io Hörest/ fichest/oder vermerckest du in Kmvern etwas Unrechts/ fürchte dich Nicht solches mit Bescheidenheit denen Eltern anzudemen r ftynd sie gottsförchkig/ werden sie sich befleissen solches zu besseren; seyns sie von der Wdt vschrmvtk/ achrrv/ g-erglauben si¬ ne» G ftv gri mi SL> em be WL üb dir ihr wt dil die vil lch chen sie es nicht/ Kari du oanrroch aVzsr't dei¬ nen neu Verdienst Key GQkt. §. 4. Gegen dmeMit-Bcdttntctt. rch- r seynd zwar schuldig einen >hr» jeden Nachsten/wer der immer ird/ stv*/ zu lieben / so scheinere doch eine jftr sröffere Schuldigkeit jene zu lieben/ mit denen wn wohnen/ heben und le- mij SLN/ arbeiten und essen/ mit denen wir uch emcr Herrschafft dienen. An dster Lie- der be und Einigkeit hat GOTT sein- -eit Freud/die Herrschafft oenNutzen/vi- zxx Bedienten eine Hüls und Trost, alg r. Wann deine Mit«Gesp mit-Hin-undHer» wo tragen. Wirst du angegrisfen/schwest ge/eder entschuldige dich bescheidentlich der und wirst allzeit dasLob davon tragen. M s.Nicht mache garzngrosieFreund- hg, lichkeit mit andern Bedienten/ form- gleichen Geschlechts feyno / alle Habs Christlich lieb / doch fliehe dise ver- dachkliche Vertraulichkeit; allezeit mit rimm / allezeit allem/ allezeit in der Lin- ilk Fister reden/ wacher mr keinen guten m Nahmen. stt 7. Nie mal l isse dis Sonvs ehendek' untergeken/als du dich mit deiner Ge- die speinnm verglichen/ so du ekwann auß >Us Menschlicher^ kbrschlichkeir mir ihr in' 'N/ Uneinigkeit gekommen. Deins eigene' cht Liebe ver; lendet dich/ wann du sagest: - tt» ich habe es ihr schon verziehemaver re¬ im den mag ich mit ihr nicht/ ich kan ihr' 'st- diies nicht vergessen 4 was für eine Lis- sts be istdise - in emem Zimmer wohnen/ / und nichts reden wollen. eit 8. Seve gegen allen irr-und äusser ' E deß Hauses freundlich und liebreich. - ide KomenMnw vor die Thür/gibe ger n/ / rr* was du mit Erlaubnuß geben kanst.. ei" Hast du aberwarkasstig nichts zu ge- - ich ben/ gibe wenigst den Bittenden gute -' m. Wort/dises Allmoft kostet dich rnchkS// ld" Hal doch sein Lohn bey Christo-» »r! Gegen sich selbst). lit rdsUf kerne Sach habe mchr acht/ »er als aus dich sei ost / /nemW auf C- der- - deiner Seelen-Hry!, aufdkr Tugend/ auf den guten Nahmen / und letztlich aufdie Gefunche-k^ was oftenschad» lich oder zu wld r / fli he nach aS^en Kräften. Was hülft drr/wann vu an¬ dere bedienest/ oder vrle Gunst erwei» ftst/und dich ftlbst nachlässig verlierest. r. Es ist ein Glück solchen Dienst haben / wo alles nach Wunsch gehet; man liebet / lchatzet und besoldet dich gut doch ist es em zeitlichesGlück/nicht henge dein Dertzdaran/vorauß wann du merckest / daß deine Tugend und Ehr allda in Gefahr stehet. Ander- Exempe! sollen dich schröckcn. Villercht beichtest du oft/ erschei¬ nest oft in der Kirchen / bereuest deine Eünd/ versprichst Besserung; aber Ie holdseeligste Fürbitt dsr Helli¬ ngen Jungfrauen Nottburg wolle uns/O HErr! bey derGöttlichenMa» zestcitt jederzeit zuHülst kommen/da¬ mit wir in allen unseren Nöthen ihres tröstlichen Beystandes geniessen / und durch ihre kräftige Fürsprechungea auß dijem Leden zu dem Ewigen der- maleins seelig hinsahrrn.mögen/ durch dich- O Christe JLsu/der Welt-Hey- land/ der du mit dem Vatter / und Heiligen Geist herrschest und regiere^ zu ewigen Zetten/ Amen. Zu der Prim. O GOtt merck auf mein Hülff! rx. HErr/ehle mir zu Helffen. EhL sey dem Varrer/ rc. L 4 Loh EG Zs» Lob^Gejang. -M? Lslch einer schönen Lstgen War ihrs Zungfrauschafft / Auch bist könt vertilgen Kein Feind/ noch HöllswKrafft Wie d'Stern hat sie gescheinet / In Liebe gegen GOkt/ Ost bitterlich bewslnek / Wann sie fach in der Noch Ein Bettler voller Leyden / Hulsts sie ibm behend / Weil sie in ihm all Zeiten Christum hak felbst erkennt. Lob-Spruch: Diß seynd diefenige/ die nicht stund bestecket worden -.dann sie seyvid Jungfrauen / diesslbige fol¬ gen dem Lammiwoes hingehet, /^poc. 14. F.Hülff uns Q H. Noktburga! Damit wir deinen Leben treulich Nachfolgen. Gebett. ,Sie hsldfteligs Fürbitt/rc. Wie oben, s« MfG -D Zu der Terß. O GOtt merck auf mein Hülgl se. HErr evle mir zu Helffen. Ehr fey dem Vatter/rc. Lob-Gesang. Att Eil sie wegen ihrer Fraue» Ungütigen Verbott Sich ferners nicht dörste trauen Nur auch ein stücklein Bros Den Armen darzureichen / ^Lpart sie mit grossen Fleiß / O grosses Liebes - Zeichen ! Für sie ihr eygne Speiß; Wird deßwegrn außgelchlossen Auß ihrer Herrichafft Gnad / So gar auß dem Schloß verstossen/ Wo sie gedienek hat. Lob, Spruch. Du Haff mir außg holffen nach der vilfaltigen Erbarm, nuß deines Nahmens von denen Hcin^ den deren jenigen/die nach meinerSee- len stunden/ und denen Pforten der Lrübtal/ois mich umgeben. Lcc!e5.15 C 5 ix.Sie - K ZS» ^.Stche uns bey in alien unseren Nö¬ then/ Antigen/ und Trübfallen / O H. NoMurg! Auf daß Wik durch deine Fürbilt von denselben defteyet werden. Gebekk. Die holdseelige Fürbitt/rc. Wie oben. Zu der Sext. O GOtt merck auf mein Hülst Hr. HErr eyle ' ' . Ehr sey dem Vatter/ rc. Lob-Gesang. /ALeickwie der schön Carfunckl- Stein Mehr glantzet bey der Nacht/ So wardNoklburgcrTugendrScheitt Mehr in das Liecht gebracht/ Da sie bey einem Bauers. Mann Verächtlicher zu leben/ Makme sehr schlechte Dienste an Der Demuih gantz ergeben; Diß allein sie wände ein/ Daß sie zwar dienen woll/ Doch wann Abend Feyer wird fevn/ Are Men taffen joü. Lob» LoKSpruch. Holdfteligkeit ist ist deineLesfjen außgegoffen/darumen hat dich Gott gefeegnet in Ewigkeit95.44. Heilige Nottdurg/ du Spiegel dev Demuth/ bitt für uus. He. Auf daß wir in unserem Gemükh uns wider GOtt niemalsn erheben. Gebett. Die Holdseelige Fürbirt/rc.Wie oben. Zu der Non. st. O GOtt merck aufmein Hülff! 8?. HErr/ eyle mir zu heißen, f/. Ehr jey dem Vatter/rc. Lob - Gesang. d/Ls sie Waitz schneiden sötte An einem Samstag spat!/ Und nicht gehorchen wolte/ Weil VFcyre schon antratt/ Der Bauer auch hart sie tribe/ - Da debts ihr Sichel auf So rm ruft hangen blibr/ Wunder! rußt alles auf! Lafftt die Arbeit stehen/ Laustet was lausten kan/ Cs Alle «S« V N» Alke zu betten gehen / Wie J^errburg vor gethan» Lob-Spruch O wie schön ist ein keu, sches Geschlecht! daß mit Tugenden leichter 4 dann seine Gedächmuß ist unsterblich dieweilen es bey GOtt und denen Menschen bekannt ist. 839.4. Zu dir/ O HLrr.'habe ich meine Seel erhoben. y. Mein GOtt/in dich hoffe ich/ und werde nicht schamrot werden. Gebett. Die holdseelige Fürbitt/rc. Wie oben. Zu der Vesper. Zf. O GOtt merck aufmein Hülffl HErr/ eyle mir zu Helffen. Ehr ley dem Vatter/rc. Lob-Gesang. ZOAchdem ein Zeit verflossen / Gieng ab vie Frau mit Todt / Die sie zuvor verstossen Wegen der Armen Brod / Da ha-'s der Herr aufg'nohmm Zn jein gantz singenvö Hauß/ I All'« W'n Ssey'a zugleich bekommen - Sv mir ihr gangen drau'ß. Nun hatten auch Vie Armen Ihr Mutter an ver Hand/ Die wider durchs erbarmen / Als Kinder sie erkand. Lob-Spruch. Viele Wässer haben die Liebs nicht etlichen können / v«» die Ströme werden sie nicht dämpf» fen. Lsnr.8.v.6. Sie theilte auß / und gäbe denen Armen S. Und ihre Gerechtigkeit verbleibet in Ewigkeit. Gebett. Die Holdseelige Fürbitt/rc.Wieoben. Zu der Komplet. Bekehre uns/ O ^Ott / unser Hcyland. Und wende deinen Zorn von uns ad. O GOtt merck auf mein Hülst HErr eylemirzu helsten. Ehr sey dem Vakter/tc. C 7 Lob, stau ED §0» Lob-Gesang. FZrNdkich nach bilen Jahren/ Lis sie zur HimmerS-Cron Seelig ist abgefahren/ Sach' man erst Wunder an. Der Dnn lhät sich zertheilsn/ Da die Leich kam daher/ AZil Kranckethätsie heilen/ Und g'fchach noch Wunder mehr. Zwey Ochfen ungeleiter; Sie hatten hingeführt/ Ws mans ins Grab begleitet! Ihr ewig's Lob gebührt. LobrSpruch. Ich will im Friden zugleich einfchlaffen/ und ruhen- dann km O HE«! hast mich sonderlich in Hoffnung gesttzet. ?lsl. 44. A Verlaffe uns nicht in der Stund deß Tobtes / O heilige Nottburg I Sondern beschütze uns vor UNMN Feinden. Gebett. Die holdftelige Mumr/rc. Wie oben. Auftpfferung. frau Nottburga! dero Helligkeit GOtt durch so vlle Wunderhaten derWeit kund gemacht hat/undanoch machet/ nihme an diss kurtze Tag»Zei» ten/ welche ich Vir zu Ehren ametzo mit inbrünstigen Eyffer adgelssen und ge¬ bettet habe/ und bitte mir auß bey dem gütigsten GOtt/daß ich in diser Welt deinen heiligenFußftapffsn Nachfolge/ meinem Stand gemäß keusch und rein Leben/ Geduit in Unbild/ Ersatz und Leyden / eine rechtschaffene Liebe nach deinem Beyipill gegen denen Armen/ betrangtsn und nothleydenden Men¬ schen/ erhalten/ und dermaleins mit dir und allen Heiligen GOtt ewiglich gnschauen möge/ Amen. ÄsGGGSOGODGAA -D Litaney Zu der Heil. Jungfrauen NstLburg. L^Err/ erbarme dich unser. Christa erbarme dich unser. HLrr/ rrbgrme dich unser. Ehriste/ höre uns. Christs erhöre uns. GOil Varrer von dem Himmel/er¬ barme dick unser. GOtt Sohn Erlöser der Welt / er¬ barme dich Ulster. SO» Heiliger Geist / erbarme dich unter. Heilige Drryfaltigkeit / ein einiger GOtt/ erbarme dich unser. Heilige Maria / ) H. Jungfrau aller Jungfrauen / Heilige Vottburga / Du Gespons Christi JZsu / Bu Sch«e-wctffr Lilien derRei« nigkeit. Du wohlriechende Visl der De- L muth / Du Speißmeisterin derenArmen/ Du starčka Schild der Äedult/ » und Sanffkmuch/ l' Du Beylpiel des; Vertrauens zu GOtt/ Du immer-brenrnde Sonne der Lirbe GOttes und deßNa^sten/ DuLikdhadrcm deßChreutzLhrkst!. Dir «F G ZV Tu g e h orj am e Nachfolgerin^ Christi/ 'Du anc-ezündtes Rauchwerck des heiligen Gebekts/ Du vollkommenes Ebenbild aller Tugenden/ Du Spiegel der Heiligkeit/ Du großmüthigs Uberwindsrin deiner selbst/ Du Pflantzerin deß Fridens und Einigkeit/ Du gecreue/und vorsichtigeHauß» Magd / I Du herrliche Verkünderin deines glorwurdigsten Todtes/ Du unverwelchliche Blum deß Paradies 7 du Lamm GOktes! welches du hin¬ weg nihmst die Sunden der Welt/ erhöre uns O HErr. O du Lamm GOtteS! welches du hin» weg nihmst dre Sünden der Welt/ erbarme dich unser O HLrr. Lhrisie höre uns. D H C U! C ft li d r s i I Lhri- Bitt für uns. Eck G ZV > Christs erhöre uns. HErr erbarme dich unser. Christ« erbarme dich unjer. HErr erbarme dich unjrr. Vaiter unser / rc. Lob-Spruch. Gleichwie der Mond unter denen Sternen / und wie die Sonne durch die leichte Wolcken / al, so hast du gsleichket in denen Tagen. für uns wunderthätige Hei¬ lige Jungfrau Nottburga. Hr. Auf das wir durch deine Ver¬ diensten zur ewigen Freude gelangen mögen. Gebett. / W Allergnädigst liebreichesterGOtt! berdu dieheiligeJungsrauNott- , burga an Seel und Leib/ in dem Leben , und Todt lo herrlich geziert hast ; ver- leyhs uns gnädiglich/ daß wir alle/ die aufihreVerdienste andächtig vertrau¬ en / in unserem Christlichen Wandel dir allster gefällig ftyn/ und dorten von dir den imerwehrsnsm Lohn der Seeligkei! empfangen; durch ZLsum Lhri» «s« G SM Christum deinen ek igenSoha unser» HErrn und Heyland/ Amen. Andächtiger Grueß. b^Egrüffek ftycst du keflige Nolt- bürg durch das aller süsseste Hertz JElu Christi / du dist bereichet mit Gnadey/rmd Lisde/du bistgebenedeyet unter denen Heil. Jungfrauen / und gebenedeyet ftye auch der gütigste GOst/ der dir jo vile Gnaden errhek let hat. Heilige Nottburg du Zierde deß Himmels/ und Zuflucht aller Be¬ trübten auf Erden bitte für mich ar¬ men Sünder / und erhalte mir bey GOtt Hülff in allen meinen Nöthen/ sonderbar aber in Visen meinem Ault» gen / stehe mir bey in meinemfletzterr Ende/ und führe meine Seel zu denen ewigen Freuden/ Amen. ^nripkon. Wersichrühmet/ der rühme sich in den HErrn/ dann der ist Nicht bewehrt/der sich selbst lobet. Der Geruch diser Viol stiege auf Vor das Angesicht GOttes. N. Und dcß AiterhöchstenZorn wer¬ de geststlet. Gedelt UL dict nrr Ju UN! Gr An Üb, her g" sch! der B B E G seru Gebetk.. ! der ou glsxwür^ig m der« skt- »en d -l gen / und wundr^ar- licb in deiner Marestät drst >oir bitten mit dich in Anschen derm Zierde sten dei- yet »ek Heiligen kremn Dien lin und M Jungfrauen Nottdungce/ vu wollest ste uns durch dero kräisiiqe Fürbitt die xj, Gnad verltyhen/ikre k ilme Demurh/ Andacht / auch al! andere von ihrge» übte5uaend?n/und dir wohlgefällige he-l'ge Werck unal-laßlich nacdzufol» gen / damit wir nicht allem vor Be¬ ri/ jchlieffung unsers elenden Lebens mit t, denen heylsamen Sakramenten der M Buß/ deß Allerheiliqstm Leibs und m Blurs Cbrifti/ und der heiligen letztes Oelung gestarckek/sondern auch / wie § sie/deiner ewigen Glorn rheilbastng werden köstnen. Durch Christum deinen einigen S okn/ unsirm f Heyland/ - A M E N. Gag-Mrdnung/ Der Geistlichen Haußs Magd. MRomme Christen köret an / Wie man heilig leben kan / B! Mann man schon den gantzrn Tag Kaum was wenigs betten mag. L» Wisset/ daß man sagt und lest / Daß ein Dknst»Magd sey geweffi W Nn derselben wäre zwar Nichts von aussen sonderbar. z. B Dann sie gi'enge ein und auß/ Micpkek chrsn Brrnsi z'k Hauff/ W Dß und Lranck wieanv're Leuth/ Waresrölichaltezett/ 4. W Ware doch so kuaendreich/ Dap ste kn -Verdi- usten gleich K Einen der schon viertzia Jahr/ In der Mett ern Büsser war. ;» 5- Molk ibr rvWn/ aufwas U.« ch-erek/unb n ercktt aut mit Mriß/ , Was vie fromme geistlich Wagd von sich Mit hat ausigesagl. >- Ordnung. r. W^?lnn ick/ log? sie/ wache auf/ ^-DMick gletö wend zEOtt hinauf Blkttdayermrchb'hutvor Süav/ >S Daß ich bleib em gutes Kind. . r. Mann ich leg die Kleider an/ Dencke ich mir Fleiß daran- »efii Mie mein JElus angelegt/ Mit dem Spot Kleyv war bedeckt. 2. Bey der Gürt! dencke ich / Mann ich jelbe nikm um mich W>e mit Stricken g'dunben war ZEsus von der Juden Schaar. > 4' Man ich meine Schuh anleg / Dencke ich an rauche Weeg/ Are mem Hek-land.IEsu Christ Auch ohn Hchuy ost gangen ist. 5, k- Bev dem Schleyer/ den ich krag / D' ncke ich zugleich alt Tag / Wle man Sir mirGporkunvSchandjD' JTiu Vein Gesicht verband. 6. Und wann ich mein Haubt bedeck)' W< Ein Mikleyden ich erweck / 5 Da d°r ck ick wie GOttes Sohn O I Für m ich tragt die dörner Cron.. i 7.. Wann ich bey der Fruh-Meß bin// De Dmckr ick/ick geb dahin / Wo mein JEsus vor fein End Bi Ewgejetzt Vas Sacramenk. ! 8. Bette an das höchste Mut om ZEsu Christi Fleisch und Blut/f Schließ mich in das Opfer em / Die auch in vem Fegfeuer seyn. 9 Wann ich wider geh nach Hauß/ Oder sonsten gehe auß / / Denck ich wie man durch dieStadt / / JEjum Milch gführet hat. io. Warm ic>. / Wann ich dann das Haust auffköhr/ Denck ich/ ich seh und hör/ and,Wie mein Heylarw aufderE rd Grausam umgezogsn wers. i Wann ich bey dem Feuer bin/ Kommt mir die Begierd m Sinn/ O daß auch mein Hertz und Sinn/. n.. GOtt von deiner Liede brinn. rr. Denck auch an deß Petri Sünd/ Wann ich mich beym Feuer find/ Bitt darum mein GOtt um Gnad/ Daß mir kein Versuchung schad. , Wann ichs Holtz zur Kuchek trag/ Drucke rch zugleich ur,d sag: IEsu CHM erlaube mir/ Daß ich trag das Creutz nach dir. 14- Wann ich aber Wasser trau/ / / Drucke ich und dey mir saq; ZEsus von der Juden Schaar Durch den Bach gezogen war. n D 15. Weil !5' Mel! ich oft das Wasser brauch/ Bey demselben druck ich auch/ Wie dein Seit HLrr IEsu Christ/ Mit dem Speer eröffnet ist. l6. Wann ich Holtz leg auf den Herd/ Daß das Feuer noch grösser werd/ Dencke ich daß auch Ckrrsti Peyn/ Allzeit größer worden seyn. -7- Setz ich auf den Dich die Speiß/ Dencke »ch auf welche Weiß Wik fein Jüngern hab zu letzt/ JEsus an dem Tifch gesetzt. Wann ich krinck/ dsnck ich zamahl/ An den Ekstg/ an dre Gall/ Welche dir HSrr JEsu Christ/ Dargereichrt worden »st» »9. Wann ich spie! und wasch dasGeschik/ Bitte ich/ das GOtt in mir Meine Sünden wasche ab/ Welche ich begangen hab. 20. Mach Mach ichs Beth/ und schlag darein/ Fallet mir zugleich auch ein/ Wie man drein geschlagen har/ Als man JEsum gegeißlethak. ri. Wann mein Nächster ist betrübt/ Drucke ich/ wie GOct uns liebt/ Bitt GOttwoll erbarmen sich/ Uber ihn/ und über mich. L2. Wann ich zieh die Kleyder auß/ Drücke ich/ wie man darauß LEsum entbiöffst hak/ Als man kam zur Schkvelstatk. r;. In dem Bsth denck ich ans Grab/ Daß ich zu erwarten ha^/ Dencke ich wis JEstrs Christ/ Für uns am Creutz Zestorden ist. 24. Dises/ ist was ich betracht/ Und gedenck bey Tag und Nachts ZEsus durch dein Creutz und Peyn/ Wollest mir ja gnädig seyn. D L Des Beschluß. I. KEtzt/ O Christ/ hast angchört/ Was die geistlich Haust-Mag- lehrt / Saum dich mehr/ und thu zur Sach/ Folge Wer Dimst^Magb nach. r. Wilst von Sünden werden rein/ Wilst auff Erden heilig seyn. Du hast gar ein leichte Weist/ Brauche sie mit allen Fleiß. z. Meyd Die Sünd/ Dich GOtt ganß schenck / Und oft an Christi Leyden denck GOtt ged hier seine Gnad darzu/ Und all dor t die ewig Ruh. OmniÄ iuäicio 8. Lcclcii« (^tkolicX ^poiioÜLL , Le KoMLNL luNto. Geistliches Lied/ Von der Durch gautz Tyros und Bayern berühmten Dienst, Magd und Heiligen Jungfrauen Im Thon O Maria von der Gnaden / Mutter der Barmhertzigkeit/ rc. L. bOmmet/kommet fromme Christen Komme was nur kommen kan! Ium Lodsingen tbut euch rüsten/ Singt mit mir Nottburgam an/ In aller Noch/ In G'fahr/ im Todt Amch Notrburg find man Hülff bey GOtr. r» Eine r. Cine schlechte Baurem Hütten Hat Nottbmg ans Lag ».Liecht bracht; War doch Avetich im Sitten/ Lugend mMen Mei macht - Kein Christ ist schlecht/ Wann er lebt gerecht/ So adlet er schon sein Geschlecht. 2. Zn derGOtt'sforcht tvurd's erzogen/ Bch sie in die Dienste kam/ Da ward ihr die Herrschaft! g'wogen/ Zur Hoft Köchin sie auftnahm: Macht jede Epe iß Aust beste Weiß Ueid opfterlGOkl ihrMühe undFleiß. 4- Nortburg tbätte sich erbarmen Eigne Sptiß vomMund absparth/ Wit derselben Epeiß den Armen Hal sie liebreich aufgewarch? Verlangt man Brod Zn Hungers Noch? Nottburgch Buk tthalis von GOtt. Z.So So kana si- im Schloß gebliben/ < BUd alls Glück beym HerrichafftS« " (Hauß; So bald si- ward außgetriben/ Glib der Sregen GOttes auß : Em Faußeö-SchilSt/ Ist Nolkdurgs Bstd/ Weil sie im Himmel gar vil Kilt. c. NachmMs hat Sie sich begeben Zu em armen Bauers-Mann/ M iß und Andacht chres Leben Ausserbauer jedermann: Zur FeyertagS-Zeith L'-gkS ab's beyftlth Eillt hm zur Kirch mu Lust und Freud. 7. Einmahl d'Mbeit voflzudringen Bey dem F-yer AdendS-Lavff lkieß Sie sich gar nicht bezwingen/ Hangt !dr Sichel in Lustk hmauf O Wunder Chat Die Sichel bat Zn LuflgejHwevr auß Gottes Gnad. 8. Dem 8. Dem Vieh hat sie sorgsam pflogen/ Daß es nie srkra *ckm chat/ Hats zu Morgens vorgrbogen Durch ihr tägliches Gebert In Vieh Umbsall Sey überall NottburgE Bilö m euren Stall. 9- Danckbar ließ das Vieh sich spühre» Gegen Nottburg nach dem Todt/ Thät den Leib zur Grabstatt führen/ Welche ihr bestimt har GOtt: Mit drucknsn Fuß S^tzt übern Fluß Zu allen Volcks Verwundernuß. !0. Der wurd umlonst sich abmatten/ Der sich wolle unterstehn Nbzuzchlen d'Wunder-Lhaten So Key ihrem Grab gescheh»: Last uns vilmchr/ Sie bitten sehr/ Daß GOtt sor uns, ihr Bitt erhör. n. O n. O Nottburga Hülffdee Arme» Gegen uns dein Hebe zeig- Lhus diß Landes vich srdarmen Wende ad die laidiq Seuch; In Hungsr--Qimü In; Vieh Umbfal! Seydu Patronin alizumahl.