76077 Schiller-Ubersetzungen in Osterreicli-Ungarn. Auf Grund immerhin unzulanglicher Vorarbeiten (Wnrzbachs Schillerbuch 1859 u. a.) hat Mas Koch 1893 im 5. Bande von Goedekes 'GrundriG’ §§ 250—255 die Ubersetzungen Schillerscher Werke verzeichnet und, wiewohl ausdrucklich jeden Ansprnch auf Vollstandigkeit ablehnend (vgl. a. a. G. S. 151, 157, 181 u. 6.), ein ebenso reichhaltiges wie wertvolles Material zusammengebracht. tiegreiflich, dali hiebei vor allem die westlichen Kultursprachen berucksichtigt ercheinen; denn was den Sest Europas betrifft, waren und sind die einschlagigen Werke nnd Bibliographien auGer- lialb der betreffenden Lander schwer erreichbar und ohne Kenntnis der Nationalsprachen oft gar nicht zu benutzen. Was wir im folgenden bringen, ist eine Erganzung (fur die Zeit vor 1893) und Weiterfuhrung der Angaben des Grund- risses mit Bezug auf die osterreichisch-ungarische Monarcbie iu ihrer jeweiligen Ausdehnung, so daG also auch Venetien 1797 bis 1805 nnd 1814—1866, desgleichen die Lombardei 1814—1859 fur uns in Betracht kommen 1 ). Wir beschranken uns, wie der GrundriG fast durchweg, auf in Buchform erschienene Ubertra- gungen, lassen alles in Zeitschriften Erschienene 2 ) oder das z. B. in Jungmanns „Historie literatury česke“ oder von Gustav Hein- rich (s. u.) nur als Mauuskript Bezeugte beiseite, geben, auch hierin dem GrundriG folgend, wo uns der Originaltitel erreichbar war, diesen (nur ausnahmsweise die deutsche Ubersetzung) und fugen mit „u.“ den Namen des Ubersetzers, wo er zu ermitteln war, bei. Hie und da konnten bereits im GrundriG verzeichnete und in diesem Fali durch * hervorgehobene Werke bibliographisch naher bestimmt werden; sehr baufig waren wir, zuzweit samtlicher Landessprachen der Monarchie machtig, in der Lage, Irrtumer der verschiedenen Bibliographien stillschweigend zu verbessern. Kecht erwunscht waren uns Erganzungen dieser Arbeit; nur bringen wir nochmals in Erinnerung, daG wir die Sammlungen Koehs ein fur allemal als bekannt voraussetzten. Nicht die Sakularfeier allein, welche jede Kulturnation ver- anlaGt, sich uber ihr Verhaltnis zu Schiller aufzuklaren, sondern auch das immer starker den internationalen literarischen Bezie- hungen und somit auch ihrem Symptom, den Ubersetzungen, sich zuwendende Interesse der Forscher moge unseren bibliographischen Versuch rechtfertigen. Zusammensteilungen, die nichts weiter als ein Konglomerat ungeprufter Buchtitel sind, entbehren jeder Existenz- berechtiguDg und des Anspruches auf den Namen „Bibliographie“; so nenne sich nur, was dem gleichsam zwischen den Zeilen lesen- 2 Schiller-Ubersetzungen usw. Von Ji. F. Arnold und Iv. Prijatelj. den Literarhistoriker Erkenntnis vvissenschaftlicher Tatsachen, seien sie nun groGeren oder geringeren Gewichts, vermittelt. Solche Schlusse run, boffen wir, dfirften aus Kochs und unserem Material mit ziemlicber Sicherheit zu ziehen sein, namentlich was jene Nationen angeht, deren Spracbgebiet ganzlich in den Eahmen der habsburgiscben Monarchie fallt: also die Cechen, Slovenen und Magyaren. Bei den Italienern, Kleinrussen, Polen, Eumanen, Serbo- kroaten bleibt selbstverstandlich in Ervvagung zu ziehen, daG ihr Lesebedurfnis nicht bloG auf in Osterreich-Ungarn verlegte Werke angewiesen ist. Čechisch. 1841 (Glocke, An die Freude, Handschuh), n. Josef Jnngmann in seinen „Sebrane spisy weršem i prosau“ = Band 1 von Nowočeska biblioteka. Prag. 1844(?) Delen! zeme (Teilung der Erde), ti. Adam Spaček. Wien. 1847 W.fbor basni (Ausgew. Gedichte), u. WAclaw Aloys Swoboda. Prag. 1856 Dimitr Joanovič, ii. (und vollendet) Ferd. B. Mikovec. Prag. 1859 *Ouklady a laska (Kabale), u. Josef Jiri Koldr = Bd. 28 von Divadelni biblioteka. Prag. 1865 Pisen o zvonu (Glocke), u. J. Jungmann u. Jan Purkynč (fur die Eombergsche Musik eingericbtet von Franz Xav. C&stka; Testbucb). Prag. 1866 f. * Dramatickd dila, u. J. J. Kolar. Prag. 3 (nicht 2) Bde. Bd. 1: Loupežnici (Eauber) 1866. Bd. 2: Valdštynuv tabor, Pikolomini 1866. Bd. 3: Smrt Valdštynova 1867. 1869 Loupežnici, ii. J. M. Boleslavskjb Prag. = Heft 18 der Neuen Folge von Divadelni ochotnik. 1883 Bdsne lyricke, vi. Jan Purkyne. 2 Prag = Ustfedni knihovna. Heft 69 f. 1884 Panna Orleanskh, u. Sim. Karel Machdček. 2 Prag. 1891 Loupežnici (fur Marionettentheater). Prag = Bd. 2 von Storchovo narodni loutkove divadlo. „ Marie Stuartovna, u. Ladisl. Quis. Prag = Bd. 2 von Biblioteka prekladu. 1892 Vilem Tell, u. Jaroslav Vrchlick^. Prag =: Bd. 8 von Bibl. prekladu. Franzo8isch. o. J. La cantate de la cloche u. G. Bernard. Wien. 1855 dasselbe 3 . 1859 dasselbe 4 (dabei noch „L’adolescent d la fontaine“). Furlanisch. 1882 II chiant della chiampana . . . tradott in viars fnrlans, dialett gurizzan dal cavalir Znan Battista Bosizio de Thurn- berg e Jungenegg. G5rz. Schiller-Ubersetzungen nsw. Von 11. F. Arnold und Iv. Prijatelj. 3 Gri ecb isc h. 1841 Metarp^ccGers (u. a. auch Gedichte Schillers), u. A. Th. Wolf. Wien. 1893 Abhandlung liber die Gesetzgebnng des Lykurg [tatsachlich von Job. Jak. Heinr. Nast verfafit], n. „aus dem klassiscben Deutscb in das klassische Griecbisch 1 ' Julg. Trient. 1901 r H tieqI tov xmdcovos mdr] klhrivio&siGcc, vno rQrj6SQ, u. Gustav Graeser. Hermannstadt, Progr. d. Mediascher Gymn. Hebraisch. 1851 Benoni oder die Eollen der Geheimnisse (= Philosophische Briefe), vi. Sal. Bubin. Lemberg. 1852 Gedichte von Schiller und Lord Byron in einer Auswahl, ii. M(ax) Letteris. Wien. (Der hebr. Titel bedeutet:) Goldkorner, das sind Gedichte, ausgewahlt aus den grofien Dichtern der Nationen usw. Wien. 1858 Die Braut von Messina, u. J. Lewin. Brody. 1862 Blumenlese. Eine Auswahl der Gedichte des gefeierten deutschen Nationaldichters usw., u. „in metrisch gereimten Ehythmen“ M(atthias) S(imon) Eabener. (Der hebr. Titel bedeutet:) Zeit des Frohlockens, Auswahl der schSnsten Ge¬ dichte des deutschen Dichters, genannt Schiller, seines Ruhms ist die Erde voli usw. Erster (einziger?) Teil. Czernowitz. 1863 An die Freude (auch mit hebr. Titel), u. M(oses) Piorkowsky. Wien. ,, Fiesko, u. S. A. Apfel. Drohobycz. Italienisch. 1818 La campana, ii. „per la prima volta in vario metro italiano" Ant. Pochini. Padua. 1827 Versione d’alcuni componimenti (etc.), ii. Priamo Venier. Padua. 1828 La sposa di Messina ovvero i fratelli nemici, u. Ant. Caimi. Mailand. 1829 Maria Stuarda, „liberamente ridotto da F° M ! viniziano" (!). Venedig = BJ. 12 von Teatro moderno di tutte le nazioni. 1830 La vergine d’Orleans, u. Andrea Maffei. Mailand, 2 1836 vgl. Grundr. V 223, dann 1847 in Bd. 7 von Maffeis Opere edite ed indite, Mailand. „ L’nltimo giorno (sic!) di Maria Stuarda. Mailand = Fasc. 84 von Biblioteca ebdomadaria-teatrale. 1831 L’oste del sole ovvero il delinquente per onore perduto, u. Cesare Belligoni. Mailand. 1832 II Conte d’Habsburg (als Anbang zur Dbersetzung der Ifi- genia in Tauride, vgl. Grundr. IV 672), u. E. de Battisti. Verona. 1 * 4 Schiller-Ubersetzungen usw. Von li. F. Arnold und Iv. Prijatelj. 1834 Amore e raggiro. Mailand = Pase. 225 von Biblioteca ebdomadaria teatrale (vermntlich eine Wiederholung der Uber- setzung von Michele Leonio, vgl. Grnndr. V 173). 1838 La campana (und ein Gedicht HSltys), u. Bastiano Barozzi. Bellnno. „ *La morte di Wallenstein, u. P. Vergani. Mailand = Ser. 1, Bd. 9 von Museo Drammatico. 1839 Studj poetici da Lamartine e da Schiller (Gedichte). Triest. 1842 *Don Carlo, u. Andr. Maffei — Bd. 1 von Opere edite ed indite. Mailand. 1843 Maria Stuarda, u. Maffei (vgl. Grundr. V 519) = Bd. 2 der Opere; dann 1856 Wien. „ Opere (enthalten nur die Dramen), u. Carlo Rusconi. Padna. 1844 Guglielmo Tell, ii. Maffei (vgl. Grundr. V 231) = Bd. 3 der Opere. 1845 Ballate di Schiller e d’Holty e brani dalla Messiade (etc.), u. Sebastiano Barozzi. Padua. „ Wallenstein, ii. Maffei (vgl. Grundr. Y 219) = Bd. 4 der Opere. 1846 I Masnadieri, ii. Maffei = Bd. 6 der Opere. 1852 Cabala ed Amore, u. Maffei = Bd. 8 der Opere. 1856 Ero e Leandro, u. Trajano Vicentini. Verona. o. J. I Dei della Grecia, u. Bastiano Barozzi. Belluno. Lateini s ch. 1837 Cum dracone certamen. Carmen a Francisco Philippio Lati- nitate donatum. Venedig. 1850 Carmina nonnulla a Francisco Philippio Latinitate donata. Venedig. 1872 Scbillers „Macht des Gesanges“, ferner Str. 1 und 2 aus Schillers „Kampf mit dem Drachen“ (u. a.), ii. Jak. Walser. Linz, Progr. d. akad. Gymn. Magyarisch 1 ). 1793 A Hegyi Tolvajok vagy Latrok (Rauber), u. Joh. Darvas v. Nagyret. Pest. 1803 A regi es mostani legnevezetesebb idobeliek hires tetteiknek es elettyeiknek hiteles rajzolattyok. Melyet Siller (sic) es Meissner tSrtdnetirbknak nemet munkajok szerent megmagya- razott Gaal Gyorgy. („Authentische Skizzen der beruhmten Taten und Leben der namliaftesten Zeitgenossen aus Ver- gangenheit und Gegenvvart. Nach den deutschen Werken der ‘) Vgl. u. a. insbesondere die musterhafte Bibliographie Gustav Heinrichs ..Schiller hazankban“ in Egyetemes philologiai kOzliiny Jhg. 1885, 648 ff., 1886, 197 ff. — Mit OK kurzen wir „01cso K0nyvtar“ ab. Scbiller-Ubersetzungen usw. Von 1{. F. Arnold und Iv. Prijatelj. 5 Historiker Schiller nnd MeiCner iibersetzt von Georg von Gaal“). Pest? Ofen? 1 ). 1817 Eurčpai hires Zsivdnyok, Utonalldk . . . tiikOre, melyet Schiller Pridrik ir&saibdl forditott Czovek Istvdn. („Spiegel der beruhmten_Wegelagerer nsw. Enropas, ans Friedrich Scbillers Scbriften iibersetzt von Stefan Czovek"). Pest? 2 Bde. (Wohl zweifellos Ubersetzung von „Schauplatz der ansgearteten Menschheit, oder Nachrichten von den merkwdr- digsten Lebensumstanden der beruchtigsten B8sewichter nsw. mit einer Vorrede von Friedrich Schiller". ‘Gotha 1799, Wien 1809, 8 Wien 1815, Gotha 1816. Die ,,Vorrede" des rnerk- ■wurdigen Buches, das als mutmaGliche Quelle der „Ahnfran“ an anderem Orte zn wiirdigen sein wird, ist, beilaufig be- merkt, nichts anderes als ein Stiick ans dem „Verbrecher aus Infamie", Goedekes Ausg. IV 61 11 —64 19 . Auf dem Wege von Osterreich nach Ungarn wird also der Pseudo- Vorredner sogar zum Autor). 1827 *Fort61y es Szerelem (Kabale), u. Jos. Pnky. Pest = in Bd. 1 von Kiilfoldi jdtekai. „ Fiescdnak Osze - Eskuvese Genuaban, ii. Pnky = ebenda. 1835 *Turandot, n. Job. Gatby (nicht Galvacsy). Ofen = Bd. 9 von Kiilfoldi Jdtekszin. 1836 *Messzinai holgy, ii. Jos. Szenvey. Ofen = Bd. 13 der- selben Sammlung. 1851 (?) Phadra, ii. Dome Horvdth. Kecskemet. 1864 (Der Parasit), u. Bela Horvatb. Kecskemet. „ A harmincz eves haboru tortenete (30jahriger Krieg), ii. Stefan Torkos. Pest. 1869 Tell Vilmos, ii. Franz Tomor. Budapest. 2 1893. 1879 M6zes knldetese (Sendnng Mosis), n. Gustav Jurany. Buda¬ pest = Nr. 70 OK; wiederholt 1895 als Nr. 95 OK neue Folge. ') Mit dieser Publikation des eifrigen Ubersetzers (1783—1855) haben weder unser Schiller noch August Gottlieb MeiBner, auf die man natiirlich zuerst verfallt, irgend etwas zu tun; Gaals Quellen waren vielmehr offenbar 1. Karl Aug.ust Scbillers „Galerie interessanter Personen oder Scbilderungen des Lebens und Charakters, der Tbaten und Schicksale beriibmter und beriichtigter Menschen der alteren und neuen Zeit“, Berlin und Wien, Doli ‘1798 I, 2 1804 II; dann 2. Julius Gustav Meibners r Charakteristi8che Lebensgemalde unserer denkwurdigsten und berflch- tigeten Zeitgenossen“, Wien, Doli ‘1799, 2 1808 II oder 3. desselben „Charakterzuge und interessante Scenen aua dem Leben denkwurdiger Personen“, Wien, Doli 1801 II; vielleicht aucb 2. und 3. Nun bleibt noch sehr fraglicb, ob dieBe beiden Autoren mit den beruhmten Zu- und den unberiihmten Taufnamen iiberhaupt je gelebt haben oder ihre Eiistenz blob der Betriebsamkeit des bekannten Buch- und Nachdruckers Doli verdanken. Kaysers Bucher-Lexikon verzeichnet fur beide je drei Werke des Dollschen Verlags. Vgl. aucb Wurzbach XVII 313. 6 Schiller-Cbersetzungen usw. Von 11. F. Arnold und Iv. Prijatelj. 1880 Don Carlos, u. Gy. E. Kovdcs. Budapest. 1881 A harang (Glocke), ii. Emerich Gdspbr. Budapest. 1883 *Wallenstein halala (Wallensteins Tod), u. Stef. Hegeduš. Budapest = Nr. 164 OK; wiederbolt Nr. 409 ff. OK neue Eolge. 1887 Kisebb prdzai irataib61 (Aus den kleineren Prosaschriften), u. B. Zollner. Budapest == Nr. 223 OK; wiederholt Nr. 555 OK neue Folge. 1888 Szinmuvei (Dramen), u. Fz. Toinor. Budapest. 4 Bde. Ent- halt: 1, 2 Wallenstein, 3 Az orleansi szuz, 4 Stuart Maria. 1890 KSltemenyei (Gedichte), u. K. Szdsz, Gy. Vargha, F. Var6. Budapest. „ Stuart Maria, u. J. Sulkowski. Budapest = Nr. 263 OK; wiederholt Nr. 677—680 OK neue Folge. 1892 Az orleansi szuz, ii. Bela Bors6dy, Budapest == Nr. 303 OK; wiederholt Nr. 802—805 OK neue Folge. 1899 A haramibk (Rauber), ii. Alex. Hevesi. Budapest = Nr. 45 von Fovbrosi szinhdzak musora. 1901 Tell Vilmos, ii. Ant. Vdradi. Budapest = Nr. 255 f. von Magyar k5nyvtdr. „ Tell Vilmos, ii. Koloman Palmer. Budapest = Nr. 1215 ff. OK. neue Folge. 1902 K51temenyei (Gedichte), ii. Ludw. v. Dčczi. Budapest = Bd. 6 von D6czis „Muvei“. „ Dasselbe als ein Band von Remekirok kepes konyvtdra. Budapest. Polnisch 1 ). 1819 Piešri o dzwonie (Glocke), u. J. N. Kaminski. Lemberg (2 Ausgaben). 1844 Dzwon. Rezygnacya, dwie piesni, u. A. G(orczyriski). Krakau. 1849 Turandot ksitjžniczka chinska, ii. Jos. Chwalibdg in seinen „Pisma“. Lemberg. 1880 Demetrius, u. Stef. Morawiecki. Krakau. 2 1900. „ *Wilhelm Tell, ii. J. N. Kaminski. Lemberg = Bd. 82 f. von Bibljoteka mrowki. 1883 Zb6jcy (Rauber). Lemberg; 1886 als Bd. 181 ff. von TSibl. mr6wki. 1884 Dziela poetyczne i dramatyczne (Don Carlos, Wilhelm Tell). Lemberg. 1885 Don Karlos. Lemberg = Bd. 222 ff. von Bibl. mr6wki. „ Dziela z illustracyami, hg. Alb. Zipper. Lemberg. *) Vgl. E. Schnobrichs Schiller w Polsce, Warschauer Athenaum IV (1885), 439 ff. and R. M. Werner in unserer Zeitschrift XXXVII 694 ff. Schiller-Ubersetzungen usw. Von It. F. Arnold und Iv. Prijatelj. 7 Rumanisch. 1875 Junele la izvor (Der Jiingling arn Bache), ii. Dimitrie Onciul. Bukovv. Piidag. Blatter III 52. Czernowitz. 1882 Contelo de Habsburg, u. Vasile Bumbac. Aurora romana II 23. Czernovvitz. 1887 Lupta cu smeul (Der Kampf mit dem Drachen), ii. Const. Morariu. Calendariii redigeat de societatea „Academia orto- doxa“. Jhg. 1887, 95. Czernovvitz. 1888 Idealurile, u. ders. a. a. 0. Jhg. 1888, 131. Ruthenisch. 1839 DzvOn (Glocke), u. Josif Levickyj. Przemysl. 1842 Borba so smokom i Poruka (Kampf mit dem Drachen und Burgschaft), u. J. Levickyj. Przemysl. 1844 Nurok abo vodolaz, chOd do zaležnoj huty, i rukavyčka (Taucher, Eisenhammer, Handschuh), u. J. Levickyj. Przemysl *). 1879 Dzvon, ti. Cezar A. Bilikovskyj. Kolomea. 1887 Vilhelm Tell, ii. Kmicikevif. Lemberg. 1889 Orleanska deva, u. E. Hornickyj. Lemberg. 1896 Marija Stuart, u. Hrinčenko. Lemberg. Serbokro atisch. 1847 Vilhelm Tel, ii. Božidar Radičevič. Wien. 1860 Vilim Tell, u. Spiro Dimitrovič Kotoranin (= aus Cattaro). Agram. 1861 Razbojnici (Rauber), ii. ders. ebenda. 1887 Pjesma o zvonu, ii. Ivan Trnski. (Agram?) 1888 „ „ ii. A. K. Triest. 1900 „ „ ii. Nikola Kosanovič. Agram. 1901 „ „ n. J. N. Vukov. Mostar. Abdruck aus „Osvit“. o. J. (?) Marija Stjuartova, u. Spiro Dimitrovič Kotoranin = Bd. 148 n. 152 von Narodna biblioteka. Neusatz. Slovakisch. 1884 (OroCe Anzahl von Gedichten), u. Fr. Matzenauer in seiner Antologia z literatury niemeckej. Bd. 2. Tyrnau. Slovenisch. 1848 *Divica Orleanska, ii. Jovan Koseski-Vesel (= Vesel aus Koseze). Laibach. Beilage zu „Novice“ d. J. Wiederholt 1870 in Koseski-Vesels „Razne dela“. ‘) Vgl. flber die Ubersetzungen Levickyj8 Jhg. X (1901): Miscellanea S. 4 ff. der Mitteilungen der Ševčenko-Gesellschaft. 8 Schiller-Obersetzungen usw. Von B. F. Arnold und Iv. Prijatelj. 1849 *Mesinska nevesta, u. Jovan Koseski-Vesel (nicht Bleiweis). Laibach, wie oben. 1861 *Maria Stuart, n. France Cegnar. Klagenfurt = Bd. 1 von Cvetje iz domačih in tujih logov. 1862 Viljem Tell, u. France Cegnar. Klagenfurt (nicht Cilli) = Bd. 2 von Cvetje usw. 2 Triest 1886 = Beilage von „Edinost“. 1864 Valenštajnov ostrog, u. France Cegnar. Laibach. 1866 Valenštajn, u. France Cegnar. Triest. 1874 Kovarstvo i ljubezen (Kabale), u. Anton Levec. Laibach = Bd. 27 von Slovenska Talija. Zu guterletzt noch zwei Kuriosa. Das eine „Hamlet: tra- gedya w 3 aktach (in Prosa) z Szyllera“ (Krakau 1865) macht wenig Kopfzerbrechen; an dem Irrtum tragt jedenfalls Schillers Macbethiibersetznng (1801) Schuld 1 ). Das andere ist schon merk- wurdiger. In Venedig erschien zu Ende des 18. Jahrhunderts eino Sammlung von Schauspieltexten nachArt, vielleicht sogar nach dem Muster nnserer „Deutschen Scbaubiihnen"; sie fuhrte den Titel „Teatro Moderno applaudito usw.“ und wurde spater (in welcbem Jahre?) als „Anno Teatrale" mit jahrlich zw61f Banden fortgesetzt. In Jhg. 1, Bd. VI des „Anno Teatrale" ist nun abgedruckt: „11 Mendico d’Erbestein: farsa del signor F. Schiller. Traduzione libera inedita del signor A. M. Cnccetti 11 ; und noch 1832 erscheint in Fasc. 176 der Mailander „Biblioteca ebdomadaria-teatrale“: „11 mendico d’Erbestein, commedia in nn atto di Federico Schiller" aufgenommen. Jener Abdruck (im Britischen Museum) gehSrt ver- mntlich, dieser (in der Hofbibliothek) gewifi in das eingangs um- grenzte Gebiet unserer Arbeit; uber den Inhalt usw. des „Bettlers von Erbestein" vvird andernorts gehandelt werden. Wien. Robert Franz Arnold. Ivan Prijatelj. ‘) Hier ergibt sich Gelegenheit, einen fest eingewurzelten Irrtum (Jungmanns „Hietorie literatury česke“, *S. 40 f.; Wurzbach XLIV 162) aufzuzeigen; a. a. O. o. wird als eine Ubersetzungsarbeit von Karl Ignaz Tham (1763—1816) angefuhrt: „Makbeth, truchlohra v 5 jednanich od Shakespeara. Dle Schillera z nem. w eeštinu uwedena“. Prag (Jung¬ manns Angabe des Verlegers „Šenf.“ =) SchOnfeld, 1786! Tbam verOffent- lichte im selben Jahre die erste čechische Ubersetzung der Rauber, vgl. Grundrih V 163; hieher durfte sich Jungmanns oder seines Gewahrs rnanns Versehen schreiben. Der Titel des Buches, in dessen Vorrede Tham das baldige Erscheinen seiner Ubertragung der „Rauber“ verspricht, lautet vielinehr richtig so: „Makbet. Truchlohra w peti gednanjch od Shakespeara. W Česstinu vwedena od Karla Hvnka Thama. W. Praze u J. F. z SchOnfeldu 1786“. Von Schiller ist natiirlich nicht die Rede; Tham hat vermutlich nach VVieland oder Eschenburg oder einem ihrer Bearbeiter (vgl. Grundrib V 256) ubersetzt. Separatabdruck aus der Zeitschrift fiir die osterr. 6ymn. 1905, IV. Heft.