Äi'iiF fröQ) THERMARUM TEPLICENSIUM IN INFERIORI GÄRNIOLIA EXISTENT1UM EXAMEN, ET USUS MANDATO ET SUMPTIBUS CELSISSIMI S» R. I. PRINCIPIS AURSPERG, SUSCEPTA ET DESCRIPTA ' ANTONIO CASTELLEZ,. MEDICINA DOCTO R E , E T PHYSICO LABACENSI. ...--=3% Prüfung u»d Gebrauch ' h 1» £ Ht /Y * M4 a » (fi A S * j des warmen Bades .Sopit in Unterkrain, unternommen und beschrieben, ^ a u f Befehl And Kost eks e e s Durchlauchtigen des H. R. R. n »on Svrsperg / 31 tt f 6 it s fl ft e r I e j, Lehrer dev Arzneywiffenschast, und Arzt zu Laybach. WIE N,. gedrucft l>ey. Joseph Edlen von Kurzböck, kaiserl. könial. Jllir. Hof- duchdrucker und Buchhändler, ‘1777. q Gluodque magis mi- Welch eilt WllNder! es rum,'funt qui non ' gjcbt fiÜßige Wtseit, corpora tantum, die vermögend sind , Verum animos etiam nicht allein die Leiber, valeant mutare li- sondern auch die See- quorcs. ' len zu verwandeln. Ovidiu; Lik XV. Aktamorph. Ovid im 15. Buche der Verwandlungen. CELSISSIMO DOMINO DOMINO D c nt Durchlauchtigen Fürsten Herrn Herrn HENRico Eetiirttß n tt r i ^ ™ D U C I MÖNSTERBERGENSI ET FRAN-KENSTEINENSI in silesia, S. R. I. PRINCIPI AURSPERG, COMITI PRINCIPI IN THENGEN, COMITI IN GOTTSHEE ET WELS , DOMINO IN SCHÖNN ET SEYSEN-BERG , POELLAND , WETXELBERG, OBERGURG , KOSIACK , KLEINDORF, PASSBERG, BELLAI, CEPPICH , COS-GLIACO , CHERSHAIN , ET GRADIGNA, NEC NON DOMINIORUM LOSENSTEIN, LO-SENST EINLEITEN , GSCHWEND, STADLKIRCHEN,ET TSCHERNAHORA, SUPREMO PROVINCIvE MA-RESCHALLO HEREDITARIO, ET CAMERARIO IN CARNIO-LIA ET VINDOMARCHIA &c. AUREI VELLERIS, NEC NON INSIGNIS ORDINIS S. STEPHANI REGIS APOSTOLI CI MAGNvE CRTJCIS EQUITI, UTRIUSQUE SACRATISSIM/E CMS. ET REGIO ÄPOSTOL. MAJESTATIS ACTUALI INTIMO CONSILIARIO,&c. Herzogen zu Münsterberg und Frankcnstein in Schlesien, des Heil. Röm. Reichs Fürsten tirfpetg, Gefürsteten Grafen zu Then-geii, Grafen zu Gottschee und Wels, Herrn zu Schönn - und Sei-senberg,Pölland,WeiMerg,Ober-gurg, Kosiack, Kleindorf, Paff- berg, Bcllai/Ceppich, Kosgliacko, Cberschaln, und Gradlgna, w i c a u cö s der Herrschaften Losenstern, Losen-fteinleiten, Gschwend, Stadlkir- chcn, und Tschernahora, Obersten Erb-Landmarschas- len, und Kämmerern im Herzogthum Kram, und der windi- schen Mark ic, Rittern hcS goldenen Vließes, Groß-Kreuz des Königl. Apostol. S. Stephani Ordens, Jhro Rvm. Kais, auch Kais. Königl. und Apost. Ma/estar wirklichen gehei men Rath, rc. Ceißjßme Priuceps l Laborem 'hunc mandato Tuo aufpiciisque Tuis fufceptum, modo absolutum nemini nili Tibi offerendum existimavi. Etfi enim inde Tub jam alio-quin ubique terrarum celebra-tiffimo Nomini nihil laudis aut or- Durchlülrchtigcr Fürst! Erlauben Euer Durchlaucht, daß ich dieses Werk, das ich auf Befehl, und unter dem Schuze Euer Durchlaucht mv ternommcn, und nun vollen-det habe, Dero hohem Name weihe. Denn obwohl ich überzeuget bin, daß hievon Euer Durchlaucht ohnehin weltbe-A 3 rüh- ornamenti accefiiirum intelli- rühMter NülUen feinen Zu- i , wachs des Ruhmes, uudder garn; tamen hocce qualecunque Verherrlichung bekömmt; ha- ThermarumTocplicenfium Scru- ich dennoch Mich utltttfiW gen, btefe wie immer gerathe-tinium Tibi confccratum volui, ne Prüfung des Töplizischen . ,r ... r Gesundbrunnens EuerDurch- Ut hoc obfeurum alias opufeu- lauchtzu widmen, damit die- lum infigni fplendore Tuo in-, (hnst genngschäzige und : unbekannte Werkchen unter clarefcat magis, majusque in- ' Euer Durchlaucht glänzenden Namen in helleres Licht undhö-de in falutem humani generis re- Here Achtung vcrsczet werde, dundet emolumentum. T Nu- zen zur Wohlfart des menschlichen Geschlechtes entspringe. Tu liquidem , cujus jam pri- Euer Durchlaucht, Deren dem fummis meritis parta glo- ßUbllchttUttbe r ,.r steschon verlangst erworbener, na per umverfam Europam dif- unh in ganz Europa verbreite- fufa depraedicatur, Tu inquam ter Ruhm immer blühet , st'nd unicus es, qui primus harum einzige , der der erste _ .. .dieses Bad der Welt zu jeder- 1 hermarum ufuM orbi publicum mann5 Gebrauch kund ge-fecifti: Tu primus ad has viam macht : die Strasse dazu ge-apcruifti: Tu Cellas balneanti- bahnet: Die bequemsten Bad- bus conftruxifficommodiffimas; SsSSju Ta aedificium pro hofpitanti- “ bus excitafti fumptuofiffimum: und Bequemlichkeit heischet, Ta denique adparafti omnia manificentiffime* Verum enim vero quamquam mihi hic unice de Toeplieenft balneo inter hucusque celebrata fere praeftantifTimo agendum obveniat ; non polium tamen tacere, praeter hoc Carnioliam adhuc aliis fuperbire fontibus. Horum alii, fi bibantur, febrem tollunt intermittentem; alii ite- mit fteygcbigster Hand beyge-schaffen hat. Obwohl ich aber hier allein: von Töplizischen Bade, welches beynahe alle bis nun berühmte Bader übertrifft, zu handeln habe, kann ich doch nicht andere Gesund - Brunnen, womit sich Kram vorzüglich auszeichnet, mit Stillschweigen übergehen. Einige unter diesen vertreibet! das ausftzende Fieber ^andere erwecken e6 wieder; einige iterum eandem exfufcitant; alii leviter, fortius alii alvum ducunt* Quidam funt carminativi; quidam febrium ardentium ardores & fitim levant. Alii ( quod miratu digniffimum eft, & qualibus vix, aut ne vix quidem patria ulla gloriari poteft) appetitum famis adinflar excitant. Lon- ^e verursachen einen linden, andere einen heftigen Stuhlgang. Einige sind windtreibend; andere stillen das hizige Fieber , und löschen den Durst. Endlich giebt es einige, die die bewunderungswürdige Eigenschaft besizen, daß flegleich dem Hunger, die Lust zum Essen erwecken; eine Eigenschaft, dergleichen sich ein Gesundbrunnen schwerlich irgend in einem Lande rühmen kann. B Ich Longus forem. fi omnes Car- Ich würde cS zu lange IW nioliae aquas medicatas tantum $ett, Ivenn ich alle dic Gcr leviter attingere vellem. Quae , Y pranget, nur obenhin berühr caeteris palmam prsripere vi- reu Wollte. Mein Vorhaben dentur , harum unice virtutes iff gewesen, nur diejenigen huc vel ideo adnexas volui, ut, ^lrVihr/ftttcne Eigenscha? fi quis non tarn curiofitate , ten zuvorthun, damit man, quam amore erga patriam du- titt ®6tmer nicht so- wohl vom VorwlZe, als vrel-Äus exfurgat Mrecenas, qui mehr von der Liebe zum Va- infigni exemplo Tuo easdem exa- verlande angetrieben düfftuttf .... de, der nach £uer Durch- minanjubeat, ut inquam falus, taucht erhabenem Beyspiele qusE die- quae ex acidulis his a pluribus dieselben zu prüfen befähle, ■ ,,/r v .... damit man, sage ich, die Ge-haurietur certiEma, etiam tibi f die mehrere Leute in acceptis referatur neceffe fit, daraus ganz gctvtß schöpfen werden , auch Euer Durchlaucht zu verdanken habe. Merito igitur funt omnium Billig sind demnach Aller . . . . - einhellige Wünsche, die Eu- unammia vota - ut vivas ^am er Durchlucht langwierigen diutiEme in falutem patriae in- Wohlstand zum Heil des Vaterlandes , ein stets günstiges columis, in commodum fubdito- Glück zum Nuzen Dero Um , terthanen, und einimmerblü- rum tuorum feliciEmus , inque hmdes Ansehen zur Zierde und zum Glanze Dero hohen Fa- B 2 Stam- Familiae Tuae decus & orna- StaMMs ZUV Abßcht habrn. mentum fulgentiflimus. Vale, Erlauben Euer Dmchlauc^, b ,r _ ’ daß ichnnt Lieftster Ehrfurcht patereque, ut um Tuorum ^ Euer Hochfürstlichcn Durchlaucht Clientum minimus, Autor. unterthanigst gehorsamster, der Verfasser Ad Ledtorem* An den Leser 0«=======^=====« '' - . ; ' ■ i' ■ •"i- tfi quadringentis , & ultra abhinc annis Thermas Toeplicenfes non vicinis incolis tantum, verum etiam alienigenis variis plurimum notas effient ; nemo tamen earum, quibus in corpora humana fere divinitus agunt, virtutes orbi palam fecit. Tandem ego mandato Celliflim i Principis ab Aurfperg impulfus Icariis pro-pemodum aufibus hanc difficilem admodum provinciam fufcepi, & in eadem defudavi. Experimenta feci: haec summa fide confcripfi, cmnesque inde prodeuntes eventus accuratiffime adnotavi Quibus hi fontes pollent viribus, has partim pro ingenii mei tenuitate ex propriis observationibus dedudtas, partim a fummis viris compertas coniignavi. Qure inter horum ufum adhibeatur methodus, hanc fuccincte dedi. Tandem Obwohl das Töplizische warme Bad Vor 400. und mehrern Jahren sowohl den benachbarten Einwohnern, als auch verschiedenen Ausländern sehr bekannt war, dennoch that sich keiner hervor, der dessen beynahe wunderkar-lichc Eigenschaften und Wirkungen' die sich an menschlichen Leibern Bussern, der Welt entdeckete. Endlich habe ich auf Befehl des Durchlauchtigen Fürsten von Aur--sperg dieses sehr beschwerliche Amt mit einem Muthe, der beynahe meine Kräften übersteiget, auf mich genommen, mit größtem Fleiße daran gearbeitet: Versuche darüber ange stellet: diese treulich und redlich zusammen geschrieben, und alle hieraus entstehende, Falle sehr genau verzeichnet. Die Kräfte dieses Bades, die theils meine geringe Einsicht aus eigenen Beobachtungen hergeleitet hat, theils von den erfahrensten Männern sind entdecket worden, habe ich schriftlich verfasset. Die Weise, womit man sich dieses Bades bedienen soll, habe ich kurz B 3 ange- dem in quibus contra indicantur cafi- r bus, hos fideliter adpofui. Si ex bis ledlor benevole ! quidpiam invenies dubii, hoc te eximere, & illud ad veritatem deducere conaberis ; fi quid errati deprehendes , patienter corriges ; fi quid emolumenti in rem medicam derivari videbis, id tentabis, propriisque obfervatis confirmabis, hoc fin minus , saltem id me praeftitifle arbitrabor, quod viris perspicacioris ingenii materiam profedto jucundiflimam exadtius invefiigandam dederim. Labaci die II. Menfis Febr, Anno MDCCLXXVII, angegeben Endlich habe ich die widrigen Fälle redlich angezeiget. Wenn dir geneigter Leser! ctwan ein Zweifel hierüber aufstossen wird, so wirft du denselben zu erläutern, und zur Wahrheit zu gelangen trachten; die etwan eingeschlichenen Fehler mit Nachsicht verbessern; wenn du merkest, daß hieraus etwas zum Vortheil der Arzneywissenschaft entstehe, wirst du es prüfen, und mit eigenen Beobachtungen bestätigen; widrigen Falls schmeichle ich mir doch so viel zuwege gebracht zu haben, daß ich hiedurch Männern von tieferer Einsicht einen fürwahr sehr angenehmen Stof zur gena uern Nachforschung an die Hand gegeben habe. Laybach den a. Febr. 1777- caput I. Erstes Hauptstück. De/cribit Jocum, acceffum, ac Beschreibung des Mrtes, des wdificium, in quo balnea con- Zuganges , und des Ge- tinentur* baudes, Ln denen das Bad enthalten ist. §■ ^ §* I* S^Tcepliz ex Carniolico nomi- ^^^öpliz, dessen Benennung ne > Topfo calidum, de- von dem krainerifchen fumptum,eft pagus mul- Beyworte: Toplu Warm, herge-:itudine domuum mediocris, di- je^ jst ein in Ansehen der tioni Celfiffimi Principis ab Aur- ^ ^ H^ser mittelmäßiges fperg fubjedtus. Dorf; es stehet unter der Herr- schaft des Durchlauchtigen Fürsten von Amspcrg. Cui provifum efl: de ecclefia pa-rochiali vix XIV. paflibus ab a-quis thermalibus diftanüe, in qua quotidie S. MiiTse Sacrificium celebratur. Hic Hier, beynahe 14. Schritte vom Bade entfernt, stehet die Pfarrkirche , in denen täglich das H. Meßopfer entrichtet wird. Die- Hic orientem verius Labaco incliti Ducatus Carniolise Metropoli octo , Rudolfsrwertho vero duabus horis distat. Ponitur in planitie non in magnum Ipatium excurrente, plerumque ab auris aquiloneis lustrata, quae juxta Hippocratem corpora cogunt , firma , agilia, be-neque colorata ac auditu valen-tiora reddunt» Praeterea hunc locum vicinas: arces , praeterlabentes trutis rubris divites fluvii, filvis vineis-que conspicui montes > denique sedificium superbum exornant, ac praeprimis commendant. §. II. ^Edificium, in quo pro-ieäo & ars & natura vires fuas ad-hibuifle videntur, furgit super petram magnitudine immanemLXI V pedes in altum , longitudinis ejusdem menfura est CL. & latitudinis LX. pedum. §. III. Dieses Dorf ist Ostwärts von Laybach der Hauptstadt im Herzogthum Kram F. von Nudolphs-werth 2. Stunden entfernt Es lieget in einer ebenen, und mittelmäßigen Strecke Landes, die meistentheils vomNordwinde durch-gewchet wird, der nach der Meinung des Hippokrates die Leiber dicht, fest, und hurtig macht, ihnen gute Farbe, und besseres Gehör mittheilet Dieser Gegend geben die benachbarten herrschaftlichen Landgebau. de, die nebenhin fliessenden , und an rothen Forellen reichen Flüsse; waldichte und mit Weinreben angebaute Berge , endlich das prächtige Gebäude eine besondere Zierde, und Vorzug. §. 2. Das Gebäude, woran Kunst und Natur in die Wette gearbeitet zu haben scheinen, stehet auf einem ungeheuren Felsen. Die Höhe davon beträgt 64., die Länge 150, und die Breite 60, Fuß. s. 5. §. HL In hoc tria mirabilifiru-ötura confe&a obfervabis balnea r Primum , quod omnium maximum eft, vocatur Heinrichsbad, ex integro fornicatum , triginta pedes altum, figuram habens quadrangularem, CL. balneantes fi-riiul & fentel capit. ' 'Parietes, pavimenta, & fedi-lia omnia funt faxea ; ita tamen adaptati, ut (fi cui talis animus ) balneare poffit collötenus , aut facere femicupium, aut tantum pedes lavare* " • r ''' Huic balneo tria funt perquam vicine adftructa cubilia , pro induendo , exuendo, corporaque detergendo adornata, in balneum facillimis ingreflibus patentia: Duo habent fornacem, ut, fi quando opus , calefiant ; tertium vero, fuper fcaturigines thermarum paratum , ex harum halitu haud fe-cus, ac laconicum per fe callet. Se- §. z. Zn diesem Gebäude stehet man drey auf eine seltene Art aufgeführte Badstuben r Die erste und größte wird Heinrichs-Bad. genenntt; sie ist durchaus gewölbt, dreyffig Fuß hoch, Viereckicht, und so geräumig, daß r.5,0. Personen zugleich darinnen baden können. Die Wände, Böden, und Stühle, sind aus Steinen, und so bequem gemacht, daß man (wenn es beliebet) bis an den Hals, oder bis an die Lenden baden, oder auch nur die Füße waschen kann. Hart an diesem Bade sind drey Ammir, die zur Ankleidung, Aus-ziehpng und Abtrocknung der Leiber eingerichtet sind, und sehr bequeme Zugange in das Bad haben: Zwey davon sind mit einem Ofen versehen, damit man im Nolhfalle Feuer darinnen machen könne ; das dritte aber, das über die 'Quellen des Bades aufgeführer worden, ist gleich einer Badstube warm ; diese Warme ist dem aus dem Bade aufsteigenden Dampf zuzuschreiben- C Die Secundum vero, quod Karlsbad dicitur, in omnibus ad limili-tudinem accedit priori, excepto, quod fornix non fit tam altus, unde balneantes tanto citius in fudorem folvuntur. Tertium nomen Jofephi fortU tum eft, omnium minimum , originem aquarum cum fecundo communem habet, etiam proprio in-grefiu , & egrefiu inftrudtum efi. §. IV. Fa£to examine patuit # apertiiiime, omnia hzc tria balnea conftare aquis ejusdem profa-pire, ejusdem naturae, ejusdem-que gradus caloris ; nifi quod in primö balneo Thermometrum , ubi thermae maximam habent fca-turiginem, defignaret tribus gradibus liquorem in tubulo altius afcendentem. §. V. Balnea penitus emissa a-qua quotidie bis nitidiilime mundantur. tial- Diezwote Badstube, die Karls, dad heißt, kömmt in allem der erstell gleich, ausgenommen, daß das Gewölb darinnen nicht so Hoch wie in der ersten ist ; daher kömmt es, daß der Schweis bey den Badenden desto geschwinder ausbricht. Die dritte, der man den Namen Iosephsbad beygeleget Hat, ist die kleinste, sie Hat mit der zwoten einerlei) Ursprung des Wassers, wie auch einen eigenen Ein - und Busgang. §. 4. Nach gemachter Untersuchung erfuhr, und sah ich augenscheinlich , daß das Wasser in diesen dreyen Badstuben einerley Ursprung , einerley Beschaffenheit , und einerley Grad der Warme habe , ausser daß in der ersten Badstube , wo das Wasser am häufigsten hervorquillt, der Thermometer drey Grad höher stand. §. 5. Die Badstuben werden nach vollkommen abgeleiteten Wasser täglich zweymal auf das reinlichste gesäubert. Kein Balneum magis compedum > opportunum magis in tota prope Germania non invenies ; id quod mihi fafli lunt, qui jam pridem hinc inde varios experti funt fontes foterios. Memorata fiquidem liasc tria balnea dato eodem tempore circa CCL. balneantes commode continere possunt; & hi omnes in ( c. I. §. II.) defcripto aedificio & hospitium & victum levissimo pretio inveniunt, ita quidem, ut nemini opus fit extra hoc aut tedum, aut nutrimentum quaerere. §. VI. Etiamnum notandum venit circa hoc balneum , aquas nempe in tanta copia remoto epi-ftomio effluere , & denuo repolito ita fummulathn adfluere, ut ad hoc evacuandum non nili quadrans, ad replendum vero spatium unius horas perfekte fufficiat. 1, i , 74 + ■ 6 <; x- . §. VIL Ad hunc fontem , duplex tenet via : prima itur regia usque ad Rudolphswerthum; unde Kein bequemeres r feitv gelegeneres Bad wird man beynahe in ganz Deutschland finden ; dieß haben mir Leute gestanden, die verschiedentliche Bäder hier und dort verjüchet haben. Diese drey Badstuben können zu einerley Zeit 250. Badgaste bequem fassen; und diese alle finden in dem (r. Hauptst. 2. beschriebenem Gebäude Wohnung und Kost um den geringsten Preis, dergestalt, daß Niemand nöthig hat, weder das eine, noch das andere anderswo zu suchen. §. 6. Bey diesem Bade ist noch anzumerken, daß das Wasser nach hcrausgezogenen Zapfen so häufig herausströhmet, und nachdem man diesen wieder eingestecket hat, so reichlich zufließt , daß zu dessen Aus-lettMg eine Viertelstunde; zur Anfüllung aber eine Stunde vollkommen zulänglich ist. §. 7. Zu diesem Bad führet eine doppelte Straffe: die erste ist eine Landstraffe, hie sich bis Rudolphs-C 2 werch de adhüc iter di&mm höra?um wLtth erstreckett?ofi bottttetr |at ad locum aflequendiiiti- requiri turi man einrrr Weg von zwo Stundcü zurückzulegen- bis man den Ort • selbst erreichet. > <' « "j ■ v■ jrJ(. '' **- - - : . V.. ) .20i: ' . -i Seeunda quoque regia eft usgue. Die zwote ist auch eine Land straft ad antiquiiiimum Monafterium sty die bis zu dem uralten Kloster Sittich. Inde dextram verfus per- Sittich gehet. ~ Vori dannen reifet gitur juxta montes, penesque flu- man rechts nächst den Bergen, und vj'iim Gurgg. Hic & copia', & bö- dem Flüßc Gurgg. Dieser wegen nitate, & magnitudine-cancroru-m det Menge , Vortrcsslichkeit und cclebemmuM peregrinantes fide- Größe der Krebsen besonders be- liflime concomitatur ; illi vero ho- rühmte Fluß begleitet gleich einem rum oculos amamitate filvarum treuen Gefährten die Reisenden; vinearumque blandiffime afficiunt, die Berge aber tzrgozeir ihre Augen - am mit annehmlichen Wäldern, und v: v - . -> -x > Weingärten. . .r .... ' '' ir * *• v ^ '* * * J i -• * . i i« 'L .. / 4 .. ' - . * \ * ■ ■: ÖOfi ni. > " . f CAPUT II. Zweytes Hauptstück. handelt von den GeMnstam H , den, die von ■..Jeß Qbßctytä* v. , r cken in dje äußer llch en Srn-- ' • : ne fallen. §. VIII. I. Primo intuitu vides - §.: 8v r.Beym ersten Anblicke aqunm lim.pidiflimam\ fupra quam fiehet man das kiarefte Wasser, eciam fnmmä zeftate aliqtiis iüpefS übit welchesaüch int heißesten Som- natans‘$umus confpicitur. - «Kt ein sichtbarer Dampf schwebet. II. 2. Er- II. Parietes cernis lapideos '2. Erblicket man bie steinernen vapores tempore, hiemis in guttas Wände, woran zur Winterszeit colligen tes. Tropfen von aufsteigenden Dünsten > kleben, 'f ; II,f. Pavimentum premes Et- Z. Man betritt den Boden, der xeum, casruleo-viridi colore tin- mit blanlicht grünen Steinen ge-#um. ^ ^ pflastert ist. IV. Calorem fentis nervis ami- 4. Man empfindet "eint Wärme cum,. & fi hic diutius hzeleris, die den Nerven wohl bekömmt, und fudorem excitantem. wenn man fiä) langer darinne auf- hait , einen Schweiß austreibt V. Nihil vapidi, fulphurei ni- 5. Man fühlet keinen dampfich- hil, aut alterius ingrati cujusdam feit, keinen schwefelichten, weder odoris percipies. irgend einen ändern unangenehmen Geruch. VI. Si aquam biberis adhuc ex 6. Wenn man dieses Wasser, fcaturigine calentem, inveniesfa- da cs noch die ursprüngliche War-porem odoremque. aqua; fontana; me hat, trinkt, giebt es einen Ge-igne calefacte. Hanc fi refrigera- schmack, und Geruch gleich dem tam potaveris, fenfum habebis beym Feuer gewärmten Wasser, ejus aqu$ communis, qua; vnlga-* So man es adgekühlt trinket, em-riter fapidiflima *iudit; nid quod pssndet maN'den Geschmack und leviter palatum adflringat. Geruch eines gemeinen Wassers, das man insgemein das schmackhafteste nennet, ausser daß es den Gaumen ein wenig anziehet. VII. In omnibus tribus balneis 7. In allen dreycn Badstuben aifurgunt bulluhe, aliquo calido steigen Blasen auf, die mit war- aere C Z mer aere repletae, quem manifeffcmt, dum cum fono aliquo difrumpun-tur, haud fecus ac inaquabullien-te contingit; nili quod in caufa poftremo bullulae minores, in priori vero majores confpiciantur. VIII. Si häe aquae per annum integrum in vafe vitreo aflervan-tur, nec granulum alicujus sedimenti deponunt, nec in ullam putredinem abeunt. IX. Nec aurum, nec argentum, nec cuprum per aliquot septimanas his thermis immerfum fibi naturalem, splendorem amittit; Sa-turnum quoque & Itannum intactum relinquunt. X. Corallia albidiora reddunt. XI. Colorem cutis plurimum dealbant. XII. Non solum, qui ex his Thermis bibunt, verum etiam iis, qui tantum balneant, fbmnum in. ducit. mer Lust angefülltt sind, die sie verrathen , da sie mit einem leisen Schall bersten, wie es in siedenden Wasser zu geschehen pfleget, ausgenommen, daß im lezten Falle die Blasen kleiner; im ersten aber größer sind. 8. Wenn man dieses Wasser ein Jahr lang in einem gläsernen Gefäße aufbehält, so machet es weder einen auch nur granschweren Saz, noch faulet cs. 9 Gold, Silber, Kupfer behält seinen natürlichen Glanz bey, wenn diese Metalle auch mehrere Wochen lang in diesem Bade gelegen sind; auch Bley, und Zinn bleibt unberührt. io. Die Korallen werden weiß-lichter. ir. Die Haut bekömmt sehr weiße Farbe. i2. Dieses Wasser schläfert nicht nur diejenigen ein, die es trinken, sondern auch die, so darinn baden. xin. XUT. Aliquibus alvum movent, aliis minus. XIV. Superflua, qus ex his balneis defluit, aqua infervit lavandis pedibus , veftimentisque ex lino contextis; quze niprius aliam experta funt aquam, valde albefeunt; fin minus, aliquantulum rubefeunt. Modo itur ad experimenta. CAPUT III. Enumerat experimenta, qux variis modis cum his Thermis funt inßituta, §. IX. Themometrum balneo magno (Heinrichsbad) immerfum in fcaturigine afeendebat usque ad gradum LXXXI II, & aliquantulum ultra, ad effluxum vero aquarum quoniam balneum eft longum, quatuor, h pluribus gra* dibus cadebat. In fecundo vero ( Karlsbad) afeendebat usque ad LXXX. Gra- duin 13. Einigen verursachet es den Stuhlgang, ändern nicht. 14. Das überflüßige Wasser, daß aus diesen Bädern abfließt, dienet zur Waschung der Füße, und der leinenen Kleider; die, wofern fle zuvor in keinem ändern Wasser gewaschen worden, eine sehr weiße, im Gegenspiel aber eine röthlichte Farbe bekommen. Nun schreite ich zu den Versuchen- Drittes Hauptstück. Beschreibung der Versuche, die über dieses Bad auf mancherlei Art sind atttp stellet worden. §. 9. Der Thermometer in dem Heinrichsbade im Ursprünge einge-tauchet, stieg bis auf 83. Grade, und ein klein wenig höher; beym Ausflusse des Wassers aber, weil das Bad lang ist, fiel er um 4. und mehrere Grade. Im Karlsbade war sein höchster Stand 80. Grad; und zwar indem gan- dum ; id quidem per univerfum hoc balneum. In tertio (Zosephsöad) calor fe habet haud fecus, ac in fecundo. Nifi quod ad effluxum aquarum tribus cadat gradibtrs. De reliquo 'quidquid fit, quando recens efuis fubterraneis Maeandris effluit aqua, fsepius ob calorem balneantibus quali intolerabilis eft. §. X. Caeterum vero, fi harum Thermarum gravitas exploretur per hydrometrum, five hse confi-derentur adhuc calidre, five frigefactas, ad eundem defccndit gradum , ad quem in aqua puteali demergitur ; unde ratione gravitatis differentia nulla obfervatur» s. XI. Ad naturam harum Thermarum accuratius intelligendani omnium primo in lub/idium accepi acida mineralia, & acida vegetabilia , nimirum tartarum, & acetum. §. XII. ganzen Umfang dieser Badstube ek-nerley. Im IofepHsbade ist die Wanne, wie im zweyten Bade, ausgenommen , daß sie beym Ausflusse des Wassers um z . Grade fallt. Uebrh gens wie dem auch styn mag, wird dieses Wasser, da es eben aus seinen unterirdischen Klüften Hervor* bricht, den Badenden wegen der Warme öfters beynahe unerträglich. §. io. Im übrigen aber, wenn man dieSchwere dieses Wassers (es mag warm oder abgekühlt betrachtet werden,) mit einer Wasserwagr untersuchet- so fallt sie auf eben den Grad, den sie erreichet, wenn man sie in das Ziehbrunnenwasser senket. Daher beobachtet man in Ansehen der Schwere keinen Unterschied. §, ii. Um zur genauem Kennt« niß der Eigenschaften dieses Bades zu gelangen , nahm ich zu erst die mineralischen, und vegetabilischen Sauersalze, nämlich den Weinstein . und Essig. §. 12. jlJ'Q ÖVi/WdÖ 'Ö'ö'ögüü^/ §■ XII. Spiritus Vitrioli immif- fus nec fermentationem aliquam, nec uliam aliam induxit mutationem. Idem advertebatur cum spiritu nitri, cum spiritu falis, cum cremore tartari, & cum aceto for-tiffimo. §. XIII. Paragrapho procedenti enumeratis acidis nihil efiicienti animus fuit rem experiri fortiori acido : Unde accepi oleum vitrioli fortiffimum; hoc guttatim immisi his aquis; verum idem expertus fum phaenomenon, quod advertitur, dum eodem modo cum aqua puteali instituitur experimentum. §. XIV. Hinc me converti ad alcalina: Oleum tartari per deliquium his aquis immissum effervescenti ani nullam mutationem nullam induxit. Idem fuit experiri , dum simili ex- exetn- §. 12. Ich goß den Vitriolgeist in dieses Wasser; allein er machte weder eine GäHrung, weder irgend eine andere Acnderung. Eine dieser ähnliche Beobach-tung hatte ich bcy dem Versuche, mit dem Salniter-und Salzgeiste, mit dem zubereiteten Weinsteine und mit dem scharfesten Essig. §. iz. Nachdem ich mit den im vorhergehenden Abschnitte angeführten Sauersalzcn nichts zuwege gebracht hatte; schritt ich zum Versuche mit einem starkem Sauersalze. Ich nahm das starkeste Vitriolöl, und goß es tropfenweise in dieses Wasser; allein ich sah eben die Er-' scheinung, die man im ähnlichen Versuche mit dem Ziehbrunnenwasser bemerket. §. 14. Daher wendete ich mich zu den alkalischen Salzen: Das Weinsteinöl, so ich in dieses Wasser rinnen ließ, machte weder eine Gah-rung, weder irgend eine andere Veränderung- Eben dieses erfuhr D ich, emplo his aquis infundebatur Spiritus falis amoniaci. §. XV. Noftras aquae fyrupunt violarum tingunt colore fubviri-di ita quidem, ut fyrupus fuum violaceum colorem prorfus amittar; cui fi aliquod guttae de fpi-ritu nitri infundantur, denuo caeruleus evadit. §. XVI. Pulvis cordicis granatorum, etfi his aquis per aliquot feptimanas infundatur, non dat atramentum , fed tindturam au-rantii coloris. §. XVII. Alumen, cremortar-tari, & omnia falia media in his aquis folvuntur. Idem intelligen-dum eft de Saccharo. §. XVUI.Saccharum Saturni in. fperfum his aquis, eas protinus la&efcere facit. Quam primum vero huic Ja&efcenti liquori aliquot guttas de fpiritu Vitrioli» nitri falis, aut aceti immitto, il-lico didhis liquor evadit limpidif-mus. §. XIX. ich, da ich auf gleiche Art den Salmiackgeist in dieses Wasser goß. §. 15. Dieses Wasser giebt dem Milchensafte eine grünlichte Farbe dergestalt, daß er seine Veilchen-färbe gänzlich verliert; er bekömmt aber seine Farbe wieder, wenn man einige Tropfen vom Salnitergeiste darein rinnen laßt. §. 16. Das Pulver von der Granatapfelschale , obschon man es meh, rere Wochen hindurch in dieses Wasser streuet, machet keine Dinte, sondern eine pomeranzenfarbigeTink-tur. §■ 17. Der Alaun, der zubereitete Weinstein und alle Mittelsalze werden in diesem Wasser aufgelöset. Eben dieses ist von dem Zucker zu verstehen. §. is. Wirft man in dieses Wasser den Bleyzucker, so wird es milchartig, sobald man aber in dieses milchartige Wasser etliche Tropfen vom Vitriol- Salniter-Salz oder Effiggeist giesset, wird es alsobald sehr klar. §. XIX. Per fpiritum vini rec-tificatifliraum nihil datur in praeceps; licet hoc experimentum repetitis vicibus inftituerim. §. XX. Mercurius fublimatus venalis in his aquis perfe6tiilime folvitur, haud fecus ac in aqua puteali. Huic lolutioni fi adjicio oleum tartari per deliquium , mercurius praecipitatur 1‘olito modo ruber. Huic ita rubro praecipitato mercurio ii fpiritum falis amo-niaci cum calce viva paratum immitto , fu bito rubrum colorem mutat in lacteum: quod forte inde repetendum venit, quod nimirum mercurius , qui per oleum tartari per deliquium in praeceps ivit nondum per dictum alcali fuerit perfedte ab acido lalis liberatus; unde infufus fpiritus falis amonicaci illud adhuc refiduum avide aggrefiusefl, Lc mercurium folito more praecipitavit album. §. 19. Durch den stärksten Brandwein wird nichts zu Boden geschlagen; obwohl ich diesen Versuch wiederholet habe. §. 20, Das sublimirte gemeine -Quecksilber wird in diesem, wie in dem Ziehbrunnenwasser, auf das vollkommenste aufgelöset. Nimmt man zu dieser Auflösung noch daS Weinsteinöl, so wird das-Quecksilber, wie gewöhnlich, rothgestür-zet. Wenn mau diesem roth gestürzten Quecksilber den mit ungelöschten Kalk zubereiteten Salmiack-geist zvgiesset, so übergehet dessen Röthe alsogleich in die Milchfarbe: dieses kömmt vielleicht daher, weil das Quecksilber, das durch das Weinfteinöl zu Boden geschlagen wurde, durch ersagtes alkalische Salz von der Saure des Salzes noch nicht vollkommen befreyet war; daher hat der dazu gegossene Sal-miackgeist das noch übergebliebene begierig angefallen, und das Quecksilber gewöhnlicherweise weiß zu Boden sinken gemacht. Aut D 2 ' Oder Aut (filioc non placet) forte fpiritus falis amoniaci in hoc experimento immiJTum oleum tar-tari per deliquium volatilifavit. Nam ial volatile amoniaci omnium volatilium puriliimum eft, etiam fixa volatilifans. Celeb. Crantz in fure materia: medicre parte tertia , pagina LXIV. Edit prim. §. XXI. Si vero in lias aquas aliquantum radiis folaribus infpif latas imponitur lamina ferrea, poft aliquod tempus in hac conspiciuntur maculas cupreae, & ferrum folvitur. Id quod inde oftenditur, quia nimirum aqu$ , quibus dicta lamina immergebatur» cum cortice granatorum conftituunt atramentum. §. XXII. Si accipiatur lapillus de .pavimento §. VIII. cteruleo viri- Odcr ( tvttt diese Meinung nicht gefällt) vielleicht hat der Sal* nriackgeist das in diesem Versuche zugegossene Weinsteinöl flüchtig gemacht. Denn das flüchtige Sal-miacksalz ist aus allen Flüchtigen das lauterste, und macht auch Salze, die sonst dem Feuer widerstehen , und durch dessen HLze sich nicht in die Höhe treiben lassen, flüchtig. Der berühmte Kranz in der Abhandlung der medicinischen Materie im dritten Theil, 64. Seite, in der ersten Auflage. §. 2k. Wenn man dieses Wasser an der Sonne stehen, und ein wenig dicht werden laßt, dann ein Eisenblech darein wirft; so stehet man nach einiger Zeit kupferne Fle, cken daran, und das Eisen wird aufgelöset. Der Beweis dessen ist, weil das Wasser, worinnc gcmeld-tes Blech versenket lag, mit der Granatapfelschale eine Dinte machet. , > §. 22. Nimmt man ein blaulicht grünes Sternchen von dem Boden §. 8. viridi colore tindlus, & immittatur aceto , huic aceto lamina ferrea impolita, paulo poft extra&a cuprea crufta tegi vilitur. §. XXIII. Aqua ex balneis effluens continuo commifceturcum fecibus ex vicina cloaca egrcdien-tibus, ubi ripa, lapillique prominentes cyaneo colore induti pulcherrime confpiciuntur. § XXIV. Tandem ventum eft ad evaporationem. Accepi LVII. uncias ex noflris aquis, has infudi in vas vitreum, & in balneo arens evaporare permifi. Dum hsc evaporatio inftituitur> a principio usque ad finem nullus odor, & phsnomenum nullum advertitur. Haud fecus res habet, dum aqua communis evaporatur. §. XXV. Finita evaporatione remanfit in fundo vitri pulvis XXX. granorum, qui colorem habuit lu- § 8. und läßt es in Essig liegen, leget man in diesen Essg ein Eisenblech , und ziehet dieses bald wieder heraus, so wird es mit einer kupfernen Rinde überzogen erscheinen. §. 2z. Das aus dem Bade abflics-sende Wasser wird gleich beym Ausflüsse mit dem Unflat, der aus der nahe liegenden Senkgrube ablauft, vermischet, wo das User, und die hervorragenden blaufarbigen Stein-chen sehr schön in die Augen fallen. §. 24. Endlich kam ich Zur Ausdünstung. Ich nahm 57. Unzen dieses Wassers, dieses goß ich in ein gläsernes Gefäß, und Ifess es in dem Bade des Sandes ausdünsten. Wenn man dieseAusdünstung unternimmt/bemerket man vom Anfänge bis zum Ende weder einen Geruch , weder irgend eine andere Erscheinung. Eine gleiche Bewandt-niß hat es mit der Ausdünstung des gemeinen Wassers. §. 25. Nach vollendeter Ausdünstung blieb auf dem Boden des Glases ein 30. Gran schweres koth-D 3 far- luteum; oculis vero armatis con-lideratus hunc quidem colorem femper prafeferebat; verum hinc inde confpiciebantur particulae lplendentes fal commune aemulae. §- XXVI. Pulvis hic naribus admotus vix ullum fpargitodorem. Si vero deguftetur , tum omnium primo fefe in papillis linguae infi-nuat falfedo aliqua. Tandem dum haec evanelcit, lingua 8c palatum cum aliqua fat diu diu durante, & nauleofa aufteritate conftringitur- §> XXVII. Hic pulvis cum omnibus omnino acidis eiTervefcit. §- XXVIII. Idem pulvis in a-quam deftillatam immistus non ex integro solvitur. §- XXIX Guod in antecedenti §. in aqua solvitur, fi per deqan- farbiges Pulver; besah man es aber durch ein Augenglas / fo behielt es Lwar stets eben dieselbe Farbe; allein man sah hier und da glanzende , und jenen des gemeinen Salzes ähnliche Theilchen. §. 26. Halt man dieses Pulver an die Nase, so giebt es fast keinen Geruch ; wenn man es aber verkostet, so aussert sich an denner-vichten Wärzchen der Zunge zuerst ein salzichter Geschmack. Endlich da dieser vergehet, wird die Zunge und der Gaumen mit einer ziem, lich lang anhaltenden und eckelhaften Herbe zusammengezogen. §. 27. Dieses Pulver gahret überhaupt mit,allen Sauersalzen. §. 28 Eben dieses Pulver wird im distillirten Wasser nicht vollkommen aufgelöset. §. 29. Wenn man dasjenige, was laut vorigen §. im Wasser auf- tationem liberatur ab eo, quod gelöset wird , durch Abseigen von nondum folutum eft, fi degufte- dem noch nicht aufgelösten iRest tur, fentitur eile falinum: led entlediget und verkostet, so giebt neque cum acidis effervefcit , 8c es einen salzichten Geschmack: allein mer- es mercurium in fpiritu nitri folutum colore albo prscipitat. §.xxx. Pulvis didla §.XXV1II. parte falina liberatus cum acidis valde effer vefcit, & mercurium in fpiritu nitri folutum colore fui), viridi in praeceps agit. §. XXXI. Idem pulvis aqua dilutus fyrupum violarum ex cteru. leo colore in viridem mutat. §. XXXII. Idem pulvis carbonibus candentibus iniperfus fere ex integro comburitur; remanente tamen pulvere aliquo ex grifeo - nigro. Dum hoc capitur experimentum, phaenomenon, quod advertitur, est prorfus diftindtum abii-lo, quod fe offert, dum nitrum , aut alumen in carbones candentes injicitur. Siquidem in nostro experimento non nili aliqua permodica es gahrct nicht dtutid milden San-crsalzen , und schlagt das im Sah nitergciste aufgelöste Quecksilber weißfarbig zu Boden. § z o. Das Pulver, von dem in 28. §. erwähnten salzichten Theil abgesondert kömmt mit den Sauere salzen in eine heftige Gährung, und macht das im Salnitergeifte aufge-löste Quecksilber grünlicht zu Boden sinken. §. 31. Eben dieses Pulver, im Wasser gelautert, verwandelt die blaue Farbe des Veilchensaftes in die grüne. §. 3-?. Wenn man eben dieses Pulver auf glühende Kohlen sircuet, so wird es beyuahe gänzlich verbrennet. Es bleibt dennoch ein schwarZ graulichter Ueberrest davon. Die Erscheinung, die man bey diesem Versuche beobachtet, ist von derjenigen, die sich bey Ausstreuung des Salniters, oder Alauns auf glühende Kohlen ausserL, allerdings unterschieden. Denn bey mt-ftrm Versuche höret man nur ein sehr lei- Zr dica crepitatio animadvertitur, leises Geprassel. Auch, scheinet es. Videtur quoque diäus pulvis ali- das erjagtes Pulver eine Fettigkeit quam pinguedinem in finu fuo fo- in sich enthalte, vere. §. XXXIII. Hic pulvis in nul- §. 33. Dieses Pulver wird in la aqua perfecte folvitur. Unde keinem Wasser vollkommen aufge-terra noftris aquis admifta efle ar- löset. Daher erhellet es, daß cs guitur; terra vero aquofis per fe eine Erde sey, die mit unserm Wast non folvitur. ser vermischet ist ; die Erde aber wird von felbsten in wasserichten Wesen nicht aufgelöset. §. XXXIV. Huic pulveri mag- §. 34. Ich hielt dieses Pulver nes admotus nec pulvifculum ü- den Magnet entgegen ; allein erzog bi ad traxit. nicht ein Stäubchen davon an sich. §. XXXV. Aquae noßrao infu- §. 35. Dieses Wasser macht mit fas cum cortice granatorum nun- der Granatapfclschale niemals von quam per fe conflituunt atramen- ftlbstm eine Dlnte. tum. §. XXXVI. Lapidem calcarium §» 3^- 54) legte den Kalkstein in immifi in aquam communem, qua ^as gemeine Wasser , wvrinne vitriolum cyprium erat follitum« l)er Kupfervitriol aufgelöset war. Hunc inde extradhmi exficcavi; Ich nahm ihn heraus, und ließ ihn tum ille eodem colore tindhis ap. trocken werden ; alsdenn war er parebat, quo colore pavimenta tben so gefärbt, wie der Fußboden balneorum §. VIII. tindta funt. l)es Bades. §• 8. vwooweöWA CA- CAPUT IV. Statuuntur ea, qua enumerata experimenta in bis themis contineri comprobant. §. XXXVII. Experti fumus §. VIII. aquam hanc, fi frigida bibatur, leviter linguam 8t palatum adftringere. Huc accedit, quod & pulvis §. XXVI. per deftillatio-nem obtentuspraeterea, quod fit falinus, etiam linguam cum aliqua naufeofa aufteritate adftringat. Hinc ftatim incepimus dubitare, an hae noltrae thermae in finu fuo aut alumen , aut vitriolum vel cupri vel ferri recondant. §. XXXVIII. Alumen his a-quis non ineft, quia pulvis per evaporationem obtentus §. XXXII. ignitis carbonibus injedtus nec ullas dat fpumas, nec albide calci-natur, nec per experimenta §§. XIV. & XIX. praecipitatur. §. XXXIX. Viertes Hauptstück. Bestimmung desjenigen , was in diesem Bade vermöge der angeführten Vm suche enthalten ist. §. 37. Wir haben §. 8. erfahren, daß dieses Wasser, wenn es kalt getrunken wird, die Zunge und den Gaumen ein wenig anziehe. Heber dieß wird von dem Pulver §« 26., das man durch die Abtropfung Us kömmt, nebst dem daß es salzichr ist, auch die Zunge angezogen, wo-bey man eine eckclhafte Herbe fühlet. Dieses erweckte bey mir einen Zweifel, ob in diesem Bade entweder Alaun, oder Kupfer - oder Eisen-Vitriol verborgen liege. §. 38. Dieses Wasser führet keinen Alaun, weil das Pulver, welches man durch die Ausdünstung bekömmt, §. z 2. da es auf feurige Kohlen gestreuet wird, weder einen Schaum giebt, weder weißlicht zu Kalk brennet, noch vermög der Versuche §§. 14. und 19. niedergeschlagen wird. E §. 39. martis ineft; quoniam in experimento §. XXXIV. magnes cla-riflime nec mdieculam martialem adefle oftendit, nec aquac noflxae §.X XX.V.cum adftringentibus atramentum conftituunt. ‘ ; ‘ * y ' 1 §. XL. Cum igitur neque aliy-men, neque vitriolum ferriexno-ftris aquis extricare potuerimus, quaefivimus vitriolum cupri, quod etiam feliciflime invenimus. §.. XLI. I. Cuprum his aquis in-e/Te, oftendit aufteritas §. VIII. & §. XXVI. II. Ex quibus aqua* noftrse fca-turiunt, montes repletiflimi Vi-triolo Cypreo. III. Pavimenta faxea §. VIII. csruleo-viridi colore tin£ta. '• j IV. Lapis calcareus in experimento §. XXXVI. eodem colore tin&us. V. Ripa 8c lapilli colore cyaneo §. XXlH. tindti prasfentiam cupri fer der Eisenvitriol enthalten; weil laut Versuch §; 34. der Magnet augenscheinlich beweiset, daß sich darinn kein Stäubchen Eisen befinde, weder zeuget dieses Wasser §. 35. mit den anziehenden Wesen eine Dinte. §. 40. Weil ich also weder den Alaun, noch den Eisenvitriol aus diesen Wasser erpressen konnte; suchte ich den Kupfervitriol; und es glückte mir ihn zu finden. §. 4T- 1. Daß dieses Wasser km pftrhaltig sey, beweiset die Herbe §. 8- §. 26. 2. Die an Kupfervitriol sehr reichen Berge, woraus unser Wasser quillt. Z.'Der steinerne Fußboden §. 8. welcher blaulicht grün ist. 4. Der Kalkstein, der in dem Versuche §. 36. eben dieselbe Farbe bekam. 5. Das Ufer, und die Sternchen, die die blaue Farbe §. 23. führen, zei- cupri denotant juxta expertifli-mum D. FrancifcumFortfchnigg, qui in lua in augurali diiTertatione fcribitcap. V. de cupro: Praefen-tiam cupri folum ial alcali volatile cum aere agens demonftrat colore caeruleo. ' VI. Idem demonfirant particula ex pavimento abrafse, & in aceto maceratas, quod dein laminam ferream fubtili quadam cuprea crufta obducit. VII. Maximum vero argumentum pro cupro eft experimentum §. XXI. & §. XXX. quod oculis etiam inermibus cuprum oflendit. §. XLII. Salem alcalinum etiam in finu recondere Thermas no* liras, evincit experimentum §. XV, §. XXVII. §. Xxxi. j quo nimirum iyrupus violarum viridis redditur, & eflervefcentia cum omnibus omnino acidis excitatur. Hic zeigen das Dafeyn des Kupfers an, nach Meinung des erfahrensten Franz Fortschnigg, der- in feiner Inaugura! Abhandlung im fünften Hauptstücke von dem Kupfer also schreibet: Nur das alkalische flüchtige Salz, das mit der Luft wirrtet , beweiset durch die blaue Farbe die Anwesenheit des Kupfers. 6. Eben dieses bestätigen die von dem Fußboden abgeschabcnen, und im Essig gebeizten Theilchen, welcher darauf das Eisenblech mit einer dünnen kupferartigen Rinde überziehet. 7. Der kräftigste Beweis für das Daseyn des Kupfers gründet sich auf den Versuch §§. 21. 30. wobey man ohne Beyhülfe eines Augenglases das Kupfer entdecket. §. 42. Daß auch das alkalische Salz in diesem. Bade anzutreffen fey, dienet zum Beweis dessen der Versuch §* i>. §. 27. §. gr. wodurch der Veilchensaft grün, wird, und die Gahrüng überhaupt mit allen sauren Salzen entstehet. E 2 Hie Hic quoque tepor falinus §. XXIX. non elt omittendus, qui etiam/praefentiam falis §. XXV. d' XXVI. plurimum arguit. § XLIII. Neque hic animus conquievit, fed experiri voluimus , an forte Vitriolo & fali alcalino fnnul aliquis fal medius intermiIlus fit. Unde fecimus experimentum , & na<5ti fumus li- qilörem quemdam fubfalfum qui cum acidis non effervefceret, §. XXIX., neque fyrupum violarum mutaret; bene vero mercurium m fpiritu vitriolico folutum praecipitavit colore albo; unde fponte colligitur, his thermis fi-mul inefie telem aliquem medium, qui faltem hac nota, quod nempe mercurium ita folutum colore albo praecipitet, effet fali marino fimilis. §. XLIV. In his aquis calorem , partemque terreftrem, non elt, cur comprobem, & easdem a fpiritu quodam minerali §. VIII. Nro- XII. animavi, nemo ibit inficiar. Hichee gehört auch der salzichte Geschmack §. 29. der auch das Da-seyn des Salzes §. 25-8. r6. klar du Lag leget. §. 43. Ich gab mich damit noch nicht zufrieden, sondern ich wollte untersuchen, ob mit dem Vitriol und alkalischen Salze irgend ein Mittelsalz vermischt wäre. Deswegen schritt ich zum Versuche, und bekam ein flüßiges salzichtiges Wesen, welches mit Sauersalzen nicht gahrete §.29., weder die Farbe des Veilchensaftes änderte, wohl aber das im Vitciolgeiste aufgelöste Quecksilber weiß niederschlug; woraus erhellet, daß dieses Bad ein Mittelsalz führe, welches wenig« stens darum, weil es das aufsolche Art aufgelöste Quecksilber weißfar« big zu Boden sinken macht, dem Meerfalze ähnlich ist. §. 44. Es ist nicht nöthkg zu beweisen, daß in diesem Wasser die Warme, und Erde enthalten ist, und daß es von einem mineralischen Geiste §. 8. N. 12. belebet werde, wird schwerlich jemand verneinen. §• 45- §. XLV, Ver um hic quseri pof-fet: Unde ergo calor,cum aquashas nullum prorfus, prodant odorem fulphureum? §. 45. Hier konnte man fragen, woher denn die Wärme komme , weil dieses Wasser gar keinen schwef-. Quseftioni huic dat refponfum Angelus Sala in fuis operibus medico - chymicis pagina CCCXC» de anatomia vitrioli, ubiait,quod fulphur fit unicum fubjeftum fub - terra, quod accenfum ubi fuerit, calefacit concava minerarum, leu fodinarum, & omnes aquas balneorum calidorum, in quocunque tandem angulo terrarum ex roperiantur. 8. XLVI. Demonftrata ergofunt principia thermarum noftrarum ita diftin&e, ut ulteriora experimenta ad h$c comprobanda prorfus (uperflua forent. Quare itur ad lichten Geruch giebt? Diese Frage beantwortet Angelus Sala in seinen medicmisch # chy-mischen Werken auf der 390- Seite in der anatomischen Abhandlung von dem Vitriol; wo er saget, daß der Schwefel die einzige Materie unter der Erde scy , der, wenn er entzündet wirdden mineralischen Höhlen, oder Schichten, und allen Wassern der warmen Bader, sic mögen in was immer für einem Winkel der Erde zu.finden seyn, die Warme mittheilet. §. 46. Nun find die Bestand-Heile dieses warmen Bades so deutlich bewiesen worden , daß es über-flüßig wäre, mehrere Versuche zur Bestätigung derselben ünzuführen. Deswegen schreite ich zum CA- E 3 '(JsJOVU 00 CO U S OvX/uv''/! CAPUT V. /// quo ufus medicus explanatur. §- XLVri. Ufum medicum facile determinabimus, fi quodlibet, quod in noftris aquis obfer-• vatum fuit, accuratiflimeSc feor-fim a nobis confideretur. §. XLVIII.- Obfervancur vero, I Aqua reliquis contentis vehiculum dans. II. Vitriolum Veneris. UI. Sal alcalinum minerale. IV. Sal commune, aut laltem huic fimile. V. Pars terrestris. VI. Spiritus mineralis. VIT. Calör. §. XL1X. Omnis aqua pra?ter illas partes,- qu$ eam proprie constituunt,- etiam alias peregrinas in Fünften Hauptstücke, worum der medrcinifche Gebrauch erkläret wird. §. 47.DenmedicinischenGebrauch werden wir leicht bestimmen, wenn wir alles, was in diesem Wasser ist beobachtet worden, ganz genau, und besonders werden betrachtet haben. §. 48. Folgende Stücke sind da* rinne zu bemerken. 1. Das Wasser, welches die au* dern Wesen, die es in sich halt, befördert. 2. Der Kupfervitriol. 3. Das mineralisch alkalische Salz. 4. Das gemeine, oder ein diesem ähnliches Salz. 5. Die Erde. 6. Der mineralische Geist. 7. Die Warme- §. 49. Ein jedes Wasser führet beständig nebst s\nen eigentlichen Bestandteilen auch andere fremde Lhei- in fe conftanter recondere folet, ita ut pro puro, fimplicique fluido nunquam in flriötiori fenfu accipi queat: Unde fi noflram aquam pnefcindendo a partibus hetero-geneis tanquam corpus fluidum confideremus, tum haec: §. L. I. Aqua fitim levat. II. Partes rigidas emollit. III. Partes ficcas hüme&at. IV. Vafa obftru&a referat. V. Craffiora folvit. VI- Diluendo acrimonias mitigat. VII. Eft plurimorum corporum menftruum. VIII. Caeteris medicamentis vehiculum praebet, ut nimirum eadem facilius vafa minima penetrare poflint. §- LI. Theile bey sich; dergestalt,daß man es als ein laute; es, und einfaches flüßi-ges Wesen im engern Verstände nie-malsannehmenkann. Daher wenn wir unser Wasser, ohne auf die fremdartigen Theile zu sehen, als einen stößigen Körper betrachten, so entdecken wir folgende Eigenschaft ten darinne: §. 50. r. Dieses Wasser löschet den Durst- 2. Es erweichet die starren Theile. g. Es befeuchtet die trocknen Theile. 4. Es öffnet die verstopften Gefaste. 5. Es verdünnet die verdickenden Feuchtigkeiten. 6. Es lindert durch Anfeuchtung die Scharfe. 7. Es löset die meisten Körper auf. L. Es befördert die übrigen Arz-neyen, damit sie in die kleinsten Gefäße leichter eindringen können. §. 5 r. §. LI. De vitriolo diverfae diversorum funt fententize. Sunt, qui adfirmant, vitriolum efle praecipue compofitum ex alumine, & fulphure. Sunt, qui dicunt, efle peculiare quoddam lal. Idemfen-tit Paracelfus in libro primo de rebus naturalibus cap. VIII. ubi ait: Natura producit falem quem: dam, qui vitriolum appellatur. * ' • v V : ' ' ' "t s Veritati tamenmagis eft consentanea sententia Angeli fato, qui intractatu II. de anatomia vitrio-li, pag. CCCLXXXVJT. ita difle-rit: vitriolum igitur non eft naturaliter compofitum ex fulphure, & alumine, nec etiam ex fubftan-tiis fimilibus fali; fed eft corpus compofitum in imis terrae visceribus ex fpiritu sulphureo, aqua, & minera aeris, vel ferri, vel&c. §. 51. Was den Vitriol betrifft, giebt es unterschiedliche Meinungen. Einige behaupten, der Vitriol sey vornehmlich aus Alaun und Schwefel zusammen gesezet. Andere sagen, er sey ein besonderes Salz. Diesen stimmet Paracels bey, im ersten Buche von natürlichen Dingen, im 8- Hauptstücke, wo er schreibet r die Natur zeuget ein Salz, das man Vitriol nennet. ' ' ..." Wahrscheinlicher ist die Meinung des Angelus Gala, der in der 2. anatomischen Abhandlung von dem Vitriol S. 387. also spricht: derselben ist der Vitriol nicht von Na-tur aus Schwefel und Alaun, weder auch aus den dem Sulz ähnlichen Wesen zusammen gesezet, sondern er ist ein in dem innersten Eingeweide der Erde aus dem Schwefelgeiste , Wasser und aus der Erz-odec Eisenmutter, oder d. g. zusammen gefügter Körper. S, LII. JEs igitur, dequo no- §. 52. Das Erz, woraus unser ftrum vitriolum componitur, me- Vitriol entstehet, war bey den Leib-dicis femper infame fuit, quam- arzten jederzeit Übel berüchtiget ; quam jam pridem Diofcorides, ungeachtet Dwskorides, Neumann- Neu- und Neumanus» & alii illud tamquam medicamentum heroicum prae-fcripferunt. Ex cupro Adeptos efficaci flima remedia parasse 1. B. Van-Svieten asserit, artem que solum in eo esse, ut quadäm peculiari encheirefi educatur ex cupro medicamentum, quod emeticum non fit, valde tamen corpus moveat. * In nostris aquis ita cuprum solutum est, naturae profe&o quodam beneficio, ut nunquam per fe vomitum cieat: unde praeftan-tia nostrarum aquarum alioquin confequitur. Praeterea juxta opinionem Angeli Salae vitriolum a spiritu sulphureo acrimoniam fuam acquifi-vit, ab aqua claritatem, & ilui-ditatem, a minera colorem, 8e gustum metallicum, Unde und andere vorlängst dasselbe, als das trefflichste Arzneymittel vorge-schrieben haben. Der Freyherr Van - Svicten sagte , die Adepten hatten aus dem Kupfer die wirksamsten Heilungsmittel zubereitet ; die Kunst aber bestehe nur darinn, daß man mittelst eines besonders geschickten Handgriffes aus dem Kupfer eine Arzney ziehe, die kein Erbrechen erreget,und doch den Leib in eine heftige Bewegung sezet. In unscrm Wasser ist das Kupfer durch einen besonders günstigen Einfluß der Natur also aufge-löset, daß es das Erbrechen von selbsten niemals verursachet : und dieses ist, was die vorchglichen Eigenschaften dieses Wassers klar an Tag leget. Ueber dieses hat der Vitriol nach der Meinung des Angelus Gala von dem Schwefelgeiste die Schärfe, vom Wasser die Klarheit, und Flüßigkeit, von der Erzmutter die Farbe und den metallischen Geschmack bekommen. Daher F §. S3- §. LTII, I. Vifcofam, & crassam materiam incidit, & attenuat. II. Partium folidarum, hurno-runtque putrefaätionem prohibet. III. Sordidas, & putrefadtas partes mundat, & confolidat. IV. Vi fua penetrandi fubtilif-flma vafa minima penetrat, cutrf-que poros aperit, nee non naturam in expulfione humorum lu-perfluorum adjuvat. V. Vitriol! ita£v LII. * in aqua dissoluti moderata, & blanda ad-ftringendi vis partium ton um relaxatum corrigit, & vifoera interna probe corroborat. §. LIV. Sal marlnum. I. Putredini refiftit. II. Muccum incidit. HI. Fibram ftimulat» appetitum que adauget. — §. LV, §. 5z. r. Zerschneidet/ mchver-dünnet er die fchleimfchte, und dicke Materie. 2. Verwahret er die festen Thei^ le und (Säfte m der Faulung. z. Reiniget/ und befestiget er die eiterichten, und verfaulten Lhei-Ic» 4. Durch feine sehr feine Durchdringungskraft dringet er in die kleinsten Gefäße, öffnet die Schweiß-löcher der Haut, und ist der Natur in Austreibung der überflüßi-gcn Feuchtigkeiten behülstich. 5. Die mäßige, und'gelinde Anziehungskraft des sogestalt §. 52. aufgelösten Vitriols verbessert den schlaffen Ton der Theile, und giebt dem innem Eingeweide eine beson« dere Starke. §. 54. Das Meersalz. 1. Widerstehet es der Faulung. 2. Zerschneidet es den Schleim. - z. Reizet es die Fasern / und vergrößert die Eßbegierde. §• i-'V. Sai alcalinum, I. Stimulat quoque, H. Alvum leniter ducie. III. Acidos humores abforbet. f. LVI. Terra vero, prout reliquis corporibus bafirn dat, ita quoque in nofiris aquis minime defideratur, §. LVII. Calor eft nervis amicus. Unde fpirituum inordinatum influxum emendat, omnesque inde provenientes infirmitates fanat. H. LVIIJ, Spiritus mineralis fomnum inducendo dolorem curas-que levat, humorumque dyfcrafi-am corrigite §. LIX. Noftra igitur aqua, his fumme efficacibus principiis donata , facile a fiimmis in arte viris in omnibus cafibus fuis patientibus aut ordinabitur, aut pro re nata diifuadebitur. Cum §' 55- Das alkalische Salz. r. Ist es auch reizend. 2. Führet es den Leib gelinde aö. 3. Ziehet es die sauren Feuchtigkeiten in sich. §. 56. An der Erde aber, als dem Grunde aller übrigen Körper, mangelt es auch ünftrm Wasser nicht. §■ 57- Die Warmeist dm Nerven hold. Daher verbessert sie den unordentlichen Einfluß der Geister, und heilet alle hieraus entstehende Krankheiten. §. 58. Der mineralische Geist lindert durch Einschläferung den Schmerz und die Sorgen, und bringt die verworrenen Safte wieder in die Ordnung. §. 59- Nun dieses Wasser, welches sich durch Bestandtheile von so ansnehmender Wirksamkeit aus-zeichnet, kann leichtkich von Den in der Arzneykunst erfahrensten Männern in allen Fallen ihren Kranken entweder vorgeschrieben, oder nach Bewandtniß -der Sachen abgera-then werden. F 2 Weil Cum vero non tam his, quam iliis, qui iunt ex multidudine, fcribantur paginae noftrae, judicavimus, non abs re fure, fi aliquot adjungamus cafus obvios, in quibus aquae noftrae exoptatum frudtum adferre pofient. Unde cum praevio confxiio medici ordinarii adhiberi quibunt aut per modum balnei, aut potus, aut utroque fimul modo. §. LX, In Apoplexia tum in curam curatoriam, tum in prophy-ladticanl. In Lethargo, In Vertigine , In Afthmate, In Dyfpnoea, In Orthophoea, In Peripneumonia spuria, Weil ich aber nicht so viel für diese , als für diejenigen, die unter die Menge gerechnet werden, schreibe, so wird es nicht unfüglich seyn, wenn ich einige gemeine Zufälle her-scze, worinn dieses Wasser den erwünschten Nuzen schassen könnte. Daher nachdem man sich bry dem gewöhnlichen Leibarzte Raths erholet , kann man dieses Wasser entweder auf die Art eines Bades , oder Getränkes, oder auf beyde Arten zugleich gebrauchen. §. 60. Im Schlagfluße dienet dieses Wasser sowohl als ein Hei« lungs - wie auch als ein Vorbeugungsmittel. In der Schlafsucht, Im Schwindel, In der Engbrüstigkeit, Im schmerzlich, und beschwerlichen Athemholen, In jenem Zustande, da man mit gestreckten Halse aufrecht ftzend, mit Beschwerlichkeit, und Schnarchen Athem holt, In der unächten Lungenentzün- In Paralyfi cujus cunque partis, In Iftero In Pituita Vitrea, In Seorbuto, v* j ln ubftru&ionibus vifcerum ab. dominalium, In dlorofi, In Fluore albo, In laxitate partium genitalium, In efflu.xu feminis l'pontaneo, In Leucophlegmatia, ln Cachexia, In Rachitide, In Podraga , chiragra, &c. In Rheumatifmo, In variis defluxionibus, In omnibus cutis morbis, In Scabie, In Lepra Lee. In Ulceribus fordidis, In Cancro externo, In Scirrho , In atra bile, In Obftru&ionibus hypochon-driacis, In In der lahmenden Gicht eines jeden Theiles, In der Gelbsucht, In der glasartigen Feuchtigkeit In dem Scharbock, In Verstopfungen des Eingeweides im Unterbauche, Im weißen Fieber, Im weißen Fluße, In der schlappen Ausdehnung der Geburtsglieder, In dem von selbsten entspringenden Saamenfluß, In bösen Feuchtigkeiten, In verderbten Saften, In der englischen Krankheit, Im Zipperlein an Füßen und Händen, u. d. g. Im Gliederreissen/ In unterschiedlichen Flössen, In allen Hautkrankheiten, In der Kraze, Im Aussaze, Zn stinkenden Geschwüren, Im äußerlichen Krebsen, In der Verhärtung der Drüsen, In der schwarzen Galle, In der Verhärtung der Milz, und Leber, F z I« In Melancholia, In flatibus, In humoribus addis ira ■primis’ ?iis holpitantibus-, In Gonvulüonibus amnis generis , In Epilep%, In Arthritide , In morbo ischiatico, Irr appetitu deleto,. In fiippreffione nrmae> In Calculo , In gonorrhcea 7 In Tumoribus., In pafUone hyfterica> In Sterilitate, In menfibus fuppreEs, In Ephialte ,. feu Incubo vel Incubone » In Colica pictonum cum . remanentibus partibus paralyticis , In der Schwernmkh, . In Leibwinden, In sauren Feuchtigkeiten, die sich in den ersten Wegen sezen, In allerley Krampfungen, In der fallenden Suchte In der Gliedersucht, Im Hüfftwehe, In der Unlust zum Essen, In der Verhaltung des Harns, Im Stein, Im Tripper, In Geschwülsten , In Mutterbeschwerungen, Inder Unfruchtbarkeit, In der Unterdrückung der Mo* natblume, In dem Alpe, oder Alpdrücken, da man, nebst großer Beängstigung und Empfindung einer auf der Brust liegenden Schwere, sich weder bewegen, noch reden kann. In jenem Zustande, wabeynach sehr heftigen, und oftmaligen Bauch-schmerzen die lahmende Gicht bald in obern, bald in unfern Gliedern erfolget, Tn Volvulo in forma Clyfmati Tn Pervigilio t In Hydrophobia, In Cephalia, •& Cephalälgia., In debilitate Vifus aliisque Ocu lorum morbis, In Tinnitu aurium, In Rigiditate partium, ' In alvo pertinaciter obfku&a, In bamiorrhoidibus fuppreffis* §. LXI. Nocent vero in Hydro-pe , in Phtyfi, in Cancro Stomachi , in Lue venerea, in Hydrops omnis generis , & multis aliis morbis, quos facile medicus prac-ticus determinabit ex cognitis principiis thermarum nostrarum. Cum vero plurimum fructus, quem ex fontibus medicatis defideramus, a modo eosdem adhibendi dependeat > ventum eft ad CA- 47 s, In her Verwicklung der Darme ist dieses Wasser auf die Art eines Clpstirs zu gebrauchen, In der Schlaflosigkeit, Int Wasserscheu, In langwierigen, und ander« Kopfschmerzen, In der Blödigkeit, und ändern Krankheiten der Augen, 3m Klingen und Saufen derOh-ren, In der Erstarrung der Theile, Inder hartnäckigen Verstopfung des Leibes, In der Unterdrückung der güldenen Ader. §. 6r. Hingegen schadet dieses Wasser in der Wasser - und Lun-gensucht, im Magenkrebsen, in der Lnstseuche, in allen.Arten der Wassersucht und in vielen ändern Krankheiten, die ein erfahrner Leibarzt, nachdem er sich die Bestandtheile dieses Bades wird bekannt gemacht haben, leicht bestimmen wird. Weil aber der Nuzen, den man aus den Heilbrunnen zu schöpfen verlanget, meistentheils von der Art dieselben zu gebrauchen abhangt, so folget, das Sech, Primus tamen in ufum medicum videtur balnea revocafie Melampus, medicus multo antiquifli- mus, Sechste Hauptstück. worrnn die Art sich dieses Bades zu bedienen kurz abgefasset ist. §. 62. Der erste Gebrauch der Bäder ist überhaupt für alle Menschen von Anbeginn aus einem na-tätlichen Triebe erfunden worden. Dieser, obwohl er sehr einfach war, gab dennoch mehrern Völkern Anlaß , theils enge (dergleichen Scipio auf seinem Landgute hatte) theils geräumige, und prächtige Bäder aufzuführen; worunter jene des Asäepiades, Nero, und Diokletian nebst ändern von dieser Art zu zahlen sind. Vor Alters widmete man alle obschon sehr berühmte Bader nicht so sehr der Gesundheit, als einer wollüstigen Ergözuug; welche Se-neka schon vorlängst verabscheuet hatte. Cs scheinet, der erste, der die Bader als ein Heilungsmittel gebraucht hat,sey Melampus der uralte ? mus, qui Proethi filias iii lamentes balneis, & heleboro fanavir. Balnea, qtize erant natura fu a calida , etiam Graecis facra habebantur. Hi enim ( quod nos ful-phur, a quo thermzefuum habent calorem) ©ew, ideft, divinum vocant. Unde Sulphure homines aliquo piaculo polluti purgabantur. Comprobat id Ovidius, dum de iEfone luitrando a Medea ita canit; Terque fenem flamma, ter aqua, terque fulphure luftrat. LXIII. Quamquam vero non fo« lum veteres fontibus medicatis plurimam vim inefle crederent, verum etiam noftris temporibus plurimi iisdem etiam pertinacitii-mi morbi debellati fuiflent; tamen funt quibus aquae minerales aut non proderant, aut prorfusnocuerunt. Id alte Leibarzt gewesen, der die unsinnigen Töchter des Proethus mittels der Bader und Nießwurzel gcheiltt hat. Auch bey den Griechen wurden die von Natur warmen Bader für heilig gehalten. Denn was bey uns Schwefel ( von welchem die Bader die Wärme haben) heisst, dieses nennen sie , das ist, heilig. Daher wurden Menschen, die sich irgend mit einem Verbrechen beflecket hatten, mit dem Schwefel gereiniget. Dieses bestätiget Ovid der Dichter, der von der Reinigung des Aefon , die von der Medea unternommen wurde, also singet ; Dreymal reiniget sie den Litten mit der Flamme, dreymal mit dem Wasser, dreymal mit dem Schwefel. §. 6g. Obwohl aber nicht nur die Alten den Gesundbrunnen eine sehr große Kraft zueigneten, sondern auch Zu unsern Zeiten sehr viele auch überaus hartnäckige Krankheiten durch dieselben sind vertrieben worden ; giebt es dennoch Leute, denen die Hcilbrunnen entweder keinen Nu- G zcn,. Id quod unice inde repetendum venit, quia aut non debite aut fine praevio confenfu prudentis medici eaedem adhibitae erant. Ideo etiam monet thermas m-gredientes Michael Savanarola fe-quentibus verbis: Magna in excipiendis balneis ede debet obfer-vantia; quoniam neglecta cum fuerit, homines fic facile ad pravas perducunt aegritudinestum quoniam magna observatione digna funt. Oblecro itaque, & vos obteftor, qui balneorum beneficio gaudere cupitis, ut in eorum ob-lervando cultu tanto cum periculo tam prava negligentia vos non comprehendat, ne, quod indebito regimine ve liro vobis contingit, illis attribuatis. Efi: enim balneum fanbluarium quoddam magno honore dignum. zen, oder gar Schaden gebracht haben. Die einzige Ursach dessen ist, weil sie sich derselben entweder nicht auf die gehörige Art / oder ohne vorgehender Einwilligung eines bescheidenen Arztes bedienet haben. Deswegen giebt Michael Savanarola denen, die sich in das Bad begeben, folgende Warnung: Man muß das Bad mit großer Achtung gebrauchen, weil man sich, wen« man dieselbe aus der Acht läßt, leichtlich bösartige Krankheiten zu-ziehet; wie auch weil die Bäder von selbst einer ausnehmendeil Achtung würdig sind. Daher bitte ich euch inständig, ja ich beschwöre euch alle, die ihr die heilsame Kraft der Bäder euch zu Nuzen machen wollet, haltet sie in Ehren, lasset ja euch nicht bey so großer Gefahr von einer so verkehrten Fahrläßigkeit betäuben, damit ihr nicht den Badern zumuthet, was ihr euch durch euer unordentliches Betragen zuge--zogen habet. Denn das Bad ist ein Heiligthum, dem eine sonderbare Ehrerbietung gebühret. §- LXIV. Enumerabitur ita-f}ue, quid ante balneum , quid in ipfio balnei ufir agendum fit; tandem formae adjungentur, quibus aquae nostrae adhiberi poliunt. § LX V. Antequam quis balne. um -adeat, omnium primo venas Seftionem instituat, tandem prb mas vias medicamento a medico prffifcripto purget. Hic tamen notandum obvenit, nec fanguinis miflionem; nec primarum viarum purgationem eile cuilibet individuo femper nccelfariam. Sanguis iis extrahatur, quibus est temperamentum fanguineum, quibus evacuatio aliqua fupprefla est, quibus denique confuetudo, aut pullus phlebotomiam fuadet, &c. Purgatio vero indicatur in saburra primarum viarum»in corpore oppletiffimo, in pituita, & humoribus aquofis &c. Non §. 64. Nun folget em kurzer tXiu terricht , wie man sich vor und im Gebrauche des Bades betragen soll; hiezu kommen einige Arten , auf die man dieses Bad gebrauchen kann. §. 65. Zuerst, che man ms Bad gehet, mußinan zur Aderlässen; bar; auf, mittels einer von dem Leibärzte vorgeschriebenen Arzney die ersten Wege reinigen. Hierbei) ist zu erinnern, daß die Aderlaß, und die Reinigung der ersten Wege nicht einer jeden Person allezeit nothweu-dig sey. Die Aderlaß ist bey denjenigen vorzukehren, die von blutreicher Leibesbeschaffenheit sind, bey denen irgend ein Ausführungsweg verstopfet ist, denen endlich die Gewöhn-heit, oder der Puls die Aderlaß einrath, u. s. f. Die Ausführung aber erheischen die ersten mit Unreinigkeiten ungefüllten Wege, ein überfüllter Leib die zähen und wasserichten Feuchtigkeiten , u. f. f. G L Man Non ftatim poft purgationem, aut venae fe&ionem adeundum eft balneum; fed duobus, tribusve diebus expectandum, donec denuo corpus priores vires recuperet. §. LXVT. Sunaus in ipfo balnei ufu. Optimum tempus balneandi eft vei*, & autumnus, quamquam etiam alias balneari poflit adbibitis quibusdam cautelis* Antequam quis balneum ingrediatur, alvum & veficam evacuet. Qui funt fortioris complexionis, immittant fefe in balneum jejuni , debiliores vero aut jufculo, aut alio pro consuetudine fua corpus fuum reficiant. Tn ipfo balneo non facile quis cibum aht potum accipiat, nc turbetur natune opus in thermis fufcep- tuiu. Om- Man soll nicht gleich nach der R inigung des Leibes, oder der Aderlaß baden ; sondern zween oder drey Tage warten, bis der Leib wieder stink vorige Kräfte bekommt. §. 66. Nun kommen wir auf den Gebrauch des Bades. Die beste Zeit zum Baden ist der Frühling und Herbst, obgleich man auch zu einer ändern Zeit baden kann, doch stzt dieses einige Behutsamkeit voraus. Eher als man ins Bad gehet, muß man den Leib und die Harnblase ausleeren. Die von einer starken Leibesbeschaffenheitsind, sollen nüchtern baden; die schwachen aber sollen zuvor eine Suppe, oder was anders ihrer Gewohnheit nach zu sich nehmen. Wahrend dem Baden soll nicht leicht jemand eine Speise, oder ein Getränk geniesten, damit die Natur in ihrer, in dem Bade angefan-genen Wirkung,nicht gestöret werde. Al- 5? Cj UVOU vOtTQ U30 vXyUv .« Ömnia animi pathemata ab/int ut ira, metus, tritiitia, mala con-■cupifcentia &c. Nutriatur potius animus fpe, fiducia, amore, hilaritate. Me heftige Gemütsbewegungen, als da sind: Der Zorn, die Furcht, Betrübniß, unordentliche Begierlichkeit, u. d. g. sollen entfernt seym Man soll das Grmüth vielmehr mit der Hofnung, dem Vertrauen, der Liebe und Fröhlichkeit unterhalten. Exbalneoexeun tescorpus bene Beym Ausgehen aus dem Ba- abftergant, & mox fe in ledhim de soll Man den Leib Wohl abtrock-conferant, fudorique, aut faltem nen , sich stracks in das Bette legen, majori cutis tranipirationi praefto- und dem Schweiße, oder einer hes-lentur. tigern Ausdünstung der Haut ab- warten. Tandem conveniant amicos , Endlich soll Man seine Freunde honeftis, jucundisque colloquiis besuchen, mit ehrbaren und ange-tempus fallant, recreentur fuavi nehmen Gesprächen die Zeit ver-concentu mufices, fruantur deni- kürzen, mit lieblich thönender Mm que variis licitis, ac honeftis vo- stck sich belustigen, endlich das Ge-luptatibus. tnuth mit allerlei) erlaubten und wohlanständigen Ergözungen auft m untern. Ab initio in balneo per mediam Anfänglich bleibet man litt Bade horam, tandem per integram, & eine halbe, endlich eine ganze Stunde fucceflive crefcendo, ita quo- de lang , und so in der Folge im-que tum ad apicem ventum eft, mcr langer , bis rnan die längste re- © 3 Zeit recrefcendo penitus balneo vale- Zeit erreichet hat , sodann kürzet dicendum eil. Balnei tarnen ufum matt dieselbe nach eben dllm Ver-jjratra’aendi optimum tempus fta- haltniße ab, bis man dem Babe tuitur 5 fi regar cousque balneo in- lldaitb giebt. Die beste Zeit, die heereat, donec facile ferat. man zur Verlängerung des Badens bestimmen kann, bestehet darinn, daß man den Kranken so lang baden lasse, als er es ertragen kann. Debiles ferne! tantum de die Die Schwachen sollen nur einmal balneum ingrediantur> donec iiia- des Tages baden, bis sie zu nich- jores capiant vires. rern Kräften kommen. • Sunt etiam, qui bis in anno op- Es giebt auch manche, diezwey- tato cum fruftu, id eit tempore mal im Jahre, das ist, tut Früh-veris, & autumpi, balneum Aur- ling und Herbst das Vad des fpergianum petunt. Aliqui ufum Durchlauchtigen Fürsten von Aur-balnei per tres feptimanas, aliqui sperg mit erwünschten Erfolg be-diutius protrahunt. suchen. Einige baden 3, Wochen, andere langer. Sunt, qui efflorefcentiam quam- Einige bekommen an dem Leibe dam corporis acquirunt, funtqui Ausschlag; andere hingegen üne eadem ex balneo difeedunt. kommen frey davon aus dem Bade. , Victus ßt bonus, jufeula grata, Zje Kost muß niedlich , die Sup, cibi eupepti, carnes molles, gal- pen wohlgeschmackt , die Speisen Mnaceae, pullorum , avicularum verdaulich , das Fleisch mürbe, und montanarum &c. von Hennen, jungen Hühnern,Berg- vögeln, u. d. g. seyn. Si cui inter ufum balnei aliquod Wenn jemanden Wahrend dem grave Symptoms obveniat, abiti- Baden irgend ein heftiger krankli- neat (her neat a balneo, & curam adverfus id fuicipiat idoneam, qua finita fe denuo in balneum immitat. Bene hic obfervandum eft illud Hippo-. cratis fcc. II. Aphor. Llf. omnia fecundum rationem facienti, fi non fuccedat fecundum rationem, non eft tranfeundam ad aliud, quod a principio vifuiu efL Vis unita fortior. Unde fponte confequitur, ad radicitus debellandum morbum etiam ufui thermarum aliud pharmacum adjungi poife. §.LXVII. Formae, in quibus a-quze noltrac adhibentur: I. In forma balnei, II. In forma potus > III. cher Anfall zustößt/ so muß er den Gchrauch des Bades aussizen, sich der hierzu dienlichen Heilungsmittel gebrauchen, und fodenn sich wieder in das Bad begeben. Hier ist wohl zu beobachten, was Hip-pokrates im 2. Aschnitte in 52. seiner kurz gefaßten Saze anmerket: Richtet der Leibarzt die Heilung nach einer gründlichen Ursach ein, obgleich der Ausgang mit der selben nicht übcremstimmet, muß er Dennoch nicht zu ändern Hülfsmit-teln schreiten mit Hintansezung derjenigen, die er anfänglich für gut befunden hat. Die vereinigten Kräfte vermögen mehr, dann die einzelnen. Daher folget von selbften, daß man um die Krankheit von Grunde aus zu vertreiben nebst dem Bade auch andere Gesundheitsmittel brauchen könne. §. 67. Die Arten, auf die man sich dieses Bades bedienet/ 'sind folgende: 1. Auf die Art eines Bades, 2. Auf die Art eines Getränkes, 3* III. In forma embrocatioms, IV". In forma Vaporarii , V. In forma iliutamenti luto corpus illinitur, quod ad eßluxum thermarum coilipicitur, §. LXVHT. In quibus cafibus balneum adhibendum fit; jam in priori capite pluribus didtuiu efi; unice hic addendum venit, ut, fi quis ex balneo citiorem , certio-remque frudtum confequi anhelet, aquas noftras in potu etiam adhibeat. Illae vero poliunt bibi vel per fe, vel cum aliis, puta, cum vino» cum la6te, vel alio aegritudini appropriato decocto. Si calida? bibantur, exficeant magis corpus, frigefa&te vero magis fibram humediant. Hic 3. Auf die Art emes Triefbades, 4. Ans die Art eines Dampf-oder Schweißbades, 5. Man beschmieret den Leib mit dem Letten, der beynr Ausstuße des Bades zu sehen ist. §. 68- In was für Fallen man dieses Bad gebrauchen soll, habe ich im vorigen Hauptstücke weirlauf-tig erkläret; Hier ist nur noch anzumerken , daß man das Wasser auch trinken soll, wenn man anderst sich nach einer schnellem, und gewissem Wirkung dieses Bades sehnet- Dieses Wasser aber kann allein z oder mit ändern Getränken , das ist, mit dem Wein , der Milch , oder einem ändern zur Krankheit schicklichen abgesottenen Trank getrunken werden. \ Trinkt man es warm, so trocknet es den Leib mehr aus , nimmt man es abgekühlt zu sich, so befeuchtet es die Fastrn mehr. < ■ ... . . >• i . r> - Hier- Hic monendam eft , ne qn is cujus corpus quacunque ratione nimium confumptum eft, uftim a-quarum mineralium aut externe, aut interne fufcipere prseCuraat. §. LXIX. Embrocatio CquaCir-rigatio, aut ftillicidium) fequenti modo inftituitur. Accipitur aqua exipfa fcaturi-gine adhuc calida, & immititur in vas, in cujus fundo habetur cannula perforata, per quam aqua ftillattm in partem aiie&am demittitur ex loco plus, minusve elato» Habetur pro varietate morborum, naturaque partis laborantis etiam diverfitas adhibendi balnea. Ita quoque embrocatio adhibetur, ubi rheumatifmr, dolores, conge-ftiones aliquam fingularem partem occupant. Infurditate retro aures; in convulbone mufculorum, ubi .quadam nervorum refolutio adeft. Tali Hmbey warneich alle, deren Leib aus was immer für eürer Ursache z« lehr ausgezehret ist, daß sie sich ja nicht unterfangen sollen, die Gesundbrunnen entweder ausserlich oder innerlich Zu gebrauchen. §. 69. Das Triefbad (sonst Be-gressung, Tröpfeln ) wird auf fob Sende Weift angestellet: Man schöpft das Wasser aus der Quelle , da es noch warm ist, giesset es in ein Gesäß, welches am Boden mit einem durchbohrtenRöhr-chm versehen ist, und laßt es von einem mehr , oder weniger erhabenen Ortt auf den kränklichen Thetl tropfenweise Herabfällen. Nach der Mannichfaltigkeit der Krankheiten , und nach Beschaffenheit des kranken Theiles, ist auch der Gebrauch der Bäder mannich-faltig. Also wird das Triefbob gebraucht, wenn Flüße, Schmer-zm und angehäufte Feuchtigkeiten sich an einem besonder» Theil sezen. In der Taubheit laßt man das H Was- Tali modo irrigatur occiputcontra-paraiyfini, latera ob hemicraniam. De hac baineandi fpecie id generaliter tenendum eft, nervos in origine fua parti afiectse pro-ipicientes irrigandos efte, qua ratione etiam pertinaciflimos morbos debellari polle fperainus. §. LXX, Alia, methodus adhibendi balneum eft vaporarium, quod & dicitur fudatorium, etiam laconicum a Laconibus five Lace-dsenionibus fuuin nomen ducens. Idem fuit etiam apud Romanos in ufu. qui luper fcaturigines thermarum exftruebant cellas, qu« earum fumo, vaporeque continuo Wasser hinter die Ohren tröpfeln ; in der Krampfung der Maufeln r wo die Nerven ihre Kraft verloren haben. Auf gleiche Art wird das Hintertheil des Hauptes wider die lahmende Gicht, und die Seiten wider Kopfweh auf der einen Seite bewässert. Von dieser Art des Bades ist überhaupt zu merken, daß man die Nerven, die dem kranken Theil dienen, an ihrem Ursprung bewasi fern müsse, und ich hoffe, man könne auf diese Art auch die hartnäckigsten Krankheiten vertreiben. §. 70. Eine andere Gattung des Bades ist das Dampf - Schweiß, oder Lakonier - Bad, welches von den Montem , oder Lacedamo-niern den Namen führet. Diese Art zn baden war auch Bet) den Römern gebräuchlich; sie hatten über die Quellen der warmen Bader Stuben aufgeführet, die vom be- nuo calefiebant. Simile balneo beständigen Rauch titib Dampf der-AurÜpergiano adftru&um eft. f. III. selben warm gehalten wurden. Eine gle che Badstube ist über das warme Bad des Durchlaucht. Fürsten von Aursperg errichtet worden. §. 3- §. LXXI. Hoc perpetuo calidum eft, & fi quis illud calidius defiderat, jubeat is fuper candentes lapides aquas minerales injici, ln hoc aeger aut fedendo, aut ambulando, aut in ledto fub ßragu-lis, aut iuper pavimenta calida jacendo halitum balnei excipiat, fudoremque promoveat. Ante quam aeger laconicum ingrediatur, corpus habeat bene praeparatum , & fi opus, praemittat phlebotomiam, & primarum viarum purgationem. Dum ita teger balneum per modum vaporis adhibet, folet bibi aliquis potus theatus, aut etiam iplae aquae ex balnei fonte extra-£tae. ' §. 71. Diese ist immer warm, und verlanget man mehr Warme, so laßt mau über erhizte Steine das Badwasser giessen. In dieser Stube soll der Kranke entweder sizend, oder liegend; entweder im Bette unter der Decke, oder auf dem warmen Fußboden liegend, den Dampf des Bades anshalten, und den Schweiß befördern. Ehe denn der Krankein die Bad-stube gehet, soll er den Leib wohl dazu bereiten, und wenn cs nöthig ist, eine Aderlaß und Reinigung der ersten Wege vorkehren. Wahrend dem Gebrauche dieses Dampfbades pflegt man einen Thee, oder auch das Wasser ,, so aus der Quelle des Bades gefchöpfet worden, zu trinken. Va- H 2 Vaporarium calore naturati , virtuteque minere impraegnatum exficcat, calefacit, & pro exa£ta tenuitate vala minima fumme penetrat, valide difcutit, atque quam promptiflime fudores elicit. Quare nocet calidis, ficcis. & qualicunque morbo extenuatis -prodeft vero in congeftionibus partium, in tympanite, in hernia aquofa &c. Prtecipue ii fimul lutu tn adhibeatur, de quo mox; §. LXXJI. Luto, de quo jam prius memini, pars pertinaciter dolorofa, aut indurata fortiter, aut exulcerata mane, & poft prandium illinitur, ad fblem, vel in laconico exficcatur ; tandem polt quadrantem horae, aut aliquantum tar- Das Dampfbad/ von der natürk lichen Warme und Kraft der Erzmutter begeistert/ ist austrocknend, erwärmend und sehr durchdringend, indem es vermittelst des feinsten Dunstes die kleinsten Gefäße durchfahrt, gewaltig zertheilt, und den Schweiß sehr schnell austreibt. Deswegen schadet es Leuten, die von einer hizigen / trocknen und durch was immer für eine Krankheit ausgemergelten Leibesbeschaffenheit sind ; hingegen ist es heilsam wider die in einem besondern Theil angehauften Feuchtigkeiten, widerdieWind - Wassel sucht, den Wasserbruch u. s. f. vornehmUch wenn man dazu den Letten braucht, wie folgt: §. 72. Mit.dem Letten, von welchem ich bereits oben gemeldet habe, wird der von einem hartnäckigen Zustande geplagte, oder sehr verhärtete, oder schwürige Theil frühe und nachmittag, anzeschmie-ret, und an der Sonne, oder in der Bad- tar&iusmTbalneum fe immittit aeger, hiramque abluit; idque repetitis vicibus fieri amat. De fimfii illutamento in thermis jam pridem Plinius meminit ; Utuntur nimirum, ait, crenoPontium balneorum utiliter ( fed ita fi illitum fole inarefcat) ad emolliendum induratas partes, ad dii-cutiendum, folvendumque contumaces in aliquo membro impactas materies, ad confirmandum, 'Corroborandum que maxime debiles articulos. Tali ratione aputiEtium anafarca percurata legitur. Badsinbe getrocknet; endlich nach einer Vicrtelsttmde, oder ein klein wenig später begiebt sich der Kranke in das Bad, und wascht den Letten ab.; und dieses pflegt mau öfters zu Wiederholern Von gleicher Art ist der Gebrauch des Bad-Lettens, dessen Plinius schon vorlangst erwähnet hat. Man gebrauchet sich mit Nuzen des Lettens ( sagt er ytxm die Gesundquellen führen / um die erhärteten Dheile zu erweichen, die hartnäckigen 7 und in irgend einem Gliede verschlagenen bösen Feuchtigkeiten zu zertheilen und aufzulösen, die schwachen Glieder zu starken, doch solchergestalt ( sezt er hinzu ) wenn man den Letten , nachdem der gehörige Theil damit angeschmieret worden, an der Sonne trocken werden laßt. Auf diese Art ist , wie Aetius meldet, jene Gattung er Wassersucht, da die ganze Flache des Körpers geschwollen ist, gcheilet worden. De- Denique therma in Clyfmatibus, Endlich kann das warme Bad in & fomentis variis adhiberi pofiunt. Clystiren und Umschlagen auf man- cherley Art dienen. Ufus vero fontium mineralium Den Gebrauch des Bades muß eousque protrahi debet, donec man so lang fortsezen, bis der Kran-eger aut fanitati reftituatur peni- fe entweder vollkommen genesen ist, tus, aut faltem levamen fentiat oder wenigstens eine Linderung sei-morbi. nes Zustandes fühlet. KASTELEC A flff' m- .m '***&■&¥- - sMM t f«- * > MM WÜQF* fcHSäSsSl :*>C • 4 -Lr- ^AuKjCT3L%gJ **^#S ^ 4 U % £4^ ' ?‘Y"'i' "rf*, ff ‘ 58R ->< KNJI2NICA M. JARCA. NOVO MESTO »