Ituuimrr 16. pc 11 au, tat 18. April 1897. VIII Suhrtjaug. yat. kjcr, auf die s. als der ganze bedrohte» Waldern Wraz gewidmet ist.— 3-) Für die am Preis für Pettau mit Zustellung in» Hau«: Vierteljährig fl. 1.20, halbjährig fl, 2.M), ganzjährig fl 4.80, mit PostVersendung im Inland-! BicrlcljShrig^l»"ur„e>ichISscssio>l fl. L.vt), ganzjährig fl. ü.vv. — Einzelne Nummern 10 tr. Sgelvst! Haiiptge- Schriftteiter! J»sef AelSuer, »llerheiligengass, 14. — Berwaltung »nd !i!erl«g: W. «liute, Buchhandlung, Haupt»l,tz Rr. v. 'ealitätkltbesitzer in Haudschrislen werde» nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beitrage sind erwünscht und wollen längsten« bi» Freitag jeder Woche eing'ka. Handilsmaiin erscheint jeden Sonntag. Die Sprachenverordnung. Es ist ganz natürlich, dass die Giltigkeit der Sprachen Verordnung für Böhmen von denen, welchen diese Verordnung sehr gelegen kommt, al« gesetzmäßig vollgiltig anerkannt wird, während die Deutschen Österreichs, insoweit dieselben sich nicht freiwillig vor deu RegiernngS-wagen gespannt haben, selbe als gesetzlich ungiltig erklären. Wir sagen. eS ist daS natürlich, denn feit in Österreich die RegierungSpraxis besteht, sich Mehrheiten durch mehr oder weniger belangreiche Zugeständnisse an einzelne Parteien zu schaffen, scheint im ganzen der Sinn für Objectivität ab-Handen gekommen zu sein. Man setzt die fub-jecliven Anschauungen über die Gesetzmäßigkeit dieser oder jener Verfügung der jeweiligen Regierung, soserne diese Verfügung im Sinne einer größeren Partei ausfällt, über den „todten Buchstaben" der bestehenden Gesetze uud sobald man nur die Mehrheit für diese Verfügungen Hot. ist die Regierung „gedeckt" Sie kanu sich vor oller Welt daraus berufen, dass ihre Verfügung den bestehenden Gesetzen entspricht, weil die Majorität mit der Anficht über die Gesetzmäßigkeit der getroffenen Verfügungen der Regierungen ei», verstanden ist. Diese Praxis ist bequem. Sobald eine Regierung irgend etwas durch-setzen will, brauch» sie sich blos einer Majorität zu versichern, die bei den heutigen parlamentarischen Verhältnisse» nicht schwer zu haben ist, und sie wird es durchsetze», trotz der schwerwiegendsten Argumente der Minorität. Die Regierungen wägen die Stimmen nicht, sondern sie zählen sie blos; für sie existirt der Begriff: „Recht, oder Unrecht" nicht, sie halten sich blo» an die Thatsache: „Ma-jorität oder Minorität". — ES kann kein Zweifel darüber herrschen, dass der Staat die Oualifikalion der einzelnen Afpi- onntagsplauderei. Gottlob, dass die traurige Fastenzeit vorüber ist mit dem täglich zweimaligen Kalbsbraten und die fröhlichen Ostern da sind, die einem armen Christen wieder einmal ein Stück Guglhnpf, Nuß-putitzen oder Milchrahmstrudel bringt. Das ist mit nichten ein? Blasphemie, denn Gott sei'S ge. klagt, mir wässerte manchmal der Mund am Frei-tage nach einem Löffel voll Griesnudel» oder ein paar Topfenknödeln, aber woher nehmen und nicht stehley? Man kann doch nicht vierzig Tage lang von Quargeln und Bohnensalat lebe» ? Aber das kommt von dieser vielgepriesenen „Alleinsteherei", wobei man „sein eigener Herr ist". — wie die Paarweise lebenden Unzufriedenen stets neidisch behaupten. So ein lSar^on kommt in die Hölle, ob ei will oder nicht! Er wird sozusagen ex oflo hinab gefüttert, denn seine Nährmutter denkt gar nicht daran, sich Scherereien zu machen mit der Bereitung von Mehlspeise», solange daS Kälberne so billig ist, dass cS sich für ein Kalbl eigentlich gar nicht der Mühe lohnt aus die Welt zu kommen. DaS neue Gesetz über die Hebung der „Rindvieh-zucht" ist daher auch daS »»nöthigste, welches seit ranten für Stellen in diesem oder je»em Berufs» zweige der Staatsverwaltung gesetzlich zu normiere» verpflichtet ist, dass er die Anforderungen, welche er an Bewerber um ein StaalSanit. gleichviel welches, stellt, nicht im Verordnungswege, sondern iin Gcsetzeswegc genau präzisirt. weil sonst der Willkür und dem ProteklionSioesen Thüre »nd Thor geöffnet ist. Wenn die „Narodni LiHty'1 sich alle Mühe geben, die Giltigkeit der Sprachenverordnung als zweifellos hinzustellen und für diese Behauptung das Handschreiben des „Königs Ferdinand V." die „Narodni Lialy" brachten eS natürlich nicht überS Herz, Ferdinand den Gütigen Kaiser Ferdinand I. zu titulieren, vom 8. April 1848 an den Minister PillerSdorf anzuführen, so ist daS natüllich ihre Sache und es wird keinem vernünftigen Menschen einfallen, sie in dieser Beweisführung stören oder gar eines Besseren be-lehren zu wollen. Dagegen dürften die „Narodny Liaty" bald erfahren, dass sich die Deutschen vou ihren sonderbaren Beweisführung, n leider nicht über-zeugen lassen wollen, das« es sür sie noch lange kein separates Königreich B«Hme» mit einem eigenen StaatSrechte gibt, in dem die Deutschen blos „geduldet" werden, sondern dass vorerst noch die selbstherrlichen Aspirationen ebenso, wie die „öechische Staatssprache" im dreieinigen König» reiche über die Grenze der „frommen Wünsche" hinaus noch lange seine Geltung besitzen. Eine Sprachenverordnung. welche im Ber-ordnungSwkge erlassen wurde, kann ebenso bei nächster Gelegenheit im Verordnungtwege ans-gehoben werden, wie eben schon so viele anderc Verordnungen aufgehoben oder rückgängig ge-macht wurden, olnie dass ein Hahn darnach krähte. Wie viele Krouländer gibt eS denn heute noch in CiSleithanien, in welchen den Eoneurs-auSschreibungen für Staatsbeamtenstelle» nicht Langem erlassen worden ist, denn einerseits hat eS überhaupt noch niemals Mangel an Rindviehern gegeben auf der lieben Welt und ander-feitS steht zu befürchten. dafS die Ochsen so über-Hand nehmen werden wie die Rebläuse »nd in absehbarer Zeit uns alles Grün vor der Nase wegfresse». Ein Gesetz zur sabrikSmäsfigen Erzeu-gung von Zwetschkenknödcln und böhmischen Dalken wäre viel zeitgemäßer und gewiß weniger provo-zierend als das Gesetz über die böhmische Sprachen-Verordnung, die eigentlich ebenso ungenießbar und unverdaulich als unnöthig ist, denn zwei Lenteln, die sich verstehen wollen, verstehen sich auch otine Sprachenverordnung, wofür die n. ö. LandeSgc-bäranstalt in Wien alljahrlich so viele Beweise liefert, dass eine weitere Beweisführung ganz un-nöthig ist. Diese Beweise sprechen eine so laute Sprache gegen die böhmische Sprachenverordnung, dass sich die deutschen Abgeordneten eigentlich gar keine Mühe geben sollten, die Regierung mit kilo-meterlangen Reden davon zu überzeugen, dass die Sprachenverordnung gar keine» Zweck hat. Wenn sich die deutsche» Abgeordnete» für die nächste Debatte über diese Verordnung drei Dutzend ge-sunde nnd kräftige Beweise für ihre Eontraredner die Claufel beigefügt wäre: Erforderlich zur Er-langung des erledigten Dienstpaftens ist die Kenntnis der beiden Landessprachen, ja nicht selten sogar die Kenntnis „aller drei Landessprachen ?" — Wir daö der Regierung nicht ge-uügend? Mußte sie diese Formel sür Böhmen IN eine eigene feierliche Verordnung kleiden und diese feierlichst k»nd und zu wissen thu»? AuS welch-r Uriache? Etwa um einem drin-gend gefühlte» Bedürfnisse abzuhelfen? Dem Be-dürfnisse ist im weitesten Maße Rechnung getragen; Rechnung getragen niemals zugunsten der Deutschen. denn welche Uniwege muß der Deutsche heute in Dalmatie» oder Galizien macht'», bis er einen k. k. Staatsbeamte» findet, der ihn nur halbwegs richtig versteht, wahrend umgekehrt in den meisten zwei- oder sogar mehriprachige» Gegenden sofort ein ungeheurer Lärm geschlagen wird, wenn der deutsche Beamte, welcher der fremden LaiideS-spräche und Schrift mächtig ist, eines der viele» Dialekte dieser Sprache »icht vollkontme» mächtig ist. Aber natürlich, das ist ganz was anderes! und während der Deutsche in fremdsprachigen Kronländern schon überfroh fein muß uud <* in feiner angeborenen Gu'müthigkeit mich ist, wenn der mit ihm verhandelnde Beamte die deutsche Sprache auch nur nothdürftig radebrechen kann, verlangt derselbe Staat, der gegen feine nichtdeut-scheu Beamten die weitgehendste lingnistische Tole-ranz übt. vom dentschen Beamten die mündliche und schriftliche Prüfung aus der zweiten und oft auch dritte» Landessprache. Nun, e» ist eigentlich gut, dass man die Ge-duld der Deutschen ununterbrochen bald mit größeren bald mit kleineren Herausforderungen immer mehr belastet; denn je eher das Maßvoll ist, desto eher kommt es zur Katastrophe und nicht die Deutschen Österreichs werden es fein, die sich verbrennen, wenn ihr durch fortwährend muth-williges (Schürreit des Feuer» zur Siedhitze ge» brachter Unwille und Zorn überläust. aus dem Findelhause holen und zwar ein Dutzend aus rein kchifche», ein Dutzend aus rein deutschen und ein Dutzend aus gemischtsprachige» Bezirken und diese 36 Beweise auf den Tisch des hohen HaufeS niederlegen und die hohe Regierung fragen, welcher von de» drei Dutzend Beweise» dafür, dais sich die Leutel» auch ohne Sprachenverordnung vollständig verstanden haben, eigentlich nicht stichhältig sei, dann dürfte nicht nur Graf Badeni sondern die ganze Regierungspartei sammt ihren Proredner» einfehen, wie Recht die Deutschen haben und weuu diese 3« Beweise plötzlich gemeinsam einen schreienden Protest gegen die Vergewaltigung loslassen, dann dürste das einen Effekt erzielen, de» nicht einmal der Abgeordnete DasziiiSky mit seiner Rede zu erzielen vermochte. ES wäre ei» bedeutsamer Augenblick für die Völker Österreichs, wenn die sämmtlichen Minister, sammt den Pole», Jiingtichechen, Feudalen und Clericalen plötzlich vor dem Geschrei von 36 Wickelkindern die Flucht ergriffen, während der fromme Präsident Dr. Kathrein, anstatt den Schreihälse» daS Wort zu entziehen, die Damen auf der Gallerie um Himmelswillen bitten müßten ihm hilfreich beizustehcn. linsercr heutigen Auflage liegt ei» Prospekt der Firma Ph. Mayfarth & Co. bei, aus den wir besonders aufmerksam machen. Wochenschau. Der deutscht Kaiser in tvira. 'Kaiser Wilhelm ll. wird am nächsten Mittwoch den 21. d. M in Wien eintreffen, um der großen FrühjahrSparade der österreichisch - ungarischen Truppe» beizuwohnen. Am Bahnhöfe wird eine ^hreneompagnie des J»fanterie«R''gimeiiteS Nr 61 [j Empfange aufgestellt sein Der Ehrendienst. ■* dem CorpS Commandante» Prinz " '^euhold. Flügeladjutant Fürst Officier deS 15. Husaren-* dem deutschen Kaiser bis t/'Jimpft zwischen Grieche» »nd tl tfit« stattgefunden, indem ein s'7-^rregulärer in der Stärke vo» £ . ; Grenze zwischen de» beiden türkische» ArmeecorpS überschritt, wobei in de» stattgehabten Kämpfe» am Freitag und SamStag 210 Mann seitens der Türke» gefalle» sein sollen. Der Vormarsch der Irregulären erfolgte im Bistritza Tliale von Mezowo ans Krania. daS schon zwei Stunde» weit jenseits der griechisch-türkische» Grenze liegt, wo sie das türkische Grenz-fort Baltiiws auf der Krania Spitze durch Geschützfener zerstörte« und die türkischen Wach-häusrr von Kipti, Phonika »nd Strong nieder-brannten. Tas Gefecht danerte mehrere Stunden. Stach offiziellen Nachrichten vom 12. d. M. dauern die Kämpfe fort, die Insurgenten hatten daS Fort BaltinoS eingeschlossen und belagerten 800 Türken, die endlich flohen und gegen 100 Gefallene verloren. Die Verbindung zwischen Mezowo und Grewena, über welchen Ort die HauptverbindnngSlinie nach Monastir hinauf-führt, ist unterbrochen. Wenn ans Constantinopel vom 11. d. M. gemeldet wird, dass die Verluste der Grieche» gr>ß seien, so ist da» höchstens als ei» türkisches SiegeSbulleti» auszufasse», de»» wenn die Türken nicht im Stande waren. 2000 Insurgenten über die Grenze zurückzuwerfen, ehe sich diese eines Forts und dreier Wachhäuser bemächtigen konnten, kann vo» einem Siege wohl schwerlich die Rede sein. Anderseits werden sich die Griechen wohl hüten, von Siegen zu sprechen, solange der Krieg nicht erklärt ist. Dann freilich werden Griechen und Türken sich gegenseitig so unaufhörlich ..besiegen", bis man vor lauter SiegeSnachrichte» nicht mehr weiß, wer die meisten Prügel erhalten hat. Nationale und Nadiralk. Wien, am 10. April. In einigen, sogenannt radikalen Blättern der Provinz wurde die deutsche Volks-Partei in den letzten Tag?« wiederholt angegriffen und scharf angegriffen, »veil sie angeblich dem Herrn Abgeordneten Schönerer zu wenig eut-gegenkommt. Thatsächlich verhält sich dieS aber anders. Dass die deutsche Volkspartei vier Mit- Nur keine unnützen Gesetze und Verordn»»-gen, denn auch nach der Durchführung der böh-mischen Sprachenverordnung werden die Beweise des gegenseitigen Verständnisses dieselben sein wie heute, denn in der Hauptsache werden sich weder die Deutschen noch die Lechen an die badenische Sprachenverordnung kehren. ES kommt niemal» weit, wenn sich die hohen Behörden in die gegenseitige Verständigung der Völker mischen, davon liefert die Kretakrise den vollgiltigsten Beweis. Die Flotten und Bataillone der sechs ei'ropäischen Großmächte haben so lange aus eine Verständigung der Kretenser, Griechen und Türken hingewirkt, bis richtig der griechisch-türkische Krieg auSgebrochen ist. wenn auch davon in den Amtsblättern noch nichts steht. Und sie werden jetzt wieder so lange auf eine „gegenseitige" Verständigung hinarbeiten, bis richtig der große europäische Krieg vor der Thüre stehen wird, ge-radeso wie der Krieg zwischen Deutschen und Rechen bereits in lustigen Flamme» auflodert, seit die böhmische Sprachenverordnung behufs leichterer gegenseitiger Verständigung hinauSgcgeben worden 'st. Ich kann nicht begreifen, weshalb nicht vor glieder ausfchlltßen uud'von inehrereu Anderen ebenso überflüssige als demüthigende Erkläiungen abverlange» sollte, kann wohl Niemand im Ernste erwarten. Dagegen hat die deutsche Volkspartei ihr Entgegenkommen Herrn Schönerer gegenüber durch die That bewiesen. Sie unterstützte alle seine Anträge, (die bekanntlich nach der Geschäfts-ordnung des Abgeordnetenhauses ohne diese Unterstützung vom Präsidium gar nicht in den Einlanf anfgenommen worden wären), vbwohl ma» sich nicht einmal die Mühe nahm, die Volkspartei von denselben, geschweige ihrer Einbringung auch nnr im geringsten zu verständigen. Bekanntlich hat auch die Volkspartei schon längst beschlossen, ans eine zeitraubende Adreßdebalte nicht einzugehen. Sie kann daher natürlich nichts dafür, wenn nun hinterdrein im Widersprüche mit den bereits bekannt gewesenen Entschlüßen der deutschen Volks-Partei Herr Abgeordneter Schönerer selbst einen Adreßenentwnrf einbringt. ES erscheint Übrigens nicht recht verständlich, wozu man Mühe auf die Verfassung einer Adresse verwendet, für die sich ja dcch im .Hause keine >0 Stimmen finden dürsten. Hoffentlich wird aber die eingetretene Spannung schon sehr bald ivieder schwinden; zum mindeste» kann man von der Deutsche» VvlkS-Partei fest überzeugt sein, das» sie ihrerseits selbst vollberechtiate Empfindlichkeiten unterdrücken und im Gegenchcile mit Freuden jede» vo>> sogenannt radikaler Seile gestellten Antrag u. s. w. begrüßen wird, sobald die Vorschläge n»r annehmbar sind. Wir unserseits meinen, dass es ganz richtig ist. dass sich eine große P.irtei von einer weitaus kleineren keine Vorschriften machen läßt und eS ist sicher gerade jetzt am allerwenigsten am Platze. Zänkereien inS deiilschr Lager zn tragen, ws der Kamps für die nationalen «Aüter der Deutschen, die jeder de»tsche Abgeordnete zu schützen berufen ist, aus allen Linie» entbrennt. Lentschrr Nolkotag. Die dentsche Volkspartei beabsichtigt, während der Ostertage die Abhaltung eines deutschen VolkStages auf die Art. dass in allen Hanptwahlorten. in denen Abgeordnete der deutschen Volkspartei gewählt wurden. Versamm-lungen abgehalten werden, da die Osterferien deS Parlamentes eS den Abgeordneten ermöglichen, mit den Wählern persönlich in Fühlung zu treten. Der Protest, den die dentschnationalen Abgeord-neten am S. April >m Abgeordnetenhaus? gegen die böhmische Sprachenverordnung erhoben, soll seitens der deutschen Wähler öffentlich sanctionirt werden. Das „Grazer Tagblatt" gibt zn diesen Versammlungen folgende Tagesordnung an» 1. Die Sprachenverordnung. 2 Die Parteien im neuen Parlament. 3. Die Anträge kder deutschen Volkspartei. Der Appell an die Wähler wird feine Wirkung nicht verfehlen, denn e« gilt die Abwehr einer Verfügung im VerordnnugSwege. die im Wege der Gesetzgebung einfach unmöglich gewesen ErlasS dieser odiosen Verordnung eine Enquete einberufen worden ist? Sagen wir aus jeder Gar-nifon z. B. zwei Paare als Experten vernommen, hätten dem Herrn Ministerpräsidenten die bündig-steil Auskünste darüber ertheilt, wie sich der Ianez mit der Kathi. die Mariska mit dem Poldl, der Beppo mit der Marianka. die Zorka mit dem HieS und die Mirzl mit dem Joan ohne jede Sprachenverordnung verständigen. Aber natürlich, die Behörden verstehen alles besser, wobei ich mir aber doch die Zweifel gestatte, dass sich die bereits in sehr reiferen Iahren stehenden Excellenzen mit den obgeiiannten Expertinen so rasch hätten zn ver-ständigen vermocht, wie die obgeiiannten Experten. Diese haben keinerlei Verordnung nöthig, um zu dem „allerseits erwünschten friedlichen Einver-nehmen" Mi gelangen und den alten Hofrätben und anderen hohen Herren des älteren VorratheS nützt überhaupt keine Verordnung, also auch nicht die Sprachenverordnnng zu der ihrerseits erwünschten Verständigung. Ob einer flötet: „Ich bete Sie an", oder .,te amersi sin' alla tomba" oder ,,kochajme sie." Eine halbwegs stramme Mieka oder Fefka wird stets antworten: ,jaz nemam zeita!" — wäre, die Verfügung, in Österreich deu FöderaliS-muS anzubahnen. Pettaner Wochenbericht. «kruennung.) Der Handelsminister Hai den Postoffizial Hrn. Vinzenz Kowalski zum Post, caffier beim hiesige» Post- und Telegraphenamte ernannt. (Coangelischrr Gollrsdicnl!) Am Sonntag den 25. April um 11 Uhl vormittag« wird im MiisikvereinSsaale ein evangelischer Gottesdienst abgehalten. (Vom peNaurr Nuderrlub „Vrauhort".) Der erste steiermärkische Ruderklub „Drauhort" in Pettau entsendete am letzten Sonntage eine» seiner Gründer, den Herrn Jngkiiieur->ScctionS-Beamten-Assistenten Carl WopalenSky »ach Klagen-fnrt und Villach. um mit den kärntner'schen Clubs persönlich Fühlung zu nehmen Der Abgeordnete de» in Gründung begriffenen hiesigen Clubs wurde insbesondere von den Herren de» Klagensurter Ruder- und SegelclubS „Nautilus", der sich um die Gründung deS erste» steirischen Ruder- und SegelclubS „Drauhort" in Pettau schon jetzt ein ganz besonderes Verdienst erwarb, in einer Weise empfangen, die an Herzlichkeit nichlS zu wünschen übrig läßt. Nicht nur wurde dem Pettauer Ab-geordneten ein eigener Wagen zur Verfügung ge-stellt, sondern 35 radfahrende Mitglieder des „NautiluS" gaben ihm da» Geleite zum BootS-Hause de« weit über die Grenzen unseres schönen Nachbarlandes hinaus bekannten Vereines, der freilich im herrlichen Wörthersee ein prächtige» Feld sür die Ausübung uud Pflege de» Wasser-sportS besitzt, wie wenig andere binnenländische Ruder- und SegelclubS. Im BootShause wurden Herrn WopalenSky die Boote gezeigt und probirt, welche der „Nautilus" dem jungen Petlauer Schwestervereine zu überlasse» gedenkt. Eine Club-Partie nach Reisnitz zu Ehren deS Pettauer GasteS, eine herzliche Ovation am Bahnhöfe mit unge» zählten „Hipp. hipp, hurrah" für den „Drauhort" zum Abschiede beweisen zur Genüge die rege An-thcilnahine deS wackeren „Nautilus" au der Gründung eines Clubs sür Waffersport in unserer alten Draustadt. Im Namen des Pettauer Clubs sagen die Gründer desselben den wackeren SportSmen in der Hauptstadt KärntenS den wärmsten Dank für ein Entgegenkommen, wie eS herzlicher kaum gedacht werde» kann. Wie im# mitgetheilt wird, werden eine Anzahl Herren des „NantiluS" am nächste» So»»tage den 25. d. M. mit de» Booten, welche für de» „Drauhort" be-stimmt sind, in Pettau eintreffe» und von Marburg weg die Strecke Marburg—Pettau in deu Booten machen. Wir sind überzeugt, dass sich nicht blos die in Pettau befindliche» Kärntner, sondern auch Mitglieder unserer verwandten Ganz ohne jede Sprachenverordnung haben sich in Wie» zwei Damen seinerzeit mit den seinerzeit im Thiergatte» gastirenden AschantiS verständigt und die Beweise dass sie von den schwarzen Kriegern richtig verstanden wurden, sind zwei gesunde kräftige — „kleine Schwarze." Die weißen Negermütter haben sich vor ihren gestrengen Eheherren, welcye über die An-kunft der schwarzen Beweise deS schwärzesten Verrathe» an ihrer Liebe etwas unangenehm erstaunt gewesen sei» sollen, freilich ausgeredet, dass sie sich i» die Häuptlinge „»erschaut" hätte». Sie werden sich wohl in irgend einen der schwarzen Krieger „vergafft" habe» uud da daS ..Gaffe»" in Wien ein erblicher Naturfehler ist, so klingt die Ausrede auch ganz plausibel und die P. T. Herren Ehegatten können »och vom Glücke sage», dass ihre Jungens einfarbig schwarz und nicht etwa scheckig sind, wie die Regierung«-Majorität, über welche die Schwalben bei ihrem Wiederkommen so sehr „geschaut" haben, weil sie bei ihrem Abzüge vorigen Herbst ein ganz anderes Resultat der ReichSrathSwahlen erwartet hatten. F Vereint, insbesondere bei deutschen^ Turn» uub RabsahrervereineS einfinbeii werben, »im die Vertreter eiueS der angesehensten Vereine der Haupt-stadt bcS schönen KSrntnerlandeS ebenso herzlich zu empfangen, wie der Abgeordnete be« jüngsten Pettaner Vereines in Klageufurt empfangen würbe. (Nkiirs Postamts Auf eine Anfrage hat bie k. f. Post» unb Telegrafen-Direction für Steier-mark unb Kärnten klwiber«, bass eine Wieberaktivierung be« Postamtes Nenkircheit, welche« iin Jahre 1 s92 ausgelassen unb nach St. Veit bei Pettau verlegt worbe» ist. nicht thunlich ist. Da-gegen hat da« f. f. HanbelS Ministerium bie Errichtung eines Postamtes in Lichtenegg genehmigt, welches demnächst zur Aktivierung gelangen unb in dessen Bestell»ngSbtjiri bie Ortschaften: Lichtenegg au« der gleichnamigen Kemeinde, bie Ortschaften Grnschkabeig unb Lozina ber Genieinbc Gniichkaberg, ans ber Gemeinbe Ncnkirche» bie Orte: Neukirche», Sackl und Jablowetz, au« der Gemeinbe H. Dreisaltigkeit bie Lrtscliaftcn: H. Dreifaltigkeit. Gorzaberg uttb DeSno, ans ber Gemeinde SeblaSek bie Orte: SeblaSek und Stano-schina und au« ber Gemeinbe Dolena: bie Ort-ichaften Doleua. Strajna unb Robinsberg eilige-reiht werben. (Haiiploersamiiilung der Gastwirte Gluossen-fd)nft > Bei ber Hauptversammlung ber Gastwirte Genossenschaft, die am l 1. b. M. im Hotel Woisk abgehalten würbe, war folgende Tages-vrbuung ausgegeben: I. Verlesung bcS Protokolle« ber letzte» Hauptversammlung. 2. Cassabericht. 3. Reuwahlen be« VorstanbeS. 4. Beschlußfassung über den Heuer in Pettau abznhaltenben Verdanbs» tag. 5. Allfällige Anträge. Nachdem baS Protokoll vklleft» und genehmigt ward, erstattete der Ob-mau» Herr J>Mz Rvßmanu den Rechenschaft»-bericht. An« demselben ist zn entnehmen, dass bei einem Cassareste pr. >43 fl. 76 kr. pro 1895, 11 fl. Einnahme» unb 43 fl. Ausgaben ein Cassarest pr. 1896 vou 111 fl. 37 kr. blieb, ber sriichtbmigenb angelegt wurde. Dem Rechnung«-leger würbe baö Abfolutorium ertheilt unb sohiu bie Vorstandsneuwahl vorgenommen. Gewählt wurden bie Herren: Jguaz Robmann zum Ob-manne, Max Straschill zum Stellvertreter. Als Ausschüsse sür bie Stabt bie Herreu: Fr. Tschech, M. Lorger. S. Hutter, F. Heu, I. M,tzinger, C. Äbametz, als Ersatzmann F. Pctvvar uub A. Brnnner Als Ausschüsse sür bie Umgebung die Herren: A. Stanitz, I. Juritsch. 3. Pogalschnigg. F. Hvrvath, F. Schosterilsch Lnb als Eisatzman» I. Treff unb I. Wermeich. Sohin erstattet ber Vorsitzende Herr Rvßmann Bericht über ben heuer in Pettau abzuhaltenben Gastwirte-Verbaiidstag unb erklärt, baj« er dem Vorstände desselben den Vorschlag zu machen ge-denke, diesen Verbandstag im Monate September abzuhalten, da um diese Zeit die sicher zahlreich kommenden Fremden bereits die Wein- und Obst» ernten abschätzen könnten unb sehen, welch? Sorten hier gezogen werben. Angenommen. Z» Punkt 4 beantragt Herr Straschill bie Äuberuug be« § 4 ber Statuten bahin, das« bie AufnahniS-gebühr sür neueiutretenoe Mitglieber von 1 fl. aus 5 fl. erhöht werde und bass bie Höhe ber jährliche» Beiträge nicht wie bisher nach ber ^)öhe ber birecte» Steuer bemessen, sonbern von ber Haiiptversanimlung festzusetzen sei. Endlich beantragt Herr Straschill, bie Stabtgeuuinbe Pettau um eine Subvention von 200 fl. zur Deckung ber Auslagen für den Berbandstag bitt-lich anzugehen. Diese Anträge werben angenommen. terr Rvßmann l»a»tragt. baj« ber gegenwärtige uSschuß zwecks Vorbereitungen für ben abzn-haltenben VerbandStag durch bie Herren Conrad Fürst, Josef Fürst, Franz Kaiser, I. Kravagna. A. Kofler nnb Josef LeSkoschegg verstärkt werben möge. Wirb angenommen. Sohin Schluß ber Versammlung. (Unfälle.) Am Mittwoch ben 14. April fuhr ber Bauerniohu Auto» Laich au« St. Lorenze» mit einem zum Glücke nicht belabenen Wagen von bet Wurmbergerstraße gegen bie Stabt herab. Unterhalb ber UmgebungsvolkSschule kam ber Wagen bergab in raschere« Rolle», dalkeine Rabsperre angelegt wurde nnb dabei erhielt baS Gespann offenbar einen Stoß von rückwärts unb wurde scheu. Der Fuhrmann, welcher die Thiere zurück-halte» wollte, fiel vom Wage» unb kam unter bie Räber zu liege», welche über seine» Oberkörper ginge», wobei ihm bas Gesicht unb bie Hände furchtbar zerschnube» unb abgeschürft wurde». Zum Glücke scheinen bie Verletzungen keine schwere» zu sein. Die scheuen Pferbe rannte» mit dem Wagen geradeweg« in den Hos des Gasthauses Breuüiü »nd bliebe» boit neben anderen stehen. ((Ein Schwindler.) Der gewesene Grundbesitzer Jakob tfolnriä an« Feistenberg, Gemeinde Gonobitz. ber sich oermale» als Landstreicher herumtreibt nnb auch im sleiermärk. Polizeiblaite Nr. 5 v. I. 1897 ob des Verdachtes verschiedener Betrügereien currentirt ist, kam am Dienstag in bis hiesige Propst« uub verlangte in seht kategorischer Weise von Frl. Johanna Her2id, sie solle ihm von ihrem Bruder ben h. w. Herrn Propst ein ausreichendes Reisegelb nach Eilli verichassen, ba er feine Barschaft von 350 fl. in Csakathur» verloren habe. Nachbem der Laubslreicher immer zudringlicher und brohenber auftrat, würbe seine Arretirung »cranlafit. Vermischte Nachrichten. (Zur vüngnng der /riihjahrssaalen.) Viel-fach noch halte» einzelne Laubwute bie Anwen-b»»g der Thomasschlacke nur im Herbst vo» Er-folg. Das« aber die Düngung mit derjelve» sich auch im Frühjahr empfiehlt, zeigen nachstehende Ausführungen eine« Fachmannes in dem „österr. landw. Wochenblatt"! „Wenden wir fili baSselbe Gelb Thomasichlacke unb Siiperphosphat, z. B. bei Klee unb als Decksrncht Hafer an, werbe» da die Resultate gleich sein? — Wirb bie reichlichere Menge Thomasschlacktu.PhoSphvrjäure in berselben Weise auf ben Hafer wirken, als bie Supcr-PhoS-vhorsäure? Ja! — Auf Grnub zahlreicher Versuche unb Erfahrungen >u der, Uiuvwirtjchastlicheu Praxis kann mit Bestimmtheit behauptet werden, dajs die Thomasschlacken PhoSphorsättre, wen» ber Tunger genügend tief untergebracht würbe, biejelbe Wirkung hervorbringen wird, als die SuperphoS-phat-PhoSphorfäiire. Nehmen wir an, dass da« Pin« de« Hafers, welches infolge ber Düngung hervorgebracht würbe, ebenso von der Thomas-schlacken-PhoSphorsänre wie von ber SuperphoS-phat-PhoSphorsänre gleiche Theile (lOOKilograinm) beansprucht; wieviel bleibt da von Phosphoi säure beider Dünger zum Gebranch für die Nachfrucht übrig? — Von ber Thomaöichlackeu-Phoephor-säure reichlich 300 Kilogramm, von ber Super-phoSphat-PhvSphorsäure reichlich 60 Kilogramm. Nun entsteht bie Frage, ob 300 Kilogramm ThomaS-schlacken-Phosphorjäure eine ebenw große Wirkung aus ben nachfolgenden Klee haben, als 60 Kilo-gramm Superphosphat Phosphorfäure? — Der Klee wirb ans bet» mit Thomasschlacke gebilligten Felbe unbebingt einen höheren Ertrag liefern, al« auf dem mit snperphosphat gedüngten; und gerade in biefer Nachwirkung ber ThomaSjchlacke liegt ein großer Vortheil biete« vorzügliche» Düngemittel«. — Man berücksichtige wohl, bas« bie Auflösung ber in ber ThomaSschlacke enthaltenen PhoSphorsäure hauptsächlich bie sauern Wnrzel-fäfte ber Pflanze» unb die im Boden befindliche Kohlensäure bewirke». Dieses aber gestattet die Anwendung ber Thomasschlacke auch bei Früh-jahrssaaten. — Überhaupt kann man bie Regel ausstellen, daiS bie Anwetibung ber Thomasschlacke an keine bestimmte Jahreszeit gebunben ist, ba bieseS Düngemittel seiner lang anbauerben, gleich-mäßigen Wirkung nnb Nachwirkung wegen in jeber Jahreszeit angeivenbet werbe» kann. we»ii nur bas Felb leer ist." (Hie Hilmmarle.) Auf ben Eampanile in Ve-nebig kaun man bekanntlich hinaufreiten, auf bie Hilmwarle kann man hinaufsitzen, besouberS wenn man manchmal einige Stufen weiter geht. Die Hilmwarle kann ein 100-jähriger Greis besteigen, um noch ei» letzte« Mal unb später wieber einmal bie schöne Welt anzuschauen. Die Hilm-warte ist nicht blos ein Schmuck- und Guckstritt von Graz, sondern auch ein Wahrzeiche» der Heimatsliebe. Ich will oft meinen Fuß auf die Watte setzen, um stolzsrohen Herzen« hinabzn-ichauen auf baS liebe Graz, um hinansznblicke» in'S herrliche Land Steier unb Gott zu danken für bie schöne .Heimat, die er mir gegeben hat. Peter Rosegger. — Ans, auf Grazer. ans bie Hilmwarle »»b um io öfter hinauf, als der ganze „Eingang- dem Ankauf von bedrohten Wäldern der Umgebung unseres geliebten Graz gewidmet ist. — (GeschworrnlN Äuslosiing.) Für die am 17. Mai beginnende dritte Schv'urgerichlSsesfioii wurde» folgende Herren ausgelost: Hauptge-schworen,: Peter Marin. Realitätenbesitzer in Bergenttml; Adalbert R»ti<:ka, Handelsmann in Pettau; Anton Tischler, Zengschmied in Weiten-stein; Karl Pnrkliardt, Realitätenbesitzer inPobersch; Wilhelm Blanke jiin., Bnchdriickereibrsitzer in Pettau; Joses Deutschmaun, Reatitätenbesitzer in Mahrenberg; Atax Maier, Realitätenbesitzer in Platsch: Baron Angnst Wiltenbach. Hausbesitzer in Franz; Jgnaz Alt, Großgrundbesitzer in Kirch. berg; Peter Fleck. Tischler in Lichtenwalb; Karl Petuar, Cas<-Iier in Marburg; Joses WieS-«Haler, Realitätenbefitzer in Trrfieruitz; Paul Arsen fcheg.,, Gastwirt in W-Feistritz; Franz Neger, Mechaniker in Marburg; Otto Zorzini, Gutsbe-sitzer in GlaSbach; Franz ZarolovSek. Realitäten-besitzer in Holmec; Franz Baumaiiu, Lanbespro-ductenhäudler in Frieda»; Johann ElSbacher, Handelsmann in Drachenbnrg; Alois Glaser, Holzhänoler in Zmoluig; Franz Reisp, Realitätenbesitzer in Willkomm; Josef Foritetzi, Reali-tätenbesitzer in Rrsnik; Johann Goriünik. Reali-tätenbesitzer in Ri.tzdors; Joses ilvac. Realitäten-besitzer in Oplotnitz; Mathias Hajs«k. Realitäten-besitzer in St. Anna; Franz Holasek, Handels-mann >n Marburg; Karl Hrastnig, Gastwirt in Uuicrpulsgau; Lorenz Vonpot. Sparcassebuchhalter in Windischgraz; Jgnaz Flucher. Realitätenbesitzer in Rauzeuberg; Simon Pachernig, Gastwirt in Saldenhosen; Martin Kranner. Realität,»besitzer in St. Jakob; Egydinö ^trainz. Realitätenbesitzer in Greuth; Johann Tenzel, Metall- unb Glockengießer in Marburg; Joses Dru^oviö, Realitäten-besitzer in Hauau; Dr. Johann Cmulttz, Advocat in Frieda»; Georg PctelinSek. Realitätenbesitzer in Ober-Slemene; Baron Gustav Wiltenbach, Gutsbesitzer in Kuppel. Ergänz»»gsgeschworene: Ferdinand Pelle, Kaufmann in Cilli; Jakob Drofenik, Schlosser in Sl. Georgen a. b. S.; Franz Pacchiaffo, Juwelier in Cilli; Anton Gai-schek, Holzhänbler in Cilli; Joses Leuko, Groß-gruubb»sitzer iu St. Peter i. S.; Frauz Karbeutz. »aulmann in Cilli; Franz Pikl, »leibermacher in Sachsenfelb; Anton Widmayer, Realitätenbesitzer in Ostroschno; Andreas Samec, Realitätenbesitzer in St. Lorenzen ob Proschiu. (Zum Hanörl mit Nordamerika.) Ans Grund eine« telegrafischen Berichte« der k. n. f. österr-ung. Ge>anbschast i» Washington, erging seitens be^s k. k. Hanbelsministerinms an bie Hanbels-und Gewerbekammer i» Graz bis Mittheilung, bass ein Spcrrgesetz seitens ber Regierung ber Vereinigten Staaten von Norbamerika nicht er-lassen würbe. Alle Waren werben vorläufig nach dem bisherige» Zolltarife verzollt, jedoch unter Aufschub der Liquidierung und unter Vorbehalt ber Nachzahlung. Zu biesem Behufe wirb bie Ware abgestempelt ober werbe» Muster zurück-behalten. Vor betn 1. April 1897 contrahirte und schwimmende Waren sind von diesen Maßnahmen ausgenommen. (Regelung des Flaschendirrhandrls.) Die Abg. Dobernig, Erb, Prabe, Forcher. Lubwig unb Genossen haben in ber vorletzten Sitzung beS Abgeordnetenhauses solg>»den Antrag ein« gebracht: „Der Flaschenbierhaiibel Hot einen ber-artigen Umfang angenommen, dass er bnrch seine schrankenlose Concnrrenz unb den uncontrolirbaren Betrieb bie Gast- unb Schankgewerbetreibenb^n in ihrer Existenz bebroht unb baher bie immer wieber sich eriienernbe Forberung berselben, jenen im Gesch>,rb,»iMvl'gt ju regeln, als nur z» qe> rechtfertigt erscheine» läßt. In der Erwägung, dass sowvhl d>is Al'gevrdnelenhauS icho» in der legten Zession i'int' nur die Rc^lniig d^s Flaich^n-bicrhaudcls al'üelendc iitcsolittirni. welche auch tcn Interesse» der llonsuinenlen Rechnung trägt. i>»> gtiiomnitn hat, nlö nurlj verschiedene andere Körperichaften, wie ,t. B. der Landtag von Olwr» Österreich, sich im Zinne dieser R>wlntivn ano-gesprvchen haben, stellen die Gefertigten den An-trag: Das IjulK Hans wolle beschließen: Die Regjrrnng sei ausznfordern, ehestens eine G«'seyes Porlage einzubringen, mit welcher entsprechend der Resolution des Hanses vom >». Inni I8W5 das ?U>iüüiii d»S sHii'teS auf Flaschen untcr die eon-cessiomrte» l^ewerbe eingereiht nnd der (Melmtuch deS sogenannten Pate»tv>richlnfse» unr de» Schaut gewerben gestattet wird. In formeller Beziehung ist dieser Antrag dem Ätlverlieausschusse zur Be-rathung und Beschlußfassung zuzuweisen." «chriftthnm. tZnbilnnmowerk über dir österreichische Land- »nd ^erftmirttifdiaft.) Uiitrv dein Proteetorat M früfjcroti Äckerdauin »>isl «trafen ^uliii» Faltenhai»» bilbele (ich ein (Somit- .im vcviiii-.niUY eitler die Periode IHW—ISi'S umfassenden Geschickte der i'flcrre«chiir1>rn Land« und itoisl« iuir!' 'djflfl, ivetche Zeiner Majeflat dein Mais« Mit Feier bei .im T --embrr IKIH jicti roUzielienden siiiiszinjahrige» SBiiDe.Mjr sJillei'ftidjft seiner lhrontiesteiftnng «lö «-tirfurclitc— vollsie vuioiiiiiitg^alf der Land- »»d Forsliviittie Österreich» dargebracht i»erden soll. Nachdem Gras Juliu» Faltentiann sich qenött>i>st Iah, au» Geluudheitörüitsichten diese» Pro-leetorat »iederzutege», Hai der Ackerbailminister Graf )ot>ann Ledebur, ivelcher schau urspriinnlich dem Unter-nehme» die i»eiljiel>e»ds>e Fordern»,i z»nesaftt Halle, diese Ekrenstelle »lbernoininen »nd die C£omit6mil{|liebcr am Äpril einer Äersainmlnn» im Palais des (Hrafeit Johann Harrach in Wien eiubernsen An dieser Lerjannn« tung betheiliate» sich Aertreler der Landesenltnrrälhe »nd j.'andwirlschaslS.(Vesellichaflen, hervorragende Ärosigeundbe-siyer und Industrielle, Ärosesioreu der Hochschule ii!> Boden-rulinr und andere Fachmänner. Zeetionschef Lser begrünte in Vertretung des ttrhrlMitmiitifln* die Aersammlnng, lvelche die Herren iHiaf Johann Harrach zum Präsidenten, CMraf Vlbolf ®nt»hj zum ersten Äiceprasidenlen und Apollinar Niller von Iaworety zum zlveile» Bieepräfi deuten ivahtle und den Leelionsches Dr. Leo Ritter von Herz zum (Se-neralreferenlen bestellte trs wurden hierauf ein Redaction»« comiie: «Obmann 3ec Lbmaunstellve rtreler Dr. Fried SJJitsdK) gewühlt Es wurde Weiler» bestimmt, dass die Obmänner uud Obmaunstellvertreter dieser drei Lvmix-s unter dem Aorsihe de» Präsidenten, beziv. seine» Stellvertreter» den Bollzug»»schust zur Durchluhrung de» Werke» bilden. Der vom «ectiou»ches Dr. Nitter vo» Herz vorgelegte Äu» tagepla» de» Wertes saud eine eingehende Äesvrechung. an welcher sich die Herren Gras Harrach. Gras Dominik Har-degg. Fürst Ferdinand Lobtoiviv. Ritter von Iawor»ti, Ritter vo» Strusztiewicz, Dr. Ritter vo» Wiedersperg und Hugo Hltschnilinn betheiliate». Der Anlageplan würd,' ge> nebmigt und dessen Durchfiihnnig beschlossen Zuschriften, diese» Wert letrefsend. sind bi» aus weilere» an die Adresse de» Zeelion»chef» Dr. Niller von $erj, Wie». XIII. Auhos-strasie »i, zu richten. Aus jede Weife sucht der praktische Rathgeber ini Obst« und wartent>au da» Interesse der Leser an ihrem Garten, au Obst- »nd GVmiifezuch! zu beleben In seiner neuesten Nummer erinnert er an drei Prei»anfgabe». die in diesen Tagen entschieden werden: einen Zchovve» mit silbernem Decket sür die am besten ivahrend d,°» Winler» ausbeivahrte Sellerie, Preise von Mark. 60 Mail und '20 Mail, für den ersten Spargel von gewissen Dimensionen und Ge-wicht, diefe Ausgabe wird seit !> Jahren in jedem Jahre gestellt zur Hebung der svargelkultur und schließlich ^ Preife von je 1U0 Mail für Vlnfichi und Plan eines <«arlenhäuSchens Wer sich für die näheren Bedingungen dieser Preioauefchreiben interessiert, lasse sich die Nr. >ü diese» Jahrgang» kommen, aus Bitten ivird sie gern um-sonst zugeschicki von der Äerlag»buchhandlung Irowixsch u. «ohn in Fraiitfnrt a. Oder. Die anerkannt bBStB Peronospora-Spritze ist die von FRANZ RIEGER, Kupferschmied BOZGD. 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Erdäpfel..... _ 3 Äpfel...... Kilo — — Zwiebel .... k Birnen..... » - — Knoblauch . . . 12 0 15 18 Eier...... llStk. 20 Kastanien .... — Butter..... Kilo 100 — Diverse. Milch, frische . . Liter 7 8 Holz, hart .... Meter 300 320 » abgerahmt n 6 „ weich . . . 230 250 Rahm, süsser . . n 32 40 Holzkohle .... Hectol. 60 70 „ saurer 24 Steinkohle .... lOOKo. 85 90 Rindschmalz . . Küo 100 — Kerzen, Unschlitt. Kilo 40 Schweinschmalz . n 64 „ Stearin '/. Küo 36 Speck, gehackt . . 0 64 » Hohl . . . 40 — „ frischer . . — 64 Bier...... Liter 18 20 „ geräuchert 60 32 4« Zwetschken croat. n 16 — Obstwein .... 8 10 „ bosn. n 20 — Brantwein . . . „ 28! 70 Städtisches Ferk-Museum. Die Leitung des Musealvereines zeigt hiermit an, dass der Eintrittpreis für das Museum wie folgt beträgt: 1. Mitglieder des Vereines haben freien Eintritt. 2. Nichtmitglieder, für Erwachsene 20 kr. per Person, für die Jugend, Militärmannschaft und Gewerbe- Ethilfen 10 kr. 3. Den Schülern des landschaftlichen Gymnasiums, der Volks-andels- und Gewerbeschule in Pettau ist unter Führung eines Lehrers der freie Eintritt in das Museum gestaltet. Diesbezügliche mündliche Ansuchen sind an Herrn Josef Gspaltl zu richten. Da* Museum ist Jeden Sonn- und Feiertag von 10 bis 12 Uhr vormittags and von 2 bis 3 Uhr nachmittags geöffnet. FUr Fremde täglich von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 2 bis 6 Uhr nachm. Eintrittskarten sind beim Museumsdiener erhältlich. Die Wirkung der Annonce ist nur dann von ttnolg, wenn ma>. in bet Wahl b« BlSiter, in Ausstal uiifl und Abfassung ber Anzeige zweckmäßig vorgeht. 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B- Leposcha. , Brüder Mauretter. „ A. «chulsink „ Adolf ZeUinschegg. Pettau: !H. Wratschl«. F. (f. Schwab. Alois Marti nz. ^onobitz: Georg Michay. Binica: R. MofeS Sc Sohn. W.-Feistritz: F «tiger & Sohn. Frieda«: «on Gesündestes Mädchen - Pensionat CILLI. Schulbchördlich roncesxionirl. — Sorgfältige Erziehung und Pflege. Wi&sonschastliche und praktische Ausbildung. Hüliere Töchterschule und Volksschule. Sommermonate die Sannbäder. Achtungsvoll E. HaussenbUchl. Brüder Mauretter empfehlen lür die Ostern I m». Praaarschlnken a2—8Ko., l-ma. Stockfisch (gewiegt.) Aal, Caviar, Ostseehäringe, Rnssen. Sardinen und Sardellen. Orangen, Limonien, Rosinen, Weinbeeren, Malngntrauben, Datteln, Mandeln. Kininentlialer, Grnyer, Roquefort, Im-perial, Fromuge de Brie, Liptaner etc. Steirische und andere Sorten Dessertweine. Rother Wein, 1 Liter 28 kr. Budweiser Bier, 1 Liter 20 kr., »nwie alle anderen Delicatessen und Spe- zereiwuren zu den billigsten Preisen. N.B. 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Dann hing sie sich an der Großmutter Arm und plauderte heiter und un-befangen, wie sie schon in aller Früh« aufgestanden, uud wie sie San» der schöne Morgen hinau« gelockt, und sie ihren Zpaziergang weiter als eigentlich beabstchtigt, ausgedehnt habe, und wie sie Sann ans einmal sehr erschrocken gewesen sei, als ihr plötzlich ein junger Mann begegnet sei, der aber nach tiefem, ehrerbietigem Gnch alsbald hinter den nächsten Bäumen verschwunden sei Wer da« wohl sei, ob Fräulein von Dahlen ihn kenne, ob ihr wohl ein Besuch zugedacht sei? Sedwig warf einen erzürnten, strafenden Blick iim das junge Mädchen, das mit so kecker Stirn solche Unwahrheiten anSsprechen konnte. Ein leichtes, flüchtiges Erröten »nd ein etwas spöttisches Lächeln, welches ihre Ueberlegenheit anzeigen sollte, war die Folge dieser stummen Anklage. „Ich habe solche Bekanntschaften nicht, die in fremdem Eigen-»im herumstreiche» und jungen Damen zu begegnen suchen," er-widerte Sedwig streng. .Du wirst Deine Spaziergänge nicht wieder so weit ausdehnen, mein SHnd," sagte die Kommerzienrätin zu ihrer Enkelin. .Gern, Großmama, wenn Du das wünschest. Uebrigen« war das eine ganz unschuldige Begegnung, »der Serr sah mich kaum an." „Einerlei," erwiderte die Großmutter. .Du wirst meinem Wunsch achkommen, Nitta." .Gewiß, Großmama, wenn Du willst, werde ich mich euch an-ichließen, und kommt dann wieder so ein eleganter, schwarzlockiger fremder in Sicht, dann werde ich mich schleunigst hinter Deinen und Fräulein von DahlenS Rücken verbergen, und schämig die Au-gen niederschlagen, um mit keinem Blick die verführerischen Augen l>e« Frenlden zu sehen!" DaS alles wurde mit solch drolligem Ernste vorgebracht, daß die Kommerzienrätin Mühe hatte, ihr Lachen zu verbergen. »Sie scheinen den Fremden sich doch sehr genau angesehen zu haben, Fräulein Ritta," sagte Sedwig innerlich empört über die Keckheit deö jungen Mädchens. .Woher schließen Sie da«, Fräulein von Dahlen ? Könnte da» nicht bloße Phantasie sein? Oder haben Sie sich vielleicht zufällig die Farbe seiner Haare und seiner Augen gemerkt?" sagte sie boshaft. Sedwig war sprachlos. Es widerstrebte ihr. das junge Mädchen bei der Großmutter zu verraten, was geschehen mußte, wenn »e die dreiste Lügnerin entlarven wollte. Sie beschränkte sich des-Mb noch einmal auf einen zürnenden Blick, und erwidette in» lone vdllster Verachtung: .Ihre Phantasie scheint sehr lebhaft zu Fräulein Ritta, hüten Sie sich nur vor zu großer AuSdeh-»u»g derselbe,^ sie möchte Sie sonst auf Abwege führen." Ritta »uckte merklich zusammen, au» ihren halb geschlossenen Widern fuhr ein Blick des SaffeS auf die kühne Sprecherin. Würde 'räulein von Dahlen am Ende doch nicht schweigen und das er-'mischte Geheimnis der Großmutter verraten? — Da hieß e» Bor-wrge treffen, damit die Glaubwürdigkeit derselben doch etwas zweifelhaft würde. O, sie ließ sich nicht so leicht einschüchtern, '»raulein von Dahlen sollte ihn nur herausfordern, den Kampf, k>a» Ende würde zeigen, wer Sieger blieb. . Roch ziemlich früh am nächsten Morgen glaubte Sedwig beim kffnen ihres Fensters, hinten im Garten, da wo er in den Park Überging, etwas zu erblicken, war ihrer Sache aber doch nicht gewiß, denn es war nur ein kurzer Augenblick gewesen, als dir weibliche Gestalt, welche sie für Nitta hielt, auch schon in dem angrenzenden BoSkett verschwand. Sollte das junge Mädchen sich wirklich aus Abwege verirrt haben? Sie nahm sich vor, einmal ernstlich mit Nitta zu sprechen. Erst sehr spät kani Nitta zum Borschejn. Ans den leisen Bor-Wurf der Großmutter: .Solche Laugschläserin, mein ttind," ant-wottete Nitta unbefangen: .Ja, Großmama, ich habe furchtbar lange geschlafen, ich war selbst erstaunt, als ich erwachte, »nd wahr-»ahm. wie spät e» sei." .Nun, e» thut nichts. Liebling, die Jugend liebt den Schlaf und das Alter stiehl er." Als Sedwig später einen Augenblick mit Nitta allein war. sagte sie, indem sie das jnnge Mädchen scharf anblickte: .Ritta. wo waren Sie heute morgen?" Nitta sandte ihr einen zornigen Blick zu. .Spionieren Sie? Güten Sie sich, mein Fräulein, die mir zugedachte Spitze des Pfeile könnte sonst Sie selbst treffen. Damit wandte sie ihr brüsk den Rücken, ein lustiges Liebchen vor sich hintrillernd. In den nächsten Tagen war Nittas Geburtstag. Da wnrden denn gar umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Die ttvnimrrzir» rätin schien sich nicht genug thun zil könne». Nitta sollte mit diesem Tage zugleich in die Welt der Geselligkeit eingeführt werden, der ste ja. wenn ihre Verbind»»« mit Doktor Wild Wirklichkeit wurde, künftig angehören würde. Deshalb sollte an diesem Tage ei» größerer Kreis älterer und jüngerer Serren und Damen sich im Sause der Kommerzienrätin festlich vereinen. Sedwig war zur Stadt gegangen, um auf Wnnsch ihrer Serrin für Nitta noch einige Geburtstagsgeschenke auszusuchen und zn -gleich bei dem Konditor noch einige Nachbestellungen zn machen. Nachdem Sedwig sich des ersten Anstrags entledigt, trat sie in die betreffende Konditorei und war eben in, Begriff, ihre Bestell-nngen zu machen, als die Thür deS Nebenzimmers geräuschvoll sich öffnete, und Nitta, gefolgt von demselben jnnge» Manne, den Sedwig schon einmal im Parke an Nittas Seite in vertraulicher Stellung gesehen, über die Schwelle trat. Flammende Glut bedeckte Nitta» Gesicht, als sie Sedwig erkannte. Ein bitterböser Blick flog zu der vor Schreck Erstarrte» hinüber, ehe Nitta mit ihrem Begleiter daS Lokal verließ. Es war ein köstlicher Sommertag, wie zur Feier des Tages geschaffn,. Im Garten blühten und dufteten die Rosen, sangen »nd zwitscherten die Bögel und über allen blaute ein wolkenloser Simmel. Schon war der Geburtstagstisch fast überreich mit Blumen ge-schmückt, und doch schienen der Kommerzienrätin immer noch ei-nige Rosen erwünscht, es sollte an symbolischen Hinweise» am die Jugend und Schönheit der zu Feiernden nicht fehlen. Sedwig ging deshalb hinaus in den Garten, um den, Wunsche der Kommerzienrätin nachzukommen. Sie ging nach einem Beete schöner Lasrance-Rosen, um einige der schön gerollten, zarliarbige» Blüten zu pflücken, als Ritta, plötzlich wie ans der Erde gewachsen, vor ihr stand. In de» jugendliche» Gesichtszüge» spiegelte sich ei«e kalte Ent-schloffenheit, und etwa» wie Ueberlegenheit sprach ans ihrer Stimme, als sie sich an Sedwig mit der Frage wandte: .Fräulein von Dahlen. ich möchte doch einmal die Frage an Sie richten, weshalb Sie meinen Gängen nachspüren? Was treibt Sie dazu? Mochte» Sie vielleicht gegen mich intriguiere», weil ich Ihnen l>ei einem ge-wissen Doktor im Wege stehe?" „Ritta!" rief Sedwig sprachlos vor Uebcrraschnng „C, glauben Sie, ich wüßte nicht, was Sie beweg»? tiönnen + Ü2 Sie lengnen, daß Sie Doktor Wild lieben, das; Sie eifenüchrig sind, da er mich ostenbar Ihnen vorzieht?' Leichenblaß und nach Atem ringend stand Hedwig der Dreisten gegenüber. Hatte denn diese kecke Anklägerin recht, war es wirk-lich Eifersucht, häßlicher Neid, was sie gegen das junge, unerfahren« Wesen empfand, dessen geheimein Treiben sie doch nur durch Zu-fall auf die Spur gekommen war und zu dem sie in ernst ver-mahnendem Tone hatte sprechen wollen? Wie. und auf welche Weise hatte sie nur ihre heimliche, un-glückliche Liebe verraten, daß diese» Kind ihr diese mit solcher Sicherheit hatte vorwerfe» können? O, gräßlich, gräßlich! Der glück-lichen Nebknbtthleri» gegenüber diese demütigende Liebe nicht ab-leugnen zu können! Diese unerwiderte Liebe zu einem Manne, der ihrer nicht begehrte, der eine andere liebte! — Doch über allem stand das Bewußtsein ihres reinen Willens. Sie hatte Nitta nicht schädigen wollen »nd das gab ihr de»» a»ch de» Mut, dem junge» Mäb* cheit mit einer Gelassenheit uud Hoheit zu ant-worten, welche für Au-gettblicke verblüffend ans dasselbe wirkte. .Nitta," sagte sie. «Sie ivifsen wohl kanin, was Sir sprechen. Das Be-wnßtfein, von mir auf unrechten Wege» betrof-sen zu sein, und die Furcht, daß ich Ihr Treiben ver-rate» könne, macht Sie so kühn. Weder spüre ich Ihnen »ach. «och bin ich eifersüchtig auf Sie. Nur der Wunsch Ihrer Groß-iiiutter führte mich ge« stern in die Konditorei. ohne Ahnung, daß ich Sie da mit jenem Fremde» treffen würde. Noch habe ich, wie es meine Pflicht wohl gewesen wäre, der Frau Kvmmer-.zienrätiu nichts vo» dem sonderbaren Treiben ih-»er Enkelin gesagt, aber wisse» solle» Sie doch, daß, sinde ich Sie noch einmal ans Irrwegen, mich nichts abhalte» wird, Ihrer Großmutter >»ei«r Entdeckungen mit->»teile». Ich hoffe, daß diese Warn»»« genügt, um Sie vor ferneren ttn-besouueuheiteu z» hü-ten." Sie wandte sich uud ging langsame» Schrit-teS dem Hause zu, Nitta in großer Betroffenheit »nd grenzenlosem Stau-»e» zurücklassend. Woll«' hatte das Fräuleiu nur de» Mut genommen, ihr so zu antworte»? — »turze Zeit i später zeigte Ritta Hedwig gege»über wieder dir Sanittietpfötche», wie ei» jNähchen, das eben «och gekravt und nun vorzieht, schön .-it thun. Nichts erinnerte an dir Nitta, wrlchr vor kaum riurr Stunde Hedwig in so boshafter Weise gegenüber gestanden. Schon bei der in Gegenwart der Kommerzienrätin stattgesun-deneu Gratnlation hatte Nitta Hedwigs bridr Hände erfaßt, nnd wie in demütiger Abbitte ihre Angeu zu Hedwig erhoben, und als dann später dir KominerzienrSti« sich auf ein paar Augenblicke entfernt hatte, da war Nitta schnell an Hedwigs Seite nnd ihre Arme um deren schlanke Taille legend, flüsterte sie kindlich bit-teud: .Nicht böse sein, Fräulein von Dahlen, ich war ausgeregt und wußte wirklich «ich», was ich sprach." .Sie dürfen sich aber von dem Augenblick uicht so hiureißeu lassen. Wir Menschen haben die Ausgabe, »ns z» beherrsche» und dn» Böse» «icht den Sieg zu lasse». Das aber habe» Sie getha», Nitta, Sie wäre« boshaft." mm i>__ .Ich bereue ja. bitte, bitte, vergeben Sie mir!" .Gern, wen« da» wirklich der Fall ist." .Und nichts der Großmama sagen?" .Wenn Sie dergleichen meiden wollen. Wissen Sie denn nir welchen Mißdeutungen Sie sich dadurch aussehen?" Nitta machte eine zerknirschte Miene. .Ich brreue. ja." In diesem Augenblick trat die Kommerzienrätin wieder > und Nitta war wie umgewandelt, sie zeigte eine übersprudrl Heiterkeit, «marnite und küßte die Kommerzienrätin immer au neue: .Ach, wie ich mich freue, Großmama, so reich bin ich m nie beschenkt worden! Wie bist Dn doch so gut! Und Fräuleiu , Dahlen, wie danke ich auch Ihnen! Welche Mühe haben Sie doch um das hübsche Arrangement gegeben! Und wie ist es geli»i>> Unsere Gäste heute nachmittag werden es anch bewundern!" .Das Unrecht hat sie doch bedrückt," sagte sich Hedwig. .J> da sie meine Vergeb' hat, ist sie fröhlich, hat im Grunde doch , gutes Herz." DerRachmittagbra die envarteten W DaS herrliche Wetter ii Veranlassung, dieönn : feierinsFreiezuverle. >, In heiterer Zwanglu! , feit bewegte sich die < sellschaft im Garten r. s Park. Am Ende deS Patt •> lag ein kleines Gel» ,. das in anmutigen ®i, düngen zu einer niii gen Anhöhe führte, x.ii deren Plateau eine n..j Birkenstämme» ange' ligte »nd mit Mooo kleidete Hütte stand, l-c schattet von hohen, in« reich mit roten Früchi i behangenen Eberesckcii bäumen. Hieher lenkte gr>i>!, Abend Hedwig nun ihre Schritte, um das Deck.» der Tafel für die Abe>>? rnahlzeit, die hier obr» eingenommen werd.» sollte, ein wenig zu ül' wachen. Außerdem war es ihr lieb, aus der lärmend >> fröhlichen Gesellst!','! fortzukommen, mit ih, » Gedanke» allein z» sc > Die Tafel sta»d reits geordnet. Anf bl> dend weißem Dam i stand das fein vergold > Porzellan, das blinke! c Silber und glänze? Krystall Die Dienerschaft » fernte sich noch einn> um noch ei»e» Nest kalte» Speise» Hera»' holen, und Hedwig sehte sich, nervös abgespa»»t, in die Hütte, d Eingang gegenüber, wo sie den Blick nach anße» frei hatte, war ein entzückender Plah. so recht zum Ausruhe» und im > Träume» geschaffen. Ringsum ei» weites, lieblichem Thal, mit g denen, vom leise» Abendwinde bewegte» Aehrenfeldeni, oder a schon in dicke» Bündeln aufgestellter geschnittener Frucht. Hier >> ' da ei» schwer bepackter Wagen, welcher den reiche» Sege» Felder heimwärts brachte. Ueppig grünende Wiesen, schwer > : Früchten behangene Lbstbänme. welche die einzeln liegenden Otto nmstanden. oder die Staffage zn den verstreut liegenden Don bildeten, deren rote Ziegeldächer anmutend ans dem grünen Lc ' hervorlugten. Ans ihren Tränmereien durch ein Geräusch in ihrer Nähe > porschreckend »nd sich umsehend, gewahrte Hedwig jenen jmi Mann, den sie nun schon zweimal an Nittas Seite gesehen ho wie er eben etwas Weißes, das einem Brief nicht unähnlich ' in seiner Rocktasche verschwinden ließ. Kaum aber, daß der j« Sj)isf«tne Wo lochen ■' Ziehen durch» Rla«. fröhlich«» Völkchen Spielt auf der öiu. Binder fie springe», .»undchcn do» frelTt, v^gelei« fingen: SchOit ist die AI.lt! Setn» sie uMfiiitt Wieder so mild. Isiticfisein schon schitMimet ÄecS durch« Äefild. Alllgelei» lvsl.l ilfcr im Sl.ttib. ?«igeltin driftet Kdfcr den« istub. Selig er w ichet Ring» die Riilnr. Wonniglich l.ich.i Bimmel und Jlur. Ä.'t'e»» vernommen Aerne wie nah: ?ri>hti«g will' Koiiime«, Vflern ist da! I>. »ero». 63 !> öedwig erblickt, al» er auch kehrt machte und auf eben dem verschwand, auf dem er heraufgekommen sei» mußte und den Sedwig benuvt hatte, entgegen lag. und an der Grenze Varke» auf einen freien Weg mündete. Jevt kamen die Gäste »f. singend nnd lebhaft plaudernd, uud der eben »och so stille füllte sich mit der lärmenden Gesellschaft. Doktor Wild, der am Geburtstage nur zu kurzer Gratulation sich eingefunden hatte, an der Feier teilzunehme» durch Berufs-thätigkeit aber verhindert war, war nun an einem der nächsten Tage alleiniger Gast. Auch heute war Nitta vo» unwiderstehlicher Liebenswürdigkeit. Wild schien ganz in ihrem Banne zu fein, wenigstens wollte es " V.A, / . > .75-' \T' >' •• In kct Genes»«». Noch btm weinüldt von «althcr Zirle. Mau iaß zu Tafel, fand die Speise» vortrefflich uub unterhielt l» der ailgenehmsten Weise. Der Tag verlief herrlich. Nitta die vo» allen Gefeierte, sie selbst voll sprudelnden Frohsinns größter Liebenswürdigkeit. Hedwig fragte sich im stillen: Wir möglich? Ein Wesen, so schön, mit allem ausgestattet. andere inliirfnt — »«d doch so falsch, so unwahr und arglistig! — Hedwig so vorkomme», die von Minute zu Minute blasser «ud blasser wurde. Sie sah es nah und näher kommen, was sich in kurzem vollziehe» würde; wie dieses junge, des ernste», tüchtigen Mannes so gänzlich unwtirdige Wesen dennoch von drmselbe» voll-ständig Brsib ergreifen würde. Schon >eht hatte er ja für andere weder Wort »och Blick. -»+ 64 +- Erleichtert atmete Hedwig aus, al» die Kommerzlenrätin die Tasel aushob. Nun konnte sie sich zurückziehen, der Oual ei» Ende mache», weiter daS frevle Spiel mit aufehen z» niüsien, das dieses kecke Mädchen mit dem edle«, uicht» ahnenden Manne trieb. Auf ihrem Zimmer fand sie die Luft unerträglich schwill und drückend, sie »ahm deshalb ei« Tuch zum Schutz gegen die Abend kühle unb verließ d»rch eine Nebenthiir da» Hans, um ini Parke dir gesuchte Ruhe unb Erholung zu finden. Ein mündliches Weh beklemmte ihre Brust, nnn würde sie auch baib den Freund verlieren, ber ja nur noch Gedanken für Nitta zn haben schien. Wieber lenkte sie ihre Schritte zu jener Höhe Der freie Ausblick, bie reinere Lnft. bie bort oben wehte, würbe anch ihre Sinne klar, ihre Seele wieber frei machen Im Westen fing bie Sonne an. sich zn neigen. Einen Bugen-blick noch stanb sie als feuriger Ball am Firmament, um bie Welt ringsum noch einmal mit golbenem Strahl zu iibrrflntrn, bann war sie hinter bem gegenüber liegenben Bergrücken verschwunbe», aber der ganze Himmel war in rosige Glut getaucht, bi» auch biese nach unb nach verschwanb, nur einzelne Wolken licht- unb purpur. umsäumt zuriicklasienb. Hcdwig hatte in stummer Anbacht bie Hänbe gefaltet. Welche Schönheit hatte boch ber Allvater all' seinen WerkeU ausgebriickt. Wie verschwanben nebrn ber großen llnenblichkeit seiner Schöpfung bie Leiben beS einzelnen, wie nichtig gegenüber bem großen Weltgebanke». AnS biefer weihevollen Stimmung würbe Hebwig plötzlich un> liebfam aufgeschreckt. »Wie, so allein, mein gnäbigeS Fräulein?" klang ungeahnt eine tiese Männerstimme bicht hinter ihr. Hebwig fuhr herum unb sah in ba» breist lächelnbe Antlitz jene» jungen Manne», für ben Ritta eine so besonbere Borliebe an ben Ta«, legte. Hebwig maß ih» mit einem kalten, verachtungsvollen Blick. .Warum so spröb, mei« g«äbiges Fräulein?" fuhr er breist fort, .aber sehen Sie, man hat uuS bereit» bemerkt, ba ist eS wohl bMer, ich empfehle mich rasch. Aus ein nächstesmal, gnäbige» Fräulein I* Damit lüftete er leicht seinen Hut uub verschwanb in bem höchsten Seitenwege. Bon ber anberen Seite aber kam bie Kmnmer-zirnrätin mit Ritta imb Doktor Wilh. W-r (Hin Irrtum. Littet ber gewanbtesten Diplomaten ber Kaiserin Kathari, von Rußlanb war ber Gras Stabelberg. Durch seinen li lichen Hochmut hatte er sich aber selbst be» öfteren au» Posten an größeren Höfen gebracht. Schließlich sanbte ihn rina nach Polen, Vem bamal» bereit» von Rußlanb unb Herrscherin völlig abhängigen Reiche, in besten Hauptstadt i besorgt um bie Folgen seine herrischen Gelüste al» Bextreti gewaltigen Nachbarreichs befriedigen burfte. Um bieselbe Zo ber Baron von Thugut, ber spätere Minister Oesterreich», in Juplo* matischer Mission ebenfalls in Warschau ein und erktt stch Au-bienz beim Könige, bem zwar lirbenSwürbigen, aber schwachen Po. »iatowSki. Hl» er sich zu berselben zur bestimmten Stmche ein-stellte, fand er in einem der ersten Salons einen Herrn in gravi-tätlicher Haltung in einem Lehnstuhl sitzend unb umgeben von einem Kreise polnischer Magnaten, bie ehrfurchtsvoll seinen Worten zu lauschen schienen. In ber Meinnng, er habe ben König vor sich, machte Thugut seine ttefen Verbeugungen, wobei ihn ber Sitzenbe, mit kurzem Gruße dankend, ruhig gewähren ließ, und erst al» Baron Thugut wiederholt ba» Wort .Majestät' gebrauchtes machte ihn einer ber Umstehenben aufmerksam, baß er sich ra* einem Kollegen, bem Ärafen Stabelberg, gegenüber befinbe. Beschämt, imb in höchstem Grabe zugleich bnrch da» Benehmen seine» Kollegen grreizt, entfernte sich Thugut, um jetzt seine Komplimente an ber rechten Stelle anzubringen. Am Kartentisch des König» fanb ber Abenb bie beiben Herren im Spiele wieber zusammen. Der Baron spirltr au». .Trefi-living,' sagte er. .Pardon, Baron,' bemerkte Stabelberg, „e» ist ber Bube.' Der Oesterreicher schlug stch vor bie Sttrn unb rief: .Wie man sich irren kann: e» ist nun schon bas zweitemal, baß ich einen Buben für einen Künig ansehe!' Da» unterbrückte Lächeln im Salon legte Zeugni» ab, baß ber Doppelsinn ber harmlosen Bemerkung ventanben war, ba» Erblassen bes stolzen moskowitischen Diplomaten, daß der Hieb gesesten hotte. Er hatte nur ein verlegenes Lächeln für den überlegenen Gegner. Wirkung»» bft heimlückische« Btantlicit überbauten Sie hünntr sich {.. sorgte alt, Mlittcrleln a'b, wenn sie bie Tochter, die doch die 3tsiv; Älter» werden sollte, viele Woche» bUfto« und scheinbar dem Tode i>n .!if, hinsiechen sah Run aber ist'» mir (Rottet Hilfe besser geworden Z die Kranke auf einige Zeit die Stube verlasse», um in, «arte» sit>c* di. i.,,, rnri, Mittagsstunden die würdige Fri>i»ling»I»st einzuatmen, und »i»i> in „iit> llchrrn itrmessen dürfte der lag nicht mehr allzxserne sei», wo sie in«, > Kraft die weschii te d<» Hanlwese»» übernehmen kaun. t« Dnrchschint. Verschuldeter Lebemann? ,S«i>dige» Fräul>«> i>>»! mein Lebe«»schtfflei« bei Ihnen dauernd Station «ehme«?' — Rei,i> bin: „Vedaure, bi» keine R«tinng»statlon!" Lohn für Uuterttznnentrene «l» der »vnig Ierome Abschied ,i Soldaten in ttassel nahm, stellte er dies«« ^rel, in Ihrem Vaterland „ bleibe«, oder ihm «ach Frankreich zu folge«. Die.meisten bliebe» im v.wfo doch «eunnnbzwanzig Main von der Leibwache wurden, vlelleich, au» noch unergrünbeten Liebe zur Person de» kduiglichen Schwächling», \v riltern ob ihre» deutsche« Vaterland«: sie verließen «». «ber wie i. e» ihnen i» Araukreich gelohnt? «ich einem ansehnlichen Marsch bie Mi Innere der franzbsische» Srenzen umringte sie plötzlich ei« Hause» fra», > it«« Militär» mit dem Befehle, ab»usteige« und Pferde und Uniform aufji: rm Beraubt unb beschimpft sagte «a« Ile in ihrer Bldße bem Rheine ,« l« i« sie «arft und barfuß, bin Arost «nd »älte fast aufgerieben, i« ihrer alten vnnii angekommen find «ahrlich ei« wsigiicher Lohn für Unterthanentre (fingr (chrl«k t. Verkäufer: .Sie wki«fchen 1" — Soldat .Hin Landkarte von Preußen " — v«rkiufer »voll e» eine M»«eralst>?!^-n sel«?' — Soldat: ,Re, '» ist unr ftlr «ns»rn Yeldwebel.' tmklnnüylyes // Eine neue Art Hefe Sine «eue Art Hefe wird aus «ochftehentir'.fai, heroestrllt? W«lzenNei«, wie bieselb« von ber Vrntelmaschiae der «ilhle f.uno wirb in ei««« warme» va«m von 24 Grad >ea«mur gebracht Hiera,i< iiirt dlejelbe mit so viel «aller vo« 24—30 «rad R«a«mur gemischt, d>?> > dicker Teig daran» entsteht, welcher l» ei« geschlossene» SesSß gebrach? u:>> »ach 14 Stunde« ist dieser «eize»Ne>«trlg zur wirksam«« Heft geword.^ >u vier, und Alkoholbilduua, sowie zur vrotbildung geeignet, U« Sha«»l,»»n» I» Freie» »» züchte», empfiehlt sich folgend«? tfcr. fahren. welche» noch de« Vorteil hat, baß ein« Zwischenkultur rnößM' ■; >uf gewöhnlichem Sortenbodr» wirb «i«e etwa SV Zentimeter hohe Ziiuv ftische« Tiinger», in ber Srbße de» herzurichtenden ve«te», au»gebreil,> »«. »b«r verteilt man gleichmaßig ein« Lag« Erbe au» «inem abgetriebenen \l i pignonbeet; ganz obe« kommt «In» Schicht L«hm von 10 I«ntt»«ter bdk f liegen. Obenauf s»t man «ohrrtben, Radie»ch,n «nb »hnliche», wen», l ?? «rh«ischende» Semkise. »itte Iunl komnit ba» so hergerichtete veet i> Irr »en und bleibt dar!» di» zam SZovember Da» MohrrIibe»I-«d erw.? > ?t al» beso«d«r» wichtig, denn >» Hochsommer beschattet e» vollständig b« ?>"> sprießend«« Pilze «egen die sengende« Sonnenstrahl,» u«d sptterbin 'ht(i H dieselben trefflich gegen die Herbstftbste. . Emaillierte« Kochgeschirr wieder h«ll zu «ach««, ohn« daß die ">!^r barunter leidet Man thut etwa» Pottasche n«d etwa» »hlorkaN z«sam > -n» den dunkel gewordene« Topf, gießt br«l Liter «asser hinzu nnd stellt (?,- I.t tine Zeitlang an ei««» war»«» Ort. Da» G«schlrr wird wi«d»r Nar «n' 'n fein Käme Ist tctaimi at» »»mponist. och in der guduftrt» er auch zu ft»de« Ist. «Nflds»»,. fnilei Nr. 144. «»» H. «a»«r. Schwarz T A tt 0 K E R •L A U F R I T z 0 R 0 K L : o 8 K A R Schnchltsnng«»: «r. ,4». S i T—« ». b «—• i - D t 6—Sr Ihr« Ldsung, d,e lehr hiltlch ist. Tank I! C Ü K K l, H | ZBtiß. Weis» »ich» und letzt >» , Zage» nu Ale MeAle ««e»e>»,le». In der Genesung. E» war eine lang«, bange Zeit, welche die Kranke In ihrem Veite zubringen mußte. Mehr al» einmal schüttelte der «rzt de» Sovl. und nur eine underdorbene, sugendllche Ratur konnte die zerstdrenb»« l Serlog von W Blinke ln Pettau. ■«TMnBortllche Hebest,DU von «rnst »lelfs»,, -ebruiN »d hera»»a«al, » von »reiner * «lelffee I« «wttgan.