Nr. 39. Samstag, 1 ^. Februar 1906. 125. Jahrgang. Mbacher MM. V»i>n«mera«onSprelS: Mit Postvs lsen d u „ <,: ncmzjähriss 3l> l<. ha,l,iü!,r!l, lü X, Im ttoülur : „anzjähr!,, 2« X, balbjül,lin :i «. ssür dir Zuslsll»,,« >n«! bau«! nn„zjähris, 2 K, Insc,0 t>, «rösirrs prl Mir 12 I,! bri ustcvrn Wu'dülMmnr!! prr Zr,!l » k. D't »«aidnchrr Z>>!»»,g. rrschsin, Icinüch, mi, »»«„ahmr brl Soüü' «nb Fsirrlagr D'r «dmlniftlatlon drftnb« s>ch Nulinrrßplah N,, 2, dir Medoslio« Dalmaüüaasjs Äil, 10, Sprrilistiindl'!! dri «.cdallwi, v°„ « bi« 1«> Uhr vol. mmag«!, Uüflunliliis Brirlr wrrbr» „ich« annriwmmrn. Viaüllstripls »icht zurückstellt. Amtlicher Teil. Den 14. Februar lUOtt wurde ^rise m der „Zieueu Freieir Presse" aus, daß die olterreichlschen Politiker nnd ein großer Teil der österreichischen Publizistik der Geliieinsanileitsidee treu und ehrlich, mit Selbslverleugnnng gedient ha bm. Und lvns war der Erfolg? Was lvir gewähr ^eu, lvllrde als selbstverständlich uno ungenügend hingeiloinmcn. Lilian verfolge eben in Ungarn eine Etappenpolitik ohne deutlich bezeichnete Ziele. Von all.cn ungarischen Parteien könne man sagen, daß sie seit Jahren mehr oder weniger die Trennung der beiden Hälften der Monarchie fördern, zum min desten vorbereiten. Die oberflächlichste Beobachtung genügt, um diese Bewegnng zu bemerken, und dem größten Scharfsinn wird es nicht gelingen, ihren Verlauf vorauszusagen. In einer Betrachtung über die Debatte im Abgeordnetenhause vom l-4. d. M., fi'ihrt die „Zeit" aus, die österreichische Regierung verlange vom Parlament die Ergänzung eines Heeres, das schon keines mehr sei, das nur noch auf dein Papier eri stiert, da Ungarn keine Rekruten liefert und der Kriegsverwaltuug das Geld fehle. Den Ungarn fällt es nicht bei, auf die gcmeiuschaftlichen Interessen Ruckstchteu zu nehmen, nnd man kann ihren Stand Punkt begreifen, da sie ja eben die Stellungen de:> schärfsten «ampfes bezogen haben. Aber wir in Österreich kämpfen nicht und wir müssen, zufam mengekoppclt mit den Dämpfern, auch deren Schick sal teilen, den Niedergang der Armee unterfahren, für die wir um keinen .tt'reuzer weniger zahlen. Das „Neue Wiener Journal" bezeichnet als verantwortlich für die in Ungarn bevorstehende „Ära der Ttummheit" diejenigen, „die von der Redefreiheit einen ungeeigneten Gebrauch machten, die fich so lange an ihren rednerischen Phrasen berauschten, bis sich ihnen das Urteil über das erreichbare Maß des Handelns trübte". Vielleicht werde diese Stummheitstur zur Eruüchterung bei tragen. Vorläufig aber fei hievou noch nicht viel zn bemerken. Die „Österreichische Volkszeitung" meint, an der Tatsache, das; mil der Auflösung des Abgeord nelenhaufes ill Ungarn der Zustand des nur wenig gemilderten Absolutismus eintritt, könne nichts mehr beschönigt werden. Baron Fejervary sei entschlossen, unbeirrt seinen schwereil Weg fortzusetzen nild vor leiner Maßregel zurückzuschrecken No aber das äußerste Maß des ill der Bevöllernng einfach ten Widerstands zn finden sein wird. da-, sei die Schicksalsfrage Ungarns, deren Beantwortung man nicht ohne Bangen entgegensehen kann. Mit nm so größerer Spannung aber erwartet man die Er^ klärungen der österreichischen Regierung. Das „Illustrierte Wiener Ertrablatt" fürchtet daß Ungarn aus blühenden Verhältnissen in ^ O„' der Not llild schwerer Sorgen gestürzt werd könne. Aber Not und Sorgen seien stak ^ ^ ster. Schließlich muß sich doch die bessere^Eins kl n durchjchen. Für die etwa kommende Leiden ^eil aber haben jene die Verantwortung zu tragen "die das Volk in diesen leichtfertigen ttamvf hineinae-trieben habeil. " Dao „Wiener Deutsche Tagblatt" veröffentlicht eine Uuterrcduug, die eiu Freund des Blattes mit einein hervorragenden Mitglied der ungarischen Regierling hatte. Die Sachlage läßt sich nach dieser Darstellung dahin zusammenfassen, daß die ungarische Regierung entschlossen sei. die Ordnung im Laude wiederherzustellen und Mlfrcchtzncrbalten. und daß es „die nach oben und nach unten isolierte Gentry" nnr sich selbst zuzuschreiben habe, wenn das auf seine Verfassung stolzeste Land und Volt von Europa wieder in eine Epoche der Verfassungs-losigteit zurückgeschlcutxrt werde. England. Mail schreibt aus London: Wenn noch eine Unklarheit über die Haltung der irischen Nationalisten im neueu Parlament geherrscht haben sollte, so hat die Versammlung, welche unter dein Vorsitze von Johl, Redmond in Dublin abgehalten wurde, alle Zweifel darüber beseitigt. Die Versammlung nahm einstimmig eine Resolution an, welche erklärte, daß die Partei der irischen Nationalisten mit keiner cuglischen Partei oder Regierung eiue, Allianz schließen oder ihr dauernde Unterstützung zuteil werdcu lassen könne, welche nicht die Frage einer Gewährung nationaler Selbstverwaltung an Irland zu einem >iardinalpunlt ihres Programmes mache. Vom Standpunkte der Nationalisten bildet das in dieser Resolution ausgesprochene Prinzip die Basis für die Existenz der Partei. Es ist zweifellos, daß so manche der Extremen zu milderer Anf-fajsnng gebracht werden könnten, wenn man ihnen alif dem Wege zu lokaler Selbstverwaltung Zuge-stäilduisse machte, aber an der Gesamllage würde das wenig ändern. Es müßten denn plötzlich Führer entstehen, welche den Fortschritt für die irischen Staatsangehörigen des britischen Reiches in der allmählichen Erreichung eines rationellen Kompromisses erblickten. Jedenfalls ist für die derzeitige Regierung ein gänzliches Umlenken in andere Vah-nen bezüglich des Grundprinzips unmöglich, schon aus dem Grnnoe, weil das.Kabinett verschiedenste Schattierungen der Auffassung der irischen Frage repräsentiert. Es ist das stärkste Kabinett seit 75 Jahren, aber seine Stärke hängt verhältnismäßig noch viel mehr als bei anderen zt'abinelten lediglich von der Bewahrung absoluter Einigieil uud Harmonie ab. Es wäre ein politischer Fehler, wcnn der Preinier gestatten würde, daß eine Frage in den Feuilleton. Fredas erster Maskenball. Novellette von W. F>crwi. ! „Geh'n Herr Baumeister auf den Maskenball lmd hab' ich noch was zu besorgen?" „Ich weiß es noch nicht, Alter, ich habe mich diesmal nicht verabredet, und so allein, dazu bin ich nicht mehr jung genug ..." „Sie nicht mehr jung genug, Herr Baumeister?! Sie, der Beste, der Echöuste, der Stattlichste!" rief das alte Faktotum- „bei Fräuleiu Freda drüben! auf dem Schreibtisch liegt auch ein Billet ..." Baumeister Andreas Lehwald wandte sich schnell um: ! „Weißt du, Bertram, ob sie hingeht?" „Sie will nicht-, neiu, der lange Buchhalter.! der Hübner, quält sie schon genug, ich könnt' darauf schwören, daß er die Einladung geschickt, er schar-! wenzelt ja immer um die .Neine herum . . ." ! „Soo? Na, und die Freda?" ! „Die läßt ihu immer gründlich abfallen, auch wenn er sie abends Ms<<»il nach Hause bringen! will; vor dem Windhund ist sie doch wahrhaftig zu schade; wer weiß, ob ei' lhr nicht heute wie/der au der Ecke anflancrt ..." „Er soll sich unterstehen!" Schwer fiel des Baumeisters Fällst alls dasl Pult, an dem er saß. l Papiere. Baupläue fieleu übereinander ... l Er nahm letztere znr Hand und ging damit s ins Nebenzimmer. „Daß ich's nicht vergesse, Fräulein Freda, ed wäre mir lieb, wenn Sie heut' diese Zeichnung noch einmal kopieren möchten, ich gebrauche sie uötig zu morgeu früh; das heißt, wenn Sie Zeit haben und nicht beabsichtigen, auf den Ball zu gehen ..." „Nein, Herr Baumeister, mich hält nichts zurück, ich werde die Arbeit sofort voruehmcn." Lehwald war nach kurzem Gruß gegangen, still war's im Bureau, selbst das Klapperu' der Maschine hatte aufgehört. Das Mädchen hatte die weißen, geölten Bogen vor sich liegen, schrieb Zal> len hinein und zog Linien mit roter und schwarzer Tinte. Des Baumeisters Plan zum cinenen Hänschen am See war's; im Frühjahr sollte der Bau begiu-nen. Wie schön das da draußen werdeu mußte, unter den juugcu, hohen Birken, nahe am Walde! Ietzl umzog sie das Zimmer „des Herru" mit feineil roten Strichen, daneben das „der Frau". Nie ihre Haud Plötzlich zitierte! Wer mochte dies beueidenswerte Geschöpf sein, das da einziehen durfte, um Glück und Leid des Lebens mit ihm zu teilen? Schrilles Länten des Telephons unterbrach ihr Sinnen. Das Maskenverleihgeschäft vou .Alpfer bat nm Entfchuldigung. daß das Kostüm des Ordensritters später käme; die Näherin sei mit dem weißen Man tel verunglückt; der Herr möchte sich nnr gednlden. Schlnß! Minnienlang blieb das Mädchen am Apvarai stehen. So wird er also doch den Ball besuchen! Ein Ordensritter, mit dem lang wallenden weißen Man- tel, das rote >treuz auf der Brust, dazu ein schwär» zes Barett mit schneeigen Federn auf dem Haupt, ^o hatte sie die Abbilonngen gesehen, so träumie sie sich den Mann, der ihre Seele erfüllte — wie scholl muß er sein, ach, lveun sie ihn nur von ferne schauen könnte, heimlich, ganz heimlich, oder . . . all seinem Arm durch den Saal, durch das Gewühl wandern, rwn ihm umschlungen — an seine Brust geschmiegt, zu tanzen . . . Eill süßer Schauer durchbebt sie, sie atmet schwer; eine heiße Sehnsucht nach Freude, ein Vei> langen nach Lebensgenuß zieht durch ihr Gemüt uud rüttelt die schlafende Jugend wach. Wie lange hat fie Frohsinn und Lust entbehren müssen! Wenn er, der Gütigste, der Beste, der ihren Vater und den uuverschuldeten Sturz gckauut, sich ihrer uicht ange-nommeu, sie zur prächtigen Frau Wieiand geiiracht hätte — betteln hätte sie müssen um eine lohnende Beschäftigung, bei der sie ihr Zeichentalent verwerten konnte. „Nicht weinen, nicht weinen, Freda!" so befahl sie sich selbst, „an die Arbeit, an die Arbeit!" - Uno wieder saß sie an ihrem Tiscl>' und zog die Linien, rot und schwarz und schrieb Zahlen und Worte . . . Zimmer des Herrn nnd Zimmer der Frau; o, er würde eb schon herrlich einrichten für die, die er liebte. Wo mochte er jetzt sein? Gewis; bei der schönen Lili dreißig, der reichen Witwe, mit der er sich für den Ball verabredet -Hübner hatte es ihr ja mehr als einmal erzählt -sie will sich bezwiugeu, will intensiv an ihre Arbeit denken; aber die Hände und die Augen, sie gebor» chen nicht ... bis ins Unendliche hat sie die Linien gezogen, immer hin und her und im Zick- Laibacher Zeitung Nr. 39. ______________ ____________33« 17 Februar 1906. Vordergrund trete, welche unfehlbar zu Differenzen führen muß. Immerhin haben die irischen Abgeordneten im neuen Parlament erweiterte Aussichten, ihre Ansprüche, wenn auch nicht erfolgreicher, so doch nachdrücklicher zu vertreten, und das ist das Resultat der gänzlich veränderten Vedeutung der Arbeiterpartei. Es läßt sich allerdings versichern, daß keinerlei vertrauliche Abmachungen zwischen den beiden Gruppen bestehen, aber es fehlt zwischen beiden nicht an Sympathien und es gibt auf alle Fälle keinerlei gegenseitige Verurteilung der Parteiprogramme. Iren und Arbeiter werden es in der neuen Session am schnellsten dartun, daß das alte englische Parlament ein Ding der Vergangenheit und daß an Stelle der großen Parteikämpfe eine Ära der Gruppentaktik nach kontinentalem Muster getreten ist. Politische Uebersicht. Laib ach, 16. Februar. Nie die „Deutschnationale Korrespondenz" berichtet, verlautet in politischen Kreisen, daß Seine Majestät der Kaiser im Sommer dieses Jahres eine Reisenach Mäh renzu machen und außer der Landeshauptstadt Brunn mehrere andere Städte zu besuchen beabsichtige. Diese Reise soll als Beweis der Anerkennung gelten, die der Kaiser den mährischen Parteien für den Abschluß des Ausgleichs-wertes zollt. Im Zusammenhang mit dem Besuche deö Kaisers in Mähren stehen auch besondere Aus zeichnungen, die einer Anzahl von mährischen Politikern und Beamten zugedacht sind. Die „Deutsche Zeitung" bezeichnet den Umstand, daß es rnöalich war, gestern im Abgeordnetenhaus in die Nekrutendebatte einzugehen, als cincn Triumph der Wah lref o rm. Die Obstruk-tionsvcrsuche der Alldeutschen und Italiener, die von den ausschweifenden Stcrnbergschen Brutalitäten assistiert wurden, seien gescheitert. Der erste Ansturm gegen die Wahlreform sei mißglückt, die weiteren werden auch kläglich eirden. — Die „Arbeiter zeitung" wendet sich neuerdings gegen den Irrtum der Deutschen, daß die Großgrundbesitzerkurie national irgendeinen Wert habe. Sie hätte nur immer aus der Mittlerrolle zwischen den Nationalm Vorteile für sich selbst gezogen. Stehen aber die Nationen ohne Mittler im Parlament cmander gegenüber, dann gebe es keine Majorität außer von verbündeten Nationen, und wer an der.Herrschaft teilnehmen will, muß sich vorher nut dem anderen Volke auseinandergesetzt haben. Am Anfang steht auch hier der Kampf aller gegen alle, und der ist unvermeidlich; aber jeder Kampf führt zur Erkenntnis der beiderseitigen Machtgrenzen und zu immer fortschreitenden Kompromissen. Das „Fremdenblatt" bespricht den Präsi -d enten w ech seI, der sich in den nächsten Tagen in Paris vollziehen werde und meint, Loubet werde ohne Mißstimmung auf die sieben Jahre zurückblik-ken können, die den glänzenden Abschluß seiner poli- tische,: Laufbahn bilden. Die Parteien der Rechten, die ihn bei seinem Erscheinen mit Ausbrüchen der Feindseligkeit empfingen, haben sich allmählich mit ihm ausgesöhnt, und selbst die größte und schwierigste Aktion, die sich unter ihm als Ergebnis langwieriger Kämpfe vollzog die Trennung der Kirche vom Staate, hat seine persönlicl>e Situation, wenigstens soweit sich bisher beurteilen läßt, nicht beeinflußt. In der Wahl FalMres sei die Abneigung gegen eine unberechenbare und gefährliche auswärtige Politik zum Ausdruck gekommen, wie man sie von dem durch die Nationalisten kandidierten Dou-mer befürchtete. Die K'ammerwahlen stehen nunmehr bevor und es sei nicht ausgeschlossen, daß sie unter den gegenwärtigen Verhältnissen das Verlangen nach einer kräftigerenBetonung des Prestigegedankens zutage fördern. Das Urteil des allgemeinen Stimmrechts sei im vorhinein nicht zu berechnen. Unter allen Umständen aber ist es ein Vorteil, daß es der großen Mehrheit des Senats und der Mehrheit der alten, Kammer gelungen ist, an die Spitze der Republik einen Mann zu bringen, der vorsichtig und in seiner Vorsicht auch. standhaft ist. Innerhalb der u n i o nist isch e n Partei inEnglandhat sich ein wichtiges Ereignis vollzogen: Balfour hat sich in einein Schreiben an Chamberlain auf den Boden der Fiskalreform gestellt und diese ausdrücklich als das Programm der Partei verkündet. Er erklärt, wie eine Depesche aus London meldet, die aufbauende Tätigkeit der Unionisten müsse in erster Linie der Fislalreform gewidmet bleiben. Wenngleich es gegenwärtig unnötig sei, genaue Vorschriften über das einzuschlagende Verfahren aufzustellen, sei doch gegen die Einführung eines mäßigen (Neneraltarifes auf ausländische Fabrikate, der nicht dem Zwecke diene, die Preise zu erhöhen oder einen künstlichen Schutz gegen einen berechtigten Wettbewerb zu schaffen, sowie gegen einen niedrigen Zoll auf ausländisches Getreide nichts einzuwenden. Beides sollte angenommen werden, wenn sich zeige, daß es für die Erreichung der erstrebten Ziele oder für die Zwecke der Staatseinnahmen nötig ist. In seinem Antwortschreiben sagte Chamberlain: Ich stimme Ihnen freudig zu und nehme die von Ihnen angegebene Politik an. Meine Dienste sollen gänzlich zu Ihrer Verfügung stehen. — Damit ist wohl auch der Streit um die künftige Führerschaft der unionisti-schcn Partei zugunsten Balfours erledigt. Die „Vossisä>e Zeitung" meldet aus Petersburg: Nach einem Berichte des Reichskontrollamtes hat der ostasiatische Krieg 1.Ws;,W0.l)00 Rubel gekostet. Hievon entfallen 840 Millionen auf das Jahr 1004. der Nest auf 1905. Die Ausrüstung des Geschwaders Roödestvenskij kostete allein 600 Millionen. Der „Tribune"-5korrespondent erfährt aus Peking: Tic Chinesen beklagen sich bitter über den Wechsel der Herrschaft in derM and s ch u r e i. Sie behaupten, die Japaner behandelten sie als ein besiegtes Volk. Überall drängen sich die Japaner in Positionen, die früher von Europäern gehalten wurden. Tagesneuigleiten. ^ (Die 5000. Staroperation des Herzogs Doktor Karl Theodor von Bayern.) Aus München, 15. Februar, wird «e-meldet: Herzog Dr. Karl Theodor vollzog heut? vormittags in seiner hiesigen Auaenklinik dic 50lX). Staroperation unter Assistenz des Hofratcs Dr. Zeuker und im Beisein der bei vielen dieser Operationen als Assistentin tätig genesenen Gemahlin des .Herzogs. Aus diesem Anlasse war die Klinik zur Überraschung des herzoglichen Paares mit Blumen dekoriert. Di.' Stadtgeistlichkeit und die Schwestern liehen dein Her-zoaßpaare Blumensträuße überreichen. - (Das Abenteuer des Krimrnal-k o m m issär s.) Kriminalkommissär N. kam Harm,-los aus seinem Urlaub zurück und stieg, ohne Üble^ zu denken, in einen Eisenbahnzug. Als der Zug schon im Gange war, sieht er, daß er ganz unerwartet mit einem lange absuchten flüchtigen Verbrecher zusam m?nfährt. Beide erkennen sich; sie sind im Wagen aanz allein, und dic gegenseitige Lage ist höchst unae-mütlich. Der Vemutc hat nicht die geringste Waffe bei sich, und der Kerl ihm gegenüber ist baumstart und ein berüchtigter Ausreißer, der noch jedem Trans porteur entwischte. Also mit Gewalt ist nichts zu machen. Da schießt dem 5trimnalisten ?in rascher ciden: „Herr Kommissär, Sie irren sich; ich habe wirklich keine fremde Brieftasche bei nur. Bitte, unter ',nchen Sie mich." Jetzt wird aber unser Kriminalist wütend und schreit: „Sl2 sind dock) ein aanz infamer Lügner! Sie haben sie hinten unter dcr Hose und sitzen darauf. Herunter mit den Beinkleidern und geben Sic dic Tasche her!" — „Halt," denkt der Spitzbube, „du wirst es noch in Güte versuchen. Bevor die nächst? Station kommt, kannst du ihm schon beweibn, daß er sich wirklich irrt. Vielleicht läßt er dich dann ruhig laufen." Er zicht also seinc Unaussprechlichen aus und sagte begütigend: „Sehen Sie, Herr Kommissär, ich habe das Ding tatsächlich nicht!" In dem Augen dlick schießt der Kriminalbeainte wie der Blitz auf die ledigen Beinkleider zu, ergreift sie und nn nächsten Zack, und plötzlich sind schwere Tränen auf das Papier gefallen und haben große, umgrenzte Flecke gemacht. Eo ist spät geworden: Vertram mahnt unablässig zum Aufhören. Heilte kann der Schaden nicht mehr verbessert werden, sie nimmt sich vor, morgen ganz früh zu kommen, einen neuen Plan zu machen. Schnell räumt sie die Papiere zusammen und legt sie beiseite — da ... die Karte zum Maskenball-instinktiv greift sie danach und steckt sie in die Tasche, dann tritt sie den Heimweg an. Als ob die ,Mrnevalgeistcrchen für das frcu-denarme Kind ihr Wesen getrieben und feine Fäden gesponnen hatten, fand Freda einen großen Karton vor, der für sie abgegeben worden war. Ein weißes Nonnengcwand war darin. „Für Fräulein Freda" stand auf dem Zettel, der dabei lag. Die Töchter der Frau Wieland bestürmten sie mit Fragen, Vermutungen, Ratschlägen. Eins stand fest: den Maskenball mußte sie mit ihnen auf jeden Fall besuchen: im Karneval wäre derartig (^eheim^ nisvolles erlaubt, erst das Billet, dann das Kostüm -. reizend würbe sie darin aussehen, in einer kleinen halben Stunde müssen alle bereit sein, dann ginge es dem Vergnügen entgegen, der Lust und Fröhlichkeit! Freda weih nicht, wie ihr zumute ist. Es locki sie, an der .Kette des Alltäglichen zu reißen, nur einmal wieder der Jugend Lust und Freude zu empfinden, ihn sehen, außerhalb dcr Vureautätigkeü. ihn. um den alle Regungen der Seele sich bewegen, und sei es auch an dor Teitc cincr anderen.------------- (Schluß folgt.) Harte Menschen. Roman von Alexander Römer. (19. Fortsetzung.) cN«hdruck «rbot««.) Es war nur ein Moment, der Fremde hatte ehrerbietig gegrüßt und war vorüber. Ihre Augen aber folgten ihm, als er da vor der Hausfrau stand, sein .'daupt nur um euren halben Zoll neigt?, ihr lebhaftes Entgegenkommen kühl erwidernd. Ein Einsamer, wie es Ilse dünkte, ein sich ans dieser Menge von Dutzendmenschen Absondernder. Sie hatte sich in eine Fensternische zurückgezogen, ihr Herz schlug. Sonderbar - lvarum erregte dieser ihr völlig ssremdc ihr sonst so ruhiges Vlut? Sie beobachtete ihn scharf, sie zergliederte sich seine Erscheinung, wer war der? Jedenfalls irgend eine kaufmännische Größe ^ vielleicht ein Empor tütmnling, diese markigen Glieder stammten aus dem Volt — da war Kraft, kaltes Nlut und - eiserner Wille. Der thronte auf dieser breiten, eckigen Stirn, in diesen harten, grauen Aug?n. die einen so sengenden Strahl in die ihren gesandt. Sie wandte sich ab, sie wollte sich dieser wunderlichen Stimmung nicht hingeben, sic knüpfte mit dem jungen Offizier, dcr in ihrer Nähe stand, und beim ersten Zeichen ihrer Beachtung herzueilte, ein Gespräch an. Ihre Aufmerksamkeit wurde aufs N2ue gefesselt. Erich — ihr Bruder Erich stcmö dort neben Lieschen. Ein unsäglich verächtliches Lächeln kräuselte Ilses Lippen, wie war das möglich, daß er die Stirn mtte und auch sie — die Sachs wurde w! interessant. ^ ^Mtz! Sie verabschiedete den etwas verblüfft dreinschauenden Leutnant, dem sie völlig zerstreute Antworten gegsben hatte, ohn«? Umschweife, und trat näher an die beiden heran. Erich war erst ein paar Tage wieder hier, '^r hatte ihr von seiner Einladung in dieses Haus und seiner Absicht, zu kommen, kein Wort gesagt - be-grciflichertvcis?. Aber sie fand die Sache stark. Lieschen bewahrte recht au be Haltung, sie beobachtete die Entwickelung der ..Kleinen", wie sie sie bei sich noch immer nannte, während dieser Jahre mit Interesse. Sic hatte sich ja damals völlig kopflos in diese Heirat gestürzt, für Ilses Empfinden ettvas Unb?greifliches - und nun mußte sie wohl oder übel daraus machen, was irgend möglich war. Vielleicht war sie innerlich doch so hohl, daß dieses Treiben sie befriedigte. Ilse hatte etwas mehr in ihr gesehen, und daher immer ihr Interesse festgehalten, Lieschen be> saß Selbstbeherrschung - daraus schloß sie aus cinc tief verschlossene innere Welt. Nie lächerlich verlegen Erich da vor ihr stand! Warum das Schicksal ihr einen solchen Iammerlap' pen als Bruder zugewiesen hatte! Er war ja nicht kalt, uoch warm, er pendelte haltlos hin und her, wo^ hin ihn der Wind zog. Er hätte Lieschen beiraten sollen, sic wäre die rechte Frau für ihn gewesen. Ol> er sich der Gefährlichkeit dieses Schrittes bewußt wai <' Seine Eitelkeit würde es freudig begrüßt haben nenn er bei il)l ein Emporlodern dei alten Lielx entdecken könnte. Elendes Gebaren! Er hatte sich neben LicHchm! gesetzt und sie plau dertcn jetzt ganz unbefangen, das war ihr Verdienst Die Musik begann, die Paare ordneten sich zum Tanz. Ilse setzte sich auf einen Divan und teilte Körbe alls. Sie wollte l-instweilei, noch niäii wnzen. Laibacher Heitung Nr. 39. 337 17. Februar 1906. Augenblick fliegen sie durch bas Nagenfenst^r hin alls ins Freie. „So, mein Junge, die Sache wäre go» macht!" lächelt ihm jetzt verschmitzt def lachende ^Herr, das llxir ein toller Streich. Aber wenn Si^: der verzweifelte Kerl m oan einsamen Abteile niederschlug unt> in Ihren Nernkleidern entflohen wllw'^" - „5?ein^ Sorge, Herr Direktor!" auttvorteto 5er Beamte, „der Meirsch ist doppelt so lang und dick wie ich. Meine Hose wäre ihm viel zu eng gewesen!" (Fregattvögel als Briefträger.) Sonderbare Brieftauben werden jetzt auf dlln Süd-see.I.isein benutzt. Es sind die stattlicl)en Fregatt-Vogel, die jedem unvergeßlich geworden sein niüssen, öer jeuials in jen.en Meeresräu-nlen gereist ist. In ihrer äußeren Erscheinilng l)aben sie mit der zierlichen und gutunitigen Gestalt einer Taube möglichst wonig gemein, denn sie erreulien ein.: Länge von mehr alb 1 Meter und eine Flügelspannung von fast ^'/2 Meter und blitzen einen scharfen adlerartigcn Schna-bel. Trohdcnl scheinen sie sich sehr gut zu demselben Zweck zu eignen wie die Brieftauben. Wenn ein Fre Mtwogel jung gefangen wird, so wird er immer nach seiner Heimatinscl zuriickfliegen. Die Missionäre ha ben daher begonnen, ihn zur Beförderung von Depeschen zu benutzen. Wenn ein solcher Vo^l von seinem neuen Wohnplatze aufgelassen wird, kehrt er geradeslvegs nach seiner alten Heimat zurück und läßt sich an der SK'IIe nieder, wo er früher sein 3utter zu finden gewohnt war. Lokal- und Proviuzial-Nachrichten. > — (Aus de m g e m e i n d e r ä t l i ch e n K I n b.) Der Klub der natwnal.fortschritllichen Mitglieder d?s Laibacher Geaneinderat^Ä hiÄt vorgestern abends eine cruhcrordentlicl)« Sitzung ab. Wir erhalten darüber folgende Mitteilung: Mit Rücksicht auf die Gerüchte, betreffend den Herrn Bürgermeister Hribar, berief ich am 15. d. M. den Klub der national-fortschrittlichen Gemeinderäte zu eurer außerordentlichen Sitzung ein, zu welcher sich die Klubmitglieder fast vollzählig cinfanden. Herr Bürgermeister Hribar legte der Versammlung den „Slov^nec" vom 12. Fe bruar, den „Slovenski Narod" vom 13. Februar lind d?n „Slovenec" vom 15. Februar vor und beklagte sich mit Entrüstung darüber, dah Gemeindnat Herr Josef Profenc auf dem Standpilnlte stehe und behaupte, der Herr Bürgermeister habe in einem Prozesse ein falsches Zeugnis abgelegt. Der Herr Burgermelster l^gte eine schriftliche Bestätigung des Advotaturstonzipienten Herrn Dr. LeSt 0 var vor, derzufolge Herr Prosenc an. 5.. Februar l. I. erklärte, gcgen Burgern.elst^ Hribar die strafaerichtliche An- Sie war in einer ihrer unbrennbaren Lau^ die kannte man an lhr. Lieschen tanzte mit Erich. Die beide,: salM schr gut z,l,am.n.n ans Ench lvar freilich u,aaer gewor 3^/,'. .3 ' < "V^ "" "lt^ aus, als er roar, in u5?^ Ä" ^" ^tten seine Wangen Farbe Morklch" "" ^'""' " "" ^der „d.r schöne T^siwlde^""^'" '^""' lich beflissen zu der einsam Sind Sie denn «e^ seufzen, unser. g. warK^Nchle^' '"" "^W" ^'^'t. er und ^!?^ ^" ^"ster t>es Dibans zurückgelehnt n.a i^ .^^" 'bre.n weißen Fed?rfächer. S, Ni'g hr huchmutl.,es Gesicht. «Xassen Sie nnch, Herr Eckhoff, ich schaue zu und l"nawc>lle nllch nicht. Apropos, wer ist der fremde ^err, den S:e vorhin Ihrer Frau zusührten? Den "' '""ne ^", und sie wies mit leichter Benx'gnng ^yres Fächers in die Richtung, wo der Bezeichnete, ebenfalls am Tanz sich nicht beteiligend, am Tür Pfosten lehnte. .Hans Eckhoff blickte verwundert auf. „Herr Ncller? Ach so der ist Ihnen anf.iefal len? (Gewaltiger Kerl, was? Wenn der in einer Ar beiterbluse steckte, würde, man ihn in die Zunft der Grobschmiede ungefähr rangieren. Ist ein Amerikaner, aus Philadelphia, Nmr an mich gewiesen, muß mich ein bißchen um ihn lümmern, hat drüben einflußreiche Verbindungen — na, in der Welt wisse,, Sie doch nicht Bescheid. Sympathischen Eindrnck machter nichl, "ie?" (Fortsetzung folgt.) zeige erstallen zu wollen. Herr Bürgermeister Hribar hat die Klubmitglieder vollkommen überzeugt, daß die Behauptung des Herrn Proscnc vollstä'ndlg unbegrün» det und erlogen ist. und gleichzeitig mita.etei.lt, daß er gegen Herrn Prosenc eine Ehrenbeleidigungsllage eingebracht habe. Der Herr Bürgermeister stellte schließlich das Ersuchen, der Klub möge auf Grund des vorgelegten Materials erklären, ob für ihn und Herrn Prosenc im Klub noch ein gememsamer Platz vorhanden sei. Nach Anhörung des Herrn Prosenc votierte der Klub dein Herrn Bürgermeister sein volles Vertraueu uud forderte Herrn Prosenc auf, alls d.in Klub sofort auszutreten. Herr Prosenc trat hierauf aus dem Klub aus mrd verließ den Saal. Der Klub beschloß außerdem, Herrn Prosenc zur sofortigen Nie-d^rlegung feines gemeinderätlichen Mandats, welches er von dc^r national fortschrittlichen Partei erhalten, aufzufordern. Laibach am 15. Februar 1906. Doktor Ritter von B I ? iwei s - T r stcn i ü k i, Klub. obmann. * (Landesfürstlichcr K 0 m missärb ? l der Gcmeindc spar las se in Stein.) Der Herr k. k. Landespräsident des Herzogtums Kra'N hat cuus Anlaß des Wechsels in der Amtsleitung der t. t. Bezirlshauptmannschast in Stein, den Herin t. l, Landesregierungslat Dr. Heinrich Edk'n von Crcn uon seiner Funktion als landesfürstlicher Kommissär bei der dortigen Sparkasse enthoben und den Herin k. k. Landesregierungsjekretär Ernst Freiherrn vo 1 Echönberger zum landesfürstlichcn Kommissär bei der Gemeindesparkasse besteAt. —r. ' (Bezirkslra nken kasse in Laibach ) Die k. k. Landesregierung für ikrain hat die von d.'r BezirkZkrankenlasse in Laibach ili der Generalve> saiumlung vom 2"t. September 1905 beschloss.me An-dcrung ihrer Statuten genehmigt. ,. (H 0 fratDr. I 0 sefRegnar 0 j.) Un^ abhängig von dem gestern veröffeilAichten Naclirufc komnlt uns aus Gotische,? folgcllde ergänzende Zu» -chrift zu: Der ain 15. d. M. in Trieft gestorbene p?:,. sninierte Hofrat und Finanzproknrator Dr. Josef ii/egnard war im Jahre lttll) in Gotrschee als Sohn cines fürstl. AuerspergsckMl Beamten (desselben der beim letzten Türtcneinfalle l82k als Vcrteidia >r der SteueramtSkafsc erschossen lvl,rde) geboren Er hatte in seiner Jugend bei den sehr bescheidenn M-t N'lll Wner Familie mit allerlei Miihsalen zu lamp' fen, trat bald nach vollendeten Studien in d'n Staatsdienst ein, wo er vernwge ,V>iuer Fähigkeiten und EigensäMsten rasch vo^nvärt^ lau, und es zu ein.'r angesehellen, leitenden Stellung bract)te. Eiugcdc.,k öer Entbehrungen, die er sich als Student auferlegn mußte, zählte er zu den eifrigsten Ford^ern der Lehranstalten seiner Heimat und widmete alljährl.ch bedeutende Beträge für die Verpflegung der Gymn.^ 'ialschüler in Gottschee. Auch das Stud?litel,t)eim 'and au ihm einen werktätigen Freund, der mit Ul> terstützungen und Spenden nicht kargte. Er stand trotz seines Alters noch in lebhaften,, brieflichen, V^r-lehr mit seinen Gottscheer Freunde», schrieb eine gut.', deutliche Hand, bewß ein mißerordentlich treues G> dächtnis uud gebot über einen reichen Schatz Erinnc rungen, die er seinen Besuchern g^-n ei-Iählt.'. In sein'r hohen, fast ungebeugten Gestalt lvar er ein liebensnnirdiger, prächtiger alter Herr, machte täglich s^ine Spazicrgänge oder Ansfahrten, n,,eist nach St. Aildrä, ui,d gchörtc zu den bekanntesten Erschei-nungen Triests. Er hinterläßt ein bleibendes, ehren» volles Angedenken. - (Das Hof- und Staatshandbuch der öst ? rreichisch ' u ngarischl» t, , M 0 n -archie,) auf das wir beix'its vor einiger .^eit auf-nierksam machten, ist nunmehr erschi<.'„<>„, ^ jst s,^-Behörden, Ämter nnd Anstalten geradezu nnent. behrlich. ^- (Generalversammlung de» H!i l, seaIvereines für K rain.) Ini Konferenzzim-n,er des l. Staatsgnmnasinms fand gestern abends die diesjährige oidentlichv ^"leralversalnmlnng der Mitglieder des Musealvetwines für Krain statt. Dv'r Vereinsobmann, Herr Landesschulinspeltor Levec, begrüßte die Versmnnillmg und lwb i„ seiner An-spräche mit Bedauern Ix'rvor. daß s^iost uilsere ge^ bildeten Greift' den, Bereine,, der sich die schöne Auf. gäbe Mtellt, die Landesfahne fowohl wie die fremde Welt mit der Geschichte des Landes, mit dessen Natur-wnndern lind mit den Sitten seiner Bevölkerung be taunt zu niackfen, nur geringes Iuteresse entgegenbringen nnd daß sich die Zahl seiner Mitglieder von Ilchr zu Jahr vermindere Die Mittel des Vereines reichen nicht mehr aus, mn die alls der regelmäßigen Veröffentlichung d?r Vei-einspublikationen, der „Mit-teilnnaen" „nd der „Izvestja", erll>achse!,den Ans lagen zu decken nnd der Rechnungsabschluß für das abgelaufene Jahr weis.' ein Defizit von rnnd <-Mi 1< auf. Bebufs Sanierung der Vereinsfinanzen habe sich der Ausschuß an dü> f l, Reaiemlna, an dru filiini' ^clien Landesausschuß sowie an die Krainrsche Sparkasse mit der Bitte um Erhöhung ihrer Subven^ tionen gewendet. Es sei Hoffnung vorhanden, daß dieser Schritt nicht ohne Erfolg bleiben werde, da es dem Vereine nur in diesem Falle möglich wäre, die Vervinspublrkationen im bisherigen Umfange erfchei nen zu lassen und auf dein. bisherigen Niveau zu er. halten. Wie wir dem Berichte des Vereinssekr^ärs Herrn V. Steska entnehmen, zählt der Verein derzeit 176 Mitglieder. Die Publicationen, welche d?r Verein im Tauschwege erhält, werden der Bibliothek des Ücnlbesmuseum-; einverleibt. Der Vereinskasfter Herr Prof. Pajk trug den Rechnungsabschluß pro 1905 vor. Den Einnahmen per 3^59 X 64 I, stechen Ausgaben per 4«79 X 29 d gegenüber und es ergibt sich sonnt sür das abgelaufene Jahr ein Abgang von 1419 X 65 d. Herr Profefsor Pajk betonte die Not-lvendigleit, auf Mittel und WeZe zu finnen. um die gegenwärtige Stagnation zu beseitigen. Eine lebhaf» tere Agitation würde dm, Vereine vielleicht neue Mit gliedcr zuführen; auch iväre es angezeigt, dit' Narnen der neucintretenben Mitglieder in den Vercinspubli' kationen zu veröffentlichen. Her»? Prof. Dr. Ileöiö regte die Veröffentlichung kurzer Berichte über Aus-schutzsitzungen an. Herr Prof. Dr. Tmavc wies auf die Bestinlmungen der VcreiuMatut'n hin, welche im z ^ u. a. auch perwoische loissenschaftliche .Konferenzen der Mitglieder fowie die Veranstaltung von populär-wissenschaftlichen Vorträgel, in Anssicht nch. men. Solche Vorträge wären sicl>erlich geeignet, das Intereffe für den Verein in lveitesten ttreisen »vachzu-rufen lind demselben neues Leben einzuflössen. In dieser Richtung sei bisher zu nxilig geschehen und der V^reinsausschuß sollte dieser Angelegenheit er« höhte Aufmerlfamt?it zuwenden. Wenn auch politische Divergenzen störend einwirken, so biete doch der Ner^ ein Raum genug sür ein gemeinsames geistiges Zusammenwirken. Herr Dechant Koblar betonte die Schwierigkeiten, die sich der Veranstaltung solcher Vortrage entgegenstellen und begrüßte die von Professor ^inavc gegebene Anregung. Bei der hierauf fulgenden Neutvahl der Vereinsfunltionäre wurde Herr Landesschulinspettor Franz Levcc p^r u.e,d» iulNj(ill<>ii» zum Obmann wiedergwählt. In den Ver» einsausschuß lvurden entsendet die Herren: Dechant K 0 blar, Prof. K 0 matar, Prof. Or 0 ie n, Professor P aj k, Direktor Sen ? l 0 vi <-, Ehreiidomherr Smr^kar, fürstbischöflicher Hoftaplan Stesla und Prof. 2mavc. Zu Reckmingsrebisoren wurden die Herren Landesrat i. R. Pfeifer uud Pfar« rer V r h 0 v l, i k wiedergnväblt. Nachdem noch dem abtretenden Ausschüsse sowie den Redakteuren der Vereinspubiikationen für ihre erfpriehliche Tätigk.il der Dank ausgefprochen worden, wurde die General-versaumllung geschlossen. -- (Ein Kollegientag der Land Po st bedieusteten.) Am 24. d. M. um 10 Uhr vormit-tags wird in Laibach im Hotel „Lloyd" ein Kollegen-lag des lrainischtlistenländisch dalmatinischen Post» meisterverein^s stattfinden, zu lvelchem die Kollegen beiderlei Geschlechtes eingeladen sind, um zu den im Postverordnungsblatte Nr. 9 «.'x 1906 Verlautbarten Verordnungen, betreffend die Erhöhung der Nesol» dung sowie die Ausdehnung der Reyulierungspniode. Stellung zu nehmen. - (Neun zig st er Geburtstag.) Herr Dr. Matthias Leben, Theologieprofessor i. R. und Ehr^ndomlierr in Laibach, begeht heute seinen 90. Ge-burtswg. (D i e Laibacher <^' ital nica) veranftal. tet heute ein Papierkoftümkränzchen. Beginn halb 9 Uhr abends. < >Z a n i t ä t s - W 0 cheu b er i cht.) In i>?r Zeit von, l. bis 10. Februar talneu in Laibach Hi Kinder zur Welt (29 4 pro Mille), darunter 1 Tot-geburt, dagegen starben 1«) Perfouen (13 8 pro Mille), und zlvar an zl-euchhusten 1, an Tllberfulose 1, an Entzündung der Atmungöorgcme 1, infolge Schlag» flusse- 1, infolge Unfalles 1, an fonftigen Krankheiten 5 Person.'n. Unter den Verstorbenen befanden sich 2 Ortsfremde (20 Zlgelit,erinnen gestohlen. Die Gattin des Konteli bemertte die Diebinnen, alö sie aus dem Vorhauje gingen und etlvas in> Schoße trugen. Di.- Zigeunerinnen, die sich gegen Trieft be-gaben. Umrden durch die Gendarmerie verfolgt, in Hrukevie bei Hrenowitz eingeholt und v.^nft«^ Sie hatten altch in Aoelsbera beiin Bofitzei ^ einc'n Diebstahwersuch unt«tion!,li<',!. w < dei Gaitin des Lt'lli'eF noch rech^it^ lxi,^^.^ Laibacher Zeitung Nr. 39. 338 17. Februar 1906. — (Die Affäre Svet?k-V odeb-Ma Iitsch) fand gestern beim hiesigen k. k. Landeägerichte ihr Nachspiel. Wie bekannt, wurde das erstinstanzliche Urteil vom obersten Gerichtshöfe aufgehoben und die Angelegenheit an das k. k. Üandesgeruht zu neuer Verhandlung verwiesen. Bei der gestern unter den: Vorsitze des Herrn LandesFerichtsrates Eisner durchgeführten Verhandlung, bei welcher für die bei» den persönlich erschienenen Angeklagten die Herren Dr. Franz Noval und Dr. Josef Fur lau als Verteidiger intervenierten, wurden die beiden Ange« Nagten sowohl vom Verbrechen der schweren körperlichen Beschädigung als auch vom Verbrechen der öffentlichen Gewalttätigkeit nach L 8? gänzlich frei' gesprochen, wohl aber schuldig erklärt, und zwar Svetck der Übertretung gemäß 8 431, begangen da-durch, daß er den: Kadetten Malitsch einen Futzstoß versetzt, und Vodcb der Übertretung gemäß >; U>tt, begangen dadurch, daß er den Säbel Malitsch' bö5-willizeiiveisc beschädigt hatte. Svetek wurde zu cincr Geldstrafe von 20 Iv. Vodeb zu einer Geldstrafe von 10 X verurteilt. Das Urteil wurde erst gegen 8 Uhr abends publiziert. Vodeb war auch der Übertretung gemäß ^ 312 angeklagt worden, well er angeblich nn Monate August v. I. in Viarkt Tüffer den Be-amtcn der Tüdbahn Andriessen als Amtsperson be-leidigt haben soll. Vodeb wurde von dieser Übertretung freigesprochen, u. zw. auf Grund der als glaub--würdig angenommenen Zeugenaussage des Musik« direktors M. Hubad, welcher deponierte, daß Vodeb mit den Worten i „Es ist von der Südbahn ein Skandal, daß sie in zweisprachigen Ländern Vcamte anstellt, die slovenisch nicht verstehen" nur das Vorgehen der Südbahn bei Anstellung des Beamten in Markt Tüf-' fer ciner berechtigten Kritik unterzogen habe. (Andriessen hatte nämlich auf das in slovenischcr Sprache gestellte Verlangen um Ausfolgung einer Rcisekarte nach „Ljubljana" erklärt, daß eine solche Station nicht existiere und daß er daher eine Karte dahin nicht ausfolgen könne.) * (Unfall auf dor Militärschieh-stätte.) Gestern nahm die 1. Kompanie des 27. Infanterieregiments auf der Militärschießstätte Schieß-iibungen vor. Hicbei ging auf bisher unaufgeklärte Art einem Infanteristen ein Schuß los und durch den Anprall der Kugel wurden die Infanteristen Alois Haider, Josef Pirschbacher, Johann Schroibmayer und Joses Fastman teils schwer, teils leicht verletzt. Man holte den Rettungswagen herbei, mit dem die Verletzten ins Militärspital gebracht wurden. — < Bc s itzwcch sel.) Tie hiesige Firma Ros-ncrHKomp. hat die Koslcrsche Winter-Bierhalle in Unter»^i«ka um den Betrag von 3o.(XX) lv käuflich erworben, um dort Magazine zu eigenen Geschäfts-zwecken zu errichten. t>. — (A d b ok atursp r ü fung.) Herr Dr. Hans Ianesch in Laibach hat in Trieft die Advo» katursprüfung mit gutem Erfolge abgelogt. — (Kasino-Verein.) Die Vorbereitungen für das letzte, bekanntlich unter der Spitzmarte „Ein Rendezvous in der Unterwelt" in acht Tagen stattfin. dende gwße Karnevalsfest des Vereines nehmen ihren rüstigen Fortgang. An der Ausschmückung des Saales wird nach Entwürfen Meister Wettachs fleißig gear-bcitct, so daß man sich schon heute ein Bild des Aus» sehens oe^ Ganzen machen kann. H^'ute gelangen auch die Programme des Festes zur Versendung, aus denen alles Nähere entnommen werden kann. Wenn wir schließlich noch verraten, daß den das Fest besuchenden Damen eine besondere Überraschung zugedacht ist, so haben wir mchr verraten, als wir eigentlich sollten und dursten. — (Ö f f e n t l i ch e W c i n k o st.) Bei der heute abends im hiesigen üandesweinteller von halb 8 bis halb 10 Uhr stattfindenden öffentlicl>en Weinkostprobc gelangen etliä)e neue Weinmuster zur Kost, darunter ein fünf Jahre alter Unterkrainer Dessertwein und ein neuer Schilcher aus Hl. Kreuz bei Littai. —in- — (Öffentlicher Vortrag.) Der slove. nifche kaufmännische Verein „Merkur" macht noch einmal auf d?n interessanten Vortrag aufmerksam, d^n heute abends um 9 Uhr Horr Ing. Turk über das Thema „Skizzen aus der Chemie des alltäglichen wirtschaftlichen Lebens" nn „Mestni Dom" halten wird. Eintritt frei. ^ (Über den Unfall des Haupt man» ncs G?org Podlipnik) wird nun bekannt: Hauptmann Podlipnik verließ zu Ende der vergan, genen Wocke Laibach, um eine Tour auf den Rat. schachcr Sattel zu unternehmen. Unterwegs stellte sich Sturm ein, so daß er gezwungen war, in einer Schutz-Hütte Unterkunft zu suchen. In dieser Hütte mußte er, da der Sturm mit unverminderter Gewalt an» hielt, zwei Tage bleiben. Am dritten Tage mußte der Hauptmann ohne Schuhe den Rückweg antreten, weil die Vergschuho derart eingetrocknet waren, daß ?r sic nicht mehr anlegen konnte. Nach unsäglichen Mühen kam Hauptmann Podlipnik in die Nähe menschlicher Wohnungen, sank aber. ehe er ein Haus erreicht hatte, lvwußtloö zusammen. Glücklicherweise wurde er bald gefunden. Ein aus Kronau herbeigeholter Arzt leistete sofort Hilfe und diesem raschen Eingrei» fen wird es zu verdanken sein, wenn Hauptmann Podlipnil ohne Amputation der Beine davonkommt, was von den Ärzten erhofft wird. — (S tu d ent 2 n h eim in G ottschee.) Hi?° für haben neuerlich gespendet: Sparkasse Nizdorf 10 X; Gemeinderat der Reichshauptstadt Wien 20) Kronen; Turnverein Gottschee als Teilergebnis ein.r Theatervorstellung 28 X; Hofrat Dr. von Lang in Wien 20 X; Ortsgruppe Lübeck des allgemeinen deutschen Schulvereines 58 X 76 l,; Josef Wüchse in Waidhofen a. d. Mbs 10 K. Verein der Deutschen c.us Gottschee in Wien 50 X; Alois und Ioscfine Lackner in Graz 40 X; Georg Perz in Leoben 20 K. Peter Schleimer in Laibach 20 X; Rudolf Eisenzopf in Gottschce 10 X; Fürstbischof Kahn in Klagenfurt 10 X; der Laibachcr Deutsche Turnverein und Herr Alois Richter in Netz sind dem Studentenheimver nn n'it 101, beziehungsweise mit 100 X, beig2treten. — (Vereinsunterhaltung.) Der Leso vcrein in Seisenberg veranstaltet Sonntag, den 18. d., cine Unterhaltung in den Gasthausräumen des Hcrcn Franz Modic. Auf dem Programm befindet sich der einaktige Schwant „I5n0 ur« äoktc»«", ferner eiie Iuxpost und schließlich ein Tanztränzchen. Anfang 8 Uhr abends. 8. — (Gänsezug.) Mittwoch, den 14. d. M., nach 2 Uhr nachmittags zog eine groß2 Schar wilder Gänse in beträchtlicher Höhe über die Ortschaft Treffen in südlicher Richtung. Nach Angabe der Wetterpropheten deutet dies auf langandauernden und sprengen Winter hin. 8. ^- (Die Laibacher Vereinskapelle) veranstaltet morgen abends ein Mitgliedertonzert im Hotel „Ilirija". Anfang um 8 Uhr abends. Eintritt für Mitglieder frei, für Nichrmitglieder 40 1,. — (Volkskonzert.) Auf das morgen im großen Saale des Hotels „Union" stattfindende Volkskonzert sei hiemit nochmals aufmerksam gemacht. Das genaue Programm ist im Inseratenteile der heutigen Nummer enthalten. -- (HausbaI l.) Morgen findet in der Kasino-Nlashalle ein gemütlicher Hausball statt. Anfang ha^b 9 Uhr abends. Eintritt ,1 X. Näheres besagt unsere heutige Annonce. Theater, Kunst und Literatur. *' (Benefiz.) Zum Vorteile des Charakterdarstellers ,tzerrn Emil K ü h n e lveroen heute Schillers „Räuber" aufgeführt. Herr K ü h n o wirkt nun die dritte Saison an der deutschen Bühne und hat sich durch die Kreieruug hervorragender Rollen m Novi« täten ^ wir heben u. a. seine Moistorleistung in „Geschäft ist Geschäft" hervor - sowie al5 vielvorwendct.i-Darsteller und Sänger in allen Kunstgattungen ohrlichen Anspruch auf Anerkennung erworben, die ihm das Publikum vor seinem Scheiden von der hiesigen Bühne nicht versagen wird. — (Aus der deutschen Thoaterkanz -l e i.) Montag: „Sherlock Holmes", Mittwoch: „Die Fledermaus", Freitag: „Der Helfer", Sonntag: „Boccaccio", Montag: „DerOvovnball". — «Gedenktag.) Honte vor 30 Jahren ist Heinrich Heine gestorben. 2lu»R0» «»or» in der V^tnbirche. Sonntag, den 18. Februar (Sexagesima), Hochamt um 10 Uhr: Messe in N«c1,i,- von Josef Stein, Graduate und Tractus Hliliut ^ent68 von Anton Foerstcr, Offertorium l'^,'5»«^ ssi^nu« ml?s»6 von Dr. Franz Witt. In der Ktadtpfarrkirche St. Zakob. Sonntag, den 18. Februar (Sexagc-sima) um 9 Uhr HoäMnr: Dritte Sonntagsmessc in 11 llur von Fr. Tchöpf, Gradual? und TracruZ ^«-i^nt ^nl<5« von Anton Foerster, Offertorium IV>rno,» 3r^«»u« von G. E. Stehle. Geschäftszeitung. — (D e r neue ö st or r ei ch i j ch - un gar isch e Zolltarif.) Trotzdem wir knapp vor Aktivierung l>cs neuen Zollregimes stehen, fehlt eine amtliche Au^-aabe des neuen Zolltarif?s. Um diesem äußerst fühlbaren Mandel abzuhelfen, hat die „Zoll. und Specn. t.ons-Zeitung" sofort nach Vorlage des italienische. .Handelsvertrages eine Neuauflage ihrer Zolltarif-auZaabe veranstaltet, welche außer den autonomen Zollsätzen auch die mit dem Deutschen Reich? und Ita° li"n vereinbarton Vertragszollsätze nebst alphabet:-.chern Nar.'nvcrzeichnissi: enthält. Das zirka l2 Vogoi umfassende Buch - in handlictpr Ottavau^gabc --lostet 3 l< und ist auch boi Moritz Perleö, Wien, sowie ^n allen Buchhandlungen zu haben. Telegramme ks l. l. !elegl»chN'smtsMenz-Vnrms. Allgemeiner Arbeiteransstand in Fiume. Fiume, 16. Februar. (Meldung des ungarischen TelegraphcN'Korrespondenzbureaus.) Heute brach hier ein allgemeiner Arbeiterausstand aus. Die Zahl der Ausständischen beträgt 7000. Die Arbeiter sämtlicher Fabriken schlössen sich dem Ausstände an. Die Aus ständischen durchzogen vormittags die Straßen und forderten di? Schließung d?r Läden. Mittazo wurde Verlautbart, daß die „Hungaro°Kroata" den ausstä'n dischcn Heizern und Matrosen die geforderte Lohn-erhöhung bewilligt habe. Die Schisssarboitcl- waren daraufhin geneigt, die Arbeit aufzunehm?n, doch for» derten die Fabriksarbeirer, daß der mißliebig Fa briköleirer der Schiffswerfte entlassm werde. Die Ar baiter verhinderten den Verkehr der elektrischen Stadt-bahn. Die industriellen Betriebe werden ?nilitärisch bewacht. Der Postdienst wird durch Kriegsschiffe auf-rechter halten. Ungarn. Budapest, 16. Februar. Über die heutige Kon» fcrenz der Parteiführer wurde nur veröffentlicht, daß die Beratungen Sonntag mn 11 Uhr vormittags fortgesetzt werden. Wie verlautet, wurde in dcr Konferenz die Frage der Auflösung des Abgeordneten^ l>auscs iu m^ritl) nicht verhandelt, da man zuerst die Stimmung der einzelnen Parteien kennen lernen will. Die Frage wird erst in der am Sonntag stattfmdcnden Konferenz eingehend erörtert werden. Loubet. Paris, 16. Februar. Präsident Loubet führte heute zum letztenmal den Vorsitz im Ministerratc. In bewegten Worten dankte er den Ministern für ihre Unterstützung und drückte den Wunsch aus, daß das Kabinett das begonnene Werk fortsetzen möge. Mini-sterpräsident Nouvier verwies in seiner Erwiderung darauf, von welchem Nutzen für das Land und von w?Icher wohltuenden Wirkung für die Republik die siebenjährige Amtstätigkeit des scheidenden Präsiden ten begleitet war, und fügte hinzu. Präsident Loubct werde in sein Privatleben zugleich mit dcr Lieb.' sei ner Mitbürger die Wortschätzung der auswärtigen Nc-gierungen mitnehmen. Die Konferenz in Algeciras. Paris, 16. Februar. Der Korrespondent dos „Matin" übermittelt seinem Blatte folaonde off?n-kundig tendenziöse Depesche aus Algeciras: Nach Ansicht eines Dol?a,i?rton ist os nicht unwahrscheinlich, daß Deutschland die Absicht habe, die Verhandlungen der Konferenz bis zu ocn französischen Kammerwah-len hinauszuschieben, um dann beunpuhiciendo Gr° riichte zu verbreiten, dio die Wählerschaft erschrecken und zugunsten der sozinldcmokratischcn Kandidaten beeinflussen konnten. Die französische Regierung würde dadurch gefügiger gestimmt werden und die Vorschläge Deutschlands, betreffend die Polizeioraani-sation, schließlich annehmen. Die fremdeufeindliche Vewegung in China. London, 16. Februar. Dem „Standard" wird aus Schanghai unter dem 15. d. M. gemeldet, dort sei die Nachricht einlangen, daß auf die am linken Ufer des Mugtse liegende Mission Nanking in der Provinz Nganhwei ein Angriff gemacht wordon sei. Man glaubt aber, daß hiebei nienia.id getötet, bezw. verwundet wurde. Demselben Blatte wird aus Schanghai weiters gemeldet, ein chinesischer Diener inachte Mittwoch auf dm französiscl)cn Generalkonsul Natard einen Mordversuch, der jedoch mißlang. Der Täter wurde verhaftet. Zwei neuo Freiwilliaenkompanicn sind hi?? in Bildung begriffen. Erdbeben. Newyorl, 16. Februar. Nach einem Tele--gramm aus lHuajacmil hat oas Erdbeben, von dc-m ein Teil Südamerikas heinigesucht wurde, mit Un terbrechungen eino ganze Woche gedauert. Der erste Stoß wurde in der Provinz Esmeraldes in Ecilado, am :;i. Jänner 10 Uhr vormittags vorspurt. Di<> Ein wahner verließen, vom Schrecken ergriffen, ihr.' Woh nungen. In der Stadt Esmeraldes sind eine Kirche, ein als Kaserne benutztes .Haus und eine Knaben-schul? eing.'stürzt. Die Hauptstras^n der Stadt wur-den mit Fluttwellen überschwemmt. Allo Städte in den Provinzen Esmeraldes und Manabi haben grv' ßen Schaden erlitten. kaibacher Zeitung Nr. W. 339 17. Februar 1906. Foulard-u. Liberty- Seide Chinö- u. Bast- Seide Merveilleux-u. Schotten- Seide Monopol-u. Armüre- Seide filr Blusen und Roben in allen Preislagen, sowie stets das Neueste in schwarzer, weißer und farbiger „Hennebera.Seide" von 60 Kreuzer bis si. 11 35 per Meter. - Franko und schon verzollt ins Haus. Muster umgehend. (19) 5—1 Seiden-Fabrikt. Henneberg, Zürich. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ^I^'U^ 733 6 3's" N7 schwach Regen" 9 . Vb^ 736-0 1b windstill bewüllt 17 l 7 U. F. j 736 9 i 1 4, N. schwach I Nebel ! 0 6 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 17°, Nor. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. ,^._^^tig für Inserenten. Ein geradezu unentbehr. tun»« '^" ftir Inserenten ist der soeben erschienene Zei° Ä«nn« "'" NMeuoerlatalog der rührigen nnd renommierten ttln^'."'^NlbMon Eduard Braun. Wien l,, Rotenlurm« ' .^b, -'- ^aS zweihundert Seiteu umfassende. elegant aus> N^'?"!>'^ "'uftergultig zusammengestellt und bringt in uoerncymcher ssorrn sämüiche sür die Inserenten wichtige An-,.«^ . ^ °"^ '" Österitich-Unaarn erscheinenden Zeitungen mo Calender, Ein besonderer Vorzug des praktischen Nach. Magewciles ist die Präzision und Verläßlichkeit der anlhenti ««« "" ü°ch ^^ »euestrn Stande angegebenen Daten. Die l«<°"^"Apedition Braun erteilt übrigens nicht nur losten. <««...5 m"^ und Ratschläge in allen das Nellamefach be° ^«l°en Ängelegenheilen. sondern stellt auch den erwähnten, weilvollen Katalog Inserenten gratis zur Verfügung. 670) Gute Rezepte haben woldwert, und wenn mau genau nach diesen Rezepten arbeitet, so wird man stets Erfolg Yllben. Ein kleiner Klichenartilel «Dr. Oetlcrs Backpulver ««2 heller» wird jeht in Millionen Päckchen versand und werde ich mit hochgeschätzte PublikU ™f ""^ erUul)e ich n'ir' dR" Goldwaren, Juwelen mC.^L'iZr ""^1«*" L»*er ™n billigsten Preisen in )ekan„" ' J'1™ M/en ^^^ merksarn », machen. idealer Ausführung, auf- Durch meine Verbindungen mit ,1«„ In- und Auslandes und durch mei„B 'S ^!™ Ilfiui!ern (le8 von mir *rosien Bestellungen, die nur auf fe.te Rechnung hoteulä^; Sonntag den 18. Februar großes KONZERT der Laibacher Vereinskapelle unter peraönlioher Leitung de. Kapellmeisters Herrn Foola. Emrlll für die Mltfllieder frei. Nichimitglieder zahlen 40 !> /M zahlreichem lynche ladet höflichst ein Fritz asro^afe, „()telie, Kabelhast billist stellt ficn Tee aus Mehmers hoch-feinen, staubfreien Terspitzen, denn ein Päckchen k 30 heller ist ausreichend für 16 Tassen, Diese Teespihen sind durch ihre Billigkeit jedem haushalte zugänglich nnd sollen zur Hebung des itousums deS so außerordentlich gesunden lilelränles beitragen. ______________________(3997 ,!) Mnlvew. Unserer heutigen Austage liegt ein Prospekt des hiesigen Panorama International, PogaüarplaH. bei, worauf wir unsere P. T, Leser besonders ausmciljam machen. (706) Tonhalle der Philharm. Gesellschaft Montag den 19. Februar, 8 Uhr abends Konzert Koschat-Quintett unter persönlicher Leitung «lex Komponisten Thomas Koschat. Preise der Plätze : Cercle K 5 — ; i. piatz K4._ II. Platz K 3 — ; Galerie I K 4"—, Galerie II K 2 50- Stehplatz K 150, Schülerkarten K —-60. ' Eintritiskarien sind in der Musikalienhandlung Otto Fischer, Kongressplatz (Tonhalle) zu haben. ______________________(642; 3-8 Mild abfuhrende Wirkung. VoSüzucHrSfS « Constipation.Gestqrtf.Vurdauung.Congestionenetc P- T. Wenn Sie fürs Frühjahr moderne, gute, dauerhafte Schuhe brauchen, bitte, warten Sie bis zur Eröffnung der ' Münchengrätzer Schuhniederlage das ist bis Anfang März. Husterpaare liegen schon heute zur gefl. Besichtigung auf im Modewarenhaus Heinrich Kenda, Laibach, Rat- hansplatz Nr. 17. _____ (6% 31 jYlorgen Sonntag den 18. februar *3 gemütlicher &* Haus-Ball Wer Xasino-jlashälle. Musikkapelle des k. u. k. Unftr.-Regiments JVr. 27. ^nfang'um v* 9 Uhr abends. €intritt 1 JCrone. Zu zahlreichem Betmche ladet höflichst ein (700, August €ÖCr, Restaurateur. ^^ Sinlaäung ^^ zu der Samstag clen 3. llläsz lyob, abencls um 8 Ul,r i,n ltasino Klubzimme^ slattfi,,t>enden 2^. ordentlichen Jahreshauptversammlung. ^Hgesorclnung: ^.) Verichte. 2.) Neuwahl des Vorstandes. ,>) Allfällige A?ltrage. In, s»lle ller ve»«l»lus»uns»l,igkeit lu»»k»s»ig »»<. All' Heil'! (69b> 2, Ver Vorstanä. Verdauungsstörungen, Magenkatarrh, Dyspepsie, Appetitlosigkeit, Sodbrennen elc.., sowie die Katarrhe der Luftwege, Verschleimung, Husten, Heiserkeit sind diejenigen Krankheiten, in welchen --------------- SkViEKB^Ai^H nach den Aussprüchen medizinischer Autoritäten mit besonderem Erfolge angewendet wird. Niederlage hei den Herren Ziohael Kostner und Peter Lunik In Laitach. (678) Die (3746) 86 fldler-flpothehE in Laiboch (Stadt) gregrentiber der Sohmterbrüoke =^== Bestand über 300 Jahre ===== Inhaber: Mr. Ph. Mardetmohl&grer, Chemiker hält HtetK hui Layw alin neuen Medikamente *<>w'^ alle in- und ansländlsohe Spezialitäten, liefert an SpilAler und n.n die Herren Ärzte im ^roüen üowie- nn Private, Verbandstoffe und nils ohirnrg. Kranken- bedarfsartlkel l)il]i«Ht und empfiehlt, ihre jreHetxlich g*-nchiiuten koHinel. 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Die «»tierten Kurfe verstehen sich in Kronenwahriiüa, Dir Nntieruna sämtlicher Mtlen und der ..Diversen Lose" versteht sich per Stück. Gel» War« Algnneme Staats» fch»U». ««heitliche «ent«: »'/, tonv, steuerfrei, Kronen (Nai ?i«>.) per «fasse , , 1^-in 100 3>^ d«»to (Iän «Juli, per »assc 99 «o 10« 15 »»«/« ü. W. «oten (F«br..«ug.) pn Kasse......10145 1«1 65 4-««/« 5, W. Vllber (Npril'Okt.) per »ass«......»oi 3" iai-50 »Ssner Staatslose «X! ft. 4"/„ 15» 40 16,'4!, l«0er ,. 100 fl, 4"/„ ,97 — l»9-1»»4« .. ,00 fl. . . 289 50 2Z1 50 t«4er ., 50 fl. . . 2»«- 2«' - D«».'Pf»ndbr. k 1«» fl. 5«/„ 29« — »94»0 «t««tsfch»ld d. i Reichs' nlte vertretenen König« reiche »nd Länder. bfterr. Goldrente, stfr., Gold Perltasse , , , , 4"/„ 118 40 ,1860 vfterr. Rente in Kronenw. stfr., »r, per Kasse , . 4"/„ ,00 1» 100-35 derto per Ultimo , . 4«/„ i«o ib 100 35 vst. Investition«'«ente. stfr., »r. per »«ff« , 3'/,°/, 91 40 31 80 Gise»b«st«»P,l»l ßisenbahn.AKN». »lllabetl, «, 80« fl, »M. 5'/."/« oo« 400 Kronen ... 4si« — 4«» detto Linj.Vudwei« 200 fl. 0, W 3. 5'/.»/<, . . 455 50 457-50 bett« Ealzbura-Tirol 20» fl, . . . . 439-—442- - Veld Ware Da« Mole ,« Johln»« übn» no»«e»l Ilsenbayn > Pliontät»» ß»l>g»ti»n»n. Böhm. Wcstbahn. Tm. 1895, 400 Kronen 4 "/„. . . .100,5 10,15 Elisabethbahn «oo und »ONO Vl. 4 al» !«"/„......115 «5 ,16'85 Elisabethbahn 4oa und 2n0« N. 4"/„........,,8 — IIS 9« Franz Josef-Vahn Em. 1884 (biv. St.) Zllb 4«^ . . ,00 ,5 ,01 15 «allzische Karl Ludwig-Nahn ldiv. St) Silb. 4«/„ . . 100'— ,«,'— Unff,'aa>iz, Bah" !i00 ll. 3. 5°/„ 111-35 112 35 Borarlberger «ahn ! lroat. u. sla». Vrundentl. vblig........97- 98 — «ndere öffentliche Anlehen Vo«n. Lande«.Nnl. (div.) 4"/» . «685 97 35 Vosn.' herccg. Gisenb. -Landes» Nnlehen 'biv.> 4>/,"/„ . . ,00-55 ,01 55 5"/u Donali-Reg.'Nnlnht 1878 1065« ,N?'50 Wiener Nerlehi«>?lnltih« 4°/« 100 s»5 ,01 «5 bttto 1900 4"/u l» .... 9»<-95 99-»!, dtttll (1898! .... 100-05 10, - dtttll (1900) . , , . 100-20 1!»l-2 betto (Inu.-A.) 190« 1N<»-— l»i- /«5 120 «5 «eld Wale Pfandbriefe :c. Vodenlr.,alla,sst, i»50I,ol.4"/„ 99« 100-35 Böhm, H»volhelcnl>a»loerl, 4"/„ 100— ,00 95 Hentrlll'Aod.-ltreb.-Äl.. «sterr., 45 I. Verl. 4'/^"/» - - - l0»50 —-Zentral Äod.-Kred.^Nl., österr., 68 I, verl. 4"/« . . . 100 »o Isl io »ied.'Inst,.üs 999u 100-90 Landesb. d, K2n, «Kalizien und Lodom. 57>/, I. rullz. 4"/„ 99— 100-^ Mähr. Hlchothelenb. verl. 4"/., !»»'6» 10060 N..üsterr. Landes.Hnp.Unst.4"/» 100-- ,„i — dctto >»ll. 2',., Pr. verl. »'///» l!4.'>a ü-i — d«tt«lt..LchliIdsch,v«rl. 3>/i"/n 9>'5N >«ü_ detto verl, 4"/» 99 90 ION 90 Osterr..unaar. Ban! t»n jähr. verl. 4"/» °. W. ... INO'Lt» 10, 25 betto 4"/u »r..... 100-55 K»1 55 Spart, i.gst.. 60 I. verl. 4°/» 101'- 10190 Eisenbahn-Prioritäts« Obligationen. ZerdinandÄ.Nordbahn Tin. 1N86 100 50 10i5ci detto Em, I9u4 100-6« 101-50 Öfterr. Norbweftb. ^Ol» sl. S, . in?'— ,08-- Ziaatlbahn 500 Fr..... 418-— 420 — ^übbahn ^ 3°/, Iünner>Iuli 500 Fr. . Per,ln,licht f«ft. 3"/„ Vodenlredit.Lose 2>,n sl. per Ult. 1130 — ii»2 — Donau > Dampsschiffadrt« > Ges., ,., l l. priv,, 5<>U fl. KM, 1025 — 108,-Dux.Vodenliacher Tisb. 400 »r. 540— 544 — ^erbiüaiibÄ.Nordb.iooafl.NM. 5L60 — s,7o0 — ^smb..Lzerii..Illslv,. lkisenbahn» Oek'llschafl, 20« sl. S . 583— 58«-^!°t,d,österr..Trieft..5N0fl.«M. 74»-— 747-Österr. Nurdwest^ahn 20« fl. L. 428 — 429 5^ be!to(Ut. !! )20c»fl, Z, p. Ult, 446— 448-Pran.L>il,er, ,00 fl. abäst. 2,825 2,9 — Ztaalseisb. 200 fl, 2, per Ultimo 67Ä-75 «7375 Züdb. 200 fl, Silber per Ultimo i»?-— 128 Südnürddeutschc Nerbinbungsb. 2„N fl. 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Vank 14o« Kronen 1635— ,644- - Umlliibanl 200 fl......5ü6 — 5«? - Verlehrsbanl, all«., 140 fl. . 360 50 Wl« Indnstrie.DnlerntlmlnnKt». Bauacs., nll«. österr., ,0!< fl. . 164 — 1«7 — NrüxerltohIenbcrab.'Ges,,O0fl. «57— 663 — 0 3no — Vlo»0 5»3«> ,,Po>d!.Hül»e", Tieaelgukltayl. F.»?l.G. ,iOU fl. ... 529'— 554-— Pia°er Eise».3»b..Ges. — 2650 — Rima»Mura»y.Salgo-Iarjaner Eisenw. 100 fl..... 534— 535'- Talgo.Tarj Steinkohlen Ion sl. »,,<»- «<,4-— ,,SchIöglmühl",Papierf.,20nfI. 8,u-- 3!»— „Schobnica", A »G. i- Petrol.» Ind., 5«c> Kr..... «50 — «SO' - ..Eteyrermühl", Papierfabrik und«,.«...... 475- 4»«-' Trifailer Kohlenw,.«. 70 fl. . 25? - «78 -Tü>l. Tabalreale.Ves. »<><) ssr per «»1st . - -— —'- betto per Ultimo 382' 384 — Waffenf.'Ves., »fterr,. in Wil-n, ,s>0 fl....... 2«u-'- 570 — Waaaon.Leihanstalt, allgem,, in Pcst. 4N,, Kr..... 620 - «»8 - Nr. Ällugesellschast ion fl. . . 173— 1?«- Wienerberaer 8ieaelf..«ltt..O,s. 846 - »ÜO - Devisen. Kurze Sichten u»> 3chl Amsterdam...... ,98,5> 19« »5 Deutsche Plätze..... 11? 25 117 45 London........ 240-47 240 70 Italienische Vanlplütze . . . 95 55 V^> 75 Paris......... 9l> l>? 9l» «7 Zürich und Basel..... 9^> »0 »ü 4b Valuten. Dukaten........ ,l-:<4 113« 20 Fraülc» Stücke..... ll» I<> ,9 I« 2«»Mark Stulle...... 23 4» 2»-5S Deutsche «tich«banknoten . . 1,7 25 ,17-45 flauen sche Äanlnolen . . . 95 55 95'?» ^«»bel Note,,..... '/-51 «'.'>!" IT7-n- iixs-d. T7"«xlca.-vif ?••a B«nt«n, tMandbrtefon, PrlorllAten, Akllcn, Loicn etc., DwIbpii and Vatalen. 56 Lo8-Verslcherungr. Ba.33.lc- -u-n-d. "TTT'eclxslerg'Qscli.ä.ft l.albiKli. S])it;ilKa«.sc. Privat - Depot« (Safe - Deposit») Verz'mtiiRg vti Bareinlagen Im Konto-Xorrent- and auf 6lro-K»nto.