mfSi DRE1UNDFÜNFZIGSTER der k. k. Staats-Oberrealschule ' in GÖRZ über das - » % ■ v Schuljahr I9I2-I9I3. =0=---------------- INHALT: 1. Nikolausspiele ausTirol, II.Teil, herausgegeben von Dr. A. DEPINY. 2. Schulnachrichten, vom Direktionsleiter. 1 GÖRZ 1913. Selbstverlag der k. k. Staats-Oberrealschule. Buchdruckerei Seitz Nachf. A. Musig. % DREIUNDFÜNFZIGSTER Jahresbericht der k. k. Staats-Oberrealschule in GÖRZ über das Schuljahr 1912-1913. =0=------------- INHALT: 1. Nikolausspiele ausTirol,II.TeiI, herausgegeben von Dr. A. DEPINY. 2. Schulnachrichten, vom Direktionsleiter. GÖRZ 1913. Selbstverlag der k. k. Staats-Oberrealschule. Buchdruckerei Seitz Nachf. A. Musig. NIKOLAUSSPIELE aus TIROL, II. TEIL, HERAUSGEGEBEN VON Dr. A. DEPINY. Zum gttten Hirten: Wo aus, mein guter Jüngling? Was ist denn dein Begehren? Wer hat dir Leids getan? Das möchte ich jetzt hören! Guter Hirte: Ein Schäflein ich verlor, ist aus dem Stall gegangen! Such’s dreiunddreißig Jahr mit großem Verlangen. Pilger: 475 Hast du dieses Schäflein denn niemals verspürt Unter dieser langen Zeit Auf der Heid ? Guter Hirte: Ja, das ungeratne Tier, (Es) ist bei den Wölfen lieber als bei mir! 480 Ach, Schäflein, kehr zurück (zu) dem Hirten dein! Pilger: O ihr felsenharten Stein! Laßt euch doch erweichen, Seht seinen Jammer an, weil keiner seinesgleichen! Behüt dich Gott, mein Schäfer, muß meine Reis vollbringen, 485 Daß du dein Schäflein findst, soll dir wohl gelingen ! 1. Jüngling: Ich bin ein Jüngling wohlgeborn Und von gutem Stamme, Frisch und gsund von Gott erkorn, Karolus ist mein Name. 490 Weil von Natur ich wohlbestellt, mich schöne Gaben zieren, So sucht der Teufel mich, das Fleisch und d’ Welt z’ verführen, Guter Hirte: Ich bin ein guter Hirt, v Bewahre meine Schafe. 0 Mensch, hast du geirrt, 495 Steh auf vom Sündenschlafe. Nimm mein Herz, gib mir das dein ! Kann meine Lieb noch größer sein ? O Mensch, gedenk an mich Und nimm dein Kreuz auf dich. 500 Wenn du schon leidest Weh und Ach, 475 du denn.... — 479 Ist lieber bei den Wölfen als.... — 484 Schäfersmann. — 487 gutem Adel. — 490 ....und mit schönen Gaben gezieret. Gedenke, du folgest mir nach! 0 große Freud in meinem Herz, Daß ich die Seel gefunden hab, Die ich solang gesucht mit Schmerz. 505 Ich danke dir, o Vater mein, Laß dir die Seel befohlen sein. Geht ab. Jüngling: Himmel, was höre ich, was muß denn dies bedeuten ? Was ist das für ein Stimm hier auf dieser Weiden? Sie dringt durch Mark und Bein, 510 Das ist kein Menschenstimm, das kann nicht möglich sein. Der verstellte Teufel: Ich bin ein Jäger im grünen Wald, Das Schießen niöcht ein’ n schrecken bald ! Mein Hund will mir nicht folgen jagen, Drum möchte man wohl gar verzagen. 515 Aber doch geh ich auf d’ Heid hinaus Und hoffe mir dort einen Schmaus. Der Jüngling kommt in meine Klauen, Er wird mir gut als Wildbret taugen! Drum schleich ich nach bei Tag und Nacht, 520 Jag nach der Seel wie ein Wolf nach dem Schaf. zum Jüngling: Jüngling, (Jüngling), das geht dich an, Gwiß werd ich dich noch fechten an! Viel Stöß und Schlag werd ich dir geben, Daß dir die Haar zu Berge stehen. 525 Wenn du es aber hältst mit der Welt, Und führst ein freches Leben, So gib ich dir brav Gut und Geld Und Lustbarkeit daneben. Jüngling: Nun was hör ich ? Das macht mir Mut! 530 Mein Herze dringt nach Geld und Gut, Das ist auf Erd mein größter Schatz, Denn ’s macht dem Menschen viel Gunst und Platz. Teufel: Anno Februar werd ich genannt In unserm Reich auf Erden, 535 Wer nur zu mir kommt in der Not, 505 liebster Vater. — 506 diese. — 509 Herz, Mark. — 520 Und jag. — 529 mir ja... — 530 nach dem. — 531 auf der Erd..,. Dem kann geholfen werden. Jüngling, bleib nur bständig treu, Geld gib ich dir, es bleibt dabei! Dein Gott will dich nur hexen an 540 Und dich zu Kreuz und Leiden führen! Schutzengel: O wie betrübet bin' ich heut, Wenn diese Seel verloren geht! O liebster Jüngling, was gibst du hin, Was hast du in deinem Sinn ? 545 Weißt du nicht, daß dich Gott Mit seinem bittern Tod Erlöst hat aus der Not? O Jüngling, folg nicht seinem Rat, Der Teufl will dich verführen grad. 550 Er wird dir Tag und Nacht nachstellen Und will dich stürzen in die Höllen. Teufel zum Engel: Schau, schau, der Mensch dich ganz veracht Und dich zum Spott und Hohn verlacht. Engel: Es ist zwar wahr, daß mich der Mensch veracht, 555 Aber doch bewahr ich ihn bei Tag und Nacht. Teufel zum Jüngling: Sünder, sieh, was hast getan Mit Worten, Werken und Gedanken? Was hab ich dich geschrieben an ? Jetzt bist du in meinen Schranken! 560 Die Hoffart hast du sehr geliebt, Den Geiz (vielmals) daneben, Jetzt mußt du Rechenschaft geben. Den Neid hast du geliebet sehr, 565 Sogar den Fraß desgleichen Und auch den Zorn vielmehr. Der Trägheit wolltest du nicht weichen. Drum warte ich auf deine Seel, Wenn sie vom Leib wird scheiden, 570 Und ich führ sie mit mir zur Höll -Muß dort ewig bleiben! 548 O liebster Jüngling. — 549 Denn der Teufel.., — 553 gar verlacht. — Jüngling: 0 weh, was fang ich an ? Sollt ich verloren sein und ewig verdammt Zum Unglück, weil ich keine Gnad zu hoffen? 575 Jetzt bin ich (ja) schon im Sündenbad ersoffen! Verflucht sei jener Tag, (verflucht sei) jene Stund, Wo ich das erstemal folgt’ dem Höllenhund. Ach, ich Unglückselger! Sollt ich jetzt als Sklav des Teufels sterben! 580 O könnte ich noch Gnad und Huld erwerben! Du warst vor allem Schuld daran, Daß ich muß hören Spott und Hohn! Nun ist meine Hoffnung verloren, — 0 wär ich nie zur Welt geboren! 585 Jetzt ist es um mich geschehen, Ich will gleich selbst mir nehmen das Leben. Will sich selbst ermorden, wird aber von dem Engel abgehalten. Engel: Ach, Jüngling, halte ein, willst du dich selber töten? Weich von dem bösen Feind, Gott hilft dir ja in Nöten. Erwecke du nur Reu und Leid, 590 Daß Gott dir ganz gewiß verzeiht! Denk doch zurück ans Gotteslamm, Das für alle Sünder hat genug getan. Jüngling: Mein Gott, es reuet mich von (meinem) ganzen Herzen! Engel: Pack dich, Satan, von dannen! 595 Du bist Gott entgegen! Du gibst der Seel die Höll zum Lohn — Und ich führ sie zum ewgen Leben. Jüngling: Gott sei die Ehre und dir, o Engel, Dank, Weil du mich bewahrt vom ewgen Untergang. Engel: 600 Ach, herzliebster Jüngling mein, Bereue deine Stind Und trau dem bösen Feinde nicht. Denn er verspricht viel Gut und Geld, Bringt dich zur Hüll nach dieser Welt. 572 ich denn. — 576 Tag und jene. — 588 in allen. — 590 Gott wird dir ganz gewiß verzeihn. — 591 ans wahre. — 593 vom ganzen — 599 bewahret hast. — 604 Und bringt. — 605 Mensch, denk, was der Verstellte kann, Er brachte diesen Jüngling in seine Klauen schon.' Der Teufel, das Fleisch, die Welt Der Tugend sehr nachstellt. Nun, liebster Jüngling, komm zu mir, 610 Weil ich dich zu deinem Hirten führ, Der dich sucht’ dreiunddreißig Jahr Und gab für dich sein Leben dar. Teufel: Geh nur fort von mir, ich werd gewiß noch wachen Und werde deine Seel der Höll zum Raube machen, 615 Das ist kein große Kunst, bsonders bei jungen Leuten ; Ich geh es langsam an, wirf nicht mit Prügeln drein, Sonst würde meine Kunst bald verraten sein. Ich werd anreizen all, die Stände groß und klein, Und werd sie bringen bald in der Hölle Pein, 620 ............................................................... Wenn ich’ s allein nicht kann vollbringen, 625 So werd ich noch viel Teufel dingen. Engel: Hinweg, du Höllengeist! Der Himmel ist dir verschlossen. In die Höll hinab ! Du findest keine Qnad Und mußt sein verstoßen. Teufel: 630 Wenn ich schon weichen muß, hast mich nicht überwunden. Wenn diese Seel bei Gott hat Gnade schon gefunden, So werd ich Tag und Nacht all Müh und Fleiß anwenden Und werde in die Welt (noch) viele Teufel senden. Ha, ha! Soll ich dazu (vielleicht) jetzt schweigen still ? 635 Es soll doch nicht geschehn, wie du es (haben) willst. Noch heute stelle ich mir einen Diener ein Und der soll der leibhaftige Teufel sein ! ab. Engel: Horcht auf, ihr Menschen, was ich euch sag, Gott hat mich gsandt an diesem Tag, 640 Daß ich euch schütz zu jeder Frist G05 Menschen denkt. — 616 und wirf. — 618 alle Stände. — 620 Geistliche, weltliche... sind vor. — 621 ist auch... ich werde sie führen zum. — 625 zu mir dingen. — 626 mit dir du. — 630 so hast mich doch nicht... — 631 diese Seele schon bei Gott. — 640 beschützen soll zu. Vor Teufelpredigt und arger List. Denn er bewegt nur Seel und Leib, Die er zu Sünd und Laster treibt. Er trachtet auch mit Witz und Sinn, 645 Daß er die Seel in d’ Höll bringt (hin). Lied des Schutzengels. 1. Grüß euch Gott, herzliebste Kinder, Klein und zarte Jugend mein, Ihr seid noch nicht große Sünder, Tut Vater und Mutter ghorsam sein. 650 Tut am Morgen fleißig beten, Rufet Gott und Maria an, Den Schutzengel sollt verehren Und Niklaus, euren Schutzpatron. 2. O liebe Kinder, tut doch fürchten 655 Den verdammten Höllenhund, Der euch Tag und Nacht nachstellet, Euch z’ verschlingen in den Abgrund, Er ist einmal im Himmel gwesen Und weiß, wie groß die Freud tut sein, 660 Drum trägt er Neid in seinem Herzen, Wann ich euch führ in ’n Himmel ein. 3. Liebste Eltern, tut doch denken, Was euch Gott befohlen hat, Daß ihr die Kinder führt in Schranken, 665 Damit sie leben in der Gnad. Weil euch Gott in diesem Leben Hat anvertraut und Kinder geben, Drum tut euch befleißen recht, Damit ihr Gott sie wiedergebt. 670 4. Nun wohlan, ihr lieben Kinder, Ich bleib bei euch bei Tag und Nacht, Will euch bewahrn vor großen Sünden, Folget mir und meinem Rat, Weil euch Gott in eurem Leben 675 Hat einen Schutzengel geben, Der Tag und Nacht euch schützen soll, Groß und klein. Nun, lebet wohl! Geht mit dem 1. Jüngling ab. V. 2. Jüngling: Ei, da sind (ja) Leut! Das ist für ein junges Herz eine Ergötzlichkeit. 652 sollt ihr. — 658 in dem. — 675 Engel. 680 Ihr jungen Manncrsleut, erlaubt euch eine Freud! Gott schickt uns noch lange eine Qnadenzeit. Hätt noch z’ reden viel, doch muß ich schweigen still, 685 Weil der h. Nikolaus bei uns einkehren will. Ich halte sehr viel auf solch einen Mann, Der die liebe Jugend unterrichten kann. Aber ich brauch keine Predigt und Christenlehr, Ich habe schon selbst ein (solches) Büchlein z’ Haus, 690 Ich weiß mir schon selbst, was zu lesen draus. Tod: O Jüngling, du irrst dich wohl weit, Es ist dir nicht solang, wie du meinst, gschenkt die Zeit. Jüngling: Wie, meinst du mich ? Tod: Ja, Jüngling, eben dich! 695 Heute lebst du noch, Morgen bist du tot! Jüngling: Pfui, du hast ein schrecklichs Qsicht, Gehe fort, ich kenn dich nicht! Tod-. O Seel, du hast schon große Zeit, 700 Es wart’ t auf dich die Ewigkeit! Mög dir Gott noch gnädig sein Und dich führn in’ n Himmel ein. Jüngling: Wer ist denn der, der rufet hier? Wohin, wo aus, willst du mit mir ? 705 O sage an, wer du tust sein, Ich kann mir’ s gar nicht bilden ein. Tod: Ich bin der Tod und hab die Macht, Von der Welt dich z’ rufen ab. Ich komm zuvor und melde mich, 710 Ich sag es dir: „Bereite dich“. Jüngling: Von der Welt muß ich jetzt dann. 683 Tut euch recht um die. — 684 Ich hätte. — Weil ich’ s nicht erbitten kann Und weil’ s doch nicht kann anders sein, So gib ich meinen Willen drein. Tod: 715 Die Stund ist da, der Hammer schlägt, Wo Gott nach deiner Seele fragt. Ich muß dich nehmen schnell bereit, Du mußt fort in die. Ewigkeit. geht zurück. Jüngling: O Jugend, tu an mich gedenken, 720 Tu mir ein Vaterunser schenken, Weil ich muß in die Ewigkeit, Daß ich erlang des Himmels Freud. Lied des Jünglings. 1. O stolze Jugend, tu betrachten Den so kurzen Lebenslauf. 725 Und man tut’ s gar wenig achten Und gar selten denkt man. drauf, Daß uns Gott das Ziel gegeben, Auf der Erde zu erleben, 730 Als ob kein Zeit zum Sterben wär. 2. Ach, jetzt kommt der Tod daher; Kaum hab ich angefangt zu leben, So tut mir schon der Tod nachstreben Und zeigt mir hin zur Totenbahr. 735 Daß ich soll die Welt verlassen Und sollt reisen fremde Straßen, Ich weiß nicht, wohin, wo an ; Ach, das kommt mich schmerzlich an. 3. Einmal, da ich ruhig schlaf, 740 Denk nicht an die Ewigkeit, Verspürte ich in dunkler Nacht Eine große Bitterkeit — Und ich hab es gleich vernommen, Daß der Tod um mich tut kommen 745 Und reißt mich fort von dieser Welt, Wo mein Leib in Staub zerfällt. 4 Meine Mutter tut betrüben (Ach) mein gar so früher Tod; Denk an Gott, der uns tut lieben, 713 nicht mehr anders kann sein. — 729 fehlt. — 731 kommt schon. — 750 Zeig dies an und geh nun fort, Weil ich muß die Augen schließen Und die Ewigkeit genießen Und erscheinen vor Gericht. O Mensch, betrachte (doch) nur mich ! 755 5. Noch eins darf ich nicht vergessen, Daß ich euch ermahnen soll, Daß ihr nicht lebt so vermessen, Als ob man niemals sterben soll, Weil wir all auf dieser Erden 760 Müssen Staub und Asche werden, Müssen ruhen in der Erden, Bis wir auferstehen werden. . Der Tod kommt. » Jüngling: O, Furcht und Schreck (und Pein) und Grausen Machst du mir, o bittrer Tod, 765 Ich bitt dich, bleib du (nur) draußen Und laß mich länger leben noch. Ich bin ein Jüngling von besten Jahren, Besitze Reichtum, Gut und Geld. Wenn ich alt werd, will ich’ s wagen 770 Und will verlassen diese Welt. Tod: Ich laß mir keine Zeit vorschreiben, Ist das Gras in erster Blüh, Ich schneid es ab, weil gern ich schneide, Als wenn’ s gestanden wäre nie. 775 Ihr möcht ruhen, ja wohl wachet! Heut mußt du mit mir behend, Heut mußt aus dem Blumengarten, Das Spiel nimmt (heute) dir ein End. grün Feuer. Jüngling: Ach, ich war ein elend Sünder, 780 Wie hab ich geirrt so sehr, Ich hab glebt als wie ein Blinder, Als wenn kein Höll, kein Himmel war. Ach, wie wird es mir ergehen Vor dem höchsten Richterthron ? 785 Ach, wie werde ich bestehen, Ich hab so wenig Guts getan. 772 im ersten Blühn. — 773 weil gne (?) Schneide. — 785 meine Rechnung. Tod: Mach dich auf, jetzt mußt marschieren, All dein Reu ist viel zu spat, Ich laß mit mir nicht disputieren, 790 Fort mit dir ins dunkle Grab. Hast du Guts getan im Leben, So trägst’ s mit dir in d’ Ewigkeit. Wie man lebt, so stirbt man eben, Nur dem Frommen ghört die Freud. grün Feuer. Jüngling: 795 Ach Tod, ach Tod! Ach halte inn! Schau mich an, wie jung ich bin. Es ist erst sechsundzwanzig Jahr, Daß ich zur Welt geboren war. Tod: Mir ist gleich, jung oder alt, 800 Ich nehm hinweg, was mir gefallt. Ich schau nicht auf groß oder klein, Wenn ich komm, muß’ s gstorben sein. Jüngling: Ach, laß mich leben auf dieser Welt, Ich bin ein Mensch und hab gefehlt. 805 0, laß mich tilgen meine Sünd, Daß ich noch den Himmel find. Tod: Stind zu tilgen, ist nicht mehr Zeit, Es wart’ t auf dich die Ewigkeit! Doch mach ein rechtes Testament, 810 Es ist schon da dein letztes End. Jüngling: Geht’ s mir um einen Priester schnell, Daß er speise meine Seel, Daß ich noch erreichen tu Den wahren Jesum, sein Fleisch und Blut. 815 Ach, könnte ich mich verschliefen In den tiefen Meeresgründen, Daß mich der bittre Tod nicht findt. Tod: Magst dich verschliefen, wohin du willst, Weißt nicht, daß ich dich tibrall find ? Der Tod schießt, der Schutzengel trügt den Jüngling hinaus. 795 halt ein. — 797 Ich erst. — VI Die Türken. 1. Diener als Türk: 820 Willkommen (seid) mir Eltern! Von Herzen seid gegrüßt, Frohlockt, weil große Freud heut eurem Haus entsprießt. Frohlockt und hört mich an : Der große Nikolaus Besuchet (heute) selbst euer wertgeschätztes Haus. Er teilt mit eigner (Hand) die reichen Himmelsgaben 825 Der frommen Jugend aus, die was gelernet haben. 2. Türk: Erfreuet euch demnach, (ihr alle) groß und klein, Der Wundermann wird bald (bei euch) zugegen sein. Er gibt zugleich der Jugend seine weisen Lehren, Er zeigt auch, wie man Gott sollte stets verehren. 830 Die Lieb regiert sein Herz ! — Die ändern Diener kommen. 3. Türk: Geehrtes Haus willkommen ! Laß dir viel Freud verkünden: Sankt Nikolaus wird sich heute bei euch einfinden, Er sendet uns voraus mit seinen edlen Gaben, 835 Die fromme Jugend soll sie zu genießen haben. 4. Türk: Die fromme Jugend ja wird er besonders ehren Und ihnen mit Geduld reiche Gaben b’scheren. Er hat sein Freud daran und ist der Güte voll, Er ist ein (frommer) Mann, wie’ s viele geben soll. 1. Türk: 840 Sein Glanz (der) übertrifft der Sonne (helle) Strahlen, Sein Lob kann man weder beschreiben noch abmalen. 2. Türk-. Sein Majestät ist groß, die Herrlichkeit floriert, Die höchste Tugendkron sein Haupt mit Lorbeer ziert. Gesang der Türken. 1. Wollen nun den Nikolaus preisen, 845 Der uns heut wird kommen an, Große Freud wird uns erweisen, 820 ihr Eltern. — 824 Himmels reichen. — 828 gibt zugleich auch. — 829 wie man soll stets preisen Gottes Namen. — 837 mit Lieb und Geduld. — 844 Wolln wir. — Weil er ist ein gnädger Mann. Er erniedrigt sich zu kommen Von dem hohen Himmelsthron, 850 Die kleine Jugend zu belohnen. Daß sie sollen leben fromm. 2. Er liebt die frommen Kinder ja, So wie er (es) auch selbsten war, Trägt sie auf seinen eignen Händen, 855 Errettet sie aus aller Gfahr. Er nahm den Jüngling aus unsern Händen, Trug ihn zurück ins Vaterland, Dies Wunder wir anjetzt bekennen, Was Gott durch ihn bewirken kann. 860 3. Und wir Türken müssen erkennen, Weil wir’ s selbst erfahren ham, Daß er ist ein Vater der Armen, Der uns allzeit trösten kann. Wolln wir an sein Guttat denken 865 Und ihm zugleich auch dankbar sein, Wird er bei Gott für uns auch beten Und der Mutter Maria sein. (Ein Türk:) 0 komm in unsre Mitte, o großer Wundermann, Erhöre unsre Bitte durch Gott und seinen Sohn. Alle vier Türken : 870 Wohlan, so komm herein, betrete dieses Haus, Wir dienen dir getreu, o großer Nikolaus! VII. Nikolaus: Gepriesen und geehrt, gelobt, gebenedeit Sei der dreiein’ge Gott in alle Ewigkeit! Glück, Segen, Heil und Gnad bescher (er) diesem Haus 875 Alls Ungemach der Sünd für allzeit weich hinaus, Mein Gruß geht allzeit vor, mein Segen geb Gedeihn, Ihr sollet all mit mir im Herren euch erfreun ! Doch muß im Anfang ich die lieben Eltern fragen, Ob ihre Jugend fromm, gottsfürchtig ohne Klagen. Schutzengel: 880 Großer Gottesmann, laß mich statt ihrer sprechen! Erlaub ! Die Jugend weiß noch wenig von Verbrechen. 848 sich selbst. — 854 Trug. — 856 Und er. — 858 jetzt. — 859 durch seinen Diener wirken. — 8613 Dann wird er auch für uns bei Gott bitten. Sie ist unschuldig (noch und) zart in ihrem Blühen, Sie kann daher nicht viel in ihrem Tun verfehlen. Schau sie nur liebreich an : unmündig noch und rein, 885 Laß sie dir von mir stets anbefohlen sein. Nikolaus: Wohlan, ich nehm euch auf liebreich in meinen Schutz Und allzeit bietet stets eurem Feinde Trutz. Seid aber wohl bedacht auf fromm und gute Sitten, Denk jeder stets daran, daß Gott für uns gelitten ! 890 Befleißt euch immerdar, das heilge Kreuz zu machen, Ruft Gottes Beistand an in allen euren Sachen. Nun will ich sogleich die zarte Jugend fragen : Was habt ihr gelernt, was könnt ihr mir aufsagen? fragt die Kinder aus. Ich bin schon zufrieden und bin wohlvergnügt! 895 Ob aber sonst alles sich zusammenfügt, Darüber muß ich meinen Klaubauf vernehmen gleich, Wie ihr euch aufgeführt und wie verhalten euch, Ob ihr den Eltern folgt und gehorsam seid, Ob ihr dieselben liebtet und ehrtet jeder Zeit ; 900 Ob ihr sowohl vor Tisch, als auch nach dem Essen . Das schuldige Gebet nicht öfter tut vergessen, Ob ihr wohl betet auch, vor ihr schlafen geht Und dies nicht unterlasset, wenn ihr vom Schlaf aufsteht; Ob ihr lernet auch das Lesen und (das) Schreiben, 905 Nicht etwa tut dabei Geschwätz und Possen treiben ! Ob ihr lebet, um den Himmel zu erwerben Und nicht geratet in das ewige Verderben. Klaubauf, unverweilt mir alles zeige an, Damit ich nach Verdienst, belohnen oder strafen kann. 1. Klaubauf: 910 0 großer Kirchenfürst, ich will dir alls entdecken, Was ich gesehen hab. Das ganze Jahr gab ich auf sie recht fleißig acht Und ihre Lebensart mir gar zu wohl betracht. Durch Fenster und durch Tiiren guck ich stets hinein, 915 Sonst sah ich aber nichts, als daß sie böse sein. Sie wollten folgen nie, der Bosheit sind s’ ergeben, Die Zeit verschlagen sie und führn ein liederlich Leben. Nicht beten wollen sie, man muß sie dazu zwingen, Sie sind ausgelassen in allen ihren Dingen 920 Und ohne heilges Kreuz gehen sie oft schlafen ; 896 Ich darüber meinen Klaubauf muß vernehmen gleich. — 902 wohl auch — 905 Und etwa tut dabei nicht. — 910 alles gleich. — 915 böse Kinder. — 916 Denn niemals folgen wollen sie. Zu morgens sind sie auch wahrlich so beschaffen, 2. Klaubauf: Schweig still, du weißt nicht viel! Viel mehr kann ich dir [sagen! 925 Kein Zeit erklecket mir, all Klagen vorzutragen. Was tun sie in der Kirch, o heilger, großer Mann ! Höret ihre Bosheit mit kurzen Worten an : Sie gaffen, lachen, schwätzen Und vor dem höchsten Gut mit Bosheit sich ergötzen. 930 Sie rennen andre an und zupfen sie beim Haar, Sie machen es mit Gott fast wie die Judenschar. Dann gehn sie trag nach Haus, maulgaffen auf den Gassen. Kein Fried den Leuten lassen. Und ist die Zeit zur Schul, hört man gar oft sie sagen, 935 Ich tue heut nicht gehn, ich hab ein schlechten Magen. Kein Andacht und kein Lieb, noch Gottesfurcht sie zeigen, Auf alle Bosheit nur stets ihre Sinne neigen, ln diesen und noch mehr bestehen unsre Klagen, Die wir dir, heilger Mann, jetzt haben vorgetragen. 1. Klaubauf: 940 Mithin, o Niklaus, ist ihr Urteil leicht zu fällen, Daß diese Kinder jetzt in unsrer Gwalt tun stehen. Darum versenk man sie wohl in das tiefe Meer, Weil sie so ungehorsam gewesen sind bisher. Nikolaus: Dies ich nicht gerne hör, das sind ja große Klagen, 945 Ich muß doch zuvor meinen Engel fragen, Ob es denn also sei, ob ich es kann verzeihen Und ob ich ihnen Gnad und Huld noch kann verleihen. Schutzengel: O großer Himmelsfürst! Soll ich die Wahrheit sagen, So sind unwahr nicht die vorgebrachten Klagen. 950 Allein, wie es nun geht und sich beständig zeigt, So ist der Mensch von Jugend zum Bösen mehr geneigt. Jedoch die Kinder werden zum Guten sich bewegen, Sie werden bessern sich, anstelin ein frommes Leben. Der Engel kniet nieder. Diesmal verzeihe noch und tue sie verschonen! 955 Ich hoffe Besserung und werd sie stets ermahnen. 936 erzeigen. — 948 wenn ich soll die Wahrheit sagen. — 952 sich noch. — 954 Verzeihe noch diesmal. — 955 hoffe die. — Nikolaus: Steh auf, erhebe dich, ich lasse mich noch lenken. Ihr aber sollet stets an meine Liebe denken, Zukünftig fleißig sein, gehorsam und dabei Andächtig in der Kirch, das hoffe ich von euch, 960 Ihr sollt jetzt meine Gab von mir sogleich empfangen, Sucht nur die Himmelskron dafür zu erlangen ! Gabenverteilung. Doch seid (stets) bedacht auf (Fleiß) und gute Sitten Und denket, &as der Herr für unser Heil gelitten. Mein Segen bleib bei euch, mein Schutz wird ob euch walten, 965 Der große Gott zugleich soll dieses Haus erhalten. /. Klaubauf: O Kinder, helf euch Gott! Wenn ihr nicht folgen wollt, An diesen Ketten ich euch grausam binden soll. 2. Klaubauf: Will grausam schmieden euch, ins tiefste Meer versenken, (Und) zu einem Fraß den wilden Tieren schenken. 970 Ihr Weiberleut habt’ s ghört, ihr braucht dazu nicht lachen! Die Höll ist euch gebaut, wo Feur und Flammen krachen, Die ihr wohl verdient für euern Betrug und Scherz. 975 ........................................................ 1. Klaubauf: Ihr Mannersleut, seid auch nicht genommen aus, Weil ihr durch Ungestüm verkehrt oft’s ganze Haus. 2. Klaubauf: Nun, Kinder, hütet euch und bessert euer Leben Und tut euch in den Schutz des Nikolaus ergeben. gelten ab. VIII. Drei Bettler, einer mit einem Korb, kommen. Lip/, erster: 980 Geht’ s, röd ihn einer an! muaß denn i älls sägn ? Veitl, zweiter: Schau, Narr, i muaß’ s Kerbl trägn. 971 Für euch ist schon eine Hölle gebaut. — 975 gebraucht. — 979 euch jetzt. — H o is, dritter: Mein heut habt’ s wohl an bsundan Ränt, Die tean, als wann kuena betteln könnt. O, heiliger Nikolaus, 985 Teil uns armen Schluckern ä a Almosen aus! Mir häm nix, as was mir uns daböttln Von Haus zu Haus. Es trägt kam a Fraggal Bräntwein aus. Nikolaus: Was wollt ihr denn von mir, Äpfel, Nüß oder Köstn ? Lipl: 990 Mein heiliger Nikolaus, Mir häm jä kuener an Zähn im Maul! A Geld war äm böstn! Nikolaus: Da habt ihr was zu meinem Angedenken, Fangt aber keine Raufhändel an, 995 Sonst werd ich euch nichts mehr schenken. Nikolaus geht ab, alle 3 Bettler: Vergelt der’s Gott tausendmäl, Bis i zähl. Veitl: Iatzt gehts nar älla, A Geld hat er ins gebn und gär a nägelnois. Hois: 1000 A tua nar nit läng schwatzen Und tua ins nit läng ratzen. Wäs is’ s denn ? A Täla ! Veitl: A fix! War af so an Herrn wohl gär nit zviel! Lipl: Wiaviel wirds denn öppas treffen auf die Persun ? 1005 Es is, mein Oad, nit fein, daß koaner roaten kun. Veitl: Mein, bist du a ungeduldiger Stier! Triffts di nit a 68 Kreuzer wia mir. Hois zu Lipl: Iatzt könna mir ins wohl an Bräntwein kafn ! Lipl: Näch höbast du mehr un z’ rafn! Veiti za Lipi: 1010 Jä, er derf nit gär läng pochen, Es jägt’ n sein Weib glei aus’ n Haus, den grobn Zochn. Hois: Hält die Goschn, du schiacha Bär, Scliaust e wiar a ängebrännter Judentempel her! Lipl: Wißts wäs, Kämerädn, mir gehn gien uans singa! Veitl: 1015 Jä, wenn’ s ins taten an Branntwein bringa. Hois: Wo wern ina öpper af die Weise finden! Lipl: Du singst vorn, i in der Mitten Und der Kropf hinten. aus einem alten, hölzernen Buch: Lustig sind mir Schlamperer, 1020 Erheben unsre Stimm, Sankt Nikolaus hat uns gebn An großn Silberling. Iatzf wölln ma nur Sekt saufn, Solang der Täler währt. 1025 Sankt Nikolaus sei gepriesen Im Himmel und auf der Erd ! Lipl: Wißt’ s wäs, Kämeräden, Mit unsren Gsäng derfn mar ins weita nit foppen ! In meinen Häls is’ s nett’ so rauch, 1030 Als wenn uana drein tat d’ Haxen hockn. Veitl: Bei mir tuat’ s a nit guat aufa schmecken, In mein Mägn is’ s nett’, als wenn tat a Kätz verrecken. Hois: Jä, Buam, i glab, mir derfn nit gär läng tänzn, I häb öppas gschmeckt, 1035 Es wird der Bettelvogt'kömma. Mir mtiassn ins weita schänzn. Bettelvogt: Dä is des verfluchte Gesindel, 1013 Schaust net. — Des i such auf älln Gässn und Sträßn Und hat si nirgends finden lässn. 1040 O iatzt bin i müad, des is a Graus, Packt euch alle bei der Tür hinaus! Lipl: O gnädiger Herr, seid nit gär so gach! Mir häm an Krumpn! Ös is äll mit a Wucht gebunden. Bettelvogt: 1045 So zeigt mir seine Wundn. Veit: Jä, es hat’ n erst nächtn der Bäder verbundn. Bettelvogt: Ihr seid mir die rechten Lumpn ! Rauft mit den Bettlern, alle ab. C. HOPFGARTNER NIKOLAUSSPIEL. 1. Auftritt. Vorläufer: (Liebe Leute) merkt auch auf den Teufel auf, Denn dieser saget nur die Wahrheit (euch) heraus. Was dieser weiß und fragt, Hat euch noch niemand gsagt, 5 Drum sollt ihr hören heut Ein große Neuigkeit. —------------- Ihr höret gwiß recht gern, was der Verführer tan, Was er richtet für ein (großes) Unheil an, Er erscheinet (da) in schmucker Jägertracht 10 Und hat viel tausend schon um die Unschuld gebracht. Denn alle (Leut), die sich nach seiner Lehre richten, (Die) müssen (alsobald) auf d’ Seligkeit verzichten. Ein frommer Pilgersmann, der Gott geweiht sein Leben, Er wird von ihm umgarnt und hat sich ihm ergeben. 15 Da hat Maria sich seiner (schnell) erbarmt 1-27 fehlt im Text; die verstümmelten Verse stehen auf dem Einbandblatt mit dem Zusatz: Aus der Vorläufenolle. — 3 erfragt. — 4 Das hat. — 1 6 zu einer großen. — 7 Ihr Frauen und Herren höret... der höllische. — 10 Unschuld und Himmel. — 13 frommer, alter — 14 von diesem Verführer. — Und einen Engel ihm zur Rettung (her) gesandt. (Es treten weiter auf) zwei fromme Schäferjungen, (Die) hat er verführt und ist ihm auch gelungen. Doch eh er mit dem Schwur sie beid an sich gekettet, 20 Erschien der gute Hirt und hat sie noch gerettet. Ja, der Jugend kann er gar gefährlich wern, Drum achtet, (liebe Leut), nicht auf seine Lelirn. Ein Jüngling reich begabt, jedoch versenkt in Sünden ; Ohn Reu wird unverhofft der grausam Tod ihn finden. 25 Die Mädchen sein Altar, der Tanzsaal seine Kirche, Er glaubte, weil er jung, der Tod ihn nicht erreiche. Nun ist er in der Ewigkeit, Was den Teufel gar so freut. 2. Auftritt. Jäger: Wie schön ist nicht dem Wolf der Schafstall anvertraut, 30 Ihr Kinder, kommet her und einen Jäger schaut. Ich führ euch in den Wald, da könnt ihr’ s gehen lassen, Laßt Eltern Eltern sein und auf der Kanzel sagen, Was man will . . . Was man von Tugend spricht und von dem Rosenkranz, 35 Ist ein alter Weibertanz. Es ist ein alter Weibertand, Nehmet lieber die Karten in die Hand. Laßt Bücher und Beten stehn, krönet euch mit Rosen, Die Welt ist gar zu schön, sie will euch liebkosen. 40 Wie bald verschwindt die Zeit, ihr werdet endlich alt, Die Freud verliert sich bald und euer Blut wird kalt. Ich glaube, ihr wollt gar in einen Bußsack schliefen, Schaut an, wie schön die Welt, drein müßt ihr euch vertiefen, Horcht, wie schön sie singt, sie bietet Reichtum an, 45 Wer ist denn unter euch, der sie vernichten kann? Und ihr Weiberleut, tut euch schön aufputzen, Zur Ehre müßt ihr euch draus machen einen Nutzen. Die Jugend soll es auch so machen, In den Heimgarten geht, da hört ihr andre Sachen, 50 In die Wirtshäuser geht, um Lustbarkeiten z’ treiben, Es kann ein alter Mann ja zu Hause bleiben. Was wollt ihr von der Kirche ? Die fliehet (ihr) vor allen, 16 Und ihm einen Engel. — 17 Zwei schlichte, fromme. — 19 Doch eh sie ihm den Schwur gewähret. — 23 mit Schönheit und Reichtum begabt, doch versunken in Laster und Sünden. — 24 So wird unverhofft ohne Reu der. — 25 ...Mädchen waren.... — 26 weil jung und stark er sei. — 29 Ha, ha! Wie... — 31 Ich will euch in den Wald führen— trefflich gehen. — 36 Weibertanz. — 38 Laßt die Bücher und das Beten, krönet. — 41 bald, das Blut. — 44 bietet euch. — 45 vernichtet. — 46 aufputzen und den Mannsbildern schmeicheln. — Es ist ein alt Gebäu (und) kann (gar) leicht einfallen. Da geht es traurig her, hört keine Predigt an, 55 Weil man sie doch nicht all im Kopf behalten kann. Das wäre eingesetzt ja fort zum Hirnzerreißen, Tut euch lieber auf ein lustigs Gsang befleißen. Ha, wer kommt alldort, der mich stören will ? Der ungerufne Gast verdirbt mein ganzes Spiel! Erster Engel: 60 Pack dich zur Höllenglut, wo du dein Sitz genommen, Verführer, weiche fort, verschone diese Frommen. Hast du dein Lasterheit allhier gnug ausgeleert, Die Kleinen (mir) verheert, die Jugend falsch belehrt. Der Höchste wollte einst gar lieblich zu uns sagen, 65 Die Kleinen sollten wir hier auf den Händen tragen. Ha, ich beschütze sie zum Trotz der Höllenmacht, Selbst das kleinste Kind wird zum Himmel bracht. Jäger: Luzifer hat mir den strengsten Befehl gegeben, Ich als Jäger tracht der Jugend nach dem Leben. Engel: 70 Vergebens ist dein Macht, die Hölle ist zu schwach. Jäger: So schickt der Höllenfürst noch tausend Geister nach. Engel: Sag, was hat ein Kind der Unschuld doch verschuld’t ? Jäger: Sprich, haben wir nicht auch die Hüllenstraf erduld’t? Engel: Schweig, du Höllenhund, Gottes Urteil bleibt gerecht! Jäger: 75 Nur wegen einer Siind sind wir die Höllenknecht. Engel: Im Himmel und auf Erd geschehe Gottes Willen ! Jäger : Wie ? Soll der Erdenklotz unsern Sitz ausfüllen ? Engel: Sag, warum nimmt denn euch der Geist der Hoffahrt ein ? 53 Denn es... altes Gebäude. — 54 In der Kirche da... hört mir nur keine Predigt mehr an. — 59 Dieser. — 60 dich fort.... allwo. — 64 einst nicht. 67 überbracht. — 75 einer einzigen. — 77 Wie ? Da soll der Erdklotz... anfühlen. — Jäger: Weit lieber wir verdammt als gehorsam sein ! Engel: 80 So bleibt auf ewig euch die Himmelstiir verschlossen. Jäger: Nur wegen einer Sünd sind wir daraus verstoßen. Die Menschen hier begehn all Tage viele Sünden Und darnach wollen sie (zuletzt) den Himmel finden. Engel: Schweig, du hüllscher Feind! Nicht sollst ihr Richter sein! 85 Pack dich (allsogleich) fort zur Höllenpein! J Jäger: Dein Macht ist gar zu groß, ich darf hier nicht erschein. 0 Schand bedecke mich, o finstres Höllenhaus Speie Feuer, Gift, Dampf und Schwefel aus! Geht ab. Engel: Der Verführer ist nun fort, es ist ihm nicht gelungen, 90 Er hat sein altes Lied der Jugend vorgesungen. Sobald er mich erblickt, springt ihm die Saite ab. , O Kinder, höret nicht die Lehrn, die er euch gab. Geht fleißig in die Schul, worin die Lehren fließen, Ihr sollt dem Lehrer dort Ehr und Ghorsam geben, 95 Denn euer Vater gab euch Kindern nur das Leben, Des Lehrers Fleiß (und Müh) erst Menschen macht aus euch, Und d’ Kirche liebet auch, es ist ein Haus des Herrn. Indessen lebet wohl und stellt euch fleißig ein, So will ich alle Zeit ein treuer Schutzgeist sein. ab. 3. Auftritt. Pilger: 100 O, wie bin ich froh, daß ich ein Haus erreicht, Bei finstrer Nacht zu reisen, ist man in Gfährlichkeit. Mir ist es heute schon schlecht (genug) bekommen, Hat mich ein böses Weib bei meinem Bart genommen. Darum bin ich so ängstlich und gedankenvoll, 105 Weil mich diese Bestie heut hat verführen wolln! Ein Pilgersmann muß reisen auf (den) fremden Straßen, Wenn er den Weg nicht weiß, muß er ihn verlassen 81 einer einzigen. — 82 Und liier die Menschen begehn. — 89 Nun ist der. — 91 spritzt ihm. 92 die Lehren nicht. — 95 nur auf dieser Welt. — 96 macht erst. — 100 ich endlich wieder. — 101 Denn bei. — 107 Und wenn. Und wandert mit der Zeit Hinüber in d’ Ewigkeit. 110 Ich wandre zwar nicht lange, habe auch kein Glück, Hab Kummer viel und Sorgen und auch viel Mißgeschick. Aber es sind doch viele, die tief in Schulden stecken, Die ganze Woche wenig oder gar nichts beten. Sie leben ohne Sorgen und habn viel Geld erworben. 115 Die Andacht leg ich ab, die Betten wirf auf d’Seiten, Will mich der Welt ergeben, mir großes Glück bereiten. Jäger tritt auf: Auf, auf, o Pilger, mit deinem niedergschlagnen Sinn, Laß deine Schwermut fahrn und leb in Wollust hin ! Pilger: Ja, mein lieber Jäger, die Wollust brauchet Geld 120 Und da ist’ s bei mir himmelweit gefehlt. (Denn) bei mir hat es eine andre Müh, Mir schlägt der Geldbeutl nicht immer um die Knie. Ich armer Pilgersmann, was soll ich fangen an ? Das Betteln kommet mich auch (gar) bitter an, 125 Den Hunger habe ich auch schon (oft) erfahren, Der hat mir (gar oft) den Bauch fast ausgenagen ! Will lieber’n Teufel dienen, als sein so’n armer Mann. Drum hab ich keine Lust (und Freud) zum Beten mehr, Weil Gott in meiner Not mich nicht erhöret mehr. Jäger: 130 Nun, mein Pilgersmann, du bist ganz gut daran, Das Geld ist dir von Nöten; denk, daß ich’ s geben kann. Ich bin des Reichtums Fürst, von dem all Glück abhangt. Um dich mir zu ergeben, besinne dich nicht z’ lang. Pilger: O harte Nuß, auf ewig so zu Grunde gehn ! (Jäger:) 135 Nur auf ein kleine Zeit, du mußt mich wohl verstehn ! Pilger: Und wie soll denn dies (eigentlich) geschehn ? Jäger: Verschwöre deinen Gott, vom Glauben mußt abstehn, 108 so wandert er. — 112 wie, die. — 114 froh und ohne. — li5 Darum leg ich jetzt die Andacht ab, die Betten (Rosenkranz) wirf ich auf die. — 116 Der Welt will ich mich ergeben und mit ihr will ich mir ein großes Glück bereiten. — 118 dahin. — 122 auch nicht. — 123 Ich bin ein armer Pilgersmann, z’lumpt, z’fetzt, was soll ich-fangen an. — 129 Weil mich Gott in meiner Not stecken läßt und mich nicht erhöret mehr. — 130 Ich weiß, daß du. — Vor 132 irrtümlich: Pilger. — 132 Ich bin der Teufel, der Fürst des Reichtums, von dem alle Glückseligkeit abhängt. — Die Seele mir verschreib mit deinem eignen Blut, So will ich dir (sogleich) geben Geld genug. Pilger: 140 Nun bin ich ganz gebunden, der Hunger zwinget mich, Daß ich mein Seel verpfände um schnöden Augenblick. Soll ich Gott aus dem Herzen schaffen, den Glauben auch [verlassen ? Jäger : Auch das verhaßte Weib und Gott mußt du verlassen ! Pilger: Was ? Soll dieses Weib vielleicht Maria sein ? Jäger: 145 Sie sei wie Gott verflucht! Pilger : Da geb ich mich nicht drein. Jäger: Ist sie denn mehr als Gott, daß s’ retten kann dein Leben ? Nein, nein, du sollst nicht mehr aus meinem Garne gehen. Legt dem Pilger Fessel an. Pilger knieend: Maria, steh mir bei, hilf mir in meinen Nöten, Rett mich doch diesesmal noch aus des Satans Händen! Jäger: 150 Was? Ein Weib soll dich (aus meinen Händen) retten, Da dich gebunden hab mit Fesseln, Strick und Ketten ? Zweiter Engel: Weiche, Satan, (weiche,) mach ihn von Fesseln los! Jäger: Nein, (nein)! Er hat schon verschworen seinen Gott. Engel: Du arger Höllenhund, willst du dich widersetzen, 155 Weißt nicht, wer mich gesandt, dein Banden aufzulösen? Pilger, sei getrüst und ruf Maria an-, Die dich nur allein von Banden lösen kann! Pilger: Ich will alls bekennen, Jeden .Schritt und Tritt, mit heißen Liebestränen. « 13§ mußt du mir verschreiben. — 142 aus meinem. — 144 Weib, das dir so verhaßt ist... 145 Ja diese sei... Nein, nein, nie! Da... — 149 Errette. — 160 Und solang mir wird Gott das Leben schenken, Will ich mein Herz (und Sinn allzeit) in ihn versenken. Die Fessel fallen ab. Jäger: Kann Gottes Barmherzigkeit sich denn so weit erstrecken? Der ist so sündenvoll, daß er könnt das Meer bedecken. Engel: Ist (denn) nicht Gott für sie (den Kreuzestod) gestorben 165 Und hat sein Blut vergossen, ihr Seelenheil erworben ! Jäger: Wo aber ist der Dank ? Sind sie nicht so vermessen, Daß sie seine Lieb so treulos (tun) vergessen! Sie denken nicht daran, Was er 33 Jahr für sie hat tan. 170 0, wie wollten wir Gott (den) Dank abstatten, O, wir Teufel sind in Ewigkeit verlassen. Ach, wie würden wir uns glücklich schätzen (nicht), Wenn wir könnten schauen Gottes- Angesicht Einmal nur in neunundneunzigtausend Jahr, 175 Doch in Ewigkeit wird es nicht werden wahr ! Nur wegen einer Sünd sind wir von Gott verstoßen, Vom Himmel ausgeschlossen. Das bleibt nicht ungerochen ! Engel: Weich und schweige (still), verschließe deinen Rachen, 180 Zum Himmel hast kein Hoffnung, verdammter Höllengeist, Die Hölle ist für dich (schon lange) zubereit. Jetzt gehe hin und brenn in alle Ewigkeit, Sonst jage ich dich (fort) mit dem heilgen Kreuz. Jäger ab. Nun, Pilger, sei getröst! 185 Maria nahm sich an, gar bald bist du erlöst. Steh auf in Gottesnam, laß dich nicht mehr verblenden! Pilger steht auf und geht ab. 162 Ist denn Gott gar so gut, daß sich seine Barmherzigkeit kann soweit erstrecken. — 1(33 Daß ein Sünder so... das ganze Meer. — 165 seinen letzten Tropfen Blut für sie vergossen, so ihr. — 166 Wo ist denn aber, ist der Dank, den sie Gott schuldig sind? Sind sie nicht nochmals so. — 167 die Liebe. — 171 Aber wehe uns Teufel in der Hölle, wir sind. — 173 f. Wenn wir unter 99000 Jahren einmal könnten Gottes Angesicht anschauen. — 175 Wehe uns, wir werden von Ewigkeit zu Ewigkeit Gottes Angesicht nicht mehr sehen ! — 176 Und nur wegen einer einzigen. — 180 Du verdammter Höllengeist, zum Himmel hast du keine Hoffnung mehr. — 185 sich deiner an und. — 186 Namen und. Ihr aber, Sünder, tut vom Sündenschlaf euch wenden, Könnt eure Sünden büßen, für euch sind Gnadenstunden, Daß ihr heilen könnt die aufgerissnen Wunden. 190 Weil Gott noch gütig ist und euch sieht gnädig an, Aber wird er einmal das Racheschwert erfassen, Fängt er schrecklich euch (Sünder) an zu strafen. Drum groß und kleine Jugend, nehmt meine Lehren an, 195 Zum Seelnheil, euch bereitet, (bleibt auf der rechten Bahn)! Entfernet euch von dem ewigen Untergang, Daß Gott ihr könnt anschaun, empfangen seinen Lohn. geht ab. 4. Auftritt. Jäger : Das finstre Schattenreich hab ich verlassen müssen, Wo wir auf ewig dort unsre Hoffart büßen. 200 Bin auf die Welt gesandt, Verderben auszubreiten, Das schwache Menschenkind zu Sünd und Laster z’ leiten. Ja, kluge will ich sein, schlau meine Garne ziehn, Kann schon Vögel fangen, ein alter Fuchs ich bin. Das wahre Glaubenslicht muß mir in Irrtum sinken, 205 Den Becher Babylons muß mir Europa trinken, Denn Venus muß man mir als meinen Gott anbeten Und alls, was heilig ist, mit stolzen Füßen treten. Will eh’ nicht ruhig sein, Bis man stürzt Kirchen ein 210 Und reißt Altäre nieder, eh’ soll der Donner krachen ! Ich will der Frömmigkeit (schon) ein Ende machen. Ha, still! Zwei Schäferjung, das ist mein erster Gwinn, So wahr ich Teufel bin. Geht nach Eintreten der beiden Schäfer ab. 1. Schäfer: Bruder, wie glänzet heut die Sonne prächtig vor, 215 Der schöne Vogelsang klingt lieblich mir ins Ohr; Die Lämmer sind (schon) munter, sie hüpfen, groß und Über Flur und Felder fröhlich aus und ein. [klein. 187 Ihr aber, Sünder stellet auch alsbald von eurem Sündenschlafe. — 188 Für euch sind noch Gnadenstunden, daß ihr könnt eure Sünden büßen. — 189 Und heilen.. die vom Teufel. — 190 Gott gütig und barmherzig... und sieht euch Sünder. — 191 fehlt. — 192 ergreifen. — 193 zu strafen an. — 195 Bereitet euch zum. — 197 Damit ihr einst könnt Gott anschauen und. — 200 unsre Welt gesandt worden. — 202 schlau will ich Jägergarne. — 203 Ich bin ein alter Fuchs, kann schon Vögel fangen. — 208 Ehe ruh ich nicht. — 212 still, es kommen. — 215 klingt mir so lieblich in das. 2. Schäfer: Wenn ich zum Himmel seh, betrachte seine Güt’, So tausch ich kein Palast für unsre Schäferhütt’. 220 Wie oft nur Haß und Zorn in solchen Orten wohnen, Die meisten Leiden sind verborgen unter Kronen. 1. Schäfer: Ist dir so wohl ums Herz, so wollen wir eins singen ! 2. Schäfer: Der Schall davon, er soll durch Berg und Tal erklingen! Lied. 1. Fröhlich ist das Hirtenleben 225 Auf der grünen, schönen Weid. Wir sind von Wäldern rings umgeben, Leben in Vergnügenheit. Keinen Großen wir nicht tauschen, Hat er auch viel Gut und Geld, 230 Denn es tut sich oft verrauschen, Wie man’.s sieht so in der Welt. 2. Alles wollen wir verschmerzen, Nur nicht die(se) liebe Flur, Wo die Lämmer lustig scherzen 235 Und sich freuen der Natur. Laßt uns gleich am frühen Morgen Bei Flauten- und Trompetenschall Leben frei und ohne Sorgen, Munter, frisch im grünen Tal. 240 3. Und der Tag hat sich geneiget Und die Nacht will brechen ein, Wo wir unsre Herde treiben In den Schafestall hinein. Und Sankt Nikolaus ich bitte, 245 Daß er uns vom Wolf befrei Und vom Unglück uns behüte. Bleib Vater unsrer Schäferei! 1. Schäfer: Bruder, jetzt wolln wir die Schaf zusammentreiben ! Die Sonne will sich schon gegen Abend neigen. Der Jäger tritt auf. 218 Ja, wenn... und betrachtete. — 219 keinen Palast nicht ein für. — 222 Bruder, wenn dir so wohl ums Herz ist. — 244 tun wir bitten. — 245 befreit. — 248 wollen wir gehen, die. — 2. Schäfer: 250 Schau, Bruder, wer kommt dort daher im Jägergwand ? Hat aber kein’ Buchsbix, scheint mir ganz unbekannt. Jäger: Was macht ihr, Schäfer, hier in eurem Schäferstand ? Seid ihr hier geborn ? Ist das euer Vaterland? 1. Schäfer: Hier sind wir geborn, im Glauben unterricht’t. Jäger: 255 Eur Glaube ist zu hart, wie jeder Gscheite spricht, Ihr müßt in jungen Jahrn euch lassen nicht einschränken, Ihr müßt auf Geld und Gut und auf die Freiheit denken! 2. Schäfer-. Wer bist du, fremder Mann ? Jäger: Ich bin ein Reisender, komm aus dem Abendland. 260 Das Frankreich habe ich auch bereits durchreist, Wo man doch alles lobt, was ihr verderblich heißt. Liest nur Voltaires Schrift, dann werdet ihr bald spüren, 265 ................................................................ Solang wir in der Jugend, solln wir sie genießen, Was uns in ihr beliebt, im Alter lassen müssen. Genießet die Natur und ihre edlen Gaben, Liebet junge Mädchen, was könnt ihr Bessres haben! 270 Führet sie zu Spiel und Tanz und Lustbarkeit, Sie gebn euch Vorgeschmack von der himmlischn [Seligkeit. Fort mit dem Rosenkranz, dem alten Weibertand, Lieber nehmt dafür ein Kartenspiel in d’ Hand. /. Schäfer-. Ja, lieber Freund, wie steht es (denn) dann mit der Buß? Jäger: 275 Man büßet früh genug im Alter, wenn’ s sein muß! 250 Bruder, schau... kommt denn dort... in einen. — 251 er scheint. — 254 und im. — 256 nicht so viel. — 257 auf eure Freiheit. — 262 Vo-tairs. — 265 Wozu wohl. — 266 soll man. — 267 in der Jugend. — 275 Da ist’ s im Alter früh genug. Im Alter büßt man, wenn’ s. 2. Schäfer: Mir scheint, der Mann hat recht. 1. Schäfer: Mir scheint (es) ebenfalls, als wenn ich’ s glauben möcht-Ich folge seiner Lehr! Jäger: Kommt mit, will besser euch im Glauben unterrichten. Guter Hirt: 280 Halt ein, du Lügengeist, gib Antwort auf die Fragen ! Was hast der Jugend hier Narrhaftes vorgetragen ? Der Neid hat dich betört, daß du, Höüenhund, Die Unschuld bringen willst in ’s höllschen Drachen Den du aus Hoffart dir selber hast zubereit’t, [Schlund, 285 Fahre hin und brenn in alle Ewigkeit! Jäger : Heißt das Gerechtigkeit, wenn ich ein Seel’ schon hab, Jagst noch, o böser Hirt, mir meine Beute ab. O Hölle, öffne dich, tu auf dich, schwarze Erden, Die Tat, so schwer sie ist, sie soll gerochen werden. Geht ab. Guter Hirt: 290 Ihr lieben Schäfelein, habt ihr es gehört, Wie dieser Lügengeist euch fälschlich hat betört ? Kommt (doch) her (zu mir), ich bin der gute Hirt, Der euer Seelenheil euch (allen) sichern wird. Ich hab wohl viele Schaf, ich ließ sie alle (samt), 295 Ich ging euch (lange) nach, bis ich euch (endlich) fand, Ich bin aus Lieb zu euch auf diese Welt gekommen, Seht meine Wunden an, ihr macht aufs neu sie blüten. Ist das noch nicht genug, was ich für euch gelitten, 300 Ihr wollt so grausam sein und mich auf’ s neue plagen ? Hab ich denn umsonst für euch das Kreuz getragen, Soll mein teures Blut an euch verloren sein ? Kehret um zu mir, ich will euch all’ s verzeihn ! Mein Joch ist süß und leicht und angenehm die Bürd. 276 Bruder, mir. — 279 mit mir, ich will euch in besseren Glauben. — 281 hast du. — 282 Der Neid, nicht wahr, der Neid hat. — 283 Diese Unschuld. — 284 du dir aus Hoffart selbst. — 287 Jagst du o... Beute noch. — 294 viele 100. — 297 fehlt. — 301 denn ich... das schwere. — 303 Ihr lieben Schäfelein, kehret. 1. Schäfer: 305 O du guter (Schäfer) und du getreuer Hirt, Ich falle dir zu Füßen, Sieh meine Tränen an und laß mich Gnad genießen., 2. Schäfer: (O) mein Gott und Herr, Mich reut es auch so sehr! Guter Hirt: 310 Weil ihr die Siind erkennt, dieselbe auch bereut, Weil ihr jetzt wieder meine lieben Schäflein seid, Will ich auch verzeihn............................... Zum Danke wollen wir nun ein Lied anstimmen. Lied. 1. Fliehet immer böse Menschen, 315 Denn sie meinen es nicht gut, Ich gab (ja) für euch so gerne Hin mein Leben und mein Blut. Bleibt bei mir und geht nicht fort, In meinem Herzen ist (ein) sichrer Ort. 320 Bleibt bei mir dem Seelenschatz, In meinem Herzen ist der schönste Platz. 2. Hört nun, all ihr Menschenkinder, Was die Lieb von euch begehrt, Kehret um, verstockte Sünder, 325 Und zu Gott ihr euch bekehrt. Dann bin ich mit euch zufrieden, Wenn ihr, all mein Schäflein rein, Groß lind klein und ungeschieden Springt in meinen Schafstall ’rein. 330 3. Meinem Vater sei die Ehre, Der mich hat zu euch gesandt, Euch zu bringen meine Lehre, Die der Welt war nicht bekannt. Daß man Gott vor allem liebe 335 Und den Nächsten auch zugleich, Das sind wahre Herzenstriebe, Die uns führn ins Himmelreich. ^Alle ab. 327 meine lieben. — 5. Auftritt. Jüngling : Frisch auf und guter Ding, die Jugend hat ihrn Lauf, Bei Spielleut und (bei) Tanz, da halte ich mich auf. 340 Ans Beten da denk ich die ganze Zeit nicht dran, Wenn ich ins Alter komm, fang ich zu büßen an. Das Frömmeln (und) Kopfhängen, (das will mir nicht gelingen), Das tut mich grad zürnen, tu lieber ein Gsangl singen. 1. Bin a lebfrischa Bua, 345 Laß den Derndln koa Rua, Und die Engel im Himmel, Die lächn dazua. Jodler. 2. Meine Eltern sägn oft, 1 soll öfter betn, 350 Bin a lebfrischa Bua, Hab dös net von Nötn. Jodler. 3. Da Pfärra sägt a, 1 soll öfter beichtn gehn, Für den heilsamen Rät, 355 Da bedänk i mi schön. Jodler. 4. A bisl tänzn und a bisl singa, A bisl hupfn und a bisl springa Und a bisl scherzn zur Zeit, Hät mi ällawail gfreit. Jodler. 360 So lebe ich halt kreuzfidel und voller Lust, Muß um ein Haus weiter gehn, denn ich krieg Durst. Frisch auf das warme Blut (in meinem Leib) tut wallen, Der Reichtum und das Geld tut jeder gut gefallen. Ich liebe (auch gar sehr) alle Weltvergnügen, 365 Im Wirtshaus hintern Tisch, da laß ich mir’ s gefiigen. Mein Mutter sagt mir oft, soll beten und fromm leben; Das fällt mir zu schwer, kann mich nicht drein geben. Soll ich die Jugend in Traurigkeit verzehrn. Der Pfarrer sagte (auch), ich soll die Eltern ehrn. 342 das Kopfhängen und Augenverdrehn. — 343 Ich thu dafü lieber. — 360 Und so. — 361 Ich muß. — 365. Auch im. — 366 ich soll. — 369 sagte ich... ehrn, ihnen untertänig sein. Nein! nein! — 370 Zum Beten ist noch Zeit, daß ich’ s auf’ s Alter spare, Ich suche meinesgleichen (mir) noch viele Jahre. Der Tod tritt auf und schleicht dem Jiingling nach. Das Tanzen und das Springen ist der Jugend Lauf, Wenn man ins Alter kommt, hört sich’ s von selber auf. Fall ich in eine Krankheit, such ich den Doktor auf, 375 (Doch) mit dem Tode treib ich (nur meine) Faxen. Tod-. O Jüngling, für den Tod ist kein Kraut gewachsen. Jiingling: 0 fliehe, Tod, von mir, ich hab viel Geld und Sachen, Laß du die Reichen gehn, mit diesen hast nichts z’schaffen. Tod\ Du hoffest auf dein Geld, ich such es auszurotten, 380 Mußt heut noch aus der Welt und in das Reich der Toten. Jiingling: O Tod, verschone mich und meine Jugendjahre ! Tod: Der Junge wie der Alte muß zur Totenbahre. Jiingling: Siehst du nicht, wie d’ Leut tut all mein Geld anlocken? Tod: Will dich wie eine Blume aus dem Garten brocken. Jiingling: 385 0 gehe hin, o Tod, zu den alten Greisen. Tod: Bei dir bleib ich stehn und werd kein Schritt mehr weichen, Jiingling: O fliehe, Tod, von mir, bis ich dich besser kenne, Betrachte meine Jugend und alle Gltickesgaben. Tod: 390 Du bist der Würmer Speis, in der Hölle wirst begraben. 370 ich mir’s. — 37? O Tod, fliehe. — 378 Laß, laß. — 380 Heute mußt du noch. — 383 O Tod, siehst... Oeld und Gut. — 384 Wie eine Blume will ich dich. — 385 O Tod, gehe hin. — 387 O Tod, fliehe. — 388 fehlt. — 390 und in. — Jüngling: Halte ein, (o) Tod, und laß dich doch erweichen! Tod, einen Pfeil abschießend-. Mein Pfeil fliegt auf dich, fahr hin zu deinesgleichen ! Jüngling, auf dem Boden liegend: Verfluchet seist (du) jetzt, dein Pfeil hat mich getroffen,. Ich sehe unter mir (schon) die Hölle offen. Tod: 395 Wer Siind und Laster liebt, an Gott hat kein Gefallen, Der hat das Maß erfüllt und überschritten d’ Schranken. O Jugend, horchet nicht auf euer Wangenrot Und (denket) lieber öfters an den (nahen) Tod. Geht ab. Teufel: Hab wieder Beut’ bekommen! ’s Geld hat erlassen müssen 400 Und kann dafür (nun) jetzt seine Sünden büßen. Der Jüngling ist verflucht und vermaledeit. Die Höll wird dich empfangen (in alle Ewigkeit.) Trügt den Jüngling ab und erscheint wieder mit 2 kleinen Teufeln. Nun wohlan ihr (meine) Teufel aus der Höllen, Gesponsen, ihr seid auch meine Mitgesellen. 405 Verflucht, vermaledeit sei heute diese Nacht, Weil mich Sankt Nikolaus hat hieher gebracht Zu meinem größten Schaden. Ich muß die Wahrheit sagen, Wie die Christenheit sich jetzt tut befinden, 410 Sie begeht all’ Tag neue Laster und Sünden, ln der Jugend gibt es schon viel laue Christen, Wie soll das Kind was wissen, wenn d’Eltern selbst nichts Das Gebet beim Essen [wissen. Wird meistens ganz vergessen. 415 Sie laufen wie das Vieh zu dem Futter hin : Ist denn das eine Zucht für ein liebes Kind ? Und in der Kirche, wo man sich gerad’ hrinricht, Wo man alles aus- und eingehen sicht, Da tut man (gar) nichts (mehr, als) schwätzen und (als) 420 Bald hier, bald dorthin gaffen. lachen, 395 und an. — 399 Ha, ha, da hab’ ich wiederum eine Beute in meine Hände bekommen, das Geld hat er verlassen. — 401 Dieser... und vermaletiert in volle Ewigkeit. — 405 Verflucht und. — 407 Und dies zu. — 4C8 Weil ich muß. — 420 hier und. — Man kennt kein Anstand mehr, Das freut uns Teufel sehr. Fangt ein Christenlehr oder Predigt an, Da laufen sie gleich alle (aus der Kirch) davon, 425 Da hat man kein Gehör und (auch) keine Ruh, Da läuft man gleich hinaus und dem Wirtshaus zu Und im Wirtshaus heißt’s : Noch hat’s nicht. Wandlung Noch ist es lange Zeit. [gläut, Endlich geht man in d’ Kirch, steht bei der Tür hintan, 430 Kaum macht der Priester ’s Kreuz, so laufen sie davon (Und) ist (dann) nachmittags ein Spiel oder (ein) Tanz, Da geht man weit lieber als zum Rosenkranz. Man geht nur einmal ’s Jahr beichteh und dies zum Schein Und viele gingen dort noch nicht, wenn es könnt’ sein. 435 Dem Zorne, Haß und Neid ist man stark ergeben, Fraß und Völlerei und Unzucht auch daneben. Die Hoffart stark regiert, Gleichsam Kron und Szepter führt. (Und) ein schönes G’ wand steht euch auch wohl an, 440 Aber zum Verderben (es) euch führen kann. Die besten Christen tun einander jetzt betrügen Und das kleinste Kind kann schon auf’ s beste lügen. Oft ein kleiner Fratz, der kaum noch Gott erkennt, Mich Teufel aber recht hübsch beim Namen nennt. 445 Und weil ich so oft genannt beim rechten Namen, Bin ich heute (auch) in dieses Haus gekommen. Und noch eines ist mir (worden) aufgetragen, Von der Schule sollt’ ich euch noch etwas sagen. So man die Kinder nicht (recht fleißig) schickt darein, 450 Das wird für uns Teufel (nur) recht tauglich sein. Wenn Gott mit Wasserschaden, mit Krieg und auch mit [Hunger Die bösen Menschen straft, so ist es auch kein Wunder. Mag gehn man, wo man will, zu Haus und auf der Straßen, So hört man (anders) nicht als fluchen, schwören, klaffen. 445 ................................ Die Ehrabschneiderei Ist (endlich) auch dabei. 422 auch gar sehr. — 426 gleich bei der Kirchtür hinaus. — 427 f. Noch ist es Zeit, noch hat’ s... •- 429 und steht. — 430 das Kreuz... sie schon wieder. — 433 geht das Jahr nur einmal beichten und dieses nur zum. — 437 tut jetzt stark regieren. — 438 führen. — 44! jetzt einander. — 442 allerbeste. — 443 den wahren Gott — 444 aber als Teufel... bei meinem rechten. — 448 euch was. — 451 Es ist auch kein Wunder, wenn Gott straft mit Wasserschaden, Krieg und Hunger. — 453 man gehen, wo. — Die Heid’ n und Türken halten besser ihr Gebot 460 Und ihr habt’ s wahre Licht und habt kein Lieb zu Gott. Hausväter habet acht auf eure Untertan, Sonst bekommet ihr die Hölle (einst) zum Lohn. (Und) unterrichtet (auch) besser eure Kinder, Erzieht ihr sie nicht gut, so seid ihr große Sünder. 465 Und wenn’ s zum Sterben kommt, werd ich kein Mühe Euch um die Sinne fahren, [sparen, Ich werde Mittel finden, Euch in Verzweiflung z’ bringen. Und wenn ihr lieget einst in den letzten Zügen, 470 Dann werde ich gewiß (über euch) obsiegen. Und kommt ihr vor Gericht, Wo Gott das Urteil spricht, Alldorten ich euch erst recht (vor Gott) verklag, Weil ihr eure Kinder schlecht erzogen habt. 475 Aber dorten ist die Reue schon zu spat, Wenn ich euch einmal in meinen Klauen hab. So oft ich krieg ein Seel in die Höll hinein, Bekomm’ ich wiederum eine neue Pein. Aber dieses macht mir der (böse) Neid, 480 Weil ich weiß, wie groß im Himmel ist die Freud. Warum läßt ihr euch von der Welt verblenden Und die schöne Zeit unnützer Weis verschwenden. Wenn ich hätt noch Zeit, wie wollt’ ich mich erfreun, Daß ich könnte (noch) meine Sünd bereun. 485 Aber (ach) um mich ist es schon geschehn, Ich bin schon verflucht, ich habe keine Zeit, Bin vermaledeit in alle Ewigkeit. Dies soll sein mein Beschluß, 490 Weil ich jetzt schweigen muß. Tod tritt mit langen Schritten au]: Der grausam Tod bin ich genannt, Der ganzen Welt bin ich bekannt, Den Frommen bin ich zwar lieb und (auch gar) wert, Die Bösen aber sind von (großer) Furcht beschwert. 495 Drum, o Sünder, macht euer Leben nicht so süß, Denn ihr wißet ja, daß ich täglich schieß, Daß ich kein Ausnahm’ mach bei Jungen wie bei Alten, 461 Hausväter u. Hausmütter, habet acht auf eure Dienstboten und U. 464 Wenn ihr sie nicht gut erzieht. — 466 Ich werde euch. — 467 werde dann schon. — 468 Und euch. — 469 ihr kommet in. — 471 Gottes Gericht. — 472 das wahre. — 477 eine neue. — 478 wieder. — 481 Hausvater und Hausmutter... eitlen Welt so. — 482 so unnützer. — 483 O wie... hätte eine so schöne Zeit. — 486 fehlt. — 487 Halbvers b -f- a. — 488 Und verm. — Denn jeder (von euch) muß mir einen Schuß aushalten. Ich verschon den Kaiser wie den König nicht, 500 (Denn) ein jeder muß fort zum Totengricht. Bereitet euch zum Tod, ihr wißt ja nicht die Stund, Wer vorbereit’ t nicht ist, der geht auf ewig z’ Grund; Denn ich komm unverhofft, von Gott bin ich gesandt, Fürcht’ t euch nicht und macht euch mit mir bekannt, 505 Ihr werdet euch verbergen, ich werde euch aufsuchen, Überall, auch in den finstersten Schluchten Durch Gottes Macht und Hand, Von der ich (worden) bin hieher zu euch gesandt. Drum macht euch all bereit, denkt öfters an den Tod, 510 Nicht wie es oft geschieht, daß man nur seiner spott’ t. Der Jüngling brennet schon, habt (ihr) es nicht vernommen? Gar bald werde ich zu einem ändern kommen. Aber weh, den ich nicht treffe wohlbereit! Der wird brennen (dann) in alle Ewigkeit. 515 In gesunden Tagen macht euch mit mir bekannt, Dann erlanget ihr das himmlisch Vaterland. Ich muß alles töten, Niemand kann sich retten, ab. 6. Auftritt. Herold, feierlich: Geliebte, Gott zum Gruß, ich soll euch künden an 520 Den heilgen Nikolaus, den großen Wundersmann. Er, der bei Lebenszeit zu Myra tat regieren, Wo er den Hirtenstab mit Tugendglanz tat führen. Die Wunder sind zu groß, man kann s’ nicht führen an, Was dieser edle Mann zur Lebzeit hat getan. 525 Er ging den Elenden in ihren Nöten zu Und immer hilfreich sein, war ihm süße Ruh. Drei arme Töchterlein, die hat er unterstützt, Als der Satan schon auf ihre Seelen spitzt Er kam ganz unverhofft bei stiller Mitternacht 530 Und hat den Leidenden sehr vieles Geld gebracht, Weil die Reinigkeit bei selben in Gefahr, Deswegen er bedacht, wie sie zu retten war. Der große Patron hat gerettet all sogleich, Wo der Teufel schon wollt’ führen seinen Streich. 535 Und dieser kommt zu euch noch heut, ihr liebe Jugend, 502 Wer nicht vorbereitet ist. — 506 finstern. — 507 Durch die Macht u. Gotteshand. — 509 und denket. — 520 Daß bei euch heut eingekehrt St. Nikolaus, der große. — 521 Myrrha. — 528 blitzt. — Folget selbst ihm nach in Frömmigkeit und Tugend. Dann wird im Himmelreich in alle Ewigkeit Ein schöner Lorbeerkranz von Engeln euch bereit’t. Frohlocket, wenn er kommt, euch wird die Gnad zuteil, 540 Mit dieser Botschaft ich indessen weiter eil. ab. 1. Engel: Gebenedeit sei Gott anheut in diesem Haus, In welchem einkehrt heut der heilge Nikolaus. 2. Engel: Auf gleiche Weise will ich meinen Gruß ablegen 545 Die Kinder sollen sich jetzt fleißig stellen ein ; Der große Nikolaus wird bald zugegen sein. St. Nikolaus: Gelobt sei Jesus Christ, mit diesem heilgen Namen Bin ich vom Himmel heut in dieses Haus gekommen, Z’ besuchen groß und klein. Der Jugend bring ich Gaben, 550 Doch muß ich früher wissen, was sie gelernet haben. Darauf teile ich meine Gaben aus, Ich lasse euch zugleich den Segen in dem Haus. Wohlan, ihr Kinder, was könnet ihr mir sagen ? Ich bin gut mit euch und hab nur kurze Fragen. Nikolaus stellt Fragen an die Kinder. 555 Jetzt bin ich schon vergnügt und mit euch (ganz) zufrieden. Mein Engel, was hast (von den Kindern) mir zu sagen? Vielleicht hast du mir Klagen vorzutragen ? 1. Engel-. O heilger Nikolaus, ich muß es (dir) sagen, 560 (Von den Kindern) hab ich viel Euch vorzutragen. (Denn) die Kinder fehlen täglich (leider) viel, Und tun gerade (das), was ich nicht (haben) will. Stehn s’ auf am lieben Morgen, machen’s Kreuz nicht recht, Machen viel Sorg den Eltern, weil s’auch noch beten 565 Ihr erste Frag ist’ s Essen, [schlecht. Auf s Folgen sie vergessen. 539 Froh lobet, wenn. — 540 wieder weiter. — 544 fehlt. — 552 in diesem. — 555 mit euch und. — 556 fehlt. — 557 hast du... sagen, wie sie sich sonst aufgeführt haben. — 558 einige Klagen. — 56ü Ich hab euch viel v. — 566 Und auf’ s. Aus dem Hause sie auf die Gasse laufen, Wild und toll mit (den) Geschwisterten oft raufen, ln der Kirche schwätzen, in d’ Schule nicht gern gehn, 570 Da ist nichts anders z’ machen, als daß s’ den Klaubauf [sehn. St. Nikolaus: Das höre ich nicht gern und sind nicht kleine Klagen, Doch werde ich nochmals den (ändern) Engel fragen. Was hast du mir (von den Kindern) vorzutragen ? 2. Engel kniet nieder: Sie werden dann und wann, wenn’ s nötig, abgestraft, 575 Allein der Mensch ist schwach, in Sonderheit die Jugend, Die wie ein Schilfrohr wankt zum Laster und zur Tugend, Wie es nicht anders geht bei den verdorbnen Zeiten, Wo man die Irrlehr tut immermehr verbreiten. Die Tugend weichet ab, es mehren sich die Sünden, 580 Das wahre Glaubenslicht droht gänzlich zu verschwinden. Ich bitt, o Himmelsfürst, durch Jesu Christi Wunden, Die er am heilgen Kreuz so schmerzlich hat empfunden, Verschon doch diesmal noch die allzuschwache Jugend, 585 Die gefehlet haben in der früh’ ren Zeit, Haben sich zu bessern jetzt (erklärt) bereit. Doch laß den Klaubauf nur (o Nikolaus) herein. Ihr guten Kinder dürfet nicht (so) furchtsam sein. Nikolaus: Klaubauf, komm herein! /. Engel, auf die Knie fallend: 590 Ich falle dir zu Füßen, o großer Wundersmann, Verzeihe diesmal noch, nimm dich der Jugend an. Klaubauf: Ha, ha ! Wer ist da (drin) in diesem Haus ? Wer mich (hat) begehrt, den reiße ich heraus. Denn ich rück hinein mit meiner ganzen Gwalt, 595 Wie ich gekommen wild in grausiger Gestalt. Ich mußte leiden viel Hitze und (auch) Kält, All’ s Schlechte mitzunehmen, bin ich auserwählt, Werde mich erwärmen und mein Glück versuchen, Wer es nicht erlaubt, den räum’ ich aus der Stuben. 567 Je und aus dem Hause laufen auf der Gasse. — 568 raufen. Sind die Kinder, wie’ s sein soll ? — 569 schwätzen, lachen. — 578 man tut... immer mehr und mehr. — 581 o großer. — 584 fehlt. — 585 Die, welche. — 591 noch der Jugend, nimm dich ihrer an. — 598 Aber heute werde ich mich... suchen. — 599 ich gleich. — 600 Klaubauf bi» ich gnannt, Der ganzen Welt bekannt. Die Bösen, die ich hier find, Zerreiß ich, oder zerschind. 0 großer Himmelsfürst, ich muß die Wahrheit sagen, 605 Was ich gesehen hab, will ich dir jetzt vortragen. Die Werke dieser Jugend sind fiihrwahr nicht gut, (Denn) nur Sünd und Laster bei ihnen zunehmen tut. Nicht folgen wollen sie den Eltern, wie s’ was schaffen, 610 Bei Tage laufen sie auf der Gaß umher, Vor lauter Zorn kann ich reden nimmermehr. Wenn ich bei Tag und Nacht guck bei den Fenstern ’nein, So seh ich (anders) nichts als böse Kinderlein. So ist die Jugend (nun) bei dieser Zeit beschaffen, 615 Es war kein Wunder (nicht), wenn Gott sie täte strafen. Nicht für die Frommen haben sie mich aufgestellt, Für die bösen Kinder bin ich auserwählt. Die sich nicht (werden noch) bessern obendrein, Die werd ich stecken in meinen Sack hinein. 620 Einer unverbesserlichen Seele Bleibt nichts übrig als die Hölle. Nikolaus: Schweige Klaubauf still! Kein Wort mehr hören will! Klaubauf'. Vater, Mutter und das ganze Hausgesind, 625 Nehmet euch (doch) an um das liebe Kind, Bewahrt’ s in strenger Zucht, Sonst werd’ t ihr heimgesucht. Lauf über Weg und Steg Und nimm die Bösen weg. ab. Nikolaus zum Engel: 630 Steh auf in Gottes Namen ! Nikolaus: Ich bin zu strafen ja anheute nicht gekommen. Soll euch verziehen sein, doch nehmet euch in Acht, Daß künftig keine Klage werde vorgebracht, Sonst laß den Klaubauf ich und seine Gsponse kommen, 600 Höllischer Kl. — 601 Welt bin ich bekannt. — 603 oder sie. — 609 fehlt. — 612 icli geh und. — 615 f. Sie haben mich aufgestellt für die Bösen und nicht für die Frommen. — 618 stecke ich... in den. — 623 Vater und. — 627 Jetzt lauf ich. — 628 Bösen alle. — 629 vor. — 630 bin anheute zu strafen ja nicht. — 633 laß ich den. 635 Die haben ja schon viele heimlich mitgenommen. Seid folgsam, euer Gmüt tut stets zu Gott erheben Und ihr Eltern sollt auf sie recht obacht geben, Denn Gott hat euch die Kinder für’ n Himmel anvertraut, Nicht daß ihr auf der Welt für sie die Hölle baut. 640 Ein’ große Rechenschaft einst geben müßt dafür Und euch verschlossen bleibt am End die Himmelstiir. Ein jeder, groß und klein, muß mir die Treu ablegen, Zum Nutzen eurer Seel bring euch Gott Trost entgegen, Nun Kinder lebet wohl, seid sittsam im Betragen, 645 Damit ich’s nächstemal nur Gutes kann erfragen. Segn’ euch im Leben Gott, Er segn’euch (auch) im Tod. Nikolaus tritt mit den Engeln zur Seite, die hereinkommenden Bettler bemerken ihn nicht. VH. Auftritt. 1. Bettler: Das Umaharpfn und Bergsteign tut mich jetzt auch ver-Ich häb leicht 136 mal rasten müessen. [drießen, Und mit den Allerheiligennudeln tuts ä nimma gud schaun, 650 Die sand jetzt so kläaii, as wie die Gugnaugn. 2. Bettler: Tua nicht so üba die Bauan schelten, Du wärst äft froh um an Weihnachtszeiten. L Bettler: Die H'opfgäschtna Bauan brauchst du wol alläan! 655 Was müeßten nächa i und die ändan täan? 2. Bettler: Jetzt sing’ ma a Liadl, geht die Zeid vorbei! 3. Bettler: letzt ist’ s kod recht, sind unsa drei: Du, Storax, singst a bisl kluaga Und du a bisl gröba 660 Und den ändern falt’s eh’an da Leber. 646 tut euer. — 647 sollet auch. — 649 ihr für sie auf. — 650 ihr einst. — 651 euch selbst am Ende verschlossen bleibt. — 653 Und zum. — 654 seid folgsam, verursacht den Eltern kein Leid, seid sittsam in eurem Betragen. — 655 ich, wenn ich das nächstemal komm, nur... an-fragen. Hiemit erteile ich auch meinen Segen. — 656 Gott segne. — 657 Gott segnen. Lied: 1. Lustig ist das Bettelleben, Weit und breit der Welt, Wir dürfen kein Tribut nicht geben Für unser Haus und Feld. 665 Wir brauchen nicht zu säen, Zu schneiden oder mähn, Arbeiten müssen uns die Bauernleut, Drum mögen wir alle Herrn sein, ja Herrn, Herrn sein. 2. Oberland und Unterland 670 Tut alles uns schon ghörn, Wir fexiern jeden Kirchtagsgast Für einen großen Herrn, Tabak, soviel wir brauchen, Tun uns die Weiber kaufen. 675 Dann sitzen wir uns auf an Haufn zsarn, Und fangen zu karten an, ja Karten, Karten an. 3. Wir karten oft den ganzen Tag, Bis unsre Weiba kema, Die bringen uns an vollen Sack, 680 Da könn’ ma draus was nema. Ist’ s ein Zieger oder Kas, Oder auch ein andres Gfras, Da fressen wir uns den Bauch voll an, Bis einer nimmer schnaufen kann, ja schnaufen, schnaufen [kann. Bettler Alex trit auf Stelzfuß u. Krücken, alt und gebrechlich ; 685 Hört auf amäl’s Singen, hörts auf amal' s Singen, Mir ist nichts ums Singen. 1. Bettler: Lex, wo fahlt’s denn? Lex: Da Hunger tuat mi plägn. 2. Bettler: Du Narr, tua nid so lärmen, 690 Äls wenn’ s täten die ganze Welt begräbn. Wir werdn wohl was z’betteln kriagn! Lex: Was z’ betteln kriagn, wenn uns neamt kennt! 3. Bettler-. Da könna ma brav liiagn, In unserm Häam aber da häts aufghört s’ Liiagn ! 667 unsa vier. — 681 ein jeden. 695 Wo’s unsern Trick verstehn, da heißt es gleich: Schau, wie er auf Krücken geht und in Fueß einbind Und d’ Hand hat er gär in der Schling Und fehln tud ihm koan Pfifferling. 2. Bettler: 1 hun gheascht, es kommt heut Sankt Nikolaus, 700 Der teilt brav Almosen aus. Er gibt oft viel, oft wenig und manchmal garnichts! Er schaut in der Richtung, wo St. Nikolaus steht. Ah, ist’s öppa dea?! Heilger Väter, Sankt Nikolaus, Herzlich bitt ich, du wollest uns nicht 705 Abschlagen ein Almosen nach deinem Willen, Damit wir können unsern Hunger stillen. St. Nikolaus : Nehmt hin, ihr bresthaften Leut, Die ihr wahrhaft zu erbarmen seid! Tut es aber nicht verkaufen, 710 Tut euch dafür was zu essen kaufen! ab. Alle vier: Vergelt’s Gott 100000 mal von Ewigkeit zu Ewigkeit! Lex: Amen ! 3. Bettler: Lost, Brüder, was ich häb heut erfragt, Mir hat’ s die Kreuzdudl gsägt, 715 Sie hät ghört von der Schelmlisl, Daß da Bettlvogt hät an Düsl. Lex: Gsund is’ seam, dem Lumpn. Er soll dablinden und dakrunipn ! 3. Bettler-. Wern tuad a schon no hin, das mäg nid aus, 720 1 wettat glei mit diar a Laus. 1. Bettler: Läus häst du gnuag, du hast leicht wetten, Kännst di jä selba von Läusn kaum daretten ! 695 Da wo sie unsern. — 697 der heilige Vater, St. N. 3. Bettler-. 2. Bettler: Ah da kommt ä a Hear, wenn uns der ä was geil, Da wer(d)n ma reich no heit. Lieba Herr, teil uns a was mit, sei beten! Bettelvogt: 730 Bei den Schergen und in den Kaichen laß ich euch betreten ! 3. Bettler: Die Reichn brauchn ma nid, uns is lieber a Geld. Das schwäsch’ ze Brot verschmäht die ganze Welt. Vogt : Verfluchter Kerl, geh! 1. Bettler-. Grä'd no a Wort läßt mi sägen, 735 Dein roter Bäscht und Häar zeign auch scho im voraus, Daß die Barmherzigkeit bei dir ist nicht zuhaus. Vogt: Mein Säbel wird für euch schon erklecken! 1. Bettler : Dein Brätspieß tuad uns ä nid schröcken! Vogt: So nehm ich Büchse und Pistolen. 3. Bettler: 740 Dich soll äber gleich der Klaubauf holen. 1. Bettler: Mir wolln’ s mächn nach unsern Brauch ! Lex, nimm die Kruckn und schlag eams anf’n Schlauch! Sie prügeln den Vogt hinaus. Lex : Den häm ma’ s draht, Es is as hätt ihn der Wind verwaht. 728 heut no reich. Lied: 745 Wenn uns der Bettelvogt tut schrecken Und mit seinem Stecken droht, Ei, da wern wir uns verstecken, Ei, da hat es keine Not. Munter in die Häuser laufen 750 Und bisweilen sakrisch saufen. Ja, laßt uns saufen jederzeit, Lustig sind wir Bettelleut! Beitelvogt tritt wieder auf: Was, ihr verdammten Hundskragen, Ihr wollt’ s euern Herrn schlagen ? 3. Bettler: 755 Für unsern Herrn bist du’ ä nid im Stand, Wenn’s dir nicht recht is, so werfn ma di in ein andres [Land. Vogt: Euern Herrn schlagen, Das will mehr sagen. Ich weiß noch andre Sachen, 760 Will’s euch gleich anders machen! Die Obrigkeit ist mir nicht zu weit Und die Kaiche dort ist für euch. Ihr müßt mir noch in diesen Tagen Alle eure Streich bezahlen, 1. Bettler: 765 Streich bezähln, das tian mar auf solche Art und Mänia, Lex, nimm die Kruckn und schlag eams um d’ Knia! Der Bettelvogt wird wieder hinausgepriigelt. Den hob’ m mas könna kochn, As hed mia alle Schüsseln und Häfn z’ brochen. Ich gab nicht nach, bis a war tot! Lex: 770 Tröst’n da liebe God! 3. Bettler: letz soll ma hält no a Spielmandl häbn, Da könntn ma ä no a TatizI wägn. 1. Musikant: Ich bin ein Musikant, Ladnis werd ich genannt, 775 Hab oft musiziert in der Wienerstädt, Mit dem kropfad’ n Dudelsäck, Wo die Bettelleut nicht z’ zahln häbn braucht. 2. Musikant: Das Aufspieln tut mi ä nid freun, 780 Da warn ma wohl rechte Närrn. 1. Musikant: Grazl, sei gscheidt, mach da käan Sorg drum, Wir wern scho öppa bekemma! Es wird gespielt und getanzt. 3. Bettler beim Tanzen: Diese Musik ist aber schon an Himmel wert. Lex: I hun mein Löbtäg käan schlechtere gheascht! Alle: Wir bedanken uns schöan! Musikanten: Zählt man a so aus ? Ein Bettler: Jä, bei Bettelleut is’ s a so Brauch. Alle ab. Nachwort. Aus Raummangel muß ich mich mit der textkritischen Behandlung der gesammelten Spiele begnügen. Ihre literarische Stellung und Herkunft werde ich in meinen im Herbst 1913 erscheinenden „Texten und Untersuchungen zum deutschen Volksschauspiel“ behandeln (Dr. E. K. Bliimmls Quellen und Forschungen zur deutschen Volkskunde, Wien, Verlag Dr. Ludwig). SCHULNACHRICHTEN. I. Der Lehrkörper. Ernennungen und Veränderungen im Lehrkörper. In den Lehrkörper traten mit Schulbeginn : Professor Leonhard Stöllinger, bisher an der k. k. Staatsrealsclmle in Elbogen (Min. Erl. v. 20. Mai 1912, Z. 22587 ; G. S. 474 v. 28. Juli 1912), Supplent Dr. Johann Kotnik und Assistent Karl Thöner (G. S. 637/4 v. 16. Oktober 1912); am 1. Dezember 1912: Turnlehrer Ladislaus Prusa (Min. Erl. v. 17. November 1912, Z. 44817 ; G. S. 885 v. 20. Dezember 1912). Die bereits im Vorjahr an der Anstalt tätigen Supplenten Verb ich Andreas, Ferjan Franz, Žnidarčič Johann und die Assistenten Coss ar Johann und Fornasarig Franz wurden mit Erlaß G. S. 637/4, v. 16. Oktober 1912, für die Dauer des Schuljahres 1912/1913 weiterverwendet. Aus dem Lehrkörper schieden mit Schluß des Schuljahres 1911/1912 der zum wirklichen Lehrer am stiidt. Mädchenlyzeum in Laibach ernannte Supplent Dr. Janko Pretnar, der zum prov. Lehrer am Realgymnasium in Korneuburg ernannte Supplent Ferdinand Schnabl, ferner Supplent Anton Bratus und die Assistenten Gino Da Fano und Josef Reit z. Die Professoren Marius Kurschen und Dr. Johann G r e-gorin wurden mit Min.-Erl. v. 16. Oktober 1912, Z. 43730, (G. S. 565/2, v. 23. Oktober 1912) zu Mitgliedern der k. k. Prüfungskommission für allgemeine Volks- und Bürgerschulen in Görz für die restliche Dauer der laufenden Funktionsperiode ernannt. Mit Allerhöchster Entschließung vom 28. August 1912 wurde dem Direktor Viktor von Slop der Titel eines Regierungsrates verliehen. (Min. Erl. v. 2. September 1912, Z. 1690 ; G. S. 441/2, v 12. September 1912). Professor Dr. Hilarius Zorn erhielt mit Allerhöchster Entschließung vom 14. Juni 1912 (Statt. Pr. 107/3, v. 16. Juli 1912) den Titel eines Schulrates. Professor Johann K o š n i k wurde mit Rechtswirksamkeit vom 1. Oktober 1912 (Min.-Erl. v. 16. Juli 1912, Z. 6104; G. S. 416/1, v. 2. September 1912) in die 8. Rangsklasse befördert. Dr. Johann Gregorin wurde unter Verleihung des Titels „k. k. Professor“ im Lehramte bestätigt (G. S. 270/3, v. 20. April 1913). Regierungsrat von Slop wurde am 27 Februar 1913 krankheitshalber für den Rest des Schuljahres beurlaubt. (Miu.-Erl. v. 18. Februar 1913, Z, 3560 ; G. S. 52/2, v. 25. Februar 1913) und unter einem der Berichterstatter mit der provisorischen Leitung der Anstalt betraut. Vom 7. Jänner bis 28. Februar 1913 war Supplent Dr. Johann Ivotnik infolge Erkrankung beurlaubt (G. S. 97, v. 23. Jänner 1913) und vom 6.-15. Mai 1913 infolge Einberufung zur aktiven Dienstleistung im k. u. k. Ileer. Einen Studienurlaub für die Dauer des Schuljahres 1912/13 erhielt Übungsschullehrer Cäsar B o n a 11 a (Min. Erl. v. 9. Oktober 1912, Z. 43797, u. v. 5. Februar 1913, Z. 3035; G. S. 680/1, v. 16. Oktober 1912, u. 680/3, v. 13. Februar 1913). Vom 2.-10. Juni 1913 war Prof. Košnik zur Teilnahme an einem mil. Eisenbahnkurs beurlaubt. Stand des Lehrkörpers. NAME und CHARAKTER. Lehrfach und Klasse Wöchentli- che Stundenzahl Anmerkung Regierungsrat Slop von Cadenberg Viktor, k. k. Direktor, Mitglied des L. S. R. — — beurlaubt seit 27. 11. 1913 Zupančič Jakob, k. k. Professor der 8. Rangsklasse, Dircktions-leiter PROFESSOR Math. 1 b, 7; Physik 3a, 4a, 7 EN UND WIRK 17 LICHE L Vorstand der 7. Klasse EHRER: Depinyi Adalbert, Dr. phil., k. k. Professor Deutsch 4 a, 5 a, 6; Geogr.-Gesch. 1 a 14 Direktionsadjunkt, Vorstand der 4. a Klasse Furlani Johannes, Dr phil., k. k. Professor, wirkl. Mitglied d. bot. (jesellsch. in Berlin Naturgesch. 2a, 2 b, 6, 7; Math. 1 a, 2 a; Geoni. Zeichnen 2a 1. Sem. 17, 2. Sem. 18 Girardelli Alois, k. k. Professor der 8. Rangsklasse. Mitglied der k. k. Priifungskom. für Volks- und Bürgerschulen Ital. 2, 4, 5, Sep.-Kurs 15 Kustos der italienischen Schülerbibliothek NAME und CHARAKTER Lehrfach und Klasse Wöchentli- chc Stundenzahl Anmerkung Gregorin Johann, j Dr. phil., k.k. Professor, Mitglied der Prüfungs-kom. für Volks- und Bürgerschulen Deutsch 4b; Franz. 3 a, 5 a, 5 b, 6 16 Kustos der franz. Schülerbibliothek, Vorstand der 4. b Klasse Hörburger Franz, Dr. phil.,k.k. Professor, Mitglied der k. k. Prüfungskommission für Volks- und Bürgerschulen Deutsch 3 a, 5 b, 7; Geogr. Gesch. 3b; Engl. 15 + 2 Kustos der deutsch, und englisch. Schülerbibliothek,Vor-standder3.a Klasse Košnik Johann, k. k. Professor der 8. Rgskl., k. k. Oberleutnant i. Verli. d. Evid., Mitglied der k. k. Prüfungskommission für Volks-und Bürgerschulen Math. 3 b, 5 a, 6; geom. Zeichnen 3 b; Physik 6 1. Sem. 17, 2. Sem. 16 Kustos des phys. Kabinettes u. der Programmsammlung, Verwalter d. Armenbücherlade; Vorstand der 6. Klasse Kurschen Marius, k. k. Professor, Mitglied der Prtifungskom. für Volks-und Bürgerschulen, städt. Bibliothekar Franz. 4 b, 7; Ital. 1, 3, 6, 7; ital. Freikurs 2t + 3 Nachtigall Rudolf, k. k. wirklicher Lehrer Math. 5b, 7; geom. Zeichnen 4 a, darstell. Geom. 5 a, 5b, 6, 7 18 Kustos des geometrischen Kabinettes Papež Anton, Dr.phil. et Mag. pharm., k. k. Professor Physik 3b; Chemie 4a, 4b, 5a, 5 b, 6 17 Kustos des ehem. Laboratoriums, Vorstand der 5. b Klasse Seidl Ferdinand, k. k. Professor der 7. Rangsklasse, korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Agram und des Musealvereines für Krain, Korrespondent der k. k. Zentralanstalt für Meteorologie u. Erdmagnetismus, Referent der Erdbebenkommission der kais. Akademie der Wissenschaften in Wien, Korrespondent der k. k geologischen Reichsanstalt Naturgesch. la, 1 b, 5a, 5b; Math. 2b, 4b; geom. Zeichnen 2b 17 Kustos des natur-historischen Kabinettes und des meteorologischen Observatoriums 1 / NAME und CHARAKTER Lehrfach und Klasse Wöchentli- che Stundenzahl Anmerkung Sigmund Othmar, k. k. Professor Deutsch 2a; Geogr.-Gesch. 2a, 3a, 4b 17 Kustos des geographischen Kabi-nettes; Vorstand der 2 a Klasse Stöllinger Leonhard k. k. Professor Deutsch 1 b, 2b; Geogr.-Gesch. 5 a, 7 18 Vorstand der 2.b Klasse Wohanka Ottokar, k. k. Professor Freihandzeichnen 1 a, 3 a, 3 b, 5a, 6, 7 20 Kustos der Lehrmittelsammlung für Freihandzeichnen und Kalligraphie, Vorstand der 5. a Klasse Žilih Josef, k. k. Professor der 8. Rangsklasse, Mitglied der k. k. Prüfungskom. für Volks- und Bürgerschulen Geogr.-Gesch. 5 b; Slov. 3, 4, 6, 7 16 Kustos der Lehrerbibliothek Zorn Hilarius, päpstl. geheimer Kämmerer, Dr. theol., k. k. Professor der 7. Rangsklasse, Mitglied des k. k. Landesschulrates für Görz und Gradišča und der k. k. Prüfungskommission für Volks-u Bürgerschulen Religion la, 1/3, 2«, 2 p, 3 a, 3 b, 4a, 4b, 5a, 5b, 6, 7, Vorbereitungsklasse a und b, Exh. 29 Exhortator TURNLEHRER: Pruša Ladislaus, k. k. Turnlehrer der 10. Rangsklasse, k. u. k. Oberleutnant i. d. R. Turnen 1 a. 1 b, 2 a, 2b, 3a, 3b, 4a, 4b, 5a, 5b, 6, 7 24 Leiter der Jugendspiele SUPPLENTEN : Ferjan Franz, k. k. Supplent Geogr.-Gesch. lb; Math. 3a, 4a; Geom. Zeichnen 3 a, 4b; Physik 4b; Schönschreiben 1 a, 1 b 20 Vorstand der 1. b Klasse NAME und CHARAKTER Lehrfach und Charakter Wöchentli- ch« Stundenzahl Anmerkung Kotnik Johann, Dr. phil., k. k. Supplent, k. u. k. Fähnrich Slov. 1. 2, 5; Franz. 3b, 4a; slov. Freikurs 17+3 Kustos der slov. Schülerbibliothek, Vorstand der 3. b Klasse * Verbich Andreas, k. k. Supplent Deutsch la, 3b; Geogr.-Gesch.2b, 4a, 6 21 Vorstand der 1. a Klasse Žnidarčič Johann, k. k. Supplent Freihandzeichnen 1 b, 2a, 2b, 4a, 4b, 5b 21 ASSISTENTEN: Thöner Karl, k. k. Assistent Geometrie 2 a, 2b, 3a, 3b, 4a, 4b, 5a, 5b, 6, 7 21 l Cossar Johann, k. k. Assistent, Direktor Freihandzeichnen la, 3a, 3b, 5a, 6, 20 des städt. Museums 7 Fornasarig Franz, k. k. Assistent Freihandzeichnen 1 b, 2a, 2b, 4a, 4b, 5b 21 LEHRER DER VORBEREITUNGSKLASSE: Bonatta Cäsar, k. k. Übungsschullehrer — — beurlaubt Jurdana Felix, k. k. Übungsschullehrer Deutsch, Rechnen, Schönschreiben 20 AUSWÄRTIGE LEHRER: Tretter Lorenz, Dr. phil., k. k. Gymnasialprofessor, für Stenographie; Maurer Adolf, k. k. Übungsschullehrer, für Gesang. SCHULARZT: ein. Universitätsassistent Un. med. Dr. Leo Wolfer. (Nebenlehrer für Hygiene). Dienerschaft: Stor Giusto und Pizzuchini Luigi für die Realschule, Trampuš Callisto für die Vorbereitungsklasse und das ehem. Laboratorium. II. Lehrverfassung. 1. Der Lehrplan im allgemeinen. Im Schuljahr 1912/13 wurde der Unterricht nach dem Normallehrplan für Realschulen (Min.-Verordnung vom 8. April 1909, ZI. 14741) erteilt. Die an der Anstalt durch den Min.-Erl. vom 4. Juli 1898, Z. 16568, bzw. Erl. G. S. 751, vom 7. September 1898, eingefülirten. Modifikationen des Lehrplanes und der Lehrstundenverteilung blieben, soweit sie nicht durch neue Bestimmungen beseitigt wurden, aufrecht. Für den Unterricht in der deutschen Sprache gelten die mit Min.-Erl. vom 27. Oktober 1909, Z. 38876, bzw. Erl. G. S. 602/7-09, vom 10. Oktober 1909, verfugten Modifikationen. Der neue Normallehrplan für Italienisch (Min.-Erl. vom 22. September 1909, Z. 20620, bzw. Statth.-Erl. VII-982/6 vom 10. Oktober 1909) trat im abgelaufenen Schuljahr für alle Klassen in Kraft. 2 Die einzelnen Schulklassen. Im Schuljahr 1912/1913 hatte die 1 bis 5. Realschulklasse je eine Parallelabteilung. Somit umfaßte die Anstalt im Berichtsjahre eine Vorbereitungsklasse, 7 aufsteigende Realschulklassen und 5 Parallelabteilungen zu Realschulklassen. Für den Unterricht aus den Landessprachen bestanden keine Parallelen. 3. Lektüre größerer Literaturwerke aus dem Deutschen und den Landessprachen in den oberen Klassen. Es wurde gelesen : 1.) Aus dem Deutschen: VI. Klasse: Lessing: Minna von Barnhelm; Goethe: Götz, Egmont; Schiller: Kabale und Liebe, Teil; Shakespeare, Sommernachtstraum. —VII. Klasse: Goethe: Iphigenie; Schiller: Maria Stuart, Wallenstein: Grillparzer: Die Ahnfrau; O. Ludwig: Zwischen Himmel und Erde. 2.) Aus dem Italienischen: VI. Klasse: Dante, Purgatorio, C. 24, 26, 28. VII. Klasse: Dante, Inferno C. 21, 22, 24, 26. 3.) Aus dem Slovenischen: V. Klasse: Slovenske balade in romance. Izdala Družba sv. Mohora. 1912. — F. S. Finžgar: Pod svobodnim solcem. Einige ausgcwählte Kapitel. — VI. Klasse: Jurčič, Tugomer in Veronika Deseniška; Mažuranič, Smrt Smail age Čengijča; Nazor, Veli Jože (deloma). — VII. Klasse: Zupančič, Beneški trgovec; Prešern, Izbor iz Poezij; Cankar, Kralj na Betajnovi. — bl — 4. Lehrplan der französischen Sprache und französische Privatlektüre. III. Klasse. — Laut- und Leselehre. Elemente der Formen-lehi’e aller Redeteile; vom Verbum insbesondere avoir und etre, sowie das Aktivura der I. und der inchoativen Verba der II. Konjugation mit Ausschluß des conditionnel und des passe dejini. Von Weihnachten bis zum Schlüsse des I. Semesters 4 kurze Diktate; im II. Semester 4 Diktate und 4 Schularbeiten. IV. Klasse. — Wiederholung und Ergänzung der Formenlehre ; vom Verbum insbesondere die einfachen Verba der II. und die gebräulichsten Verba der III. und IV. Konjugation; das Passivum ; die reflexiven Verba ; der conditionnel; das passe defini; Hauptregeln der Wortfolge; das Wichtigste über den Gebrauch des imparfait und des passe defini, sowie über die Übereinstimmung des participe passe. In jedem Semester 4 Schularbeiten und 4 Diktate. V. Klasse. — Ergänzung der Formenlehre. Systematische Behandlung der unregelmäßigen Verba auf Grund der Lautgesetze ; Einübung des persönlichen Fürwortes: Grundzüge der Syntax des Artikels, des.. Substantivs, des Adjektivs und der Pronomina; Übungen im Übersetzen ins Französische und umgekehrt. In jedem Semester 4 Schularbeiten. VI. Klasse. — Systematische Behandlung der Syntax. Die Wortfolge; die Übereinstimmung des Verbs und des Adjektivs; Syntax des Pronomens; Gebrauch der Zeiten und Modi. Lektüre von Musterstücken vorwiegend erzählender und beschreibender Prosa nebst einigen Proben didaktisch-epischer und lyrischer Poesie, verbunden mit kurzen biographischen Notizen über die betreffenden Autoren. Übersetzen ins Französische zur Einübung der Syntax. In jedem Semester 4 Schularbeiten. VII. Klasse. — Wiederholung und Ergänzung der Syntax. Participe present, adjectif verbal und gerondif; participe passe; Infinitiv; Präpositionen; Konjunktionen; Artikel; Grundzüge der Metrik. Lektüre von Musterstücken namentlich historischer, rednerischer und reflektierender Prosa nebst Proben der dramatischen und lyrischen Poesie, verbunden mit biographischen Notizen über die betreffenden Autoren. Übersetzen ins Französische zur Einübung der Syntax. Schriftliche Arbeiten wie in der VI. Klasse. Die französische Fragestellung, Nacherzählung und Konversation wird in allen Klassen entsprechend eingeübt. Privatlektüre: VII. Klasse: Molifere, l’avare. 5. Lehrplan für Italienisch. I. Klasse. — Sprachlehre: Einführung in die richtige Lautbildung, Formenlehre. Lesen: Richtiges Lesen leicht verständlicher Gedichte, Erzählungen, Fabeln, Märchen und Sagen. Freie Wiedergabe des Gelesenen. Sprechübungen und Auswendiglernen von Gedichten. — Schriftliche Arbeiten : Etwa 6 Schul-und 3 Hausarbeiten geringeren Umfanges im Semester; Nacherzählungen und Erzählungen. II. Klasse. — Sprachlehre: Erweiterung des grammatischen Wissens. Lesen; Darstellungen geschichtlichen oder natur- und erdkundlichen Inhaltes, umfangreichere Gedichte. Sprechübungen und Auswendiglernen wie in I. — Schriftliche Arbeiten wie in I, Umbildungen, Zusammenfassungen, erste Versuche in Beschreibungen. III. Klasse. — Wortlehre (Wortbiegung und-Bildung). Lehre vom einfachen Satze unter Berücksichtigung der Mannigfaltigkeiten und Schwankungen des modernen Sprachgebrauches. Übungen zur Schärfung des Sprachgefühls (III. und IV. Klasse): Festgewordene bildliche Redensarten, Personen- und Ortsnamen. IIo-monyma und Synonyma, Hinweise auf Unterschiede zwischen Volks- und Schriftsprache, Lehn- und Fremdwörter. Ausgewähltes aus der Bedeutungslehre. — Lesen: Lyrische und größere epische Gedichte, kurze Beschreibungen und Schilderungen. Biographisches über bekannte Verfasser. Memorieren und Vortragen. Sprechübungen : Erlebtes und Gelesenes. Schriftliche Arbeiten : Im Semester 4 Schul- und 2 Hausarbeiten: Beschreibungen, Schilderungen, Inhaltsangaben. IV. Klasse. — Sprachlehre: Lehre vom zusammengesetzten Satz. Analyse und Aufbau von Satzgefügen. Lehre von den Satzzeichen. Lesen: Manzotli: Promessi sposi. Verslehre, Charakterisierung der Dichtungsgattungen. Sprechübungen wie in III. — Schriftliche Arbeiten wie in III, Themen im Anschluß an den Lesestoff, Abhandlungen einfachster Art, Behandlung von Sprichwörtern und Sinnsprtichen. V. Klasse. — Literaturgeschichte: Das Wichtigste von den Anfängen bis zum 16. Jahrhundert. Literatur des 16. Jahrhunderts. — Lesen: I. Lesestoff nach der Anthologie. Leichtere lyrische Gedichte von Dante und Petrarca, einige Novellen des Boccaccio, Proben aus Poliziano. Auswahl aus den bedeutendsten Schriftstellern des 16. Jahrhunderts. Ariostos „Orlando furioso“ und Tassos „Gerusalemme liberata“ in Auswahl. — II. Zeitlich nicht gebundener Lesestoff; ausgewählte Lektüre aus modernen Prosaikern. Memorieren und Vortragen. Sprechübungen nach Tunlichkeit wöchentlich in der Dauer von etwa 10 Minuten. — Aufsätze : 3 Schul- und 2 Hausarbeiten im Semester. VI. Klasse. — Literaturgeschichte: Das 17. und 18. Jahrhundert. Lesen: a) Nach der Anthologie. Auswahl aus den bedeutendsten Schriftstellern des Seicento und Settecento. Dazu Parinis „Giorno“, je ein dramatisches Stück von Metastasio, Alfieri und Goldoni, b) Dantes „Divina Commedia“, „Inferno“.— Memorieren und Vorträgen, Sprechübungen und Aufsätze wie in V. VII. .Klasse. — Das 19. Jahrhundert bis nahe an die Gegenwart. Übersicht des Ganges der gesamten literarischen Entwicklung und abschließende Charakteristik der Hauptformen der Poesie mit Ausblicken auf die Weltliteratur. — Lesen: a) Nach der Anthologie; Die bedeiitendsten Schriftsteller des Ottocento. b) Montis „Bassviliana“, Foscolos „Sepolcri“ und eine Tragödie von Manzoni, Proben aus Übersetzungen der Ilias und Odyssee. Musterstücke moderner wissenschaftlicher Prosa, c) Dantes „Divina Commedia“ : Auswahl aus dem Purgatorio und Paradiso, Fortsetzung des Inferno. — Redeübungen unter Heranziehung der Klasse bei der Besprechung. — Aufsätze: Im 1. Semester wie in V, im 2. Semester 2 Schul- und 2 Hausarbeiten. 6. Die Vorbereitungsklasse ist nur für Schüler mit italienischer Muttersprache bestimmt, die keine Gelegenheit hatten, in der deutschen Sprache Unterricht zu genießen. Wer diese Vorbereitungsklasse mit Erfolg absolviert, kann in die erste Klasse des Gymnasiums oder der Realschule ohne Aufnahmsprüfung eintreten. Lehrstoff. Religion, wöchentlich 2 Stunden : Catechismo grande della Religione cattolica. Deutsche Sprache wöchentlich 14 Stunden ; Übersetzung aus der deutschen Sprache in die italienische und umgekehrt. Sprachlehre: das Wichtigste von allen Redeteilen, der einfache erweiterte Satz. — Auswendiglernen und Nacherzählen von Lesestücken. Rechnen, wöchentlich 3 Stunden : Die vier Rechnungsarten mit ganzen, mehrnamigen und Dezimalzahlen. Schönschreiben, wöchentlich 3 Stunden : Die deutschen und lateinischen Buchstaben. 7. Das Turnen ist für die k. k. Staatsrealschule Görz obligater Lehrgegenstand; mangels einer eigenen Turnhalle wurde der Turnsaal der k. k. Lehrerinnenbildungsanstalt und jener der deutschen Volksschule benützt. Infolge der Ernennung eines eigenen Turnlehrers konnte das seit dem Schuljahre 1902/1903 beschränkte Stundenausmaß normalplanmäßig erweitert werden. 8. Separatkurs und Freikurse. a) Italienischer Separatkurs für solche Schüler, die noch keinen italienischen Unterricht genossen und das Italienische als obligate Landessprache besuchen wollen. Stundenausmaß: 4 Stunden wöchentlich. Mussafia, Italienische Sprachlehre § 1 biß § 84, Lektüre kurzer Erzählungen. Zahl der Schüler im I. Sem. 16, im II. Sem. 14. Prof. A. Girardelli. b) Italienischer Freikurs. Neueingerichtet mit Erlaß G. S. 750/1 vom 6. März 1913. Anfängerkurs. Grundzüge der Formenlehre Baroni-Segatini, Sprachlehre bis Lektion 20. Schülerzalil: 28. Prof. M. Kurschen. c) Stovenischer Freikurs. Zugleich mit dem italienischen Freikurs als Anfängerkurs errichtet. Lehrstoff: Formenlehre und deren praktische Anwendung, die wichtigsten syntaktischen Regeln, Konversationsübungen alltäglichen Charakters. 7 im Slovenischen schon vorgeschrittene Schüler lasen Bruchstücke aus der slov. Literatur. Stundenausmaß: 3 Stunden wöchentlich. Zahl der Schüler: 36. Dr. J. Kotnik. d) Engtischer Freikurs. Abteilung für Vorgeschrittene. Grammatik : Nader-Würzners Elementarbuch, Kap. XIX-XXIII. Das Wichtigste aus der Syntax. Lektüre von Muryats Peter Simple. Schriftliche Übungen und Konversation. Zahl der Teilnehmer: 17 ; Stundenausmaß: 2 Stunden wöchentlich. Dr. F. Hörburger. e) Freikurs Für Stenographie für Vorgeschrittene in 2 Wochenstunden. Debattenschrift, Diktate und Leseübungen, Wiederholung der Verkehrsschrift. Schülerzahl im I. Semester 17, im 2. Sem. 15. Gymnasialprofessor Dr. L. Treffer. f) Freikurs Für Gesang. In zwei Kursen zu je 2 Stunden wöchentlich. I. Kurs : Notenlesen, Tonbildung, Skalen und Intervalle, Treffübungen, Einübung ein- und zweistimmiger Lieder .verschiedenen Inhalts. Schülerzahl im I. Sem. 27, im II. Sem. 16. II. Kurs. Fortsetzung der Lehre über Dur- und Moll-Tonarten und Intervalle. Mehrstimmige weltliche Lieder, Einübung von Kirchenliedern und Messen. Kurze Biographien der bedeutendsten Tonkünstler Österreichs. Gesang beim Sehulgottesdienst. Schülerzahl im I. Sem. 32, II. Sem. 20. Übnngsschullehrer A. Maurer. g) Freikurs Für Somatologie, Physiologie u. Hygiene. Ein Kurs, 1 Stunde wöchentlich. Schülerzahl: 40. I. Semester: Somatologie u. Physiologie. Knochensystem (Zahnpflege), Muskelsystem, Verdauungsapparat, Gefäßsystem, At-mungsapparat, Harnorgane, Nervensystem, Sinnesorgane. II. Semester: Hygiene. Grundbegriffe, Luft, Wasser, Boden, Ernährung, (Trunksucht, Kleidung), Wohnung (Beheizung, Ventilation, Beleuchtung, Beseitigung der Abfallsstoffe), Wesen, Verhütung u. Bekämpfung von Infektionskrankheiten), Schutz- u. Heilimpfungen, sexuelle Aufklärung (Bau der Geschlechtsorgane, sexuelle Erkrankungen), erste Hilfe. Emerit. Universitätsassistent Dr. med. L. Wolfer. h) Schießübungen. Die Oberleitung führte k. ü. k. Hauptmann Oskar Mayer als Instruktionsoffiziere wirkten mit: k. u. k. Hauptmann August Blaschke und k. u. k. Oberleutnant Ferdinand Gižejevski (2. Kurs), k. u. k. Oberlieutenant Ernst Majcen (1. Kurs). Die Aufsicht über die Schüler führte Professor Johann Košnik. Der Schießunterricht wurde nach folgendem Plane erteilt: Gruppe I. (Anfänger): 19. Oktober: Theorie; 9. und 23. November, 14 Dezember und 11. Jänner: Belehrungsscliießen; 25. Jänner und 8. Februar: Vorschule und Kapselschießen; 22. Februar und 8. März: Kapselschießen im Gelände, Distanzschätzen; 12. und 26. April: Schulschießen; 10. Mai: Schul- und Figurenschießen. — Gruppe II. (Vorgeschrittene): 26. Oktober und 7. Dezember: Theorie und Vorschule; 16. November und 18. Jänner: Kapselschießen; 30. November, 15. Februar und 5. April: Schulschießen ; 1. und 15. März: Kapselschießen im Gelände ; 19. April: Wiederholungen und Ergänzungen; 3. und 17. Mai: Schul- und Figurenschießen. Militärische Ausflüge und Besichtigungen: Belehrungsschießen der Feldartillerie (Aischovizza), Sprengübungen (Isonzogelände), Marsch- und Gefechtsübungen einer Kavallerie-Eskadron (Großer Exerzierplatz.) Die Schießübungen wurden durch das Bestschießen am 31. Mai beschlossen. Beste hatten gewidmet: der k. k. Landesschulrat, das k. k. Landwehrkommando in Graz, das k. u k. Militärstationskommando in Gürz, das k. u. k. Infanterieregiment N. 47 und Feldkanonenregiment Nr. 8, das k. u. k. Dragonerregiment N. 5, das k. u. k. Sappeurbataillon N. 3; Herr Generalmajor Klar, Herr Statthaltereirat Rebek, Herr Hofrat Cazafura, Herr Militärverpflegsverwalter May, Herr Bürgermeister Bombig, ferner die Firmen Beyer, Temsky, Bier und Schöll, Löffler, Wagner, Vogl, Ebeseder in Wien, Logar und Culot in Görz. Zur Ausschmückung des Festplatzes, um die sich Prof. Wohanka in aufopferungsvoller Weise annahm, steuerten bei: Herr Baumeister Adolf Maurer und Herr Architekt Müller, Herr Baumeister Perco und Herr Kaufmann Schiozzi. Das Bestschießen dauerte von 2h 30 bis 4h 30. Nachdem der Schüler derVII. Kl. Pleschiutschnig Martin im Namen derjungen Schützen gesprochen hatte, begrüßte der Anstaltsleiter die erschienenen Festgäste und insbesondere die zahlreichen Offiziere der hiesigen Garnison, an der Spitze als VertreterdesStationskommandantenden Obersten,Regimentskommandanten Mayer, fernerden Statthaltereirat Rebele, den Bürgermeister Bombig und die übrigen Vertreterder hiesigen Behörden und Koiporatiom n. Er dankte allen Gönnern, welche zum schönen Gelingen de Bestschießens irgendwie beigesteuert hatten, insbesondere aber den Herren Instruktionsoffizieren mit dem Hauptmann Meyer resp. Blaschke an der Spitze, welche mit unermüdlichem Eifer sich der Sache annahmen, ferner dem Prof. Wohanka, welcher die prachtvolle Ausschmückung des Festplatzes erdachte und arangierte, und schließlich dem Prof. Košnik, welcher schon das 3. Jahr als pädagogischer Leiter der Schießübungen fungiert. Dann richtete der Leiter einige ermunternde Worte an die Jungschützen selbst, um sie auch zum weiteren einträchtigen Handeln im späteren Leben anzuspornen. Hierauf ersuchte er den Herrn Obersten Mayer, die Verteilung der Preise vorzunehmen. Dieser wies in einer kernigen Ansprache an die Jugend auf die Bedeutung des Waffengebrauches für Staat und Menschheit hin und schloß mit einem dreimaligen Hoch auf den edelsten Schützen, unsern Allergnädigsten Kaiser, worauf die Militärkapelle die Volkshyinme spielte. Von Oberst Mayer gebeten, verteile Frau Professor Košnik die Preise. Sodann erfolgte unter klingendem Spiel der Heimmarsch der jungen Schützen. Allen Förderern des Festes, den P. T. Kommandanten u. Behörden und insbesondere der Forst- und Domänendirektion in Görz (für die Gewährung freien Eintrittes in den sonst abgesperrten Panowitzer Wald) wird im Namen der Anstalt der wärmste Dank ausgesprochen. 9. Stundenübersicht über den Unterricht in den obligaten Gegenständen ohne Rücksicht auf die Parallelklassen und auf die Separatkurse im Schuljahre 1913/1914. Wöchentliche Stundenzahl in der GEGENSTAND I. II. III. IV. V. VI. VII. Zu- K a s s e sammen Religion 2 2 2 2 2 2 1 13 Deutsch (als Unterrichtssprache) 6 5 4 4 3 3 4 29 Französische Sprache — — 3 3 3 3 3 15 Landes- Italienisch 4 4 4 4 3 3 4 26 sprachen : Slovenisch 4 4 3 3 3 3 3 23 Geographie 2 2 2 2 1 1 — 10 Geschichte 2 2 2 2 3 2 3 16 Mathematik 3 3 3 4 4 4 ;3) 5 26 (25) Geometrisches Zeichnen — 2 2 3 3 3 2 15 Naturgeschichte 2 2 — — 2 2(3) 3 11 (12) Physik — - 3 2 — 4 4 13 Chemie — — — 3 3 2 — 8 Freihandzeichnen 4 4 4 3 3 2 3 23 Schönschreiben 1 1 Turnen 2 2 2 2 2 2 2 14 Summe mit Italienisch 28 28 31 34 32 33 34 220 mit Slovenisch 28 28 30 33 32 33 33 217 10. Mittelschulkurs für längerdienenden Unteroffiziere. Uber Einschreiten des k. u. k Militärstationskommandos in Görz (ZI. Rei. No. 326, vom 8. Oktober 1912) wurde mit Erlaß G. S. 781, vom 16. Oktober 1912, ein Fortbildungskurs für liinger dienende Unteroffiziere errichtet, geleitet im 1. Semester von Regierungsrat von Slop, im 2. Semester vom Gefertigten. Der ganze Kurs erstreckt sich Uber 2 Schuljahre, der Lehrstoff ist der der Unterrealschule. Der heurige I. Kurs (Lehrstoff der 1. und 2. Klasse) begann am 16. Oktober 1912 und endete am 15 Juni 1913 Der Unterricht wurde in 12 Wochenstunden von 6 — V2 8 Uhr Abends erteilt. Gegenstand Lehrer Wochenstunden Religion Schulrat Prof. D. Zorn 1 Deutsch Prof. Dr. Depinyi 2 Französisch „ M. Kurschen 2 Mathematik Supplent F. Ferjan 2 Geographie Prof. L. Stöllinger 1 Geschichte Supplent A. Verbich 1 Naturgeschichte Freihand- und Prof. Dr. Furlani 1 geom. Zeichnen Prof. 0. Wohanka 2 Zahl (?"*,r Kursteilnehmer im ganzen 9, am Schlüsse des Kursjahres 6. Dr. A. Dcpinyi, Kursleiter. III. Verzeichnis der Aufsätze in den Oberklassen. Die mit * bezeichneten Aufgaben sind Hausarbeiten. 1. Deutsche Sprache. V. Klasse a. *1. Die Schauplätze in Schillers Gedicht „Die Kraniche des Ibykus.“ — 2. „In dürren Blättern säuselt der Wind.1' Ein Stimmungsbild. — 3. Mit wem du gehst und was du liest, Zeigt mir, was du selber bist. *4. Tages Arbeit, Abends Gäste, Saure Wochen, frohe Feste! Goethe. 5. Gürz im Schnee. Ein Stimmungsbild. — *6. Ostern. — 7. Mein Lieblingsheld im Nibelungenlied. — 8. Österreichs Reichtum an Naturschönheiten. 9. Leichter träget, was er traget, Wer Geduld zur Bürde leget. Logau. *10. Klopstoks Züricher Ode, Gedankengang. Dr. A. Depinyi. V. Klasse b. 1. Zur Wahl: ct. Unterm nächtlichen Hiramelsdach: b. Die Tragik im Ilildebrandslied. *2. Die Anziehungskraft des Wassers, gezeigt an Goethes „Fischer“. 3. Zur Wahl: a. Aus meiner Privatlektüre; b. Ein Stündlein auf dem alten Friedhofplatz; C. Walters von Aquitanien Ankunft an Rhein. *4. Der architektonische Eindruck des Landesmuseums. 5. Zur Wahl: a. Was führt den Tod Siegfrieds herbei? b. Natur und Menschen an der Riviera; c. Das alte und das neue Jahr. 6. Zur Wahl: ct. Frisch, fromm, fröhlich, frei! b Unter der Linde. *7. Die Entwicklung der neuhochdeutschen Schriftsprache. 8. Zur Wahl: ct. Ein Besuch am Adriatischen Meere; b. Das Volksepos. *9. Der Heldenmut John Maynards. 10. In der Sommerhitze. Dr. F. Hörburger. VI. Klasse. 1. Wert und Schranken der Preßfreiheit. — *2. Was erfahren wir in den ersten zwei Aufzügen des Lustspiels „Minna von Barnhelm“ über Zeit, Ort und Personen der Handlung? — 3. Die vorzüglichsten Bande, die uns an unser Heimatland Österreich knüpfen. — *4. Meine liebste Jahreszeit. — 5. Wie könnten die Kinotheater als Volksbildungsmittel verwendet werden? — *6. Literarische Satire in Shakespeares Sommernachtstraum. — 7. Goethes religiöse Auffassung im Spiegel seiner Lyrik. — 8. Goethes Gedicht „Ilmenau“ als lebensgeschichtliche Quelle. 9. Euch, ihr Götter, gehöret der Kaufmann, Güter zu suchen Geht er, doch an sein Schiff knüpfet das Gute sich an. Schiller. *10. Den Menschen macht sein Wille groß und klein. Dr. A. Depinyi. VII. Klasse. 1. Zur Wahl: a. Der Rhythmus im Leben; b. Die Bestrebungen der Romantiker. *2. Der Umschwung der Handlung in der „Maria Stuart.“ 3. Zur Wahl: a Eichendorffs Lyrik; b. Was verdankt der einzelne Mensch dem Staate und was schuldet er ihm dafür? C. Vorteile und Nachteile der Industrie. *4. Der Anteil der Freiheitsdichter an der Erhebung von 1813. 5. Zur Wahl: a. Das griechische Humanitätsideal in Goethes „Iphigenie.“ b. Licht- und Schattenseiten des modernen Zeitungswesens, c. Was man scheint, hat jedermann zum Richter; was man ist, hat keinen. 6. Thema nach freier Wald. *7. Inhaltlich-stilistische Behandlung des Grillparzer’schen Gedichtes „Schweigen.“ 8. Der poetische Realismus. *9. Die Religion als Motiv in der Weltliteratur. 10. Reifeprüfungsarbeit. Dr. F. Hörburger. 2. Italienisch. V. Klasse. 1. ... d’autunno si levan le foglie L’una appresso dell’altra, infin che’l ramo Rende alla terra tutte le sue spoglie. *2. Riassunto del canto primo deli’Inferno. — 3. I versi car-ducciani: Io credo che solo, che eterno, che per tutto nel mondo h novembre. *4. Dai momenti piü importanti della vita di Dante traete argo-mento ad abbozzare la figura grande e austera d’uomo, di poeta e di cittadino. — 5. S' illustri il passo Amate: II mondo č bello e santo e 1’ avvenir. 6. Si parli dei piaceri innocenti della vita campestre messi in confronto coi disinganni che offre la vita tempestosa della cittk. — *7. Breve sintesi della canzone „Ai signori d’Italiail di Francesco Petrarca. — 8. I piaceri e le soddisfazioni che dk lo studio non tramontano mai. — 9. L’incontro di Dante con Brunetto Latini. — 10. I mietitori pei campi riarsi dal sole, che preparano il pane a’ Ior signori. Prof. L. Girardelli. VI. Klasse. *1. Gl’ignavi (Inferno, C. III). — 2. II fuoco. — *3. Una pas-seggiata in Piazza Grande durante la fiera di S. Andrea. — 4. Una mano lava l’altra. — 5. Una vendita all’asta pubblica. — *6. Delle discipline che vengono insegnate a scuola, quäle preferite, e perchö ? — 7. L’ incontro di Virgilio e di Dante coi centauri. — *8. Tema a scelta. — Utilitk fisica e morale degli esercizi del corpo. — 9. Importanza deli’ agricoltura. VII. Klasse. *1. L’incontro di Dante con Catone Uticense. — 2. L’ oro e il ferro nella storia della civiltk. — *3. lllustrate questa sentenza dantesca: „ II perder tempo, a clii piü sa, piü spiace.“ — 4. II Giornale e la sua importanza nella vita moderna. — 5. Virgilio espone a Sordello i motivi per i quali egli si trova nel Limbo anzichk nel Purgatorio (Purg. C. VII.). — *6. Firenze al tempo di Dante. — 7. L’episodio di Cassandra nel carme „Dei Sepolcri“ di Ugo Foscolo. — 8. Tema a scelta. — 9. Tema di licenza. Prof. M. Kurschen. 3. Slovenisch. V. Klasse. 1. Narodna pesem „Pegam in Lambergar“ in povest o Martinu Krpanu. — *2. Domovina, ti si kakor zdravje! (Mickiewicz). — 3. Kako se javlja tajna moč vode v slovenskih pravljicah? — *4. Prizori iz kolodvorskega življenja. 5. Pomlad na Goriškem. — *6. Črtomir — Prešeren. — 7. Ta ni možak, ta ni za rabo, — Kdor videl tujih ni ljudi. (Levstik) — *8. Značaj oseb v pesnitvi „Regulovo slovo“. — 9. Požar na vasi (Kot časniško poročilo). — *10. Moj načrt za letošnje počitnice. Dr. J. Kotnik. VI. Klasse. *1. Jesen naša dobrotnica. — 2. a. Ne hvali dneva pred večerom ; b. Kaki vzroki so napotili tako mnoge v križarske vojske. — *3. a Koristi potovanja, b. Kakor seješ, tako tudi žanješ. — 4. Tragična krivda Tugomerova. — *5. Božične počitnice, b. Moja domačija v zimskem času. — Ga. Kaj nam daje zemlja, b. Ago-vanje (Po Mažurauiču). — 7. a. Avstrija ob začetku 18. stoletja. b. Kaj daje Avstrija svetovnemu prometu. — *8. Smail-aga na Gačkem polju. (Po Mažuraniču). — 9. Avstrijska obal, — 10. Na izbero. VII. Klasse. *1. Premog-črno zlato. — 2. Money is a good servant, but a bad mastev. — *3. Kima niso zgradili v enem dnevu. — 4. Nulla salus bello; pacem te poscimus omnes. — *5. Na izbero. — *6. Vračajo se lastavice — znak ljubezni do domovine. — 7. Iz balkanske preteklosti. — *8. a Pogled na pretekla sredješolska leta. b. Naj volja tak krepka ko tvoje gore. (Sim. Jenko.) Prof. J. Žitih. IV. Vermehrung der Lehrmittelsammlungen. 1. Lehrerbibliothek. a) FortselEungen. I. 18. Kley er EncyklopiiJie. — I. 25. Zeitschrift für das Realschulwesen, Jg. 1913. — III. 124. Verordnungsblatt für den Dienstbereich des k. k. Minist, f. K. u. U., Jg. 1913, 2 Expl. — VII. 445. Grimm, Deutsches Wörterbuch. — XII. 842. Schriften des Vereines zur Verbreitung na-turwiss. Kenntnisse in Wien, Jg. 1913. — I. 1124. Zeitschrift für deutsches Altertum u. deutsche Literatur, 1913. Geschenk des k. k. Minist. — VIII. 1137. Geographischer Jahresbericht, Jg. 1912. — VII. 1195. Hettner, Geographische Zeitschrift, Jg. 1913. — XIV. 1219. Die Kunst pro 1913. — I. 1246. Ljubljanski Zvon pro 1913. — VI. 1285. Ans. Salzer, Geschichte der deutschen Literatur. III. — III 1308. Publikationen der „SI 6 Matica“ pro 1913 — XIV. 1344. Poske, Zeitschrift für den physik. u ehem. Unterricht, Jg. 1913. — IX. 1395. Meinecke, Sybell’s histor’sehe Zeitschrift, Jg. 1913. — VI. 1407. Veda pro 1913. —III. 1408. Zeitschrift für Kinderschutz u. Jugendfürsorge, Jg. 1913. b) Neuanschaffungen: 1. 1390. Wen graf, Jahrbuch des höheren Unterrichtswe-sens in Ost. 1913. — VI. 1434. Aškerc, Balade in romance, 3. Expl. — VI. 1435. Aškerc, Lirske in epoke poezije, 3 Expl. — VII. 1436. Palmiro Premoli, Vocabolario nomenclatore illustrato. — III. 1437. Weimer, Der Weg zum Herzen des Schülers, 2 Expl. — III. 1438. Hughes-Zell, Missgriffe beim Unterricht, 2. Expl. — VIII. 1439. Rauchberg, Österr. Bürgerkunde. — III. 1440. Leuchten berge r, Vademecum für junge Lehrer, 2 Expl. — III. 1441. Sch ein dl er, Praktische Methodik, 1. Bd. in 2 Expl. — III. 1442. Jerusalem, Die Aufgaben des Lehrers an höheren Schulen, 2 Expl. — VI. 1443. Cankar, Krpanova kobila. — X. 1444. Pusterl a, I rettori di egida Giustinopoli Capo d’Istria. Geschenk des H. Prof- Petronio. — XIV. 1445 P e sc h ka, Freie Perspektive, Geschenk des H. Prof Petronio. — XIV. 1446. Pfriemer, 1409 theoret. u. prakt. Aufgaben. Geschenk des H. Prof. Petronio. — XIV. 1447. M enger, Elementi di Geometria descrittiva. Geschenk des H. Prof. Petronio. — XI. 1448. Wittstein, Trattato di Matema-tica elementare. Geschenk des H. Prof. Petronio. — VI. 1449. Schulz, Deutsches Fremdwörterbuch.— VI. 1450. Behaghel-Neumann, Litteraturblatt für germ. u. romanische Philologie. — VII. 1451. Piani giani, Vocabolario della lingua italiana. — III. 1452. Heinz, Sammlung von Vorschriften betreffend die Heranbildung u. Prüfung der Lehrer an Volks- u. Bürgerschulen. — III. 1453. Sokoli, Der Ausban der Realschule. —XII. 1454. Jan et, Constitution morphologique de la bouche de l’insecte. Geschenk des k. k. Minist. — XII. 1455. Jan et, Le sporophyte et la gametophyte du vegetal. Geschenk des k. k. Minist. — I. 1456 Meyer, Grosses Konversations-Lexikon. 6. Aufl. — I. 1457. Fried, Die Friedenswarte 1912. Prof. J. Žilih, Kustos. 2. Schülerbibliothek. ü) Deutsche Hbteilung. /. Durch Ankauf: Münchhausens wunderbare Reisen. Swift, Gulliver in Liliput. — Huonder, Die Tasse des weißen Bouren. — Kerner, Walter, der Erzpoet. — Engel, Kapitän Spieker. — Sealsfield, Die Prairie am Jacinto. — Kopi sch, Die Entdeckung der blauen Grotte. — Gerstäcker, Gennelshausen. — Mylius, Die Türken vor Wien. —Seegeschichten, hg. v. Anzengruber. — Felde, Das Astoria-Abenteuer. — Sven Hedin, Von Pol zu Pol, II, III. — Der gute Kamerad. — Neues Universum. — Car not, Geschichten aus dem Bündnerlande. — Conscience, Der Bahnwächter, Der Rekrut. — Rosegger, Steirische Geschichten, Deutsches Geschichtenbuch, Aus dem Walde. — Grimmelshausen, Simplizius Simplizissimus, bearb. v. Weitbrecht. — Amicis, Herz, übers, v. Wülser.— Ge iss ler, Inseln, Im Winde, Justus auf dem Altenteile. — Dickens, Der Weihnachtsabend, übers, v. Seybt. — Hornung, Der Schatten des Stricks. — Eyth, Blut und Eisen. — G r e i n z, Das fünfte Rad am Wagen, Irving, Rip von Winkle. — M öl Ihausen, Familie Melville. — C roker, Berechtigter Stolz? — Schott, Der Bauernkönig. — Moeller, Gold uud Ehre. — Raab e, Der Schüdderump. — Storni. — Bötjer Basch, Ein grünes Blatt. — Schönaich-Carolath, Bürgerlicher Tod. — Fischer Willi., Sonnenopfer. — Eichendorff, Taugenichts, Schloß Durande. — Hoffmann E. T. A., Meister Martin. -Kleist, Michael Kohlhaas. — Tolstoj, Volkserzählungen und Legenden. — Handel-Mazzetti, Novellen. — Soyka, Das Herbarium der Ehre. — B r a d y, Der kleine Ingenieur. — Okovski, Arme Menschen. — Eschelbach, Im Moor. — Schiller, Maria Stuart (6 Exempl.), Wallenstein (7 Exempl). — Goethe, Götz v. Berlichingen.— Grillparzer, Die Ahnfrau (13 Exempl.). — Ei ch e n d o r ff, Taugenichts (Neue Dichter-Ausgabe). II. Durch Schenkung: Vom Schüler Berginec (IV. b.): J. Verne, Ein Lotterieloos. — Von Prof. Dr. Depiny: Jiri-zek, Deutsche Heldensage.— Dichterbiographien: R a i m un d, Lenau, Grabbe, hg. v. Börner u. Gottschall. — Goethe, Iphigenie, Tasso. —Lessing, Nathan. — Sophokles, König Ödipus. — Vom Herrn Hofrat Bolle: Dalton, Indische Reise. — Junkers Reisen in Afrika, 3 Bde. — Gerstäcker, Neue Reisen, 3 Bde. — Hase, In der Pampa. — Fred, Indische Reise. — K. Zimmermann, Onkel Sam. — Hesse-War-t e gg, Nord-Amerika. — Kirchhof f, Kalifornische Kulturbilder. - Werner, Erinnerungen aus d. Seeleben. — G r o h-m a n n, Wanderungen in den Dolomiten. — Gerstäcker, Reise in Java. — Lohmeyer, Auf weiter Fahrt, 5 Bde. — Kayser, Unterm südlichen Kreuz. — L e h n e r t, Um die Erde, 2 Bde. Dr. F. Hörburger, Kustos. b) Französische Abteilung. Violet, Sprechmaschine, Echo VI. mit Unterriclitsplatten. Dr. J. Gregorin, Kustos. c) Englische Abteilung. Durch Ankauf: Muryat, Peter Simple (10 Exemplare). Dr. F. Hörburger, Kustos. d) Italienische Jlbteitung. C. Schmid, Clotilde, Lodovico, Racconti varii, Altri racconti, Giovanni e Mavia, La capanna irlandese, Altri cento racconti, Altri racconti, Genoveffa. — R. Robertson, Vita e viaggi di C. Colombo. — E. Salgari, I pescatori di Trepang, Mastro Catrame, II vascello maledetto, Naufragatori dell’ Aregon, — A. Quattrini, La setta del crisantemo, La tigre del Ben-gala, II pirata del Nilo, II terrore della Sorda. — L. Motta, Lo scoglio luminoso, Gli avvoltoi di Lhassa, I misteri del cuore in-diano. — L. Boussevard, 11 tigre bianc-o. — F. Regonati, Storia delle Crociate. — G. Verne, I figli del capitano Grant. — A. Tedeschi, Sogni di bimbi. — G. Swift, Viaggi di Gulliver. — E. De Amicis, Nel Regno del Cervino, Novelle. — E. Salgari, Due mila leghe sotto 1’ America. — A. Quattrini, Chi h il marinaio. — E. De Marc hi, L’eth, preziosa. — G. Verne, La stella del sud, II padrone del mondo. — G. Fabiani, Le vicende d’una rana, Le vicende di un soldo. — T. Tasso, Stanze della Gerusalemme Liberata annotate da S. Ferrari e A. Straccali. — S. Fari na, Mio figlio!, II tesoro di Donnina. — S. Benelli, La Gorgona. Prof. A. Girardelli, Kustos. Č) Stovenische Abteilung. Durch Ankauf-. H. Sienkiewicz, Skozi pustinje in puščavo, — F. S. Finžgar, Pod svobodnim solncem I. in II. zv. — Koledar družbe sv. Mohorja 1913 — Zgodbe sv. pisma 18. zvez. — Slovenske Balade in romance. Podobe iz misijonskih dežel. — Slovenske večernice. — Gruden, Zgodovina slovenskega naroda II. — Zbornik slov. Matice XIV. zvez. — Fr. Detela, Tujski promet. — Dostojevski, Zapiski iz mrtvega doma — Peterlin-Petruška, Po cesti in stepi. — Zabavna knjižnica XXIV. Letopis slov. Matice 1912. — H. R. Haggard, Roža sveta. — Von der k. k. Lehrerbibliothek wurde übernommen: Ljubljanski Zvon 1912. Durch Schenkung'. B. Bevk, Grški in latinski Klasiki I. zv. Dr. ]. Kotnik, Kustos. 3. Geographisches Kabinett. Durch Ankauf: Sydov-Habenicht, Europa. — Rothaug, Österr. Alpenländer. Stumme Ausgabe. — Gaebler, Niederlande, Belgien und Luxemburg. — Kiepert H., Alt-Griechenland. — Gerasch, 6 geogr. Charakterbilder aus Österreich. — Eschner, Kamerun. — Hölzel, geogr. Charakterbilder, 2 Tafeln. — Lehmann, 7 geogr. Charakterbilder, 3 Tafeln: Völkertypen. — 1 geogr. Typenbild aus Osteuropa: Die Wolga. — 5 geogr. Charakterbilder aus Ostasien. — Diwald, 2 geomorphol. Wandtafeln. - 1 Taschenkompaß. — Die Baustile, 3 Wandtafeln. — Langi, 4 Geschichtsbilder. — Lehmann, 5 kulturgeogr. Bilder. Durch Schenkung: Eine kleine Mineraliensammlung von H. Exinger (IV. b-Kl.). Prof. O. Sigmund, Kustos. 4 Naturhislorisches Kabinett. Durch Ankauf: 17 Kristallmodelle aus Pappendeckel auf Ständern. — 1 kristallographisches Spiegelmodell, dazu 6 Schablonen. — 9 Wandtafeln von Schmeil. — 10 Ammoniten aus Milanovac. — 64 Mikroskoppräparate. — 6 zoologische Wandtafeln von Pfurtscheller. — 8 geomorphologische Wandtafeln von Diwald. Durch Schenkung: 2 Tafeln, darstellend das zusammengesetzte Mikroskop und den Strahlengang in demselben, von C. Reichcrt, Optisches Institut in Wien. Prof. Ferd. Seidl, Kustos. 5. Physikalisches Kabinett. Durch Ankauf: Aneroidbarometer in Taschenform. — Modell einer Wasserturbine. — Hydraulischer Widder. Als 'Spende des Schülers Feigenbaum (VI. Klasse) : Davys Sicherheitslampe. Prof. f. Košnik, Kustos. 6. Chemisches Laboratorium. Durch Ankauf: Eiserne Stative. 1 verbess. Bunsenbrenner. 1 Duplexbatterie mit Amp&re-Volt-Meter und Schwefelsäure-Aräometer. 1 kl. Glühbirne mit Holzständer. 1 Wasserzersetzungsapparat. 1 verbess. pneumatische Wanne. 1 Hexaeder-Modell. Außerdem wurden die allernotwendigsten Verbrauchsgegenstände angeschafft. Prof. Dr. Papež, Kustos. 7. Geometrisches Kabinett. Durch Ankauf: 2 Messingzirkel (als Ersatz für alte, unbrauchbar gewordene Zirkel). W. L. R. Nachtigall, Kustos. 8 Lehrmittelsammlung für Zeichnen und Kalligraphie. Durch Ankauf'. Gipshochrelief:.3 Engelköpfe, Maske: Silen, Pompej, Hochreliefs: Verkündigung Mariens v. Lucca della Robbia, Madonna v. Michelangelo, Gipsbüste: Napoleon von Cannova, „Die Florentinische Landschaf von Karl Boeklin “ Durch Schenkung: 2 Büsten des Dichters Pietro Zorutti von Herrn Luigi ßosolen. Prof. Ottokar Wohanka, Kustos. V. Reifeprüfungen. Die schriftlichen Reifeprüfungen im Herbsttermin 1912 fanden vom 24. bis 27. September 1912 statt. Zu lösen waren folgende Aufgaben : 1.) Deutscher Aufsatz nach freier Wahl unter folgenden 3 Aufgaben: a) Welche geographischen Verhältnisse förderten den österreichischen Einheitsgedanken ? b.) Inwieferne ist Goethes Iphigenie ein Evangelium reiner Menschlichkeit ? c.) Die Kunst im Dienst der Religion. 2.) Italienischer Aufsatz nach freier Wahl unter folgenden 3 Aufgaben: a.) Quäle delle moderne invenzioni sia piü utile al-1’ uomo ? b.) Non sempre gli elementi nella natura s’addimostran docili aila mano deli’ uomo. c.) I miei propositi per 1’ avvenire. 3.) Slovenischer Aufsatz nach freier Wahl unter folgenden 3 Aufgaben: a.) Kaj nam daje zemlja? b.) Amerikanec se vrača v svojo domovino, c.) Naravne sile v službi človeka. 4.) Französisch : Feichtinger, Lehrbuch der frz. Sprache, 1. Teil, S. 94: Louis XI. et son astrologue. 5.) Darstellende Geometrie: a.) Auf einer Kugel sind 2 Punkte gegeben, a und b. Man bestimme den Neigungswinkel der Tangentialebenen in den Punkten k. [ O (0, 3, 3), r=3 ], a (—2, y, 4), b (2, y, 5^. Beide Punkte sind im Aufriß sichtbar, b.) Eine Kugelschale mit einem in der Mitte hervorragenden Kegel ist mit Selbst- und Schlagschatten darzustellen, c.) Man zeichne einen Kreis, der durch 2 Punkte a und b geht und dessen Mittelpunkt sich auf einer Geraden G befindet. Die mündlichen Prüfungen im Herbsttermin 1912 wurden unter dem Vorsitz des k. k. Landesschulinspektors Dr. Robert Kauer am 27. September abgehalten. Die schriftlichen Reifeprüfungen im Februartermin 1913 fanden am 23. Februar statt. 1.) Deutscher Aufsatz nach Wahl unter den 3 Aufgaben: a.) Welche Bedeutung hat der Besitz von Triest für unsere Monarchie ? b.) Helden des Alltags. c.) Wunder gibt es, deren Wirken nie zu Ende wird geschrieben, Menschengeist mit seinem Forschen, Menschenherz mit seinem i [Lieben. Weber. 2.) Französisch : Humanite et desinteressement. Die mündlichen Prüfungen wurden am 21. und 23. Februar unter Vorsitz des Direktors von Slop abgehalten. Übersicht. Sommer- Termin 1912. Öffentl. Schüler Externe Zur Reifeprüfung meldeten sich 24' 2 Der schriftlichen und mündlichen Prüfung unter- zogen sich , 20 1 Darunter zum erstenmal 20 — Es erhielten : ein Zeugnis der Reife mit Auszeichnung 2 — ein Zeugnis der Reife 16 1 Reprobiert wurden : auf ein halbes Jahr 2 — auf ein Jahr — — Herbst-Termin 1912. Zur Reifeprüfung meldeten sich 2 3 Vor der mündlichen Prüfung traten zurück . — 2 Ein Zeugnis der Reife erhielten — — Reprobiert wurden auf ein halbes Jahr . . . 2 — » n n » Jahr — 1 Februar-Termin 1913. Zur Reifeprüfung meldeten sich ...... 5 1 Ein Zeugnis der Reife erhielten 5 Reprobiert wurde auf ein Jahr — 1 Verzeichnis der in den drei Terminen reif erklärten Prüflinge. i 0> 1 >H w 5= NAME Geburtsort Ü. l-i 3 J3 X) CQ Anmerkung N 5/5« •a 1. v. Bartolome! Marius Capodistria 1892 8 Š § 2. Berinda Candia 1892 4*) S ft- Ferdinand auf Kreta ft: 3- 3. Budal Alexander Fiume 1895 7 U? » 5' 4. Cossovel Emil Görz 1894 7 ft- 3 ^ § § § 5 Craglietto Nikolans Cherso 1892 7 Hi kg 3 »V ft. C: S' § » ä g a s 3 ? ^ 5 6. 7. Delneri Alfons Drobnič Viktor Görz Triest 1893 1892 8 7 8. Gentille Egon Triest 1892 7 9. Körting **) Alfred Brünn 1894 7 ft* O* 3 (fl 5 10. Kuglmayr Lewin Wien 1894 8 iS S-<5 »5 r» 5 11. Magušar Steinbüchel 1894 7 £* a Johann in Krain § S- 1 12. 13. Marceglia Alois Medvešček Alois Görz Opatjeselo 1893 1894 8 7 ft ft ft. agS co 5 o p?. 14 Notarangelo Guido Triest 1893 9 a g. =r 15. Pitareviö Anton Ragusa 1893 9 £ s. g. 1 I 16. Retti Athanasius Rovigno 1893 8 ^ ft* ^ ^ s 17. Rocca Heinrich Görz 1895 7 SP 13 18. Serravalle Karl Fiumicello 1892 8 ft r» ft. ft« Hi 19. Sigl Rudolf Pettau 1894 7 20. Tramontin **) Anton Ajello 1893 7 § ^ ft 21. Vilfan Cyrill Radmannsdorf in Krain 1895 7 g Co* a 22. Visintin Armandus Sagrado 1894 7 ns ft S ftl 23. Zandegiacomo Bruno Görz 1893 7 ft St ft. Co o ft* 24. Babnik Wilhelm Triest 1892 8 S: ^ ft *) an einer österr. Realschule. — **) reif mit Auszeichnung. Sommertermin 1913. Es meldeten sich 38' Schüler der 7. Klasse, und 4 Externisten. Bei den schriftlichen Prüfungen, welche vom 11.-14. Juni abgehalten wurden, waren folgende Aufgaben zu lösen : 1. Deutscher Aufsatz nach freier Wahl unter folgenden Aufgaben: a) Wie sollen wir das Vermächtnis unserer Vorfahren wahren? b) Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Reinheit des Strebens und das treue Beharren in der Pflicht wird den Wert eines Menschenlebens entscheiden. c) Österreichs Lorbeeren auf dem Schlachtfelde und auf dem Felde der Ehre. 2. Französisch: Nacherzählung aus: Francilion, Le Fran-jais, Amüsant, S. 97. 3. Italienischer Aufsatz nach freier Wahl unter den 3 Aufgaben: a) L’ agricultura ed il commercio sono le due fonti principali della ricchezza dei popoli. b) Quäle delle discipline da voi coltivate eeoitö maggiormente il vostro interesse ? C.) Gli avvenimenti che caratterizzarono 1’ epoca di Massimiliano primo, e furono di maggior incremento per la nostra dinastia. 4. Slovenischer Aufsatz nach freier Wahl unter den 3 Aufgaben: a) Železo, premog in voda v službi človeštva. b) Najpoglavitnejši izumki del novega veka. c) Kako je Avstrija dospela do sedasnje veličine in moči. V. Darstellende Geometrie: a) Gegeben sind 3 Kugeln mit ihren Mittelpunkten und ihren Halbmessern in orthogonaler Projektion. Es sind jene Kugeln vom Radius r == 3 cm zu finden, die die 3 gegebenen Kugeln von außen berühren. Spezielle Annahme: 1. Kugel: Mittelpunkt ( — 20, 40, 20,) r == 10; 2. Kugel: Mittelpunkt (20, 30, 20), r = 12; 3. Kugel (0, 50, 50). Als Einheit ist 1 mm zu nehmen. b) Es ist die Durchdringung eines Kegels und einer Kugel zu bestimmen und die vollständige Schattenkonstruktion durchzuführen. Besondere Annahme : Kegel: Basis in der Grundrißebene, der Kegel gerade. Die Spitze S (0, 35, 40), Basisradius r= 30. Kugel: Mittelpunkt O (5, 30, 30). Der Radius der Kugel ist so zu wählen, daß die beiden Flächen eine gemeinsame Tangentialebene haben. (Längeneinheit 1 mm). c) In orthogonal-axonometrischer Projektion ist folgende Freitreppe darzustellen und die Sehattenkonstruktion durcbzuführen. Die Lichstrahlenrichtung ist so anzunelunen, daß das axonometrische Bild des Lichtstrahls mit der Z-Achse einen Winkel von 60° und sein Bild auf der x y Ebene mit der y Richtung einen solchen von 30° bildet (Beigegeben eine Skizze). Die mündlichen Reifeprüfungen finden in der Zeit vom 7.—12. Juli statt. Den Vorsitz wird Herr Schulrat Direktor i. R. Justus Hendrych führen. VI. Verordnungen und Erlässe. Das k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht hat mit Erlaß vom 14. April 1913, ZI. 13956, den Professor an der Staatsrealschule in Zara, Bruno Bersa Edlen von Leidenthal mit den Funktionen eines Fachinspektors für den Zeichenunterricht an den Mittelschulen im Küstenlande betraut. (Statth.-Erl. VII. 664. v. 6. Mai 1913). VII. Unterstützungswesen. 1. Stipendien und sonstige Geldunterstützungen. Im Schuljahre 1912/1913 standen 8 Schüler im Genüsse von Stipendien aus dem Fonde der Gefällsstrafgelderüberscliüsse, vgl. darüber Abschnitt. XIII. Von den Zinsen der Karl von Kanotay’ sehen Stiftung im Betrage von 204 K erhielt ein dürftiger, würdiger Schüler der Il.a Klasse 10 K und einer der V.a 10'40 K. 2. Armenbücherlade. Im Berichtsjahre wurden 612 Exemplare von Lehrbüchern, bezw. Atlanten an 146 arme and brave Schüler ausgeliehen. An Spenden liefen vom k. k. Schulbücherverlage 31, von der Verlagsbuchhandlung Gräser 23 Exemplare ein. Die Direktion spricht den edeldenkenden Wohltätern, die sich der armen Schüler hilfreich annahmen, den wärmsten Dank aus. VIII. Religiöse Übungen. Für die katholischen Schüler wurden diese Übungen unter der Leitung des Herrn Professors Schulrat Dr. H i 1. Zorn in der vorgeschriebenen Weise abgehalten. Am 10. Oktober 1912, um 24. Februar und 24. Mai 1913 war gemeinschaftlicher Empfang der hl. Sakramente der Buße und des Altars. Während der Pfingstfeiertage empfingen 23 Schüler das hl. Sakrament der Firmung. Am 22. Mai beteiligten sich die kath. Schüler unter Führung des Direktionsleiters und eines Teiles des Lehrkörpers an der Fronleichnamsprozession. Der Gesang beim gemeinsamen Schul-Gottesdienste wurde vom Sängerchor der Anstalt unter Leitung des Gesangslehrers Ü.-L. Maurer besorgt. IX. Gesundheitspflege, Schüler-Ausflüge. 1. Schulärztlicher Dienst. Die Anlage und Einrichtung der Anstalt wurde heuer am Beginn des ersten Semesters einer genauen Besichtigung unter zogen u. darüber ein Bericht an die k. k. Unterrichtsverwaltung geleitet. , Zur Untersuchung gelangten im abgelaufenen Schuljahre der Instruktion gemäß die Schüler der Vorbereitungsklasso u. jene des 1.. 3-, 5. u. 7. Jahrganges, mithin zusammen 8 Klassen mit insgesamt 258 Schülern. Selbstverständlich wurden auch die übrigen Jahrgänge im Auge behalten und den „Überwachungsschülern“ besonderes Augenmerk zugewendet. Mit jedem Schüler wurde, um sich gut und einwandfrei verständigen zu können, in seiner Muttersprache gesprochen. In jeder Woche fand eine Sprechstunde statt, die gleich den Untersuchungen im schulärztlichen Sprechzimmer abgehalten wurde. Dieses verfügt gegenwärtig über einen Körperlängenmeßapparat, eine Dezimalwage, zwei Suellen’sche Tafeln, eine Schulturnbefreiungstafel u. einen transportabeln Rettungskasten. Dank der auch erzieherisch wirkenden schulärztlichen Un tersuchungen, kam heuer kein Fall von Kopfungeziefer, parasitären Hautleiden, schlecht gepflegten Zähnen u s. w. vor. Überall machte sich das höhere Niveau gesundheitlicher Bildung bereits in erfreulicher Weise geltend. Von erwähnenswerten Fällen sind zu nennen: je ein Fall von Hypospadie, Kryptorchismus, Linsentrübung, Augenzittern, idiopathischer Herzhypertrophie, Milztumor, Impfkeloi und je zwei Fälle von Taetowierung u ethischen Defekten. Uber einen Schüler wurde auf Verlangen der Direktion hinsichtlich seines Geisteszustandes ein Parere abgegeben. Ungleiche Pupillenweite, welche aus dem im schulärztlichen Bericht 1910/11 angeführten Grunde von größerer Bedeutung ist, wurde bei 7• 7 °/o ^er Schüler beobachtet. Das harmonische Zusammenarbeiten der Anstaltsdirektion, des Lehrküpers u. des Schularztes hat die große Arbeit, deren Grenzen sich ja nicht abstecken lassen, freudig bewältigt. Pä-dogoge u. Arzt müssen sich die Hand reichen, wenn es das Wohl der Jugend gilt; nur dann kann Segensreiches geschaffen werden. Die Ergebnisse der diesjährigen Schüleruntersuchungen sind in der Tabelle S. 30 f. niedergelegt. Statistik der Schü an der k. k. Staatsober KLASSE I N PRO Allgemeiner Er-nährungs- u. Kräftezustand Anaemie Drlisenschwellungen vergrößerte Schilddrüse Zahncaries Hypertrophie der Tonsillen Sprachfehler Bronchialkatarrh Lungenspitzenkatarrh l der des 'S bfl aJ -*—> S schlecht Achseln Leisten Halses Nackens Vorb. 42-4 33-4 24-2 78-7 96-9 84-8 — — 3-0 75-7 15-1 6-0 6-0 — Ia 45-7 40-0 14-3 45-7 88-5 82-8 — 42-8 14-3 74-2 8-5 — 5-7 — Ib 35-5 40-0 24-5 62-2 55-5 64-4 4-4 81-1 13-3 75-5 28-8 — 4-4 — lila 50-0 37-5 12-5 41-6 58-3 50-0 — 12 5 8-3 58-3 8-3 4-1 8-3 — Illb 36-9 52*6 10-5 52-6 31-5 2(5-3 — 10-5 5-2 68*4 21-0 — '— 5-2 Va 46-7 40-0 13*3 70-0 73-3 76 6 — 13-3 26-6 60-0 16-6 6-6 3-3 3-3 Vb 37-5 50-0 12-5 56-2 87-5 75-0 — 18-7 62 59-3 3-1 — — — VII 40-0 40-0 20-0 67-5 87-5 80-0 — 2-5 5-0 50-0 2-5 - — 5-0 leruntersuchungen realschule in Görz. ZENT E N Zahl der an die Eltern gesendeten Mitteilungen 'j 1 Nabelbruch Leistenbruch Herzfehler Bettnässen Nierenentzündung Scoliose Nervenkrankheiten Schwachsichtig Schwerhörig Wiedergeimpft Natürlich genährt Ausschließlich künstlich genährt vom Turnen befreil In vordere Sitzreihen versetzt Überwachungsschüler — — 3-0 3-0 — 18-1 — 9-0 — 39-3 84-8 15-2 9-0 15-1 27-2 27 — 2-8 — 5-7 — 11-4 — 17-1 — 28-5 82-8 17-2 14-3 20-0 34-2 29 — — 22 6-6 — 26-6 — 13-3 4-4 24-4 79-7 20-3 13*3 155 13-3 38 —• — — 8-3 — — 4i 25-0 4-1 12-5 834 16 6 8-3 25-0 20-8 14 —- — 5-2 5-2 — 26-3 — 26'3 — 105 52-6 47*4 10-5 26-3 21-4 13 — 10-0 3-3 — — 36-3 — 20-0 — 33-6 80-0 20-0 33*3 20-0 26-6 25 — — 12-5 — — 43-7 — 15-6 6-2 43-7 81-3 18-7 21-8 15-6 15-6 22 — — — — — 35-0 2-5 20-0 — 425 90-0 10-0 12-5 15-0 15-0 22 2. Jugendspiele. Das k. u. k. Militärstationskommando stellte heuer wieder den kleinen Exerzierplatz bei 8t. Andrä der Anstalt au 2 Nachmittagen der Woche zur Abhaltung der Jugendspiele zur Verfügung, wofür dem genannten Kommando der geziemende Dank ausgesprochen wird. Die Schüler spielten bei günstiger Witterung jeden Montag und Dienstag nachmittags durchschnittlich 2 Stunden und zw. unter Aufsicht des Spielleiters, Turnlehrers Ladislaus Pruša und der Beihilfe des Herrn Professors Otto Wohanka. Im heurigen Schuljahre wurde infolge der Neuernennung des Turnlehrers erst in der Mitte des Monates Dezember mit den Jugendspielen begonnen. Zeitweilig mußten die Spiele wegen der durch die Aufweichung des Bodens bewirkten Gefährdung der Sicherheit untei'bleiben. Die Schüler der Unterklassen spielten hauptsächlich Fußball, Tamburinball, Schleuderball, Faustball, Boccie, Kreisfußball, Dritten-Abschlagen, Hinkkampf, Kreisläufen. Die Oberrealschüler übten sich hauptsächlich in leichtathletischen Sportarten u. zw. Speer- und Gerwerfen, Stein- und Kugelstoßen (10 und 5 kg), Kugelschocken, Stabhoch- und Stabweitspringen, im Laufen über 100 m und 200 m, im Dauerlauf 10 Minuten Weiters wurden Fuß- und Faustball gespielt. Die durchschnittliche Teilnehmerzahl war 82, d. li. 23°/0 der Schüler. Gespielt wurde an folgenden Tagen : Im Dezember am .... 16, 17. „ Jänner................. 13, 14, 27, 28. „ Februar................. 3, 4, 17, 18, 24, 25. „ März.....................3, 10, 11. „ April.................... 7, 8, 14, 15, 28, 29. „Mai........................ 5, 6, 19, 20, 26, 27. „ Juni..................... 2, 3, 9, 17, 23, 24, 30. 3. Ausflüge. Der Maiausflug fand am 19. Mai statt. Prof. Sigmund führte die II. a-Klasse über Doberdob zum Timavo und nach Sistiana, Prof. Stöllinger führte die Il.b und I.b Klasse zum Wocheiner See und Savica-Fall, Dr. Kotnik begab sich mit der III. a und b Klasse nach Assling zur Besichtigung der Eisenwerke und von da nach Klagenfurt. Die IV. b Klasse machte unter Führung des Prof. Dr. Gregorin einen Ausflug über Ternovo-Lokve-Öepovan nach St. Luzia. Prof. Zupančič unternahm mit einigen Schülern eine Bergwanderung von Canale über Mariazell, Kambreško, Srednje nach St. Luzia. Prof. Wohanka machte mit der V.a-Klasse einen Ausflug von St. Lucia über Tolmein und Flitsch. Prof. Seidl unternahm den 14. Mai mit der V.b-Klasse und am 21. Mai mit der V.a-Klasse einen botanischen Ausflug auf den Heiligen Berg bei Görz. Professor Dr. Furlani machte naturwissenschaftliche Ausflüge und zwar am 9. Mai mit der It.a-Klasse ins Cogliogebiet, Görz-St. Florian-Mo ssa, am 26. Mai mit der II.b-Klasse zu den Sumpfwiesen bis Mossa und in den Coglio, am 6. Juni mit der VI. Klasse in die Zoologische Station in Triest, am 13. Juni mit der II. a Klasse nach Mauhinje bei Aurisina und auf den Triester Fischmarkt, am 20. Juni mit der VII. Klasse ins Isonzotal (St. Luzia-Canale). Prof. Sigmund veranstaltete mit der II.a Klasse geographische Ausflüge in das Umgebungsgelände von Görz. Prof. Wohanka Ausflüge zum Zwecke des Malens im Freien mit der VII. Klasse nach Luci- nico, St. Peter, Gargaro, Gradi-scutta und Panowitz. Supplent Ferjan nahm im April mit der III a Klasse geometrische Messungen im Freien vor. Prof. Zupančič besichtigte mit den Schülern der VII. Klasse die Gasanstalt und die elektrische Zentrale, sowie das Heizhaus des k. k. Staatsbahnhofes in Görz. X. Meteorologisches Observatorium. Die wissenschaftliche Überwachung des seit dem Jahre 1869 mit der k. k. Staatsrealschnle verbundenen meteorologischen Observatoriums hatte Prof. F e r d. Seidl. Die Stelle eines Observators versah wie bisher Herr k. k. Verwalter Johann Bresnig. XL Aus der Chronik der Anstalt. Das Schuljahr begann am 16. September. Vom 16. bis 18. September fanden die Einschreibungen und Aufnahmsprüfungen statt, am 19. wurde der Eröffnungsgottesdienst abgehalten, am 20. begann der regelmäßige Unterricht. Am 4. Oktober fand zur Feier des Allerhöchsten Namens-festes ein Festgottesdienst und am 19. November für Weiland Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Elisabeth ein Gedächtnisgottesdienst statt, dem jedesmal der gesamte Lehrkörper und die kath. Schüler beiwohnten. Infolge Ministerialerlasses begannen die Weihnachtsferien bereits am 21. Dezember, der Unterricht wurde am 3. Jänner wieder aufgenommen. Am 6. Februar fand in der Schulkirche eine Seelenmesse für Weiland Seine kaiserliche Hoheit Erzherzog Rainer statt, dem der Lehrkörper und die katli. Schuljugend beiwohnten. Das erste Semester schloß am 9. Februar, der Unterricht im zweiten Semester begann am 13. Februar. Am 20. Februar beteiligten sich die Schtiler unter Führung des Lehrkörpers an dem Leichenbegängnis des verstorbenen Landeshauptmanns Dr. Payer, Ritter von Monriva. Am 26. Februar erfolgte die Übergabe der Anstalt von dem beurlaubten Direktor Regierungsrat von Slop an den Berichter- statter. Am 1. April starb der gewesene Schtiler der 6. Klasse Repič Viktor, Professor Košnik begab sich mit den Schülern der 6. Klasse nach Haidenschaft, um an dem Leichenbegängnisse teilzunehmen. Am 7. April starb, der Schuldiener Carlo Pascul, der seit dem Schuljahre 1901/2 an der Anstalt gedient hatte. Lehrkörper und Schüler geleiteten ihn zu Grabe. Am 30. Mai 1913 fand unter Vorsitz des k. k. Landesschul-inspektors Dr. Kauer eine Besprechung über die Einführung von Geländespielen statt. Am 7. und 11. Juni wohnte der k. k. Zeicheninspektor Edler von Bersa dem Zeichenunterrichte in mehreren Klassen bei Am 13. Juni fanden im Schulgebäude Schülerimpfungen statt. Das Schuljahr wurde am 5. Juli mit einem feierlichen Schul-gottesdienst geschlossen. XII. Verzeichnis der für das Schuljahr 1913-1914 vorgeschriebenen Lehrbücher. Klasse Gegenstand, Verfasser und Titel des Buches Zulässige Auflagen Preis gebunden K h Vorb. Religion. Catechismo maggiore 1. 60 1.-11. » » t Großer Katechismus > 1 60 111. Veliki Katekizem 1 Wappler, Kultus der kath. Kirche . . . 7. 1 60 111.-1V. Schuster, Biblische Geschichte .... — 1 — V Wappler, Lehrbuch der kath. Religion 1. 7.-9. 2 VI. 11 6.-8. 2 40 VII. jt •» n >i )> 6. u. 7. 2 40 Vorb. Deutsch. Defant, Corso di lingua tedesca 1. . . 2. 3 20 Willomitzer-T schinkel, Deutsche-Sprachlehre 2. 2 80 1.-1V. 13 2 40 1. Jelinek-Streinz, Deutsches Lesebuch f. öst. Realschulen. Bd. 1 1. 3 11. Dasselbe, Bd. 11 1. 3 — 111. . m 1. 3 — IV. , iv 1. 3 V.-VI. „ „ V. (ohne mhd. Text) . 2 80 V1.-V1I. „ VI 1. 3 20 VII. . Vll 3 60 V.-VI. Jelinek-Streinz, Leitfaden der deutschen Literaturgeschichte f. ö. Realschulen, 1. 1 V1.-VII. Leitfaden, 11 1. 1 VII. 11I.-1V. Leitfadene III. * Französisch. Stefan, Lehrbuch der fr. Spr. f. Real-gymn. 1 1. 3 60 V-Vl. Dasselbe, 11 1. 3 V.-VI. Börner-Stefan, frz. Gram. f. Realschulen 1. 3 50 VII. Weitzenböck, Lehrb. der französ. Sprache, 11. T. B. Sprachlehre Duschinsky, Choix delectures expliqučes 3.-5. 1 50 Vl.-Vll. 1 4 bO Vll. „ Übungsbuch zur französ. Syntax 1. 2 50 *) Wird im Sommer erscheinen. Klasse Gegenstand, Verfasser und Titel des Buches Zulässige Auflagen Preis gebunden K h Sep. K. Italienisch. Mussafia (Maddalena), Italien. Sprachlehre 27. 3 50 1.-1V. Curto, grammatica della lingua italiana 2.-4. 2 — 1. 11. Nuovo libro di letture italiane, parte I. 1. 2 — n n n n » - H* I. 3 111. n n » * » n Hl* 1. 3 IV. IV » rt » » n » 1 v • 1. 3 75 » Manzoni. Promessi sposi, ediz. Hoepli 1. 2 V.-Vll. Vidossich, Comp, della lett. ital. . . . 1. 3 V. Raccolte di poesie ital. I 1 — VI. Dasselbe, Bd. 11 1 — 1.-1V. Slovenisch. Sket, Slovenska slovnica 8. 3 1. Sket-Wester, Slovenska čitanka, I. T. . 4. 2 11. Dasselbe, II. Teil 2. 2 111. Hl. „ 2. 2 IV. „ iv. „ 1. 1 60 V.-1V. Sket, Slovenska čitanka za peti In šesti razred 3. 3 60 VI. Sket, Staroslovenska čitanka — 3 VII. „ Slovenska slovstvena čitanka za sedmi in osmi razred 2. 3 — 1. Geographie-Geschichte. Heiderich, Österr. Schulgeogr., I. T. . . 4-5. 2 40 11.-111. II T n n n i . . . 3. 3 60 IV. Mayer-Marek, Vaterlandskunde .... 9-10. 2 40 V. Mtillner, Erdkunde für Mittelschulen, Ausg. A, IV. T 2 50 VI. Müllner, Erdkunde für Mittelschulen, Ausg. A., V. T 2 50 Vll. Sieger-Weber-Rauchberg, Ost. Vaterlandskunde 4 1.-V11. Kozenn, Geogr. Atlas 39.-42. 8 1. Gindely-Würfl, Lehrb. d. Gesch. f. d. unteren Klassen, I. T 14. u. 15. 2 11. Gindely-Würfl, Lehrb. d. Gesch. f. d. unteren Klassen, II. T 11.-15. 1 50 11.-111. Gindely-Würfl, Lehrb. d. Gesch f. d. unteren Klassen, III. . - 13. 2 IV. Zeehe-Rebhann, Lehrb. d. Gesch. d. Altertums 3. 2 40 V. Zeehe-Rebhann, Lehr. d. allg. Gesch. f. d ob. Klassen, 11. T 3. 2 60 Vl.-Vll. Zeehe-Rebhann, Lehrb. d. allgem. Geschichte, 111. T 2. u. 3. 2 1.-V1I. Putzger, Histor. Schulatlas 24.-30 3 60 Klasse Gegenstand, Verfasser und Titel des Buches Zulässige Auflagen Preis gebunden K Lh_ Vorb. Mathematik, Geometrie. Močnik, Viertes Rechenbuch 1. 36 1.-111. Jakob, Arithmetik 1. 2 40 IV.-V.-VI. Gajdeczka, Lehrb. d. Arithmetik u. Al.-gebra 7. 3 1V.-V. Gajdeczka, Übungsbuch f. Arithmetik u. Algebra 7. u. 8. 3 20 VII. Močnik-Neumann, Lehrbuch der Arithmetik u. Algebra 29. 3 80 I.-lll. Schiffner, Raumlehre 1. 2 40 1V.-V1. Močnik-Spielmann, Lehrb. d. Geom. . 25. 3 80 Vll. Močnik-Spielmann, Lehrb. d. Geom. . 23.-25. 3 80 V.-Vll. Adam, Logarithmen 30. 1 20 IV. Darstellende Geometrie. Renner, Lehrb. d. darst. Geom. u. d. geom. Zeichnens, I. T 1. 3 20 V.-Vll. Mattauch, Lehr.- u. Aufgabenbuch der darst. Geom 1. 4 — 11.-11. Naturgeschichte. Schmeil-Scholz, Naturgeschichte des Tierreiches 3. 3 70 n Schmeil-Scholz, Naturgeschichte des Pflanzenreiches 3. 3 80 V. Schmeil-Scholz, Leitfaden der Botanik 1.-3. 3 80 VI. Schmeil-Scholz, Leitfaden der Zoologie 1. 3 80 Vll. Scharitzer, Lehrbuch der Mineralogie u. Geologie • . 4. 3 — 111.-1V. Physik. Rosenberg, Lehrb. d. Physik f. d. unteren Klassen der Mittelschulen . . . 3. 3 VI.-Vll. Rosenberg, Lehrb. d. Physik f. d. ob. Klassen 5. 5 — IV. Chemie. Hemmelmayr, Chemie u. Mineralogie f. d. IV. Klasse d. Realschulen . . . 4. 2 50 V. Hemmelmayr, Lehrb. d. anorg. Chemie f. d. V. Klasse 5. 2 25 VI. Hemmelmayr, Lehrb. d. organ. Chemie. 5. 3 30 XIII. Statistik der Schiller. u js oj J3 U co S s N bo 03 Vi -♦-» Ä O OJ Z rt £ bJD C 3 Q. C/5 to c 3 c O) Tj rt £ ’ to c o JC s c/j, *o «2 :3 Lh D- co W> ers ’ -J3.S 2 w e c O) C S , C JO CLSZ > Sox £ % ** 3 O c £ J N g O (U .E c cx-*-> -+-« a) tf) tO m ( c ja jo.y 0)13 d) tuo C *- !3 to: O) N*-"O U D C o a> w>a (U 1 c to '53 a> ÖJ0 e «u 8 z: ^_j ra *•51 Izd •a ca N * #s ."S co c — oj CM * S+3 w bf>£ 5 .c £.5, c *3 <5 co c/3 TJ a> C TJ rt «’S t- c 0) ÖJ0 1 O co 3 (D N 3 rt G0 co ua (* QllUG snz SS1™ t^mcM 2g&sc'1 376 ^ CM 5 oo -rT ^ CO Tj< (O M 2 1 I CM S3- »O y—> TT 00 TT co co 346 > Ä CO CO | | I 1 1 —Sü 1 — 1 CM 5 1 * * T-* rf ^ 1 1 1 8 - 1 CM ^ ^ CM CM | COrn l-l- 1 1- 8 > rt CM CM | | CM ^ ^ 2 37 3 1 «i kO TT 1 * 1 1 $ CO , io ■TT 00 ^5 CM 00 T-H ^H ^H io | ^ rr j cm 1 1 3 XJ 00 LO CO I 1 1 1 l 16 9 co CM ® i CO 1 1 - 1 S ^ 1 Pi CO X) -tfCO | —' 1 1 1 Ijrw* , S s- * {55 1 1 N 1 CM CO CM 00 CO T}< C'l j CO | 1 1 - 1 1 1 CO S E rt 1 1 II -- 1 MSto‘n i S? a i CO CO - 1 1 1 3 M 1 » 1 S3 00 O CO cm T-H r-H co 1^1- 1 1 8 LAS X) "" 1 1 1 CM O) CD t— j S & i »n C^ 1 1 1 1 CM ^ 1 a i IO CM ^ rf CO CM | CO | 1- 1 1 1- 8 rt ncMvn j CM 1 fo io CM 1 T-H T—« - 1 a M 1 S3 - rf CM CO O CM CM T-H | | 1- 1 1 1 1 RI X -1 1” 1 CM CM — CO I CM 1 CO 8 i # * s. * l - 1 T-H CM co , a CO čb CM ^ 2 ^ ^ ^ ^ | 1- 1 1 1 - rt - 1 1- 1 1 1 *-« £« in o> | Oi — CM CM CM 1 1 8> y—i ** 1 s rt* a lOt^T-HCO | CM CM | CM | C0 1 1 in CM X 1 1 1 1 1 | š 1 § CM ^ CM « | N | s? 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Lebensalter. <088338K8882CV’ 1- Er on co — m CO CM ^ h- riLOTtQCO'V ^gjCO»?5 CO i? §5 M || II rQC~®t^0CCO 1 1 38 18 20 8 NSI—M 00 IO 00 co ^ ^ | j j j | noimoioon | | | 37 22 15 Er —£J I oboi CO CM 1 r^- oo co CO «** CM Mim '*'02",'co li II 29 20 9 8 1 3 110 M o r^co II 1 IIII II 8 2°> 8 -8lM I* a 2^: 1 | 1 —MIM CM CO O) CO — —' JM | IO CO CO O IO CM co O) CO ^ t-' | | | i oonooiN« II II 33 23 10 co | CO CO 05 | co CO 0)05 cr> T-H T-4 ' 1 1 |^“°^ 1 II 1 1 II iT» O) CO CM »-« 25 1 21 2 1 in cct> CM lll-sfr-tcwN — || M 3 223 c$ O O) 1 II II 1 II 1 26 15 11 CN -OCOOOO^ CO T—i CM — 1 1 '*2t'-to II II M 1 1 co co co CM —' — 8 18 1^11 coooooOCMCO 1- I 1 1 I 1 1 1 1 1 - - 11 1 7 3 1-. 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