Katholische Miffionezcitschrift der Missionäre Söhne des hist. Herzen© Jesu Stem Heft 2 / Februar 1939 42. Jahrgang dtrucger Inhalt: Missionshoffnungen am Gutschwa, 6.17. — P. Isidor Slang f (Schluß) 6. 18. — Südafrikanische Slädtebilder: Johannesburg, 6 20. — Umschau, 6. 24. — Auserwähl!. Religiöser Bauernroman von H. Withalm, S. 28. — A b b i l d u n g e n: 1. Teilansicht von Jerusalem. — 2. In der Handwerkerschule von Ryeri, Ostafrika - 3. Grundsteinlegung einer Eingeborenenkirche in Südafrika. — 4. Bei einem chinesischen Töpfer. — 5. Japanische Schwestern. — 6. Missionär verbindet einen Indianer. — 7. Indian Brautpaare. — 8. Indian. Tänzer und Musikanten. — Das Umschlagbild zeigt eine junge Kikuyumutter aus Ryeri (Ostafrikai mit ihrem Kind. Preis: ganziähriich Deutsches Reich 2 Mark, Ltaiien < Lire, Ungarn 2.50 Pengö, TschechoNowakei 12 c«, augojtomien 25 Dinar, Schweiz 2.50 Flanken, übriges Ausland 2 Goldmark. — Versand durch Missionshaus Fofefstal bei Ellniangen (Fagst, Württbg. Gebeteempfehlungen Ein „Etern"-Leser bittet ums Gebet, um in einem katholischen Ort gute Stelle zu bekommen. — Schl, aus Gl. bittet ums Gebet zur Muttergottes, zum hlg. Joseph und zu den Armen Seelen, um in geschäftlichen und in großem seelischen Anliegen Hilfe zu erlangen. — F. Dr. B. bittet um Eebetshilfe in einem schweren Familienanliegen. — Langjährige Abonnentin bittet in schwerem Leiden um Gebetshilfe. — Ein Leser bittet ums Gebet in einem schweren seelischen Anliegen. — Langjährige Leserin bittet inständig ums Gebet und Einschluß ins heilige Meßopfer in schwerem Anliegen. — H. W. aus M. W. (Brief er- halten; herzlichen Dank) bittet in schwerem Anliegen um Gebetshilfe. — „Stern"-Lefer aus der Schweiz: Dank dem Herzen Jesu, der Mutter Gottes von Weißenstein, hl. Joseph, hl. Judas Thaddäus und hl. Antonius für Hilfe in mehreren Anliegen. — Tausendfachen Dank für wunderbare Erhörung und erneute Bitte um Einschluß ins Gebet und ins heilige Meßopfer (Brief erhalten). — R. A. aus W.: Dank dem hl. Judas Thaddäus, hl. Theresia, hl. Konrad v. Parzh. und P. Phil. Jeningen. —A. H., Wiesl. empfiehlt sein Anliegen dem Gebete. — K. K. Werd. dankt für teilweise Erhörung und bittet um weitere Gebetshilfe. + TOTENTAFEL + Es starben von unfern Abonnenten: Florian Schober, Graz (Steiermark); Theresia Schwar-zenbrunner, Leonstein (Oberösterreich); Anna Langgrubcr, Ort im Jnnkreis (Oberösterreich); Theresia Mader, Rohr a. ü. Krems (Oberösterreich); Kath. Obermüller, Waidhofen a. Pbbs (Niüierösterreich); Herr Oberlehrer Angsten-berger, Wasseralfingen (Württbg.); Apollonia Hofer, Liebenau bei Graz (Steiermark); Ioh. Engert, Rottenburg bei Würzburg; Theresia Eieber, Bogt bei Ravensburg (Württbg.); We. Rosalia Furrcr, Bärchen (Schweiz); Jos. Witt- linger, Obermarchtal (Württbg.); H.H. Kurat Gabriel Summer, Ludesch (Vorarlberg); Stephan Lehar, Gllßing (Burgenland); Gg. Petzmann, Pbbsitz (Niederösterreich); Anna Straffer, Waldzell (Oberösterreich); Maria Polz, Neukirchen am Wald (Oberösterreich); Josefa Jelen, Buch bei Hartberg (Steiermark); Christine Linsenmann, Stuttgart; Max Liebel in Rölsheim; Rosina Haugg, Bieberbach b. Augsburg; Dr. Karl Kraus, Weiden (Oberpfalz); Georg Kramer, München. R. I. P. Gebetemeinung für Öen Monat Februar Die Missionen im chinesischen Kriegsgcbiet. Die gespannte Lage, die seit 1931 zwischen Japan und China bestand, verschärfte sich im August 1937 derart, daß es zu dem blutigen und langdauernden Krieg kam. Obwohl nun die Japaner im Verlauf des Krieges keinen Haß gegen die Kirche zeigten, so wurden derselben doch viele Leiden auferlegt, die sich als notwendige Folgen der modernen Kriegsführung darstellen. Besonders betroffen sind die Missionsgebiete von Shanghai, Nanking, Wu-hu, Anking und Pengpu. Schwer lasten auf der Bevölkerung Entbehrung und Not. Viele Christen, die vor den gegnerischen Armeen flüchteten, können nicht mehr nach Hause zurückkehren. Besteht eine Hoffnung, daß sich diese Gebiete wieder erholen und daß die schwer mitgenommenen Missionen wieder aufblühen werden? Gewiß. Sie gründet sich nicht so sehr darauf, daß den Notstandsgebieten möglicherweise wieder materielle Unterstützung zuteil werden wird, als vielmehr auf den Umstand, daß Japaner sowohl wie Chinesen voller Hochschätzung und Bewunderung sind über die Tätigkeit der katholischen Caritas, die sich überall der Armen, Kranken und Verwundeten annimmt. Wenn wir Katholiken zu diesen Werken christlicher Liebe, in denen sich die Lebens- und Liebeskraft der Kirche einer staunenden heidnischen Welt offenbart, unsere Gebete hinzufügen, so dürfen wir hoffen, daß die göttliche Vorsehung jene traurigen Kriegsfolgen zum Guten wenden wird. Herausgeber und Verleger: Kongregation der Missionäre Söhne des heiligsten Herzens Jesu. Sosefstal bei Ellwangen (Sagst) Württemberg. Schriftwallung: P. Siephan Lintermann F. S. C., Missionsseminar St. Sosef, Ellwangen (Sagst). — Postcheckkonto München 262 66, Missionssem'nar St. Sosef, Ellwangen (3agft) W irttemderg. - Druck der Schwabenorrlag A.-G., Zweigniederlassung Ellwangen (Sagst). — Mit kirchlicher Druckbewilligung und Erlaubnis des Generalobern. Stern der Neger Katholische Missions ^Zeitschrift Herausgegeben oon öer Kongregation: Missionäre Söhne Öes heiligste n Herjens Jesu Heft 2 Februar 1939 42. Jahrgang Mifftonehoffntmgen am Gutfchroa, September ist Sommeranfang in Südafrika, und die Sonne brannte schon heiß, als wir gegen 9 Uhr morgens unseren kleinen Fordwagen bestiegen. Die Brüder brachten noch einen Wassersack, wie sie hier üblich sind, befestigten ihn an der Seite des Wagens, und packten uns einige Zitronen und etwas Zucker ein. So zogen wir aus — P. Höfer, der Obere der Station Amanzimhlope, und meine Wenigkeit, zur Zeit auf Krankenurlaub. Die Transvaaler Provinzregierung verwendet jedes Jahr eine gute Summe von unseren Steuergeldern zum Straßenbau. Aber bei den ungeheuren Entfernungen in diesem Lande ist es nicht zu verwundern, daß trotzdem manche Strek-ken der Schrecken der Automobilisten sind. Wir hatten aber doppelten Grund uns auf etwas gefaßt zu machen. Unsere Reise ging in die Wildnis. Die ganze Auskunft, die wir über den Weg bekommen konnten, war: Der Weg soll sehr schlecht sein — sagt man! Der Osten der Apostolischen Präfektur Lydenburg ist ein Paradies landschaftlicher Schönheit. Unsere Station hier liegt auf einem kleinen Höhenrücken, der weithin die Gegend beherrscht, und das kleine Eukalyptuswäldchen um Haus und Kirche ist ein Wahrzeichen der Landschaft. Im Westen steht wie eine Mauer der Steilabfall der Drakensberge. Die ausgedehnten Baumpflanzungen um uns, ermöglicht durch den häufigen und schweren Nebel, mitten mit ihrem Grün an wie ein Stück Heimat mitten im afrikanischen Busch. Gegen Osten dehnt sich eine unabsehbare Ebene, die sich in Portugiesisch-Ost-Afrika fortsetzt, bis ans Meer. — Wenn an heißen Tagen sich ein zarter, bläulich-weißer Schleier über Täler und Höhen legt, dann scheint es, als wohnten tausend Wunder und Geheimnisse in diesen Schluchten und Bergfalten. In Wirklichkeit hausen dort Fieber und wilde Tiere. Herden von Blauaffen und häßlichen Baboons berauben die kleinen Felder. Löwen aus dem angrenzenden Wildpark tauchen bei Nacht auf. Kudu und Buschbock verschwinden behende im Unterholz. Und nicht zu vergessen — die Schlangen! Die überaus giftige Mamba, die einem galoppierenden Pferd an Schnelligkeit gleichkommt. Der Verderben speiende Ringhals, von denen uns einer neulich beim Sonntagsspaziergang eine Ueberraschung bereitete. Schlangen in allen Farben und Größen! — Obwohl die Flußläufe und Talsohlen von Malaria verpestet sind, wohnen dort glückliche schwarze Menschen, deren runde Hütten sich so an die Buschlandschaft anschmiegen, daß ein ungeübtes Auge sie kaum entdecken wird. Unser Reiseziel an jenem Morgen war also die Wildnis am Gutschwa. Den Gutschwa hatten wir entdeckt beim Studium der offiziellen Karte, konnten aber sonst wenig Auskunft darüber bekommen. Die südafrikanische Regierung kommt allmählich zur Erkenntnis, daß sie für ihre Eingeborenenbevölkerung etwas tun muß, wenn nicht der von Amerika aus genährte Kommunismus das Land ins Unglück stürzen soll. So hat sie hier den Schwarzen ein Stück Land angewiesen und man sagt, daß sich auf nicht allzugroßem Raum 40 000 Menschen angesiedelt haben. Links an unserem Weg lag der Lego-got, ein gigantischer Felsblock, der von weitem einem schlafenden Löwen nicht unähnlich sieht. Eine halsbrecherisch schlechte Straße — wenn man Sandgruben, Steinblöcke und Dreckpfiitzen so nennen kann — führte an der Seite des Berges entlang ins Tal hinab. Die noch sichtbaren Spuren eines Ochsenwagens wirkten ermutigend — wenn der hinuntergekommen war, wollten wir es auch wagen. Vor uns lag nun ein weiter Talkessel, auf drei Seiten von Bergen umschlossen und auf der vierten Seite vom Wildpark getrennt durch den Sigazifluß. Ein Streifen gepflügter Felder und ein kleines Dörfchen von Kralen bezeichnete den Sitz des jungen, aber weithin bekannten Häuptlings Makaschlel, der mit starker Hand sein Völklein Swazis regiert. P. Höfer hatte vergangene Woche das Gebiet zu Fuß durchstreift und als wir bei einem Kral hielten, wußten die Leute bereits: Das sind die „Römer", die eine Schule und ein Hospital bauen wollen! Mit Neugierde betrachtete uns Alt und Jung. Die Allerkleinsten, die sich in ihremAdamskostüm doch nicht ganz hoffähig vorkamen, liefert schreiend davon. AIs wir weiterfuhren, boten sich einige dicke Swazidamen an, uns den Weg zum Eingeborenenladen zu zeigen, wo ein Weißer wohnt. Bei dem Gewirr von Pfaden und den Tücken von Bächen und Sümpfen konnte man diese Begleitung nicht abschlagen. Bei der ersten Ueberschreitung des Gutschwa wäre es uns um ein Haar schlecht gegangen. Brücke war natürlich keine vorhanden. Aber die Schwarzen versicherten uns lebhaft, das fei der rechte Uebergang. Um uns zu überzeugen, watete schließlich ein schwarzes Mädchen ins Wasser — es ging ihr bis an die Knie. Da wir keine Wahl hatten, wagten wir es. Also los! Heiliger Christophorus, hilf! Der Motor brummte unwillig. Die Räder warfen das schmutzige Wasser in die Höhe — und dann faßen wir fest! P. Höfer machte seinen Gefühlen und Befürchtungen in bestem Schwäbisch Luft und ich schaute ihn in stummer Resignation an. Aber wir hatten das Schlimmste schon überstanden. Nur die beiden Hinterräder waren in eine Lage von sumpfiger Schwarzerde geraten und drehten sich hilflos. Ein neuer Versuch brachte uns auf festen Boden. Der Eutschwa war überschritten! Zwischen dem Tälchen des Gutfchwa und der dahinterliegenden Mauer von Bergen zieht sich ein sanfter Höhenrücken hin. Der schien uns der rechte Platz zu fein für die künftige Mission. Der Weiße — der einzige im ganzen Bezirk ;—, der den eitlen Swazis farbige Perlen und scheckige Tücher und etwas Salz und gelegentlich eine Kerze verkauft, bestätigte unsere Ansicht. In der Nähe sei eine kleine Quelle — und Wasser ist ja unentbehrlich für ein Hospital. Auch werde bald eine neue Straße gebaut, die dann ganz an die Mission heranführen werde. Dann könne auch der Regierungsarzt herkommen. — Wir sprachen noch einige Zeit mit dem Mann, der schon zehn Jahre hier lebte. „Es muß etwas für die Schwarzen getan werden. Sie müssen eine Säuglingsklinik haben und Malaria und Geschlechtskrankheiten müssen mit aller Macht bekämpft werden." — Er selber war auch vom Fieber gekennzeichnet. AIs wir auf dem Heimweg den Gutschwa wieder durchquerten, stand die Sonne bereits im Zenith. Die Hitze war beschwerlich und kam in dicken Schwaden durch das offene Fenster des Autos. Bevor wir den letzten und gefährlichsten Teil unseres Aufstiegs wagten, tranken wir etwas Zitronenwaffer — unser Mittagsmahl. P. 6 t et He, F. S. C. k. JfiÖor Stang +♦ (Schluß.) Der Ausbruch des Weltkrieges hat, wie fast in allen deutschen Missionsgebieten, auch im Sudan die Tätigkeit der Glaubensboten zunächst stark gehemmt und später vollständig zum Stillstand gebracht, da Patres wie Brüder in die Gefangenenlager wandern mußten. Den P. Stang und feine Mitarbeiter traf dieses Los im Frühjahr 1916. Zuerst wurden sie im Gefangenenlager Ras el Tin bei Alexandrien interniert, und als die deutsche Ü-Boot-Gefahr wuchs, in das Lager Sidi Bifhr, das tiefer in der Wüste laß, überführt. Glücklicherweise wurde die Schilluk-Mission dadurch nicht gänzlich aufgehoben, denn italienische Patres aus dem Mutterhaus Verona übernahmen die drei Schillukstationen Lul, Tonga und Setroof. Für die Missionäre sowohl wie für die Neuchristen und Katechume-nen brachten diese Kriegsmaßnahmen ein Unmaß von Leid und Bitterkeit. Wiederholt gaben die Neubekehrten in Briefen an P. Stang ihrer Sehnsucht nach seiner Rückkehr, lebhaften Ausdruck. Auch der Schillukkönig Fadiet schrieb im Januar 1917 an P. Stang nach Ras el Tin und teilte ihm unter anderem mit, daß er selbst verfolgt werde und für sein Leben fürchte. Bald darauf erfuhr man auch die Tatsache seines erfolgten Todes. Er war rote feine Vorgänger Hofintrigen zum Opfer gefallen. Die Gefangenschaft der Missionäre zog sich weit über den Friedensschluß hinaus. Erft im Herbst 1919 hat sie ein türkischer Dampfer nach Hamburg befördert. Der Zusammenbruch mit seinen Begleit- und Folgeerscheinungen schien auch das heimatliche Missionswerk vernichtet zu haben, zumal im Versailler Friedensvertrag die Ausschließung der deutschen Missionäre aus den Kolonien der Feindmächte verfügt worden war. Das Gottvertrauen, das die Glaubensboten bei ihrer Tätigkeit unter den zu missionierenden Völkern aufrecht erhielt, verließ sie aber auch jetzt nicht. Sie begannen alsbald durch Predigten und Vorträge die Missionsliebe in der Heimat neu zu entfachen, und manche von ihnen faßten sogar den Entschluß, neue Missionsinstitute zu errichten, um, sobald es Zeit und Verhältnisse gestatteten, Deutschland den ihm gebührenden Anteil an der Weltmission wieder zu sichern. Auch P. Stang faßte einen derartigen Plan und suchte ihn, ungeachtet des Mangels an finanziellen Mitteln, zur Ausführung zu bringen. Ein volles Jahr lang streifte er durch seine Heimat auf der Suche nach einem Anwesen, das als Pflegestätte missionarischer Berufe eingerichtet werden könnte. Ende 1920 bot sich in Schrez-heim bei Ellwangen Gelegenheit, einen heruntergekommenen Mühlenbesitz zu erwerben. Dort konnte er Mitte Februar 1921 mit einigen Mitbrüdern ein Missionskonvikt eröffnen, in das sich in den nächsten Monaten eine kleine Schar angehender Missionszöglinge zum Eintritt meldete. Ihre Zahl wuchs in den folgenden Jahren stetig. Trotz der Inflation gelang es P. Stang, die Anstalt über Wasser zu halten und die vorhandenen Räume durch einen Anbau zu vermehren. Ein Uebelstand, der sich von Anfang an schon geltend gemacht hatte, nämlich der weite Schulweg in das Gymnasium nach Ellwangen, wurde mit dem Anwachsen der Schülerzahl immer stärker fühlbar. So kam es, daß man sich im April 1925 entschloß, in Ellwangen selbst ein geeignetes Haus zu kaufen, um den Studenten den zeitraubenden und namentlich im Winter allzu beschwerlichen Schulweg zu ersparen. Auch nach Stabilisierung der Mark kostete die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des Institutes seinen Leiter täglich neue Mühen und Opfer. Und wohl niemand kann die Sorgen ermessen, die in jenen Jahren P. Stang immer wieder bedrückten. Dazu kam, daß der langjährige Schillukmissionär häufig von Anfällen des Malariafiebers heimgesucht wurde. Indessen gab ihm, wie im Schillukland, so auch bei dieser Gründung, sein unerschütterliches Vertrauen auf Gott und den heiligen Joseph, dessen Namen das Institut trägt, die Kraft und Ausdauer, in allen Widerwärtigkeiten sich seinen urwüchsigen, gesunden Humor zu bewahren, so daß die Missionsstudenten mit großer Anhänglichkeit ihm zugetan waren. Durch lebendige und interessante Erzählungen aus seiner Missionspraxis verstand er es, in den jungen Seelen die Missionsbegeisterung mächtig zu beleben. Die zahlreichen Predigten und Vorträge, die er in vielen Pfarreien des Bistums Rottenburg und der angrenzenden Diözesen hielt, mehrten auch beim christlichen Volk den Missionseifer und Missionsopfersinn. Auch mit der Feder warb er für die Mission, wie unter anderem seine interessanten Aufsatzreihen „Lul einst und jetzt" und „Meine Erlebnisse am Hofe des Schilluk-königs Fadiet" zeigen, die er in unserem Blatt veröffentlicht hat. Die gediegenen Kenntnisse und reichen Erfahrungen in der Landwirtschaft und Viehzucht, die P. Stang besaß, kamen dem Institut in seiner Entwicklung sehr zugute. Die in dem ungesunden Klima des Schilluklandes ausgestandenen Strapazen, die niederdrückende, langjährige Gefangenhaltung sowie die opferreichen Gründungsjahre hatten die Gesundheit des großen und starken Mannes leider vor der Zeit erschüttert. Schon vor drei Jahren machten sich die Anzeichen einer schweren Erkrankung bemerkbar. Jedoch glaubten er wie auch seine Mitbrüder, daß er sich innerhalb weniger Monate wieder erholen würde. Um die nötige Ausspannung zu haben, begab er sich zu Ostern 1936 in unser Missionshaus nach Brixen (Südtirol). Allein auch da trat eine dauernde Besserung seines Zustandes nicht ein. Bald mußte man damit rechnen, daß er der Kongregation durch den Tod entrissen werde. Als am 15. November 1938 die Trauernachricht von seinem Hinscheiden in die Häuser unserer Genossenschaft gelangte, bedauerte man überall den allzu frühen Verlust. Aus der Zahl der eingegangenen Beileidskundgebungen wollen wir nur das Schreiben des Hochwürdigsten Herrn Bischofs Raver Geyer anführen, der von 1903 bis 1921 als Apostolischer Vikar an der Spitze der Sudanmission stand. Er schreibt: „Ich spreche Ihnen und der ganzen lieben Kongregation der „Missionäre Söhne des heiligsten Herzens Jesu" mein tiefgefühltes Beileid aus zu diesem Trauerfall, der eines der ältesten deutschen Mitglieder der Kongregation betrifft. Ich habe dem lieben Toten mein Fürbittgebet zugewendet und hoffe zu Gott, daß der teure Heimgegangene im Jenseits den ewigen Lohn für sein Wirken und Schaffen zur Ehre Gottes, zum Heile der Neger und zum Besten der Kongregation empfangen habe. Es muß im Jahre 1898 gewesen sein, als ich im Missionshaus zu Milland bei Brixen in meinem Zimmer aus tiefem Schlaf geweckt wurde durch Rufe von der unter meinem Fenster befindlichen Pforte her: „Bitte aufmachen, ich bin aufgenommen!" So schrie der Jüngling Stang und bat um Einlaß in unser Haus. Solange ich in Milland war, blieb er ein treues, eifriges und anhängliches Mitglied unseres Hauses. Auch in Afrika verehrte ich in ihm einen unermüdlichen Arbeiter am Heile der Neger. So oft ich von Khartum nach Lul kam, erfreute mich P. Stang, der dort mit seinem Obern, P. Banholzer, um das Heil der von beiden hochgeliebten Schillukneger wetteiferte, mit seinem heiteren, redseligen, nimmermüden Wesen. Was er dort unter den schwer zugänglichen Negern für die Ehre Gottes, für das Heil seiner Schwarzen gearbeitet, gelitten und geleistet hat, ist im Buch des ewigen Lebens aufgezeichnet. Wenn die heutigen Missionäre im Schilluklande die kostbaren Früchte ihrer Missionsarbeit einheimsen können, so verdanken sie das den unermüdlichen Vorarbeiten ihrer einst dort wirkenden deutschen Mitbrüder, unter denen P. Stang hervorragte. Mit Pater Stang ist ein aufrechter und gottbegeisterter Ordensmissionär in das ewige Leben hinübergegangen. Ich werde sein Andenken hochhalten, mich an feinem Eifer aufrichten, seiner im Gebete gedenken und mich seiner Fürsprache bei Gott empfehlen..." Seine Ruhestätte hat der Heimgegangene im Friedhof der Pfarrei Milland bei Brixen gefunden. R. I. P. H. W o h n h a a s. Südafrikanische StäÖtebilÖer* 4. Johannesburg. Don Br. August Tagol. An einem kalten Wintertag im Juli 1886 saß Robinson, einer der Diamantenkönige, im warmen Klubhaus zu Kimberley, als ihm ein Telegramm eingehändigt wurde. Darin teilte sein Vertreter in Pretoria ihm mit, daß 60 Kilometer südlich von Pretoria goldhaltiges Gestein gefunden worden fei, und daß es wohl der Mühe wert wäre, wenn Robinson sich die Sache an Ort und Stelle ansähe. Robinson reiste sogleich ab und nahm Beit, die rechte Hand Rhodes', mit sich. Er kaufte sofort von den öden Ländereien am Witwatersrand auf und bezahlte dafür 26 000 Pfund Sterling. Man lachte ihn weidlich aus, nannte ihn verrückt und seine Grundstücke „sündenteure Kohlfelder". Unbeirrt ließ er einen Schacht Teilansicht von Jerusalem. Die Omarmoschee mit ihrer gewaltigen Kuvpel erhebt sich über der alten Tempelstätte und zwar an der Steile, wo das Brandopfer dargebracht wurde. Die Ende des 7. Jahrhunderts erbaute Moschee war zur Zeit der Kreuzfahrer eine christliche Kirche. Erziehung und Leben. Die Missionare von der Cvusolata «Turin», die die Mission Nyeri in Kenya leiten, lassen ihren Schülern eine gewerbliche Ausbildung zu teil loerden, die sie befähigt, später guie christliche Handwerker zu werden. (5«bes=3:oto.) dem jungen Johannesburg am 14. Februar 1887 ab. Die Goldgräber ließen es sich angelegen sein, das Oberhaupt des Landes mit gebührenden Ehren zu empfangen, allein der alte Herr zeigte sich nicht sonderlich gnädig. Er gebrauchte in seiner Ansprache Wendungen, die Mißtrauen verrieten und die Leute ein wenig beleidigten. Auch bei seinem zweiten Besuch am 20. September 1887 gab es einige unangenehme Vorkommnisse. Erst bei seinem dritten Besuche anfangs Dezember 1888 zeigte Krüger ein besseres Verständnis für die eigentümlichen Verhältnisse von Johannesburg. Gold hatte Transvaal Wohlstand gebracht, dem aber auch Unzufriedenheit auf dem Fuße folgte. Die burischen Bürger, die sich in wilder Gegend eine neue Heimat aufgebaut hatten, wollten ihre Freiheit nicht aufgeben und waren nicht gewillt, den Neuangekommenen politische Rechte einzuräumen. Letztere, die den weitaus größten Teil der Steuern aufbrachten, waren unzufrieden darüber, daß sie bei der Verausgabung der Steuergelder und in der Verwaltung der Angelegenheiten des Landes keine Stimme hatten. In Johannesburg begründeten die Führer der Ausländer eine „Union" zur Erlangung der von ihnen angestrebten Rechte. Nachdem sie dem Volksrat der Buren eine riesige Bittschrift unterbreitet hatten, die ohne Erfolg blieb, erachteten sie den Zeitpunkt für Selbsthilfe, für einen Aufstand, als gekommen. Sie verschworen sich, die Regierung von Pretoria über den Haufen zu werfen und machten gemeinsame Sache mit Rhodes, damals Erster Minister der Kapstädter Regierung, und mit Dr. Ja-meson, dem Administrator von Rhodesia. 5lm 29. Dezember 1895 rückte Dr. Jameson mit einer Truppe von 500 Berittenen und 11 Kanonen über die westliche Grenze in Transvaal ein und marschierte auf Johannesburg zu, um sich mit den Unioniste» zu vereinigen. Die Buren hatten rechtzeitig Wind bekommen und erwarteten ihn bei Krügersdorp. Nach zweitägigen Scharmützeln mußte Jameson sich mit seiner Truppe ergeben; alle wurden als Gefangene nach Pretoria geschafft. Sir Hercules Robinson, der Statthalter der Kapkolonie und Oberkommissar für Südafrika, bot seine Vermittlung an, die von Präsident Krüger angenommen wurde. Nach einiger Mühe kam man zu einem Uebereinkommen: Dr. Jameson und seine Offiziere wurden zwecks Bestrafung der britischen Regierung übergeben, während die einfache Mannschaft straffrei nach Hause gehen konnte. Johannesburg hatte alle Waffen abzuliefern; den Einwohnern wurde Straferlaß gewährt, die Führer der Bewegung aber wurden verhaftet und auf Hochverrat verklagt. Vier von ihnen wurden zum Tode verurteilt; die Strafe wurde später in Gefängnis und schließlich in schwere Geldstrafe umgewandelt. Johannesburg und Pretoria wurden befestigt; große Mengen von Schießbedarf wurden eingeführt, und die burischen Bürger wurden mit den besten Schießwaffen ausgerüstet. Der Jameson-Ueberfall hatte die Kluft zwischen Buren und Briten vertieft und wurde mit Ursache zum späteren Kriege. (Fortsetzung folgt.) Umschau» Reisebericht Sr. Erzellenz Erzbischof Costantini. Noch vor kurzem hat man Afrika den dunklen Erdteil genannt, aber der Heilige Vater Papst Pius XL gab die Anregung, vom leuchtenden Afrika zu sprechen, jetzt, wo die Katholischen Missionen in raschem Lauf das Licht des Evangeliums und mit ihm die christliche Kultur verbreiten. Allein im Berichtsjahr 1936/37 hat Afrika um 637 000 Katholiken zugenommen. Noch lebt in Afrika der Bischof, der in unsern Zeiten die Höchstzahl von Bekehrungen aufzuweisen hat. Als Msgr. Strei- cher 1897 zum Apostolischen Vikar von Nord-Viktoria Nyanza (heute teilweise Vikariat Uganda) ernannt wurde, fand er 40 000 Katholiken vor. Als er 1933 mit Rücksicht auf fein Alter und seine Gesundheit die Leitung seines Vikariates aufgab, konnte er seinem Nachfolger 322 000 Katholiken und 100 000 Katechumenen übergeben. Nach der schönen, von Heilig-Geist-Vätern geleiteten Mission Senegal wollte ich auch dem Apostolischen Vikariat Bamako im Sudan Grundsteinlegung einer Kirche für Eingeborene. Exz. Mac Sherry nimmt als Apostolischer Vikar von Ost-Kapland Die Weihe des Grundsteins einer Cingeboienenknche in der Siedlung New Brighton bei Port Elizabeth oor. i5ibes=5oto.) einen Besuch abstatten. Es liegt in Händen der Weißen Väter, die Kardinal Lavigeric ihren Ursprung verdanken. Der Gouverneur von Französisch-Ostafrika stellte zuvorkommenderweise zwei Plätze in dem Zuge zur Verfügung, der in zwei Tagen und einer Nacht von Dakar aus Bamako, die Hauptstadt des Sudan, erreicht. Der gute P. Weis aus der Heilig-Geist-Kongregation war mein Begleiter. Das ganze Gebiet von Senegal nach dem Sudan hat wenig anbaufähiges Land und ist nur hie und da von Dörfern besiedelt. Der Zug fährt zwischen spärlichem, armseligem Buschwerk, das manchmal von großen Baobab (Affenbrotbäumen) überragt wird. Zwischen dem Gebüsch sah ich kleine Affenherden, manchmal eine Antilope, dazu Vögel in schillernden Farben. An einer Station stand eine Herde Kühe und Ziegen, eine Reihe schwarzer Vögel hatte sich auf dem Rücken der Tiere niedergelassen und pickte mit dem Schnabel die schmarotzenden Insekten auf — für die Vögel eine Nahrung und für die armen Tiere eine große Erleichterung. An Stationen, wo der Zug länger hielt, stiegen verschiedentlich Mohammedaner aus, breiteten eine Decke auf die Erde und verrichteten ihre Gebete mit dem Antlitz nach Osten gerichtet... Mohammedaner und Heiden fluchen nicht — erklärte mir Pater Weis. Eine Lehre für manche Christen! In Kaycs, einem halb einheimischen, halb europäischen Städtchen, stieg ich aus. Der einheimische Teil besteht aus rechteckigen Hütten von gestampftem Lehm mit flachen Dächern. Es war Regenzeit und hatte am Morgen geregnet, infolge dessen sah man auf den Terrassen Leute beschäftigt, mittels Lehm die vom Wasser verursachten Schäden auszubessern. Die Hütten im Landesinnern sind zwar auch aus Lehm, aber in der Regel in runder Form ausgeführt. Auf den Straßen steht man die männlichen Schwarzen m.t weißen Mänteln oder Tuniken angetan, während die Frauen den Bubu, eine Art Ueberwurf, tragen, in hellen Farben und im Schnitt eines gotischen Meßgewandes. Die Weißen Väter empfingen mich mit jener einfachen, aufrichtigen Herzlichkeit, d'e ein Merkmal der Gastfreundschaft unserer Missionare bildet. Bei Tisch liegt stets das Chinin in Reichweite, um sich vor der Malaria zu schützen. Das Getränk der Missionare besteht in Senegal wie im Sudan in einer Art von leichtem saurem Bier, das die Missionare selbst brauen; sie nehmen dazu Hirse statt Gerste. Wein kommt in der Regel nicht auf den Tisch, er ist zu teuer. Während des Essens erscheint unter der Tür eine Frau in den weiten Bubu eingehüllt, sie brachte lächelnd unti- mit vollendetem Anstand eine große Schüssel Kuskus (Srci aus Grütze, manchmal mit kleinen Fleischstückchen gemischt); es ist das die gewöhnliche Speise der hief. Neger. Man wies mir ein Zimmer an, von dem zwei Türen auf zwei gegenüberliegende Veranden führten; das gab in der afrikanischen Gluthitze genügend Lüftung. Den Wänden des Raumes entlang liefen Büchergestelle, mit alten Büchern bedeckt. Diese Ausstattung findet sich in allen alten Missionsstationen. Es find die Bücher, die jedesmal die verstorbenen Missionare zurückließen. Diese Bücher gemahnen an die Lebensgeschichte so vieler Arbeiter des Evangeliums, wie auch an die Geschichte der werdenden Kirchen überhaupt. Es ist in jedem Fall eine Geschichte reich an Nöten, Arbeiten, Entbehrungen, es ist eine unbekannte und doch heldenhafte Geschichte. Die Bücher, fast immer kirchliche und geistige Stoffe behandelnd, trugen die Spuren langjährigen Gebrauchs: es waren die verschwiegenen Freunde und Tröster im harten Tagwerk der Missionare, die Quellen lebendiger Kraft im Kampf um die Heiligung des eigenen Ich und für das Fortschreiten der Kirche unter den Heiden. Liebe, tote Missionare! Mir kam vor, als ob sie in diesem Zimmer zusammenkämen mit den Spuren langwieriger apostolischer Mühen und doch heiter und freudig: sie waren tot, die Bücher, einst ihre geistige Nahrung, waren ihren Händen entfallen wie der Spaten der Hand des Lanümannes entgleitet, der seinen Lebenslauf vollendet hat. Aber. andere Ackerbauern nehmen den Spaten auf und führen die Feldarbeit weiter; so kommen auch andere, jüngere Missionare in den Weinberg des Herrn und die Arbeit geht weiter. Jesus Christus hat gesprochen: „Ein anderer ist der Sämann, ein anderer der Schnitter." Immer aber ist es die Kirche, die sät und erntet. So wächst auch das kurze Leben eines Missionars über sich hinaus und nimmt -an dem großen unsterblichen Leben der Kirche teil. Unter den Büchern, die ich in meinem Zimmer dort in Kayes voll Andacht und Ehrfurcht durchblätterte, fanden sich gewiß auch jene der drei jungen Missionare, die. beim Ausbruch des Gelbfiebers in Kayes im Jahre 1933 auf der Strecke geblieben waren — Opfer ihrer Liebestätigkeit. Gegen 200 Fremde und Taufende von Eingeborenen haben bei jener Epidemie den Tod gefunden; P. Dalbos entfaltete eine ans Wunderbare grenzende Hilfstätigkeit und blieb selbst von der schrecklichen Geißel verschont. Ich feierte mit den Missionaren das Fest Mariä Himmelfahrt. Die Liturgie des Tages ist immer schön, sie wirkt noch ergreifender, wenn man ihr in fremden Landen beiwohnt; im Gregorianischen Choral hallt das Echo der Gesänge wider, die man als Kind in der heimischen Dorfkirche gehört. Für mich wirkte das Fest umso ergreifender, als ich daran dachte, daß vor einem Jahrhundert hier wohl noch das Brüllen des Löwen zu hören war. P. Kamara, ein Neger, Sohn eines Mohammedaners, fang die Messe; er sang exakt und mit Gefühl, während der Chor der schwarzen Männer und Frauen unter Leitung des P. Tiberghien von der Kirche aus in lang- samem, -abgewogenem -und harmonischem Rhythmus antwortete. Die Eingeborenen haben Freude -am Gregorianischen Gesang und geben ihn gut wieder, da er am meisten ihren getragenen Melodien nahe kommt. Die Reger sangen auch das „Adoro te devote" und andere liturgische Hymnen. Wenn ich die Augen schloß, glaubte ich in Italien zu sein. Nach der Messe stimmte P. Tiberghien das „Tu es Petrus" an, es folgte das Gebet für den Heiligen Vater. Welch tiefe, tröstliche Bedeutung kommt diesem Gebet zu, das allenthalben -auf der Welt dem Herzen der Kinder entströmt, die des Vaters gedenken. In ihm kehren die göttlichen Kennzeichen der Kirche, ihre Einheit, Heiligkeit, Katholizität und Apostolizität wieder. Der Missionar, der im Schnee des Nordpols oder in den Wäldern des Aequators gleichsam verschwindet, fühlt sich als Teil des gewaltigen geschloffenen christlichen Heeres, das dem Papst untersteht. Voll Trauer sagte mir ein Protestant in China: „Uns fehlt Rom. Ihr habt einen Mittelpunkt, eine Grundlage, eine Leitung." In Bamako traf ich mit dem Apostolischen Vikar Exzellenz- Moulin zusammen, den ich schon in Rom kennen gelernt hatte. Der Bischof ist nicht alt und doch trägt er an Gesicht und Bart die Spuren • langer, harter, apostolischer Arbeit und jenen Schatten von Trauer, den man bei allen Missionaren wahrnimmt, wenn man auf das Problem des Islams zu sprechen kommt; ein schweres Problem, denn der Islam macht rasche Fortschritte, viel schnellere als die heilige Kirche Christi. Der Islam lehrt eine einfache, bequeme Religion und duldet in der Praxis auch alte heidnische, -abergläubische Vorstellungen. Die schwarzen Fetischanbeter begreifen allmählich die Leere ihres Glaubens und möchten sich einer Religion anschließen: dem Islam oder dem Christentum. Sie sagen, alle beide sind gut, aber der Islam ist die Religion, die dem Neger mehr entspricht, während das Christentum mehr dem Weißen eignet. Die aus Marokko und anderswoher kommenden Kaufleute und Kolporteure betreiben eine aktive Propaganda für den Islam. Auch die Zahl der Mohammedaner, die Regierungsstellen und ein gewisses Wohlwollen von oben üben auf die noch heidnischen Neger eine nicht unbedeutende Anziehungskraft -aus. Man muß sich in die angstvolle Sorge unserer Missionare hineindenken, die an der mohammedanischen Front kämpfen. Vor allem aber müssen wir auch ihrer Armut zu Hilfe kommen, -auf daß sie mit größeren Mitteln ausgestattet Schulen aufmachen, das Betäti- Prüfe die Leistungen des lDinter-hilfswsrkes und vergleiche Deine Leistungen für das IDE}#)! — Hast Du Deine Pflicht erfüllt? glmgsfeld der Katechisten erweitern, die apologetische Presse fördern und die Katholische Aktion gegen die Tätigkeit des Islams einsetzen können. Die islamitische Gefahr ist viel größer als man gemeinhin annimmt. Unterstützen wir also mit unsern Gebeten diese vorgeschobenen Posten des Christentums, damit sie immerzu die einheimischen Berufe pflegen und zur Entfaltung bringen können. So schenken sie der jungen Kirche Afrikas einen zahlreichen, wohlgebildeten Klerus, und so wird auch in Bälde der heißersehnte Tag heraufziehen, an dem Afrika seine schwarzen Bischöfe erhält. Auf dem Weg durch die Missionswerke betete ich ein stilles „De profundis" auf einem Friedhof wenige Schritte von der Missionsstation entfernt: weiß leuchteten die Kreuze über den grünen Rasenteppich hin. Fünf Missionare ruhten hier inmitten der Christen, die sie bekehrt und seelsorglich betreut hatten. Ein Schwarzer jätete das Unkraut auf den Gräbern aus. Ein Vogel mit flammendrotem Gefieder flog über die Kreuze hin und ließ sich auf einer Palme mit leisem Gezwitscher nieder. Im Missionshaus befand sich noch der Bruder eines Aiisiionars, der auf dem Friedhof beerdigt war. Welcher Friede, welch lichtvolle Hoffnung, welch innige Verbindung zwischen Lebenden und Toten! Das Grab bedeutet für den Christen eine Wiege. In Bamako bat mich eine gute Dame um eine Unterredung. Ich sagte ihr, drei Dinge hätten mich in besonderer Weise berührt: die übernatürliche Einstellung und der unverdrossene Eifer unserer lieben Weißen Väter, das Leprosenheim und die bezaubernd schöne Stadt. Das Leprosenheim bildet eine kleine eigenartige Stadt des Schmerzes und der Liebe und steht mitten in der Landschaft, wenige Kilometer von Bamako entfernt. Der leitende Chefarzt dieser Siedlung widmet sich nicht bloß den Kranken und den Untersuchungen im Laboratorium, er drückt dem Ganzen den Stempel der Ordnung und weisen Zucht auf: freie Privatinitiative ist auf das gemeinsame Beste hingerichtet. Die merkwürdige, interessante Gemeinde ist nach einem einfachen, wohldurchdachten Plan gegliedert: zuerst kommen die Wohnungen der Aerzte und Schwestern, dann eine Reihe einheimischer Häuser von peinlicher Ordnung und Sauberkeit, in deren Mitte das Hospital für die Schwerkranken liegt; schließlich ein neues Eingeborenenviertel, nicht aus Hütten, sondern aus kleinen Häusern bestehend. Die kunst- und handwerksmäßige Arbeit, das Mahlen der Hirse, der Küchendienst und selbst ein Anflug von Handelstätigkeit verleihen den Wegen und Plätzen der Anstalt etwas Lebendiges, Heiteres. Es ist ein Meisterwerk der Caritas, die Wissenschaft hat sich hier in den Dienst gegen eine der schrecklichsten menschlichen Krankheiten gestellt. Das ganze Institut bildet wirklich einen Ruhmestitel für die Kolonialverwaltung und für Frankreich. Ich fall), mit welcher Liebe und Schlichtheit der Chefarzt Dr. Boudiment bei der Behandlung mit seinen Kranken umging. Die drei Schwestern des Heimes machten auf mich einen heiteren, fast fröhlichen Eindruck. Sie holen sich täglich beim encharistischen Herzen Jesu die caritative Begeisterung, die ihrem Dasein Berechtigung und Trost verleiht. Christus wiederholt die herrlichen Worte: „Armen wird das Evangelium gepredigt, Aussätzige werden rein..." (Matth. 11, 5) und: „Mir tut ihr, was ihr einem von diesen getan habt." Das Leben wird verklärt und das Düster menschlichen Leidens hellt sich auf. Der Kunstsinn, mit dem Bamako geplant und angelegt wurde inmitten einer herbschönen Natur, im Tale, das sich gegen den Niger hin öffnet, fordert wirklich unsere Anerkennung heraus. Die öffentlichen Gebäude Bei einem Cöpfer von Chingtechen. Die Töpfereien von ChingtechenlKiangsi) sind in ganz China bekannt. Nach dem Trocknen im Schatten wird die Ware schön bemalt u. dann in den Brennofen gebracht. (Fides-Foto.) japanische Schwestern in einheimischer Tracht. In der Apostolischen Präfektur Nagoya wurde eine Schwefle, ngrnossenschast, vor allem durch Zutun des Apostolischen Präfekten 9Jt[gr. Reiners >Stey-ler Missionare), gegründet, deren Mitglieder als Pfarrhelferinnen. Katechistinnen usw. gedacht find und darum ihre weltliche Tracht beibehalten. (Fides-Foto.) find großenteils im rohen, einfachen geometrischen Stil des Sudan beeinflußt, der immerhin harmonische Veränderungen und glückliche Einfälle zuläßt. Es ist ein sichtliches Aufleben alter Formen, die den Hauch eines neuen Frühlings verspüren lassen. Gern hätte ich gesehen, daß auch die Kathedrale sich der Umgebung angepaßt hätte, daß sie einheimisch unter Einheimischen geworden wäre. Statt dessen stellt sie sich in schmackhaftem, aber auswärtigem. Gewände vor. Wirtschaftliche Gründe, sagte man mir, seien für die Uebernahme des romanischen Stiles ausschlaggebend gewesen. Als ich um halb 9 Uhr abends an der Bahnstation den würdigen Bischof und noch einige Missionare begrüßte, mußte ich an die harten Anfänge der Kongregation der Weißen Väter zurückdenken. 1875 bestiegen drei Patres ihre Kamele und wandten sich dem Innern Afrikas zu. Auf den Sanddünen stimmen die drei Pioniere das Te Deum an. Drei Monate vergehen ohne jegliche Nachricht. Eines Tages erhält Kardinal Sani gelte in Gegenwart eines spanischen Bischofs einen Brief. Er liest ihn, wird bleich und reicht ihn schweigend dem spanischen Mitbruder: die drei Patres waren ermordet worden. Das Herz des Kardinals krampst sich im Schmerz zusammen, aber der Geist siegt über das Fleisch. Die zwei Prälaten gehen in die Kapelle und beten gemeinsam das Te Deum. Dieses erstvergossene Blut wurde zu einem heiligen Samen: und heute erstrahlt es lebenskräftiger denn je. (Schluß folgt.) 2lU6BCtoät)lt. Sin religiöser^Bnuernroman vorp2?erthold Ich. Withalrn. (1. Fortsetzung.) Er ging voraus und die Eifenbichler schritt mit klopfendem Herzen und zaghaften Füßen hinter ihm drein. Der Pfarrer stolz te an dem Weihbrunnkessel, der an der Türschwelle hing, vorbei. Die Kohlerin aber tauchte ihre §anb tief in bas geweihte Wasser ein und benetzte sich damit unter eifrigen Stoßgebeten. In seinem Arbeitszimmer ließ sich Birn-bacher in dem alten, bequemen Lauscher nieder, schlug die Hände zusammen, nickte mit seinem guten, dicken Wuschelkopf der Kohlerin zu und lud sie ein: „So und jetzt setz. di da nieder aufs Kanapee und schrittst ma halt bei Herz aus. Oder mächst leicht gar beichten?" fügte er lachend dazu. „Dös waar a bfondere Beicht, Hochwürden", versuchte sie mitzulachen. „Koa Sund is net und boo so was Schwaars." „Also los, Kohlerin, weißt ja, was da giebt wird, ist nur unter uns zwei." „San S' halt so guat, Hochwürden, i kimm zwegn 'n Franzl." „Der Spitzbub, der nixnutze!" lachte Birnbacher. „Aber ein netter Kerl, ich mag ihn gern." „3a, Herr Pfarrer, zwegn dem waar i da. Mei, 's is soviel schwaar." „Was wär denn da schwer? Der Franzl ist doch der richtige Bub, wie er sein soll. Lustig, frech, raufen kann er wie kein andrer, aber hellauf oben im Hirnkästl. Weißt, Kohlerin, solche Buben mag ich. Die Duckmäuser, laß mi aus, die sind nix und werden nix." „Aber garaus z'lustig is der Franzl. Garaus zviel." „Du, Kohlerin, da steckt etwas dahinter", erkannte nun Birnbacher, „gleich raus damit. Da ist a Gschicht dabei, Kohlerin, net?" „Mei schoo, Hochwürden. A lange aa noo. Zwegn der bin i da." Und dann erzählte sie lang und breit von ihren Leidenstagen; wie kein Beten und kein Kräutl geholfen hatte; wie es immer schlimmer wurde und sie endlich mit dem Franzl.in die Hoffnung kam. Immer weiter holte sie aus, immer wieder versuchte sie, das dicke Ende hinauszuschieben, bis Birnbacher ungeduldig wurde und sie aufforderte: „Das ist mir alls am nix Neu's, Kohlerin. Nur weiter, weiter! Du hast ganz was anders am Herzen." Er mußte sich noch lange gedulden, bis sie die richtigen Worte für ihr eigentliches Ansinnen fand. Aber dies hatte der kluge Menschenkenner bereits aus den ersten Andeutungen herausgehört. Das nahm ihm seine fröhliche Stimmung. Er hörte dem Nest ihrer langen Erzählung mit schweigendem Ernst zu. Die Kohlerin kam zum Schluß: „Jeha wissen S' es, Herr Pfarrer. Und Sie sehgn selbn, was er für a Bub wordn is. Grad wild is er und a Saga möcht er werdn und a Hauptmann mit an Gwehr. Und i denk mir bei mir selbn, wann er jetzt einkimmt ins Seminar und muß staad dasitzen und hat koan Berg mehr und koan Wald, aft verschmacht mir der Bua. Und doo Han i gschworn und an heiligen Eid gleist der Mutter Gottes. 0 mei. Hochwürden, was werd dös jetzta? Ganz verzagt Bin i. Die Mutter Gottes hat ma gholfen in ihrer großen Gnad und i müßt sie beleidigen oder mein Buam leicht unglücklich machen. Naa, Hochwürden, dös söll, wann i dazumals gmt|t' hätt, i sag's glei, wie's wahr is: Ehnda waar mir glei liaber gwen, der Vater hätt weitergsuffa." Herr Birnbacher rieb sich mit der linken Hand durch die Haare und übers Gesicht. Dann sah er mit mitleidvollem Ernst auf die Bäuerin, als wollte er sagen: Da hast du dir eine schöne Suppe eingebrockt, du Gute! Aber er sprach: „Na, Kohlerin, so weit gfehlt ist's noch net. Der Franzl kann ja zuerst am Gymnasium studieren und geht später in das Seminar." „Wann i eahm aber jetzt net einitua, später geht a mir leicht gar nimmer net", jammerte sie auf. „Das glaub ich beinah selber gern. Später geht der Bub in kein Seminar." „Und was tua i mit mein Verlöbnis?" klagte sie weiter. „Naa, Herr Pfarrer, narrisch könnt vans werdn. Grad fürchtn müaßt i mi auf mei Sterbestund. Die Sünd! Koa Lossprach gibt's aa net und guatmachen kann i's aa net! O mei, Herr Pfarrer, wissen 6’ mir koa Hilf net? Wissen 6’ koan Rat?" Da streifte den Pfarrer ein Gedanke, der die Kohlerin von ihrer Not befreien könnte. Sein Einfall machte ihn wieder vergnügt, und drum frug er mit lachenden Augen die Bäuerin: „Kohlerin, kannst noo die Biblische Gschicht?" „Freili, Hochwürden", antwortete sie erstaunt. Sie konnte sich nicht denken, wo der Pfarrer hinauswollte. „Kennst noch die Gschicht, wie der Erzvater Abraham den Isaak seinem Herrn opfern wollte? Wie er schon das scharfe Messer an die Brust seines Sohnes setzte, da... Wie geht die Gschicht weiter, Kohlerin?" „Da ist", ergänzte die Bäuerin schüchtern, als sitze sie wieder auf der Schulbank, „auf der barmherzige Samaritan. Ein Missionär aus der Frommen Geselllchafi vom hlg Joseph (Turin), der das Vikariat Napo im Ecuador betreut, ist im Indianerdorf vom Pferde gestiegen und verbindet einem armen Indianer die Beinwunde. (Fi.-Foio- önöian. Brautpaare. Zwei Brautpaare der Catiosindianer in der Apost.Präfektur Urada. die zu Colombia gehört. Spanische uu-bcschuhte Karmeliten und Drittordenskar-meliterinnen,die letzteren zumeist einheimische. nehmen sich der Indianer cm. (Fides-Foto.) amoi a Goas dabeigstanden und der Gott Vater hat gsagt zum Abraham: ,Ich weiß, daß du Gott fürchtest und', hat er gsagt, ,hast deinen Sohn nicht verschont um meinetwillen'. Und aft hat der Abraham den Isaak laufen lassen und d' Goas hergnommen zum Opfer." Ein paar Augenblicke dachte sie angestrengt nach. Aber als sie der Pfarrer auf ihr stummes Fragen nur anlächelte, meinte sie bescheiden: „Mei, Hochwürden, dös versteh i net, was Sie damit moanen." „Na, Kohlerin, wenn nun statt deinem Franzl ein andrer Geischtli wird, das ist dem Herrgott grad so liab. Ja, leicht noch viel mehr, wenn der andre zu dem schweren Beruf besser paßt wie dein Bub." „Moanen S', Hochwürden?" frug sie ungläubig. „Ja. Und siehst, da ist einer in der Gemeinde, vom Hinterstoißer der Matthias, der möcht für sein Leben gern Pfarrer werden und 'hätt auch das Zeug dazu. Ein ruhiger, stiller Mensch, ich glaub, Kohlerin, mit dem könntst dem Herrgott die größte Freud machen. Und dein Bub wär dann frei, könnt ein Jäger oder ein Hauptmann werden. Und was das Wichtigste ist: Dein Gewissen hätt auch seine Ruh." „Ja, so was wär möglich, Herr Pfarrer?" erstaunte sie. „Freilich. Das ist doch ganz einfach. Du laßt den Hinterstoißer Matthias auf deine Kosten studieren. 'Dann hast dein Opfer genau so gut gebracht und dein Verlöbnis einghalten." Aber jetzt stiegen der Kohlerin die Bedenken auf: „Auf insre Kosten? 3, wann i ’s Geld hätt, glei taat i’s herlegen. Aber der Bauer! Mei, was werd der Bauer dazu sagen, wann i eahm sag, er muaß jetzt 'n Hinterstoißer Hiasl ins Studi schicken? Dös werd der Bauer nie tun. Hochwürden." „Aber siehst doch selbn, anders geht's net. Das ist der einzige Ausweg. Anders kann i dir net helfen. Kein Mensch und nicht der höchste Priester kann dich von deinem Verlöbnis entbinden. Red halt mit deinem Bauern ein aufrichtiges Wort. Leicht gibt er dir recht." Die Kohlerin wurde sehr bedrückt: „I werd's 'n Bauern sagen. Amoi muaß er's doo wissen, zwegn was i dazumoi in Kirchental gwen bin und was der eigentliche Grund ist, daß er 's Trinken guat sein laßt. Leicht mag er nacha doo", versuchte sie sich selbst zu beruhigen. Also ging sie mit einem Aufseufzen von ihrem Pfarrherrn, der wohl ahnte, daß er mit seinem Vorschlag den rechten Ausweg nicht gefunden hatte. Und er hatte recht damit. Denn schon unterwegs sinnierte die Kohlerin vor sich hin, indem sie halblaute Gespräche mit sich führte: „Naa, dös geht net. Das viele Geld für an fremden Buam. Raa, dös geht radikal net. Und nacha dürft mei Franzl dem Hiasl hochwürdiger Herr sagen und die hohe An-lprach is doo für eahm gricht. Raa, dös geht net. Und der Bauer. Mei, der Bauer, der taat doo moanen, i bin narrisch wordn. Raa, naa, Kohlerin, da sagst 'n Bauern nix davon. Und der Franzl muaß halt und er wird si schoa gwöhnen." * Weil nun aber ihr Verlöbnis kein Geheimnis mehr war und weil sie wußte, daß der Pfarrer demnächst den Kohler fragen würde, wie die Angelegenheit stünde, nahm sie sich noch an diesem Abend einen innerlichen Anlauf und beichtete auch ihrem Bauern. Aber bei dem kam sie schlecht an. „Was?" begehrte er auf. „Was moanst, der Franzi soll Geischtli werden? Der Wild-fang! Ja, Mutter, hast du koane Augen im Hirn, daß d' net stehgst, daß das nur a Unglück gab? Unsern Hörnt Jaga willst du in dös Gwandl einidruckn? Narrisch bist!" „Und wann i dir die ganze Wahrheit schoo sagn muaß", meinte sie auf, „i Han's der Mutter Gottes versprochen und bös Verlöbnis muaß act ghalten werdn." „Zwegn was hast's denn tan?" „Grad nur wegn deiner. Selbigesmal in Kirchental is gwen." Der Bauer pfiff durch die Zähne: „So, so. Selbigesmal! Und hast nie a Sterbenswörtl gfagt! Und heunt kimmst auf antet daher! Naa, so leicht gfahrn is da net!" „Aber, Vater ...", wollte sie einwenden. Der blinzelte sie schlau an: „Hältst mi schoo einbeziehen müssen in bei Verlöbnis. Denn zerst amoi is dös met Bua! Und da werd noo immer i bestimmen, was aus ehm werd. Koa Pfarrer net, dös kannst dir denken. Und aus damit", beschloß er grob. „Werd nix mehr gredt davon. Guat Nacht." Er zeigte ihr seinen breiten Rücken. Hinter dem konnte sie heulen, konnte sie alle Heiligen als Zeugen ihres Verlöbnisses anrufen. Es hörten sie nur die Wände. Der Bauer zündete sich seine Pfeife an und trat qualmend aus der Stube. Dabei verschlang er einen Fluch auf die bet-narrischen Weiber. * Von dem Tage an stieg der Geist der Zwietracht wieder aus allen Winkeln des Kohler-hofes. Und die Lüge kam mitangeschlichen. Der Bauer bestimmte, daß der Franzi im Herbst zu einem Förster in die Lehre kam. Die Mutter ging scheinbar darauf ein. Aber wann immer sie mit dem Buben allein war, machte sie heimlich das Kreuzzeichen auf seine Stirn und flüsterte ihm eindringlich zu: „Werst sehgn, Franzl, du werft was Bsonders." Oder: „Du bist so viel gscheit. Du bist z' guat für an Jaga." Und noch viele andere versteckte Reden gab sie ihm. Der Franzl sah ein jedesmal seine Mutter mit großen, fragenden Augen an. Wenn er von ihr ging, schupfte er mit den Schultern. Er kannte sich bei diesen Gesprächen nicht aus. Der Vater wiederum nahm den Buben in die Wälder mit. Und auf der Gemsjagd durfte er Vaters Büchse tragen. Da war er sehr stolz und seine jungen Augen leuchteten auf. Und der Alte lachte, wenn er seinen Jüngsten mit stämmigen Beinen und festen Griffen einen Felsen erklettern sah: „Der und a Pfarrer!" Droben auf der Spitze juchzte der Bub, daß es aus dem tiefen Achental vielfach widerhallte. So freute ihn das Leben, wenn er mit dem Vater durch Wälder und Berge streifte. Und die zwei Alten wichen sich mit den Indianische Tänzer und Musikanten. Die Dominikaner des Apost.Bikariats Uru-bamba in Peru veranstalten häufig im Hof ihrer Niederlassung Feste, die dem Geschmack der Indianer äußerst zusagen. Tänzer und Musikanten geben sich ein Stelldichein. Es sind aber nur schivachc Erinne-rungen an die rauschenden Feste im alten Reich der Inkas. (Fides-Foto.) jtč:. "Sfer Blicken aus. Sie begannen sich heimlich zu hassen. Bäuerlich trotzig schwiegen sie über die Zukunft ihres Sohnes. Dennoch spürte eines vom andern, wie jedes versuchte, in seiner Art den Franzl zu beeinflussen. Bis der Kohler eines Tages die heimlich-versteckten Sprüche der Mutter erlauschte: „Franzl, du werft was Höheres wie a Jaga!" Der Bauer biß sich in die Lippen und schwieg. Er wandte sich um und trabte zum Postwirt nach Bärnmoos hinunter. Und weil er trotzig und schadenfroh gestimmt war, kam er am Abend mit einem schweren Rausch heim. Die Bäuerin hörte ihn von weitem johlen und sank unter der Christus-Ecke in die Knie: „O heilinger Vater im Himmel, dös hat er aus Bosheit tan. Herr, verzeih ihm die Sünd!" Sie schrie das bettelnde Wort auch weiter, als der Bauer in die Stube torkelte und zu plärren anhub: „Alte, wo is jetzt dei Verlöbnis? Ha? Wann i net mag?! Aus is, gar is, wann i net mag! Und i mag net! Daß d' as nur woaßt!" Er schlug mit seinen Fäusten auf den Tisch, daß es wie schweres Holzhacken klang: „Sakrament noo amoi! Geischtli werd er net!" Vieles brüllte er noch, häßliche und grobe Worte, daß sich die Bäuerin wie eine Henne zusammenduckte. Er schrie und tobte so lange, bis er, wie vor zwölf Jahren, wieder in die Stubenecke hineinfiel und nicht mehr aufkonnte. Die Frau schlich an ihn heran. Da er nur mehr leise grunzte und die Arme bleiern herabhingen, wagte sie es, ihn aufzurichten. Aber zwölf Jahre fressen viel Kräfte einer alternden Bäuerin auf. Sie vermochte es nicht mehr. Da nur der Franzl allein im Hause war — die älteren Geschwister durften zu einer sonntäglichen Tanzmusik —, mußte sie ihn zu Hilfe rufen. „Franzl, kimm, der Vater is krank wordn. Hilfst mir, eahm aufitragn in die Kammer." Der Bub machte erstaunte Augen. Er blickte scheu bald auf den Trunkenen, bald auf die Mutter. Die erkannte seinen Zweifel und jammerte laut: „Leicht hat er was erwischt. A giftige Beeren oder sinst eppas." Als sie ihn anpackten, erwachte der Kohler so weit, daß er seinen Sohn erkannte. Er griff nach ihm, zerrte ihn zu sich herab, daß her Bierdunst dem Knaben ins Gesicht schlug, und gröhlte auf: „Und Geischtli werft net! A Saget werft, weilst oaner bist!" * Das Wort sprang den Franzl an und er besann sich in dieser Nacht: „Dös waar das Höhere." Am nächsten Morgen stand er vor der Mutter. „Mutter, was hat dös gheißen? 3 will die Wahrheit wisset:." Und er hörte die lange, lange Geschichte von ihr, die sie einstens dem Pfarrer erzählt hatte. Sein junges Gehirn begriff nicht. Er ging mit einem wirren Kopf von ■ ihr. Der Vater machte die Sache kürzer: „Dös geht di gar nix an, was die Mutter daherbracht. Dös is a alte Gschicht, die längst koa Gültigkeit mehr hat. Im Herbst kimmst zum Förster in b’ Lehr." Das gefiel dem Franzl besser. * Aus bösem Trotz und um seiner Bäuerin zu beweisen, was ihr Verlöbnis ohne sein Mittun sein könne, betrank sich der Kohler nach einigen Wochen ein zweites- und im späten Sommer ein drittesmal. Er war nun schon ein guter Sechziger und vertrug nimmer so viel wie in seinen jungen Jahren. Aber er trank so viel, bis er besinnungslos wurde und auf seinem Heimwege nicht Weg und Steg sah. Er schwankte vorwärts, drohte mit den Fäusten in heftigen Selbstgesprächen Himmel und Wäldern, fiel auch hin und schlug sich Wunden. Schwankend erhob er sich und ging schwerfällig in der Richtung weiter, in der er auf eingesunkenen Knien und mit baumelndem Oberkörper eben stand. Er stolperte im Zickzackweg der Grindl-wand zu. Aber er meinte, auf dem Heimwege zu sein. * Zu dieser Stunde griff langsam und tastend eine Unruhe der Köhler-Mutter ans Herz. Es trieb sie bald in die Stube, bald in die Küche, dann wieder vor das Haus. Me Angst war noch unbestimmt. Wie sie die Tiere des Waldes haben, ehe die Gewalten des Allmächtigen über sie einstürzen. Doch plötzlich stand das Gespenst eines nahenden Unheils vor ihr auf. Sie blickte eben nach dem Wald, hinter dem die Grindlwand steil und tief in das Achental hinabfällt. Da sah sie ein verschwommenes Bild und schrie auf: „Vater im Himmel! Franzl, der Vater kimmt noo net!" (Fortsetzung folgt.) NEUE BÜCHER Verlag Laumann, Dülmen (Westfalen). Ernte 1938. (6djiu&.) Die Buchreihe „Große Männergestalten" erfuhr in diesem Jahr wiederum eine Bereicherung durch das Lebensbild eines uns und unserer Zeit nahestehenden Mannes: „Hieronymus Jaegen", ein Bankdirektor. (213 6.) Von Karl Wild. Jaegen ist erst int Jahre 1919 zu Trier verstorben; seine Freunde ehrten ihn als heiligmäßigen Miaun. Wir staunen, wie dieser Mann, der so ganz int Getriebe des Alltags stand, ein solches Innenleben führen konnte. Ein zweites Buch der Jahresreihe offenbart uns in seltener Schönheit die Höhen und Tiefen eines Seelenlebens, das von wahrer und echter Mystik Zeugnis ablegt. Es handelt sich diesmal um die int Jahre 1918 verstorbene Marie Antoinette von Genfer. Eine Karmeliten-schwester aus Köln-Lindenthal hat in dem Buch: „Ein Leben der Liebe" (224 S.) in religiösen Betrachtungen die charakteristischen Züge der mystischen Berufung von Marie Antoinette von Genfer darzustellen gesucht. Durch ihre „Briefe in den Karmel" war die Persönlichkeit dieser gottverbundenen Seele bereits bekannt geworden. Diese Briefe, sowie Tagebücher und Gebete bilden die Grundlage des vorliegenden Buches. Neben dem religiösen Schrifttum ist auch die Pflege der schöngeistigen Literatur dem Laumaiin-Verlag eine ernste Angelegenheit. Für die Jungen bestimmt ist der stattliche Band: „Unsere Welt". Er ist mit sehr schönen Bildern und Photos ausgestattet und erscheint bereits in zweiter Folge. Herausgeber ist Hubert G ö b e l s. Da wird geplaudert, erzählt und berichtet von froher Fahrt, bestandenen Abenteuern, überwundenen Schwierigkeiten, da enthüllt die Welt der Technik ihre verborgenen Geheimnisse und die Natur offenbart etwas aus ihren Tiefen. Die Sprache ist lebendig und männlich. Ein vortreffliches Buch ist ohne Zweifel die Segelfliegergeschichte, die Gerhard Sie-g e l geschrieben: „Geheimnis um zwei Segel-kisten". Hier berichtet einer aus persönlicher Erfahrung vom Gemeinschaftsleben und- streben einer ganz zünftigen Schar, die sich um einen zielbewußten Fluglehrer gesammelt und von der festen Ordnung selbstverständlicher Kameradschaft zusammengehalten wird, auch dann, wenn cs einmal schief zu gehen droht, und das KUchenzelt ein Opfer jugendlichen Ileber-muts geworden ist. Köstlich ist die Lüftung des Geheimnisses um die zwei Segelkisten, das das ganze Buch durchzieht und sogar die hohe Obrigkeit eines Dorfes zwei Tage in atemloser Spannung hält, gelungen. Und was ist's mit den Mädels? Auch an diese hat der Verlag gedacht und ihnen einen sehr erfreulichen und schönen Jahresband zusammengestellt: „Der frohe Kreis". Herausgeberin ist Elsbeth Göbels. Mit ihr haben an dem Band gearbeitet Paula Grogger, Liane von Gentzkow, Ruth Echaumann u. a. Christel Kranz erzählt von ihren Ski-fahrten, Thea Rasche von ihrem „gefährlichsten" Flug, außerdem hören wir von den Mädels im Arbeitsdienst, wie überhaupt alle Bereiche berücksichtigt sind, die unsere Jungmädel heute interessieren und beschäftigen. Das Buch sollte in keiner Iungmädelbllcherei fehlen. Ein Märchenbuch eigenster Art stellt das Werk von Franz Braumann: „Der goldene Schlüssel" dar. Philomena Koch hat es mit ganz wundervollen Holzschnitten ausgestattet. Diese Märchen, prächtige Geschichten aus dem „Finkenwalde" sind in einem kinder-tümlichen, aber doch so lebenswahren Ton erzählt, daß man sich selbst in den Märchenwald versetzt glaubt. Wir erwähnen noch die besinnliche und von edlem Menschentum erfüllte Erzählung Christian Wilhelm Wiedbergers: „Das Zeichen mit der Krone" und stehen dann bei zwei Romanen, die das Verlagsschaffen im Jahr 1938 gut abschließen. Den ersten „Ueber brückenlose Flüsse" (318 S.) hat Gertrud Kurowski geschrieben. Ein Kolonialroman. Wir erfahren zunächst das Geschick eines jungen Menschen, der sich trotzig den Traditionen entgegenstellt, die in deutschen Adelskreisen der Vorkriegszeit als heilig galten. Er bricht mit seiner Familie, verläßt Deutschland und wandert in die Tropen. Als echter deutscher Pionier macht er dort eine Schuld wieder gut, die er sich einst als jugendlicher Heißsporn aufgeladen. Der Krieg reißt ihn über Nacht von seiner großen Plantage weg, führt ihn ins Gefangenenlager und endlich auf Umwegen und nach langen Fahrten über England nach Deutschland zurück. Gebrochen und in Auflehnung gegen das Schicksal, das dem deutschen Volk seinen Kolonialbesitz geraubt, versucht er, sich in der Heimat eine neue Existenz aufzubauen. Aber überall stellen sich ihm ungeheure Schwierigkeiten entgegen. Doch er läßt sich nicht mürbe machen, und nachdem er sich mit seiner Familie wieder ausgesöhnt, folgt er aufs neue der Sehnsucht seines Herzens und zieht wieder hinaus in jene verlorenen Gebiete, um durch entsagungsvolle Arbeit Deutschland das Heimatrecht an diesem Boden zu erhalten. Den zweiten Roman: „Andrea — irgendwoher" schenkt uns eine junge, vielversprechende Schriftstellerin, Vilma Sturm. Sie versteht es, dem schon so oft besungenen Wesen der Liebe durch neue Motive und eine schöne Sprache Adel und Größe zu geben. Andrea ist das vaterlos aufwachsende Kind einer italienischen Bäuerin. Seit deren frühen Tod ist das Mädchen nirgends mehr recht daheim. Ein deutscher Soldat tritt in ihr Leben, das Schicksal trennt sie wieder; Andrea macht sich auf, ihn in seiner deutschen Heimat zu suchen und findet ihren Vater, und schließlich auch den geliebten Mann wieder. Lintermann. Verlag Heröer & Co., Freiburg i. Kr. »Das Evangelium Jesu Ehr Isti". Zusammenschau und Erläuterung. Von Dr. Aug. Vezin. Mit zwei Kärtchen. Gr. 8°. 432 Seiten. RM. 6,80; in Leinen 7,60. Freiburg 1938. Mit einer wahren Genugtuung kann der Rezensent auf dieses eigenartige Werk hinweisen. Man darf schon „eigenartig" sagen, aber verstanden im besten Sinne des Wortes. Denn Vezins Buch ist eine Evangelienharmonie, die sich nicht zum Ziele setzt zusammenzustellen, wie die einzelnen Evangelisten eine bestimmte Begebenheit berichten, sondern darzutun, wie diese Berichte das Lebensbild des Heilandes beleuchten. Me Disposition folgt daher auch nicht der Darstellung eines Evangelisten mit Hinweis auf die Angaben der andern, da diese ja kein chronologisch erzähltes Lebensbild Jesu überliefern wollten; vielmehr fügt der Autor, die von den Evangelisten angefügten Tatsachen im Wortlaut des betreffenden Evangeliums mit größter Gewissenhaftigkeit an der Stelle ein, wo sie nach aller Wahrscheinlichkeit örtlich und zeitlich hingehören. Was irgendwie noch der Erklärung bedarf, wird dann im zweiten Teil (— 200 Seiten!) mit hervorragender Sachkenntnis näher erläutert. Sehr interessant ist auch der Abschnitt über den Magierstern (6.242 ff.), wobei Vezin ausführlich über die „königliche" Konstellation von Jupiter und Saturn des Jahres 7 vor unserer Zeitrechnung berichtet. Vielleicht darf darauf hingewiesen werden, daß eine ähnliche Konstellation mit dreifacher Begegnung im Winter 1940 eintreffen wird. Jedenfalls ist es Vezin in außerordentlicher Weise gelungen, das geschichtliche Leben Jesu in eindrucksvoller Plastik vor unsern staunenden Augen erstehen zu lassen. I. Lehr. Homiletisches Handbuch von Anton Koch. Erste Abteilung. Homiletisches Quellenwerk. Dritter Band. 5. Teil: Leben mit Gott; 6. Teil: Das Leben in der Gemeinschaft. 484 Seiten. Preis RM. 9,20, in Leinen gbd. RM. 11,40. Der erste Teil des vorliegenden Bandes behandelt in 94 Abschnitten die Pflichten des Menschen gegen Gott, seinen Schöpfer und Erhalter. Der Ernst und die Tiefe der Fragen, um die es hier geht, werden im Lichte der göttlichen Offenbarungserweise, vorab der Schrift und Ueberlieferung, dem Leser und Hörer vorgestellt und durch Beispiele, Gleichnisse usw. veranschaulicht. Die einzelnen Abschnitte gruppieren sich gedanklich um die Titel: Religion und Glaube, Hoffnung und Gebet, Liebe und Gebote, wobei der Grundgedanke aufscheint, daß die Haltungen des Menschengeistes und des Menschenwillens nach der im geschöpflichen Sein wurzelnden Abhängigkeit von Gott und seinem in unbegreif- v 3m lvinterhilfswerk schaffen wir /////|_|\\\\\ mit Deinen (Opfern die voraus-M setzung, überall dort zu helfen, wo wir nach nationalsozialistischen Grund-sätzen dazu verpflichtet find. licher Liebe sich offenbarenden Heilswillen ausgerichtet sein müssen, soll das Leben einen Sinn haben und über die so rasch verrinnende Zeit hinaus einen Dauerwert beanspruchen können, der vor Gott Gültigkeit besitzt. Schon ein flüchtiger Ueberblick über die Themata und eine kurze Einsichtnahme in die verschiedenen Artikel lassen keinen Zweifel an der guten Brauchbarkeit dieses Teiles für die Predigt, die Katechese und jede Art religiöser Unterweisung aufkommen. Allerdings erheischt das aus reichhaltigem Schacht geförderte Material noch eine sorgfältige, der Mühe nicht entbehrende Verarbeitung. Dasselbe gilt auch vom 6. Teil: Leben in der Gemeinschaft, der in 90 Abschnitte aufgegliedert ist. Alle Fragen, die sich auf Familie und Erziehung, Arbeit und Besitz, Dienst am Volk und Staat, Umgang und Verkehr mit den Nebenmenschen beziehen, finden hier an der Hand der Glaubensnormen und der Erfahrungen des Lebens ihre werthafte Prüfung sowohl im Hinblick auf die irdischen Belange, als auch und vor allem unter dem Gesichtspunkt der gottgesetzten Heilsordnung, der die Gemeinschaft ebenso verhaftet bleibt wie der Einzelmensch. Die vielseitige Verwendbarkeit des Quellenwerkes wird noch mehr zutage treten, wenn das Lehrwerk abgeschloffen vorliegt. Die Anschaffung dieses großangelegten homiletischen Handbuches, das auch der eigenen theologischen Weiterbildung treffliche Dienste leisten wird, verlohnt sich für jeden Seelsorger, besonders aber für den in größeren Gemeinden wirkenden Klerus. H. Wohnhaas. I TRiffionefeminar j eilroangen (Jagst) worttbg. Aufnahme finden Knaben, die In der * Kongregation der ficrz = lefu = Söhne I Priester werden wollen, fiöchftalter | für die erste Klaffe der Oberschule 12 | lahre. frühzeitige Unmeldung er- j wünscht. Arhhmn I ®ir teilEn allen Zetern unserer Misstonszeiilchrift mit, daß die Verwaltung und 4\U| LUliy» Hxx verland unserer Zeitschrist von Unterpremstätten nach 3 osefatal bei eilroongen (vagst), Württemberg verlegt wurde.