N«««er SS. Pett« ». k» 27. I«Pte»der 1903. XIV. I«hrga«s. Erscheint jeden >otinrag. frei» für fettou mit Zustellung in« Hau»! Monatlich 80 h. 6i«Mi4|rifl K »40. haldj-hria K 4i0, ganzjährig K S—. mit «ofruijenbiuifl im Inland«: Monatlich 85 h vierteljihrig K 8.00, halb,»hng K MNtBhng K ».60. — «nzela» Slummeni SO Handschrift»» werden nicht zuröck^ßelli, «nkündigmigen billig berechnet. — vettr^ge swd en-ünsch, und längsten» bi» Freitag jeder Woche eingesandt werden. tzofrar Moj bor feinen Wslilern. . Wir hadeu unter die> Tttsl in »»serer vorletzten Nummer d«, Ubeise^.. g eine« famosen Berichte« de« klerikal«» Eudelblättchev« von Mar-bürg, genannt .Goipodar" über di« am 30. v. M in St. Leonhard bei Frieda» abgehaltene Versammlung gebracht. Wie wir mitgeteilt habe», hat Hofrat P l o j bei der genannten Bersammluna auf die Auflor-derung eine» Bersammluiigtteilnehmer», die Ab-geordneten möchten den bedrängten Weinbauern au«gibige Hilfe schaffen, dahin geantwortet, daß di« slovenischen ÄKgkordncltn alle« darangesetzt Men. um eii« au»gibigk Unterstiitzung, beson. oer» für die armen Koloser zu erwirken, daß aber gnade hiebei wieder die Herren von Pettau gezeigt hatten, welch groß« Freunde de« Bauern« Volke« sie seien, den» gerad« dies« Herren hätten von d«r Untctsiütziing im Betrage von 100.000 Kronen, wesche auf die Bitten der slo-veiiischeü Abgeordnete» den armen Kolosern ge-währt wurde, mit Hjlse der dfUtschen pbge-ordnen eine gute Hälfte in den eigenen Sack gefleckt. ' ^ Wir haben un« erboten, de« B«wei» z« er-bringen, daß Herr Hofrat Ploj, wenn er derar-tig gesprochen, seine» Wählern eine Unwahrheit vorgesetzt, hat. Heut« können wir konstatiere«, daß der Bericht tx« .Gospodar" der Wahrheit entspricht denn Herr Hosrat Ploj anerkennt den Be-richt seine« Leibblättchen« vollständig und hat denselben trotz zweier bezüglicher Artikel im „Grazer Togblatte- nicht berichtiget. Da« .Grazer Tagblatt" hat über dies« Sache authen- Die Kromenade. In unserer zieht sich läiig« de« Flusse« eine kleine, kaum sllnshundert Schritte lange Promenade hiu. Sie ist seh» eng und unschcinbar in der «»läge, die Bäume, die sie einfasse», sind ohne Liebe hingepflanzt worden und rasch verdorrt, auch sonst ist die Promenade recht trist und verwahrlost, niemand kiimmert sich um sie. Tag»über mögen ja dort Mensche» vorüberkommet,, viele wahrscheinlich, nach der Dämmerung aber ist sie so g«t wie verlassen. Zwei GaSlalernen brenne« an ihre» beiden Ende», für wen. mein Gott? für drei Menschen — für uoci, für einen einzigen — für niemand. Gewiß, für niemand; den» oft genug lief ich dort stundenlang aus und ab. ohne einer Seele zu begegnen und wäre ich nicht dort aus und abgelaufen, nun. so wäre eben überhaupt niemand aus der Promenade gewesen. Aber ich liebe die kleine Promenade so herzlich und aufrichtig, wie man einen kleinen verwahrlosten Ort in einer geräuschvoll lebend»-gen Stadt nur lieben kann l Dort führte ich manch e«imal meine Träumereien sppzicren und manche« Tiefheimliche Hai sich schon hervor-gewagt und Leben gewonnen in der lebendigen Stille. Denn sie lebt, die kleine Promenade, sie tisch« Informationen eilige hott und de« Behaup» tungen Ploj'» folgend«» «ntßegengeslellt: Da« Ministerium de« S,»ern hat im Jahr« 1901 au« dem Notstandssond 1.200.000 K zu dem Zwecke d«r Wl«derh«rftellullg von Straßen. Brücke», Durchlässen u. dgl. «widmet. Bon dieser Summ« wurden 40.000 K für die Wiederherstellung der Kommunikativ»,», in der Kolos bestimm!. — einer Gegend bei Pettau, di« durch Hochwasser-lkatastrophen arge» Schade» gelitten hatte. Den dringenden Bitte» der Weinbauer» in der ftoto» entsprechend wurde jedoch später» hin dieser Betrag nicht sllr Straße»baute», son» der» sür die Wi'txrherstelluug der vo» der Rcsbc mib Land. (Evang. Gottesdienst) findet am 4. Oktober vormittag 1t Uhr im Saale de« Musikvereine» statt. Der Zutritt ist jedermann gestattet. (MufiKverein.) Mit Begi»» diese» Schul-jähre» wurden a» der Hauplschule und den Zweiganstalten 10V Schüler gegen 97 im Bor-jähre aufgenommen; ferner» erfuhr auch die Mitgliederzahl eine kleine Steigerung. Der Un-terricht an der Musikschule in den beiden Zweig-anslalteu wird vo» 4 Lehrkräften in wöchentlich rund hundert Stunden erteilt; mit Einführung der Vorträgt in der Musikgeschichte und dem Enfemble-Spiel tritt selbstredend eine Erhöhung der Stundenzahl ein, wozu noch die wöchentli-chen UbuiigSstundt» im Kammermusikspiel hinzu-treten. Daß unter solch geänderte» Verhältnisse», welche freudigst zu begrüße» sind, der Lehrkör-per mit der Schule vollauf beschäftigt ist. dürfte wohl von jedermann anerkannt werdrn. (Turnerisches). Heute abeud» findet am Rann bei Pettau im Gasthause des Herrn S t r a s ch i 11 die Abschied»kneipe der diesjährig zum Militär einrückenden Turner statt. Anfang 8 Uhr. (Volksfest l» Pragerhof.) Ungeachtet der schlechte» Witterung wurde da» Volksfest de» Verfchö»eru»g»vereine» Pragerhof-U»terpul»gau im Freie» abgehalten. Frohe» Leben herrschte am Festplatze. Die Südbahnliedertasel entzückte die Zu-Hörer durch prächtige Gesa»g»vorträge, die Mar-burger Südbahnwerkstätt^ukapelle durch gelungene Muiikvorträge. Volksbelustigungen aller Art sorg-ten für die Unterhaltung. Die Herstellung der Verkaufsbuden, Schaumweinzelte und Triumph-bogen ließ Fabrikbesitzer Herr S t e i n k l a u-der in liebenswürdiger Weife besorgen. Der Verkauf von Losen, Blumen u. f. w., der von reizenden Damen desorgt wurde, trug dem Vereine einige hundert Kronen ein. (Jur Katastraptze ans de« Marburger Iteg) bringt die „M. Z' vom 24. d. M. einen interessanten Bericht Der vom Tode de» Ertrinken» errettete Karl Z e l i » k a hat über sein Erlebnis in der Unglücksnacht folgende« erzählt. Er war de» 15. d. am Drausteg al» Htf»arbeiter tätig und hielt für den Wachmann Lupscha da« Signallicht. Gegen 8 Uhr abend» kam ein Teil der Mahrenberaer Brücke. Lupscha gab sofort da» Signal, der Brückenteil schwamm ungehindert unter dem Steg durch die Joche durch und ungefähr 5 Minuten später kam der Promenade zu: he, und wa» sagen wir denn dazu? Da der Wind etwa» stärker wehte, schüt-telte die Promenade sich, wie eine alte Jung-sey, in deren Gegenwart von Liebe gesprochen wird, sonst aber sagte sie nicht». Al« sie mir zum drittenmal begegneten, sprach wieder die Ältere, diesmal aber: »Und die anderen, wa« werden die ande-ren sagen?" Die Junge gleich d'raus laut und mit lachendem Mund: „Oh, die andere» I!" An diesem Abend kamen sie mir nicht mehr entgegen, obzwar ich noch drei-, viermal auf und ablief. Auch meinem Reim bin ich nicht begegnet, meinem bischen Schönheit. Aber ich verzichte großmütig darauf zu Gunsten der kleine» Pro-menade. Denn wie die« auch ausgehen mag. hei-ter oder traurig, nach langen Jahren wird noch eine junge Frau sich an eine filtere schmiegen nnd leise zu ihr spreche»: .Weißt du noch? Der Abend im Herbst? Wir gingen durch die alte Promenade, e» war ganz finster und nur ein Mensch da außer un» beiden. Weißt du noch, e« war ein bischen windig auf der alten Pro-menade . . große Teil der Brücke. Lupscha rief: .Die Brücke kommt!" Jetzt schwenkte ZeliSka da» Signallicht und rief Lu^cha eilig zu: .Lauf mal' Lupscha nahm ihm da» Licht au« der Hand und sagte: „Die hab'n da» erste Signal mcht g'sehc»' und gab daraus noch einmal da« Eignall Dntch de» starken Allprall flöge» nun bie Bodenbretter de» Steges teilweise in pie Höhe »ad Beide fielet» in» Wasser. In kurzer Zeit, beiläufig zwei Meter vom Stege entfernt, kam ich. erzählt Zeli«ka selbst, wieder an die Wasseroberfläche und erhäschte zu-erst eine Leiste des Siege», mit Hilfe derselben er-langte ich ein Stück der WafserleitunaSröhre mit der Holzverschalung. Bi« zur Eisenbahnbrücke konnte ich vor Schreck keinen Laut von mir geben, wurde aber bi« dahin, ohne weiterS in die Wellen untergetancht zn werden, getragen. Meine Lage war sehr kritisch, den» ein Teil deS Mahren-berger Joche» schlug fortwährend an mein rechte» Bein und da ich auf dem Verschlage i» reitender Stellung saß. ivar die« für mich sehr beängstigend. Ich ries »m Hilfe nnd schrie laut: „Überführer". leider konnte mich niemand hören und mir helfe». So gelangte ich bi» zur KönigSinsel, dort drehte sich mein RettungSobjekt und ich lag wieder in de» Wellen. Nochmals tauchte ich auf und erlangte mit schwerer Mühe wieder den Holzverschlag. aber der Mahren-berger Jochteil blieb zum Glück jetzt weg. Trotz aller Hilferufe kam mir niemand zu Hilfe. Zum Glücke wurde ich eine halbe Stunde unterhalb St. Peter gegen da« Ufer ei»er Insel getragen, woselbst es mir gelang, einen Baum zu erklim-me». Durch den Anprall eine« Prügel« fiel jedoch derselbe wieder in« Wasser, ich hörte gerade vo» der St. Peter-Kirche 11 Uhr schage». Al« ich auch mit dem Baume wieder an die Oberfläche de« rasend dahinfließenden Wasser« gelangte, erreichte ich glücklicherweise einen zweiten Baum, in dessen Geäst ich vollständig durchnäßt beim Regenwetter bis 0 Uhr s.flh verblieb, hilferufend und betend. Der Baum stand in der Uferströmuag fest und rührte sich in dem Wirbel nicht vom Orte. Ein Bauer, der um beiläufig 4 Uhr vorbeiging und den ich bat. mir zu helfen, oder andere Hilf«, bereite zu hole», gab mir eine gemeine, nicht wiederzugebende Antwort. Endlich kam gegen halb 0 Uhr der Sohn de« Winzer« Stipper, dieser holte den Überführer Gärtner, der mich u»ter eigener Lebensgefahr mit einem Kahne rettete. Nachdem ich in die Winzerei Slipper überbracht wurde, da ich unfähig war. zu gehe», verlor ich die Besinnung, welche ich erst gestern Mittag wieder erlangte. Außer mir und den zwei verun-glückte» Wachleuten war niemand aus dem Stege. (Plötzlicher Tod.) Die GrundbesttzerSgattin Theresia Toplak auS Dragowitfch wurde am 23. d. M vo» einem plötzlichen Tode ereil». Es verbreitete sich das Gerücht, dieselbe sei vergiftet worden. Bei der am nächsten Tage vorge»om-mene» gerichtSärztlichen Obduktion der Leiche wurde jedoch ein natürlicher Tod. verursacht durch eineSedarmentjündung, konstatiert. (Sl»>»graPtziek»r».) Herr Lehrer Wilhelm Frisch beabsichtigt anfangs Oktober d. I. in der Knabenvolksschnle einen Stenographikkur« zu er-öffne» und zwar mit wöchentlich einer Unter-richtistunde. Da« Honorar deträgt per Person pro Monat 2 Kronen. Damen und Herren, welche sich an diesem Kurse beteiligen wollen, mögen die« bi« längsten» 1. Oktober beim Stadt-amte bekannt geben. (B»chh«lt»»ß«k»r».) Herr Oberbuchhalter Johann Kasper beginnt mit 1. Oktober d. I. im Deutschen Mädchenheim (Fortbildungsschule) einen Lehrkur« für Buchhaltung. Damen, welche sich an diesem Kurs« zu beteiligen wünschen, wollen die» längsten» bi» 1. Oktober d. I. dem Stadtamte bekanntgeben. Unterrichtsstunden und Honorar werden in der nächsten Nummer mitge-teilt werden. (Per II. österreichische Frlseurtag,) wel-cher am 22., 23. und 24. im großen Rathau», saale in Wien abgehalten wurde, war von Delegierten sehr gut besucht Al» Vertreter der Pet- lauer Fries,ure fungierte Herr Konrad N e k o l a. Bei der Tagung wurde besonder» der s 14 de» Ge-Wertgesetze» bstämpft. Donnerstag den 24. d. M. . fand ein Prti»frisiere» statt, bei welch«« der Pettauer Delegierte. Herr Siekvl». für seine «vrzüg. .liche Leist«g ei. «neckn nm,g«tiplo« erhielt. (AMstdÜNGerAWg.) Die Pettauer Wein-baugenosseuschcifl gibt, an ih« Mitglieder Tho-maSnehl und Kaum ab. Erstere« kvstet pr. 100Kilo 6 Klonen, letztere» 4 Kroneis 80 Heller. (Brn hiesige» flroukrnhaosr ratfprRUra.) Borgester» wurde der 19jährige Luka» Zafuta au» Gruschkovetz in da» hiesige allgemeine Kran-kenhau» überbracht, da derselbe letzter Tage eine» Tobsuchttanfall erlitte» hat. Zafuta e»tspra»g au« dem Krankenhause und lief gegen die Stadt. Der von diese« gaüe sofort verstund,g!en Sicherheit«-wache gelang e». den Tobsüchtigen auf dem Haupt-Platze festzunehmen «nd demselben eine ZwangS» jacke anzulegen. Zafuta wurde fodanu wieder in das Krankenhaus überbracht und wird der Beo-bachtungSstation in Graz übergeben werde». (Wilddiebe.) Die Brüder Franz und Jakob M u r k o au« Pobrefch, die wegen Wilddiebstahle« bereit« wiednholt abgestraft worden sind, wurdeu letzter Tage wieder auf frischer Tat ertappt uitb am 22. d M. dem k. k. Strafgerichte eingeliefert. (Brand.) Am 21. d. M. brach im Ware»-lager de« Schueidermeister« I. Stern in Maria-Neustist ein Feuer au». Der Besitzer war abwe-send, da« Lokal verschlossen und ist bi« jetzt »och iii'cht aufgeklärt, wie der Brand, vo» dem da» ganze Gebäude eingeäsckert wurde, entstände» ist. Stern erleidet eine» bedeutenden Schaden. (Ei« firiliutting gestshlta.) Eine gewisse Theresia S t r u tz l, welche bei einem hiesigey, Bürger bedieustet war, wurde in Marburg beim Verkaufe eine« Brillautringe«. weil selbe verdäch-tig erschien, verhaftet. Dieselbe gab an.de» Ring, der eine» Wert vo» über 100 Kronen repräsen-tiert. gesunde» zu haben. Durch die hiesige Po-lizeibthörde wurde festgestellt, daß Strutzl den Ring ihrem Dienstgeber entwendet hat. Gegevstiudk.) Beim hiesigen k. k. Strafgerichte erliegen al« corpore delicti 2 Hemden. 1 Rock, 1 Jägerhemd, 1 paar Stiefel, 1 Wolljanker, ei» paar Hosenträger. 3 Stück Manschette», 1 Gilet und 1 Leibriemen. Der rechtmäßige Eigentümer dieser Gegenstände konnte bi«her nicht »»«geforscht werden. Derselbe, sowie eventuelle sonstige Berechtigte werden ausgesor-dert, sich binnen Jahresfrist Hiergericht« zu mel-den und könne» ihnen die obigen Effekten bei genauer Beschreibung und Rachwei« de« Eigen-turne« auSgesolgt werden. Räch Ablaus der Iah-reSfrist werden diese Effekten zu Gunsten de» Staatsschätze» öffentlich versteigert. Vermischtes. (Ei» Hetzer Wallfahrer.) Der Thronsolger Erzherzog Franz Ferdinand weilte bekanntlich in Vertretung de« Kaiser« bei den südungorischen Manöver». Der Erzherzog vergaß auch wahrend seiner militärischen Pflichten die religiösen Übungen nicht; er besuchte a« Sonntag den Wahl-fahrtSort Maria Rudna, wo sich 40.000 Wahl-fahrer eingefunden hotten nnd hörte andächtig der Festpredigt zu. Rachher begab sich der Erzherzog in» Oratorium, wo er knieend betete. Hieraus befuchte er da« Kloster, welche« er. vom Prior begleitet, eingehend besichtigte. Zum Abschiede sagte er: „ES hat mich sehr gefreut. Gläubige in so aroßer Anzahl und in frommer Andacht ver-sammelt zu scheu." Unterdessen hatten die Wall-fahrer erfahre», wer der hohe Militär sei »ad al« der Erzherzog da« Kloster verließ, wurde er mit stürmische» Eljenrusen begrüßt und alle Frauen küßten ihm die Hand. — Die Zukunft Oesterreich« l (Prager Tschechisch.) Hausmistr putzije se Schwagrem Grossvotrovi Schlafrock na Gonku v Podstocku b Staberietem. (Der Hausmeister putzt mit de« Schwager dem Großvater den Schlafrock aus dem Gonge i« Unter stock mit einem Etaberl). (vcotsch fluatbrtrtich.) Nach ben .Milnch. Neust Nachr." bereitet die schwedische KuUu«be-Horde bis Umbildung bei Unterricht«plan« an den hvherea Lehranstalten vor und hat zu bem Zwecke Umfrage bei den einzelne» Austollen ring« im Land« geholten über die Bedeutung de« Un-terricht« in de» neuere» Sprache«, übereinstim-me»d haben die Befragten ihr Urteil dahin abge-geben, daß der bisherige Vorrang de« Franzd-fischen und Englischen gegenüber dem Deutschen unbedingt beseitigt und die letztgenannte Sprach« a» erster Stelle gesetzt werden müsse. Zu der Begrün-düng de« Upsaler LehrerauSschusse« wirb borge-tan. daß die deutsche Kultur mit ihren reiche» Wissen«schäpe». ihren dichterischen Erzeugnisse» und der Vielseitigkeit de« sprachlich«» Ausdrucke« die erste Stelle einnehme. Auch wenn man da« wirtschaftlich« Leben unb die Verbesserung der Aussichten aus eine gesicherte Lebensstellung in« Auge fasse, biete weder daS Französische mit seinem geringfügigen Werte aus dem Gebiete deS Handels, noch da» Englische »it seiner geringeren Bedeutung auf rein kulturellem Gebiete den Hr r anwachsen den di« gleichen BilduogSmöglich-leite» wie das Deutsche. Daraufhin hat der Reichstag auf Autrag der Kaltuabehbrde den Be-schluß gefaßt, zwei neue LrhrftUhle für germanische Sprachen a» de» Universitäten Upsala und Lund einzurichten, damit e« künftig nicht an den erforderlichen Lehrern für die vermehrte Pflege de« deutsche» Sprachunterrichte« au den Staat«-schulen gebreche. Wie verhalte» sich dagegen unsere Slaven und Magyaren znr deutschen Weltsprache? — TandwinschaftllcheF. Anleitung z»r Zncht des Steirerhuhneö. Die derzeitige» Bestrebungen zur Hebung unserer Geflügelzucht ^leleu in erster Linie daraus hin. in der steirischen Geflügelzucht jene Verhält-niste »iehkr berzns»ell«n. weiche M Blütezeit der-selbe» (also Ende der Vlerzigerjahre de« vorigen mik einem DurHschnittSeiKertrage von kßO Ssuck jährlich. — Dtkse Leistungen wurde» mit dem damalige» Londhuhne. dem alt«» „Steirnhichtie" erzielt. — E? handelt fich nnn datnm, au« det, im Lande zahlreich vorhandenen Rückschlägen, welche den meyr »der weniger ausgesprochenen Eleirerhuhntypu« habe», da« alte Huh» in möglichst zahlreiche» Exemplare» herauszuzüchten. Mit der Gewinnung dieser Tiere ist aber nur die Vor-arbeit beendet; von diesen Tieren müssen die beste» au«aewählt. in einer Geflägelzuchtanstalt fachmännisch, insbesondere aus .Leistung' durch-gezüchtet nierdeu. nnd erst deren Rochkommen sind als eigentliches Ber?dl»irg«mate-r i a l zu betrachte». Während »un die Gründung einer (Äflügelzuchlaiistalt vo» größerem oder klei-nerem Umfange, respektive die Bestellung der er» forderlichen Geldmittel den hiezu berufenen Fak-toren (Staat. Land) zufällt, ist e« aber ausschließ-(ich Sache unserer Geflügelzüchter, da» für diese Anstalt notwendige Rohmaterjple, (also da« ,.R<-krutcnmaterial") auszubriyo>e»t. respektive heraus-zuzüchten. Diese Aufgab« ist keine schwierige und der Erfolg eilt sicherer, JroeiiiT die nachfolgenden Zlichiregel» beobachtet werden. Al» Hauptgrund-sah hat zu gelten, daß vo» unseren Eeflügelzüch-tern zur Zucht Kur solche Hühner verwendet werden, pelche mindesten» mittelgroß sind und' »»bedingt nur fleischfarbige oder weiße Filße mit vier Zehen haben. Det Hah» soll womöglich glatt-beinig sei», d, h. keine Federn än'dn, Fllße» habe», während bei de» Hennen die Glatt lieinigkeit wohl sehr wünschenswert ist, doch eine schottere Befiederung weniger fchadet. da bei andauernder Zncht mit glattbeinigen Hähnen sich die Beste-deruna leicht v«ljl>xot. . OfiL HM such unbedingt au»-^ ^lben oder ^au«^ Füßen, mit anderen al» glatten Kämme», mit fünf Zehen, mit nackten Hälsen, mit startest Steil-schwälizen sEichhornschwänzen), mit Federbürten ^Eulengesicht i. . g^rner« find kkrwe Tiere, und wen» selbe den steirischen Typu« »och so schfe «»gebildet haben, unbedingt von ber Zucht ««zuschließe». Durch da« Einkreuzen kleiner Titte, etwa zur Veredlung nicht ganz eiueu Typtz» habender, jedoch glattbeiuiger Laudhilhuer. werdi» die Leistungen der letzteren erfahrungsgemäß geschwächt; die Ruchzucht wird naturgemäß tleiWr £d legt kleinere Eier alS dies bei der größe«> Iterlage der Fall war. Da» Steirerhuhn iß «n groß-, zum ■rin^ei»* mittelgroße« Huh,.. wa» Bet der Zucht zu berücksichtige» ist. Anch sott man »ichedingt zum Ausbrüten ^i,»e klein«« Eier nehm?«», vielmehr mittelzr»ß»e und große (von zirto öS Gramm aufwärt»). Wünschenswert ist ferner», daß unser« Geflügel-züchter dahin trachten, «tuen möglichst gleiche» Farbenschlag »u erzielen. Tu« derzeitig«« Haupt-sarbenschläge sind rote oder goldholsig«. weiße und gesperbert« (kuckuckfärbig«> Zur Zucht fcr letz-leren sei speziell bemerkt, daß dünne Hahnen mit dunklen Henueu gepaart sehr leicht schwarzbeimge und ganz schtvarze Nachkommen liefern. Mit mittelgroßen Hahne» erzielt man die größte Be-fruchtuug der Eier. Große Hahnen liefern großen Nachwuchs, doch nimmt die vefrichtunz «it der Größe der Hahoeu ah. Man verwende zur Zucht »ur Frühbrut«», das sind solche, welche noch vor Ende Mai au« dem Ei geschlüpft sind. Diese Hühner lege» früh, also wenn die Eier am teuersten, brüten daher auch früher und ermögliche» neuerlich Frühbmtea Auch ist die Aufzucht im Frühling naturgemäßer und erfolgreicher. Leider werden gerade i» unseren HauptprodnktionSgegende» vielfach die für die Zucht geeignete», kräftigsten Frnchtbrute» ge-mästet und verkauft. In Steiermark find derzeit Sei Zuchtrichtuiigeti vertreten. Die Zncht werer, hochfeiner Fleischhühiicr, hauptsächlich im Sulmtale, im Sausale bei VoitSberg u»d Groß, St. Florian. Diese sind groß, meist semmelgetb oder lichtrostfarbig, untersetzt, äußerst breitbrüstiK Die dazugehörigen Hahnen sind rot over rotgetb befiedert und bi« zu 4 Kilogramm schwer. Dies«« Huh» ist einq» d«r beste» Fleischhuhncr de» Welt- markte« aber minderer Eicrli q&v Z» Unter- und Mittelsteicrmark dagegen wird mehr auf Eierproduktion und die Probuk- tidn leichterer Marktware gesehen. Diese Hühner lege», wie genau erhoben, bis 200 Eier und darüber jährlich, sind kleiner, schlanker und in«- besonder« hochbeiniger. Die Farbe ist gemischt, meisten« weiß oder grau gesperbert (knckncksärbig). Auch diese Hühner erreichet «in ansehnliche« Gewicht: Hahu gegen 3 Kilogramm. Henne 2'/, Kilogramm. Je nachdem nun der Züchter sich für den einen oder andere» Nutzuug«zweig entscheidet, hat er da« Zuchtmaterial zu wälzen, den» beide Eigenschaften, nämlich vorzügliche« Fleischhuh« und ebensolche« Leghuhn, finden sich niemals iu einem Tiere vereinigt. Hierüber sagt der b«kannte Geflügelzüchter unv Direktor der Musterzucht- und Lehranstalt für Rutzgeflü.ielzucht in Oranienburg in seinem Werke „Landwirt- schastliche Geflügelzucht' sehr zutreffend: „Die beste» Leghühner sind schlechte Fleisch- hühner und die beste» Fleijchhühner schlechte Leg- hühuer. Will man von de» Hühnern einen mög- lichst hohen Eierertrag haben, wie es bei den Landwirte» in der Regel der Fall ist. dai». dars man auf einen saftigen Braten nicht viel Gewicht legen; will man Hühner zur Mast züchten, dann wird ma» nur auf einen mäßigen Eierertrag rechne» dürfen." Wir haben in Steiermark in unserem Etei- rerhuhu ein so vorzügliches Tier, welcli«« nach beide» Richtungen befriedigendes zu leisten vec- mag, als Fleischhnnn sogar unübertroffen ist. Demuogkachtet ist unsere Geflügelzucht tatsächlich k« Niederganat hegrisfe» und vermag nicht mehr , 5 „ i» «Vtserntestv, den einlaufenden auSmtrtiaen Beftellmigtu G«aütz« zu leisteu. ■ ■ Diese Sncheinung veranlaßte da« f.T Acku-nuministerium, eine Aktion zur Hebung unse-tn Geflügelzucht einzuleiten, an deren Spitze sich fcie k. k. LandwirtschastSgesellschast für Steier-«ark stellte uub deren> Endziel die Gründung einer LandeS-Geflügelzuchtaustalt ist. von we? chrr ans die Züchter de« Landes mit l,sseechtem, auf die Leistung gezüchtetem Zucht-«fflügel versehen werden können. Dieser Aktion Kbei, sich auch schon einige Geflügelzüchter und Private in der opferwilligsten Weil« angeschlos. snij die Grünbung einiger Zuchtstatione» ist mit Pnhilse be» Lanbe« bereit« im Znge und seitens fcr Geflügelzuchtsektio» ber f. f. Landwirtschast«. Gesellschaft wnrbe bereit« anertennenSwerteS «-leistet. Jetzt ist e« aber auch an bar Zeit, baß sich «. i<| ktlm (»|n ». Mantun, «»»,. Xiltt. HB. »t»s« M. ». IM Scttlrakftmun nMatatn (ia»»><»»»»»»»Ich D«*» » »•». ZU*«. pltff. I. .. I ITliUlirSfMtS«* »»» Höchst»» ffSllt. U4 (»rtim» h|«i t« winlIMin Utkipäura. U, DM tyZeiven/eiclencten &tn am ©«»/£ (Stus/cuttfi, tvt* O0tn •KJ0Ü4** 6e>iAaßttt tvar und tvcx/utcA *r f.wouUn. •£?0ipyp-(3o. Stfr. 26. RtMCf Z-dfgsng & % (Uat .Dtt ITlonal* bringt: ernst Zahnt Der Spalten, g.Uiebtfl» Das Kblalende beer, ÜMflUSt Sperli Der Obrist uni ililt wdn Vtrkt int« Xmit««, eine Tüll« von Artikeln uimmiodM und tiliMtoin Hq IUI Hl» 0-knlin motJifntn Ctkffll und tUlinm. DarstdluNg der Zeitereignis»« I» QU»ri und Bild. zahlreiche KKMStMltter I« ftrb««. and C*tidru4 »»ch S»»»»»'»«« dt> nuiml md Ptduia. Monatlich tin Bett J«dcs fielt I Mark Die HHljttt aller •eifKMw lB»naiK»rinen, PrtMltl N»dM |(f« |ar SutldK. liWIlnin m dn ,R«a* aluau mi|t|ta 01. Blttke, Bucbbaidlnig, Pet.i«. iSt ücrla$$en$cftam-aicin*Ci2itaiion Dienstag den 29. September 1903 vormittags 9 Uhr werden mit Bewilligung bei ©flrijermeifter-SImte* Eggenberg a»» d«m Nachlasse de» Herr» Alols Daniel, gewesene» Hotelier» und Südbahn» Restaurateur» i» Graz, ii« seine» Kellereien in Eggenderg, «ichß de« Aüdbahnhofe Gras <,»Mischa»keller, vi-, t-vis »er Gastwirtschaft „AS«selba«er") von dem bedeutenden Weinvorrate: 1200 Hektoliter weiße. 150 Aekt-liter rate Griginai-Geßer-reicher, ßeiermirkische an» ««garische Gedirg«- «nd Landweiae Hefter Dualität von den Jahren 1885. 188«. I88S. 18SS. 1894. 1896. 1898. 1900 und 1901 au« den vorzüglichsten Lage» der Gegenden: Nußberg. Grin-zing, UnterRetzbach, MarkerSdorf. Zellerndors. Haugidorf. Wurmberg und Sandberg (zwischen Marburg und Pettau). Luttenberg. Pickern. Je-nasalem, Kanisza. sowie Ehianti, Marsala. Resvtko. Rostrano, BöSlauer. Mahner. Äilünher» Osner nnd Szegizarber in Gebinden von l'/s bi» 96 Hektoliter lagernd, klar in k. k. echt geaichten Fässern gegen 10pro» zentige Angabe. 2 Monate Zeit zur Übernahme und hierbei zu leistende Barzahlung im Wege der Bersteiaerung an den Meistbietende» verkauft. Diese au» obigen Gegenden stammenden Naturprodukte gehören zu den edelsten und verdienen mit vollem Rechte allseitig hochangepriesen zu werden; dieselben wurden bi»her auf da» aufmerksamste und sorgfältigste betreut, sind sehr saftig, reintSnig und mäßig im Preise. — Die Ge-fertigten laden schon der mehr s.'ten vorkommenden Sammlung edler Naturprodukte wegen z« einem sehr zahlreiche», teilnehmenden Besuche ergebenst ein. Auch werden sämtliche großen und kleinen Gebinde prei»wiirdig verkaust. Hochachtungsvoll Louis Hanninger Karl Rain b«ik. wrinjchttzmeifter beeid veinschStzmeister Gras, Schtaaagasse 17. «iea, VIII., Lsudougasse 33. Franz Karl Steib, beeid. Weinschähmeister Wie« VII/2, Aiebeafteragasse 5. Sadjbrutf wirb nicht (tneriert.) Ad die geehrten Wälder der Gemeinde Rann! Für die Dienataa; den 29. September 1903 stattfindenden GemeindeansschQM -Wahlen in Kann werden zur Wahl em- pfohlen : Im III. Wahlkörper als Getneindeaasschüsse : Herr Max Straschill. » Jakob Poleischer. Johann Strntzl. Herr Martin Mosseg. » August Stanitz Franz März. Als Ersatzmänner: Herr Josef Novak, Herr Johann Emerschitz, Herr Franz Bukscheck. Der III. Wahlkörper wählt um 8 Uhr vormittag. Im II. Wahlkürpor als Gemeindeausschttsse .■ Herr Johann Windisch. Josef Pogatschnig. Thomas Kappun. Herr Anton Koss. » Johann Wressnig. • Georg Rulz. Als Ersatzmänner: Herr Martin Jurgetz, Herr Franz Hotko, Herr Johann Jug. Her II Wahlkörper wählt um 2 Uhr nachmittag. Im I. Wahlkörper als (remeindeausschUsse: Herr Karl Sima. » Hans Straschill. Andreas Windisch. Herr Guido Hö^enwart. » Josef Pinch. Alois Kukovetz. Als Ersatzmänner: Herr Franz Stanitz, Herr Johann Verschitz, Herr Franz Fian. Der I. Wahlkörper wählt am halb 4 Uhr nachmittag. Die Wahlen finden ia der Gemeindekanzlei statt Kür den Wahlausschuß der Obmann: Auoutt Stanitz. 000000000000 Ein grosses Ackerfeld in der Nähe von Pettau wird zu pachten gesucht von franz Kaiser, pettau. Kundmachung. Zufolge Statchalterei-ErlosseK vom 20. September 1003, Z. 42674, betreffend de» freiwilligen Präsenzdienstantritt der Rekruten de» Heere» im Jahre 1908, wird infolge Erlasse» de» t. k. Ministeriums für Landesverteidigung vom 18. September 1903, Präs. Nr. 2046/14, hiemit jur allgemeinen Kenntni» gebracht, daß bei dem Umstände, al» dieie Wehrpflichtigen im Besitze von EinbernsnngSkarten nicht sind, deren Be-fvrdernng auf den österreichischen Eisenbahnen gegen Entrichtung der Ge-bühren nach dem gegenüber dem Ziviltarife wesentlich ermäßigten Militärtarise auch gegen Vorweisung de» »idmungsscheine« (Muster 20 zu ß 99 der Wehrvorschriften t. Teil) erfolgen uird, wen» letz-terer vom Gemeindevorsteher der Aufenthalt»gemei»de de» betreffenden Wehrpflichtigen «it der Abmeldung-Klausel versehen ist. Stadtamt Pettau, am 22. September 1903. Der Bürgermeister: Joses Ornig. Ein Postkorb prachtvolle Cftftl-CraulKn zu 2 V» KrMMi laArtiklH gegen Nachnahme, sowie neuen eUeeen Weta-Jiett und alte Wein» hat ataugefeen SCHWAB, PBTTAD. - 2 Wohnungen bestehend aus je 1 Zimmer, Küche, und Speise sind zu vermieten. Anzufragen: Brandgasse Nr. 18._ Bürgerschullehrerin übernimmt etliche Privat-Unterrichte und bereitet auch für Prüfungen vor. Auskunft erteilt W. Blanke. Hausverkauf. Das Hans Nr. 18 tft der »deren Drangasse ist zu verkaufen. Nähere Autkünfte erteilt: Frau Caztlte tziyelberyer, ff ettau, ff oftgaffe 9. «t. 5606. ltundmachung. Räch Mitteilungen, welche dem k. f. Ministerium be« Innern AUgt-kommen sind, werden vielleicht in nächster Zeit in größerem Umfange Anwerbungen von Grubenarbeitern für Verwerte in Mexiko in den im Reich»rate vertretenen Königreiche» und Ländern vorgenommen werden. Bon berufener Seite wird darauf aufmerksam gemach«, daß e» dringend geraten sei. derartigen Anwerbungen gegenüber große Borsicht zn be-obachten und sich aus dieselben grundsätzlich nur dann einzulassen, wenn sie aus Grund einet detaillierten, amtlich legalisierten Kontrakte» und unter Festsetzung einer entsprechenden Sicherstellung erfolgen. Da» k. k. Ministerium de» Innern ist gegebenen Falle» über Ansuchen interessierter Parteien bereit, seine Vermittlung zu dem Zwecke zu ge-währen, u« über bestimmte Anwerbungen der in Rede stehenden Art nähere AufichlSfl» ,u bejchafstn. yrfUn* am 26. September 1903. Der Bürgermeister: 3. Ornig. Z. 36637. Uundmachung. • *u» der Lande»-Obslbaumschule in Glei»dorf gelange» im HerbU 1903. beziehung»weise im Frühjahr 1904 die unten verzeichnete» Äpfel' Oid Birnbäume, zusammen rund 16.600 Stück, nur an hlerländischt döuerllche Srundbefitzer zu« ermäßigte» Preise von 70 Heller per Stück (mit A»»schluß der Verpackung»- und Bersandtosten) zur Abgab». Nach Obersteiermark werden von Äpfeln nur die Sorten 1. 2, 4. 11 und 12, vo» Birnen nur die Sorte» 1. 2. 3 und 9 abgegeben. Bestellunae» sind bi« Ende Dezember 1903 au den fandet«»» fftuß ju richten und huben die Bestätigung de« Genieindevorsteherß darüber, daß der Besteller bäuerlicher Grundbesitzer i» der Gemeinde ist» zn enthalten Sollte» die Bäume für die Herbstpflanzung 1903 de nötigt! «erven. so ist die» im Gelnche ausdrücklich zu bemerkn «nd hat die Bestellung bi» Ende Oktober 1903 zn erfolgen. Die Gesuche werde», so Wnge der Borrrit reicht, und zwar nach dem Zeitpunkte de» Einlangen» erledigt. Mehr al» 120 Stück werden an einen Besitzer nicht abgegeben und ist der Besitzer verpflichtet, die erhaltenen Bäume auf eigenem Grund und Boden auszupflanzen. Die Bäume werden nur gegen Barzahlung ad« v* . . Bodtiapsei rtzeigjsch großer M-jchanzkez steirlfih. , . Hudtr'jche Wjhstgpsel , . ik Birnen-Sotten. Gute Lmtist von Avränche» Siegel'» Btttttrbirn . . . Dick'S Bntterdiru.... Stethnai»»'» BnttMrn . Fomllenbirn . , . . . . Joskvhiye von Rechelt, HarScnpoMÄ Wintis^Bttt Tejtysliitfftru, Winter Weikr'jchc Mostbirn terbtw «tt,1 182 130 276 459 1638 68 744 230 400 12V» 900 84» 7 16 Ö 36 i A% 363 Halbhoch-| stimme 176 216 226 106 375 628 665 310 360 592 1925 478 52 42 65 60 14 57 «8 600 Zw»>»u!ch. Uuim 60 87 114 6 25 68 173 28 44 90 25 30 38 141 56 6re|, am 19. September 1903. Der steierm. Landesauöschuß. Ln^lisoher IInterricht. Die staatlich geprüfte Lehrerin FTftuMn Danko, welche an der UniveniUU zu Oxford die PWfcing Ober die englische Sprache abgelegt hat, erteilt einmal wtkbMUich Unterricht in Grammatik, LltetatUlr Uhd Konversation für Anfänger und Vorgeschrittene. Anfragen sind zu richten an Amelie Danko, Pettau Herrengaset 4. Feinste Krainerwiirste von erprobter Güte bei V. Schulsink, Pettau. — 6 — Ei» gutes altes Hausmittel, da« in keiner Familie fehlen darf, ist da« allbekannte, sich t immer bewährende Ernst Hetz'sche Encalyptus, aarantirt reine«, seit 12 Jahre» bircft vo» Australien bezogene« Naturprodukt. In veutschtaud und GeKerreich-Rugaru gesetzlich geschützt. L-r billige Pret« vo» I K 50 h pro Original Flasche welche sehr la»n reicht, ermöglicht die Auschaffnuq jedermann zur Wiedererlangung der Gesundheit und Vorbeugung gegen Aruulcheit. Über 1500 Loli- und DauKschreilitn sind mir vo» G? ti e i l t e », die au Gliederreißen. Nucken., Brust». Anisschmer,eu. 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Sie reichte» sich die bände, Vif y a»ch den, Wirt wnrde Stillschweigen auferlegt, soiveit er \jy. iu die traurige Affaire eingeweiht war, dann verließe» ^ alle mit tiefernste» Gesichter» da» Lokal, nur Weller blieb bei den, Verwundete» zuriick, der bis zum nächsten Morgen hier verbleiben sollte. Für kurze Zeit hatte Oswald einmal die Auge» aufgeschlagen. Ei» qualvoller Ausdruck war dabei i» fei» Gesicht getreten. „Weller," halte er da»» gestiistert, nun hat sich erfüllt, was Sie mir war-iirud voraussagte». O, ich Unglückseliger, das> ich Ihre Worte »icht beachtete. Verzeihe» auch Sie mir und nehmen Sie sich »«einer Mutter an »ud lasse» Sie mich zu ihr bringe»," hatte er mit kaum hörbarer Stimme gebeten. Weller versprach es ihm mit den Worten: »Sobald der Mvr-gen tagt." Ei» ka»m merkliches Neigen der A»-genlider zeigte, daß Oswald ihn ver-staiibeit, daraus verfiel er wieder iu je-neu apathischen Zustand, der ihn für die Ailßeilwelt völlig empfindungslos machte. • • Ein qualvoller Tag und eine endlos laiige Nacht war vorüber, seitdem OS-wald als Sterbender in das Heim sei-»er Mutter gebracht war, welche Zeit 'er Kranke in unbewußtem Hindämmern verbracht hatte, nur dann und wann waren seinen Lippen einige undeutliche Laute entschlüpft, sonst verriet nichts, das, noch Leben in ihm war. Angstvoll, ob das schwindende Leben nicht doch schon entflohen, hatte sich Erna mehrmals über ihn gebeugt und den kaum noch vernehmbaren Schlägen seines Herzens gelauscht. Mehrmals setzte es ans, und Erna glaubte schon den Augenblick ge-kommen, wo sie nicht länger zögern dnrste, die Mutter herbeizuholen für den legten Abschied vo» ihrem Liebling. Doch »och immer wartete sie. Warn», die Tief-gebeugte aus ihrem vielleicht ruhige» Schlummer wecke», der ihr für kurze Zeit Vergessenheit brachte; die rauhe Wirklichkeit würde schon früh genttg scho-»nngSlvS an sie hera»trete». Im Osten dämmerte der Tag. Der Himmel erstrahlte in hellem Glänze, dann särbte er sich hochrot und überstrahlte die Erde, einen Lichtqnell von Farben-tönen aus sie herabzauberud, und diese fanden auch Zutritt zu dem Raume, in welchem ein Schuldiger seine letzten irdischen Augen-blicke verbrachte, dem schon die Psorten des Jenseits geöffnet waren, dessen dunkles Reich noch kein Sterblicher erforscht. Lswald schlug die Augen auf. Erua beugte sich über ihn. »Wünschest du etwa». Oswald?" »Gib ntir zn trinken, etwas Wein, wenn du ihn hast." Erua eilte hinaus, da» Gewünschte zu Hole», es war stet» davon ei» kleiner Borrat vorhanden, da die Majorin dessen zn ihrer Stärkung zuweilen bedürfte. Die treue Pflegerin kan« gleich wieder z»rück nnd hielt ihm das gefüllte Glas an die Lippen. Er schluckte ein paarmal und schob das GlaS zurück. .Ich danke dir. Erna.* »Wie befindest du dich jetzt, O> ald?" .Wie ein müder, abgehetzter W> stwt Laufbahn sagen muß. daß all sei« fc n wählt gewesen, die ihn nich "°Höl", ww führt hat. Doch sprechen wi nicht davc sich am Ziele seiner .'«neu nur eiu Irr-noer in die Tiese ge-laff uns ,«Angeii- alte Rathaus i» Michel sind! im Odenwald. r mir ei» barmherzige» Mitleid »icht versage» nnd. Erna, we»» es nein, verschweige der Mutter meine lebte Fremden iiber den Bruder zu spreche» vermocht, vo» dessen ge lieimer Schuld sie wußte und vou der sie annehmen mußte, das! auch diese ander» «icht fremd sei, Sie wagte sich kaum auf die Straße, an» faucht, in jede» Schiilt», erspare ihr de» Kummer, »>ich als einen Ehrlose» be- Vorübergehende» einem Mitivifser ihre» Geheimnisse» zu benennen trachten zu müssen." Eine Weile hörte Würde» die Me»sche» sich nicht znrai, neu: .Seht, das ist die Schwester de Ehrlosen, de» - Betrügers?" nia» nur die keuchet,den Atemzüge des Sterbende», da»» flüsterte er wieder: «Bitte. benachrichtige die Mutter, daß e» ,'ieit ist — zum lebten Abschied meine Zeit ist im, — Und »och ein», danke auch Welle» in meinem Name« für seine Nachsicht, denn schvu einmal wagte ich Ähnliche» »nd — Well er war der Zeuge." „C Gott." sagte Erna, „wohin ver-lorest dn dich!" .Verzeih', und bitte, zögere nicht län-ger. hole die Mutter.' Erua eilte hiuweg. gemartert, nieder-gedrückt von dem Vernommenen, doch ulme (»roll gegen den Sterbenden, der sich selbst gerichtet. » » E» war vorüber. Ein verfehlte» Menschenleben hatte seinen Abschluß ge» funden, und das, was sterblich, war der Mutter Erde zurückgegeben. Die Majorin war »och ganz gebrochen von dem Unfaßbare», daß sie ihre» ver-götterten Liebling »icht mehr sehe», sei-ne geliebte Stimme nicht mehr hören sollte. Sie fand keine Worte für diese» Schmerz, nur Tränen brennend heiß ent> stürzte» ihre» Auge». Da«» wieder kam eine Zeit stiller, starrer Ruhe, i» der jeder Trä»e»a»ell versiegte, sie erfchie» sich selbst fiihllo», tadelte sich, daß sie »icht niehr Schmerz empfand, aber es war ihr, als fei etwas gebrochen i» ihr. das jeden Schmer-zensansbruch hinderte, aber a»ch keinen Friede» auskommen ließ Da» Begräbnis harte vo» der Friedhofskapelle ans, wohin die Leiche gebracht war. stattgesuuden. die Majorin und Erua hatte» daran »icht teil genomme». da erstere so schwach imd hinfällig war. daß sie da» Bett hüten mnßte: so konnte sie auch nicht wisse», daß kein Kamerad Oswald ans seinem lebten Gange begleitet hatte. (tut. Ansstöhnend barg sie bei solchen Vor stellnngen ihr Gesicht iu ihren Häude» gleichsam als könne sie sich damit aue! den Blicke» der A»ßei»velt e»tziehen Diese eutsevliche Tat! O. wäre sie butl ungeschehen zu mache»! Sie dachte dar an. wie diese Tat a»ch für ihr Leben ve hängnisvoll sei» würde. Und ein heiße Mitleid mit sich selbst »»d ei» Grane vor dem Lebe» überkam sie, Träne» eu stürzte» ihre» Auge», sie wehrte ihne nicht, e» war Wohltat, sich einmal türf tin auszuweinen. Ganz hingenommen von ihren,Schmer dem sie sich nm so rückhaltloser hingal als sie sich allein in der Wohnung bt fand, die Majorin war nach dein fiir<1 Hof gegangen, überhörte sie völlig, dci schon zum dritten Male an die Tür gi klopft wurde. Der Einlaß Begehrend der wohl das Schluchzen de» jungen Mal cheu» gehört habe» mnßte. öffnete darin «un ohne weitere» die Tür nnd trat übt die Schwelle. Es war Doktor Weller. „Verzeihung." sagte er. „aber «ei. dreimalige» Klopse» wurde überhört a»ch hörte ich Ihr schmerzliches Weinet nnd so erlaubte ich mir. Sie darin z> stören. Erna, können Sie sich den» int '»er »och nicht fasse», nicht vergesieu?" „0, es ist so furchtbar," schluchzte sie auf. Äzit wissen, daß -da» er ein — Ehrloser war." „Erna!" «Ja. ja, Herr Doktor, ich weiß alle» — von Oswald selbst „So hat er doch noch gesprochen nnd Ihre Seele damit belastet ? „Sie wollten das hindern, ich ahnte es. Aber ist e» nicht bin besser so? Einmal würde ich e» ja doch wohl erfahre» habet s,',>ch einem fflmi.Uke Don I V tiittind. («Jitt T*it.» A/a, VS /-H r * ' ^ */ w >• .1 ' K ^ M. - "> J /fit, Katze,iinxstt. li'un St. ?»ec;er,Ie. Pl„,toqravl>>e>BciIa„ »un <«. Hcycr «t stlrtuit, Berlin. »Mit Man hatte Karte» in der Wohnung der Majorin abgegeben, Blntne» nnd »räuze geschickt, die Mutter »ud Schwester des Uuglückliche» wäre» ja z» beklage», weiter aber ging die Teilnahme nicht. Und weder die Majorin noch Erna verlangten nach mehr, beide sehnten sich »icht nach Mettscheu, die sie rannt dem Namen «ach kannten. Erna euipsaud das sogar al« Wohltat, den» wie hjttc sie mit beim die Welt ist »icht so zartfühlend, daß sie nicht gern eittmo einen Schlag austeilte. Und da ist es besser, es geschah an» seiner Mnnde, so weiß ich zugleich, daß er bereut uud es eine — Bei zweifluugstat gewesen ist." Weller suchte zu trösten: „Seine Tat, seine Ver,weiflu»gSta wie 2ie ganz richtig sage», ist mit dem Unglückliche» in sein Gra 155 gesunken. Nie wird ei» Wirt davon über die Lippen der Beteiligten kommen, den» das Ehrenwort, das sie sich gegenseitig ge> gebe», legt ihnen Schweigen siir alle .ieiten auf. Deshalb beruhigen Sie sich mm auch, trübe» Sie sich Ihr junges Lebe» nicht durch solche Qual Bedenken Sie. das, anch noch andere Mensche» Anforderungen an Sie stellen." .Ja. mein Mütterchen.- sagte sie mit tiefer .iärtlichkeit im Tone. »Ich lasse sie ja anch nichlS von dem Schrecklichen ahnen." „Und Sie glauben, daß bloß Ihre Mutter Anforderungen an Sie. Ihre Liebe nnd Zärtlichkeit stellte?" .Wem dürfte ich solche Rechte sonst noch einräumen? Rechte auf mich, aus dereu Rainen ein nnlöfch-barer Makel ruht?" »Erna, Sie glan-ben wirklich, Sie soll-ten etwas büßen. an dem Sie keinen Teil haben? O, das müßte ein trauriger Charak-rer fein, der Ihnen die Schuld des Bruders zum Borwurf mache» wollte." „So sprechen Sie, weil Sie edeldeukeud und grob sind. Aber die Welt denkt anders. die ist nicht groß, die ist kleinlich in ihrem £mß sowohl, wie in ihrer Liebe." .So flüchte zu mir! In meinen Armen, an meiner Brust sollst du geborgen sein vor al-lem Saß! Wir beide lieben nnS. Ich brau-che dich »icht erst dar-um zn fragen, denn deine Augen, diese treuen, aufrichtige» Augeu. sagten eS mir längst. Wir gehören zusammen." Er hatte ihre Sän-de ergriffen und zog sie nun unwiderstehlich au sich, sie lag an sei-ner Brust nnd fühlte den Schlag feine« Her-zenS, das ihr gehörte. L Wonnen diefeS selige» A»ge»blickeS, warum könnt ihr nicht ewig währen? Doch sie durfte sich dem nicht hingeben, durfte feine Liebe nicht mißbrauchen, ihren ge-brandmarkten Nameu nicht mit dem felnigen verknüpfen. Sanft aber entschieden be-freite sie sich au» seiner Umarmung. Es kann nicht sein." N.'- - .So liebst dn mich nicht?" fragte er in atemloser Spannung. Sie zögerte einen Moment mit der Antwort. Gab sie ihm jetzt ein „Rein" a»f seine Frage, so würde er zurücktreten nnd alles I war aus zwischen ihnen, sie hatte erreicht, was sie für recht hielt. Aber sollte sie in diesem Augenblicke, wo er sei» Heiligstes, sei» Herz, seine Ehre, sein ganzes Sein ihr zn Füßen legte, mit einer Lüge antworte»? Nein, das wäre Sünde gegen ihn, gegen sich selbst. — Und deshalb trat sie noch einmal näher an ihn heran, nnd mit leiser, vibrierender Stimme kamen die Worte vo» ihre» Lippen: „Doch, ich liebe Sie mit einer großen, ewigen Liebe. Aber troh- dem darf^ ich die Ihrige nicht werde» - eS wäre ein Unrecht gegen sie - sie wisse», was zwischen uns liegt." .Und ich antworte: Du vernichtest mein Sein, wenn dn be! deiner Weigerung bleibst Meine Liebe ist stark genng. ...» jeden. Bornrteil zn trot>e.w Laß die Welt lästern nnd zürnen, was riimmert das uh«. wen» der Friede in unseren Herzen ist? Siven nicht alle >» einem Glashanse? Wehe dem. der den ersten Stein ainhebe» wollte, er würde 4tif sein eigenes Haupt zuriickfallen." »Dir würde die Welt nnd ihre Meinung gleichgültig fein?" .Bollkominen." .Dn würdest es nie bereuen?" .Nie." »So nimm mich hin. dn selbstloser, dn edler Mann, zu dem ich aufschaue wie zn einem Götterbilds." »Erna! Das ist nicht das rechte Wort. Nicht zn einem Göt-terbilde oder Halbgott soll mich deine Liebe machen, denn das wäre ein Unrecht, »»gerecht gegen dich selbst, den» ich bin ein sterblicher Mensch mit allen Feh-lern nnd Schwäche», die selbst den edelste» und besten unter uns anhaften. Aber ich strebe zu.» Edlen »nd Guten, nnd darin sind wir n»s gleich. Das soll anch ferner da« Ziel unseres Leben« sein. Und dadurch wer-den wir glücklich sein, selbst dann, wenn Stürme »iis umtosen »nd Wetter nnS zn vernichten streben;nn-sere Liebe wird »icht wanken, in ihr sind und bleiben wir eins." »Ja, eins, im Le-bei, »nd im Sterben!" Er breitete seine Arme ans nnd sie sank hinein unter Tränen und leisem Jubel. So fand sie die Majorin, die von ih-rem traurigen Gange »ach dem einsamen Grabe zurückkehrte. Während sie a» der Gruft de» so jäh aus de». Leben Geschie-denen ihren Mnkter-schmerz ausweinte, war daheim ihrem an-dein «finde reich nnd schön das Glück er-blüht in der Liebe ei-nes achtnngswerten Mannes. — Nach der ersten Überraschung segnete Ihr Mutterherz •ü u i (ni o r. «Mi, T^i.» diesen Liebesbn.id aus vollem, dankerfülltem Herze». Anstatt des »iedergebrvchenen kranken Zweiges ein nen aufblühendes Geschlecht - ein neues Reis ans altem Gramm. T#a alte !>tail»i»is in Michelsiadi im CbfiiwniS. bieten toir eine ?>»iichl dc» alle» »ial^ousr» vch Äichclsiudi, loelrijtJ im» auf tViuiiö lr.G ber Pläne »um (Metjiiinni Oberbaural Hos,»au» uub Baumeister Weiss«,« restauriert luiib Ist eigenartige Holzbau mit ber offeue« Halle an ber Sllen-seile, bei» gestreckte« spitze» Erkertürmche» a» ben kirfcii uub in seiner hohe», so" einen, Äiebclrelter überragte« Bedachung dielet ein charakteristische« Ar> chileklutbild au« dem K>. Jahrhundert. Die in ein« Hoizplost« eiugeschnittene Zahl t4«4 verrät un» bat Iahe, In btin ber Bau begounen ober beendet wurde. Im Lause ber Zeit, namentlich durch die >743 vorgenommene Er-Neuerung. sind aber charakteristische Detail» beseitigt oder durch andere ersetzt worden, Jetzt soll da« alle Rathan», da» zu den Sehe»»würdigkelie» de» Odenwalde» gehört, wieder in seiner ursprünglichen Gestalt hergestellt «erben. tkdbr. Der reiche Maderhosbauer hat sich mit einer gespickten Bürse ans den Weg gemacht, um auf dem Pserdemarkt der nah« gelegenen Bezlektstadt ein paar stramme Fuchse» zu kaufen, mit deuen man sich auch sehen lasse» taun, den» er hat'« ja. Bald hat er ein schdne» Paar entdeckt, wenn er diese« erwirbt. so hat er in ber ganzen Umgegenb ba« schönste Gespan». Aber ber Prei» ist ein sehr hoher, jeboch der Maderhosbauer Ist auf ben Besitz dieser Pferde so versessen, daß sie um jede« Prei» sei» eigen werde» müsse» »nd der Handel wird mit Einschluß eine« gute» Trinkgeld« abgeschlossen. Auf der Heimfuhrt siihrt ihn der Weg am Bürenwirt»hau» vorbei, wo er sich nach der gehabten Auseegung elwa» sliirke» muß. Al» e» jedoch an» Bezahlen geht, macht er die schlimme E»tb«cku«g, daß vollständige Ebbe I» seiner Büese ein. gekehrt ist, denn »er Erwerb ber Pserd« hat ei»« größere Summe ersorbert, al« er vorgesehen halte. Daß Ihm da» passiere« muß, ihm — dem reichen Maberhosbauer — dem fast alle Bauern ber Umgegend Schuldner sinb, und er kan» feine Zeche »icht bezahlen. Q». «atzen»nfik. Musik erfreut be» Menschen Herz! «er hdrte »ich, gern ei» gule» Konzert, ein schdne« Lieb? E» stimm« da» Herz «eich «nd erhebt den Sin» über da» Alltägliche. Wo immer Musik l« harmonischen Tbnen er-klingt «nd sei e» auch nur au« der Trnhe eine« Drehorgelkaste»» Hera«», da sinden sich andächtig lauschende Zuhürer. Auch unser Bild zeigt ein« kleine Sängerschar, sieben munter« Bursche», jung, voll Temperament ««d mit kräftigen Slimmorgane« bedacht, «der wehe, wer in die Hörweite ihrer musikalischen Leistungen gerät! '» ist ««verfälscht» .Katzenmusik». jen« wu«d«rbare» Td»e, die. wie der Dichter sagt, .««ein' erweichen, Meiischen rasend machen kan».» — In alle» Tonarten grell u»d unermüdlich miaut da« junge Katzenvolk. da» allein unter allen Gesaug»tü«stlern sich keine« dankbaren Publikum« zu erfreuen >m». denn Katzenmusik ist bekanntlich der Inbegriff all«» Schreckliche» auf bem Gebiet« musikalischer Genüsse. «u» di«s«m «rund« wurde in früher«« Zeiten t»«d vereinzelt auch »och jetzt» Mitbürgern, benen man Mißfall«« bezeuge» wollte, mit allen möglichen und unmöglichen Instrument«« «in« sogenannt« .tlatzenmusik» gebracht, Ganz so schlimm werden'» die Kätzchen auf unserem Bilde »och nicht machen, aber ihr Ko«zert wird wohl keiner al» Genuß betrachte». Schwere Aufgabe. Wer dat Schreibe« nur «rdacht hat? Mit b«r Strick-nadel und dem Kochlöffel versteht di« ft&tht trotz ihrer Jugend so gut «mzu-gehen, doch mit der Feder — ja, ba hapert'» gewaltig. Schon in der Schule ging ihr da« Schreiben «I« recht von der Hand. Wenn ma» aber ei«»« Schatz in der Fremde hat, muß ma» ihm doch mal Nachricht geben, sonst vergißt er «ine» am Ende. Doch »ein — der Peter ist Iren, ber tat da« nicht. Er würd' sich aber mächtig über einen Brief von ihr freuen — da« totifj sie und so benutzt sie di« FeUrabrndstund«. sich a» di« tlrbcit ,» mach««. Sie will ihm sagen, wie gar lieb sie ihn ha», wi« sie immer nur an ihn denkt und di« Tag« zahlt, bi« er wieder heimkehrt. Weu» da« doch schon aus dem Papier ftänd«! Seuf. ze»d sitzt sie vor dem leeren Blatt und e» wird Ihr wohl «och manchen Schweiß, tropfen koste«, bi« di« schwere Aufgab« gelöst und der Bri«f g«schrlib«n Ist. A Unverfroren, stunde: .Di« Hos««trüger, di« ich vor fünf Wochen von Ihnea kaufte, si»d schon «ntzw«i.» — Lad«ninhab«r: .Na, sehen Sie, ich habe Ihnen ja gleich gesagt, wenn Sie bei mir kaufen, dann kommen Sie bald wieder.' Benutzte Gelegenheit. Onkel (der ein leidenschaftlicher Sammler ist): .hast dn auch irgend ei«, Sammlung. Theodor?» — Reff«: .Nein, aber ich fange jetzt a», mir Zwauzigmarkstück« zu sammeln. Sannst Du mlr viel-leicht ein» geben V Schwer verdaulich. Der berühmte Dichter Rabelai» speiste einst bei dem Herzoge vo» Ballcy zu Mitlag; unter anderem wurde eine geröstet« Lampr«t«, di« er über alle» liebt«, aufgetragen. Al» nun der Diener mit &er Platt« an ihm vorüberging, schlug et mit seinem Messer ans de» Rand derselben »nd sagte: .Sehr schwer zu verdau«»!" Der Herzog, der für feine Gesund-heil sehr besorgt war, erschrak und ließ die Schüssel an sich vorübergehen. Anch von den anderen Säst»« wollt« niemand von der gefährlichen Speise nehme«, bi» sie an Rabelai» kam; der zuletzt saß. Diesee verzehrt« die ganze Lamprete mit sichtlichem Wohlgefallen »Wa«," rief da der Herzog voll Stau-»en, .Sie behaupten, dies« Lamprete sei schwer zu verdauen, und haben sie »un doch init Stumpf und Stil aufgegessen! — .Nicht doch," versetzt« Rabelai« lächelnd, .ich meinte nur die silberne Platte, a» bleich schlug, nicht die Lamprete.' Durchschnitt. Arzt lzu seinem neuen Diener): .Sie neigen zu einem Nierenleiden, beihalb müsse» Sie sich aller geistigen Getränke. voruehnilich aber de« ttognak» gänzlich enthalte»!" — Diener: „So, ist da» Kognak, wa» Sie da im Schrank aufbewahren?" HerauSgeplaudert. Verehrer der Schwester: Mäxche», ko«»st du mir «icht eine Locke vom Haar deiner Schwester stlara besorgen?» — Mä». chen: .Nein, aber Ich kann Ihnen sagen, wo sie ihr Haar kaust.» Der Dickster Lainrz war nicht allein durch seine Verse, sondern auch wegen seine» großen Apvetii« bekannt. Al» er eine» Tage« fünf bi» sech« Stunde» hintereinander Mahlzeit gehalten, fragte ihn jemand, der ihn sich kurze Zeit barauf wieder z» Tische setzen sah, ob er ben» noch nicht gespeist habe? ,M«i» Magen hat kein Gedächlni»!» war die lakonische Antwort. St. FUR'SMAUS* Tragdänder «it Krenzstichsticktrei. — Au» seinem, «erusarbige« stongreßstoff, der in fchrü-ger Fade»-lage mit dem unter Abbild«. 2 gegebenen Muster b«. stickt wird, sind di« Tragbün-der h«rge-stellt, ge-ste», natur-graue« Leine« füttert di» Trag-bönder ab, welch« in Brusthöhe zwei Leder-tüschchen ausgesteppt erhalten. «* » ** ||r z 8 **■ * " »«4»" » • xsl 522*'•»•»**** 35* 1 . *£5 * V z. —' *3 : 5 ? i x33x*ai»**5xj i-"52Hj8! N »«»» ).X St. K I ■■ * » » : r «»»» W/fl Tragband«? mit Kre»zstichstl. ffBiii n in i at&x - ; ^IIHiHhb! «* »«»» H < m n «■ •». '«*■ s* * ! ?! , 333 Kreuzstichmuster zu Abb. I. I' » D -er- it; r\LINNU TZ i u L Sä Da» Winterobst lasse man so lang« am Baume, bi« da« Abfallen det gelben Baumblätter den Abschluß der Begetationlperiode sichtbar macht. Frühcr abgenommene Winterfrüchte erhalten nie ihren hüchsten Wohlgeschmack, zeige» nie eine lange Dauer, und werben burch Sinschrunipfe« ans bem Lager un ansehnlich und minderwertig. Ein leichter Frost schadet den Früchten an> Baume im Herbste durchall» nicht. Im allgemeinen wird da» Winlerobji viel zu früh gepflückt. stalbSdraten ans sehr schmackhafte «rt'zu wiirmen Hat man saftige» stalb»braten mit reichlicher Saar« vorrütig, so verführt man wl« folgt: Mau macht bi« Sa««« im Ei«rknch««tlrg«l heiß und legt schd««, vo» allen Rünberu oder Fett befreite Kaibtbratenscheiben hinein. Beginnt di« Sauce zu brobeln schlügt man so viel Setzeier über bi« Masse, wie bie Pfanne hült, streut Sal>. und etwa« Pfeffer darüber «nd serviert die Speis«, w«nn di« Eier seit geworden sinb. Man kann über jede« Ei kreuzweise «in paar Sarbellenfilei« lege». Am besten schmecken gebraten, startoffeln und grüner Salat zu dieser Schüssel Man kann da» Gericht auch in einer Porzellan- oder Steingutschüssel bereiten, i« der gebacken »nd gebratea werden kann. E» kommt In diesem Falle in derselben zn Tische. Da» unter Iohannitbeer- und Slachelbeerstrüuchern herumliegende Laub ist hüuflg der Schlupfwinkel der Raupen de» Stachelbeeesplnner» «nd muß delhalb sorgfältig gesammelt n«d verbrannt werbe«. Rttsel. Ich bin eln kurz elnsilbia Wort, lind doch De» wann«» * Run «» l tauf £o bester Hirtz j letz' zwei klein« Zeiche« vor, tchhefet du auf »et gainmer» tot. i|ch' dieier Zeiche« zweite» au», __wird ein ll-blich Zlim darau». (Run nimm von diesem holten wort. Ta» erste seiner Zeichen fort, Und setz' ein andere» Dafür hin. Und gleich umtiiftert sich dein Sinn l Buchstabenrätsel. Nicht allein Verbrecher Heien Meiner ersten vier« streiche». Auch manch »dle, Unbelcholene Machten osimal» sie erbleiche«. Nur an Rech, und Wahrheit sollen Tich di« letzien drele ketten. Doch die Ei,b«« selbst — da» Ganze werde« hiluftg sich verbeten! »«>1 K. SUubach- «uflSsnng. F 0 L K A H E I V E I L T I 8 P O L K N A U U! K Silbe,tSrgn«zuni»ri>tstl. —th». —«Karr, — dr«e, — te, —«eher. —piti, —buhr, —lert, —«en, —hörn, —!»»<>. —me, —hof, —ton, —itulf, —Und, An Stelle de» Striche» vor obigen Silben soll ie eine der untenstehenden Silben «letzt werde», so daß >« «welsildige Namen derMmiee R«nner entstehen. Sind dieselbe« richtig gefunden, lo er- . ben die «nfana»buchl!alxn der >» «amen, odia'c lieillenfolge nach gelesen, den Kamen eine» be* . . . nach gel« rühmlen, veeu^ischen Heertlihrer». Die vorzusetzenden Silben laute«! XI. An. Eich. Eck. Ficb, Oel. Ooe, ItT, N«l. Ni«, O. tttl, ßeu, Uh, VI. »erman Kothenfel». »ustdfung folgt In nächster Nummer. Nun, Anfügungen aus voriger Rnmmee: »er Scharade: Her. Bor». Herdor». - De» Logogrlph»! ttrel». »I. Nel». «I«. KUe »lechie »»r»eh«lle«. «erantwortliche Redaktion Von Senk» Pfeiffer, gedruckt und tzerau»gegeben do« Grelner & Pfeiffer in Stuttgart